Eckdaten:
Für die 245. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 593 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Ruf bei der ÖVP: Frage!
Herr Bundesminister, selbst Sie haben auch noch im Mai dieses Jahres gesagt – ich zitiere –: „Wir werden einer Pflichtquote bei der Verteilung von Flüchtlingen nicht zustimmen, denn Österreich hat bereits mehr als genug geleistet.“ – Beim EU-Innenministerrat sind Sie dann umgefallen. (Ruf bei der ÖVP: Frage!)
Abg. Baumgartner: ... Fragestellung!
Daher meine Frage: Warum sind Sie trotz jahrelanger gegenteiliger Versprechen umgefallen, haben sich bei der Abstimmung enthalten und so dieser zwangsweisen Flüchtlingsverteilung den Weg geebnet? (Abg. Baumgartner: ... Fragestellung!)
Ruf bei der SPÖ: Reimon!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Die nächste Frage stellt Abgeordneter Ramon. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Reimon!)
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Einwallner: Gott sei Dank!
Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner: Herr Abgeordneter, vielen Dank für die Frage. Ich kann mich sehr gut an dieses Interview in der „ZIB 2“ erinnern. Viele können sich an dieses Interview in der „ZIB 2“ erinnern, ich weiß das. (Abg. Einwallner: Gott sei Dank!) Sie haben mir nur nicht ganz genau zugehört, denn ich habe nicht vom kaputten Asylsystem gesprochen, sondern sehr oft vom kaputten Schengensystem, und das nicht nur einmal. Ich glaube, ich habe es sogar fünfmal erwähnt, weil ich danach gefragt wurde.
Abg. Einwallner: Ich habe vom österreichischen Asylsystem gesprochen!
Das Schengensystem ist ein europäisches System, wie Sie wissen, Herr Abgeordneter. Ich gehe einmal davon aus, dass sich die Frage auf das Asylsystem bezieht und nicht auf das Schengensystem. (Abg. Einwallner: Ich habe vom österreichischen Asylsystem gesprochen!) Daher schlage ich vor, dass wir über das Asylsystem, für das ich in Österreich die Verantwortung trage, sprechen. Wir haben zuvor sehr intensiv diskutierte Fragen besprochen, nämlich was auf europäischer Ebene im Asylsystem passieren muss, Stichwort Asyl- und Migrationspakt. Ich konzentriere mich jetzt aber auf die nationale Ebene. Ich gehe davon aus, dass das Ihre Frage wahrscheinlich beinhaltet oder meint, denn man könnte es vermischen.
Abg. Kickl: Das hat aber nichts mit Asyl zu tun! – Ruf bei der SPÖ: Die Frage wurde nicht beantwortet!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zusatzfrage, Herr Abgeordneter? – Bitte. (Abg. Kickl: Das hat aber nichts mit Asyl zu tun! – Ruf bei der SPÖ: Die Frage wurde nicht beantwortet!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Na ja, eine Zusatzfrage erübrigt sich eigentlich, Herr Präsident, weil die Frage ja nicht wirklich beantwortet wurde. Also nehme ich zur Kenntnis, dass der Herr Innenminister und die ÖVP offenbar keine Lösungsvorschläge zu diesem Thema haben, und ich habe daher keine Zusatzfrage. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Das ist ein Wahnsinn, die Frage!
(Abg. Zarits: Das ist ein Wahnsinn, die Frage!)
Abg. Michael Hammer: Das hat ihm der Kickl aufgeschrieben! – Abg. Kickl: Das ist aber gut!
Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner: Vielen Dank für die Frage. Herr Abgeordneter, ich habe diesen Begriff noch nie so gehört, erstmals jetzt durch Ihre Worte. (Abg. Michael Hammer: Das hat ihm der Kickl aufgeschrieben! – Abg. Kickl: Das ist aber gut!) Ich halte diesen Begriff für nicht sehr zielführend, weil er den Schleppern genau den Anreiz bieten würde (Zwischenruf bei der ÖVP – Abg. Kickl: Traiskirchen könnte man auch nehmen!) und man ihnen so sagen würde: Hier hat man die Möglichkeit, zu schleppen. – Daher würde ich Sie einfach bitten, Herr Sicherheitssprecher, diesen Begriff so nicht zu verwenden; ich halte das nicht für zielführend. (Abg. Michael Hammer: Sie sind ja eine Sicherheitsrisikopartei!)
Zwischenruf bei der ÖVP – Abg. Kickl: Traiskirchen könnte man auch nehmen!
Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner: Vielen Dank für die Frage. Herr Abgeordneter, ich habe diesen Begriff noch nie so gehört, erstmals jetzt durch Ihre Worte. (Abg. Michael Hammer: Das hat ihm der Kickl aufgeschrieben! – Abg. Kickl: Das ist aber gut!) Ich halte diesen Begriff für nicht sehr zielführend, weil er den Schleppern genau den Anreiz bieten würde (Zwischenruf bei der ÖVP – Abg. Kickl: Traiskirchen könnte man auch nehmen!) und man ihnen so sagen würde: Hier hat man die Möglichkeit, zu schleppen. – Daher würde ich Sie einfach bitten, Herr Sicherheitssprecher, diesen Begriff so nicht zu verwenden; ich halte das nicht für zielführend. (Abg. Michael Hammer: Sie sind ja eine Sicherheitsrisikopartei!)
Abg. Michael Hammer: Sie sind ja eine Sicherheitsrisikopartei!
Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner: Vielen Dank für die Frage. Herr Abgeordneter, ich habe diesen Begriff noch nie so gehört, erstmals jetzt durch Ihre Worte. (Abg. Michael Hammer: Das hat ihm der Kickl aufgeschrieben! – Abg. Kickl: Das ist aber gut!) Ich halte diesen Begriff für nicht sehr zielführend, weil er den Schleppern genau den Anreiz bieten würde (Zwischenruf bei der ÖVP – Abg. Kickl: Traiskirchen könnte man auch nehmen!) und man ihnen so sagen würde: Hier hat man die Möglichkeit, zu schleppen. – Daher würde ich Sie einfach bitten, Herr Sicherheitssprecher, diesen Begriff so nicht zu verwenden; ich halte das nicht für zielführend. (Abg. Michael Hammer: Sie sind ja eine Sicherheitsrisikopartei!)
Abg. Kickl: Wie, das wäre die Frage gewesen!
wiederhole ich. Das ist kein Grund zum Jubeln, das ist ein Auftrag, in dieser Richtung hart weiterzuarbeiten, und das ist unser Ziel. (Abg. Kickl: Wie, das wäre die Frage gewesen!)
Abg. Michael Hammer: Das ist dem Kickl sein Freund!
Wie wollen Sie also ganz konkret und auch vor dem Hintergrund, dass Ihr ungarischer Parteifreund Orbán immer wieder Schlepper auch freilässt (Abg. Michael Hammer: Das ist dem Kickl sein Freund!), die Schlepperkriminalität bekämpfen? Gibt es auch im Rahmen Ihres Schengenstreits eine Einigung bezüglich Asylverfahrenszentren an den EU-Außengrenzen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie wollen Sie also ganz konkret und auch vor dem Hintergrund, dass Ihr ungarischer Parteifreund Orbán immer wieder Schlepper auch freilässt (Abg. Michael Hammer: Das ist dem Kickl sein Freund!), die Schlepperkriminalität bekämpfen? Gibt es auch im Rahmen Ihres Schengenstreits eine Einigung bezüglich Asylverfahrenszentren an den EU-Außengrenzen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Da bitte ich wirklich, dass wir an dieser Stelle – und das möchte ich ausdrücklich tun – vor allem den Kolleginnen und Kollegen der Landespolizeidirektion Burgenland, vom Landespolizeidirektor bis hin zu all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ein großes Danke aussprechen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Was da im letzten Jahr und in diesen Tagen an Arbeit geleistet wird, ist sensationell. Das bitte ich Sie einfach mitzunehmen und, wenn Sie in diesen Tagen vor Weihnachten Gelegenheit dazu haben, die Polizei zu besuchen, diesen Dank an die Bediensteten weiterzugeben, denn sie haben sich diesen Dank redlich verdient. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Herr Bundesminister! Im Vergleich zum Vorjahr gehen heuer die Asylantragszahlen tatsächlich stark zurück, also die Asylbremse wirkt. Das hat vielerlei Gründe, einer davon ist, dass beispielsweise unter einem Innenminister Kickl, der hier in der ersten Reihe sitzt, die Asylverfahren viele Mal so lange gedauert haben, über 21 Monate, jetzt dauern sie nur mehr kurz, dreieinhalb Monate. (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Jahr im Einsatz. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) In diesem Zusammenhang wäre meine Frage an Sie, Herr Minister: Können Sie eine Art Jahresbilanz legen? Was hat diese Aktion gebracht? (Abg. Shetty: Was für eine kritische Frage! – Abg. Scherak: Das wird eine kurze Antwort!)
Abg. Shetty: Was für eine kritische Frage! – Abg. Scherak: Das wird eine kurze Antwort!
Jahr im Einsatz. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) In diesem Zusammenhang wäre meine Frage an Sie, Herr Minister: Können Sie eine Art Jahresbilanz legen? Was hat diese Aktion gebracht? (Abg. Shetty: Was für eine kritische Frage! – Abg. Scherak: Das wird eine kurze Antwort!)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Im selben Zeitraum haben 14 000 Syrer hier in Österreich einen Asylantrag gestellt, abgeschoben wurden ganze 25. Circa 6 000 Marokkaner haben Asyl begehrt, abgeschoben wurde kein einziger. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der FPÖ.
Werter Herr Bundesminister, warum unternehmen Sie keinerlei Anstrengungen, nicht nur illegal aufhältige EU-Bürger, sondern auch illegal eingereiste und abgelehnte Asylwerber außer Landes zu bringen? (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner: Sie haben die Statistik Jänner bis September gebracht, ich habe davor schon die Statistik Jänner bis Oktober skizziert (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), was die Außerlandesbringungen
Abg. Belakowitsch: Unternehmen Sie was dagegen!
betrifft. Ich sehe das völlig wertfrei: Sie haben völlig recht, der Großteil wird Richtung europäische Staaten außer Landes gebracht. Sie wissen auch, dass wir in manche Staaten gar nicht abschieben können. (Abg. Belakowitsch: Unternehmen Sie was dagegen!) Ich habe das ja zuletzt auch immer wieder bei den Europäischen Räten angesprochen, dass wir mittelfristig auch darüber diskutieren sollten (Abg. Belakowitsch: ..., dann brauchen Sie sie nachher nicht abschieben!): Wie können wir beispielsweise wieder Richtung Syrien, in die Region um Damaskus Menschen zurückbringen? (Abg. Kickl: Schaut nach Abschiebebremse aus!) Wie diskutieren wir auch Afghanistan – Taliban, beispielsweise, gibt es nicht die Möglichkeit, die auch zurückzubringen? Die sind möglicherweise dort sicherer als hier. (Abg. Belakowitsch: Na, gar nicht reinlassen!) Das sind aber Diskussionen, die auf europäischer Ebene geführt werden müssen.
Abg. Belakowitsch: ..., dann brauchen Sie sie nachher nicht abschieben!
betrifft. Ich sehe das völlig wertfrei: Sie haben völlig recht, der Großteil wird Richtung europäische Staaten außer Landes gebracht. Sie wissen auch, dass wir in manche Staaten gar nicht abschieben können. (Abg. Belakowitsch: Unternehmen Sie was dagegen!) Ich habe das ja zuletzt auch immer wieder bei den Europäischen Räten angesprochen, dass wir mittelfristig auch darüber diskutieren sollten (Abg. Belakowitsch: ..., dann brauchen Sie sie nachher nicht abschieben!): Wie können wir beispielsweise wieder Richtung Syrien, in die Region um Damaskus Menschen zurückbringen? (Abg. Kickl: Schaut nach Abschiebebremse aus!) Wie diskutieren wir auch Afghanistan – Taliban, beispielsweise, gibt es nicht die Möglichkeit, die auch zurückzubringen? Die sind möglicherweise dort sicherer als hier. (Abg. Belakowitsch: Na, gar nicht reinlassen!) Das sind aber Diskussionen, die auf europäischer Ebene geführt werden müssen.
Abg. Kickl: Schaut nach Abschiebebremse aus!
betrifft. Ich sehe das völlig wertfrei: Sie haben völlig recht, der Großteil wird Richtung europäische Staaten außer Landes gebracht. Sie wissen auch, dass wir in manche Staaten gar nicht abschieben können. (Abg. Belakowitsch: Unternehmen Sie was dagegen!) Ich habe das ja zuletzt auch immer wieder bei den Europäischen Räten angesprochen, dass wir mittelfristig auch darüber diskutieren sollten (Abg. Belakowitsch: ..., dann brauchen Sie sie nachher nicht abschieben!): Wie können wir beispielsweise wieder Richtung Syrien, in die Region um Damaskus Menschen zurückbringen? (Abg. Kickl: Schaut nach Abschiebebremse aus!) Wie diskutieren wir auch Afghanistan – Taliban, beispielsweise, gibt es nicht die Möglichkeit, die auch zurückzubringen? Die sind möglicherweise dort sicherer als hier. (Abg. Belakowitsch: Na, gar nicht reinlassen!) Das sind aber Diskussionen, die auf europäischer Ebene geführt werden müssen.
Abg. Belakowitsch: Na, gar nicht reinlassen!
betrifft. Ich sehe das völlig wertfrei: Sie haben völlig recht, der Großteil wird Richtung europäische Staaten außer Landes gebracht. Sie wissen auch, dass wir in manche Staaten gar nicht abschieben können. (Abg. Belakowitsch: Unternehmen Sie was dagegen!) Ich habe das ja zuletzt auch immer wieder bei den Europäischen Räten angesprochen, dass wir mittelfristig auch darüber diskutieren sollten (Abg. Belakowitsch: ..., dann brauchen Sie sie nachher nicht abschieben!): Wie können wir beispielsweise wieder Richtung Syrien, in die Region um Damaskus Menschen zurückbringen? (Abg. Kickl: Schaut nach Abschiebebremse aus!) Wie diskutieren wir auch Afghanistan – Taliban, beispielsweise, gibt es nicht die Möglichkeit, die auch zurückzubringen? Die sind möglicherweise dort sicherer als hier. (Abg. Belakowitsch: Na, gar nicht reinlassen!) Das sind aber Diskussionen, die auf europäischer Ebene geführt werden müssen.
Abg. Kassegger: Null!
Ich weiß, Sie sind ein Experte, Sie kennen sich da aus, aber andere Möglichkeiten gibt es rechtlich einfach nicht. Wir tun alles Menschenmögliche (Abg. Kassegger: Null!), um möglichst viele außer Landes zu bringen (Ruf bei der FPÖ: Aber nicht sehr erfolgreich!), vor allem natürlich diejenigen, die straffällig geworden sind. Ich denke, die Zahlen sprechen wertfrei für sich (Abg. Belakowitsch: Ja, die sprechen für sich! Leider!), und auf diesem Weg müssen wir auch weiterarbeiten und werden wir auch sehr intensiv weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Aber nicht sehr erfolgreich!
Ich weiß, Sie sind ein Experte, Sie kennen sich da aus, aber andere Möglichkeiten gibt es rechtlich einfach nicht. Wir tun alles Menschenmögliche (Abg. Kassegger: Null!), um möglichst viele außer Landes zu bringen (Ruf bei der FPÖ: Aber nicht sehr erfolgreich!), vor allem natürlich diejenigen, die straffällig geworden sind. Ich denke, die Zahlen sprechen wertfrei für sich (Abg. Belakowitsch: Ja, die sprechen für sich! Leider!), und auf diesem Weg müssen wir auch weiterarbeiten und werden wir auch sehr intensiv weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Ja, die sprechen für sich! Leider!
Ich weiß, Sie sind ein Experte, Sie kennen sich da aus, aber andere Möglichkeiten gibt es rechtlich einfach nicht. Wir tun alles Menschenmögliche (Abg. Kassegger: Null!), um möglichst viele außer Landes zu bringen (Ruf bei der FPÖ: Aber nicht sehr erfolgreich!), vor allem natürlich diejenigen, die straffällig geworden sind. Ich denke, die Zahlen sprechen wertfrei für sich (Abg. Belakowitsch: Ja, die sprechen für sich! Leider!), und auf diesem Weg müssen wir auch weiterarbeiten und werden wir auch sehr intensiv weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich weiß, Sie sind ein Experte, Sie kennen sich da aus, aber andere Möglichkeiten gibt es rechtlich einfach nicht. Wir tun alles Menschenmögliche (Abg. Kassegger: Null!), um möglichst viele außer Landes zu bringen (Ruf bei der FPÖ: Aber nicht sehr erfolgreich!), vor allem natürlich diejenigen, die straffällig geworden sind. Ich denke, die Zahlen sprechen wertfrei für sich (Abg. Belakowitsch: Ja, die sprechen für sich! Leider!), und auf diesem Weg müssen wir auch weiterarbeiten und werden wir auch sehr intensiv weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie erklären Sie dann, dass Sie angeblich keine Statistiken führen? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kucharowits – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz in Richtung Bundesminister Karner –: Da gibt’s Statistiken, die Sie mit Passwort versehen!
In diesen Fällen gibt es eben klarerweise die Einzelfallprüfungen, und klarerweise gibt es auch sehr viele umfangreiche Statistiken, die auch auf der Homepage des Innenministeriums einsehbar sind. Ich habe jetzt auch Teile dieser Statistik – mit den Rückflügen, mit den Außerlandesbringungen – präsentiert. Auch über die Nationalitäten gibt es umfangreichste Statistiken, aber aus Schutz für den Einzelnen wird natürlich nicht auf den Einzelfall – und ich gehe davon aus, dass Sie das meinen –, aus Schutz für den Einzelnen kann in dieser Befragung nicht auf den einzelnen Fall eingegangen werden; ich nehme an, dass Sie diesen Fall meinen. (Abg. Kucharowits – auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz in Richtung Bundesminister Karner –: Da gibt’s Statistiken, die Sie mit Passwort versehen!)
Abg. Brandstätter: Danke!
Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner: Das waren jetzt drei Fragen. Ich werde trotzdem versuchen (Abg. Brandstätter: Danke!), diese drei Fragen für Sie als eine zu interpretieren (Abg. Brandstätter: Danke!) und daraus eine Antwort zu skizzieren. (Abg. Brandstätter: Na, nicht interpretieren, beantworten!) Ich werde versuchen, auf drei gestellte Fragen eine Antwort zu geben. (Abg. Brandstätter: Gut!)
Abg. Brandstätter: Danke!
Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner: Das waren jetzt drei Fragen. Ich werde trotzdem versuchen (Abg. Brandstätter: Danke!), diese drei Fragen für Sie als eine zu interpretieren (Abg. Brandstätter: Danke!) und daraus eine Antwort zu skizzieren. (Abg. Brandstätter: Na, nicht interpretieren, beantworten!) Ich werde versuchen, auf drei gestellte Fragen eine Antwort zu geben. (Abg. Brandstätter: Gut!)
Abg. Brandstätter: Na, nicht interpretieren, beantworten!
Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner: Das waren jetzt drei Fragen. Ich werde trotzdem versuchen (Abg. Brandstätter: Danke!), diese drei Fragen für Sie als eine zu interpretieren (Abg. Brandstätter: Danke!) und daraus eine Antwort zu skizzieren. (Abg. Brandstätter: Na, nicht interpretieren, beantworten!) Ich werde versuchen, auf drei gestellte Fragen eine Antwort zu geben. (Abg. Brandstätter: Gut!)
Abg. Brandstätter: Gut!
Bundesminister für Inneres Mag. Gerhard Karner: Das waren jetzt drei Fragen. Ich werde trotzdem versuchen (Abg. Brandstätter: Danke!), diese drei Fragen für Sie als eine zu interpretieren (Abg. Brandstätter: Danke!) und daraus eine Antwort zu skizzieren. (Abg. Brandstätter: Na, nicht interpretieren, beantworten!) Ich werde versuchen, auf drei gestellte Fragen eine Antwort zu geben. (Abg. Brandstätter: Gut!)
Abg. Stöger: Dann machts es net!
Faktum ist auch – das möchte ich jetzt auch noch sagen, weil ich gesagt habe, dass Schengen kaputt ist –, und ich glaube, Sie stimmen mit mir da vollkommen überein und Sie sehen das wahrscheinlich auch so: Wir haben derzeit in elf europäischen Ländern des Schengenraums Grenzkontrollen, das heißt, 70 Prozent der europäischen Bevölkerung in diesen Ländern haben derzeit Binnenkontrollen, und das beschreibt den Zustand für Schengen wohl leider – ich sage das bewusst dazu: leider! – am besten. (Abg. Stöger: Dann machts es net!) – Das wird gemacht – weil ich diesen Zwischenruf gehört habe –, weil es eben notwendig ist; nicht aus Jux und Tollerei, sondern weil die Zahlen so aussehen, wie sie aussehen.
Abg. Amesbauer: Das steht aber nicht in der Begründung! Was reden Sie schon wieder für einen Topfen in aller Früh?
Innenminister Kickl (Abg. Amesbauer: Das steht aber nicht in der Begründung! Was reden Sie schon wieder für einen Topfen in aller Früh?), die höchste Zahl an Tatverdächtigen, nämlich 2018/19 fast 600 000, gab.
Abg. Oxonitsch: Zum Zutritt gibt’s nichts? Die Frage war zum Zutritt! – Abg. Krainer: So kann man Fragen auch nicht beantworten!
Obsorge ab dem ersten Tag – ich weiß, dass es diese Initiative gibt – ist eine Angelegenheit, die im Justizministerium liegt und über die dort beraten werden muss. (Abg. Oxonitsch: Zum Zutritt gibt’s nichts? Die Frage war zum Zutritt! – Abg. Krainer: So kann man Fragen auch nicht beantworten!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Jetzt muss ich schon noch einmal zu dieser Forderung zurückkommen, die ja nicht, wie Sie es geschildert haben, von der Flüchtlingsreferentenkonferenz aufgestellt wurde, sondern von Ihrer Partei, der ÖVP. Sie fordern eine Arbeitspflicht, also quasi Zwangsarbeit für alle Asylwerberinnen und Asylwerber (Zwischenrufe bei der ÖVP), gleichzeitig aber verhängt die ÖVP seit Jahren ein Arbeitsverbot für alle Asylwerberinnen und Asylwerber. Das führt zu der Situation, dass eine gut ausgebildete Pflegekraft nicht als Pflegerin tätig sein darf, aber Sie wollen, dass sie zum Rasenmähen verpflichtet werden kann.
Beifall bei der ÖVP.
Wenn jemand dann asylberechtigt ist, müssen wir sehr intensiv und sehr rasch in die Integration gehen – da bin ich völlig bei Ihnen. Das Ziel muss aber sein, die Verfahren rasch durchzuführen, während des Verfahrens möglicherweise dem Land, von dem man unterstützt wird, eine Gegenleistung zu geben und dann, wenn es die Asylberechtigung gibt, die Menschen rasch in den Arbeitsmarkt zu integrieren, damit sie auch die Möglichkeit haben, sich selbst zu versorgen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Beschluss, diesen Vorschlag vom Innenministerium zu prüfen, geht auf einen Beschluss der Landesflüchtlingsreferent:innenkonferenz – ich glaube, es war am 20. September – zurück. Vorarlberg hat neben Oberösterreich dieses Thema als Erstes aufgegriffen. Wenn es in Vorarlberg ein sinnvolles Projekt gibt, bei dem sich alle Parteien einig sind, dann begrüße ich das natürlich, aber es ist nicht meine Aufgabe, dieses Projekt durchzuführen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Bescheid, dann ziehen sie sehr rasch weiter oder kehren in ihre Heimat zurück. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich danke. (Beifall bei der ÖVP.) – Da alle Anfragen zum Aufruf gelangt sind, darf ich die Fragestunde für beendet erklären und darf mich beim Herrn Bundesminister für Inneres recht herzlich bedanken.
Abg. Reimon: Wie viel hat die FPÖ? – Ruf: 88!
Wer damit einverstanden ist, den bitte ich um ein entsprechendes Zeichen. (Abg. Reimon: Wie viel hat die FPÖ? – Ruf: 88!) – FPÖ: 88! (Abg. Reimon – erheitert –: 88? – Ruf: Jessas! – Heiterkeit des Abg. Wurm. – Abg. Kassegger: Das ist aber echt witzig, oder?) – Das ist einstimmig angenommen.
Abg. Reimon – erheitert –: 88? – Ruf: Jessas! – Heiterkeit des Abg. Wurm. – Abg. Kassegger: Das ist aber echt witzig, oder?
Wer damit einverstanden ist, den bitte ich um ein entsprechendes Zeichen. (Abg. Reimon: Wie viel hat die FPÖ? – Ruf: 88!) – FPÖ: 88! (Abg. Reimon – erheitert –: 88? – Ruf: Jessas! – Heiterkeit des Abg. Wurm. – Abg. Kassegger: Das ist aber echt witzig, oder?) – Das ist einstimmig angenommen.
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Guten Morgen, Herr Präsident! Guten Morgen, Herr Minister! Einen wunderschönen guten Morgen den Kolleginnen und Kollegen und den Damen und Herren auf der Galerie! Ich möchte im Namen meines Kollegen Laurenz Pöttinger besonders die Freiwillige Feuerwehr Grieskirchen bei uns begrüßen. – Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.) Ich danke auch für Ihren tagtäglichen Einsatz, noch einmal herzlich willkommen!
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Für mich persönlich ist die persönliche Freiheit ein sehr hohes Gut, und Bargeld ist persönliche Freiheit. Ohne Bargeld gibt es keine persönliche Freiheit, meine Damen und Herren, und darum wird auch das Bargeld erhalten bleiben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Achtung, aufpassen, Kollege Haubner!
Darum gibt es auch auf europäischer Ebene kein definitives - - (Abg. Wurm: Achtung, aufpassen, Kollege Haubner!) – Kollege Wurm, auf europäischer Ebene gibt es ein definitives Bekenntnis zum Bargeld (Abg. Belakowitsch: Ja, aber nur definitiv, genau! – Abg. Kassegger: Ja, aber nur bis zum Betrag von 3,70 Euro!), und es ist auch da nicht an die Abschaffung des Bargeldes gedacht.
Abg. Belakowitsch: Ja, aber nur definitiv, genau! – Abg. Kassegger: Ja, aber nur bis zum Betrag von 3,70 Euro!
Darum gibt es auch auf europäischer Ebene kein definitives - - (Abg. Wurm: Achtung, aufpassen, Kollege Haubner!) – Kollege Wurm, auf europäischer Ebene gibt es ein definitives Bekenntnis zum Bargeld (Abg. Belakowitsch: Ja, aber nur definitiv, genau! – Abg. Kassegger: Ja, aber nur bis zum Betrag von 3,70 Euro!), und es ist auch da nicht an die Abschaffung des Bargeldes gedacht.
Abg. Belakowitsch: Aber! – Abg. Kassegger: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu ...!
Aber (Abg. Belakowitsch: Aber! – Abg. Kassegger: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu ...!) als gelernte Europäer wissen wir zwei Dinge: zum einen, dass es gut ist, wenn wir das gleiche Ansinnen haben wie die europäische Ebene (Abg. Belakowitsch: Das haben wir aber nicht!), und zum anderen, dass es große Sicherheit gibt, wenn wir uns auch auf nationaler Ebene klar zum Bargeld bekennen; und das tun wir auch, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Ja, dann stimmt dagegen, gegen die Abschaffung!)
Abg. Belakowitsch: Das haben wir aber nicht!
Aber (Abg. Belakowitsch: Aber! – Abg. Kassegger: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu ...!) als gelernte Europäer wissen wir zwei Dinge: zum einen, dass es gut ist, wenn wir das gleiche Ansinnen haben wie die europäische Ebene (Abg. Belakowitsch: Das haben wir aber nicht!), und zum anderen, dass es große Sicherheit gibt, wenn wir uns auch auf nationaler Ebene klar zum Bargeld bekennen; und das tun wir auch, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Ja, dann stimmt dagegen, gegen die Abschaffung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Ja, dann stimmt dagegen, gegen die Abschaffung!
Aber (Abg. Belakowitsch: Aber! – Abg. Kassegger: Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu ...!) als gelernte Europäer wissen wir zwei Dinge: zum einen, dass es gut ist, wenn wir das gleiche Ansinnen haben wie die europäische Ebene (Abg. Belakowitsch: Das haben wir aber nicht!), und zum anderen, dass es große Sicherheit gibt, wenn wir uns auch auf nationaler Ebene klar zum Bargeld bekennen; und das tun wir auch, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Ja, dann stimmt dagegen, gegen die Abschaffung!)
Abg. Belakowitsch: Das brauchen Sie uns ja nicht erzählen!
Dass das Bargeld hohe Akzeptanz hat, beweisen die Zahlen (Abg. Belakowitsch: Das brauchen Sie uns ja nicht erzählen!): Die Zahl der im Umlauf befindlichen Banknoten ist seit dem Jahr 2002, seit der Einführung des Euro, kontinuierlich gestiegen, und es ist nach wie vor das am häufigsten verwendete Zahlungsmittel.
Abg. Belakowitsch: Ah wirklich?! – Abg. Wurm: Peter, komm zu uns! – Abg. Kassegger: Richtig!
Persönlich kann ich auch sagen: Ich bin nicht für eine Obergrenze, ganz einfach deshalb, weil sie, wenn sie einmal eingeführt ist, dann wahrscheinlich permanent abgesenkt werden wird (Abg. Belakowitsch: Ah wirklich?! – Abg. Wurm: Peter, komm zu uns! – Abg. Kassegger: Richtig!), und damit ist uns auch nicht geholfen.
Abg. Belakowitsch: Also in der EU nicht zustimmen! – Abg. Kassegger: ... der Herr Finanzminister dazu!
Das Bargeld ist das beste Mittel zum Umgang mit den eigenen Finanzen. (Abg. Belakowitsch: Also in der EU nicht zustimmen! – Abg. Kassegger: ... der Herr Finanzminister dazu!) Ich glaube, es ist besser, wenn man dem Kind Taschengeld gibt, nicht eine Kreditkarte – bei Taschengeld merkt man rechtzeitig, dass man nur das ausgeben kann, was man in seiner Tasche hat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Das Bargeld ist das beste Mittel zum Umgang mit den eigenen Finanzen. (Abg. Belakowitsch: Also in der EU nicht zustimmen! – Abg. Kassegger: ... der Herr Finanzminister dazu!) Ich glaube, es ist besser, wenn man dem Kind Taschengeld gibt, nicht eine Kreditkarte – bei Taschengeld merkt man rechtzeitig, dass man nur das ausgeben kann, was man in seiner Tasche hat, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Belakowitsch: Nicht Vorsicht! Wir lehnen es ab!
Ich sage: Bargeld: ja; digitaler Euro: Seien wir vorsichtig! Setzen wir auf Bewährtes, setzen wir also auf Bargeld, meine Damen und Herren! (Abg. Belakowitsch: Nicht Vorsicht! Wir lehnen es ab!)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht nach meinem Verständnis nämlich weniger darum, dass wir über Bargeld in die Verfassung diskutieren, sondern es geht vielmehr darum, dass wir über eine Bargeldversorgung in unserer Republik diskutieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, wir alle hier herinnen sind uns einig, dass es wohl nicht Aufgabe der Gemeinden und Städte ist, für die Bargeldversorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, sondern es ist doch wohl Aufgabe der Banken, da ihrem Versorgungsauftrag gerecht zu werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist unanständig! Das ist schlicht und einfach unanständig (Beifall bei der SPÖ), denn die Banken haben voriges Jahr 10,2 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Das Ergebnis ist: Der Gewinn wird privatisiert, und der Rest und die Aufgaben werden sozialisiert. So kann es wohl nicht sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist unanständig! Das ist schlicht und einfach unanständig (Beifall bei der SPÖ), denn die Banken haben voriges Jahr 10,2 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Das Ergebnis ist: Der Gewinn wird privatisiert, und der Rest und die Aufgaben werden sozialisiert. So kann es wohl nicht sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt frage ich Sie ganz konkret: Gibt es seit Ihrem Treffen um einen Bankomaten mehr in unserer Republik? Gibt es eine Gemeinde weniger, die für einen Bankomaten, den sie bisher gehabt hat, jetzt zahlen muss? – Ich sage Ihnen das Ergebnis Ihres Gipfels: Jetzt haben die Gemeinden neue Vorschreibungen bekommen, und jetzt sind es halt nicht 35 000 Euro, sondern 17 000 Euro, die die Gemeinden und Städte jetzt zahlen müssen, wenn sie noch einen Bankomaten haben wollen! Das ist das Ergebnis Ihres Kommunalgipfels, Ihres Gipfels mit den Gemeinden. Na gratuliere, danke! Das ist ein Bombenverhandlungserfolg! (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie kann man verhandeln lassen, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt frage ich Sie ganz konkret: Gibt es seit Ihrem Treffen um einen Bankomaten mehr in unserer Republik? Gibt es eine Gemeinde weniger, die für einen Bankomaten, den sie bisher gehabt hat, jetzt zahlen muss? – Ich sage Ihnen das Ergebnis Ihres Gipfels: Jetzt haben die Gemeinden neue Vorschreibungen bekommen, und jetzt sind es halt nicht 35 000 Euro, sondern 17 000 Euro, die die Gemeinden und Städte jetzt zahlen müssen, wenn sie noch einen Bankomaten haben wollen! Das ist das Ergebnis Ihres Kommunalgipfels, Ihres Gipfels mit den Gemeinden. Na gratuliere, danke! Das ist ein Bombenverhandlungserfolg! (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie kann man verhandeln lassen, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lercher: Aber er hat die Seilbahnen vergessen! – Abg. Leichtfried: Seilbahnen!
tei für den ländlichen Raum, aber das habt ihr abgelegt. Ihr seid mittlerweile nur mehr eine Partei für Landwirtschaft und Folklore und schaut zu, wie in Wirklichkeit die Infrastruktureinrichtungen in dieser Republik – eine nach der anderen – verschwinden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lercher: Aber er hat die Seilbahnen vergessen! – Abg. Leichtfried: Seilbahnen!)
Abg. Hörl: ... wir wieder in die Staatswirtschaft? Die DDR lässt grüßen!
1. eine wohnortnahe Versorgung mit Bargeld durch die Geschäftsbanken, bzw. soweit diese das nicht leisten können, durch die Oesterreichische Nationalbank, durch Bankomaten sichergestellt wird;“ (Abg. Hörl: ... wir wieder in die Staatswirtschaft? Die DDR lässt grüßen!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir brauchen einen Bankomaten pro Gemeinde, wir brauchen ein Bargeldversorgungsgesetz! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kucher: Ihr habt ja das Bargeld im Kofferraum!
Ich bin dann immer wieder verblüfft, wenn ich hier zuhöre, wie sich die ÖVP oder auch die Sozialdemokratie immer in schönen Worten für das Bargeld äußert. Die Realität, liebe Zuseher, ist leider eine andere, nämlich: Dann, wenn Beschlüsse – sowohl in den Ausschüssen als auch hier im Plenum – zu fassen sind, bleiben wir Freiheitliche seit Jahren immer alleine übrig, wenn es um einen effektiven Schutz des Bargeldes für die Bevölkerung geht. Das ist leider die Realität. Wir werden nicht aufhören, dafür zu kämpfen (Abg. Kucher: Ihr habt ja das Bargeld im Kofferraum!), und irgendwann haben wir entweder als Partei die Mehrheit oder wir können auch eine andere Partei mitnehmen, damit endlich dieser Mehrheitsbeschluss für die Sicherung des Bargelds gefasst wird.
Abg. Loacker: Auch das in Sporttaschen!
Vielleicht jetzt noch einmal zum heute vorliegenden Volksbegehren ganz konkret: Dieses hat sich mit dem Thema Bargeldobergrenzen beschäftigt. Dazu muss man vielleicht auch noch einmal aufklären: Da geht es nicht darum, dass irgendein Krimineller mit Bargeld herumläuft, sondern da geht es darum, dass Ihnen, liebe Bürger, wenn Sie sich über Jahre 10 000 Euro, 12 000 Euro erspart haben, jetzt die Europäische Union unter Mithilfe von ÖVP, Sozialdemokratie, Grünen und NEOS verbieten wird, dieses eigene, ehrlich verdiente, versteuerte Bargeld auszugeben. (Abg. Loacker: Auch das in Sporttaschen!) – Das ist einfach die Realität, die Sie erwartet.
Abg. Lukas Hammer: Es gibt mehr EU-Verordnungen! Es gibt viele!
Ich zeige es Ihnen noch einmal (zwei mehrseitige Schriftstücke in die Höhe haltend), weil es immer ganz prägnant ist. Es gibt zwei EU-Verordnungen (Abg. Lukas Hammer: Es gibt mehr EU-Verordnungen! Es gibt viele!): Die eine ist jene zum digitalen Euro und die andere ist jene zum Bargeld. So, das ist jene zum Bargeld, die ist halb so dick wie jene zum digitalen Euro. Daran sehen Sie schon, wohin die Reise geht. Das können Sie nachlesen, bezüglich der EU-Verordnung liegt alles schon auf dem Tisch, das wird man nach dem 6. beziehungsweise 9. Juni dann in Brüssel wie gewohnt einfach durchwinken. (Abg. Lukas Hammer: Lies die Seiten! Nicht nur schauen, wie viele Seiten!)
Abg. Lukas Hammer: Lies die Seiten! Nicht nur schauen, wie viele Seiten!
Ich zeige es Ihnen noch einmal (zwei mehrseitige Schriftstücke in die Höhe haltend), weil es immer ganz prägnant ist. Es gibt zwei EU-Verordnungen (Abg. Lukas Hammer: Es gibt mehr EU-Verordnungen! Es gibt viele!): Die eine ist jene zum digitalen Euro und die andere ist jene zum Bargeld. So, das ist jene zum Bargeld, die ist halb so dick wie jene zum digitalen Euro. Daran sehen Sie schon, wohin die Reise geht. Das können Sie nachlesen, bezüglich der EU-Verordnung liegt alles schon auf dem Tisch, das wird man nach dem 6. beziehungsweise 9. Juni dann in Brüssel wie gewohnt einfach durchwinken. (Abg. Lukas Hammer: Lies die Seiten! Nicht nur schauen, wie viele Seiten!)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Abg. Michael Hammer: Genau, ihr braucht das Bargeld in euren Taschen!
Ich kann daher nur noch einmal sagen: Geschätzte Bevölkerung, glauben Sie bitte diesen vier Parteien kein Wort! Was das Bargeld betrifft, sind die einzige verlässliche Quelle die Freiheitlichen. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und NEOS. – Abg. Michael Hammer: Genau, ihr braucht das Bargeld in euren Taschen!)
Abg. Schallmeiner: Sporttaschenlobbyistenkompetenz!
Ja, es ist nachweislich so, und wenn es um das Bargeld geht und wenn Sie das Bargeld erhalten wollen, werden Sie nicht darum herumkommen, bei den kommenden Wahlen das Kreuz bei der FPÖ zu machen. (Abg. Schallmeiner: Sporttaschenlobbyistenkompetenz!) Alle anderen vier Parteien werden Ihnen Ihr Bargeld, ob jetzt 10 Euro, 20 Euro oder 100 Euro, über kurz oder lang wegnehmen, und wir steuern natürlich eins zu eins in Richtung China: digitale Überwachung und Kontrolle durch den Staat. Genau in diese Richtung steuern wir, das ist sehr einfach nachzuvollziehen.
