Eckdaten:
Für die 126. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 923 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Abg. Strache: Ist das die erste Selbstkritik, nachdem ihr die Bankspekulanten bedient, die Millionäre? Die Sektion Neoliberalismus in der SPÖ!
Nun, wofür ich bin, ist aber, dass man eine Wirtschaftspolitik nicht mit ideologischen Elementen überfrachtet. Die eine oder andere Regierung in Europa, aber auch der eine oder andere Experte versuchen hier immer noch, neoliberale Grundideen in ihr Wirtschaftsverständnis und auch in ihre praktische Politik einfließen zu lassen. (Abg. Strache: Ist das die erste Selbstkritik, nachdem ihr die Bankspekulanten bedient, die Millionäre? Die Sektion Neoliberalismus in der SPÖ!)
Abg. Bucher: Mit den Stimmen der SPÖ! – Abg. Strache: Dank der SPÖ-Beschlüsse!
Dazu muss ich schon sagen, dass die Frage der Handlungsfähigkeit auch zusammenhängt mit Fragen wie: Wie organisieren sich die Banken? Wie schaut die Entwicklung des Schuldenmachens auf Länder- und Gemeindeebene aus? Wie schaut die Frage der Haftungen aus? – Wenn sich zum Beispiel die Kärntner mit der Landes-Hypo auf einen Haftungsrahmen von bis über 22 Milliarden € „hochgearbeitet‘“ haben (Abg. Bucher: Mit den Stimmen der SPÖ! – Abg. Strache: Dank der SPÖ-Beschlüsse!), dann wäre es halt gut gewesen, wenn es irgendwo die Möglichkeit gegeben hätte, dass der Bund darauf Einfluss nehmen kann, dass der Bund sagen kann: Ich will hier eine Haftungsobergrenze!, oder dass es hier überhaupt entsprechende Möglichkeiten gibt, denn letztlich ist es dann der Bund, der diesen Haftungsrahmen zu übernehmen hat. Das, glaube ich, ist ganz wichtig: dass man hier Schritte setzt, und ich nehme an – das habe ich auch aus diesem Text herausgelesen –, dass das geplant ist, damit man so etwas in den Griff bekommt.
Beifall bei der SPÖ.
Das sind notwendige Maßnahmen! Und die Diskussion immer so zu führen, dass man sagt, man zieht hier einen Deckel, eine Bremse ein, und in Wirklichkeit nimmt man Sozialleistungen zurück und diskutiert nicht über andere Elemente, die wichtig sind, das ist unsozial und findet sicher nicht die Unterstützung der Sozialdemokraten, wenn es in diese Richtung geht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Dass sie so erfolgen soll!
Ich bewerte die Arbeit der sozialdemokratischen Ministerien natürlich weit positiver. Ich kann mich mit der Einführung der Studiengebühren natürlich nicht identifizieren. Vor allem aber kann ich mich mit einem Punkt nicht identifizieren, nämlich wenn Sie sagen, die Besteuerung in Österreich erfolgt effizient, fair und gerecht. – Dieser Meinung bin ich nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Dass sie so erfolgen soll!) – Ich kann nur zitieren, was da drinsteht. (Bundesministerin Dr. Fekter: Soll!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Soll!
Ich bewerte die Arbeit der sozialdemokratischen Ministerien natürlich weit positiver. Ich kann mich mit der Einführung der Studiengebühren natürlich nicht identifizieren. Vor allem aber kann ich mich mit einem Punkt nicht identifizieren, nämlich wenn Sie sagen, die Besteuerung in Österreich erfolgt effizient, fair und gerecht. – Dieser Meinung bin ich nicht! (Beifall bei der SPÖ. – Bundesministerin Dr. Fekter: Dass sie so erfolgen soll!) – Ich kann nur zitieren, was da drinsteht. (Bundesministerin Dr. Fekter: Soll!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen, wir sollten bei einem der nächsten Steuerreformschritte dafür sorgen, dass wir zu gerechten Steuern kommen, und dazu gehört die Millionärssteuer. Wenn wir 80 000 Millionäre in Österreich haben, dann sollen und müssen diese ihren Beitrag leisten. Das ist ganz entscheidend, und das ist auch ein zentraler Punkt unseres Politikverständnisses. (Beifall bei der SPÖ.) Es ist wichtig, dass wir diesen solidarischen Bezug in einer Gesellschaft auch bei der Steuerpolitik zum Ausdruck bringen. Die soziale Gerechtigkeit ist eine der entscheidenden und wesentlichsten Grundlinien bei der Beachtung dessen (Abg. Dr. Pirklhuber: Sind Sie jetzt in der Opposition?), wann die Frage der Bewältigung von Krisen im Zentrum all dieser Überlegungen stehen wird.
Abg. Dr. Pirklhuber: Sind Sie jetzt in der Opposition?
Ich sage Ihnen, wir sollten bei einem der nächsten Steuerreformschritte dafür sorgen, dass wir zu gerechten Steuern kommen, und dazu gehört die Millionärssteuer. Wenn wir 80 000 Millionäre in Österreich haben, dann sollen und müssen diese ihren Beitrag leisten. Das ist ganz entscheidend, und das ist auch ein zentraler Punkt unseres Politikverständnisses. (Beifall bei der SPÖ.) Es ist wichtig, dass wir diesen solidarischen Bezug in einer Gesellschaft auch bei der Steuerpolitik zum Ausdruck bringen. Die soziale Gerechtigkeit ist eine der entscheidenden und wesentlichsten Grundlinien bei der Beachtung dessen (Abg. Dr. Pirklhuber: Sind Sie jetzt in der Opposition?), wann die Frage der Bewältigung von Krisen im Zentrum all dieser Überlegungen stehen wird.
Abg. Bucher schüttelt aus Unverständnis den Kopf.
Ich hoffe daher, dass es gelingen wird. Es ist auch die Opposition dazu eingeladen, daran mitzuwirken. (Abg. Bucher schüttelt aus Unverständnis den Kopf.) – Sie können sich, wenn Sie jetzt apokalyptisch mit dem Kopf wackeln, dann apokalyptisch zu Wort melden, Herr Kollege Bucher! Wir werden Ihren Ausführungen mit Interesse lauschen und werden dann wieder hier im Plenum, aber auch in den Ausschüssen darüber diskutieren können.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Auf die „NEWS“-Vorwürfe sind Sie heute gar nicht eingegangen!
Union gemeinsam mit der Europäischen Union ein globaler Player sein in Konkurrenz mit China, den Vereinigten Staaten, mit Japan und anderen Ländern, wir so etwas wie einen Grundkonsens, ein Zusammenhalten, ein gemeinsames Auftreten, ein gemeinsames Arbeiten im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher ins Zentrum auch unserer parlamentarischen Politik stellen sollten – mit der Grundlinie: Es muss sozial gerecht sein! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Auf die „NEWS“-Vorwürfe sind Sie heute gar nicht eingegangen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung, vor allem Frau Finanzministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Nach einem – man kann fast sagen – nächtlichen Sitzungsexzess mit dem Sitzungsende 3 Uhr in der Früh: einen schönen guten Morgen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Ich glaube, über dieses Thema – Kollege Van der Bellen hat gestern vollkommen recht gehabt – wird in den nächsten Tagen und Wochen einmal ernsthaft zu reden sein, denn bei aller Liebe zum Parlamentarismus – und ich liebe den Parlamentarismus –: Das kann es auch nicht sein! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Gegenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung, vor allem Frau Finanzministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Nach einem – man kann fast sagen – nächtlichen Sitzungsexzess mit dem Sitzungsende 3 Uhr in der Früh: einen schönen guten Morgen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Ich glaube, über dieses Thema – Kollege Van der Bellen hat gestern vollkommen recht gehabt – wird in den nächsten Tagen und Wochen einmal ernsthaft zu reden sein, denn bei aller Liebe zum Parlamentarismus – und ich liebe den Parlamentarismus –: Das kann es auch nicht sein! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei den Grünen. – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Bundesministerin Fekter hat gestern in ihrer Budgetrede ein überzeugendes Konzept für stabile Finanzen vorgelegt, und das wiederum für eine sichere Zukunft. Sie hatte auch gleich eine erfreuliche Nachricht für uns, meine Damen und Herren: Wir sind mit diesem Budget absolut auf dem richtigen Weg! Der Konsolidierungskurs, den wir einschlagen mussten, greift. Viele Experten – es gibt ein paar Ausreißer – bestätigen uns, und zwar immer berücksichtigend die sehr schwierige Ausgangsbasis nach einer Budgetsanierung, nach einer Sanierung einer Finanzkrise, dass wir mit diesem Budget auf dem richtigen Weg sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Experten definieren auch die Ursachen dafür: ein engagiertes, ambitioniertes Angehen der Herausforderungen und auch das Einsetzen von klugen, wirksamen Instrumenten wie zum Beispiel des Bundesfinanzrahmens beziehungsweise des Bundesfinanzrahmengesetzes, also des Instruments des neuen Haushaltsrechtes. Dieses wirkt eindeutig als Ausgabenbremse, und wir werden unsere budgetären Probleme nur über eine Dämpfung der Ausgabenentwicklung in den Griff bekommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Das werden wir erst sehen!
In Zahlen ausgedrückt heißt das, das Defizit sinkt (Abg. Bucher: Das werden wir erst sehen!), obwohl die Wirtschaftsprognosen nicht erfreulich sind. Das WIFO hat kürzlich die Prognose für das nächste Jahr von 1,8 auf 0,8 Prozent zurückgenommen. Die Prognosen das Defizit betreffend sind absolut erfreulich. Wir hatten letztes Jahr noch ein Defizit von 4,6 Prozent zu verzeichnen, und wir werden im Jahr 2015 ein Defizit von 2 Prozent erreicht haben. Das liegt deutlich unter den Maastricht-Bedingungen. Das ist ein Resultat der budgetären Anstrengungen dieser Bundesregierung und insbesondere natürlich unserer Finanzministerin. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In Zahlen ausgedrückt heißt das, das Defizit sinkt (Abg. Bucher: Das werden wir erst sehen!), obwohl die Wirtschaftsprognosen nicht erfreulich sind. Das WIFO hat kürzlich die Prognose für das nächste Jahr von 1,8 auf 0,8 Prozent zurückgenommen. Die Prognosen das Defizit betreffend sind absolut erfreulich. Wir hatten letztes Jahr noch ein Defizit von 4,6 Prozent zu verzeichnen, und wir werden im Jahr 2015 ein Defizit von 2 Prozent erreicht haben. Das liegt deutlich unter den Maastricht-Bedingungen. Das ist ein Resultat der budgetären Anstrengungen dieser Bundesregierung und insbesondere natürlich unserer Finanzministerin. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
schung etwa ist es gelungen, weitere 100 Millionen bereitzustellen, denn Forschung, Entwicklung, Bildung sind natürlich jene Grundlagen, die es möglich machen, Wirtschaftsentwicklung, Wachstum zu generieren und damit letzten Endes auch Beschäftigung zu sichern. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Was machen wir ab 2015?
Pflegefonds – die Herausforderung der nächsten Jahre und Jahrzehnte schlechthin. Wie geht eine älter werdende Gesellschaft mit ihren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern um? Was ist sie bereit, dafür einzusetzen? Abgesehen von der ursächlichen Aufgabe, nämlich des persönlichen Engagements in diesem Bereich, das natürlich kommen muss, noch vor jedem staatlichen Engagement, ist eines klar: Wir müssen bereit sein, in diesem Bereich Geld auszugeben. Der Pflegefonds, der doch bis zum Jahr 2014 vom Bund mit zusätzlichen 680 Millionen dotiert wird, ist ein Signal für die Menschlichkeit in diesem Land, ein Signal des Zusammenhalts von Jung und Alt in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Was machen wir ab 2015?)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir haben die Finanzkrise und die daraus resultierende Wirtschaftskrise gut gemeistert. Das ist das Resultat von ambitioniertem Sparen einerseits und gezieltem Investieren auf der anderen Seite. Wir können heute feststellen, dass wir mit 3,7 Prozent die niedrigste Arbeitslosenrate in der EU haben. Der Schnitt liegt dort immerhin bei 9,5 Prozent, das heißt, unsere Rate macht gerade einmal ein Drittel davon aus. Das ist eine großartige Leistung aller Unternehmerinnen und Unternehmer, aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Betrieben, selbstverständlich auch in der öffentlichen Verwaltung, in der Landwirtschaft, in der Wirtschaft. Das ist eine Leistung von uns allen in diesem Land, und das kann man nicht oft genug würdigen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich ist das begleitend auch eine Leistung der Politik insofern, als dass wir immerhin 5,5 Milliarden € bereitstellen werden für Arbeitsmarktpolitik, und zwar nicht nur für die passive. Diese ist ja Gott sei Dank aufgrund der niedrigen Arbeitslosenrate im Sinken begriffen; auch wenn sie ganz leicht steigen wird, das muss man leider eingestehen. Das ist vor allem natürlich auch ein Verdienst der aktiven Politik, die wir in diesem Bereich betreiben, nämlich rasch jene Menschen wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren, die aus welchen Gründen auch immer ihre Arbeitsstelle verlieren. Das ist, glaube ich, ein Gebot der Stunde, und daher ist es auch gerechtfertigt, solche Beträge dafür einzusetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das sagen gerade die, die sie hinaufgetrieben haben!
setzen, alle Kraft einzusetzen, solche Entwicklungen zu verhindern. Das heißt, die Schulden müssen runter! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das sagen gerade die, die sie hinaufgetrieben haben!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sind wir doch schon! – Abg. Bucher: In Wahrheit sind wir eh dort!
Meine Damen und Herren! Diese Schulden sind nicht alle darauf zurückzuführen, dass wir eine Krise zu bewältigen hatten, aber stellen Sie sich einmal vor, die Regierung unter Wolfgang Schüssel hätte es nicht geschafft, die Schuldenquote von 66 Prozent auf 60 Prozent zu senken! Wo würden wir heute stehen, wenn wir unsere Sanierungsbemühungen auf diese damaligen 66 Prozent hätten aufdoppeln müssen? Dann wären wir jetzt genau über jenen kritischen 80 Prozent, die ich vorhin erwähnt habe. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sind wir doch schon! – Abg. Bucher: In Wahrheit sind wir eh dort!)
Beifall bei der ÖVP.
Eines sei jenen, die ständig die Kanzlerschaft von Wolfgang Schüssel kritisieren und schlechtmachen wollen, gesagt: In dieser Zeit, in diesen sieben Jahren, ist es mit Ausnahme eines einzigen Jahres gelungen, im Budget Primärüberschüsse zu erzielen. Das soll ihm einmal jemand anderer vor- und nachmachen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Dann senken Sie endlich die Steuern!
Budgetdisziplin walten zu lassen ist natürlich nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern ist auch eine Frage der Vernunft; ich habe das Triple A schon erwähnt. Österreich, meine Damen und Herren – das sei all jenen gesagt, die glauben, man kann Budgets über weitere Steuereinnahmen sanieren –, hat eine Steuer- und Abgabenquote von nahezu 44 Prozent. Da ist kein Spielraum mehr! Hohe Steuern sind der Tod für Leistung, der Tod für Wachstum und damit letzten Endes auch eine Gefährdung unseres Wohlstandes. (Abg. Strache: Dann senken Sie endlich die Steuern!) Das heißt, Budgetsanierung kann nur über eine Kürzung der Ausgaben funktionieren und nicht über weitere Steuern, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sie tun so, als wären Sie in der Opposition! Das gibt es ja nicht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sie tun so, als wären Sie in der Opposition! Das gibt es ja nicht!
Budgetdisziplin walten zu lassen ist natürlich nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern ist auch eine Frage der Vernunft; ich habe das Triple A schon erwähnt. Österreich, meine Damen und Herren – das sei all jenen gesagt, die glauben, man kann Budgets über weitere Steuereinnahmen sanieren –, hat eine Steuer- und Abgabenquote von nahezu 44 Prozent. Da ist kein Spielraum mehr! Hohe Steuern sind der Tod für Leistung, der Tod für Wachstum und damit letzten Endes auch eine Gefährdung unseres Wohlstandes. (Abg. Strache: Dann senken Sie endlich die Steuern!) Das heißt, Budgetsanierung kann nur über eine Kürzung der Ausgaben funktionieren und nicht über weitere Steuern, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Sie tun so, als wären Sie in der Opposition! Das gibt es ja nicht!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir haben ein Budget vorliegen, das überzeugend den Weg in Richtung stabile Finanzen und sichere Zukunft weist. Wir werden aber auch in den großen Kostenblöcken Pensionen, Sozialbereich – der größte Budgetbereich überhaupt –, Bundesbahnen, Gesundheit, Spitäler in den nächsten Jahren größte Anstrengungen unternehmen müssen, um nicht nur mit dem sogenannten Rasenmäher kleine Einsparungen zu erzielen, sondern um durch strukturelle Maßnahmen, durch ambitionierte strukturelle Maßnahmen dafür zu sorgen, dass unsere Kinder, dass unsere Enkel ein ebenso schönes Leben führen können wie wir heute. Das ist unsere Aufgabe in dieser Generation, denn eines kann es nicht geben: heute zu konsumieren und die nächsten Generationen zahlen zu lassen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Von Ihnen!
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Frau Präsidentin! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist jedes Jahr die gleiche Leier (Abg. Kopf: Von Ihnen!) – auch von Ihnen, Herr Klubobmann Kopf –: Jene, die Regierungsverantwortung tragen, die seit Jahren für diese dramatische und unverantwortliche Schuldenentwicklung verantwortlich sind, stellen sich jedes Jahr wie Sie, Herr Klubobmann Kopf, hierher und reden davon, dass wir sparen müssen, dass wir Schulden abbauen müssen, aber Ihre Finanzminister machen genau das Gegenteil. (Abg. Kopf: Das ist ja nicht wahr!) Das ist eine Verhöhnung der Österreicher, was Sie da machen! Das nimmt niemand mehr ernst. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Kopf: Das ist ja nicht wahr!
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Frau Präsidentin! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist jedes Jahr die gleiche Leier (Abg. Kopf: Von Ihnen!) – auch von Ihnen, Herr Klubobmann Kopf –: Jene, die Regierungsverantwortung tragen, die seit Jahren für diese dramatische und unverantwortliche Schuldenentwicklung verantwortlich sind, stellen sich jedes Jahr wie Sie, Herr Klubobmann Kopf, hierher und reden davon, dass wir sparen müssen, dass wir Schulden abbauen müssen, aber Ihre Finanzminister machen genau das Gegenteil. (Abg. Kopf: Das ist ja nicht wahr!) Das ist eine Verhöhnung der Österreicher, was Sie da machen! Das nimmt niemand mehr ernst. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Frau Präsidentin! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist jedes Jahr die gleiche Leier (Abg. Kopf: Von Ihnen!) – auch von Ihnen, Herr Klubobmann Kopf –: Jene, die Regierungsverantwortung tragen, die seit Jahren für diese dramatische und unverantwortliche Schuldenentwicklung verantwortlich sind, stellen sich jedes Jahr wie Sie, Herr Klubobmann Kopf, hierher und reden davon, dass wir sparen müssen, dass wir Schulden abbauen müssen, aber Ihre Finanzminister machen genau das Gegenteil. (Abg. Kopf: Das ist ja nicht wahr!) Das ist eine Verhöhnung der Österreicher, was Sie da machen! Das nimmt niemand mehr ernst. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.
Der vorliegende Budgetentwurf spiegelt eigentlich genau jene Lethargie und Lähmung wider, die wir in dieser rot-schwarzen Bundesregierung erleben, und zwar in allen Bereichen. Zum Thema Europäische Union ist der Finanzministerin gestern eigentlich auch nur wieder das eingefallen, was wir kennen, nämlich eine Lobpreisung des Euro-Haftungs- und -Knebelungsschirms, wie toll das alles sei, was das alles bringe, von welcher Wichtigkeit das sei, anstatt einmal die Wahrheit zu sagen, die wahre Schuldenentwicklung Österreichs aufzuzeigen und auch die ausgelagerten Bereiche in das Budget hineinzurechnen, um einmal die tatsächlichen Zahlen auf den Tisch zu legen und nicht wieder auszublenden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Lage, Herr Klubobmann Kopf, Herr Klubobmann Cap, ist in Wirklichkeit in jeglicher Hinsicht wesentlich dramatischer, als Frau Finanzminister Fekter sie gestern dargestellt hat. Österreichs Triple-A-Rating ist gefährdet, ernsthaft gefährdet. Sie haben gestern während Ihrer Rede selbst vorgelesen, dass wir der Krise noch nicht entwischt sind, Frau Finanzministerin! – Als ob das eine großartige neue Entwicklung wäre. Ja, wir sind der Krise noch nicht entwischt. Mit dieser Regierung und angesichts dieses Budgets werden wir, das muss man leider Gottes feststellen, der Krise auch nicht entwischen. Im Gegenteil! Wir werden erst so richtig weiter reinschlittern in die Krise bei all den Fehlentwicklungen, die Sie weiter vorantreiben, weil Sie nicht lernfähig sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Wir setzen nicht darauf!
Sie weigern sich alle, aus Ihren Fehlern zu lernen. Sie setzen weiter auf Schuldenmachen, Herr Kopf! (Abg. Kopf: Wir setzen nicht darauf!) – Sie setzen weiter auf Schuldenmachen! (Abg. Kopf: Wir setzen nicht darauf! Es gibt unsere Ziele!) Das sagen die realen Zahlen. 268 Milliarden € betragen unsere Staatsschulden, inklusive der ausgelagerten Bereiche. 268 Milliarden, wenn man die Gemeinden und Bundesländer, die ÖBB und die ASFINAG hinzurechnet, für die wir pro Jahr eben nicht 8 Milliarden, sondern bereits 10 Milliarden € Zinsen bezahlen! Das ist eine Schuldenquote von 89,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Abg. Kopf: Wir setzen nicht darauf! Es gibt unsere Ziele!
Sie weigern sich alle, aus Ihren Fehlern zu lernen. Sie setzen weiter auf Schuldenmachen, Herr Kopf! (Abg. Kopf: Wir setzen nicht darauf!) – Sie setzen weiter auf Schuldenmachen! (Abg. Kopf: Wir setzen nicht darauf! Es gibt unsere Ziele!) Das sagen die realen Zahlen. 268 Milliarden € betragen unsere Staatsschulden, inklusive der ausgelagerten Bereiche. 268 Milliarden, wenn man die Gemeinden und Bundesländer, die ÖBB und die ASFINAG hinzurechnet, für die wir pro Jahr eben nicht 8 Milliarden, sondern bereits 10 Milliarden € Zinsen bezahlen! Das ist eine Schuldenquote von 89,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Beifall bei der FPÖ.
Von den 10 Milliarden an Zinszahlungen gehen 80 Prozent, also 8 Milliarden €, ins Ausland, und das ist natürlich eine Umverteilung von oben nach unten, von innen nach außen. Das ist genau diese Umverteilung, die Sie auch leben. (Beifall bei der FPÖ.) Bis zum Jahr 2015 kommen weitere 43 Milliarden € Schulden dazu. Dazu kommen 130 Milliarden € Haftungen, die Sie zu verantworten haben, die auch schlagend werden können. Ich habe nicht gehört, dass Sie zumindest auch ein Worst-Case-Szenario aufgezeigt hätten. Was ist, wenn diese Haftungen schlagend werden? Wie gehen wir damit um? (Abg. Grosz: Dann sind wir pleite!) Ja, dann sind wir pleite. Dann stecken wir genau in dem Sumpf, in den Sie uns hineingeführt haben. Das muss man schon auch einmal ernsthaft beleuchten.
Abg. Grosz: Dann sind wir pleite!
Von den 10 Milliarden an Zinszahlungen gehen 80 Prozent, also 8 Milliarden €, ins Ausland, und das ist natürlich eine Umverteilung von oben nach unten, von innen nach außen. Das ist genau diese Umverteilung, die Sie auch leben. (Beifall bei der FPÖ.) Bis zum Jahr 2015 kommen weitere 43 Milliarden € Schulden dazu. Dazu kommen 130 Milliarden € Haftungen, die Sie zu verantworten haben, die auch schlagend werden können. Ich habe nicht gehört, dass Sie zumindest auch ein Worst-Case-Szenario aufgezeigt hätten. Was ist, wenn diese Haftungen schlagend werden? Wie gehen wir damit um? (Abg. Grosz: Dann sind wir pleite!) Ja, dann sind wir pleite. Dann stecken wir genau in dem Sumpf, in den Sie uns hineingeführt haben. Das muss man schon auch einmal ernsthaft beleuchten.
Beifall bei der FPÖ.
Was uns noch zusätzlich und mit voller Wucht auf den Kopf fallen wird, sind die Euro-Haftungs- und -Knebelungspakete, die die Finanzministerin in ihrer Budgetrede so bejubelt hat. – Wir brauchen unser Geld im eigenen Land! Das ist die Konsequenz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann stellt sich Klubobmann Cap heraus und sagt: Wir brauchen Gerechtigkeit. – Er mit seiner SPÖ, der den Bankspekulanten, den Tätern und Gaunern dieser Krise, den Millionären, die im Endeffekt auch gerettet wurden, letztlich das österreichische Steuergeld hinten nachgeworfen hat! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt Berechnungen, dass die Zusatzkosten nur für die Euro-Bonds für die BRD weitere 30 Milliarden € jährlich betragen werden. Wenn man das auf Österreich umrechnet, bedeutet das, dass auch wir mit mindestens weiteren 3 Milliarden € an Mehrkosten pro Jahr rechnen müssen, wenn Sie diesen Weg gehen. Allein dass man das erwägt, ist eigentlich unglaublich und unverantwortlich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Finanzministerin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sagen wir es klar und offen: Sie richten mit diesem Weg Österreich zugrunde! Ich sage das so, denn anders kann man das nicht beschreiben. Nicht nur hinsichtlich der Geldflüsse an die Europäische Union, an die Pleitestaaten und an die Spekulantenbanken, sondern auch bei der Steuer- und Transferpolitik unterlassen Sie es nach wie vor, notwendige Strukturänderungen durchzuführen. Da können Sie nicht nach Brüssel zeigen und sagen: Die sind schuld! Das ist wirklich Ihre Alleinverantwortung, und Sie sind nicht bereit, hier endlich notwendige Strukturänderungen vorzunehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch der Milliarden teure und völlig undurchschaubare Förderdschungel in Österreich ist ja sattsam bekannt, und im Hinblick darauf frage ich mich: Warum nehmen Sie keine echte, nachhaltige Strukturänderung vor, beispielsweise auch im Bereich der Familienpolitik, wo es notwendig wäre, ein Familiensteuersplitting einzuführen, wobei ich wieder auf die ÖVP schaue, die in Wirklichkeit diesbezüglich bis dato untätig ist und nichts dergleichen vorangetrieben hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das bedeutet 110 Milliarden € an Kosten, die auf uns zukommen. – Experten rechnen mit einer Mehrbelastung von 12 Milliarden € in der Pflege, von 33 Milliarden € im Bereich der Pensionen und von 65 Milliarden € im Gesundheitsbereich. Die einzige Abhilfe ist eine Strukturreform in diesem Bereich, aber auch endlich eine nachhaltige Familienförderungspolitik und eine vernünftige Familien- und Bevölkerungspolitik, damit wir wieder in Jahrzehnten denken und versuchen, die Probleme zumindest halbwegs in den Griff zu bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber was machen Sie? – Sie setzen vermehrt auf die Zuwanderung unqualifizierter Sozialhilfeempfänger von außerhalb Europas und verabschieden sich letztlich nicht von Ihren sozialromantischen Halluzinationen in diesem Bereich. Undifferenzierte Massenzuwanderung kostet Geld, das sagt auch Herr Thilo Sarrazin, mit dem man darüber trefflich diskutieren und streiten kann. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er hat das bewiesen, denn er hatte als Sozialdemokrat in Berlin Zugang zu den Zahlen und konnte das auf Basis der Fakten auch belegen. Sie hingegen weigern sich bis heute, uns die Zahlen vorzulegen, trotz all der Anfragen, die wir stellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber was machen Sie? – Sie setzen vermehrt auf die Zuwanderung unqualifizierter Sozialhilfeempfänger von außerhalb Europas und verabschieden sich letztlich nicht von Ihren sozialromantischen Halluzinationen in diesem Bereich. Undifferenzierte Massenzuwanderung kostet Geld, das sagt auch Herr Thilo Sarrazin, mit dem man darüber trefflich diskutieren und streiten kann. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Er hat das bewiesen, denn er hatte als Sozialdemokrat in Berlin Zugang zu den Zahlen und konnte das auf Basis der Fakten auch belegen. Sie hingegen weigern sich bis heute, uns die Zahlen vorzulegen, trotz all der Anfragen, die wir stellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.
Das ist ein Skandal, wenn man bedenkt, dass ein zusätzlicher Prozentpunkt an Zinsniveau rund 2 Milliarden € pro Jahr mehr kosten wird! Dann stellt sich aber Herr Kopf heraus und sagt uns jedes Jahr das Gleiche: Schuldenabbau, Schuldenabbau, Schuldenabbau! Er sagt es so, als wäre die ÖVP in der Opposition. Seit Jahrzehnten sitzen jedoch Sie in der Regierung und haben die höchste Staatsverschuldung der Zweiten Republik zu verantworten! Das ist ja ein Witz, was Sie da inhaltlich zum Besten geben! Über Ihre Wortmeldung kann man sich wirklich nur mehr wundern und schämen! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Frau Finanzministerin, Sie haben gestern auch gesagt, dass der Mittelstand entlastet werden muss. – Warum tun Sie es denn dann nicht? Wer sitzt denn da oben in der Bundesregierungsverantwortung und hätte die Möglichkeit dazu? Entlasten Sie endlich den Mittelstand! Abgesehen davon, dass es ein Regierungsversprechen gibt, den Mittelstand im Zuge der Steuerreform zu entlasten, sind solche Maßnahmen für den Wirtschaftsaufschwung natürlich notwendig. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Entlasten wir die Familien, entlasten wir den Mittelstand! Senken wir die Belastung im Bereich des Faktors Arbeit, und sorgen wir dafür, dass das Steuergeld endlich bei den Österreichern zum Einsatz kommt, etwa für pflegebedürftige Menschen, aber nicht für irgendwelche Bankspekulanten, wie Sie das betreiben! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Ich möchte jetzt eigentlich wieder zum Kern der Debatte zurückkommen, nämlich zum Budget und zur gestrigen Budgetrede. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Grosz: Steiermark-Wahl!
Ich möchte gerne etwas Positives vorausschicken: Es ist ja keine Selbstverständlichkeit, dass eine Finanzministerin verfassungskonform fristgerecht ein Budget vorlegt. Das hatten wir letztes Jahr nicht. Da gab es aufgrund der unsicheren Konjunkturlage bis zum Wien-Wahltag kein Budget. (Abg. Grosz: Steiermark-Wahl!) Ja, genau, auch im Hinblick auf die Steiermark-Wahl! Dann erfolgte verfassungswidrig eine späte Budgetvorlage. Sie haben heuer eine fristgerechte Vorlage zustande gebracht, Frau Finanzministerin! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte gerne etwas Positives vorausschicken: Es ist ja keine Selbstverständlichkeit, dass eine Finanzministerin verfassungskonform fristgerecht ein Budget vorlegt. Das hatten wir letztes Jahr nicht. Da gab es aufgrund der unsicheren Konjunkturlage bis zum Wien-Wahltag kein Budget. (Abg. Grosz: Steiermark-Wahl!) Ja, genau, auch im Hinblick auf die Steiermark-Wahl! Dann erfolgte verfassungswidrig eine späte Budgetvorlage. Sie haben heuer eine fristgerechte Vorlage zustande gebracht, Frau Finanzministerin! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Strache! Wenn Sie Steuersenkungen verlangen und fordern, dass keine Schulden mehr gemacht werden, dann müssen Sie auch irgendwann einmal sagen, wie Sie diese Defizite, die nämlich enorm sind, wirklich abbauen wollen! – Sehr einfach ist das nicht! Wir werden bei den nächsten zehn Budgets die Kosten dieses einen Krisenjahrs zu verkraften haben, und das bedeutet schon eine sehr große Anstrengung! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wenn man im Hinblick darauf nur Steuersenkungen fordert und irgendwie Geld für die eigenen Leute sichern will, dann ist das sicherlich kein substanzieller Beitrag dazu, dieses große Loch zu stopfen! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Herr Kollege Strache! Wenn Sie Steuersenkungen verlangen und fordern, dass keine Schulden mehr gemacht werden, dann müssen Sie auch irgendwann einmal sagen, wie Sie diese Defizite, die nämlich enorm sind, wirklich abbauen wollen! – Sehr einfach ist das nicht! Wir werden bei den nächsten zehn Budgets die Kosten dieses einen Krisenjahrs zu verkraften haben, und das bedeutet schon eine sehr große Anstrengung! (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wenn man im Hinblick darauf nur Steuersenkungen fordert und irgendwie Geld für die eigenen Leute sichern will, dann ist das sicherlich kein substanzieller Beitrag dazu, dieses große Loch zu stopfen! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Rädler: Nein!
Jetzt bin ich bei einem Punkt, der sehr ärgerlich macht, nämlich dass Sie uns in Ihrer Budgetrede falsche Zahlen dargestellt haben. (Abg. Rädler: Nein!) Ja! Das ist wirklich ärgerlich, und ich werde das jetzt noch einmal genau ausführen. Die Zahlen Ihrer Budgetrede stimmen nämlich nicht mit den Zahlen im Budgetbericht überein. – Jetzt muss ich kurz einen Schluck trinken. (Abg. Rädler: Prost! – Abg. Steibl: Guten Morgen! Gut ausgeschlafen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Danke. Das wäre nett.
Abg. Rädler: Prost! – Abg. Steibl: Guten Morgen! Gut ausgeschlafen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Jetzt bin ich bei einem Punkt, der sehr ärgerlich macht, nämlich dass Sie uns in Ihrer Budgetrede falsche Zahlen dargestellt haben. (Abg. Rädler: Nein!) Ja! Das ist wirklich ärgerlich, und ich werde das jetzt noch einmal genau ausführen. Die Zahlen Ihrer Budgetrede stimmen nämlich nicht mit den Zahlen im Budgetbericht überein. – Jetzt muss ich kurz einen Schluck trinken. (Abg. Rädler: Prost! – Abg. Steibl: Guten Morgen! Gut ausgeschlafen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Danke. Das wäre nett.
Bundesministerin Dr. Fekter: Falsch, Frau Kollegin! Es ist umgekehrt!
Warum kommen diese Zahlen zustande? – Im Budgetbericht wird ganz genau dargestellt, dass es eine Umstellung im Haushaltsrecht gibt. Durch diese Umstellung im Haushaltsrecht – ich erkläre es jetzt ganz einfach – werden Gehälter, vor allem für Lehrerinnen und Lehrer, aber auch für Beamte, die im Jänner gezahlt werden, nicht mehr wie vorher im Dezember gebucht, sondern werden im Jänner gebucht, also in dem Jahr, in dem sie auch gezahlt werden. (Bundesministerin Dr. Fekter: Falsch, Frau Kollegin! Es ist umgekehrt!) – Darüber können wir noch streiten!
Bundesministerin Dr. Fekter: Es ist umgekehrt!
Administratives und Maastricht-Budget ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Es ist umgekehrt!) Dadurch kommt eine Einmal-Höherbewertung in diesem Budget von 1,3 Milliarden € heraus, und zwar ausschließlich deshalb, weil Sie eine Umstellung im Haushaltsrecht haben. Sie stellen das aber in Ihrem Budget so dar, als wären das zusätzliche Ausgaben für qualitative Bildung. (Abg. Strache: Das ist ein totaler Blödsinn!) Sie können gerne jetzt noch einmal erklären, warum Ihre Budgetrede mit dem Budgetbericht nicht übereinstimmt. Aber das sind Grasser-Methoden, das sind echte Grasser-Methoden! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Das ist ein totaler Blödsinn!
Administratives und Maastricht-Budget ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Es ist umgekehrt!) Dadurch kommt eine Einmal-Höherbewertung in diesem Budget von 1,3 Milliarden € heraus, und zwar ausschließlich deshalb, weil Sie eine Umstellung im Haushaltsrecht haben. Sie stellen das aber in Ihrem Budget so dar, als wären das zusätzliche Ausgaben für qualitative Bildung. (Abg. Strache: Das ist ein totaler Blödsinn!) Sie können gerne jetzt noch einmal erklären, warum Ihre Budgetrede mit dem Budgetbericht nicht übereinstimmt. Aber das sind Grasser-Methoden, das sind echte Grasser-Methoden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Administratives und Maastricht-Budget ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Es ist umgekehrt!) Dadurch kommt eine Einmal-Höherbewertung in diesem Budget von 1,3 Milliarden € heraus, und zwar ausschließlich deshalb, weil Sie eine Umstellung im Haushaltsrecht haben. Sie stellen das aber in Ihrem Budget so dar, als wären das zusätzliche Ausgaben für qualitative Bildung. (Abg. Strache: Das ist ein totaler Blödsinn!) Sie können gerne jetzt noch einmal erklären, warum Ihre Budgetrede mit dem Budgetbericht nicht übereinstimmt. Aber das sind Grasser-Methoden, das sind echte Grasser-Methoden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist nämlich wirklich ein Problem: In den Zukunftsbereichen wird nicht investiert. Investitionen in die Zukunft beschränken sich nach Meinung dieser Bundesregierung auf Straßenbau und Zahlungen an die ÖBB, die nicht mehr fähig sind, ihre Infrastruktur-Investitionen selbst zu bezahlen. Das ist Ihre Vorstellung von Zukunftsinvestition, und das ist das schwerste Versäumnis in diesem Budget. Wir alle in diesem Haus müssen daher sehr hart daran arbeiten, dass dieser grundlegende Kardinalfehler dieses Budgets wieder aufgemacht wird. Wir wollen dieses Budget in dieser Form nicht beschlossen haben! Wir brauchen nämlich Zukunftsinvestitionen bei der Bildung. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
nen, mit 10 oder 15 Millionen € wirklich um einen qualitativen Schritt weiterzukommen, dann kann man Ihren Ausführungen nicht ernsthaft Glauben schenken! Gerade im Bereich der Kinderbetreuung gab es über acht Monate lang ein Gezerre darüber, ob jetzt 10 oder 15 Millionen zusätzlich kommen sollen. Die Länder und Gemeinden waren verunsichert, und jetzt sind es 15 Millionen €. (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Damit ist wirklich kein Staat zu machen! Wir brauchen – ich sage das noch einmal – 200 bis 300 Millionen € in diesem Bereich. Das wäre eine echte Zukunftsinvestition, aber nicht 15 Millionen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
nen, mit 10 oder 15 Millionen € wirklich um einen qualitativen Schritt weiterzukommen, dann kann man Ihren Ausführungen nicht ernsthaft Glauben schenken! Gerade im Bereich der Kinderbetreuung gab es über acht Monate lang ein Gezerre darüber, ob jetzt 10 oder 15 Millionen zusätzlich kommen sollen. Die Länder und Gemeinden waren verunsichert, und jetzt sind es 15 Millionen €. (Zwischenruf der Abg. Steibl.) Damit ist wirklich kein Staat zu machen! Wir brauchen – ich sage das noch einmal – 200 bis 300 Millionen € in diesem Bereich. Das wäre eine echte Zukunftsinvestition, aber nicht 15 Millionen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Die ÖVP legt aber Wert auf die Änderung der Bundeshymne!
Ich hätte mir eigentlich erwartet, dass die erste Finanzministerin dieser Republik auch ein bisschen mehr Augenmerk auf Frauenpolitik legen würde. In diesem Budget wird jedoch das Frauenbudget gekürzt. Es ist ohnehin schon sehr gering, wird aber trotzdem noch gekürzt. (Abg. Strache: Die ÖVP legt aber Wert auf die Änderung der Bundeshymne!)
Beifall bei den Grünen.
Ich halte auch Ihre Devise von gestern, den Mittelstand zu entlasten und die Leistungsträger zu stärken, für eine Geringschätzung insbesondere der Tausenden beziehungsweise Millionen Frauen, die Teilzeit arbeiten und nicht 1 300 €, sondern weniger verdienen. Sie haben eine Doppelbelastung zu bewältigen, machen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Arbeit und sind echte Leistungsträgerinnen in Österreich. Wenn man sagt, dass Leistungsträger nur jene sind, die Lohn‑ und Einkommensteuer zahlen, dann ist das eine Geringschätzung der Arbeit der Frauen in Österreich! Ich wünsche mir diesbezüglich eine Richtigstellung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben gestern gesagt, wir gehen den Weg der kleinen Schritte und machen keinen Big Bang. Worauf wollen Sie noch warten? Das ist eigentlich der wichtigste Schritt, der bereits vor zwei Jahren zu setzen gewesen wäre, denn natürlich spülen die Effekte einer solchen Reform nicht von heute auf morgen Geld in die Kasse. Im Gegenteil! Das wird unter Umständen am Anfang vielleicht sogar teurer werden. Jedenfalls war es aber Ihr schwerstes Versäumnis, diese Strukturreformen nicht in Angriff zu nehmen. Überall zu kürzen war Prölls Kardinalfehler. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Dasselbe gilt für den ganzen Bereich der Steuern: Hier braucht es nicht die Diskussion um Positionierungskämpfe zwischen ÖVP und SPÖ. Setzen Sie stattdessen vielleicht endlich eine Steuerreform-Kommission ein und arbeiten Sie an der Verbesserung der Steuerstruktur in Österreich! Ich weiß nicht, wofür Sie sich ein Wirtschaftsforschungsinstitut halten, wenn Sie dann die Vorschläge in diesen Bereichen kontinuierlich ignorieren und ignorieren! Dort predigt man Ihnen das mittlerweile seit fast zehn Jahren: Runter mit den Steuern auf die Arbeit, rauf mit den Steuern auf Vermögen und Vermögenszuwächse, rauf auch mit ökosozialen Steuern und Öko-Steuern! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) Ja, danke! Das haben Sie schon gelernt! Das umzusetzen wäre aber auch nicht schlecht! Nur nachreden ist vielleicht ein bisschen zu wenig. Diese Struk-
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Es ist schön, dass Sie unser Konzept der ökosozialen Steuer übernehmen!
turreform brauchen wir wirklich! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Es ist schön, dass Sie unser Konzept der ökosozialen Steuer übernehmen!)
Beifall bei den Grünen.
Kämpfen werden wir allerdings bis zum Schluss um die Investitionen im Zukunftsbereich. Da werden wir nicht lockerlassen. Daher lade ich Sie alle herzlich ein, dieses Budget in dieser Form nicht durchgehen zu lassen! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Das war gestern eine wirklich amüsante Märchenstunde, in der Sie, Frau Bundesministerin Fekter, uns Ihr Glaskugel-Budget präsentiert haben! (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim BZÖ.
Wäre es nicht so traurig für die Menschen, wäre es nicht so traurig auch für die Kinder und Enkelkinder, für die nächsten Generationen, dann wäre es wirklich amüsant gewesen, Ihnen, Frau Bundesminister, gestern zuzuhören, denn Sie haben ja kaum eine Gelegenheit ausgelassen, etwas Lächerliches in diese tragische Rede, die Sie gestern gehalten haben, hineinzuverpacken. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Wir haben Ihnen schon mehrmals zugerufen: Beenden Sie endlich dieses tragische Versteckspiel von Schulden, das hier in Österreich betrieben wird! Es ist ja längst nicht so, dass diese 230 Milliarden € Schulden der Schuldenstand sind, den diese Bundesregierung hat. Das ist ja nicht richtig! Wenn Sie die ASFINAG-Schulden, wenn Sie die ÖBB-Schulden, wenn Sie die Bankrettungsschulden, wenn Sie die Schulden der Länder, der Gemeinden, der ausgegliederten Gesellschaften hinzurechnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann sind Sie bei einem Schuldenstand von 270 Milliarden € angelangt. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das ist der reale Schuldenstand dieser Republik. Sie verstecken die Wahrheit. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben Ihnen schon mehrmals zugerufen: Beenden Sie endlich dieses tragische Versteckspiel von Schulden, das hier in Österreich betrieben wird! Es ist ja längst nicht so, dass diese 230 Milliarden € Schulden der Schuldenstand sind, den diese Bundesregierung hat. Das ist ja nicht richtig! Wenn Sie die ASFINAG-Schulden, wenn Sie die ÖBB-Schulden, wenn Sie die Bankrettungsschulden, wenn Sie die Schulden der Länder, der Gemeinden, der ausgegliederten Gesellschaften hinzurechnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dann sind Sie bei einem Schuldenstand von 270 Milliarden € angelangt. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Das ist der reale Schuldenstand dieser Republik. Sie verstecken die Wahrheit. (Beifall beim BZÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl
Sie, Frau Bundesministerin, verstecken die Schulden vor den Menschen, weil Sie nicht den Mut haben, die Wahrheit zu sagen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl) und zu sagen, wie groß und dramatisch die Schuldenentwicklung in unserem Land tatsächlich ist.
Abg. Kopf: Das tun wir ja!
Und da stellt sich der Herr Kopf heraus und bejammert die Schuldenentwicklung. – Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie von der ÖVP hätten es ja in der Hand, diese Schuldenentwicklung zu stoppen. (Abg. Kopf: Das tun wir ja!) Sie hätten es in der Hand, endlich einmal Reformen anzugehen. Sie sitzen seit 25 Jahren da hinten auf dieser Regierungsbank. Bitte hören Sie auf mit diesem jämmerlichen Schauspiel, hier herauszugehen und dann Ihre eigene Politik zu bejammern! (Beifall beim BZÖ.) Ändern Sie endlich einmal etwas daran und verändern Sie diese dramatische Schuldenentwicklung!
Beifall beim BZÖ.
Und da stellt sich der Herr Kopf heraus und bejammert die Schuldenentwicklung. – Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, Sie von der ÖVP hätten es ja in der Hand, diese Schuldenentwicklung zu stoppen. (Abg. Kopf: Das tun wir ja!) Sie hätten es in der Hand, endlich einmal Reformen anzugehen. Sie sitzen seit 25 Jahren da hinten auf dieser Regierungsbank. Bitte hören Sie auf mit diesem jämmerlichen Schauspiel, hier herauszugehen und dann Ihre eigene Politik zu bejammern! (Beifall beim BZÖ.) Ändern Sie endlich einmal etwas daran und verändern Sie diese dramatische Schuldenentwicklung!
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler
Sie sprechen immer von 75 Prozent Schuldenquote. Wenn Sie all diese Schulden hineinrechnen, von denen ich gerade gesprochen habe, dann kommen Sie auf eine Schuldenquote von 86 Prozent (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), wo doch alle Ratingagenturen davon sprechen, dass bei 80 Prozent Schuldenquote die Bonität nach unten geht. Das heißt, wir müssen uns darauf vorbereiten, dass sich in den nächsten Monaten und Jahren die Bonität Österreichs nach unten entwickeln wird und sie hinabgestuft wird. Das heißt, die Zinsen gehen dann sprungartig nach oben und die Zinsenlast wird sich dramatisch erhöhen. (Abg. Rädler: Alternativen?)
Abg. Rädler: Alternativen?
Sie sprechen immer von 75 Prozent Schuldenquote. Wenn Sie all diese Schulden hineinrechnen, von denen ich gerade gesprochen habe, dann kommen Sie auf eine Schuldenquote von 86 Prozent (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler), wo doch alle Ratingagenturen davon sprechen, dass bei 80 Prozent Schuldenquote die Bonität nach unten geht. Das heißt, wir müssen uns darauf vorbereiten, dass sich in den nächsten Monaten und Jahren die Bonität Österreichs nach unten entwickeln wird und sie hinabgestuft wird. Das heißt, die Zinsen gehen dann sprungartig nach oben und die Zinsenlast wird sich dramatisch erhöhen. (Abg. Rädler: Alternativen?)
Abg. Rädler: Vorschläge?
Das ist diese fatale Ansicht, die diese Bundesregierung vertritt. (Abg. Rädler: Vorschläge?) Nach dem Motto „Hinter uns die Sintflut!“ wird Politik betrieben, meine sehr geehrten Damen und Herren von dieser Bundesregierung hinter uns! Hinter uns die Sintflut! – Das ist das Credo, das ist das Motto, gemäß dem Sie Politik machen – zulasten der nächsten Generationen, zulasten unserer Kinder und Enkelkinder. Sie verschieben alle Entscheidungen in die Zukunft, packen nicht mit Mut die Reformen an, die notwendig wären, um den nächsten Generationen dieses Schlamassel, dieses Drama zu ersparen. Das werfen wir Ihnen vor, sehr geehrte Frau Bundesministerin! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Rädler: Vorschläge?)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Rädler: Vorschläge?
Das ist diese fatale Ansicht, die diese Bundesregierung vertritt. (Abg. Rädler: Vorschläge?) Nach dem Motto „Hinter uns die Sintflut!“ wird Politik betrieben, meine sehr geehrten Damen und Herren von dieser Bundesregierung hinter uns! Hinter uns die Sintflut! – Das ist das Credo, das ist das Motto, gemäß dem Sie Politik machen – zulasten der nächsten Generationen, zulasten unserer Kinder und Enkelkinder. Sie verschieben alle Entscheidungen in die Zukunft, packen nicht mit Mut die Reformen an, die notwendig wären, um den nächsten Generationen dieses Schlamassel, dieses Drama zu ersparen. Das werfen wir Ihnen vor, sehr geehrte Frau Bundesministerin! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Rädler: Vorschläge?)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind die Krise!
Sie haben gestern gesagt, wir sind der Krise nicht entwischt. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind die Krise!) Ja natürlich sind wir der Krise nicht entwischt, zumindest das haben Sie richtigerweise erkannt, aber jetzt frage ich Sie schon Folgendes: Wenn Sie zu dieser Feststellung kommen, wenn Sie zu der Analyse kommen, dass wir derzeit schon einen Höchstschuldenstand haben, bei einem Steueraufkommen, das nicht mehr weiter ausreizbar ist – wir sind ein „Nationalpark hohe Steuern“ –, ja wie werden Sie denn die zukünftigen Aufgaben lösen? Das frage ich auch die Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ und der ÖVP.
Abg. Mag. Kogler: Ja was wollen denn Sie überhaupt?
nus herauskommt? (Abg. Mag. Kogler: Ja was wollen denn Sie überhaupt?) Wie wollen Sie denn die Nettobeiträge an die Europäische Union finanzieren, die sich um 400 Millionen pro Jahr erhöhen werden? (Ruf bei der ÖVP: Vorschläge?) Wie wollen Sie denn die Rettungsschirme finanzieren, die Sie da nach und nach beschließen? – Jetzt am Wochenende: wieder eine Aufstockung auf 2 Billionen €. Das sind doch aberwitzige Ansichten, die Sie haben! Das ist eine Politik, die schlicht und einfach nicht mehr vertretbar und nicht mehr verantwortbar ist gegenüber den Menschen in unserem Land, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Vorschläge?
nus herauskommt? (Abg. Mag. Kogler: Ja was wollen denn Sie überhaupt?) Wie wollen Sie denn die Nettobeiträge an die Europäische Union finanzieren, die sich um 400 Millionen pro Jahr erhöhen werden? (Ruf bei der ÖVP: Vorschläge?) Wie wollen Sie denn die Rettungsschirme finanzieren, die Sie da nach und nach beschließen? – Jetzt am Wochenende: wieder eine Aufstockung auf 2 Billionen €. Das sind doch aberwitzige Ansichten, die Sie haben! Das ist eine Politik, die schlicht und einfach nicht mehr vertretbar und nicht mehr verantwortbar ist gegenüber den Menschen in unserem Land, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
nus herauskommt? (Abg. Mag. Kogler: Ja was wollen denn Sie überhaupt?) Wie wollen Sie denn die Nettobeiträge an die Europäische Union finanzieren, die sich um 400 Millionen pro Jahr erhöhen werden? (Ruf bei der ÖVP: Vorschläge?) Wie wollen Sie denn die Rettungsschirme finanzieren, die Sie da nach und nach beschließen? – Jetzt am Wochenende: wieder eine Aufstockung auf 2 Billionen €. Das sind doch aberwitzige Ansichten, die Sie haben! Das ist eine Politik, die schlicht und einfach nicht mehr vertretbar und nicht mehr verantwortbar ist gegenüber den Menschen in unserem Land, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Schönegger: Vorschläge?
Und dann hören wir im Lichte dieser Entwicklung von der Frau Bundesministerin, das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik, oder so ähnlich. (Abg. Mag. Schönegger: Vorschläge?) – Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist nicht Politik, die Sie hier in Zahlen gießen, sondern Alarmglocken, die Sie in Zahlen gießen, denn diese Alarmglocken schrillen jetzt, und sie läuten das Ende unseres Wohlfahrtsstaates ein. (Abg. Mag. Schönegger: Vorschläge?) Das ist die Realität, vor der wir stehen! Sie können nicht verheimlichen, dass uns das Geld fehlt – ja heute schon das Geld fehlt! –, um die elementarsten Aufgaben im Bereich der Bildungspolitik in unserem Land zu bewältigen. Von den Kindergartenfinanzierungen bis hin zu den Universitäten fehlt uns ja heute schon das Geld.
Abg. Mag. Schönegger: Vorschläge?
Und dann hören wir im Lichte dieser Entwicklung von der Frau Bundesministerin, das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik, oder so ähnlich. (Abg. Mag. Schönegger: Vorschläge?) – Ja, meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist nicht Politik, die Sie hier in Zahlen gießen, sondern Alarmglocken, die Sie in Zahlen gießen, denn diese Alarmglocken schrillen jetzt, und sie läuten das Ende unseres Wohlfahrtsstaates ein. (Abg. Mag. Schönegger: Vorschläge?) Das ist die Realität, vor der wir stehen! Sie können nicht verheimlichen, dass uns das Geld fehlt – ja heute schon das Geld fehlt! –, um die elementarsten Aufgaben im Bereich der Bildungspolitik in unserem Land zu bewältigen. Von den Kindergartenfinanzierungen bis hin zu den Universitäten fehlt uns ja heute schon das Geld.
Ruf bei der ÖVP: Geh!
Sie haben doch beim Pflegeproblem das Problem nicht gelöst (Ruf bei der ÖVP: Geh!), Sie haben ja nur erkannt, dass es ein Problem gibt, und es jetzt nur für zwei Jahre gelöst. Darüber hinaus gibt es keine Konzepte, gibt es auch keine Lösungsvorschläge. Die Probleme, die Sie erkannt haben, haben Sie nur in die Zukunft verschoben, sonst haben Sie nichts getan.
Beifall beim BZÖ.
Die Pensionen sind längst nicht sicher, das wissen Sie. Das Problem kommt in den nächsten zwei, drei Jahren wieder auf uns zu. Da will ja dann niemand mehr auf der Regierungsbank sitzen. Da werden ja nur mehr Grauslichkeiten zu beschließen sein, weil Sie all diese wichtigen Zukunftsentscheidungen in die nächsten Jahre hineinverschieben, weil Sie nicht den Mut haben zu erkennen, dass die Entscheidungen jetzt zu treffen sind, denn je länger Sie zuwarten, desto teurer wird es für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Deshalb sagen wir: Genug gezahlt!, und deshalb weisen wir auf diesen Umstand hin. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Kogler: Mach einen Vorschlag!
Der Rechnungshofpräsident hat gestern wieder betont, dass 40 Prozent des gesamten Budgets nur für Zinsen und Pensionen aufgehen, das heißt, dass die Handlungsspielräume immer kleiner werden. Sie werden von Jahr zu Jahr immer kleiner, und dadurch können Sie heute schon ausrechnen, was das in fünf, was das in zehn Jahren bedeuten wird, Frau Bundesministerin. (Abg. Mag. Kogler: Mach einen Vorschlag!) Da werden die Spielräume noch viel kleiner werden, weil Sie die Zukunft verpfänden, weil Sie die Zukunft zupflastern mit Schulden und mit Zinsen (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) und die elementarsten Aufgaben, um die Staatsfunktion aufrechtzuerhalten, nicht mehr finanzierbar sind.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Der Rechnungshofpräsident hat gestern wieder betont, dass 40 Prozent des gesamten Budgets nur für Zinsen und Pensionen aufgehen, das heißt, dass die Handlungsspielräume immer kleiner werden. Sie werden von Jahr zu Jahr immer kleiner, und dadurch können Sie heute schon ausrechnen, was das in fünf, was das in zehn Jahren bedeuten wird, Frau Bundesministerin. (Abg. Mag. Kogler: Mach einen Vorschlag!) Da werden die Spielräume noch viel kleiner werden, weil Sie die Zukunft verpfänden, weil Sie die Zukunft zupflastern mit Schulden und mit Zinsen (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber) und die elementarsten Aufgaben, um die Staatsfunktion aufrechtzuerhalten, nicht mehr finanzierbar sind.
Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.
Sie sollten sich Vorbilder wählen, die wirklich Vorbilder sind. Orientieren wir uns doch einmal an der Schweiz, orientieren wir uns doch auch an Schweden! (Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) Schweden macht einen Überschuss von 10 Milliarden € und Sie machen in Österreich einen Verlust in fast der gleichen Höhe. Je weiter sie von der Euro-Zone weg sind, umso besser bilanzieren die Länder, das ist doch die Realität. Verschließen Sie Ihre Augen nicht vor der Wirklichkeit, Frau Bundesministerin! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie sollten sich Vorbilder wählen, die wirklich Vorbilder sind. Orientieren wir uns doch einmal an der Schweiz, orientieren wir uns doch auch an Schweden! (Zwischenruf des Abg. Dr. Van der Bellen.) Schweden macht einen Überschuss von 10 Milliarden € und Sie machen in Österreich einen Verlust in fast der gleichen Höhe. Je weiter sie von der Euro-Zone weg sind, umso besser bilanzieren die Länder, das ist doch die Realität. Verschließen Sie Ihre Augen nicht vor der Wirklichkeit, Frau Bundesministerin! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Wieso?
Daher ist es so entscheidend, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir in Österreich endlich die Reformen anpacken, auch in der Steuerpolitik. Es ist ein Unsinn, Herr Kollege Cap, von einer Reichensteuer zu träumen, diese 80 000 Millionäre zu schröpfen, ein völliger Schwachsinn, sage ich Ihnen. (Abg. Mag. Gaßner: Wieso?) Und wenn Sie sie erwischen mit, was weiß ich, 80 000 Gutachten, dann kommen dabei 300 Millionen an Steuern heraus. (Abg. Mag. Gaßner: Schlecht?) Sie werden mit 300 Millionen € das Defizit-Loch, das jetzt 8 Milliarden € ausmacht, nicht stopfen können, das wissen Sie.
Abg. Mag. Gaßner: Schlecht?
Daher ist es so entscheidend, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir in Österreich endlich die Reformen anpacken, auch in der Steuerpolitik. Es ist ein Unsinn, Herr Kollege Cap, von einer Reichensteuer zu träumen, diese 80 000 Millionäre zu schröpfen, ein völliger Schwachsinn, sage ich Ihnen. (Abg. Mag. Gaßner: Wieso?) Und wenn Sie sie erwischen mit, was weiß ich, 80 000 Gutachten, dann kommen dabei 300 Millionen an Steuern heraus. (Abg. Mag. Gaßner: Schlecht?) Sie werden mit 300 Millionen € das Defizit-Loch, das jetzt 8 Milliarden € ausmacht, nicht stopfen können, das wissen Sie.
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Das kostet nur in der Administration, in der Steuereinbringung eine Menge Geld – Sie finanzieren eine Menge Gutachter damit –, aber unterm Strich ist das Problem nicht gelöst. Daher werden wir Ihnen den Gefallen nicht machen, einer Reichensteuer unsere Zustimmung zu geben, weil Sie damit die Probleme, vor denen diese Republik steht, nicht lösen können. Das ist die Realität. Das sollen Sie auch einmal so zur Kenntnis nehmen. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Kickl
Besondere Schmankerln habe ich gelesen betreffend die Sanierung der Krankenkassen: Es ist Ihnen gelungen, die Krankenkassen zu sanieren (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Kickl), weil Sie 150 Millionen € aus dem Steuertopf herausgenommen und in die Krankenkassen hineingesteckt haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Planlos, völlig planlos!) Das verstehen Sie unter Sanierung. – Ja, da muss uns ja angst und bange werden, wenn eine Finanzministerin davon spricht, dass jetzt die Krankenkassen saniert sind, weil der Steuerzahler das übernommen hat. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Planlos, völlig planlos!
Besondere Schmankerln habe ich gelesen betreffend die Sanierung der Krankenkassen: Es ist Ihnen gelungen, die Krankenkassen zu sanieren (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Kickl), weil Sie 150 Millionen € aus dem Steuertopf herausgenommen und in die Krankenkassen hineingesteckt haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Planlos, völlig planlos!) Das verstehen Sie unter Sanierung. – Ja, da muss uns ja angst und bange werden, wenn eine Finanzministerin davon spricht, dass jetzt die Krankenkassen saniert sind, weil der Steuerzahler das übernommen hat. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Besondere Schmankerln habe ich gelesen betreffend die Sanierung der Krankenkassen: Es ist Ihnen gelungen, die Krankenkassen zu sanieren (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Kickl), weil Sie 150 Millionen € aus dem Steuertopf herausgenommen und in die Krankenkassen hineingesteckt haben. (Abg. Ing. Westenthaler: Planlos, völlig planlos!) Das verstehen Sie unter Sanierung. – Ja, da muss uns ja angst und bange werden, wenn eine Finanzministerin davon spricht, dass jetzt die Krankenkassen saniert sind, weil der Steuerzahler das übernommen hat. (Beifall beim BZÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Sagen Sie einmal, Frau Finanzministerin, was verstehen Sie unter Sanierung? – Wissen Sie, eine Sanierung wäre es gewesen, wenn Sie diese 22 Sozialversicherungsanstalten in eine Sozialversicherungsanstalt für alle zusammengelegt hätten (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), und zwar egal, ob es Beamte, Selbständige, Bauern oder was auch immer sind. Das wäre eine sinnvolle Reform gewesen.
Beifall beim BZÖ.
Sie betreiben Raubbau an der Zukunft, und an diesem Raubbau werden wir sicherlich nicht teilnehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf: Bei der Budgetrede auch!
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Mitglieder der Regierung! Sehr verehrte Damen und Herren Abgeordnete! Hohes Haus! Es gibt eine Reihe von sich immer wiederholenden Allgemeinplätzen bei meinen Vorrednern (Ruf: Bei der Budgetrede auch!), zu denen relativ schwer konkret Stellung zu nehmen ist. Ich
Abg. Grosz: Und warum haben Sie sie nicht zusammengelegt?
Zu jenen Punkten, die konkreter formuliert wurden, etwa jetzt gerade zu dem letzten betreffend die Krankenkassen, muss man eines sagen: Ja, es stimmt, wir haben zusätzliche Mittel aus dem Budget benötigt – für Aufgaben, die wir übrigens in den letzten Jahren und auch Jahrzehnten den Krankenkassen immer wieder vorgegeben haben, also Leistungen, die wir von ihnen verlangt haben –, um die Sanierung der Krankenkassen maßgeblich einzuleiten, haben sie aber gleichzeitig ... (Abg. Grosz: Und warum haben Sie sie nicht zusammengelegt?) – Ja, aber die Frage, wie viele es machen, ist die eine, aber die Frage, wie sie es machen und was sie gemeinsam durchgeführt haben, ist doch die realistischere. (Abg. Grosz: 22?! 22?!)
Abg. Grosz: 22?! 22?!
Zu jenen Punkten, die konkreter formuliert wurden, etwa jetzt gerade zu dem letzten betreffend die Krankenkassen, muss man eines sagen: Ja, es stimmt, wir haben zusätzliche Mittel aus dem Budget benötigt – für Aufgaben, die wir übrigens in den letzten Jahren und auch Jahrzehnten den Krankenkassen immer wieder vorgegeben haben, also Leistungen, die wir von ihnen verlangt haben –, um die Sanierung der Krankenkassen maßgeblich einzuleiten, haben sie aber gleichzeitig ... (Abg. Grosz: Und warum haben Sie sie nicht zusammengelegt?) – Ja, aber die Frage, wie viele es machen, ist die eine, aber die Frage, wie sie es machen und was sie gemeinsam durchgeführt haben, ist doch die realistischere. (Abg. Grosz: 22?! 22?!)
Abg. Bucher: Der Steuerzahler hat es ...!
Und da müssen Sie doch zugeben, dass heute 600 Millionen € Schulden weniger vorhanden sind, und dass alleine in der Kostendämpfung die Kassen ihre Aufgaben, die wir mit ihnen in der Größenordnung von 500 Millionen € vereinbart haben, wahrgenommen haben. Also ist das doch ein gutes Beispiel für eine strukturell richtige Vorgangsweise, die wir fortsetzen müssen. (Abg. Bucher: Der Steuerzahler hat es ...!)
Beifall bei der SPÖ
Ich erinnere mich, dass im Wahlkampf sehr oft gerade die Krankenkassen eine große Rolle gespielt haben, weil immer wieder jemand von der Opposition zum Rednerpult gegangen ist und gesagt hat: Das alles werden wir uns nicht mehr leisten können! Die Menschen werden schauen, wenn sie keine Leistungen bekommen. Sie werden die Leistungen im Gesundheitssystem kürzen. – Was haben wir wirklich getan? Wir sind eines der wenigen Länder in Europa, in denen der Gesundheitsminister sich hinstellen und sagen kann, dass er keine Leistungskürzungen betreibt (Beifall bei der SPÖ) und dass die Krankenkassen durch diese Maßnahmen in der Vergangenheit ein Stück mehr abgesichert wurden.
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Vermögensbezogene Steuern, Vorschläge, die die Grünen auch im Redebeitrag wieder gebracht haben: Ich darf Sie nur daran erinnern – das gilt auch für das Budget 2012, aber beginnt natürlich schon im Budget 2011 –, welche vermögensbezogenen Steuern es gibt, die es in den Jahren 2010, 2009, 2008, 2007 gar nicht gegeben hat, die also unter dieser Regierung zusätzlich und neu eingeführt wurden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Ich sage es Ihnen: die Bankenabgabe 520 Millionen €; Maßnahmen im Bereich der Körperschaftsteuer, Zinsabzüge bei Anschaffung von Beteiligungen in Konzernen, Stiftungsbesteuerungen et cetera 300 Millionen €; Vermögenszuwachssteuer, Wertpapiere, KESt 30 bis 50 Millionen € (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht exekutierbar! Das können die Banken nicht einmal ...!); und konkrete zusätzliche Einnahmen im Kampf gegen Steuerhinterziehung 200 Millionen €.
Abg. Ing. Westenthaler: Nicht exekutierbar! Das können die Banken nicht einmal ...!
Vermögensbezogene Steuern, Vorschläge, die die Grünen auch im Redebeitrag wieder gebracht haben: Ich darf Sie nur daran erinnern – das gilt auch für das Budget 2012, aber beginnt natürlich schon im Budget 2011 –, welche vermögensbezogenen Steuern es gibt, die es in den Jahren 2010, 2009, 2008, 2007 gar nicht gegeben hat, die also unter dieser Regierung zusätzlich und neu eingeführt wurden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Ich sage es Ihnen: die Bankenabgabe 520 Millionen €; Maßnahmen im Bereich der Körperschaftsteuer, Zinsabzüge bei Anschaffung von Beteiligungen in Konzernen, Stiftungsbesteuerungen et cetera 300 Millionen €; Vermögenszuwachssteuer, Wertpapiere, KESt 30 bis 50 Millionen € (Abg. Ing. Westenthaler: Nicht exekutierbar! Das können die Banken nicht einmal ...!); und konkrete zusätzliche Einnahmen im Kampf gegen Steuerhinterziehung 200 Millionen €.
