Eckdaten:
Für die 247. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 657 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Gewaltschutz und Gewaltprävention einleiten (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen müssen.
Abg. Fürlinger: Das ist eine Fragestunde und keine ...! – Weitere Rufe bei der ÖVP: ... Fragestunde!
Die Kritik ist ja, dass es das sonst nirgends in Österreich gibt, und Sie sagen jetzt, Sie wollen noch einmal eine Modellregion im Süden und Osten von Österreich machen. Warum können Sie etwas, das bereits gut funktioniert, nicht gleich flächendeckend ausrollen? Warum sparen Sie den Westen aus? (Abg. Fürlinger: Das ist eine Fragestunde und keine ...! – Weitere Rufe bei der ÖVP: ... Fragestunde!)
Abg. Yildirim: Ja, sehr gerne!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Die nächste Anfrage wird von Abgeordneter Yildirim gestellt, es ist ihre Hauptfrage. – Bitte sehr. (Abg. Yildirim: Ja, sehr gerne!) 09.16.30
Abg. Fürlinger: Das ist eine Fragestunde! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das gibt’s ja nicht!
eigentlich etwas, das höchstgerichtlich bestätigt wurde – hinwegsetzen, also Beschuldigtenrechte einschränken will? Wie ist Ihr Zugang dazu? (Abg. Fürlinger: Das ist eine Fragestunde! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das gibt’s ja nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das ist eine Fragestunde, das gibt’s ja nicht!
Können wir uns darauf verlassen, dass Sie mit der ÖVP diesen Weg nicht beschreiten werden? (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Das ist eine Fragestunde, das gibt’s ja nicht!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Verfahren stehen Menschen dahinter. Auch bei clamorosen Fällen stehen Menschen hinter den Beschuldigten. Sie haben von der Stärkung der Beschuldigtenrechte gesprochen, und genau das ist das zentrale Anliegen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall der Abgeordneten Eßl und Salzmann.
Frau Ministerin, wir können viel über mediale Vorverurteilung diskutieren, aber ich würde Sie bitten, uns kurz darzulegen, was Sie abseits eines Zitierverbots vielleicht unternehmen, um dieser medialen Vorverurteilung entgegenzuwirken. (Beifall der Abgeordneten Eßl und Salzmann.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Ing. Mag. Volker Reifenberger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sie haben der Staatsanwaltschaft Wien die Weisung erteilt, gegen die Enthaftung der Klimakleberin Anja Windl keine Beschwerde einzulegen. Sollten Sie persönlich – oder als Grünpolitikerin – Sympathien für Frau Windl hegen, ist Ihnen das natürlich unbenommen. Persönliche Befindlichkeiten in Ihr hoheitliches Handeln als Justizministerin einfließen zu lassen ist aber etwas anderes. Das geht nicht. Das ist unangemessen, unangebracht und schadet auch dem Ansehen der Justiz massiv. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Frage stellen!
Sie widersprechen sich aber auch selbst, Frau Bundesminister. Im Zusammenhang mit der Einrichtung einer Bundesstaatsanwaltschaft sprechen Sie immer davon, wie wichtig die Weisungsfreiheit sei. (Abg. Lukas Hammer: Frage stellen!) Mit Verlaub, so zu argumentieren, aber völlig anders zu handeln, das geht sich nicht aus. Solche Einflussnahmen als Wahrnehmung der Fachaufsicht und Qualitätskontrolle durch die Fachabteilung vom Tisch zu wischen, das geht sich auch nicht aus, Frau Bundesminister.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher folgende Zusatzfrage: Steht die Weisung, die U-Haft der Klimaterroristin Anja Windl aufzuheben, nicht in krassem Widerspruch zu Ihrer Intention, eine weisungsunabhängige Bundesstaatsanwaltschaft einzurichten? (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gerstl: Wir haben ja ein Gericht!
Die Staatsanwaltschaft Wien hat geplant, dagegen eine Beschwerde zu erheben. Dann ging es ins Ministerium, die Fachabteilung im Ministerium hat auch die für die Legistik zuständige Strafrechtssektion eingebunden und sie sind zu dem Schluss gekommen, dass das gelindere Mittel ausreichend ist und eine Beschwerde gegen das Landesgericht in diesem Zusammenhang nicht erfolgsversprechend wäre. (Abg. Gerstl: Wir haben ja ein Gericht!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Gödl: Das ist eine Sauerei! – Ruf bei der ÖVP: Wirklich!
Stellen Sie sich vor, ich hätte in diese Weisung eingegriffen und hätte gesagt: Nein, weil politischer Druck zu erwarten ist, bitte diese Weisung streichen. – Das wäre politische Einflussnahme. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Gödl: Das ist eine Sauerei! – Ruf bei der ÖVP: Wirklich!)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
haben Sie es für den Sommer dieses Jahres versprochen, 2023 ist wieder nichts passiert. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall des Abg. Lindner
Bundesministerin für Justiz Dr. Alma Zadić, LL.M.: Wie Sie auch medial vernommen haben, gibt es ja die Entwürfe schon. Ich habe das in mehreren parlamentarischen Anfragen auch so beantwortet. Es gibt den Entwurf zum Verbot der Konversionstherapie. Was mir dabei wichtig ist, ist, dass das nicht nur Homosexuelle betrifft, sondern dass das jede Geschlechtsentwicklung betrifft (Beifall des Abg. Lindner) und dass man nicht die LGBTIQ-Gruppe spaltet, sondern dass man alle mitumfasst. Ich habe gesagt, ich werde in diesem Bereich keine Scheinlösungen und keine Kompromisslösungen akzeptieren, weil wir die LGBTIQ-Community nicht spalten dürfen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindner.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindner.
Bundesministerin für Justiz Dr. Alma Zadić, LL.M.: Wie Sie auch medial vernommen haben, gibt es ja die Entwürfe schon. Ich habe das in mehreren parlamentarischen Anfragen auch so beantwortet. Es gibt den Entwurf zum Verbot der Konversionstherapie. Was mir dabei wichtig ist, ist, dass das nicht nur Homosexuelle betrifft, sondern dass das jede Geschlechtsentwicklung betrifft (Beifall des Abg. Lindner) und dass man nicht die LGBTIQ-Gruppe spaltet, sondern dass man alle mitumfasst. Ich habe gesagt, ich werde in diesem Bereich keine Scheinlösungen und keine Kompromisslösungen akzeptieren, weil wir die LGBTIQ-Community nicht spalten dürfen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindner.)
Bundesministerin Zadić: Entschuldigung, was für eine Prüfung war das noch einmal?
(Bundesministerin Zadić: Entschuldigung, was für eine Prüfung war das noch einmal?)
Abg. Fürlinger: Keine Zusatzfrage!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zusatzfrage? (Abg. Fürlinger: Keine Zusatzfrage!)
Beifall bei den Grünen.
Bundesministerin für Justiz Dr. Alma Zadić, LL.M.: Ich bin an sich ein positiver Mensch und bin immer hoffnungsvoll, dass uns das gelingt. Wie man in den vergangenen Jahren gesehen hat, ist uns ja vieles in dieser Legislaturperiode geglückt, was man vorher vielleicht nicht für möglich gehalten hat. Insofern bin ich hoffnungsvoll und denke, glaube, hoffe, dass es uns gelingen wird. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bedanke mich sehr herzlich bei der Frau Justizministerin. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Ist das, weil Wiener Wohnen so teuer ist, oder warum können sie sich das nicht leisten? – Zwischenruf des Abg. Lercher.
Laut Statistik Austria können sich 1,4 Millionen Menschen in Österreich das Wohnen fast nicht mehr leisten. Das ist der Unterschied: Wenn die Teuerung beim Wohnen der allgemeinen Teuerung davongaloppiert, dann greift die SPÖ in den Markt ein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Ist das, weil Wiener Wohnen so teuer ist, oder warum können sie sich das nicht leisten? – Zwischenruf des Abg. Lercher.)
Beifall bei der SPÖ.
Wieso ist es eine Mogelpackung? – Es ist Tatsache, dass die Richtwertmieten nächstes Jahr nach dem alten, geltenden Gesetz sowieso nicht angehoben werden. Was dieses MILG bringt, das sind sogar Verschlechterungen, denn nach der nächsten Nationalratswahl werden die Richtwertmieten durch dieses Gesetz jedes Jahr angehoben. Der sogenannte Deckel von 5 Prozent Erhöhung bekommt nach der nächsten Wahl Löcher und dann darf wieder höher als um 5 Prozent angehoben werden. Das ist wirklich eine Mogelpackung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ottenschläger: Jetzt erst, aber die letzten Jahre genauso!
Bei den Kategoriemieten soll die Erhöhung nächstes Jahr zwar ausgesetzt werden, aber danach werden die Mieten plötzlich doch wieder erhöht werden müssen. Teilweise sind sie bis jetzt jahrelang nicht erhöht worden. Wenn Sie wissen wollen, wie man das macht, dann schauen Sie auf Wien. In dem Bereich, in dem es die Stadt Wien beeinflussen kann, wurden die Mieten gar nicht erhöht. (Abg. Ottenschläger: Jetzt erst, aber die letzten Jahre genauso!) Bei den freien Mieten, die gesetzlich nicht gedeckelt sind, worunter die Menschen am allermeisten leiden, macht die Bundesregierung aber gar nichts.
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Tomaselli –auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Und die FPÖ? – Abg. Holzleitner: Pro, contra!
Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Tomaselli. – Bitte. (Abg. Tomaselli –auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Und die FPÖ? – Abg. Holzleitner: Pro, contra!)
Abg. Kucher: Bis auf die freien Mieten! – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Tatsächlich haben wir pünktlich zum Jahreswechsel für die meisten österreichischen Mieterinnen und Mieter eine gute Botschaft. (Die Abgeordneten der SPÖ halten Tafeln mit den Aufschriften „Runter mit den Mietkosten“ sowie „Mietpreisstopp statt PR-Schmäh“ in die Höhe.) Sie können jetzt aufatmen, ein bisschen aufatmen, denn wir können mit dem vorliegenden Mietendeckel den horrenden Wohnkostenanstieg lindern. (Abg. Kucher: Bis auf die freien Mieten! – Zwischenruf des Abg. Scherak.) In den kommenden Jahren deckeln wir die Mieten. Zwei Jahre lang zahlen sie nicht mehr als 2,5 Prozent an Mieterhöhung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Tatsächlich haben wir pünktlich zum Jahreswechsel für die meisten österreichischen Mieterinnen und Mieter eine gute Botschaft. (Die Abgeordneten der SPÖ halten Tafeln mit den Aufschriften „Runter mit den Mietkosten“ sowie „Mietpreisstopp statt PR-Schmäh“ in die Höhe.) Sie können jetzt aufatmen, ein bisschen aufatmen, denn wir können mit dem vorliegenden Mietendeckel den horrenden Wohnkostenanstieg lindern. (Abg. Kucher: Bis auf die freien Mieten! – Zwischenruf des Abg. Scherak.) In den kommenden Jahren deckeln wir die Mieten. Zwei Jahre lang zahlen sie nicht mehr als 2,5 Prozent an Mieterhöhung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Loacker: Es gibt in der Geschichte kein Beispiel, wo das funktioniert hat!
Davon betroffen sind im Übrigen gar nicht so wenige: Es sind drei Viertel aller Mietwohnungen. Es sind die Richtwertwohnungen, die Kategoriewohnungen, die meisten der Genossenschaftswohnungen und auch die meisten der Gemeindebauwohnungen umfasst, und die kriegen in den kommenden Jahren eine Preisgarantie. Meine sehr geehrten Damen und Herren, das bringt für 2,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher eine nachhaltige Wohnkostenentlastung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Loacker: Es gibt in der Geschichte kein Beispiel, wo das funktioniert hat!)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Der Mietendeckel reiht sich übrigens in eine lange Liste bereits beschlossener wohnpolitischer Maßnahmen ein: Denken Sie an die Abschaffung der unfairen Maklergebühr! Denken Sie an den Wohnschirm, der besonders delogierten Betroffenen hilft! (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Denken Sie an den Heiz- und Wohnkostenzuschuss!
