Eckdaten:
Für die 163. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 754 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei den Grünen.
Die schwarz-blaue Bundesregierung hat während der letzten sieben Jahre nichts getan, um das zu verändern. Im Gegenteil: Die Zahlen, die wir jetzt auf dem Arbeitsmarkt vorfinden, sind deprimierend, ernüchternd und sehr traurig! Mittlerweile arbeitet fast jede zweite Frau nur mehr Teilzeit. Waren es vor zehn Jahren noch 20 bis 23 Prozent, sind es mittlerweile über 40 Prozent der Frauen, die in Österreich Teilzeit arbeiten. Das bedeutet halbes Gehalt oder Teilgehalt, das bedeutet schlechtere Aufstiegschancen, das bedeutet schlechtere Karrierechancen, und das bedeutet vor allem Armut, ganz besonders Armut im Alter. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie argumentieren ausschließlich mit zusätzlichen Teilzeitbeschäftigungen, die nachgewiesenermaßen Frauen in prekäre Beschäftigungssituationen bringen, die ihnen ihr Leben nicht erleichtern, sondern erschweren. Mittlerweile gibt es viele Frauen in Teilzeitbeschäftigungen, die das nicht wollen, sondern müssen, und das ist ein Problem, das Sie völlig ignorieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Jeden Tag sind es 18 Frauen mehr, die diese Regierung arbeitslos gemacht hat, jeden Tag 18 Frauen mehr! Auch wenn Sie einige davon in Schulungen verstecken, ändert das nichts an der erschreckenden Zahl. Wir haben über 120 000 arbeitslose Frauen, und wir haben vor allem viele Frauen, die zu Hause sind, 70 000 Frauen, die arbeiten wollen, es aber auf Grund der Rahmenbedingungen nicht können. Das ist besonders traurig, denn in allen anderen Ländern geht das in eine positive Richtung. Sowohl in den skandinavischen Ländern als auch im EU-Durchschnitt, als auch in unseren Nachbarländern steigt die Frauenbeschäftigung in Vollzeitarbeitsplätzen. Österreich ist eines der wenigen Länder, wo das nicht funktioniert, wo die Frauenbeschäftigung sinkt. Man kann daher davon ausgehen, dass das kein Naturgesetz ist oder kein europäisches Gesetz, keine europäische Norm, keine Situation, die durch Einflüsse von außen entstanden ist, sondern dass es beeinflussbar ist und durch die richtige Politik auch zu ändern ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Bei den Grünen ist auch ein Mann Vorsitzender geworden!
Ich möchte hier ein Beispiel bringen, weil sich diese Bundesregierung so oft damit brüstet, dass sie so viel für Frauen tut. (Abg. Amon: Bei den Grünen ist auch ein Mann Vorsitzender geworden!) Im Lebensministerium hat Umweltminister Pröll, der so alt ist wie ich und sich oft als jung und modern beschreibt, bei der Nachbesetzung von zwei Sektionschefs wie folgt agiert: Es waren neun Sektionschefs, alle Männer. Zwei sind davon in Pension gegangen. Es haben sich viele qualifizierte Frauen aus dem Ministerium beworben – und es wurden wieder zwei Männer nachbesetzt!
Beifall bei den Grünen.
Das Verhältnis im Ministerium bei den Spitzenjobs, bei den Sektionschefs, ist nach wie vor 9 : 0. Ich glaube, in der Geschichte, vor allem in der Sportgeschichte, hat es bei 9 : 0 Rücktritte gegeben. Ich finde, das ist etwas, worüber man in diesem Fall nachdenken kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es waren hier Zwischenrufe, wie das bei den Grünen sei. – Bei den Grünen ist das sehr einfach: Bei uns gibt es kein Gremium, das gilt auch für die Nationalratsfraktion, wo die Frauen nicht die Mehrheit haben, bei uns ist die 50-Prozent-Quote verpflichtend. Bei der ÖVP gibt es so etwas überhaupt nicht. Da gibt es zwar Quoten für ÖAAB und Bauernbund, aber offensichtlich nicht für Frauen, und ich finde das beschämend! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Nein, das stimmt!
Abg. Steibl: Es herrscht Wahlfreiheit in Österreich! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir haben in der Regierung 60 Prozent weibliche Minister!
Leider kann ich in diesem Zusammenhang auch die SPÖ nicht auslassen. Ich finde, eine Verpflichtung zu 40 Prozent schon etwas schwach, aber ich glaube, dass man, wenn man das nicht erreichen kann, dazu stehen und es nicht schönreden sollte. Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen in allen Bereichen, wenn man die Möglichkeit hat, sich zu entscheiden, Halbe/Halbe erhalten sollten. (Abg. Steibl: Es herrscht Wahlfreiheit in Österreich! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir haben in der Regierung 60 Prozent weibliche Minister!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Großruck: Immer diese künstliche Aufregung!
Darauf stolz zu sein, und das in so einem Jargon, Herr Bundeskanzler, ist eine Verhöhnung der österreichischen Frauen und eine Frechheit ihnen gegenüber! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Großruck: Immer diese künstliche Aufregung!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Geht’s noch tiefer? – Das ist, glaube ich, die richtige Antwort auf diese Äußerung des Herrn Bundeskanzlers. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Teilen Sie diesen Spruch? Finden Sie das in Ordnung? Gefällt Ihnen so etwas? Ist das die Sprache, in der Sie mit
Beifall bei den Grünen.
Frauen kommunizieren? – Ich glaube, so etwas brauchen wir nicht in Österreich. Ich glaube, die Frauen sollten Sie als Erste abwählen, wenn Sie das gut finden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Wir brauchen keine Wahlkampfreden hier!
Es ist das deswegen so traurig – und deswegen machen wir das heute auch noch einmal zum Thema –, weil wir tatsächlich ernste Probleme in Österreich haben. Und diese so abzutun, das sagt sehr viel darüber aus, wie wichtig Ihnen die Entwicklung der österreichischen Frauen ist, ihre Chancen, ihre Zukunftsmöglichkeiten, ihre Arbeitsplatzmöglichkeiten. Das auf diese Art zu beantworten, ist der traurige Schlusspunkt und Höhepunkt von etwas, was man nicht anders beschreiben kann als als Verhöhnung der Frauen sieben Jahre hindurch, nicht nur jetzt, diese Woche. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Wir brauchen keine Wahlkampfreden hier!)
Abg. Amon: Ihr Parteivorsitzender ist auch ein Mann! – Abg. Steibl: Frauen haben Wahlfreiheit!
Ich möchte noch einmal auf unsere Vorschläge zu sprechen kommen. Wir möchten Vorrang für Frauen auf dem Arbeitsmarkt – aber ernst gemeint. Wir möchten, dass die Arbeitslosigkeit ernst genommen wird mit einem Jobprogramm mit 10 000 Jobs für Frauen. Zwei Drittel davon ... (Abg. Amon: Ihr Parteivorsitzender ist auch ein Mann! – Abg. Steibl: Frauen haben Wahlfreiheit!) – Sie können sich gleich zu Wort melden. Ich verstehe, dass Sie das auch aufregt. Mich als Frau hat diese Aussage auch betroffen gemacht. Aber wenden Sie sich an Ihren Herrn Bundeskanzler und beschweren Sie sich bei ihm! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte noch einmal auf unsere Vorschläge zu sprechen kommen. Wir möchten Vorrang für Frauen auf dem Arbeitsmarkt – aber ernst gemeint. Wir möchten, dass die Arbeitslosigkeit ernst genommen wird mit einem Jobprogramm mit 10 000 Jobs für Frauen. Zwei Drittel davon ... (Abg. Amon: Ihr Parteivorsitzender ist auch ein Mann! – Abg. Steibl: Frauen haben Wahlfreiheit!) – Sie können sich gleich zu Wort melden. Ich verstehe, dass Sie das auch aufregt. Mich als Frau hat diese Aussage auch betroffen gemacht. Aber wenden Sie sich an Ihren Herrn Bundeskanzler und beschweren Sie sich bei ihm! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
100 000 zusätzliche Jobs. Wir möchten, dass das AMS vermehrt Qualifizierungsmaßnahmen anbietet und damit Geld vor allem für Frauen ab 35 verwendet, die nach der Baby-„Pause“ – „Pause“ zwischen Anführungszeichen –, Baby-Karenzzeit den Wiedereinstieg nicht schaffen; das sind mittlerweile vier von zehn. Das ist eine sehr traurige Bilanz. Und wir möchten vor allem auch in der familienpolitischen Entscheidung andere Rahmenbedingungen. Wir möchten das Kindergeld neu gestalten. Wir möchten, dass es höher ausfällt und in einem kürzeren Zeitraum und vor allem ein partnerschaftliches Aufteilen der Familienarbeit ermöglicht. Das jetzige Modell bewirkt nämlich das Gegenteil. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist nicht unsere Antwort – im Gegenteil! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
ten, und ich hoffe, dass Sie sich am 1. Oktober und danach eines Besseren besinnen und nicht eine ganze Bevölkerungsgruppe auf Dauer vergessen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Schulungsteilnehmerinnen!
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Glawischnig, es wird nicht wahrer, wenn Sie falsche Zahlen immer wieder wiederholen. Ein einziges Beispiel: Sie sagen, es waren 120 000 Frauen arbeitslos. Sie können nachlesen: Es waren 100 000 Frauen arbeitslos. (Abg. Öllinger: Schulungsteilnehmerinnen!) Aber auch diese 100 000 sind uns natürlich zu viel, und wir tun daher auch eine Menge, um diese Situation zu verbessern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Glawischnig, es wird nicht wahrer, wenn Sie falsche Zahlen immer wieder wiederholen. Ein einziges Beispiel: Sie sagen, es waren 120 000 Frauen arbeitslos. Sie können nachlesen: Es waren 100 000 Frauen arbeitslos. (Abg. Öllinger: Schulungsteilnehmerinnen!) Aber auch diese 100 000 sind uns natürlich zu viel, und wir tun daher auch eine Menge, um diese Situation zu verbessern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich darf festhalten: Im August 2006 waren insgesamt 1 540 000 Frauen in Beschäftigung. Das sind fast 200 000 mehr als im Jahr 1999, im letzten Jahr unter sozialdemokratischer Kanzlerschaft und sozialdemokratischen Sozial- und Arbeitsministern. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Das sind ganz einfache Zahlen. Und wenn die Grünen auf ihrer Homepage und in ihrem grünen Wahlprogramm ankündigen: 10 000 Arbeitsplätze für Frauen pro Jahr mehr!, so muss ich sagen, dass das absolut kein ehrgeiziges Ziel ist, denn diese Regierung hat in den letzten sieben Jahren pro Jahr rund 30 000 Arbeitsplätze neu geschaffen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Das sind Arbeitsplätze für Frauen, die auch im hoch qualifizierten Bereich möglich sind. Und wenn Sie immer wieder mit der Teilzeitquote kommen: Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass mehr als 80 Prozent der Frauen diese Teilzeit auch wünschen, weil es für ihre momentane Lebenssituation die optimale Form ist. (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.) Wir haben jahrelang darum gekämpft. Die ÖVP-Frauen – Marga Hubinek, Helga Rabl-Stadler, Ingrid Korosec – haben in den achtziger Jahren jahrelang hier in diesem Haus darum gekämpft, dass Teilzeit möglich ist. Die SPÖ war dagegen, auch die Grünen waren dann dagegen, um dann in einem Frauen-Volksbegehren das Recht auf Teilzeit zu verlangen und die ÖVP zu verdammen, dass sie nicht jeden Punkt dieses Frauen-Volksbegehrens unterstützt hat, weil zum Teil auch für Frauen hinderliche Maßnahmen enthalten waren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Eine ganze Reihe von für Frauen hinderlichen Maßnahmen, wie etwa, dass Sie die Einstellung von Frauen an öffentliche Förderungen binden. Sie würden damit verhindern, dass Betriebe überhaupt Frauen anstellen, und Frauen aus dem Arbeitsmarkt drängen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das sind Arbeitsplätze für Frauen, die auch im hoch qualifizierten Bereich möglich sind. Und wenn Sie immer wieder mit der Teilzeitquote kommen: Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass mehr als 80 Prozent der Frauen diese Teilzeit auch wünschen, weil es für ihre momentane Lebenssituation die optimale Form ist. (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.) Wir haben jahrelang darum gekämpft. Die ÖVP-Frauen – Marga Hubinek, Helga Rabl-Stadler, Ingrid Korosec – haben in den achtziger Jahren jahrelang hier in diesem Haus darum gekämpft, dass Teilzeit möglich ist. Die SPÖ war dagegen, auch die Grünen waren dann dagegen, um dann in einem Frauen-Volksbegehren das Recht auf Teilzeit zu verlangen und die ÖVP zu verdammen, dass sie nicht jeden Punkt dieses Frauen-Volksbegehrens unterstützt hat, weil zum Teil auch für Frauen hinderliche Maßnahmen enthalten waren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Eine ganze Reihe von für Frauen hinderlichen Maßnahmen, wie etwa, dass Sie die Einstellung von Frauen an öffentliche Förderungen binden. Sie würden damit verhindern, dass Betriebe überhaupt Frauen anstellen, und Frauen aus dem Arbeitsmarkt drängen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das sind Arbeitsplätze für Frauen, die auch im hoch qualifizierten Bereich möglich sind. Und wenn Sie immer wieder mit der Teilzeitquote kommen: Frau Abgeordnete Glawischnig, Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass mehr als 80 Prozent der Frauen diese Teilzeit auch wünschen, weil es für ihre momentane Lebenssituation die optimale Form ist. (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.) Wir haben jahrelang darum gekämpft. Die ÖVP-Frauen – Marga Hubinek, Helga Rabl-Stadler, Ingrid Korosec – haben in den achtziger Jahren jahrelang hier in diesem Haus darum gekämpft, dass Teilzeit möglich ist. Die SPÖ war dagegen, auch die Grünen waren dann dagegen, um dann in einem Frauen-Volksbegehren das Recht auf Teilzeit zu verlangen und die ÖVP zu verdammen, dass sie nicht jeden Punkt dieses Frauen-Volksbegehrens unterstützt hat, weil zum Teil auch für Frauen hinderliche Maßnahmen enthalten waren. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Eine ganze Reihe von für Frauen hinderlichen Maßnahmen, wie etwa, dass Sie die Einstellung von Frauen an öffentliche Förderungen binden. Sie würden damit verhindern, dass Betriebe überhaupt Frauen anstellen, und Frauen aus dem Arbeitsmarkt drängen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wir waren schon einmal an erster Stelle!
Es wird auch nicht richtiger, wenn Sie die EU zitieren, Frau Abgeordnete Glawischnig, denn Österreich liegt mit einer Frauenarbeitslosenquote von 5,3 Prozent an sechster Stelle der EU-25, also im ersten Viertel der EU-25. (Abg. Öllinger: Wir waren schon einmal an erster Stelle!) Wir wünschten, wir wären an erster Stelle. (Abg. Öllinger: Wir waren es schon einmal!) Wir arbeiten auch hart daran, aber der EU-Durchschnitt liegt bei 9 Prozent, Frau Abgeordnete Glawischnig, und das ist fast doppelt so hoch.
Abg. Öllinger: Wir waren es schon einmal!
Es wird auch nicht richtiger, wenn Sie die EU zitieren, Frau Abgeordnete Glawischnig, denn Österreich liegt mit einer Frauenarbeitslosenquote von 5,3 Prozent an sechster Stelle der EU-25, also im ersten Viertel der EU-25. (Abg. Öllinger: Wir waren schon einmal an erster Stelle!) Wir wünschten, wir wären an erster Stelle. (Abg. Öllinger: Wir waren es schon einmal!) Wir arbeiten auch hart daran, aber der EU-Durchschnitt liegt bei 9 Prozent, Frau Abgeordnete Glawischnig, und das ist fast doppelt so hoch.
Abg. Öllinger: Wo?
Ich bin bei Ihnen, dass es uns noch viel stärker gelingen muss, die Väter in die Verantwortung für die Kinderbetreuung, für die Familienarbeit zu bringen. Das ist nicht nur wichtig für die Väter selbst, sondern vor allem für die Kinder. Wir wissen aus pädagogischen, aus psychologischen Erkenntnissen, dass die Kommunikation, die Beziehung zum Vater ganz besonders wichtig ist für unsere Kinder, und wir wollen auch hier etwas verändern (Abg. Öllinger: Wo?) – aber nicht mit Zwang, sondern mit Anreizen und mit Unterstützung und Überzeugungsarbeit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich bin bei Ihnen, dass es uns noch viel stärker gelingen muss, die Väter in die Verantwortung für die Kinderbetreuung, für die Familienarbeit zu bringen. Das ist nicht nur wichtig für die Väter selbst, sondern vor allem für die Kinder. Wir wissen aus pädagogischen, aus psychologischen Erkenntnissen, dass die Kommunikation, die Beziehung zum Vater ganz besonders wichtig ist für unsere Kinder, und wir wollen auch hier etwas verändern (Abg. Öllinger: Wo?) – aber nicht mit Zwang, sondern mit Anreizen und mit Unterstützung und Überzeugungsarbeit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir haben ein umfassendes Angebot für Pflegehelferinnen, für Heimhelferinnen, bis hin zur Weiterqualifizierung auf dem Arbeitsmarkt zur diplomierten Schwester, damit wir in der Lage sind, den Bedarf an diplomiertem Pflegepersonal aus Eigenem abdecken zu können, und das lange, bevor die Diskussion öffentlich geworden ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ
Es ist etwas einfach, Frau Abgeordnete Glawischnig, wenn Sie ein Ministerium herausgreifen und alle anderen Ministerien, in denen es weitaus mehr Sektionschefinnen, Abteilungsleiterinnen als im Jahr 1999 gibt, und zwar zum Teil schon bis zu 40 Prozent (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ), schlicht und einfach unter den Tisch fallen lassen. Da ist man auf einem Auge blind, offensichtlich auf dem linken Auge. (Abg. Sburny: Ist Gleichberechtigung links?)
Abg. Sburny: Ist Gleichberechtigung links?
Es ist etwas einfach, Frau Abgeordnete Glawischnig, wenn Sie ein Ministerium herausgreifen und alle anderen Ministerien, in denen es weitaus mehr Sektionschefinnen, Abteilungsleiterinnen als im Jahr 1999 gibt, und zwar zum Teil schon bis zu 40 Prozent (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ), schlicht und einfach unter den Tisch fallen lassen. Da ist man auf einem Auge blind, offensichtlich auf dem linken Auge. (Abg. Sburny: Ist Gleichberechtigung links?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Lassen Sie mich ganz kurz noch zu einem Ausblick kommen. Es geht uns vor allem darum, die Einkommensschere zu schließen. Da treffen sich unsere Bemühungen, Frau Abgeordnete Glawischnig, denn es ist untragbar – und da bin ich Ihrer Meinung und wahrscheinlich auch der Meinung aller anderen Frauen in diesem Haus –, dass es immer noch Einkommensunterschiede gibt – aber nicht die von Ihnen genannten 30 Prozent, sondern die Einkommensschere hat sich in diesen sieben Jahren laut Eurostat von 21 auf 18 Prozent geschlossen; Sie können das ja gerne nachlesen. Ich weiß aber, dass Sie das nicht gerne hören. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Das, was mich sehr stört – und damit auch ein Wort zur Diskussion, die Sie angeführt haben –, ist, dass Sie immer nur mit einem Auge sehen oder dass Sie mit zweierlei Maß messen. Alles, was links ist, ist gut, und alles, was bürgerlich ist, ist schlecht. Und wenn die SPÖ-Frauen und die Grünen-Frauen meinen, dass sie einen Alleinvertretungsanspruch haben – zumindest die SPÖ-Frauen haben einen solchen ja einmal erhoben –, beleidigen sie damit Generationen von Frauenpolitikerinnen aus allen Parteien, die seit viel mehr als 60 Jahren hier in diesem Haus für die Sache der Frauen arbeiten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Eine Entschuldigung ist fällig!
Noch ein letztes Wort, Frau Abgeordnete Glawischnig: Wenn Sie die Aussagen von Dr. Wolfgang Schüssel bewusst missverstehen wollen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Eine Entschuldigung ist fällig!), bewusst missinterpretieren wollen, dann, liebe Frau Glawischnig, würde ich einmal in die eigenen Reihen schauen. Da hat es nämlich unmissverständliche – unmissverständliche! – sexistische Bemerkungen gegen eine ÖVP-Ministerin gegeben, gegen Frau Bundesministerin Gehrer. Da würde ich an Ihrer Stelle lieber vor Ihrer eigenen Türe kehren. Bundeskanzler Dr. Schüssel ist erhaben über jeden Verdacht von Sexismus! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Noch ein letztes Wort, Frau Abgeordnete Glawischnig: Wenn Sie die Aussagen von Dr. Wolfgang Schüssel bewusst missverstehen wollen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Eine Entschuldigung ist fällig!), bewusst missinterpretieren wollen, dann, liebe Frau Glawischnig, würde ich einmal in die eigenen Reihen schauen. Da hat es nämlich unmissverständliche – unmissverständliche! – sexistische Bemerkungen gegen eine ÖVP-Ministerin gegeben, gegen Frau Bundesministerin Gehrer. Da würde ich an Ihrer Stelle lieber vor Ihrer eigenen Türe kehren. Bundeskanzler Dr. Schüssel ist erhaben über jeden Verdacht von Sexismus! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Auf diesem ist das Gesicht von Bundesministerin Gehrer aufgedruckt; „Budern statt sudern“ und „Oral statt Moral“ ist auf dem T-Shirt zu lesen.
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Ich darf Ihnen dieses T-Shirt zeigen. (Auf diesem ist das Gesicht von Bundesministerin Gehrer aufgedruckt; „Budern statt sudern“ und „Oral statt Moral“ ist auf dem T-Shirt zu lesen.) Das ist das Selbstverständnis der Grünen! So viel zum Sexismus, zu dieser Sexismus-Keule. (Abg. Sburny: Das hat die Frau Gehrer gesagt? – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Abg. Sburny: Das hat die Frau Gehrer gesagt? – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Ich darf Ihnen dieses T-Shirt zeigen. (Auf diesem ist das Gesicht von Bundesministerin Gehrer aufgedruckt; „Budern statt sudern“ und „Oral statt Moral“ ist auf dem T-Shirt zu lesen.) Das ist das Selbstverständnis der Grünen! So viel zum Sexismus, zu dieser Sexismus-Keule. (Abg. Sburny: Das hat die Frau Gehrer gesagt? – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
braucht euch nicht zu Moral-Aposteln aufzuschwingen, wenn ihr so etwas über eine ÖVP-Ministerin sagt! Ich glaube, das disqualifiziert sich von selbst, und euer Wahlkampfgetöse ist damit auch nichtig. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Pfui-Rufe bei der ÖVP.
Übrigens wird dieses T-Shirt nach wie vor auf der Homepage der Grünen verkauft. (Pfui-Rufe bei der ÖVP.) Wir haben uns das extra angesehen. So viel zum Sexismus, meine Damen und Herren. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Übrigens wird dieses T-Shirt nach wie vor auf der Homepage der Grünen verkauft. (Pfui-Rufe bei der ÖVP.) Wir haben uns das extra angesehen. So viel zum Sexismus, meine Damen und Herren. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Aber ich möchte jetzt wieder zur Sachpolitik zurückkommen. Das ist nämlich das, was unseren Wahlkampf auszeichnet – im Gegensatz zur Inhaltslosigkeit bei den anderen Parteien, der SPÖ und den Grünen. Ich möchte festhalten, Eva Glawischnig, und das wird auch durch deine Zahlenspielereien nicht anders: Noch nie zuvor hatten so viele Frauen in Österreich einen Job, wie das heute der Fall ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Es sind mit August dieses Jahres ganz genau 1 539 698 gewesen, und das sind um 27 000 mehr als vor einem Jahr. Das ist eine Zahl, die man sehr wohl herzeigen kann und die den Frauen in diesem Land beweist, welche Arbeitsmarktpolitik die ÖVP unter Wolfgang Schüssel macht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Aber ich möchte jetzt wieder zur Sachpolitik zurückkommen. Das ist nämlich das, was unseren Wahlkampf auszeichnet – im Gegensatz zur Inhaltslosigkeit bei den anderen Parteien, der SPÖ und den Grünen. Ich möchte festhalten, Eva Glawischnig, und das wird auch durch deine Zahlenspielereien nicht anders: Noch nie zuvor hatten so viele Frauen in Österreich einen Job, wie das heute der Fall ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Es sind mit August dieses Jahres ganz genau 1 539 698 gewesen, und das sind um 27 000 mehr als vor einem Jahr. Das ist eine Zahl, die man sehr wohl herzeigen kann und die den Frauen in diesem Land beweist, welche Arbeitsmarktpolitik die ÖVP unter Wolfgang Schüssel macht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Mag. Molterer: Minus 70 Prozent bei der Gewerkschaft!
Herr Kollege Gusenbauer – heute im „Kurier“ nachzulesen – betont, dass garantiert keine Abschläge bei Pensionen vorgenommen werden; tausendprozentig, meint er auf Nachfrage. – So viel zur Seriosität dieser Politik und der Versprechungen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Mag. Molterer: Minus 70 Prozent bei der Gewerkschaft!)
Abg. Öllinger: Pensionsreform!
Ich glaube, wir können beweisen, dass wir konsequent und gezielt Maßnahmen gesetzt haben, die gerade den Frauen in diesem Land geholfen haben (Abg. Öllinger: Pensionsreform!): mit der Beschäftigungsoffensive des AMS von 285 Millionen €, 100 Millionen € gerade für die Förderung der Frauen-Wiedereinstiegshilfe. Eva Glawischnig, gerade den Wiedereinsteigerinnen – und das betrifft natürlich auch die Alleinerzieherinnen, wie ich selbst eine bin – hilft das ganz wesentlich. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich glaube, Sie sind ein bisschen privilegierter, was die Alleinerziehung betrifft!) 100 Millionen sind ein wirklich großer Betrag, und mehr als die Hälfte der AMS-Mittel kommen den Frauen zugute. Ich glaube, darauf müssen wir immer wieder hinweisen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich glaube, Sie sind ein bisschen privilegierter, was die Alleinerziehung betrifft!
Ich glaube, wir können beweisen, dass wir konsequent und gezielt Maßnahmen gesetzt haben, die gerade den Frauen in diesem Land geholfen haben (Abg. Öllinger: Pensionsreform!): mit der Beschäftigungsoffensive des AMS von 285 Millionen €, 100 Millionen € gerade für die Förderung der Frauen-Wiedereinstiegshilfe. Eva Glawischnig, gerade den Wiedereinsteigerinnen – und das betrifft natürlich auch die Alleinerzieherinnen, wie ich selbst eine bin – hilft das ganz wesentlich. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich glaube, Sie sind ein bisschen privilegierter, was die Alleinerziehung betrifft!) 100 Millionen sind ein wirklich großer Betrag, und mehr als die Hälfte der AMS-Mittel kommen den Frauen zugute. Ich glaube, darauf müssen wir immer wieder hinweisen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir haben einen AMS-Schwerpunkt für die Gleichstellung der Frauen gesetzt. Wir setzen Maßnahmen dort, wo ihr immer nur schimpft und lamentiert, dass alles so schlecht ist. Wir machen es besser, und wir beweisen, dass wir es besser machen können, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Krainer: Das ist falsch!
Wir haben wichtige Initiativen gesetzt in den letzten zwei Legislaturperioden, in der aktuellen und der vorangegangenen. Das Kinderbetreuungsgeld etwa ist ein echter Meilenstein. Ein Vielfaches der Zuverdienstgrenze ist heute möglich im Vergleich zum De-facto-Beschäftigungsverbot bei Bezug des Karenzgeldes, wie es früher der Fall war. (Abg. Krainer: Das ist falsch!) Ein wichtiger Schritt, um im Beruf bleiben zu können und um Qualifikationsverluste und das riesige Problem beim Wiedereinstieg zu vermeiden, aber ich glaube, auch da werden wir in Zukunft die Dinge weiterentwickeln. Wir kennen jetzt die Ergebnisse der Evaluierung des Kinderbetreuungsgeldes, und wir werden auf diesem Weg weitergehen. Wir werden uns die Zuverdienstgrenze beim Kinder-
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir haben es ja seinerzeit beschlossen und wissen jetzt, dass das der richtige Weg ist – und wir gehen auf diesem Weg weiter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Noch ein Wort zur Teilzeit. Diese wird immer so verteufelt. Wir haben das Recht auf Elternteilzeit eingeführt, etwas, was Rot-Grün immer gefordert hat. Wir haben es gemacht, auch wenn ihr jetzt darüber schimpft. Wir wissen, im August waren 4 000 Teilzeitjobs von der Wirtschaft als offen gemeldet, aber 28 000 Frauen und Männer waren einen Teilzeitjob suchend gemeldet! Da kann man bitte nicht sagen, dass wir die Frauen in den Teilzeitjob zurück- oder hineindrängen. Wir wissen, das wird explizit gesucht, und es ist ein wichtiges Kriterium dafür, dass viele Frauen überhaupt erst in ein Beschäftigungsverhältnis kommen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Elisabeth Gehrer hat 80 000 Plätze für Nachmittagsbetreuung geschaffen. Frau Präsidentin Prammer sagt in der SPÖ-Zeitung, dass nur 9 000 Kinderbetreuungsplätze dazugekommen sind. Ich weiß nicht, wohin Sie geschaut haben. 80 000 Nachmittagsbetreuungsplätze wurden von Elisabeth Gehrer geschaffen! – Das und vieles mehr sind Beweise für den Erfolgsweg dieser Bundesregierung – und wir werden diesen Weg weitergehen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! (Die Rednerin stellt eine Broschüre mit der Aufschrift „ABC der Frauenpolitik“ auf das Rednerpult.) Zahlen, Daten und Fakten werden auch dann nicht wahrer, wenn sie eine Ministerin falsch interpretiert. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Ich kann das Kompliment zurückgeben, Frau Bundesministerin! Das ist ÖVP-Interpretation einer leider völlig anderen Realität als der, die die Frauen in Österreich vorfinden. (Abg. Großruck – auf eine Anstecknadel an der Jacke der Rednerin mit der Aufschrift „Achtung! Linke Emanze!“ deutend –: Was haben Sie da oben picken? Können Sie das vorlesen?) Und nicht nur die Opposition, meine Damen und Herren hier im Hohen Haus, wirft dieser Bundesregierung vor, dass sie kein Gesamtkonzept hat, was Fragen der Verteilung zwischen Frauen und Männern anbelangt, was Fragen der Gleichbehandlung anbelangt, sondern auch Politologinnen, Expertinnen werfen dieser Bundesregierung vor, dass sie nicht darauf schaut, dass sie keine Politik der Gleichstellung zwischen den Geschlechtern betreibt, dass diese nicht stattgefunden hat. Und sogar ÖVP-Frau Ingrid Korosec sagt: Es gibt einen Stillstand in der Frauenpolitik.
Abg. Großruck – auf eine Anstecknadel an der Jacke der Rednerin mit der Aufschrift „Achtung! Linke Emanze!“ deutend –: Was haben Sie da oben picken? Können Sie das vorlesen?
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! (Die Rednerin stellt eine Broschüre mit der Aufschrift „ABC der Frauenpolitik“ auf das Rednerpult.) Zahlen, Daten und Fakten werden auch dann nicht wahrer, wenn sie eine Ministerin falsch interpretiert. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Ich kann das Kompliment zurückgeben, Frau Bundesministerin! Das ist ÖVP-Interpretation einer leider völlig anderen Realität als der, die die Frauen in Österreich vorfinden. (Abg. Großruck – auf eine Anstecknadel an der Jacke der Rednerin mit der Aufschrift „Achtung! Linke Emanze!“ deutend –: Was haben Sie da oben picken? Können Sie das vorlesen?) Und nicht nur die Opposition, meine Damen und Herren hier im Hohen Haus, wirft dieser Bundesregierung vor, dass sie kein Gesamtkonzept hat, was Fragen der Verteilung zwischen Frauen und Männern anbelangt, was Fragen der Gleichbehandlung anbelangt, sondern auch Politologinnen, Expertinnen werfen dieser Bundesregierung vor, dass sie nicht darauf schaut, dass sie keine Politik der Gleichstellung zwischen den Geschlechtern betreibt, dass diese nicht stattgefunden hat. Und sogar ÖVP-Frau Ingrid Korosec sagt: Es gibt einen Stillstand in der Frauenpolitik.
Abg. Großruck: Aber fast alles!
Das heißt, diese Situation der Frauen in Österreich ist wahrlich kein Anlass zum Jubeln. Es ist nicht alles gut, so wie Sie das ständig darzustellen versuchen! (Abg. Großruck: Aber fast alles!) Es ist ein Arbeitsauftrag für die Zukunft. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sagt ja kein Mensch! Aber es ist ...!) Aber genau daran scheitert es. Ich höre von Ihnen nie, welche Zukunftspläne Sie für dieses Land haben, was Sie im Sozialbereich zu verbessern gedenken, was Sie im Bildungsbereich tun möchten, was Sie im Gesundheitsbereich vorhaben. Es heißt immer nur: Unseren Kanzler und was er kann und weil er es kann – und alles ist gut! (Rufe bei der ÖVP: Richtig! Bravo! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Das ist zu wenig. Die Leute haben es satt! Sie wollen Inhalte und Programme! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sagt ja kein Mensch! Aber es ist ...!
Das heißt, diese Situation der Frauen in Österreich ist wahrlich kein Anlass zum Jubeln. Es ist nicht alles gut, so wie Sie das ständig darzustellen versuchen! (Abg. Großruck: Aber fast alles!) Es ist ein Arbeitsauftrag für die Zukunft. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sagt ja kein Mensch! Aber es ist ...!) Aber genau daran scheitert es. Ich höre von Ihnen nie, welche Zukunftspläne Sie für dieses Land haben, was Sie im Sozialbereich zu verbessern gedenken, was Sie im Bildungsbereich tun möchten, was Sie im Gesundheitsbereich vorhaben. Es heißt immer nur: Unseren Kanzler und was er kann und weil er es kann – und alles ist gut! (Rufe bei der ÖVP: Richtig! Bravo! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Das ist zu wenig. Die Leute haben es satt! Sie wollen Inhalte und Programme! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Richtig! Bravo! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, diese Situation der Frauen in Österreich ist wahrlich kein Anlass zum Jubeln. Es ist nicht alles gut, so wie Sie das ständig darzustellen versuchen! (Abg. Großruck: Aber fast alles!) Es ist ein Arbeitsauftrag für die Zukunft. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sagt ja kein Mensch! Aber es ist ...!) Aber genau daran scheitert es. Ich höre von Ihnen nie, welche Zukunftspläne Sie für dieses Land haben, was Sie im Sozialbereich zu verbessern gedenken, was Sie im Bildungsbereich tun möchten, was Sie im Gesundheitsbereich vorhaben. Es heißt immer nur: Unseren Kanzler und was er kann und weil er es kann – und alles ist gut! (Rufe bei der ÖVP: Richtig! Bravo! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Das ist zu wenig. Die Leute haben es satt! Sie wollen Inhalte und Programme! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das heißt, diese Situation der Frauen in Österreich ist wahrlich kein Anlass zum Jubeln. Es ist nicht alles gut, so wie Sie das ständig darzustellen versuchen! (Abg. Großruck: Aber fast alles!) Es ist ein Arbeitsauftrag für die Zukunft. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sagt ja kein Mensch! Aber es ist ...!) Aber genau daran scheitert es. Ich höre von Ihnen nie, welche Zukunftspläne Sie für dieses Land haben, was Sie im Sozialbereich zu verbessern gedenken, was Sie im Bildungsbereich tun möchten, was Sie im Gesundheitsbereich vorhaben. Es heißt immer nur: Unseren Kanzler und was er kann und weil er es kann – und alles ist gut! (Rufe bei der ÖVP: Richtig! Bravo! – Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.) Das ist zu wenig. Die Leute haben es satt! Sie wollen Inhalte und Programme! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Und es ist auch kein Thema, meine sehr geehrten Damen und Herren, für die Frauenpolitik allein. Haben Sie das immer noch nicht erkannt? Das ist ein Thema der Politik, der Wirtschaft und letztlich auch der Unternehmen, die sich alle miteinander Gedanken machen müssen, wie es den Frauen in diesem Land gut gehen kann, denn wir können auf die Talente und Fähigkeiten der Frauen in diesem Land sicher nicht verzichten! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Abg. Dr. Brinek: Was ist dem Voves passiert? Was war mit dem Herrn Voves in der Steiermark?
Wenn einem Bundeskanzler wie diesem eine Äußerung auskommt – oder auch nicht –, ist das meiner Meinung nach kein Zufall, sondern eine Grundhaltung, eine Grundeinstellung. So etwas passiert einem Bundeskanzler nicht! (Abg. Dr. Brinek: Was ist dem Voves passiert? Was war mit dem Herrn Voves in der Steiermark?) Es geht ihm das eine Mal um die Internet-Generation – Sie erinnern sich an die Aussagen damals! –, das andere Mal geht es ihm um homosexuelle Menschen – Sie erinnern sich an seine Aussagen! –, das dritte Mal ist es um den Präsidenten der Deutschen Bundesbank gegangen, jetzt ist es um die Frauen gegangen! (Abg. Grillitsch: Was hat der Herr Voves gesagt?)
Abg. Grillitsch: Was hat der Herr Voves gesagt?
Wenn einem Bundeskanzler wie diesem eine Äußerung auskommt – oder auch nicht –, ist das meiner Meinung nach kein Zufall, sondern eine Grundhaltung, eine Grundeinstellung. So etwas passiert einem Bundeskanzler nicht! (Abg. Dr. Brinek: Was ist dem Voves passiert? Was war mit dem Herrn Voves in der Steiermark?) Es geht ihm das eine Mal um die Internet-Generation – Sie erinnern sich an die Aussagen damals! –, das andere Mal geht es ihm um homosexuelle Menschen – Sie erinnern sich an seine Aussagen! –, das dritte Mal ist es um den Präsidenten der Deutschen Bundesbank gegangen, jetzt ist es um die Frauen gegangen! (Abg. Grillitsch: Was hat der Herr Voves gesagt?)
Abg. Steibl: Das ist eine totale Unterstellung!
Wenn Bundeskanzler Schüssel sagt, wäre er ein Linker, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann würde die ganze Emanzentruppe vor ihm „flach liegen“, dann heißt das in der Schüssel-Sprache nichts anderes als: Ich bin ein Rechter und ich erwarte mir: Unterwürfigkeit, Dankbarkeit und bedingungslosen Gehorsam! (Abg. Steibl: Das ist eine totale Unterstellung!) Das ist uminterpretiert in Schüssel-Sprache! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wenn Bundeskanzler Schüssel sagt, wäre er ein Linker, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann würde die ganze Emanzentruppe vor ihm „flach liegen“, dann heißt das in der Schüssel-Sprache nichts anderes als: Ich bin ein Rechter und ich erwarte mir: Unterwürfigkeit, Dankbarkeit und bedingungslosen Gehorsam! (Abg. Steibl: Das ist eine totale Unterstellung!) Das ist uminterpretiert in Schüssel-Sprache! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Schöls.
Vielleicht hat er aber 600 ÖVP-Frauen auf dem Bundeskongress davon überzeugt, dass sie, von so viel Anerkennung überwältigt, auf dem Boden flach liegen sollen. (Zwischenruf des Abg. Schöls.) Emanzipierte Frauen, die für Gleichstellung eintreten, überzeugt das keinesfalls! Das kann ich Ihnen auch sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielleicht hat er aber 600 ÖVP-Frauen auf dem Bundeskongress davon überzeugt, dass sie, von so viel Anerkennung überwältigt, auf dem Boden flach liegen sollen. (Zwischenruf des Abg. Schöls.) Emanzipierte Frauen, die für Gleichstellung eintreten, überzeugt das keinesfalls! Das kann ich Ihnen auch sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Und was hat Voves gesagt?
Besonders verwerflich finde ich: Flach liegen, flachlegen! Sie wissen, wie man das auch uminterpretieren kann. (Abg. Steibl: Und was hat Voves gesagt?) Besonders verwerflich finde ich, dass ein Kollege der ÖVP-Fraktion, der zurücktreten musste, weil er gewalttätig gegen seine Frau geworden ist, noch immer hier in diesem Hause sitzt. Schämen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Besonders verwerflich finde ich: Flach liegen, flachlegen! Sie wissen, wie man das auch uminterpretieren kann. (Abg. Steibl: Und was hat Voves gesagt?) Besonders verwerflich finde ich, dass ein Kollege der ÖVP-Fraktion, der zurücktreten musste, weil er gewalttätig gegen seine Frau geworden ist, noch immer hier in diesem Hause sitzt. Schämen Sie sich! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Wir sind nicht so frustriert!
Wissen Sie, wir reden mit den Arbeiterinnen in den Betrieben. (Abg. Dr. Fekter: Wir sind nicht so frustriert!) Wir reden mit den Lehrerinnen in den Schulen. Wir reden mit Unternehmerinnen. Wir reden mit Frauen, die im Pflegebereich tätig sind, wir reden mit Ärztinnen. Wir wissen, was diese Frauen brauchen. Wir haben auch die Programme dazu. (Abg. Steibl: Na so etwas! Ihr jammert ja nur!) – Kollegin Steibl, je lauter Sie sind, desto nervöser sind Sie. Ich kenne Sie schon! (Abg. Dr. Brinek: Keine Ahnung!) Wir reden mit Künstlerinnen, wir reden mit allen Gruppen aus der Bevölkerung. (Abg. Scheibner: Na, was sagen denn die?) Wir reden in Augenhöhe mit den Leuten. Wir wollen niemanden flach auf dem Boden liegen sehen. Mit einem sozialdemokratischen Bundeskanzler kann man das nämlich auf gleicher Höhe diskutieren! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Na so etwas! Ihr jammert ja nur!
Wissen Sie, wir reden mit den Arbeiterinnen in den Betrieben. (Abg. Dr. Fekter: Wir sind nicht so frustriert!) Wir reden mit den Lehrerinnen in den Schulen. Wir reden mit Unternehmerinnen. Wir reden mit Frauen, die im Pflegebereich tätig sind, wir reden mit Ärztinnen. Wir wissen, was diese Frauen brauchen. Wir haben auch die Programme dazu. (Abg. Steibl: Na so etwas! Ihr jammert ja nur!) – Kollegin Steibl, je lauter Sie sind, desto nervöser sind Sie. Ich kenne Sie schon! (Abg. Dr. Brinek: Keine Ahnung!) Wir reden mit Künstlerinnen, wir reden mit allen Gruppen aus der Bevölkerung. (Abg. Scheibner: Na, was sagen denn die?) Wir reden in Augenhöhe mit den Leuten. Wir wollen niemanden flach auf dem Boden liegen sehen. Mit einem sozialdemokratischen Bundeskanzler kann man das nämlich auf gleicher Höhe diskutieren! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Keine Ahnung!
Wissen Sie, wir reden mit den Arbeiterinnen in den Betrieben. (Abg. Dr. Fekter: Wir sind nicht so frustriert!) Wir reden mit den Lehrerinnen in den Schulen. Wir reden mit Unternehmerinnen. Wir reden mit Frauen, die im Pflegebereich tätig sind, wir reden mit Ärztinnen. Wir wissen, was diese Frauen brauchen. Wir haben auch die Programme dazu. (Abg. Steibl: Na so etwas! Ihr jammert ja nur!) – Kollegin Steibl, je lauter Sie sind, desto nervöser sind Sie. Ich kenne Sie schon! (Abg. Dr. Brinek: Keine Ahnung!) Wir reden mit Künstlerinnen, wir reden mit allen Gruppen aus der Bevölkerung. (Abg. Scheibner: Na, was sagen denn die?) Wir reden in Augenhöhe mit den Leuten. Wir wollen niemanden flach auf dem Boden liegen sehen. Mit einem sozialdemokratischen Bundeskanzler kann man das nämlich auf gleicher Höhe diskutieren! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Na, was sagen denn die?
Wissen Sie, wir reden mit den Arbeiterinnen in den Betrieben. (Abg. Dr. Fekter: Wir sind nicht so frustriert!) Wir reden mit den Lehrerinnen in den Schulen. Wir reden mit Unternehmerinnen. Wir reden mit Frauen, die im Pflegebereich tätig sind, wir reden mit Ärztinnen. Wir wissen, was diese Frauen brauchen. Wir haben auch die Programme dazu. (Abg. Steibl: Na so etwas! Ihr jammert ja nur!) – Kollegin Steibl, je lauter Sie sind, desto nervöser sind Sie. Ich kenne Sie schon! (Abg. Dr. Brinek: Keine Ahnung!) Wir reden mit Künstlerinnen, wir reden mit allen Gruppen aus der Bevölkerung. (Abg. Scheibner: Na, was sagen denn die?) Wir reden in Augenhöhe mit den Leuten. Wir wollen niemanden flach auf dem Boden liegen sehen. Mit einem sozialdemokratischen Bundeskanzler kann man das nämlich auf gleicher Höhe diskutieren! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, wir reden mit den Arbeiterinnen in den Betrieben. (Abg. Dr. Fekter: Wir sind nicht so frustriert!) Wir reden mit den Lehrerinnen in den Schulen. Wir reden mit Unternehmerinnen. Wir reden mit Frauen, die im Pflegebereich tätig sind, wir reden mit Ärztinnen. Wir wissen, was diese Frauen brauchen. Wir haben auch die Programme dazu. (Abg. Steibl: Na so etwas! Ihr jammert ja nur!) – Kollegin Steibl, je lauter Sie sind, desto nervöser sind Sie. Ich kenne Sie schon! (Abg. Dr. Brinek: Keine Ahnung!) Wir reden mit Künstlerinnen, wir reden mit allen Gruppen aus der Bevölkerung. (Abg. Scheibner: Na, was sagen denn die?) Wir reden in Augenhöhe mit den Leuten. Wir wollen niemanden flach auf dem Boden liegen sehen. Mit einem sozialdemokratischen Bundeskanzler kann man das nämlich auf gleicher Höhe diskutieren! Merken Sie sich das! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Na, so etwas!
Wir behandeln Frauen und Männer gleichermaßen mit Respekt! (Abg. Steibl: Na, so etwas!) Ich darf zum Abschluss Johanna Dohnal zitieren (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – das ist mein Schlusssatz, Herr Präsident! –, die dazu meint:
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Wir behandeln Frauen und Männer gleichermaßen mit Respekt! (Abg. Steibl: Na, so etwas!) Ich darf zum Abschluss Johanna Dohnal zitieren (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – das ist mein Schlusssatz, Herr Präsident! –, die dazu meint:
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das ist aber auch tief! Das ist wie Voves! – Abg. Dr. Jarolim: Ein genialer Schlusssatz! Aus dem Herzen gesprochen!
„Als Mitglied der Emanzengruppe teile ich Ihnen mit,“ – nämlich dem Herrn Bundeskanzler – „dass ich Ihren Wunsch, vor Ihnen flach zu liegen, keinesfalls erfüllen könnte. Sie sind mir zu klein, daher ist mir das zu tief.“ (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das ist aber auch tief! Das ist wie Voves! – Abg. Dr. Jarolim: Ein genialer Schlusssatz! Aus dem Herzen gesprochen!)
Abg. Heinisch-Hosek: Genau!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Glawischnig, Sie haben in Ihrer Rede gemeint, dass Frauenanliegen ernst genommen werden sollen, und auch Frau Heinisch-Hosek hat jetzt gerade angeführt, dass sie sich als die Anwältin der Frauen fühlt. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!)
Rufe bei der ÖVP: He! Oh! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!
Ich kann Ihnen sagen, wie es aussieht, wenn Sie wirklich wo mitsprechen können – und da gehe ich ganz hinunter auf die Ebene der Kommunalpolitik –: Im Innviertel, in meiner Heimatgemeinde, wurde von den Grünen und von der SPÖ der Frauenausschuss abgeschafft. (Rufe bei der ÖVP: He! Oh! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Genau das Gremium also, in dem man ganz konkret für Frauen Arbeiten verrichten kann! Sie reden nur hier im Hohen Haus, halten Sonntagsreden, und wenn es um konkrete Arbeiten für Frauen geht, dann sagen Sie, dass Sie dafür nicht arbeiten wollen, und ziehen sich aus Ihrer Verantwortung zurück. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Ich kann Ihnen sagen, wie es aussieht, wenn Sie wirklich wo mitsprechen können – und da gehe ich ganz hinunter auf die Ebene der Kommunalpolitik –: Im Innviertel, in meiner Heimatgemeinde, wurde von den Grünen und von der SPÖ der Frauenausschuss abgeschafft. (Rufe bei der ÖVP: He! Oh! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Genau das Gremium also, in dem man ganz konkret für Frauen Arbeiten verrichten kann! Sie reden nur hier im Hohen Haus, halten Sonntagsreden, und wenn es um konkrete Arbeiten für Frauen geht, dann sagen Sie, dass Sie dafür nicht arbeiten wollen, und ziehen sich aus Ihrer Verantwortung zurück. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist so etwas von einem Blödsinn!
Sie werden es nicht schaffen, die erfolgreiche Frauenpolitik dieser Bundesregierung schlechtzumachen, denn die Fakten, Taten und Zahlen, auch wenn Sie diese nicht wahrhaben wollen, sprechen für uns. Die Frauenerwerbsquote kann man nicht wegdiskutieren. Wir sind hier im Spitzenfeld der Europäischen Union – noch vor den skandinavischen Ländern. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist so etwas von einem Blödsinn!) Ganz erfreulich ist, dass die Arbeitslosigkeit der Frauen gesunken ist. Wir hatten gegenüber dem Vorjahr im August 7 000 arbeitslose Frauen weniger zu verzeichnen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Quelle: AMS!
Das heißt: Erste Erfolge auf Grund der Beschäftigungsoffensive, die diese Bundesregierung gesetzt hat. Über 100 Millionen € wurden für Qualifizierung und Wiedereinstieg für Frauen zur Verfügung gestellt. Wir sehen, das wirkt, und wir sehen, dass auch Erfolge verzeichnet werden. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Quelle: AMS!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben aber in den letzten Jahren auch in vielen anderen Bereichen für Frauen vieles erreicht. Ich erinnere nur an die Umsetzung des Stalking-Gesetzes, wobei Psychoterror jetzt für Frauen endlich wirklich verfolgbar ist. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Sie haben der Ministerin nicht zugehört! Die hat etwas anderes gesagt!
dagegen. Ich kann Ihnen ganz klar sagen und mittels Studien beweisen, dass 94 Prozent der Frauen, die in Teilzeitjobs tätig sind, freiwillig in Teilzeitjobs sind (Abg. Silhavy: Sie haben der Ministerin nicht zugehört! Die hat etwas anderes gesagt!) und sehr froh sind, dass sie dadurch die Möglichkeit haben, Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
dagegen. Ich kann Ihnen ganz klar sagen und mittels Studien beweisen, dass 94 Prozent der Frauen, die in Teilzeitjobs tätig sind, freiwillig in Teilzeitjobs sind (Abg. Silhavy: Sie haben der Ministerin nicht zugehört! Die hat etwas anderes gesagt!) und sehr froh sind, dass sie dadurch die Möglichkeit haben, Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Sehr geehrte Damen und Herren, die Politik des BZÖ für Frauen orientiert sich nicht an ideologischen Zielen. Wir jammern nicht (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), sondern wir übernehmen Verantwortung und suchen Lösungen für die Frauen dort, wo solche wirklich notwendig sind. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, die Politik des BZÖ für Frauen orientiert sich nicht an ideologischen Zielen. Wir jammern nicht (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), sondern wir übernehmen Verantwortung und suchen Lösungen für die Frauen dort, wo solche wirklich notwendig sind. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Bezüglich der 94 Prozent der Frauen, die angeblich mit Teilzeit einverstanden sind: Diese Studie zeigen Sie mir einmal bitte! (Beifall bei den Grünen.) Ich würde von Ihnen persönlich nicht annehmen, dass Sie, wenn eine Frau Sie um Rat fragt: Soll ich auf Dauer einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen?, ihr das raten würden, wohl wissend, dass Frauen in Teilzeitbeschäftigungen weniger Chance auf Weiterbildung und Ausbildung im Betrieb haben. Das geht in der Regel an jene Personen, die vollzeitbeschäftigt sind. Frauen in Teilzeitbeschäftigung sind daher aus einer Vielzahl von Gründen nicht gleichermaßen in Karrierepositionen, in der Aufstiegsleiter sozusagen, und sie werden das drittens in der Pension maßgeblich spüren, wenn sie längere Zeit Teilzeit beschäftigt sind.
Beifall bei den Grünen.
Das werden Sie doch, wenn Sie ehrlich sind, einer Frau, die Sie um Rat fragt, sagen! Sie können daher mit Sicherheit nicht davon ausgehen, dass 94 Prozent, wenn Sie sich über die Folgen einer längeren Teilzeitbeschäftigung im Klaren sind, damit voll zufrieden sind. Das glaube ich Ihnen nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das sind nicht ideologische Fragen, hätte ich gedacht! Frau Familien- oder Frauenministerin? – Frauenministerin! Sie kommen gleich mit links/rechts, wenn es um die Gleichbehandlung und die gleichen Chancen der Frauen am Arbeitsmarkt geht. Da kommen Sie mit diesem Links-Rechts-Geschwafel? Ich hätte gedacht, dass wenigstens in diesem Punkt Übereinstimmung herrscht, dass das keine Frage von links/rechts ist, sondern einfach höchst an der Zeit, dass wir die Talente der Frauen genauso nutzen, genauso entwickeln, wie jene der Männer. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Steibl: Sie wollen den Kündigungsschutz ausweiten! Wie passt denn das zusammen?
Sicher brauchen wir zum Beispiel eine Reform des Kindergeldes, eine Reform, die sicherstellt, dass die Frauen erstens nicht so lange vom Arbeitsmarkt verdrängt werden – und das setzt zweitens voraus, dass die Männer starke Anreize erhalten, sich zu gleichen Teilen an der Kinderbetreuung zu beteiligen. (Abg. Steibl: Sie wollen den Kündigungsschutz ausweiten! Wie passt denn das zusammen?) Das kann man doch machen! Wenn Sie das aber nicht wollen, wenn Sie das als linke, verabscheuungswürdige Politik ansehen, dass Frauen am Arbeitsmarkt gleiche Chancen haben sollen, dann kann ich das nur zur Kenntnis nehmen – allerdings mit großem Bedauern! Ich hoffe, dass die WählerInnen das auch zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sicher brauchen wir zum Beispiel eine Reform des Kindergeldes, eine Reform, die sicherstellt, dass die Frauen erstens nicht so lange vom Arbeitsmarkt verdrängt werden – und das setzt zweitens voraus, dass die Männer starke Anreize erhalten, sich zu gleichen Teilen an der Kinderbetreuung zu beteiligen. (Abg. Steibl: Sie wollen den Kündigungsschutz ausweiten! Wie passt denn das zusammen?) Das kann man doch machen! Wenn Sie das aber nicht wollen, wenn Sie das als linke, verabscheuungswürdige Politik ansehen, dass Frauen am Arbeitsmarkt gleiche Chancen haben sollen, dann kann ich das nur zur Kenntnis nehmen – allerdings mit großem Bedauern! Ich hoffe, dass die WählerInnen das auch zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich brauchen wir Änderungen bei den Kindergärten und an den Schulen. Bei den Kindergärten geht es um die Zahl der Betreuungsplätze, die Qualität der Betreuung und die Frage der Öffnungszeiten, vor allem am Nachmittag und am frühen Abend. Bei den Schulen braucht es eine stärkere Betonung nicht nur der Nachmittagsbetreuung, meine Damen und Herren von der ÖVP, sondern echte Ganztagsschulen, die ein pädagogisches Konzept haben – im Gegensatz zur Nachmittagsbetreuung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fasslabend: Das will niemand! Genau um das geht es!
Das muss ja nicht unbedingt flächendeckend sein, aber es muss ein ausreichend großes Angebot sein, damit eine tatsächliche Wahlfreiheit existiert. (Abg. Dr. Fasslabend: Das will niemand! Genau um das geht es!) Bei den Kindergärten speziell ist Österreich im europaweiten Vergleich Nachzügler, Herr Kollege Fasslabend von der ÖVP! (Abg. Dr. Fasslabend: Schauen Sie nach Niederösterreich! In Wien vielleicht! In Niederösterreich nicht!) Erst bei den Fünfjährigen erreichen wir den Durchschnitt der EU-15, sozusagen der entwickelten Industriestaaten der EU (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), bei den Drei- und Vierjährigen liegen wir deutlich darunter.
Abg. Dr. Fasslabend: Schauen Sie nach Niederösterreich! In Wien vielleicht! In Niederösterreich nicht!