Zwischenruf des Abg. Strache
Das ist also insgesamt ein Betrag von rund einer Milliarde in diesem Bereich besserer Kampf gegen Steuersünder, Bankenabgabe, also dass wir dem Finanzsektor auch aus Gründen der Fairness zusätzlich eine Abgabe abverlangen (Zwischenruf des Abg. Strache), und dem Ausgleich im Bereich etwa des von mir genannten Zinsabzugs bei Anschaffung von Beteiligungen in Konzernen, Stiftungen oder anderen Bereichen, Wertpapierzuwächse. – 1 Milliarde €! (Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Bucher: ... Bankkunden!)
Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Bucher: ... Bankkunden!
Das ist also insgesamt ein Betrag von rund einer Milliarde in diesem Bereich besserer Kampf gegen Steuersünder, Bankenabgabe, also dass wir dem Finanzsektor auch aus Gründen der Fairness zusätzlich eine Abgabe abverlangen (Zwischenruf des Abg. Strache), und dem Ausgleich im Bereich etwa des von mir genannten Zinsabzugs bei Anschaffung von Beteiligungen in Konzernen, Stiftungen oder anderen Bereichen, Wertpapierzuwächse. – 1 Milliarde €! (Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Bucher: ... Bankkunden!)
Abg. Kickl: Wem gehört denn das Zinshaus dann?
Jetzt kann jemand natürlich sagen, es gibt noch mehr: Die OECD und andere zeigen immer wieder auf, dass wir im Bereich der Arbeit zu hohe Steuern haben und dass wir etwa im Bereich der Grundstücke – und ich rede da von Beträgen von über 1 Million €, ich meine nicht den Häuslbauer und den Mieter – im europäischen Vergleich zu wenig haben. (Abg. Kickl: Wem gehört denn das Zinshaus dann?) Da gibt es verschiedene Modelle. Da gibt es Modelle wie in vielen Ländern, dass man den Wertzuwachs, der entstanden ist, wenn jemand ein Grundstück verkauft, besteuert. Es gibt andere Modelle über 1 Million €, die im Bereich des Vermögens liegen.
Beifall bei der SPÖ.
Ja, das sind Aufgaben, die wir zu leisten haben. Aber was Sie uns leider nicht anerkennen, daher sagen wir es so deutlich, ist Folgendes: 1 Milliarde € zusätzliche Steuern in diesem Bereich ist nicht irgendein nicht gehaltenes Versprechen, sondern eine Maßnahme, die man im Budget 2012 auch nachlesen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hagen: Oder bei Ausgaben!
Ich glaube, dass man beim Sparen im Sinne auch von Kürzen gleichzeitig unter die Lupe nehmen muss, ob man bei Leistungen oder bei der Bürokratie kürzt, also ob es um Effizienzverbesserung oder es um Kürzen von tatsächlichen Leistungen geht. (Abg. Hagen: Oder bei Ausgaben!) – Aber bei den Ausgaben ist ja die Frage: Ist es eine Ausgabe für die Bürokratie und die Abwicklung? Kann man die effizienter gestalten?
Abg. Kickl: Großartig! Großartig! Dass Sie sich überhaupt trauen, sie zu erwähnen!
Dazu haben wir zum Beispiel vier konkrete Vorschläge zur Effizienzverbesserung in den Abwicklungen, die wir mit den Bundesländern diesen Freitag beraten, um da auch zusätzliche Einsparungen vorzunehmen. Dazu gehört auch die Transparenzdatenbank. (Abg. Kickl: Großartig! Großartig! Dass Sie sich überhaupt trauen, sie zu erwähnen!) Da gibt es eine Reihe von richtigen Maßnahmen, die aufzeigen sollen, ob, wenn jemand von verschiedenen Seiten eine Förderung erhält, Gemeinde, Land, Bund, das einer besser durchführen könnte als drei, ob es Überschneidungen gibt, die nicht gerechtfertigt sind, Fragen der Verwaltungsgerichtsbarkeit und viele andere Punkte mehr. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Hörl.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Hörl.
Dazu haben wir zum Beispiel vier konkrete Vorschläge zur Effizienzverbesserung in den Abwicklungen, die wir mit den Bundesländern diesen Freitag beraten, um da auch zusätzliche Einsparungen vorzunehmen. Dazu gehört auch die Transparenzdatenbank. (Abg. Kickl: Großartig! Großartig! Dass Sie sich überhaupt trauen, sie zu erwähnen!) Da gibt es eine Reihe von richtigen Maßnahmen, die aufzeigen sollen, ob, wenn jemand von verschiedenen Seiten eine Förderung erhält, Gemeinde, Land, Bund, das einer besser durchführen könnte als drei, ob es Überschneidungen gibt, die nicht gerechtfertigt sind, Fragen der Verwaltungsgerichtsbarkeit und viele andere Punkte mehr. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Hörl.)
Abg. Ursula Haubner: Familien!
Also hier gibt es eine Reihe von Ausgaben, die man insofern kürzt, dass man die Effizienz verbessert. Und hier hat der Rechnungshof sicher auch immer wieder sehr wertvolle Vorschläge gemacht, von denen wir einen ganz konkreten Teil auch aufgegriffen haben, sonst würden Sie uns nämlich nachweisen, dass wir beim Kürzen der Budgets in den letzten beiden Jahren massiv Leistungen gekürzt haben. Sie haben aber ganz wenige Beispiele, wo Sie eine Leistungskürzung vermuten – im Pflegebereich zum Beispiel, den Sie immer wieder erwähnen, oder beim Alleinverdienerabsetzbetrag (Abg. Ursula Haubner: Familien!), im Familienbereich, den Sie immer wieder mit der Familienbeihilfe erwähnen (Abg. Kickl: Alles unwesentlich!) –, aber wir können Ihnen immer beweisen, dass es in dem jeweiligen Sektor – gerade in der Pflege! – insgesamt Mehrausgaben gibt. Das heißt, wir haben in einzelnen Bereichen Maßnahmen gesetzt, die entweder die Effizienz verbessert haben oder einzelne Leistungskürzungen, die Sie uns aufrechnen, können aber den Nachweis erbringen, dass wir in Summe in unserem Sozial- und Gesundheitssystem eigentlich mit Mehrausgaben auch im europäischen Vergleich an der Spitze liegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die wundersame Geldvermehrung!)
Abg. Kickl: Alles unwesentlich!
Also hier gibt es eine Reihe von Ausgaben, die man insofern kürzt, dass man die Effizienz verbessert. Und hier hat der Rechnungshof sicher auch immer wieder sehr wertvolle Vorschläge gemacht, von denen wir einen ganz konkreten Teil auch aufgegriffen haben, sonst würden Sie uns nämlich nachweisen, dass wir beim Kürzen der Budgets in den letzten beiden Jahren massiv Leistungen gekürzt haben. Sie haben aber ganz wenige Beispiele, wo Sie eine Leistungskürzung vermuten – im Pflegebereich zum Beispiel, den Sie immer wieder erwähnen, oder beim Alleinverdienerabsetzbetrag (Abg. Ursula Haubner: Familien!), im Familienbereich, den Sie immer wieder mit der Familienbeihilfe erwähnen (Abg. Kickl: Alles unwesentlich!) –, aber wir können Ihnen immer beweisen, dass es in dem jeweiligen Sektor – gerade in der Pflege! – insgesamt Mehrausgaben gibt. Das heißt, wir haben in einzelnen Bereichen Maßnahmen gesetzt, die entweder die Effizienz verbessert haben oder einzelne Leistungskürzungen, die Sie uns aufrechnen, können aber den Nachweis erbringen, dass wir in Summe in unserem Sozial- und Gesundheitssystem eigentlich mit Mehrausgaben auch im europäischen Vergleich an der Spitze liegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die wundersame Geldvermehrung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die wundersame Geldvermehrung!
Also hier gibt es eine Reihe von Ausgaben, die man insofern kürzt, dass man die Effizienz verbessert. Und hier hat der Rechnungshof sicher auch immer wieder sehr wertvolle Vorschläge gemacht, von denen wir einen ganz konkreten Teil auch aufgegriffen haben, sonst würden Sie uns nämlich nachweisen, dass wir beim Kürzen der Budgets in den letzten beiden Jahren massiv Leistungen gekürzt haben. Sie haben aber ganz wenige Beispiele, wo Sie eine Leistungskürzung vermuten – im Pflegebereich zum Beispiel, den Sie immer wieder erwähnen, oder beim Alleinverdienerabsetzbetrag (Abg. Ursula Haubner: Familien!), im Familienbereich, den Sie immer wieder mit der Familienbeihilfe erwähnen (Abg. Kickl: Alles unwesentlich!) –, aber wir können Ihnen immer beweisen, dass es in dem jeweiligen Sektor – gerade in der Pflege! – insgesamt Mehrausgaben gibt. Das heißt, wir haben in einzelnen Bereichen Maßnahmen gesetzt, die entweder die Effizienz verbessert haben oder einzelne Leistungskürzungen, die Sie uns aufrechnen, können aber den Nachweis erbringen, dass wir in Summe in unserem Sozial- und Gesundheitssystem eigentlich mit Mehrausgaben auch im europäischen Vergleich an der Spitze liegen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Die wundersame Geldvermehrung!)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Es gibt im europäischen Vergleich kein Land, das mehr für Pflege ausgibt und mehr Gesundheitsleistungen erbringt als wir. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Ruf: Österreich?!
Es sind große Aufgaben, die bevorstehen, aber wenn sie mit sozialer Ausgewogenheit, wenn sie mit Fairness und Gerechtigkeit angegangen werden, wenn sie mit Sparsamkeit und Investitionen angegangen werden, dann weiß ich, dass Österreich diese Vorbildrolle in Österreich (Ruf: Österreich?!) weiter erfüllen wird. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Der letzte Satz war eine Tautologie!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Der letzte Satz war eine Tautologie!
Es sind große Aufgaben, die bevorstehen, aber wenn sie mit sozialer Ausgewogenheit, wenn sie mit Fairness und Gerechtigkeit angegangen werden, wenn sie mit Sparsamkeit und Investitionen angegangen werden, dann weiß ich, dass Österreich diese Vorbildrolle in Österreich (Ruf: Österreich?!) weiter erfüllen wird. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Der letzte Satz war eine Tautologie!)
Abg. Ing. Westenthaler: Dann kam Loipersdorf!
Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger: Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Wir hatten im Jahr 2011 eine Situation , wo wir zu Beginn des Jahres sehr hoffnungsfroh auf die wirtschaftliche Entwicklung geblickt haben; das erste Halbjahr war auch ein sehr gutes wirtschaftliches Jahr. (Abg. Ing. Westenthaler: Dann kam Loipersdorf!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr wisst gar nicht, wie es weitergeht! Das ist das Problem!
Im zweiten Halbjahr haben wir gesehen, dass sich die Konjunktureintrübung für das nächste Jahr ankündigt und dass wir auch international, besonders in der Europäischen Union, ständig mit neuen Nachrichten konfrontiert sind, die in die folgende Richtung gehen: Nervosität am Kapitalmarkt, wir wissen nicht, wie es in Griechenland weitergeht. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr wisst gar nicht, wie es weitergeht! Das ist das Problem!) Es ist insgesamt eine unsichere Zukunft, die uns prognostiziert wird. Ich glaube, in dieser Situation ist es daher vollkommen richtig, ein Budget zu erstellen, das sichere und stabile Finanzen für die Zukunft festlegt; und ich danke Maria Fekter, dass sie das mit dem vorliegenden Budget auch gewährleistet hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Im zweiten Halbjahr haben wir gesehen, dass sich die Konjunktureintrübung für das nächste Jahr ankündigt und dass wir auch international, besonders in der Europäischen Union, ständig mit neuen Nachrichten konfrontiert sind, die in die folgende Richtung gehen: Nervosität am Kapitalmarkt, wir wissen nicht, wie es in Griechenland weitergeht. (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr wisst gar nicht, wie es weitergeht! Das ist das Problem!) Es ist insgesamt eine unsichere Zukunft, die uns prognostiziert wird. Ich glaube, in dieser Situation ist es daher vollkommen richtig, ein Budget zu erstellen, das sichere und stabile Finanzen für die Zukunft festlegt; und ich danke Maria Fekter, dass sie das mit dem vorliegenden Budget auch gewährleistet hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir das Budget für das nächste Jahr betrachten, dann werden auch die Grundsätze ganz glasklar sichtbar. Zum einen ist dies ein Konsolidierungskurs, der Stück für Stück die Staatsfinanzen wieder in Ordnung bringt. Dass wir nächstes Jahr prognostiziert bei 3,2 Prozent Defizit liegen, zeigt, wir kommen stückweise wieder zu den Maastricht-Kriterien von 3 Prozent, die auch internationale Experten als jenes Maß festlegen, bis zu dem ein Defizit verantwortet werden kann. Es ist daher vollkommen richtig, dies wieder Schritt für Schritt in Richtung der Maastricht-Kriterien zu treiben. Darum bedanke ich mich noch einmal. Das ist gute Arbeit, die die Finanzministerin da an den Tag gelegt hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Wir sehen, dass das Budget gewährleistet, dass wir den Sparkurs in den Ministerien Stück für Stück vorantreiben. Das ist schmerzlich, ja, und jedes Ressort muss aus dieser Not, aus diesem Diktat der leeren Kassen das Beste machen. Das ist schwierig, aber es macht Not bekanntlich auch erfinderisch, und wir werden diesen Kurs konsequent in Richtung einer Budgetkonsolidierung auf der Ausgabenseite vorantreiben. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Es ist weiters ein gutes Signal, dass wir in den Ressorts in Zukunft auch sehr effizient versuchen, unsere Staatsaufgaben zu erledigen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Wir investieren in Richtung Bildung. Wir haben vor Kurzem einen Wirtschaftsrat veranstaltet, wo die Unternehmerpersönlichkeiten Österreichs um einen Tisch versammelt waren und uns gesagt haben: Für den Standort Österreich ist es zukünftig entscheidend, dass wir in die Bildung investieren und dass wir bei den Steuern gering bleiben. Beides ist das richtige Rezept, das wir auch gewährleisten. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir investieren auch dort, wo es für viele Österreicherinnen und Österreicher wichtig ist: Nachmittagsbetreuung an den Schulen. Das bedeutet, dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf zukünftig besser möglich wird, und jeder weiß, dass die Kinder auch gut aufgehoben sind und am Nachmittag qualitativ betreut werden. Da ist es auch richtig, in die Tasche zu greifen, auch in schwierigen Situationen, und dort zu investieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ursula Haubner: Warum macht’s es dann nicht?
Meine Damen und Herren, aber kommen wir zu den mittel- und langfristigen Zielen! Natürlich müssen wir in die Richtung voranschreiten, dass wir ausgabenseitig sparen, dass wir die Effizienzpotentiale heben und mit den Budgetkosten herunterkommen. Das ist eine Richtung, die mit dem Budget 2012 eingeleitet wird und bis 2015, wenn wir auf unseren Finanzrahmen schauen, auch fortgesetzt wird. Ich bekenne mich dazu: Wir müssen auch bei den großen Kostentreibern Schnitte machen. Frühpensionen, wie wir sie heute sehen, sind nicht der Maßstab für morgen. Wir müssen daher in diese Richtung ansetzen, und da muss es mehr Maßnahmen geben, als wir derzeit am Tisch liegen haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ursula Haubner: Warum macht’s es dann nicht?)
Abg. Bucher: Beginnen Sie einmal damit! – Abg. Strache: Haben Sie schon seit 30 Jahren Zeit gehabt!
Ich bin auch sehr dafür, dass wir bei den Schulden ein langfristiges Ziel setzen, dass wir sagen: Entschuldung Österreichs! Das ist ein langfristiges Ziel, aber Sie wissen so gut wie wir, dass das nicht von heute auf morgen bewerkstelligbar ist. (Abg. Bucher: Beginnen Sie einmal damit! – Abg. Strache: Haben Sie schon seit 30 Jahren Zeit gehabt!) Und wenn ich Ihren Redebeitrag höre, Herr Klubobmann Strache, dass Sie sagen, wir wollen harte Schnitte bei den Schulden und gleichzeitig Vorschläge machen, wie wir Mehrausgaben in diesem Land zu verantworten haben (Abg. Strache: Seit 30 Jahren haben Sie in der Regierung Zeit gehabt!), dann ist das nicht stimmig, und das darf auch einmal als Kritik an Sie gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Seit 30 Jahren haben Sie in der Regierung Zeit gehabt!
Ich bin auch sehr dafür, dass wir bei den Schulden ein langfristiges Ziel setzen, dass wir sagen: Entschuldung Österreichs! Das ist ein langfristiges Ziel, aber Sie wissen so gut wie wir, dass das nicht von heute auf morgen bewerkstelligbar ist. (Abg. Bucher: Beginnen Sie einmal damit! – Abg. Strache: Haben Sie schon seit 30 Jahren Zeit gehabt!) Und wenn ich Ihren Redebeitrag höre, Herr Klubobmann Strache, dass Sie sagen, wir wollen harte Schnitte bei den Schulden und gleichzeitig Vorschläge machen, wie wir Mehrausgaben in diesem Land zu verantworten haben (Abg. Strache: Seit 30 Jahren haben Sie in der Regierung Zeit gehabt!), dann ist das nicht stimmig, und das darf auch einmal als Kritik an Sie gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bin auch sehr dafür, dass wir bei den Schulden ein langfristiges Ziel setzen, dass wir sagen: Entschuldung Österreichs! Das ist ein langfristiges Ziel, aber Sie wissen so gut wie wir, dass das nicht von heute auf morgen bewerkstelligbar ist. (Abg. Bucher: Beginnen Sie einmal damit! – Abg. Strache: Haben Sie schon seit 30 Jahren Zeit gehabt!) Und wenn ich Ihren Redebeitrag höre, Herr Klubobmann Strache, dass Sie sagen, wir wollen harte Schnitte bei den Schulden und gleichzeitig Vorschläge machen, wie wir Mehrausgaben in diesem Land zu verantworten haben (Abg. Strache: Seit 30 Jahren haben Sie in der Regierung Zeit gehabt!), dann ist das nicht stimmig, und das darf auch einmal als Kritik an Sie gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Zweiten: Wenn Sie uns erklären, wir sollen alles nur für das eigene Land tun, dann klingt das ja wunderbar. Aber, meine Damen und Herren, was ist die Realität? – Wir sind eine Exportnation. Jeder zweite Arbeitsplatz in diesem Land hängt am Export. Ich möchte nicht, dass wir diese Arbeitsplätze gefährden. Ganz im Gegenteil! Wir müssen dafür sorgen, dass Export in diesem Land eine Triebfeder für wirtschaftlichen Aufschwung bleibt. Das wollen wir in der Zukunft gewährleisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe beim BZÖ: Na! Na! Na!
Gestatten Sie mir auch eine Kritik an Herrn Klubobmann Bucher, der hier erklärt: immer wieder Schulden, Schulden, Schulden. – Ja, wir kennen dieses Problem. Aber ich frage Sie: Wo war denn Ihre Fraktion, als wir im September 2008 in diesem Haus so viele Maßnahmen beschlossen haben? – Da waren Sie fest dabei: die Umsatzsteuer bei den Medikamenten zu kürzen, die Studiengebühren abzuschaffen, überall waren Sie in diesem Haus dabei, meine Damen und Herren. (Rufe beim BZÖ: Na! Na! Na!) Das muss auch einmal gesagt werden. Sie sind nicht derjenige, der Ernst macht mit dem, was Sie uns hier vorgaukeln. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das waren schon wir! Da muss man schon gerecht sein! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das waren schon wir! Da muss man schon gerecht sein! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und ÖVP.
Gestatten Sie mir auch eine Kritik an Herrn Klubobmann Bucher, der hier erklärt: immer wieder Schulden, Schulden, Schulden. – Ja, wir kennen dieses Problem. Aber ich frage Sie: Wo war denn Ihre Fraktion, als wir im September 2008 in diesem Haus so viele Maßnahmen beschlossen haben? – Da waren Sie fest dabei: die Umsatzsteuer bei den Medikamenten zu kürzen, die Studiengebühren abzuschaffen, überall waren Sie in diesem Haus dabei, meine Damen und Herren. (Rufe beim BZÖ: Na! Na! Na!) Das muss auch einmal gesagt werden. Sie sind nicht derjenige, der Ernst macht mit dem, was Sie uns hier vorgaukeln. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Das waren schon wir! Da muss man schon gerecht sein! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von BZÖ und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Lassen Sie mich auch etwas zum Thema Strukturreformen sagen! Die Frau Klubobfrau Glawischnig hat uns heute gesagt, wir tun nichts für Strukturreformen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.) Schon am Freitag tun wir etwas für Strukturreformen! Wenn wir in die Richtung gehen, die Gerichtsorganisation in Österreich neu zu organisieren, die seit 30 Jahren in diesem Land verhandelt wird, und dort einen Abschluss erreichen und sagen, wir werden das neu aufstellen, wenn wir Deregulierungsmaßnahmen mit den Ländern beschließen, wenn wir in Richtung einer Neuorganisation des Bundesamts für Asyl und Migration gehen, dann sind das gewaltige Schritte in die Zukunft.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja! Viel mehr!
Und ich bekenne mich dazu: Ja, wir müssen noch mehr tun! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja! Viel mehr!) Aber beginnen wir einmal damit. (Ruf beim BZÖ: Ja fangt’s an! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Mag. Kogler.) Ich bin gespannt, ob Sie diesen Gesetzen dann auch im Hohen Haus zustimmen. Das braucht eine Zweidrittelmehrheit, und ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie dann nicht nur Kritik anbringen,
Ruf beim BZÖ: Ja fangt’s an! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Mag. Kogler.
Und ich bekenne mich dazu: Ja, wir müssen noch mehr tun! (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ja! Viel mehr!) Aber beginnen wir einmal damit. (Ruf beim BZÖ: Ja fangt’s an! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Mag. Kogler.) Ich bin gespannt, ob Sie diesen Gesetzen dann auch im Hohen Haus zustimmen. Das braucht eine Zweidrittelmehrheit, und ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie dann nicht nur Kritik anbringen,
Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.
sondern auch zustimmen! Dann sind wir auf einem guten Weg in diesem Land. (Lang anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben auch kritisiert! – Ruf bei der FPÖ: Ja lesen Sie einmal die Zeitung, Herr Kollege!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Lob von den Wirtschaftsforschern, Lob von den Experten, Kritik von der Opposition. So lassen sich im Wesentlichen die Reaktionen auf das gestern vorgestellte Budget zusammenfassen. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Sie haben auch kritisiert! – Ruf bei der FPÖ: Ja lesen Sie einmal die Zeitung, Herr Kollege!) Ich glaube, dass wir jedenfalls von der richtigen Seite, nämlich von den Wirtschaftsforschern und den Experten das Lob bekommen haben. Mit dem Lob von der Opposition haben wir ja nicht gerechnet.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 50 000 mehr als vor der Krise!
Wenn wir uns aber ansehen, wie Österreich dasteht und uns die wichtigsten Kennzahlen anschauen – ob das die Neuverschuldung, die Verschuldungsquote, die Arbeitsmarktdaten sind –, so sind wir bei fast allen Kennzahlen ganz, ganz vorne bei Europa dabei. Bei der Arbeitslosigkeit haben wir sogar die niedrigste in der Europäischen Union und werden von den meisten Staaten dieses Kontinents beneidet. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: 50 000 mehr als vor der Krise!)
ironische Heiterkeit bei der FPÖ
Wenn Sie Kontakt mit anderen europäischen Politikern haben – vielleicht die FPÖ nicht, weil die keinen Kontakt zu europäischen Politikern will (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), aber wenn Sie Kontakt haben –, dann werden Sie auch hören, wie beneidet wir um unsere Zahlen werden und wie umsichtig die Politik in Österreich tatsächlich gehandelt hat, sodass wir wesentlich besser aus der Krise herausgekommen sind als fast alle anderen europäischen Staaten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Nicht ein Experte !)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Nicht ein Experte !
Wenn Sie Kontakt mit anderen europäischen Politikern haben – vielleicht die FPÖ nicht, weil die keinen Kontakt zu europäischen Politikern will (ironische Heiterkeit bei der FPÖ), aber wenn Sie Kontakt haben –, dann werden Sie auch hören, wie beneidet wir um unsere Zahlen werden und wie umsichtig die Politik in Österreich tatsächlich gehandelt hat, sodass wir wesentlich besser aus der Krise herausgekommen sind als fast alle anderen europäischen Staaten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Nicht ein Experte !)
Abg. Kickl: Bitte?! Das ist ein gerechter Beitrag?! Das ist eine neue Definition von Gerechtigkeit! – Zwischenrufe beim BZÖ.
Diese richtige Politik wird jetzt fortgesetzt. Wir haben nicht den Fehler gemacht, den manche Länder gemacht haben, nämlich sich noch tiefer in die Krise hineinzusparen, sondern wir haben zum Beispiel auch darauf geachtet, dass wir gerechte Einnahmen schaffen, dass jene, die auch mitschuldig an der Krise waren, auch einen gerechten Beitrag zur Finanzierung der Kosten dieser Krise leisten. (Abg. Kickl: Bitte?! Das ist ein gerechter Beitrag?! Das ist eine neue Definition von Gerechtigkeit! – Zwischenrufe beim BZÖ.) Dies geschieht zum Beispiel durch die Bankenabgabe, indem wir jedes Jahr einen Beitrag der Banken für die Sanierung, für die Bezahlung der Kosten der Krise verlangen und auch bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese richtige Politik wird jetzt fortgesetzt. Wir haben nicht den Fehler gemacht, den manche Länder gemacht haben, nämlich sich noch tiefer in die Krise hineinzusparen, sondern wir haben zum Beispiel auch darauf geachtet, dass wir gerechte Einnahmen schaffen, dass jene, die auch mitschuldig an der Krise waren, auch einen gerechten Beitrag zur Finanzierung der Kosten dieser Krise leisten. (Abg. Kickl: Bitte?! Das ist ein gerechter Beitrag?! Das ist eine neue Definition von Gerechtigkeit! – Zwischenrufe beim BZÖ.) Dies geschieht zum Beispiel durch die Bankenabgabe, indem wir jedes Jahr einen Beitrag der Banken für die Sanierung, für die Bezahlung der Kosten der Krise verlangen und auch bekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: „Geringe Heizkosten“ müssen Sie noch einmal erklären!
res Beispiel für nachhaltige Politik, die wir auch mit diesem Budget fortsetzen und unterstützen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: „Geringe Heizkosten“ müssen Sie noch einmal erklären!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir investieren auch in den Ausbau von ganztägigen Schulen und schaffen damit überhaupt erst die Wahlfreiheit für Eltern, ob sie ihre Kinder in eine Halbtagsschule oder eine Ganztagsschule bringen wollen. Wir schaffen damit auch mehr Chancengerechtigkeit für Kinder, weil wir wissen, dass Ganztagsschulen natürlich bessere Chancen bieten, vor allem für Kinder aus benachteiligten Familien, wo die Eltern nicht so unterstützend sein können bei der Bildung ihrer Kinder. Wir investieren zusätzliche Mittel in Forschung und Entwicklung, um auch in Zukunft top ausgebildete Arbeitskräfte zu haben, um das Know-how im Land zu halten und auch, um konkurrenzfähige Betriebe zu haben und so die Arbeitsplätze für morgen schaffen und sichern zu können. Insofern ist das absolut zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen aber auch, dass ein wesentlicher Grund, wieso wir so gut dastehen, unser Arbeitsmarkt und unsere niedrige Arbeitslosigkeit ist. Wir wissen ja, dass Arbeitslosigkeit extrem teuer ist, weil Sie da nicht nur weniger Steuereinnahmen haben, sondern auch mehr Personen in der Arbeitslosigkeit finanzieren müssen. Obwohl wir diese niedrigen Zahlen haben, aber vor allem vielleicht auch weil wir sie haben und auch in Zukunft haben wollen, investieren wir auch nächstes Jahr über 1 Milliarde € in die aktive Arbeitsmarktpolitik, eben weil wir darauf achten wollen, dass diejenigen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, qualifiziert oder requalifiziert werden und wir sie dabei unterstützen wollen, einen neuen Job zu finden und nicht nur in der Arbeitslosigkeit zu verharren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja freilich! – Abg. Mag. Stefan: Haben Sie das ernsthaft gelesen?
Aber es gibt natürlich auch Maßnahmen, die ich mir vorstellen könnte, die im Budget noch nicht enthalten sind. Wenn wir uns den Bildungsbereich anschauen – weil der angesprochen wurde –, dann ist es so, und das ist international unbestritten, dass jene Länder, die eine gemeinsame Schule der 6- bis 14-Jährigen haben, natürlich wesentlich bessere Ergebnisse bei PISA, aber auch bei vielen anderen Leistungstests haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja freilich! – Abg. Mag. Stefan: Haben Sie das ernsthaft gelesen?) Wir in Österreich haben eine Gesamtschule, eine gemeinsame Schule, die geht nur bis 10 und nicht bis 14. Natürlich wäre es wesentlich effizienter und auch gerechter, die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen in Österreich einzuführen, und langfristig führt auch kein Weg daran vorbei. Dazu braucht es eigentlich nur zwei Dinge, nämlich Mut und durchdachte Konzepte. Beides liegt vor, es liegt nur noch an der Umsetzung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber es gibt natürlich auch Maßnahmen, die ich mir vorstellen könnte, die im Budget noch nicht enthalten sind. Wenn wir uns den Bildungsbereich anschauen – weil der angesprochen wurde –, dann ist es so, und das ist international unbestritten, dass jene Länder, die eine gemeinsame Schule der 6- bis 14-Jährigen haben, natürlich wesentlich bessere Ergebnisse bei PISA, aber auch bei vielen anderen Leistungstests haben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Ja freilich! – Abg. Mag. Stefan: Haben Sie das ernsthaft gelesen?) Wir in Österreich haben eine Gesamtschule, eine gemeinsame Schule, die geht nur bis 10 und nicht bis 14. Natürlich wäre es wesentlich effizienter und auch gerechter, die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen in Österreich einzuführen, und langfristig führt auch kein Weg daran vorbei. Dazu braucht es eigentlich nur zwei Dinge, nämlich Mut und durchdachte Konzepte. Beides liegt vor, es liegt nur noch an der Umsetzung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie sagen, dass die Verschuldung durch Schwarz-Blau gesenkt wurde, dann stimmt das zur Hälfte. Wir hatten Mitte der neunziger Jahre über 68 Prozent Staatsverschuldung – das können Sie den Zahlen der Ministerin entnehmen – und unter Rot-Schwarz dann unter 60 Prozent, und die revidierten Zahlen sind knapp drüber. Zirka die Hälfte, ein bisschen weniger, ist durch Blau-Schwarz eingespart worden und ein bisschen mehr als die Hälfte durch Rot-Schwarz. Also da können wir uns den Erfolg auch teilen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Meine Damen und Herren, da ist es kein Wunder, wenn die Menschen, die Bürger in unserem Land, sich Sorgen machen und Ängste um Arbeitsplätze, um Sparguthaben, um die Zukunft haben. Darum tut es einfach wohl zu wissen, dass wir hier ein Budget zu diskutieren haben, für das das Motto „stabile Finanzen für eine sichere Zukunft“ gilt. Meine Damen und Herren, das tut einfach wohl in einer Zeit, in der so viele Turbulenzen rund um uns herum entstehen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.)
Abg. Mag. Stefan: Außerhalb!
Wir treten für eine verfassungsmäßige Schuldenbremse ein, und zwar aus einem einfachen Grund: So sehr das Bundesfinanzrahmengesetz ein Best-Practice-Model in der EU (Abg. Mag. Stefan: Außerhalb!) ist und sehr, sehr viele Vorteile hat, muss man ehrlicherweise auch eines sagen: Man kann mit einfacher Mehrheit jedes Jahr den Deckel anheben, das ist im Vorjahr geschehen. Im Vorjahr wurde der Deckel für Sozialversicherung, Soziales und Pensionen für das Jahr 2014 um 2,8 Milliarden € erhöht, mit einfacher Mehrheit. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Wir treten für eine verfassungsmäßige Schuldenbremse ein, und zwar aus einem einfachen Grund: So sehr das Bundesfinanzrahmengesetz ein Best-Practice-Model in der EU (Abg. Mag. Stefan: Außerhalb!) ist und sehr, sehr viele Vorteile hat, muss man ehrlicherweise auch eines sagen: Man kann mit einfacher Mehrheit jedes Jahr den Deckel anheben, das ist im Vorjahr geschehen. Im Vorjahr wurde der Deckel für Sozialversicherung, Soziales und Pensionen für das Jahr 2014 um 2,8 Milliarden € erhöht, mit einfacher Mehrheit. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher sagen wir, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann. Wir wollen eine Verfassungsbestimmung, die Verfassung ist eine Bremse. Man kann zwar auch eine Verfassungsbestimmung ändern, aber das ist schon viel, viel schwieriger, als mit einfacher Gesetzgebung Grenzen wieder zu erhöhen. Meine Damen und Herren, daher verstehe ich ehrlich gestanden – und ich spreche meine Kollegen von der sozialdemokratischen Fraktion an – Ihren Widerstand gegen diese verfassungsmäßige Schuldenbremse nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist ähnlich wie bei den Studienbeiträgen. Da muss auch der kleine Arbeiter mitfinanzieren, dass der Sohn des Generaldirektors gratis studieren kann. Aber noch einmal: Bei der sozialen Gerechtigkeit sind Sie auf einem Auge, glaube ich, schon ein bisschen, ich würde nicht sagen blind, aber da sehen Sie auf einem Auge schon ein bisschen schlecht, wenn Sie von sozialer Gerechtigkeit sprechen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Fair, sozial, gerecht!
Meine Damen und Herren, ich habe hier die Vorschläge sowohl vom Bundeskanzler als auch von meinem Vorredner gehört, da war ständig wieder nur von neuen Steuern die Rede. Ich wehre mich auch gegen eine Manipulation durch die Sprache. Hier wird in unglaublicher Weise mit der Sprache manipuliert. (Abg. Dr. Pirklhuber: Fair, sozial, gerecht!) Herr Kollege Krainer, Sie haben wieder von der Millionärssteuer gesprochen. Wenn man sich die Vorschläge anschaut, die alle sehr wenig konkret sind, dann sieht man: Der Spitzensteuersatz soll erhöht werden, der setzt aber heute bei 60 000 € Steuerbemessungsgrundlage jährlich an. (Zwischenrufe der Abgeordneten Krainer und Dr. Matznetter.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Krainer und Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren, ich habe hier die Vorschläge sowohl vom Bundeskanzler als auch von meinem Vorredner gehört, da war ständig wieder nur von neuen Steuern die Rede. Ich wehre mich auch gegen eine Manipulation durch die Sprache. Hier wird in unglaublicher Weise mit der Sprache manipuliert. (Abg. Dr. Pirklhuber: Fair, sozial, gerecht!) Herr Kollege Krainer, Sie haben wieder von der Millionärssteuer gesprochen. Wenn man sich die Vorschläge anschaut, die alle sehr wenig konkret sind, dann sieht man: Der Spitzensteuersatz soll erhöht werden, der setzt aber heute bei 60 000 € Steuerbemessungsgrundlage jährlich an. (Zwischenrufe der Abgeordneten Krainer und Dr. Matznetter.)
Abg. Krainer: Das müssen Sie parteiintern regeln!
Wenn man sich andere Vorschläge anschaut, liegt dies bei 200 000 €. Ich gebe zu, 200 000 € ist sehr, sehr viel Geld. (Abg. Krainer: Das müssen Sie parteiintern regeln!) Aber ein Millionär ist für mich ein Millionär, der zumindest eine Million oder mehr bekommt. Also da wird unglaublich populistisch durch die Sprache manipuliert, und dagegen muss man sich wehren. (Abg. Dr. Matznetter: Bildungssteuer!) Abgesehen davon bitte, dass für uns von der ÖVP Steuererhöhungen, egal, ob Eigentumsteuern oder sogenannte Reichensteuern, nicht in Frage kommen, solange wir Einsparungspotentiale haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Matznetter: Bildungssteuer!
Wenn man sich andere Vorschläge anschaut, liegt dies bei 200 000 €. Ich gebe zu, 200 000 € ist sehr, sehr viel Geld. (Abg. Krainer: Das müssen Sie parteiintern regeln!) Aber ein Millionär ist für mich ein Millionär, der zumindest eine Million oder mehr bekommt. Also da wird unglaublich populistisch durch die Sprache manipuliert, und dagegen muss man sich wehren. (Abg. Dr. Matznetter: Bildungssteuer!) Abgesehen davon bitte, dass für uns von der ÖVP Steuererhöhungen, egal, ob Eigentumsteuern oder sogenannte Reichensteuern, nicht in Frage kommen, solange wir Einsparungspotentiale haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Wenn man sich andere Vorschläge anschaut, liegt dies bei 200 000 €. Ich gebe zu, 200 000 € ist sehr, sehr viel Geld. (Abg. Krainer: Das müssen Sie parteiintern regeln!) Aber ein Millionär ist für mich ein Millionär, der zumindest eine Million oder mehr bekommt. Also da wird unglaublich populistisch durch die Sprache manipuliert, und dagegen muss man sich wehren. (Abg. Dr. Matznetter: Bildungssteuer!) Abgesehen davon bitte, dass für uns von der ÖVP Steuererhöhungen, egal, ob Eigentumsteuern oder sogenannte Reichensteuern, nicht in Frage kommen, solange wir Einsparungspotentiale haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.
Meine Damen und Herren, wir brauchen natürlich – und die Frau Finanzministerin hat das gestern ja angedeutet – ein strategisches Dreieck. (Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.) Wir brauchen Dämpfung bei den Ausgaben. Wir brauchen strukturelle Reformen, und wir brauchen Impulse für Wachstum und Beschäftigung. Jetzt sagen natürlich alle Besserwisser, und dazu gehört die ganze Opposition, das ist alles zu wenig. Die Ausgabenbegrenzungen sind zu wenig. Die Strukturreformen sind zu wenig. Die Impulse für Wachstum und Beschäftigung, Frau Glawischnig, sind zu wenig. Alles ist zu wenig.
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.
Jetzt frage ich Sie wirklich: Wieso werden diese Strukturmaßnahmen, wo ja die Fakten und Daten auf dem Tisch liegen, nicht durchgeführt? – Die Daten und Fakten liegen auf dem Tisch, bei den Pensionen wissen wir, um ein Jahr früher in Pension kostet 1 Milliarde. (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber.) Die Deutschen gehen drei Jahre später in Pension, also im Vergleich zu Deutschland geben wir jedes Jahr 3 Milliarden nicht für Forschung oder Entwicklung aus, sondern für Pensionen.
Ruf bei der ÖVP: Genau!
Jetzt frage ich Sie wirklich: Warum werden diese Maßnahmen nicht gesetzt? Da hat gestern in einem Interview mit den „Oberösterreichischen Nachrichten“ der Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Linz, Universitätsprofessor Cocca, etwas sehr Schönes gesagt – und das ist die Wahrheit –, er hat gesagt: weil diese Strukturmaßnahmen keine demokratischen Mehrheiten finden. (Ruf bei der ÖVP: Genau!) – Das ist der Punkt, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Glawisch-
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Bei der Schulverwaltung sind fünf Parteien im Haus dafür! Sagen Sie was zur Schulverwaltung!
Frau Kollegin Glawischnig, wenn ich addiere, welche Vorschläge von Ihnen in Ausschüssen liegen, so kosten diese Vorschläge zweistellige Milliardenbeträge. Hier treten Sie heraus und kritisieren die Regierung. In Wirklichkeit betreiben Sie reinen Populismus. Die Wahrheit ist, dass Sie ständig mehr fordern. Wenn wir Ihre Forderungen verwirklichen würden, hätten wir eine Staatsschuldenexplosion. So ehrlich muss man auch einmal sein, Frau Kollegin. Schauen Sie sich Ihre eigenen Anträge an! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Bei der Schulverwaltung sind fünf Parteien im Haus dafür! Sagen Sie was zur Schulverwaltung!)
Abg. Bucher: Ich habe Ihnen schon zig Beispiele genannt!
Sie sagen Schuldenabbau – ich spreche den Kollegen Bucher an –: Wir haben im Budget 2012 ein administratives Defizit von 9 Milliarden €. Schuldenabbau kann nur sein, wenn ich kein Defizit, sondern einen Überschuss habe. Kommen Sie heraus und sagen Sie mir – Kollege Strache ist auch eingeladen –: Wie kann man im nächsten Jahr 9 Milliarden durch Ausgabeneinsparungen erzielen? (Abg. Bucher: Ich habe Ihnen schon zig Beispiele genannt!) Kommen Sie heraus uns sagen Sie das, aber nicht populistische Reden halten! (Abg. Strache: Das hat Ihnen der Rechnungshof schon vorgerechnet! 5 Milliarden Einsparung!)
Abg. Strache: Das hat Ihnen der Rechnungshof schon vorgerechnet! 5 Milliarden Einsparung!
Sie sagen Schuldenabbau – ich spreche den Kollegen Bucher an –: Wir haben im Budget 2012 ein administratives Defizit von 9 Milliarden €. Schuldenabbau kann nur sein, wenn ich kein Defizit, sondern einen Überschuss habe. Kommen Sie heraus und sagen Sie mir – Kollege Strache ist auch eingeladen –: Wie kann man im nächsten Jahr 9 Milliarden durch Ausgabeneinsparungen erzielen? (Abg. Bucher: Ich habe Ihnen schon zig Beispiele genannt!) Kommen Sie heraus uns sagen Sie das, aber nicht populistische Reden halten! (Abg. Strache: Das hat Ihnen der Rechnungshof schon vorgerechnet! 5 Milliarden Einsparung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Politischer Autismus!
Kommen Sie heraus und sagen Sie: Wie kann man Schuldenabbau machen, indem wir nächstes Jahr 9 Milliarden einsparen? Kommen Sie heraus! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Politischer Autismus!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Herr Stummvoll, Gratulation! Wirklich toll!
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich bin ja froh, dass ich Herrn Kollegen Stummvoll als Vorredner hatte, denn er ist ein großartiges Beispiel zur Illustration der Glaubwürdigkeit der ÖVP in Fragen Schuldenbekämpfung und Schuldenabbau. Ich habe mir das noch einmal angeschaut: Sie sind, glaube ich, Anfang der neunziger Jahre als Staatssekretär ins Finanzministerium gekommen, Kollege Stummvoll. Damals war der Schuldenberg 76,5 Milliarden €. Seit dem Jahr 2000 sind Sie Vorsitzender des Finanzausschusses in diesem Hohen Haus. Im Jahr 2000 war der Schuldenberg bei 140 Milliarden €. In der Zwischenzeit schreiben wir das Jahr 2011, Sie sind immer noch Vorsitzender des Finanzausschusses, und wir haben 280 Milliarden € Staatsverschuldung. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Herr Stummvoll, Gratulation! Wirklich toll!)
Beifall bei der FPÖ.
an, von diesem 100-prozentigen Schaden machst du 10 Prozent wieder gut. – Das verstehen dann die Genossen als Beitrag zur Gerechtigkeit, noch dazu, wenn es die Bankkunden und die Endverbraucher zu zahlen haben. Gute Nacht, Sozialdemokratie! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Alles, was ich gestern und heute von den Vertretern der Bundesregierung und von den Rednern der beiden Regierungsfraktionen im Zuge dieser – und da muss man schon die euphemistische Variante wählen, wenn man das als Budgetdebatte bezeichnet – Debatte gehört habe, das bestätigt mich in einer Annahme – und das ist leider kein gutes Ergebnis für Österreich, meine Damen und Herren –: Diese Annahme lautet nämlich, dass SPÖ und ÖVP, also die rote Not und das schwarze Elend, die sich da zu einem Proporzsystem und zu einer Dauerkoalition vergesellschaftet haben, bis zum heutigen Tag noch nicht einmal ansatzweise erkannt und begriffen haben, dass Dinge und Maßnahmen, die volkswirtschaftlich für die österreichische Bevölkerung von Nachteil sind und einen Schaden bilden, schon allein aus diesem Grund politisch und staatspolitisch nicht verantwortungsvoll und intelligent sein können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das haben Sie bis zum heutigen Tag nicht begriffen, dabei wäre es so einfach, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Alles, was ich gestern und heute von den Vertretern der Bundesregierung und von den Rednern der beiden Regierungsfraktionen im Zuge dieser – und da muss man schon die euphemistische Variante wählen, wenn man das als Budgetdebatte bezeichnet – Debatte gehört habe, das bestätigt mich in einer Annahme – und das ist leider kein gutes Ergebnis für Österreich, meine Damen und Herren –: Diese Annahme lautet nämlich, dass SPÖ und ÖVP, also die rote Not und das schwarze Elend, die sich da zu einem Proporzsystem und zu einer Dauerkoalition vergesellschaftet haben, bis zum heutigen Tag noch nicht einmal ansatzweise erkannt und begriffen haben, dass Dinge und Maßnahmen, die volkswirtschaftlich für die österreichische Bevölkerung von Nachteil sind und einen Schaden bilden, schon allein aus diesem Grund politisch und staatspolitisch nicht verantwortungsvoll und intelligent sein können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das haben Sie bis zum heutigen Tag nicht begriffen, dabei wäre es so einfach, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: So ein Oberg’scheiter! – Abg. Strache – in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll –: Sie hätten es beweisen können in den letzten 20 Jahren!
Die Frau Finanzministerin hat es nicht begriffen, der Herr Vizekanzler hat es nicht begriffen und vom Herrn Bundeskanzler rede ich gar nicht; es wäre ein Wunder gewesen, wenn ausgerechnet er das begriffen hätte, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Stummvoll: So ein Oberg’scheiter! – Abg. Strache – in Richtung des Abg. Dr. Stummvoll –: Sie hätten es beweisen können in den letzten 20 Jahren!)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Deshalb ist dieses Budget ein trauriger Befund über den Zustand dieser Bundesregierung. Dieses Budget und die Debatte, so wie Sie sie führen, zeigen einmal mehr, wie weit Sie eigentlich schon weg sind von der Bevölkerung, denn die österreichische Bevölkerung weiß ganz genau, dass Ihr Kurs – und jetzt kommen die wirklichen drei Säulen dieses Budgets – aus Belastung, aus Reformverweigerung und aus Schuldenmacherei das reine Gegenteil von dem ist, was wir in dieser zugegebenermaßen angespannten Situation brauchen. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Das sind die drei Säulen Ihres Budgets: Belastung, Reformverweigerung und Schuldenmacherei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb ist dieses Budget ein trauriger Befund über den Zustand dieser Bundesregierung. Dieses Budget und die Debatte, so wie Sie sie führen, zeigen einmal mehr, wie weit Sie eigentlich schon weg sind von der Bevölkerung, denn die österreichische Bevölkerung weiß ganz genau, dass Ihr Kurs – und jetzt kommen die wirklichen drei Säulen dieses Budgets – aus Belastung, aus Reformverweigerung und aus Schuldenmacherei das reine Gegenteil von dem ist, was wir in dieser zugegebenermaßen angespannten Situation brauchen. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) Das sind die drei Säulen Ihres Budgets: Belastung, Reformverweigerung und Schuldenmacherei. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Die rechten!
Meine Damen und Herren, Sie von Rot und Schwarz und Sie hier auf der Regierungsbank müssen sich die Welt ungefähr so vorstellen: Also bitte, die Angst, die die Menschen haben, dass ihr Geld vielleicht nicht sicher sein könnte, das sind doch alles nur reine Hirngespinste, da ist doch überhaupt kein reales Substrat dahinter, alles nur Einbildung, und schuld sind nicht die Spekulanten, schuld sind nicht die Banken, schuld sind die bösen Populisten. – Das wissen wir seit gestern. (Abg. Rädler: Die rechten!)
Abg. Hörl: Das seid ihr!
Daran, dass die Bevölkerung Angst hat, sind nicht die Gauner in Griechenland schuld, sind nicht diejenigen schuld, die irgendwelche unmoralischen Geschäfte gemacht haben, eines nach dem anderen, die sind nicht schuld, sondern die bösen Populisten. (Abg. Hörl: Das seid ihr!) Das ist Ihre Sicht der Dinge! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daran, dass die Bevölkerung Angst hat, sind nicht die Gauner in Griechenland schuld, sind nicht diejenigen schuld, die irgendwelche unmoralischen Geschäfte gemacht haben, eines nach dem anderen, die sind nicht schuld, sondern die bösen Populisten. (Abg. Hörl: Das seid ihr!) Das ist Ihre Sicht der Dinge! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn sich die Menschen Sorgen machen angesichts von Bankenaktionen, wo man am Montag der Woche davon spricht, dass man Milliarden Gewinne macht, und drei Tage später stellt sich heraus, dass man in Wahrheit Milliarden in den Sand gesetzt hat, und wenn die Menschen dann verängstigt sind, dann ist das auch alles eigentlich ohne jeden Einfluss auf die Lage der Bevölkerung. Das hat alles nichts mit den Menschen zu tun, überhaupt kein Problem. Und wenn sich die Menschen Sorgen machen, dann sind es die bösen Populisten, aber nicht die Banken, nicht die Spekulanten, nicht die Griechen und nicht die EU. – Meine Damen und Herren, billiger geht es doch überhaupt nicht mehr! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: 10 Milliarden! – Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Der Rechnungshof spricht von 11 bis 12 Milliarden! Lesen!
Ich will Sie gar nicht dazu zwingen, auf die FPÖ-Vorschläge zuzugreifen. (Abg. Wöginger: 10 Milliarden! – Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Der Rechnungshof spricht von 11 bis 12 Milliarden! Lesen!) Nehmen Sie den Österreich-Konvent! Nehmen Sie diese Runde von durchaus intelligenten Köpfen, die sich über Monate den Kopf darüber zerbrochen haben, wie man in der Struktur etwas ändern kann! Sind das jetzt auch schon böse Populisten, weil sie Ihnen gezeigt haben, wo Sie Milliardenpotenziale heben können, die Sie lieber liegen lassen, damit Sie weiter Schulden machen können und damit Sie in einem Bereich, insbesondere im Sozialbereich, bei den Familien und bei den Pflegebedürftigen, den Rotstift ansetzen können, was überhaupt nicht notwendig wäre, wenn Sie nur eine Sekunde den Mumm hätten, meine Damen und Herren, sich ein einziges Mal mit Ihren eigenen Landeshauptleuten anzulegen?! Das wäre der Weg, der zum Erfolg führt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich will Sie gar nicht dazu zwingen, auf die FPÖ-Vorschläge zuzugreifen. (Abg. Wöginger: 10 Milliarden! – Abg. Strache – in Richtung ÖVP –: Der Rechnungshof spricht von 11 bis 12 Milliarden! Lesen!) Nehmen Sie den Österreich-Konvent! Nehmen Sie diese Runde von durchaus intelligenten Köpfen, die sich über Monate den Kopf darüber zerbrochen haben, wie man in der Struktur etwas ändern kann! Sind das jetzt auch schon böse Populisten, weil sie Ihnen gezeigt haben, wo Sie Milliardenpotenziale heben können, die Sie lieber liegen lassen, damit Sie weiter Schulden machen können und damit Sie in einem Bereich, insbesondere im Sozialbereich, bei den Familien und bei den Pflegebedürftigen, den Rotstift ansetzen können, was überhaupt nicht notwendig wäre, wenn Sie nur eine Sekunde den Mumm hätten, meine Damen und Herren, sich ein einziges Mal mit Ihren eigenen Landeshauptleuten anzulegen?! Das wäre der Weg, der zum Erfolg führt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Ein Ewiggestriger!
Und wenn man sich dieses Budget nach außen hin anschaut – nach außen hin, das ist für mich immer noch die Europäischen Union; ich weiß, dass viele von Ihnen das inzwischen ganz anders sehen, aber für mich ist das immer noch ein Außenverhältnis –, wenn man das Budget aus diesem Blickwinkel betrachtet, dann, meine Damen und Herren, ja dann ist es eine Festschreibung der immerwährenden Hörigkeit gegenüber dieser Europäischen Union und überhaupt nichts anderes. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Ein Ewiggestriger!)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie in diesem Zusammenhang von Stabilität reden, dann kann damit nur gemeint sein, dass sich die Europäischen Union stabil darauf verlassen kann, dass Sie auch in Zukunft Ihren Beitrag dazu leisten werden, Millionen in Pleitestaaten, die unsanierbar sind, zu verfrachten und unser Steuergeld für dubiose Schutzschirme einzusetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Das war so tief, dass man es nicht einmal am Stammtisch ...! – Abg. Strache – in Richtung des Abg. Rädler –: Da spricht das Niveaubündel des Hohen Hauses!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Kogler zu Wort. – Bitte. (Abg. Rädler: Das war so tief, dass man es nicht einmal am Stammtisch ...! – Abg. Strache – in Richtung des Abg. Rädler –: Da spricht das Niveaubündel des Hohen Hauses!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Höfinger.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! In diesem hysterischen Durcheinander ist es vielleicht hilfreich, einmal festzuhalten, dass bestimmte Probleme nur mehr auf übernationaler Ebene gelöst werden können. Es hilft halt nichts, meine Damen und Herren von BZÖ und FPÖ: Das, was Sie hier lautstark kritisieren, ist ja da oder dort vielleicht sogar zutreffend, aber die Lösung liegt sicher nicht in Kärnten; die liegt nicht einmal in Österreich alleine. Das werden wir nur auf europäischer Ebene in den Griff bekommen, manche Sachen werden auch nur mehr global zu lösen sein. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Höfinger.) Insofern sollten wir diesen ganzen Plunder einmal auf die Seite räumen und uns mit dem österreichischen Budget beschäftigen.
Beifall und Bravorufe der Abgeordneten Höfinger und Rädler.
Schauen Sie, Frau Bundesministerin, es ist ja zutreffend: Es ist ja nicht alles schlecht in diesem Land. Ganz im Gegenteil: Österreich steht im Verhältnis relativ gut da! (Beifall und Bravorufe der Abgeordneten Höfinger und Rädler.) Ich sage das eingangs jetzt deshalb, damit wir einmal wieder ein Koordinatensystem hereinbringen. Es ist nicht alles schlecht. Ganz im Gegenteil! Allerdings leben wir – im Übrigen schon lange nicht mehr alle gleich gut in diesem Land – schon sehr stark vom Speck in der Speisekammer, von wo wir immer mehr herausnehmen, aber die Speisekammer nicht mehr ausreichend befüllen.
Bundesministerin Dr. Fekter: Genau das haben wir getan!
Aber kommen wir zum Vorhalt der Intransparenz. Ich muss es noch einmal mitnehmen, denn der Grundsatz der Budgetwahrheit muss einfach eingehalten werden beziehungsweise der Grundsatz von halbwegs ehrlichen Budgetreden. (Bundesministerin Dr. Fekter: Genau das haben wir getan!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Aber 100 Millionen!
widmet“. Allein das ist eine Bemerkung wert – jedenfalls aus Sicht unserer Fraktion. Sechs Zeilen! (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber 100 Millionen!) – Ja, ja, die 100 Millionen, die Sie da drinnen apostrophieren, genau da kommen wir hin. Möglicherweise haben Sie das noch gar nicht gecheckt, was da gespielt wird, und sind nur Ihrem Schreiber auf den Leim gegangen. Ich sage Ihnen jetzt, was Sache ist.
Beifall bei den Grünen.
Sie behaupten dort oder lassen dort schreiben, 100 Millionen mehr – oder 140 Millionen eigentlich an der Stelle – für Umweltschutz und Klimaschutz. Faktum ist, dass davon 94 Millionen Zahlungen sind – ich muss das jetzt vereinfachen –, die mit unserem Versagen, nämlich dem der Republik Österreich, in Sachen Klimaschutz zu tun haben. Da geht es de facto – ich kürze noch einmal ab – um Strafzahlungen oder um vorauseilende Käufe in der Kyoto-Angelegenheit. Das heißt, 94 Millionen mehr als im Vorjahr; da waren es auch schon genug, das haben wir ja schon kritisiert. Das ist ein De-facto-Schaden, der durch die Untätigkeit des Umweltministers angerichtet wurde, der immer nur inseriert und nicht regiert. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hörl: Vorschläge machen!
Genau so, wie Sie immer erklären, die Unis hätten mehr Geld. – Sie haben weniger Geld. Wenn Sie alles korrigieren, dann werden Sie draufkommen, dass ein Plus von 0,7 Prozent übrigbleibt. Das ist real ein Verlust, das ist doch völlig klar. Und genau das spüren die da draußen an den Unis auch – und Sie halten hier große Reden am Regierungstisch! (Abg. Hörl: Vorschläge machen!) So geht es eben nicht! Also Schmäh und Schwindel einmal auf die Seite räumen! Das ist ja eine unselige Tradition.
Abg. Dr. Stummvoll: Zum Beispiel?
Jetzt noch zu den Punkten Ausgaben, Einnahmen und dann vielleicht noch zu Einnahmenstruktur und Steuergerechtigkeit. – Selbstverständlich kann man, muss man bei den Ausgaben etwas machen. Es ist nicht richtig, Herr Dr. Stummvoll, was Sie sagen, wir Grüne machen immer Einsparungsvorschläge und Finanzierungsvorschläge. (Abg. Dr. Stummvoll: Zum Beispiel?) Wir würden viel schneller darangehen, wir würden diese sogenannte Verwaltungsreform im Bereich der Schulverwaltung durchführen. Die Heeresspitäler stehen noch unproduktiv in der Gegend herum. Wir haben ein Spitalwesen, das kostenexplosionstreibend ist. Da geht es nicht darum, dass wir weniger Dienstleistung anbieten müssen, da könnte man viel mehr machen.
Abg. Hörl: Vorschläge!
Aber wir wissen ja, wer regelmäßig gegen all diese Vorschläge ist. Ich kann es schon gar nicht mehr hören, dass Sie sich am Freitag wieder mit den Landeshauptleuten treffen. Das ist eine Garantie dafür, dass nichts passiert! Also entweder Sie überzeugen jetzt einmal Ihre schwarzen Landeshauptleute, oder es muss woanders etwas weitergehen. Aber hier geht es um zig Millionen, und die könnte man natürlich auf den Unis brauchen, in den Schulen oder in den Kindergärten. Na selbstverständlich! (Abg. Hörl: Vorschläge!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Wenn wir dort mehr täten und den OECD-Schnitt erreichten – der OECD-Schnitt oder die OECD werden Ihnen ja nicht so fremd sein –, dann wären das umgerechnet 4 Milliarden €. Wenn wir uns nur bei der Hälfte träfen, dann wären es 2 Milliarden €. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich mache Ihnen einen Vorschlag: sich die nächsten paar Jahre in diese Richtung zu entwickeln, die Einnahmen für die Defizitsenkung und damit für den Schuldenabbau zu verwenden und einschleifend die arbeitsbezogenen Steuern zu senken. Dann würden wir rasch schon weniger Defizit und später, in wenigen Jahren, mehr Steuergerechtigkeit haben. Das brächte auch für die Beschäftigung und für die Konjunktur etwas. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Bucher: Käsekrainer!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Werte Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist schon merkwürdig: Ich stelle mir gerade vor, wie sich so mancher, der vor dem Fernseher sitzt und sich jetzt diese Debatte angeschaut hat, eigentlich zusammenreimt, was da so alles passiert. Das muss man sich einmal vorstellen: Da kommt der Klubobmann Kopf heraus, stellt sich her und sagt: Ich bin gegen neue Schulden!, und gleichzeitig beschließt er mit ein Budget, wo wieder neue Schulden gemacht werden; und da kommt der Herr Krainer von der SPÖ heraus und lobt das Budget über den grünen Klee, wie toll alles sei, und gleichzeitig wird er heute mit der Aussage zitiert, die Budgetrede der Finanzministerin sei dem Hohen Haus nicht würdig gewesen! – Vielleicht gibt es zwei Krainer, ich weiß es nicht, vielleicht war das ein anderer. (Abg. Bucher: Käsekrainer!) Aber der Krainer, der in der Zeitung steht, hat mit dem, der heute geredet hat, nichts zu tun. Eigentlich wollte ich ihm recht geben: Ihre Rede war nicht würdig, Frau Finanzministerin – nicht nur für dieses Hohe Haus, sondern überhaupt für die Finanzen dieser Republik! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Werte Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist schon merkwürdig: Ich stelle mir gerade vor, wie sich so mancher, der vor dem Fernseher sitzt und sich jetzt diese Debatte angeschaut hat, eigentlich zusammenreimt, was da so alles passiert. Das muss man sich einmal vorstellen: Da kommt der Klubobmann Kopf heraus, stellt sich her und sagt: Ich bin gegen neue Schulden!, und gleichzeitig beschließt er mit ein Budget, wo wieder neue Schulden gemacht werden; und da kommt der Herr Krainer von der SPÖ heraus und lobt das Budget über den grünen Klee, wie toll alles sei, und gleichzeitig wird er heute mit der Aussage zitiert, die Budgetrede der Finanzministerin sei dem Hohen Haus nicht würdig gewesen! – Vielleicht gibt es zwei Krainer, ich weiß es nicht, vielleicht war das ein anderer. (Abg. Bucher: Käsekrainer!) Aber der Krainer, der in der Zeitung steht, hat mit dem, der heute geredet hat, nichts zu tun. Eigentlich wollte ich ihm recht geben: Ihre Rede war nicht würdig, Frau Finanzministerin – nicht nur für dieses Hohe Haus, sondern überhaupt für die Finanzen dieser Republik! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Das hat der Strache gesagt!
Den Herrn Stummvoll habe ich vergessen, der immer mit derselben Leier herkommt, indem er sagt: Ihr habt keine Vorschläge! (Abg. Dr. Stummvoll: Das hat der Strache gesagt!) – Herr Kollege Stummvoll, ich überreiche Ihnen hier – so schön – ein Österreich-Sparbuch des BZÖ, von Klubobmann Bucher angefertigt. (Der Redner hält ein orangefarbenes Sparbuch in die Höhe.) Da stehen alle unsere Maßnahmen drinnen: Einsparungen von 7,2 Milliarden €. Sie können es sich dann abholen und lesen. Das sind echte Maßnahmen, die den Staat und die Menschen in diesem Land voranbringen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Den Herrn Stummvoll habe ich vergessen, der immer mit derselben Leier herkommt, indem er sagt: Ihr habt keine Vorschläge! (Abg. Dr. Stummvoll: Das hat der Strache gesagt!) – Herr Kollege Stummvoll, ich überreiche Ihnen hier – so schön – ein Österreich-Sparbuch des BZÖ, von Klubobmann Bucher angefertigt. (Der Redner hält ein orangefarbenes Sparbuch in die Höhe.) Da stehen alle unsere Maßnahmen drinnen: Einsparungen von 7,2 Milliarden €. Sie können es sich dann abholen und lesen. Das sind echte Maßnahmen, die den Staat und die Menschen in diesem Land voranbringen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Die Ministerin ist nicht da!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, man könnte es sich als Oppositionspolitiker heute echt leichtmachen, denn entgegen der Behauptung des Herrn Krainer, alle Experten seien so toll, würden so toll über das Budget reden, ist es ja nicht so, und man könnte heute hergehen und nur zitieren, man könnte sich herstellen und nur zitieren, denn, Frau Ministerin, es ist vernichtend, was heute in den Tageszeitungen, in den Kommentaren und in den Expertenmeinungen über Sie (Abg. Grosz: Die Ministerin ist nicht da!) – die ist gar nicht da, auch interessant! –, über Ihr Budget und über Ihre Budgetrede zu lesen ist, es ist vernichtend, was Sie hier vorgetragen haben, nämlich nicht nur vom Inhalt her, an dem Sie gescheitert sind, sondern auch im Vortrag. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, man könnte es sich als Oppositionspolitiker heute echt leichtmachen, denn entgegen der Behauptung des Herrn Krainer, alle Experten seien so toll, würden so toll über das Budget reden, ist es ja nicht so, und man könnte heute hergehen und nur zitieren, man könnte sich herstellen und nur zitieren, denn, Frau Ministerin, es ist vernichtend, was heute in den Tageszeitungen, in den Kommentaren und in den Expertenmeinungen über Sie (Abg. Grosz: Die Ministerin ist nicht da!) – die ist gar nicht da, auch interessant! –, über Ihr Budget und über Ihre Budgetrede zu lesen ist, es ist vernichtend, was Sie hier vorgetragen haben, nämlich nicht nur vom Inhalt her, an dem Sie gescheitert sind, sondern auch im Vortrag. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Heiterkeit des Abg. Strache.
„Frau Fekter hat einen Text abgelesen, der nicht fürs Reden, sondern bestenfalls zum Lesen gedacht war. Wobei ein Problem hinzu kommt: Sie ist eine schlechte Leserin“. – Nicht schlecht! (Heiterkeit des Abg. Strache.)
Beifall beim BZÖ.
Genau das ist der Punkt: Sie haben jegliche Bodenhaftung verloren! Sie haben überhaupt keine Ahnung, wo den Menschen eigentlich der Schuh drückt. Ihre einzige Sorge ist die Europäische Union, sind die Griechen, denen Sie die Milliarden nachschmeißen, während die griechischen Milliardäre ihr Geld schon außer Landes in die Schweiz gebracht haben. – Das ist eigentlich der Fehler, den Sie hier begehen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie können es sich aussuchen: Das sind die Experten, die Sie mit Ihrem Budget in Wahrheit durch Sonne und Mond schießen, und das zu Recht, weil es visions- und ideenlos ist und weil Ihre Politik in Wirklichkeit die Menschen in diesem Land nicht mehr verstehen. – Das ist das, was wir Ihnen vorwerfen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Strache und Mag. Stefan.
Eine Selbstanklage, denn die Finanzministerin hat uns gesagt: Österreich ist ein Hochsteuerland, Österreich ist ein Hochschuldenland, und Österreich hat zu tun mit einer Bürokratie, die eigentlich seinesgleichen sucht! – Das ist in Wirklichkeit eine Kapitulation, die da bekannt gegeben worden ist. Und diese Finanzministerin kommt gerade aus jener Partei, die Schuldenkaiser in diesem Land ist – aus der ÖVP. Ihr trägt die Verantwortung für diesen Schuldenberg, der der nächsten Generation auferlegt wird! Damit wird sie auch leben müssen. (Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Strache und Mag. Stefan.)
Beifall beim BZÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist der soziale Sündenfall der SPÖ! (Beifall beim BZÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.) Das werdet Ihr gegenüber euren Wählern verantworten müssen. Aber Ihnen ist es in Wirklichkeit egal. Denn: Steuerreform – Fehlanzeige! Sie reden zwar darüber, ab und zu kommt ein Interview mit einer Flat-Tax – gemacht wird es nicht! Oder: Gebührenstopp – Fehlanzeige!
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben in diesen Zeiten die höchsten Gebührenerhöhungen überhaupt in der Geschichte der Republik. Wir haben uns das einmal angeschaut: Allein die Energiekosten eines Durchschnittshaushaltes – Heizung, Strom, Benzin für das Auto – sind in den letzten sieben Jahren im Schnitt im Jahr um 5 000 € netto angestiegen. Um 5 000 €! Und da rede ich noch gar nicht von Müll-, Abwasser- und Kanalgebühren in den Kommunen, vor allem in Wien, oder von den Gemeindebaumieten, die hinaufgeschnalzt werden, oder von den öffentlichen Verkehrsmitteln, wo Sie proklamieren, Sie senken dort die Tarife, aber in Wahrheit werden sie erhöht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie halten einfach Ihre Versprechen nicht ein.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Diese Belastungslawine rollt über die Menschen (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), und gleichzeitig wird ihnen ausgerichtet: Wir schicken die Milliarden nach Griechenland!
Beifall beim BZÖ.