Abg. Heinisch-Hosek: Sozialdemokratie meinen Sie, gell?
An die Taferlfraktion auf der linken Seite (Abg. Heinisch-Hosek: Sozialdemokratie meinen Sie, gell?): Natürlich können Sie sagen, es ist zu wenig und zu spät. – Ist okay. Wir alle hätten es uns vielleicht anders gewünscht, aber Fakt ist auch, dass Sie es dort, wo Sie Verantwortung haben, auch nicht anders gemacht haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie zugehört vorhin?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie zugehört vorhin?
An die Taferlfraktion auf der linken Seite (Abg. Heinisch-Hosek: Sozialdemokratie meinen Sie, gell?): Natürlich können Sie sagen, es ist zu wenig und zu spät. – Ist okay. Wir alle hätten es uns vielleicht anders gewünscht, aber Fakt ist auch, dass Sie es dort, wo Sie Verantwortung haben, auch nicht anders gemacht haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Haben Sie zugehört vorhin?)
Abg. Ottenschläger: Übrigens mit den NEOS!
Kollegin Becher, Sie stehen hier heraußen und sagen: Das ist alles zu spät! – Wann hat die Wiener SPÖ die Mietpreisbremse beschlossen? – Auch nicht früher als die Bundesregierung. (Abg. Ottenschläger: Übrigens mit den NEOS!) Sie beklagen sich, dass wir das beschließen, nachdem die Wohnkostenanstiege schon passiert sind. – Was macht die Wiener SPÖ? – Ich hätte nicht vernommen, dass Sie da irgendeinen Preisanstieg freiwillig zurückgenommen haben, was Sie als Eigentümerin übrigens tun könnten. (Abg. Kucher: Ihr habt eine Million Menschen vergessen! Eine Million Menschen habt ihr vergessen!) Deshalb: sehr, sehr viel Widerspruch. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kucher: Ihr habt eine Million Menschen vergessen! Eine Million Menschen habt ihr vergessen!
Kollegin Becher, Sie stehen hier heraußen und sagen: Das ist alles zu spät! – Wann hat die Wiener SPÖ die Mietpreisbremse beschlossen? – Auch nicht früher als die Bundesregierung. (Abg. Ottenschläger: Übrigens mit den NEOS!) Sie beklagen sich, dass wir das beschließen, nachdem die Wohnkostenanstiege schon passiert sind. – Was macht die Wiener SPÖ? – Ich hätte nicht vernommen, dass Sie da irgendeinen Preisanstieg freiwillig zurückgenommen haben, was Sie als Eigentümerin übrigens tun könnten. (Abg. Kucher: Ihr habt eine Million Menschen vergessen! Eine Million Menschen habt ihr vergessen!) Deshalb: sehr, sehr viel Widerspruch. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Kollegin Becher, Sie stehen hier heraußen und sagen: Das ist alles zu spät! – Wann hat die Wiener SPÖ die Mietpreisbremse beschlossen? – Auch nicht früher als die Bundesregierung. (Abg. Ottenschläger: Übrigens mit den NEOS!) Sie beklagen sich, dass wir das beschließen, nachdem die Wohnkostenanstiege schon passiert sind. – Was macht die Wiener SPÖ? – Ich hätte nicht vernommen, dass Sie da irgendeinen Preisanstieg freiwillig zurückgenommen haben, was Sie als Eigentümerin übrigens tun könnten. (Abg. Kucher: Ihr habt eine Million Menschen vergessen! Eine Million Menschen habt ihr vergessen!) Deshalb: sehr, sehr viel Widerspruch. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schallmeiner: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Kucher.
würden, gar keine Mietpreisbremse machen. – Also bitte. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schallmeiner: Unglaublich! – Zwischenruf des Abg. Kucher.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Na unglaublich! – Rufe bei den Grünen: Die eigenen Leute! – Abg. Holzleitner: Wie teuer ist denn das Wohnen in Vorarlberg? Kann das die Kollegin vielleicht ...? – Abg. Stögmüller: Für unsere Leute!
Man kann sagen, was man will, aber das, was wir heute beschließen, ist der erste echte Mietendeckel von einer Bundesregierung seit Jahrzehnten. In Wien hat es überhaupt noch nie einen Mietpreisdeckel gegeben. Nein, warten Sie, da rede ich jetzt aber einen Blödsinn! Eine effektive Mitpreisbremse hat es im Gemeindebau ja gegeben, und zwar für die SPÖ-Parteilokale, die sich dort zum billigsten Tarif eingemietet haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Na unglaublich! – Rufe bei den Grünen: Die eigenen Leute! – Abg. Holzleitner: Wie teuer ist denn das Wohnen in Vorarlberg? Kann das die Kollegin vielleicht ...? – Abg. Stögmüller: Für unsere Leute!)
Abg. Kucher: Ihr habt eine Million Menschen vergessen und habt es ihnen versprochen, dass es eine Regel gibt!
Jetzt können Sie von Ihrem warmen Abgeordnetenledersessel aus schon sagen: Das, was die Bundesregierung da macht, ist ja alles nichts! Es geht da aber um eine Wohnkostenentlastung in der Höhe bis zu einer Monatsmiete pro Jahr. Da geht es um eine Familie, die in einer Genossenschaftswohnung wohnt und sich in den nächsten drei Jahren 1 200 Euro erspart (Abg. Kucher: Ihr habt eine Million Menschen vergessen und habt es ihnen versprochen, dass es eine Regel gibt!), oder um die alleinstehende Frau in der Richtwertwohnung, die sich in den nächsten drei Jahren vielleicht 600 Euro erspart.
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Bogner-Strauß.
Mit dem Gehalt eines Abgeordneten kann man sagen: Das ist alles nichts. Ich sage Ihnen aber: Das ist wichtiges Geld für die betroffenen Menschen, das sie zum Leben brauchen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Bogner-Strauß.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Stögmüller: Super!
Wir Grüne stehen für nachhaltig leistbares Wohnen, wir kämpfen mit Nachdruck um die Wende bei der Wohnkostenteuerung. Kämpfen Sie mit uns, wenn wir sagen: Machen wir aus Immobilienhaien Fischstäble! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Stögmüller: Super!)
Abg. Höfinger: Ich glaube, das hast du dir vorher schon aufgeschrieben!
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Die Bundesregierung hat sich zu dieser Mogelpackung namens Mietpreisbremse selbst gratuliert, bei diesem spärlichen Applaus ist es aber auch geblieben. (Abg. Höfinger: Ich glaube, das hast du dir vorher schon aufgeschrieben!) Diese angebliche Mietpreisbremse, dieses Mietpreisdeckelchen ist in Wirklichkeit eine wohnpolitische Beerdigung, und zwar unter mehreren Aspekten.
Abg. Scherak: Du warst auch mal liberaler, Philipp!
Sie alle hier, meine Damen und Herren Vertreter der Regierungsfraktionen, wissen genau, dass diese Mietpreisbremse bloß ein politisches Placebo ist. Abgeordnete Becher hat es vorhin schon gesagt: Die großen Mietsteigerungen gab es schon. Diese Mietpreisbremse kommt zu spät, die Mieten sind eben schon überbordend gestiegen. Entscheidend wäre zum Beispiel ein Eingriff in den freien Markt gewesen, um auch die freien Mietverhältnisse miteinzubeziehen. (Abg. Scherak: Du warst auch mal liberaler, Philipp!) Entscheidend wäre auch gewesen, den gemeinnützigen Wohnbau vor jenen Attacken zu schützen, denen Sie Tür und Tor geöffnet haben.
Abg. Scharzenberger: Geh bitte!
Man würde es fast nicht für möglich halten, welche wohnpolitischen Perversionen, geradezu Bosheiten, in den Schreibstuben des Wirtschaftsministeriums entworfen und von einem – ich muss es leider so sagen – kaltherzigen, neoliberalen Minister namens Martin Kocher umgesetzt und beibehalten werden (Abg. Scharzenberger: Geh bitte!); gegen die Warnungen der Arbeiterkammer und der Wirtschaftskammer, des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen, des SPÖ-nahen Vereins für Wohnbauförderung und fast aller politischen Parteien, nämlich der gesamten Opposition hier im Nationalrat. Sie wollen es nicht hören.
Beifall bei der FPÖ.
Das sage nicht nur ich, davor warnt auch der Österreichische Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen in einer aktuellen Pressemitteilung. Den Wählern einer Partei, die einst die Frage plakatierte, wen wohl der Anstand wählen würde, kann nur noch übel werden, und die Mandatare dieser Partei sollten sich einige Fragen zum Thema Anspruch und Wirklichkeit stellen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Abgeordnete Tomaselli, wie kann man einen Tweet – damals hieß X ja noch Twitter – mit dem Inhalt, dass die ÖVP Wohnpolitik für die Reichen macht, absetzen und dann diesen wohnpolitischen Wahnsinn mittragen und die Menschen im Regen stehen lassen? Mir ist das unerklärlich – und nicht nur mir. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Früher war der Schrangl ja für ein liberales Mietrecht, jetzt ist er auch ein Miet-Sozi geworden!
Die Futtertröge des billigen Jakob – die Futtertröge der Macht sind es ja wohl längst nicht mehr – sind für manche wahrscheinlich zu verlockend. (Abg. Loacker: Früher war der Schrangl ja für ein liberales Mietrecht, jetzt ist er auch ein Miet-Sozi geworden!)
Abg. Loacker: Wie kann man sich so verstellen?
Diese Mietpreisbremse zeigt: Die ÖVP demoliert den sozialen Wohnbau, um manchen Immobilienzaren ein Geschenk zu machen. Damit wird der soziale Wohnbau bewusst in eine Krise gestürzt. Und die Grünen haben ihr wohnpolitisches Gewissen verkauft und die Menschen, die dort wohnen, gleich noch dazu. (Abg. Loacker: Wie kann man sich so verstellen?)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Kucher und Lercher.
muss ich Ihnen leider sagen: Sie haben nicht einmal das Gespräch gesucht! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Kucher und Lercher.) Schlimmer sogar: Sie haben jeden Verbesserungsantrag im Bautenausschuss, der von der SPÖ oder auch von uns oder den NEOS gekommen ist, vom Tisch gewischt und ignoriert. (Abg. Zarits: Da klatschen sogar die Sozialisten, so schlecht ist das! Kucher klatscht!) Dabei wäre zumindest ein FPÖ-Maßnahmenpaket für leistbares Wohnen auf dem Tisch gelegen. (Abg. Kucher – in Richtung Abg. Zarits –: Schon der Vorname ist nicht der schlechteste!)
Abg. Zarits: Da klatschen sogar die Sozialisten, so schlecht ist das! Kucher klatscht!
muss ich Ihnen leider sagen: Sie haben nicht einmal das Gespräch gesucht! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Kucher und Lercher.) Schlimmer sogar: Sie haben jeden Verbesserungsantrag im Bautenausschuss, der von der SPÖ oder auch von uns oder den NEOS gekommen ist, vom Tisch gewischt und ignoriert. (Abg. Zarits: Da klatschen sogar die Sozialisten, so schlecht ist das! Kucher klatscht!) Dabei wäre zumindest ein FPÖ-Maßnahmenpaket für leistbares Wohnen auf dem Tisch gelegen. (Abg. Kucher – in Richtung Abg. Zarits –: Schon der Vorname ist nicht der schlechteste!)
