Eckdaten:
Für die 122. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1037 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Initiative zur Verhinderung weiterer Handymasten im Feyregger Wohngebiet“ (Ordnungsnummer 71) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
überreicht vom Abgeordneten Anton Heinzl
Petition betreffend „Sanierung und Ausbau des Bundesschulzentrums St. Pölten“ (Ordnungsnummer 72) (überreicht vom Abgeordneten Anton Heinzl)
Beifall bei den Grünen.
das zu verwirklichen, braucht man österreichisches Engagement – und das nicht nur in Form kleiner Protestnoten oder Briefe, sondern man muss Nägel mit Köpfen machen und Alternativen anbieten, damit sich unsere Nachbarstaaten in so einer Situation für die richtige Option entscheiden und nicht für ein neues AKW. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch hier frage ich mich: Was ist die österreichische Initiative, was sind hier die Angebote? Ich halte nichts davon, ausschließlich zu protestieren und zum Schluss verzweifelte Bürger und Bürgerinnen bei Grenzblockaden stehen zu haben, sondern es muss im Vorfeld etwas geschehen. (Beifall bei den Grünen.) Und auch hier wiederum mein Eindruck, dass weder von Seiten des Umweltministers noch vom Bundeskanzler ernsthaft alternative Optionen angeboten werden, Ideen entwickelt werden. Stattdessen – und das habe ich nicht mit Traurigkeit, sondern mit Ärger beobachtet – hat sich der Bundeskanzler massiv in den deutschen Wahlkampf eingemischt, viel zu massiv für einen Bundeskanzler eines Nachbarstaates parteipolitisch eingemischt und dort eine Kandidatin mit allem Nachdruck unterstützt, die den Atomausstieg in Deutschland rückgängig machen möchte. (Abg. Großruck: Haben Sie nicht auch dem Dr. Fischer geholfen?) Das wäre für Europa und für Österreich eine fatale Entscheidung, aber leider waren dem Bundeskanzler hier offensichtlich parteipolitische Interessen wichtiger als die Interessen der österreichischen Bevölkerung. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Haben Sie nicht auch dem Dr. Fischer geholfen?
Auch hier frage ich mich: Was ist die österreichische Initiative, was sind hier die Angebote? Ich halte nichts davon, ausschließlich zu protestieren und zum Schluss verzweifelte Bürger und Bürgerinnen bei Grenzblockaden stehen zu haben, sondern es muss im Vorfeld etwas geschehen. (Beifall bei den Grünen.) Und auch hier wiederum mein Eindruck, dass weder von Seiten des Umweltministers noch vom Bundeskanzler ernsthaft alternative Optionen angeboten werden, Ideen entwickelt werden. Stattdessen – und das habe ich nicht mit Traurigkeit, sondern mit Ärger beobachtet – hat sich der Bundeskanzler massiv in den deutschen Wahlkampf eingemischt, viel zu massiv für einen Bundeskanzler eines Nachbarstaates parteipolitisch eingemischt und dort eine Kandidatin mit allem Nachdruck unterstützt, die den Atomausstieg in Deutschland rückgängig machen möchte. (Abg. Großruck: Haben Sie nicht auch dem Dr. Fischer geholfen?) Das wäre für Europa und für Österreich eine fatale Entscheidung, aber leider waren dem Bundeskanzler hier offensichtlich parteipolitische Interessen wichtiger als die Interessen der österreichischen Bevölkerung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Auch hier frage ich mich: Was ist die österreichische Initiative, was sind hier die Angebote? Ich halte nichts davon, ausschließlich zu protestieren und zum Schluss verzweifelte Bürger und Bürgerinnen bei Grenzblockaden stehen zu haben, sondern es muss im Vorfeld etwas geschehen. (Beifall bei den Grünen.) Und auch hier wiederum mein Eindruck, dass weder von Seiten des Umweltministers noch vom Bundeskanzler ernsthaft alternative Optionen angeboten werden, Ideen entwickelt werden. Stattdessen – und das habe ich nicht mit Traurigkeit, sondern mit Ärger beobachtet – hat sich der Bundeskanzler massiv in den deutschen Wahlkampf eingemischt, viel zu massiv für einen Bundeskanzler eines Nachbarstaates parteipolitisch eingemischt und dort eine Kandidatin mit allem Nachdruck unterstützt, die den Atomausstieg in Deutschland rückgängig machen möchte. (Abg. Großruck: Haben Sie nicht auch dem Dr. Fischer geholfen?) Das wäre für Europa und für Österreich eine fatale Entscheidung, aber leider waren dem Bundeskanzler hier offensichtlich parteipolitische Interessen wichtiger als die Interessen der österreichischen Bevölkerung. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
In Deutschland hätten wir 2020 auf Grund der Entscheidung der rot-grünen Bundesregierung alle Atomreaktoren vom Netz. Das ist natürlich eine ganz dramatische Weichenstellung für die gesamte europäische Atomindustrie. 2020 – das würde bedeuten, dass unheimlich viele Investitionen in neue Technologien, in Alternativen getätigt werden müssten, dass geforscht werden müsste, dass Markteinführungsprogramme weitergeführt werden müssten und vor allem Großinvestitionen der Energiekonzerne in neue Kapazitäten erfolgen müssten, die nicht gefährlich sind, die nicht Atomrisiko bedeuten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Was haben denn die für ein Atomausstiegsszenario in Deutschland?
Unter Umständen würde das bei einer Regierung Merkel und einer Regierungsbeteiligung der FDP, die auch offen sagt, sie will den Atomausstieg rückgängig machen, bedeuten, die Laufzeitverlängerung von 32 Jahre auf 60 Jahre zu verlängern. (Abg. Murauer: Was haben denn die für ein Atomausstiegsszenario in Deutschland?) Das bedeutet eine Vervielfachung des Risikos um 28 Jahre, und Sie wissen – viele von Ihnen haben sich mit der Atomenergie ja sehr intensiv befasst –, dass eine Laufzeitverlängerung bei einem so hohen Alter eines Atomkraftwerkes ein massives Risiko bedeutet und erhebliche Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen erforderlich macht. Es würde also nicht nur das Risiko dramatisch steigen, sondern es müssten auch entsprechende Investitionen getätigt werden, und das würde die gesamte Erneuerung des Kraftwerksparks in Richtung erneuerbare Energieträger verhindern oder zumindest um Jahrzehnte verzögern.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
Herr Umweltminister, vielleicht können Sie mir eine Frage beantworten. Weil der Bundeskanzler sehr wohl Zeit hat für Wahlkampfauftritte in Deutschland, aber nicht, um hier im Hohen Haus drohende Atomszenarien unserer Nachbarstaaten zu diskutieren, frage ich Sie, ob überhaupt von Seiten Österreichs gegenüber Deutschland und den deutschen Parteien, die diesen Ausstieg rückgängig machen wollen, in irgendeiner Form deponiert worden ist, dass das Österreich nicht möchte, dass das die österreichische Bevölkerung definitiv nicht möchte (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ) und dass es auch für die Gesamtentwicklung in der Europäischen Union ein dramatischer Rückschlag wäre.
Abg. Grillitsch: Redet von „Nägel mit Köpfen“ und weiß gar nicht, was das ist! Unvorstellbar!
Wenn man das wirklich ernsthaft bekämpfen möchte, dann reicht es nicht, zwei, drei Briefchen zu schreiben, Herr Umweltminister, sondern dann müssen Sie Nägel mit Köpfen machen, dann müssen Sie denen Alternativen anbieten und dann wollen wir hier Ergebnisse sehen. (Abg. Grillitsch: Redet von „Nägel mit Köpfen“ und weiß gar nicht, was das ist! Unvorstellbar!) Dann muss es auch in der Europäischen Union einen konsequenten Anti-Atomkurs geben und nicht so etwas, wie es Ministerin Gehrer verfolgt, nämlich die Zustimmung zu einem Atomprogramm, bei dem der Nuklearanteil fast verdoppelt wird und unglaublich viel Geld in zukünftige neue Reaktoren und Forschung gesteckt wird. Das ist inkonsequent. So werden Sie nichts erreichen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn man das wirklich ernsthaft bekämpfen möchte, dann reicht es nicht, zwei, drei Briefchen zu schreiben, Herr Umweltminister, sondern dann müssen Sie Nägel mit Köpfen machen, dann müssen Sie denen Alternativen anbieten und dann wollen wir hier Ergebnisse sehen. (Abg. Grillitsch: Redet von „Nägel mit Köpfen“ und weiß gar nicht, was das ist! Unvorstellbar!) Dann muss es auch in der Europäischen Union einen konsequenten Anti-Atomkurs geben und nicht so etwas, wie es Ministerin Gehrer verfolgt, nämlich die Zustimmung zu einem Atomprogramm, bei dem der Nuklearanteil fast verdoppelt wird und unglaublich viel Geld in zukünftige neue Reaktoren und Forschung gesteckt wird. Das ist inkonsequent. So werden Sie nichts erreichen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das war schon immer so, und dann ist alles zu spät!
Es gibt auch – und das muss man auch in der Frage einer Atomoffensive an Österreichs Grenzen sehen – keine konkreten, von Regierungen beschlossenen Ausbaupläne entlang der österreichischen Grenzen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das war schon immer so, und dann ist alles zu spät!) Wir sollten nicht suggerieren, dass da oder dort eine Ausbauoffensive unmittelbar bevorstehen würde. Ich gehe dann ganz bewusst detailliert auf jedes einzelne Projekt ein.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was aber sehr wohl Thema ist – meine sehr geehrten Damen und Herren, auch das sei ganz offen gesagt –, ist die Frage, dass manche Betreiber und auch Regierungen überlegen, Laufzeitverlängerungen von bestehenden Kraftwerken in Aussicht zu nehmen, und dazu ist von uns auch eine klare Stellungnahme erforderlich. Es gibt – und das sei eingangs erwähnt – kein anderes Land in der Europäischen Union, keine Regierung in Europa, die so klar und deutlich in allen Formationen in der Europäischen Union klarmacht, dass sie gegen den Ausbau der Atomkraft in Europa ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Wir haben andere Konzepte, wir zeigen, wie es geht, und niemand in Österreich braucht sich vorwerfen zu lassen, dass wir nicht sehr konsequent und klar in dieser Frage auftreten, meine sehr geehrten Damen und Herren.
Abg. Jakob Auer – in Richtung Grüne –: Lambach ...! Was war in Lambach mit der Wasserkraft?
Frau Abgeordnete Glawischnig, ich nehme von Ihrer heutigen Rede mit, dass Sie die Wasserkraft als Alternative offensiv angesprochen haben. – Ich bin bei Ihnen, ja. (Abg. Jakob Auer – in Richtung Grüne –: Lambach ...! Was war in Lambach mit der Wasserkraft?) Wir sollen auch zeigen, wie es in Zukunft geht, Energie auf Wasserkraft gestützt zu einem Exportschlager zu machen und auch in Österreich weiter offensiv auf diese Energiequelle zu setzen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Frau Abgeordnete Glawischnig, ich nehme von Ihrer heutigen Rede mit, dass Sie die Wasserkraft als Alternative offensiv angesprochen haben. – Ich bin bei Ihnen, ja. (Abg. Jakob Auer – in Richtung Grüne –: Lambach ...! Was war in Lambach mit der Wasserkraft?) Wir sollen auch zeigen, wie es in Zukunft geht, Energie auf Wasserkraft gestützt zu einem Exportschlager zu machen und auch in Österreich weiter offensiv auf diese Energiequelle zu setzen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Hätten sie – ohne Sie!
Zweiter Punkt: Kein anderes Land hat in der Frage der Alternativen so sehr auf Öko-Strom gesetzt wie Österreich. Deutschland hat es versucht – ich gebe das zu –, aber der Versuch ist leider in den Kinderschuhen stecken geblieben. Wir sind auf einer Tangente, die sich sehen lassen kann: Biomasse, Biogas, Windkraft haben in Österreich in den letzten Jahren und Monaten eine Erfolgsstory geschrieben (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Hätten sie – ohne Sie!), und wir kommen auf zirka 7 Prozent dieser erneuerbaren Energie am Gesamtkuchen der Energieproduktion. Auch das wird zum Exportschlager!
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Dann steht sie halt an! Deswegen sollen Sie ja was tun!
Ich möchte mit dem Aufhänger des heutigen Tages, nämlich mit dem Kernkraftwerk Krško in Slowenien beginnen. Da muss man auch klar und deutlich aufzeigen, warum wir diese Debatte haben. Es hat nämlich der Direktor des Betreibers Überlegungen angestellt, Krško entsprechend auszubauen. Ich habe am selben Tag, als diese Überlegungen angestellt wurden – am selben Tag! –, dem Umweltminister Sloweniens einen Brief geschrieben und um Aufklärung ersucht, wie denn jetzt die Regierung in dieser Frage weiter vorzugehen gedenkt. Es kam die Antwort: Es gibt überhaupt keine Entscheidung in dieser Frage Sloweniens betreffend den Ausbau! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Dann steht sie halt an! Deswegen sollen Sie ja was tun!) – Nein, die slowenische Regierung hat offensichtlich nicht vor, etwas zu tun.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Das sind die Fakten! Und wenn Sie sagen: Briefe schreiben!, dann sehen Sie, dass Briefeschreiben etwas bewirkt, nämlich ein klares Statement des Umweltministers von Slowenien, dass es keine konkreten Ausbaupläne um das Kraftwerk Krško gibt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben in Europa auch ein Thema, welches lautet: EURATOM-Vertrag und die Aufstockung der Summe. Auch hier geben wir eine klare Antwort: Es gibt auch in Europa keine andere Bundesregierung, kein anderes Land, das in dieser Frage einen so klaren und deutlichen Standpunkt bezieht wie Österreich (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler): Wir setzen nicht auf die Atomkraft in Österreich. Wir setzen nicht auf den Ausbau der Atomkraft in Europa. Wir respektieren nationales Recht und engagieren uns mit allen uns zur Verfügung stehenden legistischen Mitteln, um diese Ausbaupläne hintanzuhalten. (Abg. Eder: ... Schmäh!)
Abg. Eder: ... Schmäh!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben in Europa auch ein Thema, welches lautet: EURATOM-Vertrag und die Aufstockung der Summe. Auch hier geben wir eine klare Antwort: Es gibt auch in Europa keine andere Bundesregierung, kein anderes Land, das in dieser Frage einen so klaren und deutlichen Standpunkt bezieht wie Österreich (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler): Wir setzen nicht auf die Atomkraft in Österreich. Wir setzen nicht auf den Ausbau der Atomkraft in Europa. Wir respektieren nationales Recht und engagieren uns mit allen uns zur Verfügung stehenden legistischen Mitteln, um diese Ausbaupläne hintanzuhalten. (Abg. Eder: ... Schmäh!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist unsere Linie. Sie können in dieser Frage damit rechnen, dass diese Linie auch in Zukunft klar und deutlich sein wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Sburny: ... bei der ÖVP! – Abg. Öllinger: Das ist eine ÖVP-Taktik!
anderen ein Thema anzuzünden und ein Problem aufzuwerfen. (Abg. Sburny: ... bei der ÖVP! – Abg. Öllinger: Das ist eine ÖVP-Taktik!) Das scheinen die Grünen sich jetzt zum Prinzip zu machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Sie wissen, wovon Sie reden!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Sie wissen, wovon Sie reden!
anderen ein Thema anzuzünden und ein Problem aufzuwerfen. (Abg. Sburny: ... bei der ÖVP! – Abg. Öllinger: Das ist eine ÖVP-Taktik!) Das scheinen die Grünen sich jetzt zum Prinzip zu machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Sburny: Sie wissen, wovon Sie reden!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... eine schwarze Bürgerinitiative!
Da gibt es grüne Bürgerinitiativen, die im Burgenland gegen die Windenergie auftreten. Da gibt es grüne Bürgerinitiativen, die damals bei Lambach die Wasserkraft bekämpft haben oder jetzt in Tirol Wasserkraftwerke bekämpfen – aber vermeintlich sind Sie ja trotzdem für die alternativen, für die erneuerbaren Energieträger. Die Praxis spricht leider eine andere Sprache. Da kommt man sich ein bisschen vor wie in einer verkehrten Welt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... eine schwarze Bürgerinitiative!)
Abg. Öllinger: Sagen Sie was über die TIWAG-Planung!
Um von diesen Dingen abzulenken, Frau Kollegin Glawischnig, zündet man dann vermeintliche Krisenherde im Ausland an: Weil ein Direktor eines Atomkraftwerkes – und das sei ihm aus seiner Interessenlage heraus unbenommen (Abg. Öllinger: Sagen Sie was über die TIWAG-Planung!) – den Begriff des Ausbaus seines von ihm geleiteten Atomkraftwerkes in den Mund nimmt, macht man daraus eine nationale Katastrophe und eine bilaterale Katastrophe.
Abg. Sburny: Sie sind jedenfalls Meister im Ignorieren der Angst!
Fakt ist – der Herr Bundesminister hat es schon erwähnt und auch aus dem Brief seines Amtskollegen in Slowenien zitiert –, dass daran nichts ist, dass es seitens der slowenischen Regierung keinerlei Aktivitäten und auch keine Beschlüsse in dieser Richtung gibt. Das, was Sie hier betreiben, ist tatsächlich der Versuch, von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken und etwas aufzubauen, auch mit der Angst der Bevölkerung – die zugegebenermaßen bei diesem Thema vorhanden ist – zu spielen (Abg. Sburny: Sie sind jedenfalls Meister im Ignorieren der Angst!) und damit Politik zu machen. Das ist zutiefst verwerflich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Fakt ist – der Herr Bundesminister hat es schon erwähnt und auch aus dem Brief seines Amtskollegen in Slowenien zitiert –, dass daran nichts ist, dass es seitens der slowenischen Regierung keinerlei Aktivitäten und auch keine Beschlüsse in dieser Richtung gibt. Das, was Sie hier betreiben, ist tatsächlich der Versuch, von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken und etwas aufzubauen, auch mit der Angst der Bevölkerung – die zugegebenermaßen bei diesem Thema vorhanden ist – zu spielen (Abg. Sburny: Sie sind jedenfalls Meister im Ignorieren der Angst!) und damit Politik zu machen. Das ist zutiefst verwerflich! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Sie tun noch ein Weiteres: Sie machen Österreich ständig schlecht. – Das hat dieses Land, verdammt noch einmal, nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.) Wir haben den höchsten Wasserkraftanteil bei der Stromerzeugung. Wir haben ein Vorzeigemodell eines Ökostromgesetzes, das sich international sehen lassen kann (Abg. Mag. Kogler: ... Stromwirtschaft!), und wir haben unzählige Anti-Atominitiativen in Europa gestartet, die auch zu Erfolgen, jedenfalls Teilerfolgen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... erfolglos!), geführt haben.
Abg. Mag. Kogler: ... Stromwirtschaft!
Sie tun noch ein Weiteres: Sie machen Österreich ständig schlecht. – Das hat dieses Land, verdammt noch einmal, nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.) Wir haben den höchsten Wasserkraftanteil bei der Stromerzeugung. Wir haben ein Vorzeigemodell eines Ökostromgesetzes, das sich international sehen lassen kann (Abg. Mag. Kogler: ... Stromwirtschaft!), und wir haben unzählige Anti-Atominitiativen in Europa gestartet, die auch zu Erfolgen, jedenfalls Teilerfolgen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... erfolglos!), geführt haben.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... erfolglos!
Sie tun noch ein Weiteres: Sie machen Österreich ständig schlecht. – Das hat dieses Land, verdammt noch einmal, nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.) Wir haben den höchsten Wasserkraftanteil bei der Stromerzeugung. Wir haben ein Vorzeigemodell eines Ökostromgesetzes, das sich international sehen lassen kann (Abg. Mag. Kogler: ... Stromwirtschaft!), und wir haben unzählige Anti-Atominitiativen in Europa gestartet, die auch zu Erfolgen, jedenfalls Teilerfolgen (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... erfolglos!), geführt haben.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, weil wir EURATOM nicht wollen!
Wenn wir dann hier in diesem Hohen Haus konkrete Initiativen setzen, wie unseren letzten Entschließungsantrag vor nicht allzu langer Zeit, nämlich vor gut einem Jahr, dann gehen Sie nicht mit (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja, weil wir EURATOM nicht wollen!), so wie eben bei diesem Entschließungsantrag.
Abg. Sburny: Sagt wer?
Sie sollten sich einmal in den Spiegel schauen und einmal darüber nachdenken, ob das, was Sie sagen, auch mit Ihren Handlungen wirklich übereinstimmt. (Abg. Sburny: Sagt wer?) Ich meine, es stimmt nicht überein! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Sie sollten sich einmal in den Spiegel schauen und einmal darüber nachdenken, ob das, was Sie sagen, auch mit Ihren Handlungen wirklich übereinstimmt. (Abg. Sburny: Sagt wer?) Ich meine, es stimmt nicht überein! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Mag. Kogler: Eine Charmeoffensive des Intellekts! – Abg. Neudeck: Kommt jetzt?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Krainer. 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: Eine Charmeoffensive des Intellekts! – Abg. Neudeck: Kommt jetzt?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Das ist aber positiv!
lich für sich. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Neudeck: Das ist aber positiv!)
Ruf bei der ÖVP: ... Angstmache!
Viele Österreicherinnen und Österreicher haben Angst: Sie haben Angst vor den Atomgefahren, Angst vor Unfällen, Angst um die Sicherheit ihrer Kinder und Enkelkinder. (Ruf bei der ÖVP: ... Angstmache!) – Das ist keine Angstmache. Die Menschen haben Angst! Das ist ein Faktum. Da braucht keiner zu kommen und ihnen das zu erklären.
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.
Tschernobyl ist ein „strahlendes Beispiel“ für die Gefahren der Atomkraft, und die Menschen in Österreich erwarten sich, dass wir als Parlament uns, aber dass natürlich vor allem auch Sie als Minister und der Bundeskanzler sowie die gesamte Bundesregierung sich zum Anwalt dieser Sorgen und dieser Ängste und zum Anwalt dieser Menschen machen. Immer mehr dieser Menschen haben den Eindruck, dass Sie nicht ein Teil der Lösung sind, sondern mehr und mehr zu einem Teil des Problems werden. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Mag. Molterer: Wir halten es für ein Atomkraftwerk!
Dazu einige Beispiele. – Beispiel Temelín: Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben gleich gesagt, dass wir Temelín für ein Placebo halten, für ein Beruhigungsmittel für die Bevölkerung (Abg. Mag. Molterer: Wir halten es für ein Atomkraftwerk!), das in Wahrheit keinerlei Auswirkung auf die Sicherheit der Menschen in Österreich haben wird, weil Temelín dadurch nicht sicherer werden wird.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – mit einer weit ausholenden Handbewegung –: Solche Inserate waren das!
Sie, der Bundeskanzler und Klubobmann Molterer haben uns damals, nach dem Melker Vertrag, vier Dinge verkündet. Sie haben gesagt: Erstens, Temelín wird sicherer werden. Zweitens, der Melker Vertrag wird Teil des Beitrittsvertrages von Tschechien sein und damit – drittens – auch vor dem Europäischen Gerichtshof einklagbar sein. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek – mit einer weit ausholenden Handbewegung –: Solche Inserate waren das!) Und viertens: Temelín wird erst dann in den Dauerbetrieb gehen, wenn all diese Sicherheitsfragen geklärt und all diese Sicherheitsbedenken ausgeräumt sind und Temelín auch wirklich auf westeuropäischem Standard sicher gemacht wurde.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das stimmt leider nicht!
Was ist von diesen vier Punkten übrig geblieben? – Gar nichts! Der Vertrag der Melker Protokolle ist nicht Teil des Beitrittsvertrages von Tschechien. Er ist damit auch nicht vor dem Europäischen Gerichtshof einklagbar. Temelín ist um keinen Millimeter sicherer geworden. Und Temelín ist in den Dauerbetrieb gegangen, obwohl es keinerlei Verbesserungen der Sicherheit gegeben hat. Kein einziger Kernpunkt ist erfüllt worden. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das stimmt leider nicht!) Entweder haben Sie den Menschen Sand in die Augen gestreut – oder in dieser Frage einfach vollkommen versagt. Es gibt nur diese zwei Varianten! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was ist von diesen vier Punkten übrig geblieben? – Gar nichts! Der Vertrag der Melker Protokolle ist nicht Teil des Beitrittsvertrages von Tschechien. Er ist damit auch nicht vor dem Europäischen Gerichtshof einklagbar. Temelín ist um keinen Millimeter sicherer geworden. Und Temelín ist in den Dauerbetrieb gegangen, obwohl es keinerlei Verbesserungen der Sicherheit gegeben hat. Kein einziger Kernpunkt ist erfüllt worden. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das stimmt leider nicht!) Entweder haben Sie den Menschen Sand in die Augen gestreut – oder in dieser Frage einfach vollkommen versagt. Es gibt nur diese zwei Varianten! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Jetzt haben Sie aber gerade gesagt, das ist nicht einklagbar! – Jetzt kenn’ ich mich nicht aus! Sie widersprechen sich ziemlich, Herr Kollege Krainer! Sie widersprechen sich ziemlich!
Anstatt dass Sie jetzt gemeinsam mit den Menschen, vor allem in Oberösterreich und Niederösterreich, in den Grenzregionen, gegen den Dauerbetrieb protestieren oder – denn eine Klage nach dem Völkerrecht ist möglich – gemeinsam klagen, erklären Sie uns die ganze Zeit, es gäbe keinen Dauerbetrieb, obwohl wir das von den tschechischen Behörden schwarz auf weiß haben, und erklären Sie uns die ganze Zeit, es gebe keine Klagsmöglichkeit, obwohl der anerkannte Experte für Internationales Recht Dr. Rotter erst unlängst in einem Gutachten wieder festgehalten hat, dass es sehr wohl möglich ist, auch zu klagen, dass dieser Vertrag eingehalten wird. (Abg. Mag. Molterer: Jetzt haben Sie aber gerade gesagt, das ist nicht einklagbar! – Jetzt kenn’ ich mich nicht aus! Sie widersprechen sich ziemlich, Herr Kollege Krainer! Sie widersprechen sich ziemlich!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!
Auf europäischer Ebene – als zweites Beispiel – haben die Abgeordneten der ÖVP sieben Mal für die Interessen der Atomlobby, für eine Aufstockung von Atomkrediten gestimmt. – Ich weiß eh, Sie sagen immer, es gehe nur um die Sicherheit (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: So ist es!), aber in diesem Zusammenhang ein kleiner Aufklä-
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
rungsunterricht: In einem Atomkraftwerk geht alles um die Sicherheit – nämlich vor den Brennstäben, die drinnen sind. Das Einzige, bei dem das so nicht gesagt werden kann, sind die Brennstäbe in der Mitte – und alles rundherum dient der Sicherheit! Das ist in Wirklichkeit nur eine billige Ausrede, und Sie haben in Wahrheit damit auch die Atomkraft zu der am meisten subventionierten Energieform in Europa gemacht, weit mehr noch als die erneuerbaren Energien. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Es erfolgt hier keine Panikmache für das, was in den Nachbarländern geschieht. Es ist gut, dass es noch keine Beschlüsse der Regierungen gibt – das haben Sie auch gesagt: Es gibt noch keine Entscheidung! –, aber es gibt Diskussionen darüber. Wenn es die Entscheidung gibt, ist es nur meistens schon zu spät. Deswegen ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt, um Initiativen zu setzen, und da können und müssen wir aus Österreich natürlich auch etwas anbieten und dürfen nicht nur protestieren. Die Staaten, die der Europäischen Union beigetreten sind – Slowenien, Ungarn, die Slowakei und Tschechien –, haben sich alle bei ihrem Beitritt auch verpflichtet, ihre erneuerbaren Energien auszubauen. Wir haben auch die Technologie dazu – für die Kleinwasserkraft, für erneuerbare Energien wie Biomasse oder auch Windkraft –, und das, was wir hier anbieten sollten, ist, dass wir helfen, diese Technologien auch einzusetzen. Wenn nämlich diese Staaten, wie sie es vertraglich zugesichert haben, die erneuerbaren Energien ausbauen, brauchen sie auch keine Atomkraftwerke mehr, und das wäre auch gut für Österreich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Öllinger: Das glaube ich, dass du verwundert bist!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es verwundert mich, wenn ich das Hohe Haus und den freiheitlichen Klub anschaue (Abg. Öllinger: Das glaube ich, dass du verwundert bist!): Wir waren die Einzigen, die damals gesagt haben: Trennen wir die Abstimmung bei den Beitritten und sagen wir: Tschechien darf nicht beitreten, wenn die Frage Temelín nicht gelöst ist! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir sind die Umweltpartei! Sag, dass wir die Umweltpartei sind!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir sind die Umweltpartei! Sag, dass wir die Umweltpartei sind!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Es verwundert mich, wenn ich das Hohe Haus und den freiheitlichen Klub anschaue (Abg. Öllinger: Das glaube ich, dass du verwundert bist!): Wir waren die Einzigen, die damals gesagt haben: Trennen wir die Abstimmung bei den Beitritten und sagen wir: Tschechien darf nicht beitreten, wenn die Frage Temelín nicht gelöst ist! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir sind die Umweltpartei! Sag, dass wir die Umweltpartei sind!)
Abg. Rest-Hinterseer: Warum?
Es gibt 150 Atomkraftwerke in Europa; 25 sind in irgendeiner Form in Planung. Wenn man mit Fachleuten redet, dann sagen sie: Energiepolitisch werden wir es nicht verhindern können! (Abg. Rest-Hinterseer: Warum?) – Das ist ein Fakt! (Abg. Rest-Hinterseer: Was? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Bei dieser Einstellung braucht man nicht weiterzureden!) Es ist traurig, dass in Finnland der Grundstein für dieses Atomkraftwerk gelegt worden ist, und zwar mit Beteiligung der Franzosen und der Deutschen. Aber die österreichische Bundesregierung dafür verantwortlich zu machen und zu sagen, dass sie zu wenig getan habe, das ist wirklich – ich muss es nochmals sagen – lächerlich. Diese Bundesregierung hat vor allem Folgendes getan: Sie hat für ein Frühwarnsystem, für mehr Sicherheit gesorgt! Aber sie hat eines nicht gekonnt, das stimmt – es ist aber auch nicht ihre Aufgabe gewesen, und wenn es möglich gewesen wäre, dann hätte sie es ohnedies getan –, nämlich das zu verhindern.
Abg. Rest-Hinterseer: Was? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Bei dieser Einstellung braucht man nicht weiterzureden!
Es gibt 150 Atomkraftwerke in Europa; 25 sind in irgendeiner Form in Planung. Wenn man mit Fachleuten redet, dann sagen sie: Energiepolitisch werden wir es nicht verhindern können! (Abg. Rest-Hinterseer: Warum?) – Das ist ein Fakt! (Abg. Rest-Hinterseer: Was? – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Bei dieser Einstellung braucht man nicht weiterzureden!) Es ist traurig, dass in Finnland der Grundstein für dieses Atomkraftwerk gelegt worden ist, und zwar mit Beteiligung der Franzosen und der Deutschen. Aber die österreichische Bundesregierung dafür verantwortlich zu machen und zu sagen, dass sie zu wenig getan habe, das ist wirklich – ich muss es nochmals sagen – lächerlich. Diese Bundesregierung hat vor allem Folgendes getan: Sie hat für ein Frühwarnsystem, für mehr Sicherheit gesorgt! Aber sie hat eines nicht gekonnt, das stimmt – es ist aber auch nicht ihre Aufgabe gewesen, und wenn es möglich gewesen wäre, dann hätte sie es ohnedies getan –, nämlich das zu verhindern.
Ruf bei den Grünen: Eine Aktuelle Stunde!
Wenn hier gesagt wird, es sollen Alternativen geboten werden, dann meine ich: Die Technologie würde Österreich sehr wohl zur Verfügung stellen, aber es ist unmöglich für Österreich, die Frage der Atomenergie oder auch der Energiepolitik für ganz Europa zu lösen. Das wissen Sie. Wenn man verlangt, diesbezüglich hier eine dringliche Stunde abzuhalten (Ruf bei den Grünen: Eine Aktuelle Stunde!), und sagt, dass die Bundesregierung mehr tun soll, dann muss man Ihnen sagen: Die Bundesregierung kann das nicht tun, weil diese Bundesregierung für Österreich zuständig ist!
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das sind schwarze Bauern, die das verhindern! Das ist eine schwarze Bürgerinitiative!
Wir haben es vorhin ja gehört, Abgeordneter Karlheinz Kopf hat es gesagt: Die Grünen sind diejenigen, die überall am Verhindern sind! Wir sehen das in Tirol. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das sind schwarze Bauern, die das verhindern! Das ist eine schwarze Bürgerinitiative!) Wir wollen Wasserkraft, wir wollen Wasserkraftwerke. Wo sind die Grünen dabei? – Beim Verhindern! Da sagt man dann wiederum, man schütze die Täler. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – in Richtung der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek –: Sind Sie dafür oder dagegen?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – in Richtung der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek –: Sind Sie dafür oder dagegen?
Wir haben es vorhin ja gehört, Abgeordneter Karlheinz Kopf hat es gesagt: Die Grünen sind diejenigen, die überall am Verhindern sind! Wir sehen das in Tirol. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das sind schwarze Bauern, die das verhindern! Das ist eine schwarze Bürgerinitiative!) Wir wollen Wasserkraft, wir wollen Wasserkraftwerke. Wo sind die Grünen dabei? – Beim Verhindern! Da sagt man dann wiederum, man schütze die Täler. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – in Richtung der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek –: Sind Sie dafür oder dagegen?)
Abg. Mag. Kogler: „Hahaha“! – Ruf bei der ÖVP: Aha! – Abg. Murauer: Da schau her! Wer war das? Wer hat das gesagt?
Ich komme nun auf Herrn Abgeordneten Krainer zu sprechen: Ich hoffe, Herr Abgeordneter Krainer, Sie haben die letzte Aussage von Ihrem – bei Ihnen ja sehr beliebten – früheren Finanzminister Androsch gelesen. Was sagt er? – Der „Industriecapo Hannes Androsch nimmt sich kein Blatt vor den Mund: ,Der Atomausbau ist unvermeidlich. Alles andere bedeutet, den Kopf in den Sand zu stecken. Österreich hat in Zwentendorf eines der sichersten AKWs gebaut, aber nie in Betrieb genommen – ein echter Schildbürgerstreich!‘“. (Abg. Mag. Kogler: „Hahaha“! – Ruf bei der ÖVP: Aha! – Abg. Murauer: Da schau her! Wer war das? Wer hat das gesagt?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich würde sagen: Wir müssen schauen, dass wir da herauskommen! Wir müssen schauen, dass wir die Wasserkraft ausbauen, wir müssen schauen, dass wir alternative Energieträger bekommen! – Da müssen Sie die Bundesregierung unterstützen, statt sich hier herauszustellen und zu sagen, wir seien schuld an der europäischen Atompolitik. Das ist falsch! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Jetzt klär sie einmal auf! Jetzt sag es!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. Auch seine Redezeit beträgt 5 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Öllinger – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Jetzt klär sie einmal auf! Jetzt sag es!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Also Sie werden das nicht entscheiden, Herr Kogler!
die Frage stellt, warum Herr Kopf ein Umweltsprecher sein soll; und selbst beim Herrn Minister stellt sich die Frage, warum das ein Umweltminister sein soll. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Also Sie werden das nicht entscheiden, Herr Kogler!)
Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen – Abg. Scheibner: Na, na, na! Was ist da los?
Ich sage Ihnen Folgendes: Es geht tatsächlich um die Rolle der ÖVP in der Bundesregierung, was diese ganzen Versäumnisse betrifft, und wir werden gleich darauf eingehen, was das etwa im Fall von Krško bedeutet. Nur so viel vorweg zu Ihrer Haltung: Ganz offensichtlich sind ja hier jetzt schon die Agenten der Stromwirtschaft auf die Abgeordnetenbänke eingeschleust worden (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen – Abg. Scheibner: Na, na, na! Was ist da los?) – das hat ja jeder sehen und hören können. Aber was den Herrn Bundesminister für Umwelt betrifft, so kann ich nur sagen: Ein mäßig begabter Verkleidungskünstler! Das hat mit „Umweltministerium“ nichts mehr zu tun, was Sie da heute und in der letzten Zeit abgeliefert haben! Respektive ist die Linie der Regierung Schüssel eine des Herrn Ministers Bartenstein. Es ist ja kein Zufall, dass Herr Schüssel die Atomlobbyisten in Deutschland im Wahlkampf unterstützt und hier schwänzt. So ist es ja doch! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen Folgendes: Es geht tatsächlich um die Rolle der ÖVP in der Bundesregierung, was diese ganzen Versäumnisse betrifft, und wir werden gleich darauf eingehen, was das etwa im Fall von Krško bedeutet. Nur so viel vorweg zu Ihrer Haltung: Ganz offensichtlich sind ja hier jetzt schon die Agenten der Stromwirtschaft auf die Abgeordnetenbänke eingeschleust worden (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen – Abg. Scheibner: Na, na, na! Was ist da los?) – das hat ja jeder sehen und hören können. Aber was den Herrn Bundesminister für Umwelt betrifft, so kann ich nur sagen: Ein mäßig begabter Verkleidungskünstler! Das hat mit „Umweltministerium“ nichts mehr zu tun, was Sie da heute und in der letzten Zeit abgeliefert haben! Respektive ist die Linie der Regierung Schüssel eine des Herrn Ministers Bartenstein. Es ist ja kein Zufall, dass Herr Schüssel die Atomlobbyisten in Deutschland im Wahlkampf unterstützt und hier schwänzt. So ist es ja doch! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das ist aber wieder eine Räubersg’schichte!
Jetzt sollte man die Leute einmal darüber aufklären – oder vielleicht auch die einen oder anderen Abgeordneten in Ihren Reihen (Abg. Neudeck: Das ist aber wieder eine Räubersg’schichte!), denn Sie sind ja immer sehr anfällig für die Wahlkämpfe des Herrn Lopatka, sodass Sie das am Schluss dann selbst glauben –, man sollte Sie also wirklich einmal aufklären, was hier Sache ist: was etwa Herr Minister Bartenstein im zuständigen Wirtschaftsausschuss sagt. Dort haben Sie nämlich überhaupt keinen Auftritt, Herr Bundesminister, dort haben Sie keine Möglichkeit. Sie sind zuständig für diverse Charmeoffensiven, erklären, wer regierungsfähig ist und wer nicht (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das wird immer deutlicher!) – und das Ganze ist für den Hugo, denn es gibt eine Bartenstein-Schüssel-Linie, und diese lautet: eine Uralt-Energiepolitik!
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das wird immer deutlicher!
Jetzt sollte man die Leute einmal darüber aufklären – oder vielleicht auch die einen oder anderen Abgeordneten in Ihren Reihen (Abg. Neudeck: Das ist aber wieder eine Räubersg’schichte!), denn Sie sind ja immer sehr anfällig für die Wahlkämpfe des Herrn Lopatka, sodass Sie das am Schluss dann selbst glauben –, man sollte Sie also wirklich einmal aufklären, was hier Sache ist: was etwa Herr Minister Bartenstein im zuständigen Wirtschaftsausschuss sagt. Dort haben Sie nämlich überhaupt keinen Auftritt, Herr Bundesminister, dort haben Sie keine Möglichkeit. Sie sind zuständig für diverse Charmeoffensiven, erklären, wer regierungsfähig ist und wer nicht (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das wird immer deutlicher!) – und das Ganze ist für den Hugo, denn es gibt eine Bartenstein-Schüssel-Linie, und diese lautet: eine Uralt-Energiepolitik!
Beifall bei den Grünen.
Sie wollen in Zukunft auch in Österreich Milliarden für nichtregenerierbare Energieträger wie massenhaft Kapazitäten für Gaskraftwerke und Ähnliches zur Verfügung stellen. Das steht in Ihren Ausbauprogrammen. Sie schwänzen offensichtlich auch den Wirtschaftsausschuss, sonst wüssten Sie das. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Die Grünen nicht!
So glaubwürdig ist Ihre Linie nicht, und genau um diesen Vergleich geht es. Wer hat die Zukunftskompetenz in einer fortschrittlichen Energiepolitik? (Rufe bei der ÖVP: Die Grünen nicht!) Sicher nicht diese „Retro-Abteilung“, die hier aus mir gänzlich unverständlichen Gründen dauernd dazwischenruft. Sie sollten auf das nächste Argument warten. (Abg. Schöls: Wer, wenn nicht er?) Die Glaubwürdigkeit der mehr oder weniger ÖVP-Alleinregierung in dieser Frage ist ja auch dadurch untergraben, dass sie in Sachen Atompolitik sehr wohl Handlungen im Sinne von Unterlassungen setzt. Es ist ja nicht so, dass Sie alles unternommen haben, wie Sie gesagt haben, wobei sich das Repertoire Ihres „Alles-unternehmen“ ohnehin darin erschöpft, Briefe zu schreiben, wie wir hören.
Abg. Schöls: Wer, wenn nicht er?
So glaubwürdig ist Ihre Linie nicht, und genau um diesen Vergleich geht es. Wer hat die Zukunftskompetenz in einer fortschrittlichen Energiepolitik? (Rufe bei der ÖVP: Die Grünen nicht!) Sicher nicht diese „Retro-Abteilung“, die hier aus mir gänzlich unverständlichen Gründen dauernd dazwischenruft. Sie sollten auf das nächste Argument warten. (Abg. Schöls: Wer, wenn nicht er?) Die Glaubwürdigkeit der mehr oder weniger ÖVP-Alleinregierung in dieser Frage ist ja auch dadurch untergraben, dass sie in Sachen Atompolitik sehr wohl Handlungen im Sinne von Unterlassungen setzt. Es ist ja nicht so, dass Sie alles unternommen haben, wie Sie gesagt haben, wobei sich das Repertoire Ihres „Alles-unternehmen“ ohnehin darin erschöpft, Briefe zu schreiben, wie wir hören.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Guten Morgen, Österreich!
Aber ich sage Ihnen Folgendes: In Slowenien ist die Lage möglicherweise nicht viel anders als in Österreich. Dort werden am Schluss auch die Kraftwerksbetreiber mehr zu sagen haben als irgendwelche Umweltminister. Deswegen beruhigt mich der Brief, den Sie hier zitiert haben, überhaupt nicht. Ich zitiere nochmals den Kraftwerksdirektor, und wenn die Verhältnisse dort so sind wie in Österreich, dann wird er sich viel schneller durchsetzen als der dortige Umweltminister. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Guten Morgen, Österreich!) Jetzt ist nämlich nichts mehr unmöglich. Es geht um den Ausbau weiterer Blöcke in Krško, und wenn Ihre einzige Reaktion ist, zu schnarchen, dass sich die Grenzbalken biegen, so muss ich sagen: Das ist zu wenig!
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben Steuergeld in die Hand genommen, eine Inseratenkampagne geführt, zweimal mit Landeshauptmann Haider – damals noch eine wunderbare Achse, man erinnert sich: Schwarz-Blau, Steiermark-Kärnten –, und haben das Geld der SteuerzahlerInnen zum Fenster hinausgeschmissen, um Aktivitäten zu bewerben, die nicht stattgefunden haben. Das ist Ihr ganzes Konzept! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein!
In der Steiermark ist auch der Bezug zur Unglaubwürdigkeit in Ihrer Atompolitik durch die 380-kV-Leitung gegeben. Damit wird Österreich zur Atomdrehscheibe in Europa. (Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein!) Das ist keine Steiermark-Leitung, denn die wird dort nicht gebraucht. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Steiermark-Leitung wird als solche nicht gebraucht, die gibt es schon. Sie betreiben Atomstromtransit auf Steuerzahlerkosten, und jetzt verneigen ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Glauben Sie, was Sie sagen?)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
In der Steiermark ist auch der Bezug zur Unglaubwürdigkeit in Ihrer Atompolitik durch die 380-kV-Leitung gegeben. Damit wird Österreich zur Atomdrehscheibe in Europa. (Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein!) Das ist keine Steiermark-Leitung, denn die wird dort nicht gebraucht. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Steiermark-Leitung wird als solche nicht gebraucht, die gibt es schon. Sie betreiben Atomstromtransit auf Steuerzahlerkosten, und jetzt verneigen ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Glauben Sie, was Sie sagen?)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Glauben Sie, was Sie sagen?
In der Steiermark ist auch der Bezug zur Unglaubwürdigkeit in Ihrer Atompolitik durch die 380-kV-Leitung gegeben. Damit wird Österreich zur Atomdrehscheibe in Europa. (Abg. Mag. Molterer: Das darf nicht wahr sein!) Das ist keine Steiermark-Leitung, denn die wird dort nicht gebraucht. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Steiermark-Leitung wird als solche nicht gebraucht, die gibt es schon. Sie betreiben Atomstromtransit auf Steuerzahlerkosten, und jetzt verneigen ... (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Glauben Sie, was Sie sagen?)
Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.
(Beifall bei den Grünen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Mag. Kogler.)
demonstrativer Beifall der Abg. Mandak
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Geschätzter Herr Kollege Kogler, ich werde versuchen, Licht ins Dunkel der Energiepolitik der Grünen zu bringen. Ich bin Ihrer Partei an und für sich sehr dankbar dafür, dass sie dieses Thema für die Aktuelle Stunde gewählt hat (demonstrativer Beifall der Abg. Mandak), weil dies die Möglichkeit bietet, über ein wichtiges Thema der Gegenwart, nämlich die Energiepolitik, und über das zentrale Thema der Zukunft zu diskutieren. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wie gefällt Ihnen der Atomkurs Ihrer Schwesterpartei in Deutschland? Sagen Sie einmal!) – Frau Kollegin Glawischnig, Ihnen werde ich noch Zeit widmen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wie gefällt Ihnen der Atomkurs Ihrer Schwesterpartei in Deutschland? Sagen Sie einmal!
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Geschätzter Herr Kollege Kogler, ich werde versuchen, Licht ins Dunkel der Energiepolitik der Grünen zu bringen. Ich bin Ihrer Partei an und für sich sehr dankbar dafür, dass sie dieses Thema für die Aktuelle Stunde gewählt hat (demonstrativer Beifall der Abg. Mandak), weil dies die Möglichkeit bietet, über ein wichtiges Thema der Gegenwart, nämlich die Energiepolitik, und über das zentrale Thema der Zukunft zu diskutieren. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wie gefällt Ihnen der Atomkurs Ihrer Schwesterpartei in Deutschland? Sagen Sie einmal!) – Frau Kollegin Glawischnig, Ihnen werde ich noch Zeit widmen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sagen Sie etwas zum Atomkurs von Frau Merkel!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines muss uns ganz klar sein: Energie hat viele Gesichter. Auf der einen Seite strahlende Großstädte, beinahe uneingeschränkte Mobilität, aber auf der anderen Seite auch brennende Ölfelder wie im Irak und ein zerstörtes Atomkraftwerk wie in Tschernobyl. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sagen Sie etwas zum Atomkurs von Frau Merkel!) Ich kenne niemanden in diesem Haus, der sich für die Atomkraft einsetzt. Ganz im Gegenteil! Österreich ist jenes Land, das in diesem Zusammenhang eine klare Linie vertreten hat, es hat ein Atomkraftwerk, obwohl es gebaut wurde, zugesperrt und geht auch in dieser Frage einen klaren und konsequenten Weg, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Eines muss uns ganz klar sein: Energie hat viele Gesichter. Auf der einen Seite strahlende Großstädte, beinahe uneingeschränkte Mobilität, aber auf der anderen Seite auch brennende Ölfelder wie im Irak und ein zerstörtes Atomkraftwerk wie in Tschernobyl. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Sagen Sie etwas zum Atomkurs von Frau Merkel!) Ich kenne niemanden in diesem Haus, der sich für die Atomkraft einsetzt. Ganz im Gegenteil! Österreich ist jenes Land, das in diesem Zusammenhang eine klare Linie vertreten hat, es hat ein Atomkraftwerk, obwohl es gebaut wurde, zugesperrt und geht auch in dieser Frage einen klaren und konsequenten Weg, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Reden Sie ein bisschen über die grenznahen AKW auch?
Zum anderen hat diese Bundesregierung einen großen Schritt gesetzt, um Treibstoffe zu kompensieren, um uns unabhängiger von Kraftstoffen aus dem Ausland und speziell vom Erdöl zu machen. Ich darf Sie daran erinnern, dass in diesem Haus beschlossen wurde, dass vom 1. Oktober 2005 an 2,5 Prozent des gesamten Kraftstoffs aus erneuerbaren Energien kommen werden, vom 1. Oktober 2007 an 4,3 Prozent und vom 1. Oktober 2008 an 5,75 Prozent. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Reden Sie ein bisschen über die grenznahen AKW auch?)
Abg. Mag. Lapp: Haha! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Was soll das? Wenn Sie mich beleidigen wollen, können Sie es anders auch machen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben hier eine gemeinsame Herausforderung zu bewältigen. Wer in der Energiepolitik gegen alles ist, der ist bedauerlicherweise für nichts! Frau Kollegin Glawischnig, es genügt nicht, mit einem Plastikhut, den man allgemein als Schutzhelm bezeichnet, rund um ein Atomkraftwerk zu laufen. Ich muss Ihnen sagen: Er steht Ihnen nicht gut, er steht dem Kollegen Max Walch wesentlich besser. (Abg. Mag. Lapp: Haha! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Was soll das? Wenn Sie mich beleidigen wollen, können Sie es anders auch machen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir werden in Zukunft die Energiethematik wesentlich ernster nehmen müssen und uns wesentlich intensiver damit auseinander setzen müssen, aber das in einer glaubwürdigen Form. Hier wird man an den Taten und nicht an den Worten gemessen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.
Ich möchte aber diese Gelegenheit auch dazu nützen, liebe Kolleginnen und Kollegen, um mich an dieser Stelle im Namen der Sozialdemokratie sehr herzlich bei den Aktivistinnen und Aktivisten vor allem im Mühlviertel und im Waldviertel zu bedanken, die jahrelang, jahrzehntelang sehr großes Engagement im Kampf gegen die Atomkraft, im Kampf gegen das Atomkraftwerk Temelín gezeigt haben. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Grünewald.) Ich bitte Sie, weiterzukämpfen, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Und bei Landeshauptmann Pühringer! Den hat er vergessen!
Stellvertretend möchte ich mich auch bei drei sehr großen Organisationen in unserer Region bedanken: beim Komitee der österreichischen Anti-Atom-Bewegung, bei der Plattform gegen Atomgefahren und bei den Müttern gegen Atomgefahr. Sehr geehrte Damen und Herren: ein sehr herzliches Dankeschön! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Und bei Landeshauptmann Pühringer! Den hat er vergessen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Minister! Sie meinten noch vor wenigen Wochen: Die Melker Vereinbarung ist einzigartig! – Es ist richtig, es ist tatsächlich einzigartig, wie der Melker Prozess gescheitert ist. Ich betone: Der Melker Prozess, meine Damen und Herren, ist gescheitert! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister Pröll, zur Frage des Endberichts: Wo ist der Endbericht? Haben Sie den Endbericht? Was steht in diesem Endbericht? Welchen Inhalt hat er? – Herr Minister, ich denke, Sie schieben diesen Endbericht wahrscheinlich vor sich her, weil Sie ansonsten öffentlich eingestehen müssten, dass Temelín genauso unsicher ist wie eh und je. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Ich fordere zum Schluss die Verantwortlichen in der Regierung (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), insbesondere den Herrn Bundeskanzler auf, während der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs nochmals die Zeit zu nützen, um europaweit gegen die Atomlobby aufzutreten und somit europaweit den Ausstieg aus der Atomenergie zu forcieren. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich fordere zum Schluss die Verantwortlichen in der Regierung (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), insbesondere den Herrn Bundeskanzler auf, während der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs nochmals die Zeit zu nützen, um europaweit gegen die Atomlobby aufzutreten und somit europaweit den Ausstieg aus der Atomenergie zu forcieren. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Gradwohl: Ohne Helm!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr kommt Herr Abgeordneter Walch zu Wort. Seine Redezeit beträgt 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Gradwohl: Ohne Helm!)
Rufe bei den Grünen: Gott sei Dank!
Jetzt hat dieser Rudolf Anschober etwas zu reden, er ist Umweltlandesrat in Oberösterreich. (Rufe bei den Grünen: Gott sei Dank!) Ich höre nichts mehr von ihm in diesem Zusammenhang! Schweigen im Walde! (Abg. Dr. Gabriela Moser hält schriftliche Unterlagen in die Höhe.) – Moment, auf Papier kann man viel schreiben, aber bewegt hat sich dort in dieser Frage bis heute nichts. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Gabriela Moser hält schriftliche Unterlagen in die Höhe.
Jetzt hat dieser Rudolf Anschober etwas zu reden, er ist Umweltlandesrat in Oberösterreich. (Rufe bei den Grünen: Gott sei Dank!) Ich höre nichts mehr von ihm in diesem Zusammenhang! Schweigen im Walde! (Abg. Dr. Gabriela Moser hält schriftliche Unterlagen in die Höhe.) – Moment, auf Papier kann man viel schreiben, aber bewegt hat sich dort in dieser Frage bis heute nichts. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt hat dieser Rudolf Anschober etwas zu reden, er ist Umweltlandesrat in Oberösterreich. (Rufe bei den Grünen: Gott sei Dank!) Ich höre nichts mehr von ihm in diesem Zusammenhang! Schweigen im Walde! (Abg. Dr. Gabriela Moser hält schriftliche Unterlagen in die Höhe.) – Moment, auf Papier kann man viel schreiben, aber bewegt hat sich dort in dieser Frage bis heute nichts. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir müssen alles daransetzen, dass keine neuen Atomkraftwerke gebaut und die alten Schrottkraftwerke eingemottet werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Vorhin hat Kollege Krainer gesagt, das ist nicht einklagbar!
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Danke fürs Auflegen, Herr Kollege Walch: Herr Landesrat Anschober hat ein Gutachten darüber in Auftrag gegeben, ob das Ergebnis des Melker Prozesses einklagbar ist, und dieses Gutachten liegt hier vor. Der Herr Minister klagt aber nicht. Wir werden das jetzt beobachten. In den nächsten Wochen werden diese Gespräche zu Ende geführt. Dann werden wir sehen (Abg. Mag. Molterer: Vorhin hat Kollege Krainer gesagt, das ist nicht einklagbar!) – Sie können das auch gerne von mir in Kopie haben, Herr Minister –, was Sie mit diesem Prozess weiter machen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Danke fürs Auflegen, Herr Kollege Walch: Herr Landesrat Anschober hat ein Gutachten darüber in Auftrag gegeben, ob das Ergebnis des Melker Prozesses einklagbar ist, und dieses Gutachten liegt hier vor. Der Herr Minister klagt aber nicht. Wir werden das jetzt beobachten. In den nächsten Wochen werden diese Gespräche zu Ende geführt. Dann werden wir sehen (Abg. Mag. Molterer: Vorhin hat Kollege Krainer gesagt, das ist nicht einklagbar!) – Sie können das auch gerne von mir in Kopie haben, Herr Minister –, was Sie mit diesem Prozess weiter machen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Wie in Deutschland!
Wenn die Grünen in Regierungsverantwortung kommen, dann passiert wirklich etwas, dann geht wirklich etwas weiter! (Abg. Großruck: Wie in Deutschland!)
Abg. Großruck: Das ist falsch! Falsch ist das!
von Frau Ministerin Gehrer 3,1 Milliarden € in diese Technologie, obwohl sie nur 2,3 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs deckt? (Abg. Großruck: Das ist falsch! Falsch ist das!) Wenn wir genau diese Summe in die Erforschung von erneuerbaren Energieträgern stecken würden, dann stünden wir heute ganz woanders. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
von Frau Ministerin Gehrer 3,1 Milliarden € in diese Technologie, obwohl sie nur 2,3 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs deckt? (Abg. Großruck: Das ist falsch! Falsch ist das!) Wenn wir genau diese Summe in die Erforschung von erneuerbaren Energieträgern stecken würden, dann stünden wir heute ganz woanders. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wir haben keine Atomkraftwerke!
Die Atomenergie ist ein unglaublicher Müllproduzent. Wir hinterlassen unseren Erben und unseren Kindeskindern einen Berg von Problemen (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wir haben keine Atomkraftwerke!), von denen wir heute nicht wissen, wie sie das lösen sollen. Wir haben keine Atomkraft, Herr Minister, das ist richtig. Aber die Schweiz plant ein Endlager in Benken, das ist in der Ost-Schweiz nahe der österreichischen Grenze. Das heißt, wir haben dann mit dieser Endlagerproblematik unmittelbar zu tun, davor können wir nicht die Augen verschließen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Atomenergie ist ein unglaublicher Müllproduzent. Wir hinterlassen unseren Erben und unseren Kindeskindern einen Berg von Problemen (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wir haben keine Atomkraftwerke!), von denen wir heute nicht wissen, wie sie das lösen sollen. Wir haben keine Atomkraft, Herr Minister, das ist richtig. Aber die Schweiz plant ein Endlager in Benken, das ist in der Ost-Schweiz nahe der österreichischen Grenze. Das heißt, wir haben dann mit dieser Endlagerproblematik unmittelbar zu tun, davor können wir nicht die Augen verschließen. (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll
Es gibt Alternativen zur Atomenergie, das wissen Sie ganz genau. Wir könnten 100 Prozent der Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erwirtschaften. Die abgewählte rot-grüne Regierung Deutschlands (Heiterkeit des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll) hat errechnet, dass bis zum Jahre 2050 die gesamte deutsche Energieversorgung mit erneuerbaren Energien realisierbar ist. Doch Sie freuen sich darüber, dass jetzt Ihre Schwesterpartei den Ausstieg aus dem Atomausstieg propagiert! Wie sollen wir das verstehen? – Sie sagen in Österreich das eine, und in Deutschland predigen Sie dann das andere, nämlich dass Atomenergie sehr wohl gut ist. Wie soll man das verstehen? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Es gibt Alternativen zur Atomenergie, das wissen Sie ganz genau. Wir könnten 100 Prozent der Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erwirtschaften. Die abgewählte rot-grüne Regierung Deutschlands (Heiterkeit des Bundesministers Dipl.-Ing. Pröll) hat errechnet, dass bis zum Jahre 2050 die gesamte deutsche Energieversorgung mit erneuerbaren Energien realisierbar ist. Doch Sie freuen sich darüber, dass jetzt Ihre Schwesterpartei den Ausstieg aus dem Atomausstieg propagiert! Wie sollen wir das verstehen? – Sie sagen in Österreich das eine, und in Deutschland predigen Sie dann das andere, nämlich dass Atomenergie sehr wohl gut ist. Wie soll man das verstehen? (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Jürgen Trittin!
Zum Schluss komme ich zu etwas für mich ganz Wichtigem: Atomenergie bringt ein permanentes Sicherheitsrisiko mit sich, und zwar nicht nur wegen des Atombombenbaus, sondern auch deshalb, weil Atomreaktoren nicht wirklich sicherbar sind. Es hat folgende Geschichte bei ISA 1 gegeben: Man hat darüber nachgedacht, riesige Eisenständer mit riesigen Netzen darüber zu errichten, sodass ein Flugzeug abgefangen werden könnte. Man ist aber davon abgegangen. Was ist jetzt der Weisheit letzter Schluss? – Man hat Nebelanlagen errichtet und wird das Atomkraftwerk einnebeln, wenn irgendeine Gefahr droht. Die Pilotenvereinigung kann über so viel Unverstand nur den Kopf schütteln. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Jürgen Trittin!) Das ist keine Sicherheitspolitik! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Atomenergie fördert die Verbreiterung von Atomwaffen und ist ein Hochsicherheitsrisiko.
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Zum Schluss komme ich zu etwas für mich ganz Wichtigem: Atomenergie bringt ein permanentes Sicherheitsrisiko mit sich, und zwar nicht nur wegen des Atombombenbaus, sondern auch deshalb, weil Atomreaktoren nicht wirklich sicherbar sind. Es hat folgende Geschichte bei ISA 1 gegeben: Man hat darüber nachgedacht, riesige Eisenständer mit riesigen Netzen darüber zu errichten, sodass ein Flugzeug abgefangen werden könnte. Man ist aber davon abgegangen. Was ist jetzt der Weisheit letzter Schluss? – Man hat Nebelanlagen errichtet und wird das Atomkraftwerk einnebeln, wenn irgendeine Gefahr droht. Die Pilotenvereinigung kann über so viel Unverstand nur den Kopf schütteln. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Jürgen Trittin!) Das ist keine Sicherheitspolitik! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Die Atomenergie fördert die Verbreiterung von Atomwaffen und ist ein Hochsicherheitsrisiko.
Beifall bei den Grünen.
Noch eine letzte Frage an Sie, Herr Minister: Es gibt eine Petition in Europa, mit der 1 Million Unterschriften gesammelt werden sollen, damit die Ausstiegsszenarien endlich auch von der EU-Kommission verhandelt werden. Haben Sie diese Petition schon unterschrieben? – Wenn nicht, dann bitte ich Sie darum. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Heuer im Sommer hat die Bundesregierung gemeinsam mit den Landeshauptleuten der betroffenen Bundesländer prompt und rasch geholfen. Daher ist es, so glaube ich, richtig, eingangs dieser Debatte ein Dankeschön dafür zu sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Am 21. und 22. August sind in der Steiermark und Tage danach in Westösterreich, in Salzburg, in Vorarlberg und Tirol, verheerende Unwetter niedergegangen. Überflutungen, Erdrutsche und Vermurungen waren die Folge. Bereits wenige Tage danach, nämlich am 30. August, hat die Bundesregierung im Ministerrat das heute von uns zu beschließende Hochwasseropferentschädigungs- und Wiederaufbau-Gesetz verabschiedet. Das ist rasches Handeln! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Solidarität, die seitens der öffentlichen Hand gezeigt wird, mit Unterstützung der Freiwilligenorganisationen, mit Unterstützung von Feuerwehrleuten und anderen Hilfsorganisationen bildet ein Netzwerk, das in Katastrophenfällen Österreich zu einem Land macht, das europa- und weltweit vorbildlich ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Diese Flutkatastrophen haben auch gezeigt, dass wir sie auch organisatorisch ganz richtig gelöst haben. Das Krisenmanagement ist bei den Landeshauptleuten in guten Händen. Das hat man heuer im Sommer auch wieder gesehen. Insbesondere in meinem Wahlkreis, in einer kleinen betroffenen Gemeinde in Gasen, hat sich wieder gezeigt, dass Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic eine Krisenmanagerin mit Herz ist, die sofort vor Ort ist, um den Menschen zu helfen. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Bures: Aber Ihre Rede ist zum Lachen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Lachen Sie nicht, meine Damen und Herren! Es waren zwei Todesopfer in Gasen zu beklagen. Das ist nichts zum Lachen! (Abg. Bures: Aber Ihre Rede ist zum Lachen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich möchte nicht in billige Polemik abgleiten, das überlasse ich bei einer so ernsten Frage Ihnen. Es waren österreichweit sechs Todesopfer zu beklagen. Das verlangt natürlich auch einen Blick in die Zukunft, um alles Menschenmögliche zu tun, damit in Hinkunft solche Flutkatastrophen verhindert werden können.
Beifall bei der ÖVP.
Seitens der Bundesregierung werden wir das Menschenmögliche tun, um solche Flutkatastrophen zu verhindern. Wir werden aber nicht alle verhindern können. Sollte es trotzdem dazu kommen, werden wir wie schon im Jahr 2002 und im heurigen Jahr raschest und unbürokratisch helfen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Dr. Lopatka –: Sie sollten sich schämen für diese Rede! – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sie sollten sich schämen! – Abg. Dr. Jarolim: Skandalös!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Faul. Auch seine Redezeit beträgt 6 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des zu seinem Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Dr. Lopatka –: Sie sollten sich schämen für diese Rede! – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sie sollten sich schämen! – Abg. Dr. Jarolim: Skandalös!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das der Eishockey-Spieler?
Ich habe mir gemeinsam mit meinem Gemeindereferenten Franz Voves (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das der Eishockey-Spieler?) nach dieser Flutkatastrophe in unseren Gemeinden Gasen, Haslau und Breitenau die Situation angeschaut und mir ein Bild gemacht von Menschen, deren Häuser vermurt waren. Ich habe mir ein Bild gemacht von jungen Menschen, die ihre Existenz gerade aufgebaut haben und die mit einem Schlag vernichtet wurde. Ich habe mir Menschen angeschaut – und das hat mich betroffen gemacht –, die ihr Leben und das Leben Angehöriger verloren haben. Ich habe Menschen gesehen, die aus der Mitte ihres Lebens herausgerissen wurden – ich wundere mich, dass Sie darüber lachen, Kollege Lopatka –, die aus Häusern, die sie für sicher gehalten haben, herausgeschwemmt worden sind und ihr Leben in den Fluten verloren haben.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP und der Grünen.
Mein besonderer Dank – ich möchte mich hier den anderen Dankenden anschließen – gebührt den Einsatzkräften der Rettung, der Polizei, letztlich aber auch den Angehörigen des Bundesheeres, die hervorragende Leistungen in unserer Gegend erbracht haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP und der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Da gibt es Dinge zu bemängeln: Es gibt Unklarheiten darüber, wie wir die Höhe der Schäden und der Folgeschäden feststellen. Es gibt Unklarheiten darüber, wie sich das Land Steiermark und der Bund wirklich beteiligen. Und es gibt auch Unklarheiten darüber, wie finanzielle Alternativen und Abgeltungen von Versicherungen ausschauen könnten. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der SPÖ.
Da stellt sich für mich die Frage, Herr Finanzminister: Werden da die Eintragungsgebühren, die Sie vorgeschlagen haben, ausreichend sein, um den Menschen zu helfen, die gar kein Geld haben, ihre Häuser wieder aufzubauen? Ich glaube, dass die Hilfe schon ein bisschen kräftiger ausfallen müsste! (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist eigentlich eine Schande, Herr Finanzminister, dass in unserem reichen Land – einem der reichsten Länder Europas und der Welt! – für diese Fälle nicht vorgesorgt worden ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist eine Schande, Herr Finanzminister, dass sich in Ihrem Budget keine Ansätze finden, die solche Menschen zu hundert Prozent entschädigen. Und es ist auch eine Schande, dass eigentlich in den Budgets der Landesregierungen, Herr Lopatka, für Folgeleistungen keine ausreichenden Mittel vorgesehen sind. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist eigentlich eine Schande, Herr Finanzminister, dass in unserem reichen Land – einem der reichsten Länder Europas und der Welt! – für diese Fälle nicht vorgesorgt worden ist. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist eine Schande, Herr Finanzminister, dass sich in Ihrem Budget keine Ansätze finden, die solche Menschen zu hundert Prozent entschädigen. Und es ist auch eine Schande, dass eigentlich in den Budgets der Landesregierungen, Herr Lopatka, für Folgeleistungen keine ausreichenden Mittel vorgesehen sind. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Herr Finanzminister, sorgen Sie durch Gesetzesänderung dafür, dass den Menschen in Österreich in Hinkunft zu 100 Prozent geholfen wird! (Zwischenruf des Abg. Murauer.) – Sie brauchen sich nicht an den Kopf zu greifen. Das ist das, was die Menschen draußen von Ihnen erwarten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Finanzminister, sorgen Sie durch Gesetzesänderung dafür, dass den Menschen in Österreich in Hinkunft zu 100 Prozent geholfen wird! (Zwischenruf des Abg. Murauer.) – Sie brauchen sich nicht an den Kopf zu greifen. Das ist das, was die Menschen draußen von Ihnen erwarten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Großruck: So ist es!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Herr Kollege, Sie haben von „Schande“ gesprochen. Wissen Sie, was ich als Schande empfinde? – Wenn man sich nicht enthalten kann, gerade bei solch einer Debatte, bei welcher es sogar um eine Konsensmaterie geht, trotzdem parteipolitisches Kleingeld schlagen zu wollen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Großruck: So ist es!)
