Eckdaten:
Für die 74. Sitzung der 26. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1094 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Erwin Preiner und Mag. Dr. Klaus Uwe Feichtinger
Petition betreffend „Stopp Atomstrom – Stopp AKW Mochovce. Das sicherste AKW ist das, das erst gar nicht gebaut wird!“ (Ordnungsnummer 25) (überreicht von den Abgeordneten Erwin Preiner und Mag. Dr. Klaus Uwe Feichtinger)
überreicht vom Abgeordneten Ing. Maurice Androsch
Petition betreffend „Mehr Tierschutz durch eine deutliche Reduktion der Tiertransporte!“ (Ordnungsnummer 26) (überreicht vom Abgeordneten Ing. Maurice Androsch)
Allgemeiner Beifall.
Zunächst möchte ich Klubobfrau Mag. Beate Meinl-Reisinger wieder recht herzlich bei uns begrüßen und ihr und der ganzen Familie zur Geburt ihrer Tochter recht herzlich gratulieren. – Schön, dass Sie wieder hier sind. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie erinnern sich sicher, dass einige Mitglieder der Bundesregierung in den Vereinigten Arabischen Emiraten waren und dort ein eher zweifelhaftes Gastgeschenk hinterlassen haben, einen Lipizzaner. Es hat dann eine Reihe von Anfragen dazu gegeben, und diese Anfragen wurden wie gewohnt relativ oberflächlich, schlecht und inhaltsleer beantwortet. – Allein das wäre meines Erachtens Grund genug gewesen, Herr Präsident, dass Sie hier Maßnahmen gegen dieses Vorgehen ergreifen. (Beifall bei der SPÖ.) Konkret erfolgte diese Beantwortung durch den Bundeskanzler, die Bundesministerin für Landwirtschaft und die Bundesministerin für Wirtschaft.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Zadić.
Jetzt hat aber ein Journalist nicht lockergelassen und recherchiert, und herausgekommen ist, Herr Präsident, dass in diesen Beantwortungen offenbar bewusst die Unwahrheit gesagt wurde. Herr Präsident, das ist eine Missachtung und eine Geringschätzung sowohl dieses Hauses als auch der Öffentlichkeit, die einfach nicht hinzunehmen ist. Das geht so nicht, Herr Präsident! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Zadić.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ein Indiz für etwas, das wirklich bedenklich ist, ein Indiz dafür, dass in dieser Regierung eines fehlt: Anstand und Charakter – das fehlt dieser Regierung, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Lugar.
Ich appelliere an Sie, Herr Präsident! Sie sind der Präsident des Nationalrates, der zweithöchste Vertreter dieses Landes. Nehmen Sie Ihre Verantwortung als Präsident wahr und tun Sie endlich etwas gegen die Charakterlosigkeit dieser Bundesregierung in dieser Frage, Herr Präsident! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Lugar.)
Zwischenruf der Abg. Kuntzl.
Warum machen Sie nicht Gebrauch von dieser Anfragebesprechung, dann können Sie diese Fragen dort vorbringen? (Zwischenruf der Abg. Kuntzl.) Das Regierungsmitglied wird kommen. Warum machen Sie eine Geschäftsordnungsdebatte, die völlig unnötig ist – nur um hier irgendjemanden anzupatzen. Das ist das Einzige, was Sie in der Opposition noch können: Hier mit Schmutz um sich zu werfen und nicht von den Rechten, die Ihnen zustehen, letzten Endes auch Gebrauch zu machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Heinisch-Hosek.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Heinisch-Hosek.
Warum machen Sie nicht Gebrauch von dieser Anfragebesprechung, dann können Sie diese Fragen dort vorbringen? (Zwischenruf der Abg. Kuntzl.) Das Regierungsmitglied wird kommen. Warum machen Sie eine Geschäftsordnungsdebatte, die völlig unnötig ist – nur um hier irgendjemanden anzupatzen. Das ist das Einzige, was Sie in der Opposition noch können: Hier mit Schmutz um sich zu werfen und nicht von den Rechten, die Ihnen zustehen, letzten Endes auch Gebrauch zu machen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Heinisch-Hosek.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Nehmen Sie die Geschäftsordnung, die Ihnen das ermöglicht, zur Hand! Machen Sie eine Anfragebesprechung und unterlassen Sie diese Untergriffigkeiten gegenüber dieser Bundesregierung! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Ich bitte Sie einfach im Namen meiner Fraktion, als Präsident diese Problematik oben auf die Agenda zu setzen. – Danke. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schellhorn: Mit der Kunst habt’s es ihr nicht so! –Abg. Rosenkranz: Die Schmierenkomödie ist nicht unseres! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Ich habe auch eine Wortmeldung zur Geschäftsordnung. Wichtig in der Geschäftsordnung ist immer, wo das Parlament tagt, und ich habe eine Frage an Sie, aufgrund der Ausführungen des Herrn Klubobmanns Leichtfried: Befinden wir uns im Ausweichquartier des Parlaments in der Hofburg oder im Burgtheater? (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Schellhorn: Mit der Kunst habt’s es ihr nicht so! –Abg. Rosenkranz: Die Schmierenkomödie ist nicht unseres! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Rauch: Das ist ja nicht wahr! Das stimmt ja nicht!
Das ist möglicherweise ein seltener, von der FPÖ immer wiederkehrender Lapsus, aber allen, die noch überlegen, ob sie bei der Europawahl eventuell die FPÖ wählen, sei hier eines gesagt: Die Abgeordneten der FPÖ stimmen im Europäischen Parlament regelmäßig gegen Anträge zur Verbesserung unseres Klimas! (Abg. Rauch: Das ist ja nicht wahr! Das stimmt ja nicht!) Das haben sie gegen die Pariser Klimaziele gemacht, das haben sie gegen die Reduktion von CO2 gemacht und das haben sie bei strengeren Grenzwerten für Autos erst im März dieses Jahres gemacht.
Abg. Zarits: „Oberg’scheit“?! – Abg. Wöginger: Das gehört zurückgenommen! – Ruf bei der ÖVP: Also wirklich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Die ÖVP ist da wesentlich korrekter und richtiger am Weg, hat gelegentlich auch Ausrutscher, insbesondere in Kommentaren – wenn ich zum Beispiel an einen Kommentar des oberg’scheiten Professor Taschner denke (Abg. Zarits: „Oberg’scheit“?! – Abg. Wöginger: Das gehört zurückgenommen! – Ruf bei der ÖVP: Also wirklich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – also nur g’scheit, nicht oberg’scheit, stimmt –, der in einem Kommentar ironisch schreibt: Angeblich verantwortet das CO2 den Treibhauseffekt, angeblich lässt es Gletscher verschwinden, angeblich erhöht es den Meeresspiegel. – Zitatende.
Zwischenruf bei der ÖVP
Herr Kollege Taschner – ist er überhaupt hier? Ich sehe ihn gerade nicht (Zwischenruf bei der ÖVP); egal, Sie werden es ihm ausrichten. Herr Kollege Taschner, 80 Prozent der Treibhausgase werden von CO2-Emissionen produziert. Das kann gemessen werden. Und es wird auch gemessen, dass jährlich 250 Milliarden Tonnen Gletschereis schmelzen – 250 Milliarden Tonnen jedes Jahr. Das kann gemessen werden, und ausgerechnet und gemessen werden kann, dass der Meeresspiegel jedes Jahr um 3,5 Millimeter steigt.
Zwischenruf der Abg. Schimanek
Nur ausgerechnet kann werden – und das hat die Universität in Fribourg gemacht –, dass wir ab dem Jahr 2050 wahrscheinlich kein Süßwasser mehr aus den Gletschern bekommen. Das wird Kollegen Taschner nicht kümmern, denn zu diesem Zeitpunkt wird er wahrscheinlich nicht mehr leben (Zwischenruf der Abg. Schimanek), so wie ich auch nicht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Aber die Kinder, die dann erwachsen sein werden, werden sich fragen: Wer hat angesichts dieser Tatsachen die FPÖ gewählt? Wer hat Professor Taschner geglaubt? Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, meine Damen und Herren, sind dermaßen abgesichert, wie sie angesichts dieser drohenden Katastrophe noch nie abgesichert waren. (Beifall bei JETZT.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Nur ausgerechnet kann werden – und das hat die Universität in Fribourg gemacht –, dass wir ab dem Jahr 2050 wahrscheinlich kein Süßwasser mehr aus den Gletschern bekommen. Das wird Kollegen Taschner nicht kümmern, denn zu diesem Zeitpunkt wird er wahrscheinlich nicht mehr leben (Zwischenruf der Abg. Schimanek), so wie ich auch nicht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Aber die Kinder, die dann erwachsen sein werden, werden sich fragen: Wer hat angesichts dieser Tatsachen die FPÖ gewählt? Wer hat Professor Taschner geglaubt? Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, meine Damen und Herren, sind dermaßen abgesichert, wie sie angesichts dieser drohenden Katastrophe noch nie abgesichert waren. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT.
Nur ausgerechnet kann werden – und das hat die Universität in Fribourg gemacht –, dass wir ab dem Jahr 2050 wahrscheinlich kein Süßwasser mehr aus den Gletschern bekommen. Das wird Kollegen Taschner nicht kümmern, denn zu diesem Zeitpunkt wird er wahrscheinlich nicht mehr leben (Zwischenruf der Abg. Schimanek), so wie ich auch nicht. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Aber die Kinder, die dann erwachsen sein werden, werden sich fragen: Wer hat angesichts dieser Tatsachen die FPÖ gewählt? Wer hat Professor Taschner geglaubt? Die wissenschaftlichen Erkenntnisse, meine Damen und Herren, sind dermaßen abgesichert, wie sie angesichts dieser drohenden Katastrophe noch nie abgesichert waren. (Beifall bei JETZT.)
Bundesministerin Köstinger – die Handflächen nach oben hebend –: Ja!
Frau Ministerin – Frau Ministerin? (Bundesministerin Köstinger – die Handflächen nach oben hebend –: Ja!) –, wir brauchen keine Ankündigungen und keine Versprechen. Seit 1985 wird das Umweltministerium von VP-Ministern und ‑Ministerinnen geführt, und diese Minister haben für das Jahr 2012 eine Reduktion der CO2-Emissionen um 13 Prozent angekündigt. Tatsache ist, dass die Emissionen in Österreich um 3 Prozent gestiegen sind.
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Bernhard.
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (fortsetzend): Radikale strukturelle Maßnahmen – Herr Präsident, das ist mein Schlusssatz – wären erforderlich, das steht sogar auf der Homepage Ihres Ministeriums, aber wem wollen Sie damit was sagen? – Ich danke Ihnen. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Bernhard.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schüler der Berufsschule für Baugewerbe in Wien recht herzlich bei uns im Hohen Haus begrüßen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.) Bauen ist auch hier ein Thema.
Allgemeiner Beifall.
Ich begrüße auch die Schülerinnen und Schüler des Bundesrealgymnasiums Villach St. Martin. Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: ... kalter Winter!
Wir als Bundesregierung haben als erste Maßnahme, als wir ins Amt gekommen sind, begonnen – speziell ich in meinem Ressort –, unsere #mission 2030, unsere Klima- und Energiestrategie auszuarbeiten, haben bereits ab dem Tag eins dann Maßnahmen entsprechend umgesetzt und haben – Herr Abgeordneter Zinggl, das sei Ihnen noch einmal gesagt – von Eurostat mittlerweile auch die Prognose bekommen, dass seit dem Jahr 2018 die CO2-Emissionen erstmals wieder sinken. Das sei wirklich einmal klar gesagt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: ... kalter Winter!)
Heiterkeit der Abgeordneten Friedl und Klaus Uwe Feichtinger.
Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Wir haben jetzt noch nicht die detaillierten Zahlen, diese werden erst im Jänner des Folgejahres vorgelegt, aber: 2018 sind die CO2-Emissionen um 1,1 Prozent gesunken. Von dem Pfad, der permanent nach oben gegangen ist – 2017 wieder über 3 Prozent –, sind wir jetzt, 2018, bei minus 1,1 Prozent. Sind wir dort, wohin wir müssen? – Nein. Haben wir eine Trendwende geschafft? – Ja. (Heiterkeit der Abgeordneten Friedl und Klaus Uwe Feichtinger.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sie wissen: Klimaschutz ist dieser Bundesregierung ein zentrales Anliegen, daher arbeiten wir die Maßnahmen der #mission 2030 ab. Bis 2030 sollen 100 Prozent des Stroms aus erneuerbarer Energie kommen. Wir bereiten zurzeit gerade das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz vor, das vor allem Wind-, Sonnen-, Wasserkraft, Biomasse den Vorzug geben soll und somit alle fossilen Energieträger in letzter Konsequenz rausbringen soll. Ich hoffe da wirklich sehr auf Ihre Unterstützung, denn immer nur dagegen zu sein und zu sagen, das sei alles zu wenig, das sei alles zu langsam, das sei alles zu spät, ist auch kein politisches Konzept, das nachhaltig ist. Ich lade Sie ein, uns vor allem beim Ausbau der Erneuerbaren zu unterstützen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ein zweites Thema sei auch sehr deutlich angesprochen: Wir sehen, dass auch bedingt durch das Thema Klimaschutz, durch die Anstrengungen, die jeder Mitgliedstaat in Europa zu vollziehen hat, die Atomenergie wieder eine Renaissance erlebt. Atomenergie und Kernkraft dürfen nicht auf Klimaschutzmaßnahmen und Treibhausgasbilanzen anrechenbar sein – in aller Deutlichkeit, bitte! Ich glaube, es wird zum Teil noch unterschätzt, was in Europa auf diesem Sektor zurzeit los ist. Atomenergie ist nicht klimaneutral, und Nuklearenergie ist nicht sicher. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.
Herr Abgeordneter Zinggl, weil Sie auch die Langfriststrategie und diverse Initiativen angesprochen haben: Österreich – und das erkennen Sie, wenn Sie die #mission 2030 lesen – bekennt sich klar zum Ziel des Erreichens der Klimaneutralität bis ins Jahr 2050. Das bedeutet: alles Fossile raus, die Erneuerbaren rein und Klimaneutralität herstellen! Wenn Sie heute Länder wie Frankreich anführen, dann müssen Sie bitte auch dazusagen, dass der Energiemix aus 70 Prozent Kernkraft besteht. Wenn Sie heute da wegschauen, dann werden die Weichen in Richtung einer fatalen Zukunft gestellt, nämlich dahin gehend, dass wir weit davon entfernt sind, in Zukunft ein atomkraftwerkfreies Europa haben zu können. All diese Staaten, die jetzt diese Initiativen aufbauen, sind nämlich nicht dazu bereit, über ein Szenario nachzudenken, das auf 100 Prozent erneuerbare Energien setzt – und das ist falsch! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es sei aber klar dazugesagt: Wer die Landwirtschaft als alleinigen Sündenbock für alles hinstellt, hat nichts verstanden und sorgt vor allem dafür, dass die bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich noch stärker unter Druck kommen, dass andere dann zu geringeren Standards produzieren und das dann wieder nach Österreich importieren. Das ist nicht der Weg, den wir gehen werden. Wir setzen massiv darauf, dass wir unsere nachhaltig wirtschaftenden Familienbetriebe in Österreich weiterhin unterstützen und ihnen eben als Teil der Lösung Maßnahmen an die Hand geben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.
Wir stehen vor großen Herausforderungen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und ich würde darum bitten, dass wir – bei all den Auffassungsunterschieden – speziell bei diesem Thema zusammenarbeiten, zu schauen, wo wir uns gegenseitig unterstützen können, denn alles, was ausgestorben ist, ist unwiederbringlich. Wir haben vor allem diesbezüglich, was unsere nächste Generation betrifft, eine sehr große Verantwortung. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Da auch auf den Bereich Flächenrecycling und Renaturierung eingegangen wurde: Es ist ein Abfallwirtschaftsgesetz in Ausarbeitung, in dem das Plastikverbot verankert ist, was in Richtung der Müllvermeidung geht. (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.) Wir haben die Bioökonomiestrategie ausgearbeitet, in der es darum geht, fossile durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Die Regierung hat auch die #mission 2030 innerhalb kurzer Zeit gemeinsam ausgearbeitet; darin ist ein strukturierter
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.
Eine politisch motivierte Diskussion rund um die EU-Wahl eignet sich wahrscheinlich nicht für einen sachlichen Dialog zum Klimawandel. Es braucht Nachhaltigkeit in Eigentümerhand und kein Zurück ins Kommunistenland! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Abg. Schimanek: Wir haben 30 Zentimeter Schnee daheim!
Das ist jetzt bei einer Erhitzung von 1 Grad schon Realität. Welche Auswirkungen eine Erhitzung von 2 oder 3 Grad auf die Erde hätte, kann man sich gar nicht vorstellen. Auch in Österreich sehen wir täglich die Auswirkungen der Klimakrise: Die Gletscher verschwinden, und damit Teile des Wintertourismus. (Abg. Schimanek: Wir haben 30 Zentimeter Schnee daheim!) Unsere Bäuerinnen und Bauern (Zwischenruf bei der ÖVP) sind mit viel zu langen Dürreperioden, mit plötzlichem Kälteeinbruch, mit Starkregen und Hagelschlag konfrontiert, Erdbeerernten werden zerstört und – ja! – sogar der südsteirische Welschriesling ist gefährdet.
Zwischenruf bei der ÖVP
Das ist jetzt bei einer Erhitzung von 1 Grad schon Realität. Welche Auswirkungen eine Erhitzung von 2 oder 3 Grad auf die Erde hätte, kann man sich gar nicht vorstellen. Auch in Österreich sehen wir täglich die Auswirkungen der Klimakrise: Die Gletscher verschwinden, und damit Teile des Wintertourismus. (Abg. Schimanek: Wir haben 30 Zentimeter Schnee daheim!) Unsere Bäuerinnen und Bauern (Zwischenruf bei der ÖVP) sind mit viel zu langen Dürreperioden, mit plötzlichem Kälteeinbruch, mit Starkregen und Hagelschlag konfrontiert, Erdbeerernten werden zerstört und – ja! – sogar der südsteirische Welschriesling ist gefährdet.
Abg. Schimanek: Wir haben 30 Zentimeter Schnee zu Hause!
Wir haben in Österreich 2 Grad zu viel. In nur neun Jahren hatten wir an der Donau zwei Jahrhunderthochwasser, jedes Jahr entsteht in der Landwirtschaft ein Schaden von Hunderten Millionen Euro, und die niedrig gelegenen Skigebiete – was mir als Steirer besonders wehtut – sperren der Reihe nach zu. Der Weltklimarat berechnet, dass wir die globalen Emissionen in nur elf Jahren halbieren müssen, um unter 1,5 Grad Klimaerhitzung zu bleiben (Abg. Schimanek: Wir haben 30 Zentimeter Schnee zu Hause!), alles andere, geschätzte Damen und Herren, wäre katastrophal. In Europa müssen wir die für die letzten drei Jahrzehnte geplanten Klimaschutzmaßnahmen in nur einem Jahrzehnt umsetzen.
Beifall bei der SPÖ.
Österreich hat schon seit Jahrzehnten völker- und europarechtliche Verpflichtungen zur Reduktion von Treibhausgasen. Traurige Tatsache ist aber, dass die Emissionen noch immer steigen und weit über dem Wert des Jahres 1990 liegen. Die Umweltministerin hat vor wenigen Tagen bestätigt, dass uns das Versagen bei den Klimazielen 6 Milliarden Euro kosten wird. Geschätzte Damen und Herren, leider unternimmt diese Bundesregierung nichts dagegen. (Beifall bei der SPÖ.) Die Klimakrise ist Türkis-Blau in Wahrheit egal. (Abg. Martin Graf: Ihr habt seit Jahrzehnten nichts gemacht!) Dieses Versagen werden am Ende alle Österreicherinnen und Österreicher ausbaden müssen – und wir wollen das sicher nicht, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Martin Graf: Ihr habt seit Jahrzehnten nichts gemacht!
Österreich hat schon seit Jahrzehnten völker- und europarechtliche Verpflichtungen zur Reduktion von Treibhausgasen. Traurige Tatsache ist aber, dass die Emissionen noch immer steigen und weit über dem Wert des Jahres 1990 liegen. Die Umweltministerin hat vor wenigen Tagen bestätigt, dass uns das Versagen bei den Klimazielen 6 Milliarden Euro kosten wird. Geschätzte Damen und Herren, leider unternimmt diese Bundesregierung nichts dagegen. (Beifall bei der SPÖ.) Die Klimakrise ist Türkis-Blau in Wahrheit egal. (Abg. Martin Graf: Ihr habt seit Jahrzehnten nichts gemacht!) Dieses Versagen werden am Ende alle Österreicherinnen und Österreicher ausbaden müssen – und wir wollen das sicher nicht, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Österreich hat schon seit Jahrzehnten völker- und europarechtliche Verpflichtungen zur Reduktion von Treibhausgasen. Traurige Tatsache ist aber, dass die Emissionen noch immer steigen und weit über dem Wert des Jahres 1990 liegen. Die Umweltministerin hat vor wenigen Tagen bestätigt, dass uns das Versagen bei den Klimazielen 6 Milliarden Euro kosten wird. Geschätzte Damen und Herren, leider unternimmt diese Bundesregierung nichts dagegen. (Beifall bei der SPÖ.) Die Klimakrise ist Türkis-Blau in Wahrheit egal. (Abg. Martin Graf: Ihr habt seit Jahrzehnten nichts gemacht!) Dieses Versagen werden am Ende alle Österreicherinnen und Österreicher ausbaden müssen – und wir wollen das sicher nicht, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ecker: Wie immer! – Ruf bei der SPÖ: Das hat sie vom Kurz gelernt! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger
Leider steht unsere Regierung und auch die Frau Bundesministerin, die sich hingebungsvoll mit ihrem Telefon beschäftigt (Abg. Ecker: Wie immer! – Ruf bei der SPÖ: Das hat sie vom Kurz gelernt! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger), für eine Politik, die nicht die Menschen, sondern die großen Konzerne dieser Welt schützt. Sie steht für eine Politik, die weiterhin giftige Spritzmittel erlaubt, die für Mensch und Umwelt gefährlich sind, die für unsere Bauern und Bäuerinnen gefährlich sind, die dadurch nicht nur in Gesundheitsgefahr, sondern auch in Abhängigkeit von den großen globalen Chemiekonzernen geraten. Das ist nicht der Sinn nachhaltiger Landwirtschaft, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Leider steht unsere Regierung und auch die Frau Bundesministerin, die sich hingebungsvoll mit ihrem Telefon beschäftigt (Abg. Ecker: Wie immer! – Ruf bei der SPÖ: Das hat sie vom Kurz gelernt! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger), für eine Politik, die nicht die Menschen, sondern die großen Konzerne dieser Welt schützt. Sie steht für eine Politik, die weiterhin giftige Spritzmittel erlaubt, die für Mensch und Umwelt gefährlich sind, die für unsere Bauern und Bäuerinnen gefährlich sind, die dadurch nicht nur in Gesundheitsgefahr, sondern auch in Abhängigkeit von den großen globalen Chemiekonzernen geraten. Das ist nicht der Sinn nachhaltiger Landwirtschaft, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist höchst an der Zeit, dass wir auch in Österreich endlich Maßnahmen umsetzen, um unser Klima und unsere Umwelt zu schützen. Die Bundesregierung sollte beim Artensterben ansetzen und Spritzmittel wie Glyphosat in der Landwirtschaft endlich verbieten, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.) Diese Stoffe gefährden Menschen, diese Stoffe töten Insekten – und wir sind damit an dieser Klimakrise mitschuldig.
Abg. Hauser: Ah, so ein Blödsinn!
Alle Expertinnen und Experten sind sich einig, dass auch eine Ökologisierung des Steuersystems notwendig ist. Was ist aber geschehen? – Nichts ist geschehen, es war eine Steuerreform für die großen Konzerne, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Hauser: Ah, so ein Blödsinn!) 1,5 Milliarden Euro für Großkonzerne, und 55 Millionen Euro für die Ökologisierung, das ist Ihre Wertigkeit, und so schaut es aus, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Alle Expertinnen und Experten sind sich einig, dass auch eine Ökologisierung des Steuersystems notwendig ist. Was ist aber geschehen? – Nichts ist geschehen, es war eine Steuerreform für die großen Konzerne, geschätzte Damen und Herren! (Abg. Hauser: Ah, so ein Blödsinn!) 1,5 Milliarden Euro für Großkonzerne, und 55 Millionen Euro für die Ökologisierung, das ist Ihre Wertigkeit, und so schaut es aus, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Wer soll diesen Leichtfried noch ernst nehmen?
Sie fahren mit Tempo 140 in die Klimakatastrophe, das ist Ihre Politik. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Wer soll diesen Leichtfried noch ernst nehmen?)
Abg. Meinl-Reisinger: Das sagt mehr über das Niveau des Rufers aus! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Hohes Haus! Der Zwischenruf sagt ja vieles aus: „Wer soll diesen Leichtfried noch ernst nehmen?“ (Abg. Meinl-Reisinger: Das sagt mehr über das Niveau des Rufers aus! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Herr Abgeordneter Leichtfried war ja auch Mitglied der letzten Bundesregierung und hat sehr viele Möglichkeiten gehabt, diesbezüglich auch Maßnahmen zu setzen.
Abg. Wöginger: Kindesweglegung!
Ich verstehe Sie natürlich, Sie sitzen nicht mehr auf der Regierungsbank, sondern auf der anderen Seite (Abg. Wöginger: Kindesweglegung!); man sollte aber schon auch darauf achten, dass diese Kindesweglegung ernst zu nehmen ist und das entsprechend bitte mit Inhalten gefüllt sein sollte, Herr Abgeordneter Leichtfried. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich verstehe Sie natürlich, Sie sitzen nicht mehr auf der Regierungsbank, sondern auf der anderen Seite (Abg. Wöginger: Kindesweglegung!); man sollte aber schon auch darauf achten, dass diese Kindesweglegung ernst zu nehmen ist und das entsprechend bitte mit Inhalten gefüllt sein sollte, Herr Abgeordneter Leichtfried. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Zur Sache!
Herr Kollege Zinggl, man muss Ihnen ja für diese Aktuelle Stunde danken; so können wir auch präsentieren, was wir im Bereich Umwelt- und Klimaschutz machen. Ich weiß, dass es für Sie schwer ist, bei dieser Europawahl Fuß zu fassen und in diesem Wahlkampf eine Themenführerschaft zu erringen. (Ruf bei der SPÖ: Zur Sache!) Das ist schwer für Sie, weil Sie natürlich mit den Grünen im gleichen Teich fischen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man hat gesehen, was die Grünen in Wien im Umweltbereich und im Verkehrsbereich machen. Die einzige Maßnahme in Wien sind Stauen und Stauben, nichts anderes, und das lehnt die Bundesregierung zu hundert Prozent ab. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Bürger gemacht wird. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Frau Bundesminister hat schon die Atomkraft erwähnt. Dazu ein klares Bekenntnis seitens dieser Bundesregierung: Es darf auch auf europäischer Ebene keine Atomkraft mehr unterstützt werden. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir lehnen Atomkraft zu hundert Prozent ab und versuchen natürlich auch auf allen bilateralen Ebenen, unsere Nachbarn davon zu überzeugen, aus der Atomkraft auszusteigen und unseren österreichischen Weg mitzutragen. Warum? – Wir setzen auf 100 Prozent erneuerbare Energien, die für uns natürlich auch ein Wirtschaftsmotor sind und auch sein werden, denn mit der Technologie, die wir auf den Weg gebracht haben, haben wir die Chance, in Europa Marktführer in der Forschung und Entwicklung in diesen Bereichen zu werden.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich bin davon überzeugt, dass wir auf einem sehr, sehr guten Weg sind, die erneuerbaren Energien in Österreich als Wirtschaftsmotor nutzen zu können und damit unsere Klima- und Energieziele voranzutreiben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Heiterkeit der Abg. Hammerschmid.
Einen Appell noch in Ihre Richtung (in Richtung JETZT): Bitte nehmen Sie die Klima- und Umweltpolitik eher positiv mit auf den Weg und nicht negativ behaftet, wie Sie es immer machen! Verkünden wir es auch den Menschen positiv und nicht nur negativ, wie Sie das machen! Und hören Sie bitte mit dem Belasten, Bestrafen und Blockieren auf! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Heiterkeit der Abg. Hammerschmid.)
Abg. Deimek: Es ist wieder einmal ... Gruber ist irgendwie inkompetent, kennt sich nicht aus!
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Ich habe bei der Debatte sehr aufmerksam zugehört und versucht, die Argumente dafür herauszuhören, dass diese Bundesregierung im Bereich des Schutzes der Artenvielfalt und im Bereich der Klimapolitik dermaßen untätig ist. Ich habe auch versucht, herauszuhören, was die Ursache dafür ist, dass eine FPÖ, von der man ja weiß, dass sie an Fake News mehr glaubt als an die Wissenschaft, dass sie an Chemtrails mehr glaubt als an die tatsächliche Evidenz, und die auch der Meinung ist, dass Klimawandel nicht menschengemacht ist, eine solche Ansicht vertritt. (Abg. Deimek: Es ist wieder einmal ... Gruber ist irgendwie inkompetent, kennt sich nicht aus!) – Nicht aufregen, nachher rauskommen und reden!
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
gibt dafür zwei ganz wesentliche Gründe. Der erste Punkt ist: Sie haben das Thema einfach nicht verstanden. Wir reden davon – der Weltbiodiversitätsrat, der letzte Woche seinen Bericht vorgestellt hat, hat das herausgearbeitet, durch Zigtausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Teilnahme von 132 Ländern –, dass von acht Millionen Arten eine Million Arten binnen der nächsten wenigen Jahrzehnte verschwinden wird – fast unaufhaltbar. Das geschieht nicht irgendwo am Äquator, das liegt nicht in weiter Ferne, sondern das betrifft vom Burgenland bis nach Vorarlberg auch unsere Natur. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Das Nichthandeln von ÖVP und FPÖ trägt dazu bei, dass wir Staaten und Gesellschaften destabilisieren, die ohnehin nicht sehr stabil sind. Wir sorgen durch unsere Untätigkeit, durch unser Nichtstun dafür, dass es vor allem in Küstenregionen und in Regionen im globalen Süden zu großen Migrationsbewegungen kommt, denn wenn dort nichts mehr ist, wenn es dort keine Lebensgrundlage mehr gibt, dann muss der Mensch woanders hin; das ist völlig verständlich. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Deimek: Also wieder: Gruber ist dumm, kennt sich nicht aus, Bernhard weiß das alles!
All das verstehen ÖVP und FPÖ nicht. Der FPÖ mache ich nicht einmal einen großen Vorwurf, weil sie konsequent war – Sie waren gegen den Klimavertrag, Sie sind der Meinung, dass die Wissenschaft keine Wissenschaft ist, Sie glauben, der Klimawandel ist nicht vom Menschen gemacht (Abg. Deimek: Also wieder: Gruber ist dumm, kennt sich nicht aus, Bernhard weiß das alles!); das kann man wollen, das ist Ihre Sache –, aber die ÖVP, die seit Dekaden in der Regierung ist und immer den Umweltminister oder die Umweltministerin gestellt hat, tut nichts! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
All das verstehen ÖVP und FPÖ nicht. Der FPÖ mache ich nicht einmal einen großen Vorwurf, weil sie konsequent war – Sie waren gegen den Klimavertrag, Sie sind der Meinung, dass die Wissenschaft keine Wissenschaft ist, Sie glauben, der Klimawandel ist nicht vom Menschen gemacht (Abg. Deimek: Also wieder: Gruber ist dumm, kennt sich nicht aus, Bernhard weiß das alles!); das kann man wollen, das ist Ihre Sache –, aber die ÖVP, die seit Dekaden in der Regierung ist und immer den Umweltminister oder die Umweltministerin gestellt hat, tut nichts! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Da frage ich mich schon: Dieses Nichtstun allein wäre ja schon fatal, das wäre fahrlässig, aber es ist sogar das Gegenteil der Fall! Schauen wir uns an, was gemacht wird: Ein Finanzminister, der offensichtlich nur Finanzminister ist und nicht über seinen Tellerrand hinausschaut, versagt bei der Ökologisierung des Steuersystems! (Beifall bei den NEOS.) Wir NEOS haben ein CO2-Steuermodell vorgelegt, das aufkommensneutral ist, das die Wirtschaft wie auch die Menschen in unserem Land im gleichen Maße entlasten würde, aber das ist natürlich kein Thema für die ÖVP – und auch keines für die FPÖ. Dass 3 500 Ökonominnen und Ökonomen und 27 Nobelpreisträger eine solche CO2-Steuer fordern, das macht Ihnen natürlich nichts aus, weil Sie keinen Mut haben. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Winzig.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Winzig.
Da frage ich mich schon: Dieses Nichtstun allein wäre ja schon fatal, das wäre fahrlässig, aber es ist sogar das Gegenteil der Fall! Schauen wir uns an, was gemacht wird: Ein Finanzminister, der offensichtlich nur Finanzminister ist und nicht über seinen Tellerrand hinausschaut, versagt bei der Ökologisierung des Steuersystems! (Beifall bei den NEOS.) Wir NEOS haben ein CO2-Steuermodell vorgelegt, das aufkommensneutral ist, das die Wirtschaft wie auch die Menschen in unserem Land im gleichen Maße entlasten würde, aber das ist natürlich kein Thema für die ÖVP – und auch keines für die FPÖ. Dass 3 500 Ökonominnen und Ökonomen und 27 Nobelpreisträger eine solche CO2-Steuer fordern, das macht Ihnen natürlich nichts aus, weil Sie keinen Mut haben. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger und Winzig.)
Beifall bei den NEOS.
Sie haben keine Ahnung, und Sie haben keinen Mut! Der Verkehrsminister verlangt 140 km/h auf Teststrecken, weil er nicht verstehen will – oder einfach auch wirklich nicht versteht; das ist übrigens derselbe, der auch einmal eine Anfrage wegen Chemtrails gemacht hat –, dass bei einer Geschwindigkeitssteigerung auch der Ausstoß von Emissionen exponentiell wächst. Das ist ja nachgewiesen, das ist keine Frage des Glaubens, sondern das ist Wissen, aber das wird ignoriert und man macht diese Teststrecken. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wöginger: Schlecht geschlafen, ha?
kraft! Es ist unwahr, es ist einfach unwahr, dass wir in Österreich nichts machen können, wenn es um den Schutz unserer Arten geht. (Abg. Wöginger: Schlecht geschlafen, ha?)
Abg. Neubauer: Jetzt reicht es aber! – Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.
Sie lügen im Umweltausschuss – das sage ich in diesem Ausmaß, weil es nachweisbar ist. (Abg. Neubauer: Jetzt reicht es aber! – Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.) Es ist nachweisbar. Es ist im Protokoll nachzulesen. Wir haben gefragt, warum Österreich nicht bei den ambitionierten neun Mitgliedstaaten dabei war, die sich für mehr Politik hinsichtlich des Klimawandels ausgesprochen haben, und die Ministerin hat im Umweltausschuss gesagt: weil das eine Unterstützung der Atomlobby ist. Fünf der neun Staaten haben gar keine Atomkraft in ihrem Land – fünf von neun haben keine! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Was ist mit den anderen?)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Was ist mit den anderen?
Sie lügen im Umweltausschuss – das sage ich in diesem Ausmaß, weil es nachweisbar ist. (Abg. Neubauer: Jetzt reicht es aber! – Oh-Rufe bei ÖVP und FPÖ.) Es ist nachweisbar. Es ist im Protokoll nachzulesen. Wir haben gefragt, warum Österreich nicht bei den ambitionierten neun Mitgliedstaaten dabei war, die sich für mehr Politik hinsichtlich des Klimawandels ausgesprochen haben, und die Ministerin hat im Umweltausschuss gesagt: weil das eine Unterstützung der Atomlobby ist. Fünf der neun Staaten haben gar keine Atomkraft in ihrem Land – fünf von neun haben keine! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Was ist mit den anderen?)
Abg. Noll: Nein, das darf er!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Schlusswort, und nehmen Sie bitte das Wort „lügen“ zurück! (Abg. Noll: Nein, das darf er!)
Nein-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Michael Bernhard (fortsetzend): Es ist bewiesen, es ist nachweisbar, es ist im Protokoll nachzulesen, dass die Ministerin die Unwahrheit gesagt hat. Ich nehme das Wort „lügen“ zurück und behaupte, sie hat die Unwahrheit gesagt. (Nein-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Schlecht geschlafen, glaube ich! Was wollt ihr? Eine Dieselsteuer oder was?
Mein Schlusswort: Hören Sie auf zu schwurbeln! Verkaufen Sie uns Ihre umweltpolitischen Flaggschiffe nicht, denn das, was Sie als Flaggschiff sehen, ist im besten Fall ein Tretboot! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Schlecht geschlafen, glaube ich! Was wollt ihr? Eine Dieselsteuer oder was?)
In Richtung Bundesministerin Köstinger, die mit Abg. Schmuckenschlager spricht:
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (JETZT): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Bundesministerin, ich habe Ihnen sehr aufmerksam zugehört. Sie sagen, die Prognosen im Hinblick auf die CO2-Emissionen für das Jahr 2018 lauten auf minus 1,1 Prozent, und leiten daraus ab, dass es eine Trendwende gäbe. (In Richtung Bundesministerin Köstinger, die mit Abg. Schmuckenschlager spricht:) Es wäre sehr freundlich von Ihnen, Frau Ministerin, wenn Sie mir auch zuhören würden (Abg. Wöginger: Tut sie eh! Mein Gott na! – Bundesministerin Köstinger nickt) – was ich jetzt sage, ist wichtig –, denn diese Trendwende gibt es nicht. Sie wissen ganz genau, Frau Ministerin, dass das gemäß Klimaschutzgesetz nicht ausreicht, um eine Trendwende herbeizuführen. – Das ist der erste Punkt.
Abg. Wöginger: Tut sie eh! Mein Gott na! – Bundesministerin Köstinger nickt
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (JETZT): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Bundesministerin, ich habe Ihnen sehr aufmerksam zugehört. Sie sagen, die Prognosen im Hinblick auf die CO2-Emissionen für das Jahr 2018 lauten auf minus 1,1 Prozent, und leiten daraus ab, dass es eine Trendwende gäbe. (In Richtung Bundesministerin Köstinger, die mit Abg. Schmuckenschlager spricht:) Es wäre sehr freundlich von Ihnen, Frau Ministerin, wenn Sie mir auch zuhören würden (Abg. Wöginger: Tut sie eh! Mein Gott na! – Bundesministerin Köstinger nickt) – was ich jetzt sage, ist wichtig –, denn diese Trendwende gibt es nicht. Sie wissen ganz genau, Frau Ministerin, dass das gemäß Klimaschutzgesetz nicht ausreicht, um eine Trendwende herbeizuführen. – Das ist der erste Punkt.
Abg. Hörl: ... der Schnee ...! – Abg. Schimanek: Wir haben 30 Zentimeter Schnee ...!
Zweiter Punkt: Wir müssen uns das Jahr 2018 ein bisschen genauer anschauen, denn wir hatten im Jahr 2017/2018 einen eher milden Winter – die Temperaturen lagen um 0,8 Grad unter dem Durchschnitt –, und der Winter 2018/2019 war bekanntlich einer der mildesten in der Geschichte der Messung von Temperaturen. (Abg. Hörl: ... der Schnee ...! – Abg. Schimanek: Wir haben 30 Zentimeter Schnee ...!) Das hat natürlich einen Einfluss auf die Entwicklung der CO2-Emissionen. Frau Ministerin, arbeiten Sie bitte nicht mit Halbwahrheiten!
Von der Galerie werden unter lauten Rufen Flugzettel ins Plenum geworfen und ein Transparent wird ausgerollt.
(Von der Galerie werden unter lauten Rufen Flugzettel ins Plenum geworfen und ein Transparent wird ausgerollt.)
Bundesministerin Köstinger: Nein!
Genauso machen Sie es, Frau Ministerin, mit dem E-Mobilitäts-Paket und den Elektroautos. (Bundesministerin Köstinger: Nein!) Da behaupten Sie – jedenfalls bei der letzten aktuellen Aussprache –, Österreich wäre Weltmeister bei der Neuzulassung von Elektrofahrzeugen. (Bundesministerin Köstinger: Nein, das habe ich nicht behauptet!) Der Anteil der Elektrofahrzeuge liegt in Österreich, Frau Ministerin – das habe ich im Ausschuss ausgeführt –, bei 0,4 Prozent; Statistik Austria, bitte nachschauen! Wir verzeichnen eine Gesamterhöhung des Pkw-Bestandes in Österreich, der weit über die Neuzulassungen von Elektroautos hinausgeht. Das, was Sie im Rahmen Ihrer Politik betreiben, ist Schönfärberei und sonst gar nichts.
Bundesministerin Köstinger: Nein, das habe ich nicht behauptet!
Genauso machen Sie es, Frau Ministerin, mit dem E-Mobilitäts-Paket und den Elektroautos. (Bundesministerin Köstinger: Nein!) Da behaupten Sie – jedenfalls bei der letzten aktuellen Aussprache –, Österreich wäre Weltmeister bei der Neuzulassung von Elektrofahrzeugen. (Bundesministerin Köstinger: Nein, das habe ich nicht behauptet!) Der Anteil der Elektrofahrzeuge liegt in Österreich, Frau Ministerin – das habe ich im Ausschuss ausgeführt –, bei 0,4 Prozent; Statistik Austria, bitte nachschauen! Wir verzeichnen eine Gesamterhöhung des Pkw-Bestandes in Österreich, der weit über die Neuzulassungen von Elektroautos hinausgeht. Das, was Sie im Rahmen Ihrer Politik betreiben, ist Schönfärberei und sonst gar nichts.
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.
Zur Frage der Atomenergie: Sie haben mir in der letzten Ausschusssitzung vorgeworfen, ich würde mich dafür einsetzen, Atomenergie auf die Treibhausgase anrechenbar zu machen. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Ich finde das wirklich skandalös, Frau Ministerin! Ich habe mich bereits zu einem Zeitpunkt, als Sie noch gar nicht auf der Welt waren, gegen das AKW Zwentendorf eingesetzt – Sie sind Jahrgang 1978, ich habe das nachgeschaut, Sie sind erst nach der Volksabstimmung auf die Welt gekommen –; also bleiben Sie bitte bei der Wahrheit! (Abg. Kirchbaumer: Das steht überhaupt nicht zur Debatte! – Abg. Neubauer: Ich war auch in Zwentendorf! Ich habe Sie aber nicht gesehen! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Im Übrigen werde ich heute einen Antrag zu einem brandgefährlichen Atomkraftwerk in Chmelnyzkyj in der Ukraine einbringen. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kirchbaumer: Das steht überhaupt nicht zur Debatte! – Abg. Neubauer: Ich war auch in Zwentendorf! Ich habe Sie aber nicht gesehen! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Zur Frage der Atomenergie: Sie haben mir in der letzten Ausschusssitzung vorgeworfen, ich würde mich dafür einsetzen, Atomenergie auf die Treibhausgase anrechenbar zu machen. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Ich finde das wirklich skandalös, Frau Ministerin! Ich habe mich bereits zu einem Zeitpunkt, als Sie noch gar nicht auf der Welt waren, gegen das AKW Zwentendorf eingesetzt – Sie sind Jahrgang 1978, ich habe das nachgeschaut, Sie sind erst nach der Volksabstimmung auf die Welt gekommen –; also bleiben Sie bitte bei der Wahrheit! (Abg. Kirchbaumer: Das steht überhaupt nicht zur Debatte! – Abg. Neubauer: Ich war auch in Zwentendorf! Ich habe Sie aber nicht gesehen! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Im Übrigen werde ich heute einen Antrag zu einem brandgefährlichen Atomkraftwerk in Chmelnyzkyj in der Ukraine einbringen. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zur Frage der Atomenergie: Sie haben mir in der letzten Ausschusssitzung vorgeworfen, ich würde mich dafür einsetzen, Atomenergie auf die Treibhausgase anrechenbar zu machen. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger.) Ich finde das wirklich skandalös, Frau Ministerin! Ich habe mich bereits zu einem Zeitpunkt, als Sie noch gar nicht auf der Welt waren, gegen das AKW Zwentendorf eingesetzt – Sie sind Jahrgang 1978, ich habe das nachgeschaut, Sie sind erst nach der Volksabstimmung auf die Welt gekommen –; also bleiben Sie bitte bei der Wahrheit! (Abg. Kirchbaumer: Das steht überhaupt nicht zur Debatte! – Abg. Neubauer: Ich war auch in Zwentendorf! Ich habe Sie aber nicht gesehen! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Im Übrigen werde ich heute einen Antrag zu einem brandgefährlichen Atomkraftwerk in Chmelnyzkyj in der Ukraine einbringen. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (fortsetzend): Das wäre die geeignete Maßnahme, Frau Ministerin, um den drohenden Strafzahlungen in Milliardenhöhe zu entgehen. Wir sagen nicht immer Nein, Frau Ministerin, wir haben auch Konzepte, aber zu denen sagen Sie Nein. – Danke sehr. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Meinl-Reisinger.
Leider ist es so – und das ist, wie ich finde, immens schade –, dass es halt wieder einmal so wirkt, als stehe statt eines sinnvollen gemeinsamen Diskurses, den wir hier pflegen, Regierungsbashing, Bauernbashing auf dem Programm. Das finde ich traurig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Meinl-Reisinger.) Ich halte auch diese Zettelwerfaktionen hier insofern für absurd, als die Qualitätskriterien, die wir in Österreich haben, was die Bauern betrifft, was die Energie betrifft, was das betrifft, was die Betriebe leisten müssen, zu den höchsten überhaupt gehören.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
CO2 hat keinen Reisepass, deshalb ist es notwendig und richtig, wenn wir mit lauter Stimme gemeinsam auf europäischer Ebene Einfluss nehmen, bei den Vereinten Nationen Einfluss nehmen, allerdings: Wir als kleines Land können uns anstrengen, aber wir alleine können die Welt nicht verändern. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Da steht drauf (von einem der vorher von der Galerie geworfenen Flugzettel ablesend): „Stopp dem Wirtschaftsfetischismus“. – Das stört mich ganz besonders, denn wir müssen davon ausgehen, auf welch hohem Niveau unsere Unternehmen da im Bewusstsein agieren müssen, juristisch agieren müssen. Führen weitere Auflagen dazu, dass die österreichische Wirtschaft in andere Länder abwandert – viele haben Produktionsstätten in anderen Ländern –, in denen die Standards viel niedriger sind, dann kann das doch nicht in unserem Sinne sein. Das ist ja absurd! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Die Volkspartei – erwähnen möchte ich hierbei ganz besonders Josef Riegler – hat bereits vor 30 Jahren die ökosoziale Marktwirtschaft als zukunftsweisenden Weg beschritten. (Zwischenruf des Abg. Noll.) Unsere Generation kann es heute als ihre Aufgabe sehen, diesen Weg weiterzugehen, das weiterzudenken und als Handlungsmaxime für all unser Handeln zu verankern.
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich denke, es geht auf allen Ebenen um Bewusstseinsbildung. Herr Leichtfried, zu dem, was Sie zum Beispiel Tourismus gesagt haben: Ja, es ist für den Tourismus wichtig, aber Sie haben vorhin eine Unwahrheit erzählt. Ich habe gerade von einem steirischen Touristiker gehört, dass es die beste Wintersaison aller Zeiten für die Schigebiete war. Natürlich, das eine oder andere Schigebiet fällt weg, aber es war die beste Saison, die es jemals gab. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Klaus Uwe Abg. Feichtinger.
Zurück zu zwei Themen, die ich noch kurz anreißen will: der Verkehr als größtes Problem und die CO2-Bilanz von Privathaushalten, von privaten Gewohnheiten. Mittags kommt jetzt wieder die Buffet-Fraktion zusammen und haut sich die Leberkässemmeln und die Frankfurter hinein: Jeder Einzelne kann etwas machen. Verlangen Sie dort, dass das vielleicht biologisch sein soll, fragen Sie, ob das regionale Produkte sind! Ich glaube, wir müssen uns schon auch bewusst machen, was da jeder Einzelne leisten kann. (Zwischenruf des Klaus Uwe Abg. Feichtinger.) Unsere Standards sind immens hoch. Wie wir heizen, wie wir fahren – ich fahre ein Elektroauto –, ich glaube, das sind die Themen, die wirklich zählen.
Zwischenruf des Abg. Plessl.
Ich bitte euch: Bleiben wir bei diesem Thema alle im selben Boot! Das ist unsere Generation, das ist unsere gemeinsame Aufgabe. Das sehen wir quer durch unsere Partei genauso. Diese Aufgabe müssen wir bewältigen. Hören wir auf, auf die Bauern hinzuhauen, hören wir auf, auf die Bundesregierung hinzuhauen! Damit wir als kleines Land gehört werden, braucht es jetzt einen Schulterschluss. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) Jede Generation hat ihre Herausforderung, der Klimawandel ist wohl unsere. Die Erde ist das, was wir alle gemeinsam haben, was wir daraus machen. Wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen.
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.
Ich möchte, dass meine drei Kinder, dass Ihre Kinder und auch deren Kinder noch gemeinsam auf bunten Frühlingswiesen herumlaufen können und verschiedenartige Schmetterlinge sehen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums aus Preetz recht herzlich in unserem Hohen Haus begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hauser.
he ich leider nicht!), Tagesordnung: Aktuelle Aussprache. Vorlagen seitens der Bundesregierung: null. Anträge seitens der Regierungsfraktionen: null. Und die Oppositionsfraktionen haben sich im Vorfeld ganz bewusst darauf verständigt, keine Anträge einzubringen, da diese ohnehin nur vertagt werden. – Das ist Umweltpolitik in Österreich! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Beifall bei der SPÖ.
Da Sie vorher gemeint haben, dass für 2018 bereits valide Daten vorlägen, die eine 1,1-prozentige Reduktion in Aussicht stellen, und von einer Trendumkehr gesprochen haben: Frau Bundesministerin, 2018 war das im Durchschnitt heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, und die Einsparungen im Bereich der Heizungen werden auch nicht durch die Klimaanlagen im Sommer neutralisiert, wie Sie im Umweltausschuss gemeint haben. Ein milder Winter ersetzt noch keine Klimaschutzpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Beim EU-Gipfel in Sibiu hat es eine Klimainitiative von acht Mitgliedstaaten gegeben, die gemeinsam in einer Erklärung gefordert haben, den Klimaschutz zum Kernaspekt der EU-Strategie für die Jahre 2019 bis 2024 zu machen. Warum ist Österreich da nicht dabei? (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Genau!
Die EU-Ebene wird seitens der Bundesregierung und auch des Bundeskanzlers dann instrumentalisiert, wenn Versagen auf nationaler Ebene kaschiert werden soll. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Genau!) Bundeskanzler Kurz spricht sich jetzt plötzlich für europäische Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel aus: Dieser kann nur gemeinsam gewonnen werden, globale und europäische Anstrengungen braucht es da. – Österreich braucht sich also nur zurückzulehnen und auf die EU zu warten. War da nicht etwas? Ratsvorsitz zweites Halbjahr 2018? Österreich hätte jede Gelegenheit gehabt, das Thema zu treiben und voranzubringen. Die Gelegenheit haben Sie versäumt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die EU-Ebene wird seitens der Bundesregierung und auch des Bundeskanzlers dann instrumentalisiert, wenn Versagen auf nationaler Ebene kaschiert werden soll. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Genau!) Bundeskanzler Kurz spricht sich jetzt plötzlich für europäische Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel aus: Dieser kann nur gemeinsam gewonnen werden, globale und europäische Anstrengungen braucht es da. – Österreich braucht sich also nur zurückzulehnen und auf die EU zu warten. War da nicht etwas? Ratsvorsitz zweites Halbjahr 2018? Österreich hätte jede Gelegenheit gehabt, das Thema zu treiben und voranzubringen. Die Gelegenheit haben Sie versäumt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Noll und Pilz.
Fazit: Frau Bundesministerin, Sie machen nachhaltig nichts und nichts Nachhaltiges! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Noll und Pilz.)
Zwischenruf der Abg. Friedl.
Ich will jetzt niemanden beschuldigen, aber genauso, wie es Kollegin Jeitler-Cincelli gesagt hat, glaube ich, dass wir ein bisschen darüber nachdenken sollten, was jeder in seinem eigenen Bereich dazu beitragen kann. Fast jeder von uns verwendet einen Rasenroboter. Früher wurden die Blumen stehen gelassen, diese waren die Lebensgrundlage für Kleinstlebewesen. Jeder düngt seinen Rasen, düngt seine Blumen. Jeder verwendet – leider Gottes – Unkrautsalz, um die befestigten Flächen unkrautfrei zu halten. Da kann jeder seinen Beitrag leisten. Keiner hat mehr einen Komposthaufen, keiner lässt mehr die Laubhaufen in seinem Garten liegen. Auch das wären in vielen, vielen Bereichen Grundlagen für die Kleinstlebewesen. Lichtverschmutzung: Eines der größten Probleme für die Kleinstlebewesen ist das Thema Lichtverschmutzung. Jeder beleuchtet die halbe Nacht lang seine Bäume, seine Sträucher, seine Gärten. (Zwischenruf der Abg. Friedl.)
Abg. Vogl: Wer zahlt denn das? – Zwischenruf der Abg. Erasim.
Natürlich, meine Damen und Herren, hat auch die Landwirtschaft viel zu dieser Entwicklung beigetragen und mit verursacht. Durch die geänderten Bewirtschaftungsformen ist vieles an Artenvielfalt verloren gegangen, aber, meine Damen und Herren, wir Landwirte haben diese veränderte Bewirtschaftungsform nicht aus Jux und Tollerei begonnen, das war schlichtweg eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Die Landwirte haben versucht, das, was wir an Einkommen verloren haben beziehungsweise an Mehrkosten zu leisten haben, mit intensiverer Produktion auszugleichen. Solange der Konsument nicht bereit ist, wirklich mehr für Bioprodukte auszugeben oder überhaupt Bioprodukte zu kaufen, wird es ganz schwierig werden, dies zu ändern. (Abg. Vogl: Wer zahlt denn das? – Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Zwischenruf des Abg. Preiner.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, trotzdem leistet die Landwirtschaft einen sehr, sehr großen Beitrag zum Thema Artenschutz, Insektenschutz. Die gesamten Landschaftselemente, Bäume, Sträucher, Hecken entlang der Wiesen, die erhalten bleiben, die gepflegt werden, die ganzen Steinhaufen, die Steinriegel sind heute die wichtigsten Bereiche für Kleinstlebewesen, und ich glaube, da leistet die Landwirtschaft einen sehr großen Beitrag. (Zwischenruf des Abg. Preiner.) Die Biodiversitätsflächen stellen zwar in der Bewirtschaftung für uns einen großen Nachteil dar, sind aber für Kleinstlebewesen doch ein wichtiger Lebensbereich. Auch das Verbot von insektenschädlichen Giften ist ein wichtiger Punkt.
Zwischenruf des Abg. Preiner.
Meine Damen und Herren, wir haben es heuer selbst erlebt: Es ist plötzlich ein Drittel der Kartoffelernte des vergangenen Jahres kaputtgegangen, und wir müssen jetzt schon seit zwei Monaten Kartoffel aus Israel, aus Ägypten einführen, von denen keiner weiß, wie sie produziert wurden, und keiner denkt darüber nach, dass diese Tausende Kilometer über die Meere geschifft werden müssen. (Zwischenruf des Abg. Preiner.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Preiner und Vogl.
Ein weiteres Thema ist Glyphosat. Ja, die Europäische Kommission hat die Zulassung um fünf Jahre verlängert, und gerade deshalb stehen wir dazu, dass es wichtig wäre, ein starkes Europa, aber noch stärkere Nationalstaaten zu haben, die solche Entscheidungen im eigenen Land fällen können. Deshalb ist es auch wichtig, bei der EU-Wahl darüber nachzudenken, wem man die Stimme gibt, und wir Freiheitlichen stehen für einen starken Nationalstaat. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Preiner und Vogl.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Plessl: Keine Ahnung! Keine Ahnung!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, diese Koalition hat wirklich sehr, sehr viel zum Umweltschutz, zum Artenschutz beigetragen. Wenn sich heute die Liste Pilz hier herausstellt und sagt: Die Regierung betreibt nur Symbolpolitik!, dann erinnere ich Sie daran, dass Sie am 30. Jänner dieses Jahres gegen das Ökostromgesetz gestimmt haben – und das ist Politik zum Schaden der Umwelt und der Natur und nicht Politik für diese! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Plessl: Keine Ahnung! Keine Ahnung!)
Beifall bei den NEOS.
Also: Es wäre alles angerichtet. Aber was nützt uns das? Was nützt uns das, wenn das politische Leadership fehlt? Das fehlt da einfach. (Beifall bei den NEOS.) Man muss es so sagen, dass bei der Umweltministerin offenbar schon so etwas wie ein bewusstes Desinteresse gegenüber der Umweltpolitik vorherrscht, wenn es um bestimmte Themen geht. Wir haben sie heute schon vielfach angesprochen, mein Kollege Michi Bernhard hat es gesagt: CO2 im Verkehr. Es wird einfach nicht zum Thema gemacht, und wenn, dann gibt es da irgendwie ein Rumgeschwurbel, wie es eben geheißen hat.
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Fragt man dann ganz konkret: Frau Umweltminister, was machen Sie zu diesem Thema?, dann geht es los: Ja, das ist Ländersache, und wir wirken da positiv ein! (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Dann fragt man noch einmal konkret nach, und ich habe das in der letzten Aktuellen Stunde gemacht und habe gefragt: Was ist Ihre Lösung für den Verbau, für diesen Fraß, den wir da mit dem Verbau von Grünflächen machen? – Noch einmal: 12 Hektar am Tag! Was kommt dann? – Wärmedämmung! – Ja, Wärmedämmung ist eh ein super Thema. Ich meine, das alles ist ja nicht falsch (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger), aber Sie können doch nicht sagen: Das ist die Lösung des Problems des Flächenverbaus! – Das ist Wärmedämmung nicht. Ich weiß nicht, ob Sie das jetzt in Tirol auch jemandem erklären, der in einem alpinen Bereich wohnt, in einem Tal, in dem schon alles verbaut ist, und dann sagen Sie: Ja, die Lösung dafür ist Wärmedämmung! – Super! (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger
Fragt man dann ganz konkret: Frau Umweltminister, was machen Sie zu diesem Thema?, dann geht es los: Ja, das ist Ländersache, und wir wirken da positiv ein! (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Dann fragt man noch einmal konkret nach, und ich habe das in der letzten Aktuellen Stunde gemacht und habe gefragt: Was ist Ihre Lösung für den Verbau, für diesen Fraß, den wir da mit dem Verbau von Grünflächen machen? – Noch einmal: 12 Hektar am Tag! Was kommt dann? – Wärmedämmung! – Ja, Wärmedämmung ist eh ein super Thema. Ich meine, das alles ist ja nicht falsch (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger), aber Sie können doch nicht sagen: Das ist die Lösung des Problems des Flächenverbaus! – Das ist Wärmedämmung nicht. Ich weiß nicht, ob Sie das jetzt in Tirol auch jemandem erklären, der in einem alpinen Bereich wohnt, in einem Tal, in dem schon alles verbaut ist, und dann sagen Sie: Ja, die Lösung dafür ist Wärmedämmung! – Super! (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Fragt man dann ganz konkret: Frau Umweltminister, was machen Sie zu diesem Thema?, dann geht es los: Ja, das ist Ländersache, und wir wirken da positiv ein! (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Dann fragt man noch einmal konkret nach, und ich habe das in der letzten Aktuellen Stunde gemacht und habe gefragt: Was ist Ihre Lösung für den Verbau, für diesen Fraß, den wir da mit dem Verbau von Grünflächen machen? – Noch einmal: 12 Hektar am Tag! Was kommt dann? – Wärmedämmung! – Ja, Wärmedämmung ist eh ein super Thema. Ich meine, das alles ist ja nicht falsch (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Köstinger), aber Sie können doch nicht sagen: Das ist die Lösung des Problems des Flächenverbaus! – Das ist Wärmedämmung nicht. Ich weiß nicht, ob Sie das jetzt in Tirol auch jemandem erklären, der in einem alpinen Bereich wohnt, in einem Tal, in dem schon alles verbaut ist, und dann sagen Sie: Ja, die Lösung dafür ist Wärmedämmung! – Super! (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich glaube, dass das so nicht funktionieren kann, das ist einfach nicht genug. Ich glaube, dass Ihnen das auch klar ist, Frau Bundesminister. Ich glaube nicht, dass Sie das nicht wissen. Die Frage, die ich mir aber stelle, ist: Wollen Sie nichts tun oder können Sie nichts tun? Ist der Druck von irgendwelchen Pressure Groups, von anderen so groß? Ich weiß es nicht, aber dann lassen Sie sich doch bitte von den konstruktiven Kräften in dieser Regierung, die da sind und gemeinsam mit Ihnen Umweltpolitik betreiben wollen, helfen. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und JETZT.
Genau darauf steuern wir im Augenblick aber hin. Ich hoffe doch sehr, dass Sie das auch nicht wollen. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und JETZT.)
Abg. Belakowitsch: Das sind die Segnungen der Globalisierung ...!
Beispiel nachzudenken und es auch zu überdenken? – Weil die Situation in diesem ukrainischen Dorf auch durch Österreich, durch österreichische Mittel, durch die Europäische Union und durch Förderungen und Subventionen der Europäischen Entwicklungsbank herbeigeführt wird. (Abg. Belakowitsch: Das sind die Segnungen der Globalisierung ...!)
Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.
Ja, es führt auch in Österreich zu Verlierern. Ich möchte an meine Vorrednerin Carmen Jeitler-Cincelli appellieren: Sie haben die Gesundheit Ihrer drei Kinder erwähnt. Ja, ich möchte auch auf die Gesundheit Ihrer drei Kinder zu sprechen kommen, denn sie wissen nicht, welche Art von Hühnerschnitzel sie auf dem Teller haben, wenn sie sich nicht bewusst für bio entscheiden. (Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.) Der Konsument weiß, wenn er in ein Lokal geht, am Ende des Tages nicht, welche Art von Fleisch ihm vorgesetzt wird und ob ihm oder seinem Kind vielleicht sogar ein Hühnerschnitzel aus dieser ukrainischen Massenproduktion vorgesetzt wird. (Beifall bei JETZT sowie der Abg. Friedl.)
Beifall bei JETZT sowie der Abg. Friedl.
Ja, es führt auch in Österreich zu Verlierern. Ich möchte an meine Vorrednerin Carmen Jeitler-Cincelli appellieren: Sie haben die Gesundheit Ihrer drei Kinder erwähnt. Ja, ich möchte auch auf die Gesundheit Ihrer drei Kinder zu sprechen kommen, denn sie wissen nicht, welche Art von Hühnerschnitzel sie auf dem Teller haben, wenn sie sich nicht bewusst für bio entscheiden. (Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.) Der Konsument weiß, wenn er in ein Lokal geht, am Ende des Tages nicht, welche Art von Fleisch ihm vorgesetzt wird und ob ihm oder seinem Kind vielleicht sogar ein Hühnerschnitzel aus dieser ukrainischen Massenproduktion vorgesetzt wird. (Beifall bei JETZT sowie der Abg. Friedl.)
Beifall bei JETZT sowie der Abg. Friedl.
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (fortsetzend): Dieser Landwirt kann gegen diese subventionierte Massenproduktion – und das ist mein Schlusssatz – den Konkurrenzkampf nicht aufnehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT sowie der Abg. Friedl.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Abgesehen von diesen positiven Kräften wird ja der Druck auf die Regierungen auch immer stärker. Aber warum kommt denn unser Bundeskanzler dann noch immer nicht in die Gänge? Ist das wegen der Abhängigkeiten von Spendern und Lobbyisten einiger weniger Konzerne, die sich mit einer letzten Anstrengung noch einmal aufbäumen wie die Dinosaurier kurz vor dem Aussterben, um ein überholtes Macht-, Wirtschafts- und Energiesystem zu verteidigen? Sind die Abhängigkeiten tatsächlich noch so groß? Ist unser Bundeskanzler da wirklich so handlungsunfähig? Ich frage mich schon, warum Sebastian Kurz nicht auf die OMV einwirkt, denn immerhin ist dieser Energiekonzern zur Hälfte im Besitz des Staates Österreich. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Loacker: Dann dürfen Sie halt nur wahre Dinge sagen!
Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Elisabeth Köstinger: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ich habe mich noch einmal kurz zu Wort gemeldet, weil ich die Ausführungen des Herrn Abgeordneten Bernhard, der mich der Lüge bezichtigt hat, wirklich als eine absolute Ungeheuerlichkeit empfinde. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Loacker: Dann dürfen Sie halt nur wahre Dinge sagen!)
Ruf bei den NEOS: Das stimmt einfach nicht! Nein, nein, nein! – Abg. Rossmann: Das ist doch ein billiges Ablenkungsmanöver, Frau Ministerin! – Abg. Loacker: ... was der Rossmann sagt!
Sehr geehrter Herr Abgeordneter, ich habe dieses Thema bewusst bereits in meinem Einführungsstatement aufgegriffen. Sie haben im Ausschuss die Frage gestellt, warum wir uns dieser aktuellen Initiative nicht angeschlossen haben, und ich habe Ihnen eigentlich auch relativ ausführlich erklärt, was der Hintergrund ist. Das Ziel, das Frankreich mit dieser Initiative anstrebt, haben wir bereits national in unserer Klima- und Energiestrategie verankert, und das Ziel an sich ist Klimaneutralität bis zum Jahr 2050. (Ruf bei den NEOS: Das stimmt einfach nicht! Nein, nein, nein! – Abg. Rossmann: Das ist doch ein billiges Ablenkungsmanöver, Frau Ministerin! – Abg. Loacker: ... was der Rossmann sagt!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir diskutieren zurzeit auf europäischer Ebene unterschiedliche Szenarien, wie wir dieses Ziel erreichen. Nicht alle Staaten der Europäischen Union schließen sich überhaupt dem Ziel an, Österreich ist beim Ziel dabei. Wir wollen aber nicht, dass unter dem Deckmantel des Klimaschutzes der Atomkraft in Europa wieder der rote Teppich ausgerollt wird, und das war auch mit ein Grund. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: Das sind Halbwahrheiten, die Sie da von sich geben! Halbwahrheiten! Viertelwahrheiten! Fake News permanent!
Sie haben behauptet, es seien vier von acht Ländern; es sind fünf Länder – ich bezichtige Sie jetzt auch nicht der Lüge –, es sind Frankreich, Belgien, die Niederlande, Schweden und Spanien. Was wir zurzeit bei dieser Debatte sehr wohl erleben, ist, dass die Laufzeit von Atomkraftwerken verlängert werden soll, dass sie ausgebaut werden sollen und dergleichen. Dem werden wir uns nicht anschließen – jetzt nicht und in Zukunft nicht –, aber wir werden alles dafür tun, unsere Klimaneutralität herzustellen, und das auf europäischer Ebene auch unterstützen, mit dem klaren Anspruch, 100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie zu beziehen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Rossmann: Das sind Halbwahrheiten, die Sie da von sich geben! Halbwahrheiten! Viertelwahrheiten! Fake News permanent!)
Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Rendi-Wagner: Was soll das? – Abg. Leichtfried: Herr Präsident!
gungen und Untergriffe wirklich an der Tagesordnung. (Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Rendi-Wagner: Was soll das? – Abg. Leichtfried: Herr Präsident!) Die NEOS aber haben sich wohltuend davon abgehoben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Leichtfried: Herr Präsident! – Abg. Rendi-Wagner: Unglaublich! – Abg. Rosenkranz: 9.05 Uhr, heutige Debatte! Beleidigungen und Untergriffe! – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Vogl.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Leichtfried: Herr Präsident! – Abg. Rendi-Wagner: Unglaublich! – Abg. Rosenkranz: 9.05 Uhr, heutige Debatte! Beleidigungen und Untergriffe! – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Vogl.
gungen und Untergriffe wirklich an der Tagesordnung. (Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Rendi-Wagner: Was soll das? – Abg. Leichtfried: Herr Präsident!) Die NEOS aber haben sich wohltuend davon abgehoben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Leichtfried: Herr Präsident! – Abg. Rendi-Wagner: Unglaublich! – Abg. Rosenkranz: 9.05 Uhr, heutige Debatte! Beleidigungen und Untergriffe! – Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Vogl.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ihnen sage Ihnen auch ganz ehrlich, ich bin sehr froh, wenn dieser Wahlkampf wieder vorbei ist, denn dann ziehen hoffentlich wieder ein bissl Niveau und Normalität ins Hohe Haus ein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
In diesem Sinne, sehr geehrte Frau Ministerin, herzlichen Dank für Ihr außerordentliches Engagement gegen den Ausbau und die weitere Finanzierung der Atomkraft. Das ist wirklich ein sehr drängendes Thema, das vielen, vielen Menschen unter den Nägeln brennt. – Danke für Ihre Bemühungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Hausverstand vor Amtsverstand ist das Motto dieser Bundesregierung, und das muss auch mehr auf der europäischen Ebene Einzug halten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Gelebte Subsidiarität, das heißt, Entscheidungen auf jenen Ebenen zu treffen, wo sie am besten für die Menschen sind, sichert ein bürgernahes Europa. Institutionen zu verschlanken und Gesetze mit Ablaufdatum zu versehen, das reduziert die überbordende Bürokratie, die uns in so vielen Fällen zu schaffen macht, vor allem in unserer kleinstrukturierten Wirtschaft und Landwirtschaft.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was sind die großen Themen der Zukunft? – Natürlich unsere Wettbewerbsfähigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs, die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Die politischen Alphawölfe dieser Welt, von Putin über Trump bis Xi Jinping, haben kein großes Interesse an einem wirtschaftlich starken Europa, und wir wollen auch nicht in eine Sandwichposition zwischen Made in China und Silicon Valley gelangen. Kämpfen wir für Bürokratieabbau! Kämpfen wir für Anstrengungen in Forschung und Entwicklung sowie die unbürokratische schnelle Implementierung der Ergebnisse in die Wirtschaft und kämpfen wir für die Mobilisierung von Fachkräften, aber auch für erfolgreiche Handelspartnerschaften! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Eine dieser vernünftigen Handelspartnerschaften, für die ich mich auch sehr lange eingesetzt habe, ist das Abkommen der EU mit Kanada, und ich bedanke mich beim Herrn Bundespräsidenten, dass er dieses Abkommen jetzt auch unterzeichnet hat. Dieses Abkommen ist seit 21.9.2017 in Anwendung – und wir haben einen Exportzuwachs in der Höhe von 24,4 Prozent zu verzeichnen, was vor allem unseren Klein- und Mittelbetrieben in Landwirtschaft und Wirtschaft zugutekommt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Zusammenarbeit von Forschung und Industrie. Wer sonst sollte die Ergebnisse aus den Forschungen in diesem Bereich umsetzen?! Das kann nur die Industrie machen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher, nehmen Sie bitte an der Wahl teil! Ich würde mich über Ihre Unterstützung freuen: ÖVP ankreuzen und Winzig hinschreiben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf noch einmal, sollte es untergegangen sein, die Abgeordneten zum Europäischen Parlament Karas, Regner und Vilimsky herzlich in unserer Mitte begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Ich darf auch recht herzlich die Schülerinnen und Schüler der HTL Pinkafeld hier im Hohen Haus begrüßen. Herzlich willkommen bei uns! (Allgemeiner Beifall.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
ropa und an uns selbst haben, dass der Wohlstand langfristig gesichert ist und dass Europa ein Global Player bleibt. All das wollen wir bei der künftigen strategischen Agenda implementieren, damit es auch zum Teil des Zukunftsdebattenprozesses wird. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Schellhorn: Tote Gesetze!
Das heißt aber auch, dass wir in den nächsten Jahren in Europa die Anzahl an Gesetzen reduzieren wollen. Wir sagen: Warum nicht tausend Gesetze weniger? – Das fordert einer der Spitzenkandidaten der europäischen Parteien, und ich kann mich erinnern, dass viele gesagt haben, das gehe doch nicht, das sei zu viel, und gefragt haben, wie denn das funktionieren solle. Das hat mich sehr an die Situation erinnert, als wir in dieser Bundesregierung zu arbeiten begonnen haben und gesagt haben, wir wollen auch in Österreich deregulieren, wir wollen auch in Österreich Gesetze abschaffen, die nicht mehr gebraucht werden. Da haben auch viele gesagt, dass das doch alles nicht gehe, dass es schwierig sei. Was haben wir getan? – Wir haben im letzten Jahr zweieinhalbtausend Rechtsvorschriften abgeschafft. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Schellhorn: Tote Gesetze!) – So setzt man Dinge um, die man ankündigt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Schellhorn: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Schellhorn: Das stimmt ja nicht!
Das heißt aber auch, dass wir in den nächsten Jahren in Europa die Anzahl an Gesetzen reduzieren wollen. Wir sagen: Warum nicht tausend Gesetze weniger? – Das fordert einer der Spitzenkandidaten der europäischen Parteien, und ich kann mich erinnern, dass viele gesagt haben, das gehe doch nicht, das sei zu viel, und gefragt haben, wie denn das funktionieren solle. Das hat mich sehr an die Situation erinnert, als wir in dieser Bundesregierung zu arbeiten begonnen haben und gesagt haben, wir wollen auch in Österreich deregulieren, wir wollen auch in Österreich Gesetze abschaffen, die nicht mehr gebraucht werden. Da haben auch viele gesagt, dass das doch alles nicht gehe, dass es schwierig sei. Was haben wir getan? – Wir haben im letzten Jahr zweieinhalbtausend Rechtsvorschriften abgeschafft. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Schellhorn: Tote Gesetze!) – So setzt man Dinge um, die man ankündigt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Schellhorn: Das stimmt ja nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es gibt auch noch drei weitere konkrete Punkte, in denen wir für Änderungen eintreten: Es braucht zum Beispiel klare Sanktionen gegen Staaten, die übertriebene Schuldenpolitik betreiben. Wir wissen mittlerweile, wozu es führen kann, wenn Staaten in einer gemeinsamen Währungsunion sich ständig neu verschulden. Das ist kein Kavaliersdelikt, da braucht es klare Sanktionen. Man kann nicht ständig mehr ausgeben, als man einnimmt. Da braucht es Konsequenzen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Grundprinzip sollte sein: Regeln, die es gibt, sollen angewendet werden – und wenn man sie nicht anwendet, dann sollen sie abgeschafft werden. Das ist Politik mit Hausverstand, auch auf europäischer Ebene, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir haben natürlich die Frage gestellt, was diese Mitgliedschaft konkret gebracht hat; wir haben eine eigene empirische Untersuchung angesetzt. In allen Bereichen, in denen wir nachgefragt haben, kommt heraus, dass Österreich auf allen Ebenen sehr von dieser Mitgliedschaft profitiert hat. Der Wirtschaftsstandort ist so attraktiv wie nie. Die Direktinvestitionen aus den anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union haben sich seit der Mitgliedschaft verzehnfacht. Die Exportnation Österreich ist stark wie nie, die Exporte Österreichs innerhalb der Europäischen Union haben sich vervierfacht und außerhalb der Union verdreifacht. Exporte und Investitionen führen bekanntlich zu Wachstum und sicheren Arbeitsplätzen, deswegen ist das ein guter Weg, den wir auch weiter beschreiten wollen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Damit diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann, darf nicht alles bleiben, wie es ist. Die Welt ist im Wandel, alles entwickelt sich weiter, deswegen müssen wir auch unsere gemeinsame Union weiterentwickeln. Die Vorschläge des Bundeskanzlers sind dazu gedacht, dieses gemeinsame Europa weiterhin stark und erfolgreich für uns alle zu halten. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Jarolim: Ich hoffe, es kommt noch etwas mehr als Hausverstand vom Herrn Kurz! Das ist mir ein bissel wenig, nur der Hausverstand!
Als Erster zu Wort gelangt das Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Othmar Karas. – Bitte. (Abg. Jarolim: Ich hoffe, es kommt noch etwas mehr als Hausverstand vom Herrn Kurz! Das ist mir ein bissel wenig, nur der Hausverstand!)
Beifall bei der ÖVP.
Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Othmar Karas, MBL-HSG (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren, die uns heute zusehen und zuhören! Das europäische Projekt ist ein erfolgreiches Projekt. Wir dürfen uns aber nicht zurücklehnen. Das Projekt ist nicht fertig, und daher sollten wir alles daransetzen, die Mitte, die Mehrheit in der Mitte, die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger Österreichs und der Europäischen Union zu mobilisieren, damit wir uns wieder die Zukunft zum Freund oder zur Freundin machen und nicht links oder rechts abbiegen, sondern mit beiden Augen nach vorne blicken. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Noll: Das müssen Sie Ihren Koalitionspartner fragen! – Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Glaubt jemand in diesem Saal, dass wir die Globalisierung, dass wir die Digitalisierung, dass wir die Reduzierung des Energieverbrauches, dass wir den Klimawandel, dass wir die neuen sicherheitspolitischen Bedrohungsbilder, dass wir die Fluchtursachen, dass wir den Kampf gegen Steueroasen allein bewältigen können? (Abg. Noll: Das müssen Sie Ihren Koalitionspartner fragen! – Zwischenruf des Abg. Rossmann.) – Ich glaube das nicht. Wir werden das alles nur in einem neuen und entschlossenen Miteinander in Österreich und in der Europäischen Union bewältigen können. Wir werden nur gemeinsam Lösungen finden können, wollen wir nicht zum Spielball der Machtblöcke in Russland, Amerika, China und Indien werden. Europa braucht ein neues Miteinander! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Glaubt jemand in diesem Saal, dass wir die Globalisierung, dass wir die Digitalisierung, dass wir die Reduzierung des Energieverbrauches, dass wir den Klimawandel, dass wir die neuen sicherheitspolitischen Bedrohungsbilder, dass wir die Fluchtursachen, dass wir den Kampf gegen Steueroasen allein bewältigen können? (Abg. Noll: Das müssen Sie Ihren Koalitionspartner fragen! – Zwischenruf des Abg. Rossmann.) – Ich glaube das nicht. Wir werden das alles nur in einem neuen und entschlossenen Miteinander in Österreich und in der Europäischen Union bewältigen können. Wir werden nur gemeinsam Lösungen finden können, wollen wir nicht zum Spielball der Machtblöcke in Russland, Amerika, China und Indien werden. Europa braucht ein neues Miteinander! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher bin ich sehr froh darüber, dass der Herr Bundeskanzler auch gesagt hat, wir brauchen den Mut, uns dort, wo die bestehenden Regeln und die bestehenden Verträge unsere Handlungsfähigkeit einengen, endlich auch eine Vertragsänderung zuzutrauen. Bisher hat es nämlich immer geheißen: Nicht anrühren! Hat keine Mehrheit! Dürfen wir nicht machen! – Wir müssen die alten Zöpfe abschneiden, wollen wir mutig in die Zukunft gehen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jarolim: Da kann sich die Frau Köstinger etwas abschneiden von der Rede, die wir gerade gehört haben! – Abg. Höbart: Von deinen Reden kann sich niemand etwas abschneiden! – Abg. Wöginger: Von deinen Reden kann sich keiner etwas abschneiden! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren, diese Zukunftsdebatte darf aber nicht ohne Bürgerinnen und Bürger stattfinden, daher schlage ich vor, dass auch wir als Parlamentarier mit dazu beitragen, dass in allen Gemeinden unseres Landes Bürgerforen über die Zukunft Europas stattfinden, dass wir uns diese Zukunftsdebatte selbst zum Anliegen machen und dass wir die Meinungen der Bürger und Bürgerinnen in einem Reformvertrag bündeln, den wir spätestens mit der nächsten Europaparlamentswahl in einer europaweiten Volksabstimmung – Mehrheit der Staaten, Mehrheit der Bürger – zur Abstimmung bringen. Das würde Aufbruchsstimmung erzeugen, das würde Mut für die Zukunft machen und das würde die Mitte mobilisieren, die Zukunft gestalten will. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Jarolim: Da kann sich die Frau Köstinger etwas abschneiden von der Rede, die wir gerade gehört haben! – Abg. Höbart: Von deinen Reden kann sich niemand etwas abschneiden! – Abg. Wöginger: Von deinen Reden kann sich keiner etwas abschneiden! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Stefan: ... Bazillus ...!
Die Rechten und Rechtsextremen in Europa haben sich zu dieser Mailänder Bande zusammengeschlossen, bei der Frau Le Pen, die AfD aus Deutschland, Herr Salvini und auch die FPÖ aus Österreich dabei sein wollen, in der Leute sitzen, die politische Programme haben (Abg. Stefan: ... Bazillus ...!), die besagen, dass das Europaparlament kaputt gemacht werden soll, dass der Euro ein Fehler ist und dass man die Europäi-
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steger.
sche Union zerstören soll. Das halte ich für einen schweren Fehler. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Aber, sehr geehrte Damen und Herren, ich halte es für mindestens genauso gefährlich, wenn der österreichische Bundeskanzler sich hinstellt und sagt, es wäre höchste Zeit, dass wir uns endlich aus dieser unerträglichen Bevormundung durch die Europäische Union befreien. – Was ist denn das für eine Sicht auf Europa? Was ist denn das für eine Sicht des Bundeskanzlers auf die eigene Arbeit, eines Bundeskanzlers, der nach Brüssel fährt und diese tausend Verordnungen dort selbst beschließt, um dann zurückzukommen und zu sagen: Ich habe mich dort jetzt selbst bevormundet und selbst gefesselt, bitte helft mir wieder heraus!? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.) Das ist nicht nur skurril, sehr geehrte Damen und Herren! Genauso, wie es lächerlich und skurril ist, ist es politisch gefährlich, weil es nämlich Wasser auf die Mühlen jener europäischen Rechten und Rechtsextremen ist, die Europa nur zerstören wollen.
Beifall bei der SPÖ.