Abg. Kucher – in Richtung Abg. Zarits –: Schon der Vorname ist nicht der schlechteste!
muss ich Ihnen leider sagen: Sie haben nicht einmal das Gespräch gesucht! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Kucher und Lercher.) Schlimmer sogar: Sie haben jeden Verbesserungsantrag im Bautenausschuss, der von der SPÖ oder auch von uns oder den NEOS gekommen ist, vom Tisch gewischt und ignoriert. (Abg. Zarits: Da klatschen sogar die Sozialisten, so schlecht ist das! Kucher klatscht!) Dabei wäre zumindest ein FPÖ-Maßnahmenpaket für leistbares Wohnen auf dem Tisch gelegen. (Abg. Kucher – in Richtung Abg. Zarits –: Schon der Vorname ist nicht der schlechteste!)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kucher. – Abg. Stögmüller: Das ist aber auch sehr magerer Applaus!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, zum Abschluss: Diese Mietpreisbremse ist nicht weniger als ein von der Regierung verfasster Misstrauensantrag und ein gigantischer Verrat an den Menschen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Kucher. – Abg. Stögmüller: Das ist aber auch sehr magerer Applaus!)
Abg. Hörl: Jetzt müsst ihr zuhören, Freiheitliche!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Singer. – Bitte. (Abg. Hörl: Jetzt müsst ihr zuhören, Freiheitliche!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Tomaselli.
Abgeordneter Johann Singer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren, die Sie diese Debatte via Bildschirm verfolgen! Ich möchte einmal ganz klar festhalten, dass die ÖVP hinter der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft steht und dass wir das in vielen Novellen zum Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz bewiesen haben. Außerdem weise ich die Stellungnahmen zu unserem Bundesminister und unserer Staatssekretärin als völlig deplatziert zurück! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Tomaselli.)
Beifall des Abg. Loacker
(Beifall des Abg. Loacker) – eine Situation, die wir wohl alle nicht haben wollen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker.
(Beifall des Abg. Loacker) – eine Situation, die wir wohl alle nicht haben wollen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich verstehe nicht, dass SPÖ und FPÖ, die immer wieder den Mietpreisdeckel gefordert haben, jetzt, wo wir ihn beschließen wollen, nicht mitstimmen. Schade! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn jetzt der Gesetzgeber hergeht und in diese Verträge so eingreift, dass er einfach den Vermietern mit einem Federstrich praktisch die Einnahmen streicht, so kommt das einer Art Enteignung gleich, die in das Vermögen der Vermieter in einer unzulässigen Weise eingreift. (Beifall bei den NEOS.) Das wäre jetzt noch am wenigsten das Problem, wenn nicht die Vermieter, speziell im gemeinnützigen Bereich, vor großen Aufgaben stehen würden. Es geht darum, den Gebäudebestand in Österreich energetisch zu ertüchtigen. Da muss sehr viel Geld investiert werden.
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
können –, kostet die gemeinnützige Wohnwirtschaft allein 2024 110 Millionen Euro an Mindereinnahmen, 2025 voraussichtlich 70 Millionen Euro und 2026 noch einmal 120 Millionen Euro. Wenn man das jetzt in Verbindung mit der darlehensfinanzierten Sanierung bringt, dann zeigt sich ein Minderinvestitionsvolumen für die energetische Ertüchtigung des Gebäudebestandes in der Höhe von circa 1 Milliarde Euro. Es ist fahrlässig, so etwas in Zeiten der Herausforderungen des Klimawandels zu tun. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.) Ich verstehe nicht, warum nicht zumindest dieser Punkt aus dem Gesetz herausgenommen wird.
Beifall bei den NEOS.
Wir werden diesem Gesetz jedenfalls nicht zustimmen, weil es das Wohnproblem, das Wohnkostenproblem nicht treffsicher löst. Es fährt wieder über alle drüber. Man muss ja auch daran erinnern, dass nicht nur die Ausgaben steigen. Die Beamten kriegen 9,15 Prozent mehr, in anderen Branchen haben wir auch Lohnabschlüsse von rund 8 Prozent. Es ist ja nicht so, dass die Menschen auf dieser Wohnkostensteigerung allein sitzen bleiben. Daher ist diese Lösung ungerecht und nicht treffsicher. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich möchte gleich zu Beginn einmal etwas klarstellen: Bei aller Wertschätzung, Herr Abgeordneter Singer, was uns unterscheidet, ist Folgendes: Ihr macht einen Mietpreisdeckel, wir als SPÖ fordern einen Mietpreisstopp. Und zwischen Stopp und Deckel ist ein Riesenunterschied. – Das nur einmal zur Klarstellung. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Was uns auch unterscheidet: In Wien gibt es einen Mietpreisstopp – stopp heißt nicht weiter –, und die Regierungsparteien machen einen Mietpreisdeckel. Das ist der Unterschied zu Wien. (Beifall bei der SPÖ.) Ihr habt groß angekündigt, alle Mieten hineinzunehmen – Wien hat nicht angekündigt, Wien hat es einfach umgesetzt. Und das unterscheidet uns. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was uns auch unterscheidet: In Wien gibt es einen Mietpreisstopp – stopp heißt nicht weiter –, und die Regierungsparteien machen einen Mietpreisdeckel. Das ist der Unterschied zu Wien. (Beifall bei der SPÖ.) Ihr habt groß angekündigt, alle Mieten hineinzunehmen – Wien hat nicht angekündigt, Wien hat es einfach umgesetzt. Und das unterscheidet uns. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Tomaselli: Exakt wie im Wiener Gemeindebau!
Fakt ist, die Mieten sind gestiegen. Ihr könnt hernehmen, welche Miete ihr wollt: Ob das eine Richtwertmiete ist, ob das eine freie Miete ist, die Mieten sind in den letzten 18 Monaten um 15 bis 25 Prozent gestiegen (Abg. Tomaselli: Exakt wie im Wiener Gemeindebau!) – und ihr habt nichts getan! Die SPÖ hat im Dezember 2022 aufgrund dieser Wahnsinnsteuerung ein Modell für einen Mietpreisstopp vorgelegt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Es hat ein Jahr gedauert, bis ihr jetzt irgendetwas gemacht habt – und das unterscheidet uns.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.
Fakt ist, die Mieten sind gestiegen. Ihr könnt hernehmen, welche Miete ihr wollt: Ob das eine Richtwertmiete ist, ob das eine freie Miete ist, die Mieten sind in den letzten 18 Monaten um 15 bis 25 Prozent gestiegen (Abg. Tomaselli: Exakt wie im Wiener Gemeindebau!) – und ihr habt nichts getan! Die SPÖ hat im Dezember 2022 aufgrund dieser Wahnsinnsteuerung ein Modell für einen Mietpreisstopp vorgelegt. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Michael Hammer.) Es hat ein Jahr gedauert, bis ihr jetzt irgendetwas gemacht habt – und das unterscheidet uns.
Ruf bei der ÖVP: Da klatschen nicht mal die Eigenen!
Schauen wir uns jetzt genau an, was die Regierungsparteien machen (Ruf bei der ÖVP: Da klatschen nicht mal die Eigenen!): Sie machen einen Mietpreisdeckel, einen Schmähdeckel (Zwischenrufe bei der ÖVP), weil die Inflation ja trotzdem sinken wird. (Rufe bei der ÖVP: Babler-Marxismus!) Sie machen das bei jenen Vermietern, die jetzt schon niedrige Mieten haben. Und was macht ihr nicht? – Bei den Vermietern, die hohe Mieten haben, wird nichts gemacht! Das heißt, private Vermieter und Immobilieninvestoren haben keine Gewinneinbußen zu befürchten. Das heißt, dort geht das Geschäft mit den Mieten ganz eindeutig weiter. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Schauen wir uns jetzt genau an, was die Regierungsparteien machen (Ruf bei der ÖVP: Da klatschen nicht mal die Eigenen!): Sie machen einen Mietpreisdeckel, einen Schmähdeckel (Zwischenrufe bei der ÖVP), weil die Inflation ja trotzdem sinken wird. (Rufe bei der ÖVP: Babler-Marxismus!) Sie machen das bei jenen Vermietern, die jetzt schon niedrige Mieten haben. Und was macht ihr nicht? – Bei den Vermietern, die hohe Mieten haben, wird nichts gemacht! Das heißt, private Vermieter und Immobilieninvestoren haben keine Gewinneinbußen zu befürchten. Das heißt, dort geht das Geschäft mit den Mieten ganz eindeutig weiter. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Babler-Marxismus!
Schauen wir uns jetzt genau an, was die Regierungsparteien machen (Ruf bei der ÖVP: Da klatschen nicht mal die Eigenen!): Sie machen einen Mietpreisdeckel, einen Schmähdeckel (Zwischenrufe bei der ÖVP), weil die Inflation ja trotzdem sinken wird. (Rufe bei der ÖVP: Babler-Marxismus!) Sie machen das bei jenen Vermietern, die jetzt schon niedrige Mieten haben. Und was macht ihr nicht? – Bei den Vermietern, die hohe Mieten haben, wird nichts gemacht! Das heißt, private Vermieter und Immobilieninvestoren haben keine Gewinneinbußen zu befürchten. Das heißt, dort geht das Geschäft mit den Mieten ganz eindeutig weiter. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Schauen wir uns jetzt genau an, was die Regierungsparteien machen (Ruf bei der ÖVP: Da klatschen nicht mal die Eigenen!): Sie machen einen Mietpreisdeckel, einen Schmähdeckel (Zwischenrufe bei der ÖVP), weil die Inflation ja trotzdem sinken wird. (Rufe bei der ÖVP: Babler-Marxismus!) Sie machen das bei jenen Vermietern, die jetzt schon niedrige Mieten haben. Und was macht ihr nicht? – Bei den Vermietern, die hohe Mieten haben, wird nichts gemacht! Das heißt, private Vermieter und Immobilieninvestoren haben keine Gewinneinbußen zu befürchten. Das heißt, dort geht das Geschäft mit den Mieten ganz eindeutig weiter. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, das werden sie auch!
Was mir schon ein bissl wehtut – Kollege Margreiter hat das angeschnitten –: Möge der Mietpreisdeckel euer Modell sein – die Menschen draußen sollen es selbst beurteilen (Ruf bei der ÖVP: Ja, das werden sie auch!) –, aber dass man den Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag nicht ausgenommen hat, ist in einer Zeit, in der wir von Klimawandel, von Klimaschutz reden, in der wir davon reden (Abg. Michael Hammer: Seit wann ist euch das wichtig?!), dass wir die Wohnsituation verbessern wollen, in der die Bauwirtschaft wirklich große
Abg. Michael Hammer: Seit wann ist euch das wichtig?!
Was mir schon ein bissl wehtut – Kollege Margreiter hat das angeschnitten –: Möge der Mietpreisdeckel euer Modell sein – die Menschen draußen sollen es selbst beurteilen (Ruf bei der ÖVP: Ja, das werden sie auch!) –, aber dass man den Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag nicht ausgenommen hat, ist in einer Zeit, in der wir von Klimawandel, von Klimaschutz reden, in der wir davon reden (Abg. Michael Hammer: Seit wann ist euch das wichtig?!), dass wir die Wohnsituation verbessern wollen, in der die Bauwirtschaft wirklich große
Beifall bei der SPÖ.
Einbußen zu erwarten hat – für 2024 –, fahrlässig, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das unterscheidet uns wirklich gewaltig, meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich halte fest: Unser Modell, das wir bereits vor einem Jahr vorgelegt haben, ist das wirkliche Modell. Das wäre ein Modell gewesen, das für alle Mieterinnen und Mieter in diesem Land eine Entlastung gebracht hätte: Mietpreisstopp anstatt Mietpreisdeckel! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Depressive Grundstimmung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! 1,4 Millionen Menschen können sich laut Statistik Austria in diesem Land das Wohnen nicht leisten. (Abg. Michael Hammer: Depressive Grundstimmung! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Gerstl: Wiener Gemeindebau!
Lassen Sie es mich anhand von einem ganz konkreten Beispiel darlegen (Abg. Gerstl: Wiener Gemeindebau!): Mehr als 300 Frauen allein in Innsbruck – das ist eine vorsichtige Schätzung – können sich das Leben nicht leisten. Sie beenden Gewaltbeziehungen und ziehen mit ihren Kindern aus. Sie sind dann bei ihren Eltern in Zweizimmerwohnungen und schlafen auf dem Sofa, weil sie sich das Wohnen nicht mehr leisten können. Junge Menschen können zum
Abg. Tomaselli: Wie im Wiener Gemeindebau!