Abg. Gaál: ... der Lopatka!
Ob das jetzt für die Steiermark ist oder für sonst etwas – warum geht es nicht, Herr Kollege, dass man das einmal sein lässt? Es gibt heute noch genug andere Gelegenheiten dazu. Aber nein, man muss hier mit falschen Tatsachen versuchen, Parteipolitik zu machen! (Abg. Gaál: ... der Lopatka!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ja, Kollege Gaál, auch das finde ich nicht in Ordnung! Wir führen hier keinen Landtagswahlkampf, egal, von wem und in welche Richtung, sondern wir schaffen Gott sei Dank rasch – und das ist eine Anerkennung, gerichtet an die Bundesregierung – die Voraussetzungen dafür, dass den Geschädigten in den Hochwassergebieten unbürokratisch und sinnvoll Hilfe geleistet werden kann. Das ist positiv, und Gott sei Dank finden wir auch im Hohen Haus einen Konsens dafür. Das ist auch notwendig. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Gaßner: Sie haben das gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bin sehr froh darüber, dass jetzt nicht so wie im Jahr 2002 von der Opposition völlig ungerechtfertigte Vorwürfe kommen, dass diese Hilfe nicht geleistet werden kann. Ich erinnere mich noch: Damals hat es geheißen, für die Abfangjäger sei Geld da, aber nicht für die Hochwasseropfer. Sie wissen, dass wir 2002 die Hochwasseropfer voll entschädigt haben und dass für die Abfangjäger bis jetzt noch kein Euro aufgewendet werden musste. Auch das zu Ihrer stetigen Gräuelpropaganda! (Abg. Mag. Gaßner: Sie haben das gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir stehen zu dieser unserer Verantwortung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bin sehr froh darüber, dass jetzt nicht so wie im Jahr 2002 von der Opposition völlig ungerechtfertigte Vorwürfe kommen, dass diese Hilfe nicht geleistet werden kann. Ich erinnere mich noch: Damals hat es geheißen, für die Abfangjäger sei Geld da, aber nicht für die Hochwasseropfer. Sie wissen, dass wir 2002 die Hochwasseropfer voll entschädigt haben und dass für die Abfangjäger bis jetzt noch kein Euro aufgewendet werden musste. Auch das zu Ihrer stetigen Gräuelpropaganda! (Abg. Mag. Gaßner: Sie haben das gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir stehen zu dieser unserer Verantwortung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie des Abg. Gaál
Unsere Katastrophenhilfe ist, wie Sie wissen, in erster Linie auf der Hilfe von Freiwilligenorganisationen aufgebaut. Das ist gut und auch richtig so. Nur: Diese Freiwilligen – und selbstverständlich schließe auch ich mich dem Dank und der Anerkennung an all jene an, die da Großartiges leisten, etwa beim österreichischen Bundesheer, bei der Feuerwehr, bei den Blaulichtorganisationen; ohne diese Freiwilligen wäre der Katastrophenschutz nicht möglich (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie des Abg. Gaál) – haben es verdient, auch die entsprechende Unterstützung zu bekommen. Wir müssen uns gemeinsam mit den Ländern ansehen, ob der Kündigungsschutz und der Versicherungsschutz für diese Personen ausreichend sind. Ich möchte nicht wieder eine Diskussion darüber erleben, wie populär ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) – Regen Sie sich einmal ab und schauen Sie auch in Ihrem Bereich, dass das unterstützt wird! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
Unsere Katastrophenhilfe ist, wie Sie wissen, in erster Linie auf der Hilfe von Freiwilligenorganisationen aufgebaut. Das ist gut und auch richtig so. Nur: Diese Freiwilligen – und selbstverständlich schließe auch ich mich dem Dank und der Anerkennung an all jene an, die da Großartiges leisten, etwa beim österreichischen Bundesheer, bei der Feuerwehr, bei den Blaulichtorganisationen; ohne diese Freiwilligen wäre der Katastrophenschutz nicht möglich (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie des Abg. Gaál) – haben es verdient, auch die entsprechende Unterstützung zu bekommen. Wir müssen uns gemeinsam mit den Ländern ansehen, ob der Kündigungsschutz und der Versicherungsschutz für diese Personen ausreichend sind. Ich möchte nicht wieder eine Diskussion darüber erleben, wie populär ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) – Regen Sie sich einmal ab und schauen Sie auch in Ihrem Bereich, dass das unterstützt wird! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Unsere Katastrophenhilfe ist, wie Sie wissen, in erster Linie auf der Hilfe von Freiwilligenorganisationen aufgebaut. Das ist gut und auch richtig so. Nur: Diese Freiwilligen – und selbstverständlich schließe auch ich mich dem Dank und der Anerkennung an all jene an, die da Großartiges leisten, etwa beim österreichischen Bundesheer, bei der Feuerwehr, bei den Blaulichtorganisationen; ohne diese Freiwilligen wäre der Katastrophenschutz nicht möglich (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie des Abg. Gaál) – haben es verdient, auch die entsprechende Unterstützung zu bekommen. Wir müssen uns gemeinsam mit den Ländern ansehen, ob der Kündigungsschutz und der Versicherungsschutz für diese Personen ausreichend sind. Ich möchte nicht wieder eine Diskussion darüber erleben, wie populär ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.) – Regen Sie sich einmal ab und schauen Sie auch in Ihrem Bereich, dass das unterstützt wird! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In diesem Sinne, meine Damen und Herren, halte ich das jetzt für eine gute Maßnahme, aber wir müssen die Katastrophenvorsorge als permanente Verantwortung, und zwar nicht nur der Bundesregierung, sondern der gesamten öffentlichen Hand und auch der privaten Organisationen in Österreich, sehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.
Im Jahr 2002 haben wir viele der Argumente, die heute hier vorgebracht worden sind, auch schon gehört. Eines davon möchte ich wiederholen, nämlich: Damals schon war Gegenstand der Diskussion, den Helfern und Helferinnen eine Hilfskarenz zu gewähren. Damals schon war man der Meinung, dass Menschen, die ehrenamtlich, die freiwillig helfen, beispielsweise Helfer von Feuerwehr und Rotem Kreuz, Menschen, die privat ihre Zeit, ihre Arbeitszeit, eigentlich ihre Urlaubszeit dafür verwenden, zu helfen und zu unterstützen, eine Karenzzeit benötigen. Das war damals eine der großen Forderungen – Rotes Kreuz, Feuerwehr! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.)
Beifall bei den Grünen.
Katastrophen sind nicht automatisch Katastrophen. Wetterextremereignisse sind nicht automatisch Katastrophen für die betroffene Bevölkerung, sondern sie werden durch die lokalen Gegebenheiten zu solchen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Haben wir ja auch! Wir haben mehr in Österreich!
Andere Länder, die 2002 auch mit gewaltigen Hochwassern und Katastrophen auf ihrem Gebiet konfrontiert wurden und damit fertig werden mussten, haben nach 2002 sehr wohl Lehren daraus gezogen. Sie haben etwa bei der Flussbaupolitik einen Paradigmenwechsel eingeleitet. Ich möchte dafür ein paar Beispiele nennen. In Deutschland und in Holland gibt es sehr große Rückbauprojekte. An der Elbe gibt es mittlerweile Rückbauprojekte mit über 600 Hektar an zusätzlichem Überflutungsraum; auch in Ungarn und in Frankreich. (Abg. Mag. Molterer: Haben wir ja auch! Wir haben mehr in Österreich!)
Abg. Mag. Molterer: Wir haben in Österreich viel mehr!
Herr Ex-Umweltminister Molterer, in Österreich wurde davon nur gesprochen – damals waren Sie Umweltminister (Abg. Mag. Molterer: Wir haben in Österreich viel mehr!) –, aber es wurde unter dem Strich nichts umgesetzt. Im Gegenteil! Bei der Flussverbauung ist man noch härter geworden, noch brutaler geworden, nach dem Motto: Die Natur ist schuld! Und jetzt wird sie zurückgedrängt. Man ging in den letzten Jahren in der Flussbaupolitik noch brutaler vor als davor. Es gibt da keinen Paradigmenwechsel und kein Umdenken!
Beifall bei den Grünen.
Wenn es hier geheißen hat: Schnell helfen ist doppelt helfen!, dann sagen wir: Langfristig vorausdenken ist echte Hilfe! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Daran wird es nicht gescheitert sein!
Es gibt ein paar Projektlein, also kleine Projekte. Ich kann mich noch erinnern: Ich bin mit Ihnen bei den schwarz-grünen Gesprächen gesessen, und wir wollten, dass das Geld, das für Hochwasserschutzbauten zur Verfügung gestellt ist, das also vorhanden ist, für ökologischen Hochwasserschutz sozusagen geöffnet wird. Sie haben gesagt: Nein! Leider. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. (Abg. Scheibner: Daran wird es nicht gescheitert sein!)
Abg. Mag. Molterer: Gehen Sie nach Tirol und erklären Sie das dort!
Es wird immer noch so gehandhabt, dass das Geld für Renaturierungsprojekte aus dem Naturschutzbudget kommen muss und der gesamte große Volumensbereich, die großen Gelder immer noch in den harten Hochwasserschutz und in die harte Verbauung von Flüssen hineinfließen. Das ist einfach falsch! (Abg. Mag. Molterer: Gehen Sie nach Tirol und erklären Sie das dort!)
Beifall bei den Grünen.
Das ist einfach der falsche Weg, und mir tut es Leid, dass man den betroffenen Menschen nicht mehr zusagen kann als rasche, unbürokratische finanzielle Hilfe. Die Bundesregierung ist nicht fähig, langfristig, mittelfristig zu versuchen, aus Wetterextremen nicht unbedingt Katastrophenereignisse zu machen – durch vorsorgenden Hochwasserschutz! (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall. – Präsident Abdulaziz Abdulghani erhebt sich von seinem Platz und dankt für die Begrüßung mit einer Verbeugung.
Präsident Dr. Andreas Khol: Bevor ich dem Herrn Vizekanzler das Wort erteile, möchte ich gerne Gäste aus der Republik Jemen begrüßen. Ich begrüße sehr herzlich den Präsidenten des Shourarates der Republik Jemen Abdulaziz Abdulghani in Österreich, der mit Präsident Mitterer und Vizepräsidentin Haselbach in der Bundesratsloge Platz genommen hat. (Allgemeiner Beifall. – Präsident Abdulaziz Abdulghani erhebt sich von seinem Platz und dankt für die Begrüßung mit einer Verbeugung.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Auch wenn ich Gefahr laufe, das immer wieder zu wiederholen: Das ist ein Thema, das, wie ich meine, nicht parteipolitisch oder ideologisch diskutiert werden kann, sondern da geht es darum, Leid zu mindern und Menschen, die viel Leid erfahren mussten und auch noch jetzt erfahren, möglichst schnell, rasch und unbürokratisch zu helfen. Das hat die Bundesregierung jedenfalls getan! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP
An dieser Stelle darf ich auch einmal all den freiwilligen Helfern, vor allem aber auch den privaten Gönnern, die da einspringen, herzlich danken. Mir kommt das jetzt in den Sinn, weil ich im Zusammenhang mit den Betroffenen in dieser Siedlung in den letzten Tagen etwas erlebt habe, das auch hier im Hohen Hause erwähnenswert ist (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP):
Abg. Faul: Da könnte sich die Regierung ein Beispiel nehmen!
Eine betagte Frau ging auf Sozialministerin Uschi Haubner zu und sagte: Ich habe gestern im Fernsehen Bilder von der Hochwasserkatastrophe in Vorarlberg gesehen und möchte mein ganzes Erspartes, 40 000 €, den Leuten, die dort ausgesiedelt werden müssen, übergeben. (Abg. Faul: Da könnte sich die Regierung ein Beispiel nehmen!) – Ich darf das übermorgen tun. Das sind Beispiele, die einen wieder munter machen, die einem Mut machen, die zeigen, wie groß die Betroffenheit ist und die Solidarität. Und das ist eine Stärke unserer Republik, der Österreicherinnen und Österreicher! Generalsekretär Abgeordneter Lopatka hat da sicher Recht: In diesen Belangen sind wir eine Großmacht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine betagte Frau ging auf Sozialministerin Uschi Haubner zu und sagte: Ich habe gestern im Fernsehen Bilder von der Hochwasserkatastrophe in Vorarlberg gesehen und möchte mein ganzes Erspartes, 40 000 €, den Leuten, die dort ausgesiedelt werden müssen, übergeben. (Abg. Faul: Da könnte sich die Regierung ein Beispiel nehmen!) – Ich darf das übermorgen tun. Das sind Beispiele, die einen wieder munter machen, die einem Mut machen, die zeigen, wie groß die Betroffenheit ist und die Solidarität. Und das ist eine Stärke unserer Republik, der Österreicherinnen und Österreicher! Generalsekretär Abgeordneter Lopatka hat da sicher Recht: In diesen Belangen sind wir eine Großmacht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Meine Damen und Herren! In Summe haben wir mit der Steiermark, Salzburg und Kärnten in Österreich einen Gesamtschaden von 700 bis 800 Millionen € zu verzeichnen. Aber es ist mir auch ein Bedürfnis, festzustellen, dass dieser Schaden sicherlich größer wäre, wären die Einsatzkräfte nicht so schnell und so intensiv – zum Teil rund um die Uhr – vor Ort gewesen. Ich danke recht herzlich den Kräften von Feuerwehr und Bundesheer, Wildbach- und Lawinenverbauung, Bundeswasserbau, Rotem Kreuz, Bergrettung, Wasserrettung, also insgesamt 26 000 Personen, die unzählige Stunden, Tag und Nacht gearbeitet haben, um denjenigen, denen dieses Leid zugestoßen ist, zu helfen, und das zum Teil oder größtenteils ehrenamtlich! Diesen Menschen ist wirklich hochoffiziell im Namen der Republik Österreich ein Dank auszusprechen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich glaube, das kann sich sehen lassen. Ich glaube, der Bund, die Bundesregierung haben ihr Möglichstes getan. Das muss man auch so sehen und anerkennen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Astrid Stadler (ÖVP): Verehrter Präsident! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus und zu Hause! Wenn an einem Tag die Niederschlagsmenge eines ganzen Monats fällt, dann ist das eine Situation, auf die niemand in irgendeiner Weise vorbereitet sein kann. Beim Hochwasser im August dieses Jahres wurden die Verantwortlichen in allen Bereichen auf eine sehr harte Probe gestellt. Es war unheimlich beeindruckend, wie die Blaulichtorganisationen, die Bürgermeister, Bezirkshauptmänner, die Landesregierung und die Bundesregierung zusammengearbeitet haben. Es war eine Ausnahmesituation. Übermenschliches wurde geleistet. Und ich möchte allen Beteiligten meinen tiefen Respekt, meinen Dank und meine Wertschätzung zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es war einfach großartig: Keiner hat Bestimmungen kontrolliert. Was zu tun war, wurde getan. Obwohl viele der Einsatzkräfte auch in ihren eigenen Häusern Hochwasser hatten, haben sie zum Schutz und zur Sicherheit des Gesamten Prioritäten gesetzt. Und auf die Flut des Hochwassers folgte eine Flut der Solidarität aus dem ganzen Land. Viele Einsatzkräfte und freiwillige Helfer haben ihren Urlaub im Hochwassergebiet verbracht. Es tut einfach wohl, dass wir im Ernstfall in diesem Lande wirklich zusammenarbeiten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: No na net! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das stimmt! – Abg. Brosz: Das wollen Sie abstreiten?
Oder: Kollege Van der Bellen schrieb am 24. August, das Ausmaß der Katastrophe wäre auch auf Planungsfehler der Vergangenheit zurückzuführen, mit Flüssen müsste man behutsamer umgehen. (Abg. Brosz: No na net! – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das stimmt! – Abg. Brosz: Das wollen Sie abstreiten?) – Liebe Kolleginnen und Kollegen der Grünen! Vielleicht waren es Fehler bei der Erstellung der Richtlinien zu „Natura 2000“! Vielleicht hat auch der WWF da und dort nicht immer Recht.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wie könnte es sonst sein, dass gerade das Paradeprojekt, nämlich der Lech im Außerfern in Tirol, eine Riesenüberschwemmung von Siedlungen verursachte?! Die Grünen haben x Pressekonferenzen in dieser Region abgehalten. Vielleicht war es ein Planungsfehler, dass der Schotterabbau im Lech nicht erlaubt war. Ich weiß es nicht, aber eines weiß ich schon: Es kann nicht sein, dass ein Bürgermeister, wenn er Bestimmungen des Programms „Natura 2000“ einhält, die Sicherheit der Menschen riskiert – oder umgekehrt: dass er Bestimmungen brechen muss, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Entschuldigung! Wir bauen nicht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Menschen in unserem Lande haben ein Recht darauf, dass die Sicherheit, dass ihre Sicherheit oberste Priorität hat. Und manche Bestimmung lässt daran zweifeln, dass die Sicherheit der Menschen Priorität hat. Oft und oft wird Pflanze und Tier der Vorrang gegeben. Und ich bitte auch die Kolleginnen und Kollegen von den Grünen, dass sie hier überlegen und auch einmal darüber nachdenken, ob da und dort sich nicht auch ein Planungsfehler eingeschlichen hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Entschuldigung! Wir bauen nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zum Abschluss möchte ich mich als Tiroler Abgeordnete ganz besonders bei unserer Bundesregierung und bei allen Abgeordneten dafür bedanken, dass dieses vorliegende Entschädigungs- und Wiederaufbaugesetz so vorliegt, in dieser kurzen Zeit erledigt wurde und dass die notwendigen Mittel für die notwendigen Maßnahmen gesichert wurden. Sie alle haben den betroffenen Menschen meiner Heimat Zuversicht und Hoffnung gegeben! Und Sie geben ihnen den Mut und die Kraft, wieder neu aufzubauen. Ich bedanke mich dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Herr Präsident! Teure Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Ich bin selbst Bürgermeister einer Gemeinde, die vom Hochwasser, das vom 21. bis 23. August in Tirol und in anderen Bundesländern gewütet hat, betroffen war, war selbst im Einsatz und habe ganz besonders die Leistungen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hier miterleben dürfen. Deshalb möchte ich mich von dieser Stelle aus dem Dank anschließen und mich bei den freiwilligen Helferinnen und Helfern der Feuerwehren, des Roten Kreuzes, bei zahlreichen privaten Helfern, aber auch bei Gästen, die Hand angelegt und mitgearbeitet haben, um den Einheimischen zu helfen, den ärgsten Schaden durch das Hochwasser abzuwenden, aber auch beim österreichischen Bundesheer recht herzlich bedanken. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie des Abg. Scheibner.
Meine Damen und Herren, es wurde heute sehr viel von Dank für die Einsatzkräfte gesprochen. Aber – Kollegin Glawischnig hat es heute schon mit dem Stichwort Karenzierung angesprochen – die Bedeutung der ehrenamtlichen Katastrophenhelfer findet im Arbeits- und Dienstrecht leider keine Entsprechung. Wir sollten gemeinsam etwas unternehmen, damit das verbessert wird. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.
Wir Sozialdemokraten – und ich ganz besonders – werden uns darum bemühen, dass wir hier einen gemeinsamen, vielleicht einen Vier-Parteien-Antrag in diese Richtung erarbeiten können. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Diesem von mir angesprochenen Betrieb wurde bei der Hochwasserkatastrophe im August das firmeneigene Kraftwerk überschwemmt. Den daraus resultierenden Schaden bezifferte der Betrieb mit 12 Millionen €. Im Vorfeld hatte der Betrieb schon auf Grund der Energieabgaben große Probleme. Die Hochwasserkatastrophe bedeutet nun den Todesstoß und das Aus für die Mitarbeiter, wie heute in der „Tiroler Tageszeitung“ so drastisch angekündigt wird. Und die angeführten 1 031 Pleiten in ganz Tirol sprechen ebenfalls Bände im Hinblick auf die derzeitige Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, zeigen Sie mir einmal, auf welcher Alm ein Eurofighter landen kann! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Das wird nicht passieren. Wir könnten uns um dieses Geld viele Hubschrauber leisten, die den Menschen in Katastrophenfällen zu Hilfe kommen können. (Abg. Scheibner: Sie waren gegen den Hubschrauberankauf!) Sie wären bei weitem wichtiger als Ihre sündteuren Eurofighter. Denken Sie darüber nach, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Sie waren gegen den Hubschrauberankauf!
Meine Damen und Herren, zeigen Sie mir einmal, auf welcher Alm ein Eurofighter landen kann! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Das wird nicht passieren. Wir könnten uns um dieses Geld viele Hubschrauber leisten, die den Menschen in Katastrophenfällen zu Hilfe kommen können. (Abg. Scheibner: Sie waren gegen den Hubschrauberankauf!) Sie wären bei weitem wichtiger als Ihre sündteuren Eurofighter. Denken Sie darüber nach, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, zeigen Sie mir einmal, auf welcher Alm ein Eurofighter landen kann! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Das wird nicht passieren. Wir könnten uns um dieses Geld viele Hubschrauber leisten, die den Menschen in Katastrophenfällen zu Hilfe kommen können. (Abg. Scheibner: Sie waren gegen den Hubschrauberankauf!) Sie wären bei weitem wichtiger als Ihre sündteuren Eurofighter. Denken Sie darüber nach, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Gegenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Bleckmann. Auch ihre Redezeit beträgt 5 Minuten. – Frau Kollegin, bitte. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Die heutige Debatte sollte nicht Anlass sein, über Wirtschaftspolitik zu diskutieren, sondern dazu dienen, dass wir uns über die Gesetze, die wir jetzt – gemeinsam! – beschließen werden, und über Krisenmanagement und Katastrophenschutz unterhalten. Und wir sind uns, denke ich, alle darin einig, dass das in Österreich gut funktioniert. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Und auch wenn es schon alle Redner vorher gesagt haben, ist es heute und hier ein richtiger Anlass, den Einsatzorganisationen und den freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern ein wirklich großes Lob und großen Dank für ihren Einsatz auszusprechen. Ein kleines Beispiel: Allein in Gasen waren schon am Samstag, dem 20. August, also wirklich schnell und rasch, 140 Pioniere des Bundesheeres und rund 100 freiwillige Helfer im Einsatz, neben all den vielen anderen in ganz Österreich. Das ist für mich wirklich ein Zeichen dafür, dass Krisenmanagement sowie Katastrophenschutz und -hilfe in Österreich funktionieren, aber auch dafür, dass die Bereitschaft, anderen zu helfen, bei uns in Österreich einen sehr hohen Stellenwert hat. Dafür danke ich allen, die bereit sind, dazu ihren Beitrag zu leisten. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Hinsichtlich der Forderung nach einem Entgelt in Form von Karenzzeit beziehungsweise freier Zeit werden wir seitens des freiheitlichen Klubs uns in keiner Weise dieser Diskussion verweigern – im Gegenteil, ich glaube, das ist eine gute Sache, dass wir auch in dieser Frage so wie bei den heutigen Beschlüssen zu einem gemeinsamen Beschluss kommen, um unseren Dank nicht nur in Worten, sondern auch in Taten Ausdruck zu verleihen. Ich glaube, das wäre ein gemeinsames, ein echtes Signal an die Einsatzorganisationen und die freiwilligen Helfer. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das sind – neben anderen – vier wichtige Punkte, die wir heute beschließen. Ich denke, es ist gut und wichtig, dass Österreich solidarisch ist und wir schnell und rasch helfen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kogler macht heute den ganzen Tag Steiermark-Wahlkampf, oder wie?
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Kogler; 5 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Kogler macht heute den ganzen Tag Steiermark-Wahlkampf, oder wie?)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
nichts zu deuteln, da braucht man auch nicht wahlzukämpfen – wie in einem Zwischenruf soeben angeschnitten –, dem ist überhaupt nichts hinzuzufügen. Und es ist auch tatsächlich so, dass in Österreich die Bereitschaft, in verschiedener Art und Weise wechselseitig zu helfen, sehr ausgeprägt ist. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das „hundertjährige Hochwasser“ kommt jetzt in aller Regel schon im Abstand von drei Jahren. Das sollte doch Anlass genug sein, um zu überlegen, dass in der Politik nicht nur integrativ gedacht werden muss, sondern auch ein bissel in Richtung Naturschutz, ein bissel in Richtung Katastrophenschutz. Über allem aber steht die einzige und große Frage, Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP: die Wirtschaft! Ich sage Ihnen, eine vernünftige und moderne Wirtschaftspolitik ist nur eine, die auch die ökologische Frage von vornherein berücksichtigt. In diesem Sinne sollten Sie einmal über Ihre Lippenbekenntnisse hinauskommen und tatsächlich in diese Richtung arbeiten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt noch einen anderen Faktor, nämlich: Über den Katastrophenfonds, von mir aus zukünftig auch über andere Töpfe, wird auch entschieden, für welche Flussbaumaßnahmen überhaupt Geld ausgegeben wird – und da ist wieder die klassische und übliche Schräglage! Der Herr Umweltminister wird gleich wieder den Kopf schütteln oder Grimassen ziehen, wie er das vorhin getan hat, aber es ist tatsächlich so: Der Großteil der Mittel geht in die alte Betonierphilosophie, die nun einmal Sie, Herr Minister, weiterhin zu verantworten haben! Wer denn sonst? BZÖ heißt ja nicht „Betonierpartei“. Es bleibt nur die ÖVP, die etwas zu sagen hat. (Beifall bei den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen.
90 Prozent der Mittel gehen in die völlig falsche Richtung. Daran sollten wir die politische Ausrichtung erkennen. – Das ist mein Appell. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Die Glawischnig hat gesagt, die gibt es nicht! Jetzt kenn’ ich mich nicht mehr aus!
rer, aber die gibt es wirklich (Abg. Mag. Molterer: Die Glawischnig hat gesagt, die gibt es nicht! Jetzt kenn’ ich mich nicht mehr aus!), man hat nur immer den Eindruck, das seien bloß Alibimaßnahmen. Ein paar 100 000 € für einen Naturlehrpfad oder wie in meiner Gemeinde zum Beispiel für ökologischen Flussbau, und etwa zehn Kilometer davon entfernt wird noch geholzt und begradigt, und zwar mit wesentlich mehr Aufwand. – So geht es halt nicht, das ist nicht glaubwürdig!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Kollege Lopatka hat den Vergleich der Katastrophe in New Orleans mit den hiesigen Katastrophen strapaziert. Das scheint mir ein bisschen weit hergeholt, aber betreffend Klimaschutz und überhaupt die Rolle der USA: Im Klimaschutz gibt es ein Abdanken, eine völlige Verwahrlosung, in anderen Bereichen aber ebenso. Und das sollte hier im Parlament auch einmal gesagt werden: Eine Supermacht, die es schafft, anlässlich angeblicher Terroristenbekämpfung binnen Minuten hunderte Zivilistenleben im Irak mit Flugzeugen und Hubschraubern auszulöschen, ist nicht in der Lage, in sechs Tagen auch nur irgendjemanden von der eigenen Bevölkerung zu retten! – Das ist mir ein Anliegen, dass das einmal ausgesprochen wird. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte – von einigen bereits angesprochen – auch auf folgende Frage eingehen: Wie funktioniert das System Katastrophenschutz in Österreich insgesamt? Ich denke, man kann nach diesem Sommer eine Bilanz ziehen, die da heißt: hervorragend im Zusammenspiel der Gemeinden, der Bundesländer und des Bundes, rasche und unbürokratische Hilfe für die Menschen ist gewährleistet! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Ja, das Sie in drei Jahren wieder haben!
keit eines hundertjährigen Hochwassers. (Abg. Mag. Kogler: Ja, das Sie in drei Jahren wieder haben!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Im Paznauntal, sehr geehrter Herr Abgeordneter Kogler, auch das muss gesagt werden, hatten wir ein fünftausendjähriges Wetterereignis. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Dafür geben Sie offensichtlich der Bundesregierung die Schuld. Ich sage Ihnen: Gegen solche Niederschlagsereignisse ist kein Kraut gewachsen. Im Gegenteil, wir müssen uns damit auseinander setzen, dass wir gegen solche Extremereignisse keinen Schutz, weder ökologisch noch mit Hilfe von Verbauungsmaßnahmen, sicherstellen können, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Zwischenrufe bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, abschließend meine persönlichen Eindrücke, mehrere von uns waren ja vor Ort und haben das Ausmaß der Katastrophe miterlebt: Es tut halt weh, dass manche der selbsternannten Zivilgesellschaft vom trockenen Wien aus Schuldzuweisungen machen, wenn Menschen das Wasser beim Fenster hineinrinnt und andere vor Ort helfen. Deshalb noch einmal: Herzlichen Dank an all jene, die vor Ort waren und die geholfen haben! (Zwischenrufe bei den Grünen.) Diese Menschen verdienen unseren ganz besonderen Respekt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, abschließend meine persönlichen Eindrücke, mehrere von uns waren ja vor Ort und haben das Ausmaß der Katastrophe miterlebt: Es tut halt weh, dass manche der selbsternannten Zivilgesellschaft vom trockenen Wien aus Schuldzuweisungen machen, wenn Menschen das Wasser beim Fenster hineinrinnt und andere vor Ort helfen. Deshalb noch einmal: Herzlichen Dank an all jene, die vor Ort waren und die geholfen haben! (Zwischenrufe bei den Grünen.) Diese Menschen verdienen unseren ganz besonderen Respekt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In meiner Heimatgemeinde Bezau sind über 100 private Haushalte betroffen, über 40 Firmen, 13 öffentliche Gebäude und 11 Vereine. Wir hatten Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Allein unsere Gemeinde kommt auf eine Schadenshöhe von 3,5 Millionen €, was für unsere Verhältnisse sehr schwierig zu bewältigen ist, denn wir haben einen jährlichen Haushalt von zirka 5 Millionen €. Die Schadensbewältigung ist ein riesiges Problem, und wir sind froh, dass dafür Mittel zugesagt wurden, und zwar prompt. Deshalb: danke an die Bundesregierung, danke auch an unser Land, das vor allem für die so schwer betroffenen Gemeinden zusätzliche Mittel aus Bedarfszuweisungen zur Verfügung stellen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Schadensausmaß ist zu betonen, dass durch die in den letzten Jahren realisierten Schutzmaßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung und des Flussbaus noch Schlimmeres abgewendet werden konnte. Auf Grund des funktionierenden regionalen Katastrophenmanagements durch die Bürgermeister und des großartigen Einsatzes der Feuerwehren und Rettungsorganisationen, der öffentlichen Einrichtungen, der Gemeinden, des Bundesheeres und der Exekutive und zahlreicher freiwilliger Helfer konnte weit größerer Schaden verhindert werden. Dafür sei allen gedankt! Die dezentralen Rettungsorganisationen beziehungsweise Organisationsstrukturen haben sich bei uns sehr bewährt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Es war dadurch möglich, zeitgleich in jeder Gemeinde organisierte Einsätze zu leisten, und das war besonders wichtig.
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Vielen Dank an alle, vielen Dank an die Bundesregierung, an das Land Vorarlberg, vielen Dank an Sie alle hier, dass dieses Paket heute beschlossen werden kann – ich habe noch nie so viel Solidarität erlebt! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Hinweisen, meine sehr geehrten Damen und Herren, möchte ich aber auf die Tatsache, dass wir vor genau drei Jahren in einer Sondersitzung zum selben Thema zusammengesessen sind, damals auch Soforthilfen beschlossen und darüber gesprochen haben, was wir denn tun können, um in Zukunft Katastrophen – wenn wir sie schon nicht vermeiden können – zumindest zu mildern. Passiert ist wenig, meine sehr geehrten Damen und Herren! Für den präventiven, für den vorausschauenden Schutz ist sehr, sehr wenig passiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Haubner.
Ich stehe hier nicht allein als Rufer in der Wüste. Der Herr Landeshauptmann von Oberösterreich hat ebenfalls festgestellt, es fehlt das Geld dazu. Herr Landesrat Anschober hat festgestellt, es fehlt das Geld dazu. – Es genügt nicht, Konzepte und Studien zu erarbeiten, sondern es muss auch das nötige Geld zur Verfügung gestellt werden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Haubner.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich wiederhole: Im Zuge der letzten Katastrophe wurde gesagt, wir müssen etwas dafür tun, dass die freiwilligen Helfer dienstrechtlich abgesichert werden. – Null ist passiert, meine sehr geehrten Damen und Herren! Reden Sie mit den Feuerwehrleuten! Es ist ihnen nicht sehr wohl dabei, wenn sie Wochen hindurch freiwillige Dienste leisten, weil sie, wenn sie dann in ihre Firma zurückkommen, unter Umständen massive Probleme haben. Das gehört gelöst, meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist dringlich und ganz, ganz wichtig! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Herr Abgeordneter Scheibner hat ganz kurz von den Fliegern gesprochen. Damals, 2002, haben Sie gesagt: sechs Flieger weniger – Geld für die Hochwasseropfer. Die Hochwasseropfer haben von diesem Geld allerdings nie etwas gesehen. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich sage Ihnen: Verzichten Sie zur Gänze auf diese sinnlose Investition! Lassen Sie die alten Eurofighter dort, wo sie sind, und nehmen Sie einen Teil des Geldes dafür, wirklich sinnvolle Prävention durchzuführen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es ist noch nicht aus!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Regierungsmitglieder! Das war heute wieder ein Lehrbeispiel. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Es ist noch nicht aus!) Abgeordneter Bürgermeister Gaßner hat soeben hier das gesagt, was wir alle empfinden: Hochwasserschutz und Hilfe für die Menschen, die betroffen sind – in Tirol und Vorarlberg 700 Millionen Schaden –, müssen ein Anliegen aller sein; und das machen wir auch gemeinsam. Aber zum Schluss hat er das wieder
Abg. Wimmer: Macht kein Mensch!
mit den Abfangjägern verbunden! (Abg. Wimmer: Macht kein Mensch!) Sie widersprechen sich dann in vielen Bereichen selbst.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Die Statistiker sagen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), dass über das Jahr hinweg gleiche oder ähnliche Temperaturen herrschen, dass es gleich viel regnet, aber keiner sagt, dass die augenblickliche Situation eigentlich das ist, was Unglück hervorruft; gerade in diesem Bereich. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) In unserer Ortschaft gab es zwei Muren, obwohl es in den letzten Jahren nie irgendetwas in dieser Richtung gab.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Die Statistiker sagen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), dass über das Jahr hinweg gleiche oder ähnliche Temperaturen herrschen, dass es gleich viel regnet, aber keiner sagt, dass die augenblickliche Situation eigentlich das ist, was Unglück hervorruft; gerade in diesem Bereich. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) In unserer Ortschaft gab es zwei Muren, obwohl es in den letzten Jahren nie irgendetwas in dieser Richtung gab.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Die Bürgermeister sollten sich besser selbst ein bisschen an der Nase nehmen. Wenn heute in Regionen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) – hören Sie einmal zu, Herr Abgeordneter, da geht es um Gebirgstäler, um Dörfer, um baurechtliche Geschichten! – in roten Zonen gebaut wird, weil die Bürgermeister dort in manchen Fällen Freunderlwirtschaft betrieben haben oder Bauwidmungen ausgesprochen worden sind oder man gesagt hat, man baut einen Damm, und dann wird das schon passen, und man in diese gefährlichen Zonen weiter hineingegangen ist, dann muss man sagen, es ist nicht richtig zu sagen, die Bundesregierung oder der Bund sollen alles zahlen. (Abg. Mag. Gaßner: Wissen Sie, was ein Gefahrenzonenplan ist?) – Das Parlament sollte sich einmal Gedanken darüber machen, ob die Kompetenzen richtig verteilt sind. Raumordnung wird von den Gemeinden und von den Ländern gemacht. (Abg. Mag. Gaßner: Gut so!) Ja, das wäre gut, denn die sollten wissen, was dort geschieht.
Abg. Mag. Gaßner: Wissen Sie, was ein Gefahrenzonenplan ist?
Die Bürgermeister sollten sich besser selbst ein bisschen an der Nase nehmen. Wenn heute in Regionen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) – hören Sie einmal zu, Herr Abgeordneter, da geht es um Gebirgstäler, um Dörfer, um baurechtliche Geschichten! – in roten Zonen gebaut wird, weil die Bürgermeister dort in manchen Fällen Freunderlwirtschaft betrieben haben oder Bauwidmungen ausgesprochen worden sind oder man gesagt hat, man baut einen Damm, und dann wird das schon passen, und man in diese gefährlichen Zonen weiter hineingegangen ist, dann muss man sagen, es ist nicht richtig zu sagen, die Bundesregierung oder der Bund sollen alles zahlen. (Abg. Mag. Gaßner: Wissen Sie, was ein Gefahrenzonenplan ist?) – Das Parlament sollte sich einmal Gedanken darüber machen, ob die Kompetenzen richtig verteilt sind. Raumordnung wird von den Gemeinden und von den Ländern gemacht. (Abg. Mag. Gaßner: Gut so!) Ja, das wäre gut, denn die sollten wissen, was dort geschieht.
Abg. Mag. Gaßner: Gut so!
Die Bürgermeister sollten sich besser selbst ein bisschen an der Nase nehmen. Wenn heute in Regionen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) – hören Sie einmal zu, Herr Abgeordneter, da geht es um Gebirgstäler, um Dörfer, um baurechtliche Geschichten! – in roten Zonen gebaut wird, weil die Bürgermeister dort in manchen Fällen Freunderlwirtschaft betrieben haben oder Bauwidmungen ausgesprochen worden sind oder man gesagt hat, man baut einen Damm, und dann wird das schon passen, und man in diese gefährlichen Zonen weiter hineingegangen ist, dann muss man sagen, es ist nicht richtig zu sagen, die Bundesregierung oder der Bund sollen alles zahlen. (Abg. Mag. Gaßner: Wissen Sie, was ein Gefahrenzonenplan ist?) – Das Parlament sollte sich einmal Gedanken darüber machen, ob die Kompetenzen richtig verteilt sind. Raumordnung wird von den Gemeinden und von den Ländern gemacht. (Abg. Mag. Gaßner: Gut so!) Ja, das wäre gut, denn die sollten wissen, was dort geschieht.
Abg. Mag. Gaßner: Nennen Sie mir eine Verfehlung! Eine Verfehlung!
Aber dann kommen die Verfehlungen, Bauten werden in gefährdeten oder sehr gefährdeten Gebieten errichtet, wo alle fünf, sechs Jahre wieder solch eine Katastrophe kommen kann. (Abg. Mag. Gaßner: Nennen Sie mir eine Verfehlung! Eine Verfehlung!) Und jetzt kommen wir – Herr Abgeordneter, hören Sie mir zu! – auf den Punkt: Wir hatten in den letzten Jahren ein hundertjähriges Hochwasser, dann ein zehnjähriges, ein hundertjähriges, jetzt war es bei uns in Tirol ein tausendjähriges – in sechs Jahren werden wir die gleichen Überschwemmungen haben, weil ein fünftausendjähriges kommt. Wir machen ja die Perioden schon kleiner.
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Den Menschen ist nicht zumutbar, dass sie alle fünf, sechs Jahre wieder die gleiche Katastrophe erleben, wieder alles aufbauen müssen. Vielleicht sollten uns wir in diesem Parlament einmal Gedanken darüber machen, ob die Aufgaben richtig verteilt sind und ob Gesetze, sage ich einmal, notwendig sind, um das zu vermeiden, was wir in den letzten Jahren gehabt haben, auch in Oberösterreich und in Niederösterreich. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Klimaschutz!
Frau Abgeordnete Glawischnig! Sie brauchen nur einmal nach Lech zu fahren. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Klimaschutz!) Sie haben dort verhindert, dass dieser Bach ausgegraben wird, obwohl jeder weiß, wie gefährlich er ist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Sie haben es verhindert, und die Leute werden Ihnen „dankbar“ dafür sein, da der Lech dafür verantwortlich war, dass dort eine ganze Region unter Wasser gestanden ist. Danke dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!
Frau Abgeordnete Glawischnig! Sie brauchen nur einmal nach Lech zu fahren. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Klimaschutz!) Sie haben dort verhindert, dass dieser Bach ausgegraben wird, obwohl jeder weiß, wie gefährlich er ist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Sie haben es verhindert, und die Leute werden Ihnen „dankbar“ dafür sein, da der Lech dafür verantwortlich war, dass dort eine ganze Region unter Wasser gestanden ist. Danke dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Abgeordnete Glawischnig! Sie brauchen nur einmal nach Lech zu fahren. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Klimaschutz!) Sie haben dort verhindert, dass dieser Bach ausgegraben wird, obwohl jeder weiß, wie gefährlich er ist. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ungeheuerlich!) Sie haben es verhindert, und die Leute werden Ihnen „dankbar“ dafür sein, da der Lech dafür verantwortlich war, dass dort eine ganze Region unter Wasser gestanden ist. Danke dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine Kollegin Anna Franz hat zuerst sehr berührend und sehr authentisch die Situation der betroffenen Menschen in Vorarlberg beschrieben. Sie hat gesagt, dass das den Leuten noch in den Knochen sitzt. – Das ist tatsächlich so. Wenn man im Land herumfährt und mit den Betroffenen spricht, hört man das. Es ist für uns daher vollkommen klar, dass wir jede Hilfe an die Betroffenen unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Wir wissen natürlich, wie viel die Helferinnen und Helfer geleistet haben, ganz gleich, ob sie ehrenamtlich oder hauptamtlich arbeiten. Und gerade deswegen ist es für uns so wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer endlich arbeits- und sozialrechtlich abgesichert werden, dass nicht die, die Hilfe für andere leisten, selbst ohne Netz arbeiten, da es der Willkür der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber überlassen ist, ob sie tolerieren, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen. Bitte unterstützen Sie dieses unser Anliegen, und sichern wir die Helfenden auch unsererseits ab! Diese Verpflichtung haben wir nämlich. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein ähnlicher Punkt ist die Abschreibbarkeit von Spenden. Schon vor langer Zeit hat Präsident Khol versprochen, dass er sich dafür einsetzen wird. Wir fordern das schon lange. Bitte schaffen wir endlich die Absetzbarkeit von Spenden. Setzen Sie ein Zeichen und zeigen Sie, wie wichtig es Ihnen wirklich ist, dass die Bevölkerung hier aktiv unterstützt und den Opfern hilft! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Anna Franz hat aber auch gesagt, dass sie diese Besserwisserei nicht ertragen kann. – Ich weiß, es ist ein heikler Bereich, dann, wenn Menschen selbst in Not sind, wenn sie nicht wissen, wie sie ihre Häuser wieder herrichten sollen, Kritik zu üben. Aber seien Sie mir nicht böse: Diese Kritik muss angebracht werden, weil die Hilfe, die wir im Nachhinein leisten, nicht genug ist, nicht genug für uns, die wir politisch tätig sind. Wir müssen im Vorhinein dafür Sorge tragen, dass möglichst wenig jener Schäden passieren, die derzeit passieren. Das tun wir aber derzeit nicht! Das muss man ganz klar sagen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Abg. Mag. Molterer: Ist auch notwendig!
Kollege Lopatka hat sich heute hier herausgestellt und technischen Hochwasserschutz gefordert. (Abg. Mag. Molterer: Ist auch notwendig!) – Herr Kollege Lopatka, das verlagert nur das Problem. Natürlich können Sie Wildbäche verbauen, Bäche verbauen, noch höhere Dämme errichten, aber das Wasser kommt unten zusammen. Gehen Sie einmal an die Ill, gehen Sie an den Rhein und schauen Sie sich das an!
Abg. Mag. Molterer: Hat er ja gesagt! – Abg. Dr. Lopatka: ... ja gesagt!
Wir brauchen Renaturierungsmaßnahmen. (Abg. Mag. Molterer: Hat er ja gesagt! – Abg. Dr. Lopatka: ... ja gesagt!) Wir müssen dem Wasser Platz geben.
Beifall bei den Grünen.
Herr Klubobmann Molterer, auch in Ihre Richtung und auch in Richtung des Landwirtschaftsministers: Es wird nicht gehen, ohne dass landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen als gezielte Überschwemmungsräume zur Verfügung gestellt werden, ohne dass diese Räume in Zukunft überflutet werden. Denn das ist noch immer besser, als unsere Dörfer, Betriebe, Häuser werden überflutet. Hier müssen wir umdenken, wir brauchen eine andere Art von Hochwasserschutz. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Es war schon vom Kyoto-Ziel die Rede. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Natürlich dürfen wir das nicht vergessen. Aber ein letztes Wort noch: Auch die Flächenwidmung hat entscheidenden Einfluss. Häuser gehören nicht dorthin, wo akute Hochwassergefahr besteht – auch diesbezüglich ist in den letzten Jahren leider einiges verabsäumt worden. Auch hier müssen wir politisch ansetzen, wir können nicht den Betroffenen nachher die Schuld dafür geben, dass sie ihre Häuser dort gebaut haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es war schon vom Kyoto-Ziel die Rede. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Natürlich dürfen wir das nicht vergessen. Aber ein letztes Wort noch: Auch die Flächenwidmung hat entscheidenden Einfluss. Häuser gehören nicht dorthin, wo akute Hochwassergefahr besteht – auch diesbezüglich ist in den letzten Jahren leider einiges verabsäumt worden. Auch hier müssen wir politisch ansetzen, wir können nicht den Betroffenen nachher die Schuld dafür geben, dass sie ihre Häuser dort gebaut haben. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Marizzi: Da klatschen nicht einmal die eigenen Leute!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Meine Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir kommen jetzt in der Debatte vom Hochwasserpaket zum Beschäftigungsförderungsgesetz. Das Beschäftigungsförderungsgesetz samt Nebengesetzen ist eine konsequente Fortsetzung jener erfolgreichen wirtschaftspolitischen Vorwärtsstrategie, die diese Bundesregierung seit der politischen Wende im Jahr 2000 eingeschlagen hat. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Marizzi: Da klatschen nicht einmal die eigenen Leute!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich darf daran erinnern: Politische Wende 2000, 2001: Konjunkturpaket I, Konjunkturpaket II, 2003: Wachstums- und Beschäftigungspaket, 2004: erste Etappe der Steuerreform, 2005: zweite Etappe der Steuerreform, Juli dieses Jahres: Wirtschafts- und Beschäftigungspaket, heute: das Beschäftigungssicherungsgesetz. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Ein Beweis dafür, dass unsere im internationalen Vergleich guten Zahlen, dass unsere hervorragende Leistungsbilanz, um die uns das Ausland beneidet, kein Zufall sind, sondern das Ergebnis erfolgreicher Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich darf daran erinnern: Politische Wende 2000, 2001: Konjunkturpaket I, Konjunkturpaket II, 2003: Wachstums- und Beschäftigungspaket, 2004: erste Etappe der Steuerreform, 2005: zweite Etappe der Steuerreform, Juli dieses Jahres: Wirtschafts- und Beschäftigungspaket, heute: das Beschäftigungssicherungsgesetz. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Ein Beweis dafür, dass unsere im internationalen Vergleich guten Zahlen, dass unsere hervorragende Leistungsbilanz, um die uns das Ausland beneidet, kein Zufall sind, sondern das Ergebnis erfolgreicher Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Herr Kollege Einem, ich glaube, wenn es um die Herausforderung geht, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), wenn es um die Herausforderung geht, wieder Vollbeschäftigung anzustreben, dann sollte das kein Beispiel für parteipolitisches Taktieren sein. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Herr Kollege Einem, ich glaube, wenn es um die Herausforderung geht, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), wenn es um die Herausforderung geht, wieder Vollbeschäftigung anzustreben, dann sollte das kein Beispiel für parteipolitisches Taktieren sein. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Ruf bei der SPÖ: Höchste Zeit!
Herr Kollege Gusenbauer! In Ihrer Presseaussendung von Ihrer Klubklausur hat es geheißen: „Österreich braucht einen Kurswechsel.“ (Ruf bei der SPÖ: Höchste Zeit!) – Diesen Kurswechsel haben wir bei der politischen Wende 2000 gehabt, bitte. Seither haben wir eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik, weg von der Schuldenpolitik hin zu Zukunftspolitik. Der Kurswechsel hat stattgefunden, Herr Kollege Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Kollege Gusenbauer! In Ihrer Presseaussendung von Ihrer Klubklausur hat es geheißen: „Österreich braucht einen Kurswechsel.“ (Ruf bei der SPÖ: Höchste Zeit!) – Diesen Kurswechsel haben wir bei der politischen Wende 2000 gehabt, bitte. Seither haben wir eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik, weg von der Schuldenpolitik hin zu Zukunftspolitik. Der Kurswechsel hat stattgefunden, Herr Kollege Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Gescheitert ...!
Ich würde wirklich hoffen und mir wünschen, dass diese große Herausforderung: Wie bekämpfen wir Arbeitslosigkeit? (Abg. Dr. Matznetter: Gescheitert ...!) Wie schaffen wir Wachstum? Wie erreichen wir die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen? (Abg. Dr. Matznetter: Fünf Jahre sind genug ...!) Wie erleichtern wir den Frauen den Wiedereinstieg? Wie bieten wir Beschäftigung für Jugendliche?, ein gemeinsames Anliegen wäre, eine Konsensmaterie. Sie aber versuchen immer, politisches Kleingeld zu wechseln, meine sehr geehrten Damen und Herren, und das ist nicht die Lösung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Fünf Jahre sind genug ...!
Ich würde wirklich hoffen und mir wünschen, dass diese große Herausforderung: Wie bekämpfen wir Arbeitslosigkeit? (Abg. Dr. Matznetter: Gescheitert ...!) Wie schaffen wir Wachstum? Wie erreichen wir die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen? (Abg. Dr. Matznetter: Fünf Jahre sind genug ...!) Wie erleichtern wir den Frauen den Wiedereinstieg? Wie bieten wir Beschäftigung für Jugendliche?, ein gemeinsames Anliegen wäre, eine Konsensmaterie. Sie aber versuchen immer, politisches Kleingeld zu wechseln, meine sehr geehrten Damen und Herren, und das ist nicht die Lösung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich würde wirklich hoffen und mir wünschen, dass diese große Herausforderung: Wie bekämpfen wir Arbeitslosigkeit? (Abg. Dr. Matznetter: Gescheitert ...!) Wie schaffen wir Wachstum? Wie erreichen wir die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen? (Abg. Dr. Matznetter: Fünf Jahre sind genug ...!) Wie erleichtern wir den Frauen den Wiedereinstieg? Wie bieten wir Beschäftigung für Jugendliche?, ein gemeinsames Anliegen wäre, eine Konsensmaterie. Sie aber versuchen immer, politisches Kleingeld zu wechseln, meine sehr geehrten Damen und Herren, und das ist nicht die Lösung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: ... abgelehnt fünf Jahre!
Mir ist bewusst, dass das, was wir heute beschließen, nämlich Investitionen und neues Geld für Qualifikationsmaßnahmen, die zentrale Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt ist. (Abg. Dr. Matznetter: ... abgelehnt fünf Jahre!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Denn was erleben wir derzeit? – Es gibt eine Arbeitslosigkeit, die zweifellos zu hoch ist, und wenn ich dann in Betriebe komme, so klagt jeder zweite Betrieb darüber, dass er keine qualifizierten Leute bekommt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mandak: Reden Sie mit der Frau Ministerin Gehrer! – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Herausforderung ist: Wie bringen wir Angebot und Nachfrage qualifikationsmäßig zur Übereinstimmung? (Abg. Mandak: Reden Sie mit der Frau Ministerin Gehrer! – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Mandak! Wenn wir mit diesem Beschäftigungsförderungsgesetz 285 Millionen € – das wären 4 Milliarden Schilling – an frischem Geld in die Hand nehmen (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), dann ist auch das eine konsequente Fortsetzung unserer Politik.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Kollege Matznetter, vergleichen Sie die letzten fünf Jahre! Heuer geben wir doppelt so viel für aktive Arbeitsmarktpolitik aus wie noch in der Zeit der großen Koalition! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Doppelt so viel: 1,5 Milliarden €, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Rekordarbeitslosigkeit!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Rekordarbeitslosigkeit!
Herr Kollege Matznetter, vergleichen Sie die letzten fünf Jahre! Heuer geben wir doppelt so viel für aktive Arbeitsmarktpolitik aus wie noch in der Zeit der großen Koalition! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Doppelt so viel: 1,5 Milliarden €, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Rekordarbeitslosigkeit!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich gebe gerne zu: Das frische Geld, das wir hier in die Hand nehmen, ist sehr viel bei einer Politik, die Stabilität im Staatshaushalt sehr hoch einschätzt. Aber es ist die Kunst der Politik, die Balance zwischen Stabilität für den Staatshaushalt einerseits und notwendigen Impulsen für die Vollbeschäftigung andererseits zu finden. Das ist die Kunst der Politik. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist Realitätsverweigerung!
Herr Kollege Gusenbauer, Sie machen hier das, was auch im Finanzausschuss geschehen ist. Im Finanzausschuss lautete die Kritik der Opposition: Die Regierung legt nichts Neues vor! (Abg. Dr. Wittmann: Das ist Realitätsverweigerung!) Dann kommt ein Abänderungsantrag der Opposition – und kein einziger Punkt ist etwas Neues.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Herr Kollege Matznetter, das ist der Unterschied zwischen Regierung und Opposition (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter): Sie reden viel – die Regierung handelt! Unterschied zwischen Opposition und Regierung, Herr Kollege Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Kollege Matznetter, das ist der Unterschied zwischen Regierung und Opposition (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter): Sie reden viel – die Regierung handelt! Unterschied zwischen Opposition und Regierung, Herr Kollege Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Ist das eine Entschuldigung, dass Sie alles falsch gemacht haben?
Meine Damen und Herren, glauben Sie mir: Wir wissen, dass das keine einfache Aufgabe ist (Abg. Dr. Matznetter: Ist das eine Entschuldigung, dass Sie alles falsch gemacht haben?), denn wir leben in einer Zeit – das muss man einmal ganz nüchtern
Abg. Dr. Matznetter: Ihnen geht es zu schnell, Herr Kollege Stummvoll?
sagen –, die ein wesentliches Kennzeichen hat: das Tempo der Veränderung. Veränderungen hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben, aber das Tempo war noch nie so atemberaubend wie derzeit. (Abg. Dr. Matznetter: Ihnen geht es zu schnell, Herr Kollege Stummvoll?) Auch in der Arbeitswelt, Herr Kollege Matznetter, das Tempo der Veränderung. Daher ist es wahnsinnig schwierig, mit diesem Tempo der Veränderung Schritt zu halten (Abg. Dr. Wittmann: Sie verändern doch nichts in der Bildungspolitik!) und jene Qualifikationen anzupassen, die auf dem Arbeitsmarkt notwendig sind.
Abg. Dr. Wittmann: Sie verändern doch nichts in der Bildungspolitik!
sagen –, die ein wesentliches Kennzeichen hat: das Tempo der Veränderung. Veränderungen hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben, aber das Tempo war noch nie so atemberaubend wie derzeit. (Abg. Dr. Matznetter: Ihnen geht es zu schnell, Herr Kollege Stummvoll?) Auch in der Arbeitswelt, Herr Kollege Matznetter, das Tempo der Veränderung. Daher ist es wahnsinnig schwierig, mit diesem Tempo der Veränderung Schritt zu halten (Abg. Dr. Wittmann: Sie verändern doch nichts in der Bildungspolitik!) und jene Qualifikationen anzupassen, die auf dem Arbeitsmarkt notwendig sind.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Gehen wir gemeinsam einen Weg, auf dem wir ohne Tabus, ohne Parteigrenzen die Probleme lösen können. Es missfällt mir, wenn man im Zusammenhang mit diesen nationalen Anliegen politisches Kleingeld wechseln möchte. Mein Bemühen ist vorhanden, ich lade Sie ein: Gehen wir diesen Weg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Johann Moser: Fünf Jahre geschlafen!
Meine Damen und Herren! In diesem Gesetzespaket sind folgende Schwerpunkte enthalten: Langzeitarbeitslose wieder einzugliedern, Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern, Jugendlichen Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Und wenn wir hier zum Beispiel sagen, dass wir die Gesundheits- und Pflegeberufe ausbauen wollen, so kann man auch festhalten – bei aller Schwierigkeit von Prognosen –, dass der Gesundheits- und Pflegebereich eine Wachstumsbranche ist. Ich glaube, das ist im Hinblick auf die demographische Entwicklung unbestritten. Daher geht es hier um sichere Arbeitsplätze, um gute Qualifikationen. (Abg. Mag. Johann Moser: Fünf Jahre geschlafen!)
Abg. Silhavy: Aber das muss man ja nicht mit dem Kombi-Lohn machen!
Lassen Sie mich auch ein Wort zum Kombi-Lohn, der hier auch vorgesehen ist, sagen: Ich bin kein Freund von Lohnsubventionierungen, aber eines muss ich auch sagen: Mit jedem Monat, den ein Arbeitsloser länger arbeitslos ist, verschlechtern sich seine Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden. (Abg. Silhavy: Aber das muss man ja nicht mit dem Kombi-Lohn machen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist jahrelang über den Kombi-Lohn theoretisch diskutiert worden. Ich sage: Hören wir auf mit den theoretischen Diskussionen, führen wir ihn auf ein Jahr befristet, wie das vorgesehen ist, für ganz spezifische Zielgruppen ein. Probieren geht über studieren. Die Regierung handelt – Sie reden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Arbeitslosigkeit in Österreich kontinuierlich an! Das war der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Den höchsten Beschäftigungsstand!
Der Kurswechsel à la Stummvoll und schwarz-blauer Bundesregierung hat bewirkt, dass wir heute die höchste Arbeitslosigkeit in der Geschichte haben (Abg. Dr. Stummvoll: Den höchsten Beschäftigungsstand!), dass gleichzeitig die Einkommen – wie der Wifo-Bericht gezeigt hat – trotz guter gewerkschaftlicher Lohnerhöhungen seit dem Jahr 1995 netto nicht mehr gestiegen sind und dass das untere Einkommensfünftel heute inflationsbereinigt um 17 Prozent weniger verdient als vor zehn Jahren. Das ist die Bilanz Ihrer Beschäftigungs- und Wirtschaftspolitik, Herr Stummvoll! Und das benötigt in der Tat einen Kurswechsel hin zu Vollbeschäftigung und Wachstum. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Der Kurswechsel à la Stummvoll und schwarz-blauer Bundesregierung hat bewirkt, dass wir heute die höchste Arbeitslosigkeit in der Geschichte haben (Abg. Dr. Stummvoll: Den höchsten Beschäftigungsstand!), dass gleichzeitig die Einkommen – wie der Wifo-Bericht gezeigt hat – trotz guter gewerkschaftlicher Lohnerhöhungen seit dem Jahr 1995 netto nicht mehr gestiegen sind und dass das untere Einkommensfünftel heute inflationsbereinigt um 17 Prozent weniger verdient als vor zehn Jahren. Das ist die Bilanz Ihrer Beschäftigungs- und Wirtschaftspolitik, Herr Stummvoll! Und das benötigt in der Tat einen Kurswechsel hin zu Vollbeschäftigung und Wachstum. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Stummvoll, ein Problem, das aber das Hauptproblem ist, wird dadurch nicht gelöst, dass nämlich das Wirtschaftswachstum nach wie vor gering ist und ein Großteil der Leute trotz höherer Beschäftigung keine Beschäftigung findet. Und den Leuten geht es schon in erster Linie darum, nicht einen Kursplatz, sondern einen Arbeitsplatz zu finden. Daher wird mit diesem Paket, das einen Fortschritt darstellt, die Beschäftigungsmisere nicht gelöst, sondern wir brauchen weitere zusätzliche Maßnahmen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Was ist „verunglückt“?
Wo sind Ihre Vorschläge zur Reparatur der verunglückten Steuerreform, die einseitig das Geld zu den Großkonzernen gibt und den Beziehern von kleinen und mittleren Einkommen wegnimmt? (Abg. Dr. Stummvoll: Was ist „verunglückt“?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das glauben Sie ja selber nicht!
Überall dort, wo es um Wachstumsmaßnahmen ginge, hat diese Bundesregierung keinen Schritt gesetzt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das glauben Sie ja selber nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher, meine Damen und Herren, ist das zwar ein guter Schritt, aber nur ein halber. Er wird nicht ausreichen, die Arbeitslosigkeit in Österreich in den Griff zu bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Dieser Kombi-Lohn erfordert zusätzliche Mittel, wird sich aber als wirtschafts- und beschäftigungspolitische Sackgasse erweisen, denn es geht um gute Arbeitsplätze und nicht um solche, die staatlich subventioniert sind. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher sage ich Ihnen, dieses Geld für den Kombi-Lohn sollte man besser für Qualifikation und für hochwertige Arbeitsplätze und nicht für das Aufmachen eines neuen Niedriglohnsektors in Österreich verwenden! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie stimmen zu?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Dieses Paket ist in seiner Finanzierung auf ein Jahr angelegt. In einem Jahr wird sich dann die Frage stellen, ob die Arbeitslosigkeit ... (Abg. Dr. Stummvoll: Sie stimmen zu?) – Wir stimmen bis auf den Kombi-Lohn diesem Paket zu, aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, ob nach einem Jahr die Arbeitslosigkeit dann gesunken ist oder nicht. Und wenn in einem Jahr das Wachstum nicht höher ist als heute, dann werden wir in einem Jahr vor derselben Situation stehen, dass wir bei geringem Wachstum nicht mehr Beschäftigung in Österreich haben und erneut gezwungen sein werden, solche Reparaturmaßnahmen zu setzen.
Abg. Mag. Molterer: Gemacht wird!
Auch wenn wir diesen Reparaturmaßnahmen zustimmen, sage ich Ihnen, es führt kein Weg daran vorbei, dass in Österreich eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik gemacht werden muss. (Abg. Mag. Molterer: Gemacht wird!) Und diese gibt es eben nur, wenn man mehr in öffentliche Infrastruktur investiert, eine Reparatur dieser verunglückten Steuerreform durchführt und endlich den Mittelstand und die kleinen Einkommen in Österreich entlastet. Das bringt Wachstum, das bringt Beschäftigung und ist der bessere Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch wenn wir diesen Reparaturmaßnahmen zustimmen, sage ich Ihnen, es führt kein Weg daran vorbei, dass in Österreich eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik gemacht werden muss. (Abg. Mag. Molterer: Gemacht wird!) Und diese gibt es eben nur, wenn man mehr in öffentliche Infrastruktur investiert, eine Reparatur dieser verunglückten Steuerreform durchführt und endlich den Mittelstand und die kleinen Einkommen in Österreich entlastet. Das bringt Wachstum, das bringt Beschäftigung und ist der bessere Weg, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Sie sollten den Kombi-Lohn „Armutslohn“ nennen, das würde besser passen! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Haupt zu Wort. 8 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung ÖVP –: Sie sollten den Kombi-Lohn „Armutslohn“ nennen, das würde besser passen! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir glauben daher, dass dieses Modell des Kombilohnes mit der Überprüfung nach einem Jahr ein gutes Modell für die Zukunft sein wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte aber auch klar sagen, das ist nicht Standard in ganz Österreich. Es gibt Arbeitsbezirke in Österreich, die hervorragende Arbeit leisten. Es gibt Arbeitsbezirke, die hervorragende Fort- und Weiterbildungsangebote haben. Es gibt Arbeitsbezirke, wo es für Frauen, für benachteiligte Gruppen gemeinsam mit der Wirtschaft Höherqualifizierungen gibt, die hervorragend sind. Aber es gibt leider auch noch einige Reste aus der Zeit der großen Koalition, wo man es nicht gelernt hat. Vielleicht sollten wir auch dort gemeinsam mit den Sozialpartnern ansetzen, damit auch diese endlich zu einem modernen Dienstleistungsbetrieb werden und nicht dort verharren, wo sie in der Vergangenheit gewesen sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube daher, auch diesbezüglich können wir gemeinsam mit den Bundesländern mehr schaffen als heute. Mit etwas Intelligenz braucht man nur das nachzumachen, was sich in manchen Bundesländern heute schon bewährt, Herr Kollege Gusenbauer! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sage das hier so wertfrei. Ich würde ganz gerne auch von Ihnen einmal hören, dass Sie die gleiche Idee auch in Ihren Papieren und Anträgen postulieren. Bis heute habe ich von Seiten der großen Oppositionspartei solche Forderungen noch nicht gelesen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
demonstrativer Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Stummvoll! In einem Punkt kann ich Sie beruhigen: Die Grünen werden diesem Paket zur Beschäftigungsförderung zustimmen (Bravorufe bei der ÖVP) – danke! (demonstrativer Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen) –, obwohl gegen einzelne
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Ein Teil des Problems ist, dass sich dieses Paket, was die Frauen betrifft, auf Frauen beschränkt, die einen Wiedereinstieg planen, das heißt, nach einer Babypause wieder in den Arbeitsmarkt eintreten wollen. Die Benachteiligung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt beschränkt sich natürlich nicht „nur“ – unter Anführungszeichen – auf Frauen mit Kindern. Die Einkommensnachteile, die Unterschiede in den Löhnen und Gehältern, die sich dann naturgemäß im Bereich niedrigerer Pensionen für die Frauen fortsetzen, beschränken sich nicht auf Frauen mit Kindern, sind nicht erklärbar durch das Kinderkriegen, das Kinderaufziehen allein. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Das wissen Sie natürlich auch, Frau Kollegin Brinek.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Bei Frauen mit Kindern ist „nur“ – wieder unter Anführungszeichen – die Vernichtung von Humankapital am größten. Das, was wir investiert haben in die Bildung der Frauen genauso wie in die Bildung der Jugendlichen und der jungen Burschen, geht bei Frauen mit Kindern am ehesten im Zeitablauf verloren. – Ich drücke mich so ökonomisch aus, weil ich mir immer denke, das könnte bei der ÖVP noch am ehesten wirken, bevor ich hier sozialpolitisch argumentiere. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dafür bietet das heutige Paket, so gut und richtig es in Einzelheiten ist – deswegen stimmen wir auch zu –, keine ausreichenden Gegenmaßnahmen. Einmal mehr muss ich sagen, ohne ein Umdenken der Regierungsparteien im Bereich der Kinderbetreuung von den Kleinsten über die Kindergärten, über die Volksschulen bis hinein in den unteren Sekundarbereich, das heißt mehr Kinderbetreuung, mehr Ganztagsschulen, mehr Nachmittagsbetreuung für Kinder, wird es nicht gehen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es kann schon sein, dass sich im Einzelfall jemand dann umschulen lässt auf, ich weiß nicht, einen Pflege- oder Gesundheitsberuf – im Einzelfall! Aber nicht jede technische Zeichnerin, jede akademisch gebildete Frau sollte jetzt plötzlich auf diese Weise angereizt werden, etwas ganz anderes zu machen! Das wäre mit Sicherheit mit Einkommensverlusten für die Frauen verbunden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das so zu mischen zwischen Maturanten, Leuten ohne Lehrabschluss, Leuten, die nicht einmal lesen und schreiben können – aus welchen Gründen auch immer –, ergibt doch keinen Sinn. Die brauchen ganz offensichtlich eine sehr differenzierte Hilfe, differenzierte Maßnahmen im Bereich der Weiterqualifikation – und nicht einen derartigen Kurs, der eigentlich für alles und nichts ist. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Das Gleiche gilt dann leider im Bereich der so genannten siebenwöchigen Qualifikationskurse. In diesem Fall hat der Betreffende Gastronomie gewählt, und er schreibt zum Schluss, dass die sieben Wochen vollständig „für die Katz“ waren. Er habe nichts gelernt, was ihn wenigstens als Koch oder Kellner qualifizieren würde, vielleicht Küchenhilfe oder Abwäscher, aber er hat schon viel höhere Qualifikationen in der Gastronomie wahrgenommen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Also, meine Damen und Herren, wenn wir nicht garantieren können, dass es mit der Umsetzung klappt, wird auch dieses Gesetz nicht weiterhelfen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Um die Relation zu sehen!