Beifall bei der FPÖ.
Das werden wir Freiheitliche verhindern. Ich wiederhole es: Freiheitliche Partei, Festung Österreich, Volkskanzler Herbert Kickl! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Aber über eine Obergrenze!
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Was man feststellen kann: Bargeld bleibt. Und übrigens: Es gibt überhaupt keine Diskussion zur Abschaffung von Bargeld, weder in Europa noch in Österreich. (Abg. Amesbauer: Aber über eine Obergrenze!) Viele verwechseln – bewusst oder unbewusst – die Schaffung von Obergrenzen für die Barzahlung mit der Abschaffung des Bargelds. Das stimmt natürlich nicht und das dient einzig und allein zur Verunsicherung der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Haben Sie gesehen, was das Volksbegehren fordert? Haben Sie das gelesen?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Haben Sie gesehen, was das Volksbegehren fordert? Haben Sie das gelesen?
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Was man feststellen kann: Bargeld bleibt. Und übrigens: Es gibt überhaupt keine Diskussion zur Abschaffung von Bargeld, weder in Europa noch in Österreich. (Abg. Amesbauer: Aber über eine Obergrenze!) Viele verwechseln – bewusst oder unbewusst – die Schaffung von Obergrenzen für die Barzahlung mit der Abschaffung des Bargelds. Das stimmt natürlich nicht und das dient einzig und allein zur Verunsicherung der Österreicherinnen und Österreicher. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Haben Sie gesehen, was das Volksbegehren fordert? Haben Sie das gelesen?)
Abg. Kassegger: Fünf, fünf!
Dass es hier um Verunsicherung geht, sieht man schon daran, dass bei diesem Tagesordnungspunkt nicht ein freiheitlicher Abgeordneter, nicht zwei, nicht drei, sondern gleich vier eingemeldet sind. (Abg. Kassegger: Fünf, fünf!) – Kollege Kassegger sagt, es sind fünf gemeldet. (Abg. Amesbauer: Weil es wichtig ist! – Abg. Kassegger: Weil es uns wichtig ist!) Das wissen wir: Das politische Lebenselixier der FPÖ ist die Verunsicherung, und genau das will sie bei diesem Thema betreiben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Amesbauer: Weil es wichtig ist! – Abg. Kassegger: Weil es uns wichtig ist!
Dass es hier um Verunsicherung geht, sieht man schon daran, dass bei diesem Tagesordnungspunkt nicht ein freiheitlicher Abgeordneter, nicht zwei, nicht drei, sondern gleich vier eingemeldet sind. (Abg. Kassegger: Fünf, fünf!) – Kollege Kassegger sagt, es sind fünf gemeldet. (Abg. Amesbauer: Weil es wichtig ist! – Abg. Kassegger: Weil es uns wichtig ist!) Das wissen wir: Das politische Lebenselixier der FPÖ ist die Verunsicherung, und genau das will sie bei diesem Thema betreiben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dass es hier um Verunsicherung geht, sieht man schon daran, dass bei diesem Tagesordnungspunkt nicht ein freiheitlicher Abgeordneter, nicht zwei, nicht drei, sondern gleich vier eingemeldet sind. (Abg. Kassegger: Fünf, fünf!) – Kollege Kassegger sagt, es sind fünf gemeldet. (Abg. Amesbauer: Weil es wichtig ist! – Abg. Kassegger: Weil es uns wichtig ist!) Das wissen wir: Das politische Lebenselixier der FPÖ ist die Verunsicherung, und genau das will sie bei diesem Thema betreiben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Amesbauer: Das ist ein billiger Vorwand! – Abg. Kassegger: Scheinargument!
Bargeld wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, das ist gar keine Frage. Es gibt auch von der EU-Kommission – und dort sehen wir übrigens die Zuständigkeit für den Euro, für die Zahlungsmittel – Bestrebungen einerseits zur Absicherung des Bargeldes und andererseits auch zur Stärkung eines digitalen Euro. Das ist sehr, sehr wichtig, denn der große Unterschied eines digitalen Euro zu der Ihnen bekannten Karte ist jener, dass die Oberhand über den digitalen Euro die Zentralbank und nicht irgendein privater Konzern hat. (Abg. Amesbauer: Das ist ein billiger Vorwand! – Abg. Kassegger: Scheinargument!)
Ruf bei den Grünen: Theoretisch! – Abg. Brandstätter: Wer war das?
Ich erkläre Ihnen jetzt, wie das mit der Bargeldobergrenze gemeint ist: Bargeldobergrenzen sind vor allem dazu da, um Kriminalität und Geldwäsche zu verhindern. Nehmen wir ein praktisches Beispiel: Theoretisch macht ein Parteichef den Kofferraum eines Autos auf (Ruf bei den Grünen: Theoretisch! – Abg. Brandstätter: Wer war das?) und da liegt eine schwarze Sporttasche mit Stapel voller Bargeld drinnen. (Heiterkeit bei den Grünen.) Es ist sichtbar, dass es mehrere Zehntausend Euro sind.
Heiterkeit bei den Grünen.
Ich erkläre Ihnen jetzt, wie das mit der Bargeldobergrenze gemeint ist: Bargeldobergrenzen sind vor allem dazu da, um Kriminalität und Geldwäsche zu verhindern. Nehmen wir ein praktisches Beispiel: Theoretisch macht ein Parteichef den Kofferraum eines Autos auf (Ruf bei den Grünen: Theoretisch! – Abg. Brandstätter: Wer war das?) und da liegt eine schwarze Sporttasche mit Stapel voller Bargeld drinnen. (Heiterkeit bei den Grünen.) Es ist sichtbar, dass es mehrere Zehntausend Euro sind.
Abg. Brandstätter: Wer war das?
Eine Bargeldobergrenze führt dazu, dass dieser Parteichef (Abg. Brandstätter: Wer war das?) – ich nenne keine Namen, das ist ja nur ein theoretisches Beispiel, es ist natürlich nicht praktisch –, obwohl er jetzt stapelweise Bargeld hat, dieses Bargeld nicht so leicht in den Verkehr bringen kann, um es waschen zu können. Genau dafür ist die Bargeldobergrenze da, Herr Kollege Wurm. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Eben nicht! – Abg. Kassegger: Das ist ein Blödsinn! – Ruf bei den Grünen: Da fühlt sich jemand angesprochen! – Abg. Stögmüller: ... Goldobergrenze! ... legt jetzt alles in Gold an! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Ich gebe Ihnen vollkommen recht.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Eben nicht! – Abg. Kassegger: Das ist ein Blödsinn! – Ruf bei den Grünen: Da fühlt sich jemand angesprochen! – Abg. Stögmüller: ... Goldobergrenze! ... legt jetzt alles in Gold an! – Zwischenruf des Abg. Wurm.
Eine Bargeldobergrenze führt dazu, dass dieser Parteichef (Abg. Brandstätter: Wer war das?) – ich nenne keine Namen, das ist ja nur ein theoretisches Beispiel, es ist natürlich nicht praktisch –, obwohl er jetzt stapelweise Bargeld hat, dieses Bargeld nicht so leicht in den Verkehr bringen kann, um es waschen zu können. Genau dafür ist die Bargeldobergrenze da, Herr Kollege Wurm. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Eben nicht! – Abg. Kassegger: Das ist ein Blödsinn! – Ruf bei den Grünen: Da fühlt sich jemand angesprochen! – Abg. Stögmüller: ... Goldobergrenze! ... legt jetzt alles in Gold an! – Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Ich gebe Ihnen vollkommen recht.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Für den Fall, dass Sie es nicht gemerkt haben, liebe Zuseherinnen und Zuseher: So theoretisch war mein Beispiel gar nicht. Bei der FPÖ sitzen tatsächlich die Expertinnen und Experten für Bargeld, vor allem für den Transport via Sporttasche. Ich sage Ihnen da draußen noch einmal: Die Freiheit, zu zahlen, wie Sie wollen, wird bleiben, das ist mit den bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen im Übrigen auch so gewährleistet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Oh-Rufe bei ÖVP und Grünen. – Abg. Stögmüller: Ich bin entsetzt!
Beginnen wir bei denen mit den vier oder fünf Rednern auf der Liste: Zu Recht prangert Kollege Wurm den digitalen Euro an. Das ist eine gefährliche Geschichte für Ihre Privatsphäre. Man muss sich überlegen: Woher kommt denn diese Idee? – Von der Europäischen Zentralbank. Dort bilden immer fünf nationale Nationalbankchefs das Direktorium. Als diese Sache mit dem digitalen Euro beschlossen wurde, war dort auch der Österreicher Robert Holzmann vertreten, der auf einem FPÖ-Ticket in die Nationalbank gekommen ist. (Beifall bei den NEOS. – Oh-Rufe bei ÖVP und Grünen. – Abg. Stögmüller: Ich bin entsetzt!) Wir verdanken den Freiheitlichen und ihrem Repräsentanten diesen digitalen Euro. Danke für nichts! – So viel einmal dazu. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Beginnen wir bei denen mit den vier oder fünf Rednern auf der Liste: Zu Recht prangert Kollege Wurm den digitalen Euro an. Das ist eine gefährliche Geschichte für Ihre Privatsphäre. Man muss sich überlegen: Woher kommt denn diese Idee? – Von der Europäischen Zentralbank. Dort bilden immer fünf nationale Nationalbankchefs das Direktorium. Als diese Sache mit dem digitalen Euro beschlossen wurde, war dort auch der Österreicher Robert Holzmann vertreten, der auf einem FPÖ-Ticket in die Nationalbank gekommen ist. (Beifall bei den NEOS. – Oh-Rufe bei ÖVP und Grünen. – Abg. Stögmüller: Ich bin entsetzt!) Wir verdanken den Freiheitlichen und ihrem Repräsentanten diesen digitalen Euro. Danke für nichts! – So viel einmal dazu. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Oh-Rufe bei den Grünen.
Auf der anderen Seite befinden sich die Grünen, die Bargeld immer mit Kriminalität in Verbindung bringen. (Oh-Rufe bei den Grünen.) Sie sind daher für Obergrenzen, sehen aber nicht, dass man sich, wenn man heute eine Obergrenze von 10 000 Euro einführt – und darum geht es ja in concreto – und wir ein paar Jahre lang eine solch hohe Inflation haben, wie wir sie die letzten zwei Jahre hatten, in 15 Jahren um die 10 000 Euro nicht einmal mehr ein gescheites Fahrrad kaufen kann. So schaut es nämlich aus! Und darum geht es Ihnen: Sie wollen schon das Bargeld abschaffen, nur eben indirekt mit einer Obergrenze, die dann nicht indexiert wird. (Abg. Stögmüller: Für die FPÖ ist das so! – Abg. Maurer: Das ist ein mittelgutes Argument! – Abg. Wurm: Also habe ich doch recht gehabt!)
Abg. Stögmüller: Für die FPÖ ist das so! – Abg. Maurer: Das ist ein mittelgutes Argument! – Abg. Wurm: Also habe ich doch recht gehabt!
Auf der anderen Seite befinden sich die Grünen, die Bargeld immer mit Kriminalität in Verbindung bringen. (Oh-Rufe bei den Grünen.) Sie sind daher für Obergrenzen, sehen aber nicht, dass man sich, wenn man heute eine Obergrenze von 10 000 Euro einführt – und darum geht es ja in concreto – und wir ein paar Jahre lang eine solch hohe Inflation haben, wie wir sie die letzten zwei Jahre hatten, in 15 Jahren um die 10 000 Euro nicht einmal mehr ein gescheites Fahrrad kaufen kann. So schaut es nämlich aus! Und darum geht es Ihnen: Sie wollen schon das Bargeld abschaffen, nur eben indirekt mit einer Obergrenze, die dann nicht indexiert wird. (Abg. Stögmüller: Für die FPÖ ist das so! – Abg. Maurer: Das ist ein mittelgutes Argument! – Abg. Wurm: Also habe ich doch recht gehabt!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP – Beifall des Abg. Amesbauer
Ich komme zu den Nächsten – den Sozialisten kann man keinen Vorwurf machen, die können nicht rechnen (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP – Beifall des Abg. Amesbauer) –: Zahlungsverkehr kostet immer Geld, ob Sie eine Kreditkarte haben, ob Sie eine Debitkarte haben, ob Sie ein Bankkonto haben
Abg. Stögmüller: Ja, zum Glück! – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Lercher.
Unter Minister Stöger kam dann die grandiose Idee: Wir schaffen die Bankomatgebühren ab! – Jetzt kann ich mit einer Karte der Z-Sparkasse bei der R-Bank abheben und muss keinen Cent Gebühr zahlen. (Abg. Stögmüller: Ja, zum Glück! – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Lercher.) Natürlich rentiert sich dieses Geschäft nicht und die Bank sagt: Dann betreibe ich den Bankomaten halt nicht! Dass es weniger Bankomaten gibt, ist eine Schuld der SPÖ (Bravoruf bei der ÖVP), sie hat das verursacht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Unter Minister Stöger kam dann die grandiose Idee: Wir schaffen die Bankomatgebühren ab! – Jetzt kann ich mit einer Karte der Z-Sparkasse bei der R-Bank abheben und muss keinen Cent Gebühr zahlen. (Abg. Stögmüller: Ja, zum Glück! – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Lercher.) Natürlich rentiert sich dieses Geschäft nicht und die Bank sagt: Dann betreibe ich den Bankomaten halt nicht! Dass es weniger Bankomaten gibt, ist eine Schuld der SPÖ (Bravoruf bei der ÖVP), sie hat das verursacht. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Obernosterer: Ja, genau! So ist es!
An die geschätzten Zuschauerinnen und Zuschauer: Wenn Ihnen Bargeld wichtig ist, gibt es ein gutes Mittel, sich für Bargeld einzusetzen: Verwenden Sie es, so oft Sie können! Das ist der beste Schutz für das Bargeld. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Obernosterer: Ja, genau! So ist es!)
Beifall bei der FPÖ.
Also wie gesagt: Die Möglichkeiten sind dann unendlich, wenn wir das einmal aufgeben. Ein ehemaliges hohes EZB-Vorstandsmitglied sagte wortwörtlich: Der digitale Euro ist „so unattraktiv wie alkoholfreier Wein“. Es gibt keinerlei relevante Vorteile gegenüber dem bestehenden elektronischen Zahlungsverkehr. Wir haben das ja alles. Das heißt, das Motiv für die Einführung ist ein ganz anderes. Wenn man es uns offiziell einfach mit der großen Bequemlichkeit und Gebührenfreiheit schmackhaft machen will, dass wir dann nur mehr mit der App am Handy den gesamten Zahlungsverkehr abwickeln können und nicht mehr mit lästigem Bargeld zahlen müssen, dann kann man nur sagen: Ja, wir haben jederzeit Zugriff mit der App – aber nicht nur wir, sondern auch die Europäische Zentralbank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich ist Bargeld ein wichtiges Thema. Zahlen ist ein wichtiges Thema. Ich habe drei Töchter – meine kleinste ist neun und meine größte ist 19. Wenn ich zu meiner neunjährigen Tochter sage: Schau, da hast du das Taschengeld mittels Visa-Karte!, wird das nicht funktionieren. Wenn ich auf der anderen Seite meiner 19-jährigen Tochter sage: Da hast du Bargeld, geh doch was zahlen!, dann wird sie sagen: Geh, Mama, ich zahle alles mit der Karte und mit dem Handy! Das heißt, was wichtig ist, ist die Wahlfreiheit, und diese Wahlfreiheit erhalten wir. Es wird Bargeld nicht abgeschafft. Wir erhalten Bargeld, und das ist gut so. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Was hat das mit altmodisch zu tun?
Ja, Österreich ist ein bissel altmodisch. (Abg. Belakowitsch: Was hat das mit altmodisch zu tun?) In Österreich werden 50 Prozent aller Transaktionen – also: ich kaufe etwas – mit Bargeld gemacht. (Abg. Belakowitsch: Na grandios! Willkommen in der Zukunft!) Ich war jetzt gerade in Brünn – hören Sie bitte zu, Frau Kollegin – und war in einem Supermarkt, und in diesem Supermarkt konnte man nur mit Karte bezahlen. Das ist ärgerlich. Natürlich, für Geschäfte des täglichen Lebens muss es die Möglichkeit geben, sowohl in bar als auch mit Karte zu bezahlen.
Abg. Belakowitsch: Na grandios! Willkommen in der Zukunft!
Ja, Österreich ist ein bissel altmodisch. (Abg. Belakowitsch: Was hat das mit altmodisch zu tun?) In Österreich werden 50 Prozent aller Transaktionen – also: ich kaufe etwas – mit Bargeld gemacht. (Abg. Belakowitsch: Na grandios! Willkommen in der Zukunft!) Ich war jetzt gerade in Brünn – hören Sie bitte zu, Frau Kollegin – und war in einem Supermarkt, und in diesem Supermarkt konnte man nur mit Karte bezahlen. Das ist ärgerlich. Natürlich, für Geschäfte des täglichen Lebens muss es die Möglichkeit geben, sowohl in bar als auch mit Karte zu bezahlen.
Abg. Wurm: Falsch, haben wir nicht! – Abg. Belakowitsch: Haben wir ja gar nicht!
Österreich bereits eine Annahmepflicht. Wir haben eine gesetzliche Annahmepflicht in Österreich. (Abg. Wurm: Falsch, haben wir nicht! – Abg. Belakowitsch: Haben wir ja gar nicht!) – Ja, dann führen Sie die Gespräche mit dem Professor in Salzburg (Abg. Wurm: Wer ist das?), der wörtlich sagt: „Zum einen sei der Zwang zur Annahme von Bargeld bereits in § 907a ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch [...]) geregelt. ‚Selbstverständlich gibt es in Österreich [...] eine Annahmepflicht‘“ – so der Salzburger Professor Johannes Flume.
Abg. Wurm: Wer ist das?
Österreich bereits eine Annahmepflicht. Wir haben eine gesetzliche Annahmepflicht in Österreich. (Abg. Wurm: Falsch, haben wir nicht! – Abg. Belakowitsch: Haben wir ja gar nicht!) – Ja, dann führen Sie die Gespräche mit dem Professor in Salzburg (Abg. Wurm: Wer ist das?), der wörtlich sagt: „Zum einen sei der Zwang zur Annahme von Bargeld bereits in § 907a ABGB (Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch [...]) geregelt. ‚Selbstverständlich gibt es in Österreich [...] eine Annahmepflicht‘“ – so der Salzburger Professor Johannes Flume.
Aha-Rufe bei der FPÖ
Auch OGH-Urteile weisen in die gleiche Richtung, aber natürlich müssen wir uns auf europäischer Ebene dafür einsetzen (Aha-Rufe bei der FPÖ), dass es neben dem digitalen Euro eine entsprechende Bargeldannahmeverpflichtung gibt, und da ist allen voran natürlich unser Herr Finanzminister gefordert. – Danke für Ihren Einsatz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch OGH-Urteile weisen in die gleiche Richtung, aber natürlich müssen wir uns auf europäischer Ebene dafür einsetzen (Aha-Rufe bei der FPÖ), dass es neben dem digitalen Euro eine entsprechende Bargeldannahmeverpflichtung gibt, und da ist allen voran natürlich unser Herr Finanzminister gefordert. – Danke für Ihren Einsatz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Lercher: Was tut denn der Orbán?
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Ja, wenn man die Dinge zu Ende denkt – und das versuche ich jetzt; Klubobmann Kickl hat ja gestern auch schon gesagt, dass es vielen Parteien, ÖVP, SPÖ, Grünen vor allem, an der Fähigkeit fehlt, die Dinge zu Ende zu denken –, dann muss man sagen: Selbstverständlich ist diese Bargeldbegrenzung ein Schritt auf einem Weg, an dessen Ende steht, dass es kein Bargeld mehr gibt und ein digitales Konto für eine Person, das heißt, auf einem Weg, an dessen Ende jeder von uns eine Nummer ist und wir dann einen Systemadministrator haben, der das Konto verwaltet und der dann unser aller soziales Verhalten beurteilt und Zahlungen freigibt oder nicht. (Abg. Lercher: Was tut denn der Orbán?)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist legitim, weil das Ihrem Gesellschaftsbild entspricht – ich zeige jetzt vor allem auf die Grünen, aber auch auf die linke Seite (Richtung SPÖ weisend) –, Sie wollen eine Gesellschaft, in der der Staat, von dem Sie vorgeblich sagen, er kümmert sich um die Menschen, die Menschen – das ist die andere Seite der Medaille – aber von der Wiege bis zur Bahre kontrolliert, und das ist überhaupt nicht das freiheitliche Menschenbild. Wir wollen einen Staat, der sich auf seine Kernaufgaben beschränkt und sonst die Menschen in Ruhe lässt, auch in ihrer Privatsphäre. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lercher: Telefon hat es aber bei der Stasi auch schon gegeben!
Wir wollen keinen solchen Staat. Die technischen Möglichkeiten, die wir heute haben, sind ja groß. Ich würde sagen, die Stasi hätte eine Riesenfreude mit den technischen Möglichkeiten, die es heute gibt. Man stelle sich das vor: Telefone (Abg. Lercher: Telefon hat es aber bei der Stasi auch schon gegeben!), elektronische Gesundheitsakte, Smartmeter – da sind wir im Übrigen auch der Meinung, es sollte eine Opt-out-Möglichkeit für Menschen geben, die sagen: Wir wollen das nicht! Zugegeben, die Smartmeter sind ein wichtiges Instrument für eine erfolgreiche Energiewende, aber man muss den Menschen, die sagen, sie wollen das nicht, diese Freiheit geben, und man muss auch allen Menschen die Freiheit geben, dass ihnen Bargeld – und Bargeld ist Freiheit – zur Verfügung steht. All die Argumente mit der Kriminalitätsbekämpfung sind, bitte, Scheinargumente. Das lassen wir so nicht gelten. Noch einmal: Das ist der erste Schritt in eine vollkommen falsche Richtung.
Abg. Lercher: Die Taliban reichen eh!
Sie können uns jetzt Sand in die Augen streuen und sagen: Nein, nein, das wird immer erhalten bleiben!, aber es ist ein Schritt in die Richtung, und der Endpunkt dieses Weges ist ein digitales Konto, der totale Überwachungsstaat. China ist genannt worden – da gehen wir hin. (Abg. Lercher: Die Taliban reichen eh!)
Abg. Wurm: Genau!
Wir Freiheitliche wollen dort auf keinen Fall hingehen. Es ist dieses Thema: Bargeld ist Freiheit!, nur vermeintlich ein nebensächliches, aber nein, das ist es nicht, da geht es um des Pudels Kern. Das ist ein ganz wichtiges Thema, und deswegen melden sich auch fünf Freiheitliche hier zu Wort (Abg. Wurm: Genau!): weil das für uns als Freiheitliche Partei ein wichtiges Thema ist. Bargeld ist Freiheit, und der Erhalt dieser Freiheit ist uns ein ganz ernstes Anliegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche wollen dort auf keinen Fall hingehen. Es ist dieses Thema: Bargeld ist Freiheit!, nur vermeintlich ein nebensächliches, aber nein, das ist es nicht, da geht es um des Pudels Kern. Das ist ein ganz wichtiges Thema, und deswegen melden sich auch fünf Freiheitliche hier zu Wort (Abg. Wurm: Genau!): weil das für uns als Freiheitliche Partei ein wichtiges Thema ist. Bargeld ist Freiheit, und der Erhalt dieser Freiheit ist uns ein ganz ernstes Anliegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Leichtfried: Wie kann man das vergessen? – Rufe bei der ÖVP: Das ist die, die jetzt angeklagt wird, oder? Die Coronaleugnerin! Genau, da sind wir wieder beim Thema! Die alle angesteckt hat im Landtag, eine sehr vorbildliche Frau!
Ich habe noch etwas vergessen, nämlich die Schüler des Bundesgymnasiums und Bundesrealgymnasiums Porcia aus Spittal an der Drau mit Frau Klassenvorstand Elisabeth Dieringer-Granza zu begrüßen. – Herzlich willkommen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS. – Abg. Leichtfried: Wie kann man das vergessen? – Rufe bei der ÖVP: Das ist die, die jetzt angeklagt wird, oder? Die Coronaleugnerin! Genau, da sind wir wieder beim Thema! Die alle angesteckt hat im Landtag, eine sehr vorbildliche Frau!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Geschätzte Damen und Herren! Liebe Zuseher! Bargeld ist Freiheit, und wer das Bargeld abschafft, schafft die Freiheit ab. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Dass sich die Freiheitliche Partei, die die Freiheit in ihrem Namen trägt, für diese Freiheit des Bürgers einsetzt, zeigt auch, dass wir als einzige Partei hier mehrere Redner, nämlich fünf Redner, aufbieten und uns für dieses berechtigte Anliegen einsetzen, das im aktuellen Volksbegehren Thema ist, aber auch schon in vorigen Volksbegehren immer wieder von den Bürgern unterstützt wurde.
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
wird nachvollzogen!, wir haben andererseits die Situation bei Cyberattacken, Cyberangriffen, also Ihr Kriminalitätsargument können Sie kübeln, das ist nur ein Vorwand, um das Bargeld abzuschaffen. Wir haben natürlich auch das Problem, dass man, wenn Schadensereignisse wie Stromausfälle, Blackouts, Systemausfälle eintreten, keinen Zugang mehr zum Geld hat. Also: Das Bargeld muss erhalten bleiben. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Das gebe ich Ihnen also mit auf die Reise: Ist einmal eine Obergrenze eingezogen, kann diese immer weiter nach unten herabgesetzt werden, bis am Ende des Tages nichts mehr übrig bleibt. Das wollen wir nicht! Wir stehen zu diesem Volksbegehren, und wir stehen zur Freiheit der Bürger. Wir stehen zu der uneingeschränkten Möglichkeit und dem Recht, in Österreich bar zu zahlen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Geh!
Stellen Sie sich aber vor, es hätte damals schon den digitalen Euro gegeben: Sie hätten überhaupt keine Chance gehabt, in ein Geschäft, ich sage jetzt einmal, unter Anführungszeichen, „illegal“ hineinzugehen, das wäre denkunmöglich gewesen! Genau das ist auch das Ziel hinter diesem digitalen Euro: den Überwachungsstaat über Europa zu legen und genau zu kontrollieren, welcher Bürger wann wo einkauft! (Ruf bei der ÖVP: Geh!)
Ruf bei der ÖVP: Um Gottes willen!
Das kann man ganz schön weiterspinnen, Kollegin Fürst hat das schon ausgeführt: Die Flugreise wird abgedreht, weil vielleicht umweltschädlich – was weiß man schon –, aber das geht noch viel, viel weiter. Vielleicht ist es dann irgendwann einmal so weit, dass Sie an der Supermarktkasse stehen und vielleicht noch Brot kaufen dürfen und Milch auch noch, aber bei der Schokolade heißt es dann: Nein, nein, so weit sind wir nicht; Sie nicht mehr! (Ruf bei der ÖVP: Um Gottes willen!)
Abg. Schmuckenschlager: Das war aber 38!
Das ist genau das Thema, und das haben die Österreicher erkannt. Sie, meine Damen und Herren, die Sie da jetzt den Kopf schütteln – auch bei der ÖVP –, waren genauso dabei, als den Österreichern die Freiheit genommen wurde (Abg. Schmuckenschlager: Das war aber 38!): die Freiheit, darüber zu entscheiden, was sie mit ihrem Körper machen! Genau da waren Sie dabei, genau das war es. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Das ist genau das Thema, und das haben die Österreicher erkannt. Sie, meine Damen und Herren, die Sie da jetzt den Kopf schütteln – auch bei der ÖVP –, waren genauso dabei, als den Österreichern die Freiheit genommen wurde (Abg. Schmuckenschlager: Das war aber 38!): die Freiheit, darüber zu entscheiden, was sie mit ihrem Körper machen! Genau da waren Sie dabei, genau das war es. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Ruf bei der ÖVP: So wie es der Herbert Kickl will!
Dieser digitale Euro ist deswegen so gefährlich, weil es nicht um die Bankomatkartenzahlung geht, wie es sie derzeit gibt, nein: Beim digitalen Euro, meine Damen und Herren, geht es um reine Überwachung und Kontrolle! (Ruf bei der ÖVP: So wie es der Herbert Kickl will!)
Zwischenruf der Abg. Voglauer.
Wenn Sie alle hier jetzt nervös werden: Ich weiß schon, dass Ihnen das Spaß gemacht hat, die Österreicher einzusperren. Sie haben das mit einer Leichtigkeit hier beschlossen, Sie haben die Kinder aus den Schulen ausgesperrt, Sie haben die Leute aus den Geschäften ausgesperrt, Sie haben bis zur Impfpflicht alles durchgezogen. (Zwischenruf der Abg. Voglauer.)
Abg. Jeitler-Cincelli: Jetzt haben Sie gerade der „Kronen Zeitung“ gesagt, Sie wollen mehr Respekt in diesem Haus haben, mehr Wertschätzung – das haben Sie gerade ...!
Österreich war da tatsächlich - - (Abg. Jeitler-Cincelli: Jetzt haben Sie gerade der „Kronen Zeitung“ gesagt, Sie wollen mehr Respekt in diesem Haus haben, mehr Wertschätzung – das haben Sie gerade ...!) – Ich frage mich ja nur, was das mit Respekt zu tun hat, irgendein sinnloser Zwischenruf. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, meine Damen und Herren, Sie sehen die Nervosität. (Ruf bei der ÖVP: ... Verfolgungswahn ist ja krankhaft!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Österreich war da tatsächlich - - (Abg. Jeitler-Cincelli: Jetzt haben Sie gerade der „Kronen Zeitung“ gesagt, Sie wollen mehr Respekt in diesem Haus haben, mehr Wertschätzung – das haben Sie gerade ...!) – Ich frage mich ja nur, was das mit Respekt zu tun hat, irgendein sinnloser Zwischenruf. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, meine Damen und Herren, Sie sehen die Nervosität. (Ruf bei der ÖVP: ... Verfolgungswahn ist ja krankhaft!)
Ruf bei der ÖVP: ... Verfolgungswahn ist ja krankhaft!
Österreich war da tatsächlich - - (Abg. Jeitler-Cincelli: Jetzt haben Sie gerade der „Kronen Zeitung“ gesagt, Sie wollen mehr Respekt in diesem Haus haben, mehr Wertschätzung – das haben Sie gerade ...!) – Ich frage mich ja nur, was das mit Respekt zu tun hat, irgendein sinnloser Zwischenruf. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ja, meine Damen und Herren, Sie sehen die Nervosität. (Ruf bei der ÖVP: ... Verfolgungswahn ist ja krankhaft!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Sie alle können sich erinnern, was vor zwei Jahren in diesem Land los war. Sie alle wissen, dass diese Regierung aus ÖVP und Grünen mit Unterstützung der SPÖ dieses Land in einen Dauerlockdown geschickt hat. Sie können sich erinnern, dass es in diesem Land möglich war, dass vier Parteien hier nahezu geschlossen eine Impfpflicht eingeführt haben – eine Impfpflicht mit einem Impfstoff, dessen Folgen wir tatsächlich heute noch überall haben und sehen! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Die reden aber nicht einmal mit euch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir Freiheitliche, wir werden uns mit aller Kraft dagegenstemmen und wir werden uns auch nicht scheuen, uns da mit Brüssel anzulegen, das kann ich Ihnen versichern. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Die reden aber nicht einmal mit euch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Das war wohl die sinnloseste Rede ...!
Es wird daher dringend notwendig sein – und da können Sie noch so schreien –: Es wird der Volkskanzler Herbert Kickl sein, der sich gemeinsam mit der Freiheitlichen Partei auch mit Brüssel anlegt, um die Freiheit der Österreicherinnen und Österreicher zu erhalten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Das war wohl die sinnloseste Rede ...!)
Abg. Amesbauer: Ja, ich habe das gefragt!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Mehrere Redner der Freiheitlichen haben jetzt die Frage gestellt, wieso die Sozialdemokraten über Bargeldobergrenzen nachdenken. (Abg. Amesbauer: Ja, ich habe das gefragt!) Das tun ja gar nicht wir, das gibt es in ganz Europa.
Ruf bei der FPÖ: ... Drogen kaufen ... auch mit Bitcoins!
Wenn man den Experten zum Thema Bargeld, die wir im Hearing hatten, genau zugehört hat, dann weiß man, dass es einen Bereich gibt, in dem Bargeld eine große Rolle spielt, und das ist das ganze Drogengeschäft. Ja, wir sind für Bargeld und für die Freiheit, mit Bargeld zu zahlen – aber wir sind nicht für die Freiheit von Drogengeld. (Ruf bei der FPÖ: ... Drogen kaufen ... auch mit Bitcoins!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich stelle mir aber die Frage, wieso die Freiheitlichen sich so vehement gegen Bargeldobergrenzen aussprechen; ich fürchte, das könnte sehr stark damit zu tun haben, dass ja bekannt ist, dass die Vorsitzenden der Freiheitlichen gerne Sporttaschen voll mit Bargeld – ich weiß nicht, was das war, Bestechungsgelder, Schmiergelder – haben. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Amesbauer: Was ist mit den Sozialisten in Brüssel?
Ich sage Ihnen eines: Freiheit, mit Bargeld zu bezahlen, ja, aber nein zur Freiheit, dass FPÖ-Parteivorsitzende Schmiergelder in Sporttaschen im Kofferraum spazieren führen! (Abg. Amesbauer: Was ist mit den Sozialisten in Brüssel?)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Darüber sollten Sie auch einmal nachdenken, dass Sie in Wahrheit genau das schützen wollen – wir sicher nicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Abg. Maurer: Da geht es um Zukunft, das ist natürlich schlimm!
Ein Punkt ist zum Beispiel der Zukunftsfonds, jährlich mit 1,1 Milliarden Euro gestützt oder befüllt und in erster Linie für Kinderbetreuung, Elementarpädagogik, Wohnen, Klima und Umwelt gedacht. (Abg. Maurer: Da geht es um Zukunft, das ist natürlich schlimm!) Die Richtlinien dazu werden von den Ländern erlassen. Damit Sie, liebe Bürger, das auch verstehen: Dieser Finanzausgleich, dieses Geld, steht den Gemeinden zu. Faktum ist (Abg. Kollross: Sie kriegen es nicht!), dass plötzlich die Länder eine Richtlinie erlassen, wir uns anstellen und Bitte sagen müssen, damit wir das Geld bekommen.
Abg. Kollross: Sie kriegen es nicht!
Ein Punkt ist zum Beispiel der Zukunftsfonds, jährlich mit 1,1 Milliarden Euro gestützt oder befüllt und in erster Linie für Kinderbetreuung, Elementarpädagogik, Wohnen, Klima und Umwelt gedacht. (Abg. Maurer: Da geht es um Zukunft, das ist natürlich schlimm!) Die Richtlinien dazu werden von den Ländern erlassen. Damit Sie, liebe Bürger, das auch verstehen: Dieser Finanzausgleich, dieses Geld, steht den Gemeinden zu. Faktum ist (Abg. Kollross: Sie kriegen es nicht!), dass plötzlich die Länder eine Richtlinie erlassen, wir uns anstellen und Bitte sagen müssen, damit wir das Geld bekommen.
Ruf bei der ÖVP: Die FPÖ hat auch ...!
Ich bringe auch ein kleines Beispiel aus Kärnten zu den Folgen des Finanzausgleichs. Für mich ist nämlich bis heute noch unerklärlich, wie der Gemeindebund und der Städtebund diesem Finanzausgleich zustimmen konnten. (Ruf bei der ÖVP: Die FPÖ hat auch ...!)
Abg. Hörl: Bisschen sparen!
In meiner Gemeinde, in der ich Bürgermeister bin, haben wir ein Budget von rund 4 Millionen Euro. (Abg. Hörl: Bisschen sparen!) Seit 18 Jahren schaffen wir es, das Budget auszugleichen. Von 2023 auf 2024 steigen unsere Umlagenbelastungen um 18 Prozent. Das ist ein Mehrbetrag von 180 000 Euro. (Zwischenruf der Abg. Götze.) Das ist nicht Geld, über das wir mitentscheiden. Das wird uns vom Land und vom Bund aufgedrückt. Wir sind verantwortlich dafür. Im Gegenzug steigen unsere Ertragsanteile an den Steuern um 0,6 Prozent mit dem Ergebnis, dass wir nach 18 Jahren erstmals Abgangsgemeinde sind.
Zwischenruf der Abg. Götze.
In meiner Gemeinde, in der ich Bürgermeister bin, haben wir ein Budget von rund 4 Millionen Euro. (Abg. Hörl: Bisschen sparen!) Seit 18 Jahren schaffen wir es, das Budget auszugleichen. Von 2023 auf 2024 steigen unsere Umlagenbelastungen um 18 Prozent. Das ist ein Mehrbetrag von 180 000 Euro. (Zwischenruf der Abg. Götze.) Das ist nicht Geld, über das wir mitentscheiden. Das wird uns vom Land und vom Bund aufgedrückt. Wir sind verantwortlich dafür. Im Gegenzug steigen unsere Ertragsanteile an den Steuern um 0,6 Prozent mit dem Ergebnis, dass wir nach 18 Jahren erstmals Abgangsgemeinde sind.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, wir Freiheitliche stehen dafür, dass in erster Linie unsere Bürger zu gelten haben und dann erst alle anderen. Deshalb ist es höchste Zeit für einen Volkskanzler Herbert Kickl. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
nehmen, indem wir Unselbständige Entschließungsanträge zu Themenbereichen einbringen, mit denen sie in einem Zusammenhang stehen. Danke für diese korrekte Vorsitzführung. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das könnte man unter tatsächlicher Berichtigung laufen lassen, aber ich habe es in meine Rede eingebaut. Bleiben Sie bei der Wahrheit, Herr Kollege Linder, wie wir es eigentlich auch von Ihnen gewohnt sind! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kollross: Mit euch!
Jetzt kommt die nächste Krux der Freiheitlichen Partei: Die regieren in drei Bundesländern. (Abg. Kollross: Mit euch!) – Na, das ist ja auch kein Problem, um
Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.
Gottes Willen. (Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.) – Ja warum sollten wir nicht? Ihr habt ja auch schon mit den Freiheitlichen regiert. Also tu nicht so! Ich kann mich noch gut erinnern: Im Burgenland hat es eine rot-blaue Koalition gegeben. Im Übrigen: Die Ersten, die eine rot-blaue Koalition ins Leben gerufen haben, waren von der SPÖ (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), zuerst unter Kreisky – von der FPÖ geduldet –, und dann hat es ja mit Sinowatz eine rot-blaue Koalition gegeben. (Abg. Scherak: Die waren aber ein bisschen anders damals!) Also wenn demokratische Wahlen ein derartiges Ergebnis ermöglichen, was ist dann bitte für demokratisch gesinnte Menschen das Problem, wenn man derartige Koalitionen macht?! Wir haben sie in Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Gottes Willen. (Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.) – Ja warum sollten wir nicht? Ihr habt ja auch schon mit den Freiheitlichen regiert. Also tu nicht so! Ich kann mich noch gut erinnern: Im Burgenland hat es eine rot-blaue Koalition gegeben. Im Übrigen: Die Ersten, die eine rot-blaue Koalition ins Leben gerufen haben, waren von der SPÖ (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), zuerst unter Kreisky – von der FPÖ geduldet –, und dann hat es ja mit Sinowatz eine rot-blaue Koalition gegeben. (Abg. Scherak: Die waren aber ein bisschen anders damals!) Also wenn demokratische Wahlen ein derartiges Ergebnis ermöglichen, was ist dann bitte für demokratisch gesinnte Menschen das Problem, wenn man derartige Koalitionen macht?! Wir haben sie in Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg.