Frau Ministerin, das ist eine falsche Politik! Das verstehen die Menschen nicht: dass Sie ihnen heute ein neues Defizit, neue Schulden erklären und gleichzeitig Milliarden in Griechenland versenken. Das ist Ihr Fall, der vor den Fall kommen wird, nämlich bei der nächsten Nationalratswahl, wo Sie Ihr Wunder erleben werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt ja nicht!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Westenthaler, ich verstehe schon, dass die Opposition am Budget Dinge kritisiert. Es gibt natürlich Punkte, die man ansprechen und kritisieren kann, aber bleiben wir bitte bei der Wahrheit! Wahr ist: Für die Pflege wird mehr Geld in die Hand genommen und nicht gekürzt, Herr Westenthaler! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt ja nicht!) In Summe wird selbstverständlich mehr Geld für die Pflege in die Hand genommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist doch nicht wahr! 16 Millionen weniger!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist doch nicht wahr! 16 Millionen weniger!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Westenthaler, ich verstehe schon, dass die Opposition am Budget Dinge kritisiert. Es gibt natürlich Punkte, die man ansprechen und kritisieren kann, aber bleiben wir bitte bei der Wahrheit! Wahr ist: Für die Pflege wird mehr Geld in die Hand genommen und nicht gekürzt, Herr Westenthaler! (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das stimmt ja nicht!) In Summe wird selbstverständlich mehr Geld für die Pflege in die Hand genommen. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist doch nicht wahr! 16 Millionen weniger!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
In Ihrer Rede hat die Frau Finanzministerin davon gesprochen – und da unterstütze ich Sie selbstverständlich –, dass es keine zusätzlichen Belastungen für die Familien geben soll. Ich verstehe aber im Umkehrschluss nicht, warum sich die ÖVP dann dermaßen eingräbt in der Idee, die mittelständischen Familien mit einer zusätzlichen Bildungssteuer zu belasten, denn Studiengebühren in der Höhe von 1 000 € im Jahr – wenn man zwei Kinder hat, sind das 2 000 € im Jahr –, wo auch noch die Lebenshaltungskosten dazukommen, die man für studierenden Kinder aufbringen muss, sind eine sehr große Belastung für das Familienbudget. Die spüren Eltern von Kindern, die eine bessere Ausbildung machen wollen, schon sehr stark. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist eine Hürde, wo man sich dann öfter als drei Mal überlegen muss, ob man seine Kinder wirklich an Universitäten, an Fachhochschulen schicken kann, wo man sich fragt, ob man das auch wirklich finanzieren kann. Diese zusätzliche Belastung für Familien lehnen wir ab, und daher sprechen wir uns auch weiterhin gegen Studiengebühren aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Und unseren österreichischen Studierenden den Platz wegnehmen!
Effizient, fair und gerecht vorzugehen, wäre zum Beispiel bei den Universitäten notwendig, wo die Situation folgende ist: Wir haben sehr viel Studierende in Österreich aus anderen Ländern (Abg. Strache: Und unseren österreichischen Studierenden den Platz wegnehmen!), die in ihren Heimatländern keinen Studienplatz bekommen und an unsere Universitäten kommen, und die müssen wir finanzieren. Der Expertenbericht des Wissenschaftsministers empfiehlt – und das halte ich für eine sehr wichtige Empfehlung –, endlich mit diesen Herkunftsländern Verhandlungen zu beginnen, um Ausgleichszahlungen zu erreichen. Die Experten des Wissenschaftsministers sagen, man könnte da 280 Millionen € holen. Das wäre viel mehr, als über Studiengebühren hereinkäme – und das wäre fair, effizient und gerecht!
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
lionärssteuer. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Wir haben in Österreich eine sehr ungerechte Verteilungssituation: Ein Prozent der Bevölkerung verfügt über ein Drittel des Vermögens und zahlt sehr, sehr geringe Steuern dafür. Hier anzusetzen, wäre fair und gerecht! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wie schaut eine Millionärssteuer aus?)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wie schaut eine Millionärssteuer aus?
lionärssteuer. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Wir haben in Österreich eine sehr ungerechte Verteilungssituation: Ein Prozent der Bevölkerung verfügt über ein Drittel des Vermögens und zahlt sehr, sehr geringe Steuern dafür. Hier anzusetzen, wäre fair und gerecht! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wie schaut eine Millionärssteuer aus?)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Petzner.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es war bemerkenswert, was wir heute schon alles gehört habe, aber besonders interessant ist ein Artikel in der heutigen Ausgabe des „Standard“ unter dem Titel „Versagen der Opposition“. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Petzner.) Meine Damen und Herren, Sie sollten das lesen! Als Schlusssatz schreibt darin der Redakteur Rauscher, der sicher nicht in Verdacht steht, dass er eine besondere Nähe zur Frau Bundesminister aufzuweisen hat – ich zitiere –: „Was immer die Budgetrede von Maria Fekter war, es war jedenfalls ein Versagen der Opposition.“ – Ich „gratuliere“ Ihnen dazu, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es war bemerkenswert, was wir heute schon alles gehört habe, aber besonders interessant ist ein Artikel in der heutigen Ausgabe des „Standard“ unter dem Titel „Versagen der Opposition“. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ing. Westenthaler und Petzner.) Meine Damen und Herren, Sie sollten das lesen! Als Schlusssatz schreibt darin der Redakteur Rauscher, der sicher nicht in Verdacht steht, dass er eine besondere Nähe zur Frau Bundesminister aufzuweisen hat – ich zitiere –: „Was immer die Budgetrede von Maria Fekter war, es war jedenfalls ein Versagen der Opposition.“ – Ich „gratuliere“ Ihnen dazu, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es war schon bemerkenswert, wie uneinig man sich heute hier in der Beurteilung war: deutlich kritische Worte vonseiten der Frau Kollegin Glawischnig in Richtung Strache. Sie hat ja recht, denn würde man all die Vorschläge der Freiheitlichen Partei bis 2015 zusammenzählen, würde sich das Budget um weitere 9,5 Milliarden erhöhen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Können Sie das vorlesen?
Der Kollege Bucher wiederholte heute wieder seine Worte, es sei gestern hier eine Märchenstunde gewesen. Seine Prophezeiungsqualität ist ja grenzenlos! Ich habe mir daher seine Beiträge vom April des heurigen Jahres zur ersten Lesung des Bundesfinanzgesetzes, vom 1. Dezember 2010 zur ersten Lesung des Budgets 2011 und vom 22. April 2009 zur ersten Lesung der Regierungsvorlage betreffend das Bundesfinanzgesetz herausgesucht. Meine Damen und Herren, der Herr Kollege Bucher sollte einmal nachlesen, was er in diesen seinen Redebeiträgen behauptet hat. Dann kann ich ihm zu seiner Märchenstunde gratulieren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Können Sie das vorlesen?)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Der Vorwurf, dass 80 Prozent der Zinsen ans Ausland gingen, ist besonders bemerkenswert. Ich sage dazu: Das Ausland traut dem österreichischen Staat, der österreichischen Finanzpolitik, der österreichischen Wirtschaftspolitik, nicht umsonst hat der österreichische Staat auch das Triple-A. Natürlich ist alles zu tun, um diese bemerkenswerte Einstufung auch zu erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Daher kann festgehalten werden, dass die Regierung die richtigen Maßnahmen in diesen schwierigen Zeiten gesetzt hat. Am Erfolg hat sich das ja gezeigt. Auch am gestrigen Rechnungsabschluss: deutlich besser als budgetiert und wesentlich besser, ungleich besser als von der Opposition prophezeit. Daher ein Kompliment! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Grosz: Wo ist die Frau Bundesministerin?
Auch ein Kompliment an die Frau Bundesminister Fekter. (Abg. Grosz: Wo ist die Frau Bundesministerin?) Sie hat die richtigen Schwerpunkte gesetzt, was die budgetpolitische Ausrichtung betrifft: Konsolidierung des öffentlichen Haushaltes, Förderung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung, Weiterführung der Strukturreformen. (Rufe beim BZÖ: Wo ist sie denn?) Die Frau Bundesminister Fekter kann sich auch auf einen hervorragenden Staatssekretär verlassen, meine Damen und Herren! – Beruhigen Sie sich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe beim BZÖ: Wo ist sie denn?
Auch ein Kompliment an die Frau Bundesminister Fekter. (Abg. Grosz: Wo ist die Frau Bundesministerin?) Sie hat die richtigen Schwerpunkte gesetzt, was die budgetpolitische Ausrichtung betrifft: Konsolidierung des öffentlichen Haushaltes, Förderung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung, Weiterführung der Strukturreformen. (Rufe beim BZÖ: Wo ist sie denn?) Die Frau Bundesminister Fekter kann sich auch auf einen hervorragenden Staatssekretär verlassen, meine Damen und Herren! – Beruhigen Sie sich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Auch ein Kompliment an die Frau Bundesminister Fekter. (Abg. Grosz: Wo ist die Frau Bundesministerin?) Sie hat die richtigen Schwerpunkte gesetzt, was die budgetpolitische Ausrichtung betrifft: Konsolidierung des öffentlichen Haushaltes, Förderung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung, Weiterführung der Strukturreformen. (Rufe beim BZÖ: Wo ist sie denn?) Die Frau Bundesminister Fekter kann sich auch auf einen hervorragenden Staatssekretär verlassen, meine Damen und Herren! – Beruhigen Sie sich! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.
Solide Staatsfinanzen sind die unverzichtbare Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.) Meine Damen und Herren, es ist ja bekannt, die Opposition schreit recht laut, hat wenig an Substanz, daher muss sie sich mit der Lautstärke Gehör verschaffen. Substantiell hat sie ja nichts zu bieten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Solide Staatsfinanzen sind die unverzichtbare Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. (Neuerliche Zwischenrufe beim BZÖ.) Meine Damen und Herren, es ist ja bekannt, die Opposition schreit recht laut, hat wenig an Substanz, daher muss sie sich mit der Lautstärke Gehör verschaffen. Substantiell hat sie ja nichts zu bieten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Und das Triple-A zu erhalten, ist ja kein Selbstzweck. Es stellt die entscheidende Frage für die Refinanzierungskosten dar. Es wurde heute bereits darauf hingewiesen: Das Zurückführen der Verschuldung bringt Handlungsspielräume – das ist auch unbestritten! –, aber es kann keine Vollbremsung geben. Die richtige Balance zwischen investieren und sparen zu finden, ist die entscheidende Frage, denn Beschäftigung möglichst hoch zu halten ist auch für das Budget, für die Erfolge, für die Möglichkeiten, für die Spielräume der Zukunft entscheidend. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Herr Präsident! Können Sie uns sagen, wo die Finanzministerin geblieben ist, sonst müsste man sie holen lassen!
Bedanken darf ich mich bei den Beamten, an der Spitze beim Herrn Dr. Steger, für die hervorragende schriftliche Unterlage. Wir werden uns im Budgetausschuss dementsprechend intensiv damit auseinanderzusetzen haben. Ich lade ein zu konstruktiven Gesprächen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Herr Präsident! Können Sie uns sagen, wo die Finanzministerin geblieben ist, sonst müsste man sie holen lassen!)
Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Die Frau Finanzminister ist leider geflüchtet, denke ich. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) – Ja, Herr Auer, du hast schon recht, es gibt auch Positives in Österreich. Es gibt nämlich tüchtige Menschen in Österreich, es gibt eine funktionierende Wirtschaft und erfolgreiche Betriebe – und das trotz dieser Bundesregierung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Alois Gradauer (FPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Die Frau Finanzminister ist leider geflüchtet, denke ich. (Zwischenruf des Abg. Jakob Auer.) – Ja, Herr Auer, du hast schon recht, es gibt auch Positives in Österreich. Es gibt nämlich tüchtige Menschen in Österreich, es gibt eine funktionierende Wirtschaft und erfolgreiche Betriebe – und das trotz dieser Bundesregierung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Damit hätten wir wieder den Spielraum bei den Finanzen, den wir brauchen, um uns bewegen zu können. Und dazu wäre notwendig, eine Schuldenbremse, wie die Schweiz sie eingeführt hat, einzuführen und für das gesamte Bundesgebiet eine wirkungsvolle Kostenrechnung zu übernehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Das haben wir eh gesehen!
SPÖ und ÖVP drücken sich vor dieser Sanierungsarbeit. Das ist, meine Damen und Herren, grob fahrlässig und unverantwortlich. Wir Freiheitlichen stehen bereit, diese Arbeit zu übernehmen (Abg. Wöginger: Das haben wir eh gesehen!), denn wir wollen nicht, dass unsere Heimat Österreich im Schuldenstrudel untergeht. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
SPÖ und ÖVP drücken sich vor dieser Sanierungsarbeit. Das ist, meine Damen und Herren, grob fahrlässig und unverantwortlich. Wir Freiheitlichen stehen bereit, diese Arbeit zu übernehmen (Abg. Wöginger: Das haben wir eh gesehen!), denn wir wollen nicht, dass unsere Heimat Österreich im Schuldenstrudel untergeht. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Ich stelle daher den Antrag, dass die Frau Bundesministerin für Finanzen jetzt bei diesen Beratungen anwesend ist. (Beifall bei BZÖ, FPÖ und Grünen.)
Lebhafte Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Danke sehr, Herr Präsident! – Die Frau Bundesministerin für Finanzen hat gestern in einer sehr beeindruckenden und sehr umfassenden ... (Lebhafte Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei der ÖVP.) – Ich verstehe schon, dass Sie da amüsiert sind. (Abg. Grosz: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, er soll zur Geschäftsordnung sprechen!) Sie sind deshalb amüsiert, weil Sie ebenso beeindruckt waren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Debattenbeitrag!) Das war wirklich eine beachtliche und sehr umfassende Budgetrede, auch in der Länge, die die Frau Bundesministerin hier gehalten hat. Sie hat ja wirklich im Detail zu allen (Abg. Kickl: Das ist ein Redebeitrag! Das müssen Sie draußen am Rednerpult machen!) – ich komme schon zu einem Antrag (Abg. Grosz: Ja, Zeit schinden wollen Sie!) –, sie hat wirklich umfassend zu allen Positionen des Budgets Stellung genommen. (Abg. Strache: Das heißt, Kritik ist unerwünscht, die will man gar nicht hören!)
Abg. Grosz: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, er soll zur Geschäftsordnung sprechen!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Danke sehr, Herr Präsident! – Die Frau Bundesministerin für Finanzen hat gestern in einer sehr beeindruckenden und sehr umfassenden ... (Lebhafte Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei der ÖVP.) – Ich verstehe schon, dass Sie da amüsiert sind. (Abg. Grosz: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, er soll zur Geschäftsordnung sprechen!) Sie sind deshalb amüsiert, weil Sie ebenso beeindruckt waren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Debattenbeitrag!) Das war wirklich eine beachtliche und sehr umfassende Budgetrede, auch in der Länge, die die Frau Bundesministerin hier gehalten hat. Sie hat ja wirklich im Detail zu allen (Abg. Kickl: Das ist ein Redebeitrag! Das müssen Sie draußen am Rednerpult machen!) – ich komme schon zu einem Antrag (Abg. Grosz: Ja, Zeit schinden wollen Sie!) –, sie hat wirklich umfassend zu allen Positionen des Budgets Stellung genommen. (Abg. Strache: Das heißt, Kritik ist unerwünscht, die will man gar nicht hören!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Debattenbeitrag!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Danke sehr, Herr Präsident! – Die Frau Bundesministerin für Finanzen hat gestern in einer sehr beeindruckenden und sehr umfassenden ... (Lebhafte Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei der ÖVP.) – Ich verstehe schon, dass Sie da amüsiert sind. (Abg. Grosz: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, er soll zur Geschäftsordnung sprechen!) Sie sind deshalb amüsiert, weil Sie ebenso beeindruckt waren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Debattenbeitrag!) Das war wirklich eine beachtliche und sehr umfassende Budgetrede, auch in der Länge, die die Frau Bundesministerin hier gehalten hat. Sie hat ja wirklich im Detail zu allen (Abg. Kickl: Das ist ein Redebeitrag! Das müssen Sie draußen am Rednerpult machen!) – ich komme schon zu einem Antrag (Abg. Grosz: Ja, Zeit schinden wollen Sie!) –, sie hat wirklich umfassend zu allen Positionen des Budgets Stellung genommen. (Abg. Strache: Das heißt, Kritik ist unerwünscht, die will man gar nicht hören!)
Abg. Kickl: Das ist ein Redebeitrag! Das müssen Sie draußen am Rednerpult machen!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Danke sehr, Herr Präsident! – Die Frau Bundesministerin für Finanzen hat gestern in einer sehr beeindruckenden und sehr umfassenden ... (Lebhafte Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei der ÖVP.) – Ich verstehe schon, dass Sie da amüsiert sind. (Abg. Grosz: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, er soll zur Geschäftsordnung sprechen!) Sie sind deshalb amüsiert, weil Sie ebenso beeindruckt waren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Debattenbeitrag!) Das war wirklich eine beachtliche und sehr umfassende Budgetrede, auch in der Länge, die die Frau Bundesministerin hier gehalten hat. Sie hat ja wirklich im Detail zu allen (Abg. Kickl: Das ist ein Redebeitrag! Das müssen Sie draußen am Rednerpult machen!) – ich komme schon zu einem Antrag (Abg. Grosz: Ja, Zeit schinden wollen Sie!) –, sie hat wirklich umfassend zu allen Positionen des Budgets Stellung genommen. (Abg. Strache: Das heißt, Kritik ist unerwünscht, die will man gar nicht hören!)
Abg. Grosz: Ja, Zeit schinden wollen Sie!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Danke sehr, Herr Präsident! – Die Frau Bundesministerin für Finanzen hat gestern in einer sehr beeindruckenden und sehr umfassenden ... (Lebhafte Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei der ÖVP.) – Ich verstehe schon, dass Sie da amüsiert sind. (Abg. Grosz: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, er soll zur Geschäftsordnung sprechen!) Sie sind deshalb amüsiert, weil Sie ebenso beeindruckt waren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Debattenbeitrag!) Das war wirklich eine beachtliche und sehr umfassende Budgetrede, auch in der Länge, die die Frau Bundesministerin hier gehalten hat. Sie hat ja wirklich im Detail zu allen (Abg. Kickl: Das ist ein Redebeitrag! Das müssen Sie draußen am Rednerpult machen!) – ich komme schon zu einem Antrag (Abg. Grosz: Ja, Zeit schinden wollen Sie!) –, sie hat wirklich umfassend zu allen Positionen des Budgets Stellung genommen. (Abg. Strache: Das heißt, Kritik ist unerwünscht, die will man gar nicht hören!)
Abg. Strache: Das heißt, Kritik ist unerwünscht, die will man gar nicht hören!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Danke sehr, Herr Präsident! – Die Frau Bundesministerin für Finanzen hat gestern in einer sehr beeindruckenden und sehr umfassenden ... (Lebhafte Heiterkeit bei FPÖ, Grünen und BZÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ. – Beifall bei der ÖVP.) – Ich verstehe schon, dass Sie da amüsiert sind. (Abg. Grosz: Zur Geschäftsordnung! Herr Präsident, er soll zur Geschäftsordnung sprechen!) Sie sind deshalb amüsiert, weil Sie ebenso beeindruckt waren. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist ein Debattenbeitrag!) Das war wirklich eine beachtliche und sehr umfassende Budgetrede, auch in der Länge, die die Frau Bundesministerin hier gehalten hat. Sie hat ja wirklich im Detail zu allen (Abg. Kickl: Das ist ein Redebeitrag! Das müssen Sie draußen am Rednerpult machen!) – ich komme schon zu einem Antrag (Abg. Grosz: Ja, Zeit schinden wollen Sie!) –, sie hat wirklich umfassend zu allen Positionen des Budgets Stellung genommen. (Abg. Strache: Das heißt, Kritik ist unerwünscht, die will man gar nicht hören!)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist, denke ich, durchaus normal und auch üblich, meine Damen und Herren, dass der – noch dazu zuständige – Staatssekretär bei der heute über den ganzen Tag laufenden Debatte über dieses Budget die Frau Bundesministerin für Finanzen vertritt. Das ist eine völlig normale Vorgangsweise und findet im Übrigen immer statt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Herr Präsident! Das ist ein Witz! Das ist keine Wortmeldung zur Geschäftsordnung! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Herr Präsident! Wir sollten einmal in der Präsidiale erörtern, ob das eigentlich in Ordnung ist, dass immer dann, wenn ein Regierungsmitglied offiziell vertreten wird, noch dazu vom eigenen Staatssekretär, derartige Zitierungen stattfinden, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Herr Präsident! Das ist ein Witz! Das ist keine Wortmeldung zur Geschäftsordnung! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter – den Saal betretend –: Ich war nur auf dem Klo!
Das halte ich wirklich für problematisch, und ich ersuche Sie daher, Herr Präsident, das tatsächlich in der nächsten Präsidiale zu erörtern. (Beifall bei der ÖVP. – Bundesministerin Dr. Fekter – den Saal betretend –: Ich war nur auf dem Klo!)
Heiterkeit.
Herr Klubobmann, halten Sie Ihren Antrag angesichts der Anwesenheit der Frau Bundesministerin aufrecht? (Heiterkeit.) – Das ist nicht der Fall.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Sie verhöhnen selbst das Parlament, Herr Präsident! Sie glauben, das Parlament gehört der ÖVP! – Abg. Ing. Westenthaler: Sie täten am liebsten die Opposition rausschmeißen! Sie wollen der Opposition den Mund verbieten! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Zu Wort gelangt Herr Professor Dr. Van der Bellen. – Bitte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Sie verhöhnen selbst das Parlament, Herr Präsident! Sie glauben, das Parlament gehört der ÖVP! – Abg. Ing. Westenthaler: Sie täten am liebsten die Opposition rausschmeißen! Sie wollen der Opposition den Mund verbieten! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ja, das haben wir eh gesehen!
Entschuldigen Sie, Herr Professor! – Ich habe es das letzte Mal dem Herrn Kollegen Pilz schon sagen dürfen: Ich lege großen Wert darauf festzustellen, dass ich bemüht bin, eine objektive Vorsitzführung zu gewährleisten (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, das haben wir eh gesehen!), und ich weise Ihre Unterstellung auf das Schärfste zurück und erteile Ihnen einen Ordnungsruf! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei FPÖ und BZÖ: Wem? Wem? Wem?)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei FPÖ und BZÖ: Wem? Wem? Wem?
Entschuldigen Sie, Herr Professor! – Ich habe es das letzte Mal dem Herrn Kollegen Pilz schon sagen dürfen: Ich lege großen Wert darauf festzustellen, dass ich bemüht bin, eine objektive Vorsitzführung zu gewährleisten (Abg. Ing. Westenthaler: Ja, das haben wir eh gesehen!), und ich weise Ihre Unterstellung auf das Schärfste zurück und erteile Ihnen einen Ordnungsruf! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei FPÖ und BZÖ: Wem? Wem? Wem?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Danke, Herr Präsident! Das ist ein Orden wieder einmal!
Ich habe geglaubt, weil Sie am lautesten schreien, Herr Kollege Westenthaler, dass Sie dafür prädestiniert sind. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Danke, Herr Präsident! Das ist ein Orden wieder einmal!)
Abg. Ing. Westenthaler: Danke, Herr Präsident, für diese Vorsitzführung! Das ist ein Skandal! Die ÖVP will die Opposition aus dem Parlament schmeißen!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Danke, Herr Präsident! (Abg. Ing. Westenthaler: Danke, Herr Präsident, für diese Vorsitzführung! Das ist ein Skandal! Die ÖVP will die Opposition aus dem Parlament schmeißen!) – Können wir wieder zur Tagesordnung übergehen?
Zwischenruf bei der ÖVP.
Herr Kollege Amon, die Rede von Finanzministerin Fekter war zweifellos sehr lang gestern, aber ein Punkt schien mir dann merkwürdig unterbelichtet. Budgetpolitik ohne Berücksichtigung der europäischen Situation war natürlich nie möglich in den letzten 50 Jahren, aber heute schon gar nicht, wie wir alle wissen, als Mitglied der Europäischen Union. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Moment! Moment! – Frau Ministerin Fekter hat immer wieder Bezug auf die europäische Situation genommen, aber rein deskriptiv schildernd, was vielleicht alles da passieren könnte. Sie hat im Wesentlichen gesagt, die EU ist auf stürmischer See, aber unser österreichisches Schifflein ist gut auf Kurs. Ja, das ist eine nette Metapher. Aber: Was sind denn die österreichischen Positionen zu den Punkten, die jetzt anstehen? Ich meine, heute ist Donnerstag, am Sonntag ist Europäischer Rat! Vorher findet ja wohl ein Ecofin-Rat beziehungsweise der Eurozonen-Ecofin-Rat statt. Der Allgemeine Rat, wo auch der Herr Außenminister dabei sein müsste, wird ja wohl auch tagen.
Abg. Strache: Gibt es überhaupt keine!
Über all das kein Sterbenswörtchen! Was ist jetzt die österreichische Position zur Änderung der EFSF-Bedingungen (Abg. Strache: Gibt es überhaupt keine!), der European Financial Stability Facility? (Abg. Strache: Gibt es überhaupt eine Position?) – Gibt es überhaupt eine Position? Sehr richtig!
Abg. Strache: Gibt es überhaupt eine Position?
Über all das kein Sterbenswörtchen! Was ist jetzt die österreichische Position zur Änderung der EFSF-Bedingungen (Abg. Strache: Gibt es überhaupt keine!), der European Financial Stability Facility? (Abg. Strache: Gibt es überhaupt eine Position?) – Gibt es überhaupt eine Position? Sehr richtig!
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strache. – Abg. Strache: Da muss ich applaudieren!
geredet, ein bisschen zum Budget und ein bisschen allgemein. Wozu sie nicht Stellung genommen haben, ist der Europäische Rat am kommenden Sonntag, zu zentralen europapolitischen Fragen, die natürlich auch Auswirkungen auf das österreichische Budget haben können. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strache. – Abg. Strache: Da muss ich applaudieren!)
Beifall bei den Grünen.
Über all diese Dinge kein Wort. Also das finde ich schon bemerkenswert. Das ist eine ganz eigenartige Provinzialität, die hier einreißt, sowohl was die gestrige Budgetrede betrifft als auch was die Stellungnahme des Bundeskanzlers und des Vizekanzlers heute betrifft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber kurz zum eigentlichen Drama, und das haben Sie, finde ich, ansatzweise korrekt beschrieben, Frau Finanzministerin: in der Diagnose, aber nicht in der Therapie. Wenn man sich anschaut, um wie viel die Ausgaben für den Bundeszuschuss zur Pensionsversicherung und den Beamtenpensionen steigen, zusammengenommen fast 1 Milliarde € mehr als jetzt, und das vergleicht mit den Ausgaben für den Zuwachs bei Wissenschaft und Forschung in der UG 31, sage und schreibe plus 26 Millionen für den gesamten tertiären Sektor, dann sieht man die eigentliche Dramatik der Entwicklung. So kann das nicht weitergehen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strache. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wir müssen mehr für die Ausbildung unserer Jugendlichen, unserer jungen Erwachsenen ausgeben. Diese Entwicklung, dass das so auseinanderklafft, dass die Ausgaben für die Pensionen um mehr steigen, als das nominelle Wachstum nächstes Jahr ausmachen wird, die Ausgaben für Wissenschaft und Forschung aber nicht einmal die Inflationsrate abdecken, das heißt real zurückgehen, das ist unerhört. Das ist wirklich unerhört! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strache. – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strache.
Leider sind meine 5 Minuten schon zu Ende, über dieses Thema würde ich mich gerne noch eine Stunde verbreiten. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Strache.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Von Ihnen erwarten wir uns, dass Sie als Speerspitze vor diesem Haus bei der Budgetdebatte stehen und nicht zusehen, wenn die Finanzministerin 30 Minuten nicht im Saal ist, bei einer wesentlichen Debatte, wo es um ihr Budget geht. Aber ich bin die letzten Stunden, Tage und Wochen über Ihre Vorsitzführung und über die Vorgangsweise der ÖVP auch nicht mehr überrascht. Meine ungeöffnete Post wird durch Abgeordnete der ÖVP vorgelesen und vorzensiert. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist ohnedies all das, was wir aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kennen. Ich stelle aber fest, es entwickelt sich sehr viel in Richtung dieser demokratiepolitisch bedenklichen Situation, und das aus Ihrer eigenen Schwäche heraus, sehr geehrte Damen und Herren der ÖVP, die Sie nicht einmal mehr imstande sind, ein ordentliches Budget zusammenzubringen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.
Das sagt die Finanzministerin einer Partei, die seit elf Jahren den Finanzminister stellt und seit gefühlten 300 Jahren in der österreichischen Bundesregierung die Zügel in der Hand hält. Hervorragend! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Heiterkeit bei BZÖ und FPÖ.) Entlarvend ehrlich, sehr geehrte Damen und Herren der Österreichischen Volkspartei.
Beifall beim BZÖ.
Dann, sehr geehrter Herr Stummvoll, Herr Kopf, hätten wir ein Nulldefizit. Nicht das Nulldefizit, das Sie auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben haben, sondern dann hätten wir es jetzt. Was machen Sie? Sie belasten weiterhin die Menschen, Sie spekulieren in Ihrem Budget mit der Inflation und damit mit gesteigerten Einnahmen, nämlich aus der Bevölkerung, statt dass Sie endlich im eigenen Bereich sparen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Wissen Sie, welcher Straftatbestände Sie sich schuldig machen, sehr geehrte Frau Minister? § 168a Strafgesetzbuch: Pyramidenspiel bei Ihrer Griechenland-Hilfe, bis hin zur Untreue und zur fahrlässigen Krida. Dieses Budget ist die Untreue und die gelebte Krida an den Steuern unserer Österreicherinnen und Österreicher, und wir lehnen es auch ab. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Abg. Ing. Westenthaler: Lesung zweiter Teil!
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren vor den Bildschirmen und auf den Galerierängen! Werte Kollegin und Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! In Europa wird derzeit intensiv diskutiert, wie wir einerseits Griechenland, aber andererseits auch noch andere Länder gemeinsam stabilisieren können, damit unsere Währung sicher bleibt. (Abg. Ing. Westenthaler: Lesung zweiter Teil!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Jetzt wird die Rede von gestern noch einmal verlesen!
Voraussetzung für eine Stabilität in Europa ist aber, dass alle Staaten ihre Hausaufgaben machen. Wir haben mit diesem Budget stabile Finanzen für eine sichere Zukunft angepeilt, und ich habe ein stabiles Budget vorgelegt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Jetzt wird die Rede von gestern noch einmal verlesen!)
Abg. Ing. Westenthaler: Und dann fuhren wir nach Loipersdorf!
Als wir im August mit den einzelnen Ressorts die Budgetverhandlungen geführt haben, haben wir ein Defizit von 2,9 angepeilt, und damit wären wir Maastricht-konform gewesen. Wir haben diese Verhandlungen abgeschlossen, und es war damals ein erfreulicher Ausblick, dass wir wesentlich rascher als geplant mit dem Defizit herunterkommen, unter 3 Prozent. (Abg. Ing. Westenthaler: Und dann fuhren wir nach Loipersdorf!)
Beifall bei der ÖVP.
Bedauerlicherweise ist dann im September die neue Konjunktur-Prognose gekommen, und die war doch sehr dramatisch nach unten revidiert. Das ursprünglich für nächstes Jahr prognostizierte 2-Prozent-Wachstum wurde vom Wirtschaftsforschungsinstitut auf nur mehr 0,85 korrigiert. Das hat dann dazu geführt, dass wir alle Zahlen neu berechnen mussten und das Budget neu festlegen mussten, wodurch wir dann eben ein Defizit von 3,2 Prozent erreicht haben. Immer noch Maastricht-nahe, aber eben nicht unter 3 Prozent. Das ist bedauerlich, und ich hoffe, dass die Konjunktur besser sein wird als die Prognosen und wir dann auch besser sein können, als wir hier mit den Ausgaben-Obergrenzen fixiert haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Weil ihr mehr Steuereinnahmen habt!
Uns war es wichtig, dass das Budget sorgsam geplant ist, dass wir sehr vorsichtig planen und dass wir die Zahlen, die wir planen, immer einhalten können – wir haben sie bisher auch immer unterschritten. Wir waren 2010 wesentlich besser als die geplanten Daten, wir sind 2011 besser als die geplanten Daten (Abg. Ing. Westenthaler: Weil ihr mehr Steuereinnahmen habt!), und, meine sehr verehrten Damen und Herren, ich gehe davon aus, dass wir auch 2012 besser sein werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bucher.
Uns war es wichtig, dass das Budget sorgsam geplant ist, dass wir sehr vorsichtig planen und dass wir die Zahlen, die wir planen, immer einhalten können – wir haben sie bisher auch immer unterschritten. Wir waren 2010 wesentlich besser als die geplanten Daten, wir sind 2011 besser als die geplanten Daten (Abg. Ing. Westenthaler: Weil ihr mehr Steuereinnahmen habt!), und, meine sehr verehrten Damen und Herren, ich gehe davon aus, dass wir auch 2012 besser sein werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Säulen haben wir noch?
Wir wollen unbedingt Stabilität in diesem Land haben, und diese Stabilität stützen wir auf mehrere Faktoren, einerseits auf das neue Haushaltsrecht, das die Ausgabenobergrenzen festlegt – die Ressorts müssen sich daran halten, das Hohe Haus hat diese Obergrenzen ja bereits beschlossen (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Säulen haben wir noch?) –, andererseits auf den Stabilitätspakt mit den Ländern und Gemeinden. Erstmals haben auch die Länder und Gemeinden Haushaltsdisziplin zu halten, sie dürfen ihre Defizite nicht ausweiten, sondern sie müssen diese, ganz im Gegenteil, auch sukzessive herunterfahren. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Die Gemeinden budgetieren ausgeglichen, und wir haben einen Sanktionsmechanismus, dass das auch eingehalten wird. (Abg. Kickl: Was ist jetzt am nächsten Wochenende?)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Wir wollen unbedingt Stabilität in diesem Land haben, und diese Stabilität stützen wir auf mehrere Faktoren, einerseits auf das neue Haushaltsrecht, das die Ausgabenobergrenzen festlegt – die Ressorts müssen sich daran halten, das Hohe Haus hat diese Obergrenzen ja bereits beschlossen (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Säulen haben wir noch?) –, andererseits auf den Stabilitätspakt mit den Ländern und Gemeinden. Erstmals haben auch die Länder und Gemeinden Haushaltsdisziplin zu halten, sie dürfen ihre Defizite nicht ausweiten, sondern sie müssen diese, ganz im Gegenteil, auch sukzessive herunterfahren. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Die Gemeinden budgetieren ausgeglichen, und wir haben einen Sanktionsmechanismus, dass das auch eingehalten wird. (Abg. Kickl: Was ist jetzt am nächsten Wochenende?)
Abg. Kickl: Was ist jetzt am nächsten Wochenende?
Wir wollen unbedingt Stabilität in diesem Land haben, und diese Stabilität stützen wir auf mehrere Faktoren, einerseits auf das neue Haushaltsrecht, das die Ausgabenobergrenzen festlegt – die Ressorts müssen sich daran halten, das Hohe Haus hat diese Obergrenzen ja bereits beschlossen (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Säulen haben wir noch?) –, andererseits auf den Stabilitätspakt mit den Ländern und Gemeinden. Erstmals haben auch die Länder und Gemeinden Haushaltsdisziplin zu halten, sie dürfen ihre Defizite nicht ausweiten, sondern sie müssen diese, ganz im Gegenteil, auch sukzessive herunterfahren. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Die Gemeinden budgetieren ausgeglichen, und wir haben einen Sanktionsmechanismus, dass das auch eingehalten wird. (Abg. Kickl: Was ist jetzt am nächsten Wochenende?)
Abg. Ing. Westenthaler: Was machen Sie am Sonntag?
Neben diesem neuen Haushaltsrecht mit dem Stabilitätspakt gibt es den Konsolidierungspfad mit den Reformen. Ich weiß schon, das Sparpaket war schmerzhaft. (Abg. Ing. Westenthaler: Was machen Sie am Sonntag?) Es ist auf Kritik gestoßen, aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, es führt kein Weg daran vorbei, dass bei den Staatsausgaben gespart wird. (Abg. Kickl: Was ist mit den fünf Punkten nächstes Wochenende?) Und diese Ausgabengrenzen helfen uns, das Budget stabil zu halten, trotz abgeschwächter Konjunktur. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Säulen haben Sie? Zwei? – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Kickl: Was ist mit den fünf Punkten nächstes Wochenende?
Neben diesem neuen Haushaltsrecht mit dem Stabilitätspakt gibt es den Konsolidierungspfad mit den Reformen. Ich weiß schon, das Sparpaket war schmerzhaft. (Abg. Ing. Westenthaler: Was machen Sie am Sonntag?) Es ist auf Kritik gestoßen, aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, es führt kein Weg daran vorbei, dass bei den Staatsausgaben gespart wird. (Abg. Kickl: Was ist mit den fünf Punkten nächstes Wochenende?) Und diese Ausgabengrenzen helfen uns, das Budget stabil zu halten, trotz abgeschwächter Konjunktur. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Säulen haben Sie? Zwei? – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Säulen haben Sie? Zwei? – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Neben diesem neuen Haushaltsrecht mit dem Stabilitätspakt gibt es den Konsolidierungspfad mit den Reformen. Ich weiß schon, das Sparpaket war schmerzhaft. (Abg. Ing. Westenthaler: Was machen Sie am Sonntag?) Es ist auf Kritik gestoßen, aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, es führt kein Weg daran vorbei, dass bei den Staatsausgaben gespart wird. (Abg. Kickl: Was ist mit den fünf Punkten nächstes Wochenende?) Und diese Ausgabengrenzen helfen uns, das Budget stabil zu halten, trotz abgeschwächter Konjunktur. (Abg. Ing. Westenthaler: Wie viele Säulen haben Sie? Zwei? – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir werden dort Offensivmaßnahmen setzen, wo es um Zukunftsausgaben geht. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und diese Zukunftsausgaben betreffen unsere Kinder (Abg. Grosz: Redezeit gilt auch nicht?), betreffen die Wissenschaft (Abg. Ing. Westenthaler: Redezeit!), die Forschung, die Innovation.
Abg. Grosz: Redezeit gilt auch nicht?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir werden dort Offensivmaßnahmen setzen, wo es um Zukunftsausgaben geht. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und diese Zukunftsausgaben betreffen unsere Kinder (Abg. Grosz: Redezeit gilt auch nicht?), betreffen die Wissenschaft (Abg. Ing. Westenthaler: Redezeit!), die Forschung, die Innovation.
Abg. Ing. Westenthaler: Redezeit!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir werden dort Offensivmaßnahmen setzen, wo es um Zukunftsausgaben geht. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Und diese Zukunftsausgaben betreffen unsere Kinder (Abg. Grosz: Redezeit gilt auch nicht?), betreffen die Wissenschaft (Abg. Ing. Westenthaler: Redezeit!), die Forschung, die Innovation.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (fortsetzend): Wir werden auch viel Geld für die aktive Arbeitsmarktpolitik aufwenden, denn Arbeitsplätze sichern uns die Stabilität. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Wie war das mit dem Hochegger? Wie war das jetzt mit dem Hochegger?
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Wie war das mit dem Hochegger? Wie war das jetzt mit dem Hochegger?) Sehr geehrte Damen und Herren! Trotz schwieriger Weltkonjunktur und trotz schwieriger europäischer Konjunktur (Abg. Petzner: Können Sie etwas zum Hochegger sagen?) steht Österreich auch im kommenden Jahr 2012 gut da. Wir haben stabile und gesunde Finanzen, wir haben einen nachhaltigen Konsolidierungskurs und wir arbeiten am sukzessiven, schrittweisen Schuldenabbau.
Abg. Petzner: Können Sie etwas zum Hochegger sagen?
Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen Mag. Andreas Schieder: Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! (Abg. Ing. Westenthaler: Wie war das mit dem Hochegger? Wie war das jetzt mit dem Hochegger?) Sehr geehrte Damen und Herren! Trotz schwieriger Weltkonjunktur und trotz schwieriger europäischer Konjunktur (Abg. Petzner: Können Sie etwas zum Hochegger sagen?) steht Österreich auch im kommenden Jahr 2012 gut da. Wir haben stabile und gesunde Finanzen, wir haben einen nachhaltigen Konsolidierungskurs und wir arbeiten am sukzessiven, schrittweisen Schuldenabbau.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch der Primärsaldo, der sich natürlich mit den Krisenbekämpfungsmaßnahmen ins Negative gedreht hat, ist wieder schrittweise abgebaut worden, und es zeigt sich ja auch schon – wir sind bei minus 0,5 für das Jahr 2012 –, dass wieder eine Tendenz für einen positiven Primärsaldo in der Zukunft gegeben ist, was eine wesentliche Voraussetzung zur erfolgreichen Bekämpfung der Schulden ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Am Wochenende fünf Punkte!
Wir setzen mit diesem Budget auch die richtigen Prioritäten in den Bereichen Bildung, Forschung, Beschäftigung und Wachstum. Wir können das aufgrund unseres modernen Haushaltsrechts, um welches uns viele Staaten in Europa enorm beneiden, machen (Abg. Kickl: Am Wochenende fünf Punkte!), da das Haushaltsrecht mit Ausgabenobergrenzen auch vorsieht, dass es einen Konsolidierungsdruck gibt, dass sich das Budget wieder Richtung Maastricht-Kriterien entwickelt, gleichzeitig aber auch den je-
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Ich hoffe, es hat Sie nicht der Herr Hochegger beraten bei dieser Rede! – Staatssekretär Mag. Schieder: Nein!
Lassen Sie mich zum Schluss noch Dank aussprechen, nämlich an die Mitglieder der Bundesregierung, durch deren Beteiligung an den Budgetverhandlungen dieses Budget entstand, aber auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses, des Finanzministeriums, vor allem der Budgetsektion des Sektionschefs Dr. Steger, der sowohl mit dem neuen Haushaltsrecht als auch mit der Arbeit an diesem Budget bewiesen hat, dass Österreich sehr gut durch die Krise kommt und wieder einen Konsolidierungspfad einschlagen kann, der gerade in schwierigen Zeiten solide Staatsfinanzen garantiert. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Ing. Westenthaler: Ich hoffe, es hat Sie nicht der Herr Hochegger beraten bei dieser Rede! – Staatssekretär Mag. Schieder: Nein!)
Abg. Strache: ... ÖGB zum Beispiel!
Sind Sie Seniorin oder Senior, Pensionistin und Pensionist, dann fragen Sie doch einmal, wie die Pensionsentwicklung in den anderen Ländern ist. Ich rede gar nicht von den USA (Abg. Strache: ... ÖGB zum Beispiel!), wo einem im Supermarkt ein 80-Jähriger mit zitternder Hand die Papiertasche füllt, weil er arbeiten muss, weil er keine Pension mehr hat. Ich rede von Ländern in Europa, wo Kürzungen um 10, 20 Prozent vorgenommen werden. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Kickl: Reden Sie einmal von den Pensionsprivilegien ...!) Wir haben die Pensionen in all den Jahren seit der Krise inflationsgesichert, und gut war es, dass wir das gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Kickl: Reden Sie einmal von den Pensionsprivilegien ...!
Sind Sie Seniorin oder Senior, Pensionistin und Pensionist, dann fragen Sie doch einmal, wie die Pensionsentwicklung in den anderen Ländern ist. Ich rede gar nicht von den USA (Abg. Strache: ... ÖGB zum Beispiel!), wo einem im Supermarkt ein 80-Jähriger mit zitternder Hand die Papiertasche füllt, weil er arbeiten muss, weil er keine Pension mehr hat. Ich rede von Ländern in Europa, wo Kürzungen um 10, 20 Prozent vorgenommen werden. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Kickl: Reden Sie einmal von den Pensionsprivilegien ...!) Wir haben die Pensionen in all den Jahren seit der Krise inflationsgesichert, und gut war es, dass wir das gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sind Sie Seniorin oder Senior, Pensionistin und Pensionist, dann fragen Sie doch einmal, wie die Pensionsentwicklung in den anderen Ländern ist. Ich rede gar nicht von den USA (Abg. Strache: ... ÖGB zum Beispiel!), wo einem im Supermarkt ein 80-Jähriger mit zitternder Hand die Papiertasche füllt, weil er arbeiten muss, weil er keine Pension mehr hat. Ich rede von Ländern in Europa, wo Kürzungen um 10, 20 Prozent vorgenommen werden. (Zwischenruf des Abg. Strache. – Abg. Kickl: Reden Sie einmal von den Pensionsprivilegien ...!) Wir haben die Pensionen in all den Jahren seit der Krise inflationsgesichert, und gut war es, dass wir das gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Es genügt das eigene Land!
Wenn Sie Schüler oder Student sind – wir haben heute viel über Bildungsausgaben geredet –, dann schauen Sie über die Grenze! (Abg. Neubauer: Es genügt das eigene Land!) Professor Van der Bellen ist nicht im Saal, aber gehen wir gleich auf das Thema ein: Wir sind in der OECD-Statistik – die Frau Bundesministerin hat gestern und der Herr Bundeskanzler hat heute darauf hingewiesen –, im OECD-Vergleich bei den Pro-Kopf-Bildungsausgaben mittlerweile auf Platz vier. Frau Bundesministerin, Sie haben noch von Platz fünf gesprochen, das war davor. Wir sind bei „Education at a Glance“ auf Platz vier unter allen OECD-Staaten bei den Pro-Kopf-Ausgaben in Bezug auf die Kaufkraft. (Abg. Kickl: Und auf welchem Platz liegen wir beim Output? – Abg. Strache: Was ist der Output?)
Abg. Kickl: Und auf welchem Platz liegen wir beim Output? – Abg. Strache: Was ist der Output?
Wenn Sie Schüler oder Student sind – wir haben heute viel über Bildungsausgaben geredet –, dann schauen Sie über die Grenze! (Abg. Neubauer: Es genügt das eigene Land!) Professor Van der Bellen ist nicht im Saal, aber gehen wir gleich auf das Thema ein: Wir sind in der OECD-Statistik – die Frau Bundesministerin hat gestern und der Herr Bundeskanzler hat heute darauf hingewiesen –, im OECD-Vergleich bei den Pro-Kopf-Bildungsausgaben mittlerweile auf Platz vier. Frau Bundesministerin, Sie haben noch von Platz fünf gesprochen, das war davor. Wir sind bei „Education at a Glance“ auf Platz vier unter allen OECD-Staaten bei den Pro-Kopf-Ausgaben in Bezug auf die Kaufkraft. (Abg. Kickl: Und auf welchem Platz liegen wir beim Output? – Abg. Strache: Was ist der Output?)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Wir sind bei den Pro-Kopf-Ausgaben je Studierenden, das ist auch ein wichtiger Faktor, mittlerweile bereits auf Platz elf, also im vordersten Viertel, was die Investitionen je Studierenden in der tertiären Ausbildung betrifft. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Das bedeutet, wir haben die Akzente über viele Jahre richtig gesetzt und gehen konsequent den Weg weiter. Und der Vergleich macht uns sicher, meine Damen und Herren!
Abg. Kickl: Seit zehn Jahren Reallohnverluste!
Wenn Sie Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin sind: Sie bekommen jedes Jahr in unserem Land eine Lohnerhöhung, damit Sie im nächsten Jahr über eine gesicherte Kaufkraft verfügen. Das nützt uns allen! (Abg. Kickl: Seit zehn Jahren Reallohnverluste!) Das nützt uns allen. Wir werden nächstes Jahr erneut – WIFO und IHS bestätigen
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Der Reallohnverlust in den letzten Jahren ...!
das – einen Kaufkraftzuwachs haben. Das wird uns von der Mehrzahl aller europäischen Länder unterscheiden. Der Vergleich macht Sie sicher: Dieses Land ist besser regiert als die anderen Länder. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Der Reallohnverlust in den letzten Jahren ...!)
Abg. Strache: Man sieht es bei der Regierungsbank, wie gespart wird: die größte Regierungsbank der Zweiten Republik!
Seien Sie froh, dass diese Herren – die Klubobleute Bucher und Strache, die gerade vor mir sitzen – nichts zu sagen haben! Kollege Auer hat ja richtigerweise die Märchenstunde der letzten drei Jahre aufgezählt, und dann kommt Kollege Grosz mit dem Pixi-Buch, mit dem Märchenbuch, das er in der zitternden Hand hält, und verrät uns Geheimnisse wie zum Beispiel, dass er eventuell 2 Milliarden € einsparen könnte, indem er Personal einspart. – Die Bundesregierung macht das seit Jahren. Es wird nur noch jeder zweite Posten nachbesetzt. Das findet längst statt. (Abg. Strache: Man sieht es bei der Regierungsbank, wie gespart wird: die größte Regierungsbank der Zweiten Republik!)
Abg. Strache: In den Wiener Schulklassen sitzen eh 35 Kinder pro Klasse! Das ist ja absurd!
Wenn Sie damit aufhören wollen, im öffentlichen Dienst jemanden zu beschäftigen, Herr Bucher, dann bedeutet das – und auch das müssen Sie den Leuten vor dem Fernsehschirm sagen –, dass, wenn Sie Eltern sind, in der Klasse Ihres Sohnes/Ihrer Tochter keine Lehrerin/kein Lehrer steht. (Abg. Strache: In den Wiener Schulklassen sitzen eh 35 Kinder pro Klasse! Das ist ja absurd!) Wenn Sie am Abend um die Ecke gehen, werden Sie keine Polizisten sehen. Das sind die Vorschläge, die Sie haben! – Der Vergleich macht Sie sicher. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Strache: Schauen Sie einmal in die Wiener Klassen mit 35 Kindern pro Klasse!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Strache: Schauen Sie einmal in die Wiener Klassen mit 35 Kindern pro Klasse!
Wenn Sie damit aufhören wollen, im öffentlichen Dienst jemanden zu beschäftigen, Herr Bucher, dann bedeutet das – und auch das müssen Sie den Leuten vor dem Fernsehschirm sagen –, dass, wenn Sie Eltern sind, in der Klasse Ihres Sohnes/Ihrer Tochter keine Lehrerin/kein Lehrer steht. (Abg. Strache: In den Wiener Schulklassen sitzen eh 35 Kinder pro Klasse! Das ist ja absurd!) Wenn Sie am Abend um die Ecke gehen, werden Sie keine Polizisten sehen. Das sind die Vorschläge, die Sie haben! – Der Vergleich macht Sie sicher. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl. – Abg. Strache: Schauen Sie einmal in die Wiener Klassen mit 35 Kindern pro Klasse!)
Abg. Strache: Sie reden ja so einen Stuss zusammen, das ist ein Wahnsinn!
Ich warne Sie: Überlegen Sie sich gut, bei wem Sie Ihre Bestellliste bei den nächsten Nationalratswahlen ankreuzen! (Abg. Strache: Sie reden ja so einen Stuss zusammen, das ist ein Wahnsinn!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Perfekte Rede!
Danke, Frau Bundesministerin, danke, Herr Staatssekretär, ihr habt eine schwierige Aufgabe gehabt und habt diese gut gelöst! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Perfekte Rede!)
Abg. Strache: Da passt kein Löschblatt dazwischen!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung, insbesondere Frau Finanzministerin! Ich kann nahtlos an den Kollegen Matznetter anschließen (Abg. Strache: Da passt kein Löschblatt dazwischen!): In der Tat, die Aufgabe, das Budget für 2012 vorzulegen, wurde gut gelöst. Es ist ein stabiles Budget, es ist ein Budget, das Zukunft gibt, und es ist ein Budget, das nichts abwürgt, was da an Konjunkturpflänzchen vorhanden ist.
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Grosz kritisiert es, wenn die Finanzministerin dafür kämpft, dass unser Euro, unser Geld stabil bleibt. Ich verstehe das wirklich nicht. Sehen Sie sich bitte die Inflationsentwicklung seit dem Jahre 1960 an! (Der Redner zeigt eine Graphik.) Betrachten Sie die massiven Ausschläge der Inflation, die wir hatten, ehe wir der Europäischen Union beigetreten sind! Die Inflation ist eigentlich erst seit dem Beitritt zur Europäischen Union stabil, niedrig. Das sichert den Wert des Geldes, und das ist das Beste für unsere Volkswirtschaft, was wir unserer Bevölkerung anbieten können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Ihr macht genau das! Ihr hinterlasst einen Schuldenberg!
Es geht auch darum, dass wir zukünftigen Generationen keinen Schuldenberg hinterlassen, den sie nicht bewältigen können. (Abg. Petzner: Ihr macht genau das! Ihr hinterlasst einen Schuldenberg!)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist das natürlich nicht nur ein Budget der Finanzministerin, sondern ein Budget der gesamten Bundesregierung. Es ist ein Budget, das in Teilen ambitionierter ist, in anderen Teilen vielleicht nicht ganz so ambitioniert. Natürlich würden wir uns wünschen, dass jene Bereiche, die uns in besonderer Weise herausfordern, etwa die demographische Entwicklung, die eine besondere Herausforderung für das Pensions- und das Gesundheitssystem darstellt, ein bisschen ambitionierter sind. Meine Damen und Herren, das würde ich mir für die Zukunft wünschen. Auch das, was die Sozialpartner vorgeschlagen haben, ist zwar eine gute Grundlage, um über diese Fragen zu diskutieren, aber auch von den Sozialpartnern würde ich mir manchmal wünschen, dass ihre Vorschläge ein bisschen ambitionierter sind, als sie es tatsächlich sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was ist das Ziel einer stabilitätsorientierten Budgetpolitik? – Meine Damen und Herren, sehen Sie sich doch die Bilder an, die um die Welt gehen! Das Ziel einer stabilitätsorientierten Budgetpolitik ist natürlich sozialer Friede. Ein ganz wesentliches Ziel einer stabilitätsorientierten Budgetpolitik ist, dass der Lebensstandard erhalten bleibt oder ausgebaut werden kann. Das muss das Ziel einer stabilitätsorientierten Budgetpolitik sein. Und Ziel einer stabilitätsorientierten Budgetpolitik muss es letztlich auch sein, dass dem Einzelnen mehr bleibt, dass er mehr Entscheidungsfreiheit bekommt, mehr Freiheit für seine eigenen Entscheidungen, für seine eigenen Investments. Das ist doch das Ziel einer stabilitätsorientierten Budgetpolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Verlass und auf diese Finanzministerin ist Verlass, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Sag ihm, wie es wirklich ist! – Bundesministerin Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Neubauer –: Das wird er nicht wissen!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! (Abg. Neubauer: Sag ihm, wie es wirklich ist! – Bundesministerin Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Neubauer –: Das wird er nicht wissen!) – Sie werden sich täuschen! – Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Eines ist schon interessant: Es ist egal, wer von ÖVP oder SPÖ hier herauskommt, jeder redet von Schuldenabbau und davon, dass es verantwortungslos ist, unseren Kindern einen Schuldenberg zu hinterlassen. Da unsere Kinder diesen Schuldenberg ohnehin bereits haben, den sie gar nicht mehr abbauen können, wäre es doch vernünftig, wenigstens einmal von einem enkelgerechten Budget zu sprechen, aber nicht einmal dazu sind Sie in der Lage. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! (Abg. Neubauer: Sag ihm, wie es wirklich ist! – Bundesministerin Dr. Fekter – in Richtung des Abg. Neubauer –: Das wird er nicht wissen!) – Sie werden sich täuschen! – Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Eines ist schon interessant: Es ist egal, wer von ÖVP oder SPÖ hier herauskommt, jeder redet von Schuldenabbau und davon, dass es verantwortungslos ist, unseren Kindern einen Schuldenberg zu hinterlassen. Da unsere Kinder diesen Schuldenberg ohnehin bereits haben, den sie gar nicht mehr abbauen können, wäre es doch vernünftig, wenigstens einmal von einem enkelgerechten Budget zu sprechen, aber nicht einmal dazu sind Sie in der Lage. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann hört man immer, dass wir die Besten in Europa sind. – Ich sage es Ihnen noch einmal: Sie kennen die Landkarte nicht. Zu Europa gehören auch die Schweiz und Norwegen. Reden Sie nicht immer von den Besten in Europa! Reden Sie, wenn Sie wollen, von den Besten in der EU! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Offiziell! Nur: Die, die noch nie gearbeitet haben, sind nicht einmal drinnen in der Statistik! Das ist ja euer Schmäh!
Sie sagen, wir haben die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Wir haben eine offizielle – offizielle! – Jugendarbeitslosigkeit von zirka 8 Prozent in Österreich. (Abg. Strache: Offiziell! Nur: Die, die noch nie gearbeitet haben, sind nicht einmal drinnen in der Statistik! Das ist ja euer Schmäh!) Offiziell, nicht nach Eurostat.
Beifall bei der FPÖ
Jetzt kann man die Meinung vertreten, dass das nicht so schlecht ist, weil die Nachbarländer noch viel schlechter dran sind. Was Sie aber nicht dazu sagen, ist, dass es sogenannte Lehrwerkstätten nach dem Modell Hundstorfer gibt, wo zwischen 45 000 und 50 000 österreichische Jugendliche beschäftigt werden, wo ein Beschäftigungsprogramm geboten wird, das überhaupt nicht ausreicht, um in den Arbeitsprozess zurückzukehren (Beifall bei der FPÖ), und diese jungen Menschen haben Sie in den Arbeitslosenstatistiken überhaupt nicht berücksichtigt. (Abg. Dr. Oberhauser: ... hervorragende Lehrlinge!)
Abg. Dr. Oberhauser: ... hervorragende Lehrlinge!
Jetzt kann man die Meinung vertreten, dass das nicht so schlecht ist, weil die Nachbarländer noch viel schlechter dran sind. Was Sie aber nicht dazu sagen, ist, dass es sogenannte Lehrwerkstätten nach dem Modell Hundstorfer gibt, wo zwischen 45 000 und 50 000 österreichische Jugendliche beschäftigt werden, wo ein Beschäftigungsprogramm geboten wird, das überhaupt nicht ausreicht, um in den Arbeitsprozess zurückzukehren (Beifall bei der FPÖ), und diese jungen Menschen haben Sie in den Arbeitslosenstatistiken überhaupt nicht berücksichtigt. (Abg. Dr. Oberhauser: ... hervorragende Lehrlinge!)
Beifall bei der FPÖ.
chen Sie noch von Jugendrechten und von Zukunft! (Beifall bei der FPÖ.) Das ist ein Wahnsinn, was Sie hier aufführen. Das sagen Sie alles nicht dazu.
Beifall bei der FPÖ.
Sie investieren zu wenig in die Jugend, Sie investieren zu wenig in die Ausbildung, und das fängt im Kindergarten an. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben gestern hier eine Leseübung gemacht. Glauben Sie vielleicht, dass die 183 Abgeordneten nicht lesen können? Das hätten wir selber lesen können. Wir hätten von Ihnen erwartet, dass Sie hier ausführen, wie Sie zu gewissen Herausforderungen in unmittelbarer Zukunft stehen. Herr Professor Van der Bellen hat es ja angesprochen. Sie fahren dieses Wochenende nach Brüssel. Da gibt es ein 5-Punkte-Notprogramm zur Rettung des Euro. Sie haben zu keinem einzigen dieser 5 Punkte auch nur annähernd Stellung genommen, wie Sie gedenken, da zu handeln. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Ist das vom Androsch?
kratischen Reformprozess, in den zivilgesellschaftliche Organisationen eingebunden werden und der den Staatshaushalt in seiner Gesamtheit umfasst.“ – Zitatende. (Abg. Mag. Donnerbauer: Ist das vom Androsch?)
Abg. Mag. Donnerbauer: War der Androsch dort?
Woraus ich Ihnen vorgelesen habe, ist das am Montag präsentierte Zivilgesellschaftliche Zukunftsbudget für 2012, welches zum zweiten Mal in dieser Form unter dem Titel „Umdenken, Umgestalten, Umverteilen“ vorgebracht wurde. Sie alle haben eine Einladung zu dieser Präsentation bekommen. (Abg. Mag. Donnerbauer: War der Androsch dort?) Dieser Einladung nachgekommen sind die Grünen und die Kollegin Lueger aus der SPÖ. (Ruf bei der FPÖ: Nur die Linken!)
Ruf bei der FPÖ: Nur die Linken!
Woraus ich Ihnen vorgelesen habe, ist das am Montag präsentierte Zivilgesellschaftliche Zukunftsbudget für 2012, welches zum zweiten Mal in dieser Form unter dem Titel „Umdenken, Umgestalten, Umverteilen“ vorgebracht wurde. Sie alle haben eine Einladung zu dieser Präsentation bekommen. (Abg. Mag. Donnerbauer: War der Androsch dort?) Dieser Einladung nachgekommen sind die Grünen und die Kollegin Lueger aus der SPÖ. (Ruf bei der FPÖ: Nur die Linken!)
Abg. Kopf: Also alle linken Organisationen des Landes!
Vor diesem Hintergrund war es mir wichtig, Ihnen das nahe zu bringen. Und wenn Sie das jetzt einfach so vom Tisch wischen wollen, dann muss ich Ihnen noch einmal sagen, wer die AutorInnen und die teilhabenden Personen und Institutionen an diesem Budget sind: Das sind die Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung, diverse Gewerkschaften, GdG, GPA, vida, SOS Mitmensch, attac, Armutskonferenz, GLOBAL 2000, Greenpeace, die ÖH und viele andere mehr. (Abg. Kopf: Also alle linken Organisationen des Landes!)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ
Das ist nicht irgendjemand, das ist die Zivilgesellschaft in Österreich (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), und diese zivilgesellschaftlichen Organisationen haben sich über alle Themen hinweg zusammengetan, um hier ein alternatives Budget vorzulegen, und diese Präambel kann ich eins zu eins unterschreiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist nicht irgendjemand, das ist die Zivilgesellschaft in Österreich (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), und diese zivilgesellschaftlichen Organisationen haben sich über alle Themen hinweg zusammengetan, um hier ein alternatives Budget vorzulegen, und diese Präambel kann ich eins zu eins unterschreiben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steibl: 6,3 Milliarden sind eine erkleckliche Summe! Das wissen Sie auch!
Bleiben wir beispielsweise beim Familienbudget und da bei den ersten Bildungseinrichtungen. (Abg. Steibl: 6,3 Milliarden sind eine erkleckliche Summe! Das wissen Sie auch!)
Abg. Marek: 70 Millionen jedes Jahr für den Landeskindergarten!
Kinderbetreuungseinrichtungen: Wir haben gestern 15 Millionen € pro Jahr, für dieses Jahr 10 Millionen € beschlossen. Ja, aber wir haben auch vorgerechnet, dass das viel zu wenig ist und dass mit diesem Geld nicht Bildung für alle Kinder in ganz Österreich von null bis sechs Jahre gewährleistet ist, sondern dass dieses Geld maximal ein Tropfen auf den heißen Stein ist. (Abg. Marek: 70 Millionen jedes Jahr für den Landeskindergarten!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Sie müssen das einmal lesen!
Vor diesem Hintergrund kann überhaupt nicht davon gesprochen werden, dass Sie in die Bildung, in die Zukunft unserer Kinder investieren, und schon gar nicht kann davon gesprochen werden, dass dieses Budget ein sozial gerechtes Budget ist. Denn soziale Gerechtigkeit beginnt bei der Bildung, beginnt bei der Bildung für alle Kinder, und Bildung beginnt im Kindergarten. Und solange das in einem Budget nicht gewährleistet ist, ist es kein Budget, das in die Zukunft unserer Kinder investiert. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Sie müssen das einmal lesen!)
Beifall beim BZÖ.
rühmte Filmszene vor meinem geistigen Auge gehabt, nämlich den erfolgreichsten Film aller Zeiten: „Titanic“. Da steht die Kate Winslet einmal vorne am Bug mit ihrem Lover. – Sie sind mir vorgekommen wie die Kate Winslet der Finanzpolitik, weil Sie vorne stehen und sagen: Alles ist super und schön!, während hinten das Schiff schon absäuft. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Wöginger: Wie in Kärnten!
Das ist die Meinung der Experten, die auch Ihr Budget analysiert haben, und das sollte Ihnen auch zu denken geben! Sie müssen jetzt wirklich einmal die Schubumkehr einleiten, um langfristig gesehen diesen Schuldenpfad zu verlassen! Aber Sie machen ja das Gegenteil: Sie geben den Griechen Milliardenhaftungen. Mit 29 Milliarden insgesamt haftet der österreichische Steuerzahler für die Schulden Griechenlands. Das machen Sie. (Abg. Wöginger: Wie in Kärnten!)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: 20 Milliarden für Kärnten! – Abg. Ing. Westenthaler: Keine Polemik von der Regierungsbank!
Sie sorgen dafür, dass wir noch höhere Zinszahlungen haben, dass die Staatsverschuldung immer weiter steigt und dass das Budget immer mehr aus dem Ruder läuft. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: 20 Milliarden für Kärnten! – Abg. Ing. Westenthaler: Keine Polemik von der Regierungsbank!)
Abg. Wöginger: Das ist der Minister! Das ist der Wirtschaftsminister!
Es ist daher kein stabiles, kein sicheres Budget, sondern genau das Gegenteil. Und, Herr Staatssekretär Schieder: Es gibt keine 20 Milliarden für Kärnten! (Abg. Wöginger: Das ist der Minister! Das ist der Wirtschaftsminister!) Hören Sie auf Ihren eigenen Freund und Vorgänger als Finanzminister – Sie sind ja nur Staatssekretär –, Herrn Hannes Androsch, der selbst gesagt hat, die 20 Milliarden € Haftungen seien ein Blödsinn. Es gibt keine 20 Milliarden Haftungen! (Rufe: Minister Mitterlehner!) – Bitte um Entschuldigung, das ist der Herr Mitterlehner, aber das gilt auch für ihn. Dann halten wir eben ihm Androsch entgegen: Es gibt keine 20 Millionen € Haftungen für das Bundesland Kärnten, sondern es sind maximal 4 bis 5 Milliarden €, die da tatsächlich
Rufe: Minister Mitterlehner!
Es ist daher kein stabiles, kein sicheres Budget, sondern genau das Gegenteil. Und, Herr Staatssekretär Schieder: Es gibt keine 20 Milliarden für Kärnten! (Abg. Wöginger: Das ist der Minister! Das ist der Wirtschaftsminister!) Hören Sie auf Ihren eigenen Freund und Vorgänger als Finanzminister – Sie sind ja nur Staatssekretär –, Herrn Hannes Androsch, der selbst gesagt hat, die 20 Milliarden € Haftungen seien ein Blödsinn. Es gibt keine 20 Milliarden Haftungen! (Rufe: Minister Mitterlehner!) – Bitte um Entschuldigung, das ist der Herr Mitterlehner, aber das gilt auch für ihn. Dann halten wir eben ihm Androsch entgegen: Es gibt keine 20 Millionen € Haftungen für das Bundesland Kärnten, sondern es sind maximal 4 bis 5 Milliarden €, die da tatsächlich
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Kennen Sie mich? Haben Sie mich schon identifiziert?
schlagend werden könnten. Es gibt eben nicht diese 20 Milliarden €. (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Kennen Sie mich? Haben Sie mich schon identifiziert?)
Beifall beim BZÖ.
Ja, ich habe Sie identifiziert, Herr Minister, und das reicht mir. Und ich habe auch das Budget identifiziert und muss Ihnen noch einmal sagen, dass Sie mit diesem Budget nicht die Sicherheit und die stabile Finanzlage Österreichs garantieren, sondern das Umgekehrte betreiben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie wissen, unser klares Bildungsleitbild sieht vor, dass wir kein Kind zurücklassen wollen. Alle bildungspolitischen Maßnahmen, die wir setzen, sind von der Prämisse getragen: Wir wollen kein Kind zurücklassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter spricht, am Ende der Regierungsbank stehend, mit einer Mitarbeiterin.
