Eckdaten:
Für die 28. Sitzung der 23. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 861 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der SPÖ.
Bei der Reform, die wir umsetzen werden, werden die Frauen nicht 436 € verlieren, sondern sie werden monatlich 800 € bekommen – und die Männer lade ich dazu ein, ebenfalls Gebrauch davon zu machen. Das ist das Neue am Kindergeld, und das war mir so wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Genau!
Das Problem in den letzten Jahren war, dass es viele Maßnahmen gegeben hat, die eben nicht einen Impuls dazu gegeben haben, Frauen dabei zu unterstützen, Beruf und Familie vereinbaren zu können, sondern es waren eher Maßnahmen, die Frauen vom Arbeitsmarkt gedrängt haben. (Abg. Mag. Wurm: Genau!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich schließe mich da auch den Sozialpartnern an, die ja erfreulicherweise sagen, es sei so wichtig, dass wir auch in der Wirtschaft – nicht nur aus frauenpolitischer, sondern auch aus wirtschaftspolitischer Sicht – auf das tolle Potenzial der Frauen am Arbeitsmarkt nicht verzichten. Das ist mein Ziel: In Zukunft soll auf das tolle und gute Potenzial von vielen tausenden Frauen in Österreich am Arbeitsmarkt nicht verzichtet werden. Sie sollen in Zukunft fairere Einkommen haben, als das in der Vergangenheit der Fall war. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Bundesminister! Klein- und Kleinstbetriebe haben oft nicht den Background, Frauen anzustellen. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) – Welche konkreten Maßnahmen wollen Sie setzen, dass Klein- und Kleinstbetriebe in männerdominierten Branchen auch Frauen mehr in Betracht ziehen?
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin der Auffassung, dass wir eine Gewichtung bei dieser Förderung machen sollten – nicht mit der Gießkanne das Geld verteilen, sondern eine Gewichtung. Ich lege großen Wert darauf, dass Unternehmen, die Lehrlinge und Frauen in nicht traditionellen, in technischen Berufen ausbilden, eine höhere Förderung bekommen, denn das ist eine Investition in die Zukunft und in die jungen Frauen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Aber momentan sinkt die Arbeitslosigkeit! Sie sind am falschen !
Aber das beste Instrument zur Bekämpfung der Armut ist, für Beschäftigung zu sorgen und nicht wegzusehen, wenn die Arbeitslosigkeit steigt, sondern Maßnahmen zu treffen. (Abg. Steibl: Aber momentan sinkt die Arbeitslosigkeit! Sie sind am falschen !) Auch da haben wir eine positive Entwicklung: Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Frauenarbeitslosigkeit sinkt und wir investieren wieder. (Abg. Scheibner: Sie sinkt aber nicht wegen Ihnen! Das ist nicht Ihr Erfolg!) Wir investieren in die Wirtschaft, wir investieren in die Infrastruktur. Ich glaube, es zeigt sich an den Parametern, dass das der richtige Weg ist, den die neue Bundesregierung eingeschlagen hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Arbeitslosigkeit sinkt trotz Ihnen!)
Abg. Scheibner: Sie sinkt aber nicht wegen Ihnen! Das ist nicht Ihr Erfolg!
Aber das beste Instrument zur Bekämpfung der Armut ist, für Beschäftigung zu sorgen und nicht wegzusehen, wenn die Arbeitslosigkeit steigt, sondern Maßnahmen zu treffen. (Abg. Steibl: Aber momentan sinkt die Arbeitslosigkeit! Sie sind am falschen !) Auch da haben wir eine positive Entwicklung: Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Frauenarbeitslosigkeit sinkt und wir investieren wieder. (Abg. Scheibner: Sie sinkt aber nicht wegen Ihnen! Das ist nicht Ihr Erfolg!) Wir investieren in die Wirtschaft, wir investieren in die Infrastruktur. Ich glaube, es zeigt sich an den Parametern, dass das der richtige Weg ist, den die neue Bundesregierung eingeschlagen hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Arbeitslosigkeit sinkt trotz Ihnen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Arbeitslosigkeit sinkt trotz Ihnen!
Aber das beste Instrument zur Bekämpfung der Armut ist, für Beschäftigung zu sorgen und nicht wegzusehen, wenn die Arbeitslosigkeit steigt, sondern Maßnahmen zu treffen. (Abg. Steibl: Aber momentan sinkt die Arbeitslosigkeit! Sie sind am falschen !) Auch da haben wir eine positive Entwicklung: Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Frauenarbeitslosigkeit sinkt und wir investieren wieder. (Abg. Scheibner: Sie sinkt aber nicht wegen Ihnen! Das ist nicht Ihr Erfolg!) Wir investieren in die Wirtschaft, wir investieren in die Infrastruktur. Ich glaube, es zeigt sich an den Parametern, dass das der richtige Weg ist, den die neue Bundesregierung eingeschlagen hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Arbeitslosigkeit sinkt trotz Ihnen!)
Abg. Steibl: Das ist keine Antwort auf die Frage!
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Was mir schon wichtig ist, ist noch anzumerken, das sind keine Maßnahmen, die es in der Vergangenheit schon gegeben hat. Es hat keine Mindestpensionen gegeben, die eine Höhe hatten, die über der Armutsschwelle lag. (Abg. Steibl: Das ist keine Antwort auf die Frage!) Es hat keinen Mindestlohn gegeben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich weiß zwar, dass das lange gefordert wurde, aber umgesetzt hat es diese neue Bundesregierung. (Ruf bei der ÖVP: Bla, bla, bla!) Das heißt, das sind ganz konkrete, neue Maßnahmen, weil wir die Bekämpfung der Armut und die Einkommensunterschiede ernst nehmen. (Abg. Amon: Mit dem Denken in der Opposition verhaftet!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Was mir schon wichtig ist, ist noch anzumerken, das sind keine Maßnahmen, die es in der Vergangenheit schon gegeben hat. Es hat keine Mindestpensionen gegeben, die eine Höhe hatten, die über der Armutsschwelle lag. (Abg. Steibl: Das ist keine Antwort auf die Frage!) Es hat keinen Mindestlohn gegeben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich weiß zwar, dass das lange gefordert wurde, aber umgesetzt hat es diese neue Bundesregierung. (Ruf bei der ÖVP: Bla, bla, bla!) Das heißt, das sind ganz konkrete, neue Maßnahmen, weil wir die Bekämpfung der Armut und die Einkommensunterschiede ernst nehmen. (Abg. Amon: Mit dem Denken in der Opposition verhaftet!)
Ruf bei der ÖVP: Bla, bla, bla!
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Was mir schon wichtig ist, ist noch anzumerken, das sind keine Maßnahmen, die es in der Vergangenheit schon gegeben hat. Es hat keine Mindestpensionen gegeben, die eine Höhe hatten, die über der Armutsschwelle lag. (Abg. Steibl: Das ist keine Antwort auf die Frage!) Es hat keinen Mindestlohn gegeben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich weiß zwar, dass das lange gefordert wurde, aber umgesetzt hat es diese neue Bundesregierung. (Ruf bei der ÖVP: Bla, bla, bla!) Das heißt, das sind ganz konkrete, neue Maßnahmen, weil wir die Bekämpfung der Armut und die Einkommensunterschiede ernst nehmen. (Abg. Amon: Mit dem Denken in der Opposition verhaftet!)
Abg. Amon: Mit dem Denken in der Opposition verhaftet!
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Was mir schon wichtig ist, ist noch anzumerken, das sind keine Maßnahmen, die es in der Vergangenheit schon gegeben hat. Es hat keine Mindestpensionen gegeben, die eine Höhe hatten, die über der Armutsschwelle lag. (Abg. Steibl: Das ist keine Antwort auf die Frage!) Es hat keinen Mindestlohn gegeben. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich weiß zwar, dass das lange gefordert wurde, aber umgesetzt hat es diese neue Bundesregierung. (Ruf bei der ÖVP: Bla, bla, bla!) Das heißt, das sind ganz konkrete, neue Maßnahmen, weil wir die Bekämpfung der Armut und die Einkommensunterschiede ernst nehmen. (Abg. Amon: Mit dem Denken in der Opposition verhaftet!)
Beifall bei der SPÖ.
Im öffentlichen Dienst, wo ich eine direkte Zuständigkeit habe, haben wir ja gestern im Dienstrecht einige konkrete Maßnahmen beschlossen, die Frauen mehr Karrierechancen im öffentlichen Dienst geben sollen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Das ist auch eine Einleitung! Wo ist die Frage? – Abg. Rädler: Wer ist da schon wieder umgefallen?
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Der Kurswechsel in der Frauenpolitik ist sehr erfreulich, auch wenn die konservative Seite murrt, wie wir gerade gehört haben. (Abg. Steibl: Das ist auch eine Einleitung! Wo ist die Frage? – Abg. Rädler: Wer ist da schon wieder umgefallen?)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wir haben ja gestern im Hohen Haus eine Dienstrechtsnovelle beschlossen, die auch mehr Transparenz bei der Besetzung von Leitungsfunktionen im öffentlichen Dienst bringen soll. Das ist auch dieses Sichtbarmachen. Wir haben seit Februar bei den SektionsleiterInnen den Frauenanteil um 4 Prozentpunkte erhöht. Das ist ein leiser Beginn, der jetzt sozusagen fortgesetzt werden muss. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil ich vorher auch davon gesprochen habe, wie wichtig es ist, jungen Frauen und Mädchen Ausbildungschancen in nichttypischen Frauenberufen zu geben, werden wir das auch im öffentlichen Dienst tun. Wir werden ab September mehr Lehrlinge im öffentlichen Dienst aufnehmen und wir werden einen Schwerpunkt darauf legen, Mädchen Chancen als EDV-Technikerinnen, als technische Zeichnerinnen zu geben, sie also genau in diesen Berufen auszubilden, damit auch die Privatwirtschaft diesem guten Beispiel folgen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht uns nicht um irgendwelche Jobs mit ein paar Stunden, bei denen man dann ein Einkommen hat, von dem man nicht leben kann, sondern wir haben im Regierungsübereinkommen auch als Ziel definiert, dass es uns um Vollzeitarbeitsplätze mit einem Einkommen geht. Daher war der Mindestlohn wichtig, von dem man auch leben kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Nicht bei Ihnen!
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Ich habe auch schon des Öfteren gesagt, dass ich der Auffassung bin, dass wir die Wirtschaftsförderung auch daran koppeln könnten, wie frauen- und familienfreundlich Unternehmen sind. Wir haben ja mehrere Aspekte, nach denen Wirtschaftsförderung vergeben wird. (Abg. Rädler: Nicht bei Ihnen!) Da sind ökologische, innovative Faktoren Voraussetzung und natürlich stellt sich die Frage: Warum können wir die Wirtschaftsförderung nicht auch daran koppeln, ob Unternehmen Frauenförderung betreiben, Frauen auch innerbetriebliche Qualifikation ermöglichen, ihnen Karrierechancen im Unternehmen geben, Frauenförderpläne umsetzen? – Ich halte es für einen guten Ansatz, wenn wir sagen, es geht bei der Wirtschaftsförderung natürlich um die Umwelt, natürlich um die Innovation, es geht uns aber auch um die Menschen, die in den Unternehmen arbeiten, um die Frauen und die Familien. Daher sollte die Wirtschaftsförderung auch verändert werden, um dem gerecht zu werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Ich habe auch schon des Öfteren gesagt, dass ich der Auffassung bin, dass wir die Wirtschaftsförderung auch daran koppeln könnten, wie frauen- und familienfreundlich Unternehmen sind. Wir haben ja mehrere Aspekte, nach denen Wirtschaftsförderung vergeben wird. (Abg. Rädler: Nicht bei Ihnen!) Da sind ökologische, innovative Faktoren Voraussetzung und natürlich stellt sich die Frage: Warum können wir die Wirtschaftsförderung nicht auch daran koppeln, ob Unternehmen Frauenförderung betreiben, Frauen auch innerbetriebliche Qualifikation ermöglichen, ihnen Karrierechancen im Unternehmen geben, Frauenförderpläne umsetzen? – Ich halte es für einen guten Ansatz, wenn wir sagen, es geht bei der Wirtschaftsförderung natürlich um die Umwelt, natürlich um die Innovation, es geht uns aber auch um die Menschen, die in den Unternehmen arbeiten, um die Frauen und die Familien. Daher sollte die Wirtschaftsförderung auch verändert werden, um dem gerecht zu werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Die Frauen!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Frau Bundesministerin! Wer wird von dem verbindlich zwischen den Sozialpartnern vereinbarten Mindestlohn für Vollzeitbeschäftigte – 1 000 € – am meisten profitieren? (Abg. Rädler: Die Frauen!)
Abg. Steibl: Aber die Freiberufler habt ihr nicht miteinbezogen!
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Wir haben in Österreich noch immer 40 Branchen, in denen es bei Vollzeitbeschäftigung keinen Lohn von 1 000 € gibt, sondern in denen die Einkommen darunter liegen. Die werden jetzt tatsächlich mit einem Schritt mehr Fairness beim Einkommen bekommen. Es sind viele Berufe und ich glaube, wenn ich sie aufzähle, dann wird allen auffallen, es sind die Berufe, in denen Frauen sind. (Abg. Steibl: Aber die Freiberufler habt ihr nicht miteinbezogen!) Es sind KosmetikerInnen, es sind FußpflegerInnen, es sind MasseurInnen, es sind viele, es sind BlumenbinderInnen. Das alles sind Berufe, die derzeit bei Vollerwerbstätigkeit keine 1 000 € haben. Das wird in Zukunft dank der politischen Vorgabe dieser neuen Bundesregierung und der Vereinbarung der Sozialpartner der Vergangenheit angehören. Ich glaube, das ist gut so und das ist auch gerecht. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Mag. Wurm und Steibl.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Mag. Wurm und Steibl.
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Wir haben in Österreich noch immer 40 Branchen, in denen es bei Vollzeitbeschäftigung keinen Lohn von 1 000 € gibt, sondern in denen die Einkommen darunter liegen. Die werden jetzt tatsächlich mit einem Schritt mehr Fairness beim Einkommen bekommen. Es sind viele Berufe und ich glaube, wenn ich sie aufzähle, dann wird allen auffallen, es sind die Berufe, in denen Frauen sind. (Abg. Steibl: Aber die Freiberufler habt ihr nicht miteinbezogen!) Es sind KosmetikerInnen, es sind FußpflegerInnen, es sind MasseurInnen, es sind viele, es sind BlumenbinderInnen. Das alles sind Berufe, die derzeit bei Vollerwerbstätigkeit keine 1 000 € haben. Das wird in Zukunft dank der politischen Vorgabe dieser neuen Bundesregierung und der Vereinbarung der Sozialpartner der Vergangenheit angehören. Ich glaube, das ist gut so und das ist auch gerecht. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Mag. Wurm und Steibl.)
Rufe bei der SPÖ: Frage! – Abg. Steibl: Das habt ihr auch gemacht! Regt euch nicht auf!
Abgeordnete Maria Grander (ÖVP): Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Besonders Migrantinnen sind am Arbeitsmarkt benachteiligt. Unter Ihrer Amtsvorgängerin Maria Rauch-Kallat wurde diese migrantenspezifische Abteilung eingerichtet und es wurde auch ein Bericht in Auftrag gegeben, den Sie beim Amtsantritt fertig übernommen, aber noch nicht veröffentlicht haben. (Rufe bei der SPÖ: Frage! – Abg. Steibl: Das habt ihr auch gemacht! Regt euch nicht auf!) Daher konkret meine Frage: Welche Maßnahmen setzen Sie auf Grund dieses Berichts zur Verbesserung der Situation der Frauen mit Migrationshintergrund?
Beifall bei der SPÖ.
Was den Bericht über die Lebenssituation von Migrantinnen in Österreich betrifft, der wird im Herbst kommen. Im Übrigen kann ich Ihnen mitteilen, dass ich wieder die Erstellung eines umfassenden Frauenberichts in Auftrag geben werde, also einen österreichischen Frauenbericht über die Situation und die Lage der Frauen. Der letzte stammt aus dem Jahr 1995, das heißt, es ist höchste Zeit, dass wir wieder einen Frauenbericht haben, damit wir uns auch genau ansehen, wie sich die Frage der Chancengerechtigkeit zwischen Männern und Frauen entwickelt. Ein ganz wesentlicher und neuer Teil dieses Frauenberichts wird natürlich auch die Lebenssituation von Migrantinnen betreffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Ihr wart ja selber in der Regierung! Ihr hättet etwas machen können!
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Ich habe ja zu jenen gehört, die bereits vor zehn Jahren das Frauen-Volksbegehren unterschrieben haben. Seit zehn Jahren habe ich mich dafür eingesetzt, dass wir fairere Einkommen – vor allem für die Frauen – bekommen. (Abg. Steibl: Ihr wart ja selber in der Regierung! Ihr hättet etwas machen können!) – Es ist nur leider in den letzten zehn Jahren nichts passiert, sondern wir haben es jetzt auf den Weg gegeben, dass wir die 1 000 € Mindestlohn haben.
Abg. Rädler: Kollegin Csörgits schläft!
Aber was die bedarfsorientierte Mindestsicherung betrifft, ist mir so wichtig: Da geht es nicht darum, Menschen mit Beschäftigung gegen Menschen, die keine Beschäftigung haben, auszuspielen. Sondern uns geht es darum, die bedarfsorientierte Mindestsicherung nicht als ein Ruhekissen zu sehen, sondern als ein Sprungbrett und eine Chance, wieder in ein Berufsleben zurückzukehren. (Abg. Rädler: Kollegin Csörgits schläft!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Frage war eigentlich ganz einfach!
Es geht nicht nur um die Frage, hat man einen Job, wo man ein Einkommen hat, von dem man leben kann – das ist die wichtigste Frage. Aber uns geht es auch darum, dass Menschen in dieser Gesellschaft auch eine Aufgabe haben. Aus vielen Gesprächen mit Frauen, die arbeitslos sind und die keine Chance auf einen Beruf haben, weiß ich, es ist für die nicht nur finanziell, sondern oft auch seelisch ganz schwierig, keine Funktion, keine Rolle zu haben. Daher stehen für die neue Regierung der Mindestlohn und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Mittelpunkt. Das ist das Neue. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die Frage war eigentlich ganz einfach!)
Demonstrativer Beifall der Abg. Steibl.
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Sehr geehrte Frau Bundesministerin! In vielen sogenannten frauenspezifischen Branchen gibt es sehr niedrige Löhne und keinen Generalkollektivvertrag. Was werden Sie unternehmen, dass beispielsweise auch Ordinationshilfen in Österreich gerecht entlohnt werden? (Demonstrativer Beifall der Abg. Steibl.)
Abg. Mag. Wurm: Notare!
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Es gibt die freien Berufe, die nicht davon erfasst sind, das sind vor allem ArzthelferInnen. Das ist auch ein Beruf, den zum Beispiel ich erlernt habe – nämlich zahnärztliche Assistentin –, und ich glaube, es wird auch da höchst an der Zeit sein, dass in diesen Branchen ein Mindestlohn kommt. Die Ärztekammer und die Apothekerkammer haben ja auch schon signalisiert, dass sie hier nachziehen, dass es auch in diesen Bereichen ein faires Einkommen für die Frauen geben sollte. Es sind auch Branchen, wo ich der Auffassung bin, das Unternehmen kann es sich leisten. Ich glaube, Zahnärzte, praktische Ärzte, Gynäkologen und Gynäkologinnen (Abg. Mag. Wurm: Notare!) können es sich leisten, zumindest 1 000 € Mindestlohn zu ermöglichen. Die sollten rasch nachziehen und dem guten Beispiel des Generalkollektivvertrags in allen anderen Branchen folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Es gibt die freien Berufe, die nicht davon erfasst sind, das sind vor allem ArzthelferInnen. Das ist auch ein Beruf, den zum Beispiel ich erlernt habe – nämlich zahnärztliche Assistentin –, und ich glaube, es wird auch da höchst an der Zeit sein, dass in diesen Branchen ein Mindestlohn kommt. Die Ärztekammer und die Apothekerkammer haben ja auch schon signalisiert, dass sie hier nachziehen, dass es auch in diesen Bereichen ein faires Einkommen für die Frauen geben sollte. Es sind auch Branchen, wo ich der Auffassung bin, das Unternehmen kann es sich leisten. Ich glaube, Zahnärzte, praktische Ärzte, Gynäkologen und Gynäkologinnen (Abg. Mag. Wurm: Notare!) können es sich leisten, zumindest 1 000 € Mindestlohn zu ermöglichen. Die sollten rasch nachziehen und dem guten Beispiel des Generalkollektivvertrags in allen anderen Branchen folgen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Das macht aber die Wirtschaft!
Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass wir ein gutes System haben, nämlich ein Versicherungssystem, das ja auch dazu führt, dass 1 000 € brutto nicht 1 000 € netto sind, weil in eine Versicherung einbezahlt wird, weil in die Zukunftssicherung und die Alterssicherung einbezahlt wird. Und das ist wichtig, um Armut im Alter zu verhindern. Daher sind Maßnahmen, wie sie in der Vergangenheit da waren, Frauen eher aus dem Erwerbsleben herauszudrängen, genau die, die dann zur Altersarmut führen. Daher muss man schon viel früher ansetzen, damit Frauen im Alter eine Absicherung haben, wenn wir dafür sorgen, dass es ausreichend Jobs für Frauen gibt und Beruf und Familie vereinbar sind. (Abg. Steibl: Das macht aber die Wirtschaft!) Das führt zur Verringerung von Altersarmut von Frauen. Ich glaube, das ist der richtige Ansatz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass wir ein gutes System haben, nämlich ein Versicherungssystem, das ja auch dazu führt, dass 1 000 € brutto nicht 1 000 € netto sind, weil in eine Versicherung einbezahlt wird, weil in die Zukunftssicherung und die Alterssicherung einbezahlt wird. Und das ist wichtig, um Armut im Alter zu verhindern. Daher sind Maßnahmen, wie sie in der Vergangenheit da waren, Frauen eher aus dem Erwerbsleben herauszudrängen, genau die, die dann zur Altersarmut führen. Daher muss man schon viel früher ansetzen, damit Frauen im Alter eine Absicherung haben, wenn wir dafür sorgen, dass es ausreichend Jobs für Frauen gibt und Beruf und Familie vereinbar sind. (Abg. Steibl: Das macht aber die Wirtschaft!) Das führt zur Verringerung von Altersarmut von Frauen. Ich glaube, das ist der richtige Ansatz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was mir so wichtig ist, ist, dass wir in Österreich ein System haben, in dem wir den Frauen die Wahlmöglichkeit geben, aber gleichzeitig auch auf Risken aufmerksam machen. Wenn wir ein System haben, wo man in eine Pensionsversicherung einzahlt, dann ist es ein Risiko im Alter, wenn man nicht erwerbstätig ist, dass man aus dieser Versicherungsleistung eine geringere oder keine Pension bezieht. Aber – und das ist mir so wichtig – es soll in Österreich keine Frau geben, keine Mutter geben, die ohne Existenz dasteht, kein Einkommen hat und keine Unterstützung findet. Daher, glaube ich, sind die Maßnahmen, die zur Erhöhung von Mindestpensionen führen, gut, weil es oft nur geringe Zeiten an Versicherungszeiten sind, die vorhanden sind. Da müssen wir die Mindestpensionen genau für diese Frauen anheben, die zu wenige Versicherungszeiten haben und diese bedarfsorientierte Mindestsicherung einführen, damit sie auch diesen Frauen zugute kommen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Das Neue wäre das Verpflichtende, denn seit 1. Jänner 2005 gibt es die rechtliche Möglichkeit eines Pensionssplittings. Ich darf Sie informieren, es gab seither keinen einzigen Antrag darauf. Jetzt kann man natürlich die Ursache darin sehen, dass zu wenig bekannt ist, dass es diese Möglichkeit gibt, aber wenn es keine einzige Familie gibt, die sagt, das können wir uns leisten, um dann im Alter beide nicht zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben – wie man so schön sagt – zu haben, dann stimmt an dem Instrument etwas nicht. Ich glaube, wenn niemand in Österreich das für ein gutes Modell hält, dann wäre es der falsche Ansatz zu sagen, wenn davon nicht in Anspruch genommen wird, dann verpflichtet die Politik dazu. Das ist völlig falsch. Zurück an den Start, sich ein besseres Modell zur Altersabsicherung überlegen und nicht zu etwas verpflichten, was offensichtlich in Österreich niemand will! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde sagen, wenn man Geld in die Hand nimmt, um den Familien wirklich zu helfen, dann sorgen wir endlich dafür, dass wir dieses Defizit an Kinderbetreuungseinrichtungen in ganz Österreich und vor allem in Kärnten beseitigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl.
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass man eine Arbeitszeitgrenze macht und die Arbeitszeit reduziert, unabhängig davon, wie viel man verdient. Das könnte auch ein Anreiz für Männer sein, wenn wir das Kindergeld trotzdem ermöglichen. Das sind alles Varianten, die nicht mehr kosten und den Familien mehr Wahlmöglichkeit und Chancen geben, das mit den eigenen Bedürfnissen und Notwendigkeiten abzustimmen. Ich glaube, das wäre ein ganz guter Vorschlag. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher bin ich der Auffassung, dass wir Kindern von AlleinerzieherInnen diese drei Monate nicht nehmen sollten. Daher glaube ich, dass es eine ganz wichtige Maßnahme für Frauen wäre, die es ohnedies schwer im Leben haben – weil sie mit einem kleinen Kind allein sind –, und dass wir ihnen und vor allem den Kindern die drei Monate zusätzlich geben sollten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen wissen wir alle, dass die Kinderbetreuung weder im Kindergartenalter noch mit dem sechsten Lebensjahr aufhört; wir brauchen für unsere Kinder auch Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuung an den Schulen. Ich bin sehr froh, dass Bundesministerin Schmied gesagt hat: ab September 10 Prozent mehr Nachmittagsbetreuung an den österreichischen Schulen. – Das sind zusätzlich 27 000 Betreuungsplätze am Nachmittag oder Ganztagsschulplätze, und das ist auch eine ganz wichtige Maßnahme, weil die Betreuung von Kindern nicht ab deren sechstem Lebensjahr aufhört. Frau Bundesministerin Schmied wurde dem ganz konkret gerecht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Aber es ist um die Kinderbetreuung gegangen!
Bundesministerin für Frauen, Medien und öffentlichen Dienst Doris Bures: Ein paar konnte ich im Zuge der Diskussion schon ansprechen. Das eine ist: keine Benachteiligung von Kindern von AlleinerzieherInnen, die es ohnedies schwer genug haben. Ich schließe mich dem Vorschlag der Sozialpartner Österreichs an, eine zusätzliche Flexibilisierung von 20 beziehungsweise 24 Monaten einzuführen. (Abg. Steibl: Aber es ist um die Kinderbetreuung gegangen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin überhaupt der Auffassung, dass wir für den Fall, dass sich eine Frau zum Beispiel bei der Geburt ihres Kindes für 30 Monate Kindergeldbezug entscheidet, sie dann aber – bekanntlich ändert sich im Leben vieles – ein paar Monate später womöglich allein mit dem Kind dasteht und wieder in den Beruf zurückkehren möchte, die Möglichkeit schaffen sollten, rückzuoptieren. Wenn man sich einmal entschieden hat, das Leben einem dann aber anders mitspielt, als man geplant hat, sollte die Politik so großzügig sein, eine flexible Regelung für die Familien zu finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Nichtsdestotrotz bin ich der Auffassung, dass es ganz wichtig ist, dass wir ganz massive Anstrengungen unternehmen, Frauen nach Auszeiten oder Kinderbetreuungszeiten wieder in den Beruf zurückzuhelfen. Wir haben die Arbeitsmarktförderung, die dafür zuständig ist, um zusätzliche 200 Millionen aufgestockt; also insgesamt stehen für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen 800 Millionen € zur Verfügung. Das ist im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit ganz wichtiges Geld, und ich habe dafür gesorgt, dass die Hälfte davon für Fraueninitiativen, für Qualifizierung und Wiedereinstieg verwendet wird, weil ich der Auffassung bin, dass es auch bei der Verteilung der Mittel Gerechtigkeit geben muss und wir den Frauen die Chance geben müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Ich fasse als Erstes zusammen: Das österreichische Parlament hat diesen „Betriebsunfall“ zweier Regierungskoalitionen genützt. Ich berichte heute von einer erfolgreichen Arbeit eines starken Untersuchungsausschusses, der gezeigt hat, wie wichtig Parlament sein kann und wie gut parlamentarische Kontrolle funktionieren kann (Zwischenruf bei der ÖVP) – danke für den Zwischenruf von Seiten der ÖVP –, trotz der Österreichischen Volkspartei! (Beifall bei den Grünen und der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der FPÖ.
Ich fasse als Erstes zusammen: Das österreichische Parlament hat diesen „Betriebsunfall“ zweier Regierungskoalitionen genützt. Ich berichte heute von einer erfolgreichen Arbeit eines starken Untersuchungsausschusses, der gezeigt hat, wie wichtig Parlament sein kann und wie gut parlamentarische Kontrolle funktionieren kann (Zwischenruf bei der ÖVP) – danke für den Zwischenruf von Seiten der ÖVP –, trotz der Österreichischen Volkspartei! (Beifall bei den Grünen und der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Mein Dank gilt selbstverständlich auch den Abgeordneten – und ich schließe ausdrücklich die Abgeordneten der SPÖ mit ein. Es war nicht Wille der Abgeordneten der SPÖ, den Untersuchungsausschuss mit diesem Ergebnis zu einem Ende zu bringen. Wir alle wissen, dass die Abgeordneten der SPÖ, die sich mit uns um Aufklärung bemüht haben, in einem Maße von ihrer Parteiführung politisch desavouiert worden sind, mit dem wir und auch die Abgeordneten der sozialdemokratischen Fraktion nicht gerechnet haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Murauer: Falsch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber warum – und das war die Schlüsselfrage des Ausschusses, die uns von Anfang an begleitet hat! – stellt, von der parlamentarischen Untersuchung zurückblickend bis zu den ersten Entscheidungen, die damalige Kanzlerpartei ÖVP die Interessen eines deutschen Luftfahrt- und Militärkonzerns über die Interessen der Republik Österreich? (Abg. Murauer: Falsch! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das war die zentrale Frage, die uns begleitet hat! Warum gibt es einen Bundeskanzler, der bereit ist, trotz einer völlig anderen Regierungserklärung mehr als 4 Milliarden € für ein Gerät zu verschleudern, dass in diesem Umfang und mit diesen Eigenschaften in der Republik Österreich mit Sicherheit nicht gebraucht wird?
Abg. Scheibner: Das habe ich Ihnen schon erklärt!
Wo bei der österreichischen Luftraumüberwachung geht es um einen Luftangriff? (Abg. Scheibner: Das habe ich Ihnen schon erklärt!) Wo bei der österreichischen Luftraumüberwachung geht es um die Aufgabe, flächendeckend – und ich zitiere aus den Akten – bombardieren zu können? – Da ist die militärische Großmannsucht von Personen aus dem Kommando der Luftstreitkräfte in die Politik übergeflossen und hat die Unterstützung vom damaligen Verteidigungsminister Scheibner und vom damaligen Bundeskanzler Schüssel gefunden. (Abg. Scheibner: Zu Recht!) – Das war die erste wesentliche Erkenntnis!
Abg. Scheibner: Zu Recht!
Wo bei der österreichischen Luftraumüberwachung geht es um einen Luftangriff? (Abg. Scheibner: Das habe ich Ihnen schon erklärt!) Wo bei der österreichischen Luftraumüberwachung geht es um die Aufgabe, flächendeckend – und ich zitiere aus den Akten – bombardieren zu können? – Da ist die militärische Großmannsucht von Personen aus dem Kommando der Luftstreitkräfte in die Politik übergeflossen und hat die Unterstützung vom damaligen Verteidigungsminister Scheibner und vom damaligen Bundeskanzler Schüssel gefunden. (Abg. Scheibner: Zu Recht!) – Das war die erste wesentliche Erkenntnis!
Abg. Scheibner: Das ist falsch!
Damals ist es passiert. Wir wissen heute auf Grund der Ersatzlösungen, dass eine komplette österreichische Luftraumüberwachung um etwa 16 Millionen € pro Jahr zu haben ist. (Abg. Scheibner: Das ist falsch!) Dass diese in Zukunft mindestens 200 Millionen € pro Jahr kosten wird, ist nicht nur dem Ungeschick, der Nachlässigkeit und der Fahrlässigkeit des amtierenden Verteidigungsministers, sondern vor allem den politischen Weichenstellungen von Alt-Bundeskanzler Schüssel und Alt-Verteidigungsminister Scheibner zu verdanken. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Damals ist es passiert. Wir wissen heute auf Grund der Ersatzlösungen, dass eine komplette österreichische Luftraumüberwachung um etwa 16 Millionen € pro Jahr zu haben ist. (Abg. Scheibner: Das ist falsch!) Dass diese in Zukunft mindestens 200 Millionen € pro Jahr kosten wird, ist nicht nur dem Ungeschick, der Nachlässigkeit und der Fahrlässigkeit des amtierenden Verteidigungsministers, sondern vor allem den politischen Weichenstellungen von Alt-Bundeskanzler Schüssel und Alt-Verteidigungsminister Scheibner zu verdanken. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Weil er der beste ist!
Die zweite Frage, die uns bewegt hat, war: Warum ist dann für das teuerste Flugzeug entschieden worden? Es hätte ja sogar noch billigere Jagdbomber gegeben. Warum musste es der mit Abstand teuerste Jagdbomber sein? (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Weil er der beste ist!) Die Antwort darauf haben uns vom Altbundeskanzler Schüssel bis zu den Militärs viele Auskunftspersonen fast gleichlautend gegeben: Weil beim Kanzlerfrühstück am 2. Juli 2002 etwas Erstaunliches passiert ist, nämlich: Da geht der damalige Verteidigungsminister Scheibner zum Kanzlerfrühstück und sagt: Kaufen wir den Gripen, der ist im Betrieb um 1 Milliarde € billiger als der Eurofighter und in der Anschaffung um einige 100 Millionen €! (Abg. Rädler: Märchenstunde!) Nach einer Diskussion steht der damalige Finanzminister Mag. Grasser auf und sagt: Nein, nehmen wir den Eurofighter! Ich zahle es aus der eigenen Tasche, ich zahle die Mehrkosten, ich, der Finanzminister, lege 1 Milliarde € bei den Betriebskosten und ein paar 100 Millionen € bei den Anschaffungskosten drauf, ich kann das als Finanzminister ohne weiteres verantworten, denn es ist ja schließlich nicht mein Geld! – Und damit war die politische Entscheidung gefallen. (Abg. Hornek: Unsinn!)
Abg. Rädler: Märchenstunde!
Die zweite Frage, die uns bewegt hat, war: Warum ist dann für das teuerste Flugzeug entschieden worden? Es hätte ja sogar noch billigere Jagdbomber gegeben. Warum musste es der mit Abstand teuerste Jagdbomber sein? (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Weil er der beste ist!) Die Antwort darauf haben uns vom Altbundeskanzler Schüssel bis zu den Militärs viele Auskunftspersonen fast gleichlautend gegeben: Weil beim Kanzlerfrühstück am 2. Juli 2002 etwas Erstaunliches passiert ist, nämlich: Da geht der damalige Verteidigungsminister Scheibner zum Kanzlerfrühstück und sagt: Kaufen wir den Gripen, der ist im Betrieb um 1 Milliarde € billiger als der Eurofighter und in der Anschaffung um einige 100 Millionen €! (Abg. Rädler: Märchenstunde!) Nach einer Diskussion steht der damalige Finanzminister Mag. Grasser auf und sagt: Nein, nehmen wir den Eurofighter! Ich zahle es aus der eigenen Tasche, ich zahle die Mehrkosten, ich, der Finanzminister, lege 1 Milliarde € bei den Betriebskosten und ein paar 100 Millionen € bei den Anschaffungskosten drauf, ich kann das als Finanzminister ohne weiteres verantworten, denn es ist ja schließlich nicht mein Geld! – Und damit war die politische Entscheidung gefallen. (Abg. Hornek: Unsinn!)
Abg. Hornek: Unsinn!
Die zweite Frage, die uns bewegt hat, war: Warum ist dann für das teuerste Flugzeug entschieden worden? Es hätte ja sogar noch billigere Jagdbomber gegeben. Warum musste es der mit Abstand teuerste Jagdbomber sein? (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Weil er der beste ist!) Die Antwort darauf haben uns vom Altbundeskanzler Schüssel bis zu den Militärs viele Auskunftspersonen fast gleichlautend gegeben: Weil beim Kanzlerfrühstück am 2. Juli 2002 etwas Erstaunliches passiert ist, nämlich: Da geht der damalige Verteidigungsminister Scheibner zum Kanzlerfrühstück und sagt: Kaufen wir den Gripen, der ist im Betrieb um 1 Milliarde € billiger als der Eurofighter und in der Anschaffung um einige 100 Millionen €! (Abg. Rädler: Märchenstunde!) Nach einer Diskussion steht der damalige Finanzminister Mag. Grasser auf und sagt: Nein, nehmen wir den Eurofighter! Ich zahle es aus der eigenen Tasche, ich zahle die Mehrkosten, ich, der Finanzminister, lege 1 Milliarde € bei den Betriebskosten und ein paar 100 Millionen € bei den Anschaffungskosten drauf, ich kann das als Finanzminister ohne weiteres verantworten, denn es ist ja schließlich nicht mein Geld! – Und damit war die politische Entscheidung gefallen. (Abg. Hornek: Unsinn!)
Abg. Gahr: Märchenerzähler!
Es gibt Hinweise, was passiert ist: Es hat nicht nur Interventionen von seltsamen und etwas anrüchigen Rüstungslobbyisten gegeben, sondern es hat auch Interventionen der Firma MAGNA gegeben. Und es hat später auch Belohnungen durch die Firma MAGNA gegeben. (Abg. Gahr: Märchenerzähler!) Und es hat ständig Termine bei Ministern und bei der Vizekanzlerin gegeben. Ständig ist darauf hingewiesen worden, dass es um die Lebensinteressen der österreichischen Automobilindustrie geht. Und schließlich haben sich die Lebensinteressen der österreichischen Automobilindustrie durchgesetzt. Lebensinteresse der Automobilindustrie war es, Eurofighter zu beschaf-
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es war abenteuerlich, wie da verhandelt worden ist. Es war abenteuerlich, wie da auf die wesentlichen Rechte der Republik verzichtet worden ist: Einredeverzicht, Schadenersatz, und, und, und. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Parlament ist mit fiktiven Zahlungsvarianten getäuscht worden, die nie ernst genommen wurden. Falsche Zahlen sind uns genannt worden. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es war abenteuerlich, wie da verhandelt worden ist. Es war abenteuerlich, wie da auf die wesentlichen Rechte der Republik verzichtet worden ist: Einredeverzicht, Schadenersatz, und, und, und. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Parlament ist mit fiktiven Zahlungsvarianten getäuscht worden, die nie ernst genommen wurden. Falsche Zahlen sind uns genannt worden. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dem Plenum des Nationalrates sind falsche Zahlen zum Budgetbegleitgesetz vorgelegt worden. Das haben uns nicht nur die Beamten des Finanzministeriums bestätigt, sondern auch der Rechnungshof. Sie finden das nicht nur in den Berichten des Untersuchungsausschusses, sondern auch in den Berichten des österreichischen Rechnungshofes. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Gahr: Waren Sie auch im Ausschuss?
Ist das die ganze wirtschaftliche Kompetenz von Dr. Martin Bartenstein, dass er Persilscheine für Luftgeschäfte ausstellt? Kann er nicht mehr? Will er nicht mehr? Oder durfte er nicht mehr? (Abg. Gahr: Waren Sie auch im Ausschuss?) Das ist die Frage, die an einen Wirtschaftsminister, dem bisher leichtfertig Wirtschaftskompetenz unterstellt worden ist, mit Sicherheit zu richten ist!
Abg. Murauer: Wer ist „wir“?
Wir haben vieles schon vorher geahnt – und im Laufe der Untersuchungen haben wir es zutage gefördert und durch Akten und durch Aussagen belegt. Was wir aber nicht gewusst haben, ist alles, was im Hintergrund passiert ist. Was wir nicht gewusst haben, war das erstaunliche Geflecht von sogenannten Rüstungslobbyisten, EADS-Repräsentanten, führenden Militärs und ihren Kontakten in die Politik hinein! Was wir nicht gewusst haben, war, mit wie wenig Geld eine Typenentscheidung beeinflussbar ist! Wir haben nachgewiesen – gesichert nachgewiesen! (Abg. Murauer: Wer ist „wir“?) –, dass die Leiter von Unterkommissionen, insbesondere der Kommandant der Luftstreitkräfte, die Bewertung manipuliert haben, Punkte falsch vergeben haben (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP) und bei einem korrekten Vergeben der Punkte der Eurofighter in keiner einzigen Variante vorne gewesen wäre.
anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP
Wir haben vieles schon vorher geahnt – und im Laufe der Untersuchungen haben wir es zutage gefördert und durch Akten und durch Aussagen belegt. Was wir aber nicht gewusst haben, ist alles, was im Hintergrund passiert ist. Was wir nicht gewusst haben, war das erstaunliche Geflecht von sogenannten Rüstungslobbyisten, EADS-Repräsentanten, führenden Militärs und ihren Kontakten in die Politik hinein! Was wir nicht gewusst haben, war, mit wie wenig Geld eine Typenentscheidung beeinflussbar ist! Wir haben nachgewiesen – gesichert nachgewiesen! (Abg. Murauer: Wer ist „wir“?) –, dass die Leiter von Unterkommissionen, insbesondere der Kommandant der Luftstreitkräfte, die Bewertung manipuliert haben, Punkte falsch vergeben haben (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP) und bei einem korrekten Vergeben der Punkte der Eurofighter in keiner einzigen Variante vorne gewesen wäre.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Unzulässige Interventionen von hohen Militärs, mit engen, zum Teil verwandtschaftlichen und vor der militärischen Führung verheimlichten Beziehungen zu Rüstungslobbyisten haben die Entscheidung manipuliert! Ohne diese Militärs, aber auch ohne Politiker von Schlage Wolfgang Schüssel und Karl Heinz Grasser wäre es niemals möglich gewesen, Österreich in dieses finanzielle und sicherheitspolitische Desaster zu führen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Hornek: Wo? – Abg. Murauer: Die „rauchende Pistole“ ist in Ihrer Phantasie entstanden! Viel Rauch und kein Feuer!
Wir sind oft nach der „rauchenden Pistole“ gefragt worden. Ja, der Untersuchungsausschuss – und das bestätigen die drei Gutachter des Ausschusses – hat die sogenannte „rauchende Pistole“ gefunden. (Abg. Hornek: Wo? – Abg. Murauer: Die „rauchende Pistole“ ist in Ihrer Phantasie entstanden! Viel Rauch und kein Feuer!) Alle Merkmale der Antikorruptionsbestimmungen sind nach Angaben und Bestätigung und genauer Untersuchung der Gutachter erfüllt. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Gutachter sagen dem österreichischen Nationalrat, der sie beauftragt hat: Der Rücktritt vom Vertrag ist gerechtfertigt! Alle Voraussetzungen dafür sind erfüllt! Die Vorteile überwiegen bei weitem die Risken des Ausstiegs! Und es besteht sogar eine verfassungsmäßige Verpflichtung für den Minister! (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht einmal eine Spritzpistole haben Sie gefunden, geschweige denn einen rauchenden Colt!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir sind oft nach der „rauchenden Pistole“ gefragt worden. Ja, der Untersuchungsausschuss – und das bestätigen die drei Gutachter des Ausschusses – hat die sogenannte „rauchende Pistole“ gefunden. (Abg. Hornek: Wo? – Abg. Murauer: Die „rauchende Pistole“ ist in Ihrer Phantasie entstanden! Viel Rauch und kein Feuer!) Alle Merkmale der Antikorruptionsbestimmungen sind nach Angaben und Bestätigung und genauer Untersuchung der Gutachter erfüllt. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Gutachter sagen dem österreichischen Nationalrat, der sie beauftragt hat: Der Rücktritt vom Vertrag ist gerechtfertigt! Alle Voraussetzungen dafür sind erfüllt! Die Vorteile überwiegen bei weitem die Risken des Ausstiegs! Und es besteht sogar eine verfassungsmäßige Verpflichtung für den Minister! (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht einmal eine Spritzpistole haben Sie gefunden, geschweige denn einen rauchenden Colt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Nicht einmal eine Spritzpistole haben Sie gefunden, geschweige denn einen rauchenden Colt!
Wir sind oft nach der „rauchenden Pistole“ gefragt worden. Ja, der Untersuchungsausschuss – und das bestätigen die drei Gutachter des Ausschusses – hat die sogenannte „rauchende Pistole“ gefunden. (Abg. Hornek: Wo? – Abg. Murauer: Die „rauchende Pistole“ ist in Ihrer Phantasie entstanden! Viel Rauch und kein Feuer!) Alle Merkmale der Antikorruptionsbestimmungen sind nach Angaben und Bestätigung und genauer Untersuchung der Gutachter erfüllt. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Gutachter sagen dem österreichischen Nationalrat, der sie beauftragt hat: Der Rücktritt vom Vertrag ist gerechtfertigt! Alle Voraussetzungen dafür sind erfüllt! Die Vorteile überwiegen bei weitem die Risken des Ausstiegs! Und es besteht sogar eine verfassungsmäßige Verpflichtung für den Minister! (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht einmal eine Spritzpistole haben Sie gefunden, geschweige denn einen rauchenden Colt!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie von der SPÖ werden uns erklären müssen, warum Sie umgefallen sind? Sie werden uns erklären müssen, Herr Bundesminister Darabos, warum Sie die Interessen der Republik dermaßen vernachlässigt haben, warum Sie eine Woche zu früh kapituliert haben, statt die Gutachten abzuwarten und jetzt in aller Form vom Vertrag zurückzutreten und Hunderte Millionen zusätzlich für die Republik Österreich einzusparen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Nie war dieser Vorschlag so berechtigt wie heute. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Nie war es so klar, dass es wichtig ist, zu untersuchen, warum aus der SPÖ innerhalb kürzester Zeit eine Partei geworden ist, die bis zu dreimal pro Tag umfällt! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ing. Westenthaler: Gib mir meine Sandkiste zurück!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ing. Westenthaler: Gib mir meine Sandkiste zurück!
Nie war dieser Vorschlag so berechtigt wie heute. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Nie war es so klar, dass es wichtig ist, zu untersuchen, warum aus der SPÖ innerhalb kürzester Zeit eine Partei geworden ist, die bis zu dreimal pro Tag umfällt! (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ing. Westenthaler: Gib mir meine Sandkiste zurück!)
Rufe bei der ÖVP: Aus!
Mein Schlusswort lautet (Rufe bei der ÖVP: Aus!): Es gibt Hoffnung, und es gibt etwas Positives zu vermelden: Ein Erfolg der letzten Wochen ist, dass die SPÖ kein Wahlversprechen mehr brechen kann, weil es schlicht und einfach keines mehr gibt! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Mein Schlusswort lautet (Rufe bei der ÖVP: Aus!): Es gibt Hoffnung, und es gibt etwas Positives zu vermelden: Ein Erfolg der letzten Wochen ist, dass die SPÖ kein Wahlversprechen mehr brechen kann, weil es schlicht und einfach keines mehr gibt! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Mag. Kukacka: Weil die SPÖ umgefallen ist!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Warum hat es keinen rot-grün-blauen Bericht gegeben? (Abg. Mag. Kukacka: Weil die SPÖ umgefallen ist!) – Diesen kecken Zwischenruf werden Sie jetzt gleich bereuen, denn wer hat denn in der letzten Minute parallel zu den Berichtsverhandlungen einen Misstrauensantrag gegen die SPÖ angekündigt? Wer war denn das? – Das waren die FPÖ und die Grünen!
Abg. Strache: Weil der Minister Parlamentsbeschlüsse nicht ernst nimmt!
Jetzt frage ich Sie: Was ist denn das für eine Allianz: einerseits sollen wir einen Bericht unterstützen, und andererseits wird das schwerste parlamentarische Geschütz in Stellung gebracht? (Abg. Strache: Weil der Minister Parlamentsbeschlüsse nicht ernst nimmt!) Wie stellen Sie sich das vor, Herr Strache: eine gemeinsame Abstimmung und als Krönung dann noch ein Misstrauensantrag im Parlament?! (Abg. Ing. Westenthaler: Eine „erfolgreiche“ Allianz! Ich gratuliere!)
Abg. Ing. Westenthaler: Eine „erfolgreiche“ Allianz! Ich gratuliere!
Jetzt frage ich Sie: Was ist denn das für eine Allianz: einerseits sollen wir einen Bericht unterstützen, und andererseits wird das schwerste parlamentarische Geschütz in Stellung gebracht? (Abg. Strache: Weil der Minister Parlamentsbeschlüsse nicht ernst nimmt!) Wie stellen Sie sich das vor, Herr Strache: eine gemeinsame Abstimmung und als Krönung dann noch ein Misstrauensantrag im Parlament?! (Abg. Ing. Westenthaler: Eine „erfolgreiche“ Allianz! Ich gratuliere!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen etwas, meine Damen und Herren von Grün und Blau: Ich kenne kein weiteres Beispiel für eine solch absurde Taktik! In Wahrheit haben Sie einen politisch-taktischen Kapitalfehler gemacht, und dafür haben Sie selbst die Verantwortung! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe sowie ironische Heiterkeit bei den Grünen und der FPÖ.
Meine Damen und Herren, nun zu allen Verschwörungstheorien, im Finale des Untersuchungsausschusses keine dunklen Mächte: Jetzt einmal ehrlich, ich müsste ja meschugge sein, für die SPÖ einen Bericht mit Blau und Grün zu unterschreiben, mit jenen Parteien, die zeitgleich einen Misstrauensantrag gegen einen Bundesminister einbringen, der für die Bevölkerung 400 Millionen € gespart hat! Das versteht ja wirklich niemand. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe sowie ironische Heiterkeit bei den Grünen und der FPÖ.)
neuerliche ironische Heiterkeit sowie Zwischenrufe bei den Grünen und der FPÖ
Ich sage Ihnen noch etwas: Ich habe Rechtswissenschaften studiert und kann Gutachten interpretieren (neuerliche ironische Heiterkeit sowie Zwischenrufe bei den Grünen und der FPÖ): Ein Prozess gegen EADS und Eurofighter, das ist Hasard, meine Damen und Herren! Für die Opposition ist das lustig, die sagt: Wenn das nach zwei Jahren schiefgeht, so ein Pech! Kümmern wir uns jetzt um andere Themen! Aber die Regierung, der Minister tragen Verantwortung. Kann Minister Darabos mit Milliarden Steuergeld einfach gamblen?
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben die Akten letztlich ungeschwärzt bekommen. Alles weiß Dr. Pilz auch nicht, aber er kann sich ja bei nächster Gelegenheit beim Dr. Gusenbauer für diese sehr wichtige Unterstützung bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gott sei Dank war Minister Darabos der Minister, weil der Minister Platter hat ja noch im Jänner 2007 gesagt – und das muss man auf der Zunge zergehen lassen –: Ich stehe unmissverständlich voll und ganz hinter Generalmajor Erich Wolf und weise die Vorwürfe gegen ihn auf das Schärfste zurück! Wolf genießt mein volles Vertrauen!, so Platter. – Also, da bin ich wirklich froh, dass Minister Darabos das geklärt hat. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Das heißt, der erste Vorwurf stimmt: Es wurde ein Flugzeug gekauft, das Österreich nicht benötigt! (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Scheibner: Wer war das, der dieses Argument gebracht hat?
Wie sich das Ganze abgespielt hat, ist ganz kurz vor Ende des Untersuchungsausschusses noch bekannt geworden aus einem Papier, wo es heißt: Die wahren Kosten der Gesamtbeschaffung werden vor der Bevölkerung verschleiert! – Das ist der zweite Vorwurf! (Abg. Scheibner: Wer war das, der dieses Argument gebracht hat?)
Abg. Murauer: ... diese Machenschaften?
kann man trotzdem aus diesem Vertrag nicht aussteigen! – Das ist wirklich das ganz große Problem dieser Entscheidung der vorhergegangenen Bundesregierung! (Abg. Murauer: ... diese Machenschaften?)
Beifall bei der SPÖ.
Und in der Tat, meine Damen und Herren: 6 Milliarden Schilling haben damals die Draken gekostet – und exakt diese Summe spart jetzt unser Verteidigungsminister ein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Kräuter, jetzt musst du aber erklären, warum wir ausgestiegen sind!
Das wäre ohne diesen Untersuchungsausschuss nicht möglich gewesen! (Abg. Grillitsch: Kräuter, jetzt musst du aber erklären, warum wir ausgestiegen sind!) Und vielleicht wäre das ein versöhnlicher Abschluss: Wir sollten uns alle gemeinsam über diesen Erfolg freuen! – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das wäre ohne diesen Untersuchungsausschuss nicht möglich gewesen! (Abg. Grillitsch: Kräuter, jetzt musst du aber erklären, warum wir ausgestiegen sind!) Und vielleicht wäre das ein versöhnlicher Abschluss: Wir sollten uns alle gemeinsam über diesen Erfolg freuen! – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Waren Sie einmal im Ausschuss?
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Waren Sie einmal im Ausschuss?) „Hier fliegt Ihre Pensionserhöhung!“ – Es können sich alle Wähler noch erinnern an dieses „wunderschöne“ Inserat der Sozialdemokraten (der Redner hält einen Ausdruck dieses Inserats in die Höhe), das auch im Zuge des Wahlkampfs zum Besten gegeben wurde. – Sie können sich erinnern? Ich hoffe! – Sie haben die Wähler ganz bewusst getäuscht, und das kommt heute zum Vorschein.
Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
„My name is Gusenbauer, Alfred Gusenbauer!“, hat gestern der Herr Bundeskanzler zum Besten gegeben und hat damit offenbar versucht, auf James Bond zu spielen. (Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.) Das hat gestern im Rahmen der Präsentation der Olympiabewerbung Salzburgs wirklich auch für Kopfschütteln gesorgt. Man hat gemerkt, er ist die Doppelnull-Nummer. – Doppelnull-Nummer, Doppelnull-Agent, das ist sicherlich das Ergebnis, das man heute feststellen kann. Und er hat wahrscheinlich auch eines mit dem James Bond wirklich gemeinsam, nämlich dass er einen Vorgesetzten namens „M.“ vorfindet. Und der Vorgesetzte namens „M.“ kann nur Molterer heißen. (Beifall bei der FPÖ.) Das kann man bei Ihren Verhaltensmustern, die Sie auch hier in diesem Hohen Haus tagtäglich leben, festmachen und muss man leider Gottes feststellen.
Beifall bei der FPÖ.
„My name is Gusenbauer, Alfred Gusenbauer!“, hat gestern der Herr Bundeskanzler zum Besten gegeben und hat damit offenbar versucht, auf James Bond zu spielen. (Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.) Das hat gestern im Rahmen der Präsentation der Olympiabewerbung Salzburgs wirklich auch für Kopfschütteln gesorgt. Man hat gemerkt, er ist die Doppelnull-Nummer. – Doppelnull-Nummer, Doppelnull-Agent, das ist sicherlich das Ergebnis, das man heute feststellen kann. Und er hat wahrscheinlich auch eines mit dem James Bond wirklich gemeinsam, nämlich dass er einen Vorgesetzten namens „M.“ vorfindet. Und der Vorgesetzte namens „M.“ kann nur Molterer heißen. (Beifall bei der FPÖ.) Das kann man bei Ihren Verhaltensmustern, die Sie auch hier in diesem Hohen Haus tagtäglich leben, festmachen und muss man leider Gottes feststellen.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kößl: Du kannst mit dem Pilz Hand in Hand gehen!
... die Sicht derjenigen, die nicht dabei waren!), weil wir ja zur Luftraumüberwachung sagen, aber auch ja zur Sicherheit auf dem Boden, die Sie – nämlich von der Österreichischen Volkspartei und von den Sozialdemokraten – heute ernsthaft gefährden bei einem Verteidigungsbudget von 0,66 Prozent BIP-Anteil, und in Wirklichkeit wird heute das Bundesheer durch Ihre Budgetpolitik in den Konkurs getrieben! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kößl: Du kannst mit dem Pilz Hand in Hand gehen!)
Abg. Murauer: Hat Ihnen das der Stadler zusammengeschrieben? Denn Sie waren ja nicht im Ausschuss!
Wenn wir uns die Highlights ansehen, so wissen wir ja bis heute nicht, was am 2. Juli 2002, als die Entscheidung für den Eurofighter als Draken-Nachfolger gefallen ist, im Ministerrat damals besprochen wurde. (Abg. Murauer: Hat Ihnen das der Stadler zusammengeschrieben? Denn Sie waren ja nicht im Ausschuss!) – Da brauchen Sie vielleicht einen Schreiberling, weil Sie selbst nicht dazu imstande sind. Da schließen Sie von sich auf andere, Herr Kollege!
Abg. Dr. Schüssel: Ohne Finanzierung!
Lassen wir Revue passieren, dass damals, vor dieser Entscheidung, der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser permanent in allen Interviews zum Besten gegeben hat, niemals diese teure Entscheidung zu treffen – niemals kommt für ihn das in Frage! –, und dann auf einmal von der teuersten Variante hingerissen war! Auf einmal war er hingerissen von der teuersten Variante, die der damalige Bundeskanzler und heutige Altbundeskanzler Wolfgang Schüssel beziffert hat, für 24 Jets, mit Kosten in der Höhe von 1,7 Milliarden €. 1,7 Milliarden € waren damals die erstgenannten Kosten für 24 Jets. (Abg. Dr. Schüssel: Ohne Finanzierung!)
Abg. Dr. Schüssel: Sie können nicht ohne Finanzierung mit mit Finanzierung vergleichen!
Es hat dann im August, wie wir wissen, die Hochwasserkatastrophe gegeben, wo es dann eine Reduktion von 24 auf 18 Jets gab. Und es war interessanterweise so, dass die Kosten, die dann in der Öffentlichkeit genannt worden sind, auf einmal für 18 Jets höher waren als für 24! (Abg. Dr. Schüssel: Sie können nicht ohne Finanzierung mit mit Finanzierung vergleichen!) Auf einmal, am 16. Mai 2003, wurde dann in der Öffentlichkeit von der damaligen Bundesregierung von 1,9 Milliarden € an Kosten gesprochen. – Das war offenbar die erste „Einsparungsmaßnahme“, die wir in diesem Fall erleben konnten. (Abg. Dr. Schüssel: Das ist mit Finanzierung – das andere war ohne Finanzierung!) – Sehr zu hinterfragen und eigenartig!
Abg. Dr. Schüssel: Das ist mit Finanzierung – das andere war ohne Finanzierung!
Es hat dann im August, wie wir wissen, die Hochwasserkatastrophe gegeben, wo es dann eine Reduktion von 24 auf 18 Jets gab. Und es war interessanterweise so, dass die Kosten, die dann in der Öffentlichkeit genannt worden sind, auf einmal für 18 Jets höher waren als für 24! (Abg. Dr. Schüssel: Sie können nicht ohne Finanzierung mit mit Finanzierung vergleichen!) Auf einmal, am 16. Mai 2003, wurde dann in der Öffentlichkeit von der damaligen Bundesregierung von 1,9 Milliarden € an Kosten gesprochen. – Das war offenbar die erste „Einsparungsmaßnahme“, die wir in diesem Fall erleben konnten. (Abg. Dr. Schüssel: Das ist mit Finanzierung – das andere war ohne Finanzierung!) – Sehr zu hinterfragen und eigenartig!
Bundesminister Mag. Darabos: Einen Entschließungsantrag!