Das muss ja nicht unbedingt flächendeckend sein, aber es muss ein ausreichend großes Angebot sein, damit eine tatsächliche Wahlfreiheit existiert. (Abg. Dr. Fasslabend: Das will niemand! Genau um das geht es!) Bei den Kindergärten speziell ist Österreich im europaweiten Vergleich Nachzügler, Herr Kollege Fasslabend von der ÖVP! (Abg. Dr. Fasslabend: Schauen Sie nach Niederösterreich! In Wien vielleicht! In Niederösterreich nicht!) Erst bei den Fünfjährigen erreichen wir den Durchschnitt der EU-15, sozusagen der entwickelten Industriestaaten der EU (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), bei den Drei- und Vierjährigen liegen wir deutlich darunter.
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Das muss ja nicht unbedingt flächendeckend sein, aber es muss ein ausreichend großes Angebot sein, damit eine tatsächliche Wahlfreiheit existiert. (Abg. Dr. Fasslabend: Das will niemand! Genau um das geht es!) Bei den Kindergärten speziell ist Österreich im europaweiten Vergleich Nachzügler, Herr Kollege Fasslabend von der ÖVP! (Abg. Dr. Fasslabend: Schauen Sie nach Niederösterreich! In Wien vielleicht! In Niederösterreich nicht!) Erst bei den Fünfjährigen erreichen wir den Durchschnitt der EU-15, sozusagen der entwickelten Industriestaaten der EU (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), bei den Drei- und Vierjährigen liegen wir deutlich darunter.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Da sind Reformen angesagt. Österreich kann und darf es sich nicht leisten, die Diskriminierung der Frauen am Arbeitsmarkt weiter beizubehalten! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Werter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Eingangs sei mir gestattet, etwas anzumerken: Werte Kollegin Heinisch-Hosek, wenn Sie kritisieren, so etwas dürfe einem Bundeskanzler nicht passieren, dann sagen Sie das bitte auch dem Landeshauptmann Voves, was ihm nicht passieren darf! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Er hat sich entschuldigt!
Ich schätze einen ... (Abg. Öllinger: Er hat sich entschuldigt!) – Heute in der Zeitung, Herr Kollege Öllinger, steht wieder etwas anderes: Er hat es wiederholt. – So viel dazu. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Trotzdem kann sich Wolfgang Schüssel entschuldigen! Soll sich Wolfgang Schüssel nicht entschuldigen?)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Trotzdem kann sich Wolfgang Schüssel entschuldigen! Soll sich Wolfgang Schüssel nicht entschuldigen?
Ich schätze einen ... (Abg. Öllinger: Er hat sich entschuldigt!) – Heute in der Zeitung, Herr Kollege Öllinger, steht wieder etwas anderes: Er hat es wiederholt. – So viel dazu. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Trotzdem kann sich Wolfgang Schüssel entschuldigen! Soll sich Wolfgang Schüssel nicht entschuldigen?)
Beifall bei der ÖVP.
Weil Sie, werte Kollegin Glawischnig, den öffentlichen Dienst angeführt haben, darf ich Ihnen den öffentlichen Dienst präsentieren: Wir stehen im öffentlichen Dienst nicht schlecht da, wenn Sie den Landesdienst dazurechnen, es ist nicht nur der Bundesdienst. Insgesamt hat sich der Frauenanteil im Bundesdienst in den letzten Jahren um 2,1 Prozent erhöht. Ich erkläre Ihnen, was das bedeutet: nämlich auf 38 Prozent! (Beifall bei der ÖVP.) Der stärkste Anstieg ist bei den Richterinnen und Staatsanwältinnen zu verzeichnen, nämlich von 29,5 auf 41,8 Prozent. Und die Akademikerinnen gesamt sind von 38,1 Prozent – und lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen! – auf 50,3 Prozent gestiegen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Na bravo!
Sie wissen, dass im Bundesdienst eingespart wird. Wenn man das berücksichtigt, bedeutet es, dass derzeit fast nur Frauen in diesem Bereich in den Bundesdienst aufgenommen werden, und ich bin stolz darauf, dass es so ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Na bravo!)
Abg. Steibl: Schon wieder!
Apropos Teilzeit: Es gibt das Projekt „Führen in Teilzeit“, um es Frauen zu ermöglichen, auch in Teilzeit Führungsaufgaben zu übernehmen, und wir haben ein Telearbeitsprojekt. Dieses Telearbeitsprojekt steht aber möglicherweise vor dem Aus. Zuständig dafür ist Landeshauptmann Franz Voves, und dieser hat kein Geld dafür veranschlagt. (Abg. Steibl: Schon wieder!) Ich hoffe, dass er sich doch noch besinnt und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ernst nimmt, dass die SPÖ nicht nur Wasser predigt und Wein trinkt.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Die ÖVP mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel übernimmt Verantwortung. Wir sind für Frauen da, nachlesbar auf der Homepage. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Die ÖVP hat ein umfangreiches Programm. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wir sind für Frauen da, weil wir Frauen zuhören, und am 1. Oktober wird das bewiesen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Die ÖVP mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel übernimmt Verantwortung. Wir sind für Frauen da, nachlesbar auf der Homepage. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Die ÖVP hat ein umfangreiches Programm. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wir sind für Frauen da, weil wir Frauen zuhören, und am 1. Oktober wird das bewiesen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die ÖVP mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel übernimmt Verantwortung. Wir sind für Frauen da, nachlesbar auf der Homepage. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Die ÖVP hat ein umfangreiches Programm. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Wir sind für Frauen da, weil wir Frauen zuhören, und am 1. Oktober wird das bewiesen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo ist denn der Herr Bundeskanzler? Der lässt Sie ganz alleine! Ich finde das nicht in Ordnung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gemeldet hat sich nunmehr Frau Bundesministerin Rauch-Kallat. Ihre Redezeit beträgt diesmal 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wo ist denn der Herr Bundeskanzler? Der lässt Sie ganz alleine! Ich finde das nicht in Ordnung!)
Abg. Sburny: In der Freizeit!
Bundesministerin für Gesundheit und Frauen Maria Rauch-Kallat: Herr Präsident! Hohes Haus! Lassen Sie mich vielleicht gleich auf die Ausführungen des Herrn Abgeordneten Van der Bellen eingehen. Herr Klubobmann, ich gebe Ihnen nicht Recht, was die Teilzeitbeschäftigung und die Weiterqualifizierung anlangt. Aus der Lebenssituation von Frauen wissen wir, dass gerade in einer Teilzeitbeschäftigung die Weiterqualifizierung viel eher möglich ist als in einer Vollzeitbeschäftigung mit familiären Verpflichtungen. (Abg. Sburny: In der Freizeit!)
Abg. Sburny: Wo leben Sie denn?
Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie sagen, dass Arbeitsmarktpolitik für Frauen nicht zwangsläufig etwas mit links oder rechts zu tun hat. Ich gebe Ihnen aber nicht Recht, wenn Sie nicht sehen, dass Arbeitsmarktpolitik sehr eng mit Wirtschaftspolitik verknüpft ist und Wirtschaftspolitik sehr wohl etwas mit links oder rechts zu tun hat. (Abg. Sburny: Wo leben Sie denn?) Wenn ich mir anschaue, wie Deutschland nach sieben Jahren rot-grüner Regierung – links-links – dasteht – 4 Millionen Arbeitslose, ein blühendes Land sozusagen zum Abstieg gebracht – und wie Österreich nach sieben Jahren Bundeskanzler Schüssel aufgeblüht ist und eine gute Situation weltweit hat (Abg. Scheibner: Na, ganz allein hat er das nicht gemacht!), dann kann ich Ihnen nur sagen, den Unterschied möchte ich schon sehen: linke Wirtschaftspolitik gegen bürgerliche Wirtschaftspolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Na, ganz allein hat er das nicht gemacht!
Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie sagen, dass Arbeitsmarktpolitik für Frauen nicht zwangsläufig etwas mit links oder rechts zu tun hat. Ich gebe Ihnen aber nicht Recht, wenn Sie nicht sehen, dass Arbeitsmarktpolitik sehr eng mit Wirtschaftspolitik verknüpft ist und Wirtschaftspolitik sehr wohl etwas mit links oder rechts zu tun hat. (Abg. Sburny: Wo leben Sie denn?) Wenn ich mir anschaue, wie Deutschland nach sieben Jahren rot-grüner Regierung – links-links – dasteht – 4 Millionen Arbeitslose, ein blühendes Land sozusagen zum Abstieg gebracht – und wie Österreich nach sieben Jahren Bundeskanzler Schüssel aufgeblüht ist und eine gute Situation weltweit hat (Abg. Scheibner: Na, ganz allein hat er das nicht gemacht!), dann kann ich Ihnen nur sagen, den Unterschied möchte ich schon sehen: linke Wirtschaftspolitik gegen bürgerliche Wirtschaftspolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie sagen, dass Arbeitsmarktpolitik für Frauen nicht zwangsläufig etwas mit links oder rechts zu tun hat. Ich gebe Ihnen aber nicht Recht, wenn Sie nicht sehen, dass Arbeitsmarktpolitik sehr eng mit Wirtschaftspolitik verknüpft ist und Wirtschaftspolitik sehr wohl etwas mit links oder rechts zu tun hat. (Abg. Sburny: Wo leben Sie denn?) Wenn ich mir anschaue, wie Deutschland nach sieben Jahren rot-grüner Regierung – links-links – dasteht – 4 Millionen Arbeitslose, ein blühendes Land sozusagen zum Abstieg gebracht – und wie Österreich nach sieben Jahren Bundeskanzler Schüssel aufgeblüht ist und eine gute Situation weltweit hat (Abg. Scheibner: Na, ganz allein hat er das nicht gemacht!), dann kann ich Ihnen nur sagen, den Unterschied möchte ich schon sehen: linke Wirtschaftspolitik gegen bürgerliche Wirtschaftspolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ja, das glaube ich!
Frau Abgeordnete Heinisch-Hosek, Sie haben gesagt: Wir reden mit den Beschäftigten, mit den Bürgern, mit den Bäuerinnen – die haben Sie übrigens nicht erwähnt! –, wir reden mit den Künstlerinnen, wir reden mit den Frauen. – Ja, glauben Sie, wir tun das nicht?! (Abg. Heinisch-Hosek: Ja, das glaube ich!) Wir haben 60 000 ÖVP-Frauen in ganz Österreich in mehr als 2 000 Ortsgruppen, die sehr wohl nicht nur in Wahlzeiten, sondern auch in allen Zeiten dazwischen mit den Frauen reden und tatsächlich das erheben, was die Frauen wirklich brauchen und was sie sich wünschen. Und der Unterschied zu Ihnen ist, wir reden nicht nur, wir handeln, Frau Abgeordnete. Das ist der Unterschied. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!
Frau Abgeordnete Heinisch-Hosek, Sie haben gesagt: Wir reden mit den Beschäftigten, mit den Bürgern, mit den Bäuerinnen – die haben Sie übrigens nicht erwähnt! –, wir reden mit den Künstlerinnen, wir reden mit den Frauen. – Ja, glauben Sie, wir tun das nicht?! (Abg. Heinisch-Hosek: Ja, das glaube ich!) Wir haben 60 000 ÖVP-Frauen in ganz Österreich in mehr als 2 000 Ortsgruppen, die sehr wohl nicht nur in Wahlzeiten, sondern auch in allen Zeiten dazwischen mit den Frauen reden und tatsächlich das erheben, was die Frauen wirklich brauchen und was sie sich wünschen. Und der Unterschied zu Ihnen ist, wir reden nicht nur, wir handeln, Frau Abgeordnete. Das ist der Unterschied. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Abg. Heinisch-Hosek: Ja, ja!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wünschen sich ...!
Lassen Sie mich auf einen Aspekt eingehen: Wir wünschen uns für die Frauen in Österreich ein selbstbestimmtes, ein eigenständiges und wirtschaftlich unabhängiges Leben (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wünschen sich ...!), das auch die Wahlfreiheit beinhaltet. Auch wenn Johanna Dohnal meint, die Frau Minister Rauch-Kallat wüsste nicht einmal, was selbstbestimmt heißt (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist eine Frechheit!), kann ich das nur unter die übliche Überheblichkeit einordnen, die die SPÖ-Frauen in den letzten Jahren entwickelt haben. Ich habe mit Johanna Dohnal vor 15 Jahren ganz gut zusammengearbeitet – noch in einer rot-schwarzen Regierung.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist eine Frechheit!
Lassen Sie mich auf einen Aspekt eingehen: Wir wünschen uns für die Frauen in Österreich ein selbstbestimmtes, ein eigenständiges und wirtschaftlich unabhängiges Leben (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wünschen sich ...!), das auch die Wahlfreiheit beinhaltet. Auch wenn Johanna Dohnal meint, die Frau Minister Rauch-Kallat wüsste nicht einmal, was selbstbestimmt heißt (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist eine Frechheit!), kann ich das nur unter die übliche Überheblichkeit einordnen, die die SPÖ-Frauen in den letzten Jahren entwickelt haben. Ich habe mit Johanna Dohnal vor 15 Jahren ganz gut zusammengearbeitet – noch in einer rot-schwarzen Regierung.
Zwischenruf der Abg. Bures.
Eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in Wahlfreiheit ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit und der Schutz vor Armut. Ich erinnere daran, was die SPÖ aufgeführt hat, als es darum ging, das Kinderbetreuungsgeld für alle einzuführen. Es war nicht möglich in der Regierung mit der SPÖ! (Zwischenruf der Abg. Bures.) Erst diese Regierung hat es zustande gebracht, dass es jetzt Kinderbetreuungsgeld für alle – auch für Studentinnen, für Schülerinnen, für Hausfrauen und für Bäuerinnen und Gewerbetreibende – gibt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Eine Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in Wahlfreiheit ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit und der Schutz vor Armut. Ich erinnere daran, was die SPÖ aufgeführt hat, als es darum ging, das Kinderbetreuungsgeld für alle einzuführen. Es war nicht möglich in der Regierung mit der SPÖ! (Zwischenruf der Abg. Bures.) Erst diese Regierung hat es zustande gebracht, dass es jetzt Kinderbetreuungsgeld für alle – auch für Studentinnen, für Schülerinnen, für Hausfrauen und für Bäuerinnen und Gewerbetreibende – gibt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Das war das größte Armutsbekämpfungsprogramm der Zweiten Republik. Und wissen Sie, was Ihre Familiensprecherin Mertel damals gesagt hat? – Ich gönne den Frauen das Kinderbetreuungsgeld nicht! – Vor laufender Fernsehkamera in der „ZiB 2“. Ich bin ihr gegenüber gesessen. Das ist soziale Kälte in der SPÖ, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Jahrelang haben wir dafür gekämpft, dass Kinderbetreuungszeiten für die Pension angerechnet werden. Diese Regierung hat vier Jahre Kinderbetreuungszeit für die Pension nicht auf einer Basis wie unter SPÖ-Ministern in der Ausgleichszulagenrichtsatzhöhe, sondern mit 1 350 € pro Monat zusätzlich zu allem, was die Frau in dieser Zeit verdient, sichergestellt. Das ist Armutsbekämpfung im Alter! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Alleinverdiener! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Allein verdienen und allein erziehen, das ist ein Unterschied!
Zusätzlich hat es noch eine Reihe von Maßnahmen im Rahmen der Steuerreform gegeben. Die absolute Steuerfreiheit für geringere Einkommen kommt mehrheitlich Frauen zugute. Der Alleinverdienerabsetzbetrag pro Kind kommt vor allem allein erziehenden Frauen zugute, und Sie wissen, dass allein erziehende Frauen am ehesten von Armut betroffen sind. (Abg. Öllinger: Alleinverdiener! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Allein verdienen und allein erziehen, das ist ein Unterschied!) Das ist aktive Politik, meine Damen und Herren. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Zusätzlich hat es noch eine Reihe von Maßnahmen im Rahmen der Steuerreform gegeben. Die absolute Steuerfreiheit für geringere Einkommen kommt mehrheitlich Frauen zugute. Der Alleinverdienerabsetzbetrag pro Kind kommt vor allem allein erziehenden Frauen zugute, und Sie wissen, dass allein erziehende Frauen am ehesten von Armut betroffen sind. (Abg. Öllinger: Alleinverdiener! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Allein verdienen und allein erziehen, das ist ein Unterschied!) Das ist aktive Politik, meine Damen und Herren. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Die Wählerinnen und Wähler werden Gott sei Dank unterscheiden können, wer wirklich Frauenpolitik macht, die den Frauen in Österreich zugute kommt und wer nur jammert und beklagt, wie schlecht alles ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Da ist wieder alles so schlecht! Alle sind so deprimiert!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Kuntzl. Auch Ihre Redezeit beträgt 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Fekter: Da ist wieder alles so schlecht! Alle sind so deprimiert!)
Abg. Dr. Fekter: Das ist Unsinn!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Bundesministerin! Als ich mir Ihre Rede jetzt so angehört habe, habe ich manchmal gedacht, Sie glauben die eigene Propaganda wirklich. Wenn Sie vom blühenden Land und der grandiosen Wirtschaftspolitik sprechen, dann darf ich Sie alle daran erinnern, dass vor einigen Jahren, was das Wirtschaftswachstum betrifft, Österreich noch ganz vorne in Europa war und heute Schlusslicht in Europa ist. (Abg. Dr. Fekter: Das ist Unsinn!) Das ist grandiose Wirtschaftspolitik? Na, das weiß ich nicht. (Abg. Dr. Fekter: Leben Sie im vorigen Jahrhundert?)
Abg. Dr. Fekter: Leben Sie im vorigen Jahrhundert?
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Bundesministerin! Als ich mir Ihre Rede jetzt so angehört habe, habe ich manchmal gedacht, Sie glauben die eigene Propaganda wirklich. Wenn Sie vom blühenden Land und der grandiosen Wirtschaftspolitik sprechen, dann darf ich Sie alle daran erinnern, dass vor einigen Jahren, was das Wirtschaftswachstum betrifft, Österreich noch ganz vorne in Europa war und heute Schlusslicht in Europa ist. (Abg. Dr. Fekter: Das ist Unsinn!) Das ist grandiose Wirtschaftspolitik? Na, das weiß ich nicht. (Abg. Dr. Fekter: Leben Sie im vorigen Jahrhundert?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Zur Frauenpolitik: Frau Bundesministerin, ich hätte mir heute von Ihnen als Frauenministerin schon erwartet, dass Sie klare Worte der Distanzierung zu der gestrigen Entgleisung des Bundeskanzlers finden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Bundeskanzler Schüssel!
Es wäre Ihnen, Frau Bundesministerin, vor allem in Ihrer Rolle als Frauenministerin gut angestanden, klare Worte zu den selbstherrlichen Phantasien des Herrn Schüssel zu finden, dass die Frauen vor ihm flach liegen. (Ruf bei der ÖVP: Bundeskanzler Schüssel!)
Abg. Großruck: Ministrare heißt: dem Volk dienen!
Aber Sie, Frau Bundesministerin, haben dieses Bild leider noch ergänzt, indem Sie eine unterwürfige Haltung eingenommen haben und von Erhabenheit gesprochen haben. Also, Frau Bundesministerin, das legt leider ziemlich deutlich offen, was Sie in den letzten Jahren als Frauenministerin verabsäumt haben. Sie haben, das haben Sie jetzt auch gerade bewiesen, eine Ministrantinnenrolle eingenommen, Frau Bundesministerin, eine Ministrantinnenrolle, in der Sie alles schöngeredet haben, was an Verschlechterungen für die Frauen passiert ist. (Abg. Großruck: Ministrare heißt: dem Volk dienen!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wenn man sich vor Augen hält, dass heute schon die durchschnittliche Frauenpension bei 600 € liegt, die Arbeiterinnenpension bei 500 € und künftig die Frauen noch weniger bekommen werden, dann kann man nur sagen: Das reden Sie schön als Frauenministerin? Das ist wirklich beschämend, Frau Bundesministerin! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Großruck: Die BAWAG ist das traurigste Kapitel!
Und um zu einem der traurigsten Kapitel der politischen Bilanz der Regierung Schüssel zu kommen (Abg. Großruck: Die BAWAG ist das traurigste Kapitel!): Die traurigste Bilanz ist, dass die Armutsgefährdung in unserem Land in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist! Seit die Regierung Schüssel im Amt ist, leben in Österreich viel mehr Menschen in Armut. Eine Million Menschen ist armutsgefährdet, eine halbe Million Menschen lebt akut in Armut, und davon sind vor allem Frauen betroffen – und das ist kein Zufall! (Abg. Großruck: Das ist die Statistik der sozialistischen Arbeiterkammer!) Denn: Wenn wir uns das Märchen von den vielen Frauenarbeitsplätzen anschauen, die mehr geschaffen worden sind, so kann man ganz klar nachweisen, welche das sind.
Abg. Großruck: Das ist die Statistik der sozialistischen Arbeiterkammer!
Und um zu einem der traurigsten Kapitel der politischen Bilanz der Regierung Schüssel zu kommen (Abg. Großruck: Die BAWAG ist das traurigste Kapitel!): Die traurigste Bilanz ist, dass die Armutsgefährdung in unserem Land in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist! Seit die Regierung Schüssel im Amt ist, leben in Österreich viel mehr Menschen in Armut. Eine Million Menschen ist armutsgefährdet, eine halbe Million Menschen lebt akut in Armut, und davon sind vor allem Frauen betroffen – und das ist kein Zufall! (Abg. Großruck: Das ist die Statistik der sozialistischen Arbeiterkammer!) Denn: Wenn wir uns das Märchen von den vielen Frauenarbeitsplätzen anschauen, die mehr geschaffen worden sind, so kann man ganz klar nachweisen, welche das sind.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Zahl der Sozialhilfeempfänger hat sich in den letzten Jahren, seit Sie Regierungsverantwortung maßgeblich tragen, sage und schreibe verdoppelt. Das Phänomen der Working Poor, der Menschen, die arbeiten und trotzdem Sozialhilfe brauchen, breitet sich immer mehr aus, die Zahl dieser Menschen ist extrem angestiegen. Und das ist ein äußerst trauriges Kapitel Ihrer Bilanz! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Nun komme ich zu Ihrem „Teilzeit-Märchen“, dass 80 Prozent der Frauen wünschen, Teilzeit zu arbeiten. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Rechnung ist ganz einfach: Sie rechnen diejenigen dazu, die wegen Kinderbetreuungspflichten zu Hause bleiben ...
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (fortsetzend): ..., weil sie keine entsprechenden Rahmenbedingungen vorfinden. Es ist jetzt nämlich eine Untersuchung erschienen, die deutlich beweist, dass ein erheblicher Anteil der Frauen gerne Vollzeit arbeiten würde, wenn es die entsprechenden Bedingungen dafür gäbe. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Es gibt sehr viele Frauen, die froh sind, dass sie überhaupt einen Arbeitsplatz haben, und es gibt auch sehr viele Frauen, die froh sind, dass sie Teilzeitjobs haben, weil sie sich gerne in der restlichen Zeit um ihre Kinder kümmern. Das müssen Sie eben einmal akzeptieren: dass es solche Frauen auch gibt! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
gierungsverantwortung nicht existent waren, die hat es nicht gegeben. Diese wurden erst mit dieser Regierung unter BZÖ-Beteiligung eingeführt. Erst seither gibt es pensionsbegründende Kindererziehungszeiten. Auch das muss Ihnen noch einmal ganz, ganz laut gesagt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Wenn Sie hier so groß davon reden, dass Sie sich in Ihrer Zeit so viel für Frauen eingesetzt haben, dann muss ich Sie fragen: Warum haben Sie es denn nicht geschafft, dass es endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit gibt? Was ist Ihnen denn da misslungen? (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.) Wir haben uns auch sehr bemüht. Geben Sie doch auch einmal zu, dass Ihre Frauenministerin Dohnal da nichts erreicht hat! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Wenn Sie hier so groß davon reden, dass Sie sich in Ihrer Zeit so viel für Frauen eingesetzt haben, dann muss ich Sie fragen: Warum haben Sie es denn nicht geschafft, dass es endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit gibt? Was ist Ihnen denn da misslungen? (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.) Wir haben uns auch sehr bemüht. Geben Sie doch auch einmal zu, dass Ihre Frauenministerin Dohnal da nichts erreicht hat! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Sie brauchen nicht zu lachen, es ist nichts gelungen, die Schere ist weiter auseinander gegangen – und das zu Ihren Zeiten! Die Schere ist jetzt auch nicht besser zusammengegangen. Auch das muss man eingestehen! Wir sagen ja nicht, dass alles grandios und alles bestens ist. Es gibt noch sehr viel zu tun. Aber hier alles schlechtzureden ist sicherlich auch das Falsche. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Warum gibt es denn heute so viele Frauen, die keine Pension haben? – Weil Sie jahrelang, jahrzehntelang Regierungsverantwortung hatten. Deshalb haben wir jetzt diese Lücke für die älteren Frauen, die jetzt in Pension sind. Nehmen Sie das auch einmal zur Kenntnis! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Wir reden mit den Frauen – im Gegensatz zu Ihnen! – Abg. Mag. Wurm: Stillstand!
Sie meinen, ich weiß nicht, wovon ich rede, Frau Kollegin Silhavy? Sie verschließen die Augen davor, was wirklich passiert ist: dass Sie jahrzehntelang Verantwortung getragen haben und jahrzehntelang für die Frauen nur gesprochen, aber nichts erreicht haben. Davon sprechen wir heute und hier! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Wir reden mit den Frauen – im Gegensatz zu Ihnen! – Abg. Mag. Wurm: Stillstand!)
Abg. Mag. Wurm: Wer hat eigentlich das Karenzgeld eingeführt?
Wenn wir von der Zukunft sprechen, dann geht es uns seitens des BZÖ darum, dass wir die Situation für die Frauen noch mehr verbessern. Und da gehört für uns natürlich auch dazu, dass wir die Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld abschaffen. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Es ist uns letztes Mal nicht gelungen, weil es die ÖVP in dieser Form nicht haben wollte. Aber ich finde es sehr schön, dass es uns überhaupt gelungen ist, das Kinderbetreuungsgeld einzuführen. (Abg. Mag. Wurm: Wer hat eigentlich das Karenzgeld eingeführt?)
Abg. Mag. Wurm: Wer hat eigentlich das Karenzgeld eingeführt?
Erinnern Sie sich doch an die gesamte Diskussion, auch seitens der ÖVP, wo es geheißen hat, dass wir einen Kinderscheck in Österreich einführen wollen! In Kärnten haben wir es gezeigt, haben wir es als erstes Bundesland mit einer Unterschriftenaktion durchgesetzt. (Abg. Mag. Wurm: Wer hat eigentlich das Karenzgeld eingeführt?)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Mag. Wurm: Wer hat das Pflegegeld eingeführt?
Bundesweit wurde das dann umgesetzt mit dem Kinderbetreuungsgeld in Österreich – und das nur deshalb, weil wir in der Regierung sind, und nicht deshalb, weil die ÖVP in der Regierung ist. Das muss man auch einmal sagen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Mag. Wurm: Wer hat das Pflegegeld eingeführt?)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Natürlich gehören – und da sind wir vielleicht einmal alle einer Meinung – auch die Kinderbetreuungseinrichtungen noch mehr ausgebaut. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Aber das ist, wie Sie auch wissen, nicht Bundes-, sondern Landessache.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wäre schön, wenn sich die Frauen aller Parteien einmal zu einem gemeinsamen Antrag hier im Haus – ohne Scheuklappen der Ideologie – finden würden, um die Dinge für die Frauen zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Natürlich!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung, vor allem Frau Ministerin! Ihr Schicksal ist ja eigentlich typisch: Was diese Regierung von Frauen wirklich hält, hat der Kanzler gerade wunderschön auf den Punkt gebracht mit seiner Aussage „Wäre ich ein Linker, würde die ganze Emanzentruppe vor mir flach liegen“. (Abg. Dr. Fekter: Natürlich!) – „Natürlich“ sagt die Frau Familiensprecherin auch noch dazu. Sie unterstützen diese Formulierung auch noch. Okay. (Abg. Dr. Fekter: ... gegen Ministerin Gehrer!)
Abg. Dr. Fekter: ... gegen Ministerin Gehrer!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung, vor allem Frau Ministerin! Ihr Schicksal ist ja eigentlich typisch: Was diese Regierung von Frauen wirklich hält, hat der Kanzler gerade wunderschön auf den Punkt gebracht mit seiner Aussage „Wäre ich ein Linker, würde die ganze Emanzentruppe vor mir flach liegen“. (Abg. Dr. Fekter: Natürlich!) – „Natürlich“ sagt die Frau Familiensprecherin auch noch dazu. Sie unterstützen diese Formulierung auch noch. Okay. (Abg. Dr. Fekter: ... gegen Ministerin Gehrer!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Eine Universitätsprofessorin muss sich auch nicht auskennen in der Frauenpolitik!
Statt sich heute hier für diese unsägliche Wortwahl und Entgleisung zu entschuldigen oder sich zumindest zu trauen, sich herzusetzen und sich die Kritik selber anzuhören, wird die Frauenministerin vorgeschickt, die das entschuldigen soll, darüber hinwegtäuschen soll und im Übrigen bei dieser Gelegenheit auch noch schönreden soll, warum sie jetzt jahrelang in der Frauenpolitik nichts machen konnte oder durfte oder vielleicht auch nicht wollte. Denn: Es ist ein offizieller Befund von einer Universitätsprofessorin sogar da, der besagt, dass in der Frauenpolitik in den letzten Jahren nichts passiert ist. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Eine Universitätsprofessorin muss sich auch nicht auskennen in der Frauenpolitik!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das ist die Bilanz der Frauenministerin bei der Beförderung von Frauen in Top-Positionen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ehrlich gesagt, Frau Ministerin, mit dem, was Sie vorhin an Zahlenmaterial geboten haben, hätten Sie, glaube ich, schlechte Chancen beim PISA-Test. Denn: Wo ist die Einkommensschere für Frauen geschlossen worden? Wir haben erst gestern im Fernsehen bei der TV-Konfrontation das aktuelle Bild eingeblendet bekommen: 1995 hatten Frauen 68,8 Prozent eines Männergehaltes, 2005 hatten sie 67,2 Prozent. Und Sie sagen da noch, die Einkommensschere sei geschlossen worden?! Ja wo denn? Nicht einmal in Ihrer eigenen Sektion haben die Frauen aufgeholt. Österreichweit verdienen Frauen heute im Durchschnitt im Vergleich zu den Männern weniger als noch vor zehn Jahren. Das ist ein eindeutiger Rückschritt, den Sie zu verantworten haben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steibl: ... , das ist Wahnsinn!
Die gleiche Zahlenspielerei versuchen Sie uns bei der Erwerbsquote sozusagen vorzuturnen: Es seien so viele Frauen in Österreich beschäftigt, dass wir da eine Top-Position einnehmen, dass wir Weltmeister oder so irgendetwas sind. Tatsache ist – wenn man sich die Statistiken anschaut, sieht man das eindeutig (die Rednerin zeigt eine Graphik) –, dass die Frauenarbeitslosigkeit steigt. Da ist eine schöne Graphik, und zwar AMS-Zahlen, keine Zahlen von linken Emanzentrupps oder was immer Sie sonst irgendwo verordnen in Ihrer Paranoia. – Entschuldigung, das nehme ich zurück! (Abg. Steibl: ... , das ist Wahnsinn!)
Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Steibl.
Wenn man sich anschaut, wo die Frauen arbeiten, so sieht man, dass es vor allem geringfügige Beschäftigungen, prekäre Beschäftigungen, die schon genannten Teilzeitbeschäftigungen sind, die wenige Frauen wirklich freiwillig haben. (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Steibl.) Wo ist denn die Freiwilligkeit bei einer Supermarktregaleinschlichterin, die gar nichts anderes bekommt außer einem Teilzeitjob, aber dann 44, 45 Stunden die Woche ohne Überstundenzuschläge arbeiten soll? Wo sind denn die vielen tollen Jobs für die qualifizierten Frauen, von denen Sie gesprochen haben? Ich schaue mir nur die Spitze an, die Forscherinnen. Wo sind denn Forscherinnen in Österreich bevorzugt worden? Wir haben in Österreich erbärmlich niedrige Anteile an Forscherinnen, an Forschungsansuchen von Frauen und an Genehmigungsraten, insbesondere im internationalen Vergleich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn man sich anschaut, wo die Frauen arbeiten, so sieht man, dass es vor allem geringfügige Beschäftigungen, prekäre Beschäftigungen, die schon genannten Teilzeitbeschäftigungen sind, die wenige Frauen wirklich freiwillig haben. (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Steibl.) Wo ist denn die Freiwilligkeit bei einer Supermarktregaleinschlichterin, die gar nichts anderes bekommt außer einem Teilzeitjob, aber dann 44, 45 Stunden die Woche ohne Überstundenzuschläge arbeiten soll? Wo sind denn die vielen tollen Jobs für die qualifizierten Frauen, von denen Sie gesprochen haben? Ich schaue mir nur die Spitze an, die Forscherinnen. Wo sind denn Forscherinnen in Österreich bevorzugt worden? Wir haben in Österreich erbärmlich niedrige Anteile an Forscherinnen, an Forschungsansuchen von Frauen und an Genehmigungsraten, insbesondere im internationalen Vergleich. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Wo haben die Wiedereinsteigerinnen ihre große Chance, wenn sie nicht einmal einen Computerkurs vom AMS ohne fixe Jobzusage bekommen. Und da, Frau Abgeordnete Riener, sitzen Sie am völlig falschen Pferd, wenn Sie meinen, die Frauen sollen für diese Politik dankbar sein. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Dankbarkeit für das Einfordern von selbstverständlichen Rechten ist wirklich das Letzte, was man von Frauen verlangen sollte. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wo haben die Wiedereinsteigerinnen ihre große Chance, wenn sie nicht einmal einen Computerkurs vom AMS ohne fixe Jobzusage bekommen. Und da, Frau Abgeordnete Riener, sitzen Sie am völlig falschen Pferd, wenn Sie meinen, die Frauen sollen für diese Politik dankbar sein. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Dankbarkeit für das Einfordern von selbstverständlichen Rechten ist wirklich das Letzte, was man von Frauen verlangen sollte. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
fassungsrecht ist sehr diffizil. Ich möchte mich daher ausdrücklich für deren Mitwirken bedanken, auch wenn am Ende keine neue Verfassung steht. Aber es steht ein interessanter Bericht am Ende. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir werden aber nicht müde werden, immer wieder das Briefwahlrecht zu fordern, weil es einem modernen Menschen, der sehr flexibel ist, der mobil ist, der selber weiß, was er wählt, entspricht. Die Befürchtungen, dass dadurch die persönliche Ausübung des Wahlrechts beeinträchtigt wird, sind meiner Meinung nach an den Haaren herbeigezogen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen von der Opposition! Ich lade Sie ein, diesem – hoffentlich auch Ihrer Meinung nach – sehr wichtigen Entschließungsantrag Ihre Zustimmung zu erteilen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Wattaul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Wittmann –: Peter, nicht so aggressiv!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Wittmann. Wunschredezeit: 7 Minuten. – Bitte. (Abg. Wattaul – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Wittmann –: Peter, nicht so aggressiv!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich erinnere an die Ansage des Bundeskanzlers zur Neutralität, dass das so wie die Mozartkugeln und die Lipizzaner in den Bereich der Geschichte gehört. Wir sind alle froh, dass wir nicht danach gehandelt haben, sondern dass wir darauf gedrungen haben, dass die Neutralität weiterhin verankert bleiben soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Fragen Sie einmal Ihren Klubobmann!
sie die Hüter der Neutralität sind, was unverständlich ist, denn sie waren die Ersten, die die Neutralität aufgeben wollten, die gesagt haben: Wir wollen in die NATO hinein! (Abg. Scheibner: Fragen Sie einmal Ihren Klubobmann!) Das gilt auch für das BZÖ. Ich glaube, dass es gut war, da nicht gleich marktschreierisch nachzugeben, sondern diesen Wert auch weiterhin in die Diskussion einzubringen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das waren doch Ihre Regierungsmitglieder, die 2001 dem zugestimmt haben!
In Wirklichkeit wird ja die Einleitung eines Verfahrens wegen Amtsmissbrauchs nur deswegen verhindert, weil die ÖVP sich nicht dazu durchringen kann (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das waren doch Ihre Regierungsmitglieder, die 2001 dem zugestimmt haben!), in dieser Frage gegen den Landeshauptmann von Kärnten vorzugehen. Wir machen uns in ganz Europa lächerlich! (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja beschämend!) Es ist unglaublich, wie schwierig es ist, hier den Rechtsstaat über die persönlichen Interessen zu stellen. Der Landeshauptmann von Kärnten ist jemand, der den Rechtsstaat in Frage stellt, lächerlich macht und herabwürdigt mit den Aktionen, die er momentan in Kärnten setzt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eure Landesräte haben dieser Regelung 2001 zugestimmt! – An Skurrilität nicht mehr zu überbieten!)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja beschämend!
In Wirklichkeit wird ja die Einleitung eines Verfahrens wegen Amtsmissbrauchs nur deswegen verhindert, weil die ÖVP sich nicht dazu durchringen kann (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das waren doch Ihre Regierungsmitglieder, die 2001 dem zugestimmt haben!), in dieser Frage gegen den Landeshauptmann von Kärnten vorzugehen. Wir machen uns in ganz Europa lächerlich! (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja beschämend!) Es ist unglaublich, wie schwierig es ist, hier den Rechtsstaat über die persönlichen Interessen zu stellen. Der Landeshauptmann von Kärnten ist jemand, der den Rechtsstaat in Frage stellt, lächerlich macht und herabwürdigt mit den Aktionen, die er momentan in Kärnten setzt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eure Landesräte haben dieser Regelung 2001 zugestimmt! – An Skurrilität nicht mehr zu überbieten!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eure Landesräte haben dieser Regelung 2001 zugestimmt! – An Skurrilität nicht mehr zu überbieten!
In Wirklichkeit wird ja die Einleitung eines Verfahrens wegen Amtsmissbrauchs nur deswegen verhindert, weil die ÖVP sich nicht dazu durchringen kann (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das waren doch Ihre Regierungsmitglieder, die 2001 dem zugestimmt haben!), in dieser Frage gegen den Landeshauptmann von Kärnten vorzugehen. Wir machen uns in ganz Europa lächerlich! (Abg. Dr. Jarolim: Das ist ja beschämend!) Es ist unglaublich, wie schwierig es ist, hier den Rechtsstaat über die persönlichen Interessen zu stellen. Der Landeshauptmann von Kärnten ist jemand, der den Rechtsstaat in Frage stellt, lächerlich macht und herabwürdigt mit den Aktionen, die er momentan in Kärnten setzt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eure Landesräte haben dieser Regelung 2001 zugestimmt! – An Skurrilität nicht mehr zu überbieten!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eure Landesräte haben dieser Regelung 2001 zugestimmt! Eure Landesräte! Die SPÖ hat zugestimmt!
Ich denke, in das Bild dieser Vorgangsweise passt natürlich auch die Aussage des Herrn Mainoni (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eure Landesräte haben dieser Regelung 2001 zugestimmt! Eure Landesräte! Die SPÖ hat zugestimmt!), der zum Restitutionsfonds sagt: Wir haben uns hier eingekauft, und wir haben uns mit der ÖVP zusammengesetzt und haben gesagt: Okay, wie viel kostet uns es, dass wir uns eine Ruhe bei den jüdischen Organisationen erkaufen? – Eine derartige Herabwürdigung des Grundes einer zeitgeschichtlichen Aufarbeitung einer Schuld habe ich überhaupt noch nie erlebt!
Abg. Scheibner: Und wieso haben Sie 50 Jahre dazu gebraucht?
Das passt ins Bild: Haiders Umgang mit den Ortstafeln, Mainonis Umgang mit der zeitgeschichtlichen Aufarbeitung, mit der Wiedergutmachung. – Mit dieser Aussage hat er einer zeitgeschichtlichen Aufarbeitung eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte jede moralische Grundlage entzogen! (Abg. Scheibner: Und wieso haben Sie 50 Jahre dazu gebraucht?) Er hat mit einer derartigen Aussage in der Öffentlichkeit, in der internationalen Öffentlichkeit Österreich geschadet, und er hat diese NS-Opfer noch einmal zu Opfern gemacht, weil diese Vorgangsweise offensichtlich nur zynisches machtpolitisches Kalkül war – und nicht eine ehrliche Aufarbeitung der Geschichte. Und das ist ja eine Darstellung, die Europa nicht akzeptieren kann! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das passt ins Bild: Haiders Umgang mit den Ortstafeln, Mainonis Umgang mit der zeitgeschichtlichen Aufarbeitung, mit der Wiedergutmachung. – Mit dieser Aussage hat er einer zeitgeschichtlichen Aufarbeitung eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte jede moralische Grundlage entzogen! (Abg. Scheibner: Und wieso haben Sie 50 Jahre dazu gebraucht?) Er hat mit einer derartigen Aussage in der Öffentlichkeit, in der internationalen Öffentlichkeit Österreich geschadet, und er hat diese NS-Opfer noch einmal zu Opfern gemacht, weil diese Vorgangsweise offensichtlich nur zynisches machtpolitisches Kalkül war – und nicht eine ehrliche Aufarbeitung der Geschichte. Und das ist ja eine Darstellung, die Europa nicht akzeptieren kann! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Sitten!
Ich glaube, dass das ein Sittenbild dieser Regierung war (Abg. Scheibner: Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Sitten!), denn es passt natürlich auch die Aussage des Kanzlers dazu: Wäre ich ein Linker, würde die Emanzentruppe vor mir liegen! – Das ist doch dieselbe Sprache, derselbe machtpolitische Zynismus, der aus diesem Zitat spricht, wie bei Mainonis Zitat! Das ist eben diese zynische Machtpolitik, diese Überheblichkeit, die in dieser Regierung stattgefunden hat (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), und ich glaube, dagegen kann man sich nur verwahren. Und die verfassungsrechtliche Diskussion sollte von solche Argumenten frei bleiben!
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ
Ich glaube, dass das ein Sittenbild dieser Regierung war (Abg. Scheibner: Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Sitten!), denn es passt natürlich auch die Aussage des Kanzlers dazu: Wäre ich ein Linker, würde die Emanzentruppe vor mir liegen! – Das ist doch dieselbe Sprache, derselbe machtpolitische Zynismus, der aus diesem Zitat spricht, wie bei Mainonis Zitat! Das ist eben diese zynische Machtpolitik, diese Überheblichkeit, die in dieser Regierung stattgefunden hat (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), und ich glaube, dagegen kann man sich nur verwahren. Und die verfassungsrechtliche Diskussion sollte von solche Argumenten frei bleiben!
Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!
Ein Wort zur Staatsanwaltschaft. – Meine Damen und Herren! Die Instrumentalisierung der Staatsanwaltschaft (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!) zu Wahlkampfzwe-
Abg. Scheibner – auf den Redner weisend –: Skandalös! Ungeheuerlich!
cken durch die Ministerin (Abg. Scheibner – auf den Redner weisend –: Skandalös! Ungeheuerlich!) ist unfassbar, unerträglich und im Tiefsten abzulehnen! Deswegen haben wir als SPÖ einen Antrag gestellt beziehungsweise einen Vorschlag eingebracht, nämlich einen weisungsungebundenen Bundesstaatsanwalt einzuführen. (Abg. Dr. Fekter: ...! Vertuschen wollt ihr!) Dieser ist notwendiger denn je, wenn man diese Vorgangsweise, diese Instrumentalisierung der Staatsanwaltschaft durch die Ministerin (Abg. Scheibner: Ungeheuerlich! Ungeheuerlich! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja eine Farce!), insbesondere des Leiters der Gruppe Wirtschaft bei der Staatsanwaltschaft Wien, sieht. Genau Staatsanwalt Schön ist jemand, dem ein besonderes Naheverhältnis zum Kabinett der Frau Minister nachgesagt wird. Dieser Staatsanwalt hat schon bei der letzten Wahl ein Verfahren über die Wahl gezogen, unnötigerweise über die Wahl gezogen – kurz nach der Wahl, 14 Tage später, wurde es eingestellt, weil es völlig haltlos war. Jetzt macht er genau das Gegenteil: Wieder wird er instrumentalisiert, wieder dieser Mann! (Ruf bei der SPÖ: Unerhört! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unerhörtes Gerede, ja!)
Abg. Dr. Fekter: ...! Vertuschen wollt ihr!
cken durch die Ministerin (Abg. Scheibner – auf den Redner weisend –: Skandalös! Ungeheuerlich!) ist unfassbar, unerträglich und im Tiefsten abzulehnen! Deswegen haben wir als SPÖ einen Antrag gestellt beziehungsweise einen Vorschlag eingebracht, nämlich einen weisungsungebundenen Bundesstaatsanwalt einzuführen. (Abg. Dr. Fekter: ...! Vertuschen wollt ihr!) Dieser ist notwendiger denn je, wenn man diese Vorgangsweise, diese Instrumentalisierung der Staatsanwaltschaft durch die Ministerin (Abg. Scheibner: Ungeheuerlich! Ungeheuerlich! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja eine Farce!), insbesondere des Leiters der Gruppe Wirtschaft bei der Staatsanwaltschaft Wien, sieht. Genau Staatsanwalt Schön ist jemand, dem ein besonderes Naheverhältnis zum Kabinett der Frau Minister nachgesagt wird. Dieser Staatsanwalt hat schon bei der letzten Wahl ein Verfahren über die Wahl gezogen, unnötigerweise über die Wahl gezogen – kurz nach der Wahl, 14 Tage später, wurde es eingestellt, weil es völlig haltlos war. Jetzt macht er genau das Gegenteil: Wieder wird er instrumentalisiert, wieder dieser Mann! (Ruf bei der SPÖ: Unerhört! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unerhörtes Gerede, ja!)
Abg. Scheibner: Ungeheuerlich! Ungeheuerlich! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja eine Farce!
cken durch die Ministerin (Abg. Scheibner – auf den Redner weisend –: Skandalös! Ungeheuerlich!) ist unfassbar, unerträglich und im Tiefsten abzulehnen! Deswegen haben wir als SPÖ einen Antrag gestellt beziehungsweise einen Vorschlag eingebracht, nämlich einen weisungsungebundenen Bundesstaatsanwalt einzuführen. (Abg. Dr. Fekter: ...! Vertuschen wollt ihr!) Dieser ist notwendiger denn je, wenn man diese Vorgangsweise, diese Instrumentalisierung der Staatsanwaltschaft durch die Ministerin (Abg. Scheibner: Ungeheuerlich! Ungeheuerlich! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja eine Farce!), insbesondere des Leiters der Gruppe Wirtschaft bei der Staatsanwaltschaft Wien, sieht. Genau Staatsanwalt Schön ist jemand, dem ein besonderes Naheverhältnis zum Kabinett der Frau Minister nachgesagt wird. Dieser Staatsanwalt hat schon bei der letzten Wahl ein Verfahren über die Wahl gezogen, unnötigerweise über die Wahl gezogen – kurz nach der Wahl, 14 Tage später, wurde es eingestellt, weil es völlig haltlos war. Jetzt macht er genau das Gegenteil: Wieder wird er instrumentalisiert, wieder dieser Mann! (Ruf bei der SPÖ: Unerhört! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unerhörtes Gerede, ja!)
Ruf bei der SPÖ: Unerhört! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unerhörtes Gerede, ja!
cken durch die Ministerin (Abg. Scheibner – auf den Redner weisend –: Skandalös! Ungeheuerlich!) ist unfassbar, unerträglich und im Tiefsten abzulehnen! Deswegen haben wir als SPÖ einen Antrag gestellt beziehungsweise einen Vorschlag eingebracht, nämlich einen weisungsungebundenen Bundesstaatsanwalt einzuführen. (Abg. Dr. Fekter: ...! Vertuschen wollt ihr!) Dieser ist notwendiger denn je, wenn man diese Vorgangsweise, diese Instrumentalisierung der Staatsanwaltschaft durch die Ministerin (Abg. Scheibner: Ungeheuerlich! Ungeheuerlich! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja eine Farce!), insbesondere des Leiters der Gruppe Wirtschaft bei der Staatsanwaltschaft Wien, sieht. Genau Staatsanwalt Schön ist jemand, dem ein besonderes Naheverhältnis zum Kabinett der Frau Minister nachgesagt wird. Dieser Staatsanwalt hat schon bei der letzten Wahl ein Verfahren über die Wahl gezogen, unnötigerweise über die Wahl gezogen – kurz nach der Wahl, 14 Tage später, wurde es eingestellt, weil es völlig haltlos war. Jetzt macht er genau das Gegenteil: Wieder wird er instrumentalisiert, wieder dieser Mann! (Ruf bei der SPÖ: Unerhört! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unerhörtes Gerede, ja!)
Abg. Dr. Fekter: ...! Diese Einmischung ist ungeheuerlich! Typisch! Typisch: Anschütten!
Man muss ganz einfach sagen, man muss sich auch einmal anschauen, was da alles an die Öffentlichkeit gelangt an Akten aus der Justiz! Man muss sich anschauen, wie sie verfälscht oder teilweise zur Gänze weitergegeben werden an Zeitungen, an die Öffentlichkeit! – Das ist einer Staatsanwaltschaft nicht würdig, und man muss diese Rolle dieses Staatsanwaltes Schön, des Leiters dieser Abteilung, wirklich einmal hinterfragen, denn dieser dürfte eine Schüsselfigur in der Instrumentalisierung der Justiz spielen. (Abg. Dr. Fekter: ...! Diese Einmischung ist ungeheuerlich! Typisch! Typisch: Anschütten!) Und die Ministerin war sich nicht zu schade, die Justiz dafür einzusetzen, um in diesen Wahlkampf auch massiv einzugreifen.
Abg. Dr. Fekter: ... AKH-Skandal!
Und das passt in den Machtmissbrauch der Regierung, das passt in die überhebliche Machtpolitik, in das Machtkalkül der ÖVP! Und das passt in diese Allmacht, in alle Staatsgebiete einzugreifen (Abg. Dr. Fekter: ... AKH-Skandal!), und letztendlich nur sich selbst als Maß aller Dinge zu sehen.
Beifall bei der SPÖ.
Das werden wir in einer Verfassung nicht zulassen, und wir werden alles daransetzen, dass diese Machtvollkommenheit nicht weiter fortgesetzt wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Der muss sehr „wichtig“ sein, dieser Antrag!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (fortsetzend): Deswegen habe ich auch noch den Auftrag, folgenden Antrag einzubringen (Abg. Neudeck: Der muss sehr „wichtig“ sein, dieser Antrag!):
Abg. Dr. Fekter: Eine Vertuschungsinstitution wollen Sie schaffen!
Einrichtung eines unabhängigen und weisungsfreien Bundesstaatsanwalts, der an Stelle des Justizministers die Weisungsspitze gegenüber den staatsanwaltlichen Behörden bildet (Abg. Dr. Fekter: Eine Vertuschungsinstitution wollen Sie schaffen!)
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Dr. Wittmann –: ... eine brillante Rede! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kommt jetzt!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Wortmeldung: Herr Abgeordneter Scheibner. Wunschredezeit: 9 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Dr. Wittmann –: ... eine brillante Rede! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kommt jetzt!)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Kollege Jarolim hat mir jetzt ein Stichwort gegeben, denn er hat gesagt, das war eine brillante Rede. Da fällt mir der Spruch ein: „Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst die Zwerge lange Schatten.“ (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) – Es muss nicht immer die Kultur sein, es kann auch manchmal die Politik sein.
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Denn, meine Damen und Herren, ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Ja, lieber Kollege Jarolim! Gleich dazu ... (Abg. Dr. Jarolim: Das ist bei Schüssel ...!)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist bei Schüssel ...!
Denn, meine Damen und Herren, ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Ja, lieber Kollege Jarolim! Gleich dazu ... (Abg. Dr. Jarolim: Das ist bei Schüssel ...!)
Abg. Neudeck: Er will es auf zehn bringen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Jarolim, Sie kennen die Regel: Zwischenrufe nur vom eigenen Platz aus! – Es würde mich schmerzen, Ihnen in der letzten Sitzung der Gesetzgebungsperiode noch einen Ordnungsruf hinaufdoppeln zu müssen. (Abg. Neudeck: Er will es auf zehn bringen!) Das tue ich nicht gerne. Also bitte halten Sie sich zurück!
Abg. Gaál: Das hilft dir nichts!
Abgeordneter Herbert Scheibner (fortsetzend): Herr Präsident! Lassen Sie den Kollegen Jarolim nur dazwischenrufen, denn für solche Hölzln, die er immer wirft, bin ich sehr dankbar. So etwas braucht man als Redner ab und zu (Abg. Gaál: Das hilft dir nichts!), dass dem Kollegen Jarolim, egal, wo er sitzt, auch ein bisschen zugelassen wird, seine Zwischenrufe hier einzubringen, denn, meine Damen und Herren: Kollege
Abg. Dr. Fekter: Ja!
Jarolim war es ja immer, der in seltener Offenheit und Ehrlichkeit die Arbeit der Frau Justizministerin Gastinger in den höchsten Tönen gelobt hat! (Abg. Dr. Fekter: Ja!) Er hat gesagt: Wunderbar!, und: So etwas hat es überhaupt noch nie gegeben! (Abg. Dr. Jarolim: Das ist das Schicksalhafte! Das ist ja das Schicksalhafte an ...!), und: Unabhängig!, und: Wie sie dynamisch ihr Ressort führt! – Und er hat geklagt darüber, dass sie ja eigentlich noch viel mehr machen könnte, wenn nicht der Koalitionspartner alles Mögliche behindern würde. – So weit, so gut.
Abg. Dr. Jarolim: Das ist das Schicksalhafte! Das ist ja das Schicksalhafte an ...!
Jarolim war es ja immer, der in seltener Offenheit und Ehrlichkeit die Arbeit der Frau Justizministerin Gastinger in den höchsten Tönen gelobt hat! (Abg. Dr. Fekter: Ja!) Er hat gesagt: Wunderbar!, und: So etwas hat es überhaupt noch nie gegeben! (Abg. Dr. Jarolim: Das ist das Schicksalhafte! Das ist ja das Schicksalhafte an ...!), und: Unabhängig!, und: Wie sie dynamisch ihr Ressort führt! – Und er hat geklagt darüber, dass sie ja eigentlich noch viel mehr machen könnte, wenn nicht der Koalitionspartner alles Mögliche behindern würde. – So weit, so gut.
Abg. Dr. Fekter: ... Sumpf!
Jetzt plötzlich, wo es der SPÖ an den Kragen geht (Abg. Dr. Fekter: ... Sumpf!), wo die SPÖ bis zum Hals im ÖGB-BAWAG-Sumpf drinnen steckt und die Justiz handelt – viele von uns haben sich gefragt: Na, wieso dauert denn das so lange? (Abg. Dr. Jarolim: Das haben wir uns auch gefragt! – Ruf bei der SPÖ: 1. Oktober!), und da haben wir gesagt: Na, die trauen sich da nicht so richtig!, aber wir hätten nie von Beeinflussung von irgendwem gesprochen, sondern die haben ihre Erkenntnisse getroffen –, passen die Erkenntnisse der SPÖ nicht. Und plötzlich, anstatt dass man sagt: Ja, wir haben etwas aufzuklären und wir haben etwas zu bereinigen!, greift man die unabhängige Justiz an und dann gleich auch die Justizministerin – die Justizministerin, die immer klargelegt hat, dass sie eben keine Weisung erteilen wird, egal in welche Richtung. – Das wissen Sie halt nicht, denn so etwas kennen Sie von der SPÖ nicht, denn unter Ihrer Zeit hat es mehrfach Weisungen und politisches Eingreifen und Einschreiten in die unabhängige Justiz gegeben. (Abgeordnete der ÖVP nicken zustimmend.) Das ist Ihre Art von Rechtsstaat, meine Damen und Herren von der SPÖ, aber nicht unsere! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Das haben wir uns auch gefragt! – Ruf bei der SPÖ: 1. Oktober!