Diese Maßnahmen der ganztägigen Betreuungsform und diese Angebote, die wir schaffen, wirken, glaube ich, nachhaltig und sind eine deutliche Verbesserung unseres Bildungssystems. Daher ärgert es mich ein bisschen – die Frau Finanzministerin ist jetzt gerade nicht auf ihrem Platz ... (Bundesministerin Dr. Fekter spricht, am Ende der Regierungsbank stehend, mit einer Mitarbeiterin.) Es ärgert mich ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber ich kann Sie hören!) – Sie hören also zu. Ich möchte mich schon noch an Sie persönlich wenden, weil ich von Ihnen gestern vor allem darüber enttäuscht war, wie Sie Ihre Rede vorgelesen haben, und dass Sie sich, fast wie bei einem ÖVP-Parteitag, an Regierungskolleginnen in einer Weise abgeputzt haben, die ich nicht tolerieren kann, besonders dann, wenn man die Leistungen einer Bildungsministerin wie Claudia Schmied kennt. Ich lasse nicht zu, dass Sie hergehen und sagen: Aber ich muss als Finanzministerin einmahnen, dass auch im Unterrichtsressort sorgsam mit den anvertrauten Mitteln umgegangen wird. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Aber ich kann Sie hören!
Diese Maßnahmen der ganztägigen Betreuungsform und diese Angebote, die wir schaffen, wirken, glaube ich, nachhaltig und sind eine deutliche Verbesserung unseres Bildungssystems. Daher ärgert es mich ein bisschen – die Frau Finanzministerin ist jetzt gerade nicht auf ihrem Platz ... (Bundesministerin Dr. Fekter spricht, am Ende der Regierungsbank stehend, mit einer Mitarbeiterin.) Es ärgert mich ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber ich kann Sie hören!) – Sie hören also zu. Ich möchte mich schon noch an Sie persönlich wenden, weil ich von Ihnen gestern vor allem darüber enttäuscht war, wie Sie Ihre Rede vorgelesen haben, und dass Sie sich, fast wie bei einem ÖVP-Parteitag, an Regierungskolleginnen in einer Weise abgeputzt haben, die ich nicht tolerieren kann, besonders dann, wenn man die Leistungen einer Bildungsministerin wie Claudia Schmied kennt. Ich lasse nicht zu, dass Sie hergehen und sagen: Aber ich muss als Finanzministerin einmahnen, dass auch im Unterrichtsressort sorgsam mit den anvertrauten Mitteln umgegangen wird. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Maßnahmen der ganztägigen Betreuungsform und diese Angebote, die wir schaffen, wirken, glaube ich, nachhaltig und sind eine deutliche Verbesserung unseres Bildungssystems. Daher ärgert es mich ein bisschen – die Frau Finanzministerin ist jetzt gerade nicht auf ihrem Platz ... (Bundesministerin Dr. Fekter spricht, am Ende der Regierungsbank stehend, mit einer Mitarbeiterin.) Es ärgert mich ... (Bundesministerin Dr. Fekter: Aber ich kann Sie hören!) – Sie hören also zu. Ich möchte mich schon noch an Sie persönlich wenden, weil ich von Ihnen gestern vor allem darüber enttäuscht war, wie Sie Ihre Rede vorgelesen haben, und dass Sie sich, fast wie bei einem ÖVP-Parteitag, an Regierungskolleginnen in einer Weise abgeputzt haben, die ich nicht tolerieren kann, besonders dann, wenn man die Leistungen einer Bildungsministerin wie Claudia Schmied kennt. Ich lasse nicht zu, dass Sie hergehen und sagen: Aber ich muss als Finanzministerin einmahnen, dass auch im Unterrichtsressort sorgsam mit den anvertrauten Mitteln umgegangen wird. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Elmar Mayer überreicht Bundesministerin Dr. Fekter die entsprechende Unterlage. – Bundesministerin Dr. Fekter: Geben Sie das der Budgetabteilung!
Frau Finanzministerin, wenn es ein Ressort gibt, das tatsächlich nachhaltig und gut und vorausschauend arbeitet, wenn es ein Ressort gibt, das wirklich eine Leistungsbilanz in den letzten vier, fünf Jahren nachweisen kann, dann ist es das Bildungsressort. Und es täte Ihnen gut, einmal nachzuschauen – ich weiß schon, Sie haben viele andere Aufgaben –, was Claudia Schmied und dieses Parlament bisher tatsächlich im Bildungsbereich getan haben! Dann kommen Sie vielleicht zu einem anderen Schluss. Dazu übergebe ich Ihnen gerne einen Leistungsbericht der Claudia Schmied. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Elmar Mayer überreicht Bundesministerin Dr. Fekter die entsprechende Unterlage. – Bundesministerin Dr. Fekter: Geben Sie das der Budgetabteilung!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Frau Finanzministerin! Meine Herren Bundesminister! Heute wird der Blick wieder einmal geschärft, nämlich auch der der Zuseher, denn man sieht, wer hier im Haus wirklich Verantwortung trägt und Kompetenz hat und wer das Parlament als Bühne für billigen Populismus und als Kabarett benutzt, nämlich die Opposition, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher bin ich insbesondere der Frau Bundesministerin für Finanzen dankbar, dass sie zur richtigen Stunde, zur richtigen Zeit die richtigen Konzepte auf den Tisch legt, und zwar mit Verantwortung und Kompetenz. Liebe Frau Bundesministerin, herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
tiger Weg, das zu tun und auch zum richtigen Zeitpunkt in Österreich zu investieren. Mit dem eingeschlagenen Konsolidierungspfad, dem Bundesfinanzrahmengesetz, dem innerösterreichischer Stabilitätspakt und den Strukturreformen wird das Budget wieder in die richtigen Bahnen gelenkt, meine Damen und Herren. Aus dem Budgetpaket ist eines ablesbar: Sparsamkeit, Stabilität und die so wichtige Zukunftssicherung in diesem Lande für die Leistungsträger, für die Menschen, die tagtäglich etwas leisten und arbeiten in diesem Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner – auf das Budget 2012 zeigend –: Da steht nichts davon drinnen!
Nur ein gesundes Budget, wie es die Frau Bundesministerin vorgestellt hat, in dem die Bonität Österreichs, Sparen und die Haushaltskonsolidierung Vorrang haben, schützt uns vor neuen Belastungen und neuen Steuern. Daher sage ich auch, wir brauchen ein neues Steuersystem. Ja, Maria Fekter arbeitet an einem Steuersystem, das sich durch die Aspekte weniger, einfacher, leistungsgerechter und ökologischer auszeichnet. (Abg. Scheibner – auf das Budget 2012 zeigend –: Da steht nichts davon drinnen!) Das ist ein richtiges System, das ist ein Zukunftssystem, wo man nicht ständig darüber nachdenkt, neue Eigentumssteuern zu schaffen, die Menschen zu belasten, sondern unsere Devise lautet, die Menschen zur richtigen Zeit zu entlasten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nur ein gesundes Budget, wie es die Frau Bundesministerin vorgestellt hat, in dem die Bonität Österreichs, Sparen und die Haushaltskonsolidierung Vorrang haben, schützt uns vor neuen Belastungen und neuen Steuern. Daher sage ich auch, wir brauchen ein neues Steuersystem. Ja, Maria Fekter arbeitet an einem Steuersystem, das sich durch die Aspekte weniger, einfacher, leistungsgerechter und ökologischer auszeichnet. (Abg. Scheibner – auf das Budget 2012 zeigend –: Da steht nichts davon drinnen!) Das ist ein richtiges System, das ist ein Zukunftssystem, wo man nicht ständig darüber nachdenkt, neue Eigentumssteuern zu schaffen, die Menschen zu belasten, sondern unsere Devise lautet, die Menschen zur richtigen Zeit zu entlasten! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Na!
Daher bin ich sehr froh, Frau Bundesministerin, dass du den unermüdlichen Angriffen von allen Seiten, dem Klassenkampf, der auch auf dem Rücken der Bauern betrieben wurde (Abg. Öllinger: Na!), entsprechend standgehalten hast, dich auch klar zu den Leistungen der Bäuerinnen und Bauern in diesem Lande bekannt hast, ausgezeichnet auch im Budget, wo du gesagt hast, dass auch in Zukunft für das Bergbauernprogramm, das Umweltprogramm, den ländlichen Raum jeder Euro durch die Kofinanzierungsmechanismen, die es gibt, in Brüssel abgeholt werden kann. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher bin ich sehr froh, Frau Bundesministerin, dass du den unermüdlichen Angriffen von allen Seiten, dem Klassenkampf, der auch auf dem Rücken der Bauern betrieben wurde (Abg. Öllinger: Na!), entsprechend standgehalten hast, dich auch klar zu den Leistungen der Bäuerinnen und Bauern in diesem Lande bekannt hast, ausgezeichnet auch im Budget, wo du gesagt hast, dass auch in Zukunft für das Bergbauernprogramm, das Umweltprogramm, den ländlichen Raum jeder Euro durch die Kofinanzierungsmechanismen, die es gibt, in Brüssel abgeholt werden kann. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher sage ich Ihnen, gehen wir die Dinge wirklich ernsthaft an, denn letztlich wissen wir eines: Wir sitzen alle in einem Boot, ganz egal, welcher Partei wir angehören, ganz egal, welcher Berufsgruppe wir angehören. Lösen können wir die großen Herausforderungen nur gemeinsam. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grillitsch: Du redest wie der Blinde von der Farbe! Keine Ahnung, null Ahnung!
Die Menschen auf der Straße, die Bauern, die das jetzt gehört haben, Herr Grillitsch, die nichts mehr für ihre Produkte bekommen, es müssen immer mehr Betriebe zugesperrt werden, sehen das völlig anders. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Grillitsch: Du redest wie der Blinde von der Farbe! Keine Ahnung, null Ahnung!) Die Menschenschlangen vor dem Arbeitsmarktservice, die Menschen im Krankenhaus – das, was Sie betreiben, ist Kopf-in-den-Sand-Politik. Ich sage das bewusst, Herr Klubobmann Kopf, das ist Realitätsverweigerung.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie, Herr Klubobmann, herauskommen und sagen, wir sind auf dem richtigen Weg, dann meine ich, wenn Sie das Ihren Funktionären in der ÖVP täglich vorbeten, dann ist das für uns okay. Aber wenn Sie das für Österreich sagen, dann ist das eine gefährliche Drohung und absolut als Kampfansage an alle Österreicherinnen und Österreicher anzusehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sehen Sie sich die Inflation in Österreich an! Eine Kinderjacke: plus 44,5 Prozent, Heizöl: plus 23,8 Prozent, Kartoffeln: plus 20,8 Prozent – und das ist wahrlich kein Reiche-Leute-Essen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist das Geld, das unsere Österreicherinnen und Österreicher aufzubringen haben, um diese falsche Schuldenpolitik zu bezahlen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehen Sie sich die Inflation in Österreich an! Eine Kinderjacke: plus 44,5 Prozent, Heizöl: plus 23,8 Prozent, Kartoffeln: plus 20,8 Prozent – und das ist wahrlich kein Reiche-Leute-Essen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist das Geld, das unsere Österreicherinnen und Österreicher aufzubringen haben, um diese falsche Schuldenpolitik zu bezahlen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann Ihnen nur sagen, besuchen Sie ein Krankenhaus in Wien oder in den Bundesländern, dann werden Sie sehen, dass wir nicht eine Zwei-Klassen-Medizin haben, sondern wir haben eine Drei-Klassen-Medizin, und das ist die Wahrheit. Die Patienten warten auf Termine und Ähnliches. Sie werden mit der Politik, die Sie betreiben, nämlich Kopf in den Sand und Realitätsverweigerung und hier schöne Worte, Österreich auch in Zukunft an das Schuldenlimit bringen, und das bedeutet Nachteile für die Österreicherinnen und Österreicher. Das ist eine verfehlte Politik, die Sie mit diesem Budget vorlegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn man sich die Zahlen im Detail anschaut, dann muss man sagen: Ihr Ausbau der Neuen Mittelschule mit dem verstärkten Einsatz von AHS-LehrerInnen schaut so aus, dass wir nächstes Jahr 240 Dienstposten weniger haben. Also, meine Damen und Herren, so können Sie mit den Österreicherinnen und Österreichern nicht umgehen! Es merkt jeder, was hier gespielt wird. Hier haben wir ein Stillstandsbudget und kein Budget, das wirklich in die Zukunft weist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steibl: Na so was! Wir fürchten uns!
Was fehlt, sind Schwerpunktsetzungen. Wenn Sie es mir nicht glauben, dann hören Sie sich an, was Ihr ehemaliger sozialdemokratischer Vizekanzler Hannes Androsch dazu sagt! Hören Sie sich an, was der von mir sehr geschätzte exzellente Bildungsexperte und ehemalige Landesschulratspräsident in der Steiermark Bernd Schilcher sagt! Dieser hat Ihnen gestern ganz deutlich seine Meinung gesagt: Es handelt sich um ein Stillstandsbudget. (Abg. Steibl: Na so was! Wir fürchten uns!)
Zwischenruf des Abg. Keck.
diesem Land verloren haben. 10 000 Lehrlinge weniger! Ich möchte wissen, wo da der Leistungsausweis sein soll. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Ja, das ist der Lehrlingsbeauftragte der ehemaligen schwarz-blauen Regierung. Herr Kollege, Sie verstecken natürlich etliche dieser arbeitslosen Lehrlinge in Ihren Lehrwerkstätten, wo sie eben keine wirkliche Ausbildung haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Bravo!) Mit lautem Schreien kommen Sie an diesen Fakten nicht vorbei.
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Bravo!
diesem Land verloren haben. 10 000 Lehrlinge weniger! Ich möchte wissen, wo da der Leistungsausweis sein soll. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Ja, das ist der Lehrlingsbeauftragte der ehemaligen schwarz-blauen Regierung. Herr Kollege, Sie verstecken natürlich etliche dieser arbeitslosen Lehrlinge in Ihren Lehrwerkstätten, wo sie eben keine wirkliche Ausbildung haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Bravo!) Mit lautem Schreien kommen Sie an diesen Fakten nicht vorbei.
Abg. Kickl: Woran liegt es?
Schauen Sie, ich mache es mir jetzt ganz einfach, ich zitiere Egon Blum: Es sind Tausende von Jugendlichen, die aufgrund mangelnder Ausbildungsfähigkeit weder in Schulen noch in eine Lehre aufgenommen werden können. Die enormen Fördermittel der Regierung werden leider statt in Präventivprojekte – Ausbildungsfähigkeit bis zum 15. Lebensjahr – in Reparaturwerkstätten investiert. – Das sagt Egon Blum, das sage nicht ich. Ich unterstreiche das nur. (Abg. Kickl: Woran liegt es?)
Beifall bei den Grünen.
Ihr Budget belegt leider das Gegenteil. Im Interesse unserer Jugend sage ich: Haben Sie endlich den Mut für eine grundlegende Bildungsreform! Gehen Sie das Problem an! Die Lösungen liegen auf dem Tisch. Sie müssen es endlich anpacken, und das sollte sich auch im Budget widerspiegeln. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Herr Präsident! Herr Abgeordneter Walser, dieses E-Mail haben wir auch bekommen. Es freut mich nur, dass Sie jetzt die Äußerungen des Herrn Blum als positiv herausstreichen. Ich glaube, bei seiner Bestellung damals waren Sie noch anderer Meinung. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Zwischen den Zeilen!
Meine Damen und Herren, Kollege Grillitsch hat uns eingeladen, gemeinsam mit Ihnen die Reformen, die auch in der Budgetrede verankert sind, zu diskutieren und umzusetzen. Gerne! Ich frage jetzt nur: Welche?, denn in dieser Rede habe ich nicht sehr viel gefunden. (Abg. Ursula Haubner: Zwischen den Zeilen!) Er hat eine wichtige genannt, nämlich zum Beispiel eine neue Art der Besteuerung, fair, gerecht, es ist einmal die Flat-Tax angesprochen worden. – Wunderbar, darüber diskutieren wir gerne, denn seit mehr als zehn Jahren ist das unser Steuerkonzept, dieses wäre wirklich fair, gerecht und einfacher. Aber darüber steht nichts in der Budgetrede.
Abg. Kickl: Die Abstände sind groß genug!
Ich habe dann von ÖVP-Abgeordneten gehört: Ja, man muss zwischen den Zeilen lesen. Ich habe das versucht zu finden. Zwischen den Zeilen finde ich sehr viele Zwischenräume, aber da steht auch nichts drinnen. (Abg. Kickl: Die Abstände sind groß genug!)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Frau Finanzministerin, nur eine Frage: Ist das eine gemeinsame Budgetrede oder ein gemeinsames Budget gewesen oder nur Ihres? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Sicher? Der Bundesregierung? Da ist die SPÖ auch noch dabei. Bei einigen Redebeiträgen habe ich jetzt eher den Eindruck gehabt, dass die nicht so der Meinung sind, dass das eine gemeinsame Rede oder ein gemeinsames Projekt gewesen ist. Es ist ja schon auch ein bisschen aufgefallen, dass es ein Stimmungsbild der Bundesregierung gewesen ist. Sie haben ja auch einige SPÖ-Minister in dieser Budgetrede besonders streng beurteilt, vor allem auch die Unterrichtsministerin. Deshalb passt es jetzt auch ganz gut, weil wir da über die Bildung diskutiert haben.
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.
Es werden immer konkrete Beispiele verlangt, Frau Finanzministerin. Ich bringe ein konkretes Beispiel aus dem Bildungsbereich, dem Schulbereich, das mir ein Schuldirektor vor wenigen Tagen gesagt hat. Die haben ja ein gewisses Budget selbst zur Verfügung, das können sie auch verwenden, ausbezahlen, wenn sie kleine Anschaffungen machen, aber das muss überwiesen werden, es darf nichts bar ausbezahlt werden. Da sagt mir dieser Schuldirektor: Wenn da ein Kustos kommt, der schnell irgendetwas besorgen musste um 4,50 €, dann muss ich 4,50 € auf das Konto des Kustos in der Schule überweisen. Wissen Sie, was die Überweisung kostet, was die Buchhaltungsagentur des Bundes dieser Schule für diese Überweisung von 4,50 € verrechnet? – 16 €! Denn das ist nämlich der Preis für eine Buchungszeile, die dieser Schule verrechnet wird. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) Ich habe nachgefragt, bei einem Steuerberater würde das 80 Cent kosten.
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Das bringt uns nicht die Millionen, aber das ist ein bisschen ein Sinnbild. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) – Ja, das ist ja grundsätzlich nicht schlecht, dass man die Buchhaltungen zusammenlegt. Aber dass man sich dann über diesen Umweg wieder das Budget, das man in dem Fall den Schulen, aber auch den Ministerien gibt, wieder zurückholt und dazwischen aber ein ordentlicher Verwaltungsaufwand ist, das war damals bei der Schaffung nicht die Idee. Da könnte man schon einmal überlegen, was da an Verwaltung einzusparen ist. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.
Das bringt uns nicht die Millionen, aber das ist ein bisschen ein Sinnbild. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) – Ja, das ist ja grundsätzlich nicht schlecht, dass man die Buchhaltungen zusammenlegt. Aber dass man sich dann über diesen Umweg wieder das Budget, das man in dem Fall den Schulen, aber auch den Ministerien gibt, wieder zurückholt und dazwischen aber ein ordentlicher Verwaltungsaufwand ist, das war damals bei der Schaffung nicht die Idee. Da könnte man schon einmal überlegen, was da an Verwaltung einzusparen ist. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie etwas Konkretes vorbringen, sind wir bereit, zusammenzuarbeiten. Aber das allein, diese Allgemeinplätze und dass Sie sagen, zwischen den Zeilen soll man etwas herauslesen, das ist zu wenig. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Gartelgruber: Das war hervorragend!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Präsident! Kollegin Fekter und Kollege Mitterlehner! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich weiß, dass man sich seitens der Opposition schwer tut, einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik zuzustimmen. Aber das, was hier Herr Abgeordneter Themessl geliefert hat, ist schlichtweg als absolute Themenverfehlung zu bezeichnen. (Abg. Gartelgruber: Das war hervorragend!) Ob Sie wollen oder nicht, ich habe nur 10 000 Jugendliche in überbetrieblichen Lehrwerkstätten inklusive der Produktionsschulen. Mehr haben wir nicht. Das müssen Sie endlich einmal zur Kenntnis nehmen! Mehr rechnen wir nicht ab pro Monat, weil es nicht mehr gibt.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Vordergrund steht die betriebliche Lehrlingsausbildung. Und wenn die Betriebe nicht genügend Lehrstellen zur Verfügung stellen können – aus welchen Gründen auch immer –, dann kommen die Jugendlichen in überbetriebliche Ausbildungseinrichtungen. Und ich glaube, wir sind uns einig, dass Ausbildung viel besser ist als das, was Sie vorschlagen, denn Sie schlagen vor, dass die Jugendlichen draußen bleiben sollen. – Das ist einmal Punkt eins. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Herr Abgeordneter Strutz – er ist jetzt nicht da – bedauert, dass es eine Drei-Klassen-Medizin gibt, dann wundert es mich, dass das in Klagenfurt angeblich so der Fall ist, wo Sie ja nicht gerade wenig mitzureden haben, denn vom Aufsichtsratspräsidenten an werden in Klagenfurt dort alle Positionen von Ihren Leuten besetzt. Dass Sie in Klagenfurt eine Drei-Klassen-Medizin akzeptieren, ist eigentlich beschämend, muss ich ganz offen sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wenn man hier auch meint, man muss die Rot-Weiß-Rot-Karte, die seit drei Monaten wirkt, wieder einmal schlechtreden: Ich würde wirklich dringlich bitten, Schauen Sie sich vorher die Fakten an, erkundigen Sie sich und reden Sie erst dann! Denn die berühmten Sportler, über die hier zuerst locker gesagt worden ist, es wären 50 Prozent, sind in Wirklichkeit nur 10 Prozent, meine Damen und Herren, nicht mehr und nicht weniger. (Abg. Kickl: Spricht für eine Kosten-Nutzen-Analyse!)
Abg. Kickl: Spricht für eine Kosten-Nutzen-Analyse!
Wenn Herr Abgeordneter Strutz – er ist jetzt nicht da – bedauert, dass es eine Drei-Klassen-Medizin gibt, dann wundert es mich, dass das in Klagenfurt angeblich so der Fall ist, wo Sie ja nicht gerade wenig mitzureden haben, denn vom Aufsichtsratspräsidenten an werden in Klagenfurt dort alle Positionen von Ihren Leuten besetzt. Dass Sie in Klagenfurt eine Drei-Klassen-Medizin akzeptieren, ist eigentlich beschämend, muss ich ganz offen sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Wenn man hier auch meint, man muss die Rot-Weiß-Rot-Karte, die seit drei Monaten wirkt, wieder einmal schlechtreden: Ich würde wirklich dringlich bitten, Schauen Sie sich vorher die Fakten an, erkundigen Sie sich und reden Sie erst dann! Denn die berühmten Sportler, über die hier zuerst locker gesagt worden ist, es wären 50 Prozent, sind in Wirklichkeit nur 10 Prozent, meine Damen und Herren, nicht mehr und nicht weniger. (Abg. Kickl: Spricht für eine Kosten-Nutzen-Analyse!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Dass ich Ihnen darüber eine Unterrichtsstunde halte, ist eigentlich eine Zeitvergeudung; aber es ist notwendig, weil die Bürgerinnen und Bürger ein Recht haben, zu wissen, mit welchen Argumenten Sie hier arbeiten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Kickl: Irgendwelche Zahlen! Das ist eine Geheimwissenschaft für rote Esoteriker!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben in unserem Land eine Jugendarbeitslosigkeit von 7,9 Prozent. Diese 7,9 Prozent sind der zweitbeste Wert in ganz Europa. Wir sollten stolz darauf sein! Es kostet viel Geld, diesen Wert zu erreichen. Wir geben als Bundesregierung im Budget für die 15- bis 24-Jährigen in Summe, mit der betrieblichen Lehrstellenförderung – auch Betriebe zahlen mit, 150 Millionen € der betrieblichen Lehrstellenförderung kommen von den Betrieben selbst, über das Umlageverfahren im Insolvenzentgeltfonds –, 500 Millionen € aus. Das ist gut, hervorragend investiertes Geld. (Abg. Kickl: Irgendwelche Zahlen! Das ist eine Geheimwissenschaft für rote Esoteriker!)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Danke für die Unterrichtsstunde!
Wir verstecken Menschen nicht, sondern wir bilden sie aus und deklarieren offen alle Zahlen. – Danke schön. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Danke für die Unterrichtsstunde!)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Minister, ich muss auch sagen: Wenn ich mir anschaue, wer den Karren zieht, dann ist es die Wirtschaft. Lohnsteuer 1,4 Milliarden € plus, Körperschaftssteuer 1 Milliarde € plus nächstes Jahr, Umsatzsteuer 0,5 Milliarden €, bei den Einnahmen gibt es insgesamt eine Steigerung von 5,1 Prozent. – Es ist die Wirtschaft! Daher muss ich sagen, was eine Steuerreform betrifft – diese wird bei allen Rankings angesprochen, immer wieder heißt es, bitte Steuerreform, wie eigentlich auch von uns gefordert – halte ich diese aus Sicht des Mittelstandes für dringend notwendig. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zusammengefasst – ich bin leider bei meinen Schlussbemerkungen –: Ich glaube, wir sind am richtigen Weg. Wir müssen den Weg verstärken. Wenn Sie eine Diskrepanz sehen, dann ist das jene zwischen WIFO und IHS. Beim Budget sind wir mit den 0,8 Prozentpunkten auf der sicheren Seite. Beim Wirtschaftswachstum und den Anstrengungen für die Zukunft orientiere ich mich am IHS, an den 1,3 Prozentpunkten. Wenn wir es übererreichen, sind wir ganz, ganz vorne im Bereich der gesamten EU. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir leben in einem Land, in dem wir eine sehr, sehr geringe Arbeitslosigkeit haben. Wir leben in einem Land, in dem wir das Glück haben, dass der Anteil jener Menschen, die lange in Arbeitslosigkeit verharren müssen, sehr gering ist. Wir leben in einem Land, in dem wir eine geringe Arbeitslosigkeit im Zusammenhang mit Jugendlichen haben. Wir leben in einem Land, wo im Budget 2012 1 Milliarde € für aktive arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Verfügung gestellt wird. Wir haben das dritthöchste veranschlagte Budget, das wir jemals hatten. Wir leben in einem Land, in dem sich die Bundesregierung dazu bekannt hat, für arbeitende Menschen zu kämpfen, Arbeitsplätze zu erhalten und alles daran zu setzen, Arbeitslosigkeit abzubauen. Wir leben in einem schönen Land und darauf können wir stolz sein, sehr geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und nicht nur das: Unser Arbeits- und Sozialminister Hundstorfer wird gemeinsam mit Wirtschaftsminister Mitterlehner weitere neue Projekte initiieren, damit es jungen Menschen noch leichter gemacht wird, einen Lehrberuf erfolgreich abzuschließen und somit auch eine Berufs- und Karrierechance zu haben. Darauf, sehr geschätzte Damen und Herren, können wir stolz sein. Wir leben in einem tollen Land! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Wir leben in einem Land, sehr geschätzte Damen und Herren, in dem Sozialpolitik und damit auch der Mensch im Mittelpunkt der Politik stehen. Und dafür bedanke ich mich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
letzten Mal geben kann. Aber wir haben mit diesem Budget richtige Impulse gesetzt. Und ich denke, wenn wir heute 100 Millionen € an Sondermitteln für Forschungsförderung vorsehen, einen Klima- und Energiefonds mit 175 Millionen € dotieren und das Erfolgsprojekt thermische Sanierung mit über 100 Millionen € wieder dotieren, dann sind das richtige Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort Österreich. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das sind drei Herausforderungen, die es in dieser Zeit anzunehmen gilt. Ich möchte mich bei der Frau Ministerin für dieses Budget, das in Zeiten wie diesen Stabilität und Sicherheit gibt, herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Was ist „Wadln schmieren“?
Meine Damen und Herren! Erneuern statt besteuern – es braucht unsere gesamte Energie, damit dies gelingt. Wir in Salzburg sagen dazu, wenn es um das Kräftebündeln von allen geht: Nicht wadlbeißen, sondern Wadln schmieren, dann geht etwas weiter! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Was ist „Wadln schmieren“?)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir werden jetzt sozusagen unsere Schulden abzahlen und die Maastricht-Kriterien werden fast erreicht. Die Frau Bundesminister hat es heute wiederholt: Nur mehr 3,2 Prozent Defizit werden wir haben. Wir sind eigentlich auf dem allerbesten Weg, es ist alles schön in Österreich. Aber ich sage Ihnen, Frau Bundesminister: Eher als unser Defizit wird die ÖVP die 3-Prozent-Grenze erreichen, ganz ehrlich gesagt! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Hier ist noch etwas zu sehen: Es werden die Ausgaben für das Arbeitslosengeld angehoben, weil ein Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet wird. – Da sind wir aber sehr froh, dass wir einen Anstieg der Arbeitslosigkeit haben und dass wir im vergangenen Mai auch noch die Grenzen geöffnet hat, damit wir noch zusätzliche Arbeitnehmer aus den Oststaaten nach Österreich hereinbekommen. Das ist nämlich der wahre Grund dafür, dass die Arbeitslosigkeit ansteigen wird, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer.
Wie schaut es denn heute aus, ein halbes Jahr später? Haben Sie aktuelle Zahlen? Wir hören nichts davon, denn die aktuellen Zahlen sind gar nicht mehr so rosig und gar nicht mehr so gut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Hundstorfer.)
Ruf bei der ÖVP: Lei-lei! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Sie schreiben auch noch hinein, dass die Arbeitslosigkeit ansteigen wird, meine Damen und Herren! Anstatt den Weg des Sanierens zu gehen, anstatt zu versuchen, einzusparen, anstatt zu versuchen, die Finanzen, das Budget endlich in eine Richtung zu lenken, dass es auch wieder Luft zum Atmen gibt, dass auch wieder notwendige Reformen angegangen werden können, dass wir unsere österreichischen Familien unterstützen können, dass wir die alten und pflegebedürftigen Menschen unterstützen können (Ruf bei der ÖVP: Lei-lei! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), denen permanent etwas weggenommen wird, anstatt dessen machen Sie neue Schulden in einer Höhe, die ungeahnte Maße annimmt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie schreiben auch noch hinein, dass die Arbeitslosigkeit ansteigen wird, meine Damen und Herren! Anstatt den Weg des Sanierens zu gehen, anstatt zu versuchen, einzusparen, anstatt zu versuchen, die Finanzen, das Budget endlich in eine Richtung zu lenken, dass es auch wieder Luft zum Atmen gibt, dass auch wieder notwendige Reformen angegangen werden können, dass wir unsere österreichischen Familien unterstützen können, dass wir die alten und pflegebedürftigen Menschen unterstützen können (Ruf bei der ÖVP: Lei-lei! – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), denen permanent etwas weggenommen wird, anstatt dessen machen Sie neue Schulden in einer Höhe, die ungeahnte Maße annimmt! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Stahlproduktion! ... Strafpönale! Das ist doch absurd!
Zusätzlich immer noch drinnen ist die sogenannte flexible Reserve. Zur Information für Sie zu Hause: Das ist das, was die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zahlen, damit die Industrie gratis CO2 ausstoßen darf. Sie finanzieren also mit Ihren Steuermitteln den Gratis-CO2-Ausstoß der Industrie, das sind 92 Millionen €. (Abg. Strache: Stahlproduktion! ... Strafpönale! Das ist doch absurd!)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Vor diesem Hintergrund verstehe ich auch überhaupt nicht – in Zukunft wird die Industrie für CO2-Ausstoß bezahlen müssen; da kommen 3 Milliarden € ins Budget –, dass Sie das im Budget versanden lassen. Das muss in den Klimaschutz investiert werden (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), damit könnten wir in Österreich ölkesselfrei werden.
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Insofern hat Ihr Budget mit Klimaschutz, mit verantwortungsvoller Investition in die Zukunft, in Umweltpolitik überhaupt nichts zu tun. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Deswegen bin ich nach wie vor der Meinung, Österreich braucht ganz dringend ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Insofern hat Ihr Budget mit Klimaschutz, mit verantwortungsvoller Investition in die Zukunft, in Umweltpolitik überhaupt nichts zu tun. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Deswegen bin ich nach wie vor der Meinung, Österreich braucht ganz dringend ein eigenständiges, starkes und engagiertes Umweltministerium! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Hauptschulniveau!
Abgeordnete Ursula Haubner (BZÖ): Sehr geehrte Frau Finanzminister! Meine Herren Minister! Herr Präsident! Hohes Haus! Die gestrige Budgetrede der Frau Bundesministerin hat 92 Minuten gedauert und war und ist eine Zahlengeschichte ohne Zukunftsvisionen. Es ist eine 92-minütige Lesung gewesen, in der Allgemeinplätze dominiert haben, wie zum Beispiel: Budget ist in Zahlen gegossene Politik. – No na, das wissen wir ohnehin alle. (Abg. Mag. Stadler: Hauptschulniveau!)
Beifall beim BZÖ.
Es ist ein Budget, das mut- und ideenlos ist. Begriffe wie „brauchen“, „sollen“ und „müssen“ werden überstrapaziert, und ich frage Sie wirklich: Wo ist das eigentliche Tun von Ihnen, von dieser Regierung, die doch schon einige Jahre Verantwortung trägt? (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Frau Bundesministerin, Sie beschwören zwar die Notwendigkeit und die Verantwortung für die nächsten Generationen, aber Sie schlagen vor, eine Jugend- und Familienverträglichkeitsprüfung für alle Maßnahmen zu schaffen. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Das kann eigentlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein, da sind andere Maßnahmen notwendig! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin, Sie beschwören zwar die Notwendigkeit und die Verantwortung für die nächsten Generationen, aber Sie schlagen vor, eine Jugend- und Familienverträglichkeitsprüfung für alle Maßnahmen zu schaffen. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Das kann eigentlich nicht der Weisheit letzter Schluss sein, da sind andere Maßnahmen notwendig! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Step by step!
Ein zweiter Punkt in diesem Familienbudget ist der Familienlastenausgleichsfonds mit 6,3 Milliarden. Hier wird ganz lapidar festgestellt, dass er mit knapp 4 Milliarden € überschuldet ist und dass Sie diese Schulden Schritt für Schritt abbauen wollen. Für mich stellt sich jetzt die Frage: Wie wollen Sie diese Schulden abbauen? Schritt für Schritt – das ist eine von Ihnen sehr gern verwendete Bezeichnung (Ruf beim BZÖ: Step by step!), aber ich frage Sie: Wann bauen Sie das ab, und mit welchen Mitteln bauen Sie das ab? Das wäre eine spannende Antwort. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Ein zweiter Punkt in diesem Familienbudget ist der Familienlastenausgleichsfonds mit 6,3 Milliarden. Hier wird ganz lapidar festgestellt, dass er mit knapp 4 Milliarden € überschuldet ist und dass Sie diese Schulden Schritt für Schritt abbauen wollen. Für mich stellt sich jetzt die Frage: Wie wollen Sie diese Schulden abbauen? Schritt für Schritt – das ist eine von Ihnen sehr gern verwendete Bezeichnung (Ruf beim BZÖ: Step by step!), aber ich frage Sie: Wann bauen Sie das ab, und mit welchen Mitteln bauen Sie das ab? Das wäre eine spannende Antwort. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Beifall beim BZÖ.
Für mich liegt der Verdacht sehr nahe, dass man den Familien wieder irgendetwas streichen wird, damit man von den Schulden herunterkommt. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ein dritter Punkt: das Kinderbetreuungsgeld. Hier beschränken Sie sich darauf, hervorzuheben, dass die einkommensabhängige Variante etwas Besonderes ist, obwohl Sie wahrscheinlich ganz genau wissen, dass die Langzeitvariante nach wie vor von über 60 Prozent der Familien gewählt wird. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Sie weisen auch nicht darauf hin, dass die Kosten – und das ist im Budget klar ersichtlich – für die Verwaltung dieser verschiedensten Modelle ständig steigen, dass die Verwaltung schon überbordende Kosten verursacht.
Beifall beim BZÖ.
Frau Bundesministerin! Wenn ich auf Seite 32 lese – das ist auch wieder so ein schöner Satz –, dass Sie sichtbar machen wollen, welchen Rucksack wir unseren Familien und Kindern von morgen umhängen, dann muss ich sagen: Mit diesem Budget des Zuwartens und der Schuldenlast wird es ein sehr schwerer Rucksack sein. Das werden wir als BZÖ verhindern, indem wir weiter unsere Vorschläge, Ideen und Anregungen einbringen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Mag. Stefan.
Abgeordnete Dr. Sabine Oberhauser, MAS (SPÖ): Herr Präsident! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Die Prophezeiungen der Jünger des HC, die wir heute wieder gehört haben, entbehren wie immer jeglicher Relevanz. Ich erinnere: Am 1. Mai werden eine Million Menschen am Rathausplatz stehen, die im Zuge der Ostöffnung Österreich stürmen werden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Belakowitsch-Jenewein und Mag. Stefan.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und dennoch müssen wir ... erhöhen!
Seit der Ostöffnung wurden in Österreich 19 000 Menschen vom Arbeitsmarkt aufgesaugt, das heißt, sie haben Arbeit in Österreich, und dennoch haben wir eine niedrige Arbeitslosenrate – so viel zur ersten Prophezeiung der Jünger des HC. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und dennoch müssen wir ... erhöhen!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Die zweite Prophezeiung: Erst vor Kurzem hat uns Herr Dr. Karlsböck wissen lassen, dass Geld für die Krankenkassen auszugeben so ist, als würde man es nach Griechenland schicken, es versinkt irgendwo. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Wenn man sich das Budget anschaut, wenn man sich das Budget der Krankenkassen anschaut, wenn man schaut, was sie gemacht haben, dann weiß man ganz genau, dass diese Investition richtig war. Sie war deutlich richtiger als das, was unter Schwarz-Blau geschehen ist, nämlich dass man die Krankenkassen zu wirklich kranken Kassen gemacht hat. Dieses Budget zeigt, dass es nicht so ist. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Die zweite Prophezeiung: Erst vor Kurzem hat uns Herr Dr. Karlsböck wissen lassen, dass Geld für die Krankenkassen auszugeben so ist, als würde man es nach Griechenland schicken, es versinkt irgendwo. (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.) Wenn man sich das Budget anschaut, wenn man sich das Budget der Krankenkassen anschaut, wenn man schaut, was sie gemacht haben, dann weiß man ganz genau, dass diese Investition richtig war. Sie war deutlich richtiger als das, was unter Schwarz-Blau geschehen ist, nämlich dass man die Krankenkassen zu wirklich kranken Kassen gemacht hat. Dieses Budget zeigt, dass es nicht so ist. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Alles ist eingetreten!
Wenn ich mich jetzt noch frage, was Sie geglaubt haben, dass alles geschehen wird, und wenn wir in den heutigen Reden zum Budget zugehört haben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Alles ist eingetreten!) – ja, ja, das haben wir eh gesehen, die Million Menschen, die vor der Türe stehen und all diese Dinge machen (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein) –, dann sehen wir, dass all diese Prophezeiungen nicht eingetreten sind. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Wenn ich mich jetzt noch frage, was Sie geglaubt haben, dass alles geschehen wird, und wenn wir in den heutigen Reden zum Budget zugehört haben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Alles ist eingetreten!) – ja, ja, das haben wir eh gesehen, die Million Menschen, die vor der Türe stehen und all diese Dinge machen (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein) –, dann sehen wir, dass all diese Prophezeiungen nicht eingetreten sind. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.
Wenn ich mich jetzt noch frage, was Sie geglaubt haben, dass alles geschehen wird, und wenn wir in den heutigen Reden zum Budget zugehört haben (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Alles ist eingetreten!) – ja, ja, das haben wir eh gesehen, die Million Menschen, die vor der Türe stehen und all diese Dinge machen (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein) –, dann sehen wir, dass all diese Prophezeiungen nicht eingetreten sind. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein.)
Abg. Mag. Stadler: Oje! Das haben wir gestern gemerkt!
sozialdemokratische Handschrift. (Abg. Mag. Stadler: Oje! Das haben wir gestern gemerkt!) Allerdings, muss man sagen, bei der Budgetrede und bei der Debatte, die wir heute hier gehört haben, würde ich schon sehr deutlich unterscheiden, ob das die gemeinsame Budgetrede einer Regierung oder eine gemeinsame Budgetdebatte war. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
sozialdemokratische Handschrift. (Abg. Mag. Stadler: Oje! Das haben wir gestern gemerkt!) Allerdings, muss man sagen, bei der Budgetrede und bei der Debatte, die wir heute hier gehört haben, würde ich schon sehr deutlich unterscheiden, ob das die gemeinsame Budgetrede einer Regierung oder eine gemeinsame Budgetdebatte war. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Zwingen Sie mich nicht, mir das vorzustellen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich sage Ihnen eines: Hätte ich Eiskunstläuferin werden und mir Haltungsnoten holen wollen – von Ministern oder von Abgeordneten –, dann wäre ich das geworden. (Abg. Mag. Stadler: Zwingen Sie mich nicht, mir das vorzustellen!) Ich glaube nicht, dass es einer von uns notwendig hat – auch nicht ein Minister –, sich von einer Finanzministerin in ihrer Budgetrede maßregeln zu lassen oder sich von Herrn Amon anhören zu müssen, dass die Sozialpartner doch wirklich ein bisschen motivierter sein könnten.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Herr Grillitsch findet auch immer etwas auszusetzen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Herr Klubobmann Kopf hat in seinen einleitenden Worten gesagt – nämlich darüber, wo man sparen kann: bei Pensionen, bei Gesundheit und beim Sozialen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch) –, daher muss ich sagen, ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 2000. Bei der Antrittsrede der ersten schwarz-blauen Regierung bin da oben auf der Galerie gestanden (Ruf beim BZÖ: Hoffentlich haben Sie nichts heruntergeworfen!) – nein, wir haben nichts geworfen; vielleicht stehe ich auch im Terrorismusregister, wenn das so ist –, und wir hatten T-Shirts an, auf denen stand (Ruf beim BZÖ: Haben Sie doch ...!): Schwarz und Blau – Sozialabbau.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Herr Grillitsch findet auch immer etwas auszusetzen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Herr Klubobmann Kopf hat in seinen einleitenden Worten gesagt – nämlich darüber, wo man sparen kann: bei Pensionen, bei Gesundheit und beim Sozialen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch) –, daher muss ich sagen, ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 2000. Bei der Antrittsrede der ersten schwarz-blauen Regierung bin da oben auf der Galerie gestanden (Ruf beim BZÖ: Hoffentlich haben Sie nichts heruntergeworfen!) – nein, wir haben nichts geworfen; vielleicht stehe ich auch im Terrorismusregister, wenn das so ist –, und wir hatten T-Shirts an, auf denen stand (Ruf beim BZÖ: Haben Sie doch ...!): Schwarz und Blau – Sozialabbau.
Ruf beim BZÖ: Hoffentlich haben Sie nichts heruntergeworfen!
Herr Grillitsch findet auch immer etwas auszusetzen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Herr Klubobmann Kopf hat in seinen einleitenden Worten gesagt – nämlich darüber, wo man sparen kann: bei Pensionen, bei Gesundheit und beim Sozialen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch) –, daher muss ich sagen, ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 2000. Bei der Antrittsrede der ersten schwarz-blauen Regierung bin da oben auf der Galerie gestanden (Ruf beim BZÖ: Hoffentlich haben Sie nichts heruntergeworfen!) – nein, wir haben nichts geworfen; vielleicht stehe ich auch im Terrorismusregister, wenn das so ist –, und wir hatten T-Shirts an, auf denen stand (Ruf beim BZÖ: Haben Sie doch ...!): Schwarz und Blau – Sozialabbau.
Ruf beim BZÖ: Haben Sie doch ...!
Herr Grillitsch findet auch immer etwas auszusetzen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Herr Klubobmann Kopf hat in seinen einleitenden Worten gesagt – nämlich darüber, wo man sparen kann: bei Pensionen, bei Gesundheit und beim Sozialen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch) –, daher muss ich sagen, ich erinnere mich noch sehr gut an das Jahr 2000. Bei der Antrittsrede der ersten schwarz-blauen Regierung bin da oben auf der Galerie gestanden (Ruf beim BZÖ: Hoffentlich haben Sie nichts heruntergeworfen!) – nein, wir haben nichts geworfen; vielleicht stehe ich auch im Terrorismusregister, wenn das so ist –, und wir hatten T-Shirts an, auf denen stand (Ruf beim BZÖ: Haben Sie doch ...!): Schwarz und Blau – Sozialabbau.
Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein
Wenn ich höre, dass die ÖVP – das Budget schaut anders aus; wir differenzieren zwischen Rede und Budget (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein) – im Sozialbereich, bei der Gesundheit und bei den Pensionen sparen möchte, dann kann ich Ihnen sagen, ich bin heilfroh, dass wir einen sozialdemokratischen Bundeskanzler und eine sozialdemokratisch geführte Regierung haben (Ah-Ruf beim BZÖ), damit das in dieser Form nicht eintritt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Eine Rede wie ein Geständnis!)
Ah-Ruf beim BZÖ
Wenn ich höre, dass die ÖVP – das Budget schaut anders aus; wir differenzieren zwischen Rede und Budget (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein) – im Sozialbereich, bei der Gesundheit und bei den Pensionen sparen möchte, dann kann ich Ihnen sagen, ich bin heilfroh, dass wir einen sozialdemokratischen Bundeskanzler und eine sozialdemokratisch geführte Regierung haben (Ah-Ruf beim BZÖ), damit das in dieser Form nicht eintritt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Eine Rede wie ein Geständnis!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Eine Rede wie ein Geständnis!
Wenn ich höre, dass die ÖVP – das Budget schaut anders aus; wir differenzieren zwischen Rede und Budget (Zwischenruf der Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein) – im Sozialbereich, bei der Gesundheit und bei den Pensionen sparen möchte, dann kann ich Ihnen sagen, ich bin heilfroh, dass wir einen sozialdemokratischen Bundeskanzler und eine sozialdemokratisch geführte Regierung haben (Ah-Ruf beim BZÖ), damit das in dieser Form nicht eintritt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Eine Rede wie ein Geständnis!)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dolinschek: Ja, die Schwarzen wissen das ja nicht! – Ruf beim BZÖ: Haben keine Ahnung! – Zwischenruf bei der SPÖ.
Das BZÖ war immer und ist für gerechte Studiengebühren und hat deshalb 2008 auch gegen die Abschaffung der Studiengebühren gestimmt. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dolinschek: Ja, die Schwarzen wissen das ja nicht! – Ruf beim BZÖ: Haben keine Ahnung! – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Die Menschen haben Angst, dass sie ihre Ersparnisse verlieren, die Stabilität in Europa wird angezweifelt. Darauf hat ein gut durchdachtes Budget auch Antworten zu geben, und das Budget, das unsere Finanzministerin gestern vorgelegt hat, gibt diese Antworten. Vielen Dank, Frau Ministerin!
Beifall bei der ÖVP.
Wir sehen also: Die budgetären Vorkehrungen in der Bildung können sich sehen lassen. Es liegt nun an uns, Österreich als hervorragenden Bildungsstandort zu profilieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler. – Ruf: Trotzdem haben wir es gut gemeistert ...!
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Dame und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Abgeordneter Matznetter hat so schön gesagt, der Vergleich mache ihn sicher. Ich kann das nur bestätigen, auch mich macht der Vergleich sicher, denn die Zeit des Schönredens, wie Herr Klubobmann Kopf das wieder wunderbar gemacht hat, ist aus meiner Sicht völlig vorbei. Er behauptet, wir haben die Finanz- und Wirtschaftskrise gut gemeistert. Ich glaube, er hat noch nicht einmal verstanden, dass wir immer noch in der Finanz- und Wirtschaftskrise drinnen stecken und wahrscheinlich erst am Anfang stehen. Es wird noch wesentlich schlimmer werden. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Tadler. – Ruf: Trotzdem haben wir es gut gemeistert ...!)
Zwischenrufe bei SPÖ und BZÖ.
Ich glaube, dass dieser Unfug längst abgestellt gehört. Und selbst die Statistik Austria hat schon festgestellt, dass diese außerbudgetären Schulden bei den Maastricht-Kriterien hinzuzurechnen sind. Wir haben aber immer noch die Situation, dass zwei Drittel unserer Gemeinden ihre Budgets nicht bedecken können – aber es bröckelt schon, man merkt es ja. Immerhin acht SPÖ-Bürgermeister rebellieren schon, und es traut sich sogar – man höre und staune! – ein ÖVP-Bürgermeister, gegen die eigene Obrigkeit aufzustehen. Er fordert, dass der Landtag halbiert und der Bundesrat abgeschafft werden soll. (Zwischenrufe bei SPÖ und BZÖ.) Ich muss sagen: Großen Respekt vor diesem Bürgermeister, der einmal gegen die Obrigkeit aufsteht!
Abg. Schopf: Die FPÖ-Bürgermeister ...!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Statt des Festhaltens an Strukturen möchte ich endlich einmal einen Willen zur Veränderung sehen. (Abg. Schopf: Die FPÖ-Bürgermeister ...!) – Unsere FPÖ-Bürgermeister haben schon längst unsere Linie vertreten, sie brauchen nicht mit euch mitzutun. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schopf und Mag. Haider.) Sie sind außerdem nicht einmal im Geringsten davon betroffen, da alle unsere Bürgermeister positiv budgetieren. Das wissen Sie ja gar nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Schopf und Mag. Haider.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Statt des Festhaltens an Strukturen möchte ich endlich einmal einen Willen zur Veränderung sehen. (Abg. Schopf: Die FPÖ-Bürgermeister ...!) – Unsere FPÖ-Bürgermeister haben schon längst unsere Linie vertreten, sie brauchen nicht mit euch mitzutun. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schopf und Mag. Haider.) Sie sind außerdem nicht einmal im Geringsten davon betroffen, da alle unsere Bürgermeister positiv budgetieren. Das wissen Sie ja gar nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Statt des Festhaltens an Strukturen möchte ich endlich einmal einen Willen zur Veränderung sehen. (Abg. Schopf: Die FPÖ-Bürgermeister ...!) – Unsere FPÖ-Bürgermeister haben schon längst unsere Linie vertreten, sie brauchen nicht mit euch mitzutun. (Zwischenrufe der Abgeordneten Schopf und Mag. Haider.) Sie sind außerdem nicht einmal im Geringsten davon betroffen, da alle unsere Bürgermeister positiv budgetieren. Das wissen Sie ja gar nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Ministerin – auch, wenn sie nicht hier ist (Zwischenruf des Abg. Grillitsch) –, Sie können diese Reformen durchaus step by step machen, der Big Bang wird Sie sowieso einholen – und er kommt schneller, als Sie glauben. Kommen Sie heraus aus Ihrem Elfenbeinturm! Wenn wir heute noch über die weitere Erhöhung des EFSF diskutieren, dann werden Sie sehen, was wirklich unsere Sorgen für die Zukunft sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Ministerin – auch, wenn sie nicht hier ist (Zwischenruf des Abg. Grillitsch) –, Sie können diese Reformen durchaus step by step machen, der Big Bang wird Sie sowieso einholen – und er kommt schneller, als Sie glauben. Kommen Sie heraus aus Ihrem Elfenbeinturm! Wenn wir heute noch über die weitere Erhöhung des EFSF diskutieren, dann werden Sie sehen, was wirklich unsere Sorgen für die Zukunft sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Menschen mit Behinderungen haben den Wunsch, selbständig ihre Assistenzkräfte bestellen zu können und ihre Lebensführung selbständig gestalten zu können, und dieser Fürsorgegedanke – wir geben rührenderweise ein bisschen etwas für dich her – geht nicht mehr. Wir müssen damit aufhören, die Menschen überfürsorglich zu behandeln. In den Budgets geht es immer wieder darum, diesen Gedanken weiterhin zu pflegen, und ich frage mich, wozu wir das unterschrieben haben. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Ich hoffe, dass der Plan umgesetzt wird, und die Aufteilung auch diese Menschen berücksichtigt. Das hängt nicht nur von einem Ressort ab, sondern von allen. Nicht nur behinderte Menschen, nicht nur alte Menschen, sondern Österreicherinnen und Österreicher sollen die Chance bekommen, gut und qualitätsvoll zu leben, und dazu brauchen sie Chancen. – Vielen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall beim BZÖ.
Frau Minister! Ich glaube, Volkshochschulkurse, wie sie jetzt in Vorarlberg angeboten werden, damit die Polizeianwärter Deutsch und Mathe lernen, sind wohl der falsche Weg. Wir müssen einmal bei der Bildung anfangen! Dort muss einmal ordentlich etwas gemacht werden! Da hat die schwarze Politik in den letzten Jahren wirklich voll versagt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Letzte, was ich noch ansprechen möchte, ist der Koralmtunnel. Es hat sich gestern erwiesen, die EU ist von diesem Projekt überzeugt, sodass die Baltisch-Adriatische Achse forciert wird, sodass hier EU-Gelder fließen. Ich kann mich gut erinnern, hier herinnen sind wir gescholten worden dafür, weil wir für diese Achse sind, für diesen Koralmtunnel, der für Kärnten und für den Süden Österreichs enorm wichtig ist. Das war eine vernünftige Entscheidung von uns. Sie haben uns bekämpft, die EU gibt uns recht, meine Damen und Herren. So wird Politik gemacht, nicht wie Sie sie machen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grillitsch: Seit 2000 ... !
Ich glaube aber – wenn man sich die Welt oder Europa ansieht, und wir schauen uns Österreich an –, wenn man sich hier herstellt und so tut, als hätte die Bundesregierung nicht eine hervorragende Arbeit geleistet und die Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2008 bis zum heutigen Tag nicht hervorragend gehandhabt, dann ist das Realitätsverweigerung, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Abg. Grillitsch: Seit 2000 ... !)
Abg. Hagen: Ich habe nur darum gebeten, dass man das vernünftig einsetzt!
Kollege Hagen, jetzt kann man über viel reden und ich habe auch genau zugehört, was da alles gesagt wurde in den letzten zwei Tagen, aber wenn wir jetzt anfangen, selbst dort, wo es um 120 Millionen € mehr geht, das zu zerpflücken (Abg. Hagen: Ich habe nur darum gebeten, dass man das vernünftig einsetzt!), ja dann frage ich mich schön langsam: Wir können ja alle wissen, wo wir die Wünsche hinrichten. Ich glaube, dass eine hervorragende Arbeit geleistet wird und ich glaube, dass es uns gemeinsam einmal gut anstehen würde – weil du bist ja von derselben Berufssparte –, dass wir unseren Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes und speziell der Exekutive einmal ein Dankeschön sagen – auch von hier aus – und nicht nur irgendetwas Abstruses fordern. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Kollege Hagen, jetzt kann man über viel reden und ich habe auch genau zugehört, was da alles gesagt wurde in den letzten zwei Tagen, aber wenn wir jetzt anfangen, selbst dort, wo es um 120 Millionen € mehr geht, das zu zerpflücken (Abg. Hagen: Ich habe nur darum gebeten, dass man das vernünftig einsetzt!), ja dann frage ich mich schön langsam: Wir können ja alle wissen, wo wir die Wünsche hinrichten. Ich glaube, dass eine hervorragende Arbeit geleistet wird und ich glaube, dass es uns gemeinsam einmal gut anstehen würde – weil du bist ja von derselben Berufssparte –, dass wir unseren Kolleginnen und Kollegen des öffentlichen Dienstes und speziell der Exekutive einmal ein Dankeschön sagen – auch von hier aus – und nicht nur irgendetwas Abstruses fordern. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.
macht diese Bundesregierung, meine sehr geehrten Damen und Herren, und das brauchen wir nicht schlechtzureden – in aller Klarheit. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und ich stehe nicht an, mich beim Herrn Bundeskanzler, beim Herrn Vizekanzler, überhaupt bei der Bundesregierung zu bedanken, dass die Sicherheit unserer Österreicherinnen und Österreicher für diese Bundesregierung einen so hohen Stellenwert hat. – Danke an alle, die da mitgearbeitet haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Nach der Brandrede von Otto Pendl, meinem Kollegen von der SPÖ, kann ich nur dazu sagen, ja, Sie haben recht gehabt, weil das Gleiche spiegelt sich bei den Oppositionsparteien, bei den Grünen und leider auch bei meiner lieben Kollegin Ursula Haubner vom BZÖ, im Familienbereich wider. Da wird nur gejammert, gejammert, gejammert, aber nicht hingeschaut, was tatsächlich passiert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Noch einmal: Da reden die Grünen und leider auch das BZÖ davon, dass wir nicht in die Zukunft unserer Kinder investieren, in unsere Zukunft. Ich kann Ihnen nur sagen, für die ÖVP, für Vizekanzler Michael Spindelegger, für unsere Finanzministerin, aber auch für den Familienminister heißt Zukunft: Familie, Kinder, Bildung beziehungsweise das, was Maria Theresia Fekter am Schluss ihrer Budgetrede gesagt hat, nämlich für sie ist der soziale Friede, der Lebensstandard und die Freiheitwichtig. – Und das, glaube ich, ist in Österreich gewährleistet. Da ist es nicht notwendig, nur schlechtzureden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie gesagt, wir brauchen in der Diskussion über die Gesundheitsreform eigentlich viel mehr visionäre Reformgedanken anstelle des herrschenden Spargedankens. Ich sage, nicht der kaufmännische Direktor, sondern der Patient muss im Mittelpunkt des Interesses stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Und daher die Aufforderung an dieser Bundesregierung, an ÖVP, an SPÖ, in den nächsten Wochen intensiv darüber zu diskutieren, Lösungen zu finden, wie man genau die Bereiche Wissenschaft und Forschung besser, höher, ausreichend dotieren kann im Sinne der Zukunft von Österreich. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ
Ich sage, die beste Förderung ist die Steuersenkung, denn da habe ich keine Bürokratie, keine Verwaltung (Beifall beim BZÖ), sondern jeder gibt sich seine Förderung selbst, weil man einfach weniger Steuern zahlt. Das ist das Nonplusultra. In Österreich sind über 50 Prozent vom gesamten Steueraufkommen auf den Faktor Arbeit umgelegt, und das ist ganz einfach das Problem dabei. Denn jene Leute, die sonst auch nicht viel an Einkommen haben, zahlen mit den Abgaben und den Gebühren der Länder und Gemeinden ebenfalls einen Großteil. Das übersteigt einfach momentan deren gerechtfertigten Anteil.
Beifall beim BZÖ.
Und da heute schon das Frühpensionsalter strapaziert worden ist und immer wieder gesagt wird, wir müssen diese Löcher in der Frühpension stopfen und so weiter und so fort, wir müssen das Frühpensionsalter anheben, so sage ich jetzt an Sie beide auf der Regierungsbank gerichtet Folgendes: Wir haben sicherlich kein Problem in der gesamten Bevölkerung, denn sie hätte bestimmt ein Einsehen, dass wir das Pensionsantrittsalter anheben müssen, wenn vorher alle Löcher, die in die Frühpension führen, gestopft werden, wenn alle Privilegien, egal, ob das jetzt bei der Bahn, im Land, im Bund oder in der Nationalbank ist, beseitigt werden, sodass es nicht mehr die Möglichkeit gibt, dass jemand vor dem 60. Lebensjahr in Pension geht. Genau das ist es! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
bei den ASVG-Versicherten 13, 14 Prozent, bei den Selbständigen 34 Prozent und bei der bäuerlichen Bevölkerung 80 Prozent. Über die Beamten brauchen wir nicht zu reden, da ist er 90 Prozent und darüber. Darüber sollten wir einmal nachdenken. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Wo wohnen Sie? In welchem Bezirk?
Oder zum Beispiel gestern am Abend. Wir sind ja spät nach Hause gegangen, aber ich habe überhaupt kein Problem gehabt, zu Fuß in meine Wohnung hier in Wien zu gehen. Ich habe null Angst gehabt. (Abg. Scheibner: Wo wohnen Sie? In welchem Bezirk?) Auch das ist ein wichtiger Faktor, die Sicherheit hier in unserem Land, die Sicherheit in dieser Stadt zu erleben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Oder zum Beispiel gestern am Abend. Wir sind ja spät nach Hause gegangen, aber ich habe überhaupt kein Problem gehabt, zu Fuß in meine Wohnung hier in Wien zu gehen. Ich habe null Angst gehabt. (Abg. Scheibner: Wo wohnen Sie? In welchem Bezirk?) Auch das ist ein wichtiger Faktor, die Sicherheit hier in unserem Land, die Sicherheit in dieser Stadt zu erleben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Heinzl.
Es geht nicht um die fünf Jahre Unterschied beim gesetzlichen Pensionsantrittsalter, denn die Differenz beim De-facto-Antrittsalter zwischen Männern und Frauen beträgt ja nur zwei Jahre, aber der Unterschied zwischen den Löhnen oder zwischen den Pensionen ist ein horrender, nämlicher über 40 Prozent. Hier schreibt sich Ungerechtigkeit fort. Hier brauchen wir höhere Löhne. Hier brauchen wir mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft. (Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Bürgerinnen und Bürger, die Frauen und Männer in unserem Land müssen sicher sein können, dass ihre Spareinlagen, ob große oder kleine Summen, sicher sind, sie müssen sicher sein können, dass ihr Geld auch seinen Wert beibehält, und sie müssen sicher sein können, dass das Gesundheitswesen auch in Zukunft finanzierbar ist, damit die Behandlungen, die sie brauchen, auch für den Einzelnen leistbar sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Völlig richtig! Bravo!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es wurde aber in der Erstellung dieses Budgets auch ein völlig neuer Weg beschritten, nämlich dass dort, wo Steuergeld verwendet wird, dieses auf Generationentauglichkeit überprüft wird. Das heißt, das, was bisher gegolten hat, „Genieße jetzt und zahle später!“, das wird es in Zukunft nicht mehr geben. Wir können nicht jetzt genießen und unsere Jungen dafür später bezahlen lassen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stefan: Völlig richtig! Bravo!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren, mir persönlich und auch unserer Finanzministerin und, wie ich weiß, auch unserer Innenministerin Hanni Mikl-Leitner ist es ein besonderes Anliegen und ein wichtiges Ziel, den sozialen Frieden in unserem Land zu bewahren und zu erhalten. Schauen wir nach Deutschland, Frankreich, England, wo Häuser gebrannt haben, wo Autos brennen, wo Unruhen herrschen bei hoher Jugendarbeitslosigkeit, wo Gewalt herrscht. Und dieser soziale Frieden heißt für uns, auch breiten Wohlstand zu geben und zu sichern. Diesen breiten Wohlstand können wir jedoch nur dann leisten, wenn es eine finanzielle Stabilität in diesem Lande gibt. Und dieses Budget ist Grundlage dafür. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Mathias Venier (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Meine verehrten Damen und Herren! Bereits gestern in meiner allerersten Sitzung hier im Hohen Haus wurde mir die große Ehre zuteil, das Budget Fekter 2012 mitzuerleben, und ich muss ganz ehrlich sagen, ich war enttäuscht. (Beifall bei der FPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist mir zu wenig! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das zeigt aber schon, dass die Bundesregierung den Stellenwert, den sie der Jugend beimisst, relativ tief angesetzt hat. Das, was sich Schwarz und Rot hier im Bereich der Jugend leisten, ist beschämend und sollte eigentlich schnellstens korrigiert werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Vertreter dieser Bundesregierung, allen voran die Finanzministerin, pflegen hier einen Stil, die Jugend zu verraten und zu verkaufen in meinen Augen. Auch hier bin ich überzeugt davon, dass diese Jugendlichen in Österreich, die sehr wohl von Sorgen geplagt sind und die auch eine bedrückende Perspektive vor allem am Arbeitsmarkt und auch im Bildungsbereich haben, bestimmt dafür Sorge tragen werden, dass dieses schwarz-rote Trauerspiel schon demnächst ein Ende finden wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Welche? Welche?
Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Bundesregierung! Ich weiß nicht, wann Sie es endlich verstehen, obwohl Sie es täglich in Umfragen präsentiert bekommen: Die Freiheitliche Partei setzt anscheinend auf die richtigen Themen, die Freiheitliche Partei hat richtige Lösungsansätze zu bieten. (Abg. Öllinger: Welche? Welche?) Sie sehen es in den Umfragen präsentiert, wie es sich auswirkt. Sie sehen es, und ich kann es nur unterstreichen: Sie verlieren, wir gewinnen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren von der Bundesregierung! Ich weiß nicht, wann Sie es endlich verstehen, obwohl Sie es täglich in Umfragen präsentiert bekommen: Die Freiheitliche Partei setzt anscheinend auf die richtigen Themen, die Freiheitliche Partei hat richtige Lösungsansätze zu bieten. (Abg. Öllinger: Welche? Welche?) Sie sehen es in den Umfragen präsentiert, wie es sich auswirkt. Sie sehen es, und ich kann es nur unterstreichen: Sie verlieren, wir gewinnen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde Ihnen, ausgehend von diesem Budget, empfehlen: Beenden Sie endlich diesen Stillstand! Legen Sie endlich klare Maßnahmen vor, was Sie im Integrationsbereich vorhaben, und sorgen Sie bitte mit einem transparenten Budget dafür, dass diese notwendigen Maßnahmen auch sichtbar gemacht werden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Sie von der ÖVP verpfänden heute die Zukunftschancen der nächsten Generationen. Damit, geschätzte Damen und Herren, hat die ÖVP als Familienpartei längst abgedankt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das Defizit ist wieder gewaltig und beträgt rund 9 Milliarden €. Der Schuldenberg wird im nächsten Jahr um 8 Milliarden €, allein was die Zinsen betrifft, anwachsen. Das ist ungeheuerlich! Auch hier ist die Finanzministerin Fekter die Antwort schuldig geblieben, nämlich den Weg zu zeigen, wie Österreich aus dieser Verschuldung herauskommen kann. Ihr Budget verwaltet nur den Stillstand von SPÖ und ÖVP in den Ressorts. Damit ist diese Regierung kläglich gescheitert. (Beifall beim BZÖ.)
Demonstrativer Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ stellen fest: Genug gezahlt! Genug gezahlt in falsche Kanäle! (Demonstrativer Beifall beim BZÖ.) Unser Steuergeld muss in Österreich bleiben und auch hier vor Ort eingesetzt werden. Logisch, dass wir dieses Fekter’sche Glaskugelbudget auf das Schärfste ablehnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ stellen fest: Genug gezahlt! Genug gezahlt in falsche Kanäle! (Demonstrativer Beifall beim BZÖ.) Unser Steuergeld muss in Österreich bleiben und auch hier vor Ort eingesetzt werden. Logisch, dass wir dieses Fekter’sche Glaskugelbudget auf das Schärfste ablehnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend, sehr geehrte Damen und Herren: Die größte Investition in Infrastruktur in der Zweiten Republik sind diese geplanten Baumaßnahmen, und das ist für unsere Zukunft, unser Österreich ganz wichtig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Haberzettl, Heinzl und Mag. Kuzdas.
Nun, Herr Kollege Heinzl, zu den ÖBB. Dazu hat ja Maria Fekter auch deutliche Worte gesprochen, hat gemahnt, es drohe eine Kostenexplosion, man müsse da eingreifen. Ich sage, es dürfen die ÖBB kein Fass ohne Boden werden. Es sind nicht 9,2 Milliarden, wie der Bundeszuschuss zu den Pensionen, aber deutlich mehr als 6 Milliarden € wenden Österreichs Steuerzahler für die ÖBB auf, Jahr für Jahr, Tendenz steigend. (Zwischenrufe der Abgeordneten Haberzettl, Heinzl und Mag. Kuzdas.)
Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.
Die Aufregung auf den ÖBB-Gewerkschafts-Bänken ist einmal mehr vorprogrammiert, Herr Heinzl und Herr Haberzettl. Das sind die Aufwendungen des Steuerzahlers für Infrastruktur, für gemeinwirtschaftliche Leistungen, für die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt, für die Bestellungen der Länder und Gemeinden, für die ÖBB-Pensionisten und letztlich auch für die Haftungen – denn anders als bei anderen Haftungen gilt bei den Haftungen, die der Bund für die ÖBB übernommen hat und noch übernehmen wird, dass diese sehr wohl auch schlagend werden. Das sind keine Zuschüsse im klassischen Sinn, aber Leistungen des Steuerzahlers für die ÖBB sind es allemal. (Zwischenruf der Abg. Binder-Maier.)
Beifall bei der ÖVP.
Deshalb sage ich: Sicher mag die Schiene schon sein, aber günstig ist sie sicherlich nicht. Und da sollten Sie endlich einmal vor Ihrer eigenen Tür kehren und ein bisschen mit dem Sparen anfangen. (Beifall bei der ÖVP.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Ing. Christian Höbart (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Staatssekretär! Ich komme hier offensichtlich immer in den Genuss – das war gestern auch so –, dass ich regelrecht in einen Streit zwischen den beiden Regierungsparteien hineingezogen werde. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Das ist ja wirklich amüsant, zu beobachten, und dazu passt ja an und für sich gleich eine der ersten Zeilen der Budgetrede der Ministerin:
Beifall bei der FPÖ.
Fazit: Dieses Budget ist ein einziger inhaltsloser Hohn. Und – ich betone das jetzt zum x-ten Mal – daher gibt es ganz klar eine Ablehnung durch die Freiheitliche Partei. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen
Es ist, wie Kollegin Wurm schon gesagt hat, ganz wichtig und gut, dass damit in erster Linie Frauen- und Mädchenberatungsstellen finanziert werden, aber auch gesetzlich verpflichtete Gewaltschutzeinrichtungen. Was jedoch irritierend ist: dass von diesen 10,5 Millionen €, wenn man sich das dann ausrechnet, im neuen Budget ungefähr 1 Million € für PR und Druckkosten reserviert ist. 1 Million von 10,5 Millionen, die für Frauenberatung, für Mädchenberatung und für Gewaltschutzbereiche zur Verfügung stehen – das finde ich schon sehr bemerkenswert nicht nur in Zeiten, in denen Regierungsinserate ein bisschen, gelinde gesagt, in Verruf geraten sind, sondern in Zeiten, wo wir auch sparen. Und es ist nicht ganz einzusehen und nachzuvollziehen, warum 10 Prozent des Frauenbudgets dafür ausgegeben werden (Beifall bei den Grünen) – bei einer Ministerin, die bekannt dafür ist, dass sie wirklich flächendeckend und gerne inseriert, wie zuletzt bei ihrem Gehaltsrechner, den sie eingeführt hat. Darüber kann man auch streiten, aber besonders kritisch finde ich die viele Eigen-PR, und die ist offenkundig für 2012 auch ganz schön groß angesetzt.
Beifall bei den Grünen.
Der Minister – Spindelegger in diesem Fall – spart nämlich insgesamt 4,3 Millionen € im Ministerium ein, 12,5 Millionen allein bei der EZA. Das heißt, er schichtet um und finanziert zu Lasten der Entwicklungszusammenarbeit Personalkosten des neuen Staatssekretariats und anderes. Das ist nicht nachzuvollziehen, gerade in Zeiten, in denen wir uns immer weiter von der Erfüllung unserer internationalen Verpflichtungen entfernen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Schopf: Erstmals positiv, die Kassen!
Wo überall brauchen wir Reformen? – Im Bereich der Gesundheit, im Bereich der Pensionen, in der Frage des Schulrechts, beim Dienst- und Besoldungsrecht, im öffentlichen Dienst, beim Gehaltsgesetz. Wir brauchen einen Bürokratieabbau insgesamt, eine ÖBB-Reform, eine Reform der Krankenkassen, die man eigentlich jetzt schon in zwei Wörtern aussprechen kann: die kranken Kassen. (Abg. Schopf: Erstmals positiv, die Kassen!) – Sie sind erstmalig positiv. Und ich sage Ihnen, das sind wiederum die Argumente, um zu sagen: Nur ja keine Reform! Jetzt sind sie ein bisschen positiv, daher nur ja keine Reform! – Ich sage Ihnen: Diese Reform ist überfällig, diese Reform muss kommen!
demonstrativer Beifall beim BZÖ
Was wir brauchen, ist ein intelligentes Sparen in der Republik – gerade jetzt! Und wir sollten das auch dazu verwenden, endlich Leistungsanreize für die Leistungsträger zu schaffen (demonstrativer Beifall beim BZÖ), für die Leistungsträger auch im öffentlichen Dienst zum Beispiel.
Beifall beim BZÖ.
Ich sage Ihnen: Die Menschen sind bereits erzürnt! Der Wutbürger formiert sich schön langsam, denn es ist nicht einzusehen, dass immer beim Bürger der Griff in die Brieftasche vorgenommen wird und dass man es in dieser Regierung nicht schafft, endlich vernünftige Reformen umzusetzen. Reformen sollten nicht ständig nur versprochen werden. Was wir brauchen, ist Innovation und nicht Stillstand, den Sie uns liefern. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Frau Finanzministerin kann hier Lesungen abhalten, kann vorbringen, es gäbe ausgeglichene Budgets – die Realität sieht leider ganz anders aus! Sie werden nicht umhinkommen, Reformen umzusetzen. Ich kann Ihnen nur sagen: Beginnen Sie endlich damit! Mit jedem Budgetjahr, in dem Sie das versäumen, wird es schwieriger werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Binder-Maier (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Kurz zwei Bemerkungen zu meinen Vorrednern. Zum einen: Herr Kollege Windholz, definieren Sie einmal „LeistungsträgerIn“! Ist das die/der, die/der viel verdient? Ist das der Leistungsträger/die Leistungsträgerin, oder sind das jene Menschen, die Leistungen erbringen, aber keinen großen Verdienst haben? Definieren Sie das einmal! Sie reden immer nur von Leistungsträgern, sagen aber nicht, wen Sie wirklich damit meinen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zweiter Punkt: Herr Kollege Bartenstein, ich bin immer ganz erstaunt, mit welcher Vehemenz ein österreichisches traditionelles großes Unternehmen immer wieder miesgemacht wird. Meiner Meinung nach zeugt das nicht von einer politischen Weitsichtigkeit, sondern ist eigentlich eine Nestbeschmutzung, wenn man österreichische Unternehmen immer wieder in ein schiefes Licht stellt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wir haben 6,3 Milliarden Ausgaben, 6,2 Milliarden € Einnahmen. Wir haben eine große Summe zur Verfügung, um die Kinder, die Jugendlichen, die Familien in Österreich zu unterstützen. Wir werden noch viele Bereiche diskutieren. Ich freue mich schon darauf, im Zuge der Budgetdebatten darauf eingehen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aus diesem Grund bitte ich, dass in Zukunft dieses Projekt in diesem Haus mit mehr Sensibilität diskutiert wird und dass man sich darüber einen besseren Überblick verschafft, als das bisher der Fall war. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Früh hat Kollege Cap gesagt, dass es eine gute Sitte wäre, wenn man am Tag nach der Budgetrede über die Rede diskutiert. Das stimmt, aber es gibt so wichtige Bereiche wie zum Beispiel jenen der Kulturpolitik, über den Frau Ministerin Fekter kein einziges Wort verloren hat, auch heute Vormittag nicht. Auch der Herr Bundeskanzler hat es nicht der Mühe wert gefunden, über so etwas Wichtiges wie unser Kulturland Österreich zu reden. Als ob Kultur etwas Vernachlässigbares wäre, bloß eine Verzierung und deshalb nicht erwähnenswert. Für uns Freiheitliche ist Kultur kein Ornament, sondern es ist das Fundament der Gesellschaft, auf dem sie steht und auf das sie baut. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß, sehr geehrte Damen und Herren, ich sage das sehr oft, aber das, wie ich finde, auch zu Recht. Wir Freiheitlichen sind die Einzigen hier im Haus, die unser Kulturerbe, unsere Werte, unsere Traditionen, Ideen, Sitten, Gebräuche, Sprache und Religion achten und unzerstört an nächste Generationen weitergeben wollen. (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.) Wir erachten es als unsere Pflicht, unseren kulturellen Reichtum unzerstört weitergeben zu können.
Beifall bei der FPÖ.
keine Kulturstrizzis, die große Kulturinstitutionen für ihre parteipolitischen Spielchen und als Spielwiese missbrauchen. Wir alle können uns an Herrn Direktor Noever vom MAK erinnern, den Nordkorea-Verherrlicher – Sie können sich alle an seine Ausstellungen erinnern –, der noch immer um seine großen Abfertigungen kämpft und überhaupt keinerlei Unrechtsgefühl dafür entwickelt hat, dass er das Museum für Privatfeste missbraucht hat. Ähnlich verhält es sich mit der Karriere von Herrn Matt, dem Kunsthallen-Direktor, aus dessen Wohnung man bereits ein Antikorruptions-Museum machen könnte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Stattdessen soll all das, was uns ausmacht, also unsere Identität, bewahrt und gestärkt werden. Das Volkskundemuseum zum Beispiel, das größte Europas, darf nicht zerbröckeln. So etwas darf nicht passieren. Der Erhalt unserer großen Kulturinstitutionen, unserer Kunsthochschulen, unserer Musikschulen, Museen, Theater, Opernhäuser, des Denkmalschutzes, unserer Bibliotheken, traditionellen Festwochen ist unsere Pflicht, dafür muss man Geld haben, dafür muss Geld zur Verfügung gestellt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Erhalt dieser großen Kulturinstitutionen kann den Zusammenhalt und die Stabilität einer Gesellschaft garantieren, und deswegen ist uns das so wichtig. Wir müssen Prioritäten setzen. Die Bewahrung unserer Identität ist das Gewissensthema der Epoche. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist das Gegenteil von Diversität, das ist ein Zentralismus, der möglicherweise einer elitären Hochkultur dient, aber nicht dem, was wir uns unter Kultur vorstellen. Daher hoffen wir, dass es irgendwann einmal ein Umdenken gibt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordnete Martina Schenk (BZÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! 10,5 Millionen € – mit diesem Budget ist der Rahmen für die Frau Ministerin Heinisch-Hosek konstant geblieben – erlauben nicht viel Spielraum. Hauptsächlich werden von diesem Geld Interventionsstellen bedient, so etwa die Interventionsstellen gegen Gewalt, die Einrichtungen, an die sich Frauen wenden können, wenn sie Hilfestellung benötigen. Es ist gut und richtig, dass es diese Einrichtungen gibt und dass diese Einrichtungen unterstützt werden, aber wir sollten uns vielleicht auch einmal mit der Frage auseinandersetzen, ob wir uns ein Frauenministerium leisten wollen, das hauptsächlich aus Vereinsförderung besteht und das Geld für Inserate ausgibt. 10 Prozent des gesamten Budgets sind für Inserate und Kampagnen vorgesehen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Zuletzt der viel beworbene Gehaltsrechner. – Er kostet zirka 300 000 bis 400 000 € in der Umsetzung, und was bringt er? Relativ wenig! Er rechnet nicht einmal richtig, wie wir feststellen konnten, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Mir fehlen Lösungen. Es gibt keine brauchbaren Lösungen. Der Mindestlohn etwa wird nicht umgesetzt; Ihre Ministerin hat ihn selbst immer gefordert. 1 300 € brutto, echte 1 000 € netto, das wäre eine sofortige Maßnahme, damit Frauen wirklich besser gestellt werden, besser verdienen können und auch ihr Leben selbstbestimmter in die Hand nehmen können, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Dass die Relation nicht stimmt, dazu möchte ich noch ein Beispiel anführen. Für eine Burn-out-Studie gibt es kein Geld. Es heißt immer wieder: Wir haben kein Geld, das geht sich nicht aus, wir müssen sparen, et cetera. Sparen ist gut und richtig, aber wenn ich mir im Gegenzug vor Augen halte, dass im Jahr 2010 706 398 € für Kampagnen, für Inserate ausgegeben wurden, die nichts bringen, eben nur, dass das Foto von der Frau Ministerin in der Zeitung abgebildet ist, dann, meine sehr geehrten Damen und Herren, muss ich sagen, das ist eindeutig zu wenig. Diesbezüglich sollten Sie Ihre Politik im Sinne der österreichischen Frauen überdenken. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Themessl: ... hätte weniger gekostet und mehr gebracht!
Sehr negativ bewegt hat mich vor allem die sehr emotionale Brandrede des Kollegen Themessl, der gemeint hat, dass es eigentlich eine Katastrophe ist, dass es ein Wahnsinn ist, wenn bis zu 50 000 junge Menschen in überbetrieblichen Lehrwerkstätten, in überbetrieblichen Ausbildungsstätten die Möglichkeit haben, einen Lehrberuf zu erlernen. (Abg. Themessl: ... hätte weniger gekostet und mehr gebracht!)
Abg. Ing. Höbart: ... Blum-Bonus!
froh, dass in dieser Republik diese junge Menschen eine Möglichkeit bekommen und dort, wo die Wirtschaft letztendlich keine geeigneten Lehrplätze zur Verfügung gestellt hat, wo die Wirtschaft leider nicht in der Lage war und ist, eine entsprechende Anzahl von Lehrplätzen zur Verfügung zu stellen, die Republik Österreich einspringt (Abg. Ing. Höbart: ... Blum-Bonus!) und dass dort die Republik Österreich derartige Ausbildungsmaßnahmen zur Verfügung stellt.
Abg. Ing. Höbart: Fördern Sie die Unternehmen!
Meine Damen und Herren, ich möchte mich für diese Lösung, was Lehrplätze betrifft, bei der gesamten Bundesregierung, aber insbesondere beim zuständigen Minister, beim Kollegen Hundstorfer, sehr, sehr herzlich bedanken. Das ist letztendlich der Grund, warum wir uns tatsächlich, was die Arbeitslosigkeit im Jugendbereich betrifft, im Spitzenfeld befinden. (Abg. Ing. Höbart: Fördern Sie die Unternehmen!) Österreichweit liegt sie bei 7,9 Prozent, in Europa haben wir eine von im Durchschnitt 20 Prozent.
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Ing. Höbart und Mag. Schatz.
Wir haben aktuell, und ich habe mir ... (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Ing. Höbart und Mag. Schatz.) – Kollege, ich habe mir sehr aktuell jetzt nur die Zahlen konkret von meinem eigenen Bundesland angesehen. Wir haben zurzeit etwas über 1 400 junge Menschen, die derzeit einen Lehrplatz suchen, und es ist sehr erfreulich, wenn der zuständige Minister sagt, er wird sich auch da bemühen, dass diese 1 400 jungen Menschen einen entsprechenden Ausbildungsplatz bekommen. Nochmals ein herzliches Dankeschön!
Abg. Ing. Höbart: Ja, wo ist der?
Es ist wichtig, dass dafür Geld in die Hand genommen wird. Es gibt natürlich auch andere Vorschläge. Es gibt Vorschläge, über die wir ganz sicher in Zukunft diskutieren müssen. Ein Vorschlag, etwas, was die Österreichische Gewerkschaftsjugend jahrelang fordert, ist ein Ausbildungsfonds. (Abg. Ing. Höbart: Ja, wo ist der?)
Abg. Ing. Höbart: Phasenweise!
In Vorarlberg ist dieser Fonds ja bereits phasenweise Realität. (Abg. Ing. Höbart: Phasenweise!) Es wäre für die gesamte Republik wichtig, einen Ausbildungsfonds zu haben, wo letztendlich ein Lastenausgleich zwischen jenen Betrieben stattfindet (Abg. Kopf: Freiwillig!), die Lehrlinge gut ausbilden, und jenen Arbeitgebern und Betrieben, die keine Ausbildung gewähren. Für diesen Bereich muss dieser Fonds geschaffen werden.
Abg. Kopf: Freiwillig!
In Vorarlberg ist dieser Fonds ja bereits phasenweise Realität. (Abg. Ing. Höbart: Phasenweise!) Es wäre für die gesamte Republik wichtig, einen Ausbildungsfonds zu haben, wo letztendlich ein Lastenausgleich zwischen jenen Betrieben stattfindet (Abg. Kopf: Freiwillig!), die Lehrlinge gut ausbilden, und jenen Arbeitgebern und Betrieben, die keine Ausbildung gewähren. Für diesen Bereich muss dieser Fonds geschaffen werden.
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, das ist ein wichtiger und richtiger Ansatz, und ich hoffe, dass wir diesbezüglich demnächst zu einer Lösung kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Ja, hoffen und beten! – Abg. Ursula Haubner: Und glauben!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dieses erste Budget von Frau Bundesministerin Fekter ist eines, das man als ein solides Budget bezeichnen kann. Und das ist in heutigen Zeiten wahrscheinlich das Wertvollste, was man den Menschen von diesem Rednerpult aus sagen kann: dass Österreich im internationalen Vergleich eine Position hat, von der wir nur hoffen können, dass wir sie beibehalten können (Abg. Bucher: Ja, hoffen und beten! – Abg. Ursula Haubner: Und glauben!), nämlich dass wir beim Konsolidierungspfad in die richtige Richtung unterwegs sind.
Zwischenruf des Abg. Weninger
Wir sind keine „Nestbeschmutzer“, meine Damen und Herren, wenn wir hier zum Beispiel die Bundesbahnen ansprechen. Das Wort „Nest“ im Zusammenhang mit den Bundesbahnen gefällt mir aber ganz gut, denn da haben sich schon viele ein ganz schönes Nest gerichtet (Zwischenruf des Abg. Weninger), in dem sie sich natürlich wohlfühlen – und das verursacht in einer Legislaturperiode natürlich Zusatzkosten in Milliardenhöhe, Kollege.
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Ein solches Pensionssystem für Zehntausende wie bei den ÖBB hat keine zweite Berufsgruppe in Österreich. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.) Das gibt es kein zweites Mal, Kollege. Ich erkläre es Ihnen sehr genau: Das ist im System zutiefst ungerecht, denn die Kollegen bei den ÖBB, die ich in der Nacht treffe, wenn ich mit dem Zug fahre, oder die im Verschub sind – um das ganz deutlich zu sagen –, haben eine schlechtere Lösung bei der Pension als diejenigen, die ein warmes Nest haben und in der Verwaltung sitzen. (Abg. Brosz: Wissen Sie, wer ein besseres Pensionssystem hat? Was ist mit dem alten Politikersystem? Die Politikerpensionen, die alten!)
Abg. Brosz: Wissen Sie, wer ein besseres Pensionssystem hat? Was ist mit dem alten Politikersystem? Die Politikerpensionen, die alten!
Ein solches Pensionssystem für Zehntausende wie bei den ÖBB hat keine zweite Berufsgruppe in Österreich. (Beifall bei ÖVP und BZÖ.) Das gibt es kein zweites Mal, Kollege. Ich erkläre es Ihnen sehr genau: Das ist im System zutiefst ungerecht, denn die Kollegen bei den ÖBB, die ich in der Nacht treffe, wenn ich mit dem Zug fahre, oder die im Verschub sind – um das ganz deutlich zu sagen –, haben eine schlechtere Lösung bei der Pension als diejenigen, die ein warmes Nest haben und in der Verwaltung sitzen. (Abg. Brosz: Wissen Sie, wer ein besseres Pensionssystem hat? Was ist mit dem alten Politikersystem? Die Politikerpensionen, die alten!)
Abg. Brosz: Bei den Politikerpensionen?
Kollege Brosz, in einer Koalition muss man nicht immer der Meinung des Koalitionspartners sein. Ich möchte hier dafür werben, dass wir Handlungsbedarf haben, dass wir gefordert sind, gemeinsam zu Lösungen zu kommen. (Abg. Brosz: Bei den Politikerpensionen?) Wir sind auch gefordert, mit den Bundesländern einen Schritt weiter zu kommen. Morgen sitzt die Regierungsspitze mit den Landeshauptleuten zusammen. Natürlich gibt es auch da noch bis heute Sonderregelungen im Pensionssystem – wenn ich an die Bundeshauptstadt Wien denke, wenn ich auch an meine Landeshauptstadt denke, an Graz.
Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig
Da sind wir gefordert, diese Sonderpensionsrechte zu beenden (Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig), um nicht dann am Ende des Tages im Regelpensionssystem Eingriffe machen zu müssen, die dann tatsächlich sehr wehtun.
Abg. Bucher: Richtig!
Daher: Zuerst die Sonderregelungen ändern, bevor man in eine so missliche Situation kommt, dass man dann im Regelpensionssystem etwas machen muss. (Abg. Bucher: Richtig!) Da könnte ich noch viele andere Bereiche nennen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.
Daher: Zuerst die Sonderregelungen ändern, bevor man in eine so missliche Situation kommt, dass man dann im Regelpensionssystem etwas machen muss. (Abg. Bucher: Richtig!) Da könnte ich noch viele andere Bereiche nennen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Bucher: Ein guter Mann, dieser Lopatka!
Ich sage also Folgendes: Das Budget ist ein gutes Budget. Das, was aber notwendig ist, ist auf der Ausgabenseite die verbleibende Zeit in dieser Legislaturperiode zu nützen, um tatsächlich zu notwendigen Reformen zu kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten des BZÖ. – Abg. Bucher: Ein guter Mann, dieser Lopatka!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen, geschätzte Kollegen! Wir hören es heute immer wieder: Das Budget ist ein Budget der Sicherheit, ein Budget der Stabilität, ein Budget der sicheren Zukunft. Auch der Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch, er ist jetzt geflüchtet (Zwischenruf der Abg. Silhavy), hat sehr viel Lob für das Budget übrig. Einer gestrigen Pressemeldung ist Folgendes zu entnehmen:
Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja auch!
„,Aus dem heute festgezurrten Budgetpaket lese ich den Ausdruck von Sparsamkeit, Stabilität und Zukunftssicherung für die Leistungsträger in diesem Land ab. (...) Auch im Jahr 2012 trägt die Landwirtschaft das Sparziel zur Haushaltskonsolidierung mit‘, betonte Grillitsch.“ (Ruf bei der ÖVP: Stimmt ja auch!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, liebe Kollegen und vor allem liebe Freunde vom Bauernbund, wenn wir uns dazu bekennen, dass wir den ländlichen Raum erhalten wollen, wenn wir uns dazu bekennen, dass wir die Landwirtschaft weiterhin in einem entsprechendem Ausmaß haben wollen, sollten wir uns nicht mit Lippenbekenntnissen zufriedengeben, sondern dann ist es notwendig, dass wir Strukturen formen und dafür sorgen, dass das Geld dort hinkommt, wo es hingehört: in den ländlichen Raum und zur Landwirtschaft. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Schönpass.
Ich halte diese Art von Prozedere – aber hier herinnen kann man offensichtlich schon seit Jahren sagen, was man will, und es gibt ja auch Kollegen in den anderen Parteien, die das kritisieren und zu Recht für schlecht befinden – für überflüssig. In der Form braucht man das nicht und so macht es keinen Sinn. (Beifall bei Grünen und BZÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Schönpass.)
Abg. Dr. Bartenstein: Sie! Sie gerade!
Die öffentliche Hand hat auf diese Art und Weise auf die teuerste Art, um sozusagen die Betriebe der öffentlichen Hand, die Telekom, die Post, die ÖBB börsereif zu machen – denn das war ja das erklärte Ziel: Werfen wir die Beamten hinaus, dann wird der Betrieb dadurch börsereif gemacht! –, Milliarden verschleudert. Und Sie wissen das alle ganz genau, weil wir das schon etliche Male auch hier herinnen diskutiert haben. Und dazu sagt niemand etwas. (Abg. Dr. Bartenstein: Sie! Sie gerade!)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Schauen Sie sich die absoluten Zahlen an, Herr Kollege Bartenstein – Sie haben ein Faible für Zahlen, das weiß ich –: 9 Milliarden € wird für Pensionen im Beamtensystem ausgegeben, und zirka 9 Milliarden € ist der Bundeszuschuss für alle anderen Pensionssysteme. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) In den Beamtenpensionssystemen haben wir 200 000 Menschen, und in den anderen Pensionssystemen haben wir 2 Millionen Menschen – 2 Millionen Menschen! (Abg. Wöginger: Dienstgeberbeitrag!)
Abg. Wöginger: Dienstgeberbeitrag!
Schauen Sie sich die absoluten Zahlen an, Herr Kollege Bartenstein – Sie haben ein Faible für Zahlen, das weiß ich –: 9 Milliarden € wird für Pensionen im Beamtensystem ausgegeben, und zirka 9 Milliarden € ist der Bundeszuschuss für alle anderen Pensionssysteme. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) In den Beamtenpensionssystemen haben wir 200 000 Menschen, und in den anderen Pensionssystemen haben wir 2 Millionen Menschen – 2 Millionen Menschen! (Abg. Wöginger: Dienstgeberbeitrag!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein
Dann schauen Sie sich auch noch die Unterschiede innerhalb der Sozialversicherungssysteme für ASVG, GSVG, BSVG an! Sie werden feststellen, dass die Menschen im ASVG, also die normal unselbständig Beschäftigten, die geringsten Zuschüsse haben, und dass teilweise mit ihrer Hilfe, Herr Kollege (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein), ich kann es nicht anders sagen, für Selbständige und Bauern nach wie vor zusätzliche staatliche Zuschüsse existieren, die man wesentlich besser und sauberer anders regeln könnte. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Silhavy.) Denn mir können Sie nicht einreden, Herr Kollege Bartenstein, dass es einen Sinn hat, jemanden, der selbständig ist und ein hohes Einkommen hat gleich zu behandeln wie jemanden, der selbständig ist und ein sehr niedriges Einkommen hat.
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Silhavy.
Dann schauen Sie sich auch noch die Unterschiede innerhalb der Sozialversicherungssysteme für ASVG, GSVG, BSVG an! Sie werden feststellen, dass die Menschen im ASVG, also die normal unselbständig Beschäftigten, die geringsten Zuschüsse haben, und dass teilweise mit ihrer Hilfe, Herr Kollege (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein), ich kann es nicht anders sagen, für Selbständige und Bauern nach wie vor zusätzliche staatliche Zuschüsse existieren, die man wesentlich besser und sauberer anders regeln könnte. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Silhavy.) Denn mir können Sie nicht einreden, Herr Kollege Bartenstein, dass es einen Sinn hat, jemanden, der selbständig ist und ein hohes Einkommen hat gleich zu behandeln wie jemanden, der selbständig ist und ein sehr niedriges Einkommen hat.
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Silhavy.
Und genau das ist der Punkt: Sie haben eine Regelung beschlossen, bei der der Bundeszuschuss für den Selbständigen mit niedrigem Einkommen gleich hoch ist wie für den mit hohem Einkommen, privilegieren also dadurch den mit dem hohen selbständigen Einkommen. Das sollten Sie sich überlegen, bevor Sie noch einmal einfach mit den Zahlen, faktischem Pensionsantrittsalter und Ähnlichem herumfuchteln! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Silhavy.)
Beifall beim BZÖ.
Schauen wir uns ganz kurz dieses Agrarbudget an: Da gibt es eine Berufsgruppe, die 365 Tage im Jahr für uns alle arbeitet, und diese Berufsgruppe bekommt 23 Millionen € weniger. Und dann sitzen hier Landwirtschaftskammerpräsidenten, die nicht protestieren, die nicht schreien; dann sitzt hier ein Fritz Grillitsch, der die Frau Finanzministerin für dieses Budget abfeiert. Aber was ist die Realität in diesem Budget? – Es wird jede Reform verweigert. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Ein Wahnsinn!
Und wenn man dann das Budget weiter liest, findet man Folgendes: Die Präsidentenkonferenz, von der wir zwei Präsidenten hier sitzen haben – bitte, das müsst ihr euch alle auf der Zunge zergehen lassen! –, bekommt dieses Jahr eine Versechzigfachung ihrer Förderung, nämlich von 10 000 € auf 600 000 €. (Abg. Mag. Stadler: Ein Wahnsinn!) Herr Berlakovich ist nicht hier, aber ich hoffe, er wird uns beantworten können, was da passiert. (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Und wenn man dann das Budget weiter liest, findet man Folgendes: Die Präsidentenkonferenz, von der wir zwei Präsidenten hier sitzen haben – bitte, das müsst ihr euch alle auf der Zunge zergehen lassen! –, bekommt dieses Jahr eine Versechzigfachung ihrer Förderung, nämlich von 10 000 € auf 600 000 €. (Abg. Mag. Stadler: Ein Wahnsinn!) Herr Berlakovich ist nicht hier, aber ich hoffe, er wird uns beantworten können, was da passiert. (Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.
Und was hat der Herr Berlakovich sonst noch getan? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) – Bei den Bauern, bei den Leuten, die investieren sollten, die wirklich die Gelder benötigen, die für uns arbeiten, die, wie man sieht, jedes Jahr mit einem Bauernsterben, mit einem tausendfachen Existenzverlust von euch bestraft werden, wird wieder gekürzt. Und was tut der Herr Minister? – Er geht her und es werden die Budgets der ganzen Vorfeldorganisationen, seien es Verbände, seien es Genossenschaften, um Millionen erhöht. Das werden die Bauern nicht mehr lange Zeit akzeptieren. Irgendwann einmal werden sie euch für euer Abfeiern dieses Budgets mit einem nassen Fetzen da hinausjagen. Das kann ich euch prognostizieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und was hat der Herr Berlakovich sonst noch getan? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) – Bei den Bauern, bei den Leuten, die investieren sollten, die wirklich die Gelder benötigen, die für uns arbeiten, die, wie man sieht, jedes Jahr mit einem Bauernsterben, mit einem tausendfachen Existenzverlust von euch bestraft werden, wird wieder gekürzt. Und was tut der Herr Minister? – Er geht her und es werden die Budgets der ganzen Vorfeldorganisationen, seien es Verbände, seien es Genossenschaften, um Millionen erhöht. Das werden die Bauern nicht mehr lange Zeit akzeptieren. Irgendwann einmal werden sie euch für euer Abfeiern dieses Budgets mit einem nassen Fetzen da hinausjagen. Das kann ich euch prognostizieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn ihr meint, dass das der richtige Weg ist, damit wir irgendwann aus der Krise kommen, dann seid ihr am Holzweg, denn eines ist klar: Mit der Kaufkraft der Bauern, mit der Wirtschaft geht es ständig bergab. Ihr habt da sehr viel mitzuverantworten. Und anstatt euch hier für euren Berufsstand einzusetzen, feiert ihr eine Bundesregierung ab, die an Tatenlosigkeit und Mutlosigkeit nicht zu übertreffen ist. Das ist einfach unschlagbar! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Hört endlich auf mit dieser Politik, denn sonst werdet ihr bei der nächsten Wahl mehr als trübe dreinschauen! Und ihr werdet sehen, die Bauern werden sich das von dieser ÖVP nicht mehr länger gefallen lassen. (Beifall beim BZÖ.)
© Krainer
Einer der „Hämmer“ (© Krainer) ist offenbar die geplante Hebelung der EFSF-Mittel von 440 Mrd. Euro auf 2.500 Mrd. Euro, d.s. 2,5 Billionen Euro. Während die Ausweitung der Haftungen auf rund 29 Mrd. Euro im Rahmen des EFSF noch vom Nationalrat beschlossen wurde, soll diese Hebelung am Parlament vorbei geschehen. Damit bestätigen sich die Befürchtungen des BZÖ, das schon im Rahmen der Beschlussfassung über die Ausweitung der EFSF-Mittel davor gewarnt hat, dass das österreichische Parlament in Hinkunft keinerlei Mitbestimmung über die Mittelverwendung haben wird.
© Krainer
Ein weiterer „Hammer“ (© Krainer) sind geplante Durchgriffsrechte auf die nationale Budgetgestaltung bis hin zur kommissarischen Zwangsverwaltung eines Landes.
© Krainer
Interessant ist auch, dass offenbar ein weiterer Hammer (© Krainer), nämlich ein Schuldenschnitt für Griechenland in der Höhe von 40 bis 60 Prozent, geplant ist. Wobei den Schuldennachlass nur jene Gläubiger leisten sollen, die tatsächlich auf griechischen Staatsanleihen sitzen. In erster Linie sind das Banken und die EZB. Dabei zeichnet sich schon zum heutigen Zeitpunkt ab, dass die heimischen Banken einen derartigen Schuldenschnitt nur mit staatlicher Hilfe überstehen werden.
Krainer, in Kurier vom 15.10.2011: „Es ist undenkbar, dass demokratisch legitimierte Parlamente durch eine nicht demokratisch legitimierte EU-Kommission ersetzt werden.“
11. Stimmen Sie der Aussage Ihres Finanzsprechers Kai Jan Krainer „Ein neuer EU-Vertrag dieses Inhaltes wird ohne Volksabstimmung nicht möglich sein.“ bezüglich möglicher Durchgriffsrechte der EU auf die nationale Budgetgestaltung bis hin zur kommissarischen Verwaltung eines Landes zu bzw. ist es – wie Krainer fordert – Parteilinie, dass die SPÖ in einem solchem Fall ein neues EU-Wahlrecht in der Form voraussetzt, dass die Wähler EU-Politiker direkt wählen können (Krainer, in Kurier vom 15.10.2011: „Es ist undenkbar, dass demokratisch legitimierte Parlamente durch eine nicht demokratisch legitimierte EU-Kommission ersetzt werden.“)?
Abg. Bucher begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift: „Genug gezahlt!“
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Ich erteile Herrn Klubobmann Abgeordnetem Bucher als erstem Fragesteller zur Begründung der Dringlichen Anfrage gemäß § 93 Abs. 5 der Geschäftsordnung das Wort. Die Redezeit darf 20 Minuten nicht überschreiten. – Bitte. (Abg. Bucher begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine Tafel auf mit der Aufschrift: „Genug gezahlt!“)
Abg. Mag. Stadler: Wo ist der Krainer?
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Am kommenden Wochenende findet ein wichtiges Treffen statt. Am 23. Oktober treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel zu einem außerordentlichen Ereignis, bei dem es um einiges an Geld gehen wird. Um es mit den Worten des SPÖ-Finanzsprechers zu sagen: „Es kommen Hämmer auf uns zu!“ Das hat der Herr Krainer von der SPÖ am letzten Wochenende im „Kurier“ verlautbart. (Abg. Mag. Stadler: Wo ist der Krainer?)
Beifall beim BZÖ
Also wenn man das übersetzt, wird Österreich zukünftig in der Bundeshymne nicht mehr den alleinigen Anspruch stellen können, das Land der Hämmer zu sein, sondern die gesamte Europäische Union wird zum Land der Hämmer, meine sehr geehrten Damen und Herren (Beifall beim BZÖ), denn von der EU-Kommission haben wir das ja schon ein paar Mal so gehört und gesagt bekommen. Aber das Thema war ja eigentlich, dass der Herr Krainer im Besitz eines Papiers ist – eigentlich eines „non-papers“, aber es ist ein Papier –, und in diesem Papier stehen einige brisante Dinge, die da jetzt am kommenden Wochenende verhandelt werden sollen.
Abg. Ursula Haubner: Das ist ein Hammer!
er denn heute? – Abg. Dr. Strutz: Ist das was Unanständiges?) Geplant ist, meine sehr geehrten Damen und Herren, in Kürze den Rettungsschirm, der schon vereinbart wurde, der schon beschlossen wurde, neuerlich aufzuspannen, weiter aufzuspannen und vor allem über eine Hebelwirkung richtiggehend aufzublasen: von 440 Milliarden € auf über 2 Billionen €. (Abg. Ursula Haubner: Das ist ein Hammer!)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Ja, da schläft Ihnen das Gesicht ein, wenn Sie das vernehmen! 2 Billionen € sollen in Summe in Zukunft bewegt werden. Da kann ich mir schon vorstellen, dass im Sektor der SPÖ ein wenig Rumoren zu verspüren ist. 2 Billionen €, das wird wahrscheinlich auch nicht reichen. 2 Billionen € werden nicht reichen, um die Probleme, um die es geht, auch zukünftig in den Griff zu bekommen. Ich hätte auch nicht gedacht, dass der Herr Krainer jemals zu einem Verbündeten des BZÖ werden wird. Das hätte ich mir wirklich nicht erhofft. Aber in diesem Fall ist es so, dass er einmal genauer geschaut hat, was in diesem Papier steht. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Hübner.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, herausgekommen ist die Erkenntnis, dass das, was begonnen wurde, schon der falsch eingeschlagene Weg war. Daher ist unsere Aufforderung mit dieser heutigen Dringlichen an den Herrn Bundeskanzler, diesen Wahnsinn ehebaldigst zu beenden und ehebaldig einmal mit diesen laufenden Milliardenhaftungen und Versprechen Schluss zu machen, mit denen Sie nach Brüssel reisen! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Hübner.)
Beifall beim BZÖ.
Wir wollen wissen, ob der Herr Bundeskanzler auch im Bilde darüber ist, und wir werden dann nach dem Gipfel am Wochenende eine Sondersitzung stattfinden lassen, wo wir neuerlich hinterfragen werden, was da am Wochenende tatsächlich beschlossen wurde. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Dann haben wir den direkten Abgleich: Was wusste man vorher und ist man hinterher schlauer geworden? Entscheidend ist, dass über diese EFSF, über diesen Rettungsschirm, eine Bad Bank installiert wurde – und zwar genau dasselbe, was wir noch vorher in der Analyse festgehalten haben, dasselbe, was wir im Finanzausschuss mit Ihnen von SPÖ und ÖVP diskutiert haben, auch mit der Frau Finanzministerin. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen.
Ich habe von einer Bad Bank gesprochen, und die Frau Finanzministerin hat zu mir gesagt: Nein, das ist keine Bad Bank, das ist ein Rettungsfonds, luxemburgisch-britisches Recht; das ist aber keine Bank, die operativ mit einem Bankgeschäft sozusagen konfrontiert ist! (Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen.) Heute wissen wir, im Vorfeld des Treffens am Wochenende, dass dieser Rettungsschirm, diese Bank, die da gebildet wird, nichts anderes macht, als Staatsanleihen von bedrohten Pleiteländern aufzukaufen und diese bei der Europäischen Zentralbank zu hinterlegen. Dafür bekommt sie Kredite, und mit diesen Krediten werden wieder Staatsanleihen gekauft. – Nichts anderes macht diese Bad Bank! Das heißt, diese EFSF ist eine Bad Bank im Besitz der österreichischen Steuerzahler, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das haben wir von Anfang an auch so analysiert. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich habe von einer Bad Bank gesprochen, und die Frau Finanzministerin hat zu mir gesagt: Nein, das ist keine Bad Bank, das ist ein Rettungsfonds, luxemburgisch-britisches Recht; das ist aber keine Bank, die operativ mit einem Bankgeschäft sozusagen konfrontiert ist! (Zwischenruf der Abg. Mag. Muttonen.) Heute wissen wir, im Vorfeld des Treffens am Wochenende, dass dieser Rettungsschirm, diese Bank, die da gebildet wird, nichts anderes macht, als Staatsanleihen von bedrohten Pleiteländern aufzukaufen und diese bei der Europäischen Zentralbank zu hinterlegen. Dafür bekommt sie Kredite, und mit diesen Krediten werden wieder Staatsanleihen gekauft. – Nichts anderes macht diese Bad Bank! Das heißt, diese EFSF ist eine Bad Bank im Besitz der österreichischen Steuerzahler, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das haben wir von Anfang an auch so analysiert. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben keine Einschau in all diese Machenschaften, die da betrieben werden. Wir haben keine Kontrollrechte. Es gibt überhaupt keine juristische Handhabe für diese Bank, die da konstruiert wird, für all diese Milliarden €, die da bewegt werden. Ja, wollen Sie das ernsthaft zulassen, Herr Bundeskanzler, zulasten der Österreicherinnen und Österreicher, der Steuerzahler hier im Land, ohne die Gewissheit und die Gewähr zu haben, was mit diesen vielen Milliarden €, mit diesen Billionen € in Zukunft geschehen soll?! – Ja, das kann doch nicht Ihr Ernst sein, Herr Bundeskanzler! Machen Sie endlich Schluss und halten Sie endlich einmal die Hand hinauf, wenn es darum geht, ein Veto gegen diese Beschlüsse zu erwirken! (Beifall beim BZÖ.) Das wäre ein mutiger, ein ernst zu nehmender und vor allem ein verantwortungsvoller Schritt.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.
Sie machen nämlich nichts anderes in Ihren Wortmeldungen. Sie sagen, die bösen Banken, die bösen Spekulanten! Und was macht jetzt die Europäische Union? – Die Kommission geht her und macht eine Bad Bank, die genau dasselbe Muster abzieht, wie wir das bei den Banken und Spekulanten in den letzten Jahren erlebt haben. Sie machen nichts anderes! Ja, wissen Sie, was Sie noch zusätzlich damit ausstellen? – Einen Freibrief für diese Banken und Spekulanten, damit sie zukünftig freigehen für all das, was sie an Schaden innerhalb Österreichs, in Europa und wahrscheinlich auf der ganzen Welt angerichtet haben. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Mag. Stefan.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.
Das ist ja eigentlich die Katastrophe, weil Sie mit diesem Schritt, den Sie hier setzen, alle von ihrer Schuld freisprechen! Und dieses Teufelswerk, dieses Teufelswerk EFSF, ist ja erdacht von den Bankern. (Zwischenruf des Abg. Dr. Cap.) Ja, das kann sich ja ein Politiker gar nicht ausdenken, der ein bisschen Anstand und Charakter und ein bisschen Verantwortungsgefühl gegenüber den Wählerinnen und Wählern und gegenüber den Steuerzahlern hat.
Ruf bei der SPÖ: Nachdenklich!
Herr Bundeskanzler, ich glaube, jetzt ist auch einmal in Ihnen – hoffentlich – die Einsicht gereift, dass das ein Bankenrettungspaket ist und dass es in erster Linie um die Rettung der Banken geht –; dass es nicht um die Länder geht, sondern dass es um die Banken geht. Wir wollen von Ihnen endlich einmal in Erfahrung bringen, ob Sie im Besitz all dieser Informationen sind, ob Sie wissen, was da alles abläuft. Daher haben wir einen umfangreichen Fragenkatalog zusammengestellt, denn in Ihren Wortmeldungen, und das macht mich ja so nachdenklich (Ruf bei der SPÖ: Nachdenklich!), hört man
Beifall beim BZÖ.
dann immer: Ja, es geht um eine stärkere Einbeziehung der Banken. Sie sagen nach außen immer, Sie wollen die Banken stärker an die Kandare nehmen. In Wahrheit ist es doch umgekehrt! Die Banken nehmen die Politik an die Kandare. Das ist die Realität, meine sehr geehrten Damen und Herren, und darum geht es im Zuge dieser Aufstockung. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Herr Bundeskanzler, daher gibt es unsere Vorschläge, die wir Ihnen schon mehrmals präsentiert haben. Aber nehmen Sie bitte einen Vorschlag ernst – dieser ist vom Kollegen Krainer am Wochenende geäußert worden und den haben Sie auch in Form eines Briefes an eine österreichische Zeitung gesandt –: Lassen Sie das Volk mitentscheiden! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das Volk hat einen ganz gesunden Hausverstand. Das Volk weiß, was es will. Das Volk hat, glaube ich, gerade in dieser elementaren Frage über die Zukunft unseres Landes und über die nächsten Generationen hinaus einen sehr guten Sachverstand, und Sie können sich darauf berufen und darauf stützen, dass die österreichische Bevölkerung in einer Volksabstimmung die richtige Entscheidung trifft, die Sie dann auch auf europäischer Ebene mit gutem Gewissen vertreten können! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Bundeskanzler, daher gibt es unsere Vorschläge, die wir Ihnen schon mehrmals präsentiert haben. Aber nehmen Sie bitte einen Vorschlag ernst – dieser ist vom Kollegen Krainer am Wochenende geäußert worden und den haben Sie auch in Form eines Briefes an eine österreichische Zeitung gesandt –: Lassen Sie das Volk mitentscheiden! (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Das Volk hat einen ganz gesunden Hausverstand. Das Volk weiß, was es will. Das Volk hat, glaube ich, gerade in dieser elementaren Frage über die Zukunft unseres Landes und über die nächsten Generationen hinaus einen sehr guten Sachverstand, und Sie können sich darauf berufen und darauf stützen, dass die österreichische Bevölkerung in einer Volksabstimmung die richtige Entscheidung trifft, die Sie dann auch auf europäischer Ebene mit gutem Gewissen vertreten können! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Statisten! – Abg. Dr. Hübner: Handheber und Ja-Sager!
Sarkozy, die beiden beschließen, was zu tun ist. Sie sind ja gar nicht mehr sozusagen mit im Boot. (Ruf beim BZÖ: Statisten! – Abg. Dr. Hübner: Handheber und Ja-Sager!) Sie sind in der Abstimmungsmaschinerie nur mehr ein kleines Rädchen.
Beifall beim BZÖ.
Ja werden Sie auf europäischer Ebene überhaupt gefragt, welche Meinung Sie haben? Herr Bundeskanzler, werden Sie überhaupt im Vorfeld eingebunden, und wem wird das überlassen, was die österreichischen Positionen betrifft? Sind Sie da gefragt? Sind Beamte gefragt? Oder wen fragt man dabei, wenn das einzige Thema nur das Überleben Frankreichs ist? Meine sehr geehrten Damen und Herren, warum gibt es denn diese Dringlichkeit, dass das jetzt am Wochenende unbedingt über die Bühne gehen muss? – Ja, die Dringlichkeit ist da, weil Frankreich sonst in der Bonität abgestuft wird. Das ist die Dringlichkeit, darum geht es! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Man sieht, wo es überall kracht innerhalb Europas, nicht nur im Bankensystem, sondern auch in den Ländern im südlichen europäischen Raum – ich will da jetzt nicht alle aufzählen. Da kracht es doch an allen Ecken und Enden, da ist kein Ende in Sicht, und der Finanzierungsbedarf steigt von Mal zu Mal. Daher ist es nicht einsehbar, Herr Bundeskanzler, dass zwei Staats- und Regierungschefs entscheiden sollen, was alle anderen zu tun haben! Das ist nicht hinnehmbar! So ist eine Demokratie auf europäischer Ebene nicht aufrechtzuerhalten! Das hat mit Demokratie nichts zu tun! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn Sie ein Sozialdemokrat sind, Sie sind ja ein Sozialdemokrat, dann fragen Sie doch einmal am Wochenende in Brüssel, wo die Demokratie innerhalb Europas geblieben ist, wenn nur zwei Regierungschefs zusammenkommen müssen, um zu entscheiden, was der Rest Europas und vor allem die Steuerzahler zu bezahlen und wofür sie zu haften haben! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Aber sagen Sie doch gleich von Anbeginn an, was Sie vorhaben! Sagen Sie doch gleich, worum es geht, und werfen Sie nicht immer so Stück für Stück den Menschen, der Öffentlichkeit irgendwelche Informationen zum Fraße vor, bevor dann irgendwann einmal, in den nächsten zwei, drei Jahren, die gesamte Wahrheit an die Öffentlichkeit kommt! Sagen Sie uns heute, was für einen Plan Sie haben, was die Gesundung Griechenlands betrifft und wie es innerhalb der Europäischen Union zukünftig weitergehen soll! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher: Bevor die österreichische Bonität heruntergestuft wird, was ja auch droht angesichts dieser budgetären Entwicklung, Herr Bundeskanzler, ziehen Sie am Wochenende die Reißleine! Ziehen Sie die Reißleine und sagen Sie in Brüssel, dass Österreich nicht mehr bereit ist, zukünftig Milliarden zu zahlen und Haftungen zu übernehmen! Das ist unser Appell an Sie für das Wochenende. (Beifall beim BZÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Ich weiß nicht, welche europäischen Kontakte Sie haben, aber verabschieden Sie sich vom Gedanken des sozialistischen Zentralstaates, der von Brüssel aus Österreich regieren wird! Das bringt auch Ihren sozialistischen Gedanken nichts, wenn Sie jetzt nach Griechenland schauen, dort wurden die Sozialpartner abgeschafft. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Anhaltender Beifall beim BZÖ.
Besser ist es, meine sehr geehrten Damen und Herren, jetzt endlich ein Veto einzulegen, damit die Kinder und Enkelkinder in Österreich auch noch eine Chance haben. (Anhaltender Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Die kommen so oder so!
Bundeskanzler Werner Faymann: Frau Präsidentin! Mitglieder auf der Regierungsbank! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zuerst möchte ich Folgendes sagen: Wenn man analysiert, dass Banken und Finanzmärkte geregelt gehören und dass man mehr Regelwerke haben und Kontrolle ausüben möchte, dann stimmen wir ja darin überein, aber das sagt auf der anderen Seite nichts darüber, dass es sich bei den Banken, so wie sie heute organisiert sind, um systemrelevante Banken handelt, die, wenn sie in Schwierigkeiten kommen, wesentlich mehr an Konsequenzen, an negativen Konsequenzen verursachen können, als das andere private Betriebe tun. (Abg. Mag. Stadler: Die kommen so oder so!) Es würde ja, jetzt für eine andere Branche gerechnet, in unserem Land keiner auf die Idee kommen, ständig irgendwelche Rettungspakete zu diskutieren, wenn es sich nicht – so wie von der Oesterreichischen Nationalbank und von allen Fachleuten ganz klar festgelegt – um systemrelevante Banken handelt.
Abg. Bucher: Das war was anderes! – Abg. Dr. Hübner: Das war beim EFSF! Das kann man nicht vergleichen!
Da ist ja auch der Grund dafür, warum Sie einem „Teufelswerk“ schon einmal zugestimmt haben – in Ihrer Diktion „Teufelswerk“ –, nämlich dem Bankenpaket in Österreich. (Abg. Bucher: Das war was anderes! – Abg. Dr. Hübner: Das war beim EFSF! Das kann man nicht vergleichen!) Da würde ich Ihnen ja auch nicht unterstellen, dass Sie da in der Geiselhaft einer Bank waren, sondern meinen, dass Sie lediglich erkannt haben, so wie das eben auf europäischer Ebene ist, dass Banken, auch wenn man es nicht befürwortet und das in Zukunft anders regeln möchte, eben systemrelevant für
Abg. Scheibner: Weil sich die Situation nicht ändert!
Das zieht sich auch durch Ihre Redebeiträge, die ja doch einen gewissen wiederholenden Charakter in der Analyse aufweisen. (Abg. Scheibner: Weil sich die Situation nicht ändert!) – „Weil sich die Situation nicht ändert!“, sagen Sie. – Das kommt mir vor wie ein Arzt, der eine Diagnose, ein Röntgenbild hat und zum Patienten sagt: Na ja, da ist einiges, aus dem könnte Schreckliches werden! Dann legt er es wieder weg, geht nachhause, kommt das nächste Mal wieder, sagt das wieder und geht wieder nachhause. (Abg. Scheibner: Falsche Therapie!)
Abg. Scheibner: Falsche Therapie!
Das zieht sich auch durch Ihre Redebeiträge, die ja doch einen gewissen wiederholenden Charakter in der Analyse aufweisen. (Abg. Scheibner: Weil sich die Situation nicht ändert!) – „Weil sich die Situation nicht ändert!“, sagen Sie. – Das kommt mir vor wie ein Arzt, der eine Diagnose, ein Röntgenbild hat und zum Patienten sagt: Na ja, da ist einiges, aus dem könnte Schreckliches werden! Dann legt er es wieder weg, geht nachhause, kommt das nächste Mal wieder, sagt das wieder und geht wieder nachhause. (Abg. Scheibner: Falsche Therapie!)
Abg. Bucher: Haben Sie das Papier?
Meine Kritik ist nicht, ob Deutschland und Frankreich einen Vorschlag gemacht haben – sie haben zur Stunde keinen Vorschlag gemacht. (Abg. Bucher: Haben Sie das Papier?) – Ich sage Ihnen dann in der Anfragebeantwortung etwas zum Non-Paper. – Sie haben zur Stunde gar keinen Vorschlag gemacht. Mir wäre eigentlich schon lie- ber, wenn Deutschland oder Frankreich und noch jemand oder auch wir gemeinsam, wenn es da schon fünf Vorschläge gäbe, die so ernsthaft diskutierbar wären, dass ich Sie schon darüber im Detail informieren könnte. (Abg. Bucher: Fahren Sie ohne Vorschläge?)
Abg. Bucher: Fahren Sie ohne Vorschläge?
Meine Kritik ist nicht, ob Deutschland und Frankreich einen Vorschlag gemacht haben – sie haben zur Stunde keinen Vorschlag gemacht. (Abg. Bucher: Haben Sie das Papier?) – Ich sage Ihnen dann in der Anfragebeantwortung etwas zum Non-Paper. – Sie haben zur Stunde gar keinen Vorschlag gemacht. Mir wäre eigentlich schon lie- ber, wenn Deutschland oder Frankreich und noch jemand oder auch wir gemeinsam, wenn es da schon fünf Vorschläge gäbe, die so ernsthaft diskutierbar wären, dass ich Sie schon darüber im Detail informieren könnte. (Abg. Bucher: Fahren Sie ohne Vorschläge?)
Abg. Scheibner: Also keine Linie! – Abg. Dr. Hübner: Selbst einen Vorschlag machen!
Umgekehrt: Die Vorbereitungsprozesse des Europäischen Rates, wo jeder in seinem Land, auf die innenpolitischen Diskussionen Rücksicht nehmend, sehr viel auszureden und auszudiskutieren hat, führen dazu, dass wir so knapp vor einem ECOFIN und dann vor dem Europäischen Rat noch gar kein fertiges Papier mit einem Vorschlag haben. Diese Prozesse, die im Vorlauf in den jeweiligen Parlamenten gestaltet werden, führen aus innenpolitischem, manches Mal aus sehr durchsichtigem, oberflächlichen Interesse oft dazu, dass wir das gar nicht haben, wo Sie sagen, dass da Deutschland, Frankreich schon etwas hätten und das durchziehen würden. (Abg. Scheibner: Also keine Linie! – Abg. Dr. Hübner: Selbst einen Vorschlag machen!)
Abg. Dr. Hübner: Selber überlegen!
Ich hätte gar nichts dagegen, wenn so ein Vorschlag schon auf dem Tisch läge und ich Ihnen diesen schon verteilen könnte, denn dann könnte man dafür sein, dagegen sein, dafür kämpfen, dagegen kämpfen, für etwas Eigenes zusätzlich kämpfen, aber das gibt es gar nicht. (Abg. Dr. Hübner: Selber überlegen!) – Also sind wir beim Selber-Überlegen, aber nicht bei der Kritik, ob jetzt andere schon zu schnell etwas vorgelegt haben. (Abg. Dr. Karlsböck: Welchen Vorschlag macht Österreich?)
Abg. Dr. Karlsböck: Welchen Vorschlag macht Österreich?
Ich hätte gar nichts dagegen, wenn so ein Vorschlag schon auf dem Tisch läge und ich Ihnen diesen schon verteilen könnte, denn dann könnte man dafür sein, dagegen sein, dafür kämpfen, dagegen kämpfen, für etwas Eigenes zusätzlich kämpfen, aber das gibt es gar nicht. (Abg. Dr. Hübner: Selber überlegen!) – Also sind wir beim Selber-Überlegen, aber nicht bei der Kritik, ob jetzt andere schon zu schnell etwas vorgelegt haben. (Abg. Dr. Karlsböck: Welchen Vorschlag macht Österreich?)
Abg. Ursula Haubner: Die Frau Finanzministerin!
Zuerst zur Unterstellung in den Fragen 1, 3, 27 und 29, die sich mit Griechenland beschäftigen, dass ich da von „guten Geschäften“ sprechen würde: Ich habe noch nie von guten Geschäften gesprochen! (Abg. Ursula Haubner: Die Frau Finanzministerin!)
Abg. Bucher: Haben wir das gesagt?
Also „gutes Geschäft“ kann man ja im Nachhinein zusammenrechnen, aber das würde ich mir nie ... (Abg. Bucher: Haben wir das gesagt?) – Nein, aber Sie unterstellen, dass das Griechenlandpaket ... (Abg. Ursula Haubner: Nicht unterstellen!) – Ich habe nie gesagt, das ist ein gutes Geschäft. (Abg. Bucher: Frau Fekter hat das gesagt!)
Abg. Ursula Haubner: Nicht unterstellen!
Also „gutes Geschäft“ kann man ja im Nachhinein zusammenrechnen, aber das würde ich mir nie ... (Abg. Bucher: Haben wir das gesagt?) – Nein, aber Sie unterstellen, dass das Griechenlandpaket ... (Abg. Ursula Haubner: Nicht unterstellen!) – Ich habe nie gesagt, das ist ein gutes Geschäft. (Abg. Bucher: Frau Fekter hat das gesagt!)
Abg. Bucher: Frau Fekter hat das gesagt!
Also „gutes Geschäft“ kann man ja im Nachhinein zusammenrechnen, aber das würde ich mir nie ... (Abg. Bucher: Haben wir das gesagt?) – Nein, aber Sie unterstellen, dass das Griechenlandpaket ... (Abg. Ursula Haubner: Nicht unterstellen!) – Ich habe nie gesagt, das ist ein gutes Geschäft. (Abg. Bucher: Frau Fekter hat das gesagt!)
Abg. Bucher: Zwei zu eins!
Das heißt, diese Konsequenzen ernsthaft mit einzurechnen, führt zur Stunde in der Finanzexpertenwelt genauso wie in der politischen Verantwortungswelt zu einer etwas differenzierteren Debatte als der über die Frage: Schnitt: ja oder nein?, nämlich zu einer Debatte auch über die Frage: Mit welchen Konsequenzen? Und daher ist sie noch nicht abgeschlossen. Die Troika hat einen Bericht geliefert und empfohlen, die nächste Tranche von 8 Milliarden € an Griechenland auszuzahlen. Das gibt es. Dazu kann man jetzt positiv oder negativ stehen. Da gibt es unterschiedliche Stimmen, auch aus der Troika. (Abg. Bucher: Zwei zu eins!) Aber die war dort, hat sich das angeschaut, hat das geprüft und hat gesagt: Diese Tranche ist freizugeben! – Das ist eine Entscheidung!
Abg. Bucher: Wer sagt das? – Das habe ich nie gesagt!
Während die Schweiz mit einer Währung kämpft, die ihr im Export sehr zu schaffen macht, und sie alle Maßnahmen einzusetzen versucht, den Franken nicht zu sehr hochkommen zu lassen, damit ihre Industrie überhaupt noch handeln kann, sind wir in einer Situation dergestalt, dass wir, wenn wir ganz alleine herausgehen würden als ein Land, das den Wohlstand stark über den Export aufgebaut hat, ein besonderer Spielball in Europa wären. (Abg. Bucher: Wer sagt das? – Das habe ich nie gesagt!)
Abg. Bucher: Nein! Nein!
Sie sagen immer, Sie haben das nie gesagt, weil Sie ja immer nach der Analyse und den möglichen schrecklichen Konsequenzen wieder aufhören zu reden, wieder zurückgehen und das nächste Mal die Diagnose wieder vorlesen, wieder mit viel apokalyptischen und negativen Vorhersagen. (Abg. Bucher: Nein! Nein!) Deshalb haben Sie es noch nie gesagt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber würden Sie einmal 10 Minuten länger das Wort ergreifen und dann sagen (Abg. Bucher: Gipfel verschoben! APA!), was es heißt, wenn wir gegen all das stimmen und daher im eigenen Land nicht mehr dafür sind, wenn wir sagen: Es hat keinen Sinn mehr, wir stimmen bei nichts mehr mit, wir machen bei nichts mehr mit, wir halten das alles für einen Holzweg, für den falschen Weg!, dann wäre natürlich die logische Konsequenz, dass wir herausgehen, weil wir ja keinen Zweiten in der Europäischen Union, in der Eurozone, gefunden hätten, der auch der Meinung wäre, er würde gerne mit uns eine gemeinsame Währung begründen. (Abg. Bucher: Da finden sich mehrere!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sagen immer, Sie haben das nie gesagt, weil Sie ja immer nach der Analyse und den möglichen schrecklichen Konsequenzen wieder aufhören zu reden, wieder zurückgehen und das nächste Mal die Diagnose wieder vorlesen, wieder mit viel apokalyptischen und negativen Vorhersagen. (Abg. Bucher: Nein! Nein!) Deshalb haben Sie es noch nie gesagt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber würden Sie einmal 10 Minuten länger das Wort ergreifen und dann sagen (Abg. Bucher: Gipfel verschoben! APA!), was es heißt, wenn wir gegen all das stimmen und daher im eigenen Land nicht mehr dafür sind, wenn wir sagen: Es hat keinen Sinn mehr, wir stimmen bei nichts mehr mit, wir machen bei nichts mehr mit, wir halten das alles für einen Holzweg, für den falschen Weg!, dann wäre natürlich die logische Konsequenz, dass wir herausgehen, weil wir ja keinen Zweiten in der Europäischen Union, in der Eurozone, gefunden hätten, der auch der Meinung wäre, er würde gerne mit uns eine gemeinsame Währung begründen. (Abg. Bucher: Da finden sich mehrere!)
Abg. Bucher: Gipfel verschoben! APA!
Sie sagen immer, Sie haben das nie gesagt, weil Sie ja immer nach der Analyse und den möglichen schrecklichen Konsequenzen wieder aufhören zu reden, wieder zurückgehen und das nächste Mal die Diagnose wieder vorlesen, wieder mit viel apokalyptischen und negativen Vorhersagen. (Abg. Bucher: Nein! Nein!) Deshalb haben Sie es noch nie gesagt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber würden Sie einmal 10 Minuten länger das Wort ergreifen und dann sagen (Abg. Bucher: Gipfel verschoben! APA!), was es heißt, wenn wir gegen all das stimmen und daher im eigenen Land nicht mehr dafür sind, wenn wir sagen: Es hat keinen Sinn mehr, wir stimmen bei nichts mehr mit, wir machen bei nichts mehr mit, wir halten das alles für einen Holzweg, für den falschen Weg!, dann wäre natürlich die logische Konsequenz, dass wir herausgehen, weil wir ja keinen Zweiten in der Europäischen Union, in der Eurozone, gefunden hätten, der auch der Meinung wäre, er würde gerne mit uns eine gemeinsame Währung begründen. (Abg. Bucher: Da finden sich mehrere!)
Abg. Bucher: Da finden sich mehrere!
Sie sagen immer, Sie haben das nie gesagt, weil Sie ja immer nach der Analyse und den möglichen schrecklichen Konsequenzen wieder aufhören zu reden, wieder zurückgehen und das nächste Mal die Diagnose wieder vorlesen, wieder mit viel apokalyptischen und negativen Vorhersagen. (Abg. Bucher: Nein! Nein!) Deshalb haben Sie es noch nie gesagt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Aber würden Sie einmal 10 Minuten länger das Wort ergreifen und dann sagen (Abg. Bucher: Gipfel verschoben! APA!), was es heißt, wenn wir gegen all das stimmen und daher im eigenen Land nicht mehr dafür sind, wenn wir sagen: Es hat keinen Sinn mehr, wir stimmen bei nichts mehr mit, wir machen bei nichts mehr mit, wir halten das alles für einen Holzweg, für den falschen Weg!, dann wäre natürlich die logische Konsequenz, dass wir herausgehen, weil wir ja keinen Zweiten in der Europäischen Union, in der Eurozone, gefunden hätten, der auch der Meinung wäre, er würde gerne mit uns eine gemeinsame Währung begründen. (Abg. Bucher: Da finden sich mehrere!)
Abg. Bucher: Kollege Stadler wird das machen! Wir werden Ihnen das erklären!
Was heißt: Finden Sie einen!? Da würde ich Sie bitten, noch 5 Minuten länger zu reden und zu erklären, wie Sie vorhaben, Deutschland davon zu überzeugen, dass sie aus der Eurozone gehen als Exportnation, die besonders davon abhängig ist, dass die Handels- und Wirtschaftsbedingungen in Europa stimmen, die mit ihrer Autoindustrie und vielen anderen Bereichen, wo wir ja in erster Linie Zulieferer sind, dies besonders genau analysieren können, warum sie in der Eurozone sind und warum sie sich den Rettungsschirm leisten müssen – nicht wollen, müssen; Sie beobachten ja die innenpolitischen Diskussionen dort –, warum sie drinnen bleiben. Da würde ich Sie bitten, noch 5 Minuten an die Rede anzuhängen, wie Sie Deutschland von dieser Idee einer gemeinsamen Währung überzeugen werden, die das BZÖ vorschlägt. (Abg. Bucher: Kollege Stadler wird das machen! Wir werden Ihnen das erklären!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher bitte ich Sie, das in der Diskussion mit einzuberechnen und mir auch zuzugestehen, dass sich in der Analyse und der Diagnose das eine oder andere mit Ihrer Kritik trifft. Aber ich habe dann die Verantwortung, diese weiteren 10 oder 5 Minuten, die ich Ihnen vorgeschlagen habe, auch noch weiter zu überlegen und gliedere mich dann in Maßnahmen ein, um größeren Schaden abzuwenden. Das ist der Grund dafür, warum ich diese Fragen 1, 3, 27 und 29 gerne so beantworten würde. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Nicht positiv!
Da haben Sie zum Beispiel den verantwortlichen Finanzminister Schäuble aus Deutschland genannt, der sich aber – das darf man natürlich nicht übersehen – für eine Erhöhung des Rahmens ausgesprochen hat. Das habe ich bisher von Ihnen noch nicht so deutlich gehört, dass Sie gerne für eine Erhöhung wären, aber ihn haben Sie gerade positiv als Beispiel gebracht. (Abg. Bucher: Nicht positiv!) – Negativ, ich verstehe. Ich dachte, Sie haben ihn als Beispiel gebracht. (Abg. Mag. Stadler: Als Kronzeugen!)
Abg. Mag. Stadler: Als Kronzeugen!
Da haben Sie zum Beispiel den verantwortlichen Finanzminister Schäuble aus Deutschland genannt, der sich aber – das darf man natürlich nicht übersehen – für eine Erhöhung des Rahmens ausgesprochen hat. Das habe ich bisher von Ihnen noch nicht so deutlich gehört, dass Sie gerne für eine Erhöhung wären, aber ihn haben Sie gerade positiv als Beispiel gebracht. (Abg. Bucher: Nicht positiv!) – Negativ, ich verstehe. Ich dachte, Sie haben ihn als Beispiel gebracht. (Abg. Mag. Stadler: Als Kronzeugen!)
Abg. Mag. Stadler: Kronzeuge der Anklage! Schäuble!
Das heißt, es gilt auf Ebene der Finanzminister zu beraten: Ist der bestehende Rahmen ausreichend? Sollen Hebelwirkungen geschaffen werden? Ist das rechtlich überhaupt zulässig? (Abg. Mag. Stadler: Kronzeuge der Anklage! Schäuble!) – Ich hatte dazu vor wenigen Stunden eine Diskussion mit Rechtsgutachtern, die gesagt haben, das sei zu dieser Stunde in dieser Form gar nicht zulässig. Es wird also derzeit auf Expertenebene geprüft, ob das durch diese Versicherungslösungen – Sie kennen ja die öffentlich diskutierten Vorschläge dazu – überhaupt technisch möglich ist. Daher werden die Finanzminister auf ihrer Ebene die Frage der Ausnützbarkeit des Schutzschirms zu beraten haben, auch was die Kapitalisierung der Banken betrifft.