Das war der Beschluss. – Diesen Beschluss, Herr Minister Darabos, haben Sie einfach nicht umgesetzt. Sie haben das Gegenteil gemacht: Sie haben einen Mehrheitsbeschluss des Hohen Hauses (Bundesminister Mag. Darabos: Einen Entschließungsantrag!) – ja, einen Entschließungsantrag, einen Mehrheitsbeschluss des Hohen Hauses – einfach negiert, ja konterkariert, ja mit Füßen getreten! – Und ich werde
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
nachher noch darauf zu sprechen kommen, was das natürlich für eine Konsequenz beinhalten muss, dieses Verhalten, das Sie da gesetzt haben – wo Sie, bitte, ein Vollzugsorgan sind! Sie haben ja den Mehrheitsbeschlüssen des Parlaments, des Hohen Hauses nachzukommen! Da können Sie nicht einfach das Gegenteil machen. Das ist eine Entwürdigung des Parlaments, was Sie da zum Besten gegeben haben und gelebt haben. Und deshalb müssen wir auch von unserer Seite – und das werden wir heute auch tun –, einen Misstrauensantrag gegen Sie einbringen, weil man so mit dem Parlamentarismus nicht umgehen kann. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf: Gehört der zu euch?
Dieser Ausschuss hat ja einiges zutage gebracht, wo man natürlich gestaunt hat über gewisse Entwicklungen, die es da gegeben hat. Die 87 600-€-Zahlung des EADS-Lobbyisten an die Firma von Anna Maria Frühstück-Wolf, nämlich der Ehefrau des ... (Ruf: Gehört der zu euch?) – Der Herr Wolf gehört nicht zu uns! Der ist doch offenbar SPÖ-Mitglied gewesen – das ist ja für uns auch interessant –, der Herr Erich Wolf, der als Generalmajor zuständig war für die Bewertung der Angebote und auch in der Kommission gesessen ist und dort die Bewertung vorgenommen hat.
Abg. Dr. Mitterlehner: Gehört der zu euch?
Auch ein anderer hoher Beamter im Verteidigungsministerium hatte Bande, Familienbande zum Herrn Steininger, wie sich im Rahmen des Ausschusses herausgestellt hat, nämlich der Abwehramtschef Erich Deutsch, der öfter auch mit dem Herrn Steininger im Urlaub war und der sich letztlich auch, als er sich mit besagter Person in der Ramsau auf Urlaub befunden hat, damals für den Untersuchungsausschuss hat entschuldigen lassen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Gehört der zu euch?)
Abg. Faul: Das sind eure Leute!
Das Ehepaar Rumpold hat durchaus für Heiterkeit in der Öffentlichkeit gesorgt. (Abg. Faul: Das sind eure Leute!) Da haben wir eruieren können: 7,8 Millionen € brutto, 3,2 Millionen € Verdienst ... (Abg. Faul: Das sind eure Leute!) – Na ja, das gehört schon zur BZÖ-Partie, nicht zur Freiheitlichen Partei! Da müssen wir schon klar beleuchten, warum wir mit diesen Herrschaften nichts zu tun haben (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ) und uns zu Recht von diesen Herrschaften verabschiedet haben, weil das ja einen Hintergrund hat! (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, wir haben uns verabschiedet! Das ist die historische Wahrheit! Es ist umgekehrt!)
Abg. Faul: Das sind eure Leute!
Das Ehepaar Rumpold hat durchaus für Heiterkeit in der Öffentlichkeit gesorgt. (Abg. Faul: Das sind eure Leute!) Da haben wir eruieren können: 7,8 Millionen € brutto, 3,2 Millionen € Verdienst ... (Abg. Faul: Das sind eure Leute!) – Na ja, das gehört schon zur BZÖ-Partie, nicht zur Freiheitlichen Partei! Da müssen wir schon klar beleuchten, warum wir mit diesen Herrschaften nichts zu tun haben (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ) und uns zu Recht von diesen Herrschaften verabschiedet haben, weil das ja einen Hintergrund hat! (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, wir haben uns verabschiedet! Das ist die historische Wahrheit! Es ist umgekehrt!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ
Das Ehepaar Rumpold hat durchaus für Heiterkeit in der Öffentlichkeit gesorgt. (Abg. Faul: Das sind eure Leute!) Da haben wir eruieren können: 7,8 Millionen € brutto, 3,2 Millionen € Verdienst ... (Abg. Faul: Das sind eure Leute!) – Na ja, das gehört schon zur BZÖ-Partie, nicht zur Freiheitlichen Partei! Da müssen wir schon klar beleuchten, warum wir mit diesen Herrschaften nichts zu tun haben (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ) und uns zu Recht von diesen Herrschaften verabschiedet haben, weil das ja einen Hintergrund hat! (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, wir haben uns verabschiedet! Das ist die historische Wahrheit! Es ist umgekehrt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Nein, wir haben uns verabschiedet! Das ist die historische Wahrheit! Es ist umgekehrt!
Das Ehepaar Rumpold hat durchaus für Heiterkeit in der Öffentlichkeit gesorgt. (Abg. Faul: Das sind eure Leute!) Da haben wir eruieren können: 7,8 Millionen € brutto, 3,2 Millionen € Verdienst ... (Abg. Faul: Das sind eure Leute!) – Na ja, das gehört schon zur BZÖ-Partie, nicht zur Freiheitlichen Partei! Da müssen wir schon klar beleuchten, warum wir mit diesen Herrschaften nichts zu tun haben (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ) und uns zu Recht von diesen Herrschaften verabschiedet haben, weil das ja einen Hintergrund hat! (Abg. Ing. Westenthaler: Nein, wir haben uns verabschiedet! Das ist die historische Wahrheit! Es ist umgekehrt!)
Abg. Ing. Westenthaler: „Entsetzlich“! – Ruf bei der SPÖ: Er war nie im Ausschuss, aber ...!
Herbert Scheibner, bis hin zum Herrn Westenthaler, der ja auch einen Mitarbeiter gehabt hat, der in diesem Zusammenhang aufgefallen ist, nämlich Herrn Lukasek, der ja da offenbar auch kassiert hat, wie wir auf Grund der Ergebnisse des Eurofighter-Untersuchungsausschusses wissen. (Abg. Ing. Westenthaler: „Entsetzlich“! – Ruf bei der SPÖ: Er war nie im Ausschuss, aber ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Dann hat es noch den Mann mit dem Hut gegeben, der den Landeshauptmann Haider bedroht hat, wo dieser so tödliche Angst gehabt hat, dass er sofort umgefallen ist – und dann sofort für den Eurofighter war! – Also lauter eigenartige Umstände, die uns recht darin geben, dass wir mit diesen Herrschaften zum Glück heute bei Gott nichts mehr zu tun haben, weil wir einfach eine ehrliche Politik in diesem Land sicherstellen wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kößl: Märchenonkel! – Zwischenrufe der Abgeordneten Freund und Murauer.
Dann hat es ein Ergebnis gegeben im Untersuchungsausschuss, und dieses Ergebnis der Gutachter, der Rechtsexperten hat eine Ausstiegsmöglichkeit ergeben. Und bitte: Welche Prozessausstiegsrisiken gibt es, als einen Prozess zu führen und am Ende im schlimmsten Fall diesen schlechten Vertrag, den die ÖVP für die Steuerzahler möglich gemacht hat, einlösen zu müssen und das Produkt mit diesem schlechten Preis kaufen zu müssen? (Abg. Kößl: Märchenonkel! – Zwischenrufe der Abgeordneten Freund und Murauer.) – Es gäbe keine schlechtere Möglichkeit, aber Tausende bessere Möglichkeiten, meine sehr geehrten Herrschaften von der SPÖ! Sie waren zu feige, Sie hat die Courage verlassen, Sie haben kein Interesse daran, dass die Steuerzahler mit einer Neuausschreibung vielleicht eine kostengünstigere Luftraumsicherheit erhalten!
Abg. Parnigoni: Diese Hoffnung wird sich in Luft auflösen, Herr Strache!
Sie hat der Mut verlassen, und das ist das, was letztlich auch dazu führen wird, dass das nächste Mal die Wähler Sie verlassen werden! Das kann ich Ihnen heute schon prognostizieren, denn wenn man so eine Politik betreibt, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Wähler ... (Abg. Parnigoni: Diese Hoffnung wird sich in Luft auflösen, Herr Strache!) – Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt – das verstehe ich schon von Ihrer Seite her, dass die Hoffnung zuletzt stirbt. Aber genau so muss man es festmachen.
Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Abg. Kößl: Dass man so ... die Unwahrheit sagen kann!
ausverhandelt hat. Das wäre das Schlimmste gewesen! Vielleicht hätten Sie sogar mit dieser Klage ein Preisreduktion für die gleiche Qualität – von 18 nicht gebrauchten, sondern neuen Eurofightern – erhalten? (Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Abg. Kößl: Dass man so ... die Unwahrheit sagen kann!)
Beifall bei der FPÖ.
Dieser Entschließungsantrag ist notwendig geworden auf Grund der Darstellungen, die ich soeben ausgeführt habe. Ich möchte jetzt nicht alle möglichen Zitate von Aussagen vorbringen, die prominente SPÖ-Mitglieder, angefangen vom heutigen Verteidigungsminister Darabos bis hin zu Gusenbauer, zum Besten gegeben haben, aber Sie haben eines gezeigt: Sie sind wirklich das neue BZÖ in der Bundesregierung, der neue Wurmfortsatz der ÖVP in dieser großen Koalition! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eigentlich eine Schande für diese Republik, weil die Menschen in diesem Land sich wirklich etwas anderes erwartet haben, weil sie sich eine Sozialpolitik erwartet haben, bei der es auch wieder soziale Verantwortung gibt, und eine Politik, bei der man ganz penibel darauf achtet, nicht das teuerste Produkt im Bereich der Luftraumsicherheit, der Luftraumüberwachung zu kaufen, sondern ein kostengünstigeres Produkt, das diese Aufgabe im Sinne der Neutralität ebenso erfüllt hätte – und nicht das, was die ÖVP zu erfüllen vorhat. Denn: Der Eurofighter ist ja deshalb vom Altbundeskanzler Schüssel angeschafft worden, weil dieser in Wirklichkeit vorgehabt hat, damit einen Beitrag in Richtung NATO zu leisten. Das lehnen wir von Seiten der Freiheitlichen Partei prinzipiell ab! Wir haben nichts im Ausland verloren! (Beifall bei der FPÖ.)
in Richtung der auf der Galerie anwesenden Volksanwältin Dr. Fekter
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Generäle! Frau Volksanwältin Fekter (in Richtung der auf der Galerie anwesenden Volksanwältin Dr. Fekter), die Sie ja lange im Untersuchungsausschuss an vorderster Stelle mitgewirkt haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Wie der Eurofighter!) Meine Damen und Herren! Herr Strache, Sie hätten sich die Rede von Ihrem parteilosen Vertreter im Untersuchungsausschuss nicht schreiben lassen sollen, sondern hätten selbst daran teilnehmen sollen. Dann hätten Sie mehr gewusst und wären nicht so gehangen an dem, was Stadler Ihnen vorgeschrieben hat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.) Dann hätten Sie sich besser ausgekannt (Abg. Strache: Sie sind ahnungslos, Herr Kollege!), aber leider ist das in diesem Fall auch nicht so. (Abg. Strache: Sie sind wirklich ahnungslos! Ein Ahnungsloser, der in der schwarzen Wüste herumgeht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Wie der Eurofighter!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Generäle! Frau Volksanwältin Fekter (in Richtung der auf der Galerie anwesenden Volksanwältin Dr. Fekter), die Sie ja lange im Untersuchungsausschuss an vorderster Stelle mitgewirkt haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Wie der Eurofighter!) Meine Damen und Herren! Herr Strache, Sie hätten sich die Rede von Ihrem parteilosen Vertreter im Untersuchungsausschuss nicht schreiben lassen sollen, sondern hätten selbst daran teilnehmen sollen. Dann hätten Sie mehr gewusst und wären nicht so gehangen an dem, was Stadler Ihnen vorgeschrieben hat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.) Dann hätten Sie sich besser ausgekannt (Abg. Strache: Sie sind ahnungslos, Herr Kollege!), aber leider ist das in diesem Fall auch nicht so. (Abg. Strache: Sie sind wirklich ahnungslos! Ein Ahnungsloser, der in der schwarzen Wüste herumgeht!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Generäle! Frau Volksanwältin Fekter (in Richtung der auf der Galerie anwesenden Volksanwältin Dr. Fekter), die Sie ja lange im Untersuchungsausschuss an vorderster Stelle mitgewirkt haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Wie der Eurofighter!) Meine Damen und Herren! Herr Strache, Sie hätten sich die Rede von Ihrem parteilosen Vertreter im Untersuchungsausschuss nicht schreiben lassen sollen, sondern hätten selbst daran teilnehmen sollen. Dann hätten Sie mehr gewusst und wären nicht so gehangen an dem, was Stadler Ihnen vorgeschrieben hat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.) Dann hätten Sie sich besser ausgekannt (Abg. Strache: Sie sind ahnungslos, Herr Kollege!), aber leider ist das in diesem Fall auch nicht so. (Abg. Strache: Sie sind wirklich ahnungslos! Ein Ahnungsloser, der in der schwarzen Wüste herumgeht!)
Abg. Strache: Sie sind ahnungslos, Herr Kollege!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Generäle! Frau Volksanwältin Fekter (in Richtung der auf der Galerie anwesenden Volksanwältin Dr. Fekter), die Sie ja lange im Untersuchungsausschuss an vorderster Stelle mitgewirkt haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Wie der Eurofighter!) Meine Damen und Herren! Herr Strache, Sie hätten sich die Rede von Ihrem parteilosen Vertreter im Untersuchungsausschuss nicht schreiben lassen sollen, sondern hätten selbst daran teilnehmen sollen. Dann hätten Sie mehr gewusst und wären nicht so gehangen an dem, was Stadler Ihnen vorgeschrieben hat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.) Dann hätten Sie sich besser ausgekannt (Abg. Strache: Sie sind ahnungslos, Herr Kollege!), aber leider ist das in diesem Fall auch nicht so. (Abg. Strache: Sie sind wirklich ahnungslos! Ein Ahnungsloser, der in der schwarzen Wüste herumgeht!)
Abg. Strache: Sie sind wirklich ahnungslos! Ein Ahnungsloser, der in der schwarzen Wüste herumgeht!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Generäle! Frau Volksanwältin Fekter (in Richtung der auf der Galerie anwesenden Volksanwältin Dr. Fekter), die Sie ja lange im Untersuchungsausschuss an vorderster Stelle mitgewirkt haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Cap: Wie der Eurofighter!) Meine Damen und Herren! Herr Strache, Sie hätten sich die Rede von Ihrem parteilosen Vertreter im Untersuchungsausschuss nicht schreiben lassen sollen, sondern hätten selbst daran teilnehmen sollen. Dann hätten Sie mehr gewusst und wären nicht so gehangen an dem, was Stadler Ihnen vorgeschrieben hat. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.) Dann hätten Sie sich besser ausgekannt (Abg. Strache: Sie sind ahnungslos, Herr Kollege!), aber leider ist das in diesem Fall auch nicht so. (Abg. Strache: Sie sind wirklich ahnungslos! Ein Ahnungsloser, der in der schwarzen Wüste herumgeht!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Nun, ich darf Herrn Kollegem Kräuter sagen, dass es schon ein interessanter Schluss ist, wenn man sagt: Wenn die Eurofighter neu sind, dann sind es schlimme, ganz schlimme „Kampfbomber“. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Sind die Eurofighter aber gebraucht, sind es friedliche Friedensflieger! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.) – Also dieser Schluss, Herr Kräuter, ist hochinteressant!
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Nun, ich darf Herrn Kollegem Kräuter sagen, dass es schon ein interessanter Schluss ist, wenn man sagt: Wenn die Eurofighter neu sind, dann sind es schlimme, ganz schlimme „Kampfbomber“. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Sind die Eurofighter aber gebraucht, sind es friedliche Friedensflieger! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.) – Also dieser Schluss, Herr Kräuter, ist hochinteressant!
Beifall bei der ÖVP.
Zum dritten Redner vor mir, Herrn Pilz, darf ich sagen: Herr Pilz, Ihre heutige Stellungnahme war natürlich ebenso tendenziös und mit Ihrer ganz besonderen Sicht – ich möchte nicht sagen, mit Unwahrheiten – sozusagen gespickt, und zwar genau so, wie Sie den Vorsitz geführt haben, nämlich unter dem Motto: Viel Rauch, und kein Feuer zu sehen! – Diese Beurteilung möchte ich Ihnen schon auf den Weg mitgeben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Strache: Die Sicherheit auf dem Boden gefährden Sie seit Jahren! Die Sicherheit auf dem Boden gefährdet Ihre Partei seit Jahren! Eine Sicherheitsgefährdung macht die ÖVP auf dem Boden!
Meine Damen und Herren, zu einem viel wichtigeren Thema kommend: Ich kann Ihnen heute zweierlei mitteilen, nämlich nicht nur, dass die Österreichische Volkspartei quasi einen Freispruch in diesem Untersuchungsausschuss bekommen hat, sondern auch, dass dieselbe Volkspartei so wie jetzt auch in der Vergangenheit für den Schutz, für die Sicherheit unserer Bürger und unseres Landes gestanden ist, egal, ob die Zeiten angenehm oder unangenehm waren! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Strache: Die Sicherheit auf dem Boden gefährden Sie seit Jahren! Die Sicherheit auf dem Boden gefährdet Ihre Partei seit Jahren! Eine Sicherheitsgefährdung macht die ÖVP auf dem Boden!)
Abg. Strache: Sie gefährden die Sicherheit auf dem Boden seit Jahren!
Wir ersehen den Auftrag zur Landesverteidigung, und zwar sowohl auf dem Boden als auch in der Luft, aus der Neutralität, aus unserer Verfassung, und deswegen ... (Abg. Strache: Sie gefährden die Sicherheit auf dem Boden seit Jahren!) – Herr Strache hören Sie zu! (Abg. Strache: Sie gefährden die Sicherheit auf dem Boden seit Jahren!) Hören Sie wenigstens jetzt zu, wenn Sie schon nicht im Untersuchungsausschuss waren! (Abg. Strache: ... einsparen, das Bundesheer in den Konkurs treiben!) Und deswegen haben wir nicht die teuersten – wie Sie meinen, aber Sie waren ja nicht
Abg. Strache: Sie gefährden die Sicherheit auf dem Boden seit Jahren!
Wir ersehen den Auftrag zur Landesverteidigung, und zwar sowohl auf dem Boden als auch in der Luft, aus der Neutralität, aus unserer Verfassung, und deswegen ... (Abg. Strache: Sie gefährden die Sicherheit auf dem Boden seit Jahren!) – Herr Strache hören Sie zu! (Abg. Strache: Sie gefährden die Sicherheit auf dem Boden seit Jahren!) Hören Sie wenigstens jetzt zu, wenn Sie schon nicht im Untersuchungsausschuss waren! (Abg. Strache: ... einsparen, das Bundesheer in den Konkurs treiben!) Und deswegen haben wir nicht die teuersten – wie Sie meinen, aber Sie waren ja nicht
Abg. Strache: ... einsparen, das Bundesheer in den Konkurs treiben!
Wir ersehen den Auftrag zur Landesverteidigung, und zwar sowohl auf dem Boden als auch in der Luft, aus der Neutralität, aus unserer Verfassung, und deswegen ... (Abg. Strache: Sie gefährden die Sicherheit auf dem Boden seit Jahren!) – Herr Strache hören Sie zu! (Abg. Strache: Sie gefährden die Sicherheit auf dem Boden seit Jahren!) Hören Sie wenigstens jetzt zu, wenn Sie schon nicht im Untersuchungsausschuss waren! (Abg. Strache: ... einsparen, das Bundesheer in den Konkurs treiben!) Und deswegen haben wir nicht die teuersten – wie Sie meinen, aber Sie waren ja nicht
Beifall bei der ÖVP.
dabei –, sondern die im besten Kosten-Nutzwert-Verhältnis stehenden Eurofighter besorgt. Das hat auch der Rechnungshof bestätigt! (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der FPÖ: Das stimmt ja nicht! – Abg. Strache: Schauen Sie auf die Rednerliste!
Den Rechnungshofbericht dürften Sie auch nicht gelesen haben! – Sie brauchen nur zu Stadler zurückzugehen und zu fragen: Wie geht es weiter? – Stadler weiß alles. Er darf nur nicht reden, weil er mittlerweile nicht mehr zu Ihnen gehört. (Rufe bei der FPÖ: Das stimmt ja nicht! – Abg. Strache: Schauen Sie auf die Rednerliste!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler
Wir haben – das sollte man schon festhalten – keinen Ausstiegsvertrag, geschätzte Damen und Herren, sondern einen Kaufvertrag für das beste Gerät abgeschlossen (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler), einen Kaufvertrag für die Sicherheit unseres Landes, aber auch für die Sicherheit der Piloten, für die Sicherheit des Luftpersonals für einen Zeitraum von 40 Jahren.
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte Dank und Anerkennung für jene aussprechen, die mit den Vorbereitungen zu diesem Vertrag befasst waren, nämlich jene Militärs, jene Beamte, die sich um diesen Vertrag bemüht haben, die korrekt, verständlich und mit allem, was ihnen an Information zur Verfügung gestanden ist, diesen Vertrag vorbereitet haben, der dann nach bestem Wissen und Gewissen von der ÖVP-Regierung Schüssel abgeschlossen wurde. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei FPÖ und Grünen. – Abg. Strache: Da müssen Sie aber selbst lachen!
Das ist ein Zeichen beziehungsweise ein Beweis dafür, dass man sich auf die Volkspartei in Sachen Sicherheit bei jeder Gelegenheit verlassen kann. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei FPÖ und Grünen. – Abg. Strache: Da müssen Sie aber selbst lachen!) – Herr Strache, ...! (Abg. Strache: Da müssen Sie aber selbst lachen! Kasernen werden zugesperrt!)
Abg. Strache: Da müssen Sie aber selbst lachen! Kasernen werden zugesperrt!
Das ist ein Zeichen beziehungsweise ein Beweis dafür, dass man sich auf die Volkspartei in Sachen Sicherheit bei jeder Gelegenheit verlassen kann. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei FPÖ und Grünen. – Abg. Strache: Da müssen Sie aber selbst lachen!) – Herr Strache, ...! (Abg. Strache: Da müssen Sie aber selbst lachen! Kasernen werden zugesperrt!)
Abg. Dr. Cap: Wer ist das?
Wenn wir von der Verpflichtung der Neutralität und den Ergebnissen der Rechtsgutachten reden, dann darf ich schon Prof. DDr. Heinz Mayer anführen. Sogar Heinz Mayer weist darauf hin – und all jenen möchte ich es jetzt mitteilen ... (Abg. Dr. Cap: Wer ist das?) – Bitte? Wer das ist? (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Das ist interessant, dass Sie fragen, wer DDr. Mayer ist!
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Wenn wir von der Verpflichtung der Neutralität und den Ergebnissen der Rechtsgutachten reden, dann darf ich schon Prof. DDr. Heinz Mayer anführen. Sogar Heinz Mayer weist darauf hin – und all jenen möchte ich es jetzt mitteilen ... (Abg. Dr. Cap: Wer ist das?) – Bitte? Wer das ist? (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Das ist interessant, dass Sie fragen, wer DDr. Mayer ist!
Abg. Strache: Neuausschreibung!
Und das ist sicher mit ein Grund, warum auch dieser Vertrag nicht zu stornieren ist. (Abg. Strache: Neuausschreibung!)
Abg. Faul: Ist eh gut!
Herr Bundesminister Darabos, da ich nicht so viel Redezeit habe, wie ich gerne hätte (Abg. Faul: Ist eh gut!), möchte ich Sie noch darauf aufmerksam machen, dass Ihr Vergleich mit der Eurofighter GmbH und den Einsparungen, ob wir die jetzt bekommen ... – 400 Millionen € meint Kollege Kräuter (Abg. Mag. Wurm: Wann denn?), Sie selbst haben einmal von 200 Millionen € gesprochen im „Kurier“, also hier haben wir schon einmal eine Differenz. Sie werden sicher Verständnis dafür haben, dass wir uns einmal genau anschauen, wie viel wir eigentlich einsparen können, ob wir da Geld zurückbekommen oder ob wir einfach weniger bezahlen und welche Konsequenzen daraus resultieren, wenn wir gebrauchte Flieger oder die Tranche 1/Block 5 erwerben und meinen, dass wir damit das Auslangen finden könnten.
Abg. Mag. Wurm: Wann denn?
Herr Bundesminister Darabos, da ich nicht so viel Redezeit habe, wie ich gerne hätte (Abg. Faul: Ist eh gut!), möchte ich Sie noch darauf aufmerksam machen, dass Ihr Vergleich mit der Eurofighter GmbH und den Einsparungen, ob wir die jetzt bekommen ... – 400 Millionen € meint Kollege Kräuter (Abg. Mag. Wurm: Wann denn?), Sie selbst haben einmal von 200 Millionen € gesprochen im „Kurier“, also hier haben wir schon einmal eine Differenz. Sie werden sicher Verständnis dafür haben, dass wir uns einmal genau anschauen, wie viel wir eigentlich einsparen können, ob wir da Geld zurückbekommen oder ob wir einfach weniger bezahlen und welche Konsequenzen daraus resultieren, wenn wir gebrauchte Flieger oder die Tranche 1/Block 5 erwerben und meinen, dass wir damit das Auslangen finden könnten.
Rufe bei der SPÖ: Ah wo! Aber geh!
Meine Damen und Herren, es ist mir wichtig, zu betonen, dass es keine Zusammenhänge mit Geldflüssen im Zusammenhang mit der Österreichischen Volkspartei gegeben hat. Es ist Geld geflossen (Rufe bei der SPÖ: Ah wo! Aber geh!), da gibt es überhaupt nichts zu sagen (Abg. Strache: Das verhindern Sie beim Banken-Untersuchungsausschuss!), ja, es ist Geld geflossen, aber nicht im Zusammenhang mit Politikern, mit Repräsentanten der ÖVP. Herr Strache, hoffentlich können Sie das auch von sich behaupten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Das verhindern Sie beim Banken-Untersuchungsausschuss!
Meine Damen und Herren, es ist mir wichtig, zu betonen, dass es keine Zusammenhänge mit Geldflüssen im Zusammenhang mit der Österreichischen Volkspartei gegeben hat. Es ist Geld geflossen (Rufe bei der SPÖ: Ah wo! Aber geh!), da gibt es überhaupt nichts zu sagen (Abg. Strache: Das verhindern Sie beim Banken-Untersuchungsausschuss!), ja, es ist Geld geflossen, aber nicht im Zusammenhang mit Politikern, mit Repräsentanten der ÖVP. Herr Strache, hoffentlich können Sie das auch von sich behaupten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, es ist mir wichtig, zu betonen, dass es keine Zusammenhänge mit Geldflüssen im Zusammenhang mit der Österreichischen Volkspartei gegeben hat. Es ist Geld geflossen (Rufe bei der SPÖ: Ah wo! Aber geh!), da gibt es überhaupt nichts zu sagen (Abg. Strache: Das verhindern Sie beim Banken-Untersuchungsausschuss!), ja, es ist Geld geflossen, aber nicht im Zusammenhang mit Politikern, mit Repräsentanten der ÖVP. Herr Strache, hoffentlich können Sie das auch von sich behaupten. (Beifall bei der ÖVP.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler – in Richtung ÖVP –: Was haben Sie da für einen Waschsalon? Der ist nicht schlecht!
Wir haben vom Anfang an gesagt: Wir haben eine reine Weste. Die Österreicherinnen und Österreicher können sich in Sachen Sicherheit und Schutz auf uns, die Volkspartei, verlassen. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler – in Richtung ÖVP –: Was haben Sie da für einen Waschsalon? Der ist nicht schlecht!)
Der Redner stellt ein Bild, das Bundesminister Mag. Darabos und Bundeskanzler Dr. Gusenbauer im Cockpit eines Eurofighter Typhoon zeigt, auf das Rednerpult. – Abg. Faul: Ist das heute eine Vernissage?
Abgeordneter Mag. Gernot Darmann (BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich habe hier ein kleines Bild mitgebracht, das vor kurzem auch in den Medien war. Es ist an sich, wenn es nicht so traurig wäre, ein sehr erheiterndes Bild, eine erheiternde Abbildung – auch für Sie, Herr Bundesminister, einmal etwas zum Schmunzeln in dieser traurigen Zeit. Ich darf das da vorne hinstellen – ich hoffe, man sieht mich dann auch noch. (Der Redner stellt ein Bild, das Bundesminister Mag. Darabos und Bundeskanzler Dr. Gusenbauer im Cockpit eines Eurofighter Typhoon zeigt, auf das Rednerpult. – Abg. Faul: Ist das heute eine Vernissage?)
Beifall beim BZÖ.
Wir waren acht Monate in diesem Ausschuss. Ihre Fraktion hat genauso wie die SPÖ und die FPÖ darauf beharrt: Der Eurofighter Typhoon ist ein Kampfbomber, und der SAAB Gripen wäre das viel vernünftigere Flugzeug gewesen. Es ist aber eine Tatsache, dass der SAAB schon in der Typenbezeichnung das Kürzel „JAS“ enthalten hat – übersetzt: Jagd, Angriff, Erkundung. Das „A“ in „JAS“ steht für „Attack“. Das ist genauso ein Angriffsflugzeug, ein Bomber. So gesehen ist diese Argumentationslinie von Ihnen absolut aus der Luft gegriffen, dass man dieses Flugzeug nicht hätte nehmen können, weil es zu überqualifiziert gewesen wäre. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei den Grünen: Sie haben es verwendet!
Zum Vorwurf zwei: Die Bewertungskommission war – Sie haben jetzt zwar nicht das Wort „gekauft“ verwendet, aber es ist sehr wohl ... (Ruf bei den Grünen: Sie haben es verwendet!), doch, Sie nicken – nach Ihrer Meinung gekauft und das ganze Bewertungsverfahren eine Farce, weil der Eurofighter Typhoon im Punktesystem bevorzugt worden wäre. Das stimmt absolut nicht. Der Ausschuss hat genau das Gegenteil bewiesen, dass das Punktesystem den Eurofighter Typhoon, wo es gegangen ist, benachteiligt hat. (Abg. Öllinger: Was sagt denn da der Haider dazu? Hat er nicht einmal etwas anderes gesagt?) – Herr Öllinger, hören Sie mir bitte zu, dann lernen Sie diesbezüglich etwas, denn ich bringe Ihnen jetzt ein Beispiel, das wirklich für alle einleuchtend ist.
Abg. Öllinger: Was sagt denn da der Haider dazu? Hat er nicht einmal etwas anderes gesagt?
Zum Vorwurf zwei: Die Bewertungskommission war – Sie haben jetzt zwar nicht das Wort „gekauft“ verwendet, aber es ist sehr wohl ... (Ruf bei den Grünen: Sie haben es verwendet!), doch, Sie nicken – nach Ihrer Meinung gekauft und das ganze Bewertungsverfahren eine Farce, weil der Eurofighter Typhoon im Punktesystem bevorzugt worden wäre. Das stimmt absolut nicht. Der Ausschuss hat genau das Gegenteil bewiesen, dass das Punktesystem den Eurofighter Typhoon, wo es gegangen ist, benachteiligt hat. (Abg. Öllinger: Was sagt denn da der Haider dazu? Hat er nicht einmal etwas anderes gesagt?) – Herr Öllinger, hören Sie mir bitte zu, dann lernen Sie diesbezüglich etwas, denn ich bringe Ihnen jetzt ein Beispiel, das wirklich für alle einleuchtend ist.
Beifall bei BZÖ und ÖVP.
Zur Kompetenz des Ausschussvorsitzenden in diesem ganzen Belang Nachbeschaffung und dergleichen – das wird auch die Vertreter des Bundesheeres interessieren, die heute dankenswerterweise auch hier sind –: Der Ausschussvorsitzende Pilz hat mehrfach in öffentlichen Stellungnahmen behauptet, die Luftraumüberwachung Österreichs würde nach seinen Experten im Verteidigungsministerium mit sechs Flugzeugen funktionieren. Allein diese Aussage disqualifiziert diesen Vorsitzenden an sich. (Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Hauser: Kommt ja noch! – Abg. Strache: Da habe ich aber mehr inhaltlich zum Besten gegeben als Sie!
Nun zu Klubobmann Strache: Ich habe nicht gedacht, dass ich da auf die FPÖ großartig eingehen werde, aber da waren auch ein paar Punkte, die mich sehr befremdet haben: Nummer eins, wieso Sie – bei allem Respekt! – hier ans Rednerpult treten und Erstredner Ihrer Fraktion sind. Fraktionsführer der FPÖ war, wie ich glaube, Kollege Stadler oder auch Kollege Haimbuchner – das ist ja nicht so ganz sicher. Auf jeden Fall war doch sehr befremdend, dass Sie hier zum Rednerpult gehen, nachdem Sie sich zumindest im Ausschuss nicht damit befasst haben. (Abg. Mag. Hauser: Kommt ja noch! – Abg. Strache: Da habe ich aber mehr inhaltlich zum Besten gegeben als Sie!) – Da schauen wir einmal, was da noch kommt!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Der „Mister 1 Prozent“!
Ebenfalls an die Adresse der FPÖ: Ich möchte ein für alle Mal unmissverständlich klarstellen: Nicht die FPÖ hat sich vom BZÖ getrennt, sondern das BZÖ ist seinen eigenen Weg abseits der FPÖ gegangen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Strache: Der „Mister 1 Prozent“!)
Abg. Strache: Lukasek, Rumpold – Haider betrogen!
Zweitens, Herr Klubobmann Strache, zum Vorwurf von Geldflüssen der Firma Rumpold an das BZÖ ist festzustellen – das hat dieser Ausschuss auch ergeben, und Sie haben die frühere Buchhaltung, die Steuerunterlagen alle in Ihren Händen, und Sie haben nichts beweisen können, sie auch nicht hervorgeholt, weil da nichts drinnen war (Abg. Strache: Lukasek, Rumpold – Haider betrogen!) –: Es ist ganz, ganz klar, dass, wenn in der Vergangenheit ein Geldfluss in irgendeine Richtung stattgefunden hat, dieser in jedem Fall vom BZÖ in Richtung Werbefirma Rumpold war. Und sonst hat es keine Geldflüsse gegeben. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Ah!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Ah!
Zweitens, Herr Klubobmann Strache, zum Vorwurf von Geldflüssen der Firma Rumpold an das BZÖ ist festzustellen – das hat dieser Ausschuss auch ergeben, und Sie haben die frühere Buchhaltung, die Steuerunterlagen alle in Ihren Händen, und Sie haben nichts beweisen können, sie auch nicht hervorgeholt, weil da nichts drinnen war (Abg. Strache: Lukasek, Rumpold – Haider betrogen!) –: Es ist ganz, ganz klar, dass, wenn in der Vergangenheit ein Geldfluss in irgendeine Richtung stattgefunden hat, dieser in jedem Fall vom BZÖ in Richtung Werbefirma Rumpold war. Und sonst hat es keine Geldflüsse gegeben. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Ah!)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Zu den Ausführungen des Herrn Abgeordneten Kräuter werde ich mir etwas verkneifen, dazu werde ich gar nichts sagen; das hat sich auch selbst gerichtet. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Abg. Riepl: Das ist ein guter Vergleich, ein sehr guter Vergleich!
Ich möchte die restliche Redezeit dazu nutzen, auf den Vergleich einzugehen, den der Herr Bundesminister als eine Verbesserung, eine Preisminderung, einen Nutzen für die Republik verkauft. (Abg. Riepl: Das ist ein guter Vergleich, ein sehr guter Vergleich!) Dieser Vergleich, der bis jetzt nicht schriftlich vorliegt – böse Zungen behaupten, es gibt ihn auch schriftlich gar nicht, sondern er ist nur mündlich vereinbart – beinhaltet einige sehr interessante Punkte, die ja bis jetzt auch nicht auf dem Tisch liegen, trotz unseres Antrages in der letzten Sitzung des Eurofighter-Untersuchungsausschusses, der leider mit überwältigender Mehrheit niedergestimmt wurde. Wir wollten diesen Vergleich – nicht nur den Vergleich, sondern auch die Vertragsabänderung, aufbauend auf diesem Vergleich – vorgelegt haben. Leider ist es ja nicht dazu gekommen. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Ich möchte die restliche Redezeit dazu nutzen, auf den Vergleich einzugehen, den der Herr Bundesminister als eine Verbesserung, eine Preisminderung, einen Nutzen für die Republik verkauft. (Abg. Riepl: Das ist ein guter Vergleich, ein sehr guter Vergleich!) Dieser Vergleich, der bis jetzt nicht schriftlich vorliegt – böse Zungen behaupten, es gibt ihn auch schriftlich gar nicht, sondern er ist nur mündlich vereinbart – beinhaltet einige sehr interessante Punkte, die ja bis jetzt auch nicht auf dem Tisch liegen, trotz unseres Antrages in der letzten Sitzung des Eurofighter-Untersuchungsausschusses, der leider mit überwältigender Mehrheit niedergestimmt wurde. Wir wollten diesen Vergleich – nicht nur den Vergleich, sondern auch die Vertragsabänderung, aufbauend auf diesem Vergleich – vorgelegt haben. Leider ist es ja nicht dazu gekommen. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Prähauser: Wer hat denn den Vertrag mit Eurofighter abgeschlossen?
Die österreichischen Piloten haben kein gutes Gefühl dabei, zu wissen, dass sie nicht einmal baugleiche Flugzeuge in Zukunft fliegen müssen, weil die Flugsteuerung dieser Fluggeräte unterschiedlich ist. Das heißt, sie wissen bei einem Alarmstart nicht korrekt, wie das einzelne Flugzeug reagieren wird. Ein unglaublicher – ich muss fast sagen – Schwachsinn, solch einen Vergleich zustande zu bringen! (Abg. Prähauser: Wer hat denn den Vertrag mit Eurofighter abgeschlossen?)
Bundesminister Mag. Darabos: Das sind Geheimdienstinformationen!
Und das wundert mich schon sehr, denn für 40 Millionen € an Einsparung laut Ihren Worten – ich weiß gar nicht, ob das Ihre Worte waren oder ob das wieder unsere Informationen sind ... (Bundesminister Mag. Darabos: Das sind Geheimdienstinformationen!) – Das sind Geheimdienstinformationen? (Bundesminister Mag. Darabos: Nehme ich an!) – Nein, das sind keine Geheimdienstinformationen, da kann ich Sie beruhigen.
Bundesminister Mag. Darabos: Nehme ich an!
Und das wundert mich schon sehr, denn für 40 Millionen € an Einsparung laut Ihren Worten – ich weiß gar nicht, ob das Ihre Worte waren oder ob das wieder unsere Informationen sind ... (Bundesminister Mag. Darabos: Das sind Geheimdienstinformationen!) – Das sind Geheimdienstinformationen? (Bundesminister Mag. Darabos: Nehme ich an!) – Nein, das sind keine Geheimdienstinformationen, da kann ich Sie beruhigen.
Abg. Mag. Kogler: Da gibt es eh ein Flutlicht!
Aber für diese Einsparung darauf zu verzichten, dass wir auch in Zukunft, wie schon beim Draken, wie schon jetzt bei der schweizerischen F-5, keine Möglichkeit haben, unseren Luftraum in der Nacht zu überwachen – und das noch dazu, obwohl nächstes Jahr die EURO 2008 bei uns stattfinden wird, wo auch Abendspiele ausgetragen werden (Abg. Mag. Kogler: Da gibt es eh ein Flutlicht!), und wo Sie schon im Ausschuss behauptet haben, wir können diese Probleme auch vom Boden aus regeln –, da sage ich: Gute Nacht, Österreich! Das habe ich heute schon ein paar Mal gehört, aber das stimmt wirklich. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Aber für diese Einsparung darauf zu verzichten, dass wir auch in Zukunft, wie schon beim Draken, wie schon jetzt bei der schweizerischen F-5, keine Möglichkeit haben, unseren Luftraum in der Nacht zu überwachen – und das noch dazu, obwohl nächstes Jahr die EURO 2008 bei uns stattfinden wird, wo auch Abendspiele ausgetragen werden (Abg. Mag. Kogler: Da gibt es eh ein Flutlicht!), und wo Sie schon im Ausschuss behauptet haben, wir können diese Probleme auch vom Boden aus regeln –, da sage ich: Gute Nacht, Österreich! Das habe ich heute schon ein paar Mal gehört, aber das stimmt wirklich. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Wie lebt es sich an der Kittelfalte der ÖVP?
Das heißt, von dieser Einsparung ist nichts übrig geblieben – wie auch vom Ausschuss. Das Einzige, was dieser Ausschuss gebracht und zum Vorschein gebracht hat, ist, dass nach acht Monaten Ausschusssitzung die Roten, Grünen und Blauen, die diesen Ausschuss eingesetzt haben, zum Schluss zerstritten waren, weil nichts herausgekommen ist. – Danke. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Wie lebt es sich an der Kittelfalte der ÖVP?)
Abg. Mag. Kogler: Vor allem fehlt der Plan! – Abg. Strache: Und es fehlt der Plan!
Bundesminister für Landesverteidigung Mag. Norbert Darabos: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Mir fehlt jetzt auch die Zeit, nach acht Monaten Untersuchungsausschuss alles zu beleuchten. Mir fehlt auch die Zeit, jedes Argument und Nicht-Argument der jetzigen Debatte zu entkräften oder zu bekräftigen. (Abg. Mag. Kogler: Vor allem fehlt der Plan! – Abg. Strache: Und es fehlt der Plan!)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
400 Millionen € ermöglicht – das sind 6 Milliarden Schilling. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.
Bundesminister für Landesverteidigung Mag. Norbert Darabos (fortsetzend): Ich glaube, ich stehe nicht im Verdacht – eher gibt es andere Vorwürfe an mich –, als besonders präpotent zu gelten. Aber ich sage ganz offen: Nennen Sie mir einen Minister, der in der Zweiten Republik dieses Einsparungspotential von 400 Millionen € geschafft hat – und zu dem stehe ich. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Zweitens möchte ich – ohne hier Geschichtsfälschung und Geschichtsklitterung betreiben zu wollen, was teilweise ja in den letzten Wochen geschehen ist – schon eines feststellen: Den Eurofighter-Vertrag habe nicht ich als Verteidigungsminister zu verantworten, sondern der Herr Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner in seiner damaligen Funktion als Verteidigungsminister. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Die Unterschrift unter diesem Vertrag habe nicht ich als Verteidigungsminister zu verantworten, sondern mein Amtsvorgänger Günther Platter, den ich durchaus schätze, der aber diese Unterschrift geleistet hat – und nicht ich als Verteidigungsminister, Herr Abgeordneter Pilz! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sburny: Was heißt das?
Herr Abgeordneter Pilz, so, wie Sie gestern und heute argumentiert haben, kann man das nicht durchgehen lassen. Das stimmt einfach nicht, das ist nicht objektiv. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sburny: Was heißt das?) Wir haben einen Vertrag in Österreich ... (Abg. Dr. Pilz: Sie wollen bestimmen, was durchgeht? Unverschämt ist das!) – Ich habe nur 8 Minuten Redezeit, Herr Abgeordneter Pilz. Lassen Sie mich bitte ausreden, Sie haben sich noch einmal zu Wort gemeldet.
Abg. Dr. Pilz: Sie wollen bestimmen, was durchgeht? Unverschämt ist das!
Herr Abgeordneter Pilz, so, wie Sie gestern und heute argumentiert haben, kann man das nicht durchgehen lassen. Das stimmt einfach nicht, das ist nicht objektiv. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Sburny: Was heißt das?) Wir haben einen Vertrag in Österreich ... (Abg. Dr. Pilz: Sie wollen bestimmen, was durchgeht? Unverschämt ist das!) – Ich habe nur 8 Minuten Redezeit, Herr Abgeordneter Pilz. Lassen Sie mich bitte ausreden, Sie haben sich noch einmal zu Wort gemeldet.
Abg. Strache: Jetzt ist die schlechteste Variante!
Wir haben einen Vertag, der zuungunsten des Käufers und zugunsten des Verkäufers abgeschlossen wurde; ein Vertrag, der von der schwarz-blau-orangen Regierung zu verantworten ist. (Abg. Strache: Jetzt ist die schlechteste Variante!) Und ich sage Ihnen ganz offen ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.) – Herr Abgeordneter Pilz, ich möchte Sie gerade loben!
Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.
Wir haben einen Vertag, der zuungunsten des Käufers und zugunsten des Verkäufers abgeschlossen wurde; ein Vertrag, der von der schwarz-blau-orangen Regierung zu verantworten ist. (Abg. Strache: Jetzt ist die schlechteste Variante!) Und ich sage Ihnen ganz offen ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Pilz.) – Herr Abgeordneter Pilz, ich möchte Sie gerade loben!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das ist ja keine Einsparung! Das sind ja Mehrkosten in Wirklichkeit!
Die Abgeordneten, die mit Ihnen im Untersuchungsausschuss gemeinsam gearbeitet haben, haben dafür gesorgt, dass diese Einsparung von 400 Millionen € überhaupt erst möglich geworden ist, denn sie haben Dinge zutage gebracht, die einfach dazu geführt haben, dass Eurofighter überhaupt erst in eine Vertragsverhandlung mit mir eingetreten ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Das ist ja keine Einsparung! Das sind ja Mehrkosten in Wirklichkeit!)
Abg. Öllinger: Die ÖVP hat gar nichts ...!
gehabt. (Abg. Öllinger: Die ÖVP hat gar nichts ...!) Die Bewertung, wer was gemacht hat, obliegt nicht mir.
Abg. Strache: Was hat denn der fürs Gutachten bekommen? Eine sechsstellige Euro-Summe?
Herr Professor Koziol, der renommierteste Zivilrechtler in diesem Bereich, hat mir gegenüber ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als diesen Vergleich zu schließen. (Abg. Strache: Was hat denn der fürs Gutachten bekommen? Eine sechsstellige Euro-Summe?) Vielleicht bin ich jetzt zu emotional, aber ich sage Ihnen auch ganz offen: Ich halte nichts davon, wenn Wissenschaftler schon vor Kenntnis des Vertrages in der Öffentlichkeit ihr Gutachten abgeben und mit mir, mit Ihnen im Fernsehen sitzen. Ich halte mich da lieber an den renommiertesten Zivilrechtler Österreichs und einen der renommiertesten Zivilrechtler Europas, an Herrn Professor Koziol, der sich nie in der Öffentlichkeit zu Wort gemeldet hat, sondern der über sechs, sieben Monate akribisch gearbeitet hat. (Abg. Dr. Pilz: Wie gehen sich seit März sechs Monate aus?)
Abg. Dr. Pilz: Wie gehen sich seit März sechs Monate aus?
Herr Professor Koziol, der renommierteste Zivilrechtler in diesem Bereich, hat mir gegenüber ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als diesen Vergleich zu schließen. (Abg. Strache: Was hat denn der fürs Gutachten bekommen? Eine sechsstellige Euro-Summe?) Vielleicht bin ich jetzt zu emotional, aber ich sage Ihnen auch ganz offen: Ich halte nichts davon, wenn Wissenschaftler schon vor Kenntnis des Vertrages in der Öffentlichkeit ihr Gutachten abgeben und mit mir, mit Ihnen im Fernsehen sitzen. Ich halte mich da lieber an den renommiertesten Zivilrechtler Österreichs und einen der renommiertesten Zivilrechtler Europas, an Herrn Professor Koziol, der sich nie in der Öffentlichkeit zu Wort gemeldet hat, sondern der über sechs, sieben Monate akribisch gearbeitet hat. (Abg. Dr. Pilz: Wie gehen sich seit März sechs Monate aus?)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Aufgrund meiner Verantwortung als Verteidigungsminister bin ich verpflichtet, diese seine Einwände in meine politische Entscheidung einfließen zu lassen, und ich habe die beste Entscheidung für Österreich getroffen. Wir haben jetzt minus 400 Millionen € und kein Prozessrisiko! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Das steht im Bericht drinnen, nicht, was medial von Ihnen und von Ihren Kollegen in der Öffentlichkeit behauptet wurde. Das steht im Bericht drinnen, und das deckt sich auch mit den Befürchtungen des Herrn Professor Koziol. Und deswegen sage ich noch einmal: Ich habe im Interesse der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und im Interesse der Republik Österreich entschieden! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Wie der Platter: von Ahnungslosigkeit zur Hilflosigkeit!
Deshalb stehe ich auch zu dem Vergleich, den ich geschlossen habe. Ich habe Ihre Argumente, die Sie über Monate im Ausschuss zusammengetragen haben, alle miteinander, bei diesem Vergleich berücksichtigt. (Abg. Mag. Kogler: Wie der Platter: von Ahnungslosigkeit zur Hilflosigkeit!) Ich stehe zu diesen Argumenten. Ich habe mit Herrn Professor Koziol alle Argumente, die Sie gefunden haben, berücksichtigt. (Abg. Dr. Pilz: Haben Sie den Endbericht schon vor einer Woche gehabt?)
Abg. Dr. Pilz: Haben Sie den Endbericht schon vor einer Woche gehabt?
Deshalb stehe ich auch zu dem Vergleich, den ich geschlossen habe. Ich habe Ihre Argumente, die Sie über Monate im Ausschuss zusammengetragen haben, alle miteinander, bei diesem Vergleich berücksichtigt. (Abg. Mag. Kogler: Wie der Platter: von Ahnungslosigkeit zur Hilflosigkeit!) Ich stehe zu diesen Argumenten. Ich habe mit Herrn Professor Koziol alle Argumente, die Sie gefunden haben, berücksichtigt. (Abg. Dr. Pilz: Haben Sie den Endbericht schon vor einer Woche gehabt?)
Abg. Strache: Herr Minister, Sie hätten den Ausschuss abwarten müssen, wie beschlossen!
Sie selbst, Herr Pilz, haben immer wieder gesagt, die rauchende Pistole wurde nicht gefunden. Ich hätte gerne gehabt, dass Sie diese Pistole gefunden hätten. Sie haben diese Pistole aber nicht gefunden! (Abg. Strache: Herr Minister, Sie hätten den Ausschuss abwarten müssen, wie beschlossen!)
Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.
Mir ist klar, dass es ein Wahlversprechen der Sozialdemokratischen Partei gegeben hat, und dieses Wahlversprechen ist eines, zu dem ich auch stehe. (Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.) Aber mir ist auch klar, dass aufgrund des Vertrages, so, wie er ausverhandelt wurde, die Lösung, die ich gewählt habe, die beste Lösung war.
Abg. Strache: Das ist ein Taschenspielertrick!
Ich sage Ihnen abschließend noch einmal: 400 Millionen € – 6 Milliarden Schilling, um in der alten Währung zu bleiben – weniger Kosten für die Republik Österreich, Geld, das für Sozialausgaben, für Bildungsaufgaben verwendet werden kann. (Abg. Strache: Das ist ein Taschenspielertrick!) Das ist ein guter Erfolg für Österreich, und ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Erfolg mittragen würden. (Abg. Strache: Sie bringen weniger Qualität zu noch mehr Kosten!)
Abg. Strache: Sie bringen weniger Qualität zu noch mehr Kosten!
Ich sage Ihnen abschließend noch einmal: 400 Millionen € – 6 Milliarden Schilling, um in der alten Währung zu bleiben – weniger Kosten für die Republik Österreich, Geld, das für Sozialausgaben, für Bildungsaufgaben verwendet werden kann. (Abg. Strache: Das ist ein Taschenspielertrick!) Das ist ein guter Erfolg für Österreich, und ich würde mich freuen, wenn Sie diesen Erfolg mittragen würden. (Abg. Strache: Sie bringen weniger Qualität zu noch mehr Kosten!)
Präsident Dr. Spindelegger gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Ich sehe auch einem Misstrauensantrag von Ihrer Seite sehr gelassen entgegen. Wenn man Geld einspart für die Republik Österreich und einem dafür vom Parlament das Misstrauen ausgesprochen wird, dann wird das, da bin ich mir sicher, von der Mehrheit der Bevölkerung in dieser Form nicht mitgetragen. (Präsident Dr. Spindelegger gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Herr Präsident, ich bin schon beim Schluss. – Ich glaube, dass es ein guter Vergleich für die Republik Österreich ist, und ich stehe zu diesem Vergleich! (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Ich sehe auch einem Misstrauensantrag von Ihrer Seite sehr gelassen entgegen. Wenn man Geld einspart für die Republik Österreich und einem dafür vom Parlament das Misstrauen ausgesprochen wird, dann wird das, da bin ich mir sicher, von der Mehrheit der Bevölkerung in dieser Form nicht mitgetragen. (Präsident Dr. Spindelegger gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Herr Präsident, ich bin schon beim Schluss. – Ich glaube, dass es ein guter Vergleich für die Republik Österreich ist, und ich stehe zu diesem Vergleich! (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Hallo-Rufe bei der ÖVP
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Bevor wir uns jetzt dem eigentlichen Gegenstand des Untersuchungsausschusses zuwenden, wie es nämlich vom größten Beschaffungsakt der Geschichte der Republik zur nachgewiesenen größten Schiebung gekommen ist (Hallo-Rufe bei der ÖVP), also wir uns mit der ÖVP-Sphäre beschäftigen müssen, werden wir uns kurz noch einmal mit der SPÖ beschäftigen müssen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Parnigoni: Wünschen kann man sich alles, Herr Kollege! Aber von den Wünschen haben wir nichts!
Man merkt ohnehin schon, wie die Funken sprühen und was das Gemeinsame ist. Eine Gemeinsamkeit ist schon einmal konstatierbar, Herr Bundesminister Darabos: Bei aller Sympathie ist es genau jene Gemeinsamkeit mit Ihrem Vorgänger, dass wir jeweils sehr sympathische Bundesminister antreffen, die aber in zumindest gleichem Ausmaß hilflos sind, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen. Genauso wie Ihr Vorgänger Platter hilflos in eine Vertragsverhandlung von seinem Vorgänger Scheibner und von Schüssel hineingetrieben wurde und den schlimmsten Vertrag für die Republik unterschrieben hat, genauso hilflos hat sich jetzt Minister Darabos angestellt, als es darum gegangen ist, eine sehr, sehr große Chance entweder für einen viel besseren Vergleich oder möglicherweise für den Totalausstieg zu nutzen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Parnigoni: Wünschen kann man sich alles, Herr Kollege! Aber von den Wünschen haben wir nichts!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Graf.
Warum? – Es war immer klar erkennbar – selbst für die SPÖ muss das erkennbar gewesen sein –, dass das Ausschussgutachten und der Ausschussbericht wesentlich schärfer ausfallen werden als das, was Koziol liefert. Da Sie aber wieder einmal – nichts anderes ist bekannt und wird wahrscheinlich auch nicht mehr eintreten – dem Druck der ÖVP erlegen sind und von vornherein klar war, dass gar nicht alle Chancen für die Republik ausgenutzt werden sollten, musste man vorher zumachen. Hätte man nämlich auf das Ausschussgutachten gewartet, dann wäre eine Lösung herausgekommen, wo Sie mit der ÖVP auf Bruch gehen hätten müssen. Und das ist Ihnen das eben nicht wert! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Graf.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb: Lassen Sie das Parlament und die SteuerzahlerInnen unbehelligt von diesem Unfug, dass Sie 400 Millionen € eingespart hätten! Erstens müssen wir uns einmal anschauen, ob das so ist, und zweitens ist das ein ziemlich dumpfer Vergleich, wenn man jemanden losschickt, der die Chance hat, mehrere Milliarden, jedenfalls aber mindestens eine Milliarde mit einem halbwegs guten Vergleich einzusparen, und der kommt mit 400 Millionen zurück, und alle müssen jubeln! Auf die Art und Weise sind schon andere „Milchmädchen“ berühmt geworden, die auch auf dieser Regierungsbank Platz genommen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Da brauchen wir da gar nicht mehr sitzen! Da brauchen wir gar nichts mehr beschließen!
Und das aus guten Gründen – aus all jenen, die ich vorhin genannt habe –, weil für die Republik viel mehr drinnen gewesen wäre! Das haben Sie mutwillig gebrochen, aus Koalitionsräson. Es ist aber noch viel schlimmer: Sie haben einen Beschluss, eine Aufforderung, die sehr wohl normative Kraft hat – denn sonst gehen wir nämlich heim, dann machen wir nur mehr Parteizentralen- und Regierungspolitik (Abg. Strache: Da brauchen wir da gar nicht mehr sitzen! Da brauchen wir gar nichts mehr beschließen!) –, eine Aufforderung, die das Parlament an Sie gerichtet hat, absichtlich, mit Anlauf und aus primitiver Koalitionsräson unterlaufen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und das aus guten Gründen – aus all jenen, die ich vorhin genannt habe –, weil für die Republik viel mehr drinnen gewesen wäre! Das haben Sie mutwillig gebrochen, aus Koalitionsräson. Es ist aber noch viel schlimmer: Sie haben einen Beschluss, eine Aufforderung, die sehr wohl normative Kraft hat – denn sonst gehen wir nämlich heim, dann machen wir nur mehr Parteizentralen- und Regierungspolitik (Abg. Strache: Da brauchen wir da gar nicht mehr sitzen! Da brauchen wir gar nichts mehr beschließen!) –, eine Aufforderung, die das Parlament an Sie gerichtet hat, absichtlich, mit Anlauf und aus primitiver Koalitionsräson unterlaufen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der FPÖ.
Das allein rechtfertigt den Misstrauensantrag, und wir werden ihn deshalb unterstützen, einfach aus der Erkenntnis heraus, dass es im Wechselspiel zwischen Parlament und Regierung das allerhöchste Gut ist, dass die Exekutive sich an das hält, was die Legislative vorgibt. (Beifall bei den Grünen und der FPÖ.) Wohin kommen wir denn da? Das ist ja ein Verfassungsbruch, den Sie hier begehen!
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Graf.
Wenn Sie von der ÖVP sich hier dauernd als Sicherheitspartei aufspielen oder bezeichnen, muss ich Ihnen schon recht geben: Mit Sicherheit ist die ÖVP die Partei, die in Rüstungsfragen die größtmögliche Steuergeldverschwendung anstrebt und auch durchgesetzt hat. Da wird diese minimale Korrektur nichts ausrichten. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Graf.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber lassen wir das, wir werden ja zukünftige Untersuchungen damit beauftragen müssen. Kommen wir zu diesem Vergabeablauf, der ganz offensichtlich alle Elemente einer Schiebung beinhaltet. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
alles anders ist. Wissen Sie: Gebrochene Wahlversprechen sind wir gewohnt, aber mit einem gebrochenen Rückgrat kann man die Dinge, die man eigentlich mit 35 Prozent Wählerstimmen umzusetzen in der Lage ist, auch nicht mehr umsetzen. Sie benehmen sich wie die kleinste Partei. Das ist wirklich Ablehnung jeder Verantwortung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei Grünen, FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Ich sehe schon, ich muss einen Sommerkurs veranstalten, und zwar: Oppositionspolitik, aber richtig! (Ironische Heiterkeit bei Grünen, FPÖ und BZÖ.) Werner Kogler bekommt einen Freiplatz, das verspreche ich ihm hiemit (Abg. Strache: Weder Oppositions- noch Regierungspolitik habt ihr je zusammengebracht!), denn das hat es ja überhaupt noch nicht gegeben: Ein Misstrauensantrag gegen einen Minister, der 6 Milliarden Schilling – in Altwährung – einspart! Das ist seit 1945 eine Einmaligkeit! (Abg. Strache: Ist doch genau das Gegenteil der Fall: schlechte Qualität zu noch höherem Preis!) Es ist so etwas von unberechtigt, diesen Misstrauensantrag zu stellen, das ist ja unglaublich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Weder Oppositions- noch Regierungspolitik habt ihr je zusammengebracht!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Ich sehe schon, ich muss einen Sommerkurs veranstalten, und zwar: Oppositionspolitik, aber richtig! (Ironische Heiterkeit bei Grünen, FPÖ und BZÖ.) Werner Kogler bekommt einen Freiplatz, das verspreche ich ihm hiemit (Abg. Strache: Weder Oppositions- noch Regierungspolitik habt ihr je zusammengebracht!), denn das hat es ja überhaupt noch nicht gegeben: Ein Misstrauensantrag gegen einen Minister, der 6 Milliarden Schilling – in Altwährung – einspart! Das ist seit 1945 eine Einmaligkeit! (Abg. Strache: Ist doch genau das Gegenteil der Fall: schlechte Qualität zu noch höherem Preis!) Es ist so etwas von unberechtigt, diesen Misstrauensantrag zu stellen, das ist ja unglaublich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Ist doch genau das Gegenteil der Fall: schlechte Qualität zu noch höherem Preis!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Ich sehe schon, ich muss einen Sommerkurs veranstalten, und zwar: Oppositionspolitik, aber richtig! (Ironische Heiterkeit bei Grünen, FPÖ und BZÖ.) Werner Kogler bekommt einen Freiplatz, das verspreche ich ihm hiemit (Abg. Strache: Weder Oppositions- noch Regierungspolitik habt ihr je zusammengebracht!), denn das hat es ja überhaupt noch nicht gegeben: Ein Misstrauensantrag gegen einen Minister, der 6 Milliarden Schilling – in Altwährung – einspart! Das ist seit 1945 eine Einmaligkeit! (Abg. Strache: Ist doch genau das Gegenteil der Fall: schlechte Qualität zu noch höherem Preis!) Es ist so etwas von unberechtigt, diesen Misstrauensantrag zu stellen, das ist ja unglaublich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Ich sehe schon, ich muss einen Sommerkurs veranstalten, und zwar: Oppositionspolitik, aber richtig! (Ironische Heiterkeit bei Grünen, FPÖ und BZÖ.) Werner Kogler bekommt einen Freiplatz, das verspreche ich ihm hiemit (Abg. Strache: Weder Oppositions- noch Regierungspolitik habt ihr je zusammengebracht!), denn das hat es ja überhaupt noch nicht gegeben: Ein Misstrauensantrag gegen einen Minister, der 6 Milliarden Schilling – in Altwährung – einspart! Das ist seit 1945 eine Einmaligkeit! (Abg. Strache: Ist doch genau das Gegenteil der Fall: schlechte Qualität zu noch höherem Preis!) Es ist so etwas von unberechtigt, diesen Misstrauensantrag zu stellen, das ist ja unglaublich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Es ist ja keine Preisreduktion! Es ist ja eine schlechtere Qualität! Vielleicht habt ihr eine Parteiförderung bekommen, ich weiß nicht, warum ...! Habt ihr eine Parteiförderung bekommen ...?