Ich sage Ihnen eines: Mit der höchsten Inflation ganz Westeuropas haben wir es im privaten Markt mit Mietpreissteigerungen von 20 bis 25 Prozent zu tun. (Abg. Tomaselli: Wie im Wiener Gemeindebau!) Das bedeutet für eine einfache Dreizimmerwohnung (Abg. Bogner-Strauß: In welchem Zeitraum? Mathematisch korrekt darstellen!) – das ist kein Luxus, meine sehr geehrten Damen und Herren – 1 700 Euro im Monat. Wer soll sich das leisten können? Wer soll sich das leisten können? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bogner-Strauß: In welchem Zeitraum? Mathematisch korrekt darstellen!
Ich sage Ihnen eines: Mit der höchsten Inflation ganz Westeuropas haben wir es im privaten Markt mit Mietpreissteigerungen von 20 bis 25 Prozent zu tun. (Abg. Tomaselli: Wie im Wiener Gemeindebau!) Das bedeutet für eine einfache Dreizimmerwohnung (Abg. Bogner-Strauß: In welchem Zeitraum? Mathematisch korrekt darstellen!) – das ist kein Luxus, meine sehr geehrten Damen und Herren – 1 700 Euro im Monat. Wer soll sich das leisten können? Wer soll sich das leisten können? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen eines: Mit der höchsten Inflation ganz Westeuropas haben wir es im privaten Markt mit Mietpreissteigerungen von 20 bis 25 Prozent zu tun. (Abg. Tomaselli: Wie im Wiener Gemeindebau!) Das bedeutet für eine einfache Dreizimmerwohnung (Abg. Bogner-Strauß: In welchem Zeitraum? Mathematisch korrekt darstellen!) – das ist kein Luxus, meine sehr geehrten Damen und Herren – 1 700 Euro im Monat. Wer soll sich das leisten können? Wer soll sich das leisten können? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Machen Sie das Wohnen in diesem Land wieder leistbar, dafür sind Sie gewählt! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Ich möchte wieder ein bissl Ruhe und Sachlichkeit in die Debatte reinbringen (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn Wohnpolitik ist viel zu wichtig, um es irgendwie polemisch oder sonst unsachlich abzuarbeiten. (Abg. Strasser: Der ist gut!)
Abg. Strasser: Der ist gut!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Gerhard Deimek (FPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Ich möchte wieder ein bissl Ruhe und Sachlichkeit in die Debatte reinbringen (Zwischenrufe bei der SPÖ), denn Wohnpolitik ist viel zu wichtig, um es irgendwie polemisch oder sonst unsachlich abzuarbeiten. (Abg. Strasser: Der ist gut!)
Beifall bei der FPÖ.
Wohnpolitik hat nämlich mehrere berechtigte Interessen zu berücksichtigen: Auf der einen Seite darf es einmal die Mieter – die Nutzer, die Bewohner – nicht arm machen und auf der anderen Seite brauchen wir Investitionsanreize für die Vermieter. Sie haben mit diesem Gesetz überhaupt nichts erreicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Das habt ihr aber gut verheimlicht!
In dieser Situation mit hoher Inflation, steigenden Zinsen lassen Sie Österreich im Regen stehen. Wir Freiheitliche hätten ein entsprechendes Konzept vorgelegt (Abg. Michael Hammer: Das habt ihr aber gut verheimlicht!), auf der einen Seite Entlastung für die Mieter, auch im freien Bereich, und dafür als Ausgleich steuerliche Anreize für Vermieter und zusätzlich noch mehr Geld für die Länder, um ihnen Fördermittel in die Hand zu geben.
Beifall bei der FPÖ.
nicht verdient; es wurde heute schon das Wort „Mogelpackung“ verwendet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie hat keinen Verlustersatz, das heißt, es wird die Neubauleistung, es wird die Sanierungsrate weiter zurückgehen und wir werden das genauso auf dem Arbeitsmarkt spüren. Es gibt de facto auch eine Sozialwohnungsbremse, also im niedrigsten Bereich. Wir wissen ganz genau, dass der Bereich der sozialen Wohnungen, der genossenschaftliche Bereich das Auffangnetz im Sozialbereich ist. Sie lassen das knallhart im Regen stehen – nicht nur im Regen stehen, sondern Sie kürzen diese Gelder auch noch. Was sollen sich denn die Wohnbaugenossenschaften, die gemeinnützigen Gesellschaften denken? Anreiz schaut anders aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Wir schützen alle! Da musst du selber lachen! Der Vokaki macht das schon!
Meine Damen und Herren, die ÖVP schafft es nicht, ihre Klientel – die Errichter, die Bauträger – zu schützen, und die Grünen fahren zwar ein kommunistisches System, schaffen es aber nicht, die Mieter zu schützen. Wir hätten die besseren Konzepte, aber die wollen Sie nicht hören. Sie ergehen sich in Populismus, und das ist schändlich. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Wir schützen alle! Da musst du selber lachen! Der Vokaki macht das schon!)
Zwischenruf des Abg. Lausch. – Abg. Deimek: Fakten!
wir dann doch wieder Populistisches gehört. (Zwischenruf des Abg. Lausch. – Abg. Deimek: Fakten!)
Abg. Schrangl: Habt ihr schon Angst?
Wir lesen es ja auch in den Anträgen, die von FPÖ-Seite, aber auch von SPÖ-Seite in den Bautenausschuss eingebracht werden. Man kann zweifelsohne feststellen, dass wir in vielen Bereichen ein weiteres Mal eine rot-blaue oder – wollen wir es vielleicht umgekehrt titulieren? – blau-rote Populismusachse hier im Parlament erkennen können. (Abg. Schrangl: Habt ihr schon Angst?) Wenn Sie fordern, wir sollen am besten keinerlei Wertsicherung mehr machen und rückwirkend vielleicht auch noch Mieten zurückbezahlen (Abg. Schrangl: Stimmt nicht!): Na, was heißt denn das? – Schauen Sie sich doch an, wie die Wohnqualität in anderen Staaten ist!
Abg. Schrangl: Stimmt nicht!
Wir lesen es ja auch in den Anträgen, die von FPÖ-Seite, aber auch von SPÖ-Seite in den Bautenausschuss eingebracht werden. Man kann zweifelsohne feststellen, dass wir in vielen Bereichen ein weiteres Mal eine rot-blaue oder – wollen wir es vielleicht umgekehrt titulieren? – blau-rote Populismusachse hier im Parlament erkennen können. (Abg. Schrangl: Habt ihr schon Angst?) Wenn Sie fordern, wir sollen am besten keinerlei Wertsicherung mehr machen und rückwirkend vielleicht auch noch Mieten zurückbezahlen (Abg. Schrangl: Stimmt nicht!): Na, was heißt denn das? – Schauen Sie sich doch an, wie die Wohnqualität in anderen Staaten ist!
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Schrangl.
Schauen Sie einmal in die Vergangenheit, wie das in der Planwirtschaft in der ehemaligen DDR oder in Kuba funktioniert hat! Haben die eine super Wohnqualität? – Nein. Es gibt in Österreich eine sehr ordentliche Wohnqualität, weil wir immer darauf schauen, dass wir einen entsprechend fairen Ausgleich zwischen Mieter und Vermieter zustande bringen, und das tun wir auch jetzt mit diesem Gesetz. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Zwischenruf des Abg. Schrangl.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Schrangl: Steuerabschreibungen für Investitionen, das wäre die ordentliche Politik! Dann habe ich einen Lenkungseffekt, sonst ist die Lenkung nur ...!
Wissen Sie, den Österreicherinnen und Österreichern ist das auch wichtig, dass sie eine ordentliche Wohnqualität haben – übrigens auch im Gemeindebau. Die Stadt Wien weiß schon, warum sie da sehr vorsichtig war, nämlich weil sie auch vor der Herausforderung steht, zu investieren, um die Qualität zu sichern, in Klimaschutzmaßnahmen zu investieren. Das muss auch der private Bereich, deswegen ist es eben wichtig, dass wir hier eine ordentliche Politik für Mieter machen, und das tun wir auch mit dieser Vorlage, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Schrangl: Steuerabschreibungen für Investitionen, das wäre die ordentliche Politik! Dann habe ich einen Lenkungseffekt, sonst ist die Lenkung nur ...!)
Abg. Matznetter: Nein! Betongoldschützer!
Ein Letztes noch – ich möchte schon noch den Fokus auf etwas richten, das uns in diesem Zusammenhang sehr wichtig ist –: Wir schaffen es jetzt nach einer Übergangsregelung, sozusagen in Vorsorge für etwaige Zeiten, in denen es wieder höhere Inflationsraten gibt – ich hoffe, wir werden das eine Zeit lang nicht mehr erleben müssen, aber falls es wieder eintritt –, dass wir es mit einem Automatismus, mit einer pragmatischen Lösung zustande bringen, einen Ausgleich zwischen Vermieter und Mieter zu schaffen, indem man sich gewisse Dinge dann auch teilt, wie es im Gesetz vorgesehen ist. Das ist eine sinnvolle Lösung, die zukunftsgerichtet ist, um für solche Zeiten gleich eine Planbarkeit für beide Seiten zu haben. (Abg. Matznetter: Nein! Betongoldschützer!) Das ist uns wichtig und deswegen ist es eine gute Vorlage. Vielleicht können Sie es sich kurzfristig doch noch überlegen und dem zustimmen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ein Letztes noch – ich möchte schon noch den Fokus auf etwas richten, das uns in diesem Zusammenhang sehr wichtig ist –: Wir schaffen es jetzt nach einer Übergangsregelung, sozusagen in Vorsorge für etwaige Zeiten, in denen es wieder höhere Inflationsraten gibt – ich hoffe, wir werden das eine Zeit lang nicht mehr erleben müssen, aber falls es wieder eintritt –, dass wir es mit einem Automatismus, mit einer pragmatischen Lösung zustande bringen, einen Ausgleich zwischen Vermieter und Mieter zu schaffen, indem man sich gewisse Dinge dann auch teilt, wie es im Gesetz vorgesehen ist. Das ist eine sinnvolle Lösung, die zukunftsgerichtet ist, um für solche Zeiten gleich eine Planbarkeit für beide Seiten zu haben. (Abg. Matznetter: Nein! Betongoldschützer!) Das ist uns wichtig und deswegen ist es eine gute Vorlage. Vielleicht können Sie es sich kurzfristig doch noch überlegen und dem zustimmen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Der Max wird die Geheimwaffe, die heimliche! – Heiterkeit bei der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Geschätzte Frau Ministerin! (Abg. Michael Hammer: Der Max wird die Geheimwaffe, die heimliche! – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Ja, für die ÖVP ist immer alles lustig, nur für die Leute da draußen schon lange nicht mehr. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Geschätzte Frau Ministerin! (Abg. Michael Hammer: Der Max wird die Geheimwaffe, die heimliche! – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Ja, für die ÖVP ist immer alles lustig, nur für die Leute da draußen schon lange nicht mehr. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzter Kollege Ottenschläger, wissen Sie, warum wir eine gute Wohnqualität in Österreich haben? – Weil die Sozialdemokratie mit ihren Städten und Gemeinden über Jahrzehnte den sozialen Wohnbau vorangetrieben hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Na geh! – Abg. Steinacker: Aber geh, bitte!
Wir diskutieren heute ausschließlich über Gemeindewohnungen und gemeinnützigen Wohnbau, weil es die Sozialdemokratie in diesem Land gibt, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Na geh! – Abg. Steinacker: Aber geh, bitte!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Du würdest viel zahlen, wenn du nach Vorarlberg dürftest!