Jetzt plötzlich, wo es der SPÖ an den Kragen geht (Abg. Dr. Fekter: ... Sumpf!), wo die SPÖ bis zum Hals im ÖGB-BAWAG-Sumpf drinnen steckt und die Justiz handelt – viele von uns haben sich gefragt: Na, wieso dauert denn das so lange? (Abg. Dr. Jarolim: Das haben wir uns auch gefragt! – Ruf bei der SPÖ: 1. Oktober!), und da haben wir gesagt: Na, die trauen sich da nicht so richtig!, aber wir hätten nie von Beeinflussung von irgendwem gesprochen, sondern die haben ihre Erkenntnisse getroffen –, passen die Erkenntnisse der SPÖ nicht. Und plötzlich, anstatt dass man sagt: Ja, wir haben etwas aufzuklären und wir haben etwas zu bereinigen!, greift man die unabhängige Justiz an und dann gleich auch die Justizministerin – die Justizministerin, die immer klargelegt hat, dass sie eben keine Weisung erteilen wird, egal in welche Richtung. – Das wissen Sie halt nicht, denn so etwas kennen Sie von der SPÖ nicht, denn unter Ihrer Zeit hat es mehrfach Weisungen und politisches Eingreifen und Einschreiten in die unabhängige Justiz gegeben. (Abgeordnete der ÖVP nicken zustimmend.) Das ist Ihre Art von Rechtsstaat, meine Damen und Herren von der SPÖ, aber nicht unsere! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jetzt plötzlich, wo es der SPÖ an den Kragen geht (Abg. Dr. Fekter: ... Sumpf!), wo die SPÖ bis zum Hals im ÖGB-BAWAG-Sumpf drinnen steckt und die Justiz handelt – viele von uns haben sich gefragt: Na, wieso dauert denn das so lange? (Abg. Dr. Jarolim: Das haben wir uns auch gefragt! – Ruf bei der SPÖ: 1. Oktober!), und da haben wir gesagt: Na, die trauen sich da nicht so richtig!, aber wir hätten nie von Beeinflussung von irgendwem gesprochen, sondern die haben ihre Erkenntnisse getroffen –, passen die Erkenntnisse der SPÖ nicht. Und plötzlich, anstatt dass man sagt: Ja, wir haben etwas aufzuklären und wir haben etwas zu bereinigen!, greift man die unabhängige Justiz an und dann gleich auch die Justizministerin – die Justizministerin, die immer klargelegt hat, dass sie eben keine Weisung erteilen wird, egal in welche Richtung. – Das wissen Sie halt nicht, denn so etwas kennen Sie von der SPÖ nicht, denn unter Ihrer Zeit hat es mehrfach Weisungen und politisches Eingreifen und Einschreiten in die unabhängige Justiz gegeben. (Abgeordnete der ÖVP nicken zustimmend.) Das ist Ihre Art von Rechtsstaat, meine Damen und Herren von der SPÖ, aber nicht unsere! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Ja! SPÖ-genehm!
Herr Kollege Wittmann, wenn Sie jetzt hier einen Entschließungsantrag einbringen, wie Sie sich die unabhängige Staatsanwaltschaft vorstellen würden, und man liest dann in diesem Antrag, dass man einen Bundesstaatsanwalt will, der im Nationalrat mit Zweidrittelmehrheit gewählt werden soll (Abg. Dr. Fekter: Ja! SPÖ-genehm!), dann weiß ich schon, Herr Kollege Wittmann, das ist Ihre Vision, nämlich: Zurück zur großen Koalition, wo wir endlich wieder in diesem Land schalten und walten können, wie wir wollen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Peinlich ist das!) – Und dann will man in diesem Rechtsstaat noch einen politisch gewählten Staatsanwalt an die Spitze setzen!? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich! Peinlich!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Peinlich ist das!
Herr Kollege Wittmann, wenn Sie jetzt hier einen Entschließungsantrag einbringen, wie Sie sich die unabhängige Staatsanwaltschaft vorstellen würden, und man liest dann in diesem Antrag, dass man einen Bundesstaatsanwalt will, der im Nationalrat mit Zweidrittelmehrheit gewählt werden soll (Abg. Dr. Fekter: Ja! SPÖ-genehm!), dann weiß ich schon, Herr Kollege Wittmann, das ist Ihre Vision, nämlich: Zurück zur großen Koalition, wo wir endlich wieder in diesem Land schalten und walten können, wie wir wollen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Peinlich ist das!) – Und dann will man in diesem Rechtsstaat noch einen politisch gewählten Staatsanwalt an die Spitze setzen!? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich! Peinlich!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich! Peinlich!
Herr Kollege Wittmann, wenn Sie jetzt hier einen Entschließungsantrag einbringen, wie Sie sich die unabhängige Staatsanwaltschaft vorstellen würden, und man liest dann in diesem Antrag, dass man einen Bundesstaatsanwalt will, der im Nationalrat mit Zweidrittelmehrheit gewählt werden soll (Abg. Dr. Fekter: Ja! SPÖ-genehm!), dann weiß ich schon, Herr Kollege Wittmann, das ist Ihre Vision, nämlich: Zurück zur großen Koalition, wo wir endlich wieder in diesem Land schalten und walten können, wie wir wollen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Peinlich ist das!) – Und dann will man in diesem Rechtsstaat noch einen politisch gewählten Staatsanwalt an die Spitze setzen!? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich! Peinlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: ... weisungsgebunden!
Meine Damen und Herren, mehr braucht man wirklich nicht mehr, um Ihre wahren Absichten zu sehen. Ein Grund mehr, um dafür zu sorgen, dass Sie diese Dinge nie verwirklichen können! – Wir stehen zu einer unabhängigen, weisungsfreien Justiz! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: ... weisungsgebunden!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der tut Zeitung lesen! Der hat keine Zeit!
Was hat denn Kollege Wittmann dann noch gesagt? – Die Ortstafeln hat er angesprochen. Das ist ja auch schön. Kollege Wittmann, reden Sie doch einmal mit dem Abgeordneten Cap! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der tut Zeitung lesen! Der hat keine Zeit!) Der kann das ja bestätigen, wie wir Stunde um Stunde, Tag um Tag gesessen sind, verhandelt haben, um einen wirklich tragfähigen Kompromiss für eine dauerhafte Regelung in dieser Ortstafelfrage zu bekommen. Wochenlang haben wir darüber verhandelt! Wir waren auf einem sehr, sehr guten Weg, um wirklich ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) – Bitte? (Abg. Dr. Wittmann: Die Performance des Landeshauptmannes von Kärnten ist lächerlich!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.
Was hat denn Kollege Wittmann dann noch gesagt? – Die Ortstafeln hat er angesprochen. Das ist ja auch schön. Kollege Wittmann, reden Sie doch einmal mit dem Abgeordneten Cap! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der tut Zeitung lesen! Der hat keine Zeit!) Der kann das ja bestätigen, wie wir Stunde um Stunde, Tag um Tag gesessen sind, verhandelt haben, um einen wirklich tragfähigen Kompromiss für eine dauerhafte Regelung in dieser Ortstafelfrage zu bekommen. Wochenlang haben wir darüber verhandelt! Wir waren auf einem sehr, sehr guten Weg, um wirklich ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) – Bitte? (Abg. Dr. Wittmann: Die Performance des Landeshauptmannes von Kärnten ist lächerlich!)
Abg. Dr. Wittmann: Die Performance des Landeshauptmannes von Kärnten ist lächerlich!
Was hat denn Kollege Wittmann dann noch gesagt? – Die Ortstafeln hat er angesprochen. Das ist ja auch schön. Kollege Wittmann, reden Sie doch einmal mit dem Abgeordneten Cap! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der tut Zeitung lesen! Der hat keine Zeit!) Der kann das ja bestätigen, wie wir Stunde um Stunde, Tag um Tag gesessen sind, verhandelt haben, um einen wirklich tragfähigen Kompromiss für eine dauerhafte Regelung in dieser Ortstafelfrage zu bekommen. Wochenlang haben wir darüber verhandelt! Wir waren auf einem sehr, sehr guten Weg, um wirklich ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) – Bitte? (Abg. Dr. Wittmann: Die Performance des Landeshauptmannes von Kärnten ist lächerlich!)
Ruf bei der ÖVP: Genau!
(Ruf bei der ÖVP: Genau!) Dieser historische Kompromiss ist nämlich nicht an Landeshauptmann Haider gescheitert, ist nicht an den Regierungsparteien gescheitert, sondern ist am „Njet!“ der SPÖ gescheitert! Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) – Ihr regt euch immer über irgendetwas auf, aber in Wahrheit gibt es, wenn es darum geht, dann konsequent für eine Lösung zu arbeiten, von eurer Seite ein Nein! (Abg. Dr. Wittmann: Stellen Sie einen verfassungsmäßigen Zustand her!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
(Ruf bei der ÖVP: Genau!) Dieser historische Kompromiss ist nämlich nicht an Landeshauptmann Haider gescheitert, ist nicht an den Regierungsparteien gescheitert, sondern ist am „Njet!“ der SPÖ gescheitert! Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) – Ihr regt euch immer über irgendetwas auf, aber in Wahrheit gibt es, wenn es darum geht, dann konsequent für eine Lösung zu arbeiten, von eurer Seite ein Nein! (Abg. Dr. Wittmann: Stellen Sie einen verfassungsmäßigen Zustand her!)
Abg. Dr. Wittmann: Stellen Sie einen verfassungsmäßigen Zustand her!
(Ruf bei der ÖVP: Genau!) Dieser historische Kompromiss ist nämlich nicht an Landeshauptmann Haider gescheitert, ist nicht an den Regierungsparteien gescheitert, sondern ist am „Njet!“ der SPÖ gescheitert! Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) – Ihr regt euch immer über irgendetwas auf, aber in Wahrheit gibt es, wenn es darum geht, dann konsequent für eine Lösung zu arbeiten, von eurer Seite ein Nein! (Abg. Dr. Wittmann: Stellen Sie einen verfassungsmäßigen Zustand her!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber als Sie das dann gesehen haben, haben Sie eben andere Argumente gebracht. Ich brauche ja nur den Parteivorsitzenden Gusenbauer mit einer Aussage aus dem Oktober 2004 zu zitieren. Da waren wir noch mitten in den Verhandlungen, aber damals hat Abgeordneter Gusenbauer schon gewusst, dass dieser Konvent scheitern wird. Und Sie wissen es ja auch, Herr Kollege Wittmann, dass dieser Besondere Ausschuss dann wirklich nur mehr eine Farce war. Das war wirklich nur mehr eine Zeitverschwendung, ich sage Ihnen das ganz offen! Und ich bedauere das, denn es wäre notwendig, sinnvoll und möglich gewesen, dass man zumindest in einer Teilnovelle die Dinge, auf die wir uns schon geeinigt gehabt hätten, auch umsetzt. Das wäre kein „Erfolg der Regierung“ gewesen, sondern es wäre ein Erfolg dieses Parlaments und einer ordentlichen Politik hier in Österreich gewesen. Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber wir stehen dazu: Wir wollen eine moderne, zukunftsorientierte Verfassung! Das hat nichts mit Parteipolitik, sondern hat etwas mit Staatspolitik zu tun. Aber das ist Ihnen von der SPÖ leider fremd, dass der Staat nichts mit Parteien zu tun haben muss. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Das ist nun heute das recht unpompöse „Begräbnis“ des so genannten Österreich-Konvents. Was bedauerlich ist, ist, dass, obwohl tatsächlich viele, viele Arbeitsstunden – viele unbezahlte Arbeitsstunden – aufgewendet wurden und viele Expertinnen und Experten, viele Bürgerinnen und Bürger, die 13 anerkannten Religionsgemeinschaften, also viele Gruppen sich sehr konstruktiv beteiligt haben, die politische Klasse es letztlich nicht geschafft hat, eine Verfassungsreform – die unbestritten notwendig ist – über die Bühne zu bringen und sich auf einen Konsens zu einigen. Ich glaube, das sehen alle, die mitgearbeitet haben und die dabei waren, so. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Historisch ist die derzeitige Regelung als Mehrheitsrecht, glaube ich, nur dadurch zu begründen, dass seinerzeit noch der Monarch, der Kaiser Kontrolle durch die Mehrheit des Hauses gebraucht hat. Die Alltagsrealität zeigt, dass Abgeordnete einer Regierungsfraktion ihre Rolle ausschließlich darin sehen, die Regierungsmannschaft/-frauschaft zu unterstützen – und nicht Kontrolle auszuüben. Deswegen ist der einzige logische Schiritt, dieses Kontrollrecht, die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, als Minderheitsrecht einzurichten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
einer transparenten Einnahmen- und Ausgabenseite, mit dem Verbot anonymer Spenden, mit einem Stückelungsverbot und auch mit Sanktionen – nicht zuzustimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein abschließendes politisches Schlusswort: Hätten wir in Kärnten nicht einen Landeshauptmann, der entgegen jeglicher Vernunft die Ortstafelfrage ständig zur Aufhetzung der Bevölkerung instrumentalisiert, dann hätten wir uns sehr viel Diskussion, sehr viel Expertendiskussion, sehr viele Verhandlungen et cetera und sehr viel öffentliche – und auch internationale – zu Recht kritische Berichterstattung erspart: wenn wir einfach nur den verfassungsgemäßen Zustand hergestellt hätten – ohne Instrumentalisierung, ohne Wahlkampf, ohne Parteipolitik einfach nur das Recht der Minderheiten auf ihre Sprache gewahrt hätten. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Die am Anfang der Ausschussberatungen verabschiedete Vereinbarung, dass eine inhaltliche Beschlussfassung nur dann möglich ist, wenn alle strittigen Punkte der Verfassungsreform gelöst sind, hat die Arbeiten insofern erleichtert, als sich der Ausschuss darauf verständigen konnte, die unterschiedlichen Themenblöcke unter diesem Vorzeichen zu behandeln. Damit war es möglich, in allen Bereichen offen zu verhandeln und herauszuarbeiten, in welchen Bereichen grundsätzliche Übereinstimmung herrscht, und auch konkrete Teile für eine Verfassungsänderung zu identifizieren, die politisch unstrittig sind, ohne damit schon eine endgültige Zustimmung abgeben zu müssen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Öllinger: Aber ohne Leidenschaft vorgetragen!
Nach elf Jahren in der EU muss sich endlich die Einsicht durchsetzen, dass es hoch an der Zeit ist, die in ihrem Kern auf die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückgehende Kompetenzverteilung im Lichte der Einbettung Österreichs in den europäischen Kontext neu zu überdenken, ja vielleicht in Teilen auch neu zu erfinden. Dabei sehe ich den Föderalismus nicht als Belastung, sondern als Anknüpfungspunkt für eine bürgernahe Politik und eine serviceorientierte Verwaltung. (Abg. Öllinger: Aber ohne Leidenschaft vorgetragen!) Es gilt, hier eine neue Balance zu finden, wobei freilich der Grundsatz vorherrschen muss, dass die Ebene, die eine Aufgabe übernimmt, auch die Verantwortung dafür tragen sollte. Dass dies gut funktionieren kann, zeigt das Beispiel der Übertragung des Bereichs der Bundesstraßen an die Länder. (Abg. Öllinger: Etwas mehr Pathos, bitte!)
Abg. Öllinger: Etwas mehr Pathos, bitte!
Nach elf Jahren in der EU muss sich endlich die Einsicht durchsetzen, dass es hoch an der Zeit ist, die in ihrem Kern auf die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückgehende Kompetenzverteilung im Lichte der Einbettung Österreichs in den europäischen Kontext neu zu überdenken, ja vielleicht in Teilen auch neu zu erfinden. Dabei sehe ich den Föderalismus nicht als Belastung, sondern als Anknüpfungspunkt für eine bürgernahe Politik und eine serviceorientierte Verwaltung. (Abg. Öllinger: Aber ohne Leidenschaft vorgetragen!) Es gilt, hier eine neue Balance zu finden, wobei freilich der Grundsatz vorherrschen muss, dass die Ebene, die eine Aufgabe übernimmt, auch die Verantwortung dafür tragen sollte. Dass dies gut funktionieren kann, zeigt das Beispiel der Übertragung des Bereichs der Bundesstraßen an die Länder. (Abg. Öllinger: Etwas mehr Pathos, bitte!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
In diesem Sinne hoffe ich auf eine fruchtbare Fortsetzung der Diskussion über eine neue staatliche Grundordnung für unser Land. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Heinzl: Das sagen gerade Sie
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Debatte steht meiner Überzeugung nach stellvertretend für das Erscheinungsbild der sozialdemokratischen Fraktion in der abgelaufenen Legislaturperiode. Die Sozialdemokratie hat ein zweifaches Problem (Abg. Heinzl: Das sagen gerade Sie): ein Glaubwürdigkeitsproblem und ein Problem, Verantwortung zu übernehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Debatte steht meiner Überzeugung nach stellvertretend für das Erscheinungsbild der sozialdemokratischen Fraktion in der abgelaufenen Legislaturperiode. Die Sozialdemokratie hat ein zweifaches Problem (Abg. Heinzl: Das sagen gerade Sie): ein Glaubwürdigkeitsproblem und ein Problem, Verantwortung zu übernehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung SPÖ –: Ungeheuerlich!
Ich zitiere aus einer ÖGB-Unterlage vom 14. Juni dieses Jahres – wie sehen die sozialen Grundrechte aus, wenn die SPÖ die Alleinverantwortung trägt? Was sagt man hier im Zusammenhang mit den Pensionen und zu den Pensionisten? – Kürzungen in Summe von 70 Prozent, Witwen erhalten künftig 30 Prozent anstelle von 60 Prozent, also eine Kürzung von 50 Prozent. Und dann heißt es hier – ich spreche von sozialen Grundrechten –: Zur Sicherung könnte die rechtsverbindliche Unterschrift aller Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen, insbesondere jener mit Eintritt vor 1979, eingeholt werden, denn andernfalls besteht relatives Klags- und Prozessrisiko. (Abg. Dr. Stummvoll – in Richtung SPÖ –: Ungeheuerlich!) – Das sind die „sozialen Grundrechte“ der Sozialdemokratie, meine Damen und Herren!
Abg. Mag. Kräuter: Reden wir ein bisschen vom Taus!
Und derselbe Mann, der das eingebracht hat, hat für Sie im Österreich-Konvent die sozialen Grundrechte im Bereich der Arbeitswelt eingebracht! (Abg. Mag. Kräuter: Reden wir ein bisschen vom Taus!) – Hat der die Million kassiert? (Abg. Mag. Kräuter: Viele Millionen sogar!) Wer hat denn die Million kassiert? (Abg. Mag. Kräuter: Der Taus!) Die Million hat jemand kassiert – da bin ich schon beim nächsten Sozialdemokraten –, der Vranitzky heißt.
Abg. Mag. Kräuter: Viele Millionen sogar!
Und derselbe Mann, der das eingebracht hat, hat für Sie im Österreich-Konvent die sozialen Grundrechte im Bereich der Arbeitswelt eingebracht! (Abg. Mag. Kräuter: Reden wir ein bisschen vom Taus!) – Hat der die Million kassiert? (Abg. Mag. Kräuter: Viele Millionen sogar!) Wer hat denn die Million kassiert? (Abg. Mag. Kräuter: Der Taus!) Die Million hat jemand kassiert – da bin ich schon beim nächsten Sozialdemokraten –, der Vranitzky heißt.
Abg. Mag. Kräuter: Der Taus!
Und derselbe Mann, der das eingebracht hat, hat für Sie im Österreich-Konvent die sozialen Grundrechte im Bereich der Arbeitswelt eingebracht! (Abg. Mag. Kräuter: Reden wir ein bisschen vom Taus!) – Hat der die Million kassiert? (Abg. Mag. Kräuter: Viele Millionen sogar!) Wer hat denn die Million kassiert? (Abg. Mag. Kräuter: Der Taus!) Die Million hat jemand kassiert – da bin ich schon beim nächsten Sozialdemokraten –, der Vranitzky heißt.
Abg. Mag. Kräuter: ... mehr als 100 Millionen Dollar hat der Taus kassiert!
Es ist ja unbestritten, sagte Armin Wolf, dass Dr. Vranitzky hier von Ihnen eine Million bekommen hat. Darauf sagte Flöttl: „Die Behauptung, dass wir uns um den Euro gekümmert haben“ – und das ist eine herrliche Formulierung, finde ich –, „ist eine nicht sehr werthaltige Angabe, da wir nicht in Europa investiert haben. Unser Augenmerk war damals Asien, Japan im konkreten Fall.“ – Wir wissen es, denn die Verluste waren damals riesig, was den Yen betrifft. (Abg. Mag. Kräuter: ... mehr als 100 Millionen Dollar hat der Taus kassiert!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, genau darum geht es in Ihrem Bereich, wenn Sie von sozialen Grundrechten reden. Es ist das Gegenteil von dem, was wir wollen, wenn es um soziale Grundrechte geht. Und die Menschen hätten nichts davon, würden wir Ihrer Forderung danach folgen, dass diese Grundrechte einklagbar sind, dass der Staat etwas verspricht, in einer Verfassung festschreibt, weil er es nicht einhalten kann. In diesem Zusammenhang war die DDR am fortschrittlichsten, dort waren all die sozialen Grundrechte in der Verfassung festgeschrieben. Wir kennen das Ende eines solchen Systems, wo das zwar in der Verfassung festgehalten ist und am Buchstaben festgehalten wird – Arbeitsplätze sichern, garantieren, falls es überhaupt so etwas wie eine Garantie gibt, kann nur jemand, der wirtschaften kann, denn nur der, der wirtschaften kann, schafft und sichert Arbeitsplätze. Die Politik kann dafür die Rahmenbedingungen schaffen. Dass Sie das nicht können, haben Sie dort, wo Sie die Verantwortung haben, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, vielfach bewiesen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher sagen wir: Diskutieren wir diese Frage, denn es besteht hier tatsächlich auf Grund der Vorkommnisse in der SPÖ – und diese Vorkommnisse sind ausschließlich in der SPÖ – Handlungsbedarf. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir sind hier gerne mit dabei, wenn es darum geht, zu Verbesserungen zu kommen, und wir hoffen, dass es in der nächsten Legislaturperiode möglich sein wird, diese umfassende Arbeit, die hier im Österreich-Konvent geleistet wurde, mit Parteien zum Abschluss zu bringen, die nicht im Nein stecken bleiben, sondern die Kraft und den Mut haben, auch große Reformen mit uns gemeinsam umzusetzen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Die Frau Präsidentin war nicht der Meinung, dass er nicht zum Thema gesprochen hat, sonst hätte sie ihn ja zum Thema gerufen! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dass Herr Kollege Lopatka nicht in der Lage ist, zu einem vorgegebenen Thema zu sprechen, sondern nur mit Diffamierungen um sich werfen kann, das hat er erneut bewiesen. Aber das hat mich nicht überrascht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Die Frau Präsidentin war nicht der Meinung, dass er nicht zum Thema gesprochen hat, sonst hätte sie ihn ja zum Thema gerufen! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Vasallen“ ist eigentlich ein Ordnungsruf, oder?
Nur mussten wir auch hier feststellen, dass für die ÖVP ein Kompromiss so aussieht, dass sie zu 100 Prozent ihre Vorstellungen wiederfindet und sich sonst keinen Millimeter bewegt. Das können Sie vielleicht, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, oder ziemlich sicher mit Ihren blau-orangen Koalitionsvasallen machen, aber sicher nicht mit uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Vasallen“ ist eigentlich ein Ordnungsruf, oder?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zum Thema!
Im Bildungswesen hat es einen Kahlschlag gegeben. Die Schulen werden kaputtgespart. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zum Thema!) Da fehlen die notwendigsten Ressourcen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Es hängt immer mehr vom Geldbörsl der Eltern ab, welche Bildungs- und Zukunftschancen junge Menschen vorfinden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie nicht Lopatka gesagt, er soll zum Thema reden?!) Sie haben den jungen Menschen in diesem Land die Zukunftschancen genommen, und jetzt möchten Sie sie noch so lange wie möglich von den Wahlen fernhalten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Grossmann, zum Thema!) – Das gehört sehr wohl zum Thema.
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Im Bildungswesen hat es einen Kahlschlag gegeben. Die Schulen werden kaputtgespart. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zum Thema!) Da fehlen die notwendigsten Ressourcen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Es hängt immer mehr vom Geldbörsl der Eltern ab, welche Bildungs- und Zukunftschancen junge Menschen vorfinden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie nicht Lopatka gesagt, er soll zum Thema reden?!) Sie haben den jungen Menschen in diesem Land die Zukunftschancen genommen, und jetzt möchten Sie sie noch so lange wie möglich von den Wahlen fernhalten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Grossmann, zum Thema!) – Das gehört sehr wohl zum Thema.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie nicht Lopatka gesagt, er soll zum Thema reden?!
Im Bildungswesen hat es einen Kahlschlag gegeben. Die Schulen werden kaputtgespart. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zum Thema!) Da fehlen die notwendigsten Ressourcen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Es hängt immer mehr vom Geldbörsl der Eltern ab, welche Bildungs- und Zukunftschancen junge Menschen vorfinden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie nicht Lopatka gesagt, er soll zum Thema reden?!) Sie haben den jungen Menschen in diesem Land die Zukunftschancen genommen, und jetzt möchten Sie sie noch so lange wie möglich von den Wahlen fernhalten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Grossmann, zum Thema!) – Das gehört sehr wohl zum Thema.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Grossmann, zum Thema!
Im Bildungswesen hat es einen Kahlschlag gegeben. Die Schulen werden kaputtgespart. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Zum Thema!) Da fehlen die notwendigsten Ressourcen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Es hängt immer mehr vom Geldbörsl der Eltern ab, welche Bildungs- und Zukunftschancen junge Menschen vorfinden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben Sie nicht Lopatka gesagt, er soll zum Thema reden?!) Sie haben den jungen Menschen in diesem Land die Zukunftschancen genommen, und jetzt möchten Sie sie noch so lange wie möglich von den Wahlen fernhalten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Grossmann, zum Thema!) – Das gehört sehr wohl zum Thema.
Beifall bei der SPÖ.
Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Frau Abgeordnete, ich würde Sie wirklich bitten, Ihre Ausführungen zu revidieren! – Was wir den Jugendlichen angetan hätten? – Ja sagen Sie einmal, woher haben Sie das! Sind Sie nicht vier Jahre lang hier gesessen und haben gesehen und gehört, was wir für die Jugendlichen gemacht haben? (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Letztlich soll ja auch das Pensionsrecht dazu dienen, dass die jungen Menschen, die heute in den Arbeitsprozess eintreten, auch noch die Chance haben, eine Pension zu bekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Also, bitte, denken Sie einmal nach – und Ihre Wahlpropaganda können Sie sich sparen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Seit wann ist es die Aufgabe der Opposition, Zugeständnisse zu machen?
Im Konvent wurde lange darüber geredet. Es sind sich ja auch alle Redner darüber einig, dass intensiv gearbeitet wurde, aber je länger der Konvent dauerte, desto stärker war zu erkennen, dass die Opposition nicht bereit war, Zugeständnisse, Kompromisse zu machen. Natürlich müssen Kompromisse gemacht werden. (Abg. Öllinger: Seit wann ist es die Aufgabe der Opposition, Zugeständnisse zu machen?) Nein. Schauen Sie, Sie wissen doch ganz genau, dabei geht es um eine Zweidrittelmehrheit, und da muss es Kompromisse geben, aber gerade bei den ideologisch besetzten Themen war die Opposition nicht bereit, diese Kompromisse zu machen. (Abg. Krainer: Was war Ihr Kompromissvorschlag?)
Abg. Krainer: Was war Ihr Kompromissvorschlag?
Im Konvent wurde lange darüber geredet. Es sind sich ja auch alle Redner darüber einig, dass intensiv gearbeitet wurde, aber je länger der Konvent dauerte, desto stärker war zu erkennen, dass die Opposition nicht bereit war, Zugeständnisse, Kompromisse zu machen. Natürlich müssen Kompromisse gemacht werden. (Abg. Öllinger: Seit wann ist es die Aufgabe der Opposition, Zugeständnisse zu machen?) Nein. Schauen Sie, Sie wissen doch ganz genau, dabei geht es um eine Zweidrittelmehrheit, und da muss es Kompromisse geben, aber gerade bei den ideologisch besetzten Themen war die Opposition nicht bereit, diese Kompromisse zu machen. (Abg. Krainer: Was war Ihr Kompromissvorschlag?)
Abg. Krainer: Sagen Sie, was war Ihr Kompromissvorschlag? – Es gab nie einen!
Eines möchte ich auch noch sagen: Die, die im Konvent gearbeitet haben, haben ohnehin intensiv mitgearbeitet, aber dann ist von der Parteizentrale, insbesondere von der SPÖ-Parteizentrale, die Forderung gekommen: So, und jetzt wollen wir der Regierung keinen Erfolg vergönnen, jetzt verhandeln wir nicht mehr weiter! (Abg. Krainer: Sagen Sie, was war Ihr Kompromissvorschlag? – Es gab nie einen!) Das war Ihre Zielsetzung im Konvent, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ: nur der Regierung keinen Erfolg vergönnen! Da können Sie noch so laut hereinschreien, Herr Abgeordneter Krainer. (Abg. Krainer: Was war Ihr Kompromissvorschlag?) Ein so
Abg. Krainer: Was war Ihr Kompromissvorschlag?
Eines möchte ich auch noch sagen: Die, die im Konvent gearbeitet haben, haben ohnehin intensiv mitgearbeitet, aber dann ist von der Parteizentrale, insbesondere von der SPÖ-Parteizentrale, die Forderung gekommen: So, und jetzt wollen wir der Regierung keinen Erfolg vergönnen, jetzt verhandeln wir nicht mehr weiter! (Abg. Krainer: Sagen Sie, was war Ihr Kompromissvorschlag? – Es gab nie einen!) Das war Ihre Zielsetzung im Konvent, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ: nur der Regierung keinen Erfolg vergönnen! Da können Sie noch so laut hereinschreien, Herr Abgeordneter Krainer. (Abg. Krainer: Was war Ihr Kompromissvorschlag?) Ein so
Abg. Krainer: Sagen Sie uns doch endlich Ihren Kompromissvorschlag!
Herr Abgeordneter Wittmann hat gesagt: Die Grundstimmung war das Problem. (Abg. Krainer: Sagen Sie uns doch endlich Ihren Kompromissvorschlag!) Das ist schon richtig, aber nicht die Grundstimmung im Konvent, denn dort wollten, wie gesagt, ohnehin alle mitarbeiten. Von Ihnen ist Herr Abgeordneter Kostelka im Präsidium gesessen, und dann hat die SPÖ gesagt: Von uns ist niemand im Präsidium gesessen! – Herr Kostelka ist sozusagen nicht als der Ihrige akzeptiert worden.
Abg. Krainer: Wo war Ihr Entgegenkommen?
Ab November 2004 hat man bemerkt, dass da nichts mehr geht, dass es da kein Entgegenkommen gibt. Zum Beispiel beim Grundrechtskatalog ... (Abg. Krainer: Wo war Ihr Entgegenkommen?) Herr Abgeordneter Krainer, ich komme schon auf Sie zurück. Die Regierungsparteien sind intensiv auf Ihre Forderungen eingegangen, haben Kompromisse geschlossen, gerade bei den sozialen Grundrechten, aber es war nicht mehr möglich, darüber hinaus zu verhandeln, obwohl diese Kompromisse vorhanden waren.
Abg. Öllinger: Welche Kompromisse?
Es ist völlig falsch, wenn Sie sagen, dass die Regierungsparteien Sie überfahren wollten. (Abg. Öllinger: Welche Kompromisse?) Es war kein Bewegungsspielraum seitens der Opposition erkennbar, denn andernfalls hätte man ja, wie gesagt, diesem Konvent einen Erfolg bescheiden können. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Krainer: Wo war Ihr Vorschlag? Welche Kompromisse?)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Krainer: Wo war Ihr Vorschlag? Welche Kompromisse?
Es ist völlig falsch, wenn Sie sagen, dass die Regierungsparteien Sie überfahren wollten. (Abg. Öllinger: Welche Kompromisse?) Es war kein Bewegungsspielraum seitens der Opposition erkennbar, denn andernfalls hätte man ja, wie gesagt, diesem Konvent einen Erfolg bescheiden können. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Krainer: Wo war Ihr Vorschlag? Welche Kompromisse?)
Abg. Krainer: War ja auch ein vernünftiger Vorschlag!
Ein anderes Beispiel sind die Landesverwaltungsgerichte. Jeder weiß, dass es dringend notwendig ist, dass wir Landesverwaltungsgerichte einrichten. Im Ausschuss hat es sogar eine Einigung aller Parteien gegeben, sogar mit Text, Herr Abgeordneter Öllinger, Herr Abgeordneter Krainer. Dann hat aber die SPÖ ihre Zustimmung dazu daran gebunden, dass man die Verfassungsbeschwerde akzeptiert. Und nur dann wären Sie bereit gewesen, die Landesverfassungsgerichte einzuführen. – Entschuldigen Sie, ich bin sehr verkühlt, sodass ich nur sehr schlecht reden kann. Aber ich bitte Sie, das trotzdem zur Kenntnis zu nehmen. (Abg. Krainer: War ja auch ein vernünftiger Vorschlag!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Leider hindert mich meine Verkühlung daran, weiterzureden und Ihnen weitere Beispiele zu bringen. Aber wenn Herr Abgeordneter Wittmann heute meint, dass er hofft, weitere Fortschritte zu erzielen, dann möchte ich ihm sagen: Erstens hätten wir die Fortschritte schon, wenn insbesondere die SPÖ bereit gewesen wäre, mitzuwirken, und außerdem müssen Sie sich schon damit abfinden, dass auch Sie Kompromisse machen müssen. Es geht ganz einfach nicht, dass Sie fordern, und alles andere muss dann auf Ihre Wünsche abgestimmt werden. Sie müssen Ihre Verhaltensweise ändern. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Man sieht die Tatsache, dass wir uns von den Ergebnissen des Konvents durch die parlamentarische Behandlung entfernt haben, ja auch an dem Entschließungsantrag, den die beiden Noch-Regierungsparteien heute eingebracht haben. Wer hat ihn eingebracht? – Frau Dr. Baumgartner-Gabitzer und Herr Kollege Scheibner. Ich kann dazu nur fragen: Wer hier im Saal wird wohl dagegen sein, dass wir einen umfassenden und zeitgemäßen Grundrechtskatalog, der auch soziale Grundrechte einschließt, bekommen sollten? – Niemand, Herr Kollege Scheibner, ist dagegen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scheibner.
Alle anderen Punkte wie weisungsfreier Bundesstaatsanwalt und Bestellungsmodus sind Diskussionspunkte, die bereits andiskutiert wurden, aber aus grüner Sicht sage ich, es besteht noch keine Zustimmungsmöglichkeit, da ich das keineswegs für entscheidungsreif halte. Ich möchte mich auch deshalb jetzt nicht von den inhaltlichen Fragen distanzieren, aber die Art und Weise, wie das im Zusammenhang mit der so genannten Causa BAWAG hier eingebracht wird, zurückweisen, weil die Sache als solche zu wichtig ist und nicht der Tagespolitik und den Wahlkampfemotionen ausgesetzt sein soll. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ
Wir von der ÖVP wollen diese Vertuschungsinstitution nicht. Ganz im Gegenteil: Wir wollen die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft unter Verantwortung der Frau Bundesminister (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ), denn dort, bei der Ministerin oder bei einem Minister, der unter medialer Beobachtung steht, ist ein transparentes Weisungsrecht am besten aufgehoben – nicht in einer Institution geparkt, wo es sich die SPÖ dann wieder richten kann und wo unter Umständen dieser grausliche BAWAG-ÖGB-SPÖ-Sumpf niemals aufgeklärt werden würde.
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Wir wollen, dass es aufgeklärt wird und dass das Weisungsrecht bei der Frau Ministerin bleibt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ja hätte sie eine Weisung geben sollen zur Vertuschung des BAWAG-Skandals? Das wäre der SPÖ gerecht geworden, aber unserer Justizpolitik nicht! Gott sei Dank hat sich die Frau Justizministerin nicht in die Justizpolitik eingemengt, und dieser Skandal wird aufgeklärt werden von der unabhängigen Justiz. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Und dann alles niederschlagen und vertuschen! Und ihr wollt es euch dann richten!
Und natürlich ist man auch jederzeit berechtigt, eine Ministerin – in diesem Fall die Justizministerin – zu kritisieren. Also ich kann diese Aufregung nicht verstehen, noch dazu, wo wir einen Vorschlag zur Schaffung der Funktion eines Bundesstaatsanwalts machen. Wenn Sie das genau lesen, werden Sie erkennen, dieser Bundesstaatsanwalt soll mit Zweidrittelmehrheit bestellt werden. (Abg. Dr. Fekter: Und dann alles niederschlagen und vertuschen! Und ihr wollt es euch dann richten!) – Bitte, Frau Kollegin, was reden Sie da? Mit einer Zweidrittelmehrheit! Glauben Sie, dass Sie unter die 30 Prozent sinken werden? Das ist doch lächerlich! Das muss ja von einer Zweidrittelmehrheit hier im Haus beschlossen werden.
Abg. Dr. Fekter: Oh ja!
Und außerdem ist in dem Entwurf auch vorgesehen, dass dieser Bundesstaatsanwalt unabsetzbar ist. Also, wie gesagt: Ich glaube, Sie haben diesen Entwurf nicht gelesen (Abg. Dr. Fekter: Oh ja!) und versuchen jetzt nur, den BAWAG-Skandal wieder hochkochen zu lassen. (Abg. Dr. Fekter: Dieser Skandal gehört nicht vertuscht, sondern aufgeklärt!)
Abg. Dr. Fekter: Dieser Skandal gehört nicht vertuscht, sondern aufgeklärt!
Und außerdem ist in dem Entwurf auch vorgesehen, dass dieser Bundesstaatsanwalt unabsetzbar ist. Also, wie gesagt: Ich glaube, Sie haben diesen Entwurf nicht gelesen (Abg. Dr. Fekter: Oh ja!) und versuchen jetzt nur, den BAWAG-Skandal wieder hochkochen zu lassen. (Abg. Dr. Fekter: Dieser Skandal gehört nicht vertuscht, sondern aufgeklärt!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber ich denke, es wäre doch wirklich sinnvoll, die Diskussion einmal auch wieder über die Verfassung zu führen und nicht dauernd am Thema vorbei. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Nicht so, wie Sie es wollten!
Da aber in dem Entwurf, den Sie vorgelegt haben, keine Rechtsdurchsetzungsgarantie vorhanden war und Sie sich auch geweigert haben, diese Garantie zu geben, konnten wir hier nicht zustimmen. (Abg. Scheibner: Nicht so, wie Sie es wollten!) Nein, wir erleben das ja jetzt. So wie der Landeshauptmann von Kärnten nicht bereit ist, ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes umzusetzen, so wäre er wohl auch nicht bereit gewesen, diesen Kompromiss durchzusetzen. (Abg. Scheibner: Sie haben den Kompromiss verhindert!)
Abg. Scheibner: Sie haben den Kompromiss verhindert!
Da aber in dem Entwurf, den Sie vorgelegt haben, keine Rechtsdurchsetzungsgarantie vorhanden war und Sie sich auch geweigert haben, diese Garantie zu geben, konnten wir hier nicht zustimmen. (Abg. Scheibner: Nicht so, wie Sie es wollten!) Nein, wir erleben das ja jetzt. So wie der Landeshauptmann von Kärnten nicht bereit ist, ein Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes umzusetzen, so wäre er wohl auch nicht bereit gewesen, diesen Kompromiss durchzusetzen. (Abg. Scheibner: Sie haben den Kompromiss verhindert!)
Abg. Scheibner: Sie ganz allein haben den Konsens verhindert! Das war nur Ihre Partei!
Und dann gibt es keine Möglichkeit mehr, irgendetwas dagegen zu unternehmen. Und daher war es sicher richtig, dass wir nicht zugestimmt haben. (Abg. Scheibner: Sie ganz allein haben den Konsens verhindert! Das war nur Ihre Partei!) Und es ist ganz eindeutig, dass der Landeshauptmann von Kärnten die Rechte dieser Volksgruppe nicht sichert, und das ist eine sehr betrübliche Tatsache. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Betrüblich ist, dass ihr immer dagegen seid!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Betrüblich ist, dass ihr immer dagegen seid!
Und dann gibt es keine Möglichkeit mehr, irgendetwas dagegen zu unternehmen. Und daher war es sicher richtig, dass wir nicht zugestimmt haben. (Abg. Scheibner: Sie ganz allein haben den Konsens verhindert! Das war nur Ihre Partei!) Und es ist ganz eindeutig, dass der Landeshauptmann von Kärnten die Rechte dieser Volksgruppe nicht sichert, und das ist eine sehr betrübliche Tatsache. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Betrüblich ist, dass ihr immer dagegen seid!)
Beifall bei der SPÖ.
Was die sozialen Grundrechte betrifft, glaube ich, dass es sehr wichtig wäre, sie in einen Katalog aufzunehmen. Die Sozialpartner haben sich ja auch da auf etwas geeinigt, denn in einem Land, in dem eine halbe Million Menschen in Armut leben, in dem eine Million Menschen von Armut bedroht sind, ist es notwendig, dass der Staat die Aufgabe übernimmt, den Menschen ein Leben in Würde zu sichern. Dazu gehört eben auch soziale Sicherheit. Das ist etwas, was in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt worden ist. Ich hoffe aber, dass sich das bald ändern wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich glaube, dass das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, und ersuche um Zustimmung zum Entschließungsantrag. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ – Abg. Scheibner: Haben wir!
Kollege Walch, warum wird da jetzt ein Entschließungsantrag in letzter Sekunde vorgelesen? Ich hätte mir gewünscht, dass der Herr Staatssekretär in dieser mehrere Monate dauernden Debatte um illegale Pflege in Österreich ein Wort zugunsten der Angehörigen von zu pflegenden Personen oder Pflegepersonen gesagt hätte. Diesbezüglich hätten wir uns etwas erwartet (Beifall bei den Grünen und der SPÖ – Abg. Scheibner: Haben wir!) – und nicht, dass Ihnen erst am Abend der Legislaturperiode noch einfällt: Jessas na, zum Pflegethema müssen wir auch etwas sagen! (Abg. Scheibner: Also bringt ihr heute keine Anträge mehr ein, wenn es schon zu spät ist?)
Abg. Scheibner: Also bringt ihr heute keine Anträge mehr ein, wenn es schon zu spät ist?
Kollege Walch, warum wird da jetzt ein Entschließungsantrag in letzter Sekunde vorgelesen? Ich hätte mir gewünscht, dass der Herr Staatssekretär in dieser mehrere Monate dauernden Debatte um illegale Pflege in Österreich ein Wort zugunsten der Angehörigen von zu pflegenden Personen oder Pflegepersonen gesagt hätte. Diesbezüglich hätten wir uns etwas erwartet (Beifall bei den Grünen und der SPÖ – Abg. Scheibner: Haben wir!) – und nicht, dass Ihnen erst am Abend der Legislaturperiode noch einfällt: Jessas na, zum Pflegethema müssen wir auch etwas sagen! (Abg. Scheibner: Also bringt ihr heute keine Anträge mehr ein, wenn es schon zu spät ist?)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Scheibner, wir bringen immer Anträge ein. Wir sehen das als unsere Aufgabe an, Sie daran zu erinnern, und Sie wissen auch, was wir an Anträgen nicht nur hier und heute, sondern schon vor Monaten auch im Verfassungskonvent eingebracht haben. Sie hätten schon längst die Möglichkeit gehabt, mit uns gemeinsam die „gläsernen Parteikassen“ zu beschließen. Das war unser Antrag im Konvent. Wo waren Sie denn, meine sehr geehrten Damen und Herren vom BZÖ? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Westenthaler macht dann den Mund auf in den Fernsehdebatten und sagt: Wir sind eh immer dafür!, aber er weiß ja nicht, was Sie im Parlament gemacht haben. –Nichts haben Sie offensichtlich zum Thema „gläserne Parteikassen“ gemacht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Sind wir immer dafür, die auszuweiten! Da waren Sie anscheinend noch nicht da!
Ich habe jetzt schon mehrere Perioden erlebt, aber es war noch nie so schlimm wie in den letzten Jahren, was die Kontrollrechte des Parlaments betrifft, noch nie so schlimm. (Abg. Scheibner: Sind wir immer dafür, die auszuweiten! Da waren Sie anscheinend noch nicht da!) Was Sie in all den Jahren betrieben haben, war Kontrollverweigerung. Ich kann Ihnen da dutzende Beispiele bringen von Anfragebeantwortungen gerade – das muss man dazusagen –, nicht nur, aber gerade durch Minister/Ministerinnen Ihrer Couleur.
Beifall bei den Grünen.
Frau Bundesministerin Haubner sagte etwa auf eine Anfrage der Abgeordneten Haidlmayr: In der Frage steckt schon die Antwort! – Das war Ihre Antwort! Eine Absurdität sondergleichen, wofür sie sich dann Monate später entschuldigt hat und gesagt hat: Das war ein Versehen, das ist hineinkopiert worden! – Sie wollte einfach nicht beantworten, das ist der Punkt! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Das wissen Sie ganz genau, dass das automatisch so ist! Nicht schon wieder etwas unterstellen! Das ist ungeheuerlich!
Reden wir vielleicht weiter – nur ein kleiner Exkurs –: Wie war denn das mit der Spitzelaffäre? War das nicht so, dass da am Beginn der Amtsperiode der Frau Ministerin Gastinger zwar nicht eine Weisung erteilt wurde, aber das Ganze ein berichtspflichtiges Verfahren war, wo man sich dann im berichtspflichtigen Verfahren natürlich darauf einigt, die Sache einzustellen? (Abg. Scheibner: Das wissen Sie ganz genau, dass das automatisch so ist! Nicht schon wieder etwas unterstellen! Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Scheibner: Diese Wortwahl!
Da sind Millionen Gelder ausgegeben worden. Sie selbst waren unfähig, das zu prüfen. Sie haben sich einzelne Förderfälle von Frauenvereinen herausgegriffen und einen Krieg gegen Frauenvereine aus Ihrem Untersuchungsauftrag gemacht. (Abg. Scheibner: Diese Wortwahl!) Das ist die Realität! Das ging bis hin zu Äußerungen von Herrn Staatssekretär Kukacka, der sich dazu verstiegen hat, zu sagen, Frauenvereine seien
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das war doch kein Untersuchungsausschuss! Wovon reden Sie überhaupt?
sowieso nicht förderungswürdig, denn das widerspräche sozusagen der Gleichberechtigung, man müsse ja die Männer fördern, und er meinte: Warum gibt es in Frauenzeitungen keine Männerredakteure? – Das waren Äußerungen, die damals gefallen sind. So verbringen Sie Ihre Zeit in Untersuchungsausschüssen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Das war doch kein Untersuchungsausschuss! Wovon reden Sie überhaupt?)
Abg. Scheibner: Von welchem Untersuchungsausschuss reden Sie die ganze Zeit?
Und jetzt passiert das Gleiche beim Untersuchungsausschuss betreffend die BAWAG wieder. Es ist doch interessant, dass unsere Leute im Untersuchungsausschuss vor Monaten gefordert haben: Bitte, wir wollen Herrn Taus, Herrn Cordt, Herrn Schlaff im Untersuchungsausschuss! (Abg. Scheibner: Von welchem Untersuchungsausschuss reden Sie die ganze Zeit?)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie wollen gar nicht untersuchen. Sie wollen ein brauchbares Thema bis zur Wahl noch irgendwie am Köcheln halten, aber untersuchen, kontrollieren, das ist wirklich nicht Ihre Angelegenheit, da sind Sie lieber fürs Zudecken, fürs Vertuschen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Ich danke euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, vor allem dafür, dass ihr mir so oft und so aufmerksam zugehört habt, und ich wünsche allen, die dem Hohen Haus nach dem 1. Oktober wieder angehören werden, viel Erfolg bei der Arbeit für Österreich. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Broukal: Die Frau Ministerin schätzt ihn sehr!
Wenn ich nur die letzte Punktation hernehme beispielsweise von Professor Haider, der als anerkannter Experte in Fragen Schulreformen in Österreich gilt und es auch ist (Abg. Broukal: Die Frau Ministerin schätzt ihn sehr!) – die Frau Ministerin schätzt ihn ebenfalls sehr, sie wollte ihn für das Kompetenzteam für Herrn Dr. Schüssel gewinnen. Nachdem das nicht gelungen ist, ist die ÖVP ziemlich beleidigt. Das hat mich ein wenig an dieses Bild vom Fuchs und den Trauben erinnert, die zu hoch gehangen sind, und dann waren die Trauben auf einmal total sauer und nicht mehr zu essen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Wenn ich nur die letzte Punktation hernehme beispielsweise von Professor Haider, der als anerkannter Experte in Fragen Schulreformen in Österreich gilt und es auch ist (Abg. Broukal: Die Frau Ministerin schätzt ihn sehr!) – die Frau Ministerin schätzt ihn ebenfalls sehr, sie wollte ihn für das Kompetenzteam für Herrn Dr. Schüssel gewinnen. Nachdem das nicht gelungen ist, ist die ÖVP ziemlich beleidigt. Das hat mich ein wenig an dieses Bild vom Fuchs und den Trauben erinnert, die zu hoch gehangen sind, und dann waren die Trauben auf einmal total sauer und nicht mehr zu essen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist eine Unterstellung!
konstruieren, damit ja eine ÖVP-Mehrheit zustande kommt. (Abg. Dr. Brinek: Das ist eine Unterstellung!) Ist das vielleicht Zufall, reiner Zufall, dass überall nur ÖVPler vertreten sind? Es gibt ja sonst niemanden in Österreich im Schulbereich außer der ÖVP, oder wie sehe ich das?! (Abg. Dr. Brinek: Das ist eine Unterstellung!) Nein, Kollegin Brinek, das war pure Absicht, es ist um nichts anderes gegangen als um das Umfärben.
Abg. Dr. Brinek: Das ist eine Unterstellung!
konstruieren, damit ja eine ÖVP-Mehrheit zustande kommt. (Abg. Dr. Brinek: Das ist eine Unterstellung!) Ist das vielleicht Zufall, reiner Zufall, dass überall nur ÖVPler vertreten sind? Es gibt ja sonst niemanden in Österreich im Schulbereich außer der ÖVP, oder wie sehe ich das?! (Abg. Dr. Brinek: Das ist eine Unterstellung!) Nein, Kollegin Brinek, das war pure Absicht, es ist um nichts anderes gegangen als um das Umfärben.
Abg. Dr. Brinek: Teilen Sie die Menschen doch nicht in „Rote“ und „Schwarze“ ein!
Was wirklich besonders verwerflich ist – und dazu habe ich von Ihnen noch nie etwas gehört, weil Sie zu Recht schweigen, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben –, ist die Situation in Oberösterreich, wo ein anerkannter, ein national und international wirklich anerkannter Fachmann, der jede Menge Publikationen veröffentlicht hat, eine hervorragend geführte Pädagogische Akademie leitet, die bereits umgewandelt wird und schon Kooperationen mit Universitäten weltweit unternommen hat, zufällig die falsche Farbe hat, Professor Fragner ist nämlich ein „Roter“ – unter Anführungszeichen –, und daher nicht Rektor werden darf. (Abg. Dr. Brinek: Teilen Sie die Menschen doch nicht in „Rote“ und „Schwarze“ ein!) Dafür haben Sie genau diese Dinge eingesetzt und durchgeführt.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich kann nur eines sagen: Wenn das die Herangehensweise an eine Verwaltungsreform ist, dass es die Farbe ist, die stimmen muss, dann wird jede dieser Reformen scheitern. Die Sache ist aber sehr wichtig, wir müssen da weiterkommen, und daher müssen Sie einmal damit anfangen, ihre rein parteipolitischen Interessen zurückzustellen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Einem: Gibt’s die schriftlich?
Es hat eine klare Weisung von der Parteizentrale gegeben: Es darf keinen Erfolg geben, dieser Konvent darf nicht zu Ergebnissen kommen, auch dort nicht, wo wir uns in gemeinsamen Verhandlungen, Gesprächen angenähert haben. (Abg. Dr. Einem: Gibt’s die schriftlich?) Die wird es sicher auch schriftlich geben, davon bin ich überzeugt. Also all das, wo wir uns angenähert haben, um Lösungen zu finden, umzusetzen, war nicht möglich, weil Wahltaktik, parteipolitische Taktik einfach im Vordergrund gestanden ist.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich kann – abschließend sei dies gesagt – nur hoffen, dass es uns zumindest in Zukunft gelingt, die vielen Lösungen, die wir gefunden haben, die wir positiv erarbeitet haben, mit einer anderen SPÖ, mit anderen Abgeordneten in dieser Fraktion vielleicht doch umzusetzen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Nein, wirklich nicht! Warum?
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Donnerbauer, gestatten Sie mir, dass ich Ihnen symbolisch ein rotes Taschentuch zum Trocknen Ihrer Krokodilstränen überreiche. (Abg. Mag. Donnerbauer: Nein, wirklich nicht! Warum?)
Abg. Scheibner: Von euch!
Meine Damen und Herren! Ich war in diesem Ausschuss auch mit dem Ansinnen, etwas für die Verfassung bewegen zu können, vertreten, habe aber feststellen müssen, dass eine Grundstimmung vorgeherrscht hat, die letztendlich von vornherein jegliches gemeinsame Ergebnis verhindert hat. (Abg. Scheibner: Von euch!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren! Ein paar Worte noch zum Bundesrat. Ich nehme mir die Freiheit heraus, dieses Thema aufzugreifen, denn ich war selbst elf Jahre dort verankert. Es gab immer wieder dieselbe Diskussion: Bundesrat abschaffen oder aufwerten? Je nachdem, wo man gerade ist, wo es sich gerade gut macht, hat man sich für die eine oder andere Seite entschieden. Tatsache ist, dass gerade Freiheitliche, die Vorgänger des BZÖ, immer wieder, schon in den Antrittsreden, die Auflösung des Bundesrates gefordert haben. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.) – Das ist nachzulesen in verschiedensten Protokollen; inzwischen hat sich die Meinung geändert, das stimmt.
Beifall bei der SPÖ.
Das, meine Damen und Herren von den Grünen, wollen wir so nicht; ich gehe auch nicht davon aus, dass das immer Kollege Khol sein wird, Fischer ist auch nicht mehr da. Das sollte man noch einmal überdenken, oder vielleicht sollten jene, die in die Regierung kommen wollen, von vornherein den Regierenden, deren Finanzreferenten ihre Parteigestion offenlegen. Das halten wir für nicht zielführend. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Da sind Sie ja genau der Richtige!
Es wird wenig überraschen, dass ich mich mit dem Kapitel „Kontrolle“ beschäftige. Wie schaut es aus mit der parlamentarischen Kontrolle in dieser Legislaturperiode? Ist da eine Reform erforderlich? (Abg. Scheibner: Da sind Sie ja genau der Richtige!) Schriftliche Anfragen zum Beispiel, Herr Kollege Scheibner, bleiben ja unbeantwortet, nicht wahr? Beispiel Bundeskanzler Schüssel: Er sagte zwar vor der Wahl, eine Wirtschaftsplattform werde die Eurofighter finanzieren, wenn man ihn aber danach hier im Parlament schriftlich fragt – wie uns das die Verfassung ermöglicht –, dann heißt es: Das geht mich nichts an, das ist kein Akt der Vollziehung! (Abg. Amon: Das hat er nicht gesagt!)
Abg. Amon: Das hat er nicht gesagt!
Es wird wenig überraschen, dass ich mich mit dem Kapitel „Kontrolle“ beschäftige. Wie schaut es aus mit der parlamentarischen Kontrolle in dieser Legislaturperiode? Ist da eine Reform erforderlich? (Abg. Scheibner: Da sind Sie ja genau der Richtige!) Schriftliche Anfragen zum Beispiel, Herr Kollege Scheibner, bleiben ja unbeantwortet, nicht wahr? Beispiel Bundeskanzler Schüssel: Er sagte zwar vor der Wahl, eine Wirtschaftsplattform werde die Eurofighter finanzieren, wenn man ihn aber danach hier im Parlament schriftlich fragt – wie uns das die Verfassung ermöglicht –, dann heißt es: Das geht mich nichts an, das ist kein Akt der Vollziehung! (Abg. Amon: Das hat er nicht gesagt!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Meinen Sie den Vranitzky mit den Beraterkosten?
Von den Ministern ist da nichts zu erwarten. Wenn ich mir das so ansehe, Schmid, Forstinger, Reichhold, Gorbach – die haben sich um gar nichts gekümmert! Der Aufsichtsrat bei den ÖBB ist längst ein Beschwichtigungsrat. Im Parlament werden mit Mehrheitsbeschlüssen Kontrollmöglichkeiten entzogen, und wenn der Rechnungshofausschuss dann beispielsweise den Chef des Unternehmens, Herrn Martin Huber, laden möchte, wird das von den Regierungsfraktionen einfach abgeschmettert. – Was sind die Folgen, was sind die Konsequenzen? Postenschacher, 100 Millionen € Beraterkosten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Meinen Sie den Vranitzky mit den Beraterkosten?), Kreditkarten-Skandal, Aufsichtsräte als Auftragnehmer, zweifelhafte Grundstückdeals (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Meinen Sie den Vranitzky?) – ich komme gleich zum BZÖ –, eine ÖVP-Werbeflut bei den ÖBB. Heute, und das ist ja wirklich lustig, werden 8 000 Exemplare Politpropaganda der ÖVP in den Zugsgarnituren aufgelegt. Der ÖBB-Chef macht eine Pressekonferenz mit einem ÖVP-Minister, und das alles bei der angeblichen Askese, was Parteipolitik betrifft. Anfragebeantwortungen von Gorbach werden einfach an den Aufsichtsrat weitergeschupft. – Diese Zustände sind die Folge des Kontrollnotstandes in diesem Hause, meine Damen und Herren!