Jetzt stelle ich eine Frage: Wie wäre denn die Nationalratssitzung verlaufen, wenn sich Minister Darabos auf einen Prozess eingelassen hätte, den Prozess verloren hätte und Österreich dann die 18 Flieger hätte nehmen müssen plus die Prozesskosten? – Dann wären der gleiche Werner Kogler und alle anderen hier ans Rednerpult getreten und hätten gesagt: Solche Deppen! Wieso lassen sich die auf einen Prozess ein, jetzt müssen sie alle 18 Flugzeuge übernehmen, anstatt einen Kompromiss einzugehen und 400 Millionen € zu sparen?! – Also Misstrauensantrag! (Abg. Strache: Es ist ja keine Preisreduktion! Es ist ja eine schlechtere Qualität! Vielleicht habt ihr eine Parteiförderung bekommen, ich weiß nicht, warum ...! Habt ihr eine Parteiförderung bekommen ...?)
Beifall bei der SPÖ.
Daher: Sommerkurs bei mir belegen! – Sie bekommen auch einen Freiplatz, Herr Abgeordneter Strache. Jawohl, ich werde Sie fördern. Ich mache eine Parteienförderung für die FPÖ. Jeder bekommt ein Kontingent an Freiplätzen, und dann machen wir einen Sommerkurs, denn das, was Sie heute hier veranstalten, ist eine misslungene Attacke! Misslungen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Norbert Darabos hat alles Menschenmögliche probiert, und es ist ihm wirklich gelungen, die Stückzahl zu reduzieren und an die 400 Millionen € einzusparen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was Sie aber immer verschwiegen haben – auch Kollege Murauer hat in seiner launigen Rede dazu nicht Stellung bezogen –: Sie wollten eigentlich immer ein Flugzeug für ganz andere Aufgaben als Luftraumüberwachung. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Und Sie waren bereit, dafür enorm viel Steuergeld auszugeben.
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Norbert Darabos hat alles Menschenmögliche probiert, und es ist ihm wirklich gelungen, die Stückzahl zu reduzieren und an die 400 Millionen € einzusparen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was Sie aber immer verschwiegen haben – auch Kollege Murauer hat in seiner launigen Rede dazu nicht Stellung bezogen –: Sie wollten eigentlich immer ein Flugzeug für ganz andere Aufgaben als Luftraumüberwachung. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Und Sie waren bereit, dafür enorm viel Steuergeld auszugeben.
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
mitbombardieren, weil es technisch dazu geeignet ist!, gesagt hat: Die Reichweite reicht nicht, denn da geht ihm das Kerosin aus!, kann ich nur sagen: Dann fährt er eben zu einer Eurofighter-Tankstelle, tankt auf und fliegt hin! (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Aber technisch kann er das! Und Sie wollten das an Technischem haben.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Selbst Herr Hoeveler von Eurofighter sagt in der „Kleinen Zeitung“: Die Fluggeräte Eurofighter Tranche 2 benötigt Österreich nicht. Das ist alles eher für Luft-Boden-Aufgaben gedacht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kainz.
Wieso braucht man für eine Luftraumüberwachung, bei der ich hochsteige mit einer hoffentlich modernen Digitalkamera, den Eindringling fotografiere und wieder lande, diese Luft-Boden-Raketen? (Zwischenruf des Abg. Kainz.) Wieso soll man da potentiell auch Bomben transportieren können? (Abg. Strache: Wie fängt man den Eindringling, mit der Kamera?) Also haben Sie einen anderen Plan gehabt: den Plan, bei Einsätzen außerhalb Österreichs mitmischen zu können! Wie heißt das so schön: In eine neue Liga aufsteigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Wie fängt man den Eindringling, mit der Kamera?
Wieso braucht man für eine Luftraumüberwachung, bei der ich hochsteige mit einer hoffentlich modernen Digitalkamera, den Eindringling fotografiere und wieder lande, diese Luft-Boden-Raketen? (Zwischenruf des Abg. Kainz.) Wieso soll man da potentiell auch Bomben transportieren können? (Abg. Strache: Wie fängt man den Eindringling, mit der Kamera?) Also haben Sie einen anderen Plan gehabt: den Plan, bei Einsätzen außerhalb Österreichs mitmischen zu können! Wie heißt das so schön: In eine neue Liga aufsteigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wieso braucht man für eine Luftraumüberwachung, bei der ich hochsteige mit einer hoffentlich modernen Digitalkamera, den Eindringling fotografiere und wieder lande, diese Luft-Boden-Raketen? (Zwischenruf des Abg. Kainz.) Wieso soll man da potentiell auch Bomben transportieren können? (Abg. Strache: Wie fängt man den Eindringling, mit der Kamera?) Also haben Sie einen anderen Plan gehabt: den Plan, bei Einsätzen außerhalb Österreichs mitmischen zu können! Wie heißt das so schön: In eine neue Liga aufsteigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Draken? – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Nassauer vom Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit sagte in den „Salzburger Nachrichten“, es hätte der schwedische Draken auch gereicht. (Abg. Scheibner: Draken? – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Dieser Meinung war Herr Scheibner damals auch bis zu dem Kanzlerfrühstück. Sie waren ja ursprünglich für den Gripen! (Abg. Scheibner: ... Kampfbomber!) Das Landesverteidigungsministerium hat damals auch Gripen gesagt, und herausgekommen ist der Eurofighter!
Abg. Scheibner: ... Kampfbomber!
Nassauer vom Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit sagte in den „Salzburger Nachrichten“, es hätte der schwedische Draken auch gereicht. (Abg. Scheibner: Draken? – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Dieser Meinung war Herr Scheibner damals auch bis zu dem Kanzlerfrühstück. Sie waren ja ursprünglich für den Gripen! (Abg. Scheibner: ... Kampfbomber!) Das Landesverteidigungsministerium hat damals auch Gripen gesagt, und herausgekommen ist der Eurofighter!
Abg. Strache: Es hat nur der Minister versagt am Ende! Leider versagt!
Der Untersuchungsausschuss hat gute Arbeit geleistet, hat wichtige Erkenntnisse zutage gebracht (Abg. Strache: Es hat nur der Minister versagt am Ende! Leider versagt!) und war behilflich, damit dieses Verhandlungsergebnis herausgekommen ist. – Reden Sie nicht Ihre eigene Arbeit schlecht, Herr Klubobmann Strache! (Abg. Strache: Es wäre viel mehr drinnen gewesen!) Es war gute Arbeit, die hier geleistet wurde! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Es wäre viel mehr drinnen gewesen!
Der Untersuchungsausschuss hat gute Arbeit geleistet, hat wichtige Erkenntnisse zutage gebracht (Abg. Strache: Es hat nur der Minister versagt am Ende! Leider versagt!) und war behilflich, damit dieses Verhandlungsergebnis herausgekommen ist. – Reden Sie nicht Ihre eigene Arbeit schlecht, Herr Klubobmann Strache! (Abg. Strache: Es wäre viel mehr drinnen gewesen!) Es war gute Arbeit, die hier geleistet wurde! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Untersuchungsausschuss hat gute Arbeit geleistet, hat wichtige Erkenntnisse zutage gebracht (Abg. Strache: Es hat nur der Minister versagt am Ende! Leider versagt!) und war behilflich, damit dieses Verhandlungsergebnis herausgekommen ist. – Reden Sie nicht Ihre eigene Arbeit schlecht, Herr Klubobmann Strache! (Abg. Strache: Es wäre viel mehr drinnen gewesen!) Es war gute Arbeit, die hier geleistet wurde! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Von 9 bis 17 Uhr! Und in der Nacht sind wir auf Urlaub, nicht?
Im Übrigen sagt zu der These, die Sie, Herr Klubobmann Strache, vorhin verbreitet haben, nämlich mit dem sogenannten veralteten Gerät, Herr Hoeveler von Eurofighter: Was heißt „veraltete Geräte“? Das Gerede von den veralteten Geräten ist dummes Zeug, die Flugzeuge werden gerade gebaut. Das ist der Eurofighter. Die kaufen keine schlechteren Flugzeuge, die kaufen jetzt nur Flugzeuge, die wirklich für die Luftraumüberwachung die technischen Voraussetzungen haben und nicht draußen in Bagdad oder sonst irgendwo auf Kosten der österreichischen Steuerzahler mit Luft-Boden-Raketen herumfliegen sollen. – Genau das ist der Unterschied. (Abg. Strache: Von 9 bis 17 Uhr! Und in der Nacht sind wir auf Urlaub, nicht?) Das ist der Unterschied! (Beifall bei der SPÖ.) – Nichts 17 Uhr! Das ist der Unterschied! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Übrigen sagt zu der These, die Sie, Herr Klubobmann Strache, vorhin verbreitet haben, nämlich mit dem sogenannten veralteten Gerät, Herr Hoeveler von Eurofighter: Was heißt „veraltete Geräte“? Das Gerede von den veralteten Geräten ist dummes Zeug, die Flugzeuge werden gerade gebaut. Das ist der Eurofighter. Die kaufen keine schlechteren Flugzeuge, die kaufen jetzt nur Flugzeuge, die wirklich für die Luftraumüberwachung die technischen Voraussetzungen haben und nicht draußen in Bagdad oder sonst irgendwo auf Kosten der österreichischen Steuerzahler mit Luft-Boden-Raketen herumfliegen sollen. – Genau das ist der Unterschied. (Abg. Strache: Von 9 bis 17 Uhr! Und in der Nacht sind wir auf Urlaub, nicht?) Das ist der Unterschied! (Beifall bei der SPÖ.) – Nichts 17 Uhr! Das ist der Unterschied! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Im Übrigen sagt zu der These, die Sie, Herr Klubobmann Strache, vorhin verbreitet haben, nämlich mit dem sogenannten veralteten Gerät, Herr Hoeveler von Eurofighter: Was heißt „veraltete Geräte“? Das Gerede von den veralteten Geräten ist dummes Zeug, die Flugzeuge werden gerade gebaut. Das ist der Eurofighter. Die kaufen keine schlechteren Flugzeuge, die kaufen jetzt nur Flugzeuge, die wirklich für die Luftraumüberwachung die technischen Voraussetzungen haben und nicht draußen in Bagdad oder sonst irgendwo auf Kosten der österreichischen Steuerzahler mit Luft-Boden-Raketen herumfliegen sollen. – Genau das ist der Unterschied. (Abg. Strache: Von 9 bis 17 Uhr! Und in der Nacht sind wir auf Urlaub, nicht?) Das ist der Unterschied! (Beifall bei der SPÖ.) – Nichts 17 Uhr! Das ist der Unterschied! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Das ist ein Selbstbekenntnis, Sodom und Gomorrha!
Ich danke dem Untersuchungsausschuss, er hat nämlich auch gezeigt: Rund um die Beschaffungsvorgänge für dieses Flugzeug ist ein einziges Sodom und Gomorrha gewesen! (Abg. Strache: Das ist ein Selbstbekenntnis, Sodom und Gomorrha!) Und das gehört geändert! – Nein, da waren wir nicht dabei. Da sind wir beide gemeinsam in der Opposition gesessen, daran sollten Sie sich schon noch erinnern! Nicht jetzt Geschichtsklitterung machen.
Abg. Murauer: Was der Rechnungshof kontrolliert hat ...!
Weiters: eine viel bessere Kontrolle und Überwachung des Rechnungshofes (Abg. Murauer: Was der Rechnungshof kontrolliert hat ...!), denn unser Ziel ist es: Nie wieder darf das passieren, was hier rund um die Beschaffungsvorgänge des Eurofighters passiert ist!
Beifall bei der SPÖ.
Ebenso muss es eine Lösung geben: Nie wieder Streit, weil ein Ministerium geschwärzte Akten schickt. Das muss ebenfalls geregelt werden – und natürlich die Arbeitsbedingungen für den Untersuchungsausschuss. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.
Wir nehmen das Parlament ernst. Wir wollen, dass die Arbeit hier auch wirklich effizient weiter durchgeführt werden kann, denn das ist auch eine Frage der Demokratie. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie bewundern ihn zu Recht!
Ich bewundere Herrn Altkanzler und Klubobmann Schüssel (Abg. Dr. Stummvoll: Sie bewundern ihn zu Recht!), dass er bei dieser größten Geldverschwendung der Zweiten Republik noch immer ein mildes Lächeln für den Steuerzahler übrig hat – sekundiert vom breiten Lächeln des Abgeordneten Stummvoll. Ich finde das nicht zum Lachen! (Abg. Strache hält ein Schriftstück in die Höhe.)
Abg. Strache hält ein Schriftstück in die Höhe.
Ich bewundere Herrn Altkanzler und Klubobmann Schüssel (Abg. Dr. Stummvoll: Sie bewundern ihn zu Recht!), dass er bei dieser größten Geldverschwendung der Zweiten Republik noch immer ein mildes Lächeln für den Steuerzahler übrig hat – sekundiert vom breiten Lächeln des Abgeordneten Stummvoll. Ich finde das nicht zum Lachen! (Abg. Strache hält ein Schriftstück in die Höhe.)
Abg. Strache: Keine Preisreduktion!
Zu dem, was Sie da herzeigen, sage ich Ihnen: Wir wollten immer aussteigen. Wir haben es immer probiert. Das war auch einer der Gründe dafür, dass wir mit Ihnen gemeinsam die Einsetzung des Untersuchungsausschusses beschlossen haben. Aber rechtlich zwingend waren die Ergebnisse am Ende des Tages nicht! Leider nicht! Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, dass mit 400 Millionen € Einsparung (Abg. Strache: Keine Preisreduktion!) und weniger Flugzeugen ein für die österreichischen Steuerzahler, für die österreichische Sicherheit, nämlich wirklich für die Luftraumüberwachung, kluger Weg gefunden wurde (Abg. Strache: Das ist ja keine Preisreduktion! Gleiche Qualität und Preisreduktion, das ...!), auch im Einklang mit der österreichischen Neutralität, die in unseren Augen einen großen Wert darstellt. Es wurde versucht, mit diesen Flugzeugen ein wenig um die Neutralität herum in Richtung Bagdad oder wohin auch immer zu fliegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ihr Aufheulen bestätigt, dass Sie das immer vorgehabt haben.
Abg. Strache: Das ist ja keine Preisreduktion! Gleiche Qualität und Preisreduktion, das ...!
Zu dem, was Sie da herzeigen, sage ich Ihnen: Wir wollten immer aussteigen. Wir haben es immer probiert. Das war auch einer der Gründe dafür, dass wir mit Ihnen gemeinsam die Einsetzung des Untersuchungsausschusses beschlossen haben. Aber rechtlich zwingend waren die Ergebnisse am Ende des Tages nicht! Leider nicht! Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, dass mit 400 Millionen € Einsparung (Abg. Strache: Keine Preisreduktion!) und weniger Flugzeugen ein für die österreichischen Steuerzahler, für die österreichische Sicherheit, nämlich wirklich für die Luftraumüberwachung, kluger Weg gefunden wurde (Abg. Strache: Das ist ja keine Preisreduktion! Gleiche Qualität und Preisreduktion, das ...!), auch im Einklang mit der österreichischen Neutralität, die in unseren Augen einen großen Wert darstellt. Es wurde versucht, mit diesen Flugzeugen ein wenig um die Neutralität herum in Richtung Bagdad oder wohin auch immer zu fliegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ihr Aufheulen bestätigt, dass Sie das immer vorgehabt haben.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zu dem, was Sie da herzeigen, sage ich Ihnen: Wir wollten immer aussteigen. Wir haben es immer probiert. Das war auch einer der Gründe dafür, dass wir mit Ihnen gemeinsam die Einsetzung des Untersuchungsausschusses beschlossen haben. Aber rechtlich zwingend waren die Ergebnisse am Ende des Tages nicht! Leider nicht! Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, dass mit 400 Millionen € Einsparung (Abg. Strache: Keine Preisreduktion!) und weniger Flugzeugen ein für die österreichischen Steuerzahler, für die österreichische Sicherheit, nämlich wirklich für die Luftraumüberwachung, kluger Weg gefunden wurde (Abg. Strache: Das ist ja keine Preisreduktion! Gleiche Qualität und Preisreduktion, das ...!), auch im Einklang mit der österreichischen Neutralität, die in unseren Augen einen großen Wert darstellt. Es wurde versucht, mit diesen Flugzeugen ein wenig um die Neutralität herum in Richtung Bagdad oder wohin auch immer zu fliegen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ihr Aufheulen bestätigt, dass Sie das immer vorgehabt haben.
Anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Ich gratuliere dem Herrn Verteidigungsminister zu diesem Verhandlungsergebnis, er hat unsere Unterstützung! (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kukacka: Jetzt kommt der Scharfrichter!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! (Abg. Mag. Kukacka: Jetzt kommt der Scharfrichter!) Ich habe den Zuseherinnen und Zusehern an den Bildschirmen heute den Eurofighter-Vertrag mitgebracht. Es ist nicht mehr als dieser Aktenordner. (Der Redner zeigt diesen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Meine Damen und Herren, es wäre Herrn Bundesminister Platter zumutbar gewesen, diesen Aktenordner zu studieren! Er hat im Ausschuss zugegeben, dass er diesen Vertrag nicht einmal gelesen hat! – So viel zum Thema politische Verantwortlichkeit. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Murauer: Sie sind der Einzige, der ...!
Und jetzt kommt Herr Kollege Murauer hier heraus, der mit Bundesminister Platter gemeinsam hat, dass er den Vertrag auch nicht gelesen hat! (Abg. Murauer: Sie sind der Einzige, der ...!) Meine Damen und Herren! Zwei Ahnungslose, die die Hauptverantwortung für diesen Vertrag übernehmen wollen!
Beifall bei FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Hohes Haus! In einem Punkt hat der SPÖ-Klubobmann Recht, und in einem Punkt hat wahrscheinlich auch Bundesminister Darabos Recht: Dieser Vertrag ist ein beispielloser Knebelungsvertrag, den Sie zu verantworten haben, Herr Schüssel! (Beifall bei FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dieser Vertrag beinhaltet Klauseln, zu denen Sektionschef Dr. Steger aus dem Finanzministerium gesagt hat, er hat solch einen Vertrag in seiner gesamten Dienstzeit noch nie gesehen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nur, damit wir sehen ... (Abg. Murauer: Weil es der Erste ist!) – Ja, natürlich, jetzt ist Sektionschef Steger wieder ein Roter, daher ist er ein „Böser“. Wer nicht schwarz ist, ist in diesem Land bei Ihnen ja automatisch böse und sagt daher die Unwahrheit. Das ist das Problem der ÖVP, meine Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Abg. Murauer: Weil es der Erste ist!
Dieser Vertrag beinhaltet Klauseln, zu denen Sektionschef Dr. Steger aus dem Finanzministerium gesagt hat, er hat solch einen Vertrag in seiner gesamten Dienstzeit noch nie gesehen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nur, damit wir sehen ... (Abg. Murauer: Weil es der Erste ist!) – Ja, natürlich, jetzt ist Sektionschef Steger wieder ein Roter, daher ist er ein „Böser“. Wer nicht schwarz ist, ist in diesem Land bei Ihnen ja automatisch böse und sagt daher die Unwahrheit. Das ist das Problem der ÖVP, meine Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Beifall bei FPÖ und Grünen.
Dieser Vertrag beinhaltet Klauseln, zu denen Sektionschef Dr. Steger aus dem Finanzministerium gesagt hat, er hat solch einen Vertrag in seiner gesamten Dienstzeit noch nie gesehen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nur, damit wir sehen ... (Abg. Murauer: Weil es der Erste ist!) – Ja, natürlich, jetzt ist Sektionschef Steger wieder ein Roter, daher ist er ein „Böser“. Wer nicht schwarz ist, ist in diesem Land bei Ihnen ja automatisch böse und sagt daher die Unwahrheit. Das ist das Problem der ÖVP, meine Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Beifall bei FPÖ, Grünen und SPÖ.
Dieser Vertrag beinhaltet – Sie können es nachlesen, Herr Murauer; es wäre nicht zu früh, den Vertrag endlich einmal zu lesen! – im Anhang A 3 folgende Klauseln: eine unbedingte und uneingeschränkte Kaufpreiszahlungsgarantie, selbst für den Fall, dass Herr Bundesminister Darabos den Vertragsrücktritt erklärt hätte. Das muss man auf der Zunge zergehen lassen. Der Zuschauer vor dem Fernsehschirm soll sich jetzt einmal ein Bild machen: Selbst für den Fall des Vertragsrücktritts, das steht ausdrücklich im Vertrag, ja selbst bei einer Gesetzesänderung ist der Kaufpreis uneingeschränkt und unbedingt zu zahlen. Einen solch absurden Vertrag schließt kein normaler Mensch in diesem Land, meine Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ, Grünen und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Kein einziger normaler Mensch schließt solch einen Vertrag, es sei denn, man kriegt etwas dafür – das ist immer noch nicht ausgeräumt. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Beifall bei FPÖ und Grünen.
Herr Kollege Gaál, Sie werden mir das bestätigen: Nicht einmal die SPÖ hat zunächst gewusst, dass ein totaler Einredeverzicht gemacht wurde! – Solch einen Vertrag gibt es in ganz Österreich nur ein einziges Mal, nämlich unter der Regierung Schüssel/Platter. Mit stetiger Unterstützung des Kollegen Scheibner und dieses orangen Wurmfortsatzes haben Sie einen solch miserablen Vertrag geschlossen, meine Damen und Herren. Das sind die Fakten! (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Aber schauen Sie ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Cap: Jawohl!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (fortsetzend): Meine Damen und Herren! Wir erleben einen einmaligen Anschaffungsskandal, für den Rot heute die Prügel bezieht, obwohl ihn Schwarz und Orange produziert haben! (Abg. Dr. Cap: Jawohl!) Das muss man einmal zusammenbringen. Ja, aber das habt ihr selbst zu verantworten!
Abg. Mag. Kukacka: Ja, ja, genau!
Dieser Knebelungsvertrag ist doch keine Rechtfertigung dafür, Kollege Cap, dass Sie heute die Prügel abholen, die in Wirklichkeit dort abzuliefern wären. Warum machen Sie das? Warum macht Ihr Minister, obwohl er selbst beim Entschließungsantrag noch mitgestimmt hat, am 30. Oktober, dass alle Verhandlungen zu unterbrechen seien, warum macht Ihr Minister, eine Woche bevor dieser Ausschuss seine Arbeit beendet, bevor der Ausschussbericht vorliegt, den Deckel zu und schließt einen Vergleich, einen törichten Vergleich? Es wird sich noch herausstellen, wie viel er uns wirklich kosten wird. (Abg. Mag. Kukacka: Ja, ja, genau!)
Beifall bei FPÖ und Grünen.
Diesen Vergleich haben Sie, Herr Bundesminister, hier wortreich gerechtfertigt, aber ich würde Ihnen vergönnen, einmal zuzuhören oder nachzulesen, welche Zwischenrufe aus den Reihen Ihres Koalitionspartners gekommen sind. Und da erwarten Sie noch, dass irgendjemand Sie lobt für diese Umfallerqualitäten, die Sie hier an den Tag legen? Sie kriegen derzeit rundum die Prügel zu Recht! (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Dieser Knebelungsvertrag – es ist ein Knebelungsvertrag, ein skandalöser Knebelungsvertrag, der hier vorliegt – ist keine Rechtfertigung für Ihre Umfallerei, meine Damen und Herren! Das werden Sie mir nicht erklären können, Herr Kollege Cap. Und ich weiß, wie unwohl Ihnen allen in Ihren Reihen mit diesem Vertrag ist; das weiß ich. Ich weiß, welche psychischen Krämpfe Ihre hochverdienten Mitglieder in der letzten Sitzung dieses Untersuchungsausschusses durchmachen mussten (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), als sie auf einmal nicht mehr mit dem, was wir festgestellt haben, mitgehen durften. Ich weiß, was Kollege Kräuter mitgemacht hat (Abg. Strache: Der ist schon ganz blass!), der gerne anders gewollt hätte, als er durfte.
Abg. Strache: Der ist schon ganz blass!
Dieser Knebelungsvertrag – es ist ein Knebelungsvertrag, ein skandalöser Knebelungsvertrag, der hier vorliegt – ist keine Rechtfertigung für Ihre Umfallerei, meine Damen und Herren! Das werden Sie mir nicht erklären können, Herr Kollege Cap. Und ich weiß, wie unwohl Ihnen allen in Ihren Reihen mit diesem Vertrag ist; das weiß ich. Ich weiß, welche psychischen Krämpfe Ihre hochverdienten Mitglieder in der letzten Sitzung dieses Untersuchungsausschusses durchmachen mussten (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), als sie auf einmal nicht mehr mit dem, was wir festgestellt haben, mitgehen durften. Ich weiß, was Kollege Kräuter mitgemacht hat (Abg. Strache: Der ist schon ganz blass!), der gerne anders gewollt hätte, als er durfte.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen
Kollege Gaál, du auch, du hast mich x-mal angejammert wegen dieses skandalösen Vertrages, und ich weiß, wie zuwider er dir ist, und ich weiß, dass du nicht glücklich darüber bist (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen), dass ihr heute die Prügel dafür kassiert, dass Schwarz und Orange mit dieser Rüstungsfirma einen derartigen Vertrag abgeschlossen haben.
ironische Heiterkeit bei der ÖVP
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Dieser Vertrag ist keine Rechtfertigung für das Umfallen der ÖVP (ironische Heiterkeit bei der ÖVP) – Entschuldigung: der SPÖ –, und er ist keine Rechtfertigung dafür, dass die ÖVP bei jeder Gelegenheit versucht, den Parlamentarismus mit Füßen zu treten, und Sie dann glauben, umfallen zu müssen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Dieser Vertrag ist keine Rechtfertigung für das Umfallen der ÖVP (ironische Heiterkeit bei der ÖVP) – Entschuldigung: der SPÖ –, und er ist keine Rechtfertigung dafür, dass die ÖVP bei jeder Gelegenheit versucht, den Parlamentarismus mit Füßen zu treten, und Sie dann glauben, umfallen zu müssen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Was soll denn das?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Herr Abgeordneter Stadler, ich muss Sie noch einmal unterbrechen. Ich bitte Sie, jetzt wieder zu Formulierungen zurückzukehren, die der Würde des Hauses entsprechend sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Was soll denn das?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (fortsetzend): Herr Präsident, Sie sollten dort oben Ihre Parteijacke ausziehen und einfach nur als Präsident agieren! (Beifall bei FPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Ist alles wahr!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (fortsetzend): Herr Präsident, bei aller persönlichen Sympathie, das, was ich Ihnen hier berichte, ist Faktum! (Abg. Mag. Kogler: Ist alles wahr!)
Abg. Dr. Stummvoll: Ziehen Sie das zurück!
Die hysterischen Ausfälle und die hysterischen Anfälle der ÖVP-Fraktionschefin im Ausschuss waren ja so legendär, dass man sogar die Ausschusssitzordnung verändern musste (Abg. Dr. Stummvoll: Ziehen Sie das zurück!), weil die ÖVP versucht hat, den Auskunftspersonen andere Zeugenaussagen in den Mund zu legen, sobald der Eurofighter in Gefahr war! Aber natürlich war das so ... (Abg. Dr. Schüssel: Das ist absolut ..., wie Sie sich aufführen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Schüssel: Das ist absolut ..., wie Sie sich aufführen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die hysterischen Ausfälle und die hysterischen Anfälle der ÖVP-Fraktionschefin im Ausschuss waren ja so legendär, dass man sogar die Ausschusssitzordnung verändern musste (Abg. Dr. Stummvoll: Ziehen Sie das zurück!), weil die ÖVP versucht hat, den Auskunftspersonen andere Zeugenaussagen in den Mund zu legen, sobald der Eurofighter in Gefahr war! Aber natürlich war das so ... (Abg. Dr. Schüssel: Das ist absolut ..., wie Sie sich aufführen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und den Grünen – Abg. Strache: Das ist genau die Methode!
Wenn der ÖVP eine Aussage nicht passt, dann wird abgedreht (Beifall bei der FPÖ und den Grünen – Abg. Strache: Das ist genau die Methode!), oder es werden Zeugen sogar noch manipuliert, und es wird ihnen sogar noch die Zeugenaussage vorgekaut in den Mund gelegt. Das ist ÖVP-Parlamentarismus. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn der ÖVP eine Aussage nicht passt, dann wird abgedreht (Beifall bei der FPÖ und den Grünen – Abg. Strache: Das ist genau die Methode!), oder es werden Zeugen sogar noch manipuliert, und es wird ihnen sogar noch die Zeugenaussage vorgekaut in den Mund gelegt. Das ist ÖVP-Parlamentarismus. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und Grünen.
und Herren! Das ist der Zugang zum Parlamentarismus, den Schwarz hat! (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Für diesen Mangel an Selbstbewusstsein, diesen Mangel an Selbstvertrauen, den Sie derzeit haben, in dieser Krise wird Dr. Schüssel für Sie der falsche Doktor sein. Sie werden das nicht bewältigen können, Herr Kollege Cap, wenn Sie sich nicht aus dieser tödlichen Umklammerung herausbegeben. Ich weiß, wohin diese tödliche Umklammerung schon einmal geführt hat – fragen Sie bei Riess-Passer nach! Wobei aber, Kollege Cap, Frau Dr. Susanne Riess-Passer im Vergleich zu dem, was Sie liefern, geradezu eine eherne Säule an politischer Standfestigkeit ist, im Vergleich zu dem, was Gusenbauer liefert. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Gusenbauer ist ja noch in der Lage, eine Olympiamedaille darin zu erlangen, auf einem halben Quadratmeter politischen Terrains auch noch drei Mal pro Tag umzufallen! – Das ist aber etwas, was nur der ÖVP dient. Es dient nicht dem Parlamentarismus – deswegen bedauere ich, dass Sie das tun –, es dient nicht der Aufklärung – deswegen bedauere ich, dass Sie das tun –, es dient nicht der österreichischen Demokratie und nicht dem Steuerzahler, und es dient auch nicht der SPÖ, aber das ist der letzte Grund, warum ich etwas bedauern würde. (Heiterkeit bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Daher werden wir in Zukunft diese Geschichte als Beleg dafür bringen, wie Sie von den Schwarzen am Nasenring durch dieses Haus getrieben wurden. Als Beleg dafür, wie man von A bis Z eine Ausschreibung türkt, damit am Ende das herauskommt, was die ÖVP immer schon gewollt hat, nämlich den teuersten aller Abfangjäger. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und Grünen.
Walter Murauer, du hast jetzt acht Monate lang in diesem Ausschuss entweder geschlafen oder Versicherungspolizzen bearbeitet, aber die Arbeit hat jemand anderer gemacht! Daher reg dich jetzt nicht künstlich auf! (Heiterkeit und Beifall bei FPÖ und Grünen.) Du solltest endlich die Dokumente lesen, die dort vorgelegen sind!
Abg. Murauer: Widerling!
Aber der Herr Wiederwohl schreibt auch ... (Abg. Murauer: Widerling!) – Das ist kein Widerling, das ist ein sehr, sehr ernstzunehmender, anständiger Zeuge gewesen! (Abg. Murauer: Ein Widerling!) Der Herr Wiederwohl schreibt auch, dass man MAGNA in Nebenvereinbarungen mit einzubeziehen hat, nachlesbar, die Firma, der sich Herr Finanzminister Grasser so verpflichtet gefühlt hat, denn zu dem Zeitpunkt hatte er noch ein Rückkehrrecht dorthin. Und er schreibt auch, dass am Schluss 18 Flieger herauskommen werden, meine Damen und Herren.
Abg. Murauer: Ein Widerling!
Aber der Herr Wiederwohl schreibt auch ... (Abg. Murauer: Widerling!) – Das ist kein Widerling, das ist ein sehr, sehr ernstzunehmender, anständiger Zeuge gewesen! (Abg. Murauer: Ein Widerling!) Der Herr Wiederwohl schreibt auch, dass man MAGNA in Nebenvereinbarungen mit einzubeziehen hat, nachlesbar, die Firma, der sich Herr Finanzminister Grasser so verpflichtet gefühlt hat, denn zu dem Zeitpunkt hatte er noch ein Rückkehrrecht dorthin. Und er schreibt auch, dass am Schluss 18 Flieger herauskommen werden, meine Damen und Herren.
Beifall bei FPÖ und Grünen.
Nun möchte ich dem Steuerzahler in Erinnerung rufen, wie man ihn für dumm verkauft: 18 Flieger sind bereits im Mai 2001 festgestanden, weil man gesagt hat, das ist die Minimalvariante, nachher schaffen wir alles Weitere an, was wir noch brauchen – und da hat es eineinhalb Jahre noch gar kein Hochwasser gegeben. Dann kommt das Hochwasser, und da tun alle so, als ob sie vor lauter Altruismus und vor lauter Mitleid mit dem Steuerzahler jetzt von 24 auf 18 herunterreduziert hätten. Das nenne ich die Verhöhnung des Wählers! Das nenne ich die Verhöhnung des Parlaments! Das nenne ich die Verhöhnung des Steuerzahlers, meine Damen und Herren! (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Abg. Murauer: Und der ÖGB!
Es ist bedauerlich, dass die Industriellenvereinigung ihre Steuerakten dem Ausschuss gegenüber nicht offenlegen muss. (Abg. Murauer: Und der ÖGB!) Es ist bedauerlich, dass wir daher nicht nachvollziehen können, von welcher dritten Seite Sie gewaschene Parteispenden kassiert haben. Und es ist bedauerlich, dass der Herr Bundeskanzler außer Dienst und ÖVP-Vorsitzende außer Dienst Wolfgang Schüssel eine derartige Amnesie im Ausschuss an den Tag gelegt hat, dass er nicht einmal mehr gewusst hat, wer die Millionenspenden an die Österreichische Volkspartei liefert, meine Damen und Herren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist der Grund, warum dann die Auskunftsperson Schüssel so wertlos war im Zusammenhang mit der Frage, welche Partei Spenden kassiert hat.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist bedauerlich, dass die Industriellenvereinigung ihre Steuerakten dem Ausschuss gegenüber nicht offenlegen muss. (Abg. Murauer: Und der ÖGB!) Es ist bedauerlich, dass wir daher nicht nachvollziehen können, von welcher dritten Seite Sie gewaschene Parteispenden kassiert haben. Und es ist bedauerlich, dass der Herr Bundeskanzler außer Dienst und ÖVP-Vorsitzende außer Dienst Wolfgang Schüssel eine derartige Amnesie im Ausschuss an den Tag gelegt hat, dass er nicht einmal mehr gewusst hat, wer die Millionenspenden an die Österreichische Volkspartei liefert, meine Damen und Herren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist der Grund, warum dann die Auskunftsperson Schüssel so wertlos war im Zusammenhang mit der Frage, welche Partei Spenden kassiert hat.
Abg. Rädler: Acht Monate Selbstdarstellung von Stadler!
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Das waren acht Monate gelebter Parlamentarismus, wie er in einer normalen westlichen Demokratie Usus ist. (Abg. Rädler: Acht Monate Selbstdarstellung von Stadler!) Acht Monate lang Chance, Licht in ein Dickicht zu bringen, das zwischen Schwarz und Orange produziert wurde und dessen Ergebnis heute hier liegt, und das ist der skandalöseste Knebelungsvertrag der Zweiten Republik, meine Damen und Herren! Acht Monate lang Chance, der ÖVP die Rechnung für ihre Taten, die hier drinnen dokumentiert sind, zu präsentieren. Acht Monate lang zügiges Arbeiten. Acht Monate lang sachliches Arbeiten. (Abg. Rädler: Acht Monate Selbstdarstellung!)
Abg. Rädler: Acht Monate Selbstdarstellung!
Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Das waren acht Monate gelebter Parlamentarismus, wie er in einer normalen westlichen Demokratie Usus ist. (Abg. Rädler: Acht Monate Selbstdarstellung von Stadler!) Acht Monate lang Chance, Licht in ein Dickicht zu bringen, das zwischen Schwarz und Orange produziert wurde und dessen Ergebnis heute hier liegt, und das ist der skandalöseste Knebelungsvertrag der Zweiten Republik, meine Damen und Herren! Acht Monate lang Chance, der ÖVP die Rechnung für ihre Taten, die hier drinnen dokumentiert sind, zu präsentieren. Acht Monate lang zügiges Arbeiten. Acht Monate lang sachliches Arbeiten. (Abg. Rädler: Acht Monate Selbstdarstellung!)
Ruf bei der ÖVP: Sie werden nicht mehr gewählt!
Und dann am Schluss ist man deswegen nicht ins Finale gekommen, weil die SPÖ unter dem Druck der ÖVP im achten Monat umgefallen ist. Das ist bedauerlich. Das wird das nächste Mal so nicht mehr möglich sein, wie ich hoffe. (Ruf bei der ÖVP: Sie werden nicht mehr gewählt!) Ich hoffe, dass die SPÖ zu ihrem Wahlversprechen, wenigstens zu diesem einen noch, steht, dass der Ausschuss ein Minderheitsrecht wird, dass der Ausschuss nicht mehr von einer Koalition mutwillig abgedreht werden kann, dass nicht mehr die eine Koalitionspartei die andere damit erpressen kann, einen Ausschuss abzuwürgen, meine Damen und Herren.
Beifall bei FPÖ und Grünen.
Das ist die Hoffnung, die ich am Schluss dieses Untersuchungsausschusses an Sie und nur an Sie von der Sozialdemokratie noch hege, weil Sie die Chance haben, wenigstens dieses kleine Versprechen noch einzuhalten. (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Dr. Wolfgang Schüssel (ÖVP): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Zunächst einmal darf ich dem Verfahrensanwalt Dr. Strasser sehr herzlich danken, der acht Monate hindurch den Ausschuss begleitet hat und dies offensichtlich ohne psychische und physische Schäden überstanden zu haben scheint. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.) – Die Vorrede hätte darauf hindeuten können. – Danke im Namen von uns allen!
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Genauso ein Dankeschön an Maria Theresia Fekter, die heute als Volksanwältin oben auf der Galerie sitzt und natürlich gerne hier reden würde – geht aber nicht, weil sie das Mandat niederlegen musste. Kollegin Fekter hat eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Und Sie haben jetzt selber gesehen, mit welchen machistischen, unerhörten Argumenten eine Frau im Ausschuss fertig zu machen versucht wurde. Das gehört auch einmal öffentlich ausgesprochen! Danke, Maria, für deinen Mut und deine Standfestigkeit! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Meine Damen und Herren! Ich bin sehr froh, dass heute eine fast zehnjährige Diskussion abgeschlossen wird. Vor fast zehn Jahren hat Viktor Klima mit mir per Handschlag ausgemacht, wir werden die Nachbeschaffung der Draken machen. Es war die Wahl dazwischen, die SPÖ wollte diese Entscheidung nicht vor der Wahl treffen. Wir haben dann vor ziemlich genau fünf Jahren entschieden – und in der nächsten Woche landen die Eurofighter. Ich begrüße das sehr, weil damit 1 500 Soldaten in Österreich, die den österreichischen Luftraum überwachen und schützen, endlich aufatmen können, dass die Phase der Unsicherheit vorbei ist. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Meine Damen und Herren! Das ist sehr positiv. – Auf der anderen Seite, ich sage das jetzt sehr ernst: Ich denke schon, dass wir ein anderes Verhältnis zur Landesverteidigung im Allgemeinen und zum Bundesheer brauchen. Denn eines sage ich schon auch: Es geht nicht an, dass jede Beschaffung im österreichischen Bundesheer kritisiert, problematisiert, kriminalisiert wird – jede Beschaffung! – und dass am Ende immer eine zweitbeste oder drittbeste Lösung herauskommt und gerade noch eine Gebrauchtvariante übrig bleibt! Meine Damen und Herren, das geht nicht! (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Abg. Strache: 3 000 Polizisten zu wenig in Österreich!
Und, meine Damen und Herren: Dass wir ruhig leben können, dass wir gelassen arbeiten können, dass wir sicher schlafen können, das verdanken wir 30 000 Polizisten, das verdanken wir 30 000 Soldaten und Grundwehrdienern – und wenn man die Miliz dazurechnet, haben wir eine Mobilisierungsstärke von 50 000 Mann. (Abg. Strache: 3 000 Polizisten zu wenig in Österreich!) Und die haben ein Recht darauf, von uns anerkannt zu werden und die beste Ausrüstung für den schweren Job zu bekommen. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Und, meine Damen und Herren: Dass wir ruhig leben können, dass wir gelassen arbeiten können, dass wir sicher schlafen können, das verdanken wir 30 000 Polizisten, das verdanken wir 30 000 Soldaten und Grundwehrdienern – und wenn man die Miliz dazurechnet, haben wir eine Mobilisierungsstärke von 50 000 Mann. (Abg. Strache: 3 000 Polizisten zu wenig in Österreich!) Und die haben ein Recht darauf, von uns anerkannt zu werden und die beste Ausrüstung für den schweren Job zu bekommen. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
ironische Heiterkeit bei den Grünen
Meine Damen und Herren! Josef Cap hat gesagt, der Untersuchungsausschuss hat gute Arbeit geleistet. – Ja, das stimmt, denn dieser Beschaffungsvorgang ist jetzt viermal vom Rechnungshof und auch vom Untersuchungsausschuss mehrfach geprüft worden durch fünf Jahre hindurch, acht Monate davon vom Untersuchungsausschuss, und es ist heute klar: Es ist eine transparente Entscheidung gewesen, gut dokumentiert, das beweisen schon die unzähligen Akten im Ausschuss (ironische Heiterkeit bei den Grünen), und eine absolut nachvollziehbare Lösung, zu der ich auch heute vollinhaltlich ja sagen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Meine Damen und Herren! Josef Cap hat gesagt, der Untersuchungsausschuss hat gute Arbeit geleistet. – Ja, das stimmt, denn dieser Beschaffungsvorgang ist jetzt viermal vom Rechnungshof und auch vom Untersuchungsausschuss mehrfach geprüft worden durch fünf Jahre hindurch, acht Monate davon vom Untersuchungsausschuss, und es ist heute klar: Es ist eine transparente Entscheidung gewesen, gut dokumentiert, das beweisen schon die unzähligen Akten im Ausschuss (ironische Heiterkeit bei den Grünen), und eine absolut nachvollziehbare Lösung, zu der ich auch heute vollinhaltlich ja sagen kann. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Strache: Eine NATO-kompatible Lösung!
Meine Damen und Herren! Wir wollten eine europäische Lösung. Wir wollten im Verbund mit anderen europäischen Ländern (Abg. Strache: Eine NATO-kompatible Lösung!) – nein, mit der EU – endlich eine kommunikativ erstklassige Lösung haben und eine gute Türöffnung für die heimische, für die österreichische Industrie. Und es ist gelungen: Im Sektor Hochtechnologie im Flugzeug-Produktionsbereich haben sich in den letzten drei Jahren die Umsätze verdreifacht (Abg. Mag. Kogler: So ein Schmäh!), und darauf können wir stolz sein, auch im Interesse unserer Arbeitsplätze. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Mag. Kogler: So ein Schmäh!
Meine Damen und Herren! Wir wollten eine europäische Lösung. Wir wollten im Verbund mit anderen europäischen Ländern (Abg. Strache: Eine NATO-kompatible Lösung!) – nein, mit der EU – endlich eine kommunikativ erstklassige Lösung haben und eine gute Türöffnung für die heimische, für die österreichische Industrie. Und es ist gelungen: Im Sektor Hochtechnologie im Flugzeug-Produktionsbereich haben sich in den letzten drei Jahren die Umsätze verdreifacht (Abg. Mag. Kogler: So ein Schmäh!), und darauf können wir stolz sein, auch im Interesse unserer Arbeitsplätze. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Meine Damen und Herren! Wir wollten eine europäische Lösung. Wir wollten im Verbund mit anderen europäischen Ländern (Abg. Strache: Eine NATO-kompatible Lösung!) – nein, mit der EU – endlich eine kommunikativ erstklassige Lösung haben und eine gute Türöffnung für die heimische, für die österreichische Industrie. Und es ist gelungen: Im Sektor Hochtechnologie im Flugzeug-Produktionsbereich haben sich in den letzten drei Jahren die Umsätze verdreifacht (Abg. Mag. Kogler: So ein Schmäh!), und darauf können wir stolz sein, auch im Interesse unserer Arbeitsplätze. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Meine Damen und Herren, ich will nichts schönreden; es hat einige sehr seltsame Nebenschauplätze gegeben: von Werbeagenturen bis zu Fußballvereinen, die die Hand aufgehalten haben. Ob man das mit Sodom und Gomorrha bezeichnen kann – vielleicht ist das die gemeinsame Adresse von Rumpold und Rapid –, das weiß ich nicht. Aber nichts davon ist von der Bundesregierung veranlasst oder auch nur ermutigt worden. Und da gebe ich den Ausschussrednern durchaus recht: Da braucht es Regeln für Lobbyisten, für Vermittler, da braucht es auch interne Regeln im Bundesheer, damit ganz klar abgegrenzt werden kann, was auch im privaten Umgang zulässig und wünschenswert ist, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Wo ist er? Wo ist der Herr Minister?
Nun, Herr Minister, zum Vergleich. (Rufe bei der ÖVP: Wo ist er? Wo ist der Herr Minister?) – Dann sage ich es halt dem Hohen Haus, ohne dass der Minister anwesend ist, irgendwer wird es ihm schon berichten. (Abg. Mag. Kukacka: Das ist ja ein Skandal! Das ist ja unglaublich! Bei so einer Debatte!) Bisher haben Sie von der Opposition, inklusive der SPÖ, geprüft, und das ist Ihr Recht, das ist sogar Ihre Pflicht, dass Sie alles, was bei einer solchen Beschaffung geschieht, tatsächlich objektiv prüfen. Jetzt werden wir nach dem Alleingang des Verteidigungsministers für uns dieses Recht in Anspruch nehmen, dass wir genau überprüfen, ob dieser Vergleich dem standhält, was hier versprochen wurde.
Abg. Mag. Kukacka: Das ist ja ein Skandal! Das ist ja unglaublich! Bei so einer Debatte!
Nun, Herr Minister, zum Vergleich. (Rufe bei der ÖVP: Wo ist er? Wo ist der Herr Minister?) – Dann sage ich es halt dem Hohen Haus, ohne dass der Minister anwesend ist, irgendwer wird es ihm schon berichten. (Abg. Mag. Kukacka: Das ist ja ein Skandal! Das ist ja unglaublich! Bei so einer Debatte!) Bisher haben Sie von der Opposition, inklusive der SPÖ, geprüft, und das ist Ihr Recht, das ist sogar Ihre Pflicht, dass Sie alles, was bei einer solchen Beschaffung geschieht, tatsächlich objektiv prüfen. Jetzt werden wir nach dem Alleingang des Verteidigungsministers für uns dieses Recht in Anspruch nehmen, dass wir genau überprüfen, ob dieser Vergleich dem standhält, was hier versprochen wurde.
Abg. Strache: So ein Unsinn! Das wäre gescheit gewesen!
Der Jet-Hersteller bot mir 200 Millionen € Rabatt, aber ohne Stückzahlreduktion. – Darauf sei er vom Verhandlungstisch aufgestanden und gegangen. (Abg. Strache: So ein Unsinn! Das wäre gescheit gewesen!)
Rufe bei der ÖVP: Neue! Neue!
Mit Verlaub darf ich jetzt ganz ehrlich sagen: Da 200 Millionen einzusparen und 18 Flieger, Top-Flieger zu bekommen (Rufe bei der ÖVP: Neue! Neue!), neue Flieger zu bekommen – und jetzt 250 Millionen angebliche Einsparung, dafür aber drei Flieger weniger, nicht 18, sondern 15, nicht mehr das neueste Modell Tranche 2, sondern
Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!
Tranche 1 und nicht einmal alle fabriksneu, sondern sogar sechs davon Gebrauchtflieger (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!), meine Damen und Herren, das ruft geradezu nach einer weiteren Prüfung und Evaluierung! (Beifall bei ÖVP und BZÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Tranche 1 und nicht einmal alle fabriksneu, sondern sogar sechs davon Gebrauchtflieger (Abg. Dr. Stummvoll: Das ist unglaublich!), meine Damen und Herren, das ruft geradezu nach einer weiteren Prüfung und Evaluierung! (Beifall bei ÖVP und BZÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall und Heiterkeit bei ÖVP und BZÖ.
Ich freue mich zum Abschluss, dass es ein weiteres Mitglied im Eurofighter-Fanclub gibt, nach alldem, was etwa Josef Cap behauptet hat: Der Flieger ist winteruntauglich, kann nicht unter 5 Grad plus starten und dürfe sich – so viel zu Bagdad, Herr Kalif! – nicht weiter als 20 Minuten vom eigenen Flughafen entfernen. Das haben Sie alles gesagt. Oder: Der SJ-Vorsitzende hat das ganze als „Klumpert“ bezeichnet. – Nein, Entschuldigung, „Klumpert“ hat Kräuter gesagt. „Schrott“ hat Kollross gesagt. Und jetzt sagt Darabos: Beeindruckend, was Eurofighter alles kann! (Beifall und Heiterkeit bei ÖVP und BZÖ.)
Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall beim BZÖ.
Wichtig ist mir, dass jedenfalls eine gute Entscheidung für das Bundesheer, für die Sicherheit Österreichs getroffen ist. Und ab jetzt können wir wiederum – weg von der Vergangenheitsbewältigung – für die Zukunft Österreichs und seiner Bürger arbeiten. (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall beim BZÖ.)
Rufe bei ÖVP und BZÖ: Wo ist der Minister? – Abg. Mag. Kukacka: Das ist ein Skandal! – Abg. Ing. Westenthaler: Zur Geschäftsordnung!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Scheibner. 10 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Kollege. (Rufe bei ÖVP und BZÖ: Wo ist der Minister? – Abg. Mag. Kukacka: Das ist ein Skandal! – Abg. Ing. Westenthaler: Zur Geschäftsordnung!)
Abg. Broukal steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Mag. Darabos.
Es war eines von vielen Wahlversprechen, von dem man genau gewusst hat, dass man es – und ich sage in Klammern dazu: glücklicherweise – nicht einhalten konnte, weil wir alle wissen, und das ist ein Ergebnis des Ausschusses und mittlerweile ein von allen akzeptiertes, dass die Luftraumüberwachung ein verfassungsmäßig gebotenes Ziel und eine Aufgabe jedes unabhängigen Staates ist. (Abg. Broukal steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Mag. Darabos.) – Vielleicht kann man diese Diskussion jetzt einmal beenden – oder ist euch die Frage der Luftraumüberwachung und des Untersuchungsausschusses nicht mehr wichtig? Der Herr Minister hat sich sicher gestärkt und kann jetzt mit voller Kraft hier zuhören und mitwirken.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Eines der Ergebnisse dieses Untersuchungsausschusses ist es, auch in allen Gutachten festgehalten, dass die Luftraumüberwachung mit Abfangjägern notwendig und unverzichtbar ist. – Eine sehr positive Nachricht dieses Untersuchungsausschusses. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein zweites Ergebnis, das wir haben: dass die Typenentscheidung, die über viele Jahre kritisiert worden ist, als falsch, als rechtswidrig bezeichnet wurde, korrekt gewesen ist und unanfechtbar ist. – Zweites Ergebnis dieses Untersuchungsausschusses. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP
Drittes Ergebnis: dass der Vertrag, ob er einem jetzt gefällt oder nicht – und wir haben ja damals keinen Vertrag geschlossen, um auszusteigen, sondern wir haben einen Vertrag geschlossen, um diese notwendigen Flugzeuge zu beschaffen und sie auch zu bekommen! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP) –, dass dieser Vertrag korrekt und unanfechtbar ist. – Das ist das nächste Ergebnis dieses Untersuchungsausschusses.
Abg. Mag. Kogler: Lesen Sie den Bericht!
Meine Damen und Herren von den Grünen, dann hier herzugehen und so zu tun, als ob es diesen Ausschuss nicht gegeben hätte, und dann dieselben Behauptungen hier wieder aufzustellen, das ist auch problematisch (Abg. Mag. Kogler: Lesen Sie den Bericht!), und das sollte man, wenn man es objektiv sieht, auch nicht machen. Aber das haben wir auch schon gesehen: Als es ein positives Gutachten des Rechnungshofs gegeben hat, hat man gesagt, ja, aber das nächste wird schlecht sein. Dann ist das zweite positive gekommen, dann hat man gesagt, na das dritte wird schlecht sein. (Abg. Mag. Kogler: Missbrauchen Sie nicht den Rechnungshof!)
Abg. Mag. Kogler: Missbrauchen Sie nicht den Rechnungshof!
Meine Damen und Herren von den Grünen, dann hier herzugehen und so zu tun, als ob es diesen Ausschuss nicht gegeben hätte, und dann dieselben Behauptungen hier wieder aufzustellen, das ist auch problematisch (Abg. Mag. Kogler: Lesen Sie den Bericht!), und das sollte man, wenn man es objektiv sieht, auch nicht machen. Aber das haben wir auch schon gesehen: Als es ein positives Gutachten des Rechnungshofs gegeben hat, hat man gesagt, ja, aber das nächste wird schlecht sein. Dann ist das zweite positive gekommen, dann hat man gesagt, na das dritte wird schlecht sein. (Abg. Mag. Kogler: Missbrauchen Sie nicht den Rechnungshof!)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Vier Untersuchungen des Rechnungshofes kamen zu dem Ergebnis, dass alles korrekt gewesen ist. Ein Untersuchungsausschuss hat klargestellt, dass es keine Gründe für einen Vertragsausstieg gibt. – Also nehmen Sie endlich zur Kenntnis: Dieses größte Beschaffungsvorhaben in der Geschichte der Zweiten Republik ist korrekt abgelaufen und zu Ende gebracht worden! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Wir früher, alle Verteidigungsminister, egal, welcher Couleur, haben gegen härteste Widerstände etwa der Finanzminister und anderer Bundesheergegner versucht, das Notwendige für die militärische Landesverteidigung zu bekommen. (Beifall beim BZÖ.) Jetzt haben wir erstmals einen Minister, der die Abfangjäger abbestellen will – und der jetzt einen Kompromiss vorlegen muss, um das halbwegs zu kaschieren, dass Sie
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister Darabos, allein dafür ist ein Misstrauensantrag gerechtfertigt! (Beifall beim BZÖ.) Sie haben die Aufgabe, Ihr eigenes Ressort zu unterstützen, das Geld entsprechend zu bekommen für die notwendigen Aufgaben, aber nicht etwas abzubestellen und die Gelder, die vielleicht dafür fließen werden, für etwas anderes zu verwenden.
Abg. Mag. Kogler: Jawohl!
Aber welche Gelder? – Kollege Cap hat gesagt, er gibt einen Kurs. Herr Kollege Cap, für euch wäre ein Mathematikkurs, ein Rechenkurs in den Grundrechnungsarten nicht schlecht! (Abg. Mag. Kogler: Jawohl!) Denn von 6 Milliarden Schilling – plötzlich haben wir wieder Schillingwährung! (Abg. Mag. Kogler: Weil sie so alt ausschauen!) –, von 6 Milliarden Schilling an Einsparungen zu reden, ist ja kühn, weil selbst die 370 Millionen €, die hier dargestellt werden, keine 6 Milliarden Schilling sind. Oder haben Sie jetzt einen anderen Umrechnungskurs? – Vielleicht wäre der ehemalige Bundeskanzler Vranitzky für euch ein guter Konsulent für die Euro-Umrechnungskurse (Heiterkeit bei BZÖ und ÖVP), wie wir es beim BAWAG-Ausschuss schon gehabt haben. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Kogler: Weil sie so alt ausschauen!
Aber welche Gelder? – Kollege Cap hat gesagt, er gibt einen Kurs. Herr Kollege Cap, für euch wäre ein Mathematikkurs, ein Rechenkurs in den Grundrechnungsarten nicht schlecht! (Abg. Mag. Kogler: Jawohl!) Denn von 6 Milliarden Schilling – plötzlich haben wir wieder Schillingwährung! (Abg. Mag. Kogler: Weil sie so alt ausschauen!) –, von 6 Milliarden Schilling an Einsparungen zu reden, ist ja kühn, weil selbst die 370 Millionen €, die hier dargestellt werden, keine 6 Milliarden Schilling sind. Oder haben Sie jetzt einen anderen Umrechnungskurs? – Vielleicht wäre der ehemalige Bundeskanzler Vranitzky für euch ein guter Konsulent für die Euro-Umrechnungskurse (Heiterkeit bei BZÖ und ÖVP), wie wir es beim BAWAG-Ausschuss schon gehabt haben. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Heiterkeit bei BZÖ und ÖVP
Aber welche Gelder? – Kollege Cap hat gesagt, er gibt einen Kurs. Herr Kollege Cap, für euch wäre ein Mathematikkurs, ein Rechenkurs in den Grundrechnungsarten nicht schlecht! (Abg. Mag. Kogler: Jawohl!) Denn von 6 Milliarden Schilling – plötzlich haben wir wieder Schillingwährung! (Abg. Mag. Kogler: Weil sie so alt ausschauen!) –, von 6 Milliarden Schilling an Einsparungen zu reden, ist ja kühn, weil selbst die 370 Millionen €, die hier dargestellt werden, keine 6 Milliarden Schilling sind. Oder haben Sie jetzt einen anderen Umrechnungskurs? – Vielleicht wäre der ehemalige Bundeskanzler Vranitzky für euch ein guter Konsulent für die Euro-Umrechnungskurse (Heiterkeit bei BZÖ und ÖVP), wie wir es beim BAWAG-Ausschuss schon gehabt haben. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Aber welche Gelder? – Kollege Cap hat gesagt, er gibt einen Kurs. Herr Kollege Cap, für euch wäre ein Mathematikkurs, ein Rechenkurs in den Grundrechnungsarten nicht schlecht! (Abg. Mag. Kogler: Jawohl!) Denn von 6 Milliarden Schilling – plötzlich haben wir wieder Schillingwährung! (Abg. Mag. Kogler: Weil sie so alt ausschauen!) –, von 6 Milliarden Schilling an Einsparungen zu reden, ist ja kühn, weil selbst die 370 Millionen €, die hier dargestellt werden, keine 6 Milliarden Schilling sind. Oder haben Sie jetzt einen anderen Umrechnungskurs? – Vielleicht wäre der ehemalige Bundeskanzler Vranitzky für euch ein guter Konsulent für die Euro-Umrechnungskurse (Heiterkeit bei BZÖ und ÖVP), wie wir es beim BAWAG-Ausschuss schon gehabt haben. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Darmann: So ist es!