Der Punkt ist, geschätzte Kollegin Tomaselli, wenn immer gerne über Wien geredet wird: Reden Sie doch einmal über Vorarlberg! Reden Sie doch einmal über die Preissegmente in Vorarlberg – hochpreisig bis zum Gehtnichtmehr –, bevor Sie auf andere Bundesländer blicken! Das ist nämlich die schwarz-grüne Verantwortung und Politik, die Sie betreiben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Loacker: Du würdest viel zahlen, wenn du nach Vorarlberg dürftest!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir hier sind Bundesgesetzgeber und wenn wir alle wollen, können wir heute einen Mietpreisstopp für alle Wohnungen, auch für den freien Markt, beschließen. (Beifall bei der SPÖ.) Eine Million Menschen habt ihr vergessen! Eine Million Menschen habt ihr mit diesem Gesetz vergessen!
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen eines, nämlich dass wir nichts mehr von dem, was ihr uns sagt, glauben, weil das in diesem Land meistens nie passiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Nein, gar nicht!
Deswegen werden wir nicht zustimmen. Dies nicht aus populistischen Gründen (Abg. Wöginger: Nein, gar nicht!), sondern wir werden nicht zustimmen, weil die 5-Prozent-Schwelle zu hoch ist (Abg. Wöginger: Dividieren wäre nicht so schwer!), weil wir einen wirklichen Mietpreisstopp brauchen, weil wir einen Systemwechsel bei der Indexierungsautomatik brauchen, weil wir die Einführung einer Wohnbauinvestitionsbank dringend brauchen würden (Abg. Michael Hammer: Mehrwertsteuer ist auch weg!) und weil keine Reform des Mietrechts angedacht ist.
Abg. Wöginger: Dividieren wäre nicht so schwer!
Deswegen werden wir nicht zustimmen. Dies nicht aus populistischen Gründen (Abg. Wöginger: Nein, gar nicht!), sondern wir werden nicht zustimmen, weil die 5-Prozent-Schwelle zu hoch ist (Abg. Wöginger: Dividieren wäre nicht so schwer!), weil wir einen wirklichen Mietpreisstopp brauchen, weil wir einen Systemwechsel bei der Indexierungsautomatik brauchen, weil wir die Einführung einer Wohnbauinvestitionsbank dringend brauchen würden (Abg. Michael Hammer: Mehrwertsteuer ist auch weg!) und weil keine Reform des Mietrechts angedacht ist.
Abg. Michael Hammer: Mehrwertsteuer ist auch weg!
Deswegen werden wir nicht zustimmen. Dies nicht aus populistischen Gründen (Abg. Wöginger: Nein, gar nicht!), sondern wir werden nicht zustimmen, weil die 5-Prozent-Schwelle zu hoch ist (Abg. Wöginger: Dividieren wäre nicht so schwer!), weil wir einen wirklichen Mietpreisstopp brauchen, weil wir einen Systemwechsel bei der Indexierungsautomatik brauchen, weil wir die Einführung einer Wohnbauinvestitionsbank dringend brauchen würden (Abg. Michael Hammer: Mehrwertsteuer ist auch weg!) und weil keine Reform des Mietrechts angedacht ist.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Alles über einen Kamm, keinen Markt mehr zulassen, alles ...!
Wir sind bereit, darüber zu reden, wir sind bereit, darüber zu verhandeln. Wir sind auch bereit, da mitzustimmen, aber nicht bei einer Mogelpackung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Alles über einen Kamm, keinen Markt mehr zulassen, alles ...!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schallmeiner: Auch in den Buden? Auch bei den Schlagenden? Auch bei den Identitären?
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir sprechen gerade über die Änderung im Verbotsgesetz, und da stelle ich ganz klar voran: Wir Freiheitliche lehnen den Nationalsozialismus, nationalsozialistische Wiederbetätigung in jeglicher Form genauso wie Judenhass jedweder Prägung auf das Schärfste ab. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schallmeiner: Auch in den Buden? Auch bei den Schlagenden? Auch bei den Identitären?)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, ich verwende bewusst den Begriff Judenhass und nicht Antisemitismus, weil meine jüdischen Freunde mich gebeten haben, diesen Begriff zu verwenden und eben nicht den anderen, der aber auch immer wieder von Regierungsseite verwendet wird. Meine jüdischen Freunde haben mich auch immer wieder darauf hingewiesen, dass sie sich nicht vor irgendwelchen dämlichen Neonazis fürchten, sondern vor radikalisierten muslimischen Jugendlichen, die in Österreich ihr Unwesen treiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schallmeiner: Das ist Geschichtsklitterung!
Anlass dieses Gesetzes waren unter anderem die Coronademonstrationen, weil man behauptet hat, dass da Antisemitismus Fuß gefasst hätte. In Wirklichkeit war das eine völlige Fehleinschätzung, denn das, was da zur Schau gestellt wurde, war in Wirklichkeit Regierungskritik und es war sicherlich keine Verharmlosung oder gar Verherrlichung des Nationalsozialismus. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schallmeiner: Das ist Geschichtsklitterung!) Das war manchmal sicherlich eine ungeschickte und überzogene Art der Präsentation, das würde ich zugestehen (Abg. Schallmeiner: Das ist nicht ungeschickt, das ist einfach geschichtsvergessen!), aber Tatsache ist, dass das nicht deren Anliegen war.
Abg. Schallmeiner: Das ist nicht ungeschickt, das ist einfach geschichtsvergessen!
Anlass dieses Gesetzes waren unter anderem die Coronademonstrationen, weil man behauptet hat, dass da Antisemitismus Fuß gefasst hätte. In Wirklichkeit war das eine völlige Fehleinschätzung, denn das, was da zur Schau gestellt wurde, war in Wirklichkeit Regierungskritik und es war sicherlich keine Verharmlosung oder gar Verherrlichung des Nationalsozialismus. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schallmeiner: Das ist Geschichtsklitterung!) Das war manchmal sicherlich eine ungeschickte und überzogene Art der Präsentation, das würde ich zugestehen (Abg. Schallmeiner: Das ist nicht ungeschickt, das ist einfach geschichtsvergessen!), aber Tatsache ist, dass das nicht deren Anliegen war.
Beifall bei der FPÖ.
Wie wäre es aber, wenn eine solche Gruppe derzeit an einer österreichischen Universität auftreten würde oder an einer Fridays-for-Future-Demonstration mit der Israelfahne mitgehen würde? – Die hätten ein Problem, und das ist in Wirklichkeit der Zustand, von dem wir reden, und daher: Verdrehen Sie die Dinge nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Überschießend!
Jetzt konkret zu diesem Gesetz, das wie gesagt meines Erachtens in Wirklichkeit an den Ursachen vorbeigeht: Ein Punkt, den wir da kritisieren, ist, dass es bei jeder Verurteilung nach dem Verbotsgesetz zu einem automatischen Amtsverlust kommt. Dazu muss man sagen, es gibt bisher eine Regelung, dass man bei einer Verurteilung über ein bestimmtes Ausmaß hinaus – bei jeder Art von Verurteilung – sein Amt verliert. Nach dem, was hier vorliegt, könnte man weiterhin wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen, Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung, Reisen für terroristische Zwecke, Aufforderung zu terroristischen Straftaten und Gutheißung terroristischer Straftaten, wie etwa jene der Hamas, oder der Preisgabe von Staatsgeheimnissen verurteilt werden. Das sind alles Verurteilungen, die, wenn sie unter einer bestimmten Höhe bleiben, ermöglichen würden, dass man heutzutage Beamter bleibt. Bei einer Verurteilung – und wenn es nur zu einer Woche ist – nach dem Verbotsgesetz verliert man das Amt. (Abg. Kassegger: Überschießend!)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eine Ungleichbehandlung, die auch verfassungsrechtlich bedenklich ist und auch als solche angesprochen wurde. Wir machen allerdings heute ein Verfassungsgesetz, damit der Verfassungsgerichtshof das nicht aufheben kann – das ist einfach rechtsstaatlich nicht sinnvoll. Jetzt wird eingewendet werden: Wir wollen halt keine Nazis als Beamte!, aber das wollen wir auch nicht, und ich will auch niemanden als Beamten oder vielleicht als Lehrer haben, der die Hamas gutheißt oder der sexuelle Übergriffe gegen Minderjährige oder Kinder macht und denen lebenslang Schaden zufügt. Auch das will ich nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
zu wichtig machen, denen nicht das Gefühl geben, sie sind ein großes Problem für die Gesellschaft, und die sich dann wichtiger vorkommen und wir sie in Wahrheit unnötig aufwerten. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Das ist wie in der DDR!
Der zweite Punkt, den wir kritisieren, ist, dass in dieser Gesetzesnovelle die Möglichkeit eingeführt wird, Dinge zu entziehen, einzuziehen, die als NS-Devotionalien bezeichnet werden – ein nicht sehr passender Ausdruck, denn der kommt eigentlich aus der Religion und hat etwas mit Verherrlichung zu tun –, ohne dass es im Zusammenhang mit der konkreten, mit Strafe bedrohten Handlung steht. Das ist etwas völlig Unpassendes, denn im Strafrecht gibt es keine Beweislastumkehr. Das ist etwas, was den Grundsätzen des Strafrechts und damit der Rechtsstaatlichkeit völlig zuwiderläuft. Da wird das gemacht. Das bedeutet, dass sich derjenige, bei dem etwas vorgefunden wird, was da eben als solches bezeichnet wird, dann quasi freibeweisen muss und beweisen muss, dass er das niemals für eine Straftat – vielleicht irgendwann einmal – verwenden werde. (Abg. Deimek: Das ist wie in der DDR!)
Abg. Deimek: Die Staatsanwälte sind so was von grantig über die Ideologie ...! Es wird zwei Jahre dauern, bis ...!
Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Familienfoto, ein Hochzeitsfoto, auf dem die Großeltern aus der Zeit des Nationalsozialismus gezeigt werden und der Großvater vielleicht eine Soldatenuniform anhat, möglicherweise eingezogen werden kann. Das ist einfach überschießend. Es geht natürlich auch in den Bereich jener Menschen, die Sammler sind oder wissenschaftlich arbeiten: Die müssen sich dann alle freibeweisen. Auch das wurde in den Stellungnahmen aus der Justiz massiv kritisiert, weil es rechtsstaatlich und grundrechtlich bedenklich ist, weil es eben dieses Grundrecht auf Eigentum gibt. (Abg. Deimek: Die Staatsanwälte sind so was von grantig über die Ideologie ...! Es wird zwei Jahre dauern, bis ...!) Deshalb muss jeder Entzug wirklich eindeutig geregelt sein, und das ist hier sehr schwammig gemacht. Es ist auch die da vorhandene Beweislastumkehr wahrscheinlich nur deshalb nicht vom Verfassungsgerichtshof aufzuheben, weil wir hier ein Verfassungsgesetz beschließen werden. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Das bedeutet, dass zum Beispiel ein Familienfoto, ein Hochzeitsfoto, auf dem die Großeltern aus der Zeit des Nationalsozialismus gezeigt werden und der Großvater vielleicht eine Soldatenuniform anhat, möglicherweise eingezogen werden kann. Das ist einfach überschießend. Es geht natürlich auch in den Bereich jener Menschen, die Sammler sind oder wissenschaftlich arbeiten: Die müssen sich dann alle freibeweisen. Auch das wurde in den Stellungnahmen aus der Justiz massiv kritisiert, weil es rechtsstaatlich und grundrechtlich bedenklich ist, weil es eben dieses Grundrecht auf Eigentum gibt. (Abg. Deimek: Die Staatsanwälte sind so was von grantig über die Ideologie ...! Es wird zwei Jahre dauern, bis ...!) Deshalb muss jeder Entzug wirklich eindeutig geregelt sein, und das ist hier sehr schwammig gemacht. Es ist auch die da vorhandene Beweislastumkehr wahrscheinlich nur deshalb nicht vom Verfassungsgerichtshof aufzuheben, weil wir hier ein Verfassungsgesetz beschließen werden. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend: Es liegt ein rechtsstaatlich bedenklicher Gesetzentwurf vor, der die wahren Gefahren der Gegenwart ignoriert, somit keinen Beitrag zur Bekämpfung des Judenhasses leistet und daher von uns Freiheitlichen abgelehnt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Der Gesetzgeber hat jetzt, mit der Novelle des Verbotsgesetzes der Situation Rechnung getragen, dass in den letzten Jahren rechtsextreme Gewalt, aber auch die Zahl rechtsextremer Situationen, seien sie antisemitisch, aber auch durch andere Gruppen hervorgerufen, die sich nationalsozialistischem Vokabular bedienen, zugenommen haben. Wir wissen, dass das natürlich auch in der FPÖ der Fall ist, wenn hier immer wieder vom Volkskanzler die Rede ist. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Es muss einmal gesagt werden, das ist Nazijargon, das ist absoluter Nazijargon, und den gilt es wahrlich mit diesem Verbotsgesetz zu verhindern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Gesetzgeber hat jetzt, mit der Novelle des Verbotsgesetzes der Situation Rechnung getragen, dass in den letzten Jahren rechtsextreme Gewalt, aber auch die Zahl rechtsextremer Situationen, seien sie antisemitisch, aber auch durch andere Gruppen hervorgerufen, die sich nationalsozialistischem Vokabular bedienen, zugenommen haben. Wir wissen, dass das natürlich auch in der FPÖ der Fall ist, wenn hier immer wieder vom Volkskanzler die Rede ist. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Es muss einmal gesagt werden, das ist Nazijargon, das ist absoluter Nazijargon, und den gilt es wahrlich mit diesem Verbotsgesetz zu verhindern. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hafenecker: Ich habe noch nichts Dümmeres gehört als das, was Sie gerade gesagt haben! – Zwischenruf des Abg. Deimek
Herr Kollege Stefan, es gibt kein Grundrecht auf ein Foto, auf dem ein SSler drauf ist. Es ist einfach vollkommen lächerlich (Abg. Hafenecker: Ich habe noch nichts Dümmeres gehört als das, was Sie gerade gesagt haben! – Zwischenruf des Abg. Deimek), das mit Grundrechten zu verbinden, das ist eine Verkehrung der Situation. (Abg. Stefan: Natürlich gibt es da ein Grundrecht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Stefan: Natürlich gibt es da ein Grundrecht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Stefan, es gibt kein Grundrecht auf ein Foto, auf dem ein SSler drauf ist. Es ist einfach vollkommen lächerlich (Abg. Hafenecker: Ich habe noch nichts Dümmeres gehört als das, was Sie gerade gesagt haben! – Zwischenruf des Abg. Deimek), das mit Grundrechten zu verbinden, das ist eine Verkehrung der Situation. (Abg. Stefan: Natürlich gibt es da ein Grundrecht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Kurz zusammengefasst: Es geht um die Ausweitung einer inländischen Gerichtsbarkeit, es geht genau um diese NS-Materialien, egal ob jetzt Devotionalien oder Materialien, die auf den Flohmärkten verkauft werden. Es geht nicht darum, dass so ein Foto im Familienbesitz ist – soll so es sein –, sondern es geht um die Verbreitung und es geht darum, dass solche Dinge nicht in den Handel kommen. Es soll kein Geschäft mit Nazigeschichten gemacht werden. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Hafenecker: ... Foto seines Vaters ...!
Wenn wir vom Verbotsgesetz reden, müssen wir auch immer vom Symbole-Gesetz und vom Abzeichengesetz reden, die damit einhergehen, weil darin ganz klar geregelt ist, dass es genau um diese Symbole geht. (Abg. Hafenecker: ... Foto seines Vaters ...!) Es wird strengere Strafen geben, und selbstverständlich muss es einen Amtsverlust geben. Die Republik Österreich kann nicht dulden, dass in ihren Reihen Menschen sind, die wegen dem Verbotsgesetz bestraft wurden, das ist unmöglich, undenkbar und das widerspricht auch keinem Grundrecht. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker.
Wenn wir vom Verbotsgesetz reden, müssen wir auch immer vom Symbole-Gesetz und vom Abzeichengesetz reden, die damit einhergehen, weil darin ganz klar geregelt ist, dass es genau um diese Symbole geht. (Abg. Hafenecker: ... Foto seines Vaters ...!) Es wird strengere Strafen geben, und selbstverständlich muss es einen Amtsverlust geben. Die Republik Österreich kann nicht dulden, dass in ihren Reihen Menschen sind, die wegen dem Verbotsgesetz bestraft wurden, das ist unmöglich, undenkbar und das widerspricht auch keinem Grundrecht. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller und Steinacker.)
Abg. Kassegger: Was heißt wir? – Abg. Deimek: Das war dumm und ungebildet und ignorant in Ihrer Dummheit ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage es an dieser Stelle noch einmal: Wir haben den Krieg verloren! (Abg. Kassegger: Was heißt wir? – Abg. Deimek: Das war dumm und ungebildet und ignorant in Ihrer Dummheit ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – In diesem Sinne: Bring them home now! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sage es an dieser Stelle noch einmal: Wir haben den Krieg verloren! (Abg. Kassegger: Was heißt wir? – Abg. Deimek: Das war dumm und ungebildet und ignorant in Ihrer Dummheit ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – In diesem Sinne: Bring them home now! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Der vorliegende Gesetzentwurf ist im Wesentlichen zum einen ein Ergebnis einer Arbeitsgruppe, die im Justizministerium angesiedelt wurde, wo sich Expert:innen und unterschiedliche Akteur:innen ganz intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Es haben zum anderen aber auch die vielen Stellungnahmen, die in der Begutachtungsphase eingebracht wurden, noch einmal zu wesentlichen Verbesserungen gegenüber dem Ministerialentwurf beigetragen. Fälle, wie eben jenen eines Bundesheeroffiziers in SS-Uniform, der nach dem Verbotsgesetz verurteilt und nicht entlassen wurde, wird es künftig nicht mehr geben. Wer nach dem Verbotsgesetz verurteilt ist, hat im öffentlichen Dienst keinen Platz; deswegen ist es gut, dass es nun zu einem sofortigen Amtsentzug kommt. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auch vorgesehen ist, dass Holocaustleugnung künftig schon strafbar ist, wenn sie in einer Öffentlichkeit von mindestens zehn Personen stattfindet. Aktuell gilt eine Öffentlichkeit von 30 Personen. Ich sage auch dazu: Ja, wir hätten da eigentlich auch die Version bevorzugt, die im ersten aus dem Ministerium geleakten Entwurf vorgesehen war, in dem die Öffentlichkeitsgrenze noch weiter herabgesetzt wurde, denn für uns ist ganz klar: Holocaustleugnung hat auch am Stammtisch keinen Platz und darf nicht geduldet werden. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine weitere wesentliche Verbesserung ist, dass Verbotsgesetzdelikte jetzt auch strafbar sind, wenn sie im Ausland von einem Täter/einer Täterin, der/die Österreicher:in ist, durchgeführt werden und wenn das vor einer breiten Öffentlichkeit passiert. Also zum Beispiel Fälle wie jener eines österreichischen Rechtsextremisten, der bei einer Konferenz in Teheran ganz offensichtlich den Holocaust geleugnet hat, sind künftig strafbar, und das ist auch gut so. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Sehr geehrte Damen und Herren! Im Gesamten ist mit dieser Verbotsgesetz-Novelle ein wichtiger Schritt gelungen. Ich möchte mich sehr herzlich bei Ihnen, Frau Ministerin, für den konstruktiven Austausch, den wir zu dieser Gesetzesvorlage geführt haben, bedanken. Ich möchte mich aber auch – auch wenn es lange gedauert hat, bis Sie uns als Oppositionspartei an einen Tisch geholt haben – bei den Kolleginnen – da brauche ich nicht zu gendern – Steinacker, Blimlinger und Prammer für den echt guten Austausch, die Zusammenarbeit und für die jetzt vorliegende Gesetzesvorlage bedanken. – Vielen Dank. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Abg. Hafenecker: Amtssprache Deutsch! – Abg. Lukas Hammer: Falscher Zeitpunkt!
Abgeordnete Mag. Michaela Steinacker (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerinnen! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Damen und Herren, die Sie uns heute zuschauen! Never again! Never again Holocaust! Never again Antisemitismus! Never again Terrorangriff der Hamas auf Israel! (Abg. Hafenecker: Amtssprache Deutsch! – Abg. Lukas Hammer: Falscher Zeitpunkt!) Kämpfen wir gemeinsam gegen Antisemitismus und gegen Radikalisierung – das ist leider auch in Österreich dringend nötig.
Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!
Diener des Staates, und als Diener des Staates (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) haben Beamte und Vertragsbedienstete (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) kein Recht (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!), sie sollen nicht und können nicht - - (Abg. Stefan: Darf ich sexuelle Übergriffe machen! Darf ich die Hamas unterstützen! – Nein!) – Sie dürfen nicht (Abg. Stefan: Eben! Als Beamter schon!), es ist gesetzlich verboten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Als Beamter darf ich das dann! Als Beamter darf ich das, als Beamter darf ich das weiterhin! – Abg. Lukas Hammer: Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus! – Abg. Stefan: Nein! Nein, ganz sicher nicht!) – Um Gottes willen, tun Sie es nicht, Herr Kollege! Ich werde Ihnen da sicher keinen Freibrief dazu geben. Es gibt aber ganz sicher auch keinen Freibrief, um Antisemitismus weiter zu pflegen. Nein! Der Amtsverlust ist ein notwendiges Mittel, denn wir wollen keine Staatsdiener haben, die da eine Toleranz haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!
Diener des Staates, und als Diener des Staates (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) haben Beamte und Vertragsbedienstete (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) kein Recht (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!), sie sollen nicht und können nicht - - (Abg. Stefan: Darf ich sexuelle Übergriffe machen! Darf ich die Hamas unterstützen! – Nein!) – Sie dürfen nicht (Abg. Stefan: Eben! Als Beamter schon!), es ist gesetzlich verboten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Als Beamter darf ich das dann! Als Beamter darf ich das, als Beamter darf ich das weiterhin! – Abg. Lukas Hammer: Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus! – Abg. Stefan: Nein! Nein, ganz sicher nicht!) – Um Gottes willen, tun Sie es nicht, Herr Kollege! Ich werde Ihnen da sicher keinen Freibrief dazu geben. Es gibt aber ganz sicher auch keinen Freibrief, um Antisemitismus weiter zu pflegen. Nein! Der Amtsverlust ist ein notwendiges Mittel, denn wir wollen keine Staatsdiener haben, die da eine Toleranz haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!
Diener des Staates, und als Diener des Staates (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) haben Beamte und Vertragsbedienstete (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) kein Recht (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!), sie sollen nicht und können nicht - - (Abg. Stefan: Darf ich sexuelle Übergriffe machen! Darf ich die Hamas unterstützen! – Nein!) – Sie dürfen nicht (Abg. Stefan: Eben! Als Beamter schon!), es ist gesetzlich verboten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Als Beamter darf ich das dann! Als Beamter darf ich das, als Beamter darf ich das weiterhin! – Abg. Lukas Hammer: Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus! – Abg. Stefan: Nein! Nein, ganz sicher nicht!) – Um Gottes willen, tun Sie es nicht, Herr Kollege! Ich werde Ihnen da sicher keinen Freibrief dazu geben. Es gibt aber ganz sicher auch keinen Freibrief, um Antisemitismus weiter zu pflegen. Nein! Der Amtsverlust ist ein notwendiges Mittel, denn wir wollen keine Staatsdiener haben, die da eine Toleranz haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stefan: Darf ich sexuelle Übergriffe machen! Darf ich die Hamas unterstützen! – Nein!
Diener des Staates, und als Diener des Staates (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) haben Beamte und Vertragsbedienstete (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) kein Recht (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!), sie sollen nicht und können nicht - - (Abg. Stefan: Darf ich sexuelle Übergriffe machen! Darf ich die Hamas unterstützen! – Nein!) – Sie dürfen nicht (Abg. Stefan: Eben! Als Beamter schon!), es ist gesetzlich verboten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Als Beamter darf ich das dann! Als Beamter darf ich das, als Beamter darf ich das weiterhin! – Abg. Lukas Hammer: Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus! – Abg. Stefan: Nein! Nein, ganz sicher nicht!) – Um Gottes willen, tun Sie es nicht, Herr Kollege! Ich werde Ihnen da sicher keinen Freibrief dazu geben. Es gibt aber ganz sicher auch keinen Freibrief, um Antisemitismus weiter zu pflegen. Nein! Der Amtsverlust ist ein notwendiges Mittel, denn wir wollen keine Staatsdiener haben, die da eine Toleranz haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stefan: Eben! Als Beamter schon!