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Meinen Sie den Vranitzky?
Von den Ministern ist da nichts zu erwarten. Wenn ich mir das so ansehe, Schmid, Forstinger, Reichhold, Gorbach – die haben sich um gar nichts gekümmert! Der Aufsichtsrat bei den ÖBB ist längst ein Beschwichtigungsrat. Im Parlament werden mit Mehrheitsbeschlüssen Kontrollmöglichkeiten entzogen, und wenn der Rechnungshofausschuss dann beispielsweise den Chef des Unternehmens, Herrn Martin Huber, laden möchte, wird das von den Regierungsfraktionen einfach abgeschmettert. – Was sind die Folgen, was sind die Konsequenzen? Postenschacher, 100 Millionen € Beraterkosten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Meinen Sie den Vranitzky mit den Beraterkosten?), Kreditkarten-Skandal, Aufsichtsräte als Auftragnehmer, zweifelhafte Grundstückdeals (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Meinen Sie den Vranitzky?) – ich komme gleich zum BZÖ –, eine ÖVP-Werbeflut bei den ÖBB. Heute, und das ist ja wirklich lustig, werden 8 000 Exemplare Politpropaganda der ÖVP in den Zugsgarnituren aufgelegt. Der ÖBB-Chef macht eine Pressekonferenz mit einem ÖVP-Minister, und das alles bei der angeblichen Askese, was Parteipolitik betrifft. Anfragebeantwortungen von Gorbach werden einfach an den Aufsichtsrat weitergeschupft. – Diese Zustände sind die Folge des Kontrollnotstandes in diesem Hause, meine Damen und Herren!
Abg. Mag. Molterer: Vorsicht!
Den traurigen Tiefpunkt in dieser Legislaturperiode allerdings hat die ÖVP zu verantworten, und dieser Tiefpunkt wurde vor zwei Tagen im Ständigen Unterausschuss des Rechnungshofausschusses gesetzt. Das war folgendermaßen, meine Damen und Herren: Eine Abstimmung ist nicht so ganz nach der Vorstellung der Regierungsfraktionen verlaufen, und das ist handschriftlich protokolliert worden; so weit in Ordnung. Aber es kann ja nicht sein, was nicht sein darf, daher ist dieses Protokoll manipuliert worden, meine Damen und Herren, und zwar, und das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen, unter Anleitung des ÖVP-Klubdirektors Dr. Zögernitz, der bezeichnenderweise auch noch hier als Verfasser des Kommentars zur Geschäftsordnung herumläuft. – Es ist so arg, dass hier in diesem Parlament in einem Protokoll herumgefummelt wird, dass verändert und manipuliert wird! (Abg. Mag. Molterer: Vorsicht!)
Abg. Dr. Fekter: Sie sind der Gesetzesbrecher!
Herr Präsident Khol, Herr Klubobmann Molterer, dieses Amtliche Protokoll – und das ist der Beweis – liegt im Büro des Herrn Präsidenten Khol, schauen Sie es sich an! (Abg. Dr. Fekter: Sie sind der Gesetzesbrecher!) Das ist der Tiefpunkt demokratischer Kultur! Hier in diesem Parlament ist am Dienstag dieser Woche ein Protokoll gefälscht worden!
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, es war wichtig, dass das gesagt worden ist, Herr Präsident! Dass nämlich auch einmal hinauskommt, wie das hier zugeht! Sie sollten sich schämen!
Meine Damen und Herren, wenn Sie über Verfassungsfragen diskutieren wollen, dann muss man Sie wirklich einmal auffordern: Besinnen Sie sich, was Ihren Machtexzess hier betrifft, und hören Sie auf damit, dass Sie hier die Geschäftsordnung brechen, das Gesetz brechen und sogar so weit gehen, ein Protokoll zu manipulieren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, es war wichtig, dass das gesagt worden ist, Herr Präsident! Dass nämlich auch einmal hinauskommt, wie das hier zugeht! Sie sollten sich schämen!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Wenn wir in der nächsten Regierung sind, dann werden wir mit unserem Regierungspartner das so verhandeln, dass wir auch die Zweidrittelmehrheit in diesem Bereich abschaffen können. Wenn Sie mit dabei sind, und ich nehme Sie beim Wort, wenn Sie davon sprechen, das parteipolitische Interesse zurückzustellen, dann werden wir es schaffen, dass wir auch endlich die Schule entpolitisieren! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Nicht verfassungskonform!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche - BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine geschätzten Damen und Herren! Lieber Herr Kollege Wittmann, ich bin froh, dass du da bist, denn ich habe mich deshalb zu Wort gemeldet, um auf deine erste Wortmeldung zu reflektieren und etwas klarzustellen. Von der SPÖ wurde wieder die Ortstafel-Frage sehr stark thematisiert und sehr stark polarisiert. Unter anderem hat es geheißen, die Lösung mit der kleinen zweisprachigen, sprich slowenischen Zusatztafel, die der Landeshauptmann in Kärnten jetzt versucht umzusetzen, wäre verfassungskonform, erniedrigend, menschenunwürdig und Ähnliches mehr. (Abg. Dr. Jarolim: Nicht verfassungskonform!) – Nicht verfassungskonform, danke, Herr Kollege Jarolim. Herbert Scheibner hat wirklich Recht, wenn er sagt, die Zwischenrufe helfen uns immer wieder auf die Sprünge, wenn wir
Abg. Scheibner: Er soll sich weiter nach vor setzen, man versteht ihn so schlecht!
einmal nicht mehr weiter wissen. (Abg. Scheibner: Er soll sich weiter nach vor setzen, man versteht ihn so schlecht!)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Dieser Beschluss ist datiert mit 4. September 2001. Da wurde, nachdem ja damals das Urteil rechtskräftig wurde ... (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) – Nein, Heinz, die jetzige Umsetzung befasst sich genau mit diesem Beschluss. Das heißt, einstimmig, mit den Stimmen der ÖVP, mit unseren Stimmen und mit den Stimmen der SPÖ, wurde diese Vorgangsweise gewählt. Also ich glaube, man sollte irgendwann einmal damit aufhören, diese Diskussion permanent nach Kärnten zu tragen. Auch die Kärntner SPÖ hätte sich eine Zustimmung der Bundes-SPÖ gewünscht; Klubobmann Herbert Scheibner hat das ausgeführt. Hier war man einem Kompromiss nahe. Wir könnten schon lange einen historischen Kompromiss umsetzen, wenn nicht die Verhinderungspolitik der SPÖ auf Bundesebene diesen Kompromiss verhindert hätte. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Dieser Beschluss ist datiert mit 4. September 2001. Da wurde, nachdem ja damals das Urteil rechtskräftig wurde ... (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) – Nein, Heinz, die jetzige Umsetzung befasst sich genau mit diesem Beschluss. Das heißt, einstimmig, mit den Stimmen der ÖVP, mit unseren Stimmen und mit den Stimmen der SPÖ, wurde diese Vorgangsweise gewählt. Also ich glaube, man sollte irgendwann einmal damit aufhören, diese Diskussion permanent nach Kärnten zu tragen. Auch die Kärntner SPÖ hätte sich eine Zustimmung der Bundes-SPÖ gewünscht; Klubobmann Herbert Scheibner hat das ausgeführt. Hier war man einem Kompromiss nahe. Wir könnten schon lange einen historischen Kompromiss umsetzen, wenn nicht die Verhinderungspolitik der SPÖ auf Bundesebene diesen Kompromiss verhindert hätte. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Habt ihr jetzt zugestimmt oder nicht?
Es handelt sich hier um das Protokoll, das als Stellungnahme zur Verfassungsgerichtshofsentscheidung eingefordert wurde (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Habt ihr jetzt zugestimmt oder nicht?) und mit dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes abgelehnt wurde. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Habt ihr zugestimmt oder nicht?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Habt ihr zugestimmt oder nicht?
Es handelt sich hier um das Protokoll, das als Stellungnahme zur Verfassungsgerichtshofsentscheidung eingefordert wurde (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Habt ihr jetzt zugestimmt oder nicht?) und mit dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes abgelehnt wurde. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Habt ihr zugestimmt oder nicht?)
Heiterkeit. – Abg. Neudeck: Auf den Rednerlisten dürfen sie ja noch stehen! – Weitere Zwischenrufe.
ten zu sagen?) Sofort. (Heiterkeit. – Abg. Neudeck: Auf den Rednerlisten dürfen sie ja noch stehen! – Weitere Zwischenrufe.) – Das Vorhaben einer Reform der österreichischen Bundesverfassung gehört natürlich zu den kontroversen Themen im einem Parlament, meine Damen und Herren. Oft waren wir sehr schnell in den Niederungen, würde ich fast sagen, des Finanzausgleichs und einer heftigen Auseinandersetzung über die Finanzen.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Aber ich glaube, dieses Vorhaben gehört umgekehrt auch zu den schönsten Aufgaben für Abgeordnete in diesem Haus, weil wir manchmal – unabhängig von den Schlammschlachten, die uns dieser Tage begleiten (Zwischenrufe bei der ÖVP) – darüber reden, lieben Kolleginnen und Kollegen, auf welchem Fundament wir in Österreich leben und arbeiten wollen. Eine Verfassung zu diskutieren heißt, Grundwerte zu benennen, sich Regeln zu geben.
Abg. Scheibner: Aber Sie wollen ja Verbandsklagen haben!
Wir alle wissen, dass eine Verfassung noch keine Garantie für eine richtige Politik ist. Aber sie ist ein Kompass. Deshalb trete ich auch heute wieder besonders für die Verankerung von sozialen Grundrechten in unserer Verfassung ein – nur mit einem wichtigen qualitativen Aspekt: Ich bin davon überzeugt, dass Grundrechte nur dann echte Grundrechte sind, wenn sie auch individuelle Durchsetzungschancen für die Bürgerinnen und Bürger in dem Land bedeuten. (Abg. Scheibner: Aber Sie wollen ja Verbandsklagen haben!) Wenn diese nicht gegeben sind, dann sind wir nur auf der Ebene von Staatszielen (Abg. Scheibner: Sie wollen nur, dass Ihre Organisation ...!), und Grundrechte unterscheiden sich von Staatszielen, von denen Bürgerinnen und Bürger unmittelbar ja gar nichts haben.
Abg. Scheibner: Sie wollen nur, dass Ihre Organisation ...!
Wir alle wissen, dass eine Verfassung noch keine Garantie für eine richtige Politik ist. Aber sie ist ein Kompass. Deshalb trete ich auch heute wieder besonders für die Verankerung von sozialen Grundrechten in unserer Verfassung ein – nur mit einem wichtigen qualitativen Aspekt: Ich bin davon überzeugt, dass Grundrechte nur dann echte Grundrechte sind, wenn sie auch individuelle Durchsetzungschancen für die Bürgerinnen und Bürger in dem Land bedeuten. (Abg. Scheibner: Aber Sie wollen ja Verbandsklagen haben!) Wenn diese nicht gegeben sind, dann sind wir nur auf der Ebene von Staatszielen (Abg. Scheibner: Sie wollen nur, dass Ihre Organisation ...!), und Grundrechte unterscheiden sich von Staatszielen, von denen Bürgerinnen und Bürger unmittelbar ja gar nichts haben.
Beifall bei der SPÖ.
Lassen Sie mich zum Abschluss dazu Folgendes sagen! Ich glaube, dass das Sozialstaatsprinzip in den Herzen und Köpfen der Österreicherinnen und Österreicher drinnen ist, es ist dort schon verankert. Neben der Freiheit gehört auch die soziale Sicherheit endlich in den Grundrechtskatalog der österreichischen Bundesverfassung aufgenommen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte, auch diesen Antrag in die Beratungen einzubeziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Typisch SPÖ!
Es ist auch noch nicht gesichert, dass unsere Fraktion diesen Entschließungsantrag bekommen hat, höre ich gerade; das könnten wir also in der nächsten Gesetzgebungsperiode auch gleich besser machen. (Abg. Scheibner: Typisch SPÖ!) Das ist genau mein Motiv, hier etwas zu sagen, was uns in der nächsten Periode tatsächlich noch beschäftigen wird.
Abg. Mag. Molterer: Geh, bitte!
Herr Kollege Lopatka, es ist irgendwo zwischen Rührung und Naivität, die Sie offensichtlich uns unterstellen, und ist der sonst von Ihnen ganz gut ausgelebten mittleren Bösartigkeit offensichtlich zuzuschreiben (Abg. Mag. Molterer: Geh, bitte!), dass Sie einen Entschließungsantrag bezüglich der gesetzlichen Verankerung und der künftigen Praxis der Offenlegung der Parteifinanzen heute so formulieren, dass im Kern und im Zentrum Ihres Anliegens eine Kommission steht. Das kennen wir schon!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber machen wir es doch ganz konkret, und bleiben wir bei dem Offenlegungsanliegen, was die Parteifinanzen betrifft. Herr Kollege Lopatka, es war ja Herr Lorenz von der Industriellenvereinigung, der schon vor Jahren öffentlich, in einem Interview im „profil“, einbekannt hat, dass es gängige Praxis ist, dass die Industriellenvereinigung – ich kürze es jetzt ab, und Sie werden es aushalten, dass ich meine Worte verwende – als große, eigentlich die größte, als große Spendenwaschanlage für Parteispenden, vermutlich mehrheitlich in Richtung ÖVP, dient, als ganz große Spendenwaschanlage! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen darf ich vorwegnehmen, dass Ihre ganze Dringliche Anfrage, die uns in drei Stunden zum Besten gegeben wird, eine Ansammlung von Wahlinseraten ist. Da werden Sie dann anders reden, als Sie jetzt dazwischenrufen! Ich mache Sie schon jetzt darauf aufmerksam, weil ich später nicht so viel Zeit haben werde. (Beifall bei den Grünen.)
demonstrativer Beifall bei der ÖVP
Es ist doch eine nützliche Übung in der Demokratie – Herr Kollege Molterer, Sie sind ohnehin der Klubobmann und nicht der Parteisekretär; manchmal könnte man es allerdings verwechseln –, eine nützliche Übung für die Medien, für die Bevölkerung, zu wissen, wer von wem abhängig ist. Es war doch nur einem Zufall und einem Eigenfehler des Herrn Finanzministers zu verdanken – obwohl er gewisse Resistenz aufweist, was das betrifft, aber in den öffentlichen Umfragen steht er ja immer noch gut da, okay, wie dem auch sei (demonstrativer Beifall bei der ÖVP); klatschen Sie ruhig –, es war doch nur einem Zufall zu verdanken, dass aufgeflogen ist, dass sich in Österreich ein Finanzminister von der Industrie aushalten lässt, von der Industrie Geld zugesteckt bekommt. (Abg. Dr. Brinek: Geh, „aushalten lässt“?)
Abg. Dr. Brinek: Geh, „aushalten lässt“?
Es ist doch eine nützliche Übung in der Demokratie – Herr Kollege Molterer, Sie sind ohnehin der Klubobmann und nicht der Parteisekretär; manchmal könnte man es allerdings verwechseln –, eine nützliche Übung für die Medien, für die Bevölkerung, zu wissen, wer von wem abhängig ist. Es war doch nur einem Zufall und einem Eigenfehler des Herrn Finanzministers zu verdanken – obwohl er gewisse Resistenz aufweist, was das betrifft, aber in den öffentlichen Umfragen steht er ja immer noch gut da, okay, wie dem auch sei (demonstrativer Beifall bei der ÖVP); klatschen Sie ruhig –, es war doch nur einem Zufall zu verdanken, dass aufgeflogen ist, dass sich in Österreich ein Finanzminister von der Industrie aushalten lässt, von der Industrie Geld zugesteckt bekommt. (Abg. Dr. Brinek: Geh, „aushalten lässt“?)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Sehen Sie, es geht also nicht darum, dass man nur auf die Sozialdemokraten zeigt, sondern es geht um ein Grundsatzprinzip; so ist das nun einmal. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Allerdings wird der Handlungsbedarf – spät, aber doch, ich höre allerdings, dass Sie schon vor Jahren einen Antrag eingebracht haben – nun offensichtlich auch von der Sozialdemokratie selbst erkannt und anerkannt, und das hat vielleicht schon etwas mit den Vorkommnissen in der eigenen Umgebung zu tun. Ich darf auch daran erinnern, dass das Wort „Handlungsbedarf“ überhaupt von einem Kanzler kreiert wurde, der nun in der Tat genau diesen Handlungsbedarf ausgelöst hat.
Abg. Großruck: Das willst uns jetzt wirklich erzählen?
Die Geschichte ist also ganz klar. (Abg. Großruck: Das willst uns jetzt wirklich erzählen?) – Schauen Sie, in Grieskirchen ist offensichtlich die Wahlkampf-Maschinerie schon so weit fortgeschritten, dass Sie es nicht einmal beim Zuhören erkennen können, wenn ich die Sozialdemokraten kritisiere. Aber das sei Ihnen unbenommen. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Die Geschichte ist also ganz klar. (Abg. Großruck: Das willst uns jetzt wirklich erzählen?) – Schauen Sie, in Grieskirchen ist offensichtlich die Wahlkampf-Maschinerie schon so weit fortgeschritten, dass Sie es nicht einmal beim Zuhören erkennen können, wenn ich die Sozialdemokraten kritisiere. Aber das sei Ihnen unbenommen. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scheibner.
Es gibt eine Geschichte, die überhaupt noch nicht richtig beleuchtet wurde. Die Steiermärkische Sparkasse ist auch als Financier, als Kreditgeber – bleiben wir an dieser Stelle vorsichtig – der Sozialdemokraten erwähnt worden. So weit, so gut; es ist aber nicht klar, welche Konditionen dort geherrscht haben. Warum ist die Frage so interessant? – Weil sage und schreibe, das muss man wirklich einmal zusammenbringen, zehn Jahre lang ein Vorstand jener Bank, der Steiermärkischen, gleichzeitig Parteikassier der Sozialdemokraten in der Steiermark gewesen ist! Ich finde, das ist einfach nicht hinzunehmen. Es tut mir Leid, es ist einfach nicht hinzunehmen, dass in diesem Licht nicht offengelegt wird! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei den Grünen.
Ich darf noch die Freiheitlichen erwähnen; ich meine jetzt aber jene, die auf Liste 3 stehen. Auch sie haben aus meiner Sicht Erklärungsbedarf, weil für mich nicht erklärlich ist, wie es sein kann, dass diese Partei, mehr als alle anderen zusammen, das ganze Land mit Großplakaten zudeckt. Man kommt um keinen Kreisverkehr mehr herum, ohne dass man zwei Mal von Strache belästigt wird; ich halte das mittlerweile für eine Verkehrsgefährdung. (Beifall bei den Grünen.) Es wäre auch interessant zu erfahren, wo dieses Geld herkommt.
Abg. Dr. Fasslabend: Keine Ahnung!
Die zweite Sache – am Schluss der Legislaturperiode möchte ich es noch einmal erwähnen – war das Niederdrücken der Aufklärung rund um die Eurofighter-Beschaffung. Man kann unterschiedlicher Meinung sein, das ist ganz in Ordnung und hier sogar wünschenswert. Aber was nicht sein kann, ist, dass die ranghöchsten Beamten in Aktenvermerken festhalten, dass sie aus guten und verschiedenen Gründen – egal, aus welchen – gegen diese Beschaffung sind, diese Beamten dann pensioniert werden und unter Hinweis darauf, dass sie pensioniert worden sind, mit Ihrer Mehrheit von der Aussage hier im Parlament de facto abgehalten werden. (Abg. Dr. Fasslabend: Keine Ahnung!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Jarolim.
belastet sind. – Das ist nicht hinzunehmen! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich möchte es am Schluss noch einmal festhalten: Ich kann nicht sagen, wie in den Rechnungshofausschüssen der nächsten Periode weitergearbeitet werden wird. Ich kann nur sagen, die Mehrheit hier im Haus hat Kollateralschäden der Sonderklasse hinterlassen, und da werden wir noch viel aufzuräumen haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Das war eine Rechtsbeugung ...!
Die Frau Berichterstatterin wünscht kein Schlusswort. (Abg. Dr. Jarolim: Das war eine Rechtsbeugung ...!) – Herr Abgeordneter Jarolim, wir befinden uns in der Abstimmungsphase!
Zwischenrufe.
Meine Damen und Herren, darf ich um etwas mehr Aufmerksamkeit bitten! (Zwischenrufe.)
Abg. Scheibner: Das haben wir in der Präsidiale einstimmig beschlossen!
Aber die Frage ist tatsächlich, warum heute, kurz vor der Wahl, dieser Antrag auf der Tagesordnung ist. Die Schutzfunktion ist, wie ich schon gesagt habe, in der Europäischen Union unserer Meinung nach überholt. (Abg. Scheibner: Das haben wir in der Präsidiale einstimmig beschlossen!)
Abg. Neudeck: Es war umgekehrt! Nicht Berlusconi hat Schüssel Erfolg gewünscht ...!
Aber eines ist schon interessant: Probleme im Verhältnis zwischen Österreich und Italien bezüglich Südtirol gibt es nur dann, wenn in Italien eine rechte Regierung an der Macht ist – wie die letzte, Berlusconi, der ja Bundeskanzler Schüssel sehr viel Erfolg für die Wahlen wünschte; zum Glück hat er den nicht gehabt, Herr Berlusconi und seine Adlaten. (Abg. Neudeck: Es war umgekehrt! Nicht Berlusconi hat Schüssel Erfolg gewünscht ...!) Probleme gibt es nur bei rechten Regierungen in Italien – als etwa die Lega Nord Schwierigkeiten machen wollte –, nicht bei Regierungen wie der jetzigen unter Ministerpräsident Prodi, dessen Bündnis auch schon im Wahlkampf von der Südtiroler Volkspartei unterstützt wurde, weil diese weiß, dass eine Regierung Prodi, eine Regierung, die nicht rechts ist, sehr wohl die Interessen von ethnischen Volksgruppen, von Minderheiten berücksichtigt – was ja die deutschsprachigen Südtiroler in Südtirol nicht sind, das weiß ich schon –, dass eine linke Regierung, wenn Sie so wollen, solche Bevölkerungsgruppen sehr wohl unterstützt. Das Problem gibt es, wie gesagt, nur dann, wenn Rechte, die der ÖVP nahe stehen, an der Regierung sind, und nicht sonst.
Beifall bei den Grünen.
Dieses hohe Gut gibt es aber auch für Kärnten, und da sehe ich schon, Herr Nationalratspräsident Khol, der Sie ja nach mir reden wollen, ein ziemliches Defizit, dass Ihre Regierung, der Sie ja sozusagen als ÖVP-Mitglied angehören, es nicht geschafft hat, in Südkärnten tatsächlich zweisprachige Ortstafeln aufzustellen. Das ist etwas, worüber ich nur sagen kann: Den Schutz von Volksgruppen nimmt diese Bundesregierung nicht ernst! Sonst hätte sie das schon längst geschafft und hätte nicht immer nur einen Landeshauptmann Haider quasi hintennach entschuldigt, aber nichts dafür getan, dass er dort die lange geforderten zweisprachigen Ortstafeln endlich aufstellt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: Wirtschaftspolitik!
Ein Wort zum BZÖ: Ich finde es schon erstaunlich, dass Sie jetzt mit Herrn Veit Schalle einen Kandidaten auf Ihrer Liste haben, der nicht nur die NS-Beschäftigungspolitik durchaus beeindruckend gefunden hat – das hat er auch gesagt (Abg. Neudeck: Wirtschaftspolitik!) –, sondern der auch noch gesagt hat – und er hat selbst slowenische Wurzeln, und daher ist mir das noch unverständlicher (Abg. Rossmann: Auch ich!) –, dass die Slowenen in Kärnten nur Gäste sind!
Abg. Rossmann: Auch ich!
Ein Wort zum BZÖ: Ich finde es schon erstaunlich, dass Sie jetzt mit Herrn Veit Schalle einen Kandidaten auf Ihrer Liste haben, der nicht nur die NS-Beschäftigungspolitik durchaus beeindruckend gefunden hat – das hat er auch gesagt (Abg. Neudeck: Wirtschaftspolitik!) –, sondern der auch noch gesagt hat – und er hat selbst slowenische Wurzeln, und daher ist mir das noch unverständlicher (Abg. Rossmann: Auch ich!) –, dass die Slowenen in Kärnten nur Gäste sind!
Beifall bei den Grünen.
Wissen Sie, was Herr Präsident Khol gesagt hätte, wenn irgendjemand gesagt hätte, dass die Südtiroler Deutschsprachigen nur Gäste in Südtirol sind? – Na, da hätte es einen Aufstand gegeben! Aber für Kärnten ist es ganz recht, dass der das sagt, dort gibt es keine Kritik – auch von Ihnen nicht, Herr Nationalratspräsident Khol! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Es ist nie zu spät!
Warum jetzt? Warum nicht 1992, als es die Streitbeilegung gab? Das wäre doch eine Möglichkeit gewesen, das in einer Verfassungsreform einzubringen. Warum nicht, als Österreich der EU beigetreten ist? Da hätte es auch die Möglichkeit gegeben, das als Verfassungsänderung hinzuzufügen. Nichts haben Sie getan. Also warum jetzt? (Abg. Scheibner: Es ist nie zu spät!) Weil es eine Petition der Schützenkompanien und zahlreicher Bürgermeister gegeben hat, die dem Petitionsausschuss zugewiesen wurde?
Beifall bei den Grünen.
Herr Präsident Khol, Sie haben in irgendeinem Interview gesagt, es wäre notwendig, um die Geschäftsordnung des Nationalrates zu erfüllen, dass es jetzt dazu eine Entschließung gibt. – Wie viele Petitionen gibt es in diesem Haus, die nicht einmal das Licht des Nationalrates, dieses Plenums erblicken, sondern einfach im Petitionsausschuss behandelt, abgelegt und dann unter einem Sammeltagesordnungspunkt behandelt werden. Missbrauchen Sie nicht die Geschäftsordnung und Geschäftsordnungsargumente für etwas, was Ihr eigenes, ganz persönliches Interesse ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
darf keiner Bekenntnispolitik, sondern tatsächlicher Taten, um Volksgruppen- und Minderheitenrechte durchzusetzen, in Südtirol und in Kärnten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Khol –: Sagen Sie auch etwas zu den Slowenen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Präsident Dr. Khol zu Wort. – Bitte, Herr Präsident. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Khol –: Sagen Sie auch etwas zu den Slowenen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Dr. Andreas Khol (ÖVP): Meine Damen und Herren! Ich bin sehr froh darüber, dass der Außenpolitische Ausschuss die Petition der Südtiroler Schützen, der Nordtiroler Schützen und der Osttiroler Schützen, unterstützt von 113 der 116 Bürgermeister Südtirols, in Behandlung genommen hat und heute dem Hohen Haus empfiehlt, dem Anliegen dieser Petition Rechnung zu tragen und die Schutzfunktion Österreichs für seine Südtiroler Landsleute bei einer Verfassungsreform in dieser Verfassung zu verankern. Ich halte das für wichtig, ich halte das für richtig. Und, Frau Kollegin Lunacek, es wäre wirklich eine Verhöhnung von hunderttausend Unterschriften gewesen, wenn wir heute nicht diese Petition behandeln würden, sondern sie in den Papierkorb geworfen hätten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Schutzfunktion! (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bitte Sie noch einmal: Stimmen Sie alle mit! Es ist ein wichtiges Zeichen an unsere Landsleute ladinischer und österreichischer Zunge auf der anderen Seite des Brenners. Es lebe das Land Tirol! (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Stimmt!
Die offizielle italienische Position war schon damals: Der Streit ist beigelegt, und es gibt diese Funktion nicht mehr. Das hat man uns ja damals schon formell erklärt. In der Praxis all dieser Jahre hat nahezu jede österreichische Bundesregierung im einen oder anderen Fall in Absprache mit der österreichischen Minderheit in Südtirol Probleme mit der italienischen Regierung besprochen, hat der Unterausschuss Bozen und Südtirol besucht und mit allen Parteien, allen Fraktionen dort gesprochen. In der Praxis ist diese Funktion Österreichs nie bezweifelt worden. (Abg. Dr. Khol: Stimmt!) Sie ist anerkannt worden, formal hat es sie nicht gegeben. Das ist die Realität. Es ändert sich daran im Wesentlichen ja auch durch diesen heutigen Beschluss bis dato nichts. Die österreichische Position, wie sie immer vertreten worden ist, wird heute nur noch einmal bekräftigt.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir freuen uns aber insgesamt, dass Südtirol auch in diesem Wahlkampf ein Thema ist, das aus ihm weitgehend herausgehalten oder eigentlich überhaupt gänzlich herausgehalten wird, und dass wir heute zu diesem Beschluss kommen, wofür ich mich herzlich bedanke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Klubobmann Scheibner zu Wort. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ich freue mich, dass wir heute mit großer Mehrheit – leider nicht einstimmig – diesen Entschließungsantrag verabschieden werden. Es gibt eine Notwendigkeit, Frau Kollegin Lunacek, zumindest durch ein Symbol zu zeigen, dass uns die Anliegen der Österreicher in Südtirol – ich würde einmal sagen, es ist keine Minderheit in Südtirol, sondern es ist in Südtirol die Mehrheit – etwas wert sind und etwas ganz Besonderes für uns sind. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Frau Kollegin Lunacek, Sie haben sich ja selbst widersprochen: Sie haben einerseits gesagt, es gebe keine Notwendigkeit, denn es gebe ja auch keine Probleme, und Bekenntnisse in einer Verfassung seien auch nicht notwendig, haben aber dann gleich im nächsten Satz gesagt, Probleme gebe es immer nur dann, wenn in Italien rechte Regierungen am Werk seien. – Ich sage Ihnen, mir ist es völlig egal, welche Regierung in Italien Probleme für unsere österreichische Bevölkerungsgruppe in Südtirol verursacht. Und genau deswegen, weil es eben nicht ausgeschlossen ist, dass auch in Italien wieder eine Regierung an die Macht kommt, die vielleicht diese Rechte wieder einschränken möchte, ist es notwendig, dass wir als Österreicher dieses Signal gegenüber unserer Bevölkerung in Südtirol abgeben. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hoffe, dass wir in den nächsten Verhandlungen zu einer Verfassungsnovelle nicht nur diese Schutzfunktion gegenüber Südtirol, sondern auch gegenüber den alt-österreichischen Minderheiten in anderen europäischen Staaten umsetzen können. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Niederwieser: Sind Sie auch Außenminister? Wo ist die Außenministerin?
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Liebe Gäste hier im Parlament! (Abg. Dr. Niederwieser: Sind Sie auch Außenminister? Wo ist die Außenministerin?) Ich darf heute in Vertretung der Frau Außenministerin ein paar Dinge zu einer sehr, sehr wichtigen Debatte hier im Hohen Haus zur Frage der Petition betreffend die Beratung über eine neue Bundesverfassung und dabei wieder im Hinblick auf die Südtirol-Schutzfunktion feststellen: Österreich hat ohne Zweifel und unbestreitbar, und zwar auf Grund des Pariser Abkommens aus 1946, eine Schutzfunktion für Südtirol, die die österreichische Bundesregierung seit Jahrzehnten wahrnimmt, bis heute sehr verantwortungsbewusst wahrnimmt.
Beifall bei der ÖVP, der SPÖ sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
weiterhin, vor allem auch auf Basis der Diskussion zu Petition und Entschließung, für die Anliegen Südtirols einsetzen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP, der SPÖ sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sehr gut!
Ich möchte, Herr Präsident Khol, hier nicht noch einmal die ganze Ortstafel-Causa aufrollen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sehr gut!), aber es ist ja eigentlich wirklich zum Heulen, wenn man daran denkt (Abg. Scheibner: Richtig! Richtig!), wie in Österreich der Rechtsstaat mit Füßen getreten wird (Abg. Scheibner: Nein!) – jetzt nicht einmal bildlich, sondern wörtlich gesprochen –, und zwar vom Landeshauptmann von Kärnten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hören Sie auf damit! Das ist ja ein Skandal, permanent dieses Thema zu diskutieren!), der sich überhaupt nicht darum kümmert, welche verfassungsrechtlichen Rechte die Kärntner Slowenen in Österreich haben, wie der Verfassungsgerichtshof judiziert und ob Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes negiert werden! Und dem steht dieses Parlament letztendlich hilflos gegenüber, und es wird dann immer nur mit Kniffen und Tricks versucht – das, Herr Präsident, möchte ich erwähnen, weil wir ja vorher bei der Diskussion um den Österreich-Konvent davon gesprochen haben, wie gut das alles funktioniert –, die Dinge auszubügeln. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Stoisits, das stimmt doch nicht!) – Geh, Uwe Scheuch, stör mich jetzt nicht! Das ist hier nicht dein Wahlkreis, der ist in Kärnten! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist auch nicht dein Wahlkreis!)
Abg. Scheibner: Richtig! Richtig!
Ich möchte, Herr Präsident Khol, hier nicht noch einmal die ganze Ortstafel-Causa aufrollen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sehr gut!), aber es ist ja eigentlich wirklich zum Heulen, wenn man daran denkt (Abg. Scheibner: Richtig! Richtig!), wie in Österreich der Rechtsstaat mit Füßen getreten wird (Abg. Scheibner: Nein!) – jetzt nicht einmal bildlich, sondern wörtlich gesprochen –, und zwar vom Landeshauptmann von Kärnten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hören Sie auf damit! Das ist ja ein Skandal, permanent dieses Thema zu diskutieren!), der sich überhaupt nicht darum kümmert, welche verfassungsrechtlichen Rechte die Kärntner Slowenen in Österreich haben, wie der Verfassungsgerichtshof judiziert und ob Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes negiert werden! Und dem steht dieses Parlament letztendlich hilflos gegenüber, und es wird dann immer nur mit Kniffen und Tricks versucht – das, Herr Präsident, möchte ich erwähnen, weil wir ja vorher bei der Diskussion um den Österreich-Konvent davon gesprochen haben, wie gut das alles funktioniert –, die Dinge auszubügeln. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Stoisits, das stimmt doch nicht!) – Geh, Uwe Scheuch, stör mich jetzt nicht! Das ist hier nicht dein Wahlkreis, der ist in Kärnten! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist auch nicht dein Wahlkreis!)
Abg. Scheibner: Nein!
Ich möchte, Herr Präsident Khol, hier nicht noch einmal die ganze Ortstafel-Causa aufrollen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sehr gut!), aber es ist ja eigentlich wirklich zum Heulen, wenn man daran denkt (Abg. Scheibner: Richtig! Richtig!), wie in Österreich der Rechtsstaat mit Füßen getreten wird (Abg. Scheibner: Nein!) – jetzt nicht einmal bildlich, sondern wörtlich gesprochen –, und zwar vom Landeshauptmann von Kärnten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hören Sie auf damit! Das ist ja ein Skandal, permanent dieses Thema zu diskutieren!), der sich überhaupt nicht darum kümmert, welche verfassungsrechtlichen Rechte die Kärntner Slowenen in Österreich haben, wie der Verfassungsgerichtshof judiziert und ob Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes negiert werden! Und dem steht dieses Parlament letztendlich hilflos gegenüber, und es wird dann immer nur mit Kniffen und Tricks versucht – das, Herr Präsident, möchte ich erwähnen, weil wir ja vorher bei der Diskussion um den Österreich-Konvent davon gesprochen haben, wie gut das alles funktioniert –, die Dinge auszubügeln. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Stoisits, das stimmt doch nicht!) – Geh, Uwe Scheuch, stör mich jetzt nicht! Das ist hier nicht dein Wahlkreis, der ist in Kärnten! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist auch nicht dein Wahlkreis!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hören Sie auf damit! Das ist ja ein Skandal, permanent dieses Thema zu diskutieren!
Ich möchte, Herr Präsident Khol, hier nicht noch einmal die ganze Ortstafel-Causa aufrollen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sehr gut!), aber es ist ja eigentlich wirklich zum Heulen, wenn man daran denkt (Abg. Scheibner: Richtig! Richtig!), wie in Österreich der Rechtsstaat mit Füßen getreten wird (Abg. Scheibner: Nein!) – jetzt nicht einmal bildlich, sondern wörtlich gesprochen –, und zwar vom Landeshauptmann von Kärnten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hören Sie auf damit! Das ist ja ein Skandal, permanent dieses Thema zu diskutieren!), der sich überhaupt nicht darum kümmert, welche verfassungsrechtlichen Rechte die Kärntner Slowenen in Österreich haben, wie der Verfassungsgerichtshof judiziert und ob Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes negiert werden! Und dem steht dieses Parlament letztendlich hilflos gegenüber, und es wird dann immer nur mit Kniffen und Tricks versucht – das, Herr Präsident, möchte ich erwähnen, weil wir ja vorher bei der Diskussion um den Österreich-Konvent davon gesprochen haben, wie gut das alles funktioniert –, die Dinge auszubügeln. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Stoisits, das stimmt doch nicht!) – Geh, Uwe Scheuch, stör mich jetzt nicht! Das ist hier nicht dein Wahlkreis, der ist in Kärnten! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist auch nicht dein Wahlkreis!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Stoisits, das stimmt doch nicht!
Ich möchte, Herr Präsident Khol, hier nicht noch einmal die ganze Ortstafel-Causa aufrollen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sehr gut!), aber es ist ja eigentlich wirklich zum Heulen, wenn man daran denkt (Abg. Scheibner: Richtig! Richtig!), wie in Österreich der Rechtsstaat mit Füßen getreten wird (Abg. Scheibner: Nein!) – jetzt nicht einmal bildlich, sondern wörtlich gesprochen –, und zwar vom Landeshauptmann von Kärnten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hören Sie auf damit! Das ist ja ein Skandal, permanent dieses Thema zu diskutieren!), der sich überhaupt nicht darum kümmert, welche verfassungsrechtlichen Rechte die Kärntner Slowenen in Österreich haben, wie der Verfassungsgerichtshof judiziert und ob Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes negiert werden! Und dem steht dieses Parlament letztendlich hilflos gegenüber, und es wird dann immer nur mit Kniffen und Tricks versucht – das, Herr Präsident, möchte ich erwähnen, weil wir ja vorher bei der Diskussion um den Österreich-Konvent davon gesprochen haben, wie gut das alles funktioniert –, die Dinge auszubügeln. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Stoisits, das stimmt doch nicht!) – Geh, Uwe Scheuch, stör mich jetzt nicht! Das ist hier nicht dein Wahlkreis, der ist in Kärnten! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist auch nicht dein Wahlkreis!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist auch nicht dein Wahlkreis!
Ich möchte, Herr Präsident Khol, hier nicht noch einmal die ganze Ortstafel-Causa aufrollen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sehr gut!), aber es ist ja eigentlich wirklich zum Heulen, wenn man daran denkt (Abg. Scheibner: Richtig! Richtig!), wie in Österreich der Rechtsstaat mit Füßen getreten wird (Abg. Scheibner: Nein!) – jetzt nicht einmal bildlich, sondern wörtlich gesprochen –, und zwar vom Landeshauptmann von Kärnten (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hören Sie auf damit! Das ist ja ein Skandal, permanent dieses Thema zu diskutieren!), der sich überhaupt nicht darum kümmert, welche verfassungsrechtlichen Rechte die Kärntner Slowenen in Österreich haben, wie der Verfassungsgerichtshof judiziert und ob Erkenntnisse des Verfassungsgerichtshofes negiert werden! Und dem steht dieses Parlament letztendlich hilflos gegenüber, und es wird dann immer nur mit Kniffen und Tricks versucht – das, Herr Präsident, möchte ich erwähnen, weil wir ja vorher bei der Diskussion um den Österreich-Konvent davon gesprochen haben, wie gut das alles funktioniert –, die Dinge auszubügeln. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin Stoisits, das stimmt doch nicht!) – Geh, Uwe Scheuch, stör mich jetzt nicht! Das ist hier nicht dein Wahlkreis, der ist in Kärnten! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist auch nicht dein Wahlkreis!)
Ruf: In Italien!
Mein Wahlkreis ist auch nicht in Tirol, darum versuche ich, andere Aspekte, die da auch eine Rolle spielen, einzubringen. Die sollen nicht dazu führen, dass irgendjemand glaubt, grüne Abgeordnete oder die Terezija Stoisits als burgenländische Kroatin sei keine Patriotin im Sinne des Schutzes der Südtiroler, nämlich der deutschsprachigen – ich kann jetzt nicht sagen, der österreichsprachigen –, der deutschsprachigen österreichischen Minderheit – das wäre, glaube ich, die exakte Bezeichnung – in Tirol. (Ruf: In Italien!) In Italien. Danke. Entschuldigung! – Um diesen Punkt geht es.
Beifall bei den Grünen.
Und weil uns all das wichtig ist, ist es uns ebenso wichtig, dass genau dieses wichtige Thema nicht zufällig acht Tage vor einer Wahl dazu benutzt wird, dass einzelne Tiroler, die in diesem Fall Khol und Niederwieser heißen, um ihre persönliche Wahlkampfpropaganda in ihrem Wahlkreis umzusetzen, hier das ganze Parlament instrumentalisieren und keine seriöse Vorgangsweise zulassen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Präsident Khol, Sie wissen ganz genau, dass das, was heute in Entschließungen hier beschlossen wird, nicht am 1. Oktober, aber spätestens am 30. Oktober, wenn sich der neue Nationalrat konstituieren wird – üblicherweise gibt es keine Sitzungen des Nationalrates zwischen Wahlen und Neukonstituierung; theoretisch könnte es sie geben –, seine Wirksamkeit verliert, dass das nicht das Papier wert ist, auf dem es steht, sondern dass es wirklich nur der – wenn auch in noch so getragenen Worten vorgetragene – Versuch ist, billigen Stimmenfang in Tirol zu machen. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf: Öllinger!
Unsere Freundinnen und Freunde in Tirol und die Tirolerinnen und Tiroler wissen, dass bei Politikerinnen und Politikern, so wie ich eine bin oder wie Ulrike Lunacek oder andere auch (Ruf: Öllinger!) oder Karl Öllinger (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich auch!), Minderheitenschutz und die Frage des Umgangs mit Rechten von Minderheiten – in diesen Komplex nehme ich auch sozusagen diese Problematik hinein – mehr als gut aufgehoben sind, denn auf uns kann man sich verlassen. Auf die Mehrheiten hier kann man sich jedoch nicht verlassen, sonst würden nämlich längst schon zweisprachige Ortstafeln in Kärnten stehen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich auch!
Unsere Freundinnen und Freunde in Tirol und die Tirolerinnen und Tiroler wissen, dass bei Politikerinnen und Politikern, so wie ich eine bin oder wie Ulrike Lunacek oder andere auch (Ruf: Öllinger!) oder Karl Öllinger (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich auch!), Minderheitenschutz und die Frage des Umgangs mit Rechten von Minderheiten – in diesen Komplex nehme ich auch sozusagen diese Problematik hinein – mehr als gut aufgehoben sind, denn auf uns kann man sich verlassen. Auf die Mehrheiten hier kann man sich jedoch nicht verlassen, sonst würden nämlich längst schon zweisprachige Ortstafeln in Kärnten stehen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Unsere Freundinnen und Freunde in Tirol und die Tirolerinnen und Tiroler wissen, dass bei Politikerinnen und Politikern, so wie ich eine bin oder wie Ulrike Lunacek oder andere auch (Ruf: Öllinger!) oder Karl Öllinger (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ich auch!), Minderheitenschutz und die Frage des Umgangs mit Rechten von Minderheiten – in diesen Komplex nehme ich auch sozusagen diese Problematik hinein – mehr als gut aufgehoben sind, denn auf uns kann man sich verlassen. Auf die Mehrheiten hier kann man sich jedoch nicht verlassen, sonst würden nämlich längst schon zweisprachige Ortstafeln in Kärnten stehen! (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Dr. Andreas Khol: Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, begrüße ich sehr herzlich das Mitglied der Südtiroler Landesregierung Sabina Kasslatter Mur. Herzlich willkommen, Frau Landesrätin! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich begrüße auch eine umfangreiche Journalistendelegation aus Südtirol mit dem Chefredakteur der „Dolomiten“, Dr. Toni Ebner, und alle anderen Journalisten. Herzlich willkommen im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich darf Sie heute sehr herzlich einladen: Setzen Sie mit uns dieses Zeichen, dass Geist und der Erfolg der Entwicklung in Südtirol als ein europäisches Beispiel für die Aufarbeitung schwieriger geschichtlicher und politischer Prozesse gewürdigt werden. Darum darf ich Sie sehr, sehr herzlich ersuchen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hätten Sie zugestimmt! Hätten Sie dem Kompromiss zugestimmt!
Deshalb ist es gut und richtig, die Beachtung der Schutzfunktion anderer Staaten für ihre in Österreich lebenden Volksgruppen in die Verfassung aufzunehmen, genauso wie wir die Schutzfunktion für Südtirol wahrnehmen müssen. Und deshalb stimmen wir hier gerne zu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Hätten Sie zugestimmt! Hätten Sie dem Kompromiss zugestimmt!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedanke mich bei allen Abgeordneten, die die Petition der Schützen und Bürgermeister behandelt haben. Daraus folgend bedanke ich mich bei allen, die heute diesen Antrag mit großer Mehrheit beschließen werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir SozialdemokratInnen erachten eine Verankerung der Schutzfunktion für die österreichische Volksgruppe in Südtirol im Zuge der anstehenden Verfassungsreform als wichtig und laden alle ein, diese Thematik größtmöglich zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Es gibt einen klaren Auftrag, einen kommunalpolitischen Auftrag von Nordtiroler und Südtiroler Kommunalpolitikern, Bürgermeistern, es gibt einen klaren Auftrag von Südtiroler und Nordtiroler Schützen. Ich glaube, diese erwarten es geradezu, dass wir das heute hier beschließen, und vielleicht bin ich der einzig aktive Schütze, der dem heute hier zustimmen darf. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Ruf: Wer war das?
Aber es wird wohl die Fortsetzung einer Kette sein. Ich darf das heute hier schon sagen, denn es gibt in Tirol riesige Enttäuschung darüber, dass ein Politiker der Grünen Andreas Hofer mit einem Taliban verglichen hat, was mehr als unangebracht war und für riesiges Aufsehen gesorgt hat. (Ruf: Wer war das?)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Bleckmann.
Wir als Tiroler, wir als Österreicher stehen zu Südtirol. Südtirol verdient unseren Beistand. Wir machen von unserem Recht Gebrauch und werden die Autonomie Südtirols weiterhin einfordern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Bleckmann.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Helga Machne (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Südtiroler Freunde! Hohes Haus! Ich bin Ehrenmitglied der Schützenkompanie, und somit ist Hermann Gahr nicht ganz allein Mitglied. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Im Übrigen, meine Damen und Herren, ist dies mein letzter Debattenbeitrag hier im Hohen Haus, und daher möchte ich diese Gelegenheit auch dazu nützen, mich von Ihnen zu verabschieden, aber auch, um mich zu bedanken bei all jenen, die mich in diesen vier Jahren sehr wesentlich unterstützt haben. Es waren für mich vier sehr interessante Jahre hier im Parlament, und ich bin stolz darauf, dabei gewesen zu sein, als Österreich einen so erfolgreichen Weg gegangen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Ich habe in diesen vier Jahren hier viele interessante Menschen kennen gelernt und viele Freundschaften geschlossen. Es waren vier wirklich spannende und sehr schöne Jahre für mich, und ich möchte mich noch einmal bei Ihnen allen bedanken. Ich wünsche allen, die in der nächsten Legislaturperiode wieder hier im Hohen Haus arbeiten werden, eine gute Hand bei der Bewältigung der Probleme Österreichs. Ich wünsche Ihnen eine schöne Zeit und alles Gute für die Zukunft! – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
In diesem Sinne darf ich Sie alle sehr herzlich einladen, diesen Antrag heute gemeinsam mit zu beschließen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Neudeck: Muss gut ausschauen!
Aber auch aus dem eigenen Haus, auch aus dem Außenministerium selber kommen immer wieder Dinge, die einem die entwicklungspolitischen Zehennägel aufringeln. (Abg. Neudeck: Muss gut ausschauen!) Es gibt eine Broschüre, die von der ADA in Auftrag gegeben worden ist, einen Unternehmer-Guide, der vor allem kleine und mittlere Unternehmen mit Tipps unterstützen soll, wie sie denn im Süden investieren könnten, wie sie denn dort Geschäfte machen könnten. In diesem Guide wird darauf hingewiesen, dass man sich am besten in Freihandels- und Sonderzonen begibt und dort seine Geschäfte abwickelt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Die Gusenbauer-SPÖ?!
Die Entwicklungspolitik ist ein Stiefkind dieser Regierung, aber was mich froh macht, ist, zu wissen, dass sich das nach dem 1. Oktober 2006 rasant ändern wird. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Die Gusenbauer-SPÖ?!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich freue mich, dass wir diesen Antrag gemeinsam beschließen, und ich gehe auch davon aus, dass sich die zuständigen Minister – Außenministerin, Sozialministerin – dann auch in den Verhandlungen nachhaltig dafür einsetzen werden, dass wir hier auch ausreichend Unterstützung und Hilfe für Behinderte in den Entwicklungsländern geben werden. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Großruck: Meine alleine und sonst keine!
Ich habe damals gesagt: Versuchen wir, in Österreich eine Initiative zu setzen, vielleicht bringen wir ein Stückchen weiter. – So ist es zu dieser Petition gekommen, und ich möchte schon sehr stolz sagen: Diese Petition habe ich allein eingebracht. Franz-Joseph Huainigg leistet auch seinen Beitrag, aber diese Petition war meine, meine allein. (Abg. Großruck: Meine alleine und sonst keine!) Und deshalb bin ich so stolz, dass wir von der Opposition es geschafft haben, dass es zumindest diesen Entschließungsantrag gibt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich habe damals gesagt: Versuchen wir, in Österreich eine Initiative zu setzen, vielleicht bringen wir ein Stückchen weiter. – So ist es zu dieser Petition gekommen, und ich möchte schon sehr stolz sagen: Diese Petition habe ich allein eingebracht. Franz-Joseph Huainigg leistet auch seinen Beitrag, aber diese Petition war meine, meine allein. (Abg. Großruck: Meine alleine und sonst keine!) Und deshalb bin ich so stolz, dass wir von der Opposition es geschafft haben, dass es zumindest diesen Entschließungsantrag gibt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
(Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Sie waren der Motor für diese Deklaration, und es ist keine Kleinigkeit, von Österreich aus mit einer so kleinen Infrastruktur, wie „Licht für die Welt“ sie in Österreich hat, solch großartige Leistungen zu erbringen. Das verdient wirklich höchste Anerkennung.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie wissen, ich habe immer einen gespaltenen Zugang zu Spenden, aber für „Licht für die Welt“ sind Sie alle aufgefordert und gebeten, Ihren Beitrag zu leisten. Mit 10 € können Sie einem Menschen, der von Blindheit bedroht oder bereits blind ist, helfen, damit er wieder sehen kann.10 € sind für mich und für Sie alle, wie Sie hier sitzen, kein Betrag, der nicht leistbar ist. Den spüren wir alle nicht. Aber wenn er dann dort ankommt, wo ihn die Menschen brauchen, spüren diese ihn sehr wohl. Und deshalb – ich habe niemanden gefragt, ich mache es sozusagen aus eigenem Antrieb – würde ich Sie bitten, einen Beitrag zu leisten. Wenn Sie nur einem Menschen pro Woche die Chance geben, wieder zu sehen, dann werden wir in zehn, 15 Jahren so weit sein, dass alle Menschen, die in den Entwicklungsländern ihr Augenlicht verloren haben, wieder sehen können. Und ich glaube, jeder von uns kann stolz darauf sein, dazu einen wesentlichen Beitrag zu leisten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Vielleicht habe ich damit erreicht, dass manche von Ihnen oder vielleicht sogar alle, wenn ich optimistisch sein darf, zumindest 20 Menschen im Jahr oder noch viel, viel mehr Menschen die Chance geben, endlich wieder sehen zu können. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bedanke mich auch, weil es Kraft gibt, und möchte hier den Dank zurückgeben an die NGOs und an Sie alle, die Sie heute gekommen sind, bei „Licht für die Welt“ für das tolle Engagement. Das ist ein wichtiger Beitrag. Ich denke, je breiter wir in diesem wichtigen Thema vorgehen, auch abseits der Politik, desto erfolgreicher werden wir auch international sein können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Eine Familie, die in einem Entwicklungsland einen Vater mit einer Behinderung hat, tut sich schwer, sich selbst zu helfen. – Da nützen alle anderen Programme gar nichts. Deshalb danke ich im Besonderen auch jenen NGOs, die sich genau für all die Schwächsten unter den Armen eingesetzt haben und uns dabei geholfen haben, die entsprechenden Qualitätskriterien in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit einzuführen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Franz-Joseph, falls du im Internet nachliest oder, wie ich glaube, zuhörst: Wir danken dir alle. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich möchte mich auch bei unserer entwicklungspolitischen Sprecherin Petra Bayr für ihre Initiative, für ihre Kraft und für ihren Antrieb bedanken, dass dieser Antrag zustande gekommen ist, genauso wie ich mich bei Theresia Haidlmayr bedanken will, die diese Initiative auf Grund einer guten Voraussetzung von „Licht für die Welt“ ins Parlament gebracht hat. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Großruck: Wollen Sie sich nicht auch beim Herrn Huainigg bedanken? Beim Herrn Huainigg bedankt sie sich nicht!
Ich denke, auch das ist ein Beispiel dafür, wie eine sinnvolle und effiziente Zusammenarbeit zwischen NGOs und Parlamentariern zustande kommen kann, sodass Themen weitergetragen werden. (Abg. Großruck: Wollen Sie sich nicht auch beim Herrn Huainigg bedanken? Beim Herrn Huainigg bedankt sie sich nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es bleibt noch sehr viel zu tun. Die Bevölkerung wird nicht nur auf Worte, sondern auch auf Taten schauen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das gilt sowohl für Österreich als auch für die Entwicklungszusammenarbeit. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Danke also an alle, die beteiligt waren, danke auch an die Institution „Licht für die Welt“. Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung – hoffentlich gemeinsam mit Ihnen – auch in Zukunft diesen guten Weg für die EZA weiter beschreiten wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Neudeck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Trunk, die einen weißen Blazer trägt –: Das ist die Einzige mit einer weißen Weste in der SPÖ!
Präsident Dr. Andreas Khol: Als letzte Rednerin in dieser Debatte spricht Frau Abgeordnete Mag. Trunk. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Neudeck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Trunk, die einen weißen Blazer trägt –: Das ist die Einzige mit einer weißen Weste in der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Melitta Trunk (SPÖ): Herr Präsident! Herr Finanzminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Vorweg, damit ich es am Ende nicht vergesse: Meinen Respekt und meine Anerkennung der Initiative der Kollegin Haidlmayr und meinen Respekt und meine Anerkennung meiner Kollegin Penny Bayr für die engagierte und sehr kompetente Arbeit! Das ist ein Beispiel für politische Kultur der Auseinandersetzung, die am Ende einen Konsens bewirkt. Ich denke, es sollte diese Kultur nicht nur, wenn es um Fragen der Entwicklungszusammenarbeit geht, in Zukunft in das Hohe Haus einziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Wer ist das? Wer ist Wolfgang Petritsch?
In diesem Zusammenhang ist es mir ein Kopf- und Herzensanliegen, uns alle an den Österreicher Wolfgang Petritsch zu erinnern, der sich international und weltweit sehr im Bereich des Kampfes gegen Antipersonenminen einsetzt. (Abg. Großruck: Wer ist das? Wer ist Wolfgang Petritsch?)
Beifall bei der SPÖ.
Ein letzter Aspekt: Die Debatte während der heutigen Aktuellen Stunde sollte uns auch in der Frage der Auseinandersetzung mit Behinderung zu der Erkenntnis bringen, dass in Entwicklungsländern ebenso wie in Österreich Frauen mit Behinderung in doppelter Weise an der Realisierung eines menschengerechten und chancengleichen Lebens gehindert werden. Da ist noch ein großer Schritt zu tun und ein weiter Weg zu gehen. Das trifft die Frauen in Österreich ebenso wie im restlichen Europa und ganz besonders in den Ländern, in denen Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungshilfe notwendig sind. – Ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: War da ein gewisser Herr Gorbach auch eingespannt? Weil Sie reden immer von einem „Lebensminister“!
Durch zähes Verhandeln und durch geschickte Überzeugungsarbeit hat unser Lebensminister Sepp Pröll vor dem entscheidenden Verkehrsministerrat am 8. und 9. Juni erreicht, dass sich die Kommission und viele Staaten der EU für die Ratifizierung ausgesprochen haben. Leider scheiterte ein erfolgreicher Abschluss an der Blockadehaltung Italiens. (Abg. Gradwohl: War da ein gewisser Herr Gorbach auch eingespannt? Weil Sie reden immer von einem „Lebensminister“!) – So ist es.