Aber es sind ja auch nur 250 Millionen € an – unter Anführungszeichen – „Einsparung“, weil 120 Millionen auf Betriebskosten entfallen. Das war auch einer der Diskussionspunkte im Untersuchungsausschuss, dass Betriebskosten in der Zukunft liegen, dass in Wirklichkeit niemand heute feststellen kann, wie hoch sie sein werden, und man deshalb auch nicht festlegen kann, was eingespart werden kann. Sind es also 250 Millionen €, dann sind es schon gar keine 6 Milliarden Schilling, sondern etwa 3,5 Milliarden! Wir wissen ja auch, dass diese 250 Millionen allein aus der Stückreduzierung resultieren (Abg. Mag. Darmann: So ist es!) und wir, sozusagen noch als Asset für die Firma, schlechtere Flugzeuge bekommen.
Beifall bei BZÖ und ÖVP.
Jetzt geht es nicht um Kampfbomber, Herr Kollege Cap! Das ist auch lustig: Der Gripen ist kein Kampfbomber, obwohl Sie selbst gesagt haben, er kann eigentlich dasselbe wie der Eurofighter; der Eurofighter ist ein Kampfbomber. „Neutralitätsflieger“ sind das jetzt plötzlich, obwohl wir ja den Neutralitätsfall – das haben wir gehört – nicht mehr haben, dass ein befreundetes Nachbarland uns militärisch bedroht. Alles nette Argumentationen – aber wenn es um die Sicherheit des Landes geht, sollte man nicht Parteipropaganda bringen, sondern eine sachlich fundierte Diskussion führen! Denn es geht um die Sicherheit des Landes und seiner Bevölkerung, aber nicht um das Kaschieren von gebrochenen Wahlversprechen. (Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Das ist richtig! Absoluter Schwachsinn!
Es geht nicht um Kampfbomber. Und wenn Sie schon „Luftüberwachung“ sagen, Herr Minister Darabos: Warum bauen Sie dann, selbst noch aus den schon gebauten Maschinen für Österreich, die Infrarottechnik aus, die dazu dient, dass man auch bei Nebel und in der Nacht mit diesen Flugzeugen etwas sieht? – Das hat nichts mit Kampfbombern zu tun, sondern es ist unsinnig und fahrlässig, so etwas zu machen! (Abg. Strache: Das ist richtig! Absoluter Schwachsinn!) Es ist unverständlich, dass ein Verteidigungsminister so einen schlechten Kompromiss im Sinne der Sicherheit des Landes umsetzen kann. (Beifall bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.
Es geht nicht um Kampfbomber. Und wenn Sie schon „Luftüberwachung“ sagen, Herr Minister Darabos: Warum bauen Sie dann, selbst noch aus den schon gebauten Maschinen für Österreich, die Infrarottechnik aus, die dazu dient, dass man auch bei Nebel und in der Nacht mit diesen Flugzeugen etwas sieht? – Das hat nichts mit Kampfbombern zu tun, sondern es ist unsinnig und fahrlässig, so etwas zu machen! (Abg. Strache: Das ist richtig! Absoluter Schwachsinn!) Es ist unverständlich, dass ein Verteidigungsminister so einen schlechten Kompromiss im Sinne der Sicherheit des Landes umsetzen kann. (Beifall bei BZÖ, ÖVP und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Als es die Garantie gegeben hat, war das unsere Philosophie: kleine Stückzahl – wir hatten ja ursprünglich in den Planungen mehr als 24 vorgesehen –, aber dafür technisch bestens ausgerüstet, für unsere Soldaten, weil das unsere Verantwortung ist, und für die Erfüllung der Sicherheitsaufgaben! Das wäre auch das Konzept für das gesamte Bundesheer gewesen: klein in der Menge, aber top bei der technischen Ausstattung. (Beifall beim BZÖ.) Bei dieser Aufgabe, Österreich und seine Bevölkerung zu schützen, darf man nicht herumreden, ob es ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger kostet. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.)
Neuerlicher Beifall beim BZÖ.
Als es die Garantie gegeben hat, war das unsere Philosophie: kleine Stückzahl – wir hatten ja ursprünglich in den Planungen mehr als 24 vorgesehen –, aber dafür technisch bestens ausgerüstet, für unsere Soldaten, weil das unsere Verantwortung ist, und für die Erfüllung der Sicherheitsaufgaben! Das wäre auch das Konzept für das gesamte Bundesheer gewesen: klein in der Menge, aber top bei der technischen Ausstattung. (Beifall beim BZÖ.) Bei dieser Aufgabe, Österreich und seine Bevölkerung zu schützen, darf man nicht herumreden, ob es ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger kostet. (Neuerlicher Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Das wäre Ihre Aufgabe, Herr Verteidigungsminister! Aber das haben wir leider auch in der Vergangenheit vermissen müssen. Denn wenn ein Parteipolitiker nur einen Auftrag hat, nämlich ein gebrochenes Wahlversprechen zu kaschieren, dann gehört er in ein Parteisekretariat, aber nicht in ein Ministerium und schon gar nicht in ein Sicherheitsressort wie die Landesverteidigung! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Abg. Mag. Kukacka – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Toni, du tust mir leid! Du tust mir leid, Toni! – Abg. Dr. Graf: Kollege Gaál hat das große Los gezogen!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Gaál. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 4 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Mag. Kukacka – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál –: Toni, du tust mir leid! Du tust mir leid, Toni! – Abg. Dr. Graf: Kollege Gaál hat das große Los gezogen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Das Mitleid, Herr Kollege Kukacka, wird nicht benötigt. – Herr Bundesminister! Herr Präsident! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Herr Dr. Schüssel, Herr Abgeordneter Scheibner, Sie wissen so gut wie ich oder vielleicht noch ein wenig besser, dass diese Eurofighter-Beschaffung der Tranche 2 nichts mit Luftraumüberwachung zu tun hat und nicht für die Sicherheit und den Schutz Österreichs benötigt wird! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind hochmoderne, hoch gerüstete Kampfflugzeuge (Abg. Dr. Stummvoll: Pacta sunt servanda!), die für den Luftkampf und für den Luftkrieg konzipiert sind, und die brauchen wir für die Luftraumüberwachung Österreichs nicht. Sie sind sicherheitspolitisch und neutralitätspolitisch nicht erforderlich und notwendig gewesen. Auf das haben wir wieder hingewiesen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Schüssel hält ein Schriftstück in Richtung des Redners.)
Abg. Dr. Stummvoll: Pacta sunt servanda!
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Das Mitleid, Herr Kollege Kukacka, wird nicht benötigt. – Herr Bundesminister! Herr Präsident! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Herr Dr. Schüssel, Herr Abgeordneter Scheibner, Sie wissen so gut wie ich oder vielleicht noch ein wenig besser, dass diese Eurofighter-Beschaffung der Tranche 2 nichts mit Luftraumüberwachung zu tun hat und nicht für die Sicherheit und den Schutz Österreichs benötigt wird! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind hochmoderne, hoch gerüstete Kampfflugzeuge (Abg. Dr. Stummvoll: Pacta sunt servanda!), die für den Luftkampf und für den Luftkrieg konzipiert sind, und die brauchen wir für die Luftraumüberwachung Österreichs nicht. Sie sind sicherheitspolitisch und neutralitätspolitisch nicht erforderlich und notwendig gewesen. Auf das haben wir wieder hingewiesen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Schüssel hält ein Schriftstück in Richtung des Redners.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Schüssel hält ein Schriftstück in Richtung des Redners.
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Das Mitleid, Herr Kollege Kukacka, wird nicht benötigt. – Herr Bundesminister! Herr Präsident! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Herr Dr. Schüssel, Herr Abgeordneter Scheibner, Sie wissen so gut wie ich oder vielleicht noch ein wenig besser, dass diese Eurofighter-Beschaffung der Tranche 2 nichts mit Luftraumüberwachung zu tun hat und nicht für die Sicherheit und den Schutz Österreichs benötigt wird! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das sind hochmoderne, hoch gerüstete Kampfflugzeuge (Abg. Dr. Stummvoll: Pacta sunt servanda!), die für den Luftkampf und für den Luftkrieg konzipiert sind, und die brauchen wir für die Luftraumüberwachung Österreichs nicht. Sie sind sicherheitspolitisch und neutralitätspolitisch nicht erforderlich und notwendig gewesen. Auf das haben wir wieder hingewiesen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Schüssel hält ein Schriftstück in Richtung des Redners.)
Beifall bei der SPÖ
Die Sozialdemokratie hat sich immer zur Luftraumüberwachung bekannt, meine Damen und Herren. Aber Sie haben uns in diese Beschaffung – die größte Fehlentscheidung einer Bundesregierung seit 1945, seit Bestehen der Zweiten Republik, das ist bewiesen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ) – nicht eingebunden! Wir wissen nicht, wie es in Europa sicherheitspolitisch weitergeht: Gibt es eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik? – Das ist zu beurteilen, das ist zu bewerten. Gibt es Aufgabenteilungen?
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Jetzt hast du sie erst, Toni! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber das war Ihnen egal! Ohne Wenn und Aber sind Sie drübergefahren und haben die sündteure Beschaffung dieser Kampfjets durchgeführt, die wir nicht brauchen. Nicht in Österreich und nicht in Europa, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Jetzt hast du sie erst, Toni! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Jetzt hast du sie!
Wenn Sie, Herr Kollege Scheibner, sagen, dass alles korrekt verlaufen ist (Abg. Murauer: Jetzt hast du sie!), so mag das in vielen Bereichen stimmen, etwa wenn es
Beifall bei der SPÖ.
Aber eines haben wir schon feststellen können, Herr Kollege Scheibner: Die Ausschreibungskriterien, die Vergaberichtlinien, die Muss-Forderungen wurden nicht erfüllt oder kurzerhand in Soll-Forderungen umgewandelt. Das Pflichtenheft wurde nachträglich geändert – zugunsten von EADS, zum Nachteil der Republik Österreich und zu Lasten der österreichischen Steuerzahler. Daher von uns ein entschiedenes Nein zu dieser Art und Vorgangsweise bei der Beschaffung! Daher hat auch die Bevölkerung bis heute kein Verständnis dafür, dass die Beschaffung in dieser Form stattfindet. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Da kennt sich keiner mehr aus!
Daher haben wir Sozialdemokraten (Abg. Rädler: Da kennt sich keiner mehr aus!) auch einen sofortigen Ausstieg aus dieser Beschaffung verlangt (Abg. Strache: Wobei der Herr Minister leider versagt hat!) und der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zugestimmt. Aber bei diesem schlecht verhandelten Vertrag, meine Damen und Herren – und die Gutachter haben es bewiesen –, ist ein Totalausstieg ohne größeres Risiko nicht möglich. (Abg. Strache: Das Risiko wären die Prozesskosten gewesen! Ausschließlich die Prozesskosten!) Daher ist das von Herrn Bundesminister Darabos nachträglich ausverhandelte Ergebnis, nämlich Einsparungen in Höhe von Hunderten Millionen Euro, zu begrüßen und zu unterstützen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und der von Ihnen eingebrachte Misstrauensantrag findet keine Berechtigung und keine Zustimmung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Wobei der Herr Minister leider versagt hat!
Daher haben wir Sozialdemokraten (Abg. Rädler: Da kennt sich keiner mehr aus!) auch einen sofortigen Ausstieg aus dieser Beschaffung verlangt (Abg. Strache: Wobei der Herr Minister leider versagt hat!) und der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zugestimmt. Aber bei diesem schlecht verhandelten Vertrag, meine Damen und Herren – und die Gutachter haben es bewiesen –, ist ein Totalausstieg ohne größeres Risiko nicht möglich. (Abg. Strache: Das Risiko wären die Prozesskosten gewesen! Ausschließlich die Prozesskosten!) Daher ist das von Herrn Bundesminister Darabos nachträglich ausverhandelte Ergebnis, nämlich Einsparungen in Höhe von Hunderten Millionen Euro, zu begrüßen und zu unterstützen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und der von Ihnen eingebrachte Misstrauensantrag findet keine Berechtigung und keine Zustimmung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Das Risiko wären die Prozesskosten gewesen! Ausschließlich die Prozesskosten!
Daher haben wir Sozialdemokraten (Abg. Rädler: Da kennt sich keiner mehr aus!) auch einen sofortigen Ausstieg aus dieser Beschaffung verlangt (Abg. Strache: Wobei der Herr Minister leider versagt hat!) und der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zugestimmt. Aber bei diesem schlecht verhandelten Vertrag, meine Damen und Herren – und die Gutachter haben es bewiesen –, ist ein Totalausstieg ohne größeres Risiko nicht möglich. (Abg. Strache: Das Risiko wären die Prozesskosten gewesen! Ausschließlich die Prozesskosten!) Daher ist das von Herrn Bundesminister Darabos nachträglich ausverhandelte Ergebnis, nämlich Einsparungen in Höhe von Hunderten Millionen Euro, zu begrüßen und zu unterstützen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und der von Ihnen eingebrachte Misstrauensantrag findet keine Berechtigung und keine Zustimmung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Daher haben wir Sozialdemokraten (Abg. Rädler: Da kennt sich keiner mehr aus!) auch einen sofortigen Ausstieg aus dieser Beschaffung verlangt (Abg. Strache: Wobei der Herr Minister leider versagt hat!) und der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zugestimmt. Aber bei diesem schlecht verhandelten Vertrag, meine Damen und Herren – und die Gutachter haben es bewiesen –, ist ein Totalausstieg ohne größeres Risiko nicht möglich. (Abg. Strache: Das Risiko wären die Prozesskosten gewesen! Ausschließlich die Prozesskosten!) Daher ist das von Herrn Bundesminister Darabos nachträglich ausverhandelte Ergebnis, nämlich Einsparungen in Höhe von Hunderten Millionen Euro, zu begrüßen und zu unterstützen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und der von Ihnen eingebrachte Misstrauensantrag findet keine Berechtigung und keine Zustimmung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher haben wir Sozialdemokraten (Abg. Rädler: Da kennt sich keiner mehr aus!) auch einen sofortigen Ausstieg aus dieser Beschaffung verlangt (Abg. Strache: Wobei der Herr Minister leider versagt hat!) und der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zugestimmt. Aber bei diesem schlecht verhandelten Vertrag, meine Damen und Herren – und die Gutachter haben es bewiesen –, ist ein Totalausstieg ohne größeres Risiko nicht möglich. (Abg. Strache: Das Risiko wären die Prozesskosten gewesen! Ausschließlich die Prozesskosten!) Daher ist das von Herrn Bundesminister Darabos nachträglich ausverhandelte Ergebnis, nämlich Einsparungen in Höhe von Hunderten Millionen Euro, zu begrüßen und zu unterstützen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und der von Ihnen eingebrachte Misstrauensantrag findet keine Berechtigung und keine Zustimmung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Meine Damen und Herren! Die SPÖ steht für eine verantwortungsvolle Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Zwischenrufe bei der ÖVP), die Vertrauen, Kompetenz und Glaubwürdigkeit vermittelt. Meine Damen und Herren, Sie sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit uns und mit Minister Norbert Darabos diesen Weg zu gehen. Denn nur so können wir das Verständnis und die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes für die Erfordernisse der militärischen Landesverteidigung erhalten. Ich lade Sie herzlich ein, mit uns zu gehen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Die SPÖ steht für eine verantwortungsvolle Sicherheits- und Verteidigungspolitik (Zwischenrufe bei der ÖVP), die Vertrauen, Kompetenz und Glaubwürdigkeit vermittelt. Meine Damen und Herren, Sie sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit uns und mit Minister Norbert Darabos diesen Weg zu gehen. Denn nur so können wir das Verständnis und die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes für die Erfordernisse der militärischen Landesverteidigung erhalten. Ich lade Sie herzlich ein, mit uns zu gehen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich persönlich habe überhaupt kein Problem mit dem Untersuchungsausschuss gehabt, weil jetzt eindeutig klargestellt worden ist und auch im Bericht steht, dass sich die Vorwürfe gegen die ÖVP in keiner Weise bestätigt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Hätten Sie es gezahlt? Die Kosten, hätten Sie sie gezahlt?
der geringeren System- und Betriebskosten SAAB Gripen der Vorzug gegeben“ (Abg. Scheibner: Hätten Sie es gezahlt? Die Kosten, hätten Sie sie gezahlt?), dann muss ich schon sagen, wenn man hier durch die gemeinsamen Empfehlungen präzisiert, dass die Vergabebestimmungen verschärft werden und dass es dann auch ganz klare Auseinandersetzungen mit Soll- und Muss-Werten gibt, dann finde ich das richtig, und es ist dies eine Konsequenz im Sinne der Republik Österreich.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Aber, Herr Verteidigungsminister, ich kann es Ihnen nicht ersparen: Sie sind mir auch sehr sympathisch, aber ich muss mich mit dem auseinandersetzen, was Sie hier als Vergleich darstellen. Das betrifft nicht nur das Ergebnis; dieses Vergleichsergebnis ist ohnehin schon merkwürdig genug: Wenn Sie auf einmal Schillingbeträge bemühen – Kollege Scheibner hat es ja angesprochen –, dann muss dieses Vergleichsergebnis irgendwie durchsichtig sein und auf dünnem Eis stehen. Noch besser wäre es, in Lire umzurechnen! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen, FPÖ und BZÖ.
Daher, Herr Minister, gilt bei einem Leistungsvergleich: Wenn Sie so viel einsparen und dieselbe Leistung erbringen, dann Respekt! Aber vor dem, was jetzt wahrscheinlich Mehrkosten sind und was hinterfragt wird, habe ich keinen Respekt. Herr Minister, Sie sind für mich ein schlechter Verhandler und möglicherweise auch ein problematischer Verteidigungsminister. Ich hoffe, dass nicht beides gilt und auch nicht Sowohl-als-auch. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen, FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und BZÖ.
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ich möchte zuerst kurz auf die Ausführungen des Abgeordneten Stadler eingehen. Herr Abgeordneter, wo immer Sie jetzt gerade sind: Ich möchte es doch sehr stark zurückweisen, dass Sie die Tätigkeit der Abgeordneten Fekter als „hysterisch“ bezeichnet haben! Das ist eine sehr frauenfeindliche Aussage und zutiefst zurückzuweisen! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und BZÖ.) Auch wenn ich politisch natürlich nicht immer einer Meinung mit Kollegin Fekter war und bin – aber das geht nun einmal wirklich nicht!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, es ist eine Tatsache, dass die SPÖ aus dem Vertrag aussteigen wollte. Und ja, es ist auch eine Tatsache, dass die letzte ÖVP-FPÖ- und dann ÖVP-BZÖ-Regierung einen derart schlechten Vertrag ausgehandelt hat, dass der Ausstieg einfach nicht möglich ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das steht im Gutachten. Das ist das Ergebnis aus dem Untersuchungsausschuss, und das haben auch die Gutachter festgeschrieben und schriftlich fixiert – obwohl sie gestern irgendwie etwas ganz anderes gesagt haben; das erinnert mich ein bisschen an eine „Hätt’ i’, tät’ i’, war i’“-Strategie. Aber Tatsache ist, dass es nicht möglich ist! Der Ausstieg ist nicht möglich, und dafür tragen Sie von der ÖVP, von der FPÖ und vom BZÖ die Verantwortung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Mehr war nicht möglich!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte aber die Zeit nutzen, um über meine Eindrücke von der Arbeit im Untersuchungsausschuss zu reden. Ich bin überzeugt davon, dass alle Beteiligten – auch Sie, Kollege Murauer – ihr Bestes gegeben haben. Alle Abgeordneten aller Parteien (Abg. Strache: Mehr war nicht möglich!), die Parlamentsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen, der Verfahrensanwalt, die Klubmitarbeiter und -mitarbeiterinnen, alle haben sie engagiert gearbeitet. (Abg. Strache: Mehr hat er nicht können!)
Abg. Strache: Mehr hat er nicht können!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte aber die Zeit nutzen, um über meine Eindrücke von der Arbeit im Untersuchungsausschuss zu reden. Ich bin überzeugt davon, dass alle Beteiligten – auch Sie, Kollege Murauer – ihr Bestes gegeben haben. Alle Abgeordneten aller Parteien (Abg. Strache: Mehr war nicht möglich!), die Parlamentsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen, der Verfahrensanwalt, die Klubmitarbeiter und -mitarbeiterinnen, alle haben sie engagiert gearbeitet. (Abg. Strache: Mehr hat er nicht können!)
Abg. Murauer: O ja!
Zu Beginn, währenddessen und auch heute bei den Reden haben ÖVP und BZÖ immer wieder versucht, die Vorsitzführung des Abgeordneten Pilz schlechtzureden, was eigentlich objektiv gesehen so nicht stimmt. (Abg. Murauer: O ja!) Das haben wir auch immer wieder artikuliert. Umso mehr bin ich heute von Ihnen enttäuscht, Herr Abgeordneter Pilz! Sie waren zwar doch etwas mehr schaumgebremst als in den Medien, trotzdem machen Sie es sich sehr einfach, wenn Sie versuchen, uns innerhalb der SPÖ zu spalten. Kollege Stadler war ein bisschen härter, darum soll er sich auch von dem angesprochen fühlen, was ich ihm jetzt sage.
Abg. Strache: Das ist ja umso beschämender!
Daher halte ich fest: Ich war und bin nicht deprimiert! Ich habe keinen wie auch immer gearteten Krampf! Also möchte ich Sie wirklich ersuchen, dass Sie es unterlassen (Abg. Strache: Das ist ja umso beschämender!), über meine und über die Befindlichkeit meiner Kollegen und Kolleginnen in der Fraktion zu spekulieren und zu urteilen, sondern sich mit politischen Argumenten auseinanderzusetzen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie schämen sich nicht einmal! Das ist ja umso beschämender!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie schämen sich nicht einmal! Das ist ja umso beschämender!
Daher halte ich fest: Ich war und bin nicht deprimiert! Ich habe keinen wie auch immer gearteten Krampf! Also möchte ich Sie wirklich ersuchen, dass Sie es unterlassen (Abg. Strache: Das ist ja umso beschämender!), über meine und über die Befindlichkeit meiner Kollegen und Kolleginnen in der Fraktion zu spekulieren und zu urteilen, sondern sich mit politischen Argumenten auseinanderzusetzen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie schämen sich nicht einmal! Das ist ja umso beschämender!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Verantwortlich für den Vertrag, aus dem wir nicht aussteigen können, sind ÖVP und BZÖ. Es ist der Ausstieg nicht möglich, die Alternative waren Verbesserungen. Bundesminister Darabos ist es gelungen, 400 Millionen € einzusparen – danke schön, Herr Minister, im Namen der österreichischen Steuerzahler und Steuerzahlerinnen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es hat immerhin schon zehn Jahre gedauert, seit man die Draken-Nachfolgebeschaffung eingeleitet hat, und heute kann man Gott sei Dank feststellen, dass die richtige Wahl getroffen wurde für die Sicherheit Österreichs, für die viel eingeforderte Neutralität, für die Souveränität. Eines ist mir ganz wichtig: Man muss auch vertragstreu sein. Es hat mich eigentlich sehr gestört, dass man hier Verträge angezweifelt hat, die auf fachlicher Ebene vorbereitet und ausgearbeitet und demokratisch entschieden wurden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Projekt Eurofighter ist natürlich ein Projekt, das interne Diskussionen ausgelöst hat. Es waren immerhin drei Ministerien damit beschäftigt: das Verteidigungsministerium, das mit größter Sorgfalt ein Pflichtenheft ausgearbeitet und das beste Produkt ausgewählt hat, wofür ich mich bedanke, das Finanzministerium, das natürlich den sparsamen Umgang mit dem Geld eingefordert hat, und das Wirtschaftsministerium, wo es um Gegengeschäfte gegangen ist. Und diese Gegengeschäfte bringen uns tagtäglich Arbeitsplätze. Wenn wir in der Wirtschaft, in den Klein- und Mittelbetrieben zehn Jahre brauchen würden, um Entscheidungen zu treffen, was wäre dann los in Österreich mit unseren Arbeitsplätzen und mit unserer Wirtschaftsentwicklung? Also da haben wir kein Ruhmesblatt abgegeben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Staatsanwaltschaft hat sechsmal ermittelt. Alle Anzeigen wurden zurückgelegt. Es hat hier im Parlament unsäglich viele Dringliche Anfragen, Kurzdebatten gegeben zu diesem Thema, und trotzdem hat man dann im Untersuchungsausschuss natürlich noch einmal die Karten ausgepackt. Dieser Beschaffungsvorgang war auf rechtlicher, gesetzlicher Basis aufgebaut, und man kann heute sagen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es gab keine einzige politische Verfehlung, die einer politischen Partei nachgewiesen werden konnte. Es gab private Verfehlungen von Steininger über Wolf bis hin zu Rapid. Gerade Ex-Finanzminister Edlinger, dem wir eigentlich Seriosität zugetraut hätten, hat im Ausschuss mit „tollen“ Erinnerungslücken geglänzt, muss man sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sollten auch darüber nachdenken: Insgesamt bedeutet dieses Projekt auch einen gewissen Imageschaden im Ausland. Also wenn man heute nach Deutschland fährt und gefragt wird, was in Österreich mit dieser Entscheidung los war, so ist das für uns alle nicht ganz lustig. Da schaue ich einmal den grünen Klubobmann Van der Bellen an. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Ich darf abschließend allen danke sagen, den Auskunftspersonen für ihre Geduld, für die Fairness. Ich möchte mich im Namen meiner Fraktion bei den Personen, eigentlich vielen Personen, entschuldigen, die im Ausschuss von Pilz, Stadler, Kogler und Kräuter beleidigt wurden, die öffentliche Anschuldigungen ohne Beweise vorgebracht haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Der Auskunftsperson Wall wurde vorgehalten, auch medial, dass sie Besitztümer in England hat und teure Autos fährt, was überhaupt nicht wahr war. Und die Leute sind alle in den Medien vorgeführt worden, und ich meine, das ist nicht fair, und das ist nicht in Ordnung. Das ist kein politischer Stil! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf abschließend allen danke sagen, den Auskunftspersonen für ihre Geduld, für die Fairness. Ich möchte mich im Namen meiner Fraktion bei den Personen, eigentlich vielen Personen, entschuldigen, die im Ausschuss von Pilz, Stadler, Kogler und Kräuter beleidigt wurden, die öffentliche Anschuldigungen ohne Beweise vorgebracht haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Der Auskunftsperson Wall wurde vorgehalten, auch medial, dass sie Besitztümer in England hat und teure Autos fährt, was überhaupt nicht wahr war. Und die Leute sind alle in den Medien vorgeführt worden, und ich meine, das ist nicht fair, und das ist nicht in Ordnung. Das ist kein politischer Stil! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich persönlich bin froh, dass acht Monate Politkabarett Pilz und Freunde beendet sind und dass wir für Österreichs zukünftige Sicherheit das Beste getan haben. – Danke. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zweite Erkenntnis: Sie haben sich sowohl in der Fernsehdebatte am Sonntag als auch heute mit einem Hauptthema beschäftigt, das Ihnen schlaflose Nächte bereiten muss, nämlich dass dieser Eurofighter womöglich nach Bagdad fliegt und dort zum Einsatz gelangt, weil er das möglicherweise könnte – kann er nicht, aber Sie haben das heute wieder mehrfach gesagt. Und jetzt sagen Sie, durch Ihre Abrüstungsgeschichten geht das nicht mehr, und daher träumt Cap von der morgigen Überschrift in einer Tageszeitung – vielleicht nehmen das die Journalisten auch gerne auf –: Darabos verhindert Bombardierung Bagdads! – Gratuliere, Herr Kollege Cap! Das ist offenbar das, was Sie sich wünschen. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Traurig ist das!
Das ist ja alles nicht ernst zu nehmen. (Ruf bei der ÖVP: Traurig ist das!) Ernst zu nehmen ist vielmehr, dass Sie überhaupt nichts gefunden haben in diesem Ausschuss, in dieser Koalition, die da schon wieder so schön vor mir sitzt: Cap, Van der Bellen und die FPÖ natürlich auch mit an Bord. Nichts habt ihr gefunden! (Abg. Strache: Ihr Sekretär! Ihr Werbebüro hat kassiert!) Kein Ausstiegsgrund, keine Verdächtigungen haben sich erhärtet. Der berühmte rauchende Colt, Herr Kollege Pilz, der berühmte rauchende Colt, wisst ihr, was das ist? – Nicht einmal eine Spritzpistole habt ihr gefunden, geschweige denn einen rauchenden Colt, gar nichts, sondern ihr seid gescheitert in diesem Ausschuss mit eurer Vernaderei.
Abg. Strache: Ihr Sekretär! Ihr Werbebüro hat kassiert!
Das ist ja alles nicht ernst zu nehmen. (Ruf bei der ÖVP: Traurig ist das!) Ernst zu nehmen ist vielmehr, dass Sie überhaupt nichts gefunden haben in diesem Ausschuss, in dieser Koalition, die da schon wieder so schön vor mir sitzt: Cap, Van der Bellen und die FPÖ natürlich auch mit an Bord. Nichts habt ihr gefunden! (Abg. Strache: Ihr Sekretär! Ihr Werbebüro hat kassiert!) Kein Ausstiegsgrund, keine Verdächtigungen haben sich erhärtet. Der berühmte rauchende Colt, Herr Kollege Pilz, der berühmte rauchende Colt, wisst ihr, was das ist? – Nicht einmal eine Spritzpistole habt ihr gefunden, geschweige denn einen rauchenden Colt, gar nichts, sondern ihr seid gescheitert in diesem Ausschuss mit eurer Vernaderei.
Abg. Strache: Was für eine Moral! Welch ein Charakter!
Acht Monate Spielwiese Pilz! – Und jetzt bin ich bei Ihnen, Herr Kollege Strache. Wissen Sie, bei wem sich Kollege Pilz am meisten bedankt? Bei Ihnen und der FPÖ, denn Sie haben diese Spielwiese für ihn möglich gemacht. Und ich sage Ihnen auch: So, wie Sie heute hier sitzen und dem Kollegen Pilz applaudieren, andauernd tuscheln – vorhin wurden auch schon Taschentücher ausgetauscht, weil ihr ja weint, offenbar (Abg. Strache: Was für eine Moral! Welch ein Charakter!); Van der Bellen hat Strache schon mit Taschentüchern versorgt –, Herr Kollege Strache, jedem aufrechten Freiheitlichen dreht es den Magen um, wie ihr da im Hohen Haus pausenlos mit den Grünen packelt! (Abg. Strache: Mister 1 Prozent!) Das ist doch unglaublich, wie links ihr da schon drüben sitzt! Das ist eigentlich eine Unglaublichkeit, und das lehnen wir auch ab. Aber macht nur so weiter: Allianz SPÖ-Grüne, schau, gebt euch die Hand, tauscht Plätze, ich weiß ja nicht, was ihr alles miteinander macht. (Abg. Strache: Wurmfortsatz der ÖVP!) Die Kuschelei Strache–Van der Bellen ist eines der Ergebnisse dieses Ausschusses.
Abg. Strache: Mister 1 Prozent!
Acht Monate Spielwiese Pilz! – Und jetzt bin ich bei Ihnen, Herr Kollege Strache. Wissen Sie, bei wem sich Kollege Pilz am meisten bedankt? Bei Ihnen und der FPÖ, denn Sie haben diese Spielwiese für ihn möglich gemacht. Und ich sage Ihnen auch: So, wie Sie heute hier sitzen und dem Kollegen Pilz applaudieren, andauernd tuscheln – vorhin wurden auch schon Taschentücher ausgetauscht, weil ihr ja weint, offenbar (Abg. Strache: Was für eine Moral! Welch ein Charakter!); Van der Bellen hat Strache schon mit Taschentüchern versorgt –, Herr Kollege Strache, jedem aufrechten Freiheitlichen dreht es den Magen um, wie ihr da im Hohen Haus pausenlos mit den Grünen packelt! (Abg. Strache: Mister 1 Prozent!) Das ist doch unglaublich, wie links ihr da schon drüben sitzt! Das ist eigentlich eine Unglaublichkeit, und das lehnen wir auch ab. Aber macht nur so weiter: Allianz SPÖ-Grüne, schau, gebt euch die Hand, tauscht Plätze, ich weiß ja nicht, was ihr alles miteinander macht. (Abg. Strache: Wurmfortsatz der ÖVP!) Die Kuschelei Strache–Van der Bellen ist eines der Ergebnisse dieses Ausschusses.
Abg. Strache: Wurmfortsatz der ÖVP!
Acht Monate Spielwiese Pilz! – Und jetzt bin ich bei Ihnen, Herr Kollege Strache. Wissen Sie, bei wem sich Kollege Pilz am meisten bedankt? Bei Ihnen und der FPÖ, denn Sie haben diese Spielwiese für ihn möglich gemacht. Und ich sage Ihnen auch: So, wie Sie heute hier sitzen und dem Kollegen Pilz applaudieren, andauernd tuscheln – vorhin wurden auch schon Taschentücher ausgetauscht, weil ihr ja weint, offenbar (Abg. Strache: Was für eine Moral! Welch ein Charakter!); Van der Bellen hat Strache schon mit Taschentüchern versorgt –, Herr Kollege Strache, jedem aufrechten Freiheitlichen dreht es den Magen um, wie ihr da im Hohen Haus pausenlos mit den Grünen packelt! (Abg. Strache: Mister 1 Prozent!) Das ist doch unglaublich, wie links ihr da schon drüben sitzt! Das ist eigentlich eine Unglaublichkeit, und das lehnen wir auch ab. Aber macht nur so weiter: Allianz SPÖ-Grüne, schau, gebt euch die Hand, tauscht Plätze, ich weiß ja nicht, was ihr alles miteinander macht. (Abg. Strache: Wurmfortsatz der ÖVP!) Die Kuschelei Strache–Van der Bellen ist eines der Ergebnisse dieses Ausschusses.
Abg. Strache: Er war der Mann mit dem Hut!
Diese Allianz SPÖ–Grüne–FPÖ ist angetreten, um den großen Skandal zu finden. Und heute haben wir das Ergebnis eines krachenden Umfallers der SPÖ, die aus dieser Allianz ausgeschert ist, eines Kniefalls der FPÖ vor den Grünen, die fleißig und artig den Grünen rapportiert und mitklatscht, einen Misstrauensantrag gegen den amtierenden Verteidigungsminister. Das ist auch ein Ergebnis eurer Ausschussarbeit. Wunderbar! Und die Flieger? – Sie landen. Die Flieger landen relativ bald, und daher haben wir uns gedacht, wir machen einen konstruktiven Beitrag zum Abschluss dieser Debatte. (Abg. Strache: Er war der Mann mit dem Hut!)
Abg. Strache: Auf dem ersten Flieger steht schon BZÖ drauf! – Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich denke, Sie können hier mitstimmen in Anerkennung der Leistungen von Darabos und Gusenbauer. Eine tolle Sache! (Abg. Strache: Auf dem ersten Flieger steht schon BZÖ drauf! – Lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden den Entschließungsantrag bezüglich des Misstrauens gegen Herrn Darabos unterstützen, nicht weil Ihre Begründung so toll ist, sondern weil wir der Meinung sind, dass dieser Verteidigungsminister gar nicht Verteidigungsminister sein will. Er will es nicht! Er hat wirklich Probleme mit diesem Amt. Erlösen Sie ihn endlich! Stimmen Sie mit bei diesem Misstrauensantrag, damit Herr Darabos wieder ruhig schlafen kann. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Unwürdig!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Westenthaler! Also, sehr lichtvoll war es nicht. (Ruf bei der SPÖ: Unwürdig!) Niveauvolle Beiträge erwartet man sich von Ihnen ohnedies nicht. Wenn Sie aber schon erklären, wie Sie die Flieger gerne benennen würden, und da man den Schaden, der der Republik hier zweifellos zugefügt worden ist, wirklich zuordnen muss, so müssten Sie die Flieger wahrscheinlich „Schüssel 1“, „Grasser 2“ und „Westenthaler 3“ nennen. Dann hätten Sie die richtigen Namen, aber ich denke, das kann man der Republik nicht zumuten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Meine Damen und Herren! Herr Präsident! Herr Bundesminister! Kollege Westenthaler! Also, sehr lichtvoll war es nicht. (Ruf bei der SPÖ: Unwürdig!) Niveauvolle Beiträge erwartet man sich von Ihnen ohnedies nicht. Wenn Sie aber schon erklären, wie Sie die Flieger gerne benennen würden, und da man den Schaden, der der Republik hier zweifellos zugefügt worden ist, wirklich zuordnen muss, so müssten Sie die Flieger wahrscheinlich „Schüssel 1“, „Grasser 2“ und „Westenthaler 3“ nennen. Dann hätten Sie die richtigen Namen, aber ich denke, das kann man der Republik nicht zumuten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Murauer: Da haben Sie wieder einmal nicht aufgepasst!
Ich habe heute aufmerksam die Debattenbeiträge verfolgt, und wir kennen ja eigentlich auch die Ergebnisse des Ausschusses, und ich habe mit großem Erstaunen zur Kenntnis genommen, was etwa der ehemalige Bundeskanzler Schüssel, der nunmehrige Klubobmann hier erklärt hat. Ich denke, wir waren in einer anderen Veranstaltung, denn man hat im Ausschuss wirklich erkannt, dass es eine militärische Sinnlosigkeit und ein wirtschaftlicher Wahnsinn ist. Und das Ganze hat in einem massiv korrupten Umfeld stattgefunden. Was Sie da an Qualität sehen, Herr Klubobmann Schüssel, das verstehe ich nicht. (Abg. Murauer: Da haben Sie wieder einmal nicht aufgepasst!)
Beifall bei der SPÖ. – Zahlreiche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich muss ganz ehrlich sagen: Wissen Sie, wenn Sie hier so wirklichkeitsfremd versuchen, etwas herbeizureden, was nicht wirklich ist, dann muss ich sagen: Ich persönlich bin schon glücklich, dass Sie nicht mehr Bundeskanzler sind, und ich bin auch glücklich, dass Herr Grasser nicht mehr Finanzminister ist. Das tut dem Land wirklich sehr gut, glauben Sie uns das! (Beifall bei der SPÖ. – Zahlreiche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Freund: Und was ist mit der BAWAG?
bei Sittenwidrigkeit, auch bei Nichtigkeit und auch bei Irrtum der Vertrag nicht angefochten werden kann. Es muss bezahlt werden, meine Damen und Herren. In der Wirtschaft gäbe es so einen Vertrag nicht, ohne dass der Vorstand sofort aus dem Unternehmen hinausfliegt, wenn er einen derartigen Schaden verursacht. Den haben Sie den Steuerzahlern verursacht, den haben Sie der Republik verursacht. (Abg. Freund: Und was ist mit der BAWAG?) Dazu sollten Sie zumindest stehen, Herr Schüssel. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
bei Sittenwidrigkeit, auch bei Nichtigkeit und auch bei Irrtum der Vertrag nicht angefochten werden kann. Es muss bezahlt werden, meine Damen und Herren. In der Wirtschaft gäbe es so einen Vertrag nicht, ohne dass der Vorstand sofort aus dem Unternehmen hinausfliegt, wenn er einen derartigen Schaden verursacht. Den haben Sie den Steuerzahlern verursacht, den haben Sie der Republik verursacht. (Abg. Freund: Und was ist mit der BAWAG?) Dazu sollten Sie zumindest stehen, Herr Schüssel. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Wo gibt es eine Preisreduktion für die gleiche Leistung? – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich sage nur ganz kurz – und dafür danke ich eigentlich auch dem Herrn Verteidigungsminister, dass er das zustande gebracht hat, was Sie nicht hören wollen –: Es sind 6 Milliarden Schilling – ich sage es in Schilling, weil das auch verständlich ist –, die hier nachgebessert worden sind. (Abg. Strache: Wo gibt es eine Preisreduktion für die gleiche Leistung? – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Strache: Außer Prozesskosten hätte es kein Risiko gegeben!
Meine Damen und Herren, die Konsequenz wäre gewesen: ein Rücktritt, gleichzeitig ein neuer Beschaffungsvorgang, zwei Verfahren gleichzeitig, und der neue Beschaffungsvorgang möglicherweise, wenn das Gerichtsverfahren beendet worden ist, mit Schadenersatzfolgen belastet. (Abg. Strache: Außer Prozesskosten hätte es kein Risiko gegeben!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, man kann bei einigermaßen vorsichtiger Vorgangsweise wirklich nicht anders gehandelt haben, als das Herr Minister Darabos getan hat, und daher sollten Sie ihm alle miteinander herzlich danken, statt hier in schäbiger Art und Weise über ihn herzufallen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Sonnberger –: Eurofighter – Halleluja, Halleluja!
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Sonnberger. 3 Minuten Redezeit. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Sonnberger –: Eurofighter – Halleluja, Halleluja!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Peter Sonnberger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Pilz: The game is over! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Murauer: Der das Bundesheer abschaffen will!
von Eurofightern, ja überhaupt ein Gegner der Luftraumüberwachung und vor allem auch einer, der dem Bundesheer eher reserviert und distanziert gegenübersteht, ist meines Erachtens nicht in der Lage, einen Untersuchungsausschuss objektiv zu führen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Murauer: Der das Bundesheer abschaffen will!) Und das hat Pilz auch durch einseitige Fragestellungen, falsche Vorhalte, geschäftsordnungsmäßig unzulässige Anträge nachhaltig bewiesen. Auch wie er Abgeordnete Fekter attackierte, war nicht stubenrein. (Abg. Dr. Cap: Er war ein guter Vorsitzender!)
Abg. Dr. Cap: Er war ein guter Vorsitzender!
von Eurofightern, ja überhaupt ein Gegner der Luftraumüberwachung und vor allem auch einer, der dem Bundesheer eher reserviert und distanziert gegenübersteht, ist meines Erachtens nicht in der Lage, einen Untersuchungsausschuss objektiv zu führen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Murauer: Der das Bundesheer abschaffen will!) Und das hat Pilz auch durch einseitige Fragestellungen, falsche Vorhalte, geschäftsordnungsmäßig unzulässige Anträge nachhaltig bewiesen. Auch wie er Abgeordnete Fekter attackierte, war nicht stubenrein. (Abg. Dr. Cap: Er war ein guter Vorsitzender!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist das! – Abg. Strache: Die Sicherheit am Boden gefährden Sie!
Geschätzte Damen und Herren! Die ÖVP ist immer für die Luftraumüberwachung eingetreten. Auch in Zeiten, in denen es weniger populär war, stand die ÖVP zur Luftraumüberwachung und zur Sicherheit in diesem Lande. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist das! – Abg. Strache: Die Sicherheit am Boden gefährden Sie!)
Abg. Murauer: Genau!
Herr Darabos, Sie haben im Wahlkampf so agiert wie Landeshauptmann-Stellvertreter Haider in Linz, als er bei der Privatisierung der Voest behauptete, die Russen kommen, die Voest wird zugesperrt. (Abg. Murauer: Genau!)
Abg. Murauer: Wie viel ist das in Schilling? – 70 Millionen Schilling!
Bedenklich, Herr Bundesminister Darabos, ist auch, dass die EADS fünfmal eine Million € an Rapid bezahlt hat. Sie sind Mitwisser! (Abg. Murauer: Wie viel ist das in Schilling? – 70 Millionen Schilling!) Sie sind auch Funktionär bei Rapid. Hat es Gegenleistungen gegeben? Welche Gegenleistungen hat es gegeben? – Da sind Sie uns noch die Beantwortung einiger Fragen schuldig.
Beifall bei der ÖVP.
Zukunft. Wir brauchen Eurofighter und eine soziale Politik! Die ÖVP ist Garant dafür, dass beides umgesetzt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Mitterlehner, ich habe immer die Wahrheit gesagt. Ich habe die Wahrheit auch Herrn Vizekanzler Molterer mitgeteilt, und ich möchte darauf noch ganz kurz zu sprechen kommen. Sie wissen auch genau – das sollte auch nicht unter den Tisch fallen, weil das verhöhnt wurde –, dass die ÖVP immer wollte, dass die Eurofighter auch im Auslandseinsatz tätig sind, dass das im ersten Konzept drinnen war. Das haben wir verhindert, und das ist nicht notwendig. Das ist nicht mein Konzept von Neutralitätspolitik in Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Wahlversprechen?
Herr Klubobmann Schüssel, bitte bei der Wahrheit zu bleiben! Ich sage Ihnen jetzt ganz offen, was wir eingespart haben: 370 Millionen € netto, und die werden cash auf das Konto der Republik Österreich kommen, frühestens im September des Jahres 2008 oder spätestens im März 2009. Sie können mich an diesen Taten messen, denn es sind um drei Flugzeuge weniger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ist das ein Wahlversprechen?) – Ich muss schnell reden, weil ich nicht so viel Zeit habe.
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Es ist kein Wahlversprechen, sondern das ist ein Versprechen, das ich unterzeichnet habe, und dazu stehe ich. Es ist die Tranche 1, Block 5, die für die österreichische Luftraumüberwachung genügt. Wir brauchen kein Flugzeug, um Bodenziele anzugreifen, wir brauchen ein Flugzeug zur Luftraumüberwachung. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Abg. Scheibner: Sie machen das Bundesheer kaputt!
Drittens: Wir haben tatsächlich einige Dinge abbestellt, Dinge, die auch die deutsche Bundeswehr nicht bestellt hat – die Bundeswehr von Deutschland, einem NATO-Staat, der in Afghanistan und in anderen Ländern im Einsatz ist. Diese Dinge haben wir abbestellt. (Abg. Scheibner: Sie machen das Bundesheer kaputt!) Die haben Sie bestellt, völlig unnötigerweise. Ich weiß nicht, warum, das ist auch nicht mehr in meinem Kompetenzbereich gelegen. Diese Dinge haben Sie bestellt. (Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.
Drittens: Wir haben tatsächlich einige Dinge abbestellt, Dinge, die auch die deutsche Bundeswehr nicht bestellt hat – die Bundeswehr von Deutschland, einem NATO-Staat, der in Afghanistan und in anderen Ländern im Einsatz ist. Diese Dinge haben wir abbestellt. (Abg. Scheibner: Sie machen das Bundesheer kaputt!) Die haben Sie bestellt, völlig unnötigerweise. Ich weiß nicht, warum, das ist auch nicht mehr in meinem Kompetenzbereich gelegen. Diese Dinge haben Sie bestellt. (Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Spindelegger gibt neuerlich das Glockenzeichen
Viertens: Wir haben tatsächlich bei den Betriebskosten 120 Millionen € eingespart. Darauf bin ich stolz. Mein Vorgänger, Amtskollege Platter, hat es nicht geschafft, diesen Betrag so zu deckeln (Präsident Dr. Spindelegger gibt neuerlich das Glockenzeichen), wie er zu deckeln ist. Wir werden weiters einen Besserungsschein unterschreiben, das heißt 400 Millionen € netto weniger für Österreich, cash auf dem Konto für die Republik Österreich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der Zerstörer des Bundesheeres soll abtreten!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der Zerstörer des Bundesheeres soll abtreten!
Viertens: Wir haben tatsächlich bei den Betriebskosten 120 Millionen € eingespart. Darauf bin ich stolz. Mein Vorgänger, Amtskollege Platter, hat es nicht geschafft, diesen Betrag so zu deckeln (Präsident Dr. Spindelegger gibt neuerlich das Glockenzeichen), wie er zu deckeln ist. Wir werden weiters einen Besserungsschein unterschreiben, das heißt 400 Millionen € netto weniger für Österreich, cash auf dem Konto für die Republik Österreich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Der Zerstörer des Bundesheeres soll abtreten!)
Abg. Ing. Westenthaler: Er war eh nicht da!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Ich weiß nicht, wie man sich fühlt, wenn man drei Stunden lang fast durchgehend allein auf der Regierungsbank gesessen ist (Abg. Ing. Westenthaler: Er war eh nicht da!) und zur Kenntnis nehmen muss (Abg. Strache: Er hat eh eine Pause gemacht! Es ist ihm schlecht geworden! Er ist ja ganz bleich!), dass sich in der Stunde einer wahrscheinlich bitteren politischen Niederlage niemand von Ihren Kolleginnen und Kollegen dazusetzen will. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Er hat eh eine Pause gemacht! Es ist ihm schlecht geworden! Er ist ja ganz bleich!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Ich weiß nicht, wie man sich fühlt, wenn man drei Stunden lang fast durchgehend allein auf der Regierungsbank gesessen ist (Abg. Ing. Westenthaler: Er war eh nicht da!) und zur Kenntnis nehmen muss (Abg. Strache: Er hat eh eine Pause gemacht! Es ist ihm schlecht geworden! Er ist ja ganz bleich!), dass sich in der Stunde einer wahrscheinlich bitteren politischen Niederlage niemand von Ihren Kolleginnen und Kollegen dazusetzen will. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Ich weiß nicht, wie man sich fühlt, wenn man drei Stunden lang fast durchgehend allein auf der Regierungsbank gesessen ist (Abg. Ing. Westenthaler: Er war eh nicht da!) und zur Kenntnis nehmen muss (Abg. Strache: Er hat eh eine Pause gemacht! Es ist ihm schlecht geworden! Er ist ja ganz bleich!), dass sich in der Stunde einer wahrscheinlich bitteren politischen Niederlage niemand von Ihren Kolleginnen und Kollegen dazusetzen will. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Kukacka: Das ist eine Erfindung! Das ist eine Lüge! Sie sind ein Lügner!
Trotzdem bleibt die Hauptverantwortung bei der ÖVP. Das Hauptergebnis des Ausschusses ist, dass bekannt geworden ist, wie korruptionsanfällig das militärische Beschaffungswesen ist – und dass es eine Partei gibt, die dieses System um jeden Preis zu decken bereit ist. (Abg. Mag. Kukacka: Das ist eine Erfindung! Das ist eine Lüge! Sie sind ein Lügner!) Das ist der entscheidende Punkt, um den es auch in Zukunft gehen wird.
Abg. Freund: Das stimmt überhaupt nicht! – Abg. Mag. Kukacka: Das ist eine Lüge!
Die ÖVP weiß, dass die Zahlungsflüsse in Richtung ihrer Kassen zeigen. (Abg. Freund: Das stimmt überhaupt nicht! – Abg. Mag. Kukacka: Das ist eine Lüge!) Der Finanzminister hat sich geweigert, dem Beschluss des Untersuchungsausschusses auf Öffnung der Steuerakten der Industriellenvereinigung nachzukommen. (Abg. Mag. Kukacka: Sie sind ein Lügner!)
Abg. Mag. Kukacka: Sie sind ein Lügner!
Die ÖVP weiß, dass die Zahlungsflüsse in Richtung ihrer Kassen zeigen. (Abg. Freund: Das stimmt überhaupt nicht! – Abg. Mag. Kukacka: Das ist eine Lüge!) Der Finanzminister hat sich geweigert, dem Beschluss des Untersuchungsausschusses auf Öffnung der Steuerakten der Industriellenvereinigung nachzukommen. (Abg. Mag. Kukacka: Sie sind ein Lügner!)
Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Hornek: Beweisen Sie das! Können Sie das beweisen?
Abgeordnete Rauch-Kallat und der Generalsekretär der Industriellenvereinigung haben zugegeben, dass Millionen Euro an Firmenspenden für die ÖVP durch die Industriellenvereinigung gewaschen worden sind (Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Hornek: Beweisen Sie das! Können Sie das beweisen?), und die Republik und die Menschen haben ein Recht zu erfahren, von wem die ÖVP die gewaschenen Spenden bekommen hat. (Beifall bei den Grünen).
Beifall bei den Grünen
Abgeordnete Rauch-Kallat und der Generalsekretär der Industriellenvereinigung haben zugegeben, dass Millionen Euro an Firmenspenden für die ÖVP durch die Industriellenvereinigung gewaschen worden sind (Zwischenrufe bei der ÖVP – Abg. Hornek: Beweisen Sie das! Können Sie das beweisen?), und die Republik und die Menschen haben ein Recht zu erfahren, von wem die ÖVP die gewaschenen Spenden bekommen hat. (Beifall bei den Grünen).
Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen
Der Finanzminister hat rechts- und gesetzwidrig diese Klärung verhindert (Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen), also werden in Zukunft nicht nur ein Parlament, sondern auch Strafgerichte bei der weiteren Klärung dieser Affäre Licht ins klassische ÖVP-Dunkel bringen müssen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Finanzminister hat rechts- und gesetzwidrig diese Klärung verhindert (Präsident Dr. Spindelegger gibt das Glockenzeichen), also werden in Zukunft nicht nur ein Parlament, sondern auch Strafgerichte bei der weiteren Klärung dieser Affäre Licht ins klassische ÖVP-Dunkel bringen müssen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Bundesminister Darabos, sei stolz auf das, was du aus so einem vertrackten Vertrag noch in der Lage warst herauszuholen – zum Wohle Österreichs! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Schüssel: Ein sehr guter Minister!
genannt, ein bisschen anders, aber ich darf ihn so bezeichnen –, der diesen Knebelungsvertrag aus finanzieller Sicht zu verantworten hat (Abg. Dr. Schüssel: Ein sehr guter Minister!), ein Minister, der zustimmt, einen Vertrag mit 4,48 Prozent Zinsen abzuschließen zu einem Zeitpunkt, wo man unter 3 Prozent in jeder Gemeinde hat finanzieren können. (Abg. Hornek: Bei der BAWAG?) Nicht bei der BAWAG, sondern bei der P.S.K., und dort war Koren zu diesem Zeitpunkt zu Hause.
Abg. Hornek: Bei der BAWAG?
genannt, ein bisschen anders, aber ich darf ihn so bezeichnen –, der diesen Knebelungsvertrag aus finanzieller Sicht zu verantworten hat (Abg. Dr. Schüssel: Ein sehr guter Minister!), ein Minister, der zustimmt, einen Vertrag mit 4,48 Prozent Zinsen abzuschließen zu einem Zeitpunkt, wo man unter 3 Prozent in jeder Gemeinde hat finanzieren können. (Abg. Hornek: Bei der BAWAG?) Nicht bei der BAWAG, sondern bei der P.S.K., und dort war Koren zu diesem Zeitpunkt zu Hause.
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist gut!
Meine Damen und Herren, was heißt das im Klartext, bei neun Jahren, 18 Halbjahresraten? – Pro Jahr 25 bis 40 Millionen Zinsen sinnlos verschleudert! Und das hat dieser Finanzminister zu verantworten. Meine Damen und Herren, wäre diese Regierung am 1. Oktober nicht abgewählt worden, müsste sie heute zum Rücktritt aufgefordert werden. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist gut!)
Beifall bei der SPÖ.
Ihr Kollege und Parteivorsitzender Westenthaler hat bei der ORF-Diskussion am Sonntag auch zu erkennen gegeben, dass er nicht in der Lage ist, die gesamte Tragweite dieses Knebelungsvertrages zu verstehen. Daher ist jetzt auch seine Argumentation klar, wie er sie hier auf den Tisch gelegt hat. Das hat mit korrektem Verhalten in einem Diskussionsbeitrag nichts zu tun. Das, was Sie heute geliefert haben, war ein Armutszeugnis, aber es unterstreicht Ihre sonntägige Stellungnahme. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Andrea Eder-Gitschthaler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Eurofighter werden in Österreich landen. Versprochen von der ÖVP – und gehalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Lebhafte ironische Heiterkeit, insbesondere bei den Grünen. – Beifall des Abg. Murauer. – Zahlreiche Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten aller Fraktionen.
Der Untersuchungsausschuss, ein politisches Tribunal, ist nun nach fast acht langen Monaten mit einem Freispruch für die ÖVP zu Ende gegangen. Der ursprüngliche Vertrag war gut und vernünftig verhandelt. Weiters hat es keine Geldflüsse in Richtung ÖVP und Grüne gegeben. Die ÖVP hat eine blütenweiße Weste. (Lebhafte ironische Heiterkeit, insbesondere bei den Grünen. – Beifall des Abg. Murauer. – Zahlreiche Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten aller Fraktionen.) Man konnte uns nichts vorwerfen – mehrfach durch den Rechnungshof geprüft.
anhaltende lebhafte Zwischenrufe
Gerade für uns in Salzburg ist klar, dass es ohne funktionierende Luftraumüberwachung nicht gehen wird, wenn wir eine reelle Chance für die Austragung von Großveranstaltungen haben wollen (anhaltende lebhafte Zwischenrufe), wie zum Beispiel die EM 2008 – Gott sei Dank –, und leider jetzt nicht Olympia 2014.
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend noch einmal ein großes Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Parlaments und natürlich an unsere engagierte Fraktionsführerin, Frau Volksanwältin Maria Fekter. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Wer hat den Haider bedroht?
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Tatsache und Fakt ist, dass die Einhaltung des Wahlversprechens bei der letzten Nationalratswahl (Abg. Strache: Wer hat den Haider bedroht?): „Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag“, im Prinzip nicht stattfindet. (Abg. Strache: Aber der Haider hat es doch verhindert!)
Abg. Strache: Aber der Haider hat es doch verhindert!
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Tatsache und Fakt ist, dass die Einhaltung des Wahlversprechens bei der letzten Nationalratswahl (Abg. Strache: Wer hat den Haider bedroht?): „Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag“, im Prinzip nicht stattfindet. (Abg. Strache: Aber der Haider hat es doch verhindert!)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, wir wissen, dass man aus jedem Vertrag aussteigen kann. Es ist nur eine Frage der Kosten: Wie viel kostet mich das? Und mit Ende April waren die Kosten – wir wissen das ja auch nur aus dem Ausschuss über die Eurofighter GmbH – bei 1,2 Milliarden €. Das war mit Ende April, und dann wäre noch etwas dazukommen. Hier haben Sie etwas Fracksausen bekommen und sich gesagt: Wie soll ich das machen? Jetzt habe ich Zahlungen, aber trotzdem keine Ware. Das macht doch sonst kein normaler Bürger, dass er irgendetwas abbestellt, irgendwie aus einem Vertrag aussteigt und auch keine Ware bekommt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Aber der Haider hat plakatiert: Eurofighter verhindern! – Wer hat ihn dann so bedroht?
Sie, Herr Bundesminister, und Ihr Bundeskanzler ebenfalls haben im Wahlkampf gesagt, wir brauchen keine Flugzeuge zur Luftraumüberwachung, wir können alles vom Boden aus machen, wir brauchen keine Luftfahrzeuge. (Abg. Strache: Aber der Haider hat plakatiert: Eurofighter verhindern! – Wer hat ihn dann so bedroht?) Und niemals zuvor wurde etwas so durchleuchtet. Es wurde im Finanz- und im Landesverteidigungsministerium begleitend durchleuchtet, überprüft, vier Rechnungshofberichte hat es gegeben und schlussendlich auch den Untersuchungsausschuss im Nationalrat. Das Ergebnis liegt uns jetzt vor.
Abg. Strache: Wer hat den Haider lebensgefährlich bedroht, Herr Kollege?
Herr Bundesminister Darabos, auf der einen Seite hat es mich zum Schluss schon gewundert, wie Sie zurückgerudert haben. Wahrscheinlich hat der Untersuchungsausschuss einiges zutage gebracht, vor allem, wie die Millionen zu Rapid geflossen sind; ab 2002 jedes Jahr eine Million. Sie sind ja eingetragenes Mitglied bei Rapid, vielleicht haben Sie dort mitgewirkt? Wer weiß, was hier im Raum steht? (Abg. Strache: Wer hat den Haider lebensgefährlich bedroht, Herr Kollege?)
Beifall beim BZÖ.