Worum geht es denn wirklich bei der Europäischen Union? Was brauchen wir Menschen in Europa denn wirklich von dieser Europäischen Union? – Dazu sage ich Ihnen auch ganz klar: Die Sozialdemokraten in Europa werden einer Vertragsänderung gerne zustimmen, aber nur unter zwei Bedingungen, nämlich nur dann, wenn Europa endlich sozialer wird, und nur dann, wenn Europa endlich demokratischer und das Europäische Parlament gestärkt wird! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was braucht Europa? – Erstens, Europa muss sozialer werden, zweitens, Europa muss demokratischer werden, und drittens, Europa muss nachhaltiger werden. Was wir fordern, ist ein Sozialvertrag für Europa: Mindestlöhne in jedem einzelnen europäischen Land, weil jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin das Recht hat, dass er beziehungsweise sie nicht durch Lohn- und Sozialdumping ausgebeutet, sondern fair für die Arbeit entlohnt wird. Gleicher Lohn für die gleiche Arbeit am selben Ort, das ist unsere Forderung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Was wir gleichfalls brauchen, wenn sich die Konjunktur eindämmt und wenn die Weltwirtschaft ein Stück weit langsamer wird, ist ein Investitionspaket: ein Investitionspaket, das Jobs schafft, das Leuten auch wieder Beschäftigung gibt, das in die Infrastruktur investiert, sodass wir dadurch auch den Klimawandel gut bewältigen, indem wir zum Beispiel endlich ein Schnellzugsystem zwischen allen europäischen Hauptstädten ausbauen, und auch eine europäische Wohnbauoffensive, denn viele Menschen in Europa können sich das Wohnen nicht mehr leisten, und darauf müssen wir durch bessere und billigere Wohnungen für alle Menschen in Europa eine Antwort geben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wohnen ist ein Grundrecht und darf nicht dem Profit der Konzerne geopfert werden.
Abg. Belakowitsch: ... von Wien!
Apropos: Was wir in Europa auch brauchen, ist ein Privatisierungsstopp, denn wir dürfen nicht dabei zuschauen, wie in einzelnen Städten das Wasser verkauft wird, wir dürfen nicht dabei zuschauen, wie in einzelnen Städten die Gemeindewohnungen verkauft werden (Abg. Belakowitsch: ... von Wien!), und wir dürfen auch nicht dabei zuschauen, wie in einzelnen Städten der öffentliche Nahverkehr und die Eisenbahn verkauft werden. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Apropos: Was wir in Europa auch brauchen, ist ein Privatisierungsstopp, denn wir dürfen nicht dabei zuschauen, wie in einzelnen Städten das Wasser verkauft wird, wir dürfen nicht dabei zuschauen, wie in einzelnen Städten die Gemeindewohnungen verkauft werden (Abg. Belakowitsch: ... von Wien!), und wir dürfen auch nicht dabei zuschauen, wie in einzelnen Städten der öffentliche Nahverkehr und die Eisenbahn verkauft werden. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Das liest keiner!
Was hat das immer mit sich gebracht? – Die Konzerne sind reicher geworden, und die Menschen haben schlechtere Services und Dienstleistungen bekommen. Daher glaube ich, bevor wir das weiterdiskutieren, was hier gerade diskutiert worden ist, ist es notwendig, noch einmal ganz klar eines zu sagen: Bei der Europawahl geht es auch darum, wie wir Europa sozialer machen, wie wir es gerechter machen. Wir haben statt leerer Worthülsen (ein Exemplar des Wahlprogramms in die Höhe haltend) ein 122 Seiten dickes Programm. (Abg. Belakowitsch: Das liest keiner!) – Ja, das liest keiner, weil in Ihrer Partei das Lesen noch nicht angekommen ist (Beifall bei der SPÖ
Oh-Rufe bei der FPÖ
Daher hätte ich am Schluss eine Bitte an alle, die uns heute zuschauen: Wenn Ihnen die europäische Demokratie, wenn Ihnen die Demokratie in Europa ein Anliegen ist (Oh-Rufe bei der FPÖ), dann erfüllen Sie sie mit Leben und gehen Sie wählen, denn Europas Demokratie hat es sich verdient, dass wir wählen gehen und dass sie gestärkt wird! (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist nämlich die beste Antwort auf die Verzweiflung, die die Rechtsextremen streuen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Daher hätte ich am Schluss eine Bitte an alle, die uns heute zuschauen: Wenn Ihnen die europäische Demokratie, wenn Ihnen die Demokratie in Europa ein Anliegen ist (Oh-Rufe bei der FPÖ), dann erfüllen Sie sie mit Leben und gehen Sie wählen, denn Europas Demokratie hat es sich verdient, dass wir wählen gehen und dass sie gestärkt wird! (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist nämlich die beste Antwort auf die Verzweiflung, die die Rechtsextremen streuen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Daher hätte ich am Schluss eine Bitte an alle, die uns heute zuschauen: Wenn Ihnen die europäische Demokratie, wenn Ihnen die Demokratie in Europa ein Anliegen ist (Oh-Rufe bei der FPÖ), dann erfüllen Sie sie mit Leben und gehen Sie wählen, denn Europas Demokratie hat es sich verdient, dass wir wählen gehen und dass sie gestärkt wird! (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist nämlich die beste Antwort auf die Verzweiflung, die die Rechtsextremen streuen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Jetzt erklär ihm einmal, wie es funktioniert!
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich ganz kurz vorab zu meinem Vorredner Stellung beziehen (Abg. Belakowitsch: Jetzt erklär ihm einmal, wie es funktioniert!), der hier in einer burlesken Art und Weise seine politischen Gedanken vorgetragen hat! Fast hätte man den Eindruck, eine politische Kasperliade würde hier veranstaltet werden. (Abg. Steger: Das ist meistens so, wenn ...!)
Abg. Steger: Das ist meistens so, wenn ...!
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich ganz kurz vorab zu meinem Vorredner Stellung beziehen (Abg. Belakowitsch: Jetzt erklär ihm einmal, wie es funktioniert!), der hier in einer burlesken Art und Weise seine politischen Gedanken vorgetragen hat! Fast hätte man den Eindruck, eine politische Kasperliade würde hier veranstaltet werden. (Abg. Steger: Das ist meistens so, wenn ...!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Herr Schieder, hören Sie auf mit dem Blödsinn (Zwischenrufe bei der SPÖ), von Extremismus und von Banden zu reden!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, im österreichischen Parlament verwenden wir das Wort Blödsinn nicht. Ich würde Sie bitten, es zurückzunehmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Leichtfried: Präsidentin!
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (fortsetzend): Dann korrigiere ich, Frau Präsident (Abg. Leichtfried: Präsidentin!): diese parlamentarisch unwürdige Art der Darbietung, die durch Sie präsentiert wird. (Beifall bei der FPÖ.) Ich bezeichne Sie, Herr Schieder, auch nicht als Linksextremisten und als Angehörigen einer Bande. (Abg. Schieder: Wenn Sie sich angesprochen gefühlt haben?!) Das einzig Extreme bei Ihnen, Herr Schieder, ist Ihre Verzweiflung, weil Ihnen die Wähler davonlaufen (Beifall bei FPÖ und ÖVP) und weil Ihre Konzepte des Sozialismus und auch die Lösungen, die Sie anbieten, nicht mehr ins 21. Jahrhundert passen.
Beifall bei der FPÖ.
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (fortsetzend): Dann korrigiere ich, Frau Präsident (Abg. Leichtfried: Präsidentin!): diese parlamentarisch unwürdige Art der Darbietung, die durch Sie präsentiert wird. (Beifall bei der FPÖ.) Ich bezeichne Sie, Herr Schieder, auch nicht als Linksextremisten und als Angehörigen einer Bande. (Abg. Schieder: Wenn Sie sich angesprochen gefühlt haben?!) Das einzig Extreme bei Ihnen, Herr Schieder, ist Ihre Verzweiflung, weil Ihnen die Wähler davonlaufen (Beifall bei FPÖ und ÖVP) und weil Ihre Konzepte des Sozialismus und auch die Lösungen, die Sie anbieten, nicht mehr ins 21. Jahrhundert passen.
Abg. Schieder: Wenn Sie sich angesprochen gefühlt haben?!
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (fortsetzend): Dann korrigiere ich, Frau Präsident (Abg. Leichtfried: Präsidentin!): diese parlamentarisch unwürdige Art der Darbietung, die durch Sie präsentiert wird. (Beifall bei der FPÖ.) Ich bezeichne Sie, Herr Schieder, auch nicht als Linksextremisten und als Angehörigen einer Bande. (Abg. Schieder: Wenn Sie sich angesprochen gefühlt haben?!) Das einzig Extreme bei Ihnen, Herr Schieder, ist Ihre Verzweiflung, weil Ihnen die Wähler davonlaufen (Beifall bei FPÖ und ÖVP) und weil Ihre Konzepte des Sozialismus und auch die Lösungen, die Sie anbieten, nicht mehr ins 21. Jahrhundert passen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (fortsetzend): Dann korrigiere ich, Frau Präsident (Abg. Leichtfried: Präsidentin!): diese parlamentarisch unwürdige Art der Darbietung, die durch Sie präsentiert wird. (Beifall bei der FPÖ.) Ich bezeichne Sie, Herr Schieder, auch nicht als Linksextremisten und als Angehörigen einer Bande. (Abg. Schieder: Wenn Sie sich angesprochen gefühlt haben?!) Das einzig Extreme bei Ihnen, Herr Schieder, ist Ihre Verzweiflung, weil Ihnen die Wähler davonlaufen (Beifall bei FPÖ und ÖVP) und weil Ihre Konzepte des Sozialismus und auch die Lösungen, die Sie anbieten, nicht mehr ins 21. Jahrhundert passen.
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie über Konzerne reden wollen, ja, dann reden wir über Konzerne! Reden wir darüber, dass Brigitte Ederer am Gut Aiderbichl der Wiener SPÖ gelandet ist, nämlich bei Siemens, wie auch eine Frau Wehsely, die bei Siemens ist. – Das ist ja keine Unbekannte für Sie! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.) Da sind Konzerne kein Problem. Weder Konzerne noch die Nähe zu Russland sind für Sie ein Problem, wenn Ihr abgegangener, geflüchteter – ich weiß nicht, welches Wort hier am besten passt – Herr Kern jetzt in einem Konzern um 60 000 Euro für die Russen tätig wird. (Ah-Rufe bei der FPÖ.) Da sind Konzerne kein Problem. – So weit, so gut.
Ah-Rufe bei der FPÖ.
Wenn Sie über Konzerne reden wollen, ja, dann reden wir über Konzerne! Reden wir darüber, dass Brigitte Ederer am Gut Aiderbichl der Wiener SPÖ gelandet ist, nämlich bei Siemens, wie auch eine Frau Wehsely, die bei Siemens ist. – Das ist ja keine Unbekannte für Sie! (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.) Da sind Konzerne kein Problem. Weder Konzerne noch die Nähe zu Russland sind für Sie ein Problem, wenn Ihr abgegangener, geflüchteter – ich weiß nicht, welches Wort hier am besten passt – Herr Kern jetzt in einem Konzern um 60 000 Euro für die Russen tätig wird. (Ah-Rufe bei der FPÖ.) Da sind Konzerne kein Problem. – So weit, so gut.
Ruf bei der SPÖ: Na endlich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das eigentliche Thema, dem wir uns heute hätten widmen können, wenn nicht derart burleske Darbietungen erfolgt wären, ist die Frage eines Vertrags, und diesbezüglich freue ich mich ganz besonders, dass jemand nicht Unprominenter in dieser Republik, nämlich der Chef der Österreichischen Volkspartei, zwei Wochen vor der Wahl auf einmal das sagt, was ich über Jahre hinweg gesagt habe: dass wir eine Entrümpelung brauchen, dass wir eine Entfrachtung brauchen, dass die Bürokratie überbordend ist (Ruf bei der SPÖ: Na endlich!), dass wir das Regelwerk zwischen Österreich und der Europäischen Union neu austarieren und mehr an Kompetenzen für uns zurückholen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das eigentliche Thema, dem wir uns heute hätten widmen können, wenn nicht derart burleske Darbietungen erfolgt wären, ist die Frage eines Vertrags, und diesbezüglich freue ich mich ganz besonders, dass jemand nicht Unprominenter in dieser Republik, nämlich der Chef der Österreichischen Volkspartei, zwei Wochen vor der Wahl auf einmal das sagt, was ich über Jahre hinweg gesagt habe: dass wir eine Entrümpelung brauchen, dass wir eine Entfrachtung brauchen, dass die Bürokratie überbordend ist (Ruf bei der SPÖ: Na endlich!), dass wir das Regelwerk zwischen Österreich und der Europäischen Union neu austarieren und mehr an Kompetenzen für uns zurückholen müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Einen Vorwurf muss ich aber bei aller Würdigung dessen, dass die Zusammenarbeit zwischen uns und Ihnen auf österreichischer Ebene hervorragend funktioniert, schon in Richtung Österreichische Volkspartei machen: Auf Ebene der internationalen Politik, da funktioniert es nicht wirklich, da ist es unstimmig. Das sieht man ja auch daran, dass ein Kandidat, der vor mir gesprochen hat, hier kein Wort über Entrümpelung und Entfrachtung und Rückverlagerung von Kompetenzen verloren hat. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Ich kenne ihn ja, und bei aller Wertschätzung seiner Person: In den vergangenen fünf Jahren gab es keine Sitzung, in der Othmar Karas nicht für mehr Kompetenzen und für mehr EU und für mehr Brüssel votiert hätte. (Abg. Wittmann: Ihr habt ein gutes Verhältnis! – Abg. Rosenkranz: Da ist für euch kein Platz mehr!)
Abg. Wittmann: Ihr habt ein gutes Verhältnis! – Abg. Rosenkranz: Da ist für euch kein Platz mehr!
Einen Vorwurf muss ich aber bei aller Würdigung dessen, dass die Zusammenarbeit zwischen uns und Ihnen auf österreichischer Ebene hervorragend funktioniert, schon in Richtung Österreichische Volkspartei machen: Auf Ebene der internationalen Politik, da funktioniert es nicht wirklich, da ist es unstimmig. Das sieht man ja auch daran, dass ein Kandidat, der vor mir gesprochen hat, hier kein Wort über Entrümpelung und Entfrachtung und Rückverlagerung von Kompetenzen verloren hat. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Ich kenne ihn ja, und bei aller Wertschätzung seiner Person: In den vergangenen fünf Jahren gab es keine Sitzung, in der Othmar Karas nicht für mehr Kompetenzen und für mehr EU und für mehr Brüssel votiert hätte. (Abg. Wittmann: Ihr habt ein gutes Verhältnis! – Abg. Rosenkranz: Da ist für euch kein Platz mehr!)
Ruf: Ach, Liebe muss schön sein!
Sie spielen auch, was die Österreichische Volkspartei betrifft, generell im falschen Team (Ruf: Ach, Liebe muss schön sein!), weil der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei und designierte Kommissionspräsident Weber genau das Gegenteil von dem ist, was jetzt gesagt wurde. Weber ist der Oberzentralisierer, Weber ist eine Person, die gesagt hat – bitte, meine Damen und Herren von der Volkspartei, das Ganze ad notam zu nehmen (Zwischenruf des Abg. Lopatka – Abg. Leichtfried: Jetzt ist auch der Lopi schon ...!) –, er arbeitet lieber mit Kommunisten und mit Grünen zusammen als mit einer Partei wie der unseren. Herr Schieder, das wäre vielleicht etwas für Sie, wenn er aus dem Bereich der ideologisch roten Hälfte jemand für Kooperationen sucht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lopatka – Abg. Leichtfried: Jetzt ist auch der Lopi schon ...!
Sie spielen auch, was die Österreichische Volkspartei betrifft, generell im falschen Team (Ruf: Ach, Liebe muss schön sein!), weil der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei und designierte Kommissionspräsident Weber genau das Gegenteil von dem ist, was jetzt gesagt wurde. Weber ist der Oberzentralisierer, Weber ist eine Person, die gesagt hat – bitte, meine Damen und Herren von der Volkspartei, das Ganze ad notam zu nehmen (Zwischenruf des Abg. Lopatka – Abg. Leichtfried: Jetzt ist auch der Lopi schon ...!) –, er arbeitet lieber mit Kommunisten und mit Grünen zusammen als mit einer Partei wie der unseren. Herr Schieder, das wäre vielleicht etwas für Sie, wenn er aus dem Bereich der ideologisch roten Hälfte jemand für Kooperationen sucht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie spielen auch, was die Österreichische Volkspartei betrifft, generell im falschen Team (Ruf: Ach, Liebe muss schön sein!), weil der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei und designierte Kommissionspräsident Weber genau das Gegenteil von dem ist, was jetzt gesagt wurde. Weber ist der Oberzentralisierer, Weber ist eine Person, die gesagt hat – bitte, meine Damen und Herren von der Volkspartei, das Ganze ad notam zu nehmen (Zwischenruf des Abg. Lopatka – Abg. Leichtfried: Jetzt ist auch der Lopi schon ...!) –, er arbeitet lieber mit Kommunisten und mit Grünen zusammen als mit einer Partei wie der unseren. Herr Schieder, das wäre vielleicht etwas für Sie, wenn er aus dem Bereich der ideologisch roten Hälfte jemand für Kooperationen sucht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage jetzt wenige Tage, zehn Tage vor der Wahl: Es ist wichtig, das Original zu wählen und nicht die Kopie. (Beifall bei der FPÖ.) Ich nehme es Ihnen ab, dass Sie es ehrlich meinen – das ist überhaupt keine Frage –, aber bei aller Wertschätzung es ist das falsche Team. Es ist Othmar Karas als Spitzenkandidat der falsche Mann, es ist Manfred Weber als designierter Kommissionspräsident der falsche Mann. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Ich sage jetzt wenige Tage, zehn Tage vor der Wahl: Es ist wichtig, das Original zu wählen und nicht die Kopie. (Beifall bei der FPÖ.) Ich nehme es Ihnen ab, dass Sie es ehrlich meinen – das ist überhaupt keine Frage –, aber bei aller Wertschätzung es ist das falsche Team. Es ist Othmar Karas als Spitzenkandidat der falsche Mann, es ist Manfred Weber als designierter Kommissionspräsident der falsche Mann. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Haider: Das darf nicht wahr sein!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, Ihre Redezeit ist ausgeschöpft! Den Schlusssatz bitte. (Abg. Haider: Das darf nicht wahr sein!)
Abg. Leichtfried: Präsidentin heißt das!
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (fortsetzend): Frau Präsident (Abg. Leichtfried: Präsidentin heißt das!), ich freue mich auf die weitere Debatte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mitglied des Europäischen Parlaments Harald Vilimsky (fortsetzend): Frau Präsident (Abg. Leichtfried: Präsidentin heißt das!), ich freue mich auf die weitere Debatte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Claudia Gamon, MSc (WU) (NEOS): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Danke, Herr Vilimsky, denn Sie haben einen wahren Satz gesagt, und den kann ich – nur ein bisschen abgeändert – wiedergeben: Bitte wählen Sie weder das Original noch die Kopie! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.) Jetzt ist es nämlich ganz eindeutig und klar, dass ÖVP und FPÖ in
Neuerlicher Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Das stimmt eigentlich! Gute Rede!
ihren europapolitischen Ansichten nicht mehr zu unterscheiden sind. (Neuerlicher Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Das stimmt eigentlich! Gute Rede!) Das haben die Wählerinnen und Wähler auch jetzt, heute, wieder einmal klar hören können, wie auch in den letzten Tagen, als die Vorschläge vom Herrn Bundeskanzler gekommen sind: „Regelungswahnsinn“, Bürokratiekonze- -, Bürokratiekoze- -, „Bürokratiekorsett“, „Bevormundung“ – ich kriege solche Worte kaum heraus. (Abg. Leichtfried: Hausverstand!)
Abg. Leichtfried: Hausverstand!
ihren europapolitischen Ansichten nicht mehr zu unterscheiden sind. (Neuerlicher Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Das stimmt eigentlich! Gute Rede!) Das haben die Wählerinnen und Wähler auch jetzt, heute, wieder einmal klar hören können, wie auch in den letzten Tagen, als die Vorschläge vom Herrn Bundeskanzler gekommen sind: „Regelungswahnsinn“, Bürokratiekonze- -, Bürokratiekoze- -, „Bürokratiekorsett“, „Bevormundung“ – ich kriege solche Worte kaum heraus. (Abg. Leichtfried: Hausverstand!)
Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger
Ein Zitat aus den letzten Tagen zeigt die Haltung, die die ÖVP jetzt einnimmt, sehr klar: „Statt ständig mehr Geld zu verlangen, sollte die EU aufhören, den Menschen immer mehr vorzuschreiben, wie sie zu leben haben.“ Wer hat das gesagt? Bundeskanzler Kurz oder H.-C. Strache? Es war überraschenderweise – oder nicht überraschenderweise, je nachdem, wie lange man schon genauer darauf schaut – der ÖVP-Parteichef und Bundeskanzler Sebastian Kurz, in einer Manier nach Strache, Le Pen oder Herrn Vilimsky, einem AfDler – je nachdem, wen man nehmen will –; anders als H.-C. nicht mit dem Kreuz, sondern mit dem Schnitzel in der Hand (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger), wütend auf Brüssel. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ein Zitat aus den letzten Tagen zeigt die Haltung, die die ÖVP jetzt einnimmt, sehr klar: „Statt ständig mehr Geld zu verlangen, sollte die EU aufhören, den Menschen immer mehr vorzuschreiben, wie sie zu leben haben.“ Wer hat das gesagt? Bundeskanzler Kurz oder H.-C. Strache? Es war überraschenderweise – oder nicht überraschenderweise, je nachdem, wie lange man schon genauer darauf schaut – der ÖVP-Parteichef und Bundeskanzler Sebastian Kurz, in einer Manier nach Strache, Le Pen oder Herrn Vilimsky, einem AfDler – je nachdem, wen man nehmen will –; anders als H.-C. nicht mit dem Kreuz, sondern mit dem Schnitzel in der Hand (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger), wütend auf Brüssel. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es wird auf Europa geschimpft, und dann gibt es auch noch eine populistische Forderung extra obendrauf. Ist Ihnen das nicht peinlich, liebe ÖVP? (Beifall bei den NEOS.) Haben Sie das wirklich nötig? Haben Sie es wirklich nötig, hier die Kopie der FPÖ zu geben? Wie können Sie sich noch eine proeuropäische Partei nennen, denn von welcher Seite ist denn jetzt in den letzten Tagen Applaus gekommen? – Von der Leave-Kampagne im UK, der Kampagne für den Brexit, die getwittert hat: „Austria’s Chancellor [...] lays into the ,madness‘ of Brussels“. Da hat man seine Freunde gefunden. So war nämlich auch in Großbritannien der Anfang vom Ende: mit einer populistischen Kampagne, frei von Wahrheiten, frei von Fakten, aber stark an populistischen Aussprüchen, stark an populistischen Sätzen, die jeden Tag gepredigt wurden, wie: Brüssel nimmt uns die Eigenverantwortung, Brüssel bevormundet uns.
Abg. Neubauer: Sie wollen Österreich abschaffen! – Heiterkeit der Rednerin.
Aber wie ist denn das in Wirklichkeit? Was stimmt wirklich? (Abg. Neubauer: Sie wollen Österreich abschaffen! – Heiterkeit der Rednerin.) – Von den fünf Reformvorschlägen, die betreffend EU-Reform gekommen sind, sind wir uns eigentlich nur bei einem Vorschlag wirklich sicher, dass es dafür überhaupt eine Vertragsänderung braucht, und das wäre die Verlegung des Sitzes des EU-Parlaments, worüber sich im Übrigen alle einig sind – bis auf einen, und den kriegen wir vielleicht auch noch dazu.
Beifall bei den NEOS.
Was aber schon bezeichnend ist: Warum sind diese Vorschläge eigentlich nicht während der Ratspräsidentschaft gekommen? – Schauen wir uns doch an, was an europapolitischen Vorschlägen während der Ratspräsidentschaft gekommen ist: die Kürzung der Familienbeihilfe für unsere UnionsmitbürgerInnen, das Nichtmittragen des UN-Migrationspakts und das Weiterführen von Grenzkontrollen an den österreichischen Grenzen – drei antieuropäische Forderungen, die die ÖVP damals auf den Tisch gelegt hat. Und jetzt kommt sie mit ihren Reformen und Vorschlägen daher, wie man den EU-Vertrag ändern sollte. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Dann diese abstrusen Zahlen: tausend Verordnungen, ohne genau sagen zu können, was gemeint ist. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Die Pommes! Wie hätten Sie denn gerne Ihre Pommes? Mit ein bisschen krebserregendem Acrylamid drübergestreut? Ich glaube, die Bürgerinnen und Bürger der Union hätten gerne die Sicherheit, zu wissen, egal in welchem Land der Europäischen Union sie in ein Lokal gehen und ein Schnitzel mit Pommes bestellen, es beinhaltet keine krebserregenden Stoffe. – Ich würde sagen,
Beifall bei den NEOS.
die Europäische Union hat da für ihre BürgerInnen geliefert. Wenn Sie das ändern wollen – bitte sehr, aber bitte auf eigene Gefahr! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich freue mich schon sehr darauf, diese tausend Vorschläge zu sehen, aus denen dann 28 000 Verordnungen in allen Mitgliedstaaten werden, im Worst Case auch noch überall unterschiedlich – der Binnenmarkt ist kaputt. Gratulation an die schwarz-blaue Bundesregierung! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Leichtfried: Das ist der Hausverstand!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (JETZT): Frau Präsidentin! Am Sonntag sprach also der Kanzler, dieser Regulierungswahnsinn muss beendet werden, und er forderte in diesem Zusammenhang die Streichung von tausend Rechtsmaterien. Dabei hat er tief, sehr tief in die Populismuskiste gegriffen. Ein Beispiel hat er angeführt, nämlich die sogenannte Schnitzel-/Pommes-Verordnung. Erstere gibt es gar nicht, wie wir wissen; da ist er einem Aprilscherz auf den Leim gegangen. (Abg. Leichtfried: Das ist der Hausverstand!) Hausverstand oder Sachverstand: Was ist wichtiger? – Ich denke, der Sachverstand.
Beifall der Abg. Meinl-Reisinger.
Und wenn er mit ein bisschen Sachverstand an diese Frage herangegangen wäre, dann hätte er sich auch die Konsequenzen überlegen müssen, die das Streichen von tausend Gesetzesmaterien haben kann. Die Streichung der Pommes-Verordnung kürzt Standards, und das ist ein ganz anderes Beispiel als das, was in Österreich passiert ist, Herr Minister Blümel, auf das Sie verweisen: In Österreich wurde nicht Recht, das Standards normiert, gestrichen, sondern in Österreich wurde totes Recht gestrichen. Das ist ein großer Unterschied. (Beifall der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei JETZT sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Wenn hier tausend Rechtsmaterien gestrichen werden sollen, dann rüttelt dieser Bundeskanzler und auch Sie, Herr Minister, weil Sie das unterstützen, sehr wahrscheinlich an den Grundfesten des Binnenmarktes, und dazu braucht es nicht Hausverstand, da muss man mit Sachverstand an die Sache herangehen. (Beifall bei JETZT sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
tend): „Conservatism’s Wunderkind Is Getting Swallowed by the Far-Right“. Also: Das konservative Wunderkind droht von der extremen Rechten geschluckt zu werden. – Ja, diese Gefahr ist in der Tat gegeben, und es ist höchste Zeit, dass sich der Kanzler und Sie, Herr Minister, von diesem rechtsnationalistischen, rechtspopulistischen Sprechtext distanzieren. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Wo bleibt die Forderung nach einer Klimaunion mit eigenen Finanzmitteln durch eine CO2-Steuer zur Lösung der Klimakrise? – Das lehnt der Kanzler ab, eh klar. Wo sind die Pläne zur Reduktion der Einkommensverluste der Globalisierungsverlierer, einer der Hauptgründe, die in Großbritannien zum Brexit geführt haben? – Darauf gibt der Kanzler keine Antwort. Die Antwort wären zum Beispiel einheitliche Mindestlöhne in der Europäischen Union. Wo aber bleibt der Ruf nach einer Sozialunion zur Schaffung sozialer Sicherheit in dem Lande, etwa durch die Schaffung einer europäischen Arbeitslosenversicherung? – Diese nennt der Kanzler eine Utopie. – Das ist doch lächerlich, mit ein bisschen politischem Willen bringen wir das locker in der Europäischen Union zustande! Wenn wir so in der Europäischen Union an die Währungsunion herangegangen wären, hätten wir das nie geschafft. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Und wo – ich komme sofort zum Schluss – bleibt der Kampf gegen das Steuerdumping und dergleichen mehr? Wo eine Steuerunion mit Vermögensteuern?
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried.
Damit könnte sich der Bundeskanzler als Europapolitiker einen Namen machen. So aber droht er von der extremen Rechten verschluckt zu werden. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried.)
Abg. Scherak: Ja, das sieht man! – Beifall des Abg. Loacker
Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Ein Wahlkampf ist immer eine Zeit, wo man den Standpunkt Europas beschreibt, wo man auch unsere Haltung zu Europa sehen kann (Abg. Scherak: Ja, das sieht man! – Beifall des Abg. Loacker), und ich darf feststellen, globale Machtkämpfe sind am Laufen. Das hat eine wirtschaftliche Dimension und das hat auch eine sicherheitspolitische Dimension. Wir sind konfrontiert mit dem Phänomen des Brexits, und ich stelle dazu fest, es gibt in Großbritannien viele Unsicherheiten, Streit, und das hat soziale Verwerfungen, auch politische und wirtschaftliche Verwerfungen zur Folge.
Beifall bei der ÖVP.
Wir sehen aber in den Umfragen, dass das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in dieses gemeinsame Europa steigt, und das macht mich zuversichtlich. Aber die Bürgerinnen und Bürger wollen auch Reformen und sie wollen Einigkeit in stürmischen Zeiten – dafür steht diese Regierung und dafür steht die Österreichische Volkspartei. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Ich darf ganz kurz ein agrarisches Thema ansprechen: die Gemeinsame Agrarpolitik. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Zum einen ist die Gemeinsame Agrarpolitik dazu da, gesunde Lebensmittel in ausreichender Qualität und auch in ausreichender Menge in Europa sicherzustellen. Und ich sage Ihnen jetzt ganz offen, aus der linken Reichshälfte kommen in diesem Wahlkampf sehr viele Diffamierungen – Diffamierungen, die über uns Bäuerinnen und Bauern drüberrollen und zum Himmel schreien. Ich darf Ihnen an der Stelle wirklich sagen, Sie sollten sich ein wenig mäßigen, vor allem die grüne Partei, bei dem, was Sie da alles auf Ihre Wahlkampfplakate schreiben. (Abg. Leichtfried: Die grüne Partei ist gar nicht da!)
Abg. Leichtfried: Die grüne Partei ist gar nicht da!
Ich darf ganz kurz ein agrarisches Thema ansprechen: die Gemeinsame Agrarpolitik. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) Zum einen ist die Gemeinsame Agrarpolitik dazu da, gesunde Lebensmittel in ausreichender Qualität und auch in ausreichender Menge in Europa sicherzustellen. Und ich sage Ihnen jetzt ganz offen, aus der linken Reichshälfte kommen in diesem Wahlkampf sehr viele Diffamierungen – Diffamierungen, die über uns Bäuerinnen und Bauern drüberrollen und zum Himmel schreien. Ich darf Ihnen an der Stelle wirklich sagen, Sie sollten sich ein wenig mäßigen, vor allem die grüne Partei, bei dem, was Sie da alles auf Ihre Wahlkampfplakate schreiben. (Abg. Leichtfried: Die grüne Partei ist gar nicht da!)
Abg. Leichtfried: Fällt Ihnen zu Vilimsky auch etwas ein oder passt Ihnen, was er gesagt hat?
Wir brauchen einheitliche Regeln in der Gemeinsamen Agrarpolitik und wir brauchen keine nationalen Alleingänge. (Abg. Leichtfried: Fällt Ihnen zu Vilimsky auch etwas ein oder passt Ihnen, was er gesagt hat?) Und wir brauchen eine höhere finanzielle Ausstattung, weil der derzeitige Vorschlag der Europäischen Kommission völlig unzureichend ist und ein Einkommensbestandteil für uns Bäuerinnen und Bauern da wirklich in Gefahr ist.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Der Wahlkampf ist aber auch immer die Zeit, wo wir ein wenig über die Inhalte, die Philosophie, die Identität reden: Wo komme ich her, wo fühle ich mich zu Hause? Ich kenne viele Menschen aus meinem Umfeld, wir sind zu Hause in einer Gemeinde, in einem Dorf, wir sind zu Hause in einem Bundesland, in einer Region, wir sind zu Hause in Österreich und stolz darauf, und wir sind zu Hause in Europa. Und ich sage Ihnen aus voller Überzeugung: Ich glaube, dass diese geografischen Einheiten und auch diese politischen Einheiten, die hier dazugehören, nebeneinander Platz haben und dass wir stolz sein können, in Österreich, in einem starken Europa zu Hause sein zu dürfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
die Österreichische Volkspartei die beste Wahl für Europa ist. – Danke schön und alles Gute! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Na endlich!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, ich bin der ÖVP eigentlich dankbar für diese Aktuelle Europastunde (Ruf bei der ÖVP: Na endlich!), denn diese Debatte gibt endlich die Möglichkeit, wenige Tage vor dieser wichtigen Richtungsentscheidung zu zeigen, wo die Sozialdemokratie hier steht und wo der türkis-blaue Block steht. Und ich sage ganz bewusst Block, denn es ist ein Block, weil diese Regierungsparteien – auf der einen Seite die türkise ÖVP und auf der anderen Seite die FPÖ – weder in ihrer Rhetorik noch in ihren Inhalten noch in ihrer europapolitischen Ausrichtung voneinander zu unterscheiden sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, ich bin der ÖVP eigentlich dankbar für diese Aktuelle Europastunde (Ruf bei der ÖVP: Na endlich!), denn diese Debatte gibt endlich die Möglichkeit, wenige Tage vor dieser wichtigen Richtungsentscheidung zu zeigen, wo die Sozialdemokratie hier steht und wo der türkis-blaue Block steht. Und ich sage ganz bewusst Block, denn es ist ein Block, weil diese Regierungsparteien – auf der einen Seite die türkise ÖVP und auf der anderen Seite die FPÖ – weder in ihrer Rhetorik noch in ihren Inhalten noch in ihrer europapolitischen Ausrichtung voneinander zu unterscheiden sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.)
Abg. Winzig: Nicht aufgepasst, gell?
Ja, das ist erstens besorgniserregend, das ist eine Feststellung, die uns als Proeuropäer mehr als mit Sorge erfüllt, und es ist zweitens vor allem auch eine gefährliche Perspektive, die sich hier anbahnt. Die türkise ÖVP ist eine Partei geworden, die rechte Inhalte, rechte Rhetorik, rechte Sprache übernommen hat. (Abg. Winzig: Nicht aufgepasst, gell?) Das hat der EU-Wahlkampf in den letzten Tagen und Wochen sehr deutlich gezeigt: Die ÖVP ist keine Europapartei mehr! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.
Ja, das ist erstens besorgniserregend, das ist eine Feststellung, die uns als Proeuropäer mehr als mit Sorge erfüllt, und es ist zweitens vor allem auch eine gefährliche Perspektive, die sich hier anbahnt. Die türkise ÖVP ist eine Partei geworden, die rechte Inhalte, rechte Rhetorik, rechte Sprache übernommen hat. (Abg. Winzig: Nicht aufgepasst, gell?) Das hat der EU-Wahlkampf in den letzten Tagen und Wochen sehr deutlich gezeigt: Die ÖVP ist keine Europapartei mehr! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT.)
Abg. Haubner: Ihr hättet gern eine schwächere, gell?
Die ÖVP hat vor fast zwei Jahren eine andere Führung bekommen, eine andere Führung, die der Partei eine andere Farbe gegeben hat (Abg. Haubner: Ihr hättet gern eine schwächere, gell?) und offenbar auch eine fundamental andere Europa-Ausrichtung. Die türkise ÖVP, die binnen zwei Jahren von einer Proeuropapartei im Geiste eines Alois Mock, der Österreich gemeinsam mit dem damaligen Bundeskanzler Franz Vranitzky – Sie wissen es genau – in den Neunzigerjahren in die EU geführt hat, von einer Europapartei zu einer Partei geworden ist, die in ihrer Polemik, in ihrer Rhetorik Europa geißelt, einer Rhetorik, die man bisher – wir haben es heute schon gehört – nur von den Le Pens, den Straches, den Orbáns und den Salvinis kannte.
Beifall bei der SPÖ.
Heute hätte der Bundeskanzler die Chance gehabt, das zu machen, was ein Bundeskanzler eigentlich tun sollte, wofür er Verantwortung hat und was eigentlich seine Aufgabe ist, nämlich den Menschen in diesem Land eines zu erklären: wozu es Regeln in der Europäischen Union braucht – nämlich um das Zusammenleben besser zu gestalten –, wozu es das braucht, was es an Schützenswertem in der Union gibt. Das hätten sich die Menschen verdient, aber stattdessen kommt er abschätzig und fast polemisch mit der Pommes-Verordnung. Hierbei geht es jedoch um nichts anderes als den Versuch der EU, europaweit einen Gesundheitsschutz für alle voranzutreiben, egal, ob wir in Ungarn, in Österreich oder in Schweden Pommes essen – um nicht mehr oder weniger. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Kein Wort! Kein Wort!
Naturschutzes, des Konsumentenschutzes, des Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnenschutzes, des Gesundheitsschutzes, welche genau? Und: Warum haben Sie Ihre Ratspräsidentschaft nicht genützt? Warum haben Sie Ihre Vorschläge in die eigens dazu auf europäischer Ebene eingesetzte Taskforce 2018 nicht eingebracht, in der Herr Lopatka vertreten war? Auch das frage ich mich. (Abg. Jarolim: Kein Wort! Kein Wort!)
Abg. Steger: Oder nach Rumänien, wo die Sozialdemokraten - -!
Wir erwarten hier eine ehrliche, vernünftige und verantwortungsvolle Politik eines Bundeskanzlers – gerade jetzt, wenn wir nach Italien schauen, wo Salvini gegen Minderheiten hetzt, nach Polen, wo die Rechtsstaatlichkeit mit Füßen getreten wird, nach Ungarn, wo antisemitisch gehetzt wird und die illiberale Demokratie ein Schlagwort von Orbán ist (Abg. Steger: Oder nach Rumänien, wo die Sozialdemokraten - -!), und nach Österreich, wo die FPÖ in der Rechtsextremismus-Szene tiefer drinnen steckt, als es uns recht ist, wie wir jeden Tag lernen. Genau diese Kräfte wollen nur Europa zerstören, destruktiv, jeden Tag. Das ist keine Utopie, diese Gefahr ist real! (Abg. Hafenecker: Reden Sie einmal mit dem Kollegen Schieder, bitte!)
Abg. Hafenecker: Reden Sie einmal mit dem Kollegen Schieder, bitte!
Wir erwarten hier eine ehrliche, vernünftige und verantwortungsvolle Politik eines Bundeskanzlers – gerade jetzt, wenn wir nach Italien schauen, wo Salvini gegen Minderheiten hetzt, nach Polen, wo die Rechtsstaatlichkeit mit Füßen getreten wird, nach Ungarn, wo antisemitisch gehetzt wird und die illiberale Demokratie ein Schlagwort von Orbán ist (Abg. Steger: Oder nach Rumänien, wo die Sozialdemokraten - -!), und nach Österreich, wo die FPÖ in der Rechtsextremismus-Szene tiefer drinnen steckt, als es uns recht ist, wie wir jeden Tag lernen. Genau diese Kräfte wollen nur Europa zerstören, destruktiv, jeden Tag. Das ist keine Utopie, diese Gefahr ist real! (Abg. Hafenecker: Reden Sie einmal mit dem Kollegen Schieder, bitte!)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall der Abg. Zadić.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, ich richte einen Appell an Sie und den Bundeskanzler: Haben Sie wieder Mut zur Ehrlichkeit! Kehren Sie zur Verantwortung zurück, für Europa, für die Zukunft und für die Menschen, und werden Sie nicht zum Erfüllungsgehilfen der größten Zerstörer des größten Friedensprojektes auf unserem Kontinent! – Danke schön. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall der Abg. Zadić.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ja, werte Kollegin Rendi-Wagner, ich finde es immer lustig, dass Sie uns die Zerstörung der Europäischen Union vorwerfen oder vorhalten. Ich kann nur sagen, und davor warne ich, dass Sie mit Ihrer Politik auf dem besten Weg sind, die Europäische Union, die Sie hier so verteidigen, zu zerstören. Das ist Ihre Politik, und dafür werden Sie allein sorgen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe mich wirklich gefreut über die Wortmeldungen und Forderungen von Bundeskanzler Kurz in den letzten Tagen: weniger Bürokratie, weniger Bevormundung, weniger Regelungswahnsinn. Kurz gesagt: mehr Österreich, weniger EU. Selbstverständlich braucht das die Europäische Union! Das ist die Zukunft für die Europäische Union! Und ich habe mich wirklich gefreut, aus dem einfachen Grund: weil wir anscheinend einen neuen Wähler gewonnen haben, sehr geehrte Damen und Herren. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.) Denn wenn Sie das wirklich fordern und wirklich wollen, sehr geehrte Damen und Herren von der ÖVP – das kann ich Ihnen nicht ersparen –, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als am 26. Mai für Harald Vilimsky zu stimmen. Das ist so! (Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Beifall des Abg. Leichtfried.)
Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Beifall des Abg. Leichtfried.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich habe mich wirklich gefreut über die Wortmeldungen und Forderungen von Bundeskanzler Kurz in den letzten Tagen: weniger Bürokratie, weniger Bevormundung, weniger Regelungswahnsinn. Kurz gesagt: mehr Österreich, weniger EU. Selbstverständlich braucht das die Europäische Union! Das ist die Zukunft für die Europäische Union! Und ich habe mich wirklich gefreut, aus dem einfachen Grund: weil wir anscheinend einen neuen Wähler gewonnen haben, sehr geehrte Damen und Herren. (Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ.) Denn wenn Sie das wirklich fordern und wirklich wollen, sehr geehrte Damen und Herren von der ÖVP – das kann ich Ihnen nicht ersparen –, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als am 26. Mai für Harald Vilimsky zu stimmen. Das ist so! (Neuerliche Heiterkeit und Beifall bei der FPÖ sowie Beifall des Abg. Leichtfried.)
Abg. Leichtfried: Oder für Petra Steger, das geht ja auch!
Er ist der Einzige, der sich nicht nur seit Jahren konsequent dafür einsetzt, sondern der sich auch in der Zukunft dafür einsetzen wird und auch dafür sorgen wird, dass das auf der Ebene der Europäischen Union tatsächlich umgesetzt werden wird. Also entweder stimmen Sie für Harald Vilimsky – oder Sie ziehen heute noch Ihren Spitzenkandidaten Othmar Karas ab. (Abg. Leichtfried: Oder für Petra Steger, das geht ja auch!) Die zwei Möglichkeiten gibt es, sehr geehrte Damen und Herren!
Beifall bei der FPÖ.
Erst vorgestern am Juridicum habe ich ihn bei einer Podiumsdiskussion erlebt – ich bin dabeigesessen –, bei der er gesagt hat, er ist für die Pommes-Verordnung und weiß gar nicht, welche tausend Regelungen Sie meinen. Sehr geehrte Damen und Herren von der ÖVP, ist Ihnen das überhaupt bewusst? Wissen Sie, was er jedes Mal sagt, wenn man ihn auf diese Unterschiede anspricht, was er darauf antwortet? – Er sagt, jeder, der ihn in den vergangenen Jahren beobachtet hat, weiß, wofür er steht. Ja, wir wissen, wofür er steht: für mehr EU und noch mehr EU und noch ein bissel mehr EU, egal, ob es funktioniert oder nicht, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.
Ja, wir wissen auch, wohin die Reise geht, nicht nur, wenn man weiß, wofür Karas steht, sondern auch, wenn man weiß, wofür SPÖ, NEOS und Grüne stehen. Sie stehen für eine Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips, für noch mehr Zentralisierung – bis zur Aufgabe Österreichs als unabhängigen Nationalstaat. Das Traurige ist offenbar, dass Sie noch immer nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben, dass Sie noch immer nichts aus dem Brexit gelernt haben. Es gibt nämlich genau zwei Gründe für den Brexit, das haben die Wahlanalysen gezeigt: Das eine ist die Migration und das zren! – Und was machen Sie? – Sie schütten noch mehr Öl ins Feuer und wollen gleich noch mehr Zentralismus. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei der FPÖ.
Ganz im Gegenteil! Mit dieser Drüberfahr- und Bestrafungsmentalität gegenüber allen Staaten, die nicht Ihrer Meinung sind, werden Sie genau für eines sorgen: dass noch mehr Länder Großbritannien folgen werden. Dann brauchen Sie nicht mehr mit dem Zeigefinger auf die bösen Rechten zu zeigen, sondern dann brauchen Sie nur in den Spiegel zu schauen, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.
Die einzige Gefahr für Österreich und für die Europäische Union sind Ihre Zukunftsvisionen! Und da sage ich: Schützen wir Österreich, schützen wir Europa vor Ihren Zukunftsvisionen, wie zum Beispiel jenen der Kollegin Gamon, die nicht nur unsere immerwährende Neutralität abschaffen will, sondern auch gleich die Republik Österreich dazu! Ich finde es immer lustig, dass Sie uns als Gefahr für die Verfassung bezeichnen und gleichzeitig die Republik abschaffen wollen. Also wenn, dann sind wohl eher Sie die Gefahr für unsere Verfassung. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.)
Abg. Vogl: ... kein Golden Plating?!
Schützen wir Österreich, schützen wir Europa auch vor einer Zukunftsvision der SPÖ, die in einer Sozialunion unsere hart erkämpften sozialen Standards auf ein europäisches Durchschnittsniveau senken will! (Abg. Vogl: ... kein Golden Plating?!) Schützen wir Europa vor Ihren Zukunftsvisionen, die bedeuten, dass wir in Zukunft auch noch die EU-Arbeitslosen in ganz Europa mitfinanzieren sollen!
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, wie ich gesagt habe: Schützen wir Österreich, schützen wir Europa vor Ihren Zukunftsvisionen! – Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Sie haben die Möglichkeit, am 26. Mai für ein starkes Europa der unabhängigen, souveränen Nationalstaaten zu stimmen, und dafür werden wir sorgen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.
Ich finde es dann ja richtig beruhigend, dass die Österreichische Volkspartei als Regierungspartei nichts anderes zu tun hat, als über Schnitzel und Pommes zu reden. Das ist das Land der Glücklichen und Seligen, das ist die Welt, in der Sie leben! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.)
Abg. Hafenecker: Wie lange haben Sie für den Herrn Karas gearbeitet, Frau Kollegin?
Wer Österreich liebt, denkt europäisch! (Abg. Hafenecker: Wie lange haben Sie für den Herrn Karas gearbeitet, Frau Kollegin?) In all diesen Fragen, die ich gerade angesprochen habe, Frau Kollegin Steger, Herr Vilimsky, wünsche ich mir doch wirklich einmal Klartext gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern. Glauben Sie, dass irgendjemand in Österreich tatsächlich glaubt, dass wir in Fragen eines Handelskriegs, einer drohenden militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran, der Verhandlungen bezüglich Freihandel mit den USA, aber auch mit China, die dringend notwendig sind, in irgendeiner Form eine stärkere Position haben als ein gemeinsames, starkes, vereintes Europa? (Abg. Hafenecker: Wie lang haben Sie denn für den Herrn Karas gearbeitet, Frau Meinl-Reisinger, als Sie noch bei der ÖVP waren?) Streuen Sie den Menschen doch nicht so viel Sand in die Augen! Agieren Sie wirklich patriotisch und seien Sie europäisch! Das wäre einmal eine Haltung. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hafenecker: Wie lang haben Sie denn für den Herrn Karas gearbeitet, Frau Meinl-Reisinger, als Sie noch bei der ÖVP waren?
Wer Österreich liebt, denkt europäisch! (Abg. Hafenecker: Wie lange haben Sie für den Herrn Karas gearbeitet, Frau Kollegin?) In all diesen Fragen, die ich gerade angesprochen habe, Frau Kollegin Steger, Herr Vilimsky, wünsche ich mir doch wirklich einmal Klartext gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern. Glauben Sie, dass irgendjemand in Österreich tatsächlich glaubt, dass wir in Fragen eines Handelskriegs, einer drohenden militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran, der Verhandlungen bezüglich Freihandel mit den USA, aber auch mit China, die dringend notwendig sind, in irgendeiner Form eine stärkere Position haben als ein gemeinsames, starkes, vereintes Europa? (Abg. Hafenecker: Wie lang haben Sie denn für den Herrn Karas gearbeitet, Frau Meinl-Reisinger, als Sie noch bei der ÖVP waren?) Streuen Sie den Menschen doch nicht so viel Sand in die Augen! Agieren Sie wirklich patriotisch und seien Sie europäisch! Das wäre einmal eine Haltung. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wer Österreich liebt, denkt europäisch! (Abg. Hafenecker: Wie lange haben Sie für den Herrn Karas gearbeitet, Frau Kollegin?) In all diesen Fragen, die ich gerade angesprochen habe, Frau Kollegin Steger, Herr Vilimsky, wünsche ich mir doch wirklich einmal Klartext gegenüber den Österreicherinnen und Österreichern. Glauben Sie, dass irgendjemand in Österreich tatsächlich glaubt, dass wir in Fragen eines Handelskriegs, einer drohenden militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran, der Verhandlungen bezüglich Freihandel mit den USA, aber auch mit China, die dringend notwendig sind, in irgendeiner Form eine stärkere Position haben als ein gemeinsames, starkes, vereintes Europa? (Abg. Hafenecker: Wie lang haben Sie denn für den Herrn Karas gearbeitet, Frau Meinl-Reisinger, als Sie noch bei der ÖVP waren?) Streuen Sie den Menschen doch nicht so viel Sand in die Augen! Agieren Sie wirklich patriotisch und seien Sie europäisch! Das wäre einmal eine Haltung. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hafenecker: Sie haben doch für den Herrn Karas gearbeitet!
Es geht um eine große Vision für Europa, wo es tatsächlich Reformen braucht. Und Sie wissen es, wir NEOS sind die Mutigsten, wenn es um die Frage der Reformen geht, die wir auch tatsächlich ansprechen. Es geht um nichts Geringeres als um Handlungsfähigkeit in all diesen wesentlichen Fragen (Abg. Hafenecker: Sie haben doch für den Herrn Karas gearbeitet!) – und Handlungsfähigkeit heißt auch, dieses verdammte Einstimmigkeitsprinzip, das immer durch eine Blockade der nationalstaatlichen Interessen führt, endlich sozusagen auf den Haufen der Geschichte zu werfen. Handlungsfähigkeit heißt auch, eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik nicht nur im Kleinen zu leben, sondern aktiv weiterzuentwickeln, und dies natürlich in Richtung eines europäischen Heers.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.
Handlungsfähigkeit, Zukunftsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit – das alles braucht Europa, und das alles braucht Mut zu Reformen. Wir NEOS sind diejenigen, die klar sagen, wohin die Reise gehen soll, die die mutigste Ansage machen: in Richtung der Vereinigten Staaten von Europa, wo wir stolz sind auf das, was wir in Europa wirtschaftlich leisten, stolz sind auf das, was wir in der Klimapolitik leisten. Wir stehen dafür, dass wir eben nicht nur in unseren kleinen Schrebergärten denken, sondern sagen: Wer Österreich liebt, denkt europäisch und denkt auch in Richtung der Vereinigten Staaten von Europa! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.)
Abg. Hafenecker: Was geben Sie vor? – Sie wollen unseren Staat abschaffen!
Zum Schluss eine Warnung an all diejenigen, die sagen, das ist doch eine kluge Taktik: Vertrippeln Sie sich nicht! Sie machen damit Positionen mehrheitsfähig, die nicht mehrheitsfähig sein sollten. (Abg. Hafenecker: Was geben Sie vor? – Sie wollen unseren Staat abschaffen!) Wir alle sollten uns unserer Verantwortung für die gegenüber Brüssel herrschende Stimmung bewusst sein, und es sei Ihnen eine Mahnung, dass mit genau solchen Worten David Cameron Großbritannien ins Chaos gestürzt hat. Sie müssen permanent die Dosis erhöhen, wenn Sie Nationalisten und Rechtspopulisten die Tür öffnen. (Abg. Hafenecker: Sie wollen unseren Staat abschaffen, das ist die Wahrheit!) Das hat in Großbritannien zum Brexitchaos geführt, und ich wünsche mir das für Österreich nicht. Ich habe große Sorge, in welche Richtung Sie, die ÖVP, uns immer unzuverlässiger in Europa führen. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll. – Abg. Hafenecker: Und Sie wollen unseren Staat abschaffen!)
Abg. Hafenecker: Sie wollen unseren Staat abschaffen, das ist die Wahrheit!
Zum Schluss eine Warnung an all diejenigen, die sagen, das ist doch eine kluge Taktik: Vertrippeln Sie sich nicht! Sie machen damit Positionen mehrheitsfähig, die nicht mehrheitsfähig sein sollten. (Abg. Hafenecker: Was geben Sie vor? – Sie wollen unseren Staat abschaffen!) Wir alle sollten uns unserer Verantwortung für die gegenüber Brüssel herrschende Stimmung bewusst sein, und es sei Ihnen eine Mahnung, dass mit genau solchen Worten David Cameron Großbritannien ins Chaos gestürzt hat. Sie müssen permanent die Dosis erhöhen, wenn Sie Nationalisten und Rechtspopulisten die Tür öffnen. (Abg. Hafenecker: Sie wollen unseren Staat abschaffen, das ist die Wahrheit!) Das hat in Großbritannien zum Brexitchaos geführt, und ich wünsche mir das für Österreich nicht. Ich habe große Sorge, in welche Richtung Sie, die ÖVP, uns immer unzuverlässiger in Europa führen. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll. – Abg. Hafenecker: Und Sie wollen unseren Staat abschaffen!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll. – Abg. Hafenecker: Und Sie wollen unseren Staat abschaffen!
Zum Schluss eine Warnung an all diejenigen, die sagen, das ist doch eine kluge Taktik: Vertrippeln Sie sich nicht! Sie machen damit Positionen mehrheitsfähig, die nicht mehrheitsfähig sein sollten. (Abg. Hafenecker: Was geben Sie vor? – Sie wollen unseren Staat abschaffen!) Wir alle sollten uns unserer Verantwortung für die gegenüber Brüssel herrschende Stimmung bewusst sein, und es sei Ihnen eine Mahnung, dass mit genau solchen Worten David Cameron Großbritannien ins Chaos gestürzt hat. Sie müssen permanent die Dosis erhöhen, wenn Sie Nationalisten und Rechtspopulisten die Tür öffnen. (Abg. Hafenecker: Sie wollen unseren Staat abschaffen, das ist die Wahrheit!) Das hat in Großbritannien zum Brexitchaos geführt, und ich wünsche mir das für Österreich nicht. Ich habe große Sorge, in welche Richtung Sie, die ÖVP, uns immer unzuverlässiger in Europa führen. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll. – Abg. Hafenecker: Und Sie wollen unseren Staat abschaffen!)
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried. – Ruf bei der SPÖ: Das ist ihm nicht aufgefallen bis jetzt!
Der Grund, warum das für mich so absurd ist, ist einfach: weil die Minister und die Regierungschefs ja dafür verantwortlich sind, weil sie einen maßgeblichen Einfluss auf Gesetze der Europäischen Union ausüben. Der Europäische Rat, der ja aus Staats- und Regierungschefs der einzelnen Mitgliedstaaten besteht – und dem der Bundeskanzler angehört! –, ist ja auch dafür verantwortlich, gemeinsam mit dem Europäischen Parlament, welche Gesetze beschlossen werden und welche nicht. Der Europäische Rat kann ja sogar die Europäische Kommission beauftragen, Gesetze auszuarbeiten. Vor dem Hintergrund dieser Gesetzeslage verstehe ich es einfach nicht, wie der Herr Bundeskanzler, der Regierungschef eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, sagen kann, er werde von Brüssel bevormundet, denn er ist ja selbst für diese Gesetze verantwortlich. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried. – Ruf bei der SPÖ: Das ist ihm nicht aufgefallen bis jetzt!)
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Jarolim.
Wenn wir aber wirklich über Reformen reden wollen, dann machen wir das doch! Reden wir über die großen proeuropäischen Reformen! Reden wir davon, dass wir eine Republik Europa brauchen, dass sie notwendig wäre, dass es endlich an der Zeit wäre, dass das europäische Recht auch vom europäischen Volk ausgeht, von europäischen Bürgerinnen und Bürgern – denn diese Maßnahmen würden die europäischen Bürgerinnen und Bürger ins Zentrum der Debatte rücken! – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Jarolim.)
Abg. Haider: Ja was denn?
Weber als Zentralisten hinzustellen (Abg. Haider: Ja was denn?), das ist schon ein starkes Stück! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Weber als Zentralisten hinzustellen (Abg. Haider: Ja was denn?), das ist schon ein starkes Stück! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Haider: Du musst die rosa Brille abnehmen!
Ein Politiker, der aus dem Freistaat Bayern kommt, der ist alles andere als ein Zentralist. (Abg. Haider: Du musst die rosa Brille abnehmen!) Gehen Sie einmal nur nach Berlin, Kollege Haider – ich war diese Woche dort –, und reden Sie dort von den Zentralisten aus Bayern! Damit machen Sie sich lächerlich. (Abg. Haider: Du musst die rosa Brille abnehmen!)
Abg. Haider: Du musst die rosa Brille abnehmen!
Ein Politiker, der aus dem Freistaat Bayern kommt, der ist alles andere als ein Zentralist. (Abg. Haider: Du musst die rosa Brille abnehmen!) Gehen Sie einmal nur nach Berlin, Kollege Haider – ich war diese Woche dort –, und reden Sie dort von den Zentralisten aus Bayern! Damit machen Sie sich lächerlich. (Abg. Haider: Du musst die rosa Brille abnehmen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Kollegin Gamon! Wir stehen auf dem Boden der österreichischen Bundesverfassung. Wir wollen unseren Nationalstaat nicht aufgeben – und gut funktionierende Nationalstaaten sind die beste Grundlage für eine gut funktionierende Europäische Union! Das unterscheidet uns von Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Geh! Ich hab 2005 in der Kommission gearbeitet!
Meine Damen und Herren! Wenn jemand für Reformen eintritt, so befindet er sich als guter Europäer in guter Gesellschaft: Jean-Claude Juncker war der Erste, der diese Diskussion - - (Abg. Meinl-Reisinger: Geh! Ich hab 2005 in der Kommission gearbeitet!) – Na sicher, es war Jean-Claude Juncker mit seinen fünf Szenarien zur Zukunft der Europäischen Union! Sie haben das Weißbuch anscheinend nicht gelesen. Im Weißbuch ist genau das beinhaltet, was Jean-Claude Juncker diskutiert haben möchte. Sie kennen die fünf Szenarien, und diese Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm ganz klar festgeschrieben, dass sie ein „aktiver und zuverlässiger Partner“ – ein „aktiver und zuverlässiger Partner“, so steht es im Regierungsprogramm – für die Europäische Union sein möchte, aber auf Grundlage der Subsidiarität!
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Angerer.
Das ist das Entscheidende, denn je näher wir die europäische Politik zu den Bürgern bringen, umso weniger müssen wir dann klagen, dass die Wahlbeteiligung schlecht ist, und umso mehr werden die Menschen verstehen, dass wir diese Europäische Union brauchen – aber in einer Arbeitsteilung: Das, was die Gemeinden erledigen können, sollen die Gemeinden machen. Das, was unsere Bundesländer schaffen, soll dort bleiben. Das, was wir hier im Parlament schaffen können, muss nicht nach Brüssel gehen. Aber es gibt viele Bereiche, die können wir nur international, europäisch regeln. – Das ist unser Ansatz, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Angerer.)
Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein guter Scherz!
Was nun unseren Bundeskanzler betrifft: „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein guter Scherz!) – Nein, das war kein Scherz, das war das „Handelsblatt“, eine sehr renommierte Zeitung! Das deutsche „Handelsblatt“ hat genau so Sebastian Kurz vorgestellt (Abg. Rendi-Wagner: Wann? Wann?): „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Leichtfried: Wann? Wann?) – Am 9. Mai! (Abg. Leichtfried: Da war einiges dazwischen!) Es ist noch keine Woche alt. Das „Wann?“ war jetzt der falsche Zwischenruf. Was das „Handelsblatt“ hier sagt, ist aktuell! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Rendi-Wagner: Wann? Wann?
Was nun unseren Bundeskanzler betrifft: „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein guter Scherz!) – Nein, das war kein Scherz, das war das „Handelsblatt“, eine sehr renommierte Zeitung! Das deutsche „Handelsblatt“ hat genau so Sebastian Kurz vorgestellt (Abg. Rendi-Wagner: Wann? Wann?): „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Leichtfried: Wann? Wann?) – Am 9. Mai! (Abg. Leichtfried: Da war einiges dazwischen!) Es ist noch keine Woche alt. Das „Wann?“ war jetzt der falsche Zwischenruf. Was das „Handelsblatt“ hier sagt, ist aktuell! (Beifall bei der ÖVP.)
Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Leichtfried: Wann? Wann?
Was nun unseren Bundeskanzler betrifft: „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein guter Scherz!) – Nein, das war kein Scherz, das war das „Handelsblatt“, eine sehr renommierte Zeitung! Das deutsche „Handelsblatt“ hat genau so Sebastian Kurz vorgestellt (Abg. Rendi-Wagner: Wann? Wann?): „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Leichtfried: Wann? Wann?) – Am 9. Mai! (Abg. Leichtfried: Da war einiges dazwischen!) Es ist noch keine Woche alt. Das „Wann?“ war jetzt der falsche Zwischenruf. Was das „Handelsblatt“ hier sagt, ist aktuell! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Da war einiges dazwischen!
Was nun unseren Bundeskanzler betrifft: „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein guter Scherz!) – Nein, das war kein Scherz, das war das „Handelsblatt“, eine sehr renommierte Zeitung! Das deutsche „Handelsblatt“ hat genau so Sebastian Kurz vorgestellt (Abg. Rendi-Wagner: Wann? Wann?): „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Leichtfried: Wann? Wann?) – Am 9. Mai! (Abg. Leichtfried: Da war einiges dazwischen!) Es ist noch keine Woche alt. Das „Wann?“ war jetzt der falsche Zwischenruf. Was das „Handelsblatt“ hier sagt, ist aktuell! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was nun unseren Bundeskanzler betrifft: „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Abg. Leichtfried: Das war jetzt ein guter Scherz!) – Nein, das war kein Scherz, das war das „Handelsblatt“, eine sehr renommierte Zeitung! Das deutsche „Handelsblatt“ hat genau so Sebastian Kurz vorgestellt (Abg. Rendi-Wagner: Wann? Wann?): „Der Europäer“: „Kurz ist Europa-Experte“. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Leichtfried: Wann? Wann?) – Am 9. Mai! (Abg. Leichtfried: Da war einiges dazwischen!) Es ist noch keine Woche alt. Das „Wann?“ war jetzt der falsche Zwischenruf. Was das „Handelsblatt“ hier sagt, ist aktuell! (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Schieder! Regner! – Abg. Kuntzl: Andreas Schieder!
Ja, das hören Sie nicht gerne. Ich wüsste nicht, wen das „Handelsblatt“ aus den Reihen der SPÖ als Europaexperten nennen könnte. Können Sie mir einen Europaexperten aus der SPÖ nennen? (Rufe bei der SPÖ: Schieder! Regner! – Abg. Kuntzl: Andreas Schieder!) – Ich habe nicht so viel Redezeit, ich kann nicht so lange warten. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Ja, das hören Sie nicht gerne. Ich wüsste nicht, wen das „Handelsblatt“ aus den Reihen der SPÖ als Europaexperten nennen könnte. Können Sie mir einen Europaexperten aus der SPÖ nennen? (Rufe bei der SPÖ: Schieder! Regner! – Abg. Kuntzl: Andreas Schieder!) – Ich habe nicht so viel Redezeit, ich kann nicht so lange warten. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Das heißt, du wählst jetzt auch den Vilimsky?
Ich kann Ihnen nur sagen, dass das „Handelsblatt“ hier in einer Reihe Macron, die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und Sebastian Kurz als diejenigen genannt hat, die sich diesbezüglich Gedanken machen. (Abg. Leichtfried: Das heißt, du wählst jetzt auch den Vilimsky?)
Abg. Leichtfried: Also wählst du den Vilimsky!
(Abg. Leichtfried: Also wählst du den Vilimsky!) – Nein, das hat Timmermans gesagt. Das ist Ihr Spitzenkandidat! Das hat Timmermans gesagt, Ihr Spitzenkandidat, als er Außenminister von den Niederlanden war. Ich weiß nicht, ob jetzt Timmermans Vilimsky wählen muss. Das ist ein interessanter Ansatz, Kollege Leichtfried. (Abg. Rendi-Wagner: Lenken Sie nicht ab, Herr Lopatka!) – Ich lenke nicht ab. Es war Frans Timmermans – ja, das hören Sie nicht gerne –, und ich zitiere ihn jetzt, Frans Timmermans, Ihren Spitzenkandidaten. (Abg. Leichtfried: ... ihm eine Vorzugsstimme!) – Können Sie mir kurz zuhören? (Abg. Rendi-Wagner: Sie dürfen ihn wählen!)
Abg. Rendi-Wagner: Lenken Sie nicht ab, Herr Lopatka!
(Abg. Leichtfried: Also wählst du den Vilimsky!) – Nein, das hat Timmermans gesagt. Das ist Ihr Spitzenkandidat! Das hat Timmermans gesagt, Ihr Spitzenkandidat, als er Außenminister von den Niederlanden war. Ich weiß nicht, ob jetzt Timmermans Vilimsky wählen muss. Das ist ein interessanter Ansatz, Kollege Leichtfried. (Abg. Rendi-Wagner: Lenken Sie nicht ab, Herr Lopatka!) – Ich lenke nicht ab. Es war Frans Timmermans – ja, das hören Sie nicht gerne –, und ich zitiere ihn jetzt, Frans Timmermans, Ihren Spitzenkandidaten. (Abg. Leichtfried: ... ihm eine Vorzugsstimme!) – Können Sie mir kurz zuhören? (Abg. Rendi-Wagner: Sie dürfen ihn wählen!)
Abg. Leichtfried: ... ihm eine Vorzugsstimme!
(Abg. Leichtfried: Also wählst du den Vilimsky!) – Nein, das hat Timmermans gesagt. Das ist Ihr Spitzenkandidat! Das hat Timmermans gesagt, Ihr Spitzenkandidat, als er Außenminister von den Niederlanden war. Ich weiß nicht, ob jetzt Timmermans Vilimsky wählen muss. Das ist ein interessanter Ansatz, Kollege Leichtfried. (Abg. Rendi-Wagner: Lenken Sie nicht ab, Herr Lopatka!) – Ich lenke nicht ab. Es war Frans Timmermans – ja, das hören Sie nicht gerne –, und ich zitiere ihn jetzt, Frans Timmermans, Ihren Spitzenkandidaten. (Abg. Leichtfried: ... ihm eine Vorzugsstimme!) – Können Sie mir kurz zuhören? (Abg. Rendi-Wagner: Sie dürfen ihn wählen!)
Abg. Rendi-Wagner: Sie dürfen ihn wählen!
(Abg. Leichtfried: Also wählst du den Vilimsky!) – Nein, das hat Timmermans gesagt. Das ist Ihr Spitzenkandidat! Das hat Timmermans gesagt, Ihr Spitzenkandidat, als er Außenminister von den Niederlanden war. Ich weiß nicht, ob jetzt Timmermans Vilimsky wählen muss. Das ist ein interessanter Ansatz, Kollege Leichtfried. (Abg. Rendi-Wagner: Lenken Sie nicht ab, Herr Lopatka!) – Ich lenke nicht ab. Es war Frans Timmermans – ja, das hören Sie nicht gerne –, und ich zitiere ihn jetzt, Frans Timmermans, Ihren Spitzenkandidaten. (Abg. Leichtfried: ... ihm eine Vorzugsstimme!) – Können Sie mir kurz zuhören? (Abg. Rendi-Wagner: Sie dürfen ihn wählen!)
Abg. Leichtfried: Das heißt, du wählst jetzt nicht den Vilimsky, sondern den Timmermans?
Frans Timmermans leitet sein Schreiben, ein offizielles Schreiben an die Kommission, wie folgt ein: „Die Zeit für eine immer engere Union in allen [...] Politikfeldern liegt hinter uns.“ Und Timmermans führt dann einige Themen an, wo er sagt, wir brauchen weniger Europäische Union (Abg. Leichtfried: Das heißt, du wählst jetzt nicht den Vilimsky, sondern den Timmermans?), und er nennt „großzügige Vergütungen für EU-Funktionäre“. – Hätte das Bundeskanzler Sebastian Kurz oder Vizekanzler Heinz-Christian Strache oder wer auch immer gesagt, die Aufregung wäre furchtbar, denn so etwas darf man nicht sagen. Timmermans hat das gesagt!
Abg. Schieder – in Richtung ÖVP weisend –: Ja, genau! Gespalten?! Red da ummi!
Sie sind so gespalten, der Wähler weiß ja nicht, was er bei Ihnen machen soll! (Abg. Schieder – in Richtung ÖVP weisend –: Ja, genau! Gespalten?! Red da ummi!) Timmermans sagt das völlige Gegenteil von dem, was wir sagen.
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Jarolim: Einfach abwarten, Herr Lopatka! Einfach abwarten!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (fortsetzend): Schlusssatz: Wir stehen für eine starke Europäische Union, und Sebastian Kurz ist einer der stärksten Regierungschefs. Gemeinsam mit Rutte und anderen wird er diese Union in eine gute Zukunft führen, und wir lassen uns dabei von der Opposition nicht beirren! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Jarolim: Einfach abwarten, Herr Lopatka! Einfach abwarten!)
Abg. Wöginger: Na, na, na, na, na! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Herr Bundeskanzler, der Sie heute nicht anwesend sind, Sie haben in den letzten Tagen mit Ihren Aussagen für Klarheit gesorgt – die Maske ist endgültig gefallen –: Die türkise ÖVP, die Kurz-ÖVP ist eine antidemokra- -, ah, eine antieuropäische (Abg. Wöginger: Na, na, na, na, na! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) Partei. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Die hat noch das Redekonzept vom Stammtisch dabei, von der Sektion 8! Von der Sektion 8 war das die Rede!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Die hat noch das Redekonzept vom Stammtisch dabei, von der Sektion 8! Von der Sektion 8 war das die Rede!
Herr Bundeskanzler, der Sie heute nicht anwesend sind, Sie haben in den letzten Tagen mit Ihren Aussagen für Klarheit gesorgt – die Maske ist endgültig gefallen –: Die türkise ÖVP, die Kurz-ÖVP ist eine antidemokra- -, ah, eine antieuropäische (Abg. Wöginger: Na, na, na, na, na! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) Partei. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Die hat noch das Redekonzept vom Stammtisch dabei, von der Sektion 8! Von der Sektion 8 war das die Rede!)
Beifall bei der SPÖ.
Eine kleinere Europäische Kommission, harte Konsequenzen bei Verstößen gegen das EU-Recht, Wettbewerbsrecht überarbeiten, in der Außenpolitik handlungsfähiger werden – Herr Bundeskanzler, ich bin seit zehn Jahren Abgeordnete im Europäischen Parlament, ich kenne das Geschäft, ich kenne die Debatten, und eines kann ich Ihnen sagen: Egal, wie man inhaltlich zu diesen Vorschlägen steht, die haben null Neuigkeitswert! – Bei allem Respekt, Herr Bundeskanzler: Verkaufen Sie die Menschen in Österreich nicht für dumm! Veräppeln Sie sie nicht! Ein neuer Vertrag für die Zukunft Europas, das ist wohl ein Wahlkampfgag, und zwar ein schlechter. Dieses EU-Bashing ist so platt, so vorhersehbar und könnte direkt aus dem Wahlprogramm der FPÖ stammen. ÖVP und FPÖ sind in diesen Fragen wohl nicht mehr zu unterscheiden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mindestens tausend Verordnungen sollen gestrichen werden. Die Frage muss wohl erlaubt sein: Wo wollen Sie denn anfangen, Herr Bundeskanzler? Wollen Sie bei den Fluggastrechten, beim Konsumentenschutz anfangen? Wollen Sie beim Roaming, bei krebserregenden Stoffen in Lebensmitteln anfangen? Sie sagen Subsidiarität und meinen Sozialabbau. Das ist verantwortungslos, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Noch! – weiterer Ruf bei der FPÖ: Noch-Abgeordnete!
Ich als europäische Abgeordnete (Ruf bei der FPÖ: Noch! – weiterer Ruf bei der FPÖ: Noch-Abgeordnete!), als Gewerkschafterin nehme diese Verantwortung sehr ernst. Es geht um die Menschen, um die hart arbeitenden Menschen in Österreich und in Europa. All das, was wir in Europa aufgebaut haben, ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist hart erkämpft, hart verhandelt, hart erstritten und das müssen wir verteidigen und weiterentwickeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich als europäische Abgeordnete (Ruf bei der FPÖ: Noch! – weiterer Ruf bei der FPÖ: Noch-Abgeordnete!), als Gewerkschafterin nehme diese Verantwortung sehr ernst. Es geht um die Menschen, um die hart arbeitenden Menschen in Österreich und in Europa. All das, was wir in Europa aufgebaut haben, ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist hart erkämpft, hart verhandelt, hart erstritten und das müssen wir verteidigen und weiterentwickeln. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Hier, sehr geehrte Abgeordnete, geht es um die EU-Arbeitszeitrichtlinie, es geht um die Work-Life-Balance-Regelung, es geht um den Schutz am Arbeitsplatz. Es geht um die Arbeitsbehörde der Europäischen Union, die Gott sei Dank mithilfe der Abgeordneten im Europäischen Parlament und auch der Regierungen, aber nicht der österreichischen, durchgesetzt wurde, um den Menschen am Arbeitsplatz Sicherheit zu geben, um zu kontrollieren, wenn Lohndumping vorliegt. Darum geht es! Deshalb bin ich stolz darauf, was wir im Europäischen Parlament für die Menschen in Österreich und in Europa erkämpft haben. Das lassen wir uns nicht nehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Winzig: Die Voest ist auch ein Konzern!
Was Europa braucht: einen Vertrag für die Menschen und nicht für die Konzerne. Faire Regeln sollen aufgestellt werden: der Mensch im Mittelpunkt. Konzerne sollen ebenfalls ihren gerechten Anteil leisten. Konzerne sind wichtig, aber sie sollen Steuern zahlen, sie sollen ihren gerechten Anteil leisten. (Abg. Winzig: Die Voest ist auch ein Konzern!) Es geht also ums Eingemachte, es geht um den Wohlfahrtsstaat Europa. Es geht um den Schutz, den sozialen Schutz, und die Sicherheit für Menschen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Da haben sie Ihnen einen festen Blödsinn aufgeschrieben!
Wenn wir nicht endlich dieses starke soziale Fundament bauen, die Schere zwischen Arm und Reich schließen, gute neue Jobs schaffen, dann werden die Europazerstörer gewinnen. Und das lassen wir nicht zu! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Da haben sie Ihnen einen festen Blödsinn aufgeschrieben!)
Beifall bei der SPÖ.
Mein Motto ist so einfach, so simpel wie grundlegend: Ein gutes Leben für alle muss möglich sein. Und dafür werde ich kämpfen – als Sozialdemokratin. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Präsidentin!
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Frau Präsident! (Abg. Jarolim: Präsidentin!) Herr Bundesminister! Hohes Haus! Schon am Titel „Ordnung, gute Lebensperspektive und Hausverstand: Ein neuer Vertrag für die Zukunft Europas“ erkennt man zweifelsohne, dass Wahlkampf ist. Aber was das Besondere an diesem Wahlkampf ist – abseits von solch salbungsvollen Worten –, das ist schon diese Zweiteilung: Da gibt es auf der einen Seite fünf Parteien, deren Spitzenkandidaten mehr Zentralisierung und mehr Bevormundung aus Brüssel möchten, und auf der anderen Seite eine Partei, die FPÖ, die wieder mehr Kompetenzen nach Österreich zurückholen möchte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Frau Präsident! (Abg. Jarolim: Präsidentin!) Herr Bundesminister! Hohes Haus! Schon am Titel „Ordnung, gute Lebensperspektive und Hausverstand: Ein neuer Vertrag für die Zukunft Europas“ erkennt man zweifelsohne, dass Wahlkampf ist. Aber was das Besondere an diesem Wahlkampf ist – abseits von solch salbungsvollen Worten –, das ist schon diese Zweiteilung: Da gibt es auf der einen Seite fünf Parteien, deren Spitzenkandidaten mehr Zentralisierung und mehr Bevormundung aus Brüssel möchten, und auf der anderen Seite eine Partei, die FPÖ, die wieder mehr Kompetenzen nach Österreich zurückholen möchte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Spitzenkandidaten von fünf Parteien wollen also einen europäischen Zentralstaat, nur die FPÖ setzt sich für den Erhalt von Österreich als souveränem Staat ein. Es ist schon sehr bemerkenswert, wirklich bemerkenswert, wenn sich die Mehrzahl der wahlwerbenden Parteien, deren Abgeordnete ja einen Eid auf die Verfassung dieses Staates geschworen haben, für das Ende genau dieses Staates einsetzt. Ganz besonders deutlich sagen das ja die NEOS – das muss man euch zugutehalten, ihr seid da zumindest ehrlich –: Die NEOS haben von Anfang an klargemacht, dass eine Stimme für die NEOS eine Stimme für die Auflösung von Österreich ist. Frau Gamon lässt sich hier in Österreich nach Brüssel wählen, um in Brüssel dann die Abschaffung Österreichs zu betreiben. Also ich glaube wirklich, der Wähler wird euch die passende Antwort darauf geben. Da könnt ihr euch ganz sicher sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Ganz interessant finde ich ja die Sache bei der SPÖ. Dort besinnt man sich jetzt offensichtlich auf das, was Sozialisten überall gut können: Schulden machen und neue Steuern erfinden. Weil gerade das Klima und CO2 in aller Munde sind, fordert ihr jetzt eine CO2-Steuer. Dass damit der europäischen Industrie massiv geschadet wird und dass dadurch massenhaft Arbeitsplätze zugunsten der USA und Chinas abwandern werden, das schert die Genossen hier überhaupt nicht. Aber es wundert mich nicht, dass euch das wurscht ist, denn euch wählen ohnehin keine Arbeitnehmer mehr. Da braucht ihr auch überhaupt nicht mehr darauf aufzupassen, ob die Arbeitslosigkeit steigt oder nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber das reicht der SPÖ noch lange nicht. Nein, das reicht noch lange nicht! Da muss jetzt auch noch der Ruf nach Enteignungen von Unternehmen kommen. Für alle Politsektierer, die Venezuela als Vorbild sehen und ihr Heil weiterhin im Marxismus suchen, ist die SPÖ inzwischen die Alternative und das Wahlkampfwohlfühlresort geworden. Gratulation, Genossen, ihr habt da wirklich mit Vollgas den Rückwärtsgang eingelegt! Das ist wirklich unglaublich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wem Österreich egal ist, der kann die Zentralisierer aus allen Parteien wählen; wem Österreich wichtig ist und wer es erhalten will, der wird die FPÖ wählen. Selbstverständlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS.
Ich möchte jetzt auch meine Unabhängigkeit nutzen, einen ganz generellen Appell in Richtung der Bürgerinnen und Bürger auszusprechen, wählen zu gehen. Machen Sie von Ihrem, macht von eurem Wahlrecht Gebrauch! Das wurde nämlich hart erkämpft. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, FPÖ und NEOS.)
Abg. Hafenecker: Wer hat es erstritten 1848?
Das Frauenwahlrecht wurde vor 100 Jahren hart erkämpft, aber kurz davor auch erst das allgemeine Wahlrecht, als Männer erstmals wählen durften, also generell, alle Männer. (Abg. Hafenecker: Wer hat es erstritten 1848?)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Hafenecker: Na und wen empfehlen Sie jetzt zur Wahl? Jetzt haben Sie gar keine Empfehlung gemacht! Wen soll man jetzt wählen?
Gehen Sie wählen! Ich wünsche mir ein Europa, das auch weitere 70 Jahre friedlich bleiben wird und sozialen Zusammenhalt demonstriert. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Hafenecker: Na und wen empfehlen Sie jetzt zur Wahl? Jetzt haben Sie gar keine Empfehlung gemacht! Wen soll man jetzt wählen?)
Beifall des Abg. Jarolim.
Als Erster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Peter Wittmann. – Bitte. (Beifall des Abg. Jarolim.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Ich halte das für bedenklich, es ist überhaupt vollkommen sinnentleert, zwei einander widersprechende Staatszielbestimmungen in die Verfassung aufzunehmen. Ehrlicher wäre es gewesen, zu sagen, wir ersetzen den Umweltschutz durch eine Staatszielbestimmung Wirtschaftsstandort. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) Das wäre ehrlicher gewesen. Sie machen aber zu einem Zeitpunkt, zu dem die Diskussion über Umweltschutz und Bewältigung der Klimakrise am Höhepunkt ist, genau das Gegenteil und setzen den Schwerpunkt Wirtschaftsstandort.