Abg. Gradwohl: Lebensminister und Verkehrsminister!
Minister Sepp Pröll diesen für unser Land wichtigen Punkt weiterhin vorantreiben wird. (Abg. Gradwohl: Lebensminister und Verkehrsminister!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Die Europäische Gemeinschaft hat sich durch die Ratifikation der Alpenkonvention zu einer Risiko- und Belastungssenkung verpflichtet, und ich bin überzeugt, dass unser Minister Sepp Pröll diese Entlastung auch erfolgreich einfordern wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich denke, wir alle können in den letzten Tagen und Wochen ein interessantes Phänomen im Wechselspiel zwischen Politik und Wirtschaft feststellen. In der Politik ist, bedingt durch den 1. Oktober, ein Stil eingerissen, wo durch Ausdrücke wie „Krebsgeschwür“ und Ähnliches und durch eine unglaubliche mediale Kampagne, wo getrommelt wird, der Bundeskanzler lüge, ein absoluter Tiefpunkt erreicht wurde, wo von der Opposition alles schlechtgemacht und zerzaust wird. Wenn ich mir aber die Wirtschaft anschaue, dann sehe ich, dass von dort ständig Erfolgsmeldungen kommen. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Wie kommt das alles, meine Damen und Herren? – Natürlich ist es primär der Fleiß, der Arbeitseinsatz, die Motivation unserer Bürgerinnen und Bürger. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Es muss etwas Zweites auch noch geben, meine Damen und Herren, und das sind die Rahmenbedingungen, die diese Regierung für die Wirtschaft, für den Standort Österreich, für Arbeitsplätze und Einkommen in Österreich geschaffen hat. Das lässt sich nicht bestreiten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Eine Wende zum Negativen!
In der Tat schaffte der politische Wechsel im Frühjahr 2000 in hohem Ausmaß diese Wende, auch eine unglaubliche Wende in der Finanz- und Wirtschaftspolitik. (Abg. Dr. Jarolim: Eine Wende zum Negativen!) Nach 30 Jahren sozialistisch dominierter Bundesregierungen, sozialistischer Bundeskanzler, Finanzminister, mit einer ständigen Deficit-spending-Politik – sagen wir ganz volkstümlich Schuldenpolitik, kombiniert mit Belastungspolitik – erfolgte eine Kurskorrektur in dreifache Richtung:
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ
Der zweite Punkt: Entlastung der Bürger und der Betriebe. Meine Damen und Herren, von einer Abgabenquote von 44,8 Prozent auf heuer 40,7 Prozent zu kommen, ist eine gewaltige Leistung (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ) und wurde nur ermöglicht, weil wir gleichzeitig durch ausgabenseitige Reformen auch den Spielraum für diese Senkungen geschaffen haben.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Sehr überzeugt haben Sie damit offenbar nicht, Ihre eigenen Leute! – Ruf bei der ÖVP: Jarolim!
Das ist in Wirklichkeit der Grund, warum wir heute aus dem letzten Drittel im EU-Ranking in das oberste Drittel gekommen sind und dass heute Journalisten aus der Schweiz, aus Deutschland, aus Belgien kommen und fragen: Wie macht ihr das eigentlich in Österreich? Wieso seid ihr plötzlich so gut? – Wir sagen immer: Naja, gar so gut sind wir nicht, wir haben auch noch Herausforderungen vor uns. – In der Tat können wir aber stolz sein auf diese Leistungsbilanz, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Sehr überzeugt haben Sie damit offenbar nicht, Ihre eigenen Leute! – Ruf bei der ÖVP: Jarolim!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Herr Kollege Jarolim, je schwächer die Argumente, desto lauter die Zwischenrufe! Das kennen wir schon, dieses Verhalten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren, schauen wir uns die Steuerreform an: Sie war die größte Steuersenkung in der Geschichte der Zweiten Republik, mit zwei großen Zielgruppen: Arbeitnehmern und Familien auf der einen Seite, Wirtschaftsstandort auf der anderen Seite. Sie haben diese Steuerreform abgelehnt. Was hat uns diese Steuerreform gebracht? – Schauen wir uns ein paar Punkte an: Alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, Monatseinkommen 1 500 € brutto. Steuerliche Entlastung: 770 € pro Jahr netto. Also, 10 000 S weniger Steuerleistung für eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern. Ein beachtlicher Erfolg dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir haben mit diesen zwei Etappen der Steuerreform 300 000 zusätzliche Personen aus der Steuerpflicht herausgenommen – ein unglaublicher Erfolg einer Steuerpolitik, die sagt: Mehr Geld in der Hand des Bürgers und weniger Geld in der Hand des Staates! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nehmen wir den zweiten großen Schwerpunkt, den Wirtschaftsstandort. Wirtschaftsstandort heißt Arbeitsplätze, heißt Einkommenschancen und heißt letztlich soziale Sicherheit. Denn wer nicht wirtschaften kann, kann auch nicht sozial sein! Gegen diese Grundformel kann man eigentlich auch vonseiten der Opposition nichts sagen, auch wenn hier wieder versucht wird, das ein bisschen zu verschleiern. Wer die Wirtschaftskompetenz hat, hat auch die Arbeitsplatzkompetenz, meine Damen und Herren, und hat auch die Kompetenz für soziale Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Bures: Was glauben Sie, wie Ihre Werte sind?
Ich kann Ihre Nervosität verstehen, meine Kollegen von der Oppositionsseite. Wenn ich heute das „NEWS“ lese und darin lese, dass Herr Beutelmeyer, Meinungsforscher, sagt, die Führungskompetenz eines gewissen Herrn Gusenbauer ist „niederschmetternd“, er hat „inferiore Werte“ – das steht heute in „NEWS“: inferiore Werte, was die Führungskompetenz des Alfred Gusenbauer betrifft –, dann kann ich Ihre Nervosität (Abg. Bures: Was glauben Sie, wie Ihre Werte sind?) und Ihre lauten Zwischenrufe verstehen, Frau Kollegin! Ich verstehe das ja, denn zehn Tage vor der Wahl zu lesen, dass der Spitzenkandidat niederschmetternde Werte, inferiore Werte hat, ist ja ein Worst-case-Szenarium, zehn Tage vor einer Wahl, Frau Kollegin! (Abg. Bures: Sie zittern!) Das können Sie auch mit lauten Zwischenrufe nicht wiedergutmachen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Bures: Sie zittern!
Ich kann Ihre Nervosität verstehen, meine Kollegen von der Oppositionsseite. Wenn ich heute das „NEWS“ lese und darin lese, dass Herr Beutelmeyer, Meinungsforscher, sagt, die Führungskompetenz eines gewissen Herrn Gusenbauer ist „niederschmetternd“, er hat „inferiore Werte“ – das steht heute in „NEWS“: inferiore Werte, was die Führungskompetenz des Alfred Gusenbauer betrifft –, dann kann ich Ihre Nervosität (Abg. Bures: Was glauben Sie, wie Ihre Werte sind?) und Ihre lauten Zwischenrufe verstehen, Frau Kollegin! Ich verstehe das ja, denn zehn Tage vor der Wahl zu lesen, dass der Spitzenkandidat niederschmetternde Werte, inferiore Werte hat, ist ja ein Worst-case-Szenarium, zehn Tage vor einer Wahl, Frau Kollegin! (Abg. Bures: Sie zittern!) Das können Sie auch mit lauten Zwischenrufe nicht wiedergutmachen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich kann Ihre Nervosität verstehen, meine Kollegen von der Oppositionsseite. Wenn ich heute das „NEWS“ lese und darin lese, dass Herr Beutelmeyer, Meinungsforscher, sagt, die Führungskompetenz eines gewissen Herrn Gusenbauer ist „niederschmetternd“, er hat „inferiore Werte“ – das steht heute in „NEWS“: inferiore Werte, was die Führungskompetenz des Alfred Gusenbauer betrifft –, dann kann ich Ihre Nervosität (Abg. Bures: Was glauben Sie, wie Ihre Werte sind?) und Ihre lauten Zwischenrufe verstehen, Frau Kollegin! Ich verstehe das ja, denn zehn Tage vor der Wahl zu lesen, dass der Spitzenkandidat niederschmetternde Werte, inferiore Werte hat, ist ja ein Worst-case-Szenarium, zehn Tage vor einer Wahl, Frau Kollegin! (Abg. Bures: Sie zittern!) Das können Sie auch mit lauten Zwischenrufe nicht wiedergutmachen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
1,3 Milliarden € an Entlastung für die Klein- und Mittelbetriebe! Einführung einer Gruppenbesteuerung, die Sie so bekämpfen. Fragen Sie Ihre langjährige SPÖ-Vizebürgermeisterin in Villach – inzwischen Finanzchefin von Infineon in Klagenfurt –, was sie heute gesagt hat. Was hat sie gesagt? – Die Gruppenbesteuerung bringt dreimal so viel, wie sie kostet! – Meine Damen und Herren, was ist mit Ihren Wirtschaftskonzepten, was ist mit Ihren Konzepten? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Kräuter: Schüssel hat auch einen schönen Sager gesagt!
Ich kann schon sagen, was das ist: Gestern habe ich einen schönen Sager gehört. (Abg. Dr. Kräuter: Schüssel hat auch einen schönen Sager gesagt!) Da hat ein Wirtschaftsfachmann gesagt, die SPÖ sei wirtschaftspolitisch schon gefährlich, auch wenn sie noch gar nicht in der Regierung ist. (Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer.) Das ist ein starker Sager, Herr Kollege Broukal, aber er stimmt (Abg. Broukal: Ich habe auch einen schönen Sager gehört: von den Emanzen, die flachliegen!): Falsche Konzepte führen zu echten Pleiten. Ihre falschen Konzepte führen zu echten Pleiten! Sie kennen die Beispiele. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer.
Ich kann schon sagen, was das ist: Gestern habe ich einen schönen Sager gehört. (Abg. Dr. Kräuter: Schüssel hat auch einen schönen Sager gesagt!) Da hat ein Wirtschaftsfachmann gesagt, die SPÖ sei wirtschaftspolitisch schon gefährlich, auch wenn sie noch gar nicht in der Regierung ist. (Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer.) Das ist ein starker Sager, Herr Kollege Broukal, aber er stimmt (Abg. Broukal: Ich habe auch einen schönen Sager gehört: von den Emanzen, die flachliegen!): Falsche Konzepte führen zu echten Pleiten. Ihre falschen Konzepte führen zu echten Pleiten! Sie kennen die Beispiele. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Broukal: Ich habe auch einen schönen Sager gehört: von den Emanzen, die flachliegen!
Ich kann schon sagen, was das ist: Gestern habe ich einen schönen Sager gehört. (Abg. Dr. Kräuter: Schüssel hat auch einen schönen Sager gesagt!) Da hat ein Wirtschaftsfachmann gesagt, die SPÖ sei wirtschaftspolitisch schon gefährlich, auch wenn sie noch gar nicht in der Regierung ist. (Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer.) Das ist ein starker Sager, Herr Kollege Broukal, aber er stimmt (Abg. Broukal: Ich habe auch einen schönen Sager gehört: von den Emanzen, die flachliegen!): Falsche Konzepte führen zu echten Pleiten. Ihre falschen Konzepte führen zu echten Pleiten! Sie kennen die Beispiele. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich kann schon sagen, was das ist: Gestern habe ich einen schönen Sager gehört. (Abg. Dr. Kräuter: Schüssel hat auch einen schönen Sager gesagt!) Da hat ein Wirtschaftsfachmann gesagt, die SPÖ sei wirtschaftspolitisch schon gefährlich, auch wenn sie noch gar nicht in der Regierung ist. (Heiterkeit des Abg. Mag. Molterer.) Das ist ein starker Sager, Herr Kollege Broukal, aber er stimmt (Abg. Broukal: Ich habe auch einen schönen Sager gehört: von den Emanzen, die flachliegen!): Falsche Konzepte führen zu echten Pleiten. Ihre falschen Konzepte führen zu echten Pleiten! Sie kennen die Beispiele. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: ... den Herrn Taus!
Meine Damen und Herren von der Opposition! Fällt Ihnen bei „3 Milliarden €“ etwas auf? (Abg. Dr. Matznetter: ... den Herrn Taus!) Das ist der gleiche Betrag, den Ihre Spitzenfunktionäre von der Gewerkschaftsseite in der Karibik versenkt haben: 3 Milliarden €!
Abg. Mag. Molterer: 15 Jahre!
Wenn man das jetzt umrechnet, dann heißt 3 Milliarden €, dass 15 Jahre lang jeden Monat 1,5 Millionen Gewerkschaftsmitglieder ihren Beitrag gezahlt haben und der Beitrag von 15 Jahren weg ist. (Abg. Mag. Molterer: 15 Jahre!) Das ist unsozial, meine Damen und Herren! Das ist genauso unsozial wie eine Pensionskürzung um 70 Prozent. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Das ist genauso unsozial wie eine Kürzung der Witwenpension um 50 Prozent, meine Damen und Herren.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Wenn man das jetzt umrechnet, dann heißt 3 Milliarden €, dass 15 Jahre lang jeden Monat 1,5 Millionen Gewerkschaftsmitglieder ihren Beitrag gezahlt haben und der Beitrag von 15 Jahren weg ist. (Abg. Mag. Molterer: 15 Jahre!) Das ist unsozial, meine Damen und Herren! Das ist genauso unsozial wie eine Pensionskürzung um 70 Prozent. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Das ist genauso unsozial wie eine Kürzung der Witwenpension um 50 Prozent, meine Damen und Herren.
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, wir führen keinen BAWAG-Wahlkampf, wir führen einen Positiv-Wahlkampf (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), aber Sie aus dieser Verantwortung herauszulassen, wäre grob fahrlässig, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Jarolim: Der Witz des Tages!) Diese Verantwortung können Sie nicht ablehnen.
Abg. Dr. Jarolim: Der Witz des Tages!
Meine Damen und Herren, wir führen keinen BAWAG-Wahlkampf, wir führen einen Positiv-Wahlkampf (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), aber Sie aus dieser Verantwortung herauszulassen, wäre grob fahrlässig, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Jarolim: Der Witz des Tages!) Diese Verantwortung können Sie nicht ablehnen.
Abg. Riepl: Der Neugebauer war auch dabei! – Abg. Schöls – in Richtung des Abg. Riepl –: Jetzt auf einmal!
Ihre Strategie besteht darin, zu sagen: Das waren ein paar kriminelle Manager. – Bitte, wer hat denn diese ausgesucht? Wer war denn der Eigentümervertreter? Wer war der Aufsichtsratsvorsitzende nach Aktiengesetz? (Abg. Riepl: Der Neugebauer war auch dabei! – Abg. Schöls – in Richtung des Abg. Riepl –: Jetzt auf einmal!) Die haben diese jetzt von Ihnen als korrupt Bezeichneten alle eingesetzt, Herr Kollege Riepl. Das ist Eigentümerverantwortung! Der ÖGB hat als Eigentümer völlig versagt, meine Damen und Herren! Sich jetzt abzuputzen – so einfach ist das nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ihre Strategie besteht darin, zu sagen: Das waren ein paar kriminelle Manager. – Bitte, wer hat denn diese ausgesucht? Wer war denn der Eigentümervertreter? Wer war der Aufsichtsratsvorsitzende nach Aktiengesetz? (Abg. Riepl: Der Neugebauer war auch dabei! – Abg. Schöls – in Richtung des Abg. Riepl –: Jetzt auf einmal!) Die haben diese jetzt von Ihnen als korrupt Bezeichneten alle eingesetzt, Herr Kollege Riepl. Das ist Eigentümerverantwortung! Der ÖGB hat als Eigentümer völlig versagt, meine Damen und Herren! Sich jetzt abzuputzen – so einfach ist das nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Hört! Hört! – Gegenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Ein Wort noch zum ÖGB. Ich kenne Clemens Schneider schon lange, schon aus der Zeit, bevor er Finanzreferent des ÖGB wurde. Ich habe unlängst gelesen, dass er gesagt hat: Den sagenumwobenen Streikfonds hat es nie gegeben. – Ja, meine Damen und Herren Spitzengewerkschafter, Richard Leutner, Csörgits und so weiter: Den hat es nie gegeben? (Abg. Mag. Molterer: Hört! Hört! – Gegenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Dr. Fekter: Wo ist denn das hingekommen?
wenn es das nicht gegeben hat: Wo ist das Geld? (Abg. Dr. Fekter: Wo ist denn das hingekommen?) Herr Kollege Riepl, kommen Sie heraus und erklären Sie uns das! Wo sind die 25 Millionen Schilling, die jedes Jahr, Jahr für Jahr zugewiesen wurden? –Den hat es gar nicht gegeben, heißt es plötzlich. Also, was Sie mit Ihren Mitgliedern aufführen, meine Damen und Herren von der Gewerkschaft – 1,4, früher waren es 1,5 oder 1,6 Millionen Mitglieder –, ist derart unsozial, dass es eigentlich meine fürchterlichsten Befürchtungen übersteigt.
Abg. Dr. Fekter: Verrat an den Arbeitern!
Kein Streikfonds, 3 Milliarden € in der Karibik versenkt (Abg. Dr. Fekter: Verrat an den Arbeitern!) – also Gott behüte, dass Sie jemals an die Regierung kommen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Kein Streikfonds, 3 Milliarden € in der Karibik versenkt (Abg. Dr. Fekter: Verrat an den Arbeitern!) – also Gott behüte, dass Sie jemals an die Regierung kommen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Riepl: Was der Taus beim Herrn Elsner wollte, das wäre interessant!
Wolfgang Flöttl hat gestern vor dem Staatsanwalt – das war auch in Interviews in der „ZiB“ um 13 Uhr und in der „ZiB 2“ zu hören – penibel nachweisen können, dass er aus seinem Bilderverkauf an viele Stiftungen und Bankkonten 240 Millionen € überwiesen hat. (Abg. Riepl: Was der Taus beim Herrn Elsner wollte, das wäre interessant!) Die heutigen BAWAG-Manager sagen – und ich habe große Hochachtung vor dem Kollegen Nowotny, der jahrelang bei uns im Parlament war –: Eingelangt sind gerundet 200 Millionen €. – Das heißt, es fehlen 40 Millionen €. Wohin sind diese 40 Millionen € geflossen? Wohin sind 25 Millionen Schilling Zuweisung an den Streikfonds jährlich verschwunden, meine Damen und Herren?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich habe fast die Befürchtung, Herr Kollege Riepl, dass wir noch nicht einmal den ganzen Eisberg erkennen können, von dem, was da passiert ist. In diesem roten Filz, meine Damen und Herren, steckt ein derartiger Skandal drinnen, der alle unsere negativsten Vorstellungen übersteigt. Und Sie haben die Verantwortung, Sie haben die Hauptverantwortung dafür! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Oberhaidinger: Neugebauer!
Ich verstehe Ihre Zwischenrufe. (Abg. Oberhaidinger: Neugebauer!) Noch einmal: Es ist wahnsinnig unangenehm – ich möchte nicht in Ihrer Lage sein! –, dass wenige Tage vor einem wichtigen Wahlgang nachgewiesen und vom Handelsgericht Wien bestätigt wird (Abg. Dr. Matznetter: Dass der Herr Taus ...!), der Ausspruch „Die Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften“ ist richtig. – Das ist keine Kreditschädigung! Sie können wirklich nicht wirtschaften, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) – Handelsgericht Wien, nicht ÖVP-Pressedienst: Die Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften!
Abg. Dr. Matznetter: Dass der Herr Taus ...!
Ich verstehe Ihre Zwischenrufe. (Abg. Oberhaidinger: Neugebauer!) Noch einmal: Es ist wahnsinnig unangenehm – ich möchte nicht in Ihrer Lage sein! –, dass wenige Tage vor einem wichtigen Wahlgang nachgewiesen und vom Handelsgericht Wien bestätigt wird (Abg. Dr. Matznetter: Dass der Herr Taus ...!), der Ausspruch „Die Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften“ ist richtig. – Das ist keine Kreditschädigung! Sie können wirklich nicht wirtschaften, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) – Handelsgericht Wien, nicht ÖVP-Pressedienst: Die Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich verstehe Ihre Zwischenrufe. (Abg. Oberhaidinger: Neugebauer!) Noch einmal: Es ist wahnsinnig unangenehm – ich möchte nicht in Ihrer Lage sein! –, dass wenige Tage vor einem wichtigen Wahlgang nachgewiesen und vom Handelsgericht Wien bestätigt wird (Abg. Dr. Matznetter: Dass der Herr Taus ...!), der Ausspruch „Die Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften“ ist richtig. – Das ist keine Kreditschädigung! Sie können wirklich nicht wirtschaften, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) – Handelsgericht Wien, nicht ÖVP-Pressedienst: Die Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften!
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Silhavy: Fortsetzung der Arbeitslosigkeit!
Wir sagen daher dem Wähler: Keine Experimente, Fortsetzung dieses erfolgreichen Kurses der Regierung Schüssel! Fortsetzung der erfolgreichen Finanzpolitik von Karl-Heinz Grasser und Alfred Finz, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Silhavy: Fortsetzung der Arbeitslosigkeit!) Wir müssen das dem Wähler sagen! Wir müssen ihn vor einer Politik warnen, die durch Defizite, Belastung, Verschuldung gekennzeichnet ist, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir sagen daher dem Wähler: Keine Experimente, Fortsetzung dieses erfolgreichen Kurses der Regierung Schüssel! Fortsetzung der erfolgreichen Finanzpolitik von Karl-Heinz Grasser und Alfred Finz, meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter. – Abg. Silhavy: Fortsetzung der Arbeitslosigkeit!) Wir müssen das dem Wähler sagen! Wir müssen ihn vor einer Politik warnen, die durch Defizite, Belastung, Verschuldung gekennzeichnet ist, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
„Würde unser Land, wie bisweilen propagiert, tatsächlich wie ein Wirtschaftsunternehmen geführt werden, wären wir eine „Österreich AG“, dann würde der 1. Oktober 2006 ein Tag wie jeder andere sein. Ohne viel Aufhebens würde zu diesem Termin die Amtszeit des gegenwärtigen Vorstands um weitere vier Jahre verlängert werden, denn zu eindeutig erschiene die vorgelegte Erfolgsbilanz:“ (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
„Die Kaufkraft jedes Österreichers liegt derzeit um 23 Prozent über dem EU-Durchschnitt; Österreich ist hinter Luxemburg, Irland und Dänemark das viertreichste Land der EU, weit vor Frankreich, Deutschland oder Italien.“ – Bravo, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das viertreichste Land der Europäischen Union! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
„Seit 2001 sank die Steuer- und Abgabenquote in Österreich von 44,8 Prozent des BIP auf gegenwärtig 40,6 Prozent. Die Schulen der öffentlichen Hand sanken im selben Zeitraum von 66,3 auf 62,3 Prozent“. – Bravo, meine sehr geehrten Damen und Herren! Erfolg dieser Bundesregierung! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Herr Kollege Riepl, was sagen Sie dazu? – Da sind Sie sprachlos. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Bravo der Regierung für diese Arbeitsmarktpolitik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Herr Kollege Riepl, was sagen Sie dazu? – Da sind Sie sprachlos. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Bravo der Regierung für diese Arbeitsmarktpolitik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
„Die Zahl der in Österreich unselbständig Beschäftigten bedeutet mit 3,3 Millionen einen neuen Rekord, gemeinsam mit Selbständigen und Landwirten stehen 4 Millionen Österreicher im Erwerbsleben.“ – 4 Millionen Österreicher im Erwerbsleben, meine Damen und Herren! Bravo dieser Regierungspolitik, meine Damen und Herren. Bravo, Herr Kollege Riepl! Sie sollten das anerkennen. Machen Sie das Land nicht schlecht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Machen Sie die Mitarbeiter nicht schlecht! Die wollen arbeiten und die wollen zum Teil auch Teilzeit arbeiten. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Wir haben das heute in der Diskussion in der Aktuellen Stunde schon besprochen. Jahrelang haben wir die Wirtschaft gebeten: Bitte, bitte, bietet auch Teilzeitbeschäftigungsplätze an, weil die Nachfrage da ist! – Jetzt sagt ihr plötzlich: Na, das sind ja keine vollwertigen Arbeitsplätze.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
haben, nur jetzt passt es Ihnen nicht, weil es eine stolze Erfolgsbilanz ist! Auch das haben wir bewältigt, auch da haben wir für die Frauen Arbeitsplätze geschaffen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Gradwohl: „Leider“ gibt es eine Wahl dazwischen!
Meine Damen und Herren! Ich könnte die Liste noch lange fortsetzen. Faktum ist: Allein die Erfolgsbilanz dieser Bundesregierung würde eigentlich schon bedeuten, dass dieser erfolgreiche Kurs die nächsten vier Jahre fortgesetzt werden kann. (Abg. Gradwohl: „Leider“ gibt es eine Wahl dazwischen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Na geh! Hör auf! – Zwischenruf der Abg. Bures.
Und schauen Sie das Team an, schauen Sie Karl-Heinz Grasser an! Wo haben Sie etwas Vergleichbares? Na, glauben Sie, Kollege Matznetter ist das, den ich durchaus schätze? Aber, Herr Kollege, das kann es nicht sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Na geh! Hör auf! – Zwischenruf der Abg. Bures.)
Abg. Bures: Waren Sie auch beim Herrn Taus?
Wenn ich Ihnen meinen Terminkalender der letzten zwei Wochen zeigte – Eröffnung da, Spatenstich dort, Eröffnung da –, würden Sie sehen, dass eine unglaubliche Aufbruchstimmung herrscht. (Abg. Bures: Waren Sie auch beim Herrn Taus?)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das war ein saftiger Rohrkrepierer!
Frau Kollegin, halten Sie Ihre negative Energie ein bisschen zurück! Machen Sie lieber bessere Konzepte! Wählen Sie einen anderen Spitzenkandidaten, dann würde es Ihnen wahrscheinlich besser gehen! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das war ein saftiger Rohrkrepierer!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich möchte das so nicht stehen lassen, ich möchte Ihnen sagen: Erstens, Österreich muss man nicht schönreden, muss man nicht schönfärben, sondern Österreich ist schön. Es geht uns gut in Österreich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Warum ist es so, dass die Zeitungen, die Günter Stummvoll als Beispiele gegeben hat – „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Neue Zürcher Zeitung“, „Financial Times“ –, über das Erfolgsmodell Österreich schreiben? – Ich kann mir nicht vorstellen, dass all diese internationalen Zeitungen sagen, Sie wollen unbedingt den Bundeskanzler Schüssel in Österreich weiter verlängern, und dass sie irgendwie parteipolitisch agieren würden. Ich denke, es ist eher so, dass sie sagen: Objektiv hat sich Österreich in den letzten Jahren offensichtlich so gut entwickelt, dass wir eine internationale Presse haben, wie wir sie über Jahre und Jahrzehnte nicht gehabt haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Aber niemand ist gekommen!
Überlegen Sie: Wer ist interessiert am Standort Österreich? Wer überlegt, in Österreich zu investieren? Auch hier zwei Zahlen: Im Jahr 1999 hat es 500 Anfragen von deutschen Unternehmen gegeben, die gesagt haben: Wir überlegen uns, nach Österreich zu gehen. (Abg. Dr. Matznetter: Aber niemand ist gekommen!) – 1999 mag niemand gekommen sein, heute sicher, Herr Abgeordneter, daran brauchen Sie keinen Zweifel zu haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Überlegen Sie: Wer ist interessiert am Standort Österreich? Wer überlegt, in Österreich zu investieren? Auch hier zwei Zahlen: Im Jahr 1999 hat es 500 Anfragen von deutschen Unternehmen gegeben, die gesagt haben: Wir überlegen uns, nach Österreich zu gehen. (Abg. Dr. Matznetter: Aber niemand ist gekommen!) – 1999 mag niemand gekommen sein, heute sicher, Herr Abgeordneter, daran brauchen Sie keinen Zweifel zu haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Keiner gekommen!
Im Jahr 1999 gab es also 500 Anfragen. Im Jahr 2005 gab es 1 084 Anfragen, das sind mehr als doppelt so viele, aus Deutschland. (Abg. Dr. Matznetter: Keiner gekommen!) Bis August des heurigen Jahres gab es 1 157 Anfragen, also mehr als im gesamten letzten Jahr. Das Interesse an Österreich als Wirtschafts- und Arbeitsstandort ist also offensichtlich ein großes.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
Ich stelle die Frage: Warum, meine Damen und Herren, war es so, dass in Österreich im Jahr 1999 die gesamten Auslandsinvestitionen – wer von der gesamten Welt in Österreich investiert hat – 2,8 Milliarden €, im Jahr 2005 7,2 Milliarden € betrugen? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Gesamte Auslandsinvestitionen in Österreich im Jahr 1999 – alles zusammen, aufgebaut über 30, 40 Jahre – waren 23,3 Milliarden €. Im Jahr 2005 hatten wir 52,5 Milliarden €. Fast 30 Milliarden € mehr an Auslandsinvestitionen in Österreich, weil wir es offensichtlich geschafft haben, einen guten, einen attraktiven, einen wettbewerbsfähigen Standort zu schaffen! Das zahlt sich aus für Arbeitsplätze, für eine Reduktion der Arbeitslosigkeit! Das ist ein guter Weg für unser Land, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Die Botschaft, die übrig bleibt, ist einfach – und das ist die Antwort, die ich Ihnen geben möchte –: Wir können einfach gut wirtschaften! Österreich steht heute besser da als im Jahre 1999, und das wird die Bevölkerung am 1. Oktober auch beantworten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Johann Moser: Sie haben keine Ahnung!
Das durchschnittliche Budgetdefizit sozialdemokratischer Finanzminister betrug 3,1 Prozent. Im Durchschnitt der letzten 30 Jahre gab es 3,1 Prozent Defizit. Das heißt, Sie haben gesagt: Egal, ob gute oder schlechte Zeiten: Hauptsache rote Zahlen, immer Defizite, immer neue Schulden. Das war Ihre Politik für Österreich! (Abg. Mag. Johann Moser: Sie haben keine Ahnung!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Das hat dazu geführt, dass wir 7 Milliarden € an Zinszahlungen zu übernehmen gehabt haben, an denen wir zahlen, an denen die Kinder und Kindeskinder und die nächsten Generationen zahlen werden. Überlegen Sie: Hätte es diese Schuldenpolitik in Österreich nicht gegeben – was könnte man mit 7 Milliarden € tun? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Neudeck: Können wir das in der Löwelstraße abholen, die 2 000 €?
Meine Damen und Herren, weil diese Regierung für Entlastung steht, gebe ich Ihnen ein Beispiel, wie wir entlasten könnten: Wenn wir die Zinsen nicht zahlen müssten für Ihre Altschulden, die Sie uns übergeben haben, könnten wir jeden Steuerpflichtigen um 1 186 € im Jahr entlasten, jeden Steuerzahler sogar um 2 090 €! Jeder Steuerzahler würde mehr als 2 000 € weniger pro Jahr an Steuern zahlen. Das wäre eine Politik, wo wir sagen: Das zahlt sich aus, das ist eine weitere Attraktivierung. (Abg. Neudeck: Können wir das in der Löwelstraße abholen, die 2 000 €?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich denke, das Bild ist auch in dieser Frage klar: Schuldenpolitik auf der einen Seite, ausgeglichener Haushalt auf der anderen Seite, eine neue Qualität bei den Staatsfinanzen. Wir machen eine Politik, die sich für die Bevölkerung auszahlt: Weniger Steuern, mehr Arbeitsplätze für Österreich, ein besserer Standort. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
mittlere Einkommensbezieher zu entlasten: Wir haben das mit einem Entlastungsvolumen von etwa 1,5 Milliarden € gemacht. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Heinisch-Hosek: Die verdient überhaupt nicht so viel, dass Sie sie entlasten können!
Um ein Beispiel zu geben und die Entlastung in ihrer Wirkung klarer zu machen: Eine allein verdienende Mutter mit zwei Kindern – also typisch diese Gruppe, die wir entlasten wollten, da existenzbedroht: eine Mutter mit zwei Kindern – mit einem Bruttomonatseinkommen von 1 500 € (Abg. Heinisch-Hosek: Die verdient überhaupt nicht so viel, dass Sie sie entlasten können!) – möchte ich Ihnen sagen! – erfährt eine Entlastung von 744 € netto, die sie mehr in der Brieftasche im Jahr hat. Bei 1 500 € brutto 744 € netto mehr in der Brieftasche.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Das Mikrophon auf der Regierungsbank wird auf Grund technischer Probleme ausgetauscht. – Abg. Bures: Das hält das Mikrophon nicht aus!
Da muss ich Ihnen schon sagen, das kann ich Ihnen nicht ersparen: Sie reden in Ihrer Wahlwerbung von Entlastung und plakatieren, wen Sie nicht allen entlasten würden. Hier im Hohen Haus, wo es darum gegangen ist, eine Entlastung zu beschließen, haben Sie dagegen gestimmt. – So viel zur Frage Ihrer Glaubwürdigkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Das Mikrophon auf der Regierungsbank wird auf Grund technischer Probleme ausgetauscht. – Abg. Bures: Das hält das Mikrophon nicht aus!) – Das ist ein so großer Text, Frau Abgeordnete, dass man ein zweites Mikrophon dazu braucht.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Weitere Maßnahmen, die wir gesetzt haben: Tarifreform im Bereich der Einkommensteuer, Einkommensteuersenkung, Körperschaftsteuersenkung auf 25 Prozent, steuerliche Begünstigungen für die Einnahmen-Ausgaben-Rechner, steuerliche Forschungsförderung, Bildungsprämie, Bildungsfreibetrag, Investitionszuwachsprämie und auch die Einführung der Lehrlingsprämie und die Einführung des Blum-Bonus, wo man heute an den Lehrlingszahlen sieht, dass es wirkt und dass wir vielen jungen Menschen damit Gott sei Dank auch einen Lehrplatz geben können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren, um es zu objektivieren: Das Institut für Höhere Studien hat eine Untersuchung gemacht und ist draufgekommen: Die Klein- und Mittelbetriebe wurden durch die Maßnahmenpakete dieser Bundesregierung in Summe mit 1,3 Milliarden € jährlich entlastet. 1 300 Millionen € jährlich an Entlastung für die Klein- und Mittelbetriebe! Sie haben dagegen gestimmt – wir haben es umgesetzt. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Aha!
Zur Frage 3 – da wird die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage der Krankenversicherung angesprochen, wie sie auch Alfred Gusenbauer vorgeschlagen hat –: Die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage belastet natürlich den Mittelstand in Österreich. (Abg. Dr. Matznetter: Aha!) Das ist überhaupt keine Frage. (Abg. Dr. Matznetter: Wie viel sind das?)
Abg. Dr. Matznetter: Wie viel sind das?
Zur Frage 3 – da wird die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage der Krankenversicherung angesprochen, wie sie auch Alfred Gusenbauer vorgeschlagen hat –: Die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage belastet natürlich den Mittelstand in Österreich. (Abg. Dr. Matznetter: Aha!) Das ist überhaupt keine Frage. (Abg. Dr. Matznetter: Wie viel sind das?)
Abg. Bures: Sie haben die Rezeptgebühren erhöht!
Das, was Sie sich haben einfallen lassen, ist eine neue Besteuerung des Mittelstandes. Sie haben vorgeschlagen, die Höchstbeitragsgrundlage von 3 750 € auf 5 000 € anzuheben. Ich kann Ihnen gerne vorrechnen, was das für jemanden, der 5 000 € brutto im Monat verdient, bedeuten würde. Der hätte, wenn dieser Ihr Vorschlag realisiert werden würde, eine Nettobelastung von 369 €, der würde im Monat 369 € mehr an Abgaben zahlen. Und auf der anderen Seite wäre der Arbeitgeber zusätzlich mit bis zu 274 € belastet. Das heißt: In Summe belastet Ihr Vorschlag bei einem Monatsbruttobezug von 5 000 € Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit mehr als 600 € im Monat. (Abg. Bures: Sie haben die Rezeptgebühren erhöht!) Ich glaube, dass das eine sehr, sehr deutliche Belastung wäre. Die wird es mit uns nicht geben. Wir wollen keine Belastung, wir wollen eine Entlastung des Mittelstandes! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Bures: Wie hoch sind die Rezeptgebühren? Wissen Sie überhaupt, was ein Pulver kostet?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Bures: Wie hoch sind die Rezeptgebühren? Wissen Sie überhaupt, was ein Pulver kostet?
Das, was Sie sich haben einfallen lassen, ist eine neue Besteuerung des Mittelstandes. Sie haben vorgeschlagen, die Höchstbeitragsgrundlage von 3 750 € auf 5 000 € anzuheben. Ich kann Ihnen gerne vorrechnen, was das für jemanden, der 5 000 € brutto im Monat verdient, bedeuten würde. Der hätte, wenn dieser Ihr Vorschlag realisiert werden würde, eine Nettobelastung von 369 €, der würde im Monat 369 € mehr an Abgaben zahlen. Und auf der anderen Seite wäre der Arbeitgeber zusätzlich mit bis zu 274 € belastet. Das heißt: In Summe belastet Ihr Vorschlag bei einem Monatsbruttobezug von 5 000 € Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit mehr als 600 € im Monat. (Abg. Bures: Sie haben die Rezeptgebühren erhöht!) Ich glaube, dass das eine sehr, sehr deutliche Belastung wäre. Die wird es mit uns nicht geben. Wir wollen keine Belastung, wir wollen eine Entlastung des Mittelstandes! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Bures: Wie hoch sind die Rezeptgebühren? Wissen Sie überhaupt, was ein Pulver kostet?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Wenn man weiß, dass etwa 60 bis 70 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge Diesel-PKW sind, dann weiß man, welch massive Belastung das für die Bevölkerung, für die Pendler darstellen würde. Auch da sage ich Ihnen: Diese Belastung wird es mit uns nicht geben! Gerade bei hohen Ölpreisen, hohen Energiepreisen macht das wirklich keinen Sinn. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und des Abg. Scheibner.
kommen und Vermögen und damit ein ganz, ganz wichtiger Punkt, den wir umsetzen wollen, weil wir sagen: Entlastung ist ein wichtiger Weg, gerade auch für eine Erbengeneration, und dann, wenn es die kleinen, mittleren Vermögen trifft, eine richtige, eine gute Entlastung! (Beifall bei der ÖVP und des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Die wesentlichen Eckpfeiler der Steuerreform: eine neue Einkommensbesteuerung, eine neue, einfachere, nachvollziehbare, transparentere Einkommensteuer, eine Absenkung der Progression, eine weitere Unterstützung für kleine und mittlere Einkommen, eine Spitzensteuersatzsenkung, damit man auch das Signal gibt: Leistung zahlt sich wieder aus in Österreich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Damit ist klar: Diese Bundesregierung stellt sich hin vor die Bevölkerung und sagt: Wir wollen einen Weg des Absenkens der Steuern fortsetzen! Wir stehen für Entlastung, wir wollen den Menschen mehr Freiheit geben, wir wollen, dass Leistung in unserem Land besser belohnt wird! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Broukal: Nach sechs Jahren ist es gelungen! Das bringt jeder zusammen!
Wir sind sehr, sehr froh darüber, dass es uns gelungen ist, mit Martin Bartenstein die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt herbeizuführen. Wenn Sie sich die Augustzahlen ansehen, dann können Sie feststellen, dass es uns gelungen ist, die Arbeitslosigkeit um 18 000 abzusenken. (Abg. Broukal: Nach sechs Jahren ist es gelungen! Das bringt jeder zusammen!) 18 000 weniger Arbeitslose und 58 000 mehr Beschäftigte im August des heurigen Jahres als im letzten Jahr!
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Das zeigt: Wir machen eine Arbeitsmarktpolitik, die den Beschäftigten, die den Menschen im Mittelpunkt hat. Arbeit ist einfach das Wichtigste für uns alle, ist Sinnstiftung für uns alle. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) Daher ist die wichtigste Zielsetzung, die Arbeitslosigkeit weiter hinunterzubringen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich glaube daher, dass die Leistungsbilanz stimmt. Das ist eine gute Entwicklung, die Österreich hier in den letzten sechs Jahren gemacht hat. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Ah-Rufe bei der ÖVP.
3 Milliarden € sind knapp 42 000 Millionen Schilling. Damit könnte man bei einem Durchschnittsgehalt von 22 000 € im Jahr – das ist ein durchschnittliches Bruttogehalt in Österreich – immerhin 136 000 Menschen Beschäftigung für ein Jahr geben. (Ah-Rufe bei der ÖVP.) Das sind etwa 70 Prozent der Arbeitslosen, die man für ein Jahr in Österreich zu einem Bruttogehalt von 22 000 € beschäftigen könnte – dies nur, um die Dimension dieses Schadens entsprechend darzustellen.
Beifall bei der ÖVP.
Ich muss Ihnen ehrlich sagen, meine Damen und Herren: Ich bin wirklich sprach- und fassungslos darüber, dass ein Fritz Verzetnitsch und ein Herr Weninger bei einer solchen Abfertigungszahlung haben zuschauen können, ich frage mich, wieso sie das nicht verhindert haben. Ich verstehe es nicht, wie man bei mehr als 3 Milliarden € an Schaden noch eine Abfertigung in der Höhe von 93 Millionen Schilling nachwerfen kann. Das ist mir unbegreiflich! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Viel mehr!
Meine Damen und Herren, ich erinnere mich noch sehr gut – der Herr Cap wird dann das Wort nehmen –, wie Sie sich da herausgestellt und Beratungsleistungen der österreichischen Bundesregierung kritisiert haben. Ich darf Ihnen eines versichern: Wir haben für keine Beratungsleistung, die aus ein-, zweimal Zusammensitzen und ein paar Telefonaten bestand, 1 Million Schilling gezahlt. (Abg. Dr. Matznetter: Viel mehr!) Wir haben für jede Beratungsleistung eine Gegenleistung bekommen, und wir haben für jede Beratungsleistung Geld für die Steuerzahler eingespart. Wir haben das Geld besser verwendet, sparsam verwendet, zweckmäßig verwendet. – Das hat es in dieser Bundesregierung nicht gegeben! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Abg. Schieder: Sie haben überhaupt keine gehabt! Überhaupt keine!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Abg. Schieder: Sie haben überhaupt keine gehabt! Überhaupt keine!
Meine Damen und Herren, ich erinnere mich noch sehr gut – der Herr Cap wird dann das Wort nehmen –, wie Sie sich da herausgestellt und Beratungsleistungen der österreichischen Bundesregierung kritisiert haben. Ich darf Ihnen eines versichern: Wir haben für keine Beratungsleistung, die aus ein-, zweimal Zusammensitzen und ein paar Telefonaten bestand, 1 Million Schilling gezahlt. (Abg. Dr. Matznetter: Viel mehr!) Wir haben für jede Beratungsleistung eine Gegenleistung bekommen, und wir haben für jede Beratungsleistung Geld für die Steuerzahler eingespart. Wir haben das Geld besser verwendet, sparsam verwendet, zweckmäßig verwendet. – Das hat es in dieser Bundesregierung nicht gegeben! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Abg. Schieder: Sie haben überhaupt keine gehabt! Überhaupt keine!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Da darf ich Ihnen die Prozesse anführen, die die Sozialdemokratie verloren hat – nicht einen, sondern viele, denn Ihre Politik ist Dirty Campaigning. Wir machen Politik für Beschäftigung in Österreich und für die Entlastung, Herr Abgeordneter! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Meine Damen und Herren! Der Steuerzahler hat eine Haftung von 900 Millionen € übernehmen müssen, damit diese Bundesregierung die BAWAG (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) und damit auch den Gewerkschaftsbund retten konnte. (Abg. Heinzl: Geh, huck di nieder!) Ich habe mir das Ganze daher genau angeschaut und weiß, dass es im Jahr 2000 Ausschüttungen von der BAWAG an den Österreichischen Gewerkschaftsbund in der Höhe von etwas mehr als 8 Millionen € gegeben hat. Im Jahr 2001 sind auch etwas mehr als 8 Millionen € an den Österreichischen Gewerkschaftsbund von der BAWAG geflossen. Auch in den Jahren 2002 und 2003 flossen etwas mehr als 8 Millionen € von der BAWAG an die Gewerkschaft. Und im Jahr 2004 gab es eine Sonderdividende von immerhin 71 Millionen € von der BAWAG an die Gewerkschaft. (Abg. Dr. Matznetter: Wie hoch war denn dann die Haftung vom ÖGB?)
Abg. Heinzl: Geh, huck di nieder!
Meine Damen und Herren! Der Steuerzahler hat eine Haftung von 900 Millionen € übernehmen müssen, damit diese Bundesregierung die BAWAG (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) und damit auch den Gewerkschaftsbund retten konnte. (Abg. Heinzl: Geh, huck di nieder!) Ich habe mir das Ganze daher genau angeschaut und weiß, dass es im Jahr 2000 Ausschüttungen von der BAWAG an den Österreichischen Gewerkschaftsbund in der Höhe von etwas mehr als 8 Millionen € gegeben hat. Im Jahr 2001 sind auch etwas mehr als 8 Millionen € an den Österreichischen Gewerkschaftsbund von der BAWAG geflossen. Auch in den Jahren 2002 und 2003 flossen etwas mehr als 8 Millionen € von der BAWAG an die Gewerkschaft. Und im Jahr 2004 gab es eine Sonderdividende von immerhin 71 Millionen € von der BAWAG an die Gewerkschaft. (Abg. Dr. Matznetter: Wie hoch war denn dann die Haftung vom ÖGB?)
Abg. Dr. Matznetter: Wie hoch war denn dann die Haftung vom ÖGB?
Meine Damen und Herren! Der Steuerzahler hat eine Haftung von 900 Millionen € übernehmen müssen, damit diese Bundesregierung die BAWAG (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) und damit auch den Gewerkschaftsbund retten konnte. (Abg. Heinzl: Geh, huck di nieder!) Ich habe mir das Ganze daher genau angeschaut und weiß, dass es im Jahr 2000 Ausschüttungen von der BAWAG an den Österreichischen Gewerkschaftsbund in der Höhe von etwas mehr als 8 Millionen € gegeben hat. Im Jahr 2001 sind auch etwas mehr als 8 Millionen € an den Österreichischen Gewerkschaftsbund von der BAWAG geflossen. Auch in den Jahren 2002 und 2003 flossen etwas mehr als 8 Millionen € von der BAWAG an die Gewerkschaft. Und im Jahr 2004 gab es eine Sonderdividende von immerhin 71 Millionen € von der BAWAG an die Gewerkschaft. (Abg. Dr. Matznetter: Wie hoch war denn dann die Haftung vom ÖGB?)
Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich darf Ihnen versichern: Wenn es der ÖGB nicht schafft, die Steuerzahler aus der Haftung der 900 Millionen € zu entlassen, was meine Erwartungshaltung an den Österreichischen Gewerkschaftsbund ist, damit nicht dann auch noch auf der Spitze des Eisbergs der Steuerzahler für diese kriminellen Machenschaften zur Leistung herangezogen wird – wenn es gelingt, dann ist das in Ordnung –, also wenn diese Leistung der Steuerzahler in Anspruch genommen wird, dann wird die Rede darüber zu führen sein, wo diese 100 Millionen € hingegangen sind und wer sie dann später zurückzahlen muss. – Vielen Dank. (Lang anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Herr Finanzminister! Herr Staatsekretär! Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister, eine wahrlich beeindruckende Bilanz, die Sie hier jetzt vorgelegt haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ja, das ist wahr. Der Zwischenruf ist wirklich gut.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Die Bundesregierung hat eine Bilanz vorgelegt – der ÖGB ist sie uns bis heute schuldig. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Zu Ihrer Zeit, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, hatten 15 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Abfertigungen erhalten. Heute erhalten bereits 50 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Abfertigung. Jeder zweite Arbeitnehmer in Österreich hat einen Anspruch aus der Abfertigung-neu. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Wir haben uns bei der Steuerreform sehr genau angeschaut – weil Sie ganz gerne die soziale Kälte ausrufen, diesen täglichen Wetterbericht geben, der wohl aus Ihrem Innersten kommen muss –: Wo liegt die größte Armutsgefährdung? Die größte Armutsgefährdung liegt zweifelsohne bei den Mehrkinderfamilien und bei den Alleinerziehern. Und genau dort hat unsere Steuerreform angesetzt, meine Damen und Herren. Wir haben den Absetzbetrag für Alleinerzieher, etwa bei zwei Kindern, fast verdoppelt. Das ist soziale Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Hälfte aller Pensionistinnen und Pensionisten zahlt heute keine Steuer mehr. Wenn eine Pensionistin oder ein Pensionist eine Pension von 900 € hat, dann hat er/sie bis zur Steuerreform 40 € im Monat an Steuer bezahlt. Wir haben diese Pensionistinnen und Pensionisten von der Steuer befreit. Das bedeutet, Sie haben heute im Jahr 480 € mehr im Geldtascherl. Das ist soziale Politik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Sie plakatieren „soziale Gerechtigkeit“ – und wir stellen sie her. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die von Elsner und von Verzetnitsch!
Sie plakatieren: „Pensionsansprüche garantieren“. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die von Elsner und von Verzetnitsch!) Ihr Parteivorsitzender plakatiert: „Pensionsansprüche ga-
Beifall bei der ÖVP.
Sie garantieren gar nichts! Sie haben soziale Kälte, und die verbreiten Sie im Land, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Unfassbar!
Das geht ja noch weiter. Sie haben das schon wieder vergessen. Selbst bei Ihren allerengsten Mitarbeitern in der Sozialdemokratischen Partei handeln Sie so. Als nämlich Frau Abgeordnete Kuntzl aus der SPÖ-Bundespartei ausgeschieden ist, musste sie mit Hilfe des Gewerkschaftsbundes ihre Abfertigungsansprüche durchsetzen, weil Sie ihr diese nicht ausbezahlen wollten. (Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Unfassbar!) So sieht Ihre soziale Gerechtigkeit aus! Davor kann man die Menschen in unserem Lande nur warnen. (Abg. Bures: Pharisäer! – Ruf bei der ÖVP: Was war das? – Abg. Großruck: „Pharisäer“!)
Abg. Bures: Pharisäer! – Ruf bei der ÖVP: Was war das? – Abg. Großruck: „Pharisäer“!
Das geht ja noch weiter. Sie haben das schon wieder vergessen. Selbst bei Ihren allerengsten Mitarbeitern in der Sozialdemokratischen Partei handeln Sie so. Als nämlich Frau Abgeordnete Kuntzl aus der SPÖ-Bundespartei ausgeschieden ist, musste sie mit Hilfe des Gewerkschaftsbundes ihre Abfertigungsansprüche durchsetzen, weil Sie ihr diese nicht ausbezahlen wollten. (Oh-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Unfassbar!) So sieht Ihre soziale Gerechtigkeit aus! Davor kann man die Menschen in unserem Lande nur warnen. (Abg. Bures: Pharisäer! – Ruf bei der ÖVP: Was war das? – Abg. Großruck: „Pharisäer“!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Liebe Frau Kollegin Bures, Ihr Problem ist: Sie führen einen Wahlkampf mit Schaum vor dem Munde, und ich empfehle Ihnen sehr, wenn Sie im Glashaus sitzen, nicht mit Steinen zu werfen. Nicht mit Steinen werfen, Frau Kollegin Bures! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ihre soziale Kälte ist kaum zu überbieten. Sie wissen genau, dass die 2 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ÖGB nicht nur um ihre Pensionen und um ihre Abfertigungen zittern müssen, sondern in Wirklichkeit auf Grund Ihrer Verzögerungstaktik auch um ihre Arbeitsplätze zittern müssen. Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn selbst der ehemalige GPA-Vorsitzende, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, die Sozialdemokratie nicht mehr wählt auf Grund der Politik, die Sie machen, ja, bitte, wer soll Ihnen dann überhaupt noch das Vertrauen schenken? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich sage Ihnen abschließend: Versuchen Sie nicht, aus dem ÖGB-Skandal und dem BAWAG-Skandal einen Skandal von irgendjemandem anderen zu machen! Das ist ein beispielloser sozialdemokratischer Skandal. Und Helmut Zilk hat völlig Recht, wenn er sagt, Alfred Gusenbauer soll nicht so tun, als hätte er von alledem nichts gewusst. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Grillitsch: Frau Präsidentin, was ist jetzt mit „Pharisäer“?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Cap. Wunschredezeit: 7 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Grillitsch: Frau Präsidentin, was ist jetzt mit „Pharisäer“?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das war sie in der Sondersitzung letzte Woche!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Wenn man sich die Dringliche Anfrage ansieht, dann kommt man zu dem Schluss, dass es natürlich eine Schmäh-Dringliche ist (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das war sie in der Sondersitzung letzte Woche!) mit wohlgesetzten ausgemachten Fragen, wobei die Antworten schon vorher bekannt sind. Aber wir wollen uns ernsthaft gleich einmal auf einen Punkt konzentrieren: Sie schreiben: „Die SPÖ-Finanzminister der letzten 30 Jahre haben dieser Bundesregierung einen enormen Schuldenberg“ und so weiter, und so weiter, „hinterlassen.“
Abg. Dr. Fekter: Da gab es rote Bundeskanzler und rote Finanzminister!
Da hat bei Ihnen die Vergesslichkeit zugeschlagen, denn von den 30 Jahren haben Sie 13 Jahre mit uns, manchmal sogar sehr kuschelig, auf der Regierungsbank verbracht. Das wollen wir nicht vergessen! (Abg. Dr. Fekter: Da gab es rote Bundeskanzler und rote Finanzminister!)
Abg. Dr. Fekter: Bei roten Bundeskanzlern und roten Finanzministern!
Ich habe vor kurzem mit einem Ökonomen gesprochen, der gesagt hat: Vergleicht man die 13 Jahre Alleinregierung Bruno Kreisky mit den 13 Jahren SPÖ/ÖVP-Regierung, dann muss man feststellen, dass die Schuldenanhäufung mit der ÖVP in der Bundesregierung drei Mal so groß war wie in der Alleinregierung Bruno Kreisky. Kreisky hatte Recht, als er gesagt hat, die große Koalition sei eine ganz schön teure Angelegenheit. (Abg. Dr. Fekter: Bei roten Bundeskanzlern und roten Finanzministern!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der kommt wieder!
Das hat er als Zwischenbilanz Ihrer „berühmten“ sechs Jahre ... Jetzt ist Stille hier, ganz mucksmäuschenstill sind Sie jetzt! Andacht ist angesagt. – Ein Kronzeuge von der Regierungsbank, der Vizekanzler und Sozialminister Haupt, hat dieses Zeugnis ausgestellt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der kommt wieder!)
Abg. Dr. Fekter: Beschäftigungsrekord! Die Arbeitslosigkeit sinkt!
Es ist in der Tat so: Rekordarbeitslosigkeit (Abg. Dr. Fekter: Beschäftigungsrekord! Die Arbeitslosigkeit sinkt!), Beschäftigung, die in Wahrheit nur wegen atypischer Arbeitsverhältnisse angewachsen ist, Teilzeitbeschäftigung, und da vor allem bei Frauen, die Working poor, über 200 000 Menschen an der Armutsgrenze, eine Million Menschen armutsgefährdet (Abg. Dr. Fekter: Die meisten davon in Wien!), eine halbe Million Menschen akut arm. (Abg. Dr. Fekter: Macht die SPÖ in Wien endlich ihre Hausaufgaben? Die meisten Sozialhilfeempfänger gibt es in Wien!)
Abg. Dr. Fekter: Die meisten davon in Wien!
Es ist in der Tat so: Rekordarbeitslosigkeit (Abg. Dr. Fekter: Beschäftigungsrekord! Die Arbeitslosigkeit sinkt!), Beschäftigung, die in Wahrheit nur wegen atypischer Arbeitsverhältnisse angewachsen ist, Teilzeitbeschäftigung, und da vor allem bei Frauen, die Working poor, über 200 000 Menschen an der Armutsgrenze, eine Million Menschen armutsgefährdet (Abg. Dr. Fekter: Die meisten davon in Wien!), eine halbe Million Menschen akut arm. (Abg. Dr. Fekter: Macht die SPÖ in Wien endlich ihre Hausaufgaben? Die meisten Sozialhilfeempfänger gibt es in Wien!)
Abg. Dr. Fekter: Macht die SPÖ in Wien endlich ihre Hausaufgaben? Die meisten Sozialhilfeempfänger gibt es in Wien!
Es ist in der Tat so: Rekordarbeitslosigkeit (Abg. Dr. Fekter: Beschäftigungsrekord! Die Arbeitslosigkeit sinkt!), Beschäftigung, die in Wahrheit nur wegen atypischer Arbeitsverhältnisse angewachsen ist, Teilzeitbeschäftigung, und da vor allem bei Frauen, die Working poor, über 200 000 Menschen an der Armutsgrenze, eine Million Menschen armutsgefährdet (Abg. Dr. Fekter: Die meisten davon in Wien!), eine halbe Million Menschen akut arm. (Abg. Dr. Fekter: Macht die SPÖ in Wien endlich ihre Hausaufgaben? Die meisten Sozialhilfeempfänger gibt es in Wien!)