Die Zahl der Eurofighter ist von 24 auf 18 reduziert worden und jetzt auf 15. Ich sage Ihnen jetzt eines: Wenn Sie sagen, Sie haben Einsparungen von 400 Millionen € erreicht, dann werden wir das erst sehen. Die einen sagen, es sind 370 Millionen €, man redet aber auch von 250 Millionen. Es wird wahrscheinlich überhaupt nichts übrig bleiben, wenn man alles aufrechnet, wenn man aufrechnet, dass man einfach bei der Ausrüstung gespart hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.
Kinderkrankheiten. Das ist ebenso wie in der Automobilindustrie. (Beifall beim BZÖ. – Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Dass Sie von der SPÖ nicht rechnen können, wissen wir ja schon seit geraumer Zeit. Sie haben beim „Konsum“ nicht rechnen können, Sie haben bei der BAWAG nicht rechnen können, bei der verstaatlichten Industrie nicht rechnen können – und jetzt beim Eurofighter können Sie auch nicht rechnen. Das ist die Tatsache, die hier übrig bleibt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Strache: Was ist mit dem Haider passiert?
Herr Bundesminister, im Prinzip ist außer Spesen nichts gewesen. Es wird notwendig sein, das eine oder andere auch in Zukunft noch zu beleuchten, denn es ist ja nicht aller Tage Abend. Wir müssen hier noch schauen, was jetzt eigentlich notwendig ist. (Abg. Strache: Was ist mit dem Haider passiert?) Wie wird es bei den Betriebskosten überhaupt ausschauen? Das frage ich mich auch, denn wenn ich eine geringere Stückzahl habe, sagt ja die Vernunft, dass bei gleich vielen Flugstunden der Verschleiß wesentlich früher da ist. Dann gibt es auch mehr Wartungskosten, das ist auch klar, also dann wird praktisch die Lebensdauer geringer, und das hat natürlich mit der Kostenfrage auch etwas zu tun.
Abg. Strache: Herr Kollege, was ist mit dem Haider damals passiert? Er wollte die Eurofighter nicht! Er hat ja plakatiert: Eurofighter abbestellen!
Außerdem wäre es so gewesen, dass bei den beabsichtigten 18 Flugzeugen die letzte Rate wahrscheinlich im Jahr 2014 zu zahlen gewesen wäre, und im Jahr 2014 werden sie schon mit dem Nächsten anfangen müssen, wo man wiederum aus dem Heeresbudget etwas hernimmt. (Abg. Strache: Herr Kollege, was ist mit dem Haider damals passiert? Er wollte die Eurofighter nicht! Er hat ja plakatiert: Eurofighter abbestellen!)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister, auf jeden Fall gibt es momentan noch keinen Abschluss, es gibt auch keinen Vergleich, auch keinen Vertrag, auch der ist ausständig, auch das ist aufklärungsbedürftig, und darauf warten wir noch. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe beim BZÖ.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Minister! Im Gegensatz zum BZÖ, das immer nur sich selbst und seinen Funktionärinnen und Funktionären verpflichtet war, sind wir SozialdemokratInnen den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern verpflichtet. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Leseübung!
Allein die Arbeit des Untersuchungsausschusses hat dazu geführt, dass Minister Darabos einen sehr hervorragenden Vergleich für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich erzielen konnte. Ein herzliches Dankeschön dafür! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Leseübung!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Ergebnisse, die wir aufgrund der Arbeit des Untersuchungsausschusses erzielt haben, sind sehr erfolgreich. Und, Herr Minister Darabos, herzliche Gratulation! Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wissen, was Sie ihnen erspart haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Karl Freund (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Im Rahmen der Beschaffung der Luftraumüberwachungsflugzeuge wurde auch ein Gegengeschäftsvertrag ausgehandelt, und zwar vom damaligen Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, von Finanzminister Grasser und von Wirtschaftsminister Bartenstein in der Höhe von 4 Milliarden €. Ich glaube, dass das ein hervorragender Vertrag war, denn wenn man sich als Beispiel die FACC in Ried, in meinem Bezirk, ansieht, dann kann man erkennen, dass die Zahlen tatsächlich stimmen, und zwar erhielt diese Firma Aufträge von EADS im Umfang von 780 Millionen €. Damit konnten seit dem Jahr 2002 über 600 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In den vergangen Jahren wurden von FACC zwei neue Werke errichtet, wovon natürlich auch die Bauwirtschaft gewaltig profitiert hat. Damit konnte in unserer Region die Arbeitslosenrate auf unter 3 Prozent gedrückt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
ein wichtiger Türöffner für den rasanten Aufstieg der Flugzeugtechnologie in Österreich. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was gilt nun, Herr Bundesminister: Vermindert sich dieses Volumen jetzt tatsächlich? Dann mache ich mir gewaltige Sorgen, denn dann sind die Arbeitsplätze in unserer Region, aber auch in anderen Regionen Österreichs gefährdet. Und das wäre überhaupt nicht einzusehen. Da hätte ich von Ihnen gerne eine Antwort. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Bemerken möchte ich auch noch: Im Untersuchungsausschuss wurden Gegengeschäfte vom Vorsitzenden und auch von vielen anderen einfach nicht zur Kenntnis genommen und ignoriert, weil es nicht in das Konzept der Verweigerer gepasst hat. Aber ich, meine sehr geschätzten Damen und Herren, möchte nochmals betonen, dass diese Gegengeschäfte ein wesentlicher Bestandteil des Vertragsabschlusses waren. Und das sehe ich als sehr positiv an für Österreich und für die Arbeitsplätze in unserem Lande. – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Noch! Noch!
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Kolleginnen und Kollegen! Lieber Kollege Pilz, mach dir keine Sorgen um unseren Minister, wenn er alleine auf der Regierungsbank sitzt. Wir wissen, dass er ganz, ganz stark ist, dass er es alleine auch da ganz leicht aushält. Und: Er hat immerhin noch uns hinter sich. (Abg. Ing. Westenthaler: Noch! Noch!) Das ist eine ganz wichtige Sache. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Kolleginnen und Kollegen! Lieber Kollege Pilz, mach dir keine Sorgen um unseren Minister, wenn er alleine auf der Regierungsbank sitzt. Wir wissen, dass er ganz, ganz stark ist, dass er es alleine auch da ganz leicht aushält. Und: Er hat immerhin noch uns hinter sich. (Abg. Ing. Westenthaler: Noch! Noch!) Das ist eine ganz wichtige Sache. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.
Ich muss da jetzt wirklich nicht noch einmal den Bundeskanzler zitieren, der heute sagte: 4 Milliarden Anschaffungskosten, nicht bedeckt durch das Budget, einfach nicht notwendig in heerespolitischer Hinsicht ... – Herr Bundeskanzler außer Dienst Dr. Schüssel, wenn Sie heute sagen, Sie haben 1 500 Soldaten wieder Luft gegeben, dann muss ich dem entgegenhalten, Sie haben jenen 100 000 Soldaten die Luft genommen, die heute mit dem Glumpert in Österreich herumfahren müssen, mit nicht mehr brauchbaren Lastwägen, mit veralteten Panzern, und die – sie sind leider schon weg – es nie goutiert haben, dass Sie der Luftwaffe einseitig so viel Geld zugesteckt haben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Darmann.)
Abg. Mag. Darmann: Der Herr Bundeskanzler ist nicht im Haus!
Herr Bundeskanzler, Folgendes habe ich Ihnen auch vorgeworfen: Sie haben bewusst die Bundesfinanzierungsagentur ausgeschaltet, das heißt, die haben nichts zu reden. Zumindest tragen Sie und Ihre Regierung dafür Verantwortung: Sie haben die Finanzierung der EADS übertragen, das heißt, der Lieferfirma – das ist ja überhaupt das Köstlichste! Ich kaufe mir also ein Auto und sage zu dem Autohersteller, er soll mir dann das Geld anbieten. – Und das, Herr Bundeskanzler, können Sie hier heute nicht wegreden. (Abg. Mag. Darmann: Der Herr Bundeskanzler ist nicht im Haus!)
Abg. Mag. Darmann: ... ständig im Ausschuss ... falsche Behauptungen wären!
Sie haben mit Ihrer Finanzierung – und dafür gibt es Tausende Beispiele – die Eurofighter zu dem Zeitpunkt der Finanzierung um 1,48 Prozent zu teuer finanziert. Und wenn Kollege Prähauser die 30 Millionen € angesprochen hat, dann muss ich sagen, das stimmt 100-prozentig. Da ist leider viel Geld versickert. (Abg. Mag. Darmann: ... ständig im Ausschuss ... falsche Behauptungen wären!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Freund: Ihr wollt es einfach nicht zur Kenntnis nehmen! Das ist das Problem! – Abg. Kainz: Das ist eine Unterstellung! – Ruf: Geht es dir nicht gut?!
Und wenn man heute von den Gegengeschäften redet, wie Kollege Freund: Ihre Mitglieder im Ausschuss haben den Vertrag für die Gegengeschäfte nicht gekannt, sie haben nicht einmal gewusst, was sie da besprechen! In Wirklichkeit haben sie nur ja gesagt – das waren die Vertreter der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung. Das Einzige, was sie wirklich gesagt haben, Herr Bundeskanzler außer Dienst – das hat der Lorenz Fritz gesagt –: Geld ist nur an Sie und die FPÖ geflossen, und er hat ausgeschlossen, dass die SPÖ einen Euro genommen hat. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Freund: Ihr wollt es einfach nicht zur Kenntnis nehmen! Das ist das Problem! – Abg. Kainz: Das ist eine Unterstellung! – Ruf: Geht es dir nicht gut?!)
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Bravoruf des Abg. Murauer.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Es wurde heute bereits mehrfach festgestellt, dass wir es hier mit dem größten Beschaffungsvorgang der Zweiten Republik zu tun haben, und deswegen war es den verantwortlichen Ministern Scheibner und auch Günther Platter natürlich ein großes Anliegen, diesen Beschaffungsvorgang sauber und transparent über die Bühne zu bringen – und das hat auch so stattgefunden. (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Bravoruf des Abg. Murauer.)
Abg. Mag. Darmann: Da hätten wir gratuliert! – Bundesminister Mag. Darabos: Wo haben Sie das her?
Seltsam – für uns seltsam –, Herr Minister, ist aber auch, dass Sie vor einigen Wochen verkündet haben, dass Eurofighter Ihnen einen Nachlass von 200 Millionen € bei gleicher Leistung angeboten hat und Sie diesen Vergleich ausgeschlagen haben. – Also das müssen Sie uns erklären! Das wäre wirklich ein Erfolg gewesen, den Sie mit nach Hause gebracht hätten, den wir vielleicht etwas zähneknirschend auch anerkannt haben. (Abg. Mag. Darmann: Da hätten wir gratuliert! – Bundesminister Mag. Darabos: Wo haben Sie das her?) – Das ist aus Ihrem Munde in den Zeitungen so geschrieben worden. (Bundesminister Mag. Darabos: Aus meinem Munde haben Sie das gehört?! – Abg. Öllinger: Zähneknirschend!)
Bundesminister Mag. Darabos: Aus meinem Munde haben Sie das gehört?! – Abg. Öllinger: Zähneknirschend!
Seltsam – für uns seltsam –, Herr Minister, ist aber auch, dass Sie vor einigen Wochen verkündet haben, dass Eurofighter Ihnen einen Nachlass von 200 Millionen € bei gleicher Leistung angeboten hat und Sie diesen Vergleich ausgeschlagen haben. – Also das müssen Sie uns erklären! Das wäre wirklich ein Erfolg gewesen, den Sie mit nach Hause gebracht hätten, den wir vielleicht etwas zähneknirschend auch anerkannt haben. (Abg. Mag. Darmann: Da hätten wir gratuliert! – Bundesminister Mag. Darabos: Wo haben Sie das her?) – Das ist aus Ihrem Munde in den Zeitungen so geschrieben worden. (Bundesminister Mag. Darabos: Aus meinem Munde haben Sie das gehört?! – Abg. Öllinger: Zähneknirschend!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Darmann.
Nun, aber wirklich seltsam ist auch, dass im Vertrag dieses Upgrading von Tranche 1 auf Tranche 2 Block 8 nicht mehr enthalten ist. Sie sagen, das brauchen wir nicht! – Herr Minister, Sie und auch ich, wir wissen nicht, was in fünf Jahren, in zehn Jahren, in 20 Jahren in diesem Land in der Luftverteidigung gebraucht werden wird und ob es da nicht sinnvoll gewesen wäre, dieses Upgrading zu machen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Mag. Darmann.) Auf jeden Fall haben Sie mit diesem Herausnehmen so viel preisgegeben, dass es die von Ihnen kolportierten Meldungen praktisch „auffrisst“.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Alles in allem, möchte ich Ihnen dennoch sagen, bin ich froh, dass Sie auf den Weg der ÖVP, auf den Weg der Sicherheit für Österreich eingeschwenkt sind. Ich gratuliere Ihnen dazu und kann Ihnen versichern: Wenn Sie in Zukunft in Ihrem Amt wiederum Beratung für die Sicherheit Österreichs brauchen, kommen Sie zu uns von der ÖVP! Wir sind der Garant für Sicherheit in Österreich! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Mag. Hubert Kuzdas (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach acht Monaten Untersuchungsausschuss ist wohl eines klar: vom saubersten und transparentesten Beschaffungsprozess in Österreich ist nicht viel übrig geblieben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wir haben sehr viele Ungereimtheiten gefunden – das Einzige, was wir nicht gefunden haben, ist der Punkt ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ja, Rapid hat mit dem Beschaffungsvorgang „sehr“ viel zu tun, das muss man einmal klar festhalten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Klar ist jedenfalls, dass wir den Nichtigkeitsgrund nicht gefunden haben.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir haben sehr viele Ungereimtheiten gefunden – das Einzige, was wir nicht gefunden haben, ist der Punkt ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ja, Rapid hat mit dem Beschaffungsvorgang „sehr“ viel zu tun, das muss man einmal klar festhalten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Klar ist jedenfalls, dass wir den Nichtigkeitsgrund nicht gefunden haben.
Abg. Prinz: Und Rapid!
Aber eines ist noch offen, meine Damen und Herren: Ich habe Herrn Malzacher, den Sie vielleicht kennen – er ist Chef der Steyr Spezialfahrzeug –, gefragt, ob er aus seiner Erfahrung weiß – weil er sehr lange im Rüstungsgeschäft tätig ist –, wie hoch die Provision bei Rüstungsgeschäften ist, und er hat sie mit 5 Prozent beziffert. Wenn wir jetzt einen Beschaffungswert von 2 Milliarden € unterstellen, dann suchen wir noch immer 90 Millionen. Wir haben erst 10 Millionen gefunden, die irgendwo in Richtung Rumpold und Steininger geflossen sind. (Abg. Prinz: Und Rapid!) – Wo sind die übrigen 90 Millionen? (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber eines ist noch offen, meine Damen und Herren: Ich habe Herrn Malzacher, den Sie vielleicht kennen – er ist Chef der Steyr Spezialfahrzeug –, gefragt, ob er aus seiner Erfahrung weiß – weil er sehr lange im Rüstungsgeschäft tätig ist –, wie hoch die Provision bei Rüstungsgeschäften ist, und er hat sie mit 5 Prozent beziffert. Wenn wir jetzt einen Beschaffungswert von 2 Milliarden € unterstellen, dann suchen wir noch immer 90 Millionen. Wir haben erst 10 Millionen gefunden, die irgendwo in Richtung Rumpold und Steininger geflossen sind. (Abg. Prinz: Und Rapid!) – Wo sind die übrigen 90 Millionen? (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben heute eine paradoxe Situation: Der Minister, der den unsaubersten Beschaffungsvorgang zu verantworten hat, sitzt als Abgeordneter da und kritisiert jenen Minister, der die Suppe auslöffeln muss. – So kann es nicht sein! (Beifall bei der SPÖ.) Und jener Bundesminister, der für den Vertrag verantwortlich ist, hat sich heute überhaupt noch nicht blicken lassen.
Abg. Scheibner: Sie werden mir nicht sagen, was ich zu sagen habe!
sigkeitsüberprüfung von Personen ansprechen. Es haben sich Mitarbeiter der Landesverteidigung und Offiziere am Vergabeverfahren beteiligt, die verwandt, befreundet oder eng bekannt mit Lobbyisten des Rüstungskonzerns waren. (Abg. Scheibner: Sie werden mir nicht sagen, was ich zu sagen habe!)
Beifall bei der SPÖ.
Schade, dass wir den Nichtigkeitsgrund nicht gefunden haben, das bedauere ich sehr – wir können nur das Beste daraus machen. Jedenfalls ist es uns durch den Untersuchungsausschuss gelungen, die Eurofighter GmbH an den Verhandlungstisch zu bringen und hier 400 Millionen € einzusparen, das ist ganz wichtig. – Herr Bundesminister, herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Sburny: Was heißt hier „missbraucht“?!
Der Ausschuss wurde von Kollegem Pilz als politische Bühne missbraucht (Abg. Sburny: Was heißt hier „missbraucht“?!), alle „rauchenden Pistolen“ sind an den Fakten verpufft. Nach acht Monaten Ermittlung wurde kein nachvollziehbarer Ausstiegsgrund aus dem Vertrag gefunden, der den österreichischen Steuerzahlern einen Ausstieg zu hohen Kosten und dann notwendigerweise eine neuerliche Beschaffung von neuen Flugzeugen erklären kann. (Abg. Öllinger: Warum lesen Sie das vom Blatt herunter? Haben Sie keine eigene Meinung dazu?)
Abg. Öllinger: Warum lesen Sie das vom Blatt herunter? Haben Sie keine eigene Meinung dazu?
Der Ausschuss wurde von Kollegem Pilz als politische Bühne missbraucht (Abg. Sburny: Was heißt hier „missbraucht“?!), alle „rauchenden Pistolen“ sind an den Fakten verpufft. Nach acht Monaten Ermittlung wurde kein nachvollziehbarer Ausstiegsgrund aus dem Vertrag gefunden, der den österreichischen Steuerzahlern einen Ausstieg zu hohen Kosten und dann notwendigerweise eine neuerliche Beschaffung von neuen Flugzeugen erklären kann. (Abg. Öllinger: Warum lesen Sie das vom Blatt herunter? Haben Sie keine eigene Meinung dazu?)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall beim BZÖ.
Herr Bundesminister Darabos, Sie sind jetzt sechs Monate im Amt: Statt sechs Monate lang Scheinverhandlungen zu führen und dann dieses schlechte Ergebnis nach Hause zu bringen, wäre es vielleicht interessanter gewesen, Sie hätten in dieser Zeit den Grundwehrdienst nachgeholt! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall beim BZÖ.)
Ruf: Geschoben!
Fakt ist, die Ausschreibung des Abfangjägers, die Verhandlung über die Abfangjäger-Nachbeschaffung (Ruf: Geschoben!) und die Finanzierung liefen korrekt ab, das wurde im Ausschuss festgehalten. Es wurden weder die Bewertungskommission noch deren Mitglieder noch andere Entscheider in politischen Gremien von irgendwem beeinflusst oder Einflussnahme auf diese Personen geübt. (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Die halbe Kommission war gekauft, Sie Ahnungsloser!) – Der Ausschuss konnte in diesem Bereich nichts aufklären, was von anderen Parteien immer wieder unterstellt wurde.
Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Die halbe Kommission war gekauft, Sie Ahnungsloser!
Fakt ist, die Ausschreibung des Abfangjägers, die Verhandlung über die Abfangjäger-Nachbeschaffung (Ruf: Geschoben!) und die Finanzierung liefen korrekt ab, das wurde im Ausschuss festgehalten. Es wurden weder die Bewertungskommission noch deren Mitglieder noch andere Entscheider in politischen Gremien von irgendwem beeinflusst oder Einflussnahme auf diese Personen geübt. (Beifall bei ÖVP und BZÖ. – Abg. Mag. Kogler: Die halbe Kommission war gekauft, Sie Ahnungsloser!) – Der Ausschuss konnte in diesem Bereich nichts aufklären, was von anderen Parteien immer wieder unterstellt wurde.
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
als falsch und gelogen herausgestellt, und merkwürdige Geldflüsse wurden nicht bei der ÖVP, nicht bei den Grünen, sondern nur im Dunstkreis der SPÖ (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), der Freiheitlichen beziehungsweise beim BZÖ festgestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
als falsch und gelogen herausgestellt, und merkwürdige Geldflüsse wurden nicht bei der ÖVP, nicht bei den Grünen, sondern nur im Dunstkreis der SPÖ (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), der Freiheitlichen beziehungsweise beim BZÖ festgestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine Feststellung am Rande: Seit fünf Jahren haben wir den Euro, und ich glaube, wir wollen nicht mehr zurück zum Schilling – und wir werden über den Schilling auch nicht weiter debattieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Das ist Ihnen unangenehm!
Herr Bundesminister! Weder der ursprüngliche Vertrag noch, so nehme ich an, der Vergleich, den Sie ausgehandelt haben, beinhaltet das Equipment zur Bekämpfung von Bodenzielen. Also lassen wir dieses Thema mit den „Bodenbombern“. (Abg. Mag. Gaßner: Das ist Ihnen unangenehm!) – Ihr Vorsitzender und jetziger Bundeskanzler hat gesagt, dass die technologisch minderwertigen Eurofighter, die nicht die Erfordernis des abgeschlossenen Vertrages erfüllen, abbestellt werden – das war im September 2007. (Abg. Krainer: 2007?) – 2005, Entschuldigung.
Abg. Krainer: 2007?
Herr Bundesminister! Weder der ursprüngliche Vertrag noch, so nehme ich an, der Vergleich, den Sie ausgehandelt haben, beinhaltet das Equipment zur Bekämpfung von Bodenzielen. Also lassen wir dieses Thema mit den „Bodenbombern“. (Abg. Mag. Gaßner: Das ist Ihnen unangenehm!) – Ihr Vorsitzender und jetziger Bundeskanzler hat gesagt, dass die technologisch minderwertigen Eurofighter, die nicht die Erfordernis des abgeschlossenen Vertrages erfüllen, abbestellt werden – das war im September 2007. (Abg. Krainer: 2007?) – 2005, Entschuldigung.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
An Herrn Abgeordneten Pilz gewandt möchte ich abschließend noch Folgendes festhalten: Die ÖVP hat den Eurofighter gekauft; Pilz und die Grünen wollten den „Zerofighter“; Stadler und die FPÖ hingegen wollten den kampferprobten „Mensurfighter“; die SPÖ wollte ursprünglich einmal den „Sozialfighter“, dann den „Neutralitätsfighter“. – Was hat Darabos ausgehandelt? – Er kauft jetzt den „SPÖ-K.o.-Fighter“. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Das wertet ihn eher auf! Das war so schwach! – Abg. Steibl: Der Pilz hat das auch gesagt!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Herr Abgeordneter Pack! Für das Wort „gelogen“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. – „Lüge“ ist ordnungsruftauglich, das finden Sie auch in der Geschäftsordnung als exemplarisches Beispiel aufgelistet. (Abg. Mag. Gaßner: Das wertet ihn eher auf! Das war so schwach! – Abg. Steibl: Der Pilz hat das auch gesagt!)
Abg. Mag. Gaßner: 400 Millionen!
Was ist von diesem Bündnis geblieben, Herr Bundesminister? Was ist davon geblieben? (Abg. Mag. Gaßner: 400 Millionen!) – Eine Woche bevor der Ausschussbericht erstellt werden soll, kommen Sie mit einem Vergleich daher, den nicht einmal ein
Beifall bei der FPÖ.
Konzipient mit der „kleinen Legitimationsurkunde“ abgeschlossen hätte. – Das ist doch eine Peinlichkeit sondergleichen, Herr Bundesminister! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Murauer: Was Sie nicht sagen! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Das müssen Sie sich einmal vorstellen: Nach Hunderten Stunden, nach zig Personen, die man einvernommen hat (Abg. Murauer: Was Sie nicht sagen! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – ja, lieber Nobert, das ist ein Wahnsinn! –, bleibt bei den festgestellten Tatsachen Folgendes übrig:
anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP
Sehr verehrte Damen und Herren von der ÖVP! Lieber Herr Kollege Mitterlehner! Angeblich war dieses Geschäft so sauber, so korrekt, so transparent – das haben wir ja immer von Bundesminister Platter gehört (anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP) –, und wahrscheinlich war es auch noch irgendwie nachhaltig. – Ja, es hat die Demokratie nachhaltig beschädigt!
Abg. Murauer: Auch wenn Sie sich noch so bemühen, Sie werden ...! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn es so sauber und so korrekt war, wieso schreiben Sie es dann bitte nicht einmal in einem Satz hinein? Wieso schreiben Sie das nicht hinein, wenn es so in Ordnung war? Oder waren Sie dazu nicht in der Lage, dass Sie die paar Zeilen noch hinzufügen? – Also das muss ich Ihnen wirklich einmal sagen: Das ist auch peinlich, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Abg. Murauer: Auch wenn Sie sich noch so bemühen, Sie werden ...! – Weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren von der ÖVP! Sie brauchen sich nicht als Retter des Bundesheeres aufzuspielen, wo doch Airchief Wolf gesagt hat, man kann mit diesen 18 Stück Eurofightern nicht einmal 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag den Luftraum überwachen. Was wir jetzt bekommen, wissen Sie, was das ist? – Das ist ein Bürozeit-Luftraumüberwachungsflieger. Das ist es, was wir jetzt bekommen! In Wirklichkeit gefährden Sie die österreichische Sicherheit nachhaltig. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Murauer: ... sind es besser ...!
Aber wir wissen ganz genau: Darum ist es Ihnen ja nie gegangen! Ihnen ist es nie darum gegangen, den Luftraum zu sichern, sondern es musste der Eurofighter werden, es durfte gar nichts anderes werden. (Abg. Murauer: ... sind es besser ...!) Sie haben jetzt natürlich einen willfährigen Koalitionspartner, der unter Ihrer Sachwalter-Kuratel steht, und insofern ist die SPÖ leider Gottes wieder einmal umgefallen. Sie brauchen sich nicht zu wundern, wenn die Sozialistische Jugend wie in der Weimarer Republik Folgendes skandiert: Wer hat uns verraten? – Sozialdemokraten!
Beifall bei der FPÖ.
Betreffend die Wahlrechtsreform, die Sie beschlossen haben, haben Sie gemeint, es werden mehr junge Menschen zur Wahl gehen. – Es werden vielleicht ein paar junge Menschen mehr zur Wahl geben, aber die werden Ihnen einen Denkzettel verpassen, und andere – alte – Genossen werden zu Hause bleiben, weil sie von Ihnen maßlos enttäuscht worden sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riepl: Ihre Zeit ist abgelaufen!
Hier kann ich nur sagen: Ich wage es, die Frage zu stellen, ob der Kompromiss zwischen Darabos und Rauen im Zusammenhang mit der Förderung von Talenten zu sehen ist. Vielleicht wurde ja das politische Talent Darabos gefördert? – Es gibt ja genug Genossen da draußen, die genau das vermuten, die ihre Parteibücher abgeben und sicher nicht mehr irgendwelchen populistischen Versprechungen Glauben schenken werden. (Abg. Riepl: Ihre Zeit ist abgelaufen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Dieses Parlament braucht endlich einmal Befugnisse und wirksame Mittel, um dem Treiben der Exekutive Einhalt zu gebieten. Dieses Parlament braucht mutige Volksvertreter, die es auch einmal wagen, ihren eigenen Parteifreunden in der Regierung die Stirn zu bieten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Heute hätten Sie die Gelegenheit dazu, meine sehr verehrten Damen und Herren.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Lieber Kollege Kräuter, wenn Sie am Beginn gesagt haben, was sollen wir denn machen, ihr wollt einen Misstrauensantrag einbringen: Zu Beginn, bei den Ausschussberatungen, bei den Beratungen über den Bericht, hat man sogar Rücksicht genommen auf die SPÖ und hat die eine oder andere Passage herausgelassen, weil man gesagt hat, dann könnt auch ihr mitgehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Ihr habt aber nicht mitgehen dürfen. Das ist in Wirklichkeit der Schaden für die Demokratie, dass leider Gottes die Regierung die Abgeordneten beherrscht und kontrolliert. Aber in einer Demokratie sollte es so sein: Ein starkes Parlament muss die Regierung, die Exekutive kontrollieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Lieber Kollege Kräuter, wenn Sie am Beginn gesagt haben, was sollen wir denn machen, ihr wollt einen Misstrauensantrag einbringen: Zu Beginn, bei den Ausschussberatungen, bei den Beratungen über den Bericht, hat man sogar Rücksicht genommen auf die SPÖ und hat die eine oder andere Passage herausgelassen, weil man gesagt hat, dann könnt auch ihr mitgehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Ihr habt aber nicht mitgehen dürfen. Das ist in Wirklichkeit der Schaden für die Demokratie, dass leider Gottes die Regierung die Abgeordneten beherrscht und kontrolliert. Aber in einer Demokratie sollte es so sein: Ein starkes Parlament muss die Regierung, die Exekutive kontrollieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Freund: Ihr habt nichts gefunden!
Das ist die wahre Lehre aus den Untersuchungsausschüssen, die im Oktober von uns in dieser Hoffnung beschlossen wurden. Aber am Ende waren halt wieder die Regierungsbeteiligung, die Minister und die Posten wichtiger als das Aufdecken und wichtiger, als die Regierung wirklich zur Verantwortung zu ziehen. (Abg. Freund: Ihr habt nichts gefunden!)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wir haben uns bemüht, hier aufzudecken, wir haben genügend aufgedeckt. Wir haben einen wirklichen Beitrag dazu geleistet, dass man sich auch einmal im Bundesheer darüber Gedanken machen wird, wie bei den Kosten der einfachen Einheiten gespart wird. Das ist ein absoluter Wahnsinn! Wir haben das teuerste Flugzeug der Welt, das soll unseren Luftraum überwachen – und wir können uns nicht einmal die Betriebskosten leisten! (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Abg. Freund: Es geht um Abfangjäger, nicht um Panzer!
Ich frage mich, wie das bei den nächsten Verhandlungen aussehen wird, wenn Bundesminister Darabos – falls es ihn überhaupt noch geben wird – dann mit dem Finanzminister verhandelt und sagt, die Betriebskosten sind nicht 50 Millionen € im Jahr, sondern die Betriebskosten sind 70, 80 Millionen im Jahr. Ja, was machen wir dann? Verkaufen wir dann die Panzer (Abg. Freund: Es geht um Abfangjäger, nicht um Panzer!), die wir haben, damit wir ein paar Flieger herumschwirren lassen können? – Also das ist ein absoluter Wahnsinn.
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden auch in Zukunft dazu beitragen, dass aufgedeckt wird. Mit allen politischen Parteien, die hier im Parlament vertreten sind, wird es, wenn es um Aufdeckung geht, eine sachliche Zusammenarbeit geben. Das garantiere ich Ihnen im Namen der Freiheitlichen Partei. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Broukal. – Abg. Rädler: Herr Broukal, ein bisschen ein Anstand!
Abgeordnete Maria Rauch-Kallat (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Der Herr Abgeordnete Pilz hat vorhin in seinem zweiten Redebeitrag behauptet, dass ich im Ausschuss zugegeben hätte, dass die Industriellenvereinigung über die ÖVP oder über die Parteien Geld gewaschen hätte. (Zwischenruf des Abg. Broukal. – Abg. Rädler: Herr Broukal, ein bisschen ein Anstand!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Verfolgungswahn des ...!
Richtig ist, dass ich das weder gesagt habe noch dass dies der Fall ist. Das ist eindeutig nicht der Fall gewesen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Verfolgungswahn des ...!)
Abg. Eßl: Wie viele Euro sind das?
Abgeordneter Christian Füller (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die heutige Diskussion über den Eurofighter-Untersuchungsausschuss-Endbericht – beim Herrn Haimbuchner hatte ich das Gefühl, dass er nicht ganz hinter seinen Ausführungen steht, wir haben ihn schon mit mehr Inbrunst hier reden gehört – zeigt, wie wichtig es war, diese Frage in den letzten Monaten in den Mittelpunkt der Innenpolitik zu stellen, und warum es notwendig war, in dieser Frage zu handeln, um den österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern umgerechnet rund 6 Milliarden Schilling zu ersparen und trotzdem eine Luftraumüberwachung, die ihren Namen verdient, sicherzustellen. (Abg. Eßl: Wie viele Euro sind das?) Diese Einsparung in der Höhe der Anschaffungskosten des früheren Draken ermöglicht es zusätzlich, 400 Millionen € für andere notwendige Projekte in die Hand zu nehmen und zu investieren. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Abgeordneter Christian Füller (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Die heutige Diskussion über den Eurofighter-Untersuchungsausschuss-Endbericht – beim Herrn Haimbuchner hatte ich das Gefühl, dass er nicht ganz hinter seinen Ausführungen steht, wir haben ihn schon mit mehr Inbrunst hier reden gehört – zeigt, wie wichtig es war, diese Frage in den letzten Monaten in den Mittelpunkt der Innenpolitik zu stellen, und warum es notwendig war, in dieser Frage zu handeln, um den österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern umgerechnet rund 6 Milliarden Schilling zu ersparen und trotzdem eine Luftraumüberwachung, die ihren Namen verdient, sicherzustellen. (Abg. Eßl: Wie viele Euro sind das?) Diese Einsparung in der Höhe der Anschaffungskosten des früheren Draken ermöglicht es zusätzlich, 400 Millionen € für andere notwendige Projekte in die Hand zu nehmen und zu investieren. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Gutachten sagen uns, dass ein eventueller Totalausstieg möglicherweise jahrelange Rechtsunsicherheiten und Prozessrisiken mit sich bringen hätte können. Deshalb ist die jetzige Lösung, die unser Bundesminister ausverhandelt hat, die einzig gangbare und die beste im Sinne der österreichischen Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zanger
400 Millionen € einzusparen und deshalb, wie die FPÖ und die Grünen, einen Misstrauensantrag gegen den Minister zu stellen, versteht, glaube ich, niemand in diesem Haus (Zwischenruf des Abg. Zanger), wenn es darum geht, den Menschen in diesem Land riesige Summen an Steuergeldern – 400 Millionen € – zu ersparen. (Abg. Eßl: 6 Milliarden ist relativ viel!)
Abg. Eßl: 6 Milliarden ist relativ viel!
400 Millionen € einzusparen und deshalb, wie die FPÖ und die Grünen, einen Misstrauensantrag gegen den Minister zu stellen, versteht, glaube ich, niemand in diesem Haus (Zwischenruf des Abg. Zanger), wenn es darum geht, den Menschen in diesem Land riesige Summen an Steuergeldern – 400 Millionen € – zu ersparen. (Abg. Eßl: 6 Milliarden ist relativ viel!)
Zwischenruf des Abg. Gahr.
Ein besonderes Kapitel – und es wurde heute immer wieder angesprochen – ist die Summe, die Kompensationsgeschäfte angeblich ausgemacht haben. 200 Prozent Gegengeschäfte! Man hat versprochen, in Österreich würden Milch und Honig fließen. Nur, wenn man sich das anschaut und mit Unternehmern im Aichfeld in der Obersteiermark, rund um Zeltweg, redet, das hauptbetroffen ist, weiß kein Mensch wirklich etwas von irgendwelchen Gegengeschäften. (Zwischenruf des Abg. Gahr.)
Zwischenrufe von Abgeordneten des BZÖ, die Taferl in die Höhe halten.
Auch die Auskunftspersonen im Ausschuss haben davon gesprochen, dass sie im Nachhinein irgendwelche Gegengeschäftsbestätigungen hätten ausfüllen sollen. (Zwischenrufe von Abgeordneten des BZÖ, die Taferl in die Höhe halten.) Wenn ich mir das anschaue, wie das mit den Gegengeschäften ist, gibt es da einen Zeitungsbericht der „Kronen Zeitung“ vom 30. Jänner 2005, einen Bericht vom ÖVP-Gemeindetag in Knittelfeld, wo man auch davon spricht: 300 Millionen an Förderungen, Investitionen von bis zu einer Milliarde € ins Aichfeld. – Kein Mensch weiß davon irgendetwas. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Grillitsch.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Grillitsch.
Auch die Auskunftspersonen im Ausschuss haben davon gesprochen, dass sie im Nachhinein irgendwelche Gegengeschäftsbestätigungen hätten ausfüllen sollen. (Zwischenrufe von Abgeordneten des BZÖ, die Taferl in die Höhe halten.) Wenn ich mir das anschaue, wie das mit den Gegengeschäften ist, gibt es da einen Zeitungsbericht der „Kronen Zeitung“ vom 30. Jänner 2005, einen Bericht vom ÖVP-Gemeindetag in Knittelfeld, wo man auch davon spricht: 300 Millionen an Förderungen, Investitionen von bis zu einer Milliarde € ins Aichfeld. – Kein Mensch weiß davon irgendetwas. (Zwischenrufe der Abgeordneten Rädler und Grillitsch.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne danke ich Ihnen und Ihrem Team, Herr Bundesminister, für diesen Vergleich und dafür, dass Sie den österreichischen Steuerzahlern und Steuerzahlerinnen einiges erspart haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
SPÖ kein Regierungsmitglied der ÖVP oder des BZÖ so angegangen wie Sie heute einen Minister des Koalitionspartners. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber Sie werden schon einen Grund für diese überschießende Aggression gehabt haben.
Abg. Rädler: Sie haben im Internet gesurft!
Ich war nicht immer im Ausschuss, ich war Ersatzmitglied. Aber ich war zum Beispiel an einem Tag dort, an dem versucht wurde, von mehreren Zeugen zu erfahren, wer denn nun eigentlich in der einen Sitzung, in die Scheibner mit dem Gripen hineinging und wo dann alle mit dem Eurofighter herauskamen, diesen Meinungsumschwung herbeigeführt hat. (Abg. Rädler: Sie haben im Internet gesurft!) Keine dieser Auskunftspersonen – sei es Herr Scheibner, sei es Herr Schüssel, sei es Herr Grasser, sei es Herr Bartenstein – war Manns genug, zu sagen, ich war es. Das ist in mildes Dunkel gehüllt worden. (Ruf bei der ÖVP: Da waren Sie auch nicht dabei!) Das war der Geist dieser Zusammenkunft, und auf einmal waren wir halt alle beim Eurofighter.
Ruf bei der ÖVP: Da waren Sie auch nicht dabei!
Ich war nicht immer im Ausschuss, ich war Ersatzmitglied. Aber ich war zum Beispiel an einem Tag dort, an dem versucht wurde, von mehreren Zeugen zu erfahren, wer denn nun eigentlich in der einen Sitzung, in die Scheibner mit dem Gripen hineinging und wo dann alle mit dem Eurofighter herauskamen, diesen Meinungsumschwung herbeigeführt hat. (Abg. Rädler: Sie haben im Internet gesurft!) Keine dieser Auskunftspersonen – sei es Herr Scheibner, sei es Herr Schüssel, sei es Herr Grasser, sei es Herr Bartenstein – war Manns genug, zu sagen, ich war es. Das ist in mildes Dunkel gehüllt worden. (Ruf bei der ÖVP: Da waren Sie auch nicht dabei!) Das war der Geist dieser Zusammenkunft, und auf einmal waren wir halt alle beim Eurofighter.
Abg. Rädler: Sie sollen nicht von etwas reden, was Sie nicht verstehen, Herr Kommentator der Nation!
Also das war Feigheit der Sonderklasse, das war wirklich erstaunlich, dass niemand von diesen vier höchsten Funktionären der Republik bereit war, zu sagen, ja, ich habe in dieser Sitzung den Eurofighter vorgeschlagen, ja, ich bekenne mich dazu. (Abg. Rädler: Sie sollen nicht von etwas reden, was Sie nicht verstehen, Herr Kommentator der Nation!) Jeder hat gesagt, ich weiß es nicht mehr, wer es war. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Also das war Feigheit der Sonderklasse, das war wirklich erstaunlich, dass niemand von diesen vier höchsten Funktionären der Republik bereit war, zu sagen, ja, ich habe in dieser Sitzung den Eurofighter vorgeschlagen, ja, ich bekenne mich dazu. (Abg. Rädler: Sie sollen nicht von etwas reden, was Sie nicht verstehen, Herr Kommentator der Nation!) Jeder hat gesagt, ich weiß es nicht mehr, wer es war. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Da war der Fernseher abgedreht!
Das Zweite ist: Ich war noch beim ORF, als ich im Herbst 2002 den Herrn Alt-Bundeskanzler Schüssel sagen hörte, die Eurofighter kosten ohnehin nichts, das zahlt eine Wirtschaftsplattform. (Abg. Rädler: Da war der Fernseher abgedreht!) Ich war nicht mehr beim ORF, als ich den Herrn – damals noch – Bundeskanzler Schüssel sieben Monate später wieder im ORF, in der Fernseh-„Pressestunde“ am 16. Mai 2003 sagen hörte, das mit der Wirtschaftsplattform, die den Eurofighter kaufe, war ja nur, um die Emotionen aus der Debatte zu nehmen.
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das nenne ich eine vornehme Umschreibung für das Eingeständnis, damals den Österreichern die Unwahrheit gesagt zu haben in einem Wahlkampf. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Austreten, wieder eintreten aus der SPÖ!
Wir haben schließlich noch in diesem Ausschuss gehört, dass dort folgender unglaublicher Dilettantismus passiert ist: Da gibt es den EADS-Konzern, der besteht aus sehr vielen Firmen. (Der Redner hält ein Organigramm des EADS-Konzerns in die Höhe.) Im ursprünglichen Vertrag steht natürlich drinnen: Wenn von irgendeiner dieser Firmen Schmiergeldaktionen nachweisbar sind, ist der Vertrag hinfällig. (Abg. Rädler: Austreten, wieder eintreten aus der SPÖ!) Dann geht dieser Vertrag (der Redner hält wieder das Organigramm in die Höhe) zum Herrn Finanzminister außer Dienst Grasser und kommt mit der unfeinen Änderung zurück, dass Schmiergeld nur noch dann eine Rolle spielen soll, wenn es von einer winzigen Tochterfirma dieses Konzerns kommt. (Abg. Rädler: Da sind Sie schon wieder ausgetreten!) Alle anderen Teile dieses Konzerns können nach Lust und Laune Schmiergeld vergeben, können Beamte zu Urlaubsreisen einladen, können verrückte Darlehen an Personen geben, die sie dann nicht erklären können, können gigantische Beträge in ihren Steuererklärungen für Lobbying haben. Und das spielt alles keine Rolle mehr.
Abg. Rädler: Da sind Sie schon wieder ausgetreten!
Wir haben schließlich noch in diesem Ausschuss gehört, dass dort folgender unglaublicher Dilettantismus passiert ist: Da gibt es den EADS-Konzern, der besteht aus sehr vielen Firmen. (Der Redner hält ein Organigramm des EADS-Konzerns in die Höhe.) Im ursprünglichen Vertrag steht natürlich drinnen: Wenn von irgendeiner dieser Firmen Schmiergeldaktionen nachweisbar sind, ist der Vertrag hinfällig. (Abg. Rädler: Austreten, wieder eintreten aus der SPÖ!) Dann geht dieser Vertrag (der Redner hält wieder das Organigramm in die Höhe) zum Herrn Finanzminister außer Dienst Grasser und kommt mit der unfeinen Änderung zurück, dass Schmiergeld nur noch dann eine Rolle spielen soll, wenn es von einer winzigen Tochterfirma dieses Konzerns kommt. (Abg. Rädler: Da sind Sie schon wieder ausgetreten!) Alle anderen Teile dieses Konzerns können nach Lust und Laune Schmiergeld vergeben, können Beamte zu Urlaubsreisen einladen, können verrückte Darlehen an Personen geben, die sie dann nicht erklären können, können gigantische Beträge in ihren Steuererklärungen für Lobbying haben. Und das spielt alles keine Rolle mehr.
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich glaube, wenn nur das herauskommt, dass es in Zukunft solche Vertragsgestaltungen nicht mehr gibt, dann hat sich der Untersuchungsausschuss schon gelohnt. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Jetzt kommen Sie damit daher?
BAWAG passieren sollen!) Ebenso wie ich auch dafür bin, dass es ein Gesetz gibt, das sagt: Geheimhaltungsklauseln sind, wenn man mit der öffentlichen Hand spricht, null und nichtig. (Abg. Rädler: Jetzt kommen Sie damit daher?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zum Schluss möchte ich Sie daran erinnern, dass Sie, bevor dieser Ausschuss getagt hat, gesagt haben, das ist das bestgeprüfte Bieterverfahren in der Geschichte der Republik. – Diesen Satz, Herr Kollege Pack, würde ich mir auf den Spiegel schreiben, wenn ich mich in der Früh anschaue. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Der Herr Bundesminister hat gesagt 300! Wer sagt jetzt die Wahrheit?
Dank gebührt aber unserem Bundesminister Norbert Darabos. Ihm ist es in harten Verhandlungen gelungen, für den österreichischen Steuerzahler 400 Millionen € – 6 Milliarden Schilling – einzusparen. (Abg. Steibl: Der Herr Bundesminister hat gesagt 300! Wer sagt jetzt die Wahrheit?) Dieser Betrag soll für wichtige Vorhaben verwendet werden, meiner Meinung nach auch ein Teil für das österreichische Bundesheer. Die Anzahl der Eurofighter wird von 18 auf 15 reduziert, die völlig ausreichen, um die österreichische Luftraumüberwachung durchzuführen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das hat er aber nicht gesagt! Das wäre ihm selbst nicht eingefallen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das hat er aber nicht gesagt! Das wäre ihm selbst nicht eingefallen!
Dank gebührt aber unserem Bundesminister Norbert Darabos. Ihm ist es in harten Verhandlungen gelungen, für den österreichischen Steuerzahler 400 Millionen € – 6 Milliarden Schilling – einzusparen. (Abg. Steibl: Der Herr Bundesminister hat gesagt 300! Wer sagt jetzt die Wahrheit?) Dieser Betrag soll für wichtige Vorhaben verwendet werden, meiner Meinung nach auch ein Teil für das österreichische Bundesheer. Die Anzahl der Eurofighter wird von 18 auf 15 reduziert, die völlig ausreichen, um die österreichische Luftraumüberwachung durchzuführen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das hat er aber nicht gesagt! Das wäre ihm selbst nicht eingefallen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Der Broukal!
Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass auch hochintelligente Personen, die kraft ihres Amtes oft glauben über den Dingen zu stehen, in gewissen Situationen wie ertappte Kinder reagieren und sich auch so benommen haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Der Broukal!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.
Wenn der Ausschuss auch noch so umstritten war, es war gut, dass es ihn gegeben hat, denn es wurde Licht ins Dunkel des Beschaffungswesens gebracht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler.) Ich bin überzeugt davon, dass die vielen Unregelmäßigkeiten, die im Zuge der Beschaffung aufgetaucht sind, die Verantwortlichen gezwungen haben, mit Minister Darabos zu verhandeln.
Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Wenn Sie sich erinnern können, meine Damen und Herren, ich habe in einer meiner letzten Reden darauf hingewiesen, Norbert Darabos nicht zu unterschätzen. Er hat bewiesen, dass ich recht behalten habe, denn viele von Ihnen haben nicht damit gerechnet, dass der Minister erfolgreich sein wird. (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Jetzt gönnen Sie ihm diesen Erfolg nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie sich erinnern können, meine Damen und Herren, ich habe in einer meiner letzten Reden darauf hingewiesen, Norbert Darabos nicht zu unterschätzen. Er hat bewiesen, dass ich recht behalten habe, denn viele von Ihnen haben nicht damit gerechnet, dass der Minister erfolgreich sein wird. (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Jetzt gönnen Sie ihm diesen Erfolg nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Tun wir nicht!
Nun ist es ein Leichtes, ihn anzupatzen, mit einem Misstrauensantrag zum Beispiel. (Abg. Rädler: Tun wir nicht!) Es tut mir leid, ein erbärmliches Zeichen, meine Damen und Herren.
Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Im Namen der SPÖ!
Trotzdem, Herr Bundesminister, im Namen der österreichischen Bevölkerung ein herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz. (Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Im Namen der SPÖ!) Sie haben aus dem, was Ihnen eingebrockt wurde, das Beste gemacht, was zu retten war. – Danke vielmals. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Trotzdem, Herr Bundesminister, im Namen der österreichischen Bevölkerung ein herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz. (Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Im Namen der SPÖ!) Sie haben aus dem, was Ihnen eingebrockt wurde, das Beste gemacht, was zu retten war. – Danke vielmals. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die heutigen peinlichen Ausrutscher eines Klubobmannes Westenthaler richten sich, glaube ich, von selbst und festigen die Position des BZÖ knapp über der Wahrnehmungsgrenze. Und das ist gut so. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Murauer.
Eines möchte ich auch tun, nämlich Kollegen Murauer in Schutz nehmen. Kollege Murauer wurde heute bezichtigt, dass er streckenweise geschlafen hat. Das kann nicht sein, das kann ich bestätigen. Ich glaube, das war eher der Kollege Pack, denn sonst hätte er nicht so weltfremd das argumentieren können, was im Ausschuss passiert ist. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Zwischenruf des Abg. Freund.
Meine Damen und Herren, dieser Ausschuss hat acht Monate lang tollpatschigste Beschaffungsvorgänge aufgezeigt, Susi-Sorglos-Aktionen und unglaubliche Verfilzungen sind aufgedeckt worden. Die Wirtschaftsplattform-Seifenblase ist geplatzt, ohne Nachhaltigkeit. Ein katastrophaler Vertrag, den kein ordentlicher Geschäftsmann je verhandelt, geschweige denn unterschrieben hätte, ist hier offenkundig geworden, nachdem Sie, die Vorgängerregierung, diesen Vertrag jahrelang dem Nationalrat vorenthalten hatten. (Zwischenruf des Abg. Freund.)
Abg. Hornek: Das war ein SPÖler, lieber Freund!
Aufgedeckt, meine Damen und Herren, wurde, dass höchste Beamte mit sensiblen und geheimen Daten sehr locker umgegangen sind. Wir durften höchste Beamte kennenlernen, die keinen Genierer hatten, gemeinsamen Urlaub mit Waffenlobbyisten zu machen, und auch höchste Beamte, die ihre Dienstpflichten grob vernachlässigt haben. (Abg. Hornek: Das war ein SPÖler, lieber Freund!) – Ja, ja.
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Dieser Ausschuss, meine Damen und Herren, hat acht Monate lang deutliche Spuren hinterlassen. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Da der Ausschuss kein Gericht ist und wir keine Staatsanwälte sind, vertraue ich der österreichischen Justiz, die mit Sicherheit in vielen Bereichen noch tätig werden wird, weil die Ausschussberichte in Summe viel Material hergeben.
Abg. Lentsch: So wird es mit den Eurofightern auch werden!
Meine Damen und Herren, wir haben in der Vergangenheit Verteidigungsminister kennengelernt, die Panzer für den Schrotthaufen gekauft haben. Sie haben Hubschrauber angeschafft, von denen die halbe Flotte gar nicht fliegen kann, weil sie so alt sind und weil die Ersatzteile nicht geliefert werden. (Abg. Lentsch: So wird es mit den Eurofightern auch werden!) – Weil veraltetes Gerät angeschafft wurde und sich, wie gesagt, die Hälfte der Flotte nicht starten lässt. Riesensummen wurden in den Sand gesetzt, Riesensummen! Da ist mir ein Verteidigungsminister, der den österreichischen SteuerzahlerInnen 400 Millionen € erspart, allemal lieber. Dazu gratuliere ich recht herzlich, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir haben in der Vergangenheit Verteidigungsminister kennengelernt, die Panzer für den Schrotthaufen gekauft haben. Sie haben Hubschrauber angeschafft, von denen die halbe Flotte gar nicht fliegen kann, weil sie so alt sind und weil die Ersatzteile nicht geliefert werden. (Abg. Lentsch: So wird es mit den Eurofightern auch werden!) – Weil veraltetes Gerät angeschafft wurde und sich, wie gesagt, die Hälfte der Flotte nicht starten lässt. Riesensummen wurden in den Sand gesetzt, Riesensummen! Da ist mir ein Verteidigungsminister, der den österreichischen SteuerzahlerInnen 400 Millionen € erspart, allemal lieber. Dazu gratuliere ich recht herzlich, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das setzt eine intelligente Rede voraus!
Liebe Kollegen von der ÖVP, darf ich euch an den Ausspruch eures ehemaligen Nationalratspräsidenten Khol erinnern, der immer gesagt hat: Wenn Zwischenrufe, dann erstens vom eigenen Platz aus und zweitens sollten sie intelligent sein. – Eure Zwischenrufe gehören nicht dazu! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Das setzt eine intelligente Rede voraus!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend möchte ich mich noch ganz besonders bei den ParlamentsmitarbeiterInnen bedanken, die diesen Ausschuss so intensiv betreut haben, die sich aufopfernd eingesetzt haben, um uns das Arbeiten einfacher und leichter zu machen. – Ein herzliches Danke dafür! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner und Dr. Haimbuchner.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Dr. Haimbuchner hat hier herunten gemeint: Was wird sich denn der einfache Bürger denken? – Wobei ich die Frage habe, was ein einfacher Bürger ist, Bürger sind wir alle. Aber was wird sich der Bürger denken? Wissen Sie, was er sich denkt? – Gott sei Dank hat Darabos 400 Millionen € aus dem ganzen Schlamassel gerettet. Gott sei Dank! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Scheibner und Dr. Haimbuchner.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Ich hätte mir eigentlich erwartet, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass ich heute noch aufgeklärt werde – was im Ausschuss nicht gelungen ist –, warum zum Beispiel der Herr FPÖ-Verteidigungsminister Scheibner seinerzeit zwei Vorlagen für den Ministerrat hatte – eine für den Gripen, eine für den Eurofighter. (Zwischenruf des Abg. Dolinschek.) Ich hätte mir erwartet, dass mir vielleicht irgendjemand sagt, warum denn der damalige FPÖ-Finanzminister Grasser plötzlich nach der Aussage, wir
Beifall bei der SPÖ.
Warum brauchen wir ihn, und warum haben wir ihn gebraucht? – Weil – der Rechnungshofpräsident selbst hat es bestätigt! – der Rechnungshof genau diese Firmen, deren Vertreter hier im Ausschuss waren, nicht prüfen kann, weil der Rechnungshof nicht auf Wahrheitspflicht pochen kann. Wir hätten nie etwas gehört von EADS, wir hätten nie etwas gehört von Steininger, wir hätten nie etwas gehört von den Rumpolds, hätten wir nicht diesen Ausschuss gehabt. So war der Ausschuss durchaus erfolgreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kukacka: Ein problematischer Minister, hat er gesagt!
Ein Letztes: Herr Mitterlehner kommt hier heraus und sagt, der Verteidigungsminister sei ein schlechter Verhandler und ein schlechter Minister. (Abg. Mag. Kukacka: Ein problematischer Minister, hat er gesagt!) Also ich muss dazu einmal sagen: Das sind wirklich hervorragende partnerschaftliche Verhältnisse, wenn man den Minister aus der eigenen Koalition hier im öffentlichen Haus als „schlecht“ beschimpft. (Abg. Mag. Kukacka: Problematisch, hat er gesagt!) Ich glaube, das hat er sich nicht verdient, und ich würde Sie bitten, über den Sommer darüber nachzudenken.
Abg. Mag. Kukacka: Problematisch, hat er gesagt!
Ein Letztes: Herr Mitterlehner kommt hier heraus und sagt, der Verteidigungsminister sei ein schlechter Verhandler und ein schlechter Minister. (Abg. Mag. Kukacka: Ein problematischer Minister, hat er gesagt!) Also ich muss dazu einmal sagen: Das sind wirklich hervorragende partnerschaftliche Verhältnisse, wenn man den Minister aus der eigenen Koalition hier im öffentlichen Haus als „schlecht“ beschimpft. (Abg. Mag. Kukacka: Problematisch, hat er gesagt!) Ich glaube, das hat er sich nicht verdient, und ich würde Sie bitten, über den Sommer darüber nachzudenken.
Zwischenrufe bei den Grünen und der FPÖ.
Aber wenn ich mir anschaue, was Minister Darabos hier gemacht hat, aus dem Vertrag – von dem man mit Fug und Recht behaupten kann, dass er überhaupt der schlechteste in der gesamten Zweiten Republik war – noch herauszuholen, dass der Vertragspartner nachgibt und dem Steuerzahler 400 Millionen € zurückgegeben werden können, dann muss ich sagen, das ist eine grandiose Leistung. Ich gratuliere dem Herrn Verteidigungsminister dazu. (Zwischenrufe bei den Grünen und der FPÖ.) Wenn ich höre, wie Sie alle aufschreien, dann bin ich tief davon überzeugt, dass der Verteidigungsminister recht hat. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ.
Aber wenn ich mir anschaue, was Minister Darabos hier gemacht hat, aus dem Vertrag – von dem man mit Fug und Recht behaupten kann, dass er überhaupt der schlechteste in der gesamten Zweiten Republik war – noch herauszuholen, dass der Vertragspartner nachgibt und dem Steuerzahler 400 Millionen € zurückgegeben werden können, dann muss ich sagen, das ist eine grandiose Leistung. Ich gratuliere dem Herrn Verteidigungsminister dazu. (Zwischenrufe bei den Grünen und der FPÖ.) Wenn ich höre, wie Sie alle aufschreien, dann bin ich tief davon überzeugt, dass der Verteidigungsminister recht hat. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist Amon? Ist der Herr Amon im Haus?
Da zu einem solchen Beschluss des Nationalrates gemäß Abs. 2 der zitierten Verfassungsbestimmung die Anwesenheit der Hälfte der Abgeordneten erforderlich ist (Abg. Ing. Westenthaler: Wo ist Amon? Ist der Herr Amon im Haus?) – ich bitte um Ruhe! –, stelle ich diese ausdrücklich fest.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bitte jene Damen und Herren, die sich für den gegenständlichen Misstrauensantrag aussprechen, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit und damit abgelehnt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Der dümmste Antrag!
Wir gelangen nunmehr zur Abstimmung über den Entschließungsantrag der Abgeordneten Ing. Westenthaler, Kolleginnen und Kollegen betreffend Benennung der ersten für Österreich bestimmten Eurofighter. (Ruf bei der SPÖ: Der dümmste Antrag!)
Beifall bei den Grünen.
Faktum ist: Bis heute ist nichts gelöst, und in Gänserndorf herrschen Zustände, die dem Tierschutzgesetz in 16 Punkten widersprechen. Die Grünen haben daher eine Anzeige gegen den Masseverwalter, der dort Tierhalter ist, eingebracht. Es herrschen gravierende Sicherheitsmängel, und es herrschen Verstöße gegen das Arbeitsrecht. Das sollte doch schleunigst Grund zum Handeln sein. Ich hoffe, dass sich die Frau Ministerin – die im Ausschuss selbst bei mir noch den Eindruck erweckt hat, ein bisschen überrascht zu sein, dass es ein Affenhaus Gänserndorf gibt – inzwischen kundig gemacht hat und die Missstände dort schleunigst beheben wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf feststellen, dass man darüber hinaus natürlich noch wesentliche Verbesserungen schafft. Ich darf weiters feststellen, dass bis März 2007 die Zuständigkeit im Verkehrs-, Innovations-, und Technologieministerium gelegen war und da leider Gottes zwei Jahre verstrichen sind und nichts gemacht wurde. Seit März 2007 ist Frau Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend Andrea Kdolsky zuständig, und ich bedanke mich bei Ihnen, Frau Gesundheitsministerin, dass Sie zielstrebig und beherzt ans Werk gegangen sind und die Gesetzeswerdung zügig durchgezogen haben. Das Ergebnis ist ein gutes Gesetz. (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Ich darf Ihnen auch gratulieren, Frau Bundesministerin, weil wir heute ein Gesetz beschließen können, das europaweit richtungweisend ist. Auch wenn andere ganzseitige Inserate schalten: Es ist Ihr Gesetz, und es ist Ihr Erfolg – im Interesse der Tiere und im Interesse der Menschen in unserem Land! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die besondere Herausforderung bei dieser Gesetzeswerdung war nämlich, dass es ein praxisbezogenes Gesetz geben soll, das ein hohes Wohlbefinden der Tiere zum Ziel hat. Der Tierschutz steht im Vordergrund. Aber es soll auch praktikabel sein für die Menschen, die mit den Tieren umgehen, denn eines, Frau Kollegin Weinzinger, müssen wir natürlich klar sagen: Tierschutz findet nicht am Schreibtisch statt, sondern Tierschutz muss in der Praxis gelebt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Brigid Weinzinger: Dass Sie das glauben, das wissen wir!