Abg. Bösch: Warum nicht?
aus attraktiver Wirtschaftsstandort ist. Es ist ja nicht so, dass wir irgendeinen Nachteil daraus hätten. Wir sind eines der besten Länder, wenn man den Wirtschaftsstandort betrachtet. Wir sind bestbewertet in Europa, wir sind bestbewertet in der Welt – wozu dann noch eine Abschwächung des übergeordneten Ziels Umweltschutz? (Abg. Bösch: Warum nicht?) – Genau das ist Ihr Problem! Ich halte es für Ignoranz. Die jungen Leute führen uns jeden Freitag vor Augen, was sie von Ihrer Umweltschutzpolitik halten, nämlich gar nichts! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gudenus.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gudenus.
aus attraktiver Wirtschaftsstandort ist. Es ist ja nicht so, dass wir irgendeinen Nachteil daraus hätten. Wir sind eines der besten Länder, wenn man den Wirtschaftsstandort betrachtet. Wir sind bestbewertet in Europa, wir sind bestbewertet in der Welt – wozu dann noch eine Abschwächung des übergeordneten Ziels Umweltschutz? (Abg. Bösch: Warum nicht?) – Genau das ist Ihr Problem! Ich halte es für Ignoranz. Die jungen Leute führen uns jeden Freitag vor Augen, was sie von Ihrer Umweltschutzpolitik halten, nämlich gar nichts! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Gudenus.)
Abg. Jarolim: Eine Katastrophe!
Es ist in der Bevölkerung ganz einfach evident, dass man jetzt, wenn alle über Klimaschutz und Umweltschutz sprechen und das eines der notwendigsten Ziele ist, das nicht abschwächt und verhindert. Das ist Ihre Ankündigungspolitik, die Sie in allen Bereichen betreiben. Sie sagen Umweltschutz – in Wirklichkeit passiert nichts. Ich frage mich: Wie lange kann sich ein Land wie Österreich eine Umweltschutzministerin leisten, die dem Land 6 Milliarden Euro kostet? (Abg. Jarolim: Eine Katastrophe!) In Wirklichkeit ist ein Minister, der mit seiner Umweltschutzpolitik dem Land letztendlich 6 Milliarden Euro kostet, in keinem anderen Land überlebensfähig. (Beifall bei der SPÖ.) Es ist für mich ein absolutes No-Go, was hier passiert.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist in der Bevölkerung ganz einfach evident, dass man jetzt, wenn alle über Klimaschutz und Umweltschutz sprechen und das eines der notwendigsten Ziele ist, das nicht abschwächt und verhindert. Das ist Ihre Ankündigungspolitik, die Sie in allen Bereichen betreiben. Sie sagen Umweltschutz – in Wirklichkeit passiert nichts. Ich frage mich: Wie lange kann sich ein Land wie Österreich eine Umweltschutzministerin leisten, die dem Land 6 Milliarden Euro kostet? (Abg. Jarolim: Eine Katastrophe!) In Wirklichkeit ist ein Minister, der mit seiner Umweltschutzpolitik dem Land letztendlich 6 Milliarden Euro kostet, in keinem anderen Land überlebensfähig. (Beifall bei der SPÖ.) Es ist für mich ein absolutes No-Go, was hier passiert.
Abg. Meinl-Reisinger: Einmal! Nicht einmal auf mein Mail geantwortet!
Frau Minister, lassen Sie sich zur Umgangsform eines sagen: Sie wollen eine Staatszielbestimmung. Sie haben kein einziges Mal mit der SPÖ gesprochen, obwohl Sie eine Verfassungsmehrheit brauchen. Ich weiß nicht, wie oft Sie mit den NEOS gesprochen haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Einmal! Nicht einmal auf mein Mail geantwortet!) Ich glaube, es geht ihnen ähnlich wie uns, es haben keine Gespräche stattgefunden. Diese Überheblichkeit wird nicht dazu führen, dass Sie erfolgreich sind. Es wird heute ein fulminanter Sieg der Opposition werden, denn Sie werden keine Staatszielbestimmung Wirtschaftsstandort bekommen! (Abg. Jarolim: Ein Sieg für die Opposition!)
Abg. Jarolim: Ein Sieg für die Opposition!
Frau Minister, lassen Sie sich zur Umgangsform eines sagen: Sie wollen eine Staatszielbestimmung. Sie haben kein einziges Mal mit der SPÖ gesprochen, obwohl Sie eine Verfassungsmehrheit brauchen. Ich weiß nicht, wie oft Sie mit den NEOS gesprochen haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Einmal! Nicht einmal auf mein Mail geantwortet!) Ich glaube, es geht ihnen ähnlich wie uns, es haben keine Gespräche stattgefunden. Diese Überheblichkeit wird nicht dazu führen, dass Sie erfolgreich sind. Es wird heute ein fulminanter Sieg der Opposition werden, denn Sie werden keine Staatszielbestimmung Wirtschaftsstandort bekommen! (Abg. Jarolim: Ein Sieg für die Opposition!)
Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Abg. Haubner: Eine Niederlage für den Standort!
Sie haben sich das selbst zuzuschreiben: Sie haben ja eine Fristsetzung bis 14. Mai beantragt, so dass wir heute abstimmen müssen. Sie werden heute eine Abstimmungsniederlage erleiden – und Gott sei Dank erleiden Sie diese! (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Abg. Haubner: Eine Niederlage für den Standort!) Es wird endlich einmal diese Überheblichkeit bestraft, die Sie dem Hohen Haus gegenüber an den Tag legen. (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.)
Zwischenruf des Abg. Fürlinger.
Sie haben sich das selbst zuzuschreiben: Sie haben ja eine Fristsetzung bis 14. Mai beantragt, so dass wir heute abstimmen müssen. Sie werden heute eine Abstimmungsniederlage erleiden – und Gott sei Dank erleiden Sie diese! (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Abg. Haubner: Eine Niederlage für den Standort!) Es wird endlich einmal diese Überheblichkeit bestraft, die Sie dem Hohen Haus gegenüber an den Tag legen. (Zwischenruf des Abg. Fürlinger.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Eine Niederlage für die Arbeitsplätze!
Diese Überheblichkeit, die Sie an den Tag gelegt haben, wird dadurch bestraft, dass Sie das, was Sie wollen, nicht bekommen. Ganz einfach! Wenn Sie nicht lernen, mit der Opposition über Verfassungsbestimmungen zu verhandeln, dann wird es das in Zukunft auch nicht geben. Ich frage mich, warum man überhaupt eine Fristsetzung machen muss, wenn man weiß, dass man dann eh verliert. Ich gratuliere Ihnen zu diesem Misserfolg! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Eine Niederlage für die Arbeitsplätze!)
Abg. Jarolim: Ich habe noch selten so viele fröhliche Gesichter bei der FPÖ gesehen wie jetzt! – Ruf bei der ÖVP: Der lustige Herr Jarolim!
Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Andreas Ottenschläger. – Bitte. (Abg. Jarolim: Ich habe noch selten so viele fröhliche Gesichter bei der FPÖ gesehen wie jetzt! – Ruf bei der ÖVP: Der lustige Herr Jarolim!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Wittmann, was Sie als Sieg der Opposition bezeichnen, ist möglicherweise eine Niederlage für den Standort Österreich und damit auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Wenn das Ihre
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
verantwortungsvolle Oppositionspolitik sein soll – na dann gute Nacht für den Standort! (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Sie denken bei keiner Handlung, die Sie hier setzen, an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land, für die Sie immer Politik machen wollen. Das tun Sie nicht! (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei ÖVP und FPÖ.
verantwortungsvolle Oppositionspolitik sein soll – na dann gute Nacht für den Standort! (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Sie denken bei keiner Handlung, die Sie hier setzen, an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land, für die Sie immer Politik machen wollen. Das tun Sie nicht! (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Erasim: Überhaupt nichts!
Meine Damen und Herren, vor allem für die Zuseherinnen und Zuseher: Worum geht es denn? – Ich darf Ihnen kurz die Formulierung vorlesen: „Die Republik Österreich [...] bekennt sich zu einem nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort als eine Voraussetzung für Wohlstand und Beschäftigung.“ – Was ist an diesem Satz falsch? – (Abg. Erasim: Überhaupt nichts!) Das würde ich heute gerne debattieren. Was ist daran falsch? (Abg. Jarolim: Sie verstehen das Problem nicht!)
Abg. Jarolim: Sie verstehen das Problem nicht!
Meine Damen und Herren, vor allem für die Zuseherinnen und Zuseher: Worum geht es denn? – Ich darf Ihnen kurz die Formulierung vorlesen: „Die Republik Österreich [...] bekennt sich zu einem nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort als eine Voraussetzung für Wohlstand und Beschäftigung.“ – Was ist an diesem Satz falsch? – (Abg. Erasim: Überhaupt nichts!) Das würde ich heute gerne debattieren. Was ist daran falsch? (Abg. Jarolim: Sie verstehen das Problem nicht!)
Abg. Leichtfried: Also doch jetzt?
Wir haben uns ja etwas dabei gedacht, als wir – auch gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der NEOS – über diesen Text verhandelt haben. (Abg. Leichtfried: Also doch jetzt?) Sie haben auch einen sehr konstruktiven Beitrag geleistet. Ich frage mich wirklich: Was ist an diesem Text falsch?
Abg. Leichtfried: Das werdet ihr schon sehen!
Meine Damen und Herren, überlegen Sie sich, dass auch der burgenländische Landtag einen Beschluss gefasst hat, den er Mitgliedern der Bundesregierung mit dem Ersuchen, eine solche Änderung in der Verfassung vorzunehmen, übermittelt hat! (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Das ist doch interessant! Was machen denn die burgenländischen SPÖ-Abgeordneten eigentlich? (Abg. Leichtfried: Das werdet ihr schon sehen!) Was machen sie, wenn der – damalige – Herr Landeshauptmann einen Brief schreibt und ersucht, dass wir das tun sollen? Was machen die Wiener Abgeordneten? (Abg. Leichtfried: Auch das werdet ihr sehen!) Der Herr Bürgermeister und der Herr Finanzstadtrat begrüßen die Entscheidung zum Lobautunnel und beklagen die langen Verfahren. Was machen denn die Wiener Abgeordneten jetzt? Diese Änderung hat sehr wohl eine Auswirkung. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) – Natürlich hat das eine Auswirkung, und Sie als Jurist wissen das auch, dass es Entscheidungen gibt, die sich auf diese Verfassungsbestimmung beziehen. (Abg. Leichtfried: Nämlich? – Erkläre uns das!)
Abg. Leichtfried: Auch das werdet ihr sehen!
Meine Damen und Herren, überlegen Sie sich, dass auch der burgenländische Landtag einen Beschluss gefasst hat, den er Mitgliedern der Bundesregierung mit dem Ersuchen, eine solche Änderung in der Verfassung vorzunehmen, übermittelt hat! (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Das ist doch interessant! Was machen denn die burgenländischen SPÖ-Abgeordneten eigentlich? (Abg. Leichtfried: Das werdet ihr schon sehen!) Was machen sie, wenn der – damalige – Herr Landeshauptmann einen Brief schreibt und ersucht, dass wir das tun sollen? Was machen die Wiener Abgeordneten? (Abg. Leichtfried: Auch das werdet ihr sehen!) Der Herr Bürgermeister und der Herr Finanzstadtrat begrüßen die Entscheidung zum Lobautunnel und beklagen die langen Verfahren. Was machen denn die Wiener Abgeordneten jetzt? Diese Änderung hat sehr wohl eine Auswirkung. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) – Natürlich hat das eine Auswirkung, und Sie als Jurist wissen das auch, dass es Entscheidungen gibt, die sich auf diese Verfassungsbestimmung beziehen. (Abg. Leichtfried: Nämlich? – Erkläre uns das!)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Meine Damen und Herren, überlegen Sie sich, dass auch der burgenländische Landtag einen Beschluss gefasst hat, den er Mitgliedern der Bundesregierung mit dem Ersuchen, eine solche Änderung in der Verfassung vorzunehmen, übermittelt hat! (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Das ist doch interessant! Was machen denn die burgenländischen SPÖ-Abgeordneten eigentlich? (Abg. Leichtfried: Das werdet ihr schon sehen!) Was machen sie, wenn der – damalige – Herr Landeshauptmann einen Brief schreibt und ersucht, dass wir das tun sollen? Was machen die Wiener Abgeordneten? (Abg. Leichtfried: Auch das werdet ihr sehen!) Der Herr Bürgermeister und der Herr Finanzstadtrat begrüßen die Entscheidung zum Lobautunnel und beklagen die langen Verfahren. Was machen denn die Wiener Abgeordneten jetzt? Diese Änderung hat sehr wohl eine Auswirkung. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) – Natürlich hat das eine Auswirkung, und Sie als Jurist wissen das auch, dass es Entscheidungen gibt, die sich auf diese Verfassungsbestimmung beziehen. (Abg. Leichtfried: Nämlich? – Erkläre uns das!)
Abg. Leichtfried: Nämlich? – Erkläre uns das!
Meine Damen und Herren, überlegen Sie sich, dass auch der burgenländische Landtag einen Beschluss gefasst hat, den er Mitgliedern der Bundesregierung mit dem Ersuchen, eine solche Änderung in der Verfassung vorzunehmen, übermittelt hat! (Der Redner hält ein Schriftstück in die Höhe.) Das ist doch interessant! Was machen denn die burgenländischen SPÖ-Abgeordneten eigentlich? (Abg. Leichtfried: Das werdet ihr schon sehen!) Was machen sie, wenn der – damalige – Herr Landeshauptmann einen Brief schreibt und ersucht, dass wir das tun sollen? Was machen die Wiener Abgeordneten? (Abg. Leichtfried: Auch das werdet ihr sehen!) Der Herr Bürgermeister und der Herr Finanzstadtrat begrüßen die Entscheidung zum Lobautunnel und beklagen die langen Verfahren. Was machen denn die Wiener Abgeordneten jetzt? Diese Änderung hat sehr wohl eine Auswirkung. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) – Natürlich hat das eine Auswirkung, und Sie als Jurist wissen das auch, dass es Entscheidungen gibt, die sich auf diese Verfassungsbestimmung beziehen. (Abg. Leichtfried: Nämlich? – Erkläre uns das!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist primitiv!
Meine Damen und Herren! Noch ein paar Worte zum Thema Wirtschaftsstandort, weil ja immer wieder Kritik von den Kolleginnen und Kollegen der NEOS kommt; mir fällt dazu ein: Der Gruß der Kaufleute ist das Jammern. Mittlerweile ist der Gruß der NEOS das Jammern. Es wird immer argumentiert: Mehr, mehr, mehr Entlastung Österreichs! (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist primitiv!)
anhaltende Zwischenrufe der Abg. Meinl-Reisinger
Sie haben moniert, dass die Frau Bundesministerin Ihnen nicht entsprechend auf Ihre Forderungen geantwortet hat. Ich glaube, die Antwort ist relativ klar und sie ist öffentlich (neuerlich ein Schriftstück in die Höhe haltend): Hier ist der Ministerratsvortrag zum Thema Steuerentlastung, in dem steht (anhaltende Zwischenrufe der Abg. Meinl-Reisinger): „Entlastung von [...] Einkommen“, „Entbürokratisierung für Kleinunternehmer“, „Erhöhung der Grenze von geringwertigen Wirtschaftsgütern“, „Entlastung von [...] Einkommensteuerzahlern“, „Strukturelle Vereinfachungen im Steuerrecht“, insbesondere im Einkommensteuergesetz (Abg. Meinl-Reisinger: Kammerumlage 2!), „kürzere Verfahrensdauer“, „Forschungsprämie“, „Senkung der Körperschaftsteuer“, und so weiter, und so fort.(Abg. Meinl-Reisinger: Ein bisserl Show!)
Abg. Meinl-Reisinger: Kammerumlage 2!
Sie haben moniert, dass die Frau Bundesministerin Ihnen nicht entsprechend auf Ihre Forderungen geantwortet hat. Ich glaube, die Antwort ist relativ klar und sie ist öffentlich (neuerlich ein Schriftstück in die Höhe haltend): Hier ist der Ministerratsvortrag zum Thema Steuerentlastung, in dem steht (anhaltende Zwischenrufe der Abg. Meinl-Reisinger): „Entlastung von [...] Einkommen“, „Entbürokratisierung für Kleinunternehmer“, „Erhöhung der Grenze von geringwertigen Wirtschaftsgütern“, „Entlastung von [...] Einkommensteuerzahlern“, „Strukturelle Vereinfachungen im Steuerrecht“, insbesondere im Einkommensteuergesetz (Abg. Meinl-Reisinger: Kammerumlage 2!), „kürzere Verfahrensdauer“, „Forschungsprämie“, „Senkung der Körperschaftsteuer“, und so weiter, und so fort.(Abg. Meinl-Reisinger: Ein bisserl Show!)
Abg. Meinl-Reisinger: Ein bisserl Show!
Sie haben moniert, dass die Frau Bundesministerin Ihnen nicht entsprechend auf Ihre Forderungen geantwortet hat. Ich glaube, die Antwort ist relativ klar und sie ist öffentlich (neuerlich ein Schriftstück in die Höhe haltend): Hier ist der Ministerratsvortrag zum Thema Steuerentlastung, in dem steht (anhaltende Zwischenrufe der Abg. Meinl-Reisinger): „Entlastung von [...] Einkommen“, „Entbürokratisierung für Kleinunternehmer“, „Erhöhung der Grenze von geringwertigen Wirtschaftsgütern“, „Entlastung von [...] Einkommensteuerzahlern“, „Strukturelle Vereinfachungen im Steuerrecht“, insbesondere im Einkommensteuergesetz (Abg. Meinl-Reisinger: Kammerumlage 2!), „kürzere Verfahrensdauer“, „Forschungsprämie“, „Senkung der Körperschaftsteuer“, und so weiter, und so fort.(Abg. Meinl-Reisinger: Ein bisserl Show!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das hören Sie seit Jahrzehnten! Machen – nicht ankündigen!
NEOS gestellt haben; zuletzt war es die Kammerumlage 2. (Abg. Meinl-Reisinger: Das hören Sie seit Jahrzehnten! Machen – nicht ankündigen!) Da stelle ich mir jetzt schon die Frage: Was hat die Kammerumlage 2 mit einer Verfassungsbestimmung zu tun? – Wenn man etwas für den Wirtschaftsstandort tun will, dann kann man das heute tun, indem man unserer Vorlage zustimmt und diese Staatszielbestimmung heute gemeinsam beschließt. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Das kann man als Unternehmer beantworten!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Das kann man als Unternehmer beantworten!
NEOS gestellt haben; zuletzt war es die Kammerumlage 2. (Abg. Meinl-Reisinger: Das hören Sie seit Jahrzehnten! Machen – nicht ankündigen!) Da stelle ich mir jetzt schon die Frage: Was hat die Kammerumlage 2 mit einer Verfassungsbestimmung zu tun? – Wenn man etwas für den Wirtschaftsstandort tun will, dann kann man das heute tun, indem man unserer Vorlage zustimmt und diese Staatszielbestimmung heute gemeinsam beschließt. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Das kann man als Unternehmer beantworten!)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Doris Bures: Ich begrüße auf der Galerie Studenten und Studentinnen der Studienrichtung Politologie des Institute of World Civilizations bei uns. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Minister! Herr Ottenschläger, lieber Kollege, ich bin in letzter Zeit auf Folgendes draufgekommen: Die ÖVP ist mittlerweile zum Montgolfier der politischen Landschaft in Österreich geworden – Heißluftballone ohne Ende! Ihr produziert nichts anderes als Heißluft, Überschriften, Gags, Gags, Gags! Das ist eigentlich der springende Punkt. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Haubner: Geh! Aber ihr!
Wenn ich an den Standort denke, denke ich nicht an die zehn Buchstaben des Wortes Wirtschaft, die in der Verfassung stehen müssen. Es war immer unsere Forderung, wir sind dafür gewesen, aber es unterscheidet uns etwas von euch. Der ÖVP geht es um ihre Klientel, aber das sind nicht mehr die Bürgerinnen und Bürger, das ist nicht mehr das Bürgertum, das sind nicht mehr die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen, das sind nicht mehr die Unternehmen. (Abg. Haubner: Geh! Aber ihr!) Wenn sich wer um die Unternehmer kümmert, wenn es – wir werden heute noch über den Mittelstandsbericht diskutieren – um eine Entlastung der Klein- und Mittelbetriebe, der Unternehmer, der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land geht, dann sind die NEOS die Richtigen. (Abg. Haubner: Geh!) Dafür haben sie sich immer eingesetzt. (Beifall bei den NEOS.) Wir wollen bei der Symbolpolitik nicht mitmachen, und das unterscheidet uns ganz dramatisch. Wir haben es auch im Beitrag von Minister Blümel gehört. In Wahrheit brauchen wir keinen Schnitzelkanzler, wir brauchen eine Deregulierung, und diese Deregulierung muss in diesem Land stattfinden. Wir brauchen eine Abschaffung der kalten Progression. (Neuerlicher Beifall bei den NEOS.)
Abg. Haubner: Geh!
Wenn ich an den Standort denke, denke ich nicht an die zehn Buchstaben des Wortes Wirtschaft, die in der Verfassung stehen müssen. Es war immer unsere Forderung, wir sind dafür gewesen, aber es unterscheidet uns etwas von euch. Der ÖVP geht es um ihre Klientel, aber das sind nicht mehr die Bürgerinnen und Bürger, das ist nicht mehr das Bürgertum, das sind nicht mehr die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen, das sind nicht mehr die Unternehmen. (Abg. Haubner: Geh! Aber ihr!) Wenn sich wer um die Unternehmer kümmert, wenn es – wir werden heute noch über den Mittelstandsbericht diskutieren – um eine Entlastung der Klein- und Mittelbetriebe, der Unternehmer, der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land geht, dann sind die NEOS die Richtigen. (Abg. Haubner: Geh!) Dafür haben sie sich immer eingesetzt. (Beifall bei den NEOS.) Wir wollen bei der Symbolpolitik nicht mitmachen, und das unterscheidet uns ganz dramatisch. Wir haben es auch im Beitrag von Minister Blümel gehört. In Wahrheit brauchen wir keinen Schnitzelkanzler, wir brauchen eine Deregulierung, und diese Deregulierung muss in diesem Land stattfinden. Wir brauchen eine Abschaffung der kalten Progression. (Neuerlicher Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn ich an den Standort denke, denke ich nicht an die zehn Buchstaben des Wortes Wirtschaft, die in der Verfassung stehen müssen. Es war immer unsere Forderung, wir sind dafür gewesen, aber es unterscheidet uns etwas von euch. Der ÖVP geht es um ihre Klientel, aber das sind nicht mehr die Bürgerinnen und Bürger, das ist nicht mehr das Bürgertum, das sind nicht mehr die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen, das sind nicht mehr die Unternehmen. (Abg. Haubner: Geh! Aber ihr!) Wenn sich wer um die Unternehmer kümmert, wenn es – wir werden heute noch über den Mittelstandsbericht diskutieren – um eine Entlastung der Klein- und Mittelbetriebe, der Unternehmer, der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land geht, dann sind die NEOS die Richtigen. (Abg. Haubner: Geh!) Dafür haben sie sich immer eingesetzt. (Beifall bei den NEOS.) Wir wollen bei der Symbolpolitik nicht mitmachen, und das unterscheidet uns ganz dramatisch. Wir haben es auch im Beitrag von Minister Blümel gehört. In Wahrheit brauchen wir keinen Schnitzelkanzler, wir brauchen eine Deregulierung, und diese Deregulierung muss in diesem Land stattfinden. Wir brauchen eine Abschaffung der kalten Progression. (Neuerlicher Beifall bei den NEOS.)
Neuerlicher Beifall bei den NEOS.
Wenn ich an den Standort denke, denke ich nicht an die zehn Buchstaben des Wortes Wirtschaft, die in der Verfassung stehen müssen. Es war immer unsere Forderung, wir sind dafür gewesen, aber es unterscheidet uns etwas von euch. Der ÖVP geht es um ihre Klientel, aber das sind nicht mehr die Bürgerinnen und Bürger, das ist nicht mehr das Bürgertum, das sind nicht mehr die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen, das sind nicht mehr die Unternehmen. (Abg. Haubner: Geh! Aber ihr!) Wenn sich wer um die Unternehmer kümmert, wenn es – wir werden heute noch über den Mittelstandsbericht diskutieren – um eine Entlastung der Klein- und Mittelbetriebe, der Unternehmer, der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in diesem Land geht, dann sind die NEOS die Richtigen. (Abg. Haubner: Geh!) Dafür haben sie sich immer eingesetzt. (Beifall bei den NEOS.) Wir wollen bei der Symbolpolitik nicht mitmachen, und das unterscheidet uns ganz dramatisch. Wir haben es auch im Beitrag von Minister Blümel gehört. In Wahrheit brauchen wir keinen Schnitzelkanzler, wir brauchen eine Deregulierung, und diese Deregulierung muss in diesem Land stattfinden. Wir brauchen eine Abschaffung der kalten Progression. (Neuerlicher Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir brauchen eine dramatische Lohnsteuer- und Lohnnebenkostensenkung. Schaut euch einmal das an (eine Tafel mit einem Diagramm, das die Lohn- und die Lohnsteuerentwicklung zeigt, in die Höhe haltend): Die Lohnsteigerung von 1990 bis 2019 betrug 210 Prozent, während die Lohnsteuer um 355 Prozent gestiegen ist. Wer hat es gemacht? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wer war der Erfinder des Ganzen? – Die Sozialpartnerschaft war mit dabei, die Wirtschaftskammer war mit dabei. Was habt ihr in den letzten 30 Jahren für eine Entlastung der Unternehmer und der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gemacht? – Das ist eine Symbolpolitik mit zehn Buchstaben, es kam kein Angebot von euch, unsere Forderungen wurden abgelehnt. Da machen wir nicht mit! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir brauchen eine dramatische Lohnsteuer- und Lohnnebenkostensenkung. Schaut euch einmal das an (eine Tafel mit einem Diagramm, das die Lohn- und die Lohnsteuerentwicklung zeigt, in die Höhe haltend): Die Lohnsteigerung von 1990 bis 2019 betrug 210 Prozent, während die Lohnsteuer um 355 Prozent gestiegen ist. Wer hat es gemacht? (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wer war der Erfinder des Ganzen? – Die Sozialpartnerschaft war mit dabei, die Wirtschaftskammer war mit dabei. Was habt ihr in den letzten 30 Jahren für eine Entlastung der Unternehmer und der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gemacht? – Das ist eine Symbolpolitik mit zehn Buchstaben, es kam kein Angebot von euch, unsere Forderungen wurden abgelehnt. Da machen wir nicht mit! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
teilen möchtet, weil ihr für eine Parteiveranstaltung für den Bundeskanzler knapp vor der Wahl über 300 000 Euro ausgeben wollt, die Wirtschaftskammer! Darum wollt ihr die Kammerumlage 2 nicht abschaffen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben euch ein zweites Angebot gemacht – für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler –: Führt bei den Lohnnebenkosten Senkungen herbei, kommt uns da entgegen! Das habt ihr auch nicht gemacht. Was kommt? – Der Vorwurf der Junktimierung. Was hat denn die Sozialpartnerschaft in den letzten 40 Jahren gemacht, außer junktimiert? Was hat die ÖVP in den letzten 40 Jahren gemacht, außer junktimiert? – Natürlich wollen wir junktimieren, aber für die Unternehmer und nicht für eine Partei, für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, aber nicht für die Partei! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
(Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das erste Argument ist: Staatszielbestimmungen an sich sind nicht besonders wichtig, sind wertlos, sinnlos. – Das soll man offen aussprechen, dann soll man auch sagen, die Staatszielbestimmungen, die es derzeit in der Verfassung gibt, nämlich Umweltschutz, Tierschutz, der Schutz der Wasser- und Lebensmittelversorgung, Forschung, sind auch sinnlos; das soll man offen sagen! Wenn man nicht dieser Meinung ist und sagt, Staatszielbestimmungen zeigen, was uns besonders wichtig ist, dann gehört eben ein nachhaltiger wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort auch zu diesen Punkten, die wichtig sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Ihr braucht aber Europa, Herr Stefan!
Gerade wenn man feststellt und – zu Recht – sagt, Umweltschutz ende nicht an der Grenze, ist es wichtig und richtig, dass wir hier in Österreich einen Wirtschaftsstandort mit sehr, sehr strengen Umweltschutzauflagen haben, an dem viel besser produziert wird, als das in Indien, in China oder in den USA der Fall ist, wo man sich nicht an diese Vorgaben hält. (Abg. Meinl-Reisinger: Ihr braucht aber Europa, Herr Stefan!) Es ist wichtig, dass wir hier einen Wirtschaftsstandort haben, der wettbewerbsfähig und nachhaltig ist und den Umweltschutz berücksichtigt. Ich will doch genau das unterstützen, weil eben Umweltschutz nicht an der Grenze endet. Für unsere jungen Menschen hat es einen doppelten Vorteil für ihre Zukunft, wenn wir sagen, wir haben einen Wirtschaftsstandort, der – hoffentlich – gute, qualifizierte Arbeitsplätze bringt und gleichzeitig die Umwelt am wenigsten belastet. Das sind ganz wichtige Vorgaben, das widerspricht einander nicht, sondern – im Gegenteil – das bedingt einander geradezu. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Gerade wenn man feststellt und – zu Recht – sagt, Umweltschutz ende nicht an der Grenze, ist es wichtig und richtig, dass wir hier in Österreich einen Wirtschaftsstandort mit sehr, sehr strengen Umweltschutzauflagen haben, an dem viel besser produziert wird, als das in Indien, in China oder in den USA der Fall ist, wo man sich nicht an diese Vorgaben hält. (Abg. Meinl-Reisinger: Ihr braucht aber Europa, Herr Stefan!) Es ist wichtig, dass wir hier einen Wirtschaftsstandort haben, der wettbewerbsfähig und nachhaltig ist und den Umweltschutz berücksichtigt. Ich will doch genau das unterstützen, weil eben Umweltschutz nicht an der Grenze endet. Für unsere jungen Menschen hat es einen doppelten Vorteil für ihre Zukunft, wenn wir sagen, wir haben einen Wirtschaftsstandort, der – hoffentlich – gute, qualifizierte Arbeitsplätze bringt und gleichzeitig die Umwelt am wenigsten belastet. Das sind ganz wichtige Vorgaben, das widerspricht einander nicht, sondern – im Gegenteil – das bedingt einander geradezu. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Plessl
Dann gibt es das dritte Gegenargument, das von den NEOS kommt: Es gibt so viele andere wichtige Maßnahmen für die Wirtschaft, und man müsste dieses und jenes tun! – Vieles von dem, was gesagt wird, ist richtig, aber abgesehen davon, dass diese Regierung bereits sehr viel für den Wirtschaftsstandort und für die Wirtschaft gemacht hat (Zwischenruf des Abg. Plessl), und auch wenn Herr Kollege Schellhorn das jetzt gerade in Abrede gestellt hat, wissen wir alle, die mit Wirtschaftstreibenden zu tun haben, dass man mit dem, was diese Regierung bereits umgesetzt hat, sehr zufrieden ist und dass man sehr wohl empfindet, dass es in die richtige Richtung geht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Dann gibt es das dritte Gegenargument, das von den NEOS kommt: Es gibt so viele andere wichtige Maßnahmen für die Wirtschaft, und man müsste dieses und jenes tun! – Vieles von dem, was gesagt wird, ist richtig, aber abgesehen davon, dass diese Regierung bereits sehr viel für den Wirtschaftsstandort und für die Wirtschaft gemacht hat (Zwischenruf des Abg. Plessl), und auch wenn Herr Kollege Schellhorn das jetzt gerade in Abrede gestellt hat, wissen wir alle, die mit Wirtschaftstreibenden zu tun haben, dass man mit dem, was diese Regierung bereits umgesetzt hat, sehr zufrieden ist und dass man sehr wohl empfindet, dass es in die richtige Richtung geht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Täuschen Sie sich nicht!
Ich kann das aus meiner Praxis eindeutig sagen. Wenn Sie das negieren, weiß ich nicht, mit wem Sie reden. Ich glaube nicht einmal, dass Sie jetzt hier bestreiten würden, dass es einen eindeutig positiven Schritt in die richtige Richtung gegeben hat. (Abg. Meinl-Reisinger: Täuschen Sie sich nicht!) Dieser Schritt ist einmal gesetzt, und ich verstehe jetzt diese Bedingung nicht, dass Sie sagen: Ich bin nicht dafür, dass der Wirtschaftsstandort in der Verfassung steht, denn es müssen so viele andere Maßnahmen für die Wirtschaft gemacht werden! Das ist ja kein Entweder-oder, sondern eine Und-Bedingung, das ist ja beides sinnvoll. Man kann ja das eine gegen das andere nicht ausspielen, das ist ja geradezu sinnlos. (Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Ich kann das aus meiner Praxis eindeutig sagen. Wenn Sie das negieren, weiß ich nicht, mit wem Sie reden. Ich glaube nicht einmal, dass Sie jetzt hier bestreiten würden, dass es einen eindeutig positiven Schritt in die richtige Richtung gegeben hat. (Abg. Meinl-Reisinger: Täuschen Sie sich nicht!) Dieser Schritt ist einmal gesetzt, und ich verstehe jetzt diese Bedingung nicht, dass Sie sagen: Ich bin nicht dafür, dass der Wirtschaftsstandort in der Verfassung steht, denn es müssen so viele andere Maßnahmen für die Wirtschaft gemacht werden! Das ist ja kein Entweder-oder, sondern eine Und-Bedingung, das ist ja beides sinnvoll. Man kann ja das eine gegen das andere nicht ausspielen, das ist ja geradezu sinnlos. (Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Herr Kollege Schellhorn hat gerade noch gesagt, wie furchtbar es war, dass die Sozialpartner immer junktimiert haben. – Natürlich ist auch das eine reine Junktimierung, die ich logisch einfach nicht verstehen kann. Wenn Sie dagegen sind, dass der Wirtschaftsstandort in der Verfassung steht, dann sagen Sie es, aber sagen Sie nicht, Sie können hier nicht zustimmen, weil es auch so viele andere wichtige Maßnahmen gibt! Das ist nicht logisch, es tut mir leid, das passt nicht zusammen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es ist offensichtlich in erster Linie ein taktisches Kalkül. Es wirkt nicht wirklich großzügig, sondern eher kleinkariert, wenn man so handelt. Es tut mir leid, das gefällt mir nicht und ich finde es nicht richtig. Es kann sein, dass diese Abstimmung so ausgeht, dass der Wirtschaftsstandort nicht in dieser Form in der Verfassung verankert wird, dann können sich alle auf ihre Fahnen heften, dass sie es verhindert haben, aber ich glaube, Österreich tut man damit jedenfalls nichts Gutes. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Ich hoffe daher, dass bei all jenen, die das bis jetzt aus taktischen Gründen so gesehen haben, noch die Vernunft einkehrt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es ist offensichtlich in erster Linie ein taktisches Kalkül. Es wirkt nicht wirklich großzügig, sondern eher kleinkariert, wenn man so handelt. Es tut mir leid, das gefällt mir nicht und ich finde es nicht richtig. Es kann sein, dass diese Abstimmung so ausgeht, dass der Wirtschaftsstandort nicht in dieser Form in der Verfassung verankert wird, dann können sich alle auf ihre Fahnen heften, dass sie es verhindert haben, aber ich glaube, Österreich tut man damit jedenfalls nichts Gutes. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Ich hoffe daher, dass bei all jenen, die das bis jetzt aus taktischen Gründen so gesehen haben, noch die Vernunft einkehrt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dr. Alfred J. Noll (JETZT): Zunächst erlaube ich mir, die Schülerinnen und Schüler der Pfarrschule aus Baden zu begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei JETZT.
Dazu, was Kollege Stefan zu Recht gesagt hat, nämlich man soll das Visier hochklappen und Farbe bekennen: Ich halte absolut nichts von diesem Verfassungsgeschwafel. Bestimmungen, die inhaltlich unbestimmt sind, die weitestgehend nur Symbolic Use of Politics bedeuten und den Höchstgerichten die Möglichkeit geben, an nicht mehr korrigierbaren Abwägungsschaukeln ihre politischen Ansichten in Staatszielbestimmungen zu verpacken und damit Entscheidungen zu legitimieren, will ich in unserer Verfassung nicht. Da bin ich halt auch ein Anhänger von Hans Kelsen, seit allem Anfang an: Je mehr unbestimmte Bestimmungen wir in der Verfassung haben, umso mehr Macht geben wir den Höchstgerichten. Ich halte das für eine Selbstentwürdigung des Gesetzgebers. Gesetze sollten knapp, sie sollten verständlich, und sie sollten effektiv sein – und das wäre Aufgabe des Parlaments. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT sowie der Abgeordneten Jarolim und Wittmann.
Damit wird etwas gemacht, was mit Verfassungsrecht gar nichts zu tun hat, aber sehr viel mit dem nachhaltigen Nichts im Umweltbereich, das diese Regierung kennzeichnet. In Wirklichkeit wird damit ein weiterer Baustein geliefert, um die Zukunft Österreichs als Müllhalde der Gegenwart zu institutionalisieren. – Wir lehnen das ab. (Beifall bei JETZT sowie der Abgeordneten Jarolim und Wittmann.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Dr. Margarete Schramböck: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete des Nationalrates! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Galerie! Liebe Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehschirmen! Heute sollte es hier im Hohen Haus eigentlich etwas geben, was selbstverständlich erscheint: ein klares Bekenntnis aller Fraktionen zu einem nachhaltigen Wirtschaftsstandort und damit zu Beschäftigung und Wohlstand in Österreich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Genau dieses Bekenntnis geben wir als Bundesregierung ab und darum auch dieser Vorschlag der vorgelegten Staatszielbestimmung. Es ist aus meiner Sicht sehr bedauerlich, dass es im Parlament keinen Grundkonsens betreffend Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum in Österreich gibt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
aber haben wollen, ist etwas auf Augenhöhe, damit die Arbeitsplätze für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich abgesichert sind – und das sollte im Interesse aller Parteien sein. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wenn ich ein bisschen zurückblicke und mir so anschaue, wer früher massive Unterstützer dieses Ziels waren, kann ich etwa Christian Kern nennen, der vor Kurzem noch als Bundeskanzler der SPÖ hier gesessen ist, auch die SPÖ-Ikone Hans Niessl und sogar den burgenländischen Landtag und den jetzigen Landeshauptmann des Burgenlandes: Sie alle haben sich für ein Staatsziel nachhaltige Wirtschaft ausgesprochen. Ich habe sogar einen Brief des Herrn Landeshauptmanns a. D., SPÖ-Ikone Hans Niessl, in dem er sich eindeutig dafür ausspricht. Es verwundert mich daher sehr, von Ihnen von der SPÖ jetzt zu hören, dass Sie dieses Ziel, das im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Österreichs ist, nicht unterstützen können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zu den Aussagen der vormals wirtschaftsfreundlichen Fraktion der NEOS kann ich nur eines sagen: Es wundert mich sehr, dass es hier keine Unterstützung für dieses wesentliche Ziel gibt. Ich nehme zur Kenntnis, dass es kein Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich gibt, kein Bekenntnis zu den Arbeitsplätzen, zu Investitionen. Von der SPÖ sind wir das ja schon gewöhnt, wir haben es auch im Wahlkampf gesehen, die Wirtschaftsfeindlichkeit wird sogar im Wahlkampf plakatiert. Einige träumen sogar von einer Verstaatlichung der Großkonzerne. – Da sind wir sehr weit gekommen, denn es geht um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Investitionen, die Firmen, die eine Zukunft haben und denen es möglich wird, gut in die Zukunft zu gehen. Bei den NEOS überrascht es mich sehr, dass Sie sich von der Fraktion wirtschaftsliberal zur Fraktion Wirtschaft egal entwickeln. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich möchte Sie an etwas erinnern: Sie sagen, Sie hätten zugestimmt – ich muss sagen, der Konjunktiv zählt hier nun einmal nicht. Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren für wirkliche Entlastungen gesorgt, ich möchte nur einige aufzählen: Flexibilisierung der Arbeitszeit, Beschleunigung von Infrastrukturvorhaben durch das Standort-Entwicklungsgesetz, Genehmigungsfreistellungen bei Anlagengenehmigung, elektronische Ausschreibungen durch das Bundesvergabegesetz Neu, Entbürokratisierung bei der Gründung und bei der Finanzierung von Start-ups, Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels – insbesondere neue Lehrberufe –, Jobmessen für Asylberechtigte und nicht zuletzt unsere Steuerreform, von der sehr viele Unternehmen – nicht nur Leitbetriebe, sondern auch die KMUs Österreichs – profitieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
99,8 Prozent der österreichischen Unternehmen sind mittelständische Unternehmen. Sie profitieren von den neuen Steuertarifgrößen, sie profitieren hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter, sie profitieren im Zusammenhang mit den unterschiedlichsten Themen, die wir in der Steuerreform vorgesehen haben; darum wundert es mich sehr, dass ich aus dem rosa Eck mehr Getöse als Sachpolitik höre. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Es gibt keine, das ist das Problem!
Es kann nur zwei Gründe dafür geben. Ein Grund ist ein rein politischer, und das ist alte Politik: für etwas anderes zu verlangen, etwas, von dem man eigentlich überzeugt ist, aufzugeben, seine eigenen Wähler aufzugeben, die Unternehmerinnen und Unternehmer Österreichs aufzugeben, weil man ein Gegengeschäft machen möchte. Oder, der zweite Grund: Es ist mangelnde Sachkompetenz. Es ist eine geringere Kompetenz, die Wirtschaftsentlastungen, die wir gemacht haben, auch wirklich zu erkennen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Es gibt keine, das ist das Problem!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
lich für das Ziel Wirtschaft aufzutreten, für den Standort, für die Unternehmerinnen und Unternehmer und auch für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Sie werden es verantworten müssen, Sie könnten etwas tun!
Abschließend möchte ich noch sagen, dass dieses Staatsziel, das wir vorgeschlagen haben, ein weiterer wichtiger Hebel für eine moderne Wirtschaftspolitik ist. Es soll nicht über oder unter anderen Zielen stehen, sondern es hat genauso Toppriorität wie die Themen Umweltschutz, Reinhaltung des Wassers und Lebensmittelversorgung. Wir haben aber auch gesehen, dass sich Richter auf Staatsziele beziehen, dass Richter ihre Entscheidungen an diesen Basisthemen orientieren, darauf möchte ich Sie hinweisen, und ich lade Sie ein, mitzustimmen. Tun Sie das nicht, dann werden Sie es auch verantworten müssen, wenn es Entscheidungen gibt, die gegen Investitionen, gegen den Wirtschaftsstandort und gegen die Arbeitsplätze in Österreich sind. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie werden es verantworten müssen, Sie könnten etwas tun!) – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass dieses Staatsziel, das wir vorgeschlagen haben, ein weiterer wichtiger Hebel für eine moderne Wirtschaftspolitik ist. Es soll nicht über oder unter anderen Zielen stehen, sondern es hat genauso Toppriorität wie die Themen Umweltschutz, Reinhaltung des Wassers und Lebensmittelversorgung. Wir haben aber auch gesehen, dass sich Richter auf Staatsziele beziehen, dass Richter ihre Entscheidungen an diesen Basisthemen orientieren, darauf möchte ich Sie hinweisen, und ich lade Sie ein, mitzustimmen. Tun Sie das nicht, dann werden Sie es auch verantworten müssen, wenn es Entscheidungen gibt, die gegen Investitionen, gegen den Wirtschaftsstandort und gegen die Arbeitsplätze in Österreich sind. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie werden es verantworten müssen, Sie könnten etwas tun!) – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Jetzt kommt der Kontrapunkt!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Gerstl. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Ruf bei der SPÖ: Jetzt kommt der Kontrapunkt!)
Abg. Erasim: Das stimmt doch nicht! Wissen Sie’s nicht oder tun Sie nur so?
Ich nenne Ihnen ein paar Beispiele, warum es wichtig ist, ein solches Staatsziel aufzunehmen: Denken wir an den Ausbau der Westbahn, Hochleistungsbahn. Die Strecke von Wels nach Salzburg ist noch nicht fertig ausgebaut. Dort bedarf es einer neuen Streckenlegung. Da geht es um Anrainerrechte auf der einen Seite, und auf der anderen Seite geht es darum, Treibhausgase zu reduzieren; daher ist der Ausbau der Schiene sinnvoll. Ein Gericht muss in die Lage versetzt werden, in dieser Abwägung zu urteilen. Wenn wir jetzt den Ausbau dieser Infrastrukturstrecke nicht auch in die Verfassung hineinschreiben, dann laufen wir Gefahr, dass die Anrainerrechte über den Schutz (Abg. Erasim: Das stimmt doch nicht! Wissen Sie’s nicht oder tun Sie nur so?) der Rechte der anderen gestellt werden, nämlich dass wir weniger Treibhausgase emittieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich nenne Ihnen ein paar Beispiele, warum es wichtig ist, ein solches Staatsziel aufzunehmen: Denken wir an den Ausbau der Westbahn, Hochleistungsbahn. Die Strecke von Wels nach Salzburg ist noch nicht fertig ausgebaut. Dort bedarf es einer neuen Streckenlegung. Da geht es um Anrainerrechte auf der einen Seite, und auf der anderen Seite geht es darum, Treibhausgase zu reduzieren; daher ist der Ausbau der Schiene sinnvoll. Ein Gericht muss in die Lage versetzt werden, in dieser Abwägung zu urteilen. Wenn wir jetzt den Ausbau dieser Infrastrukturstrecke nicht auch in die Verfassung hineinschreiben, dann laufen wir Gefahr, dass die Anrainerrechte über den Schutz (Abg. Erasim: Das stimmt doch nicht! Wissen Sie’s nicht oder tun Sie nur so?) der Rechte der anderen gestellt werden, nämlich dass wir weniger Treibhausgase emittieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Oder andere Projekte, zukunftsorientierte Projekte: Schaffen wir doch endlich einmal einen autonomen Verkehr auch für Lkws auf unseren Autobahnen, vielleicht elektrogesteuert noch dazu – denken wir an die Zukunft –, dann brauchen wir den Ausbau vollkommen neuer Strecken. Das reduziert Treibhausgase, ist modern, ist innovativ und würde unserer Umwelt sehr helfen. Dafür brauchen wir auch diese Verfassungsbestimmung, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, das hat die SPÖ vor gar nicht langer Zeit auch noch so gesehen, daher darf ich nun zitieren: Antrag 2172/A, vom 17. Mai 2017, „der Abgeordneten Dr. Wittmann, Mag. Gerstl, Heinzl,“ – aus der SPÖ – „Ottenschläger, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem das Bundesverfassungsgesetz über die Nachhaltigkeit, den Tierschutz, den umfassenden Umweltschutz, die Sicherstellung der Wasser- und Lebensmittelversorgung und die Forschung geändert wird“: „Nach § 3 wird folgender § 3a eingefügt: [...] Die Republik Österreich [...] bekennt sich zu Wachstum, Beschäftigung und einem wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort.“ – Herr Kollege Wittmann, haben Sie es vergessen, dass wir gemeinsam den Antrag eingebracht haben? (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Vogl: Es gibt keine Gewerkschaft der Eisenbahner!
Sie von der SPÖ verlassen jetzt den Kurs, den Sie einmal eingeschlagen haben, nämlich Verantwortung für Österreich zu übernehmen. Sie sind in das alte Fahrwasser zurückgekehrt, nämlich Arbeitsplätze gegen Klimaschutz auszuspielen. Meine Damen und Herren, Frau Rendi-Wagner, es wäre besser, Sie würden mehr auf die Arbeiterkammer hören, es wäre besser, Sie würden mehr auf Ihre Gewerkschaft Vida hören, es wäre besser, Sie würden mehr auf die Gewerkschaft der Eisenbahnangestellten hören (Abg. Vogl: Es gibt keine Gewerkschaft der Eisenbahner!), denn für sie alle sind diese Infrastrukturprojekte wichtig, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sie von der SPÖ verlassen jetzt den Kurs, den Sie einmal eingeschlagen haben, nämlich Verantwortung für Österreich zu übernehmen. Sie sind in das alte Fahrwasser zurückgekehrt, nämlich Arbeitsplätze gegen Klimaschutz auszuspielen. Meine Damen und Herren, Frau Rendi-Wagner, es wäre besser, Sie würden mehr auf die Arbeiterkammer hören, es wäre besser, Sie würden mehr auf Ihre Gewerkschaft Vida hören, es wäre besser, Sie würden mehr auf die Gewerkschaft der Eisenbahnangestellten hören (Abg. Vogl: Es gibt keine Gewerkschaft der Eisenbahner!), denn für sie alle sind diese Infrastrukturprojekte wichtig, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Lange ist’s her!
Das (den Ausdruck eines Wahlplakats mit der Aufschrift „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz.“ in die Höhe haltend) war einmal Ihr Plakat: Wir kämpfen um Arbeitsplätze! (Ruf bei der ÖVP: Lange ist’s her!) Das (den besagten Ausdruck des Wahlplakats zerreißend) haben Sie zerrissen. Das ist vorbei. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das (den Ausdruck eines Wahlplakats mit der Aufschrift „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz.“ in die Höhe haltend) war einmal Ihr Plakat: Wir kämpfen um Arbeitsplätze! (Ruf bei der ÖVP: Lange ist’s her!) Das (den besagten Ausdruck des Wahlplakats zerreißend) haben Sie zerrissen. Das ist vorbei. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das und nicht weniger muss der Anspruch eines verantwortungsbewussten Rechtsstaates sein. Und denken Sie an Ihre eigene Werbung (den Ausdruck eines Wahlplakats mit der Aufschrift „Zusammenhalten statt spalten.“ in die Höhe haltend): Zusammenhalten statt spalten! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wittmann
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Der soeben eingebrachte Entschließungsantrag ist ordnungsgemäß unterstützt (Zwischenruf des Abg. Wittmann) und steht mit in Verhandlung.
Abg. Haubner: Den eigenen Antrag abgelehnt!
Ich weiß, dieser Vorschlag, von dem Sie da gesprochen haben, wurde damals auch tatsächlich zur Diskussion gestellt, nur, wie sich herausgestellt hat, ist eigentlich die Absicht dahinter – und das war im Ausschuss ein (Abg. Haubner: Den eigenen Antrag abgelehnt!) sehr entlarvendes, offenes Statement –, dem Umweltschutz hier entgegenzutreten, meine Damen und Herren. Das ist Ihr Ziel.
Abg. Lettenbichler: Na, geht ihr mit? Geht ihr mit?
Frau Minister, auch in Ihrer Rede habe ich das leider Gottes vermisst: Die Staatszielbestimmung hat den Sinn, dass man etwas, was an sich unterstützungswürdig ist, aber keine – wie andere Anliegen – Lobbyisten hat, in die Verfassung hineinschreibt. Und das trifft auf den Umweltschutz zu, denn wir alle sind natürlich für den Wirtschaftsstandort, das ist ja überhaupt keine Frage. (Abg. Lettenbichler: Na, geht ihr mit? Geht ihr mit?)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lettenbichler
Ich halte das ja für absolut obskur, dass wir hier überhaupt darüber diskutieren. Jeder in seinem Bundesland überlegt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lettenbichler), die Stadt Wien etwa, wir machen natürlich Überlegungen, wie man den Standort stärken kann, das ist Alltag (Abg. Stefan: Wer ist denn gegen den Umweltschutz!? Wer ist denn gegen den Umweltschutz!?); aber beim Umweltschutz, da ist das nicht der Fall, und deshalb muss man das in die Verfassung hineinschreiben, damit nicht vergessen wird, dass es neben den Standortüberlegungen natürlich auch die Umwelt gibt, meine Damen und Herren.
Abg. Stefan: Wer ist denn gegen den Umweltschutz!? Wer ist denn gegen den Umweltschutz!?
Ich halte das ja für absolut obskur, dass wir hier überhaupt darüber diskutieren. Jeder in seinem Bundesland überlegt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lettenbichler), die Stadt Wien etwa, wir machen natürlich Überlegungen, wie man den Standort stärken kann, das ist Alltag (Abg. Stefan: Wer ist denn gegen den Umweltschutz!? Wer ist denn gegen den Umweltschutz!?); aber beim Umweltschutz, da ist das nicht der Fall, und deshalb muss man das in die Verfassung hineinschreiben, damit nicht vergessen wird, dass es neben den Standortüberlegungen natürlich auch die Umwelt gibt, meine Damen und Herren.
Beifall bei der SPÖ
Wenn man sich die Freitagsdemonstrationen anschaut, wenn man sich das anschaut – es gibt leider Gottes einen etwas obskuren Präsidenten in den USA, der das ja überhaupt nicht berücksichtigt –, dann muss man feststellen: Wir sind auf einem Wege, bei dem die Umwelt komplett zerstört wird. Was nützt uns die Standortpolitik, wenn wir keinen Standort mehr haben, an dem wir sein können? Das ist keine Übertreibung (Beifall bei der SPÖ) – danke, liebe Kolleginnen und Kollegen –, sondern das ist einfach Realität.
Zwischenruf des Abg. Gerstl.
das ist ja Gott sei Dank offen gesagt worden – die Standortpolitik, die Wirtschaftspolitik gegenüberstellen! (Zwischenruf des Abg. Gerstl.)
Abg. Haubner: Das wissen wir eh!
Ich muss Ihnen sagen, ich verstehe vieles nicht, was Sie hier, meine Damen und Herren von der ÖVP in erster Linie, in der letzten Zeit aufführen. (Abg. Haubner: Das wissen wir eh!) Die Diskussion über Glyphosat und Bienentod ist uralt. Es gibt also fast niemanden mehr, der das wirklich haben möchte. In den USA gibt es – das haben wir ja gestern gehört – Schadenersatzforderungen im Ausmaß von 2 Milliarden Dollar wegen Einsatzes dieser Mittel. Sie stimmen hier im Haus, Sie stimmen in Europa dafür.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Bravo!
Das Gleiche gilt für die Acrylamidverordnung, die Pommes-frites-Debatte. Das hat den Sinn, diese Öle, die schwer krebserregend sind, einzuschränken. Jetzt können Sie natürlich sagen: Das ist uns wurscht, rein mit dem krebserregenden Öl in die Österreicherinnen und Österreicher! – Wir wollen das nicht! Wir wollen hier eine Diskussion haben, die der Zukunft dieses Landes entspricht, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Bravo!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Lettenbichler.
Ich kann Ihnen nur sagen: Das, was die Regierungsparteien hier bieten, ist unter jeder Kritik. Das ist eigentlich ein zänkisches Gehabe, es ist visionslos, es ist perspektivenlos, es ist in einem hohen Ausmaß infantil, und es ist vor allem schädlich für unsere Jugend und für die Zukunft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Lettenbichler.) Sie sollten sich dafür wirklich schämen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bernhard und Loacker. – Ruf bei der ÖVP: Eine peinliche Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bernhard und Loacker. – Ruf bei der ÖVP: Eine peinliche Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich kann Ihnen nur sagen: Das, was die Regierungsparteien hier bieten, ist unter jeder Kritik. Das ist eigentlich ein zänkisches Gehabe, es ist visionslos, es ist perspektivenlos, es ist in einem hohen Ausmaß infantil, und es ist vor allem schädlich für unsere Jugend und für die Zukunft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Höfinger und Lettenbichler.) Sie sollten sich dafür wirklich schämen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bernhard und Loacker. – Ruf bei der ÖVP: Eine peinliche Rede! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Jarolim: Gerstl! – Abg. Wittmann: Das hat der Gerstl gesagt!
Abgeordneter Ing. Wolfgang Klinger (FPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Minister! Hohes Haus! Kollege Wittmann hat anscheinend in mangelndem Erinnerungsvermögen, von Kurzsichtigkeit geprägt davon gesprochen, dass dieses Problem und der Sinn und der Zweck dieser Staatsziele aufgrund des Umweltschutzes nicht kompatibel sind. (Abg. Jarolim: Gerstl! – Abg. Wittmann: Das hat der Gerstl gesagt!) – Herr Kollege Wittmann, ich bin schon der Meinung, dass Ökologie und Ökonomie sich vertragen müssen und auch können. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Tut’s auch jetzt!) Ich werde darauf noch zurückkommen.
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Tut’s auch jetzt!
Abgeordneter Ing. Wolfgang Klinger (FPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Minister! Hohes Haus! Kollege Wittmann hat anscheinend in mangelndem Erinnerungsvermögen, von Kurzsichtigkeit geprägt davon gesprochen, dass dieses Problem und der Sinn und der Zweck dieser Staatsziele aufgrund des Umweltschutzes nicht kompatibel sind. (Abg. Jarolim: Gerstl! – Abg. Wittmann: Das hat der Gerstl gesagt!) – Herr Kollege Wittmann, ich bin schon der Meinung, dass Ökologie und Ökonomie sich vertragen müssen und auch können. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Tut’s auch jetzt!) Ich werde darauf noch zurückkommen.
Abg. Schellhorn: Bei der Standortentwicklung ...!
Wir haben uns dazu bekannt, in der Republik auch dem Wirtschaftsstandort entsprechende Geltung zu verleihen, was natürlich auch als ein Zeichen nach außen wichtig ist. Dabei bin ich der Meinung: Wenn wir es nicht verstehen, unsere wichtigen Projekte, die auch dazu angetan sind, für bessere ökologische Verhältnisse zu sorgen, zum Durchbruch zu bringen – ich sage nur Standort-Entwicklungsgesetz –, dann werden wir in Zukunft ein riesiges Problem haben, aus den näheren internationalen Wirtschaftsbereichen überflügelt zu werden. (Abg. Schellhorn: Bei der Standortentwicklung ...!)
Zwischenruf des Abg. Plessl
Als Beispiel dazu, Sepp Schellhorn, kann die dritte Piste in Wien genannt werden. Da kann man diskutieren, wie man will, aber wenn wir das dort nicht ausbauen (Zwischenruf des Abg. Plessl), wenn wir unsere Flugzeuge in Zukunft in den Warteschleifen belassen, weil die Kapazitäten zu gering sind, dann muss uns schon eines klar sein: dass diese Flugzeuge nicht Wien ansteuern werden, sondern Pressburg. Und das werden wir ja wahrscheinlich auch nicht wollen, das nützt uns nämlich auch ökologisch überhaupt nichts. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.
Als Beispiel dazu, Sepp Schellhorn, kann die dritte Piste in Wien genannt werden. Da kann man diskutieren, wie man will, aber wenn wir das dort nicht ausbauen (Zwischenruf des Abg. Plessl), wenn wir unsere Flugzeuge in Zukunft in den Warteschleifen belassen, weil die Kapazitäten zu gering sind, dann muss uns schon eines klar sein: dass diese Flugzeuge nicht Wien ansteuern werden, sondern Pressburg. Und das werden wir ja wahrscheinlich auch nicht wollen, das nützt uns nämlich auch ökologisch überhaupt nichts. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Eine ganz entscheidende Argumentation für diesen Wirtschaftsstandort, für dieses Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie, ist der Ausbau der Wasserkraft in Österreich. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Wir haben uns in dieser Regierung dazu entschlossen, die Wasserkraft in Österreich nachhaltig auszubauen, mit allen Anlagen, die dazu notwendig sind, um nicht nur Flora und Fauna zu schützen, sondern die Habitate auch wesentlich zu verbessern.
Zwischenruf des Abg. Schellhorn
Was ist aber tatsächlich der Fall? – Wir haben das Problem, dass wir in einem Natura-2000-Gebiet den Sohldurchbruch von Salzach und Inn nicht werden verhindern können, wenn wir keine Querbauwerke einbauen dürfen. Jetzt kann man sagen, Querbauwerke dürfen wir nach der internationalen Wasserrahmenrichtlinie dort sehr wohl einbauen (Zwischenruf des Abg. Schellhorn) – aber was ist das Problem? Sobald wir in diese Querbauwerke, die zur Verhinderung der Geschiebeverfrachtung notwendig sind, Turbinen einbauen, sprich: Wasserkraftwerke daraus machen wollen, dürfen wir das unter dem Gesichtspunkt Natura 2000 nicht. (Abg. Loacker: Daran ändert auch ein Wirtschaftsziel nichts!) Das kann es doch in Wirklichkeit nicht sein!
Abg. Loacker: Daran ändert auch ein Wirtschaftsziel nichts!
Was ist aber tatsächlich der Fall? – Wir haben das Problem, dass wir in einem Natura-2000-Gebiet den Sohldurchbruch von Salzach und Inn nicht werden verhindern können, wenn wir keine Querbauwerke einbauen dürfen. Jetzt kann man sagen, Querbauwerke dürfen wir nach der internationalen Wasserrahmenrichtlinie dort sehr wohl einbauen (Zwischenruf des Abg. Schellhorn) – aber was ist das Problem? Sobald wir in diese Querbauwerke, die zur Verhinderung der Geschiebeverfrachtung notwendig sind, Turbinen einbauen, sprich: Wasserkraftwerke daraus machen wollen, dürfen wir das unter dem Gesichtspunkt Natura 2000 nicht. (Abg. Loacker: Daran ändert auch ein Wirtschaftsziel nichts!) Das kann es doch in Wirklichkeit nicht sein!
Abg. Jarolim: Das ist ja schon absurd! Das ist absurd!
Ich nenne Ihnen noch ein Beispiel aus dem Bereich der Wasserkraft. (Abg. Jarolim: Das ist ja schon absurd! Das ist absurd!) Kollege Wittmann, dass Sie nicht überall folgen können, ist für mich selbstverständlich. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Also das ist skurril!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Also das ist skurril!
Ich nenne Ihnen noch ein Beispiel aus dem Bereich der Wasserkraft. (Abg. Jarolim: Das ist ja schon absurd! Das ist absurd!) Kollege Wittmann, dass Sie nicht überall folgen können, ist für mich selbstverständlich. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Also das ist skurril!)
anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS
Folgendes ist für diesen Wirtschaftsstandort wohl sehr wesentlich: dass wir zum Beispiel bei Kraftwerksketten (anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS), dort, wo die wichtigen und effizienten Kraftwerke zu setzen wären, Natura-2000-Probleme bekommen (Abg. Schellhorn: Sie kennen sich nicht aus!) – sprich Lambach – und dass wir dort, wo es notwendig wäre, eben bessere Leistungen herauszubringen, durch die Umweltauflagen gehindert werden. Deshalb ist es wichtig, auch da eine Gleichgewichtung der Kräfte herbeizuführen, damit Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch sind. Das ist mir ein ganz besonderes und großes Anliegen. (Abg. Loacker: Bewundernswert, dass Sie nicht selbst lachen!)
Abg. Schellhorn: Sie kennen sich nicht aus!
Folgendes ist für diesen Wirtschaftsstandort wohl sehr wesentlich: dass wir zum Beispiel bei Kraftwerksketten (anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS), dort, wo die wichtigen und effizienten Kraftwerke zu setzen wären, Natura-2000-Probleme bekommen (Abg. Schellhorn: Sie kennen sich nicht aus!) – sprich Lambach – und dass wir dort, wo es notwendig wäre, eben bessere Leistungen herauszubringen, durch die Umweltauflagen gehindert werden. Deshalb ist es wichtig, auch da eine Gleichgewichtung der Kräfte herbeizuführen, damit Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch sind. Das ist mir ein ganz besonderes und großes Anliegen. (Abg. Loacker: Bewundernswert, dass Sie nicht selbst lachen!)
Abg. Loacker: Bewundernswert, dass Sie nicht selbst lachen!
Folgendes ist für diesen Wirtschaftsstandort wohl sehr wesentlich: dass wir zum Beispiel bei Kraftwerksketten (anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS), dort, wo die wichtigen und effizienten Kraftwerke zu setzen wären, Natura-2000-Probleme bekommen (Abg. Schellhorn: Sie kennen sich nicht aus!) – sprich Lambach – und dass wir dort, wo es notwendig wäre, eben bessere Leistungen herauszubringen, durch die Umweltauflagen gehindert werden. Deshalb ist es wichtig, auch da eine Gleichgewichtung der Kräfte herbeizuführen, damit Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch sind. Das ist mir ein ganz besonderes und großes Anliegen. (Abg. Loacker: Bewundernswert, dass Sie nicht selbst lachen!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker, Vogl und Wittmann.
Dass mit dieser neuen Staatszielbestimmung auch die Beschäftigung forciert werden soll, ist natürlich selbstverständlich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker, Vogl und Wittmann.) Dass diese Beschäftigungspolitik auch wesentlich zum Wohlstand beitragen soll, das, glaube ich, ist in unserer Republik auch von allen Parteien als Konsens zu betrachten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Eine Grundahnung der Verfassung kann man voraussetzen, wenn Sie hier reden! – Abg. Loacker: Na, kann man eben nicht! – Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Höbart.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Eine Grundahnung der Verfassung kann man voraussetzen, wenn Sie hier reden! – Abg. Loacker: Na, kann man eben nicht! – Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Höbart.
Dass mit dieser neuen Staatszielbestimmung auch die Beschäftigung forciert werden soll, ist natürlich selbstverständlich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker, Vogl und Wittmann.) Dass diese Beschäftigungspolitik auch wesentlich zum Wohlstand beitragen soll, das, glaube ich, ist in unserer Republik auch von allen Parteien als Konsens zu betrachten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Eine Grundahnung der Verfassung kann man voraussetzen, wenn Sie hier reden! – Abg. Loacker: Na, kann man eben nicht! – Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Höbart.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist schon einigermaßen skurril, wenn man den Rednerinnen und Rednern der Regierungsparteien zuhört und erkennt, dass eigentlich nicht einmal die Regierungsparteien schlüssig erklären können, warum man das heute hier so dringend braucht. Ist Ihnen das nicht ein bissl peinlich? (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hauser: Na bitte, dann fragen Sie einmal die Unternehmer! Fragen Sie mal den Haselsteiner!
Es geht um Showpolitik, und ich glaube, das ist auch das, was heute hier so entlarvend im Mittelpunkt steht: die Showpolitik von Türkis und Blau, die keinem Unternehmer, keiner Unternehmerin in diesem Land auch nur irgendetwas bringt. (Abg. Hauser: Na bitte, dann fragen Sie einmal die Unternehmer! Fragen Sie mal den Haselsteiner!)
Abg. Hauser: Dann reden Sie einmal mit den Unternehmern!
Wissen Sie, es hat gewisse Vorteile, wenn man sich für einige Wochen in die Rolle der Bürgerin versetzt, nicht jeder Diskussion auf Twitter hinterherhechelt und sich die Politik wieder einmal ein bisschen aus der Distanz anschaut. Da sieht man nämlich einerseits, dass Einzelfall um Einzelfall rechtsextreme Rülpser leider Gottes die innenpolitische Diskussion beherrschen, und andererseits, dass eigentlich substanziell nichts passiert. Es passiert nichts. Was Sie hier als Türkis-Blau machen, ist Showpolitik: Ankündigungen, Überschriften. Substanzielle Politik, die sich wirklich um die wesentlichen Zukunftsfragen kümmert, findet nicht statt. (Abg. Hauser: Dann reden Sie einmal mit den Unternehmern!)
Ruf bei der FPÖ: Ist sie ja auch! – Zwischenruf des Abg. Hauser.
Nehmen wir das Beispiel Steuerreform, die dringende Entlastung der Menschen in Österreich! Sepp Schellhorn hat diese eindrucksvolle Grafik gezeigt (eine Tafel mit einem Diagramm, das die Lohn- und die Lohnsteuerentwicklung zeigt, in die Höhe haltend): die Lohnsteigerungen von 1990 bis 2019 um 210 Prozent und die Steigerungen bei der Lohnsteuer um 355 Prozent. Was machen Sie? – Sie stellen sich hin und reden von der größten Steuerreform aller Zeiten. (Ruf bei der FPÖ: Ist sie ja auch! – Zwischenruf des Abg. Hauser.) Sie entspricht nicht im Geringsten dem, was ÖVP und FPÖ vor der Wahl versprochen haben, nämlich eine Entlastung im Ausmaß von 14 Milliarden Euro, 16 Milliarden Euro pro Jahr, sie greift die kalte Progression entgegen ihren Versprechungen nicht an und macht damit klar, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sich diese Reform selber zahlen.
Abg. Deimek: Haben das Ihre Freunde von der SPÖ verstanden?
Schauen wir uns auch die anderen Entlastungspakete oder -schritte an! Welche haben denn da stattgefunden? Eine Entlastung bei den Lohnnebenkosten? – Frau Ministerin, Sie prangern hier an, dass wir etwas junktimieren würden. Wissen Sie, was der Wirtschaftsstandort wirklich braucht? – Eine Entlastung der Unternehmerinnen und Unternehmer, und zwar von Steuern, von Zwangsbeiträgen, von Lohnnebenkosten und im Übrigen auch von Bürokratie. (Abg. Deimek: Haben das Ihre Freunde von der SPÖ verstanden?) Das stärkt den Wirtschaftsstandort, das hilft auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.
Abg. Kühberger: Ausreden!
Wenn Sie gegen Regulierungen sind, wenn Sie für Deregulierung sind, wenn Sie für Bürokratieabbau sind, dann machen Sie es in Österreich (Abg. Kühberger: Ausreden!), dann folgen Sie unseren Anträgen auf einen Normenkontrollsenat, dann folgen Sie unseren Anträgen auf einen Deregulierungsausschuss, dann entrümpeln Sie endlich die Gewerbeordnung!
Abg. Hauser: Sind sehr zufrieden, die Unternehmer!
Wissen Sie, was der große Unterschied zwischen echter Politik und Showpolitik ist – und das wissen die Unternehmer mittlerweile –: Machen, nicht reden! (Abg. Hauser: Sind sehr zufrieden, die Unternehmer!) Es passiert aber leider gar nichts. (Abg. Neubauer: Das stimmt ja nicht! So ein Unsinn!)
Abg. Neubauer: Das stimmt ja nicht! So ein Unsinn!
Wissen Sie, was der große Unterschied zwischen echter Politik und Showpolitik ist – und das wissen die Unternehmer mittlerweile –: Machen, nicht reden! (Abg. Hauser: Sind sehr zufrieden, die Unternehmer!) Es passiert aber leider gar nichts. (Abg. Neubauer: Das stimmt ja nicht! So ein Unsinn!)
Beifall bei den NEOS – Abg. Haubner: Geh!
Es geht Ihnen nicht um substanzielle Entlastungen der Unternehmer. Es geht Ihnen um eine reine Show. Es geht Ihnen darum, heute wieder zu sagen: Regierung gegen Opposition! Das ist das, was Sie wollen. – Das ist schäbig. Das bringt dieses Land null Meter weiter. Polarisieren, spalten, Showpolitik (Beifall bei den NEOS – Abg. Haubner: Geh!) – dafür, meine Damen und Herren, stehen wir sicherlich nicht zur Verfügung. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Schade um den Strolz!)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Schade um den Strolz!
Es geht Ihnen nicht um substanzielle Entlastungen der Unternehmer. Es geht Ihnen um eine reine Show. Es geht Ihnen darum, heute wieder zu sagen: Regierung gegen Opposition! Das ist das, was Sie wollen. – Das ist schäbig. Das bringt dieses Land null Meter weiter. Polarisieren, spalten, Showpolitik (Beifall bei den NEOS – Abg. Haubner: Geh!) – dafür, meine Damen und Herren, stehen wir sicherlich nicht zur Verfügung. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Schade um den Strolz!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ – Zwischenruf des Abg. Schellhorn
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrte Frau Minister! Ich danke der Klubobfrau der NEOS für die Aufklärung darüber, was Show ist. Sie sind ein echter Politprofi. Damit Sie nicht rechtfertigen müssen, warum Sie einem sinnvollen Antrag nicht zustimmen (Beifall bei ÖVP und FPÖ – Zwischenruf des Abg. Schellhorn), stellen Sie sich da heraus und machen Themenverfehlung, lenken vom eigentlichen Kern ab und reden auch die Unwahrheit, aber die Frau Ministerin hat Ihnen die passende und richtige Antwort gegeben. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Schellhorn: Ach so! Wo? Wo ist die Unwahrheit? Welche Unwahrheit?) – Die Unwahrheit, dass wir nichts tun; die Frau Ministerin hat Ihnen längst die Antwort gegeben, erklärt, was wir alles getan haben, nur suchen Sie dann immer faule Ausreden, damit Sie nicht zustimmen müssen (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), aber Ihnen werden die Unternehmer als Wähler bei der nächsten Wahl ohnehin die Antwort geben. Darüber werden wir uns dann unterhalten, nicht jetzt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Schellhorn: Ach so! Wo? Wo ist die Unwahrheit? Welche Unwahrheit?
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrte Frau Minister! Ich danke der Klubobfrau der NEOS für die Aufklärung darüber, was Show ist. Sie sind ein echter Politprofi. Damit Sie nicht rechtfertigen müssen, warum Sie einem sinnvollen Antrag nicht zustimmen (Beifall bei ÖVP und FPÖ – Zwischenruf des Abg. Schellhorn), stellen Sie sich da heraus und machen Themenverfehlung, lenken vom eigentlichen Kern ab und reden auch die Unwahrheit, aber die Frau Ministerin hat Ihnen die passende und richtige Antwort gegeben. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Schellhorn: Ach so! Wo? Wo ist die Unwahrheit? Welche Unwahrheit?) – Die Unwahrheit, dass wir nichts tun; die Frau Ministerin hat Ihnen längst die Antwort gegeben, erklärt, was wir alles getan haben, nur suchen Sie dann immer faule Ausreden, damit Sie nicht zustimmen müssen (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), aber Ihnen werden die Unternehmer als Wähler bei der nächsten Wahl ohnehin die Antwort geben. Darüber werden wir uns dann unterhalten, nicht jetzt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrte Frau Minister! Ich danke der Klubobfrau der NEOS für die Aufklärung darüber, was Show ist. Sie sind ein echter Politprofi. Damit Sie nicht rechtfertigen müssen, warum Sie einem sinnvollen Antrag nicht zustimmen (Beifall bei ÖVP und FPÖ – Zwischenruf des Abg. Schellhorn), stellen Sie sich da heraus und machen Themenverfehlung, lenken vom eigentlichen Kern ab und reden auch die Unwahrheit, aber die Frau Ministerin hat Ihnen die passende und richtige Antwort gegeben. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Schellhorn: Ach so! Wo? Wo ist die Unwahrheit? Welche Unwahrheit?) – Die Unwahrheit, dass wir nichts tun; die Frau Ministerin hat Ihnen längst die Antwort gegeben, erklärt, was wir alles getan haben, nur suchen Sie dann immer faule Ausreden, damit Sie nicht zustimmen müssen (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), aber Ihnen werden die Unternehmer als Wähler bei der nächsten Wahl ohnehin die Antwort geben. Darüber werden wir uns dann unterhalten, nicht jetzt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Sehr geehrte Frau Minister! Ich danke der Klubobfrau der NEOS für die Aufklärung darüber, was Show ist. Sie sind ein echter Politprofi. Damit Sie nicht rechtfertigen müssen, warum Sie einem sinnvollen Antrag nicht zustimmen (Beifall bei ÖVP und FPÖ – Zwischenruf des Abg. Schellhorn), stellen Sie sich da heraus und machen Themenverfehlung, lenken vom eigentlichen Kern ab und reden auch die Unwahrheit, aber die Frau Ministerin hat Ihnen die passende und richtige Antwort gegeben. (Die Abgeordneten Meinl-Reisinger und Schellhorn: Ach so! Wo? Wo ist die Unwahrheit? Welche Unwahrheit?) – Die Unwahrheit, dass wir nichts tun; die Frau Ministerin hat Ihnen längst die Antwort gegeben, erklärt, was wir alles getan haben, nur suchen Sie dann immer faule Ausreden, damit Sie nicht zustimmen müssen (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), aber Ihnen werden die Unternehmer als Wähler bei der nächsten Wahl ohnehin die Antwort geben. Darüber werden wir uns dann unterhalten, nicht jetzt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Schellhorn: Ja, wer hat denn das Gesetz geschaffen?
Ich war heute, meine Damen und Herren, schon ein bisschen überrascht, dass sich zwei Kollegen hierhergestellt haben, die eigentlich das österreichische Betriebsanlagenrecht, die Landesnaturschutzgesetze, das Wasserrecht und auch das Gewerbeanlagenrecht kennen müssten. Wenn man das kennt und weiß, wie das ist, wenn man um eine Betriebsanlagengenehmigung ansucht, was man da durchläuft (Abg. Schellhorn: Ja, wer hat denn das Gesetz geschaffen?) und dass am Ende des Tages dabei sicher nichts Umweltschädliches mehr herauskommen kann, dann wundert es mich schon, dass sich Kollegen hierherstellen und sagen: Es gibt einen Widerspruch zwischen Ökologie und Ökonomie, zwischen Wirtschaft und Umwelt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Diesen künstlichen Widerspruch, den insbesondere du, Kollege Wittmann, hier herbeigeredet hast, den gibt es nicht. Dieser Widerspruch ist nicht vorhanden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Du müsstest das eigentlich ganz genau wissen, und ich bin auch überzeugt, dass du es weißt. Daher macht es wenig Sinn, wenn du dich hierherstellst und das Gegenteil behauptest und irgendjemandem eine Niederlage wünschst. Die einzige Niederlage, die ihr hier produziert, ist die Niederlage für Wohlstand in diesem Land, ist die Niederlage für euch und eure Betriebsräte, die dann weniger Arbeitnehmer zu vertreten haben (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger), aber wenn das euer Ziel ist, euer Staatsziel, dann müssen wir das zur Kenntnis nehmen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez. – Bravoruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger
Diesen künstlichen Widerspruch, den insbesondere du, Kollege Wittmann, hier herbeigeredet hast, den gibt es nicht. Dieser Widerspruch ist nicht vorhanden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Du müsstest das eigentlich ganz genau wissen, und ich bin auch überzeugt, dass du es weißt. Daher macht es wenig Sinn, wenn du dich hierherstellst und das Gegenteil behauptest und irgendjemandem eine Niederlage wünschst. Die einzige Niederlage, die ihr hier produziert, ist die Niederlage für Wohlstand in diesem Land, ist die Niederlage für euch und eure Betriebsräte, die dann weniger Arbeitnehmer zu vertreten haben (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger), aber wenn das euer Ziel ist, euer Staatsziel, dann müssen wir das zur Kenntnis nehmen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez. – Bravoruf des Abg. Haubner.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez. – Bravoruf des Abg. Haubner.
Diesen künstlichen Widerspruch, den insbesondere du, Kollege Wittmann, hier herbeigeredet hast, den gibt es nicht. Dieser Widerspruch ist nicht vorhanden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Du müsstest das eigentlich ganz genau wissen, und ich bin auch überzeugt, dass du es weißt. Daher macht es wenig Sinn, wenn du dich hierherstellst und das Gegenteil behauptest und irgendjemandem eine Niederlage wünschst. Die einzige Niederlage, die ihr hier produziert, ist die Niederlage für Wohlstand in diesem Land, ist die Niederlage für euch und eure Betriebsräte, die dann weniger Arbeitnehmer zu vertreten haben (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger), aber wenn das euer Ziel ist, euer Staatsziel, dann müssen wir das zur Kenntnis nehmen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie des Abg. Dönmez. – Bravoruf des Abg. Haubner.)
Ruf bei der FPÖ: Schule schwänzen!
zen ArbeitnehmerInnenrechte, wem nützt es, wenn wir auf Kosten der Umwelt einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort haben, wenn der Planet kaputt ist? Die jungen Menschen zeigen uns jeden Freitag, dass es ihnen ein wichtiges Anliegen ist, sich für diese Erde einzusetzen, auf der sie leben. (Ruf bei der FPÖ: Schule schwänzen!) Noch einmal: Was nützt es, wenn wir einen gut funktionierenden Wirtschaftsstandort haben, wenn der Planet kaputt ist? Ich möchte China nicht als Beispiel hernehmen, denn die Welt schaut auf China, weil die Industriebetriebe dort drei Tage abschalten, damit die Menschen einmal einen blauen Himmel sehen. – Das möchte ich für uns hier in Österreich so nicht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
zen ArbeitnehmerInnenrechte, wem nützt es, wenn wir auf Kosten der Umwelt einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort haben, wenn der Planet kaputt ist? Die jungen Menschen zeigen uns jeden Freitag, dass es ihnen ein wichtiges Anliegen ist, sich für diese Erde einzusetzen, auf der sie leben. (Ruf bei der FPÖ: Schule schwänzen!) Noch einmal: Was nützt es, wenn wir einen gut funktionierenden Wirtschaftsstandort haben, wenn der Planet kaputt ist? Ich möchte China nicht als Beispiel hernehmen, denn die Welt schaut auf China, weil die Industriebetriebe dort drei Tage abschalten, damit die Menschen einmal einen blauen Himmel sehen. – Das möchte ich für uns hier in Österreich so nicht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Während Europa die Umwelt- und Klimaschutzpolitik vorantreibt, setzt der Herr Bundeskanzler sein Kapperl so auf, wie er es gerade braucht, indem er einerseits sagt, Klimaschutz braucht eine gesamteuropäische Lösung, und andererseits in Österreich genau das Gegenteil macht. Ich habe mir die Rede von Kollegin Evelyn Regner vom Europäischen Parlament angehört, die sie im Rahmen der Aktuellen Europastunde gehalten hat, und muss sagen, wir SozialdemokratInnen wünschen uns ein Europa der Menschen und nicht ein Europa der Konzerne. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker
Herr Kollege Gerstl, Sie haben es eigentlich in Ihren Ausführungen verräterisch gesagt (Zwischenruf der Abg. Steinacker): Wir brauchen ein Gegengewicht dazu, um das Staatsziel über den Umweltschutz zu stellen! Und dann lese ich in einer Aussendung des Wirtschaftsbundes betreffend Wirtschaftspolitik: Wir brauchen das Staatsziel, um einen wichtigen Hebel in der Wirtschaftspolitik zu haben. – Meine sehr geehrten Damen und Herren, was konkret wollen Sie aushebeln? Wo genau ist der Knackpunkt, dass wir dem Entwurf zustimmen sollen?
Zwischenruf des Abg. Rädler
Wir werden diesem Entwurf für diese Staatszielbestimmung sicherlich nicht die Stimmen für die Zweidrittelmehrheit geben (Zwischenruf des Abg. Rädler), denn es ist sinnbefreit: ein Staatsziel, das diametral Umweltschutz – Arbeitnehmer, Arbeitnehmer – Konzerne gegenüberstellt; und dafür werden wir nie unsere Stimme hergeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden diesem Entwurf für diese Staatszielbestimmung sicherlich nicht die Stimmen für die Zweidrittelmehrheit geben (Zwischenruf des Abg. Rädler), denn es ist sinnbefreit: ein Staatsziel, das diametral Umweltschutz – Arbeitnehmer, Arbeitnehmer – Konzerne gegenüberstellt; und dafür werden wir nie unsere Stimme hergeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Stefan: Das ist ein Plädoyer für die Staatszielbestimmungen!