Abg. Dr. Fekter: 2,5 Millionen Österreicher zahlen überhaupt keine Steuer!
Wenn Sie sich das alles ansehen, dann können Sie sich nicht hier herstellen und irgendwelche paradiesischen, wolkigen, flockigen Formulierungen aus dem Reich der Reichen und Schönen gebrauchen, sondern da muss man einmal schauen, wie die wirkliche Situation im Endeffekt in Österreich ist: Stagnierende Reallöhne – ja, das ist zum Beispiel etwas, was ich gerne von Ihnen hier aufgearbeitet hätte! – und eine Verteilung, bei der es jedes Mal, wenn der Finanzminister sagt, die Steuerquote sinkt, real so ist, dass die Lohnsteuer natürlich hinaufgeht (Abg. Dr. Fekter: 2,5 Millionen Österreicher zahlen überhaupt keine Steuer!) und die Körperschaftsteuer heruntergeht! So schaut die Verteilung bei Ihnen aus: Die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, die kleinen und mittleren Unternehmer sind die großen Verlierer Ihrer Wirtschafts- und Sozialpolitik! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.
Wenn Sie sich das alles ansehen, dann können Sie sich nicht hier herstellen und irgendwelche paradiesischen, wolkigen, flockigen Formulierungen aus dem Reich der Reichen und Schönen gebrauchen, sondern da muss man einmal schauen, wie die wirkliche Situation im Endeffekt in Österreich ist: Stagnierende Reallöhne – ja, das ist zum Beispiel etwas, was ich gerne von Ihnen hier aufgearbeitet hätte! – und eine Verteilung, bei der es jedes Mal, wenn der Finanzminister sagt, die Steuerquote sinkt, real so ist, dass die Lohnsteuer natürlich hinaufgeht (Abg. Dr. Fekter: 2,5 Millionen Österreicher zahlen überhaupt keine Steuer!) und die Körperschaftsteuer heruntergeht! So schaut die Verteilung bei Ihnen aus: Die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, die kleinen und mittleren Unternehmer sind die großen Verlierer Ihrer Wirtschafts- und Sozialpolitik! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Herr Klubobmann, das glaubt Ihnen niemand!
Und dann kommt Herr Amon und dann kommen alle daher und lassen sich hier irgendwelche Schmähfragen stellen, damit sie halt auch das Thema BAWAG in diesem Saal erwähnen können. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Herr Klubobmann, das glaubt Ihnen niemand!)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.
Sagen Sie: Wo war eigentlich bei dieser Dringlichen die Frage – ich weiß ja gar nicht, ob das Gegenstand der Vollziehung ist –: Was machte Taus bei Elsner, kurz vor dessen Verhaftung zum Beispiel? (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Abschiedsbesuch!
Wieso finden Sie das eigentlich so lustig? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Abschiedsbesuch!) – Der ehemalige ÖVP-Parteiobmann Taus war gemeinsam mit Herrn Schlaff einer der engsten Wirtschaftspartner der BAWAG und des Herrn Elsner! Und da sollte man doch die Frage aufwerfen können: Was machte er bei Elsner ganz kurz vor dessen Verhaftung? Worüber wurde da eigentlich gesprochen? Was hat er in seinem Täschchen mitgehabt? Ist es um irgendwelche Kontobewegungen, Geschäftsbeziehungen gegangen? Was war bei der bulgarischen Telekom? Wieso war die so erfolgreich? Wer war dort der Gewinner?
Abg. Amon: ... keinen Termin genannt! – Abg. Dr. Fekter: Der Vranitzky ist auch ...! Wann kommt Vranitzky?
Wissen Sie, ich warte immer noch auf die Einladung zum Termin des Ständigen Unterausschusses des Rechnungshofausschusses hier im Parlament, wo Sie großspurig gesagt haben, dass Sie dort noch einmal Befragungen durchführen wollen, und unter anderem auch Herr Taus gesagt hat, er möchte gerne vorbeikommen und ein bisschen aus der Schule plaudern. (Abg. Amon: ... keinen Termin genannt! – Abg. Dr. Fekter: Der Vranitzky ist auch ...! Wann kommt Vranitzky?) Scheint Herr Taus übrigens bei Ihrer Spendenliste für die ÖVP-Parteifinanzierung auf? Und wenn ja, wie viel hat er gespendet? Und wenn ja, wie oft hat er gespendet? Und wenn ja, woher ist das Geld gekommen? Vielleicht weiß Herr Elsner, woher das Geld gekommen ist! – Arbeiten wir hier einmal Ihren Wahlkampfstil und Ihre Fragekultur auf!
Abg. Mag. Molterer: Über die SPÖ! Über die BAWAG!
Das hätte ich mir erwartet bei dieser Dringlichen: dass der Herr Finanzminister ein bisschen etwas aus dem Wissen der Finanzmarktaufsicht gesagt hätte. (Abg. Mag. Molterer: Über die SPÖ! Über die BAWAG!) Denn die BAWAG-Geschichte hat er schon lange gewusst. Der Herr Bundeskanzler muss von den Problemen der BAWAG seit einem Jahr gewusst haben! (Abg. Mag. Molterer: Aber über die SPÖ nicht!) Dass aber ein Jahr lang Zeit ist – und nur wenige Tage vor dem Wahlkampf plötzlich Verhaftungen erfolgen, ein Staatsanwalt plötzlich mit Herrn Flöttl junior plaudert, wobei über Parteienfinanzierung gesprochen wird, dieser Staatsanwalt von der Staatsanwaltschaft kritisiert wird, die Staatsanwaltschaft jetzt sogar Untersuchungen durchführen muss (Abg. Dr. Fekter: ...! Das war beim AKH-Skandal so, bei „Lucona“ so, bei Noricum so! – Ein ... Muster!), weil hier aus laufenden Verfahren Informationen an die Öffentlichkeit gehen, der Vorwurf der SPÖ bestätigt wird, dass die Staatsanwaltschaft anscheinend – oder sagen wir so: das Ministerium Gastinger; oder vielleicht sagen wir überhaupt: Gastinger – hier mit beteiligt ist an diesem Wahlkampfdrehbuch. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Anschüttungen sind das! – Abg. Scheibner: Das ist eine Unterstellung! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Mag. Molterer: Aber über die SPÖ nicht!
Das hätte ich mir erwartet bei dieser Dringlichen: dass der Herr Finanzminister ein bisschen etwas aus dem Wissen der Finanzmarktaufsicht gesagt hätte. (Abg. Mag. Molterer: Über die SPÖ! Über die BAWAG!) Denn die BAWAG-Geschichte hat er schon lange gewusst. Der Herr Bundeskanzler muss von den Problemen der BAWAG seit einem Jahr gewusst haben! (Abg. Mag. Molterer: Aber über die SPÖ nicht!) Dass aber ein Jahr lang Zeit ist – und nur wenige Tage vor dem Wahlkampf plötzlich Verhaftungen erfolgen, ein Staatsanwalt plötzlich mit Herrn Flöttl junior plaudert, wobei über Parteienfinanzierung gesprochen wird, dieser Staatsanwalt von der Staatsanwaltschaft kritisiert wird, die Staatsanwaltschaft jetzt sogar Untersuchungen durchführen muss (Abg. Dr. Fekter: ...! Das war beim AKH-Skandal so, bei „Lucona“ so, bei Noricum so! – Ein ... Muster!), weil hier aus laufenden Verfahren Informationen an die Öffentlichkeit gehen, der Vorwurf der SPÖ bestätigt wird, dass die Staatsanwaltschaft anscheinend – oder sagen wir so: das Ministerium Gastinger; oder vielleicht sagen wir überhaupt: Gastinger – hier mit beteiligt ist an diesem Wahlkampfdrehbuch. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Anschüttungen sind das! – Abg. Scheibner: Das ist eine Unterstellung! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Dr. Fekter: ...! Das war beim AKH-Skandal so, bei „Lucona“ so, bei Noricum so! – Ein ... Muster!
Das hätte ich mir erwartet bei dieser Dringlichen: dass der Herr Finanzminister ein bisschen etwas aus dem Wissen der Finanzmarktaufsicht gesagt hätte. (Abg. Mag. Molterer: Über die SPÖ! Über die BAWAG!) Denn die BAWAG-Geschichte hat er schon lange gewusst. Der Herr Bundeskanzler muss von den Problemen der BAWAG seit einem Jahr gewusst haben! (Abg. Mag. Molterer: Aber über die SPÖ nicht!) Dass aber ein Jahr lang Zeit ist – und nur wenige Tage vor dem Wahlkampf plötzlich Verhaftungen erfolgen, ein Staatsanwalt plötzlich mit Herrn Flöttl junior plaudert, wobei über Parteienfinanzierung gesprochen wird, dieser Staatsanwalt von der Staatsanwaltschaft kritisiert wird, die Staatsanwaltschaft jetzt sogar Untersuchungen durchführen muss (Abg. Dr. Fekter: ...! Das war beim AKH-Skandal so, bei „Lucona“ so, bei Noricum so! – Ein ... Muster!), weil hier aus laufenden Verfahren Informationen an die Öffentlichkeit gehen, der Vorwurf der SPÖ bestätigt wird, dass die Staatsanwaltschaft anscheinend – oder sagen wir so: das Ministerium Gastinger; oder vielleicht sagen wir überhaupt: Gastinger – hier mit beteiligt ist an diesem Wahlkampfdrehbuch. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Anschüttungen sind das! – Abg. Scheibner: Das ist eine Unterstellung! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Anschüttungen sind das! – Abg. Scheibner: Das ist eine Unterstellung! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Das hätte ich mir erwartet bei dieser Dringlichen: dass der Herr Finanzminister ein bisschen etwas aus dem Wissen der Finanzmarktaufsicht gesagt hätte. (Abg. Mag. Molterer: Über die SPÖ! Über die BAWAG!) Denn die BAWAG-Geschichte hat er schon lange gewusst. Der Herr Bundeskanzler muss von den Problemen der BAWAG seit einem Jahr gewusst haben! (Abg. Mag. Molterer: Aber über die SPÖ nicht!) Dass aber ein Jahr lang Zeit ist – und nur wenige Tage vor dem Wahlkampf plötzlich Verhaftungen erfolgen, ein Staatsanwalt plötzlich mit Herrn Flöttl junior plaudert, wobei über Parteienfinanzierung gesprochen wird, dieser Staatsanwalt von der Staatsanwaltschaft kritisiert wird, die Staatsanwaltschaft jetzt sogar Untersuchungen durchführen muss (Abg. Dr. Fekter: ...! Das war beim AKH-Skandal so, bei „Lucona“ so, bei Noricum so! – Ein ... Muster!), weil hier aus laufenden Verfahren Informationen an die Öffentlichkeit gehen, der Vorwurf der SPÖ bestätigt wird, dass die Staatsanwaltschaft anscheinend – oder sagen wir so: das Ministerium Gastinger; oder vielleicht sagen wir überhaupt: Gastinger – hier mit beteiligt ist an diesem Wahlkampfdrehbuch. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Anschüttungen sind das! – Abg. Scheibner: Das ist eine Unterstellung! – Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Rädler: Das haben ja Sie verlangt!
Herr Stummvoll, was haben Sie mit dem Kofferl plötzlich? Ist das nicht wirklich auffällig? Wollen Sie es als Zufall bezeichnen, dass alles jetzt plötzlich vor der Wahl passiert: die diversen Verhöre – eingeflogen – Verhaftung? (Abg. Rädler: Das haben ja Sie verlangt!) Da trifft sich der Staatsanwalt in Bratislava! Wieso trifft er sich mit Flöttl junior nicht in Wien? – Lauter Fragen! Die sollten Sie eigentlich in dem Ausschuss behandeln, die sollten Sie in Wirklichkeit im Rahmen der Dringlichen behandeln, wenn es Ihnen wirklich ... (Abg. Mag. Molterer: Jetzt ist der Staatsanwalt schuld! Wie beim AKH, wie bei Lucona, wie bei Noricum: Die Justiz ist schuld!) – Jetzt sehe ich an Ihrem Gesichtsausdruck, Herr Klubobmann Molterer: Jetzt sind Sie in Schwierigkeiten, denn
Abg. Mag. Molterer: Jetzt ist der Staatsanwalt schuld! Wie beim AKH, wie bei Lucona, wie bei Noricum: Die Justiz ist schuld!
Herr Stummvoll, was haben Sie mit dem Kofferl plötzlich? Ist das nicht wirklich auffällig? Wollen Sie es als Zufall bezeichnen, dass alles jetzt plötzlich vor der Wahl passiert: die diversen Verhöre – eingeflogen – Verhaftung? (Abg. Rädler: Das haben ja Sie verlangt!) Da trifft sich der Staatsanwalt in Bratislava! Wieso trifft er sich mit Flöttl junior nicht in Wien? – Lauter Fragen! Die sollten Sie eigentlich in dem Ausschuss behandeln, die sollten Sie in Wirklichkeit im Rahmen der Dringlichen behandeln, wenn es Ihnen wirklich ... (Abg. Mag. Molterer: Jetzt ist der Staatsanwalt schuld! Wie beim AKH, wie bei Lucona, wie bei Noricum: Die Justiz ist schuld!) – Jetzt sehe ich an Ihrem Gesichtsausdruck, Herr Klubobmann Molterer: Jetzt sind Sie in Schwierigkeiten, denn
Beifall bei der SPÖ.
jetzt wird aufgedeckt, was Sie für diesen Wahlkampf für ein Drehbuch entwickelt haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Ein richtiger Sumpf, den ihr da hinterlassen habt!
Und ich finde – das sage ich Ihnen –, das ist alles nicht sauber, denn Sie fürchten Folgendes (Abg. Dr. Fekter: Ein richtiger Sumpf, den ihr da hinterlassen habt!): Sie fürchten, dass Gegenstand dieses Wahlkampfes sind: der Pflegenotstand, der Bildungsnotstand, der Gesundheitsnotstand (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky! Vranitzky!), die Rekordarbeitslosigkeit, die gescheiterte Wirtschaftspolitik, die sozialen Fragen. (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!) Das fürchten Sie in Wirklichkeit! (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!)
Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky! Vranitzky!
Und ich finde – das sage ich Ihnen –, das ist alles nicht sauber, denn Sie fürchten Folgendes (Abg. Dr. Fekter: Ein richtiger Sumpf, den ihr da hinterlassen habt!): Sie fürchten, dass Gegenstand dieses Wahlkampfes sind: der Pflegenotstand, der Bildungsnotstand, der Gesundheitsnotstand (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky! Vranitzky!), die Rekordarbeitslosigkeit, die gescheiterte Wirtschaftspolitik, die sozialen Fragen. (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!) Das fürchten Sie in Wirklichkeit! (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!)
Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!
Und ich finde – das sage ich Ihnen –, das ist alles nicht sauber, denn Sie fürchten Folgendes (Abg. Dr. Fekter: Ein richtiger Sumpf, den ihr da hinterlassen habt!): Sie fürchten, dass Gegenstand dieses Wahlkampfes sind: der Pflegenotstand, der Bildungsnotstand, der Gesundheitsnotstand (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky! Vranitzky!), die Rekordarbeitslosigkeit, die gescheiterte Wirtschaftspolitik, die sozialen Fragen. (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!) Das fürchten Sie in Wirklichkeit! (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!)
Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!
Und ich finde – das sage ich Ihnen –, das ist alles nicht sauber, denn Sie fürchten Folgendes (Abg. Dr. Fekter: Ein richtiger Sumpf, den ihr da hinterlassen habt!): Sie fürchten, dass Gegenstand dieses Wahlkampfes sind: der Pflegenotstand, der Bildungsnotstand, der Gesundheitsnotstand (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky! Vranitzky!), die Rekordarbeitslosigkeit, die gescheiterte Wirtschaftspolitik, die sozialen Fragen. (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!) Das fürchten Sie in Wirklichkeit! (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky!)
Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky! Vranitzky!
Und da frage ich mich: Wieso das? – Und daher wäre es ehrlicher, Sie würden hier herauskommen und sagen (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky! Vranitzky!): Uns geht es gar nicht um Aufklärung! Uns geht es auch gar nicht um die BAWAG, uns geht es nur darum, dass wir möglichst einseitig, unter Zuhilfenahme von Teilen aus dem Justizministerium – Herr Staatsanwalt Schön ist so ein Stichwort (Abg. Mag. Molterer: Ja, die Justiz ist schuld! Typisch SPÖ!) –, dass wir mit Unterstützung aus Teilen des Justizministeriums einfach Wahlkampf machen wollen!
Abg. Mag. Molterer: Ja, die Justiz ist schuld! Typisch SPÖ!
Und da frage ich mich: Wieso das? – Und daher wäre es ehrlicher, Sie würden hier herauskommen und sagen (Abg. Dr. Lopatka: Vranitzky! Vranitzky!): Uns geht es gar nicht um Aufklärung! Uns geht es auch gar nicht um die BAWAG, uns geht es nur darum, dass wir möglichst einseitig, unter Zuhilfenahme von Teilen aus dem Justizministerium – Herr Staatsanwalt Schön ist so ein Stichwort (Abg. Mag. Molterer: Ja, die Justiz ist schuld! Typisch SPÖ!) –, dass wir mit Unterstützung aus Teilen des Justizministeriums einfach Wahlkampf machen wollen!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Das war der Abgesang, Herr Cap! – Abg. Mag. Molterer: Ab jetzt fürchte ich mich nur mehr!
Und Sie glauben wirklich, dass die Österreicherinnen und Österreicher sich von diesem Täuschungsmanöver beeindrucken lassen?! – Das werden wir noch sehen, denn die wirklich wichtigen Fragen wollen sie auf diese Art nicht behandelt sehen – und die finde ich eigentlich ungeheuerlich, das können Sie mir glauben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Das war der Abgesang, Herr Cap! – Abg. Mag. Molterer: Ab jetzt fürchte ich mich nur mehr!)
Abg. Dr. Stummvoll: Lieber nicht! Lieber nicht! – Abg. Dr. Fekter: Das gibt es ja gar nicht! ... Belastungspaket!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche - BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wir führen ja heute eine Diskussion über die erfolgreiche Wirtschafts- und Finanzpolitik dieser Bundesregierung. Und da hätten wir uns, gerade im Zuge des Wahlkampfes, erwartet, Herr Kollege Cap, dass Sie uns auch ein bisschen etwas über das Wirtschaftsprogramm der SPÖ berichten. (Abg. Dr. Stummvoll: Lieber nicht! Lieber nicht! – Abg. Dr. Fekter: Das gibt es ja gar nicht! ... Belastungspaket!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll
Wenn wir uns jetzt so anhören, was in den letzten sechs Jahren alles passiert ist, dann muss ich ehrlich sagen, auch was die Erfolgsbilanz von Günter Stummvoll sowie des Finanzministers, die vorgetragen wurde, betrifft: Die Erfolgsgarantie für diesen erfolgreichen Weg war eigentlich das BZÖ (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll), denn mit uns war es möglich, diese erfolgreiche Wirtschafts- und Finanzpolitik auch umzusetzen! Mit Ihnen von der SPÖ hingegen ist es offensichtlich ein von Irrtümern gekennzeichneter Weg gewesen. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Parnigoni und Dr. Stummvoll.)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Parnigoni und Dr. Stummvoll.
Wenn wir uns jetzt so anhören, was in den letzten sechs Jahren alles passiert ist, dann muss ich ehrlich sagen, auch was die Erfolgsbilanz von Günter Stummvoll sowie des Finanzministers, die vorgetragen wurde, betrifft: Die Erfolgsgarantie für diesen erfolgreichen Weg war eigentlich das BZÖ (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie des Abg. Dr. Stummvoll), denn mit uns war es möglich, diese erfolgreiche Wirtschafts- und Finanzpolitik auch umzusetzen! Mit Ihnen von der SPÖ hingegen ist es offensichtlich ein von Irrtümern gekennzeichneter Weg gewesen. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Parnigoni und Dr. Stummvoll.)
Abg. Dr. Matznetter: ... immer in einem Wahljahr!
Wenn Sie jetzt im Wahlkampf unterwegs sind – ich denke, Sie werden, so wie wir, auch tagtäglich Betriebe besuchen, wo Sie mit Mitarbeitern und mit den Unternehmensführern, mit den Chefs sprechen –, dann werden Ihnen die Chefs ja wohl sagen, wie gut die Auftragslage ist, wie gut die Wirtschaftszahlen und die Kennzahlen Österreichs sind, dass wir ein Wirtschaftswachstum in einer beachtlichen Höhe – das wir uns ja zu Beginn dieses Jahres nicht erwartet hätten – von etwa 3 Prozent haben (Abg. Dr. Matznetter: ... immer in einem Wahljahr!), dass die österreichischen Unternehmen eine gute Auslastung, eine gute Auftragslage haben – Gott sei Dank! – und dass wir eine Rekordbeschäftigung haben und, wie heute schon angeklungen ist, über 170 000 Menschen mehr in Beschäftigung stehen seit dem Jahr 1999. – Das ist doch positiv! Das sind ja auch Ihre Wähler, die da beschäftigt sind, die in Österreich Einkommen erzielen!
Abg. Dr. Fekter: Mehr Stecken als Pferd!
Da muss ich jedes Mal lachen, wenn Sie die Gruppenbesteuerung heranziehen – ich glaube, Matznetter hat das ja zu seinem größten Steckenpferd gemacht, immer auf die Gruppenbesteuerung loszugehen (Abg. Dr. Fekter: Mehr Stecken als Pferd!) –: Heute lesen wir in der „Presse“, dass die ehemalige SPÖ-Vizebürgermeisterin von Villach – immerhin die Chefin von Infineon, einem sehr erfolgreichen Unternehmen in Villach, das derzeit bis zu 3 000 Mitarbeiter beschäftigt und eine wichtige Standortverlagerung von München nach Villach vorgenommen hat – Folgendes sagt (Abg. Dr. Fekter: Von Praktikern lernen, Herr Matznetter!): Man sollte lieber als Standortvorteil hervorheben, dass die Gruppenbesteuerung im Endeffekt dreimal mehr bringt, als sie kostet! (Abg. Dr. Fekter: Ja! Ganz richtig!) – Das sagt Ihre Kollegin in Villach, und Recht hat sie damit! (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie der Abg. Dr. Fekter. – Abg. Dr. Fekter: Matznetter, lernen Sie Volkswirtschaft!)
Abg. Dr. Fekter: Von Praktikern lernen, Herr Matznetter!
Da muss ich jedes Mal lachen, wenn Sie die Gruppenbesteuerung heranziehen – ich glaube, Matznetter hat das ja zu seinem größten Steckenpferd gemacht, immer auf die Gruppenbesteuerung loszugehen (Abg. Dr. Fekter: Mehr Stecken als Pferd!) –: Heute lesen wir in der „Presse“, dass die ehemalige SPÖ-Vizebürgermeisterin von Villach – immerhin die Chefin von Infineon, einem sehr erfolgreichen Unternehmen in Villach, das derzeit bis zu 3 000 Mitarbeiter beschäftigt und eine wichtige Standortverlagerung von München nach Villach vorgenommen hat – Folgendes sagt (Abg. Dr. Fekter: Von Praktikern lernen, Herr Matznetter!): Man sollte lieber als Standortvorteil hervorheben, dass die Gruppenbesteuerung im Endeffekt dreimal mehr bringt, als sie kostet! (Abg. Dr. Fekter: Ja! Ganz richtig!) – Das sagt Ihre Kollegin in Villach, und Recht hat sie damit! (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie der Abg. Dr. Fekter. – Abg. Dr. Fekter: Matznetter, lernen Sie Volkswirtschaft!)
Abg. Dr. Fekter: Ja! Ganz richtig!
Da muss ich jedes Mal lachen, wenn Sie die Gruppenbesteuerung heranziehen – ich glaube, Matznetter hat das ja zu seinem größten Steckenpferd gemacht, immer auf die Gruppenbesteuerung loszugehen (Abg. Dr. Fekter: Mehr Stecken als Pferd!) –: Heute lesen wir in der „Presse“, dass die ehemalige SPÖ-Vizebürgermeisterin von Villach – immerhin die Chefin von Infineon, einem sehr erfolgreichen Unternehmen in Villach, das derzeit bis zu 3 000 Mitarbeiter beschäftigt und eine wichtige Standortverlagerung von München nach Villach vorgenommen hat – Folgendes sagt (Abg. Dr. Fekter: Von Praktikern lernen, Herr Matznetter!): Man sollte lieber als Standortvorteil hervorheben, dass die Gruppenbesteuerung im Endeffekt dreimal mehr bringt, als sie kostet! (Abg. Dr. Fekter: Ja! Ganz richtig!) – Das sagt Ihre Kollegin in Villach, und Recht hat sie damit! (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie der Abg. Dr. Fekter. – Abg. Dr. Fekter: Matznetter, lernen Sie Volkswirtschaft!)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie der Abg. Dr. Fekter. – Abg. Dr. Fekter: Matznetter, lernen Sie Volkswirtschaft!
Da muss ich jedes Mal lachen, wenn Sie die Gruppenbesteuerung heranziehen – ich glaube, Matznetter hat das ja zu seinem größten Steckenpferd gemacht, immer auf die Gruppenbesteuerung loszugehen (Abg. Dr. Fekter: Mehr Stecken als Pferd!) –: Heute lesen wir in der „Presse“, dass die ehemalige SPÖ-Vizebürgermeisterin von Villach – immerhin die Chefin von Infineon, einem sehr erfolgreichen Unternehmen in Villach, das derzeit bis zu 3 000 Mitarbeiter beschäftigt und eine wichtige Standortverlagerung von München nach Villach vorgenommen hat – Folgendes sagt (Abg. Dr. Fekter: Von Praktikern lernen, Herr Matznetter!): Man sollte lieber als Standortvorteil hervorheben, dass die Gruppenbesteuerung im Endeffekt dreimal mehr bringt, als sie kostet! (Abg. Dr. Fekter: Ja! Ganz richtig!) – Das sagt Ihre Kollegin in Villach, und Recht hat sie damit! (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie der Abg. Dr. Fekter. – Abg. Dr. Fekter: Matznetter, lernen Sie Volkswirtschaft!)
Abg. Dr. Matznetter: ...! Wie der Herr Taus!
dass er so etwas vorweisen kann. Und da schreibt er Folgendes über die Gruppenbesteuerung: „ein Instrument mit europaweitem Vorbildcharakter“! – Das sind Druckwerke, die Sie in Wien austeilen, um internationale Betriebe anzuheuern, damit sich diese in Wien ansiedeln. (Abg. Dr. Matznetter: ...! Wie der Herr Taus!)
Abg. Neudeck: Aber der Herr Strobl ist Vizepräsident, glaub’ ich, vom Wirtschaftsförderungsfonds! – Der kennt sich nicht einmal in der Kammer aus!
Dann sollten Sie aber hier im Saal auch die gleiche Sprachregelung treffen wie der Bürgermeister von Wien (Abg. Neudeck: Aber der Herr Strobl ist Vizepräsident, glaub’ ich, vom Wirtschaftsförderungsfonds! – Der kennt sich nicht einmal in der Kammer aus!) und nicht den Menschen etwas Falsches vorgaukeln. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dann sollten Sie aber hier im Saal auch die gleiche Sprachregelung treffen wie der Bürgermeister von Wien (Abg. Neudeck: Aber der Herr Strobl ist Vizepräsident, glaub’ ich, vom Wirtschaftsförderungsfonds! – Der kennt sich nicht einmal in der Kammer aus!) und nicht den Menschen etwas Falsches vorgaukeln. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die österreichische Wirtschaft geht dank einer weitsichtigen und umsichtigen Regierungspolitik in eine gute Zukunft, und das soll auch weiterhin so bleiben! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das Traummännlein kommt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster ist Herr Klubobmann Dr. Van der Bellen zu Wort gemeldet. Wunschredezeit: 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Neudeck: Das Traummännlein kommt!)
Abg. Scheibner: Aber es war sehr interessant! – Abg. Dr. Fekter: Aber er war brillant in der Beantwortung!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Frau Präsidentin! Ich habe wirklich die Absicht, mich kurz zu fassen, denn anfangs, als ich die Anfrage gesehen habe, habe ich gedacht: Es ist eigentlich eine persönliche Kränkung des Finanzministers, dass er sich wegen so etwas ins Parlament begeben soll, um hier Rechenkunststücke durchzuführen. (Abg. Scheibner: Aber es war sehr interessant! – Abg. Dr. Fekter: Aber er war brillant in der Beantwortung!) – Wir kommen noch darauf zu sprechen. (Abg. Neudeck: Aber, wenn es geht, noch vor dem 1. Oktober, Herr Professor!) – Als ich dann die Antworten von Finanzminister Grasser gehört habe, habe ich gedacht: Mein Mitleid war wieder einmal fehl am Platz.
Abg. Neudeck: Aber, wenn es geht, noch vor dem 1. Oktober, Herr Professor!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Frau Präsidentin! Ich habe wirklich die Absicht, mich kurz zu fassen, denn anfangs, als ich die Anfrage gesehen habe, habe ich gedacht: Es ist eigentlich eine persönliche Kränkung des Finanzministers, dass er sich wegen so etwas ins Parlament begeben soll, um hier Rechenkunststücke durchzuführen. (Abg. Scheibner: Aber es war sehr interessant! – Abg. Dr. Fekter: Aber er war brillant in der Beantwortung!) – Wir kommen noch darauf zu sprechen. (Abg. Neudeck: Aber, wenn es geht, noch vor dem 1. Oktober, Herr Professor!) – Als ich dann die Antworten von Finanzminister Grasser gehört habe, habe ich gedacht: Mein Mitleid war wieder einmal fehl am Platz.
Abg. Neudeck: Er kann sie nachrechnen!
Ganz kurz, Herr Finanzminister beziehungsweise Kollegen von der ÖVP: In der Frage 3 beziehen Sie sich auf die Dieselbesteuerung. – Ich würde grundsätzlich sagen: Es ist nichts dagegen anzumerken, dass eine Regierungspartei den Finanzminister auffordert, zu Vorschlägen der Opposition Stellung zu beziehen – obwohl das ja streng genommen nicht Gegenstand der Vollziehung ist: Der Finanzminister vollzieht ja nicht die Vorschläge der Opposition (Abg. Neudeck: Er kann sie nachrechnen!), jedenfalls in Ihrer Regierungszeit nicht, sondern die eigenen Vorschläge.
Abg. Ellmauer: Wie wollen Sie denn das berechnen? – Abg. Neudeck: 60 Prozent bleiben in der Administration!
Aufkommensneutral heißt: Wenn die Dieselbesteuerung, sagen wir – das ist ja nur eine faktische Frage, eine empirische Frage –, zu rund der Hälfte von den privaten PKWs kommt und zur Hälfte aus der Wirtschaft, von den LKWs und so weiter, dann geben wir das zur Hälfte den privaten Familien zurück, nämlich im Rahmen einer Prämie in der Lohn- und Einkommensteuer, und die andere Hälfte den Unternehmen durch eine Senkung der Lohnsummenbesteuerung, also der indirekten Kosten der Arbeit. (Abg. Ellmauer: Wie wollen Sie denn das berechnen? – Abg. Neudeck: 60 Prozent bleiben in der Administration!)
Beifall bei den Grünen.
Gerade die Wirtschaft wird nicht müde – und mit Recht –, immer wieder zu betonen, dass die Lohnsummenbesteuerung, die indirekte Besteuerung der Arbeit in Österreich zu hoch ist. Das ist auch so, das stimmt! Und dann sagen Sie mir, wie Sie das endlich angehen wollen! Hier geht es um Hunderte von Millionen, letztlich sogar um Milliarden von Euro, wenn das wirksam werden soll. Sagen Sie mir, wie Ihre Gegenfinanzierung in diesem Bereich ausschaut! (Beifall bei den Grünen.) Denn ersatzlos werden Sie ja beispielsweise den Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleich – 4,5 Prozent der Lohnsumme – nicht abschaffen wollen.
Ruf bei der ÖVP: Hallo! – Abg. Lentsch: Schön sprechen!
Es ist schon klar, dass die ÖVP keine Frage gestellt hat wie beispielsweise: Wie stellen Sie sich zu den Entlastungsvorschlägen der Grünen? – Dann hätten Sie zum Beispiel Stellung dazu nehmen können, Herr Finanzminister, ob Sie es wirklich für total deppert halten (Ruf bei der ÖVP: Hallo! – Abg. Lentsch: Schön sprechen!), private Familien von den Kosten für die private Nachhilfe von inzwischen 140 Millionen € entlasten zu wollen, nämlich durch eine bessere Schulpolitik und Bildungsoffensive in Österreich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist schon klar, dass die ÖVP keine Frage gestellt hat wie beispielsweise: Wie stellen Sie sich zu den Entlastungsvorschlägen der Grünen? – Dann hätten Sie zum Beispiel Stellung dazu nehmen können, Herr Finanzminister, ob Sie es wirklich für total deppert halten (Ruf bei der ÖVP: Hallo! – Abg. Lentsch: Schön sprechen!), private Familien von den Kosten für die private Nachhilfe von inzwischen 140 Millionen € entlasten zu wollen, nämlich durch eine bessere Schulpolitik und Bildungsoffensive in Österreich. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Oja: ... der Bevölkerung klarzumachen!
Ich meine, was die Fragen 7 bis 10 betrifft – seien Sie ehrlich, wenn wir uns schon mit den Blicken begegnen –: Es ist erstens einmal mit Sicherheit kein Gegenstand der Vollziehung, dass sich der Finanzminister da ausrechnet: Na ja, 3 Milliarden dividiert durch das Durchschnittsgehalt und so weiter, das müsste so und so viele Personen ergeben. (Abg. Dr. Fekter: Oja: ... der Bevölkerung klarzumachen!) – Dazu sind Sie nicht selbst imstande? Dazu machen Sie eine parlamentarische Anfrage an den Finanzminister? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich meine, was die Fragen 7 bis 10 betrifft – seien Sie ehrlich, wenn wir uns schon mit den Blicken begegnen –: Es ist erstens einmal mit Sicherheit kein Gegenstand der Vollziehung, dass sich der Finanzminister da ausrechnet: Na ja, 3 Milliarden dividiert durch das Durchschnittsgehalt und so weiter, das müsste so und so viele Personen ergeben. (Abg. Dr. Fekter: Oja: ... der Bevölkerung klarzumachen!) – Dazu sind Sie nicht selbst imstande? Dazu machen Sie eine parlamentarische Anfrage an den Finanzminister? (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Ja, aber die SPÖ sieht das nicht so!
Ich meine, dass der BAWAG-Skandal ein Skandal ist, Frau Kollegin Fekter (Abg. Dr. Fekter: Ja, aber die SPÖ sieht das nicht so!), der im Wesentlichen von der ÖGB-Spitze zu verantworten ist, gemeinsam mit den betroffenen Generaldirektoren – allerdings, das ist wirklich eine Riesengeschichte. Das ist jetzt Sache der Justiz und der Staatsanwälte.
Abg. Dr. Fekter: ... lieber eine Umfrage oder eine Wahl gewinnen?
Aber Sie machen nicht mehr daraus als diese Rechenbeispiele? Mehr fällt Ihnen dazu echt nicht ein? – Erstaunlich!, muss ich sagen. Da ist es kein Wunder, wenn die ÖVP umfragemäßig auch nicht vom Fleck kommt. (Abg. Dr. Fekter: ... lieber eine Umfrage oder eine Wahl gewinnen?)
Abg. Silhavy: Aber an alle Fraktionen!
Das kann ich mit Sicherheit nicht ausschließen. Das heißt, es ist mit Sicherheit so, dass Gelder vom ÖGB an die Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter geflossen sind! (Abg. Silhavy: Aber an alle Fraktionen!) – Ja, wieso denn nicht?! Das ist ja der interne Finanzausgleich im ÖGB, dass die Mitglieder einzahlen, und im Wege irgendeines Transfermechanismus – fragen Sie mich nicht genau, wie (Abg. Mag. Molterer: Tun Sie wieder pflichtverteidigen?) – dann an die Roten und die Schwarzen geht, und wahrscheinlich fällt irgendwo am Wege auch irgendein Häppchen, so ein ganz winzig kleines Häppchen, für die AUGE ab, für die grünen Gewerkschafter. Das ist der normale Finanzausgleich innerhalb des ÖGB! Da ist ja mit keinem Wort die Rede von der BAWAG! (Abg. Mag. Molterer: Tun Sie wieder pflichtverteidigen?)
Abg. Mag. Molterer: Tun Sie wieder pflichtverteidigen?
Das kann ich mit Sicherheit nicht ausschließen. Das heißt, es ist mit Sicherheit so, dass Gelder vom ÖGB an die Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter geflossen sind! (Abg. Silhavy: Aber an alle Fraktionen!) – Ja, wieso denn nicht?! Das ist ja der interne Finanzausgleich im ÖGB, dass die Mitglieder einzahlen, und im Wege irgendeines Transfermechanismus – fragen Sie mich nicht genau, wie (Abg. Mag. Molterer: Tun Sie wieder pflichtverteidigen?) – dann an die Roten und die Schwarzen geht, und wahrscheinlich fällt irgendwo am Wege auch irgendein Häppchen, so ein ganz winzig kleines Häppchen, für die AUGE ab, für die grünen Gewerkschafter. Das ist der normale Finanzausgleich innerhalb des ÖGB! Da ist ja mit keinem Wort die Rede von der BAWAG! (Abg. Mag. Molterer: Tun Sie wieder pflichtverteidigen?)
Abg. Mag. Molterer: Tun Sie wieder pflichtverteidigen?
Das kann ich mit Sicherheit nicht ausschließen. Das heißt, es ist mit Sicherheit so, dass Gelder vom ÖGB an die Fraktion Sozialistischer Gewerkschafter geflossen sind! (Abg. Silhavy: Aber an alle Fraktionen!) – Ja, wieso denn nicht?! Das ist ja der interne Finanzausgleich im ÖGB, dass die Mitglieder einzahlen, und im Wege irgendeines Transfermechanismus – fragen Sie mich nicht genau, wie (Abg. Mag. Molterer: Tun Sie wieder pflichtverteidigen?) – dann an die Roten und die Schwarzen geht, und wahrscheinlich fällt irgendwo am Wege auch irgendein Häppchen, so ein ganz winzig kleines Häppchen, für die AUGE ab, für die grünen Gewerkschafter. Das ist der normale Finanzausgleich innerhalb des ÖGB! Da ist ja mit keinem Wort die Rede von der BAWAG! (Abg. Mag. Molterer: Tun Sie wieder pflichtverteidigen?)
Abg. Mag. Wurm: Schmeck’s!
Der Finanzminister hat in seiner Antwort die Kurve elegant gekratzt, indem er die Frage nicht beantwortet hat (Abg. Mag. Wurm: Schmeck’s!), nämlich hinsichtlich der FSG, sondern statt „FSG“ immer „SPÖ“ gelesen hat. – Ja das ist natürlich etwas ganz anderes!
Abg. Mag. Molterer: ... Pflichtverteidiger!
Dann hätten Sie aber, bitte schön, auch die Frage so stellen können! Warum haben Sie diese Frage eigentlich gar nicht gestellt? (Abg. Mag. Molterer: ... Pflichtverteidiger!) Ist es Ihnen unangenehm, dass man dann dort natürlich auf der Stelle bei der Parteienfinanzierung ist, bei der Offenlegung der Parteienfinanzierung in Österreich – was ich mir wünsche, von der SPÖ nicht weniger als von der ÖVP (Abg. Mag. Molterer: SPÖ-Pflichtverteidiger Van der Bellen! – Der Cap braucht heute wirklich einen Unterstützer!), weil wir in Österreich ein Gesetz haben, das Transaktionen legal macht, die in Deutschland zum Beispiel strafrechtlich verfolgt werden? Zum Beispiel die von der Industriellenvereinigung an die ÖVP, möglicherweise an die FPÖ, möglicherweise an das BZÖ – an die Grünen jedenfalls nicht – überwiesenen Spenden von Einzelfirmen: Das ist in Deutschland ein krimineller Akt! – In Österreich ist das vollkommen legal. (Abg. Mag. Molterer: Der Josef Cap braucht heute wirklich einen Unterstützer! Herr Van der Bellen, helfen Sie ihm!)
Abg. Mag. Molterer: SPÖ-Pflichtverteidiger Van der Bellen! – Der Cap braucht heute wirklich einen Unterstützer!
Dann hätten Sie aber, bitte schön, auch die Frage so stellen können! Warum haben Sie diese Frage eigentlich gar nicht gestellt? (Abg. Mag. Molterer: ... Pflichtverteidiger!) Ist es Ihnen unangenehm, dass man dann dort natürlich auf der Stelle bei der Parteienfinanzierung ist, bei der Offenlegung der Parteienfinanzierung in Österreich – was ich mir wünsche, von der SPÖ nicht weniger als von der ÖVP (Abg. Mag. Molterer: SPÖ-Pflichtverteidiger Van der Bellen! – Der Cap braucht heute wirklich einen Unterstützer!), weil wir in Österreich ein Gesetz haben, das Transaktionen legal macht, die in Deutschland zum Beispiel strafrechtlich verfolgt werden? Zum Beispiel die von der Industriellenvereinigung an die ÖVP, möglicherweise an die FPÖ, möglicherweise an das BZÖ – an die Grünen jedenfalls nicht – überwiesenen Spenden von Einzelfirmen: Das ist in Deutschland ein krimineller Akt! – In Österreich ist das vollkommen legal. (Abg. Mag. Molterer: Der Josef Cap braucht heute wirklich einen Unterstützer! Herr Van der Bellen, helfen Sie ihm!)
Abg. Mag. Molterer: Der Josef Cap braucht heute wirklich einen Unterstützer! Herr Van der Bellen, helfen Sie ihm!
Dann hätten Sie aber, bitte schön, auch die Frage so stellen können! Warum haben Sie diese Frage eigentlich gar nicht gestellt? (Abg. Mag. Molterer: ... Pflichtverteidiger!) Ist es Ihnen unangenehm, dass man dann dort natürlich auf der Stelle bei der Parteienfinanzierung ist, bei der Offenlegung der Parteienfinanzierung in Österreich – was ich mir wünsche, von der SPÖ nicht weniger als von der ÖVP (Abg. Mag. Molterer: SPÖ-Pflichtverteidiger Van der Bellen! – Der Cap braucht heute wirklich einen Unterstützer!), weil wir in Österreich ein Gesetz haben, das Transaktionen legal macht, die in Deutschland zum Beispiel strafrechtlich verfolgt werden? Zum Beispiel die von der Industriellenvereinigung an die ÖVP, möglicherweise an die FPÖ, möglicherweise an das BZÖ – an die Grünen jedenfalls nicht – überwiesenen Spenden von Einzelfirmen: Das ist in Deutschland ein krimineller Akt! – In Österreich ist das vollkommen legal. (Abg. Mag. Molterer: Der Josef Cap braucht heute wirklich einen Unterstützer! Herr Van der Bellen, helfen Sie ihm!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer – zu dem auf seinen Platz zurückkehrenden Abg. Dr. Van der Bellen –: ... dem Josef Cap natürlich helfen! Heute war er nicht gut! Heute hat er Sie gebraucht!
Aber diese Frage, die will auch die ÖVP nicht anrühren, genauso wenig wie die SPÖ! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer – zu dem auf seinen Platz zurückkehrenden Abg. Dr. Van der Bellen –: ... dem Josef Cap natürlich helfen! Heute war er nicht gut! Heute hat er Sie gebraucht!)
Abg. Dr. Van der Bellen: Machen Sie eine gescheite Anfrage!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine Herren Minister! Herr Vizekanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Klubobmann Van der Bellen, zwei Drittel Ihrer Rede waren jetzt Pflichtverteidigung für die SPÖ! (Abg. Dr. Van der Bellen: Machen Sie eine gescheite Anfrage!) Man könnte fast den Eindruck bekommen, die Regierungsgespräche zwischen der SPÖ und den Grünen sind schon weit gediehen, wenn man Ihnen so zuhört. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine Herren Minister! Herr Vizekanzler! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Klubobmann Van der Bellen, zwei Drittel Ihrer Rede waren jetzt Pflichtverteidigung für die SPÖ! (Abg. Dr. Van der Bellen: Machen Sie eine gescheite Anfrage!) Man könnte fast den Eindruck bekommen, die Regierungsgespräche zwischen der SPÖ und den Grünen sind schon weit gediehen, wenn man Ihnen so zuhört. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Aber das wollen die Menschen in Österreich nicht, dieses Rot-Grün, weil sie wissen: Rot-Grün bedeutet Belastung, Belastung und wieder nichts anderes als Belastung! (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.)
Beifall bei der ÖVP.
nur eines im Sinn gehabt – und seit dem Jahr 2000 wissen wir es sowieso alle –: Österreich schlechtzureden, den Wirtschaftsstandort schlechtzureden, die Arbeitnehmer schlechtzureden, die Leistungen der Menschen in Österreich schlechtzureden. – Hören Sie auf damit! Sie schaden damit wirklich der Wettbewerbsfähigkeit und dem Wirtschaftsstandort Österreich! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Marizzi.
Ich appelliere an Sie, Herr Dr. Cap, an Ihre Kolleginnen und Kollegen, an Ihre Verantwortungsträger im ÖGB: Decken Sie nicht weiter zu! (Zwischenruf des Abg. Marizzi.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Legen Sie einmal die Subventionen in der Landwirtschaft offen!
Herr Kollege Marizzi! Ich bin interessiert an diesem Thema, nämlich weil ich eine funktionierende Sozialpartnerschaft haben will in diesem Land, in Österreich – und nicht, dass ein Sozialpartner versucht, alles zuzudecken und nichts aufzuklären. So wird die Sozialpartnerschaft in Zukunft nicht funktionieren, das nehmen Sie auch zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Legen Sie einmal die Subventionen in der Landwirtschaft offen!)
Abg. Mag. Kogler: Ja eh!
Aber das ist schon ein wesentlicher Unterschied! Man wird doch wohl fragen dürfen: Was ist mit den Mitgliedsbeiträgen beim ÖGB passiert? (Abg. Mag. Kogler: Ja eh!) Wo ist denn das Geld hingekommen? Wo sind denn die Schulden, die 2,2 Milliarden €? Wo ist das Geld hingekommen? – Bitte klären Sie auf! Klären Sie auf, agieren Sie und geben Sie uns Gewissheit darüber, was mit diesem Geld passiert ist, meine Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP.
Und ich sage ganz ehrlich: Mir tut es Leid für die Arbeitnehmer in diesem Land. Ich bin in einem Gasthaus aufgewachsen, mitten unter den Bergarbeitern. Es wurde eine Idee verraten! Sie haben eine Idee verraten, meine lieben Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Schauen Sie, daher werden wir das ganz sportlich nehmen in den nächsten Wochen, in den nächsten Tagen vor allem: Wir werden den Menschen sagen, was wir getan haben, was wir geleistet haben. Sie können das nicht, weil Sie nichts geleistet haben. Wir werden den Menschen sagen, was wir uns für die Zukunft in diesem Österreich vorstellen. Dabei werden wir auch klar sagen, was Herr Gusenbauer mit dem ländlichen Raum vorhatte, nämlich dem ländlichen Raum 50 Prozent zu streichen und damit auch 530 000 Arbeitsplätze zu gefährden, Herr Kollege – 530 000 Arbeitsplätze zu gefährden! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Bures: ... Arbeitslosigkeit!
lasten nichts könnt! Außer belasten könnt ihr nichts, meine Damen und Herren! (Abg. Bures: ... Arbeitslosigkeit!)
Die Abgeordneten Gradwohl und Parnigoni: Wo? Wo?
Wir entlasten! Wir sichern für die Menschen im ländlichen Raum 8 Milliarden € bis zum Jahr 2013. Wir haben vor, die Erbschaftssteuer zu streichen, die Schenkungssteuer zu streichen und ganz einfach den Wirtschaftsstandort Österreich auch entsprechend weiter voranzutreiben. Wir nehmen die Chancen wahr, im Energiebereich, vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien, und wir schaffen eine moderne Infrastruktur für den ländlichen Raum, beispielsweise mit Breitbandtechnologie. (Die Abgeordneten Gradwohl und Parnigoni: Wo? Wo?)
Abg. Gradwohl: Erzähl einmal, wo!
Nicht einmal das habt ihr gehört! Nicht einmal das habt ihr mitgekriegt, meine Damen und Herren (Abg. Gradwohl: Erzähl einmal, wo!), dass wir nun sowohl eine Energiestiftung für die Zukunft einführen werden – Bundeskanzler Schüssel hat das angekündigt – als auch eine Breitbandtechnologie-Offensive im Ausmaß von 500 Millionen €. (Abg. Gradwohl: Wo, Herr Kollege Grillitsch?)
Abg. Gradwohl: Wo, Herr Kollege Grillitsch?
Nicht einmal das habt ihr gehört! Nicht einmal das habt ihr mitgekriegt, meine Damen und Herren (Abg. Gradwohl: Erzähl einmal, wo!), dass wir nun sowohl eine Energiestiftung für die Zukunft einführen werden – Bundeskanzler Schüssel hat das angekündigt – als auch eine Breitbandtechnologie-Offensive im Ausmaß von 500 Millionen €. (Abg. Gradwohl: Wo, Herr Kollege Grillitsch?)
Abg. Gradwohl: Wo? Wo, Herr Kollege?
Herr Kollege Gradwohl! Schade, dass du jetzt aus dem Nationalrat ausscheidest, denn die letzten vier Jahre hast du verschlafen, was in der Region an Breitbandtechnologie-Ausbau passiert ist, und du hast verschlafen, dass wir dadurch, durch diese Technologie, Weltmarktführer in den ländlichen Raum bekommen haben, lieber Kollege, und Arbeitsplätze sichern konnten – durch diese neue Infrastruktur, durch die wir die Welt ins Dorf bekommen haben (Abg. Gradwohl: Wo? Wo, Herr Kollege?) und unsere Leistungen, unsere Ideen in Sekundenschnelle in die Welt hinausstellen können! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Gradwohl! Schade, dass du jetzt aus dem Nationalrat ausscheidest, denn die letzten vier Jahre hast du verschlafen, was in der Region an Breitbandtechnologie-Ausbau passiert ist, und du hast verschlafen, dass wir dadurch, durch diese Technologie, Weltmarktführer in den ländlichen Raum bekommen haben, lieber Kollege, und Arbeitsplätze sichern konnten – durch diese neue Infrastruktur, durch die wir die Welt ins Dorf bekommen haben (Abg. Gradwohl: Wo? Wo, Herr Kollege?) und unsere Leistungen, unsere Ideen in Sekundenschnelle in die Welt hinausstellen können! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Nur Bla-bla! – Nichts wissen und hinausgehen! – Abg. Dr. Jarolim: Diese Rede hat der Stummvoll geschrieben! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Oder der Amon!
Ich hoffe, dass Sie spätestens nach dem 1. Oktober aus Ihrem Tiefschlaf erwachen und dann gemeinsam an Lösungen für Österreich arbeiten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Nur Bla-bla! – Nichts wissen und hinausgehen! – Abg. Dr. Jarolim: Diese Rede hat der Stummvoll geschrieben! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Oder der Amon!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Herr „Professor Matznetter“!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Zu Kollegem Grillitsch brauche ich eigentlich nichts zu ergänzen. Sie sollten einmal feststellen, dass Österreich beim Breitband innerhalb von drei Jahren vom sechsten Platz auf den 15. Platz zurückgefallen ist! – So viel zum Wahrheitsgehalt Ihrer Aussagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Herr „Professor Matznetter“!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: In Österreich haben wir Vollbeschäftigung!
Faktum ist: Im Jahr 1999 betrug die Arbeitslosenrate 3,9 Prozent; bei den EU-15 – das sind alle EU-Mitglieder in Westeuropa – 8,6 Prozent. Im Jahr 2006 beträgt sie 5,2 Prozent, und nur noch 7,8 Prozent bei den EU-15! Dort ist sie gefallen – und bei uns rigide gestiegen! Hören Sie auf, das schönzureden! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: In Österreich haben wir Vollbeschäftigung!)
Abg. Dr. Fekter: ... weil in Wien Misswirtschaft herrscht!
Beschäftigung – ja, Frau Kollegin, ich bleibe gleich bei diesem Thema: Durchschnittliches Wachstum der Beschäftigung (Abg. Dr. Fekter: ... weil in Wien Misswirtschaft herrscht!) in diesem Zeitraum, ab 2000: 0,4 Prozent. (Abg. Dr. Fekter: Wie viel hat
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: ...! Oberösterreich hat 1,7 Prozent! Wien hat über 8 Prozent!
Wien?) Wissen Sie, wie hoch der Durchschnitt bei den EU-15 war? Mehr als doppelt so hoch: 0,9 Prozent! – Ich will nicht, dass alle anderen besser sind als wir! Wir wollen besser sein, aber mit der ÖVP geht das nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: ...! Oberösterreich hat 1,7 Prozent! Wien hat über 8 Prozent!)
Zwischenrufe des Abg. Amon. – Abg. Murauer: Na geh! – Abg. Dr. Fekter: Weil wir 10,5 ... Entlastung haben!
Es verwundert ja nicht, dass Kollege Dinkhauser, immerhin AK-Präsident in Tirol und ÖVP-Politiker, schlichtweg von einem Armutszeugnis spricht, weil eine Million Österreicher bereits gefährdet ist. Und er sagt – das ist nämlich das Wichtige –: Eine gerechte Umverteilung zugunsten des Mittelstandes muss jetzt stattfinden, weil sie bisher nicht stattgefunden hat. (Zwischenrufe des Abg. Amon. – Abg. Murauer: Na geh! – Abg. Dr. Fekter: Weil wir 10,5 ... Entlastung haben!)
Abg. Mag. Molterer: Warum sagt Frau Kircher-Kohl, das ist gescheit, die Gruppenbesteuerung? Das ist interessant! Die versteht mehr als Sie!
Genau dieser Punkt ist es, den wir kritisieren: Sie haben in Österreich einen Nettozuwachs beim Realeinkommen von null, und bei den Großkonzernen – und zwar nur dort – haben wir jedes Jahr 40 und 50 Prozent mehr Gewinn! Das ist kein Wunder, denn Ihre Steuerpolitik fördert genau eines: durch Gruppenbesteuerung Arbeitsplatzansiedlung in Indien, China oder sonst wo. Und durch Streichen der Investitionsbegünstigung begünstigen Sie das Wegsiedeln aus Österreich und die Konsequenz: Rekordarbeitslosigkeit, sinkende Löhne! (Abg. Mag. Molterer: Warum sagt Frau Kircher-Kohl, das ist gescheit, die Gruppenbesteuerung? Das ist interessant! Die versteht mehr als Sie!)
Abg. Murauer: Für Ihre Parteienfinanzierung!
Aber wir kommen zu dem noch viel interessanteren Thema, das Sie in Ihren Fragen 7 bis 10 angegangen sind, zum Thema BAWAG. – Da stellt sich Jörg Haider vorgestern hin und sagt, er habe einen Beweis für die Parteienfinanzierung. (Abg. Murauer: Für Ihre Parteienfinanzierung!) Und dann stellt sich heraus, es geht eine Überweisung von 320 000 US-Dollar von Herrn Flöttl – das ist der Jachturlaubspartner des Herrn, der jetzt hinter mir sitzt – an eine „Galonia“-Stiftung in Liechtenstein.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jeder möge sich selber überlegen, welchen „Hintergrund“ es hatte, wenn da eine solche Zahlung von 320 000 US-Dollar auf eine Stiftung des Herrn Schlaff erfolgte. Da kann sich jeder selbst seinen Reim darauf machen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Amon: 1994er-Prüfbericht!
zember 2001. (Abg. Amon: 1994er-Prüfbericht!) – Justament jener Tag, an dem Herr Taus in Sofia sagte, dass sie interessiert sind am Kauf der MobilTel!
Abg. Neudeck: So, wie Sie es bringen, ist es nicht interessant!
Und der Vorgang lief genau so – gönnt mir die paar Sekunden, es ist nämlich hochinteressant, das zu hören! (Abg. Neudeck: So, wie Sie es bringen, ist es nicht interessant!) –, dass die Herren Taus, Schlaff und Cordt eine Gesellschaft mit der BAWAG gründen: 30 Prozent die BAWAG, 70 Prozent die Herren. Und allein finanziert die BAWAG den Ankauf von einem gewissen Chernoy oder Levajev – es ist völlig obskur, wem die MobilTel gehört hat. (Abg. Dr. Fekter: Kreditfinanziert!)
Abg. Dr. Fekter: Kreditfinanziert!