Diener des Staates, und als Diener des Staates (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) haben Beamte und Vertragsbedienstete (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) kein Recht (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!), sie sollen nicht und können nicht - - (Abg. Stefan: Darf ich sexuelle Übergriffe machen! Darf ich die Hamas unterstützen! – Nein!) – Sie dürfen nicht (Abg. Stefan: Eben! Als Beamter schon!), es ist gesetzlich verboten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Als Beamter darf ich das dann! Als Beamter darf ich das, als Beamter darf ich das weiterhin! – Abg. Lukas Hammer: Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus! – Abg. Stefan: Nein! Nein, ganz sicher nicht!) – Um Gottes willen, tun Sie es nicht, Herr Kollege! Ich werde Ihnen da sicher keinen Freibrief dazu geben. Es gibt aber ganz sicher auch keinen Freibrief, um Antisemitismus weiter zu pflegen. Nein! Der Amtsverlust ist ein notwendiges Mittel, denn wir wollen keine Staatsdiener haben, die da eine Toleranz haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Als Beamter darf ich das dann! Als Beamter darf ich das, als Beamter darf ich das weiterhin! – Abg. Lukas Hammer: Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus! – Abg. Stefan: Nein! Nein, ganz sicher nicht!
Diener des Staates, und als Diener des Staates (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) haben Beamte und Vertragsbedienstete (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) kein Recht (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!), sie sollen nicht und können nicht - - (Abg. Stefan: Darf ich sexuelle Übergriffe machen! Darf ich die Hamas unterstützen! – Nein!) – Sie dürfen nicht (Abg. Stefan: Eben! Als Beamter schon!), es ist gesetzlich verboten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Als Beamter darf ich das dann! Als Beamter darf ich das, als Beamter darf ich das weiterhin! – Abg. Lukas Hammer: Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus! – Abg. Stefan: Nein! Nein, ganz sicher nicht!) – Um Gottes willen, tun Sie es nicht, Herr Kollege! Ich werde Ihnen da sicher keinen Freibrief dazu geben. Es gibt aber ganz sicher auch keinen Freibrief, um Antisemitismus weiter zu pflegen. Nein! Der Amtsverlust ist ein notwendiges Mittel, denn wir wollen keine Staatsdiener haben, die da eine Toleranz haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Diener des Staates, und als Diener des Staates (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) haben Beamte und Vertragsbedienstete (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!) kein Recht (Abg. Stefan: Darf ich die Hamas unterstützen!), sie sollen nicht und können nicht - - (Abg. Stefan: Darf ich sexuelle Übergriffe machen! Darf ich die Hamas unterstützen! – Nein!) – Sie dürfen nicht (Abg. Stefan: Eben! Als Beamter schon!), es ist gesetzlich verboten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Stefan: Als Beamter darf ich das dann! Als Beamter darf ich das, als Beamter darf ich das weiterhin! – Abg. Lukas Hammer: Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus! – Abg. Stefan: Nein! Nein, ganz sicher nicht!) – Um Gottes willen, tun Sie es nicht, Herr Kollege! Ich werde Ihnen da sicher keinen Freibrief dazu geben. Es gibt aber ganz sicher auch keinen Freibrief, um Antisemitismus weiter zu pflegen. Nein! Der Amtsverlust ist ein notwendiges Mittel, denn wir wollen keine Staatsdiener haben, die da eine Toleranz haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Meine Damen und Herren, vor allem liebe Kolleginnen! Bedanken möchte ich mich insbesondere bei Kollegin Schatz, die mit ihrem profunden Wissen und mit einer echten Empathie dieses Gesetz mit uns diskutiert hat, und bei meinen Kolleginnen von den Grünen sowieso. Ich glaube, wir haben eine tragbare, gute Lösung gefunden. Danke auch dafür, dass wir das in Verfassungsrang heben können. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
befallen ist, ist todgeweiht. Wir müssen daher alle Anstrengungen unternehmen, um diesem Phänomen beizukommen. Dabei ist es völlig wurscht, es spielt keine Rolle, ob das ein Antisemitismus ist, der durch Islamisten importiert ist, ob das der autochthone Antisemitismus ist, der immer noch viel zu weit verbreitet ist, oder ob das die Rechtsextremen von Ewiggestrig sind. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und ÖVP.
Ich möchte hier ausdrücklich Frau Bundesministerin Edtstadler dafür danken, dass sie sich dieses Themas in einer sehr engagierten Form annimmt. (Beifall bei NEOS und ÖVP.) Ich danke dafür, dass auch im Regierungsprogramm die Evaluierung und die Novelle des Verbotsgesetzes, die wir heute hier beschließen, bereits im Zusammenhang als eine Maßnahme, um des Antisemitismus Herr zu werden, um den Antisemitismus endgültig auszumerzen, enthalten ist. Dazu muss man auch das Verbotsgesetz anschauen.
Beifall bei NEOS und ÖVP sowie der Abg. Disoski.
Verbotsgesetz ist ein Mittel dazu. – Vielen Dank. (Beifall bei NEOS und ÖVP sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jachs.
vervielfacht haben. Antisemitische, rechtsextreme, rassistische Straftaten werden immer häufiger im Internet begangen. Fakenews, Desinformationen werden online gezielt eingesetzt, um auch unsere Demokratie zu schwächen. Genau dem müssen wir entschlossen entgegentreten. Das ist unsere historische Pflicht! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jachs.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Jachs und Greiner.
Abgeordnete Blimlinger hat ja auch – auf ihren Großvater referenzierend – gesagt: Das Verbotsgesetz entstand damals unter dem Eindruck der begangenen Gräueltaten des Nationalsozialismus. Niemals dürfen wir diese Schrecken des Nationalsozialismus vergessen. Nie wieder dürfen wir zulassen, dass bei Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus weggeschaut wird. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Jachs und Greiner.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Ja, ich kann Ihnen versprechen – und das haben wir auch in den Erläuterungen festgehalten –: Wir werden spezielle Präventionsprogramme entwickeln. Es reicht nicht aus, einfach nach Mauthausen und wieder zurück zu fahren. Das ist schlicht und ergreifend nicht ausreichend. Es braucht spezielle Präventionsprogramme und es wird eine entsprechende Finanzierung dafür geben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Wir haben bei der Leugnung des nationalsozialistischen Völkermordes das bisherige Tatbestandsmerkmal „gröblich“ gestrichen. Das „gröblich“ haben wir deswegen gestrichen, weil es in der Vergangenheit ganz schwierige Abgrenzungsfragen gegeben hat, weil wir sicherstellen wollen, dass eine Teilleugnung unter den Straftatbestand fällt, weil wir sicherstellen wollen, dass man sich nicht so herauswinden kann, und weil es uns wichtig ist, dass jede Art von Leugnung des nationalsozialistischen Völkermordes erfasst ist. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Nachdem es heute mehrfach in Frage gestellt wurde: Ja, eine Verurteilung nach dem Verbotsgesetz führt bei einem Beamten, aber auch bei einem Vertragsbediensteten, zum Verlust des Amtes oder zur vorzeitigen Auflösung des Dienstverhältnisses, denn wir können es in einem Staat nicht dulden, dass Beamte oder Vertragsbedienstete hier arbeiten, die nach dem Verbotsgesetz verurteilt wurden. Das geht schlicht und ergreifend nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch bei allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe bedanken, die sich wirklich sehr eingebracht haben. Insbesondere gilt mein Dank Abteilungsleiter Fritz Zeder mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in die Arbeitsgruppe eingebracht haben, und allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe, weil es wirklich gelungen ist, eine sehr gute Lösung für die Reform des Verbotsgesetzes zu erarbeiten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein besonderer Dank geht auch an meine Regierungskollegin Verfassungsministerin Karoline Edtstadler. Danke dir, dass du dich immer konstruktiv in diese Gespräche eingebracht hast und dass es uns, basierend auf dem Entwurf der Arbeitsgruppe, gelungen ist, so schnell ein rasches Reformpaket auf den Weg zu bringen. Danke dir herzlich für deinen Einsatz in diesem Bereich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Schließlich möchte ich auch den Abgeordneten danken, der Ausschussvorsitzenden Michaela Steinacker, den Abgeordneten Prammer und Blimlinger sowie der Abgeordneten Schatz für die konstruktive Zusammenarbeit und für die Möglichkeit, das tatsächlich als Verfassungsmaterie zu beschließen. Danke der Sozialdemokratie, dass es möglich ist, in den konstruktiven Gesprächen eine Zweidrittelmehrheit für dieses wichtige Vorhaben zu bekommen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben aber eine besondere historische Verantwortung, und diese Verantwortung nimmt gerade im Jahr 2023 nicht ab, mit all den schrecklichen Vorfällen in Israel, mit dem steigenden Antisemitismus in Europa, aber eben auch bei uns in Österreich. Deshalb hat sich die Regierung zum Ziel gesetzt, entschieden gegen Antisemitismus vorzugehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
In Zukunft sind also jegliche Verharmlosung und jegliches Relativieren des Nationalsozialismus strafbar, das Tragen von Abzeichen der NSDAP ist strafbar und auch das Tragen von Symbolen der Hamas ist dementsprechend empfindlich strafbar. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Schallmeiner: Liederbücher vielleicht!
Lieber Kollege Harald Stefan, du weißt, ich schätze dich wirklich sehr. Ich möchte noch ein kurzes Wort zu deiner Kritik bezüglich der Einziehung von Devotionalien sagen: Ihr braucht, glaube ich, keine Angst zu haben, dass jetzt alle Fotos von Großeltern, Großvätern eingezogen werden, falls diese vorhanden sind (Abg. Schallmeiner: Liederbücher vielleicht!), sondern bloße Erinnerungsstücke sind ja eben gerade keine Devotionalien – ich glaube, das siehst du genauso –, mit denen der Nationalsozialismus oder die Gräueltaten verherrlicht werden können. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich glaube, da gibt es eine ganz klare
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Lieber Kollege Harald Stefan, du weißt, ich schätze dich wirklich sehr. Ich möchte noch ein kurzes Wort zu deiner Kritik bezüglich der Einziehung von Devotionalien sagen: Ihr braucht, glaube ich, keine Angst zu haben, dass jetzt alle Fotos von Großeltern, Großvätern eingezogen werden, falls diese vorhanden sind (Abg. Schallmeiner: Liederbücher vielleicht!), sondern bloße Erinnerungsstücke sind ja eben gerade keine Devotionalien – ich glaube, das siehst du genauso –, mit denen der Nationalsozialismus oder die Gräueltaten verherrlicht werden können. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Ich glaube, da gibt es eine ganz klare
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das hat Kollegin Blimlinger aber anders erklärt!
Abgrenzung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das hat Kollegin Blimlinger aber anders erklärt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Alles in allem ist diese Novelle ein wichtiger Schritt. Wir kommen unserer Verantwortung nach und wir sorgen dafür, dass wir Extremismus hoffentlich weiterhin den Boden unter den Füßen wegziehen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hafenecker: Fragen Sie einmal die Uni von der Frau Blimlinger!
Es geht so weit, dass gestern eine vermeintlich behördliche Sperre dieser wirklich wichtigen Gedenkstätte der Namensmauern gemacht worden ist. Man versucht, auch das zu verunglimpfen. (Abg. Hafenecker: Fragen Sie einmal die Uni von der Frau Blimlinger!) Oder denken Sie daran, dass auf der Angewandten verharmlost worden ist (Abg. Hafenecker: Die Frau Blimlinger!), versucht worden ist, zurückzunehmen, was am 7. Oktober passiert ist, und jüdische Studentinnen und Studenten des Ortes verwiesen worden sind.