Abg. Scherak: Die waren aber ein bisschen anders damals!
Gottes Willen. (Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.) – Ja warum sollten wir nicht? Ihr habt ja auch schon mit den Freiheitlichen regiert. Also tu nicht so! Ich kann mich noch gut erinnern: Im Burgenland hat es eine rot-blaue Koalition gegeben. Im Übrigen: Die Ersten, die eine rot-blaue Koalition ins Leben gerufen haben, waren von der SPÖ (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), zuerst unter Kreisky – von der FPÖ geduldet –, und dann hat es ja mit Sinowatz eine rot-blaue Koalition gegeben. (Abg. Scherak: Die waren aber ein bisschen anders damals!) Also wenn demokratische Wahlen ein derartiges Ergebnis ermöglichen, was ist dann bitte für demokratisch gesinnte Menschen das Problem, wenn man derartige Koalitionen macht?! Wir haben sie in Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Götze.
Im Übrigen: Auch Ihre Abgeordneten, mit denen Sie in den Landesparteivorständen zusammensitzen und über die Strategie der FPÖ beraten, werden in den Landtagen die Zustimmung geben. Sonst kann dieses Paktum nicht zur Gänze in Kraft treten. Also eines geht nicht, meine Damen und Herren von der FPÖ: hier die Kritik aussprechen und in den eigenen Bundesländern, wo Sie mitregieren, zustimmen. Da passt etwas nicht zusammen, und daher kann man nicht so argumentieren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Götze.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher möchte ich den Fonds im Finanzausgleich kurz erläutern: nächstes Jahr Spitalsfinanzierung: plus 550 Millionen Euro. Die Gesundheitsreform – und es ist eine Reform, die hier gestern abgesegnet wurde –, durch die es zusätzliche Kassenarztstellen, eine Entlastung im ambulanten Bereich gibt, hilft den Bundesländern und damit auch den Gemeinden am meisten, weil wir auch in die Sozialversicherung hineininvestieren. Die ersten 100 Kassenarztstellen, um die man sich auch in manchen Bereichen der Sozialversicherung so gesorgt hat, sind jetzt ausgeschrieben. Das heißt, wir setzen das um, was wir versprochen haben. Bundeskanzler Nehammer hat für heuer noch 100 Kassenarztstellen angekündigt. Sie sind jetzt von der ÖGK ausgeschrieben worden, und die Finanzierung ist in diesem Haus beschlossen worden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Der Gehaltsbonus: Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Gesundheits- und Pflegeberufen tätig sind, kommt ein Bonus von rund 2 000 Euro brutto pro Jahr dazu. Das ist für das Pflegepersonal im Durchschnitt ein 15. Gehalt, weil wir diese Arbeit schätzen, respektieren und sie auch anerkennen wollen, und weil das, was in den Spitälern und im Pflegebereich, auch im mobilen Bereich, geleistet wird, wirklich eine herausfordernde Tätigkeit ist – ein Danke auch an diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Abg. Kollross: Können wir nicht schnell ein Bundesland aufhetzen?
Zum Schluss möchte ich noch auf den Zukunftsfonds eingehen. Der ist überhaupt ein neues Instrument, das wir im Finanzausgleich haben: 1,1 Milliarden Euro für Kinderbetreuung. Wir setzen um. Der Bundeskanzler hat angekündigt, 4,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 zusätzlich vom Bund in die Kinderbetreuung investieren zu wollen. Warum? – Weil es notwendig ist. Wir müssen den Ausbau bei den unter dreijährigen Kindern vorantreiben. (Abg. Kollross: Können wir nicht schnell ein Bundesland aufhetzen?) Wir können nicht auf der einen Seite sagen, alle, die arbeitsfähig sind und arbeiten können, sollen auch in die Arbeit gehen, und auf der anderen Seite fehlen die Kinderbetreuungsplätze. Daher gibt es da einen Schub in Richtung Kinderbetreuung: 500 Millionen Euro. Die Hälfte davon muss zu den Gemeinden, 250 Millionen Euro müssen in die Gemeindekassen fließen, das ist paktiert, das ist von den Stakeholdern unterschrieben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Schluss möchte ich noch auf den Zukunftsfonds eingehen. Der ist überhaupt ein neues Instrument, das wir im Finanzausgleich haben: 1,1 Milliarden Euro für Kinderbetreuung. Wir setzen um. Der Bundeskanzler hat angekündigt, 4,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 zusätzlich vom Bund in die Kinderbetreuung investieren zu wollen. Warum? – Weil es notwendig ist. Wir müssen den Ausbau bei den unter dreijährigen Kindern vorantreiben. (Abg. Kollross: Können wir nicht schnell ein Bundesland aufhetzen?) Wir können nicht auf der einen Seite sagen, alle, die arbeitsfähig sind und arbeiten können, sollen auch in die Arbeit gehen, und auf der anderen Seite fehlen die Kinderbetreuungsplätze. Daher gibt es da einen Schub in Richtung Kinderbetreuung: 500 Millionen Euro. Die Hälfte davon muss zu den Gemeinden, 250 Millionen Euro müssen in die Gemeindekassen fließen, das ist paktiert, das ist von den Stakeholdern unterschrieben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Daher ist der Weg frei und offen auch für all jene, die noch Ölheizungen und Gasthermen haben, diese zu wechseln und auf erneuerbare Heizungsmethoden umzusteigen. Das ist eine sinnvolle Maßnahme, mit der wir auch im Bereich des Klimaschutzes in die Zukunft blicken. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, man kann vieles differenziert betrachten. Man kann natürlich auch hier Kritik üben, nobody is perfect, aber eines möchte ich festhalten: Dieser Finanzausgleich kann sich sehen lassen. Es ist ein Projekt mit über 12,9 Milliarden Euro für die Finanzausgleichsperiode. Wir decken damit die wesentlichsten Bereiche ab, die wichtig für die Menschen in diesem Lande sind, und die auf der kommunalen Ebene betreut werden. Das muss man einmal sagen. Die Kindergärten stehen ja nicht neben dem Stephansdom oder neben den Landhäusern, sie stehen in unseren Kommunen, in unseren Städten. Dorthin muss das Geld auch kommen, das ist auch Auftrag an die Länder, dafür zu sorgen – und sie tun es ja auch. Sie tun es ja auch, damit diese Gelder dorthin kommen, wo sie hingehören, nämlich zu unseren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, zu den Menschen in unseren Gemeinden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Lercher – erheitert –: Gerald fehlt die Bankomatsteuer im Finanzausgleich! – Heiterkeit des Abgeordneten Lindner.
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Gerald Loacker. – Bitte. (Abg. Lercher – erheitert –: Gerald fehlt die Bankomatsteuer im Finanzausgleich! – Heiterkeit des Abgeordneten Lindner.)
Abg. Leichtfried: Da würde ich mich nicht wundern!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Vorsitzende! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Zuschauerinnen und Zuschauer! Sie können die Zwischenrufe nicht hören, die da kommen, aber ich finde das lustig, wenn schon mein Auftritt zu Zwischenrufen begeistert. (Abg. Leichtfried: Da würde ich mich nicht wundern!)
Heiterkeit des Abg. Schwarz
Da komme ich zu einem Punkt, bei dem mir die Beteiligten, die das auf Bundesebene verteidigen müssen, ehrlich leidtun, denn ein Finanzausgleich, das muss man fairerweise sagen, ist kein Spaß. Da kommen neun Landeshauptleute, jeder mit einem Ego so groß wie ein Zeppelinflugschiff (Heiterkeit des Abg. Schwarz), und da muss man sich dann denen gegenüber mehr oder weniger alleine durchsetzen. Das ist keine einfache Aufgabe. Trotzdem: Das sind schwierige Aufgaben in der Politik, und für die wird man bezahlt.
Beifall bei den NEOS.
Das ist Ihr Steuergeld, das ausgegeben wird. Immer wenn Sie eine Förderung bekommen, denken Sie daran, Sie haben sich das eigentlich selbst bezahlt. Noch effizienter wäre es, wir würden uns dieses Zirkelspiel sparen, dass man 100 Euro Förderung bekommt, für die man vorher 150 Euro Steuern gezahlt hat. Da sind nämlich 50 Euro dazwischen, die irgendwo in der Finanzverwaltung aufgehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist ein großes Ziel, aber wer alle seine Ziele erreicht hat, hat sie sich zu niedrig gesteckt. Daher sind wir Freunde von großen Zielen. Herr Finanzminister, wir freuen uns, wenn Sie große Ziele in Angriff nehmen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Bevor ich mit meiner Rede beginne, darf ich im Auftrag meiner Kollegin Becher die 6c des BRG Franklinstraße aus Wien-Floridsdorf recht herzlich begrüßen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Loacker: Es ist bequemer ...?
Also bei aller Wertschätzung für dich, lieber Gerald Loacker: Ich habe unzählige Gespräche über alle Parteifarben hinweg mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern geführt, aber niemand, auch nicht ein Einziger hat gesagt, die Steuerautonomie würde ihre Probleme lösen. Im Gegenteil, ich glaube, es würde zu einer Verschärfung und zu einem Standortnachteil in Österreich, aber zu keinem Vorteil für unsere Städte und Gemeinden führen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Loacker: Es ist bequemer ...?)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzter Herr Finanzminister, Sie und auch viele in Ihrer Fraktion wissen ganz genau: Es wird in Zukunft noch ein Gemeindepaket brauchen, weil unglaublich viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit diesem vorhandenen Werk die nächsten zwei Jahre nicht überstehen werden. Diese Drucksituation müssen wir auflösen, wenn uns die Demokratie und die Städte und Gemeinden am Herzen liegen, denn die sind in Wahrheit das Kraftwerk unserer Demokratie. Die Gemeinden und Städte haben in der Coronakrise, bei allen Krisen, die hier behandelt wurden, Maßgebliches geleistet, Verantwortung und Aufgaben übernommen, aber sie bekommen leider nicht die notwendigen Mittel, die sie in Zukunft brauchen, um zu bestehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Ich meine, die ÖVP ist die Partei der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Ihr habt auch unglaublich gute Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker. Die erwarten sich aber auch von euch, dass ihr liefert. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) Es ist für mich völlig unverständlich, dass ihr bis dato ignoriert, dass wir weitere Gelder auf kommunaler Ebene brauchen – wir werden das hier beschließen –, weil die Gemeinden damit nicht auskommen werden. Und wenn die damit nicht auskommen, bedeutet das eines: Sie müssen im Ermessensspielraum sparen, das bedeutet bei den Vereinen vor Ort, bei jenen, die sich bemühen – bei den Sportvereinen, bei den Bildungsvereinen, bei den Kindervereinen, bei den Jugendvereinen. Dort, wo es direkt um das Zusammenleben geht, bei den kleinsten Einheiten wird dann gespart werden, und das können wir nicht zulassen, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, die ÖVP ist die Partei der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Ihr habt auch unglaublich gute Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker. Die erwarten sich aber auch von euch, dass ihr liefert. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.) Es ist für mich völlig unverständlich, dass ihr bis dato ignoriert, dass wir weitere Gelder auf kommunaler Ebene brauchen – wir werden das hier beschließen –, weil die Gemeinden damit nicht auskommen werden. Und wenn die damit nicht auskommen, bedeutet das eines: Sie müssen im Ermessensspielraum sparen, das bedeutet bei den Vereinen vor Ort, bei jenen, die sich bemühen – bei den Sportvereinen, bei den Bildungsvereinen, bei den Kindervereinen, bei den Jugendvereinen. Dort, wo es direkt um das Zusammenleben geht, bei den kleinsten Einheiten wird dann gespart werden, und das können wir nicht zulassen, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen hoffe ich, Herr Finanzminister, dass eingelenkt wird. In nächster Zukunft werden wir hier wieder stehen und ganz, ganz sicher darüber diskutieren, was wir den Gemeinden nicht alles geben müssen, damit sie die Zukunft gut überstehen. Und es wäre richtig und gut, das zu beschließen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Frau Vorsitzende! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Wir diskutieren hier über die Gemeinden, nicht nur heute, sondern immer wieder, auch während Corona, auch während der vergangenen Jahre immer wieder. Und immer wieder haben wir es geschafft, die Gemeinden gut zu unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Einwallner: Da runzelt sogar der Finanzminister die Stirn, wenn er hier steht! Da runzelt sogar der Finanzminister die Stirn! Es ist unfassbar!
Auch das diesjährige Budget ist ein wichtiger Schritt und eine wichtige Unterstützung für die Gemeinden. Ganz grundsätzlich einen Schritt zurück zum Budget: Das Budget ist ein absolutes Zukunftsbudget, mit dem wir in eine bessere Zukunft investieren. (Abg. Einwallner: Da runzelt sogar der Finanzminister die Stirn, wenn er hier steht! Da runzelt sogar der Finanzminister die Stirn! Es ist unfassbar!) Ein Teil davon ist der Finanzausgleich, von dem wir heute sprechen. Der Finanzausgleich – es wurde schon gesagt – bedeutet die Aufteilung der Steuereinnahmen auf Bund, Länder und Gemeinden. Ein Teil davon ist der Zukunftsfonds, auf den ich mich jetzt konzentrieren möchte, der speziell für Gemeinden ist und der mehr Geld als bisher bedeutet. (Abg. Kollross: Wenn er dort ankommt!) Das möchte ich schon ganz deutlich sagen: mehr Geld als bisher! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kollross: Wenn er dort ankommt!
Auch das diesjährige Budget ist ein wichtiger Schritt und eine wichtige Unterstützung für die Gemeinden. Ganz grundsätzlich einen Schritt zurück zum Budget: Das Budget ist ein absolutes Zukunftsbudget, mit dem wir in eine bessere Zukunft investieren. (Abg. Einwallner: Da runzelt sogar der Finanzminister die Stirn, wenn er hier steht! Da runzelt sogar der Finanzminister die Stirn! Es ist unfassbar!) Ein Teil davon ist der Finanzausgleich, von dem wir heute sprechen. Der Finanzausgleich – es wurde schon gesagt – bedeutet die Aufteilung der Steuereinnahmen auf Bund, Länder und Gemeinden. Ein Teil davon ist der Zukunftsfonds, auf den ich mich jetzt konzentrieren möchte, der speziell für Gemeinden ist und der mehr Geld als bisher bedeutet. (Abg. Kollross: Wenn er dort ankommt!) Das möchte ich schon ganz deutlich sagen: mehr Geld als bisher! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch das diesjährige Budget ist ein wichtiger Schritt und eine wichtige Unterstützung für die Gemeinden. Ganz grundsätzlich einen Schritt zurück zum Budget: Das Budget ist ein absolutes Zukunftsbudget, mit dem wir in eine bessere Zukunft investieren. (Abg. Einwallner: Da runzelt sogar der Finanzminister die Stirn, wenn er hier steht! Da runzelt sogar der Finanzminister die Stirn! Es ist unfassbar!) Ein Teil davon ist der Finanzausgleich, von dem wir heute sprechen. Der Finanzausgleich – es wurde schon gesagt – bedeutet die Aufteilung der Steuereinnahmen auf Bund, Länder und Gemeinden. Ein Teil davon ist der Zukunftsfonds, auf den ich mich jetzt konzentrieren möchte, der speziell für Gemeinden ist und der mehr Geld als bisher bedeutet. (Abg. Kollross: Wenn er dort ankommt!) Das möchte ich schon ganz deutlich sagen: mehr Geld als bisher! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kollross: Herr Minister, wo steht denn das im Finanzausgleich? – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Verwaltungstechnisch eine großartige Konzeption!
Ganz grundsätzlich gehen wir mit dem Budget und auch mit dem Zukunftsfonds doch einige wichtige strukturelle Reformen an. Ich möchte mit der ökosozialen Steuerreform anfangen, die wirklich eine Umsteuerung bedeutet. Die CO2-Bepreisung beispielsweise bedeutet, dass wir gewisse Einnahmen aus Bereichen generieren, die klimaschädlich sind. Ich möchte aber auch sagen: Es sind Einnahmen, die nicht irgendwo versickern, sondern die unmittelbar an die Bürgerinnen und Bürger in Form des Klimabonus zurückgegeben werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kollross: Herr Minister, wo steht denn das im Finanzausgleich? – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Verwaltungstechnisch eine großartige Konzeption!)
Abg. Kollross: Das ist aber eine Beleidigung! Das lässt er sich aber nicht gefallen!
gehen, sondern diese mit gewissen Zielen verbunden sind. Ich habe jetzt vernommen, die Ziele sind zu vage oder es macht keinen Sinn, Ziele zu formulieren, weil die Gemeinden einfach mehr Geld brauchen. Ich habe auch von Kollegen Loacker, ich sehe ihn jetzt nicht - - Von Kollegen Lercher – Entschuldigung (Abg. Kollross: Das ist aber eine Beleidigung! Das lässt er sich aber nicht gefallen!), ist er noch hier?; ja, da hinten (Abg. Loacker: Der ist im Doskozil-Lager, der muss hinten sitzen! – Abg. Kollross: Da seid ihr beide beleidigt worden!) – habe ich gehört, die Gemeinden wollen das Geld nicht einnehmen, sondern nur ausgeben. Ja, das ist schon ein Zugang, aber dann ist es doch legitim, zu sagen: Wenn ihr Gelder wollt, dann möchten wir wenigstens sagen, wofür. Ich habe schon gesagt: zukunftsgerichtet, in zukunftsgerichtete Bereiche.
Abg. Loacker: Der ist im Doskozil-Lager, der muss hinten sitzen! – Abg. Kollross: Da seid ihr beide beleidigt worden!
gehen, sondern diese mit gewissen Zielen verbunden sind. Ich habe jetzt vernommen, die Ziele sind zu vage oder es macht keinen Sinn, Ziele zu formulieren, weil die Gemeinden einfach mehr Geld brauchen. Ich habe auch von Kollegen Loacker, ich sehe ihn jetzt nicht - - Von Kollegen Lercher – Entschuldigung (Abg. Kollross: Das ist aber eine Beleidigung! Das lässt er sich aber nicht gefallen!), ist er noch hier?; ja, da hinten (Abg. Loacker: Der ist im Doskozil-Lager, der muss hinten sitzen! – Abg. Kollross: Da seid ihr beide beleidigt worden!) – habe ich gehört, die Gemeinden wollen das Geld nicht einnehmen, sondern nur ausgeben. Ja, das ist schon ein Zugang, aber dann ist es doch legitim, zu sagen: Wenn ihr Gelder wollt, dann möchten wir wenigstens sagen, wofür. Ich habe schon gesagt: zukunftsgerichtet, in zukunftsgerichtete Bereiche.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, es sind wirklich gute Perspektiven für die Zukunft, und ich bitte im Sinne der Gemeinden um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte mich wirklich an dieser Stelle bei allen Verhandlern, Verhandlerinnen bedanken, denn verhandeln bedeutet ja auch immer, dass man gegenseitig aufeinander zugeht, dass man Schritte aufeinander zu macht. Man kann nicht immer 100 Prozent aller ursprünglichen Forderungen durchsetzen, aber ich glaube, dass das im gesamtstaatlichen Sinne ein sehr gutes Ergebnis ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kollross: Müssen sie ja wieder zurückzahlen! – Abg. Lercher: Das werden wir ihnen schenken!
Was mir auch noch wichtig ist, weil das von Herrn Abgeordneten Lercher dargestellt worden ist: Das stimmt schon, das nächste Jahr, 2024, wird für die Gemeinden eine besondere Herausforderung sein. Genau deswegen haben wir einen Vorgriff auf die Ertragsanteile der nächsten Jahre für 2024 gemacht (Abg. Kollross: Müssen sie ja wieder zurückzahlen! – Abg. Lercher: Das werden wir ihnen schenken!), damit für die Länder im nächsten Jahr, in dem insbesondere die Grunderwerbsteuer beispielsweise zurückgehen wird, eine Vorwegmöglichkeit (Abg. Kollross: Ist aber nur ein Darlehen!) für die späteren Jahre, für
Abg. Kollross: Ist aber nur ein Darlehen!
Was mir auch noch wichtig ist, weil das von Herrn Abgeordneten Lercher dargestellt worden ist: Das stimmt schon, das nächste Jahr, 2024, wird für die Gemeinden eine besondere Herausforderung sein. Genau deswegen haben wir einen Vorgriff auf die Ertragsanteile der nächsten Jahre für 2024 gemacht (Abg. Kollross: Müssen sie ja wieder zurückzahlen! – Abg. Lercher: Das werden wir ihnen schenken!), damit für die Länder im nächsten Jahr, in dem insbesondere die Grunderwerbsteuer beispielsweise zurückgehen wird, eine Vorwegmöglichkeit (Abg. Kollross: Ist aber nur ein Darlehen!) für die späteren Jahre, für
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Verhandler, parteiübergreifend, gebietskörperschaftenübergreifend! Es ist ein gutes Ergebnis für die Länder, für die Gemeinden, aber auch für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Angela Baumgartner (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Im Namen meines Kollegen Reinhold Lopatka darf ich den Seniorenbund aus Greinbach bei Hartberg recht herzlich begrüßen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das unterstreicht unser Versprechen zur Kinderbetreuungsoffensive, die Bundeskanzler Karl Nehammer bereits im September angekündigt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Herr Kollege Lercher oder Herr Kollege Kollross von der SPÖ, ich weiß, wie wichtig die Gelder für die Gemeinden sind. Ich bin seit 2014 Bürgermeisterin und habe heuer meinen zehnten Voranschlag erstellt, und auch ich bin im Minus, aber wir sparen nicht bei den Vereinen, wir erhöhen nicht die Gebühren für die Bürger, wir stellen halt Projekte, die geplant waren, ein Jahr nach hinten. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Ich denke, dass wir die letzten Jahre von der Bundesregierung nicht im Stich gelassen wurden, haben wir doch 2 Milliarden Euro bekommen, und ich glaube auch nicht, dass uns die Bundesregierung oder der Herr Finanzminister in Zukunft im Stich lassen wird, wir werden weiterverhandeln.
Abg. Schroll: Sonst habt ihr eh keine Probleme!
In Wahrheit, Herr Bürgermeister, ist der Rechnungsabschluss eigentlich das, worauf es ankommt, das, was dann im neuen Jahr rauskommt – der Voranschlag ist ein Zahlenspiel. (Abg. Schroll: Sonst habt ihr eh keine Probleme!) Ja, wir sind im Minus, aber wir werden das schon schaffen, ich bin überzeugt davon, ebenso davon, dass uns niemand im Stich lassen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
In Wahrheit, Herr Bürgermeister, ist der Rechnungsabschluss eigentlich das, worauf es ankommt, das, was dann im neuen Jahr rauskommt – der Voranschlag ist ein Zahlenspiel. (Abg. Schroll: Sonst habt ihr eh keine Probleme!) Ja, wir sind im Minus, aber wir werden das schon schaffen, ich bin überzeugt davon, ebenso davon, dass uns niemand im Stich lassen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kollross: Für den Herrn Minister ist das Budget eh ein Zahlenspiel! Da können wir eh beschließen, was wir wollen!
Ich bin überzeugt, mit diesem Finanzausgleich werden wir die kommenden Herausforderungen bewältigen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kollross: Für den Herrn Minister ist das Budget eh ein Zahlenspiel! Da können wir eh beschließen, was wir wollen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ganz besonders begrüße ich die SPÖ-Frauen aus der Gemeinde Wiener Neustadt: Herzlich willkommen bei uns im Parlament! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!
Sehr gut, dass die Frauen hier sind, denn wir diskutieren jetzt den Finanzausgleich, und, liebe Frauen, bei dem Finanzausgleich zahlt ihr drauf. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Ihr zahlt deswegen drauf, weil das Geld nicht mit Rechtsanspruch in die Gemeinden kommt. Ich kann euch sagen, was in meinem Bezirk, in Urfahr-Umgebung, vorgestern stattgefunden hat. Da sitzen die Gemeindevertreter im Sozialhilfeverband und sagen (Abg. Lindinger: Da redet einer, der in den Gemeinden nicht aktiv ist und sich in den Kommunen nicht auskennt!): Wir müssen die Rücklagen vom Sozialhilfeverband auflösen, damit wir das Gemeindebudget ausgleichen können. (Abg. Michael Hammer: Da haben deine Genossen im Vorstand auch zugestimmt!) – Haben sie nicht.
Abg. Lindinger: Da redet einer, der in den Gemeinden nicht aktiv ist und sich in den Kommunen nicht auskennt!
Sehr gut, dass die Frauen hier sind, denn wir diskutieren jetzt den Finanzausgleich, und, liebe Frauen, bei dem Finanzausgleich zahlt ihr drauf. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Ihr zahlt deswegen drauf, weil das Geld nicht mit Rechtsanspruch in die Gemeinden kommt. Ich kann euch sagen, was in meinem Bezirk, in Urfahr-Umgebung, vorgestern stattgefunden hat. Da sitzen die Gemeindevertreter im Sozialhilfeverband und sagen (Abg. Lindinger: Da redet einer, der in den Gemeinden nicht aktiv ist und sich in den Kommunen nicht auskennt!): Wir müssen die Rücklagen vom Sozialhilfeverband auflösen, damit wir das Gemeindebudget ausgleichen können. (Abg. Michael Hammer: Da haben deine Genossen im Vorstand auch zugestimmt!) – Haben sie nicht.
Abg. Michael Hammer: Da haben deine Genossen im Vorstand auch zugestimmt!
Sehr gut, dass die Frauen hier sind, denn wir diskutieren jetzt den Finanzausgleich, und, liebe Frauen, bei dem Finanzausgleich zahlt ihr drauf. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Ihr zahlt deswegen drauf, weil das Geld nicht mit Rechtsanspruch in die Gemeinden kommt. Ich kann euch sagen, was in meinem Bezirk, in Urfahr-Umgebung, vorgestern stattgefunden hat. Da sitzen die Gemeindevertreter im Sozialhilfeverband und sagen (Abg. Lindinger: Da redet einer, der in den Gemeinden nicht aktiv ist und sich in den Kommunen nicht auskennt!): Wir müssen die Rücklagen vom Sozialhilfeverband auflösen, damit wir das Gemeindebudget ausgleichen können. (Abg. Michael Hammer: Da haben deine Genossen im Vorstand auch zugestimmt!) – Haben sie nicht.
Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!
Was bedeutet es, Rücklagen im Sozialhilfeverband aufzulösen? – Das bedeutet ganz maßgeblich, dass das Seniorenheim Engerwitzdorf nicht gebaut werden kann (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) und dass wir dafür keine Rücklagen haben. (Abg. Michael Hammer: Ist ja ein Blödsinn! Ist ja ein Blödsinn!)
Abg. Michael Hammer: Ist ja ein Blödsinn! Ist ja ein Blödsinn!
Was bedeutet es, Rücklagen im Sozialhilfeverband aufzulösen? – Das bedeutet ganz maßgeblich, dass das Seniorenheim Engerwitzdorf nicht gebaut werden kann (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) und dass wir dafür keine Rücklagen haben. (Abg. Michael Hammer: Ist ja ein Blödsinn! Ist ja ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Ist aber einer! Ich bin in diesem Vorstand und weiß, was geplant ist – er nicht!
Präsidentin Doris Bures: Entschuldigung, Herr Abgeordneter Stöger! – Ich erteile jetzt Herrn Abgeordneten Michael Hammer für seinen Zwischenruf: Das ist „ein Blödsinn“!, einen Ordnungsruf. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Ist aber einer! Ich bin in diesem Vorstand und weiß, was geplant ist – er nicht!) Und ich ersuche Sie, das auch in Zukunft zu unterlassen.
Abg. Michael Hammer: Ist ja nicht wahr!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (fortsetzend): Und das ganz Entscheidende ist: Es wird dann um ein oder zwei Jahre oder vielleicht fünf Jahre später gebaut werden. (Abg. Michael Hammer: Ist ja nicht wahr!) Das bedeutet, liebe Frauen, das sage ich ganz deutlich, dass ihr die Pflege der Menschen, die sonst im Alten- und Pflegeheim wären, zu Hause selbst machen müsst. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Und das bedeutet auch in anderen Bereichen - -
Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (fortsetzend): Und das ganz Entscheidende ist: Es wird dann um ein oder zwei Jahre oder vielleicht fünf Jahre später gebaut werden. (Abg. Michael Hammer: Ist ja nicht wahr!) Das bedeutet, liebe Frauen, das sage ich ganz deutlich, dass ihr die Pflege der Menschen, die sonst im Alten- und Pflegeheim wären, zu Hause selbst machen müsst. (Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn!) Und das bedeutet auch in anderen Bereichen - -
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Hahaha! – Abg. Holzleitner: Der lacht noch darüber! Schämen sollten Sie sich!
Präsidentin Doris Bures: Ich erteile Herrn Abgeordneten Hammer abermals einen Ordnungsruf und ersuche Sie noch einmal, sich in Ihrer Ausdrucksweise zu mäßigen. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Hahaha! – Abg. Holzleitner: Der lacht noch darüber! Schämen sollten Sie sich!)
Abg. Schnabel: Das kann das Land nicht vorschreiben!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (fortsetzend): Das bedeutet in den Gemeinden einen Druck bei Essen auf Rädern, das bedeutet einen Druck bei der Schulausspeisung, das bedeutet – auch das gibt es –, dass eine Gemeinde vom Land vorgeschrieben bekommt, weil sie kein Geld mehr hat, dass sie in der Nacht nicht mehr Schnee räumen darf, weil sie dann ja Nachtüberstunden zahlen müsste. (Abg. Schnabel: Das kann das Land nicht vorschreiben!) Das heißt, sie
Abg. Schnabel: Was hat das mit dem Finanzausgleich zu tun? – Abg. Holzleitner: Weil es die Gemeinden spüren! Das müssten Sie als Bürgermeister wissen!
dürfen erst ab 6 Uhr Schnee räumen. Das bedeutet weiters, dass man kein Geld für Jugendzentren hat, das bedeutet, dass Kultur- und Sportvereine nichts bekommen. (Abg. Schnabel: Was hat das mit dem Finanzausgleich zu tun? – Abg. Holzleitner: Weil es die Gemeinden spüren! Das müssten Sie als Bürgermeister wissen!)
Beifall bei der SPÖ.
Und jetzt bin ich bei der Demokratie. Wenn wir die unterste Ebene in unserer Republik, die Bürgermeister:innen in den Gemeinden, die dort eine gute Arbeit machen, zu Bittstellern machen, dann bekommen wir ein Demokratieproblem. (Beifall bei der SPÖ.) Ich sage es noch einmal: Die meisten Bürgermeister:innen in Österreich sind von der ÖVP (Abg. Michael Hammer: Gott sei Dank!), die machen keine schlechte Arbeit, ich streite das ja gar nicht ab, aber wenn man die zu Bittstellern, zu Handlangern von irgendjemandem macht, dann haben wir ein Demokratieproblem, deshalb dürfen wir das nicht tun.
Abg. Michael Hammer: Gott sei Dank!
Und jetzt bin ich bei der Demokratie. Wenn wir die unterste Ebene in unserer Republik, die Bürgermeister:innen in den Gemeinden, die dort eine gute Arbeit machen, zu Bittstellern machen, dann bekommen wir ein Demokratieproblem. (Beifall bei der SPÖ.) Ich sage es noch einmal: Die meisten Bürgermeister:innen in Österreich sind von der ÖVP (Abg. Michael Hammer: Gott sei Dank!), die machen keine schlechte Arbeit, ich streite das ja gar nicht ab, aber wenn man die zu Bittstellern, zu Handlangern von irgendjemandem macht, dann haben wir ein Demokratieproblem, deshalb dürfen wir das nicht tun.
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend, Herr Bundesminister: Es ist besser als nichts, aber was wir brauchen, das sind endlich klar ausfinanzierte Gemeinden. Und was wir überhaupt nicht mehr zulassen dürfen, ist, dass die Länder Landesumlagen von den Gemeinden verlangen dürfen, das geht nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu Herrn Kollegen Stöger möchte ich schon etwas sagen: Man merkt an seinen Ausführungen, dass er in der Gemeindepolitik nicht verhaftet ist. Das muss man schon einmal ganz ehrlich sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Betreffend Gesundheitsreform möchte ich – weil es für uns im ländlichen Raum besonders wichtig ist – die Stärkung des niedergelassenen Bereiches anführen, ebenso die Spitalsfinanzierung, die für uns Gemeinden besonders wichtig ist, da wir auch bei der Spitalsfinanzierung mitzahlen. Zur Pflegereform: Die 24-Stunden-Pflege wird weiter unterstützt, aber auch der Pflegefonds wird auf 1,1 Milliarden Euro aufgefüllt. Diese zwei Punkte, Gesundheit und Pflege, sind die großen Kostenfaktoren in den Gemeinden, und genau in diesen Bereichen werden wir Unterstützung erhalten, um Spielraum für andere Projekte zu bekommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lercher: Ah ja!
Ich möchte mich dafür bedanken, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Unterstützungspakete für die Gemeinden gegeben hat, aber möchte auch darauf hinweisen – wie Sie selber angeführt haben –, dass das Jahr 2024 das große Herausforderungsjahr für die Gemeinden sein wird und sie, wenn es notwendig sein sollte, auch noch Unterstützung brauchen. (Abg. Lercher: Ah ja!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Etwas macht mich aber schon ein wenig stutzig und da möchte ich auf die FPÖ verweisen: Kollege Linder hat die Nadel im Heuhaufen beim FAG 2024 bis 2028 gefunden. Es ist absolut unverständlich für mich, da Sie in drei Bundesländern in der Regierung sind, den Finanzbedarf der Gemeinden genau kennen und hier nicht mitstimmen. Das ist fast unglaublich. Die Menschen in Österreich sollen sich wirklich selber ein Bild machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Das glaube ich eher nicht!
Im Gegensatz zur FPÖ glauben wir an Österreich. Wir glauben an den föderalistischen Staat Österreich – in diesem Sinne: herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Das glaube ich eher nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Andreas Kollross (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister, wir haben es abgewartet! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Der Finanzausgleich, über den wir gerade diskutieren, kurz zusammengefasst: Der Bund muss zahlen, die Bundesländer haben es sich gerichtet und für die Städte und Gemeinden ist es eine Mogelpackung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Lercher hat es eh schon gesagt. 50 Prozent aller Gemeinden werden voraussichtlich nächstes Jahr Abgangsgemeinden. Was heißt das? – Das heißt, dass sie weniger einnehmen, als sie ausgeben. Das ist ein Angriff auf die Gemeindeautonomie, das ist aber auch ein Angriff auf das soziale, wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben in unserer Republik. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl hebt die Hand.
Machen wir doch den Test! Da sitzen eh die ganzen ÖVP-Bürgermeister aufgefädelt. Wie viele von euch können das Budget noch ausgleichen? Zeigt einmal der Reihe nach auf! – Schweigen im Walde. (Abg. Hörl hebt die Hand.) – Einer, gratuliere! Du bist schon gar nicht mehr Bürgermeister, du bist Seilbahnschaffner. (Allgemeine Heiterkeit. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Zwischenruf bei der ÖVP.) Einer kann das Budget noch ausgleichen.
Allgemeine Heiterkeit. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Machen wir doch den Test! Da sitzen eh die ganzen ÖVP-Bürgermeister aufgefädelt. Wie viele von euch können das Budget noch ausgleichen? Zeigt einmal der Reihe nach auf! – Schweigen im Walde. (Abg. Hörl hebt die Hand.) – Einer, gratuliere! Du bist schon gar nicht mehr Bürgermeister, du bist Seilbahnschaffner. (Allgemeine Heiterkeit. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Zwischenruf bei der ÖVP.) Einer kann das Budget noch ausgleichen.
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Herr Finanzminister, das ist Ihr Ergebnis – gemeinsam mit den Bundesländern, mit dem Gemeindebund, mit dem Städtebund. Das kann doch nicht euer Ernst sein! Wir beschließen heute ein Gesetz und das Ergebnis ist, dass die Gemeinden und Städte auf die Leich’ gehen, dass 50 Prozent ihren Haushalt nicht mehr ausgleichen können?! Das ist das Ergebnis Ihres Finanzausgleichs?! – Das kann es ja wohl nicht sein! Das kann ja wohl auch nicht in eurem Sinne sein. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich schicke jetzt eine letzte Geschichte hintennach: Ich war ja immer der Meinung, man muss den vertikalen Schlüssel verändern, also die Verteilung der Steuergelder und wie groß der Anteil ist, den die Gemeinden bekommen. Man hat sich für etwas anderes entschieden – okay. Man hat jetzt diesen Zukunftsfonds, wegen dem ihr euch jetzt abfeiert, mit 1,1 Milliarden Euro geschaffen – okay. Das Problem ist nur, Herr Finanzminister – ihr wisst das auch –: Das Geld kommt nicht bei den Gemeinden an. Das versickert in visionslosen Landesbudgets, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb: Ja, wir werden zustimmen, weil es besser ist als nichts, aber ja, es braucht zusätzliche Hilfen, und ja, wir müssten dafür sorgen, dass die 121 Euro pro Bürgerin und Bürger aus dem Zukunftsfonds wirklich bei den Städten und Gemeinden ankommen, denn das Leben – das soziale und das kulturelle Leben – in unserer Republik geschieht in den Städten und Gemeinden. (Beifall bei der SPÖ.)
In Richtung Abg. Baumgartner:
(In Richtung Abg. Baumgartner:) Frau Bürgermeisterin, da kannst du schon herauskommen und sagen, du wirst dort nicht einsparen, du wirst dort nicht einsparen. Das lässt die Gemeindeordnung gar nicht zu. Abgangsgemeinde heißt, dass du alle Ausgaben, die nicht zwingend sind, reduzieren musst (Zwischenruf der Abg. Baumgartner), das heißt Förderung von Vereinen, das heißt alle möglichen anderen Dinge; und es heißt vor allen Dingen noch eines: Den Gemeinden fehlt jegliches Geld für Investitionen. (Abg. Baumgartner: Aber die Vereine brauchen ...!)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner
(In Richtung Abg. Baumgartner:) Frau Bürgermeisterin, da kannst du schon herauskommen und sagen, du wirst dort nicht einsparen, du wirst dort nicht einsparen. Das lässt die Gemeindeordnung gar nicht zu. Abgangsgemeinde heißt, dass du alle Ausgaben, die nicht zwingend sind, reduzieren musst (Zwischenruf der Abg. Baumgartner), das heißt Förderung von Vereinen, das heißt alle möglichen anderen Dinge; und es heißt vor allen Dingen noch eines: Den Gemeinden fehlt jegliches Geld für Investitionen. (Abg. Baumgartner: Aber die Vereine brauchen ...!)
Abg. Baumgartner: Aber die Vereine brauchen ...!