Ich sage das nicht deswegen, um irgendetwas zu entschuldigen, sondern einfach nur, um die Schwierigkeiten auch des Umfeldes zu beschreiben. (Abg. Großruck: Um die Relation zu sehen!) Dass wir uns so gut über dem Schnitt Europas behaupten, ist tatsächlich ein kleines österreichisches Wunder. Danke an die Unternehmer, danke an die Mitarbeiter, danke Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage das nicht deswegen, um irgendetwas zu entschuldigen, sondern einfach nur, um die Schwierigkeiten auch des Umfeldes zu beschreiben. (Abg. Großruck: Um die Relation zu sehen!) Dass wir uns so gut über dem Schnitt Europas behaupten, ist tatsächlich ein kleines österreichisches Wunder. Danke an die Unternehmer, danke an die Mitarbeiter, danke Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Na bitte!
Jetzt bitte, wenn man die Dinge ehrlich betrachtet, Herr Oppositionsführer: Mehr als wir gemacht haben, kann man wirklich nicht tun. (Abg. Dr. Gusenbauer: Na bitte!) Wir haben jetzt mit 1. Jänner dieses Jahres die größte Steuerreform, eine Senkung in Höhe von 1,5 Milliarden € für die Arbeitnehmer, für die Familien, für die Pendler. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) 1,5 Milliarden €! – Schau, sogar Klubchef Cap sieht darin bereits die harmonischen Töne einer Geige. Aber es stimmt wirklich, es ist überprüfbar. 1,5 Milliarden € Entlastung für alle! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt bitte, wenn man die Dinge ehrlich betrachtet, Herr Oppositionsführer: Mehr als wir gemacht haben, kann man wirklich nicht tun. (Abg. Dr. Gusenbauer: Na bitte!) Wir haben jetzt mit 1. Jänner dieses Jahres die größte Steuerreform, eine Senkung in Höhe von 1,5 Milliarden € für die Arbeitnehmer, für die Familien, für die Pendler. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) 1,5 Milliarden €! – Schau, sogar Klubchef Cap sieht darin bereits die harmonischen Töne einer Geige. Aber es stimmt wirklich, es ist überprüfbar. 1,5 Milliarden € Entlastung für alle! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt bitte, wenn man die Dinge ehrlich betrachtet, Herr Oppositionsführer: Mehr als wir gemacht haben, kann man wirklich nicht tun. (Abg. Dr. Gusenbauer: Na bitte!) Wir haben jetzt mit 1. Jänner dieses Jahres die größte Steuerreform, eine Senkung in Höhe von 1,5 Milliarden € für die Arbeitnehmer, für die Familien, für die Pendler. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) 1,5 Milliarden €! – Schau, sogar Klubchef Cap sieht darin bereits die harmonischen Töne einer Geige. Aber es stimmt wirklich, es ist überprüfbar. 1,5 Milliarden € Entlastung für alle! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Bruttoverdienste – das sagt das Wirtschaftsforschungsinstitut, nicht ich – steigen heuer und nächstes Jahr um ungefähr jeweils 2,5 Prozent. Die Bruttoverdienste steigen um 2,5 Prozent! Damit ist Österreich nach Luxemburg – auch wiederum ein Vergleich, der uns sicher macht – am zweiten Platz in der Kaufkraft pro Kopf. Also wir sind nicht irgendwo weit hinten das „Schwänzlein“ in der Europäischen Union, sondern wir sind ganz vorne mit den Luxemburgern. Ein Grund, stolz zu sein auf dieses Land! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Sie wollen nur die Klasnic positiv hervorheben!
Und wir setzen auf Alternativen, etwa den Biosprit. Bei ATB hat Waltraud Klasnic gerade eine große Investition in Spielberg zustande gebracht. (Abg. Eder: Sie wollen nur die Klasnic positiv hervorheben!) Selbstverständlich muss man das positiv hervorheben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Das hebt sich eben ab von eurer Schmutzkübelkampagne. (Empörte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Waltraud Klasnic kämpft für die Arbeitsplätze in der Steiermark! Dort geht etwas weiter, und so muss man das machen, liebe Freunde! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und wir setzen auf Alternativen, etwa den Biosprit. Bei ATB hat Waltraud Klasnic gerade eine große Investition in Spielberg zustande gebracht. (Abg. Eder: Sie wollen nur die Klasnic positiv hervorheben!) Selbstverständlich muss man das positiv hervorheben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Das hebt sich eben ab von eurer Schmutzkübelkampagne. (Empörte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Waltraud Klasnic kämpft für die Arbeitsplätze in der Steiermark! Dort geht etwas weiter, und so muss man das machen, liebe Freunde! (Beifall bei der ÖVP.)
Empörte Zwischenrufe bei der SPÖ.
Und wir setzen auf Alternativen, etwa den Biosprit. Bei ATB hat Waltraud Klasnic gerade eine große Investition in Spielberg zustande gebracht. (Abg. Eder: Sie wollen nur die Klasnic positiv hervorheben!) Selbstverständlich muss man das positiv hervorheben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Das hebt sich eben ab von eurer Schmutzkübelkampagne. (Empörte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Waltraud Klasnic kämpft für die Arbeitsplätze in der Steiermark! Dort geht etwas weiter, und so muss man das machen, liebe Freunde! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und wir setzen auf Alternativen, etwa den Biosprit. Bei ATB hat Waltraud Klasnic gerade eine große Investition in Spielberg zustande gebracht. (Abg. Eder: Sie wollen nur die Klasnic positiv hervorheben!) Selbstverständlich muss man das positiv hervorheben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Das hebt sich eben ab von eurer Schmutzkübelkampagne. (Empörte Zwischenrufe bei der SPÖ.) Waltraud Klasnic kämpft für die Arbeitsplätze in der Steiermark! Dort geht etwas weiter, und so muss man das machen, liebe Freunde! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dobnigg.
Bei ATB, lieber Josef Cap, werden zum Beispiel die Hybridmotoren der nächsten und übernächsten Generation für die E-Motoren gefertigt. Das ist ein großer grün-weißer Erfolg für die Steiermark. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dobnigg.)
Abg. Sburny: Weil sie eben so wenig haben!
Nächster Punkt – selbstverständlich ganz wichtig –: die Pensionisten. Die Pensionisten können natürlich ihr Einkommen nicht beeinflussen. Das hängt ausschließlich von den politischen Rahmenbedingungen ab, es hängt ausschließlich von den Steuerzahlern und einem soliden Budget ab. Jetzt sage ich Ihnen etwas: Wir haben es mit dieser Steuerreform zustande gebracht, dass etwa die Hälfte der österreichischen Pensionisten überhaupt keine Steuern mehr zahlt. (Abg. Sburny: Weil sie eben so wenig haben!) Zweitens haben wir mit unserer Pensionssicherungsreform, gegen die Sie übrigens alle gestimmt haben, jetzt die Weichen gestellt, dass die Pensionen ab 1. Jänner um 2,5 Prozent, maximal aber 47 €, erhöht werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Liebe Freunde, das ist gelebte Sozialpolitik!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nächster Punkt – selbstverständlich ganz wichtig –: die Pensionisten. Die Pensionisten können natürlich ihr Einkommen nicht beeinflussen. Das hängt ausschließlich von den politischen Rahmenbedingungen ab, es hängt ausschließlich von den Steuerzahlern und einem soliden Budget ab. Jetzt sage ich Ihnen etwas: Wir haben es mit dieser Steuerreform zustande gebracht, dass etwa die Hälfte der österreichischen Pensionisten überhaupt keine Steuern mehr zahlt. (Abg. Sburny: Weil sie eben so wenig haben!) Zweitens haben wir mit unserer Pensionssicherungsreform, gegen die Sie übrigens alle gestimmt haben, jetzt die Weichen gestellt, dass die Pensionen ab 1. Jänner um 2,5 Prozent, maximal aber 47 €, erhöht werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Liebe Freunde, das ist gelebte Sozialpolitik!
Oh-Rufe bei der ÖVP.
Nur zur Erinnerung für die Fernsehzuseher, die vielleicht der Debatte folgen: Rot-Grün in Deutschland wird heißen: Zum dritten Mal hintereinander werden die Pensionisten in einer Zeit rot-grüner Verantwortung überhaupt keine Inflationsabgeltung mehr bekommen. (Oh-Rufe bei der ÖVP.) Bei uns ab 1. Jänner 2,5 Prozent!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und jetzt trauen Sie sich noch einmal zu sagen, das sei „neo-liberal“, „kalt“ oder was immer. Das ist gelebte Sozialpolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Wenn wir schon über Wachstum und Beschäftigung reden, Herr Abgeordneter Gusenbauer, möchte ich Sie dringend einladen, von Ihrer Wahnsinnsidee Abstand zu nehmen (lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), die Förderungen für den ländlichen Raum und für die Landwirtschaft um 50 Prozent zu kürzen. Das würde zwei Drittel der österreichischen Einwohner und 500 000 Arbeitsplätze betreffen. Ich bitte Sie, von dieser Idee Abstand zu nehmen, Herr Abgeordneter Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn wir schon über Wachstum und Beschäftigung reden, Herr Abgeordneter Gusenbauer, möchte ich Sie dringend einladen, von Ihrer Wahnsinnsidee Abstand zu nehmen (lebhafte Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), die Förderungen für den ländlichen Raum und für die Landwirtschaft um 50 Prozent zu kürzen. Das würde zwei Drittel der österreichischen Einwohner und 500 000 Arbeitsplätze betreffen. Ich bitte Sie, von dieser Idee Abstand zu nehmen, Herr Abgeordneter Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Was tun Sie dagegen?
Und nicht genug damit, haben wir für den Arbeitsmarkt und für die Arbeitslosen ein großzügiges Paket geschnürt. Es ist richtig, dass wir im August 219 000 Arbeitslose hatten. Das ist zu viel, keine Frage, aber wir tun etwas dagegen. (Abg. Öllinger: Was tun Sie dagegen?) 1 000 € Prämie pro Lehrling und Betrieb im Jahr, und jetzt zusätz-
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
lich, auf Anregung von Egon Blum, 400 € pro Monat für jeden zusätzlichen Lehrling. Wir haben bereits 5 000 Anmeldungen für dieses Programm. Das ist gelebte Politik für die Jugend dieses Landes! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Bund, Länder, Gemeinden, die Sozialversicherungsträger und die ÖBB bieten außerdem 2 000 zusätzliche Lehrplätze für das kommende Jahr an.
Abg. Broukal: Sind das keine Sozialpartner?
Dazu sage ich auch etwas sehr offen: Die Idee des Kombilohns kommt von den Sozialpartnern, und zwar von der Arbeitgeberseite. (Abg. Broukal: Sind das keine Sozialpartner?) Von der Arbeitgeberseite, selbstverständlich; das ist auch ein Sozialpartner. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dazu sage ich auch etwas sehr offen: Die Idee des Kombilohns kommt von den Sozialpartnern, und zwar von der Arbeitgeberseite. (Abg. Broukal: Sind das keine Sozialpartner?) Von der Arbeitgeberseite, selbstverständlich; das ist auch ein Sozialpartner. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ich meine, dass dieses fast 300 Millionen € schwere Qualifikationsprogramm für über 60 000 Arbeitslose ein ganz richtiger Schritt nach vorne ist. Ich bedanke mich auch dafür, dass wir heute eine einstimmige Beschlussfassung für dieses Programm haben werden (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), was zeigt, dass die Dinge nicht so schlecht sein können im Österreich des Jahres 2005. (Lang anhaltender, lebhafter Beifall bei der ÖVP und Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Lang anhaltender, lebhafter Beifall bei der ÖVP und Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich meine, dass dieses fast 300 Millionen € schwere Qualifikationsprogramm für über 60 000 Arbeitslose ein ganz richtiger Schritt nach vorne ist. Ich bedanke mich auch dafür, dass wir heute eine einstimmige Beschlussfassung für dieses Programm haben werden (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), was zeigt, dass die Dinge nicht so schlecht sein können im Österreich des Jahres 2005. (Lang anhaltender, lebhafter Beifall bei der ÖVP und Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer (das Glockenzeichen gebend): Herr Bundeskanzler, ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass Sie von Ihrer 10-minütigen Redezeit 7 ½ Minuten nicht zur Sache gesprochen haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das ist ein Wahnsinn!
Ich habe Sie nicht unterbrochen. Ich habe auch nicht vor, Ihnen einen Ordnungsruf zu geben bezüglich der Äußerung „Wahnsinn“, obwohl das auf unserer Liste steht. (Abg. Neudeck: Das ist ein Wahnsinn!) Ich möchte allerdings hier festhalten, dass das auch ein Thema der Präsidiale sein muss. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Wer hat Ihnen das jetzt eingesagt?)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Wer hat Ihnen das jetzt eingesagt?
Ich habe Sie nicht unterbrochen. Ich habe auch nicht vor, Ihnen einen Ordnungsruf zu geben bezüglich der Äußerung „Wahnsinn“, obwohl das auf unserer Liste steht. (Abg. Neudeck: Das ist ein Wahnsinn!) Ich möchte allerdings hier festhalten, dass das auch ein Thema der Präsidiale sein muss. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Wer hat Ihnen das jetzt eingesagt?)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zur Geschäftsordnung hat sich Herr Klubobmann Dr. Cap zu Wort gemeldet. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Es ist eine Tatsache!
Ich möchte darauf hinweisen, dass die Grundlinie und vor allem die Verwendung des Wortes „Schmutzkübel“ eines Bundeskanzlers unwürdig ist! (Abg. Grillitsch: Es ist eine Tatsache!) Es ist eine Beleidigung gegenüber den Mitbewerbern und der politischen Opposition, und ich bin der Auffassung, Herr Bundeskanzler, Sie sollten sich für diese Wortwahl hier im Hohen Haus entschuldigen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich möchte darauf hinweisen, dass die Grundlinie und vor allem die Verwendung des Wortes „Schmutzkübel“ eines Bundeskanzlers unwürdig ist! (Abg. Grillitsch: Es ist eine Tatsache!) Es ist eine Beleidigung gegenüber den Mitbewerbern und der politischen Opposition, und ich bin der Auffassung, Herr Bundeskanzler, Sie sollten sich für diese Wortwahl hier im Hohen Haus entschuldigen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Zur Geschäftsordnung hat sich Frau Abgeordnete Dr. Glawischnig zu Wort gemeldet. – Bitte. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! – Herr Bundeskanzler, außerhalb dieses Hauses können wir Ihre Wortwahl nicht beeinflussen, aber innerhalb dieses Hauses gelten bestimmte Regeln. Sowohl das Wort „Schmutzkübelkampagne“ als auch das Wort „Wahnsinnsidee“ sind Wörter, die hier im Haus in der Regel zu einem Ordnungsruf führen. (Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe.
Welchen Ton Sie in Wahlkämpfen in der Steiermark oder in Deutschland, wo auch immer, an den Tag legen, ist Ihre Sache – aber bitte nicht in diesem Hause! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Anhaltende Zwischenrufe.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Es ist doch selbstverständlich, dass auf die Erfolge hingewiesen wird, die Frau Landeshauptmann Klasnic etwa für die Steiermark einfährt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe der Abg. Sburny.
Es ist doch ganz selbstverständlich, meine Damen und Herren, dass auf die Kaufkrafteffekte der Pensionserhöhung hingewiesen wird. (Zwischenrufe der Abg. Sburny.)
Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Miedl – in Richtung Präsidium –: Das ist doch unerhört! Das ist wirklich unerhört!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Klubobmann, bitte strapazieren Sie nicht Ihr Rederecht zur Geschäftsordnung! (Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Miedl – in Richtung Präsidium –: Das ist doch unerhört! Das ist wirklich unerhört!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (fortsetzend): Frau Präsidentin, dann werden wir auch Ihre Interpretation in der Präsidiale zu beurteilen haben, denn ein Klubobmann lässt sich nicht vorschreiben, was er zu sagen hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
selbstverständlich auch eine Möglichkeit, von der der Bundeskanzler der Republik Österreich Gebrauch machen kann. (Lebhafter Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche) (zur Geschäftsbehandlung): Meine Damen und Herren! Frau Präsidentin! Ich finde es sehr bedauerlich, dass durch dieses parteipolitisch motivierte Schauspiel dieser Geschäftsordnungsdebatte (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen) dem Fernsehzuseher die Gelegenheit genommen wird, sich auch über inhaltliche Argumente ein Bild zu machen.
Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.
Frau Präsidentin – und diese Kritik kann ich auch Ihnen nicht ersparen –, wir haben nämlich in der Präsidiale vereinbart, dass es keine Anträge zur Geschäftsordnung während der Fernsehzeit gibt, um eben zu vermeiden, dass Missbrauch betrieben und Parteipolitik zu Lasten von Information betrieben wird. (Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Auch das wird Thema in der nächsten Präsidialsitzung sein.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe und Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich hoffe, wir kehren jetzt wieder zu den Argumenten zurück, denn das verlangen die Menschen vor den Fernsehgeräten von uns. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe und Unruhe im Saal. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es wäre wesentlich, wenn auch andere Beteiligte auf dem Arbeitsmarkt – Länder und Gemeinden etwa – diesem Angebot und dieser Unterstützung durch die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung entgegenkommen, so etwa, dass das Land, dass die Gemeinde Wien der lange gestellten Forderung, bei kommunalen Aufträgen besonders jene Betriebe zu berücksichtigen, die Lehrlinge ausbilden, endlich nachkommt beziehungsweise endlich einmal zumindest über diese Forderung überhaupt spricht. Wir könnten so einen Beitrag zur Verbesserung der tristen Lehrlingssituation in Wien leisten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Auch vom Minister! Der Minister war auch nicht dafür!
Meine Damen und Herren! Der Kombi-Lohn wurde von einigen Rednern hier kritisiert. (Abg. Öllinger: Auch vom Minister! Der Minister war auch nicht dafür!) Ich gebe da Herrn Klubobmann Van der Bellen durchaus Recht, dass es dabei den einen oder anderen Effekt geben könnte, der nicht gewünscht ist, meine aber: Wenn man weiß, dass mit jeder Woche längerer Arbeitslosigkeit die Chance, wieder vermittelt werden zu können, sinkt, müssen wir uns auch über dieses Experiment wagen – wir haben das ja auf ein Jahr begrenzt und werden das dann evaluieren –, um jenen Menschen, die einen Berufseinstieg suchen, tatsächlich zu helfen.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich bin daher davon überzeugt, dass das eine richtige sozial-politische Maßnahme ist – und auch kein Widerspruch im Hinblick auf Qualifizierung, denn von diesem Paket von 285 Millionen € werden 19 Millionen € für den Bereich Kombi-Lohn ausgegeben. Wünschen würde ich mir aber auch hier, dass auf der anderen Seite sozusagen Abhalteeffekte einer Arbeitsaufnahme, etwa durch besonders hohe Kindergartenpreise für junge Familien, wie das in Wien der Fall ist, weggenommen werden, damit wir nicht Arbeitsmarktmittel in Kindergartenpreise in Wien investieren. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Muss das so eine Rede sein ...?
In diesem Sinne glaube ich, dass wir alle diesem Paket zustimmen können, um hiemit einen weiteren Impuls für die Arbeitsmarktpolitik zu setzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Muss das so eine Rede sein ...?)
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Rufe: Was heißt „Entgleisungen“!
Abgeordneter Dr. Richard Leutner (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Gleich zu Beginn meiner Ausführungen, Herr Bundeskanzler: Durch Ihre ungeheuren Entgleisungen am heutigen Tag (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Rufe: Was heißt „Entgleisungen“!) wird in Österreich kein einziger Arbeitsplatz geschaffen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Richard Leutner (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Gleich zu Beginn meiner Ausführungen, Herr Bundeskanzler: Durch Ihre ungeheuren Entgleisungen am heutigen Tag (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie Rufe: Was heißt „Entgleisungen“!) wird in Österreich kein einziger Arbeitsplatz geschaffen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Falsche Rede!
unserem Lande die Pensionen nicht gestiegen, sondern real gesunken, und zwar um über 6 Prozent! Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Falsche Rede!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie, Herr Bundeskanzler, haben heute hier die Steuerreform so hoch gelobt. – Ich sage Ihnen: Ein mittlerer Verdiener in Österreich hat von dieser Steuerreform im Monat ganze 25 €! Und deshalb sagen ja die Menschen in unserem Lande, dass sie von dieser Ihrer Steuerreform nichts gespürt haben! Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Aus dieser Verantwortung werden wir Sie nicht entlassen, meine Damen und Herren von den Koalitionsparteien! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Lentsch: Aber zuerst sagen, dass alles schlecht ist ...!
Wir von der SPÖ haben Ihnen von der ÖVP und den Freiheitlichen in den vergangenen Monaten immer wieder angeboten, die Rekordarbeitslosigkeit mit allen dafür notwendigen Maßnahmen gemeinsam zu bekämpfen. Erst jetzt, da die Arbeitslosigkeit immer größer und größer wird, haben Sie ein Qualifikationspaket vorgelegt. Ja, dem werden wir zustimmen (Abg. Lentsch: Aber zuerst sagen, dass alles schlecht ist ...!), das sage ich ausdrücklich, weil darin erstmals und zum Teil auf Forderungen eingegangen wurde, die die SPÖ seit vielen Monaten erhebt.
Beifall bei der SPÖ.
Was jedoch so kritikwürdig ist, meine Damen und Herren: dass vernünftige Vorschläge der Interessenvertretungen der Arbeitnehmer gerade im Hinblick auf Qualifikation von dieser Regierung so spät aufgenommen werden. Dieses Paket heute kommt viel zu spät! Die heuer drohende Winterarbeitslosigkeit kann mit diesem Beschäftigungsförderungsgesetz gar nicht mehr beeinflusst werden, tritt dieses doch erst am 1. Jänner 2006 in Kraft. Wäre dieses rechtzeitig, sagen wir zwei Jahre früher, erstellt worden, könnte es heute einer beträchtlichen Zahl von Menschen wesentlich besser gehen. – Daher: Auch für diese Verzögerung haben Sie von dieser Bundesregierung die Verantwortung zu tragen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich meine, dass die Sozialpolitik, gerade wenn es um junge Menschen geht, nicht auf diesen Kombi-Lohn, sondern auf zukunftsgerichtete Qualifikation setzen sollte. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade weil die dringend notwendige finanzielle Entlastung der Bevölkerung – eine Entlastung über eine Steuerreform hinaus – fehlt, wird dieses Paket wieder nicht ausreichen, die Rekordarbeitslosigkeit in Österreich zu bekämpfen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit sowie Zwischenrufe bei der SPÖ
Auch wenn Sie von den Oppositionsparteien die etwas pointierte Rede unseres Bundeskanzlers (ironische Heiterkeit sowie Zwischenrufe bei der SPÖ) kritisieren und sagen, er habe mit dieser Rede keinen einzigen Arbeitsplatz geschaffen: Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, haben 50 000 Arbeitsplätze mit Ihrer Verstaatlichten-Politik vernichtet! (Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig! Genau!) Das sollten Sie einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig! Genau!
Auch wenn Sie von den Oppositionsparteien die etwas pointierte Rede unseres Bundeskanzlers (ironische Heiterkeit sowie Zwischenrufe bei der SPÖ) kritisieren und sagen, er habe mit dieser Rede keinen einzigen Arbeitsplatz geschaffen: Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, haben 50 000 Arbeitsplätze mit Ihrer Verstaatlichten-Politik vernichtet! (Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig! Genau!) Das sollten Sie einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Auch wenn Sie von den Oppositionsparteien die etwas pointierte Rede unseres Bundeskanzlers (ironische Heiterkeit sowie Zwischenrufe bei der SPÖ) kritisieren und sagen, er habe mit dieser Rede keinen einzigen Arbeitsplatz geschaffen: Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, haben 50 000 Arbeitsplätze mit Ihrer Verstaatlichten-Politik vernichtet! (Abg. Dr. Fekter: Ganz richtig! Genau!) Das sollten Sie einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Warum geht das in anderen Ländern ...?
Da Sie von der SPÖ hier auch die Höhe von Löhnen (Abg. Dr. Matznetter: Warum geht das in anderen Ländern ...?) sowie die Kollektivvertragsbedingungen angesprochen haben: Wir hier im Hohen Hause sind nicht zuständig für Lohn-, für Kollektivvertragsregelungen, sondern das ist in Österreich die Aufgabe der Sozialpartnerschaft! Das sollten Sie einmal zur Kenntnis nehmen! Sie sitzen ja selbst als beteiligter Partner in diesem Gremium und wissen daher wohl auch um die Verantwortung Bescheid, die Sie dort zu tragen haben.
Abg. Dr. Matznetter: Und in anderen Ländern geht das schon ...? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Im Grunde wissen wir aber auch heute – diese Ehrlichkeit sollten wir haben –, dass die Politik nur minimale Instrumente in der Hand hat, Arbeitsplätze in unserem Land zu schaffen; das wissen wir doch alle. (Abg. Dr. Matznetter: Und in anderen Ländern geht das schon ...? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ
Schauen wir doch einmal nach Deutschland, wo Ihre Fraktion regiert (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ): 50 000 deutsche Bürger sind derzeit bei uns in Österreich in Beschäftigung, meine Damen und Herren! Bei diesem System in Deutschland kann doch etwas nicht stimmen!
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Bures.
Wir hier in Österreich haben ein vernünftiges und geordnetes Arbeitsmarktsystem eingerichtet, eines, das in Richtung Wachstum und Beschäftigung geht. So etwas vermissen wir bei Ihren Kollegen in Deutschland. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Bures.)
Abg. Dr. Matznetter: Weil sie in Villach einen guten Bürgermeister haben! – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Als Beispiel möchte ich jetzt nur Infineon anführen: Warum geht Infineon von Bayern nach Kärnten? Aus dem hochgelobten Bayern, einem Wirtschaftsparadies, wie wir ja immer gehört haben, zieht der gesamte automotive Bereich von Infineon zu uns nach Villach! (Abg. Dr. Matznetter: Weil sie in Villach einen guten Bürgermeister haben! – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ein tolles Beispiel für eine schwungvolle, geordnete Ansiedelungspolitik in unserem Bundesland Kärnten, weil da eben diese Kombination greift: Maßnahmen der Bundesregierung und Maßnahmen unseres Landeshauptmannes in Kärnten – eine sinnvolle, eine tolle Beschäftigungspolitik, die absolut zu unterstützen ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Als Beispiel möchte ich jetzt nur Infineon anführen: Warum geht Infineon von Bayern nach Kärnten? Aus dem hochgelobten Bayern, einem Wirtschaftsparadies, wie wir ja immer gehört haben, zieht der gesamte automotive Bereich von Infineon zu uns nach Villach! (Abg. Dr. Matznetter: Weil sie in Villach einen guten Bürgermeister haben! – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ein tolles Beispiel für eine schwungvolle, geordnete Ansiedelungspolitik in unserem Bundesland Kärnten, weil da eben diese Kombination greift: Maßnahmen der Bundesregierung und Maßnahmen unseres Landeshauptmannes in Kärnten – eine sinnvolle, eine tolle Beschäftigungspolitik, die absolut zu unterstützen ist, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Der Gorbach hat lediglich seinen eigenen Arbeitsplatz gesichert!
Weiters anführen möchte ich auch die Investitionen in die Infrastruktur, eben seitens unseres Bundesministers Gorbach, wodurch zusätzliche Tausende Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. (Abg. Parnigoni: Der Gorbach hat lediglich seinen eigenen Arbeitsplatz gesichert!) Weiters: Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung, neues, frisches Geld sozusagen, 600 Millionen! In Ihrer Zeit (in Richtung SPÖ) haben Sie das alles vernebelt, als Sie Verantwortung hätten tragen sollen. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen.
Weiters anführen möchte ich auch die Investitionen in die Infrastruktur, eben seitens unseres Bundesministers Gorbach, wodurch zusätzliche Tausende Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. (Abg. Parnigoni: Der Gorbach hat lediglich seinen eigenen Arbeitsplatz gesichert!) Weiters: Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung, neues, frisches Geld sozusagen, 600 Millionen! In Ihrer Zeit (in Richtung SPÖ) haben Sie das alles vernebelt, als Sie Verantwortung hätten tragen sollen. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie Gegenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Ja hören Sie doch einmal zu! Seit einer Stunde reden wir davon ...!
Es ist wichtig, Österreich auch im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation auf einen Zukunftskurs zu bringen – und dazu trägt eben auch das Beschäftigungsförderungsgesetz maßgeblich bei, in dem wir die Jugend, in dem wir die Frauen, in dem wir Niedriglohnbezieher und niedrig qualifizierte Arbeitslose in unserem Land massiv bevorteilen: mit einem sinnvollen Maßnahmenpaket, das auch dazu beitragen wird, dass jene, die derzeit kaum Aussichten auf einen Arbeitsplatz haben, einen solchen bekommen werden; beispielsweise diese 5 000 sich im Kombi-Lohn-Bereich Befindlichen, was Sie ja immer kritisieren, Herr Gusenbauer. Da müssen Sie schon einmal einem dieser 5 000 arbeitswilligen Arbeitslosen erklären, warum Sie von der SPÖ gegen dieses Kombi-Lohn-Modell sind. Erklären Sie einmal einem dieser 5 000 Arbeitslosen, was daran schlecht sein soll! (Abg. Gradwohl: Ja hören Sie doch einmal zu! Seit einer Stunde reden wir davon ...!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Was ist denn bitte schlecht daran, dass bei diesem Modell der Staat mit einem Zuschuss einspringt und diesen Menschen so die Chance auf einen Arbeitsplatz gegeben wird?! Was ist denn schlecht daran, wenn wir 5 000 niedrig qualifizierte Arbeitslose (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) in den Arbeitsmarkt eingliedern?!
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In Summe: ein tolles Paket, das Österreich wirtschaftlich weiterbringen wird. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Lentsch: In der Steiermark!
der Opposition „Schmutzkübelkampagne“ und „Wahnsinnsideen“ vorwerfen. (Abg. Lentsch: In der Steiermark!) Das ist deshalb bemerkenswert, weil wir von der Opposition bei diesem Punkt zustimmen. – Ihre Kritik, Herr Bundeskanzler, hätte besser gepasst beim Thema Hochwasser, weil es ganz offensichtlich so ist, dass der ÖVP das Wasser bis zum Hals steht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
der Opposition „Schmutzkübelkampagne“ und „Wahnsinnsideen“ vorwerfen. (Abg. Lentsch: In der Steiermark!) Das ist deshalb bemerkenswert, weil wir von der Opposition bei diesem Punkt zustimmen. – Ihre Kritik, Herr Bundeskanzler, hätte besser gepasst beim Thema Hochwasser, weil es ganz offensichtlich so ist, dass der ÖVP das Wasser bis zum Hals steht. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was, Herr Bundeskanzler, den Punkt „Schmutzkübelkampagne“ betrifft, so würde ich Sie inständig ersuchen, direkte Kommunikation mit Ihrem Generalsekretär Lopatka zu machen, denn der versteht etwas davon! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Ist es aber!
Folgendes auch noch: Wenn wir von der Opposition bei diesen Arbeitslosenzahlen so vorgegangen wären wie dieser Landeshauptmann, als die Arbeitslosenzahlen noch niedriger waren, dann würde diese Debatte anders aussehen. – Nein, das tun wir aber nicht, aber nicht deshalb, weil Sie so eine großartige Politik machen würden beziehungsweise weil das, was Sie hier vorstellen, wirklich so gut wäre! (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Ist es aber!) Im Gegenteil! Es ist aber, sage ich Ihnen, Frau Abgeordnete Baumgartner-Gabitzer, besser als nichts. Auf einer Skala von eins bis zehn, wo eins für den schlechtesten Punkt und zehn für das Optimum steht, würden Sie einen Punkt erhalten; ja, den gestehe ich Ihnen zu. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Geh! Geh!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Geh! Geh!
Folgendes auch noch: Wenn wir von der Opposition bei diesen Arbeitslosenzahlen so vorgegangen wären wie dieser Landeshauptmann, als die Arbeitslosenzahlen noch niedriger waren, dann würde diese Debatte anders aussehen. – Nein, das tun wir aber nicht, aber nicht deshalb, weil Sie so eine großartige Politik machen würden beziehungsweise weil das, was Sie hier vorstellen, wirklich so gut wäre! (Abg. Dr. Baumgartner-Gabitzer: Ist es aber!) Im Gegenteil! Es ist aber, sage ich Ihnen, Frau Abgeordnete Baumgartner-Gabitzer, besser als nichts. Auf einer Skala von eins bis zehn, wo eins für den schlechtesten Punkt und zehn für das Optimum steht, würden Sie einen Punkt erhalten; ja, den gestehe ich Ihnen zu. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Geh! Geh!)
Abg. Dr. Fekter: Das ist nicht kommunistisch und darum gefällt es Ihnen nicht!
Dieses Maßnahmenpaket hilft vielleicht einigen Menschen, aber überzeugt davon, dass Sie hiemit optimale Rahmenbedingungen und Maßnahmen schaffen würden, bin ich nicht. Ich kann es Ihnen auch sagen, warum nicht. (Abg. Dr. Fekter: Das ist nicht kommunistisch und darum gefällt es Ihnen nicht!) Warum gehen Sie nicht – angesichts gerade dieser Energiesituation – her und geben das Geld, das Sie ja tatsächlich ausgeben, für die Förderung beispielsweise thermischer Sanierung aus? Ja, angesichts dieser Energiesituation und dessen, was wir wahrscheinlich in einem Monat hier diskutieren werden, nämlich Heizkostenzuschüsse für jene, die kein Geld haben, wäre das zehnmal sinnvoller! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Maßnahmenpaket hilft vielleicht einigen Menschen, aber überzeugt davon, dass Sie hiemit optimale Rahmenbedingungen und Maßnahmen schaffen würden, bin ich nicht. Ich kann es Ihnen auch sagen, warum nicht. (Abg. Dr. Fekter: Das ist nicht kommunistisch und darum gefällt es Ihnen nicht!) Warum gehen Sie nicht – angesichts gerade dieser Energiesituation – her und geben das Geld, das Sie ja tatsächlich ausgeben, für die Förderung beispielsweise thermischer Sanierung aus? Ja, angesichts dieser Energiesituation und dessen, was wir wahrscheinlich in einem Monat hier diskutieren werden, nämlich Heizkostenzuschüsse für jene, die kein Geld haben, wäre das zehnmal sinnvoller! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe noch sehr gut in Erinnerung das, was wir in der Sondersitzung von voriger Woche debattiert haben, als Sie gemeint haben, wir brauchen nicht mehr Besserqualifizierte, es sei schon genug. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das war das, was in Ihren Reden hängen geblieben ist bei mir – und das, was Sie da gesagt haben, ist schlimm genug, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Wer soll so etwas gesagt haben ...?)
Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Wer soll so etwas gesagt haben ...?
Ich habe noch sehr gut in Erinnerung das, was wir in der Sondersitzung von voriger Woche debattiert haben, als Sie gemeint haben, wir brauchen nicht mehr Besserqualifizierte, es sei schon genug. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das war das, was in Ihren Reden hängen geblieben ist bei mir – und das, was Sie da gesagt haben, ist schlimm genug, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien! (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Wer soll so etwas gesagt haben ...?)
Beifall bei den Grünen.
Ich hätte mir auch vorstellen können, dass im Bereich Lehrlingsausbildung, wo Sie den Betrieben viel Geld schenken, viel Steuererleichterung geben, die Chance genutzt wird, um zum Beispiel das, was dringend notwendig wäre, zu machen: so beispielsweise einen zweiten Berufsschultag, eine Verlängerung der Berufsschulausbildung! Ja, auch Lehrlinge brauchen in Österreich eine bessere Ausbildung, als sie sie derzeit erhalten! Das ist ein Faktum, und das wissen die Unternehmen, die Betriebe, und das wissen auch die Lehrlinge. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Das täte den Lehrlingen gut, würde ihnen helfen – Sie von den Regierungsparteien machen es jedoch nicht! Sie hätten die Chance gehabt, das mit uns zu beschließen. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Daher nochmals: Es ist besser als nichts, was Sie machen – aber nicht gut genug für die Beschäftigung! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Ach bitte, hören Sie doch einmal damit auf!
Im Zuge dieser Entwicklung müssen wir zwar eine leicht steigende Arbeitslosigkeit zur Kenntnis nehmen, dennoch belaufen sich die Arbeitslosenzahlen in Österreich nur etwa auf die Hälfte des europäischen Durchschnitts. (Abg. Öllinger: Ach bitte, hören Sie doch einmal damit auf!) Wir werden vom Ausland – von Deutschland, von England, von Frankreich – um unsere Arbeitsmarktdaten durchaus beneidet. (Abg. Öllinger: Von England nicht mehr!) Dennoch ist jeder Arbeitslose einer zu viel, und wir können mit dieser zwar nur leicht, aber doch steigenden Arbeitslosigkeit absolut nicht zufrieden sein.
Abg. Öllinger: Von England nicht mehr!
Im Zuge dieser Entwicklung müssen wir zwar eine leicht steigende Arbeitslosigkeit zur Kenntnis nehmen, dennoch belaufen sich die Arbeitslosenzahlen in Österreich nur etwa auf die Hälfte des europäischen Durchschnitts. (Abg. Öllinger: Ach bitte, hören Sie doch einmal damit auf!) Wir werden vom Ausland – von Deutschland, von England, von Frankreich – um unsere Arbeitsmarktdaten durchaus beneidet. (Abg. Öllinger: Von England nicht mehr!) Dennoch ist jeder Arbeitslose einer zu viel, und wir können mit dieser zwar nur leicht, aber doch steigenden Arbeitslosigkeit absolut nicht zufrieden sein.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dass die Bundesregierung gerade in diesen Wochen und Monaten eine Qualifizierungsoffensive vorbereitet und heute dem Hohen Hause vorlegt, wie sie Österreich noch nicht gesehen hat, das ist richtige Politik, meine sehr verehrten Damen und Herren, zum richtigen Zeitpunkt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
zirka 386 000 zu verzeichnen, also ein Plus von 61 500 beziehungsweise von 20 Prozent Arbeitssuchenden in Qualifizierung. Ihm Rahmen dieser Offensive wird dem Regelbudget des AMS für diesen Bereich von 711 Millionen € ein Plus von 30 Prozent draufgesetzt. Das ist eine Qualifizierungsoffensive, die sich vom Volumen und von der Sache mehr als nur sehen lassen kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.
Ich verstehe deshalb nicht ganz, Herr Präsident Verzetnitsch, dass Sie in der „Pressestunde“ des ORF am Sonntag gesagt haben, dass die Regierung hier auf halbem Wege stehen geblieben sei. – Ich darf Sie daran erinnern, dass es die SPÖ war und ist und dass es die AK und der ÖGB waren und sind, die eine Erhöhung der Qualifizierungsmittel um 60 Millionen € pro Jahr gefordert haben. Wir sagen nicht 60 Millionen €, sondern wir sagen 285 Millionen €. Das ist deutlich mehr, und wir sind nicht auf halbem Wege stehen geblieben, Herr Präsident! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Verzetnitsch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
„Jobs for You(th)“ heißt das Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm für junge Menschen bis 25, die alle möglichen Probleme haben bis hin zum fehlenden Hauptschulabschluss. Das ist ein Programm, das sehr teuer ist – das füge ich hinzu –, das aber 65 Prozent der Programmabgänger einen Job ohne zusätzliche Förderung verschafft, und eine Erfolgsquote von 65 Prozent Erfolgsquote ist nicht schlecht. – Danke, liebes AMS! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
So gesehen, bitte ich Sie: Checken Sie das noch einmal! Vielleicht ist Ihnen auch hier eine Zustimmung möglich, denn Sie tun das in der Gemeinde Wien schon und tun das offensichtlich guten Gewissens. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Herren auf der Regierungsbank! Dank der meines Erachtens unnotwendigen Geschäftsordnungsdiskussion komme ich zu meinen Schlussbemerkungen. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Diese beziehen sich selbstverständlich darauf, dass wir hier gehört haben, dass die Qualifikationsoffensive im Wesentlichen von allen Parteien unterstützt wird. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, das unterstreicht das Positive und Notwendige.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Daher: Werfen Sie Ihre Bedenken über Bord! Stimmen Sie dem Gesamtpaket zu! Es ist richtig und wichtig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Kollege Mitterlehner, ich bin sehr verwundert über Sie! Kürzlich haben Sie noch das Kombi-Lohn-Modell kritisiert. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) Sie haben gemeint, die Grenzen wären zu niedrig und dergleichen mehr. Heute haben Sie offensichtlich Ihre eigenen Bedenken über Bord geworfen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Regen Sie sich ab! Sie kennen sich nicht aus!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Regen Sie sich ab! Sie kennen sich nicht aus!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Kollege Mitterlehner, ich bin sehr verwundert über Sie! Kürzlich haben Sie noch das Kombi-Lohn-Modell kritisiert. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) Sie haben gemeint, die Grenzen wären zu niedrig und dergleichen mehr. Heute haben Sie offensichtlich Ihre eigenen Bedenken über Bord geworfen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Regen Sie sich ab! Sie kennen sich nicht aus!)
Abg. Steibl: Eindeutig zu viel!
Herr Bundeskanzler! Zwei Minuten lassen mir nicht die Zeit, auf die Qualität Ihrer heutigen Rede einzugehen (Abg. Steibl: Eindeutig zu viel!), etwas sage ich Ihnen aber doch: Sie haben die Binnennachfrage hier angesprochen. Da ist aber genau dieser Kombi-Lohn der falsche Weg, denn die Leute werden Einkommen unter 1 000 € beziehen, weil das die Grenze ist, die der Herr Bundesminister dafür festgesetzt hat. Sie können sich daher nicht erwarten, dass dadurch die Nachfrage auf dem österreichischen Binnenmarkt steigt, denn was können sich Leute mit 700 € oder 800 € tatsächlich leisten? Nichts! (Abg. Mag. Wurm: Leider!) Wie wollen Sie so die Kaufkraft erhöhen? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Leider!
Herr Bundeskanzler! Zwei Minuten lassen mir nicht die Zeit, auf die Qualität Ihrer heutigen Rede einzugehen (Abg. Steibl: Eindeutig zu viel!), etwas sage ich Ihnen aber doch: Sie haben die Binnennachfrage hier angesprochen. Da ist aber genau dieser Kombi-Lohn der falsche Weg, denn die Leute werden Einkommen unter 1 000 € beziehen, weil das die Grenze ist, die der Herr Bundesminister dafür festgesetzt hat. Sie können sich daher nicht erwarten, dass dadurch die Nachfrage auf dem österreichischen Binnenmarkt steigt, denn was können sich Leute mit 700 € oder 800 € tatsächlich leisten? Nichts! (Abg. Mag. Wurm: Leider!) Wie wollen Sie so die Kaufkraft erhöhen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler! Zwei Minuten lassen mir nicht die Zeit, auf die Qualität Ihrer heutigen Rede einzugehen (Abg. Steibl: Eindeutig zu viel!), etwas sage ich Ihnen aber doch: Sie haben die Binnennachfrage hier angesprochen. Da ist aber genau dieser Kombi-Lohn der falsche Weg, denn die Leute werden Einkommen unter 1 000 € beziehen, weil das die Grenze ist, die der Herr Bundesminister dafür festgesetzt hat. Sie können sich daher nicht erwarten, dass dadurch die Nachfrage auf dem österreichischen Binnenmarkt steigt, denn was können sich Leute mit 700 € oder 800 € tatsächlich leisten? Nichts! (Abg. Mag. Wurm: Leider!) Wie wollen Sie so die Kaufkraft erhöhen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sollten nicht auf Almosenpolitik, sondern wirklich darauf setzten, dass Menschen Beschäftigung bekommen, von der sie leben können und von der die Kaufkraft angekurbelt wird. Die Niedriglohnpolitik, Herr Bundesminister, ist die falsche Politik! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Angeblich!
in Österreich können stolz darauf sein, dass wir eine sehr hohe Beschäftigungsquote bei Frauen haben, die auch ständig steigt. (Abg. Mag. Wurm: Angeblich!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Tatsache ist aber, dass trotz ständig steigender Beschäftigung auch die Arbeitslosigkeit bei den Frauen zunimmt; sie nimmt gerade bei jenen Frauen, die ohne Schulabschluss dastehen, überproportional zu. Auch in typischen Frauenbranchen nimmt die Arbeitslosigkeit immer mehr zu. Daher setzt gerade diese Offensive der Regierung an der richtigen Stelle an, nämlich im Bereich der Qualifikation für Frauen, und ich sehe sehr positiv, dass die Qualifikation von Frauen insbesondere bei handwerklich-technischen Berufen und neuen Technologien forciert wird und nicht nur, wie Frau Kollegin Weinzinger in einer Aussendung angibt, in Gesundheits- und Pflegeberufen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Das glauben Sie doch selbst nicht! – Abg. Neudeck: Sie glaubt es nicht, sie weiß es!
Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Regierung investiert nicht nur in Forschung und Entwicklung, um für die Zukunft qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und diese zu sichern, sondern es werden jetzt mit mehr als 108 Millionen € ganz konkrete Initiativen zur Ausbildung und Qualifizierung von Frauen gesetzt. Auch wenn es die Opposition nicht wahrhaben will: Die Regierung setzt sich sehr wohl und mit voller Kraft ganz gezielt für die Anliegen der Frauen ein! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Das glauben Sie doch selbst nicht! – Abg. Neudeck: Sie glaubt es nicht, sie weiß es!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundeskanzler, leider haben gerade jene Menschen, die wenig verdienen und aufs Pendeln angewiesen sind, von Ihren Maßnahmen praktisch gar nichts! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Beispiel bekommt eine Verkäuferin aus Donnerskirchen im Burgenland, die teilzeitbeschäftigt ist, 950 € brutto verdient, in Wien arbeitet und täglich von Donnerskirchen nach Wien pendelt, jetzt von der Pendlerpauschale nichts, und sie wird auch in Zukunft nichts bekommen. Aber gerade in diesem Sektor sollten wir ja helfen! Gerade diese Frauen sollten wir unterstützen. Gerade den Niedrigverdienern sollten wir Verbesserungen zukommen lassen. Da aber versagen Sie, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Leider hat sie Recht!
Herr Bundeskanzler! Auch die 2 Cent beim Kilometergeld helfen den Österreicherinnen und Österreichern im Südburgenland und in der Südsteiermark nicht. Das ist beileibe zu wenig! (Abg. Parnigoni: Leider hat sie Recht!) Mit Ihrer Lösung gestatten Sie diese 2 Cent erst ab 2007, erst dann gelangen sie in die Geldtasche der PendlerInnen. Wir wollen aber schon jetzt eine gerechte ökologische Lösung für die öffentlichen Verkehrsmittel und vor allem für den Niedriglohnsektor. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundeskanzler! Auch die 2 Cent beim Kilometergeld helfen den Österreicherinnen und Österreichern im Südburgenland und in der Südsteiermark nicht. Das ist beileibe zu wenig! (Abg. Parnigoni: Leider hat sie Recht!) Mit Ihrer Lösung gestatten Sie diese 2 Cent erst ab 2007, erst dann gelangen sie in die Geldtasche der PendlerInnen. Wir wollen aber schon jetzt eine gerechte ökologische Lösung für die öffentlichen Verkehrsmittel und vor allem für den Niedriglohnsektor. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Die Maßnahmen, die wir heute beschließen, verdienen nicht solch vernichtende Kritik! (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Ganz im Gegenteil, es handelt sich hiebei um konkret investierte Mittel in die Arbeitsplätze in Österreich, und dahinter sollten wir uns alle stellen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Maßnahmen, die wir heute beschließen, verdienen nicht solch vernichtende Kritik! (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Ganz im Gegenteil, es handelt sich hiebei um konkret investierte Mittel in die Arbeitsplätze in Österreich, und dahinter sollten wir uns alle stellen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Neu ist bei Kommerzialrat Blums Ansatz auch, dass er im ganzen Land herumfährt und das vor Ort bei den Unternehmern predigt. Ich glaube, wir alle sollten uns ein Beispiel daran nehmen, wie wir das auch als Abgeordnete unterstützen können! Wir tun das etwa beim ÖAAB Niederösterreich, indem wir in all unseren Teilbezirken Arbeitnehmertage durchführen, an denen wir von einem Betrieb zum anderen gehen und dieses Modell mit all seinen Vorteilen dem Unternehmer noch einmal näher bringen. – Ich bin überzeugt davon, durch solche Initiativen schaffen wir Lehrplätze! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wenn Sie sagen, dass das nur besser als nichts ist, dann tun Sie gerade Herrn Kommerzialrat Blum sehr Unrecht! Er ist engagiert und trägt diese Idee von Ort zu Ort, und wer ihn kennt, müsste ihm eigentlich ein großes Danke sagen, denn er betreibt diese Kampagne als Lehrlingsbeauftragter der Bundesregierung unentgeltlich. Er stellt seine ganze Energie dafür zur Verfügung, und ich bin überzeugt davon, dass mit seinen Vorschlägen das erreicht wird, was wir in Österreich brauchen, nämlich die Schaffung von mehr Lehrplätzen für junge Leute, damit gerade am Beginn des beruflichen Werdegangs eine Ausbildung im Unternehmen ermöglicht wird. Das brauchen wir, dahinter sollten wir uns alle stellen. Ich darf Sie auffordern, das daher auch positiv zu sehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ
Abgeordneter Franz Riepl (SPÖ): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Abgeordneter Spindelegger, wenn Sie Herrn Blum – zu Recht, das möchte ich gleich dazusagen – so loben, dann sollten Sie auch erwähnen, dass er in Vorarlberg mit dem Ausbildungsfonds ein wunderbares Modell ins Leben gerufen hat. Das wäre doch ein Modell, das man auf ganz Österreich übertragen könnte (Beifall bei der SPÖ): Die Firmen, die nicht ausbilden, zahlen, und die Firmen, die ausbilden, bekommen etwas dafür. Das wäre doch eine tolle Geschichte! Darüber könnten Sie doch noch nachdenken.
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Sehr verehrte Damen und Herren! Wir diskutieren jetzt ein Beschäftigungsförderungsgesetz. Richtig ist: 61 500 Arbeitslose werden zusätzliche Qualifikationen bekommen. Es ist schon gesagt worden, wie die Meinung der Sozialdemokratie dazu ist: Es ist höchste Zeit! Es ist auch eine langjährige Forderung der Sozialdemokratie, der SPÖ, hier in die Qualifikation zu investieren. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Festhalten möchte ich noch, dass auch die Bestimmungen in dieser Vorlage, was den Dienstleistungsscheck betrifft, von diesem Abänderungsantrag betroffen sind. Auch diesen stimmen wir nicht zu. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Herren Staatssekretäre! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Leutner ist jetzt leider nicht anwesend; ich sehe ihn nirgends. Es hat mich schon ein bisschen geärgert, dass Kollege Leutner in der Zeit der Fernsehübertragung hier heraußen behauptet hat, dass in Zukunft die Pensionen bis zu 60 Prozent gekürzt werden. Kollege Leutner, werft bei euch im ÖGB die Rechenschieber weg, die gehen alle falsch, und lest einmal genau! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Lesen, rechnen, denken – und dann erst sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Erst zuhören – und dann reden!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Erst zuhören – und dann reden!
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Herren Staatssekretäre! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Leutner ist jetzt leider nicht anwesend; ich sehe ihn nirgends. Es hat mich schon ein bisschen geärgert, dass Kollege Leutner in der Zeit der Fernsehübertragung hier heraußen behauptet hat, dass in Zukunft die Pensionen bis zu 60 Prozent gekürzt werden. Kollege Leutner, werft bei euch im ÖGB die Rechenschieber weg, die gehen alle falsch, und lest einmal genau! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Lesen, rechnen, denken – und dann erst sprechen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Erst zuhören – und dann reden!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Das Nächste: Kollege Leutner hat behauptet, dass die Steuerreform, die für die Arbeitnehmer in diesem Jahr beziehungsweise 2004/2005 1,5 Milliarden € ausmacht, im Durchschnitt nur 25 € bringt. Das ist auch unrichtig; aber dann hat er auch noch gesagt: Das ist eh nichts! – Kollege Leutner weiß nicht, wie viel 25 € in Schilling sind: Das sind 344 S pro Monat! Für ihn, mit seinem Bezug, ist das „nichts“ – aber jeder Arbeitnehmer draußen an der Werkbank freut sich, wenn er pro Monat um 344 S mehr bar auf die Hand bekommt! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das Einkommen ist hoch, aber nicht das Verdienst!
Kollege Leutner, ich möchte dich ersuchen, bei der Wahrheit zu bleiben. Ich weiß, dass dein Verdienst hoch ist – jener der Abgeordneten sowieso –, aber du solltest nicht hergehen und das heruntermachen. (Abg. Neudeck: Das Einkommen ist hoch, aber nicht das Verdienst!) Denn die Arbeitnehmer würden sich öfter wünschen, dass sie bei Kollektivvertragsverhandlungen in gewissen Berufsgruppen oder in gewissen Berufssparten so viel an Lohnerhöhung bekommen.
Abg. Riepl: Warum haben wir dann immer mehr Arbeitslose?
Die Aufregung der Opposition verstehe ich natürlich: Mir sind die Arbeitslosen auch zu viele! Aber diese Regierung unternimmt alles, was möglich ist, um finanziell die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass es bergauf geht. (Abg. Riepl: Warum haben wir dann immer mehr Arbeitslose?) Man muss sich wirklich anschauen, wie viel Geld investiert worden ist, um die Wirtschaft anzukurbeln (Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?): das Infrastrukturpaket, um bis zum Jahre 2010 30 Milliarden € in Straße und in Schiene zu verwirklichen; die Steuerreform sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber; zusätzlich die Behindertenmilliarde; die Infrastruktur habe ich schon erwähnt; für die Forschung und für die Entwicklung; gegen die Jugendarbeitslosigkeit (Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?); die Pendlerpauschale erhöhen, das Kilometergeld erhöhen, und vieles mehr.
Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?
Die Aufregung der Opposition verstehe ich natürlich: Mir sind die Arbeitslosen auch zu viele! Aber diese Regierung unternimmt alles, was möglich ist, um finanziell die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass es bergauf geht. (Abg. Riepl: Warum haben wir dann immer mehr Arbeitslose?) Man muss sich wirklich anschauen, wie viel Geld investiert worden ist, um die Wirtschaft anzukurbeln (Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?): das Infrastrukturpaket, um bis zum Jahre 2010 30 Milliarden € in Straße und in Schiene zu verwirklichen; die Steuerreform sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber; zusätzlich die Behindertenmilliarde; die Infrastruktur habe ich schon erwähnt; für die Forschung und für die Entwicklung; gegen die Jugendarbeitslosigkeit (Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?); die Pendlerpauschale erhöhen, das Kilometergeld erhöhen, und vieles mehr.
Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?
Die Aufregung der Opposition verstehe ich natürlich: Mir sind die Arbeitslosen auch zu viele! Aber diese Regierung unternimmt alles, was möglich ist, um finanziell die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass es bergauf geht. (Abg. Riepl: Warum haben wir dann immer mehr Arbeitslose?) Man muss sich wirklich anschauen, wie viel Geld investiert worden ist, um die Wirtschaft anzukurbeln (Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?): das Infrastrukturpaket, um bis zum Jahre 2010 30 Milliarden € in Straße und in Schiene zu verwirklichen; die Steuerreform sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber; zusätzlich die Behindertenmilliarde; die Infrastruktur habe ich schon erwähnt; für die Forschung und für die Entwicklung; gegen die Jugendarbeitslosigkeit (Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?); die Pendlerpauschale erhöhen, das Kilometergeld erhöhen, und vieles mehr.
Abg. Mag. Gaßner: ... ihr in der Regierung!
Da würde ich ersuchen, dass der Finanzminister und der Arbeitsminister den Druck an die Ölfirmen weitergeben, da sie jetzt hohe Gewinne machen. Entweder sie gehen mit dem Preis herunter – wenn die Preise für Rohöl gesenkt werden, ist es in Österreich so, dass der Preis an den Tankstellen erst vielleicht einen oder zwei Monate später reduziert wird, das muss aber sofort passieren! (Abg. Mag. Gaßner: ... ihr in der Regierung!) –, oder es muss eine Steuer eingeführt werden. Dieser Gewinn, der da abgeschöpft wird, muss den Pendlern wieder zur Verfügung gestellt werden.
Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?
Es wird also viel getan für ein Beschäftigungsprogramm, für Investitionen für Jugendliche und Lehrlinge. (Abg. Riepl: Warum sind es dann immer mehr Arbeitslose?) Man braucht sich nur die Lehrlingsförderung anzuschauen: 1 000 € pro Monat pro Lehrling, das ist eine gute Sache! Zusätzlich gibt es ab 1. September 2005 noch einmal Geld, wenn Lehrlinge eingestellt werden, für Umschulungsmaßnahmen und vieles mehr.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Daher ist dieses Paket, das Beschäftigungspaket mit zusätzlich 285 Millionen, wieder ein Paket in die richtige Richtung, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Zahl der Arbeitslosen zu reduzieren. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: „Herr“ in der Einzahl!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren hier im Hohen Haus! Werte Herren auf der Regierungsbank, wissen Sie, was ich mich ... (Bundesminister Dr. Bartenstein: „Herr“ in der Einzahl!) – Einzahl im Moment? (Bundesminister Dr. Bartenstein: Ja!) Hat Sie der Herr Staatssekretär schon verlassen? – Ich kann die Absetzbewegung politisch verstehen. Was ich mich den ganzen Vormittag schon frage ... (Zwischenrufe.) – Okay, es stimmt nicht.
Bundesminister Dr. Bartenstein: Ja!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren hier im Hohen Haus! Werte Herren auf der Regierungsbank, wissen Sie, was ich mich ... (Bundesminister Dr. Bartenstein: „Herr“ in der Einzahl!) – Einzahl im Moment? (Bundesminister Dr. Bartenstein: Ja!) Hat Sie der Herr Staatssekretär schon verlassen? – Ich kann die Absetzbewegung politisch verstehen. Was ich mich den ganzen Vormittag schon frage ... (Zwischenrufe.) – Okay, es stimmt nicht.
Zwischenrufe.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren hier im Hohen Haus! Werte Herren auf der Regierungsbank, wissen Sie, was ich mich ... (Bundesminister Dr. Bartenstein: „Herr“ in der Einzahl!) – Einzahl im Moment? (Bundesminister Dr. Bartenstein: Ja!) Hat Sie der Herr Staatssekretär schon verlassen? – Ich kann die Absetzbewegung politisch verstehen. Was ich mich den ganzen Vormittag schon frage ... (Zwischenrufe.) – Okay, es stimmt nicht.
Abg. Neudeck: Sie können es ja nachlesen, wenn Sie es nicht verstanden haben!
Ich frage mich an diesem Vormittag natürlich nicht nur eine Sache; insbesondere nach der dargebotenen Redeleistung des Herrn Bundeskanzlers frage ich mich so einiges. Aber eine Frage steht schon im Mittelpunkt (Abg. Neudeck: Sie können es ja nachlesen, wenn Sie es nicht verstanden haben!), und Herr Minister Bartenstein weist ja nicht ganz umsonst auf seine Einsamkeit auf der Regierungsbank hin. Wir reden in den letzten Stunden über Beschäftigungspolitik, und ich frage mich: Wo ist, bitte, die Frauenministerin? Ist das kein Thema, das sie irgendwie angehen würde? (Abg. Faul: Die tut die Hymne üben! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Faul: Die tut die Hymne üben! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich frage mich an diesem Vormittag natürlich nicht nur eine Sache; insbesondere nach der dargebotenen Redeleistung des Herrn Bundeskanzlers frage ich mich so einiges. Aber eine Frage steht schon im Mittelpunkt (Abg. Neudeck: Sie können es ja nachlesen, wenn Sie es nicht verstanden haben!), und Herr Minister Bartenstein weist ja nicht ganz umsonst auf seine Einsamkeit auf der Regierungsbank hin. Wir reden in den letzten Stunden über Beschäftigungspolitik, und ich frage mich: Wo ist, bitte, die Frauenministerin? Ist das kein Thema, das sie irgendwie angehen würde? (Abg. Faul: Die tut die Hymne üben! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Themen Beschäftigung von Frauen, Arbeitsmarktsituation von Frauen, Wiedereinstieg von Frauen in den Beruf: ist das alles nichts, was die Frauenministerin angehen könnte? – Ich würde sie dringend ersuchen, das Thema ernster zu nehmen und in Zukunft solchen Debatten vielleicht auch beizuwohnen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Lentsch: Tosender Applaus bei den Grünen! – Ruf bei der ÖVP: Das ist schwach! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ein Faktor ... (Abg. Lentsch: Tosender Applaus bei den Grünen! – Ruf bei der ÖVP: Das ist schwach! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Genauso schwach wie Ihr Zwischenruf, Herr Kollege. Aber es macht nichts. (Abg. Hagenhofer – demonstrativ Beifall spendend –: Ja, genau!)
Abg. Hagenhofer – demonstrativ Beifall spendend –: Ja, genau!
Ein Faktor ... (Abg. Lentsch: Tosender Applaus bei den Grünen! – Ruf bei der ÖVP: Das ist schwach! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Genauso schwach wie Ihr Zwischenruf, Herr Kollege. Aber es macht nichts. (Abg. Hagenhofer – demonstrativ Beifall spendend –: Ja, genau!)
Beifall bei den Grünen.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren von den Regierungsparteien! Nehmen Sie bitte zur Kenntnis: Frauen haben keine genetische Veranlagung für den Pflegeberuf! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde Sie ersuchen, zumindest diesen Reparaturmaßnahmen zuzustimmen. Vor allem würde ich Sie sehr dringlich ersuchen, jetzt, da Sie die Probleme Jugendarbeitslosigkeit und Frauenarbeitslosigkeit tatsächlich erkannt haben, sehr viel mehr Energie und Kraft hineinzustecken, um die Probleme zu lösen, als Sie das mit dem vorliegenden Gesetzespaket tun. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Eine Anmerkung: Ich bin froh, dass es jetzt wieder eine objektive Vorsitzführung gibt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es wäre noch lustiger gewesen, wenn Frau Präsidentin Prammer hier wäre, aber anscheinend ist sie beim Mittagessen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Eine Anmerkung: Ich bin froh, dass es jetzt wieder eine objektive Vorsitzführung gibt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es wäre noch lustiger gewesen, wenn Frau Präsidentin Prammer hier wäre, aber anscheinend ist sie beim Mittagessen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Hagenhofer: ... wie jeder andere Präsident auch!
Seit 1999, das heißt seit dieser Regierung (Abg. Hagenhofer: ... wie jeder andere Präsident auch!) unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und mit Bundesminister Bartenstein (Abg. Parnigoni: Unglaublich!), wurden die Ausgaben in der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Jüngere (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni) um 60 Prozent erhöht, Herr Kollege. Mit dem jetzigen Beschäftigungspaket sollen nun (Abg. Parnigoni: Da nützt diese ganze Giftspritzerei nichts!) zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen sowie ... (Abg. Parnigoni: Oder Bösartigkeiten zu verbreiten!)
Abg. Parnigoni: Unglaublich!
Seit 1999, das heißt seit dieser Regierung (Abg. Hagenhofer: ... wie jeder andere Präsident auch!) unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und mit Bundesminister Bartenstein (Abg. Parnigoni: Unglaublich!), wurden die Ausgaben in der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Jüngere (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni) um 60 Prozent erhöht, Herr Kollege. Mit dem jetzigen Beschäftigungspaket sollen nun (Abg. Parnigoni: Da nützt diese ganze Giftspritzerei nichts!) zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen sowie ... (Abg. Parnigoni: Oder Bösartigkeiten zu verbreiten!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni
Seit 1999, das heißt seit dieser Regierung (Abg. Hagenhofer: ... wie jeder andere Präsident auch!) unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und mit Bundesminister Bartenstein (Abg. Parnigoni: Unglaublich!), wurden die Ausgaben in der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Jüngere (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni) um 60 Prozent erhöht, Herr Kollege. Mit dem jetzigen Beschäftigungspaket sollen nun (Abg. Parnigoni: Da nützt diese ganze Giftspritzerei nichts!) zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen sowie ... (Abg. Parnigoni: Oder Bösartigkeiten zu verbreiten!)
Abg. Parnigoni: Da nützt diese ganze Giftspritzerei nichts!
Seit 1999, das heißt seit dieser Regierung (Abg. Hagenhofer: ... wie jeder andere Präsident auch!) unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und mit Bundesminister Bartenstein (Abg. Parnigoni: Unglaublich!), wurden die Ausgaben in der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Jüngere (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni) um 60 Prozent erhöht, Herr Kollege. Mit dem jetzigen Beschäftigungspaket sollen nun (Abg. Parnigoni: Da nützt diese ganze Giftspritzerei nichts!) zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen sowie ... (Abg. Parnigoni: Oder Bösartigkeiten zu verbreiten!)
Abg. Parnigoni: Oder Bösartigkeiten zu verbreiten!
Seit 1999, das heißt seit dieser Regierung (Abg. Hagenhofer: ... wie jeder andere Präsident auch!) unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und mit Bundesminister Bartenstein (Abg. Parnigoni: Unglaublich!), wurden die Ausgaben in der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Jüngere (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Parnigoni) um 60 Prozent erhöht, Herr Kollege. Mit dem jetzigen Beschäftigungspaket sollen nun (Abg. Parnigoni: Da nützt diese ganze Giftspritzerei nichts!) zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen sowie ... (Abg. Parnigoni: Oder Bösartigkeiten zu verbreiten!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin nicht dafür, dass unsere Landwirte, unsere Bauern seitens der SPÖ um 50 Prozent weniger bekommen! Ich werde das in der Steiermark verbreiten, das sage ich Ihnen! (Beifall bei der ÖVP.) Sie haben ja keine Ahnung, wovon sie leben und wovon Sie wirklich durchs Land getragen werden! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bin nicht dafür, dass unsere Landwirte, unsere Bauern seitens der SPÖ um 50 Prozent weniger bekommen! Ich werde das in der Steiermark verbreiten, das sage ich Ihnen! (Beifall bei der ÖVP.) Sie haben ja keine Ahnung, wovon sie leben und wovon Sie wirklich durchs Land getragen werden! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Weinzinger: In der Bundesregierung, Frau Kollegin! Das ist ja das Problem!