Ich verstehe überhaupt nicht, dass Sie sich immer gegen die Bauern wenden, denn ich glaube, dass die Bauern da sehr stark miteingebunden werden müssen. Das ist der vernünftige Weg. (Abg. Mag. Brigid Weinzinger: Dass Sie das glauben, das wissen wir!)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend sei noch einmal gesagt: Das ist ein gutes Gesetz, ein Gesetz mit Hausverstand und Augenmaß. Stimmen Sie daher diesem Gesetz zu! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Nicht nur sollte, es ist so!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Karlheinz Klement, MAS (FPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Herr Kollege Eßl, es ist schon erstaunlich, was Sie hier herauslesen: dass es so ein wunderbares Gesetz sein soll und dass der Tierschutz gelebt werden soll, dass die Bauern eingebunden werden sollen. (Abg. Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer: Nicht nur sollte, es ist so!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Das Zweite ist, dass die Transporteure nicht so sehr bemüht sind, Tierleid zu vermeiden. Ich sage Ihnen ein Beispiel: Vor kurzem ist zu uns ein Anruf gekommen, dass auf der Autobahnraststätte in Völkermarkt um Mitternacht ein Tiertransporter vorgefahren ist, vollgepfercht mit Rindern, wo klar war, dass die schon lange Zeit unterwegs waren, denn die kamen aus dem Baltikum und waren offenbar Richtung Spanien oder Italien unterwegs. Das war ein Tiertransport, wo man gesehen hat, was auch in Österreich passiert. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Herr Kollege Grillitsch, hören Sie genau zu! Es wird Ihnen dann auch klar werden, wo der Unterschied im Bezug auf die Auslegung dieses Tiertransportgesetzes liegt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Hören Sie jetzt zu!
Abg. Grillitsch: Da muss man unterscheiden!
Es ist bekannt, dass seit der Osterweiterung die Zahl dieser Tiertransporte um 40 Prozent zugenommen hat. Das heißt, seit der Ostöffnung gibt es auch massiv gehäuftes Tierleid in Österreich, das natürlich damit zusammenhängt. Auf der Tagesordnung sind Transportfahrten, bei denen die Frächter nur deswegen Tiere mitnehmen, weil sie sonst auf dem Rückweg mit leerem Transporter zurückfahren würden. (Abg. Grillitsch: Da muss man unterscheiden!) Und das führt auch dazu, dass viele Transport-Lkws, die für Tiertransporte überhaupt nicht ausgestattet sind, Tiere mitnehmen, und zwar offenbar einzig allein deshalb, um eben mehr Transporte kostengünstig wieder in die Ausgangsländer zurückzubringen. (Abg. Eßl: Das werden wir verstärkt kontrollieren! Das haben wir im Ausschuss vereinbart!)
Abg. Eßl: Das werden wir verstärkt kontrollieren! Das haben wir im Ausschuss vereinbart!
Es ist bekannt, dass seit der Osterweiterung die Zahl dieser Tiertransporte um 40 Prozent zugenommen hat. Das heißt, seit der Ostöffnung gibt es auch massiv gehäuftes Tierleid in Österreich, das natürlich damit zusammenhängt. Auf der Tagesordnung sind Transportfahrten, bei denen die Frächter nur deswegen Tiere mitnehmen, weil sie sonst auf dem Rückweg mit leerem Transporter zurückfahren würden. (Abg. Grillitsch: Da muss man unterscheiden!) Und das führt auch dazu, dass viele Transport-Lkws, die für Tiertransporte überhaupt nicht ausgestattet sind, Tiere mitnehmen, und zwar offenbar einzig allein deshalb, um eben mehr Transporte kostengünstig wieder in die Ausgangsländer zurückzubringen. (Abg. Eßl: Das werden wir verstärkt kontrollieren! Das haben wir im Ausschuss vereinbart!)
Abg. Eßl: Da haben Sie die letzte Änderung nicht mitverfolgt!
Der Tierschutzrat wird somit ein Instrument des Ministeriums unter Kdolsky – sie soll nun auch bestimmen, wer darin Platz findet, bisher war es Sache des Verbandes der österreichischen Tierschutzvereine einen Vertreter der NGOs zu entsenden. Still und heimlich werden die ‚unangenehmen‘, weil kritischen Tierschutzvereine verbannt, Pseudotierschutzvereine sollen folgen. Die SPÖ, allen voran Kanzler Gusenbauer,“ stimmt da zu. (Abg. Eßl: Da haben Sie die letzte Änderung nicht mitverfolgt!)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sehen also, so große Freude haben die Tierschutzvereine mit diesem Gesetz nicht! Und ich prophezeie Ihnen heute schon, dass diese gesamte Gesetzesmaterie nicht halten kann. Sie ist wirklich nicht durchdacht und nicht ausreichend. Ich glaube eher, dass wir sehr bald wieder im Ausschuss zusammensitzen werden, um die nächste Novelle zu beschließen. Und das kann natürlich nicht gut sein. Wir hätten uns mehr Zeit lassen sollen. Sie hätten sich auch von anderen Herrschaften als nur von denen der Agrarlobby beraten lassen sollen. Ich glaube, dass wäre eine gute Chance gewesen, dem Tierleid wirksam entgegenzutreten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Brigid Weinzinger: Da haben Sie unseren Antrag abgelehnt!
Bei der Diskussion rund um das Tierschutzgesetz hat mich persönlich im Vorfeld sehr verwundert – und zwar in Bezug darauf, was im Internet gelaufen ist, was in der Öffentlichkeit gelaufen ist –, dass eigentlich fast nur die Zusammensetzung des Tierschutzrates in der Öffentlichkeit gestanden ist und diskutiert wurde und die Fragen, die für die Tiere und für den Tierschutz wirklich von Relevanz sind, relativ unterbeleuchtet waren. (Abg. Mag. Brigid Weinzinger: Da haben Sie unseren Antrag abgelehnt!)
Abg. Mag. Brigid Weinzinger: Sie haben unseren Antrag abgelehnt! Das alles können Sie im Antrag der Grünen nachlesen!
Zum Beispiel werden wir uns im Herbst meiner Meinung nach auf jeden Fall noch mit dem ungerechtfertigten Fangen von Wildtieren zu beschäftigen haben, mit strengeren Regelungen für die Qualzucht (Abg. Mag. Brigid Weinzinger: Sie haben unseren Antrag abgelehnt! Das alles können Sie im Antrag der Grünen nachlesen!), mit einer Anzeige- und Meldepflicht bei der Haltung und bei der Zucht, egal ob gewerblich oder nicht gewerblich, mit den Strafbestimmungen für den Erwerb und den Besitz von verbotenen Gegenständen, die zwar verboten sind, die man aber jetzt noch ungestraft besitzen darf.
Abg. Mag. Brigid Weinzinger: So wie jetzt!
Das heißt, wir werden im Herbst weiterzuarbeiten haben. Und ich versichere, dass wir als SPÖ auf jeden Fall dafür stehen, zu schauen, dass die Fragen, die noch offen sind, weiterentwickelt werden, sprich: fortschrittlich weiterentwickelt werden im Sinne des Tierschutzes, und nicht bestehende Errungenschaften des Bundestierschutzgesetzes untergraben werden. (Abg. Mag. Brigid Weinzinger: So wie jetzt!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde mich freuen, wenn wir heute einen ersten Schritt und im Herbst weitere Schritte hin zu einem fortschrittlichen Weg in Richtung eines umfassenden Tierschutzes gehen könnten. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich denke, das wäre eine gute Maßnahme, Tierleid und Tierquälerei massiv zu bekämpfen, dem Tierleid endlich ein Ende zu setzen. Ich meine, dass das eine richtige Maßnahme dazu wäre. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
langt, zu untersuchen. Ich sage Ihnen ganz offen, sehr persönlich: Das Ziel muss eigentlich sein, Lebendtiertransporte in Europa auf ein Minimum zu reduzieren, um damit Tierleid und Tierquälerei endgültig zu beenden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Insgesamt ist dieses Gesetz ein deutliches Zeichen dafür, dass wir von der ÖVP einen respektvollen Umgang mit den Tieren wollen. Wir wollen kein Tierleid, wir wollen auch nicht, dass die Tiere unnötig Stress haben, wenn sie zum Schlachthof geführt werden. Ich glaube, deshalb kann man mit gutem Gewissen sagen, dieses Gesetz ist auch innerhalb von Europa ein deutliches Zeichen für mehr Tierschutz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall des Abg. Dr. Fichtenbauer sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher ist es ein guter Weg, unsere heimischen Landwirte zu unterstützen. (Beifall des Abg. Dr. Fichtenbauer sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen möchte ich meinen ganz speziellen Dank auch unserem Tierschutzsprecher Didi Keck aussprechen, der mit einer unglaublichen Sachkenntnis, Geduld, Zähigkeit und Standfestigkeit mit der Frau Ministerin und Herrn Mag. Herzog bis zur letzten Sekunde verhandelt hat, damit wir dieses Gesetz, so wie wir es heute vorliegen haben, auch verabschieden können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Teilnahme an Gütesiegelprogrammen oder die Auslobung der biologischen Wirtschaftsweise bedeutet, dass eine Verbringung zu vereinzelten Vertragspartnern entlang der Lebensmittelkette sichergestellt werden muss. Daher ist die Teilnahme von Tierhaltern an Zertifizierungsprogrammen im Qualitätssegment zum Beispiel Bioproduktion als Argument, warum nicht der unmittelbar nächstgelegene Schlachthof angefahren werden kann, zulässig. Nur so kann der Wunsch der Verbraucherschaft nach regionalen, qualitativ hochwertigen Produkten auch zukünftig garantiert und erfüllt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich bei allen für die konstruktive Zusammenarbeit im Ausschuss, in den Diskussionen und ersuche Sie, heute diesem Meilenstein in der österreichischen Tierschutzgesetzgebung zuzustimmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und ÖVP.
Was die Ausbildung anlangt, ist grundsätzlich zu begrüßen, dass diejenigen, die Tiere transportieren, eine gute Ausbildung haben. Ich bin gespannt, wie diese Verordnung aussehen wird, und ich würde hier bitten, die Erfahrung gerade von Bauern, die ja große Erfahrung im Umgang mit Tieren haben, zu berücksichtigen und diese auch in der Ausbildung entsprechend anzurechnen. Denn hier geht es nicht darum, die Bauern immer zu Straftätern zu machen, sondern ihnen die entsprechenden Voraussetzungen, auf die sie in diesem Bereich verweisen können, auch positiv anzurechnen. (Beifall bei BZÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Es gibt noch viele offene Fragen – das haben auch die Diskussion und die Anträge im Ausschuss gezeigt –, es gibt viele nicht gelöste Probleme, gerade auch auf europäischer Ebene, und es ist sicher heute nicht das letzte Mal, dass wir über ein Tiertransportgesetz und Tierschutzgesetz diskutieren. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, daher darf ich abschließend sagen: Wir sind mit dieser Umsetzung wieder einmal sehr weit vorne in der Europäischen Union, aber wir müssen weiterarbeiten. Wir wissen, dass das Tierschutzgesetz ein ganz wichtiger Schritt war, dass es immer noch eine Menge zu tun gibt, und wir werden das mit Sicherheit beobachten – auch mit der Unterstützung des Tierschutzrates. Ich bin überzeugt davon, dass mit Frau Bundesministerin Kdolsky hier eine engagierte Kämpferin in dieser Sache unterwegs ist. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber – auf dem Weg zum Rednerpult –: 4 Minuten!
Präsidentin Dr. Eva Glawischnig-Piesczek: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Pirklhuber. 20 Minuten Redezeit? (Abg. Dr. Pirklhuber – auf dem Weg zum Rednerpult –: 4 Minuten!) – 4 Minuten Redezeit. – Bitte.
Beifall bei den Grünen.
Abschließend ein Punkt zu unserem Initiativantrag: Ich verstehe es wirklich nicht vonseiten der SPÖ, dass Sie diesen Initiativantrag nicht unterstützen. Es sind einige Punkte drinnen – wie zum Beispiel die Untersagung der Inverkehrbringung von verbotenen Hundeausbildungsgeräten oder das Verbot der Haltung von Hunden, an denen verbotene Eingriffe vorgenommen werden –, die im Interesse aller sind. Warum sind Sie nicht für unseren Antrag? – Geben Sie sich einen Ruck und unterstützen Sie die grüne Initiative! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ
Das ist halt auch das Bild dieser Koalition, die nichts arbeitet, die nur streitet, die Menschen belastet und sonst offensichtlich nichts zu tun hat (Beifall beim BZÖ), die sich ab morgen, mit 6. Juli – dem Ende der Tagungszeit – einen dreimonatigen Urlaub bis zum 26. September gönnt – wunderbar! Keine Möglichkeit für die Opposition, Anfragen zu stellen, keine Möglichkeit für die Opposition, Initiativen zu setzen, Sondersitzungen zu machen.
Zwischenrufe bei der SPÖ
Und das wird noch fortgesetzt, ganz aktuell heute in der Präsidialsitzung – nur um zu zeigen, wie diese Regierung auch mit dem Hohen Haus umgeht (Zwischenrufe bei der SPÖ), und auch die Vertreter in der Präsidialsitzung bis hin zur Frau Präsidentin. Es ist wirklich unglaublich, dass mit einem Handstrich, nur, weil es gerade so passt und weil plötzlich keine Zeit mehr ist, über Nacht (Abg. Dr. Cap geht zu seinem Sitzplatz) – Herr Kollege Cap, gut, dass Sie hereinkommen! – einfach mir nichts dir nichts die Frage-
Abg. Dr. Cap geht zu seinem Sitzplatz
Und das wird noch fortgesetzt, ganz aktuell heute in der Präsidialsitzung – nur um zu zeigen, wie diese Regierung auch mit dem Hohen Haus umgeht (Zwischenrufe bei der SPÖ), und auch die Vertreter in der Präsidialsitzung bis hin zur Frau Präsidentin. Es ist wirklich unglaublich, dass mit einem Handstrich, nur, weil es gerade so passt und weil plötzlich keine Zeit mehr ist, über Nacht (Abg. Dr. Cap geht zu seinem Sitzplatz) – Herr Kollege Cap, gut, dass Sie hereinkommen! – einfach mir nichts dir nichts die Frage-
Abg. Öllinger: Willst du jetzt wegen der Fragestunde Neuwahlen?
Wissen Sie, was im Herbst in der ersten Sitzung stattfinden sollte? – Die bereits verschobenen Anfragen an Herrn Gusenbauer. Diese Fragestunde ist nämlich auch nicht fertig geworden und soll im Herbst stattfinden. (Abg. Öllinger: Willst du jetzt wegen der Fragestunde Neuwahlen?) Und jetzt kommt aber Frau Bures an die Reihe. Wir haben einen Anfragenstau, weil diese Regierung in diesem Haus und die Mandatare der beiden Regierungsparteien gegen dieses Haus Entscheidungen treffen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wissen Sie, was im Herbst in der ersten Sitzung stattfinden sollte? – Die bereits verschobenen Anfragen an Herrn Gusenbauer. Diese Fragestunde ist nämlich auch nicht fertig geworden und soll im Herbst stattfinden. (Abg. Öllinger: Willst du jetzt wegen der Fragestunde Neuwahlen?) Und jetzt kommt aber Frau Bures an die Reihe. Wir haben einen Anfragenstau, weil diese Regierung in diesem Haus und die Mandatare der beiden Regierungsparteien gegen dieses Haus Entscheidungen treffen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Das kann ich schon sagen!
Dass ihr – das sage ich jetzt zu Ihnen von der Opposition, von den Grünen und den Freiheitlichen – zuschaut, wie man euch die Rechte streicht (Abg. Öllinger: Das kann ich schon sagen!), das ist euer Problem. Aber wir werden in diesem Hohen Haus die Oppositions- und Abgeordnetenrechte hochhalten, Herr Kollege Cap, wann immer wir das können. Und deswegen protestieren wir massiv dagegen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Das tut weh!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Das tut weh!
Dass ihr – das sage ich jetzt zu Ihnen von der Opposition, von den Grünen und den Freiheitlichen – zuschaut, wie man euch die Rechte streicht (Abg. Öllinger: Das kann ich schon sagen!), das ist euer Problem. Aber wir werden in diesem Hohen Haus die Oppositions- und Abgeordnetenrechte hochhalten, Herr Kollege Cap, wann immer wir das können. Und deswegen protestieren wir massiv dagegen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Öllinger: Das tut weh!)
Abg. Öllinger: Was?
Wie geht es Ihnen denn dabei, dass eine Tageszeitung dieses Landes, nämlich die „Wiener Zeitung“, plötzlich unter Kontrolle und Zugriff der SPÖ und Ihres Bundeskanzlers gestellt wird, indem dort der Bruder des Pressesprechers des Herrn Bundeskanzlers plötzlich als Oberkontrollor installiert wird und der Chef des Bundespressedienstes dort auch noch in den Aufsichtsrat hineinkommt? (Abg. Öllinger: Was?) Wie geht es Ihnen eigentlich dabei, dass sich Ihre Partei und diese Regierung eine freie Tageszeitung dieses Landes unter den Nagel reißen, um offenbar Regierungspropaganda zu machen und um ungeliebte Redakteure hinauszumobben, wie zum Beispiel Herrn Dr. Unterberger, der Ihnen vielleicht überhaupt nicht passt, weil er dann und wann in dieser Zeitung auch etwas Kritisches gegen diese Regierung schreibt? (Abg. Schopf: Das müssen Sie sagen!)
Abg. Schopf: Das müssen Sie sagen!
Wie geht es Ihnen denn dabei, dass eine Tageszeitung dieses Landes, nämlich die „Wiener Zeitung“, plötzlich unter Kontrolle und Zugriff der SPÖ und Ihres Bundeskanzlers gestellt wird, indem dort der Bruder des Pressesprechers des Herrn Bundeskanzlers plötzlich als Oberkontrollor installiert wird und der Chef des Bundespressedienstes dort auch noch in den Aufsichtsrat hineinkommt? (Abg. Öllinger: Was?) Wie geht es Ihnen eigentlich dabei, dass sich Ihre Partei und diese Regierung eine freie Tageszeitung dieses Landes unter den Nagel reißen, um offenbar Regierungspropaganda zu machen und um ungeliebte Redakteure hinauszumobben, wie zum Beispiel Herrn Dr. Unterberger, der Ihnen vielleicht überhaupt nicht passt, weil er dann und wann in dieser Zeitung auch etwas Kritisches gegen diese Regierung schreibt? (Abg. Schopf: Das müssen Sie sagen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Finger auf Berlusconi oder Putin, wo Sie immer gleich da sind und sagen: Die richten sich die Medien her! (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Sie machen das genauso – und das ist eigentlich unglaublich, meine sehr geehrten Damen und Herren, wie Sie sich dieses Land herrichten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Finger auf Berlusconi oder Putin, wo Sie immer gleich da sind und sagen: Die richten sich die Medien her! (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.) Sie machen das genauso – und das ist eigentlich unglaublich, meine sehr geehrten Damen und Herren, wie Sie sich dieses Land herrichten. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das hat er Ihnen zu verdanken, Ihnen allein, weil Sie die Erhöhung der Mineralölsteuer in einer Zeit beschlossen haben, in der Sie Steuereinnahmen noch und noch haben und wo diese Erhöhung absolut nicht notwendig gewesen wäre. Entlastung ist angesagt, nicht Belastung, meine sehr geehrten Damen und Herren von der österreichischen Bundesregierung! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Schopf: 822!
Und wenn Sie etwas beschließen – mit großem Getöse! –, dann sagen Sie den Menschen nicht einmal die Wahrheit. Es ist eigentlich unglaublich, wie jetzt herumdiskutiert wird, die Propagandamaschinerie läuft, was diese Mindestlohnentscheidung anlangt. 1 000 € werden versprochen. Es wird sogar dazugesagt: 1 000 € auf dem Gehaltszettel. Das stimmt, aber oben und nicht unten! Das ist das Problem. Unten nicht, denn netto schauen nicht 1 000 € heraus, sondern 818 €. Und genau 92 € – Sie, von den Sozialdemokraten, die Sie sich so einsetzen für die Arbeitnehmer, hören Sie jetzt gut zu! (Abg. Schopf: 822!); Sie brauchen das nur beim Finanzministerium einzugeben, dann erhalten Sie die Zahlen ganz genau, ich zeige es Ihnen! –, 92 € bekommen Vollzeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer mehr im Vergleich zu einer Arbeitslosenmindestsicherung von 726 €. Ganze 92 € ist Ihnen Vollzeitarbeit wert! Ich sage: Das ist eine Schande für die Sozialdemokratie, dass Ihnen Vollzeitarbeit nur mehr 92 € wert ist, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist wirklich eine Schande! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und wenn Sie etwas beschließen – mit großem Getöse! –, dann sagen Sie den Menschen nicht einmal die Wahrheit. Es ist eigentlich unglaublich, wie jetzt herumdiskutiert wird, die Propagandamaschinerie läuft, was diese Mindestlohnentscheidung anlangt. 1 000 € werden versprochen. Es wird sogar dazugesagt: 1 000 € auf dem Gehaltszettel. Das stimmt, aber oben und nicht unten! Das ist das Problem. Unten nicht, denn netto schauen nicht 1 000 € heraus, sondern 818 €. Und genau 92 € – Sie, von den Sozialdemokraten, die Sie sich so einsetzen für die Arbeitnehmer, hören Sie jetzt gut zu! (Abg. Schopf: 822!); Sie brauchen das nur beim Finanzministerium einzugeben, dann erhalten Sie die Zahlen ganz genau, ich zeige es Ihnen! –, 92 € bekommen Vollzeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer mehr im Vergleich zu einer Arbeitslosenmindestsicherung von 726 €. Ganze 92 € ist Ihnen Vollzeitarbeit wert! Ich sage: Das ist eine Schande für die Sozialdemokratie, dass Ihnen Vollzeitarbeit nur mehr 92 € wert ist, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist wirklich eine Schande! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Riepl: Als wir 3 Prozent abgeschlossen haben, hat Ihr Minister Grasser gesagt, das ist zu viel!
Deswegen verstehe ich überhaupt nicht, warum in Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs die Arbeitnehmer auf der Strecke bleiben. Die Betriebe schreiben Gewinne noch und „nöcher“ – allein der ATX hat 8 Milliarden € plus im Vergleich zum Vorjahr; 8 Milliarden €! –, da geht es hinauf mit den Zahlen: 40 bis 50 Prozent Unternehmensgewinne! Aber die Arbeitnehmer bekommen wieder einen Hungerlohn! Die bekommen um 92 € mehr, als ein arbeitsloses Mindesteinkommen ausmacht. Die bekommen auch keine entsprechende Lohn- und Gehaltserhöhung. 2 Prozent – Herr Riepl, ich frage Sie als Gewerkschafter: Wie viel darf es sein? 3 Prozent heuer, während die Unternehmungen 40, 50 Prozent Gewinne schreiben? (Abg. Riepl: Als wir 3 Prozent abgeschlossen haben, hat Ihr Minister Grasser gesagt, das ist zu viel!)
Beifall beim BZÖ.
Deswegen sage ich: Versuchen Sie einmal, kreativ zu werden! Aber diese Regierung kann nicht kreativ sein, denn wären Sie kreativ, hätten Sie schon längst die Mitarbeiter steuerlich begünstigt, indem diese sich im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsmodells an den Gewinnen der Unternehmungen beteiligen können und in guten Jahren wie 2006, 2007 nicht 2 bis 3 Prozent mehr an Gehalt haben können, sondern 20 bis 30 Prozent, und fair beteiligt werden am Aufschwung, am Wirtschaftsaufschwung, den wir nicht Ihnen zu verdanken haben, sondern den fleißigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in diesem Land. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Riepl: Geh bitte! Bis heute nicht!
Sie haben nichts zustande gebracht. Und auch den Vergleich mit der früheren Koalition nehmen wir gerne auf: im Jahr 2000: Kindergeld, Pensionssicherung, Behindertenmilliarde, Strommarktliberalisierung, Mediengesetze, Hauptverbandsreform, ÖIAG-Gesetz, Versöhnungsfondsgesetz, Gleichstellung Arbeitnehmer und Angestellte. – All das hat die Regierung Schüssel/Riess-Passer im ersten halben Jahr zustande gebracht! (Abg. Riepl: Geh bitte! Bis heute nicht!)
Beifall beim BZÖ.
Daher sagen wir ganz klipp und klar: Wir sind für Neuwahlen. Wir fürchten diese Neuwahlen auch nicht. Wir wollen in eine neue Epoche gehen, nämlich, wenn man so will, in die Epoche „post“ Gusenbauer, der auch gestern gezeigt hat, dass er überall, wo er auftritt, schlicht und einfach nur Pech an den Fingern kleben hat. Ich würde sagen: Herr Gusenbauer – ich hoffe, er sitzt noch nicht im Flugzeug –, bleiben Sie am besten in Guatemala! Wir machen Neuwahlen und schauen, dass wir eine ordentliche Regierung in diesem Land zustande bringen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die morgige Fragestunde ist abgewürgt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann! Zu den Vorwürfen, die Sie gegen mich gerichtet haben, erlaube ich mir, auch an dieser Stelle das zu sagen, was ich in der Präsidiale gesagt habe: Ich verweise auf § 94 Abs. 5, wonach der Nationalrat die Möglichkeit hat, eigene Plenarsitzungen durchzuführen, wenn mehrere Anfragen oder Fragestunden unbearbeitet sind. (Abg. Ing. Westenthaler: Die morgige Fragestunde ist abgewürgt!) Das sollten wir im Herbst in Angriff nehmen, und Sie werden auf alle Fälle von mir diesen Vorschlag weiterhin hören.
Abg. Ing. Westenthaler: Wahlbetrug in der Klagenfurter SPÖ!
Das Beste ist ja, wenn jetzt wieder die Platte kommt: Sie sind der Vertreter des „kleinen Mannes“ und der „kleinen Frau“. Das ist ein müder Aufguss eines Erfolgsrezepts, das schon – ich weiß nicht wie lange – zurückliegt und dessen Reste sich gerade in Kärnten noch festklammern, aber realen Hintergrund sehe ich dafür keinen mehr. Das ist ja einfach lächerlich! Sie haben ja so etwas von keiner Glaubwürdigkeit! (Abg. Ing. Westenthaler: Wahlbetrug in der Klagenfurter SPÖ!) Sich hier herzustellen und diese Rede zu halten – Sie können sich x-mal hier herstellen, aber Glaubwürdigkeit haben Sie keine!
Abg. Ing. Westenthaler: Wer denn?
Und das Allersüßeste ist, wenn Sie über Postenschacher zu reden beginnen. Das ist ja wirklich reizend! Wenn ich mir anschaue, welche Leute unter Ihrer Ministerschaft im ÖBB- und ASFINAG-Bereich von Ihnen eingelagert, ausgelagert wurden! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer denn?) Wer? – Bitte, Dutzende könnte man da aufzählen (Abg. Ing. Westenthaler: Aufzählen, bitte!), die man nur unter größten Mühen, mit Opfern für den Steuerzahler verbunden dort wieder wegbekommen würde. Sie haben überhaupt nur Postenbesetzungen im Kopf gehabt – Postenbesetzungen rauf, Postenbesetzungen runter. Das war das, wie Sie das Infrastrukturministerium – als ein Beispiel – besetzt haben. (Der Redner trinkt einen Schluck Wasser. – Abg. Ing. Westenthaler: Da muss er sogar trinken!) Da muss ich wirklich trinken, denn wenn ich daran denke, verstaubt mir alles. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind denn die Listen?)
Abg. Ing. Westenthaler: Aufzählen, bitte!
Und das Allersüßeste ist, wenn Sie über Postenschacher zu reden beginnen. Das ist ja wirklich reizend! Wenn ich mir anschaue, welche Leute unter Ihrer Ministerschaft im ÖBB- und ASFINAG-Bereich von Ihnen eingelagert, ausgelagert wurden! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer denn?) Wer? – Bitte, Dutzende könnte man da aufzählen (Abg. Ing. Westenthaler: Aufzählen, bitte!), die man nur unter größten Mühen, mit Opfern für den Steuerzahler verbunden dort wieder wegbekommen würde. Sie haben überhaupt nur Postenbesetzungen im Kopf gehabt – Postenbesetzungen rauf, Postenbesetzungen runter. Das war das, wie Sie das Infrastrukturministerium – als ein Beispiel – besetzt haben. (Der Redner trinkt einen Schluck Wasser. – Abg. Ing. Westenthaler: Da muss er sogar trinken!) Da muss ich wirklich trinken, denn wenn ich daran denke, verstaubt mir alles. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind denn die Listen?)
Der Redner trinkt einen Schluck Wasser. – Abg. Ing. Westenthaler: Da muss er sogar trinken!
Und das Allersüßeste ist, wenn Sie über Postenschacher zu reden beginnen. Das ist ja wirklich reizend! Wenn ich mir anschaue, welche Leute unter Ihrer Ministerschaft im ÖBB- und ASFINAG-Bereich von Ihnen eingelagert, ausgelagert wurden! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer denn?) Wer? – Bitte, Dutzende könnte man da aufzählen (Abg. Ing. Westenthaler: Aufzählen, bitte!), die man nur unter größten Mühen, mit Opfern für den Steuerzahler verbunden dort wieder wegbekommen würde. Sie haben überhaupt nur Postenbesetzungen im Kopf gehabt – Postenbesetzungen rauf, Postenbesetzungen runter. Das war das, wie Sie das Infrastrukturministerium – als ein Beispiel – besetzt haben. (Der Redner trinkt einen Schluck Wasser. – Abg. Ing. Westenthaler: Da muss er sogar trinken!) Da muss ich wirklich trinken, denn wenn ich daran denke, verstaubt mir alles. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind denn die Listen?)
Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind denn die Listen?
Und das Allersüßeste ist, wenn Sie über Postenschacher zu reden beginnen. Das ist ja wirklich reizend! Wenn ich mir anschaue, welche Leute unter Ihrer Ministerschaft im ÖBB- und ASFINAG-Bereich von Ihnen eingelagert, ausgelagert wurden! (Abg. Ing. Westenthaler: Wer denn?) Wer? – Bitte, Dutzende könnte man da aufzählen (Abg. Ing. Westenthaler: Aufzählen, bitte!), die man nur unter größten Mühen, mit Opfern für den Steuerzahler verbunden dort wieder wegbekommen würde. Sie haben überhaupt nur Postenbesetzungen im Kopf gehabt – Postenbesetzungen rauf, Postenbesetzungen runter. Das war das, wie Sie das Infrastrukturministerium – als ein Beispiel – besetzt haben. (Der Redner trinkt einen Schluck Wasser. – Abg. Ing. Westenthaler: Da muss er sogar trinken!) Da muss ich wirklich trinken, denn wenn ich daran denke, verstaubt mir alles. (Abg. Ing. Westenthaler: Wo sind denn die Listen?)
Abg. Ing. Westenthaler: Fragestunde abgewürgt!
Und weil wir gerade so beieinander sind, vielleicht auch noch eine zusätzliche Frage, was die Demokratieentwicklung und den Demokratieausbau betrifft. (Abg. Ing. Westenthaler: Fragestunde abgewürgt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Minderheitsrechte!
Herr Kollege Westenthaler, kommen Sie heraus, sagen Sie, was Sie wollen (Abg. Ing. Westenthaler: Minderheitsrechte!), aber versuchen Sie, glaubwürdig zu sein. Das war es heute nicht – daher keine Zustimmung zu Ihrem Antrag. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Westenthaler, kommen Sie heraus, sagen Sie, was Sie wollen (Abg. Ing. Westenthaler: Minderheitsrechte!), aber versuchen Sie, glaubwürdig zu sein. Das war es heute nicht – daher keine Zustimmung zu Ihrem Antrag. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Er kennt sich nicht aus!
Das ist nicht richtig! Behandelt wird heute eine Fristsetzung. Wir reden über eine Fristsetzung, aber nicht über den Neuwahlantrag, und er wird auch heute nicht abgestimmt. Das wissen Sie auch, aber das versuchen Sie irgendwie zu kaschieren. (Abg. Riepl: Er kennt sich nicht aus!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Ich sage Ihnen auch, Herr Abgeordneter Westenthaler, Sie müssen sich entscheiden: Was wollen Sie? Sie sind in dieser Woche mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit getreten, dass die Regierung und das Parlament endlich etwas arbeiten sollen, daher wird die Sommerpause abgeschafft. – Das ist insofern ein origineller Vorschlag, die Abschaffung der Sommerpause, als sich das BZÖ ganzjährig in geistiger Sommerpause befindet. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.) Aber sei’s drum, meine sehr
Abg. Ing. Westenthaler: Besser in der Sommerpause als in geistiger Umnachtung!
geehrten Damen und Herren. (Abg. Ing. Westenthaler: Besser in der Sommerpause als in geistiger Umnachtung!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen kann man sie abwürgen?! Warum nehmen Sie denn dann teil an der Fragestunde?
Ich bin nicht froh darüber, Herr Abgeordneter Westenthaler, denn eines ist so auffällig wie nur etwas: Mit Oppositionsarbeit im klassischen Sinn hat das, was Sie hier als Fraktion produzieren und als Fraktionsobmann produzieren, leider, leider sehr wenig zu tun! Wenn Sie als Vertreter einer Oppositionspartei dem Instrument der Fragestunde nachweinen, wenn Sie dem nachweinen, einem Instrument, das in seiner derzeitigen Form von jeder Oppositionspartei sinnvollerweise nur angegriffen werden kann, weil es ein Verlautbarungsorgan ist für Minister, wenn Sie offensichtlich noch in den alten Zeiten leben, in denen Sie das produzieren konnten oder selbst machen konnten, ist das Ihre Sache. Aber ein sinnvolles Instrument für den Parlamentarismus, für Opposition ist die Fragestunde in ihrer jetzigen Verfassung mit Sicherheit nicht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen kann man sie abwürgen?! Warum nehmen Sie denn dann teil an der Fragestunde?)
Beifall bei den Grünen.
Nein, ich bin nicht für das Ablösen, aber Sie hätten sich eher für die klassischen Instrumente der Opposition einsetzen sollen. Sie hätten sich dafür einsetzen sollen, dass der Bankenausschuss weitergeführt wird. Da haben wir gestern bemerkt, wo das BZÖ steckt: in der Kittelfalte der ÖVP! (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Es sieht aber auch Regieren anders aus als das, was uns diese Regierungsparteien derzeit vorexerzieren. Denn: Es wurden Untersuchungsausschüsse abgewürgt. Das ist passiert, und zwar sind zwei Untersuchungsausschüsse abgewürgt worden. – Das heißt, beim Eurofighter-Ausschuss geht es nicht um das Abwürgen des Ausschusses, , sondern darum, dass sich der Minister in seinen Konsequenzen schon vorher davon verabschiedet hat. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Abwürgen macht weder Regieren-alt noch, Herr Abgeordneter Cap, Regieren-neu aus. – Ja, diese beiden Regierungsparteien haben wirklich ein Problem, und wir werden noch öfter darüber diskutieren müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erinnere nur daran: Die beiden Fly-in-Flieger, Eurofighter-Typhoons, mit „Alfred 1“ und „Norbert 1“ zu bezeichnen, ist ein klassischer Fall, wo das Parlament zur Bühne des Unernstes, des Show-Effekts, gemacht werden soll, sodass man mit einem Anspruch an sich selbst, dem Anspruch an den Inhalt und die Ernsthaftigkeit dessen, was man vom wichtigsten Rednerpult der Republik aus zu sagen hat, auch diesen vom Primat der Ernsthaftigkeit getragenen Inhalt verstehen und messen soll. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Ein anderer Punkt, nur zur Klarstellung: Es ist nicht so, dass sich seitens der Freiheitlichen Partei Angst oder Furcht vor einer Neuwahl breitmachen würde, ganz im Gegenteil. Und ein kleiner Reflex zu Ihren Worten, verehrter Herr Dr. Cap: Die Annahme, dem BZÖ sei es zugemessen, alsbald an den Futtertrögen – soll wohl heißen: auf der Regierungsbank – Platz nehmen zu können, das ist ein Optimismus im Sinne des BZÖ, den ich nicht teilen kann. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Ich würde also sagen, wann immer – entweder innerhalb der gesetzlichen Zeit der Legislaturperiode oder schon vorher – eine Neuwahl stattfindet, gehe ich von der Annahme aus, dass Vertreter des BZÖ nicht mehr Gegenstand Ihrer schlaflosen Nächte sein dürften. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Was hat der Wähler mit Ihnen gemacht?
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Frau Präsident! – Der Kollege Fichtenbauer holt sich jetzt gerade von der SPÖ die Gratulationen ab für seine Rede. Das ist ja kein Wunder, denn er und seine Fraktion sind ja einer der Geburtshelfer dieser Koalition gewesen. Man hat sich das ja als einzig mögliche Regierungsform für Österreich gewünscht. Also können sich die Österreicherinnen und Österreicher auch bei Ihnen sehr herzlich bedanken dafür, dass wir jetzt diese Regierung haben, eine Regierung, die ... (Abg. Dr. Haimbuchner: Was hat der Wähler mit Ihnen gemacht?) – Was hat er mit Ihnen gemacht? Sie kennt er gar nicht (Heiterkeit beim BZÖ) – das ist der Unterschied zwischen Ihnen und mir! (Weitere Zwischenrufe des Abg. Dr. Haimbuchner.) Kandidieren Sie einmal selber, und dann schauen wir uns an, wie denn das so aussieht.
Heiterkeit beim BZÖ
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Frau Präsident! – Der Kollege Fichtenbauer holt sich jetzt gerade von der SPÖ die Gratulationen ab für seine Rede. Das ist ja kein Wunder, denn er und seine Fraktion sind ja einer der Geburtshelfer dieser Koalition gewesen. Man hat sich das ja als einzig mögliche Regierungsform für Österreich gewünscht. Also können sich die Österreicherinnen und Österreicher auch bei Ihnen sehr herzlich bedanken dafür, dass wir jetzt diese Regierung haben, eine Regierung, die ... (Abg. Dr. Haimbuchner: Was hat der Wähler mit Ihnen gemacht?) – Was hat er mit Ihnen gemacht? Sie kennt er gar nicht (Heiterkeit beim BZÖ) – das ist der Unterschied zwischen Ihnen und mir! (Weitere Zwischenrufe des Abg. Dr. Haimbuchner.) Kandidieren Sie einmal selber, und dann schauen wir uns an, wie denn das so aussieht.
Weitere Zwischenrufe des Abg. Dr. Haimbuchner.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Frau Präsident! – Der Kollege Fichtenbauer holt sich jetzt gerade von der SPÖ die Gratulationen ab für seine Rede. Das ist ja kein Wunder, denn er und seine Fraktion sind ja einer der Geburtshelfer dieser Koalition gewesen. Man hat sich das ja als einzig mögliche Regierungsform für Österreich gewünscht. Also können sich die Österreicherinnen und Österreicher auch bei Ihnen sehr herzlich bedanken dafür, dass wir jetzt diese Regierung haben, eine Regierung, die ... (Abg. Dr. Haimbuchner: Was hat der Wähler mit Ihnen gemacht?) – Was hat er mit Ihnen gemacht? Sie kennt er gar nicht (Heiterkeit beim BZÖ) – das ist der Unterschied zwischen Ihnen und mir! (Weitere Zwischenrufe des Abg. Dr. Haimbuchner.) Kandidieren Sie einmal selber, und dann schauen wir uns an, wie denn das so aussieht.
Beifall beim BZÖ.
Jedenfalls haben wir jetzt diese „Wunschregierung“, und es stimmt schon, Kollege Cap, dass es mutig ist, jetzt, ein halbes Jahr nach einer Nationalratswahl oder einer Regierungsbildung, schon einen Neuwahlantrag zu stellen. Ich würde nicht einmal sagen, das ist mutig. Das ist eigentlich traurig, denn es gab, soweit ich mich erinnern kann, große Koalitionen sonder Zahl. Es gab große Koalitionen, die gegen ihrem Ende zu in einer ganz schlechten Stimmungslage gewesen sind, wo auch ein bisschen herumgestritten worden ist, wo Differenzen auch in der Öffentlichkeit ausgetragen worden sind, aber so eine Regierung, so eine Koalition, wo schon am Beginn mehr untereinander gestritten wird, als normalerweise zwischen Opposition und Regierung gestritten wird, hat es noch nicht gegeben! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Und sofort alles abgewürgt!
Ich habe ganz genau zugehört, als Sie am Beginn dieser Regierung zur Opposition gerichtet gesagt haben: Nehmen Sie mich beim Wort, Sie werden sehen, es hat noch keine Opposition gegeben, die so gut behandelt worden ist! – Wo ist denn das? (Abg. Ing. Westenthaler: Und sofort alles abgewürgt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Es wurde noch nie eine Fragestunde abgewürgt! Sieben Jahre!
Ich war sieben Jahre lang in einer Regierungspartei, und wir haben – außer es war etwas unbedingt notwendig und es wirklich nicht anders gegangen ist – Ausschusstermine dann angesetzt, wenn alle Zeit gehabt haben. Wir haben, soweit es gegangen ist, die Fristen für Anträge eingehalten. (Abg. Ing. Westenthaler: Es wurde noch nie eine Fragestunde abgewürgt! Sieben Jahre!) Wir haben immer versucht, in der Präsidiale Einvernehmen herzustellen; das wissen Sie ganz genau.
Zwischenruf des Abg. Kurt Eder
Besser jetzt rasch Neuwahlen, der Wähler soll Ihnen einen Denkzettel verpassen (Zwischenruf des Abg. Kurt Eder), eine Neuordnung hier in Österreich – und dann kann wieder gearbeitet werden zum Wohle der Bevölkerung, zum Wohle der Österreicherinnen und Österreicher! (Abg. Parnigoni: Willst du in Pension gehen?) – Auf jeden Fall nach dir, lieber Freund. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Parnigoni: Willst du in Pension gehen?
Besser jetzt rasch Neuwahlen, der Wähler soll Ihnen einen Denkzettel verpassen (Zwischenruf des Abg. Kurt Eder), eine Neuordnung hier in Österreich – und dann kann wieder gearbeitet werden zum Wohle der Bevölkerung, zum Wohle der Österreicherinnen und Österreicher! (Abg. Parnigoni: Willst du in Pension gehen?) – Auf jeden Fall nach dir, lieber Freund. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Besser jetzt rasch Neuwahlen, der Wähler soll Ihnen einen Denkzettel verpassen (Zwischenruf des Abg. Kurt Eder), eine Neuordnung hier in Österreich – und dann kann wieder gearbeitet werden zum Wohle der Bevölkerung, zum Wohle der Österreicherinnen und Österreicher! (Abg. Parnigoni: Willst du in Pension gehen?) – Auf jeden Fall nach dir, lieber Freund. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Alles in allem beschließen wir ein einzigartiges Gesetz, das zur Nachahmung in Europa anregen sollte. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wie ich schon erwähnt habe: Eine Balance zwischen Tierschutz und Wirtschaft zu finden, das ist Aufgabe der Politik. Mit dem nun vorliegenden Gesetz haben wir diesen Balanceakt geschafft und einen weiteren Schritt gegen Tierquälerei gesetzt. – Gratulation, liebe Ministerin! (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Jakob Auer.
Herr Westenthaler, weil wir uns gerade in die Augen schauen: Ich glaube, dass der von Ihnen eingebrachte Antrag unrealistisch ist, weil es unmöglich ist, sage ich jetzt einmal, innerhalb von zwei Stunden von den Bergbauern mit einem Lkw, mit einem Tiertransporter überhaupt einen Schlachthof zu erreichen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Jakob Auer.) Das muss man auch einmal sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Westenthaler, weil wir uns gerade in die Augen schauen: Ich glaube, dass der von Ihnen eingebrachte Antrag unrealistisch ist, weil es unmöglich ist, sage ich jetzt einmal, innerhalb von zwei Stunden von den Bergbauern mit einem Lkw, mit einem Tiertransporter überhaupt einen Schlachthof zu erreichen. (Demonstrativer Beifall des Abg. Jakob Auer.) Das muss man auch einmal sagen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind ein „echter“ Tierschützer, gell?
Wie gut der vorliegende Entwurf ist, zeigt ja, dass die EU Grenzen von zwölf Stunden ermöglichen würde, wir aber wirklich nur in Ausnahmefällen genehmigen, dass es achteinhalb Stunden sind. – Die Anträge der Opposition sind da wirklich weit weg von der Realität. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind ein „echter“ Tierschützer, gell?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aus meiner Sicht ist das ein herzeigbares Gesetz, das nachahmenswert für andere Länder ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Österreich kann damit auch künftig glaubwürdig und mit Selbstbewusstsein auf europäischer Ebene auftreten; insbesondere, wenn es etwa in Zukunft verstärkt um die Frage mehrtägiger internationaler Tiertransporte geht. Dort liegen, wie wir heute schon des Öfteren gehört haben, wahrscheinlich die wahren Probleme des Tierschutzes. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mich eingangs ganz besonders bei meinem Kollegen Dietmar Keck für sein Engagement rund um dieses Gesetz, rund um diese Gesetzwerdung und für seinen Einsatz im Bereich des Tierschutzes bedanken. – Lieber Didi, ich muss Dir gratulieren, das hast Du wirklich sehr gut gemacht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Alle Befürchtungen in die Richtung, dass dieser Tierschutzrat künftig an Kompetenz verlieren könnte, sind in meinen Augen haltlos. Ich gehe davon aus, dass hier durch mehr Transparenz und Informationsmöglichkeiten auch an das Parlament ein sehr guter und wichtiger Schritt gesetzt wurde. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Ich denke, gerade er müsste wissen, dass die Bäuerinnen und Bauern Österreichs nicht nur von den Tieren, sondern auch mit den Tieren leben, dass sie sehr genau wissen, was sie zu tun haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), wenn es um den Gesundheitszustand geht, und dass es ihnen selbstverständlich auch wichtig ist, dass die Tiere beim Transport schonend und tiergerecht behandelt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, gerade er müsste wissen, dass die Bäuerinnen und Bauern Österreichs nicht nur von den Tieren, sondern auch mit den Tieren leben, dass sie sehr genau wissen, was sie zu tun haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), wenn es um den Gesundheitszustand geht, und dass es ihnen selbstverständlich auch wichtig ist, dass die Tiere beim Transport schonend und tiergerecht behandelt werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Brigid Weinzinger.
Ich möchte noch ganz kurz auf die Situation in Niederösterreich eingehen, weil die Frau Weinzinger im Ausschuss erwähnt hat, dass in Niederösterreich nicht kontrolliert wird. Das stimmt nicht, Frau Weinzinger, es wird sehr wohl kontrolliert, obwohl Niederösterreich kein klassisches Tiertransitland ist. (Zwischenruf der Abg. Mag. Brigid Weinzinger.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf noch einmal der Frau Bundesministerin Kdolsky danken. Sie hat ein sehr praktikables, sehr praxisnahes Tiertransportgesetz geschaffen, und das ist auch im Sinne der kleinstrukturierten österreichischen Landwirtschaft und der Bäuerinnen und Bauern. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir in Österreich sind da wieder einmal Vorreiter in Europa, und ich würde mir wünschen, dass dieses Tiertransportgesetz, wie wir es heute beschließen, auch von der EU übernommen wird und in jedem Land in Europa so umgesetzt wird, wie wir es mit der heutigen Beschlussfassung vorsehen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
die Ministerin vorgelegt werden – und wenn man das nicht erfahren darf, muss man sich Änderungen einfallen lassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sehen, meine Damen und Herren, Tierschutz hört für uns von den Regierungsparteien nicht heute mit der Beschlussfassung dieses Gesetzes auf, Tierschutz ist uns ein Anliegen – und Tierschutz werden wir auch hier in diesem Parlament ständig vertreten, damit Tierschutzmaßnahmen in Österreich wirklich vorangetrieben werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist bereits darauf hingewiesen worden, dass eine verbesserte fachliche Ausbildung der Tiertransporteure gewährleistet wird. Die ÖVP erweist sich damit wieder als Tierschutzpartei. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt gesehen glaube ich, dass wir stolz sein können auf diese gesetzliche Grundlage, die wir hier heute beschließen. Und bei dieser Gelegenheit möchte ich der Frau Ministerin zu ihrem diesbezüglichen Engagement gratulieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Das Zweite, worauf ich noch hinweisen möchte, sind die Alterskontrollen. Hierfür gibt es verschiedene Ideen. Von Ihrer Seite ist daran gedacht, mit verschiedenfärbigen Ausweisen zu hantieren. Wir vom BZÖ sagen, besser ist ein einheitlicher Ausweis, der fälschungssicher ist und der sowohl als Lehrlingsausweis als auch als Schülerausweis, also multifunktional genützt werden kann. Denn das macht Sinn, und es würde auch hier die Kontrolle wesentlich erleichtern. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Meine selbst gewählte Redezeit ist schon längst zu Ende. Ich möchte zum Abschluss nur sagen, es bedarf hier einer gemeinsamen Kraftanstrengung, um besonders für unsere Kinder, für unsere Jugendlichen das Beste zu initiieren, das Beste zu tun. Wir alle müssen in dieser Sache Partner sein. Ich hoffe, dass auch hier im Plenum dem BZÖ-Antrag zugestimmt wird. – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Bild des übermäßigen Alkoholkonsums spiegelt aber nicht das Verhalten aller unserer Jugendlichen wider, und das möchte ich wirklich ganz bewusst betonen! (Beifall bei der ÖVP.) Wir dürfen auf gar keinen Fall alle über einen Kamm scheren oder gar verurteilen, denn der Großteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unserem Land ist engagiert, zukunftsorientiert und betätigt sich auch freiwillig und ehrenamtlich in vielen, vielen Bereichen, wie zum Beispiel auch – als Regional-Abgeordnete weiß man das – in der Landjugend.
Beifall bei der ÖVP.
Genau das müssen wir tun, und ich denke, das muss sogar ein Grundrecht für Familien von heute werden. Denn die Zeit ist schnelllebiger geworden, die Jugend hat weniger Zeit, Sicherheiten zu finden. Geben wir ihnen Sicherheiten, setzen wir Grenzen, und vergessen wir nicht, dass wir als Erwachsene Vorbild oder Vorbilder sind! (Beifall bei der ÖVP.)
Ah-Rufe bei der ÖVP
Meine charmanten Vorrednerinnen haben ja schon ausgeführt (Ah-Rufe bei der ÖVP), dass es ein mehrdimensionales Problem ist, das nicht einfältig und nicht einseitig diskutiert werden darf. Ich habe mich eigentlich zu Wort gemeldet, weil in den Medien oft der Eindruck entsteht, dass die Gastronomie und die Tourismuswirtschaft immer wieder ein wenig daran schuld wären, dass dieses Komatrinken jetzt zu einem ausufernden Problem geworden ist.
Beifall beim BZÖ.
Ich glaube, dass es sehr wesentlich ist, dass wir eine bundeseinheitliche Rahmengesetzgebung haben, bei der jeder weiß, worauf es ankommt: Was sind die wichtigsten Eckpunkte dafür, damit wir dem Komatrinken endlich Herr werden? – Das ist aus meiner Sicht das Entscheidende. Daran werden wir mitwirken, und Sie bekommen natürlich auch unsere Zustimmung dafür, dass Sie in diesem Bereich etwas unternehmen wollen. (Beifall beim BZÖ.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP. – Beifall bei der SPÖ.
Natürlich ist es so, dass heute jeder einzelne Fall landauf, landab durch die Medien getragen wird und dass breit diskutiert wird, was früher einfach unkommentiert hingenommen wurde. Das darf aber nicht hingenommen werden! Es ist wichtig, sich intensiv mit diesem großen Problem auseinander zu setzen, ohne jedoch eine ganze Generation zu verunglimpfen. Da gehe ich mit meiner Kollegin Steibl völlig konform: Die Jugend ist nicht so schlecht, wie sie immer wieder dargestellt wird! (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP. – Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das Allerwichtigste aber ist Bewusstseinsbildung und die Vorbildwirkung in allen Lebensbereichen, nicht nur in der Politik. Denn ich sage es immer wieder: Was nützt die beste Erziehung? – Kinder machen uns doch alles nach! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das können nicht nur Gesetze sein, und das sind bei Gott nicht nur kurz gegriffene Maßnahmen, so wie wir sie hier vorschlagen oder wie wir sie uns als Lösung schnell vorstellen können. Denn es geht auch um fehlende Perspektiven, es geht um sinnvolle Freizeitgestaltung, es geht um die Möglichkeit, einen Beruf zu lernen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steibl: Das kann aber nicht ...! Das ist ein bisschen eine Abgehobenheit!
Wir haben im Ausschuss auch Fachleute gehabt, die gesagt haben, was wir machen könnten. Das hat weder der Ausschussvorsitzenden noch der Frau Ministerin sonderlich gut gefallen, denn die sind weit über das hinausgegangen, was uns jetzt als Maßnahmenpaket vorliegt. (Abg. Steibl: Das kann aber nicht ...! Das ist ein bisschen eine Abgehobenheit!)
Abg. Steibl: ... was Sie bevorzugen!
Wir haben nämlich hier als Maßnahmenpaket vorgeschlagen, die Prävention engagiert fortzuführen; das kann ich nur begrüßen. (Abg. Steibl: ... was Sie bevorzugen!) Die Aufklärungskampagne für Jugendliche, Eltern et cetera zu machen, auch das finde ich hervorragend. Gespräche mit der Wirtschaft zu führen, ob sie nicht so lieb sein könnte, auf ihre Aktionen zu verzichten, das halte ich schlichtweg für feige! Ich kann es nicht anders sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben nämlich hier als Maßnahmenpaket vorgeschlagen, die Prävention engagiert fortzuführen; das kann ich nur begrüßen. (Abg. Steibl: ... was Sie bevorzugen!) Die Aufklärungskampagne für Jugendliche, Eltern et cetera zu machen, auch das finde ich hervorragend. Gespräche mit der Wirtschaft zu führen, ob sie nicht so lieb sein könnte, auf ihre Aktionen zu verzichten, das halte ich schlichtweg für feige! Ich kann es nicht anders sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Unterstellung!
Herwig Scholz, der von diesem Haus eingeladene Fachmann, hat gesagt: Werbeaktivitäten der Alkoholindustrie, die sich gezielt an die Zielgruppe Frauen und Jugendliche wenden, sind zu kritisieren. Herr Dr. Schmid von der Jugendanwaltschaft hat uns erzählt, dass es nur sechs Verurteilungen nach dem Wiener Jugendschutzgesetz gibt. Ein Jugendschutzgesetz, das noch nicht vereinheitlicht wäre, dafür bin ich auch. Es ist auch nicht die strengste Form des Jugendschutzgesetzes, denn ich bin nicht dafür, dass wir uns nur daran orientieren, Jugendliche zu strafen. Darum geht es nicht, sondern: Das Jugendschutzgesetz gehört endlich so gewendet, dass es die andere Seite trifft, nämlich diejenigen, die damit wunderbares Geld machen. Wenn diejenigen allerdings die ÖVP wählen, können wir uns wahrscheinlich nicht erwarten, dass die ÖVP dazu bereit ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Unterstellung!)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie mir jetzt erklären, dass das auf EU-Ebene nicht gehen würde, dann möchte ich Ihnen ans Herz legen: Sie sind auch ein Teil dieser EU-Ebene! Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der EU, in der sehr viele Staaten weit weniger schlampig mit Alkohol umgehen und weit restriktivere Maßnahmen setzen, das Verständnis dafür nicht da ist, dass auch in Österreich endlich etwas dagegen unternommen werden soll, dass einige Leute verdammt gute Geschäfte damit machen, Jugendliche alkoholabhängig zu machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich unterstütze die Frau Minister ganz massiv darin, wenn sie sagt, sie möchte hier ein bundeseinheitliches Jugendschutzgesetz. Angesichts der Reden meiner Vorredner denke ich, kann dem ja eigentlich auch nichts mehr im Wege stehen. Es ist von Rot, Schwarz und von Orange gekommen, wie toll das nicht ist und dass wir das jetzt alle unterstützen werden. Daher würde ich Sie bitten: Wirken Sie auf Ihre Landesfürsten ein, dass diese das nicht im Sinne eines falsch verstandenen Föderalismus weiter behindern und dass wir wirklich endlich ein einheitliches Jugendschutzgesetz bekommen und vor allem auch bundeseinheitliche Strafbestimmungen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Broukal: SJe, nicht SJot!
Wenn ich mir die Reden so anhöre, dann ist natürlich alles sehr viel schönes Wetter. Wenn ich mir allerdings dann anschaue, wie hier eine Partei beziehungsweise die Vorfeldorganisation einer Partei Werbung macht, in einem Folder der SJot, den ich hier nicht unbedingt vorlesen möchte, dann ist das nicht ... (Abg. Broukal: SJe, nicht SJot!) – Die SJ, die Sozialistische Jugend, ich werde es aussprechen.
Beifall bei der FPÖ.
Da möchte ich ganz klar sagen: Das ist und kann nicht der Weg sein! Wir wollen hier nicht Drogen gegeneinander aufrechnen, Jugendliche gegeneinander aufrechnen, die jetzt lieber kiffen oder lieber trinken, denn wir wollen beides nicht. Beides, was hier steht, ist etwas, was von uns abzulehnen ist. Weder das eine noch das andere soll sein. Es ist weder das eine gut noch das andere. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir alle haben vielleicht auch schon, sage ich jetzt einmal, in einer gewissen Weise Fehler gemacht, jede Partei, und wir haben in drei Jahren, so es dann sein wird, einen Nationalratswahlkampf, bei dem dann heute Dreizehnjährige wahlberechtigt sein werden. Und ich bitte Sie alle jetzt schon, dann bei diversen Wahlveranstaltungen mit Jungwählerpartys sorgsam umzugehen und wirklich darauf zu schauen, dass es bei Parteiveranstaltungen nicht zu Trinkorgien kommt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Soll das auch für ausländische Jugendliche gelten?
Sollte dieser Antrag auf der Tagesordnung stehen, würde ich Sie wirklich bitten, diesem zuzustimmen im Sinne der Jugendlichen, die hier einen Arbeitsplatz bekommen. Es ist weiters eine Ankurbelung der Wirtschaft, eine Ankurbelung des Arbeitsmarktes generell und wäre natürlich auch für die Klein- und Mittelbetriebe von großem Vorteil, weil sie sich dann Lehrlinge leisten könnten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Riepl: Soll das auch für ausländische Jugendliche gelten?)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben das von unseren Experten ausrechnen lassen. Das wären Kosten von in etwa 100 000 €, die hier die öffentliche Hand sozusagen in die Hand nehmen müsste. Ich denke, das sollten uns unsere Jugendlichen wert sein auch im Sinne dessen, dass wir unseren Jugendlichen wieder eine Zukunftsperspektive geben können und sie gar nicht mehr in eine Situation verfallen, in der sie die Zukunft nur noch grau und schwarz sehen und sich lieber betrinken, anstatt zu schauen, wie sie ihr Leben auf die Reihe bekommen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend Dr. Andrea Kdolsky: Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete! Sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer auf der Tribüne! Das Thema ist seit Wochen und Monaten, das wurde heute schon mehrfach gesagt, eines der zentralen Themen, das vor allem die Medienlandschaft verfolgt. Ich möchte als Jugendministerin, aber auch als Ärztin zwei Dinge klarstellen: Erstens glaube ich, dass wir sehr wohl unterscheiden müssen zwischen der Frage Kinder und Alkohol und Jugendliche und Alkohol, denn zu Kinder und Alkohol gibt es ein Nein, ein ganz klares Nein, sowohl nach der medizinischen Entwicklung als auch nach den Ergebnissen, die wir aus den Forschungen haben. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
allem die Eltern, die hier die Verantwortung gegenüber ihren Kindern haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Letztendlich gebe ich allen Vorrednern recht: Wir dürfen nicht in Richtung eines absoluten Alkoholverbotes gehen. Wir müssen aber auch unsere Verantwortung erkennen und sehen, wie wir mit diesem Genussmittel Alkohol richtig umgehen. Und die Bierflaschen den Sechsjährigen holen zu lassen, halte ich nicht für den richtigen Weg. Wir müssen vorleben, dass wir uns letztendlich gut unterhalten können, auch ohne betrunken zu sein. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Da möchte ich schon noch an Sie appellieren: Wenn wir heute über Alkohol reden und das vor einigen Jahren vielleicht noch eine Selbstverständlichkeit war, dass das als Tabuthema gesehen wurde oder nicht als Gefahr erkannt wurde – sagen wir so –, hoffe ich, dass Sie durchaus von Ihrer Sicht der Dinge, nämlich weiche Drogen zu legalisieren, Abstand genommen haben und mit uns auch sinnvoll darüber diskutieren, wie wir Jugendliche dabei unterstützen können, nicht in die Alkoholfalle zu tappen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Information sollte aber auch verstärkt die Erwachsenen mit einbeziehen, denn – wie ein deutsches Medium es bezeichnet hat – die Vorbilder sitzen zu Hause auf dem Sofa und oft auch, Frau Dr. Jenewein, in den so genannten intakten Familien. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Das gibt es doch überall!