(In Richtung Abg. Baumgartner:) Frau Bürgermeisterin, da kannst du schon herauskommen und sagen, du wirst dort nicht einsparen, du wirst dort nicht einsparen. Das lässt die Gemeindeordnung gar nicht zu. Abgangsgemeinde heißt, dass du alle Ausgaben, die nicht zwingend sind, reduzieren musst (Zwischenruf der Abg. Baumgartner), das heißt Förderung von Vereinen, das heißt alle möglichen anderen Dinge; und es heißt vor allen Dingen noch eines: Den Gemeinden fehlt jegliches Geld für Investitionen. (Abg. Baumgartner: Aber die Vereine brauchen ...!)
Abg. Schnabel: Genau zuhören, Herr Kollross!
Ihr wollt eine Wirtschaftspartei sein?! (Abg. Schnabel: Genau zuhören, Herr Kollross!) Ihr wisst doch ganz genau, dass die Städte und Gemeinden die größten wirtschaftlichen Auftraggeber sind. Wenn es 50 Prozent Abgangsgemeinden gibt, heißt das, 50 Prozent der Gemeinden investieren nicht mehr! Das ist euer Ergebnis des Finanzausgleichs. Ihr wollt eine Wirtschaftspartei sein?! Lernt einmal etwas darüber! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Baumgartner: Warum stimmt ihr dann zu?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Baumgartner: Warum stimmt ihr dann zu?
Ihr wollt eine Wirtschaftspartei sein?! (Abg. Schnabel: Genau zuhören, Herr Kollross!) Ihr wisst doch ganz genau, dass die Städte und Gemeinden die größten wirtschaftlichen Auftraggeber sind. Wenn es 50 Prozent Abgangsgemeinden gibt, heißt das, 50 Prozent der Gemeinden investieren nicht mehr! Das ist euer Ergebnis des Finanzausgleichs. Ihr wollt eine Wirtschaftspartei sein?! Lernt einmal etwas darüber! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Baumgartner: Warum stimmt ihr dann zu?)
Abg. Kollross: Ja!
Abgeordneter Ing. Klaus Lindinger, BSc (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Finanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier im Hohen Haus und vor den Bildschirmen! Ich darf kurz auf Kollegen Kollross eingehen, denn er behauptet, wir unterstützen die Gemeinden nicht. Ich frage dich, Herr Kollege Kollross: Kannst du ausgleichen? (Abg. Kollross: Ja!) – Dann zahle bitte den Gemeinden, die nicht ausgleichen können, die 121 Euro, dann kannst du auch einen Beitrag dazu leisten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kollross: Das hat mit Arbeitsplätzen zu tun! Kommunalsteuern ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kollross: Das hat mit Arbeitsplätzen zu tun! Kommunalsteuern ...!
Abgeordneter Ing. Klaus Lindinger, BSc (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Finanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier im Hohen Haus und vor den Bildschirmen! Ich darf kurz auf Kollegen Kollross eingehen, denn er behauptet, wir unterstützen die Gemeinden nicht. Ich frage dich, Herr Kollege Kollross: Kannst du ausgleichen? (Abg. Kollross: Ja!) – Dann zahle bitte den Gemeinden, die nicht ausgleichen können, die 121 Euro, dann kannst du auch einen Beitrag dazu leisten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kollross: Das hat mit Arbeitsplätzen zu tun! Kommunalsteuern ...!)
Abg. Kollross: ... wahrscheinlich ... diese Gemeinden finanzieren, heast!
Diese Bundesregierung, diese Koalition hat in den letzten Jahren bewiesen (Abg. Kollross: ... wahrscheinlich ... diese Gemeinden finanzieren, heast!) – Herr Kollege Kollross, jetzt passen Sie einmal auf (Abg. Matznetter: Sie müssen einmal aufpassen!), denn das ist die Wahrheit, dass die Gemeinden bestmöglich unterstützt werden! Da hat es die kommunalen Investitionsgesetze und -programme gegeben, mit denen die regionale Wirtschaft unterstützt wird. Da hat es die Einmalzahlungen an die Gemeinden gegeben, damit sie finanziell entsprechend unterstützt werden und damit die Liquidität in den Gemeinden gegeben ist. (Abg. Linder: Das stimmt ja nicht!) Das beschließen wir auch hier mit diesem Finanzausgleichsgesetz, sodass es 300 Millionen Euro zusätzlich im Jahr 2024 für die Gemeinden gibt.
Abg. Matznetter: Sie müssen einmal aufpassen!
Diese Bundesregierung, diese Koalition hat in den letzten Jahren bewiesen (Abg. Kollross: ... wahrscheinlich ... diese Gemeinden finanzieren, heast!) – Herr Kollege Kollross, jetzt passen Sie einmal auf (Abg. Matznetter: Sie müssen einmal aufpassen!), denn das ist die Wahrheit, dass die Gemeinden bestmöglich unterstützt werden! Da hat es die kommunalen Investitionsgesetze und -programme gegeben, mit denen die regionale Wirtschaft unterstützt wird. Da hat es die Einmalzahlungen an die Gemeinden gegeben, damit sie finanziell entsprechend unterstützt werden und damit die Liquidität in den Gemeinden gegeben ist. (Abg. Linder: Das stimmt ja nicht!) Das beschließen wir auch hier mit diesem Finanzausgleichsgesetz, sodass es 300 Millionen Euro zusätzlich im Jahr 2024 für die Gemeinden gibt.
Abg. Linder: Das stimmt ja nicht!
Diese Bundesregierung, diese Koalition hat in den letzten Jahren bewiesen (Abg. Kollross: ... wahrscheinlich ... diese Gemeinden finanzieren, heast!) – Herr Kollege Kollross, jetzt passen Sie einmal auf (Abg. Matznetter: Sie müssen einmal aufpassen!), denn das ist die Wahrheit, dass die Gemeinden bestmöglich unterstützt werden! Da hat es die kommunalen Investitionsgesetze und -programme gegeben, mit denen die regionale Wirtschaft unterstützt wird. Da hat es die Einmalzahlungen an die Gemeinden gegeben, damit sie finanziell entsprechend unterstützt werden und damit die Liquidität in den Gemeinden gegeben ist. (Abg. Linder: Das stimmt ja nicht!) Das beschließen wir auch hier mit diesem Finanzausgleichsgesetz, sodass es 300 Millionen Euro zusätzlich im Jahr 2024 für die Gemeinden gibt.
Abg. Holzleitner: Und in Oberösterreich! Geh bitte!
Ich sage nicht, dass es einfach wird; es ist eine Herausforderung, aber eines ist klar: Die Gemeinden sind in den meisten Ländern keine Bittsteller. Bittsteller sind sie im Burgenland (Abg. Holzleitner: Und in Oberösterreich! Geh bitte!), wo Doskozil die Gemeinden und die Bürgermeister zu Bittstellern macht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage nicht, dass es einfach wird; es ist eine Herausforderung, aber eines ist klar: Die Gemeinden sind in den meisten Ländern keine Bittsteller. Bittsteller sind sie im Burgenland (Abg. Holzleitner: Und in Oberösterreich! Geh bitte!), wo Doskozil die Gemeinden und die Bürgermeister zu Bittstellern macht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Einwallner: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
fehlt keiner. Es geht lediglich um einen Sanierungsvorschlag. Kollege Stöger aber stellt sich hier heraus, hat von der Kommunalpolitik wirklich null Ahnung und behauptet Dinge, die einfach nicht stimmen. (Abg. Einwallner: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das funktioniert nicht, Herr Kollege Stöger. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
fehlt keiner. Es geht lediglich um einen Sanierungsvorschlag. Kollege Stöger aber stellt sich hier heraus, hat von der Kommunalpolitik wirklich null Ahnung und behauptet Dinge, die einfach nicht stimmen. (Abg. Einwallner: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das funktioniert nicht, Herr Kollege Stöger. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der ÖVP – Abg. Matznetter: Zum Glück sind die Bürger:innen ... als Sie, Herr Ing. Lindinger!
Der Finanzausgleich – und es ist wirklich ein guter Finanzausgleich (Zwischenruf bei der ÖVP – Abg. Matznetter: Zum Glück sind die Bürger:innen ... als Sie, Herr Ing. Lindinger!) – sichert strukturelle Maßnahmen im Bereich der Gesundheit, strukturelle Maßnahmen und Verbesserungen im Bereich der Pflege (Zwischenruf der Abg. Kucharowits) und hat einen riesengroßen Zukunftsfonds, der heute schon mehrmals erläutert worden ist. Die Kinderbetreuung ist drin, der Bereich des Wohnens ist drin, die Umwelt und das Klima sind drin. Ein kleiner Bereich, der vielleicht für viele nicht wichtig ist, ist der sogenannte Strukturfonds für finanzschwache Gemeinden, der von 60 Millionen auf 120 Millionen Euro aufgestockt wird. Das ist die Unterstützung für jene Gemeinden, die es gar nicht so einfach haben.
Zwischenruf der Abg. Kucharowits
Der Finanzausgleich – und es ist wirklich ein guter Finanzausgleich (Zwischenruf bei der ÖVP – Abg. Matznetter: Zum Glück sind die Bürger:innen ... als Sie, Herr Ing. Lindinger!) – sichert strukturelle Maßnahmen im Bereich der Gesundheit, strukturelle Maßnahmen und Verbesserungen im Bereich der Pflege (Zwischenruf der Abg. Kucharowits) und hat einen riesengroßen Zukunftsfonds, der heute schon mehrmals erläutert worden ist. Die Kinderbetreuung ist drin, der Bereich des Wohnens ist drin, die Umwelt und das Klima sind drin. Ein kleiner Bereich, der vielleicht für viele nicht wichtig ist, ist der sogenannte Strukturfonds für finanzschwache Gemeinden, der von 60 Millionen auf 120 Millionen Euro aufgestockt wird. Das ist die Unterstützung für jene Gemeinden, die es gar nicht so einfach haben.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Einen Bereich darf ich auch noch hervorheben, weil er für unsere Jüngsten ganz, ganz wichtig ist. Das ist der Bereich des Schülergelegenheitsverkehrs, der Transport, für den es zusätzlich 15 Millionen Euro gibt, damit wir sicherstellen können, dass die Kinder auch abgeholt und in die Schule gebracht werden, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Wurm: Logisch, ja!
Abschließend darf ich noch auf einen Punkt eingehen. Die FPÖ stimmt bei diesem Tagesordnungspunkt nicht zu. (Abg. Wurm: Logisch, ja!) Obwohl in drei Bundesländern in Verantwortung, von denen die Zustimmung vorliegt, sagen die Abgeordneten der Freiheitlichen Partei hier herinnen: Dem stimmen wir nicht zu!
Abg. Deimek: Das ist ja nichts wert!
das Bargeld ging, waren es fünf Redner – übrigens hat die ÖVP es ganz klar ins Regierungsprogramm geschrieben, dass wir zum Bargeld stehen und das Bargeld absichern (Abg. Deimek: Das ist ja nichts wert!) –, und bei dieser Debatte meldet sich ein Einziger zu Wort (Zwischenrufe bei der FPÖ), weil ihr in den Gemeinden anscheinend nicht das Sagen habt. (Abg. Kaniak: ... bissl mehr als 88 Minuten Redezeit! In der nächsten GP schaut’s besser aus!) Das ist die Wertigkeit des Finanzausgleichs für die Freiheitliche Partei, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
das Bargeld ging, waren es fünf Redner – übrigens hat die ÖVP es ganz klar ins Regierungsprogramm geschrieben, dass wir zum Bargeld stehen und das Bargeld absichern (Abg. Deimek: Das ist ja nichts wert!) –, und bei dieser Debatte meldet sich ein Einziger zu Wort (Zwischenrufe bei der FPÖ), weil ihr in den Gemeinden anscheinend nicht das Sagen habt. (Abg. Kaniak: ... bissl mehr als 88 Minuten Redezeit! In der nächsten GP schaut’s besser aus!) Das ist die Wertigkeit des Finanzausgleichs für die Freiheitliche Partei, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Kaniak: ... bissl mehr als 88 Minuten Redezeit! In der nächsten GP schaut’s besser aus!
das Bargeld ging, waren es fünf Redner – übrigens hat die ÖVP es ganz klar ins Regierungsprogramm geschrieben, dass wir zum Bargeld stehen und das Bargeld absichern (Abg. Deimek: Das ist ja nichts wert!) –, und bei dieser Debatte meldet sich ein Einziger zu Wort (Zwischenrufe bei der FPÖ), weil ihr in den Gemeinden anscheinend nicht das Sagen habt. (Abg. Kaniak: ... bissl mehr als 88 Minuten Redezeit! In der nächsten GP schaut’s besser aus!) Das ist die Wertigkeit des Finanzausgleichs für die Freiheitliche Partei, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
das Bargeld ging, waren es fünf Redner – übrigens hat die ÖVP es ganz klar ins Regierungsprogramm geschrieben, dass wir zum Bargeld stehen und das Bargeld absichern (Abg. Deimek: Das ist ja nichts wert!) –, und bei dieser Debatte meldet sich ein Einziger zu Wort (Zwischenrufe bei der FPÖ), weil ihr in den Gemeinden anscheinend nicht das Sagen habt. (Abg. Kaniak: ... bissl mehr als 88 Minuten Redezeit! In der nächsten GP schaut’s besser aus!) Das ist die Wertigkeit des Finanzausgleichs für die Freiheitliche Partei, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Wir als Volkspartei, als Bürgermeisterpartei stehen dazu, dass dieser Finanzausgleich ein guter ist, ein historischer, der die Gemeinden unterstützt, der den Menschen in den Gemeinden zugutekommt. Deshalb noch einmal die Aufforderung: Stimmt diesem Finanzausgleich zu! Das haben sich die Menschen in Österreich verdient. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Abg. Wöginger – erheitert –: Frau Ministerin?
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Frau Ministerin! Herr Finanzminister! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Liebe Zuhörer:innen hier im Saal! (Abg. Wöginger – erheitert –: Frau Ministerin?) Sie haben gerade turbulente Reden zu einem sehr komplexen Thema erlebt, das über viele Wochen und Monate viele Menschen, viele Expertinnen und Experten beschäftigt hat. Heute erleben wir quasi den Sukkus aus all diesen Verhandlungen zum Thema Finanzausgleich.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wurm: Sondern?
wir wohl alle nicht mehr wirtschaften! Die Gemeinden gehen grosso modo und flächendeckend zugrunde! – Geschätzte Damen und Herren, ich kann Sie auf der Galerie und auch die Kollegen hier im Saal beruhigen: Es wird nicht so sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wurm: Sondern?)
Ruf bei der SPÖ: 1,2!
Es wird deswegen nicht so sein, weil der bisherige Finanzausgleich im Rahmen von 300 Millionen Euro jetzt auf 2,4 Milliarden Euro aufgestockt wurde. (Ruf bei der SPÖ: 1,2!) Jetzt rechne ich einmal damit, dass hier im Saal lauter Menschen sitzen, die über das Volksschuleinmaleins hinausgekommen sind. 2,4 Milliarden Euro sind doch deutlich mehr als 300 Millionen Euro, da werden Sie mir vermutlich alle recht geben, auch die Kollegen von der SPÖ.
Abg. Kollross: Warum gibt es dann so viele Abgangsgemeinden? Das verstehe ich nicht!
Mit diesen 2,4 Milliarden Euro wird so viel ermöglicht, was bisher nicht möglich war (Abg. Kollross: Warum gibt es dann so viele Abgangsgemeinden? Das verstehe ich nicht!), und all das, Herr Kollege, mit der Zustimmung von Städtebund (Abg. Kollross: Erklären Sie das!), Gemeindebund und Ländern, nämlich auch SPÖ-geführten Ländern (Ruf bei der SPÖ: Aber das kann er nicht erklären! – Abg. Kollross: Warum gibt es 50 Prozent Abgangsgemeinden?) und ÖVP-geführten Ländern, die in Summe am Ende gesagt haben: Ja, es ist ein gutes Paket, und wir unterschreiben dieses Paktum! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kollross: Erklären Sie das!
Mit diesen 2,4 Milliarden Euro wird so viel ermöglicht, was bisher nicht möglich war (Abg. Kollross: Warum gibt es dann so viele Abgangsgemeinden? Das verstehe ich nicht!), und all das, Herr Kollege, mit der Zustimmung von Städtebund (Abg. Kollross: Erklären Sie das!), Gemeindebund und Ländern, nämlich auch SPÖ-geführten Ländern (Ruf bei der SPÖ: Aber das kann er nicht erklären! – Abg. Kollross: Warum gibt es 50 Prozent Abgangsgemeinden?) und ÖVP-geführten Ländern, die in Summe am Ende gesagt haben: Ja, es ist ein gutes Paket, und wir unterschreiben dieses Paktum! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Aber das kann er nicht erklären! – Abg. Kollross: Warum gibt es 50 Prozent Abgangsgemeinden?
Mit diesen 2,4 Milliarden Euro wird so viel ermöglicht, was bisher nicht möglich war (Abg. Kollross: Warum gibt es dann so viele Abgangsgemeinden? Das verstehe ich nicht!), und all das, Herr Kollege, mit der Zustimmung von Städtebund (Abg. Kollross: Erklären Sie das!), Gemeindebund und Ländern, nämlich auch SPÖ-geführten Ländern (Ruf bei der SPÖ: Aber das kann er nicht erklären! – Abg. Kollross: Warum gibt es 50 Prozent Abgangsgemeinden?) und ÖVP-geführten Ländern, die in Summe am Ende gesagt haben: Ja, es ist ein gutes Paket, und wir unterschreiben dieses Paktum! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mit diesen 2,4 Milliarden Euro wird so viel ermöglicht, was bisher nicht möglich war (Abg. Kollross: Warum gibt es dann so viele Abgangsgemeinden? Das verstehe ich nicht!), und all das, Herr Kollege, mit der Zustimmung von Städtebund (Abg. Kollross: Erklären Sie das!), Gemeindebund und Ländern, nämlich auch SPÖ-geführten Ländern (Ruf bei der SPÖ: Aber das kann er nicht erklären! – Abg. Kollross: Warum gibt es 50 Prozent Abgangsgemeinden?) und ÖVP-geführten Ländern, die in Summe am Ende gesagt haben: Ja, es ist ein gutes Paket, und wir unterschreiben dieses Paktum! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Ich erinnere mich an die Zeit während Corona (Zwischenruf bei der SPÖ), da kam auch der Vorwurf: Um Gottes willen, die Bundesregierung und das Parlament lassen die Gemeinden im Stich! Das kann doch nicht sein, die Gemeinden gehen zugrunde! – Und was ist passiert, liebe Kolleginnen und Kollegen? – Zwei Mal je 1 Milliarde Euro an die Gemeinden, um genau die Investitionen zu stützen, um den Motor der Gemeinden am Laufen zu halten. Es ist gelungen, dank einer verantwortungsvollen Politik, und das wird auch jetzt wieder passieren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.
Ich erinnere mich an die Zeit während Corona (Zwischenruf bei der SPÖ), da kam auch der Vorwurf: Um Gottes willen, die Bundesregierung und das Parlament lassen die Gemeinden im Stich! Das kann doch nicht sein, die Gemeinden gehen zugrunde! – Und was ist passiert, liebe Kolleginnen und Kollegen? – Zwei Mal je 1 Milliarde Euro an die Gemeinden, um genau die Investitionen zu stützen, um den Motor der Gemeinden am Laufen zu halten. Es ist gelungen, dank einer verantwortungsvollen Politik, und das wird auch jetzt wieder passieren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Fischer.
Jahr schwierig wird, gar keine Frage. Auch ich hatte große Mühe, mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Budget zustande zu bringen. Ich und viele, viele andere, wir vertrauen aber darauf, wenn das Jahr ins Land zieht und wir erkennen und auch im Finanzministerium der Herr Finanzminister erkennt: Liebe Leute, das wird zu eng, das geht sich nicht aus!, dass eine verantwortungsvolle Politik dann auch die nötigen Entscheidungen trifft, um zu verhindern, dass bei den Gemeinden etwas Gröberes passiert. Und das wird passieren, darauf vertraue ich, weil der Finanzminister dafür Sorge tragen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Fischer.)
Abg. Deimek: Das ist ja nichts Neues! Wenn man im Croquis nachschaut, kann man es lesen!
Noch einmal zurück zu Ihnen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer: In Kürze wird eine Abstimmung über dieses gesamte Paket Finanzausgleich erfolgen. Ich bin gespannt, wer sich hier vom Sitz erheben wird, um diesem gesamten Pakt, diesen 2,4 Milliarden Euro für Pflege, für Gesundheit, Gemeinden, Zukunftsfonds et cetera, zuzustimmen, und wer dieser Entscheidung nicht zustimmen wird. (Abg. Deimek: Das ist ja nichts Neues! Wenn man im Croquis nachschaut, kann man es lesen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die, die zustimmen werden, tragen Verantwortung für Österreich, egal in welcher Rolle, ob in einer Regierungsfraktion oder in der Opposition. Es wird sich zeigen, wer Verantwortung tragen kann und wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Wenn ich was verschenke, muss ich nicht fragen!
Mit dieser Vorlage, über die wir jetzt diskutieren, ändern sich unter anderem folgende Punkte: Der Arbeitgeber kann Anteile seines Unternehmens an einzelne dringend benötigte hochqualifizierte Mitarbeiter:innen übertragen. Der Betriebsrat muss bei der Entscheidung nicht mehr eingebunden werden. (Abg. Loacker: Wenn ich was verschenke, muss ich nicht fragen!) Die Mitarbeiter werden zwar wirtschaftliche Eigentümer, können aber zwei Jahre lang nicht darüber verfügen. Wird das Dienstverhältnis vorzeitig beendet, haben Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer womöglich gar keinen Profit und in Wirklichkeit einen Verlust. Daher sollten Mitarbeiter:innen, um sie an ein Unternehmen zu binden und sie am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen, unserer Ansicht nach an erster Stelle gut behandelt und angemessen entlohnt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit dieser Vorlage, über die wir jetzt diskutieren, ändern sich unter anderem folgende Punkte: Der Arbeitgeber kann Anteile seines Unternehmens an einzelne dringend benötigte hochqualifizierte Mitarbeiter:innen übertragen. Der Betriebsrat muss bei der Entscheidung nicht mehr eingebunden werden. (Abg. Loacker: Wenn ich was verschenke, muss ich nicht fragen!) Die Mitarbeiter werden zwar wirtschaftliche Eigentümer, können aber zwei Jahre lang nicht darüber verfügen. Wird das Dienstverhältnis vorzeitig beendet, haben Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer womöglich gar keinen Profit und in Wirklichkeit einen Verlust. Daher sollten Mitarbeiter:innen, um sie an ein Unternehmen zu binden und sie am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen, unserer Ansicht nach an erster Stelle gut behandelt und angemessen entlohnt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Auch in Ihrer Rede sind zu viele Widersprüche!
In diesem Gesetzentwurf, sehr geehrte Damen und Herren, sind zu viele Widersprüche und Unklarheiten enthalten. (Abg. Loacker: Auch in Ihrer Rede sind zu viele Widersprüche!) Eine Abgrenzung zu den Dienstverträgen – wann ist man selbstständig, unselbstständig – verschwimmt. (Abg. Loacker: Um Gottes willen!) Hinzu kommen verfassungsrechtliche Bedenken, die auch Sie in den Stellungnahmen verschiedener Proponenten bekommen haben, und aufgrund dieser vielen Widersprüche und Bedenken werden wir dem Gesetzentwurf in dieser Fassung nicht zustimmen. (Abg. Loacker: Bei welcher Kammer ist der dann Mitglied, wenn das so schwer ist?)
Abg. Loacker: Um Gottes willen!
In diesem Gesetzentwurf, sehr geehrte Damen und Herren, sind zu viele Widersprüche und Unklarheiten enthalten. (Abg. Loacker: Auch in Ihrer Rede sind zu viele Widersprüche!) Eine Abgrenzung zu den Dienstverträgen – wann ist man selbstständig, unselbstständig – verschwimmt. (Abg. Loacker: Um Gottes willen!) Hinzu kommen verfassungsrechtliche Bedenken, die auch Sie in den Stellungnahmen verschiedener Proponenten bekommen haben, und aufgrund dieser vielen Widersprüche und Bedenken werden wir dem Gesetzentwurf in dieser Fassung nicht zustimmen. (Abg. Loacker: Bei welcher Kammer ist der dann Mitglied, wenn das so schwer ist?)
Abg. Loacker: Bei welcher Kammer ist der dann Mitglied, wenn das so schwer ist?
In diesem Gesetzentwurf, sehr geehrte Damen und Herren, sind zu viele Widersprüche und Unklarheiten enthalten. (Abg. Loacker: Auch in Ihrer Rede sind zu viele Widersprüche!) Eine Abgrenzung zu den Dienstverträgen – wann ist man selbstständig, unselbstständig – verschwimmt. (Abg. Loacker: Um Gottes willen!) Hinzu kommen verfassungsrechtliche Bedenken, die auch Sie in den Stellungnahmen verschiedener Proponenten bekommen haben, und aufgrund dieser vielen Widersprüche und Bedenken werden wir dem Gesetzentwurf in dieser Fassung nicht zustimmen. (Abg. Loacker: Bei welcher Kammer ist der dann Mitglied, wenn das so schwer ist?)
Beifall bei der SPÖ.
Zustimmen werden wir hingegen dem sogenannten Mindestbesteuerungsreformgesetz, und zwar weil eine 15-prozentige Besteuerung für internationale Multikonzerne endlich umgesetzt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm – erheitert –: 15 Prozent ist wenig!
Das ist ein erster, wenn auch – zugegeben – ein kleiner Schritt (Abg. Wurm – erheitert –: 15 Prozent ist wenig!), um in die richtige Richtung zu gehen, daher wird die SPÖ dieser Regierungsvorlage zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ein erster, wenn auch – zugegeben – ein kleiner Schritt (Abg. Wurm – erheitert –: 15 Prozent ist wenig!), um in die richtige Richtung zu gehen, daher wird die SPÖ dieser Regierungsvorlage zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt eine Reihe von Förderungen – auch ab dem ersten Tag – für neugegründete Unternehmen, und eine besondere Rolle nehmen bei den Gründern die sogenannten Start-ups ein, also Unternehmen, die besonders neuartige Geschäftsideen kreieren, die auch ein hohes Wachstumspotenzial haben und die damit auch große Zukunftschancen haben, aber natürlich oft in Risikobereiche hineingehen. Das ist sehr wünschenswert und es ist auch lobenswert und sinnvoll, dass wir das entsprechend unterstützen und dies auch im Rahmen eines eigenen Gesetzes tun. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist aber schon eine ganz spezielle Art von Unternehmen, wie gesagt: Risiko, innovativ. – Und ja, Frau Kollegin Yildirim, selbstverständlich sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen gut behandelt und auch angemessen entlohnt werden, aber in diesen Unternehmen ist es ganz besonders interessant, wichtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch durchaus zu Mitunternehmerinnen, Mitunternehmern zu machen, und dieser Gesetzentwurf bietet die Möglichkeit dazu. Selbstverständlich sollen die Firmen die Möglichkeit haben, da selektiv vorzugehen, das jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anzubieten, die sie langfristig halten wollen. Es ist auch völlig sinnvoll und klug, diese Partnerschaft natürlich an den Verbleib im Unternehmen zu binden, weil es ja nicht Sinn und Zweck dieser Idee ist, viele Gesellschafterinnen und Gesellschafter außerhalb solcher Start-up-Unternehmen zu haben. Also die Start-up-Szene ist mit diesem Gesetzentwurf sehr, sehr zufrieden, hat ihn auch sehr, sehr gelobt. Ich glaube, trotz Ihrer Kritik, wir tun damit etwas Gutes. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Eines sei vielleicht noch gesagt: Mindestbesteuerungsreformgesetz, das klingt sehr sperrig. Das ist ein Riesengesetzeswerk, hinter dem eine Reihe, eine Vielzahl diffiziler Detailarbeit und in diesem Zusammenhang auch viel an Kompetenz steckt. – Einen herzlichen Dank an die Steuersektion im Finanzministerium, an Herrn Prof. Mayr, herzlichen Dank auch an deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein ganz tolles Werk, sehr komplex und nicht einfach. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die beiden letztgenannten Dinge im Abänderungsantrag habe ich schon erläutert. Ich bitte Sie um Zustimmung und danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kopf – erheitert –: Danke für „natürlich“!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Kopf hat diesen Abänderungsantrag natürlich ordnungsgemäß eingebracht, er steht daher mit in Verhandlung. (Abg. Kopf – erheitert –: Danke für „natürlich“!)
Beifall bei den NEOS.
Entschuldigung, denken Sie doch einmal nach: Kein Unternehmer behandelt seine Mitarbeiter schlecht und gibt ihnen dann eine Unternehmensbeteiligung. Ich meine, in welcher Welt bitte? (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Taschner. – Zwischenruf der Abg. Yildirim.
In Wirklichkeit sprechen wir hier von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, um die es auf dem Arbeitsmarkt ein richtiges Griss gibt. Es geht dabei um die Leistungsträger in den Unternehmen. Die Chefs möchten, oft auch weil vielleicht die Liquidität in der Wachstumsphase des Unternehmens nicht reicht, diese Arbeitskräfte am Unternehmen beteiligen. Das sind attraktive Chancen. Da geht es nicht darum, dass man einen Verlust macht, sondern es geht eben darum, dass man sich unternehmerisch an den Chancen, die der Eigentümer wahrnimmt, beteiligt. Eigentlich ist es ja immer Ihre Fraktion, die behauptet, die Unternehmer würden so unverschämt hohe Gewinne machen. Sie müssten ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an diesem unverschämt hohen Erfolg beteiligt sind und auch etwas davon haben. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Taschner. – Zwischenruf der Abg. Yildirim.)
Beifall bei den NEOS.
Wie gesagt, das geht in die richtige Richtung, aber es wäre auch ein bisschen sportlicher gegangen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Reiter: Hauptsache, wir wissen das! – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
ein klassisches Beispiel dafür ist, wie diese Bundesregierung arbeitet. Hier wird tagesaktuell ein fünfseitiger Abänderungsantrag eingebracht, der nicht nur die hier zur Debatte stehenden Materien behandelt, sondern in den eine Novelle im ASVG einfach mit hineingeschmuggelt wird – wie mit einem trojanischen Pferd – und der ohne Debatte einfach durchgewunken werden soll. Offensichtlich hat keiner von denen, die sich bisher zu Wort gemeldet haben – wahrscheinlich auch nicht Herr Bundesminister Brunner –, irgendeine Ahnung, was da beschlossen werden soll. (Abg. Reiter: Hauptsache, wir wissen das! – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS. – Abg. Kaniak: – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ich bin auch sprachlos über das Verhalten! – Beifall der Abgeordneten Ragger und Reifenberger.
Dem werden wir definitiv nicht zustimmen. Ich stelle das Verlangen auf getrennte Abstimmung über Art. 5 Z 1a, 3 und 4 und habe dieses Verlangen auch schriftlich eingebracht. (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS. – Abg. Kaniak: – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ich bin auch sprachlos über das Verhalten! – Beifall der Abgeordneten Ragger und Reifenberger.)
Beifall bei der SPÖ.
Nur ganz kurz zu den Mitarbeiterprämien: Ja, es ist gut und schön und wird natürlich begrüßt, wenn Arbeitgeber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Prämie auszahlen wollen, aber zu Ihrer Anmerkung, Kollege Kopf, es könnte auch bei Kollektivvertragsverhandlungen zu Einmalzahlungen kommen, möchte ich schon sehr definitiv sagen: Zum Glück konnten bisher Einmalzahlungen bei Kollektivvertragsverhandlungen erfolgreich abgewendet werden, denn dort haben sie definitiv nichts zu suchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Siehe da, heute wurde ein Abänderungsantrag eingebracht, demzufolge die Preisbandregelung auf zwei Jahre verlängert werden soll. Da frage ich mich schon: Hat die Regierung ein Jahr lang geschlafen und gar nichts gemacht? (Beifall bei der SPÖ.) 1 Minute vor 12! 1 Minute vor 12 kommt man drauf, dass man jetzt noch handeln muss? Also das ist wirklich ein Skandal. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.
Siehe da, heute wurde ein Abänderungsantrag eingebracht, demzufolge die Preisbandregelung auf zwei Jahre verlängert werden soll. Da frage ich mich schon: Hat die Regierung ein Jahr lang geschlafen und gar nichts gemacht? (Beifall bei der SPÖ.) 1 Minute vor 12! 1 Minute vor 12 kommt man drauf, dass man jetzt noch handeln muss? Also das ist wirklich ein Skandal. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist aber noch nicht alles an Änderungen, und das muss man sich jetzt auf der Zunge zergehen lassen: Heute – nämlich schon heute! – reparieren wir ein Gesetz, das wir gestern beschlossen haben. Der Bund übernimmt in Zukunft die Pensionsversicherungsbeiträge von Pensionisten und Pensionistinnen, wenn sie bis zu 1 000 Euro dazuverdienen. Dass es sich dabei aber auch um mehrere Beschäftigungsverhältnisse handeln könnte, wurde einfach vergessen – einfach Pfusch. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Da waren die Zeiten der SPÖ-Regierung ...!
In diesem Fall muss ich sagen: Lieber Herr Bundesminister als Vertreter der Regierung, es sollte Ihnen in der Zwischenzeit wirklich peinlich sein, so schlecht zu arbeiten, dass man ständig etwas reparieren muss! Das sind einfach nur Husch-pfusch-Aktionen in letzter Sekunde – Sie können es einfach nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Da waren die Zeiten der SPÖ-Regierung ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das wird in der Start-up-Branche intensiv diskutiert, das ist die sogenannte Dry-Income-Problematik, und dafür schaffen wir jetzt eine Lösung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: Ob du dann noch da bist, wenn wir das später erweitern sollten?!
Wir schaffen eine Lösung dahin gehend, dass wir für eine neue Rechtsform – diese werden wir morgen diskutieren und hoffentlich beschließen – sogenannte Unternehmenswertanteile schaffen, und die können unter bestimmten Umständen zu einem späteren Zeitpunkt besteuert werden, nämlich für Unternehmen, die nicht allzu groß sind – wir wollen damit also nicht Riesenkonzerne fördern –, und auch nur – das ist vielleicht die Antwort auf Kollegen Loacker; ausweiten kann man es später noch immer, aber zunächst geht es einmal wirklich um die Jungunternehmen – während eines bestimmten Zeitraums ab Unternehmensgründung (Abg. Loacker: Ob du dann noch da bist, wenn wir das später erweitern sollten?!), nämlich zehn Jahre. Zehn Jahre ab Unternehmensgründung können diese Unternehmenswertanteile ausgegeben werden.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das ist etwas, was viele – gerade junge – Mitarbeiter:innen auch suchen: sich am Unternehmen zu beteiligen und damit auch am Erfolg beteiligt zu sein. Dort, wo man sich reinhaut, wo man sich einbringt, möchte man auch etwas davon haben. Ich glaube, damit haben wir nach internationalem Vorbild wirklich einen wichtigen, riesigen Schritt gemacht in die Richtung, ein attraktiver Standort für Start-ups zu sein. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Lercher
Bundesminister für Finanzen Dr. Magnus Brunner, LL.M.: Werte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ja, wir haben in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um den heimischen Standort auch insgesamt zu stärken – ich denke an die ökosoziale Steuerreform, ich denke an die Konjunkturpakete, die wir auf den Weg gebracht haben (Heiterkeit des Abg. Lercher), weil es für den österreichischen Wirtschaftsstandort natürlich auch ganz zentral ist, dass wir international wettbewerbsfähig bleiben. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Bundesminister für Finanzen Dr. Magnus Brunner, LL.M.: Werte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ja, wir haben in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um den heimischen Standort auch insgesamt zu stärken – ich denke an die ökosoziale Steuerreform, ich denke an die Konjunkturpakete, die wir auf den Weg gebracht haben (Heiterkeit des Abg. Lercher), weil es für den österreichischen Wirtschaftsstandort natürlich auch ganz zentral ist, dass wir international wettbewerbsfähig bleiben. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Worum geht es da ganz konkret? – Es geht eigentlich schon darum, die Steuergerechtigkeit international auszubauen und auch für faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den Unternehmen zu sorgen. Es ist natürlich eine Frage der Gerechtigkeit, dass die heute bereits erwähnten Digitalgiganten nicht nur auf der einen Seite wirtschaftliche Vorteile aus ihren Tätigkeiten in ganz Europa ziehen, sondern auf der anderen Seite eben auch entsprechende Steuerabgaben zu leisten haben. Was für heimische Unternehmen gilt, soll natürlich auch für internationale Multikonzerne gelten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.
Es ist mir auch wichtig, Folgendes zu betonen: Österreich war schon seit vielen Jahren Vorreiter, wenn es darum gegangen ist, für eine global faire Besteuerung zu sorgen – ich denke dabei an die EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018, als sich Österreich bereits massiv für eine Digitalkonzernsteuer auf EU-Ebene eingesetzt hat. Wir haben dann mit Wirksamkeit ab 2020 in Österreich eigenständig ja auch eine nationale Digitalkonzernsteuer für Onlinewerbung umgesetzt und sind dadurch in diesem Bereich zu einem Vorreiter auf internationaler Ebene geworden. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Diese österreichischen Initiativen haben jedenfalls – und das hat man in letzter Zeit auch schon gemerkt – gerade auf OECD-Ebene eine gewisse Dynamik hineingebracht. Es wurde ein Gremium eingerichtet, dem mittlerweile 140 Staaten weltweit angehören und in dem – das möchte ich besonders hervorheben, Abgeordneter Kopf hat es bereits erwähnt – unsere Sektion Steuerpolitik und Steuerrecht eine ganz zentrale Rolle eingenommen und diesen Prozess auch international weiter fortgeführt, unterstützt und vorangetrieben hat, angeführt von Herrn Prof. Mayr – dafür auch von meiner Seite herzlichen Dank an dich und deine Kollegen und Kolleginnen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.
Es geht also um zwei sehr wichtige – äußerst wichtige – Gesetzesvorhaben: auf der einen Seite um das Start-up-Paket zur Stärkung des Standorts insgesamt und auf der zweiten Seite um mehr steuerliche Fairness und vor allem faire Wettbewerbsfähigkeit für unseren Standort. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.
aus Schladming haben gerade Platz genommen und ich darf sie im Auftrag meiner Kollegin natürlich recht herzlich hier im Hohen Haus begrüßen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Reifenberger: ... der Rede, danke!
Der Herr Finanzminister hat beide Gesetzespunkte, die wir jetzt beschließen, wirklich noch einmal tiefgehend erklärt und ich möchte nicht viel davon wiederholen. (Abg. Reifenberger: ... der Rede, danke!) Ein bisschen stolzer könnte man aber eigentlich schon sein. Es ist nämlich wirklich so, dass Österreich – und im Speziellen Sie, Herr Finanzminister, als Verantwortlicher bei den Verhandlungen, gemeinsam mit Sektionschef Mayr – bei diesem Gesetzentwurf, mit dem die globalen Konzerne weltweit mit mindestens 15 Prozent besteuert werden, federführend war. Da ist Österreich vorangegangen.
Abg. Scherak: Von der eigenen Partei überreicht!