Abg. Bucher: Ja, richtig!
ebene und auch mit den Finanzministern ein Vorschlag entwickelt, ob man hier – das ist immer unser Vorschlag, den wir einbringen – zwischen Kreditgeschäft und Finanzprodukten wie Investment trennen soll. (Abg. Bucher: Ja, richtig!) Und man soll da auch unterschiedlich beurteilen, welcher Prozentsatz an Eigenmitteln daher dafür zur Unterlegung dieser Geschäfte notwendig ist. Das ist unser Vorschlag. (Abg. Bucher: Das habe ich noch nie gehört von Ihnen! Das war das erste Mal!)
Abg. Bucher: Das habe ich noch nie gehört von Ihnen! Das war das erste Mal!
ebene und auch mit den Finanzministern ein Vorschlag entwickelt, ob man hier – das ist immer unser Vorschlag, den wir einbringen – zwischen Kreditgeschäft und Finanzprodukten wie Investment trennen soll. (Abg. Bucher: Ja, richtig!) Und man soll da auch unterschiedlich beurteilen, welcher Prozentsatz an Eigenmitteln daher dafür zur Unterlegung dieser Geschäfte notwendig ist. Das ist unser Vorschlag. (Abg. Bucher: Das habe ich noch nie gehört von Ihnen! Das war das erste Mal!)
Abg. Bucher: Gut, dass wir das machen, diese Dringliche!
Aber bitte, das ist eine gute Gelegenheit. Ihre Dringliche gibt mir die Gelegenheit, das offen anzusprechen. (Abg. Bucher: Gut, dass wir das machen, diese Dringliche!)
Beifall bei der SPÖ.
Aber dass ein Land sich einer gewissen Faktenwahrheit stellt, davor fürchte ich mich nicht. Warum? – Weil ich nichts zu verheimlichen habe. Und zur Kritik, dass Griechenland da nicht alles hergezeigt hat und dass vielleicht damals auch die Kommission zu wenig geprüft hat, die wiederum sagt, sie habe eh mehr kritisiert, als wir heute wahrhaben wollen, möchte ich deutlich sagen: Die Fakten sind auf den Tisch zu legen, es ist zu zeigen, was man vorhat, wie es im Land steht! Davor braucht sich Österreich nicht zu fürchten. Im Gegenteil: Ich bin davon überzeugt, dass es gut tut, wenn in einer Eurozone, wo eine gewisse gegenseitige Abhängigkeit durch die Währung entstanden ist, eine klare Faktenlage existiert. Daher bin ich prinzipiell für eine Schuldenbremse – was auch immer man in den Ausdruck alles hineinpacken kann –, aber wogegen ich mich immer ausgesprochen habe, ist, dass man eine Schuldenbremse so organisiert, dass man nicht mehr antizyklisch investieren kann. Da war für mich immer die Grenze, denn man muss ja gegensteuern können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dokumente und Berichte werden dem Parlament regelmäßig übermittelt. Diese beinhalten auch die österreichischen Vorschläge und Positionen zu den Schlussfolgerungen. Das gilt beispielsweise auch für die Finanztransaktionssteuer, die wir gemeinsam beschlossen haben. Es gibt wenig Länder, die sowohl Bankenpaket als auch Finanztransaktionssteuer gemeinsam beschlossen haben. Ich finde, es kommt in diesen Debatten viel zu wenig zum Ausdruck, dass da bei wesentlichen Pfeilern der Entscheidung gemeinsam vorgegangen wird. Und bei aller Unterschiedlichkeit, die ja auch hier Gegenstand der Diskussion sein kann, könnten wir auch ein bissel stolz auf diese Gemeinsamkeiten sein, die in der Vergangenheit bestanden haben und, wie ich hoffe, auch in der Zukunft bestehen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Wer hat das beschlossen?
(Abg. Öllinger: Wer hat das beschlossen?) Der Europäische Rat im Jahr 2004, und da war doch der eine oder andere von Ihnen in der Regierung, der heute nicht in der Regierung ist. (Abg. Öllinger: Von uns nicht!) Nicht jeder von der Opposition, aber der eine oder andere.
Abg. Öllinger: Von uns nicht!
(Abg. Öllinger: Wer hat das beschlossen?) Der Europäische Rat im Jahr 2004, und da war doch der eine oder andere von Ihnen in der Regierung, der heute nicht in der Regierung ist. (Abg. Öllinger: Von uns nicht!) Nicht jeder von der Opposition, aber der eine oder andere.
Beifall bei SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Da bin ich sehr dafür, dass wir auch diese Kontrollen, die jetzt mit externen Prüfern vorgesehen sind, gemeinsam diskutieren und dann auch österreichische Vorschläge für stärkere Kontrollen einbringen. (Beifall bei SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine orange Tafel auf mit der Aufschrift: „Genug gezahlt!“
(Abg. Mag. Stadler begibt sich zum Rednerpult und stellt dort eine orange Tafel auf mit der Aufschrift: „Genug gezahlt!“)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ihre bemüht humorvollen Darbietungen, Herr Bundeskanzler, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie heute zum ersten Mal Ihre volle Ratlosigkeit eingestanden haben. (Beifall beim BZÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das war so!
Abg. Dr. Jarolim: Ewald, du musst schon zuhören!
Der Herr Bundeskanzler hat hier oben auf der Regierungsbank gesagt, er wisse es nicht. – Er weiß eigentlich nichts, er wartet darauf, bis die Frau Merkel einen Vorschlag hat, und wäre dankbar, wenn sie einen hätte, und er wartet darauf, dass der Herr Sarkozy einen Vorschlag hat, und wäre dankbar, wenn er einen hätte – aber er hat noch keinen! (Abg. Dr. Jarolim: Ewald, du musst schon zuhören!)
Rufe bei der ÖVP: Hallo! Hallo!
Ich habe noch in Erinnerung, wie Sie, und das seit über einem Jahr, in allen Debatten uns alle, inklusive der Freiheitlichen, gehöhnt haben, so quasi, wir würden alles schlechtreden, und gemeint haben, damit könne man ja Europa nicht retten, damit könne man die Krise nicht in den Griff bekommen. Daher haben Sie Ihr wunderbares autosuggestives Wunschsprech zum Besten gegeben, so wie es gestern Ihre sichtlich überforderte Frau Finanzminister getan hat. Was ist denn dabei herausgekommen? (Rufe bei der ÖVP: Hallo! Hallo!) – Nicht „Hallo! Hallo!“ Das, was die Frau Finanzminister gestern hier vorgetragen hat, war ein Schulaufsatz mit dem Titel: Als ich einmal ein Budget machen wollte. – Mehr ist es nicht gewesen, meine Damen und Herren! (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Ich habe noch in Erinnerung, wie Sie, und das seit über einem Jahr, in allen Debatten uns alle, inklusive der Freiheitlichen, gehöhnt haben, so quasi, wir würden alles schlechtreden, und gemeint haben, damit könne man ja Europa nicht retten, damit könne man die Krise nicht in den Griff bekommen. Daher haben Sie Ihr wunderbares autosuggestives Wunschsprech zum Besten gegeben, so wie es gestern Ihre sichtlich überforderte Frau Finanzminister getan hat. Was ist denn dabei herausgekommen? (Rufe bei der ÖVP: Hallo! Hallo!) – Nicht „Hallo! Hallo!“ Das, was die Frau Finanzminister gestern hier vorgetragen hat, war ein Schulaufsatz mit dem Titel: Als ich einmal ein Budget machen wollte. – Mehr ist es nicht gewesen, meine Damen und Herren! (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Die stimmen immer zu!
Glauben Sie, dass dann, wenn Sie vor drei Wochen gesagt hätten, dass bei diesem EFSF ohne Zustimmung der Parlamente, ohne Kontrolle, ohne dass überhaupt über die Nachschusspflichten nachgedacht würde, 2 000 bis 2 500 Milliarden in diesen Kreislauf hinein nachgeschossen werden sollen, die Grünen zugestimmt hätten, wie das Zustimmungserfordernis es erfordert hätte? – Kann sein, ich weiß es nicht! (Ruf bei der FPÖ: Die stimmen immer zu!) – Nein, ich zweifle daran, ich habe nämlich im Gegensatz zu den Freiheitlichen eine etwas differenziertere Meinung von den Grünen. Ich brauche ihre Weltanschauung nicht zu teilen, aber es sind dort auch nicht nur unvernünftige Leute beheimatet. Ich bin davon überzeugt, dass einige, wenn Sie die Karten auf dem Tisch gehabt hätten, anders entschieden hätten. Ich will Ihnen da gar nichts unterstellen. Ich bin nur davon überzeugt, dass Sie es gar nicht wussten.
Zwischenruf des Abg. Zanger.
(Zwischenruf des Abg. Zanger.) – Ja, nicht ausgeschlossen, das ist wahr! Ich wiederhole: Wechselreiterei, gewerbsmäßiger Betrug – mit Ihrer Beitragstäterschaft, mit Ihrer Unterstützung! (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Ostermayer.) – Ah, das hat sich auf etwas anderes bezogen? Sie hören mir ja gar nicht zu! Okay. Dann weiß ich aber nicht, was Sie da hinten auf der Regierungsbank suchen.
Beifall beim BZÖ.
Ich bitte Sie, endlich einmal mit diesem Euphemismus aufzuhören; das sagen Ihnen auch die Kommentatoren. Der Rettungsschirm ist nichts anderes, meine Damen und Herren, als die Wiedergutmachung eines kolossalen Schadens, den Banker und Finanzjongleure mit Unterstützung der Regierungen angerichtet haben, sonst gar nichts! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Lopatka: Nicht alle zu Verbrechern machen!
Nicht, Herr Kollege Lopatka, an den Kopf greifen! (Abg. Dr. Lopatka: Nicht alle zu Verbrechern machen!) Wer die Volkswirtschaften so ruiniert, wie das derzeit passiert, der ist ein Verbrecher, wenn Sie es genau wissen wollen! (Beifall beim BZÖ.) Und das sieht die Bevölkerung auch so! Und da nützt Ihr autosuggestives Schönreden gar nichts mehr, denn eines ist klar – und da kann man alle Reden herausholen; Kollege Stummvoll, auch deine Reden, wo es so ein bisschen heißt, ihr habt eh recht, aber es bleibt uns ja nichts anderes übrig –: Am Schluss hat sich immer herausgestellt, dass euer Voodoo nicht eingetroffen ist! Eure ganzen Beschwörungsformeln haben alle nichts genützt, eure ganzen Methoden haben nichts genützt!
Beifall beim BZÖ.
Nicht, Herr Kollege Lopatka, an den Kopf greifen! (Abg. Dr. Lopatka: Nicht alle zu Verbrechern machen!) Wer die Volkswirtschaften so ruiniert, wie das derzeit passiert, der ist ein Verbrecher, wenn Sie es genau wissen wollen! (Beifall beim BZÖ.) Und das sieht die Bevölkerung auch so! Und da nützt Ihr autosuggestives Schönreden gar nichts mehr, denn eines ist klar – und da kann man alle Reden herausholen; Kollege Stummvoll, auch deine Reden, wo es so ein bisschen heißt, ihr habt eh recht, aber es bleibt uns ja nichts anderes übrig –: Am Schluss hat sich immer herausgestellt, dass euer Voodoo nicht eingetroffen ist! Eure ganzen Beschwörungsformeln haben alle nichts genützt, eure ganzen Methoden haben nichts genützt!
Beifall beim BZÖ.
Wenn sich der Herr Bundeskanzler jetzt wieder auf die Rating-Agenturen ausredet, dann möchte ich seine Metapher vom Mediziner aufgreifen und ihm sagen, das kommt mir so vor wie beim Kurpfuscher, der beim fieberkranken Patienten sagt, das Fieberthermometer ist schuld daran. – Genauso ist es bei Ihrer Politik, meine Damen und Herren! Damit werden Sie nicht weiterkommen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Voodoo ...! Das ist Teufelswerk!
Herr Bundeskanzler, Sie müssen eines erkennen – und jetzt sage ich es Ihnen im Stakkato –: Erstens: Die Bankenzusammenbrüche sind unvermeidbar. (Abg. Mag. Donnerbauer: Voodoo ...! Das ist Teufelswerk!) – Wir haben ja nur die Hoffnung gehabt, dass Sie es auch verstehen.
Beifall beim BZÖ.
Wer hat denn damals gesagt: Wir müssen unbedingt das kleine Österreich in das große Europa bringen, weil wir dort eine große Stimme haben werden, weil wir ein Veto haben werden!? – Wann wollen Sie von diesem Veto endlich Gebrauch machen, wenn nicht jetzt? Jetzt ist die Zeit für das Veto gekommen, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Der Haider!
Ich warne Sie, Herr Bundeskanzler – das ist eine ernst gemeinte Warnung –: Unterschätzen Sie die Wut der Leute draußen nicht, denn die sehen eines: Für jeden Spekulanten, für jede Bank, für jeden Pleitestaat hat man Milliarden zur Verfügung, aber für die kleinen Leute hat man nichts mehr! Das sehen und das spüren die Menschen draußen auch. Und Sie werden eines Tages erleben, dass man sich daran erinnern wird, wer sie in dieses Desaster hineingebracht hat: all die Vranitzkys, Schüssels, Klimas, Gusenbauers, Plassniks und Prölls (Ruf bei der ÖVP: Der Haider!), die jeden kritischen Satz dazu bereits zum Hochverrat gemacht haben! Kritische Sätze wurden zur Anti-EU-Stimmung gemacht, warnende Stimmen wurden sozusagen in das Reich der Geisterwelt verwiesen, der Träumerei.
Beifall beim BZÖ.
Heute stellt sich heraus, all das, was Sie versprochen haben, war Träumerei und stellt sich heute als Blendwerk und als Trug heraus. (Beifall beim BZÖ.) In dieses Desaster, meine Damen und Herren auf der Regierungsbank, haben Sie die Menschen geführt.
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber ich warne Sie davor: Wenn Sie diesen Weg weiter beschreiten, dann werden Sie irgendwann einmal auch den Wutbürger in Österreich zu spüren bekommen! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Bucher: Oder so wie der Krainer tun!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Es gibt natürlich unterschiedliche Arten und Weisen, wie man sich mit dem wichtigen Thema Euro/Rettungsschirm auseinandersetzen kann. Man kann das ernsthaft und konstruktiv tun oder man kann das populistisch und polemisch tun. (Abg. Bucher: Oder so wie der Krainer tun!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Deine monatelang gehaltenen Reden haben sich alle als falsch herausgestellt! Nichts davon stimmt!
Mir ist die Sicherung der Sparguthaben zu wichtig, mir ist die Stabilisierung von Banken und Finanzsystemen zu wichtig, als dass man das einfach den Polemikern und Populisten überlassen sollte, wie Sie das gerade hier getan haben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Deine monatelang gehaltenen Reden haben sich alle als falsch herausgestellt! Nichts davon stimmt!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann Ihnen sagen, dass Ihre Konzepte, die Sie hier bringen, schon erprobt worden sind. Dieses „Bankenzusammenbrüche sind unvermeidbar“, dieses Konzept ist schon einmal erprobt worden, und zwar in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Da haben wir gesehen, wozu das geführt hat: Massenarbeitslosigkeit, Massenarmut, Massenelend. Von den politischen, gesellschaftlichen und demokratischen oder politisch-demokratischen Konsequenzen dieses Weges will ich gar nicht einmal reden, aber diese Konzepte haben wir schon gesehen, und wohin die führen, haben wir auch gesehen, und diesen Weg wollen wir sicher nicht gehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Und ja, es fehlen historische Beispiele. Es gibt nicht derartig große Krisen alle paar Jahre, dass man auf den Erfahrungen der letzten Krise so einfach aufbauen könnte. Natürlich gibt es Wege, die erfolgreicher sind in den letzten Monaten und Jahren, und welche, die man korrigieren muss mit der Zeit, aber das ist mir allemal lieber als das, was Sie machen wollen, und das, was Sie hier propagieren: etwas, was schon versucht wurde und was bereits gescheitert ist, mit dramatischen Konsequenzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist nun einmal so, dass Solidarität keine Einbahnstraße ist, sondern dass das in beiden Richtungen funktionieren muss. Auch andere Staaten haben mit dem ersten Schutzschirm Osteuropa geholfen, auch in unserem ureigensten Interesse, und wir müssen auch unseren Beitrag innerhalb der Europäischen Union leisten. Dazu sind wir jedenfalls bereit. Aber nicht für billigen Populismus, um politisches Kleingeld zu wechseln. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hörl: Bravo!
Es lässt sich natürlich ernsthaft und konstruktiv trefflich streiten über vieles, und Sie kriegen ja auch mit, dass wir, die Regierungsparteien und auch die Grünen, nicht immer einer Meinung sind über jeden Schritt, den man setzen muss. Ich sehe auch vieles kritisch. Ich bin auch der Meinung, es ist richtig, dass wir in Europa klare Defizitgrenzen und -regeln haben. Ich halte es für richtig, dass die jährlichen Defizite möglichst schnell wieder unter 3 Prozent kommen. (Abg. Hörl: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich halte es für richtig, dass wir Verschuldungsquoten haben und dass wir alle schauen, dass wir unter 60 Prozent Verschuldung kommen. Das halte ich auch für richtig. Aber ich sage Ihnen auch eines: Wir haben leider noch nicht zum Beispiel eine Grenze für Arbeitslosigkeit. Ich würde es für mindestens genauso richtig halten, dass wir in Europa die gleichen Anstrengungen unternehmen, um die Arbeitslosigkeit zu senken. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Wer hat denn das gesagt? Wer hat denn das gesagt? Wir haben gesagt, Griechenland soll austreten! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Wenn wir im Schnitt 20 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union haben, die Spitzen bis zu 48 Prozent gehen, da müssten doch alle Alarmglocken schrillen. Und das sage ich in einem Land, das 3,7 Prozent Gesamtarbeitslosigkeit hat, also weit weg von diesen Zahlen ist. Ich bin durchaus bereit, das zu kritisieren, aber doch nicht mit der Konsequenz: Wenn das nicht passiert, dann treten wir aus der Europäischen Union aus! (Abg. Bucher: Wer hat denn das gesagt? Wer hat denn das gesagt? Wir haben gesagt, Griechenland soll austreten! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Das ist in Wahrheit das, was Sie hier sagen. Der logische Schluss von Ihrer Politik und Ihren Vorschlägen läuft auf einen Austritt Österreichs aus dem Euro und aus der Europäischen Union hinaus. Das ist doch das zu Ende gedacht, was Sie hier vorschlagen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Petzner: Das ist Populismus, was Sie machen! – Abg. Bucher: Eine gestörte Wahrnehmung!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Petzner: Das ist Populismus, was Sie machen! – Abg. Bucher: Eine gestörte Wahrnehmung!
Wenn wir im Schnitt 20 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union haben, die Spitzen bis zu 48 Prozent gehen, da müssten doch alle Alarmglocken schrillen. Und das sage ich in einem Land, das 3,7 Prozent Gesamtarbeitslosigkeit hat, also weit weg von diesen Zahlen ist. Ich bin durchaus bereit, das zu kritisieren, aber doch nicht mit der Konsequenz: Wenn das nicht passiert, dann treten wir aus der Europäischen Union aus! (Abg. Bucher: Wer hat denn das gesagt? Wer hat denn das gesagt? Wir haben gesagt, Griechenland soll austreten! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.) Das ist in Wahrheit das, was Sie hier sagen. Der logische Schluss von Ihrer Politik und Ihren Vorschlägen läuft auf einen Austritt Österreichs aus dem Euro und aus der Europäischen Union hinaus. Das ist doch das zu Ende gedacht, was Sie hier vorschlagen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Petzner: Das ist Populismus, was Sie machen! – Abg. Bucher: Eine gestörte Wahrnehmung!)
Oh-Rufe bei FPÖ und BZÖ
Ja, man kann auch trefflich streiten über die Ausgestaltung von EFSF, von ESM: Hebelt man? Hebelt man nicht? In welcher Form hebelt man? Wie bindet man die Parlamente in diese Fragen ein? Ich habe meine Meinung dazu gesagt, und zu der stehe ich auch. Das ist aber sicher nicht die einzige Meinung, die es in Europa dazu gibt. In den letzten zwei Wochen war ich in Deutschland, in Frankreich, in London und habe dort mit vielen europäischen Finanzpolitikern gesprochen (Oh-Rufe bei FPÖ und BZÖ), und ich sage Ihnen, da gibt es höchst unterschiedliche Meinungen.
Beifall bei der SPÖ.
Weil da immer von irgendwelchen Geheimpapieren gesprochen wird: Also ich kenne kein Geheimpapier. Es gibt viele Papiere. Ich kann Ihnen sagen, Sie brauchen, wenn Sie die Inhalte, die am Sonntag im „Kurier“ gestanden sind, lesen wollen, sich nur zum Beispiel eine Rede von Barroso vom 12. Oktober vom Netz herunterladen. Da haben Sie genau die Inhalte drinstehen, die Gegenstand dieses Sonntags sind. Sie brauchen sich nur das „Handelsblatt“ online vom Freitag letzter Woche durchzulesen. Da haben Sie genau die gleichen Inhalte drinnen. Sie brauchen sich nicht nur mit der „Financial Times“ fotografieren und plakatieren zu lassen in ganz Österreich, Sie brauchen sie nur zu lesen. Da haben Sie genau die gleichen Inhalte drinnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Nur das, was in der Zukunft meiner Meinung nach anders sein müsste: Wenn es wieder dazu kommt, dass Banken Hilfe brauchen, dann halte ich es für richtig, dass das nicht über Partizipationskapital läuft, sondern über Stimmrechtskapital (Zwischenrufe bei der ÖVP), und zwar deswegen, weil nicht sein kann, dass ein Zwischenhoch dazu verwendet wird, Dividenden auszuschütten, und im Jahr darauf wieder die Hilfe des Staates verlangt wird. Das kann es auch nicht sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Sozialismus pur!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Sozialismus pur!
Nur das, was in der Zukunft meiner Meinung nach anders sein müsste: Wenn es wieder dazu kommt, dass Banken Hilfe brauchen, dann halte ich es für richtig, dass das nicht über Partizipationskapital läuft, sondern über Stimmrechtskapital (Zwischenrufe bei der ÖVP), und zwar deswegen, weil nicht sein kann, dass ein Zwischenhoch dazu verwendet wird, Dividenden auszuschütten, und im Jahr darauf wieder die Hilfe des Staates verlangt wird. Das kann es auch nicht sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Sozialismus pur!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, man kann bei vielem unterschiedlicher Meinung sein, aber das, was drei Parteien hier auszeichnet, ist, dass es ihnen ernsthaft und ehrlich um die Zukunft der Europäischen Union geht, um die Zukunft der Eurozone. Mit diesen Parteien setzen wir uns gerne auseinander und streiten auch gerne darüber, aber auf der polemischen und populistischen Schiene zu fahren, dafür ist mir die Europäische Union, dafür ist mir der Euro, dafür ist mir auch dieses Land viel zu schade. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und BZÖ.
Ist das ein Beitrag, um innerhalb der Bevölkerung, die ohnehin schon verunsichert ist, mehr Sicherheit zu schaffen, Kollege Krainer? (Beifall bei ÖVP und BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Oder ist das nicht auch ein Beitrag zur Verunsicherung? Und da sage ich Ihnen, da sind Sie dann nicht weit weg von der Opposition wie Kollege Stadler, der gemeint hat, er war überrascht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Na ja, schon. Ich sage Ihnen auch, warum man dann nicht weit weg ist von der Opposition.
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Das Zweite, was ich Ihnen auch sagen möchte: Der große Unterschied zwischen uns, den Regierungsparteien und der Opposition, hier im Besonderen dem BZÖ, sollte schon sein, dass wir nicht einfach sagen: Njet, Veto!, und glauben, dann sind die Probleme gelöst. Na ganz sicher nicht. Das ist zwar eine einfache Antwort, aber garantiert die falsche Antwort. Das, was Europa jetzt braucht, ist entschiedenes und klares Handeln. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) – Nein, kein bedingungsloses Jasagen! Und Sie sehen ja, wie schwierig diese Entscheidungsfindung ist, wenn vielleicht der Gipfel jetzt am Sonntag gar nicht stattfindet. Wir wissen es nicht.
Beifall bei der ÖVP
Was wir hier brauchen, sind Regelungen, die dann vom Markt akzeptiert werden, und es ist bisher auf europäischer Ebene leider noch nicht gelungen, diese Regelungen zu finden (Beifall bei der ÖVP), wo wir keine Aufstockung der bisherigen Gesamtgarantiesumme brauchen. Diese Gesamtgarantiesumme ist schon eine sehr hohe. Und da unterscheide ich mich vom Abgeordneten Krainer und auch vom Abgeordneten Stadler, weil ich das durchaus gut finde, was da vorgeschlagen worden ist, wie man hier mit einer Versicherungsregelung zu einer neuen Variante, meines Erachtens zu einer gangbaren Variante kommen kann.
Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.
Herr Bundeskanzler! Ich würde Sie sehr darum ersuchen, dass Sie, wie das früher auch möglich war, wann immer dieser Rat ist, unmittelbar danach die einzelnen Fraktionen informieren. (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.) Es geht hier um die Einbeziehung des Parlaments. Bei Bundeskanzler Schüssel war das früher möglich, wenn ich an den Lissabon-Vertrag denke. Und ich ersuche Sie auch, dass Sie möglichst rasch nach Entscheidungen im Rat unser Parlament davon informieren, denn das müssen wir diskutieren. Hier geht es um ganz, ganz große Bereiche. Hier ist auch die Verantwortung des Parlaments gegeben, denn neben den Kontrollrechten sind Budgetrechte eigentlich die großen Rechte der nationalen Parlamente. Und natürlich geht es hier auch um unser Budget.
Beifall bei der ÖVP.
Das wäre mein Ersuchen an Sie, so rasch wie möglich aus dem Rat heraus – das war das sogenannte Feuerwehrkomitee, das es gegeben hat – und nicht erzwungen durch Sondersitzungen das Parlament zu informieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Und jetzt kommen wir zurück zum Anfang. Vor eineinhalb Jahren habe ich Ihnen hier im Parlament gesagt, als es um die erste Hilfe für Griechenland gegangen ist, dass es absolut keinen Sinn macht, das Geld dazu zu verwenden, um Banken zu beruhigen und Zinsen zu bezahlen. Es wäre wichtiger gewesen, dort die Wirtschaft in Gang zu bringen, damit die Leute wieder Arbeit haben und nicht auf die Straße gehen. Und dann wären sie in der Lage gewesen, das Problem zu lösen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die einzige Erkenntnis, die Frau Merkel in der letzten Zeit gewonnen hat, war, dass sie jetzt – nach drei Jahren! – draufgekommen ist, dass man in der Krise zu langsam und zu schwerfällig reagiert. Na super! Wir haben Ihnen vor eineinhalb Jahren schon gesagt, dass Reaktionen schnell erfolgen müssen, und zwar so gezielt, dass sie dort ansetzen, wo sie auch wirken, und nicht, um Banken zu beruhigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hören Sie auf mit dem Schmäh, dass Sie da Länder retten wollen! Sie retten überhaupt keine Länder, Sie retten nur die Bankensysteme in diesen Ländern; die Bankensysteme, die Sie so groß werden haben lassen, dass sie niemand mehr im Griff hat. Die Banken haben schon lange die Politik im Griff und nicht umgekehrt. Oder glauben Sie wirklich, dass die Hunderttausenden Griechen, die momentan auf der Straße feiern, deshalb feiern, weil wir ihnen geholfen haben? Ja glauben Sie das wirklich? – Die leiden genauso darunter, wie unsere Steuerzahler leiden werden, wenn das alles zu bezahlen ist. Deswegen gehen die zu Hunderttausenden auf die Straße, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wenn Sie so weitermachen, bis das bei uns auch der Fall ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Krainer: Über das österreichische Budget?
Der „Spiegel“ schreibt heute: Es droht eine Währungsreform. (Abg. Krainer: Über das österreichische Budget?) – Moment! Wir reden jetzt vom EU-Budget. (Abg. Krainer: Ach so, aber vorher haben Sie über das österreichische Budget geredet!) Wir reden jetzt von 2 Billionen €, von 2 000 Milliarden €, um die der EFSF angehoben beziehungsweise aufgehebelt werden sollte. Davon sprechen wir! Und was das für den österreichischen Staat bedeutet, wenn Haftungen schlagend werden, wissen Sie auch.
Abg. Krainer: Ach so, aber vorher haben Sie über das österreichische Budget geredet!
Der „Spiegel“ schreibt heute: Es droht eine Währungsreform. (Abg. Krainer: Über das österreichische Budget?) – Moment! Wir reden jetzt vom EU-Budget. (Abg. Krainer: Ach so, aber vorher haben Sie über das österreichische Budget geredet!) Wir reden jetzt von 2 Billionen €, von 2 000 Milliarden €, um die der EFSF angehoben beziehungsweise aufgehebelt werden sollte. Davon sprechen wir! Und was das für den österreichischen Staat bedeutet, wenn Haftungen schlagend werden, wissen Sie auch.
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bevölkerung Deutschlands, die maßgeblich zum Wirtschaftswachstum und zum Zustandekommen dieser ESM- und EFSF-Haftungen beiträgt, weil sie natürlich den Löwenanteil zu bezahlen hat, sich das auf Dauer gefallen lassen wird. Frankreich ist nach Deutschland die zweitgrößte Wirtschaft in der EU, in der Euro-Zone, Italien die drittgrößte. Und wir sprechen bereits von 1 400 Milliarden € für den Fall, dass Italien und Spanien unter den Rettungsschirm kommen sollten. Da ist Portugal nicht dabei, da ist Irland nicht dabei, von Belgien haben wir gar nicht mehr gesprochen, weil es wahrscheinlich zu klein ist. In Ihren Augen sind das ja Peanuts, bei Ihnen zählen ja Millionen und Milliarden nichts. Ihnen ist es auch egal, ob man neun oder zwölf Nullen anhängt, weil es ohnehin keine Rolle spielt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Das sind weniger als in Wien!
Dann kommt noch Frankreich dazu. Was glauben Sie, wohin das führt? Außerdem finanzieren Sie noch einen EU-Apparat in Brüssel mit 46 000 Beamten (Abg. Hörl: Das sind weniger als in Wien!), von denen 11 200 Beamte mehr als 10 000 € netto im Monat verdienen. Das sind über 100 Millionen € im Monat nur für die Bezahlung jedes vierten Beamten in der EU! Sie bezahlen die Leute dafür, dass sie dafür Sorge tragen, dass die nationalen Parlamente aufgelöst werden und Sie selbst sich dann einen neuen Job suchen müssen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: So etwas von Thema verfehlt! – Abg. Hörl: Weniger als in Wien! In Wien sind es mehr!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: So etwas von Thema verfehlt! – Abg. Hörl: Weniger als in Wien! In Wien sind es mehr!
Dann kommt noch Frankreich dazu. Was glauben Sie, wohin das führt? Außerdem finanzieren Sie noch einen EU-Apparat in Brüssel mit 46 000 Beamten (Abg. Hörl: Das sind weniger als in Wien!), von denen 11 200 Beamte mehr als 10 000 € netto im Monat verdienen. Das sind über 100 Millionen € im Monat nur für die Bezahlung jedes vierten Beamten in der EU! Sie bezahlen die Leute dafür, dass sie dafür Sorge tragen, dass die nationalen Parlamente aufgelöst werden und Sie selbst sich dann einen neuen Job suchen müssen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: So etwas von Thema verfehlt! – Abg. Hörl: Weniger als in Wien! In Wien sind es mehr!)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Eines vorweg: Wir stehen nicht an, anzuerkennen, dass Sie bei durchaus nicht leichten Themen – soweit wir das jetzt überblicken für die letzte Zeit –, bei Dringlichen Anfragen und Anträgen von Fraktionen hier im Haus immer selbst, so gut Sie können oder wollen, Rede und Antwort stehen. Aber immerhin, das war nicht immer und nicht bei allen so, weder bei Finanzministerinnen und -ministern noch bei Bundeskanzlern. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Es besteht aber umgekehrt nach wie vor kein Anlass zu Hysterie und Depression, denke ich. Es gilt nach wie vor, wenn man das bei Licht betrachtet: Die europäische Volkswirtschaft ist wesentlich stärker als die amerikanische. Was ist denn da überhaupt los? (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Der Euro-Raum könnte ganz anders dastehen, wenn er sich nicht ständig von außen und an der falschen Stelle sozusagen „Wuchteln“ hineinschießen ließe. Das sind ja lauter Tore von hinten. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Aus meiner Sicht ist das ja schon bald nicht mehr nachvollziehbar.
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Ich bin ja kein Marxist – das wäre, analytisch betrachtet, auch nicht so schändlich. Marx hat analysiert und sehr viele weise Dinge festgestellt, die Therapie ist ja eine andere Sache. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Aber wenn alles so durcheinander geht, darf man auch einmal nach den Interessen fragen, die hinter irgendwelchen Entscheidungen oder Nichtentscheidungen stehen.
Beifall bei den Grünen.
Ich werde den Eindruck nicht los, dass sich die Politiker in der Europäischen Währungsunion da sehr stark treiben lassen oder einmal in Gefangenschaft gesetzt wurden von Interessen, die gar nicht aus der Union kommen, sondern wo Druck von außen aufgebaut wird. Mit Sicherheit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es muss etwas geschehen! Okay, Sie lehnen sich da aus dem Fenster für Österreich, ja, dann her mit euch allen! Es wird etwas geschehen müssen, und wir werden ja Möglichkeiten haben, da gemeinsam Beschlüsse zu fassen, beziehungsweise wir die Möglichkeit, Sie den Zwang. Wer mit dieser Situation mehr Freude hat, wissen wir noch nicht, wenn es dann um die Zweidrittelmehrheit geht. Aber es kann ja geholfen werden, es ist ja nicht aussichtslos. Das ist unsere Haltung. Diese Hoffnungslosigkeit einerseits und diese Hysterie andererseits ist in Wirklichkeit das Enervierende. Es muss nicht so sein, es kann auch anders sein und es sollte und wird auch anders sein, wenn man es gescheit macht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Wir brauchen auch da schon aus Wettbewerbsgründen eine gemeinsame europäische Vorgangsweise, aber es muss dann, speziell im Fall von mehr oder weniger durchgeführten Zwangskapitalisierungen bei jenen, die man glaubt nicht umfallen lassen zu können, aus den üblich diskutierten Gründen, entsprechend Vorsorge getroffen werden, dass das in diesem Teil eine öffentliche Angelegenheit und ein öffentliches Gut ist – bis wieder eine andere Lösung gefunden wurde. Und diese liegt mit Sicherheit in diesen Instrumenten, in mehr europäischer Solidarität und nicht in weniger. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Bartenstein: Das hat die Finanzministerin auch nicht gesagt, nehmen Sie das zur Kenntnis!
Ich erinnere mich noch gut daran, dass unsere Finanzministerin gesagt hat: Was der Bucher wieder hat, das ist ja ein gutes Geschäft für Österreich?! – Meine sehr geehrten Damen und Herren, sogar der Bundeskanzler hat sich mittlerweile davon distanziert und hat sicherheitshalber gesagt, dass er das ja nicht gesagt habe. (Abg. Dr. Bartenstein: Das hat die Finanzministerin auch nicht gesagt, nehmen Sie das zur Kenntnis!) – Hat sie nicht gesagt? Ich habe es noch im Ohr, dass das ein gutes Geschäft sein soll. (Abg. Dr. Bartenstein: Dann gehen Sie zum Ohrenarzt!)
Abg. Dr. Bartenstein: Dann gehen Sie zum Ohrenarzt!
Ich erinnere mich noch gut daran, dass unsere Finanzministerin gesagt hat: Was der Bucher wieder hat, das ist ja ein gutes Geschäft für Österreich?! – Meine sehr geehrten Damen und Herren, sogar der Bundeskanzler hat sich mittlerweile davon distanziert und hat sicherheitshalber gesagt, dass er das ja nicht gesagt habe. (Abg. Dr. Bartenstein: Das hat die Finanzministerin auch nicht gesagt, nehmen Sie das zur Kenntnis!) – Hat sie nicht gesagt? Ich habe es noch im Ohr, dass das ein gutes Geschäft sein soll. (Abg. Dr. Bartenstein: Dann gehen Sie zum Ohrenarzt!)
Beifall beim BZÖ
Ratlos kennengelernt (Beifall beim BZÖ): Er weiß es nicht, er hat keine Ahnung, er lässt sich überraschen, was Merkel und Sarkozy vorlegen werden.
Beifall beim BZÖ.
Der Gipfel des Populismus, der von dort gekommen ist, war die Unterstellung, dass Josef Bucher den Austritt aus der Europäischen Union betreibe. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir weisen das auf das Entschiedenste zurück! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Bei der Schadensabwendung sprechen wir natürlich die Methodik an. Ich glaube, dass es falsch ist, dieses Risiko in dieser Höhe einzugehen. Ich darf da auch auf den Bucher-Plan verweisen, den vor Wochen und Monaten noch alle milde belächelt haben. Viele Experten teilen mittlerweile die Meinung von Josef Bucher. Und darauf gebe ich jedenfalls mehr als auf das, was uns hier von der Bundesregierung mitgeteilt wird. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir werden Sie nicht aus der Verantwortung entlassen, wir fordern ein Veto ein. Sie können nicht leichtfertig diese Summen aufs Spiel setzen! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
mes politisches Recht. Populismus ist es in meinen Augen, wenn Sie ständig, wenn solche Themen kommen, von der Millionärssteuer sprechen, von irgendwelchen Millionären. Damit werden Sie kein Budget sanieren, damit reden Sie die Dinge weg auf eine andere Ebene. Das ist aus meiner Sicht Populismus – das Veto hier zu verlangen ist hingegen ein Gebot der Stunde. (Beifall beim BZÖ.)
© Krainer
Einer der „Hämmer“ (© Krainer) ist offenbar die geplante Hebelung der EFSF-Mittel von 440 Mrd. Euro auf 2.500 Mrd. Euro, d.s. 2,5 Billionen Euro. Während die Ausweitung der Haftungen auf rund 29 Mrd. Euro im Rahmen des EFSF noch vom Nationalrat beschlossen wurde, soll diese Hebelung am Parlament vorbei geschehen. Damit bestätigen sich die Befürchtungen des BZÖ, das schon im Rahmen der Beschlussfassung über die Ausweitung der EFSF-Mittel davor gewarnt hat, dass das österreichische Parlament in Hinkunft keinerlei Mitbestimmung über die Mittelverwendung haben wird.
© Krainer
Ein weiterer „Hammer“ (© Krainer) sind geplante Durchgriffsrechte auf die nationale Budgetgestaltung bis hin zur kommissarischen Zwangsverwaltung eines Landes.
© Krainer
Interessant ist auch, dass offenbar ein weiterer Hammer (© Krainer), nämlich ein Schuldenschnitt für Griechenland in der Höhe von 40 bis 60 Prozent, geplant ist. Wobei den Schuldennachlass nur jene Gläubiger leisten sollen, die tatsächlich auf griechischen Staatsanleihen sitzen. In erster Linie sind das Banken und die EZB. Dabei zeichnet sich schon zum heutigen Zeitpunkt ab, dass die heimischen Banken einen derartigen Schuldenschnitt nur mit staatlicher Hilfe überstehen werden.
Abg. Silhavy: Warum redet eigentlich der Grosz heute nicht? Ist der im Gemeinderat in Graz?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Muttonen. – Bitte. (Abg. Silhavy: Warum redet eigentlich der Grosz heute nicht? Ist der im Gemeinderat in Graz?)
Abg. Bucher: EU und Euro-Zone sind zwei verschiedene Dinge!
Abgeordnete Mag. Christine Muttonen (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Ja, Herr Windholz, in einem stimmen wir überein, nämlich dass Ihr Weltbild mit unserem Weltbild nicht übereinstimmt. Sie wollen Österreich zwar nicht ausschließen aus der EU, aber dafür die anderen, und das heißt im Endeffekt dasselbe: allein gegen die anderen. (Abg. Bucher: EU und Euro-Zone sind zwei verschiedene Dinge!)
Abg. Bucher: Die werden alle belastet werden!
nächsten Wochen verhalten, welche Entscheidungen wir treffen werden, das wird weitreichende Auswirkungen haben – für die Menschen in Österreich und für Gesamteuropa, und das bedingt sich dann wieder gegenseitig. (Abg. Bucher: Die werden alle belastet werden!)
Abg. Bucher: Das ist ein Antrag!
Ich frage mich, wenn ich mir diese Anfrage anschaue: Wo sind denn die konkreten Vorschläge des BZÖ? In der Anfrage findet sich kein einziger Lösungsvorschlag! (Abg. Bucher: Das ist ein Antrag!) Trotzdem, Sie schlagen hier ein Veto, da ein Veto vor, aber Sie haben auch sonst nie wirkliche Lösungsvorschläge gebracht. Probleme werden nicht dadurch behoben, indem Sie hie und da ein Veto einlegen, sondern indem Sie konkrete Vorschläge machen.
Abg. Bucher: Griechenland kann von sich aus völkerrechtlich austreten!
Wenn Vorschläge von Ihnen da sind, wie von Ihnen, Herr Bucher, auch heute, dann sind sie wohl ziemlich unausgegoren und sehr verkürzt. Sie haben vom Ausschluss Griechenlands gesprochen. Was heißt denn das? Das kann man ja nicht ernsthaft vorschlagen! (Abg. Bucher: Griechenland kann von sich aus völkerrechtlich austreten!) Ihnen scheint nicht bewusst zu sein, dass es sich bei Griechenland um einen Staat und nicht um ein Unternehmen handelt. Wenn man ein Unternehmen in Insolvenz schickt, dann ist es okay, dann ist es weg vom Markt. Aber was machen Sie mit Griechenland? – Ein bisschen Voodoo vielleicht vom Herrn Stadler, und weg ist Griechenland, und das Problem ist gelöst, wenn wir es ausschließen. Das kann ja wohl nicht sein, das ist polemisch. (Abg. Strache: Das SPD-Mitglied Professor Hankel sagt etwas ganz anderes! Ein kluger Mann aus Deutschland!)
Abg. Strache: Das SPD-Mitglied Professor Hankel sagt etwas ganz anderes! Ein kluger Mann aus Deutschland!
Wenn Vorschläge von Ihnen da sind, wie von Ihnen, Herr Bucher, auch heute, dann sind sie wohl ziemlich unausgegoren und sehr verkürzt. Sie haben vom Ausschluss Griechenlands gesprochen. Was heißt denn das? Das kann man ja nicht ernsthaft vorschlagen! (Abg. Bucher: Griechenland kann von sich aus völkerrechtlich austreten!) Ihnen scheint nicht bewusst zu sein, dass es sich bei Griechenland um einen Staat und nicht um ein Unternehmen handelt. Wenn man ein Unternehmen in Insolvenz schickt, dann ist es okay, dann ist es weg vom Markt. Aber was machen Sie mit Griechenland? – Ein bisschen Voodoo vielleicht vom Herrn Stadler, und weg ist Griechenland, und das Problem ist gelöst, wenn wir es ausschließen. Das kann ja wohl nicht sein, das ist polemisch. (Abg. Strache: Das SPD-Mitglied Professor Hankel sagt etwas ganz anderes! Ein kluger Mann aus Deutschland!)
Abg. Bucher: Sagen Sie das Ihrem Parteichef!
Von den politischen Entscheidungsträgern wird zu Recht verlangt, dass sie eine stabilisierende und auch eine verantwortungsvolle Politik machen, und da, befürchte ich, sind Sie nicht dabei. Was wir benötigen, ist eben ein EU-weites Konzept zur Konsolidierung der Haushalte, um unabhängiger von den Finanzmärkten zu sein. Wir brauchen nicht nur Einsparungen, sondern wir brauchen auch Einnahmen. (Abg. Bucher: Sagen Sie das Ihrem Parteichef!) Und da komme ich sehr wohl zur Reichensteuer und zur Vermögensteuer, und da komme ich sehr wohl zur Finanztransaktionssteuer, der
Beifall bei der SPÖ.
Da gebe ich Staatssekretär Schieder recht, der in der „ZiB2“ vor kurzem gesagt hat, die Probleme, vor denen wir stehen, sind zu komplex für einfache Lösungen. Das heißt, Populismus können wir hier vergessen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich muss ehrlich sagen, bei all seinem Talent für Rhetorik: Alle anderen derartig abzukanzeln, wie er es tut, ist schon abenteuerlich, ist wirklich starker Tobak. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Bucher: Die bringen ja nichts zusammen!
Da ringen seit Wochen und Monaten 17 Regierungschefs, 17 Finanzminister, 17 Notenbankchefs mit einem gigantischen Stab, mit einem Brain Trust von Experten Tag und Nacht, checken 27, 38 Optionen durch – und der Ewald Stadler geht her und sagt: Das ist alles Holler! Er weiß es besser. (Abg. Bucher: Die bringen ja nichts zusammen!)
Abg. Bucher: Das ist aber zu wenig!
Herr Klubobmann, wenn sich das BZÖ zu Europa bekennt – und ich nehme euch das ab, ich glaube euch das –, würde ich wirklich an euch appellieren: Bitte, wechselt nicht politisches Kleingeld in einer Situation, in der Barroso sagt, die EU steht vor der größten Herausforderung, seit es die EU gibt. (Abg. Bucher: Das ist aber zu wenig!) Ich glaube, da sollte man wirklich schauen: Wie schauen Lösungen aus?, und mithelfen, Lösungen zu finden. Die Lösungen sind nicht einfach, aber man sollte mithelfen, Lösungen zu finden, und nicht hier arrogant sagen: Das ist alles ein Topfen, das ist alles ein Holler, was da gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Klubobmann, wenn sich das BZÖ zu Europa bekennt – und ich nehme euch das ab, ich glaube euch das –, würde ich wirklich an euch appellieren: Bitte, wechselt nicht politisches Kleingeld in einer Situation, in der Barroso sagt, die EU steht vor der größten Herausforderung, seit es die EU gibt. (Abg. Bucher: Das ist aber zu wenig!) Ich glaube, da sollte man wirklich schauen: Wie schauen Lösungen aus?, und mithelfen, Lösungen zu finden. Die Lösungen sind nicht einfach, aber man sollte mithelfen, Lösungen zu finden, und nicht hier arrogant sagen: Das ist alles ein Topfen, das ist alles ein Holler, was da gemacht wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: „Was jetzt?“ hat er gesagt, der Portisch!
Lieber Herr Klubobmann, du weißt, ich schätze dich. Wenn ihr euch zu Europa bekennt, müsst ihr auch sehen, da geht es wirklich um das Projekt Europa. Ich stimme dem Hugo Portisch in seinem neuen Buch voll zu. Viele von uns haben vergessen, worum es in diesem Projekt Europa eigentlich geht. (Abg. Bucher: „Was jetzt?“ hat er gesagt, der Portisch!) Die Idee war ein Friedensprojekt, und Europa ist außerdem ein
Abg. Bucher: Wir haben vorher auch nicht auf den Bäumen gewohnt, vor 2001!
Projekt für Arbeitsplätze, Einkommen und soziale Sicherheit. Wenn man im weltweiten Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte in der Champions League mitspielen will, braucht man eine große Einheit. Die EU ist eine große Einheit von 500 Millionen Menschen. Und wenn man bestehen will im Wettbewerb zwischen China, Indien, Russland, USA, Brasilien, dann bin ich lieber in einer großen Einheit, als nur ein kleines Land zu sein. (Abg. Bucher: Wir haben vorher auch nicht auf den Bäumen gewohnt, vor 2001!)
Abg. Bucher: Das ist ein Blödsinn!
Und da hat wieder Merkel recht: Wenn der Euro fällt, fällt die EU. (Abg. Bucher: Das ist ein Blödsinn!) – Also auch was die deutsche Bundeskanzlerin sagt, ist ein Holler? Gut, also wieder eine gewisse Arroganz.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Das ist doch ein Unsinn, das weißt du!
Ich sage Ihnen, worum es jetzt geht: Es geht um das Projekt Europäische Union sowohl als Friedensprojekt als auch als ein Projekt für Arbeitsplätze, Einkommen, soziale Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Bucher: Das ist doch ein Unsinn, das weißt du!)
Abg. Haubner: Sie rechnen auch schon in Schilling!
Meine Damen und Herren, wenn wir sagen, wir müssen da helfen, so tun wir das – ich sage es noch einmal, und ich habe das schon oft hier gesagt – aus ureigenstem Interesse, denn der Euro ist unser Geld, der Euro sind unsere Löhne und Gehälter, unsere Pensionen, unsere Sparguthaben. Daher haben wir da ein unglaublich hohes Eigeninteresse. Wir schenken den Griechen kein Geld. (Abg. Haubner: Sie rechnen auch schon in Schilling!)
Abg. Bucher: Griechenland ist euch mehr wert als Kärnten! Kärntner haben ihr Leben gelassen, damit es Österreich gibt! Unerhört ist das!
Frau Bundesminister Fekter hat gestern gesagt – und ich kann es mir nicht verkneifen, das zu wiederholen –: 1,4 Milliarden € an die Hypo und 1,3 Milliarden bisher an Griechenland. Die Größenordnungen muss man da schon auch ein bisschen in Erinnerung behalten. Da rede ich noch gar nicht von den fast 20 Milliarden € an Haftungen für die Hypo, sondern nur davon, was bisher geflossen ist: 1,4 Milliarden € an die Hypo Kärnten, 1,3 Milliarden € für Griechenland, die bisher geflossen sind. Das nur, um die Größenordnungen in Erinnerung zu rufen. (Abg. Bucher: Griechenland ist euch mehr wert als Kärnten! Kärntner haben ihr Leben gelassen, damit es Österreich gibt! Unerhört ist das!)
Abg. Strache: Aber jetzt blast ihr ihn weiter auf, bis er platzt! Einen Hedgefonds macht ihr jetzt! Aufblasen! 2,6 Milliarden!
Lassen Sie mich zu den einzelnen Maßnahmen Folgendes sagen: Auch die ÖVP ist dagegen – erstens –, dass zu Lasten des Steuerzahlers der Euro-Rettungsschirm noch einmal ausgeweitet wird. (Abg. Strache: Aber jetzt blast ihr ihn weiter auf, bis er platzt! Einen Hedgefonds macht ihr jetzt! Aufblasen! 2,6 Milliarden!)
Beifall bei der ÖVP.
Daher noch einmal zum Abschluss – meine Redezeit ist gleich zu Ende –: Ich appelliere an alle, die sich zum Projekt Europäische Union bekennen, in dieser wirklich heiklen Phase der europäischen Entwicklung nicht politisches Kleingeld wechseln zu wollen, sondern mitzuhelfen, tragfähige Lösungen zu finden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Herren auf der Regierungsbank! Herr Kollege Stummvoll, auch auf die Gefahr hin, dass ich von Ihnen wieder als Populist hingestellt werde und dass Sie sagen, dass die EU sowieso von uns abgelehnt wird, möchte ich Ihnen schon sagen: Im Tun und Handeln meiner ganzen politischen Tätigkeit steht immer noch das Volk im Vordergrund – und nicht irgendwelche Institutionen, die in Brüssel beheimatet sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wenn Sie, Herr Kollege Stummvoll, behaupten, dass die ÖVP gegen eine Ausweitung des EFSF sei, darf ich Sie schon darauf aufmerksam machen, dass das alles schon längst beschlossen wurde, wir als Parlament hiezu aber schon längst nicht mehr gefragt werden. Das ist Faktum. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt sind wir an einem Scheideweg angelangt – das möchte ich Ihnen ins Stammbuch schreiben – und müssen uns entscheiden: Wollen wir unsere Demokratie behalten oder wollen wir uns letztendlich in eine Diktatur des Gouverneursrates begeben? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Bucher: Wut! Wutbürger!
Abgeordnete Dr. Ruperta Lichtenecker (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Werte Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen vom BZÖ, ich kann ja ein gewisses Verständnis aufbringen für Ihren Grant über die Situation (Abg. Bucher: Wut! Wutbürger!) – oder aber auch über die Wut –, habe aber kein Verständnis, Herr Klubobmann Bucher, für Ihre Forderung, dass Griechenland raus soll aus der Europäischen Union.
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wir sind in den letzten Tagen und auch heute mit vielen technischen Details beschäftigt: wie viele Milliarden in welchem Rettungsschirm, in welchem Paket, EFSF, ESM, Bankenrekapitalisierung und so weiter. Worauf man etwas vergisst, ist, was denn derzeit in den einzelnen Ländern in Europa abgeht, siehe etwa im Zusammenhang mit der Jugendarbeitslosigkeit. Was ist denn gestern in Griechenland gewesen? – Großdemonstrationen vor Ort ob der harten Einschnitte, die getroffen worden sind. Keine Frage, die Änderungen sind notwendig, die Einschnitte ausweglos. Aber wer ist denn betroffen? – Hauptsächlich die jüngeren Menschen. In dieser Krise zeigt sich, dass gerade die jungen Menschen vor großen Problemen stehen. Wenn Europa und die Politik nicht klar auch Optionen aufzeigen, schaffen und unterstützen, dann werden gerade die jungen Menschen Griechenland den Rücken kehren und die Situation wird sich weiter verschlechtern. Das wird nicht nur Griechenland betreffen, sondern das wird auch andere Länder betreffen. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Und an die Kolleginnen und Kollegen vom BZÖ, weil es vorhin die Devise gab, es ist nicht der Grant, es ist die Wut: Besser ist es, Mut zu haben, als viel Wut zu haben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Aber was macht diese Bundesregierung? – Dieses Bundesregierung dient Brüssel, die buckelt vor Brüssel und verrät dabei die Interessen des österreichischen Steuerzahlers. Ich glaube, da ist es wirklich einmal an der Zeit, dass man sagt: Genug gezahlt! (Beifall beim BZÖ.)
Ruf: Milliarden!
Was geschieht weiter? Ich habe vorhin mit einem italienischen Abgeordneten gesprochen, der sagt, mit Stand von heute hat das offizielle Italien ohne die Regionen 1 904 Milliarden € Schulden. 1 904 Milliarden! Da ist noch keine Gemeinde, keine Region dabei. Wie hoch die ausgelagerten Schulden sind, sagt der italienische Abgeordnete, kann Tremonti nicht beantworten. Schätzungen zufolge sind es zwischen 600 und 900 Millionen €. (Ruf: Milliarden!)
Unter dem Beifall des BZÖ überreicht der Redner Bundeskanzler Faymann eine Broschüre.
Wenn wir da nicht sofort – sofort! – die Notbremse ziehen und der Herr Bundeskanzler nicht sofort Taten setzt und endlich von seinem Vetorecht Gebrauch macht, dann weiß ich nicht, wann wir das machen. Ich fordere Sie wirklich auf, Herr Bundeskanzler: Setzen Sie sich für die österreichischen Interessen ein! Beenden Sie diesen Wahnsinn, denn wie Sie sehen, alle Experten geben uns heute recht. Es ist nicht so, wie es von der ÖVP dargestellt wurde, wir sind da sehr konstruktiv. Gehen Sie einen gemeinsamen Weg mit uns! Ich werde Ihnen jetzt eine Broschüre geben, damit Sie sehen, wie man das Ganze machen kann, damit Sie die Lösungen haben. Das ist der „Bucher-Plan“, das ist die Kurzfassung. Die Langfassung können Sie gerne von der Homepage herunterladen. (Unter dem Beifall des BZÖ überreicht der Redner Bundeskanzler Faymann eine Broschüre.)
Beifall beim BZÖ.
Ich hoffe, dass Sie endlich in sich gehen und dass Sie wirklich Taten für die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler setzen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Michael Schickhofer (SPÖ): Selbstverständlich vertreten wir Sozialdemokraten in erster Linie die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich würde mir wünschen, wir würden uns gemeinsam für Stabilität in Europa, für Wirtschaftswachstum in Europa und vor allem für den sozialen Frieden und die Beschäftigung in Europa einsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Michael Schickhofer (SPÖ): Selbstverständlich vertreten wir Sozialdemokraten in erster Linie die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich würde mir wünschen, wir würden uns gemeinsam für Stabilität in Europa, für Wirtschaftswachstum in Europa und vor allem für den sozialen Frieden und die Beschäftigung in Europa einsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Hübner: Glauben Sie?
Wir brauchen Stabilität im Euro-Raum, und es stimmt, es gibt zwei Wege, wie man dem begegnen kann. Man kann als Europäische Gemeinschaft versuchen, in einer konzertierten Aktion Länder vor der Pleite zu retten, sie zu unterstützen und letztlich das Risiko, das es natürlich gibt, kontrollierbar zu machen. Wir haften. Ich kann nur jenen recht geben, die meinen, ein Geschäft wird das mit den Griechen wirklich nicht werden können. (Abg. Dr. Hübner: Glauben Sie?) Ich glaube auch, dass dieses Haftungsrisiko da ist. Mir persönlich wäre es natürlich lieber gewesen, wenn wir diese Haftungen nicht übernehmen müssten. Aber das Risiko der Haftungen, um eine unkontrollierte Pleite zu vermeiden, bleibt für Österreich kalkulierbar. Es sind 30 Milliarden auf 20 Jahre, eineinhalb Milliarden im Jahr. Das ist gewaltig viel, das Risiko gibt es, aber ich glaube, in einer konzertierten Aktion können wir vermeiden, dass dieses Risiko schlagend wird.
Abg. Dr. Hübner: Was heißt, „wenn es zu Problemen kommt“?
Selbstverständlich kann man über einen kontrollierten Ausgleich reden, aber eine unkontrollierte Pleite, so wie Sie es fordern: Genug gezahlt!, heißt, wir unterstützen Griechenland nicht, wir unterstützen Spanien nicht, auch nicht Italien, wenn es zu Problemen kommt. (Abg. Dr. Hübner: Was heißt, „wenn es zu Problemen kommt“?) Das führt letztlich dazu, dass von heute auf morgen ganze Länder nicht mehr zahlungsfähig sind, nicht mehr ihre Gehälter auszahlen können. Das führt zu Folgepleiten in diesen Ländern, das heißt, die Sparguthaben der Menschen dort sind weg. Stellen Sie sich vor, was das dann für den sozialen Frieden in großen Staaten wie Italien, Spanien und Griechenland bedeutet! Ich glaube, da ist es noch immer besser, jeden Versuch zu unternehmen, diese Euro-Zone stabil zu halten, diese Risiken zu vermeiden und im Sinne der Menschen Europas eine konzertierte Kraftanstrengung zu unternehmen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Selbstverständlich kann man über einen kontrollierten Ausgleich reden, aber eine unkontrollierte Pleite, so wie Sie es fordern: Genug gezahlt!, heißt, wir unterstützen Griechenland nicht, wir unterstützen Spanien nicht, auch nicht Italien, wenn es zu Problemen kommt. (Abg. Dr. Hübner: Was heißt, „wenn es zu Problemen kommt“?) Das führt letztlich dazu, dass von heute auf morgen ganze Länder nicht mehr zahlungsfähig sind, nicht mehr ihre Gehälter auszahlen können. Das führt zu Folgepleiten in diesen Ländern, das heißt, die Sparguthaben der Menschen dort sind weg. Stellen Sie sich vor, was das dann für den sozialen Frieden in großen Staaten wie Italien, Spanien und Griechenland bedeutet! Ich glaube, da ist es noch immer besser, jeden Versuch zu unternehmen, diese Euro-Zone stabil zu halten, diese Risiken zu vermeiden und im Sinne der Menschen Europas eine konzertierte Kraftanstrengung zu unternehmen. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf des Abg. Petzner.
wir diese Wachstumsimpulse, die Europa braucht, auch entsprechend setzen können. (Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
kosten – das mal fürs Stammbuch. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Herr Bundeskanzler! Sie haben richtigerweise gesagt, die Sache mit der Budgetkonsolidierung – 3,2 Prozent, Maastricht neu – habe schon ihren Sinn. Das ist auch bares Geld wert. Vergessen wir letztlich die Hausaufgaben nicht!
Abg. Scheibner: Aber eine eigene Meinung ist nicht verboten! – Abg. Bucher: Aber es geht um unser Geld!
Zwei Bemerkungen zum Thema Führungsrolle Deutschlands und Frankreichs – als einer der überzeugteren und überzeugtesten Europäer in diesem Raum: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Es ist der Europäischen Union immer dann gut gegangen, wenn Deutschland und Frankreich ihre Führungsverantwortung in Europa wahrgenommen haben – von Anfang an –, und das gilt heute auch noch. Es geht halt selten gut, wenn 27 Akteure versuchen, sich bei solchen Themen zu einigen. Da braucht es schon Führungskräfte, da braucht es schon die deutsche Bundeskanzlerin, den französischen Präsidenten (Abg. Scheibner: Aber eine eigene Meinung ist nicht verboten! – Abg. Bucher: Aber es geht um unser Geld!) – natürlich auch Van Rompuy, Barroso. Take the Lead, Leadership ist hier gefragt.
Ruf: Da hat er recht!
Eine letzte Anmerkung: Herr Bundeskanzler! Sie brauchen von mir keine Ratschläge, bekommen aber trotzdem einen. Ich glaube, es ist immer besser, wenn eine selbstbewusste und starke Regierung von sich aus an das Parlament herantritt, das Parlament und die Opposition informiert, sich nicht in einigermaßen eigentümlichen Dringlichen Anfragen vors Parlament holen lässt (Ruf: Da hat er recht!) und insbesondere auch nicht Sondersitzungen im Raum stehen lassen muss. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Eine aktive Information des Parlaments – morgen im Hauptausschuss ist das ja ohnehin gewährleistet – wenn es Gipfelergebnisse gibt, so bald wie möglich, das würde ich mir von Ihnen wünschen und ein kleines Stück weit auch erwarten. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Eine letzte Anmerkung: Herr Bundeskanzler! Sie brauchen von mir keine Ratschläge, bekommen aber trotzdem einen. Ich glaube, es ist immer besser, wenn eine selbstbewusste und starke Regierung von sich aus an das Parlament herantritt, das Parlament und die Opposition informiert, sich nicht in einigermaßen eigentümlichen Dringlichen Anfragen vors Parlament holen lässt (Ruf: Da hat er recht!) und insbesondere auch nicht Sondersitzungen im Raum stehen lassen muss. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Eine aktive Information des Parlaments – morgen im Hauptausschuss ist das ja ohnehin gewährleistet – wenn es Gipfelergebnisse gibt, so bald wie möglich, das würde ich mir von Ihnen wünschen und ein kleines Stück weit auch erwarten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine letzte Anmerkung: Herr Bundeskanzler! Sie brauchen von mir keine Ratschläge, bekommen aber trotzdem einen. Ich glaube, es ist immer besser, wenn eine selbstbewusste und starke Regierung von sich aus an das Parlament herantritt, das Parlament und die Opposition informiert, sich nicht in einigermaßen eigentümlichen Dringlichen Anfragen vors Parlament holen lässt (Ruf: Da hat er recht!) und insbesondere auch nicht Sondersitzungen im Raum stehen lassen muss. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Eine aktive Information des Parlaments – morgen im Hauptausschuss ist das ja ohnehin gewährleistet – wenn es Gipfelergebnisse gibt, so bald wie möglich, das würde ich mir von Ihnen wünschen und ein kleines Stück weit auch erwarten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Bartenstein: Ein Non-Paper an die Öffentlichkeit zu spielen, das hat Lopatka kritisiert!
Sie finden, das ist alles in Ordnung. Die einzige Kritik, die geübt wird, ist, dass man der Öffentlichkeit sagt, es sei eine Hebelung geplant, die aus 450 Milliarden 2 Billionen macht. Das ist uninteressant. Da beunruhigt man die Öffentlichkeit. Das sollte man der Öffentlichkeit im Nachhinein sagen. (Abg. Dr. Bartenstein: Ein Non-Paper an die Öffentlichkeit zu spielen, das hat Lopatka kritisiert!) – Also ein Problem an die Öffentlichkeit zu spielen, das wird kritisiert? (Abg. Dr. Bartenstein: Ein Non-Paper!) Das ist keine Information, sondern Information ist nur, Nicht-Probleme propagandistisch aufbereitet und schönfärberisch durch Regierungsorgane oder Inserate zu verbreiten? Was ist daran Information? – Also Information ist wohl die Bekanntgabe von Problemen, denn damit sollte sich die Öffentlichkeit eigentlich beschäftigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Bartenstein: Ein Non-Paper!
Sie finden, das ist alles in Ordnung. Die einzige Kritik, die geübt wird, ist, dass man der Öffentlichkeit sagt, es sei eine Hebelung geplant, die aus 450 Milliarden 2 Billionen macht. Das ist uninteressant. Da beunruhigt man die Öffentlichkeit. Das sollte man der Öffentlichkeit im Nachhinein sagen. (Abg. Dr. Bartenstein: Ein Non-Paper an die Öffentlichkeit zu spielen, das hat Lopatka kritisiert!) – Also ein Problem an die Öffentlichkeit zu spielen, das wird kritisiert? (Abg. Dr. Bartenstein: Ein Non-Paper!) Das ist keine Information, sondern Information ist nur, Nicht-Probleme propagandistisch aufbereitet und schönfärberisch durch Regierungsorgane oder Inserate zu verbreiten? Was ist daran Information? – Also Information ist wohl die Bekanntgabe von Problemen, denn damit sollte sich die Öffentlichkeit eigentlich beschäftigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie finden, das ist alles in Ordnung. Die einzige Kritik, die geübt wird, ist, dass man der Öffentlichkeit sagt, es sei eine Hebelung geplant, die aus 450 Milliarden 2 Billionen macht. Das ist uninteressant. Da beunruhigt man die Öffentlichkeit. Das sollte man der Öffentlichkeit im Nachhinein sagen. (Abg. Dr. Bartenstein: Ein Non-Paper an die Öffentlichkeit zu spielen, das hat Lopatka kritisiert!) – Also ein Problem an die Öffentlichkeit zu spielen, das wird kritisiert? (Abg. Dr. Bartenstein: Ein Non-Paper!) Das ist keine Information, sondern Information ist nur, Nicht-Probleme propagandistisch aufbereitet und schönfärberisch durch Regierungsorgane oder Inserate zu verbreiten? Was ist daran Information? – Also Information ist wohl die Bekanntgabe von Problemen, denn damit sollte sich die Öffentlichkeit eigentlich beschäftigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Na Bravo!
Wir haben aus den Europäischen-Zentralbank-Verrechnungssalden TARGET – das ist ganz simpel gesagt das europäische Ausgleichssystem für die Bilanzdefizite – eine anteilige Haftung von etwa 11 Milliarden €. (Ruf bei der FPÖ: Na Bravo!) Dort gibt es nämlich einen Fehlbestand – also TARGET-Forderungen gegenüber den PIGS-Ländern – von derzeit etwa 358 Milliarden €. Wir haben einen dreiprozentigen Haftungsanteil an der EZB – wenn man von der Uneinbringlichkeit dieser Forderungen aus dem TARGET-Verrechnungssystem ausgeht, entfallen hier allein 11 Milliarden auf uns.
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Das sind die Größenordnungen, und jetzt wird an die Hebelung gedacht und den Leuten gesagt, an der Haftung ändere sich nichts. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) – Das können Sie aber nicht ernstlich unterschreiben, Kollege Bartenstein. Wenn ich versicherungstechnisch heble und statt eines Gesamtrisikos – wie es vorgesehen war – die 20 Prozent Superrisiko übernehme – die fünffache Hebelung wäre also die Versicherung gegen 20-prozentigen Ausfall; das heißt, ich übernehme nur die obersten 20 Prozent, die übernehme ich aber fünfmal so oft wie beim anderen – dann habe ich also mein Risiko mindestens verfünffacht – sagen wir jetzt einmal: mindestens –, denn dass ich einen Nullertrag habe, einen Totalausfall bei einer Anleihe, für die ich hafte, ist sehr unwahrscheinlich. Normalerweise habe ich bei einem Staatsbankrott zwischen 50, 60 oder 70 Prozent. Wenn ich aber die 20 Prozent, die tatsächlich gefährdet sind, versichere, dann droht mir wirklich der Totalausfall.