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch für die Abkehr vom Bild der klassischen Frauenberufe plädieren. Ein Umdenken muss hier stattfinden, in der Wirtschaft, in den Betrieben, aber auch bei den Frauen selbst und ebenso im Elternhaus. (Abg. Mag. Weinzinger: In der Bundesregierung, Frau Kollegin! Das ist ja das Problem!) Denn nur das bringt mehr Fachkräfte, es bedeutet aber auch einen Schritt weiter zu gleichem Lohn und gleichwertiger Arbeit. Ausbildung und Qualifizierung werden eine immer wichtigere Rolle spielen. Hiefür kann die Politik nur Rahmenbedingungen schaffen; die Entscheidungen fallen in den Familien, in den Schulen, aber auch in den Betrieben.
Abg. Reheis: Wer wird der neue Landeshauptmann in der Steiermark?
Da ich gerade von der Zielgruppe Frauen und Jugendliche spreche (Abg. Reheis: Wer wird der neue Landeshauptmann in der Steiermark?), meine ich, dass Gesundheits- und Pflegeberufe natürlich nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer wichtig sind, das ist völlig klar. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Aber wir alle werden sicher einmal im Leben diese Arbeiten annehmen müssen oder auch wollen.
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Da ich gerade von der Zielgruppe Frauen und Jugendliche spreche (Abg. Reheis: Wer wird der neue Landeshauptmann in der Steiermark?), meine ich, dass Gesundheits- und Pflegeberufe natürlich nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer wichtig sind, das ist völlig klar. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Aber wir alle werden sicher einmal im Leben diese Arbeiten annehmen müssen oder auch wollen.
Abg. Mag. Weinzinger: Gerade im Wahlkampf!
Weil ich vorhin schon die Steiermark erwähnt habe, komme ich jetzt ganz bewusst wieder auf die Steiermark zurück, gerade im Beschäftigungsbereich. (Abg. Mag. Weinzinger: Gerade im Wahlkampf!) So, wie es auf Bundesebene Maßnahmen und auch Erfolge gibt, gibt es diese auch in der Steiermark, und es ist uns mit Landeshauptmann Waltraud Klasnic einiges gelungen. Die Steiermark konnte im Jahr 2004 bundesweit den höchsten Rückgang an Arbeitslosigkeit feststellen, und erstmals ist damit die Arbeitslosenquote in der Steiermark niedriger als im Bundesdurchschnitt. Das ist natürlich zum Großteil auch auf die gute Wirtschaftslage in der Steiermark zurückzuführen, angefangen vom Auto-Cluster bis zum Holz-Cluster und vielem mehr. (Abg. Mag. Weinzinger: Herberstein oder Spielberg? – Weitere Zwischenrufe.) Mit einem Wirtschaftswachstum vom 3,8 Prozent ist die Steiermark Spitzenreiter unter den Bundesländern. Ich frage mich, warum Wien und Burgenland die Schlusslichter sind!
Abg. Mag. Weinzinger: Herberstein oder Spielberg? – Weitere Zwischenrufe.
Weil ich vorhin schon die Steiermark erwähnt habe, komme ich jetzt ganz bewusst wieder auf die Steiermark zurück, gerade im Beschäftigungsbereich. (Abg. Mag. Weinzinger: Gerade im Wahlkampf!) So, wie es auf Bundesebene Maßnahmen und auch Erfolge gibt, gibt es diese auch in der Steiermark, und es ist uns mit Landeshauptmann Waltraud Klasnic einiges gelungen. Die Steiermark konnte im Jahr 2004 bundesweit den höchsten Rückgang an Arbeitslosigkeit feststellen, und erstmals ist damit die Arbeitslosenquote in der Steiermark niedriger als im Bundesdurchschnitt. Das ist natürlich zum Großteil auch auf die gute Wirtschaftslage in der Steiermark zurückzuführen, angefangen vom Auto-Cluster bis zum Holz-Cluster und vielem mehr. (Abg. Mag. Weinzinger: Herberstein oder Spielberg? – Weitere Zwischenrufe.) Mit einem Wirtschaftswachstum vom 3,8 Prozent ist die Steiermark Spitzenreiter unter den Bundesländern. Ich frage mich, warum Wien und Burgenland die Schlusslichter sind!
Abg. Reheis: Sie hörten eine Belangsendung der steirischen ÖVP!
So kann ich wirklich mit ruhigem Gewissen sagen ... (Abg. Reheis: Sie hörten eine Belangsendung der steirischen ÖVP!) – Nein, ich kann mit ruhigem Gewissen anhand einer Zeitung sagen: „Wirtschaftsland Steiermark – Numero eins in Österreich“, meine Damen, meine Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
So kann ich wirklich mit ruhigem Gewissen sagen ... (Abg. Reheis: Sie hörten eine Belangsendung der steirischen ÖVP!) – Nein, ich kann mit ruhigem Gewissen anhand einer Zeitung sagen: „Wirtschaftsland Steiermark – Numero eins in Österreich“, meine Damen, meine Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das ist eine Tatsache!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Anscheinend ist nur das objektiv, was die ÖVP oder die Kollegin Steibl als objektiv sieht. Ich finde den Beginn ihres Redebeitrags ungeheuerlich. Ja, es ist wirklich ungeheuerlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das ist eine Tatsache!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
im Normalfall vom AMS nicht vermittelt werden, diese Menschen waren die Zielgruppe des Projekts „Ways to Work“. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Zwölf Monate, die ...!
Ziel war es in diesem Projekt vor allem, Menschen, die schon sehr, sehr lange vom Arbeitsmarkt weg sind, mit arbeitspädagogischen Mitteln wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Es ging also darum, sie nicht einfach zu Dumpinglöhnen in Betriebe hineinzustecken, sondern dort wurde erstklassige Sozialbetreuung geboten, und es wurden niederschwellige Arbeiten angeboten. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Zwölf Monate, die ...!) – Nein, das waren keine zwölf Monate, das war ein halbes Jahr. Maximal ein halbes Jahr in einem Jahr durften sie geringfügig dazuverdienen, das war das Ziel.
Bundesminister Dr. Bartenstein: ... der Kombi-Lohn ...!
Es war ebenfalls ein Ziel (Bundesminister Dr. Bartenstein: ... der Kombi-Lohn ...!), diese Menschen aus der sozialen Isolation herauszuholen, und vor allem war es das Ziel, diese Menschen in SÖBs und GBPs zu vermitteln, aber nicht auf den ersten Arbeitsmarkt. Das war eine schöne Randerscheinung, aber es war nicht das vordringliche Ziel. Es war auf keinen Fall das Ziel, Menschen in Niedriglohnsektoren unterzubringen und Betriebe, die speziell in diesen Bereichen Jobs anbieten, zu unterstützen. Das ist meiner Meinung nach ein gravierender Unterschied zum Kombi-Lohn-Modell, darüber können wir vielleicht ein anderes Mal sprechen. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dr. Bartenstein: ... an der Praxis!) Nein, das war genau so! Ich weiß es ganz genau, ich kenne diese Projekte sehr gut, Herr Minister.
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dr. Bartenstein: ... an der Praxis!
Es war ebenfalls ein Ziel (Bundesminister Dr. Bartenstein: ... der Kombi-Lohn ...!), diese Menschen aus der sozialen Isolation herauszuholen, und vor allem war es das Ziel, diese Menschen in SÖBs und GBPs zu vermitteln, aber nicht auf den ersten Arbeitsmarkt. Das war eine schöne Randerscheinung, aber es war nicht das vordringliche Ziel. Es war auf keinen Fall das Ziel, Menschen in Niedriglohnsektoren unterzubringen und Betriebe, die speziell in diesen Bereichen Jobs anbieten, zu unterstützen. Das ist meiner Meinung nach ein gravierender Unterschied zum Kombi-Lohn-Modell, darüber können wir vielleicht ein anderes Mal sprechen. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dr. Bartenstein: ... an der Praxis!) Nein, das war genau so! Ich weiß es ganz genau, ich kenne diese Projekte sehr gut, Herr Minister.
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche die Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien: Beweisen Sie, dass Ihnen die Menschen in Österreich nicht egal sind und stimmen Sie unserem Entschließungsantrag zu! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Genau!
Zum einen: Sie werden Ihr Ziel verfehlen. Junge Menschen unter 25 sind die Zielgruppe. Jetzt hören wir aber unisono – und niemand bestreitet das –, dass gerade niedrige Qualifikationen besonders anfällig machen für Arbeitslosigkeit. Anstatt junge Menschen dort, wo es noch geht, aufzuschulen und in eine vernünftige Berufsausbildung zu bringen, verfestigen wir ihre niedrige Qualifikation. (Abg. Öllinger: Genau!)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.
Zum anderen: die Älteren. Der ältere Arbeitnehmer, der Monteur mit 54 oder 55, der arbeitslos geworden ist – wie stellen Sie sich das vor? Der ist beinahe 40 Jahre im Berufsleben, hat eine gute Qualifikation, hat gut gearbeitet und ist deswegen arbeitslos, weil er teuer ist. Wollen Sie den jetzt auf einen 600-€-Job stellen, um eine niedrig qualifizierte Arbeit zu machen? Sie ruinieren ihn psychisch! Das halte ich zudem für inhuman. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Genau so ist es!
Woher nehmen Sie die naive Gewissheit, dass der Arbeitgeber dann nach einem Jahr den Lohn erhöhen wird, sodass man davon leben kann? Es wird vielmehr so sein, dass Sie mit diesen staatlich subventionierten Billigjobs, die sich übrigens die Arbeitnehmer selbst finanzieren – das muss auch gesagt werden –, einen Arbeitsmarkt schaffen, der working poor bedeutet. Wir ermöglichen diesen Menschen jetzt mit immer neuen Beschlüssen des Parlaments, dass sie trotzdem irgendwie auf ein Existenzminimum kommen. – Das ist keine Entwicklung, die man befürworten kann! (Abg. Öllinger: Genau so ist es!)
Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Parnigoni: Damit hat sich Ihre Rede disqualifiziert! – Abg. Öllinger: Es wäre gescheiter gewesen, Sie hätten sich diesen Schluss gespart!
Und das sage ich Ihnen jetzt ganz zum Schluss, und morgen werde ich damit anfangen: Wenn Sie die heilige Kuh Zuwanderung nicht schlachten wollen – nämlich Zuwanderung billiger Arbeitskräfte, darum geht es ja –, dann werden Sie dieses Problem nie und nimmer in den Griff bekommen. (Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Abg. Parnigoni: Damit hat sich Ihre Rede disqualifiziert! – Abg. Öllinger: Es wäre gescheiter gewesen, Sie hätten sich diesen Schluss gespart!)
Beifall bei der ÖVP.
Darüber hinaus gibt es den Bereich der landwirtschaftsnahen Dienstleistungen, der Zulieferer, der Verarbeiter, also der Verarbeitungsbetriebe, die davon leben, dass es der Landwirtschaft halbwegs gut geht. Als Beispiel möchte ich nur die RWA und die Lagerhäuser nennen. RWA und Lagerhäuser haben zum heutigen Stichtag insgesamt 1 049 Lehrlinge beschäftigt. Ich kann Ihnen versichern, dass gerade diese „Blum-Aktion“ im Bereich der RWA und der Lagerhäuser beworben wird, damit auch dort zusätzliche Lehrplätze angeboten werden, weil wir sie brauchen und weil die Landwirtschaft in Wirklichkeit in den ländlichen Gebieten sehr häufig noch immer der wesentliche Wertschöpfungsmotor ist und für die Beschäftigung der Menschen wichtig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eines hat mir bei der Debatte im Ausschuss gefallen. Kollege Moser hat gefragt: Diese vielen Initiativen, die die Bundesregierung jetzt macht, das viele Geld, das auf den Tisch gelegt wird – wer soll denn das umsetzen? Ich sage euch ehrlich, einmal zu hören, dass nicht zu wenig Geld da sein wird, sondern wirklich genug da ist, das war ein schöner Kommentar der Opposition. Dafür bedanke ich mich ausnahmsweise. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist genau jene Politik, die dafür verantwortlich ist, dass Wien die Chancen auslässt, welche die anderen Bundesländer wie die Steiermark hervorragend nützen. Die Bundesregierung eröffnet jedenfalls alle Chancen allen gleichermaßen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Herta Mikesch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist wie im Leben, es gibt Menschen, die immer nur jammern, und es gibt Menschen, die handeln. Meine Damen und Herren von der Oppositionsbank! Verlassen Sie einmal Ihre Raunzerecke und kommen Sie zu uns herüber! Hier sind die Menschen, die handeln, hier sind die Menschen, die Taten setzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Wie viele NiederösterreicherInnen arbeiten in Wien?
Also, meine Damen und Herren: Verlassen Sie die Raunzerzone und packen Sie mit an! Oder noch besser: Helfen Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen in Wien, denn Niederösterreich ist beim Wirtschaftswachstum viermal besser als Wien. Wäre Wien regiert wie Niederösterreich, die österreichischen Arbeitsmarktdaten wären noch um ein Vielfaches besser. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Wie viele NiederösterreicherInnen arbeiten in Wien?)
Beifall bei der ÖVP.
dass man mit diesem Beschäftigungspaket entsprechend reagiert und den Beschäftigungsmarkt mobilisiert. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Jochen Pack (ÖVP): Herr Bundesminister! Zum Jugendbeschäftigungsteil dieses gesamten Beschäftigungsförderungsgesetzes lässt sich feststellen: Das gesamt Paket umfasst zirka 280 Millionen €. Es ist sehr erfreulich, und das hat heute noch keiner gesagt, dass zirka 150 Millionen € dieses gesamten Pakets für die Jugendbeschäftigung investiert werden. Damit wird auch ein Zeichen für die Jugend in unserem Land gesetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Jawohl!
Mit derartigen Aussagen tun wir dem Arbeitsmarkt und dem Wirtschaftsstandort Österreich sicher nichts Gutes. Deswegen, meine Herren von der SPÖ, richten Sie bitte dem Kollegen Voves aus: Mit diesen Drohungen soll er bitte aufhören! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es gibt Grundaufkaufsaktionen am Kamp, es gibt Aussiedlungsprogramme, es gibt flächendeckende Ausweisungen der Hochwasserabflussgebiete, die mittlerweile vorliegen. Dieses Projekt der nachhaltigen Entwicklung der Kamptal-Flusslandschaft ist im Laufen, und es werden die nötigen Flussrückbauten umgesetzt. Derzeit befinden sie sich noch in Planungsphase, aber sie werden schrittweise angegangen. So wird im präventiven Hochwasserschutz sowohl in die technischen Schutzbauten als auch dort, wo es möglich und sinnvoll ist, in Renaturierungsmaßnahmen investiert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn man diese Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen quantitativ betrachtet, dann sieht man, dass davon mehr als 60 000 Menschen profitieren werden, mehr als die Hälfte davon Jugendliche. Die zusätzlichen Mittel dafür betragen 285 Millionen €. – Ein Dankeschön dafür an den Herrn Bundesminister! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (ÖVP): Hohes Haus! Als Burgenländerin möchte ich mich namens der burgenländischen Pendlerinnen und Pendler sowohl bei unserem Bundeskanzler als auch bei dieser Bundesregierung für die Erhöhung der Pendlerpauschale um 10 Prozent und für die Erhöhung des Kilometergeldes auf 38 Cent recht herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Reheis: Und was hat der Hirschmann bekommen? – Bravo, Hirschmann! Bravo, ÖVP!
Aber was wäre die Alternative für diese Pendler, geschätzte Damen und Herren? – Die Alternative wäre natürlich, Arbeitsplätze im Burgenland zu schaffen. Mit den 658 Millionen €, die wir bei der „Bank Burgenland“ in den Sand gesetzt haben, wären viele Arbeitsplätze zu schaffen, insgesamt 10 000 neue Vollerwerbsarbeitsplätze, sagen uns die Experten. Aber der SPÖ-Landeshauptmann und sein Landesrat haben nur einen sehr wichtigen Arbeitsplatz geschaffen, nämlich den für den Ex-„Bank Burgenland“-Chef Stagl, mit einem Direktorenposten bei einer SPÖ-nahen Versicherung. Eine wahrlich weiche Landung für einen Hinauswurf! (Abg. Reheis: Und was hat der Hirschmann bekommen? – Bravo, Hirschmann! Bravo, ÖVP!)
Abg. Dr. Matznetter: Schauen Sie sich an, wie sich das in Niederösterreich entwickelt hat!
Als Abfertigung hat dieser Mann 415 884 € – das sind fast 6 Millionen Schilling! – erhalten, wahrscheinlich als Dankeschön dafür, dass er sehr viele Spekulations- und Swapgeschäfte in der Höhe von 300 Millionen € in den Sand gesetzt hat. Eine burgenländische Arbeiterin muss dafür 20 Jahre arbeiten, mit einem Gehalt von netto 1 500 €! Nur haben das leider Gottes nur sehr wenige burgenländische Arbeiterinnen pro Monat. (Abg. Dr. Matznetter: Schauen Sie sich an, wie sich das in Niederösterreich entwickelt hat!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Passen Sie auf, Sie sitzen selber im Glashaus, Frau Kollegin!
Daher sind wir Burgenländerinnen und Burgenländer sehr dankbar dafür, dass wir unseren Bundeskanzler und diese Bundesregierung haben, auf die wir zählen können. Die Pendlerpauschale ist sehr wichtig und kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Vom Land können sich die Burgenländerinnen und Burgenländer nämlich wenig erwarten, denn die SPÖ verpulvert zurzeit wieder das Geld, zum Beispiel für Hochglanzbroschüren. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Reheis: Passen Sie auf, Sie sitzen selber im Glashaus, Frau Kollegin!) Um viele hunderttausend Euro werden Wahlbro-
Beifall bei der ÖVP.
Der ÖVP im Burgenland mit ihrem Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Franz Steindl geht es um Wirtschaft, Wachstum und Beschäftigung. – Der SPÖ im Burgenland geht es vorwiegend um den Fußball. Geschätzte Damen und Herren, das können Sie, wenn Sie durch das Burgenland fahren, sehr eindeutig an den Wahlplakaten erkennen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Riepl: Aber ein schwarzer Tag für die Arbeitslosen!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Heute ist ein guter Tag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich, weil mit diesem Beschäftigungspaket absolut die richtigen Weichen gestellt werden. (Abg. Riepl: Aber ein schwarzer Tag für die Arbeitslosen!)
Beifall bei der ÖVP.
285 Millionen € oder, damit man sich das auch vor Augen halten kann, umgerechnet rund 4 Milliarden S werden zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eingesetzt, und dies wird wiederum besonders für die Jugend- und Frauenbeschäftigung aufgewendet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt also ein Plus von 25 Prozent für die Pendlerinnen und Pendler: 15 Prozent durch die Steuerreform, 10 Prozent durch die heutige Vorlage. Was heißt das in Zahlen? Was ist die zusätzliche steuerliche Entlastung in Euro pro Pendler pro Jahr? – Beim großen Pendlerpauschale zum Beispiel ab zwei Kilometern 57 €, ab 20 Kilometern 229 €, ab 40 Kilometern 441 € und ab 60 Kilometern 563 € oder rund 7 500 S pro Jahr. Das ist nicht nichts oder zu wenig, sondern das ist viel Geld für unsere Pendlerinnen und Pendler, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Abschließend bedanke ich mich sehr herzlich bei der Bundesregierung dafür, dass diese wichtige ÖAAB-Forderung aufgenommen wurde und somit heute hier im Parlament beschlossen werden kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gradwohl: Danke, Waltraud!
Die Schäden, die dadurch verhindert werden konnten, meine Damen und Herren, stehen in keiner Relation zu dem, was wir leisten, um diese Sicherheitsorganisationen aufrechtzuerhalten, und zwar mit Gerät, aber auch mit Ausbildung. Auch jährliche Schulungen sind notwendig. Die Beseitigung derartiger Schäden wäre sonst nicht finanzierbar. Ich möchte mich deshalb als Bürgermeister, und zwar stellvertretend für viele Bürgermeister gerade in der Steiermark, noch nachträglich recht herzlich bei unserer Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic bedanken, die Sofortmaßnahmen eingeleitet hat. (Abg. Gradwohl: Danke, Waltraud!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Danke, Waltraud!
Dies betrifft nicht nur den ländlichen Raum, es hat nämlich auch in Graz ein Katastrophenszenario gegeben, und die Grazerinnen und Grazer wissen, was es heißt, schnell Hilfe zur Verfügung zu haben; und das wurde gewährleistet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Danke, Waltraud!) Das muss man auch sagen. Herr Kollege! Du bist ja auch Steirer. Ich glaube, wir sind es einfach aus Solidarität unseren Mitbürgerinnen und -bürgern gegenüber schuldig, danke zu sagen, wenn es notwendig ist, und von Glück zu reden, wenn nicht mehr passiert ist. (Abg. Gradwohl: Dem Mitbürger sage ich immer danke, aber warum um Himmels willen der Landeshauptfrau?)
Abg. Gradwohl: Dem Mitbürger sage ich immer danke, aber warum um Himmels willen der Landeshauptfrau?
Dies betrifft nicht nur den ländlichen Raum, es hat nämlich auch in Graz ein Katastrophenszenario gegeben, und die Grazerinnen und Grazer wissen, was es heißt, schnell Hilfe zur Verfügung zu haben; und das wurde gewährleistet. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Danke, Waltraud!) Das muss man auch sagen. Herr Kollege! Du bist ja auch Steirer. Ich glaube, wir sind es einfach aus Solidarität unseren Mitbürgerinnen und -bürgern gegenüber schuldig, danke zu sagen, wenn es notwendig ist, und von Glück zu reden, wenn nicht mehr passiert ist. (Abg. Gradwohl: Dem Mitbürger sage ich immer danke, aber warum um Himmels willen der Landeshauptfrau?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zweytick reicht dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dr. Bartenstein die Hand.
Zum Beschäftigungsförderungsgesetz ist von meinen Vorrednern vieles bereits gesagt worden. Meine Redezeit ist leider zu kurz, um näher darauf einzugehen. In ganz Europa ist Flaute, nur im kleinen Österreich bewegt sich etwas. Die Zahlen können sich sehen lassen, die Zahlen sind durchaus vergleichbar. Der einzige Unterschied zum Rest Europas liegt in der Politik. Die Politik ist anders, denn diese Politik hat sich nicht gescheut, Reformen ständig anzupacken und durchzusetzen. Für diese Reformen bin ich dieser Bundesregierung unter Bundeskanzler Schüssel sehr dankbar, sonst würden wir heute nicht hier stehen, und besonders auch unserem Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein. Da ist vieles weitergegangen. Stellen Sie sich vor, wir wären in einem anderen Land. Wir können glücklich sein, in diesem Land zu sein – und ein herzliches Danke dafür! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zweytick reicht dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dr. Bartenstein die Hand.)
Beifall bei den Grünen.
Daher: Nehmen Sie bitte diesen umfangreichen Entschließungsantrag noch als Auftakt, um eine generelle Reform in diesem Bereich durchzuführen, unter dem großen Titel „Weg vom Erdöl“ auch im Verkehrs- und Mobilitätsbereich, im Sinne der PendlerInnen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! In aller Kürze möchte ich bei dem dichten Programm Folgendes anmerken: ein Herr Bundeskanzler, der in seinem Nervositätszustand nicht zu überbieten ist, viel Einigkeit über Maßnahmen, die zu spät und zu schwach kommen. – Eine kurze Erläuterung zu unserem Abstimmverhalten. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Dr. Stummvoll: Na!
Erster Punkt: Kilometergeld. – Liest der Herr Staatssekretär einmal, was ihm die Autofahrerklubs vorrechnen? – 43 Cent wären notwendig gewesen! Er ist ja im Ausschuss ganz blass geworden, als ich ihm gesagt habe, er soll einmal ein paar Monate lang versuchen, die vollen Kosten von seinem Dienstwagen zu zahlen und das Kilometergeld dafür zu nehmen. Da würde er nämlich sehen, dass er für die Fahrten seines Dienstgebers Republik Österreich mit diesem Geld überhaupt nicht auskommen würde. Wenn der Herr Staatssekretär gelernt hätte – er redet jetzt schon wieder –, dann hätte er gemerkt, dass mindestens 43 Cent notwendig wären. (Abg. Dr. Stummvoll: Na!) Wir sind froh, dass überhaupt eine Erhöhung kommt, aber sie hat zu lange gedauert und kommt zu spät.
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Zweiter Punkt: das Pendlerpauschale. – Da waren 15 Prozent voriges Jahr die Hälfte des Ausgleiches. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Jetzt kommen Sie mit 10 Prozent! Da hätten Sie voriges Jahr schon auf 15 Prozent zusätzlich erhöhen müssen! – Wiederum zu wenig und zu spät. In diesem Sinne sage ich: Bis zur Nationalratswahl werden Sie das Tempo nicht mehr machen, welches das Land braucht. Der Wechsel wird dann für alle eine Erleichterung sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweiter Punkt: das Pendlerpauschale. – Da waren 15 Prozent voriges Jahr die Hälfte des Ausgleiches. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Jetzt kommen Sie mit 10 Prozent! Da hätten Sie voriges Jahr schon auf 15 Prozent zusätzlich erhöhen müssen! – Wiederum zu wenig und zu spät. In diesem Sinne sage ich: Bis zur Nationalratswahl werden Sie das Tempo nicht mehr machen, welches das Land braucht. Der Wechsel wird dann für alle eine Erleichterung sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Zu spät!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. (Abg. Murauer: Zu spät!) – Es ist dies die Minderheit. Dieser Antrag ist damit abgelehnt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Broukal.
Dieser unglaublich hohe Beitrag – in Schilling sind es fast 4,5 Milliarden Schilling –, den Österreich beiträgt, wird auf die ODA Österreichs auch voll anrechenbar sein und wird dennoch nicht dazu führen, dass wir die bilaterale Projekthilfe und die bilaterale Projektarbeit mit den ärmsten Ländern der Welt reduzieren werden. Ich denke, das ist eine sehr gute Sache. Bitte unterstützen Sie uns! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Broukal.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Wir alle – alle Parteien, die hier anwesend sind – brauchen, so denke ich, mehr Mut und mehr Willen zum Kampf gegen die Armut. Armut darf nicht die größte Massenvernichtungswaffe bleiben! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Das war ein Missverständnis!
der Regierungspartei ÖVP Frau Kollegin Hakl zu Wort gemeldet hat. Als ich mir vor ein paar Stunden die Rednerliste angesehen habe, gab es nur OppositionsrednerInnen zu diesem Tagesordnungspunkt, und ich habe mir schon gedacht: Aha, ist das das Zeichen dafür, wie wenig wichtig den Regierungsparteien dieses Thema ist? (Abg. Dr. Brinek: Das war ein Missverständnis!) – Wie gesagt, ich bin froh, dass sich jetzt zumindest Frau Kollegin Hakl zu Wort gemeldet hat.
Abg. Scheibner: Das ist falsch!
Was ich schon etwas ironisch finde, ist, dass Frau Kollegin Hakl die Oppositionsparteien um Unterstützung bittet. Bei einem der drei Gesetze gab es ja vom Koalitionspartner BZÖ beim Ministerrat vor zwei, drei Wochen eine eindeutige Blockade. Da wurde nämlich die Aufstockung der IDA-Kredite für die Internationale Entwicklungsorganisation von den Damen und Herren des BZÖ – wer es genau war, weiß ich nicht – im Ministerrat mit dem Argument blockiert (Abg. Scheibner: Das ist falsch!), zuerst etwas für die Pendler und Pendlerinnen tun zu wollen, bevor etwas für die Armen in anderen Ländern getan werden soll. – Das fand ich schon äußerst eigenartig. Also: Die Unterstützung, liebe Frau Kollegin Hakl, sucht euch zuerst einmal beim Regierungspartner (Abg. Jakob Auer: Die haben wir schon!), von unserer Seite habt ihr sie zu diesen Punkten sowieso. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Jakob Auer: Die haben wir schon!
Was ich schon etwas ironisch finde, ist, dass Frau Kollegin Hakl die Oppositionsparteien um Unterstützung bittet. Bei einem der drei Gesetze gab es ja vom Koalitionspartner BZÖ beim Ministerrat vor zwei, drei Wochen eine eindeutige Blockade. Da wurde nämlich die Aufstockung der IDA-Kredite für die Internationale Entwicklungsorganisation von den Damen und Herren des BZÖ – wer es genau war, weiß ich nicht – im Ministerrat mit dem Argument blockiert (Abg. Scheibner: Das ist falsch!), zuerst etwas für die Pendler und Pendlerinnen tun zu wollen, bevor etwas für die Armen in anderen Ländern getan werden soll. – Das fand ich schon äußerst eigenartig. Also: Die Unterstützung, liebe Frau Kollegin Hakl, sucht euch zuerst einmal beim Regierungspartner (Abg. Jakob Auer: Die haben wir schon!), von unserer Seite habt ihr sie zu diesen Punkten sowieso. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Was ich schon etwas ironisch finde, ist, dass Frau Kollegin Hakl die Oppositionsparteien um Unterstützung bittet. Bei einem der drei Gesetze gab es ja vom Koalitionspartner BZÖ beim Ministerrat vor zwei, drei Wochen eine eindeutige Blockade. Da wurde nämlich die Aufstockung der IDA-Kredite für die Internationale Entwicklungsorganisation von den Damen und Herren des BZÖ – wer es genau war, weiß ich nicht – im Ministerrat mit dem Argument blockiert (Abg. Scheibner: Das ist falsch!), zuerst etwas für die Pendler und Pendlerinnen tun zu wollen, bevor etwas für die Armen in anderen Ländern getan werden soll. – Das fand ich schon äußerst eigenartig. Also: Die Unterstützung, liebe Frau Kollegin Hakl, sucht euch zuerst einmal beim Regierungspartner (Abg. Jakob Auer: Die haben wir schon!), von unserer Seite habt ihr sie zu diesen Punkten sowieso. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Wer ist denn das?
Dazu möchte ich noch sagen: Gerade der Parteichef des BZÖ macht sich in Kärnten damit besonders beliebt, dass er seit Jahren ... (Abg. Öllinger: Wer ist denn das?) –der Herr Landeshauptmann Haider. Er zahlt die Mittel, die Kärnten einstimmig vor vielen Jahren für Entwicklungszusammenarbeit beschlossen hat, seit Jahren nicht aus. Holen Sie sich – das ist an die ÖVP gerichtet – die Unterstützung von Ihrem Bundeskoalitionspartner und nicht von uns, von uns haben Sie diese sowieso!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Österreich hat schließlich eine Stimme in den diversen Gremien. Also tun Sie etwas, um die Art der Konditionalitäten in eine andere Richtung zu bewegen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ sowie der ÖVP.
Ich weiß, dass der Plan existiert, es zu erreichen, aber einen Plan, wie – also einen Stufenplan –, gibt es von Seiten der Regierungsparteien noch nicht. Ich hoffe, dass ein solcher in Zukunft tatsächlich auch einmal vorgelegt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ sowie der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich lade Herrn Staatssekretär Finz ein, seinem Minister auszurichten, dass es fein wäre, wenn wir uns vor der Frühlingstagung der Finanzinstitutionen einmal zusammensetzen könnten und zu sehr vielen Fragen möglicherweise auch gemeinsame Antworten finden könnten. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn wir besonders in diesen Tagen auch in Kärnten mit politischen Kräften – die es immer noch in unserer Republik gibt – konfrontiert werden, die Feindbilder schüren und Hetze gegen Menschen aus anderen Ländern provozieren, um Stimmen für allfällige Wahlen zu maximieren, dann muss ich sagen, dass Österreich und wir alle gemeinsam im Sinne der Umsetzung der politischen Kultur des ungeteilten Menschenrechtes auch noch einen weiten Weg vor uns haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Lunacek: Da war die ÖVP aber auch in der Regierung!
Unter sozialdemokratischen Finanzministern hat es Werte gegeben, die ungefähr die Hälfte davon betragen haben. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Lunacek: Da war die ÖVP aber auch in der Regierung!)
Abg. Mag. Lunacek – in Richtung Staatssekretär Dr. Finz –: Und sonst?
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Posch. – Bitte. (Abg. Mag. Lunacek – in Richtung Staatssekretär Dr. Finz –: Und sonst?)
Abg. Scheibner: Wie kommen Sie auf den Blödsinn, den Sie da sagen?
Ich hoffe, dass es dabei bleibt, und ich freue mich auch, dass sich die Meinung von BZÖ-Chef Haider und Klubobmann Scheibner nicht durchgesetzt hat, so lange jede Anhebung des Entwicklungshilfebudgets blockieren zu wollen, bis es eine – im Prinzip berechtigte – Entlastung der Autofahrer gebe. (Abg. Scheibner: Wie kommen Sie auf den Blödsinn, den Sie da sagen?)
Abg. Scheibner: Sie glauben auch alles, was das Finanzministerium behauptet!
Dass sich diese Form der Junktimierung nicht durchgesetzt hat, ist positiv, denn das hätte einen beträchtlichen Imageschaden verursacht, und es wäre auch für die österreichische Wirtschaft ein großer Schaden entstanden. (Abg. Scheibner: Sie glauben auch alles, was das Finanzministerium behauptet!) Insofern ist es sicher gut, dass Sie sich innerhalb der Regierungskoalition diesbezüglich nicht durchsetzen konnten.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Ihre oberlehrerhaften Geschichten ...! Sie sind ein Spaßvogel!
Es verrät natürlich schon einiges über Ihre Grundeinstellung zur Entwicklungshilfepolitik und zur Entwicklungszusammenarbeit, aber da Sie selbst auch schon sehr entwicklungsbedürftig sind, ist diese Haltung auch einigermaßen verständlich. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Ihre oberlehrerhaften Geschichten ...! Sie sind ein Spaßvogel!)
Abg. Mag. Kogler: Nicht alle!
Abgeordneter Ing. Kurt Gartlehner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es haben schon alle meine Vorredner sehr interessante Redebeiträge geleistet, wie wir vernehmen konnten. (Abg. Mag. Kogler: Nicht alle!) – Na ja, es war schon durchaus interessant, zuzuhören, Herr Kollege!
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube daher, dass wir eine gute Entscheidung treffen, diese Beschlüsse einstimmig zu fassen, und wünsche mir auch im Interesse einer gerechteren Welt diese intensivere Debatte, die meine Kollegin Bayr heute schon angesprochen hat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Staatssekretär Finz – und das ist meine Bitte –: Wesentlich ist daher, dass Österreich bei der Vergabe von Mitteln durch den internationalen Entwicklungshilfefonds als ausdrückliche Auflage für die unbedingte Einhaltung der Mindestarbeitsnormen der ILO eintritt, denn sonst – wenn die Gelder in andere Bereiche fließen – werden wir das Ziel, dass die Menschen ihren Lebensunterhalt auch selbst ordentlich bestreiten können, nicht erreichen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Posch: Dann hat der Finanzminister etwas Falsches gesagt!
Das ist natürlich völlig unrichtig, und wir haben, wie Sie sehen können, ohne jede Zeitverzögerung nicht nur im Ministerrat, sondern jetzt auch hier im Parlament diese wichtige Aufstockung vorgelegt und beschlossen. (Abg. Mag. Posch: Dann hat der Finanzminister etwas Falsches gesagt!)
Abg. Mag. Lunacek: Diese Junktimierung ist genau das, was wir ...!
Aber Sie haben Recht darin, dass es natürlich unsere Linie war – und das war gar nicht leicht durchzusetzen –, dass man angesichts der stark gestiegenen Treibstoffpreise einen Teil dieser Gelder auch den Autofahrern als Entlastung zumitteln soll. Das habe ich damals gesagt: Wenn man diese notwendige Aufstockung jetzt machen kann, dann glaube ich, dass man auch diese Entlastung für die Autofahrer beschließen kann. Ich bin sehr froh und sehr stolz, dass wir diese Entlastung für die Autofahrer heute beschlossen haben – und jetzt die Aufstockung für die Entwicklungshilfegelder. (Abg. Mag. Lunacek: Diese Junktimierung ist genau das, was wir ...!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.
Ich sage Ihnen: Ich bekenne mich nicht nur dazu, sondern es ist eine ganz notwendige Aufgabe und Verantwortung der Staatengemeinschaft der reichen Länder, dass sie dafür sorgt, dass in den ärmsten Ländern zumindest die größte Not gelindert wird, Frau Kollegin Lunacek! (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Schon allein aus dem Grund – und auch dazu bekennen wir uns –, dass der Ausgleich zwischen Arm und Reich selbstverständlich nicht durch große Wanderungsbewegungen und die dadurch entstehenden Konflikte passieren kann und soll, sondern durch diese Unterstützung,
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, es ist auch wichtig, wie die Mittel verwendet werden, ob auf Nachhaltigkeit geachtet wird und ob wirklich das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund steht. Wenn das alles erreicht ist und wenn diese Prinzipien eingehalten werden, wenn auch die Mittelverwendung kontrolliert wird, dann ist das nicht nur zu unterstützen, sondern dann ist das auch im Sinne der Stabilität in Krisenregionen und insgesamt auf der Welt eine absolute Notwendigkeit! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Staatssekretär Dr. Finz: ... beide!
Pakistan zu nennen. – Na gut. Es ist uns oft nicht erklärlich, in welcher Reihenfolge hier die verschiedenen Vorhaben eintrudeln. Es wäre einmal interessant zu wissen, wer das eigentlich jeweils anregt, wenn wir schon hier darüber abstimmen: Sind das österreichische Unternehmen, sind das pakistanische, oder beide? (Staatssekretär Dr. Finz: ... beide!)
Beifall bei den Grünen.
Natürlich könnte man sich hinsetzen und tagelang die Übersetzungen studieren, aber man möchte ja auch meinen, dass, wenn das eine Regierungsvorlage ist, solche Dinge von einem Ministerium im Ausschuss beantwortet werden können, wenn man dort als Abgeordneter Fragen stellt. Ich sage Ihnen nur, ich erwarte mir das in Zukunft. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Redest du jetzt 20 Minuten?
Kollege Pilz wird Ihnen noch öfter erklären, dass die Haltung von Massendaten möglicherweise nicht das geeignete Instrument dazu ist, aber da entwickeln Sie Aktivitäten, da haben Sie Energie! Da wird die Grenze zwischen der Bewahrung der Freiheit der Einzelnen und dem angeblichen oder von mir aus tatsächlichen Schutz einer Allgemeinheit vor angeblichem oder tatsächlichem Terror sehr gerne überschritten. Aber dort, wo es wirklich hart auf hart geht, nämlich bei der Kontrolle der internationalen Finanzströme – möglicherweise zur Verhinderung einer Finanzierung von Terror –, wo sind da die Aktivitäten? – Die ganz simplen Geldwäschebestimmungen sind in Österreich immer wieder nur deshalb überhaupt vorangekommen, weil uns die EU schon längst die so genannte Presse angesetzt hat. – Das ist der Zustand. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Redest du jetzt 20 Minuten?)
Beifall bei den Grünen.
Da werden wir uns jetzt einmal über diese internationalen Besteuerungsabkommen und die Behandlung der internationalen Finanzströme auch seitens der Republik Österreich unterhalten müssen. Und wenn Sie das im Ausschuss nicht tun, dann werden wir uns hier eben noch öfter zu Wort melden. Wir anerkennen aber, dass grundsätzlich Doppelbesteuerungsabkommen – nämlich genau zur Vermeidung von unerwünschter Doppelbesteuerung – sinnvoll sind. Aber, Herr Finanz-Staatssekretär, das nächste Mal erwarte ich mir hiezu eine andere Debatte oder überhaupt ein anderes Niveau im Ausschuss. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das klingt nach Zustimmung, Herr Kollege Gaßner!
Was mir in der Präambel Ihres Antrages sehr gut gefällt, ist die Formulierung „Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum“. – Hervorragend! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das klingt nach Zustimmung, Herr Kollege Gaßner!) Wenn man sich allerdings dann den Antrag im Detail anschaut, dann besteht der Verdacht – es besteht nicht nur der Verdacht, sondern man wird darin bestätigt –, dass es sich hier ausschließlich um Entwicklung und Förderung von Landwirtschaft (Abg. Grillitsch: Des ländlichen Raums!) handelt. Nicht des ländlichen Raums, Herr Kollege Grillitsch, sondern ausschließlich um die Förderung der Landwirtschaft.
Abg. Grillitsch: Des ländlichen Raums!
Was mir in der Präambel Ihres Antrages sehr gut gefällt, ist die Formulierung „Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum“. – Hervorragend! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das klingt nach Zustimmung, Herr Kollege Gaßner!) Wenn man sich allerdings dann den Antrag im Detail anschaut, dann besteht der Verdacht – es besteht nicht nur der Verdacht, sondern man wird darin bestätigt –, dass es sich hier ausschließlich um Entwicklung und Förderung von Landwirtschaft (Abg. Grillitsch: Des ländlichen Raums!) handelt. Nicht des ländlichen Raums, Herr Kollege Grillitsch, sondern ausschließlich um die Förderung der Landwirtschaft.
Abg. Grillitsch: Stimmt das nicht?
Wenn man dann noch die Presseaussendungen des Herrn Ministers dazu liest, der darin meint: Nun ja, die Bauern sind das Rückgrat des ländlichen Raumes! (Abg. Grillitsch: Stimmt das nicht?), dann, okay, ist das Ihre Meinung, Herr Minister (Abg. Grillitsch: Das stimmt nicht? Sagen Sie, dass das nicht stimmt?), nur: Was halten Sie von einem Rückgrat, das täglich um 40 Einheiten weniger bekommt? Über 4 000 Bauern, bäuerliche Betriebe im Jahr schließen! – Herr Bundesminister! Ich denke also, dass wir da etwas tun müssen, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhalten.
Abg. Grillitsch: Das stimmt nicht? Sagen Sie, dass das nicht stimmt?
Wenn man dann noch die Presseaussendungen des Herrn Ministers dazu liest, der darin meint: Nun ja, die Bauern sind das Rückgrat des ländlichen Raumes! (Abg. Grillitsch: Stimmt das nicht?), dann, okay, ist das Ihre Meinung, Herr Minister (Abg. Grillitsch: Das stimmt nicht? Sagen Sie, dass das nicht stimmt?), nur: Was halten Sie von einem Rückgrat, das täglich um 40 Einheiten weniger bekommt? Über 4 000 Bauern, bäuerliche Betriebe im Jahr schließen! – Herr Bundesminister! Ich denke also, dass wir da etwas tun müssen, um die Lebensqualität im ländlichen Raum zu erhalten.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Auch!
Und wenn Sie dann weiter sagen, Herr Bundesminister, dass ländliche Entwicklung die Dorfplatzerneuerung ist (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Auch!), so stimmt das natürlich sehr, sehr beschränkt, denn: Von einem gepflasterten Kirchenplatz und von einem asphaltierten Dorfplatz haben wir im ländlichen Raum noch überhaupt nichts gewonnen. – Aber das mussten Sie wahrscheinlich sagen, weil das ein großes Projekt Ihres Onkels ist. (Ironische Heiterkeit von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Ironische Heiterkeit von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Und wenn Sie dann weiter sagen, Herr Bundesminister, dass ländliche Entwicklung die Dorfplatzerneuerung ist (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Auch!), so stimmt das natürlich sehr, sehr beschränkt, denn: Von einem gepflasterten Kirchenplatz und von einem asphaltierten Dorfplatz haben wir im ländlichen Raum noch überhaupt nichts gewonnen. – Aber das mussten Sie wahrscheinlich sagen, weil das ein großes Projekt Ihres Onkels ist. (Ironische Heiterkeit von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.)
Abg. Eder: Zusperren! Alles zusperren!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir Sozialdemokraten definieren den ländlichen Raum anders. Wir definieren den ländlichen Raum über alle Menschen, die in diesem ländlichen Raum wohnen – und auch diese haben Anspruch und Recht auf Lebensqualität. Das sind natürlich die Bäuerinnen und Bauern, das sind aber auch Angestellte und ArbeiterInnen, das sind Kinder im ländlichen Raum, das sind Pensionisten im ländlichen Raum. Sie alle haben ein Recht auf Lebensqualität, sie haben ein Recht auf öffentliche Strukturen. Was aber machen Sie? (Abg. Eder: Zusperren! Alles zusperren!) Sie schließen die öffentlichen Einrichtungen. Sie schließen die Postämter, sie schließen die Polizeistationen – muss man jetzt sagen – (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP), Sie schließen die Bezirksgerichte. Das alles wird zugesperrt – wesentliche Infrastruktur im ländlichen Raum! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir Sozialdemokraten definieren den ländlichen Raum anders. Wir definieren den ländlichen Raum über alle Menschen, die in diesem ländlichen Raum wohnen – und auch diese haben Anspruch und Recht auf Lebensqualität. Das sind natürlich die Bäuerinnen und Bauern, das sind aber auch Angestellte und ArbeiterInnen, das sind Kinder im ländlichen Raum, das sind Pensionisten im ländlichen Raum. Sie alle haben ein Recht auf Lebensqualität, sie haben ein Recht auf öffentliche Strukturen. Was aber machen Sie? (Abg. Eder: Zusperren! Alles zusperren!) Sie schließen die öffentlichen Einrichtungen. Sie schließen die Postämter, sie schließen die Polizeistationen – muss man jetzt sagen – (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP), Sie schließen die Bezirksgerichte. Das alles wird zugesperrt – wesentliche Infrastruktur im ländlichen Raum! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir Sozialdemokraten definieren den ländlichen Raum anders. Wir definieren den ländlichen Raum über alle Menschen, die in diesem ländlichen Raum wohnen – und auch diese haben Anspruch und Recht auf Lebensqualität. Das sind natürlich die Bäuerinnen und Bauern, das sind aber auch Angestellte und ArbeiterInnen, das sind Kinder im ländlichen Raum, das sind Pensionisten im ländlichen Raum. Sie alle haben ein Recht auf Lebensqualität, sie haben ein Recht auf öffentliche Strukturen. Was aber machen Sie? (Abg. Eder: Zusperren! Alles zusperren!) Sie schließen die öffentlichen Einrichtungen. Sie schließen die Postämter, sie schließen die Polizeistationen – muss man jetzt sagen – (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP), Sie schließen die Bezirksgerichte. Das alles wird zugesperrt – wesentliche Infrastruktur im ländlichen Raum! (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Die SPÖ ... Arbeitsplatzvernichter-Partei!
Sie kümmern sich nicht um Arbeitsplätze draußen am flachen Land. Und auch der Nebenerwerbslandwirt braucht ihn dringend, diesen Arbeitsplatz! (Abg. Grillitsch: Die SPÖ ... Arbeitsplatzvernichter-Partei!) Die Leute im ländlichen Raum brauchen öffentliche Verkehrsanbindung, meine sehr geehrten Damen und Herren (weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), sie brauchen ordentliche Straßen, natürlich auch Güterwege. Was aber machen Sie? – Sie kümmern sich darum nicht. (Abg. Grillitsch: Arbeitsplatzvernichter am Wort!)
weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP
Sie kümmern sich nicht um Arbeitsplätze draußen am flachen Land. Und auch der Nebenerwerbslandwirt braucht ihn dringend, diesen Arbeitsplatz! (Abg. Grillitsch: Die SPÖ ... Arbeitsplatzvernichter-Partei!) Die Leute im ländlichen Raum brauchen öffentliche Verkehrsanbindung, meine sehr geehrten Damen und Herren (weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), sie brauchen ordentliche Straßen, natürlich auch Güterwege. Was aber machen Sie? – Sie kümmern sich darum nicht. (Abg. Grillitsch: Arbeitsplatzvernichter am Wort!)
Abg. Grillitsch: Arbeitsplatzvernichter am Wort!
Sie kümmern sich nicht um Arbeitsplätze draußen am flachen Land. Und auch der Nebenerwerbslandwirt braucht ihn dringend, diesen Arbeitsplatz! (Abg. Grillitsch: Die SPÖ ... Arbeitsplatzvernichter-Partei!) Die Leute im ländlichen Raum brauchen öffentliche Verkehrsanbindung, meine sehr geehrten Damen und Herren (weitere anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP), sie brauchen ordentliche Straßen, natürlich auch Güterwege. Was aber machen Sie? – Sie kümmern sich darum nicht. (Abg. Grillitsch: Arbeitsplatzvernichter am Wort!)
Abg. Grillitsch: Arbeitsplatzvernichter am Wort!
Funktionierende Schulen zum Beispiel brauchen wir im ländlichen Raum. Wir brauchen Kindernachmittagsbetreuungseinrichtungen. (Abg. Grillitsch: Arbeitsplatzvernichter am Wort!)
Abg. Grillitsch: Arbeitsplatzvernichter am Wort!
Nehmen Sie als Beispiel nur einmal das, was Sie betreffend Nachmittagsbetreuungseinrichtungen in den Schulen gerade erst beschlossen haben: 15 Kinder müssen es sein, damit überhaupt ein paar Stunden bezahlt werden (Abg. Grillitsch: Arbeitsplatzvernichter am Wort!) – fünf Lehrerstunden und zehn Betreuungsstunden. Na, zeigen Sie mir einmal die Schule im ländlichen Raum, die das zusammenbringt! Haben die Menschen dort nicht das Recht auf Nachmittagsbetreuung, meine sehr geehrten Damen und Herren? Das ist Lebensqualität im ländlichen Raum?! (Abg. Grillitsch: ... schon viel weiter, als ihr glaubt!) – Und das geht weiter über die Gesundheitsversor-
Abg. Grillitsch: ... schon viel weiter, als ihr glaubt!
Nehmen Sie als Beispiel nur einmal das, was Sie betreffend Nachmittagsbetreuungseinrichtungen in den Schulen gerade erst beschlossen haben: 15 Kinder müssen es sein, damit überhaupt ein paar Stunden bezahlt werden (Abg. Grillitsch: Arbeitsplatzvernichter am Wort!) – fünf Lehrerstunden und zehn Betreuungsstunden. Na, zeigen Sie mir einmal die Schule im ländlichen Raum, die das zusammenbringt! Haben die Menschen dort nicht das Recht auf Nachmittagsbetreuung, meine sehr geehrten Damen und Herren? Das ist Lebensqualität im ländlichen Raum?! (Abg. Grillitsch: ... schon viel weiter, als ihr glaubt!) – Und das geht weiter über die Gesundheitsversor-
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sagen Sie das der Burgstaller!
Und was machen Sie noch dazu? – Da gibt es so „komische Gebilde“ im ländlichen Raum, das sind ländliche Gemeinden. Die machen Sie finanziell kaputt! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sagen Sie das der Burgstaller!) Denen entziehen Sie die finanzielle Basis, und damit entziehen Sie ihnen auch die Möglichkeit, dort gestalterisch tätig zu sein.
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mit Ihrem Ansatz der Entwicklung des ländlichen Raums wird schlussendlich übrig bleiben: ein paar große, geförderte Landwirte. Aber ich sage Ihnen eines: Die brauchen auch Lebensqualität im ländlichen Raum! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, der fehlt nicht!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Erstens möchte ich schon einmal festhalten: Herr Gusenbauer fehlt jetzt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, der fehlt nicht!) So „wichtig“ ist ihm der ländliche Raum (Zwischenrufe bei der SPÖ), das, wo er 50 Prozent streichen will. Wo ist er, der Herr Gusenbauer? Reden wir jetzt sachlich darüber! Reden wir jetzt sachlich und inhaltlich darüber, was der ländliche Raum bedeutet und was diese ländliche Entwicklung für die österreichischen Bauern, für die österreichischen Konsumenten, für die österreichische Gesellschaft bedeutet! (Abg. Dr. Einem: Vergiss es, solang der Molterer nicht da ist!) Nein, Herr Einem, nicht sagen: Vergessen! – Vergessen Sie den Herrn Gusenbauer in einem Jahr! Das sage ich Ihnen jetzt schon. Vergessen Sie den Herrn Gusenbauer in einem Jahr mit der Politik, die er macht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Aber Sie vergessen den ländlichen Raum!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Erstens möchte ich schon einmal festhalten: Herr Gusenbauer fehlt jetzt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, der fehlt nicht!) So „wichtig“ ist ihm der ländliche Raum (Zwischenrufe bei der SPÖ), das, wo er 50 Prozent streichen will. Wo ist er, der Herr Gusenbauer? Reden wir jetzt sachlich darüber! Reden wir jetzt sachlich und inhaltlich darüber, was der ländliche Raum bedeutet und was diese ländliche Entwicklung für die österreichischen Bauern, für die österreichischen Konsumenten, für die österreichische Gesellschaft bedeutet! (Abg. Dr. Einem: Vergiss es, solang der Molterer nicht da ist!) Nein, Herr Einem, nicht sagen: Vergessen! – Vergessen Sie den Herrn Gusenbauer in einem Jahr! Das sage ich Ihnen jetzt schon. Vergessen Sie den Herrn Gusenbauer in einem Jahr mit der Politik, die er macht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Aber Sie vergessen den ländlichen Raum!)
Abg. Dr. Einem: Vergiss es, solang der Molterer nicht da ist!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Erstens möchte ich schon einmal festhalten: Herr Gusenbauer fehlt jetzt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, der fehlt nicht!) So „wichtig“ ist ihm der ländliche Raum (Zwischenrufe bei der SPÖ), das, wo er 50 Prozent streichen will. Wo ist er, der Herr Gusenbauer? Reden wir jetzt sachlich darüber! Reden wir jetzt sachlich und inhaltlich darüber, was der ländliche Raum bedeutet und was diese ländliche Entwicklung für die österreichischen Bauern, für die österreichischen Konsumenten, für die österreichische Gesellschaft bedeutet! (Abg. Dr. Einem: Vergiss es, solang der Molterer nicht da ist!) Nein, Herr Einem, nicht sagen: Vergessen! – Vergessen Sie den Herrn Gusenbauer in einem Jahr! Das sage ich Ihnen jetzt schon. Vergessen Sie den Herrn Gusenbauer in einem Jahr mit der Politik, die er macht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Aber Sie vergessen den ländlichen Raum!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Aber Sie vergessen den ländlichen Raum!
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Erstens möchte ich schon einmal festhalten: Herr Gusenbauer fehlt jetzt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Nein, der fehlt nicht!) So „wichtig“ ist ihm der ländliche Raum (Zwischenrufe bei der SPÖ), das, wo er 50 Prozent streichen will. Wo ist er, der Herr Gusenbauer? Reden wir jetzt sachlich darüber! Reden wir jetzt sachlich und inhaltlich darüber, was der ländliche Raum bedeutet und was diese ländliche Entwicklung für die österreichischen Bauern, für die österreichischen Konsumenten, für die österreichische Gesellschaft bedeutet! (Abg. Dr. Einem: Vergiss es, solang der Molterer nicht da ist!) Nein, Herr Einem, nicht sagen: Vergessen! – Vergessen Sie den Herrn Gusenbauer in einem Jahr! Das sage ich Ihnen jetzt schon. Vergessen Sie den Herrn Gusenbauer in einem Jahr mit der Politik, die er macht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Aber Sie vergessen den ländlichen Raum!)
Abg. Dr. Einem: Sie sind ja selbst unsachlich! Sprechen Sie einmal sachlich!
Meine Damen und Herren! Es tut mir weh, dass Sie so unsachlich an diese Thematik herangehen. (Abg. Dr. Einem: Sie sind ja selbst unsachlich! Sprechen Sie einmal sachlich!) Sie haben keine Ahnung, was dieser ländliche Raum braucht! Zehn Prozent der Mittel haben wir derzeit für Österreich in Brüssel dafür lukriert, und das wollen wir sichern. Und davon wollen Sie 50 Prozent wegstreichen? – Na, gratuliere! Wir werden das den Menschen in Österreich sagen, meine Damen und Herren.
Abg. Dr. Einem: Das tun Sie aber nicht!
Und daher, Herr Minister, sind wir sehr, sehr dankbar – nicht nur ich als Bauernbundpräsident, sondern insgesamt jene Menschen, die im ländlichen Raum leben, weil es um die Sicherung des Wirtschaftsstandortes geht! (Abg. Dr. Einem: Das tun Sie aber nicht!) Diese EU-Mittel mit den nationalen Programmen, mit der Steuerreform, mit den Wachstumspaketen und vieles mehr sichern auch den Wirtschaftsraum ländlicher
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Raum. Das heißt, dass auch in Zukunft dieser ländliche Raum ein intakter, lebenswerter, liebenswerter Lebensraum und vor allem Wirtschaftsstandort sein kann. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie wollen das nicht wissen und nicht wahrhaben – das ist der Punkt –, aber ich sage es Ihnen trotzdem: Wir waren vor kurzem mit dem Herrn Bundeskanzler bei mir daheim in der Region. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Durch diese ländliche Entwicklung, durch die Steuerreform haben wir in meiner Region einen Spatenstich für 250 Millionen € gefeiert. Das sichert 400 Menschen ihre Arbeitsplätze, das schafft 60 neue Arbeitsplätze, die heimische Forstwirtschaft bekommt einen zusätzlichen Absatz von 500 000 Festmetern, und insgesamt profitieren in dieser Region 5 000 bis 6 000 Menschen. – Das ist Politik für den ländlichen Raum! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Faul und Dipl.-Ing. Kummerer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Faul und Dipl.-Ing. Kummerer.
Sie wollen das nicht wissen und nicht wahrhaben – das ist der Punkt –, aber ich sage es Ihnen trotzdem: Wir waren vor kurzem mit dem Herrn Bundeskanzler bei mir daheim in der Region. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Durch diese ländliche Entwicklung, durch die Steuerreform haben wir in meiner Region einen Spatenstich für 250 Millionen € gefeiert. Das sichert 400 Menschen ihre Arbeitsplätze, das schafft 60 neue Arbeitsplätze, die heimische Forstwirtschaft bekommt einen zusätzlichen Absatz von 500 000 Festmetern, und insgesamt profitieren in dieser Region 5 000 bis 6 000 Menschen. – Das ist Politik für den ländlichen Raum! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Faul und Dipl.-Ing. Kummerer.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Reheis und Dipl.-Ing. Kummerer
Ihre Politik war eine andere: Ihre Politik war eine der Arbeitsplatzvernichtung in dieser Region, wo die verstaatlichte Industrie zusammengebrochen ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Reheis und Dipl.-Ing. Kummerer), wo Sie leere Produktionsstätten zurückgelassen haben und wo die Arbeitslosenzahlen gestiegen sind, meine Damen und Herren. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das war eure Politik, und da unterscheiden wir uns wesentlich!
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ihre Politik war eine andere: Ihre Politik war eine der Arbeitsplatzvernichtung in dieser Region, wo die verstaatlichte Industrie zusammengebrochen ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Reheis und Dipl.-Ing. Kummerer), wo Sie leere Produktionsstätten zurückgelassen haben und wo die Arbeitslosenzahlen gestiegen sind, meine Damen und Herren. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das war eure Politik, und da unterscheiden wir uns wesentlich!
Abg. Faul: Das ist Raiffeisen! Raiffeisen!
Und wenn einer sich hier ans Rednerpult stellt und in Frage stellt, ob die Bauern das Rückgrat des ländlichen Raums – und ich sage: das Rückgrat auch unseres Landes – sind, dann muss ich fragen: Wo leben Sie (Abg. Faul: Das ist Raiffeisen! Raiffeisen!), wenn Sie das nicht wissen? Wo leben Sie, wenn Sie das nicht wissen, Herr Kollege Gaßner?
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Bauern waren, sind und werden auch in Zukunft das Rückgrat eines intakten ländlichen Raums sein, wo es darum geht, den Menschen entsprechend sichere Lebensmittel, umweltgerechte Produktion, tiergerechte Produktion zu bieten und auch den Wirtschaftsstandort ländlicher Raum abzusichern, weil mit der Aufgabe eines Arbeitsplatzes Bauernhof auch zwei bis drei Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich verloren gehen. Daher wissen wir Bescheid über die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Sicherung unserer bäuerlichen Familien. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Kollege Grillitsch, ich habe jetzt nur mehr zwei bis drei Minuten bis zum Dringlichen Antrag. Ich werde mich daher auf einige wenige Punkte beschränken, Herr Präsident, und meine Rede kurz halten. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Herr Kollege, Ihre eigene Partei scheint das nicht zu interessieren! Die SPÖ ist noch in der Mittagspause!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Herr Kollege, Ihre eigene Partei scheint das nicht zu interessieren! Die SPÖ ist noch in der Mittagspause!) – Nur keine Nervositäten entwickeln! (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Herr Kollege, Ihre eigene Partei scheint das nicht zu interessieren! Die SPÖ ist noch in der Mittagspause!) – Nur keine Nervositäten entwickeln! (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Fauland: Aber geh! Das ist wirklich mühsam!
Also das ist eindeutig eine Beschreibung von Aufgaben, die über die Luftraumüberwachung hinausgehen. Und es wird in dieser Beilage ... (Abg. Fauland: Aber geh! Das ist wirklich mühsam!) Es steht nicht einmal dort, ob es bei nationalen oder internationalen
Abg. Fauland: Das ist Kaffeesudlesen!
Aber das wirklich Wichtige an dieser Beilage ist, dass hinten auf einer ganzen Seite für den Eurofighter geworben wird. (Der Redner hält die Rückseite einer „Presse“-Beilage in die Höhe.) Das heißt, diese Beilage hat Eurofighter bezahlt. (Abg. Fauland: Das ist Kaffeesudlesen!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Fauland und Neudeck.
In dieser Beilage, die Eurofighter bezahlt hat, darf dann noch der Verteidigungsminister im Interesse von Eurofighter werben, sich selbst bewerben und quasi das Ganze vorher noch in Weihrauch eintunken. Das zeigt doch, so glaube ich, ganz klar, was hier in Wirklichkeit gespielt wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Fauland und Neudeck.) – Dass es eine Interessenübereinstimmung gibt! Zu Ihnen komme ich schon noch rechtzeitig, denn Sie haben letztens mit einer Aussendung den Vogel abgeschossen, aber das können Sie dann nachher genießen.
Abg. Scheibner: Das täte dir so passen!
Die 24 Eurofighter waren natürlich splitterfasernackte Eurofighter – fast unanständig, so nackt waren die. (Abg. Scheibner: Das täte dir so passen!) Die haben Sie damals der Öffentlichkeit vorgestellt, gerade dass sie noch Flügel hatten. Das waren Ihre 24 Eurofighter.
Zwischenruf des Abg. Gaál.
Das ist der Moment, an dem ich mir die Aussendung des Herrn Murauer zu Gemüte führen muss. Herr Murauer, wenn Sie die Aussendung selbst geschrieben haben, kann ich Ihnen nur gratulieren, denn Sie sagen darin, es gebe zwischen der Tranche 1 und der Tranche 2 faktisch keinen Unterschied. (Zwischenruf des Abg. Gaál.)
Abg. Fauland: Triebwerk!
Quasi: Regt euch nicht auf, ob das die Einser-Tranche oder die Zweier-Tranche ist, das ist doch völlig Wurscht! Und wenn sie die Zweier-Tranche nicht liefern können, wie wir es sowieso schon die ganze Zeit vermutet haben, dann nehmt eben sechs Flugzeuge von der Einser-Tranche. Weil die Schweizer Flieger, die wir uns um 75 Millionen € ausgeborgt haben, haben auch schon Probleme. Vor kurzem ist einer mit einem Motor hinuntergegangen, weil der zweite nicht mehr gegangen ist, Herr Murauer. (Abg. Fauland: Triebwerk!) Apropos Sicherheit der Piloten und Sicherheit der Heeresangehörigen: Das ist Ihnen anscheinend nicht wirklich so ein Anliegen, wie Sie hier immer vorgeben.
Abg. Großruck: Taschenrechner!
Herr Abgeordneter Murauer, welcher Rechner? (Abg. Großruck: Taschenrechner!) Der ist doch 50 Millionen € wert. Das muss ja ein unfassbar tolles High-Tech-Gerät sein, wo man sagt: Wenn ich diesen süßen kleinen Rechner habe, für den ich bereit bin, 50 Millionen € dazuzulegen ... (Abg. Murauer: Das geht über einen Taschenrechner hinaus!) – Schauen Sie, wenn Sie mit Pi mal Pi arbeiten, dann rate ich Ihnen: Halten Sie nie wieder Vorträge über die Vergeudung von Steuergeldern oder über Schuldenpolitik! Nie wieder! Einfach nie wieder! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Das geht über einen Taschenrechner hinaus!
Herr Abgeordneter Murauer, welcher Rechner? (Abg. Großruck: Taschenrechner!) Der ist doch 50 Millionen € wert. Das muss ja ein unfassbar tolles High-Tech-Gerät sein, wo man sagt: Wenn ich diesen süßen kleinen Rechner habe, für den ich bereit bin, 50 Millionen € dazuzulegen ... (Abg. Murauer: Das geht über einen Taschenrechner hinaus!) – Schauen Sie, wenn Sie mit Pi mal Pi arbeiten, dann rate ich Ihnen: Halten Sie nie wieder Vorträge über die Vergeudung von Steuergeldern oder über Schuldenpolitik! Nie wieder! Einfach nie wieder! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Murauer, welcher Rechner? (Abg. Großruck: Taschenrechner!) Der ist doch 50 Millionen € wert. Das muss ja ein unfassbar tolles High-Tech-Gerät sein, wo man sagt: Wenn ich diesen süßen kleinen Rechner habe, für den ich bereit bin, 50 Millionen € dazuzulegen ... (Abg. Murauer: Das geht über einen Taschenrechner hinaus!) – Schauen Sie, wenn Sie mit Pi mal Pi arbeiten, dann rate ich Ihnen: Halten Sie nie wieder Vorträge über die Vergeudung von Steuergeldern oder über Schuldenpolitik! Nie wieder! Einfach nie wieder! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gaál: Im Figl-Saal!
Wir fordern, seitdem wir von diesem Eurofighter-Vertrag hören, dass er endlich vorgelegt wird. Wir haben heute extra deswegen auch einen Antrag vorliegen, damit dieser Vertrag vorgelegt wird. Und Sie sagen faktisch fast suggestiv: Eure Wirklichkeit ist eure Wirklichkeit, meine Wirklichkeit ist die: Ich habe den Vertrag da beschlossen. – Da müssen Sie einmal alleine vorbeigekommen sein, um ihn hier zu beschließen. Wir haben ihn jedenfalls nicht beschlossen. (Abg. Gaál: Im Figl-Saal!)
Abg. Großruck: Weniger Wehrzeit! Weniger Wehrdienst!
Was ich aber überdies noch interessant finde, ist: Wie argumentieren Sie das alles eigentlich innerhalb des Heeres? – Dort kracht’s ja an allen Ecken und Enden, in den Kantinen, in den Kasernen, in den anderen Waffengattungen, alle leiden unter dem Druck und haben zu wenig Geld. Man muss dort permanent hören: Jawohl, weniger Essen, weniger Material, weniger Ersatzteile. (Abg. Großruck: Weniger Wehrzeit! Weniger Wehrdienst!) Wir leben nur für den Eurofighter, für diese 18 Flugzeuge, die im Übrigen noch nicht da sind, vielleicht kommen, wahrscheinlich gar nicht kommen, von denen wir nicht wissen, was sie können. Als entscheidenden Punkt haben Sie in der Geschichte des Eurofighters vor allem darauf besonderen Wert gelegt: Wir wollen ihn gar nicht erproben. Nein! Er soll uns überraschen, wenn er kommt, was er kann. (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Was ich aber überdies noch interessant finde, ist: Wie argumentieren Sie das alles eigentlich innerhalb des Heeres? – Dort kracht’s ja an allen Ecken und Enden, in den Kantinen, in den Kasernen, in den anderen Waffengattungen, alle leiden unter dem Druck und haben zu wenig Geld. Man muss dort permanent hören: Jawohl, weniger Essen, weniger Material, weniger Ersatzteile. (Abg. Großruck: Weniger Wehrzeit! Weniger Wehrdienst!) Wir leben nur für den Eurofighter, für diese 18 Flugzeuge, die im Übrigen noch nicht da sind, vielleicht kommen, wahrscheinlich gar nicht kommen, von denen wir nicht wissen, was sie können. Als entscheidenden Punkt haben Sie in der Geschichte des Eurofighters vor allem darauf besonderen Wert gelegt: Wir wollen ihn gar nicht erproben. Nein! Er soll uns überraschen, wenn er kommt, was er kann. (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Großruck: Sie haben ein schönes Vertrauen zu Ihren Genossen in Deutschland!