Unsere Budgetpolitik wird im eigenen Land nämlich nicht sehr gewürdigt. In Deutschland bekommen Sie (in Richtung Bundesminister Brunner) einen Preis für Ihre ordentliche Budgetpolitik, in Österreich sieht man das – zumindest vonseiten der Opposition – nicht so. (Abg. Scherak: Von der eigenen Partei überreicht!) – In Deutschland haben wir keine eigene Partei, muss ich auch noch dazusagen. Der deutsche Finanzminister ist, glaube ich, von der Ideologie her nicht so weit weg von euch (in Richtung NEOS) und ist ein Fan von unserem Finanzminister. Sie tauschen sich auch regelmäßig aus. Der deutsche Finanzminister wäre glücklich, wenn er solche Dinge zustande brächte, wie sie unser Finanzminister mit unseren Beschlüssen hier erreicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Unsere Budgetpolitik wird im eigenen Land nämlich nicht sehr gewürdigt. In Deutschland bekommen Sie (in Richtung Bundesminister Brunner) einen Preis für Ihre ordentliche Budgetpolitik, in Österreich sieht man das – zumindest vonseiten der Opposition – nicht so. (Abg. Scherak: Von der eigenen Partei überreicht!) – In Deutschland haben wir keine eigene Partei, muss ich auch noch dazusagen. Der deutsche Finanzminister ist, glaube ich, von der Ideologie her nicht so weit weg von euch (in Richtung NEOS) und ist ein Fan von unserem Finanzminister. Sie tauschen sich auch regelmäßig aus. Der deutsche Finanzminister wäre glücklich, wenn er solche Dinge zustande brächte, wie sie unser Finanzminister mit unseren Beschlüssen hier erreicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.
Das heißt, wir beschließen einen Gesetzentwurf, mit dem wir Geld hereinbekommen und der die Österreicher nichts kostet. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
dieses Problem in den Griff zu bekommen, gibt es die internationalen Klimaverhandlungen, die aktuell stattgefunden haben und erfolgreich abgeschlossen wurden – vielen Dank an alle Verhandlerinnen und Verhandler. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein anderes solches Problem ist der internationale Steuerwettbewerb. Wenn ein Staat seine Steuersätze senkt, erreicht er damit typischerweise mehr Steuereinnahmen und nicht weniger, und deshalb gibt es sozusagen einen Anreiz, sie zu senken. Die Lösung dieses Problems hat, wie das auch schon von Vorrednern angesprochen wurde, lange Zeit eigentlich als Träumerei gegolten. Insofern ist die Tatsache, dass wir heute hier, in einer der letzten Sitzungen vor Weihnachten, eine globale Mindeststeuer national umsetzen können, schon in einer gewissen Art und Weise ein steuerpolitisches Weihnachtswunder. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: Steueroasen ... sonst überall ...!
Wenn man sich das ein bisschen anschaut, dann sieht man, dass es insbesondere US-amerikanischen Techkonzernen gelungen ist, über die Verrechnung von Lizenzgebühren – in diesem Bereich geht das besonders einfach – und über viele verschiedene Tochterunternehmen – das ist mitunter gar nicht so einfach; man spricht da beispielsweise von der Praxis eines Double Irish with a Dutch Sandwich, bei der man zwei irische Unternehmen, eines davon mit Sitz in einer Steueroase, und zusätzlich noch ein Tochterunternehmen in Holland gebraucht hat – die Steuersätze auf effektiv unter 0,05 Promille zu senken. (Abg. Loacker: Steueroasen ... sonst überall ...!) Das ist beispielsweise Apple 2014 gelungen; Apple war damals und ist auch heute noch nach Marktkapitalisierung das größten Unternehmen der Welt.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit haben die Niedrigsteuerländer plötzlich einen Anreiz, von sich aus ihre effektiven Steuersätze anzuheben, das machen sie über nationale Ergänzungssteuern. Insofern ist in diesem Fall sozusagen dieses Gefangenendilemma und damit auch das Problem des Steuerwettbewerbs sehr geschickt aufgelöst worden. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich möchte sagen: Dass diese Verhandlungen so gelungen sind, liegt auch – wie schon gesagt worden ist – an der Fähigkeit der österreichischen Beamten. Man darf nicht vergessen, die Beamten sind die Sehnen und die Knochen des Staates, und das zu sehen und zu würdigen, glaube ich, sollten wir uns auch in Erinnerung rufen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP.
so gut beschäftigen konnten, wirkliche Gratulation dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Vielleicht ist das also ein kleiner Hinweis darauf, dass wir in zukünftigen Zeiten, wenn wir dann wieder eine größere Produktivität haben, auch mit einem niedrigeren Steuersatz glücklichere Österreicherinnen und Österreicher schaffen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Wie kommt das in den Finanzausschuss?
Wie kommt denn ein Arzneimittel auf den Markt und wie läuft es dann mit dem Preis? (Abg. Loacker: Wie kommt das in den Finanzausschuss?) – Zuerst gibt es einen Originalanbieter, das ist die Firma, die das entwickelt hat, die Geld in die Forschung investiert hat. Die kommt dann mit einem neuen Medikament auf den Markt, mit einem meistens vertretbaren, aber doch hohen Preis.
Abg. Loacker: ... den Abänderungsantrag schon ...?
Wenn der Patentschutz ausgelaufen ist – meistens nach einigen Jahren (Abg. Loacker: ... den Abänderungsantrag schon ...?) –, dann kommen Konkurrenzanbieter mit Generika oder Biosimilars. Da führen wir eine Regelung weiter, die dann zu einer Preisreduktion führen muss. Kommt das erste Konkurrenzpräparat, gehen die Preise deutlich hinunter, ebenso beim zweiten und beim dritten Konkurrenzpräparat, bis man dann bei einem gewissen Preisniveau angekommen ist, das weniger als die Hälfte des Ausgangspreises oder sogar nur ein Drittel des Ausgangspreises ausmacht – eine an und für sich wirklich sehr vernünftige Regelung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Man hat hier jetzt ein ausgewogenes Modell, das wir so fortführen werden. Das ist wirklich auch im Interesse der Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln. Ich bitte um Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hanger: Jetzt kommt der Lobbyist!
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Herr Präsident! (Abg. Hanger: Jetzt kommt der Lobbyist!) Abgeordneter Smolle hat gerade ausgeführt, dass der in Verhandlung stehende Abänderungsantrag die Preisbandregelung betreffe.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich berichtige tatsächlich: Es handelt sich um eine unter § 30a Abs. 1 neu eingeführte Richtlinie betreffend Parallelimporte – und nicht betreffend Generika oder Biosimilars. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hörl: Hallo, hallo! – Abg. Hanger: Geh bitte!
Leider habe ich recht behalten, denn die Kolleginnen und Kollegen der grünen Fraktion werden bei diesem Tagesordnungspunkt in ein paar Minuten aufstehen. Sie werden darüber hinwegsehen, dass sie dringend gemahnt worden sind, dieser Orbanisierung (Abg. Hörl: Hallo, hallo! – Abg. Hanger: Geh bitte!) in unserem Gesetzessystem Einhalt zu gebieten. (Abg. Niss: Entschuldigung, das ist ...!) Ich erinnere an die Kritik, die allein Greenpeace genannt hat, gebeten hat, gefleht hat, vor dem Finanzausschuss: Ändert das ab! (Zwischenruf der Abg. Reiter.)
Abg. Niss: Entschuldigung, das ist ...!
Leider habe ich recht behalten, denn die Kolleginnen und Kollegen der grünen Fraktion werden bei diesem Tagesordnungspunkt in ein paar Minuten aufstehen. Sie werden darüber hinwegsehen, dass sie dringend gemahnt worden sind, dieser Orbanisierung (Abg. Hörl: Hallo, hallo! – Abg. Hanger: Geh bitte!) in unserem Gesetzessystem Einhalt zu gebieten. (Abg. Niss: Entschuldigung, das ist ...!) Ich erinnere an die Kritik, die allein Greenpeace genannt hat, gebeten hat, gefleht hat, vor dem Finanzausschuss: Ändert das ab! (Zwischenruf der Abg. Reiter.)
Zwischenruf der Abg. Reiter.
Leider habe ich recht behalten, denn die Kolleginnen und Kollegen der grünen Fraktion werden bei diesem Tagesordnungspunkt in ein paar Minuten aufstehen. Sie werden darüber hinwegsehen, dass sie dringend gemahnt worden sind, dieser Orbanisierung (Abg. Hörl: Hallo, hallo! – Abg. Hanger: Geh bitte!) in unserem Gesetzessystem Einhalt zu gebieten. (Abg. Niss: Entschuldigung, das ist ...!) Ich erinnere an die Kritik, die allein Greenpeace genannt hat, gebeten hat, gefleht hat, vor dem Finanzausschuss: Ändert das ab! (Zwischenruf der Abg. Reiter.)
Abg. Taschner: Hahaha! – Abg. Hanger: Geh bitte! – Ruf bei der ÖVP: Überleg dir einmal was Gscheites!
Aber nein! Es wird jetzt ein System geschaffen, bei dem Verwaltungsbeamte unter der Weisungskette des einzelnen Ministers darüber entscheiden, ob zum Beispiel ziviler Protest noch stattfinden kann oder nicht. (Abg. Taschner: Hahaha! – Abg. Hanger: Geh bitte! – Ruf bei der ÖVP: Überleg dir einmal was Gscheites!) Wenn Greenpeace etwas an einer Hausfassade aufhängt und wiederholt Verwaltungsstrafen stattfinden, was passiert dann? Das habt ihr euch nicht überlegt im Zusammenhang mit dem Aufstehen hier. Darüber habt ihr nicht nachgedacht. (Abg. Schwarz: Da hätten wir schon nachgedacht! – Abg. Weratschnig: Bitte nachlesen, Herr Kollege!)
Abg. Schwarz: Da hätten wir schon nachgedacht! – Abg. Weratschnig: Bitte nachlesen, Herr Kollege!
Aber nein! Es wird jetzt ein System geschaffen, bei dem Verwaltungsbeamte unter der Weisungskette des einzelnen Ministers darüber entscheiden, ob zum Beispiel ziviler Protest noch stattfinden kann oder nicht. (Abg. Taschner: Hahaha! – Abg. Hanger: Geh bitte! – Ruf bei der ÖVP: Überleg dir einmal was Gscheites!) Wenn Greenpeace etwas an einer Hausfassade aufhängt und wiederholt Verwaltungsstrafen stattfinden, was passiert dann? Das habt ihr euch nicht überlegt im Zusammenhang mit dem Aufstehen hier. Darüber habt ihr nicht nachgedacht. (Abg. Schwarz: Da hätten wir schon nachgedacht! – Abg. Weratschnig: Bitte nachlesen, Herr Kollege!)
Abg. Reiter: Lest es!
Das ist ja noch der geringste Fall, ihr könntet es ja auch absichtlich gemacht haben. (Abg. Reiter: Lest es!) Spätestens aber, als die Protestierer von der Südautobahn in Untersuchungshaft genommen wurden, als dann eine Weisung – rechtswidrig, denn sonst hätte das Gericht ja nicht sofort die Enthaftung beschlossen (Abg. Reiter: Sie sind nicht am aktuellen Stand!) –, als vom Ministerium der Alma Zadić die Weisung kam, das in Rechtskraft erwachsen zu lassen, hättet ihr schon hellhörig werden müssen. Dass der Mafiaparagraf, 278 StGB, angewendet werden soll: Da hätten alle Alarmglocken bei euch läuten
Abg. Reiter: Sie sind nicht am aktuellen Stand!
Das ist ja noch der geringste Fall, ihr könntet es ja auch absichtlich gemacht haben. (Abg. Reiter: Lest es!) Spätestens aber, als die Protestierer von der Südautobahn in Untersuchungshaft genommen wurden, als dann eine Weisung – rechtswidrig, denn sonst hätte das Gericht ja nicht sofort die Enthaftung beschlossen (Abg. Reiter: Sie sind nicht am aktuellen Stand!) –, als vom Ministerium der Alma Zadić die Weisung kam, das in Rechtskraft erwachsen zu lassen, hättet ihr schon hellhörig werden müssen. Dass der Mafiaparagraf, 278 StGB, angewendet werden soll: Da hätten alle Alarmglocken bei euch läuten
Abg. Bürstmayr: 278a, Herr Kollege!
müssen. (Abg. Bürstmayr: 278a, Herr Kollege!) Schon die Tierschützer wurden jahrelang in Wiener Neustadt in einen ruinösen Prozess geschickt. Ihr hättet erkennen müssen, was passiert. (Abg. Tomaselli: Ja, wer hat ... Paragrafen beschlossen? ... Paragrafen ... beschlossen!)
Abg. Tomaselli: Ja, wer hat ... Paragrafen beschlossen? ... Paragrafen ... beschlossen!
müssen. (Abg. Bürstmayr: 278a, Herr Kollege!) Schon die Tierschützer wurden jahrelang in Wiener Neustadt in einen ruinösen Prozess geschickt. Ihr hättet erkennen müssen, was passiert. (Abg. Tomaselli: Ja, wer hat ... Paragrafen beschlossen? ... Paragrafen ... beschlossen!)
Abg. Tomaselli: Ja, ja, ja!
Ich weiß schon, die alte Steigerungsform Feind – Todfeind – Parteifreund gehört eigentlich durch Feind – Todfeind – Koalitionspartner ersetzt. Aber: Nein zu sagen hättet ihr in den vier Jahren lernen können (Abg. Tomaselli: Ja, ja, ja!); einfach Nein sagen!
Abg. Schwarz: Nein sagen habt ihr gut gelernt, ja! Sonst gar nichts!
Ich weiß, dass es schwierig ist. Ich war von Anfang an bei den Scheinverhandlungen mit Wolfgang Schüssel 2002 dabei (Abg. Schwarz: Nein sagen habt ihr gut gelernt, ja! Sonst gar nichts!), bei allen Regierungsverhandlungen. Man muss diese Menschen mit ihren Vorhaben stoppen! (Ruf bei den Grünen: ... eine Vergangenheitsbewältigung, oder was?) Und ihr habt versagt, weil ihr diesem Gesetz die Zustimmung gebt.
Ruf bei den Grünen: ... eine Vergangenheitsbewältigung, oder was?
Ich weiß, dass es schwierig ist. Ich war von Anfang an bei den Scheinverhandlungen mit Wolfgang Schüssel 2002 dabei (Abg. Schwarz: Nein sagen habt ihr gut gelernt, ja! Sonst gar nichts!), bei allen Regierungsverhandlungen. Man muss diese Menschen mit ihren Vorhaben stoppen! (Ruf bei den Grünen: ... eine Vergangenheitsbewältigung, oder was?) Und ihr habt versagt, weil ihr diesem Gesetz die Zustimmung gebt.
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Der Abänderungsantrag ändert gar nichts daran. Welche Absurdität: Die Behörde, die sagt: Du fällst nicht mehr rein!, entscheidet selbst über die aufschiebende Wirkung, weil es voraussichtlich keine Aussicht hat? – Bitte, wo sind wir denn in einem Rechtsstaat? (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Wieso schafft ihr nicht ordentliche Verhältnisse? Wieso lasst ihr es zu, dass Verwaltungsstrafen Grundlage für die Frage der Gemeinnützigkeit sind? (Abg. Reiter: Lesen Sie einmal ordentlich nach!) Das habt ihr euch entweder nicht überlegt – das ist die netteste Form – oder ihr habt es endgültig abgegeben. Das täte mir doppelt leid, denn dann hätte ich nämlich mit meinen mahnenden Worten von vor vier Jahren im Großen Redoutensaal noch mehr recht gehabt.
Abg. Reiter: Lesen Sie einmal ordentlich nach!
Der Abänderungsantrag ändert gar nichts daran. Welche Absurdität: Die Behörde, die sagt: Du fällst nicht mehr rein!, entscheidet selbst über die aufschiebende Wirkung, weil es voraussichtlich keine Aussicht hat? – Bitte, wo sind wir denn in einem Rechtsstaat? (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Wieso schafft ihr nicht ordentliche Verhältnisse? Wieso lasst ihr es zu, dass Verwaltungsstrafen Grundlage für die Frage der Gemeinnützigkeit sind? (Abg. Reiter: Lesen Sie einmal ordentlich nach!) Das habt ihr euch entweder nicht überlegt – das ist die netteste Form – oder ihr habt es endgültig abgegeben. Das täte mir doppelt leid, denn dann hätte ich nämlich mit meinen mahnenden Worten von vor vier Jahren im Großen Redoutensaal noch mehr recht gehabt.
Abg. Wurm: Haha, ... eure Wähler!
Ich hoffe auf eine Auferstehung der Grünen. (Abg. Wurm: Haha, ... eure Wähler!) Einfach Nein sagen – möglicherweise müsst ihr es dann beenden, aber die GP ist sowieso zu Ende. Zieht die Konsequenz, bleibt heute sitzen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bürstmayr: Das grenzt ja an ...! Lern einmal ein Gesetz lesen, bitte!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bürstmayr: Das grenzt ja an ...! Lern einmal ein Gesetz lesen, bitte!
Ich hoffe auf eine Auferstehung der Grünen. (Abg. Wurm: Haha, ... eure Wähler!) Einfach Nein sagen – möglicherweise müsst ihr es dann beenden, aber die GP ist sowieso zu Ende. Zieht die Konsequenz, bleibt heute sitzen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Bürstmayr: Das grenzt ja an ...! Lern einmal ein Gesetz lesen, bitte!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist eh normal!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesfinanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Herr Kollege Matznetter, nur eine ganz kurze Replik: Das, was Sie hier ausgeführt haben, hat mit der Realität gar nichts zu tun (Ruf bei der ÖVP: Das ist eh normal!), da wir dieses Gesetz ja über Wochen intensiv verhandelt haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesfinanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Herr Kollege Matznetter, nur eine ganz kurze Replik: Das, was Sie hier ausgeführt haben, hat mit der Realität gar nichts zu tun (Ruf bei der ÖVP: Das ist eh normal!), da wir dieses Gesetz ja über Wochen intensiv verhandelt haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich sage es ganz offen: Wir haben lange verhandelt. Ich kann mich an die Gespräche mit Frau Kollegin Blimlinger noch sehr gut erinnern. Wir haben auf Basis des Regierungsprogramms begonnen, dieses Thema zu diskutieren, weil schon im Regierungsprogramm verankert ist: Wir überlegen, wir evaluieren eine „Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit“. Und ich bin schon sehr stolz, dass am Ende des Tages ein großer Wurf herausgekommen ist, nämlich dass wir die Spendenabsetzbarkeit auf alle gemeinnützigen Träger ausweiten – auf alle. – Frau Kollegin Blimlinger, ich stehe nicht an, und ich möchte es auch tun, zu sagen: Es war immer deine Intention und deine Idee, es in einer Breite zu machen, die wirklich Kraft im Sektor hat – und das gelingt jetzt. Darauf können wir gemeinsam schon sehr stolz sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Blimlinger.
Es gab aber hier im Parlament im Zuge eines Freiwilligenprozesses auch die Aussage: Wenn durch das Ehrenamt Aufwände entstehen, sollen diese Aufwände abgegolten werden! – Das gelingt uns jetzt auf eine aus meiner Sicht sehr ausgewogene Weise im Rahmen einer kleinen Freiwilligenpauschale – wir reden von 100 Euro Aufwandsersatz pro Monat –, aber auch einer großen Freiwilligenpauschale: 250 Euro pro Monat, einkommensteuerfrei und sozialversicherungsfrei, zum Beispiel für mildtätige Organisationen, für Menschen, die intensiv im Katastropheneinsatz tätig sind, für Übungsleiter; wir meinen damit auch Kapellmeister, Chorleiter und so weiter, aber immer mit einer Grenze von 250 Euro und immer als Aufwandsersatz gedacht. Das ist schon auch ein wichtiger Schritt. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Blimlinger.) – Danke sehr.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Gesetz auch in der Vollziehung auf den Weg zu bringen. Ich möchte mich, Herr Finanzminister, auch bei deinem Kabinett bedanken, insbesondere bei Lilly Kunz. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten viel Zeit gemeinsam verbracht, und ich glaube, dass wir wirklich ein gutes Gesetz auf den Weg bringen. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
In Summe ist es ein sehr gutes Gesetz. Es geht bei dieser steuerfreien Pauschale wirklich nicht darum, ein steuerfreies Einkommen zu bekommen, sondern darum, das Freiwilligenamt zu unterstützen. Wir freuen uns, dass damit eine langjährige Forderung von uns Freiheitlichen umgesetzt wurde. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zu den Anmerkungen von Herrn Kollegen Matznetter betreffend Weisungsgebundenheit: Ja, so ist es eben in einem funktionierenden Rechtsstaat. Ich bin froh, dass es eine Weisungsbindung gibt, und ich kann mir kaum vorstellen, dass dem Finanzamt in Einzelfällen eine Weisung erteilt wird, zu sagen: Der oder die darf nicht spendenbegünstigt sein. – Was da gesprochen wird, ist einfach kompletter Unsinn. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im Übrigen bin ich der Meinung: Bring them home now! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP
Ich möchte mich an dieser Stelle sehr, sehr herzlich bei allen Bildungsinitiativen, die es bereits gibt, bedanken – ohne Sie, ohne euch wäre all das, was bereits jetzt in vielen Bereichen geht, nicht möglich (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP), wie etwa in der Chancenfairness –, und ich freue mich auf alle, die dieses Gesetz abgewartet haben und jetzt etwas Neues beginnen werden, etwas Neues aufsetzen werden. Das wird sehr, sehr gut werden.
Beifall bei den NEOS.
Was wir sehr, sehr kritisch sehen – und deswegen beantragen wir in zweiter Lesung getrennte Abstimmung –, ist dieses Freiwilligenpauschale, das Sie jetzt einziehen, weil wir eben glauben, dass es die kleineren Vereine gegenüber den großen benachteiligen wird. Die können sich das wahrscheinlich nicht so locker leisten wie große, die auch staatliche Unterstützung bekommen. Deswegen sind wir da sehr, sehr dagegen. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Da muss es ja ganz super toll laufen im Land!
Bundesminister für Finanzen Dr. Magnus Brunner, LL.M.: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Das ist heute wirklich ein spezieller Tag im Parlament – das wird eigentlich zu wenig gewürdigt und kommt fast zu kurz –: Es ist heute ein historischer Finanzausgleich beschlossen worden. Es ist ein riesiges Start-up-Paket beschlossen worden. Die globale Mindestbesteuerung ist umgesetzt worden. Und jetzt folgt noch einmal ein riesengroßes Paket (Abg. Belakowitsch: Da muss es ja ganz super toll laufen im Land!), bei dem es um das Ehrenamt, um die Gemeinnützigkeit und um die Spendenabsetzbarkeit geht.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Fischer.
möchte ich mich ganz herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Fischer.)
Beifall bei der ÖVP.
Es wurde von den Damen und Herren Abgeordneten erwähnt: Der gesamte Bildungsbereich ist jetzt auch erfasst. Das soll, das haben wir ja im Ausschuss bereits diskutiert, natürlich nicht die notwendigen staatlichen Investitionen in die Bildung ersetzen. Es geht rein darum, zusätzliches Engagement auch finanziell zu honorieren und zusätzlich möglichst viel – das hat die Abgeordnete der NEOS vorhin gesagt – an Innovationen zu ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
zu umgehen, ganz im Gegenteil, es geht ausschließlich darum, ehrenamtliche Arbeit zu erleichtern, weil, und auch das wurde bereits erwähnt, Ehrenamt natürlich Ehrenamt bleiben muss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Noch einmal: Das ist ein historischer Tag für die Republik. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Zarits: Erbärmlich!
Wir finden es besonders schade, dass die SPÖ da heute nicht mitgeht. Herr Kollege Matznetter, Sie hören mir zwar jetzt nicht zu, aber Ihre Rede war etwas diffus, wenn ich das so sagen kann (Abg. Zarits: Erbärmlich!), Sie haben sich
Abg. Zarits: Erbärmlich!
überhaupt nicht auf das Thema konzentriert. (Abg. Zarits: Erbärmlich!) Ich verstehe das natürlich auch, weil das eigentlich ziemlich peinlich ist. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Abg. Haubner: Das stimmt!)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Abg. Haubner: Das stimmt!
überhaupt nicht auf das Thema konzentriert. (Abg. Zarits: Erbärmlich!) Ich verstehe das natürlich auch, weil das eigentlich ziemlich peinlich ist. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Abg. Haubner: Das stimmt!)
Beifall bei der ÖVP.
Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Falsch! – Abg. Jeitler-Cincelli: Das stimmt nicht! Das stimmt einfach nicht! Nein!
Das Zeugnis, das diese Zahlen ausstellen, ist: Die Bundesregierung hat die schlechteste Teuerungspolitik in ganz Europa gemacht. (Abg. Michael Hammer: Falsch! – Abg. Jeitler-Cincelli: Das stimmt nicht! Das stimmt einfach nicht! Nein!) Kein einziges Land in Westeuropa hat eine derart hohe Teuerung wie wir. Wir Sozialdemokraten haben sehr frühzeitig, vor mehr als zwei Jahren bereits, gesagt, worum es geht, nämlich im ersten Schritt um die hohen Energiepreise – die haben Sie aber nicht bekämpft.
Beifall bei der SPÖ.
Sie nicht – 90 Prozent für die Reichsten, für die obersten 10 Prozent, und da haben Sie überhaupt kein Problem, aber wenn 90 Prozent in die untere Hälfte fließen wie bei den Lebensmitteln, da haben Sie ein Problem. Sie machen also offenbar nur Politik für die, die sehr, sehr viel Geld haben, und für die breite Masse haben Sie nichts übrig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, wann die Bundeswettbewerbsbehörde überhaupt erst eine Rechtsgrundlage hat, um das zu machen? – Nächste Woche darf sie erst anfangen – zehn Tage vor Jahresende, wenn dann nämlich die Senkung der Umsatzsteuer auf Fotovoltaikanlagen in Kraft treten soll, darf die Behörde überhaupt erst zu arbeiten beginnen. Dilettantischer kann man es gar nicht machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jeitler-Cincelli: Herzlich willkommen!
Das ist purer Dilettantismus. Ich muss den Schüler:innen des Europagymnasiums Baumgartenberg, die auf Einladung meines Kollegen Schroll hier sind, auch sagen: Bitte kein Beispiel an dem nehmen, wie das diese Bundesregierung macht! Die macht das leider wirklich dilettantisch. (Abg. Jeitler-Cincelli: Herzlich willkommen!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man auf die Sozialdemokratie hört, dann weiß man, wie man es besser macht. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Zunächst gleich einmal zu den Ausführungen von Herrn - - – Nein! Vorher begrüße ich gerne auf Wunsch von Herrn Kollegen Hammer eine Gruppe des Bundesverwaltungsgerichtes der Außenstelle Linz. Herzlich willkommen bei uns im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Normalerweise habe ich Sie als seriös erlebt! Und derartig unseriöse Vergleiche sind an und für sich Ihrer nicht würdig!
Herr Kollege Krainer! Es ist schon interessant; wir führen immer ähnliche Diskussionen. Du kritisierst immer die Bundesregierung für die Unterlassung aller möglichen aus deiner Sicht sinnvollen, manche davon aus unserer Sicht nicht sehr sinnvollen Maßnahmen, wie man die Inflation hätte dämpfen können. Du hast die Energiekosten als einen wesentlichen Kosten- und Preistreiber genannt. Wenn ich mir anschaue, dass bei der Fernwärme beispielsweise, und die gibt es halt hauptsächlich in Wien, der Preis jetzt doch um 86 Prozent höher ist als noch im Jahre 2021, dann würde ich einfach vorschlagen, zuerst einmal vor der eigenen Tür zu kehren, bevor man den anderen gute Ratschläge gibt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Normalerweise habe ich Sie als seriös erlebt! Und derartig unseriöse Vergleiche sind an und für sich Ihrer nicht würdig!)
Beifall bei der ÖVP.
dann wird sie halt bürokratisch. Wo das aber nicht so zutrifft, ist die Umsatzsteuerbefreiung bei den PV-Anlagen. Das ist keine Maßnahme, die von der Verteilungswirkung und von einem sozialen Gedanken getrieben ist, sondern von einem umweltpolitischen Gedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Da geht es schlicht und einfach darum, dass möglichst viele Menschen – Klammer auf – die es sich leisten können – Klammer zu – Fotovoltaikanlagen auf ihre Dächer, an ihre Hauswände montieren, montieren lassen, um eben möglichst viel Strom aus der erneuerbaren Energiequelle Sonne zu gewinnen. Da geht es nicht in erster Linie darum, die soziale Verteilungswirkung zu beachten, sondern dass das überhaupt geschieht. Das soll ein Anreiz dazu sein, und deswegen werden natürlich Förderungen ausgeschüttet, damit es sich eben für die Menschen rentiert. Also das mit der Verteilungswirkung oder Betrachtung der Verteilungswirkung von sozialen Maßnahmen in einen Topf zu werfen, das ist schlicht und einfach nicht gerechtfertigt. Und lieber Jan, das wird in dem Fall auch deinem intellektuellen Anspruch nicht gerecht, dass du das vorhin angesprochen hast. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eines noch, zurück noch einmal zur Umsatzsteuerbefreiung bei den PV-Anlagen: Eine Änderung des Wettbewerbsgesetzes, die da auch mit abgestimmt werden wird, dient ja dann genau dazu, dass die Weitergabe dieser Mehrwertsteuerbefreiung von den Herstellern oder von den Installierenden an die Konsumenten und Konsumentinnen auch tatsächlich stattfindet; deswegen die Änderung im Wettbewerbsgesetz. Bitte um Zustimmung zu all diesen Materien! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Aus unserer Sicht ganz klar: Umwelt und Wirtschaft verbinden heißt Steuern senken, damit wir Wirtschaft und Haushalte transformieren können, anstatt weiter Fördermillionen auszuschütten. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Bernhard: Steuersenkungen!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich finde es erheiternd, dass die wirtschaftsliberale Partei NEOS sich jetzt Sorgen um die Umverteilung und um die ach so große Benachteiligung der Nichtbesitzenden macht. (Abg. Bernhard: Steuersenkungen!)
Abg. Scherak: Das ist nur, weil du besitzend bist, Axel! – Abg. Krainer: Man kann die eigenen Vorurteile manchmal auch ... überdenken!
Das passt irgendwie, für mich zumindest, von der Logik her nicht in das Profil einer wirtschaftsliberalen Partei, die sich das Leistungsprinzip auf ihre Fahnen heftet, aber soll so sein. (Abg. Scherak: Das ist nur, weil du besitzend bist, Axel! – Abg. Krainer: Man kann die eigenen Vorurteile manchmal auch ... überdenken!)
Ruf bei der FPÖ: Danke, Magnus!
wenig verwunderlich, dass wir dem Ganzen natürlich zustimmen. (Ruf bei der FPÖ: Danke, Magnus!)
Abg. Krainer: Bei der OMV gerade mal ein Drittel!
Kollege Krainer hat es ja auch schon gesagt: Wo bleibt das Geld, das wir zu bezahlen haben? – Bei den Aktionären der Energiekonzerne! Wer sind diese Aktionäre? – Zu 80, 85 Prozent wieder Sie beziehungsweise die Landesfinanzreferenten. (Abg. Krainer: Bei der OMV gerade mal ein Drittel!)
Beifall bei der FPÖ.
können es offensichtlich nicht. Warum können wir es nicht? – Weil der politische Wille nicht da ist. Es ist auch der politische Wille nicht da, in diesem Oligopol irgendetwas zu verändern, und das geht zulasten der Endkunden, der Stromkunden, die nach wie vor zu hohe Preise zahlen, und zum Wohle, zur Freude der Aktionäre – und das sind wie gesagt dann ja wieder Sie. Auch in diesem Bereich also ein relatives Versagen dieser Bundesregierung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Prinz.
In diesem Fall ist es eigentlich nur ein kleiner technischer Punkt, den wir hier diskutieren, aber doch mit sehr großer Wirkung, und zwar sind es Änderungen im Wettbewerbsrecht. Der Anlass ist vor allem der bisher diskutierte Entfall der Umsatzsteuer auf Fotovoltaikanlagen ab 1. Jänner. Hintergrund ist, dass wir da die Bürokratie abschaffen wollen, das heißt, was es bisher an Förderungen gegeben hat, wird jetzt in eine automatische Begünstigung durch den Entfall der Umsatzsteuer übertragen, also quasi null Bürokratie. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Prinz.)
Beifall bei den Grünen.
Wir wollen uns aber nicht nur den Aufwand ersparen, sondern gleichzeitig sichergehen, dass die günstigeren Preise weitergegeben werden, und jetzt kommt die BWB ins Spiel: Die Bundeswettbewerbsbehörde ist dafür zuständig, zu sorgen, dass der Wettbewerb funktioniert, dass also niedrigere Preise ohne Umsatzsteuer tatsächlich weitergegeben werden, und dafür statten wir sie mit erweiterten Kompetenzen aus. Sie kann nämlich bei dieser Branchenuntersuchung, die sie machen kann, zukünftig auch Einschau in die Unternehmen nehmen. Bisher ist das noch nicht möglich, nun bekommt sie diese Kompetenzen. Ich glaube, das ist wirklich wichtig und das ist ein Gamechanger, mit dem wir sichergehen können, dass die günstigen Preise bei den Haushalten ankommen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vielleicht schaut heute auch jener Herr zu, der mir eine E-Mail geschrieben hat, warum ich denn in meiner Rede zu dieser Untergliederung des Budgets so begeistert darüber gewesen sei, dass die Bundeswettbewerbsbehörde substanziell mehr Personal bekommt: Ich bin wirklich davon überzeugt, dass ein funktionierendes Wettbewerbsrecht und ausreichend Personal für diese Behörde ganz wichtige Voraussetzungen für fairen Wettbewerb und faire Preise sind. Ich glaube, zu diesem Ziel trägt auch diese Novelle jetzt bei, ich bitte um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Es gibt aber – da gebe ich Kollegen Kassegger auch recht – mittlerweile für viele den Zugang zum Netz nicht mehr in dem Ausmaß, wie sie bereit wären, Anlagen zu errichten. Es gibt mittlerweile auch ganze Bezirke, wo keine Leistungskapazitäten mehr vorhanden sind. Daher das dringende Ersuchen vor allem in Richtung der Frau Infrastrukturministerin, Schwerpunkte zu setzen, was den Netzausbau und die Verstärkung der Netze betrifft. Das ist notwendig, um die Energiewende weiter vorantreiben zu können. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP.
So weit der Abänderungsantrag. Ich bitte, den Anträgen zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lukas Hammer: Warst du nicht einmal dafür zuständig? Landesregierung!
Das ist ja das Kernproblem: dass nämlich die Netze derzeit schwerst gefährdet sind und im Grunde genommen nicht in den Ausbau miteinbezogen worden sind. Denn was hilft es, für einen Privaten die schönste Förderung zu bekommen, wenn auf der anderen Seite die Netze das nicht aushalten? (Abg. Lukas Hammer: Warst du nicht einmal dafür zuständig? Landesregierung!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Landesenergieversorgung!
Ich war in keiner Weise für irgendein Netz zuständig, lieber Kollege, denn das ist letztendlich noch immer eine Kompetenz der jeweiligen Energieversorger. Das ist das kleine Einmaleins der Information. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Landesenergieversorgung!) – Sei nicht so forsch! Ich tue dir ja eh nichts, keine Sorge. (Heiterkeit des Abg. Lercher.) Ich sage sogar dazu, dass das positiv ist.
Heiterkeit des Abg. Lercher.
Ich war in keiner Weise für irgendein Netz zuständig, lieber Kollege, denn das ist letztendlich noch immer eine Kompetenz der jeweiligen Energieversorger. Das ist das kleine Einmaleins der Information. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Landesenergieversorgung!) – Sei nicht so forsch! Ich tue dir ja eh nichts, keine Sorge. (Heiterkeit des Abg. Lercher.) Ich sage sogar dazu, dass das positiv ist.
Abg. Eßl: Das ist dabei! Das ist inkludiert!
Das ist unsere Überlegung. Deswegen haben die Freiheitlichen auch gesagt: Wir sind dafür, dass wir diesen Investitionszuschuss heute umstellen und die Umstellung auf den Entfall der Umsatzsteuer durchführen. Der nächste Schritt muss aber sein, dass man, so wie es damals gefördert worden ist – um nämlich auch eine Eigenversorgung ins Leben zu rufen –, letztendlich auch den zweiten Schritt im Umsatzsteuergesetz macht und den Stromspeicher mitnimmt. Wenn das der Fall ist, dann sind wir zufrieden. Dann ist das ein weiterer Schritt, den wir umzusetzen haben. (Abg. Eßl: Das ist dabei! Das ist inkludiert!)
Beifall bei der FPÖ.
Da wünsche ich mir, dass die Wettbewerbsbehörde noch viel tiefer hineingeht, weil das im Grunde genommen ja auch ein wesentlicher Bereich ist, der die Inflation in den letzten Jahren in Österreich in die Höhe getrieben hat. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr spannend ist in diesem Zusammenhang der jetzige Tagesordnungspunkt, weil wir jetzt eine preissenkende Maßnahme verlängern, nämlich das Absenken der Energieabgaben auf das europarechtlich zulässige Minimum. Diese Maßnahme muss natürlich schon existiert haben, wenn man sie jetzt um ein Jahr verlängert. Das heißt, die Regierung setzt preissenkende Maßnahmen, und sogar einige davon. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
die prognostizierte Inflation um 0,6 Prozentpunkte nach unten korrigiert werden. Das ist schon einmal eine gute Sache. Allein durch diese Senkung der Energieabgaben spart man sich im Schnitt als Haushalt in Österreich über 100 Euro im Jahr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das ist schon auch eine interessante Kenngröße, aber viel interessanter für uns und auch für die Bundesregierung ist ja: Können sich die Menschen aufgrund unserer Maßnahmen das Leben noch leisten, auch wenn die Preise steigen? Da zeigen der Budgetdienst und auch viele andere Untersuchungen: Ja. Es ist sogar so, dass die Kaufkraft, die genau das ermittelt, in den letzten Jahren gestiegen ist. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
aber erst recht beschlossen –: Diese zwei Dinge haben überhaupt nichts miteinander zu tun. Bei der USt-Senkung auf Lebensmittel ist es der Sozialdemokratie darum gegangen, die Preise auf Lebensmittel zu senken – und dann ist das eine schlechte Idee. In diesem Fall gibt es viele, viele Ziele, die damit erreicht werden sollen, aber jedenfalls ist das Hauptziel, die Anzahl der installierten PV-Anlagen zu erhöhen und diese Installationen zu beschleunigen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insofern sind das ähnlich klingende Maßnahmen, aber zwei ganz unterschiedliche Ziele, und deshalb braucht es auch eine unterschiedliche Behandlung. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schwarz: Weil ihr uns das Russengas ...!
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Kollege Schwarz, bei allem Respekt: Wenn alles so erfolgreich und so preissenkend ist, was ihr gemacht habt: Warum kann ein Großteil der Menschen in Österreich sein Leben fast nicht mehr bestreiten? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schwarz: Weil ihr uns das Russengas ...!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Das ist doch die Frage: Warum gibt es so viele Menschen, die von Monat zu Monat immer stärker unter Druck kommen? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Da hat Kollege Krainer doch das vollkommen Richtige gefragt: Wo ist die Verteilungswirkung? (Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.) Na, wenn man in den Hörl investiert, wird man nicht so einen Effekt haben, wie wenn man in die breite Masse investiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.