Also wenn man weiß, wie sehr sensibel Jugendliche mit der Altersfrage generell umgehen, Frau Kollegin Steibl, dann würde ich Sie bitten, sich das noch einmal zu überlegen, auch wenn es nicht Ausweise, sondern Bänder sind. Das ist mir alles egal, nur glaube ich wirklich nicht, dass das geeignete Vorschläge sind, um mit dem Problem zurande zu kommen. (Abg. Steibl: Das gibt es doch überall!)
Abg. Steibl: Ja!
Ich habe auch diesen Vorschlag gehört: Wir brauchen die intakte Familie. (Abg. Steibl: Ja!) – Ja, sagen Sie, Frau Kollegin Steibl, aber Sie wissen genauso gut wie ich, dass sie für viele nicht mehr existiert (Abg. Steibl: Ich habe gesagt, wir brauchen Unterstützung für die Familien!) und dass die Schwierigkeit auch für intakte Familien darin besteht, die Beziehungen zu Kindern zu leben.
Abg. Steibl: Ich habe gesagt, wir brauchen Unterstützung für die Familien!
Ich habe auch diesen Vorschlag gehört: Wir brauchen die intakte Familie. (Abg. Steibl: Ja!) – Ja, sagen Sie, Frau Kollegin Steibl, aber Sie wissen genauso gut wie ich, dass sie für viele nicht mehr existiert (Abg. Steibl: Ich habe gesagt, wir brauchen Unterstützung für die Familien!) und dass die Schwierigkeit auch für intakte Familien darin besteht, die Beziehungen zu Kindern zu leben.
Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.
Wir haben gestern Arbeitszeitflexibilisierungen, die Ausweitung von Arbeitszeiten, Ladenöffnungszeiten, die Verlängerung von Ladenöffnungszeiten bis in die Nacht hinein beschlossen. Da sind ja überall Menschen mit dabei, in dem Fall nicht nur als Konsumenten, sondern auch als solche, die beschäftigt sind. In diesem Fall sind es hauptsächlich Frauen. Die sind diejenigen – das wissen wir aus den Erfahrungen –, die die Beziehungsarbeit auch zwischen den Generationen noch immer überwiegend regeln, und wenn diese für bestimmte Sachen ausfallen, weil sie keine Zeit haben, weil sie einem Job nachgehen müssen, dann wird es schwierig. (Präsidentin Dr. Glawischnig-Piesczek übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Steibl: Jeder Experte wird Ihnen sagen, dass man Kindern Grenzen setzen muss!
So weit zum Ende dieser Beschwörungsformel. Mir war nur wichtig, einmal darauf hinzuweisen: Das reicht nicht aus. Und es reicht auch nicht aus, dass wir hergehen und sagen, die Jugendlichen wollen wir nicht diskriminieren, aber – patsch – wenn uns etwas einfällt, dann das, dass wir ihnen Regeln setzen, Ausweise, irgendwelche Strichcodes oder sonst etwas umhängen, womit wir sie identifizieren und eingrenzen können. (Abg. Steibl: Jeder Experte wird Ihnen sagen, dass man Kindern Grenzen setzen muss!)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe nichts gegen das Grenzensetzen, nur muss man selbst bereit sein, sie zu leben, diese Grenzen auch zu kontrollieren, und dann möchte ich auch wissen, welche Grenzen das sind. (Beifall bei den Grünen.) Auch darauf habe ich beziehungsweise alle, und vor allem die Jugendlichen, ein Recht. Aber nicht nur einfach vom Grenzensetzen reden! Das ist mir zu wenig. (Abg. Steibl: Das ist eine Unterstellung!) – Nein, das ist keine Unterstellung, ich sage Ihnen nur das, was ich beobachtet habe.
Abg. Steibl: Das ist eine Unterstellung!
Ich habe nichts gegen das Grenzensetzen, nur muss man selbst bereit sein, sie zu leben, diese Grenzen auch zu kontrollieren, und dann möchte ich auch wissen, welche Grenzen das sind. (Beifall bei den Grünen.) Auch darauf habe ich beziehungsweise alle, und vor allem die Jugendlichen, ein Recht. Aber nicht nur einfach vom Grenzensetzen reden! Das ist mir zu wenig. (Abg. Steibl: Das ist eine Unterstellung!) – Nein, das ist keine Unterstellung, ich sage Ihnen nur das, was ich beobachtet habe.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abschließende Bemerkung, weil es mir auch wichtig ist – das betrifft nicht diese Frau Bundesministerin –: Ich habe heute den Vorschlag gehört, Trinkorgien bei Parteiveranstaltungen sollten wir tunlichst vermeiden. Ja, da bin ich auch dafür – es war die Kollegin von der FPÖ –, aber mir fällt da ein bestimmtes Bild ein, ein Bild, auf dem man so Männer sieht mit Kappen, meistens haben sie Schmisse, manchmal auch keine Schmisse. Und da gibt es Trinkrituale, die schon bei Fünfzehn-, Sechzehnjährigen durchgeführt werden, die genauso laufen wie beim Komasaufen, nämlich möglichst viel zu trinken. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Na, selbstverständlich! Das wissen Sie alle, das wissen wir alle, und ich selbst weiß es auch aus dem Grund, weil ich eine Anfrage gemacht habe an die frühere Bundesministerin Haubner, die einen Verein, nämlich den Pennälerring, gefördert hat. – Da kommt ohnehin schon der Kollege, der wird mir das dann sicher beantworten.
Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner
Der Pennälerring wurde gefördert vom Bundesministerium – ich habe das deshalb interessant gefunden, weil damals die Frau Bundesministerin eine Kampagne gegen Alkohol bei Jugendlichen geführt hat –, und in dieser Broschüre, die der Pennälerring herausgebracht hat zu einem Stiftungsfest (Zwischenruf der Abg. Ursula Haubner), ist gestanden: gefördert vom Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen, und oben war der Querverweis: Freibier gibt es auf der Bude.
Beifall bei den Grünen.
Das wollte ich nur zum Thema sagen: Sich selbst an der Nase nehmen, Grenzen setzen, einigermaßen ehrlich die Debatte führen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Na selbstverständlich! Das war es!
Dann haben Sie allerdings angefangen, den Waffenstudenten zu unterstellen, Trinkrituale durchzuführen (Abg. Öllinger: Na selbstverständlich! Das war es!), und dazu möchte ich Ihnen etwas sagen, was mir einmal ein Elternteil mitgeteilt hat, und zwar hat er wortwörtlich zu mir gesagt, es ist ihm lieber, sein Junge trinkt ein legitimiertes Bier auf der Bude als ein anonymes Cola-Whiskey in der Disco.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Drum gibt’s Freibier auf der Bude!
Und darum geht es nämlich: Mit einem Bier, lieber Herr Öllinger, kann man sich nicht ins Koma saufen. Es gibt auch keine Trinkrituale bei uns, sondern bei uns passiert genau das: Der vernünftige Umgang mit Alkohol wird den Jugendlichen dort schon anerzogen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Drum gibt’s Freibier auf der Bude!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Die Debatte um diese ganze Geschichte ist natürlich eine, die man nicht vom Tisch wischen kann. Keinesfalls sollten wir es natürlich gutheißen, wenn Werbung gemacht wird für billiges Trinken, für starke Alkoholika. Ein kleines Beispiel aus meiner Heimatgemeinde möge verdeutlichen, womit man vielleicht in der Wirtschaft einiges bewirken kann. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Mag. Muttonen: Und der Vater?
Ich bin der Überzeugung, dass Kinder, die zu Hause aufwachsen, wo die Mutter noch darauf schauen kann (Abg. Mag. Muttonen: Und der Vater?) und nicht unbedingt arbeiten gehen muss, wesentlich behüteter aufwachsen, als wenn sie in eine Kinderweggebungseinrichtung abgeschoben werden. (Abg. Binder-Maier: Mein Gott! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) Denn eines dieser Phänomene ist schon: Der Jugendliche bekommt ein bisschen Geld zugesteckt, so nach dem Motto: Da hast! Lass mich in Ruhe! Tu, was du willst, damit!
Abg. Binder-Maier: Mein Gott! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Ich bin der Überzeugung, dass Kinder, die zu Hause aufwachsen, wo die Mutter noch darauf schauen kann (Abg. Mag. Muttonen: Und der Vater?) und nicht unbedingt arbeiten gehen muss, wesentlich behüteter aufwachsen, als wenn sie in eine Kinderweggebungseinrichtung abgeschoben werden. (Abg. Binder-Maier: Mein Gott! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) Denn eines dieser Phänomene ist schon: Der Jugendliche bekommt ein bisschen Geld zugesteckt, so nach dem Motto: Da hast! Lass mich in Ruhe! Tu, was du willst, damit!
Abg. Königsberger-Ludwig: Das ist eine absolute Unterstellung!
Wir sollten aber auch darauf hinweisen: Warum säuft sich ein Jugendlicher heute an? – Das ist ja in Wahrheit ein Hilfeschrei: oftmals Gewalt in der Familie, Zukunftsängste, Arbeitslosigkeit, mangelnde Ausbildungschancen, Massenzuwanderung, Scheidungskinder kommen dazu. (Abg. Königsberger-Ludwig: Das ist eine absolute Unterstellung!) – Ich denke, es sollte auch ein Appell sein, etwas mehr wieder die Werte der Familie an sich in den Mittelpunkt unserer Politik zu rücken, dann könnten wir diesem Phänomen sehr effektiv begegnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir sollten aber auch darauf hinweisen: Warum säuft sich ein Jugendlicher heute an? – Das ist ja in Wahrheit ein Hilfeschrei: oftmals Gewalt in der Familie, Zukunftsängste, Arbeitslosigkeit, mangelnde Ausbildungschancen, Massenzuwanderung, Scheidungskinder kommen dazu. (Abg. Königsberger-Ludwig: Das ist eine absolute Unterstellung!) – Ich denke, es sollte auch ein Appell sein, etwas mehr wieder die Werte der Familie an sich in den Mittelpunkt unserer Politik zu rücken, dann könnten wir diesem Phänomen sehr effektiv begegnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ursula Haubner.
Es geht um Verantwortung und das gemeinsame Gespräch mit den jungen Leuten, und es geht um die Vorbildwirkung von Eltern und Erwachsenen. Das ist wichtiger als jeder politische Appell. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Abg. Zanger: Na, na!
Und wenn ich dann höre „intakte Familie“, dann läuten bei mir immer die Alarmglocken. Wie bei meinem Vorvorredner auch durchgeblitzt ist, läuten diese durchaus zu Recht, denn die Frage stellt sich immer: Was ist denn gemeint mit „intakter Familie“? – Und da ist durchgeblitzt, es sind offensichtlich die berufstätigen Mütter die Schuldigen, die nicht zuhause bleiben und sich entsprechend um die Kinder kümmern. (Abg. Zanger: Na, na!) Das ist ganz deutlich bei Ihnen, Herr Kollege Zanger, durchgeblitzt. Sie haben gesagt, es wäre begrüßenswert, dass die Frauen zuhause bleiben und sich um die Kinder kümmern. (Abg. Zanger: Die, die wollen!) Sie können das ja später richtigstellen. Sie haben von den Kindern gesprochen, die in Betreuungseinrichtungen „abgeschoben“ werden – auch ein ganz grauenhaftes Bild! Kindergärten sind wichtig für Kinder, sie lernen dort, sie werden gefördert, sie können mit anderen Kindern spielen.
Abg. Zanger: Die, die wollen!
Und wenn ich dann höre „intakte Familie“, dann läuten bei mir immer die Alarmglocken. Wie bei meinem Vorvorredner auch durchgeblitzt ist, läuten diese durchaus zu Recht, denn die Frage stellt sich immer: Was ist denn gemeint mit „intakter Familie“? – Und da ist durchgeblitzt, es sind offensichtlich die berufstätigen Mütter die Schuldigen, die nicht zuhause bleiben und sich entsprechend um die Kinder kümmern. (Abg. Zanger: Na, na!) Das ist ganz deutlich bei Ihnen, Herr Kollege Zanger, durchgeblitzt. Sie haben gesagt, es wäre begrüßenswert, dass die Frauen zuhause bleiben und sich um die Kinder kümmern. (Abg. Zanger: Die, die wollen!) Sie können das ja später richtigstellen. Sie haben von den Kindern gesprochen, die in Betreuungseinrichtungen „abgeschoben“ werden – auch ein ganz grauenhaftes Bild! Kindergärten sind wichtig für Kinder, sie lernen dort, sie werden gefördert, sie können mit anderen Kindern spielen.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
einer Hausfrau, die in schlechten Bedingungen zurechtkommen muss, kann es unter Umständen nicht der Fall sein. Ich würde Sie daher ersuchen, nicht solche Kriterien anzulegen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Die Frage nach den Zukunftsperspektiven, wie wir Zukunftsperspektiven gestalten für Kinder und Jugendliche, ist wichtig. Die Frage: Finden Jugendliche einen Arbeitsplatz, finden Jugendliche eine Lehrstelle? – Letztlich ist der Zusammenhang Alkohol und Jugendliche zwar ganz wichtig immer, auch hier im Hause, und bei jedem Gesetz, das wir beschließen, aber wir müssen uns vor Augen halten: Wie gestalten wir denn die Welt, in der Jugendliche zurechtkommen müssen? (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Ja! – Abg. Mag. Wurm: Kann sein, muss nicht!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Karlheinz Klement, MAS (FPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Ministerin! Hohes Haus! Frau Kuntzl, was ist denn eine intakte Familie? – Eine Patchwork-Familie? (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Ja! – Abg. Mag. Wurm: Kann sein, muss nicht!) Eine unbedingt, mit aller Gewalt, alleinerziehende Mutter? Vielleicht eine Homo-Ehe? Ist das die ideale Familie? Ist es das, was Sie hier ansprechen wollen? Also, liebe Frau Kuntzl, eine Homo-Ehe, eine Patchwork-Familie ist nicht das, was eine ideale Familie ist, ist nicht das, was wir Freiheitlichen uns wünschen, was wir in Österreich brauchen. Sicher nicht! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Und was ist Ihre?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Und was ist Ihre?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Karlheinz Klement, MAS (FPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Ministerin! Hohes Haus! Frau Kuntzl, was ist denn eine intakte Familie? – Eine Patchwork-Familie? (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Ja! – Abg. Mag. Wurm: Kann sein, muss nicht!) Eine unbedingt, mit aller Gewalt, alleinerziehende Mutter? Vielleicht eine Homo-Ehe? Ist das die ideale Familie? Ist es das, was Sie hier ansprechen wollen? Also, liebe Frau Kuntzl, eine Homo-Ehe, eine Patchwork-Familie ist nicht das, was eine ideale Familie ist, ist nicht das, was wir Freiheitlichen uns wünschen, was wir in Österreich brauchen. Sicher nicht! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Und was ist Ihre?)
Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Was wir nicht brauchen, Frau Kuntzl und Herr Öllinger, ist die Diskussion über irgendwelche linken Ideen und krausen Ideologien, die sicher bald auf dem Misthaufen der Geschichte landen werden. Das ist sicher ein Blödsinn. Bitte schön, ersparen wir uns diese Diskussion! Tragen wir dazu bei, dass sie auch sachlich geführt werden kann! (Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.) Dazu sind diese Wortmeldungen von Ihnen, Herr Öllinger und Frau Kuntzl, sicher nicht geeignet. – Das vielleicht ganz kurz zur Klarstellung.
Abg. Öllinger: Wie ist das mit ...? Meinen Sie Schmisse mit „Verletzungen“?
Wenn wir heute die Problemkreise der Jugend ansehen, sehen wir auch eine unglaubliche Zunahme an Kriminalität, sinkende Hemmschwellen; ohne Weiteres ist eine Bereitschaft da, Gleichaltrige, auch Ältere, brutal niederzuschlagen, auf sie einzudreschen. Es gib die Bereitschaft, auch selbst Verletzungen in Kauf zu nehmen, Orientierungslosigkeit, Visionslosigkeit und eine tiefe Sinnkrise. (Abg. Öllinger: Wie ist das mit ...? Meinen Sie Schmisse mit „Verletzungen“?)
Abg. Rudas: Unglaublich! Mittelalter!
Wenn Sie das jetzt vielleicht als ideologische Diskussion abtun wollen, sage ich Ihnen: Es gibt darüber schon sehr interessante Studien, die genau auf diesen Punkt eingehen, zum Beispiel von Frau Dr. Reisp, die in Salzburg darauf hingewiesen hat, wo die Probleme liegen. Sie weist darauf hin, dass es Scheidung und Vernachlässigung in der Familie sind, mangelnde Kommunikation, die dazu führen, dass Kinder heute in diese unglaubliche Verwirrtheit kommen und dann eben im Komatrinken nicht mehr zufrieden sind. (Abg. Rudas: Unglaublich! Mittelalter!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Königsberger-Ludwig und Rudas.
Und nun die Ansätze, die wir im Ausschuss gehört haben. Glauben Sie wirklich, dass verschiedenfarbige Ausweise oder Chipkarten Eltern ersetzen können? Glauben Sie wirklich, dass Gespräche mit der Wirtschaft über Selbstbeschränkung im Verkauf von Alkohol irgendetwas lösen, Frau Kollegin Muttonen? Glauben Sie wirklich, dass das ein Ansatz ist, um diese gewaltige Problemflut in Angriff zu nehmen? Glauben Sie wirklich, dass Alkoholverbote irgendetwas dazu beitragen können, die sozialen Kontakte mit Eltern wieder zu beleben? – Sie vermischen Dinge, die überhaupt nicht zusammenpassen. Und das ist genau der Punkt. Das heißt, wir müssen jetzt kurzfristige Ansätze finden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Königsberger-Ludwig und Rudas.) – Beruhigen Sie sich! Ich weiß, Sie gehören zur ganz linken Hälfte hier oben. Ist überhaupt kein Problem; ich kann mit Ihnen schon leben.
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Eines darf man nicht vergessen: Natürlich gibt es einen gewissen Gruppenzwang in der Jugend – egal, ob das im Verein oder in der Schule ist. Diesen Gruppenzwang müssen wir erkennen. Um diesen Gruppenzwang ausnutzen zu können, wäre es natürlich eine gute Möglichkeit, entsprechende Aktionen in den Schulen zu machen. Aber der Punkt, um langfristig etwas zu ändern, ist ein ganz anderer: Es geht darum, dass wir die Probleme bei der Wurzel packen. Die Gesellschaft muss sich wieder ändern, sie darf nicht nach Ihren krausen Ideen geändert werden, denn dann geht es genauso weiter wie bisher, genau in diese Richtung, in die wir jetzt gehen, würden wir weitergehen, wenn wir Ihre Ideen, von der linken, letzten Reihe ganz oben weiterverfolgen. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Echte Männer braucht das Land!
Es muss sich eine Bewusstseinsänderung ergeben. Wir brauchen Vorbilder, keine linken, sondern wir brauchen echte Vorbilder. Wir brauchen Vorbilder von Seiten der Elternschaft, der echten Elternschaft. Und wir müssen auch die Männer wieder einbinden. Aber nicht so, wie Sie, die Linken, es wollen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Echte Männer braucht das Land!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Dr. Andrea Eder-Gitschthaler (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Minister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Herr Kollege Klement, ich muss jetzt schon ein paar Worte zu Ihnen sagen. Bitte führen Sie diese Familiendiskussion sachlich! Es sind schon sehr viele Dinge gefallen. Wir ÖVP-Frauen sind nicht immer einer Meinung mit den SPÖ-Frauen, aber da treffen wir uns in vielem mit der Frau Kollegin Kuntzl. Und was Sie hier gesagt haben, das können wir nicht so hinnehmen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich begrüße daher alle Maßnahmen, die unsere Kinder und speziell unsere Jugendlichen einen maßvollen Umgang mit Alkohol lehren und ersuche alle um entsprechende Unterstützung. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Laura Rudas (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrtes Hohes Haus! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! An die Freibier-für-alle-Fraktion, die FPÖ, die im Wahlkampf noch tapfer damit geworben hat, alle auf ein Freibier einzuladen, an Herrn Klement und Herrn Zanger: Ich weiß, früher war die Welt viel besser. Da haben sich die Frauen zuhause noch schlagen lassen, weil sie sich nicht getraut haben, sich scheiden zu lassen, sie waren finanziell abhängig. Mein Gott, war das gesund für die Kinder! Ich weiß, früher war alles viel, viel besser: Hauptsache intakt. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Zanger: Sie haben es nicht verstanden!
Bevor Sie es wagen, sich hier herauszustellen und den Österreicherinnen die Schuld für das sogenannte Komasaufen zu geben, denken Sie lieber an produktive und konstruktive Vorschläge! (Abg. Zanger: Sie haben es nicht verstanden!) – Das macht nichts, dann hören Sie zu.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich habe etwas vergessen, denn als „Linkslinke“, wie Sie mich vorher genannt haben, muss ich natürlich auch meine Jugendorganisation verteidigen, die Sozialistische Jugend. Ich weiß, für Ihre Jugendorganisation ist es total untypisch, kritisch zu sein, auch der eigenen Partei gegenüber. Wir sind aber sehr stolz darauf, dass es so ist. Die SJ hat auch andere Meinungen als die SPÖ. Das ist auch richtig so. Aber die Sozialistische Jugend hat es noch nie gewagt wie Ihre Kollegen in Wien, der RFJ, mit Freibier in einen Jugendwahlkampf zu gehen. Noch nie! Und sie werden es auch nie tun. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Genau so, wie die Harmonisierung des Jugendschutzgesetzes nur mit der Einbindung von Jugendlichen stattfinden kann. Das heißt, ich bitte Sie, das noch nachzuholen und Jugendliche auch schon in die Erstgespräche einzubinden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine weitere Maßnahme beziehungsweise Aktivität ist „Mehr Spaß mit Maß“. Der durchaus bekannte Primar Reinhard Haller hat sich als Vorsitzender zur Verfügung gestellt und begleitet dieses Projekt auch. Bei „Mehr Spaß mit Maß“ geht es darum, die Jugendlichen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu erziehen. – Ein Bereich, glaube ich, wo wir Erwachsenen alle miteinander immer wieder aufgefordert sind, mitzudenken und Vorbildwirkung einzunehmen. Die Jugendlichen müssen weg von dieser „Ballermann“-Einstellung, hin zu einer Genusskultur kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Alles in allem glaube ich, dass wir einen wichtigen Schritt setzen, um eben unsere Zukunft, unsere Kinder und Jugendlichen – diese sind unsere Zukunft! – vor unnötigen Belastungen durch den Missbrauch mit Alkohol zu schützen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ziel der Maßnahme muss es daher sein, einen normalen und kompetenten Umgang mit Alkohol herbeizuführen. Ich fordere Sie alle auf, dazu beizutragen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir brauchen aber nicht nur Verbote, wir brauchen vor allem positive Aktionen. Eine davon wurde bereits gesetzt: „Nachdenken statt Nachschenken“ – man könnte es auch anders ausdrücken: Jung und schlau statt dumm und blau! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Immer wieder hat man das Gefühl, dass in dieser Debatte die sogenannten Hauptbetroffenen, nämlich die Kinder und Jugendlichen, als die Schuldigen abgestempelt werden. Doch es gibt in dieser Frage keine alleinigen Schuldigen, sondern vielmehr haben wir eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Frau Bundesministerin, ich fordere Sie auf, an diesem Thema dranzubleiben, sich auch in Zukunft diesem Thema zu widmen, sich dieses Themas anzunehmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Warum schildere ich das so konkret? – Weil dadurch nämlich klar wird: Wir brauchen unbedingt eine gezielte Image-Kampagne. Wir müssen dem gegensteuern – und das machen Sie sehr professionell, Frau Minister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Werte Kolleginnen und Kollegen! Schön, dass wir jedenfalls an einem Strang ziehen, wenn es um das Wohl der Kinder geht. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Rednerin hiezu könnte ich jetzt natürlich noch allerhand Sachen aufzählen, die andere schon erwähnt haben, ich möchte mich jetzt aber vorerst gegen die Kriminalisierung durch Herrn Kollegen Themessl wehren. Ich glaube nicht, dass wir hier eine Diskussion darüber führen sollten, ob Patchwork-Familien schlechtere Familien sind. Ich bin selbst Teil einer solchen Patchwork-Familie, und ich glaube, dass Kinder in einer aktiven Patchwork-Familie, neben einem geschiedenen Elternteil, durchaus auch etwas dazugewinnen können; das muss für die Kinder nicht immer etwas Negatives sein. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Ich muss sagen, Herr Themessl, ich finde es nicht in Ordnung, dass Sie das so zu kriminalisieren versuchen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, ich glaube, dass wir die Diskussion anders führen sollten; Frau Ministerin Kdolsky hat ja mit ihrer Kampagne schon einen Ansatz gefunden. Wir werden natürlich in der Diskussion bleiben, und ich freue mich, dass wir da alle einer Meinung sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Noch mehr Verbote und noch mehr Verbote ohne Kontrolle kann nicht die Lösung sein. Vorbild sind wir alle. Deshalb, glaube ich, ist „Nachdenken statt Nachschenken“ dringend an der Tagesordnung. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist dies die 21. Novelle in den vergangenen zehn Jahren – es sind also bereits 20 Novellen verabschiedet worden –, und unser Rechtsverständnis geht davon aus, dass der Normadressat, also jene Menschen, für die ein Gesetz gemacht wird, für die eine Norm gemacht wird, auch die Norm verstehen soll. Aber es ist im Bereich des Kraftfahrgesetzes ein derartiges Stückwerk entstanden, dass die Übersichtlichkeit in keiner Art und Weise mehr gewährleistet ist. Daher haben wir auch im Ausschuss die Diskussion in Richtung Neukodifikation geführt. Es wäre unserer Meinung etwas Gutes, das jetzige Stückwerk hier in eine Neukodifikation zu bringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riepl: Drüberfahren!
Da wäre es sinnvoll, wenn man die Fahrradfahrer dazu brächte, dass sie über einen Zebrastreifen nicht schneller drübergehen als ein Fußgänger. Das wäre für alle eine Art des ... (Abg. Riepl: Drüberfahren!) Oder drüberfahren in einer Geschwindigkeit, die nicht schneller ist als das Drübergehen des Fußgängers – einfach auch aus Rücksicht auf die Autofahrer und aus Rücksicht auf die Fahrradfahrer selbst.
Zwischenruf des Abg. Eder.
Wir haben ebenfalls darauf aufmerksam gemacht – aber das dürfte offensichtlich niemanden interessieren –, dass die Zahl der Motorradtoten gegenüber dem vergangenen Jahr bereits um 100 Prozent gestiegen ist. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Ja, aber es warnen auch alle davor, auch der ARBÖ, dass diese Lichtpflicht am Tag einer der wesentlichen Gründe dafür ist, warum Motorradfahrer einfach weniger wahrgenommen werden. (Abg. Eder: Das muss man sich noch einmal genau anschauen!) – Danke für Ihre Zustimmung!
Abg. Eder: Das muss man sich noch einmal genau anschauen!
Wir haben ebenfalls darauf aufmerksam gemacht – aber das dürfte offensichtlich niemanden interessieren –, dass die Zahl der Motorradtoten gegenüber dem vergangenen Jahr bereits um 100 Prozent gestiegen ist. (Zwischenruf des Abg. Eder.) Ja, aber es warnen auch alle davor, auch der ARBÖ, dass diese Lichtpflicht am Tag einer der wesentlichen Gründe dafür ist, warum Motorradfahrer einfach weniger wahrgenommen werden. (Abg. Eder: Das muss man sich noch einmal genau anschauen!) – Danke für Ihre Zustimmung!
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre gescheit, wenn wir einfach öfter zusammenkämen, auch im Verkehrsausschuss einfach die Intervalle der Sitzungen verdichten würden, wenn wir auch mit dem Minister in einer Runde zusammenkämen, um die Schnittmengen unserer unterschiedlichen Bewertungen in der Verkehrspolitik zu finden, und wenn wir auch damit aufhörten, alles in eine Regelungsflut hineinzubringen, und statt dessen wieder die Zügel ein bisschen lockerer ließen und dort, wo es einen Regelungsbedarf gibt, etwa im Radfahrerbereich, tatsächlich Regelungen herbeiführten. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren, ich darf Sie daher ersuchen, diesem Abänderungsantrag die Zustimmung zu geben, aber auch der 28. KFG-Novelle vollinhaltlich zuzustimmen. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In dieser Studie soll auch durchaus geprüft werden, ob Licht am Tag auch zu einem erhöhten Treibstoffverbrauch führt, zu einem Mehr an Schadstoffen. Und ich meine, es sollte auch geprüft werden, ob es nicht allenfalls möglich ist, Licht am Tag nur im Winterhalbjahr einzuführen und nicht auch im Sommer. Jedenfalls stehen wir einer objektiven Prüfung dieses Sachverhaltes sehr offen gegenüber. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich ersuche aus aktuellem Anlass, der Vorlage dieses Achten Umweltkontrollberichts durch den Herrn Umweltminister, auch im Verkehrsbereich die maßgeblichen Umsetzungsschritte voranzutreiben und diesem Maßnahmenkatalog, diesen Empfehlungen der Fachinstanz des Umweltbundesamts hier im Nationalrat durch eine Beschlussfassung auch noch nahezutreten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Und die andere Frage ist: Gibt es eigentlich Studien dazu, wie die Leute zu „Licht am Tag“ stehen, über die Emissionen und auch den Spritverbrauch, wenn das Taglicht eingebaut ist? (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: ... überall eine 100er-Beschränkung machen!
Herr Bundesminister, eines möchte ich auch sagen: Angenehm finde ich heute, dass wir nach langer Zeit das erste Mal nicht darüber diskutieren, ob wir nicht 160 auf den Autobahnen fahren sollten. (Abg. Scheibner: ... überall eine 100er-Beschränkung machen!) Ich glaube, 130 sind genug. Sorgen wir dafür, dass wir diese Geschwindigkeit auch fahren können, dann haben wir auf unseren Straßen ein gutes Fortkommen! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, eines möchte ich auch sagen: Angenehm finde ich heute, dass wir nach langer Zeit das erste Mal nicht darüber diskutieren, ob wir nicht 160 auf den Autobahnen fahren sollten. (Abg. Scheibner: ... überall eine 100er-Beschränkung machen!) Ich glaube, 130 sind genug. Sorgen wir dafür, dass wir diese Geschwindigkeit auch fahren können, dann haben wir auf unseren Straßen ein gutes Fortkommen! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich danke dafür, dass diese Erleichterungen möglich waren, und freue mich auf die Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde vor einer Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt warnen, weil ich meine, dass sie noch verfrüht und daher eigentlich auch nicht sehr vernünftig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese KFG-Novelle ermöglicht auch Adaptierungen für die Genehmigungsdatenbank und einige redaktionelle Änderungen. Insgesamt, glaube ich, eine sinnvolle geringfügige Gesetzesänderung, die die Verkehrssicherheit erhöht. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Binder-Maier: Wissen die Murtaler alle, was Sie wollen?
Zum Zweiten, Herr Minister, Frau Staatssekretärin: Aufgrund und dank der Initiative des Präsidenten Fritz Grillitsch ist es ja gelungen, die S 36 und S 37 als Teilstück ins höherrangige Bundesstraßennetz aufzunehmen. Jetzt liegt es auch an Ihnen, dass wir diesen Lückenschluss im hochrangigen Straßenverkehrsnetz vornehmen. Die Murtaler erwarten sich da von Ihnen konkrete Maßnahmen und einen konkreten Spatenstich. Und wenn Sie mit uns da modern und offensiv weitermachen, dann können wir hoffentlich dieses Teilstück bald für geschlossen erklären. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Binder-Maier: Wissen die Murtaler alle, was Sie wollen?)
Beifall bei der ÖVP.
Alles in allem, denke ich, doch ein sehr zustimmungswürdiges Gesetz, dem wir unsere Stimme geben sollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, es tut mir leid, dass Sie, der Sie immer verkündet haben, dass Sie auch die Verkehrssicherheit als Tätigkeitsfeld und als Verantwortungsfeld wahrnehmen wollen, gerade mit dem ersten Gesetz, wo wirklich Verkehrssicherheit im Vordergrund steht, das Terrain wieder vernachlässigen und verlassen und nicht die nötigen Straffungen, die nötigen Sicherstellungen vornehmen, sondern eigentlich schlichtweg – mit einem einfachen Wort gesagt – eher liberalisieren. – Danke schön (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Sburny: Oh!
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Frau Vorsitzende! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Liebe Frau Abgeordnete Moser, natürlich gibt es Lobbyisten, natürlich gibt es immer wieder Lobbyismus, aber ich glaube, gerade bei diesem Gesetz wird ganz streng geprüft, weil es sich um eine ganz, ganz sensible Materie handelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Herr Minister etwas verabschieden würde, das wirklich wider die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher ist. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Sburny: Oh!)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich aber betonen, dass es wichtig ist, speziell im Transport von Gefahrgut an die Vernunft der Auftraggeber zu appellieren und besonders gefährliche Güter natürlich per Bahn abzuwickeln. Angelehnt an einen Spruch, den man öfters auf Lkws lesen kann: Solange man Gefahrgut nicht per E-Mail versenden kann, sollten wir es auf der Schiene transportieren. Das verhindert CO2, es verhindert Staus, es gewährleistet mehr Sicherheit, und die Klugen transportieren es heute schon vernünftig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich würde Sie schon ersuchen, sich das eine oder andere zu überlegen, wie zu verhindern ist, dass andere als die geeigneten Fachleute in die Lage kommen, solche Zulassungsbescheinigungen auszustellen, weil, wie gesagt, diese Gefahrguttransporte auch Gefahr für Mensch und Umwelt bedeuten. Darauf ist aus unserer Sicht Rücksicht zu nehmen, und dem ist besonderes Augenmerk schenken. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Worum es sich bei dieser Materie auch handelt, ist, dass es jetzt um eine Aktualisierung, eine Präzisierung und eine Klarstellung geht und wir hier zum größten Teil Konsens haben. Wir werden natürlich dieser Bestimmung zustimmen. Man sollte aber immer wieder auf europäischer Ebene daran arbeiten, wo wir im Gleichklang laufen, und eben dieselben Richtlinien in den einzelnen Ländern vorfinden und vor allem das Gefahrgut zum größten Teil auf die Schiene verlagern. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
So gesehen ist diese Novelle ein weiterer Schritt für mehr Sicherheit. Verbesserungen sind notwendig und natürlich auch möglich. Die optimale Sicherheit ist nach wie vor das Ziel unserer Gesetzesänderung. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: ... wichtig ist!
Ich möchte zuerst zum Antrag der Repräsentanten der Regierungsparteien sprechen, zum Antrag zur Errichtung der Koralmbahn, wobei ich Sie darauf hinweisen möchte, dass dieses große Infrastrukturprojekt (Ruf bei der ÖVP: ... wichtig ist!) vom Finanzumfang her sicherlich größer ist als die heute Vormittag heftig diskutierte Eurofighter-Beschaffung. Ich habe schon einmal gesagt, die Koralmbahn ist mehr als der „Eurofighter“ der Infrastruktur. Dieses Tunnelprojekt ist im Kontext zu sehen mit einer europäischen Güterverkehrsstrecke, die von Warschau bis nach Mailand führen soll und die Österreich queren könnte – und die vor allem, wenn man von Richtung Warschau unterwegs ist, zuerst einmal auf den Semmering stößt.
Abg. Mag. Darmann: Bei Weitem mehr!
Der Bau des Semmeringtunnels ist eine lange, lange Geschichte. Wir wissen, es wird das sehr kontroversiell beurteilt. Und wir wissen weiters, es gibt hiezu noch immer kein projektreifes, kein beschlussreifes Bauvorhaben – und obwohl auf dem Weg von Warschau nach Mailand mit den Gütern vorerst am Semmering die alte Ghega-Strecke befahren wird, investiert jetzt bereits diese Bundesregierung in das Koralm-Projekt, das eine Verbindung zwischen Graz und Klagenfurt darstellt (Abg. Mag. Darmann: Bei Weitem mehr!) und eigentlich von den Erfordernissen her, auch aufgrund der Einschätzung von Verkehrsfachleuten auf den Universitäten, aufgrund der Einschätzung von Verkehrsfachleuten in den ÖBB, eigentlich in der Priorität nachgereiht werden müsste.
Beifall bei den Grünen.
Deshalb: Der Koralmtunnel hat für mich nicht jene Priorität, die Sie ihm geben, weil ich in Gesamtdimensionen denke – und meine, dass das Geld vor allem dafür investiert werden sollte, dass angesichts der Mobilitätsnotwendigkeiten für die Pendlerinnen und Pendler, angesichts der Klimaschutznotwendigkeiten, der Umstiegsmöglichkeiten für die Autofahrer, gerade jene Strecken von der ÖBB ausgebaut werden müssten, die im täglichen Pendlerverkehr dringend notwendig sind. Das sind beispielsweise viele Strecken im Umkreis von Wien; das sind viele Strecken teilweise im Umkreis von Linz oder Salzburg, aber auch durchaus in der südöstlichen Gegend Österreichs, auch im Umkreis von Graz. Da brauchen wir Schnellbahnprojekte, S-Bahn-Projekte, ebenso schienengebundene Kombinationsmöglichkeiten, die PendlerInnen verstärkt in die Ballungszentren bringen, damit diese – und das auf kostengünstige und umweltgerechte Art und Weise – ein alternatives Mobilitätsangebot haben. Dafür sollten Investitionen getätigt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Schauen wir uns das an: Der Fahrplan ermöglichte es früher, dass man von Wien, von Linz, von Salzburg aus über Nacht nach Venedig fahren konnte. In letzter Zeit ist das aber gestrichen worden. Deshalb: Es bedarf eines verbesserten Fahrplanangebotes, aber nicht diese eine Stunde kürzer wegen des Koralmtunnels. Für den Urlaubsverkehr ist das wirklich völlig irrelevant. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Schauen Sie auf das Licht! Das Licht leuchtet!
Da, Herr Minister Faymann, stehen Sie unter Handlungszwang! (Abg. Scheibner: Schauen Sie auf das Licht! Das Licht leuchtet!) Und mein Antrag ist ein Hinweis, in welche Richtung Sie handeln sollten, damit das Gesamtunternehmen ÖBB effizienter wird. – Danke schön. (Ruf bei der ÖVP: Redezeit ist aus!) – Ich rede dann beim nächsten Tagesordnungspunkt kaum mehr. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Redezeit ist aus!
Da, Herr Minister Faymann, stehen Sie unter Handlungszwang! (Abg. Scheibner: Schauen Sie auf das Licht! Das Licht leuchtet!) Und mein Antrag ist ein Hinweis, in welche Richtung Sie handeln sollten, damit das Gesamtunternehmen ÖBB effizienter wird. – Danke schön. (Ruf bei der ÖVP: Redezeit ist aus!) – Ich rede dann beim nächsten Tagesordnungspunkt kaum mehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da, Herr Minister Faymann, stehen Sie unter Handlungszwang! (Abg. Scheibner: Schauen Sie auf das Licht! Das Licht leuchtet!) Und mein Antrag ist ein Hinweis, in welche Richtung Sie handeln sollten, damit das Gesamtunternehmen ÖBB effizienter wird. – Danke schön. (Ruf bei der ÖVP: Redezeit ist aus!) – Ich rede dann beim nächsten Tagesordnungspunkt kaum mehr. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Solche Projekte müssen einmal in Angriff genommen werden, um unseren nächsten Generationen dann die Möglichkeit zu geben, all das, was auch von der grünen Fraktion und anderen Fraktionen gefordert wird, Realität werden zu lassen, denn sonst wird das nie gelingen. Wichtig ist nur, dass, wenn das Projekt in Angriff genommen wird, auch die Rahmenbedingungen entsprechend geschaffen werden, sodass der Lkw in einer Art und Weise besteuert werden muss, dass Bahntunnelfahrten attraktiv werden. Diese Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, denn nur dann wird das Gesamtprojekt ein Erfolg werden. Ich danke dem Herrn Bundesminister dafür. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gott sei Dank haben wir nun einen Vier-Parteien-Antrag, der sich auf diese wichtigen Zukunftsprojekte bezieht. Wir sind sehr froh darüber, dass sich auch Herr Minister Faymann dazu bekannt hat, dass auch die SPÖ und das BZÖ da mitgegangen sind, weil das eben eine Dimension ist, die über Jahre reicht, und weil sie wirklich zum Vorteil nicht nur des Südens, sondern der ganzen Verkehrsentwicklung im mitteleuropäischen Raum ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Riepl: Das kann man nicht vergleichen!
In 20 Jahren geben wir für den Eurofighter rund 2 Milliarden € aus, aber jährlich geben wir für die österreichische Schieneninfrastruktur rund 4,5 Milliarden aus! Jährlich! Das möchte ich nur in diesem Zusammenhang sagen. (Abg. Riepl: Das kann man nicht vergleichen!) Ich will überhaupt nicht das eine gegen das andere ausspielen, sondern ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Regen Sie sich doch nicht gleich auf! Ich sage nur: Wir haben hier eine hohe Verantwortung, dieses Geld richtig einzusetzen und uns genau zu überlegen, wie wir das tun können, um das Geld auch entsprechend effektiv zu nutzen.
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
In 20 Jahren geben wir für den Eurofighter rund 2 Milliarden € aus, aber jährlich geben wir für die österreichische Schieneninfrastruktur rund 4,5 Milliarden aus! Jährlich! Das möchte ich nur in diesem Zusammenhang sagen. (Abg. Riepl: Das kann man nicht vergleichen!) Ich will überhaupt nicht das eine gegen das andere ausspielen, sondern ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Regen Sie sich doch nicht gleich auf! Ich sage nur: Wir haben hier eine hohe Verantwortung, dieses Geld richtig einzusetzen und uns genau zu überlegen, wie wir das tun können, um das Geld auch entsprechend effektiv zu nutzen.
Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.
Ich glaube, wir sind gerade auch im Verkehrsbereich ganz gut unterwegs – und ich verweise in diesem Zusammenhang nur auf die Infrastrukturoffensive der letzten Jahre, die ich als richtig und notwendig erachte. (Präsident Dr. Spindelegger übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
besten in der Geschichte der Österreichischen Bundesbahnen. Sie sind also gerade mit dieser neuen Struktur auf dem richtigen Weg – und wir sollten das daher hier nicht schlechtreden, sondern die ÖBB dabei unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Daher meine Bitte: Wenn man schon so große Projekte ins Auge fasst, vergessen Sie bitte nicht, dass auch kleine regionale Projekte ungemein wichtig sind, und zwar ungemein wichtig für die Menschen vor Ort, und ich bitte Sie, das zu berücksichtigen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Andererseits ist es aber auch jenen zu verdanken – das sage ich als jemand, der längere Zeit in Wien tätig war –, die sich zu einem Zeitpunkt für den Bau der Wiener U-Bahn entschieden haben, als sehr viele noch gewarnt und gesagt haben, diese Investitionen seien viel zu groß, dass die Wiener U-Bahn heute eines der attraktivsten öffentlichen Verkehrsmitteln ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
mit hohen Belastungen für die Autofahrer verbunden sind. Wenn wir es aber abseits von Vorschlägen, Autofahrer so hoch zu belasten – und solche Vorschläge kommen immer wieder –, dass sich ein Teil aus Kostengründen, auf Grund des Einkommens ein Auto nicht mehr leisten kann und darauf verzichten muss – es gibt Menschen, die sich nicht aus Umweltüberlegungen, sondern auf Grund eines zu geringen Einkommens keinen Neuwagen nach dem letzten technischen Stand kaufen können –, ernst meinen mit einer Schadstoffreduktion und keine soziale Differenzierung des Autoverkehrs anstreben, bleibt uns, da wir wissen, dass der Transit insbesondere der neuen Mitgliedsländer durch ihr Wirtschaftswachstum noch stärker und nicht geringer werden wird, gar nichts anderes übrig, als in dieser Verantwortung geschlossen und gemeinsam jetzt und in den nächsten Jahren diese hohen Investitionen für die erwähnten Projekte, vom Koralmtunnel bis hin zum Brenner-Basistunnel, zu tätigen. Nur dann leisten wir einen Beitrag, der über das Tagesgeplänkel hinausgeht, für eine konkurrenzfähige, für eine umweltfreundliche Bahn. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Kollegin Moser, ganz kurz noch einmal zu Ihnen. Wenn Sie die Koralmbahn mit dem Eurofighter vergleichen und die Koralmbahn als den Eurofighter der Infrastruktur bezeichnen, so sage ich Ihnen: Die haben eines gemeinsam: Der Eurofighter ist ein schnelles modernes Flugzeug, und die Koralmbahn ist eine schnelle Bahn, die zwei Landeshauptstädte irrsinnig schnell verbindet. (Beifall beim BZÖ.)
Demonstrativer Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: So, wie bei uns bei der Polizei!
Abgeordneter Wilhelm Haberzettl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, wir können die ganze Nacht hindurch hier am Rednerpult stehen, aber eines wird uns nicht gelingen: die ÖBB-Reform 2003 gesundzureden. Sie ist schlichtweg eine misslungene Reform, und das Unternehmen leidet enorm darunter. (Demonstrativer Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: So, wie bei uns bei der Polizei!) Und Sie, Herr Kollege Dolleschal (Ruf bei der ÖVP: „Dolleschal“?), tragen ein gerüttelt Maß an Verantwortung für dieses Problem.
Ruf bei der ÖVP: „Dolleschal“?
Abgeordneter Wilhelm Haberzettl (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich glaube, wir können die ganze Nacht hindurch hier am Rednerpult stehen, aber eines wird uns nicht gelingen: die ÖBB-Reform 2003 gesundzureden. Sie ist schlichtweg eine misslungene Reform, und das Unternehmen leidet enorm darunter. (Demonstrativer Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der FPÖ: So, wie bei uns bei der Polizei!) Und Sie, Herr Kollege Dolleschal (Ruf bei der ÖVP: „Dolleschal“?), tragen ein gerüttelt Maß an Verantwortung für dieses Problem.
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Ein Vorredner hat gesagt, die Bilanz sei so wunderbar. Ich ersuche Sie, Herr Kukacka: Schauen Sie es sich genau an! Das Unternehmen wurde nämlich in einem Bereich wirklich gut bedient: bei der Eigenkapitalausstattung und bei der Kreierung der Rückstellungen. Das Unternehmen lebt heute noch von den alten ÖBB mit den guten Bilanzen. Das ist die Wahrheit – Fachleute werden das feststellen, wenn sie es überprüfen. (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Abg. Dolinschek: Sieben Jahre waren zu wenig, um Ihre Erbschaft aufzuarbeiten!
Frau Kollegin Moser, Ihr Antrag ist aber leider schon etwas älter und die Realität hat ihn, denke ich, schon ad absurdum geführt. Es wird hier sehr viel versucht, um die politischen Fehler der Vergangenheit – die Erbschaft der alten Bundesregierung tritt ja hier sehr hart zutage – auszugleichen. (Abg. Dolinschek: Sieben Jahre waren zu wenig, um Ihre Erbschaft aufzuarbeiten!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, ich wünsche Ihnen bei Ihrer Aufgabe sehr viel Kraft und Glück. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Faul: Der Einzige, der sich wirklich auskennt!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Ich habe mich jetzt fast ein bisschen geschreckt, wie Herr Kollege Haberzettl über sein Unternehmen geredet hat. (Abg. Faul: Der Einzige, der sich wirklich auskennt!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, die ÖBB haben in den letzten Jahren in Richtung Kundenorientierung Riesenschritte getan. Das zeigt sich auch daran, dass die ÖBB als Beförderer viel, viel stärker und besser angenommen wurden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie haben ja ein besonders interessantes Ministerium, ein Ministerium, wo Projekte über 15, 20 Jahre geplant und gebaut werden müssen. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch über Wahlen hinaus hier an Plänen festhalten, dass wir nicht alle zwei, drei Jahre die Prioritäten wechseln. Ich danke Ihnen, dass Sie bei den Hauptprioritäten wirklich auch die Linie gehalten haben – und die Hauptprioritäten heißen Brenner, heißen Westbahn und heißen auch Verbindung in Richtung Steiermark und Kärnten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrter Herr Minister, ich wünsche dir viel Erfolg für die Umsetzung des zukunftsorientierten Rahmenplanes, vor allem betreffend den Schienenverkehr! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich persönlich habe die Hoffnung nicht ganz aufgegeben, dass Sie sich Ihrer neuen Rolle hier im Hohen Haus bewusst sind, dass Sie jetzt nicht mehr nur noch für die Gewerkschaften, sondern auch für den Gesamtstaat Mitverantwortung tragen, und freue mich auf die Zusammenarbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Semmering-Tunnel gehört natürlich zu dem Bahnprojekt „Südbahn“, und dieses Bahnprojekt ist genauso wichtig wie der Koralmtunnel. Man soll das Projekt im Gesamten sehen und soll nicht nein sagen, sondern sowohl als auch. Auch wenn die Politik dieses Projekt bei gewissen Landespolitikern nur in homöopathischen Dosen voranbringt, sind wir Niederösterreicher trotzdem der Meinung, dass der Semmering-Tunnel auf jeden Fall dazugehört. – Recht herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gaál.
Herr Minister, da würden wir Ihnen gerne eine Krone aufsetzen, wenn Sie gemeinsam mit dem Kurt Eder behilflich sind, in der Wiener Verkehrspolitik dahin gehend zu agieren, dass es auch die U-Bahn-Anbindung der U2 und der U6 gibt. Das wäre noch ein Wunsch, den ich hier mit einbringen möchte. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Gaál.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die weiteren Abkommen regeln die Kooperation im Bereich der Satellitennavigation, vor allem in den Bereichen Forschung, Frequenzvergabe, Marktentwicklung und Qualitätssicherung. Die internationale Zusammenarbeit ist ein wesentliches Element, um maximalen Nutzen aus dem GALILEO-Programm zu ziehen. Diese Zusammenarbeit heißt auch Risikominimierung sowie zusätzliche Finanzmittel, die einen wichtigen Schritt unterstützen, nämlich das Gesamtprogramm GALILEO umsetzen zu können – eine notwendige und wichtige Entwicklung, wie wir glauben, der wir gerne unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir begrüßen daher dieses Kooperationsabkommen mit den erwähnten Staaten, und wir glauben, dass wir damit in Europa sowie in den umliegenden Staaten wettbewerbsfähiger werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
zieren, und dann haben wir auch zukunftsweisende Systemmöglichkeiten mittels GALILEO, was sozusagen die Fahrleistungsabhängigkeit der Kosten anlangt. Damit hätte ich den Bogen wieder geschlossen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, noch die Bitte von Seiten unserer Fraktion: Versuchen wir, Impulse für unsere Universitäten, für unsere Wirtschaft abzuleiten! Versuchen wir auch, Impulse an die EU zu geben, dass wir da mitmachen wollen! Und versuchen wir, damit wirklich auch einen Meilenstein in der Entwicklung eines guten Europa, so wie wir es auch sehen, zu setzen! – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt „hier habe“?
Einen letzten Satz nur, weil ich Sie gerade hier habe, Herr Verkehrsminister: Wir haben vorhin ... (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt „hier habe“?) Bitte? (Abg. Mag. Grossmann: „Weil ich Sie hier habe“! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Na ja, Sie haben ihn auch jetzt hier, seien Sie froh! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Also wir haben ihn hier, wenn Ihnen das lieber ist; ist in Ordnung. Nur weil Sie ... (Abg. Neugebauer: Er ist unser aller Verkehrsminister!) Unser aller Verkehrsminister, selbstverständlich! Er ist auch der Minister der Opposition. Das haben Sie vielleicht früher anders gesehen, Frau Kollegin. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir sehen das so, zumindest als Staatsbürger, und es ist ja auch verfassungsrechtlich so.
Abg. Mag. Grossmann: „Weil ich Sie hier habe“! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Einen letzten Satz nur, weil ich Sie gerade hier habe, Herr Verkehrsminister: Wir haben vorhin ... (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt „hier habe“?) Bitte? (Abg. Mag. Grossmann: „Weil ich Sie hier habe“! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Na ja, Sie haben ihn auch jetzt hier, seien Sie froh! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Also wir haben ihn hier, wenn Ihnen das lieber ist; ist in Ordnung. Nur weil Sie ... (Abg. Neugebauer: Er ist unser aller Verkehrsminister!) Unser aller Verkehrsminister, selbstverständlich! Er ist auch der Minister der Opposition. Das haben Sie vielleicht früher anders gesehen, Frau Kollegin. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir sehen das so, zumindest als Staatsbürger, und es ist ja auch verfassungsrechtlich so.
Heiterkeit bei der SPÖ.
Einen letzten Satz nur, weil ich Sie gerade hier habe, Herr Verkehrsminister: Wir haben vorhin ... (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt „hier habe“?) Bitte? (Abg. Mag. Grossmann: „Weil ich Sie hier habe“! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Na ja, Sie haben ihn auch jetzt hier, seien Sie froh! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Also wir haben ihn hier, wenn Ihnen das lieber ist; ist in Ordnung. Nur weil Sie ... (Abg. Neugebauer: Er ist unser aller Verkehrsminister!) Unser aller Verkehrsminister, selbstverständlich! Er ist auch der Minister der Opposition. Das haben Sie vielleicht früher anders gesehen, Frau Kollegin. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir sehen das so, zumindest als Staatsbürger, und es ist ja auch verfassungsrechtlich so.
Abg. Neugebauer: Er ist unser aller Verkehrsminister!
Einen letzten Satz nur, weil ich Sie gerade hier habe, Herr Verkehrsminister: Wir haben vorhin ... (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt „hier habe“?) Bitte? (Abg. Mag. Grossmann: „Weil ich Sie hier habe“! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Na ja, Sie haben ihn auch jetzt hier, seien Sie froh! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Also wir haben ihn hier, wenn Ihnen das lieber ist; ist in Ordnung. Nur weil Sie ... (Abg. Neugebauer: Er ist unser aller Verkehrsminister!) Unser aller Verkehrsminister, selbstverständlich! Er ist auch der Minister der Opposition. Das haben Sie vielleicht früher anders gesehen, Frau Kollegin. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir sehen das so, zumindest als Staatsbürger, und es ist ja auch verfassungsrechtlich so.
Abg. Heinisch-Hosek: Nein!
Einen letzten Satz nur, weil ich Sie gerade hier habe, Herr Verkehrsminister: Wir haben vorhin ... (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt „hier habe“?) Bitte? (Abg. Mag. Grossmann: „Weil ich Sie hier habe“! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Na ja, Sie haben ihn auch jetzt hier, seien Sie froh! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Also wir haben ihn hier, wenn Ihnen das lieber ist; ist in Ordnung. Nur weil Sie ... (Abg. Neugebauer: Er ist unser aller Verkehrsminister!) Unser aller Verkehrsminister, selbstverständlich! Er ist auch der Minister der Opposition. Das haben Sie vielleicht früher anders gesehen, Frau Kollegin. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir sehen das so, zumindest als Staatsbürger, und es ist ja auch verfassungsrechtlich so.
Abg. Heinisch-Hosek: Ich sage ja gar nichts!
Ich kann mit Ihnen jetzt noch eine halbe Stunde lang, wenn Sie wollen, darüber philosophieren – gerne! Ich wollte eigentlich nur eine halbe Minute reden und hier nur einen Satz anbringen, aber wenn Sie mich weiter mit Zwischenrufen provozieren ... (Abg. Heinisch-Hosek: Ich sage ja gar nichts!) Jetzt hätte ich mich schon daran gewöhnt, dass Sie mir da ein paar Hölzchen werfen. (Zwischenruf der Abg. Pfeffer.) Frau Abgeordnete Pfeffer, vielleicht noch etwas? (Abg. Pfeffer: Nein!) – Nein, gut.
Zwischenruf der Abg. Pfeffer.
Ich kann mit Ihnen jetzt noch eine halbe Stunde lang, wenn Sie wollen, darüber philosophieren – gerne! Ich wollte eigentlich nur eine halbe Minute reden und hier nur einen Satz anbringen, aber wenn Sie mich weiter mit Zwischenrufen provozieren ... (Abg. Heinisch-Hosek: Ich sage ja gar nichts!) Jetzt hätte ich mich schon daran gewöhnt, dass Sie mir da ein paar Hölzchen werfen. (Zwischenruf der Abg. Pfeffer.) Frau Abgeordnete Pfeffer, vielleicht noch etwas? (Abg. Pfeffer: Nein!) – Nein, gut.
Abg. Pfeffer: Nein!
Ich kann mit Ihnen jetzt noch eine halbe Stunde lang, wenn Sie wollen, darüber philosophieren – gerne! Ich wollte eigentlich nur eine halbe Minute reden und hier nur einen Satz anbringen, aber wenn Sie mich weiter mit Zwischenrufen provozieren ... (Abg. Heinisch-Hosek: Ich sage ja gar nichts!) Jetzt hätte ich mich schon daran gewöhnt, dass Sie mir da ein paar Hölzchen werfen. (Zwischenruf der Abg. Pfeffer.) Frau Abgeordnete Pfeffer, vielleicht noch etwas? (Abg. Pfeffer: Nein!) – Nein, gut.
Beifall beim BZÖ.
Also ein Satz, Herr Verkehrsminister, da wir vorhin über die Effizienzsteigerung der Österreichischen Bundesbahnen diskutiert haben; dazu nur eine Frage, auch was die Sparsamkeit anlangt: Wie schafft man es – das möchte ich wirklich persönlich wissen, weil ich mir das durchaus abschauen könnte –, dass man die geplante Aufstockung eines Vorstandes von zwei auf vier unter dem Titel der Einsparung verkaufen kann? – Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne hoffe ich, dass es mit diesem Projekt GALILEO in Zukunft etwas flotter vorangeht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wichtig ist aber der Umstand – und ich glaube, das Bekenntnis dazu haben Sie auch heute wieder unterstrichen –: Es ist dies ein weiteres Angebot als Gegensatz zum amerikanischen GPS-System, denn dies ist ein System, das viele Vorteile auf internationaler Ebene bietet, im Bereich der Erdbeobachtung und besonders auch im Hinblick auf den Klimaschutz. Ich freue mich daher über die breite Zustimmung, auch durch Österreich. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johann Rädler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Frau Staatssekretärin in Blau-Gelb! Meine Herren Bundesminister! Zunächst herzliche Grüße (in Richtung Galerie) an Bürgermeister Jandrinitsch mit seiner Delegation aus Au am Leithaberge! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Es blinkt!