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Petzner und Mag. Stadler.
Ich wage eines zu sagen, Herr Staatssekretär, Kollege Bartenstein – der Herr Bundeskanzler ist ja nicht mehr da –: Für solche Haftungsübernahmen gibt es kein Mandat durch die letzte Wahl zur repräsentativen Volksversammlung, in der wir hier sitzen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Petzner und Mag. Stadler.) Dafür haben die Menschen im Oktober 2008 nicht gestimmt. Das hat damals niemand gewusst und auch nicht geahnt. Das kann man also mit dem Mandat, das Sie hier haben, nicht verantworten.
Abg. Mag. Schickhofer: ... eigentlich ein?
einmal aufsummieren, dann sind Sie in einem Bereich von 50, 60 oder 70 Milliarden – Milliarden, Milliarden. Das sind also die gesamten Ausgaben des Staates in einem Jahr. (Abg. Mag. Schickhofer: ... eigentlich ein?) – Was? Wie? (Abg. Mag. Schickhofer: Wie schätzen Sie das Regelrisiko Ihres Weges eigentlich ein ...?) – Das Risiko meines Weges? Ich habe Ihnen noch überhaupt keinen Weg genannt. Also wel- chen Weg meinen Sie? (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.)
Abg. Mag. Schickhofer: Wie schätzen Sie das Regelrisiko Ihres Weges eigentlich ein ...?
einmal aufsummieren, dann sind Sie in einem Bereich von 50, 60 oder 70 Milliarden – Milliarden, Milliarden. Das sind also die gesamten Ausgaben des Staates in einem Jahr. (Abg. Mag. Schickhofer: ... eigentlich ein?) – Was? Wie? (Abg. Mag. Schickhofer: Wie schätzen Sie das Regelrisiko Ihres Weges eigentlich ein ...?) – Das Risiko meines Weges? Ich habe Ihnen noch überhaupt keinen Weg genannt. Also wel- chen Weg meinen Sie? (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.
einmal aufsummieren, dann sind Sie in einem Bereich von 50, 60 oder 70 Milliarden – Milliarden, Milliarden. Das sind also die gesamten Ausgaben des Staates in einem Jahr. (Abg. Mag. Schickhofer: ... eigentlich ein?) – Was? Wie? (Abg. Mag. Schickhofer: Wie schätzen Sie das Regelrisiko Ihres Weges eigentlich ein ...?) – Das Risiko meines Weges? Ich habe Ihnen noch überhaupt keinen Weg genannt. Also wel- chen Weg meinen Sie? (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Schickhofer.)
Beifall bei der FPÖ
Bevor ich überhaupt von einem Weg rede: Ich finde, das Einzige, was wir jetzt ehrlich von der Regierung verlangen können, ist, dass sie entweder hinausgeht und sagt: Ohne uns – Veto!; oder die Regierung sagt: Wir können das nicht mehr verantworten, wir treten zurück – Neuwahlen!; oder die Regierung sagt: Wir können das nicht verantworten und legen diese für uns essenzielle Frage dem Volk in einer Abstimmung vor! – Etwas anderes kann es da nicht geben (Beifall bei der FPÖ), denn diese Schuldenblase, auf die wir zugehen, bedeutet natürlich – und das haben einige Redner zumindest indirekt ja auch schon gesagt – Kontrolle der europäischen Finanzen durch ein Direktorium, nicht mehr durch die Parlamente, bedeutet eine Wirtschaftsregierung, bedeutet einen Verlust der Budgetsouveränität und einen weitgehenden Verlust der Steuersouveränität, und sie bedeutet eine Totalrevision unseres Selbstverständnisses und unserer Verfassung.
Beifall bei der FPÖ.
Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: ... Hauptausschuss!
Es hätte jetzt zwei Tage Zeit gegeben, dass die Bundesregierung von sich aus hier eine Erklärung abgibt und wir eine umfassende Diskussion über alle Rahmenbedingungen führen. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Bartenstein: ... Hauptausschuss!) – Ich glaube aber, dass jeder Abgeordnete hier das Recht hat, sich zu Wort zu melden und auch die Informationen zu bekommen, und nicht nur die Abgesandten im Hauptausschuss. Das ist vielleicht ein Unterschied im Demokratieverständnis, aber zu diesem Unterschied stehe ich durchaus.
Zwischenruf des Abg. Bucher
Wenn man aber durchaus gemeinsam mit dem Parlament einmal eine klare Linie entwickeln würde, dazu, was die Interessen Österreichs sind – das habe ich überhaupt noch nie gehört: was sind denn die Interessen Österreichs, die Sie in Brüssel vertreten sollten? –, wenn Sie dann auch Junktims setzen und mit einem Veto zumindest drohen würden, um diese österreichischen Interessen, die Interessen der österreichischen Steuerzahler durchzusetzen (Zwischenruf des Abg. Bucher), dann wäre schon sehr, sehr viel gewonnen, Herr Staatssekretär; richten Sie das bitte auch dem Herrn Bundeskanzler aus.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Bucher: Ministerrat!
Die Frau Finanzministerin sagt nur, der Regierungschef – Regierungschef Faymann – „war dabei“, so quasi: Er hat vielleicht nicht gewusst, was er getan hat, aber hat mitgestimmt – anscheinend gegen ihre Meinung. Gibt es vor solchen wichtigen Entscheidungen, die dazu führen, dass dem österreichischen Steuerzahler unter Umständen Milliarden und Abermilliarden auf den Kopf fallen werden, keine Abstimmung in der Bundesregierung? (Beifall beim BZÖ. – Abg. Bucher: Ministerrat!)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Wir haben nichts davon, wenn Sie sich dann wieder gegenseitig die Bälle zuwerfen und sagen, der eine sei schuld, der andere sei schuld. Bitte, das sind Sandkastenspiele im Kindergarten, aber nicht einer österreichischen Bundesregierung würdig, die in einer schwierigen Krisensituation die Interessen Österreichs auch gegenüber der Europäischen Union vertreten sollte. (Zwischenruf des Abg. Bucher.)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Heute habe ich gehört – auch vonseiten der ÖVP –, dass man jetzt einen Unterschied zwischen Geschäftsbank und Investitionsbank machen muss. Das haben wir vor zwei Jahren gesagt, da hat man uns gesagt, das sei Unsinn, das sei nichts. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Auch was den Haircut, wie das jetzt so schön heißt, betrifft, wurde bereits vor Monaten von uns gesagt, dass das die letzte Konsequenz sein wird, die nicht vermeidbar sein wird. – Nein, um Gottes willen, das wird alles nicht kommen!,
Zwischenruf bei der SPÖ.
Es wäre notwendig, dass Sie endlich einmal in den Dialog mit dem Parlament und mit der Bevölkerung treten und nicht schauen, wo Sie bei den anderen zustimmen können, damit Sie dort nur ja freundliche Gesichter ernten. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Es geht darum, konsequent eine österreichische Linie einzubringen und, wenn es notwendig ist, auch ein Veto dagegen einzulegen, dass die Spekulanten und Banken, die viele, viele Jahre an diesem System gut verdient haben, ihre Verluste sozialisieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es wäre notwendig, dass Sie endlich einmal in den Dialog mit dem Parlament und mit der Bevölkerung treten und nicht schauen, wo Sie bei den anderen zustimmen können, damit Sie dort nur ja freundliche Gesichter ernten. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Es geht darum, konsequent eine österreichische Linie einzubringen und, wenn es notwendig ist, auch ein Veto dagegen einzulegen, dass die Spekulanten und Banken, die viele, viele Jahre an diesem System gut verdient haben, ihre Verluste sozialisieren. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ
Eine Frage, Herr Krainer: Was ist mit Ihnen geschehen? Sind Sie durch die laufenden Warnungen der Opposition gescheiter geworden (Zwischenruf bei der FPÖ), oder ist Ihnen bei den Reisen durch Europa, die Sie angesprochen haben, ein Licht aufgegangen? – Ich glaube, beides ist nicht der Fall. Ich glaube nur eines: Ihnen ist im Magenbereich mulmig geworden. Dieses Gefühl – das gebe ich Ihnen jetzt mit auf die Reise –
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Sie sind dafür, dass wir Griechenland pleitegehen lassen! Stimmt das? Das ist es, was Sie suggerieren!
Herr Lopatka! Warum kann man nicht mit einem Veto hinausgehen? Warum kann man nicht einmal Rückgrat beweisen und sagen: Wenn hier wirklich Gefahr in Verzug ist, dann wird Österreich nicht mitspielen. Die Bevölkerung würde es Ihnen danken, und mehr Rückgrat von den Politikern in der Regierung wäre gefragt. Das ist es, was wir von euch fordern. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Schickhofer: Sie sind dafür, dass wir Griechenland pleitegehen lassen! Stimmt das? Das ist es, was Sie suggerieren!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das sagt mir überhaupt nichts! Siebzigmal der Mount Everest?
Ein bisschen zur Veranschaulichung: Würde man 500-€-Päckchen aufeinander legen, es würde eine Höhe von über 600 000 Metern ergeben. Das ist ungefähr siebzigmal die Höhe des Mount Everest. Ich sage das zur Veranschaulichung. Es kann ja keiner mehr etwas anfangen mit solchen Summen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das sagt mir überhaupt nichts! Siebzigmal der Mount Everest?) – Nein, nur die Höhe. Ja, das können Sie sich auch nicht vorstellen, Frau Kollegin Glawischnig. Das ist aber ein Faktum. 600 000 Meter in der Höhe sind es, wenn man 500-€-Scheine übereinander legt – 2,5 Billionen €. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie aber einen besseren Vergleich!) – Nein, das ist die Wahrheit. Glauben Sie mir das! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist ein Vergleich, wie viel Geld das ist. Faktum ist, hier wird eine Blase erzeugt ... (Abg. Dr. Bartenstein: Sie haben aber 600 000 Meter gesagt! Der Mount Everest ist größer!) – Ja, so ist es. Fünfzig- bis sechzigmal die Höhe des Mount Everest habe ich gesagt. (Abg. Dr. Wittmann: Wie oft ist das der Großglockner?) – Rechnen Sie es durch!
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie aber einen besseren Vergleich!
Ein bisschen zur Veranschaulichung: Würde man 500-€-Päckchen aufeinander legen, es würde eine Höhe von über 600 000 Metern ergeben. Das ist ungefähr siebzigmal die Höhe des Mount Everest. Ich sage das zur Veranschaulichung. Es kann ja keiner mehr etwas anfangen mit solchen Summen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das sagt mir überhaupt nichts! Siebzigmal der Mount Everest?) – Nein, nur die Höhe. Ja, das können Sie sich auch nicht vorstellen, Frau Kollegin Glawischnig. Das ist aber ein Faktum. 600 000 Meter in der Höhe sind es, wenn man 500-€-Scheine übereinander legt – 2,5 Billionen €. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie aber einen besseren Vergleich!) – Nein, das ist die Wahrheit. Glauben Sie mir das! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist ein Vergleich, wie viel Geld das ist. Faktum ist, hier wird eine Blase erzeugt ... (Abg. Dr. Bartenstein: Sie haben aber 600 000 Meter gesagt! Der Mount Everest ist größer!) – Ja, so ist es. Fünfzig- bis sechzigmal die Höhe des Mount Everest habe ich gesagt. (Abg. Dr. Wittmann: Wie oft ist das der Großglockner?) – Rechnen Sie es durch!
Beifall bei der FPÖ.
Ein bisschen zur Veranschaulichung: Würde man 500-€-Päckchen aufeinander legen, es würde eine Höhe von über 600 000 Metern ergeben. Das ist ungefähr siebzigmal die Höhe des Mount Everest. Ich sage das zur Veranschaulichung. Es kann ja keiner mehr etwas anfangen mit solchen Summen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das sagt mir überhaupt nichts! Siebzigmal der Mount Everest?) – Nein, nur die Höhe. Ja, das können Sie sich auch nicht vorstellen, Frau Kollegin Glawischnig. Das ist aber ein Faktum. 600 000 Meter in der Höhe sind es, wenn man 500-€-Scheine übereinander legt – 2,5 Billionen €. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie aber einen besseren Vergleich!) – Nein, das ist die Wahrheit. Glauben Sie mir das! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist ein Vergleich, wie viel Geld das ist. Faktum ist, hier wird eine Blase erzeugt ... (Abg. Dr. Bartenstein: Sie haben aber 600 000 Meter gesagt! Der Mount Everest ist größer!) – Ja, so ist es. Fünfzig- bis sechzigmal die Höhe des Mount Everest habe ich gesagt. (Abg. Dr. Wittmann: Wie oft ist das der Großglockner?) – Rechnen Sie es durch!
Abg. Dr. Bartenstein: Sie haben aber 600 000 Meter gesagt! Der Mount Everest ist größer!
Ein bisschen zur Veranschaulichung: Würde man 500-€-Päckchen aufeinander legen, es würde eine Höhe von über 600 000 Metern ergeben. Das ist ungefähr siebzigmal die Höhe des Mount Everest. Ich sage das zur Veranschaulichung. Es kann ja keiner mehr etwas anfangen mit solchen Summen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das sagt mir überhaupt nichts! Siebzigmal der Mount Everest?) – Nein, nur die Höhe. Ja, das können Sie sich auch nicht vorstellen, Frau Kollegin Glawischnig. Das ist aber ein Faktum. 600 000 Meter in der Höhe sind es, wenn man 500-€-Scheine übereinander legt – 2,5 Billionen €. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie aber einen besseren Vergleich!) – Nein, das ist die Wahrheit. Glauben Sie mir das! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist ein Vergleich, wie viel Geld das ist. Faktum ist, hier wird eine Blase erzeugt ... (Abg. Dr. Bartenstein: Sie haben aber 600 000 Meter gesagt! Der Mount Everest ist größer!) – Ja, so ist es. Fünfzig- bis sechzigmal die Höhe des Mount Everest habe ich gesagt. (Abg. Dr. Wittmann: Wie oft ist das der Großglockner?) – Rechnen Sie es durch!
Abg. Dr. Wittmann: Wie oft ist das der Großglockner?
Ein bisschen zur Veranschaulichung: Würde man 500-€-Päckchen aufeinander legen, es würde eine Höhe von über 600 000 Metern ergeben. Das ist ungefähr siebzigmal die Höhe des Mount Everest. Ich sage das zur Veranschaulichung. Es kann ja keiner mehr etwas anfangen mit solchen Summen. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das sagt mir überhaupt nichts! Siebzigmal der Mount Everest?) – Nein, nur die Höhe. Ja, das können Sie sich auch nicht vorstellen, Frau Kollegin Glawischnig. Das ist aber ein Faktum. 600 000 Meter in der Höhe sind es, wenn man 500-€-Scheine übereinander legt – 2,5 Billionen €. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Da brauchen Sie aber einen besseren Vergleich!) – Nein, das ist die Wahrheit. Glauben Sie mir das! Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist ein Vergleich, wie viel Geld das ist. Faktum ist, hier wird eine Blase erzeugt ... (Abg. Dr. Bartenstein: Sie haben aber 600 000 Meter gesagt! Der Mount Everest ist größer!) – Ja, so ist es. Fünfzig- bis sechzigmal die Höhe des Mount Everest habe ich gesagt. (Abg. Dr. Wittmann: Wie oft ist das der Großglockner?) – Rechnen Sie es durch!
Abg. Dr. Wittmann: Aus der Nummer machen wir etwas!
Hier wird nichts anderes als eine Blase erzeugt. Es ist auch kein Luftballon mehr, sondern ein Heißluftballon, also gefährlich bis ins Letzte. Und eines verstehe ich auch nicht ... (Abg. Dr. Wittmann: Aus der Nummer machen wir etwas!) – Herr Kollege Wittmann! Über das können wir dann gerne reden. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek. – Unruhe im Saal.) Warum soll nicht eine Plattform der Rechnungshöfe diese Finanzinstrumente kontrollieren? Das verstehe ich überhaupt nicht. Letztendlich hat ohnehin das Volk darüber zu entscheiden bei Dingen, die ein solches Ausmaß überschreiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek. – Unruhe im Saal.
Hier wird nichts anderes als eine Blase erzeugt. Es ist auch kein Luftballon mehr, sondern ein Heißluftballon, also gefährlich bis ins Letzte. Und eines verstehe ich auch nicht ... (Abg. Dr. Wittmann: Aus der Nummer machen wir etwas!) – Herr Kollege Wittmann! Über das können wir dann gerne reden. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek. – Unruhe im Saal.) Warum soll nicht eine Plattform der Rechnungshöfe diese Finanzinstrumente kontrollieren? Das verstehe ich überhaupt nicht. Letztendlich hat ohnehin das Volk darüber zu entscheiden bei Dingen, die ein solches Ausmaß überschreiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Hier wird nichts anderes als eine Blase erzeugt. Es ist auch kein Luftballon mehr, sondern ein Heißluftballon, also gefährlich bis ins Letzte. Und eines verstehe ich auch nicht ... (Abg. Dr. Wittmann: Aus der Nummer machen wir etwas!) – Herr Kollege Wittmann! Über das können wir dann gerne reden. (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek. – Unruhe im Saal.) Warum soll nicht eine Plattform der Rechnungshöfe diese Finanzinstrumente kontrollieren? Das verstehe ich überhaupt nicht. Letztendlich hat ohnehin das Volk darüber zu entscheiden bei Dingen, die ein solches Ausmaß überschreiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Unruhe im Saal – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (ohne Klubzugehörigkeit): Herr Präsident! Hohes Haus! Viele von Ihnen (Unruhe im Saal – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) können sich sicher noch an die Einführung des Euro erinnern. Damals – die Vorbereitungen gehen ja auf die Jahre 1992 und 1993 zurück – hat es sehr, sehr viele Experten gegeben, die bezweifelt haben, dass ein Euro ohne eine gemeinsame Regierung funktionieren kann. Das heißt, ein gemeinsamer Währungsraum ohne eine gemeinsame Regierung ist ein Experiment.
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Die Finanzprobleme, die entstanden sind, sind nicht zuletzt auch durch Hebelprodukte entstanden. Wir kennen diese Leverage-Geschichten bei den Banken, wir kennen die Hebel, die bei den Hedgefonds angewandt wurden, wir kennen die Probleme, die dadurch entstanden sind. Und was machen wir jetzt? – Wir diskutieren allen Ernstes darüber, selbst zu hebeln. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Was bedeutet das? Was bedeutet es, wenn ich Geld nehme und es heble? – Nichts anderes, als dass ich mein Risiko vergrößere. Und wenn ich von einem Hebel 5 spreche, der hier angedacht wurde, dann habe ich das fünffache Risiko. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, Geld zu verlieren, ist fünfmal so hoch. (Abg. Mag. Kogler: Das ist völliger Blödsinn!) – Der Herr Kogler hat gesagt, das sei Blödsinn.
Abg. Mag. Kogler: Das ist völliger Blödsinn!
Die Finanzprobleme, die entstanden sind, sind nicht zuletzt auch durch Hebelprodukte entstanden. Wir kennen diese Leverage-Geschichten bei den Banken, wir kennen die Hebel, die bei den Hedgefonds angewandt wurden, wir kennen die Probleme, die dadurch entstanden sind. Und was machen wir jetzt? – Wir diskutieren allen Ernstes darüber, selbst zu hebeln. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Was bedeutet das? Was bedeutet es, wenn ich Geld nehme und es heble? – Nichts anderes, als dass ich mein Risiko vergrößere. Und wenn ich von einem Hebel 5 spreche, der hier angedacht wurde, dann habe ich das fünffache Risiko. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, Geld zu verlieren, ist fünfmal so hoch. (Abg. Mag. Kogler: Das ist völliger Blödsinn!) – Der Herr Kogler hat gesagt, das sei Blödsinn.
Abg. Dr. Wittmann: Wie war das am Anfang?
Jetzt haben wir heute schon gehört, dass ein Versicherungsmodell geplant wurde, bei dem ein Staat eine Anleihe ausgibt. Sagen wir, Italien gibt eine Anleihe mit 10 Milliarden €. Der Rettungsschirm garantiert für die 2 Milliarden €, das heißt, für die 20 Prozent, und im Falle des Ausfalls, des Haircut, übernimmt der Rettungsschirm diese 2 Milliarden € zu 100 Prozent. Das heißt, ich habe 2 Milliarden € eingesetzt, trage aber das volle Risiko auch bei dem 20-prozentigen Ausfall, was ein 100-prozentiges Risiko bedeutet. Können Sie mir folgen? (Abg. Dr. Wittmann: Wie war das am Anfang?) Das heißt, es ist ein Hebel von 5. Das ist ein Risiko, das ich verfünffache, und genau das wird hier gemacht.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich könnte jetzt hergehen und sagen, es ist alles ganz einfach, es gibt eine schmerzfreie Lösung. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Es ist ganz einfach, könnte ich hier sagen. Es gibt aber keine schmerzfreie Lösung! Was wir uns überlegen können, das ist: Wann kommt der Schmerz, wie stark wird er sein und wen wird er treffen? Das ist die erste Variante. Die zweite Variante, die Sie wollen, ist, den Schmerz hinauszögern. Dann wird er dementsprechend größer sein und wird die Falschen treffen, nämlich die Steuerzahler. Jetzt haben wir noch die Chance, all jene zu treffen, die auch verdient haben. In ein, zwei Jahren wird es zu spät sein. In ein, zwei Jahren wird dann nur mehr der Steuerzahler überbleiben, und das ist genau das, was Sie wollen (Abg. Dr. Witt-
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ich kann nur eines hoffen, und das glauben Sie wahrscheinlich auch, Herr Bundeskanzler: Die nächste Regierung, die ihren Bürgern die Grausamkeiten antun muss, die Sie heute verbrechen, werden hoffentlich Sie zur Verantwortung ziehen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Ich hoffe, dass man Ihnen dann Ihre Pension auf die Mindestpension kürzt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich kann nur eines hoffen, und das glauben Sie wahrscheinlich auch, Herr Bundeskanzler: Die nächste Regierung, die ihren Bürgern die Grausamkeiten antun muss, die Sie heute verbrechen, werden hoffentlich Sie zur Verantwortung ziehen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Ich hoffe, dass man Ihnen dann Ihre Pension auf die Mindestpension kürzt. (Beifall bei der FPÖ.)
Unruhe im Saal – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Nach der gerade hinter uns gebrachten Diskussion ist es jetzt ein bisschen schwierig, wieder zum Alltag zurückzukehren (Unruhe im Saal – Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen), zum Budget, dessen Schwerpunkt ja der Stabilitätsfaktor ist. Das passt ja ganz gut auch zur vorangegangenen Diskussion.
Beifall bei der SPÖ.
zu stärken und stabil zu halten und damit das Einsinken der Nachfrage auf den transnationalen Märkten wieder zu stabilisieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, Frankreich hat mit der Reichensteuer bewiesen, dass es notwendig ist und möglich ist. Wir reden von Beträgen von 1 Million € und nicht von 250 000 € wie in Frankreich. Ich denke mir, wenn Frankreich diesen Weg gehen kann, dann sollten wir auch so viel Mut haben, meine Damen und Herren, vor allem gegenüber dem Koalitionspartner, und uns auch ernsthaft darüber unterhalten, dass Vermögen ab 1 Million € durchaus einen gerechten Beitrag zu unserem Staatshaushalt leisten können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Sie haben keinen mehr!
Abgeordnete Claudia Durchschlag (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Vielleicht zuerst noch ein paar Worte zur Kollegin Unterreiner. Ich halte es für relativ kühn, den Alleinvertretungsanspruch im Bereich von Kunst und Kultur für Ihre Fraktion zu behaupten. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Sie haben keinen mehr!)
Abg. Neubauer: Das ist die Macht der heiligen Sammler!
Wissen!) Es gibt hier wahrscheinlich ein paar Unterschiede: Was ist Kunst? Was ist Kultur? Und vor allem: Was soll gefördert werden? (Abg. Neubauer: Das ist die Macht der heiligen Sammler!) Aber zu den Förderungen komme ich dann noch.
Beifall bei der ÖVP.
Ein herzliches Dankeschön daher an Finanzministerin und Bildungsministerin! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!
Wie gesagt, die Kritik des Rechnungshofes ist vernichtend. Ich verstehe nicht, warum die Finanzministerin das Budget erhöht, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Schülerzahlen sinken. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!) Eine Erhöhung des Budgets für das land- und forstwirtschaftliche Schulwesen ist nur dann zu rechtfertigen, wenn diese Missstände endlich ausgeräumt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie gesagt, die Kritik des Rechnungshofes ist vernichtend. Ich verstehe nicht, warum die Finanzministerin das Budget erhöht, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Schülerzahlen sinken. (Ruf bei der ÖVP: Das stimmt ja nicht!) Eine Erhöhung des Budgets für das land- und forstwirtschaftliche Schulwesen ist nur dann zu rechtfertigen, wenn diese Missstände endlich ausgeräumt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich spreche noch nicht einmal von den Schulleiterbesetzungen; die laufen im land- und forstwirtschaftlichen Schulwesen so ab, dass man als einzige Qualifikation eine jahrelange ÖVP- oder Bauernbundmitgliedschaft braucht. Das ist eine Spielwiese ausschließlich für die ÖVP, und Bundes- und Landeskompetenz gehören in diesem Bereich klar geregelt. Mit dem landwirtschaftlichen Schulwesen und der Schulleiterbesetzung werden wir uns noch intensiv auseinandersetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: Da verstecken sich die Bauern hinter der Zeitung!
Wir werden aber auch eine parlamentarische Anfrage an den Landwirtschaftsminister und an die Finanzministerin darüber richten, warum im Budget die Druckkosten des Landwirtschaftsministeriums in diesem Jahr um 60 Prozent erhöht werden. Es gibt auch keine eindeutige Erklärung dafür, warum die Kosten für Auslandsreisen, Auslandszulagen und Repräsentationsaufgaben im Vergleich zum Vorjahr massivst erhöht werden. Wir werden auch hinterfragen, warum so viele Posten im Budget unter dem Titel „Werkleistungen durch Dritte“ massivst erhöht worden sind. Wir wollen wissen, was hinter diesen Punkten steckt, weil wir befürchten, dass damit ausschließlich Eigen-PR des Landwirtschaftsministers finanziert wird. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Neubauer: Da verstecken sich die Bauern hinter der Zeitung!)
Ruf bei der ÖVP: Aus ist es!
Unserer Ansicht nach präsentieren Sie mit dem vorliegenden Agrarbudget lediglich das Umschichten von Geld, hinein in einen aufgeblähten Verwaltungsapparat, hin zum Landwirtschaftsministerium, wo es Erhöhungen gegeben hat, hin zur Landwirtschaftskammer, zu den nahestehenden Verbänden und zu diesen landwirtschaftlichen Fachschulen, die nicht organisiert und nicht koordiniert sind. (Ruf bei der ÖVP: Aus ist es!) Für dieses Budget kann es, wenn es so bleibt, von unserer Seite keine Zustimmung geben. (Abg. Öllinger: Da haben Sie recht!)
Abg. Öllinger: Da haben Sie recht!
Unserer Ansicht nach präsentieren Sie mit dem vorliegenden Agrarbudget lediglich das Umschichten von Geld, hinein in einen aufgeblähten Verwaltungsapparat, hin zum Landwirtschaftsministerium, wo es Erhöhungen gegeben hat, hin zur Landwirtschaftskammer, zu den nahestehenden Verbänden und zu diesen landwirtschaftlichen Fachschulen, die nicht organisiert und nicht koordiniert sind. (Ruf bei der ÖVP: Aus ist es!) Für dieses Budget kann es, wenn es so bleibt, von unserer Seite keine Zustimmung geben. (Abg. Öllinger: Da haben Sie recht!)
Beifall bei der FPÖ.
Wir hoffen aber, dass man sich in der Bundesregierung noch besinnt, wirklich einmal klare Einschnitte in der Verwaltung macht und mehr Geld zu den Bauern kommt. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Neubauer: Das ist eben noch ein echter Bauernvertreter! – Abg. Rädler: Das haben sich die Bauern aber nicht verdient! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer. – Ruf bei der ÖVP: Nein, den Linzern traue ich nicht! – Abg. Jannach: Reparieren Sie einmal das Führerscheingesetz! Das kann es ja nicht sein! – Abg. Mag. Schatz – bereits am Rednerpult stehend in Richtung des Präsidenten –: Warten wir noch ein bisschen? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Mag. Schatz. – Bitte. (Abg. Neubauer: Das ist eben noch ein echter Bauernvertreter! – Abg. Rädler: Das haben sich die Bauern aber nicht verdient! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Neubauer. – Ruf bei der ÖVP: Nein, den Linzern traue ich nicht! – Abg. Jannach: Reparieren Sie einmal das Führerscheingesetz! Das kann es ja nicht sein! – Abg. Mag. Schatz – bereits am Rednerpult stehend in Richtung des Präsidenten –: Warten wir noch ein bisschen? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Sind Sie reich?
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich merke, dass Sie alle nach Beiträgen über Kunst und Kultur und Landwirtschaft gespannt sind, was ich als 71. Rednerin in dieser Debatte zur Untergliederung 20, Arbeit, sagen werde, und zwar konkret zum Thema Arbeitsmarktpolitik. (Ruf bei der FPÖ: Sind Sie reich?)
Abg. Neubauer: Sie meinen aber nur die Regierungsparteien! Wir verstehen das schon!
Meine Damen und Herren! Sie verstehen einfach nicht, dass aktive und aktivierende Arbeitsmarktpolitik Bildungspolitik ist. (Abg. Neubauer: Sie meinen aber nur die Regierungsparteien! Wir verstehen das schon!) Das ist eine Investition in die Zukunft! Alles, was jetzt an Qualifizierungsmaßnahmen in arbeitslose Menschen investiert wird, rentiert sich für uns, und zwar schon in wenigen Jahren.
Beifall bei den Grünen.
Was hier vorliegt, ist sehr bedauerlich, und ich hoffe, dass wir im Ausschuss die Möglichkeit haben, vielleicht noch Änderungen vorzunehmen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das war eine kurze Rede!
zahler zahlen müssen. Aber wir sagen: Wir haben genug gezahlt! (Beifall beim BZÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das war eine kurze Rede!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Beifall bei der ÖVP!
Ich glaube also, dass es damit gute Perspektiven gibt, und sehe sehr hoffnungsfroh in die Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Beifall bei der ÖVP!)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Der Herr Kopf ist auch nicht da! Schauen Sie doch in Ihre Reihen!
Bei den Freiheitlichen wissen wir es. Der Herr Klubobmann ist jetzt weg. Am Vormittag hat er, als das Fernsehen noch da war, gezeigt, wie er Europa sieht, seine große Sicht auf Europa. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Der Herr Kopf ist auch nicht da! Schauen Sie doch in Ihre Reihen!) Wenn man ein bisschen dahinterschaut, was die Freiheitlichen Abgeordneten hier in diesem Haus allein im heurigen Jahr eingebracht haben, und das sollte budgetwirksam sein, dann sind das 9,5 Milliarden an Forderungen durch Anträge, die ihr im letzten halben Jahr hier abgegeben habt. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Und die Einsparungen?) Auf der anderen Seite schreit ihr, dass der Staat bankrott ist. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Man muss auch unsere Einsparungsvorschläge sehen!) Und das ist der Weg, den ihr gehen wollt. Das ist doch lächerlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Und die Einsparungen?
Bei den Freiheitlichen wissen wir es. Der Herr Klubobmann ist jetzt weg. Am Vormittag hat er, als das Fernsehen noch da war, gezeigt, wie er Europa sieht, seine große Sicht auf Europa. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Der Herr Kopf ist auch nicht da! Schauen Sie doch in Ihre Reihen!) Wenn man ein bisschen dahinterschaut, was die Freiheitlichen Abgeordneten hier in diesem Haus allein im heurigen Jahr eingebracht haben, und das sollte budgetwirksam sein, dann sind das 9,5 Milliarden an Forderungen durch Anträge, die ihr im letzten halben Jahr hier abgegeben habt. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Und die Einsparungen?) Auf der anderen Seite schreit ihr, dass der Staat bankrott ist. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Man muss auch unsere Einsparungsvorschläge sehen!) Und das ist der Weg, den ihr gehen wollt. Das ist doch lächerlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Man muss auch unsere Einsparungsvorschläge sehen!
Bei den Freiheitlichen wissen wir es. Der Herr Klubobmann ist jetzt weg. Am Vormittag hat er, als das Fernsehen noch da war, gezeigt, wie er Europa sieht, seine große Sicht auf Europa. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Der Herr Kopf ist auch nicht da! Schauen Sie doch in Ihre Reihen!) Wenn man ein bisschen dahinterschaut, was die Freiheitlichen Abgeordneten hier in diesem Haus allein im heurigen Jahr eingebracht haben, und das sollte budgetwirksam sein, dann sind das 9,5 Milliarden an Forderungen durch Anträge, die ihr im letzten halben Jahr hier abgegeben habt. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Und die Einsparungen?) Auf der anderen Seite schreit ihr, dass der Staat bankrott ist. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Man muss auch unsere Einsparungsvorschläge sehen!) Und das ist der Weg, den ihr gehen wollt. Das ist doch lächerlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bei den Freiheitlichen wissen wir es. Der Herr Klubobmann ist jetzt weg. Am Vormittag hat er, als das Fernsehen noch da war, gezeigt, wie er Europa sieht, seine große Sicht auf Europa. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Der Herr Kopf ist auch nicht da! Schauen Sie doch in Ihre Reihen!) Wenn man ein bisschen dahinterschaut, was die Freiheitlichen Abgeordneten hier in diesem Haus allein im heurigen Jahr eingebracht haben, und das sollte budgetwirksam sein, dann sind das 9,5 Milliarden an Forderungen durch Anträge, die ihr im letzten halben Jahr hier abgegeben habt. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Und die Einsparungen?) Auf der anderen Seite schreit ihr, dass der Staat bankrott ist. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Man muss auch unsere Einsparungsvorschläge sehen!) Und das ist der Weg, den ihr gehen wollt. Das ist doch lächerlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Wovon reden wir die ganze Zeit? Legen Sie Ihre Vorschläge auf den Tisch!
Auch bei anderen Parteien sollte man einmal die Hausaufgaben erledigen. Wenn wir an die Harmonisierung beim Pensionssystem bei der Eisenbahn denken, Herr Kollege Haberzettl, dann betrifft das die Jugend. Das ist ein Schritt in die Zukunft, den wir endlich, auch im Hinblick auf Glaubwürdigkeit, machen könnten. Da versteckt ihr euch seit Jahren und auch weiterhin. Oder auch im Bereich des Landes Kärnten bei der Harmonisierung der Pensionen. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Wovon reden wir die ganze Zeit? Legen Sie Ihre Vorschläge auf den Tisch!)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Das sagen ausgerechnet Sie! Sie haben keinen Genierer!
Ich ersuche euch wirklich: Nehmt euch ein bisschen zurück und denkt daran, dass das auch finanziert werden muss! (Abg. Dr. Fichtenbauer: Das sagen ausgerechnet Sie! Sie haben keinen Genierer!)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Wir haben jetzt gleich eine Kurz-Debatte!
Nehmt euch ein Beispiel an unserem jungen Staatssekretär Kurz! Der hat als Einziger jetzt einmal gezeigt, wie man Politik macht. Er ist nicht umsonst in kürzester Zeit einer der beliebtesten Politiker geworden (Abg. Dr. Fichtenbauer: Wir haben jetzt gleich eine Kurz-Debatte!), weil er die Themen angreift und nicht daran vorbeiredet. Ihr redet ja immer nur. Ihr haut Asyl, Integration, Migration auf einen Haufen, und darüber wollt ihr reden, und ihr sagt, die sollen alle einmal Deutsch lernen und so weiter. In Wahrheit erkennt ihr nicht einmal, dass von den 600 000 Menschen mit ausländischem Hintergrund in Österreich die größte Gruppe mit 213 000 aus Deutschland kommt. Das ist euch ja völlig egal. Und damit kann man nicht Politik machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nehmt euch ein Beispiel an unserem jungen Staatssekretär Kurz! Der hat als Einziger jetzt einmal gezeigt, wie man Politik macht. Er ist nicht umsonst in kürzester Zeit einer der beliebtesten Politiker geworden (Abg. Dr. Fichtenbauer: Wir haben jetzt gleich eine Kurz-Debatte!), weil er die Themen angreift und nicht daran vorbeiredet. Ihr redet ja immer nur. Ihr haut Asyl, Integration, Migration auf einen Haufen, und darüber wollt ihr reden, und ihr sagt, die sollen alle einmal Deutsch lernen und so weiter. In Wahrheit erkennt ihr nicht einmal, dass von den 600 000 Menschen mit ausländischem Hintergrund in Österreich die größte Gruppe mit 213 000 aus Deutschland kommt. Das ist euch ja völlig egal. Und damit kann man nicht Politik machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fichtenbauer: Danke schön! Das war Stammtisch! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Daher: Nehmt euch ein bisschen zurück in euren Wortmeldungen und macht Politik wie unser junger Staatssekretär! Dann könnt ihr auch weiterhin mit Recht die Bezeichnung Nationalrat oder Nationalrätin tragen. Aber so nicht, meine blauen Freunde! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fichtenbauer: Danke schön! Das war Stammtisch! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
schauen und nicht nur selektiv heraussuchen, was Ihnen gerade nicht ins Konzept passt. (Beifall bei der FPÖ.) Also es ist hier manchmal auch ein sinnerfassendes Lesen vonnöten, auch in Ihrer Fraktion. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Das kann er ja nicht! Wie soll er denn das machen?)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Das kann er ja nicht! Wie soll er denn das machen?
schauen und nicht nur selektiv heraussuchen, was Ihnen gerade nicht ins Konzept passt. (Beifall bei der FPÖ.) Also es ist hier manchmal auch ein sinnerfassendes Lesen vonnöten, auch in Ihrer Fraktion. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Das kann er ja nicht! Wie soll er denn das machen?)
Beifall bei der FPÖ.
Nun aber zu etwas anderem. Wir haben heute in der Früh die korrigierte Version des Familien-Bundesvoranschlages bekommen. Im ersten Moment habe ich mir gedacht, naja, es könnte ein Lichtblick sein. Man hat sich bemüht, etwas zu verändern, nachdem der eigentliche Voranschlag, den wir gestern bekommen haben, ja nicht so rosig ausgeschaut hat. Aber diese Erwartung hat gerade einmal so lange gedauert, bis ich mir die Zahlen angeschaut und gesehen habe, es hat sich ja absolut gar nichts verändert. Auch in dieser Zeit, in der Not und Elend in Familien auch bei uns in Österreich gang und gäbe sind, in der viele am Existenzminimum leben, wird eher den Banken und Spekulanten recht gegeben und ihnen das Geld nachgeworfen, als auf unsere Familien Rücksicht zu nehmen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben uns dann noch einmal angeschaut, was die Frau Bundesminister hier gesagt hat. Sie hat gesagt: Wir kommen zum Herzstück unserer Gesellschaft, zur Familie und zur Jugend. Hier sind 6,3 Milliarden vorgesehen. – Das hört sich ja nicht schlecht an, aber schauen wir einmal, was im vorigen Jahr war: Voriges Jahr waren es 6,3 Milliarden. In der korrigierten Version heute stehen 6,2 Milliarden drinnen. Also jetzt warten wir einmal auf morgen, wie viel morgen herauskommt. Wir warten einmal von Tag zu Tag, ob sich da Änderungen ergeben oder nicht. Und wenn Sie glauben, es betrifft nur eine einzige Untergruppe, täuschen Sie sich. Nicht nur da gibt es Fehler und Missstände und Korrekturen anzubringen, es gibt das in drei weiteren Untergruppen, in 16, 20 und 58. Schauen wir einmal, was morgen weiter sein wird. Bei der Aussage, dass das eben das Herzstück sein soll, handelt es sich offensichtlich wieder einmal – wie wir es gewohnt sind – nur um Lippenbekenntnisse. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber eines kann ich Ihnen garantieren: Wir werden uns dieses Budget und die weiteren Vorgangsweisen, die die Regierung in Zukunft hier wählen wird, genau anschauen, und wir werden diese schludrige Art und Weise, wie man mit der Familie, mit der Zukunft Österreichs umgeht, sicher nicht tolerieren. Darauf können Sie sich verlassen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Die Abnahme der Investitionen in das produktive Kapital in Europa und die Zunahme der Finanzspekulation – das sind die Elemente, um die es geht. Dahinter steht eine Politik der Deregulierung. Wer ist denn verantwortlich gewesen für diese Art von Politik in den letzten zehn Jahren? Ganz klar: die ÖVP. Und sie ist nicht fähig und nicht bereit, ihre eigene Verantwortung wahrzunehmen und auch einmal anzuerkennen, dass diese Politik gescheitert ist, eine Politik, die auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung gegangen ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das sind die Fakten, und daher ist es nur recht und billig, endlich auf dieser Ebene – das ist unsere Devise – auch die Steuergerechtigkeit in diesem Land herzustellen und nicht dauernd von den gerechten und fairen Steuern zu reden und das Gegenteil von dem zu machen, wie es leider die Finanzministerin gemacht hat. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Stefan Markowitz (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Verbleibendes Mitglied der Bundesregierung! Die Frau Justizministerin ist ja auch nicht anwesend. Hohes Haus! Über das uns vorliegende Budget haben wir in der heutigen ersten Lesung logischerweise schon einiges gehört. Eines muss ich dem Kollegen Rädler schon noch sagen. Möglicherweise hat er ja recht damit – man weiß es ja nicht –, wenn er gerade vorher gesagt hat, dass Herr Staatssekretär Kurz der Einzige ist, der in der Bundesregierung etwas arbeitet. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das könnt ihr nachlesen, das hat er klipp und klar gesagt: Er ist der Jüngste und der Einzige, der die Sache vorantreibt, er ist der Einzige, der Geld spart, er ist der Einzige, der keinen Chauffeur braucht, und so weiter und so fort. Okay, Kollege Rädler, ich gebe dir somit recht, und ihr müsst das dann intern ausdiskutieren.
Beifall beim BZÖ. – Abg. Binder-Maier: Aber sie holen schon auch etwas heraus! Manche mehr als sie einzahlen!
Kollegin Binder-Maier, Sie haben vorhin den Kollegen Windholz gefragt: Wer sind die Leistungsträger, wen meinen Sie damit? Wir verstehen ganz klar darunter, dass dies all jene sind, die eine Sozialversicherung haben und mehr in das System einzahlen, als sie herausbekommen. Das sind unsere Leistungsträger. (Beifall beim BZÖ. – Abg. Binder-Maier: Aber sie holen schon auch etwas heraus! Manche mehr als sie einzahlen!)
Beifall beim BZÖ.
Wenn ich mir vorher den Redebeitrag des Kollegen Walser über den Kollegen Blum angehört habe: Ja, er hatte ein gewisses Image, natürlich, aber richtig ist, dass in der Zeit, als er Regierungsberater war, damals von 2003 bis 2008, 12 000 zusätzliche Lehrplätze geschaffen wurden. Und dies muss ja das Wichtigste sein. Ich habe überhaupt nichts gegen die überbetrieblichen Lehrwerkstätten, im Gegenteil, ich bin froh, dass es so etwas gibt, aber diese dürfen nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Wir müssen uns doch alle einig sein, dass wir alles unternehmen müssen, damit die jungen Menschen in der Wirtschaft einen Job finden, eine tolle Ausbildung erhalten und gute Facharbeiter werden. Das muss unser erklärtes Ziel sein. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wie viele Lehrlinge gibt es in Ihrem Betrieb?
Jugendliche wollen ja arbeiten, sie wollen einen Job finden, und es ist auch nicht so, dass sie nur in zwei Sparten arbeiten. Ich glaube schon, dass das auf lange Sicht ... (Ruf bei der ÖVP: Wie viele Lehrlinge gibt es in Ihrem Betrieb?) Bei YIT haben wir 12 000 Mitarbeiter, in Österreich 800, und in meinem Betrieb haben wir jetzt 200 Lehrlinge. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ.
Jugendliche wollen ja arbeiten, sie wollen einen Job finden, und es ist auch nicht so, dass sie nur in zwei Sparten arbeiten. Ich glaube schon, dass das auf lange Sicht ... (Ruf bei der ÖVP: Wie viele Lehrlinge gibt es in Ihrem Betrieb?) Bei YIT haben wir 12 000 Mitarbeiter, in Österreich 800, und in meinem Betrieb haben wir jetzt 200 Lehrlinge. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das wäre der richtige Weg, und ich erwarte mir, auch wenn es sich nicht um einen großen Konzern handelt, dass auch die kleinen Betriebe wieder Jugendliche und Lehrlinge einstellen. Danach müssen wir alle gemeinsam trachten. In Zukunft wünsche ich mir, dass ich im nächsten Budget diesbezüglich einen Posten finde. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Donnerbauer: Wie viele Ländereien haben Sie?
Im Großen und Ganzen bin ich froh, dass das Budget auch eine sozialdemokratische Handschrift trägt, und somit werden wir diesem Budget auch zustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Donnerbauer: Wie viele Ländereien haben Sie?)
Abg. Dr. Pirklhuber: Über die Emissionszertifikate haben Sie nichts gesagt, Herr Kollege Schultes!
All das als Ganzes gesehen ergibt eigentlich eine hocheffiziente Verwendung der Mittel im Umweltbereich, und wir könnten uns vieles davon für den normalen Umgang mit unserem Geld abschauen. Wenn wir es in den anderen Bereichen so machen würden, nämlich zu sparen und zu investieren anstatt zu borgen und zu verschieben, dann könnten wir sehr rasch die Dinge wieder ins rechte Lot bekommen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Über die Emissionszertifikate haben Sie nichts gesagt, Herr Kollege Schultes!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber nicht mit dem Kauf von Emissionszertifikaten!
Meine Damen und Herren! Klimaschutz funktioniert, Umweltpolitik funktioniert (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber nicht mit dem Kauf von Emissionszertifikaten!), und das Budget dafür ist solide dank unserer Frau Finanzminister Maria Fekter. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Klimaschutz funktioniert, Umweltpolitik funktioniert (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber nicht mit dem Kauf von Emissionszertifikaten!), und das Budget dafür ist solide dank unserer Frau Finanzminister Maria Fekter. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Was?! – Abg. Höllerer: Was reden denn Sie?
Die Frau Finanzministerin bezeichnete aber die Familie und die Jugendlichen als das „Herzstück unserer Gesellschaft“. – Meine Damen und Herren, es ist jetzt nicht einmal ein Jahr her, dass die Familien durch die Sparmaßnahmen am meisten belastet wurden. Sämtliche Familienleistungen wurden gestrichen! (Ruf bei der SPÖ: Was?! – Abg. Höllerer: Was reden denn Sie?)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn der Frau Finanzminister die Familien so wichtig sind und die Familie für sie das Herzstück unserer Gesellschaft ist, dann soll sie unser Modell, das Modell Familiensteuersplitting, umsetzen. Es ist ein gerechtes, ein familienfreundliches und ein sehr modernes Familiensteuersystem. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Binder-Maier: Wer ist das?
Es wäre höchst an der Zeit, den Mittelstand zu entlasten! Gerade der Mittelstand ist der größte Leistungsträger (Abg. Binder-Maier: Wer ist das?), und er wird ausgepresst wie eine Zitrone, Frau Kollegin. (Abg. Binder-Maier: Wer ist der Mittelstand?)
Abg. Binder-Maier: Wer ist der Mittelstand?
Es wäre höchst an der Zeit, den Mittelstand zu entlasten! Gerade der Mittelstand ist der größte Leistungsträger (Abg. Binder-Maier: Wer ist das?), und er wird ausgepresst wie eine Zitrone, Frau Kollegin. (Abg. Binder-Maier: Wer ist der Mittelstand?)
Beifall bei der FPÖ.
Man kann nur sagen: Die Rede von 92 Minuten war gestern sehr lang, aber erfahren haben wir sehr wenig. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Bucher: Nein, das hat sie nicht!
Und, Frau Ministerin, weil Sie uns ja gestern sehr gründlich dargelegt haben, wo Sie überall solide Budgetpolitik betreiben wollen (Abg. Bucher: Nein, das hat sie nicht!): Bitte setzen Sie hier an! Hier haben wir ein Programm, das hinsichtlich von Arbeitsplätzen bei Weitem nicht so viel bringt wie zum Beispiel die vom Kollegen genannte thermische Sanierung. Hier haben wir Straßenbau, der arbeitsplatzmäßig, beschäftigungsmäßig nicht besonders wirksam ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber die Baufirmen ...!) Wir haben auch ÖBB-Projekte, die in erster Linie die Bau-Lobby und auch die Tunnelbau-Lobby unterstützen (Abg. Dr. Pirklhuber: So ist es!), aber nicht die Bedürfnisse der Menschen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber die Baufirmen ...!
Und, Frau Ministerin, weil Sie uns ja gestern sehr gründlich dargelegt haben, wo Sie überall solide Budgetpolitik betreiben wollen (Abg. Bucher: Nein, das hat sie nicht!): Bitte setzen Sie hier an! Hier haben wir ein Programm, das hinsichtlich von Arbeitsplätzen bei Weitem nicht so viel bringt wie zum Beispiel die vom Kollegen genannte thermische Sanierung. Hier haben wir Straßenbau, der arbeitsplatzmäßig, beschäftigungsmäßig nicht besonders wirksam ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber die Baufirmen ...!) Wir haben auch ÖBB-Projekte, die in erster Linie die Bau-Lobby und auch die Tunnelbau-Lobby unterstützen (Abg. Dr. Pirklhuber: So ist es!), aber nicht die Bedürfnisse der Menschen.
Abg. Dr. Pirklhuber: So ist es!
Und, Frau Ministerin, weil Sie uns ja gestern sehr gründlich dargelegt haben, wo Sie überall solide Budgetpolitik betreiben wollen (Abg. Bucher: Nein, das hat sie nicht!): Bitte setzen Sie hier an! Hier haben wir ein Programm, das hinsichtlich von Arbeitsplätzen bei Weitem nicht so viel bringt wie zum Beispiel die vom Kollegen genannte thermische Sanierung. Hier haben wir Straßenbau, der arbeitsplatzmäßig, beschäftigungsmäßig nicht besonders wirksam ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber die Baufirmen ...!) Wir haben auch ÖBB-Projekte, die in erster Linie die Bau-Lobby und auch die Tunnelbau-Lobby unterstützen (Abg. Dr. Pirklhuber: So ist es!), aber nicht die Bedürfnisse der Menschen.
Abg. Dr. Pirklhuber: Ein Wahnsinn! Unglaublich!
Das Wilde an der ganzen Geschichte – jetzt nehme ich absichtlich dieses Wort in den Mund – ist ja, dass zuerst bei der Abschlussrechnung 2010 Verpflichtungen nur im Ausmaß von 2,8 Milliarden € vermerkt waren. Und auf Intervention des Rechnungshofes – das müssen Sie sich einmal vorstellen – ist die Summe dann korrigiert worden; nämlich vom BMVIT gemeinsam mit dem Finanzministerium, mit Ihrem Finanzministerium, aufgrund der Rechnungshofprüfung sind endlich einmal verbucht worden (Abg. Dr. Pirklhuber: Ein Wahnsinn! Unglaublich!) Schulden in Höhe von 10,8 Milliarden und Verpflichtungen in Höhe von 43,3 Milliarden. Also das ist offensichtlich Budgetlug, der da betrieben worden ist.
Beifall bei den Grünen.
Ich habe mit dem Kollegen Auer wirklich persönlich intensiv gesprochen und habe gesagt: Das ist Verantwortung für zukünftige Generationen, für zukünftige Budgets! – Sie tragen sie auch, Frau Ministerin. Und ich kann sie Ihnen nicht abnehmen, will sie Ihnen nicht abnehmen, denn wir wollen, dass klug investiert wird für die Menschen, für das Fahrgastangebot und nicht für die Bauindustrie. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Dr. Wolfgang Spadiut (BZÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Das Gesundheitsbudget zeigt ganz deutlich, dass der angestrebte Einsparungspfad von Minister Stöger nicht eingehalten wird. Beim vorgelegten Budget sieht man deutlich, dass bis 2013 keine Reformen geplant sind. Das zeigt auch das Protokoll der politischen Steuerungsgruppe. In diesem wird die Angst der Steuerungsgruppe vor der Finanzierung aus einer Hand, wie wir sie fordern, und der dadurch erfolgenden Entmachtung der Sozialversicherungen ganz deutlich. Es sollen Kosten gedämpft werden, aber nur durch Einsparungen bei den Versicherten und nicht durch Einsparungen am System, wie zum Beispiel durch die Zusammenlegung der 22 Sozialversicherungsträger, wie wir sie fordern. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Der Herr Minister spricht immer von der Wichtigkeit der Prävention und erklärt, man sollte Geld in die Prävention investieren. Angesichts der Streichung dieser Mittel für die Prävention kann man nur sagen, dass der Herr Minister eindeutig eine verfehlte Gesundheitspolitik verfolgt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Mittel für die Landesverteidigung werden in der nächsten Zeit nicht mehr, mit Sicherheit nicht. Das zu erkennen bin ich Realist genug. Was wir nicht selber erwirtschaften und gemeinsam dem Heer zur Verfügung stellen, werden wir auch nicht haben, und das werden wir zu verantworten haben. Letztendlich haben wir aber den Auftrag des Heeres, und dieser ist bisher hervorragend erfüllt worden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.
Es ist klar, der Standort bestimmt den Standpunkt. Wir haben das ja bei den Budgetdebatten in den letzten Jahren immer wieder erlebt. Die Bundesregierung legt ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges Budget vor, und es ist legitim, dass die Opposition es kritisch durchleuchtet – keine Frage. Was mich aber stört, ist dieses permanente Schlechtreden unseres Landes. Das haben sich die Menschen, meine Damen und Herren, einfach nicht verdient, denn wir haben gute Zahlen in Österreich, und es stimmen einfach gewisse Behauptungen, die hier an den Tag gelegt werden, nicht. (Zwischenruf des Abg. Mag. Widmann.)
Zwischenrufe des Abg. Mag. Widmann
Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa. Wir haben die zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeit. Wir haben einen Höchststand an Beschäftigung. Wir geben auch mit diesem Budget wieder 5,5 Milliarden für den Arbeitsmarkt insgesamt aus, 500 Millionen allein für den Jugendarbeitsmarkt. Wir haben die zweithöchste Kaufkraft in Europa nach Luxemburg, und wir haben einen sehr hohen Lebensstandard und einen breit verteilten Wohlstand. Wir haben auch eines der besten Sozial- und Gesundheitssysteme der Welt. Und, meine Damen und Herren, das kommt nicht von irgendwo. Das kommt davon, dass die Politik für gute Rahmenbedingungen sorgt (Zwischenrufe des Abg. Mag. Widmann) und dass wir fleißige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben und innovative Unternehmerinnen und Unternehmer. Und denen sollten wir gemeinsam danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir haben die niedrigste Arbeitslosigkeit in Europa. Wir haben die zweitniedrigste Jugendarbeitslosigkeit. Wir haben einen Höchststand an Beschäftigung. Wir geben auch mit diesem Budget wieder 5,5 Milliarden für den Arbeitsmarkt insgesamt aus, 500 Millionen allein für den Jugendarbeitsmarkt. Wir haben die zweithöchste Kaufkraft in Europa nach Luxemburg, und wir haben einen sehr hohen Lebensstandard und einen breit verteilten Wohlstand. Wir haben auch eines der besten Sozial- und Gesundheitssysteme der Welt. Und, meine Damen und Herren, das kommt nicht von irgendwo. Das kommt davon, dass die Politik für gute Rahmenbedingungen sorgt (Zwischenrufe des Abg. Mag. Widmann) und dass wir fleißige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben und innovative Unternehmerinnen und Unternehmer. Und denen sollten wir gemeinsam danken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Da haben Sie recht!
Das Budget ist geprägt von Sparsamkeit und Defizitabbau. Wir kommen ab 2013 unter die Maastricht-Grenze, bis 2015 auf 2 Prozent. Langfristig müssen wir aber mit den Schulden herunter, das ist keine Frage. Schulden verbauen die Zukunft, vor allem auch den nachkommenden Generationen. Das geht nicht von heute auf morgen, Frau Kollegin Moser (Abg. Dr. Moser: Da haben Sie recht!), wir dürfen die Konjunktur nicht überfordern. Seien wir froh, dass die Konjunktur in Österreich nach wie vor gut läuft! (Abg. Dr. Moser: Nur die Schulden, die durch die Infrastruktur kommen, ...!)
Abg. Dr. Moser: Nur die Schulden, die durch die Infrastruktur kommen, ...!
Das Budget ist geprägt von Sparsamkeit und Defizitabbau. Wir kommen ab 2013 unter die Maastricht-Grenze, bis 2015 auf 2 Prozent. Langfristig müssen wir aber mit den Schulden herunter, das ist keine Frage. Schulden verbauen die Zukunft, vor allem auch den nachkommenden Generationen. Das geht nicht von heute auf morgen, Frau Kollegin Moser (Abg. Dr. Moser: Da haben Sie recht!), wir dürfen die Konjunktur nicht überfordern. Seien wir froh, dass die Konjunktur in Österreich nach wie vor gut läuft! (Abg. Dr. Moser: Nur die Schulden, die durch die Infrastruktur kommen, ...!)
Abg. Mayerhofer: Gustl, was ist? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir geben mit diesem Budget Sicherheit und Stabilität. Der Sparkurs muss fortgesetzt werden. Da sind auch noch Reformen notwendig. Und ich möchte heute einige Anmerkungen vor allem zur Freiheitlichen Partei machen. (Abg. Mayerhofer: Gustl, was ist? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: ... wird ermöglicht durch andere Einsparungen!
Es ist auch vorhin erwähnt worden: Es liegen Anträge der FPÖ – wir haben sie durchgerechnet – um 9,5 Milliarden € vor: im Bereich Familie, im Bereich Soziales und Gesundheit. (Ruf bei der FPÖ: ... wird ermöglicht durch andere Einsparungen!) – Meine
Ruf bei der FPÖ: ... andere Einsparungen! – Mehr zuhören, dann versteht ihr es auch!
Damen und Herren, Sie kritisieren, dass wir den Schuldenabbau zu wenig betreiben, Ihnen ist es zu wenig ambitioniert. Und dann bringen Sie Anträge ins Haus, die 9,5 Milliarden € kosten?! (Ruf bei der FPÖ: ... andere Einsparungen! – Mehr zuhören, dann versteht ihr es auch!)
Beifall bei der ÖVP.
Das hat mit einer ordentlichen Budgetpolitik nichts zu tun, meine Damen und Herren! So geht man nicht um mit einem Parlament, wo wir alle alles daransetzen wollen, dass wir das Budget in eine gute Zukunft bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich ersuche Sie alle, meine Damen und Herren, dass wir gemeinsam daran arbeiten, ein nachhaltiges Pensionssystem für unsere nachkommenden Generationen zu schaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Da gibt es nichts zu entgegnen! – Abg. Weninger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Oja, genug! Genug!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Herbert. – Bitte. (Abg. Grillitsch: Da gibt es nichts zu entgegnen! – Abg. Weninger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Oja, genug! Genug!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Kollege Wöginger, wenn Sie auch noch so sehr versuchen, die FPÖ schlechtzureden, Fakt ist, dass Sie dieses Budget, das wahrlich viele Nachhaltigkeiten und Schlechtigkeiten für die Bevölkerung bringen wird, zu verantworten haben. (Beifall bei der FPÖ.) Dass wir nicht überall zustimmen, hat schon seinen Grund. So einfach ist das. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Kollege Wöginger, wenn Sie auch noch so sehr versuchen, die FPÖ schlechtzureden, Fakt ist, dass Sie dieses Budget, das wahrlich viele Nachhaltigkeiten und Schlechtigkeiten für die Bevölkerung bringen wird, zu verantworten haben. (Beifall bei der FPÖ.) Dass wir nicht überall zustimmen, hat schon seinen Grund. So einfach ist das. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Königsberger-Ludwig: Das ist sehr wichtig!
Sie haben gesagt, das sei ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Budget. Ich denke, ein solches schaut wahrlich anders aus. Es gibt in diesem Budget wahrscheinlich viele Verlierer, aber einer der größten Verlierer ist wohl der öffentliche Dienst, der heute noch nicht zur Sprache gekommen ist. Wenn ich mir allein die Budgetrede von Frau Bundesminister Fekter noch einmal zu Gemüte führe und sehe – nachgelesen! –, dass sich auf diesen 42 Seiten gerade einmal acht Zeilen – acht Zeilen! – mit dem öffentlichen Dienst beziehungsweise dem Bundesministerium für Frauen und öffentlichen Dienst beschäftigen und in diesen acht Zeilen ausschließlich Frauenangelegenheiten behandelt werden (Abg. Königsberger-Ludwig: Das ist sehr wichtig!), dann ist das wohl eine Geringschätzung der eigenen Bediensteten seitens des Arbeitgebers Republik, wie man sich das eigentlich gar nicht vorstellen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben gesagt, das sei ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Budget. Ich denke, ein solches schaut wahrlich anders aus. Es gibt in diesem Budget wahrscheinlich viele Verlierer, aber einer der größten Verlierer ist wohl der öffentliche Dienst, der heute noch nicht zur Sprache gekommen ist. Wenn ich mir allein die Budgetrede von Frau Bundesminister Fekter noch einmal zu Gemüte führe und sehe – nachgelesen! –, dass sich auf diesen 42 Seiten gerade einmal acht Zeilen – acht Zeilen! – mit dem öffentlichen Dienst beziehungsweise dem Bundesministerium für Frauen und öffentlichen Dienst beschäftigen und in diesen acht Zeilen ausschließlich Frauenangelegenheiten behandelt werden (Abg. Königsberger-Ludwig: Das ist sehr wichtig!), dann ist das wohl eine Geringschätzung der eigenen Bediensteten seitens des Arbeitgebers Republik, wie man sich das eigentlich gar nicht vorstellen kann. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich meine, das haben sich unsere Beamten wahrlich nicht verdient. Wenn ich nur an unsere Exekutivbeamten, an unsere Justizbeamten, an unsere Heeresangehörigen, an unsere Lehrer denke, dann muss ich schon sagen, das ist ein Verhalten unserer Republik gegenüber ihren Bediensteten, das seinesgleichen sucht. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Oja, bei den Lehrern sehr wohl!
Es gibt viele Probleme im öffentlichen Dienst, wo es wichtig und notwendig wäre, diese in diesem Budget anzusprechen. Eines der größten Probleme ist die drohende, im Galopp herannahende Überalterung der Bundesbediensteten in den kommenden Jahren. Es droht ein Personalkollaps in so wichtigen Bereichen wie beispielsweise der Exekutive oder auch der Lehrer. Das wird mit keinem Wort erwähnt. (Bundesministerin Dr. Fekter: Oja, bei den Lehrern sehr wohl!) Es gibt keinerlei Einsparungen? Ich verweise auf Seite 21: in der Verwaltung und beim Personal, Frau Bundesminister! (Bundesministerin Dr. Fekter: Ein neues Dienst- und Besoldungsrecht muss her!) – Erzählen Sie mir nichts! Ich glaube, Sie kennen Ihre eigene Budgetrede nicht.
Bundesministerin Dr. Fekter: Ein neues Dienst- und Besoldungsrecht muss her!
Es gibt viele Probleme im öffentlichen Dienst, wo es wichtig und notwendig wäre, diese in diesem Budget anzusprechen. Eines der größten Probleme ist die drohende, im Galopp herannahende Überalterung der Bundesbediensteten in den kommenden Jahren. Es droht ein Personalkollaps in so wichtigen Bereichen wie beispielsweise der Exekutive oder auch der Lehrer. Das wird mit keinem Wort erwähnt. (Bundesministerin Dr. Fekter: Oja, bei den Lehrern sehr wohl!) Es gibt keinerlei Einsparungen? Ich verweise auf Seite 21: in der Verwaltung und beim Personal, Frau Bundesminister! (Bundesministerin Dr. Fekter: Ein neues Dienst- und Besoldungsrecht muss her!) – Erzählen Sie mir nichts! Ich glaube, Sie kennen Ihre eigene Budgetrede nicht.
Beifall bei der FPÖ.
Nichtsdestotrotz, in diesem Bereich gäbe es dringenden Nachholbedarf. Man hätte wichtige Ansätze für die Zukunft bringen können. Sie haben das verabsäumt, Sie haben diese Chance nicht wahrgenommen. Ich denke, sowohl die Bundesbediensteten als auch die Bevölkerung, die von den Beamten serviciert wird und auf die in den nächsten Jahren ein großes Problem zukommen wird, hätten es sich wahrlich verdient, von Ihnen besser und gerechter behandelt zu werden. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Sehr schmerzlich ist, dass auch im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit wieder Einsparungen vorgesehen sind. Dieser Bereich hat in den letzten Jahren bereits einen großen Teil der Sparmaßnahmen im Außenministerium schultern müssen. Das finde ich sehr bedauerlich. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.) Wir müssen dringend eine Trendwende herbeiführen, denn Entwicklungszusammenarbeit ist kein Luxus, den man sich leistet, wenn es einem gut geht.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Neben den Einsparungen ist auch die andere Seite der Medaille wichtig, nämlich die Einnahmenseite. Der Staat darf bei einer umfassenden Konsolidierung nicht einseitig auf das Sparen setzen. Wir brauchen den finanziellen Spielraum, um soziale, sicherheitspolitische Aufgaben bewältigen zu können, und wir brauchen Investitionen, die helfen, die Wirtschaft anzukurbeln, sowie Investitionen in Bildung und Forschung. Um diesen Spielraum zu erhalten, muss unser Steuersystem modernisiert werden. Wir brauchen eine Finanztransaktionssteuer – diesbezüglich bitte ich die Regierung, hart weiterzubohren in Brüssel –, und wir brauchen auch weitere unbedingt erforderliche Maßnahmen, um eine sozial gerechte Finanzierung des Gemeinwohls zu erreichen, so zum Beispiel eine Vermögensteuer. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wir machen eine Koalition, Frau Kollegin Muttonen! Wir bringen einen Antrag ein!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Dr. Rasinger. – Bitte. (Abg. Dr. Pirklhuber: Wir machen eine Koalition, Frau Kollegin Muttonen! Wir bringen einen Antrag ein!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Aber England ist das Mekka des Neoliberalismus!
Also wenn wir über Vergleiche in der OECD reden, muss man sagen: England und Österreich – kein Vergleich! (Abg. Dr. Pirklhuber: Aber England ist das Mekka des Neoliberalismus!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich komme zum Schluss. Eigentlich bin ich stolz auf das österreichische System, es ist aber ein Bohren von harten Brettern, dieses System auf dem Niveau zu halten. Gott sei Dank haben wir erst gestern wieder eine Höchstnote von Eurobarometer erhalten. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Budget ist abschließend noch zu sagen – in Ihren Worten, Frau Bundesminister –: Step by step zum Big Bang, Schritt für Schritt zum Zerplatzen der rot-schwarzen Regierungskoalition durch Untätigkeit und durch Verschleierung der Tatsachen vor der Bevölkerung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir haben einen gemeinsamen Weg in Richtung Energiewende eingeschlagen. Das ist eine große politische Herausforderung, aber auch eine budgetäre. Die SPÖ steht zu dieser Verantwortung. Wir würden eine noch ambitioniertere Umwelt- und Klimapolitik des Lebensministeriums offensiv mittragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist der Punkt: Hier muss man einen ganz besonderen Schwerpunkt setzen, und die österreichische Bundesregierung hat sich da ja schon ganz bewusst in ihrem Plan vorgenommen, auch eine entsprechende Konsolidierungsphase in den nächsten Jahren fortzuführen – eine bewusste Konsolidierungsphase, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lausch: ... glauben Sie selber?