Das ist doch die Frage: Warum gibt es so viele Menschen, die von Monat zu Monat immer stärker unter Druck kommen? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Da hat Kollege Krainer doch das vollkommen Richtige gefragt: Wo ist die Verteilungswirkung? (Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.) Na, wenn man in den Hörl investiert, wird man nicht so einen Effekt haben, wie wenn man in die breite Masse investiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist doch die Frage: Warum gibt es so viele Menschen, die von Monat zu Monat immer stärker unter Druck kommen? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Da hat Kollege Krainer doch das vollkommen Richtige gefragt: Wo ist die Verteilungswirkung? (Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.) Na, wenn man in den Hörl investiert, wird man nicht so einen Effekt haben, wie wenn man in die breite Masse investiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
fehlt die Verteilungswirkung und das ist keine nachhaltige Politik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir schon bei den preisdämpfenden Maßnahmen sind, möchte ich eines erwähnen: dass diese Bundesregierung es noch geschafft hat, bei der höchsten Teuerungskrise, bei der höchsten westeuropäischen Inflation noch preistreibende Maßnahmen zu setzen, nämlich die CO2-Bepreisung. Ihr schafft es ja sogar, bei explodierenden Energiekosten eine Maßnahme zu setzen, die keinen Lenkungseffekt besitzt und durch die die Menschen in den ländlichen Regionen doppelt belastet werden. Eine alleinerziehende Mutter in einer Landgemeinde, die auf ein Auto angewiesen ist, wenn sie zum Kindergarten fahren muss, wenn sie die Kinder zu den Vereinen bringt, wird belastet, weil sie keine Alternative hat. Das macht ihr mit euren Maßnahmen, geschätzte Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Das ist auch der Grund: Wenn man Preise senken will, dann machen wir heute doch die Prüfung! Nehmen wir gemeinsam einen Entschließungsantrag von Philip Kucher – der Name steht bekanntlich für Qualität (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP) – an:
Abg. Holzleitner: Das unterschreibe ich!
der Abgeordneten Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen betreffend „temporäres Aussetzen der CO2-Steuer für die Dauer der Energiepreiskrise“ (Abg. Holzleitner: Das unterschreibe ich!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ihr Preise senken wollt, tut es jetzt! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Herr Bundesminister! Wir sind gerade wieder Zeugen einer SPÖ-Rede geworden, die ausschließlich darauf ausgelegt war, das Land krank- und die Menschen armzureden, was sie einfach nicht sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Krainer: Der Bundeskanzler will die Psychopharmaka verteilen!
Herr Kollege Lercher, wenn man Ihnen zuhört und dann weggeht, denkt man sich, wir werden gleich alle in eine Massendepression verfallen. (Abg. Krainer: Der Bundeskanzler will die Psychopharmaka verteilen!) Gleichzeitig veröffentlicht Eurostat eine Statistik, laut der im europäischen Raum die Österreicher die
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lercher: Die roten Länder! ...!
glücklichsten Menschen in ihrem Land sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lercher: Die roten Länder! ...!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Da frage ich mich, wie das mit dem zusammenpasst, was Sie und Ihre Genossen hier Woche für Woche völlig faktenfrei daherreden, oder wie es Vizekanzler Kogler schön gesagt hat, „ungetrübt“ durch die „Faktenlage“ stellen Sie sich hier heraus, jammern dieses Land in einer Tour krank, reden von Massenarmut. – Ich darf Ihnen sagen: Dieselbe Eurostat-Studie sagt, dass wir 2,3 Prozent deprimierte Personen, wie das so schön in der Fachsprache heißt, haben. Auch diesen 2,3 Prozent werden wir noch helfen, weil diese Bundesregierung allen hilft. Diesem Land geht es gut, viel besser, als Sie hier in Ihren Reden sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Depressionsantrag!
Wir kommen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen (Abg. Michael Hammer: Depressionsantrag!) betreffend „temporäres Aussetzen der CO2-Steuer für die Dauer der Energiepreiskrise“. (Zwischenruf der Abg. Voglauer.)
Zwischenruf der Abg. Voglauer.
Wir kommen zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Philip Kucher, Kolleginnen und Kollegen (Abg. Michael Hammer: Depressionsantrag!) betreffend „temporäres Aussetzen der CO2-Steuer für die Dauer der Energiepreiskrise“. (Zwischenruf der Abg. Voglauer.)
Abg. Wöginger: Namentliche?
Herr Bundesminister, ich nehme an, Sie werden dann wahrscheinlich bei der Abstimmung nicht mehr hier sein. Wir werden die Abstimmung um zwei Tagesordnungspunkte nach hinten verschieben. Oder Sie bleiben hier? Oder wir schicken ein Foto? Wie es Ihnen recht ist, Herr Bundesminister. Es wird aber noch ein bissel dauern. (Bundesminister Brunner: Ich komme wieder!) Ich muss aufgrund der eingebrachten Abänderungs- beziehungsweise Zusatzanträge und dem Verlangen auf getrennte Abstimmung, auf namentliche Abstimmung (Abg. Wöginger: Namentliche?) – eine namentliche gibt es nicht, gut, wenigstens das bleibt uns erspart – die Abstimmungen über die Tagesordnungspunkte 2
Abg. Schnabel: Es gibt mehr als diese drei Unternehmen!
Es ist aber nicht nur die Statistik, es ist nicht nur die Evidenz von Studien, die Sie beauftragen, die sagen, das ist der falsche Weg, sondern es sind auch die Unternehmen, die diesen Breitbandausbau vorantreiben sollen (Abg. Schnabel: Es gibt mehr als diese drei Unternehmen!), die sagen: Bitte, Herr Minister, schütten Sie nicht in derselben Art und Weise weiter Geld hinein, sondern schauen wir darauf, wie das System funktioniert! – Genau das passiert aber nicht, dass darüber nachgedacht wird, sondern man versucht weiter, da einfach Geld hineinzuschießen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es ist aber nicht nur die Statistik, es ist nicht nur die Evidenz von Studien, die Sie beauftragen, die sagen, das ist der falsche Weg, sondern es sind auch die Unternehmen, die diesen Breitbandausbau vorantreiben sollen (Abg. Schnabel: Es gibt mehr als diese drei Unternehmen!), die sagen: Bitte, Herr Minister, schütten Sie nicht in derselben Art und Weise weiter Geld hinein, sondern schauen wir darauf, wie das System funktioniert! – Genau das passiert aber nicht, dass darüber nachgedacht wird, sondern man versucht weiter, da einfach Geld hineinzuschießen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Es gibt einen Punkt, bei dem die Europäische Union absolut recht hat, nämlich dass man diese Hürden abbauen sollte. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) Genau deswegen gibt es auf europäischer Ebene die Bewegung und den Versuch, eine Gigabit-Infrastrukturverordnung auf den Weg zu bringen.
Abg. Schnabel: Na bitte!
Der Grund dafür, dass das so ist, ist ganz einfach – das, liebe Damen und Herren, ist leider der Stand, den wir in dieser Republik haben –: Es geht nicht darum, dass Sie schnelleres Internet haben, es geht um Eigeninteressen der Parteien. (Abg. Schnabel: Na bitte!) Das Eigeninteresse der Partei liegt immer auf der Gemeindeebene, weil sich der Bürgermeister nicht hineinpfuschen lassen will. Dann müssen Sie sich überlegen, wo der Herr Staatssekretär bald sein will. Er will Bürgermeister in Innsbruck sein. Das ist der Grund, warum im Infrastrukturausbau beim Breitband nichts weitergeht. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Strasser: Das ist aber ein billiger Schmäh! Die Schmähs der NEOS werden immer billiger!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Strasser: Das ist aber ein billiger Schmäh! Die Schmähs der NEOS werden immer billiger!
Der Grund dafür, dass das so ist, ist ganz einfach – das, liebe Damen und Herren, ist leider der Stand, den wir in dieser Republik haben –: Es geht nicht darum, dass Sie schnelleres Internet haben, es geht um Eigeninteressen der Parteien. (Abg. Schnabel: Na bitte!) Das Eigeninteresse der Partei liegt immer auf der Gemeindeebene, weil sich der Bürgermeister nicht hineinpfuschen lassen will. Dann müssen Sie sich überlegen, wo der Herr Staatssekretär bald sein will. Er will Bürgermeister in Innsbruck sein. Das ist der Grund, warum im Infrastrukturausbau beim Breitband nichts weitergeht. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Strasser: Das ist aber ein billiger Schmäh! Die Schmähs der NEOS werden immer billiger!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Erst im November wurden 375 Millionen Euro für den Ausbau von offenen Netzen in unterversorgten Gebieten ausgeschrieben. An den Kollegen von den NEOS: Gerade für dieses System wurde durch Studien dargelegt, dass es eine gute Investition ist, weil es eben in ländlichen Regionen mit offenen Netzen den Wettbewerb vor Ort fördert und eine gute Ausbaualternative ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Zorba.) Das heißt: Netze, die allen Internetanbietern offenstehen und somit den Konsumenten auch mehr Wahlfreiheit bieten.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Insgesamt ist es ein Entschließungsantrag, mit dem wir den Breitbandausbau fördern wollen, weil es eine Investition in die Zukunft ist. Ich hoffe, dass wir diesen Antrag gemeinsam unterstützen können und dass wir diese Hürden auch abbauen können. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Tempo hat zugenommen, und entsprechend müssen wir auch weiterhin und schneller die Verlegung von Glasfaserleitungen forcieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
fassende Planung einbindet und ihnen auch die finanziellen Unterstützungen bereitstellt, damit sie den Ausbau auch selbstständig vorantreiben können – dann wären wir jetzt schon fertig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt fordern wir als Nationalrat Sie dazu auf. Ich weiß nicht, ob Sie in dieser Periode, in Ihrer Schaffensperiode noch dazu kommen werden. Geschickter wäre es gewesen, mehr zu tun und sich weniger vom Nationalrat zu irgendetwas auffordern zu lassen. Das wäre Lösungskompetenz. Nach Innsbruck gehen ist halt nur der halbe Spaß. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Doch, bei mir!
Ich weiß nicht, ob Kollege Hoyos nicht viel unterwegs ist, aber es gibt, glaube ich, derzeit keine Region, wo nicht Bagger auffahren, um Glasfaserkabeln zu verbuddeln, oder wo keine Projekte in Planung sind. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Doch, bei mir!) Das ist aber auch kein Zufall. (Abg. Lausch: Der Hoyos wohnt im Park!) In dieser Legislaturperiode wurden Fördergelder von über 1 Milliarde Euro auf den Weg gebracht, um Österreich bis 2030 flächendeckend mit gigabitfähigen Netzen auszustatten. Diese Investitionen zahlen sich eben auch aus. Durch den Boost in den letzten Jahren wurden auch erhebliche Fortschritte gemacht. Kollegin Himmelbauer hat es schon angesprochen: von 13 Prozent auf 69 Prozent gigabitfähiger Anschlüsse. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Lausch: Der Hoyos wohnt im Park!
Ich weiß nicht, ob Kollege Hoyos nicht viel unterwegs ist, aber es gibt, glaube ich, derzeit keine Region, wo nicht Bagger auffahren, um Glasfaserkabeln zu verbuddeln, oder wo keine Projekte in Planung sind. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Doch, bei mir!) Das ist aber auch kein Zufall. (Abg. Lausch: Der Hoyos wohnt im Park!) In dieser Legislaturperiode wurden Fördergelder von über 1 Milliarde Euro auf den Weg gebracht, um Österreich bis 2030 flächendeckend mit gigabitfähigen Netzen auszustatten. Diese Investitionen zahlen sich eben auch aus. Durch den Boost in den letzten Jahren wurden auch erhebliche Fortschritte gemacht. Kollegin Himmelbauer hat es schon angesprochen: von 13 Prozent auf 69 Prozent gigabitfähiger Anschlüsse. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich weiß nicht, ob Kollege Hoyos nicht viel unterwegs ist, aber es gibt, glaube ich, derzeit keine Region, wo nicht Bagger auffahren, um Glasfaserkabeln zu verbuddeln, oder wo keine Projekte in Planung sind. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Doch, bei mir!) Das ist aber auch kein Zufall. (Abg. Lausch: Der Hoyos wohnt im Park!) In dieser Legislaturperiode wurden Fördergelder von über 1 Milliarde Euro auf den Weg gebracht, um Österreich bis 2030 flächendeckend mit gigabitfähigen Netzen auszustatten. Diese Investitionen zahlen sich eben auch aus. Durch den Boost in den letzten Jahren wurden auch erhebliche Fortschritte gemacht. Kollegin Himmelbauer hat es schon angesprochen: von 13 Prozent auf 69 Prozent gigabitfähiger Anschlüsse. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
In der Praxis gibt es natürlich Probleme, die wurden auch schon angesprochen. Mit dem vorliegenden Antrag wollen wir eben an Lösungen arbeiten, damit da der Ablauf reibungsloser funktioniert. So muss zum Beispiel zur Beschleunigung des Breitbandausbaus sichergestellt werden, dass die Abstimmung beziehungsweise die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern besser funktioniert. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben jetzt schon ein solides Netz, das stetig ausgebaut wird, damit auch der letzte blinde Fleck Österreichs beseitigt wird und die Menschen auch dort Zugang zu gigabitfähigen Anschlüssen bekommen. Wir müssen weiter dranbleiben, und mit diesem Antrag möchten wir den Prozess optimieren. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Lukas Hammer: Das war Schwarz-Blau!
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Florian Tursky, MBA MSc: Ich möchte mit etwas vielleicht Ungewöhnlichem beginnen. Man kann nämlich durchaus auch einen Fehler zugeben. Wir haben in den frühen 2000ern, was den Glasfaserausbau betrifft, eindeutig Fehler gemacht. (Abg. Lukas Hammer: Das war Schwarz-Blau!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Wir haben nämlich damals nicht erkannt – auch aufgrund der damaligen Marktsituation, und das betrifft, glaube ich, alle Parteien –, dass Glasfaser zur Daseinsvorsorge gehört, dass ein Glasfasernetz genauso wie der Kanal, das Stromnetz und das Straßennetz entscheidend sein wird für einen Wettbewerbsvorteil, den wir in den Regionen brauchen, und dass es notwendig sein wird, nicht nur die großen Ballungsgebiete an die Glasfaser anzuschließen, sondern auch den ländlichen Raum, um eine Wettbewerbsgleichheit der Regionen in Österreich zu erzielen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Zorba: Danke!
Abschließend: Herr Abgeordneter Hoyos! Innsbruck hat eine Gigabitabdeckung von 98 Prozent, da habe ich nicht mehr viel zu tun. – Vielen herzlichen Dank! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Zorba: Danke!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Abgeordneter Joachim Schnabel (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe junge Zuseher oben auf der Zuschauergalerie! Gerade zu diesem Tagesordnungspunkt möchte ich euch ganz besonders begrüßen. Ihr seid eine Generation, die mit digitalen Endgeräten aufgewachsen ist, ihr seid Digital Natives, und für eure Generation, für euch bauen wir diese zukunftsfähige Glasfaserinfrastruktur. Herzlich willkommen hier im Hohen Haus! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Zorba.
Da haben wir eine etwas andere Erfahrung als Frau Kollegin Oberrauner: Die Gemeinden können einen Breitbandausbau in Einzelorganisation nicht stemmen. Es braucht den Verbund, es braucht einen größeren Zusammenschluss zwischen den Ländern, den Gemeinden und dem Bund, um diesen Ausbau in diesem Ausmaß wirklich flächendeckend umsetzen zu können. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Zorba.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Uns Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in den Regionen ist es wichtig, dass die dementsprechenden Rahmenbedingungen zeitnah, in nächster Zeit aufgestellt werden, denn wir wollen keine digitale Kluft zwischen dem urbanen und dem ländlichen Raum haben, wir wollen Smartvillages und Smartcities! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich denke, ich muss da schon etwas zurechtrücken, denn wenn man meinen Vorredner:innen seitens der Regierungsfraktionen zugehört hat, würde man ja glauben, dass hier wirklich etwas beschlossen wird, also eine Maßnahme, eine Initiative – ganz das Gegenteil ist der Fall: Sie geben sich selbst Hausaufgaben in Form von Entschließungsanträgen, innerhalb der Regierung miteinander zu reden. Als Bürgerin würde ich es eigentlich als selbstverständlich erachten, dass Sie Ihre Arbeit machen und sich nicht hier selbst Hausaufgaben mittels Entschließungsanträgen geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Viel wichtiger wäre, die Frage zu stellen: Was ist mit den Mitteln aus dem Recoveryfund? Was wird von dort abgeholt? Holt Österreich alles ab, was es abzuholen gibt, um hier finanziell bestmöglich aufgestellt zu sein? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Anstatt sich um wichtige Themen zu kümmern, werden tolle Anträge wie zum Beispiel von den Kolleginnen Oberrauner und Kucharowits wieder und wieder und wieder vertagt, wichtige Themen wie der Antrag betreffend „Bereitstellung von höheren finanziellen Mitteln für die KI-Grundlagenforschung“. Warum treten Sie hier nicht in Gespräche mit uns ein? Die Hände sind gereicht, die Anträge liegen auf dem Tisch. Die dringend notwendigen Bildungsreformen sind anscheinend genauso verschlafen worden wie die Regelung des Umganges mit künstlicher Intelligenz. Werden Sie bitte munter, bevor es zu spät ist! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Warum gibt es diesen Antrag? Machen wir uns doch nichts vor: Man ist vor einer Ausschusssitzung gestanden, hat eine Tagesordnung gehabt und hat festgestellt: Ups, wir vertagen alles, wir haben noch keine eigene Initiative eingebracht. Wer bastelt schnell was? – Das war der einzige Grund, warum es den Antrag gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Man kann es sich ja anschauen. Gestern hat ein Kollege von der ÖVP gesagt, ich bin ja noch nicht so lange hier, aber zumindest in den einigen Monaten, muss ich sagen, habe ich so einen Antrag eigentlich noch nicht erlebt, bei dem man dann noch die Formfehler schnell ausbessern muss, damit man ihn überhaupt noch irgendwie hineinbringt. Da ist noch handschriftlich ausgebessert worden. Druckfehler können passieren, kein Problem, aber wir sehen es auch an der heutigen Tagesordnung: Es ist die einzige Initiative, die es aus dem Bereich Innovation, Forschung, Digitalisierung gibt. Also das kann ja nicht wahr sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Ist peinlich!
Dieser Antrag (Abg. Krainer: Ist peinlich!) wird trotz alledem inhaltlich von uns beurteilt. Man kann nicht dagegen sein, wir stimmen ihm sogar zu. Da gehen wir einen anderen Weg als die Regierung, die schaut sich nämlich unsere Anträge gar nicht an und vertagt einfach. Wir gehen den Weg und sagen: Okay, die Intention passt – auch wenn ich nicht verstehe, warum man fünf Jahre
Beifall bei der SPÖ.
braucht, um auf solche Ideen zu kommen, die sich in diesem Antrag wiederfinden. Es ist peinlich, aber sei’s drum. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Himmelbauer: 69 Prozent der Haushalte!
gehen. Österreich war im Vorjahr mit knapp 45 Prozent in Bezug auf die Glasfaserkabelnetzabdeckung noch immer unter den europäischen Schlusslichtern. (Abg. Himmelbauer: 69 Prozent der Haushalte!) – Das ist der Breitbandausbau, nicht der Glasfaserausbau! Aber wir können ja den Unterschied noch diskutieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
gehen. Österreich war im Vorjahr mit knapp 45 Prozent in Bezug auf die Glasfaserkabelnetzabdeckung noch immer unter den europäischen Schlusslichtern. (Abg. Himmelbauer: 69 Prozent der Haushalte!) – Das ist der Breitbandausbau, nicht der Glasfaserausbau! Aber wir können ja den Unterschied noch diskutieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schnabel: Wir haben aufgeholt, von acht auf sechs!
Der dritte Bereich, der noch nicht angesprochen wurde, aber der einer der Gründe ist, warum wir bei den Innovationrankings immer abfallen, ist der Frauenanteil, der Digital Gendergap, den wir endlich schließen müssen. Der Frauenanteil im Bereich Forschung und Wissenschaft ist immer noch sehr niedrig. Im IKT-Bereich liegt er bei rund 20 Prozent und er war in den Vorjahren sogar rückläufig. Dieser niedrige Frauenanteil ist nicht nur gesellschaftlich problematisch, er bringt uns auch in diesen Innovationrankings immer den - - (Abg. Schnabel: Wir haben aufgeholt, von acht auf sechs!) Der Frauenanteil in der IKT-Branche war in den Vorjahren rückläufig – rückläufig! (Beifall bei der SPÖ. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Beifall bei der SPÖ. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Schnabel.
Der dritte Bereich, der noch nicht angesprochen wurde, aber der einer der Gründe ist, warum wir bei den Innovationrankings immer abfallen, ist der Frauenanteil, der Digital Gendergap, den wir endlich schließen müssen. Der Frauenanteil im Bereich Forschung und Wissenschaft ist immer noch sehr niedrig. Im IKT-Bereich liegt er bei rund 20 Prozent und er war in den Vorjahren sogar rückläufig. Dieser niedrige Frauenanteil ist nicht nur gesellschaftlich problematisch, er bringt uns auch in diesen Innovationrankings immer den - - (Abg. Schnabel: Wir haben aufgeholt, von acht auf sechs!) Der Frauenanteil in der IKT-Branche war in den Vorjahren rückläufig – rückläufig! (Beifall bei der SPÖ. – Weiterer Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Beifall bei der SPÖ.
Trotzdem werden wir natürlich diesem Entschließungsantrag betreffend „die Sicherstellung des reibungslosen Breitbandausbaus“, mit dem es zu kleinen Verbesserungen kommen soll, zustimmen. Wir würden den Vertreter:innen der Regierungsparteien aber gleichzeitig dringend dazu raten, unsere im Ausschuss immer wieder vertagten Anträge zu den Themen KI und Digital Gendergap nicht mehr weiter zu vertagen, sondern ihnen endlich zuzustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Martina Kaufmann, MMSc BA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Besuchergalerie und zu Hause! In Österreich sind wir stolz auf unsere berufliche Ausbildung – zu Recht, denn unsere berufliche Ausbildung, die Lehre, wird in vielen Ländern kopiert. In Österreich haben 1,6 Millionen Menschen eine Lehre absolviert. 108 000 junge Menschen befinden sich aktuell in solch einer Lehrlingsausbildung. Das ist insofern wichtig, als die Lehre das Fundament unserer Fachkräfteausbildung in Österreich ist, aber nicht nur das alleine, sondern auch unseres gesamten Wirtschaftssystems. So stellen wir sicher, dass wir in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte für unsere Unternehmen haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, das ist ein richtiger Paradigmenwechsel, den wir herbeiführen, weil wir die Berufsausbildung stärken, klare Karrieremöglichkeiten in dieser Berufsausbildung eröffnen und nicht vorgeben, dass es notwendig ist, weiter auf eine Universität oder auf eine Fachhochschule zu gehen; das ist möglich, definitiv. Es ist auch wichtig und richtig so, dass es diese Durchlässigkeit in unserem Bildungssystem gibt. Es ist aber auch eine klare Aufwertung und ein Bekenntnis zu unserer Lehre in Österreich und zu den Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Lehre. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, in genau solchen Bereichen ist es besonders wichtig, dass wir neue Ausbildungen schaffen, denn – und davon bin ich überzeugt, werte Kolleginnen und Kollegen –: Bildungspolitik und Wirtschaftspolitik sind Zukunftspolitik und da haben wir für die Zukunft vieles und Gutes zu gestalten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Auch der „Economist“ ...!
Was ich mehr bedauere, Herr Bundesminister, ist, dass wir als Land in einer Situation sind, in der wir noch viel dringendere und viel wichtigere Tätigkeiten der Regierung und des Gesetzgebers bräuchten. Wir beklagen uns seit bald eineinhalb Jahren, dass wir die höchste Inflation in Westeuropa haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Auch der „Economist“ ...!) Jetzt haben wir drei Quartale Rezession hinter uns, ich fürchte, wir werden ins vierte hineinrutschen. Sie haben bisher immer gesagt: Aber zum Glück ist die Arbeitslosigkeit nicht gestiegen. – Diese Haltung ist leider nicht mehr sachgerecht.
Zwischenruf der Abg. Baumgartner.
Wir haben festgestellt, man könnte mit einer Fülle von Maßnahmen handeln. Man könnte ordnungspolitisch eingreifen. Wir könnten schon lang eingefrorene Mieten haben. Wir hätten einen Finanzausgleich machen können, bei dem wir den Gemeinden, die verhindern wollen, dass sie wegen der Knappheit der Gelder ihre Gebühren erhöhen müssen, gesagt hätten: Du kriegst zusätzliche Mittel, wenn du eine Abgangsgemeinde bist und die Gebühren nicht erhöhst. (Zwischenruf der Abg. Baumgartner.)
Abg. Egger: Das ist ja die Rede vom Lercher von vorhin!
Wir hätten im Bereich der Energiepreise eingreifen können. Schauen Sie sich das Beispiel auf der Iberischen Halbinsel an! Wir hätten bei den Sparbuchzinsen eingreifen können. Schauen Sie sich Frankreich an (Abg. Egger: Das ist ja die Rede vom Lercher von vorhin!), wo man bis 30 000 Euro Einlage einen garantierten vernünftigen Zinssatz zulasten der Bankguthaben bekommt!
Zwischenruf bei der ÖVP.
All das, Kollege Egger, hätten wir machen können. Und was ist gekommen? – Niente. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wir lassen Österreich in die Richtung weiterlaufen: höchste Inflation in Westeuropa, drei Quartale Rezession, ansteigende Arbeitslosigkeit. Ehrlich gesagt: Zum Glück zwingt uns die Verfassung zu Neuwahlen, denn mit dieser Regierung wird das alles nichts mehr. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: So ein Populismus, Herr Matznetter!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: So ein Populismus, Herr Matznetter!
All das, Kollege Egger, hätten wir machen können. Und was ist gekommen? – Niente. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wir lassen Österreich in die Richtung weiterlaufen: höchste Inflation in Westeuropa, drei Quartale Rezession, ansteigende Arbeitslosigkeit. Ehrlich gesagt: Zum Glück zwingt uns die Verfassung zu Neuwahlen, denn mit dieser Regierung wird das alles nichts mehr. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: So ein Populismus, Herr Matznetter!)
Ruf bei der ÖVP – in Richtung FPÖ –: Hallo?! – Rufe bei der SPÖ – in Richtung FPÖ –: Hallo?! Applaus! – Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Grundsätzlich gibt es unsere Zustimmung zu diesem Gesetzentwurf, wir würden uns aber sehr freuen, wenn sehr bald auch die Gebühren übernommen werden. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung FPÖ –: Hallo?! – Rufe bei der SPÖ – in Richtung FPÖ –: Hallo?! Applaus! – Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne bin ich im Übrigen leider immer noch der Meinung: Bring them home now! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen! Liebe Zuseher! Ich spreche zum Tagesordnungspunkt Änderung des Bundesgesetzes über die höhere berufliche Bildung. Ich möchte vielleicht eingangs sagen, dass wir NEOS als Bildungspartei ja immer klar gesagt haben, dass die berufliche und die akademische Bildung gleichrangig sind. Sie sind nicht gleichartig, aber sie sind gleichwertig, und deswegen begrüßen wir auch, dass wir das heute so beschließen, weil da dieser Leitgedanke fortgesetzt wird, dass kein Abschluss ohne Anschluss stattfinden soll, und dass es jetzt auch möglich sein wird, im Anschluss an die Lehrabschlussprüfung weitere Bildungsabschlüsse zu machen, auch dann, wenn kein Meisterabschluss vorliegt. – Das ist gut, und deswegen stimmen wir diesem Gesetzentwurf auch zu. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schallmeiner.
Wir sollten deswegen die Lehre zur Priorität machen. Ich glaube, heute ist wieder ein guter Anlass, das zu betonen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
glaube, es wird eine Blütezeit der Lehre und der Berufsausbildung werden. Vielen Dank für die Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Maurer
Ich glaube, es wird ein einstimmiger Beschluss. Ich freue mich darauf. Nun heißt es, die Ärmel für die Entwicklung dieser praxisorientierten Angebote aufzukrempeln (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Maurer), denn der Bedarf an höher qualifizierten Fachkräften mit Leitungsmanagementfähigkeiten und Schlüsselqualifikationen ist hoch. Packen wir es an! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Ich glaube, es wird ein einstimmiger Beschluss. Ich freue mich darauf. Nun heißt es, die Ärmel für die Entwicklung dieser praxisorientierten Angebote aufzukrempeln (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Litschauer und Maurer), denn der Bedarf an höher qualifizierten Fachkräften mit Leitungsmanagementfähigkeiten und Schlüsselqualifikationen ist hoch. Packen wir es an! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Abg. Michael Hammer: Wieder die depressive Grundstimmung! Der Ogris hat gute Arbeit geleistet, die Depression ist schon verinnerlicht bei euch! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: In der Statistik!
Das Gegenteil ist leider der Fall: Nach vier Jahren Türkis-Grün haben wir eine schrumpfende Wirtschaft in Österreich, die höchste Inflation in Westeuropa, die Arbeitslosigkeit ist im November um 6,5 Prozent gestiegen, die Insolvenzen sind in Österreich um 59,7 Prozent angestiegen und damit ist Österreich Spitzenreiter. (Abg. Michael Hammer: Wieder die depressive Grundstimmung! Der Ogris hat gute Arbeit geleistet, die Depression ist schon verinnerlicht bei euch! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: In der Statistik!)
Beifall bei der SPÖ
Das sind keine Forderungen, die ideologisch begründet sind. Das sind die Forderungen, die der jetzigen Situation entsprechen. Ich glaube, da wäre es dringend notwendig, einen Schulterschluss zu machen (Beifall bei der SPÖ) – für die Menschen in diesem Land und nicht gegen eine Partei, die halt irgendwelche guten Vorschläge bringt. Wir sind offen für Kooperation – auch wenn wir uns Dinge zehnmal anschauen und nicht immer zufrieden sind –, damit wir hier weiterkommen. Ich bitte Sie von der Regierung wirklich, wenigstens im letzten Jahr einmal die Menschen in den Fokus zu setzen und Ihr Ego zu überwinden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler.
Das sind keine Forderungen, die ideologisch begründet sind. Das sind die Forderungen, die der jetzigen Situation entsprechen. Ich glaube, da wäre es dringend notwendig, einen Schulterschluss zu machen (Beifall bei der SPÖ) – für die Menschen in diesem Land und nicht gegen eine Partei, die halt irgendwelche guten Vorschläge bringt. Wir sind offen für Kooperation – auch wenn wir uns Dinge zehnmal anschauen und nicht immer zufrieden sind –, damit wir hier weiterkommen. Ich bitte Sie von der Regierung wirklich, wenigstens im letzten Jahr einmal die Menschen in den Fokus zu setzen und Ihr Ego zu überwinden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Scheucher-Pichler.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist auch vom BMK unterstützt, und ich denke, diese Forschungs- und Innovationsprojekte sind da ganz notwendig, denn in sehr vielen Bereichen – ich habe das auch im Waldviertel gesehen – müssen wir die Dampferzeugung aus Erdgas ersetzen. Ich bin sehr froh, dass Österreich da ganz innovativ ist und im Bereich Wärmepumpenentwicklung auch weiter voranschreitet. Es braucht nicht nur Feuerungsanlagen, die kann man auch direkt ersetzen. Ich denke, das muss dann eigentlich überhaupt der bessere Weg in Zukunft sein. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun aber noch einige Worte zu meinen Vorrednerinnen und Vorrednern: Herr Kollege Linder, Einspruch, euer Ehren! Handwerk hat kein schlechtes Image, Handwerk hat goldenen Boden. Sie alle wissen, wenn Sie einen tollen und guten Handwerker bekommen, haben Sie eine Freude. Es ist eine Freude, wie manche Jugendliche diesen Beruf erlernen. Das sind tolle und wirklich motivierte junge Menschen, die diesen Beruf ergreifen. (Beifall bei der ÖVP.) Ich habe selbst zwei junge Frauen in meinem Betrieb, die diesen Beruf im Bereich Schmiedetechnik und Metalltechnik erlernen. – Sie können gerne zu mir kommen und sich das ansehen: Diese sind motiviert, gut drauf und haben wirklich eine Freude bei der Arbeit.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Maurer.
Frau Kollegin Oberrauner, Sie haben gesagt, die Regierung hat viel falsch gemacht, was die Wirtschaft betrifft. Das widerspiegelt aber zum Beispiel die GfK-Studie, die gemacht wurde, absolut nicht. GfK ist die fünftgrößte Institution in diesem Bereich, die erforscht, wie hoch die Kaufkraft ist. Das ist ein in Deutschland beheimatetes Unternehmen und es hat herausgefunden, dass wir bei der Kaufkraft unter 42 Ländern von Platz neun auf Platz sieben gestiegen sind, und wir haben Länder wie Deutschland und Norwegen hinter uns gelassen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Maurer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Maurer.
Also: Diese Regierung hat nicht viel falsch gemacht, sondern sie hat viel ganz richtig gemacht. Wir lassen uns das Land nicht krankjammern. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Maurer.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich möchte aber die Gelegenheit nutzen, um mich bei 30 000 Unternehmerinnen und Unternehmern zu bedanken, die in ihren Betrieben 108 000 Lehrlinge ausbilden, wie es Martina Kaufmann schon formuliert hat. Damit geben sie dieser Jugend eine Zukunft, ermöglichen ihr einen Weg ins Erwachsenenleben und tragen dafür Sorge, dass sie in Zukunft gut ausgebildete Mitarbeiter haben, denn sie werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen. Die demografische Entwicklung in diesem Land sagt für 2040 voraus, dass zu den bereits 200 000 offenen Stellen zusätzlich 350 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebraucht werden, und diese müssen gut ausgebildet werden. Dieses Gesetz bildet dazu eine gute Grundlage. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke allen, die dieses Gesetz auf den Weg gebracht haben. Es gibt heute sogar eine einstimmige Beschlussfassung – das ist ja nicht ganz üblich in diesem Haus, sagt aber auch viel über dieses Gesetz aus. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Aufpassen!, sagt der Herr Lehrer!
Ganz konkret – ich habe im Ausschuss danach gefragt –: Man möchte Schülerinnen und Schüler – hört zu! (Abg. Steinacker: Aufpassen!, sagt der Herr Lehrer!) –, man möchte Schülerinnen und Schüler von außerhalb der Europäischen Union für Österreich anwerben – Schülerinnen und Schüler!
Beifall bei der SPÖ.
Dann habe ich die Frage gestellt – die kommen aus Moldawien, möglicherweise aus asiatischen Ländern nach Österreich –: Und wovon sollen diese Schülerinnen und Schüler für Sozialberufe leben? – Auf diese Frage habe ich keine Antwort bekommen, weil Schülerinnen und Schüler kein Einkommen haben, wenn sie – möglicherweise in anderen Ländern – angeworben werden. Wenn sie schon hier sind, dann brauchen sie einen Aufenthaltstitel, dann sollen sie bitte in die Schule gehen, die in Österreich verfügbar ist – dann haben wir kein Problem –, aber die Anwerbung von außerhalb, die Zusage, dass man ihnen eine Rot-Weiß-Rot-Karte gibt, und sie dann mit keinem Einkommen zu versehen, das kann sich nicht ausgehen und das ist nicht die Art von Politik, die wir unterstützen wollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.
Ich sage das sehr, sehr deutlich. Wenn man bei einem 400-Millionen-Menschen-Arbeitsmarkt keine geeigneten Kräfte für den öffentlichen Verkehr findet, dann liegt es nicht daran, dass wir die in Österreich nicht haben, sondern es liegt an den Arbeitsbedingungen dieser Menschen. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Da muss man etwas anderes ändern! Da muss man die Arbeitsbedingungen ändern, da muss man die Rahmenbedingungen verändern. Was wir hier für ein geeignetes Personal brauchen, das sind geeignete Ausbildungsmaßnahmen und ist ein geeignetes Einkommen dafür – und das werden wir machen. Wir stimmen einem Öffiausbau mit Lohn- und Sozialdumping nicht zu. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Aus aller Herren Länder!
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ja, heute ist ein sehr wichtiger Tag für Menschen (Abg. Belakowitsch: Aus aller Herren Länder!) mit Behinderung.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ändern wir heute. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ab nächstem Jahr, ab 1. Jänner 2024, wird für Jugendliche – für junge Menschen unter 25 – mit Behinderung die Überprüfung der Arbeitsfähigkeit ausgesetzt beziehungsweise abgeschafft. Die Betroffenen erhalten damit Zugang zu den Leistungen des Arbeitsmarktservice und des Sozialministeriumservice. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ändern wir heute. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ab nächstem Jahr, ab 1. Jänner 2024, wird für Jugendliche – für junge Menschen unter 25 – mit Behinderung die Überprüfung der Arbeitsfähigkeit ausgesetzt beziehungsweise abgeschafft. Die Betroffenen erhalten damit Zugang zu den Leistungen des Arbeitsmarktservice und des Sozialministeriumservice. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Grünberg und Deckenbacher.
Dafür stehen dem Arbeitsministerium, dem AMS mit den zuletzt im Rahmen des Budgets zusätzlich beschlossenen 50 Millionen Euro an Arbeitsmarktgeldern für Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit und mit Behinderung auch die entsprechenden budgetären Mittel zur Verfügung. Wichtig ist auch, dass Menschen mit Behinderung, die bereits im Arbeitsmarkt waren, wenn sie in die Arbeitslosigkeit kommen, künftig alle Leistungen des Arbeitsmarktservice zur Verfügung stehen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Grünberg und Deckenbacher.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Kirchbaumer und Scheucher-Pichler.
Der heutige Beschluss, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein wichtiger, ganz zentraler Schritt zu einer weiteren Inklusion am Arbeitsmarkt. Natürlich werden weitere folgen müssen und wir werden auch dranbleiben. Wir bitten aber auch um breite Zustimmung für diesen Paradigmenwechsel. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Kirchbaumer und Scheucher-Pichler.)
Abg. Koza: Wir haben auch einen zweiten Sprecher!
Interessant ist auch, Herr Kollege Koza, dass Sie kein Sterbenswörtchen zur Erleichterung beim Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Karte gesagt haben. (Abg. Koza: Wir haben auch einen zweiten Sprecher!) Wahrscheinlich genieren Sie sich selber für diese Rot-Weiß-Rot-Karte, weil das jetzt nämlich ein Hereinlassen von Menschen aus aller Herren Länder bedeutet, ohne dass es irgendwelche Qualifikationen geben muss. Das ist in Wahrheit das Öffnen des österreichischen Marktes, des Arbeitsmarktes für die ganze Welt. (Abg. Koza: ... Millionen an Lokführern, wir warten ...!) Das ist nicht mehr positiv, Herr Bundesminister, und es verwundert mich jetzt irgendwie, dass Sie das immer noch so machen und so handhaben.
Abg. Koza: ... Millionen an Lokführern, wir warten ...!