Und der Vorgang lief genau so – gönnt mir die paar Sekunden, es ist nämlich hochinteressant, das zu hören! (Abg. Neudeck: So, wie Sie es bringen, ist es nicht interessant!) –, dass die Herren Taus, Schlaff und Cordt eine Gesellschaft mit der BAWAG gründen: 30 Prozent die BAWAG, 70 Prozent die Herren. Und allein finanziert die BAWAG den Ankauf von einem gewissen Chernoy oder Levajev – es ist völlig obskur, wem die MobilTel gehört hat. (Abg. Dr. Fekter: Kreditfinanziert!)
Abg. Neudeck: Das ist so wie der BAWAG-Kredit! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Moment, Frau Kollegin, da gibt es zwei Denkschulen, die eine sagt, ein Kredit wurde von den drei Herren besichert – dann stellt sich die Frage: Woher hatten die 11 Milliarden Schilling Besicherung? –, oder es gab keine Besicherung – das war dann ein Geschäft wie jenes mit dem Herrn Flöttl. (Abg. Neudeck: Das ist so wie der BAWAG-Kredit! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Und als der Gewinn dann möglich wurde, schied die BAWAG ohne einen Cent aus, und die Herren, die nie einen Cent eingezahlt hatten, machten 800 Millionen € Gewinn! – Und der Herr Bundeskanzler saß im März 2003 im Jet nach Sofia und konnte uns bis heute nicht erklären, was er dort gemacht hat. Aber das werden wir herausbekommen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Der Herr Schlaff ist aber ... von Gusenbauer!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Der Herr Schlaff ist aber ... von Gusenbauer!
Moment, Frau Kollegin, da gibt es zwei Denkschulen, die eine sagt, ein Kredit wurde von den drei Herren besichert – dann stellt sich die Frage: Woher hatten die 11 Milliarden Schilling Besicherung? –, oder es gab keine Besicherung – das war dann ein Geschäft wie jenes mit dem Herrn Flöttl. (Abg. Neudeck: Das ist so wie der BAWAG-Kredit! – Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Und als der Gewinn dann möglich wurde, schied die BAWAG ohne einen Cent aus, und die Herren, die nie einen Cent eingezahlt hatten, machten 800 Millionen € Gewinn! – Und der Herr Bundeskanzler saß im März 2003 im Jet nach Sofia und konnte uns bis heute nicht erklären, was er dort gemacht hat. Aber das werden wir herausbekommen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Der Herr Schlaff ist aber ... von Gusenbauer!)
Abg. Neudeck: Ihm tut es nicht weh, denn er zahlt es ja nicht!
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche - BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Herren auf der Regierungsbank! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist schon interessant: Kollege Matznetter hat so viel gesagt, aber er hat keinen einzigen Vorschlag gemacht, was die SPÖ besser machen kann – eher schlechter. Er hat vergessen, was seine Kanzler und seine Finanzminister in den letzten 30 Jahren den ÖsterreicherInnen und Österreich angetan haben: 174 Milliarden Schulden! Das tut weh! (Abg. Neudeck: Ihm tut es nicht weh, denn er zahlt es ja nicht!) 174 Milliarden Schulden! 7,5 Milliarden € müssen die Österreicherinnen und Österreicher jetzt an Steuer zahlen. Und dann stellt sich Kollege Matznetter her und tut so, als wäre die SPÖ die große Wirtschaftspartei.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Bei dem, was die derzeitige Regierung für Österreich gemacht hat, muss ich wirklich sagen, müsstet ihr euch eigentlich herausstellen und sagen: Danke schön, BZÖ, danke schön, ÖVP! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Wir haben das Haus Österreich wieder in Ordnung gebracht.
Abg. Dr. Cap: Atmen nicht vergessen!
Es ist unverantwortlich, mit Arbeitnehmergeldern vom Verein ÖGB so umzugehen. Überall, wo die SPÖ das Sagen hat – schaut es euch einmal an! –: Ein Präsident und ein Finanzchef des ÖGB entscheiden über das gesamte Vermögen, über 3 Milliarden € werden einfach in der Karibik verspekuliert. Eine Pension in der Höhe von 80 Prozent des Letztbezuges hat diese ÖGB-Führung für sich selbst beschlossen (Abg. Dr. Cap: Atmen nicht vergessen!) – da hat niemand mit beschlossen! –, 24 Monatsgehälter Abfertigung, und 2 000 ÖGB-Mitarbeiter zittern jetzt um ihre Pension! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß, die Wahrheit tut weh. Aufpassen, da könnt ihr ein bisschen etwas lernen, vielleicht macht ihr es dann das nächste Mal besser. Aber euch kann man keinen Betrieb in die Hand geben, denn es geht alles den Bach hinunter.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist unverantwortlich, mit Arbeitnehmergeldern vom Verein ÖGB so umzugehen. Überall, wo die SPÖ das Sagen hat – schaut es euch einmal an! –: Ein Präsident und ein Finanzchef des ÖGB entscheiden über das gesamte Vermögen, über 3 Milliarden € werden einfach in der Karibik verspekuliert. Eine Pension in der Höhe von 80 Prozent des Letztbezuges hat diese ÖGB-Führung für sich selbst beschlossen (Abg. Dr. Cap: Atmen nicht vergessen!) – da hat niemand mit beschlossen! –, 24 Monatsgehälter Abfertigung, und 2 000 ÖGB-Mitarbeiter zittern jetzt um ihre Pension! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß, die Wahrheit tut weh. Aufpassen, da könnt ihr ein bisschen etwas lernen, vielleicht macht ihr es dann das nächste Mal besser. Aber euch kann man keinen Betrieb in die Hand geben, denn es geht alles den Bach hinunter.
Abg. Bures: Was habt ihr?
Diese Regierung hat das Haus Österreich wieder hinaufgewirtschaftet – wir haben die besten Zahlen in der Wirtschaft, die Zahl der Arbeitslosen haben wir auf unter 200 000 reduziert, das hat es unter der SPÖ sowieso nie gegeben. (Abg. Bures: Was habt ihr?) Wir haben das Sozialsystem gesichert, wir haben die Pensionen gesichert, wir haben der Jugend Programme gegeben und vieles mehr.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich kann nur eines sagen: Ich hoffe, dass ihr am 1. Oktober die entsprechende Antwort bekommt! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Marizzi: Jetzt bekommt das Ganze wieder Niveau!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Mag. Kogler. Ich stelle die Gesamtredezeit von 10 Minuten ein. – Bitte. (Abg. Marizzi: Jetzt bekommt das Ganze wieder Niveau!)
Rufe bei der ÖVP: Besser geht es nicht!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Diese Dringliche Anfrage des Abgeordneten Stummvoll und des Klubobmannes Molterer folgt offensichtlich dem neu ausgerufenen Motto des Bundeskanzlers, das in der ÖVP-Fraktion mittlerweile offensichtlich sehr beliebt ist: Tiefer geht es nicht! (Rufe bei der ÖVP: Besser geht es nicht!)
Abg. Neudeck: Was ist schlimm, dass es jeder weiß oder ...?
Frage 8: „Wie hoch war die Abfertigung“ von Elsner – was eh jeder weiß und was schlimm genug ist –, „und wie lang muss ein durchschnittlicher Verdiener...“ (Abg. Neudeck: Was ist schlimm, dass es jeder weiß oder ...?) – Man hätte etwa auch formulieren können: „... wie lange muss eine Mindestpensionistin ...“, dann hätte man noch schönere Zahlen gehabt. (Abg. Neudeck: Sie finden es schlimm, dass jeder weiß, was der Elsner an Abfertigung bekommen hat?!) – Nein, das ist alles Mögliche, aber jedenfalls keine vernünftige Dringliche Anfrage.
Abg. Neudeck: Sie finden es schlimm, dass jeder weiß, was der Elsner an Abfertigung bekommen hat?!
Frage 8: „Wie hoch war die Abfertigung“ von Elsner – was eh jeder weiß und was schlimm genug ist –, „und wie lang muss ein durchschnittlicher Verdiener...“ (Abg. Neudeck: Was ist schlimm, dass es jeder weiß oder ...?) – Man hätte etwa auch formulieren können: „... wie lange muss eine Mindestpensionistin ...“, dann hätte man noch schönere Zahlen gehabt. (Abg. Neudeck: Sie finden es schlimm, dass jeder weiß, was der Elsner an Abfertigung bekommen hat?!) – Nein, das ist alles Mögliche, aber jedenfalls keine vernünftige Dringliche Anfrage.
Abg. Neudeck: Was ihr schon alles gefragt habt, was nicht Vollziehung ist!
Im Übrigen ist diese Dringliche Anfrage meines Erachtens geschäftsordnungswidrig, das muss ich schon auch einmal sagen, Frau Präsidentin. Die Fragen 7 bis 10 haben mit der Vollziehung exakt überhaupt nichts mehr zu tun. Sie von der ÖVP haben nicht einmal den Versuch gemacht – dafür könnte man ja noch gewisses Verständnis aufbringen –, zu sagen, dass immerhin eine SteuerzahlerInnen-Haftung, um in Ihrem Jargon zu bleiben, für die BAWAG existiere, sodass das irgendwie doch noch eine nach der Geschäftsordnung gerechtfertigte Anfrage wäre. Aber nicht einmal das ist gelungen, weil gar nicht versucht. (Abg. Neudeck: Was ihr schon alles gefragt habt, was nicht Vollziehung ist!)
Abg. Dr. Fekter: Wir haben die unteren Einkommen entlastet, steuerfrei gestellt!
Sie mit den ständigen Sparpaketen, weil Sie sich anschicken, bei den besseren, vermögenden Einkommensschichten zu entlasten, werden auf der anderen Seite Sparpakete brauchen, und das ist das eigentliche Belastungspaket. Die eigentlichen Belastungspakete schnüren Sie, weil das, was seit dem Jahr 2000 gelaufen ist, tendenziell die Unterprivilegierten viel stärker trifft. Das lässt sich mit allen Statistiken nachweisen. Da wird Ihnen vielleicht im Wahlkampf dieses Kampf-Kauderwelsch helfen, aber versuchen wir, hier wenigstens eine Spur seriös zu bleiben. (Abg. Dr. Fekter: Wir haben die unteren Einkommen entlastet, steuerfrei gestellt!)
Abg. Dr. Fekter: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es heraus!
Ich kann das genauso gut umgekehrt deuten (Abg. Dr. Fekter: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es heraus!): Es ist eben wichtig, wer an welcher Stelle entlastet wird. Die Grünen treten als Entlastungspartei an: Wir entlasten bei den Studierenden. Warum ist das so wichtig? – Weil wir die Zahl der Studierenden erhöhen wollen und nicht diesen Kaputtsparkurs der Ministerin Gehrer dort noch unterstützen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter), wo Sie mit den Studiengebühren noch restriktiv eine draufhauen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter
Ich kann das genauso gut umgekehrt deuten (Abg. Dr. Fekter: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es heraus!): Es ist eben wichtig, wer an welcher Stelle entlastet wird. Die Grünen treten als Entlastungspartei an: Wir entlasten bei den Studierenden. Warum ist das so wichtig? – Weil wir die Zahl der Studierenden erhöhen wollen und nicht diesen Kaputtsparkurs der Ministerin Gehrer dort noch unterstützen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter), wo Sie mit den Studiengebühren noch restriktiv eine draufhauen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.
Ich kann das genauso gut umgekehrt deuten (Abg. Dr. Fekter: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es heraus!): Es ist eben wichtig, wer an welcher Stelle entlastet wird. Die Grünen treten als Entlastungspartei an: Wir entlasten bei den Studierenden. Warum ist das so wichtig? – Weil wir die Zahl der Studierenden erhöhen wollen und nicht diesen Kaputtsparkurs der Ministerin Gehrer dort noch unterstützen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter), wo Sie mit den Studiengebühren noch restriktiv eine draufhauen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
Abg. Neudeck: Wir wissen, dass sich eures von vornherein nicht ausgeht!
Wirtschaftswachstum von 4 oder 5 Prozent. (Abg. Neudeck: Wir wissen, dass sich eures von vornherein nicht ausgeht!) Aber woher soll denn das kommen? Das glaubt ja nicht einmal Kollege Grasser. Also fahren Sie ab damit, wirklich wahr, das kann ja so nicht funktionieren.
Abg. Dr. Mitterlehner: Was tun Sie für die Ein-Personen-Unternehmen? – Abg. Dr. Fekter: Ja, was sagen Sie dazu?
In anderen Bereichen allerdings ist gegenzufinanzieren, wenn das nicht davongaloppieren soll – und wir bekennen uns dazu. (Abg. Dr. Mitterlehner: Was tun Sie für die Ein-Personen-Unternehmen? – Abg. Dr. Fekter: Ja, was sagen Sie dazu?)
Abg. Neudeck: Aber wir haben es gemacht, und ihr habt es nur erzählt!
Unser Vorschlag sieht sieben Jahre vor, wir stehen jetzt bei den Verlustvortragsregelungen bei drei Jahren, und einen Haufen Maßnahmen mehr in diese Richtung. (Abg. Neudeck: Aber wir haben es gemacht, und ihr habt es nur erzählt!) Nein, gar nicht, wir haben an dieser Stelle mitgestimmt. (Abg. Mag. Molterer: Also war es nicht so schlecht, was wir gemacht haben!) So ist es ja noch nicht, dass das Parlament auch noch so geteilt wird. (Abg. Mag. Molterer: Wir sind dagegen, aber wir haben dafür gestimmt!)
Abg. Mag. Molterer: Also war es nicht so schlecht, was wir gemacht haben!
Unser Vorschlag sieht sieben Jahre vor, wir stehen jetzt bei den Verlustvortragsregelungen bei drei Jahren, und einen Haufen Maßnahmen mehr in diese Richtung. (Abg. Neudeck: Aber wir haben es gemacht, und ihr habt es nur erzählt!) Nein, gar nicht, wir haben an dieser Stelle mitgestimmt. (Abg. Mag. Molterer: Also war es nicht so schlecht, was wir gemacht haben!) So ist es ja noch nicht, dass das Parlament auch noch so geteilt wird. (Abg. Mag. Molterer: Wir sind dagegen, aber wir haben dafür gestimmt!)
Abg. Mag. Molterer: Wir sind dagegen, aber wir haben dafür gestimmt!
Unser Vorschlag sieht sieben Jahre vor, wir stehen jetzt bei den Verlustvortragsregelungen bei drei Jahren, und einen Haufen Maßnahmen mehr in diese Richtung. (Abg. Neudeck: Aber wir haben es gemacht, und ihr habt es nur erzählt!) Nein, gar nicht, wir haben an dieser Stelle mitgestimmt. (Abg. Mag. Molterer: Also war es nicht so schlecht, was wir gemacht haben!) So ist es ja noch nicht, dass das Parlament auch noch so geteilt wird. (Abg. Mag. Molterer: Wir sind dagegen, aber wir haben dafür gestimmt!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Es ist einfach so, Herr Stummvoll: In bestimmten Bereichen, namentlich im Stiftungssteuerrecht, ist Österreich zur Steueroase verkommen, zur Steueroase für besonders Begüterte. Hätten Sie gleich ins Gesetz geschrieben: Wer besonders große Vermögen hat, zahlt besonders keine Steuern mehr. So ist die Sache! (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Mittlerweile gibt es mehr Stiftungen als Aktiengesellschaften in Österreich. Das hat einen einfachen Grund: weil die Unternehmensanteile in Stiftungen versteckt werden und dann praktisch keine Gewinnsteuern mehr gezahlt werden, bis man sie herausnimmt. So schaut das nämlich aus, und das ist ein Privilegienstadl im Steuerbereich, der nicht mehr duldbar ist. Und wenn man all das summiert, kommen dort 300 Millionen, da 500 Millionen zustande, und die Gegenfinanzierung ist perfekt. Wir bekennen uns dazu. Man darf ja gespannt sein, wie Sie ohne Sparpakete auf Ihr Nulldefizit kommen wollen. Aber diese Voodoo-Öko..., ach so, das darf man ja nicht mehr sagen, da es eine Beleidigung des Voodoos an sich wäre, wenn man dazu Voodoo-Ökonomie sagt. Herr Finanzminister, es ist irgendetwas anderes, jedenfalls etwas noch Ungeschickteres. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: ... Eurofighter!
Aber wenden wir uns ab von der Belastungs- und Entlastungsdebatte. Ich sage Ihnen nur, dass alles relativ ist. Wir wollen die entlasten, die es wirklich brauchen, während Sie auf ihre Klientelen schielen, das macht einfach den Unterschied. Wir bekennen uns eben zur Gegenfinanzierung. (Abg. Dr. Fekter: ... Eurofighter!) – Nein, den Eurofighter haben wir gar nicht erwähnt, das ist ja für Sie eine Koalitionsbedingung, wie ich jetzt gesehen und wieder gelesen habe. Also plakatieren Sie ruhig, wer diesen nutzlosen Krempel will, soll ÖVP wählen. Ich habe damit nichts über ihren Nutzen sagen wollen.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (fortsetzend): Gut. Ich sage nur: Wenn Sie ehrlich an Aufklärung interessiert wären, dann würden Sie diesem Untersuchungsausschuss zustimmen und nicht mit Ihrer Mehrheit willkürlich hier Dinge zulassen, die die Aufklärung verhindern. Das wird seinen Grund haben. – Reden wir einmal über Taus und Schlaff, da ist dem Kollegen Matznetter zuzustimmen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Mag. Kogler: Das liegt aber an Ihrem Kopf!
mit dem Taus?) Lieber Herr Kollege Kogler, wenn Sie hier Wirtschaftspolitik vertreten, dann, muss ich ganz ehrlich sagen, kann ich nur den Kopf schütteln. (Abg. Mag. Kogler: Das liegt aber an Ihrem Kopf!) Ihr EPU-Programm war nämlich ziemlich nebulos – nur zu sagen, die Verlustvorträge auf zwei Jahre anzuheben. (Abg. Mag. Kogler: Auf sieben!) Sie haben verschlafen, was diese Bundesregierung getan hat, Herr Kogler! Ich sage es Ihnen ganz ehrlich.
Abg. Mag. Kogler: Auf sieben!
mit dem Taus?) Lieber Herr Kollege Kogler, wenn Sie hier Wirtschaftspolitik vertreten, dann, muss ich ganz ehrlich sagen, kann ich nur den Kopf schütteln. (Abg. Mag. Kogler: Das liegt aber an Ihrem Kopf!) Ihr EPU-Programm war nämlich ziemlich nebulos – nur zu sagen, die Verlustvorträge auf zwei Jahre anzuheben. (Abg. Mag. Kogler: Auf sieben!) Sie haben verschlafen, was diese Bundesregierung getan hat, Herr Kogler! Ich sage es Ihnen ganz ehrlich.
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sie sind eine GesmbH?
Ich habe zu Hause einen mittelständischen Betrieb, und ich habe es geschätzt, nämlich im Sinne unserer Arbeitsplätze, dass wir die Körperschaftsteuer gesenkt haben, denn ich bin eine GesmbH. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Sie sind eine GesmbH?)
Abg. Neudeck: Und so weiter, und so weiter!
Wir haben das Betriebshilfemodell ausgeweitet. (Abg. Neudeck: Und so weiter, und so weiter!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
Wir haben eine Ausweitung des Verlustvortrages bis drei Jahre gemacht – zugegeben, wir sind bei einer Ausweitung auf sieben Jahre dabei, aber das ist eine Marginalie gegen das, was wir schon alles gemacht haben, Herr Kogler! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
Diesen Entlastungskurs wollen wir natürlich fortsetzen. Das gelingt aber nur dann, wenn das Land weiter blüht, gut dasteht und nicht abgewirtschaftet wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.) Die Gusenbauer-SPÖ würde dieses Land abwirtschaften, denn Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften. (Abg. Neudeck: Ein politischer Winter wäre das!) Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gusen-SPÖ, Gusenbauer-SPÖ weitere Pleiten produziert, ist nämlich groß. (Abg. Heinzl: Langsam sprechen!)
Abg. Neudeck: Ein politischer Winter wäre das!
Diesen Entlastungskurs wollen wir natürlich fortsetzen. Das gelingt aber nur dann, wenn das Land weiter blüht, gut dasteht und nicht abgewirtschaftet wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.) Die Gusenbauer-SPÖ würde dieses Land abwirtschaften, denn Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften. (Abg. Neudeck: Ein politischer Winter wäre das!) Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gusen-SPÖ, Gusenbauer-SPÖ weitere Pleiten produziert, ist nämlich groß. (Abg. Heinzl: Langsam sprechen!)
Abg. Heinzl: Langsam sprechen!
Diesen Entlastungskurs wollen wir natürlich fortsetzen. Das gelingt aber nur dann, wenn das Land weiter blüht, gut dasteht und nicht abgewirtschaftet wird. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.) Die Gusenbauer-SPÖ würde dieses Land abwirtschaften, denn Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften. (Abg. Neudeck: Ein politischer Winter wäre das!) Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gusen-SPÖ, Gusenbauer-SPÖ weitere Pleiten produziert, ist nämlich groß. (Abg. Heinzl: Langsam sprechen!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich ein Wort zum BAWAG-ÖGB-SPÖ-Skandal sagen. Bundespräsident Dr. Kirchschläger hat den bedeutungsvollen Ausspruch von der Notwendigkeit, saure Wiesen trockenzulegen, gemacht. – Damals: AKH-Skandal, Lucona-Skandal, Noricum-Skandal, „Konsum“-Pleite, ARBÖ-Veruntreuungen, Bank-Burgenland-Pleite, und jetzt: BAWAG-Pleite oder zumindest -Skandal (Zwischenrufe bei der SPÖ), ÖGB-Veruntreuungen der Mitgliedsbeiträge – alles im Dunstkreis der Sozialisten, überall SPÖ-Parteimitglieder verantwortlich für diese Misswirtschaft. (Abg. Gradwohl: Alles beim Herrn Kirchschläger, der arme Herr Alt-Bundespräsident Kirchschläger! Das hat er sich nicht verdient!)
Abg. Gradwohl: Alles beim Herrn Kirchschläger, der arme Herr Alt-Bundespräsident Kirchschläger! Das hat er sich nicht verdient!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich ein Wort zum BAWAG-ÖGB-SPÖ-Skandal sagen. Bundespräsident Dr. Kirchschläger hat den bedeutungsvollen Ausspruch von der Notwendigkeit, saure Wiesen trockenzulegen, gemacht. – Damals: AKH-Skandal, Lucona-Skandal, Noricum-Skandal, „Konsum“-Pleite, ARBÖ-Veruntreuungen, Bank-Burgenland-Pleite, und jetzt: BAWAG-Pleite oder zumindest -Skandal (Zwischenrufe bei der SPÖ), ÖGB-Veruntreuungen der Mitgliedsbeiträge – alles im Dunstkreis der Sozialisten, überall SPÖ-Parteimitglieder verantwortlich für diese Misswirtschaft. (Abg. Gradwohl: Alles beim Herrn Kirchschläger, der arme Herr Alt-Bundespräsident Kirchschläger! Das hat er sich nicht verdient!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
„Saure Wiesen“, hat damals Dr. Kirchschläger gesagt. Und heute? – Heute sind diese sauren Wiesen nicht trockengelegt, sondern zu einem tiefen roten Sumpf angeschwollen. Ein Morast im Dunstkreis der SPÖ (Zwischenrufe bei der ÖVP), von der Staatsanwaltschaft, die Verfahren niedergeschlagen hat, bis zum Chef der Wirtschaftspolizei, über rote Finanzminister, die die Kontrollen unterbunden und Prüfungen verhindert haben, über ÖGB-Funktionäre, die Kontrollen überhaupt außer Kraft gesetzt haben, und BAWAG-Management, das vertuscht, verschleiert und betrogen hat. Damit haben Sie von der SPÖ, meine sehr verehrten Damen und Herren, nicht nur Gewerkschaftsmitgliedsbeiträge veruntreut, sondern Verrat an der gesamten Arbeiterbewegung begangen. (Ruf bei der SPÖ: Das machen Sie gerade!)
Ruf bei der SPÖ: Das machen Sie gerade!
„Saure Wiesen“, hat damals Dr. Kirchschläger gesagt. Und heute? – Heute sind diese sauren Wiesen nicht trockengelegt, sondern zu einem tiefen roten Sumpf angeschwollen. Ein Morast im Dunstkreis der SPÖ (Zwischenrufe bei der ÖVP), von der Staatsanwaltschaft, die Verfahren niedergeschlagen hat, bis zum Chef der Wirtschaftspolizei, über rote Finanzminister, die die Kontrollen unterbunden und Prüfungen verhindert haben, über ÖGB-Funktionäre, die Kontrollen überhaupt außer Kraft gesetzt haben, und BAWAG-Management, das vertuscht, verschleiert und betrogen hat. Damit haben Sie von der SPÖ, meine sehr verehrten Damen und Herren, nicht nur Gewerkschaftsmitgliedsbeiträge veruntreut, sondern Verrat an der gesamten Arbeiterbewegung begangen. (Ruf bei der SPÖ: Das machen Sie gerade!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Für mich als Justizsprecherin der ÖVP ist es bedrohlich, wenn gerade heute und jetzt die Forderung nach einem weisungsfreien Bundesanwalt von der SPÖ aufgestellt wird, mitten in der Aufklärungsphase dieses kriminellen Netzwerkes. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Justiz anschütten und gleichzeitig nach einer neuen weisungsfreien Behörde rufen, wo man den Leiter selbst hinsetzt, das würde sich die SPÖ wünschen. (Abg. Dr. Einem: Mit Zweidrittelmehrheit, ja!) Mit uns nicht! Nein, danke. Eine derartige Vertuschungsbehörde, die dann alle Skandalaufklärungen niederschlagen könnte, wollen wir nicht. Wir wollen Aufklärung in diesem Skandal und in diesem Sumpf! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Einem: Mit Zweidrittelmehrheit, ja!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Für mich als Justizsprecherin der ÖVP ist es bedrohlich, wenn gerade heute und jetzt die Forderung nach einem weisungsfreien Bundesanwalt von der SPÖ aufgestellt wird, mitten in der Aufklärungsphase dieses kriminellen Netzwerkes. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Justiz anschütten und gleichzeitig nach einer neuen weisungsfreien Behörde rufen, wo man den Leiter selbst hinsetzt, das würde sich die SPÖ wünschen. (Abg. Dr. Einem: Mit Zweidrittelmehrheit, ja!) Mit uns nicht! Nein, danke. Eine derartige Vertuschungsbehörde, die dann alle Skandalaufklärungen niederschlagen könnte, wollen wir nicht. Wir wollen Aufklärung in diesem Skandal und in diesem Sumpf! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Für mich als Justizsprecherin der ÖVP ist es bedrohlich, wenn gerade heute und jetzt die Forderung nach einem weisungsfreien Bundesanwalt von der SPÖ aufgestellt wird, mitten in der Aufklärungsphase dieses kriminellen Netzwerkes. (Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.) Justiz anschütten und gleichzeitig nach einer neuen weisungsfreien Behörde rufen, wo man den Leiter selbst hinsetzt, das würde sich die SPÖ wünschen. (Abg. Dr. Einem: Mit Zweidrittelmehrheit, ja!) Mit uns nicht! Nein, danke. Eine derartige Vertuschungsbehörde, die dann alle Skandalaufklärungen niederschlagen könnte, wollen wir nicht. Wir wollen Aufklärung in diesem Skandal und in diesem Sumpf! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächste zum Wort gelangt Frau Abgeordnete Bures. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich eingangs auf Grund der Debatte heute Morgen noch einmal einen Appell an den Bundeskanzler richten. Ich ersuche den Bundeskanzler, sich für seine sexistische und frauenfeindliche Entgleisung vor allen Österreicherinnen zu entschuldigen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre jetzt längst fällig. Er hatte einige Stunden Zeit, darüber nachzudenken. Ich denke, dass vielleicht wir Frauen hier im Hause einer Meinung sein könnten, nämlich dass sich der Bundeskanzler für diese sexistische Entgleisung bei den österreichischen Frauen zu entschuldigen hat. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich eingangs auf Grund der Debatte heute Morgen noch einmal einen Appell an den Bundeskanzler richten. Ich ersuche den Bundeskanzler, sich für seine sexistische und frauenfeindliche Entgleisung vor allen Österreicherinnen zu entschuldigen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre jetzt längst fällig. Er hatte einige Stunden Zeit, darüber nachzudenken. Ich denke, dass vielleicht wir Frauen hier im Hause einer Meinung sein könnten, nämlich dass sich der Bundeskanzler für diese sexistische Entgleisung bei den österreichischen Frauen zu entschuldigen hat. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Aber die Antworten waren gut! Die Antworten waren sehr gut!
die Fragen, die Sie an den Finanzminister gestellt haben, nicht sehr spannend. Das ist eine Wahlkampf-Dringliche, die noch dazu wirklich schlecht ist. (Abg. Neudeck: Aber die Antworten waren gut! Die Antworten waren sehr gut!)
Abg. Dr. Fekter: Ihr liefert sie ja!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Fekter, ich denke manchmal darüber nach, was in einem Kopf vorgeht, wenn jemand ununterbrochen nichts anderes im Kopf hat als irgendwelche illegalen Machenschaften, irgendwelche Geldflüsse. (Abg. Dr. Fekter: Ihr liefert sie ja!) Für nichts gibt es Beweise, aber es wird immer etwas in den Raum gestellt, es werden abenteuerliche Dinge konstruiert. (Abg. Hornek: Die sind nicht konstruiert, das ist Realität! – Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Dafür gibt es in Österreich ein Sprichwort, nämlich: Wie der Schelm denkt, so ist er! – Ich weise all das, was Sie der SPÖ vorwerfen, auf das Schärfste zurück, Frau Fekter! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hornek: Die sind nicht konstruiert, das ist Realität! – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Fekter, ich denke manchmal darüber nach, was in einem Kopf vorgeht, wenn jemand ununterbrochen nichts anderes im Kopf hat als irgendwelche illegalen Machenschaften, irgendwelche Geldflüsse. (Abg. Dr. Fekter: Ihr liefert sie ja!) Für nichts gibt es Beweise, aber es wird immer etwas in den Raum gestellt, es werden abenteuerliche Dinge konstruiert. (Abg. Hornek: Die sind nicht konstruiert, das ist Realität! – Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Dafür gibt es in Österreich ein Sprichwort, nämlich: Wie der Schelm denkt, so ist er! – Ich weise all das, was Sie der SPÖ vorwerfen, auf das Schärfste zurück, Frau Fekter! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Fekter, ich denke manchmal darüber nach, was in einem Kopf vorgeht, wenn jemand ununterbrochen nichts anderes im Kopf hat als irgendwelche illegalen Machenschaften, irgendwelche Geldflüsse. (Abg. Dr. Fekter: Ihr liefert sie ja!) Für nichts gibt es Beweise, aber es wird immer etwas in den Raum gestellt, es werden abenteuerliche Dinge konstruiert. (Abg. Hornek: Die sind nicht konstruiert, das ist Realität! – Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Dafür gibt es in Österreich ein Sprichwort, nämlich: Wie der Schelm denkt, so ist er! – Ich weise all das, was Sie der SPÖ vorwerfen, auf das Schärfste zurück, Frau Fekter! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie haben sich hierher gestellt und gesagt: Wir haben entlastet! Wir haben entlastet! Wir haben entlastet! – Fragen Sie die Menschen, die spüren nichts davon. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Menschen spüren nämlich etwas ganz anderes: Sie spüren, dass sie immer weniger im Geldbörsl haben und dass ihr Leben immer härter wird. Wissen Sie, warum? – Weil wir zwar ein schönes Land sind, ein reiches Land sind (Abg. Dr. Lopatka: Ja, eben!), ein Land mit lauter fleißigen Menschen, aber wir haben eine faule Regierung, die schlechte Politik macht! (Ruf bei der ÖVP: Na hallo!) Das ist das Problem, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Lopatka: Ja, eben!
Sie haben sich hierher gestellt und gesagt: Wir haben entlastet! Wir haben entlastet! Wir haben entlastet! – Fragen Sie die Menschen, die spüren nichts davon. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Menschen spüren nämlich etwas ganz anderes: Sie spüren, dass sie immer weniger im Geldbörsl haben und dass ihr Leben immer härter wird. Wissen Sie, warum? – Weil wir zwar ein schönes Land sind, ein reiches Land sind (Abg. Dr. Lopatka: Ja, eben!), ein Land mit lauter fleißigen Menschen, aber wir haben eine faule Regierung, die schlechte Politik macht! (Ruf bei der ÖVP: Na hallo!) Das ist das Problem, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Na hallo!
Sie haben sich hierher gestellt und gesagt: Wir haben entlastet! Wir haben entlastet! Wir haben entlastet! – Fragen Sie die Menschen, die spüren nichts davon. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Menschen spüren nämlich etwas ganz anderes: Sie spüren, dass sie immer weniger im Geldbörsl haben und dass ihr Leben immer härter wird. Wissen Sie, warum? – Weil wir zwar ein schönes Land sind, ein reiches Land sind (Abg. Dr. Lopatka: Ja, eben!), ein Land mit lauter fleißigen Menschen, aber wir haben eine faule Regierung, die schlechte Politik macht! (Ruf bei der ÖVP: Na hallo!) Das ist das Problem, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie haben sich hierher gestellt und gesagt: Wir haben entlastet! Wir haben entlastet! Wir haben entlastet! – Fragen Sie die Menschen, die spüren nichts davon. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Menschen spüren nämlich etwas ganz anderes: Sie spüren, dass sie immer weniger im Geldbörsl haben und dass ihr Leben immer härter wird. Wissen Sie, warum? – Weil wir zwar ein schönes Land sind, ein reiches Land sind (Abg. Dr. Lopatka: Ja, eben!), ein Land mit lauter fleißigen Menschen, aber wir haben eine faule Regierung, die schlechte Politik macht! (Ruf bei der ÖVP: Na hallo!) Das ist das Problem, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Lopatka: Der 1. Oktober kommt!
Ich finde es auch beschämend, wenn Sie als Justizsprecherin sich hierher stellen und fragen (Abg. Dr. Lopatka: Der 1. Oktober kommt!), wie es mit dem Rechtsstaat aussieht, Sie aber diejenigen sind, die den Rechtsstaat in Österreich meiner Auffassung nach massiv schädigen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich finde es auch beschämend, wenn Sie als Justizsprecherin sich hierher stellen und fragen (Abg. Dr. Lopatka: Der 1. Oktober kommt!), wie es mit dem Rechtsstaat aussieht, Sie aber diejenigen sind, die den Rechtsstaat in Österreich meiner Auffassung nach massiv schädigen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Um aufzuklären, natürlich!
Was sagen Sie, Frau Fekter, eigentlich dazu, dass die Oberstaatsanwaltschaft heute eine Selbstanzeige eingebracht hat? – Die Justiz lässt wegen möglichen Geheimnisverrats gegen sich selbst ermitteln. (Abg. Dr. Fekter: Um aufzuklären, natürlich!) Die Justiz hat offensichtlich in ihrem Kreis schwarze Schafe, die Informationen an die ÖVP und an das BZÖ gegeben haben (Abg. Rädler: Nur Ihre Vorwürfe sollen geklärt werden!), wogegen sich die Justiz wehren muss. Sie muss sich gegen Ihre Methoden in der Politik wehren (Abg. Dr. Fekter: Eure Vorwürfe! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), gegen den üblen Stil, den Sie auf dem Rücken der Justiz austragen. Das ist das Problem, Frau Fekter! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Nur Ihre Vorwürfe sollen geklärt werden!
Was sagen Sie, Frau Fekter, eigentlich dazu, dass die Oberstaatsanwaltschaft heute eine Selbstanzeige eingebracht hat? – Die Justiz lässt wegen möglichen Geheimnisverrats gegen sich selbst ermitteln. (Abg. Dr. Fekter: Um aufzuklären, natürlich!) Die Justiz hat offensichtlich in ihrem Kreis schwarze Schafe, die Informationen an die ÖVP und an das BZÖ gegeben haben (Abg. Rädler: Nur Ihre Vorwürfe sollen geklärt werden!), wogegen sich die Justiz wehren muss. Sie muss sich gegen Ihre Methoden in der Politik wehren (Abg. Dr. Fekter: Eure Vorwürfe! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), gegen den üblen Stil, den Sie auf dem Rücken der Justiz austragen. Das ist das Problem, Frau Fekter! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Eure Vorwürfe! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Was sagen Sie, Frau Fekter, eigentlich dazu, dass die Oberstaatsanwaltschaft heute eine Selbstanzeige eingebracht hat? – Die Justiz lässt wegen möglichen Geheimnisverrats gegen sich selbst ermitteln. (Abg. Dr. Fekter: Um aufzuklären, natürlich!) Die Justiz hat offensichtlich in ihrem Kreis schwarze Schafe, die Informationen an die ÖVP und an das BZÖ gegeben haben (Abg. Rädler: Nur Ihre Vorwürfe sollen geklärt werden!), wogegen sich die Justiz wehren muss. Sie muss sich gegen Ihre Methoden in der Politik wehren (Abg. Dr. Fekter: Eure Vorwürfe! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), gegen den üblen Stil, den Sie auf dem Rücken der Justiz austragen. Das ist das Problem, Frau Fekter! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was sagen Sie, Frau Fekter, eigentlich dazu, dass die Oberstaatsanwaltschaft heute eine Selbstanzeige eingebracht hat? – Die Justiz lässt wegen möglichen Geheimnisverrats gegen sich selbst ermitteln. (Abg. Dr. Fekter: Um aufzuklären, natürlich!) Die Justiz hat offensichtlich in ihrem Kreis schwarze Schafe, die Informationen an die ÖVP und an das BZÖ gegeben haben (Abg. Rädler: Nur Ihre Vorwürfe sollen geklärt werden!), wogegen sich die Justiz wehren muss. Sie muss sich gegen Ihre Methoden in der Politik wehren (Abg. Dr. Fekter: Eure Vorwürfe! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), gegen den üblen Stil, den Sie auf dem Rücken der Justiz austragen. Das ist das Problem, Frau Fekter! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hornek: Wer hat Sie so aufgeregt? Was regt Sie so auf?
Die Richterin Helige, eine in Österreich anerkannte Richterin, sagt, das Ansehen der Justiz sei gefährdet. – Nur, damit Sie politisches Kleingeld machen, damit Sie nicht über Ihre miserable Regierungsbilanz reden müssen, nämlich: Rekordarbeitslosigkeit, Weg in die Zwei-Klassen-Medizin, Pensionskürzungen, und darüber, dass das Leben der Menschen in den letzten sechs Jahren härter geworden ist. (Abg. Hornek: Wer hat Sie so aufgeregt? Was regt Sie so auf?) Ein paar Reiche und Privilegierte haben es besser, aber die Mehrheit der Menschen spürt von Ihren Entlastungen überhaupt nichts, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Wer hat diese Rede geschrieben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Wer hat diese Rede geschrieben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Richterin Helige, eine in Österreich anerkannte Richterin, sagt, das Ansehen der Justiz sei gefährdet. – Nur, damit Sie politisches Kleingeld machen, damit Sie nicht über Ihre miserable Regierungsbilanz reden müssen, nämlich: Rekordarbeitslosigkeit, Weg in die Zwei-Klassen-Medizin, Pensionskürzungen, und darüber, dass das Leben der Menschen in den letzten sechs Jahren härter geworden ist. (Abg. Hornek: Wer hat Sie so aufgeregt? Was regt Sie so auf?) Ein paar Reiche und Privilegierte haben es besser, aber die Mehrheit der Menschen spürt von Ihren Entlastungen überhaupt nichts, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Wer hat diese Rede geschrieben? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie wollen die Bilanz Ihres politischen Versagens nicht hören. Sie reden daher auch nicht mit den Menschen. Der Bundeskanzler sperrt sich auf dem Ballhausplatz ein. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie versuchen in Wirklichkeit, die Augen vor der Realität von tausenden Familien, AlleinerzieherInnen und PensionistInnen zu verschließen.
Abg. Rädler: Glauben Sie das selbst? Sie glauben das ja selbst nicht mehr!
Ich sage Ihnen: Der 1. Oktober wird der Tag sein, an dem die Menschen sagen: Wenn ihr nichts hören wollt, dann werdet ihr es fühlen! – Die Österreicherinnen und Österreicher werden Ihnen mit Ihrer arroganten, abgehobenen und unsozialen Politik der letzten Jahre, die auf dem Rücken der ÖsterreicherInnen ausgetragen wurde, nicht mehr die Mehrheit geben (Abg. Rädler: Glauben Sie das selbst? Sie glauben das ja selbst nicht mehr!), und daher wird Österreich ab dem 2. Oktober in eine zuversichtliche, hoffnungsfrohe, faire, soziale, gerechte Zukunft gehen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Der 1. Oktober wird der Tag sein, an dem die Menschen sagen: Wenn ihr nichts hören wollt, dann werdet ihr es fühlen! – Die Österreicherinnen und Österreicher werden Ihnen mit Ihrer arroganten, abgehobenen und unsozialen Politik der letzten Jahre, die auf dem Rücken der ÖsterreicherInnen ausgetragen wurde, nicht mehr die Mehrheit geben (Abg. Rädler: Glauben Sie das selbst? Sie glauben das ja selbst nicht mehr!), und daher wird Österreich ab dem 2. Oktober in eine zuversichtliche, hoffnungsfrohe, faire, soziale, gerechte Zukunft gehen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Weinzinger.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche - BZÖ): Frau Kollegin Weinzinger, ich muss Sie enttäuschen: Dies wird nicht meine Abschiedsrede sein. (Zwischenruf der Abg. Mag. Weinzinger.)
Abg. Neudeck: Es redet ja keiner mit ihr!
Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine geschätzten Damen und Herren! Nachdem die Wahlkampfmaschine der SPÖ jetzt fünf Minuten lang auf uns geschossen und gesagt hat, wie schlecht es dem Land geht, alles wieder einmal krankgejammert wurde, man sich wieder einmal darauf eingestellt hat, dass wir in Wirklichkeit nahe einem Wirtschaftskollaps sind, nur mehr Arbeitslose im Land haben, es allen Menschen schlecht geht, niemand in Pension ist, kein Mensch Arbeit hat, die Wirtschaftsbetriebe daniederliegen, muss ich sagen: Frau Kollegin Bures, Sie sollten manchmal aus Ihrer Parteizentrale hinaus zu den Leuten gehen und wirklich mit diesen reden! (Abg. Neudeck: Es redet ja keiner mit ihr!) Aber Sie müssen weiter gehen als in die Stadt Wien. Dass es in der Stadt Wien so ist, kann vielleicht sein. Gehen Sie einmal hinaus! Reden Sie mit den Leuten draußen in den Dörfern, in den Städten, in den Regionen! Es ist bei Gott nicht alles perfekt, und man kann natürlich noch vieles verbessern, aber so schlecht, wie die SPÖ momentan dieses Land redet, das haben sich die Leute in diesem Land nicht verdient. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine geschätzten Damen und Herren! Nachdem die Wahlkampfmaschine der SPÖ jetzt fünf Minuten lang auf uns geschossen und gesagt hat, wie schlecht es dem Land geht, alles wieder einmal krankgejammert wurde, man sich wieder einmal darauf eingestellt hat, dass wir in Wirklichkeit nahe einem Wirtschaftskollaps sind, nur mehr Arbeitslose im Land haben, es allen Menschen schlecht geht, niemand in Pension ist, kein Mensch Arbeit hat, die Wirtschaftsbetriebe daniederliegen, muss ich sagen: Frau Kollegin Bures, Sie sollten manchmal aus Ihrer Parteizentrale hinaus zu den Leuten gehen und wirklich mit diesen reden! (Abg. Neudeck: Es redet ja keiner mit ihr!) Aber Sie müssen weiter gehen als in die Stadt Wien. Dass es in der Stadt Wien so ist, kann vielleicht sein. Gehen Sie einmal hinaus! Reden Sie mit den Leuten draußen in den Dörfern, in den Städten, in den Regionen! Es ist bei Gott nicht alles perfekt, und man kann natürlich noch vieles verbessern, aber so schlecht, wie die SPÖ momentan dieses Land redet, das haben sich die Leute in diesem Land nicht verdient. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich bin dafür bekannt, dass ich nicht Pflichtverteidiger der ÖVP bin, aber wenn Sie sich hier heraus stellen, Frau Kollegin Bures, und uns erzählen, dass diese Dringliche das Schlechteste war, was das Parlament je gesehen hat, dann waren Sie anscheinend letzte Woche bei der Sondersitzung der SPÖ nicht hier, denn diese Bildungs-Sondersitzung war noch viel, viel schlechter. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.) Da war überhaupt nichts dabei, außer einer leeren Hülse, einer leeren Tüte, die von Ideenlosigkeit nur so geplagt war.
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Jetzt komme ich zum Thema BAWAG und ÖGB. Nachdem das von meinem Vorredner so intensiv diskutiert worden ist, kommt ganz etwas Neues. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Frau Kollegin Wurm, danke für den Tipp! – Jetzt kommt wirklich ganz etwas Neues, denn währenddessen Sie das Land krankjammern, haben wir uns natürlich auch ein bisschen darum gekümmert, was denn so innerhalb der SPÖ vor sich geht.
Abg. Dr. Fekter: Oh! – Abg. Neudeck: Ehemals wichtig! Früher wichtig!
Meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen, Sie alle kennen sicherlich – oder auch nicht – den Verein, der sich „Change 06“ nennt. Das ist ein Verein, ein Komitee, das einen Wechsel in der Politik unterstützt. Das ist ein Unterstützungskomitee des Herrn Alfred Gusenbauer. Diesem Verein gehören führende Persönlichkeiten an, ich darf einige wenige hier nennen. Dem gehört an der Herr Lansky, der Herr Rudas, dem gehört an der Herr Lacina, also lauter wichtige, gute Persönlichkeiten dieser Republik. (Abg. Dr. Fekter: Oh! – Abg. Neudeck: Ehemals wichtig! Früher wichtig!)
Abg. Dr. Lopatka: Wer sitzt noch dort?
So, jetzt wird es interessant: Dieser Verein „Change 06“ hat seinen Sitz – und das wird jetzt ganz wichtig – in der Wollzeile 24/18 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Da wäre ja an und für sich noch nichts dabei. (Abg. Dr. Lopatka: Wer sitzt noch dort?) – Danke, Herr Generalsekretär! Wer sitzt noch dort? – Dort sitzt nämlich nebenbei die Österreichisch Israelische Handelskammer (Abg. Dr. Fekter: Oh!), mit der gleichen Fax-Nummer, mit der gleichen Adresse, mit der gleichen Türnummer. Und wer sitzt in der Österreichisch Israelischen Handelskammer in führender Funktion? Wer ist denn dort der Präsident? (Abg. Dr. Fekter: Sicher der Lansky!) – Der Lansky! Danke vielmals. Der Herr Lansky ist dort der Präsident. Und wer ist dort mit dabei? – Der Kollege Rudas, die gleichen Leute sind da wieder mit dabei. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Fekter: Oh!
So, jetzt wird es interessant: Dieser Verein „Change 06“ hat seinen Sitz – und das wird jetzt ganz wichtig – in der Wollzeile 24/18 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Da wäre ja an und für sich noch nichts dabei. (Abg. Dr. Lopatka: Wer sitzt noch dort?) – Danke, Herr Generalsekretär! Wer sitzt noch dort? – Dort sitzt nämlich nebenbei die Österreichisch Israelische Handelskammer (Abg. Dr. Fekter: Oh!), mit der gleichen Fax-Nummer, mit der gleichen Adresse, mit der gleichen Türnummer. Und wer sitzt in der Österreichisch Israelischen Handelskammer in führender Funktion? Wer ist denn dort der Präsident? (Abg. Dr. Fekter: Sicher der Lansky!) – Der Lansky! Danke vielmals. Der Herr Lansky ist dort der Präsident. Und wer ist dort mit dabei? – Der Kollege Rudas, die gleichen Leute sind da wieder mit dabei. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Fekter: Sicher der Lansky!
So, jetzt wird es interessant: Dieser Verein „Change 06“ hat seinen Sitz – und das wird jetzt ganz wichtig – in der Wollzeile 24/18 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Da wäre ja an und für sich noch nichts dabei. (Abg. Dr. Lopatka: Wer sitzt noch dort?) – Danke, Herr Generalsekretär! Wer sitzt noch dort? – Dort sitzt nämlich nebenbei die Österreichisch Israelische Handelskammer (Abg. Dr. Fekter: Oh!), mit der gleichen Fax-Nummer, mit der gleichen Adresse, mit der gleichen Türnummer. Und wer sitzt in der Österreichisch Israelischen Handelskammer in führender Funktion? Wer ist denn dort der Präsident? (Abg. Dr. Fekter: Sicher der Lansky!) – Der Lansky! Danke vielmals. Der Herr Lansky ist dort der Präsident. Und wer ist dort mit dabei? – Der Kollege Rudas, die gleichen Leute sind da wieder mit dabei. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
So, jetzt wird es interessant: Dieser Verein „Change 06“ hat seinen Sitz – und das wird jetzt ganz wichtig – in der Wollzeile 24/18 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Da wäre ja an und für sich noch nichts dabei. (Abg. Dr. Lopatka: Wer sitzt noch dort?) – Danke, Herr Generalsekretär! Wer sitzt noch dort? – Dort sitzt nämlich nebenbei die Österreichisch Israelische Handelskammer (Abg. Dr. Fekter: Oh!), mit der gleichen Fax-Nummer, mit der gleichen Adresse, mit der gleichen Türnummer. Und wer sitzt in der Österreichisch Israelischen Handelskammer in führender Funktion? Wer ist denn dort der Präsident? (Abg. Dr. Fekter: Sicher der Lansky!) – Der Lansky! Danke vielmals. Der Herr Lansky ist dort der Präsident. Und wer ist dort mit dabei? – Der Kollege Rudas, die gleichen Leute sind da wieder mit dabei. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dr. Fekter: Jessas na!
So, und jetzt, meine geschätzten Damen und Herren, komme ich zu noch etwas. Herr Matznetter! Sie haben den Herrn Schlaff angesprochen. Wissen Sie, wo der Herr Schlaff unter anderem stellvertretender Direktor oder Hauptmitglied ist? – Bei der israelitischen Handelsgesellschaft, die im gleichen Haus sitzt wie das Team „Change 06“, mit der gleichen Adresse. (Abg. Dr. Fekter: Jessas na!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Schauen Sie nach im Internet, Frau Kollegin Bures! Der Sumpf wird immer tiefer, immer tiefer. Je länger diese Debatte dauert, desto tiefer wird der Sumpf, in dem Sie sich befinden. Die Querfinanzierungen, die dort geflossen sind, werden die Wähler an Ihrem so herbeigesehnten 1. Oktober entsprechend zu beurteilen wissen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Mag. Weinzinger – in Richtung des den Sitzungssaal verlassenden Bundesministers Mag. Grasser –: Herr Finanzminister! Wollen Sie nicht noch ein bisschen bleiben?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Sburny. Wunschredezeit: 8 Minuten. (Abg. Mag. Weinzinger – in Richtung des den Sitzungssaal verlassenden Bundesministers Mag. Grasser –: Herr Finanzminister! Wollen Sie nicht noch ein bisschen bleiben?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Also noch einmal, Herr Scheuch, ich bin heute vielleicht schon ein bissel langsam, denn dieser ganze Zynismus hin, Schlammschlacht her hat mich vielleicht schon etwas ermüdet. Der Schlusspunkt war jetzt: Schlaff sitzt dort, wo „Change 06“ sitzt. Okay. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Moment, Moment! Dann machen wir es gleich weiter: Schlaff arbeitet zusammen ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Moment, langsam! Schlaff arbeitet zusammen – das haben wir ja heute schon lange ausgeführt – mit Taus, dem ehemaligen ÖVP-Obmann. Was schließe ich jetzt daraus? Denn die Schlussfolgerung haben Sie ja nicht gesagt. Das, was ich daraus schließen kann, ist eine typisch österreichische Sache, nämlich Herr Schlaff arbeitet für beide Seiten, für die SPÖ und für die ÖVP.
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Also noch einmal, Herr Scheuch, ich bin heute vielleicht schon ein bissel langsam, denn dieser ganze Zynismus hin, Schlammschlacht her hat mich vielleicht schon etwas ermüdet. Der Schlusspunkt war jetzt: Schlaff sitzt dort, wo „Change 06“ sitzt. Okay. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Moment, Moment! Dann machen wir es gleich weiter: Schlaff arbeitet zusammen ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Moment, langsam! Schlaff arbeitet zusammen – das haben wir ja heute schon lange ausgeführt – mit Taus, dem ehemaligen ÖVP-Obmann. Was schließe ich jetzt daraus? Denn die Schlussfolgerung haben Sie ja nicht gesagt. Das, was ich daraus schließen kann, ist eine typisch österreichische Sache, nämlich Herr Schlaff arbeitet für beide Seiten, für die SPÖ und für die ÖVP.
Abg. Dr. Fekter: Und von den Konsumenten wieder ausgegeben wird!
Das heißt, man kann sich einmal überlegen, was das bedeutet, denn 3 Milliarden Entlastung auf einer Seite, nämlich so eine Entlastung, wie sie der Herr Grasser meint, muss ja heißen, dass das Geld von irgendwo kommt. Und auf der anderen Seite, wenn Sie noch weiter hinunter wollen (Abg. Dr. Fekter: Und von den Konsumenten wieder ausgegeben wird!) – warten Sie ein bissel! – mit der Steuer- und Abgabenquote auf unter 40 Prozent, heißt das ja, dass Sie in der nächsten Legislaturperiode weitere zirka 7,5 Milliarden € hier irgendwo aufbringen wollen. Und dann ist ja die Frage: Woher haben Sie es bis jetzt genommen? (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Dr. Fekter.) – Lassen Sie mich einfach ausreden! Sie waren ja schon am Wort. Sie können ja dann wieder herausgehen, aber lassen Sie mich jetzt einmal ausreden!
Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Dr. Fekter.
Das heißt, man kann sich einmal überlegen, was das bedeutet, denn 3 Milliarden Entlastung auf einer Seite, nämlich so eine Entlastung, wie sie der Herr Grasser meint, muss ja heißen, dass das Geld von irgendwo kommt. Und auf der anderen Seite, wenn Sie noch weiter hinunter wollen (Abg. Dr. Fekter: Und von den Konsumenten wieder ausgegeben wird!) – warten Sie ein bissel! – mit der Steuer- und Abgabenquote auf unter 40 Prozent, heißt das ja, dass Sie in der nächsten Legislaturperiode weitere zirka 7,5 Milliarden € hier irgendwo aufbringen wollen. Und dann ist ja die Frage: Woher haben Sie es bis jetzt genommen? (Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Dr. Fekter.) – Lassen Sie mich einfach ausreden! Sie waren ja schon am Wort. Sie können ja dann wieder herausgehen, aber lassen Sie mich jetzt einmal ausreden!
Abg. Mag. Molterer: Was hat das mit dem Budget zu tun?
dreimalige Erhöhung der Rezeptgebühr um 26 Prozent, höhere Selbstbehalte bei den Heilbehelfen, Leistungskürzungen der Krankenkassen, Kürzung des Krankengeldes von 78 auf 52 Wochen, Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge für alle um 0,1 Prozent (Abg. Mag. Molterer: Was hat das mit dem Budget zu tun?), Erhöhung des Spitalskostenbeitrags von 7,98 € auf 10 €, Pensionskürzungen durch Abschläge, Pensionsanpassungen unter der Inflationsrate, höhere Beiträge in der Kleinbauernkrankenversicherung, höhere Pensionsversicherungsbeiträge der kleinen Gewerbetreibenden und der Kleinbauern, Einführung der Ambulanzgebühr: 18 €, Steuererhöhungen durch die Halbierung des ArbeitnehmerInnenabsetzbetrages und des PensionistInnenabsetzbetrages, höhere Einkommensteuervorauszahlungen, höhere Besteuerung und Kürzung von Urlaubs- und Kündigungsentschädigungen, Besteuerung und Kürzung von Unfallrenten und Invaliditätsrenten, Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung für EhepartnerInnen, Kürzungen beim Arbeitslosengeld und bei der Arbeitsmarktförderung, Gehaltskürzungen bei LehrerInnen (Abg. Neudeck: Das ist aber seit 1973!) – nein, das sind Ihre sechseinhalb Jahre, auch wenn Sie sich nicht mehr erinnern können (Abg. Neudeck: Das stimmt nicht!) –, Einführung der Studiengebühren. Wann passierte die Einführung der Studiengebühren? (Abg. Neudeck: War auch notwendig!) – War notwendig, genau! Das war alles notwendig, damit Sie Ihre großartigen Entlastungen machen können bei der KöSt, bei den Großbetrieben und Konzernen und bei den gut Verdienenden.