Gleichzeitig werden in dieser Konsolidierungsphase aber die richtigen Schwerpunkte gesetzt. Nämlich wo werden die Schwerpunkte gesetzt? In der Bildung! Wir sparen nicht bei den Lehrerinnen und Lehrern, sondern ganz im Gegenteil. Zweitens, bei der Sicherheit! Wir sparen nicht bei den Exekutivbediensteten, sondern wir stocken ihre Zahl auf und werden noch mehr Bedienstete im Bereich der Exekutive haben. (Abg. Lausch: ... glauben Sie selber?) Drittens, wir investieren im Bereich der Arbeitsinspektion, weil es uns auch darum geht, Schwächen, die wir in den nächsten Monaten und im nächsten Jahr wirtschaftlich erwarten können, entsprechend abzufangen. Und viertens: Wir investieren im Bereich der Justiz, weil es uns wichtig ist, dass wir bei den Richtern, bei den Staatsanwälten und bei der Justizwache einen entsprechenden Schwerpunkt setzen.
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, wenn wir in die Sicherheit investieren, gewähren wir den Menschen die Möglichkeit, in Ruhe und Sicherheit in die Bildung zu investieren. Mit Sicherheit für mehr Bildung. Dafür steht dieses Budget, meine Damen und Herren, und das ist die richtige Schwerpunktsetzung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann daher zum Schluss kommen und ganz klar festhalten: Ein besonderer Dank gilt der Frau Finanzministerin, die mit diesem Budget für schwierige finanzielle und wirtschaftliche Zeiten, denen wir in den nächsten Monaten entgegengehen, mit Augenmaß die richtigen Impulse gesetzt hat, meine Damen und Herren. Mit Sicherheit für mehr Bildung, damit liegen wir genau richtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Zanger sowie Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mario Kunasek (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Gerstl! Ich habe Sie ja als sehr sachlich argumentierenden Kollegen im Verteidigungsausschuss kennengelernt, aber das, was hier die letzten drei Minuten von Ihnen gekommen ist, war alles andere als sachlich. (Zwischenruf des Abg. Zanger sowie Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
geschaffte Blum-Bonus in Wahrheit ein Erfolgsrezept war. Er hat damals 12 500 zusätzliche betriebliche Lehrstellen geschaffen, wobei wir heute zwar 13 000 überbetriebliche Lehrstellen haben, wir alle aber bitte doch wohl zur Kenntnis nehmen sollten, dass die qualifizierte Ausbildung in unseren heimischen Betrieben stattfindet, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Mayerhofer.
Und ich würde mir wirklich von der ÖVP wünschen, dass sie diesbezüglich einmal auch gegenüber Bundesminister Darabos klare Worte findet, um da vielleicht doch noch irgendwo eine positive Trendumkehr zu schaffen. (Beifall bei der FPÖ sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Mayerhofer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Walser.
Sehr geehrte Damen und Herren, das hatten wir schon einmal. Ich finde es erschütternd, was sich im kulturellen Bereich in unserem Nachbarland abspielt. Kunst braucht Ressourcen, Kunst braucht Räume, Anerkennung, Unterstützung der öffentlichen Hand, aber sie braucht auch über die Grenzen hinweg ein offenes, neugieriges Klima und sie braucht breite unzweideutige Stellungnahmen gegen antidemokratische, autoritäre und ausgrenzende Haltungen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Walser.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mehr Geld, eine bessere Ausrüstung und eine Topausbildung garantieren, dass Österreich weiterhin eines der sichersten Länder dieser Welt bleibt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Da will ich einmal mit der Tatsache beginnen, dass die Kriminalität auf Höchstniveau, also stark steigt, insbesondere auch in meinem Heimatbundesland Niederösterreich. Sie ist bis jetzt auf hohem Niveau lange dahingetümpelt, steigt jetzt aber kräftig an. Dagegen muss etwas unternommen werden. Die Bürger können das nicht mehr länger hinnehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun gilt es, die Umstände zu untersuchen. Warum ist das so? – Man hat es noch nicht geschafft, unsere Polizeikräfte gemäß dem Arbeitsanfall zu positionieren. Das ist trotz einer großen Führungscrew noch nicht geschehen. Bis dato war man nicht imstande, zum Beispiel das Arbeitsklima in Wien so zu gestalten, dass die Polizisten nicht flüchten. Es liegen nach wie vor Hunderte Ansuchen für eine Versetzung hinaus in die Bundesländer vor. Das ist ein beredtes Beispiel dafür, dass sich die Polizisten in dieser Stadt nicht wohlfühlen. Jedem Migranten wird bei der Gründung eines Haushaltes in Wien, die Zuziehung meine ich, mehr geholfen als einem jungen Polizisten, der zum Beispiel aus einem Bundesland in die Bundeshauptstadt zieht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Schluss will ich noch ein Beispiel dafür bringen, wie unterfordert unsere Führungskräfte teilweise sind. Wenn sich ein Polizist in Wien 1 am Schwarzenbergplatz um halb 2 Uhr in der Früh mit einer Jause eindeckt, einem Bürger das nicht passt, dieser ein Foto macht, dieses Foto sofort in das Disziplinarreferat übermittelt wird und dort die Führungskräfte nichts eiliger zu tun haben, als dieses Foto im polizeiinternen Intranet zu veröffentlichen, damit dieser Polizist unter 4 000 Personen ordentlich hervorsticht, dann muss ich sagen, dass das ungerecht, unverhältnismäßig und menschenunwürdig ist. (Beifall bei der FPÖ.) Denn jedem Häftling, jedem Angezeigten, jedem Festgenommenen lässt man die größtmögliche Schonung seiner Person angedeihen. Jeder Polizist wird darauf trainiert. Bitte lassen wir einem Polizisten, der ein harmloses Disziplinarverfahren in Gang gesetzt hat, auch diesen kleinen Vorteil unter dem Motto: Das Wichtige zuerst. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Schluss will ich noch ein Beispiel dafür bringen, wie unterfordert unsere Führungskräfte teilweise sind. Wenn sich ein Polizist in Wien 1 am Schwarzenbergplatz um halb 2 Uhr in der Früh mit einer Jause eindeckt, einem Bürger das nicht passt, dieser ein Foto macht, dieses Foto sofort in das Disziplinarreferat übermittelt wird und dort die Führungskräfte nichts eiliger zu tun haben, als dieses Foto im polizeiinternen Intranet zu veröffentlichen, damit dieser Polizist unter 4 000 Personen ordentlich hervorsticht, dann muss ich sagen, dass das ungerecht, unverhältnismäßig und menschenunwürdig ist. (Beifall bei der FPÖ.) Denn jedem Häftling, jedem Angezeigten, jedem Festgenommenen lässt man die größtmögliche Schonung seiner Person angedeihen. Jeder Polizist wird darauf trainiert. Bitte lassen wir einem Polizisten, der ein harmloses Disziplinarverfahren in Gang gesetzt hat, auch diesen kleinen Vorteil unter dem Motto: Das Wichtige zuerst. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: War ich damals!
Frau Bundesminister, wir haben einmal miteinander diskutiert beim Gemeindebund. Ich weiß nicht, ob Sie sich noch daran erinnern können. Da haben Sie sich als Gemeindeministerin bezeichnet (Bundesministerin Dr. Fekter: War ich damals!) als Innenministerin.
Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, ...!
Ich hätte so die Hoffnung gehabt, dass Sie diese Bezeichnung, diese Auszeichnung, würde ich meinen, in Ihre Funktion als Finanzministerin mitnehmen. Ich habe genau aufgepasst, was Sie alles zu den Gemeinden gesagt haben. Nicht allzu viel. Eines ist mir allerdings aufgefallen: Beim neuen Stabilitätspakt heißt es in Ihrer Rede – und das ist bekannt –, dass die Gemeinden sich verpflichtet haben, in jedem Jahr ausgeglichene Budgets zu haben, und dass der Sanktionsmechanismus verschärft wurde. Das heißt, jede Gemeinde, die das nicht zustande bringt, wird dann auch noch bestraft. (Bundesministerin Dr. Fekter: Nein, ...!)
Bundesministerin Dr. Fekter: Das habt ihr doch schon beschlossen! Da habt ihr doch mitgestimmt!
Frau Bundesministerin! Das schaut nicht gut aus. Wenn ein Drittel der Gemeinden ihre Haushalte nicht ausgleichen können, dann frage ich mich, wie diese ihre Budgets ausgeglichen gestalten sollen. Also da würde ich Sie wirklich ersuchen, ein ganz spezielles Augenmerk auf die Gemeinden zu richten. Denn das ist einfach die Ebene, wo alle Menschen leben, und dort sollte Lebensqualität noch möglich sein. (Bundesministerin Dr. Fekter: Das habt ihr doch schon beschlossen! Da habt ihr doch mitgestimmt!) Ich weiß, dass wir das beschlossen haben. Ich bitte Sie als Finanzministerin, auf die Gemeinden mehr zu schauen. Das ist mein ganz kleines Ansinnen. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Frau Bundesministerin, ich habe leider nicht die Zeit, dass ich noch länger auf Ihre Argumente eingehen könnte.
Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Frau Bundesministerin! Das schaut nicht gut aus. Wenn ein Drittel der Gemeinden ihre Haushalte nicht ausgleichen können, dann frage ich mich, wie diese ihre Budgets ausgeglichen gestalten sollen. Also da würde ich Sie wirklich ersuchen, ein ganz spezielles Augenmerk auf die Gemeinden zu richten. Denn das ist einfach die Ebene, wo alle Menschen leben, und dort sollte Lebensqualität noch möglich sein. (Bundesministerin Dr. Fekter: Das habt ihr doch schon beschlossen! Da habt ihr doch mitgestimmt!) Ich weiß, dass wir das beschlossen haben. Ich bitte Sie als Finanzministerin, auf die Gemeinden mehr zu schauen. Das ist mein ganz kleines Ansinnen. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) – Frau Bundesministerin, ich habe leider nicht die Zeit, dass ich noch länger auf Ihre Argumente eingehen könnte.
Bundesministerin Dr. Fekter: Die habe ich vorher schon gelobt!
Ich sage, dass die Verdienste der Bäuerinnen und Bauern nicht schlechtgeredet werden dürfen. Allerdings sollen die Verdienste aller anderen Arbeitnehmerinnern und Arbeitnehmer gleich behandelt werden (Bundesministerin Dr. Fekter: Die habe ich vorher schon gelobt!) wie jene der Bauern oder umgekehrt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage, dass die Verdienste der Bäuerinnen und Bauern nicht schlechtgeredet werden dürfen. Allerdings sollen die Verdienste aller anderen Arbeitnehmerinnern und Arbeitnehmer gleich behandelt werden (Bundesministerin Dr. Fekter: Die habe ich vorher schon gelobt!) wie jene der Bauern oder umgekehrt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es kann nämlich nicht sein, dass es da Steuerprivilegien gibt, in deren Genuss andere nicht kommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Zunächst aber einmal folgende Feststellung: Dieses Budget, das zwar bis 2015 um 500 Millionen € weniger vorsieht, sieht mit 2,24 Milliarden € zumindest so viel vor, dass es noch immer um 54,2 Millionen € höher ist als im vergangenen Jahr. Dafür ein herzliches Dankeschön, Frau Bundesminister! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kunasek: Eingeschränkt!
Das ist einen Applaus wert, da auch sichergestellt ist, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Bundesheer erstens ihr Geld bekommen und zweitens die anderen Aufgabenstellungen auch dementsprechend umgesetzt werden können. Mit diesem Budget ist für das österreichische Bundesheer zumindest die verfassungsrechtliche – und das ist wichtig – Aufgabenstellung gewährleistet, und damit können auch die Aufgaben aus der neuen Sicherheitsstrategie durchaus erfüllt werden. (Abg. Kunasek: Eingeschränkt!)
Abg. Kunasek: Wir auch!
Ich habe wirklich große Sorge, dass künftig die Sicherheit Österreichs nach außen durch diese Maßnahmen, die der Herr Bundesminister als Spielwiese sieht, nicht mehr gewährleistet ist. (Abg. Kunasek: Wir auch!) Daher ist es umso notwendiger, dass Sie, Frau Bundesministerin, genauso wie wir danach trachten, dass die Gelder, die zur Verfügung stehen – sowieso spärlich genug –, auch richtig eingesetzt werden. Ich setze zumindest noch die Hoffnung darauf, dass damit auch das österreichische Bundesheer seinen Aufgabenstellungen, so wie wir es zumindest bisher immer gemeinsam geplant haben, umsetzen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe wirklich große Sorge, dass künftig die Sicherheit Österreichs nach außen durch diese Maßnahmen, die der Herr Bundesminister als Spielwiese sieht, nicht mehr gewährleistet ist. (Abg. Kunasek: Wir auch!) Daher ist es umso notwendiger, dass Sie, Frau Bundesministerin, genauso wie wir danach trachten, dass die Gelder, die zur Verfügung stehen – sowieso spärlich genug –, auch richtig eingesetzt werden. Ich setze zumindest noch die Hoffnung darauf, dass damit auch das österreichische Bundesheer seinen Aufgabenstellungen, so wie wir es zumindest bisher immer gemeinsam geplant haben, umsetzen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Das Zauberwort heißt Fünfjahresplan. Der Euro bleibt stabil, sagt sie, aber es ist die Frage für wen – sicher nicht für unsere Bevölkerung. Wir sitzen bis 2015 auf einem Schuldenberg von sage und schreibe 365 Milliarden €. Die Frau Finanzminister sagt, die Bevölkerung bekam die Krise nicht zu spüren, obwohl eine Million Österreicher an der Armutsgrenze lebt. Das hat diese Bundesregierung vergessen, weil sie vielmehr mit sich selbst beschäftigt ist, nur Gehör gegenüber Brüssel hat und die eigene Bevölkerung nicht mehr hört. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Das ist so, Herr Kollege.
Beifall bei der FPÖ.
Die Politik dieser Bundesregierung, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist der Bevölkerung nicht mehr zuzumuten – und den kommenden Generationen schon gar nicht! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Moser und Mag. Donnerbauer.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass im Bereich Wohnen und Bauen, abgesehen von den oben erwähnten Bereichen, ein dringender Reformbedarf besteht. Ich darf noch einmal auf die Verantwortung der Bundesländer betreffend die Sanierung sowie auf den Umgang mit den Wohnbauförderungsmitteln hinweisen. Es gibt einen akuten Reformbedarf, sowohl im MRG, im WGG und auch im WEG, und ich appelliere an alle, diese Problemfelder auch gemeinsam zu klären. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Moser und Mag. Donnerbauer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Moser.
stimmungen öffnen. Auch das ist Leistungsgerechtigkeit. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Mag. Rudas und Dr. Moser.)
Allgemeiner Beifall.
Die Leistungsgerechtigkeit fordere ich aber auch für das Budget, für staatliche Unterstützungen. Wenn 6 Milliarden € aus Steuergeldern für Pensionszuschüsse bezahlt werden, dann stellt sich die Frage der Generationengerechtigkeit. – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Zweitens: Der ehemalige Herr Finanzminister Pröll hat hier vor einem Jahr das Gleiche gesagt: Wir haben die Krise überwunden! – Jetzt sage ich Ihnen: Wir sind noch gar nicht bei der Krise angelangt, die Kugel beginnt erst zu rollen. Was auf uns zukommt, das wird Ausmaße annehmen, da können wir uns schon heute fürchten. (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.
Die guten Bürger – der Kollege Zanger hat das gesagt, bitte nichts auf die Bank geben – wissen schon, warum sie kein Vertrauen mehr dazu haben. Wir wissen, Banken, Konzerne, Regierungen, Klein- und Mittelbetriebe und die Arbeitnehmer, wer hat wohl etwas zu reden? Wir wissen, Tatsache ist, dass die größte Bevölkerungsgruppe über die wenigsten Rechte verfügt, gleichzeitig aber für den Großteil der Kosten zur Erhaltung des Systems verantwortlich ist. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Oberhauser.)
Beifall bei der FPÖ.
Woher das Geld nehmen? – Ja, Strukturreform! Voriges Jahr haben wir genau das Gleiche gehört. Was ist passiert? – Wir wissen es. Zu den soziale Belangen: Bitte, was passiert mit den Familien? Warum wird hier nicht darüber gesprochen? Familien, Kinder, mehr Kinder, neue Konzepte sind zu entwickeln. Da gibt es doch etwas. Die Opposition hat genug eingebracht, man muss es nur hier hineinzerren und auch ehr- lich diskutieren, nicht in einer schwarz-roten Bunkermentalität ignorieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
steiermark, ein österreichisches Juwel. In der Südsteiermark sind in den letzten zwei, drei Monaten Hunderte Tonnen Tomaten vernichtet worden, Hunderte Tonnen, ich kann es gar nicht einmal aussprechen. Die Bauern kriegen Förderungen für Produkte, die sie nachher vernichten müssen. Wo ist die Konzepthaftigkeit, dass man das wirtschaftlich den Leuten wieder zugutekommen lässt? Das ist ja alles sinnlos! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Arbeitsmarkt: Ich denke noch an die Aussagen zum Arbeitsmarkt, zur Ostöffnung, dass das kein Problem sei. Richtig, es sind etwas weniger Leute gekommen, aber jetzt ist es noch schlimmer geworden. Jetzt kommen nämlich die Firmen mit ihren Leuten zu Dumpingpreisen und cashen doppelt und dreifach ab. Wer kontrolliert das? Und das Ganze regulär! – Danke EU. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Abschließend: Ich fordere die Regierung zum Umdenken und Handeln auf. Weg mit den Zahlenspielereien im Vergleich mit anderen Ländern und Strukturreformen sofort. Mehr für Österreich tun und weniger für die EU! – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Schopf: Genau!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ein Wort noch zur Diskussion betreffend Eisenbahnmitarbeiter bei den letzten Diskussionsbeiträgen. Ich glaube, die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner haben es sich nicht verdient, hier ständig negativ dargestellt zu werden (Abg. Schopf: Genau!), obwohl allen Beteiligten, die sich zu diesem Thema zu Wort gemeldet haben, bewusst ist, dass es seit 1995 bei den Österreichischen Bundesbahnen ein neues Dienstrecht gibt und die Kollegen nach dem ASVG behandelt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ein Wort noch zur Diskussion betreffend Eisenbahnmitarbeiter bei den letzten Diskussionsbeiträgen. Ich glaube, die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner haben es sich nicht verdient, hier ständig negativ dargestellt zu werden (Abg. Schopf: Genau!), obwohl allen Beteiligten, die sich zu diesem Thema zu Wort gemeldet haben, bewusst ist, dass es seit 1995 bei den Österreichischen Bundesbahnen ein neues Dienstrecht gibt und die Kollegen nach dem ASVG behandelt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Gabriele Tamandl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Finanzministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Hell, niemand möchte die Bediensteten der ÖBB schlechtmachen. Ich verstehe nur nicht, ganz ehrlich, warum wir immer die Debatte darüber führen, dass die Leute länger in Beschäftigung bleiben sollen und das faktische Pensionsalter angehoben werden soll, dass beispielsweise jemand, wenn er 45 Jahre gearbeitet hat und künftig letztendlich mit 62 Jahren in Pension gehen darf, wenn er es zusammenbringt, dass er genügend Versicherungszeiten hat, dass aber ein anderer, der bei den ÖBB beschäftigt ist, mit 53 in Pension gehen kann. Ich sehe nicht, wo da die Gerechtigkeit ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Lueger
Und dann gibt es auch noch andere Ausnahmen. Ich glaube, auch die sollte man immer wieder erwähnen. Das sind einerseits die Landesbeamten in Wien. Jetzt weiß ich schon, da kommen immer die Argumente, da gibt es verschiedene Berufsgruppen, die mit schwerer oder auch mit psychisch schwerer Arbeit zu tun haben, wie beispielsweise die Beschäftigten im Krankenanstaltenverbund oder auch die Feuerwehrmänner et cetera, aber ehrlicherweise (Zwischenruf der Abg. Lueger): Jemand, der in der Verwaltung ist und Landesbeamter ist, der muss nicht mit 54 oder 55 in Pension gehen, denn da würde sich jeder andere, der in der Privatwirtschaft tätig ist, gefrotzelt fühlen. Ich glaube, das können wir den Menschen auch nicht zumuten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und dann gibt es auch noch andere Ausnahmen. Ich glaube, auch die sollte man immer wieder erwähnen. Das sind einerseits die Landesbeamten in Wien. Jetzt weiß ich schon, da kommen immer die Argumente, da gibt es verschiedene Berufsgruppen, die mit schwerer oder auch mit psychisch schwerer Arbeit zu tun haben, wie beispielsweise die Beschäftigten im Krankenanstaltenverbund oder auch die Feuerwehrmänner et cetera, aber ehrlicherweise (Zwischenruf der Abg. Lueger): Jemand, der in der Verwaltung ist und Landesbeamter ist, der muss nicht mit 54 oder 55 in Pension gehen, denn da würde sich jeder andere, der in der Privatwirtschaft tätig ist, gefrotzelt fühlen. Ich glaube, das können wir den Menschen auch nicht zumuten. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Tschauner!
Der Herr Kollege Riemer stellt sich hier her, geht dann vom Rednerpult weg und geht gleich raus. Ich glaube, er wäre besser im Burgtheater aufgehoben (Ruf bei der SPÖ: Tschauner!), denn die Aufregung, die er heute hier hatte, verstehe ich überhaupt nicht. Ehrlich! Die Frau Bundesministerin hat gestern ein Budget vorgelegt, das die Gegebenheiten der wirtschaftlichen Lage Österreichs ganz einfach darstellt. Und wenn der Herr Kollege Riemer sagt, wir hätten die europäische Dimension da mit hineinnehmen sollen, sage ich: Die FPÖ negiert die europäische Dimension. Am liebsten täten Sie aus der EU und aus der Eurozone austreten. Also ich frage mich, wie man sich hier herstellen kann und völlig unterschiedlich zu allen anderen Dingen, die bisher von der FPÖ gesagt wurden, sprechen kann.
Abg. Mag. Stefan: Aber nur heuer! Nächstes Jahr und übernächstes Jahr schon!
Abschließend möchte ich schon ein paar Punkte nennen. Wenn man das Budget, so wie es jetzt vorliegt, ständig schlechtmacht und sagt, man hat dieses und jenes nicht berücksichtigt, so glaube ich, das Wichtigste ist, dass wir uns endlich einmal bewusst werden, dass wir keine Schulden machen dürfen, keine zukünftigen Schulden machen dürfen. (Abg. Mag. Stefan: Aber nur heuer! Nächstes Jahr und übernächstes Jahr schon!)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir immer alles schlechtmachen und wenn wir auch nicht darauf Bedacht nehmen, dass wir nicht die Arbeitsplätze schaffen können und den Wohlstand in Österreich sichern, sondern dass es unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sind – und hier wird immer von Ihnen eine Art Hetze veranstaltet, die man ganz einfach nicht dulden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesministerin Dr. Fekter: In Summe!
Das kann man ja noch stehen lassen, aber darunter gibt es eine Position, die heißt: Die Gemeinden haben sich verpflichtet, ausgeglichen zu budgetieren. (Bundesministerin Dr. Fekter: In Summe!)
Bundesministerin Dr. Fekter: In Summe muss das Land das ausgleichen!
Ja, aber ist das machbar? Da wir beide aus Oberösterreich sind (Bundesministerin Dr. Fekter: In Summe muss das Land das ausgleichen!), werde ich ein oberösterreichisches Beispiel nehmen. Oberösterreich hat 444 Gemeinden, davon sind zirka 280 Abgangsgemeinden.
Beifall bei der FPÖ.
Also wenn wir auf Basis dieser Bereitwilligkeiten weiterfahren, wünsche ich Ihnen viel Glück mit Ihrem Budget. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
Aber was hat er denn noch gesagt? Und das hat bei mir für Irritationen gesorgt. Er hat auch gleichzeitig gesagt, für die Reichensteuer seien er und sein BZÖ nicht zu haben, denn die 300 Millionen, die man sich da einspart, stopfen kein Budgetloch. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Schopf.
Das heißt, auf der einen Seite möchte das BZÖ mehr Arbeitslose in Österreich haben und auf der anderen Seite möchte das BZÖ die Reichen in Österreich fördern. Diesen Weg, meine Damen und Herren, gehen wir nicht mit! Diesem Weg haben wir ein Budget entgegengesetzt, das die Frau Finanzminister erstellt hat, das sozial ausgewogen ist. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Schopf.)
Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Schopf.
Meine Damen und Herren! Genau das ist das, was uns so aufregt, wenn hier falsche Anschuldigungen gemacht werden. Sie beschuldigen uns, mit falschen Zahlen zu hantieren. Ich kann Ihnen sagen, wir hantieren nicht mit falschen Zahlen, wir haben ein Budget erstellen lassen; und da bin ich dem Herrn Sozialminister Hundstorfer sehr dankbar, der, im Gegensatz zu Ihnen, jungen Menschen in dieser Republik eine Chance gibt. (Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Schopf.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Ing. Kaipel.
Ich meine, dass dieses Budget mit den Begriffen „Nachhaltigkeit“ und „solidarisch“ wirklich unsere Zustimmung verdient. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Ing. Kaipel.)
Abg. Tamandl: Ich bin aber bitte da!
Da ist die Kollegin Tamandl, die auch hier herausgekommen ist, die gegen die Freiheitlichen dröhnt, wild herumhetzt, sie ist jetzt selbst nicht mehr im Plenum, greift den Kollegen Riemer an ... (Abg. Tamandl: Ich bin aber bitte da!) – Ja, jetzt sind Sie wieder, aber schauen Sie lieber auf Ihre Sitznachbarn, die gleich nach ihrer Rede hinausgegangen sind. Die waren auch nicht mehr da. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Da ist die Kollegin Tamandl, die auch hier herausgekommen ist, die gegen die Freiheitlichen dröhnt, wild herumhetzt, sie ist jetzt selbst nicht mehr im Plenum, greift den Kollegen Riemer an ... (Abg. Tamandl: Ich bin aber bitte da!) – Ja, jetzt sind Sie wieder, aber schauen Sie lieber auf Ihre Sitznachbarn, die gleich nach ihrer Rede hinausgegangen sind. Die waren auch nicht mehr da. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
So etwas richtet sich von selbst. Das ist unglaubwürdig, das ist eine Politik, die 2013 der Wähler richten wird. (Beifall bei der FPÖ.) Und ich hoffe, dann sind nicht mehr so viele von Ihnen im Plenum und schon gar nicht mehr da. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie Bravoruf des Abg. Doppler.)
Beifall bei der FPÖ sowie Bravoruf des Abg. Doppler.
So etwas richtet sich von selbst. Das ist unglaubwürdig, das ist eine Politik, die 2013 der Wähler richten wird. (Beifall bei der FPÖ.) Und ich hoffe, dann sind nicht mehr so viele von Ihnen im Plenum und schon gar nicht mehr da. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie Bravoruf des Abg. Doppler.)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Kollege Hofer ist im Spital!
Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Frau Ministerin – leider ist sie nicht mehr da – in ihrer Budgetrede wirklich kein einziges Wort über Menschen mit Behinderungen gesagt hat, das hat mich ein wenig irritiert. Mich hat aber heute auch irritiert, dass der Behindertensprecher des BZÖ und auch kein Redner des Freiheitlichen Klubs über Menschen mit Behinderungen gesprochen haben, noch dazu, wo sie gestern bei der Debatte am späteren Abend, beinahe in der Nacht gesagt haben, dass die Behindertenpolitik in Österreich von der Opposition gemacht wird. Heute hat man davon wirklich nichts gemerkt. Heute hat man gemerkt, dass die Behindertenpolitik in Österreich von unserem Bundesminister Rudi Hundstorfer gemacht wird. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Kollege Hofer ist im Spital!) – Ich weiß, aber die Frau Belakowitsch hat sich ... (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Kollegin Jarmer hat ...!) – Habe ich gesagt, nur BZÖ und FPÖ. Stimmt, die Kollegin Jarmer hat natürlich darüber gesprochen, aber jene beiden haben sich gestern am Abend darüber beschwert. Natürlich, Franz-Joseph (in Richtung des Abg. Dr. Huainigg) hat auch gesprochen.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Kollegin Jarmer hat ...!
Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Frau Ministerin – leider ist sie nicht mehr da – in ihrer Budgetrede wirklich kein einziges Wort über Menschen mit Behinderungen gesagt hat, das hat mich ein wenig irritiert. Mich hat aber heute auch irritiert, dass der Behindertensprecher des BZÖ und auch kein Redner des Freiheitlichen Klubs über Menschen mit Behinderungen gesprochen haben, noch dazu, wo sie gestern bei der Debatte am späteren Abend, beinahe in der Nacht gesagt haben, dass die Behindertenpolitik in Österreich von der Opposition gemacht wird. Heute hat man davon wirklich nichts gemerkt. Heute hat man gemerkt, dass die Behindertenpolitik in Österreich von unserem Bundesminister Rudi Hundstorfer gemacht wird. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Kollege Hofer ist im Spital!) – Ich weiß, aber die Frau Belakowitsch hat sich ... (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Kollegin Jarmer hat ...!) – Habe ich gesagt, nur BZÖ und FPÖ. Stimmt, die Kollegin Jarmer hat natürlich darüber gesprochen, aber jene beiden haben sich gestern am Abend darüber beschwert. Natürlich, Franz-Joseph (in Richtung des Abg. Dr. Huainigg) hat auch gesprochen.
in Richtung des Abg. Dr. Huainigg
Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Frau Ministerin – leider ist sie nicht mehr da – in ihrer Budgetrede wirklich kein einziges Wort über Menschen mit Behinderungen gesagt hat, das hat mich ein wenig irritiert. Mich hat aber heute auch irritiert, dass der Behindertensprecher des BZÖ und auch kein Redner des Freiheitlichen Klubs über Menschen mit Behinderungen gesprochen haben, noch dazu, wo sie gestern bei der Debatte am späteren Abend, beinahe in der Nacht gesagt haben, dass die Behindertenpolitik in Österreich von der Opposition gemacht wird. Heute hat man davon wirklich nichts gemerkt. Heute hat man gemerkt, dass die Behindertenpolitik in Österreich von unserem Bundesminister Rudi Hundstorfer gemacht wird. (Abg. Dr. Fichtenbauer: Kollege Hofer ist im Spital!) – Ich weiß, aber die Frau Belakowitsch hat sich ... (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Die Kollegin Jarmer hat ...!) – Habe ich gesagt, nur BZÖ und FPÖ. Stimmt, die Kollegin Jarmer hat natürlich darüber gesprochen, aber jene beiden haben sich gestern am Abend darüber beschwert. Natürlich, Franz-Joseph (in Richtung des Abg. Dr. Huainigg) hat auch gesprochen.
Beifall bei der ÖVP.
des Sozialstaates zu sparen. Es geht uns um Gerechtigkeit, und dabei geht es darum, dass alle zur solidarischen Finanzierung beitragen – auch jene, die zurzeit ihr Vermögen vielleicht ein wenig steuerschonend in Österreich geparkt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dieses Budget ist eine solide, ausgewogene Grundlage, mit der wir in den nächsten Wochen und Monaten in die Verhandlungen gehen können. Ich freue mich schon auf die regen Diskussionen in den Ausschüssen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, meine Damen und Herren, brauchen wir nicht. Was wir brauchen, ist ein Staat, der die Lasten gerecht verteilt, der jungen Menschen Perspektiven und der älteren Generation Sicherheit gibt. Dafür sollten wir uns gemeinsam einsetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jannach.
Ganz kurz zum Herrn Kollegen Jannach, der die Landwirtschaftlichen Fachschulen angesprochen und festgestellt hat, dass da Erhöhungen bei den Personalkosten anstünden. Herrn Jannach, das stimmt! Aber wenn Sie sagen, dass in diesen Schulen die Schülerzahlen zurückgehen, dann muss ich Ihnen sagen: Das stimmt nicht! Im Gegenteil: Die Landwirtschaftlichen Fachschulen haben sich zu Schulen des ländlichen Raumes entwickelt, und viele Schülerinnen und Schüler – mehr als je zuvor! – besuchen diese Schulen, weil sie wissen, dass sie dort eine gute und fundierte Ausbildung bekommen, die sie in andere Berufe, insbesondere auch in Sozialberufe, weiterführt. (Zwischenruf des Abg. Jannach.) Genau das ist der Grund!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jannach.
Schauen Sie sich einmal um in den Landwirtschaftlichen Schulen, dann werden Sie sehen, welche Leistungen dort erbracht werden! Sie kennen sich nicht aus. Bevor Sie über Budgets und Landwirtschaftlichen Schulen reden, sollten sie sich – das möchte ich Ihnen nahelegen – genauer mit dieser Materie auseinandersetzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jannach.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, ich bin davon überzeugt, dass wir ein sehr verantwortungsvolles Budget haben, das vor allem die Stabilität unseres Landes sichern wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Durch die Ansiedlung von IFIs und anderen Institutionen in Wien, zum Beispiel dem Weltbankbüro, werden direkte Arbeitsplätze geschaffen und spannende Impulse gesetzt. Kurz gesagt: Die IFIs sind eine effiziente und effektive Form von Entwicklungszusammenarbeit. Sie geben auch kleinen Gebern wie uns die Möglichkeit, an sehr großen strukturgebenden und relevanten Entwicklungsprojekten, die meist von hoher Qualität sind, beteiligt zu sein. Daher meine ich, dass ein weiterer Ausbau der Beiträge zu den IFIs durchaus wichtig und notwendig wäre. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.
Ich kann Ihnen sagen: Sie liegen damit bei der Bevölkerung gänzlich falsch, weil die Menschen immer öfter in Richtung Politik sagen: Bitte versprecht nicht jeden Tag etwas Neues, was ihr dann nicht halten könnt, denn am Ende zahlen wir uns das sowieso wieder selber! (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Ihr seid alle sehr kreativ darin, den Menschen zu sagen, wie das Geld wieder hereinkommen kann, nämlich durch neue Steuern, während wir von der ÖVP uns ganz klar dazu bekennen, keine neuen Steuern einzuführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann Ihnen sagen: Sie liegen damit bei der Bevölkerung gänzlich falsch, weil die Menschen immer öfter in Richtung Politik sagen: Bitte versprecht nicht jeden Tag etwas Neues, was ihr dann nicht halten könnt, denn am Ende zahlen wir uns das sowieso wieder selber! (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan.) Ihr seid alle sehr kreativ darin, den Menschen zu sagen, wie das Geld wieder hereinkommen kann, nämlich durch neue Steuern, während wir von der ÖVP uns ganz klar dazu bekennen, keine neuen Steuern einzuführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Wir halten nichts davon, ständig nach einer großen Verwaltungsreform zu rufen, so wie manche in der Opposition oder auch in den Medien, ohne zu sagen, was damit gemeint ist, und ohne konkrete Maßnahmen vorzuschlagen. (Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Dabei kommt schlussendlich nichts heraus. Wir setzen eine Maßnahme nach der anderen, vor allem strukturelle Maßnahmen, und das bringt entsprechend viel.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Sie haben keine Ahnung, wovon Sie reden!
Zusammengefasst: Ein Budget der Generationengerechtigkeit und der Leistungsgerechtigkeit – kurzum: ein Zukunftsbudget! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neubauer: Sie haben keine Ahnung, wovon Sie reden!)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne bin ich sehr optimistisch für das nächste Jahr. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Kampf um die Sicherung unserer Währung und unserer Ersparnisse, der Abbau des Defizits und stabile Finanzen sind der richtige Weg. Dies sichert Österreichs Zukunft. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Widmann: Zu wenig!
Wir brauchen eine Politik der Verlässlichkeit, und dieses Budget 2012 hält einen stabilen Kurs, Gott sei Dank! Es wird in die richtigen Bereiche wie Bildung, Familie, Wissenschaft und Forschung investiert. Dies sind meines Erachtens zukunftsweisende Investitionen. (Abg. Mag. Widmann: Zu wenig!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Genau!
Sehr geehrte Damen und Herren, für mich steht außer Frage: Das Defizit muss gesenkt werden! Im Staat ist es wie in der Landwirtschaft: Man muss an die nächste Generation denken. Auch für die nächste Generation soll noch ein solides Wirtschaften möglich sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Lichtenecker: Genau!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Lichtenecker und Windholz.
Klar, es gäbe noch viel zu sagen, aber es fehlt die Zeit dazu. Abschließend fordere ich aber den Minister für Wirtschaft als politisch Verantwortlichen für alle Ein-Personen-Unternehmen noch auf: Übernehmen Sie Ihre Verantwortung und lassen Sie uns gemeinsam so schnell wie möglich diese Ungerechtigkeiten ändern! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Dr. Lichtenecker und Windholz.)
Beifall bei der ÖVP.
lität, wie wir sie uns vorstellen, wie wir sie brauchen, zu gewährleisten. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.
Der dritte Punkt ist die Bildung, auch Weiterbildung und Ausbildung: Österreich hat eine sehr, sehr gute Facharbeiterausbildung. Das ist ein großer Vorteil im internationalen Vergleich. Ich glaube, darauf aufzubauen bringt auch für die Zukunft Erfolg. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Aubauer.)
Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Bernd Schönegger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Man sagt ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein Blick auf die Rednerliste und der Verlauf des heutigen Tages lässt aber wenig Hoffnung zu, dass die Opposition am Ende dieses Tages von eingeübten politischen Ritualen zugunsten sachlicher Debattenbeiträge abgehen wird. (Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.
Denn: Statt eines rot-weiß-roten Schulterschlusses, um geschlossen den schwierigen Bedingungen, die vor uns liegen, entgegenzutreten, gibt es Altbekanntes und wenig Erfreuliches. Es gibt blaue Phrasen, orangen Populismus und grüne Oberlehrer. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das ist bedauerlich, denn zur Bewältigung schwieriger Zeiten taugt das, was heute hier gezeigt wurde, sicher nicht. Aber wahrscheinlich haben Sie sich heute hier unter Ihren Möglichkeiten präsentiert. (Neuerliche Zwischenrufe bei BZÖ und FPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei BZÖ, FPÖ und Grünen.
Dafür ganz anders und erfreulich war die Budgetrede der Finanzministerin. (Ironische Heiterkeit bei BZÖ, FPÖ und Grünen.) Statt der Beliebigkeit populistischer Politik hat die Finanzministerin deutlich gemacht, wofür wir stehen, wofür die Regierung steht. Mit diesem Budget stehen wir für Berechenbarkeit, für Verlässlichkeit, für verantwortungsvolle Politik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dafür ganz anders und erfreulich war die Budgetrede der Finanzministerin. (Ironische Heiterkeit bei BZÖ, FPÖ und Grünen.) Statt der Beliebigkeit populistischer Politik hat die Finanzministerin deutlich gemacht, wofür wir stehen, wofür die Regierung steht. Mit diesem Budget stehen wir für Berechenbarkeit, für Verlässlichkeit, für verantwortungsvolle Politik. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stefan: Nicht die Schulden, nur das Defizit wird abgebaut! Die Schulden werden erhöht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das Wichtigste aber ist der schrittweise Abbau des Defizits. (Abg. Mag. Stefan: Nicht die Schulden, nur das Defizit wird abgebaut! Die Schulden werden erhöht!) Es ist wohl die zentralste Aufgabe dieses Budgets, das
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Schein- und Falschargumente mögen an Stammtischen einiges bewirken, sie vermögen aber nicht, die Wirklichkeit zu verändern. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Daher bitte ich Sie an dieser Stelle nochmals: Verlassen Sie diesen Weg, treten Sie mit uns für diese Ziele ein, machen wir einen rot-weiß-roten Schulterschluss! Österreich ist es uns wert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Schein- und Falschargumente mögen an Stammtischen einiges bewirken, sie vermögen aber nicht, die Wirklichkeit zu verändern. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Daher bitte ich Sie an dieser Stelle nochmals: Verlassen Sie diesen Weg, treten Sie mit uns für diese Ziele ein, machen wir einen rot-weiß-roten Schulterschluss! Österreich ist es uns wert! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Ziel muss sein, Österreich auf dem Entschuldungspfad weiterzuführen und somit auch zukunftsfit zu bleiben. Wir haben mit dem Bundesfinanzrahmengesetz ein Gesetz, mit dem wir die Budgetentwicklung über mehrere Jahre hinaus planen und auch die Entwicklungen bereits absehen können. Das primäre Ziel muss aber sein, beim Defizit auf unter 3 Prozent zu kommen und die Staatsverschuldung auf maximal 60 Prozent zu begrenzen, denn nur so wird eine solide Finanzierung für die Zukunft unseres Staates geschaffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es sind viele einzelne Hebel, die wir in Bewegung setzen müssen; und ich glaube, wir müssen Innovationen zulassen und strukturell negativen Entwicklungen massiv entgegenwirken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Kurz zum Herrn Kaffeesudleser: Herr Kollege da oben, ihr müsst jetzt froh sein, dass ihr so eine konstruktive Opposition habt. Ihr bräuchtet nur ein paar dieser Vorschläge, die wir bringen, umzusetzen, und es wäre alles in Butter, dann hätten wir ein hervorragendes Budget. Wir wollen euch nur helfen, denn selber bringt ihr ja nichts zusammen. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen fordern da eine Reduktion des Einstiegssteuersatzes von 36 auf 25 Prozent, der Höchststeuersatz sollte statt bei 60 000 € erst bei 80 000 € greifen und die Einführung eines Familiensteuersplittings wäre natürlich ganz, ganz wichtig und würde in Zeiten wie diesen unseren Familien sehr entgegenkommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Investitionsfreibetrag als Investitionsanreiz für Selbständige und Unternehmer gehörte wieder eingeführt. Was die Verwaltungsreform betrifft, eine kleine Lehre an den Herrn Hammer, der da offensichtlich noch nicht den Durchblick hat: Der Rechnungshof hat über 300 Vorschläge zur Verwaltungsreform in einem übersichtlichen, tollen Buch dargestellt. Das würde ich Ihnen als Lektüre empfehlen. Das wäre umzusetzen. Da brauchen wir die kleinen Schritte nicht. Aber Sie sind offensichtlich nur fähig, kleine Schritte zu machen. Dann ist es natürlich klar, dass man bei der Regierungsarbeit ein bisschen gelähmt erscheint. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Punkt ist mir noch ein Anliegen, und zwar geht es da um die Gemeinden, die sich verwaltungseffizient organisieren sollen. Die Frau Minister Fekter schreibt auf Seite 22 noch von 2 357 österreichischen Gemeinden. Ich kann Sie beruhigen: In wenigen Wochen oder Monaten werden das schon deutlich weniger sein. Die tolle rot-schwarze Reformpartnerschaft in der Steiermark fährt da über die Bevölkerung drüber. Es ist ihr völlig egal, dass dabei Menschen Identität und Infrastruktur verlieren. Da werden Gemeinden zwangsfusioniert, und den Bürgermeistern, die das eigentlich betreiben sollten, lässt man nicht viel Zeit, selbständig mitzuwirken, von einer vernünftigen Projektbegleitung ganz zu schweigen. Ich fürchte, so kann eine Strukturreform im ländlichen Raum nicht ausschauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ganz begeistert bin ich von einem der letzten Sätze, die die Ministerin gestern gesprochen hat. Sie schreibt: „Wir brauchen ein Steuersystem, damit jeder Mensch selbst Regie in seinem Leben führen kann.“ Welches das sein soll, sagt sie nicht. Aber ich fühle mich bei ihr schon geborgen, wenn sie überhaupt weiß, dass ein Staat ein Steuersystem braucht. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
Ich möchte noch eine Replik auf die Diskussion über die Hymne von letzter Nacht, kurz vor 3 Uhr früh, wagen. Kleiner steirischer Spruch: „Sucht ihr euch eine Tochter, Söhne, nehmts euch ka Schiache, nehmts a Schöne!“ (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ja, wir wissen warum, und ich sage Ihnen eines: Sich hier herauszustellen und einfach so zu tun, als ob Sie nichts damit zu tun hätten, gerade die Sozialdemokratie, das ist mir zu wenig. Denn wen trifft es? – Die Ärmsten der Armen, die Menschen, die ohnehin schon benachteiligt sind in diesem Land, Menschen, die, damit sie zu einer Arbeit kommen, oft lange Strecken zurücklegen müssen. Wir haben sehr viele gute Freunde, die beeinträchtigt sind und in Kärnten von Spittal nach Villach mit dem Zug fahren müssen, damit sie arbeiten können. Und sie machen das gerne, sie machen das mit Stolz und großer Freude. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich sage Ihnen klipp und klar: Ich lasse mir hier von niemandem sagen, dass das BZÖ sich nicht für behinderte Menschen einsetzt. Und ich sage Ihnen noch etwas: Es ist viel zu wenig, dass beim „Tag des Lichts“, eine sehr wichtige und gute Aktion, der Bundesminister auf der Tribüne steht und den Startschuss gibt. Er soll selber mitlaufen! Ich bin mitgelaufen – und das sind Dinge, die wir sehr gerne für die gute Sache machen. Groß anzukündigen, nächstes Jahr selber mitzulaufen, aber auf der anderen Seite, wenn es um die budgetären Geldzuwendungen geht, wenn es also darum geht, die Menschen zu unterstützen, denen es nicht so gut geht, die Ersten zu sein, die da etwas streichen, das finden wir letztklassig. Aber auch das schauen wir uns in Zukunft noch genauer an. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer (den Vorsitz übernehmend): Nun gelangt Herr Abgeordneter Ing. Lugar zu Wort. (Oh-Rufe bei SPÖ und ÖVP.)
Bravorufe bei SPÖ und ÖVP. – Beifall des Abg. Haberzettl.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (ohne Klubzugehörigkeit): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Bravorufe bei SPÖ und ÖVP. – Beifall des Abg. Haberzettl.) Fekter, Pröll, Molterer, alle haben so ziemlich das Gleiche gesagt. Ich möchte daran erinnern: Schulden sind das Unsozialste, das es gibt. – Originalton Finanzminister Pröll. Oder: Wir können auf Dauer nicht mehr ausgeben, als wir einnehmen. – Originalton Molterer. Oder gestern: Wer an morgen denkt, muss heute damit anfangen, unseren Kindern keinen Rucksack umzuhängen. – Frau Fekter.
Rufe: Vorlesen! Vorlesen!
Jetzt habe ich mir die Mühe gemacht, in der Geschichte etwas nachzuschauen. Es hat ja viele ÖVP-Finanzminister in der Vergangenheit gegeben, und ich habe 50 Jahre zurückgehen müssen. Ich habe 50 Jahre zurückgehen müssen und einen ÖVP-Finanzminister gefunden, der nicht nur gesprochen hat, sondern auch Taten hat folgen lassen, und das war 1961 – fast auf den Tag genau vor 50 Jahren – Josef Klaus. Ich habe mir seine Budgetrede angeschaut. Ich habe sie sogar hier, wenn sie jemand sehen will. (Rufe: Vorlesen! Vorlesen!)
Abg. Mag. Schickhofer: Wo wollen Sie denn die 8 Milliarden sparen?
Der erste Schritt wäre ein ausgeglichener Haushalt, aber nicht einmal das schafft sie. Sogar einen negativen Primärsaldo, wie wir schon gehört haben, bringt sie zustande, und damit stehen wir noch schlechter da als Griechenland. (Abg. Mag. Schickhofer: Wo wollen Sie denn die 8 Milliarden sparen?)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
path, der Gleiches mit Gleichem bekämpft. Sie versuchen eine Schuldenkrise mit noch mehr Schulden zu bekämpfen, und ich kann Ihnen garantieren, so wird das nicht funktionieren. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Noch eine zweite Anmerkung zum Schluss: Herr Kollege Lugar, es steht Ihnen als mittlerweile fraktionslosem Abgeordneten zu, die Redezeit auszuschöpfen, wie es die Geschäftsordnung vorsieht. Ich halte es aber für unangemessen, dass nach der Geschäftsordnung des Hauses de facto ein einzelner Mandatar an einem Tag mehr Redezeit in Anspruch nehmen kann als eine gesamte Fraktion. Ich glaube, dass wir auch dahin gehend die Geschäftsordnung überprüfen sollten, weil das Ausmaß, das Sie hier annehmen, einfach jedes Maß übersteigt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Lugar begibt sich zum Präsidium und meldet sich noch einmal zu Wort.
dass es nächstes Jahr womöglich wieder genauso sein wird, wenn nicht rasch versucht wird, eine Vereinbarung bereits für das nächste Jahr zu finden. Daher ist es besser, eher rasch zu einer konstruktiven Lösung zu kommen. Das ist ganz in meinem Sinne. (Abg. Ing. Lugar begibt sich zum Präsidium und meldet sich noch einmal zu Wort.)
Abg. Dr. Graf: Das ist nur für die Grünen ein Problem!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (ohne Klubzugehörigkeit): Ich nehme mit großem Erschrecken zur Kenntnis, dass ich heute zweimal 10 Minuten gesprochen habe, zweimal 10 Minuten an einem ganzen Tag. Jetzt nehme ich die letzten 50 Sekunden davon in Anspruch, um auf eines hinzuweisen: Wenn es in diesem Haus ein Problem ist, dass sich jemand an der Diskussion beteiligt (Abg. Dr. Graf: Das ist nur für die Grünen ein Problem!), vielleicht mit einem Standpunkt, der nicht von allen geteilt wird, vielleicht mit einem Standpunkt, der nicht von einer Fraktion mit einem Fraktionszwang geteilt wird, und das dann gleich beschränkt wird von all jenen, die sich davon belästigt fühlen, dann, finde ich, ist das wirklich ein starkes Stück. (Beifall des Abg. Dr. Graf.)
Beifall des Abg. Dr. Graf.
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (ohne Klubzugehörigkeit): Ich nehme mit großem Erschrecken zur Kenntnis, dass ich heute zweimal 10 Minuten gesprochen habe, zweimal 10 Minuten an einem ganzen Tag. Jetzt nehme ich die letzten 50 Sekunden davon in Anspruch, um auf eines hinzuweisen: Wenn es in diesem Haus ein Problem ist, dass sich jemand an der Diskussion beteiligt (Abg. Dr. Graf: Das ist nur für die Grünen ein Problem!), vielleicht mit einem Standpunkt, der nicht von allen geteilt wird, vielleicht mit einem Standpunkt, der nicht von einer Fraktion mit einem Fraktionszwang geteilt wird, und das dann gleich beschränkt wird von all jenen, die sich davon belästigt fühlen, dann, finde ich, ist das wirklich ein starkes Stück. (Beifall des Abg. Dr. Graf.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.
Ich habe gestern auch nur zwei- oder dreimal gesprochen. Ich hätte gestern dreißigmal sprechen können. Ich habe so viel Gefühl zu sagen, okay, ich überbeanspruche das nicht, und das habe ich auch gestern bewiesen. Aber sozusagen eine Begrenzung für Abgeordnete zu machen, die ohne Klubzugehörigkeit sprechen, das ist aus meiner Sicht für ein Parlament unwürdig, und ich würde das wirklich sehr bedauern. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und BZÖ.)
Abg. Rädler: Stadler sagen!
Ich sage auch, was dieser Untersuchungsausschuss nicht sein soll, meine Damen und Herren: Dieser Untersuchungsausschuss soll keine Arena für parteipolitische Schlammschlachten sein. Er soll kein Ort für die Pflege von persönlichen Profilierungsneurosen einzelner Mandatare sein. (Abg. Rädler: Stadler sagen!) Und in diesem Untersuchungsausschuss soll auch kein Platz für Postenschachereien sein, die wir in den letzten Tagen erlebt haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich sage auch, was dieser Untersuchungsausschuss nicht sein soll, meine Damen und Herren: Dieser Untersuchungsausschuss soll keine Arena für parteipolitische Schlammschlachten sein. Er soll kein Ort für die Pflege von persönlichen Profilierungsneurosen einzelner Mandatare sein. (Abg. Rädler: Stadler sagen!) Und in diesem Untersuchungsausschuss soll auch kein Platz für Postenschachereien sein, die wir in den letzten Tagen erlebt haben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich sage an dieser Stelle auch, dass ich der Überzeugung bin, dass keine Partei einen parteipolitischen Gewinn aus diesem Untersuchungsausschuss schlagen soll und schlagen wird. Der Einzige, der gewinnen kann, der gewinnen soll und der gewinnen muss, ist unsere Republik Österreich, ist unser Land, ist unsere Heimat. Es geht darum, durch diesen Untersuchungsausschuss Vorgänge und Zustände, die dieser Republik, dem Steuerzahler, dem Ansehen unser Heimat Österreich schaden, in Zukunft zu unterbinden, zu verhindern. Dieses Ziel muss dieser Untersuchungsausschuss haben – und kein anderes, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das BZÖ war die einzige Fraktion, und das möchte ich an dieser Stelle auch festhalten, die sich an diesen Postenschachereien nicht beteiligt, sondern immer gesagt hat: Wir wollen untersuchen, wir wollen aufklären, das möglichst schnell, das sofort, das jetzt, und daher beteiligen wir uns auch nicht an Postenschachereien, was die Vorsitzführung betrifft. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Neugebauer: Der Startschuss kommt ja erst, wenn wir es beschlossen haben!
Ich wünsche mir nach einem schlechten Start, dass wir umso schneller mit dieser Arbeit beginnen (Abg. Neugebauer: Der Startschuss kommt ja erst, wenn wir es beschlossen haben!) und dieser Untersuchungsausschuss seinem Sinn und Zweck, den ich ausgeführt habe, nachkommt.
Abg. Rädler: Beigewohnt hat!
Ich schließe mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche, der gesagt hat und der diesen Untersuchungsausschuss (Abg. Rädler: Beigewohnt hat!) als „Dach“ begleiten soll – er hat das in einem Buch geschrieben –: „In allen Institutionen, in welche nicht die scharfe Luft der öffentlichen Kritik hineinweht, wächst Korruption wie ein Pilz!“ – Meine Damen und Herren, diesen Pilz gilt es zu bekämpfen, arbeiten wir gemeinsam dafür. (Allgemeine Heiterkeit.)
Allgemeine Heiterkeit.
Ich schließe mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche, der gesagt hat und der diesen Untersuchungsausschuss (Abg. Rädler: Beigewohnt hat!) als „Dach“ begleiten soll – er hat das in einem Buch geschrieben –: „In allen Institutionen, in welche nicht die scharfe Luft der öffentlichen Kritik hineinweht, wächst Korruption wie ein Pilz!“ – Meine Damen und Herren, diesen Pilz gilt es zu bekämpfen, arbeiten wir gemeinsam dafür. (Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne: Gehen wir es an und legen wir los! – Danke schön. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
hen Haus gilt, insbesondere auch für Ihre, was das Verhalten anlangt, auch das Verhalten von jenen Personen, die möglicherweise derzeit gerade auf einem Fußballfeld sind. Dann werden wir uns sicherlich positiv entwickeln. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In der Tat ist es so, dass es sich um einen außerordentlich komplexen Untersuchungsgegenstand handelt. Kollege Petzner hat sehr klar alle sieben Punkte umrissen, die in diesem Untersuchungsausschuss behandelt werden. Und es gibt Vorwürfe gegen alle Parteien, auch das muss man sagen, die mehr oder weniger bestritten werden. Das ist insgesamt kein Renommee, das ist nichts Angenehmes, und daher müssen wir gemeinsam schauen, dass wir für eine möglichst objektive Aufklärung sorgen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke, dass es notwendig ist, dass wir das möglichst ruhig und möglichst sachlich tun, dass wir es nicht zu einem parteipolitischen Kleinkrieg ausarten lassen. Dann kann das auch ein gemeinsamer Neubeginn für alle im Sinne unseres Landes werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt die strafrechtliche Verantwortung und es gibt eben die politische. Und wir sind dazu da, diese politische Verantwortung in diesem unangenehmen, ungustiösen und absolut verurteilungswürdigen Bereich schonungslos aufzudecken. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Vorher nicht?
Wir Freiheitlichen stellen uns umso mehr und umso lieber dieser Aufklärung, weil wir Freiheitlichen – und das kann ich von hier aus sagen – seit dem Jahr 2005, seit der Ära HC Strache, mit Fug und Recht verlautbaren können (Ruf bei der ÖVP: Vorher nicht?): Mit diesen Malversationen, die ja bis dahin passiert sind, haben wir absolut nichts zu tun! Davon haben wir uns gelöst. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen stellen uns umso mehr und umso lieber dieser Aufklärung, weil wir Freiheitlichen – und das kann ich von hier aus sagen – seit dem Jahr 2005, seit der Ära HC Strache, mit Fug und Recht verlautbaren können (Ruf bei der ÖVP: Vorher nicht?): Mit diesen Malversationen, die ja bis dahin passiert sind, haben wir absolut nichts zu tun! Davon haben wir uns gelöst. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Waschmaschine!
Daran kann auch eine allfällige archäologische Arbeit des Kollegen Pilz in den Jahren 2004, 2002, 1999, 1874, 1510 oder sonst was nichts ändern. Die Partei von HC Strache ist sauber, und das ist ein Versprechen, das ich hier für alle meine Kollegen abgeben kann. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rädler: Waschmaschine!)
Beifall bei der FPÖ.
Das Klima bei den Vorbereitungen war ein entsprechend gutes. Wir sind sehr sachlich vorgegangen. Wir haben auch einen neuen Stil gepflogen, zum Beispiel haben wir uns mit der Frage befasst, dass man die Bedenken der Staatsanwaltschaft in der Form ausräumen kann, dass das Parlament offensiv auf die Staatsanwaltschaft zugeht und sagt: Wo sind eure Bedenken, dass wir nicht ermitteln könnten? Nur eines – das kann ich auch von hier aus sagen –: Eine Bevormundung der Abgeordneten durch die Staatsanwaltschaft wird es hier nicht geben. Das ist auch einhellige Meinung bei der Vorberatung für den Ausschuss gewesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Rosenkranz!
Wir wollen eine der Personen, und es gibt hier insgesamt 183. Es wird doch verdammt noch einmal möglich sein, unter diesen 183 eine Person zu finden, die auch eine Mehrheit in der Koalition erzielen wird! (Abg. Rädler: Rosenkranz!) Peter Fichtenbauer ist ein Kandidat. – Danke für die Blumen, aber Sie wissen, wie das ist, wenn man von falscher Seite gelobt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wollen eine der Personen, und es gibt hier insgesamt 183. Es wird doch verdammt noch einmal möglich sein, unter diesen 183 eine Person zu finden, die auch eine Mehrheit in der Koalition erzielen wird! (Abg. Rädler: Rosenkranz!) Peter Fichtenbauer ist ein Kandidat. – Danke für die Blumen, aber Sie wissen, wie das ist, wenn man von falscher Seite gelobt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Bravo!
Keine Sorge, ich bin selbst im Ausschuss und werde mich dafür einsetzen, dass möglichst viel objektiv aufgeklärt werden kann. Und das ist auch im Sinn der Sache. Wir brauchen einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende (Rufe bei der SPÖ: Bravo!), der/die die notwendige Objektivität für diesen Vorsitz mitbringt.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Und da muss ich schon eines sagen: Die mediale Aufmerksamkeit, die Frau Dr. Moser geschenkt wird, mutet schon in eine Richtung an, dass man sagt, die Medien wollen die Frau Moser haben. Also das scheint mir auch sehr bemerkenswert zu sein. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Strache: Weil jeder weiß, wie gut er ist!
Man muss nur fragen: Bitte, wie gut ist sie? Mich hat noch keiner gefragt, wie gut Peter Fichtenbauer ist oder sonst irgendwas. (Abg. Strache: Weil jeder weiß, wie gut er ist!) Nur eines wird man mir nicht nehmen können: Ich habe noch nie Grün gewählt – warum sollte ich es diesmal tun? Es ist ja durchaus auch eine ideologische Frage dabei. Aber eines wollen wir nicht: Wir wollen keine Doppelconference Moser/Pilz, Vorsitz und Fragender, und die Gefahr ist groß.
Beifall bei der FPÖ.
Peter Pilz spricht nach mir. Ich hoffe, wir werden nachher keine tatsächlichen Berichtigungen brauchen. Er ist der Letzte auf der Rednerliste. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Bei uns ist das leicht!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Wie helfe ich dem geschätzten Kollegen Rosenkranz jetzt aus dieser – zugegeben – schwierigen Situation? Lassen Sie mich einen Versuch machen. (Abg. Dr. Graf: Bei uns ist das leicht!)
Abg. Strache: Haben Sie heute das „NEWS“ gelesen? Moser und Langthaler!
Wichtig ist eben vollkommene Unbefangenheit (Abg. Strache: Haben Sie heute das „NEWS“ gelesen? Moser und Langthaler!), das Ausschalten jeder Gefahr, dass ein Vorsitzender oder eine Vorsitzende auf die Interessen der eigenen Partei Rücksicht nehmen muss. Wir haben das oft genug diskutiert, warum das bei Gabi Moser der Fall ist; ich möchte es nicht wiederholen. Wir werden das noch weiter besprechen, wir werden noch zwei oder drei Verhandlungsrunden brauchen.
Beifall bei den Grünen.
so weit hinausgelehnt, hätten wir gar nichts zum Untersuchen! (Beifall bei den Grünen.) Es würde schlicht und einfach gar nichts geben. (Abg. Strache: Im heutigen „NEWS“ ist etwas völlig anderes sichtbar geworden! Die besten Kontakte zur Telekom!)
Abg. Strache: Im heutigen „NEWS“ ist etwas völlig anderes sichtbar geworden! Die besten Kontakte zur Telekom!
so weit hinausgelehnt, hätten wir gar nichts zum Untersuchen! (Beifall bei den Grünen.) Es würde schlicht und einfach gar nichts geben. (Abg. Strache: Im heutigen „NEWS“ ist etwas völlig anderes sichtbar geworden! Die besten Kontakte zur Telekom!)
Abg. Dr. Graf: Aber Vorverurteilung!
Und, Herr Kollege Rosenkranz, die Frage nach der Vorsitzführung ist keine Frage nach Äquidistanz zwischen Korruption und Redlichkeit, Äquidistanz zwischen Karl-Heinz Grasser und einer seriösen Führung der Geschäfte im Finanzministerium. Das ist keine Frage der Äquidistanz. (Abg. Dr. Graf: Aber Vorverurteilung!) Es ist ausschließlich die Frage einer korrekten, der Verfahrensordnung, der Geschäftsordnung und der Strafprozessordnung verpflichteten Vorsitzführung, und das traue ich, wenn wir es auf das beschränken würden, durchaus beiden zu.
Abg. Rädler: Na hallo!
Gabi Moser hat gegenüber Dr. Fichtenbauer meiner Meinung nach nur einen einzigen Vorteil: Wir müssen uns zum Großteil mit Affären aus der Zeit der schwarz-blauen Koalition beschäftigen, und deswegen haben wir jetzt ein besonderes Problem. Das Problem lautet, dass es bis zum heutigen Tag – und ich hätte mir gewünscht, dass es anders wäre – eine blau-schwarze Blockade zur Wahl einer Vorsitzenden gibt. (Abg. Rädler: Na hallo!) Ich glaube nicht, formell, Herr Kollege Rosenkranz, denn formell haben Sie das Recht, in diesem Haus auch in der Vorbereitung des Ausschusses zu tun, was Sie wollen. Aber überlegen Sie sich wirklich eines: Da Ihre Partei und die Österreichische Volkspartei die überwiegende Verantwortung für die Affären tragen, die wir zu behandeln haben (Abg. Strache: Für die Frau Langthaler haben schon Sie die Verantwortung!), steht es Ihnen zumindest politisch nicht zu, die Arbeit des Ausschusses jetzt durch eine schwarz-blaue Blockade bei der Wahl der Vorsitzführung zu behindern. (Beifall bei den Grünen.) Das halte ich für ein wirkliches Problem.
Abg. Strache: Für die Frau Langthaler haben schon Sie die Verantwortung!
Gabi Moser hat gegenüber Dr. Fichtenbauer meiner Meinung nach nur einen einzigen Vorteil: Wir müssen uns zum Großteil mit Affären aus der Zeit der schwarz-blauen Koalition beschäftigen, und deswegen haben wir jetzt ein besonderes Problem. Das Problem lautet, dass es bis zum heutigen Tag – und ich hätte mir gewünscht, dass es anders wäre – eine blau-schwarze Blockade zur Wahl einer Vorsitzenden gibt. (Abg. Rädler: Na hallo!) Ich glaube nicht, formell, Herr Kollege Rosenkranz, denn formell haben Sie das Recht, in diesem Haus auch in der Vorbereitung des Ausschusses zu tun, was Sie wollen. Aber überlegen Sie sich wirklich eines: Da Ihre Partei und die Österreichische Volkspartei die überwiegende Verantwortung für die Affären tragen, die wir zu behandeln haben (Abg. Strache: Für die Frau Langthaler haben schon Sie die Verantwortung!), steht es Ihnen zumindest politisch nicht zu, die Arbeit des Ausschusses jetzt durch eine schwarz-blaue Blockade bei der Wahl der Vorsitzführung zu behindern. (Beifall bei den Grünen.) Das halte ich für ein wirkliches Problem.
Beifall bei den Grünen.
Gabi Moser hat gegenüber Dr. Fichtenbauer meiner Meinung nach nur einen einzigen Vorteil: Wir müssen uns zum Großteil mit Affären aus der Zeit der schwarz-blauen Koalition beschäftigen, und deswegen haben wir jetzt ein besonderes Problem. Das Problem lautet, dass es bis zum heutigen Tag – und ich hätte mir gewünscht, dass es anders wäre – eine blau-schwarze Blockade zur Wahl einer Vorsitzenden gibt. (Abg. Rädler: Na hallo!) Ich glaube nicht, formell, Herr Kollege Rosenkranz, denn formell haben Sie das Recht, in diesem Haus auch in der Vorbereitung des Ausschusses zu tun, was Sie wollen. Aber überlegen Sie sich wirklich eines: Da Ihre Partei und die Österreichische Volkspartei die überwiegende Verantwortung für die Affären tragen, die wir zu behandeln haben (Abg. Strache: Für die Frau Langthaler haben schon Sie die Verantwortung!), steht es Ihnen zumindest politisch nicht zu, die Arbeit des Ausschusses jetzt durch eine schwarz-blaue Blockade bei der Wahl der Vorsitzführung zu behindern. (Beifall bei den Grünen.) Das halte ich für ein wirkliches Problem.
Präsidentin Mag. Prammer gibt wiederholt das Glockenzeichen
Und das Letzte ist besonders wichtig: Das ist ein Neubeginn mit den schärfsten Anti-Korruptionsgesetzen der Europäischen Union! Wenn wir als Folge des Untersuchungsausschusses genau diese Gesetze schaffen (Präsidentin Mag. Prammer gibt wiederholt das Glockenzeichen) – Gesetze über illegale Parteienfinanzierung, Gesetze gegen Parteibuchwirtschaft –, dann hat dieser Untersuchungsausschuss etwas geschafft, was in vielen Legislaturperioden nicht gelungen ist, nämlich ein neues Vertrauen der Menschen zur Politik auch in diesem Haus zu begründen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und das Letzte ist besonders wichtig: Das ist ein Neubeginn mit den schärfsten Anti-Korruptionsgesetzen der Europäischen Union! Wenn wir als Folge des Untersuchungsausschusses genau diese Gesetze schaffen (Präsidentin Mag. Prammer gibt wiederholt das Glockenzeichen) – Gesetze über illegale Parteienfinanzierung, Gesetze gegen Parteibuchwirtschaft –, dann hat dieser Untersuchungsausschuss etwas geschafft, was in vielen Legislaturperioden nicht gelungen ist, nämlich ein neues Vertrauen der Menschen zur Politik auch in diesem Haus zu begründen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)