Vielleicht kann er fliegen, vielleicht kann er nicht fliegen. Was kann er in der Luft? Kann er wacheln, kann er photographieren? Wir wollen das gar nicht wissen, sondern er soll eines Tages kommen, völlig überraschend plötzlich kommen, am besten auf den Ballhausplatz hinschieben, dort enthüllen – und dann erst wollen wir wissen, was er kann. (Abg. Großruck: Sie haben ein schönes Vertrauen zu Ihren Genossen in Deutschland!) Dann erst wollen wir wissen, welche zusätzlichen Instrumente er hat, ob er in der Nacht schauen kann, wo er hinfliegt, ob er in der Nacht etwas erkennen kann oder nicht. Wenn er dann doch zu teuer wird, kann man ja wieder reduzieren, vielleicht auf einen Flugmotor, einen Drachen, nicht zwei Flügel, nur einer. Vielleicht kann man irgendetwas ein bisschen einschränken, billiger machen. Das ist die Mentalität, mit der Sie an die Sache herangehen! Und die Kritik im Heer wächst und wächst. (Abg. Großruck: Zum Genossen Schröder haben Sie nicht so viel Vertrauen!)
Abg. Großruck: Zum Genossen Schröder haben Sie nicht so viel Vertrauen!
Vielleicht kann er fliegen, vielleicht kann er nicht fliegen. Was kann er in der Luft? Kann er wacheln, kann er photographieren? Wir wollen das gar nicht wissen, sondern er soll eines Tages kommen, völlig überraschend plötzlich kommen, am besten auf den Ballhausplatz hinschieben, dort enthüllen – und dann erst wollen wir wissen, was er kann. (Abg. Großruck: Sie haben ein schönes Vertrauen zu Ihren Genossen in Deutschland!) Dann erst wollen wir wissen, welche zusätzlichen Instrumente er hat, ob er in der Nacht schauen kann, wo er hinfliegt, ob er in der Nacht etwas erkennen kann oder nicht. Wenn er dann doch zu teuer wird, kann man ja wieder reduzieren, vielleicht auf einen Flugmotor, einen Drachen, nicht zwei Flügel, nur einer. Vielleicht kann man irgendetwas ein bisschen einschränken, billiger machen. Das ist die Mentalität, mit der Sie an die Sache herangehen! Und die Kritik im Heer wächst und wächst. (Abg. Großruck: Zum Genossen Schröder haben Sie nicht so viel Vertrauen!)
Beifall bei der SPÖ.
die dort herrscht, sind sie meiner Auffassung nach auch aufnahmefähig. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Aber wenn Sie es zulassen, dass dieser Ankauf, 2,43 Milliarden €, letztlich 134 Prozent des Verteidigungsbudgets ausmacht ... (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Ihre Radikalisierung in letzter Zeit, Herr Grillitsch, ist mir ein Rätsel. Ich kann mir das nur damit erklären, dass Sie am Sonntag ein ganz furchtbares Ereignis erwarten. Warten Sie noch die paar Tage und seien Sie nicht schon jetzt so radikal! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Die Gemeinde Fohnsdorf ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Die Gemeinde Fohnsdorf ...!
Aber wenn Sie es zulassen, dass dieser Ankauf, 2,43 Milliarden €, letztlich 134 Prozent des Verteidigungsbudgets ausmacht ... (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Ihre Radikalisierung in letzter Zeit, Herr Grillitsch, ist mir ein Rätsel. Ich kann mir das nur damit erklären, dass Sie am Sonntag ein ganz furchtbares Ereignis erwarten. Warten Sie noch die paar Tage und seien Sie nicht schon jetzt so radikal! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Die Gemeinde Fohnsdorf ...!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Ja, erklären Sie Ihren Bauern, wenn sie Forderungen haben, dass Ihnen der Eurofighter wichtiger ist als vielleicht die eine oder andere Unterstützung für die bäuerliche Bevölkerung, für die Landbevölkerung! Gehen Sie hin und sagen Sie: Ich höre lieber den Flugzeugmotorenlärm, das ist Musik in meinen Ohren – und nicht den Traktorlärm! Sagen Sie das dort einmal und werben Sie auf diese Art und Weise um Wählerstimmen! Ich wünsche Ihnen alles Gute dabei. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Es geht um Sicherheit und Verteidigung! ... nicht den Kasperl spielen!
Also haben wir daher mehrfach gefordert ... (Abg. Großruck: Es geht um Sicherheit und Verteidigung! ... nicht den Kasperl spielen!) – Von wegen „Kasperl“, Sie wandelnder Vierzeiler! Soll ich Ihnen etwas sagen? Befassen Sie sich lieber einmal konstruktiv mit der Frage, ob es gerechtfertigt ist, dass Sie über einen längeren Zeitraum insgesamt 5 Milliarden € an Steuergeldern für dieses nie da gewesene Monstrum verpulvern! Das ist doch unfassbar! Unfassbar! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Spulen Sie Ihr Kabarett runter!) – Zuerst lachen und dann schimpfen, das habe ich am allerliebsten.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Spulen Sie Ihr Kabarett runter!
Also haben wir daher mehrfach gefordert ... (Abg. Großruck: Es geht um Sicherheit und Verteidigung! ... nicht den Kasperl spielen!) – Von wegen „Kasperl“, Sie wandelnder Vierzeiler! Soll ich Ihnen etwas sagen? Befassen Sie sich lieber einmal konstruktiv mit der Frage, ob es gerechtfertigt ist, dass Sie über einen längeren Zeitraum insgesamt 5 Milliarden € an Steuergeldern für dieses nie da gewesene Monstrum verpulvern! Das ist doch unfassbar! Unfassbar! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Spulen Sie Ihr Kabarett runter!) – Zuerst lachen und dann schimpfen, das habe ich am allerliebsten.
Ruf bei der ÖVP: Das ist keine Zirkusveranstaltung!
Daher sage ich Ihnen jetzt Folgendes: Was natürlich jetzt aufgefallen ist – das ist auch der Grund für diesen Dringlichen Antrag (Ruf bei der ÖVP: Das ist keine Zirkusveranstaltung!) –, ist, dass in einem Sachstandsbericht Eurofighter des deutschen Bundesministeriums für Verteidigung etwas erkennbar war. Übrigens ist Österreich das einzige Exportland. Es gibt faktisch außer den produzierenden Ländern überhaupt kein Land mehr, dass die Eurofighter will. Kurz war Singapur dabei. (Abg. Dr. Matznetter: Die haben es storniert!) Dann hat Singapur gesagt, nein danke, wir nicht. Österreich ist quasi das einzige Exportland. Der Rest muss kaufen, ob sie wollen oder nicht, weil sie die Eurofighter produzieren. Sie wollen sie kaufen.
Abg. Dr. Matznetter: Die haben es storniert!
Daher sage ich Ihnen jetzt Folgendes: Was natürlich jetzt aufgefallen ist – das ist auch der Grund für diesen Dringlichen Antrag (Ruf bei der ÖVP: Das ist keine Zirkusveranstaltung!) –, ist, dass in einem Sachstandsbericht Eurofighter des deutschen Bundesministeriums für Verteidigung etwas erkennbar war. Übrigens ist Österreich das einzige Exportland. Es gibt faktisch außer den produzierenden Ländern überhaupt kein Land mehr, dass die Eurofighter will. Kurz war Singapur dabei. (Abg. Dr. Matznetter: Die haben es storniert!) Dann hat Singapur gesagt, nein danke, wir nicht. Österreich ist quasi das einzige Exportland. Der Rest muss kaufen, ob sie wollen oder nicht, weil sie die Eurofighter produzieren. Sie wollen sie kaufen.
Abg. Murauer: Hallo! Bremsen Sie sich ein!
Es hat faktisch nichts gestimmt. Laut Rechnungshof wurde unserer Auffassung nach alles von Anfang an so zugerichtet – ich sage sogar: so weit manipuliert (Abg. Murauer: Hallo! Bremsen Sie sich ein!) –, damit dieses Flugzeug gekauft wird: mit Gegengeschäften, die teilweise auch auf Grund des Prüfberichts des Rechnungshofes lächerlich sind. (Abg. Mag. Molterer: Wenn Sie etwas haben, legen Sie es auf den Tisch!) Also wo liegt der wahre Grund dafür, dass man dieses Flugzeug unbedingt haben will? (Abg. Dr. Jarolim: ... Korruption!)
Abg. Mag. Molterer: Wenn Sie etwas haben, legen Sie es auf den Tisch!
Es hat faktisch nichts gestimmt. Laut Rechnungshof wurde unserer Auffassung nach alles von Anfang an so zugerichtet – ich sage sogar: so weit manipuliert (Abg. Murauer: Hallo! Bremsen Sie sich ein!) –, damit dieses Flugzeug gekauft wird: mit Gegengeschäften, die teilweise auch auf Grund des Prüfberichts des Rechnungshofes lächerlich sind. (Abg. Mag. Molterer: Wenn Sie etwas haben, legen Sie es auf den Tisch!) Also wo liegt der wahre Grund dafür, dass man dieses Flugzeug unbedingt haben will? (Abg. Dr. Jarolim: ... Korruption!)
Abg. Dr. Jarolim: ... Korruption!
Es hat faktisch nichts gestimmt. Laut Rechnungshof wurde unserer Auffassung nach alles von Anfang an so zugerichtet – ich sage sogar: so weit manipuliert (Abg. Murauer: Hallo! Bremsen Sie sich ein!) –, damit dieses Flugzeug gekauft wird: mit Gegengeschäften, die teilweise auch auf Grund des Prüfberichts des Rechnungshofes lächerlich sind. (Abg. Mag. Molterer: Wenn Sie etwas haben, legen Sie es auf den Tisch!) Also wo liegt der wahre Grund dafür, dass man dieses Flugzeug unbedingt haben will? (Abg. Dr. Jarolim: ... Korruption!)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Nach Ihrer Ansicht!) – Nicht nach meiner Ansicht. Hören S’ doch auf! Auch im Verteidigungsministerium. Hätten Sie damals nicht dafür gesorgt, dass es plötzlich zu einem Denkumschwung vom Finanzminister bis hin in das Verteidigungsministerium kommt, dann wäre der Kauf des Eurofighter nie – nie! – beschlossen worden. Er wurde aber beschlossen. (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Das ist jetzt die letzte Chance, um noch auszusteigen. In diesem Sachstandsbericht, den ich vorhin zitiert habe, wird letztlich zugegeben, man kann nicht liefern, man kann den Vertrag nicht einhalten. Daher ist jetzt die Chance, dass man aus diesem Vertrag aussteigt. – Sie wollen aber nicht! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Warum machen Sie das nicht? Warum steigen Sie aus diesem Vertrag nicht aus? Was sind die wahren Gründe? – Erklären Sie uns das bitte jetzt! Deswegen gibt es diesen Dringlichen Antrag mit einer darauf folgenden Abstimmung. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zur Abgabe einer Stellungnahme hat sich Herr Staatssekretär Morak zu Wort gemeldet. Die Redezeit soll 20 Minuten nicht übersteigen. – Herr Staatssekretär, bitte. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Ich bitte, dem Herrn Staatssekretär zuzuhören!
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Franz Morak: Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) Es wurde in diesem Haus über den heute zu debattierenden Gegenstand schon mehrmals gesprochen. (Abg. Dr. Jarolim: Vielleicht soll die Frau Gehrer dazu sprechen!) Ich brauche deshalb also nicht zu betonen, dass die Luftraumüberwachung für einen souveränen Staat unverzichtbar ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Vielleicht soll die Frau Gehrer dazu sprechen!
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Franz Morak: Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) Es wurde in diesem Haus über den heute zu debattierenden Gegenstand schon mehrmals gesprochen. (Abg. Dr. Jarolim: Vielleicht soll die Frau Gehrer dazu sprechen!) Ich brauche deshalb also nicht zu betonen, dass die Luftraumüberwachung für einen souveränen Staat unverzichtbar ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Staatssekretär im Bundeskanzleramt Franz Morak: Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) Es wurde in diesem Haus über den heute zu debattierenden Gegenstand schon mehrmals gesprochen. (Abg. Dr. Jarolim: Vielleicht soll die Frau Gehrer dazu sprechen!) Ich brauche deshalb also nicht zu betonen, dass die Luftraumüberwachung für einen souveränen Staat unverzichtbar ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Schön vorgelesen! – Abg. Dr. Gusenbauer: Was haben Sie jetzt gesagt?
Zu der von Ihnen geforderten Offenlegung des Eurofighter-Vertragswerkes erlaube ich mir, zunächst auf das Gutachten des Verfassungsdienstes vom 3. April 1987 zu verweisen, in dem sich dieser ausführlich mit der Frage der Offenlegung des Draken-Kaufvertrages auseinandergesetzt hat. Schon damals wurden seitens des Verfassungsdienstes hinsichtlich der Übermittlung des Kaufvertrages an ein Organ des Nationalrates verfassungsrechtliche Einwendungen erhoben. (Abg. Öllinger: Schön vorgelesen! – Abg. Dr. Gusenbauer: Was haben Sie jetzt gesagt?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim
Diese verfassungsrechtlichen Einwendungen bestanden damals – und bestehen selbstverständlich auch noch heute. Konkret ist es die Verpflichtung des Bundesministers für Landesverteidigung (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim), gegenüber den parlamentarischen Organen in einer solchen Angelegenheit die Amtsverschwiegenheit im Sinne des Artikels 20 Abs. 3 der Bundesverfassung zu wahren.
Ruf: Unsinn!
Die von mir genannte Verfassungsbestimmung legt Folgendes fest: Alle mit den Aufgaben der Bundesverwaltung betrauten Organe haben über alle ihnen ausschließlich aus ihrer amtlichen Tätigkeit bekannt gewordenen Tatsachen Stillschweigen zu wahren, sofern es sich um die in der Verfassung näher bezeichneten Fälle handelt. – Als solche werden ausdrücklich auch die Interessen der umfassenden Landesverteidigung sowie die überwiegenden Interessen der Vertragsparteien benannt. (Ruf: Unsinn!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Da der Vertrag mit der Eurofighter GmbH in allen seinen Teilen durchgehend Inhalte aufweist, welche diese Voraussetzungen jedenfalls erfüllen, ist eine Offenlegung von Vertragsinhalten verfassungsrechtlich nicht zulässig. Damit stehen dem in Rede stehenden Entschließungsantrag betreffend die Offenlegung der Verträge schwere verfassungsrechtliche Bedenken entgegen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeleitet aus der militärstrategischen Lage hat das Bundesheer jedenfalls die Erhaltung der staatlichen Souveränität auf dem eigenen Territorium und im Luftraum sowie den Schutz der österreichischen Bevölkerung und der strategisch bedeutenden Infrastruktur sicherzustellen. Dazu zählen insbesondere auch die aktive und passive Überwachung und Sicherung des Luftraumes durch eine moderne und zeitgemäße Luftraumüberwachung. Diese im Sinne der Sicherheit unseres Landes zu gewährleisten, ist Ziel dieser Bundesregierung. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: War das alles?
Präsident Dr. Andreas Khol: Wir gehen nunmehr in die Debatte ein. (Abg. Dr. Wittmann: War das alles?)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist eine Verhöhnung!
Erster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Kräuter. Seine Redezeit wird wunschgemäß auf 7 Minuten eingestellt. Die gesetzliche Redezeit: 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist eine Verhöhnung!)
Beifall bei der SPÖ.
ihm gerne einige Fragen zum Beispiel zu dieser Wirtschaftsplattform, die angeblich die Eurofighter finanziert, gestellt, andererseits ist es wieder recht gut für die Würde des Hauses, denn seine Äußerungen heute von der Regierungsbank aus waren unerträglich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Das ist ein europäisches Land?
Herr Verteidigungsminister, wie viele Länder weltweit setzen eigentlich noch auf den Eurofighter? – Singapur, so haben wir gerade gehört, ist inzwischen wegen Lieferschwierigkeiten ausgestiegen – wegen Lieferschwierigkeiten von EADS. (Abg. Amon: Das ist ein europäisches Land?) Griechenland, meine Damen und Herren, hat auf Grund finanzieller Engpässe storniert. – Herr Minister, sagen Sie uns einmal, welche Länder weltweit – außer den Herstellerländern – noch auf den Eurofighter setzen.
Beifall bei der SPÖ.
Sie werden zugeben müssen, es ist nur mehr Österreich. Auf Grund dieser sturen und verantwortungslosen Haltung der Regierung muss die österreichische Bevölkerung als einziges Land dieses Ding importieren. Das ist wirklich unerträglich, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.
Und jetzt sollen Flugzeuge der ersten Tranche kommen?! – Herr Minister, das ist eine „Wahnsinnsidee“, um das einmal im Jargon von Bundeskanzler Schüssel auszudrücken. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Neugebauer: Na freilich!
Meine Damen und Herren, wenn das nicht geschieht, dann gibt es nur eine einzige plausible Erklärung: Es muss illegale Zahlungen, es muss einfach Schwarzgeldflüsse gegeben haben. (Abg. Neugebauer: Na freilich!)
Abg. Dr. Rasinger: Das ist die Märchenplatte!
Frau Klasnic hat gesagt: Jeder, der will, kann binnen drei Minuten Einsicht in die Buchhaltung der ÖVP nehmen. (Abg. Dr. Rasinger: Das ist die Märchenplatte!) Ich habe das versucht, aber da hat es geheißen: Nein, das geht nicht! (Heiterkeit bei der SPÖ sowie den Grünen.)
Heiterkeit bei der SPÖ sowie den Grünen.
Frau Klasnic hat gesagt: Jeder, der will, kann binnen drei Minuten Einsicht in die Buchhaltung der ÖVP nehmen. (Abg. Dr. Rasinger: Das ist die Märchenplatte!) Ich habe das versucht, aber da hat es geheißen: Nein, das geht nicht! (Heiterkeit bei der SPÖ sowie den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Herr Abgeordneter Kräuter, das hat mit dem Eurofighter und der Vorlegung des Vertrages nichts zu tun! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Ich rufe Sie erstmals zur Sache! (Oh-ja-Rufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Oh-ja-Rufe bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Herr Abgeordneter Kräuter, das hat mit dem Eurofighter und der Vorlegung des Vertrages nichts zu tun! (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Ich rufe Sie erstmals zur Sache! (Oh-ja-Rufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Herr Präsident, da wissen Sie mehr als wir!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Herr Präsident, ich stelle noch einmal den Zusammenhang her. (Abg. Dr. Gusenbauer: Herr Präsident, da wissen Sie mehr als wir!) Ich befürchte und vermute Schwarzgeldzahlungen im Zusammenhang mit dem Eurofighterkauf und bringe jetzt noch ein, zwei Beispiele aus der Steiermark dazu. (Abg. Mag. Molterer: Legen Sie etwas vor!)
Abg. Mag. Molterer: Legen Sie etwas vor!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Herr Präsident, ich stelle noch einmal den Zusammenhang her. (Abg. Dr. Gusenbauer: Herr Präsident, da wissen Sie mehr als wir!) Ich befürchte und vermute Schwarzgeldzahlungen im Zusammenhang mit dem Eurofighterkauf und bringe jetzt noch ein, zwei Beispiele aus der Steiermark dazu. (Abg. Mag. Molterer: Legen Sie etwas vor!)
Abg. Neudeck: Eurofighter!
Frau Klasnic hat gesagt: Die ÖVP hat nichts damit zu tun. Allerdings ist Ex-ÖVP-Klubobmann Schilcher die Drehscheibe. Ex-ÖVP-Landesrat Fuchs ist der Vermittler. (Abg. Neudeck: Eurofighter!) Und ÖVP-Bundesrat Hösele ist der Mitwisser.
Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie sollten einmal bei Prammer einen Kurs „zur Sache“ machen!
Meine Damen und Herren von der ÖVP, seien Sie mir nicht böse, aber es tun sich Abgründe in der Steiermark auf, was Schwarzgeldzahlungen und Versteckspiel betrifft, sodass es berechtigt ist (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie sollten einmal bei Prammer einen Kurs „zur Sache“ machen!), mit Fug und Recht zu behaupten, dass auch beim Eurofighterdeal Schwarzgeld geflossen sein dürfte. (Abg. Steibl: Zur Sache bitte!)
Abg. Steibl: Zur Sache bitte!
Meine Damen und Herren von der ÖVP, seien Sie mir nicht böse, aber es tun sich Abgründe in der Steiermark auf, was Schwarzgeldzahlungen und Versteckspiel betrifft, sodass es berechtigt ist (Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie sollten einmal bei Prammer einen Kurs „zur Sache“ machen!), mit Fug und Recht zu behaupten, dass auch beim Eurofighterdeal Schwarzgeld geflossen sein dürfte. (Abg. Steibl: Zur Sache bitte!)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinn liegt die Forderung auf dem Tisch: Legen Sie endlich diesen Vertrag vor, um allen Verdachtsmomenten entgegenzutreten, Frau Kollegin Steibl! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Schwarzes Geld in rote Taschen! – Gegenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Herr Abgeordneter Murauer. Seine Wunschredezeit beträgt 8 Minuten. 10 Minuten beträgt die gesetzliche Redezeit. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Neudeck: Schwarzes Geld in rote Taschen! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Hirschmann!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Kräuter, erstens: Was heißt hier „Unerträglichkeit“? – Sie behaupten hier pauschal, dass es Schwarzgeldzahlungen in der Steiermark gegeben habe – und haben keinen Beweis dafür. Der Rechnungshof beweist Ihnen das Gegenteil. Was ist da „unerträglich“, frage ich Sie. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Rufe bei der SPÖ: Hirschmann!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Sie wissen ja nicht mehr, wie Sie sich herauswinden sollen!
Zweitens: Ich möchte nicht sagen, dass es unerträglich ist, aber schon Folgendes erwähnen: Herr geschäftsführender Klubobmann Cap, Sie machen hier eine Ihrer kabarettistischen Einlagen. Ich meine, das ist ganz nett zum Lachen und zum Zuhören. Aber dass Sie im Rahmen Ihrer kabarettistischen Darstellung Sicherheitspolitik einfordern und verlangen, dass man ernsthaft darüber reden sollte, das, Herr Kollege Cap, ist unerträglich und eine Zumutung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Sie wissen ja nicht mehr, wie Sie sich herauswinden sollen!)
Abg. Mag. Kogler: Es sind immer neue Vorwürfe!
Da fällt mir dazu ein Vergleich mit dem Gulasch ein. Das Gulasch wird besser, wenn man es 17mal aufwärmt. Ihre Debatte um das gleiche Thema mit denselben Argumenten, mit den pauschalen Vorwürfen, die alle unbegründet sind (Abg. Mag. Kogler: Es sind immer neue Vorwürfe!), wird nicht besser, sondern nur dünner. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Dann setzen Sie einen Untersuchungsausschuss ein!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Dann setzen Sie einen Untersuchungsausschuss ein!
Da fällt mir dazu ein Vergleich mit dem Gulasch ein. Das Gulasch wird besser, wenn man es 17mal aufwärmt. Ihre Debatte um das gleiche Thema mit denselben Argumenten, mit den pauschalen Vorwürfen, die alle unbegründet sind (Abg. Mag. Kogler: Es sind immer neue Vorwürfe!), wird nicht besser, sondern nur dünner. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Dann setzen Sie einen Untersuchungsausschuss ein!)
Zwischenruf des Abg. Eder
Ich möchte daran erinnern, dass es dieser Bundesregierung gelungen ist, Sicherheitspolitik zu finanzieren. Kollege Kogler, das schmerzt Sie, ich habe Verständnis für Sie, das ist immer schlimm für die Opposition. Dieser Bundesregierung ist es gelungen, die Flugraumüberwachung mittels Eurofighter zu finanzieren, eine Steuerreform zu machen (Zwischenruf des Abg. Eder), eine Pensionserhöhung durchzuführen, die Pendlerpauschale und das Kilometergeld entsprechend zu erhöhen. Es wurde nicht die Sicherheitspolitik auf Kosten anderer Investitionen zum Beispiel im Bereich Sozialleistungen finanziert, sondern es gelang beides. Diese Bundesregierung hat Verantwortung für beides. Wir haben bezüglich Sicherheitspolitik alles getan und sind permanent bemüht, dieses Österreich als Sozialstaat, als Staat der sozialen Wärme zu halten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte daran erinnern, dass es dieser Bundesregierung gelungen ist, Sicherheitspolitik zu finanzieren. Kollege Kogler, das schmerzt Sie, ich habe Verständnis für Sie, das ist immer schlimm für die Opposition. Dieser Bundesregierung ist es gelungen, die Flugraumüberwachung mittels Eurofighter zu finanzieren, eine Steuerreform zu machen (Zwischenruf des Abg. Eder), eine Pensionserhöhung durchzuführen, die Pendlerpauschale und das Kilometergeld entsprechend zu erhöhen. Es wurde nicht die Sicherheitspolitik auf Kosten anderer Investitionen zum Beispiel im Bereich Sozialleistungen finanziert, sondern es gelang beides. Diese Bundesregierung hat Verantwortung für beides. Wir haben bezüglich Sicherheitspolitik alles getan und sind permanent bemüht, dieses Österreich als Sozialstaat, als Staat der sozialen Wärme zu halten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Hinten bei den Triebwerken ist es schön warm!
Meine Damen und Herren von der Opposition, es gibt schon eine interessante Entwicklung: Zuerst waren Sie für die Luftraumüberwachung. (Abg. Mag. Kogler: Hinten bei den Triebwerken ist es schön warm!) Herr Kollege Gusenbauer, bis 17. April 2000 ist noch alles gelaufen. Jawohl, wir brauchen Luftraumüberwachung, müssen auch Flieger kaufen – heute ist dem nicht mehr so. (Abg. Mag. Kogler: Luftraum-Erhitzer!) Ab 17. April 2000 gab es nämlich eine Bundesregierung ohne Sie, Gott sei Dank, die entsprechend erfolgreicher ist, als das mit Ihnen möglich wäre. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist Österreich teuer zu stehen gekommen! Wie viel bekommen Sie?) Ab diesem Zeitpunkt haben Sie Ihr Argument fallen gelassen und gesagt, jetzt sind wir gegen die Luftraumüberwachung.
Abg. Mag. Kogler: Luftraum-Erhitzer!
Meine Damen und Herren von der Opposition, es gibt schon eine interessante Entwicklung: Zuerst waren Sie für die Luftraumüberwachung. (Abg. Mag. Kogler: Hinten bei den Triebwerken ist es schön warm!) Herr Kollege Gusenbauer, bis 17. April 2000 ist noch alles gelaufen. Jawohl, wir brauchen Luftraumüberwachung, müssen auch Flieger kaufen – heute ist dem nicht mehr so. (Abg. Mag. Kogler: Luftraum-Erhitzer!) Ab 17. April 2000 gab es nämlich eine Bundesregierung ohne Sie, Gott sei Dank, die entsprechend erfolgreicher ist, als das mit Ihnen möglich wäre. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist Österreich teuer zu stehen gekommen! Wie viel bekommen Sie?) Ab diesem Zeitpunkt haben Sie Ihr Argument fallen gelassen und gesagt, jetzt sind wir gegen die Luftraumüberwachung.
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist Österreich teuer zu stehen gekommen! Wie viel bekommen Sie?
Meine Damen und Herren von der Opposition, es gibt schon eine interessante Entwicklung: Zuerst waren Sie für die Luftraumüberwachung. (Abg. Mag. Kogler: Hinten bei den Triebwerken ist es schön warm!) Herr Kollege Gusenbauer, bis 17. April 2000 ist noch alles gelaufen. Jawohl, wir brauchen Luftraumüberwachung, müssen auch Flieger kaufen – heute ist dem nicht mehr so. (Abg. Mag. Kogler: Luftraum-Erhitzer!) Ab 17. April 2000 gab es nämlich eine Bundesregierung ohne Sie, Gott sei Dank, die entsprechend erfolgreicher ist, als das mit Ihnen möglich wäre. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist Österreich teuer zu stehen gekommen! Wie viel bekommen Sie?) Ab diesem Zeitpunkt haben Sie Ihr Argument fallen gelassen und gesagt, jetzt sind wir gegen die Luftraumüberwachung.
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.
Herr Cap, Sie waren sogar für einen NATO-Beitritt. Heute sagen Sie, wir brauchen überhaupt nichts mehr. (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann.) Wir brauchen weder ein Militär, noch eine Luftraumkontrolle, noch einen NATO-Beitritt, sondern das machen unsere Freunde am Rande unseres Staates. Wir sind umgeben von NATO-Staaten, von befreundeten Staaten et cetera, und deswegen brauchen wir keine Eigenständigkeit, so Kollege Cap.
Abg. Dr. Gusenbauer: Mit diesen Eurofightern?! Die sind eine Gefahr für die Sicherheit!
Winterspiele nicht stattfinden. Herr Gusenbauer, das wissen Sie, auch wenn Sie jetzt anders tun. (Abg. Dr. Gusenbauer: Mit diesen Eurofightern?! Die sind eine Gefahr für die Sicherheit!)
Abg. Mag. Kogler: So ein Unsinn! Niemals!
Dann ist die Ihre nächste Kampagne betreffend Typenentscheidung gekommen. Sie meinten, das sei nicht die richtige Type. – Der Rechnungshof hat dann das Gegenteil bewiesen, nämlich dass sehr wohl die Kosten-Nutzen-Rechnung in Ordnung ist, dass es eine unabhängige Kommission gegeben hat, welche die Entscheidung für den Eurofighter als bestes, als kostengünstigstes Fluggerät für Österreich getroffen hat. (Abg. Mag. Kogler: So ein Unsinn! Niemals!)
Abg. Mag. Kogler: Lesen Sie den Vertrag vor!
Jetzt kommt etwas Rührendes: Sie sind mittlerweile schon für die Luftraumüberwachung. Sie sind mittlerweile durchaus bereit, darüber zu reden, dass man nicht ohne Flugzeug auskommt. Aber jetzt kritisieren Sie, dass wir vielleicht im Jahre 2007 diese Flugzeuge nicht mehr erhalten. – Da gibt es kein Tranchenproblem. Die Wahrheit ist, dass es ein exzellentes, zeitgerechtes, modernes, europäisches Fluggerät gibt, das bestellt worden ist, und dann gibt es eine optimierte Software, die dann bei der „zweiten Tranche“ – unter Anführungszeichen – mit dabei ist. (Abg. Mag. Kogler: Lesen Sie den Vertrag vor!)
Abg. Mag. Kogler: Die laufen Ihnen davon!
Wir bekommen zeitgerecht die Zulieferung mit der entsprechenden Ausstattung während der jetzt genannten Tranche zwei. Machen Sie sich keine Sorgen, wir bekommen die Flugzeuge, und die Gegengeschäfte laufen. (Abg. Mag. Kogler: Die laufen Ihnen davon!) Auch Herr Androsch von FACC bestätigt uns, dass er froh darüber ist und jetzt ein neues Werk errichten will. Ihnen wird doch auch der Arbeitsplatz ein Anliegen sein, so nehme ich an. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das sind die teuersten Arbeitsplätze in Österreich!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das sind die teuersten Arbeitsplätze in Österreich!
Wir bekommen zeitgerecht die Zulieferung mit der entsprechenden Ausstattung während der jetzt genannten Tranche zwei. Machen Sie sich keine Sorgen, wir bekommen die Flugzeuge, und die Gegengeschäfte laufen. (Abg. Mag. Kogler: Die laufen Ihnen davon!) Auch Herr Androsch von FACC bestätigt uns, dass er froh darüber ist und jetzt ein neues Werk errichten will. Ihnen wird doch auch der Arbeitsplatz ein Anliegen sein, so nehme ich an. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das sind die teuersten Arbeitsplätze in Österreich!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wo sind die Arbeitsplätze? In Österreich?
Wie reden Sie eigentlich über den Erzeuger EADS! Wissen Sie überhaupt, über wen Sie da reden? Wissen Sie, wie viele bei EADS arbeiten? Wissen Sie, was dort produziert wird? Ist Ihnen das bewusst? Und Sie machen EADS bei jeder Gelegenheit schlecht, dass sie nicht in der Lage sind, zu liefern, kein ordentliches Gerät liefern und so weiter. Sind Ihnen die Arbeitsplätze egal, frage ich Sie! (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo sind die Arbeitsplätze? In Österreich?) Das spielt für Sie offensichtlich keine Rolle. Der Linkspopulismus ist da offensichtlich Ihre Triebkraft – und sonst nichts! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wie reden Sie eigentlich über den Erzeuger EADS! Wissen Sie überhaupt, über wen Sie da reden? Wissen Sie, wie viele bei EADS arbeiten? Wissen Sie, was dort produziert wird? Ist Ihnen das bewusst? Und Sie machen EADS bei jeder Gelegenheit schlecht, dass sie nicht in der Lage sind, zu liefern, kein ordentliches Gerät liefern und so weiter. Sind Ihnen die Arbeitsplätze egal, frage ich Sie! (Abg. Dr. Gusenbauer: Wo sind die Arbeitsplätze? In Österreich?) Das spielt für Sie offensichtlich keine Rolle. Der Linkspopulismus ist da offensichtlich Ihre Triebkraft – und sonst nichts! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, dass wir selbstverständlich die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses ablehnen, liegt wohl auf der Hand. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Wir wissen, was kommt, wenn eine Dringliche Anfrage oder ein Dringlicher Antrag eingebracht wird, denn wir haben das seit dem Jahre 2000 schon insgesamt zirka 30 Mal miterleben können: 30 Mal dieselben Argumente, dieselben falschen Behauptungen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Wir konnten dann 30 Mal das richtig stellen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.
Bei den 30 Mal kamen die Herrschaften Gusenbauer und Cap dran; manchmal umgekehrt, nämlich zuerst Cap und dann Gusenbauer. Heute gab es eine neue Kombination: Cap und Kräuter. Vielleicht darf einmal auch Kollege Gaál eine Dringliche Anfrage hier begründen; er kennt sich nämlich in der Sicherheitspolitik wirklich aus. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) Kollege Gaál weiß ganz genau, dass wir diese Luftraumüberwachung brauchen und dass es ein Unsinn ist, dass die Tschechen oder die Ungarn unseren Luftraum mit überwachen – eine Lösung, die Sie auch schon vorgeschlagen haben – oder dass man Lenkwaffen anschafft, also dass man zuerst runterschießt und dann schaut, wer da oben drüberfliegt.
Abg. Mag. Kogler: Wo denn?
Ich sage Ihnen: Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn sich Österreich vom Beginn an an einem solchen Hochtechnologieprojekt beteiligt hätte, denn das hätte massiv für uns Arbeitsplätze gebracht und Technologietransfer nach Österreich bedeutet. (Abg. Mag. Kogler: Wo denn?) Ich weiß nicht, ob Sie wirklich da dafür gewesen wären. Da hätten Sie es nämlich in der Hand gehabt, denn das war in den achtziger Jahren und in den neunziger Jahren die Entscheidung, aber da haben Sie das ja noch anders gesehen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Der Scheibner ist gegen Wien! Der Scheibner hat ein Problem mit Wien!
Einer hat Akteneinsicht gehabt, nämlich der Rechnungshof, und zwar in alle Unterlagen. Aber dem vertrauen Sie anscheinend nicht, nämlich so wenig, dass Sie nicht einmal bei den Sitzungen des Rechnungshofausschusses dabei sind, wo genau diese Frage debattiert worden ist. Dort hätten Sie ja die Details abfragen und Ihre Kritik äußern können, aber diese Sitzungen haben Sie „geschwänzt“. Ich weiß schon, es war die Sitzung wieder am Abend, vielleicht waren Sie da in einer SPÖ-Sektion in Hernals und haben dort wieder den Vergleich mit dem Autohändler gebracht. Das mag vielleicht populistisch angenehmer sein, aber Seriosität, die in dieser Frage angebracht wäre, ist das sicherlich nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Der Scheibner ist gegen Wien! Der Scheibner hat ein Problem mit Wien!)
Abg. Dr. Niederwieser: Ich glaube, damit können auch Sie nichts anfangen! Sie lesen das nur vor!
Wenn man sich den Unterschied zwischen Tranche 1 und Tranche 2 anschaut, dann muss man sagen: Ja, natürlich, das Upgrading bei der Software ist schon wichtig! Wir werden halt jetzt für einige Zeit bei sechs Flugzeugen, wie ich gehört habe, nur das zweitbeste Flugzeug der Welt haben und nach einem Jahr dann das beste Flugzeug der Welt, wenn das upgegradet ist. Aber ich weiß nicht, ob Sie damit viel anfangen können, dass der erweiterte Symbolgeneratorcomputer dann upgegradet wird, dass die integrierte Überwachung und Aufzeichnung dann upgegradet werden, dass das Datalinksystem Attack and Identification dann upgegradet wird. (Abg. Dr. Niederwieser: Ich glaube, damit können auch Sie nichts anfangen! Sie lesen das nur vor!)
Abg. Gaál: Nein!
Ich nehme an, dass Sie schon wissen, was ein Bomber, ein Kampfbomber ist. Ein Kampfbomber ist ein Fluggerät, das von der Luft aus ein Bodenziel bombardiert. (Abg. Gaál: Nein!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Das wollen wir nicht! Ein solches Gerät haben wir daher auch nicht angeschafft, sondern wir haben ein Luftraumüberwachungsflugzeug angeschafft, das die Sicherheit in der Luft organisiert und keine Bodenunterstützung unternimmt. Deshalb ist dieser große Teil des Upgradings der Tranche 2 für Österreich gar nicht aktuell und wird auch nicht abgerufen werden. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sie sind selber so! Wie der Schelm denkt, so ist er! – Gegenrufe bei der SPÖ.
Zu Ihrem Vorwurf der Manipulation muss ich schon auch etwas sagen, obwohl es mich bei Ihnen ja nicht einmal mehr ärgert, wenn Sie hier von „Manipulation“ und „Korruption“ sprechen; auch Kollege Jarolim hat das hier dazwischengerufen. Nur: Ich muss wirklich fragen: Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit solchen Projekten gemacht, wenn Sie das alles gleich so glauben? (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: Sie sind selber so! Wie der Schelm denkt, so ist er! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Völlig falsch!
Die Staatsanwaltschaft hat alles geprüft. Jetzt hat der Rechnungshof drei Mal geprüft (Abg. Mag. Kogler: Völlig falsch!) und gesagt: Nur diese Entscheidung war richtig! – Ich möchte nicht wissen, was Sie gesagt hätten, wenn wir anders entschieden hätten.
Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Die Kommission im Heer hat so entschieden. Das haben wir ohnehin schon x-Mal hier angeführt. Aber Ihrem heiteren Gesicht – na, jetzt sind Sie ein bisschen eingeschlafen, habe ich gemerkt. Zumindest die Heiterkeit ist gewichen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) Sie wissen ja, Herr Kollege Cap, das war wieder der Jargon von der Sektion Hernals: das „eingeschlafene Gesicht“. Daran merkt man, dass Ihre eigene Aktion in die Hose gegangen ist. So wie bei allen anderen 30 Initiativen gegen die Eurofighter beziehungsweise gegen die Luftraumüberwachung ist auch diese Ihre Aktion hier und heute in die Hose gegangen. Stichwort: Sektion Hernals.
Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Das wird auch in Zukunft so sein. Und ich sage Ihnen: Ich freue mich schon immer auf diese Diskussionen hier, denn sonst ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) Uns schläft nicht das Gesicht ein, Herr Kollege Cap, sondern wir sind stolz darauf, dass wir, meine Fraktion – nicht nur in der Regierung, so wie bei Ihnen, sondern selbst in der Oppositionszeit –, diesem Populismus nicht nachgekommen sind (ironische Heiterkeit bei der SPÖ) und nicht gesagt haben: Das alles wollen wir nicht, da sind wir dagegen! Ganz im Gegenteil: Wir sind der Meinung, bei der Sicherheit hört sich der Populismus auf!
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Das wird auch in Zukunft so sein. Und ich sage Ihnen: Ich freue mich schon immer auf diese Diskussionen hier, denn sonst ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) Uns schläft nicht das Gesicht ein, Herr Kollege Cap, sondern wir sind stolz darauf, dass wir, meine Fraktion – nicht nur in der Regierung, so wie bei Ihnen, sondern selbst in der Oppositionszeit –, diesem Populismus nicht nachgekommen sind (ironische Heiterkeit bei der SPÖ) und nicht gesagt haben: Das alles wollen wir nicht, da sind wir dagegen! Ganz im Gegenteil: Wir sind der Meinung, bei der Sicherheit hört sich der Populismus auf!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Jakob Auer: Heute war Scheibner exzellent!
Da muss man manchmal das Unangenehme, aber Notwendige entscheiden. Das ist so bei der Luftraumüberwachung! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Jakob Auer: Heute war Scheibner exzellent!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Das geht so nicht!
Recht darauf hat! – Punkt. Das ist alles. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Das geht so nicht!)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Das ist nicht nur vernünftig, das ist nicht nur angemessen, sondern das schreiben auch die österreichischen Gesetze vor. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ
Zum Ersten: Der „bekannte“ Jurist, Staatssekretär Morak (ironische Heiterkeit bei der SPÖ), der „Burg-Jurist“ Morak hat uns erklärt, dass der Amtsverschwiegenheit alles unterliegt, was umfassende Landesverteidigung ist.
Abg. Öllinger: Zuzutrauen wäre es schon!
Ja glauben Sie wirklich, dass das geht? Glauben Sie wirklich, dass sich jeder Minister und jeder Geschäftsmann zusammensetzen und sagen können: Für die vorliegende Ausschreibung, für die vorliegende Vergabe schließen wir einen Vertrag, mit dem wir das Fragerecht des Nationalrates aufheben!? Glauben Sie wirklich, dass das Ihnen und Ihren Freunden in der Rüstungsindustrie zusteht? (Abg. Öllinger: Zuzutrauen wäre es schon!) Glauben Sie, dass Sie über den Gesetzen stehen, über der Geschäftsordnung stehen, über der Bundesverfassung stehen? (Abg. Öllinger: Die glauben das!)
Abg. Öllinger: Die glauben das!
Ja glauben Sie wirklich, dass das geht? Glauben Sie wirklich, dass sich jeder Minister und jeder Geschäftsmann zusammensetzen und sagen können: Für die vorliegende Ausschreibung, für die vorliegende Vergabe schließen wir einen Vertrag, mit dem wir das Fragerecht des Nationalrates aufheben!? Glauben Sie wirklich, dass das Ihnen und Ihren Freunden in der Rüstungsindustrie zusteht? (Abg. Öllinger: Zuzutrauen wäre es schon!) Glauben Sie, dass Sie über den Gesetzen stehen, über der Geschäftsordnung stehen, über der Bundesverfassung stehen? (Abg. Öllinger: Die glauben das!)
Abg. Scheibner: Ich habe gar nichts ausgemacht!
Glauben Sie, dass etwas, was man in diesem Hohen Haus selbstverständlich nicht als Schiebung bezeichnen darf, aber für das man keinen anderen Begriff findet, rechtfertigt, Gesetze serienweise zu brechen, sich über die Rechte des Nationalrates hinwegzusetzen und zu sagen: Ich bin’s, der Herbert Scheibner, und ich habe das mit den Herren aus München ausgemacht? – Das reicht nicht! (Abg. Scheibner: Ich habe gar nichts ausgemacht!) Entschuldigung! – Herbert Scheibner war die Vorgeschichte. Günther Platter hat das unterschrieben, hat das unterschriftsmäßig ausgebadet, was Herbert Scheibner auf Veranlassung des Finanzministers einlassen musste. (Abg. Scheibner: Völlig falsch!)
Abg. Scheibner: Völlig falsch!
Glauben Sie, dass etwas, was man in diesem Hohen Haus selbstverständlich nicht als Schiebung bezeichnen darf, aber für das man keinen anderen Begriff findet, rechtfertigt, Gesetze serienweise zu brechen, sich über die Rechte des Nationalrates hinwegzusetzen und zu sagen: Ich bin’s, der Herbert Scheibner, und ich habe das mit den Herren aus München ausgemacht? – Das reicht nicht! (Abg. Scheibner: Ich habe gar nichts ausgemacht!) Entschuldigung! – Herbert Scheibner war die Vorgeschichte. Günther Platter hat das unterschrieben, hat das unterschriftsmäßig ausgebadet, was Herbert Scheibner auf Veranlassung des Finanzministers einlassen musste. (Abg. Scheibner: Völlig falsch!)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Ich gehe davon aus und frage Sie, Herr Verteidigungsminister, ob Sie Kenntnis davon haben, dass die Firma Magna im Zusammenhang mit dem Eurofighter-Geschäft der Industriellenvereinigung einen hohen Euro-Betrag überwiesen hat, der an die ÖVP weiter überwiesen worden ist. Das ist die Schüsselfrage! (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Murauer: Er erzählt einfach etwas! Das ist eine bodenlose Sache!
In dieser Deklaration, unter dem Punkt „Interessenvertretungen“, hat die ÖVP im Jahre 2003 314 000 € erhalten. (Abg. Murauer: Er erzählt einfach etwas! Das ist eine bodenlose Sache!) Ich frage die Damen und Herren von der ÖVP: Von welchen Firmen haben Sie, gewaschen über die Industriellenvereinigung, diese 314 000 € erhalten? Wie viel haben Sie im Jahre 2004 erhalten? Warum ist das in der Industriellenvereinigung gewaschen worden? Warum konnten sich die Spender aus der Industrie nicht zu ihren Spenden bekennen?
Abg. Murauer: Und dann sind Sie munter geworden!
Das erste Mal gibt es die Möglichkeit eines klaren Motivs, und dieses klare Motiv heißt „Daimler Benz“, heißt „Interesse Magna“, heißt „Industriellenvereinigung“, heißt „legale Geldwäsche“ und heißt „Finanzierung der ÖVP“. Da wollen wir Fragen stellen, und da wollen wir Fragen beantwortet haben! (Abg. Murauer: Und dann sind Sie munter geworden!)
Abg. Murauer: Legen Sie Ihre Träume ab!
Legen Sie endlich die gewaschenen Spenden (Abg. Murauer: Legen Sie Ihre Träume ab!) und die verheimlichten Namen der Spender auf den Tisch! Dann wissen wir möglicherweise, warum Sie als Partei aus dem Eurofighter-Vertrag nicht mehr rauskommen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Deswegen meine beiden Vorschläge: Steigen wir aus, um den Schaden zu minimieren! Und legen Sie endlich Ihre Parteifinanzen in diesem Zusammenhang und auch im Interesse der Aufklärung der Motive bei diesem Eurofighter-Debakel offen! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Landesverteidigung Günther Platter: Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Zuerst möchte ich mich von solchen Anschuldigungen, wie sie Abgeordneter Pilz hier soeben gemacht hat, ganz klar distanzieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mein wichtigstes Credo in der politischen Arbeit ist es, sauber und korrekt zu arbeiten. Sie beleidigen mich persönlich, wenn Sie solche Anschuldigungen machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir haben über die Notwendigkeit der Luftraumüberwachung hier in diesem Hohen Hause oft diskutiert – und ich orte schon einen breiten Konsens dafür, dass es notwendig ist, eine aktive Luftraumüberwachung durchzuführen. Meine Aufgabe und meine Verantwortung ist es, für eine lückenlose Luftraumüberwachung zu sorgen! Würde man aus diesem Vertrag aussteigen, würde das einen Stopp der Luftraumüberwachung bedeuten. Und das wird diese Bundesregierung zweifellos nicht zulassen! Wir brauchen das! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Weil sie davongerannt sind!
Ich möchte Sie nun über einige Fakten informieren; das war im Rechnungshofausschuss leider nicht möglich, da Sie nicht anwesend waren. (Abg. Murauer: Weil sie davongerannt sind!) Im Eurofighter-Vertrag ist geregelt, dass wir vom Jahre 2007 bis zum Jahre 2009 18 Eurofighter der Tranche 2 erhalten werden. Ich bin meinen Experten sehr dankbar dafür, dass sie verantwortungsvollerweise vertraglich abgesichert haben, dass, falls die Tranche 2 nicht fristgerecht geliefert werden kann, zunächst Eurofighter der Tranche 1 – fabriksneu! – geliefert werden, welche dann auf Kosten der Eurofighter GmbH auf den Standard von Tranche 2 adaptiert werden. (Abg. Mag. Kogler: Weil die schon gewusst haben, dass sie nicht lieferfähig sind!)
Abg. Mag. Kogler: Weil die schon gewusst haben, dass sie nicht lieferfähig sind!
Ich möchte Sie nun über einige Fakten informieren; das war im Rechnungshofausschuss leider nicht möglich, da Sie nicht anwesend waren. (Abg. Murauer: Weil sie davongerannt sind!) Im Eurofighter-Vertrag ist geregelt, dass wir vom Jahre 2007 bis zum Jahre 2009 18 Eurofighter der Tranche 2 erhalten werden. Ich bin meinen Experten sehr dankbar dafür, dass sie verantwortungsvollerweise vertraglich abgesichert haben, dass, falls die Tranche 2 nicht fristgerecht geliefert werden kann, zunächst Eurofighter der Tranche 1 – fabriksneu! – geliefert werden, welche dann auf Kosten der Eurofighter GmbH auf den Standard von Tranche 2 adaptiert werden. (Abg. Mag. Kogler: Weil die schon gewusst haben, dass sie nicht lieferfähig sind!)
Abg. Mag. Kogler: Legen Sie ihn doch offen!
Grund für die Lieferschwierigkeiten ist, dass es im britischen Parlament auch auf Grund von Wahlen nicht möglich war, der Firma Eurofighter GmbH rechtzeitig das Go für die Tranche 2 zu geben. Deshalb werden sechs Eurofighter der Tranche 1 geliefert, die dann auf Tranche 2 adaptiert werden, und zwar auf Kosten der Firma Eurofighter GmbH; zwölf Eurofighter werden aus Tranche 2 geliefert. – Das heißt, das ist eindeutig vertragskonform! (Abg. Mag. Kogler: Legen Sie ihn doch offen!) Ich bin froh, dass unsere Experten diese Möglichkeit eingefügt haben.
Abg. Mag. Kogler: Natürlich!
Wieso empfiehlt der das, wenn es eh drinnen steht? Das ist ein Widerspruch!) Genau das haben wir auch vertraglich abgesichert. Aber der Rechnungshof – lesen Sie nach im Bericht! – hat diese Vorgangsweise nicht kritisiert. (Abg. Mag. Kogler: Natürlich!) Während der parlamentarischen Debatte, als Ihnen der Bericht vorgelegt wurde, haben Sie überhaupt nicht auf diesen Umstand hingewiesen. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung Grüne –: Habt ihr geschlafen?)
Ruf bei der ÖVP – in Richtung Grüne –: Habt ihr geschlafen?
Wieso empfiehlt der das, wenn es eh drinnen steht? Das ist ein Widerspruch!) Genau das haben wir auch vertraglich abgesichert. Aber der Rechnungshof – lesen Sie nach im Bericht! – hat diese Vorgangsweise nicht kritisiert. (Abg. Mag. Kogler: Natürlich!) Während der parlamentarischen Debatte, als Ihnen der Bericht vorgelegt wurde, haben Sie überhaupt nicht auf diesen Umstand hingewiesen. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung Grüne –: Habt ihr geschlafen?)
Abg. Mag. Molterer: Da wart ihr ja nicht dabei! Da seid ihr ausgezogen! Das kommt davon, wenn man davonrennt!
Von einer Geheimniskrämerei oder sonst etwas kann also überhaupt nicht die Rede sein; ich habe das sehr seriös dem Ausschuss berichtet! (Abg. Mag. Molterer: Da wart ihr ja nicht dabei! Da seid ihr ausgezogen! Das kommt davon, wenn man davonrennt!) Leider waren Sie nicht dabei! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Von einer Geheimniskrämerei oder sonst etwas kann also überhaupt nicht die Rede sein; ich habe das sehr seriös dem Ausschuss berichtet! (Abg. Mag. Molterer: Da wart ihr ja nicht dabei! Da seid ihr ausgezogen! Das kommt davon, wenn man davonrennt!) Leider waren Sie nicht dabei! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Ja, im Interesse des Vertragspartners!
Zur Frage der Vertragsoffenlegung: Ich habe bereits mehrmals gesagt und wiederhole es noch einmal, dass eine Offenlegung auf Grund der Amtsverschwiegenheit nicht möglich ist. Zum Ersten enthält der Vertrag technische Bestimmungen, deren Geheimhaltung im Interesse der umfassenden Landesverteidigung geboten ist. Ich verweise auf Artikel 20 Abs. 3 des Bundes-Verfassungsgesetzes. Zum Zweiten enthält der Vertrag kaufmännische Bestimmungen, deren Geheimhaltung im Interesse des Vertragspartners liegt. (Abg. Mag. Kogler: Ja, im Interesse des Vertragspartners!) Aus diesen Gründen ist eine Offenlegung des Beschaffungsvertrages nicht möglich.
Abg. Murauer: Das hat die SPÖ vergessen!
Meine Damen und Herren! Aus eben diesen Gründen wurde noch nie auch nur irgendein militärischer Beschaffungsvertrag offen gelegt. Herr Staatssekretär Morak hat es schon gesagt: Im Jahre 1987 gab es dieselbe Debatte. Der Unterausschuss hat verlangt, dass der Draken-Vertrag offen gelegt werde. Und aus genau den erwähnten Gründen wurde das damals nicht gemacht. (Abg. Murauer: Das hat die SPÖ vergessen!) Sie können sich sicherlich daran erinnern, wer damals Bundeskanzler war, nämlich Dr. Franz Vranitzky. Er hat sich dazu geäußert und gesagt, er fände es gut, dass dieser Vertrag nicht veröffentlicht wird, weil es nicht machbar ist! – Und das, was damals gegolten hat, hat auch heute noch zu gelten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Aus eben diesen Gründen wurde noch nie auch nur irgendein militärischer Beschaffungsvertrag offen gelegt. Herr Staatssekretär Morak hat es schon gesagt: Im Jahre 1987 gab es dieselbe Debatte. Der Unterausschuss hat verlangt, dass der Draken-Vertrag offen gelegt werde. Und aus genau den erwähnten Gründen wurde das damals nicht gemacht. (Abg. Murauer: Das hat die SPÖ vergessen!) Sie können sich sicherlich daran erinnern, wer damals Bundeskanzler war, nämlich Dr. Franz Vranitzky. Er hat sich dazu geäußert und gesagt, er fände es gut, dass dieser Vertrag nicht veröffentlicht wird, weil es nicht machbar ist! – Und das, was damals gegolten hat, hat auch heute noch zu gelten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: Falsch!
Meine Damen und Herren, zum Schluss: Wir bekommen vertragskonform 18 Eurofighter. Wir bekommen diese Eurofighter fabriksneu in der bestellten Qualität. Der Kauf des Eurofighter wurde mitsamt dem Vertrag vom Rechnungshof genauestens überprüft, dieser ist zum Ergebnis gekommen, dass die Typenentscheidung zugunsten der Eurofighter zutreffend, dass die Bestbieterermittlung schlüssig und nachvollziehbar war (Abg. Mag. Kogler: Falsch!) und dass es keine Anzeichen von Manipulation und Geschenkannahme gegeben hat.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Somit ist in der Zukunft eine lückenlose Luftraumüberwachung in Österreich möglich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Gaál. 7 Minuten Wunschredezeit, 10 Minuten gesetzliche Redezeit. (Zwischenrufe bei der ÖVP in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Gaál.)
Abg. Neudeck: „Immer wieder“!
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Es ist ja heute wiederholt die Luftraumüberwachung dezidiert angesprochen worden, zuletzt vom Herrn Bundesminister, aber auch vom Herrn Staatssekretär – sehr würdevoll vorgetragen – und den Kollegen Murauer und Klubobmann Scheibner. Bleiben wir bei der Wahrheit! Bleiben wir seriös, wie es du, lieber Freund Scheibner, hier verlangt hast – was wir ja ohnedies immer wieder sind. (Abg. Neudeck: „Immer wieder“!)
Abg. Neudeck: Du hast gesagt, du bleibst bei der Wahrheit, Toni!
Kollege Murauer behauptet, die Bundesregierung habe all das ausfinanziert. – Also bitte, bis heute gibt es kein schlüssiges Finanzierungskonzept! Und Herr Bundesminister Grasser sagt nach wie vor, dieses Kriegsgerät sei nicht finanzierbar und nicht leistbar, meine Damen und Herren! (Abg. Neudeck: Du hast gesagt, du bleibst bei der Wahrheit, Toni!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie behaupten, die SPÖ sei gegen Luftraumüberwachung. – Auch hier der Wahrheit Ehre gebend: Ihr habt uns niemals die Chance gegeben, hier nein zu sagen. Diese Bundesregierung ist ohne Wenn und Aber drübergefahren und hat diesen Kauf durchgezogen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Murauer: Deutschland, England, ... Spanien ...!
Meine Damen und Herren! Niemand weiß, wie es in Europa weitergeht! Wir sind dabei, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik zu verwirklichen. Wir arbeiten gemeinsam am Friedensprojekt Europa – und Sie kommen mit Kampfbombern daher, die niemand braucht, weder in Europa noch in Österreich! (Abg. Murauer: Deutschland, England, ... Spanien ...!) Es besteht hier kein Bedarf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Niemand weiß, wie es in Europa weitergeht! Wir sind dabei, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik zu verwirklichen. Wir arbeiten gemeinsam am Friedensprojekt Europa – und Sie kommen mit Kampfbombern daher, die niemand braucht, weder in Europa noch in Österreich! (Abg. Murauer: Deutschland, England, ... Spanien ...!) Es besteht hier kein Bedarf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.
Sie werden erst 2010/2012 voll einsatzfähig sein. Und das, Herr Bundesminister, steht in krassem Widerspruch zu den Ausschreibungskriterien und zu den Vergaberichtlinien. Das ist für mich eine schwere Missachtung der Sorgfaltspflicht dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz.)
Abg. Scheibner: Die Kommission war dafür!
Wir haben von Anfang an gesagt, dass sich die Eurofighter-Beschaffung als Fass ohne Boden erweisen wird und ein Beschaffungsstopp vorzunehmen ist. Und im Ressort haben sich – noch unter deiner Amtsführung, Kollege Scheibner – sämtliche verantwortliche Generäle, höchste Beamte und Experten, gegen die Beschaffung des Eurofighters ausgesprochen. (Abg. Scheibner: Die Kommission war dafür!) Wir haben gemeinsam den Schlussakt gesehen, in dem alles gestanden ist, nur nicht der Kauf von Eurofightern. Das hat uns natürlich alle überrascht. (Abg. Mag. Kogler: Die sind alle pensioniert worden!)
Abg. Mag. Kogler: Die sind alle pensioniert worden!
Wir haben von Anfang an gesagt, dass sich die Eurofighter-Beschaffung als Fass ohne Boden erweisen wird und ein Beschaffungsstopp vorzunehmen ist. Und im Ressort haben sich – noch unter deiner Amtsführung, Kollege Scheibner – sämtliche verantwortliche Generäle, höchste Beamte und Experten, gegen die Beschaffung des Eurofighters ausgesprochen. (Abg. Scheibner: Die Kommission war dafür!) Wir haben gemeinsam den Schlussakt gesehen, in dem alles gestanden ist, nur nicht der Kauf von Eurofightern. Das hat uns natürlich alle überrascht. (Abg. Mag. Kogler: Die sind alle pensioniert worden!)
Rufe bei der ÖVP: Oij!
Meine Damen und Herren! Ich kann nur sagen, es ist unfassbar, wie leichtfertig diese Bundesregierung mit schwer verdientem Steuergeld umgeht! Das wird Ihnen die Bevölkerung nicht verzeihen. Dafür wird Ihnen die Rechnung präsentiert werden, frühestens bei den Landtagswahlen, aber auch bei den Nationalratswahlen. Dann wird wieder die SPÖ die Hauptverantwortung in diesem Land haben (Rufe bei der ÖVP: Oij!), und dann wird es ein Nein zu dieser Eurofighter-Beschaffung geben! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Ich kann nur sagen, es ist unfassbar, wie leichtfertig diese Bundesregierung mit schwer verdientem Steuergeld umgeht! Das wird Ihnen die Bevölkerung nicht verzeihen. Dafür wird Ihnen die Rechnung präsentiert werden, frühestens bei den Landtagswahlen, aber auch bei den Nationalratswahlen. Dann wird wieder die SPÖ die Hauptverantwortung in diesem Land haben (Rufe bei der ÖVP: Oij!), und dann wird es ein Nein zu dieser Eurofighter-Beschaffung geben! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Gegenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Amon. 6 Minuten Wunschredezeit. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Nein, die steirische ÖVP!
Zweitens ist es ganz interessant, dass heute versucht wird, einmal mehr Mitglieder der Bundesregierung, Mitglieder der Politik, wenn man es so ganz allgemein sagen darf – denn Sie bleiben ja immer eher im Allgemeinen, Sie werden ja nicht konkret –, zu kriminalisieren. (Abg. Mag. Kogler: Nein, die steirische ÖVP!) Und das ist höchst problematisch, Kollege Kogler – und es passt eh gut, dass du da aus der ersten Reihe dazwischenrufst, was du gar nicht darfst, wie du weißt, weil du nicht auf deinem an-
Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Öllinger – die Hand in die Höhe haltend –: Bitte, Herr Lehrer!
gestammten Sitzplatz sitzt. (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Öllinger – die Hand in die Höhe haltend –: Bitte, Herr Lehrer!)
Abg. Mag. Kogler: So ein Unfug!
Lieber Kollege Kogler, mich hätte sehr interessiert, zu erfahren, wie die Grünen reagiert hätten, wenn die Entscheidung tatsächlich zugunsten des Saab Gripen gefallen wäre. (Abg. Mag. Kogler: So ein Unfug!) Das ist höchst unglaubwürdig, was die Grünen hier betreiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Lieber Kollege Kogler, mich hätte sehr interessiert, zu erfahren, wie die Grünen reagiert hätten, wenn die Entscheidung tatsächlich zugunsten des Saab Gripen gefallen wäre. (Abg. Mag. Kogler: So ein Unfug!) Das ist höchst unglaubwürdig, was die Grünen hier betreiben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Hubschrauber!
Was ist nun das Alternativmodell der SPÖ? – Das Alternativmodell der SPÖ zur Beschaffung des Eurofighters ist: keine Luftraumüberwachungsflugzeuge. Ich habe das, glaube ich, so richtig verstanden. (Ruf bei der SPÖ: Hubschrauber!) – Ich höre gerade den Zwischenruf „Hubschrauber!“. Das passt mir auch wunderbar, denn heute am Vormittag, als wir über die Entschädigung der Hochwasseropfer diskutiert haben, haben Sie von der SPÖ gemeint, eigentlich bräuchten wir mehr Hubschrauber. Da ist es doch ganz interessant, dass Sie diejenigen waren, die sich auch bei der Hubschrauberbeschaffung ganz gleich verhalten haben: Sie haben gesagt, wir würden Kampfhubschrauber beschaffen. Da hat dann das Unglück in Galtür passieren müssen – als uns Nato-Hubschrauber geholfen haben, die betroffenen Menschen ausfliegen zu können –, damit Sie der Beschaffung dieser Hubschrauber zugestimmt haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!
Was ist nun das Alternativmodell der SPÖ? – Das Alternativmodell der SPÖ zur Beschaffung des Eurofighters ist: keine Luftraumüberwachungsflugzeuge. Ich habe das, glaube ich, so richtig verstanden. (Ruf bei der SPÖ: Hubschrauber!) – Ich höre gerade den Zwischenruf „Hubschrauber!“. Das passt mir auch wunderbar, denn heute am Vormittag, als wir über die Entschädigung der Hochwasseropfer diskutiert haben, haben Sie von der SPÖ gemeint, eigentlich bräuchten wir mehr Hubschrauber. Da ist es doch ganz interessant, dass Sie diejenigen waren, die sich auch bei der Hubschrauberbeschaffung ganz gleich verhalten haben: Sie haben gesagt, wir würden Kampfhubschrauber beschaffen. Da hat dann das Unglück in Galtür passieren müssen – als uns Nato-Hubschrauber geholfen haben, die betroffenen Menschen ausfliegen zu können –, damit Sie der Beschaffung dieser Hubschrauber zugestimmt haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Das stimmt doch nicht!)
Abg. Gradwohl: Am Freitag, 11 Uhr? Okay?
Ihre Alternative ist zunächst einmal, dagegen zu sein. Sie sind dagegen, dass diese Flugzeuge beschafft werden. Ich würde gerne Herrn Gradwohl, meinen Kollegen aus der Region Aichfeld-Murboden einladen, mit mir – wenn es geht, gleich in den nächsten Tagen – in die Kaserne Zeltweg zu gehen und dort zu sagen, dass wir diese Flugzeuge nicht beschaffen. (Abg. Gradwohl: Am Freitag, 11 Uhr? Okay?) 2 000 Arbeitsplätze wären dahin – 2 000 Arbeitsplätze in der Region, die dahin wären, wenn wir diese Beschaffung nicht vornehmen. Und das hätten Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, zu verantworten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ihre Alternative ist zunächst einmal, dagegen zu sein. Sie sind dagegen, dass diese Flugzeuge beschafft werden. Ich würde gerne Herrn Gradwohl, meinen Kollegen aus der Region Aichfeld-Murboden einladen, mit mir – wenn es geht, gleich in den nächsten Tagen – in die Kaserne Zeltweg zu gehen und dort zu sagen, dass wir diese Flugzeuge nicht beschaffen. (Abg. Gradwohl: Am Freitag, 11 Uhr? Okay?) 2 000 Arbeitsplätze wären dahin – 2 000 Arbeitsplätze in der Region, die dahin wären, wenn wir diese Beschaffung nicht vornehmen. Und das hätten Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, zu verantworten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP.
Kollege Gradwohl, es ist ja ganz lustig, dass Sie da darüber schimpfen, wie laut dieses Fluggerät in der Region sein wird, denn: Was macht die SPÖ als Reaktion auf die Beschaffung und auf den Flughafen Zeltweg? Wie reagiert die SPÖ? Was macht der Fohnsdorfer Bürgermeister? – Er baut in der Einflugschneise eine Therme! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Eine Therme baut der Fohnsdorfer Bürgermeister in der Einflugschneise, weil die Flugzeuge dort so laut sind. Also mit diesem Projekt wünsche ich Ihnen alles Gute, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Danke für diese Aussage!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Danke für diese Aussage!