Bei den Sozialabgaben für einen Durchschnittsverdiener liegt Österreich an dritter Stelle in der EU, nur Ungarn und Frankreich haben höhere Sozialabgaben für einen Durchschnittsverdiener. (Abg. Stefan: Das ist ein Plädoyer für die Staatszielbestimmungen!) Was macht Ihre Regierung? – Sie kürzt die Arbeitslosenversicherungsbeiträge und die Krankenversicherungsbeiträge für Teilzeitkräfte, aber die Durchschnittsverdiener werden weiterhin volle Länge zahlen müssen.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Es geht Ihnen um den Standort Österreich, sagen Sie, und wenn Sie den Standort Österreich mit anderen europäischen Ländern vergleichen, dann bleibt von Ihren Maßnahmen nur das Staatsziel Wirtschaft in der Verfassung übrig – hohle Worte; und mit hohlen Worten ändern Sie nichts. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Sie hätten gerne diese hohlen Worte in die Verfassung geklopft, aber dann bleibt dieselbe Belastung auf dem Faktor Arbeit, dann bleiben dieselben gigantischen Pensionsausgaben, und dann bleibt dasselbe komplexe Steuersystem. Sie ändern gar nichts. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es geht Ihnen um den Standort Österreich, sagen Sie, und wenn Sie den Standort Österreich mit anderen europäischen Ländern vergleichen, dann bleibt von Ihren Maßnahmen nur das Staatsziel Wirtschaft in der Verfassung übrig – hohle Worte; und mit hohlen Worten ändern Sie nichts. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Sie hätten gerne diese hohlen Worte in die Verfassung geklopft, aber dann bleibt dieselbe Belastung auf dem Faktor Arbeit, dann bleiben dieselben gigantischen Pensionsausgaben, und dann bleibt dasselbe komplexe Steuersystem. Sie ändern gar nichts. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Pilz. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es liegt kein Gesetzesbeschluss des Nationalrates im Sinne des § 82 Abs. 2 Z 1 der Geschäftsordnung vor. Somit entfällt die dritte Lesung. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Pilz. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Rädler: Das habt’s jetzt davon! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiefür ihre Zustimmung geben wollen, um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Abg. Rädler: Das habt’s jetzt davon! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei JETZT.
anstalter – nicht nur Bewerber – gibt. Ich meine aber, so etwas kann und sollte man heute nicht machen, wenn man nicht gleichzeitig auch die nicht kommerziellen Anbieter auf diesem Gebiet fördert. (Beifall bei JETZT.) Das wurde nicht gemacht, und insofern kann man – ich glaube, nicht ganz zu Unrecht – dieser Mittelerhöhung nichts unbedingt Demokratieförderndes und Autonomieförderndes nachsagen. Es sollte hier für nicht kommerzielle Rundfunkveranstalter sehr viel mehr getan werden, als bisher gemacht wurde.
Beifall bei JETZT.
Insgesamt haben wir deshalb – was klarerweise die Änderung hinsichtlich der Mittel nicht verhindern wird – diesem Entwurf unsere Zustimmung versagt. – Danke. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich bitte um Zustimmung zu diesem Antrag, weil es unser gemeinsames Ziel sein muss, den vielfältigen Medienstandort Österreich zu erhalten und die Ausbildung der Journalistinnen und Journalisten gerade auch im privaten Sektor weiter zu fördern. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Noll: Werdet’s sehen, dass ihr doch einen Freund im Kollegen Wittmann habts!
Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Wittmann. – Bitte. (Abg. Noll: Werdet’s sehen, dass ihr doch einen Freund im Kollegen Wittmann habts!)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Meldungen sind von den Abgeordneten der Freiheitlichen durchaus in den Raum gestellt worden, dass man sich von der Gebührenfinanzierung verabschieden und sie in eine Budgetfinanzierung umwandeln will. Das würde bedeuten, dass die Unabhängigkeit der Medien schwerstens gefährdet wird. Das geht in Richtung Orbán, und das wollen wir unter keinen Umständen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre höchst angebracht, in diesen Diskussionsprozess über den ORF einzutreten, damit man auch weiß, wohin die Reise geht. Zu diesem Gesetz aber gibt es unsere Zustimmung, weil es an sich eine vernünftige Regelung ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mir ist aber natürlich ebenso klar, dass es auch das Geschäft der Opposition ist, das eine oder andere zuzuspitzen. Man muss bei der zugespitzten Debatte nur immer aufpassen, dass nicht irgendwann einmal jemand in die Falle dieser Propaganda geht und man es zum Schluss vielleicht noch selbst glaubt. Das wäre dann überhaupt am schlimmsten, weil nichts schlimmer ist, als der eigenen Propaganda auf den Leim zu gehen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist etwas, das niemandem hilft, weder in Österreich noch im europäischen Umland. Das sind nämlich jene Probleme, bei denen dann europäische Beobachter nach Österreich schauen und sagen: Na ja, wenn in Österreich nun schon Journalisten unter Druck stehen, was soll man dann von diesem Land glauben? (Zwischenruf des Abg. Noll.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Mir ist aber natürlich ebenso klar, dass es auch das Geschäft der Opposition ist, das eine oder andere zuzuspitzen. Man muss bei der zugespitzten Debatte nur immer aufpassen, dass nicht irgendwann einmal jemand in die Falle dieser Propaganda geht und man es zum Schluss vielleicht noch selbst glaubt. Das wäre dann überhaupt am schlimmsten, weil nichts schlimmer ist, als der eigenen Propaganda auf den Leim zu gehen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist etwas, das niemandem hilft, weder in Österreich noch im europäischen Umland. Das sind nämlich jene Probleme, bei denen dann europäische Beobachter nach Österreich schauen und sagen: Na ja, wenn in Österreich nun schon Journalisten unter Druck stehen, was soll man dann von diesem Land glauben? (Zwischenruf des Abg. Noll.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll
Ich kann Ihnen ganz ehrlich sagen, wenn ich mir diese Rankings ansehe, in denen ein Staat wie Jamaika, Herr Kollege Noll, vor Österreich gereiht wird, was die Pressefreiheit betrifft, dann halte ich weniger die Pressefreiheit in Österreich für problematisch, sondern vielmehr jene Personen, die solche Umfragen machen und publizieren (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll), wenn diese der Meinung sind, in Jamaika herrsche mehr Freiheit als in Österreich. Eine Freiheit mag vielleicht in manchen Lokalen herrschen, in denen man irgendwelche Substanzen konsumiert, was aber die Pressefreiheit betrifft, glaube ich, sind wir in Österreich ganz gut aufgestellt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich kann Ihnen ganz ehrlich sagen, wenn ich mir diese Rankings ansehe, in denen ein Staat wie Jamaika, Herr Kollege Noll, vor Österreich gereiht wird, was die Pressefreiheit betrifft, dann halte ich weniger die Pressefreiheit in Österreich für problematisch, sondern vielmehr jene Personen, die solche Umfragen machen und publizieren (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Noll), wenn diese der Meinung sind, in Jamaika herrsche mehr Freiheit als in Österreich. Eine Freiheit mag vielleicht in manchen Lokalen herrschen, in denen man irgendwelche Substanzen konsumiert, was aber die Pressefreiheit betrifft, glaube ich, sind wir in Österreich ganz gut aufgestellt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Abg. Duzdar: Ja, kommen Sie nach Jamaika!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gemeldet hat sich nun Herr Bundesminister Blümel. – Bitte schön, Herr Minister. (Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Abg. Duzdar: Ja, kommen Sie nach Jamaika!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
heimischer Privater hin zum Partner der heimischen privaten Medienlandschaft. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Mit der Aufstockung des Privatrundfunkfonds leisten wir einen Beitrag, um unsere heimische Rundfunkbranche, das Fernsehen und das Radio, weiterhin zu unterstützen. Ich danke für die breite Zustimmung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Jenewein: Was habt ihr die letzten Jahre gemacht? – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Bundesminister Blümel, Sie haben ja schon selbst erwähnt, wie Sie Ihre Arbeit einschätzen, nämlich als „Mindestmaß“. Als Mindestmaß sehen wir auch die Aufstockung dieser Förderung von 15 auf 20 Millionen Euro – eine Einzelmaßnahme. Nicht beinhaltet ist eben die nicht kommerzielle Rundfunkförderung. Von dieser hat Abgeordneter Jenewein gemeint, sie gehöre auf komplett neue Beine gestellt. – Wer hindert Sie denn daran? Arbeiten Sie etwas, tun Sie endlich etwas und legen Sie ordentliche Gesetzesvorschläge vor! (Abg. Jenewein: Was habt ihr die letzten Jahre gemacht? – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Fake News von der SPÖ! Da kennt sich die SPÖ nicht aus!
Es fehlt ebenso völlig die Förderung von digitalen Medien. Auch was den Bereich Fake News anbelangt: Es gäbe einige Plattformen, die dezidiert dagegen auftreten; zu nennen wären zum Beispiel Kobuk und Mimikama. Förderungsmöglichkeiten für solche Plattformen werden da vollkommen ausgelassen. (Abg. Belakowitsch: Fake News von der SPÖ! Da kennt sich die SPÖ nicht aus!) Was es braucht, ist ein übergreifendes Gesamtpaket, das zum 21. Jahrhundert passt und in dem auch digitale Medien beinhaltet sind, und zwar nicht nur jene Medien, die positiv über die Regierung berichten.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Wir sehen ja, wie die Medien permanent angegriffen werden, und das hat auch Folgen. Ich möchte da auf den Bericht der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen eingehen: Hinsichtlich Pressefreiheit hat sich Österreich laut diesem Bericht alarmierend verschlechtert, nämlich um fünf Ränge. Da möchte ich Sie schon fragen, Herr Bundesminister: Wie geht es Ihnen damit, dass durch Ihr Verhalten (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und durch das Verhalten Ihrer Regierung unter Ihrer Ägide als Medienminister (Bundesminister Blümel greift zu seinem Smartphone und wendet sich von der Rednerin ab) – Sie brauchen jetzt nicht wegzuschauen und so zu tun (Abg. Wöginger: Aber hersetzen darf er sich schon noch?! Sitzen darf er schon?), als ob Sie das nichts angehen würde – ein so wichtiges Gut wie die Pressefreiheit, ein Grundpfeiler der Demokratie, derartig beschädigt wird?! (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie gehören genau zu jenen, die diese Grundrechte beschädigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Aber hersetzen darf er sich schon noch?! Sitzen darf er schon?
Wir sehen ja, wie die Medien permanent angegriffen werden, und das hat auch Folgen. Ich möchte da auf den Bericht der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen eingehen: Hinsichtlich Pressefreiheit hat sich Österreich laut diesem Bericht alarmierend verschlechtert, nämlich um fünf Ränge. Da möchte ich Sie schon fragen, Herr Bundesminister: Wie geht es Ihnen damit, dass durch Ihr Verhalten (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und durch das Verhalten Ihrer Regierung unter Ihrer Ägide als Medienminister (Bundesminister Blümel greift zu seinem Smartphone und wendet sich von der Rednerin ab) – Sie brauchen jetzt nicht wegzuschauen und so zu tun (Abg. Wöginger: Aber hersetzen darf er sich schon noch?! Sitzen darf er schon?), als ob Sie das nichts angehen würde – ein so wichtiges Gut wie die Pressefreiheit, ein Grundpfeiler der Demokratie, derartig beschädigt wird?! (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie gehören genau zu jenen, die diese Grundrechte beschädigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Wir sehen ja, wie die Medien permanent angegriffen werden, und das hat auch Folgen. Ich möchte da auf den Bericht der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen eingehen: Hinsichtlich Pressefreiheit hat sich Österreich laut diesem Bericht alarmierend verschlechtert, nämlich um fünf Ränge. Da möchte ich Sie schon fragen, Herr Bundesminister: Wie geht es Ihnen damit, dass durch Ihr Verhalten (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und durch das Verhalten Ihrer Regierung unter Ihrer Ägide als Medienminister (Bundesminister Blümel greift zu seinem Smartphone und wendet sich von der Rednerin ab) – Sie brauchen jetzt nicht wegzuschauen und so zu tun (Abg. Wöginger: Aber hersetzen darf er sich schon noch?! Sitzen darf er schon?), als ob Sie das nichts angehen würde – ein so wichtiges Gut wie die Pressefreiheit, ein Grundpfeiler der Demokratie, derartig beschädigt wird?! (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie gehören genau zu jenen, die diese Grundrechte beschädigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sehen ja, wie die Medien permanent angegriffen werden, und das hat auch Folgen. Ich möchte da auf den Bericht der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen eingehen: Hinsichtlich Pressefreiheit hat sich Österreich laut diesem Bericht alarmierend verschlechtert, nämlich um fünf Ränge. Da möchte ich Sie schon fragen, Herr Bundesminister: Wie geht es Ihnen damit, dass durch Ihr Verhalten (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und durch das Verhalten Ihrer Regierung unter Ihrer Ägide als Medienminister (Bundesminister Blümel greift zu seinem Smartphone und wendet sich von der Rednerin ab) – Sie brauchen jetzt nicht wegzuschauen und so zu tun (Abg. Wöginger: Aber hersetzen darf er sich schon noch?! Sitzen darf er schon?), als ob Sie das nichts angehen würde – ein so wichtiges Gut wie die Pressefreiheit, ein Grundpfeiler der Demokratie, derartig beschädigt wird?! (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Sie gehören genau zu jenen, die diese Grundrechte beschädigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Und der Herr Bundesminister sitzt hier und lächelt. Das muss man schon sagen (Zwischenrufe bei der FPÖ), das ist etwas, was die Regierung wirklich gut kann: lächeln. (Ruf bei der FPÖ: ... Vollholler!) – Die meisten politischen Probleme lassen sich aber halt nicht weglächeln (Abg. Wöginger: Euch ist das Lachen vergangen!), sondern da gehören ordentliche Arbeit und ein gescheites Verständnis dahinter dazu. (Ruf bei der FPÖ: Die SPÖ hat gar kein Verständnis! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: ... Vollholler!
Und der Herr Bundesminister sitzt hier und lächelt. Das muss man schon sagen (Zwischenrufe bei der FPÖ), das ist etwas, was die Regierung wirklich gut kann: lächeln. (Ruf bei der FPÖ: ... Vollholler!) – Die meisten politischen Probleme lassen sich aber halt nicht weglächeln (Abg. Wöginger: Euch ist das Lachen vergangen!), sondern da gehören ordentliche Arbeit und ein gescheites Verständnis dahinter dazu. (Ruf bei der FPÖ: Die SPÖ hat gar kein Verständnis! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Euch ist das Lachen vergangen!
Und der Herr Bundesminister sitzt hier und lächelt. Das muss man schon sagen (Zwischenrufe bei der FPÖ), das ist etwas, was die Regierung wirklich gut kann: lächeln. (Ruf bei der FPÖ: ... Vollholler!) – Die meisten politischen Probleme lassen sich aber halt nicht weglächeln (Abg. Wöginger: Euch ist das Lachen vergangen!), sondern da gehören ordentliche Arbeit und ein gescheites Verständnis dahinter dazu. (Ruf bei der FPÖ: Die SPÖ hat gar kein Verständnis! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Die SPÖ hat gar kein Verständnis! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Und der Herr Bundesminister sitzt hier und lächelt. Das muss man schon sagen (Zwischenrufe bei der FPÖ), das ist etwas, was die Regierung wirklich gut kann: lächeln. (Ruf bei der FPÖ: ... Vollholler!) – Die meisten politischen Probleme lassen sich aber halt nicht weglächeln (Abg. Wöginger: Euch ist das Lachen vergangen!), sondern da gehören ordentliche Arbeit und ein gescheites Verständnis dahinter dazu. (Ruf bei der FPÖ: Die SPÖ hat gar kein Verständnis! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Eines muss ich zur Bestellung von Odin Wiesinger (Zwischenruf bei der FPÖ), einem eindeutig der nationalsozialistischen Ideologie zuordenbaren Künstler (Ruf bei der FPÖ: He hallo, was haben denn Sie gegessen?!), schon auch sagen, Herr Minister: Früher wäre es undenkbar gewesen, einen Künstler, der eine Bildserie mit dem Titel „Endsieg“ veröffentlicht hat (Zwischenrufe bei der FPÖ), in ein solches Gremium zu setzen. (Abg. Schimanek: Das ist ja unfassbar! Ein unbescholtener Mensch!) Sie sitzen hier und schweigen und opfern unsere Rechtsstaatlichkeit und Demokratie – schämen Sie sich dafür! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höbart.)
Ruf bei der FPÖ: He hallo, was haben denn Sie gegessen?!
Eines muss ich zur Bestellung von Odin Wiesinger (Zwischenruf bei der FPÖ), einem eindeutig der nationalsozialistischen Ideologie zuordenbaren Künstler (Ruf bei der FPÖ: He hallo, was haben denn Sie gegessen?!), schon auch sagen, Herr Minister: Früher wäre es undenkbar gewesen, einen Künstler, der eine Bildserie mit dem Titel „Endsieg“ veröffentlicht hat (Zwischenrufe bei der FPÖ), in ein solches Gremium zu setzen. (Abg. Schimanek: Das ist ja unfassbar! Ein unbescholtener Mensch!) Sie sitzen hier und schweigen und opfern unsere Rechtsstaatlichkeit und Demokratie – schämen Sie sich dafür! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höbart.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Eines muss ich zur Bestellung von Odin Wiesinger (Zwischenruf bei der FPÖ), einem eindeutig der nationalsozialistischen Ideologie zuordenbaren Künstler (Ruf bei der FPÖ: He hallo, was haben denn Sie gegessen?!), schon auch sagen, Herr Minister: Früher wäre es undenkbar gewesen, einen Künstler, der eine Bildserie mit dem Titel „Endsieg“ veröffentlicht hat (Zwischenrufe bei der FPÖ), in ein solches Gremium zu setzen. (Abg. Schimanek: Das ist ja unfassbar! Ein unbescholtener Mensch!) Sie sitzen hier und schweigen und opfern unsere Rechtsstaatlichkeit und Demokratie – schämen Sie sich dafür! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höbart.)
Abg. Schimanek: Das ist ja unfassbar! Ein unbescholtener Mensch!
Eines muss ich zur Bestellung von Odin Wiesinger (Zwischenruf bei der FPÖ), einem eindeutig der nationalsozialistischen Ideologie zuordenbaren Künstler (Ruf bei der FPÖ: He hallo, was haben denn Sie gegessen?!), schon auch sagen, Herr Minister: Früher wäre es undenkbar gewesen, einen Künstler, der eine Bildserie mit dem Titel „Endsieg“ veröffentlicht hat (Zwischenrufe bei der FPÖ), in ein solches Gremium zu setzen. (Abg. Schimanek: Das ist ja unfassbar! Ein unbescholtener Mensch!) Sie sitzen hier und schweigen und opfern unsere Rechtsstaatlichkeit und Demokratie – schämen Sie sich dafür! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höbart.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höbart.
Eines muss ich zur Bestellung von Odin Wiesinger (Zwischenruf bei der FPÖ), einem eindeutig der nationalsozialistischen Ideologie zuordenbaren Künstler (Ruf bei der FPÖ: He hallo, was haben denn Sie gegessen?!), schon auch sagen, Herr Minister: Früher wäre es undenkbar gewesen, einen Künstler, der eine Bildserie mit dem Titel „Endsieg“ veröffentlicht hat (Zwischenrufe bei der FPÖ), in ein solches Gremium zu setzen. (Abg. Schimanek: Das ist ja unfassbar! Ein unbescholtener Mensch!) Sie sitzen hier und schweigen und opfern unsere Rechtsstaatlichkeit und Demokratie – schämen Sie sich dafür! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Höbart.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Wir als Sozialdemokratie fordern: Hören Sie mit den Attacken auf! Hören Sie mit den Attacken auf Journalisten und auf den ORF auf! Sorgen Sie für echte Pressefreiheit! Setzen Sie nicht auf Einzelmaßnahmen (Zwischenrufe bei der FPÖ), sondern auf ein Gesamtpaket, das die Vielfalt der Medienlandschaft repräsentiert und dem 21. Jahrhundert gerecht wird! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: SPÖ Wien und Pressefreiheit!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: SPÖ Wien und Pressefreiheit!
Wir als Sozialdemokratie fordern: Hören Sie mit den Attacken auf! Hören Sie mit den Attacken auf Journalisten und auf den ORF auf! Sorgen Sie für echte Pressefreiheit! Setzen Sie nicht auf Einzelmaßnahmen (Zwischenrufe bei der FPÖ), sondern auf ein Gesamtpaket, das die Vielfalt der Medienlandschaft repräsentiert und dem 21. Jahrhundert gerecht wird! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gudenus: SPÖ Wien und Pressefreiheit!)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ – Rufe bei der FPÖ: Zuhören!
Ich berichtige: Es handelt sich dabei um ein Bild mit diesem Titel (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ – Rufe bei der FPÖ: Zuhören!), und dieses Bild (Abg. Erasim: Peinlich! Peinlich!) ist zu Beginn der Neunzigerjahre aus Anlass und in Bezug zum Jugoslawienkrieg entstanden.
Abg. Erasim: Peinlich! Peinlich!
Ich berichtige: Es handelt sich dabei um ein Bild mit diesem Titel (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ – Rufe bei der FPÖ: Zuhören!), und dieses Bild (Abg. Erasim: Peinlich! Peinlich!) ist zu Beginn der Neunzigerjahre aus Anlass und in Bezug zum Jugoslawienkrieg entstanden.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie hier etwas verbreiten, dann informieren Sie sich bitte vorher! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Höbart: Wieder irgendwas erfinden, ja!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächste ist Frau Abgeordnete Yildirim zu Wort gemeldet. – Bitte schön, Frau Abgeordnete. (Anhaltende Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Abg. Höbart: Wieder irgendwas erfinden, ja!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, haben Sie Probleme damit, einer Frau zuzuhören? Ich bitte Sie, das schon zu respektieren, wenn auch Frauen hier am Pult stehen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Mölzer: Sagen Sie was Kluges, dann hören wir zu!
Meine sehr geehrten Damen und Herren (Abg. Mölzer: Sagen Sie was Kluges, dann hören wir zu!), erschrecken Sie bitte nicht die jungen Wählerinnen und Wähler da oben auf der Galerie! Erschrecken Sie bitte nicht unsere jungen Wählerinnen und Wähler! Das sind noch IdealistInnen, die glauben, in diesem Parlament wird seriös Politik für Bürgerinnen und Bürger gemacht. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren (Abg. Mölzer: Sagen Sie was Kluges, dann hören wir zu!), erschrecken Sie bitte nicht die jungen Wählerinnen und Wähler da oben auf der Galerie! Erschrecken Sie bitte nicht unsere jungen Wählerinnen und Wähler! Das sind noch IdealistInnen, die glauben, in diesem Parlament wird seriös Politik für Bürgerinnen und Bürger gemacht. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Steger: Hören Sie mal auf ...!
Wir haben Sorge; ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an das Abrutschen Österreichs im internationalen Ranking betreffend Pressefreiheit – berechtigte Sorge, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Steger: Hören Sie mal auf ...!) Kürzlich hat man sich sogar in einer Kultursendung von einem Beitrag über den deutschen Satiriker Jan Böhmermann distanziert. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Offensichtlich herrschen beim ORF Angst und Schrecken vor dieser Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Kompletter Unsinn!) Auch wenn so manche Satire möglicherweise über das Ziel hinausschießt: Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, dies für sich selbst zu beurteilen. Es ist der österreichischen Demokratie nicht würdig und auch gefährlich, wenn es aus welchen Gründen auch immer zu Einschränkungen in der Berichterstattung kommt.
Zwischenruf der Abg. Steger.
Wir haben Sorge; ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an das Abrutschen Österreichs im internationalen Ranking betreffend Pressefreiheit – berechtigte Sorge, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Steger: Hören Sie mal auf ...!) Kürzlich hat man sich sogar in einer Kultursendung von einem Beitrag über den deutschen Satiriker Jan Böhmermann distanziert. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Offensichtlich herrschen beim ORF Angst und Schrecken vor dieser Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Kompletter Unsinn!) Auch wenn so manche Satire möglicherweise über das Ziel hinausschießt: Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, dies für sich selbst zu beurteilen. Es ist der österreichischen Demokratie nicht würdig und auch gefährlich, wenn es aus welchen Gründen auch immer zu Einschränkungen in der Berichterstattung kommt.
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Kompletter Unsinn!
Wir haben Sorge; ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an das Abrutschen Österreichs im internationalen Ranking betreffend Pressefreiheit – berechtigte Sorge, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Steger: Hören Sie mal auf ...!) Kürzlich hat man sich sogar in einer Kultursendung von einem Beitrag über den deutschen Satiriker Jan Böhmermann distanziert. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Offensichtlich herrschen beim ORF Angst und Schrecken vor dieser Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Kompletter Unsinn!) Auch wenn so manche Satire möglicherweise über das Ziel hinausschießt: Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, dies für sich selbst zu beurteilen. Es ist der österreichischen Demokratie nicht würdig und auch gefährlich, wenn es aus welchen Gründen auch immer zu Einschränkungen in der Berichterstattung kommt.
Abg. Steger: Ja, zum Beispiel von der SPÖ!
Wege des Fernsehens? – Wir sind tatsächlich im Zeitalter der Digitalisierung angekommen, das heißt, der Großteil der Nachrichten wird online beziehungsweise gefiltert über Social Media konsumiert. Es gibt zahlreiche Fälle von Hasspostings oder der Verbreitung von Fake News. (Abg. Steger: Ja, zum Beispiel von der SPÖ!) Passwörter werden gehackt, und da kommen interessante Details zutage – unangenehm übrigens; ich verurteile das. Gerade in diesem Bereich fehlt es doch auch an Medienkompetenz. Auch wenn der Fonds dafür nicht zuständig sein mag, auf die wichtigen Fragen im Zusammenhang mit der Digitalisierung gibt die Bundesregierung keine Antworten. Diesen Herausforderungen stellt sie sich nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Das, was wir hier und heute auf Vorschlag der Regierung beschließen, können wir mittragen, allerdings ist es wirklich eine Einzelmaßnahme und kein großer Wurf; viele wichtige Fragen bleiben dabei offen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Lindner.
Meine Antwort, Frau Ministerin, auf diese Herausforderungen, wenigstens auf einen Teil dieser Herausforderungen, ist eine ganz andere. Wenn wir nämlich die digitale Transformation und ihre zum Teil negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und auf die Arbeitsbedingungen vermeiden und den Klein- und Mittelbetrieben die Produktivität erhalten wollen, brauchen wir eine Verkürzung der Normalarbeitszeit. Ich habe, als wir hier in diesem Haus den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche diskutiert haben, immer wieder darauf hingewiesen: Wir brauchen eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Lindner.)
Beifall bei JETZT.
Vielen Dank. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Angerer, Gudenus und Höbart.
legen Schellhorn, der leider nicht da ist, hätte ich gerne Folgendes gesagt: Auch eine ganz aktuelle Imas-Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich sagen, der Wirtschaftsstandort entwickle sich in eine richtige Richtung. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Angerer, Gudenus und Höbart.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, das ist ein klares Signal dafür, dass wir in Österreich die richtige Wirtschaftspolitik im Sinne von Standort und Arbeitsplätzen machen. Der Bericht zeigt auch eindrucksvoll auf, dass die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer Tag für Tag, Woche für Woche ganz gewaltige Leistungen erbringen. Im internationalen Feld erreichen sie natürlich auch Spitzenleistungen, und dafür wollen wir von dieser Stelle aus auch einmal ein aufrichtiges Dankeschön sagen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Bravo!
Es stimmt schon: Die KMUs, die Klein- und mittelständischen Unternehmen, sind die stabile Säule unserer Wirtschaft. Sie beschäftigen, und das zeigt auch der Bericht, zwei Drittel der Erwerbstätigen und schaffen für Zehntausende junge Menschen aktiv Ausbildungsplätze und damit Zukunftschancen, die wiederum mit sicheren Arbeitsplätzen verbunden sind. Das gute Miteinander zwischen den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern in unseren Betrieben ist auch ein Garant für den Erfolg unserer Heimat. Erst heute ist in der „Presse“ eine Beilage erschienen: „Österreichs beste Familienunternehmen“. (Der Redner hält die genannte Beilage in die Höhe und blättert darin.) Darin liest man erfreulicherweise: Hagleitner Hygiene ist Familienunternehmer des Jahres. Herr Hagleitner beschäftigt immerhin tausend Mitarbeiter, und er sagt, der Erfolg seien die innovativen Produkte, aber vor allem die tollen Pinzgauer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. – Auch hier sieht man das gute Miteinander zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. (Ruf bei der ÖVP: Bravo!) Ich denke, darauf sollten wir weiter aufbauen und darauf können wir auch stolz sein, meine Damen und Herren. (Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es stimmt schon: Die KMUs, die Klein- und mittelständischen Unternehmen, sind die stabile Säule unserer Wirtschaft. Sie beschäftigen, und das zeigt auch der Bericht, zwei Drittel der Erwerbstätigen und schaffen für Zehntausende junge Menschen aktiv Ausbildungsplätze und damit Zukunftschancen, die wiederum mit sicheren Arbeitsplätzen verbunden sind. Das gute Miteinander zwischen den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern in unseren Betrieben ist auch ein Garant für den Erfolg unserer Heimat. Erst heute ist in der „Presse“ eine Beilage erschienen: „Österreichs beste Familienunternehmen“. (Der Redner hält die genannte Beilage in die Höhe und blättert darin.) Darin liest man erfreulicherweise: Hagleitner Hygiene ist Familienunternehmer des Jahres. Herr Hagleitner beschäftigt immerhin tausend Mitarbeiter, und er sagt, der Erfolg seien die innovativen Produkte, aber vor allem die tollen Pinzgauer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. – Auch hier sieht man das gute Miteinander zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. (Ruf bei der ÖVP: Bravo!) Ich denke, darauf sollten wir weiter aufbauen und darauf können wir auch stolz sein, meine Damen und Herren. (Beifall der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Bericht zeigt ja auch den Mix aus großen, kleinen, mittleren und Einpersonenunternehmen. Wir sind der Meinung – und das Bekenntnis geht ganz klar in diese Richtung –, Wirtschaft ist unteilbar. Wir brauchen große Betriebe, Industriebetriebe und Leitbetriebe. Darin unterscheiden wir uns von der SPÖ ganz gewaltig, weil sie natürlich für den Wirtschaftsstandort nicht sehr viel übrig hat und das auch permanent plakatiert, wie man jetzt im EU-Wahlkampf wieder sieht. In dieser Hinsicht, glaube ich, wissen wir, wo die Wirtschaftskompetenz zu Hause ist, nämlich vor allem bei unserer Frau Minister. – Danke für Ihren Einsatz und für die Ideen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Im Unterschied zu Kollegen Rossmann sind wir für eine Flexibilisierung der Arbeitszeit – mehr Freiheit, mehr Selbstverantwortung –, deshalb haben wir auch die Arbeitszeitflexibilisierung forciert und in dieser Legislaturperiode umgesetzt. Es ist eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die von allen Seiten sehr begrüßt wird. Außerdem werden folgende Punkte umgesetzt: eine Erhöhung der Kontingente für Arbeitskräfte aus Drittstaaten, die Lehrlingsoffensive, Deregulierung, erste Abschaffung von 40 Maßnahmen im Rahmen des Anti-Gold-Platings, die Zusammenlegung der Sozialversicherungen und eine Steuerreform, die zusätzliche Belastungen für die Unternehmer verhindert. Das heißt, wir bleiben unserem Motto – Entlasten statt Belasten – treu, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Lassen Sie mich zum Abschluss kurz zusammenfassen: Der unternehmerische Mittelstand ist es, der das Land trägt; sie sind diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen und Tausenden von Jugendlichen eine Zukunft geben. Die Summe aus erfolgreichen Einpersonenunternehmen, klassischen Klein- und Mittelbetrieben und Leit- und Industriebetrieben – das ist der unternehmerische Mittelstand, das ist der Erfolgsgarant für unsere Wirtschaft. Unser Land braucht diesen Mittelstand. – Danke für Ihren Einsatz! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Ich möchte kurz auf meinen Vorredner Peter Haubner replizieren. Unser EU-Wahlkampfslogan lautet „Mensch statt Konzern“. Wir wollen nicht, dass Inhaber von Konzernen immer reicher werden, sondern wir wollen die kleinen und mittleren Unternehmen in unserem Land, wie Sie bereits gesagt haben – und das stimmt auch so: das ist die stabile Säule in Österreich –, gestärkt wissen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gudenus: Laut Medienberichten!
Geschätzte Damen und Herren, vor Kurzem sind drei Themen publik geworden, die allesamt sehr alarmierend sind. Der Klubobmann der FPÖ verwendet laut Medienberichten auf Facebook „heilheil“ als Passwort. (Abg. Gudenus: Laut Medienberichten!) Der Wirtschaftsaufschwung geht zurück, die Konjunktur flacht ab.
Beifall bei der SPÖ.
einer zeitlich begrenzten vorzeitigen Abschreibung als ganz, ganz wichtige Maßnahme. Dies wäre ein steuerlicher Anreiz für all diese Unternehmen, der zu mehr Beschäftigung und Wirtschaftswachstum führen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, ich würde Ihnen aus tiefstem Herzen und in aller Ehrlichkeit raten: Nehmen Sie unser Konjunkturpaket einmal in einer ruhigen Stunde zur Hand, lesen Sie es sich durch und denken Sie darüber nach! Das würde mich sehr freuen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... „heilheil“!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Gudenus zu Wort gemeldet. – Bitte schön. (Abg. Heinisch-Hosek: ... „heilheil“!)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Wie war das Passwort?
Richtig ist vielmehr: Ich wurde vor drei Jahren gehackt: mehrere E-Mail-Accounts sowie meine Facebook-Seite. Diverse Folgen sind daraus resultierend, und der Rechtsweg wird noch beschritten. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Leichtfried: Wie war das Passwort?) – Sie wollen mein Passwort wissen?
Ruf bei der SPÖ: Na recht hat er! – Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Abgeordneter Ing. Wolfgang Klinger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Minister! Hohes Haus! Bruno Rossmann hat am Beginn dieser Debatte über den Mittelstandsbericht davon gesprochen, man möge nach dem 12-Stunden-Tag die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Ich stelle mir die Frage: Was reitet Bruno Rossmann, dass er von einem 12-Stunden-Tag spricht? (Ruf bei der SPÖ: Na recht hat er! – Zwischenruf des Abg. Rossmann.) Der ist in Wahrheit eine ganz notwendige Arbeitszeitflexibilisierung für unsere Wirtschaft, vor allem für die klein- und mittelständische Wirtschaft; niemand wird gezwungen, 12 Stunden zu arbeiten. Das ist einfach die Unwahrheit.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Tatsache ist, dass es jetzt möglich ist, innerhalb von 12 Stunden Arbeiten auch außerhalb eines Ortes, weiter entfernt, zu verrichten und noch am selben Tag nach Hause zu kommen oder innerhalb von vier Tagen 48 Stunden zu arbeiten. Das kann von jedem Arbeitnehmer gewählt werden. Ich bin seit 1984 Einzelunternehmer in zwei ganz schwierigen Branchen, in der Transportbranche und seit 2004 im Gastgewerbe; ich bin bemüht, für meine Mitarbeiter vollste Verantwortung zu tragen. Ich bin auch bemüht, das beste Klima für meine Mitarbeiter zu schaffen. Im Bereich der Flexibilisierung der Arbeitszeiten weiß ich ganz genau, dass meine Mitarbeiter diese neue Flexibilisierung enorm schätzen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.
Ich weiß nicht, was jene Abgeordneten dazu bewegt, über so eine Arbeitszeitflexibilisierung zu urteilen und zu behaupten, das wäre jetzt ein 12-Stunden-Tag. Ich weiß auch ganz genau, dass uns unsere Mitarbeiter recht geben, dass wir das Zusammenspiel zwischen Unternehmern und Arbeitnehmern nach vorne tragen müssen. Ich habe bestes Einverständnis mit allen meinen Mitarbeitern darüber, dass sie ihre Arbeitszeit in ihrem eigenen Interesse soweit wie möglich selbst flexibel bestimmen können. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wenn man einen Wirtschaftsstandort nach vorne bringen will: Wir haben schon gehört, wie wichtig die mittelständischen Unternehmen und die Kleinunternehmen für dieses Land sind, nämlich auch dahin gehend, dass sie in Krisenzeiten nachweislich beste wirtschaftliche Daten durch höchsten Einsatz liefern und geliefert haben. Dafür ein aufrichtiges Dankeschön an unsere klein- und mittelständischen Betriebe. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Höbart: So ist es!
Was hat diese Regierung nun getan, um für diese klein- und mittelständischen Betriebe Positives zu erreichen? – Natürlich ist immer alles zu wenig, es gäbe vieles, was wir noch zu tun hätten und was die Situation verbessern könnte, wenn ich aber davon spreche, dass wir zum Beispiel aus Wertschätzung schon den Findet-was-Erlass abgeschafft haben – dass die Prüfer nicht zu den Betrieben hinausgehen und sagen, jetzt werde ich sicher etwas in der Hand haben, damit dieser Betrieb Strafe zahlt –, so ist das, glaube ich, ein ganz, ganz wichtiger Zugang für unsere Unternehmen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Höbart: So ist es!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Deshalb kann ich damit schließen: Diese Regierung ist angetreten, den Standort über die klein- und mittelständischen Betriebe nachhaltig abzusichern und den klein- und mittelständischen Betrieben maximale Unterstützung zu geben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS
Das nächste Beispiel betrifft den Grund, warum wir einen Fachkräftemangel haben: Die Mitarbeiter kosten zu viel und verdienen zu wenig. Das ist die kalte Progression. Sie bestrafen die Leistungsträger, indem Sie ihnen mehr aus der Tasche ziehen, als Sie ihnen dann mit der Steuerreform zurückgeben. Ich glaube, das ist eine unehrliche Politik, die Sie betreiben. Sie stellen sich vielleicht nach mir noch hierher und sagen: Wir tun sehr viel für die Klein- und Mittelbetriebe!, aber Sie tun nichts, Sie tun gar nichts (Beifall bei den NEOS), außer Gags, Gags, Gags. Das erzürnt mich so, denn wenn Sie mit den Betrieben, vor allem mit den touristischen Betrieben, sprechen, wird Ihnen jeder sagen: Wir haben einen Fachkräftemangel.
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Minister Blümel hat vorhin von soundso viel Gesetzen, die gestrichen wurden, gesprochen: Wissen Sie, welche Gesetze gestrichen wurden? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) – Tote Gesetze wurden gestrichen. Beim Bürokratieabbau ist bis heute nichts passiert, bei der Deregulierung ist bis heute nichts passiert, und das betrifft gerade den Mittelstand. Große Betriebe können sich eigene Rechtsbüros leisten, die etwas beeinspruchen, Klein- und Mittelbetriebe können das nicht; und Sie lassen sich von der FPÖ vor sich hertreiben. (Beifall bei den NEOS.) Das ist beschämend für eine ehemalige Wirtschaftspartei, und darum, sodass mehr als nur zehn Buchstaben betreffend Wirtschaft in der Verfassung stehen, ist es besonders wichtig, dass Sie endlich etwas tun.
Beifall bei den NEOS.
Minister Blümel hat vorhin von soundso viel Gesetzen, die gestrichen wurden, gesprochen: Wissen Sie, welche Gesetze gestrichen wurden? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) – Tote Gesetze wurden gestrichen. Beim Bürokratieabbau ist bis heute nichts passiert, bei der Deregulierung ist bis heute nichts passiert, und das betrifft gerade den Mittelstand. Große Betriebe können sich eigene Rechtsbüros leisten, die etwas beeinspruchen, Klein- und Mittelbetriebe können das nicht; und Sie lassen sich von der FPÖ vor sich hertreiben. (Beifall bei den NEOS.) Das ist beschämend für eine ehemalige Wirtschaftspartei, und darum, sodass mehr als nur zehn Buchstaben betreffend Wirtschaft in der Verfassung stehen, ist es besonders wichtig, dass Sie endlich etwas tun.
Beifall bei den NEOS.
Sie haben bis heute nichts getan. Die Wirtschaft muss den Fachkräftemangel ausgleichen, die Wirtschaft braucht eine Entlastung, und vor allem braucht die Wirtschaft eine Deregulierung. Nichts ist bis heute passiert. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Rossmann: Jetzt wird es wirklich Zeit für eine Einführung in die Volkswirtschaftslehre!
Österreich hat ein gutes Wirtschaftswachstum für die Unternehmen, aber vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Unternehmen. (Abg. Rossmann: Jetzt wird es wirklich Zeit für eine Einführung in die Volkswirtschaftslehre!) Gerade diese Arbeitskräfte vergessen sowohl die NEOS als auch die SPÖ laufend. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Österreich hat ein gutes Wirtschaftswachstum für die Unternehmen, aber vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Unternehmen. (Abg. Rossmann: Jetzt wird es wirklich Zeit für eine Einführung in die Volkswirtschaftslehre!) Gerade diese Arbeitskräfte vergessen sowohl die NEOS als auch die SPÖ laufend. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir haben bei der Umsatzsteuer die Kleinunternehmergrenze von 30 000 auf 35 000 Euro erhöht – auch das ist vorher nicht gemacht worden. Wir haben das erste Mal den Betrag für geringwertige Wirtschaftsgüter auf 800 und in der nächsten Stufe auf 1 000 Euro erhöht. Ich kann mich nicht erinnern, und ich habe viele Jahre Unternehmen geführt, dass das jemand in den vergangenen Jahren angegriffen und gelöst hätte. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ein weiterer Punkt für die mittelständischen Unternehmen bei der Steuerreform ist die Mitarbeitererfolgsbeteiligung. Ja, jedes Unternehmen kann heute und in Zukunft seine Mitarbeiter bis zu 10 Prozent am Gewinn beteiligen. Wissen Sie, was wir damit eingeführt haben? – Wir haben so etwas wie die Möglichkeit eines 15. Gehaltes eingeführt, und das steuerfrei für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genauso wie für die Klein- und Mittelbetriebe. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass eine Sozialdemokratie so etwas umgesetzt hätte. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ja, sogar in der Forschung und Entwicklung ist ein Punkt enthalten. Bisher konnten Klein- und Mittelbetriebe, in denen der Unternehmer, die Unternehmerin mitgeforscht hat, dieses Gehalt nicht absetzen und einreichen, um 14 Prozent rückerstattet zu bekommen. Wir haben das für die mittelständischen Unternehmen geändert. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Rossmann: Weil die ÖVP in der Regierung ...!
Wir machen das jetzt bis Ende des Jahres, Ende dieses Jahres werden 200 Lehrberufe überarbeitet. Warum tun wir das? (Abg. Rossmann: Weil die ÖVP in der Regierung ...!) – Weil zwei Drittel der Lehrlinge in den mittelständischen Unternehmen beschäftigt sind. Zwei Drittel aller Lehrlinge sowie zwei Drittel aller Beschäftigten sind in den mittelständischen Unternehmen Österreichs tätig. Es braucht überarbeitete Lehrberufe und es braucht ganz neue Berufe, Lehrberufe, die wir jetzt einführen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir machen das jetzt bis Ende des Jahres, Ende dieses Jahres werden 200 Lehrberufe überarbeitet. Warum tun wir das? (Abg. Rossmann: Weil die ÖVP in der Regierung ...!) – Weil zwei Drittel der Lehrlinge in den mittelständischen Unternehmen beschäftigt sind. Zwei Drittel aller Lehrlinge sowie zwei Drittel aller Beschäftigten sind in den mittelständischen Unternehmen Österreichs tätig. Es braucht überarbeitete Lehrberufe und es braucht ganz neue Berufe, Lehrberufe, die wir jetzt einführen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wenn Sie sagen, wir können das Fachkräfteproblem mit diesen 300 lösen, so sage ich Ihnen: Ich wünsche mir für die Asylberechtigten, nämlich für jene, die bei uns bleiben dürfen, jene 30 000, die hier bleiben dürfen und keine Arbeit haben, eine gleich große Lobby. Ich mache etwas dafür: Ich habe eine Jobbörse in Wien gemacht, wir haben eine in Oberösterreich – 21 Betriebe in Oberösterreich, 1 000 Asylberechtigte – mit großem Erfolg durchgeführt. In Wien sind 20 Prozent jener, die bei dieser Messe waren, nun in Beschäftigung; die nächste kommt in Graz. Also wir tun etwas in diesem Sinne und setzen in diesem Sinne auch um. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
In diesem Sinne setzen wir uns für die mittelständischen Unternehmen Österreichs und Europas ein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Zuerst darf ich die Silberlöwen aus Mistelbach, ehemalige Unternehmerinnen und Unternehmer, sehr herzlich bei uns im Hohen Haus begrüßen. – Herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
desregierung in den letzten eineinhalb Jahren vorangetrieben hat. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Hauser: Die Bevölkerung sieht es eh positiv!
Matthias Strolz hat zumindest am Beginn der letzten Legislaturperiode durchaus Vorbildwirkung gehabt, er hat sich immer ans Pult gestellt und etwas Positives gesagt, um dann seine Kritik – etwas ganz Legitimes – oder seine Beiträge zu liefern. Ich höre hier in den letzten Wochen, Monaten nur noch, dass aus eurer Sicht alles negativ ist. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man das wirklich durchargumentieren kann, dass beispielsweise das, was jetzt bei der Steuerentlastung, bei der Steuerreform vorliegt, nur negativ sein soll (Abg. Hauser: Die Bevölkerung sieht es eh positiv!): der Mitarbeiterbonus, die Tarifentlastung bei den Einkommensteuern, die Erhöhung beim Gewinnfreibetrag, die Senkung der Körperschaftsteuer, und, und, und. Die Frau Bundesministerin hat schon zahlreiche Maßnahmen erwähnt. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Matthias Strolz hat zumindest am Beginn der letzten Legislaturperiode durchaus Vorbildwirkung gehabt, er hat sich immer ans Pult gestellt und etwas Positives gesagt, um dann seine Kritik – etwas ganz Legitimes – oder seine Beiträge zu liefern. Ich höre hier in den letzten Wochen, Monaten nur noch, dass aus eurer Sicht alles negativ ist. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man das wirklich durchargumentieren kann, dass beispielsweise das, was jetzt bei der Steuerentlastung, bei der Steuerreform vorliegt, nur negativ sein soll (Abg. Hauser: Die Bevölkerung sieht es eh positiv!): der Mitarbeiterbonus, die Tarifentlastung bei den Einkommensteuern, die Erhöhung beim Gewinnfreibetrag, die Senkung der Körperschaftsteuer, und, und, und. Die Frau Bundesministerin hat schon zahlreiche Maßnahmen erwähnt. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Also ich glaube schon, dass man sich hierherstellen und sagen kann: Grundsätzlich ist der Weg ein richtiger, da gibt es ein paar Maßnahmen, die finden wir gar nicht so schlecht!, und darüber hinaus gibt es natürlich immer weitere Ideen, die man liefern kann, bei denen wir auch als Unternehmer sagen: Ja, das hätten wir noch gerne und das hätten wir noch gerne und das hätten wir noch gerne! Wir werden da auch sicher nicht lockerlassen und ich bin davon überzeugt, die Frau Bundesministerin ist eine Verbündete von uns KMUs, aber eines, und da haben wir eine Gesamtverantwortung, dürfen wir nicht außer Acht lassen: Wir haben nach wie vor das Ziel, auch einen ausgeglichenen Staatshaushalt zu haben. (Zwischenruf des Abg. Schellhorn.) In diesem Verhältnis stehen wir auch.
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Ich glaube, es ist durchaus kaufmännisch richtig gedacht, wenn wir beide Ziele erreichen wollen, nämlich auf der einen Seite die schrittweise Entlastung der Unternehmerinnen und Unternehmer voranzutreiben, um damit auch die Möglichkeit zu geben, Arbeitsplätze zu sichern und vielleicht zusätzliche zu schaffen – Mitarbeiterbonus ist da zum Beispiel so ein Thema –, aber auf der anderen Seite die budgetäre Situation nicht komplett außer Acht zu lassen. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich glaube, das ist der richtige Weg und da gibt es sehr, sehr viele Maßnahmen, die die Frau Bundesministerin hier schon vorhin dargestellt hat. – Deswegen, glaube ich, Frau Bundesministerin, sind wir da auch im Sinne unserer Klein- und Mittelbetriebe gemeinsam auf einem guten Weg. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine geschätzte Frau Bundesministerin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich weiß nicht, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, wie es euch gegangen ist, aber die tatsächliche Berichtigung des Herrn Gudenus habe ich nicht ganz mitbekommen. Vielleicht hat er die Möglichkeit, uns dann noch in einer zweiten tatsächlichen Berichtigung aufzuklären. Er ist aber, wie ich sehe, ohnehin nicht hier. Vielleicht sortiert er gerade seine Passwörter und ehemaligen Passwörter – höchstwahrscheinlich. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Hauser: Es gibt immer noch ...!
Was die Freiwilligkeit betrifft, wissen wir ja, wie das tatsächlich läuft: Einmal, zweimal kannst du Nein sagen, dann kannst du dir das Patent holen, dann ist es vorbei. So schaut nämlich die Realität aus. (Abg. Hauser: Es gibt immer noch ...!) Darum kämpfen wir dagegen. Das ist ein schlechtes Gesetz, meine sehr geschätzten Damen und Herren, nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Geh, hör auf!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Geh, hör auf!
Was die Freiwilligkeit betrifft, wissen wir ja, wie das tatsächlich läuft: Einmal, zweimal kannst du Nein sagen, dann kannst du dir das Patent holen, dann ist es vorbei. So schaut nämlich die Realität aus. (Abg. Hauser: Es gibt immer noch ...!) Darum kämpfen wir dagegen. Das ist ein schlechtes Gesetz, meine sehr geschätzten Damen und Herren, nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neubauer: Geh, hör auf!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Zum Mittelstandsbericht: Wir wissen, dass die Konjunktur abflacht, schlechter wird – wir gehen davon aus, dass im heurigen Jahr mit nur 1,7 Prozent Wachstum zu rechnen ist. Diesen abflauenden Aufschwung merkt man natürlich in sehr vielen Bereichen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Sachgüterproduktion zieht weniger schnell an, die Auftragseingänge werden langsamer, die Konjunktur wird einfach schlecht.
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt gibt es drei Möglichkeiten, drei Dinge, die die Regierung tun kann. Das Wichtigste wäre, gegenzusteuern. Gegenzusteuern wäre sinnvoll und total notwendig. Sie hat aber auch die Möglichkeit, nichts zu tun oder das Falsche zu tun. Ich habe Wetten abgeschlossen, dass diese Bundesregierung sich für die zwei letzteren Varianten entschieden hat, nämlich nichts zu tun und das Falsche zu tun. Das wird allerdings fatale Folgen haben, meine sehr geschätzten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.) Ich werde Ihnen auch sagen, warum.
Zwischenruf des Abg. Höbart.
Kolleginnen und Kollegen, wenn sich dann der Herr Staatssekretär dazu aufschwingt und nach dreimaligem Nachfragen wieder draufkommt, dass irgendwo einmal gesagt wurde: Die kalte Progression gehört abgeschafft!, und meint: Na ja, 2023 werden wir dann schauen!, muss ich sagen: Hallo, das dauert ja vier Jahre! Was soll das bedeuten? Bis dahin haben Sie schon wieder 8 Milliarden Euro durch die kalte Progression eingenommen! (Zwischenruf des Abg. Höbart.) – Dann kommt der Herr Bundeskanzler und sagt: Jetzt habe ich mir das anders überlegt, die kalte Progression werden wir nicht abschaffen, denn das wäre nicht gerecht! – Ihr müsst uns sagen, was ihr tatsächlich wollt, und wir werden dann schauen.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.
Tatsache ist, dass die kalte Progression geändert werden muss. Die Lösung darf aber nicht linear erfolgen, sondern das muss wirklich sozial gerecht aufgeteilt werden, sodass auch die unteren und kleineren Einkommen davon profitieren können. Das ist das, was wir unter Regelung beziehungsweise Abschaffung der kalten Progression meinen und verstehen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Hauser.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren, für die Wahlkampfspender hat sich das ausgezahlt. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Herr Pierer gibt 500 000 Euro her und bekommt in einem Jahr 2 Millionen Euro zurück. Na klar, das ist eine tolle Geschichte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren, für die Wahlkampfspender hat sich das ausgezahlt. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Herr Pierer gibt 500 000 Euro her und bekommt in einem Jahr 2 Millionen Euro zurück. Na klar, das ist eine tolle Geschichte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Wir glauben, das ist der falsche Weg, und das wird sich auch an den sogenannten Vertretern der Wirtschaft noch ganz massiv rächen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das tut weh!
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Frau Präsident! Ich muss jetzt kurz vor der Dringlichen ja wirklich Folgendes sagen: Ihnen zuzuhören (Abg. Neubauer: Das tut weh!), das tut wirklich weh, bei all dem, was Sie von sich geben, bei diesem inhaltslosen Geschwurbel von der Sozialdemokratie, bekommt man eine Ohrenkrankheit. Das ist ja unerhört. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Frau Präsident! Ich muss jetzt kurz vor der Dringlichen ja wirklich Folgendes sagen: Ihnen zuzuhören (Abg. Neubauer: Das tut weh!), das tut wirklich weh, bei all dem, was Sie von sich geben, bei diesem inhaltslosen Geschwurbel von der Sozialdemokratie, bekommt man eine Ohrenkrankheit. Das ist ja unerhört. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Sehr geehrte Damen und Herren, weil gerade von der Sozialdemokratie immer diese Schlenker in Richtung der Freiheitlichen kommen, was der siebente Zwerg von links, rechts, oben oder unten so alles sagt (Zwischenrufe bei der SPÖ), eine Frage: Kennen Sie Herrn Stadtrat Peter Hacker? Ist Ihnen diese politische Randfigur ein Begriff? – Ich nehme an, schon. Ich kann es aufklären: Das ist ein Stadtrat aus Wien. Wissen Sie, was dieser Herr Stadtrat Hacker zum Besten gegeben hat? – Ich kann mir vorstellen, das interessiert einige gleich nicht, die schauen vielleicht auf den Fußboden, ob die Schuhe geputzt sind oder nicht. Dieser Herr Stadtrat Hacker hat in einem Fragebogen im Magazin „Fleisch“ ein paar Dinge zum Besten gegeben, nämlich Begriffe, die man heute verwenden darf, und solche, die man nicht verwenden darf. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, weil gerade von der Sozialdemokratie immer diese Schlenker in Richtung der Freiheitlichen kommen, was der siebente Zwerg von links, rechts, oben oder unten so alles sagt (Zwischenrufe bei der SPÖ), eine Frage: Kennen Sie Herrn Stadtrat Peter Hacker? Ist Ihnen diese politische Randfigur ein Begriff? – Ich nehme an, schon. Ich kann es aufklären: Das ist ein Stadtrat aus Wien. Wissen Sie, was dieser Herr Stadtrat Hacker zum Besten gegeben hat? – Ich kann mir vorstellen, das interessiert einige gleich nicht, die schauen vielleicht auf den Fußboden, ob die Schuhe geputzt sind oder nicht. Dieser Herr Stadtrat Hacker hat in einem Fragebogen im Magazin „Fleisch“ ein paar Dinge zum Besten gegeben, nämlich Begriffe, die man heute verwenden darf, und solche, die man nicht verwenden darf. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich zitiere diesen Fragebogen aus diesem Magazin, der laut seinem Büro irrtümlich an die Öffentlichkeit geraten ist: Man soll heute sagen dürfen: „Mongo“, „Behinderter“, „Spast“, „Schwuchtel“. – Sehr geehrte Damen und Herren, das ist verwerflich! Diese politische Figur müsste auf der Stelle zurücktreten! Das hat in unserer Gesellschaft nichts verloren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Herr Kollege Wimmer, unser Gewerkschaftsfunktionär, hat davon gesprochen, dass das, was die Regierung hier umsetzt, „fatale Folgen“ haben wird. Ich sage ganz klar: Fatale Folgen hätte es für diese Republik gegeben, würden die Sozialisten noch in dieser Bundesregierung sitzen. Es ist Gott sei Dank nicht mehr so! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Jetzt in aller Kürze auch noch zum Mittelstandsbericht, ich möchte nur ein paar Fakten erwähnen, nämlich zur Wirtschaft, die ja von der Sozialdemokratie stets verteufelt wird. (Zwischenruf der Abg. Duzdar.) Wir haben 330 000 KMUs in Österreich, sie beschäftigen rund zwei Millionen Menschen. Wir haben ungefähr 55 000 Lehrlinge, die in diesen Betrieben ausgebildet werden, also die Fachkräfte von heute und morgen. 70 Prozent der Erwerbstätigen und 65 Prozent der Lehrlinge befinden sich also in der Privatwirtschaft, in den KMUs, und 65 Prozent der gesamten Wertschöpfungskette werden von den KMUs erwirtschaftet – nur damit wir wissen, wovon wir reden.
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Sie sind vielfältig, flexibel. Sie sind in der Regel auch sehr kreativ und innovativ; sie sind gemeinsam mit einer funktionierenden, florierenden Industrie die Säule unserer Wirtschaft. Daher sollten wir auch einmal ein klares Dankeschön an diese Klein- und Mittelunternehmer sagen (Beifall bei FPÖ und ÖVP), die Mitarbeiter aufnehmen, die Mitarbeiter ausbilden und die gemeinsam – und das muss der Ansatz einer modernen Wirtschaftspolitik sein – mit gut ausgebildeten Mitarbeitern für unsere Wirtschaft etwas machen.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Ich möchte hier die Steuerreform erwähnen, die Kollege Wimmer hier regelrecht in den Schmutz gezogen hat. Ich möchte Ihnen sagen, dass die Körperschaftsteuer in zwei Schritten, von 25 Prozent auf letztendlich 21 Prozent gesenkt wird. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Das Ganze ist wachstumsfördernd, investitionsfördernd und das Eigenkapital stärkend, auch wenn Ihnen das vielleicht die Ökonomen in der Arbeiterkammer nicht so mitteilen können, weil sie halt irgendwo in einem linken Gedankengut gefangen sind.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Nach dieser Rede ist mir klar, warum Sie in Niederösterreich nicht mehr gewählt werden!
Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe schon gesagt, wir müssen den kleineren und mittleren Unternehmen Danke sagen. Mit uns Freiheitlichen in der gemeinsamen Regierung mit der Österreichischen Volkspartei geht etwas weiter. Und ich sage es noch einmal: Es wäre schlimm und fatal, wären die Sozialisten noch immer in der Bundesregierung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Nach dieser Rede ist mir klar, warum Sie in Niederösterreich nicht mehr gewählt werden!)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Gabriel Obernosterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehschirmen! Diese Debatte beschäftigt sich mit dem Mittelstandsbericht. Über diesen ist, glaube ich, von meinen Vorrednern und von Ihnen, Frau Ministerin, schon klar und ausführlich berichtet worden. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Zusammenfassend muss man einfach sagen – wie das auch da steht, einschließlich dieses EU-Vergleichs –, dass Österreich mit seinen Familienbetrieben und mit der mittelständischen Wirtschaft zu den drei europäischen Spitzenländern gehört. Wir wissen auch, dass diese mittelständische Wirtschaft und die Familienbetriebe mit dafür verantwortlich waren, dass Österreich heute so gut dasteht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
der EU schauen, sehen wir, dass wir in Österreich auf einem richtigen Weg sind. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Da brauchst du eine Schmerzzulage!
Als jemand, der selbst Unternehmer ist und seit 13 Jahren hier im Hohen Haus sitzt (Abg. Neubauer: Da brauchst du eine Schmerzzulage!), möchte ich jetzt auf die Ausführungen meiner Vorredner eingehen. Ich darf vielleicht mit der SPÖ anfangen: Man muss etwas für die Kleinen tun. – Da gibt es eine Mehrwertsteuerreduktion für die vielen kleinen touristischen Betriebe von 13 auf 10 Prozent, und wer ist dagegen? – Die SPÖ! Da gibt es eine Vorlage für bürokratische Erleichterungen und weniger Vorschriften für die vielen kleinen Betriebe, und wer stimmt dagegen? – Die SPÖ (Abg. Hörl: Und die NEOS!), und manchmal auch ein Teil der restlichen Opposition.
Abg. Hörl: Und die NEOS!
Als jemand, der selbst Unternehmer ist und seit 13 Jahren hier im Hohen Haus sitzt (Abg. Neubauer: Da brauchst du eine Schmerzzulage!), möchte ich jetzt auf die Ausführungen meiner Vorredner eingehen. Ich darf vielleicht mit der SPÖ anfangen: Man muss etwas für die Kleinen tun. – Da gibt es eine Mehrwertsteuerreduktion für die vielen kleinen touristischen Betriebe von 13 auf 10 Prozent, und wer ist dagegen? – Die SPÖ! Da gibt es eine Vorlage für bürokratische Erleichterungen und weniger Vorschriften für die vielen kleinen Betriebe, und wer stimmt dagegen? – Die SPÖ (Abg. Hörl: Und die NEOS!), und manchmal auch ein Teil der restlichen Opposition.
Abg. Neubauer: Neue Steuern!
Die SPÖ-Redner hier am Pult haben gesagt, es passiert überhaupt nichts. Ich sage euch eines: Ich habe zwölf Jahre lang immer höchsten Erklärungsbedarf gehabt, wenn ich nach Hause gefahren bin, warum wir wieder neue Vorschriften beschlossen haben (Abg. Neubauer: Neue Steuern!), warum es eine Steuerreform gegeben hat, im Zuge derer wir wieder neue Steuern zahlen müssen. Ich sage euch auch: Seit einem Jahr, seit diese Regierung unter Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache zusammenarbeitet, haben wir das erste Mal Erleichterungen auf Arbeitnehmerseite im Kleingewerbebereich – und nicht im Großgewerbebereich; ihr könnt natürlich hier am Rednerpult sagen, was ihr wollt. Es gibt Entlastungen, und wir haben einen ordentlichen Staatshaushalt, den es eigentlich bis jetzt nicht gegeben hat. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die SPÖ-Redner hier am Pult haben gesagt, es passiert überhaupt nichts. Ich sage euch eines: Ich habe zwölf Jahre lang immer höchsten Erklärungsbedarf gehabt, wenn ich nach Hause gefahren bin, warum wir wieder neue Vorschriften beschlossen haben (Abg. Neubauer: Neue Steuern!), warum es eine Steuerreform gegeben hat, im Zuge derer wir wieder neue Steuern zahlen müssen. Ich sage euch auch: Seit einem Jahr, seit diese Regierung unter Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache zusammenarbeitet, haben wir das erste Mal Erleichterungen auf Arbeitnehmerseite im Kleingewerbebereich – und nicht im Großgewerbebereich; ihr könnt natürlich hier am Rednerpult sagen, was ihr wollt. Es gibt Entlastungen, und wir haben einen ordentlichen Staatshaushalt, den es eigentlich bis jetzt nicht gegeben hat. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Herr Kollege Rossmann, Sie haben als Erstredner zu diesem Tagespunkt über Wirtschaft geredet. Ich weiß nicht, vielleicht sind Sie ein guter Professor gewesen – das glaube ich jedenfalls –, aber eines sage ich Ihnen: Zur Wirtschaft melden Sie sich besser nicht mehr zu Wort, sondern bleiben dort, wo Sie daheim sind! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf bei den NEOS.
Herr Kollege Schellhorn, Du bist ein Unternehmerkollege. Weißt du, was du geworden bist? – Du bist kein Sachpolitiker, du bist ein reiner Oppositionspolitiker. Ich kenne dich lange genug. Das, was du hier am Rednerpult gesagt hast, hätte ich dir, muss ich ehrlich sagen, nicht zugetraut. (Zwischenruf bei den NEOS.) Du weißt doch, dass wir einen Fachkräftemangel haben – wir haben auch zwei touristische Betriebe –, den haben wir, den haben viele Kollegen. Ich kenne das Thema in- und auswendig. Weißt du, wer die ersten waren, die reagiert haben? – Diese Regierung! Du weißt, dass wir das Problem dieses Fachkräftemangels nicht von heute auf morgen lösen können, nachdem dieser in den letzten zehn Jahren immer krasser geworden ist. Die Zeit ist zu kurz, um die Gründe zu nennen, aber die kennst du ja.
Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Ich sage dir eines: Ich bin stolz, einer Partei anzugehören, die diese Regierung stellt; und ich bin stolz auf das, was diese Regierung mit unser aller Mithilfe an Entlastungen schafft, nämlich für die arbeitenden Menschen und für die Unternehmer, groß oder klein – nur nicht für die Konzerne; die werden, das haben wir heute schon gehört, eher zur Kasse gebeten. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Na der kennt sich halt aus!
schen, die das System nur ausnützen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Na der kennt sich halt aus!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Doris Margreiter (SPÖ): Kollege Obernosterer! Bevor ich noch einmal zum Fachkräftemangel komme, nochmals zu Ihren Ausführungen bezüglich Mehrwertsteuersenkung für Tourismusbetriebe: Wir haben einen Abänderungsantrag eingebracht und deshalb nicht zugestimmt, weil Sie Klientelpolitik betreiben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie wissen, dass die Mehrwertsteuer damals für Imker, für Marktfahrer, für viele Berufsgruppen und Unternehmensgruppen angehoben wurde (Abg. Neubauer: 43 Betriebe wurden entlastet!), und wir wollten sie wieder für alle ändern, nicht nur für die Tourismusbetriebe. (Beifall bei der SPÖ.) Das war der Grund dafür, dass wir dagegengestimmt haben. Sagen Sie die volle Wahrheit und nicht immer nur die Hälfte! – So. (Abg. Neubauer: Glauben Sie eigentlich, was Sie da sagen?!)
Abg. Neubauer: 43 Betriebe wurden entlastet!
Abgeordnete Doris Margreiter (SPÖ): Kollege Obernosterer! Bevor ich noch einmal zum Fachkräftemangel komme, nochmals zu Ihren Ausführungen bezüglich Mehrwertsteuersenkung für Tourismusbetriebe: Wir haben einen Abänderungsantrag eingebracht und deshalb nicht zugestimmt, weil Sie Klientelpolitik betreiben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie wissen, dass die Mehrwertsteuer damals für Imker, für Marktfahrer, für viele Berufsgruppen und Unternehmensgruppen angehoben wurde (Abg. Neubauer: 43 Betriebe wurden entlastet!), und wir wollten sie wieder für alle ändern, nicht nur für die Tourismusbetriebe. (Beifall bei der SPÖ.) Das war der Grund dafür, dass wir dagegengestimmt haben. Sagen Sie die volle Wahrheit und nicht immer nur die Hälfte! – So. (Abg. Neubauer: Glauben Sie eigentlich, was Sie da sagen?!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Doris Margreiter (SPÖ): Kollege Obernosterer! Bevor ich noch einmal zum Fachkräftemangel komme, nochmals zu Ihren Ausführungen bezüglich Mehrwertsteuersenkung für Tourismusbetriebe: Wir haben einen Abänderungsantrag eingebracht und deshalb nicht zugestimmt, weil Sie Klientelpolitik betreiben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie wissen, dass die Mehrwertsteuer damals für Imker, für Marktfahrer, für viele Berufsgruppen und Unternehmensgruppen angehoben wurde (Abg. Neubauer: 43 Betriebe wurden entlastet!), und wir wollten sie wieder für alle ändern, nicht nur für die Tourismusbetriebe. (Beifall bei der SPÖ.) Das war der Grund dafür, dass wir dagegengestimmt haben. Sagen Sie die volle Wahrheit und nicht immer nur die Hälfte! – So. (Abg. Neubauer: Glauben Sie eigentlich, was Sie da sagen?!)
Abg. Neubauer: Glauben Sie eigentlich, was Sie da sagen?!
Abgeordnete Doris Margreiter (SPÖ): Kollege Obernosterer! Bevor ich noch einmal zum Fachkräftemangel komme, nochmals zu Ihren Ausführungen bezüglich Mehrwertsteuersenkung für Tourismusbetriebe: Wir haben einen Abänderungsantrag eingebracht und deshalb nicht zugestimmt, weil Sie Klientelpolitik betreiben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Sie wissen, dass die Mehrwertsteuer damals für Imker, für Marktfahrer, für viele Berufsgruppen und Unternehmensgruppen angehoben wurde (Abg. Neubauer: 43 Betriebe wurden entlastet!), und wir wollten sie wieder für alle ändern, nicht nur für die Tourismusbetriebe. (Beifall bei der SPÖ.) Das war der Grund dafür, dass wir dagegengestimmt haben. Sagen Sie die volle Wahrheit und nicht immer nur die Hälfte! – So. (Abg. Neubauer: Glauben Sie eigentlich, was Sie da sagen?!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Jetzt aber zum Thema Fachkräftemangel: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Kino mit einem Dreijährigen, schauen „Feuerwehrmann Sam – Plötzlich Filmheld!“, und im Vorfeld gibt es einen Vorspann, nämlich Werbung von regionalen Firmen beziehungsweise von Unternehmen für Lehrstellen. Im ersten Moment dachte ich mir, das ist eine Zielgruppenverfehlung. Mein zweiter Gedanke war: Der Fachkräftemangel muss wirklich brisant sein! – Ja, er ist brisant und, wie ich finde, eine der größten Herausforderungen, die Österreichs Wirtschaft zu tragen hat, und ich bin wirklich wütend, weil diese Bundesregierung – und die ÖVP stellt seit 1987 durchgehend den Wirtschaftsminister – außer Kosmetik nichts, aber auch gar nichts tut! Es gibt keine wirklichen Maßnahmen! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Die Situation für kleine Unternehmen wird auch deshalb immer bedrohlicher, weil die großen Unternehmen die wenigen Fachkräfte, die es gibt, und die Lehrlinge regelrecht absaugen. So wurde eben seit 2012 die Lehrausbildung für Asylwerbende in Mangelberufen erlaubt. Es gibt jetzt in ganz Österreich – Stand August 2018 – genau 1 023 asylwerbende Lehrlinge. Davon sind alleine in meinem Heimatbundesland 359 – und mehr als die Hälfte in der Gastronomie. Da könnten Sie zeigen, Kollege Obernosterer, was Sie wirklich für die Tourismusbranche tun wollen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Ruf bei der ÖVP: Er könnte ja Asylberechtigte nehmen!
Es ist wirklich nicht mehr einzusehen, dass Sie einen Riegel vorschieben, wenn es darum geht, dass diese Asylwerber, die gerade eine Lehre absolvieren, dableiben dürfen. Ich denke da zum Beispiel, und Sie haben es vielleicht gelesen, an Herrn Absmann von der Gasthausbrauerei Die Weisse in Salzburg, einer echten Institution. Ich habe mit ihm gesprochen. Er hat mir gesagt, er hat mittlerweile einen Dauerauftrag beim AMS. Er hat jetzt Lehrlinge gefunden, vorwiegend aus Afghanistan, also Asylwerber in Lehre. (Ruf bei der ÖVP: Er könnte ja Asylberechtigte nehmen!) Er hat gesagt, er kann deshalb keine asylberechtigten oder österreichischen Lehrlinge beschäftigen, weil er ganz einfach niemanden findet; die Asylwerber haben sich hingegen gut eingefunden und gut integriert.
Beifall bei der SPÖ.
Was passiert mit jenen Menschen, die aufgrund von Gutachten des Sachverständigen Mahringer einen negativen Bescheid bekommen haben, weil diese eher halbherzigen Reiseberichten als wissenschaftlichen Studien geglichen haben? Wer übernimmt da die Verantwortung? Man hat es gewusst und nichts dagegen getan. Ich frage Sie, Frau Ministerin: Übernehmen Sie da die Verantwortung für die negativen Bescheide, oder der Herr Innenminister oder vielleicht auch Herr Gudenus, der nicht da ist? Der sollte sich besser damit befassen, als über Passwörter wie „heilheil“ nachzudenken, egal ob das nun gefakt war oder nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eines sage ich Ihnen auch noch: Ich habe parlamentarische Anfragen an Regierungsmitglieder gestellt, und ich werde mir ganz genau anschauen und analysieren, wie sie diese beantworten, damit nicht dasselbe wie bei der Anfrage zu den Lipizzanern passiert und diese womöglich falsch beantwortet werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Zu den Ausführungen meiner Vorrednerin möchte ich nur sagen: Wir haben 25 000 Asylberechtigte unter 25, die natürlich sehr leicht in diesen Berufen arbeiten könnten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die Lehre verbindet auf einzigartige Weise Theorie und Praxis. Sie ist und bleibt eine Ausbildung mit hoher fachlicher Anerkennung und Tradition. Die von der Bundesregierung und im Besonderen von Ihnen, Frau Minister, initiierten Maßnahmen beginnen, zu greifen. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, es stimmt schon, wir können stolz auf die kleinen und mittleren Unternehmen in unserem Land sein, nur, die Politik, die Sie machen, geht an den KMUs in diesem Land vorbei. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: So ein Blödsinn!
Dann das viel gelobte Projekt Steuerreform, ja, die KöSt-Senkung: 1,5 Milliarden Euro wird sie ausmachen. Die geht an den kleinen und mittleren Unternehmen vorbei. Ja, wem hilft denn diese KöSt-Senkung? – 5 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer leisten 80 Prozent der KöSt. Frau Ministerin, Sie wissen das. Wem hilft also diese KöSt-Senkung, die Sie da machen? – 1,5 Milliarden Euro für die Großkonzerne und die Großunternehmer in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: So ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Dann komme ich noch zu Ihrer Kompetenz als Digitalisierungsministerin. Ich sage Ihnen eines: Kein mittelständisches Unternehmen hätte es sich getraut, eine so fehlerhafte App auf den Markt zu bringen. Kein mittelständisches Unternehmen hätte es gewagt, ein so unausgereiftes Produkt auf den Markt zu bringen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dann gibt es auch noch das Problem, das Kolleginnen und Kollegen schon angesprochen haben, nämlich dass Passwörter gehackt wurden. Im Vergleich zum Problem bei den Wahlkarten ist das nur ein kleines, nur: Wenn ein Klubobmann einer Regierungspartei, nämlich Herr Klubobmann Gudenus, als Passwort „heilheil“ verwendet, dann ist das bezeichnend – und es ist auch bezeichnend, dass die Regierung dazu schweigt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Zusammenfassend kann man eines sagen: Ja, wir können auf die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in unserem Land stolz sein, die einen wichtigen Beitrag in der Wirtschaft leisten, nur: Sie haben dazu noch keinen Beitrag geleistet. – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: ... zu den Passwörtern?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Abgeordneter Obernosterer zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Leichtfried: ... zu den Passwörtern?)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Tatsache ist, dass die SPÖ – und ich glaube, das ist jedem, nicht nur hier im Saal, sondern auch draußen, bekannt – immer für eine Erbschaftssteuer eingetreten ist, womit eine Gefährdung der Existenzgrundlage vieler Klein- und Familienbetriebe geschaffen werden würde. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Als Beispiel: Gewalt an Schulen war 2009 noch groß im Bildungsbericht enthalten. Im diesjährigen Bildungsbericht ist das gar kein Thema mehr. Das Thema, auch wenn es jetzt gerade wieder aktuell ist, ist ja insgesamt nicht neu und sollte schon auch Gegenstand eines solchen Berichtes sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte betonen, dass es da nicht nur um die digitale Bildung in der Schule geht, sondern auch in der Erwachsenenbildung. Wenn wir da nicht auch alle anderen Bevölkerungsgruppen mitnehmen, gerade Seniorinnen und Senioren, wird das zu einer sozialen Ausgrenzung führen. Ich möchte diesen Punkt ganz explizit herausstreichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es kommt jetzt auch der Masterplan Digitalisierung, und darin findet sich ja vielleicht auch die eine oder andere Antwort dazu. Das Thema Medienkompetenz möchte ich trotzdem noch ausdrücklich hervorheben. Es ist gerade in Zeiten der Digitalisierung wichtig, dass wir die Leute fit machen, mit dieser Fülle an Informationen umzugehen. Das ist noch eine Lücke in der Schule, die ich sehe und die wir unbedingt füllen müssen – und nicht nur das, ich gehe noch einen Schritt weiter: Es muss auch politische Bildung in diesem Zusammenhang ganz, ganz klar auf der Agenda stehen. Das steht auch so im Regierungsprogramm. Ich bin dafür, dass wir uns da überfraktionell zusammensetzen und an diesem Thema arbeiten. Es ist sehr, sehr wichtig, dass wir der politischen Bildung in der Schule einen hohen Stellenwert beimessen. Das ist eine der Herausforderungen für die nächsten 10, 15 Jahre, die wir definitiv so schnell wie möglich angehen müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Marchetti: 1 Minute noch!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir haben um 15.25 Uhr den Aufruf der Dringlichen. Dauert es noch länger? (Abg. Marchetti: 1 Minute noch!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Marchetti.
Dann würde ich Sie bitten, Ihre Ausführungen danach wieder aufzunehmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Marchetti.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Jetzt haben wir eine Trendwende eingeleitet. Diese neue Bundesregierung, die ein bisschen mehr als ein Jahr im Amt ist, hat sich von Anfang an vorgenommen, Österreich sozialer zu machen, die soziale Gerechtigkeit wiederherzustellen, Förderungen treffsicher zu vergeben. Genau so hat es auch begonnen. Schauen wir uns an, was da alles geschehen ist, gehen wir es einmal durch: Das letzte präsentierte Beispiel war die Steuerreform – eine Steuerreform, die wirklich dazu führen wird, vor allem kleine und mittlere Einkommen massiv zu entlasten, die Lohnnebenkosten zu senken. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben in den letzten zehn Jahren ein großes Problem in unserem Land gehabt, und das haben die Menschen gespürt. Der Mittelstand ist immer kleiner geworden. Die Menschen, die dem sogenannten Mittelstand angehört haben, haben Angst gehabt, vielleicht den Sozialrang zu verlieren, alles zu verlieren, und Sie als SPÖ haben nichts dagegen getan. Jetzt haben wir eine Bundesregierung, die im Sinne der Menschen arbeitet. Wir haben eine Steuerreform im Ausmaß von über 5 Milliarden Euro, die vor allem jenen Menschen in diesem Land zugutekommen wird, die sich schwertun. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wissen Sie, was an dieser Steuerreform besonders klug ist? – Sie wird nicht mit neuen Steuern gegenfinanziert, so wie wir das in der Vergangenheit gewohnt waren: dass man den Menschen in das eine Taschl etwas gesteckt hat und es aus dem anderen wieder herausgezogen hat. Das wird es nicht geben, sondern das ist eine echte Steuerreform. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir haben in den letzten zehn Jahren ein großes Problem in unserem Land gehabt, und das haben die Menschen gespürt. Der Mittelstand ist immer kleiner geworden. Die Menschen, die dem sogenannten Mittelstand angehört haben, haben Angst gehabt, vielleicht den Sozialrang zu verlieren, alles zu verlieren, und Sie als SPÖ haben nichts dagegen getan. Jetzt haben wir eine Bundesregierung, die im Sinne der Menschen arbeitet. Wir haben eine Steuerreform im Ausmaß von über 5 Milliarden Euro, die vor allem jenen Menschen in diesem Land zugutekommen wird, die sich schwertun. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wissen Sie, was an dieser Steuerreform besonders klug ist? – Sie wird nicht mit neuen Steuern gegenfinanziert, so wie wir das in der Vergangenheit gewohnt waren: dass man den Menschen in das eine Taschl etwas gesteckt hat und es aus dem anderen wieder herausgezogen hat. Das wird es nicht geben, sondern das ist eine echte Steuerreform. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rossmann: Ganz so stimmt das aber nicht!