Interessant ist auch, Herr Kollege Koza, dass Sie kein Sterbenswörtchen zur Erleichterung beim Zugang zur Rot-Weiß-Rot-Karte gesagt haben. (Abg. Koza: Wir haben auch einen zweiten Sprecher!) Wahrscheinlich genieren Sie sich selber für diese Rot-Weiß-Rot-Karte, weil das jetzt nämlich ein Hereinlassen von Menschen aus aller Herren Länder bedeutet, ohne dass es irgendwelche Qualifikationen geben muss. Das ist in Wahrheit das Öffnen des österreichischen Marktes, des Arbeitsmarktes für die ganze Welt. (Abg. Koza: ... Millionen an Lokführern, wir warten ...!) Das ist nicht mehr positiv, Herr Bundesminister, und es verwundert mich jetzt irgendwie, dass Sie das immer noch so machen und so handhaben.
Ruf bei den Grünen: Es geht um den öffentlichen Verkehr! Öffentlicher Verkehr!
Was machen Sie jetzt? – Ihre Antwort darauf ist: Kommt alle rein, der österreichische Arbeitsmarkt möchte Sie alle gerne haben!, und das vor dem Hintergrund einer massiv steigenden Arbeitslosigkeit. Das verleugnen Sie ja schon die längste Zeit. Sie machen eine reine Vogel-Strauß-Politik. (Ruf bei den Grünen: Es geht um den öffentlichen Verkehr! Öffentlicher Verkehr!)
Abg. Koza: Was hat das mit Lokführern zu tun? Öffentlicher Verkehr ...!
Für diese Firma gibt es eine große Förderung: „Seit 1. Jänner 2020“ – lautet Ihre Anfragebeantwortung – „wurden an die Media Data Vertriebs- und Verlags GmbH € 254.105,65 an AMS Förderungen [...] ausbezahlt.“ Das inkludiert auch die Kurzarbeitsförderung. (Abg. Koza: Was hat das mit Lokführern zu tun? Öffentlicher Verkehr ...!) Und was ist jetzt? „Am 26. September 2023 wurden durch die Media Data Vertriebs- und Verlags GmbH 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ beim AMS „zur Kündigung angemeldet.“ (Bundesminister Kocher: Das kann passieren!)
Beifall bei der FPÖ.
Die Arbeitslosigkeit steigt, Herr Bundesminister, und in Zeiten, in denen die Arbeitslosigkeit steigt, ist es ein völlig falsches Signal, die Kriterien für die Rot-Weiß-Rot-Karte hinunterzuschrauben. Sie hätten sie strenger machen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Titanic! Titanic!
Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier bei uns auf der Galerie und auch zu Hause vor den Bildschirmen! Wenn man den Kollegen von der Opposition, Kollegin Belakowitsch und auch Kollegen Stöger, so zuhört (Abg. Wurm: Titanic! Titanic!), dann bekommt man den Eindruck, dass es absolut in die falsche Richtung geht. Da heißt es, dass wir Sozialdumping betreiben. – Wir haben eine Sozialpartnerschaft. Wir haben einen Kollektivvertrag und der ist einzuhalten. Der wird eingehalten und der hat auch eingehalten zu werden.
Abg. Belakowitsch: Darf ich sie Ihnen geben, die Antwort?
Grundsätzlich stellt sich für mich schon die Frage, ob man da nicht Äpfel mit Birnen vertauscht. Die Kurzarbeit, die Kollegin Belakowitsch gerade erwähnt hat, war ein Instrument, damit Menschen in Beschäftigung bleiben können, damit Mitarbeiter:innen ihre Beschäftigung, ihren Arbeitsplatz behalten können. Damit hat sich kein einziges Unternehmen bereichern können. (Abg. Belakowitsch: Darf ich sie Ihnen geben, die Antwort?)
Abg. Stöger: Das stimmt nicht!
Um es einmal für die Bevölkerung zu skizzieren, für diejenigen, die vielleicht keine Unternehmer sind und Kollegin Belakowitsch gerade nicht folgen konnten: Wenn man einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin in die Kurzarbeit schickt, dann arbeitet der Mitarbeiter während dieser Zeit nicht im Unternehmen, sondern bekommt Geld vom AMS. (Abg. Stöger: Das stimmt nicht!) Ich verstehe jetzt noch nicht ganz, warum man Profiteur davon ist, wenn ein Mitarbeiter nicht im eigenen Unternehmen arbeitet, also nicht vor Ort ist.
Abg. Belakowitsch: Ich habe ja gar nicht behauptet, dass sich wer bereichert hat!
Es war ein gutes Instrument, ein wichtiges Instrument, dass wir die Arbeitsplätze in Österreich haben erhalten können, dass die Menschen ihren Arbeitsplatz haben behalten können. Das war weder Sozialdumping noch eine Bereicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer. Ich bitte wirklich inständig, mit dieser Falschaussage aufzuhören, denn sonst erkläre ich Ihnen ganz gerne noch einmal bilateral, wie das genau funktioniert hat, wenn Sie es nicht verstanden haben. (Abg. Belakowitsch: Ich habe ja gar nicht behauptet, dass sich wer bereichert hat!) – Das haben Sie jetzt mehrfach behauptet (Abg. Belakowitsch: Nein, schade, dass Sie nicht zugehört haben!), und immer wieder wird behauptet, dass sich Unternehmen an der Kurzarbeit bereichert haben. Das möchte ich vehement zurückweisen, weil es einfach nicht stimmt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Schade, dass Sie nicht zugehört haben!)
Abg. Belakowitsch: Nein, schade, dass Sie nicht zugehört haben!
Es war ein gutes Instrument, ein wichtiges Instrument, dass wir die Arbeitsplätze in Österreich haben erhalten können, dass die Menschen ihren Arbeitsplatz haben behalten können. Das war weder Sozialdumping noch eine Bereicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer. Ich bitte wirklich inständig, mit dieser Falschaussage aufzuhören, denn sonst erkläre ich Ihnen ganz gerne noch einmal bilateral, wie das genau funktioniert hat, wenn Sie es nicht verstanden haben. (Abg. Belakowitsch: Ich habe ja gar nicht behauptet, dass sich wer bereichert hat!) – Das haben Sie jetzt mehrfach behauptet (Abg. Belakowitsch: Nein, schade, dass Sie nicht zugehört haben!), und immer wieder wird behauptet, dass sich Unternehmen an der Kurzarbeit bereichert haben. Das möchte ich vehement zurückweisen, weil es einfach nicht stimmt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Schade, dass Sie nicht zugehört haben!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Schade, dass Sie nicht zugehört haben!
Es war ein gutes Instrument, ein wichtiges Instrument, dass wir die Arbeitsplätze in Österreich haben erhalten können, dass die Menschen ihren Arbeitsplatz haben behalten können. Das war weder Sozialdumping noch eine Bereicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer. Ich bitte wirklich inständig, mit dieser Falschaussage aufzuhören, denn sonst erkläre ich Ihnen ganz gerne noch einmal bilateral, wie das genau funktioniert hat, wenn Sie es nicht verstanden haben. (Abg. Belakowitsch: Ich habe ja gar nicht behauptet, dass sich wer bereichert hat!) – Das haben Sie jetzt mehrfach behauptet (Abg. Belakowitsch: Nein, schade, dass Sie nicht zugehört haben!), und immer wieder wird behauptet, dass sich Unternehmen an der Kurzarbeit bereichert haben. Das möchte ich vehement zurückweisen, weil es einfach nicht stimmt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Schade, dass Sie nicht zugehört haben!)
Abg. Wurm: Wo kommt denn der Busfahrer her, Rebecca? Wo kommt der her? Äthiopien, oder? – Abg. Belakowitsch: Kambodscha!
Zum Thema: Es geht heute darum, dass wir versuchen, mit einem Instrument – der Rot-Weiß-Rot-Karte – unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlasten. Ich möchte ein plakatives Beispiel bringen: Wenn ein Busfahrer 40 Stunden fährt, der Kollege krank ist und der dritte Bus nicht besetzt werden kann, weil man keine Mitarbeiter hat, was ist das Resultat daraus? (Abg. Wurm: Wo kommt denn der Busfahrer her, Rebecca? Wo kommt der her? Äthiopien, oder? – Abg. Belakowitsch: Kambodscha!) – Der Mitarbeiter macht Überstunden und versucht, mit Gemeinschaftlichkeit diese Linie abzudecken.
Abg. Belakowitsch: Hoffentlich liegt dann kein Schnee!
Wenn wir mehr Mitarbeiter:innen rekrutieren können, entlasten wir auch dadurch unsere Buslenker:innen (Abg. Belakowitsch: Hoffentlich liegt dann kein Schnee!) – wir veranstalten kein Sozialdumping, sondern wir entlasten unsere Mitarbeiter:innen.
Abg. Wurm: Dass die Regierung am Ende ist, Rebecca, wenn ihr keine Busfahrer mehr habt!
Was bedeutet es für den Einzelnen zu Hause (Abg. Wurm: Dass die Regierung am Ende ist, Rebecca, wenn ihr keine Busfahrer mehr habt!), dass wir Linien ausfallen lassen müssen, dass der öffentliche Verkehr nicht mehr funktioniert, dass Pendlerinnen und Pendler (Abg. Belakowitsch: Dann schaffts halt die Pendlerpauschale nicht ab!), die von A nach B zu ihrer Arbeit fahren müssen, nicht mehr rechtzeitig zur Arbeitsstätte kommen, weil der Bus ausfällt, dass die Schüler:innen nicht in die Schule kommen, weil der Bus ausfällt?
Abg. Belakowitsch: Dann schaffts halt die Pendlerpauschale nicht ab!
Was bedeutet es für den Einzelnen zu Hause (Abg. Wurm: Dass die Regierung am Ende ist, Rebecca, wenn ihr keine Busfahrer mehr habt!), dass wir Linien ausfallen lassen müssen, dass der öffentliche Verkehr nicht mehr funktioniert, dass Pendlerinnen und Pendler (Abg. Belakowitsch: Dann schaffts halt die Pendlerpauschale nicht ab!), die von A nach B zu ihrer Arbeit fahren müssen, nicht mehr rechtzeitig zur Arbeitsstätte kommen, weil der Bus ausfällt, dass die Schüler:innen nicht in die Schule kommen, weil der Bus ausfällt?
Abg. Belakowitsch: Gibt ja keine mehr!
Wenn wir am Arbeitsmarkt keine Mitarbeiter:innen finden, müssen wir uns so behelfen, dass wir versuchen, Arbeitskräfte aus Drittstaaten zu finden, die selbstverständlich den Kriterien der Rot-Weiß-Rot-Karte unterliegen. (Abg. Belakowitsch: Gibt ja keine mehr!) – Selbstverständlich gibt es diese Richtlinien, ich kann sie Ihnen gerne mailen und Sie können Sie gerne lesen, wenn Sie lesen und verstehen können. (Abg. Belakowitsch: Wir können sie jetzt aber auch den Zuhörern hier erzählen, diese Kriterien!)
Abg. Belakowitsch: Wir können sie jetzt aber auch den Zuhörern hier erzählen, diese Kriterien!
Wenn wir am Arbeitsmarkt keine Mitarbeiter:innen finden, müssen wir uns so behelfen, dass wir versuchen, Arbeitskräfte aus Drittstaaten zu finden, die selbstverständlich den Kriterien der Rot-Weiß-Rot-Karte unterliegen. (Abg. Belakowitsch: Gibt ja keine mehr!) – Selbstverständlich gibt es diese Richtlinien, ich kann sie Ihnen gerne mailen und Sie können Sie gerne lesen, wenn Sie lesen und verstehen können. (Abg. Belakowitsch: Wir können sie jetzt aber auch den Zuhörern hier erzählen, diese Kriterien!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist wirklich beschämend, wie man hier ein Bashing gegen alle Maßnahmen, gegen die Bundesregierung, gegen die Unternehmerschaft und auch – das sage ich abschließend – gegen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter macht, denn die wollen wir auch entlasten, und das ist ein wichtiger Punkt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Michael Seemayer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Zu Beginn darf ich den Bundesjugendsekretär des DGBs mit der Delegation der Österreichischen Gewerkschaftsjugend auf der Galerie begrüßen – herzlich willkommen bei uns! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegin Kirchbaumer, eines muss ich schon richtigstellen: Die Kurzarbeitsabwicklung ist, glaube ich, nicht recht geläufig, denn wenn man Mitarbeiter in Kurzarbeit hat, dann kriegen die Mitarbeiter weiterhin Lohn oder Gehalt vom Unternehmen, und das Unternehmen bekommt eine Kurzarbeitsbeihilfe vom AMS. Es ist also eine Kurzarbeitsbeihilfe für die Unternehmen, damit sie die Löhne und Gehälter weiter bezahlen können. – So dürfte es richtig sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lindner.
Wo ich Ihnen recht gebe: Wenn man die Kurzarbeit richtig anwendet, dann kann man sich nicht bereichern – wenn man sie falsch anwendet, schon. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lindner.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher braucht es mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt nicht weniger, sondern mehr Personal für das AMS. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: ... Vorarlberg!
Nun zur Frage der Beschäftigung von Mitarbeitern aus Drittstaaten im Personenverkehr und im Güterverkehr – praktisch Rot-Weiß-Rot-Karte für einen Busfahrer, auf Deutsch gesprochen –: Wir finden das gut – anders, als die SPÖ das sieht. Warum finden wir das gut? (Abg. Belakowitsch: ... Vorarlberg!) – Es gibt die österreichischen Busfahrer nicht. (Beifall der Abgeordneten Jeitler-Cincelli und Kirchbaumer.) Wenn ein Unternehmen die bekommen würde, dann würde es sie sofort nehmen. (Abg. Hörl: ... Deutsch! Es gibt auch keine Kellner!)
Beifall der Abgeordneten Jeitler-Cincelli und Kirchbaumer.
Nun zur Frage der Beschäftigung von Mitarbeitern aus Drittstaaten im Personenverkehr und im Güterverkehr – praktisch Rot-Weiß-Rot-Karte für einen Busfahrer, auf Deutsch gesprochen –: Wir finden das gut – anders, als die SPÖ das sieht. Warum finden wir das gut? (Abg. Belakowitsch: ... Vorarlberg!) – Es gibt die österreichischen Busfahrer nicht. (Beifall der Abgeordneten Jeitler-Cincelli und Kirchbaumer.) Wenn ein Unternehmen die bekommen würde, dann würde es sie sofort nehmen. (Abg. Hörl: ... Deutsch! Es gibt auch keine Kellner!)
Abg. Hörl: ... Deutsch! Es gibt auch keine Kellner!
Nun zur Frage der Beschäftigung von Mitarbeitern aus Drittstaaten im Personenverkehr und im Güterverkehr – praktisch Rot-Weiß-Rot-Karte für einen Busfahrer, auf Deutsch gesprochen –: Wir finden das gut – anders, als die SPÖ das sieht. Warum finden wir das gut? (Abg. Belakowitsch: ... Vorarlberg!) – Es gibt die österreichischen Busfahrer nicht. (Beifall der Abgeordneten Jeitler-Cincelli und Kirchbaumer.) Wenn ein Unternehmen die bekommen würde, dann würde es sie sofort nehmen. (Abg. Hörl: ... Deutsch! Es gibt auch keine Kellner!)
Abg. Kucharowits: Wirklich, so lächerlich!
Versetzen Sie sich in die Lage, Sie hätten ein Unternehmen – das ist für einen Sozialisten schwer (Abg. Kucharowits: Wirklich, so lächerlich!), aber versetzen Sie sich in die Lage –, Sie hätten ein Busunternehmen und Sie hätten Bewerber. Dann nehmen Sie doch lieber die, die Deutsch können und die in Krupping-Neusiedl jedes Eck kennen, wenn sie mit dem Bus durchkurven, als jemanden, der aus einem Drittland kommt und dem Sie zuerst einmal sagen müssen, wo Krems ist, wo Sankt Pölten ist und wo Scheibbs ist. Es ist total logisch. Diese Leute bekommen die Rot-Weiß-Rot-Karte nur, weil es hier keine gibt, die den Job machen. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen sowie Bravoruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen sowie Bravoruf des Abg. Hörl.
Versetzen Sie sich in die Lage, Sie hätten ein Unternehmen – das ist für einen Sozialisten schwer (Abg. Kucharowits: Wirklich, so lächerlich!), aber versetzen Sie sich in die Lage –, Sie hätten ein Busunternehmen und Sie hätten Bewerber. Dann nehmen Sie doch lieber die, die Deutsch können und die in Krupping-Neusiedl jedes Eck kennen, wenn sie mit dem Bus durchkurven, als jemanden, der aus einem Drittland kommt und dem Sie zuerst einmal sagen müssen, wo Krems ist, wo Sankt Pölten ist und wo Scheibbs ist. Es ist total logisch. Diese Leute bekommen die Rot-Weiß-Rot-Karte nur, weil es hier keine gibt, die den Job machen. (Beifall bei NEOS, ÖVP und Grünen sowie Bravoruf des Abg. Hörl.)
Abg. Meinl-Reisinger: Wäre super, wenn ... in der Regierung wären!
ist. (Abg. Meinl-Reisinger: Wäre super, wenn ... in der Regierung wären!) Es gehen in den nächsten Jahren jedes Jahr ungefähr 100 000 Leute in Pension, und ungefähr 80 000 rücken auf den Arbeitsmarkt nach. Uns fehlen die Leute überall! Sie fehlen in der Gastronomie, sie fehlen im Tourismus, sie fehlen im Verkehr. (Abg. Meinl-Reisinger: In der Schischule!) Schauen Sie sich an der Tankstelle in Ihrer Nachbarschaft um! Schauen Sie sich in der Bäckerei in Ihrer Nachbarschaft um: Jeder nimmt Leute. Komm rein, sag mir, wie viele Stunden du arbeiten willst und um welche Uhrzeit! – Wir haben vorne und hinten zu wenig Personal. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: In der Schischule!
ist. (Abg. Meinl-Reisinger: Wäre super, wenn ... in der Regierung wären!) Es gehen in den nächsten Jahren jedes Jahr ungefähr 100 000 Leute in Pension, und ungefähr 80 000 rücken auf den Arbeitsmarkt nach. Uns fehlen die Leute überall! Sie fehlen in der Gastronomie, sie fehlen im Tourismus, sie fehlen im Verkehr. (Abg. Meinl-Reisinger: In der Schischule!) Schauen Sie sich an der Tankstelle in Ihrer Nachbarschaft um! Schauen Sie sich in der Bäckerei in Ihrer Nachbarschaft um: Jeder nimmt Leute. Komm rein, sag mir, wie viele Stunden du arbeiten willst und um welche Uhrzeit! – Wir haben vorne und hinten zu wenig Personal. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
ist. (Abg. Meinl-Reisinger: Wäre super, wenn ... in der Regierung wären!) Es gehen in den nächsten Jahren jedes Jahr ungefähr 100 000 Leute in Pension, und ungefähr 80 000 rücken auf den Arbeitsmarkt nach. Uns fehlen die Leute überall! Sie fehlen in der Gastronomie, sie fehlen im Tourismus, sie fehlen im Verkehr. (Abg. Meinl-Reisinger: In der Schischule!) Schauen Sie sich an der Tankstelle in Ihrer Nachbarschaft um! Schauen Sie sich in der Bäckerei in Ihrer Nachbarschaft um: Jeder nimmt Leute. Komm rein, sag mir, wie viele Stunden du arbeiten willst und um welche Uhrzeit! – Wir haben vorne und hinten zu wenig Personal. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Vielleicht war es vor 30 Jahren richtig, dass Sie sich so schützend vor die Arbeiterschaft gestellt haben, weil Sie Angst haben mussten, dass Ausländer den Menschen die Arbeitsplätze wegnehmen. Ich glaube, es war damals schon falsch – aber mögen Sie damals recht gehabt haben. Heute liegen Sie ganz sicher falsch! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
In Richtung Abg. Wurm:
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Bundesminister Kocher. – (In Richtung Abg. Wurm:) Du darfst noch einmal warten, Herr Abgeordneter.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Ja, das glaube ich schon!
Und wenn von der FPÖ die verschiedenen Aspekte wie Scheinfirmen, qualifizierte Zuwanderung und Kurzarbeit in einen Topf geworfen werden, dann zeigt das, welche wirtschaftliche Kompetenz dort vorhanden ist. Ich hoffe sehr, dass alle, die zuhören, das auch einschätzen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Ja, das glaube ich schon!)
Abg. Loacker: Die gehen alle in Frühpension! Alle weg!
Noch kurz zu den Beschäftigten im Verkehrswesen, im öffentlichen Verkehr: Wenn es so wäre, dass die Schwierigkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, nur daran liegt, dass die Arbeitsbedingungen in diesem Bereich so schlecht wären, dann wäre das ja zum Beispiel auch ein Vorwurf an die Stadt Wien – diese hat zu wenige Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer, hat zu wenige Busfahrerinnen und Busfahrer. (Abg. Loacker: Die gehen alle in Frühpension! Alle weg!) Es ist tatsächlich so, dass wir in diesem Bereich insgesamt eine große Knappheit haben und einfach Arbeitskräfte brauchen. Ich glaube, das kann jeder nachvollziehen, der gelegentlich – weil es zu wenig Arbeits- und Fachkräfte gibt – länger auf die Bahn, den Bus oder die Tram warten muss.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Das ist wie gesagt ein Paradigmenwechsel. Es ist sicher nicht der letzte Schritt, der notwendig ist, aber ich bitte um breite Unterstützung dieses Vorhabens im Sinne eines inklusiven Arbeitsmarkts. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Kopf.
Vielleicht muss man das noch ein bisschen aufdröseln. Es ist halt – wir haben es in den letzten Tagen ja auch in anderen Bereichen gesehen – leider Gottes dieses Land wirklich am Ende. (Zwischenruf des Abg. Kopf.) Wir haben überall Baustellen, Problemstellungen; auch am Arbeitsmarkt, Herr Minister. Ich darf daran erinnern: Das, was Sie jetzt vorlegen, ist im Prinzip der Offenbarungseid, dass man am Arbeitsmarkt komplett versagt hat.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Das heißt, die Aussichten sind sehr, sehr schlecht. Die Arbeitslosigkeit – und der Minister weiß das – wird jetzt über den Winter und auch ins Frühjahr hinein sehr stark zunehmen. Wir sprechen bereits von mehr als 350 000 Menschen. Ich mache einen Rückblick auf die Dreißigerjahre des letzten Jahrhunderts. Wenn Sie sich an die Krisenjahre der Dreißigerjahre erinnern: Da waren es in Österreich knapp 300 000 Arbeitslose – damit man sich einmal ungefähr das Verhältnis vorstellen kann. Das ist eine Riesenzahl an Arbeitslosen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Hörl: Koch bleibt Koch!
Warum sind wir da so kritisch? – Wir haben Ihnen damals schon das Märchen nicht geglaubt: Wir gehen in die Europäische Union und alles wird super! Der portugiesische Koch kommt nach Tirol und arbeitet als Kellner oder sonst was! – Das hat sich alles nicht bewahrheitet (Abg. Hörl: Koch bleibt Koch!), das heißt, die Europäische Union und auch die Ostöffnung des Arbeitsmarktes hat unsere Probleme nicht gelöst.
Abg. Loacker: Wir reden von Busfahrern!
Dann kam die nächste Märchenstunde, Sie von dieser berühmten Einheitspartei waren immer alle vier dabei. Auch die Sozialdemokratie hat Arbeiter und Angestellte in Österreich verraten, die ÖVP sowieso, aber auch NEOS und Grüne. Nächstes Märchen: Jetzt kommt die Zuwanderung, und damit kommen der Atomwissenschaftler, der Gehirnchirurg und so weiter. (Abg. Loacker: Wir reden von Busfahrern!) – Was ist gekommen? (Abg. Disoski: Bus-Fahrer!) – Unqualifizierte Zuwanderung – über eine halbe Million, die jetzt das System belasten! Also: wieder ein Märchen, das sich nicht bewahrheitet hat. Wir haben es prophezeit, wir haben recht behalten.
Abg. Disoski: Bus-Fahrer!
Dann kam die nächste Märchenstunde, Sie von dieser berühmten Einheitspartei waren immer alle vier dabei. Auch die Sozialdemokratie hat Arbeiter und Angestellte in Österreich verraten, die ÖVP sowieso, aber auch NEOS und Grüne. Nächstes Märchen: Jetzt kommt die Zuwanderung, und damit kommen der Atomwissenschaftler, der Gehirnchirurg und so weiter. (Abg. Loacker: Wir reden von Busfahrern!) – Was ist gekommen? (Abg. Disoski: Bus-Fahrer!) – Unqualifizierte Zuwanderung – über eine halbe Million, die jetzt das System belasten! Also: wieder ein Märchen, das sich nicht bewahrheitet hat. Wir haben es prophezeit, wir haben recht behalten.
Abg. Kopf: Ja!
Jetzt kommen Sie mit dem nächsten Vorschlag daher und die ÖVP verteidigt ihn. Wo ist denn Kollege Karlheinz Kopf? Er sucht ja jetzt schon weltweit Mitarbeiter und sagt das noch ganz stolz. (Abg. Kopf: Ja!) Das ist ja ein Offenbarungseid, wenn man heute keinen Busfahrer mehr findet. Da ist ja viel schiefgegangen. Gestern war Bildungspolitik ein von den NEOS eingebrachtes Thema. Bitte schön, das ist ja nur mehr das Ende der Fahnenstange! (Abg. Hörl: Wenige Leute ...!)
Abg. Hörl: Wenige Leute ...!
Jetzt kommen Sie mit dem nächsten Vorschlag daher und die ÖVP verteidigt ihn. Wo ist denn Kollege Karlheinz Kopf? Er sucht ja jetzt schon weltweit Mitarbeiter und sagt das noch ganz stolz. (Abg. Kopf: Ja!) Das ist ja ein Offenbarungseid, wenn man heute keinen Busfahrer mehr findet. Da ist ja viel schiefgegangen. Gestern war Bildungspolitik ein von den NEOS eingebrachtes Thema. Bitte schön, das ist ja nur mehr das Ende der Fahnenstange! (Abg. Hörl: Wenige Leute ...!)
Zwischenruf des Abg. Lercher.
Was dazukommt, Kollege Hörl: Wir sind bankrott. Wie heute Nachmittag, bitte schön, beim Thema Gemeinde gehört – da hat die SPÖ, da habt ihr ja recht gehabt –: 50 Prozent der Gemeinden schaffen kein Budget mehr, mit allen Auswirkungen. Trotzdem stimmt ihr aber wieder zu, liebe Sozialdemokratie, ihr seid immer dabei! (Zwischenruf des Abg. Lercher.) Ihr kennt das Problem,
Abg. Stöger – erheitert –: Habt ihr nicht zugestimmt, oder wie?
stimmt aber immer zu. (Abg. Stöger – erheitert –: Habt ihr nicht zugestimmt, oder wie?)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Also: Dieses Land ist leider Gottes, weil viele dramatische Fehlentscheidungen passiert sind, komplett am Ende – finanziell, am Arbeitsmarkt, wirtschaftlich. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ
Jetzt darf ich zum Abschluss – es gäbe ja viele Dinge zu erzählen – noch auf Folgendes zu sprechen kommen: Es war im Ausschuss recht lustig. Die Frau Kollegin hat ja den Minister gefragt: Was ist falsch gelaufen? Der Minister hat gesagt – Herr Minister, es ist ja mehr oder weniger eine öffentliche Sitzung gewesen –, wenn er eine Zeitmaschine hätte (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ) – die Kollegen, die dabei waren, lachen jetzt schon –, dann würde er sich 25 Jahre zurückbeamen und die Familienpolitik in Österreich anders machen, damit wir dieses Problem demografisch lösen. – Das waren Ihre Worte, Herr Minister. Wir haben ja gestern die aktuellen Zahlen von den Fraktionen gesehen. Die will ich jetzt gar nicht mehr aufwärmen. (Abg. Hörl: Wir sind die Besten!)
Abg. Hörl: Wir sind die Besten!
Jetzt darf ich zum Abschluss – es gäbe ja viele Dinge zu erzählen – noch auf Folgendes zu sprechen kommen: Es war im Ausschuss recht lustig. Die Frau Kollegin hat ja den Minister gefragt: Was ist falsch gelaufen? Der Minister hat gesagt – Herr Minister, es ist ja mehr oder weniger eine öffentliche Sitzung gewesen –, wenn er eine Zeitmaschine hätte (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ) – die Kollegen, die dabei waren, lachen jetzt schon –, dann würde er sich 25 Jahre zurückbeamen und die Familienpolitik in Österreich anders machen, damit wir dieses Problem demografisch lösen. – Das waren Ihre Worte, Herr Minister. Wir haben ja gestern die aktuellen Zahlen von den Fraktionen gesehen. Die will ich jetzt gar nicht mehr aufwärmen. (Abg. Hörl: Wir sind die Besten!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Greiner.
Sie haben die Familienpolitik der einheimischen Bevölkerung zerstört, sodass sich keiner mehr Kinder hat leisten können – Punkt, aus, Amen. Deshalb haben wir so wenige. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Greiner.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Treten Sie ab! – Abg. Greiner: Es gibt auch andere Unqualifizierte! – Abg. Heinisch-Hosek: Die gerade weggehen vom Pult!
Und das Zweite, was Sie falsch gemacht haben: Sie haben jetzt über Jahrzehnte Hunderttausende unqualifizierte Menschen ins Land geholt, die uns am Arbeitsmarkt nicht helfen, uns aber Milliarden Euro an Kosten verursachen – Milliarden, die hier in Österreich fehlen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Treten Sie ab! – Abg. Greiner: Es gibt auch andere Unqualifizierte! – Abg. Heinisch-Hosek: Die gerade weggehen vom Pult!)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Wenn es nach der FPÖ ginge, dann sind wahrscheinlich sogar nationale Grenzen zu weit gegriffen. Dann gibt es neun Bundesländer mit Landesgrenzen, jeder kriegt ein Gartenwerkzeug und es gibt ein paar Gartenzwerge, die das Land bestellen. Busfahrer braucht es keinen mehr, denn über die Landesgrenze kommt man ohnedies nicht mehr hinaus. Das findet alles innerhalb der Landesgrenze statt, und die Wirtschaft funktioniert und der Arbeitsmarkt funktioniert. – Also diese Begrifflichkeit von Wirtschaft, von Arbeitsmarkt, die ist ja völlig jenseitig! So funktioniert das gesamte System nicht. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Hörl: Für alle!
Es wird also mehrere Maßnahmen brauchen, und eine der Maßnahmen ist natürlich eine gezielte Arbeitsmigration für den öffentlichen Verkehr (Abg. Hörl: Für alle!), eine gezielte Aktion im Bereich der Rot-Weiß-Rot-Karte (Abg. Hörl: Für alle!), in der Mangelberufsliste. Das ist, glaube ich, ein wichtiger Schritt und wird von uns auch unterstützt. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Hörl: Für alle!
Es wird also mehrere Maßnahmen brauchen, und eine der Maßnahmen ist natürlich eine gezielte Arbeitsmigration für den öffentlichen Verkehr (Abg. Hörl: Für alle!), eine gezielte Aktion im Bereich der Rot-Weiß-Rot-Karte (Abg. Hörl: Für alle!), in der Mangelberufsliste. Das ist, glaube ich, ein wichtiger Schritt und wird von uns auch unterstützt. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Es wird also mehrere Maßnahmen brauchen, und eine der Maßnahmen ist natürlich eine gezielte Arbeitsmigration für den öffentlichen Verkehr (Abg. Hörl: Für alle!), eine gezielte Aktion im Bereich der Rot-Weiß-Rot-Karte (Abg. Hörl: Für alle!), in der Mangelberufsliste. Das ist, glaube ich, ein wichtiger Schritt und wird von uns auch unterstützt. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Wurm: Das ist dem Äthiopier sicher wichtig!
Natürlich braucht es da faire Bedingungen und die Einhaltung der strengen Regeln gegen Lohndumping, die wir in Österreich auch haben. Ja, selbstverständlich wird das auch eingehalten, ganz gleich woher, aus welchem Land jemand nach Österreich kommt. Und es braucht auch ein gutes Betriebsklima und vor allem auch Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. (Abg. Wurm: Das ist dem Äthiopier sicher wichtig!) Es braucht auch ein gutes Arbeitsklima und vor allem auch Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. (Abg. Wurm: Das Betriebsklima ist dem Äthiopier sicher wichtig!)
Abg. Wurm: Das Betriebsklima ist dem Äthiopier sicher wichtig!
Natürlich braucht es da faire Bedingungen und die Einhaltung der strengen Regeln gegen Lohndumping, die wir in Österreich auch haben. Ja, selbstverständlich wird das auch eingehalten, ganz gleich woher, aus welchem Land jemand nach Österreich kommt. Und es braucht auch ein gutes Betriebsklima und vor allem auch Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. (Abg. Wurm: Das ist dem Äthiopier sicher wichtig!) Es braucht auch ein gutes Arbeitsklima und vor allem auch Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten. (Abg. Wurm: Das Betriebsklima ist dem Äthiopier sicher wichtig!)
Beifall bei den Grünen.
Weil wir bei den besseren Bedingungen sind, auch ein ganz kritischer Punkt: Es braucht in allen Bundesländern – da sind auch die Verkehrsverbünde und auch die Busunternehmen gefragt, das wissen sie auch – bessere Bedingungen, auch was die Frauenbeschäftigung im Bereich des öffentlichen Busverkehrs betrifft. Auch da ist viel zu tun, auch das wissen wir. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hörl: Das ist auch in der Gastronomie so!
Wir müssen den öffentlichen Verkehr mit allen Takten und zukünftigen Verkehren unterstützen und die vorhandenen Mitarbeiter:innen entlasten, denn – Frau Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer hat das ganz gut gesagt – der eklatante Personalmangel führt nämlich derzeit auch dazu, dass das bestehende Personal mehr Überstunden machen muss, weniger Möglichkeiten für den Zeitausgleich hat (Abg. Hörl: Das ist auch in der Gastronomie so!), weniger Möglichkeiten hat, auf Urlaub zu gehen, dass auch ein gewisser Druck entsteht, ja nicht krank zu werden. All diese Dinge belasten ein Arbeitsverhältnis, und deshalb muss man, glaube ich, auch im Sinne des Arbeitnehmer:innenschutzes und der Arbeitnehmer:innen sagen, dass sie da einfach Unterstützung brauchen – und diese Unterstützung gewährleisten wir mit dem heutigen Beschluss. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir müssen den öffentlichen Verkehr mit allen Takten und zukünftigen Verkehren unterstützen und die vorhandenen Mitarbeiter:innen entlasten, denn – Frau Abgeordnete Rebecca Kirchbaumer hat das ganz gut gesagt – der eklatante Personalmangel führt nämlich derzeit auch dazu, dass das bestehende Personal mehr Überstunden machen muss, weniger Möglichkeiten für den Zeitausgleich hat (Abg. Hörl: Das ist auch in der Gastronomie so!), weniger Möglichkeiten hat, auf Urlaub zu gehen, dass auch ein gewisser Druck entsteht, ja nicht krank zu werden. All diese Dinge belasten ein Arbeitsverhältnis, und deshalb muss man, glaube ich, auch im Sinne des Arbeitnehmer:innenschutzes und der Arbeitnehmer:innen sagen, dass sie da einfach Unterstützung brauchen – und diese Unterstützung gewährleisten wir mit dem heutigen Beschluss. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir sollten nicht vergessen, auch Menschen mit Behinderungen haben das Recht auf Arbeit. Wie mein Kollege Koza und auch der Bundesminister schon gesagt haben, findet mit dem Gesetz, das heute vorliegt, ein Paradigmenwechsel statt, was die Inklusion für Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt betrifft: Ab dem 1.1. des nächsten Jahres kann die Feststellung der Arbeitsfähigkeit beziehungsweise Arbeitsunfähigkeit frühestens im 25. Lebensjahr stattfinden. Damit erhalten alle Betroffenen den Zugang zu den Leistungen des Arbeitsmarktservice und somit auch mehr Chancen in ihrer beruflichen Karriere. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mein besonderer Dank gilt nun auch noch unserem Arbeitsminister Martin Kocher, der für dieses Thema auf Anhieb ein offenes Ohr hatte und die Umsetzung konsequent vorangetrieben hat. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Es ist absolut notwendig, dass wir diesen Antrag mit breiter Mehrheit annehmen und eine Verbesserung gegenüber der Stichtagslösung schaffen, damit wirklich alle Menschen unter 25 von der angestrebten Änderung profitieren. Das wäre der Paradigmenwechsel, auf den wir alle warten, weil Inklusion nicht karitativ ist, sondern ein Menschenrecht. Ich glaube, wir verzichten auf wertvolle Arbeitskräfte, wenn wir diesem Antrag nicht mit breiter Mehrheit zustimmen. – (Den Dank auch in Gebärdensprache ausführend:) Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Es kracht und knarrt in unserem ganzen Bildungssystem. Wir brauchen eine Generalsanierung, das muss man so sagen. Wir brauchen eine Generalsanierung und keine kosmetischen Korrekturen, und zwar insgesamt bei den Lehrplänen, die wir unbedingt erneuern müssen, neu schreiben müssen, genauso wie in der Bürokratie, in der Besoldung. Wir müssen mehr Wert auf die Sprache vor allem eben schon in den elementaren Bildungseinrichtungen legen. Das ist unbedingt notwendig. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht darum, dass wir Bildung und Leistung in diesem Land so verknüpfen, dass unsere Kinder am Ende des Tages wissen, was sie zu tun haben, dass sie auch eine Perspektive haben und dass sie positiv in die Zukunft gehen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Mag. Romana Deckenbacher (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher und Besucherinnen und Besucher hier bei uns! Die Piaac-Studie aus dem Jahr 2013 – das ist eine internationale Studie, die alle zehn Jahre stattfindet und über Grundkompetenzen von Erwachsenen Bescheid geben und Aussagen darüber treffen soll – sagt aus, dass eine Vielzahl von Personen in Österreich leider nicht über ausreichende Alltagskompetenzen – das heißt, Lesen, Schreiben, Rechnen, aber auch digitale Grundkompetenzen – verfügt, um angemessen am sozialen Leben, aber auch erfolgreich am Arbeitsmarkt teilhaben zu können. Jede und jeder Einzelne von ihnen ist einer zu viel! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Es ist ein klares Ziel, dass es dadurch weniger Personen mit Mindestqualifikation geben soll und mehr Personen einen Platz am Arbeitsmarkt bekommen, denn uns darf niemand verloren gehen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das ist ein ganz wesentlicher Schritt, einerseits natürlich um Menschen Perspektiven zu geben, aber andererseits natürlich auch um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, denn wir geben Menschen Zukunft für unsere Zukunft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin der Meinung, niemand soll sich, darf sich und muss sich dafür schämen, wenn er oder sie nicht ausreichend oder gar nicht lesen oder schreiben kann. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Kollegin Holzleitner hat das Thema aber wieder auf die Agenda gebracht, und es ist gelungen – wir werden das heute gemeinsam beschließen –, den Staatspreis für Erwachsenenbildung wieder einzuführen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Dieser wird alle zwei Jahre vergeben werden. Deswegen sage ich an dieser Stelle: Danke für den gemeinsamen Beschluss! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegin Holzleitner hat das Thema aber wieder auf die Agenda gebracht, und es ist gelungen – wir werden das heute gemeinsam beschließen –, den Staatspreis für Erwachsenenbildung wieder einzuführen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Dieser wird alle zwei Jahre vergeben werden. Deswegen sage ich an dieser Stelle: Danke für den gemeinsamen Beschluss! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Es gibt manchmal Brüche in unserem Leben. Das können Krisen sein, das können Fluchterfahrungen sein, das können auch Krankheiten oder schwierige familiäre Umstände sein. Manchmal hat man von Anfang an schon einen schlechten Start und bricht die Schule ab, manchmal gibt es Ereignisse, die einen erst später aus der Bahn werfen. Wir brauchen in unserer Gesellschaft aber alle Menschen, auch die Menschen, die Krisen durchlaufen haben, und wir brauchen jedes einzelne Talent und jedes Potenzial, das noch schlummert, weil wir alle Ressourcen heben müssen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wir brauchen jeden Einzelnen dieser Menschen auf dem Arbeitsmarkt, aber auch als vollwertiges Mitglied dieser Gesellschaft. Wir müssen die Menschen mit Programmen dort abholen, wo sie stehen. Kollegin Deckenbacher hat einige der Inhalte, die in diesen Basisbildungsangeboten enthalten sind, bereits erwähnt. Ich möchte vielleicht noch einige Punkte herausgreifen, die aus unserer Sicht besonders wichtig sind. Basisbildungsprogramme sind grundsätzlich für alle Menschen da, die in Österreich leben – unabhängig zum Beispiel auch vom Aufenthaltsstatus. Das heißt, sie sind auch für Asylwerbende da. Aus unserer Sicht ist das Integration ab Tag eins und entspricht genau unserem grünen Zugang. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein letzter Punkt: Es geht meistens doch um noch junge Leute, die diese Angebote in Anspruch nehmen. Da gibt es jetzt in dieser Neufassung der Vereinbarung eine Neuerung: Die haben künftig in der Steuerungsgruppe, von der diese Bildungsprogramme entworfen werden, eine Stimme, eine beratende Stimme. Die Bundesjugendvertretung wird in diesem Gremium neben den Sozialpartnern vertreten sein. Wir finden es extrem wichtig, dass auch Jugendliche ihre Lebenswirklichkeit, ihre Bedürfnisse, ihre Perspektiven in die Konzeption einfließen lassen können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das heißt, auch ich freue mich sehr über diese neue, wesentlich ausgeweitete Vereinbarung, und ich freue mich ebenso auch über die Wiederverleihung des Staatspreises für Erwachsenenbildung.– Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist ein Drama: Leute, die neun Jahre in der Schule waren und dann rauskommen und einfachste Texte nicht lesen können – das ist ein Totalversagen der Schule oder der Bildungspolitik. – Herr Minister, auch da sind Sie gefordert, die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die nicht lesen können, nicht gut lesen können, zu minimieren. Ich freue mich sehr auf Ihre Vorschläge dazu, die Sie uns sicherlich in Kürze mitteilen werden. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich danke Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten, deshalb sehr für die breite Unterstützung dieser so wichtigen Maßnahme. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Steigerung von 30 Prozent bedeutet. Somit steigen die jährlich der Erwachsenenbildung zur Verfügung stehenden Beträge von Bund, Ländern und dem Europäischen Sozialfonds von rund 28 Millionen Euro auf rund 35 Millionen Euro, das ist ein Plus von 7 Millionen Euro. Diese Gelder, geschätzte Damen und Herren, sind sehr gut eingesetzt, denn sie geben Menschen – ich komme damit wieder zum Beginn meiner Rede – Chancen, Perspektiven und Zukunft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Taschner.
keinen Menschen zurücklassen! Auch die ein bisschen älter gewordenen Kinder, die Jugendlichen und Erwachsenen, die über diese notwendigen Fähigkeiten nicht verfügen und diese Qualifikation später erwerben wollen, verdienen eine Chance und unsere Unterstützung dabei. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Taschner.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Taschner.