Kollege Gradwohl, es ist ja ganz lustig, dass Sie da darüber schimpfen, wie laut dieses Fluggerät in der Region sein wird, denn: Was macht die SPÖ als Reaktion auf die Beschaffung und auf den Flughafen Zeltweg? Wie reagiert die SPÖ? Was macht der Fohnsdorfer Bürgermeister? – Er baut in der Einflugschneise eine Therme! (Heiterkeit bei der ÖVP.) Eine Therme baut der Fohnsdorfer Bürgermeister in der Einflugschneise, weil die Flugzeuge dort so laut sind. Also mit diesem Projekt wünsche ich Ihnen alles Gute, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gradwohl: Danke für diese Aussage!)
Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?
Und als Letztes möchte ich noch – weil ich glaube, dass das einfach nicht in Ordnung ist, dass Sie hier alles so schlechtreden – hinzufügen: Immerhin gibt es Gegengeschäfte in einem Gesamtvolumen von 4 Milliarden €. Ein Teil dieser Gegengeschäfte ist mittlerweile abgewickelt. (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Daran hängen Hunderte, ja Tausende Arbeitsplätze! (Abg. Dr. Kräuter: Wo sind sie, die Arbeitsplätze?) Und es ist interessant, dass eine Partei, die immer von sich behauptet, sich um jeden Arbeitsplatz
Abg. Dr. Kräuter: Wo sind sie, die Arbeitsplätze?
Und als Letztes möchte ich noch – weil ich glaube, dass das einfach nicht in Ordnung ist, dass Sie hier alles so schlechtreden – hinzufügen: Immerhin gibt es Gegengeschäfte in einem Gesamtvolumen von 4 Milliarden €. Ein Teil dieser Gegengeschäfte ist mittlerweile abgewickelt. (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?) Daran hängen Hunderte, ja Tausende Arbeitsplätze! (Abg. Dr. Kräuter: Wo sind sie, die Arbeitsplätze?) Und es ist interessant, dass eine Partei, die immer von sich behauptet, sich um jeden Arbeitsplatz
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
zu kümmern, hier nichts anderes versucht, als durch ihre Vorschläge Arbeitsplätze zu vernichten. Dafür stehen wir nicht zur Verfügung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Bleibt es bei Freitag, 11 Uhr, Kollege Amon? – Abg. Grillitsch: 15 Uhr! – Abg. Gradwohl: Um 15 Uhr bin ich auch dabei!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Fauland. Wunschredezeit: 6 Minuten. Gesetzliche Redezeit: 10 Minuten. (Abg. Gradwohl: Bleibt es bei Freitag, 11 Uhr, Kollege Amon? – Abg. Grillitsch: 15 Uhr! – Abg. Gradwohl: Um 15 Uhr bin ich auch dabei!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Stadlbauer: Vorsichtig mit den Worten!
Es war heute wieder einmal äußerst beeindruckend, die sicherheitspolitische Kompetenz einer Sozialdemokratischen Partei hier am Rednerpult erleben zu dürfen, eine sicherheitspolitische Kompetenz, die mich sehr traurig stimmt, traurig deswegen, weil es neben der SPÖ – Gott sei Dank für die Sozialdemokratie in Europa! – keine andere Fraktion dieser Couleur gibt, die so fahrlässig mit der Sicherheit ihrer Bevölkerung umgeht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Stadlbauer: Vorsichtig mit den Worten!)
Ruf bei der SPÖ: Applaus! – Kein Applaus?
Sie aber stellen sich hier an dieses Rednerpult und sagen, alle anderen europäischen Länder hätten keine Ahnung von Sicherheitspolitik, Sie allein hätten den Stein der Weisen, denn nur Österreich alleine brauche keine Abfangjäger, alle anderen europäischen Nationen liefen sich da irgendwie tot! (Ruf bei der SPÖ: Applaus! – Kein Applaus?)
Abg. Mag. Kogler: Deshalb haben Sie diesen ehrfürchtigen Ton ...!
Was die Lieferzeiten betrifft, so meinte auch Kollege Gaál heute sehr pessimistisch, dass wir ihn nicht bekommen werden. – Das, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ, ist das erste Rumpf-Mittelstück des österreichischen Eurofighters fix und fertig in Manching. (Der Redner hält ein entsprechendes Plakat in die Höhe.) Bitte schön! (Abg. Mag. Kogler: Deshalb haben Sie diesen ehrfürchtigen Ton ...!) Nein, keinen ehrfürchtigen Ton, aber das als Beweis dafür, dass sich Ihre mangelnde Kenntnis
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Das war eine Vorserie!
über den Produktionsstand auch heute wieder einmal niedergeschlagen hat. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Das war eine Vorserie!)
Abg. Mag. Kogler: Hat er nicht!
Kollege Kräuter hat heute eine sehr interessante Aussage getroffen, die ich ihm eigentlich gar nicht zugetraut habe: Er hat dem Rechnungshof gegenüber sein Vertrauen ausgesprochen. Er hat gesagt, dem Rechnungshof traut er. – Umso mehr verwundert es mich, dass im vorliegenden Dringlichen Antrag die Kompetenz und auch die Funktionalität des Rechnungshofes latent angegriffen werden. Denn – der Herr Bundesminister hat das schon zitiert – im Gegensatz zu Ihrer nicht vorhandenen Anwesenheit im Rechnungshofausschuss, wo es um den dritten Bericht gegangen ist, hat der Rechnungshof damals schon klar dargestellt, dass Tranche 1 geliefert wird, wenn Tranche 2 nicht verfügbar ist, und dann, später, auf Kosten der Herstellerfirma nachgerüstet wird. (Abg. Mag. Kogler: Hat er nicht!) Hat er, beziehungsweise – ich korrigiere, um Kollegem Kogler Recht zu geben – er hat geschrieben, dass das noch offen ist, aber der Herr Bundesminister hat heute ganz klar erklärt, dass EADS die Kosten übernehmen wird.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Kollege Kräuter, ich möchte dich bitten, dich noch weiter zu entwickeln. Du wirst am Ende, so hoffe ich, einsehen, dass der Eurofighter für Österreich die richtige Entscheidung war. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Murauer – nicht von seinem Sitzplatz aus –: Deshalb sollen wir die Parteifinanzen offen legen, nur weil Sie eine kühne Behauptung aufstellen?
Es geht um zweierlei Offenlegungen in diesem Zusammenhang: erstens um die Offenlegung des Vertrages, wenigstens in den relevanten Bestandteilen, und zweitens um die Offenlegung Ihrer Parteifinanzen. Darauf geht niemand von Ihnen ein. Das sei Ihnen vorbehalten, aber darüber wird noch zu reden sein. (Abg. Murauer – nicht von seinem Sitzplatz aus –: Deshalb sollen wir die Parteifinanzen offen legen, nur weil Sie eine kühne Behauptung aufstellen?) Na selbstverständlich! (Abg. Murauer: Das ist auf Dauer unerträglich!) Sie haben Gelegenheit gehabt, dazu Stellung zu nehmen, und deshalb ist es sehr eigenartig, ...
Abg. Murauer: Das ist auf Dauer unerträglich!
Es geht um zweierlei Offenlegungen in diesem Zusammenhang: erstens um die Offenlegung des Vertrages, wenigstens in den relevanten Bestandteilen, und zweitens um die Offenlegung Ihrer Parteifinanzen. Darauf geht niemand von Ihnen ein. Das sei Ihnen vorbehalten, aber darüber wird noch zu reden sein. (Abg. Murauer – nicht von seinem Sitzplatz aus –: Deshalb sollen wir die Parteifinanzen offen legen, nur weil Sie eine kühne Behauptung aufstellen?) Na selbstverständlich! (Abg. Murauer: Das ist auf Dauer unerträglich!) Sie haben Gelegenheit gehabt, dazu Stellung zu nehmen, und deshalb ist es sehr eigenartig, ...
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es ist nicht so, dass der Herr Bundesminister diesen Begriff nicht verwenden würde, und wenn das militärtechnisch nicht in Ordnung ist, dann muss man ihn aufklären. Er hat am 6. Oktober 2004 im Rechnungshofausschuss ausdrücklich gesagt, dass man sich für die so genannte zweite Tranche entschieden hat. Das betont er, da schickt er ... (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich habe den Vorsitz geführt, aber er hat es sich auch nicht nehmen lassen, das später sogar noch in einer OTS kundzutun! OTS vom 6. Oktober 2004, Nummer 238, Platter: Man hat sich bewusst für die zweite Tranche entschieden.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
So ist es, und das setzt sich in einer Tour fort. Wir haben – ich habe nachgezählt – mindestens 20 Mal darauf hingewiesen, dass die Firma Eurofighter GesmbH selbst im Jahr 2007 nicht lieferfähig sein wird, um nämlich genau darauf hinzuweisen, dass sich dann das historische Fenster des Vertragsausstiegs öffnen wird. – Was haben Sie gemacht? Es stimmt offensichtlich, Sie haben den Vertrag, den Sie nicht herzeigen wollen, auch in diese Richtung noch rechtzeitig zugunsten der Firma Eurofighter GesmbH abgeändert: Wenn die Firma nicht auftragsgemäß liefern kann, soll sie eben das liefern, was gerade da ist. Deshalb rennt der deutsche Verteidigungsminister in der Gegend herum, schaut nach, was gerade da ist, und das soll dann angeliefert werden. – Das ist Ihre Vertragsverhandlung. Gratuliere! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
So verstricken Sie sich von einem Widerspruch in den nächsten und flüchten sich ins Durchschweigen und Aussitzen und Ja-nur-nichts-offen-Legen. Das ist Ihre Strategie. In Wahrheit werden Sie damit natürlich unsere Energien anheizen – weil hier von sozialer Wärme die Rede war –, diesen Untersuchungsausschuss einzusetzen, wenn es die erforderliche Mehrheit gibt. Wir werden heute am Ende dieser Sitzung darüber abstimmen. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Sie können sich noch lange darüber aufregen, ich erkläre Ihnen jetzt nämlich die Vorgänge im Rechnungshofausschuss noch einmal, weil das im Protokoll auch nicht unerwähnt bleiben soll.
Abg. Scheibner: Was heißt „Zeugen“, Herr Kollege? Das ist ja kein Untersuchungsausschuss!
Es gab viele Sitzungen des Rechnungshofausschusses, wo Auskunftsverweigerung geherrscht hat. Die wichtigsten Zeugen sollten mit Mehrheit sozusagen am Aussagen im Parlament gehindert werden. (Abg. Scheibner: Was heißt „Zeugen“, Herr Kollege? Das ist ja kein Untersuchungsausschuss!) Die Ladung ranghöchster Militärs, die sich alle aus eben diesen Gründen, die heute zutage treten, gegen diese Beschaffung ausgesprochen haben, haben Sie verhindert. Sie haben auch ganz andere Aufklärungsschritte verhindert. Anstatt uns Dokumente zu übermitteln, haben Sie irgendeinen Briefwechsel vorgelesen, der die Abgeordneten kalmieren sollte, weil eben jene Beamte nicht mehr aussagen durften.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Es ist noch nicht so weit, dass die Opposition Schrankenwärter für das Durchwacheln einer völlig verfehlten oder unverantwortlichen Regierungspolitik ist. Da müssen Sie schon in den eigenen Reihen Nachschau halten, um solche gewissenlosen Abgeordneten aufzutreiben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Kräuter: Der Bundeskanzler hat nichts zurückgenommen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Kogler, ich gebe Ihnen die Chance, den Vorwurf der „gewissenlosen Abgeordneten“ zurückzunehmen. Wollen Sie nicht noch einmal ans Rednerpult treten? Es wäre schön, wenn wir uns selbst mit einer gewissen Achtung behandeln. – Bitte. (Abg. Dr. Kräuter: Der Bundeskanzler hat nichts zurückgenommen!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Im Übrigen habe ich hier schon mehrmals gesagt, dass Abgeordnete einer bestimmten Fraktion ihr Gewissen an der Garderobe abgegeben haben, das hat Sie aber offensichtlich nicht so erregt. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich muss aber dazusagen, dass wir uns nicht wundern dürfen, wenn unser Prestige in der Öffentlichkeit ständig sinkt, wenn wir uns selber so beschuldigen. (Zahlreiche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident, ich denke, diese Worte sollten Sie auch an den Herrn Bundeskanzler richten. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, meine Damen und Herren, ist ÖVP-Politik: Das eine wird geredet, und das andere wird getan! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer steht an der Regierungsbank und spricht, der Rednerin den Rücken zuwendend, mit Bundesminister Platter. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Es hat im Übrigen immer schon Anlass für einen Ausstieg gegeben. Lassen Sie mich nur ein paar Details in Erinnerung rufen, schon allein deshalb, um die immer wiederkehrenden Vorwürfe des Abgeordneten Murauer und auch des Klubobmannes Scheibner, wir hätten immer wieder dieselben Argumente, entkräften zu können. Das stimmt nicht! Es geht Schlag auf Schlag, immer wieder passiert irgendetwas Neues. (Abg. Murauer steht an der Regierungsbank und spricht, der Rednerin den Rücken zuwendend, mit Bundesminister Platter. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Scheibner: Das ist mir jetzt zu kompliziert!
Wenn aber dieser Passus tatsächlich darin enthalten ist, ist das umso bemerkenswerter, da beim Vertragsabschluss im Jahr 2003 anscheinend schon davon ausgegangen wurde, dass die Lieferung nicht eingehalten werden kann (Abg. Scheibner: Das ist mir jetzt zu kompliziert!) – und das nenne ich grob fahrlässig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn aber dieser Passus tatsächlich darin enthalten ist, ist das umso bemerkenswerter, da beim Vertragsabschluss im Jahr 2003 anscheinend schon davon ausgegangen wurde, dass die Lieferung nicht eingehalten werden kann (Abg. Scheibner: Das ist mir jetzt zu kompliziert!) – und das nenne ich grob fahrlässig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Weil ich mich erkundige!
Das Problem ist: Abgeordneter Murauer weiß anscheinend mehr. Für ihn gilt dieses Gutachten anscheinend nicht. Er teilt uns ja mit, dass im Eurofighter-Vertrag für alle Eventualitäten vorgesorgt worden ist, dass der Eurofighter-Vertrag sicherstellt, dass Österreich keine Nachteile durch Liefer- oder Entwicklungsverzögerung hätte. Ich frage mich wirklich, woher er das weiß. (Abg. Murauer: Weil ich mich erkundige!) Oder gilt dieses verfassungsrechtliche Gutachten möglicherweise nur für die Abgeordneten der Oppositionsparteien? Das kann natürlich auch sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Zum Unterschied von Ihnen erkundige ich mich!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Zum Unterschied von Ihnen erkundige ich mich!
Das Problem ist: Abgeordneter Murauer weiß anscheinend mehr. Für ihn gilt dieses Gutachten anscheinend nicht. Er teilt uns ja mit, dass im Eurofighter-Vertrag für alle Eventualitäten vorgesorgt worden ist, dass der Eurofighter-Vertrag sicherstellt, dass Österreich keine Nachteile durch Liefer- oder Entwicklungsverzögerung hätte. Ich frage mich wirklich, woher er das weiß. (Abg. Murauer: Weil ich mich erkundige!) Oder gilt dieses verfassungsrechtliche Gutachten möglicherweise nur für die Abgeordneten der Oppositionsparteien? Das kann natürlich auch sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Zum Unterschied von Ihnen erkundige ich mich!)
Abg. Neudeck: Der Ausgang ist immer ungewiss bei einem Gericht!
Es gibt keine Gerichtsstandvereinbarung. Das heißt, im „worst case“ müssen wir davon ausgehen, dass der Gerichtsstandort im Ausland ist. Auch das bedeutet wieder: extrem teuer, sehr aufwendig, der Ausgang ist ungewiss, und es ist das sehr negativ für den Käufer, für die Republik Österreich. (Abg. Neudeck: Der Ausgang ist immer ungewiss bei einem Gericht!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Staatssekretär! Herr Minister! Sie haben jetzt die Chance der Aufklärung. Sie werden es wieder nicht tun, aber diese Frage müssen Sie sich gefallen lassen – jeder und jede kann sich selbst die Antwort drauf reimen –: Warum legen Sie den Vertrag nicht vor? Wem nützt die Nichtoffenlegung? – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Eder.
vornherein gewinnen. (Zwischenruf des Abg. Eder.) – So parteiisch sind die österreichischen Gerichte, glaube ich, nicht.
Abg. Mag. Kogler: In einem ÖVP-Umfeld!
Meine Damen und Herren! Wenn ich Kollegen Cap und auch Kollegen Kogler hier zuhöre, wenn sie ihre Verschwörungstheorien bringen – Geld kommt von da nach dort, da wird der bestochen, dort ist jener bestochen worden –, dann stellt sich für mich die Frage, in welchem Umfeld sie aufgewachsen sind. (Abg. Mag. Kogler: In einem ÖVP-Umfeld!)
Abg. Eder: Rosenstingl!
Ich habe mir das dann einmal angeschaut, weil ich mir gedacht habe, das könne doch nicht sein – so nach dem Motto meiner Großmutter: Wie der Schelm denkt, so ist er!, Kollege Cap –, und bin auf eine interessante Rede eines Kollegen aus dem Landtag gestoßen, der 57 Skandale der SPÖ der letzten 20 Jahre aufgezählt hat – und er hat gesagt, dass das nicht alle sind. 100 SPÖ-Mandatare, Funktionäre, Mitglieder und nahe stehende Wirtschaftsmanager wurden im Zusammenhang mit diesen Skandalen durchleuchtet, durch Untersuchungsausschüsse, Disziplinarkommissionen, Staatsanwaltschaften et cetera. Da fallen Namen wie Sekanina, Blecha, Huber, Hinterreiter, weiters ein Unterschriftenskandal in Kärnten, ein Stechkartenskandal in Kärnten – ich erspare Ihnen die Details –, und wir gehen weiter über Apfalter, Kirchweger, Tautner, Haiden, Schmidt, „Volkshilfe“-Aktion, bei der 73 Millionen einkassiert und nur 16 Millionen weitergeleitet wurden. (Abg. Eder: Rosenstingl!)
Abg. Eder: Da kennen wir genug!
Kollege Eder, ich bin im Moment bei der SPÖ, aber wenn du den einen Fall meinst (Abg. Eder: Da kennen wir genug!), nämlich Rosenstingl, dann kann ich sagen, das hat nicht auf die Partei abgefärbt, so wie das anscheinend bei euch der Fall ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Eder, ich bin im Moment bei der SPÖ, aber wenn du den einen Fall meinst (Abg. Eder: Da kennen wir genug!), nämlich Rosenstingl, dann kann ich sagen, das hat nicht auf die Partei abgefärbt, so wie das anscheinend bei euch der Fall ist! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Kollege, verlierst du auch einen Satz zur Sache? Einen Satz zur Sache!
Wenn ich mir den ehemaligen Landtagspräsidenten Hofmann von der „Volkshilfe“ anschaue, im Parlament den „Euroteam“-Ausschuss, bei „Euroteam“ sind Millionen verschwunden – damit im Zusammenhang stehen Namen wie Klima, Klima-Sohn et cetera. (Abg. Gradwohl: Kollege, verlierst du auch einen Satz zur Sache? Einen Satz zur Sache!) Es kommen weitere Namen: Gratz, Androsch, „Lucona“, Noricum, „Konsum“ (Abg. Gradwohl: Das ist absolut nicht zur Sache!), WEB, Rieger-Bank, Bank Burgenland.
Abg. Gradwohl: Das ist absolut nicht zur Sache!
Wenn ich mir den ehemaligen Landtagspräsidenten Hofmann von der „Volkshilfe“ anschaue, im Parlament den „Euroteam“-Ausschuss, bei „Euroteam“ sind Millionen verschwunden – damit im Zusammenhang stehen Namen wie Klima, Klima-Sohn et cetera. (Abg. Gradwohl: Kollege, verlierst du auch einen Satz zur Sache? Einen Satz zur Sache!) Es kommen weitere Namen: Gratz, Androsch, „Lucona“, Noricum, „Konsum“ (Abg. Gradwohl: Das ist absolut nicht zur Sache!), WEB, Rieger-Bank, Bank Burgenland.
Abg. Schieder: Kräuter darf nicht, Neudeck darf! Der Präsident hat bei ...!
All das ist zur Sache, weil es erklärt, warum Kollege Cap in seiner Dringlichen überall Skandale sieht. (Abg. Schieder: Kräuter darf nicht, Neudeck darf! Der Präsident hat bei ...!) Wieso? Das ist zur Sache, weil es hier um die Beschaffung der Eurofighter geht und Kollege Cap aus dem Vertrag aussteigen möchte, das hier aber gar nicht verlangt. Er möchte – obwohl Kollege Kräuter schon ein Protokoll des Unterausschusses, das vertraulich ist, ins Internet stellt oder sonst gerne darüber plaudert, wenn er gut aufgelegt ist – einen Vertrag, den Eurofighter-Vertrag, der vertraulich ist, hier vorlegen, um ihn in allen Details zu diskutieren?!
Zwischenruf des Abg. Reheis.
Unter diesen Affären, in denen ich das Sittenbild der SPÖ oder den Ursprung der Angst betreffend dieses Schwarzgeld in roten Taschen sehe, ist die „Konsum“-Affäre, bei der es 25 Milliarden Schulden gab und 17 000 Arbeitslose und 700 000 Genossenschafter allein gelassen wurden. (Zwischenruf des Abg. Reheis.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Bank Burgenland, Bau-Kartell, Vranitzky-Flugskandal, Marizzi, Mühl – meine Damen und Herren, es wären noch eine Menge Namen und Skandale hier zu nennen, aber damit es ja nicht heißt, dass ich zu wenig zur Sache rede, komme ich jetzt zum Ende (Zwischenrufe bei der SPÖ): Meine Damen und Herren! Ich weiß nicht, die wie vielte Anfrage das zu diesem Thema ist. Sie bekommen immer ordentlich und ausführlich Antwort. Mir fällt jedoch auf, dass Sie von einer Anfrage zur anderen die Antworten vom vorigen Mal in keiner Weise verarbeiten. Sie negieren sie. Der Eurofighter hat keine Tragflächen, er hat Flügel. Das ist nicht die zweite Tranche, sondern Sie verwenden eine andere Bezeichnung. Sie kommen immer mit demselben Thema, wollen hier etwas aufkochen – und stürzen jedes Mal ab. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bank Burgenland, Bau-Kartell, Vranitzky-Flugskandal, Marizzi, Mühl – meine Damen und Herren, es wären noch eine Menge Namen und Skandale hier zu nennen, aber damit es ja nicht heißt, dass ich zu wenig zur Sache rede, komme ich jetzt zum Ende (Zwischenrufe bei der SPÖ): Meine Damen und Herren! Ich weiß nicht, die wie vielte Anfrage das zu diesem Thema ist. Sie bekommen immer ordentlich und ausführlich Antwort. Mir fällt jedoch auf, dass Sie von einer Anfrage zur anderen die Antworten vom vorigen Mal in keiner Weise verarbeiten. Sie negieren sie. Der Eurofighter hat keine Tragflächen, er hat Flügel. Das ist nicht die zweite Tranche, sondern Sie verwenden eine andere Bezeichnung. Sie kommen immer mit demselben Thema, wollen hier etwas aufkochen – und stürzen jedes Mal ab. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neugebauer: Der Antragsteller ist nicht hier! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Antrag eintreten, um ein Zeichen der Zustimmung. – Der Antrag findet nicht die Mehrheit und ist daher abgelehnt. (Abg. Neugebauer: Der Antragsteller ist nicht hier! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Wir auch!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Wir sind höchst unzufrieden mit der Beantwortung dieser Anfrage. (Abg. Mag. Kogler: Wir auch!) Sie wurde an den Finanzminister gerichtet. Es ging um die Einhaltung des Steuerrechts durch das Kunsthistorische Museum, und es werden da Dinge angesprochen, die man nicht einfach so durchgehen lassen kann.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen
Seipel sagt – ich zitiere; es wundert mich, dass der überhaupt noch Direktor des Kunsthistorischen Museums ist (Beifall bei der SPÖ und den Grünen) –: Man kann nicht davon ausgehen, dass ein derart riesiger Wirtschaftsbetrieb wie das Kunsthistorische Museum wirklich 100-prozentig allen Anforderungen entspricht. Vielleicht gab es, wie in allen so großen Institutionen, Schlampereien, Nachlässigkeiten, aber das blieb im Rahmen des Normalen.
Abg. Neudeck: Eine Betriebsprüfung ist ja nichts Schlechtes!
Wenn sie permanent diesen Persilschein, den sie ausgestellt hat, ausstellt, frage ich mich im Endeffekt aber: Wieso kam es dann zu einer Betriebsprüfung? (Abg. Neudeck: Eine Betriebsprüfung ist ja nichts Schlechtes!) Wieso hat sie dann plötzlich gemeint, es solle ein Vier-Augen-Prinzip eingeführt werden? Es ist alles paletti, alles in Ordnung – Seipel sagt, das, was nicht in Ordnung ist, ist „im Rahmen des Normalen“ –, aber es wird plötzlich das Vier-Augen-Prinzip eingeführt, und das gleich für mehrere Museum; das kostet gleich um ein Eckhaus mehr. Auf diese Art und Weise versucht man sich über das drüberzuschummeln.
Abg. Neudeck: Hat mit der Anfrage wenig zu tun!
Mir fällt schon gar nichts mehr ein, was man sonst noch in einem Bericht anführen könnte, wenn man nicht hinschreiben soll: Chaos, Desaster – alles andere ist eigentlich nur eine Frage der Gerichte und des Rechnungshofes. (Abg. Neudeck: Hat mit der Anfrage wenig zu tun!) Nein. Wenn das so ist, dann sollte man das Wort „Rücktritt“ aus dem Duden streichen, denn dann gibt es überhaupt keinen Rücktritt mehr, dann lassen wir es. Das ist doch unfassbar! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Totale Themenverfehlung!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Totale Themenverfehlung!
Mir fällt schon gar nichts mehr ein, was man sonst noch in einem Bericht anführen könnte, wenn man nicht hinschreiben soll: Chaos, Desaster – alles andere ist eigentlich nur eine Frage der Gerichte und des Rechnungshofes. (Abg. Neudeck: Hat mit der Anfrage wenig zu tun!) Nein. Wenn das so ist, dann sollte man das Wort „Rücktritt“ aus dem Duden streichen, denn dann gibt es überhaupt keinen Rücktritt mehr, dann lassen wir es. Das ist doch unfassbar! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Totale Themenverfehlung!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Frau Präsidentin Prammer hätte ...
Das ist keine Themenverfehlung. Ich komme ja noch auf den zweiten Punkt, das ist nämlich noch etwas anderes, was im Rechnungshofbericht kritisiert wird (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Frau Präsidentin Prammer hätte ...), nämlich die Nebentätigkeiten. Frau Partik-Pablé, hören Sie jetzt wirklich zu!
Abg. Neudeck: Also bei der Prammer ginge das nicht hinein!
Seipel ist ja nicht nur Direktor des Kunsthistorischen Museums, er hat noch die Funktion als Geschäftsführer der „Museums Collection“, Stellvertretender Vorsitzender des österreichischen Archäologierates, er sitzt im Stiftungsrat des ORF, ist stellvertretender Vorsitzender des Programmausschusses, Publikumsrat, umfangreiche Konsulententätigkeit, Kurator bei zahlreichen Ausstellungen. (Abg. Neudeck: Also bei der Prammer ginge das nicht hinein!) Er hätte all das selbstverständlich seiner vorgesetzten Dienstbehörde melden müssen – das ist natürlich nicht geschehen. (Abg. Neudeck: Die Präsidentin Prammer hätte schon zur Sache gerufen! – Abg. Mag. Molterer: Prammer hätte schon zur Sache gerufen!)
Abg. Neudeck: Die Präsidentin Prammer hätte schon zur Sache gerufen! – Abg. Mag. Molterer: Prammer hätte schon zur Sache gerufen!
Seipel ist ja nicht nur Direktor des Kunsthistorischen Museums, er hat noch die Funktion als Geschäftsführer der „Museums Collection“, Stellvertretender Vorsitzender des österreichischen Archäologierates, er sitzt im Stiftungsrat des ORF, ist stellvertretender Vorsitzender des Programmausschusses, Publikumsrat, umfangreiche Konsulententätigkeit, Kurator bei zahlreichen Ausstellungen. (Abg. Neudeck: Also bei der Prammer ginge das nicht hinein!) Er hätte all das selbstverständlich seiner vorgesetzten Dienstbehörde melden müssen – das ist natürlich nicht geschehen. (Abg. Neudeck: Die Präsidentin Prammer hätte schon zur Sache gerufen! – Abg. Mag. Molterer: Prammer hätte schon zur Sache gerufen!)
Abg. Dr. Brinek: Seien Sie froh!
Frau Abgeordnete Partik-Pablé, Sie werden sich das wahrscheinlich angeschaut haben: Wir haben 14 Fragen gestellt betreffend die Betriebsprüfung des Kunsthistorischen Museums – eine Betriebsprüfung, die gemacht wurde, obwohl die Ministerin Seipel diesen Persilschein ausgestellt hat. (Abg. Dr. Brinek: Seien Sie froh!) Tun Sie nicht so, Sie kennen doch auch den Rechnungshofbericht!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber das hat alles mit der Anfrage nichts zu tun, seien wir uns doch ehrlich, Herr Abgeordneter!
Diskutieren Sie das einmal mit einem privaten Unternehmer. Gehen Sie einmal zur Wirtschaftskammer, zur Industriellenvereinigung und diskutieren Sie einmal mit Leuten, die mit eigenem Geld agieren, nicht mit Steuergeldern! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber das hat alles mit der Anfrage nichts zu tun, seien wir uns doch ehrlich, Herr Abgeordneter!) Machen wir eine Vollversammlung in der Industriellenvereinigung; ich komme gerne dorthin, und wir zitieren aus dem Rechnungshofbericht. Ich käme auch gerne einmal ins Finanzministerium, auch dort könnten wir eine Vollversammlung machen. Reden wir einmal über all das! Ich sage Ihnen, das Ergebnis wird sein: Dieser Mann hat im Endeffekt, unabhängig von den rechtlichen Folgen, zurückzutreten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das hat überhaupt nichts mit der Anfrage zu tun!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das hat überhaupt nichts mit der Anfrage zu tun!
Diskutieren Sie das einmal mit einem privaten Unternehmer. Gehen Sie einmal zur Wirtschaftskammer, zur Industriellenvereinigung und diskutieren Sie einmal mit Leuten, die mit eigenem Geld agieren, nicht mit Steuergeldern! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber das hat alles mit der Anfrage nichts zu tun, seien wir uns doch ehrlich, Herr Abgeordneter!) Machen wir eine Vollversammlung in der Industriellenvereinigung; ich komme gerne dorthin, und wir zitieren aus dem Rechnungshofbericht. Ich käme auch gerne einmal ins Finanzministerium, auch dort könnten wir eine Vollversammlung machen. Reden wir einmal über all das! Ich sage Ihnen, das Ergebnis wird sein: Dieser Mann hat im Endeffekt, unabhängig von den rechtlichen Folgen, zurückzutreten. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Präsident! Das hat überhaupt nichts mit der Anfrage zu tun!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Totale Themenverfehlung!
Was macht das Finanzministerium? Als Antwort auf die Anfrage, die wir eingebracht haben, Frau Abgeordnete Partik-Pablé (Abg. Dr. Partik-Pablé: Totale Themenverfehlung!), ist eigentlich nichts anderes als die Interpretation des § 48a im Sinne von
Abg. Dr. Fasslabend: Na geh!
Das hier ist eine demokratische Einrichtung, wir leben in einer parlamentarischen Demokratie. Es gibt solch absolutistische Monarchen, solche Kurfürsten wie den Herrn Seipel, wo das Haus geführt wird wie eine absolutistische Monarchie. Das sagt interessanterweise der Direktor des Liechtenstein Museums, das muss man noch dazusagen, eines privaten Museums. Er hat gesagt, die Museen werden geführt wie absolute Monarchien. Und so verhält er sich auch, der Generaldirektor Seipel, der den Rechnungshof, das Parlament, die Öffentlichkeit, Kontrolle, Steuergelder ... (Abg. Dr. Fasslabend: Na geh!) – Nein, am wohlsten fühlt er sich als Kurfürst, schalten und walten, wie man will, und Regeln, die kennt man nicht.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Das nehmen wir nicht zur Kenntnis, das ist nicht akzeptabel! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Bundesminister für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ich möchte zu den inhaltlichen Ausführungen des Herrn Abgeordneten Cap, was das Kunsthistorische Museum betrifft, nicht Stellung nehmen, weil es nicht in meine Zuständigkeit fällt, möchte aber nochmals auf Ihre Anfrage vom 29. Juni hinweisen, die eine ganze Reihe von steuerlichen Fragen betroffen hat, ob das umsatzsteuerliche Fragen waren, ob das lohnsteuerliche Fragen waren, ob das Fragen nach dem konkreten Bescheid beziehungsweise nach der Bescheidbegründung, Nachzahlungsforderungen und Ähnliches waren. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Öllinger: Das ist kein Verfassungsrecht!
Ich kann Ihnen nur sagen, ich bekenne mich absolut und uneingeschränkt zur Bedeutung des demokratischen Instrumentes der Interpellation. Allerdings ist mir die Achtung der schutzwürdigen Interessen an einer Geheimhaltung ein ebenso wichtiges Anliegen. Im konkreten Fall konnte ich daher die Fragen, die Sie mir gestellt haben, nicht beantworten, weil ich damit nach Einschätzung meiner Experten gegen § 48a der Bundesabgabenordnung verstoßen hätte. (Abg. Öllinger: Das ist kein Verfassungsrecht!)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Ich darf verweisen auf die Anfrage des Abgeordneten Öllinger vom 18. Juni 1998 „betreffend Verdacht auf Steuerhinterziehung durch Scientology“. In der Anfragebeantwortung wurde von Minister Edlinger ebenfalls auf die Verpflichtung zur abgabenrechtlichen Geheimhaltung gemäß § 48a Bundesabgabenordnung hingewiesen. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Öllinger: Das waren Kraut und Rüben: Scientology und Bundesmuseen! Also wirklich!
Wenn Sie eine Änderung der Praxis wünschen, steht es dem Gesetzgeber selbstverständlich frei, die Gesetze so zu verändern, dass wir als Organe der Exekutive Ihnen entsprechende Auskünfte geben können, was ich dann auch sehr gerne tun würde. Solange das nicht der Fall ist, bitte ich um Verständnis, dass wir uns an die Gesetze zu halten haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Öllinger: Das waren Kraut und Rüben: Scientology und Bundesmuseen! Also wirklich!)
Abg. Mag. Kogler: Ist ja klar, dass es dort so zugeht in den ÖVP-verwalteten Bundesministerien!
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister Grasser, ich bedanke mich bei Ihnen für die sorgfältige Darlegung der Begründung Ihrer Beantwortung (Abg. Mag. Kogler: Ist ja klar, dass es dort so zugeht in den ÖVP-verwalteten Bundesministerien!), für die schlüssige und konsequente Interpretation – bei aller Unterstützung des Interpellationsrechtes. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister Grasser, ich bedanke mich bei Ihnen für die sorgfältige Darlegung der Begründung Ihrer Beantwortung (Abg. Mag. Kogler: Ist ja klar, dass es dort so zugeht in den ÖVP-verwalteten Bundesministerien!), für die schlüssige und konsequente Interpretation – bei aller Unterstützung des Interpellationsrechtes. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
einmal diese Rechtsauffassung wünschen, wenn es einem gerade passt, und das andere Mal eben eine andere. Das sollte man doch beherzigen! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Belege wurden nachgereicht. Der Rechnungshofbericht gibt Auskunft darüber, dass die Fragen beantwortet wurden. Es geht lediglich darum, ob früher oder später reagiert wurde. Wir haben das alles ausgiebig diskutiert, und es gibt keine Veranlassung, an der korrekten Beantwortung der Anfrage zu zweifeln. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In einem „Presse-Kultur-Spezial“-Beitrag wurde darauf hingewiesen, dass mit der Antikensammlung, deren Wiedereröffnung ein wesentliches Verdienst von Wilfried Seipel ist, ein großer und entscheidender Schritt in der Geschichte dieses Hauses und eine wichtige Großtat gesetzt wurde, sodass Wilfried Seipel und seinem Team – einschließlich dem Ausstellungsmacher, dem Architekten Hans Hoffer – von dieser Stelle aus sehr herzlich zu danken und zu gratulieren sei. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bedanke mich und füge hinzu: Herr Bundesminister Grasser, setzen Sie diese Art von Anfragebeantwortungspraxis fort: im Sinne der Kunstschaffenden, im Sinne der Kunstmanagerinnen und -manager, im Sinne der Abgeordneten des Parlaments und aller Österreicherinnen und Österreicher! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es bleibt dabei: Es stellt eine Missachtung des Nationalrates dar, dass diese Anfrage nicht beantwortet wurde. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Das waren Sponsoren!
Frau Kollegin Brinek, ich finde es unglaublich, dass Sie so etwas auch noch verteidigen! Und es ist nobel ausgedrückt, dass das vom Kunsthistorischen Museum ... (Abg. Dr. Brinek: Das waren Sponsoren!) – Nein, die Bevölkerung hat das alles zahlen müssen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Die Österreicherinnen und Österreicher, die sich ihre eigenen Geburtstagsfeiern natürlich selber zahlen müssen, müssen jetzt auch noch Geburtstagsfeiern für Herrn Staatssekretär Morak bezahlen! Das ist doch eine Ungeheuerlichkeit! Ich warte auf den Tag, an dem Herr Morak das endlich zurückbezahlt, Frau Kollegin Brinek! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Frau Kollegin Brinek, ich finde es unglaublich, dass Sie so etwas auch noch verteidigen! Und es ist nobel ausgedrückt, dass das vom Kunsthistorischen Museum ... (Abg. Dr. Brinek: Das waren Sponsoren!) – Nein, die Bevölkerung hat das alles zahlen müssen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Die Österreicherinnen und Österreicher, die sich ihre eigenen Geburtstagsfeiern natürlich selber zahlen müssen, müssen jetzt auch noch Geburtstagsfeiern für Herrn Staatssekretär Morak bezahlen! Das ist doch eine Ungeheuerlichkeit! Ich warte auf den Tag, an dem Herr Morak das endlich zurückbezahlt, Frau Kollegin Brinek! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Brinek, ich finde es unglaublich, dass Sie so etwas auch noch verteidigen! Und es ist nobel ausgedrückt, dass das vom Kunsthistorischen Museum ... (Abg. Dr. Brinek: Das waren Sponsoren!) – Nein, die Bevölkerung hat das alles zahlen müssen! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.) Die Österreicherinnen und Österreicher, die sich ihre eigenen Geburtstagsfeiern natürlich selber zahlen müssen, müssen jetzt auch noch Geburtstagsfeiern für Herrn Staatssekretär Morak bezahlen! Das ist doch eine Ungeheuerlichkeit! Ich warte auf den Tag, an dem Herr Morak das endlich zurückbezahlt, Frau Kollegin Brinek! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Da muss man einmal innehalten: Was soll denn das heißen? Warum hat Ministerin Gehrer nicht gesagt: Nein, Staatssekretär Morak hat selbstverständlich kein Geburtstagsgeschenk bekommen, denn die Verköstigung dort ist ohnehin schon bezahlt worden. Antwort der Bundesministerin: Das ist kein Gegenstand der Vollziehung. – Das ist doch ungeheuerlich! Also hat Staatssekretär Morak offensichtlich nicht nur vom Steuerzahler seine Party bezahlt bekommen, sondern auch noch ein Geschenk! Das ist doch wirklich unglaublich! (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Kräuter, zum Thema der Anfragebesprechung bitte! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Das System des Kunsthistorischen Museum ist ja sozusagen 1 : 1 umzulegen auf das, was in der Sache Herberstein und Gironcoli Museum passiert ist. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Als Beispiel:
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und der Herr Finanzminister – das möchte ich noch dazu sagen – wird sich einmal um die Schwarzgeldzahlungen der ÖVP in der Steiermark kümmern müssen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Bundeskanzler Schüssel wird sich wohl einen neuen Wahlkampfsänger suchen müssen, denn der bisherige übt schon einschlägige Passagen der Verdi-Oper „Nabucco“. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Einem: Nicht-Beantwortung!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Wo sind wir jetzt eigentlich? – Steiermark, Herberstein, Gironcoli Museum? Es geht jetzt um die Besprechung einer Anfragebeantwortung des Finanzministers (Abg. Dr. Einem: Nicht-Beantwortung!) in einer steuerrechtlichen Angelegenheit.
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich bin der Ansicht, es ist inakzeptabel, dass ein Minister so antwortet. Aber dieses Gesetz, dass ein Minister ja geradezu so antworten muss, haben Sie von der SPÖ mitzuverantworten. Ihr ehemaliger Ministerkollege Edlinger ... (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das ist hier beschlossen worden; Sie, Kollege Einem, haben es wahrscheinlich mitbeschlossen.
Zwischenrufe des Abg. Dr. Kräuter.
Nach diesen Gesetzen wird jetzt in Österreich regiert und kontrolliert. Wir haben einen Rechnungshofpräsidenten, der prüft – und dann kommt der Vorsitzende des Rechnungshofausschusses und redet statt von Auskunftspersonen von „Zeugen“. Bitte, wo sind wir denn?! (Zwischenrufe des Abg. Dr. Kräuter.) In einem Rechnungshofausschuss sind das Auskunftspersonen und nicht „Zeugen“, Herr Vorsitzender Kräuter!
Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Kollege Matznetter fragt, ob ich meinen Geburtstag auch dort gefeiert habe. (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) Kollege Cap, wenn ein Minister oder ein Staatssekretär seinen Geburtstag im Rahmen einer solchen großen Feier begeht, dann ist das meistens irgendein Sponsorentreffen, bei dem man etwas transportieren will. Ich kritisiere das auch. Ich kritisiere das durchaus auch. Ich will allerdings meinen Geburtstag, auch wenn ich Staatssekretär, Minister oder Bundeskanzler bin, jedenfalls nicht auf Einladung eines Museumsdirektors in einem Museum feiern. Wenn ich mir zu meinem Geburtstag eine Feier beim Heurigen zahlen lasse, dann möchte ich mit Freunden feiern, die ich mir aussuche, dann möchte ich aber nicht, dass Sie mir Hunderte Leute einladen und ich dann sozusagen als Pausenprogramm herumgereicht werde, also eher der Schmuck für dieses Programm bin, anstatt meinen Geburtstag zu feiern. Das ist nicht elegant!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Sie mir jetzt meinen Heurigen zahlen oder ich ihn mir von Seipel zahlen lasse, dann können Sie sich aufregen, wenn ich dort meine Freunde eingeladen habe. Aber wenn Seipel oder sonst irgendjemand, um es nicht zu personifizieren, bestimmt, wer kommen darf, und Hunderte Leute einlädt, um seine Institution oder sein Museum in die Öffentlichkeit zu bringen, und irgend jemandes Geburtstag dafür verwendet, um das gut zu verkaufen, dann ist das nicht elegant, aber es ist nicht so tragisch, wie Sie das sehen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist schon richtig: Auch wir haben Verständnis für diesen § 48a, und wir glauben, dass die Geheimhaltung der Daten im Zusammenhang mit einer Finanzprüfung durchaus gerechtfertigt ist. Meine Damen und Herren! Es gibt aber noch eine zweite Ausnahme neben dieser einen Ausnahme betreffend gesetzliche Verpflichtung zur Offenlegung. Für die bereits erwähnte Ausnahme gibt es, glaube ich, gute Gründe. Sie haben selbst erwähnt, Herr Minister, dass das Parlament diese gesetzliche Verpflichtung natürlich mehr oder weniger einlöst, und das kann man eben nicht mit Scientology verwechseln, denn das liegt da ja nicht vor. Es gibt aber – wie gesagt – daneben tatsächlich im Abs. 4 noch eine zweite Ausnahme, und diese haben Sie uns vorenthalten, eine Ausnahme betreffend Datenschutz, wenn es öffentliches Interesse an der Offenlegung gibt. Und dieses öffentliche Interesse, meine Damen und Herren, liegt doch hier ganz offensichtlich vor! Ich frage Sie: Wenn es diesfalls nicht vorliegt, wann liegt überhaupt öffentliches Interesse vor? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, dass der Schatten des Makels in diesem Zusammenhang wie bei Macbeth von der Regierung, von der Frau Bundesministerin und von Direktor Seipel nicht mehr weichen wird, und wir werden daran weiter arbeiten und diese Museumspolitik weiter diskutieren, medial und im Parlament. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich habe es schon ein paar Mal gesagt und möchte das hier auch noch einmal erwähnen: Es gibt zwei Arten von Steuerungsmechanismen, mit welchen wir Landwirtschaft steuern können, nämlich die Sozialpolitik und die Steuerpolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen.) In diesen Bereichen haben wir nationalen Spielraum, in diesen Bereichen muss es uns gelingen, den Mut zu haben, zu gewissen Dingen ja zu sagen und vielleicht Bauern und Bäuerinnen und Betriebe mehr zu schützen, als es uns momentan gelingt.
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Abschließend sei mir ein Beispiel ... (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Mut braucht man dafür, Kollege Gradwohl, und ich hoffe, dass auch ihr diesen Mut aufbringt und nicht immer nur den Klassenkampf in den Vordergrund stellt! In Wirklichkeit sollte man nämlich bei allem Mut, den man braucht, den Klassenkampf in der Landwirtschaft aus dem Spiel lassen, denn ich denke, alle BäuerInnen sind gut und wichtig genug, dass man für sie kämpft, egal ob sie zwei Hektar haben oder 200 Hektar. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Abschließend sei mir ein Beispiel ... (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Mut braucht man dafür, Kollege Gradwohl, und ich hoffe, dass auch ihr diesen Mut aufbringt und nicht immer nur den Klassenkampf in den Vordergrund stellt! In Wirklichkeit sollte man nämlich bei allem Mut, den man braucht, den Klassenkampf in der Landwirtschaft aus dem Spiel lassen, denn ich denke, alle BäuerInnen sind gut und wichtig genug, dass man für sie kämpft, egal ob sie zwei Hektar haben oder 200 Hektar. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, Landeshauptmann Pröll hat eh schon gesagt, dass das nicht kommt!
Abschließend – meine Lampe blinkt, sie ist schon auf rot geschaltet – wollte ich das erwähnte Beispiel bringen: Es scheint mir wichtig, gerade in der Sozialpolitik zu handeln. Herr Bundesminister! Ich würde dich in diesem Zusammenhang wirklich auffordern, dass du gemeinsam mit den Vertretern der Bauern, mit den Maschinenringen und mit unserer Interessenvertretung dafür kämpfst, dass diese ungerechte Sozialversicherungspflicht bei Maschinenringtätigkeiten, wie die Sozialversicherungsanstalt der Bauern sie plant, nicht kommt. Ich bitte dich, dass du gemeinsam mit den Vertretern draußen in den Ländern dafür kämpfst, dass nicht die Arbeit des Bauern und der Bäuerin im Bereich des Maschinenringes dafür herangezogen wird, eine marode Sozialversicherungsanstalt zu sanieren, und es im Endeffekt dazu kommt, dass wir Arbeitsplätze in der Landwirtschaft verlieren. Jeder Bauer und jede Bäuerin, die heute im Maschinenring, im Bereich der sozialen Betriebshilfe oder nur im Rahmen der Nachbarschaftshilfe arbeiten, haben es sich verdient, dass diese Arbeit auch weiterhin von Sozialversicherungsbeiträgen befreit bleibt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube, Landeshauptmann Pröll hat eh schon gesagt, dass das nicht kommt!)
Abg. Grillitsch: Es schmeckt!
Es gibt jetzt aber einen Hoffnungsschimmer, und darum freut es mich ganz besonders, dass Kollege Scheuch das jetzt angesprochen hat. Ich möchte die Zuneigung zwischen Präsident Grillitsch, der gerade isst – Mahlzeit! –, und Kollegen Scheuch nicht durcheinander bringen. (Abg. Grillitsch: Es schmeckt!) Lieber Präsident Grillitsch, es ist aber offensichtlich so, dass wir jetzt, was Förderungen anbelangt, einen Mitstreiter gefunden haben. Ich nenne nur stichwortartig das Erntedankfest hier auf dem Heldenplatz.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.
nicht so geschmeckt! Ich kann aber von dieser Stelle aus sagen: Wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten werden den Bundeskanzler diesbezüglich ganz massiv unterstützen, meine sehr geschätzten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Großruck.) Ich hoffe nur, Kollege Großruck, dass sich der Bundeskanzler auch in eurer Fraktion durchsetzen wird! Das wird nicht so einfach sein!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich nehme an, der Bundeskanzler hat gewusst, wovon er redet. Es kann nämlich wirklich nicht sein, dass es heute noch wirklich abstruse Förderungen gibt. Wenn ich sehe und höre, dass es immer noch Fördermillionäre mit 1 Million €, 1,5 Millionen € oder 1,7 Millionen € pro Jahr gibt, dann muss ich sagen: Das nicht redlich, das ist im höchsten Maße unfair, meine sehr geschätzten Damen und Herren, vor allen Dingen gegenüber den kleinen Betrieben, die wirklich tagtäglich ums Überleben kämpfen! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage auch dazu, dass wir als Sozialdemokraten natürlich zur Finanzierung der ländlichen Gebiete stehen. Aber der ländliche Raum kann nicht allein auf Landwirtschaft reduziert werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, Ihre Intentionen in diesem Programm gehen uns zu sehr in eine einzige Richtung. Sie schließen große Bevölkerungsgruppen davon aus, und das ist der Grund, warum wir Ihrem Antrag nicht folgen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Eßl (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine geschätzten Damen und Herren! Ich glaube, wir müssen ein bissel einen Irrtum aufklären: Die Gelder, die zu den Bauern im ländlichen Raum fließen, kommen allen Bürgern im ländlichen Raum zugute. Das sind keine Geschenke, die an die Bauern verteilt werden, sondern die Bauern liefern dafür Produkte: Sie sichern die Ernährung der Bevölkerung und sichern unseren Lebensraum. Das sollte man bitte auch einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Das ist eine Schande!
Sie werden sagen, das ist eine leere Drohung. – Das ist es nicht! Dort, wo sozialistisch regiert wird, gibt es die Beweise. In Salzburg hat Landeshauptfrau Burgstaller bereits im ersten Budget unter ihrer Führung den bäuerlichen Familien mehr als ein Viertel der nicht EU-kofinanzierten Direktzahlungen weggenommen. (Abg. Grillitsch: Das ist eine Schande!) Das sollen die Bäuerinnen und Bauern in den anderen Bundesländern – speziell in der Steiermark, wo es um Entscheidungen geht – auch wissen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bin jedenfalls froh, dass unsere Bundesregierung – mit Sepp Pröll für die Landwirtschaft an der Spitze – für die Bäuerinnen und Bauern und damit für alle Menschen im ländlichen Raum mit vollem Einsatz kämpft. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen
Worum geht es hier? – Es geht um die Ernährungssouveränität. Wir müssen dafür kämpfen, dass jedes Land, jeder Staat für seine Bürger und Bürgerinnen die Ernährung gewährleisten kann (Beifall bei den Grünen) und nicht davon abhängt, dass internationale Konzerne die Lizenzgebühren genehmigen beziehungsweise herabsetzen, damit die Länder des Südens überhaupt noch ihre Bevölkerung ernähren können. Wir haben heute schon einmal über den Internationalen Währungsfonds geredet, der zum Teil auch den Ländern des Südens Exportverpflichtungen auferlegt, durch die sie ihre eigene Bevölkerung schädigen. So kann es nicht sein, das ist doch insgesamt aus den Fugen geraten!
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
diese Vereinnahmung des ländlichen Raums durch den Bauernbund einfach nicht mehr zeitgemäß ist. Viele Leute wollen nicht mehr so leben, wie Sie von der ÖVP ihnen das vorschreiben wollen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Das gehört auch einmal gesagt.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin, so mächtig ist der Bauernbund nicht, dass er vorschreibt, wie wir leben!
Der ländliche Raum ist ein sehr differenzierter Raum, dort findet zum Glück sehr viel Verschiedenes statt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin, so mächtig ist der Bauernbund nicht, dass er vorschreibt, wie wir leben!) Deswegen bringe ich jetzt den Entschließungsantrag der Abgeordneten Pirklhuber, Freundinnen und Freunde betreffend österreichisches Programm für die ländliche Entwicklung 2007 bis 2013 ein, damit dort nicht nur Lederhosenkultur und das, was der Bauernbund unter ländlicher Bewirtschaftung versteht, sondern die ganze Vielfalt dieses österreichischen ... (Abg. Grillitsch: Lederhosen ...!) Lederhosen – das ist ein gutes Material, ja, aber nicht nur, es gibt auch andere Materialien, die sich hervorragend für Bekleidung eignen.
Abg. Grillitsch: Lederhosen ...!
Der ländliche Raum ist ein sehr differenzierter Raum, dort findet zum Glück sehr viel Verschiedenes statt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Frau Kollegin, so mächtig ist der Bauernbund nicht, dass er vorschreibt, wie wir leben!) Deswegen bringe ich jetzt den Entschließungsantrag der Abgeordneten Pirklhuber, Freundinnen und Freunde betreffend österreichisches Programm für die ländliche Entwicklung 2007 bis 2013 ein, damit dort nicht nur Lederhosenkultur und das, was der Bauernbund unter ländlicher Bewirtschaftung versteht, sondern die ganze Vielfalt dieses österreichischen ... (Abg. Grillitsch: Lederhosen ...!) Lederhosen – das ist ein gutes Material, ja, aber nicht nur, es gibt auch andere Materialien, die sich hervorragend für Bekleidung eignen.
Abg. Grillitsch: Das ist die öko-soziale Marktwirtschaft!
Die Ziele des Entschließungsantrages sind vor allem die Verbesserung der ökologischen Zielgenauigkeit und Nachhaltigkeit – Nachhaltigkeit soll hier tatsächlich in die Tat umgesetzt werden und nicht nur als Wort bestehen (Abg. Grillitsch: Das ist die öko-soziale Marktwirtschaft!) –; die Sicherung der Gentechnikfreiheit der österreichischen Landwirtschaft (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sind wir alle einer Meinung!), die ja auch immer nur in Lippenbekenntnissen besteht, aber nicht tatsächlich umgesetzt ist; Futtermittel, lieber Herr Kollege Scheuch; Stärkung des ländlichen Raums als Lebens- und Arbeitsraum (Abg. Grillitsch: Öko-soziale Marktwirtschaft!); Verbesserung der Lebensqualität, Herstellung von Fördergerechtigkeit und Schaffung von Arbeitsplätzen; keine Untergrenzen, sondern Obergrenzen im Sinne der Fördergerechtigkeit; Förderung von artgerechter Tierhaltung und Tierschutzmaßnahmen und, last but not least, Gleichstellung von Frauen und Männern im ländlichen Raum. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sind wir alle einer Meinung!
Die Ziele des Entschließungsantrages sind vor allem die Verbesserung der ökologischen Zielgenauigkeit und Nachhaltigkeit – Nachhaltigkeit soll hier tatsächlich in die Tat umgesetzt werden und nicht nur als Wort bestehen (Abg. Grillitsch: Das ist die öko-soziale Marktwirtschaft!) –; die Sicherung der Gentechnikfreiheit der österreichischen Landwirtschaft (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sind wir alle einer Meinung!), die ja auch immer nur in Lippenbekenntnissen besteht, aber nicht tatsächlich umgesetzt ist; Futtermittel, lieber Herr Kollege Scheuch; Stärkung des ländlichen Raums als Lebens- und Arbeitsraum (Abg. Grillitsch: Öko-soziale Marktwirtschaft!); Verbesserung der Lebensqualität, Herstellung von Fördergerechtigkeit und Schaffung von Arbeitsplätzen; keine Untergrenzen, sondern Obergrenzen im Sinne der Fördergerechtigkeit; Förderung von artgerechter Tierhaltung und Tierschutzmaßnahmen und, last but not least, Gleichstellung von Frauen und Männern im ländlichen Raum. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Öko-soziale Marktwirtschaft!
Die Ziele des Entschließungsantrages sind vor allem die Verbesserung der ökologischen Zielgenauigkeit und Nachhaltigkeit – Nachhaltigkeit soll hier tatsächlich in die Tat umgesetzt werden und nicht nur als Wort bestehen (Abg. Grillitsch: Das ist die öko-soziale Marktwirtschaft!) –; die Sicherung der Gentechnikfreiheit der österreichischen Landwirtschaft (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sind wir alle einer Meinung!), die ja auch immer nur in Lippenbekenntnissen besteht, aber nicht tatsächlich umgesetzt ist; Futtermittel, lieber Herr Kollege Scheuch; Stärkung des ländlichen Raums als Lebens- und Arbeitsraum (Abg. Grillitsch: Öko-soziale Marktwirtschaft!); Verbesserung der Lebensqualität, Herstellung von Fördergerechtigkeit und Schaffung von Arbeitsplätzen; keine Untergrenzen, sondern Obergrenzen im Sinne der Fördergerechtigkeit; Förderung von artgerechter Tierhaltung und Tierschutzmaßnahmen und, last but not least, Gleichstellung von Frauen und Männern im ländlichen Raum. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Ziele des Entschließungsantrages sind vor allem die Verbesserung der ökologischen Zielgenauigkeit und Nachhaltigkeit – Nachhaltigkeit soll hier tatsächlich in die Tat umgesetzt werden und nicht nur als Wort bestehen (Abg. Grillitsch: Das ist die öko-soziale Marktwirtschaft!) –; die Sicherung der Gentechnikfreiheit der österreichischen Landwirtschaft (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da sind wir alle einer Meinung!), die ja auch immer nur in Lippenbekenntnissen besteht, aber nicht tatsächlich umgesetzt ist; Futtermittel, lieber Herr Kollege Scheuch; Stärkung des ländlichen Raums als Lebens- und Arbeitsraum (Abg. Grillitsch: Öko-soziale Marktwirtschaft!); Verbesserung der Lebensqualität, Herstellung von Fördergerechtigkeit und Schaffung von Arbeitsplätzen; keine Untergrenzen, sondern Obergrenzen im Sinne der Fördergerechtigkeit; Förderung von artgerechter Tierhaltung und Tierschutzmaßnahmen und, last but not least, Gleichstellung von Frauen und Männern im ländlichen Raum. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rest-Hinterseer überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll eine Broschüre.
Das ist nicht Ihr Programm. Deswegen möchte ich gern dem Herrn Minister heute den grünen Regionenreport überreichen. Der ist etwas früher herausgekommen als der Regionalreport der ÖVP, vielleicht ist deswegen darin so viel abgeschrieben. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rest-Hinterseer überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll eine Broschüre.)
Beifall bei der ÖVP.
Was die Frage der Gebietsabgrenzung – ein ganz wichtiges Thema – betrifft, haben wir ebenfalls einen Erfolg erzielt. Auch das ist völlig unter den Tisch gefallen, weil man über Erfolge offensichtlich nur ungern diskutiert. Der Vorschlag der Europäischen Kommission hätte geheißen, dass in der Abgrenzung unserer benachteiligten Gebiete 142 von 198 Gemeinden, also 75 Prozent, aus der Abgrenzungskulisse für bergbäuerliche Unterstützungsgelder hinausgefallen wären. Das war der Vorschlag, und auch da haben wir einen Erfolg erzielt. Es gibt nun mit den von uns – und auch von mir – gemeinsam ausverhandelten Gebietsabgrenzungsvorgaben keine Reduktion der Gebietskulisse in Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir werden – auch entgegen dem, was gesagt wurde – im neuen Programm der ländlichen Entwicklung mehr Geld als in der Vergangenheit zum Beispiel für LEADER-Projekte ausgeben. Das sind genau jene Projekte, bei denen wir über den agrarischen Bereich hinaus Geldmittel für integrative Projekte – Tourismus, Gewerbe, Landwirtschaft und so weiter – zur Verfügung stellen. Statt 2,5 Prozent eine Verdoppelung auf 5 Prozent – auch das ist ein wichtiger Erfolg! (Beifall bei der ÖVP.) Es ist keine Rede davon, dass man hier in Europa eine kernagrarische ländliche Entwicklung umsetzen wird.
Abg. Krainer: Pro Kopf ... der Briten-Rabatt ...!
ziellen der ländlichen Entwicklung, umgehen müssen. Der Briten-Rabatt, der von Tony Blair so stark verteidigt wurde – auch mit der Unterstützung mancher in Österreich –, macht 45 Milliarden über sieben Jahre aus. 45 Milliarden € beträgt der Briten-Rabatt! (Abg. Krainer: Pro Kopf ... der Briten-Rabatt ...!) Europa plant, in dieser Periode 54 Milliarden für die ländliche Entwicklung auszugeben. Ein Land hat einen Rabatt, der annähernd das ausmacht, was für alle Länder der Europäischen Union in der ländlichen Entwicklung vorgesehen ist! (Abg. Krainer: Pro Kopf ...!)
Abg. Krainer: Pro Kopf ...!
ziellen der ländlichen Entwicklung, umgehen müssen. Der Briten-Rabatt, der von Tony Blair so stark verteidigt wurde – auch mit der Unterstützung mancher in Österreich –, macht 45 Milliarden über sieben Jahre aus. 45 Milliarden € beträgt der Briten-Rabatt! (Abg. Krainer: Pro Kopf ... der Briten-Rabatt ...!) Europa plant, in dieser Periode 54 Milliarden für die ländliche Entwicklung auszugeben. Ein Land hat einen Rabatt, der annähernd das ausmacht, was für alle Länder der Europäischen Union in der ländlichen Entwicklung vorgesehen ist! (Abg. Krainer: Pro Kopf ...!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja eine wundersame Geldvermehrung!
Damit bin ich bei der nationalen Umsetzung, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wir werden natürlich auch in diesem europäischen Rahmen – nun schon seit Monaten gemeinsam sehr intensiv diskutierend – ein Umweltprogramm implementieren, die Ausgleichszulage für die Bergbauern wieder vorsehen und ein Investitionsförderungsprogramm zur Verarbeitungs- und Vermarktungsunterstützung vorsehen, mit dem es uns gelingen kann, gerade auch in der Frage der Positionierung auf den Märkten richtige Antworten in Österreich für die Zukunft zu geben. Denn wir wissen, dass 1 €, eingesetzt in der ländlichen Entwicklung, die 2,2-fache Wertschöpfung für den ländlichen Raum erbringt, eben nicht nur für die Bäuerinnen und Bauern (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja eine wundersame Geldvermehrung!), sondern weit darüber hinaus im vor- und nachgelagerten Bereich. Deswegen müssen wir – auf europäischer Ebene ist es gelungen – auch national nun gemeinsam eine kluge Lösung finden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Versprochen haben aber schon wir!
Weil Herr Abgeordneter Scheuch es angesprochen hat: Steuerpolitik und Sozialpolitik sind natürlich auch relevant für die Agrarpolitik, keine Frage! Deswegen eine gute Botschaft zum Tag: Wir zahlen in diesen Stunden, erstmals in Österreich, mit der Unterstützung für den Agrardiesel 40 bis 50 Millionen – die zweite Tranche kommt Anfang des nächsten Jahres – an die Bäuerinnen und Bauern aus. Das ist ein wichtiges Signal, aus der Steuerpolitik kommend, für die Wettbewerbsgleichstellung der heimischen Bäuerinnen und Bauern. Versprochen, gehalten – in diesen Stunden läuft die Auszahlung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Versprochen haben aber schon wir!)
Abg. Jakob Auer: ... mit euch machen!
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Eines muss ich hier klarstellen: Der freiheitliche Klub hat jahrelang gefordert, dass die Dieselbesteuerung angepasst wird. Ich glaube, das war ein Erfolg von uns. (Abg. Jakob Auer: ... mit euch machen!) Natürlich waren wir froh, dass die ÖVP mit dem Bundesminister da mitgegangen ist und das endlich umgesetzt hat. Es ist eine Freude für die Bauern und Bäuerinnen draußen, die es nicht einfach haben.
Abg. Gradwohl: Wie bei der Bundeshymne bei euch!
Natürlich ist es so, dass „Bauern“ bei uns eine Berufsbezeichnung ist; es ist nicht so, dass wir – sage ich jetzt einmal – Bäuerinnen und Bauern unterscheiden, sondern das ist eben so. Das sollte nicht dazu verwendet werden, um da heraußen wieder eine Diskussion anzuzetteln (Abg. Gradwohl: Wie bei der Bundeshymne bei euch!), sondern wichtig ist, dass tatsächlich die Bauern und Bäuerinnen, die Landwirte das Rückgrat der ländlichen Bereiche sind. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich ist es so, dass „Bauern“ bei uns eine Berufsbezeichnung ist; es ist nicht so, dass wir – sage ich jetzt einmal – Bäuerinnen und Bauern unterscheiden, sondern das ist eben so. Das sollte nicht dazu verwendet werden, um da heraußen wieder eine Diskussion anzuzetteln (Abg. Gradwohl: Wie bei der Bundeshymne bei euch!), sondern wichtig ist, dass tatsächlich die Bauern und Bäuerinnen, die Landwirte das Rückgrat der ländlichen Bereiche sind. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir brauchen nur zum Beispiel über die Feuerwehr nachzudenken. Wenn ein Einsatz stattfindet, wer läuft zur Feuerwehr? – Das sind im ländlichen Bereich zum größten Teil die Bauern, wenn Hilfestellungen nötig sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ja klar sind sie es! (Abg. Mag. Gaßner: Weil sie nicht abgesichert sind!) – Was heißt „nicht abgesichert“? Ich bin Gruppenkommandant bei der Feuerwehr; natürlich sind sie abgesichert, natürlich sind sie versichert! Aber man muss sich die Zeit dafür nehmen. Ein Bauer läuft von seinem Feld weg, wenn es zum Einsatz bei der Feuerwehr kommt, und hilft selbstverständlich. Aber bei manchen Firmen ist es vielleicht nicht unbedingt möglich. (Abg. Mag. Gaßner: ... Feuerwehr erzählen!)
Abg. Mag. Gaßner: Weil sie nicht abgesichert sind!
Wir brauchen nur zum Beispiel über die Feuerwehr nachzudenken. Wenn ein Einsatz stattfindet, wer läuft zur Feuerwehr? – Das sind im ländlichen Bereich zum größten Teil die Bauern, wenn Hilfestellungen nötig sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ja klar sind sie es! (Abg. Mag. Gaßner: Weil sie nicht abgesichert sind!) – Was heißt „nicht abgesichert“? Ich bin Gruppenkommandant bei der Feuerwehr; natürlich sind sie abgesichert, natürlich sind sie versichert! Aber man muss sich die Zeit dafür nehmen. Ein Bauer läuft von seinem Feld weg, wenn es zum Einsatz bei der Feuerwehr kommt, und hilft selbstverständlich. Aber bei manchen Firmen ist es vielleicht nicht unbedingt möglich. (Abg. Mag. Gaßner: ... Feuerwehr erzählen!)
Abg. Mag. Gaßner: ... Feuerwehr erzählen!