Ein Teil, der Steuergerechtigkeit bringt, ist ja bereits seit 1. Jänner in Kraft, nämlich der Familienbonus Plus. Das ist steuerliche Gerechtigkeit vor allem für den Mittelstand, vor allem für jene Familien, die Kinder haben. Das sind Ersparnisse und Erleichterungen pro Kind von bis zu 1 500 Euro im Jahr, etwas, was die Leute spüren, was sie merken, heute schon merken, weil es wirklich wirkt und weil das endlich auch zu Gerechtigkeit in unserem österreichischen Steuersystem geführt hat. Gleichzeitig mit dieser Steuerentlastung, mit dieser Steuergerechtigkeit, mit diesem Familienbonus Plus hat die Bundesregierung auch noch zusätzlich eine Familienförderung für geringverdienende Familien, für Alleinverdiener und Alleinerzieher eingeführt, durch die Kinder mit bis zu 250 Euro im Jahr gefördert werden. (Abg. Rossmann: Ganz so stimmt das aber nicht!) Auch das ist etwas, was zusätzlich zu allen vorhandenen Familienleistungen bereits seit 1. Jänner dieses Jahres ausbezahlt wird. Das sind große Erleichterungen für die Familien in diesem Land. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ein Teil, der Steuergerechtigkeit bringt, ist ja bereits seit 1. Jänner in Kraft, nämlich der Familienbonus Plus. Das ist steuerliche Gerechtigkeit vor allem für den Mittelstand, vor allem für jene Familien, die Kinder haben. Das sind Ersparnisse und Erleichterungen pro Kind von bis zu 1 500 Euro im Jahr, etwas, was die Leute spüren, was sie merken, heute schon merken, weil es wirklich wirkt und weil das endlich auch zu Gerechtigkeit in unserem österreichischen Steuersystem geführt hat. Gleichzeitig mit dieser Steuerentlastung, mit dieser Steuergerechtigkeit, mit diesem Familienbonus Plus hat die Bundesregierung auch noch zusätzlich eine Familienförderung für geringverdienende Familien, für Alleinverdiener und Alleinerzieher eingeführt, durch die Kinder mit bis zu 250 Euro im Jahr gefördert werden. (Abg. Rossmann: Ganz so stimmt das aber nicht!) Auch das ist etwas, was zusätzlich zu allen vorhandenen Familienleistungen bereits seit 1. Jänner dieses Jahres ausbezahlt wird. Das sind große Erleichterungen für die Familien in diesem Land. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wir haben bei den Pensionen danach getrachtet, dass die Pensionserhöhung, die bereits heuer gegriffen hat, vor allem für die kleinen Pensionen überdurchschnittlich hoch war. Ein Plus von 2,6 Prozent bei einer Inflationsrate von 2 Prozent ist eine Pensionserhöhung, wie sie in den letzten Jahren in unserer Republik nicht möglich war. Das hat es nicht gegeben. Das bedeutet, vor allem auch da haben jene Menschen, die ohnehin wenig haben, für die es immer schwer ist, die zu kämpfen haben, überdurchschnittlich viel bekommen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Es wird auch noch mehr kommen; das sind jetzt die ersten Schritte.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Im Übrigen – weil es mir gerade noch einfällt – weiß man gar nicht mehr, was wir alles gemacht haben: Wir haben die Lohnnebenkosten auf kleine Gehälter gesenkt, das war nämlich ganz zu Beginn dieser Gesetzgebungsperiode. Das war der allererste Schritt, die allererste wichtige Maßnahme. Das war nämlich die Reduzierung beziehungsweise überhaupt die Streichung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge für kleine Einkommen bis 1 900 Euro brutto. Das sind Maßnahmen gewesen, die genau jenen Menschen in diesem Land geholfen haben, die wenig verdienen, die es besonders dringend brauchen, dass man ihnen hilft. Das sind wirklich treffsichere Sozialmaßnahmen gewesen – und die Menschen spüren es auch schon. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es spüren nicht nur die Menschen in diesem Land, sondern es zeigen auch die Rankings. Man sieht es auch jetzt schon. Österreich ist in allen Rankings besser geworden. Österreich ist das Land mit der geringsten Altersarmut innerhalb der EU. Darauf können wir stolz sein. Wir werden uns nicht darauf ausrasten und nicht darauf ausruhen. Diese Bundesregierung wird auch weitere Maßnahmen setzen, um die Mindestpension vor allem für Leute mit langer Versicherungszeit zu erhöhen. Das alles ist bis jetzt schon passiert, und das alles spüren die Leute draußen. Deshalb sind sie auch mit dieser Bundesregierung so zufrieden, und darum ist die Stimmung in diesem Land auch so gut und so positiv. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Vogl: Das war jetzt kein deutscher Satz!
ich!), dass jetzt im Gesundheits- und Sozialbereich eingespart werden kann. (Abg. Vogl: Das war jetzt kein deutscher Satz!) – Ich weiß nicht, Herr Kollege Leichtfried, wie Sie überhaupt auf solche Ideen kommen. Ich frage mich langsam wirklich: Meinen Sie das ernst oder fällt Ihnen einfach sonst nichts mehr ein? – Ganz ehrlich: Es gibt keine Verschlechterungen im Sozialbereich – die gibt es nicht! –, und das spüren die Leute, die da draußen davon abhängig sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Es gibt keine Verschlechterung in der Gesundheitsversorgung – ganz im Gegenteil! (Abg. Leichtfried: Da sind wir unterschiedlicher Auffassung!) – Schreien Sie nicht dazwischen, Sie kommen dann eh noch dran!
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
ich!), dass jetzt im Gesundheits- und Sozialbereich eingespart werden kann. (Abg. Vogl: Das war jetzt kein deutscher Satz!) – Ich weiß nicht, Herr Kollege Leichtfried, wie Sie überhaupt auf solche Ideen kommen. Ich frage mich langsam wirklich: Meinen Sie das ernst oder fällt Ihnen einfach sonst nichts mehr ein? – Ganz ehrlich: Es gibt keine Verschlechterungen im Sozialbereich – die gibt es nicht! –, und das spüren die Leute, die da draußen davon abhängig sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Es gibt keine Verschlechterung in der Gesundheitsversorgung – ganz im Gegenteil! (Abg. Leichtfried: Da sind wir unterschiedlicher Auffassung!) – Schreien Sie nicht dazwischen, Sie kommen dann eh noch dran!
Abg. Leichtfried: Da sind wir unterschiedlicher Auffassung!
ich!), dass jetzt im Gesundheits- und Sozialbereich eingespart werden kann. (Abg. Vogl: Das war jetzt kein deutscher Satz!) – Ich weiß nicht, Herr Kollege Leichtfried, wie Sie überhaupt auf solche Ideen kommen. Ich frage mich langsam wirklich: Meinen Sie das ernst oder fällt Ihnen einfach sonst nichts mehr ein? – Ganz ehrlich: Es gibt keine Verschlechterungen im Sozialbereich – die gibt es nicht! –, und das spüren die Leute, die da draußen davon abhängig sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Es gibt keine Verschlechterung in der Gesundheitsversorgung – ganz im Gegenteil! (Abg. Leichtfried: Da sind wir unterschiedlicher Auffassung!) – Schreien Sie nicht dazwischen, Sie kommen dann eh noch dran!
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scherak: Na, he!
Sie beweinen, dass sich die FPÖ heute hierherstellt, eine Dringliche Anfrage einbringt und Sie so arm sind und Ihre nicht einbringen können. Ist das Ihr Demokratieverständnis? – Wenn dem so ist, müssen Sie einen Antrag stellen, dass wir die Geschäftsordnung ändern, dass nur die SPÖ Dringliche Anfragen machen darf, wenn Sie das unbedingt wollen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Scherak: Na, he!) Also bei aller Wertschätzung: Es haben auch Regierungsparteien das Recht dazu, Dringliche Anfragen einzubringen.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Wenn sich jemand hätte aufregen können, wäre es die ÖVP gewesen, denn die wäre nämlich an der Reihe gewesen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Da habe ich aber nichts gehört, die haben das zur Kenntnis genommen. So einfach ist das. (Abg. Loacker: Die hat schon 30 Jahre keine Dringliche mehr geschrieben ...!)
Abg. Loacker: Die hat schon 30 Jahre keine Dringliche mehr geschrieben ...!
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Wenn sich jemand hätte aufregen können, wäre es die ÖVP gewesen, denn die wäre nämlich an der Reihe gewesen. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Da habe ich aber nichts gehört, die haben das zur Kenntnis genommen. So einfach ist das. (Abg. Loacker: Die hat schon 30 Jahre keine Dringliche mehr geschrieben ...!)
Zwischenruf des Abg. Höbart
Wie Sozialpolitik à la SPÖ beispielsweise in Wien ausschaut, das sehen wir ja. Da gibt es dann einen Sozialstadtrat, der nichts anderes zu sagen hat als: Das setze ich nicht um, es ist mir wurscht! – Wissen Sie, das ist diese Fundamentalopposition, die in Wahrheit niemandem etwas bringt (Zwischenruf des Abg. Höbart) – am wenigsten den Wienerinnen und Wienern. Das wäre einmal die Aufgabe der SPÖ, dass man auch den eigenen Leuten sagt: Das ist ein mit Mehrheit beschlossenes Gesetz, alle Bundesländer in Österreich müssen es umsetzen! – Und auch Herr Hacker wird es umsetzen müssen, es wird ihm gar nichts anderes übrig bleiben.
Abg. Höbart: Das ist unfassbar!
Aber Herr Hacker ist halt mehr damit beschäftigt, irgendwelche Schimpfwörter auf Listen für gut oder für schlecht zu befinden. Ich möchte nur eines herausnehmen, das hat mich nämlich wirklich verrückt gemacht. Das Schimpfwort „Schwabo“ darf man laut Hacker sagen. Das ist ein Schimpfwort, das sich eindeutig auf eine Ethnie bezieht, und das ist für Herrn Hacker in Ordnung. (Abg. Höbart: Das ist unfassbar!) Dann müssen drei Pressesprecher nahezu gleichzeitig ausrücken und erklären: Na, er hat begonnen, wegzustreichen, und ist nicht fertig geworden! – Also Herr Hacker hat hier in der Mitte (einen Ausdruck mit dem Foto der besagten Liste in die Höhe haltend) zwei Wörter weggestrichen. Er hat nicht oben, nicht unten, sondern offensichtlich in der Mitte begonnen. Das ist ganz, ganz schön schiefgegangen, was Herr Hacker da als Ausrede verwendet hat.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es zeigt halt auch die Denke des Herrn Hacker, was man erkennt, wenn man sich anschaut, wie er arbeitet, wie er denkt. Vielleicht hat er sich ja von den Schuldiskussionen in der HTL Ottakring inspirieren lassen, denn – den Eindruck habe ich manchmal – dort wird genau so gesprochen, wie es Herr Hacker erlaubt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das sind Schimpfwörter, die man leider Gottes auf den Wiener Straßen, in den Wiener U-Bahnen sehr, sehr häufig hört.
Zwischenruf der Abg. Kucharowits.
Der damalige Sozialminister Stöger hat sich hergestellt und gesagt: Na, wir müssen ein bisschen innovativ sein! Bieten wir halt Kebab auf der Alm an, dann können wir die Kebabverkäufer gleich auf die Alm bringen, denn dort suchen sie Köche und die Kebabverkäufer suchen einen Job. – Das waren die Ideen der SPÖ. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Aufgegangen sind sie nicht – und das wissen Sie ganz genau –, weil es eben so nicht funktioniert, weil es ganz andere Maßnahmen gebraucht hat. Die wurden jetzt gesetzt, und schön langsam zeitigen sie auch Wirkung. Das ist auch einer der Gründe, warum schön langsam die Arbeitslosigkeit zurückgeht, und zwar Monat für Monat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie ist immer noch hoch, aber gegenüber Ihrer Amtszeit, Herr Stöger, ist sie um über 30 Prozent gesunken.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der damalige Sozialminister Stöger hat sich hergestellt und gesagt: Na, wir müssen ein bisschen innovativ sein! Bieten wir halt Kebab auf der Alm an, dann können wir die Kebabverkäufer gleich auf die Alm bringen, denn dort suchen sie Köche und die Kebabverkäufer suchen einen Job. – Das waren die Ideen der SPÖ. (Zwischenruf der Abg. Kucharowits.) Aufgegangen sind sie nicht – und das wissen Sie ganz genau –, weil es eben so nicht funktioniert, weil es ganz andere Maßnahmen gebraucht hat. Die wurden jetzt gesetzt, und schön langsam zeitigen sie auch Wirkung. Das ist auch einer der Gründe, warum schön langsam die Arbeitslosigkeit zurückgeht, und zwar Monat für Monat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie ist immer noch hoch, aber gegenüber Ihrer Amtszeit, Herr Stöger, ist sie um über 30 Prozent gesunken.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist genau das, was in diesem Land interessant ist. Es geht also, man kann mit konsequenter Arbeitsmarktpolitik die Arbeitslosigkeit Monat für Monat senken. Das ist das Erfolgsgeheimnis und das Erfolgsrezept dieser Bundesregierung. Dafür sage ich herzlichen Dank an die beiden Ministerinnen, aber selbstverständlich auch an die gesamte Bundesregierung. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre! 40 Arbeitsjahre!
es wird in naher Zukunft kommen, Herr Stöger! (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre! 40 Arbeitsjahre!) Sie haben sich offensichtlich verrechnet oder Sie wollten es schlicht und einfach nicht haben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
es wird in naher Zukunft kommen, Herr Stöger! (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre! 40 Arbeitsjahre!) Sie haben sich offensichtlich verrechnet oder Sie wollten es schlicht und einfach nicht haben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre ...!
Genau das ist die Problematik: Sie haben nicht für die Menschen gearbeitet. (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre ...!) – Ich weiß nicht, Frau Heinisch-Hosek, ich verstehe ohnehin nicht, was Sie so reinbrüllen, Sie können es sich auch sparen! (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre!) Die Zuseher daheim kriegen das gar nicht mit, was Sie da reinschreien. (Ruf bei der FPÖ: Gott sei Dank! Das ist eh peinlich! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Lassen Sie es bleiben! Es ist einfach mühsam, wissen Sie, Sie brüllen immer irgendetwas, aber offensichtlich brauchen Sie das. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das ist für Sie wahrscheinlich eine Art Therapiesitzung, die Sie hier gerade erleben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre!
Genau das ist die Problematik: Sie haben nicht für die Menschen gearbeitet. (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre ...!) – Ich weiß nicht, Frau Heinisch-Hosek, ich verstehe ohnehin nicht, was Sie so reinbrüllen, Sie können es sich auch sparen! (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre!) Die Zuseher daheim kriegen das gar nicht mit, was Sie da reinschreien. (Ruf bei der FPÖ: Gott sei Dank! Das ist eh peinlich! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Lassen Sie es bleiben! Es ist einfach mühsam, wissen Sie, Sie brüllen immer irgendetwas, aber offensichtlich brauchen Sie das. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das ist für Sie wahrscheinlich eine Art Therapiesitzung, die Sie hier gerade erleben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Gott sei Dank! Das ist eh peinlich! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Genau das ist die Problematik: Sie haben nicht für die Menschen gearbeitet. (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre ...!) – Ich weiß nicht, Frau Heinisch-Hosek, ich verstehe ohnehin nicht, was Sie so reinbrüllen, Sie können es sich auch sparen! (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre!) Die Zuseher daheim kriegen das gar nicht mit, was Sie da reinschreien. (Ruf bei der FPÖ: Gott sei Dank! Das ist eh peinlich! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Lassen Sie es bleiben! Es ist einfach mühsam, wissen Sie, Sie brüllen immer irgendetwas, aber offensichtlich brauchen Sie das. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das ist für Sie wahrscheinlich eine Art Therapiesitzung, die Sie hier gerade erleben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Genau das ist die Problematik: Sie haben nicht für die Menschen gearbeitet. (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre ...!) – Ich weiß nicht, Frau Heinisch-Hosek, ich verstehe ohnehin nicht, was Sie so reinbrüllen, Sie können es sich auch sparen! (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre!) Die Zuseher daheim kriegen das gar nicht mit, was Sie da reinschreien. (Ruf bei der FPÖ: Gott sei Dank! Das ist eh peinlich! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Lassen Sie es bleiben! Es ist einfach mühsam, wissen Sie, Sie brüllen immer irgendetwas, aber offensichtlich brauchen Sie das. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das ist für Sie wahrscheinlich eine Art Therapiesitzung, die Sie hier gerade erleben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Genau das ist die Problematik: Sie haben nicht für die Menschen gearbeitet. (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre ...!) – Ich weiß nicht, Frau Heinisch-Hosek, ich verstehe ohnehin nicht, was Sie so reinbrüllen, Sie können es sich auch sparen! (Abg. Heinisch-Hosek: Arbeitsjahre!) Die Zuseher daheim kriegen das gar nicht mit, was Sie da reinschreien. (Ruf bei der FPÖ: Gott sei Dank! Das ist eh peinlich! – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Lassen Sie es bleiben! Es ist einfach mühsam, wissen Sie, Sie brüllen immer irgendetwas, aber offensichtlich brauchen Sie das. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das ist für Sie wahrscheinlich eine Art Therapiesitzung, die Sie hier gerade erleben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt da narrisch?
Noch einmal, liebe SPÖ: Sie haben an der Bevölkerung vorbeiregiert, es war Ihnen vollkommen egal, was die Menschen in dem Land brauchen. Im Fokus haben Sie immer nur gehabt: Ihre Funktionäre, Ihre Funktionäre, Ihre Funktionäre. Das haben Sie übrigens auch jetzt noch. Darum sind Sie auch immer so narrisch, wenn irgendwo eine Reform kommt. (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt da narrisch?) Sie werden beispielsweise in Bezug auf die Sozialversicherungsreform ganz nervös, weil da ja plötzlich weniger Funktionäre sein könnten. Um Gottes willen, wie sollen Sie jetzt Ihre Leute bedienen?! (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Noch einmal, liebe SPÖ: Sie haben an der Bevölkerung vorbeiregiert, es war Ihnen vollkommen egal, was die Menschen in dem Land brauchen. Im Fokus haben Sie immer nur gehabt: Ihre Funktionäre, Ihre Funktionäre, Ihre Funktionäre. Das haben Sie übrigens auch jetzt noch. Darum sind Sie auch immer so narrisch, wenn irgendwo eine Reform kommt. (Abg. Heinisch-Hosek: Was heißt da narrisch?) Sie werden beispielsweise in Bezug auf die Sozialversicherungsreform ganz nervös, weil da ja plötzlich weniger Funktionäre sein könnten. Um Gottes willen, wie sollen Sie jetzt Ihre Leute bedienen?! (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist genau Ihr Problem, dass Sie eine völlig falsche Themenschwerpunktsetzung gemacht haben. Sie sind schon lange nicht mehr die Partei des kleinen Mannes, die Partei der Arbeiter! Sie haben sich von der Partei der Arbeiter zur Partei der Asylwerber und der Asylbetrüger entwickelt! Das sind die Leute, die Sie jetzt vertreten. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Krist: Um was geht es jetzt eigentlich bei der Dringlichen?
Sie jammern und beklagen immer, dass das alles zu wenig ist. – Na ja, da mögen Sie recht haben, man kann immer mehr geben. Jeder würde gerne sagen, wir schöpfen aus dem Vollen, wir verdoppeln jetzt die Pensionen. (Abg. Krist: Um was geht es jetzt eigentlich bei der Dringlichen?) Das Problem ist ja nur, dass wir dann genau die Schuldenpolitik haben, die Sie gemacht haben. Damit bin ich wieder bei dem, was Sie in der letzten Periode ganz kurz vor der Wahl beschlossen haben. Ich erinnere an die Aktion 20 000 oder an den Arbeitnehmerbonus. Das sind ja vielleicht nette Maßnahmen gewesen, die marketingtechnisch gut gewirkt haben – oder auch nicht, denn sonst würden Sie nicht auf der Oppositionsbank sitzen –, aber Sie haben sie nicht finanziert. Sie haben sie einfach beschlossen, und bezahlen soll es irgendjemand: Na, das ist egal, überziehen wir das Budget! – Und genau das ist der Fehler gewesen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es braucht ein ausgeglichenes Budget, denn Sie bürden der nächsten Generation einen Rucksack nach dem anderen auf. Auch damit ist jetzt endlich Schluss – und das schätzen die Menschen in dem Land. Schluss mit dieser Schuldenpolitik, wir brauchen eine solide finanzielle Basis in unserem Land! Das ist notwendig. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Jarolim: Das ist ja ein kompletter Holler, was Sie da sagen!
kommen, es wird alles in sich zusammenbrechen. Das ist genau der falsche Weg, den Sie gewählt haben. (Abg. Jarolim: Das ist ja ein kompletter Holler, was Sie da sagen!) – Na ja, wenn Sie sich nicht auskennen, verstehe ich das schon. Ich glaube schon, dass Sie das jetzt nicht verstanden haben, was ich zu erklären versucht habe. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nach dem, was Sie in den letzten Jahren hier geboten haben und auch in Ihren Reden meistens bieten, überrascht das ja auch nicht wirklich. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
kommen, es wird alles in sich zusammenbrechen. Das ist genau der falsche Weg, den Sie gewählt haben. (Abg. Jarolim: Das ist ja ein kompletter Holler, was Sie da sagen!) – Na ja, wenn Sie sich nicht auskennen, verstehe ich das schon. Ich glaube schon, dass Sie das jetzt nicht verstanden haben, was ich zu erklären versucht habe. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nach dem, was Sie in den letzten Jahren hier geboten haben und auch in Ihren Reden meistens bieten, überrascht das ja auch nicht wirklich. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
kommen, es wird alles in sich zusammenbrechen. Das ist genau der falsche Weg, den Sie gewählt haben. (Abg. Jarolim: Das ist ja ein kompletter Holler, was Sie da sagen!) – Na ja, wenn Sie sich nicht auskennen, verstehe ich das schon. Ich glaube schon, dass Sie das jetzt nicht verstanden haben, was ich zu erklären versucht habe. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nach dem, was Sie in den letzten Jahren hier geboten haben und auch in Ihren Reden meistens bieten, überrascht das ja auch nicht wirklich. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP
Diese Bundesregierung hat es jedenfalls geschafft, eine Trendwende einzuleiten und eine ordentliche Budgetpolitik zu machen, um die Basis für eine gute und gesicherte Sozialpolitik in unserem Lande zu gewährleisten, um die Familien zu entlasten (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), um Kinderarmut in Österreich zu verringern und zu vermeiden, um Altersarmut zu verringern, um Innovationen am Arbeitsmarkt wieder möglich zu machen, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren – ich habe es schon gesagt, dass diese seit Antritt dieser Bundesregierung massiv reduziert wurde –, um die Pensionen ordentlich zu erhöhen und – neben all den Maßnahmen, die bereits passiert sind – um die Lohnnebenkosten auch langfristig weiter senken zu können. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Das ist ja nicht das Ende der Fahnenstange, aber durch den Scherbenhaufen, den Sie da hinterlassen haben, geht es halt nur Schritt für Schritt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Diese Bundesregierung hat es jedenfalls geschafft, eine Trendwende einzuleiten und eine ordentliche Budgetpolitik zu machen, um die Basis für eine gute und gesicherte Sozialpolitik in unserem Lande zu gewährleisten, um die Familien zu entlasten (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), um Kinderarmut in Österreich zu verringern und zu vermeiden, um Altersarmut zu verringern, um Innovationen am Arbeitsmarkt wieder möglich zu machen, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren – ich habe es schon gesagt, dass diese seit Antritt dieser Bundesregierung massiv reduziert wurde –, um die Pensionen ordentlich zu erhöhen und – neben all den Maßnahmen, die bereits passiert sind – um die Lohnnebenkosten auch langfristig weiter senken zu können. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Das ist ja nicht das Ende der Fahnenstange, aber durch den Scherbenhaufen, den Sie da hinterlassen haben, geht es halt nur Schritt für Schritt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Bundesregierung hat es jedenfalls geschafft, eine Trendwende einzuleiten und eine ordentliche Budgetpolitik zu machen, um die Basis für eine gute und gesicherte Sozialpolitik in unserem Lande zu gewährleisten, um die Familien zu entlasten (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP), um Kinderarmut in Österreich zu verringern und zu vermeiden, um Altersarmut zu verringern, um Innovationen am Arbeitsmarkt wieder möglich zu machen, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren – ich habe es schon gesagt, dass diese seit Antritt dieser Bundesregierung massiv reduziert wurde –, um die Pensionen ordentlich zu erhöhen und – neben all den Maßnahmen, die bereits passiert sind – um die Lohnnebenkosten auch langfristig weiter senken zu können. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Das ist ja nicht das Ende der Fahnenstange, aber durch den Scherbenhaufen, den Sie da hinterlassen haben, geht es halt nur Schritt für Schritt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Widerspruch bei der SPÖ
Meine Damen und Herren, genau das ist es, wofür die Bundesregierung steht: ein gerechtes Sozialsystem, in dem kein Bürger in unserem Land vergessen oder nicht mitgenommen wird, aber kein Sozialbetrug (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Widerspruch bei der SPÖ), keine Zuwanderung in das Sozialsystem, kein Ausschütten mit der Gießkanne, sondern ein System, in dem sich Leistung lohnt, in dem Menschen wieder gerne arbeiten gehen, weil sie gerechte Löhne bekommen können, und in dem sie sich wieder wohlfühlen. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Meine Damen und Herren, genau das ist es, wofür die Bundesregierung steht: ein gerechtes Sozialsystem, in dem kein Bürger in unserem Land vergessen oder nicht mitgenommen wird, aber kein Sozialbetrug (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Widerspruch bei der SPÖ), keine Zuwanderung in das Sozialsystem, kein Ausschütten mit der Gießkanne, sondern ein System, in dem sich Leistung lohnt, in dem Menschen wieder gerne arbeiten gehen, weil sie gerechte Löhne bekommen können, und in dem sie sich wieder wohlfühlen. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (fortsetzend): Dieser Wechsel der Bundesregierung ist der richtige Weg – und die Menschen im Land spüren es. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Jarolim: Ich hoffe, Sie korrigieren diesen Blödsinn!
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Sehr geehrter Herr Präsident! (Abg. Jarolim: Ich hoffe, Sie korrigieren diesen Blödsinn!) Hohes Haus! Diese Bundesregierung bekennt sich dazu, dort Hilfe zu leisten, wo Hilfe wirklich nötig ist (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Ruf bei der SPÖ: ... in „Willkommen Österreich“!) – bei Menschen, die jahrelang gearbeitet haben und plötzlich vor dem Aus stehen, bei Menschen, denen eine Krankheit übel mitgespielt hat und die nun hart um ihre Zukunft kämpfen, bei Menschen, die wirtschaftlich hingefallen sind. Wir beenden mit unseren Maßnahmen die soziale Kälte der SPÖ, weil wir die richtigen Impulse setzen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wurm: Das ist hoch an der Zeit! – Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Ruf bei der SPÖ: ... in „Willkommen Österreich“!
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Sehr geehrter Herr Präsident! (Abg. Jarolim: Ich hoffe, Sie korrigieren diesen Blödsinn!) Hohes Haus! Diese Bundesregierung bekennt sich dazu, dort Hilfe zu leisten, wo Hilfe wirklich nötig ist (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Ruf bei der SPÖ: ... in „Willkommen Österreich“!) – bei Menschen, die jahrelang gearbeitet haben und plötzlich vor dem Aus stehen, bei Menschen, denen eine Krankheit übel mitgespielt hat und die nun hart um ihre Zukunft kämpfen, bei Menschen, die wirtschaftlich hingefallen sind. Wir beenden mit unseren Maßnahmen die soziale Kälte der SPÖ, weil wir die richtigen Impulse setzen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wurm: Das ist hoch an der Zeit! – Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wurm: Das ist hoch an der Zeit! – Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Sehr geehrter Herr Präsident! (Abg. Jarolim: Ich hoffe, Sie korrigieren diesen Blödsinn!) Hohes Haus! Diese Bundesregierung bekennt sich dazu, dort Hilfe zu leisten, wo Hilfe wirklich nötig ist (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP – Ruf bei der SPÖ: ... in „Willkommen Österreich“!) – bei Menschen, die jahrelang gearbeitet haben und plötzlich vor dem Aus stehen, bei Menschen, denen eine Krankheit übel mitgespielt hat und die nun hart um ihre Zukunft kämpfen, bei Menschen, die wirtschaftlich hingefallen sind. Wir beenden mit unseren Maßnahmen die soziale Kälte der SPÖ, weil wir die richtigen Impulse setzen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Heiterkeit bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Wurm: Das ist hoch an der Zeit! – Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Abg. Jarolim: Kinder sind Ihnen völlig egal!
Eine vorausschauende Sozialpolitik muss mit der Bekämpfung von Armut und Benachteiligung schon in der Kindheit beginnen (Abg. Jarolim: Kinder sind Ihnen völlig egal!), um sicherzustellen, dass sich die Probleme nicht über den gesamten Lebensverlauf anhäufen und schließlich im Alter in der Armut münden. (Abg. Heinisch-Hosek: Da haben Sie nichts zu tun damit! – Abg. Vogl: Genau!) Es bedarf möglichst früher Unterstützungen, wie wir sie zum Beispiel mit unserem Programm Frühe Hilfen, dem Schulstartpaket und der Ausbildung bis 18 haben. Da packen wir das Problem an den Wurzeln (Ruf bei der SPÖ: Sie schieben ab!), denn mangelhafte oder gänzlich fehlende berufliche Bildung ist eine Hauptursache von Armut.
Abg. Heinisch-Hosek: Da haben Sie nichts zu tun damit! – Abg. Vogl: Genau!
Eine vorausschauende Sozialpolitik muss mit der Bekämpfung von Armut und Benachteiligung schon in der Kindheit beginnen (Abg. Jarolim: Kinder sind Ihnen völlig egal!), um sicherzustellen, dass sich die Probleme nicht über den gesamten Lebensverlauf anhäufen und schließlich im Alter in der Armut münden. (Abg. Heinisch-Hosek: Da haben Sie nichts zu tun damit! – Abg. Vogl: Genau!) Es bedarf möglichst früher Unterstützungen, wie wir sie zum Beispiel mit unserem Programm Frühe Hilfen, dem Schulstartpaket und der Ausbildung bis 18 haben. Da packen wir das Problem an den Wurzeln (Ruf bei der SPÖ: Sie schieben ab!), denn mangelhafte oder gänzlich fehlende berufliche Bildung ist eine Hauptursache von Armut.
Ruf bei der SPÖ: Sie schieben ab!
Eine vorausschauende Sozialpolitik muss mit der Bekämpfung von Armut und Benachteiligung schon in der Kindheit beginnen (Abg. Jarolim: Kinder sind Ihnen völlig egal!), um sicherzustellen, dass sich die Probleme nicht über den gesamten Lebensverlauf anhäufen und schließlich im Alter in der Armut münden. (Abg. Heinisch-Hosek: Da haben Sie nichts zu tun damit! – Abg. Vogl: Genau!) Es bedarf möglichst früher Unterstützungen, wie wir sie zum Beispiel mit unserem Programm Frühe Hilfen, dem Schulstartpaket und der Ausbildung bis 18 haben. Da packen wir das Problem an den Wurzeln (Ruf bei der SPÖ: Sie schieben ab!), denn mangelhafte oder gänzlich fehlende berufliche Bildung ist eine Hauptursache von Armut.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Eines ist sicher: Die effektivste Verhinderung von Armut ist, den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Geld zu verdienen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Jarolim: Wer schafft die Arbeit?
Arbeit muss sich aber auch wieder lohnen, und genau deshalb haben wir zum Beispiel im Sozialhilfe-Grundsatzgesetz den Wiedereinsteigerfreibetrag erhöht. (Abg. Jarolim: Wer schafft die Arbeit?) Ich stehe auch weiterhin dazu, dass sich das Einkommen von Arbeitnehmerhaushalten künftig wieder deutlich von Einkünften, die Haushalte mit Sozialhilfebezug erreichen können, unterscheiden soll. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Arbeit muss sich aber auch wieder lohnen, und genau deshalb haben wir zum Beispiel im Sozialhilfe-Grundsatzgesetz den Wiedereinsteigerfreibetrag erhöht. (Abg. Jarolim: Wer schafft die Arbeit?) Ich stehe auch weiterhin dazu, dass sich das Einkommen von Arbeitnehmerhaushalten künftig wieder deutlich von Einkünften, die Haushalte mit Sozialhilfebezug erreichen können, unterscheiden soll. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Jarolim: Die haben Sie gerade zertrümmert!
Wir werden daher die soziale Absicherung im Alter durch eine Mindestpension sicherstellen. (Abg. Jarolim: Die haben Sie gerade zertrümmert!) Wer ein Leben lang gearbeitet und Beiträge geleistet hat, muss durch das staatliche Pensionssystem im Ruhestand soziale Sicherheit haben.
Abg. Scherak: Der Finanzminister ...!
Dieser Bundesregierung kann keine soziale Kälte vorgeworfen werden – ganz im Gegenteil, das ist alles andere als soziale Kälte. Sie hat bereits jetzt zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut umgesetzt beziehungsweise auf den Weg gebracht. So profitieren zum Beispiel Arbeitnehmer mit geringem Einkommen bereits seit Mitte 2018 von der Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Abg. Scherak: Der Finanzminister ...!), zweitens wurde der Familienbonus Plus eingeführt, drittens erfolgte eine Senkung der Krankenversicherungsbeiträge für Menschen mit geringem Einkommen – was Sie, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, noch nie angegangen sind! (Abg. Jarolim: ... die Menschen, die Sie verhöhnen!) Viele Maßnahmen, die vorher nicht angegangen wurden, setzen wir jetzt um, um Armut wirklich zu vermeiden und zu verhindern.
Abg. Jarolim: ... die Menschen, die Sie verhöhnen!
Dieser Bundesregierung kann keine soziale Kälte vorgeworfen werden – ganz im Gegenteil, das ist alles andere als soziale Kälte. Sie hat bereits jetzt zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut umgesetzt beziehungsweise auf den Weg gebracht. So profitieren zum Beispiel Arbeitnehmer mit geringem Einkommen bereits seit Mitte 2018 von der Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Abg. Scherak: Der Finanzminister ...!), zweitens wurde der Familienbonus Plus eingeführt, drittens erfolgte eine Senkung der Krankenversicherungsbeiträge für Menschen mit geringem Einkommen – was Sie, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, noch nie angegangen sind! (Abg. Jarolim: ... die Menschen, die Sie verhöhnen!) Viele Maßnahmen, die vorher nicht angegangen wurden, setzen wir jetzt um, um Armut wirklich zu vermeiden und zu verhindern.
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Meine Damen und Herren, mir ist es wirklich ein persönliches Anliegen, mich für die Senkung der Armut und für die Menschen in Österreich einzusetzen. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Abg. Jarolim: Haben – in der Vergangenheit muss man das sagen!
Im EU-Vergleich liegt Österreich bei der Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung im besten Drittel und deutlich unter dem EU-28-Durchschnitt. Die Armutsgefährdung in Österreich liegt für 2018 bei 17,5 Prozent, der aktuellste Wert für den EU-Durchschnitt beträgt 22,4 Prozent. Diese im internationalen Vergleich gute Position ist der Tatsache geschuldet, dass wir einen sehr gut ausgebauten Wohlfahrtsstaat haben, der international größte Anerkennung und Wertschätzung genießt. (Abg. Jarolim: Haben – in der Vergangenheit muss man das sagen!)
Abg. Leichtfried: Deshalb ist die Mindestsicherung für kinderreiche Familien gekürzt worden! Sehr schön! Danke!
Auch kinderreiche Familien sind überdurchschnittlich armutsgefährdet. (Abg. Leichtfried: Deshalb ist die Mindestsicherung für kinderreiche Familien gekürzt worden! Sehr schön! Danke!) Zusätzlich zu den Unterstützungsleistungen im Rahmen der Sozialhilfe Neu sorgt mein Ressort für Hilfe von Anfang an. Das Programm Frühe Hilfen ist ein Angebot für Schwangere und Familien in belastenden Lebenssituationen, um Kindern eine gleichwertige Chance auf ein gutes Leben zu ermöglichen.
Abg. Jarolim: Da ist doch nichts dabei, was Sie verursacht haben! Das sind die alten ...! Damit können Sie sich ja nicht schmücken! – Abg. Neubauer: Ja, das tut weh!
Zur systematischen und nachhaltigen Bekämpfung wurde das Ausbildungspflichtgesetz eingeführt. Zur Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 wurden vom Arbeitsmarktservice im Jahr 2018 mehr als 453 Millionen Euro aufgewendet. Die wichtigste Aufgabe dabei ist die Vermittlung von Jugendlichen auf betriebliche Lehrstellen. Zusätzlich gibt es das Angebot der Lehrausbildung in sogenannten überbetrieblichen Einrichtungen; so wird beispielsweise die Facharbeiterinnen- und Facharbeiter-Intensivausbildung ermöglicht. (Abg. Jarolim: Da ist doch nichts dabei, was Sie verursacht haben! Das sind die alten ...! Damit können Sie sich ja nicht schmücken! – Abg. Neubauer: Ja, das tut weh!)
Abg. Leichtfried: Erzählen Sie jetzt, was die letzten fünf Jahre passiert ist? Nicht sehr ambitioniert!
Die sogenannte arbeitsplatznahe Qualifizierung fördert wiederum die betriebliche Ausbildung und führt zu einem staatlich anerkannten oder durch externe Einrichtungen zertifizierten Abschluss. Bei sämtlichen unserer Programme und Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik werden spezifische Förderungsmaßnahmen für Frauen angeboten. Für Wiedereinsteigerinnen bieten wir Laufbahnberatung und zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen an, um eine rasche Arbeitsaufnahme zu erleichtern. (Abg. Leichtfried: Erzählen Sie jetzt, was die letzten fünf Jahre passiert ist? Nicht sehr ambitioniert!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Mit Programmen wie etwa dem Modell Frauen in Handwerk und Technik unterstützen wir außerdem Frauen bei der Aufnahme einer Ausbildung in Berufen mit geringem Frauenanteil und helfen Frauen und Mädchen dabei, in Berufen und Wirtschaftsbereichen mit guten Einkommens- und Arbeitsbedingungen Fuß zu fassen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Darum ist die Aktion 20 000 abgeschafft worden! Gratuliere dazu! Jetzt sind noch mehr arbeitslos!
Ältere Arbeitskräfte über 50 Jahre sind überproportional von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. (Abg. Leichtfried: Darum ist die Aktion 20 000 abgeschafft worden! Gratuliere dazu! Jetzt sind noch mehr arbeitslos!) Deshalb gibt es im Rahmen der Beschäftigungsinitiative 50 plus Maßnahmen wie beispielsweise Eingliederungsbeihilfen, Transitarbeitsplätze in sogenannten sozialökonomischen Betrieben sowie ein Kombilohnmodell.
Abg. Jarolim: Das ist die Erfolgsbilanz der alten Regierung, was Sie da lesen! Das ist unglaublich! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Drittens: Nicht zuletzt möchte ich erwähnen, dass wir den Vermögenszugriff in der Sozialhilfe gezielt eingeschränkt haben. (Abg. Jarolim: Das ist die Erfolgsbilanz der alten Regierung, was Sie da lesen! Das ist unglaublich! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Leichtfried: Das sind 99 Prozent Dinge der alten Regierung! Ich korrigiere, 99,5 Prozent!
Hohe Wohnkosten können von den Ländern nach dem Sozialhilfe-Grundsatzgesetz über eine sogenannte Wohnkostenpauschale berücksichtigt werden. Durch die Anwendung dieser Pauschale kann das gesamte Leistungsausmaß auf 130 Prozent der Bemessungsgrundlage angehoben werden. (Abg. Leichtfried: Das sind 99 Prozent Dinge der alten Regierung! Ich korrigiere, 99,5 Prozent!) Voraussetzung ist, dass die gesamten Wohnkosten als Sachleistung abgegolten werden.
Zwischenrufe der Abgeordneten Jarolim und Vogl.
Zunächst möchte ich klarstellen, dass Sozialhilfebezieherinnen und -beziehern durch die Meldung zur Arbeitssuche beim AMS alle Weiterbildungsangebote und Förderungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice, die primär auf die Beschäftigungsintegration von Arbeitssuchenden abzielen, offenstehen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Jarolim und Vogl.)
Abg. Leichtfried: Nicht einmal die Frau Belakowitsch, die Fragende, hört Ihnen zu!
Als Beispiele kann ich hier anführen: erstens den Wiedereinsteigerfreibetrag, zweitens den Abbau von Vermittlungshindernissen. Klares Ziel ist es also, Sozialhilfebezieherinnen und -bezieher letztendlich von der Leistung der Sozialhilfe unabhängig zu machen (Abg. Leichtfried: Nicht einmal die Frau Belakowitsch, die Fragende, hört Ihnen zu!), Hilfe zur Selbsthilfe.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Sehr, sehr tragisch alles! – Abg. Zanger: Der Zustand der SPÖ ist tragisch! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Pensionistinnen und Pensionisten werden ebenfalls durch einen Abzugsbetrag bei den Krankenversicherungsbeiträgen um rund 300 Millionen Euro entlastet. Dies ist die soziale Wärme dieser Regierung. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: Sehr, sehr tragisch alles! – Abg. Zanger: Der Zustand der SPÖ ist tragisch! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Ministerinnen! Hohes Haus! Werte Kollegen! Werte Zuseher! Ja, es ist eine bittere Zeit für die Opposition (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), speziell für die Sozialdemokratie. (Abg. Jarolim: Das hat es jetzt noch gebraucht! Ein würdiger Abschluss!) Wir – diese Regierung – sind die soziale Wärme. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Jarolim: Das hat es jetzt noch gebraucht! Ein würdiger Abschluss!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Ministerinnen! Hohes Haus! Werte Kollegen! Werte Zuseher! Ja, es ist eine bittere Zeit für die Opposition (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), speziell für die Sozialdemokratie. (Abg. Jarolim: Das hat es jetzt noch gebraucht! Ein würdiger Abschluss!) Wir – diese Regierung – sind die soziale Wärme. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Ministerinnen! Hohes Haus! Werte Kollegen! Werte Zuseher! Ja, es ist eine bittere Zeit für die Opposition (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), speziell für die Sozialdemokratie. (Abg. Jarolim: Das hat es jetzt noch gebraucht! Ein würdiger Abschluss!) Wir – diese Regierung – sind die soziale Wärme. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS
Und die Leute spüren es: Wir strahlen Empathie aus (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS), wir machen Sozialpolitik. (Abg. Loacker: Weitermachen! Die Nummer gefällt mir! – Demonstrativer Beifall des Abg. Loacker. – Abg. Leichtfried: Zugabe!) – Ich sehe schon, ich habe bei der Sozialdemokratie den Nerv getroffen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Als Nächstes behauptet ihr, ihr seid christlich-sozial!)
Abg. Loacker: Weitermachen! Die Nummer gefällt mir! – Demonstrativer Beifall des Abg. Loacker. – Abg. Leichtfried: Zugabe!
Und die Leute spüren es: Wir strahlen Empathie aus (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS), wir machen Sozialpolitik. (Abg. Loacker: Weitermachen! Die Nummer gefällt mir! – Demonstrativer Beifall des Abg. Loacker. – Abg. Leichtfried: Zugabe!) – Ich sehe schon, ich habe bei der Sozialdemokratie den Nerv getroffen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Als Nächstes behauptet ihr, ihr seid christlich-sozial!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Als Nächstes behauptet ihr, ihr seid christlich-sozial!
Und die Leute spüren es: Wir strahlen Empathie aus (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS), wir machen Sozialpolitik. (Abg. Loacker: Weitermachen! Die Nummer gefällt mir! – Demonstrativer Beifall des Abg. Loacker. – Abg. Leichtfried: Zugabe!) – Ich sehe schon, ich habe bei der Sozialdemokratie den Nerv getroffen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Als Nächstes behauptet ihr, ihr seid christlich-sozial!)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Diese Rückmeldungen bekomme ich – vermutlich auch meine Kollegen –, wenn wir unterwegs sind. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) Die Leute sind mit der Regierungsarbeit extrem zufrieden, speziell Pensionisten, Arbeiter, Angestellte, also alle, von denen Sie immer sprechen. (Abg. Leichtfried: Ja, das hat man bei der Arbeiterkammerwahl gesehen! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Diese Menschen draußen spüren bereits jetzt – und wir sind ja noch nicht allzu lange in der Regierung –, dass sich die Dinge für sie zum Positiven bewegt haben. Die Leute spüren das. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Ja, das hat man bei der Arbeiterkammerwahl gesehen! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Diese Rückmeldungen bekomme ich – vermutlich auch meine Kollegen –, wenn wir unterwegs sind. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) Die Leute sind mit der Regierungsarbeit extrem zufrieden, speziell Pensionisten, Arbeiter, Angestellte, also alle, von denen Sie immer sprechen. (Abg. Leichtfried: Ja, das hat man bei der Arbeiterkammerwahl gesehen! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Diese Menschen draußen spüren bereits jetzt – und wir sind ja noch nicht allzu lange in der Regierung –, dass sich die Dinge für sie zum Positiven bewegt haben. Die Leute spüren das. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Diese Rückmeldungen bekomme ich – vermutlich auch meine Kollegen –, wenn wir unterwegs sind. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.) Die Leute sind mit der Regierungsarbeit extrem zufrieden, speziell Pensionisten, Arbeiter, Angestellte, also alle, von denen Sie immer sprechen. (Abg. Leichtfried: Ja, das hat man bei der Arbeiterkammerwahl gesehen! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Diese Menschen draußen spüren bereits jetzt – und wir sind ja noch nicht allzu lange in der Regierung –, dass sich die Dinge für sie zum Positiven bewegt haben. Die Leute spüren das. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Und natürlich kann man das auch so formulieren – und ich würde es so formulieren –: Wir, auch als FPÖ, erfüllen diese Funktion der sozialen Wärme in dieser Regierung – etwas, was Sie als SPÖ, über Jahre und Jahrzehnte in Regierungstätigkeit, vergessen haben. Diesen Vorwurf müssen Sie sich gefallen lassen, sehr geehrte Kollegen von der SPÖ. Wir erfüllen diese Funktion. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Vogl – in Richtung ÖVP deutend –: Schau einmal da rüber! – Abg. Muchitsch – in Richtung ÖVP deutend –: Da rüber musst du schauen!
Ein letzter Hinweis, dann will ich es Richtung Sozialdemokratie belassen, weil der Fachkräftemangel heute auch Thema war: Wenn Sie derzeit mit Facharbeitern reden, dann hören Sie, dass sie eigentlich alle recht glücklich über den Fachkräftemangel sind. Sie müssen keine Angst um ihren Job haben, verdienen ein Supergeld, bekommen alles bezahlt, und sie haben jetzt auch die Wertschätzung der Wirtschaft, die sie über viele Jahre nicht hatten. (Abg. Vogl – in Richtung ÖVP deutend –: Schau einmal da rüber! – Abg. Muchitsch – in Richtung ÖVP deutend –: Da rüber musst du schauen!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Jeder Facharbeiter draußen spürt das, und das sage ich als letzte Botschaft an die Sozialdemokratie: Das haben auch wir mit in Gang gesetzt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Einerseits, wir hatten das Thema heute schon, der Kinderbonus von 1 500 Euro pro Kind: Wenn Sie mit normalen Familien sprechen, dann werden Sie wissen, was 1 500 Euro netto für Familien bedeuten. Das ist eine Menge Geld, und die Leute spüren das jetzt bereits, weil sie es auch monatlich am Gehaltszettel sehen. Diese Maßnahmen können Sie auch nicht wegdiskutieren. Da kann man noch so oft versuchen, die Regierung schlecht hinzustellen: Diese Leistung ist bereits bei den Menschen angekommen, das wird uns auch gedankt, und das finde ich auch sehr, sehr gut. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Muchitsch: 40 Jahre! – Abg. Heinisch-Hosek: 40 Arbeitsjahre!
Die zweite Geschichte, um ein bisschen vorzugreifen – das wird bereits in wenigen Monaten, sprich zum Jahresbeginn 2020, in Kraft treten und wird sehr, sehr viele Menschen, die jetzt schon in Pension sind oder bald in Pension gehen, betreffen –: Wir werden die angekündigte Pensionserhöhung auf 1 200 Euro netto, diesen Pensionsbonus 2020, einführen (Abg. Muchitsch: 40 Jahre! – Abg. Heinisch-Hosek: 40 Arbeitsjahre!), und das, glauben Sie mir, bringt auch vielen, vielen Pensionisten etwas.
Abg. Neubauer: 8 Milliarden, hat er gesagt!
Frau Kollegin Belakowitsch hat es vorhin auch erwähnt: Das war unter Hundstorfer, unter Stöger nie möglich. Es hat immer geheißen, für die Mindestpensionisten kann man nichts tun. (Abg. Neubauer: 8 Milliarden, hat er gesagt!) – 8 Milliarden Euro waren das damals. Wir setzen das um. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Frau Kollegin Belakowitsch hat es vorhin auch erwähnt: Das war unter Hundstorfer, unter Stöger nie möglich. Es hat immer geheißen, für die Mindestpensionisten kann man nichts tun. (Abg. Neubauer: 8 Milliarden, hat er gesagt!) – 8 Milliarden Euro waren das damals. Wir setzen das um. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Bitte, Frau Kollegin Rendi-Wagner, bleiben Sie bei den Tatsachen, erzählen Sie keine Schauermärchen und nehmen Sie bitte auch zur Kenntnis, dass es in Österreich aufwärts geht! – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf eine Gästegruppe des Abgeordneten Hörl aus Tirol recht herzlich bei uns begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Ministerinnen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Beste Grüße der Gruppe aus Tirol! Ich darf aber auch einen Bürgermeister aus meinem Heimatbezirk, den Bürgermeister aus Suben, Ernst Seitz, und seine charmante Gattin und Begleitung begrüßen. Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sieht man sich die Daten betreffend die Armutsgefährdung an (eine Tafel, auf der unter der Überschrift „Armutsgefährdung“ eine blaue Säule mit der Aufschrift „20,6 %“ und eine niedrigere rote Säule mit der Aufschrift „17,5 %“ zu sehen sind, in die Höhe haltend), so waren wir nicht nur in den letzten Monaten, sondern eigentlich in den letzten Jahren schon durchaus erfolgreich. Von 2008 bis 2018 ist letzten Endes die Armutsgefährdung von 20,6 auf 17,5 Prozent gesunken, das sind um 187 000 Personen weniger, und das bei steigender Bevölkerungszahl in Österreich. Das heißt, wir sind da schon seit Jahren auf dem richtigen Weg, aber das, was diese Bundesregierung in den letzten Monaten geleistet hat, wird diese Armut weiter senken. Das ist unsere Aufgabe und das wollen wir auch, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Was hat diese Regierung in den letzten Monaten umgesetzt, um diese Armut auch weiterhin zu reduzieren? – Wir bleiben hier einem Grundsatz treu: Wir helfen den Menschen, die in einer Notsituation sind und sich selber nicht helfen können. Das haben wir mehrmals bewiesen – ich komme dann noch zu den Beispielen. Wir erwarten aber von jenen, die arbeiten können und die gesund sind, dass sie auch einer Arbeit nachgehen, meine Damen und Herren, weil: Sozial ist, was Arbeit schafft. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Ein regelmäßiges Erwerbseinkommen ist das beste Instrument gegen Armut, denn wenn man regelmäßig Einkommen bezieht, dann ist man weniger armutsgefährdet als jene Menschen, die das nicht haben. Daher gilt es, alles zu tun, um letzten Endes auch zu unterstützen, dass die Menschen, die derzeit keinen Job haben, so schnell wie möglich einen Arbeitsplatz bekommen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Was hat diese Regierung in den letzten Monaten umgesetzt, um diese Armut auch weiterhin zu reduzieren? – Wir bleiben hier einem Grundsatz treu: Wir helfen den Menschen, die in einer Notsituation sind und sich selber nicht helfen können. Das haben wir mehrmals bewiesen – ich komme dann noch zu den Beispielen. Wir erwarten aber von jenen, die arbeiten können und die gesund sind, dass sie auch einer Arbeit nachgehen, meine Damen und Herren, weil: Sozial ist, was Arbeit schafft. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Ein regelmäßiges Erwerbseinkommen ist das beste Instrument gegen Armut, denn wenn man regelmäßig Einkommen bezieht, dann ist man weniger armutsgefährdet als jene Menschen, die das nicht haben. Daher gilt es, alles zu tun, um letzten Endes auch zu unterstützen, dass die Menschen, die derzeit keinen Job haben, so schnell wie möglich einen Arbeitsplatz bekommen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
ist –, als Erste zu entlasten, mit rund 300 Euro zusätzlich pro Jahr für diese Menschen. Warum? – Weil es uns wichtig ist, dass das Prinzip: Leistung muss sich lohnen!, auch gelten muss. Diese Menschen arbeiten genauso 40 Stunden in der Woche, haben aber nicht immer die angenehmsten Jobs, und gerade für diese Menschen sind 300 Euro sehr viel Geld. Das war die erste Maßnahme, die wir hier gemeinsam verabschiedet haben – eine sehr soziale Maßnahme. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das Nächste war der Familienbonus Plus: Die Familienpolitik dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren, kann sich sehen lassen, vor allem spüren es die Menschen draußen in den Ortschaften. Bürgermeister Seitz hat gut 1 000 Einwohner in Suben, und es gibt keinen Haushalt in Suben, in dem nicht Familien mit Kindern leben, die jetzt von diesem Familienbonus profitieren; landauf, landab sind es 1,6 Millionen Kinder, 950 000 Familien. Das ist die Familienpolitik dieser Bundesregierung, das spüren die Menschen, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Morgen ist zu einer gemeinsamen Pressekonferenz eingeladen, weil wir auch jenen, die lange Beitragszeiten haben, die Wertschätzung insofern entgegenbringen wollen, dass es eine höhere Mindestpension gibt, wenn man lange gearbeitet hat, aber trotzdem eine sehr niedrige Pension bezieht. Das sind jene Menschen, die es sich verdient haben, auch ein höheres Einkommen als Mindestpensionist zur Verfügung gestellt zu bekommen. Das werden wir morgen im Detail vorstellen, eine soziale Maßnahme für jene Menschen, die viel gearbeitet haben, aber trotzdem „nur“ – unter Anführungszeichen – eine Mindestpension erhalten, weil es uns wichtig ist, diese Wertschätzung auch zum Ausdruck zu bringen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter August Wöginger (fortsetzend): Das sind sie halt von mir daheim gewöhnt, Herr Präsident, aber es ist schon in Ordnung. (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie! Ihr müsstet uns eigentlich dankbar dafür sein, dass wir diese Steuerreform so umsetzen werden, wie wir sie jetzt vorgestellt haben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Leichtfried.
Auch zur Mindestsicherung Neu, also zur Sozialhilfe, noch ein abschließendes Wort: Wir haben mehr für Menschen mit Behinderungen und mehr für Alleinerziehende gegeben, weil das Gruppen sind, die besonders armutsgefährdet sind. Es ist unsere christlich-soziale Verantwortung, für diese Menschen im Besonderen da zu sein, deshalb stellen wir da mehr Geld zur Verfügung. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Leichtfried.) Was wir aber nicht wollen, ist, dass beim Vergleich von zwei Familien die eine durch die Sozialhilfe ein höheres Einkommen erhält als jene, in der einer Arbeit nachgegangen wird. Meine Damen und Herren, das ist in den letzten Jahren in Schieflage geraten und das bereinigen wir auch mit diesem Gesetz. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Auch zur Mindestsicherung Neu, also zur Sozialhilfe, noch ein abschließendes Wort: Wir haben mehr für Menschen mit Behinderungen und mehr für Alleinerziehende gegeben, weil das Gruppen sind, die besonders armutsgefährdet sind. Es ist unsere christlich-soziale Verantwortung, für diese Menschen im Besonderen da zu sein, deshalb stellen wir da mehr Geld zur Verfügung. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Leichtfried.) Was wir aber nicht wollen, ist, dass beim Vergleich von zwei Familien die eine durch die Sozialhilfe ein höheres Einkommen erhält als jene, in der einer Arbeit nachgegangen wird. Meine Damen und Herren, das ist in den letzten Jahren in Schieflage geraten und das bereinigen wir auch mit diesem Gesetz. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die dritte Maßnahme ist, dass es ohne Deutschkenntnisse keinen Job gibt. Wir haben zuerst gehört, dass Erwerbseinkommen das beste Instrument zur Armutsbekämpfung ist, daher muss die deutsche Sprache erlernt werden. Das stellen wir als Sachleistung für jene zur Verfügung, die sie nicht können. Kann man die deutsche Sprache, so hat man derzeit alle Möglichkeiten, in Österreich einen Arbeitsplatz zu bekommen und einem Job nachzugehen. Wir erwarten von jenen Menschen, die arbeiten können und gesund sind, dass sie letzten Endes einem Job nachgehen und ihn auch annehmen. Das ist gerecht gegenüber jenen Menschen, die tagtäglich in der Früh aufstehen und arbeiten gehen, die mit ihren Steuern die Säcke befüllen, damit wir überhaupt Sozialhilfe ausbezahlen können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren, der Vergleich mit anderen europäischen Ländern und auch darüber hinaus macht uns sicher. Kommt man in der Welt herum, dann sieht man, dass wir in Österreich – Gott sei Dank!, sage ich dazu – die besten Sozialleistungen weltweit haben. Ich bin noch in kein Land gekommen, in dem es bessere Leistungen gibt und in dem es eine größere soziale Absicherung gibt als in Österreich. Österreich ist ein soziales Land, meine Damen und Herren, und Österreich bleibt ein soziales Land. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Diese Bundesregierung ist auf einem Erfolgsweg, nämlich auch hinsichtlich der Bekämpfung von Armut. Wir sind ein sozialer Wohlfahrtsstaat. Ein sozialer Wohlfahrtsstaat bedeutet aber auch, dass das, was man verteilt, auch erwirtschaftet werden muss. Das haben wir weiterhin im Auge. Meine Damen und Herren, wir haben eine ausgezeichnete Sozialpolitik in Österreich. Ich danke auch den zuständigen Ministerinnen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Holzinger-Vogtenhuber und Zadić.
ist aber sicher nicht der Erfolg einer türkis-blauen Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Holzinger-Vogtenhuber und Zadić.)
Abg. Hafenecker: ... abgewählte ...!
Sie wissen es genau: Wer war damals in Regierungsverantwortung? (Abg. Hafenecker: ... abgewählte ...!) – Richtig, es waren sozialdemokratische Regierungschefs und es waren sozialdemokratische Sozialminister. Blicken wir zurück, wodurch diese Zeit, nämlich 2008 bis 2017, eigentlich geprägt war! Was ist damals passiert? – Es war die größte Wirtschafts- und Finanzkrise der Zweiten Republik seit dem Zweiten Weltkrieg, mit schweren Folgen für die Wirtschaft, mit wenig Wirtschaftswachstum und finanziell engen Spielräumen, auch was den Staatshaushalt betroffen hat. Trotz alldem haben es die sozialdemokratisch geführten Regierungen in dieser Zeit zustande gebracht, Investitionen in die Menschen und in die Wirtschaft zu tätigen, und es wurde erfolgreich gegen diese Wirtschafts- und Finanzkrise gegengesteuert – mit einem Ziel: den sozialen Ausgleich in Österreich zu erhalten und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich zu stärken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Höchste Arbeitslosigkeit ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Höchste Arbeitslosigkeit ...!
Sie wissen es genau: Wer war damals in Regierungsverantwortung? (Abg. Hafenecker: ... abgewählte ...!) – Richtig, es waren sozialdemokratische Regierungschefs und es waren sozialdemokratische Sozialminister. Blicken wir zurück, wodurch diese Zeit, nämlich 2008 bis 2017, eigentlich geprägt war! Was ist damals passiert? – Es war die größte Wirtschafts- und Finanzkrise der Zweiten Republik seit dem Zweiten Weltkrieg, mit schweren Folgen für die Wirtschaft, mit wenig Wirtschaftswachstum und finanziell engen Spielräumen, auch was den Staatshaushalt betroffen hat. Trotz alldem haben es die sozialdemokratisch geführten Regierungen in dieser Zeit zustande gebracht, Investitionen in die Menschen und in die Wirtschaft zu tätigen, und es wurde erfolgreich gegen diese Wirtschafts- und Finanzkrise gegengesteuert – mit einem Ziel: den sozialen Ausgleich in Österreich zu erhalten und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich zu stärken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Höchste Arbeitslosigkeit ...!)
Abg. Jarolim: Eine Schande!
Und was macht diese türkis-blaue Bundesregierung heute, bei einem weitaus besseren Wirtschaftswachstum, bei vollen Steuertöpfen, sehr geehrte Damen und Herren? – Sie macht das Gegenteil. Frau Bundesministerin, Sie kürzen die Mindestsicherung, Sie streichen Beschäftigungsmaßnahmen für ältere Arbeitslose, Sie kürzen bei den Lehrlingen, und ich könnte diese Liste fortsetzen. (Abg. Jarolim: Eine Schande!) Kurzum: Sie betreiben Sozialabbau und gefährden den sozialen Frieden in Österreich.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Der Frust muss so tief sitzen, so groß sein!
Auch am Beispiel der Steuerreform, die heute ja Thema ist, zeigt sich der Unterschied, wie es sich für die Menschen auswirkt, wenn Sie oder wir Verantwortung in diesem Land tragen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Der Frust muss so tief sitzen, so groß sein!) Es war in den Jahren 2015 und 2016, unter einem sozialdemokratischen Bundeskanzler (Abg. Hafenecker: Wo ist denn der ...?), als eine echte Steuerentlastung für Österreich sozial gerecht durchgeführt wurde. 90 Prozent kamen damals bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als echte Entlastung an. Ja, damals bekamen die arbeitenden Menschen in Österreich mehr zurück, als sie durch die kalte Progression, Stichwort schleichende Steuererhöhung, eingezahlt haben.
Abg. Hafenecker: Wo ist denn der ...?
Auch am Beispiel der Steuerreform, die heute ja Thema ist, zeigt sich der Unterschied, wie es sich für die Menschen auswirkt, wenn Sie oder wir Verantwortung in diesem Land tragen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Der Frust muss so tief sitzen, so groß sein!) Es war in den Jahren 2015 und 2016, unter einem sozialdemokratischen Bundeskanzler (Abg. Hafenecker: Wo ist denn der ...?), als eine echte Steuerentlastung für Österreich sozial gerecht durchgeführt wurde. 90 Prozent kamen damals bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als echte Entlastung an. Ja, damals bekamen die arbeitenden Menschen in Österreich mehr zurück, als sie durch die kalte Progression, Stichwort schleichende Steuererhöhung, eingezahlt haben.
Abg. Hanger: Das stimmt ja nicht! Die Zahlen stimmen nicht!
Schauen wir uns jetzt Ihre sogenannte Steuerreform an, sehr geehrte Damen und Herren! Ich nehme jetzt Ihre Zahlen, die Rechnung der Bundesregierung, um mir das genauer anzuschauen. Laut Ihren Angaben beträgt das Volumen der Steuerreform für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2021 5 Milliarden Euro. Laut Ihren eigenen Angaben, sehr geehrte Damen und Herren, beträgt 2021 über den Zeitraum gerechnet die kalte Progression 7,5 Milliarden Euro. (Abg. Hanger: Das stimmt ja nicht! Die Zahlen stimmen nicht!) Eine Milchmädchenrechnung: Irgendetwas stimmt bei dieser Rechnung nicht, weil Sie von einer Entlastung reden. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich kann da für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich nur ein Minus von 2,5 Milliarden Euro sehen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Schellhorn.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Schauen wir uns jetzt Ihre sogenannte Steuerreform an, sehr geehrte Damen und Herren! Ich nehme jetzt Ihre Zahlen, die Rechnung der Bundesregierung, um mir das genauer anzuschauen. Laut Ihren Angaben beträgt das Volumen der Steuerreform für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2021 5 Milliarden Euro. Laut Ihren eigenen Angaben, sehr geehrte Damen und Herren, beträgt 2021 über den Zeitraum gerechnet die kalte Progression 7,5 Milliarden Euro. (Abg. Hanger: Das stimmt ja nicht! Die Zahlen stimmen nicht!) Eine Milchmädchenrechnung: Irgendetwas stimmt bei dieser Rechnung nicht, weil Sie von einer Entlastung reden. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich kann da für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich nur ein Minus von 2,5 Milliarden Euro sehen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Schellhorn.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Schellhorn.
Schauen wir uns jetzt Ihre sogenannte Steuerreform an, sehr geehrte Damen und Herren! Ich nehme jetzt Ihre Zahlen, die Rechnung der Bundesregierung, um mir das genauer anzuschauen. Laut Ihren Angaben beträgt das Volumen der Steuerreform für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2021 5 Milliarden Euro. Laut Ihren eigenen Angaben, sehr geehrte Damen und Herren, beträgt 2021 über den Zeitraum gerechnet die kalte Progression 7,5 Milliarden Euro. (Abg. Hanger: Das stimmt ja nicht! Die Zahlen stimmen nicht!) Eine Milchmädchenrechnung: Irgendetwas stimmt bei dieser Rechnung nicht, weil Sie von einer Entlastung reden. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich kann da für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich nur ein Minus von 2,5 Milliarden Euro sehen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Loacker und Schellhorn.)
Abg. Hammer: ... ist eine Belastung, ja!
Das heißt, die Menschen bekommen nicht einmal das zurück, was sie im selben Zeitraum vermehrt in die Staatskasse eingezahlt haben. Das heißt, die Menschen zahlen sich diese sogenannte Entlastung nicht nur selbst, nein, sie zahlen sogar drauf. Das ist keine Entlastung, das ist eine Belastung. (Abg. Hammer: ... ist eine Belastung, ja!) Unsere Meinung zu Ihrer sogenannten Steuerreform ist klar: Sie kommt zu spät, sie ist zu klein und sie bevorzugt die Falschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, die Menschen bekommen nicht einmal das zurück, was sie im selben Zeitraum vermehrt in die Staatskasse eingezahlt haben. Das heißt, die Menschen zahlen sich diese sogenannte Entlastung nicht nur selbst, nein, sie zahlen sogar drauf. Das ist keine Entlastung, das ist eine Belastung. (Abg. Hammer: ... ist eine Belastung, ja!) Unsere Meinung zu Ihrer sogenannten Steuerreform ist klar: Sie kommt zu spät, sie ist zu klein und sie bevorzugt die Falschen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Mein Gott! Die SPÖ haben Sie noch vergessen!
Die große Frage ist: Woher kommt das Geld? Woher kommen diese 1,6 Milliarden Euro, Frau Bundesministerin? Wer bezahlt das in Österreich? Wir wissen, wer es nicht bezahlt, denn es sind Ihre Kollegen Kickl, Kunasek und Moser, die sich in den letzten Tagen und Wochen zu Wort gemeldet haben, dass sie in ihren Ressorts diese notwendigen Einsparungen nicht leisten werden. Ich sage Ihnen also, woher dieses Geld kommen wird: aus dem Sozial- und Gesundheitsbudget. Sie werden es bei den Pensionistinnen und Pensionisten einsparen, bei den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen, bei den Arbeitslosen, bei den Lehrlingen, bei den Patientinnen und Patienten, ja, und bei den Menschen, die mehr denn je Pflege brauchen. (Ruf bei der FPÖ: Mein Gott! Die SPÖ haben Sie noch vergessen!)
Zwischenruf des Abg. Höbart.
Ich frage mich, wie Sie da Ihrem Ziel, nämlich den Menschen eine staatliche Pflegesicherung, die Sie ja versprochen haben, zu finanzieren, näher kommen wollen. Es wird Ihnen nicht gelingen, wenn Sie aus Ihrem Budget, Frau Bundesministerin, diese 1,5 oder 1,6 Milliarden Euro an Steuerzuckerln an die 5 Prozent der Konzerne leisten müssen. (Zwischenruf des Abg. Höbart.) Ja, das bedeutet in Zukunft, die Menschen zahlen sich nicht nur die Steuerreform selbst, am Ende werden sie auch ihre Pflege selbst bezahlen müssen.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Ja, sehr geehrte Bundesregierung, sie schwächen den sozialen Zusammenhalt in Österreich, das Rückgrat des sozialen Friedens und setzen damit leichtfertig das aufs Spiel, was jahrzehntelang mit harter Arbeit in Österreich aufgebaut wurde. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Abg. Heinisch-Hosek – erheitert –: Das stimmt!
Was mich dabei verwundert, ist, Frau Ministerin, wenn Sie die Antworten auf die Fragen von Kollegin Belakowitsch in einem Tempo vorlesen, wie wir das von Ministern gewohnt sind, die genervterweise der Opposition Fragen beantworten (Abg. Heinisch-Hosek – erheitert –: Das stimmt!) und das dann so schnell heruntertexten, dass man möglichst schlecht mitschreiben kann und nicht mitkriegt, was sie alles beantwortet haben und was nicht – aber gut. (Abg. Rosenkranz: Wollen Sie die Rechte der Parlamentsparteien beschneiden?)
Abg. Rosenkranz: Wollen Sie die Rechte der Parlamentsparteien beschneiden?
Was mich dabei verwundert, ist, Frau Ministerin, wenn Sie die Antworten auf die Fragen von Kollegin Belakowitsch in einem Tempo vorlesen, wie wir das von Ministern gewohnt sind, die genervterweise der Opposition Fragen beantworten (Abg. Heinisch-Hosek – erheitert –: Das stimmt!) und das dann so schnell heruntertexten, dass man möglichst schlecht mitschreiben kann und nicht mitkriegt, was sie alles beantwortet haben und was nicht – aber gut. (Abg. Rosenkranz: Wollen Sie die Rechte der Parlamentsparteien beschneiden?)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.
Jetzt geht die Regierung her und senkt den Steuersatz auf diese 3 000 Euro von 25 Prozent auf 20 Prozent. Dafür, geschätzte Wählerinnen und Wähler, sollten Sie sich jetzt bei der Regierung bedanken; dafür, dass Sie einen Betrag versteuern müssen, den Sie früher nicht versteuert haben, nur eben mit 20 Prozent und nicht mehr mit 25 Prozent. Also das machen Sie wirklich super! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.)
Abg. Zanger: Was? – Ruf bei der ÖVP: Was war das jetzt? – Heiterkeit bei NEOS, SPÖ und JETZT.
Die Menschen sind nicht so blöd, wie Sie glauben, und merken schon, dass sie da auf den Arm genommen werden. Bevor die kalte Progression nicht abgeschafft ist, können Sie sich mit Ihren kosmetischen Instrumenten schleichen. (Abg. Zanger: Was? – Ruf bei der ÖVP: Was war das jetzt? – Heiterkeit bei NEOS, SPÖ und JETZT.) – Schleichen darf man sagen, für schleichen hat noch niemand einen Ordnungsruf bekommen. Es gibt aber auch Premieren, schauen wir einmal!
Abg. Hanger: Das stimmt ja einfach nicht!
Jetzt kommt die von Frau Kollegin Belakowitsch ausgeführte Senkung der Arbeitslosenversicherungs- und Krankenversicherungsbeiträge für Kleinverdiener. Am idealsten profitieren Sie von diesen Maßnahmen, wenn Sie im Monat brutto 1 350 Euro verdienen – 1 350 Euro. Das ist aber kein typisches Vollzeitgehalt, weil Vollzeitkräfte in Österreich im Schnitt 2 900 Euro brutto verdienen. Die Durchschnittsbuckler oder Durchschnittshackler, die 40 Stunden die Woche arbeiten gehen, haben von Ihren Geschenken gar nichts. Was Sie fördern, sind Teilzeitkräfte. (Abg. Hanger: Das stimmt ja einfach nicht!) Das ist wahr, das sind Teilzeitkräfte. Ich bin Personalverrechner, ich kann Ihnen das vorrechnen, Kollege Hanger. (Ruf bei der ÖVP: Wirklich ein schlechter! – Abg. Hanger: Aber wie die kalte Progression berechnet wird, haben Sie keine Ahnung!)
Ruf bei der ÖVP: Wirklich ein schlechter! – Abg. Hanger: Aber wie die kalte Progression berechnet wird, haben Sie keine Ahnung!
Jetzt kommt die von Frau Kollegin Belakowitsch ausgeführte Senkung der Arbeitslosenversicherungs- und Krankenversicherungsbeiträge für Kleinverdiener. Am idealsten profitieren Sie von diesen Maßnahmen, wenn Sie im Monat brutto 1 350 Euro verdienen – 1 350 Euro. Das ist aber kein typisches Vollzeitgehalt, weil Vollzeitkräfte in Österreich im Schnitt 2 900 Euro brutto verdienen. Die Durchschnittsbuckler oder Durchschnittshackler, die 40 Stunden die Woche arbeiten gehen, haben von Ihren Geschenken gar nichts. Was Sie fördern, sind Teilzeitkräfte. (Abg. Hanger: Das stimmt ja einfach nicht!) Das ist wahr, das sind Teilzeitkräfte. Ich bin Personalverrechner, ich kann Ihnen das vorrechnen, Kollege Hanger. (Ruf bei der ÖVP: Wirklich ein schlechter! – Abg. Hanger: Aber wie die kalte Progression berechnet wird, haben Sie keine Ahnung!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Gödl: Freie Wahl! Wahlfreiheit! Hast du schon einmal was von Freiheit gehört, Kollege Loacker?
Die Teilzeitkräfte profitieren, aber das passt ja ins schwarz-blaue Familienbild. Wenn der Mann Vollzeit arbeiten geht und die Frau einen Teilzeitjob hat, dann entlasten wir die und dann profitiert die Familie mit dem klassischen Rollenbild – sie ist daheim und kocht zu Mittag. Optimal! Das wollen Sie haben. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Gödl: Freie Wahl! Wahlfreiheit! Hast du schon einmal was von Freiheit gehört, Kollege Loacker?)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Zarits.
den Euro Pensionen, und Sie machen ein Riesentheater wegen der Mindestsicherung in der Höhe von nicht einmal 1 Milliarde Euro! – Das ist Ihre Sozialpolitik: eine gigantische Themenverfehlung! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei den NEOS.
Dass die Österreicher im Schnitt im selben Alter in Pension gehen wie einst im Jahr 1970 – nur dass wir heute Gott sei Dank viel älter werden –, blenden Sie aus. Da gibt es keine einzige Maßnahme, nicht einmal mikroskopisch klein; gar nichts gibt es da. Dann wird ausgewiesen, das Pensionsantrittsalter steige. – Ja, weil Sie den Hundstorfer-Trick weiter verwenden – das ist die sozialdemokratische Kontinuität der Regierungen, die schwarz-blauen machen es gleich wie vorher die rot-schwarzen – und die Invaliditätspensionen von unter 50-Jährigen herausrechnen, können Sie ein steigendes Pensionsantrittsalter ausweisen. Wenn Sie aber das sogenannte integrierte Pensionsantrittsalter anschauen, bei dem diese Invaliditätspensionen von unter 50-Jährigen drinnen sind, sehen Sie, dass es seit 2014 stagniert. Sie haben keinen Millimeter zusammengebracht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch: Gott sei Dank haben wir den Loacker, der es verstanden hat!
Das Beste ist – da muss ich den Sozialdemokraten einen Punkt geben, den Sie nicht bekommen –, dass Sie es bei Ihrer Pensionserhöhung verabsäumt haben, die Erhöhung der Luxuspensionen zu deckeln. Wenn ein Landesbeamter vielleicht nebenher noch als Sachverständiger selbstständig tätig war – das soll ja vorkommen – und ein selbstständiges Einkommen hatte, dann bekommt er auf seine Selbstständigenpension auch Ihre Sondererhöhung, weil das nicht mit seiner Landesbeamtenpension zusammengerechnet wird. Das ist Ihre supersoziale Politik, weil Sie das System nicht einmal vollständig durchblicken. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch: Gott sei Dank haben wir den Loacker, der es verstanden hat!)
Beifall bei den NEOS.
Wer hat das geschrieben? – Das haben die Sozialdemokraten Tony Blair und Gerhard Schröder 1999 in ihr gemeinsames Wahlpapier für die Europawahl hineingeschrieben. Sie verfolgen aber immer noch den alten sozialdemokratischen Weg aus der Zeit vor Schröder und Blair, bei dem es darum geht, wie man noch mehr Geld hinauspulvern kann. Die Steuerzahler sind Ihnen egal. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei JETZT.
Sich zu trauen, diese Zahlen heute zu präsentieren, erachte ich für mehr als mutig, denn das zeigt so etwas von offensichtlich, was sich durch Ihre Regierungsarbeit im letzten Jahr genau für diese Gruppen verschlechtert hat und was verursacht worden ist. (Beifall bei JETZT.)
Abg. Belakowitsch: Ist das schlecht?
Ich möchte dies noch genauer ausführen, damit das auch dementsprechend transparent wird: Sie sprechen in Ihrer Anfrage von einer neuen Gerechtigkeit, von einer neuen sozialen Gerechtigkeit. Ich möchte dies anhand von Ereignissen zeigen, die im vergangenen Jahr stattgefunden haben. Sie gehen an die ganze Geschichte heran und sagen, Sie wollen auf der einen Seite der Bevölkerung helfen, die arbeitsfähig ist, die Arbeitswillen zeigt, und auf der anderen Seite jene motivieren, die aktuell nicht dazu bereit sind, endlich einmal einen Job zu finden und in den Arbeitsprozess einzusteigen. (Abg. Belakowitsch: Ist das schlecht?)
Abg. Neubauer: Arbeitslose Politiker!
Auf der anderen Seite, das muss ich hier dezidiert anführen, erwähnen Sie alle möglichen Gruppen quer durch alle Bevölkerungsschichten, aber eine ganz besondere Gruppe vergessen Sie; die erwähnen Sie zwar immer, aber Sie vergessen Sie bei jeder einzelnen politischen Maßnahme. (Abg. Neubauer: Arbeitslose Politiker!) Das sind – ich erkläre es Ihnen auch gerne ausführlich – die AlleinerzieherInnen und ihre Kinder in diesem Land.
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie versprechen es, aber bisher wurde der Antrag auf Unterhaltssicherung, dieser zentrale Antrag, Ihr Wahlversprechen und auch das Wahlversprechen der ÖVP, in jeder Sitzung des Familienausschusses, in der er behandelt wurde – Frau Ministerin Bogner-Strauß ist meine Zeugin –, von Mal zu Mal vertagt. Sie schieben es einfach immer weiter hinaus. In der letzten Plenarsitzung haben Sie einen eigenen Antrag eingebracht, weil es ja mittlerweile schon so unangenehm ist, dass von der Opposition immer wieder gefordert wird, dieses Versprechen einzuhalten. Dieser Antrag lautet: Na, schieben wir es bis 2020 hinaus, eine Lösung zu finden! – 2017 versprochen, 2020 nimmt man sich jetzt einmal als erstes Zieldatum vor! Was passiert in diesen drei Jahren? Wie schaut die Situation für diese Gruppe, die Sie immer erwähnen, für die aber am Ende des Tages einfach nichts rausschaut, aus? Was ist mit den Alleinerziehenden und ihren Kindern in diesem Land? (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sicher stimmt es!
Es geht noch weiter: Ich habe gesagt, ich werde gerne ausführen, warum Alleinerziehende bei den politischen Lösungen, die Sie anbieten, immer und immer wieder durchfallen. Es geht weiter mit der Sozialhilfe. Kollege Wöginger hat stolz ausgeführt: Wir erhöhen die Beträge und die verpflichtenden Zuschläge für Behinderte und für Alleinerziehende! – Ja, nichts ist passiert. Es stimmt einfach nicht! (Abg. Belakowitsch: Sicher stimmt es!) Ja, es gibt verpflichtende Zuschläge für Menschen mit Behinderung, aber betreffend Alleinerziehende ist plötzlich das Wort verpflichtend weggekommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!) Ich kann mir nicht erklären, wo es hingerutscht ist.
Abg. Heinisch-Hosek: Genau!
Es geht noch weiter: Ich habe gesagt, ich werde gerne ausführen, warum Alleinerziehende bei den politischen Lösungen, die Sie anbieten, immer und immer wieder durchfallen. Es geht weiter mit der Sozialhilfe. Kollege Wöginger hat stolz ausgeführt: Wir erhöhen die Beträge und die verpflichtenden Zuschläge für Behinderte und für Alleinerziehende! – Ja, nichts ist passiert. Es stimmt einfach nicht! (Abg. Belakowitsch: Sicher stimmt es!) Ja, es gibt verpflichtende Zuschläge für Menschen mit Behinderung, aber betreffend Alleinerziehende ist plötzlich das Wort verpflichtend weggekommen. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!) Ich kann mir nicht erklären, wo es hingerutscht ist.
Abg. Gödl: Sie brauchen einen Kurs in Verfassungsrecht! Es gibt eine Bundesverfassung, Frau Kollegin!
Was Sie machen, ist, die Verantwortung auf die Bundesländer zu schieben. Sie ducken sich weg, Sie schieben das einfach weg und sagen, wenn die Bundesländer dazu bereit sind, mehr für Alleinerziehende zu zahlen, dann können sie das machen. (Abg. Gödl: Sie brauchen einen Kurs in Verfassungsrecht! Es gibt eine Bundesverfassung, Frau Kollegin!) Dass Sie als Staat aber ein Minimum an sozialer Unterstützung für Alleinerziehende und ihre Kinder garantieren – nein, da trauen Sie sich dann doch nicht drüber.
Abg. Gödl: Es gibt auch andere Betreuungsformen! – Zwischenruf des Abg. Rossmann.