Der heutige Vertrag, der uns zur Beschlussfassung vorliegt, bezieht sich im Wesentlichen (Ruf bei der ÖVP: Es blinkt!) – es blinkt, ja – auch auf die Sicherheitsmaßnahmen auf Flughäfen, die Sicherheitskontrollen und die Kontrollen der Maschinen. Ich glaube, dass das eine wichtige Angelegenheit ist, und der wollen wir uns nicht verschließen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf als Konsumentensprecher natürlich auch im Sinne des Verbraucherschutzes und im Sinne der Fluggäste darum ersuchen, diesem Vertrag die Zustimmung zu erteilen. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Pro Jahr!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher des Hohen Hauses! Herr Bundesminister Pröll! Herr Bundesminister Faymann! Worum geht es bei diesem Tagesordnungspunkt: Marktordnungsgesetz 2007? – Meine Damen und Herren, es geht um 870 Millionen € an Agrarförderungen (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Pro Jahr!) pro Jahr aus der ersten Säule der Agrarpolitik! Das sind zu 100 Prozent EU-Mittel, um die es heute geht.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Es gibt ja keine!
Was hat die ÖVP gemacht? – Sie hat die ganze Zeit gesagt – Sie, Herr Bundesminister, und Ihre Fraktion –: Keine Änderungen, es darf keine Änderungen geben! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Es gibt ja keine!) „Es gibt ja keine“, sagt jetzt der Herr Bundesminister: „Es gibt ja keine.“ Aber was ist Parlamentarismus? – Das heißt: hier diskutieren, Vorlagen einbringen, schauen, was die besten Lösungen sind für die Gesellschaft, für die Bäuerinnen und Bauern, für Österreich. Aber das wollen Sie verhindern! Das ist es: Sie wollen diese Diskussion verhindern, Sie wollen verhindern, dass es zu einer neuen Weichenstellung kommt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was hat die ÖVP gemacht? – Sie hat die ganze Zeit gesagt – Sie, Herr Bundesminister, und Ihre Fraktion –: Keine Änderungen, es darf keine Änderungen geben! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Es gibt ja keine!) „Es gibt ja keine“, sagt jetzt der Herr Bundesminister: „Es gibt ja keine.“ Aber was ist Parlamentarismus? – Das heißt: hier diskutieren, Vorlagen einbringen, schauen, was die besten Lösungen sind für die Gesellschaft, für die Bäuerinnen und Bauern, für Österreich. Aber das wollen Sie verhindern! Das ist es: Sie wollen diese Diskussion verhindern, Sie wollen verhindern, dass es zu einer neuen Weichenstellung kommt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Ich denke, das war in der Sache gar nicht so verfehlt. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Wenn es wirklich so ist, Kollege Grillitsch, dass die Bäuerinnen und Bauern irgendwelche Zahlungen nicht bekommen, weil Sie schlechte Politik machen, dann schieben Sie das nicht auf jemand anderen! (Abg. Grillitsch: Nein, nein!) Sie sind bisher verantwortlich für diese schlechte Agrarpolitik! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Nein, nein!
Ich denke, das war in der Sache gar nicht so verfehlt. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Wenn es wirklich so ist, Kollege Grillitsch, dass die Bäuerinnen und Bauern irgendwelche Zahlungen nicht bekommen, weil Sie schlechte Politik machen, dann schieben Sie das nicht auf jemand anderen! (Abg. Grillitsch: Nein, nein!) Sie sind bisher verantwortlich für diese schlechte Agrarpolitik! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich denke, das war in der Sache gar nicht so verfehlt. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Wenn es wirklich so ist, Kollege Grillitsch, dass die Bäuerinnen und Bauern irgendwelche Zahlungen nicht bekommen, weil Sie schlechte Politik machen, dann schieben Sie das nicht auf jemand anderen! (Abg. Grillitsch: Nein, nein!) Sie sind bisher verantwortlich für diese schlechte Agrarpolitik! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: 2009!
Schauen wir uns konkret an, was in den Ausschuss-Diskussionen passiert ist. Ich habe immer gesagt, wir brauchen einen Unterausschuss, wir sollten Expertinnen und Experten hören. Das wurde leider von SPÖ und ÖVP abgelehnt. Die Forderung nach Transparenz bei den Agrarförderungen, meine Damen und Herren ... (Abg. Grillitsch: 2009!) – 2009, Kollege Grillitsch, das ist eine EU-Forderung. In diesem Gesetzesvorschlag steht nichts davon!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Übrigens, bei dieser Gelegenheit: Alle Nachbarstaaten rund um Österreich – Ungarn, Slowenien, Slowakei, Tschechien – haben alle ihre Agrarförderungen bereits ins Internet gestellt, nur zu Ihrer Information; alle Nachbarn außer Deutschland, das ist richtig. Es wird also dazu kommen, und warum wehren Sie sich so dagegen? – Ich habe es ja auch aufgezeigt: 894 000 € bekommt der größte Betrieb, 1,63 € der kleinste. Ist das gerecht? Ist das sozial? Ist das in der Gesellschaft vermittelbar? – Ich finde: nein! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Wieso wissen Sie, was bei uns in der Parteizentrale ...?
Bei der SPÖ muss ich leider feststellen: Nach dem Versuch eines Durchstartens, eines Neustarts in der Agrarpolitik gibt es einen Kniefall vor dem ÖVP-Bauernbund. Es ist traurig, Kollege Gaßner! Ich weiß, Sie haben sich bemüht, vor allem Bürgermeister Hochegger aus Oberösterreich – den ich persönlich schätze, das sage ich auch ganz wertschätzend –, aber leider ist in Ihrer Parteizentrale noch nicht klar, was Sache ist. Wenn es um 870 Millionen € geht ... (Abg. Mag. Gaßner: Wieso wissen Sie, was bei uns in der Parteizentrale ...?)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sehr sozial! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Na ja, offensichtlich! Denn sonst hätten Sie nicht in letzter Sekunde die Reißleine gezogen und hier einem schlechten Gesetz Ihre Zustimmung gegeben. Tun Sie jetzt bitte eines nicht, nämlich Etikettenschwindel zu betreiben und zu sagen: Das ist ein soziales Gesetz, jetzt hätten wir alle Probleme gelöst, und die Bauern und Bäuerinnen könnten mit dem zufrieden sein, was herausgekommen ist. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sehr sozial! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie haben nichts dagegen getan. Eine Möglichkeit, Kollege Gaßner, um zum Beispiel den Kleinbauern wirklich zu helfen, hätte im Bereich der Alternativkulturen sein können. Sie wissen das: Ölkürbis, Kümmel, diese Spezialkulturen, die keine Förderung hatten. Da gibt es ja eine Regelung im alten Gesetz: Für jene Fläche, die über 25 Prozent Anteil hinausging, konnte man Betriebsprämie beanspruchen. Man hätte nur diesen Prozentsatz zum Beispiel auf 5 Prozent zu senken brauchen, dann hätten all diese kleinen steirischen Kürbisbauern auch einen Prämienanspruch gehabt. Es sind Tausende Betriebe, die davon betroffen wären; das wäre eine Maßnahme gewesen. Sie haben sie leider nicht genutzt – schade! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Preisverlust!
Ich möchte im Rahmen dieses Gesamtkonvoluts auch kurz auf die anderen Gesetze eingehen. Dem Weingesetz und dem Forstgesetz werden wir zustimmen. (Ruf bei der ÖVP: Preisverlust!) Es gibt einige Details, auf die ich zu dieser späten Stunde nicht eingehen möchte, die aber sicher noch diskutiert werden. Da werden wir zustimmen.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das tun wir schon!
(Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das tun wir schon!)
Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Glatt falsch!
Abschließend meine Beurteilung dieses Marktordnungsgesetzes: Es ist dies eine verfassungsgesetzlich unzureichende Reparatur, die hier vorliegt, leider ein Kniefall der SPÖ vor dem Bauernbund und leider auch Ausdruck des Zynismus der ÖVP, der das Schicksal von Tausenden betroffenen Bäuerinnen und Bauern offensichtlich wirklich gleichgültig ist. (Beifall bei den Grünen. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Glatt falsch!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lieber Kollege Pirklhuber, ich bin sehr froh darüber, dass es heute dieses Ergebnis gibt und dass die SPÖ mit uns diesen Weg geht, weil sie es auch verstanden hat in den langen Gesprächen, die wir geführt haben. Das Einzige, was die Bauern brauchen, ist Rechtssicherheit und Planungssicherheit! (Beifall bei der ÖVP.) Die SPÖ hat es verstanden – und ich danke dafür –, Kollege Pirklhuber leider nicht.
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage, diese Gespräche mit der SPÖ waren insofern sehr spannend, als es uns in diesen Gesprächen gelungen ist, der SPÖ klarzumachen, dass ... (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Das war ja so! Das war ein guter Dialog, hätte ich gesagt, und deswegen haben wir auch verstanden, dass es länger dauert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Ich sage, diese Gespräche mit der SPÖ waren insofern sehr spannend, als es uns in diesen Gesprächen gelungen ist, der SPÖ klarzumachen, dass ... (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.) Das war ja so! Das war ein guter Dialog, hätte ich gesagt, und deswegen haben wir auch verstanden, dass es länger dauert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das sage ich auch dazu: Gute Politik muss man an und für sich rasch absichern, und jetzt ist es so weit. Es ist uns gelungen, der SPÖ klarzumachen, dass gerade für die kleinen Bauern – und das ist nicht eine Frage von Groß und Klein –, gerade für die kleinen Bauern, hätten wir jetzt keinen Beschluss gefasst, nicht mehr die Möglichkeit bestanden hätte, mit Milchquoten zu handeln. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Kleine Bauern überlegen ja manchmal, aus der Milchproduktion auszusteigen, ihre Quoten zu verkaufen und dadurch auch Einkommen zu lukrieren, meine Damen und Herren! Daher haben wir mit diesem heutigen Beschluss gerade für diese Bauern auch die Handelbarkeit wieder sichergestellt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Meine Damen und Herren, Sie haben es gemerkt: Die Bauern sind ungeduldig geworden. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Die Bauern sind ungeduldig geworden, weil sie eben diese Rechtssicherheit nicht gehabt haben und weil sie wissen, dass der Bauernbund und die Österreichische Volkspartei, dass das jene Partei ist, die den
Beifall bei der ÖVP.
Genau diesen Anforderungen wollen wir auch mit diesen neuen Marktordnungsgesetzen gerecht werden, damit die Bauern das tun können. In diesem Sinne, Kollege Gaßner, noch einmal mein herzlicher Dank, dass es dir dann auch gelungen ist, Bundeskanzler Gusenbauer und Klubobmann Cap davon zu überzeugen, dass die Bauern kein politischer Spielball sein dürfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Überhaupt nicht!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Karlheinz Klement, MAS (FPÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Minister! Hohes Haus! Es ist natürlich auch ab und zu erheiternd, was Kollege Grillitsch von sich gibt. Ob er es ganz ernst meint, was er hier sagt – ich glaube es nicht ganz, denn auch der Herr Minister hat sich ja die Hand vor lauter Lachen schon vor den Mund halten müssen. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Überhaupt nicht!) Der Dank an Herrn Gaßner und an die SPÖ war vielleicht so etwas wie eine kleine oder gar eine große Ohrfeige. Ob das wirklich ein ehrlich gemeinter Dank war? – Ich glaube eher wieder Hohn und Spott, die Sie so gerne verbreiten, Herr Grillitsch, und auch Sie, Herr Minister Pröll.
Abg. Grillitsch: Ist das schlecht?
Aber bitte, kommen wir wieder auf das Thema zu sprechen. Ganz kurz zum Schluss Ihrer Ausführungen: Sie verteidigen ganz groß den Milchquotenhandel und den großen Erfolg, dass Milchquoten gehandelt werden können. (Abg. Grillitsch: Ist das schlecht?) Es ist ganz klar, Herr Grillitsch: Sie schauen bis zum Tellerrand 2007/2008, Sie wissen aber auch ganz genau, dass der Handel mit den Milchquoten 2014 ohnehin obsolet sein wird, weil es die Milchquoten nicht mehr geben wird. Da werden Sie nichts dazu beitragen können. Das heißt, da reden Sie von einem Jahr, von zwei Jahren, vielleicht von fünf Jahren. (Abg. Grillitsch: Ein Ahnungsloser!) – Ich weiß schon, Herr Grillitsch, jeder, der nicht der Meinung der ÖVP ist, ist ein „Ahnungsloser“ (Abg. Grillitsch: Sie sind es wirklich!), aber Sie werden draufkommen, dass Sie in großer Ahnungslosigkeit versinken werden, wenn dann die Frage kommen wird: Wie wird es mit den Milchquoten im Jahr 2014 weitergehen?
Abg. Grillitsch: Ein Ahnungsloser!
Aber bitte, kommen wir wieder auf das Thema zu sprechen. Ganz kurz zum Schluss Ihrer Ausführungen: Sie verteidigen ganz groß den Milchquotenhandel und den großen Erfolg, dass Milchquoten gehandelt werden können. (Abg. Grillitsch: Ist das schlecht?) Es ist ganz klar, Herr Grillitsch: Sie schauen bis zum Tellerrand 2007/2008, Sie wissen aber auch ganz genau, dass der Handel mit den Milchquoten 2014 ohnehin obsolet sein wird, weil es die Milchquoten nicht mehr geben wird. Da werden Sie nichts dazu beitragen können. Das heißt, da reden Sie von einem Jahr, von zwei Jahren, vielleicht von fünf Jahren. (Abg. Grillitsch: Ein Ahnungsloser!) – Ich weiß schon, Herr Grillitsch, jeder, der nicht der Meinung der ÖVP ist, ist ein „Ahnungsloser“ (Abg. Grillitsch: Sie sind es wirklich!), aber Sie werden draufkommen, dass Sie in großer Ahnungslosigkeit versinken werden, wenn dann die Frage kommen wird: Wie wird es mit den Milchquoten im Jahr 2014 weitergehen?
Abg. Grillitsch: Sie sind es wirklich!
Aber bitte, kommen wir wieder auf das Thema zu sprechen. Ganz kurz zum Schluss Ihrer Ausführungen: Sie verteidigen ganz groß den Milchquotenhandel und den großen Erfolg, dass Milchquoten gehandelt werden können. (Abg. Grillitsch: Ist das schlecht?) Es ist ganz klar, Herr Grillitsch: Sie schauen bis zum Tellerrand 2007/2008, Sie wissen aber auch ganz genau, dass der Handel mit den Milchquoten 2014 ohnehin obsolet sein wird, weil es die Milchquoten nicht mehr geben wird. Da werden Sie nichts dazu beitragen können. Das heißt, da reden Sie von einem Jahr, von zwei Jahren, vielleicht von fünf Jahren. (Abg. Grillitsch: Ein Ahnungsloser!) – Ich weiß schon, Herr Grillitsch, jeder, der nicht der Meinung der ÖVP ist, ist ein „Ahnungsloser“ (Abg. Grillitsch: Sie sind es wirklich!), aber Sie werden draufkommen, dass Sie in großer Ahnungslosigkeit versinken werden, wenn dann die Frage kommen wird: Wie wird es mit den Milchquoten im Jahr 2014 weitergehen?
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Stimmt!
Geschätzte Damen und Herren, wir wissen, dass die Agrarpolitik bekanntlich der einzige Politikbereich in der EU ist, der vollständig nach EU-Regeln abgehandelt wird, und nationale Regelungen bedürfen der Genehmigung aus Brüssel. Einfach auf den Nenner gebracht: Das österreichische Marktordnungsgesetz, über das wir heute reden, fasst die EU-Marktordnungen in nationales Recht; nicht mehr und nicht weniger. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Stimmt!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Die Marktordnung ist eine äußerst komplexe Materie!
Ob man dieser Tatsache in der Agrarpolitik positiv oder negativ gegenübersteht, ist eine andere Frage, aber bei dieser Faktenlage, bei dieser Einfachheit der Faktenlage müsste man glauben, dass ÖVP und SPÖ angesichts dieser Einfachheit schnell handelseins werden sollten, vor allem auch unter dem Gesichtspunkt, dass da natürlich auch knappe 2 Milliarden € auf dem Spiel stehen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Die Marktordnung ist eine äußerst komplexe Materie!) Möchte man glauben!
Abg. Reheis: Wie der Schelm denkt ...!
Tatsache ist, dass in dieser unbarmherzigen koalitionären Wirklichkeit etwas völlig anderes herauskam, nämlich, dass auf der einen Seite im Ministerrat Einstimmigkeit darüber herrschte, dieses Marktordnungsgesetz umgehend zu ändern, aber die Roten über Nacht plötzlich draufgekommen sind: Wir könnten ein Faustpfand gegenüber den schwarzen Koalitionspartnern herausarbeiten. (Abg. Reheis: Wie der Schelm denkt ...!) Was die SPÖ nun genau bewegt hat, ihre im Ministerrat gegebene Zustimmung plötzlich zurückzuziehen, weiß ich nicht. Es waren auf jeden Fall Spielereien auf dem Rücken der Bauern.
Abg. Grillitsch: Warum reden Sie nicht über die Marktordnung?
Herr Gaßner, Kollegen von der roten Reichshälfte, vielleicht erklären Sie es uns: War es das Umfallen bei den Studiengebühren, war es der Misserfolg bei den Pensionsanpassungen, war es der grandiose Eurofighter-Deal des Herrn Minister Darabos, irgendetwas muss es ja gewesen sein. (Abg. Grillitsch: Warum reden Sie nicht über die Marktordnung?) Was war denn da der Hintergrund? Was war der Hintergrund, dass Sie plötzlich umfallen und Ihren eigenem Beschluss im Ministerrat konterkarieren?
Beifall bei der FPÖ.
Wir brauchen nicht lange weiter zu raten. Wir wissen, Sie sind im Eck, Sie sind politisch im Eck. Sie haben versucht, politisches Kalkül zu zeigen, Profil zu gewinnen, aber eines ist klar, Herr Gaßner: Dieser Versuch schlug gänzlich fehl! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grillitsch: Wollen Sie keine Rechtssicherheit?
Folgendes muss man dazu sagen, liebe Kollegen von ÖVP: Auch die Abgeordneten haben ein Recht, ihre Zeitressourcen vernünftig zu planen – und nicht unsinnig in kurzfristig einberufenen Ausschusssitzungen zu verbringen! (Abg. Grillitsch: Wollen Sie keine Rechtssicherheit?) Wenn Sie wirklich sinnvoll im Ausschuss arbeiten wollen, dann bereiten Sie sich gut vor, streiten Sie hinter verschlossenen Koalitionstüren mit der roten Reichshälfte, streiten Sie intern, wie Sie wollen – aber belästigen Sie bitte nicht unsere Zeitressourcen! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das ist Parlamentarismus!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das ist Parlamentarismus!
Folgendes muss man dazu sagen, liebe Kollegen von ÖVP: Auch die Abgeordneten haben ein Recht, ihre Zeitressourcen vernünftig zu planen – und nicht unsinnig in kurzfristig einberufenen Ausschusssitzungen zu verbringen! (Abg. Grillitsch: Wollen Sie keine Rechtssicherheit?) Wenn Sie wirklich sinnvoll im Ausschuss arbeiten wollen, dann bereiten Sie sich gut vor, streiten Sie hinter verschlossenen Koalitionstüren mit der roten Reichshälfte, streiten Sie intern, wie Sie wollen – aber belästigen Sie bitte nicht unsere Zeitressourcen! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das ist Parlamentarismus!)
Abg. Grillitsch: Wenn es Sie nicht interessiert ...!
Gehen Sie vernünftig in die Ausschussarbeit – und blockieren Sie nicht die Arbeit im Ausschuss, die sicherlich woanders besser eingesetzt wäre. (Abg. Grillitsch: Wenn es Sie nicht interessiert ...!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wer war das?
Punkt drei: Ein besonderes Anliegen der Roten sei die Sanierung von hunderten bis tausenden Härtefällen auf Grund des ungerechten Betriebsprämienmodells. Das Landwirtschaftsministerium und die AMA seien schuld daran, dass viele Bauern in ihrer Existenz bedroht sind. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wer war das?)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Der stimmt jetzt mit!
Punkt vier: Wir brauchen Rechtssicherheit für Bauern. – Das war Kollege Gaßner. Sie wissen es, sie waren ja im Ausschuss drinnen, Herr Minister! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Der stimmt jetzt mit!) – Ein Gesetz, mit dem die Förderungen der ländlichen Entwicklung nach den Gesichtspunkten Gerechtigkeit und inneragrarische Solidarität umgesetzt werden. Die ÖVP wolle aber von einem Grünen Pakt in Gesetzesform nichts wissen.
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Dieses Marktordnungsgesetz ist ein einziger Kniefall der SPÖ vor der ÖVP und vor dem Bauernbund! Wir wissen, dass hier nichts passiert ist, um echte Initiativen und Visionen aufzumachen, und ich hoffe sehr, dass wir sehr bald einmal über eine echte Änderung reden werden und dass wir darüber reden werden, dass wir Re-Nationalisierungen der Landwirtschaftspolitik vornehmen. Das wird die einzige Chance sein, um von dieser EU-Klammer loszukommen und den Bauern wirklich langfristig zu helfen. Nur dann, lieber Herr Grillitsch, und nur dann, Herr Gaßner, werden wir vernünftig über die Weiterführung unserer Landwirtschaft in Österreich reden können. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Gaßner –: Tun Ihnen die Knie nicht schon weh vor lauter Umfallen?
Präsident Dr. Michael Spindelegger: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Gaßner. 4 Minuten freiwillige Redezeitbeschränkung. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Dr. Haimbuchner – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Gaßner –: Tun Ihnen die Knie nicht schon weh vor lauter Umfallen?)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Haimbuchner, schauen Sie, dass Ihnen nichts wehtut, wenn Sie hinfallen! Wir stehen vor Ihnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Da klatscht auch die ÖVP!
Lieber Herr Kollege Pirklhuber, von wegen „Kniefall“. Sie waren hier noch nie in einer Regierung. Sie sind aber in einem Bundesland in einer Regierung. In Oberösterreich liegen Sie nur auf den Knien! Dort liegen Sie nur auf den Knien! Ich sage nur Energie AG. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Da klatscht auch die ÖVP!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Nein, das habe ich nicht gesagt!
Meine Damen und Herren! Die Verhandlungen haben begonnen mit einer Äußerung des Ministers, der gemeint hat, inhaltliche Änderungen seien kein Thema. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Nein, das habe ich nicht gesagt!) – Geh, Herr Bundesminister! „Agrarisches Informationszentrum“! – Am Ende wurde dann die Dampfwalze losgelassen, Herr Bundesminister. Da sind die Traktoren aufgefahren. Da haben dann die Bauern ein Mittagessen bekommen in Wieselburg und ein Bier dazu. (Abg. Dr. Haimbuchner: Das war also der Hintergrund! Dieses Mittagessen!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Das war also der Hintergrund! Dieses Mittagessen!
Meine Damen und Herren! Die Verhandlungen haben begonnen mit einer Äußerung des Ministers, der gemeint hat, inhaltliche Änderungen seien kein Thema. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Nein, das habe ich nicht gesagt!) – Geh, Herr Bundesminister! „Agrarisches Informationszentrum“! – Am Ende wurde dann die Dampfwalze losgelassen, Herr Bundesminister. Da sind die Traktoren aufgefahren. Da haben dann die Bauern ein Mittagessen bekommen in Wieselburg und ein Bier dazu. (Abg. Dr. Haimbuchner: Das war also der Hintergrund! Dieses Mittagessen!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben aber trotzdem in aller Ruhe weiterverhandelt und in aller Ruhe miteinander gesprochen. Herr Kollege Grillitsch, mich freut es, dass Sie jetzt bereits uns unsere Inhalte erklären. Sie haben Sie voll verstanden! Danke schön! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Klement: Das glauben Sie selbst nicht!
Wir haben Konformität der Verfassung gegenüber erreicht. Wir haben Rechtssicherheit, Herr Kollege. Wir haben Rechtssicherheit, aber das haben Sie noch nicht gesagt: Wir haben auch Gerechtigkeit verlangt und auch erreicht, und zwar für alle Bauern, nicht nur für die großen, sondern auch für die kleinen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Klement: Das glauben Sie selbst nicht!)
Abg. Dolinschek: Ein Armutszeugnis!
Meine Damen und Herren, Sie können hier wirklich mitgehen. Wir haben die ländliche Entwicklung neu in Diskussion, und das ist gut so. (Abg. Dolinschek: Ein Armutszeugnis!) Wir haben einen Kompromiss erzielt, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, der natürlich nicht alles beinhaltet, was wir uns gewünscht haben, der aber insgesamt eine hervorragende Ausgangsbasis für die Zusammenarbeit im Sinne unserer Menschen im ländlichen Raum bietet. Und, meine sehr geehrten Damen und Herren, wir werden diese Entwicklung vorantreiben – vorausgesetzt Kollege Grillitsch belehrt nicht nur, sondern tritt wirklich in einen Dialog mit uns ein. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie können hier wirklich mitgehen. Wir haben die ländliche Entwicklung neu in Diskussion, und das ist gut so. (Abg. Dolinschek: Ein Armutszeugnis!) Wir haben einen Kompromiss erzielt, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, der natürlich nicht alles beinhaltet, was wir uns gewünscht haben, der aber insgesamt eine hervorragende Ausgangsbasis für die Zusammenarbeit im Sinne unserer Menschen im ländlichen Raum bietet. Und, meine sehr geehrten Damen und Herren, wir werden diese Entwicklung vorantreiben – vorausgesetzt Kollege Grillitsch belehrt nicht nur, sondern tritt wirklich in einen Dialog mit uns ein. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Gut Ding braucht Weile!
Abgeordnete Barbara Zwerschitz (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Ich möchte auch mit der Geschichte dieser Materie anfangen. Es ist äußerst spannend, wie verschiedenartig das wahrgenommen wird. Bei uns ist es so, dass wir wissen, dass seit 2005 diese Einigung fällig gewesen wäre, dass also eigentlich sehr viel Zeit vergangen ist, in der man untätig war oder zumindest so hinter den Kulissen gearbeitet hat, dass es von außen nicht wahrnehmbar war. (Abg. Dr. Cap: Gut Ding braucht Weile!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Herr Grillitsch, entschuldigen Sie sich!
Wir haben dann einen ganz interessanten Ausschuss gehabt mit einer Besprechung, die relativ kurz war, aber dafür umso emotionaler abgehalten wurde. Da schien es nicht so, als würde in näherer Zukunft eine Einigung ins Haus stehen, und dann gab es ganz kurz vor der Plenarsitzung plötzlich eine Ausschusssitzung, und ich sage das gleich – es ist zwar vielleicht unüblich, aber ich nehme einmal an, das kommt dann als Argument –: Es tut mir sehr leid, ich habe keine Zeit gehabt. Ich habe einen Zahnarzttermin gehabt, das war kein mangelndes Interesse. Man muss hier ein bisschen vorsichtig sein mit der ÖVP, die ist dann bei so etwas ziemlich empfindlich. (Abg. Dr. Haimbuchner: Herr Grillitsch, entschuldigen Sie sich!)
Abg. Dr. Haimbuchner: Das war Mut zur Konsequenz im Umfallen!
Die SP hat vorher sehr viel angekündigt, was sie ändern möchte, was sie anders machen möchte – und dann hat sie plötzlich zurückgezogen. Man weiß nicht so genau, warum das passiert ist. Es könnte die Angst vor dem eigenen Mut sein. Es könnte sein, dass die Führungsetage gesagt hat: Einbremsen; das geht nicht, das können wir nicht machen! – Ich will es auch gar nicht nachvollziehen. (Abg. Dr. Haimbuchner: Das war Mut zur Konsequenz im Umfallen!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Vertrauen!
Tatsache ist: Wir haben jetzt eine neue Regelung bis 2013, wie wir das Geld der EU richtig austeilen werden. Es ist ein ganz interessantes Gesetz. Ich bin jetzt noch nicht wirklich so die tolle Fachfrau, aber es ist wirklich spannend, wenn man das Gesetz liest. Es steht 13-mal drinnen, was der Herr Minister per Verordnung alles regeln kann. Also nicht das Gesetz sagt, was ist und wie etwas funktioniert, sondern es ermächtigt den Herrn Minister. Sie haben unheimlich viel Macht in der Materie. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Vertrauen!) Das finde ich sehr spannend, denn das gibt es sonst, glaube ich, in der Politik nirgends, das der Minister per Verordnung, in Absprache mit
Abg. Zweytick: Wieso?
Ich habe eine Studie von Offermann & Nieberg, die das behauptet, und das trifft vor allem ökologisch wirtschaftende Biobetriebe. Genau jene Betriebe also, für die wir Werbung machen, auf die wir stolz sind, fallen am ehesten um die Förderung um. (Abg. Zweytick: Wieso?) So wie auch beim Agrarmarketingbeitrag, denn auch dort gibt es eine Benachteiligung, und folglich möchte ich einen Antrag einbringen, der das ein bisschen verändern soll.
Beifall bei den Grünen.
halten, und wenn Ihr Kleinbauern zu uns haltet, dann haben wir Großbauern weiterhin unsere Schäfchen ins Trockene gebracht!“, wird auf die Dauer nicht ziehen. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Durchlesen!
Man weiß nicht, was im neuen Begutachtungsentwurf drinnen steht – und dann bekommt man am letzten Ausschusstag, wie es halt so ist, in dieser zerstrittenen Koalition einen Abänderungsantrag serviert, den man sich in Windeseile durchliest. Die Opposition muss ja nicht derselben Meinung sein, Herr Bundesminister, aber ich bin froh, dass es jetzt eine Rechtssicherheit gibt, aber das habe ich ja im Ausschuss noch gar nicht gewusst, weil ich unmittelbar vor dem letzten Ausschuss erst die Abänderung bekommen habe. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Durchlesen!) – Ja, durchlesen!
Beifall beim BZÖ.
Interessant ist schon, dass Herr Gaßner hier herausgeht und jetzt einen Entschließungsantrag einbringt, mit dem er den Herrn Bundesminister auffordert, die Rechtsbasis für die Programme zur Entwicklung des ländlichen Raumes herzustellen. Also wenn das in einer großen Koalition mit mehr als einer Zweidrittelmehrheit nicht intern zu bereden ist, Herr Gaßner, dann ist das schon ein trauriges Beispiel. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Einzigen, die richtig abgestimmt haben – es war ja ein Konsens von allen Parteien –, waren wir vom BZÖ, und alle anderen haben dagegengestimmt. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grillitsch: Richtig!
Herr Kollege Grillitsch, wenn Sie sagen, Sie sind so einen erfolgreichen Weg in den letzten Jahrzehnten gegangen (Abg. Grillitsch: Richtig!), frage ich Sie: Was ist denn mit dem Bauernsterben los? War das so erfolgreich? Ja, da waren Sie erfolgreich, das stimmt. Sie haben nachhaltig dafür gesorgt, dass die Bauern in Österreich untergehen. Da werden Sie nichts anderes erzählen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Grillitsch, wenn Sie sagen, Sie sind so einen erfolgreichen Weg in den letzten Jahrzehnten gegangen (Abg. Grillitsch: Richtig!), frage ich Sie: Was ist denn mit dem Bauernsterben los? War das so erfolgreich? Ja, da waren Sie erfolgreich, das stimmt. Sie haben nachhaltig dafür gesorgt, dass die Bauern in Österreich untergehen. Da werden Sie nichts anderes erzählen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Bravo!
Und dann zu diesem Märchen des Energiebauern. Es ist in Ordnung, wenn Landwirte für die Energieerzeugung herangezogen werden. Überhaupt keine Frage: Überall dort, wo der Bauernstand erhalten werden soll mit allen Mitteln, soll alles recht sein. Da haben Sie auch unsere Unterstützung, das gibt es überhaupt keine Diskussion. Ich habe da aber eine ganz nette Broschüre entdeckt. (Der Redner hält eine Broschüre in die Höhe.) Da ist ja Ihr Kollege, Kollege Schultes, wenn ich das richtig sehe: Unabhängig von Erdöl mit Biotreibstoffen, heißt es hier. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Bravo!) Da gibt es eine wunderschöne Broschüre. Man muss diese nur ein bisschen durchblättern – und dann kommt man zu dem Ergebnis: Landwirtschaftliche Rohstoffe sind die Basis für Biotreibstoffe. – Völlig richtig, das braucht man uns gar nicht vorzuhalten. Und weiters heißt es hier: Heimische Rohstoffe können Biodiesel und Futtermittel liefern.
Rufe bei der FPÖ: Genau!
Wir werden Ihnen in dieser Angelegenheit ganz genau auf die Finger schauen, was da passiert! Aber erzählen Sie bitte nicht, dass Sie für den Landwirt alles unternehmen. So ist es nämlich bei Gott nicht! (Rufe bei der FPÖ: Genau!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir werden dafür sorgen, dass das Bauernsterben nicht so rapide weitergeht wie unter der ÖVP-Herrschaft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Haimbuchner, ich weiß nicht, mit welchen Bäuerinnen und Bauern Sie sich unterhalten in Ihrer Gemeinde Steinhaus. Es ist wahrscheinlich Zeit, dass wir einmal vorbeikommen und dort auch erklären, wie Agrarpolitik funktioniert (Beifall bei der ÖVP), denn ich kann mir nicht erklären, dass es Bäuerinnen und Bauern gibt, die das, was Sie hier zum Besten gegeben haben, tatsächlich auch persönlich empfinden. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Haimbuchner, ich weiß nicht, mit welchen Bäuerinnen und Bauern Sie sich unterhalten in Ihrer Gemeinde Steinhaus. Es ist wahrscheinlich Zeit, dass wir einmal vorbeikommen und dort auch erklären, wie Agrarpolitik funktioniert (Beifall bei der ÖVP), denn ich kann mir nicht erklären, dass es Bäuerinnen und Bauern gibt, die das, was Sie hier zum Besten gegeben haben, tatsächlich auch persönlich empfinden. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Na Ja!
Dass wir heute, nach dem Beschluss im Ausschuss, einen Beschluss vorliegen haben, der nur unwesentliche Änderungen auch zum Ministerratsbeschluss aufweist (Abg. Parnigoni: Na Ja!), in den aber doch in einigen Punkten auch das, was an Bedenken vorgebracht wurde, aufgenommen wurde (Abg. Parnigoni: Das klingt schon besser!), das ist etwas, was von der Handlungsfähigkeit dieser Koalition zeigt für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich und für den ländlichen Raum insgesamt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Das klingt schon besser!
Dass wir heute, nach dem Beschluss im Ausschuss, einen Beschluss vorliegen haben, der nur unwesentliche Änderungen auch zum Ministerratsbeschluss aufweist (Abg. Parnigoni: Na Ja!), in den aber doch in einigen Punkten auch das, was an Bedenken vorgebracht wurde, aufgenommen wurde (Abg. Parnigoni: Das klingt schon besser!), das ist etwas, was von der Handlungsfähigkeit dieser Koalition zeigt für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich und für den ländlichen Raum insgesamt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Dass wir heute, nach dem Beschluss im Ausschuss, einen Beschluss vorliegen haben, der nur unwesentliche Änderungen auch zum Ministerratsbeschluss aufweist (Abg. Parnigoni: Na Ja!), in den aber doch in einigen Punkten auch das, was an Bedenken vorgebracht wurde, aufgenommen wurde (Abg. Parnigoni: Das klingt schon besser!), das ist etwas, was von der Handlungsfähigkeit dieser Koalition zeigt für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich und für den ländlichen Raum insgesamt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage aber auch dazu, es wird dann auch an uns liegen – diese Diskussion ist zu führen –, alle Ausgleichszahlungen, alle Förderungen, alle Unterstützungen aus Steuergeldern, öffentlichen Töpfen im Bereich Einzelunternehmen, KMUs, der Industrie auch bei den Arbeitnehmern, Arbeitslosenzuschüsse und so weiter hinsichtlich der Transparenz zu diskutieren. Ich halte das im Sinne der Gerechtigkeit für die nächsten Monate und Jahre für einen ganz wichtigen Punkt. Transparenz nur für die Bauern zu verlangen, ist zu wenig, sondern dieses Thema werden wir dann auch bei den öffentlichen Geldflüssen insgesamt zu diskutieren haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich darüber, dass das, was wir konzipiert haben, nun auch Realität wird, auch mit den Adaptionen und Anpassungen, die in einer Koalition eben zu schließen sind, aber die in erträglichem Ausmaß geblieben sind. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim – auf Bundesminister Pröll weisend –: Da kann sich der Herr Landeshauptmann Pröll eine Scheibe abschneiden! – Abg. Dr. Pirklhuber: Bald nicht mehr, wenn er so abnimmt, der Minister Pröll! – Lebhafte Heiterkeit bei SPÖ, ÖVP und den Grünen.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister! Herr Präsident! (Abg. Dr. Jarolim – auf Bundesminister Pröll weisend –: Da kann sich der Herr Landeshauptmann Pröll eine Scheibe abschneiden! – Abg. Dr. Pirklhuber: Bald nicht mehr, wenn er so abnimmt, der Minister Pröll! – Lebhafte Heiterkeit bei SPÖ, ÖVP und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
res anschaust! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Eines ist unbestritten: Auch in der Gemeinde Steinhaus gibt es tüchtigste Bauern, damit das auch festgestellt ist.
Beifall bei der ÖVP.
Ich frage den Kollegen Haimbuchner, und ich frage den Kollegen Pirklhuber: Nennen Sie mir ein Land in Europa, wo eine derart hohe Beteiligung an einem Umweltprogramm vor sich geht! Nennen Sie mir ein zweites Land in Europa, wo ein derart hoher Bioanteil gegeben ist! Zeigen Sie mir ein Land in Europa außerhalb Österreichs, in dem so wenig an Rückzahlung zu leisten ist, in dem es eine derartige Präzision gibt, eine derart hervorragende Agrarpolitik auch durch die Maßnahmen der AMA, der Landwirtschaftskammerberatung und so weiter, zeigen Sie mir ein weiteres Land, welches eine derartige Performance aufweisen kann – und dann reden Sie weiter über Agrarpolitik! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Wer war denn für den Beitritt zur EU?
Fahren Sie einmal nach Spanien und erkundigen Sie sich dort über Tierschutzbedingungen, meine Damen und Herren! Ich war vor kurzem dort und kann sagen: Österreich hat das modernste Tierschutzgesetz, hat heute ein Tiertransportgesetz beschlossen, das in Europa mustergültig ist. Dann reden Sie über Agrarpolitik unter gleichen Bedingungen und verkünden Sie nicht immer, dass Sie stolz sind auf diese Gesetze, aber wenn es um etwas anderes geht, beklagen Sie sich darüber, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Haimbuchner: Wer war denn für den Beitritt zur EU?) Es wird Zeit, hier einmal mit offenen Karten zu spielen. Das wäre wünschenswert im Sinne der österreichischen Bäuerinnen und Bauern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Fahren Sie einmal nach Spanien und erkundigen Sie sich dort über Tierschutzbedingungen, meine Damen und Herren! Ich war vor kurzem dort und kann sagen: Österreich hat das modernste Tierschutzgesetz, hat heute ein Tiertransportgesetz beschlossen, das in Europa mustergültig ist. Dann reden Sie über Agrarpolitik unter gleichen Bedingungen und verkünden Sie nicht immer, dass Sie stolz sind auf diese Gesetze, aber wenn es um etwas anderes geht, beklagen Sie sich darüber, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Haimbuchner: Wer war denn für den Beitritt zur EU?) Es wird Zeit, hier einmal mit offenen Karten zu spielen. Das wäre wünschenswert im Sinne der österreichischen Bäuerinnen und Bauern. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Jetzt sagst du selber, dass es nur halbvernünftig ist!
Ich bedanke mich beim Kollegen Kurt Gaßner für die faire Diskussion. Gut Ding braucht Weile. Aber mir ist das lieber, bevor ein halbvernünftiges Gesetz beschlossen werden kann (Abg. Dr. Pirklhuber: Jetzt sagst du selber, dass es nur halbvernünftig ist!), dass man vorher länger diskutiert, vielleicht auch manches Mal streitet, aber sich im Sinne eines vernünftigen Ergebnisses bemüht, ein gutes Ergebnis fertigzubringen.
Abg. Mag. Gaßner: Da haben Sie ja den Finanzminister, Gott sei dank!
Aber eine Botschaft sei dem Kollegen Gaßner noch mitgegeben, weil er an den Herrn Bürgermeister hier auf der Galerie appelliert hat: Ja, wir sind froh, und es ist notwendig, die ländliche Entwicklung zu fördern, um entsprechend profitieren zu können – und diese Botschaft wäre auch dem Kollegen Matznetter betreffend Finanzausgleichsverhandlungen mitzugeben (Abg. Mag. Gaßner: Da haben Sie ja den Finanzminister, Gott sei dank!), der meinte, es sei nicht möglich, den kleineren Gemeinden Geld zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist jetzt eigentlich mit dem Raps in Enns, Kollege Auer?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist jetzt eigentlich mit dem Raps in Enns, Kollege Auer?
Aber eine Botschaft sei dem Kollegen Gaßner noch mitgegeben, weil er an den Herrn Bürgermeister hier auf der Galerie appelliert hat: Ja, wir sind froh, und es ist notwendig, die ländliche Entwicklung zu fördern, um entsprechend profitieren zu können – und diese Botschaft wäre auch dem Kollegen Matznetter betreffend Finanzausgleichsverhandlungen mitzugeben (Abg. Mag. Gaßner: Da haben Sie ja den Finanzminister, Gott sei dank!), der meinte, es sei nicht möglich, den kleineren Gemeinden Geld zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Haimbuchner: Was ist jetzt eigentlich mit dem Raps in Enns, Kollege Auer?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass es drei wesentliche Weichen gibt, die in diesem Marktordnungsgesetz neu gestellt wurden. Erstens einmal, es gibt wichtige Fortschritte für die Verbraucher, es gibt wichtige Fortschritte im Bereich Tierschutz, und es gibt wichtige Fortschritte für unsere Kleinbauern. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, und ich möchte an dieser Stelle unserem Verhandler, Kurt Gaßner, gratulieren, dass er sich für die kleinen Bauern so auf die Schienen g’haut hat. Kurt, ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte von einem Orientierungsweg sprechen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. Uns war wichtig, dass wir bei der Milchquote in Zukunft auch den kleinen Bauern bei der Verteilung der nationalen Reserve Berücksichtigung schenken. Bisher hatten nur die großen Betriebe etwas davon, jetzt profitieren auch unsere kleinen Bauern im Salzkammergut, und das ist ein wesentlicher Fortschritt gegenüber der alten Regelung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte abschließend sagen: Es ist heute ein guter Tag für Bauern, vor allem für die kleinen Bauern, und es ist ein guter Tag für alle Konsumentinnen und Konsumenten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Haimbuchner: Sie sind verantwortlich!
Dann darf ich mit einem Satz doch zum Herrn Haimbuchner kommen und zum Bauernsterben: Vergleichen Sie bitte die österreichischen Zahlen mit den Zahlen im übrigen Europa! Da stehen wir wesentlich besser da als alle anderen. Aber es gibt ein nächstes Budget, das zu verhandeln ist, und wenn Sie dazu bereit sind und alle im Saal, dass wir das Agrarbudget erhöhen: Wir sind dabei, machen wir das! (Abg. Dr. Haimbuchner: Sie sind verantwortlich!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt eine europäische Studie dazu! Lesen Sie die!
Vierter Punkt: der Vorwurf der Frau Zwerschitz, Biobauern seien benachteiligt. – Das stimmt nicht. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt eine europäische Studie dazu! Lesen Sie die!) In der Marktordnungsdebatte gibt es keinen Unterschied zwischen Biobauern und Nicht-Biobauern.
Abg. Dr. Haimbuchner: Kein Applaus bei der ÖVP.
Stimmen Sie dieser Gesetzesvorlage zu, denn das ist im Interesse der Bäuerinnen und Bauern, im Interesse der Menschen in unserem Lande! (Abg. Dr. Haimbuchner: Kein Applaus bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und noch eines: Die Bauern und Bäuerinnen können sich auf den Bauernbund und auf die ÖVP verlassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Herr Landwirtschaftsminister, sind Sie dafür auch verantwortlich?
(Abg. Ing. Westenthaler: Herr Landwirtschaftsminister, sind Sie dafür auch verantwortlich?)
Abg. Dr. Haimbuchner: Herr Präsident, ich weiß nicht, ob das geschäftsordnungskonform ist!
(Abg. Dr. Haimbuchner: Herr Präsident, ich weiß nicht, ob das geschäftsordnungskonform ist!),
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
(Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Nun zum Tagesordnungspunkt selbst. Herr Kollege Klement – es ist mir ein Anliegen, darauf heute zu reagieren – hat in der letzten Sitzung des Landwirtschaftsausschusses bemerkt, er habe etwas Besseres zu tun, als sich zweimal innerhalb kürzester Zeit für die Bauern einzusetzen. – Herr Kollege Klement, es ist ungeheuerlich, was Sie da sagen! – Die SPÖ hat sich bis zur letzten Minute für die Bauern und ganz besonders für die kleinen Bauern eingesetzt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht uns hier nicht um die SPÖ, um die FPÖ oder sonst um irgendeine Partei, sondern es geht um die Bauern. Und es ist ein Verdienst der SPÖ, lieber Kollege, dass auch die kleinen Bauern zu ihrem Recht kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend darf ich sagen: Die ÖVP beziehungsweise der Bauernbund haben manchmal auch Aussendungen hinausgegeben, die nicht gerade fair sind, aber in Abwandlung von dem, was da vom Bauernbund draufsteht darf ich sagen: SPÖ-Politik gut für die Bauern, SPÖ-Politik gut für das Land! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist unglaublich!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Das Zusammenzucken des Herrn Landwirtschaftsministers hat gezeigt, dass auch er überrascht gewesen ist, dass jetzt der Abgeordnete Reheis einen Entschließungsantrag zum Koma-Trinken hier in einer Debatte zur Marktordnung eingebracht hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist unglaublich!)
Abg. Ing. Westenthaler: Völlig unzulässig!
Sie wissen, dass laut § 54 Geschäftsordnungsgesetz ein Entschließungsantrag in einem sachlichen Zusammenhang mit der eigentlichen Materie stehen muss. (Abg. Ing. Westenthaler: Völlig unzulässig!)
Abg. Ing. Westenthaler: Koma-Saufen der Tiere! – Abg. Dr. Haimbuchner: Koma-Trinken der Kühe!
Es geht jetzt um den Tierschutz, und ich glaube, dass das Koma-Trinken nichts mit Verbraucherschutz- und Konsumentenschutzinteressen im Hinblick auf den Tierschutz zu tun hat. (Abg. Ing. Westenthaler: Koma-Saufen der Tiere! – Abg. Dr. Haimbuchner: Koma-Trinken der Kühe!)
Beifall beim BZÖ.
In diesem Sinne, Herr Präsident – so leid es mir tut, inhaltlich sind wir ja dafür, aber es geht hier nicht darum, eine Abstimmungspanne der Regierung zu kaschieren, sondern es geht darum, geschäftsordnungsmäßig diesen Antrag zu behandeln –, glaube ich, dass dieser Antrag nicht zuzulassen ist, sondern neu eingebracht werden muss. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ist der Minister fürs Weintrinken zuständig! – Abg. Dr. Haimbuchner: Koma-Trinken und Weingesetz!
Daher ist dieser Entschließungsantrag auch ordnungsgemäß eingebracht. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ist der Minister fürs Weintrinken zuständig! – Abg. Dr. Haimbuchner: Koma-Trinken und Weingesetz!)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Einstweilen rufe ich die tatsächliche Berichtigung des Herrn Abgeordneten Dipl.-Ing. Klement auf. (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Reheis: Ich habe das mitgeschrieben, Herr Kollege!
Bitte nehmen Sie das zur Kenntnis – und verdrehen Sie mir nicht das Wort im Mund! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Reheis: Ich habe das mitgeschrieben, Herr Kollege!)
Abg. Ing. Westenthaler: Die werden sich freuen über das Koma-Trinken!
Ich möchte noch einmal darauf eingehen, dass das Weingesetz durchaus auch rechtfertigt, dass hier dieser Entschließungsantrag eingebracht wurde, weil Wein wirklich ein Kulturgut ist, weil es den Winzern wirklich darum geht, dass Qualitätsweinproduktion im Vordergrund steht (Abg. Ing. Westenthaler: Die werden sich freuen über das Koma-Trinken!), und weil es ihnen darum geht, dass Jugendliche und Kinder vom Weingenuss ferngehalten werden.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das geht auch mit dem Marktordnungsgesetz konform, weil darin auch der Konsumentenschutz bedacht ist und selbstverständlich auch Informationen und Aufklärungen bezüglich alkoholischer Getränke in Bezug auf Kinder und Jugendliche mit Konsumentenschutz zu tun haben. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Ironische Heiterkeit beim BZÖ.
Zur Frage des inhaltlichen Zusammenhanges im Sinne des § 55 der Geschäftsordnung ist dieses ein sehr weiter Zusammenhang, aber er steht in einem gewissen Zusammenhang. (Ironische Heiterkeit beim BZÖ.) Ich habe mich erkundigt und darf sagen: Die bisherige Praxis war die, dass man hier sehr großzügig vorgegangen ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Können Sie das begründen?)
Abg. Ing. Westenthaler: Können Sie das begründen?
Zur Frage des inhaltlichen Zusammenhanges im Sinne des § 55 der Geschäftsordnung ist dieses ein sehr weiter Zusammenhang, aber er steht in einem gewissen Zusammenhang. (Ironische Heiterkeit beim BZÖ.) Ich habe mich erkundigt und darf sagen: Die bisherige Praxis war die, dass man hier sehr großzügig vorgegangen ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Können Sie das begründen?)
Abg. Ing. Westenthaler: Für die Winzer wären wir Ihnen für eine Begründung dankbar, damit wir sie ihnen sagen können!
Darum lasse ich diesen Antrag zu; er steht daher mit in Verhandlung. (Abg. Ing. Westenthaler: Für die Winzer wären wir Ihnen für eine Begründung dankbar, damit wir sie ihnen sagen können!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Na, es gehört ein ganz gerüttelt Maß an Intelligenz auch dazu, dass man die Anträge versteht. Denkt halt ein bisschen nach! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein gutes Pferd zieht zweimal, hat mein Großvater immer gesagt, wenn er durch eine besondere Koordination seiner zwei Pferde den hundertprozentig verfransten Karren aus dem Dreck herausgezogen hat. Der war immer überladen, aber durch diese besondere Kombination ist ihm das beim zweiten Mal immer gelungen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
allgemeine Heiterkeit
Bezeichnenderweise – das ist es kein Schmäh, Herr Minister – haben wir einen Fuchs gehabt und einen Schwarzen (allgemeine Heiterkeit), wobei der Fuchs, der Rote, links gegangen ist, das war das Zugpferd, und der Schwarze hat immer ein bisschen gezuckelt. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) Aber wenn man ihn richtig ermuntert hat, hat der Schwarze mit angezogen – und so verstehe ich unsere Einigung, wie sie heute gegeben ist.
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Bezeichnenderweise – das ist es kein Schmäh, Herr Minister – haben wir einen Fuchs gehabt und einen Schwarzen (allgemeine Heiterkeit), wobei der Fuchs, der Rote, links gegangen ist, das war das Zugpferd, und der Schwarze hat immer ein bisschen gezuckelt. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.) Aber wenn man ihn richtig ermuntert hat, hat der Schwarze mit angezogen – und so verstehe ich unsere Einigung, wie sie heute gegeben ist.
Heiterkeit.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Lieber Fritz Grillitsch! Nachdem wir den Subventionsfluss auch wieder in Gang gebracht haben, können wir uns den großen Problemen der Bauernschaft widmen, der Herausgabe des JungbäuerInnenkalenders. (Heiterkeit.) Ich freue mich darauf. Schauen wir, dass der 2007-er Wein ein guter wird,
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP.
ohne dass wir ihn gut aufzuckern müssen. Alles Gute und Prost! Schönen Urlaub! (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
In diesem Sinne bin ich dankbar für die Beschlussfassung dieses Gesetzes und wünsche alles Gute! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich habe den strengen Auftrag, auch hier mitzuteilen, dass sich unsere Genossinnen auf den Jungbauernkalender freuen. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dass bei der Mutterkuhprämie für Kalbinnen wurde ein Schwerpunkt auf die Zuchtverbände gelegt wurde, aber trotzdem die Möglichkeit besteht, mit Zuchtprüfungen Ersatzhandlungen zu setzen, ist wichtig für die Landwirtschaft. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.
Mit der SPÖ als Partner wird niemand durch das soziale Netz fallen: seien es die Bauern, seien es Arbeitslose, seien es Arbeiter, Männer oder Frauen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Wir stehen für soziale Ausgewogenheit. Die SPÖ ist der Garant dafür, und wir sind der ÖVP dankbar dafür, dass sie diesen Weg erkannt und mit uns gemeinsam beschritten hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mit der SPÖ als Partner wird niemand durch das soziale Netz fallen: seien es die Bauern, seien es Arbeitslose, seien es Arbeiter, Männer oder Frauen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Haimbuchner.) Wir stehen für soziale Ausgewogenheit. Die SPÖ ist der Garant dafür, und wir sind der ÖVP dankbar dafür, dass sie diesen Weg erkannt und mit uns gemeinsam beschritten hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf auch noch dazusagen, weil hier gerade die Freiheitlichen davon geredet haben, dass wir die Bauern ins Verderben treiben: Das ist völliger Realitätsunsinn, würde ich sagen. Ich selbst als Bergbauer eines kleinen Bergbauernhofes mit 15 Stück Vieh weiß, wovon ich rede. Ich habe viele Nachbarn, die wirklich dafür dankbar sind, die mit kleinen Landwirtschaften mit fünf Hektar Grundfläche heute noch überleben können, die wissen, dass gerade die EU entsprechendes für die Bäuerinnen und Bauern gebracht hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf auch eines noch feststellen, da die Grünen gemeint haben, die SPÖ hätte einen Kniefall vor dem Bauernbund gemacht: Also ich weiß nicht, ob das ein Kniefall vor dem Bauernbund war, ich glaube aber sehr wohl, dass sie sich vor den Bäuerinnen und Bauern verneigt haben, denn die brauchen eben diese Rechts- und Planungssicherheit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Bravorufe bei der ÖVP.
Abschließend darf ich noch sagen, Frau Kollegin Schönpass: Ich freue mich wieder auf den Jungbäuerinnenkalender, denn eine der jungen Damen auf der Titelseite einer heutigen Tageszeitung ist nämlich meine Nichte. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Heute hat ein Kollege gesagt, die roten Füchse sind die, die die bessere Politik machen oder besser ziehen. – Mag so sein, dass sie gelegentlich, wenn sie im Scheinwerferlicht stehen, besser anreißen, aber eines ist sicher: Seit ewigen Zeiten, beim Bauernbund seit über 100 Jahren, machen die Schwarzen die kontinuierliche, die bessere und die verlässlichere Agrarpolitik! (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
schaut, dass ihr gut esst, gut trinkt: Prost, lasst es euch schmecken! Wir schauen, dass es passt. – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Pirklhuber, Sie geben immer vor, sich sehr für die Bauern einzusetzen. Ich würde Sie aber ersuchen, das auch in Ihrer eigenen Fraktion einmal durchzusetzen, und zwar glaubhaft durchzusetzen. Wie sonst kann es kommen, dass vor wenigen Monaten im Finanzausschuss plötzlich ein Antrag landet, in dem Sie beziehungsweise Ihre Kollegen die Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer fordern und sagen, die Einheitswerte gehören abgeschafft und an die Verkehrswerte angeglichen?! Was glauben Sie, wen das am meisten treffen würde? – Doch jene, die sehr viel Land und sehr viel Gut besitzen, und das sind nun einmal die Bauern. Also bitte schön, machen Sie das einmal Ihrer eigenen Fraktion klar, denn sonst sind Sie nicht sehr glaubwürdig. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Probier’s einmal!
Was jetzt diesen eigenartigen Zusammenhang mit dem Antrag bezüglich des Koma-Trinkens angeht, den Sie, Herr Grillitsch, mit dem Weingesetz hergestellt haben: Es ist meines Wissens sehr selten, dass man sich mit Wein ins Koma saufen kann. Und dass die Landwirtschaft Alkopops züchten würde, ist mir nicht bekannt, muss ich gestehen. (Ruf bei der SPÖ: Probier’s einmal!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir stimmen aber selbstverständlich diesem Antrag zu, weil es uns ein wichtiges Anliegen ist, trotz dieser seltsamen Auslegung der Geschäftsordnung. Das möchte ich betonen. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Da Kollege Faul da seine Rede mit einem klassen „Prost!“ beendet hat, muss ich gleich noch einen Trinkspruch dazu loswerden: Sind Rot und Schwarz auf einem Haufen, muss man sich ja ins Koma saufen! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Klement.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Eine kurze Nachbemerkung zur letzten Debatte: Es war schon bezeichnend, als Kollege Schultes gesagt hat: Hauptsache es hat sich nichts geändert; egal, nennen wir es halt sozial. – Genau das ist die wahre Botschaft in dieser Marktordnungsnovelle. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Klement.)
Beifall bei den Grünen.
Und da fällt mir eines auf: dass diese Seite des Hauses (in Richtung ÖVP) jede Diskussion verweigert – und leider offensichtlich auch diese Seite (in Richtung SPÖ). Es hat sich bisher keiner von den beiden großen Regierungsfraktionen zu Wort gemeldet zu diesem wichtigen Punkt, und das finde ich eigentlich beschämend. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Und Sie stimmen nicht zu, dass es eine Rechtssicherheit für die Bauern gibt! Sie haben den Bauern Rechtssicherheit verweigert!
über Jungbauernkalender oder, Herr Schultes, darüber, dass ohnehin die ÖVP die Politik in der Landwirtschaft machen wird und die Roten sich darauf beschränken sollten, die landwirtschaftlichen Produkte zu konsumieren! – Das ist eine Peinlichkeit und eine Verhöhnung des Parlaments! Ich bitte daher, in Zukunft von solchen Äußerungen Abstand zu nehmen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Und Sie stimmen nicht zu, dass es eine Rechtssicherheit für die Bauern gibt! Sie haben den Bauern Rechtssicherheit verweigert!)
Abg. Murauer: Sag, warum!
Im Jahre 2006 sind 654 Millionen € für Agrarumweltmaßnahmen ausgegeben worden; jetzt sind es 527 Millionen. (Abg. Murauer: Sag, warum!) – Warum? Weil der Anteil für die Agrarumweltmaßnahmen mit maximal 80 Prozent der Gesamtausgaben begrenzt ist. (Abg. Grillitsch: Genau! Und wie viel haben wir vorher gehabt?) – 86 Prozent hatten wir vorher.
Abg. Grillitsch: Genau! Und wie viel haben wir vorher gehabt?
Im Jahre 2006 sind 654 Millionen € für Agrarumweltmaßnahmen ausgegeben worden; jetzt sind es 527 Millionen. (Abg. Murauer: Sag, warum!) – Warum? Weil der Anteil für die Agrarumweltmaßnahmen mit maximal 80 Prozent der Gesamtausgaben begrenzt ist. (Abg. Grillitsch: Genau! Und wie viel haben wir vorher gehabt?) – 86 Prozent hatten wir vorher.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Jetzt schauen wir uns die Gesamtsumme an: 7,75 Milliarden €. Bundesminister Pröll hat von 8 Milliarden € gesprochen. Ich habe die genaue Zahl. Davon sind 80 Prozent mehr als 5,5 Milliarden €. Das, was Sie veranschlagen, sind nur 72 Prozent. Das heißt, Bundesminister Pröll nutzt die Möglichkeit, um 88 Millionen € jährlich mehr auszugeben, nicht. Und das ist eigentlich das Skandalöse: von der Agrarumwelt zu sprechen, von Biolandbau, von Europameister – und dann nicht einmal das Programm auszuschöpfen! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist auch ein Auftrag an Sie von der SPÖ: Wenn Sie schon groß reden, dass Sie für die ländliche Entwicklung etwas tun und dort mitverhandeln wollen, dann stellen Sie sicher, dass der jetzt aktuelle Programmentwurf endlich veröffentlicht wird! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)