Abg. Neudeck: Das ist aber seit 1973!
dreimalige Erhöhung der Rezeptgebühr um 26 Prozent, höhere Selbstbehalte bei den Heilbehelfen, Leistungskürzungen der Krankenkassen, Kürzung des Krankengeldes von 78 auf 52 Wochen, Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge für alle um 0,1 Prozent (Abg. Mag. Molterer: Was hat das mit dem Budget zu tun?), Erhöhung des Spitalskostenbeitrags von 7,98 € auf 10 €, Pensionskürzungen durch Abschläge, Pensionsanpassungen unter der Inflationsrate, höhere Beiträge in der Kleinbauernkrankenversicherung, höhere Pensionsversicherungsbeiträge der kleinen Gewerbetreibenden und der Kleinbauern, Einführung der Ambulanzgebühr: 18 €, Steuererhöhungen durch die Halbierung des ArbeitnehmerInnenabsetzbetrages und des PensionistInnenabsetzbetrages, höhere Einkommensteuervorauszahlungen, höhere Besteuerung und Kürzung von Urlaubs- und Kündigungsentschädigungen, Besteuerung und Kürzung von Unfallrenten und Invaliditätsrenten, Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung für EhepartnerInnen, Kürzungen beim Arbeitslosengeld und bei der Arbeitsmarktförderung, Gehaltskürzungen bei LehrerInnen (Abg. Neudeck: Das ist aber seit 1973!) – nein, das sind Ihre sechseinhalb Jahre, auch wenn Sie sich nicht mehr erinnern können (Abg. Neudeck: Das stimmt nicht!) –, Einführung der Studiengebühren. Wann passierte die Einführung der Studiengebühren? (Abg. Neudeck: War auch notwendig!) – War notwendig, genau! Das war alles notwendig, damit Sie Ihre großartigen Entlastungen machen können bei der KöSt, bei den Großbetrieben und Konzernen und bei den gut Verdienenden.
Abg. Neudeck: Das stimmt nicht!
dreimalige Erhöhung der Rezeptgebühr um 26 Prozent, höhere Selbstbehalte bei den Heilbehelfen, Leistungskürzungen der Krankenkassen, Kürzung des Krankengeldes von 78 auf 52 Wochen, Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge für alle um 0,1 Prozent (Abg. Mag. Molterer: Was hat das mit dem Budget zu tun?), Erhöhung des Spitalskostenbeitrags von 7,98 € auf 10 €, Pensionskürzungen durch Abschläge, Pensionsanpassungen unter der Inflationsrate, höhere Beiträge in der Kleinbauernkrankenversicherung, höhere Pensionsversicherungsbeiträge der kleinen Gewerbetreibenden und der Kleinbauern, Einführung der Ambulanzgebühr: 18 €, Steuererhöhungen durch die Halbierung des ArbeitnehmerInnenabsetzbetrages und des PensionistInnenabsetzbetrages, höhere Einkommensteuervorauszahlungen, höhere Besteuerung und Kürzung von Urlaubs- und Kündigungsentschädigungen, Besteuerung und Kürzung von Unfallrenten und Invaliditätsrenten, Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung für EhepartnerInnen, Kürzungen beim Arbeitslosengeld und bei der Arbeitsmarktförderung, Gehaltskürzungen bei LehrerInnen (Abg. Neudeck: Das ist aber seit 1973!) – nein, das sind Ihre sechseinhalb Jahre, auch wenn Sie sich nicht mehr erinnern können (Abg. Neudeck: Das stimmt nicht!) –, Einführung der Studiengebühren. Wann passierte die Einführung der Studiengebühren? (Abg. Neudeck: War auch notwendig!) – War notwendig, genau! Das war alles notwendig, damit Sie Ihre großartigen Entlastungen machen können bei der KöSt, bei den Großbetrieben und Konzernen und bei den gut Verdienenden.
Abg. Neudeck: War auch notwendig!
dreimalige Erhöhung der Rezeptgebühr um 26 Prozent, höhere Selbstbehalte bei den Heilbehelfen, Leistungskürzungen der Krankenkassen, Kürzung des Krankengeldes von 78 auf 52 Wochen, Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge für alle um 0,1 Prozent (Abg. Mag. Molterer: Was hat das mit dem Budget zu tun?), Erhöhung des Spitalskostenbeitrags von 7,98 € auf 10 €, Pensionskürzungen durch Abschläge, Pensionsanpassungen unter der Inflationsrate, höhere Beiträge in der Kleinbauernkrankenversicherung, höhere Pensionsversicherungsbeiträge der kleinen Gewerbetreibenden und der Kleinbauern, Einführung der Ambulanzgebühr: 18 €, Steuererhöhungen durch die Halbierung des ArbeitnehmerInnenabsetzbetrages und des PensionistInnenabsetzbetrages, höhere Einkommensteuervorauszahlungen, höhere Besteuerung und Kürzung von Urlaubs- und Kündigungsentschädigungen, Besteuerung und Kürzung von Unfallrenten und Invaliditätsrenten, Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung für EhepartnerInnen, Kürzungen beim Arbeitslosengeld und bei der Arbeitsmarktförderung, Gehaltskürzungen bei LehrerInnen (Abg. Neudeck: Das ist aber seit 1973!) – nein, das sind Ihre sechseinhalb Jahre, auch wenn Sie sich nicht mehr erinnern können (Abg. Neudeck: Das stimmt nicht!) –, Einführung der Studiengebühren. Wann passierte die Einführung der Studiengebühren? (Abg. Neudeck: War auch notwendig!) – War notwendig, genau! Das war alles notwendig, damit Sie Ihre großartigen Entlastungen machen können bei der KöSt, bei den Großbetrieben und Konzernen und bei den gut Verdienenden.
Abg. Dr. Fekter: Stimmt nicht!
Das heißt: Das, was Sie machen, ist entlasten auf der einen Seite und belasten natürlich auf der anderen, denn irgendwoher müssen Sie es ja nehmen. Und was da in diesem Prozess passiert, ist eine Umverteilung, die genau zu dem führt, was wir heute haben: Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander, die Schere bei den Einkommen zwischen Frauen und Männern geht weiter auseinander (Abg. Dr. Fekter: Stimmt nicht!), und der gesamte Wohlstand ist ungleich verteilt.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Und wenn Sie mir jetzt erklären, wie Sie in der nächsten Legislaturperiode so etwas mal zwei oder zweieinhalb machen werden, dann kann man sich ungefähr vorstellen, was für eine Belastungswelle auf die Leute zukommt, die heute schon an der Armutsgrenze sind oder arm sind. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Maier: Das stimmt ja gar nicht!
Und jetzt frage ich Sie, meine Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie: Wie können Sie den Gewerkschaftsmitgliedern, den Menschen in diesem Lande erklären, warum es bis heute nicht möglich ist, obwohl die Bilanz des Gewerkschaftsbundes fertig ist (Abg. Mag. Johann Maier: Das stimmt ja gar nicht!), dass die Bilanz des Gewerkschaftsbundes veröffentlicht und der Öffentlichkeit vorgelegt wird?
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Da wird von der Frau Kollegin Bures von Wahlkampfgetöse gesprochen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Frau Kollegin Bures, wie ist das? Ist für Sie ein Verlust von 3,5 Milliarden € in der BAWAG Wahlkampfgetöse? Ist der Verlust von 50 Milliarden Schilling, verzockt, verspielt und in der Karibik verschwunden, für Sie Wahlkampfgetöse, Frau Kollegin Bures? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da wird von der Frau Kollegin Bures von Wahlkampfgetöse gesprochen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Frau Kollegin Bures, wie ist das? Ist für Sie ein Verlust von 3,5 Milliarden € in der BAWAG Wahlkampfgetöse? Ist der Verlust von 50 Milliarden Schilling, verzockt, verspielt und in der Karibik verschwunden, für Sie Wahlkampfgetöse, Frau Kollegin Bures? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Es ist hier im Hohen Haus eine Staatshaftung beschlossen worden – der Steuerzahler zahlt. Für Sie ist das Wahlkampfgetöse, Frau Kollegin Bures, wenn wir die Bank retten müssen vor dem Konkurs und gleichzeitig den Gewerkschaftsbund? Das ist Wahlkampfgetöse? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenrufe der Abg. Bures.
Wenn die BAWAG am Ende des Tages, Frau Kollegin Bures, ... (Zwischenrufe der Abg. Bures.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (fortsetzend): Das wird auch nicht besser durch eine weitere Wortmeldung der Frau Bures, Herr Präsident! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Gradwohl, ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Abg. Bures: Das ist Wahlkampf!
Frau Kollegin Bures, wie ist denn das, wenn am Ende dieses Prozesses, für den Sie Mitverantwortung, Hauptverantwortung tragen, der Verkauf, der Ausverkauf der BAWAG steht? Das ist die Verantwortung, die Sie tragen, Frau Kollegin Bures! Wie geht es Ihnen damit? (Abg. Bures: Das ist Wahlkampf!)
Rufe bei der ÖVP: Unerhört!
Dann kommt der Finanzreferent, der aktuelle Finanzreferent des Gewerkschaftsbundes und sagt in einem Interview nicht nur, dass es den Streikfonds nicht mehr gibt, sondern er sagt, den Streikfonds hat es nie gegeben. (Rufe bei der ÖVP: Unerhört!)
Zwischenrufe der Abg. Bures.
Jetzt frage ich Sie: Wie erklären Sie, Frau Kollegin Bures, dass in diese Stiftung jährlich 1,82 Millionen € einbezahlt wurden, die den Gewerkschaftsmitgliedern als ihr Streikfonds verkauft und dargestellt wurde? Jährlich 1,82 Millionen in etwas einbezahlt, was es laut Finanzreferent des Gewerkschaftsbundes erstens nicht gibt und zweitens nie gegeben hat. Was ist denn mit dem Geld geschehen? (Zwischenrufe der Abg. Bures.)
Rufe bei der ÖVP: Ha, ha!
Ein Herr Weninger, der Ihnen auch nicht fremd ist, war immerhin BAWAG-Aufsichtsratsvorsitzender, erklärt im Jahr 2003 – man höre und staune –: Der Stiftung – das Wort „Stiftung“ kennen Sie in der Zwischenzeit, ist Ihnen geläufig – werden jährlich 1,82 Millionen € zugeführt. Und dann sagt er: Sollte die Gewerkschaft jemals untergehen, so ist laut ÖGB-Finanzchef Günther Weninger gesichert, dass die Gelder an die Mitglieder zurückbezahlt werden. (Rufe bei der ÖVP: Ha, ha!)
Abg. Bures: Warum lassen Sie das nicht die Gerichte klären?
Jetzt frage ich Sie: Was macht jetzt ein Gewerkschaftsmitglied, wenn es das ernst nimmt, was damals gesagt wurde? – Es wird hingehen und fragen: Wo ist mein Geld? Und er wird zur Antwort bekommen: Es ist weg, es ist verspielt. (Abg. Bures: Warum lassen Sie das nicht die Gerichte klären?)
Ah-Rufe bei der ÖVP.
Sie, Frau Kollegin Bures, können noch so oft hier herausgehen oder auch zwischenrufen – mich stört das gar nicht, es zeigt eher, wo der Notstand liegt, nämlich in der SPÖ –, Sie können in der Zwischenzeit auch nicht mehr behaupten, es hätte keinen Geldfluss zwischen Gewerkschaftsgeldern und SPÖ gegeben. Sogar Ihre Spitzengewerkschafter Haberzettl und Hundstorfer geben selbstverständlich zu, dass aus der FSG, die bekanntlich aus Gewerkschaftsgeldern finanziert wird, Geld in die SPÖ-Parteikassen geflossen ist, Gewerkschaftsgeld zur SPÖ geflossen ist. (Ah-Rufe bei der ÖVP.) Haberzettl sagt sogar: Da ist gar nichts Besonderes dabei, das war immer schon so. Kollege Einem hat das ja auch schon einmal gesagt.
Abg. Silhavy: Woher wissen Sie das?
So, wie ans Tageslicht gekommen ist, dass Herr Vranitzky eigentlich für zwei Telefonate 1 Million Schilling bekommen hat. (Abg. Silhavy: Woher wissen Sie das?) Kein schlechtes Geschäft. Hohe Telefontarife. Es ist teuer, wenn man bei der SPÖ anruft –
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
und es wird teuer, wenn man SPÖ wählt, meine Damen und Herren! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Jetzt wird es wirklich hochinteressant. Da trägt der Präsident des Nationalrates Andreas Khol Länge mal Breite einen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses vor. Der nächste Redner ist dann der Klubobmann der ÖVP, Molterer. Was macht er? – Polemik, Behauptungen und kein einziges Wort zum Untersuchungsausschussantrag. Also seien Sie mir nicht böse, Herr Molterer, so werden Sie sich nicht davonschleichen können! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Molterer, wenn Sie ehrlich wären, einige dringliche Anfragen sind ja tatsächlich zu stellen: Warum ermittelt beispielsweise die Justiz intern? Warum haben Sie es gestern für notwendig befunden, ein Protokoll hier im Parlament zu verfälschen, ein Protokoll des Ständigen Unterausschusses des Rechnungshofes? (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Haben Sie es hineingelegt? – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Haben Sie den Mut, Herr Molterer, gehen wir heute nach der Sitzung in die Kanzlei des Herrn Präsidenten und schauen wir uns das an! Schauen wir uns das an! Haben Sie den Mut, haben Sie die Courage, wir treffen uns hier am Ende dieser Sitzung und gehen diese Protokollfälschung anschauen, denn dieses Protokoll liegt im Tresor des Herrn Nationalratspräsidenten Andreas Khol! (Abg. Neudeck: Haben Sie es hineingelegt? – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Da muss ich lachen über diesen Schwachsinn!
Ein Weiteres: Herr Molterer, warum hat Ihre Partei gestern den Ladungsantrag, was Karl-Heinz Grasser betrifft, abgelehnt? Ja hier gilt es ja noch die Bootspartie aufzuklären, wo Grasser mit Flöttl junior geurlaubt hat. Warum haben Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, den Ladungsantrag Martin Schlaff am Dienstag abgelehnt? Hier gilt es ja den Bulgarien-Deal und den Mobiltel-Deal aufzuklären. Ja, Herr Molterer, wer war denn der Letzte, der Herrn Elsner vor seiner Verhaftung ein Kuvert zugesteckt hat? Ja wer war denn das? War das der Herr Dr. Josef Taus oder nicht? – Na Sie lachen. Na selbstverständlich. (Abg. Mag. Molterer: Da muss ich lachen über diesen Schwachsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie glauben, dass ein Mensch in Österreich Ihnen das abnimmt, dass er in dem Kuvert einen Ortsplan drinnen gehabt hat, da lachen ja die Hühner, Herr Molterer. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Da verwechseln Sie ein bisschen etwas!
schaft? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Na ja, Herr Neudeck, ich muss Ihnen ehrlich sagen, ein finsterer Genosse ist Herr Peter Rabl einmal auf keinen Fall. (Abg. Scheibner: Da verwechseln Sie ein bisschen etwas!)
Abg. Neudeck: 1996 und 1997!
Im Artikel „Systematische Vertuschung“ schreibt Peter Rabl Folgendes: „Die Prüfer meldeten im Frühjahr 2001 prompt alarmierende Fakten und Fehler.“ (Abg. Neudeck: 1996 und 1997!)
Abg. Wattaul: Der Edlinger Rudi!
1 Milliarde € Schaden wäre vermeidbar gewesen, wenn Finanzminister Grasser rechtzeitig reagiert hätte! (Abg. Wattaul: Der Edlinger Rudi!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren, weil heute zufällig auch Herr Vizekanzler Gorbach sich die Ehre gibt und uns noch einmal hier zur Verfügung steht. Damit Sie nicht ganz umsonst dasitzen, Herr Vizekanzler: Könnten Sie bitte der Öffentlichkeit bekannt geben, wie lange Sie eine Fortzahlung Ihres Ministergehaltes beanspruchen werden? Ich denke, das wäre eine sehr interessante Sache, wird uns hier alle interessieren, auch die Steuerzahlerin und den Steuerzahler. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren! Man glaubt ja gar nicht, dass man bei so einer ernsten Debatte nicht nur schmunzeln, sondern auch lachen kann, denn das, was Sie da für ein Schauspiel bringen, das ist wirklich zum Lachen. Da kann ich Ihnen echt gratulieren. Das betrifft vor allem auch, Herr Kollege Kräuter, die letzte Frage, wo Sie sich als Anwalt der Steuerzahler aufspielen und da irgendwelche Fragen hinsichtlich der Gehaltsfortzahlung des Herrn Vizekanzlers stellen. Sie wissen, ich bedaure das sehr, Sie wissen ganz genau, dass er das nicht notwendig hat, sondern, ganz im Gegenteil, den Topmanager sozusagen schon in der Tasche hat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Da geht es uns heute darum, 900 Millionen € an Staatshaftung zu vermeiden, zu verhindern, 900 Millionen € an Steuergeldern, die notwendig sind, um den Gewerkschaftsbund und die BAWAG zu retten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Und Sie haben keine anderen Sorgen, als solche Fragen zu stellen?! Herr Kollege Matznetter, also da ist Ihnen wirklich nicht mehr zu helfen. Kollege Cap wendet sich auch schon mit Grauen ab. Das verstehe ich auch. Seien Sie froh, dass es heute keine Fernsehübertragung gibt und auch die Journalisten schon nach Hause gegangen sind, denn so etwas hat man hier im Hohen Haus überhaupt noch nicht gesehen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Da geht es uns heute darum, 900 Millionen € an Staatshaftung zu vermeiden, zu verhindern, 900 Millionen € an Steuergeldern, die notwendig sind, um den Gewerkschaftsbund und die BAWAG zu retten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Und Sie haben keine anderen Sorgen, als solche Fragen zu stellen?! Herr Kollege Matznetter, also da ist Ihnen wirklich nicht mehr zu helfen. Kollege Cap wendet sich auch schon mit Grauen ab. Das verstehe ich auch. Seien Sie froh, dass es heute keine Fernsehübertragung gibt und auch die Journalisten schon nach Hause gegangen sind, denn so etwas hat man hier im Hohen Haus überhaupt noch nicht gesehen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Sburny: Das haben Sie gemacht, das war Ihre Belastungswelle!
Schreien Sie weiter, Herr Kollege Matznetter, Ihnen kann man auch nur mehr einen absoluten Realitätsverlust hier bescheinigen! Dass Sie die Erfolge der Regierung nicht zur Kenntnis nehmen wollen, ist ja klar. Dass Sie sich hier heute auch nicht rechtfertigen wollen, warum Sie gegen die Steuersenkung gestimmt haben, gegen die Konjunkturpakete, gegen das Kinderbetreuungsgeld, gegen die Abfertigung-Neu et cetera, ist auch klar. Sie wollen heute auch nicht diskutieren über Ihre Steuervorschläge wie etwa die Erhöhung der Grundsteuer, die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge, über Ihre Belastungslawine, die die SPÖ in Wien gemacht hat. (Abg. Sburny: Das haben Sie gemacht, das war Ihre Belastungswelle!) Das alles wollen Sie hier nicht diskutieren. Und Sie wollen natürlich auch nicht diskutieren Ihre Verantwortung in diesem BAWAG- und ÖGB-Skandal.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Nein, meine Damen und Herren, nein, denn das Geld, das eine Fraktion, ob das jetzt die christlichen Gewerkschafter oder die sozialdemokratischen Gewerkschafter sind, bekommt, das sind Gelder der Arbeitnehmer, Gelder aus den ÖGB-Beiträgen der Arbeitnehmer zur Vertretung ihrer Interessen und nicht zur Subventionierung von Parteikampagnen der SPÖ, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.) Genau das ist der Kritikpunkt, den wir hier anbringen. Aber Sie sind ja absolut nicht schuldeinsichtig und kritisieren die Justiz. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nein, meine Damen und Herren, nein, denn das Geld, das eine Fraktion, ob das jetzt die christlichen Gewerkschafter oder die sozialdemokratischen Gewerkschafter sind, bekommt, das sind Gelder der Arbeitnehmer, Gelder aus den ÖGB-Beiträgen der Arbeitnehmer zur Vertretung ihrer Interessen und nicht zur Subventionierung von Parteikampagnen der SPÖ, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.) Genau das ist der Kritikpunkt, den wir hier anbringen. Aber Sie sind ja absolut nicht schuldeinsichtig und kritisieren die Justiz. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir werden die Justiz in Schutz nehmen, wir werden auch die Steuerzahler in Schutz nehmen, und Sie werden sich zu verantworten haben, wenn Sie weiterhin nur die Justiz kritisieren, aber nichts zur Schadenswiedergutmachung und zur Aufklärung dieses größten Skandals in der Zweiten Republik beitragen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Der Vorsitzende hat sich sofort in der Sitzung korrigiert und festgestellt, dass sich durch die erste Abstimmung die zweite Abstimmung erübrigt hat. Und genau diese geschäftskonforme Vorgangsweise findet sich im Protokoll, welches ordnungsgemäß einerseits sogar verlesen und andererseits durch den Obmann und den Schriftführer unterfertigt worden ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Schieder: Das war keine tatsächliche Berichtigung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Neudeck. Restredezeit der Fraktion: 4 Minuten; ich stelle die Uhr gleich auf 4 Minuten ein. (Abg. Schieder: Das war keine tatsächliche Berichtigung!) – Wohl, das war eine.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich unterstelle Ihnen auch gar nicht, dass das ungesetzlich ist, aber es ist zutiefst unmoralisch, wenn Sie das Geld der Gewerkschaftsmitglieder, der kleinen Sparer und Anleger, zur Sanierung Ihrer maroden Parteikassen heranziehen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Der Herr Schalle ist doch jetzt Kandidat!
Also dass er einen direkten Zugang zu den Entscheidungsträgern der BAWAG gehabt hat, das glaube ich durchaus, Kollege Matznetter. (Abg. Dr. Matznetter: Der Herr Schalle ist doch jetzt Kandidat!) Ja, aber der hat nicht den offenen Zugang zu den Entscheidungsträgern gehabt.
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
(Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja nicht persönlich!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Erstens: Der Schriftführer der SPÖ, Herr Abgeordneter Gaßner, hat aus Protest gegen die Vorgänge seine Unterschrift verweigert. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja nicht persönlich!)
Rufe bei der ÖVP: Widerlegen! Widerlegen! – Abg. Dr. Kräuter – das Rednerpult verlassend –: Schämen Sie sich, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Kräuter, das ist keine Erwiderung! (Rufe bei der ÖVP: Widerlegen! Widerlegen! – Abg. Dr. Kräuter – das Rednerpult verlassend –: Schämen Sie sich, Herr Präsident!)
Abg. Sburny: 160 auf der Autobahn!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Meine geschätzten Damen und Herren! Wir führen jetzt eine Debatte auf Grund einer Anfrage des Herrn Abgeordneten Maier, der sich natürlich, wie könnte es anders sein, beschäftigt mit Unfallstatistiken, Verkehrstoten, der Bilanz der letzten Jahre – einer Anfrage, die der Herr Vizekanzler ausführlich beantwortet hat. Ich möchte aber die Chance wahrnehmen und hier sehr wohl einmal auf einige Punkte der Verkehrssicherheit eingehen und auch zu der Entwicklung in der Verkehrssicherheit in den letzten Jahren Stellung nehmen. (Abg. Sburny: 160 auf der Autobahn!) Auch zu Tempo 160 auf der Autobahn werde ich Stellung nehmen. Danke, Frau Kollegin Sburny, dass Sie mir das Stichwort geben, sonst hätte ich das gar vergessen. Das wird also auch Teil meiner Ausführungen sein.
Abg. Neudeck: Beim Fahren?
etwas weniger von der schönen Gegend, aber die Leute können endlich in Ruhe schlafen. (Abg. Neudeck: Beim Fahren?) Die Verkehrssicherheit und der Lärmschutz haben Vorrang. – Beim Fahren? Beim Fahren sollte man nicht schlafen, Herr Kollege!
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Das heißt, hier wurde sehr viel Geld in die Hand genommen, und dieses Geld hat nicht nur die Verkehrssicherheit verbessert, sondern dieses Geld hat auch Arbeitsplätze geschaffen. Es ist gelungen, unter unserem Vizekanzler Hubert Gorbach mehr als 5 000 neue Arbeitsplätze zu schaffen – durch die Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen, die annähernd Vollbeschäftigung in diesem Bereich zustande gebracht haben. Hier sieht man ganz deutlich die Handschrift dieser Bundesregierung. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Sburny: Krankheit! Asthma durch Feinstaub!
Frau Kollegin Sburny, da Sie das Thema „Tempo 160“ angesprochen haben: Auch das halte ich nach wie vor für ein sehr engagiertes Projekt, das ich zu 100 Prozent unterstütze, denn ich glaube, dass wir diesen mutigen Schritt ruhig wagen sollten. Wir sollten uns dazu durchringen. Ich halte das für einen mutigen Schritt, dass man versucht, in Zeiten wie diesen mit begleitenden Maßnahmen wie Früherkennung für veränderte Außenbedingungen wie zum Beispiel Regen, Schnee oder andere Dinge ... (Abg. Sburny: Krankheit! Asthma durch Feinstaub!)
Abg. Mag. Trunk: Nur erlaubt!
Wir haben in unserem Bezirk das Thema sehr stark polarisiert. Kollege Köfer von der SPÖ war ja ein glühender Verfechter gegen Tempo 160, hat sogar die Autobahn gesperrt, weil er dagegen war. Faszinierend, wie immer das Detail am Rande, dass natürlich gerade er selbst jemand ist, der auch ganz gerne einmal sehr schnell oder etwas schneller fährt. (Abg. Mag. Trunk: Nur erlaubt!) Na ja, jetzt könnte ich Ihnen sagen, dass meine Unterlagen zum Beispiel bestätigen, dass er auch schon schneller gefahren ist. Lassen wir das Thema, wir machen heute keine Schmutzkübelkampagne mehr, ich denke, die Zeit dafür ist schon vorbei! In Wirklichkeit wird hier Wasser gepredigt und Wein getrunken. Er hat auch ein Auto, das mit 240 Stundenkilometern gefahren werden kann, das heißt, dass er sehr schnell unterwegs sein kann. Ich möchte das einmal so im Raum stehen lassen. Man sollte hier nicht Wasser predigen und Wein trinken.
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Thema „Erhöhung der Geschwindigkeiten auf den Autobahnen“ ist ein wichtiges Thema, und wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, weil ich einfach glaube, unter den aktuellen modernen Rahmenbedingungen sollte es möglich sein. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Dann ist es aus mit 160!
Frau Kollegin Glawischnig, nicht eine Woche noch, warten wir es einmal ab! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Dann ist es aus mit 160!) Schauen wir einmal, wie es ausgeht! Schauen Sie, dass Sie Ihren Krieg gegen die FPÖ um Platz 3 gewinnen, wir werden schauen, dass wir so stark werden, dass wir in der nächsten Bundesregierung vertreten sind! Schauen wir, wie es ausgeht! Ich glaube, es ist ziemlich offen. Ob man Umfragen glauben oder nicht glauben kann – in neun Tagen werden wir es wissen.
Abg. Öllinger: Wie war es beim letzten Mal?
Das zweite Faktum: Die Grünen werden in Kärnten wieder kein Grundmandat bekommen, das heißt, sie werden wieder daran scheitern, in Kärnten ein Mandat zu erhalten. Deshalb, Frau Dr. Glawischnig, sitzen Sie auch auf einem Wiener Mandat, weil Sie genau wissen, ... (Abg. Öllinger: Wie war es beim letzten Mal?) Ich habe sicherlich ein Grundmandat in Kärnten, diese Wette können wir jetzt sofort eingehen. Herr Öllinger, wie viel wetten wir? (Abg. Öllinger: Wie war es beim letzten Mal?) Wie viel wetten wir? Ich habe ein Kärntner Mandat gehabt, ein Landesmandat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Entschuldigung, aber bei den Grünen spreche ich ja ohnehin nur von Landesmandaten, die Grünen sind ja von Grundmandaten in Kärnten 20 Prozentpunkte weit entfernt. Ich habe jetzt ein Kärntner Landesmandat und werde auch danach eines haben. Seien Sie gewappnet, ich gehe die Wette gerne ein, ob die Grünen eines schaffen oder nicht, wir können das gerne ausmachen!
Abg. Öllinger: Wie war es beim letzten Mal?
Das zweite Faktum: Die Grünen werden in Kärnten wieder kein Grundmandat bekommen, das heißt, sie werden wieder daran scheitern, in Kärnten ein Mandat zu erhalten. Deshalb, Frau Dr. Glawischnig, sitzen Sie auch auf einem Wiener Mandat, weil Sie genau wissen, ... (Abg. Öllinger: Wie war es beim letzten Mal?) Ich habe sicherlich ein Grundmandat in Kärnten, diese Wette können wir jetzt sofort eingehen. Herr Öllinger, wie viel wetten wir? (Abg. Öllinger: Wie war es beim letzten Mal?) Wie viel wetten wir? Ich habe ein Kärntner Mandat gehabt, ein Landesmandat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Entschuldigung, aber bei den Grünen spreche ich ja ohnehin nur von Landesmandaten, die Grünen sind ja von Grundmandaten in Kärnten 20 Prozentpunkte weit entfernt. Ich habe jetzt ein Kärntner Landesmandat und werde auch danach eines haben. Seien Sie gewappnet, ich gehe die Wette gerne ein, ob die Grünen eines schaffen oder nicht, wir können das gerne ausmachen!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Das zweite Faktum: Die Grünen werden in Kärnten wieder kein Grundmandat bekommen, das heißt, sie werden wieder daran scheitern, in Kärnten ein Mandat zu erhalten. Deshalb, Frau Dr. Glawischnig, sitzen Sie auch auf einem Wiener Mandat, weil Sie genau wissen, ... (Abg. Öllinger: Wie war es beim letzten Mal?) Ich habe sicherlich ein Grundmandat in Kärnten, diese Wette können wir jetzt sofort eingehen. Herr Öllinger, wie viel wetten wir? (Abg. Öllinger: Wie war es beim letzten Mal?) Wie viel wetten wir? Ich habe ein Kärntner Mandat gehabt, ein Landesmandat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Entschuldigung, aber bei den Grünen spreche ich ja ohnehin nur von Landesmandaten, die Grünen sind ja von Grundmandaten in Kärnten 20 Prozentpunkte weit entfernt. Ich habe jetzt ein Kärntner Landesmandat und werde auch danach eines haben. Seien Sie gewappnet, ich gehe die Wette gerne ein, ob die Grünen eines schaffen oder nicht, wir können das gerne ausmachen!
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir werden in diesem Parlament sitzen – wie stark vertreten wir sein werden, wird der Wähler entscheiden –, und danach werden wir auch dafür sorgen, dass eine moderne, innovative, zukunftsorientierte Verkehrspolitik in diesem Land weiter Platz greift. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich sage das auch deshalb und vor dem Hintergrund, weil es gerade im Frühjahr dieses Jahres – und das ist nur ein Beispiel – einen internationalen Vergleich gegeben hat – ich liebe internationale Vergleiche, nicht nur immer Vergleiche mit der Vergangenheit im eigenen Land –, einen internationalen Vergleich, bei dem man in 14 Ländern 52 Tunnels im hochrangigen Straßennetz geprüft hat; der ÖAMTC hat diese Prüfung abgewickelt. Die nach dem Zufallsprinzip in Österreich sieben getesteten Tunnels liegen alle im Spitzenfeld. Das heißt, die Sicherheit in den österreichischen Tunnels, wo Unfälle immer ganz fatal ausgehen können, ist europäische Spitze, um ein Beispiel zu nennen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wenn man glaubt, das ist ein Zufall oder: Da hat er jetzt Glück gehabt, der Verkehrsminister!, dann schauen wir uns noch die Entwicklung heuer an. Ganz aktuell: in der Halbjahresbilanz schon wieder 52 Verkehrstote weniger als im bisher besten Jahr – also im gleichen Zeitraum, im ersten Halbjahr, des letzten Jahres. Und wenn man den Zeitraum bis Mitte September betrachtet, damit man die Entwicklung erkennen kann, sind es rund 70 Verkehrstote weniger als bis Mitte September des Vorjahres – und schon das letzte Jahr war ein Rekordjahr. Das heißt, da braucht man gar nicht lange herumzudiskutieren, da liegt einfach klar auf der Hand beziehungsweise auf dem Papier, dass, was Verkehrssicherheit betrifft, in Österreich in den letzten Jahren eine optimale Verkehrspolitik betrieben wurde. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Unterstützen Sie diese Politik auch weiterhin! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es waren gute Jahre für die österreichische Verkehrspolitik, es waren gute Jahre für die Verkehrssicherheit. Ich halte es für sehr wichtig, dass diese guten Jahre fortgesetzt werden. Da wir in ein paar Tagen Wahlen haben, eine kleine Entscheidungshilfe: Wenn Sie wollen, dass Mobilität statt Stillstand wichtig ist, wenn Sie wollen, dass Investitionen statt leeren Kassen wichtig sind, wenn Sie wollen, dass Wolfgang Schüssel statt „Martin van der Gusenbauer“ wichtig ist, dann wählen Sie Liste 1, ÖVP! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Sburny: Weil sie keine eigene haben!
tion zum Anlass nimmt, um über Verkehrssicherheit zu diskutieren. (Abg. Sburny: Weil sie keine eigene haben!) Es ist ja klar, ich habe mir alle Anfragen des BZÖ angeschaut: Das BZÖ hat in vier Jahren keine einzige Anfrage zur Verkehrssicherheit in diesem Hause gestellt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir haben ja den Minister! Da brauchen wir keine Anfragen! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir haben ja den Minister! Da brauchen wir keine Anfragen! – Weitere Zwischenrufe.
tion zum Anlass nimmt, um über Verkehrssicherheit zu diskutieren. (Abg. Sburny: Weil sie keine eigene haben!) Es ist ja klar, ich habe mir alle Anfragen des BZÖ angeschaut: Das BZÖ hat in vier Jahren keine einzige Anfrage zur Verkehrssicherheit in diesem Hause gestellt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir haben ja den Minister! Da brauchen wir keine Anfragen! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Neugebauer: Dann nehmen Sie Ohropax!
Jetzt möchte ich zum Thema 160 Stundenkilometer kommen: „ein mutiger Schritt“. – Meine sehr verehrten Damen und Herren, die meisten Verkehrsunfälle in Österreich gehen immer noch auf überhöhte Geschwindigkeit zurück! Ich kann den Begriff „Flexibilisierung der Hochgeschwindigkeit“ einfach nicht mehr hören. (Abg. Neugebauer: Dann nehmen Sie Ohropax!) Wir Sozialdemokraten werden dieses Vorhaben weiterhin mit allem Nachdruck ablehnen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Die Eltern haben keine Verantwortung, hm? Brauchen wir ein Gesetz!
In Anbetracht der Zahlen, die Sie mir übermittelt haben, nämlich über die Altersgruppen der 0- bis 4-Jährigen, der 5- bis 9-Jährigen und der 10- bis 14-Jährigen, verstehe ich Ihre Antwort nicht. Denn es gab da im Jahr 2005 insgesamt 747 verletzte Kinder! Ich stehe dafür, bekenne mich dazu und trete dafür ein, dass wir hier in der nächsten Periode über eine Verpflichtung nachdenken müssen. Ich meine, die Schwächsten im Straßenverkehr müssen geschützt werden, und das sind die Kinder. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Die Eltern haben keine Verantwortung, hm? Brauchen wir ein Gesetz!)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Wie die Experten und vielleicht auch viele von Ihnen wissen, ist der Feinstaub von Klima und Witterung abhängig. Daher ist es extrem unseriös, wie die Verordnung zu Tempo 100 in Oberösterreich in erster Linie von den Grünen, aber auch gemeinsam mit der ÖVP beschlossen worden ist. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Die Grundlage für diese schikanöse Verordnung sind Messungen aus dem Jahr 2003. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Herr Pirklhuber, hören Sie einmal zu und lesen Sie die Untersuchungen aus dem Jahr 2003! (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Stickoxide!) Sogar auf der Homepage des Landes Oberösterreich steht, dass es in diesem Jahr ein außergewöhnliches Klima gab, ein außergewöhnlich trockenes Klima, und dass die Feinstaubwerte extrem hoch waren.
Abg. Dr. Pirklhuber: ... Stickoxide!
Die Grundlage für diese schikanöse Verordnung sind Messungen aus dem Jahr 2003. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) – Herr Pirklhuber, hören Sie einmal zu und lesen Sie die Untersuchungen aus dem Jahr 2003! (Abg. Dr. Pirklhuber: ... Stickoxide!) Sogar auf der Homepage des Landes Oberösterreich steht, dass es in diesem Jahr ein außergewöhnliches Klima gab, ein außergewöhnlich trockenes Klima, und dass die Feinstaubwerte extrem hoch waren.
Abg. Öllinger: Unseriöse ...!
können. Wir halten es in der Verkehrspolitik für sehr wichtig (Abg. Öllinger: Unseriöse ...!), dass Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht einfach verhängt werden, wo sie niemandem nützen und sich auch viele nicht daran halten, weil sie keinen Sinn darin sehen.
Abg. Sburny: Lieber unsinnige Geschwindigkeiten!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir wollen in Zukunft auch die Verkehrssicherheitspolitik fortsetzen, denn das BZÖ will in Zukunft keine schikanösen, unsinnigen und unsicheren Geschwindigkeitsbeschränkungen. (Abg. Sburny: Lieber unsinnige Geschwindigkeiten!) Wir sagen ja zu höchster Verkehrssicherheit, wir sagen ja zu flexiblen Geschwindigkeitsbeschränkungen, wir sagen aber auch ja zu Tempo 160. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Messungen abschaffen!)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Messungen abschaffen!
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir wollen in Zukunft auch die Verkehrssicherheitspolitik fortsetzen, denn das BZÖ will in Zukunft keine schikanösen, unsinnigen und unsicheren Geschwindigkeitsbeschränkungen. (Abg. Sburny: Lieber unsinnige Geschwindigkeiten!) Wir sagen ja zu höchster Verkehrssicherheit, wir sagen ja zu flexiblen Geschwindigkeitsbeschränkungen, wir sagen aber auch ja zu Tempo 160. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Messungen abschaffen!)
Abg. Scheibner – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Moser –: Welche Messungen hat es in Oberösterreich gegeben, Frau Kollegin?
Präsident Dr. Andreas Khol: Letzte Rednerin hiezu: Frau Abgeordnete Dr. Moser. Auch sie spricht 5 Minuten. (Abg. Scheibner – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Moser –: Welche Messungen hat es in Oberösterreich gegeben, Frau Kollegin?)
Abg. Scheibner: Oder hat es überhaupt keine Messungen gegeben?
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Unseriöse Messungen – ich weiß nicht (Abg. Scheibner: Oder hat es überhaupt keine Messungen gegeben?): Messgeräte sind geeicht, und die Messungen 2003 erfolgten unter einer rot-schwarzen Landesregierung. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) 2003 war die Landesregierung in Oberösterreich rot-schwarz! Ich glaube, da gab es sogar einen blauen Landesrat, nämlich von der FPÖ. (Abg. Scheibner: Der hat gemessen?) – Dies nur zu den Rahmenbedingungen, den politischen Rahmenbedingungen der so genannten unseriösen Messungen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Nachtigall, ich hör’ dir trapsen“!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Unseriöse Messungen – ich weiß nicht (Abg. Scheibner: Oder hat es überhaupt keine Messungen gegeben?): Messgeräte sind geeicht, und die Messungen 2003 erfolgten unter einer rot-schwarzen Landesregierung. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) 2003 war die Landesregierung in Oberösterreich rot-schwarz! Ich glaube, da gab es sogar einen blauen Landesrat, nämlich von der FPÖ. (Abg. Scheibner: Der hat gemessen?) – Dies nur zu den Rahmenbedingungen, den politischen Rahmenbedingungen der so genannten unseriösen Messungen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Nachtigall, ich hör’ dir trapsen“!)
Abg. Scheibner: Der hat gemessen?
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Unseriöse Messungen – ich weiß nicht (Abg. Scheibner: Oder hat es überhaupt keine Messungen gegeben?): Messgeräte sind geeicht, und die Messungen 2003 erfolgten unter einer rot-schwarzen Landesregierung. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) 2003 war die Landesregierung in Oberösterreich rot-schwarz! Ich glaube, da gab es sogar einen blauen Landesrat, nämlich von der FPÖ. (Abg. Scheibner: Der hat gemessen?) – Dies nur zu den Rahmenbedingungen, den politischen Rahmenbedingungen der so genannten unseriösen Messungen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Nachtigall, ich hör’ dir trapsen“!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Nachtigall, ich hör’ dir trapsen“!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Unseriöse Messungen – ich weiß nicht (Abg. Scheibner: Oder hat es überhaupt keine Messungen gegeben?): Messgeräte sind geeicht, und die Messungen 2003 erfolgten unter einer rot-schwarzen Landesregierung. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) 2003 war die Landesregierung in Oberösterreich rot-schwarz! Ich glaube, da gab es sogar einen blauen Landesrat, nämlich von der FPÖ. (Abg. Scheibner: Der hat gemessen?) – Dies nur zu den Rahmenbedingungen, den politischen Rahmenbedingungen der so genannten unseriösen Messungen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: „Nachtigall, ich hör’ dir trapsen“!)
Abg. Neudeck: Gar nicht fahren ist am sichersten!
Das rettet viel mehr Leben – laut den Unterlagen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit mindestens 200 Leben – als Licht am Tag. Wir haben mit Ihnen mitgestimmt, weil uns die 35 Leben durch Licht am Tag sicherlich auch wertvoll sind. Aber warum Sie es ablehnten, 200 Leben zu retten – durch bessere Geschwindigkeitskontrollen, durch mehr Vormerkdelikte, sprich Telefonieren am Steuer, sprich auch Alkohol, vermehrt mit Vormerkpunkten versehen –, das verstehe ich nicht, Herr Minister. (Abg. Neudeck: Gar nicht fahren ist am sichersten!) Es waren immer nur kleine Schritte bei der Verkehrssicherheit – dort, wo große Schritte notwendig wären!
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Ich habe mir hier ja schon einmal den Mut genommen und gesagt, dass ich schön langsam geneigt bin, eine Autofahrer-Interessenvertretung zu gründen, weil diese es ja zahlen müssen. Sie haben die PKW-Bemautung in der Schublade, gegen die wir vehement sind. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Sie haben es in der Schublade, die ASFINAG hat es ausgerechnet, sonst kommt sie nie von dem Schuldenberg herunter, den Sie ...
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (fortsetzend): Darum, Herr Minister: Ihre Verkehrssicherheitsbilanz könnte besser sein, aber Ihre Generalverkehrsbilanz ist leider ein Schuldenberg! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Meine Damen und Herren! In diesen 16 Jahren hier im Hohen Haus und bei fünf Nationalratswahlen habe ich gelernt, dass nach jedem Wahltag ein Danach kommt. Es gilt, danach für die Menschen, die uns gewählt haben, in unserem Land auch weiterzuarbeiten. Daran, glaube ich, sollten wir in der so heftigen Auseinandersetzung manchmal denken. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
In diesem Zusammenhang möchte ich sagen, dass man Übereinstimmung nicht geschenkt bekommt. Man muss bereit sein, viel Zeit, Geduld, Ausdauer und auch eine gehörige Portion Toleranz dem Andersdenkenden gegenüber mit einzubringen. Es gehört auch etwas dazu, was meiner Meinung nach viel zu oft übersehen wird: Man braucht auch sehr viel Überzeugungsarbeit in der eigenen Partei, wenn man einen guten Konsens, einen guten Kompromiss zustande bringen will. (Allgemeiner Beifall.)
Anhaltender allgemeiner Beifall.
Ihnen allen danke ich für die gute Zusammenarbeit und wünsche Ihnen allen, die nach dem 1. Oktober im Hohen Hause weiter für unser Land arbeiten werden, alles Gute und viel Erfolg! – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. Glück auf! (Anhaltender allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Auch von mir alles Gute, viel Glück und Gesundheit! (Allgemeiner Beifall.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Wenn ich in der Vergangenheit vielleicht bei der einen oder anderen Debatte im Zuge des mitunter auch etwas hitzigeren parlamentarischen Gefechtes jemanden persönlich verletzt haben sollte, dann bitte ich, das zu entschuldigen. Ich möchte das stellvertretend für möglicherweise mehrere bei Peter Wittmann machen, der nach einem Debattenbeitrag von mir – ich hatte damals aus einer Zeitung zitiert – eine tatsächliche Berichtigung gemacht hat. Es war nicht meine Absicht, ihn persönlich zu verletzen, und schon gar nicht seine Familie. – Kollege Wittmann ist zwar jetzt nicht anwesend, aber ich bitte, ihm das auszurichten. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltender allgemeiner Beifall.
Für die kommende Gesetzgebungsperiode wünsche ich jenen Kollegen, die dann wieder Abgeordnete dieses Hauses sein werden, und auch den Neuen viel Erfolg bei ihrer Arbeit zum Wohle unserer Bürger und unseres Landes! (Anhaltender allgemeiner Beifall.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Danke, Herr Präsident! Jetzt wird es noch richtig besinnlich. – Zurück zur Alpenkonvention: Die Unterzeichnung liegt ja schon geraume Zeit zurück, sie erfolgte 1991. Wir haben daher jetzt einen Zeitpunkt, zu dem wir auch etwas feiern könnten: 15 Jahre Alpenkonvention. Mittlerweile gibt es ein Ständiges Sekretariat in Innsbruck, Österreich hat bereits zum zweiten Mal den Vorsitz bei der Alpenkonvention, jetzt vertreten durch Minister Pröll. Sekretariat in Innsbruck – das ist also durchaus etwas, was man vorzeigen kann. Allerdings gibt es kein Geld für diesen Vorsitz und keine zusätzlichen Ressourcen, wie wir bei einer Anfrage festgestellt haben. Jetzt bleibt die Frage: Hat die Regierung diesen Vorsitz genützt, Herr Minister? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ja!)
Allgemeiner Beifall.
Es wird also für mich sozusagen nur eine andere Ebene geben, wo ich weiterhin politisch arbeiten werde, wobei ich auch dieses Wissen, das ich hier erworben habe, einsetzen kann. – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Ich hoffe daher, dass wir in der EU diesen Vertrag unterzeichnen können. Das sind wir unserer wunderschönen Alpenregion schuldig. Und ich denke, dass unser Bundesminister Pröll dazu auch noch in den nächsten Monaten und Jahren genug Gelegenheit haben wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ.
der ÖVP.) – Ja, Sie jammern. Zu Recht jammern Sie. Nur wir sind es, die garantieren, dass die Daseinsvorsorge weiter in öffentlicher Hand bleibt und von öffentlicher Hand betrieben wird. Wir stehen dafür, dass es ein Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz gibt, das nicht irgendwelche großen Sonderprojekte ex lege ausnimmt, und wir stehen für ein Umweltinformations- und Kontrollsystem, für eine Kontrollpolitik, die ein transparentes und ein partizipatives Miteinander von BürgerInnen, von NGOs und der Politik im Sinne einer blühenden und gesunden Umwelt garantiert, in den Alpen und auch sonst überall. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bayr: Wir sind weiter weg vom Ziel!
Abgeordneter Matthias Ellmauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Bayr, an Ihnen dürften die letzten Jahre wirklich spurlos vorübergegangen sein, denn das Kyoto-Ziel ist ein ehrgeiziges Ziel der Bundesregierung. Wenn man jetzt ein bisschen aufzählt, was die Bundesregierung in den letzten Jahren alles in dieser Richtung gemacht hat – ich denke beispielsweise nur an die Partikelfilter, im Energiebereich an die thermische Althaussanierung, die vielen Bioanlagen, die Fernwärme, dann jetzt für die Zukunft die 500-Millionen-€-Energiestiftung et cetera –, dann sehen Sie: Es ist viel geschehen und wird noch viel geschehen. (Abg. Bayr: Wir sind weiter weg vom Ziel!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Ja, bitte flachlegen! Oder reicht es auch, zu knien?
minister Josef Pröll ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: Ja, bitte flachlegen! Oder reicht es auch, zu knien?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Dieses mehrjährige Arbeitsprogramm gibt den nötigen Rahmen und den nötigen Halt, um messbar, bereichsübergreifend und nachhaltig ein fragiles Ökosystem nicht nur zu erhalten, sondern auch weiterzuentwickeln, so wie das die Alpenkonvention in ihrem ganzheitlichen Impetus vorsieht. Es liegt nun an Italien, das Verkehrsprotokoll zu ratifizieren und den Weg freizumachen für eine EU-weite Ratifikation, damit im gesamten Alpenraum gleiche Mindeststandards gelten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was hat denn das Waldsterben mit dem Wildverbiss zu tun?
des Waldsterbens – bitte, das hat auch den Wildverbiss als Ursache – sehe ich es doch als ganz wesentlich an, dass Sie einfach mehr durchdringen mit Ihren Vorhaben und Ihren Anliegen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was hat denn das Waldsterben mit dem Wildverbiss zu tun?)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Also an mich!
Derzeit ist in erster Linie die Wählerin, der Wähler gefordert, und für die ist es meiner Meinung nach nutzbringender, wenn sie sich gleich an den Schmied wenden, und nicht an den Schmiedl. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Also an mich!) Und der Schmied in Sachen Umweltschutz, Alpenkonvention, Verkehrsreduktion sind eindeutig die Grünen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Derzeit ist in erster Linie die Wählerin, der Wähler gefordert, und für die ist es meiner Meinung nach nutzbringender, wenn sie sich gleich an den Schmied wenden, und nicht an den Schmiedl. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Also an mich!) Und der Schmied in Sachen Umweltschutz, Alpenkonvention, Verkehrsreduktion sind eindeutig die Grünen! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Die Konservativen, eh klar!
Es stimmt, dass ein zentrales Anliegen, das wir auch im Verkehrsministerrat forcieren wollten, nämlich das Verkehrsprotokoll, am 8./9. Juni 2006 in Luxemburg nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Warum nicht? Weil trotz aller Anstrengungen Österreichs, koordiniert in der Regierung zwischen Umwelt- und Verkehrsressort, in Italien eine sehr schwierige Situation auf Grund der Neuwahlen, der Änderung der Regierung vorhanden war und sich die damals noch regierende Mehrheit Italiens, schon die neue Regierung im Blickfeld habend, am 8./9. Juni 2006 nicht imstande sah, hier eine Zustimmung zu geben. (Abg. Öllinger: Die Konservativen, eh klar!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, in diesem Sinne: Wir haben viel erreicht für die Alpenkonvention, wir haben noch zentrale Anliegen vor uns. Ich möchte aber am Ende meiner Ausführungen zur Alpenkonvention auch den Dank zurückgeben an Sie, Frau Abgeordnete Rest-Hinterseer, Abgeordneter Oberhaidinger, Abgeordneter Hofmann. Sie haben die Zusammenarbeit hier im Parlament erwähnt, und man kann ja lernen aus 15, 16 Jahren Erfahrung hier im Plenum, auch aus dem, was Sie über Stilfragen gesagt haben. Ich bedanke mich dafür, ich bedanke mich für die Zusammenarbeit, die mit allen immer hervorragend funktioniert hat. Trotz aller Unterschiedlichkeiten in der politischen Positionierung, in der gesellschaftspolitischen Positionierung ist es auch für mich in den letzten dreieinhalb Jahren sehr wohltuend gewesen, dass wir über diese ideologischen Gräben immer Brücken bauen konnten. – Herzlichen Dank und alles Gute! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Scheibner: Wie immer! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Böse!
Für uns in Tirol, besonders für meinen Wahlkreis Bezirk Innsbruck Land ist der Brenner-Basistunnel von großer Bedeutung und auch sehr wichtig. Der vorzeitige Bau des Probestollens wurde ja bei uns im Landtag bereits am 12. Oktober 2005 beschlossen. Damals haben die Grünen bei uns in Tirol nicht mitgestimmt. (Abg. Scheibner: Wie immer! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Böse!)
Abg. Scheibner: Ein bisschen was hat der Vizekanzler auch gemacht!
Einigkeit herrscht darüber, dass das Land Tirol rund 50 Millionen € in die Hand nimmt, damit dieser Probestollen gemacht werden kann. Die Überzeugungsarbeit unseres Landeshauptmanns und auch der Landesregierung, die sie in den letzten Jahren und Monaten für den Brenner-Basistunnel und den Ausbau der gesamten Strecke von München bis Verona unternommen haben, trägt nunmehr Früchte. (Abg. Scheibner: Ein bisschen was hat der Vizekanzler auch gemacht!) Stimmt, Ihr Vizekanzler hat hier auch sehr viel mitgewirkt.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Im Übrigen gibt es in Österreich bereits eine positive Trendwende. Wenn wir die Rollende Landstraße betrachten, so gibt es auf der Brenner-Route seit November 2005 wieder deutliche Aufwärtstrends. Allein in den ersten vier Monaten 2006 – die habe ich verglichen – gab es einen Anstieg um 120 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es fuhren von Jänner bis April 2005 14 700 Lastkraftwagen auf der Rollenden Landstraße, und heuer sind es von Jänner bis April bereits 32 100 gewesen. Die Frage der Brenner-Basistunnel-Gegner wird in wenigen Jahren nicht lauten, ob wir den Brenner-Basistunnel bauen, sondern, wann er endlich fertig wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe, dass diese Bundesregierung, bevor sie abgewählt wird, wenigstens noch diese eine gute Tat für Österreich zusammenbringt. Mehr als überfällig wäre es jedenfalls. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pfeffer –: Keine Wahlwerbung!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Pfeffer. Wunschredezeit: 3 Minuten. – Bitte, Sie sind am Wort. (Abg. Neudeck – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Pfeffer –: Keine Wahlwerbung!)
Abg. Neudeck: Na ja, keine?
Meine Damen und Herren, ich komme aus einem Bundesland, welches keine Gebirgszüge hat (Abg. Neudeck: Na ja, keine?), nur ab dem mittleren Teil kleine Hügelzüge. Sie kennen das, Herr Kollege. Interessant ist aber die Meldung vom September 2006, in der es heißt: „grenzenlos wandern – von den Alpen bis in die pannonische Tiefebene“. Unter dem Titel „alpannonia“ gibt es ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Burgenland, der Steiermark und Ungarn: einen insgesamt 90 Kilometer langen Höhen- und Panoramaweg – eine Herausforderung für jeden Wanderer, der auf Schusters Rappen dieses vielfältige Gebiet von den Alpen bis zur Tiefebene erkunden kann.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Habt ihr Wasserkraft auch? Vielleicht ein Gezeitenkraftwerk?
Umweltschutz und Energie, meine Damen und Herren, waren im Burgenland schon immer ein großes Thema. Wir im Norden des Landes nützen den Wind unserer typischen flachen Landschaft für unsere Energie, und es gibt Tage, da kann mit dieser Windenergie bereits das ganze Bundesland versorgt werden. Im Norden der Wind, im Süden die Alternativenergie der Hackschnitzel – also vorbildlich für ganz Österreich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Habt ihr Wasserkraft auch? Vielleicht ein Gezeitenkraftwerk?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: In dem Programm sind auch die Steuererhöhungen drinnen!
Die SPÖ will, dass Umweltpolitik wieder den Stellenwert bekommt, der ihr zusteht, denn Umweltschutz ist Lebensqualität. In einem 12-Punkte-Programm hat sich das SPÖ-Kompetenzteam in Sachen Umwelt viele Gedanken gemacht, und dieses Programm, meine Damen und Herren, wartet darauf, nach dem 1. Oktober umgesetzt zu werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: In dem Programm sind auch die Steuererhöhungen drinnen!)
Beifall bei der ÖVP, der SPÖ sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich möchte Ihnen beiden herzlich danken für die Zusammenarbeit, die wir miteinander gehabt haben! Ich wünsche beiden alles, alles Gute für die Zukunft – und ich hoffe, wir sehen uns bei anderer Gelegenheit einmal wieder! Alles, alles Gute, liebe Freunde! (Beifall bei der ÖVP, der SPÖ sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Scheibner: Da sitzt noch jemand!
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. – Das Zeichen erfolgt einstimmig. Der Antrag ist daher angenommen. (Abg. Scheibner: Da sitzt noch jemand!) – Der Herr Abgeordnete Scheuch hat sein Zeichen mit der Hand gegeben. Ich habe das akzeptiert, weil ich es auf seine allgemeine Ermüdung zurückgeführt habe. (Heiterkeit. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ich bin auch schon lange im Wahlkampf!)
Heiterkeit. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ich bin auch schon lange im Wahlkampf!
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. – Das Zeichen erfolgt einstimmig. Der Antrag ist daher angenommen. (Abg. Scheibner: Da sitzt noch jemand!) – Der Herr Abgeordnete Scheuch hat sein Zeichen mit der Hand gegeben. Ich habe das akzeptiert, weil ich es auf seine allgemeine Ermüdung zurückgeführt habe. (Heiterkeit. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: ich bin auch schon lange im Wahlkampf!)
Abg. Großruck: Nein! – Heiterkeit.
Erheben sich dagegen Einwendungen? – Kollege Großruck, sind das Einwendungen? (Abg. Großruck: Nein! – Heiterkeit.) – Nein. Das ist also nicht der Fall.