Es geht noch weiter, mit dem Familienbonus: Wir haben unter anderem in meinem Heimatbundesland Oberösterreich die Situation, dass die Kinderbetreuung am Nachmittag kostenpflichtig geworden ist, dass Horte und Krabbelstuben kostenpflichtig geworden sind; all das hat es vorher nicht gegeben. Jetzt kommt es dazu, dass Gruppen plötzlich nicht mehr zustande kommen, es aber Menschen gibt – das sind oft alleinerziehende Personen –, die eigentlich auf eine ganztägige Kinderbetreuung angewiesen wären. Die gibt es aber nicht mehr, weil die entsprechende Gruppenanzahl nicht zustande kommt und eine Förderung durch das Land dann nicht passiert; na dann bietet es die Gemeinde nicht mehr an. (Abg. Gödl: Es gibt auch andere Betreuungsformen! – Zwischenruf des Abg. Rossmann.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Das ist nichts, über das ich, wenn ich mich hierherstelle, sagen kann: Ich bin stolz auf unsere Regierungspolitik und darauf, wie positiv wir das alles entwickelt haben! – Nein! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Das sind keine Zahlen von mir, Kollegin Belakowitsch, das sind Zahlen von Eurostat. Die kann ich Ihnen gerne zur Verfügung stellen, aber ich würde mir wünschen, dass sie im Ministerium aufliegen, damit man sich genau mit dieser Problematik, was nämlich Personen über 65 betrifft, auch auseinan-
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese Gruppe ist besonders in den Bereichen Gastronomie, Handel, Gesundheits- und Sozialwesen tätig. So, und was haben Sie konkret in diesen Bereichen gemacht? – Sie sind hergegangen und haben einfach gesagt: Da gibt es natürlich Problemlagen, da gibt es schlechte Bezahlung! Natürlich gibt es da immer wieder Brennpunkte, die wir auch vorfinden, aber regionalisieren wir einmal grundsätzlich die Mangelberufsliste! Holen wir uns genau in diesen Bereichen, die eh schon schlecht bezahlt sind, noch ausländische Arbeitskräfte, die bereit sind, für einen Billiglohn zu arbeiten, anstatt die Arbeitsbedingungen im eigenen Land anzugehen! (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Daniela Holzinger-Vogtenhuber, BA (fortsetzend): Frau Ministerin Hartinger-Klein, wenn Sie das ernst meinen, dass wir 372 000 Kinder und Jugendliche aus der Armut herausholen, stimmen Sie zu und geben Sie Frau Ministerin Bogner-Strauß auch einen diesbezüglichen Auftrag! – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Petra Wagner (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Bei dem, was ich heute hier schon gehört habe, bei diesem Diskurs und bei all den Emotionen, die ich heute hier schon erlebt habe, möchte ich zunächst eines sagen: Ich bin stolz auf Österreich! Ich bin stolz auf das, was dank der Leistung aller Österreicherinnen und Österreicher bei uns möglich ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das Sprungtuch, meine Damen und Herren, ist aber keine Hängematte. Jeder muss nach seinen Möglichkeiten versuchen, wieder auf die Beine zu kommen. Das Sprungtuch ist kein Trampolin, es gibt kein Herumhüpfen ohne Not. Das Sprungtuch fängt nur dann einen tiefen Fall ab, wenn genug da sind, die mit aller Kraft mitanpacken. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Das Sprungtuch ist auch nicht unbegrenzt belastbar. Es kann nur so viele auffangen, wie es tragen kann. Nur wenn das gewährleistet ist, funktioniert die Rettung, funktioniert die Hilfe.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Diese Regierung kümmert sich im Sinne sozialer Gerechtigkeit um alle und stellt sich dabei auch einem offenen und notwendigen Diskurs, denn soziale Gerechtigkeit, meine Damen und Herren, kann in einer Demokratie nicht verordnet werden. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Heute reden wir eben über das Thema Armut, ein Thema, das uns alle etwas angeht und auch berührt. Wenn wir uns jetzt noch einmal die Zahlen der Statistik Austria anschauen, dann sehen wir, dass wir in den letzten zehn Jahren gemeinsam, überparteilich, über Parteigrenzen hinweg, Fortschritte erzielt haben. Die Armut ist rückläufig. Deshalb finde ich es wirklich ein bisschen bedenklich, dass die SPÖ mit ihren Aussendungen und Aussagen ein Bild von Österreich zeichnet, das nicht der Realität entspricht und von den Österreichern und Österreicherinnen auch nicht so empfunden wird. Ihr permanentes Schlechtreden empfinde ich als grob fahrlässig, wenn Sie mich fragen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Es zeigt mir auch, dass Sie weit weg von der Realität sind. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Heute reden wir eben über das Thema Armut, ein Thema, das uns alle etwas angeht und auch berührt. Wenn wir uns jetzt noch einmal die Zahlen der Statistik Austria anschauen, dann sehen wir, dass wir in den letzten zehn Jahren gemeinsam, überparteilich, über Parteigrenzen hinweg, Fortschritte erzielt haben. Die Armut ist rückläufig. Deshalb finde ich es wirklich ein bisschen bedenklich, dass die SPÖ mit ihren Aussendungen und Aussagen ein Bild von Österreich zeichnet, das nicht der Realität entspricht und von den Österreichern und Österreicherinnen auch nicht so empfunden wird. Ihr permanentes Schlechtreden empfinde ich als grob fahrlässig, wenn Sie mich fragen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Es zeigt mir auch, dass Sie weit weg von der Realität sind. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie, liebe Kollegen von der SPÖ, kritisieren zum Beispiel immer wieder die Mindestsicherung, deshalb sage ich Ihnen hier ganz deutlich: Wir unterstützen Menschen ohne Job mit einem Betrag von 863 Euro pro Monat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) In anderen europäischen Ländern, zum Beispiel in Bulgarien, verdient ein Mensch mit Beschäftigung in Vollzeit durchschnittlich 436 Euro. Man sieht ganz deutlich, bei uns bekommt jemand ohne Beschäftigung das Doppelte, also kann hier von Armut nicht wirklich die Rede sein, so wie Sie es darstellen, in diesem extremen Ausmaß. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Rossmann.)
Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Rossmann.
Sie, liebe Kollegen von der SPÖ, kritisieren zum Beispiel immer wieder die Mindestsicherung, deshalb sage ich Ihnen hier ganz deutlich: Wir unterstützen Menschen ohne Job mit einem Betrag von 863 Euro pro Monat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) In anderen europäischen Ländern, zum Beispiel in Bulgarien, verdient ein Mensch mit Beschäftigung in Vollzeit durchschnittlich 436 Euro. Man sieht ganz deutlich, bei uns bekommt jemand ohne Beschäftigung das Doppelte, also kann hier von Armut nicht wirklich die Rede sein, so wie Sie es darstellen, in diesem extremen Ausmaß. (Zwischenrufe bei der SPÖ sowie des Abg. Rossmann.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das sind die Fakten – also keine Rede von unsozial und ungerecht, liebe Kollegen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir bekennen uns eindeutig dazu, dass wir niemanden zurücklassen, sondern dass jeder und jede, der/die Hilfe braucht, diese auch von uns bekommt. Ich halte aber auch ganz deutlich fest, dass ein Sozialsystem, welches von vielen Menschen, die Steuern zahlen, getragen wird, nur dann nachhaltig finanziert werden kann, wenn wir die Menschen ohne Beschäftigung in Beschäftigung bringen und diese auch langfristig dort halten können. Darum ist das beste Konzept gegen Armut auch die Beschäftigung. Beschäftigung ist auch die einzige und beste Prävention, um nicht verfestigt in der Inaktivitätsfalle zu bleiben. Was wir wirklich nicht wollen, ist eine generationenübergreifende Mindestsicherungskarriere. So etwas brauchen wir nicht. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Daher ist es auch wichtig, die richtigen Anreize zu schaffen, und es ist auch nur mehr als gerecht, dass jemand, der arbeitet, in Zukunft auch steuerlich entlastet wird. Mit der neuen Steuerreform entlasten wir die Menschen in Österreich. Es bleibt den Kleinverdienern spürbar mehr in den Brieftaschen, die Familien profitieren vom Familienbonus Plus, und auch die Alleinerziehenden – liebe Kollegin Holzinger, das kann ich Ihnen hier mitgeben – werden den Zuschlag in jenen Bundesländern, in denen es einen ÖVP-Landeshauptmann gibt, auf alle Fälle bekommen. Das kann ich Ihnen zusichern. In diesen Bundesländern wird dieser Zuschlag an die Alleinerziehenden sicher ausbezahlt werden. Und wir entlasten auch den Faktor Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Tanja Graf begibt sich zur Regierungsbank und reicht den Bundesministerinnen Hartinger-Klein und Bogner-Strauß die Hand.
Ich darf Sie, liebe Belastungspartei SPÖ, noch einmal ersuchen, nicht nur einseitig an die Dinge heranzugehen, denn Ihre Umverteilungslogik kann sich in Zukunft leider niemand mehr leisten und bringt auch Österreich überhaupt nicht weiter. Eine verantwortungsvolle Politik, wie wir sie machen, schafft nachhaltige Entlastungen, ohne neue Steuern oder gar Schulden auf Kosten der nächsten Generation zu bringen. Wir bleiben unserem Motto nämlich treu: entlasten statt belasten. Ich danke hier auch unseren zwei Ministerinnen auf der Regierungsbank, dass sie uns da unterstützen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Tanja Graf begibt sich zur Regierungsbank und reicht den Bundesministerinnen Hartinger-Klein und Bogner-Strauß die Hand.)
Abg. Belakowitsch: Das war keine Frage!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Ministerin Hartinger-Klein, ich habe ganz aktuell, vor wenigen Minuten, erfahren, dass diese Verbindungen zwischen den Identitären und den Freiheitlichen auch aus Ihrem Kabinett kommen, das heißt, dass ein Mitarbeiter Ihres Kabinetts auf der Großspenderliste der Identitären auftaucht. Es wundert mich, dass Sie bei Ihrer Beantwortung dieser Dringlichen Anfrage nicht die Gelegenheit genutzt haben, um sich klar davon zu distanzieren (Abg. Belakowitsch: Das war keine Frage!), dass die FPÖ und die FPÖ-Funktionäre und Mitarbeiter aus Ihrem Büro, aus Ihrem engsten Kabinett, die Identitären finanzieren. Das ist etwas, wofür Sie sich schämen sollten und wozu Sie zumindest hier im Hohen Haus klare Worte finden sollten. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Loacker: Sie hat sich die Mitarbeiter nicht selber aussuchen dürfen!)
Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Loacker: Sie hat sich die Mitarbeiter nicht selber aussuchen dürfen!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Ministerin Hartinger-Klein, ich habe ganz aktuell, vor wenigen Minuten, erfahren, dass diese Verbindungen zwischen den Identitären und den Freiheitlichen auch aus Ihrem Kabinett kommen, das heißt, dass ein Mitarbeiter Ihres Kabinetts auf der Großspenderliste der Identitären auftaucht. Es wundert mich, dass Sie bei Ihrer Beantwortung dieser Dringlichen Anfrage nicht die Gelegenheit genutzt haben, um sich klar davon zu distanzieren (Abg. Belakowitsch: Das war keine Frage!), dass die FPÖ und die FPÖ-Funktionäre und Mitarbeiter aus Ihrem Büro, aus Ihrem engsten Kabinett, die Identitären finanzieren. Das ist etwas, wofür Sie sich schämen sollten und wozu Sie zumindest hier im Hohen Haus klare Worte finden sollten. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Loacker: Sie hat sich die Mitarbeiter nicht selber aussuchen dürfen!)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
he da: Das sind gerade einmal 5 Milliarden Euro. Das heißt, das Volumen der Senkung durch den Tarif ist deutlich weniger, als der Finanzminister an und für sich durch die kalte Progression mehr eingenommen hat. Deswegen muss man einfach sagen: Diese Steuerreform und diese Steuersenkung sind – jedenfalls was den Faktor Arbeit betrifft – zu klein. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Angerer.
Das Zweite ist, dass wir uns die konjunkturelle Wirkung ansehen: Wir sind im Moment in der Situation, dass die Konjunktur schwächer wird. Das sehen wir nicht nur in Übersee oder in anderen europäischen Ländern, sondern auch bereits in Österreich. Man würde erwarten, dass man die Steuerreform dann so timt, dass sie die Konjunktur unterstützt. Das, was wir aber sehen, ist, dass die Bundesregierung vorhat, diese Steuerreform erst so spät in Wirkung zu bringen, dass es viel zu spät ist, was die Konjunktur betrifft. Also muss man sagen: Sie ist nicht nur zu klein, sondern sie kommt auch zu spät. (Zwischenruf des Abg. Angerer.)
Abg. Deimek: Was verdient eine Reinigungskraft?
Und das Dritte, dass wir uns ansehen, ist, wer in welchem Verhältnis von der Steuersenkung profitiert. Es gibt ja nicht nur Steuern auf Arbeit, sondern auch Steuern auf Vermögen und Kapital – die Körperschaftsteuer –, die ja auch massiv reduziert werden. Sehen wir uns nur den Großspender der Türkisen, KTM-Chef Pierer, an. Wie viel profitiert er pro Monat von der Steuerreform? – Herr Pierer zahlt zum Beispiel 180 000 Euro weniger Steuerbeitrag. Wie sieht das bei einer Reinigungskraft bei Pierer aus? – 18 Euro im Monat. (Abg. Deimek: Was verdient eine Reinigungskraft?) Das heißt, eine einfache Mitarbeiterin von KTM wird im Monat 18 Euro weniger Steuern und Abgaben zahlen, aber der Chef 180 000 Euro weniger. (Abg. Deimek: Der Chef verdient ja auch ein Vielfaches von der Putzfrau!) Das ist das Zehntausendfache. Das ist das, was Sie offensichtlich von Umverteilung halten, nämlich dass die Kleinen den Großen das Ganze bezahlen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Abg. Deimek: Der Chef verdient ja auch ein Vielfaches von der Putzfrau!
Und das Dritte, dass wir uns ansehen, ist, wer in welchem Verhältnis von der Steuersenkung profitiert. Es gibt ja nicht nur Steuern auf Arbeit, sondern auch Steuern auf Vermögen und Kapital – die Körperschaftsteuer –, die ja auch massiv reduziert werden. Sehen wir uns nur den Großspender der Türkisen, KTM-Chef Pierer, an. Wie viel profitiert er pro Monat von der Steuerreform? – Herr Pierer zahlt zum Beispiel 180 000 Euro weniger Steuerbeitrag. Wie sieht das bei einer Reinigungskraft bei Pierer aus? – 18 Euro im Monat. (Abg. Deimek: Was verdient eine Reinigungskraft?) Das heißt, eine einfache Mitarbeiterin von KTM wird im Monat 18 Euro weniger Steuern und Abgaben zahlen, aber der Chef 180 000 Euro weniger. (Abg. Deimek: Der Chef verdient ja auch ein Vielfaches von der Putzfrau!) Das ist das Zehntausendfache. Das ist das, was Sie offensichtlich von Umverteilung halten, nämlich dass die Kleinen den Großen das Ganze bezahlen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Und das Dritte, dass wir uns ansehen, ist, wer in welchem Verhältnis von der Steuersenkung profitiert. Es gibt ja nicht nur Steuern auf Arbeit, sondern auch Steuern auf Vermögen und Kapital – die Körperschaftsteuer –, die ja auch massiv reduziert werden. Sehen wir uns nur den Großspender der Türkisen, KTM-Chef Pierer, an. Wie viel profitiert er pro Monat von der Steuerreform? – Herr Pierer zahlt zum Beispiel 180 000 Euro weniger Steuerbeitrag. Wie sieht das bei einer Reinigungskraft bei Pierer aus? – 18 Euro im Monat. (Abg. Deimek: Was verdient eine Reinigungskraft?) Das heißt, eine einfache Mitarbeiterin von KTM wird im Monat 18 Euro weniger Steuern und Abgaben zahlen, aber der Chef 180 000 Euro weniger. (Abg. Deimek: Der Chef verdient ja auch ein Vielfaches von der Putzfrau!) Das ist das Zehntausendfache. Das ist das, was Sie offensichtlich von Umverteilung halten, nämlich dass die Kleinen den Großen das Ganze bezahlen. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Ruf bei der FPÖ: Für Parteimitglieder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die Politik, die Sie hier machen, setzt nicht dort an, wo der Schuh drückt. Wenn Sie wissen würden, wo Menschen in diesem Land der Schuh drückt, dann würden Sie im Bereich Wohnen etwas unternehmen, dann würden Sie zum Beispiel die Vorschläge der SPÖ aufgreifen, wie man Wohnen billiger machen kann. (Ruf bei der FPÖ: Für Parteimitglieder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Stattdessen denken Sie darüber nach, wie der soziale Wohnbau privatisiert werden könnte. – Das ist sicher der falsche Weg. Sie machen Politik für Miethaie, Sie machen Politik für Konzerne – wir machen Politik für Menschen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Politik, die Sie hier machen, setzt nicht dort an, wo der Schuh drückt. Wenn Sie wissen würden, wo Menschen in diesem Land der Schuh drückt, dann würden Sie im Bereich Wohnen etwas unternehmen, dann würden Sie zum Beispiel die Vorschläge der SPÖ aufgreifen, wie man Wohnen billiger machen kann. (Ruf bei der FPÖ: Für Parteimitglieder! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Stattdessen denken Sie darüber nach, wie der soziale Wohnbau privatisiert werden könnte. – Das ist sicher der falsche Weg. Sie machen Politik für Miethaie, Sie machen Politik für Konzerne – wir machen Politik für Menschen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Ihre Einnahmen sprudeln. Sie haben keine Reformen in diesem ganzen Steuerpaket, das kein Steuerpaket, sondern eigentlich nur eine Tarifreform ist. Sie haben keinen einzigen Punkt angegriffen, um ausgabenseitig einzusparen. (Beifall bei den NEOS.) Sie haben keinen einzigen Punkt in Angriff genommen – da fehlt Ihnen der Mut, Ihnen allen zusammen –, um eine Pensionsreform oder eine Gesundheitsreform anzusetzen. Sie haben in der Verwaltung null getan. Sie sagen, Sie sparen im System; das ist überhaupt ein Blindflug für alle Parlamentarier hier im Saal, das wissen, glaube ich, nur zwei oder drei Personen. Und Sie haben zudem nichts dafür getan, dass es den Menschen – gegenwärtig und in der nächsten Generation – besser geht. (Abg. Neubauer: Stimmt ja nicht!) Die Schuldenpolitik bleibt nämlich die gleiche, sobald die Wirtschaftsleistung ein bisschen sinkt.
Abg. Neubauer: Stimmt ja nicht!
Ihre Einnahmen sprudeln. Sie haben keine Reformen in diesem ganzen Steuerpaket, das kein Steuerpaket, sondern eigentlich nur eine Tarifreform ist. Sie haben keinen einzigen Punkt angegriffen, um ausgabenseitig einzusparen. (Beifall bei den NEOS.) Sie haben keinen einzigen Punkt in Angriff genommen – da fehlt Ihnen der Mut, Ihnen allen zusammen –, um eine Pensionsreform oder eine Gesundheitsreform anzusetzen. Sie haben in der Verwaltung null getan. Sie sagen, Sie sparen im System; das ist überhaupt ein Blindflug für alle Parlamentarier hier im Saal, das wissen, glaube ich, nur zwei oder drei Personen. Und Sie haben zudem nichts dafür getan, dass es den Menschen – gegenwärtig und in der nächsten Generation – besser geht. (Abg. Neubauer: Stimmt ja nicht!) Die Schuldenpolitik bleibt nämlich die gleiche, sobald die Wirtschaftsleistung ein bisschen sinkt.
Abg. Neubauer: Brauchen wir eh nicht, wir sind gut!
Wenn eine Oppositionspartei dazu da wäre, Ihnen Honig ums Maul zu schmieren, dann hätten wir unseren Job verfehlt. Versuchen Sie allerdings nicht, hier eine Mitleidstour aufzubringen, wie gut Sie sind! (Abg. Neubauer: Brauchen wir eh nicht, wir sind gut!) – Sie sind nur deswegen so gut, weil die Unternehmerinnen und Unternehmer so viele Steuern zahlen, und vor allem sind Sie deswegen so gut, weil die kalte Progression so hartnäckig und brutal zuschlägt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn eine Oppositionspartei dazu da wäre, Ihnen Honig ums Maul zu schmieren, dann hätten wir unseren Job verfehlt. Versuchen Sie allerdings nicht, hier eine Mitleidstour aufzubringen, wie gut Sie sind! (Abg. Neubauer: Brauchen wir eh nicht, wir sind gut!) – Sie sind nur deswegen so gut, weil die Unternehmerinnen und Unternehmer so viele Steuern zahlen, und vor allem sind Sie deswegen so gut, weil die kalte Progression so hartnäckig und brutal zuschlägt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Ach was!
schon, dann nur auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Neubauer: Ach was!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (JETZT): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Mir ist ein Satz im Antrag der FPÖ aufgefallen, der mir als Ökonomen sehr aufstößt. Er lautet: „Die Arbeitslosigkeit geht seit dem Antritt dieser Bundesregierung kontinuierlich zurück.“ (Beifall bei der FPÖ.) Frau Kollegin Belakowitsch hat sogar gesagt, sie geht massiv zurück. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Also von massiv kann keine Rede sein, aber mit dem Amtsantritt der türkis-blauen Regierung hat das gar nichts, aber schon gar nichts zu tun. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wurm: Mutmaßung Ihrerseits! Mutmaßung Ihrerseits!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (JETZT): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Mir ist ein Satz im Antrag der FPÖ aufgefallen, der mir als Ökonomen sehr aufstößt. Er lautet: „Die Arbeitslosigkeit geht seit dem Antritt dieser Bundesregierung kontinuierlich zurück.“ (Beifall bei der FPÖ.) Frau Kollegin Belakowitsch hat sogar gesagt, sie geht massiv zurück. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Also von massiv kann keine Rede sein, aber mit dem Amtsantritt der türkis-blauen Regierung hat das gar nichts, aber schon gar nichts zu tun. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wurm: Mutmaßung Ihrerseits! Mutmaßung Ihrerseits!)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wurm: Mutmaßung Ihrerseits! Mutmaßung Ihrerseits!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (JETZT): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Mir ist ein Satz im Antrag der FPÖ aufgefallen, der mir als Ökonomen sehr aufstößt. Er lautet: „Die Arbeitslosigkeit geht seit dem Antritt dieser Bundesregierung kontinuierlich zurück.“ (Beifall bei der FPÖ.) Frau Kollegin Belakowitsch hat sogar gesagt, sie geht massiv zurück. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) – Also von massiv kann keine Rede sein, aber mit dem Amtsantritt der türkis-blauen Regierung hat das gar nichts, aber schon gar nichts zu tun. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wurm: Mutmaßung Ihrerseits! Mutmaßung Ihrerseits!)
Abg. Wurm: Die Faktenlage ist es!
Mir als Ökonomen tut das wirklich weh, weil das ökonomischer Unsinn ist. (Abg. Wurm: Die Faktenlage ist es!) Erinnern wir uns an das Jahr 1992, an den Wahlkampf von Präsident Clinton, als er gesagt hat: „It’s the economy, stupid!“ – Es ist die Wirtschaft, Dummkopf! Ich vermisse in den Reihen der FPÖ, der ÖVP, aber auch in den Reihen der Regierung – dort im Besonderen – Grundkenntnisse der Volkswirtschaftslehre.
Abg. Rosenkranz: Vor allem in der Prawda!
Ich erinnere mich noch gut, Frau Ministerin, als Sie hier auf Ihre eigene Frage: „Wer schafft die Arbeit?“, in den Saal gerufen haben: „Sorry“, die „Wirtschaft schafft die Arbeit“. Und dann haben Sie zur SPÖ hingezeigt und haben gesagt, „bitte merkt euch das einmal“. Und mit „Wirtschaft“ haben Sie die Unternehmerinnen und Unternehmer gemeint. (Bundesministerin Hartinger-Klein: Nein, das sind wir alle!) – Ah, das sind wir jetzt auf einmal alle. Das ist jetzt aber ein ganz neuer Aspekt. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Hartinger-Klein.) – Ja, ich als Ökonom schon, ich weiß es. (Bundesministerin Hartinger-Klein: Ja, ich auch! Ich auch!) – Na, damals ist das aber durch alle Medien gegangen, es war in allen Zeitungen (Abg. Rosenkranz: Vor allem in der Prawda!), und Sie, Frau Ministerin, haben das nie dementiert.
Abg. Deimek: Der Oberste Sowjet schafft Arbeit, und die ...!
Und dann habe ich der Frau Wirtschaftsministerin die Frage gestellt: Wer schafft die Arbeit?, und die Frau Wirtschaftsministerin hat gesagt: Die Unternehmerinnen und Unternehmer und sonst niemand. (Abg. Deimek: Der Oberste Sowjet schafft Arbeit, und die ...!) – Das ist das Verständnis dieser Regierung dafür, wer die Arbeit schafft. Es ist keine Rede davon, dass die Wirtschaft immer aus Angebot und Nachfrage besteht. (Abg. Deimek: Nein, die Wirtschaft befolgt einen Fünfjahresplan!) Jeder Ökonom, der einmal in einer Einführungsvorlesung für die Volkswirtschaftslehre war, weiß das, wie auch der Ökonomie-Nobelpreisträger Samuelson, der ein sehr bekanntes Lehrbuch geschrieben hat. Das ist auch der Grund, warum uns der liebe Gott mit einem rechten und einem linken Auge ausgestattet hat: eines für das Angebot und eines für die Nachfrage.
Abg. Deimek: Nein, die Wirtschaft befolgt einen Fünfjahresplan!
Und dann habe ich der Frau Wirtschaftsministerin die Frage gestellt: Wer schafft die Arbeit?, und die Frau Wirtschaftsministerin hat gesagt: Die Unternehmerinnen und Unternehmer und sonst niemand. (Abg. Deimek: Der Oberste Sowjet schafft Arbeit, und die ...!) – Das ist das Verständnis dieser Regierung dafür, wer die Arbeit schafft. Es ist keine Rede davon, dass die Wirtschaft immer aus Angebot und Nachfrage besteht. (Abg. Deimek: Nein, die Wirtschaft befolgt einen Fünfjahresplan!) Jeder Ökonom, der einmal in einer Einführungsvorlesung für die Volkswirtschaftslehre war, weiß das, wie auch der Ökonomie-Nobelpreisträger Samuelson, der ein sehr bekanntes Lehrbuch geschrieben hat. Das ist auch der Grund, warum uns der liebe Gott mit einem rechten und einem linken Auge ausgestattet hat: eines für das Angebot und eines für die Nachfrage.
Abg. Rossmann: Den habe ich hier, an dieser Stelle, schon so oft verwendet! – Abg. Neubauer: Das heißt ja nicht, dass er deswegen gut war!
Präsidentin Doris Bures: Dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Rossmann: Den habe ich hier, an dieser Stelle, schon so oft verwendet! – Abg. Neubauer: Das heißt ja nicht, dass er deswegen gut war!) – Nein, Herr Abgeordneter! (Abg. Rossmann: Frau Präsidentin, und ich werde ihn auch in Zukunft weiter verwenden! – Ruf bei der FPÖ: Das hört eh keiner!) – Herr Abgeordneter, wissen Sie, es macht einen Unterschied, ob man meint, irgendein Sachverhalt wäre ein Unsinn, oder ob man das einer Person vorwirft. Deshalb werde ich Ihnen, wenn Sie es nicht zurücknehmen, dafür einen Ordnungsruf erteilen, weil Sie es als persönlich diffamierenden Vorwurf verwendet haben, nicht als Bewertung irgendeines Sachverhalts. Das ist der Unterschied. Deshalb würde ich Sie bitten, das als persönlichen Vorwurf an die Frau Ministerin zurückzunehmen.
Abg. Rossmann: Frau Präsidentin, und ich werde ihn auch in Zukunft weiter verwenden! – Ruf bei der FPÖ: Das hört eh keiner!
Präsidentin Doris Bures: Dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Rossmann: Den habe ich hier, an dieser Stelle, schon so oft verwendet! – Abg. Neubauer: Das heißt ja nicht, dass er deswegen gut war!) – Nein, Herr Abgeordneter! (Abg. Rossmann: Frau Präsidentin, und ich werde ihn auch in Zukunft weiter verwenden! – Ruf bei der FPÖ: Das hört eh keiner!) – Herr Abgeordneter, wissen Sie, es macht einen Unterschied, ob man meint, irgendein Sachverhalt wäre ein Unsinn, oder ob man das einer Person vorwirft. Deshalb werde ich Ihnen, wenn Sie es nicht zurücknehmen, dafür einen Ordnungsruf erteilen, weil Sie es als persönlich diffamierenden Vorwurf verwendet haben, nicht als Bewertung irgendeines Sachverhalts. Das ist der Unterschied. Deshalb würde ich Sie bitten, das als persönlichen Vorwurf an die Frau Ministerin zurückzunehmen.
Ruf: ... des Hauses unwürdig! – Ruf: Ein garstiger Mensch! – Abg. Höbart: Die Arbeiterkammer schafft keine Arbeitsplätze!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (fortsetzend): Nein! Ich habe vorher vom Sachverhalt gesprochen. Ich habe das lange erläutert, Frau Präsidentin, und ich werde aus genau diesem Grund diesen Ausdruck nicht zurücknehmen: Es ist mir darum gegangen, zu unterstreichen, dass das, was die Frau Ministerin in Bezug auf die Frage, wer Arbeit schafft, gesagt hat, ein ökonomischer Unsinn ist, und dabei bleibe ich. (Ruf: ... des Hauses unwürdig! – Ruf: Ein garstiger Mensch! – Abg. Höbart: Die Arbeiterkammer schafft keine Arbeitsplätze!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter Rossmann, dann werde ich Ihnen für diesen Vorwurf und dieser sozusagen auch damit verbundenen persönlichen Diffamierung – nicht wegen des inhaltlichen Zusammenhangs, darauf habe ich hingewiesen! – auch einen Ordnungsruf erteilen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Neubauer: Das ist keine Ministerin!
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (fortsetzend): Das können Sie, Frau Ministerin, gerne tun. (Abg. Neubauer: Das ist keine Ministerin!) Diesen Ordnungsruf akzeptiere ich, aber ich sage Ihnen, dieser Ordnungsruf ist nicht gerechtfertigt. (Abg. Neubauer: Das ist keine Ministerin! – Heiterkeit des Abg. Wurm. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das ist keine Ministerin! – Heiterkeit des Abg. Wurm. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Bruno Rossmann (fortsetzend): Das können Sie, Frau Ministerin, gerne tun. (Abg. Neubauer: Das ist keine Ministerin!) Diesen Ordnungsruf akzeptiere ich, aber ich sage Ihnen, dieser Ordnungsruf ist nicht gerechtfertigt. (Abg. Neubauer: Das ist keine Ministerin! – Heiterkeit des Abg. Wurm. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei JETZT.
Mein Credo in der Politik, und das habe ich schon oftmals auch an dieser Stelle gesagt, besteht nicht darin, ein Nulldefizit anzustreben, sondern null Armut. Das muss ein gesellschaftspolitisches Ziel sein. (Beifall bei JETZT.) Darum geht es, das ist der Sinn meines wirtschaftspolitischen Wirkens.
Abg. Belakowitsch: Ja, das können sie auch schwer, wenn sie ...! Das ist ein bisschen schwer! – Zwischenruf des Abg. Bösch.
Wenn in diesem Zusammenhang immer wieder von Entlastung die Rede war und wenn Herr Kollege Wöginger gemeint hat, die Menschen spüren das alles, so muss ich sagen, viele Menschen spüren von den Entlastungen, die Sie gemacht haben, gar nichts. Erstens einmal gibt es auch im Zusammenhang mit dem Familienbonus gar nicht wenige Menschen, die nicht lohnsteuerpflichtig und keine AlleinerzieherInnen sind und die daher vom Familienbonus genau null profitieren. (Abg. Belakowitsch: Ja, das können sie auch schwer, wenn sie ...! Das ist ein bisschen schwer! – Zwischenruf des Abg. Bösch.)
Abg. Wöginger: Warum?
Sie, Herr Wöginger, haben hier an dieser Stelle auch gesagt, dass die Menschen etwas von der Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge spüren. Auch das ist falsch (Abg. Wöginger: Warum?), denn Menschen mit einem Einkommen bis 1 381 Euro haben vor der Senkung keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge gezahlt und bezahlen auch nach der Senkung keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge. (Abg. Wöginger: Aber dazwischen!) – Nein, bis dahin gar nicht. Nein, das stimmt nicht! Sie sagen bewusst die Unwahrheit, und das stört mich an Ihren Ausführungen so. (Abg. Wöginger: Ich habe gesagt, zwischen 1 350 und 1 950! Stimmt das?)
Abg. Wöginger: Aber dazwischen!
Sie, Herr Wöginger, haben hier an dieser Stelle auch gesagt, dass die Menschen etwas von der Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge spüren. Auch das ist falsch (Abg. Wöginger: Warum?), denn Menschen mit einem Einkommen bis 1 381 Euro haben vor der Senkung keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge gezahlt und bezahlen auch nach der Senkung keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge. (Abg. Wöginger: Aber dazwischen!) – Nein, bis dahin gar nicht. Nein, das stimmt nicht! Sie sagen bewusst die Unwahrheit, und das stört mich an Ihren Ausführungen so. (Abg. Wöginger: Ich habe gesagt, zwischen 1 350 und 1 950! Stimmt das?)
Abg. Wöginger: Ich habe gesagt, zwischen 1 350 und 1 950! Stimmt das?
Sie, Herr Wöginger, haben hier an dieser Stelle auch gesagt, dass die Menschen etwas von der Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge spüren. Auch das ist falsch (Abg. Wöginger: Warum?), denn Menschen mit einem Einkommen bis 1 381 Euro haben vor der Senkung keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge gezahlt und bezahlen auch nach der Senkung keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge. (Abg. Wöginger: Aber dazwischen!) – Nein, bis dahin gar nicht. Nein, das stimmt nicht! Sie sagen bewusst die Unwahrheit, und das stört mich an Ihren Ausführungen so. (Abg. Wöginger: Ich habe gesagt, zwischen 1 350 und 1 950! Stimmt das?)
Abg. Neubauer: Bei Ihnen ist es ein bisschen höher!
Kommen wir noch, bevor meine Redezeit zu Ende ist, zur Steuerreform, zur Senkung des Tarifs, die etappenweise durchgeführt wird. Da heißt es in dem Antrag, es werden besonders die kleinen Einkommen entlastet. – Auch das ist falsch. Die stärkste Entlastung gibt es für Einkommen bei 3 500 Euro. Na, das sind keine kleinen Einkommen mehr! Das sind nicht einmal mittlere Einkommen, denn das mittlere Einkommen für Männer liegt bei 2 500 Euro (Abg. Neubauer: Bei Ihnen ist es ein bisschen höher!) und für Frauen bei 1 700 Euro. Das sind die hohen Einkommen, und diese Entlastung zieht sich dann kontinuierlich weiter bis 6 000 Euro. Diese Gruppen werden schwerpunktmäßig stärker entlastet als die Einkommen unter 3 500 Euro, das ist nun einmal ein Faktum.
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Dazu kommt dann noch, dass es natürlich ein Gegenfinanzierungsrisiko gibt, das dazu führen kann, dass sich gar nicht wenige unter den Lohnsteuerpflichtigen für den Fall, dass es einen Senkung, eine Ausgabenkürzung gibt, einen Teil dieser Steuerentlastung selber finanzieren müssen. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei JETZT.
Ich komme zur Schlussfolgerung – weil immer wieder davon die Rede war, dass soziale Wärme in dem Land eingezogen ist –: Ich kann von der sozialen Wärme nichts feststellen. Ich sehe weiterhin soziale Kälte durch viele Maßnahmen dieser Regierung. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Unsere Sozialstandards in Österreich sind extrem hoch, das haben wir bereits von Vorrednerinnen und Vorrednern gehört, und die Armut ist glücklicherweise im Sinken begriffen. Nichtsdestotrotz: Es gibt Armut und es gibt Armutsgefährdung, und jedes einzelne persönliche Schicksal macht betroffen und ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Unsere Aufgabe als Bundesregierung ist es natürlich, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln – Strategien und Maßnahmen, die helfen. Diese Aufgabe nehmen wir sehr ernst. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Eines vorweg: Die beste Maßnahme dagegen, wir haben es schon gehört, ist Arbeit, ist, dafür zu sorgen, dass die Menschen in Österreich arbeiten. Eine gute Arbeit zu haben heißt, sich wohlzufühlen, und heißt, eine Perspektive zu haben. Das gilt vor allem im Zusammenhang mit der Armutsbekämpfung. Daher haben wir es uns als Priorität gesetzt, dass wir Arbeit schaffen und mehr Menschen in Arbeit bringen, denn Arbeit schaffen heißt Armut bekämpfen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir setzen natürlich Maßnahmen. Eine Maßnahme davon ist, mehr in Kinderbetreuung zu investieren. Gemeinsam mit den Ländern investieren wir in den nächsten Jahren 700 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, aber vor allem auch in die Flexibilisierung der Öffnungszeiten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Dadurch verbessern wir das Angebot und ermöglichen es vor allem Frauen – was uns die Zahlen zei-
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Auf der anderen Seite bauen wir auf Familienleistungen. Wir haben den Familienbonus Plus eingeführt – auf den darf ich als Familienministerin natürlich besonders stolz sein. Damit entlasten wir vor allem kleine und mittlere Einkommen. 1,6 Millionen Kinder profitieren davon, fast eine Million Familien profitiert davon, und dafür nehmen wir 1,5 Milliarden Euro in die Hand. Das ist die größte Familienentlastung, die es jemals in Österreich gab. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Höbart: Für die SPÖ gibt es nichts mehr zu tun!
Zusätzlich zahlen wir die Familienbeihilfe aus, und wir sind eines der wenigen Länder in Europa, das die Familienbeihilfe über die Volljährigkeit hinaus auszahlt. Wir zahlen ein wirklich großzügiges Kinderbetreuungsgeld. Es gibt sehr viele Möglichkeiten und Varianten, Kinderbetreuungsgeld zu beziehen. Wir haben einen Familienhärteausgleich für Familien, die in Not sind. Diese können bei uns einen Antrag stellen und bekommen noch zusätzliches Geld ausbezahlt. (Abg. Höbart: Für die SPÖ gibt es nichts mehr zu tun!) Und wir dürfen die familienpolitischen Sachleistungen nicht vergessen! Wir geben sehr viel Geld für die Schülerfreifahrt und natürlich auch für die Schulbuchaktion aus, und das senkt natürlich auch die Unterhaltskosten für unsere Kinder. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Zusätzlich zahlen wir die Familienbeihilfe aus, und wir sind eines der wenigen Länder in Europa, das die Familienbeihilfe über die Volljährigkeit hinaus auszahlt. Wir zahlen ein wirklich großzügiges Kinderbetreuungsgeld. Es gibt sehr viele Möglichkeiten und Varianten, Kinderbetreuungsgeld zu beziehen. Wir haben einen Familienhärteausgleich für Familien, die in Not sind. Diese können bei uns einen Antrag stellen und bekommen noch zusätzliches Geld ausbezahlt. (Abg. Höbart: Für die SPÖ gibt es nichts mehr zu tun!) Und wir dürfen die familienpolitischen Sachleistungen nicht vergessen! Wir geben sehr viel Geld für die Schülerfreifahrt und natürlich auch für die Schulbuchaktion aus, und das senkt natürlich auch die Unterhaltskosten für unsere Kinder. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Uns ist es wichtig, dass die Menschen Arbeit haben, denn damit haben sie eine Perspektive, und auch Wertschätzung ist oft mit einer Arbeit verbunden. Wir werden unser Sozialsystem so ausrichten, dass die Leistungen dort ankommen, wo sie gebraucht werden und wo sie wirken. Und was für mich als Familienministerin natürlich besonders wichtig ist: Die Familien und Kinder in unserem Land sollen die Gewissheit haben, dass wir als Bundesregierung sie dort unterstützen, wo sie es brauchen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf: Richtig! – Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.
Abgeordneter Werner Neubauer, BA (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frauen Bundesministerinnen! Es ist schon bemerkenswert, was seit 18 Monaten in dieser Republik abgeht. (Ruf: Richtig! – Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS.)
Ruf: Bravo! – Beifall bei FPÖ und ÖVP
Da wird seitens der Bundesregierung eine tolle Politik gemacht (Ruf: Bravo! – Beifall bei FPÖ und ÖVP), und es gibt praktisch keinen einzigen Gesetzentwurf, der hier vorgelegt wird, der nicht einer permanenten Kritik hauptsächlich vonseiten der SPÖ ausgesetzt ist. Wenn man sich dann zum Schluss aber auch noch dazu versteigt, dass
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sie sagen, diese Regierung macht keine gute Familienpolitik. – Sie haben dem Familienbonus Plus nicht zugestimmt. Ich verstehe das nicht, denn wenn Sie sagen, das ist alles schlecht, dann müssen Sie schon zur Kenntnis nehmen, dass wir hier als Vertreter der Bundesregierung sicherlich keine Politik für die NEOS und sicherlich keine Politik für die SPÖ machen, sondern wir machen Politik und Gesetze für die Menschen dieses Landes! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Margreiter.
Sie sagen, die Bundesregierung mache keine gute Steuerpolitik. – Diese Bundesregierung hat es geschafft, und sie wird das ja auch vorlegen, ein Nulldefizit im Budget zu erreichen. Ich möchte wissen, wann das in der Vergangenheit einer SPÖ-Regierung gelungen ist. (Zwischenruf der Abg. Margreiter.) Es ist nie gelungen, weil Sie immer nur Schulden gemacht haben, zulasten der Bevölkerung, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist die Realität. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sie sagen, die Bundesregierung mache keine gute Steuerpolitik. – Diese Bundesregierung hat es geschafft, und sie wird das ja auch vorlegen, ein Nulldefizit im Budget zu erreichen. Ich möchte wissen, wann das in der Vergangenheit einer SPÖ-Regierung gelungen ist. (Zwischenruf der Abg. Margreiter.) Es ist nie gelungen, weil Sie immer nur Schulden gemacht haben, zulasten der Bevölkerung, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist die Realität. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sie sagen auch, wir machen keine gute Sozialpolitik. – Ich denke an die Pensionistinnen und Pensionisten, die statt einer Inflationsabgeltung von 2,0 Prozent eine von 2,6 Prozent von dieser Bundesregierung erhalten haben, womit auch die Kaufkraft für diese Menschen massiv gestärkt werden konnte, sehr geehrte Damen und Herren. Wenn wir ab 1.1.2020 die Mindestpension auf 1 200 Euro und für Verheiratete auf 1 500 Euro anheben, dann ist das ein massiver Beitrag genau dazu, die Altersarmut auch in diesem Sektor noch einmal zu senken, was ja schon angesprochen wurde. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Herr Kollege Loacker, Sie kritisieren die Pensionspolitik, in manchen Bereichen sicherlich durchaus auch zu Recht, aber eines haben Sie den Wählerinnen und Wählern immer noch nicht gesagt: Sie vertreten das schwedische Modell. – Ich darf hier heute nur einen Punkt dieses schwedischen Modells herausgreifen. Wissen Sie, wie lange die Menschen heute in Österreich nach Ihrem Modell arbeiten müssten, damit sie eine Pension bekommen? – Wir haben uns das ausgerechnet: Bis 70 Jahre müssten die Menschen heute in Österreich arbeiten, Männer und Frauen gleichermaßen. Herr Loacker, wollen Sie das? Wir wollen das nicht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Kreisky hat damals gesagt: „dass mir ein paar Milliarden mehr Schulden weniger schlaflose Nächte bereiten als ein paar Hunderttausend Arbeitslose mir bereiten würden.“ – Sie haben mit Ihrem Abstimmungsverhalten genau das Gegenteil bewirkt. Mit Ihrem Abstimmungsverhalten treiben Sie die Menschen in die Arbeitslosigkeit, sei es durch die Nichtzustimmung bei den Biogasanlagen, beim Wirtschaftsstandort als Staatszielbestimmung, die wir heute beschlossen hätten, und beim Familienbonus Plus. All das geht auf das Konto der SPÖ. Dafür müssen Sie bei Ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern um Entschuldigung bitten. Das würde mich freuen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Neubauer: Sie haben es nicht verstanden! Sie haben es nicht verstanden! Ich habe gesagt: in Österreich! Nicht in Schweden!
Ich berichtige tatsächlich: Das Regelpensionsalter in Schweden liegt bei 65, und man kann ab einem Alter von 61 unter Berücksichtigung der Lebenserwartung und mathematischer Einrechnung der Lebenserwartung in Pension gehen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Neubauer: Sie haben es nicht verstanden! Sie haben es nicht verstanden! Ich habe gesagt: in Österreich! Nicht in Schweden!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Meine Damen und Herren! Das ist die Sozialpolitik dieser Regierung. Das ist Entlastung für die Menschen. Das ist eine Familienpolitik, wie Sie sie in der ganzen Welt suchen können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Diese Regierung entlastet diejenigen, die es ohnehin schon sehr schwer haben, und vor allem: Diese Regierung hält, was sie versprochen hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
hier herausgegangen und einfach nur hingehaut wird auf das, was bisher an Sozialsystem und sozialer Gerechtigkeit geschaffen wurde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hauser. – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich sage Ihnen noch etwas: Nur schlechtreden ist nicht okay, das kann ich sogar nachvollziehen, aber noch mehr weh tut es, wenn man Schlimmes nur schönredet, wenn man hier herausgeht und sagt, diese Steuerreform sei das Nonplusultra. – Das ist eine Pimperl-Reform verglichen mit dem, was 2015 passiert ist, als 5 Milliarden Euro an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegangen sind. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hauser. – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Margreiter: Genau! – Beifall bei der SPÖ.
Frau Sozialministerin! Ich vermisse Ihren Aufschrei, wenn der Bildungsminister, der Justizminister und der Verteidigungsminister sagen: Bei meinem Budget nicht! Wo ist Ihr Aufschrei? (Abg. Margreiter: Genau! – Beifall bei der SPÖ.) Wo ist Ihr Aufschrei, dass Sie sagen, keine Einsparungen bei der Bekämpfung von Armut und der Herstellung sozialer Gerechtigkeit, keine Einsparungen in meinem Ressort? Das vermissen wir von Ihnen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hauser: Genau!
Wenn Sie dann hergehen und sagen, es gebe mehr Beschäftigung und weniger Arbeitslosigkeit: Ja, Sie haben das nicht gemacht! Ich sage Ihnen, bei einer Hochkonjunktur ist das nicht Ihr Verdienst. Das ist auch kein Wunder. Das ist deswegen erreicht worden, weil die Rahmenbedingungen durch die Politik geschaffen wurden, und dafür verantwortlich war die Vorgängerregierung! Das sind die Fakten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hauser: Genau!)
Abg. Hauser: Unter der SPÖ haben sie nicht einmal 2 Prozent gehabt! Aber jetzt höre ich auf, dazwischenzurufen, denn Sie verstehen es sowieso nicht!
Sie sagen, die Pensionen seien so toll erhöht worden. Ich frage Sie: Wo haben die Pensionistinnen und Pensionisten einen Zuwachs bei ihrer Pension, wenn die Ausgaben für den wöchentlichen Einkauf um über 3,5 Prozent gestiegen sind? Da können Sie die 2 Prozent bis 2,6 Prozent irgendwo hinschreiben, das ist nämlich ein Verlust für die Pensionistinnen und Pensionisten. Das sind die Fakten. (Abg. Hauser: Unter der SPÖ haben sie nicht einmal 2 Prozent gehabt! Aber jetzt höre ich auf, dazwischenzurufen, denn Sie verstehen es sowieso nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Der letzte Punkt: Was haben Sie, geschätzte Kollegen von FPÖ und ÖVP, gegen die Kinder in unserer Republik? Bitte gehen Sie nicht heraus und sagen Sie da, 1,6 Millionen Kinder profitieren von diesem Familienbonus! Das stimmt nicht! Von 1,6 Millionen Kindern bekommen 700 000 Kinder nicht diese volle Ausschöpfung. (Beifall bei der SPÖ.) Da sind Kinder darunter, die bekommen gar nichts, und das hat mit sozialer Gerechtigkeit und Bekämpfung von Armut nichts zu tun.
Abg. Belakowitsch: Falsch!
Auch sagen Sie, die Sozialhilfe Neu sei so super. Sie haben bei Maßnahmen für behinderte Menschen wieder Verantwortung auf die Länder abgeschoben. Sie haben wieder bei Familien mit vielen Kindern gespart. (Abg. Belakowitsch: Falsch!) Das ist nicht Sozialpolitik, damit bekämpfen Sie keine soziale Ungerechtigkeit und damit bekämpfen Sie schon gar nicht die Armut!
Abg. Margreiter: Auseinanderdividieren!
Wenn Sie hier immer wieder von sozialer Wärme sprechen: Das ist mehr als überspitzt formuliert, das ist unzumutbar und nicht anzuhören. Zu dem, was Sie in der Sozialpolitik machen (Abg. Margreiter: Auseinanderdividieren!), sage ich Ihnen offen und ehrlich: In jedem Kühlschrank, in jedem Kühlhaus, in jeder Gefriertruhe ist es wärmer, als Ihre Sozialpolitik in der Republik Österreich ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie hier immer wieder von sozialer Wärme sprechen: Das ist mehr als überspitzt formuliert, das ist unzumutbar und nicht anzuhören. Zu dem, was Sie in der Sozialpolitik machen (Abg. Margreiter: Auseinanderdividieren!), sage ich Ihnen offen und ehrlich: In jedem Kühlschrank, in jedem Kühlhaus, in jeder Gefriertruhe ist es wärmer, als Ihre Sozialpolitik in der Republik Österreich ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Neubauer: Das habe ich gar nicht erwähnt! Das war vorauseilender Gehorsam!
Ich berichtige tatsächlich: Die NEOS haben dem Familienbonus Plus trotz Kritik dann sehr wohl zugestimmt. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Neubauer: Das habe ich gar nicht erwähnt! Das war vorauseilender Gehorsam!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Frauen Bundesministerinnen! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Frau Hartinger-Klein! Ich war jetzt kurz sprachlos, als ich Ihnen zugehört habe, denn ich muss Ihnen offen sagen, das, was Sie da abgeliefert haben, das war peinlich, das war nichts als peinlich. Sie präsentieren die Zahlen des Jahres 2017 und tun so, als ob Sie irgendetwas damit zu tun gehabt hätten! Das ist peinlich, Frau Sozialministerin! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.) Wenn Sie erröten könnten, wenn ihr alle rot werden könntet, wäre es eine gute Gelegenheit, das jetzt zu tun. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, NEOS und JETZT.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, NEOS und JETZT.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Frauen Bundesministerinnen! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Frau Hartinger-Klein! Ich war jetzt kurz sprachlos, als ich Ihnen zugehört habe, denn ich muss Ihnen offen sagen, das, was Sie da abgeliefert haben, das war peinlich, das war nichts als peinlich. Sie präsentieren die Zahlen des Jahres 2017 und tun so, als ob Sie irgendetwas damit zu tun gehabt hätten! Das ist peinlich, Frau Sozialministerin! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.) Wenn Sie erröten könnten, wenn ihr alle rot werden könntet, wäre es eine gute Gelegenheit, das jetzt zu tun. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, NEOS und JETZT.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.
Ich will Sie auffordern, weil Sie ja so gerne Fragen stellen, Frau Sozialministerin, dass Sie sich selber wieder einmal eine stellen, was diesen Bericht betrifft: Was war da meine Leistung? Bitte stellen Sie sich diese Frage! Sie werden gleich erfolgreich sein wie der Herr Meischberger. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Noll.)
Beifall und Oh-Rufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von JETZT. – Bundesministerin Hartinger-Klein: Sitzt keiner! Das ist eine Unterstellung!
Wenn wir schon beim Thema Vertrauen sind, möchte ich auf etwas eingehen, was mit Ihrer Anfrage nichts zu tun hat, weil es mich auch interessiert. Der Bundeskanzler hat vor Kurzem hier gesagt, er duldet keine Identitären in Ministerkabinetten. Jetzt kommen wir drauf, bei Ihnen sitzt einer. Was sagen Sie dazu, Frau Sozialministerin? Bitte, was sagen Sie dazu? (Beifall und Oh-Rufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von JETZT. – Bundesministerin Hartinger-Klein: Sitzt keiner! Das ist eine Unterstellung!)
Beifall bei der SPÖ.
Und ich möchte Sie noch etwas fragen: Wie können Sie als Sozialministerin einer Steuerreform zustimmen, die den größten Konzernen in Österreich 1,5 Milliarden Euro als Körberlgeld vermittelt, und das auf Kosten der Kranken, der Pensionisten, der Pflegebedürftigen und der Arbeitslosen, geschätzte Frau Sozialministerin? (Beifall bei der SPÖ.) Sie waren nämlich die Einzige, die nichts gegen diese 1,5 Milliarden gesagt hat und die nicht gesagt hat, dass sie das nicht aus ihrem Budget zahlen will.
Beifall bei der SPÖ.
denn ihr zusammengebracht die ganze Zeit? Nichts!) Wenn die Industriellenvereinigung mit den Fingern schnippt, springen Sie wie ein dressierter Pudel und senken die KÖSt in Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rädler: Tiefer geht’s nimmer!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (fortsetzend): Dann nehme ich den Ausdruck zurück und sage: springen Sie gehorsam, wenn die Industriellenvereinigung ruft. (Abg. Rädler: Tiefer geht’s nimmer!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Frau Sozialministerin! Sie sind eine Ministerin, die mit ihrer Tätigkeit beziehungsweise Nichttätigkeit dafür gesorgt hat, dass die Reichsten im Lande reicher werden und diejenigen, die jeden Tag aufstehen und hart für ihr Geld arbeiten müssen, nicht reicher werden. Die Rechnung ist Ihnen bei den Arbeiterkammerwahlen das erste Mal präsentiert worden, und sie wird Ihnen bei den Europawahlen das nächste Mal präsentiert werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Unfassbar! Unfassbar!
Am 3. April 2018, also danach, wird Hansjörg Payr nicht Mitarbeiter bei Martin Sellner, sondern bei Sozialministerin Hartinger-Klein (Rufe bei der SPÖ: Unfassbar! Unfassbar!) und kriegt einen Sondervertrag. (Abg. Jarolim: Einen Sondervertrag? Wieso einen Sondervertrag?)
Abg. Jarolim: Einen Sondervertrag? Wieso einen Sondervertrag?
Am 3. April 2018, also danach, wird Hansjörg Payr nicht Mitarbeiter bei Martin Sellner, sondern bei Sozialministerin Hartinger-Klein (Rufe bei der SPÖ: Unfassbar! Unfassbar!) und kriegt einen Sondervertrag. (Abg. Jarolim: Einen Sondervertrag? Wieso einen Sondervertrag?)
Beifall bei JETZT und SPÖ.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder hat der Identitärenunterstützer Hansjörg Payr das bei seiner Sicherheitsüberprüfung angegeben – dann haben wir den Innenminister und die Sozialministerin zu fragen, warum er als Sellner-Spezi, der am 10. Jänner 2018, am selben Tag wie Brenton Tarrant gespendet hat, trotzdem genommen geworden ist, dann haben wir diese Frage zu stellen. Wenn er es aber verschwiegen und bei der Sicherheitsüberprüfung nicht angegeben hat, dass er die Identitären finanziell unterstützt hat, dann hat die Sozialministerin ihn sofort aus dem Kabinett zu entfernen! Da gibt es keine Alternative! (Beifall bei JETZT und SPÖ.)
Abg. Herbert: Was hat das mit dem AMS zu tun?
Ich fordere Sie auf, Frau Sozialministerin, das hier klarzustellen: Hat Ihr identitärenunterstützender Kabinettsmitarbeiter Hansjörg Payr Sie und das BVT informiert (Abg. Herbert: Was hat das mit dem AMS zu tun?), dass er die Identitären zumindest finanziell unterstützt, oder hat er das verschwiegen und hat er das BVT und Sie hintergangen? Sie werden diese Frage dem Nationalrat genauso beantworten müssen, wie wir im BVT-Untersuchungsausschuss eine diesbezügliche Frage an den Innenminister richten werden. (Abg. Neubauer: Können Sie nicht zum Thema reden?)
Abg. Neubauer: Können Sie nicht zum Thema reden?
Ich fordere Sie auf, Frau Sozialministerin, das hier klarzustellen: Hat Ihr identitärenunterstützender Kabinettsmitarbeiter Hansjörg Payr Sie und das BVT informiert (Abg. Herbert: Was hat das mit dem AMS zu tun?), dass er die Identitären zumindest finanziell unterstützt, oder hat er das verschwiegen und hat er das BVT und Sie hintergangen? Sie werden diese Frage dem Nationalrat genauso beantworten müssen, wie wir im BVT-Untersuchungsausschuss eine diesbezügliche Frage an den Innenminister richten werden. (Abg. Neubauer: Können Sie nicht zum Thema reden?)
Abg. Deimek: Und der Payr kommt aus Tirol, und das ist noch viel ärger, nicht?
Das sind halt die Zustände in dieser Republik. Wenn man früher in ein Kabinett geschaut hat, dann hat man immer geschaut: Kommt der von irgendeinem Sozialpartner?, Gibt es da irgendwelche politischen Beziehungen?, und im allerschlimmsten Fall: Kommt er aus dem Konsum?, oder: Kommt er von Raiffeisen? – Das waren die großen Fragen, die wir uns gestellt haben. Und manchmal – ich muss es sagen – waren wir schockiert, wenn wir feststellen mussten: Ja, der ist wirklich von Raiffeisen gekommen oder der ist wirklich von Konsum gekommen. (Abg. Deimek: Und der Payr kommt aus Tirol, und das ist noch viel ärger, nicht?)
Abg. Belakowitsch: Könnte man zur Sache einmal was sagen?
Bei Freiheitlichen stellt sich diese Frage nicht. Da stellt sich nur die Frage: Kommt er von den Identitären? Hat er bewusst Rechtsextremisten und Neonazis finanziell unterstützt? Und: Wie kommt die Sozialministerin auf den absurden Gedanken, dass der Identitärenunterstützer und Teil des Sellner-Brenton-Tarrant-Netzwerkes Hansjörg Payr (Abg. Belakowitsch: Könnte man zur Sache einmal was sagen?) – das ist alles ein Netzwerk, ein globales Netzwerk von Christchurch bis ins Sozialministerium, bis ins Kabinett, das ist ein Netzwerk – - - Hat sie das gewusst oder hat sie das nicht gewusst?
Abg. Belakowitsch: Das glaub ich! Sie haben sich noch nie mit Politik auseinandergesetzt!
Es ist immer dasselbe: Wo du hinschaust, tauchen die gleichen Kameraden auf. Deswegen ist es so schwer, sich mit Politik auseinanderzusetzen (Abg. Belakowitsch: Das glaub ich! Sie haben sich noch nie mit Politik auseinandergesetzt!), wenn Beschäftigungspolitik - -
Beifall bei JETZT und SPÖ.
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (fortsetzend): - - in der Freiheitlichen Partei und auch an der Spitze des Sozialministeriums offensichtlich Beschäftigungspolitik für Identitäre heißt. Und eine solche – und da hoffe ich auf eine klare Mehrheit in diesem Haus –, eine Beschäftigungspolitik für Identitäre in Kabinetten österreichischer Bundesminister lehne ich ab! (Beifall bei JETZT und SPÖ.)
Abg. Pilz: Die ... nehmen dich nicht!
Viele Vorredner haben es auch schon gesagt: In Österreich leben über 1,2 Millionen Menschen in Armut. (Abg. Pilz: Die ... nehmen dich nicht!) Die geschätzte Frau Ministerin hat auch gesagt, wir müssen Arbeitsplätze schaffen, es müssen entsprechende Chancen eingerichtet werden. – Ja, aber führen wir doch bitte die Diskussionen ehrlich und aufrichtig! Frau Ministerin, wenn man gesund ist und die richtige Ausbildung hat, die am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft gefragt ist, dann ist es in einer Leistungsgesellschaft auch normal, dass man die Leistung erbringen kann und seinen Lebensunterhalt absichern kann, es sogar es zu einem bescheidenen Wohlstand bringen kann. Aber was ist mit all den Menschen, die diese Möglichkeit nicht haben, weil sie eine Beeinträchtigung haben? Gerade von jenen Menschen mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen wurden viele bis jetzt immer auch im öffentlichen Sektor untergebracht. Da wurde oder wird jedoch jetzt auch der Rotstift angesetzt. Die Ministerien müssen sparen. Es trifft die Menschen mit Beeinträchtigungen am härtesten.
Heiterkeit und Zwischenrufe der – in Richtung ÖVP weisenden – Abgeordneten Knes und Duzdar.
gefallen sind, die Unterstützung brauchen und wo man gegen Ungerechtigkeit ankämpfen muss. (Heiterkeit und Zwischenrufe der – in Richtung ÖVP weisenden – Abgeordneten Knes und Duzdar.) – Wieso lacht ihr von der SPÖ da? Ich glaube, dass das doch auch Teile von euren Idealen sind! Aber vielleicht war das einmal so, ich weiß es nicht.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Ich appelliere hier an die Zuseher zu Hause vor den Bildschirmen: Vielleicht haben Sie die eine oder andere Lehrstelle für einen Menschen mit Beeinträchtigung. Bitte melden Sie sich bei mir! Ich werde alles Menschenmögliche machen, um den Kontakt herzustellen, damit wir zumindest einige dieser Menschen, die es schwer haben, unterbringen und nicht nur warme Luft produzieren. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Der Pilz kennt keine Moral!
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Es geht in dieser Debatte um die Bekämpfung der materiellen Armut, die diese Bundesregierung ja tatsächlich, wirklich aufgenommen hat und die auch bereits die ersten Erfolge zeitigt. Ich glaube, das ist in unser aller Interesse. Ich orte aber etwas anderes, wo diese Regierung tatsächlich noch Nachholbedarf hat, und das ist die Bekämpfung der moralischen Armut, die sich hier von diesem Rednerpult entzündet hat. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Der Pilz kennt keine Moral!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Genau! Wählt Claudia Gamon!
Es hat vorhin eine Wortmeldung gegeben, ein Vorredner hat gemeint, er lehnt alles mit Entschiedenheit ab. Mein Gott, Wählerinnen und Wähler, ihr seid es, die ihr etwas befürworten oder ablehnen könnt. Ich glaube, es ist tatsächlich an der Zeit, diesen grantigen alten Herren, egal ob sie jetzt auf der EU-Ebene oder hier kandidieren, einmal auch die demokratische Antwort auf dieses offensichtliche Fehlverhalten zu geben. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Genau! Wählt Claudia Gamon!)
Abg. Meinl-Reisinger: Wählt Claudia Gamon!
Ein Abgeordneter dieses Hauses ist sich unter dem Schutz der Immunität nicht - - (Abg. Meinl-Reisinger: Wählt Claudia Gamon!) – Entschuldigung, den Ausdruck grantige alte Herren habe ich mir als Zitat von den NEOS genommen. (Abg. Meinl-Reisinger: ... Claudia Gamon, oder?) Richtig, so wie es Frau Gamon sehr zutreffend über die grantigen alten Herren, die hier kandidieren, gesagt hat. (Abg. Meinl-Reisinger: Den Vilimsky eingeschlossen!) – Der ist noch nicht so alt. Das passt nicht darunter, nein.
Abg. Meinl-Reisinger: ... Claudia Gamon, oder?
Ein Abgeordneter dieses Hauses ist sich unter dem Schutz der Immunität nicht - - (Abg. Meinl-Reisinger: Wählt Claudia Gamon!) – Entschuldigung, den Ausdruck grantige alte Herren habe ich mir als Zitat von den NEOS genommen. (Abg. Meinl-Reisinger: ... Claudia Gamon, oder?) Richtig, so wie es Frau Gamon sehr zutreffend über die grantigen alten Herren, die hier kandidieren, gesagt hat. (Abg. Meinl-Reisinger: Den Vilimsky eingeschlossen!) – Der ist noch nicht so alt. Das passt nicht darunter, nein.
Abg. Meinl-Reisinger: Den Vilimsky eingeschlossen!
Ein Abgeordneter dieses Hauses ist sich unter dem Schutz der Immunität nicht - - (Abg. Meinl-Reisinger: Wählt Claudia Gamon!) – Entschuldigung, den Ausdruck grantige alte Herren habe ich mir als Zitat von den NEOS genommen. (Abg. Meinl-Reisinger: ... Claudia Gamon, oder?) Richtig, so wie es Frau Gamon sehr zutreffend über die grantigen alten Herren, die hier kandidieren, gesagt hat. (Abg. Meinl-Reisinger: Den Vilimsky eingeschlossen!) – Der ist noch nicht so alt. Das passt nicht darunter, nein.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
der bringen –, ist derartig niederträchtig! Ich schäme mich – für Sie, Herr Kollege Pilz! Ich schäme mich für Sie! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das ist das, was Ihre Denke ist, das ist das, was Sie ausmacht: Sie wollen nichts anderes, als dass Ihre Gesellschaftsutopien hier in diesem Land Platz greifen – aber das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Sie wollen einen Überwachungsstaat, Sie wollen nichts anderes als Gesinnungsterror, Gesinnungsschnüffelei. Das ist das, was Ihnen im Hinblick auf all das, was Ihnen parteipolitisch und in der Demokratie nicht in den Kram passt, vorschwebt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Pilz begibt sich erheitert in Richtung Präsidium
Damit möchte ich es auch schon bewenden lassen, denn (Abg. Pilz begibt sich erheitert in Richtung Präsidium) – auch wenn Sie jetzt schon wieder herauskommen mit Ihrem Gelächter – Sie sind es nicht wert. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Diese Rede war ein echter Rosenkranz!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Diese Rede war ein echter Rosenkranz!
Damit möchte ich es auch schon bewenden lassen, denn (Abg. Pilz begibt sich erheitert in Richtung Präsidium) – auch wenn Sie jetzt schon wieder herauskommen mit Ihrem Gelächter – Sie sind es nicht wert. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Diese Rede war ein echter Rosenkranz!)
Abg. Belakowitsch: Ob das aber wirklich eine tatsächliche Berichtigung ist? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Es liegt noch eine Wortmeldung vor. Zuvor aber gibt es eine tatsächliche Berichtigung, und zwar von Herrn Abgeordnetem Dr. Pilz. – Bitte. (Abg. Belakowitsch: Ob das aber wirklich eine tatsächliche Berichtigung ist? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja auch! – Abg. Belakowitsch: Richtig!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (JETZT): Herr Abgeordneter Rosenkranz hat behauptet, ich und meine Gesinnungsfreundinnen und ‑freunde würden für Gesinnungsschnüffelei und Überwachungsstaat eintreten. (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt ja auch! – Abg. Belakowitsch: Richtig!)
Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Ich habe vor wenigen Jahren gemeinsam mit Abgeordnetem Rosenkranz (Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) eine Drittelbeschwerde gegen den Überwachungsstaat eingebracht. Wir sind nach wie vor verlässlich gegen den Überwachungsstaat. Umgefallen ist Abgeordneter Rosenkranz, der heute ein Regierungsvertreter für Bespitzelung, Überwachung, Bundestrojaner, Lauschangriff und vieles andere ist. (Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Ich habe vor wenigen Jahren gemeinsam mit Abgeordnetem Rosenkranz (Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) eine Drittelbeschwerde gegen den Überwachungsstaat eingebracht. Wir sind nach wie vor verlässlich gegen den Überwachungsstaat. Umgefallen ist Abgeordneter Rosenkranz, der heute ein Regierungsvertreter für Bespitzelung, Überwachung, Bundestrojaner, Lauschangriff und vieles andere ist. (Abg. Belakowitsch: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei JETZT. – Ruf bei der SPÖ: „Pfui“! – Abg. Rosenkranz: Ich bin jetzt so unsicher: War das jetzt eine tatsächliche Berichtigung? – Abg. Belakowitsch: Frau Präsidentin! Sie sind sonst auch so streng!
Ich berichtige tatsächlich: Nicht ich, sondern Abgeordneter Rosenkranz hat sich zu schämen. (Beifall bei JETZT. – Ruf bei der SPÖ: „Pfui“! – Abg. Rosenkranz: Ich bin jetzt so unsicher: War das jetzt eine tatsächliche Berichtigung? – Abg. Belakowitsch: Frau Präsidentin! Sie sind sonst auch so streng!)
Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Belakowitsch: Warum?
Das ganz spannende Politische ist nämlich Folgendes: Es geht nicht um eine private Person, es geht um den Herrn Bundeskanzler und es geht um den Herrn Vizekanzler. Der Herr Bundeskanzler hat klar gesagt, es muss eine klare Abgrenzung zu den Identitären geben. Das hat er in dieser Bundesregierung gesagt, und der Herr Vizekanzler hat das bestätigt. Jetzt kommen wir drauf, dass diese beiden Aussagen, die gegenüber der Republik gemacht wurden, von den eigenen Ministern nicht eingehalten werden und dass diese das, was da gesagt wurde, schlichtweg nicht umsetzen. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Belakowitsch: Warum?)
Abg. Rosenkranz: Richtig! Richtig!
Das ist ein politischer Skandal, und das müsst ihr euch ausmachen. Hört mit den Identitären auf, dann seid ihr (Abg. Rosenkranz: Richtig! Richtig!) als Regierung ernst zu nehmen. Wenn ihr das aber nicht ändert, dann habt ihr ein Problem, und dann hat insbesondere auch der Herr Bundeskanzler, der euch in die Regierung berufen hat, die Verantwortung dafür, dass es diese Umtriebe gibt.
Abg. Höbart: Märchenstunde!
Eigentlich wollte ich ja ganz etwas anderes sagen (Abg. Höbart: Märchenstunde!), eigentlich wollte ich mich bei Frau Belakowitsch bedanken, weil sie mir die Möglichkeit gegeben hat, aufzuzeigen, was die Sozialdemokratie und auch ich als Sozialminister in der letzten Zeit geleistet haben; Danke dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Eigentlich wollte ich ja ganz etwas anderes sagen (Abg. Höbart: Märchenstunde!), eigentlich wollte ich mich bei Frau Belakowitsch bedanken, weil sie mir die Möglichkeit gegeben hat, aufzuzeigen, was die Sozialdemokratie und auch ich als Sozialminister in der letzten Zeit geleistet haben; Danke dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höbart: Gar nichts nämlich!
Sie haben das aufgezeigt – habe ich sehr spannend gefunden –, nämlich Sie haben aufgezeigt, was die Sozialdemokratie zustande gebracht hat (Abg. Höbart: Gar nichts nämlich!): Von 2008 bis jetzt ist die Armut zurückgegangen. (Abg. Höbart: ... Kabarett der Sonderklasse!) Das haben wir geschafft. Und das haben wir nicht nur hier in Österreich geschafft, sondern wir haben es durch sozialdemokratische Menschen im Europäischen Rat und im Europäischen Parlament geschafft, dass die Jugendarbeitslosigkeit von 23 Prozent auf 17 Prozent zurückgegangen ist.
Abg. Höbart: ... Kabarett der Sonderklasse!
Sie haben das aufgezeigt – habe ich sehr spannend gefunden –, nämlich Sie haben aufgezeigt, was die Sozialdemokratie zustande gebracht hat (Abg. Höbart: Gar nichts nämlich!): Von 2008 bis jetzt ist die Armut zurückgegangen. (Abg. Höbart: ... Kabarett der Sonderklasse!) Das haben wir geschafft. Und das haben wir nicht nur hier in Österreich geschafft, sondern wir haben es durch sozialdemokratische Menschen im Europäischen Rat und im Europäischen Parlament geschafft, dass die Jugendarbeitslosigkeit von 23 Prozent auf 17 Prozent zurückgegangen ist.
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, was das Schönste ist? – Das Allerschönste ist – und das möchte ich den Österreicherinnen und Österreichern sagen –: Das haben wir durch eine Jugendbeschäftigungsstrategie geschafft, Rudi Hundstorfer war das, und das haben wir nach Europa hinausgetragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Wie war das in Österreich? – Als wir das Jugendaus- - (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Hartinger-Klein.) – Das Ausbildungspflichtgesetz, danke, Frau Bundesministerin, Sie haben es gesagt, ist eine wichtige Maßnahme. Leider, leider, leider haben, als wir das im Parlament beschlossen haben, alle mitgestimmt, nur die FPÖ nicht. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Nur die FPÖ nicht (Abg. Belakowitsch: Was?), damals, 2016 – 2017! (Abg. Höbart: 16, 17?) Das war die Situation: Beim Jugendausbildungsgesetz habt ihr nicht mitgestimmt.
Abg. Belakowitsch: Was?
Wie war das in Österreich? – Als wir das Jugendaus- - (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Hartinger-Klein.) – Das Ausbildungspflichtgesetz, danke, Frau Bundesministerin, Sie haben es gesagt, ist eine wichtige Maßnahme. Leider, leider, leider haben, als wir das im Parlament beschlossen haben, alle mitgestimmt, nur die FPÖ nicht. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Nur die FPÖ nicht (Abg. Belakowitsch: Was?), damals, 2016 – 2017! (Abg. Höbart: 16, 17?) Das war die Situation: Beim Jugendausbildungsgesetz habt ihr nicht mitgestimmt.
Abg. Höbart: 16, 17?
Wie war das in Österreich? – Als wir das Jugendaus- - (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Hartinger-Klein.) – Das Ausbildungspflichtgesetz, danke, Frau Bundesministerin, Sie haben es gesagt, ist eine wichtige Maßnahme. Leider, leider, leider haben, als wir das im Parlament beschlossen haben, alle mitgestimmt, nur die FPÖ nicht. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Nur die FPÖ nicht (Abg. Belakowitsch: Was?), damals, 2016 – 2017! (Abg. Höbart: 16, 17?) Das war die Situation: Beim Jugendausbildungsgesetz habt ihr nicht mitgestimmt.
Abg. Höbart: Fast hätte er es vergessen! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ
Ich habe noch eine Frage an die Frau Minister, Ministerin (Abg. Höbart: Fast hätte er es vergessen! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ), nämlich: Wie soll das bei der Steuerreform gehen? – Sie sagen, es gibt 900 Millionen Euro weniger Beiträge in der Krankenversicherung. (Bundesministerin Hartinger-Klein: Ja!) 900 Millionen Euro. Ich habe die Gesetze alle gelesen, die da so kommen, und eine Begutachtung. (Abg. Belakowitsch: Lesen allein ist zu wenig! Er hat es nicht verstanden!) Ich finde nirgends einen Beitrag, wo drinnen steht, das kommt aus dem Budget.
Abg. Belakowitsch: Lesen allein ist zu wenig! Er hat es nicht verstanden!
Ich habe noch eine Frage an die Frau Minister, Ministerin (Abg. Höbart: Fast hätte er es vergessen! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ), nämlich: Wie soll das bei der Steuerreform gehen? – Sie sagen, es gibt 900 Millionen Euro weniger Beiträge in der Krankenversicherung. (Bundesministerin Hartinger-Klein: Ja!) 900 Millionen Euro. Ich habe die Gesetze alle gelesen, die da so kommen, und eine Begutachtung. (Abg. Belakowitsch: Lesen allein ist zu wenig! Er hat es nicht verstanden!) Ich finde nirgends einen Beitrag, wo drinnen steht, das kommt aus dem Budget.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Übrigens – eines noch zur Steuerreform –: Die Arbeitnehmer zahlen 80 Prozent der gesamten Steuerlast in Österreich und – leider, leider – von der Reduktion der Steuer kriegen sie nur 60 Prozent. Das bedeutet, dass 20 Prozent der Steuerlast an andere ausgezahlt werden, wahrscheinlich an diejenigen, die mit einer KESt-Reduzierung Beiträge für Herrn Kurz gezahlt haben; die werden das kriegen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.
Wir haben nachgewiesen, 43 Prozent der gesamten Entlastung bei der Kapitalertragsteuer bekommen jene Unternehmen, die mehr als 10 Millionen Euro Gewinn haben. Wenn das Sozialpolitik ist, na danke! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Beifall bei den NEOS.
Gerade daher wäre es wichtig, das auszugleichen: Wenn Frauen mehr Betreuungsarbeit in der Familie übernehmen, dann soll das ruhig in der Entscheidung der Familie sein, wie die Familienarbeit aufgeteilt wird. Aber es sollen auch die Pensionsversicherungsbeiträge der beiden Partner auf beide gleich aufgeteilt werden, damit auch beide die gleiche Altersabsicherung haben. Das ist gerecht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Welche Maßnahmen könnte man sonst noch ergreifen? – Wir wissen alle, wenn es gute Betreuungsmöglichkeiten für Kinder gibt, dann haben Frauen auch die Möglichkeit, dass sie mehr Stunden arbeiten gehen. (Beifall bei den NEOS.) Besonders im ländlichen Raum scheitert es ganz oft daran, dass es keine guten Betreuungsmöglichkeiten gibt. Je kleiner das Dorf ist, in dem sie zu Hause sind, umso schwieriger wird es, eine vernünftige Betreuungsmöglichkeit zu finden. Je ÖVP-regierter ihr Bundesland ist, umso schwieriger wird es, eine geeignete Betreuungsmöglichkeit zu finden. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Noll.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Noll.
Welche Maßnahmen könnte man sonst noch ergreifen? – Wir wissen alle, wenn es gute Betreuungsmöglichkeiten für Kinder gibt, dann haben Frauen auch die Möglichkeit, dass sie mehr Stunden arbeiten gehen. (Beifall bei den NEOS.) Besonders im ländlichen Raum scheitert es ganz oft daran, dass es keine guten Betreuungsmöglichkeiten gibt. Je kleiner das Dorf ist, in dem sie zu Hause sind, umso schwieriger wird es, eine vernünftige Betreuungsmöglichkeit zu finden. Je ÖVP-regierter ihr Bundesland ist, umso schwieriger wird es, eine geeignete Betreuungsmöglichkeit zu finden. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Noll.)
Beifall bei den NEOS.
Frau Ministerin! Jetzt hoffe ich, ich hoffe wirklich, dass wir das gleiche ehrliche Anliegen haben und dass Sie mich jetzt einfach ein bisschen mit der Anfragebeantwortung am Schmäh halten wollten, ich hoffe, dass Sie das, was Sie in den Zeitungen sagen, auch wirklich meinen und tun. Aber wenn Sie das meinen und tun, dann müsste hier etwas anderes drinstehen. Dann müsste drinstehen, mit welchen Experten Sie arbeiten, ob diese ein Honorar bekommen oder nicht, und wie Sie das mit der Frau Sozialministerin abstimmen. Das müsste dann drinstehen, weil das im Rahmen Ihrer Vollziehung liegt. Wenn Sie sagen: Ich habe eh nichts gemacht!, dann frage ich mich, warum Sie solche Zeitungsinterviews geben. Ich bin gespannt auf Ihre Antwort. (Beifall bei den NEOS.)
in Richtung Abg. Loacker
Sie (in Richtung Abg. Loacker) haben es erwähnt, das freiwillige Pensionssplitting haben wir jetzt seit 2005. In den ersten zwölf Jahren haben sich gerade einmal 900 Paare dafür entschieden. Wir haben im letzten Jahr sehr viel über Pensionssplitting gesprochen, Sie haben das gemacht, ich habe das gemacht, auch über automatisches Pensionssplitting, weil es die Dinge einfacher machen würde. Das hat immerhin dazu geführt, dass im Vorjahr 450 Personen das Pensionssplitting beantragt haben, also halb so viele wie in den zwölf Jahren davor.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, umso mehr wir dafür tun, dass wir Familienarbeit auch wertschätzen – das automatische Pensionssplitting gehört für mich dazu –, umso mehr wertschätzen wir auch die Familien. Es braucht hier natürlich viele Maßnahmen, ein ganzes Paket, aber eine geeignete Maßnahme ist für mich das automatische Pensionssplitting. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Zum Beispiel über eine Pensionsreform!
Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer auf der Galerie und vor den Bildschirmen! Herr Kollege Loacker und ich teilen ein Lieblingsthema, das ist das Pensionssplitting. – Er lächelt. Wir reden beide sehr gerne darüber, allerdings kommt es beim Kollegen Loacker in letzter Zeit so oft, dass ich ein bisschen das Gefühl habe, ihm fallen überhaupt keine anderen Themen mehr ein, die er bearbeiten kann. Vielleicht könnte man doch auch noch über andere Dinge nachdenken. (Abg. Meinl-Reisinger: Zum Beispiel über eine Pensionsreform!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Für mich persönlich beginnt Familie dort, wo zwei Menschen oder mehr aufeinander schauen, sich umeinander kümmern und Verantwortung füreinander übernehmen. Ich möchte also ganz bewusst den Familienbegriff möglichst weit spannen, weil alle Formen von Familie wichtig sind und am heutigen Tag unsere Anerkennung erhalten sollen. Familie ist mittlerweile ein bunter Begriff für die Vielfalt des Lebens geworden, und das ist auch gut so. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir ÖVP-Frauen fordern schon sehr lange die Einführung des verpflichtenden Pensionssplittings mit einer Opt-out-Möglichkeit und freuen uns, dass wir uns damit jetzt in der Zielgerade befinden. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Wie unsere Frau Ministerin schon erläutert hat, gibt es aber jetzt bereits das freiwillige Pensionssplitting. Ich möchte meine verbleibende Redezeit dazu nutzen, Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, dazu aufzurufen, dieses freiwillige Pensionssplitting zu nutzen. Auf der Website der Pensionsversicherungsanstalt unter www.pensionsversicherung.at können Sie nachlesen, wie das freiwillige Pensionssplitting funktioniert und für wen es infrage kommt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Sie finden auch eine sehr gute Beschreibung auf der Seite des Sozialministeriums und der Sozialversicherungsanstalt. Sollten Sie also mindestens ein Kind haben, das unter zehn Jahre alt ist, können Sie dieses Angebot sofort in Anspruch nehmen.
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist total kompliziert!
Es ist nicht kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist total kompliziert!) – Nein, es ist nicht kompliziert, Frau Kollegin. Die einzige Herausforderung ist: Sie müssen es beantragen. In Zukunft werden wir es dann einmal verpflichtend haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Haben Sie es schon einmal gemacht?) – Ich habe es nicht für mich gemacht, weil ich schon zu alt bin, wie man sieht, aber ich habe es für jemand anderen ausgefüllt. (Abg. Meinl-Reisinger: Schauen Sie! Ich schon!) – Liebe Frau Kollegin Meinl-Reisinger, ich kann jetzt wirklich nicht nachvollziehen, wenn Sie sagen, das sei zu kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Einfach ist das nicht!) – Das glaube ich nicht! Es können sich alle, für die es zu kompliziert ist, gerne bei mir melden. Meine E-Mail-Adresse steht auf der Website. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich mach das!)
Abg. Meinl-Reisinger: Haben Sie es schon einmal gemacht?
Es ist nicht kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist total kompliziert!) – Nein, es ist nicht kompliziert, Frau Kollegin. Die einzige Herausforderung ist: Sie müssen es beantragen. In Zukunft werden wir es dann einmal verpflichtend haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Haben Sie es schon einmal gemacht?) – Ich habe es nicht für mich gemacht, weil ich schon zu alt bin, wie man sieht, aber ich habe es für jemand anderen ausgefüllt. (Abg. Meinl-Reisinger: Schauen Sie! Ich schon!) – Liebe Frau Kollegin Meinl-Reisinger, ich kann jetzt wirklich nicht nachvollziehen, wenn Sie sagen, das sei zu kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Einfach ist das nicht!) – Das glaube ich nicht! Es können sich alle, für die es zu kompliziert ist, gerne bei mir melden. Meine E-Mail-Adresse steht auf der Website. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich mach das!)
Abg. Meinl-Reisinger: Schauen Sie! Ich schon!
Es ist nicht kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist total kompliziert!) – Nein, es ist nicht kompliziert, Frau Kollegin. Die einzige Herausforderung ist: Sie müssen es beantragen. In Zukunft werden wir es dann einmal verpflichtend haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Haben Sie es schon einmal gemacht?) – Ich habe es nicht für mich gemacht, weil ich schon zu alt bin, wie man sieht, aber ich habe es für jemand anderen ausgefüllt. (Abg. Meinl-Reisinger: Schauen Sie! Ich schon!) – Liebe Frau Kollegin Meinl-Reisinger, ich kann jetzt wirklich nicht nachvollziehen, wenn Sie sagen, das sei zu kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Einfach ist das nicht!) – Das glaube ich nicht! Es können sich alle, für die es zu kompliziert ist, gerne bei mir melden. Meine E-Mail-Adresse steht auf der Website. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich mach das!)
Abg. Meinl-Reisinger: Einfach ist das nicht!