Der zweite Punkt, den wir jetzt diskutieren, ist die Wiederverleihung des Österreichischen Staatspreises für Erwachsenenbildung. Da ist aus unserer Sicht gar nicht einsichtig, warum der in den letzten Jahren nicht vergeben wurde. Kollegin Holzleitner hat jetzt die Initiative ergriffen, dass dieser Preis wieder verliehen werden soll, um innovative, wichtige Projekte vor den Vorhang zu holen, eine entsprechende Wertschätzung auszusprechen und Motivation zu wecken. Wir sind sehr froh, dass es zu diesem Antrag Zustimmung geben wird. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Taschner.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete MMag. Dr. Agnes Totter, BEd (ÖVP): Frau Präsidentin! Ich darf zuallererst einige Grüße ausrichten: Im Namen meiner Kollegen Fritz Ofenauer und Christoph Zarits begrüße ich eine Abordnung des NÖAAB aus Sankt Pölten. – Herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Im Namen meines Kollegen Hans Stefan Hintner begrüße ich außerdem eine Delegation der Unicredit NÖ-Süd/Burgenland, bei der auch der Bruder meines Kollegen, Mag. Herbert Hintner, dabei ist. – Herzlich willkommen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Gleichzeitig gibt es leider noch immer zu viele Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – über keinen Pflichtschulabschluss verfügen und denen wir eine höhere Qualifikation ermöglichen müssen. Mit den aus diesem Gesetzentwurf resultierenden Maßnahmen fördern wir das Erlangen von Pflichtschulabschlüssen und ermöglichen so eine Höherqualifikation, um in den Arbeitsmarkt einsteigen zu können. Konkret wird es bis 2028 zusätzliche Förderungen für Bildungsmaßnahmen im Bereich der Basisbildung sowie für Bildungsmaßnahmen zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses geben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zählt man die Beträge von Bund, Ländern und dem Europäischen Sozialfonds zusammen, so steigen die jährlich für die Erwachsenenbildung zur Verfügung stehenden Mittel von rund 28 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro. Dass der Bund nun die genannten Maßnahmen setzt, ist richtig und wichtig, denn von SPÖ-Bildungsministerinnen verschuldete Versäumnisse in der Bildungspolitik müssen dringend behoben und ausgeglichen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Aus den Fehlern der Vergangenheit müssen wir lernen und erkennen, dass sich eine Investition in die schulische Basisbildung – und diese erfolgt in erster Linie in der Volksschule – jedenfalls lohnt. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Gerade in der Grundstufe I, der Volksschule, werden die so wesentlichen Grundkompetenzen vermittelt. Häufig müssen auch Versäumnisse im Elternhaus ausgeglichen werden. Daraus resultierend können die Entwicklungsunterschiede der Kinder im Schuleingangsbereich bis zu fünf Jahre betragen. Für die Kolleginnen und Kollegen in den Volksschulen ist es eine wirkliche Herausforderung, diese Unterschiede auszugleichen und alle Kinder bestens zu fördern. – Ich danke ihnen für diese großartige Arbeit! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern und auch allen Lehrkräften ein gesegnetes Weihnachtsfest und erholsame, wirklich verdiente Ferien und bedanke mich bei allen Pädagoginnen und Pädagogen an unseren Pflichtschulen für die wertvolle Arbeit. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich ersuche hier um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Brückl.
Die Probleme, die Herr Kollege Brückl aufgezeigt hat, sind ja auch ernst zu nehmen. Insofern ist auch sein Antrag sicherlich zu erwägen, wenn man auch – wie soll ich sagen? – darüber nachdenken muss. Man muss halt immer nachdenken. (Zwischenruf des Abg. Brückl.)
Zwischenruf des Abg. Shetty.
Es gibt natürlich Schwarz und Weiß. Ich habe mich bei der gestrigen Diskussion anlässlich des Dringlichen Antrages so gefreut, dass Herr Kollege Oxonitsch gesagt hat: Also, ich bin überhaupt nicht einverstanden; ich bin mit keinem Satz einverstanden, den Herr Taschner gesagt hat, aber es hat mir in gewisser Weise gefallen, wie er seine Argumente vorgebracht hat. – Insofern kann ich ihm das auch wieder zurückgeben. (Zwischenruf des Abg. Shetty.)
Beifall bei der ÖVP.
Genau das soll in der Schule gelehrt werden, genau dieser Punkt. Wenn das nicht gelehrt wird, wenn einfach nur Schwarz und Weiß gelehrt würde, dann wäre das nicht Schule, wie man sie sich vorstellt. Diese Schule sollen wir haben. (Beifall bei der ÖVP.) Um diese Schule zu haben, brauchen wir eigentlich
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Shetty und Hoyos-Trauttmansdorff.
keinen neuen Gegenstand – bei Gott nicht –, sondern in jedem Gegenstand soll diese Art des Denkens erwogen werden. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Shetty und Hoyos-Trauttmansdorff.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Extremismus ist es, der das nicht macht. Jeglicher Extremismus akzeptiert nicht, dass jemand anders anders denkt. Genau das muss verhindert werden, egal welcher Art dieser Extremismus ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Holzleitner: Schade für Sie!
Auch im Journalismus müsste das der Fall sein. Es kommt mir manchmal komisch vor, wenn eine Zeitung behauptet, sie sei: „Der Haltung gewidmet.“ Ich muss gestehen: Eine Zeitung, die der Haltung gewidmet ist, interessiert mich nicht. (Abg. Holzleitner: Schade für Sie!) Mich interessiert nur eine Zeitung, die mich informiert. Der Haltung gewidmet? – Haltung habe ich selbst,
Abg. Holzleitner: Aber informiert hätte die blaue Seite, die man ja einschränkt!
dafür brauche ich die Zeitung nicht. (Abg. Holzleitner: Aber informiert hätte die blaue Seite, die man ja einschränkt!) Das ist lächerlich. Eine Zeitung, die der Haltung gewidmet ist, ist verfehlt.
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Moral, das Gute, ist etwas, das ich mir selbst in meinem Privaten behalten muss, das ich aber nicht jemand anderem aufdrängen will. Wir haben zu viel Moralismus, viel zu viel. Das vergiftet die sinnvolle, objektive Diskussion. Das vergiftet die Möglichkeit des Flugs der Eule der Minerva, der erst in der einbrechenden Dämmerung beginnt. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Was war immer wieder die erste Antwort des Bildungssystems? – Die erste war einmal: Wir werden die Schulen mit Unterrichtsmaterialien ausstatten. – Ja, das ist natürlich eine flotte Antwort, das ist mir völlig klar. Ich wüsste auch keine, die sich rasch umsetzen lässt, aber ich glaube, gerade wegen dieser immer wiederkehrenden Herausforderung für das Schulsystem, auf Krisen zu reagieren, müssen wir eine grundsätzliche Antwort finden. Die kann nicht nur heißen, ein Maßnahmenpaket nach dem anderen zu schnüren, sondern wir müssen tatsächlich in die Richtung arbeiten, dass Jugendliche im Unterricht – ob es das eigene Fach ist oder nicht – wirklich einen eigenen Raum – und mit Raum meine ich zeitliche Ressourcen – bekommen, um Krisen aufarbeiten zu können, und zwar grundsätzlich und nicht immer nur ad hoc. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Meinl-Reisinger: Aber das reicht nicht!
Natürlich war die erste Antwort auf den Nahostkonflikt – um beim aktuellsten Beispiel zu bleiben –: Wir werden die Schulen mit zusätzlichen Infomaterialien ausstatten. (Abg. Meinl-Reisinger: Aber das reicht nicht!) Ich muss aber sagen, ich habe mich am selben Tag hingesetzt – und da rede ich jetzt gar nicht über den Antrag, sondern das gilt grundsätzlich –: Wenn man Unterrichtsmaterialien und Antisemitismus eingibt, erhält man 1 400 Einträge, wenn
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, es ist – auch für uns – an der Zeit, gerade aus den vergangenen Jahren zu lernen und zu fragen: Wie können wir das grundsätzlich angehen, statt immer nur Ad-hoc-Maßnahmen zu setzen? Ich glaube, die Zeit für Ad-hoc-Maßnahmen ist vorbei. Wir brauchen eine grundsätzliche Lösung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall der Abg. Hamann.
Es haben bereits nahezu 4 000 dieser Workshops stattgefunden. Es wird in die Lehrkräfteausbildung und -fortbildung als Thema eingebaut. Auch da gab es bereits über 400 Veranstaltungen mit etwa 10 000 Teilnehmenden. Also ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Ansatz, und mit diesem Antrag stärken wir die Maßnahmen, die wir in diesem Bereich bereits gesetzt haben. (Beifall der Abg. Hamann.)
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Von meiner Seite aus auch noch einmal herzlichen Dank an die Kollegin von den NEOS für diese Initiative und für den gemeinsamen Antrag. (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Sie haben auch gesagt, dass es kein eigenes Fach braucht. – Ja, wenn wir Flächenfächer einführen, in denen es einen Ethikunterricht für alle gibt und die Demokratiebildung dort auch abgebildet ist, können wir gerne darüber reden. Wir versteifen uns ganz sicher nicht nur darauf, aber es muss selbstverständlich mehr abgebildet sein. Das ist jetzt zu wenig. Die Möglichkeiten, die die Lehrpläne in den einzelnen Fächern zulassen, um Demokratiebildung anzubieten, sind sicherlich nicht so gegeben, wie wir uns das wünschen würden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Nochmals herzlichen Dank an die Kolleginnen und Kollegen und an Sie alle, die hier mitstimmen. Ich glaube, es ist ein sehr, sehr schönes Zeichen auch für Kinder und Jugendliche, dass wir da etwas weitergebracht haben. – Danke. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Rauch.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Ich möchte zuallererst im Namen meines hochgeschätzten Sitznachbarn Dr. Werner Saxinger eine Gruppe begrüßen, und zwar die pensionierten Ärzte aus Oberösterreich, die heute im Hohen Haus sind. Herzlich willkommen! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen sowie des Abg. Rauch.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, das war ein gutes Beispiel, wie es nicht geht. Ich hoffe, dass wir es anders machen, ich habe es bis jetzt auch immer so erlebt. Diesen Grundkonsens sollten wir uns auf jeden Fall behalten, besonders wenn es – in Zeiten wie jetzt – schwieriger wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.
Das wird schon umfassend in Anspruch genommen; ab Jänner wird es noch mehr ausgerollt, noch qualitätsgesicherter gemacht. Ich glaube, es ist wirklich wichtig, dass man die Lehrkräfte da nicht alleine lässt, denn das sind keine einfachen Probleme, die sie da mit ihren Schülerinnen und Schülern diskutieren müssen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Hamann.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und El-Nagashi.
Das ist eine Akutmaßnahme; ich glaube, es braucht auch viele – die sind auch im Antrag erwähnt –, die laufend passieren müssen. Die sind natürlich absolut uneingeschränkt zu unterstützen. Es ist wichtig, dass wir diesen Grundkonsens und diese konkreten Maßnahmen gemeinsam vertreten, damit eben der Extremismus in der Schule keine Chance hat. In der Gesellschaft greift er leider trotz der Maßnahmen in der Schule eh schon um sich; es soll zumindest die Schule ein Ort sein, wo wir als Gesellschaft etwas dagegen tun können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und El-Nagashi.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und El-Nagashi.
Deshalb danke ich Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, auch sehr für das Signal, das Sie mit diesem wichtigen Antrag setzen, denn das ist ein klares Signal an alle Menschen in unserem Land und vor allem auch in den Schulbereich hinein, dass uns allen, als Staat und auch uns als Menschen, die politische Verantwortung haben, dieses Thema wichtig ist. – Deshalb: Vielen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Hamann und El-Nagashi.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.
Dass sich das auch auf den Schulalltag auswirkt, ist, glaube ich, nicht länger überraschend. Wir haben Kontakt zu Lehrer:innen, die uns berichten, dass Israel beispielsweise auf Wandkarten, auf Landkarten herausgeschnitten, übermalt, überklebt wird. Das ist tatsächlich Realität an Österreichs Schulen. Es ist wichtig, dass wir mit diesem Antrag auch ein konkretes Zeichen dagegen setzen und dagegen vorgehen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der SPÖ.
Eines ist mir besonders wichtig, Herr Minister: Keine einzige Initiative und Maßnahme für Schülerinnen und Schüler darf daran scheitern, dass sich diese die Maßnahme nicht leisten können, dass die Finanzierung nicht sichergestellt ist. (Beifall bei der SPÖ.) Sie müssen wirklich die Mittel dafür sicherstellen und aufstellen, damit gerade in der Extremismusprävention keine Schülerin und kein Schüler zurückgelassen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eines ist mir besonders wichtig, Herr Minister: Keine einzige Initiative und Maßnahme für Schülerinnen und Schüler darf daran scheitern, dass sich diese die Maßnahme nicht leisten können, dass die Finanzierung nicht sichergestellt ist. (Beifall bei der SPÖ.) Sie müssen wirklich die Mittel dafür sicherstellen und aufstellen, damit gerade in der Extremismusprävention keine Schülerin und kein Schüler zurückgelassen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.
Abschließend noch zum Entschließungsantrag betreffend „die strafrechtliche Verfolgung von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt durch Hamas-Terroristen“, den Kollegin Pfurtscheller dann gleich nach mir einbringen wird: Es ist ganz, ganz wichtig, sehr geehrte Damen und Herren: Sexuelle Gewalt und Vergewaltigung sind eine brutale Kriegswaffe, die wir gemeinsam jetzt hoffentlich aufs Allerschärfste verurteilen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir werden uns gemeinsam mit den betroffenen Mädchen und Frauen in den Kriegsgebieten solidarisch zeigen und wir werden hier gemeinsam ein starkes Zeichen setzen. – Danke dafür. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen für die große und breite Unterstützung und freue mich, dass wir ein so eindeutiges Zeichen setzen können. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne danke ich für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
All diese Themen wären es wert gewesen, im Wissenschaftsausschuss diskutiert zu werden. Die Regierungsfraktionen haben das anders gesehen – ja, eine vertane Chance. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Werte Damen und Herren, wir ersuchen wirklich die Bürgerinnen und Bürger, dieser Petition zuzustimmen, denn neben Lärmschutzwänden gibt es noch viele öffentliche Gebäude, die wir besser ausnützen könnten, wodurch es möglich wäre, Ackerland zu sparen. Es gibt große Flächen auf Schulen, Ämtern, Kasernen, Feuerwehrhäusern und vieles mehr. Diese Flächen haben für uns den absoluten Vorrang, Acker- und Grünland sollen weiterhin der Produktion von Lebensmitteln erhalten bleiben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
für Petitionen und Bürgerinitiativen die Basis an: die Basis unserer Gemeindearbeit, die Basis unserer Bezirksarbeit, die Basis dessen, wie Zukunft funktionieren kann. Zukunft kann dann funktionieren, wenn wir eine funktionierende Infrastruktur haben, wenn wir einen funktionierenden öffentlichen Verkehr haben, wenn wir nicht unter Lärm leiden, wenn wir Geschäfte vor Ort haben, in die wir einkaufen gehen können, wenn es Poststellen gibt, wenn es Polizei gibt. Das heißt, in Wirklichkeit sind die im Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen behandelten Anliegen ein Abbild der Probleme unserer Gesellschaft. Ich finde es sehr wichtig, dass wir uns diesen Themen widmen und dass wir genau in diesen Ausschuss die Wahlkreisarbeit hineintragen. Ich bedanke mich hier für das Engagement von allen engagierten Abgeordneten. Danke für euer Engagement! Danke! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich möchte mich für die Aufmerksamkeit bedanken und wünsche eine geruhsame Zeit in der Weihnachtszeit. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Lukas Hammer: Großartig!
Ich glaube schon, dass es da um etwas Grundsätzliches geht – jetzt will ich es nicht größer machen, als es ist –: Es ist gut, dass es das Klimaticket jetzt digital gibt, aber es geht schon um etwas Grundsätzlicheres. Wenn solche selbstverständlichen Dinge nicht funktionieren, ohne dass es Druck gibt, wie zum Beispiel – deswegen spreche ich ja auch hier – eine Petition im Petitionsausschuss, viele Anträge dazu, wenn sich viele Menschen beschwert haben, dass es eben ohne diesen Druck nicht funktioniert, dass so etwas Banales tatsächlich umgesetzt wird, dann zweifeln schon viele Menschen an der Fähigkeit der Behörden und in diesem Fall an der Regierung. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lukas Hammer: Großartig!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Lukas Hammer: Sie haben keine Ahnung, wie so ein Klimaticket funktioniert! Das ist das Problem!
Das ist deswegen so tragisch, weil es ja darum geht, dass man ein Signal aussendet – ein Signal, dass die Staatlichkeit, dass Behörden solch einfache Dinge nicht zustande bringen. Wenn man es nicht schafft, ein Klimaticket zu digitalisieren, wie soll man dann die großen Dinge schaffen? Wie soll man dann beispielsweise eine große Bildungsreform schaffen? (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lukas Hammer: Sie haben keine Ahnung, wie so ein Klimaticket funktioniert! Das ist das Problem!) Ja, das wirft natürlich auch die Fragen auf, die wir in dieser Plenarwoche schon mehrfach diskutiert haben: Wo bleiben die großen Reformen? Wir können nachvollziehen, warum es so ist, weil wir in unterschiedlichen Fragen ja sehen, wie langsam die Dinge gehen.
Beifall bei den NEOS.
Sie als Bundesregierung, als Regierungsfraktionen, die – und da will ich jetzt gar nicht werten – scharfe Maßnahmen auch gegen junge Menschen verhängt haben, die ihnen immer noch nachhängen, wären es gerade jenen jungen Menschen schuldig, dass Sie die psychische Gesundheit endlich ernst nehmen und Psychotherapie endlich als Kassenleistung ermöglichen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Also gut, dass im Kleinen – Klimaticket – etwas weitergegangen ist, es wird Zeit, dass sich auch bei den großen Dingen, bei der Psychotherapie endlich etwas bewegt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Andrea Holzner (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Damen und Herren! Ich glaube, Kollege Shetty hat versäumt, was wir in diesen drei dicht gedrängten Plenartagen an Reformvorhaben für die Menschen, die in Österreich leben, für unsere Bürgerinnen und Bürger auf den Weg bringen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt zum Glück in diesem Land Bürger, die leistungsbereit sind, die gerne arbeiten, die sich ehrenamtlich betätigen. Auch wir als Parlament arbeiten unbeirrt weiter. Wir übernehmen in diesen Krisenjahren Verantwortung und leiten das Land nach bestem Wissen und Gewissen durch diese Krisenjahre; ich denke, durchaus erfolgreich. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade im Breitensport braucht es ehrenamtliche Funktionäre, die Kinder an den Sport heranführen und dabei auch die soziale Kompetenz im Nachwuchsbereich fördern. Dafür kann man nicht oft genug Danke sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir gemeinsam in die Zukunft: Wenn wir ORF Sport plus unterstützen, setzen wir nicht nur ein Zeichen für die Erhaltung der sportlichen Vielfalt und dafür, sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sondern auch für die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Lassen Sie uns gemeinsam sicherstellen, dass sie die Chance haben, aus einer breiten Palette von Sportarten auswählen zu können und sich zu entfalten, um auch neue Sportarten kennenzulernen, die unsere Gesellschaft reicher machen. – Sport frei! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Olympia ...!
Man weiß ja, Spitzensport ist teuer im Übertragen, aber Breitensport ist etwas für die Jugend, das ist etwas für die Schüler, da kann man natürlich etwas weiterbringen. (Abg. Hörl: Olympia ...!) Darum hätten wir diese Petition auch gerne nicht nur zur Kenntnis genommen – aber es ist halt einmal so. Seien wir froh, dass wir jetzt, 2024, in ein Wahljahr kommen, dass jetzt die Regierungsparteien doch die eine oder andere gute Petition der Oppositionsparteien in die Fachausschüsse durchlassen, in die diese Petitionen eigentlich auch gehören.
Beifall bei der FPÖ.
Unsere Argumente vom letzten Mal dürften gewirkt haben, dieses Mal schaut es schon wieder besser aus. Hoffen wir halt, dass der Petitionsausschuss in Zukunft mit Zuweisungen an Fachausschüsse aufgewertet wird. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Berlakovich und Gahr – Zwischenruf bei den NEOS
(Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Berlakovich und Gahr – Zwischenruf bei den NEOS): 266 000 Nutzer:innen, ein Klimaticket für alle neun Bundesländer. (Abg. Bernhard: Das ist digital?)
Abg. Bernhard: Das ist digital?
(Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Berlakovich und Gahr – Zwischenruf bei den NEOS): 266 000 Nutzer:innen, ein Klimaticket für alle neun Bundesländer. (Abg. Bernhard: Das ist digital?)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Ausgedruckt! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.
Herr Abgeordneter Yannick Shetty, digitales Klimaticket – zur Veranschaulichung habe ich es heute noch einmal ausgedruckt, damit wir es alle sehen. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Ausgedruckt! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.) Das digitale Klimaticket funktioniert (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist wirklich ... Digitalisierung!), es hat eine Zeit gebraucht – du hast recht. (Abg. Loacker: ... digitales Kaufhaus!) Es ist mit allen Verkehrsverbünden zu verhandeln, dass es in allen Apps vorhanden ist. Es ist auch zu klären, dass es zu keinem Missbrauch kommt (Abg. Hörl: Was steht denn da drauf?), also es sind da ganz viele technische Schritte notwendig.
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist wirklich ... Digitalisierung!
Herr Abgeordneter Yannick Shetty, digitales Klimaticket – zur Veranschaulichung habe ich es heute noch einmal ausgedruckt, damit wir es alle sehen. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Ausgedruckt! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.) Das digitale Klimaticket funktioniert (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist wirklich ... Digitalisierung!), es hat eine Zeit gebraucht – du hast recht. (Abg. Loacker: ... digitales Kaufhaus!) Es ist mit allen Verkehrsverbünden zu verhandeln, dass es in allen Apps vorhanden ist. Es ist auch zu klären, dass es zu keinem Missbrauch kommt (Abg. Hörl: Was steht denn da drauf?), also es sind da ganz viele technische Schritte notwendig.
Abg. Loacker: ... digitales Kaufhaus!
Herr Abgeordneter Yannick Shetty, digitales Klimaticket – zur Veranschaulichung habe ich es heute noch einmal ausgedruckt, damit wir es alle sehen. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Ausgedruckt! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.) Das digitale Klimaticket funktioniert (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist wirklich ... Digitalisierung!), es hat eine Zeit gebraucht – du hast recht. (Abg. Loacker: ... digitales Kaufhaus!) Es ist mit allen Verkehrsverbünden zu verhandeln, dass es in allen Apps vorhanden ist. Es ist auch zu klären, dass es zu keinem Missbrauch kommt (Abg. Hörl: Was steht denn da drauf?), also es sind da ganz viele technische Schritte notwendig.
Abg. Hörl: Was steht denn da drauf?
Herr Abgeordneter Yannick Shetty, digitales Klimaticket – zur Veranschaulichung habe ich es heute noch einmal ausgedruckt, damit wir es alle sehen. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Ausgedruckt! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.) Das digitale Klimaticket funktioniert (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist wirklich ... Digitalisierung!), es hat eine Zeit gebraucht – du hast recht. (Abg. Loacker: ... digitales Kaufhaus!) Es ist mit allen Verkehrsverbünden zu verhandeln, dass es in allen Apps vorhanden ist. Es ist auch zu klären, dass es zu keinem Missbrauch kommt (Abg. Hörl: Was steht denn da drauf?), also es sind da ganz viele technische Schritte notwendig.
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Shetty: Ja eh, aber auch digital!
Ich habe mich noch einmal informiert, wie es dazu gekommen ist, dass das doch einige Zeit gebraucht hat. Auf jeden Fall hat ja jeder auch ohne digitales Klimaticket das Klimaticket nutzen können, auch in Kartenform; da habe ich kein Problem. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Shetty: Ja eh, aber auch digital!) Ich glaube, die 266 000 Menschen haben große Freude, dass sie es nutzen können.
Abg. Meinl-Reisinger: Ihr blast das Geld raus gerade! Geld der Steuerzahler! – Zwischenruf des Abg. Hörl
Das Klimaticket für 18-Jährige – auch in Richtung NEOS –: Ich glaube, das ist ein wichtiger Anreiz, um junge Menschen im öffentlichen Verkehr zu halten (Abg. Meinl-Reisinger: Ihr blast das Geld raus gerade! Geld der Steuerzahler! – Zwischenruf des Abg. Hörl), um den jungen Menschen auch Kosten zu ersparen, nämlich weiter mit dem öffentlichen Verkehr zu fahren, ihn auch zu nutzen. – Das zum Ersten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Disoski: Bravo!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Disoski: Bravo!
Das Klimaticket für 18-Jährige – auch in Richtung NEOS –: Ich glaube, das ist ein wichtiger Anreiz, um junge Menschen im öffentlichen Verkehr zu halten (Abg. Meinl-Reisinger: Ihr blast das Geld raus gerade! Geld der Steuerzahler! – Zwischenruf des Abg. Hörl), um den jungen Menschen auch Kosten zu ersparen, nämlich weiter mit dem öffentlichen Verkehr zu fahren, ihn auch zu nutzen. – Das zum Ersten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Disoski: Bravo!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich verstehe die Argumentation, da auch gewisse Tierarten herauszunehmen und zu schauen: Können wir da etwas tun? Gibt es da Möglichkeiten? Es stellt sich die Frage: Bei welchen Arten haben wir eine Möglichkeit, diverse Erhaltungszuchten auch hier im Lande zu machen? Ihr kennt es, es gibt die Stellungnahme vom Tiergarten Schönbrunn (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass das in Österreich nicht so leicht ist, und die Frage ist auch, ob es sinnvoll ist.
allgemeine Heiterkeit – Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Zwischenrufe bei NEOS und Grünen
Bei den Wombats gibt es drei Arten (eine Tafel, auf der ein Wombat abgebildet ist, in die Höhe haltend): Es gibt den nördlichen Haarnasenwombat (allgemeine Heiterkeit – Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Zwischenrufe bei NEOS und Grünen), es gibt den südlichen Haarnasenwombat und es gibt den Nacktnasenwombat. Er ist ein australischer Beutler (Heiterkeit des Abg. Loacker), der in Australien vom Aussterben bedroht ist – es gibt noch 110 Exemplare.
Heiterkeit des Abg. Loacker
Bei den Wombats gibt es drei Arten (eine Tafel, auf der ein Wombat abgebildet ist, in die Höhe haltend): Es gibt den nördlichen Haarnasenwombat (allgemeine Heiterkeit – Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Zwischenrufe bei NEOS und Grünen), es gibt den südlichen Haarnasenwombat und es gibt den Nacktnasenwombat. Er ist ein australischer Beutler (Heiterkeit des Abg. Loacker), der in Australien vom Aussterben bedroht ist – es gibt noch 110 Exemplare.
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Ich habe mich selbst in meiner Jugendzeit mit diesen Tieren befasst. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Es gibt zu diesem Tier auch unterschiedlich gute Studien. (Anhaltende Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.) Die Besonderheit vom Wombat – wer es noch nicht weiß, es gibt auch eine Studie dazu und sogar einen Preis (Abg. Hörl: Der schaut ja aus wie ein Wolf! – allgemeine Heiterkeit – Ruf: Es gibt immer noch Wölfe!) – ist vor allem sein würfelförmiger Kot.
Anhaltende Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Ich habe mich selbst in meiner Jugendzeit mit diesen Tieren befasst. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Es gibt zu diesem Tier auch unterschiedlich gute Studien. (Anhaltende Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.) Die Besonderheit vom Wombat – wer es noch nicht weiß, es gibt auch eine Studie dazu und sogar einen Preis (Abg. Hörl: Der schaut ja aus wie ein Wolf! – allgemeine Heiterkeit – Ruf: Es gibt immer noch Wölfe!) – ist vor allem sein würfelförmiger Kot.
Abg. Hörl: Der schaut ja aus wie ein Wolf! – allgemeine Heiterkeit – Ruf: Es gibt immer noch Wölfe!
Ich habe mich selbst in meiner Jugendzeit mit diesen Tieren befasst. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Es gibt zu diesem Tier auch unterschiedlich gute Studien. (Anhaltende Heiterkeit bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.) Die Besonderheit vom Wombat – wer es noch nicht weiß, es gibt auch eine Studie dazu und sogar einen Preis (Abg. Hörl: Der schaut ja aus wie ein Wolf! – allgemeine Heiterkeit – Ruf: Es gibt immer noch Wölfe!) – ist vor allem sein würfelförmiger Kot.
Zwischenrufe bei ÖVP, NEOS und FPÖ
Man muss zu den Wombats vielleicht abschließend noch dazusagen (Zwischenrufe bei ÖVP, NEOS und FPÖ), dass es, glaube ich, für Österreich, für den Tiergarten Schönbrunn sehr schwierig ist, denn das Tier gräbt sich zu 80 Prozent seiner Lebenszeit ein. Das Tier ist sehr nachtaktiv, es braucht wahnsinnig viel Platz und Lebensraum (Abg. Hörl: So wie der Egger!) und vor allem braucht es auch eine bestimmte Klimatisierung.
Abg. Hörl: So wie der Egger!
Man muss zu den Wombats vielleicht abschließend noch dazusagen (Zwischenrufe bei ÖVP, NEOS und FPÖ), dass es, glaube ich, für Österreich, für den Tiergarten Schönbrunn sehr schwierig ist, denn das Tier gräbt sich zu 80 Prozent seiner Lebenszeit ein. Das Tier ist sehr nachtaktiv, es braucht wahnsinnig viel Platz und Lebensraum (Abg. Hörl: So wie der Egger!) und vor allem braucht es auch eine bestimmte Klimatisierung.
Abg. Hörl: Rotwild! Hirsche!
Ich würde abschließend einmal sagen, wichtig im Artenschutz ist – wir sollten darauf zurückkommen, glaube ich –: Welche heimischen Tierarten können wir hier in Österreich fördern? (Abg. Hörl: Rotwild! Hirsche!) Was tun wir, um dem Artensterben entgegenzutreten? Da sind natürlich die Themen Landnutzung und Erhaltung der Lebensräume wichtig. Das Thema Verdrängung ist im Auge zu behalten, auch das Thema Klimawandel und natürlich auch die chemische Belastung. Deshalb ein Appell von unserer Seite: heimische Tierarten, Fauna und Flora schützen und natürlich auch, was die Tiergärten betrifft, schauen, wo es sinnvolle Erhaltungszuchten geben kann! – In diesem Sinne: für einen aktiven Artenschutz! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Wuh! )
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Wuh!
Ich würde abschließend einmal sagen, wichtig im Artenschutz ist – wir sollten darauf zurückkommen, glaube ich –: Welche heimischen Tierarten können wir hier in Österreich fördern? (Abg. Hörl: Rotwild! Hirsche!) Was tun wir, um dem Artensterben entgegenzutreten? Da sind natürlich die Themen Landnutzung und Erhaltung der Lebensräume wichtig. Das Thema Verdrängung ist im Auge zu behalten, auch das Thema Klimawandel und natürlich auch die chemische Belastung. Deshalb ein Appell von unserer Seite: heimische Tierarten, Fauna und Flora schützen und natürlich auch, was die Tiergärten betrifft, schauen, wo es sinnvolle Erhaltungszuchten geben kann! – In diesem Sinne: für einen aktiven Artenschutz! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei den Grünen: Wuh! )
Abg. Loacker: Das ist jetzt schwer zu übertreffen!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Hans Stefan Hintner. – Bitte sehr. (Abg. Loacker: Das ist jetzt schwer zu übertreffen!)
Beifall bei der ÖVP.
Eine aktuelle Petition, die wir noch nicht behandelt haben – für mich bemerkenswert –, hat den Titel „Women’s soccer without boundaries“. Da geht es primär um den Kampf für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, was den Sport betrifft. Da gibt es eine bemerkenswerte Geschichte: Die legendäre Tennisspielerin Billie Jean King, die in den Sechziger- und Siebzigerjahren so ziemlich alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt, hat 1973 Bobby Riggs geschlagen, der damals einer der besten Tennisspieler der Welt war. Das ist eingegangen in The Battle of the Sexes, und seither – seit 1973 – werden die Damen und Herren bei den US-Open das Preisgeld betreffend gleich bezahlt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Lieber ORF, vielleicht könnten wir bei Stefanitag für den 26. und bei Christtag für den 25. Dezember bleiben, das würde auch den Traditionen der österreichischen Feiertage zu Weihnachten entsprechen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Schmuckenschlager: ... kann ja der Verkehrslandesrat von Niederösterreich machen!
Ich bedanke mich dafür, dass die anderen Parteien das ähnlich sehen, dass wir dort endlich etwas weiterbringen. (Abg. Schmuckenschlager: ... kann ja der Verkehrslandesrat von Niederösterreich machen!) Ich hoffe natürlich auch, dass Frau Minister Gewessler, anstatt dass sie Millionen ins Ausland verschenkt und verbrät, endlich die Probleme, die wir im eigenen Land haben, angeht – und Probleme gibt es genug, nicht nur den Lärmschutz. Wenn ich sehe, dass heutzutage jeder zweite Zug ausfällt, dann werden es immer mehr Probleme. Die Ministerin ist nicht im Land, kümmert sich nicht um die Probleme, geht ins Ausland und verschenkt dort die Millionen. – Das ist eure Politik, und mit dieser Politik werden wir nächstes Jahr aufräumen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich bedanke mich dafür, dass die anderen Parteien das ähnlich sehen, dass wir dort endlich etwas weiterbringen. (Abg. Schmuckenschlager: ... kann ja der Verkehrslandesrat von Niederösterreich machen!) Ich hoffe natürlich auch, dass Frau Minister Gewessler, anstatt dass sie Millionen ins Ausland verschenkt und verbrät, endlich die Probleme, die wir im eigenen Land haben, angeht – und Probleme gibt es genug, nicht nur den Lärmschutz. Wenn ich sehe, dass heutzutage jeder zweite Zug ausfällt, dann werden es immer mehr Probleme. Die Ministerin ist nicht im Land, kümmert sich nicht um die Probleme, geht ins Ausland und verschenkt dort die Millionen. – Das ist eure Politik, und mit dieser Politik werden wir nächstes Jahr aufräumen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Abgeordneter Mag. Friedrich Ofenauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Hohes Haus! Ich beziehe mich auch auf die Petition betreffend „Digitales Klimaticket jetzt!“ (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Man kann natürlich vieles kritisieren – zum Beispiel, dass die Digitalisierung nicht sofort Einzug gehalten hat –, man muss aber schon festhalten, dass das Klimaticket ein großer Wurf der Koalition ist, auf den man zu Recht stolz sein kann und den wir uns auch nicht schlechtzureden lassen brauchen, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Prinz – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Ofenauer –: Klare Worte!
Meine Damen und Herren, vonseiten der ÖVP können wir ganz klar sagen, dass wir uns gegen eine Abschaffung der Pendlerpauschale aussprechen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Prinz – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Ofenauer –: Klare Worte!)
Beifall bei der ÖVP.
In Ihre Richtung, sehr geehrte Frau Bundesminister: Wir sind uns mit Sicherheit einig, dass unsere Gemeinden unsere wichtigsten Partner sind. Bitte nehmen wir uns Zeit, schenken wir den Bürgermeistern ein Ohr für diese Unschärfe und lösen wir dieses Problem bitte direkt mit den betroffenen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich danke allen, die beim letzten Mal im Petitionsausschuss einen sachlichen Beitrag geleistet haben. Es war eine sehr, sehr gute Diskussion, und ich freue mich auf den nächsten Petitionsausschuss. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)