Wir brauchen nur zum Beispiel über die Feuerwehr nachzudenken. Wenn ein Einsatz stattfindet, wer läuft zur Feuerwehr? – Das sind im ländlichen Bereich zum größten Teil die Bauern, wenn Hilfestellungen nötig sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ja klar sind sie es! (Abg. Mag. Gaßner: Weil sie nicht abgesichert sind!) – Was heißt „nicht abgesichert“? Ich bin Gruppenkommandant bei der Feuerwehr; natürlich sind sie abgesichert, natürlich sind sie versichert! Aber man muss sich die Zeit dafür nehmen. Ein Bauer läuft von seinem Feld weg, wenn es zum Einsatz bei der Feuerwehr kommt, und hilft selbstverständlich. Aber bei manchen Firmen ist es vielleicht nicht unbedingt möglich. (Abg. Mag. Gaßner: ... Feuerwehr erzählen!)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.
Man sollte bei dieser Gelegenheit vielleicht auch einmal den Firmen, all den Betrieben dafür danken, dass sie ihre Leute freistellen, wenn sie bei der Feuerwehr oder bei anderen Hilfsorganisationen im Einsatz sind. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Pfeffer.
Ich bin Landwirt, und ich bin stolz darauf, Landwirt zu sein. Jeder, der Grund und Boden bewirtschaftet, weiß, was das bedeutet. Ich bin auch froh, dass ich eine Frau habe, die das Gleiche denkt und die den Betrieb in meiner Abwesenheit weiterführt. (Zwischenruf der Abg. Pfeffer.) Deshalb sind auch die Frauen im ländlichen Bereich unglaublich wichtig, nicht nur, weil sie arbeiten, sondern auch deshalb, weil sie viele Gesellschaftsinitiativen im ländlichen Raum setzen. Ich erwarte mir von der nächsten Rednerin, dass sie vielleicht ein bisschen darauf eingeht und auch einmal etwas lobt,
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.
was zu loben ist und was man auch loben soll. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Steibl: ... aber noch zu wenig!
Abgeordnete Heidrun Walther (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Worum geht es uns im ländlichen Raum? – Es geht uns nicht darum, dass wir nicht die Bauern und ihre harte Arbeit, die, wie die Zahlen zeigen, teilweise weichen müssen, von über 4 000 Betrieben ... (Abg. Steibl: ... aber noch zu wenig!) Bitte? (Abg. Steibl: Wenn Gusenbauer minus 50 Prozent will, was ist denn dann?) – Ich möchte schon bitten, dass Sie mich nicht unterbrechen. Ich habe das nicht gehört, und ich möchte einmal ausreden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Wenn Gusenbauer minus 50 Prozent will, was ist denn dann?
Abgeordnete Heidrun Walther (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Worum geht es uns im ländlichen Raum? – Es geht uns nicht darum, dass wir nicht die Bauern und ihre harte Arbeit, die, wie die Zahlen zeigen, teilweise weichen müssen, von über 4 000 Betrieben ... (Abg. Steibl: ... aber noch zu wenig!) Bitte? (Abg. Steibl: Wenn Gusenbauer minus 50 Prozent will, was ist denn dann?) – Ich möchte schon bitten, dass Sie mich nicht unterbrechen. Ich habe das nicht gehört, und ich möchte einmal ausreden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Heidrun Walther (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Worum geht es uns im ländlichen Raum? – Es geht uns nicht darum, dass wir nicht die Bauern und ihre harte Arbeit, die, wie die Zahlen zeigen, teilweise weichen müssen, von über 4 000 Betrieben ... (Abg. Steibl: ... aber noch zu wenig!) Bitte? (Abg. Steibl: Wenn Gusenbauer minus 50 Prozent will, was ist denn dann?) – Ich möchte schon bitten, dass Sie mich nicht unterbrechen. Ich habe das nicht gehört, und ich möchte einmal ausreden. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wie viele Bauern haben Sie denn in Ihrer Gemeinde?
Damit sind wir bei dem Punkt, dessen Beachtung wir immer eingefordert haben, dass nämlich der ländliche Raum wichtig für die Menschen ist, die dort leben – und das sind alle, nicht nur die Bauern! Mein Vorredner hat zum Beispiel die Feuerwehr erwähnt: In meiner Gemeinde gibt es einen Bauern in der Feuerwehr. Warum? – Weil sehr viele weichen mussten, ihre Landwirtschaft aufgegeben haben und jetzt auf Schichtbetrieb oder auf Saisonarbeit ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wie viele Bauern haben Sie denn in Ihrer Gemeinde?) Ungefähr 25. (Abg. Steibl: Vollerwerbslandwirte oder Nebenerwerbslandwirte?) – Ich wollte es gerade sagen: Zehn sind Vollerwerbslandwirte. Das sind in erster Linie große Weinbauern, die auch Beherbergung machen; Stichwort: Steirischer Wein. Der Rest sind Nebenerwerbsbauern, die Zulieferanten für die großen Weinbauern sind. Diese produzieren nach bestimmten Kriterien, verkaufen das – das ist auch gut und recht und schön –, führen aber nicht mehr eine Vollerwerbslandwirtschaft und arbeiten teilweise in anderen Betrieben.
Abg. Steibl: Vollerwerbslandwirte oder Nebenerwerbslandwirte?
Damit sind wir bei dem Punkt, dessen Beachtung wir immer eingefordert haben, dass nämlich der ländliche Raum wichtig für die Menschen ist, die dort leben – und das sind alle, nicht nur die Bauern! Mein Vorredner hat zum Beispiel die Feuerwehr erwähnt: In meiner Gemeinde gibt es einen Bauern in der Feuerwehr. Warum? – Weil sehr viele weichen mussten, ihre Landwirtschaft aufgegeben haben und jetzt auf Schichtbetrieb oder auf Saisonarbeit ... (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wie viele Bauern haben Sie denn in Ihrer Gemeinde?) Ungefähr 25. (Abg. Steibl: Vollerwerbslandwirte oder Nebenerwerbslandwirte?) – Ich wollte es gerade sagen: Zehn sind Vollerwerbslandwirte. Das sind in erster Linie große Weinbauern, die auch Beherbergung machen; Stichwort: Steirischer Wein. Der Rest sind Nebenerwerbsbauern, die Zulieferanten für die großen Weinbauern sind. Diese produzieren nach bestimmten Kriterien, verkaufen das – das ist auch gut und recht und schön –, führen aber nicht mehr eine Vollerwerbslandwirtschaft und arbeiten teilweise in anderen Betrieben.
Abg. Jakob Auer: Das ist eine Frage des Finanzausgleichs!
Es geht darum, dass es nicht nur den Bauern zugute kommen kann – das wäre nur mehr ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung! –, es müssen auch die kleinen Wirtschaftsbetriebe gefördert werden, dafür müssen Strukturen geschaffen werden. In einer Gemeinde wie meiner, in der 55 Kilometer Straße zu bewirtschaften sind, damit die Leute in die Schule, in die Arbeit kommen können, geht es auch darum, dass ein Kindergarten weiter bestehen kann, dass eine Schule ordentlich dotiert werden kann und sich auch weiterentwickeln kann. Das alles sind wichtige Sachen! (Abg. Jakob Auer: Das ist eine Frage des Finanzausgleichs!) Das geht zum Teil über den Finanzausgleich, sollte aber gerade beim Straßenbau auch über diese Schiene gehen: über die Landwirtschaftsförderung der EU.
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: 10 Prozent!
Die EU verlangt mindestens 15 Prozent für diese letzte Säule – ich glaube, das ist auch gleich geblieben, oder? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: 10 Prozent!) 10 Prozent. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: So erfolgreich waren wir!) Die ländliche Nachhaltigkeit muss entwickelt werden, nämlich bei den ersten beiden Säulen, und die Einbindung der Sozialpartner, Gemeinden, regionalen Institutionen soll auch gewährleistet sein. – Ich glaube, da sehen Sie, dass die Landwirtschaft nicht nur die Bauern sind, sondern alle! (Abg. Grillitsch: Alle!) Das betrifft alle Menschen, die im ländlichen Raum leben und sich entwickeln müssen – und in diesem Sinne auch die Landwirtschaft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: So erfolgreich waren wir!
Die EU verlangt mindestens 15 Prozent für diese letzte Säule – ich glaube, das ist auch gleich geblieben, oder? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: 10 Prozent!) 10 Prozent. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: So erfolgreich waren wir!) Die ländliche Nachhaltigkeit muss entwickelt werden, nämlich bei den ersten beiden Säulen, und die Einbindung der Sozialpartner, Gemeinden, regionalen Institutionen soll auch gewährleistet sein. – Ich glaube, da sehen Sie, dass die Landwirtschaft nicht nur die Bauern sind, sondern alle! (Abg. Grillitsch: Alle!) Das betrifft alle Menschen, die im ländlichen Raum leben und sich entwickeln müssen – und in diesem Sinne auch die Landwirtschaft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Alle!
Die EU verlangt mindestens 15 Prozent für diese letzte Säule – ich glaube, das ist auch gleich geblieben, oder? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: 10 Prozent!) 10 Prozent. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: So erfolgreich waren wir!) Die ländliche Nachhaltigkeit muss entwickelt werden, nämlich bei den ersten beiden Säulen, und die Einbindung der Sozialpartner, Gemeinden, regionalen Institutionen soll auch gewährleistet sein. – Ich glaube, da sehen Sie, dass die Landwirtschaft nicht nur die Bauern sind, sondern alle! (Abg. Grillitsch: Alle!) Das betrifft alle Menschen, die im ländlichen Raum leben und sich entwickeln müssen – und in diesem Sinne auch die Landwirtschaft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die EU verlangt mindestens 15 Prozent für diese letzte Säule – ich glaube, das ist auch gleich geblieben, oder? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: 10 Prozent!) 10 Prozent. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: So erfolgreich waren wir!) Die ländliche Nachhaltigkeit muss entwickelt werden, nämlich bei den ersten beiden Säulen, und die Einbindung der Sozialpartner, Gemeinden, regionalen Institutionen soll auch gewährleistet sein. – Ich glaube, da sehen Sie, dass die Landwirtschaft nicht nur die Bauern sind, sondern alle! (Abg. Grillitsch: Alle!) Das betrifft alle Menschen, die im ländlichen Raum leben und sich entwickeln müssen – und in diesem Sinne auch die Landwirtschaft. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir meinen eben wirklich auch umfassend den gesamten Bereich der ländlichen Entwicklung, und dazu gehört auch die Forstwirtschaft. Es freut mich, dass bei der künftigen ländlichen Entwicklung die Forstwirtschaft sogar noch verstärkt berücksichtigt wird, unter anderem mit den Waldbesitzervereinigungen, den Waldwirtschaftsgemeinschaften. Sie wissen, dass ein großer Teil des österreichischen Waldes kleiner Privatbesitz ist, und da geht es nur mit Kooperationen, und die werden in Zukunft auch noch verstärkt gefördert. Das ist gut so! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Willst du wieder Bezirksbauernkammern?
Wenn also der SPÖ-Chef, der jetzt leider nicht im Saal ist, gestern in einer Presseaussendung von Totengräbern des ländlichen Raumes geschrieben hat, dann hat er wohl die eigene Partei damit gemeint, denn wenn man zum Beispiel etwas weiter zurückblickt, dann weiß man, dass im Bundesland Kärnten die SPÖ 1973 fast die Hälfte der Gemeindeämter zugesperrt hat, dass sie 1976 die Bezirksbauernkammern aufgelöst hat – ja, restlos aufgelöst, Frau Kollegin Trunk! Genau, das war die SPÖ, gegen den Widerstand der ÖVP zumindest. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Willst du wieder Bezirksbauernkammern?) Die ersten Bezirksgerichte wurden geschlossen, Gendarmerieposten, all das ist unter SPÖ-Kanzlern geschehen.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.
Die Gewerbetreibenden, die Bauern, die Forstpartie, die Pendler, die Kinder und Schüler im ländlichen Raum, alle brauchen diese Unterstützung und damit eben dieses gute Programm für die ländliche Entwicklung. Und für die Ausgewogenheit wird unser Bundesminister als der für den ländlichen Raum zuständige Minister so wie bisher sorgen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für mich ist das identisch!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Kollege Scheuch, mit dem größten Teil deiner Ausführungen bin ich eigentlich einverstanden, nur der Einstieg – es geht wieder um die Agrarpolitik – zeigt das Problem auf: Es geht eben nicht nur um die Agrarpolitik, sondern es geht um die Politik für den ländlichen Raum, und das ist ein bedeutender Unterschied! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für mich ist das identisch!)
Abg. Keuschnigg: Weltmeister!
Wenn die ÖVP in ihrem Antrag meint, sie ist Europameister in ländlicher Entwicklung – und der Herr Minister unterstreicht das noch –, muss ich sagen: Okay, Europameister sicher in der Geldbeschaffung, Europameister sicher auch beim Rückfluss – das ist unbestritten und ist in Ordnung. (Abg. Keuschnigg: Weltmeister!) Allerdings, Herr Minister, wenn Sie den Briten-Rabatt angesprochen haben – auf der einen Seite fordern Sie 88 Milliarden €, auf der anderen Seite ziehen Ihre Regierungskollegen nach Brüssel und sagen: Wir zahlen nicht mehr als 1 Prozent! –: Die Briten zahlen heute netto pro Kopf genauso viel wie die Österreicher. Das sollten wir einmal zur Kenntnis nehmen! Das heißt, Sie fordern von den Briten, dass sie mehr zahlen sollen, die Österreicher sollen laut Bundesregierung aber weniger zahlen, und Sie teilen von 2007 bis 2013 Gelder auf, die Sie noch nicht haben.
Abg. Grillitsch: Dank unserer Politik!
Meine Damen und Herren! Sie haben das Gedankenjahr ausgerufen: Machen wir uns Gedanken über die letzten 50 Jahre im ländlichen Raum! Eine Abwanderung von 30 bis 40 Prozent, die in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Das heißt, es sind also ohne weiteres auch positive Effekte festzustellen, die ich nicht abstreiten möchte. (Abg. Grillitsch: Dank unserer Politik!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher wirklich noch einmal der Appell: Es muss doch in diesem Hohen Haus möglich sein, für die Zeit von 2007 bis 2013 eine gemeinsame Linie zu finden, die allen hilft, die den Klein- und Mittelbetrieben hilft, die den Landwirten hilft, die dem ländlichen Raum in seiner Gesamtheit hilft. Kommen wir endlich zu einem Begriff, der uns alle weiterbringt! – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.
Wenn man sich das pro Betrieb anschaut, dann sieht man, es erhält in Österreich der durchschnittliche Betrieb 5 700 € Ausgleichszahlung, in Großbritannien knapp 18 000 €. Damit auch zur Behauptung hinsichtlich österreichischer Großbetriebe: In England stehen im Schnitt 91 Kühe im Stall und 574 Schweine, während in Österreich 21 Kühe, also nicht einmal ein Viertel, und 40 Schweine im Schnitt im Stall stehen. Und da in Österreich von einer Großbauernpolitik zu reden, das ist ein bisschen sonderbar; seien Sie mir nicht böse. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Mittermüller.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ja, Kollege Scheuch hatte Recht, als er meinte, der Agrardiesel sei nur mit der FPÖ machbar gewesen. Das ist so, das ist zu bestätigen, und ich bin durchaus froh und dankbar – das anerkennen auch die Bauern –, dass mit dieser Koalition, mit dieser Regierung diese Umsetzung endlich möglich war. Mit Hilfe der SPÖ war es nicht möglich, das sei offen gesagt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin Walther hat, was die Sorgen der kleinen Gemeinden betrifft, absolut Recht. Ich würde allerdings bitten, derart berechtigte Hinweise auch vor Finanzausgleichsdebatten im eigenen Klub deutlich zu machen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja mehr Anlaufzeit als Redezeit!
Abgeordneter Gerhard Reheis (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ja mehr Anlaufzeit als Redezeit!) Zunächst stehe ich nicht an, dem Wunsch des Kollegen Wittauer zu entsprechen und mich bei den Landwirten zu bedanken, sie zu loben. Sie leisten wirklich hervorragende Arbeit in den Regionen. Die bäuerliche Landwirtschaft ist selbstverständlich ein wichtiger Bestandteil der Region und trägt sehr viel dazu bei, dass die Gäste und die Einheimischen gerne da wohnen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was habt denn ihr für einen Landeshauptmann?
Das ist eine Karte von Tirol. (Der Redner stellt eine Tafel vor sich auf das Rednerpult.) Seit diese Bundesregierung im Amt ist, wurden in Tirol 74 Postämter, 2 Bezirksgerichte, 4 Kasernen und 7 Polizeiposten zugesperrt – 3 Postämter, 7 Bezirksgerichte und 1 Kaserne sind noch bedroht. Meine Damen und Herren, das bedeutet eine Zerschlagung des ländlichen Raumes! Und es kommt nicht von ungefähr, dass in unserem Bundesland nach einer OGM-Umfrage die Einkommen jetzt österreichweit an drittletzter Stelle liegen und dass Tirol, was die Kaufkraft betrifft, an letzter Stelle liegt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was habt denn ihr für einen Landeshauptmann?) Herr Kollege Auer, wer soll dann diese wertvollen Produkte kaufen, wenn die Leute nicht das entsprechende Einkommen haben? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eine Karte von Tirol. (Der Redner stellt eine Tafel vor sich auf das Rednerpult.) Seit diese Bundesregierung im Amt ist, wurden in Tirol 74 Postämter, 2 Bezirksgerichte, 4 Kasernen und 7 Polizeiposten zugesperrt – 3 Postämter, 7 Bezirksgerichte und 1 Kaserne sind noch bedroht. Meine Damen und Herren, das bedeutet eine Zerschlagung des ländlichen Raumes! Und es kommt nicht von ungefähr, dass in unserem Bundesland nach einer OGM-Umfrage die Einkommen jetzt österreichweit an drittletzter Stelle liegen und dass Tirol, was die Kaufkraft betrifft, an letzter Stelle liegt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Was habt denn ihr für einen Landeshauptmann?) Herr Kollege Auer, wer soll dann diese wertvollen Produkte kaufen, wenn die Leute nicht das entsprechende Einkommen haben? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich appelliere an die Regierungsparteien, dafür Sorge zu tragen, dass dieser ländliche Raum nicht weiter zerschlagen wird und dass die Menschen ein entsprechendes Einkommen haben, damit sie Ihre und unsere guten Produkte auch kaufen können. Das gehört auch zu einem Programm für die Entwicklung des ländlichen Raumes. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da kann etwas mit den Zahlen nicht ganz stimmen!
und Einkommen haben, um gute Produkte zu kaufen. Dann darf es nicht passieren, dass es 13 000 Pleiten österreichweit gibt. In Tirol sind es an die 15 000 Pleiten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da kann etwas mit den Zahlen nicht ganz stimmen!) Meine Damen und Herren, ich habe es heute schon gesagt: 1 031 Pleiten gab es in Tirol allein in den letzten drei Quartalen; das war heuer.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für die Tiroler Pleitebetriebe können wir aber nichts!
Ich appelliere an Sie: Bitte ändern Sie diese Politik und stärken Sie den ländlichen Raum! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Für die Tiroler Pleitebetriebe können wir aber nichts!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Hermann Schultes (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich habe mit großer Verwunderung die Diskussion verfolgt. Ich habe erwartet, dass die Kollegen der sozialdemokratischen Fraktion herauskommen und erklären, warum Sie den Vorschlag des Parteivorsitzenden Gusenbauer unterstützen, die Agrarzahlungen um 50 Prozent zu reduzieren. Keiner hat das getan. Alle sind gekommen und haben gesagt: Noch viel mehr muss daraus finanziert werden, noch viel mehr wünschen Sie sich, sogar die Gerichte sollen daraus bezahlt werden, die Eisenbahn, die Post und was weiß ich was sonst noch. Keiner von Ihnen hat den Mumm und den Mut gehabt zu sagen: Ich bekenne mich zu dem, was Gusenbauer verlangt. – Eine schöne Versammlung ist das, was wir da heute erleben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wir wissen ganz genau, dass Ausgleichszahlungen die Ergänzung zu den Preisen sind, zu denen wir in Europa nicht mehr produzieren können. Wer diese Ausgleichszahlungen in Frage stellt, stellt die Produktion in Frage. Da geht es nicht darum, ob viele oder wenige Bauern Zahlungen erhalten, sondern da geht es darum, ob überhaupt noch produziert werden kann. Ich würde dringend darum bitten, einmal ernsthaft darüber nachzudenken! Die Geschichte ist viel zu gefährlich und viel zu brisant, als dass solch billige Polemik, wie wir sie heute erleben, darüber abgelassen werden sollte. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deswegen ist er auch schon so mager!
Ich sage Ihnen etwas: Es gibt wenige Minister in Europa, die so sehr für die ländlichen Regionen kämpfen, wie das unser Minister Josef Pröll tut. Es wäre einmal ganz gut, wenn die Mehrheit in dem Haus sagen würde: Danke, Herr Bundesminister, das geht weit über das Übliche hinaus! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Deswegen ist er auch schon so mager!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Dr. Pirklhuber –: Ha, ha, ha!
Denn im kleinen Österreich, im großen Europa einen solch großen Erfolg zu haben, das ist eine Leistung. Dafür bedanke ich mich wirklich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch – in Richtung des Abg. Dr. Pirklhuber –: Ha, ha, ha!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube auch, dass sich der Herr Bundeskanzler ein Scheibchen vom Herrn Minister abschneiden könnte!
Zum Herrn Kollegen Scheuch: Den Agrardiesel haben wir miteinander gemacht, aber wenn ihr beizeiten die Nerven gehabt hättet, hätten wir ihn schon zwei Jahre früher gehabt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube auch, dass sich der Herr Bundeskanzler ein Scheibchen vom Herrn Minister abschneiden könnte!)
Abg. Großruck: Ihr hättet es eh nicht gelesen!
Abgeordnete Rosemarie Schönpass (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Im Antrag von Herrn Kollegem Pirklhuber wird zu Recht darauf hingewiesen, dass es die Bundesregierung verabsäumt hat, das Parlament über ihre Pläne zur Entwicklung des ländlichen Raumes zu informieren. (Abg. Großruck: Ihr hättet es eh nicht gelesen!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.
Da wird ein Programm ausgearbeitet, in dem über den Einsatz öffentlicher Gelder entschieden wird, in dem über die Entwicklung der österreichischen Landwirtschaft in den Jahren 2007 bis 2013 entschieden wird. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.) Und wenn es nach der Bundesregierung geht, wird dieses Programm direkt nach Brüssel geschickt, ohne im Parlament überhaupt darüber zu sprechen. Der Großteil der österreichischen Bevölkerung lebt im ländlichen Raum und hat ein Recht darauf, zu erfahren, was die Bundesregierung mit ihrem Lebensraum in den nächsten Jahren vorhat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da wird ein Programm ausgearbeitet, in dem über den Einsatz öffentlicher Gelder entschieden wird, in dem über die Entwicklung der österreichischen Landwirtschaft in den Jahren 2007 bis 2013 entschieden wird. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Großruck.) Und wenn es nach der Bundesregierung geht, wird dieses Programm direkt nach Brüssel geschickt, ohne im Parlament überhaupt darüber zu sprechen. Der Großteil der österreichischen Bevölkerung lebt im ländlichen Raum und hat ein Recht darauf, zu erfahren, was die Bundesregierung mit ihrem Lebensraum in den nächsten Jahren vorhat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein zweites Beispiel dafür, wie die Bedürfnisse der Menschen im ländlichen Raum von Ihnen übergangen werden: Im Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft haben Sie mit Ihrer Stimmenmehrheit beschlossen: Ein neues, impulskräftiges Programm für die Entwicklung des ländlichen Raumes muss her! – Damit wäre ich zwar einverstanden, aber Sie vergessen immer, dass der ländliche Raum nicht nur aus landwirtschaftlichen Betrieben besteht. Der ländliche Raum braucht nicht nur Förderungen für die Landwirtschaft, sondern auch sichere Arbeitsplätze in allen anderen Branchen und Sektoren. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Noch eines, Herr Minister: Ich weiß zwar von Ihnen, dass sich das EU-Förderprogramm „LEADER plus“ bewährt hat und weitergeführt werden soll, wir – dabei meine ich meine Region im Hausruck – wissen aber nicht, wie es nach dem Jahr 2006 weitergeht. Wie schauen die Kriterien für „LEADER plus“ aus? Wie viele Euro werden fließen? (Zwischenruf bei der ÖVP.) – 5 Prozent wovon?
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Menschen warten auf Ihre Antwort. – Danke, Herr Minister. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb frage ich mich, wie Sie, Herr Gradwohl, oder Sie, Herr Gaßner, oder auch Sie, Herr Kummerer, oder sämtliche anderen Abgeordneten der SPÖ im Landwirtschaftsausschuss die Forderung Ihres Parteivorsitzenden Gusenbauer akzeptieren konnten, der eine Halbierung dieser Mittel gefordert hat. Sie gefährden nicht nur bäuerliche Familienbetriebe, sondern auch die Arbeitsplätze, die auch im ländlichen Raum so immens wichtig sind, und setzen in weiterer Folge die Existenz Tausender Menschen aufs Spiel. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Eder.
„Weil der Mensch zählt“ war meines Wissens einmal Ihr Wahlkampfslogan. Offensichtlich haben Sie das für den ländlichen Raum vergessen. (Zwischenruf des Abg. Eder.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der ÖVP, wir vom Bauernbund mit unserem Minister Sepp Pröll werden auch in Zukunft für die Interessen des ländlichen Raumes weiterkämpfen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.
Der Herr Bundesminister hat eine entsprechende Studie seit drei Jahren in seinem Schreibtisch liegen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.) Was macht er damit? – Verschimmeln lässt er sie! (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Der Herr Bundesminister hat eine entsprechende Studie seit drei Jahren in seinem Schreibtisch liegen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll.) Was macht er damit? – Verschimmeln lässt er sie! (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist das, was die österreichische Agrarpolitik in Zukunft schwer belasten wird. Aber Sie tragen die Verantwortung dafür! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Nach Gusenbauer 50 Prozent weniger!
Herr Bundesminister! Ich habe Sie jetzt leider nicht verstanden. Sie haben vorher von den Prozentsätzen gesprochen: für die erste Säule, für die zweite Säule, für die ländliche Entwicklung, für die Querfinanzierungen, für die Ausgleichszahlungen. Sagen Sie mir bitte einmal: Welche Summen stehen hinter diesen Prozentsätzen?! (Abg. Grillitsch: Nach Gusenbauer 50 Prozent weniger!) Sie haben im Agrarministerrat beschlossen, wie ein fiktiver Kuchen prozentuell aufgeteilt werden soll! (Abg. Grillitsch: Nach Gusenbauer 50 Prozent weniger!) – Dazu komme ich schon noch. Für den Fall,
Abg. Grillitsch: Nach Gusenbauer 50 Prozent weniger!
Herr Bundesminister! Ich habe Sie jetzt leider nicht verstanden. Sie haben vorher von den Prozentsätzen gesprochen: für die erste Säule, für die zweite Säule, für die ländliche Entwicklung, für die Querfinanzierungen, für die Ausgleichszahlungen. Sagen Sie mir bitte einmal: Welche Summen stehen hinter diesen Prozentsätzen?! (Abg. Grillitsch: Nach Gusenbauer 50 Prozent weniger!) Sie haben im Agrarministerrat beschlossen, wie ein fiktiver Kuchen prozentuell aufgeteilt werden soll! (Abg. Grillitsch: Nach Gusenbauer 50 Prozent weniger!) – Dazu komme ich schon noch. Für den Fall,
Abg. Dr. Brinek: Ha, ha!
dass du es nicht verstehst, erkläre ich es dir noch fünf Mal, Fritz. (Abg. Dr. Brinek: Ha, ha!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sehr gute Veranstaltungen!
Wir bekommen nämlich immer nur Einladungen zu außerparlamentarischen Veranstaltungen, die entweder von der Präko, von der Landwirtschaftskammer oder in Kombination mit dem Ministerium veranstaltet werden. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sehr gute Veranstaltungen!) – Das ist durchaus möglich, und ich gebe es durchaus zu. Aber hier, wo Gesetze beschlossen werden, wird nicht darüber gesprochen. Da haben Sie Federn davor! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh, hör auf!) Warum, Herr Bundesminister? (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh, hör auf!
Wir bekommen nämlich immer nur Einladungen zu außerparlamentarischen Veranstaltungen, die entweder von der Präko, von der Landwirtschaftskammer oder in Kombination mit dem Ministerium veranstaltet werden. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sehr gute Veranstaltungen!) – Das ist durchaus möglich, und ich gebe es durchaus zu. Aber hier, wo Gesetze beschlossen werden, wird nicht darüber gesprochen. Da haben Sie Federn davor! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh, hör auf!) Warum, Herr Bundesminister? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir bekommen nämlich immer nur Einladungen zu außerparlamentarischen Veranstaltungen, die entweder von der Präko, von der Landwirtschaftskammer oder in Kombination mit dem Ministerium veranstaltet werden. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Sehr gute Veranstaltungen!) – Das ist durchaus möglich, und ich gebe es durchaus zu. Aber hier, wo Gesetze beschlossen werden, wird nicht darüber gesprochen. Da haben Sie Federn davor! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh, hör auf!) Warum, Herr Bundesminister? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Das ist ein bisschen simpel!
Lieber Kollege Schultes, ich gebe schon zu: Die Agrarpolitik befindet sich in Österreich in einer schwierigen Situation. Ich gebe dir Recht. Nur: Wie lange ist es her, dass ein ÖVP-Landwirtschaftsminister die Geschicke der österreichischen Landwirtschaft in die Hand genommen hat? (Abg. Dr. Brinek: Das ist ein bisschen simpel!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Es ist ziemlich lange her, und genau das ist das Problem. Ihr seid einfach nicht in der Lage, die Zeichen der Zeit zu erkennen! Ihr seid auch nicht in der Lage, Veränderungen durchzuführen. Ihr sprecht zwar von Reformen, aber wenn die Reformen anstehen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch), dann, lieber Kollege Grillitsch, organisierst du eine Bauernbund-Demonstration, damit ja nichts reformiert wird und damit ja alles so bleibt, wie es ist, damit man mit den Betriebsprämien auch in Zukunft die Größeren fördert und die Kleineren zum Aufhören zwingt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ziemlich lange her, und genau das ist das Problem. Ihr seid einfach nicht in der Lage, die Zeichen der Zeit zu erkennen! Ihr seid auch nicht in der Lage, Veränderungen durchzuführen. Ihr sprecht zwar von Reformen, aber wenn die Reformen anstehen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch), dann, lieber Kollege Grillitsch, organisierst du eine Bauernbund-Demonstration, damit ja nichts reformiert wird und damit ja alles so bleibt, wie es ist, damit man mit den Betriebsprämien auch in Zukunft die Größeren fördert und die Kleineren zum Aufhören zwingt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Lieber Kollege Grillitsch, es gibt zurzeit im ORF eine wunderbare Werbung, in der das kleine Schweinchen auf der Alm sagt, das Gras sei so gut, und zum Bauern sagt: Ich würde gerne da bleiben. Und der Bauer sagt dann: Ja, natürlich, du darfst da bleiben. – Hervorragend. Das Schwein darf dort bleiben, aber die Bergbauern werdet ihr mit eurer Politik bald vertrieben haben. Das ist das Problem! (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ihr wollt es halbieren!
Herr Bundesminister! Weil Sie schon entsetzt die Hände zusammenschlagen, frage ich Sie: Wie viele Bergbauern, Herr Bundesminister, könnten mit der Summe, die die fünf größten Agrarbetriebe Österreichs bekommen, tatsächlich mit Direktzahlungen ausgestattet werden? – Ich sage es Ihnen mit Ihren Zahlen: 12 249. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ihr wollt es halbieren!)
Abg. Grillitsch: Gusenbauers Vorschlag!
Herr Bundesminister! Was wollen wir halbieren? Erklären Sie bitte einmal: Was wollen wir halbieren?! – Alle Redner von der ÖVP reden von Halbierung. Halbierung wovon? (Abg. Grillitsch: Gusenbauers Vorschlag!) 50 Prozent wovon? – Ich nehme noch einmal die Aussage des Herrn Bundeskanzlers an keinem besseren Tag als dem Erntedankfest in Wien zur Hand. Der Herr Bundeskanzler hat die Argumentation aus dem SPÖ-Agrarprogramm übernommen und hat gemeint (ironische Heiterkeit bei der ÖVP sowie von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll), es fließe sehr viel Geld in die Landwirtschaft. Ich zitiere wörtlich:
ironische Heiterkeit bei der ÖVP sowie von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll
Herr Bundesminister! Was wollen wir halbieren? Erklären Sie bitte einmal: Was wollen wir halbieren?! – Alle Redner von der ÖVP reden von Halbierung. Halbierung wovon? (Abg. Grillitsch: Gusenbauers Vorschlag!) 50 Prozent wovon? – Ich nehme noch einmal die Aussage des Herrn Bundeskanzlers an keinem besseren Tag als dem Erntedankfest in Wien zur Hand. Der Herr Bundeskanzler hat die Argumentation aus dem SPÖ-Agrarprogramm übernommen und hat gemeint (ironische Heiterkeit bei der ÖVP sowie von Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll), es fließe sehr viel Geld in die Landwirtschaft. Ich zitiere wörtlich:
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Entschuldige!
Der Herr Bundeskanzler hat uns auf seiner Seite. Dich vom Bauernbund leider nicht, lieber Fritz. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Entschuldige!)
Abg. Grillitsch: Was habe ich für eine Aussendung gemacht? Zitiere vorher meine Aussendung!
„... darf ich Ihnen mitteilen, dass ich im angefragten Zeitraum keinen Termin mit Frau Landeshauptmann Klasnic zum Thema Postämterschließung hatte.“ – So weit zur Offenheit, zur Ehrlichkeit. (Abg. Grillitsch: Was habe ich für eine Aussendung gemacht? Zitiere vorher meine Aussendung!) Da ist es mir lieber, wenn wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
„... darf ich Ihnen mitteilen, dass ich im angefragten Zeitraum keinen Termin mit Frau Landeshauptmann Klasnic zum Thema Postämterschließung hatte.“ – So weit zur Offenheit, zur Ehrlichkeit. (Abg. Grillitsch: Was habe ich für eine Aussendung gemacht? Zitiere vorher meine Aussendung!) Da ist es mir lieber, wenn wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen! (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das gibt es nicht!
Abgeordneter Georg Keuschnigg (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Wir erleben hier wirklich eine gespenstische Debatte. Herr Kollege Gradwohl, Sie haben jetzt wirklich die Chance verpasst, das Rätsel um die agrarpolitische Linie der SPÖ aufzuklären. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das gibt es nicht!) Wir fragen Sie seit zwei Stunden, was Sie zur Haltung Ihres Parteivorsitzenden Gusenbauer sagen. (Abg. Gradwohl: Dass ihr es nicht versteht ...!) Und seit zwei Stunden reden Sie wortreich darum herum und sagen nichts. Das ist schade.
Abg. Gradwohl: Dass ihr es nicht versteht ...!
Abgeordneter Georg Keuschnigg (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Wir erleben hier wirklich eine gespenstische Debatte. Herr Kollege Gradwohl, Sie haben jetzt wirklich die Chance verpasst, das Rätsel um die agrarpolitische Linie der SPÖ aufzuklären. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Das gibt es nicht!) Wir fragen Sie seit zwei Stunden, was Sie zur Haltung Ihres Parteivorsitzenden Gusenbauer sagen. (Abg. Gradwohl: Dass ihr es nicht versteht ...!) Und seit zwei Stunden reden Sie wortreich darum herum und sagen nichts. Das ist schade.
Abg. Gradwohl: Das stimmt nicht!
Liebe Kollegen! Wir können es Ihnen nicht ersparen, Sie hier vor den Vorhang zu bitten. Sie können diesen Widerspruch nicht stehen lassen! Wenn Sie ihn stehen lassen, dann müssen Sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass da hohle Phrasen gedroschen werden. (Abg. Gradwohl: Das stimmt nicht!) Wenn Sie dazu nichts sagen, dann müssen Sie das.
Abg. Gradwohl: Das ist eine Katastrophe für die Agrar...!
Wir müssen schon aus diesem Grund bei der Sache bleiben, weil das genau die Konfliktlinie ist, die derzeit in Europa läuft. Wenn sich diese Linie des Tony Blair durchsetzt, dann ist das eine Katastrophe für den ländlichen Raum! Alle bisherigen Maßnahmen sind dann ein Lercherl, wie man so sagt. (Abg. Gradwohl: Das ist eine Katastrophe für die Agrar...!)
Abg. Silhavy: Ah, stell dir vor!
Herr Kollege Gradwohl, Ihre Vorredner aus der Partei – Sie hätten als Letzter die Chance gehabt, das zurechtzurücken – haben gesagt, es werden nur die Bauern gefördert. Es gibt ja nichts Falscheres als diese Betrachtungsweise! Ich nenne das Beispiel Biomasse: Biomassepolitik, Wertschöpfungspolitik Biomasse. Wer profitiert davon? – Natürlich profitieren die Bauern, weil sie den Rohstoff zur Verfügung stellen. (Abg. Silhavy: Ah, stell dir vor!) Okay. Es profitieren aber auch die Transportunternehmer, die das ganze Zeug aus dem Wald herausbringen. Es profitieren in höchstem Maße die Arbeitsplätze in der Kesselindustrie zum Beispiel. Die Kesselindustrie macht Umsätze wie schon lange nicht mehr. Sie setzt jeden Tag fünf neue Anlagen ab. (Abg. Jakob Auer: Vier Schichtbetriebe!) Dann sind da noch die Installateure und die gesamte Wertschöpfungskette des ländlichen Raumes.
Abg. Jakob Auer: Vier Schichtbetriebe!
Herr Kollege Gradwohl, Ihre Vorredner aus der Partei – Sie hätten als Letzter die Chance gehabt, das zurechtzurücken – haben gesagt, es werden nur die Bauern gefördert. Es gibt ja nichts Falscheres als diese Betrachtungsweise! Ich nenne das Beispiel Biomasse: Biomassepolitik, Wertschöpfungspolitik Biomasse. Wer profitiert davon? – Natürlich profitieren die Bauern, weil sie den Rohstoff zur Verfügung stellen. (Abg. Silhavy: Ah, stell dir vor!) Okay. Es profitieren aber auch die Transportunternehmer, die das ganze Zeug aus dem Wald herausbringen. Es profitieren in höchstem Maße die Arbeitsplätze in der Kesselindustrie zum Beispiel. Die Kesselindustrie macht Umsätze wie schon lange nicht mehr. Sie setzt jeden Tag fünf neue Anlagen ab. (Abg. Jakob Auer: Vier Schichtbetriebe!) Dann sind da noch die Installateure und die gesamte Wertschöpfungskette des ländlichen Raumes.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
sehen lassen. Schauen Sie nach Südeuropa, schauen Sie nach Osteuropa, schauen Sie in die französischen Alpen und Sie wissen es! – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.
Das würde ich gerne mit Ihnen diskutieren. Wenn wir ein Rahmengesetz für die ländliche Entwicklung beschließen würden, in dem wir diese Fragen gesetzlich normieren und in bestimmten Bereichen regeln, dann hätten wir ernsthaft die Entscheidungs- und Kontrollmacht auch wieder dort, wo sie sein soll: hier im Haus, im Parlament. Das vorneweg. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Grünen.
größten Fördernehmern der Europäischen Union zählt. – Das kann sozial und in der politischen Debatte auch den Bäuerinnen und Bauern nicht egal sein, denn die Konsumenten und die Steuerzahler verstehen nicht, warum solche „Institutionen“ wie die englische Krone massiv mit Steuermitteln subventioniert werden. – Das zur Debatte über die Fördergerechtigkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Grillitsch: Hast du dich mit dem Gusenbauer schon verbündet? – Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.
Ich möchte aber schon noch die Inkonsistenz Ihrer Position, der Position der ÖVP und der FPÖ, ansprechen. Auch Sie, Herr Bundesminister, haben berichtet, die Agrarminister hätten sich gemeinsam entschlossen, dass sie diese 88 Milliarden € für die ländliche Entwicklung haben wollen. – Ja, diese Entschließung aller europäischen Agrarminister gibt es, aber es gibt auch die Entscheidung einiger Regierungschefs, inklusive unserem Finanzminister und unserem Bundeskanzler, nicht mehr Geld in die Europäische Union einzahlen zu wollen. Und das betrifft gerade Sie im ländlichen Raum, Kollege Grillitsch, denn wo wird gekürzt? – Doch nicht bei den Britenrabatten! Doch nicht 100 Prozent dieser Britenrabatte! Herr Bundesminister, machen Sie uns das doch nicht glauben! Das ist doch völlig unglaubwürdig. Gekürzt wird genau dort, wo wir die Mittel brauchen: im ländlichen Raum, in den Berggebieten in Österreich oder bei unserem Umweltprogramm. (Abg. Grillitsch: Hast du dich mit dem Gusenbauer schon verbündet? – Zwischenruf des Abg. Dr. Spindelegger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundesminister, Sie wissen es! Atrazinwerte steigen bei nicht nur ein oder zwei Messstellen. Bei inzwischen mehr als zehn Messstellen werden steigende Atrazinwerte beobachtet. Das ist nur ein Pestizid, das seit zehn Jahren in Österreich verboten ist. Da wäre es doch an der Zeit, auch über die Kontrolle derjenigen nachzudenken, die nicht im Umweltprogramm sind. Sie als Umweltminister wären der Erste, der entschieden und massiv für eine harmonisierte, österreichweite Kontrolle eintreten müsste. Das ist ein Defizit, und da würden wir uns einiges erwarten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Du bist mit dem Gusenbauer in einer Allianz!
Ich habe bisher von Seiten der ÖVP, vom Bauernbund – anders als von einzelnen Landesräten, die sehr wohl positive Rückmeldungen gaben –, insbesondere aber von Ihnen, Kollege Grillitsch, keine positive Rückmeldung dazu erhalten. (Abg. Grillitsch: Du bist mit dem Gusenbauer in einer Allianz!) Das ist auch der Grund, warum wir Ihrem Antrag nicht zustimmen werden. In diesem Punkt fehlt Ihnen der Weitblick, und was die ökologische Zielgenauigkeit betrifft detto.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber begibt sich zur Regierungsbank und überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll ein Schriftstück.
Herr Bundesminister! Ich ersuche Sie, genau diese Vorschläge wirklich ernsthaft zu prüfen, und überreiche Ihnen daher unsere Positionen, unseren Programmvorschlag für die ländliche Entwicklung. Ich erwarte mir, dass Sie diesen bei den Beratungen in den nächsten beiden Monaten auch berücksichtigen werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Pirklhuber begibt sich zur Regierungsbank und überreicht Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll ein Schriftstück.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Nicht gelungen ist uns die Lösung eines leidigen Problems, nämlich der Zählregel bei Schülertransporten. Da ist es nach wie vor so, dass drei Kinderplätze als zwei Erwachsenenplätze zählen und Kinder unter sechs Jahren überhaupt nicht zählen. – Da hat der Kostenfaktor gesiegt, und es gab nur leichte Verbesserungen. Dem konnten wir in dieser Form nicht zustimmen. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und zeigt Staatssekretär Mag. Mainoni ein Foto, auf dem drei Personen zu sehen sind, die auf einem Moped sitzen.
Herr Staatssekretär! (Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und zeigt Staatssekretär Mag. Mainoni ein Foto, auf dem drei Personen zu sehen sind, die auf einem Moped sitzen.) In Wien wird mit einem Plakat geworben, auf dem erstens drei Personen auf einem Moped sitzen und zweitens alle drei keinen Helm aufhaben. (Ruf bei der SPÖ: Anarchie!) Es ist meines Erachtens nicht besonders günstig, wenn man auf der einen Seite den Strafrahmen erhöht und auf der anderen Seite dann für die eigene Partei mit Dreien auf einem Moperl und ohne Helm wirbt. (Abg. Wittauer: Aber nicht fahrend! Sitzend!) – Das kann man nicht feststellen, ob die fahren oder sitzen. Eine gute Werbung ist es jedenfalls nicht. Ansonsten stimmen wir Licht am Tag zu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Anarchie!
Herr Staatssekretär! (Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und zeigt Staatssekretär Mag. Mainoni ein Foto, auf dem drei Personen zu sehen sind, die auf einem Moped sitzen.) In Wien wird mit einem Plakat geworben, auf dem erstens drei Personen auf einem Moped sitzen und zweitens alle drei keinen Helm aufhaben. (Ruf bei der SPÖ: Anarchie!) Es ist meines Erachtens nicht besonders günstig, wenn man auf der einen Seite den Strafrahmen erhöht und auf der anderen Seite dann für die eigene Partei mit Dreien auf einem Moperl und ohne Helm wirbt. (Abg. Wittauer: Aber nicht fahrend! Sitzend!) – Das kann man nicht feststellen, ob die fahren oder sitzen. Eine gute Werbung ist es jedenfalls nicht. Ansonsten stimmen wir Licht am Tag zu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Aber nicht fahrend! Sitzend!
Herr Staatssekretär! (Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und zeigt Staatssekretär Mag. Mainoni ein Foto, auf dem drei Personen zu sehen sind, die auf einem Moped sitzen.) In Wien wird mit einem Plakat geworben, auf dem erstens drei Personen auf einem Moped sitzen und zweitens alle drei keinen Helm aufhaben. (Ruf bei der SPÖ: Anarchie!) Es ist meines Erachtens nicht besonders günstig, wenn man auf der einen Seite den Strafrahmen erhöht und auf der anderen Seite dann für die eigene Partei mit Dreien auf einem Moperl und ohne Helm wirbt. (Abg. Wittauer: Aber nicht fahrend! Sitzend!) – Das kann man nicht feststellen, ob die fahren oder sitzen. Eine gute Werbung ist es jedenfalls nicht. Ansonsten stimmen wir Licht am Tag zu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär! (Der Redner dreht sich zur Regierungsbank um und zeigt Staatssekretär Mag. Mainoni ein Foto, auf dem drei Personen zu sehen sind, die auf einem Moped sitzen.) In Wien wird mit einem Plakat geworben, auf dem erstens drei Personen auf einem Moped sitzen und zweitens alle drei keinen Helm aufhaben. (Ruf bei der SPÖ: Anarchie!) Es ist meines Erachtens nicht besonders günstig, wenn man auf der einen Seite den Strafrahmen erhöht und auf der anderen Seite dann für die eigene Partei mit Dreien auf einem Moperl und ohne Helm wirbt. (Abg. Wittauer: Aber nicht fahrend! Sitzend!) – Das kann man nicht feststellen, ob die fahren oder sitzen. Eine gute Werbung ist es jedenfalls nicht. Ansonsten stimmen wir Licht am Tag zu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich hoffe heute auf einen einstimmigen Beschluss im Haus zu einer Verkehrssicherheitsneuerung, die für ganz Österreich und die Verkehrsteilnehmer enorme Bedeutung haben wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Vier!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Moser. 7 Minuten Wunschredezeit. (Abg. Dr. Gabriela Moser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Vier!) – 4 Minuten. Bitte.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zu den Erläuterungen, wie weit der Transport von Kindern in Schulbussen leider nicht verbessert worden ist, wird meine Kollegin noch einige Kommentare abgeben. Da hätten wir uns auch mehr erwartet. Wir geben aber trotzdem unsere Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Drei!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Herr Abgeordneter Wittauer. 4 Minuten Wunschredezeit. (Abg. Wittauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Drei!) Dann stelle ich 3 Minuten ein. – Bitte.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn die Untersuchungen stimmen, dann wird es dabei – wirtschaftlich gesehen – nicht nur um 2,4 Milliarden €, sondern auch um eine Zahl von über 2 000 weniger an Verletzten im Straßenverkehr gehen. Ich hoffe, dass das nach einer Überprüfung in zwei Jahren voll bestätigt werden wird. Dann haben wir jedenfalls großen Erfolg damit gehabt und werden vielleicht noch einmal hier im Hohen Haus darüber diskutieren können. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
in Richtung Staatssekretär Mag. Mainoni
Staatssekretär Mainoni hat gemeint, da bestehe sehr wohl Handlungsbedarf, und in diesem Antrag wird ja auch angeregt, § 22 a in der Kraftfahrgesetzdurchführungsverordnung neu zu regeln. Das ist die Liste, wo angeführt ist, was wie montiert werden darf. – Geschehen ist jedoch seitdem leider genau gar nichts! Für das Anbringen von Ersatzteilen, die für die Verkehrssicherheit nicht wirklich relevant sind, gibt es immer noch einen „Batzen“ an Bürokratie; es gibt nach wie vor Schikanen, auch wenn Sie (in Richtung Staatssekretär Mag. Mainoni) jetzt pfauchen und stöhnen. Die Schikanen werden dadurch nicht kleiner, auch nicht die Bürokratie.
Beifall bei der SPÖ.
Ich hoffe sehr, dass auch die FußgängerInnen und die RadfahrerInnen nicht mehr unter die Räder kommen. Und ich hoffe wirklich aus tiefstem Herzen, dass das, was wir heute hier beschließen, zu weniger Toten im Verkehr führt und nicht zu mehr. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, ich bedanke mich bei allen, die zum Zustandekommen dieses Gesetzesbeschlusses beigetragen haben; auch den Experten ein herzliches Dankeschön für ihren Beitrag! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Regler: Wird verändert!
Wir haben schon im Ausschuss darauf hingewiesen, dass es unserer Meinung nach negativ ist, dass diese Schulbusbeförderungsregel nicht verändert wird. (Abg. Mag. Regler: Wird verändert!) Ja, beim Gelegenheitsverkehr auf 3 : 2. Allerdings sehen wir, wenn wir dem nachgehen, wo Kinder und Jugendliche hauptsächlich fahren, dass sie hauptsächlich in Schulbussen zur Schule und in Bussen zum Kindergarten fahren, und dort bleibt nach wie vor die 3 : 2-Regel. Das heißt, dass Kinder nach wie vor ungeschützt auf dem Weg sind.
Beifall bei den Grünen.
Wir wären sehr dafür, dass es da europaweit eine Vereinheitlichung gibt, damit man nicht immer grübeln muss: Wie fahre ich jetzt? – Fahre ich gerade richtig oder falsch?, sondern dass es da eine allgemeine Regel gibt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das alles waren die ausschlaggebenden Gründe für unsere Entscheidung, und ich freue mich sehr, dass diese Entscheidung hier im Hohen Haus eine überwiegende Mehrheit, ja ich hoffe auch Einstimmigkeit finden wird. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir begrüßen auf jeden Fall diese Kraftfahrgesetz-Novelle mit allen Maßnahmen für die Verkehrssicherheit, für den Umweltschutz und für die Senkung der Führerscheinkosten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
in Richtung der Staatssekretäre Mag. Kukacka und Mag. Mainoni
Wir haben zum Beispiel im Verkehrsausschuss, sehr geehrte Herren hinter mir (in Richtung der Staatssekretäre Mag. Kukacka und Mag. Mainoni), 38 Anträge eingebracht, und letztendlich schlummern manche noch im Ausschuss – und das sind auch verkehrspolitische und wichtige Punkte! Ich glaube, man sollte auch mit der Opposition so umgehen, dass man eine Idee, wenn es eine gute Idee ist, aufnimmt – und sie nicht, weil sie von der Opposition kommt, einfach liegen lässt.
Abg. Dipl.-Ing. Achleitner: Aber trotzdem stimmen Sie dagegen!
Frau Abgeordnete Achleitner, da Sie schon so sehr vom Sparen beim Führerschein gesprochen haben: Sie haben bestimmt vorige Woche das „NEWS“ gelesen. Wir werden ja bei Fahren mit Licht am Tag 1 Prozent mehr an Treibstoffverbrauch haben, aber schauen Sie sich einmal an (der Redner zeigt eine Doppelseite der Zeitschrift „NEWS“ mit dem Titel „So casht Grasser Autofahrer ab“), wie sehr diese Bundesregierung in fünf Jahren den Autofahrern letztendlich in die Tasche gegriffen hat. Das waren ja Kostenexplosionen! Ich kann ja, weil das Licht am Rednerpult schon leuchtet, das Ganze gar nicht aufzählen, Frau Achleitner. Da sind die Führerscheinkosten ja ein Lercherl gegen das (Abg. Dipl.-Ing. Achleitner: Aber trotzdem stimmen Sie dagegen!), was die Bundesregierung den Autofahrern aus der Tasche nimmt! Da sollten Sie sich auch einmal ein Herz nehmen und analysieren, warum es zum Beispiel bei den Versicherungen eine Steigerung um 20 Prozent, bei der Maut eine Steigerung um 74 Prozent gegeben hat. Das ist viel, viel mehr als das, was durch Ihre Führerscheinphilosophie, dass das vielleicht Private machen können, erspart werden kann. 1 000 € pro Jahr seit dem Jahr 2000 hat diese Bundesregierung den Autofahrern aus der Tasche genommen!
Beifall bei der SPÖ.
Wir stimmen gerne dem Fahren mit Licht am Tag zu, aber Ihnen gebe ich das zum Nachdenken mit, damit Sie über die 1 000 € nachdenken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Und der Ruttenstorfer ist was für eine Fraktion?
Abgeordneter Erwin Hornek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Herr Marizzi, ich gebe Ihnen auch etwas zum Denken mit: Die Ölpreise haben sich je Barrel um 30 € erhöht. Hat die OMV aus sozialen Gründen dies an die österreichischen Autofahrer weitergegeben, ja oder nein? – So weit zu diesem Punkt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Dr. Fekter: Und der Ruttenstorfer ist was für eine Fraktion?)
Beifall bei der ÖVP.
Mit der Novelle zum Kraftfahrgesetz wird der aktuellen Entwicklung Rechnung getragen. Durch die Schaffung einer Genehmigungsdatenbank, in der die fahrzeugspezifischen Daten gespeichert werden, wird der Parallelimport ab 1. Juli 2007 erleichtert, da die Zulassung auf Basis einer so genannten Übereinstimmungsbescheinigung ermöglicht wird. Damit wird eine langjährige Forderung der Bauern umgesetzt. Die Novelle leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entbürokratisierung auch im landwirtschaftlichen Bereich, die unserer Branche Einsparungen ermöglicht. Damit stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen Betriebe. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dipl.-Ing. Achleitner.
Bisher mussten bei einem direkten Import nach Österreich oft mehrere Monate Wartezeit für Einzeltypisierungen und Kosten, in Spezialfällen bis zu 1 000 €, in Kauf genommen werden. Das hat speziell jenen Kleinbetrieben, die sich auf Sonderkulturen spezialisiert haben, Probleme bereitet. Einen weiteren Vorteil dieser KFG-Novelle sehe ich darin, dass überbreite landwirtschaftliche Fahrzeuge in Zukunft gelbrote Warnleuchten verwenden dürfen, und dies zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Ein sinnvoller und effizienter Baustein, diese KFG-Novelle! – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dipl.-Ing. Achleitner.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich schon hier am Rednerpult stehe, möchte ich auch noch folgende Frage stellen, meine Herren Staatssekretäre: Ich habe hier eine Presseaussendung der APA betreffend „Weniger EU-Geld für Brenner“. In drei Minuten kann man leider nicht ausführlicher darauf eingehen, aber vielleicht könnten Sie nach diesem Gespräch, das zwischen dem Bundesminister und dem dafür zuständigen Koordinator Karel van Miert anlässlich seines Besuches in Wien stattgefunden hat, auch Antwort auf die Frage geben, wie jetzt nach dieser Presseaussendung tatsächlich die Mitfinanzierung der EU beim Bau des Brenner-Basistunnels aussieht. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf: Jungfernrede! – Heiterkeit.
Abgeordneter Anton Wattaul (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! (Ruf: Jungfernrede! – Heiterkeit.)
Abg. Neudeck: Weniger lang fahren!
Ein Problem sei hier noch erwähnt – ich weiß keine Lösung dafür –, weil es vor kurzem auf der West Autobahn zwei Mal passiert ist, nämlich diese Unfälle durch Sekundenschlaf, wodurch acht Tote zu verzeichnen waren. Wie gesagt, ich weiß die Lösung für dieses Problem auch nicht (Abg. Neudeck: Weniger lang fahren!), ich würde nur darum bitten, dass man sich im Ministerium Gedanken darüber macht, was man dagegen machen kann.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man muss sich diesbezüglich einfach etwas überlegen, denn wenn man schon die Zahl der Verkehrstoten minimieren will, muss man sich auch über das Problem der Übermüdung im Straßenverkehr Gedanken machen, nicht zuletzt deshalb, weil durch übermüdete Fahrer natürlich auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden und zu Tode kommen könnten. Wie gesagt, Lösung weiß ich keine, aber Bewusstseinsbildung wäre vielleicht das Optimale. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: So wie bei den Fiakern! Die haben solche Laternen, ...!
Hohes Haus! Die alternativtechnisch optimale Lösung – und das ist für mich auch das Ergebnis dieses Expertenhearings – der Ausrüstung der Fahrzeuge mit speziellen Tagesleuchten müsste oder muss der nächste Schritt sein. (Abg. Neudeck: So wie bei den Fiakern! Die haben solche Laternen, ...!) – Herr Kollege, Ihnen würde ich überhaupt einmal empfehlen, sich so ein Expertenhearing anzuhören. (Abg. Neudeck: Ich muss aber jetzt dir zuhören!) Vielleicht geht Ihnen dann persönlich einmal ein Licht auf, Herr Kollege. (Beifall bei der SPÖ.) – Dieses sanfte Tageslicht mit reduzierter Lichtstärke bewirkt ein Viertel des zusätzlichen Spritverbrauchs im Vergleich zum Abblendlicht.
Abg. Neudeck: Ich muss aber jetzt dir zuhören!
Hohes Haus! Die alternativtechnisch optimale Lösung – und das ist für mich auch das Ergebnis dieses Expertenhearings – der Ausrüstung der Fahrzeuge mit speziellen Tagesleuchten müsste oder muss der nächste Schritt sein. (Abg. Neudeck: So wie bei den Fiakern! Die haben solche Laternen, ...!) – Herr Kollege, Ihnen würde ich überhaupt einmal empfehlen, sich so ein Expertenhearing anzuhören. (Abg. Neudeck: Ich muss aber jetzt dir zuhören!) Vielleicht geht Ihnen dann persönlich einmal ein Licht auf, Herr Kollege. (Beifall bei der SPÖ.) – Dieses sanfte Tageslicht mit reduzierter Lichtstärke bewirkt ein Viertel des zusätzlichen Spritverbrauchs im Vergleich zum Abblendlicht.
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Die alternativtechnisch optimale Lösung – und das ist für mich auch das Ergebnis dieses Expertenhearings – der Ausrüstung der Fahrzeuge mit speziellen Tagesleuchten müsste oder muss der nächste Schritt sein. (Abg. Neudeck: So wie bei den Fiakern! Die haben solche Laternen, ...!) – Herr Kollege, Ihnen würde ich überhaupt einmal empfehlen, sich so ein Expertenhearing anzuhören. (Abg. Neudeck: Ich muss aber jetzt dir zuhören!) Vielleicht geht Ihnen dann persönlich einmal ein Licht auf, Herr Kollege. (Beifall bei der SPÖ.) – Dieses sanfte Tageslicht mit reduzierter Lichtstärke bewirkt ein Viertel des zusätzlichen Spritverbrauchs im Vergleich zum Abblendlicht.
Abg. Neudeck: Die vorderen Scheibenwischer für deine Brille!
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Da die Autos nicht nur für den österreichischen Markt gebaut werden, muss es unser nächstes Ziel sein, eine Lösung auf europäischer Ebene zu finden. (Abg. Neudeck: Die vorderen Scheibenwischer für deine Brille!)
Beifall bei der SPÖ.
Andere Punkte in der KFG-Novelle tragen aber sicherlich nicht zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei. Es wurde heute schon ein paar Mal angesprochen, dass es bei den Schülertransporten aus unserer Sicht sicherlich nicht zu einer befriedigenden Lösung gekommen ist, denn es ist sehr problematisch, dass auf einer Zweiersitzbank auch in Zukunft drei Kinder befördert werden können. Es ist eben eine Tatsache, dass dieses Gesetz im Speziellen für Schülerinnen und Schüler, für Kinder keinen Schutz und keine zusätzliche Sicherheit bietet, und das ist wirklich sehr schade. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
Europa ist ein Wirtschaftsraum, meine Damen und Herren, und ich glaube, es ist daher auch notwendig, dass wir unter gleichen und fairen Rahmenbedingungen in diesem Wirtschaftsraum tätig und aktiv sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP.
Die KFG-Novelle bringt uns mehr Sicherheit auf unseren Straßen und damit ein weiteres Signal für ein sicheres Österreich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden gerne zustimmen, und es wäre schön, wenn die Opposition auch in allen Punkten zustimmen könnte. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich darüber, dass es einen Vier-Parteien-Antrag gibt und wir diesen einstimmig annehmen werden, der zweifellos eine deutliche Verbesserung im Sinne der Verkehrssicherheit bringen wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Ich danke unseren beiden Herren Staatssekretären, dass sie diese Verkehrssicherheitsmaßnahme ausgearbeitet und vorgelegt haben. Und ich freue mich, dass trotz einiger oder anfänglicher Skepsis alle Abgeordneten diesem Verkehrssicherheitsgesetz zustimmen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Alles in allem: mehr Sicherheit und weniger Bürokratie. Das ist ein weiterer Schritt auf dem Weg: mit Sicherheit weniger Bürokratie. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher meine Schlussbemerkung: Die Gesundheit und Sicherheit der Menschen sollte doch höher anzusetzen sein als die wirtschaftspolitische Lobby einiger Frächter. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ingesamt ist das Ganze ein erheblicher Fortschritt. Wie gesagt: Wir müssen die geänderten Regelungen ohnedies übernehmen, weil wir damit das moderne internationale Gefahrgutrecht in das österreichische Recht rezipieren. Ich bin eigentlich ein bisschen enttäuscht darüber, dass die Opposition hier nicht zustimmen will. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Es wird kürzer! Drei Minuten!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Moser. 5 Minuten Wunschredezeit. (Abg. Dr. Gabriela Moser – auf dem Weg zum Rednerpult –: Es wird kürzer! Drei Minuten!) 3 Minuten. – Bitte.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.
Deshalb sind wir lieber auf der vorsichtigen Seite und lehnen diese Regierungsvorlage als unzulänglich ab. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin direkt dankbar, dass Frau Abgeordnete Moser das in gewissen Bereichen erkannt hat. Dass sie natürlich gerade da kritisch ist, ist legitim. Ich habe aber trotzdem gehört, dass Sie da ähnlicher Meinung sind wie ich. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Gesetz untergräbt nachhaltig die Sicherheitsmaßnahmen des österreichischen Gefahrengutrechts und damit die allgemeine Verkehrssicherheit, und deshalb lehnen wir dieses Gesetz ab. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch eine Bemerkung zu der EU-Statistik: Herr Kollege, man muss natürlich auch dazusagen, dass wir in Österreich sehr viel Grenzgebiet haben und dass sehr viele Frächter aus den Ostländern kommen. Natürlich werden die Kontrollen in Österreich gemacht und dann auch Österreich zugerechnet. Man muss sich die Statistik genauer anschauen, ob das österreichische oder ausländische Frächter waren, die in Österreich kontrolliert wurden. So einfach kann man sich das also nicht machen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Daher meine Aufforderung, endlich tätig zu werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann nur appellieren, dass es vor allem bei den Unfallschwerpunkten, also dort, wo es sehr viele Unfälle gibt, notwendig wäre, diese Griffigkeit entsprechend vorzuschreiben, sodass Unfälle vermieden werden können. Ich hoffe, meine Herren Staatssekretäre, dass wir auch in dieser Frage weiter miteinander reden können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
heit. Der Beginn kann heute gestartet werden. Ich freue mich auf die Vier-Parteien-Einigung zum Unfalluntersuchungsgesetz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.
Nordvietnam beziehungsweise Vietnam sagt man jetzt, weil die Länder vereinigt sind, hat eine bessere gesetzliche Basis der Unfallstatistik als Österreich. Ich glaube, diese Unfalluntersuchungsstelle hat da relativ viel zu leisten, da sie auf jeden Fall auch im Seilbahnbereich tätig sein soll. (Zwischenruf des Abg. Mag. Regler.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege Regler! Wir können uns gerne im Detail dann noch über die Verbesserung der Unfallstatistik unterhalten. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Deshalb ist es gut, dass nun auch die Seilbahnen wie alle anderen Bereiche in diesem Gesetz Berücksichtigung finden. Das ist für mich ein Freudentag. Heute ist so ein Sicherheitsgipfel fast völlig undenkbar. Wir haben viele Maßnahmen beschlossen, die gut sind für die Menschen in unserem Land und auch für die Gäste, die bei uns verweilen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es hat sich gezeigt, dass wir dann, wenn die Regierungsparteien bereit sind, mit der Opposition zu verhandeln, kompromissbereit sind und bereit sind, uns einzubringen, und dass es dann möglich ist, im Parlament eine gute Lösung zu finden. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mandak.
mit einem Hubschrauber. (Zwischenruf der Abg. Mandak.) Ich betone: Drei Unfälle in acht Jahren bei fünf Milliarden beförderten Personen! Da von einer Unfallhäufung zu sprechen, scheint mir ein wenig überzogen zu sein. Ich glaube, dass es dennoch wichtig ist, dass diese Unfälle gründlich untersucht werden.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin sicher, dass die betroffenen Länder die Erkenntnisse aus den Untersuchungen der Unfälle in der Vergangenheit der Unfalluntersuchungsbehörde zur Verfügung stellen werden und somit genügend statistisches Material für die Zukunft zusammenkommen wird. Ich bin auch sicher, dass dadurch die Sicherheit weiter steigen wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Staatssekretäre! Meine Damen und Herren! Alle Parteien sind sich darin einig, dass mit dem vorliegenden Unfalluntersuchungsgesetz eine gute Untersuchungsstelle für Unfallforschung und Unfallprävention eingerichtet wird. Die Chance für diese Regierungsvorlage, die ursprünglich Mängel aufgewiesen hat, war zweifellos die Tatsache, dass die Opposition korrigierend eingegriffen hat. Vielleicht war es auch deshalb ein bisschen leichter, weil nun die Wirtschaftskammerwahlen vorbei sind und zumindest gegenwärtig die Klientelpolitik für die ÖVP nicht ganz so im Vordergrund steht. (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Das ist alles sehr relativ, Herr Kaipel!
Eigentlich ist es schon unfassbar, wie leichtfertig der rechte Teil dieses Hohen Hauses mit der Sicherheit der Menschen umgeht. Wenn einmal Wahlen ... (Abg. Mag. Molterer: Das ist alles sehr relativ, Herr Kaipel!) Von mir aus gesehen der rechte Teil dieses Hauses.
Beifall bei der SPÖ.
Es sind auch noch weitere Erfolge mit Hilfe der Opposition und vor allem mit Hilfe der Verkehrsexperten der Gewerkschaften möglich gewesen, auf die schon hingewiesen worden ist. In Summe ist es jetzt doch ein gutes Gesetz, dem wir zustimmen können. Ein gutes Gesetz ist es auch deshalb, weil ausnahmsweise auch einmal die Opposition und die Sozialpartner in die Verhandlungen eingebunden waren. Wenn Sie auch in Zukunft gute Gesetze zustande bringen wollen, dann werden Sie an der Opposition nicht vorbeikommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne glaube ich wirklich sagen zu können, dass wir heute ein gutes Verkehrssicherheitspaket beschließen, das uns dem Ziel näher bringen wird, bis zum Jahre 2010 die Zahl der Unfälle, vor allem die Zahl der tödlichen Unfälle im österreichischen Verkehr zu halbieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Darüber können wir streiten!