Es ist nicht kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist total kompliziert!) – Nein, es ist nicht kompliziert, Frau Kollegin. Die einzige Herausforderung ist: Sie müssen es beantragen. In Zukunft werden wir es dann einmal verpflichtend haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Haben Sie es schon einmal gemacht?) – Ich habe es nicht für mich gemacht, weil ich schon zu alt bin, wie man sieht, aber ich habe es für jemand anderen ausgefüllt. (Abg. Meinl-Reisinger: Schauen Sie! Ich schon!) – Liebe Frau Kollegin Meinl-Reisinger, ich kann jetzt wirklich nicht nachvollziehen, wenn Sie sagen, das sei zu kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Einfach ist das nicht!) – Das glaube ich nicht! Es können sich alle, für die es zu kompliziert ist, gerne bei mir melden. Meine E-Mail-Adresse steht auf der Website. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich mach das!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich mach das!
Es ist nicht kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist total kompliziert!) – Nein, es ist nicht kompliziert, Frau Kollegin. Die einzige Herausforderung ist: Sie müssen es beantragen. In Zukunft werden wir es dann einmal verpflichtend haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Haben Sie es schon einmal gemacht?) – Ich habe es nicht für mich gemacht, weil ich schon zu alt bin, wie man sieht, aber ich habe es für jemand anderen ausgefüllt. (Abg. Meinl-Reisinger: Schauen Sie! Ich schon!) – Liebe Frau Kollegin Meinl-Reisinger, ich kann jetzt wirklich nicht nachvollziehen, wenn Sie sagen, das sei zu kompliziert. (Abg. Meinl-Reisinger: Einfach ist das nicht!) – Das glaube ich nicht! Es können sich alle, für die es zu kompliziert ist, gerne bei mir melden. Meine E-Mail-Adresse steht auf der Website. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich mach das!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass am Internationalen Tag der Familie 2019 das Teilen der Sorge- und Pflegearbeit in der Familie längst auf der Tagesordnung sein sollte, dass zumindest der Papamonat, die Väterkarenz schon ein bisschen mehr verbreitet sein sollte, als es tatsächlich ist. Diese Bundesregierung tut nichts dafür, dass sich das ändert. (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesministerin Bogner-Strauß: Ich kann beides zugleich!
Es ist auch ganz leicht festzustellen, dass nichts passiert. Frau Bundesministerin, Sie haben die Flexibilisierung der Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen angesprochen. Wo ist diese? Wo ist das Bundesrahmengesetz, damit diese am Tag länger offen und weniger Schließtage im Jahr haben? Was sind Ihre Bemühungen diesbezüglich? – Auch sie ist schon dazu übergegangen, am Handy zu spielen, anstatt mir zuzuhören, mir Aufmerksamkeit zu schenken. (Bundesministerin Bogner-Strauß: Ich kann beides zugleich!) – Sie kann beides zugleich: wunderbar! Sie haben noch dazu gesagt, ihm Rahmen des Kinderbetreuungsgeldes gibt es so viel mehr Geld. Es gibt genau gleich viel Geld wie in den Jahren zuvor. Es hat nur fast ein Jahr gedauert, bis Sie sich in der Bundesregierung durchringen konnten, dass wieder gleich viel Geld für den Ausbau der Kinderbetreuung ausgeschüttet wird – also auch kein Cent mehr.
Abg. Schartel: Aber mehr als bei euch!
Der Familienbonus wurde heute auf und ab genannt. Was ist mit Frauen, die alleine mit ihren Kindern leben und nicht genug verdienen? – Die haben nichts davon, die kriegen für ihre Kinder bestenfalls Almosen von 250 Euro im Jahr. Das ist weniger als 1 Euro pro Tag. (Abg. Schartel: Aber mehr als bei euch!)
Abg. Pfurtscheller: Opt-out!
Apropos Alleinerziehende – ich frage auch die NEOS: Was ist, wenn jemand splitten sollte, aber Väter nicht bereit sind, die Vaterschaft anzuerkennen und man das erstreiten muss, oder wenn Frauen vielleicht nicht den Vater nennen wollen? (Abg. Pfurtscheller: Opt-out!) Mit wem sollen die splitten? Ich weiß nicht, mit sich selber? Man muss also schon auch diese Gruppen beachten, die dann vielleicht noch mehr von Armut betroffen und bedroht sind. (Abg. Meinl-Reisinger: Sicher!) Auch am Tag der Familie weiß man, dass Frauen, die mit ihren Kindern alleine leben, Familien sind, und dass es nicht geht, dass nicht auch Väter hier in die Pflicht genommen werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Sicher!
Apropos Alleinerziehende – ich frage auch die NEOS: Was ist, wenn jemand splitten sollte, aber Väter nicht bereit sind, die Vaterschaft anzuerkennen und man das erstreiten muss, oder wenn Frauen vielleicht nicht den Vater nennen wollen? (Abg. Pfurtscheller: Opt-out!) Mit wem sollen die splitten? Ich weiß nicht, mit sich selber? Man muss also schon auch diese Gruppen beachten, die dann vielleicht noch mehr von Armut betroffen und bedroht sind. (Abg. Meinl-Reisinger: Sicher!) Auch am Tag der Familie weiß man, dass Frauen, die mit ihren Kindern alleine leben, Familien sind, und dass es nicht geht, dass nicht auch Väter hier in die Pflicht genommen werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Apropos Alleinerziehende – ich frage auch die NEOS: Was ist, wenn jemand splitten sollte, aber Väter nicht bereit sind, die Vaterschaft anzuerkennen und man das erstreiten muss, oder wenn Frauen vielleicht nicht den Vater nennen wollen? (Abg. Pfurtscheller: Opt-out!) Mit wem sollen die splitten? Ich weiß nicht, mit sich selber? Man muss also schon auch diese Gruppen beachten, die dann vielleicht noch mehr von Armut betroffen und bedroht sind. (Abg. Meinl-Reisinger: Sicher!) Auch am Tag der Familie weiß man, dass Frauen, die mit ihren Kindern alleine leben, Familien sind, und dass es nicht geht, dass nicht auch Väter hier in die Pflicht genommen werden können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: Oder vielleicht übermorgen!
Die Kollegen Wurm und Wöginger sind jetzt nicht hier, aber wenn ich heute richtig gehört habe, haben beide angedeutet, morgen würden quasi 1 200 Euro Mindestpension netto für alle Frauen mit 40 Versicherungs- oder Arbeitsjahren – das war nicht ganz klar – verkündet. Herr Kollege Wurm hat gesagt, nicht nur Grundwehrdienst und Zivildienst, sondern auch die Kindererziehungszeiten werden angerechnet. Wenn das käme, wäre wirklich ein großer Schritt zur Bekämpfung der Altersarmut geschafft, allein der Glaube fehlt mir. Morgen werden wir es vielleicht erfahren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: Oder vielleicht übermorgen!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Stefan: Weil es für uns selbstverständlich ist!
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Frau Präsidentin! Geschätzter Minister! Geschätzte Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Vielleicht gleich zu Beginn der Debatte: Es ist auffallend, dass die Freiheitliche Partei sich bei dem Thema Gleichstellung von Mann und Frau in der Familienpolitik nicht einmal zu Wort meldet. Das muss man einmal erwähnen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Stefan: Weil es für uns selbstverständlich ist!) Das Thema ist aber zu wichtig, um sich jetzt ausschließlich mit der FPÖ zu beschäftigen.
Abg. Lindner: Zum ersten Mal!
Ich möchte ein bisschen weiter vorne anfangen. Frau Kollegin Pfurtscheller hat überraschenderweise sehr treffend Familie so beschrieben, dass sie dort entsteht, wo Menschen in Liebe zueinanderfinden und füreinander Verantwortung übernehmen. (Abg. Lindner: Zum ersten Mal!) – Ja, ich habe es heute auch zum ersten Mal von der ÖVP gehört, aber ich finde, man kann sich ja auch bessern.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: Ja!
Ich erinnere jetzt noch einmal an das Bild, das ich gerade vorher beschrieben habe. Wir reden von Menschen, die in Liebe zueinanderfinden, Verantwortung übernehmen und dann plötzlich feststellen, dass sie nicht mehr die gleichen Chancen haben, sobald sie ein Kind in die Welt setzen – und das im 21. Jahrhundert. Österreich hat ein zementiertes Familienbild, und zwar nicht in der Gesellschaft, sondern in der Politik. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: Ja!)
Abg. Heinisch-Hosek: Nein! Frauen müssen arbeiten gehen können!
Ein abschließendes Wort zu Ihnen, Frau Kollegin Heinisch-Hosek: Es ist bezeichnend, dass die SPÖ in dieser Sache konservativer als die ÖVP ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein! Frauen müssen arbeiten gehen können!) Sie gehen her und sagen, ich will nicht einzelne Gesetze dahin gehend reformieren, dass sie kein Hindernis mehr für eine Familie bedeuten, sondern ich warte auf die absolute Gleichstellung zwischen Mann und Frau, denn dann ist alles gut und dann brauche ich auch keine Reformen mehr. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein, nein, nein! Viele Zwischenschritte!)
Abg. Heinisch-Hosek: Nein, nein, nein! Viele Zwischenschritte!
Ein abschließendes Wort zu Ihnen, Frau Kollegin Heinisch-Hosek: Es ist bezeichnend, dass die SPÖ in dieser Sache konservativer als die ÖVP ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein! Frauen müssen arbeiten gehen können!) Sie gehen her und sagen, ich will nicht einzelne Gesetze dahin gehend reformieren, dass sie kein Hindernis mehr für eine Familie bedeuten, sondern ich warte auf die absolute Gleichstellung zwischen Mann und Frau, denn dann ist alles gut und dann brauche ich auch keine Reformen mehr. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein, nein, nein! Viele Zwischenschritte!)
Abg. Heinisch-Hosek: Die können es nicht machen!
Das Pensionssplitting ist ein maßgeblicher Schritt – nicht in allen Fällen, lassen wir die Streitfälle außen vor, da braucht es kluge Regeln. Sie verwehren derzeit aber den Menschen, die sich die Frage stellen und ein modernes, gemeinsames Leben wollen, diese Chance. (Abg. Heinisch-Hosek: Die können es nicht machen!) – Nein, Frau Kollegin Heinisch-Hosek, auch wenn Sie hereinrufen: Die können es machen! Genau das hat ja mein Kollege Gerald Loacker vorher sehr trefflich erklärt. Das Gesetz, so wie es jetzt besteht, ermöglicht es den Menschen, das zu machen.
Beifall bei den NEOS.
Lassen Sie uns gemeinsam nach vorne gehen. Denken Sie an diese meist jungen Menschen, wenn sie eine Familie gründen wollen und plötzlich feststellen, dass sie nicht mehr gleich sind, wenn sie das machen. Das darf im 21. Jahrhundert keinen Platz haben. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Loacker.
Deshalb ersuche ich Sie noch einmal, Frau Präsidentin, als höchste Repräsentantin dieses Hauses, setzen Sie sich dafür ein, auch in Ihrem Namen, im Namen des Herrn Präsidenten Sobotka, reden Sie mit der Regierung und stellen Sie diese Zustände endlich ab. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Pilz: Das ist eine Frechheit!
Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend im Bundeskanzleramt Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich möchte nur auf zwei Punkte eingehen. Noch einmal zu den parlamentarischen Anfragen, die wir wirklich versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten – wie es unsere Pflicht ist und wie es Ihr Recht ist –: Ich möchte auch darauf hinweisen, dass wir manchmal dieselbe Anfrage innerhalb von zwei Monaten mehrmals bekommen – da könnte ich jetzt eine Unmenge von Fragen aufzeigen –, und da frage ich mich schon, ob Sie darauf abzielen, dass wir unsere Zeit immer wieder mit gleichen Anfragen verbringen müssen. Es kommen immer wieder dieselben Fragen. (Abg. Pilz: Das ist eine Frechheit!) – Na, da kann ich Ihnen einige Beispiele zeigen, wo wir immer wieder darauf hinweisen, dass das bereits in vorhergehenden parlamentarischen Anfragen beantwortet wurde. (Zwischenrufe der Abgeordneten Holzinger-Vogtenhuber, Zinggl und Meinl-Reisinger.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Holzinger-Vogtenhuber, Zinggl und Meinl-Reisinger.
Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend im Bundeskanzleramt Mag. Dr. Juliane Bogner-Strauß: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Ich möchte nur auf zwei Punkte eingehen. Noch einmal zu den parlamentarischen Anfragen, die wir wirklich versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten – wie es unsere Pflicht ist und wie es Ihr Recht ist –: Ich möchte auch darauf hinweisen, dass wir manchmal dieselbe Anfrage innerhalb von zwei Monaten mehrmals bekommen – da könnte ich jetzt eine Unmenge von Fragen aufzeigen –, und da frage ich mich schon, ob Sie darauf abzielen, dass wir unsere Zeit immer wieder mit gleichen Anfragen verbringen müssen. Es kommen immer wieder dieselben Fragen. (Abg. Pilz: Das ist eine Frechheit!) – Na, da kann ich Ihnen einige Beispiele zeigen, wo wir immer wieder darauf hinweisen, dass das bereits in vorhergehenden parlamentarischen Anfragen beantwortet wurde. (Zwischenrufe der Abgeordneten Holzinger-Vogtenhuber, Zinggl und Meinl-Reisinger.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Aber das ist heute nicht das Thema. In unserer Kurzdebatte ging es um das Pensionssplitting, und dazu möchte ich eine Klarstellung machen: Herr Loacker, Sie haben gesagt, das freiwillige Pensionssplitting kann nur in Anspruch genommen werden, wenn eine Person nicht arbeitet. Und Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie haben das als Argument gegen das Pensionssplitting verwendet, um nämlich zu sagen, wir wollen nicht, dass eine der betreuenden Personen oder ein Elternteil zu Hause bleibt. Das stimmt überhaupt nicht, es ist definitiv so, dass beide Elternteile einer Arbeit nachgehen können und dann einfach die Gutschrift auf die Person abgestellt wird, die weniger Erwerbstätigkeit hat. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Natürlich, schauen Sie in die Folder und Flyer und die Informationen der Pensionsversicherungsanstalt. Es ist überhaupt kein Thema, es können beide Elternteile einem Erwerb nachgehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das wollte ich jetzt zur Klarstellung sagen, da immer wieder, und auch schon in den Ausschüssen, die Behauptung kommt, das geht doch nur, wenn eine Person nicht arbeitet. Und so ist es nicht. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Marchetti: Ich glaube, die Präsidenten haben sich gegen mich verschworen! – allgemeine Heiterkeit
Präsidentin Doris Bures: Entschuldigung (Abg. Marchetti: Ich glaube, die Präsidenten haben sich gegen mich verschworen! – allgemeine Heiterkeit), ich wollte Ihnen eineinhalb Minuten Redezeit einstellen, das hat nicht gleich funktioniert. Sie haben jetzt eineinhalb Minuten Redezeit. – Bitte.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Schimanek.
Die anderen Punkte, die noch offen sind, habe ich ja angesprochen, gerade punkto Digitalisierung und politische Bildung, und da freue ich mich, wenn wir auch da möglichst bald zu Antworten kommen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Schimanek.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Wissenschafterinnen und Wissenschafter, nämlich die ganz, ganz vielen, die an diesem Bericht mitgearbeitet haben, denn es ist ein 900 Seiten starker Bericht, der es wirklich wert ist, darin zu blättern und vor allem auch darin zu lesen. Es ist ein Daten- und Wissensschatz, würde ich sogar meinen. Vielen, vielen Dank dafür! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Der Bericht spannt einen breiten Bogen und adressiert einmal mehr sehr zentral die Bedeutung der Bildungsvererbung in Österreich. Es ist quasi immer noch vom Bildungshintergrund der Eltern abhängig, wie die Bildungskarrieren der jungen Menschen in diesem Land aussehen. Er sagt aber auch sehr klar, wo die Reise hingehen soll, was zu tun wäre. Mein Vorredner hat es schon kurz angerissen: Dringender Ausbau ganztägiger Schulen ist ein Gebot der Stunde, aber auch neue Lehr- und Lernformen, die die Talente unserer jungen Menschen in den Mittelpunkt stellen und besonders entwickeln, bis hin zur Forderung nach den besten Pädagoginnen und Pädagogen für jene Klassen und Schulen, in denen sich ganz besondere Herausforderungen stellen, bis zum Thema Digitalisierung; auch das war heute schon kurz Thema. Das ist also ein Potpourri an Ansatzmöglichkeiten für unser politisches Wirken. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Diese Binnendifferenzierung ist ein wesentlicher Eckpfeiler unserer Mittelschulen, und von denen soll sie getragen werden. Leider werden diese pädagogischen Ziele der Binnendifferenzierung, der neuen Lehr- und Lernformen, durch die Handlungen, die durch diese Regierung gesetzt werden, aber immer weiter zurückgeschraubt und immer mehr verunmöglicht. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Ich bitte Sie, Herr Bildungsminister, unterstützen Sie das Vermitteln dieser Kompetenzen an den Schulen, unterstützen Sie die Pädagoginnen und Pädagogen in ihrem Handeln, denn sie wissen, was sie tun. Es braucht Ihr Commitment und Ihr Vertrauen in die Pädagoginnen und Pädagogen, in eine autonome Schule, um neue Lehr- und Lernmethoden wirklich zum Wirken zu bringen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Susanne Wiesinger hat das jetzt auf den Punkt gebracht, und ich verspreche Ihnen, wir werden nicht ruhig sein. Wir werden genau diese Sache weiterverfolgen, und wir werden schauen, dass dieses Problem der aufkeimenden Parallelgesellschaft und all die anderen Probleme, die ich jetzt erwähnt habe, zukünftig nicht unter den Tisch gekehrt werden und dass wir das, was Sie über Jahrzehnte dem österreichischen Schulwesen angetan haben, mit unserem geschätzten Minister gemeinsam aufarbeiten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Wozu führt das? – Das führt genau zu dieser Spaltung der Gesellschaft, die vorhin angesprochen wurde, und umso dramatischer ist es, wenn wir sehen, dass die Bundesregierung die Mittel für diesen Bereich über die nächsten Jahre ausdünnt und eben nicht für mehr Ganztagesangebote, insbesondere an Brennpunktschulen, zur Verfügung stellt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ein zweites wichtiges Thema, das da auch klar angesprochen wird und auch immer wieder von ExpertInnen aufgeworfen wird, ist das Thema Chancengerechtigkeit. Die Regierung fällt diesbezüglich nur mit mehr Selektion auf, mit mehr In-Schubladen-Stecken von einzelnen Personen und eben nicht mit dem, was auch im Bericht erwähnt ist: der Notwendigkeit, die Mittel endlich indexbasiert zu verteilen, um wirklich auch das Geld dort ankommen zu lassen, wo es benötigt wird. Ich habe am Anfang gesagt, wir müssen das Geld dorthin bringen, wo es die Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal brauchen, und dürfen nicht mit der Gießkanne über alles drübergehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Genau das ist das, was in dieser Bundesregierung momentan fehlt – drei Punkte, die essenziell sind, und bei allen kommen keine Schritte vorwärts zustande. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Taschner: Nein!
Zweitens: Wir brauchen einen gemeinsamen Ethikunterricht für alle Kinder. (Abg. Taschner: Nein!) Genau das kann nämlich ein Ort sein, wo gemeinsame Werte und Umgangsformen erlernt werden (Abg. Taschner: Nein!), wo Emotionen und Konflikte angesprochen werden und auch damit umgegangen wird.
Abg. Taschner: Nein!
Zweitens: Wir brauchen einen gemeinsamen Ethikunterricht für alle Kinder. (Abg. Taschner: Nein!) Genau das kann nämlich ein Ort sein, wo gemeinsame Werte und Umgangsformen erlernt werden (Abg. Taschner: Nein!), wo Emotionen und Konflikte angesprochen werden und auch damit umgegangen wird.
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Lehrer, den ich vorhin schon zitiert habe, hat auch gemeint: „Als Lehrkraft ist man verloren“. – Es ist sehr schade, das von einer Lehrkraft zu hören, die in einem Klassenraum in Österreich steht. Er bringt aber das Problem auf den Punkt: Österreichs Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich sehr oft überlastet und alleingelassen. Unsere Schulen, unsere Lehrkräfte brauchen deswegen mehr Unterstützungspersonal. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
zen und jetzt zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
den – den Deutschförderklassen, dem Pädagogikpaket, den Verbesserungen bei der Zentralmatura und dem Ausbau der ganztägigen Schulformen –, sind wir im österreichischen Bildungssystem wieder auf dem richtigen Weg. Es ist unser klarer Anspruch, dass relevante Bildungsziele in Österreich erreicht werden, und das werden wir mit einem differenzierten Schulsystem, das sich in der öffentlichen Hand befindet, erreichen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Kuss-Bergner: Es sind drei Länder, die Aufholbedarf haben!
Wenn ich jetzt an diese Frauen denke, die auf dem Land leben und sich entscheiden müssen – sie gründen eine Familie, sie wollen auf dem Land bleiben, wollen aber ihre Jobs genauso behalten und Familie und Job vereinen –, dann wird es ziemlich schwierig, weil das Angebot fehlt. (Abg. Kuss-Bergner: Es sind drei Länder, die Aufholbedarf haben!) Die Ganztagsschulen fehlen. Was wichtig ist: Es braucht die Wahlmöglichkeit. Jeder sollte das selbst entscheiden können, aber diese Wahlmöglichkeit gibt es bei uns auf dem Land gar nicht in der Form und in der Menge wie in der Stadt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kuss-Bergner: Die gibt es! Die gibt es!) Im Endeffekt ist den Frauen nur noch die Halbtagsarbeit möglich, Vollzeit wird de facto auf dem Land nicht mehr umsetzbar sein.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kuss-Bergner: Die gibt es! Die gibt es!
Wenn ich jetzt an diese Frauen denke, die auf dem Land leben und sich entscheiden müssen – sie gründen eine Familie, sie wollen auf dem Land bleiben, wollen aber ihre Jobs genauso behalten und Familie und Job vereinen –, dann wird es ziemlich schwierig, weil das Angebot fehlt. (Abg. Kuss-Bergner: Es sind drei Länder, die Aufholbedarf haben!) Die Ganztagsschulen fehlen. Was wichtig ist: Es braucht die Wahlmöglichkeit. Jeder sollte das selbst entscheiden können, aber diese Wahlmöglichkeit gibt es bei uns auf dem Land gar nicht in der Form und in der Menge wie in der Stadt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kuss-Bergner: Die gibt es! Die gibt es!) Im Endeffekt ist den Frauen nur noch die Halbtagsarbeit möglich, Vollzeit wird de facto auf dem Land nicht mehr umsetzbar sein.
Zwischenruf des Abg. Mölzer.
Gewalt und Mobbing in den Schulen – in den letzten Wochen war das großes Thema in den Medien. Die Regierung beschäftigt sich damit. Das Thema sind Time-out-Klassen, man spricht darüber und schaut, dass man sie eventuell installiert. Für mich persönlich sollte das der letzte Ausweg sein. Man sollte wesentlich früher eingreifen. (Zwischenruf des Abg. Mölzer.) Gewaltausbrüche von Kindern kommen nicht von heute auf morgen, da ist das Umfeld ein Thema und viele, viele Dinge mehr, die dahinterstehen. SchulpsychologInnen und SchulsozialarbeiterInnen sind sehr, sehr wichtig. Meines Erachtens wurde da der Sparstift angesetzt.
Beifall bei der SPÖ.
Auffällige Kinder und Jugendliche sollten nicht aus den Klassen genommen werden. Ich finde, das ist keine Lösung. Man sollte im Sinne der Kinder denken und schauen, dass man die Pädagoginnen und Pädagogen unterstützt, in Kooperation mit den SchulpsychologInnen und natürlich mit den SchulsozialarbeiterInnen. Das führt zu einem guten Klassenklima, und im Endeffekt wäre das der richtige Weg. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich nehme diese Punkte als Kritikpunkte – auch von der Elternseite findet man solche im Bericht, beispielsweise was die räumliche Situation, aber auch die Größe der Lerngruppen betrifft – sehr ernst. Ich halte diesen Bericht für sehr, sehr wertvoll und möchte auch all jenen danken, die daran mitgearbeitet haben, vor allem den Herausgebern. Ich sehe das als eine sehr positive Arbeit und bin froh, dass wir diesen Bildungsbericht heute vorliegen haben. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich wundere mich daher über all jene, die von jener Zeit, als es keine Deutschförderklassen gegeben hat, als einer erfolgreichen Zeit sprechen. All jene müssten eigentlich von diesem Ergebnis, welches genau diese Phase reflektiert, nicht nur überrascht, sondern auch negativ berührt sein. Das ist also ein ganz wesentliches Ergebnis. Ich bin auch sicher, dass sich durch die Deutschförderklassen an diesem ganz wichtigen Punkt des Nichterreichens der Bildungsstandards etwas ändern wird. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es gibt auch eine gute Nachricht, die ich hervorstreichen möchte, nämlich das hervorragende Urteil für die duale Ausbildung. Die duale Ausbildung zeigt eine klare Schnittstelle zum Arbeitsmarkt, was die Daten belegen: Wer eine duale Ausbildung macht, hat zu 80 Prozent innerhalb der nächsten drei Monate einen Job, und die Einkommenserwartung ist ausgezeichnet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ
len miteinander sprechen, miteinander spielen und Gemeinsamkeiten entwickeln (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ) –, der richtige Platz dafür ist und ob man gerade den Drei- bis Sechsjährigen schon das Tablet in die Hand drücken soll, zur weiteren – wenn Sie so wollen – autistischen Anerziehung: Ich schaue nur auf das Eigene und nicht auf den anderen.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sie haben nach dem Geld gefragt: Ja, Geld ist schon wichtig, aber Geld folgt dem Konzept und bitte nicht umgekehrt – das ist eine ganz wesentliche Sache. Man sollte zuerst eine Sache ausformulieren und, wenn Sie so wollen, auch monetär bewerten und dann schauen, ob sich das mit den Ressourcen, die im System sind, ausgeht. Fußnote: Es sind unglaublich viele Ressourcen im System. Die Moderatorin der Sendung „Im Zentrum“ hat gesagt: Ich habe versucht, zu recherchieren, aber das ist ja ein Irrgarten, was es da alles gibt. – Tatsächlich ist es nicht leicht, weil es ganz unterschiedliche Funktionen gibt. Wenn man das also einmal gesichtet hat und dann sieht, man braucht etwas, dann muss man sicherlich handeln, zuerst soll aber bitte sozusagen ein konzeptionelles Nachdenken erfolgen und dann von mir aus eine finanzielle Forderung folgen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Nochmals unterstrichen: Das ist ein sehr guter Bericht. Ich glaube, wir müssen in Zukunft darüber nachdenken, wie wir diesen Bericht aktualisieren. Vieles davon ist im Internet wahrscheinlich mindestens genauso gut aufgehoben wie auf dem kostbaren Papier, zumal wenn man auch noch an ökologische Gesichtspunkte denkt. Man muss sicherlich auch überlegen, wie man manches auf den Punkt bringt, denn auf 900 Seiten nachzuschauen, was das Wesentliche ist, ist eine Geduldsfrage für jeden Leser. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Leider wird auch heute noch oft so gelehrt. Ich bin davon überzeugt, dass wir so nicht weitermachen können. Die Welt da draußen verändert sich so schnell, so schnell können wir den Inhalt eines Buches nicht einmal denken, geschweige denn drucken. Darauf müssen wir reagieren. Wir müssen es schaffen, den Kindern vermehrt zu vermitteln, dass Motivation und Neugierde notwendig sind. Die Kinder sind in diesem Alter so neugierig, sie sind so wissbegierig und sie haben so großes Interesse an Neuem. Das nimmt aber über die Zeit ab, und daran ist leider auch die Schule schuld. Daran müssen wir arbeiten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Am Ende der Schulzeit müssen wir Schüler haben, die Probleme erkennen, diese kritisch beleuchten können und Lösungsansätze dafür haben, die Werte haben und die eigenverantwortlich und vor allem kreativ handeln, denn genau das ist es, was uns von der Maschine unterscheidet. Damit ist das ja auch genau das, was in Zukunft menschliche Jobs und Aufgaben sichert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Cox und Hoyos-Trauttmansdorff.
Entscheidend wird es aber vor allem auch sein, die Digitalisierung vermehrt in die Klassenzimmer zu bringen. Digitalisierung in der Schule heißt nicht, dass wir in Zukunft auf den Tablets wischen, und – das möchte ich im Zusammenhang auch mit dem vorhin Gesagten erwähnen – das heißt es auch nicht im Kindergarten. Dennoch glaube ich, dass man sich auch schon im Kindergarten ein bisschen mit dem logischen Denken beschäftigen sollte, und das lernt man hie und da auch mit spielerischem Herantasten an die Programmierung. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Cox und Hoyos-Trauttmansdorff.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ
Wir kennen viele zukünftige Berufsbilder noch nicht, aber wir wissen, dass ungefähr 90 Prozent davon in Zukunft mit der Digitalisierung im Zusammenhang stehen. Mein Ziel ist es, die Kinder darauf vorzubereiten (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ), denn ich bin davon überzeugt, dass das besser ist, als sie nachher vermehrt in der Arbeitslosenversicherung zu betreuen – ähnlich wie es bei der Gesundheit besser ist, vorzubeugen, anstatt nachher teuer zu sanieren oder zu behandeln.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Im Namen vieler PädagogInnen, Eltern und vor allem auch Schülerinnen und Schüler darf ich Sie und die Regierung aber nun bitten, diesen Plan besser gestern als morgen vorzulegen, denn ohne die rasche Umsetzung werden wir weiterhin in den Details der dorischen Säulen untergehen. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Wurm: Traurig!
Diejenigen, die sich tagtäglich mit interkulturellen Themen beschäftigen, sagen uns, die Einführung des Kopftuchverbotes als einzelne Maßnahme ist nicht zielführend. Als solche aber, als Einzelmaßnahme, liegt es heute hier im Parlament vor. Wir sagen auch ganz klar, kein Mädchen darf gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen. (Abg. Wurm: Traurig!) Klar ist aber auch, dass hinter diesem Zwang, ein Kopftuch zu tragen, oft viel, viel mehr steckt und daher ein reines Verbot keine Abhilfe schaffen wird, denn sobald die Kinder das Schulgebäude verlassen, werden sie es wieder aufsetzen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Diejenigen, die sich tagtäglich mit interkulturellen Themen beschäftigen, sagen uns, die Einführung des Kopftuchverbotes als einzelne Maßnahme ist nicht zielführend. Als solche aber, als Einzelmaßnahme, liegt es heute hier im Parlament vor. Wir sagen auch ganz klar, kein Mädchen darf gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen. (Abg. Wurm: Traurig!) Klar ist aber auch, dass hinter diesem Zwang, ein Kopftuch zu tragen, oft viel, viel mehr steckt und daher ein reines Verbot keine Abhilfe schaffen wird, denn sobald die Kinder das Schulgebäude verlassen, werden sie es wieder aufsetzen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Cox und Zadić.
Was aber hat die Bundesregierung getan? – Sie hat 80 Millionen Euro einfach gestrichen, und zwar 80 Millionen Euro für genau diese Maßnahmen, bei denen es um Sozialarbeiter, Psychologen, Deutschpädagogen und Integrationspädagogen geht. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Cox und Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – He-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da sieht man, wo die Prioritäten liegen, und da sieht man auch, dass dieses Thema Integration nachhaltig für Sie einfach nicht wichtig ist. Es ist eine Verlogenheit und eine Symbolhaftigkeit hinter dieser Maßnahme – nicht mehr und nicht weniger. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker. – He-Rufe und weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Ja, was ist?
Bei Ihnen von der FPÖ werde ich überhaupt grantig (Ruf bei der FPÖ: Ja, was ist?), wenn Sie sich als oberste Beschützer der Frauen- und Kinderrechte aufspielen. (Abg. Wurm: Die letzten Beschützer, Frau Kollegin!) Liebe FPÖ, wo waren Sie denn bei den Frauenrechten in der letzten Nationalratssitzung? (Abg. Wurm: Ihr habt die Frauenrechte aufgegeben!) – Alle 30 Anträge vom Frauenvolksbegehren wurden abgelehnt. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Abg. Wurm: Die letzten Beschützer, Frau Kollegin!
Bei Ihnen von der FPÖ werde ich überhaupt grantig (Ruf bei der FPÖ: Ja, was ist?), wenn Sie sich als oberste Beschützer der Frauen- und Kinderrechte aufspielen. (Abg. Wurm: Die letzten Beschützer, Frau Kollegin!) Liebe FPÖ, wo waren Sie denn bei den Frauenrechten in der letzten Nationalratssitzung? (Abg. Wurm: Ihr habt die Frauenrechte aufgegeben!) – Alle 30 Anträge vom Frauenvolksbegehren wurden abgelehnt. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Abg. Wurm: Ihr habt die Frauenrechte aufgegeben!
Bei Ihnen von der FPÖ werde ich überhaupt grantig (Ruf bei der FPÖ: Ja, was ist?), wenn Sie sich als oberste Beschützer der Frauen- und Kinderrechte aufspielen. (Abg. Wurm: Die letzten Beschützer, Frau Kollegin!) Liebe FPÖ, wo waren Sie denn bei den Frauenrechten in der letzten Nationalratssitzung? (Abg. Wurm: Ihr habt die Frauenrechte aufgegeben!) – Alle 30 Anträge vom Frauenvolksbegehren wurden abgelehnt. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
Bei Ihnen von der FPÖ werde ich überhaupt grantig (Ruf bei der FPÖ: Ja, was ist?), wenn Sie sich als oberste Beschützer der Frauen- und Kinderrechte aufspielen. (Abg. Wurm: Die letzten Beschützer, Frau Kollegin!) Liebe FPÖ, wo waren Sie denn bei den Frauenrechten in der letzten Nationalratssitzung? (Abg. Wurm: Ihr habt die Frauenrechte aufgegeben!) – Alle 30 Anträge vom Frauenvolksbegehren wurden abgelehnt. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Abg. Wurm: Haben Sie nicht aufgepasst ...?
schenrufe bei der FPÖ.) Wie wichtig sind Ihnen denn die Kinder? (Abg. Wurm: Haben Sie nicht aufgepasst ...?)
Abg. Rosenkranz: Das ist doch reine narzisstische Dialektik!
Ich könnte das noch lange fortsetzen, um Ihre Doppelzüngigkeit aufzuzeigen (Abg. Rosenkranz: Das ist doch reine narzisstische Dialektik!): Ihre Ablehnung von Frauenquoten, von Frauenförderung oder von Frauenhäusern (Zwischenrufe bei der FPÖ), von Ihren sprachlichen Entgleisungen gegenüber Frauenrechten und Gleichbehandlung ganz zu schweigen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Ich könnte das noch lange fortsetzen, um Ihre Doppelzüngigkeit aufzuzeigen (Abg. Rosenkranz: Das ist doch reine narzisstische Dialektik!): Ihre Ablehnung von Frauenquoten, von Frauenförderung oder von Frauenhäusern (Zwischenrufe bei der FPÖ), von Ihren sprachlichen Entgleisungen gegenüber Frauenrechten und Gleichbehandlung ganz zu schweigen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Ich könnte das noch lange fortsetzen, um Ihre Doppelzüngigkeit aufzuzeigen (Abg. Rosenkranz: Das ist doch reine narzisstische Dialektik!): Ihre Ablehnung von Frauenquoten, von Frauenförderung oder von Frauenhäusern (Zwischenrufe bei der FPÖ), von Ihren sprachlichen Entgleisungen gegenüber Frauenrechten und Gleichbehandlung ganz zu schweigen. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Abg. Hauser: ... wieder nichts gelernt! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Der Nationalrat wolle beschließen – (Abg. Hauser: ... wieder nichts gelernt! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) –:
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Nein! – Abg. Hammerschmid: Nein!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Frau Abgeordnete, ich nehme an, Sie nehmen die Aussage verlogen zurück, ansonsten müsste ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. (Ruf bei der SPÖ: Nein! – Abg. Hammerschmid: Nein!) – Gut, dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Frau Abgeordnete, ich nehme an, Sie nehmen die Aussage verlogen zurück, ansonsten müsste ich Ihnen einen Ordnungsruf erteilen. (Ruf bei der SPÖ: Nein! – Abg. Hammerschmid: Nein!) – Gut, dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Dass das die Frau Präsidentin Bures nicht miterleben darf ...! – Ruf bei der FPÖ: Das Desaster von Wien wollen Sie in ganz Österreich ausrollen!
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Taschner. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Rosenkranz: Dass das die Frau Präsidentin Bures nicht miterleben darf ...! – Ruf bei der FPÖ: Das Desaster von Wien wollen Sie in ganz Österreich ausrollen!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Dr. Rudolf Taschner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Tatsächlich, ja, es handelt sich um ein Symbol, aber es ist ein Symbol mit Substanz. Wir haben uns in drei Unterrichtsausschusssitzungen lang und breit diesem Symbol in der Diskussion gewidmet. Wir haben natürlich auch Experten gehört – auch Damen selbstverständlich. Wir haben uns wirklich diesem Thema intensiv und verantwortungsvoll gewidmet, sodass Ihre Aussage, Frau Hammerschmid, eigentlich atemberaubend ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ
Doch wie es auch sein mag, es ist ein Symbol. Dieses Symbol wurde gestern in einer Salzburger Zeitung genau, konzise und in einem Satz von Frau Staatssekretärin Karoline Edtstadler beschrieben, indem sie sagte, das Kinderkopftuch ist ein politisches Symbol, Frau Cox, kein religiöses; es ist ein politisches Symbol der Unterdrückung (Beifall bei ÖVP und FPÖ), und mit diesem Gesetz werden wir diese Unterdrückung abschaffen. (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Doch wie es auch sein mag, es ist ein Symbol. Dieses Symbol wurde gestern in einer Salzburger Zeitung genau, konzise und in einem Satz von Frau Staatssekretärin Karoline Edtstadler beschrieben, indem sie sagte, das Kinderkopftuch ist ein politisches Symbol, Frau Cox, kein religiöses; es ist ein politisches Symbol der Unterdrückung (Beifall bei ÖVP und FPÖ), und mit diesem Gesetz werden wir diese Unterdrückung abschaffen. (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
lem, was mir heilig ist, werde ich – und wir alle – versuchen, dieser Drohung Widerstand zu leisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bravorufe bei der FPÖ.
Es geht um die Aufklärung, die wir erhalten müssen. Es geht um das Sapere aude! des Immanuel Kant, um das Heraustreten aus der Unmündigkeit, um das Heraustreten aus der Unterwerfung, die dieses Kopftuch darstellt. Das ist tatsächlich der Fall. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Bravorufe bei der FPÖ.)
Abg. Yılmaz: Das ist nicht so schwierig!
Sie sagen, das wäre für die Integration ja nur ein symbolischer Akt und würde den Kern nicht treffen. Das ist richtig, es ist keine hinreichende Bedingung, aber es ist eine notwendige Bedingung. Diesen Unterschied muss man – jedenfalls als Mathematiker – verstehen. (Abg. Yılmaz: Das ist nicht so schwierig!) – Das ist richtig, es ist nicht so schwer, nein, aber sogar für diese Dame ist es ein Problem. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ.) – Sie hat mir Verlogenheit vorgeworfen. (Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Wer austeilt, muss auch einstecken können!) Das darf ich Ihnen auch sagen.
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ.
Sie sagen, das wäre für die Integration ja nur ein symbolischer Akt und würde den Kern nicht treffen. Das ist richtig, es ist keine hinreichende Bedingung, aber es ist eine notwendige Bedingung. Diesen Unterschied muss man – jedenfalls als Mathematiker – verstehen. (Abg. Yılmaz: Das ist nicht so schwierig!) – Das ist richtig, es ist nicht so schwer, nein, aber sogar für diese Dame ist es ein Problem. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ.) – Sie hat mir Verlogenheit vorgeworfen. (Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Wer austeilt, muss auch einstecken können!) Das darf ich Ihnen auch sagen.
Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Wer austeilt, muss auch einstecken können!
Sie sagen, das wäre für die Integration ja nur ein symbolischer Akt und würde den Kern nicht treffen. Das ist richtig, es ist keine hinreichende Bedingung, aber es ist eine notwendige Bedingung. Diesen Unterschied muss man – jedenfalls als Mathematiker – verstehen. (Abg. Yılmaz: Das ist nicht so schwierig!) – Das ist richtig, es ist nicht so schwer, nein, aber sogar für diese Dame ist es ein Problem. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ.) – Sie hat mir Verlogenheit vorgeworfen. (Zwischenruf des Abg. Jarolim. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Wurm: Wer austeilt, muss auch einstecken können!) Das darf ich Ihnen auch sagen.
Zwischenruf des Abg. Jarolim – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, NEOS, JETZT und FPÖ
Zweitens: Sie sagen natürlich: Ja, es ist rein symbolisch (Zwischenruf des Abg. Jarolim – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, NEOS, JETZT und FPÖ), aber dieses Symbol wird unter Umständen gleich, sobald wir es beschlossen haben, angegriffen werden. (Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person verlogen ist!) – Herr Loacker, Sie haben gemeint, man muss unterscheiden zwischen Maßnahme und - -? (Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person! Das ist schon ein Unterschied!) – Ja, aber ich stehe ja dafür mit meiner Person ein, das wissen Sie schon. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person verlogen ist!
Zweitens: Sie sagen natürlich: Ja, es ist rein symbolisch (Zwischenruf des Abg. Jarolim – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, NEOS, JETZT und FPÖ), aber dieses Symbol wird unter Umständen gleich, sobald wir es beschlossen haben, angegriffen werden. (Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person verlogen ist!) – Herr Loacker, Sie haben gemeint, man muss unterscheiden zwischen Maßnahme und - -? (Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person! Das ist schon ein Unterschied!) – Ja, aber ich stehe ja dafür mit meiner Person ein, das wissen Sie schon. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person! Das ist schon ein Unterschied!
Zweitens: Sie sagen natürlich: Ja, es ist rein symbolisch (Zwischenruf des Abg. Jarolim – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, NEOS, JETZT und FPÖ), aber dieses Symbol wird unter Umständen gleich, sobald wir es beschlossen haben, angegriffen werden. (Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person verlogen ist!) – Herr Loacker, Sie haben gemeint, man muss unterscheiden zwischen Maßnahme und - -? (Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person! Das ist schon ein Unterschied!) – Ja, aber ich stehe ja dafür mit meiner Person ein, das wissen Sie schon. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zweitens: Sie sagen natürlich: Ja, es ist rein symbolisch (Zwischenruf des Abg. Jarolim – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, NEOS, JETZT und FPÖ), aber dieses Symbol wird unter Umständen gleich, sobald wir es beschlossen haben, angegriffen werden. (Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person verlogen ist!) – Herr Loacker, Sie haben gemeint, man muss unterscheiden zwischen Maßnahme und - -? (Abg. Loacker: Es ist ein Unterschied, ob eine Maßnahme verlogen ist oder eine Person! Das ist schon ein Unterschied!) – Ja, aber ich stehe ja dafür mit meiner Person ein, das wissen Sie schon. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wie dem auch sei. Dieses Symbol wird auch bekämpft werden. Das ist also keine Sache, die einfach nur so beiläufig ist. Wir werden höchstwahrscheinlich Klagen vor dem Verfassungsgerichtshof und vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erleben. Es ist keine Einzelmaßnahme, die angeblich nur populistisch ist, wie man uns vorwirft. Es ist überhaupt nicht populistisch. Das Einstehen für die Aufklärung ist gar nicht populistisch, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Bravorufe und anhaltender Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Eines darf ich Ihnen noch sagen: „Addendum“ wird fotografieren. Wer wird dafür einstehen, dass die Mädchen in unseren Volksschulen die Möglichkeit haben, sich frei zu entfalten? Und wer wird dann sitzen bleiben und sagen: Nein, das ist mir nicht recht? – Dann wissen die Vertreter des politischen Islam jedenfalls, wer ihre potenziellen Mitläufer sind. Wir jedenfalls werden aufstehen. Wir sind dafür da, dass den Mädchen die Entfaltung ihrer Persönlichkeit gegeben ist, und dafür stehen wir ein. (Bravorufe und anhaltender Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Griss – auf dem Weg zum Rednerpult –: Auf so einen Applaus kann ich nicht hoffen!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Griss. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Griss – auf dem Weg zum Rednerpult –: Auf so einen Applaus kann ich nicht hoffen!)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Begründet wird das im Gesetz damit, dass die soziale Integration gemäß den lokalen Gebräuchen und Sitten gefördert werden soll und dies der Wahrnehmung der verfassungsrechtlichen Grundwerte und der Bildungsziele sowie der Gleichstellung von Mann und Frau dient. Meine Frage dazu ist: Heißt das, dass Mädchen mit Kopftuch in der Volksschule ausgegrenzt werden? – Wenn dem so ist, muss man da nicht bei denen ansetzen, die ausgrenzen, und nicht bei denen, die ausgegrenzt werden? (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ – Zwischenruf des Abg. Hauser
Ich habe auch nicht gesehen, dass es dafür empirische Evidenz gibt. Sie haben das jedenfalls nicht angeführt (Beifall bei NEOS und SPÖ – Zwischenruf des Abg. Hauser), obwohl Sie, Herr Bundesminister – was ich ja besonders schätze –, ein Politiker sind, der evidenzbasiert handelt. In diesem Bereich vermisse ich eine solche Evidenz. (Ruf bei der FPÖ: Oje!)
Ruf bei der FPÖ: Oje!
Ich habe auch nicht gesehen, dass es dafür empirische Evidenz gibt. Sie haben das jedenfalls nicht angeführt (Beifall bei NEOS und SPÖ – Zwischenruf des Abg. Hauser), obwohl Sie, Herr Bundesminister – was ich ja besonders schätze –, ein Politiker sind, der evidenzbasiert handelt. In diesem Bereich vermisse ich eine solche Evidenz. (Ruf bei der FPÖ: Oje!)
Abg. Taschner: Das ist verkürzt!
Ich weiß natürlich, dass diese Gründe vorgeschoben sind, das wissen wir ja alle, und dass es in Wahrheit darum geht – Herr Kollege Taschner hat das ja auch schon ausgesprochen –, ein Zeichen zu setzen, dass das islamische Kopftuch bei uns nicht erwünscht ist. Was tun wir damit? (Abg. Taschner: Das ist verkürzt!) – Wir machen damit die Mädchen in unseren Volksschulen dafür verantwortlich, dass autoritäre Regime im Iran, in Saudi-Arabien, in Afghanistan Frauen unterdrücken. Wird dadurch die Situation der Frauen in diesen Ländern besser? (Ruf bei der FPÖ: Na, aber hoffentlich in Österreich! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Dient das der Integration bei uns, wenn wir die kulturelle Identität der Musliminnen und Muslime bei uns damit in Frage stellen? Ist nicht der Schaden größer als der Vorteil? (Nein-Rufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Na, aber hoffentlich in Österreich! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich weiß natürlich, dass diese Gründe vorgeschoben sind, das wissen wir ja alle, und dass es in Wahrheit darum geht – Herr Kollege Taschner hat das ja auch schon ausgesprochen –, ein Zeichen zu setzen, dass das islamische Kopftuch bei uns nicht erwünscht ist. Was tun wir damit? (Abg. Taschner: Das ist verkürzt!) – Wir machen damit die Mädchen in unseren Volksschulen dafür verantwortlich, dass autoritäre Regime im Iran, in Saudi-Arabien, in Afghanistan Frauen unterdrücken. Wird dadurch die Situation der Frauen in diesen Ländern besser? (Ruf bei der FPÖ: Na, aber hoffentlich in Österreich! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Dient das der Integration bei uns, wenn wir die kulturelle Identität der Musliminnen und Muslime bei uns damit in Frage stellen? Ist nicht der Schaden größer als der Vorteil? (Nein-Rufe bei der FPÖ.)
Nein-Rufe bei der FPÖ.
Ich weiß natürlich, dass diese Gründe vorgeschoben sind, das wissen wir ja alle, und dass es in Wahrheit darum geht – Herr Kollege Taschner hat das ja auch schon ausgesprochen –, ein Zeichen zu setzen, dass das islamische Kopftuch bei uns nicht erwünscht ist. Was tun wir damit? (Abg. Taschner: Das ist verkürzt!) – Wir machen damit die Mädchen in unseren Volksschulen dafür verantwortlich, dass autoritäre Regime im Iran, in Saudi-Arabien, in Afghanistan Frauen unterdrücken. Wird dadurch die Situation der Frauen in diesen Ländern besser? (Ruf bei der FPÖ: Na, aber hoffentlich in Österreich! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Dient das der Integration bei uns, wenn wir die kulturelle Identität der Musliminnen und Muslime bei uns damit in Frage stellen? Ist nicht der Schaden größer als der Vorteil? (Nein-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Beifall, aber sie ist das, was unserer Zukunft geschuldet ist und was eine verantwortungsbewusste Regierung machen sollte. Sie sollte auf eine solche Symbolpolitik, die nur Schaden anrichtet, die die Gesellschaft auseinanderbringt, die nur ein bestimmtes Klientel zufriedenstellt, verzichten. Das wäre mein Wunsch und meine Hoffnung. – Danke. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Wendelin Mölzer (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Herr Kollege Taschner, ich danke dir für deine vor allem präzisen und wohlgesetzten Worte. Du hast, glaube ich, perfekt umrissen, worum es hier geht. Ich kann mich auch deiner Bezeichnung der Rede von Kollegin Hammerschmid anschließen, nämlich dass es atemberaubend ist. Ungefähr ähnlich atemberaubend war jetzt die Rede von Frau Kollegin Griss. Ich habe immer das Gefühl, Sie leben irgendwo in einem Elfenbeinturm und sehen nicht ganz die Realitäten, die sich hier abspielen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es geht in der Tat um ein politisches Symbol; Kollege Taschner hat es wirklich hervorragend ausgeführt. Es geht tatsächlich darum, ein Signal gegen den politischen Islam zu setzen, den wir in unserem Land nicht haben wollen. Wir haben aber in den letzten Jahren leider Gottes zur Kenntnis nehmen müssen, dass es ein Problem damit gibt, dass er sich ausbreitet und dass leider Gottes junge Mädchen quasi missbraucht werden, indem sie das Kopftuch tragen müssen. Die tun das ja nicht freiwillig! Oder wollen Sie das irgendjemandem erzählen, Frau Kollegin Griss? (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zur SPÖ und Ihrem Antrag, den Sie eingebracht haben: Das ist schon wieder einmal auch lustig: strotzt von Plattitüden, Stehsätzen, wie auch die Rede von Ihnen, Frau Kollegin Hammerschmid. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich muss sagen, Ihre Forderungen nach mehr Geld, Mittel und dergleichen ist halt typisch sozialistisch. Das wird die Probleme aber nicht lösen. Das hat die Vergangenheit aufgezeigt. Ihre Politik hat da versagt, und ich glaube, es ist falsch, das Modell, das Sie als SPÖ-Verantwortliche in Wien leben oder umsetzen, auf ganz Österreich auszudehnen. Ich glaube, der Weg, den wir beschreiten, ist richtig. An dieser Stelle muss, glaube ich, noch einmal gesagt werden – und ich werde es noch tausend Mal tun –: Es kann nicht nur ums Geld gehen. Es muss auch darum gehen, dass jene Menschen, die zu uns ins Land kommen, den Willen mitbringen, sich zu integrieren. Dann wäre vieles leichter und wir müssten uns viele Gedanken nicht machen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Zur SPÖ und Ihrem Antrag, den Sie eingebracht haben: Das ist schon wieder einmal auch lustig: strotzt von Plattitüden, Stehsätzen, wie auch die Rede von Ihnen, Frau Kollegin Hammerschmid. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich muss sagen, Ihre Forderungen nach mehr Geld, Mittel und dergleichen ist halt typisch sozialistisch. Das wird die Probleme aber nicht lösen. Das hat die Vergangenheit aufgezeigt. Ihre Politik hat da versagt, und ich glaube, es ist falsch, das Modell, das Sie als SPÖ-Verantwortliche in Wien leben oder umsetzen, auf ganz Österreich auszudehnen. Ich glaube, der Weg, den wir beschreiten, ist richtig. An dieser Stelle muss, glaube ich, noch einmal gesagt werden – und ich werde es noch tausend Mal tun –: Es kann nicht nur ums Geld gehen. Es muss auch darum gehen, dass jene Menschen, die zu uns ins Land kommen, den Willen mitbringen, sich zu integrieren. Dann wäre vieles leichter und wir müssten uns viele Gedanken nicht machen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
dern handeln Sie mit uns, beschließen Sie mit uns dieses Kopftuchverbot! Das wäre ein starkes Signal, das von uns hier ausgeht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Um noch einmal auf das Kopftuchverbot zu sprechen zu kommen: Schließen Sie sich unserer Maßnahme heute an, stimmen Sie mit uns! – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Nein, hier!
Abgeordnete Stephanie Cox, BA (JETZT): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte ZuseherInnen! Wir führen hier eine längst überfällige Debatte über die Rolle von Religion im öffentlichen Raum, konkreter noch über die Rolle von Religion in öffentlichen Schulen. (Ruf bei der ÖVP: Nein, hier!) – Ja, ganz bewusst, ich spreche nicht nur über Mädchen im Volksschulalter, die kein Kopftuch tragen sollen – und das können Sie, Herr Minister, auch Frau Staatssekretärin Edtstadler ausrichten –, ich spreche auch nicht nur von den Kreuzen in den Klassenzimmern, sondern mein Beitrag zu dieser Diskussion ist ein größerer. Er beinhaltet viel mehr, denn ich wünsche mir, dass unsere Kinder und Jugendlichen in religionsfreien Schulen sein können und auf diese Weise zu mündigen BürgerInnen heranwachsen können. (Beifall bei JETZT. – Rufe bei der ÖVP: Ja, ja, ganz super!)
Beifall bei JETZT. – Rufe bei der ÖVP: Ja, ja, ganz super!
Abgeordnete Stephanie Cox, BA (JETZT): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte ZuseherInnen! Wir führen hier eine längst überfällige Debatte über die Rolle von Religion im öffentlichen Raum, konkreter noch über die Rolle von Religion in öffentlichen Schulen. (Ruf bei der ÖVP: Nein, hier!) – Ja, ganz bewusst, ich spreche nicht nur über Mädchen im Volksschulalter, die kein Kopftuch tragen sollen – und das können Sie, Herr Minister, auch Frau Staatssekretärin Edtstadler ausrichten –, ich spreche auch nicht nur von den Kreuzen in den Klassenzimmern, sondern mein Beitrag zu dieser Diskussion ist ein größerer. Er beinhaltet viel mehr, denn ich wünsche mir, dass unsere Kinder und Jugendlichen in religionsfreien Schulen sein können und auf diese Weise zu mündigen BürgerInnen heranwachsen können. (Beifall bei JETZT. – Rufe bei der ÖVP: Ja, ja, ganz super!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das heißt auch, dass öffentliche Schulen endlich religionsfreie Räume sein müssen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was bedeuten für mich religionsfreie Räume? – Für mich bedeuten religionsfreie Räume, dass es keine sichtbaren religiösen Symbole in den Klassenzimmern gibt. Damit meine ich wirklich alle. (Beifall bei JETZT. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei JETZT. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Das heißt auch, dass öffentliche Schulen endlich religionsfreie Räume sein müssen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Was bedeuten für mich religionsfreie Räume? – Für mich bedeuten religionsfreie Räume, dass es keine sichtbaren religiösen Symbole in den Klassenzimmern gibt. Damit meine ich wirklich alle. (Beifall bei JETZT. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Zwischenruf des Abg. Höbart.
Es finden kein Dialog und kein Austausch statt, und ich wünsche mir Austausch. (Zwischenruf des Abg. Höbart.) Ich wünsche mir einen Dialog, ich wünsche mir einen Austausch und ich wünsche mir einen Dialog und einen Austausch für unsere Schülerinnen und Schüler in den Schulen. Wie kann so ein Austausch stattfinden? (Abg. Hammer: Das ist nicht „Wünsch Dir was“!) – Beispielsweise durch verpflichtenden Ethikunterricht für alle Kinder (Beifall bei JETZT), und das unabhängig von ihrem persönlichen
Abg. Hammer: Das ist nicht „Wünsch Dir was“!
Es finden kein Dialog und kein Austausch statt, und ich wünsche mir Austausch. (Zwischenruf des Abg. Höbart.) Ich wünsche mir einen Dialog, ich wünsche mir einen Austausch und ich wünsche mir einen Dialog und einen Austausch für unsere Schülerinnen und Schüler in den Schulen. Wie kann so ein Austausch stattfinden? (Abg. Hammer: Das ist nicht „Wünsch Dir was“!) – Beispielsweise durch verpflichtenden Ethikunterricht für alle Kinder (Beifall bei JETZT), und das unabhängig von ihrem persönlichen
Beifall bei JETZT
Es finden kein Dialog und kein Austausch statt, und ich wünsche mir Austausch. (Zwischenruf des Abg. Höbart.) Ich wünsche mir einen Dialog, ich wünsche mir einen Austausch und ich wünsche mir einen Dialog und einen Austausch für unsere Schülerinnen und Schüler in den Schulen. Wie kann so ein Austausch stattfinden? (Abg. Hammer: Das ist nicht „Wünsch Dir was“!) – Beispielsweise durch verpflichtenden Ethikunterricht für alle Kinder (Beifall bei JETZT), und das unabhängig von ihrem persönlichen
Abg. Neubauer: Das versteht keiner! – Ruf bei der FPÖ: Warum eigentlich?
Warum dieses Maßnahmenpaket? Warum fordere ich einen religionsfreien Raum Schule? (Abg. Neubauer: Das versteht keiner! – Ruf bei der FPÖ: Warum eigentlich?) Ich könnte mich ja beispielsweise darüber freuen, dass zumindest ein religiöses Symbol, nämlich das Kopftuch, aus der Volksschule verschwinden soll. Ich freue mich aber deswegen nicht darüber, weil dieser aktuelle Gesetzentwurf eine populistische Einzelmaßnahme gegen eine religiöse Minderheit ist. Da muss man sich schon auch in Erinnerung rufen: Der Staat ist verpflichtet, alle religiösen Gemeinschaften gleich zu behandeln. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT.
Warum dieses Maßnahmenpaket? Warum fordere ich einen religionsfreien Raum Schule? (Abg. Neubauer: Das versteht keiner! – Ruf bei der FPÖ: Warum eigentlich?) Ich könnte mich ja beispielsweise darüber freuen, dass zumindest ein religiöses Symbol, nämlich das Kopftuch, aus der Volksschule verschwinden soll. Ich freue mich aber deswegen nicht darüber, weil dieser aktuelle Gesetzentwurf eine populistische Einzelmaßnahme gegen eine religiöse Minderheit ist. Da muss man sich schon auch in Erinnerung rufen: Der Staat ist verpflichtet, alle religiösen Gemeinschaften gleich zu behandeln. (Beifall bei JETZT.)
Zwischenruf der Abg. Schwarz.
Es ist feig, wenn sich die verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen als BeschützerInnen von muslimischen Mädchen darstellen, aber gleichzeitig den konfliktbehafteten Diskurs mit den betroffenen Eltern, die Diskussion mit der Öffentlichkeit nicht zulassen, und auch mit uns genau diesen Diskurs und diese Diskussion scheuen und somit diese Mädchen nicht unterstützen. Ja, man muss sich auch mit den betroffenen Eltern wirklich auseinandersetzen, da reicht es nicht, nur zu strafen. (Zwischenruf der Abg. Schwarz.)
Beifall bei JETZT.
Ich wünsche mir auch, dass die öffentliche Schule, die Schule an sich, einen interreligiösen Dialog, einen Austausch und eine Diskussion zulässt. (Beifall bei JETZT.)
Ruf bei der FPÖ: Wir führen sie eh gerade!
Herr Minister Faßmann! Sie haben in einem Interview Anfang September eine breite Debatte mit allen Parteien angekündigt. Das Ziel war, und ich möchte Sie an das Ziel erinnern, einen gesellschaftlichen Konsens darüber herzustellen, wie es mit der Religionsthematisierung in der Schule weitergehen soll. – Wo bleibt diese Debatte? (Ruf bei der FPÖ: Wir führen sie eh gerade!)
Beifall bei JETZT.
(Beifall bei JETZT.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Minister! Ich habe das Gefühl, dass wir teilweise auf unterschiedlichen Ebenen diskutieren. Also gerade wenn ich zum Beispiel Sie, Frau Dr. Griss, anspreche: Diese theoretische Ebene, auf die Sie sich da begeben, hat ja überhaupt nichts mit der Praxis zu tun. Ich bin im 10. Bezirk in eine öffentliche Volksschule gegangen. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Ich kann Ihnen zum Beispiel auch aus meiner Erfahrung berichten, wie das abläuft.
Zwischenruf des Abg. Wimmer.
Ich hatte eine muslimische Mitschülerin, mit der ich mich sehr gut verstanden habe, wir haben uns auch immer unterhalten. Sobald die Schule aus war, hat sie nicht mehr mit mir gesprochen. Ich habe mich gefragt: Warum spricht sie nicht mehr mit mir? Habe ich irgendetwas falsch gemacht? Es war so, dass sie mir dann irgendwann gesagt hat, ja, ihr Papa will nicht, dass sie mit Männern redet, und deswegen darf sie mit mir quasi nicht reden, wenn wir aus der Schule hinausgehen. (Zwischenruf des Abg. Wimmer.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das sind Dinge, die passieren, das ist die Praxis. Es gibt Eltern, die Druck auf die Kinder ausüben. Auch bei diesem Kinderkopftuch ist es so, dass die Kinder nicht selbst entscheiden, ob sie es tragen oder nicht. Wenn sie es in der Schule abnehmen müssen, dann merken sie, dass sie nicht alleine sind, dass sie eine Wahl haben, dass das nicht normal ist. Das ist das Symbol, das wir ganz, ganz dringend aussenden müssen, Frau Dr. Griss. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es ist auch darum gegangen, dass die Religionsausübung eingeschränkt wird. Also ich muss da schon ganz klar sagen: Wir reden hier vom Volksschulalter. Wir reden von Kindern, die zwischen sechs und zehn Jahre alt sind. In einer gemäßigten Auslegung oder in einer normalen Auslegung des Islam tragen Kinder keine Kopftücher vor der Geschlechtsreife. Sie tragen in diesem Alter kein Kopftuch. Das ist einfach wichtig, dazuzusagen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
perten eingebunden worden, wir hätten das durchgepeitscht. – Wir haben das lange und ausführlich diskutiert. Wir haben unter anderem diesen Punkt aus dem Expertenhearing mitgenommen und auch in einer Ausschussfeststellung klargestellt. Das war ein guter Prozess, unter Einbindung von ganz, ganz vielen, es war ein langer Prozess. Wenn man jetzt sagt, das hat nicht stattgefunden, dann frage ich mich wirklich, wie ernsthaft Sie eigentlich über dieses Thema reden möchten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Cox: Das hab’ ich nicht gesagt!
Frau Kollegin Cox! Der erste Teil Ihrer Aussage, es sollen religiöse Symbole aus dem öffentlichen Leben verschwinden: Also ich hoffe, das meinen Sie nicht ernst (Abg. Cox: Das hab’ ich nicht gesagt! ), denn dann müsste man ja quasi in jeder zweiten Ortschaft die Kirche niederreißen. (Zwischenruf des Abg. Noll.) Also darauf gehe ich gar nicht weiter ein. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Noll.
Frau Kollegin Cox! Der erste Teil Ihrer Aussage, es sollen religiöse Symbole aus dem öffentlichen Leben verschwinden: Also ich hoffe, das meinen Sie nicht ernst (Abg. Cox: Das hab’ ich nicht gesagt! ), denn dann müsste man ja quasi in jeder zweiten Ortschaft die Kirche niederreißen. (Zwischenruf des Abg. Noll.) Also darauf gehe ich gar nicht weiter ein. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Frau Kollegin Cox! Der erste Teil Ihrer Aussage, es sollen religiöse Symbole aus dem öffentlichen Leben verschwinden: Also ich hoffe, das meinen Sie nicht ernst (Abg. Cox: Das hab’ ich nicht gesagt! ), denn dann müsste man ja quasi in jeder zweiten Ortschaft die Kirche niederreißen. (Zwischenruf des Abg. Noll.) Also darauf gehe ich gar nicht weiter ein. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf der Abg. Cox.
Der zweite Teil Ihrer Aussage betrifft die Schule. Wir können uns das gerne am Beispiel Frankreich anschauen: Da gibt es keinen Religionsunterricht in den Schulen, da gibt es Religionsunterricht im Hinterzimmer, privat organisiert und irgendwo anders. (Zwischenruf der Abg. Cox.) Ich glaube, es ist ein sehr guter Weg, dass bei uns Religionsunterricht in der Schule unter staatlicher Kontrolle stattfindet und man auf diese Art und Weise auch Extremen entgegenwirkt. Das ist ein gutes, bewährtes Modell, das würde ich bitte in keinem Fall infrage stellen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der zweite Teil Ihrer Aussage betrifft die Schule. Wir können uns das gerne am Beispiel Frankreich anschauen: Da gibt es keinen Religionsunterricht in den Schulen, da gibt es Religionsunterricht im Hinterzimmer, privat organisiert und irgendwo anders. (Zwischenruf der Abg. Cox.) Ich glaube, es ist ein sehr guter Weg, dass bei uns Religionsunterricht in der Schule unter staatlicher Kontrolle stattfindet und man auf diese Art und Weise auch Extremen entgegenwirkt. Das ist ein gutes, bewährtes Modell, das würde ich bitte in keinem Fall infrage stellen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Das ist ein Symbol, und es ist das absolut richtige Symbol. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Marchetti: Habe ich nicht gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Marchetti! Glauben Sie wirklich, dass wir jetzt mit diesem Gesetz das Ende der Fahnenstange erreicht haben? (Abg. Marchetti: Habe ich nicht gesagt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Eben.
Zwischenruf des Abg. Lugar.
Herr Taschner! Glauben Sie wirklich, dass Sie mit diesem Gesetz die Befreiung der muslimischen Frau erreichen werden? So naiv können Sie nicht sein! (Zwischenruf des Abg. Lugar.) Das glaube ich nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das glaube ich nicht. (Abg. Prinz: Sie haben die Rede wieder nicht verstanden!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Taschner! Glauben Sie wirklich, dass Sie mit diesem Gesetz die Befreiung der muslimischen Frau erreichen werden? So naiv können Sie nicht sein! (Zwischenruf des Abg. Lugar.) Das glaube ich nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das glaube ich nicht. (Abg. Prinz: Sie haben die Rede wieder nicht verstanden!)
Abg. Prinz: Sie haben die Rede wieder nicht verstanden!
Herr Taschner! Glauben Sie wirklich, dass Sie mit diesem Gesetz die Befreiung der muslimischen Frau erreichen werden? So naiv können Sie nicht sein! (Zwischenruf des Abg. Lugar.) Das glaube ich nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das glaube ich nicht. (Abg. Prinz: Sie haben die Rede wieder nicht verstanden!)
Zwischenruf des Abg. Lugar.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir diskutieren eine Novelle zur Bekleidungsvorschrift für Frauen. Diese gibt es fast überall auf der Welt. Es gibt Mullahs und religiöse Fanatiker, die den Frauen vorschreiben, was sie anzuziehen haben, ihnen sagen, dass sie nicht Auto fahren dürfen. Es gibt Diktatoren und Despoten, die den Frauen in öffentlichen Ämtern verbieten, Hosen zu tragen oder das Haar offen zu tragen. Möchten wir uns da einreihen? Mir als Feministin dreht sich der Magen um, wenn ich erfahre oder auch erlebe, dass Väter, Brüder, Schwäger – wer auch immer – junge Mädchen zwingen, ein Kopftuch zu tragen. (Zwischenruf des Abg. Lugar.) – Wir reden von Feministen. Also wenn wir einen Feministen brauchen, sind Sie es sicher nicht. (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir diskutieren eine Novelle zur Bekleidungsvorschrift für Frauen. Diese gibt es fast überall auf der Welt. Es gibt Mullahs und religiöse Fanatiker, die den Frauen vorschreiben, was sie anzuziehen haben, ihnen sagen, dass sie nicht Auto fahren dürfen. Es gibt Diktatoren und Despoten, die den Frauen in öffentlichen Ämtern verbieten, Hosen zu tragen oder das Haar offen zu tragen. Möchten wir uns da einreihen? Mir als Feministin dreht sich der Magen um, wenn ich erfahre oder auch erlebe, dass Väter, Brüder, Schwäger – wer auch immer – junge Mädchen zwingen, ein Kopftuch zu tragen. (Zwischenruf des Abg. Lugar.) – Wir reden von Feministen. Also wenn wir einen Feministen brauchen, sind Sie es sicher nicht. (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit diesem Gesetz werden wir viele Menschen von uns abstoßen und verlieren. Sie werden das Vertrauen verlieren. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das sind Österreicherinnen und Österreicher, die hier geboren sind. Die brauchen auch keinen Deutschkurs. (Abg. Höbart: Das ist echt unglaublich!) Von wie vielen Kindern reden wir, Herr Minister? (Abg. Höbart: Da habt ihr schon lange keinen Draht mehr!) Von wie vielen Kindern reden wir in der Volksschule? Sagen Sie es mir!
Abg. Höbart: Das ist echt unglaublich!
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit diesem Gesetz werden wir viele Menschen von uns abstoßen und verlieren. Sie werden das Vertrauen verlieren. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das sind Österreicherinnen und Österreicher, die hier geboren sind. Die brauchen auch keinen Deutschkurs. (Abg. Höbart: Das ist echt unglaublich!) Von wie vielen Kindern reden wir, Herr Minister? (Abg. Höbart: Da habt ihr schon lange keinen Draht mehr!) Von wie vielen Kindern reden wir in der Volksschule? Sagen Sie es mir!
Abg. Höbart: Da habt ihr schon lange keinen Draht mehr!
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit diesem Gesetz werden wir viele Menschen von uns abstoßen und verlieren. Sie werden das Vertrauen verlieren. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das sind Österreicherinnen und Österreicher, die hier geboren sind. Die brauchen auch keinen Deutschkurs. (Abg. Höbart: Das ist echt unglaublich!) Von wie vielen Kindern reden wir, Herr Minister? (Abg. Höbart: Da habt ihr schon lange keinen Draht mehr!) Von wie vielen Kindern reden wir in der Volksschule? Sagen Sie es mir!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich fürchte mich. Das ist nur der Anfang gewesen. Die Nächsten sind die Mittelschulen, Lehrerinnen, der öffentliche Raum, Spitäler und so weiter. Machen Sie das nicht, das schadet uns allen, glauben Sie mir! Das Zusammenleben in Österreich klappt eigentlich hervorragend. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na ja, Probleme gibt es immer, oder? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sind Vorbild für viele Staaten. Sie machen mit diesem Gesetz den ersten Schritt zu Segregation. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Außerdem geht es mir so auf die Nerven, dass dauernd über Frauenbekleidung gesprochen wird. (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.) Habt ihr sonst noch irgendetwas? Es betrifft nur Frauen! (Neuerlicher Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich fürchte mich. Das ist nur der Anfang gewesen. Die Nächsten sind die Mittelschulen, Lehrerinnen, der öffentliche Raum, Spitäler und so weiter. Machen Sie das nicht, das schadet uns allen, glauben Sie mir! Das Zusammenleben in Österreich klappt eigentlich hervorragend. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na ja, Probleme gibt es immer, oder? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sind Vorbild für viele Staaten. Sie machen mit diesem Gesetz den ersten Schritt zu Segregation. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Außerdem geht es mir so auf die Nerven, dass dauernd über Frauenbekleidung gesprochen wird. (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.) Habt ihr sonst noch irgendetwas? Es betrifft nur Frauen! (Neuerlicher Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich fürchte mich. Das ist nur der Anfang gewesen. Die Nächsten sind die Mittelschulen, Lehrerinnen, der öffentliche Raum, Spitäler und so weiter. Machen Sie das nicht, das schadet uns allen, glauben Sie mir! Das Zusammenleben in Österreich klappt eigentlich hervorragend. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na ja, Probleme gibt es immer, oder? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sind Vorbild für viele Staaten. Sie machen mit diesem Gesetz den ersten Schritt zu Segregation. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Außerdem geht es mir so auf die Nerven, dass dauernd über Frauenbekleidung gesprochen wird. (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.) Habt ihr sonst noch irgendetwas? Es betrifft nur Frauen! (Neuerlicher Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.
Ich fürchte mich. Das ist nur der Anfang gewesen. Die Nächsten sind die Mittelschulen, Lehrerinnen, der öffentliche Raum, Spitäler und so weiter. Machen Sie das nicht, das schadet uns allen, glauben Sie mir! Das Zusammenleben in Österreich klappt eigentlich hervorragend. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na ja, Probleme gibt es immer, oder? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sind Vorbild für viele Staaten. Sie machen mit diesem Gesetz den ersten Schritt zu Segregation. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Außerdem geht es mir so auf die Nerven, dass dauernd über Frauenbekleidung gesprochen wird. (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.) Habt ihr sonst noch irgendetwas? Es betrifft nur Frauen! (Neuerlicher Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich fürchte mich. Das ist nur der Anfang gewesen. Die Nächsten sind die Mittelschulen, Lehrerinnen, der öffentliche Raum, Spitäler und so weiter. Machen Sie das nicht, das schadet uns allen, glauben Sie mir! Das Zusammenleben in Österreich klappt eigentlich hervorragend. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Na ja, Probleme gibt es immer, oder? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sind Vorbild für viele Staaten. Sie machen mit diesem Gesetz den ersten Schritt zu Segregation. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Außerdem geht es mir so auf die Nerven, dass dauernd über Frauenbekleidung gesprochen wird. (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.) Habt ihr sonst noch irgendetwas? Es betrifft nur Frauen! (Neuerlicher Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Berichtige!
Ich berichte tatsächlich: Wenn Sie den Antrag aufmerksam studiert haben - - (Abg. Neubauer: Berichtige!) – Ich berichte tatsächlich - - (Rufe bei der FPÖ: Berichtige!) – Ich berichtige tatsächlich, dass ich – wenn Sie den Antrag aufmerksam gelesen haben, wissen Sie es – ein Wahlpflichtfach fordere, und das in keinem Hinterhof. Ich habe keine Ahnung, in welcher Schule Sie waren, aber ich hoffe nicht, dass Ihre Wahlpflichtfächer im Hinterhof stattgefunden haben. – Das war Nummer eins.
Rufe bei der FPÖ: Berichtige!
Ich berichte tatsächlich: Wenn Sie den Antrag aufmerksam studiert haben - - (Abg. Neubauer: Berichtige!) – Ich berichte tatsächlich - - (Rufe bei der FPÖ: Berichtige!) – Ich berichtige tatsächlich, dass ich – wenn Sie den Antrag aufmerksam gelesen haben, wissen Sie es – ein Wahlpflichtfach fordere, und das in keinem Hinterhof. Ich habe keine Ahnung, in welcher Schule Sie waren, aber ich hoffe nicht, dass Ihre Wahlpflichtfächer im Hinterhof stattgefunden haben. – Das war Nummer eins.
Beifall bei JETZT. – Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Nummer zwei – wenn Sie mir gerade aufmerksam gelauscht haben, wissen Sie es –: Ich habe gesagt, wir führen eine längst überfällige Debatte über die Rolle von Religion im öffentlichen Raum. Dabei war meine konkrete Forderung: keine sichtbaren religiösen Symbole in den Klassenzimmern. (Beifall bei JETZT. – Zwischenruf des Abg. Neubauer. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz
Vielleicht zum Ursprung und zum Sinn des Kopftuchs, von dem wir heute sprechen, um das noch einmal klarzumachen (Zwischenruf der Abg. Yılmaz), ich habe da auch recherchieren und mich beraten lassen müssen: In der Sure 24 und in der Sure 33 ist es definiert (Abg. Vogl: Bist schon radikalisiert, Peter?), da geht es im Grunde genommen einerseits darum, Frauen vor den lüsternen Blicken der Männer zu schützen und andererseits die sexuelle Aufreizung der Männer zu verhindern. Das ist Sinn und Ursprung des Kopftuchs.
Abg. Vogl: Bist schon radikalisiert, Peter?
Vielleicht zum Ursprung und zum Sinn des Kopftuchs, von dem wir heute sprechen, um das noch einmal klarzumachen (Zwischenruf der Abg. Yılmaz), ich habe da auch recherchieren und mich beraten lassen müssen: In der Sure 24 und in der Sure 33 ist es definiert (Abg. Vogl: Bist schon radikalisiert, Peter?), da geht es im Grunde genommen einerseits darum, Frauen vor den lüsternen Blicken der Männer zu schützen und andererseits die sexuelle Aufreizung der Männer zu verhindern. Das ist Sinn und Ursprung des Kopftuchs.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt frage ich heute, im Jahr 2019, hier in Wien, in Österreich: Sind wir in Österreich so weit gekommen, dass wir so etwas ernsthaft diskutieren müssen? Wollen wir unsere Gesellschaft wirklich 300, 400 Jahre ins Mittelalter zurücktransferieren? Diese Frage stelle ich mir bei dieser Diskussion heute, denn das ist die Basis der Diskussion. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich darf, weil das einfach perfekt ist, die Meinung der islamischen Expertin – wir hatten zwei islamische Experten dabei – vorlesen: Für „Zana Ramadani werden junge Mädchen durch ein Kopftuch um ihre Kindheit und ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung gebracht“. – Das sagt die Islamexpertin. Kleiner Hinweis an alle: Wo bleiben die Kinderrechte, die Sie sonst immer so gerne hätten? (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es geht weiter: „Das von der österreichischen Regierung angestrebte Verbot schütze ‚Freiheit und Kinderrechte‘, verhindere eine Frühkonditionierung der Betroffenen und stelle somit einen wichtigen Schritt gegen die Ausbreitung des islamischen Fundamentalismus dar. Jungen Mädchen ein Kopftuch aufzuzwingen, ist für Ramadani ‚Missbrauch‘, der zu psychischen Schäden und Ausgrenzung aus dem öffentlichen Raum führe, denn Kinder würden dadurch auf ihre sexuelle Komponente reduziert. ‚Auch wenn nur ein Kind betroffen ist‘, müssten die Abgeordneten für das Verbot stimmen, denn das wäre ‚ein Einzelfall zu viel‘. Wenn der Staat hier nicht handle, mache er sich mitschuldig.“ – Das sagt die Expertin im Ausschuss. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Vogl
Schlusssatz meinerseits: Es wundert mich immer, wenn vor allem von der linken, intellektuellen Seite da herumgeschwindelt wird (Zwischenruf des Abg. Vogl), aber den großen Zug der linken Frauenrechtlerinnen, die in islamische Länder übersiedeln, sehe ich nicht. Wenn das alles so super und so toll sein soll (Zwischenruf der Abg. Yılmaz), dann frage ich mich, warum die nicht alle in das gelobte Land, in islamische Staaten aufbrechen, wo die Lage für Frauen angeblich so super ist. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Yılmaz: Wer sagt das?)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz
Schlusssatz meinerseits: Es wundert mich immer, wenn vor allem von der linken, intellektuellen Seite da herumgeschwindelt wird (Zwischenruf des Abg. Vogl), aber den großen Zug der linken Frauenrechtlerinnen, die in islamische Länder übersiedeln, sehe ich nicht. Wenn das alles so super und so toll sein soll (Zwischenruf der Abg. Yılmaz), dann frage ich mich, warum die nicht alle in das gelobte Land, in islamische Staaten aufbrechen, wo die Lage für Frauen angeblich so super ist. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Yılmaz: Wer sagt das?)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Yılmaz: Wer sagt das?
Schlusssatz meinerseits: Es wundert mich immer, wenn vor allem von der linken, intellektuellen Seite da herumgeschwindelt wird (Zwischenruf des Abg. Vogl), aber den großen Zug der linken Frauenrechtlerinnen, die in islamische Länder übersiedeln, sehe ich nicht. Wenn das alles so super und so toll sein soll (Zwischenruf der Abg. Yılmaz), dann frage ich mich, warum die nicht alle in das gelobte Land, in islamische Staaten aufbrechen, wo die Lage für Frauen angeblich so super ist. – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Yılmaz: Wer sagt das?)
Abg. Wurm: Über Rechte! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Worüber aber reden wir hier? – Wir reden bei dieser ganzen Diskussion nicht über die Kinder, sondern darüber, wie einzelne Religionsgemeinschaften behandelt werden. (Abg. Wurm: Über Rechte! – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir reden über die Befindlichkeiten der einen oder der anderen Religionsgemeinschaft. Wir reden über rückwärtsgewandte religiöse Vorstellungen und Zwänge. Wir reden über Zwänge, die immer mehr in unsere Gesellschaft eindringen und zunehmend beginnen, das Leben der Menschen auf eine Art zu prägen, die wir so nicht kennen und an die wir so nicht gedacht haben.
Beifall bei Jetzt sowie der Abg. Bißmann.
Eines ist für mich deshalb vollkommen klar: In dieser Schule der Zukunft haben religiöse Dogmen, von welcher Seite auch immer sie kommen, nichts verloren. (Beifall bei Jetzt sowie der Abg. Bißmann.) Deshalb ist es schlicht unzureichend, wenn der Vorschlag der Regierungsfraktionen lediglich islamische Kleidungsvorschriften als Problem erkennt.
Ruf bei der ÖVP: Gehen Sie ihn!
Geschätzte VertreterInnen der Regierungsparteien! Ihr Antrag ist bestenfalls ein kleiner Schritt in eine richtige Richtung (Ruf bei der ÖVP: Gehen Sie ihn!), und ich werde diesem meine Unterstützung geben. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Haubner: Sehr großzügig!) Ich ersuche Sie aber: Trauen Sie sich beim nächsten Schritt, die Siebenmeilenstiefel anzuziehen! Stehen Sie zu dem, was Sie auch sagen, nämlich dass es wichtig ist, unsere Kinder und Jugendlichen vor religiöser Bevormundung zu beschützen! Das geht aber nicht nur durch diese Einzelmaßnahme, sondern dazu braucht es ein umfassendes Maßnahmenpaket, so wie das meine Kollegin Stephanie Cox und wir auch vorgeschlagen haben. – Vielen Dank. (Beifall bei jetzt sowie des Abg. Wurm.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Haubner: Sehr großzügig!
Geschätzte VertreterInnen der Regierungsparteien! Ihr Antrag ist bestenfalls ein kleiner Schritt in eine richtige Richtung (Ruf bei der ÖVP: Gehen Sie ihn!), und ich werde diesem meine Unterstützung geben. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Haubner: Sehr großzügig!) Ich ersuche Sie aber: Trauen Sie sich beim nächsten Schritt, die Siebenmeilenstiefel anzuziehen! Stehen Sie zu dem, was Sie auch sagen, nämlich dass es wichtig ist, unsere Kinder und Jugendlichen vor religiöser Bevormundung zu beschützen! Das geht aber nicht nur durch diese Einzelmaßnahme, sondern dazu braucht es ein umfassendes Maßnahmenpaket, so wie das meine Kollegin Stephanie Cox und wir auch vorgeschlagen haben. – Vielen Dank. (Beifall bei jetzt sowie des Abg. Wurm.)
Beifall bei jetzt sowie des Abg. Wurm.
Geschätzte VertreterInnen der Regierungsparteien! Ihr Antrag ist bestenfalls ein kleiner Schritt in eine richtige Richtung (Ruf bei der ÖVP: Gehen Sie ihn!), und ich werde diesem meine Unterstützung geben. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Haubner: Sehr großzügig!) Ich ersuche Sie aber: Trauen Sie sich beim nächsten Schritt, die Siebenmeilenstiefel anzuziehen! Stehen Sie zu dem, was Sie auch sagen, nämlich dass es wichtig ist, unsere Kinder und Jugendlichen vor religiöser Bevormundung zu beschützen! Das geht aber nicht nur durch diese Einzelmaßnahme, sondern dazu braucht es ein umfassendes Maßnahmenpaket, so wie das meine Kollegin Stephanie Cox und wir auch vorgeschlagen haben. – Vielen Dank. (Beifall bei jetzt sowie des Abg. Wurm.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Tragen des Kopftuchs ist nämlich auch ein Symbol der Geschlechtsreife der Frau. Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, dass das im Kindergarten oder in der Volksschule gegeben sein soll, das kann mir heute auch keiner weismachen. Es geht um jedes Kind, und jedes Kind, das dieses Kinderkopftuch tragen muss, ist eines zu viel. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Yılmaz: Es geht immer um Frauen!
Die Argumentation, die hier geliefert worden ist, ist für mich absurd. Teilweise wird dargelegt, dass es in anderen Ländern schlimmer ist, aber das relativiert ja nicht die Situation, wie sie in Österreich vorliegt. (Abg. Yılmaz: Es geht immer um Frauen!) Es wird argumentiert, dass es nur eine Einzelmaßnahme ist, aber jeder einzelne Schritt ist ein richtiger und wichtiger. Teilweise hatte ich das Gefühl, es ist argumentiert worden, wir sollten es einfach akzeptieren. (Abg. Krainer: Wer hat das gesagt?) – Nicht von Ihnen, aber so ist es heute auch da gekommen, dass wir es einfach akzeptieren sollen. Das ist aber nicht zu akzeptieren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Krainer: Wer hat das gesagt?
Die Argumentation, die hier geliefert worden ist, ist für mich absurd. Teilweise wird dargelegt, dass es in anderen Ländern schlimmer ist, aber das relativiert ja nicht die Situation, wie sie in Österreich vorliegt. (Abg. Yılmaz: Es geht immer um Frauen!) Es wird argumentiert, dass es nur eine Einzelmaßnahme ist, aber jeder einzelne Schritt ist ein richtiger und wichtiger. Teilweise hatte ich das Gefühl, es ist argumentiert worden, wir sollten es einfach akzeptieren. (Abg. Krainer: Wer hat das gesagt?) – Nicht von Ihnen, aber so ist es heute auch da gekommen, dass wir es einfach akzeptieren sollen. Das ist aber nicht zu akzeptieren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Argumentation, die hier geliefert worden ist, ist für mich absurd. Teilweise wird dargelegt, dass es in anderen Ländern schlimmer ist, aber das relativiert ja nicht die Situation, wie sie in Österreich vorliegt. (Abg. Yılmaz: Es geht immer um Frauen!) Es wird argumentiert, dass es nur eine Einzelmaßnahme ist, aber jeder einzelne Schritt ist ein richtiger und wichtiger. Teilweise hatte ich das Gefühl, es ist argumentiert worden, wir sollten es einfach akzeptieren. (Abg. Krainer: Wer hat das gesagt?) – Nicht von Ihnen, aber so ist es heute auch da gekommen, dass wir es einfach akzeptieren sollen. Das ist aber nicht zu akzeptieren! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es geht nicht um den Islam, es geht nicht um die Musliminnen und Muslime in unserem Land. Es geht um eine Strömung, es geht um einen politischen Islam, der österreichische und europäische Grundwerte und gesellschaftliche Normen untergräbt. Wir wollen eine Gleichstellung von Mann und Frau, von Burschen und Mädchen. Wir wollen dieser Gleichstellung gerecht werden. Wir wollen Kindern eine Schule bieten, in der sie sich sicher fühlen, in der sie sich entfalten können, in der Integration gelebt wird und in der Diskriminierung und Abgrenzung kein Platz gelassen wird. Deswegen werden wir heute auch für dieses Kopftuchverbot stimmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Neubauer – in Richtung Galerie zeigend –: Da oben wird gefilmt!
Abgeordnete Dipl.-Ing. (FH) Martha Bißmann (ohne Klubzugehörigkeit): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister! Liebe Besucherinnen und Besucher auf der Galerie! Bevor ich mit meiner Rede beginne, möchte ich allen Musliminnen und Muslimen Ramadan Mubarak wünschen. (Abg. Neubauer – in Richtung Galerie zeigend –: Da oben wird gefilmt!)
Ruf bei der FPÖ: Aber geh! – Zwischenruf des Abg. Schrangl.
Heute sehen und hören wir, wie muslimische Frauen mit Kopftuch auf der Straße beleidigt, bespuckt und angegriffen werden – das passiert –, und das ist das Resultat Ihrer politischen Hetzkampagne! (Ruf bei der FPÖ: Aber geh! – Zwischenruf des Abg. Schrangl.)
Abg. Schimanek: ... befreien! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Das Kopftuchverbot, meine Damen und Herren, ist nicht mehr als eine Scheindebatte um das angebliche Kindeswohl. In Wirklichkeit geht es aber nur darum, in einem nächsten Schritt auch die erwachsene kopftuchtragende Frau aus der Öffentlichkeit zu verbannen. (Abg. Schimanek: ... befreien! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Dieses Tuch (ein zusammengefaltetes Kopftuch in die Höhe haltend) ist Teil des Alltags vieler Muslimas in diesem Land, es ist Teil ihrer kulturellen Identität. Es gehört zu ihrer Identität wie für den Politiker das Sakko, wie für das Schulkind die Schultasche oder für die Mechanikerin der Blaumann. Nun aber ist dieses Tuch Symbol Ihrer antimuslimischen Politik geworden.
Abg. Rosenkranz: Den Mädchen, sechs- bis zehnjährigen! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Die Mullahs im Iran schreiben Frauen vor, was sie am Kopf zu tragen haben. Sie aber, geschätzter Minister und auch Abgeordnete von FPÖ und ÖVP, Sie tun genau das gleiche hier in Österreich, nur auf eine andere Art, indem Sie den Frauen nämlich vorschreiben, was sie am Kopf nicht zu tragen haben. (Abg. Rosenkranz: Den Mädchen, sechs- bis zehnjährigen! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Im ersten Schritt die Mädchen und im zweiten Schritt die Frauen. Entspricht das nicht der genau selben Geisteshaltung? (Abg. Rosenkranz: Bei Ihren Schritten sieht man, wie das endet!) Ein Hoch auf die mutigen Frauen im Iran! Ein Hoch auf die Selbstbestimmung für jeden Mann, für jede Frau auf dieser Welt!
Abg. Rosenkranz: Bei Ihren Schritten sieht man, wie das endet!
Die Mullahs im Iran schreiben Frauen vor, was sie am Kopf zu tragen haben. Sie aber, geschätzter Minister und auch Abgeordnete von FPÖ und ÖVP, Sie tun genau das gleiche hier in Österreich, nur auf eine andere Art, indem Sie den Frauen nämlich vorschreiben, was sie am Kopf nicht zu tragen haben. (Abg. Rosenkranz: Den Mädchen, sechs- bis zehnjährigen! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Im ersten Schritt die Mädchen und im zweiten Schritt die Frauen. Entspricht das nicht der genau selben Geisteshaltung? (Abg. Rosenkranz: Bei Ihren Schritten sieht man, wie das endet!) Ein Hoch auf die mutigen Frauen im Iran! Ein Hoch auf die Selbstbestimmung für jeden Mann, für jede Frau auf dieser Welt!
Ruf bei der ÖVP: Ja!
Ich persönlich bin ganz entschieden gegen Zwänge jeder Art, und das ist übrigens auch die Mehrheit aller Musliminnen und Muslime in diesem Land. Niemand ist dafür, dass Mädchen gezwungen werden, Kopftücher zu tragen, wirklich kaum jemand; und die ganz wenigen Fälle, wo das passiert, wo Mädchen gezwungen werden, erfordern individuelle Gegenstrategien, wo der Staat, sprich SozialarbeiterInnen und PädagogInnen, den Eltern unter die Arme greifen muss. Wo sind die diesbezüglichen Ansätze? Wurde jemals der Dialog mit der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich geführt (Ruf bei der ÖVP: Ja!), oder müssen MuslimInnen weiterhin über Ihre Maßnahmen und Bestrafungen aus der Zeitung erfahren?
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen etwas (das Kopftuch auseinanderfaltend), geschätzte Damen und Herren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, schauen Sie mich an! (Die Rednerin bindet das Tuch um ihren Kopf, lässt dabei aber den vorderen Teil ihrer Haare unbedeckt. – Ruf: Passt so! – Abg. Schrangl: Im Iran tragen sie’s übrigens weiter hinten, gell?! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Schrangl: Da war ich nämlich gerade! Keine einzige Frau im Flugzeug hat dort ein ...!) Hat sich irgendetwas verändert? (Rufe: Ja! Natürlich!) Bin ich nicht nach wie vor Martha Bißmann, Diplom-Ingenieurin, Umweltexpertin, Nationalratsabgeordnete, freie, emanzipierte, feministische, konfessionslose Frau mit der festen Überzeugung, dass jeder Mensch frei und gleich an Würde und Rechten geboren ist?
Die Rednerin bindet das Tuch um ihren Kopf, lässt dabei aber den vorderen Teil ihrer Haare unbedeckt. – Ruf: Passt so! – Abg. Schrangl: Im Iran tragen sie’s übrigens weiter hinten, gell?! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Schrangl: Da war ich nämlich gerade! Keine einzige Frau im Flugzeug hat dort ein ...!
Ich sage Ihnen etwas (das Kopftuch auseinanderfaltend), geschätzte Damen und Herren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, schauen Sie mich an! (Die Rednerin bindet das Tuch um ihren Kopf, lässt dabei aber den vorderen Teil ihrer Haare unbedeckt. – Ruf: Passt so! – Abg. Schrangl: Im Iran tragen sie’s übrigens weiter hinten, gell?! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Schrangl: Da war ich nämlich gerade! Keine einzige Frau im Flugzeug hat dort ein ...!) Hat sich irgendetwas verändert? (Rufe: Ja! Natürlich!) Bin ich nicht nach wie vor Martha Bißmann, Diplom-Ingenieurin, Umweltexpertin, Nationalratsabgeordnete, freie, emanzipierte, feministische, konfessionslose Frau mit der festen Überzeugung, dass jeder Mensch frei und gleich an Würde und Rechten geboren ist?
Rufe: Ja! Natürlich!
Ich sage Ihnen etwas (das Kopftuch auseinanderfaltend), geschätzte Damen und Herren. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ja, schauen Sie mich an! (Die Rednerin bindet das Tuch um ihren Kopf, lässt dabei aber den vorderen Teil ihrer Haare unbedeckt. – Ruf: Passt so! – Abg. Schrangl: Im Iran tragen sie’s übrigens weiter hinten, gell?! – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Schrangl: Da war ich nämlich gerade! Keine einzige Frau im Flugzeug hat dort ein ...!) Hat sich irgendetwas verändert? (Rufe: Ja! Natürlich!) Bin ich nicht nach wie vor Martha Bißmann, Diplom-Ingenieurin, Umweltexpertin, Nationalratsabgeordnete, freie, emanzipierte, feministische, konfessionslose Frau mit der festen Überzeugung, dass jeder Mensch frei und gleich an Würde und Rechten geboren ist?
Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP
Reden wir einmal mit den muslimischen Frauen, anstatt immer über sie zu reden! Wir können auch viel von den muslimischen Frauen lernen. Werte wie Toleranz (Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP), Hilfsbereitschaft, Solidarität, Gemeinsinn, das sind Werte, österreichische Werte übrigens, die tief in der muslimischen Gemeinschaft Österreichs verankert sind.
Abg. Rosenkranz: Umweltexperten braucht das Land!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Schimanek. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Rosenkranz: Umweltexperten braucht das Land!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Griss, Sie haben das Thema angesprochen, wann Mädchen ein Kopftuch tragen sollen. Muslimische Mädchen haben nach islamischem Recht Kopftuchpflicht beim Einsetzen der Pubertät. Das heißt aber im Umkehrschluss: Die Geschlechtsreife der Mädchen wird nach außen getragen. Ich möchte aber nicht, dass meine Tochter, meine Enkeltochter ihre Geschlechtsreife offen zur Schau stellen muss. Das ist ja diskriminierend hoch zehn! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Auch dient das Bedecken der Haare in der islamischen Kultur dazu, Frauen und Mädchen vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Das Verhüllen von Haar, Hals, Nacken und Brust soll dazu dienen, Männer nicht sexuell zu provozieren. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Damit ist das Kopftuch für Kinder eindeutig eine Sexualisierung der Mädchen und deren Degradierung zu einem Sexualobjekt, und das hat an unseren Schulen nichts verloren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Auch dient das Bedecken der Haare in der islamischen Kultur dazu, Frauen und Mädchen vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Das Verhüllen von Haar, Hals, Nacken und Brust soll dazu dienen, Männer nicht sexuell zu provozieren. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Damit ist das Kopftuch für Kinder eindeutig eine Sexualisierung der Mädchen und deren Degradierung zu einem Sexualobjekt, und das hat an unseren Schulen nichts verloren! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die Schule ist dazu verpflichtet, allen Schülerinnen und Schülern ein sicheres Umfeld zu gewährleisten, um aufgrund des Geschlechtes nicht diskriminiert zu werden. Die das Kopftuch betreffende Vorschrift bedeutet allerdings im Umkehrschluss, wie ich schon eingangs gesagt habe: Wenn ich es nicht trage, bin ich unsittsam, unrein und unkeusch. Davor müssen wir unsere Mädchen schützen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Mit Ihrer Ablehnung des Kopftuchverbots an den Volksschulen haben Sie einen tiefen Kniefall vor dem politischen Islam gemacht, und das ist Ihre Schande! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Argumente, die Sie uns heute geliefert haben, sind so etwas von falsch und unglaubwürdig, dass es einfach nicht mehr zu fassen ist. Als Frau in Österreich habe ich das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmtheit, und das lasse ich mir von niemandem, und schon gar nicht von diesen antiquarischen muslimischen Männern nehmen! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Vogl.
Mit Ihrer Ablehnung des Kopftuchverbots an den Volksschulen haben Sie einen tiefen Kniefall vor dem politischen Islam gemacht, und das ist Ihre Schande! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Die Argumente, die Sie uns heute geliefert haben, sind so etwas von falsch und unglaubwürdig, dass es einfach nicht mehr zu fassen ist. Als Frau in Österreich habe ich das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmtheit, und das lasse ich mir von niemandem, und schon gar nicht von diesen antiquarischen muslimischen Männern nehmen! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
bündete für die Frauenrechte gewinnen kann, denn in dieser Frage gibt es kein links oder rechts, es gibt nur ein richtig oder falsch! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Auch meine Mutter hat zeitweise ein Kopftuch getragen. Das Problem ist nicht das Kopftuch. Es ist auch nicht so, dass wir den Frauen ihre Religionsfreiheit wegenehmen wollen. Es geht um das Symbol. Es geht darum, dass Männer wollen, dass Frauen ein Kopftuch tragen. Es ist ja nicht so, dass wir die Religionsausübung von Frauen einschränken, denn Männer wollen, dass Frauen das Kopftuch tragen, und zwar aus zwei Gründen: Erstens wollen sie, dass sie für andere Männer nicht attraktiv sind (Zwischenruf bei der FPÖ), da ja ohnehin nicht vorgesehen ist, dass sie sich ihren Mann selbst aussuchen, sondern das meistens der Vater oder sonst jemand bestimmt und es zu einer Zwangsehe kommt.
Ruf bei der FPÖ: Das ist der Grund!
Und zweitens wollen Männer, wenn sie mit einer Frau verheiratet sind, diese für andere Männer möglichst unattraktiv machen, um ihre eigene Eifersucht in den Griff zu bekommen. (Ruf bei der FPÖ: Das ist der Grund!) Das ist ja der Hintergrund dieses Kopftuchs. Das heißt, wir sprechen nicht von einem Stück Stoff, wir sprechen von der systematischen Unterdrückung der Frau. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Und zweitens wollen Männer, wenn sie mit einer Frau verheiratet sind, diese für andere Männer möglichst unattraktiv machen, um ihre eigene Eifersucht in den Griff zu bekommen. (Ruf bei der FPÖ: Das ist der Grund!) Das ist ja der Hintergrund dieses Kopftuchs. Das heißt, wir sprechen nicht von einem Stück Stoff, wir sprechen von der systematischen Unterdrückung der Frau. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Atatürk, ein Gründer der Türkei, hat das Kopftuch verboten. Das war kein Muslimhasser und das war auch kein Rechter. Der Gründer der Türkei hat das Kopftuch verboten, weil es eben genau mit der Unterdrückung der Frau zusammenhängt. Du kannst keinen modernen Staat aufbauen, wenn du die Hälfte deiner Bevölkerung unterdrückst, das geht nicht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
terreich lassen sich zum großen Teil nicht operieren, um diesen Schmerzen ein Ende zu bereiten, weil sie Angst vor ihrer eigenen Familie haben. So schaut es aus, und das ist das Problem! Das heißt, wir müssen diesen Frauen die Hand reichen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wenn ich einem zehnjährigen Kind die Hand reichen kann, wenn ich als Staat die Möglichkeit habe, einem zehnjährigen Kind die Hand zu reichen und zu sagen: Du lebst in einem Land, in dem du dich frei entfalten kannst, in dem du die Möglichkeit sexueller Selbstbestimmung hast, wenn du einmal erwachsen bist, in dem du dir deinen Partner selbst aussuchen kannst, in dem du gebildet wirst, in dem du nicht zwangsverheiratet wirst!, dann werde ich es tun, und genau das machen wir heute. Wenn die SPÖ da nicht mitstimmt, nur weil sie Angst hat, in Wien ihre muslimischen Wähler zu verlieren, dann kann ich nur eines sagen: Sie tragen die Frauenrechte und die Rechte dieser Kinder für politisches Kleingeld zu Grabe, und das ist schäbig! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Schimanek: Das tun wir auch nicht!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte einiges richtigstellen. Ich will auch nicht, dass Kinder ein Kopftuch tragen, weil es ihre Eltern wollen. Ich weiß aber schon, was ich damit mache. Ich – Blödsinn! –, wir sollten den Kontakt nicht abbrechen, Kollegin Schimanek, mit einem Verbot. (Abg. Schimanek: Das tun wir auch nicht!) Wir sollten mit ihnen reden, wir sollten SozialarbeiterInnen einstellen. (Abg. Höbart: Um das geht es hier ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sollten mit den Eltern reden. Glauben Sie mir, ein Gesetz für vielleicht zehn Kinder in der Volksschule zu machen – ich glaube, es sind vielleicht sogar noch weniger, denn kein Mensch kann mir eine Zahl sagen – - - (Ruf bei der SPÖ: Wie viele sind es?) Wie viele sind es? – Keine Ahnung, aber wir sagen einmal Nein. (Abg. Rosenkranz: Es geht darum, ein Zeichen zu setzen!) Ich sage: Unterstützen wir die Kinder, reden wir mit ihnen, damit wir sie nicht verlieren.
Abg. Höbart: Um das geht es hier ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte einiges richtigstellen. Ich will auch nicht, dass Kinder ein Kopftuch tragen, weil es ihre Eltern wollen. Ich weiß aber schon, was ich damit mache. Ich – Blödsinn! –, wir sollten den Kontakt nicht abbrechen, Kollegin Schimanek, mit einem Verbot. (Abg. Schimanek: Das tun wir auch nicht!) Wir sollten mit ihnen reden, wir sollten SozialarbeiterInnen einstellen. (Abg. Höbart: Um das geht es hier ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sollten mit den Eltern reden. Glauben Sie mir, ein Gesetz für vielleicht zehn Kinder in der Volksschule zu machen – ich glaube, es sind vielleicht sogar noch weniger, denn kein Mensch kann mir eine Zahl sagen – - - (Ruf bei der SPÖ: Wie viele sind es?) Wie viele sind es? – Keine Ahnung, aber wir sagen einmal Nein. (Abg. Rosenkranz: Es geht darum, ein Zeichen zu setzen!) Ich sage: Unterstützen wir die Kinder, reden wir mit ihnen, damit wir sie nicht verlieren.
Ruf bei der SPÖ: Wie viele sind es?
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte einiges richtigstellen. Ich will auch nicht, dass Kinder ein Kopftuch tragen, weil es ihre Eltern wollen. Ich weiß aber schon, was ich damit mache. Ich – Blödsinn! –, wir sollten den Kontakt nicht abbrechen, Kollegin Schimanek, mit einem Verbot. (Abg. Schimanek: Das tun wir auch nicht!) Wir sollten mit ihnen reden, wir sollten SozialarbeiterInnen einstellen. (Abg. Höbart: Um das geht es hier ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sollten mit den Eltern reden. Glauben Sie mir, ein Gesetz für vielleicht zehn Kinder in der Volksschule zu machen – ich glaube, es sind vielleicht sogar noch weniger, denn kein Mensch kann mir eine Zahl sagen – - - (Ruf bei der SPÖ: Wie viele sind es?) Wie viele sind es? – Keine Ahnung, aber wir sagen einmal Nein. (Abg. Rosenkranz: Es geht darum, ein Zeichen zu setzen!) Ich sage: Unterstützen wir die Kinder, reden wir mit ihnen, damit wir sie nicht verlieren.
Abg. Rosenkranz: Es geht darum, ein Zeichen zu setzen!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte einiges richtigstellen. Ich will auch nicht, dass Kinder ein Kopftuch tragen, weil es ihre Eltern wollen. Ich weiß aber schon, was ich damit mache. Ich – Blödsinn! –, wir sollten den Kontakt nicht abbrechen, Kollegin Schimanek, mit einem Verbot. (Abg. Schimanek: Das tun wir auch nicht!) Wir sollten mit ihnen reden, wir sollten SozialarbeiterInnen einstellen. (Abg. Höbart: Um das geht es hier ja nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir sollten mit den Eltern reden. Glauben Sie mir, ein Gesetz für vielleicht zehn Kinder in der Volksschule zu machen – ich glaube, es sind vielleicht sogar noch weniger, denn kein Mensch kann mir eine Zahl sagen – - - (Ruf bei der SPÖ: Wie viele sind es?) Wie viele sind es? – Keine Ahnung, aber wir sagen einmal Nein. (Abg. Rosenkranz: Es geht darum, ein Zeichen zu setzen!) Ich sage: Unterstützen wir die Kinder, reden wir mit ihnen, damit wir sie nicht verlieren.
Abg. Deimek: Das ist peinlich, was Sie da reden!
Noch etwas ist in diesem Fall sehr wichtig, Herr Minister, nämlich dass Sie sich gar nicht zu Wort gemeldet haben. (Abg. Deimek: Das ist peinlich, was Sie da reden!) Das hat mich jetzt sehr gewundert. Das ist doch ein sehr wichtiges Thema für Sie, für die Koalition. Sie wollen ein Zeichen setzen und die muslimischen Frauen befreien. Das werden Sie so nicht können! Wir müssen im Gespräch bleiben.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich glaube auch nicht, dass das damit zu Ende ist. Ich fürchte, die Diskussion wird weitergehen. Sie wollen ja eigentlich die muslimische, kopftuchtragende Frau aus dem öffentlichen Leben weghaben, und Sie glauben, Sie können das mit Gesetzen erreichen. Das können Sie nicht! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich bin gegen die Mullahs, die den Frauen verbieten, kein Kopftuch zu tragen. Ich kämpfe gegen sie. Ich bin gegen jene Diktatoren, die Frauen verbieten, ein Auto zu lenken, und ihnen zum Teil das Wahlrecht vorenthalten. Ich bin dagegen, dass man Frauen bevormundet, und dafür, dass man Kindern hilft. Das Kindeswohl ist sehr wichtig. Kindern und Jugendlichen müssen wir helfen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Halten Sie diese Rede einmal in Saudi-Arabien! Meine Hochachtung haben Sie, wenn Sie diese Rede in Saudi-Arabien halten!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Halten Sie diese Rede einmal in Saudi-Arabien! Meine Hochachtung haben Sie, wenn Sie diese Rede in Saudi-Arabien halten!
Ich glaube auch nicht, dass das damit zu Ende ist. Ich fürchte, die Diskussion wird weitergehen. Sie wollen ja eigentlich die muslimische, kopftuchtragende Frau aus dem öffentlichen Leben weghaben, und Sie glauben, Sie können das mit Gesetzen erreichen. Das können Sie nicht! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Ich bin gegen die Mullahs, die den Frauen verbieten, kein Kopftuch zu tragen. Ich kämpfe gegen sie. Ich bin gegen jene Diktatoren, die Frauen verbieten, ein Auto zu lenken, und ihnen zum Teil das Wahlrecht vorenthalten. Ich bin dagegen, dass man Frauen bevormundet, und dafür, dass man Kindern hilft. Das Kindeswohl ist sehr wichtig. Kindern und Jugendlichen müssen wir helfen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Halten Sie diese Rede einmal in Saudi-Arabien! Meine Hochachtung haben Sie, wenn Sie diese Rede in Saudi-Arabien halten!)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Carmen Schimanek (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Kollegin Nurten! Sie haben mich jetzt wirklich noch einmal motiviert, hier zu Ihnen zu sprechen. Also noch seichter geht es nicht! Noch seichter geht es nicht! Selbstverständlich habe ich mit Betroffenen gesprochen und sogar mit Integrationsbeauftragten, die mir sehr wohl alle bestätigt haben, dass das Verbot des Kopftuches an der Volksschule eine richtige und wichtige Maßnahme ist. Auch mit Integrationsbeauftragten, die selbst Muslime sind, habe ich mehrfach gesprochen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Anhaltender Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Was ich nicht aushalte, bei aller Liebe, ist Ihr Herumgeeiere jetzt bei dieser Abstimmung. Seid ihr dafür oder seid ihr dagegen? Das, was ihr da jetzt macht, ist einfach nur scheinheilig! Ihr tretet damit die Frauenrechte in Österreich mit Füßen! (Anhaltender Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Frau Kollegin Yılmaz, mir ist nicht klar, was eigentlich Ihr Beitrag zur Debatte sein soll. Wer diesen Antrag gelesen hat, weiß, da steht drinnen, dass es ein verpflichtendes Elterngespräch geben muss, und zwar ist in § 2 festgehalten, dass der Schulleiter unverzüglich und innerhalb von vier Schultagen ein verpflichtendes Elterngespräch führen muss, das dokumentiert und an alle Behörden weitergeleitet wird, wenn gegen dieses Kopftuchverbot verstoßen wird. Es ist also nicht so, dass da kein Dialog entsteht oder dass da die Verursacher nicht eingebunden werden. Das ist im Antrag ganz klar geregelt. Sie sagen, das geschieht nicht. Darauf wollte ich nur antworten, dass das einfach nicht stimmt, weil es genau so, wie Sie es gefordert haben, im Antrag steht. Sie meinen, es ist nicht so vorgesehen, es steht aber genau so im Antrag. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich verstehe also nicht, was Ihnen im Wege steht, da zuzustimmen. Und abgesehen davon, liebe SPÖ: Bei der 15a-Vereinbarung, wo von uns genau dasselbe Thema bezüglich des Kindergartens diskutiert wurde, haben Sie zugestimmt. Wo ist da jetzt der Unterschied? Ich verstehe es nicht, ich sehe ihn nicht. Es ist also nicht schlüssig, und ich würde Sie wirklich bitten, da Ihre Argumente zu überdenken. Es gibt ein verpflichtendes Elterngespräch. Sie haben beim Kindergarten zugestimmt. Warum stimmen Sie nicht auch jetzt zu? (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich darf jene Damen und Herren, die dem vorliegenden Gesetzentwurf auch in dritter Lesung zustimmen, um ein diesbezügliches Zeichen bitten. – Das ist die Mehrheit. Der Gesetzentwurf ist somit auch in dritter Lesung angenommen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) – Bitte, keine Kommentare!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich danke dem Bundesminister, ich danke dem Kabinett, das schnell und zügig gearbeitet hat. Wir stimmen dem natürlich gerne zu, und ich hoffe auch, dass Sie alle damit einverstanden sein werden. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
fach fokussiert. Wir haben gesagt, und auch das wird in sehr vielen Stellungnahmen, zum Beispiel auch vom Gemeindebund, untermauert, dass wir, wenn wir das so machen und eine zusätzliche Ferienwoche einschieben, dann auch gewährleisten müssen, dass ein entsprechendes Angebot an Kinderbetreuung vorhanden ist. Das ist ganz, ganz wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden Ihrer Gesetzesänderung zustimmen, bitten aber auch um Zustimmung zu unserem Antrag, damit die Kinderbetreuung für berufstätige Eltern in den Herbstferien nicht zu einem unlösbaren Problem wird und damit auch die Gemeinden auf diesem Gebiet ein wenig entlastet werden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kovacevic deutet mit den Händen eine lange Strecke an.
Herr Kollege Kovacevic, eine Kleinigkeit hat mich gestört: Sie haben von zusätzlichen Ferien gesprochen. – Das stimmt natürlich nicht, denn wir nehmen nur freie Tage her, die bereits jetzt als solche bestehen. Das heißt, es ist jetzt nicht so, dass wir zusätzlichen Bedarf an Betreuung haben, sondern es verschiebt sich das Betreuungsproblem; das ist ganz klar. (Abg. Kovacevic deutet mit den Händen eine lange Strecke an.) Wir werden jedoch erstens auch dafür – der Minister hat es ja schon angekündigt – im Bildungsinvestitionsgesetz Abhilfe schaffen, soweit ich gehört habe, und es wird ja zweitens auch planbarer, weil es etwas anderes ist, wenn man das auf schulautonome Tage aufgeteilt hat – Osterdienstag, Pfingstdienstag –, die es ja dann nicht mehr geben wird. Es macht also, glaube ich, auch Sinn, dass das im Herbst einheitlich ist, denn das ist für alle leichter planbar.
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Martin Graf – erheitert –: Du, Wendelin, ich mach jetzt einen Break!
Ich glaube also, wir haben da eine vernünftige Lösung gefunden, und das sollte man mitdenken. Man sollte nicht immer nur über die Ferien diskutieren, sondern über die viel wesentlicheren Fragen in unserem Schulwesen, die uns beschäftigen. Wir werden da vieles tun, um uns zukunftsfit zu machen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Martin Graf – erheitert –: Du, Wendelin, ich mach jetzt einen Break!)
Abg. Mölzer: Sie orientiert sich am heißen Sommer, wenn es in der Schule so gemütlich ist!
Was heißt das? – Die Ferienordnung sehen wir als nicht mehr zeitgemäß an. Sie orientiert sich sehr stark an der Agrargesellschaft, an den Erntezeiten (Abg. Mölzer: Sie orientiert sich am heißen Sommer, wenn es in der Schule so gemütlich ist!), und ich bin der Meinung, dass das für die Schülerinnen und Schüler heutzutage eine sehr untergeordnete Rolle spielt und keine Relevanz mehr hat.
Abg. Rosenkranz: Das gibt es doch alles nicht mehr! – Abg. Vogl: Ich wollte gerade sagen: Das gibt es ja nicht mehr!
Notenkonferenz. Da ist sehr wenig - - (Abg. Rosenkranz: Das gibt es doch alles nicht mehr! – Abg. Vogl: Ich wollte gerade sagen: Das gibt es ja nicht mehr!) – Natürlich sind die ersten Schultage nach wie vor nicht groß geplant. Fragen Sie meine Schwester, die geht in die fünfte Klasse, da ist in der ersten Schulwoche gar nichts los, und das ist bei den meisten nach wie vor der Fall – und natürlich auch vor Ferien; an diesen Tagen findet oft sehr wenig statt. (Abg. Rosenkranz: Was ist das für eine Schule?) – Eine ganz gewöhnliche öffentliche Schule, Herr Klubobmann. (Abg. Rosenkranz: Nur damit man dort die Schulaufsicht einmal hinschickt, die Qualitätsmanager, die Bildungsdirektion!)
Abg. Rosenkranz: Was ist das für eine Schule?
Notenkonferenz. Da ist sehr wenig - - (Abg. Rosenkranz: Das gibt es doch alles nicht mehr! – Abg. Vogl: Ich wollte gerade sagen: Das gibt es ja nicht mehr!) – Natürlich sind die ersten Schultage nach wie vor nicht groß geplant. Fragen Sie meine Schwester, die geht in die fünfte Klasse, da ist in der ersten Schulwoche gar nichts los, und das ist bei den meisten nach wie vor der Fall – und natürlich auch vor Ferien; an diesen Tagen findet oft sehr wenig statt. (Abg. Rosenkranz: Was ist das für eine Schule?) – Eine ganz gewöhnliche öffentliche Schule, Herr Klubobmann. (Abg. Rosenkranz: Nur damit man dort die Schulaufsicht einmal hinschickt, die Qualitätsmanager, die Bildungsdirektion!)
Abg. Rosenkranz: Nur damit man dort die Schulaufsicht einmal hinschickt, die Qualitätsmanager, die Bildungsdirektion!
Notenkonferenz. Da ist sehr wenig - - (Abg. Rosenkranz: Das gibt es doch alles nicht mehr! – Abg. Vogl: Ich wollte gerade sagen: Das gibt es ja nicht mehr!) – Natürlich sind die ersten Schultage nach wie vor nicht groß geplant. Fragen Sie meine Schwester, die geht in die fünfte Klasse, da ist in der ersten Schulwoche gar nichts los, und das ist bei den meisten nach wie vor der Fall – und natürlich auch vor Ferien; an diesen Tagen findet oft sehr wenig statt. (Abg. Rosenkranz: Was ist das für eine Schule?) – Eine ganz gewöhnliche öffentliche Schule, Herr Klubobmann. (Abg. Rosenkranz: Nur damit man dort die Schulaufsicht einmal hinschickt, die Qualitätsmanager, die Bildungsdirektion!)
Ruf bei der FPÖ: Erholung!
Eine echte Reform der Ferienordnung heißt für uns, lernpsychologisch sinnvolle Pausen einzubauen, auf der anderen Seite aber auch, die Unterrichtszeiten besser anzupassen. (Ruf bei der FPÖ: Erholung!) Die Sommerferien wurden angesprochen: Diese sind auch aus dem Grund viel zu lang, weil Schülerinnen und Schüler, die dann zu Hause sind und zu Hause nicht gefördert werden, zwei Monate lang nicht gefördert werden – das ist eine Katastrophe! – oder zwei Monate lang nicht die Unterrichtssprache benutzen können, weil zu Hause nicht die Unterrichtssprache gesprochen wird – eines der Themen, das Ihnen eigentlich am Herzen liegen sollte, Kollege Mölzer –, und dann eben rauskommen und rausgeworfen werden.
Beifall bei den NEOS.
Zusammenfassend: Der Schritt zu einheitlichen Herbstferien ist ein erster, den wir durchaus begrüßen, es müssen aber viele weitere folgen, und es kann nicht sein, dass wir an dieser Stelle aufhören. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall der Abg. Holzinger-Vogtenhuber.
gewährleisten, und zwar nicht nur in den Herbstferien, sondern auch in den Sommerferien? Für Familien mit mehreren Kindern ist das schon auch eine Belastung. Ferien sind gut, wichtig und richtig, aber auf der anderen Seite sind sie auch nicht immer leicht mit dem Job und der Familie vereinbar. (Beifall der Abg. Holzinger-Vogtenhuber.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Vogl: Ziffernnoten, da ... Experten Rosenkranz!
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Es freut mich, wenn ich die Vorredner so höre, dass es da eine breite Mehrheit für die Einführung dieser Herbstferien gibt. Wir diskutieren ja schon seit den Achtzigerjahren über diese Herbstferien, und zwar jedes Jahr im Herbst. Es hat immer die Diskussion gegeben: Die Zeit zwischen Anfang September und Weihnachten ist zu lang. Die Bundesländer haben das unterschiedlich geregelt. Ich glaube, es ist an der Zeit, da Klarheit hineinzubringen, und genau das ist die Handschrift dieser Bundesregierung, die Probleme erkennt, gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungen erarbeitet und diese dann tatsächlich auch umsetzt. Das ist nicht nur hier so, das ist auch beim Kopftuchverbot, bei den Deutschförderklassen – das hatten wir ja schon – oder zum Beispiel bei den Klassenzügen in der Neuen Mittelschule oder den Ziffernnoten in der Volksschule so. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Vogl: Ziffernnoten, da ... Experten Rosenkranz!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Da ich ja auch schon in der letzten GP Mitglied des Unterrichtsausschusses war, freut es mich umso mehr, jetzt mitarbeiten zu können, denn mit Bundesminister Faßmann wird Bildungspolitik wieder greifbarer und begreifbarer; das freut mich besonders. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube – das zeigen auch die Umfragen –, dass die Eltern vor allem eine Klarstellung für die Zukunft wollen, und das schaffen wir genau mit diesem Gesetz. Da es in einigen Bundesländern ja schon Regelungen gibt und diese nicht einheitlich sind, ist es, so glaube ich, an der Zeit gewesen, da Klarstellung zu schaffen. Das wünschen sich Eltern, Lehrer und Schüler. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich denke, es ist insgesamt eine gute Regelung, ein gutes Paket und in zwei Jahren oder in einem Jahr wird man wahrscheinlich sagen: Warum haben wir darüber überhaupt so lange diskutiert? (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Wöginger: Tatsächlich? Das ist ein Zirkus!
Ich sage das hier nicht nur als Politiker, sondern auch als Familienvater. Ich habe zwei schulpflichtige Söhne, einer ist im Gymnasium, der andere ist in der Volksschule in derselben Stadt, und auch in der kleinen Stadt Fürstenfeld gelingt es nicht, die schulautonomen Tage zusammenzuführen. (Abg. Wöginger: Tatsächlich? Das ist ein Zirkus!) Das ist durchaus problematisch.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich halte das Gesetz in dieser Art und Weise für ein gelungenes Gesetz. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Hauser: Wird ja richtig sein!
Wir sind der Meinung, es liegt eher daran, dass Sie einfach mehr Kontrolle über das Institut bekommen wollen, und das vor allem dadurch, und das möchte ich an dieser Stelle explizit betonen, dass die Dienst- und die Fachaufsicht des neuen Instituts im Ministerium liegen sollen. Auch die Aufgabenplanung soll durch das Ressort erfolgen: alles unter die Kontrolle des Ministeriums! (Abg. Hauser: Wird ja richtig sein!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich frage Sie: Wovor haben Sie eigentlich Angst, dass Sie die Kontrolle so ausweiten wollen? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Martin Graf: Ja, ja! – Abg. Neubauer: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben!
Es riecht, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, sehr, sehr, sehr nach einem weiteren Puzzleteil von Message Control. (Abg. Martin Graf: Ja, ja! – Abg. Neubauer: Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister Faßmann, Sie sind Wissenschaftler, Sie waren Vizerektor. Stellen Sie sich vor, das Rektorat hätte damals entschieden, wo und wofür Sie forschen dürfen! Was hätten Sie dazu gesagt? Warum spielen Sie bei diesem Gesetz mit? Das frage ich Sie an dieser Stelle. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Deimek: Es soll natürlich auch schon vorgekommen sein, dass ein Journalist einen Politiker beleidigt hat!
Kontrolle über Institute, über Ergebnisse und Berichte von Instituten heißt, etwaige unerwünschte Meinungen nicht zuzulassen, nicht zulassen zu wollen, und das heißt, mit Demokratie anscheinend nur schwer umgehen zu können und sie eindämmen zu wollen. Das ist höchst, höchst problematisch. Bei uns schrillen da die Alarmglocken. Wir erleben das hier im Haus öfter: Wenn Abgeordnete nicht der Meinung der Regierungsfraktionen sind, sind sie unsachlich, wenn ein Diskurs nicht stattfinden soll, kommt einfach kein Ausschuss zustande, und wenn journalistische Fragen nicht passen, dann werden Journalistinnen und Journalisten beleidigt. (Abg. Deimek: Es soll natürlich auch schon vorgekommen sein, dass ein Journalist einen Politiker beleidigt hat!) Und wenn jetzt etwaige Ergebnisse der Wissenschaft nicht passen, verleibt man sich diese einfach ein und stellt sie unter Aufsicht.
Beifall bei der SPÖ.
Wir stimmen diesem Gesetz mit Sicherheit nicht zu: ein klares Nein zur Eindämmung der Demokratie, ein klares Nein zur Kontrolle der Wissenschaft und ein klares Nein zur Message Control! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich komme zurück zur Diskussion über Gewalt an Schulen: Man hört jetzt nur den Ruf nach der Feuerwehr und nach Feuerlöschern und übersieht, dass der vorbeugende Brandschutz bis jetzt nicht ins Auge gefasst wurde. Bei der objektiven Datenerhebung, die dann wirklich in der Bildungssteuerung verwendet werden kann, geht es darum, genau jene Daten zu erheben, mittels derer wir diese Probleme tatsächlich vermeiden können und Lösungen auf den Weg bringen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich bitte Sie, zuzustimmen! Die Uhren der Bildungspolitik gehen jetzt genau. Sie ticken etwas anders, sie gehen aber auf jeden Fall nicht nach, und eine Nichtzustimmung wäre wirklich nicht verständlich. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Das Erste, was Sie gemacht haben, ist, dass Sie das Bundesministerium massiv umgefärbt haben. Sie haben insgesamt elf Führungskräfte ausgetauscht, vier davon waren Sektionsleiter, die anderen Gruppenleiter beziehungsweise Abteilungsleiter. Das ist besonders in dem Zusammenhang bedenklich, dass Sie es geschafft haben, Ihren Kabinettschef in eine Doppelfunktion zu setzen, nämlich ihn auch zum Gruppenleiter für Allgemeinbildung zu machen, und hiermit eine Vermischung der politischen Arbeit auf der einen Seite mit der inhaltlichen Zuständigkeit auf der anderen Seite geschaffen haben, was ich für brandgefährlich und besorgniserregend erachte. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.
Ich halte das für eine extrem bedenkliche und gefährliche Ausgangssituation und würde Sie schon bitten, da aufzupassen, dass Sie nicht Strukturen schaffen – und Sie schaffen de facto autoritäre Strukturen in Ihrem Ministerium –, die zur Folge haben, dass die eigenen Maßnahmen nicht mehr überprüft werden können, weil das mittelfristig und langfristig eine echte Katastrophe für das österreichische Schulsystem sein wird. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Noll.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Bringt man die Kritik des Rechnungshofes auf den Punkt, so wurde Folgendes festgestellt: Das Bifie hat zu viel Budget, zu viel Personal, zu wenig Kontrolle und zu wenig Effizienz. Der Rechnungshof hat festgestellt, dass durch die Ausgliederung des Bifie aus dem Ministerium die erhoffte Effizienzsteigerung nicht stattgefunden hat, und hat uns als Parlament aufgefordert, zu überprüfen, ob die Eingliederung nicht doch besser sei. Und das ist das, was wir hier und heute tun. Es ist grob fahrlässig, wenn wir Rechnungshofberichte einfach ignorieren. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Für die Budgetierung ist künftig das Ressort zuständig und verantwortlich, auch die Personalausstattung ist ein Teil des Ministeriums. Das ist gut so. Wir setzen heute mit dieser Beschlussfassung die Empfehlung des Rechnungshofes um, und das ist richtig so. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Frau Hammerschmid ist jetzt nicht da. Sie hat heute immer wieder lamentiert, es würde nie binnendifferenziert. Das stimmt nicht. Ich stehe jede Woche in der Schule, und ich kenne die Schulen nicht nur von Schulbesuchen, sondern ich unterrichte selbst und weiß, was meine Kolleginnen und Kollegen tagtäglich leisten – und sie leisten wirklich Hervorragendes. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn es hier Überlegungen gibt, dass dann wissenschaftlich nicht frei genug gearbeitet werden kann, meine Damen und Herren, dann erinnere ich daran – das ist schon angesprochen worden –, dass es einen wissenschaftlichen Beirat geben wird. Ich glaube nicht, dass man irgendeinem Wissenschaftler unterstellen kann, dass er sich von dem einen oder anderen irgendetwas einflüstern lässt, denn diese arbeiten wirklich sehr gründlich, da können Sie sicher sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Minister, dass Sie das möglich gemacht haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Genau!
Es sind natürlich schon einige Punkte erwähnt worden. Ich möchte jetzt nicht auf die Pannen eingehen, die beim Bifie im Rahmen der Zentralmatura passiert sind. Es hat auch hier entsprechende Reaktionen, damals noch von Ihnen, Frau Kollegin Heinisch-Hosek, gegeben. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!) Unter anderem wurde ja auch 2017 ein Teil aus dem Bifie, der eben die Zentralmatura betraf, ausgegliedert und in das Ministerium eingegliedert. Ich muss dazu sagen: Der Zweck, den wir verfolgen, ist die evidenzbasierte Qualitätssicherung. Wir wollen diesen Bereich enger an die Schulverwaltung binden. Wir wollen damit die Qualitätsentwicklung im österreichischen Schulwesen stärken und sehen in der Erhebung und in der Nutzung der Daten eine Effizienzsteigerung. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es sind natürlich schon einige Punkte erwähnt worden. Ich möchte jetzt nicht auf die Pannen eingehen, die beim Bifie im Rahmen der Zentralmatura passiert sind. Es hat auch hier entsprechende Reaktionen, damals noch von Ihnen, Frau Kollegin Heinisch-Hosek, gegeben. (Abg. Heinisch-Hosek: Genau!) Unter anderem wurde ja auch 2017 ein Teil aus dem Bifie, der eben die Zentralmatura betraf, ausgegliedert und in das Ministerium eingegliedert. Ich muss dazu sagen: Der Zweck, den wir verfolgen, ist die evidenzbasierte Qualitätssicherung. Wir wollen diesen Bereich enger an die Schulverwaltung binden. Wir wollen damit die Qualitätsentwicklung im österreichischen Schulwesen stärken und sehen in der Erhebung und in der Nutzung der Daten eine Effizienzsteigerung. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Noll: So jung sind Sie auch nicht mehr, Herr Minister!
Bevor wir diese Sache mit Bifie und IQS gemacht haben, habe ich mich erkundigt, wie das damals, 2008, war. Ich habe es ja persönlich nicht miterlebt (Abg. Noll: So jung sind Sie auch nicht mehr, Herr Minister!), ich kann nur das nachvollziehen, was mir gesagt worden ist. Damals hat man das Bifie gegründet, aber nicht als ein Grundlagenforschungsinstitut wie beispielsweise die Österreichische Akademie der Wissenschaften – die als Grundlagenforschungsinstitut unabhängig sein soll –, sondern als Institut, das immer ganz spezifische Aufgaben für das Ministerium zu erledigen gehabt hat. Früher war es einmal die Zentralmatura, dann hat man sie dem Bifie weggenommen. Es war aber immer ein eindeutig dem Ministerium zugeordnetes Institut, das auch vom Ministerium die Aufträge erhalten hat.
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Herr Hoyos-Trauttmansdorff, Ihre Aussage war etwas tief, wenn Sie mir gestatten, dies auch so zu klassifizieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wenn Sie mir jetzt eine massive Umfärbung unterstellen, dann implizieren Sie ja ganz offensichtlich, dass es schon einmal eine Färbung gegeben hat. (Ruf bei den NEOS: Genau! Richtig! – Abg. Meinl-Reisinger: Das macht es nicht besser! – Abg. Loacker: Mama, die anderen haben auch einen Fünfer!) Ich bin darüber ganz überrascht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei den NEOS: Genau! Richtig! – Abg. Meinl-Reisinger: Das macht es nicht besser! – Abg. Loacker: Mama, die anderen haben auch einen Fünfer!
Herr Hoyos-Trauttmansdorff, Ihre Aussage war etwas tief, wenn Sie mir gestatten, dies auch so zu klassifizieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wenn Sie mir jetzt eine massive Umfärbung unterstellen, dann implizieren Sie ja ganz offensichtlich, dass es schon einmal eine Färbung gegeben hat. (Ruf bei den NEOS: Genau! Richtig! – Abg. Meinl-Reisinger: Das macht es nicht besser! – Abg. Loacker: Mama, die anderen haben auch einen Fünfer!) Ich bin darüber ganz überrascht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Hoyos-Trauttmansdorff, Ihre Aussage war etwas tief, wenn Sie mir gestatten, dies auch so zu klassifizieren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Loacker.) Wenn Sie mir jetzt eine massive Umfärbung unterstellen, dann implizieren Sie ja ganz offensichtlich, dass es schon einmal eine Färbung gegeben hat. (Ruf bei den NEOS: Genau! Richtig! – Abg. Meinl-Reisinger: Das macht es nicht besser! – Abg. Loacker: Mama, die anderen haben auch einen Fünfer!) Ich bin darüber ganz überrascht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Dinge, die Sie aufgezählt haben, sind Dinge, die sich entwickelt haben, weil Verträge ausgelaufen sind oder manche in Pension gegangen sind, deren Posten nachbesetzt wurden. Es gibt eine Auswahlkommission, die sich aus Mitgliedern des Arbeitgebers, der Arbeitnehmer und des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen zusammensetzt. Da wird von mir gar nicht eingegriffen. Ich bekomme am Ende des Weges eine Dreierliste, so wie es an der Universität auch üblich ist, und ich habe die Dreierliste bisher nie umgestürzt. Mir jetzt hier eine Umfärbung vorzuwerfen, ist eine Unterstellung, die ich wirklich zurückweise. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein dritter Punkt zur Aufklärung betreffend die Sache mit den Bildungsstandards: Herr Hoyos-Trauttmansdorff, bitte schauen Sie sich diese Sache doch genauer an! Bisher wurden die Bildungsstandards alle drei Jahre erhoben. Wir erheben sie jetzt jedes Jahr, aber nur von einem Drittel der Grundgesamtheit. Die Grundgesamtheit ist so groß, dass man ohne Weiteres eine Drittelstichprobe bilden kann, um jedes Jahr über die Bildungsstandards Bescheid zu wissen, weil die Stichprobe, die in etwa 25 000, 30 000 Probanden umfasst, so groß ist, dass sie keine Varianz mehr aufweist. Sie haben mir unterstellt, ich wolle es nicht wissen. Die Wahrheit ist, ich will es genauer wissen, und das jedes Jahr, und deswegen ist die Änderung eingetreten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Insgesamt ist diese Umwandlung einer hybriden Institution Bifie zu einer Institution, die, bei gleichzeitiger Zusicherung der gesetzlich fixierten wissenschaftlichen Unabhängigkeit, einen klaren Auftrag bekommen hat, ein sehr guter Vorschlag. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Welche Folgen haben wir von dieser Neuorientierung zu erwarten? – Einerseits eine gewisse Verschlankung der Strukturen, andererseits aber auch ein näheres Heranrücken der Institution und insbesondere der zu erwartenden Ergebnisse an die Schulverwaltung und damit auch an die Schulrealität. Nicht zuletzt können wir auch erwarten, dass der Informationsfluss der wissenschaftlichen Errungenschaften sowohl in das Schulwesen als auch draußen in die Universitäten und Pädagogischen Hochschulen dadurch befestigt und beschleunigt wird und Dinge dadurch besser und schneller umgesetzt werden können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Mein hoffnungsfroher Wunsch zum Schluss ist, dass es in dieser neu geschaffenen und ans Ministerium angeschlossenen Einrichtung, die zugleich auch eine wissenschaftliche Einrichtung nach dem Forschungsorganisationsgesetz ist, gelingt, die Expertise der Wissenschaft, die konkreten Fakten aus den konkreten Studien und aber bitte auch die Erfahrung unserer Pädagoginnen und Pädagogen aus der Praxis zusammenzuführen, dass die aus dieser Zusammenschau abgeleiteten Erkenntnisse dann wirklich auch fruchtbringend, im Interesse unserer Kinder und Jugendlichen im Schulsystem umgesetzt werden. Da bin ich sehr optimistisch. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Nein!
Wünscht die Berichterstattung ein Schlusswort? (Abg. Wöginger: Nein!) – Das ist nicht der Fall.
Abg. Ottenschläger: Wie war das mit der Staatszielbestimmung, Herr Kollege Preiner?
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Preiner. – Bitte. (Abg. Ottenschläger: Wie war das mit der Staatszielbestimmung, Herr Kollege Preiner?)
Beifall bei der SPÖ.
Ich komme zum Abschluss, Kolleginnen und Kollegen: Diese Novelle ist in sich unausgegoren und entspricht nicht unserem Demokratieverständnis. Unter diesem Aspekt können wir dieser Gesetzesnovelle leider nicht unsere Zustimmung erteilen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Vogl: Das war eine super Rede!
Abgeordnete MMMag. Gertraud Salzmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Lieber Herr Kollege Preiner, als Dienstrechtlerin kann ich jetzt nicht jeden inhaltlich falschen Ansatz, den Sie vorgebracht haben, korrigieren. (Abg. Vogl: Das war eine super Rede!) Dazu fehlt mir leider die Zeit. Ich werde aber trotzdem auf einiges eingehen. Als Dienstrechtlerin ist es mir wirklich eine Freude, diesen Initiativantrag einzubringen. Warum, meine Damen und Herren? – Wir sind für eine weitere praxisnahe Anpassung, was die Erfordernisse in den Schulen anlangt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
So, und jetzt haben wir aber das Problem, dass viele Junglehrer im AHS- und BHS-Bereich derzeit nicht unterkommen; das heißt, sie sind beschäftigungslos. Herr Preiner, ich weiß nicht, was Sie daran finden, wenn wir diesen jungen Menschen jetzt die Möglichkeit geben, in eine Beschäftigung hineinzugehen, denn das tun wir mit dieser Gesetzesänderung. Wir gehen her und sagen, diesen hoch qualifizierten jungen Damen und Herren, die sehr, sehr gerne unterrichten möchten, erkennen wir jetzt rechtlich auch die Unterrichtserteilung für die Neue Mittelschule und für den Polytechnischen Lehrgang an. Das sind hoch qualifizierte junge Damen und Herren. Das tun wir! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Preiner, Sie haben auch das Teamteaching angesprochen: Wenn Sie den Gesetzestext genau kennen würden, müssten Sie auch wissen, dass dieses Teamteaching nicht generell abgeschafft wird, sondern der Schulautonomie übergeben wird – ob man jetzt binnendifferenziert oder nicht. Lesen Sie den Gesetzestext! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Frau Hammerschmid, wenn Sie im Ausschuss davon sprechen, dass das ein Nachteil, eine Schlechterstellung ist, dann frage ich mich schon, wer das Schema pd eingeführt hat. – Das waren die roten Ministerinnen im Bildungsressort. Und ja, pd ist für einen AHS- und BHS-Lehrer eine Schlechterstellung, leider. Wir wollen also die gut ausgebildeten Lehrer in unseren Schulen haben, und wir wollen nicht, dass diese Junglehrer auf der Straße stehen. Das ist ein ganz klares Ziel von uns. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte zum Abschluss meiner Rede noch auf ein sehr wesentliches Thema eingehen, das mich in den letzten zwei Wochen wirklich sehr, sehr bewegt hat. Es ist allseits bekannt: Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. Dazu braucht es ein ganz klares Bekenntnis von uns allen. Ein Verhalten, das andere schikaniert und entwürdigt, darf nicht hingenommen werden; egal, ob das zwischen Schülern ist oder ob das zwischen Schülern und Lehrern ist. Wir wollen, und das ist ganz klar, Lehrer und Schüler schützen und eine konstruktive Lernatmosphäre ermöglichen. Vor allem wollen wir auch, dass der erfolgreiche Unterricht gewährleistet wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, es ist jetzt wirklich an der Zeit, unseren Lehrerinnen und Lehrern in Österreich, die tagtäglich in den Schulklassen stehen – und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen –, wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenzubringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja gar nicht!
Ich bedanke mich ausdrücklich bei Ihnen, Herr Minister, denn Sie schauen auf diese Probleme hin! Es wird nicht, wie in den Jahren davor, weggeschaut, sondern Sie schauen hin und Sie handeln rasch und zielorientiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja gar nicht!) Und das Schöne daran ist, Sie binden die Fachleute aus der Praxis, aus den Schulen mit ein. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich bedanke mich ausdrücklich bei Ihnen, Herr Minister, denn Sie schauen auf diese Probleme hin! Es wird nicht, wie in den Jahren davor, weggeschaut, sondern Sie schauen hin und Sie handeln rasch und zielorientiert. (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja gar nicht!) Und das Schöne daran ist, Sie binden die Fachleute aus der Praxis, aus den Schulen mit ein. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Preiner spricht mit Abg. Wittmann.
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Herr Preiner! (Abg. Preiner spricht mit Abg. Wittmann.) – Herr Preiner! (Abg. Jarolim: Soll er rauskommen? – Heiterkeit bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Herr Preiner, Sie haben zwei Fragen gestellt, ich darf Ihnen die Antworten geben.
Abg. Jarolim: Soll er rauskommen? – Heiterkeit bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr. Heinz Faßmann: Herr Preiner! (Abg. Preiner spricht mit Abg. Wittmann.) – Herr Preiner! (Abg. Jarolim: Soll er rauskommen? – Heiterkeit bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Herr Preiner, Sie haben zwei Fragen gestellt, ich darf Ihnen die Antworten geben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und die zweite Frage: Werden Lehramtsstudenten, die nicht fertig geworden sind und derzeit über einen Sondervertrag beschäftigt sind, weiterbeschäftigt? – Ja, sie werden weiterbeschäftigt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Jarolim: Der Kollege befürchtet, dass hinter der Angelegenheit der Hausverstand ...!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Zarits. (Abg. Jarolim: Der Kollege befürchtet, dass hinter der Angelegenheit der Hausverstand ...!) – Sie können sich zu Wort melden, Herr Abgeordneter Jarolim. Das steht Ihnen frei, es ist noch genügend Zeit für Ihren Redebeitrag. (Abg. Lausch: Er hat ja nichts zu sagen! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.) – Bitte, Herr Abgeordneter Zarits.
Abg. Lausch: Er hat ja nichts zu sagen! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Zarits. (Abg. Jarolim: Der Kollege befürchtet, dass hinter der Angelegenheit der Hausverstand ...!) – Sie können sich zu Wort melden, Herr Abgeordneter Jarolim. Das steht Ihnen frei, es ist noch genügend Zeit für Ihren Redebeitrag. (Abg. Lausch: Er hat ja nichts zu sagen! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.) – Bitte, Herr Abgeordneter Zarits.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dazu darf ich Ihnen ganz, ganz herzlich gratulieren; ebenso zu den Deutschförderklassen, die heute ja auch angesprochen wurden. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir Kinder die deutsche Sprache lehren, dann können sie sich auch integrieren. Ich darf Ihnen sagen, ich bin viel in meinem Wahlkreis unterwegs, und die Menschen sind sich sicher, dass aufgrund Ihrer sehr, sehr ruhigen und kompetenten Art die Bildung in Österreich in Ihren Händen sehr, sehr gut aufgehoben ist. – Ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Preiner: Das ist eine Unterstellung, Herr Kollege!
Herr Kollege Preiner hatte heute das Pech, dass er vor Kollegin Salzmann gesprochen hat, denn die hat ihm eigentlich erklärt, wie es in Zukunft ausschauen soll: dass wir keine Sonderverträge brauchen, dass wir für Lehrerinnen und Lehrer, die auch an den Universitäten studiert haben, keine Sonderverträge brauchen, sondern dass wir die regulär anstellen wollen. Ich glaube, das ist wichtig und richtig. Die SPÖ steht für Sonderverträge, und die sind zum Nachteil der Lehrerinnen und Lehrer, die sind nämlich befristet. (Abg. Preiner: Das ist eine Unterstellung, Herr Kollege!) Wir stehen für unbefristete Lehrverträge für Junglehrerinnen und Junglehrer. – Herzliches Dankeschön dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Herr Kollege Preiner hatte heute das Pech, dass er vor Kollegin Salzmann gesprochen hat, denn die hat ihm eigentlich erklärt, wie es in Zukunft ausschauen soll: dass wir keine Sonderverträge brauchen, dass wir für Lehrerinnen und Lehrer, die auch an den Universitäten studiert haben, keine Sonderverträge brauchen, sondern dass wir die regulär anstellen wollen. Ich glaube, das ist wichtig und richtig. Die SPÖ steht für Sonderverträge, und die sind zum Nachteil der Lehrerinnen und Lehrer, die sind nämlich befristet. (Abg. Preiner: Das ist eine Unterstellung, Herr Kollege!) Wir stehen für unbefristete Lehrverträge für Junglehrerinnen und Junglehrer. – Herzliches Dankeschön dafür. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
werden, dass es zu einer Verbesserung für die Lehrerinnen und Lehrer kommt, und darum bitte ich Sie um Ihre Zustimmung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Steinacker: Nein, das kann es nicht sein!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Es gibt noch eine tatsächliche Berichtigung durch Abgeordneten Preiner. – Bitte, ich darf Ihnen das Wort erteilen. (Abg. Steinacker: Nein, das kann es nicht sein!)
Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Leichtfried.
Abgeordneter Erwin Preiner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Es wurde vom Vorredner behauptet, die SPÖ stehe für Sonderverträge. – Ich berichtige tatsächlich: Das habe ich nicht gesagt, diese Behauptung ist daher unwahr. (Beifall bei der SPÖ. – Bravoruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei der SPÖ für den ans Rednerpult tretenden Abg. Lindner.
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Lindner. Ich darf es ihm erteilen. (Beifall bei der SPÖ für den ans Rednerpult tretenden Abg. Lindner.)
Beifall bei der SPÖ.
All das hat an unseren Schulen nichts verloren. (Beifall bei der SPÖ.) Dort soll nämlich der selbstbewusste Umgang mit Sexualität gefördert werden. Aber was machen Sie als Bildungsminister? Schnell für Aufklärung sorgen, Konsequenzen ziehen? – Nein, Sie ignorieren, kündigen an und sitzen aus. Lösungen haben Sie in elf Monaten keine geliefert.
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ein Schüler/eine Schülerin an unseren Schulen sein/ihr Schuljahr so planlos bestreitet wie Sie als Minister, dann ist der Nachzipf fix. Ein Schüler kann es sich nicht leisten, ein Jahr lang nur anzukündigen und zu versprechen, aber jede Schularbeit zu ignorieren. Das sollten Sie sich als Vorbild nehmen. Statt alle zwei Monate neue Strukturen anzukündigen, sollten Sie endlich handeln, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für uns alle muss klar sein, dass solche mittelalterlichen Praktiken an unseren Schulen nichts verloren haben. – Herr Minister, setzen, fünf! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lindner: Richtig!
Lindner, ich glaube Ihnen, dass Sie dieses Thema emotional sehr berührt (Abg. Lindner: Richtig!), finde es aber nicht in Ordnung, wenn Sie hier von Ankündigungen, von Aussitzen und von Planlosigkeit sprechen, denn das Gegenteil ist der Fall, und ich möchte hier auf dieses Thema auch kurz eingehen. Wir haben heute eben zwei Anträge zur sexuellen Bildung in der Schule und einen Antrag betreffend Gewaltschutz auf der Tagesordnung.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Haubner.
Ich bin auch sehr froh über das Neun-Punkte-Programm, das der Herr Minister letzte Woche vorgestellt hat und das auch viele Punkte und Maßnahmen im Bereich Gewaltprävention beinhaltet. Wir brauchen im Bildungsbereich keine Schnellschüsse, sondern wohlüberlegte Maßnahmen für eine gelingende Schule. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Haubner.)
Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!
Abgeordnete Stephanie Cox, BA (JETZT): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte ZuschauerInnen! Homosexualität ist ein Identitätsproblem, das „oft durch eine Kombination von Therapie, speziellen Selbsthilfegruppen und geschulter Seelsorge“ geheilt werden kann. (Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!) Ichbezogenheit und geringes Selbstwertgefühl sind mögliche Folgen der Selbstbefriedigung. (Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!) Sex vor der Ehe ist grundsätzlich abzulehnen. Und überhaupt: „Wenn ihr euch so sehr liebt, warum heiratet ihr nicht gleich? Wenn nicht, warum habt ihr dann Geschlechtsverkehr?“ – Das waren drei Zitate. (Heiterkeit des Abg. Scherak) – Ja, mir kommt eher das Weinen, um ehrlich zu sein; aber ja, in manchen Momenten frage ich mich auch, ob ich lachen oder weinen soll.
Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!
Abgeordnete Stephanie Cox, BA (JETZT): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte ZuschauerInnen! Homosexualität ist ein Identitätsproblem, das „oft durch eine Kombination von Therapie, speziellen Selbsthilfegruppen und geschulter Seelsorge“ geheilt werden kann. (Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!) Ichbezogenheit und geringes Selbstwertgefühl sind mögliche Folgen der Selbstbefriedigung. (Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!) Sex vor der Ehe ist grundsätzlich abzulehnen. Und überhaupt: „Wenn ihr euch so sehr liebt, warum heiratet ihr nicht gleich? Wenn nicht, warum habt ihr dann Geschlechtsverkehr?“ – Das waren drei Zitate. (Heiterkeit des Abg. Scherak) – Ja, mir kommt eher das Weinen, um ehrlich zu sein; aber ja, in manchen Momenten frage ich mich auch, ob ich lachen oder weinen soll.
Heiterkeit des Abg. Scherak
Abgeordnete Stephanie Cox, BA (JETZT): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte ZuschauerInnen! Homosexualität ist ein Identitätsproblem, das „oft durch eine Kombination von Therapie, speziellen Selbsthilfegruppen und geschulter Seelsorge“ geheilt werden kann. (Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!) Ichbezogenheit und geringes Selbstwertgefühl sind mögliche Folgen der Selbstbefriedigung. (Abg. Heinisch-Hosek: Unglaublich!) Sex vor der Ehe ist grundsätzlich abzulehnen. Und überhaupt: „Wenn ihr euch so sehr liebt, warum heiratet ihr nicht gleich? Wenn nicht, warum habt ihr dann Geschlechtsverkehr?“ – Das waren drei Zitate. (Heiterkeit des Abg. Scherak) – Ja, mir kommt eher das Weinen, um ehrlich zu sein; aber ja, in manchen Momenten frage ich mich auch, ob ich lachen oder weinen soll.
Beifall bei JETZT und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ein Land, in dem so etwas möglich ist, muss Sexualpädagogik endlich ernst nehmen. Es darf nicht passieren, dass Kinder und Jugendliche solchen sexistischen und homophoben Thesen ausgesetzt sind. Wir brauchen eine zeitgemäße und aufgeklärte Sexualpädagogik in den Lehrplänen von Österreichs Schulen. (Beifall bei JETZT und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Nein, das ist nicht utopisch und auch nicht illusorisch, das ist in vielen Ländern nämlich auch schon möglich und gelebte Praxis. In Schottland stehen beispielsweise LGBTIQ-Themen mittlerweile fix auf dem Lehrplan – in Österreich ist es größtenteils noch Theorie. Warum setzen wir nicht den Grundsatzerlass Sexualpädagogik um? Was ist mit dem Grundsatzerlass Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung aus 2018? Was ist mit meinem Antrag zur geschlechtersensiblen Pädagogik, den ich eingereicht habe? Genau das sind die Themen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, und genau das sind die Dinge, die wir umsetzen müssen, damit die Sexualpädagogik im Jahr 2019 auch in Österreich ankommt. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei JETZT und SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Herr Minister Faßmann, Sie haben die einmalige Möglichkeit, die Causa Teenstar, das Frauenvolksbegehren und Zigtausende AktivistInnen sowie die Plattform Sexuelle Bildung ernst zu nehmen, zu unterstützen und sich mit diesen Themen nicht nur ernsthaft auseinanderzusetzen, sondern, wie ich glaube, diese Thematik, die so wichtig ist, ins Jahr 2019 zu heben. Machen Sie Österreich zu einem Vorzeigeland für zeitgemäße und aufgeklärte Sexualpädagogik! (Beifall bei JETZT und SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Heinisch-Hosek: Fächerübergreifend!
Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Zuseher und Zuhörer auf der Besuchergalerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Zum Antrag „Sicherstellung und Finanzierung von sexueller Bildung“ möchte ich, Herr Lindner, darauf hinweisen, dass betreffend den Inhalt des Grundsatzerlasses Sexualpädagogik der erste Schritt für eine Sicherstellung der Umsetzung und zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Organisationen im Bereich Sexualpädagogik bereits gesetzt wurde, denn grundsätzlich hat die Lehrkraft gemäß Schulunterrichtsgesetz „in eigenständiger und verantwortlicher Unterrichts- und Erziehungsarbeit die Aufgabe der österreichischen Schule [...] zu erfüllen“. Im Zuge der Erarbeitung der Lehrpläne 2020 wird er im Bereich flächenübergreifender Kompetenzentwicklung aufgenommen (Abg. Heinisch-Hosek: Fächerübergreifend!), wo die Unterrichtsprinzipien verstärkt verankert werden und Kompetenzziele auf Schülerebene auch in den fächerübergreifenden Themen dargestellt werden.
Abg. Lindner: Haben Sie schon jemals mit ExpertInnen geredet? Jemals? – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ich hoffe auf Lehrer, die mit Menschenverstand und ihrer genauen Kenntnis den Wissensstand der Kinder erweitern und diesen sensiblen Bereich selbst abdecken – das heißt den Unterricht nicht an Fremde weitergeben, denn Sexualität betrifft unser innerstes Menschsein. Sie ist ein Teil von uns selbst und ganz in unserer Person integriert. (Abg. Lindner: Haben Sie schon jemals mit ExpertInnen geredet? Jemals? – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Mit dem Grundsatzerlass Sexualpädagogik hat der Staat Zugriff auf sexuelle Bildung, und, Herr Lindner, dazu braucht es ethische Grundsätze, humane Rahmenbedingungen und natürlich die rein faktisch-biologische Wissensvermittlung und keine ideologische Umerziehung. – Vielen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Genau!
einsetzen, könnten Sie ja vielleicht bei diesen zwei Anträgen durchaus mitgehen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf: Genau!)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht dabei auch um das Thema Sensibilisierungsprogramme im Bereich Gewaltschutz – wir haben vorhin schon von Ottakring gehört –, ein wirklich dringliches Problem. Unserer Meinung nach können Time-out-Klassen nicht die Lösung sein. Wir wollen nicht, dass Kinder segregiert und weggesperrt werden, wie die Bundesregierung es bei den Deutschklassen schon präferiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mölzer.
Es braucht nachhaltige Lösungen. Kurzfristiges Ausblenden des Problems, indem man Kinder ausschließt, ist keine nachhaltige Lösung. (Zwischenruf des Abg. Mölzer.) Das Ganze darüber hinaus eventuell noch an Leistungskürzungen für Familien zu knüpfen, verschärft das Problem eigentlich nur noch ins Bodenlose. Wir müssen die Schulen wirklich mit ausreichendem Personal und ausreichenden Ressourcen ausstatten – PsychologInnen, SozialarbeiterInnen –, denn Sparen im System bei Schulen ist absolut fehl am Platz.
Beifall bei der SPÖ
Unsere Antwort, die Antwort der Sozialdemokratie ist: 100 Psychologinnen und Psychologen mehr an Schulen in Österreich (Beifall bei der SPÖ) und der weitere Ausbau von Peer-Mediationsprogrammen von Schülerinnen und Schülern für Schülerinnen und Schüler. Im Sinne des Frauenvolksbegehrens appellieren wir an die Regierung, ressortübergreifend die Sensibilisierungsprogramme zum Thema Gewaltschutz zu verstärken.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.
Auch ein zweiter Punkt ist wichtig – er ist vorhin auch schon ein bisschen angesprochen worden –: Es ist endlich Zeit, ehrlich und offen an das Thema Sexualpädagogik heranzugehen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.) Wir brauchen wirklich einen positiven Zugang zu Sexualität und vor allem einen reellen. Es ist nicht mehr zeitgemäß: Licht aus, Decke drüber, dabei am besten auch noch die Augen zu, Bienchen, Blümchen – Entschuldigung bitte, kommen Sie im 21. Jahrhundert an! Das ist doch unfassbar! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Auch ein zweiter Punkt ist wichtig – er ist vorhin auch schon ein bisschen angesprochen worden –: Es ist endlich Zeit, ehrlich und offen an das Thema Sexualpädagogik heranzugehen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.) Wir brauchen wirklich einen positiven Zugang zu Sexualität und vor allem einen reellen. Es ist nicht mehr zeitgemäß: Licht aus, Decke drüber, dabei am besten auch noch die Augen zu, Bienchen, Blümchen – Entschuldigung bitte, kommen Sie im 21. Jahrhundert an! Das ist doch unfassbar! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Wenn man die Reden von manchen KollegInnen hier mitverfolgt, dann kommt mir das so vor wie bei den drei bekannten Äffchen: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen! – Das ist bei dem Thema aber wirklich nicht die Realität! Wir müssen unsere Jugendlichen bezüglich Sexualität, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch endlich ordentlich aufklären. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Wir stehen für einen offenen Dialog, keinen Backlash, wie so manche Petition das fordert. Wir sagen: keinen Millimeter, wenn es um das Thema Schwangerschaftsabbruch geht! (Abg. Steinacker: ... Schwangerschaft!) My body, my choice! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Abg. Steinacker: ... Schwangerschaft!
Wenn man die Reden von manchen KollegInnen hier mitverfolgt, dann kommt mir das so vor wie bei den drei bekannten Äffchen: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen! – Das ist bei dem Thema aber wirklich nicht die Realität! Wir müssen unsere Jugendlichen bezüglich Sexualität, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch endlich ordentlich aufklären. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Wir stehen für einen offenen Dialog, keinen Backlash, wie so manche Petition das fordert. Wir sagen: keinen Millimeter, wenn es um das Thema Schwangerschaftsabbruch geht! (Abg. Steinacker: ... Schwangerschaft!) My body, my choice! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.
Wenn man die Reden von manchen KollegInnen hier mitverfolgt, dann kommt mir das so vor wie bei den drei bekannten Äffchen: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen! – Das ist bei dem Thema aber wirklich nicht die Realität! Wir müssen unsere Jugendlichen bezüglich Sexualität, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch endlich ordentlich aufklären. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Wir stehen für einen offenen Dialog, keinen Backlash, wie so manche Petition das fordert. Wir sagen: keinen Millimeter, wenn es um das Thema Schwangerschaftsabbruch geht! (Abg. Steinacker: ... Schwangerschaft!) My body, my choice! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.
Ich kann Ihnen am Schluss nur noch eines mitgeben: Let’s talk about sex! Kommen wir von Bienchen und Blümchen weg und endlich ins 21. Jahrhundert der Sexualpädagogik! (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.)
Abg. Jarolim: So schnell kann man wieder im Mittelalter ankommen! – Abg. Wöginger: Du stammst aus dem Mittelalter! – Ruf: Die Scharia ...! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Wer dafür ist, den bitte ich um ein Zeichen der Zustimmung. – Das ist ebenso angenommen. (Abg. Jarolim: So schnell kann man wieder im Mittelalter ankommen! – Abg. Wöginger: Du stammst aus dem Mittelalter! – Ruf: Die Scharia ...! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Grundsätzlich sollte das Thema Medienkompetenz also generell ein nachhaltiger Teil des lebenslangen Lernens werden; dafür sollten wir uns doch alle gemeinsam einsetzen! – Vielen Dank und guten Abend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf: ... die Bundesregierung!
Abgeordnete Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Wir sprechen hier also über den Antrag der NEOS betreffend die nachhaltige Verankerung von Medienkompetenz in der Erwachsenenbildung. Ziel soll sein, eine gut gebildete Gesellschaft zu erlangen, die vor allem Fake News und Desinformationskampagnen erkennt. – Das ist, glaube ich, ein sehr löblicher Ansatz, aber, liebe NEOS, noch löblicher wäre es, wenn ihr keine Fake News verbreiten würdet. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf: ... die Bundesregierung!)
Abg. Meinl-Reisinger: ... noch, ... wenn die Demokratie destabilisiert wird! ...!
Ich finde es in diesem Zusammenhang sehr traurig, dass du, Gerald, hier an diesem Pult vor einigen Stunden gesagt hast, dass im Digitalen Amt von vier Applikationen nur zwei funktionieren. Das ist, wenn ich es einmal so sagen will, eine wahrscheinlich vorsätzliche Unwahrheit, um nicht das Wort Lüge zu verwenden, es sind aber jedenfalls Fake News. Das sind wir aber in letzter Zeit leider von den NEOS gewöhnt. (Abg. Meinl-Reisinger: ... noch, ... wenn die Demokratie destabilisiert wird! ...!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich glaube also, es gibt genügend Maßnahmen, und ich denke, deswegen wieder einen Plan zu schreiben, der einige Personen im Ministerium beschäftigt, ist meiner Meinung nach ein Bürokratieaufbau, den wir nicht brauchen. Diese Regierung steht für Bürokratieabbau, und deswegen haben wir den Antrag im Ausschuss abgelehnt. – Danke. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf: Oje!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Danke schön, Herr Präsident! (Ruf: Oje!) – Es geziemt sich nicht, ein: Oje! von sich zu geben, wenn jemand zum Rednerpult gerufen wird, aber bitte.
Abg. Steinacker: Das stimmt nicht! – Abg. Deimek: Das stimmt nicht!
Bei der Bestellung von Wahlkarten sind im Bereich der Gemeinde Wien 600 von 2 600 im Nirwana des Systems verschwunden (Abg. Steinacker: Das stimmt nicht! – Abg. Deimek: Das stimmt nicht!), und beim Melden des Wohnsitzes hat die Ministerin bereits selbst zugestehen müssen, dass Nachkorrekturen erfolgen und dass Nachprogrammierungen vorgenommen werden müssen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Deimek: Lesen Sie etwas anderes als „Heute“!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Deimek: Lesen Sie etwas anderes als „Heute“!
Bei der Bestellung von Wahlkarten sind im Bereich der Gemeinde Wien 600 von 2 600 im Nirwana des Systems verschwunden (Abg. Steinacker: Das stimmt nicht! – Abg. Deimek: Das stimmt nicht!), und beim Melden des Wohnsitzes hat die Ministerin bereits selbst zugestehen müssen, dass Nachkorrekturen erfolgen und dass Nachprogrammierungen vorgenommen werden müssen. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Deimek: Lesen Sie etwas anderes als „Heute“!)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Hohes Haus! Werter Herr Minister! Ich glaube, was wichtig ist, Frau Kollegin Niss, ist, dass wir hier über ernsthafte Fake News debattieren und nicht über eine normale politische Diskussion, in der, wie wir alle wissen, Dinge immer wieder verzerrt dargestellt werden – abgesehen davon, dass Herr Kollege Loacker sehr klar gezeigt hat, dass er die Wahrheit gesagt hat. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das sind aber nicht Fake News, um die es geht: Hier geht es um demokratiepolitische Maßnahmen oder demokratiepolitische Gefährdungen, die dadurch entstehen, und das, glaube ich, ist in dieser Situation nicht der Fall. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Hohes Haus! Werter Herr Minister! Ich glaube, was wichtig ist, Frau Kollegin Niss, ist, dass wir hier über ernsthafte Fake News debattieren und nicht über eine normale politische Diskussion, in der, wie wir alle wissen, Dinge immer wieder verzerrt dargestellt werden – abgesehen davon, dass Herr Kollege Loacker sehr klar gezeigt hat, dass er die Wahrheit gesagt hat. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das sind aber nicht Fake News, um die es geht: Hier geht es um demokratiepolitische Maßnahmen oder demokratiepolitische Gefährdungen, die dadurch entstehen, und das, glaube ich, ist in dieser Situation nicht der Fall. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es ist ein Wahnsinn, wie schlecht wir auf dieses Thema vorbereitet sind, insbesondere wenn wir uns anschauen, was weltweit passiert: Die amerikanischen Wahlen wurden durch Fake News massiv beeinflusst; mittlerweile ist das de facto bewiesen, es geben die Russen quasi schon zu, dass sie da eingegriffen haben. Eine Europawahl steht vor der Haustür, und alle sagen, da wird schon nichts passieren. – Also ganz ehrlich, das ist ein Stück weit scheinheilig, wenn man sagt, da wird nichts passieren. Das kann es doch nicht sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich halte es für gefährlich, absurd und abstrus, wenn Sie sich hierherstellen und sagen, es passiere in diesem Bereich so viel und es sei alles großartig. Es ist genau das Gegenteil der Fall, und wir müssen hier schnell in die Gänge kommen, weil das gesellschaftlich ein höchst relevantes Thema ist. Deshalb kann ich noch immer nicht nachvollziehen und bin wirklich fassungslos darüber, dass Sie sich hierherstellen und sagen: Wir machen in dem Bereich eh so viel, das Thema ist nicht relevant! Wahrscheinlich ist es nur deswegen nicht relevant, weil es Ihnen oder Ihrem Koalitionspartner möglicherweise bei Wahlen schaden würde, wenn Sie nicht unterstützt werden, von wem auch immer. (Beifall bei den NEOS.)