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Maßnahmen für die Verkehrssicherheit müssen auch in Zukunft oberste Priorität haben, und die schwarz-orange Regierung unter Vizekanzler Gorbach als Verkehrsminister ist eine Garantie dafür, dass der konsequente Weg der Politik für Verkehrssicherheit fortgesetzt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Darüber können wir streiten!)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich mich bedanken und sagen: Es war ein sehr langer Verkehrsausschuss, aber die umsichtige Vorsitzführung des Herrn Abgeordneten Eder hat dazu beigetragen, dass wir heute ein vernünftiges und zukunftsweisendes Programm beschließen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
beigetragen, dass wir mit dieser Einrichtung einen erhöhten Sicherheitsstandard auch in diesem Bereich aufweisen können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bedanke mich bei den Staatssekretären für diese Möglichkeit und bitte um eine einheitliche Abstimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der umfassende und ausgewogene Kulturaustausch zwischen allen Ländern der Welt ist freilich noch Zukunftsmusik, aber Österreich spielt in diesem Konzert eine immer wichtigere Rolle. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
stellt sie das gemeinsame Erbe der Menschheit dar und sollte zum Nutzen gegenwärtiger und künftiger Generationen anerkannt und bekräftigt werden.“ – Das, meine Damen und Herren, sollten wir uns immer wieder in Erinnerung rufen, wenn es um diese Debatte geht! (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich freue mich, dass vom Parlament ein so starkes und eindeutiges Signal kommt, wenn wir heute diesen Entschließungsantrag beschließen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben daher in Österreich diese Initiative der UNESCO sehr begrüßt und hoffen, dass alle Mitglieder beitreten werden. Die USA sind ja aus der UNESCO ausgetreten, jetzt aber wieder eingetreten, haben jedoch gewaltige Vorbehalte gegen diese Konvention. Wir sind dafür, weil diese Konvention einen Ausgleich im Spannungsfeld zwischen Protektionismus und Liberalisierungstendenzen, die mit der zunehmenden Globalisierung überhand nehmen, schafft. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dass die Kultur nur ein Bereich ist, aus dem sich der Staat nicht zurückziehen darf, um den kommerziellen Interessen von Angebot und Nachfrage überantwortet zu werden, ist auch klar. Gesundheit, Bildung, Sozialleistungen müssen auch auf internationaler Ebene folgen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Der Konventionsentwurf unterstützt die von Österreich und der Europäischen Union vertretene Position, und dieser vorliegende Entschließungsantrag wird eine weitere Unterstützung für diesen wichtigen Schutz des kulturellen Erbes, der kulturellen Vielfalt und des immateriellen Kulturerbes darstellen. Ich danke allen, die diese Konvention unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf abschließend sagen, dass ich sehr stolz bin auf die Vielfalt der Kultur. Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Bundeshymne darf ich vielleicht anmerken, dass ich sehr stolz bin, dass ich diese Rede sowohl in meiner Mutter- als auch in meiner Vatersprache halten durfte. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Daher freut es mich, dass wir gemeinsam diese Entschließung fassen. Ich hoffe, dass die Verhandlungen tatsächlich sehr bald positiv abgeschlossen werden und dieses Übereinkommen auf Grund einer raschen Ratifikation auch bald in Kraft treten wird. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben uns in guter Abstimmung mit den EU-Partnern, und das schon seit Jahren, für diese Konvention eingesetzt, und es ist sehr schön, dass sie nun hier im Parlament in Konsens mit einem Vier-Parteien-Beschluss bestätigt und bekräftigt wird. Ich bedanke mich auch bei meinen Kolleginnen und Kollegen für diese ambitionierte Zusammenarbeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Hohen Hauses! Auch ich bin sehr froh darüber, dass wir heute hier den Entschließungsantrag betreffend das Übereinkommen der UNESCO zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt einstimmig beschließen werden. Ich bin auch sehr froh darüber, dass unsere Kultursprecherin Christine Muttonen diesen Entschließungsantrag eingebracht hat, damit wir heute hier im Hohen Haus darüber sprechen können und auch müssen. – Danke, Christine. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Deshalb begrüße ich es außerordentlich, dass sich die Unesco-Konvention sowohl für das Recht einsetzt, dass alle Staaten eine eigenständige Kulturpolitik durchführen dürfen, aber auch gleichzeitig dafür, dass sich die Staaten damit verpflichten müssen, die kulturelle Diversität innerstaatlich zu stützen und auch zu fördern. Da schließe ich mich den Ausführungen des Kollegen Zinggl vollinhaltlich an. Ich glaube, das ist ein sehr wichtiger Punkt, damit auch kleine Kulturinitiativen in Österreich in Zukunft eine Förderung erhalten können. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abschließend möchte ich noch einen Wunsch anbringen: Ich würde mir sehr wünschen, dass auch in anderen Bereichen, außerhalb der Kultur, nämlich bei der so genannten Daseinsvorsorge, sei das Bildung, Unterricht oder auch die Wasserversorgung, ein nationaler Schulterschluss gelingen könnte, damit wir gemeinsam gegen die GATS-Verhandlungen und gegen die Bestrebungen der WTO ankämpfen können und diese Güter für unsere Menschen in ihrer hohen Qualität auch in Zukunft anbieten können. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne, meine ich, ist der Konsens, den wir hier haben, ein Zeichen dafür, dass wir der Kultur einen entsprechend hohen Stellenwert zukommen lassen, dass jede Nation das Recht auf seine eigene Kulturpolitik hat. Ebenso denke ich, durch diesen Entwurf werden auch neue Möglichkeiten für eine nationale und regionale Kulturpolitik eröffnet. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Konnte herbeigezwungen werden, kann man sagen!
Es ist der konstruktiven Zähigkeit unserer Kultursprecherin Christa Muttonen zu verdanken, dass dieser Antrag eingebracht worden ist. Es war auch nicht so, dass sofort große Freude darüber geherrscht und die Bereitschaft, darüber zu diskutieren, bestanden haben. Es hat lange gedauert. Es ist nicht gleich eine Debatte im Kulturausschuss erfolgt. Aber was lange währt, wird heute endlich gut: Wir werden mit den Stimmen aller Fraktionen diesen Antrag beschließen. (Abg. Dr. Jarolim: Konnte herbeigezwungen werden, kann man sagen!) Danke für diesen wichtigen Hinweis, Kollege Jarolim. (Abg. Mag. Molterer: Das war der zweitdümmste Zwischenruf des Tages!)
Abg. Mag. Molterer: Das war der zweitdümmste Zwischenruf des Tages!
Es ist der konstruktiven Zähigkeit unserer Kultursprecherin Christa Muttonen zu verdanken, dass dieser Antrag eingebracht worden ist. Es war auch nicht so, dass sofort große Freude darüber geherrscht und die Bereitschaft, darüber zu diskutieren, bestanden haben. Es hat lange gedauert. Es ist nicht gleich eine Debatte im Kulturausschuss erfolgt. Aber was lange währt, wird heute endlich gut: Wir werden mit den Stimmen aller Fraktionen diesen Antrag beschließen. (Abg. Dr. Jarolim: Konnte herbeigezwungen werden, kann man sagen!) Danke für diesen wichtigen Hinweis, Kollege Jarolim. (Abg. Mag. Molterer: Das war der zweitdümmste Zwischenruf des Tages!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abschließend auch noch von mir der Hinweis im Zusammenhang mit dem GATS-Abkommen, dass es wichtig ist, eine Übereinstimmung im Hinblick auf kulturelle Güter erreicht zu haben, dass es aber auch zu anderen wichtigen Bereichen des Lebens einen Vier-Parteien-Konsens geben muss; so zum Beispiel – weil Frau Minister Gehrer jetzt auf der Regierungsbank sitzt – der Hinweis darauf, dass auch Bildung nicht einfach ein Gut wie jedes andere sein darf. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Christoph Kainz (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Kuntzl! Ich glaube, der Zeitpunkt der Abstimmung und der Beschlussfassung ist entscheidend, und da die Unesco-Weltkonferenz erst Anfang Oktober stattfindet, ist der Zeitpunkt heute genau richtig. Es hätte wenig Sinn, wenn wir das Übereinkommen vor drei Monaten oder vor einem halben Jahr beschlossen hätten, wichtig ist letztendlich, dass wir bei der Unesco-Konferenz, mit diesem Mandat ausgestattet, diesen Beschluss auch mittragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir leben heute in einer Zeit, in der zum Glück die Grenzen fallen, in der wir näher zusammenrücken, in der wir aber in einem Europa der Regionen leben. Wir sind im Jahr 1994 auch dem GATS beigetreten, und deshalb ist es wichtig, dass die Regionen in Europa auch eigenständige Kulturpolitik betreiben. Ich begrüße diese Konvention, freue mich, dass wir einen Vier-Parteien-Konsens erreicht haben und freue mich, dass wir heute hier im Hohen Haus einstimmig zustimmen werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich freue mich über die Zustimmung aller Fraktionen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dieses Übereinkommen der UNESCO stellt sicher, dass wir diesen für Österreich so wichtigen Weg der Förderung der kulturellen Vielfalt auch in Zukunft weitergehen können. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Kainz
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich freue mich sehr, dass der vorliegende Antrag von Kollegin Muttonen zum Übereinkommen der UNESCO zum Schutz der kulturellen Vielfalt heute von allen vier Parteien mitgetragen wird. Christine Muttonen, Kultursprecherin der SPÖ, ist es zu verdanken, dass dieser Entschließungsantrag heute hier zum Thema gemacht wurde (Zwischenruf des Abg. Kainz) und überhaupt heute hier im Hohen Haus diskutiert wird. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Abgeordnete Anita Fleckl (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich freue mich sehr, dass der vorliegende Antrag von Kollegin Muttonen zum Übereinkommen der UNESCO zum Schutz der kulturellen Vielfalt heute von allen vier Parteien mitgetragen wird. Christine Muttonen, Kultursprecherin der SPÖ, ist es zu verdanken, dass dieser Entschließungsantrag heute hier zum Thema gemacht wurde (Zwischenruf des Abg. Kainz) und überhaupt heute hier im Hohen Haus diskutiert wird. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Neudeck: Man kann auch ein gutes Thema zerreden!
Gegen diese Entwicklung regt sich bereits seit längerer Zeit Widerstand – und das zu Recht! Es wird immer wieder die Notwendigkeit hervorgehoben, die Vielfalt der Kulturen zu schützen. Der Schutz dieser Vielfalt wird daher auch als Aufgabe der gesamten Menschheit angesehen, und die Forderung nach Solidarität mit gefährdeten Kulturen ist eine Folge daraus. So gesehen ist es kein Zufall, dass wesentliche Vorarbeiten zu dieser Konvention gerade zu jener Zeit entstanden sind, als GATS in Kraft getreten ist. (Abg. Neudeck: Man kann auch ein gutes Thema zerreden!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Die nächste UNESCO-Generalkonferenz findet, wie schon erwähnt, im Oktober in Paris statt. Es ist in unser aller Interesse zu hoffen, dass dort mit der Unterzeichnung des Übereinkommens zum Schutz der kulturellen Vielfalt ein kulturpolitischer Meilenstein gesetzt wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Ob diese Rede besser wird als die Zwischenrufe?
Als Erster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Jarolim. Wunschredezeit: 4 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter, Sie sind am Wort. (Abg. Neudeck: Ob diese Rede besser wird als die Zwischenrufe?)
Abg. Dr. Fekter: Nein, es geht auch um die kleinen Vereine!
Worum geht es bei diesem Gesetz? – Es geht letztlich darum, dass jene Strafdelikte, die Einzelpersonen, wenn sie sie begehen, mit einer Strafe büßen müssen, auch gegenüber Verbänden, Gesellschaften, insbesondere großen Gesellschaften – um die geht es; Banken (Abg. Dr. Fekter: Nein, es geht auch um die kleinen Vereine!) –, wenn sie von diesen begangen werden, geahndet werden. Es ist ja niemandem geholfen, dass dann, wenn ein Unternehmen etwas macht und zu verantworten hat, möglicherweise ein Geschäftsführer oder jemand anderer bestraft wird, aber die Gesellschaft, die eigentlich den Ertrag, den Gewinn aus dieser Handlung bekommen hat, nicht bezahlen muss, nicht abgeschöpft werden kann. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Worum geht es bei diesem Gesetz? – Es geht letztlich darum, dass jene Strafdelikte, die Einzelpersonen, wenn sie sie begehen, mit einer Strafe büßen müssen, auch gegenüber Verbänden, Gesellschaften, insbesondere großen Gesellschaften – um die geht es; Banken (Abg. Dr. Fekter: Nein, es geht auch um die kleinen Vereine!) –, wenn sie von diesen begangen werden, geahndet werden. Es ist ja niemandem geholfen, dass dann, wenn ein Unternehmen etwas macht und zu verantworten hat, möglicherweise ein Geschäftsführer oder jemand anderer bestraft wird, aber die Gesellschaft, die eigentlich den Ertrag, den Gewinn aus dieser Handlung bekommen hat, nicht bezahlen muss, nicht abgeschöpft werden kann. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Chance haben wir also leider Gottes vorübergehen lassen, Frau Minister. Wir hätten gerne zugestimmt, aber dieser Kosmetik können wir nicht zustimmen, weil sie dem eigentlichen Ziel nicht gerecht wird. Daher werden wir diese Vorlage ablehnen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: So viel Redezeit hast du aber nicht!
Ich beschränke mich daher in meiner Rede auf die falschen Dinge, die Kollege Jarolim gerade vorgebracht hat. (Abg. Neudeck: So viel Redezeit hast du aber nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Daher, Herr Kollege Jarolim: Es ist eines Justizsprechers nicht würdig, hier so falsch zu informieren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Frau Mag. Wurm wird Herrn Jarolim tatsächlich berichtigen!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächste Rednerin kommt Frau Abgeordnete Mag. Wurm zu Wort. Wunschredezeit: 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Großruck: Frau Mag. Wurm wird Herrn Jarolim tatsächlich berichtigen!)
Abg. Dr. Fekter: Wer beschließt? – Ihr beschließt es ja nicht!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich bin froh, dass wir das Verbandsverantwortlichkeitsgesetz – es klingt etwas sperrig, in Zukunft werde ich von Unternehmensstrafrecht sprechen; es ist einfach leichter, und man versteht es auch besser – heute hier beschließen, dass wir auch den EU-Rahmenbeschluss jetzt sozusagen umsetzen. Das ist gut und wichtig! (Abg. Dr. Fekter: Wer beschließt? – Ihr beschließt es ja nicht!) – Sie beschließen es, somit wird es heute hier im Haus beschlossen. Und ich will nicht leugnen, Frau Dr. Fekter, dass das, was wir jetzt hier vorliegen haben, besser ist, als wenn wir nichts da hätten. (Abg. Dr. Fekter: Dann stimmen Sie mit!)
Abg. Dr. Fekter: Dann stimmen Sie mit!
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Ich bin froh, dass wir das Verbandsverantwortlichkeitsgesetz – es klingt etwas sperrig, in Zukunft werde ich von Unternehmensstrafrecht sprechen; es ist einfach leichter, und man versteht es auch besser – heute hier beschließen, dass wir auch den EU-Rahmenbeschluss jetzt sozusagen umsetzen. Das ist gut und wichtig! (Abg. Dr. Fekter: Wer beschließt? – Ihr beschließt es ja nicht!) – Sie beschließen es, somit wird es heute hier im Haus beschlossen. Und ich will nicht leugnen, Frau Dr. Fekter, dass das, was wir jetzt hier vorliegen haben, besser ist, als wenn wir nichts da hätten. (Abg. Dr. Fekter: Dann stimmen Sie mit!)
Abg. Neudeck: Was heißt das? – Das ist ja positiv!
So die Stellungnahme des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages. (Abg. Neudeck: Was heißt das? – Das ist ja positiv!)
Abg. Neudeck: Können Sie den Satz kurz inhaltlich erklären? Ich habe ihn nicht verstanden – Sie auch nicht!
Ich glaube, da liegt die Rechtsanwaltskammer falsch (Abg. Neudeck: Können Sie den Satz kurz inhaltlich erklären? Ich habe ihn nicht verstanden – Sie auch nicht!), und ich glaube auch, dass manche Kreise in der Wirtschaft falsch liegen, wenn sie grundsätzlich gegen ein Verbandsverantwortlichkeitsgesetz agieren oder agiert haben, es in Wirklichkeit teilweise in Bausch und Bogen abgelehnt und auch dagegen lobbyiert haben. Auch das muss gesagt werden.
Abg. Dr. Fekter: Schadenersatz ist Strafe!
Ein weiterer Wermutstropfen in meinen Augen ist – und das müsste Sie von der FPÖ auch interessieren –, dass der Opferschutz nicht so ernst genommen wurde, wie wir es gerne gehabt hätten. Es ist nämlich so, dass die Geldbußen, die Geldleistungen nicht zweckgebunden den Opfern zugute kommen, sondern höchstwahrscheinlich ins Budget fließen und das Budget auffetten. (Abg. Dr. Fekter: Schadenersatz ist Strafe!) Es wäre schön gewesen, wenn es den Opfern zugute gekommen wäre, in welcher Form auch immer. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Trotzdem könnte man einen Fonds schaffen, um die Opfer auch schadlos zu halten.
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Ein weiterer Wermutstropfen in meinen Augen ist – und das müsste Sie von der FPÖ auch interessieren –, dass der Opferschutz nicht so ernst genommen wurde, wie wir es gerne gehabt hätten. Es ist nämlich so, dass die Geldbußen, die Geldleistungen nicht zweckgebunden den Opfern zugute kommen, sondern höchstwahrscheinlich ins Budget fließen und das Budget auffetten. (Abg. Dr. Fekter: Schadenersatz ist Strafe!) Es wäre schön gewesen, wenn es den Opfern zugute gekommen wäre, in welcher Form auch immer. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) – Trotzdem könnte man einen Fonds schaffen, um die Opfer auch schadlos zu halten.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Grundsätzlich möchte ich Ihnen, Frau Ministerin, Folgendes sagen: Wir sind froh, dass der erste Schritt getan ist. Es ist ja eine Evaluierung geplant. Nach vier Jahren soll noch einmal überprüft werden. Insofern hoffen wir, dass die eine oder andere Verbesserung in der Zukunft noch gemacht werden kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Neudeck: Das war bei ihr schon schwer genug!
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn ich jetzt ganz kurz das Revue passieren lasse, was Kollegin Wurm im Großteil ihrer Rede ausgezeichnet dargelegt hat (Abg. Neudeck: Das war bei ihr schon schwer genug!), dann, muss ich sagen, ist es für mich umso unverständlicher, dass die Sozialdemokratie, aus welchen Gründen auch immer, diesem Gesetz eher ablehnend gegenüber steht, wobei ich ja eine gewisse Unruhe innerhalb des SPÖ-Klubs orte. Würde ich nämlich jetzt die Positiva und die Negativa in der Rede der Kollegin Wurm abwägen, dann hätte ich gesagt, die Positiva überwiegen. Aber sei es, wie es sei.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Unter diesem Blickwinkel glaube ich, dass dieses Gesetz gelungen ist. Ich weiß, dass wir die Befürchtungen des Kollegen Jarolim hier jetzt nicht ausräumen können, aber er kann sich im Rahmen der Evaluierung wieder zu Wort melden und dann vielleicht Verbesserungsvorschläge vorbringen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
dessen bewusst sein, dass dies heute eine historische Stunde für die Justiz ist. Wir haben nämlich, wenn der hohe Nationalrat dieses Verbandsverantwortlichkeitsgesetz beschließen wird, ein völlig neues Rechtssystem im Bereich der Justiz, denn das ist etwas, was es jetzt zum ersten Mal in dieser Republik gibt, nämlich die strafrechtliche Verantwortlichkeit juristischer Personen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim: Diesen Artikel kann man streichen!
Im Hinblick auf die Ausführungen insbesondere des Herrn Dr. Jarolim möchte ich erwähnen, dass morgen eine Wirtschaftszeitung eben einen Artikel veröffentlichen wird, den ich aus dem Internet ausgedruckt habe. Darin steht ausdrücklich: Wem der Konsumentenschutz am Herzen liegt – der liegt mir am Herzen; also den Konsumenten, der Arbeiterkammer, mir und auch meinem Amtsvorgänger –, der werde bei diesem Gesetz applaudieren. (Abg. Dr. Jarolim: Diesen Artikel kann man streichen!)
Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich meine, dass dies heute wirklich eine historische Stunde ist. Zumindest für uns aus dem Justizbereich kann ich das auf alle Fälle feststellen. – Danke vielmals. (Beifall bei den Freiheitlichen, der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Wittmann –: Peter, kannst du das richtig stellen, was Kollegin Fekter gesagt hat!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächster Redner gelangt Herr Abgeordneter Dr. Wittmann zu Wort. Wunschredezeit: 2 Minuten. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Wittmann –: Peter, kannst du das richtig stellen, was Kollegin Fekter gesagt hat!)
Abg. Neudeck: Vor allem Ihre eigenen!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Einige Wortmeldungen sind mir nicht ganz erklärlich. (Abg. Neudeck: Vor allem Ihre eigenen!) Ich glaube, dass das Gesetz, das hier vorliegt, durchaus ein Gesetz ist, das an sich äußerst notwendig ist, aber leider hat man wieder auf halbem Weg kehrtgemacht. (Abg. Neudeck: Vor allem Sie, Sie stimmen nicht zu! Sie haben auf halbem Wege kehrtgemacht!)
Abg. Neudeck: Vor allem Sie, Sie stimmen nicht zu! Sie haben auf halbem Wege kehrtgemacht!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Einige Wortmeldungen sind mir nicht ganz erklärlich. (Abg. Neudeck: Vor allem Ihre eigenen!) Ich glaube, dass das Gesetz, das hier vorliegt, durchaus ein Gesetz ist, das an sich äußerst notwendig ist, aber leider hat man wieder auf halbem Weg kehrtgemacht. (Abg. Neudeck: Vor allem Sie, Sie stimmen nicht zu! Sie haben auf halbem Wege kehrtgemacht!)
Abg. Dr. Fekter: Schadenersatz ist davon unabhängig!
sind. (Abg. Dr. Fekter: Schadenersatz ist davon unabhängig!) Beim Betrieb von Raffinerien, von Kraftwerken oder anderen Dingen kann doch wesentlich mehr passieren als bei einem Hotelbetrieb! Dort riegelt man ab? – Das ist genau der falsche Gedanke im Hinblick auf Generalprävention, Frau Bundesministerin! Das ist das Gegenteil von Generalprävention, weil ich jenen einen Vorteil verschaffe, die wirklich Schädigungen herbeiführen können.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist der falsche Ansatz. Das ist grundsätzlich falsch und ein Kniefall vor der Industrie, der die Vertreter der Klein- und Mittelbetriebe gerade in Ihren Reihen maßgeblich benachteiligt. Ich wundere mich, dass man da zustimmen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ganz einfach ein Gesetz, das auf halbem Weg stehen geblieben und deswegen schlecht ist. Daher können wir nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Nicht in der Ausprägung!
Ich bin – im Gegensatz zum Obmann des Verfassungsausschusses – froh darüber, dass es am Tag, nachdem es in Kaprun in zweiter Instanz lauter Freisprüche gegeben hat – das ist eine Koinzidenz, dass wir das gerade heute verhandeln –, dieses Verbandsverantwortlichkeitsgesetz jetzt in Österreich geben wird. (Abg. Dr. Jarolim: Nicht in der Ausprägung!) – Lieber Kollege Jarolim! Ich habe den Diskussionsprozess noch ziemlich gut vor Augen, in den Ohren und im Kopf, den es um diese Regelung gegeben hat.
Abg. Dr. Jarolim: EU-Recht!
Österreich hat sich unter anderem auch unter dem Druck der Opposition dafür entschieden, das Sanktionen-Instrumentarium in der vorliegenden Form zu gestalten. Und ich bin froh, dass wir zu dieser Regierungsvorlage im Nationalrat gekommen sind. (Abg. Dr. Jarolim: EU-Recht!) – Das EU-Recht schreibt eben nicht strafrechtliches Instrumentarium vor, sondern lässt ziemlich viel Spielraum.
Beifall bei den Grünen
Frau Ministerin, hätten wir nämlich heute die Möglichkeit, die Regierungsvorlage, so wie sie dem Nationalrat zugeleitet wurde, zu beschließen, gäbe es unter Umständen – da hätte man vielleicht auch noch mit der SPÖ geredet – eine einstimmige Beschlussfassung. Aber nein, zwischen Regierungsvorlage und zweiter Lesung im Nationalrat, nämlich in der Sitzung des Justizausschusses vorige Woche – das klingt immer so blöd mit dem Kniefall, Frauen sollten prinzipiell nicht auf die Knie fallen, aber nur im Symbolischen (Beifall bei den Grünen) –, gab es diesen Kniefall, Frau Bundesministerin, vor der Industrie und vor der Wirtschaft, wenn es um diese Höchstgrenzen geht. (Zwischenrufe.) – Sie versteht mich schon richtig! Sie weiß genau, was ich meine!
Zwischenrufe.
Frau Ministerin, hätten wir nämlich heute die Möglichkeit, die Regierungsvorlage, so wie sie dem Nationalrat zugeleitet wurde, zu beschließen, gäbe es unter Umständen – da hätte man vielleicht auch noch mit der SPÖ geredet – eine einstimmige Beschlussfassung. Aber nein, zwischen Regierungsvorlage und zweiter Lesung im Nationalrat, nämlich in der Sitzung des Justizausschusses vorige Woche – das klingt immer so blöd mit dem Kniefall, Frauen sollten prinzipiell nicht auf die Knie fallen, aber nur im Symbolischen (Beifall bei den Grünen) –, gab es diesen Kniefall, Frau Bundesministerin, vor der Industrie und vor der Wirtschaft, wenn es um diese Höchstgrenzen geht. (Zwischenrufe.) – Sie versteht mich schon richtig! Sie weiß genau, was ich meine!
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 2015!
Ich kann nur die Kollegen auf der linken Seite auffordern, das in Betracht zu ziehen, und wenn sich die Mehrheitsverhältnisse ändern, kann man das ja wirklich probieren; mit den Grünen jederzeit. Ich schaue mir dann an, wie das in einer großen Koalition wäre, von der ich hoffe, dass sie niemals wieder kommen wird. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: 2015!)
Beifall bei den Grünen.
Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ganz kann ich Herrn Kollegen Wittmann und seiner Fraktion nicht mehr folgen: Kaum ist irgendwo eine Kamera in Sicht, erscheint es ihm am wichtigsten, dass man Arbeitsplätze in Österreich sichert und schafft. Heute geht er heraus und sagt: Am besten ist es, Unternehmen zuzusperren und die Arbeitsplätze gleich aufzugeben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Zweitens: Sie wissen ganz genau, dass die Ertragskraft der Unternehmen entscheidend ist. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Daher ist es eine völlig absurde Argumentation, zu behaupten, dass die kleinen und mittleren Unternehmen eine besondere Härte zu spüren bekommen und die großen nicht. Es geht um die Ertragskraft! Entweder liest man bei der Sozialdemokratie die Gesetze nicht mehr oder man ist einfach nicht bona, sondern mala fide und behauptet Dinge, von denen man weiß, dass sie falsch sind. Beides ist nicht seriös und nicht regierungsfähig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zweitens: Sie wissen ganz genau, dass die Ertragskraft der Unternehmen entscheidend ist. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Daher ist es eine völlig absurde Argumentation, zu behaupten, dass die kleinen und mittleren Unternehmen eine besondere Härte zu spüren bekommen und die großen nicht. Es geht um die Ertragskraft! Entweder liest man bei der Sozialdemokratie die Gesetze nicht mehr oder man ist einfach nicht bona, sondern mala fide und behauptet Dinge, von denen man weiß, dass sie falsch sind. Beides ist nicht seriös und nicht regierungsfähig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Drittens: Wenn ich heute Unternehmen – und ich sage es jetzt im übertragenen Sinn – mit einer nach oben offenen Pönalisierung der Todesstrafe aussetze, dann verhalte ich mich arbeitsplatzvernichtend und gleichermaßen konsumentenschutzfeindlich, denn für die Opfer, die dann Schadenersatz von dem Unternehmen fordern, gibt es zwar noch einen Titel, aber kein Unternehmen mehr, bei dem sie Geld bekommen können. Auch das ist also widersprüchlich, ein Zickzackkurs, demagogisch und unseriös. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das heißt: Wir sind konsequent im Konsumentenschutz, aber auch im Schutz des Wirtschaftsstandortes und der Arbeitsplätze. Nehmen Sie sich ein Beispiel daran und stimmen Sie zu! Noch haben Sie die Chance. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Sie haben sie vehement gefordert!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Abgeordneter Ikrath hat behauptet, dass ich hier die Schließung von Betrieben angeregt habe. (Abg. Neudeck: Sie haben sie vehement gefordert!) – Diese Behauptung ist unrichtig!
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich habe lediglich in meiner Argumentation ausgeführt, dass als Sanktion für Straftaten auch die Betriebsschließung oder das Betriebsverbot in Frage kommen könnten. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Das ist nicht gleichbedeutend mit der Schließung eines Betriebes.
Abg. Scheibner: Das ist eine politische Berichtigung! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich stelle richtig: Das ist nicht der Fall! (Abg. Scheibner: Das ist eine politische Berichtigung! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Frauen Ministerinnen! Geschätzte Damen und Herren! Ich glaube, dass diese beiden Berichtigungen klar gezeigt haben, wie unwohl sich die SPÖ eigentlich fühlt, dass sie jetzt als einzige Partei diesem so wichtigen Gesetz nicht zustimmt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich meine, dass wirklich der Vorwurf zu Recht besteht, dass Ihnen bei Strafen in Richtung Betriebe nichts hoch genug sein kann und Ihnen Arbeitsplätze nicht wirklich sehr viel wert sind, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jedenfalls: Insgesamt bleibt bestehen, dass wir mit diesem Gesetz eine Lücke schließen, die zu schließen absolut notwendig war. – Ich danke und bitte um Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Wir haben fünf Gründe genannt!
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Wittmann hat uns vorgeworfen, wir wären bei dieser Regierungsvorlage auf halbem Weg stehen geblieben beziehungsweise hätten auf halbem Weg Halt gemacht. – Ich meine: Wer auf halbem Weg Halt gemacht hat, das sind Sie von der Opposition oder von der SPÖ, weil Sie nicht mitstimmen, obwohl Sie in Wirklichkeit keinen Grund nennen konnten, warum eigentlich nicht, außer die Höhe der Strafe. Das ist Ihr einziger Kritikpunkt! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Wir haben fünf Gründe genannt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine schöne Rede!
Aber, die Unzufriedenheit ist ja das Kennzeichen der Opposition. Das kennen wir schon, Herr Abgeordneter Jarolim, und das akribische Suchen nach Gründen, warum man nicht zustimmen muss, das kennen wir auch schon. Und das „Leider“, dass Sie nicht zustimmen können, hätten Sie sich ersparen können, denn Sie wollen nicht zustimmen, und das tut Ihnen überhaupt nicht Leid. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine schöne Rede!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Wenn hier auch bemängelt wurde, dass es kein Betriebsführungsverbot gibt, dann muss man doch auch sehen, dass in den meisten Fällen die Konstellation nicht vorhanden ist, dass der gesamte Betrieb kriminell ist, sondern dass eben entsprechende Organisationsstrukturen nicht vorhanden sind, dass eine Verantwortlichkeit fehlt und so weiter und so fort. Aber es ist kein Kniefall vor der Industrie, dass man kein Betriebsführungsverbot gemacht hat, sondern nur wirtschaftliches Denken. Herr Abgeordneter Ikrath hat ja schon gesagt: Wir wollen doch Arbeitsplätze sichern und nicht Betriebe vernichten. Das ist unser großes Anliegen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie haben dann versucht, sich mit einer tatsächlichen Berichtigung ein bisschen herauszuwinden, weil Sie gesehen haben, dass es nicht sehr opportun ist, gegen Arbeitsplätze oder für Arbeitsplatzvernichtung zu sein. Aber das wird Ihnen nicht sehr viel helfen: Sie stehen nun einmal allein da mit dieser Forderung, möglichst hart gegen die Wirtschaft vorzugehen, weil Ihnen nur dann die Gesetze recht sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gut so!
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! Dennoch finden Sie immer fadenscheinige Argumente, dass Sie einem Gesetz nicht zustimmen müssen, das sinnvoll ist, das die Opfer schützt und auch die Arbeitsplätze nicht minimiert. Aber wir sind halt allein auf dem Weg zu einem guten Gesetz. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Gut so!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, dass dieses Reformwerk der Modernisierung unserer Rechtsordnung gut tut, und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diesbezüglich einen breiten Konsens im Hohen Haus finden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser. – Abg. Neudeck: Das ist sehr gut!
Nicht nur deshalb werden wir dieser Vorlage zustimmen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser. – Abg. Neudeck: Das ist sehr gut!)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.
verständlich stimmen wir zu. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Johann Maier.
Aber ich habe im Ausschuss gehört, es wird einmal extra eine Enquete oder eine Veranstaltung geben, um die Verschuldensfrage insgesamt auf neue Beine zu stellen und hier für Verbesserungen und Anregungen zu sorgen. Insofern gebe ich Ihnen, Frau Ministerin, diesen Aspekt noch mit und trage natürlich auch die positive Beschlussfassung dieser Gesetzesmaterie gerne mit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Johann Maier.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte aber die Gelegenheit, dass ich jetzt am Wort bin, auch dafür nützen, insbesondere den beiden Professoren Dr. Heinz Krejci und Dr. Martin Schauer – die, so nehme ich an, auf der Besuchergalerie sitzen – recht herzlich zu danken, weil diese beiden Herrn ganz maßgeblich dazu beigetragen haben, dass dieses Gesetzeswerk, das sich in der Bearbeitung doch über Jahre hingezogen hat, heute in der jetzigen Form vorliegt. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Gleichzeitig möchte ich die Gelegenheit natürlich auch dafür nützen, mich bei meinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu bedanken, insbesondere bei Frau Dr. Bydlinski, bei Sektionschef Hopf und seinem Team, denn ohne deren Expertise, ohne deren Know-how und vor allem auch ohne deren Ausdauer – allein seit dem Begutachtungsverfahren sind zwei Jahre vergangen, in denen dieses Gesetzeswerk endgültig ausgefeilt wurde – würden wir heute nicht hier, jetzt in meinem Fall, stehen dürfen und könnten wir dieses Gesetz nicht beschließen. Auch ein herzliches Dankeschön in diese Richtung! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Damit sage ich, insbesondere in Anbetracht der späten Stunde, danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Johann Maier.
Insgesamt ist dies, wie ich meine, ein wichtiger Schritt für alle Unternehmen, für die Wirtschaft und für die Konsumenten in Österreich. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Johann Maier.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP sowie der Abg. Mandak.
Auf das Gesetz, den Inhalt und die Historie dieses Gesetzes ist eingegangen worden. Ich glaube, dass die Frau Bundesminister eine neue Art der Verhandlung in diesem Ministerium eingeführt hat, sowohl innen als auch außen, und ich glaube, dass es auch ihr Verdienst ist: Es wurde hier eine sehr gute Konsensmaterie vorgelegt. Aber ich denke auch, dass es gerade ihrer Führung des Amtes und der Verhandlungen zu danken ist, dass hier ein Konsens zustande gekommen ist. Dafür gebührt sicher auch Dank! (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP sowie der Abg. Mandak.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich denke, es ist dies eine gute Reform, und ich freue mich, dass wir hier einen allgemeinen Konsens erzielen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus! Es ist mir ein Bedürfnis, mich seitens meiner Fraktion bei der Regierung, die diesen Reformschritt gesetzt hat – der ja auch Ziel dieses Reformkurses ist –, herzlichst zu bedanken. Ich bedanke mich aber auch bei der Frau Ministerin dafür, dass sie dies so umsichtig vorangetrieben hat, und möchte ganz besonders den Dank an die MitarbeiterInnen im Ministerium aussprechen, die zu diesem Reformwerk beigetragen hat. Herzlichen Dank für die Zustimmung! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Einem: ... streichen!
Abgeordneter Johann Ledolter (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine Damen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Meine geschätzten Damen und Herren! Angesichts der Tatsache, dass nicht nur Professor Krejci als geistiger Vater und Begleiter dieses Gesetzes auf der Galerie ist, sondern auch die geballte Kapazität des Ministeriums und damit die genialen Umsetzer dieser Gedanken und Entwürfe hier sind, ist es einigermaßen schwierig, zu dieser Thematik überhaupt noch etwas zu sagen (Abg. Dr. Einem: ... streichen!), außer dass es offensichtlich ein großer Wurf ist, der hier gelungen ist, sodass zusammen mit dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz durchaus Maßnahmen zur Stärkung der Betriebe, zur Stärkung der Wirtschaft in unserem Lande gesetzt werden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zur Abrundung braucht es dann meiner Meinung nach nur noch das Unternehmensregister auf der Basis von E-Government. Mit dieser gesamten Regelung ist es gelungen, eine entsprechende Rahmenbedingung für die gute Fortsetzung der Wirtschaftspolitik des Kabinetts Schüssel zu machen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Prof. Dr. Heinz Krejci spendet Beifall von der Galerie.
Ich bitte jene Damen und Herren, die dem vorliegenden Gesetzentwurf auch in dritter Lesung ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist ebenfalls einstimmig. Der Gesetzentwurf ist somit auch in dritter Lesung angenommen. (Prof. Dr. Heinz Krejci spendet Beifall von der Galerie.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, dass wir mit diesen beiden Maßnahmen einen guten Weg zur weiteren Verbesserung der Opferrechte und der Situation der Opfer beschreiten und bitte um Ihre Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Donabauer: Ja, freilich! Selbstverständlich!
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Die Initiative zur Stärkung der Opferrechte geht eindeutig von der SPÖ aus. (Abg. Donabauer: Ja, freilich! Selbstverständlich!) Wir haben, noch bevor überhaupt der Unterausschuss zur Strafprozessordnung zu tagen begonnen hat, bereits eine fraktionelle Enquete abgehalten, auf der verschiedene Beispiele dafür gebracht wurden, was geändert werden muss. (Abg. Dr. Fekter: 30 Jahre hättet ihr Zeit dafür gehabt!) Im Unterausschuss war es federführend die SPÖ, die gemeinsam mit den NGOs auf die Stärkung der Opferrechte gedrängt hat. Dass die Opferrechte jetzt auch vorgezogen werden, diese gemeinsame Initiative, die ich sehr begrüße, geht ebenfalls auf eine Forderung der SPÖ zurück, und im Ausschuss vorige Woche ist es sogar noch gelungen, Verbesserungen einzubringen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Na sehen Sie, weil wir so offen sind, Frau Kollegin!)
Abg. Dr. Fekter: 30 Jahre hättet ihr Zeit dafür gehabt!
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Die Initiative zur Stärkung der Opferrechte geht eindeutig von der SPÖ aus. (Abg. Donabauer: Ja, freilich! Selbstverständlich!) Wir haben, noch bevor überhaupt der Unterausschuss zur Strafprozessordnung zu tagen begonnen hat, bereits eine fraktionelle Enquete abgehalten, auf der verschiedene Beispiele dafür gebracht wurden, was geändert werden muss. (Abg. Dr. Fekter: 30 Jahre hättet ihr Zeit dafür gehabt!) Im Unterausschuss war es federführend die SPÖ, die gemeinsam mit den NGOs auf die Stärkung der Opferrechte gedrängt hat. Dass die Opferrechte jetzt auch vorgezogen werden, diese gemeinsame Initiative, die ich sehr begrüße, geht ebenfalls auf eine Forderung der SPÖ zurück, und im Ausschuss vorige Woche ist es sogar noch gelungen, Verbesserungen einzubringen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Na sehen Sie, weil wir so offen sind, Frau Kollegin!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Na sehen Sie, weil wir so offen sind, Frau Kollegin!
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Die Initiative zur Stärkung der Opferrechte geht eindeutig von der SPÖ aus. (Abg. Donabauer: Ja, freilich! Selbstverständlich!) Wir haben, noch bevor überhaupt der Unterausschuss zur Strafprozessordnung zu tagen begonnen hat, bereits eine fraktionelle Enquete abgehalten, auf der verschiedene Beispiele dafür gebracht wurden, was geändert werden muss. (Abg. Dr. Fekter: 30 Jahre hättet ihr Zeit dafür gehabt!) Im Unterausschuss war es federführend die SPÖ, die gemeinsam mit den NGOs auf die Stärkung der Opferrechte gedrängt hat. Dass die Opferrechte jetzt auch vorgezogen werden, diese gemeinsame Initiative, die ich sehr begrüße, geht ebenfalls auf eine Forderung der SPÖ zurück, und im Ausschuss vorige Woche ist es sogar noch gelungen, Verbesserungen einzubringen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Na sehen Sie, weil wir so offen sind, Frau Kollegin!)
Beifall bei der SPÖ.
eine sehr fragwürdige sexistische Werbekampagne finanziert. Auch das sollten Sie noch einmal überdenken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Stadlbauer: Das habe ich auch nicht gesagt!
Frau Bundesminister Gastinger und ihrem Vorgänger ist für ihren Einsatz für die Gewaltopfer ganz herzlich zu danken. An dieser Stelle möchte ich meiner Vorrednerin widersprechen: Nicht nur Initiativen der SPÖ sind es, die zum Opferschutz beitragen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Stadlbauer: Das habe ich auch nicht gesagt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Erfreulich wäre ein gemeinsamer Beschluss dieser doch weitgehend im Konsens erarbeiteten Maßnahmen, um damit einen wichtigen Schritt für die Opfer zu setzen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Streitet euch ein bisserl!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Ich habe eigentlich den Worten der Kollegin Stadlbauer überhaupt nichts hinzuzufügen, außer vielleicht, dass ich mir gewünscht hätte, dass sie dort, wo sie meinte, dass es „die SPÖ“ gewesen wäre, die das verlangt hat, korrekterweise hätte sagen sollen, dass es die Opposition war, denn mindestens so intensiv wie sich die SPÖ-Kolleginnen und -Kollegen dafür eingesetzt haben, haben wir dies auch getan. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Streitet euch ein bisserl!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Zum Zweiten muss ich sagen, dass ich es leid bin, hier ständig zu hören, welche Minister wie viel Geld welchen Organisationen wann geben; das wendet sich jetzt nicht gegen die beiden Damen hinter mir. Frau Mittermüller hat das wieder gesagt, so als hätte Herr Dr. Böhmdorfer irgendetwas von seinem eigenen Geld für Opferschutzeinrichtungen gegeben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Was ich mir aber wünsche, Frau Ministerin und Frau Vorsitzende des Justizausschusses, ist, dass wir diese Diskussion im Justizausschuss führen, denn das ist eine notwendige Diskussion. In dieser Republik soll Recht vor Gnade gehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Anspruch auf psychosoziale und juristische Prozessbegleitung wird eine große Erleichterung für die Betroffenen sein. Bereits ab dem Jahr 2006 muss die Polizei die Verbrechensopfer bei der ersten Vernehmung über ihre Opferrechte informieren. Das bedeutet konkret, dass Opfer nicht mehr allein gelassen werden, und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass es bei einer sachlichen Betrachtungsweise irgendwann einmal dazu kommen muss, dass auch Sie, meine Damen und Herren von der ÖVP, zu Ihrer Geschichte stehen und einräumen müssen, dass das ein Fehler war, ein Kardinalfehler, und dass Sie daraus die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Diese können sicherlich nicht sein, dass man hier mehr oder weniger über die Hintertüre eine Verehrung, die dieses Landes nicht würdig ist, weiterhin aufrechterhält. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
2 Millionen € zur Verfügung. Ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass wir diesen Weg auch weitergehen sollten. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine zweite Anmerkung, die ich in Richtung Kollegin Stoisits bezüglich ihrer Ankündigung, die Tilgung für die Homosexuellen in der nächsten Ausschusssitzung zu beraten, geben möchte: Wir freuen uns schon darauf, aber ich stelle gleich jetzt fest, dass für uns eine generelle Tilgung kaum möglich sein wird, da jeder Einzelfall als solcher zu beleuchten ist und jeder Einzelfall dann zu beurteilen ist, da wir eine Vermischung von Delikten, die aus § 209 auch heute noch strafbar werden nach § 207b, haben. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Michael Praßl (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Der Nationalrat hat am 26. Februar 2004 anlässlich der Beschlussfassung des Strafprozessreformgesetzes die Entschließung betreffend Verbesserung des Opferschutzes einstimmig verabschiedet. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Beschlussfassung über diesen Gesetzentwurf ist gut und macht Sinn. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Ihr seid mit nichts zufrieden!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Werte Ministerinnen! Meine Damen und Herren! Der vorliegende Entwurf enthält sicher wesentliche Verbesserungen im Bereich der Opferrechte, allerdings sind diese Verbesserungen nach wie vor verbesserungswürdig. (Abg. Scheibner: Ihr seid mit nichts zufrieden!) Aber es ist schon ein sehr gutes Zeichen, wenn auch ein sehr seltenes, dass das Begutachtungsverfahren diesmal nicht völlig spurlos an den Regierungsfraktionen vorübergegangen ist und dass doch die eine oder andere Anregung der Opposition eingearbeitet wurde.
Beifall bei der SPÖ.
So ist zum Beispiel positiv, dass unter bestimmten Voraussetzungen psychosoziale und juristische Prozessbegleitung gewährt werden soll. Prozessbegleitung, Herr Kollege Praßl, ist etwas anderes als Verfahrenshilfe, und diese wird Verbrechensopfern, die sich als Privatbeteiligte dem Strafverfahren anschließen, nach wie vor vorenthalten, und zwar allen, auch den Opfern von Gewaltverbrechen. Besonders verärgert im Ausschuss haben mich Aussagen von den derzeitigen Regierungsfraktionen, dass dafür eben kein Geld da sei, denn wo käme man da hin, wenn alles bezahlt werden würde. Diese Äußerungen, meine Damen und Herren, sind für mich wirklich blanker Zynismus und maßlose Ignoranz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber unerfreulich ist, dass die Regierungsparteien nach wie vor Verbrechensopfern im Strafverfahren keine Verfahrenshilfe zugestehen wollen und damit Verbrechensopfer auf den langwierigen und riskanten Zivilrechtsweg verweisen, wo die ganze Prozedur dann noch einmal durchgemacht werden muss. Da, so meine ich, wäre es ein höchst fälliger Schritt gewesen, Verbrechensopfern weiter entgegenzukommen, etwa auch durch den Ausbau der schonenden Einvernahme. Schließlich haben diese Menschen in ihrem Leben wirklich schon genug ertragen müssen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Kollegin, ich werde mir Ihre Rede noch genau anschauen. Wenn Sie wirklich der Frau Ministerin „Zynismus“ und „maßlose Ignoranz“ vorgeworfen haben, müssen wir noch miteinander reden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Dann schauen Sie nach!
Ich schaue mir das noch im Protokoll an. (Abg. Heinisch-Hosek: Dann schauen Sie nach!)
Beifall bei der ÖVP.
Die Ministerinnen Rauch-Kallat und Plassnik haben diesbezüglich bereits erste Schritte gesetzt mit wichtigen, teils länderübergreifenden Initiativen, wofür ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie der Abg. Mandak.
Auch bedanken möchte ich mich ganz ausdrücklich bei den NGOs, die unverzichtbare Arbeit bei der Betreuung und Begleitung der Opfer leisten. Besonders erwähnen möchte ich hier den Verein LEFÖ, der morgen seinen 20. Geburtstag feiert und heute Bilanz ziehen konnte über 20 bewegte Jahre. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser Organisationen gilt meine Wertschätzung und meine Anerkennung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie der Abg. Mandak.)
Abg. Mikesch: Entschuldigung! – Abg. Dr. Stummvoll: Entschuldigung!
Darf ich Frau Mikesch und Herrn Stummvoll bitten, mir nicht unbedingt den Rücken zuzuwenden, während ich hier enunziere! (Abg. Mikesch: Entschuldigung! – Abg. Dr. Stummvoll: Entschuldigung!)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Anliegen ist im Antrag berücksichtigt. Wir begrüßen auch, dass es nicht zu einer Verdoppelung des Anteils der Sprengelrichter gekommen ist, sondern dass nunmehr drei von 100 Planstellen dafür vorgesehen sind. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: 50 Prozent der Richter sind Frauen!
Frau Kollegin, ohne Sprengelrichter wäre der Gerichtsbetrieb überhaupt nicht aufrechtzuerhalten, insbesondere seitdem ungefähr 50 Prozent der Frauen Richterinnen sind (Abg. Neudeck: 50 Prozent der Richter sind Frauen!), denn da kommt es zu sehr viele Karenzen, und da braucht man Sprengelrichter, weil sonst, wie gesagt, ungeheure Belastungen für die Bevölkerung entstehen würden.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wie gesagt, dem Gesetz stimmen wir selbstverständlich zu. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können alles ins Negative ziehen!
So ist es nicht. – Die Frau Ministerin lacht hinter mir. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie können alles ins Negative ziehen!) Frau Ministerin! Da ist Ihre Fantasie und die Ihres Hauses gefragt, diesen möglicherweise implizierten Vorwurf zu entkräften.
Abg. Wittauer: Für das, dass Sie nichts sagen wollten, sagen Sie aber recht viel!
Diese jetzt vorgelegte Novelle ist so ein goldener Mittelweg: Die einen wollen vier, dann braucht man eine Zweidrittelmehrheit, und dann werden drei daraus. Ich bin auch damit zufrieden. (Abg. Wittauer: Für das, dass Sie nichts sagen wollten, sagen Sie aber recht viel!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, ich wünsche Ihnen ähnlich viel Erfolg bei Personalverhandlungen wie in diesem Fall. Sie können diese Wünsche jetzt im Sinne der österreichischen Justiz mehr als gut brauchen, glaube ich. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: Das heißt aber „MännerInnen-Bericht“!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Die Damen Bundesministerinnen! Herr Staatssekretär! Herr Präsident, dass Sie den Herrn Mag. Tancsits gegendert haben, finde ich recht amüsant, aber es wahr wohl nur ein Versprecher. (Abg. Neudeck: Das heißt aber „MännerInnen-Bericht“!)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Wir hätten einen fertigen Männergesundheitsbericht. Wir hätten beziehungsweise haben einen fertigen Frauengesundheitsbericht. Würde man sich diese beiden Berichte anschauen und sie im Sinne des Gender Mainstreamings vergleichen, könnte man viel Geld sparen und hätte gleich gute und viele Daten zur Verfügung, um auch Gesetzesänderungen einleiten zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin überzeugt davon und hoffe, dass diese Regierung auch diesen Bericht in Richtung eines Hauptstromes bringt und dass die SPÖ und die Grünen vielleicht einmal zufrieden sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Also wenn Frauen über Männer reden, dann wird’s schwierig!
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Die Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Ich entnehme dem Lärmpegel, dass zumindest noch einige wach sind. – Das freut mich sehr. Insbesondere bei der FPÖ wogt ja immer Begeisterung auf, wenn frauenpolitische Themen am Rednerpult besprochen werden – diesmal frauenpolitische und männerpolitische Themen, weil ich gerne beides angehen möchte. (Abg. Wittauer: Also wenn Frauen über Männer reden, dann wird’s schwierig!)
Abg. Wittauer: Liebe Töchter und Söhne!
Vorab eine Bemerkung: Ich bin sehr dafür, einen vernünftigen, zeitgemäßen Männerbericht zu erstellen, der den Platz einnimmt, der der Männerpolitik durchaus gebührt. (Abg. Wittauer: Liebe Töchter und Söhne!)
Die Rednerin hält einen Band mit dem Titel „Österreichischer Frauengesundheitsbericht 2005“ in die Höhe. – Abg. Neudeck: Die sind viel gesünder als die Männer! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Grünen und der Freiheitlichen.
Was diese Bundesregierung zur Frauengesundheit vorgelegt hat, ist dieses schmale Heft. (Die Rednerin hält einen Band mit dem Titel „Österreichischer Frauengesundheitsbericht 2005“ in die Höhe. – Abg. Neudeck: Die sind viel gesünder als die Männer! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der Grünen und der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Soll ich da annehmen, dass dies das Mainstreaming ist, wie sich das die Frau Kollegin Steibl wünscht? So nach dem Motto: Ach, immer die Frauen! Da muss es reichen, ein paar Seiten zusammenzuschreiben, während wir der Männergesundheit natürlich gleich mehrere Bände widmen und einen hohen Wert beimessen müssen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nicht wahr!
Das ist etwas, das sich durchzieht: Nicht nur, dass sowieso der größte Teil Ihrer Politik den Männern mehr nutzt als den Frauen – oder den Frauen mehr schadet als den Männern, Stichworte: Pensionsreform, Steuerreform und so weiter (Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nicht wahr!) –, damit nicht genug – das wäre ja eigentlich schon zu viel! –, nein, wenn es in den vergangenen Regierungen ein Frauenministerium gegeben hat, dann müssen Sie jetzt schauen, dass das Frauenressort nur mehr möglichst wenig zu tun bekommt, und gleichziehen mit der Männerpolitik – in Ihrer Definition.
Abg. Dr. Brinek: Wo steht das?
„Von Natur aus ist die Frau emotional und physisch dazu ausgerüstet, Kinder Monate vor der Geburt und Jahre nachher als primäre und dominante Beziehung zu betreuen. Dieser angeborene Impuls kann sich auch auf erweiterte Pflege und Hilfe über die Kindesjahre und die eigenen Kinder hinaus übertragen – was von allen Gesellschaften genutzt wird. Doch ist das nicht mehr genetisch zwingend.“ (Abg. Dr. Brinek: Wo steht das?)
Abg. Scheibner: Das stimmt sicher nicht! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In welchem Jahrhundert leben wir? Ich lese weiter nicht mehr im Detail vor, sondern weise noch darauf hin, dass der Ratgeber zu den Männern immerhin auch etwas sagt – es ist ja ein Männerratgeber –, nämlich, dass die „universelle Verbreitung von kämpferischen und kooperativen Männergemeinschaften in allen Kulturen“ ein Beleg dafür sei, dass der „genetisch-hormonelle Trieb zu Dominanz und Einordnung, zu Führung und Kumpanei Männern stärker zu eigen ist als Frauen“. (Abg. Scheibner: Das stimmt sicher nicht! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Donabauer.
Jetzt wissen wir es: Die Genetik ist schuld, dass ein Mann Bundeskanzler ist. Dass es dieser Mann ist und diese Parteien sind, daran sind leider noch die Wählerinnen und Wähler schuld. Sie werden sich besinnen, wenn sie das lesen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Donabauer.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Solche Männerberichte – nein danke! Ich werde liebend gerne dem Antrag der Kollegin Heinisch-Hosek zustimmen. Das wird Sinn machen. Das, was Sie hier betreiben, ist vorvorvorgestrige Politik, und die brauchen wir wirklich nicht – auch die Männer nicht! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr gelangt Herr Abgeordneter Mag. Haupt ans Rednerpult. 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Beifall und Bravorufe bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Da Sie heute Geburtstag haben, Herr Kollege Haupt, werden Sie von allgemeinem Beifall begrüßt!
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Herbert Haupt (Freiheitliche): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Frau Kollegin Weinzinger, ich hoffe nicht, dass Sie jemals nach den gleichen hormonellen Vorstellungen behandelt werden, die Sie gerade formuliert haben, denn dann müsste man Ihnen relativ bald einen Rasierapparat zur Verfügung stellen. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Damit ist also auch das decouvriert, was Sie von der linken Reichshälfte hier immer postuliert haben: Gleiches kann nur gleich behandelt werden, und Ungleiches gleich zu behandeln, das ist leider nicht möglich. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bitte Sie, Frau Kollegin, doch zur Kenntnis zu nehmen, dass es tatsächlich genetische Unterschiede gibt, und das ist, glaube ich, sehr gut. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.) Wenn Sie das gleich gestalten wollen, dann werden wir uns in einer Gesellschaft befinden, wo die Europahymne gilt: alle Menschen werden Brüder. – Das ist eine Gesellschaft, in der ich als ehemaliger Frauenminister nicht leben möchte!
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
(Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu Wort gemeldet hat sich Frau Bundesministerin Haubner. – Bitte. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Weinzinger: Wie wäre es mit einer Distanzierung?
Bundesministerin für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte wieder auf die Sachebene zurückkommen, denn es geht letztendlich darum, dass wir auch einer Politik, die eine Geschlechterpolitik ist, ein Miteinander von Frauen und Männern – auch in allen Politikbereichen – mit einem dem Parlament vorzulegenden Männerbericht Ausdruck verleihen. (Abg. Mag. Weinzinger: Wie wäre es mit einer Distanzierung?)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich bin froh darüber, dass es eine allgemeine Übereinstimmung gibt, dass es auch einen Männerbericht geben soll, wenn es einen Frauenbericht gibt. Es ist nur offenbar der Zugang ein unterschiedlicher, was in diesem Männerbericht stehen soll. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Es geht um Gender Mainstreaming ...!
Meine Damen und Herren! Ich halte – auch zu vorgerückter Stunde – nichts davon, wenn wir Frauen gegen Männer und Männer gegen Frauen ausspielen. Ich bitte da um eine sachliche Ebene. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Silhavy: Es geht um Gender Mainstreaming ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
werden soll. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Wittauer: Willst du dich jetzt einschleimen? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Aber, ehrlich gesagt, Herr Kollege Haupt! Selbst ein Geburtstag rechtfertigt es nicht, dass man die dümmlich-dünnen Bemerkungen, die aus dem Buch zitiert wurden, auf Biertischniveau herunterdestilliert, so wie Sie das in Ihrer Rede gemacht haben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Wittauer: Willst du dich jetzt einschleimen? – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, die Anmerkungen meiner Kollegin Weinzinger zu dem, was hier in dem Männerguide steht, haben selbst bei Ihnen Betroffenheit ausgelöst und sollten dann nicht durch schenkelklopfende und klatschende Bemerkungen – nach dem Motto: Jetzt hat es ihr aber wieder einer gezeigt! – zu eliminieren versucht werden. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich halte das wirklich für ein Riesenproblem. Das ist nicht angemessen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
So ist aber der Männerbericht nicht konzipiert. Vor allem: Wir haben jetzt einen Vorgeschmack dessen, was möglicherweise noch alles kommen kann. Entschuldigung, Herr Kollege Haupt! Aber Ihre Bemerkungen haben das auf eine Ebene gebracht, die dem überhaupt nicht angemessen ist. Außerdem ist dieser Männerratgeber eine unglaubliche Ansammlung von Plattheiten beziehungsweise Adressen ist. Ich möchte nicht, dass man sich mit der Situation von Frauen, aber auch nicht mit der Situation von Männern auf diesem Niveau auseinander setzt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir wissen, dass Männer nicht nur um etliche Jahre früher sterben als Frauen, wir wissen, dass die Suizidrate bei Männern um ein Gigantisches höher liegt als bei Frauen, insbesondere auch im jugendlichen Alter, und wir wissen, dass es ganze Gesundheitsbereiche gibt, in denen es enorme Unterschiede und Probleme gibt, ich denke nur an den Alkoholismus: In Anbetracht all dessen kann ich nur sagen, dass wir gerade in Österreich, wo etwa das Problem des Alkoholismus so weit ausgeprägt ist, dass nicht nur Tausende oder Zehntausende, sondern Hunderttausende davon betroffen sind, davor nicht die Augen verschließen dürfen, sondern auch gendermäßig versuchen müssen, entsprechende Lösungen anzubieten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich gehe davon aus, dass der erste Bericht sicherlich nicht vollkommen sein wird, dass es darin viele Fehler und vieles geben wird, was vielleicht unverständlich ist, aber wenn wir nicht ideologiegeprägt daran herangehen, sondern schlicht und einfach sozial orientiert, dann bin ich sicher, dass dieser Bericht einen wesentlichen Fortschritt bringen wird. Was ich mir wünsche, das ist, dass wir mit weniger Vorurteilen und mit stärkerem Sozialgefühl an die Arbeit gehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wichtig für mich ist, dass in diesem Gesetz festgeschrieben ist, dass der Datenschutz so gewahrt ist, dass dann, wenn ein Datenaustausch stattfindet, dieser nur für diesen bestimmten Bereich genützt werden darf. Wichtig ist letztendlich auch, dass dieses Abkommen keinen Anspruch auf den Zeitraum vor Inkrafttreten dieses Abkommens begründet. – An und für sich ist das eine gute Sache, der wir sicherlich unsere Zustimmung geben werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Karl Dobnigg (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten liegen soziale Sicherheiten, natürlich auch länderübergreifende, sehr am Herzen. Es ist erfreulich, dass am Ende vieler hitziger Debatten und der nicht zu entschuldigenden heutigen Entgleisung unseres Bundeskanzlers Dr. Schüssel dieser Tagesordnungspunkt 30, Abkommen mit Bulgarien über soziale Sicherheit, einstimmig beschlossen wird. (Zwischenruf des Abg. Grillitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf hier das jüngste Beispiel konkret anführen. Gestern rief Herr Klaus Heufler, wohnhaft in Leoben, bei diesem Ressort in Graz an und erkundigte sich nach einer eventuellen Beihilfe, da die Karenzzeit seiner Frau abgelaufen ist. (Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist wichtig! Auch im eigenen Land haben die Menschen ein Recht auf soziale Betreuung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf hier das jüngste Beispiel konkret anführen. Gestern rief Herr Klaus Heufler, wohnhaft in Leoben, bei diesem Ressort in Graz an und erkundigte sich nach einer eventuellen Beihilfe, da die Karenzzeit seiner Frau abgelaufen ist. (Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Das ist wichtig! Auch im eigenen Land haben die Menschen ein Recht auf soziale Betreuung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Zur Sache!
Die Karenzzeit seiner Frau ist abgelaufen, und daher hat er sich erkundigt, ob es eine Beihilfe gibt. Die Familie Heufler hat drei Kinder im Alter von sieben, vier und zweieinhalb Jahren. (Abg. Scheibner: Zur Sache!)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter, würden Sie einmal das Wort „Bulgarien“ einflechten? (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Karl Dobnigg (fortsetzend): Wir schließen jetzt ein Abkommen zwischen Österreich und Bulgarien ab. Hiebei geht es um soziale Sicherheit. Aber im eigenen Land haben wir auch für die soziale Sicherheit unserer Mitmenschen, unserer Frauen und Männer zu sorgen. Die Antwort, die von diesem Büro gekommen ist, war, dass man sich vorher überlegen muss, wenn man ... (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stimmen zwar diesem sozialen Abkommen zu, ich füge aber hinzu: Sie, vor allem die ÖVP in der Steiermark, müssen soziale Politik machen und sollen nicht nur versprechen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich kann feststellen und berichtige, dass eine Familie mit drei Kindern – und die Familie Heufler ist eine Familie mit drei Kindern – von Gesetzes wegen keinen Anspruch mehr hat, weil die Landesregierung Steiermark – und zu dieser gehört auch die SPÖ – beschlossen hat, dass für den Kinderzuschuss der Antrag im ersten Lebensjahr des Kindes gestellt werden muss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Was denn?
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe mich natürlich genauso wie der Präsident gefragt, was diese Problemstellung mit dem Sozialabkommen zu tun hat, aber jetzt nach dieser Antwort beziehungsweise Ihrer tatsächlichen Richtigstellung, Frau Abgeordnete Steibl, muss ich mich wirklich fragen: Was ist da los in der Steiermark? (Ruf bei der ÖVP: Was denn?)
Abg. Steibl: Ich habe eine ordentliche tatsächliche Berichtigung gemacht! Wir haben einen Präsidenten, der weiß, was sich gehört! Wenn Frau Prammer oben gesessen wäre, wäre das anders gewesen!
So über die Dinge drüberzugehen, wie Sie das gemacht haben, ist unangemessen, egal, ob das mit SPÖ-Beteiligung oder FPÖ-Beteiligung geschieht. (Abg. Steibl: Ich habe eine ordentliche tatsächliche Berichtigung gemacht! Wir haben einen Präsidenten, der weiß, was sich gehört! Wenn Frau Prammer oben gesessen wäre, wäre das anders gewesen!) Diesfalls ist mir egal, ob das zu diesem Punkt, dem Sozialabkommen mit Bulgarien, dazu passt, da muss auch ich sagen: Eine derartige Antwort ist der Sache völlig unangemessen! Eigentlich muss ich sagen: Sie gehören wirklich abgewählt, auch in der Steiermark! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
So über die Dinge drüberzugehen, wie Sie das gemacht haben, ist unangemessen, egal, ob das mit SPÖ-Beteiligung oder FPÖ-Beteiligung geschieht. (Abg. Steibl: Ich habe eine ordentliche tatsächliche Berichtigung gemacht! Wir haben einen Präsidenten, der weiß, was sich gehört! Wenn Frau Prammer oben gesessen wäre, wäre das anders gewesen!) Diesfalls ist mir egal, ob das zu diesem Punkt, dem Sozialabkommen mit Bulgarien, dazu passt, da muss auch ich sagen: Eine derartige Antwort ist der Sache völlig unangemessen! Eigentlich muss ich sagen: Sie gehören wirklich abgewählt, auch in der Steiermark! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Sie bei dieser Gelegenheit damals gesagt haben: Wir machen das, weil das budgetär nicht anders geht, bei nächst bester Gelegenheit werden wir das aber wieder ändern! Inzwischen sind viele Gelegenheiten verstrichen, und Sie haben an dieser Situation nichts zum Positiven geändert, sondern den verschlechternden Zustand, den Sie erst mit Ihrem Beschluss hergestellt haben, so belassen, wie er war. Das ist, auch wenn das Abkommen „Sozialabkommen“ heißt, mit Sicherheit nicht sozial! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Riess-Passer und Haupt
Involvierung und Verantwortung von Bundeskanzler Dr. Schüssel, VizekanzlerIn (Riess-Passer und Haupt), den Bundesministern für Finanzen (Grasser), Wirtschaft (Bartenstein) und Landesverteidigung (Scheibner und Platter), deren Kabinetten und der von ihnen geleiteten Ministerien im Zuge des gesamten Beschaffungsvorganges zur Anschaffung der Kampfflugzeuge;
Bartenstein
Involvierung und Verantwortung von Bundeskanzler Dr. Schüssel, VizekanzlerIn (Riess-Passer und Haupt), den Bundesministern für Finanzen (Grasser), Wirtschaft (Bartenstein) und Landesverteidigung (Scheibner und Platter), deren Kabinetten und der von ihnen geleiteten Ministerien im Zuge des gesamten Beschaffungsvorganges zur Anschaffung der Kampfflugzeuge;
Scheibner und Platter
Involvierung und Verantwortung von Bundeskanzler Dr. Schüssel, VizekanzlerIn (Riess-Passer und Haupt), den Bundesministern für Finanzen (Grasser), Wirtschaft (Bartenstein) und Landesverteidigung (Scheibner und Platter), deren Kabinetten und der von ihnen geleiteten Ministerien im Zuge des gesamten Beschaffungsvorganges zur Anschaffung der Kampfflugzeuge;