Abg. Hafenecker: Die Frau Blimlinger!
Es geht so weit, dass gestern eine vermeintlich behördliche Sperre dieser wirklich wichtigen Gedenkstätte der Namensmauern gemacht worden ist. Man versucht, auch das zu verunglimpfen. (Abg. Hafenecker: Fragen Sie einmal die Uni von der Frau Blimlinger!) Oder denken Sie daran, dass auf der Angewandten verharmlost worden ist (Abg. Hafenecker: Die Frau Blimlinger!), versucht worden ist, zurückzunehmen, was am 7. Oktober passiert ist, und jüdische Studentinnen und Studenten des Ortes verwiesen worden sind.
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
All das, meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete, mitten in Österreich im Jahr 2023. Ich hätte das nicht für möglich gehalten und ich sage Ihnen: Antisemitismus hat in Österreich keinen Platz! Wir werden weiter dagegen ankämpfen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich sage Ihnen ganz deutlich: Es braucht jetzt die volle Härte des Rechtsstaates. Es braucht klare Gesetze, es braucht strenge Strafen, um dieses Niemals-wieder genau jetzt auch tatsächlich vorfinden zu können und auch das umzusetzen, was wir immer gesagt haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Kinderschänder aber schon!
Die Justizministerin und viele Abgeordnete haben schon darauf hingewiesen, was sich ändert. Wir bringen mit diesem Gesetz auch das Verbotsgesetz auf die Höhe des 21. Jahrhunderts. Die Schaffung der Möglichkeit von Diversion ist, glaube ich, ein ganz, ganz wichtiger Schritt, um zunächst einmal die Menschen wieder in die Mitte der Gesellschaft zurückzuholen zu versuchen. Ich bin bei Abgeordneter Schatz und bin mit ihr einer Meinung: Ein Gedenkstättenbesuch allein wird nicht ausreichen. Wenn diese Versuche aber nicht fruchten, dann braucht es die volle Härte des Rechtsstaates und auch strenge Strafen. Dann, Herr Abgeordneter Stefan, haben auch Menschen, die wegen dem Verbotsgesetz verurteilt worden sind, im öffentlichen Dienst nichts verloren, denn wer tatsächlich verurteilt wird, kann nicht mehr als Vertreter des offiziellen Österreichs tätig sein. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Kinderschänder aber schon!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Juden frei leben können und dass wir als freie Gesellschaft weiterhin gut und in Frieden leben können! – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Disoski: Stimmen Sie dem Verbotsgesetz einfach zu!
Was Sie auch nicht dazusagen – Frau Ministerin Edtstadler hat es erwähnt –: Dieses Gesetz, diese Novelle – auf der Höhe der Zeit? – nein, ganz im Gegenteil! – hilft zum Beispiel gegen diesen Vorfall auf der Angewandten gar nichts. (Abg. Disoski: Stimmen Sie dem Verbotsgesetz einfach zu!) Die Rednerin, die das gesagt hat, so sie eine Beamtin ist, wird wahrscheinlich nicht zu mehr als einem Jahr verurteilt. Das heißt, die bleibt im Staatsdienst. Hat sie zu Hause
Abg. Disoski: „was immer die sind“?!
Es geht ja nur um NS-Devotionalien, was immer die sind. (Abg. Disoski: „was immer die sind“?!) Man kann auch eine Büste von Pol Pot, Mao oder von Leopold II. zu Hause haben. Hunderttausende Tote im Kongo, Millionen Tote in China, in Kambodscha: Das ist ganz egal, das kann man alles haben. Dieses Gesetz, diese Novelle, die angeblich auf der Höhe der Zeit ist, ändert daran nicht das Geringste, weil man die Realität auf unseren Straßen, die Realität in der Gesellschaft nicht wahrhaben will.
Abg. Disoski: Also Entschuldigung! Geht’s noch?
Was macht eine Regierung, die Österreich zunehmend in einen fürchterlichen Zustand gebracht hat, die, wie wir wissen, mit Grundrechten auf Kriegsfuß steht – das haben wir in den letzten Jahren bewiesen –, die keine Lösungsansätze für die innenpolitischen Schwierigkeiten hat, die zum Großteil selbst verschuldet worden sind, aber auch nicht für die außenpolitischen Anforderungen, eine Regierung, die von linksradikalen NGOs vor sich hergetrieben wird (Abg. Disoski: Also Entschuldigung! Geht’s noch?), die der Bevölkerung, vor allen Dingen den arbeitenden Menschen, täglich das Leben schwer macht und Leute gefährdet, die in künstlichen Staus stehen müssen? (Beifall bei der FPÖ.) Es gibt von einer Regierungspartei den Segen dafür, und die zweite Regierungspartei sieht hilflos zu. Es werden ja inzwischen von der Justizministerin auch Weisungen gegeben, dass genau diese Leute nicht bestraft werden. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ah, nicht?
Beifall bei der FPÖ.
Was macht eine Regierung, die Österreich zunehmend in einen fürchterlichen Zustand gebracht hat, die, wie wir wissen, mit Grundrechten auf Kriegsfuß steht – das haben wir in den letzten Jahren bewiesen –, die keine Lösungsansätze für die innenpolitischen Schwierigkeiten hat, die zum Großteil selbst verschuldet worden sind, aber auch nicht für die außenpolitischen Anforderungen, eine Regierung, die von linksradikalen NGOs vor sich hergetrieben wird (Abg. Disoski: Also Entschuldigung! Geht’s noch?), die der Bevölkerung, vor allen Dingen den arbeitenden Menschen, täglich das Leben schwer macht und Leute gefährdet, die in künstlichen Staus stehen müssen? (Beifall bei der FPÖ.) Es gibt von einer Regierungspartei den Segen dafür, und die zweite Regierungspartei sieht hilflos zu. Es werden ja inzwischen von der Justizministerin auch Weisungen gegeben, dass genau diese Leute nicht bestraft werden. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ah, nicht?
Zwischenruf bei der ÖVP.
Was macht eine Regierung, die Österreich zunehmend in einen fürchterlichen Zustand gebracht hat, die, wie wir wissen, mit Grundrechten auf Kriegsfuß steht – das haben wir in den letzten Jahren bewiesen –, die keine Lösungsansätze für die innenpolitischen Schwierigkeiten hat, die zum Großteil selbst verschuldet worden sind, aber auch nicht für die außenpolitischen Anforderungen, eine Regierung, die von linksradikalen NGOs vor sich hergetrieben wird (Abg. Disoski: Also Entschuldigung! Geht’s noch?), die der Bevölkerung, vor allen Dingen den arbeitenden Menschen, täglich das Leben schwer macht und Leute gefährdet, die in künstlichen Staus stehen müssen? (Beifall bei der FPÖ.) Es gibt von einer Regierungspartei den Segen dafür, und die zweite Regierungspartei sieht hilflos zu. Es werden ja inzwischen von der Justizministerin auch Weisungen gegeben, dass genau diese Leute nicht bestraft werden. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Ah, nicht?
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, Sie stehen der islamischen Radikalisierung und Unterwanderung unserer Gesellschaft völlig hilflos gegenüber. Was macht man dann? Was macht eine Regierung? – Sie lenkt ab. In diese Kategorie fällt genau dieses Gesetz. Es geht nichts mehr weiter in der Regierung, man kann sich auf nichts mehr einigen, es wird alles schlechter. Dann lenkt man ab und präsentiert hier einen großen Wurf. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Was für eine Überraschung! Ihr stimmt für das Verbotsgesetz! – Abg. Schallmeiner: Was für eine Überraschung! – Abg. Lukas Hammer: Eine Partei, die von einem SS-Offizier gegründet wurde!
Man will einfach diejenigen kriminalisieren, in Schwierigkeiten bringen, die genau die Schwierigkeiten, die wir jetzt haben, ansprechen. Man geht gegen Vereine vor, die illegale Einwanderung ablehnen, gegen Islamisierung sind und sich für die österreichische und europäische Identität starkmachen. (Abg. Lukas Hammer: Was für eine Überraschung! Ihr stimmt für das Verbotsgesetz! – Abg. Schallmeiner: Was für eine Überraschung! – Abg. Lukas Hammer: Eine Partei, die von einem SS-Offizier gegründet wurde!) Auf die geht man los. Dabei wollen Sie das ja angeblich auch – mit Aktionismus, aber strikt ohne Gewalt. (Ruf bei den Grünen: Ihr seid so mutig! – Abg. Matznetter: Sind das die Liederbuchvereine ...?)
Ruf bei den Grünen: Ihr seid so mutig! – Abg. Matznetter: Sind das die Liederbuchvereine ...?
Man will einfach diejenigen kriminalisieren, in Schwierigkeiten bringen, die genau die Schwierigkeiten, die wir jetzt haben, ansprechen. Man geht gegen Vereine vor, die illegale Einwanderung ablehnen, gegen Islamisierung sind und sich für die österreichische und europäische Identität starkmachen. (Abg. Lukas Hammer: Was für eine Überraschung! Ihr stimmt für das Verbotsgesetz! – Abg. Schallmeiner: Was für eine Überraschung! – Abg. Lukas Hammer: Eine Partei, die von einem SS-Offizier gegründet wurde!) Auf die geht man los. Dabei wollen Sie das ja angeblich auch – mit Aktionismus, aber strikt ohne Gewalt. (Ruf bei den Grünen: Ihr seid so mutig! – Abg. Matznetter: Sind das die Liederbuchvereine ...?)
Rufe bei den Grünen: Ach so? – Abg. Disoski: Warum seid ihr dann dagegen? Wieso stimmt ihr dann dem Verbotsgesetz nicht zu, wenn ihr das nicht wollt?
Diese Novelle geht auch von der Extremismusdefinition ab. Wir könnten uns alle darauf einigen. Keiner von uns will Extremisten im Staatsdienst oder sonst wo. Die gehören bestraft. (Rufe bei den Grünen: Ach so? – Abg. Disoski: Warum seid ihr dann dagegen? Wieso stimmt ihr dann dem Verbotsgesetz nicht zu, wenn ihr das nicht wollt?) Wir brauchen aber eine Definition. Die gibt es, die hat es jahrzehntelang gegeben, und mit der könnten wir alle weit friedlicher zusammenleben (Abg.
Abg. Stögmüller: Ja! Die sind in Ihren eigenen Reihen!
Wir haben solche Extremisten in unserem Land, ja. (Abg. Stögmüller: Ja! Die sind in Ihren eigenen Reihen!) Wir haben welche, die unsere Verfassung durch den Koran ersetzen wollen. Wir haben welche, die einem anderen Land das Existenzrecht verweigern. (Abg. Stögmüller: Sie können sich doch nicht von Ihrem Klub distanzieren!) Wir haben welche, die sogar sagen, wer sich nicht in allen Facetten der Klimareligion anschließt, gehört ins Gefängnis geworfen. Ja, wir haben Extremisten, die aber von diesem Gesetz nicht umfasst werden, sondern die weiter ihre verfassungsfeindlichen Theorien verbreiten können.
Abg. Stögmüller: Sie können sich doch nicht von Ihrem Klub distanzieren!
Wir haben solche Extremisten in unserem Land, ja. (Abg. Stögmüller: Ja! Die sind in Ihren eigenen Reihen!) Wir haben welche, die unsere Verfassung durch den Koran ersetzen wollen. Wir haben welche, die einem anderen Land das Existenzrecht verweigern. (Abg. Stögmüller: Sie können sich doch nicht von Ihrem Klub distanzieren!) Wir haben welche, die sogar sagen, wer sich nicht in allen Facetten der Klimareligion anschließt, gehört ins Gefängnis geworfen. Ja, wir haben Extremisten, die aber von diesem Gesetz nicht umfasst werden, sondern die weiter ihre verfassungsfeindlichen Theorien verbreiten können.
Abg. Matznetter: Wer waren ... die Gründer ...? – Abg. Tomaselli: F in FPÖ steht für Frieden, gell?
Daher: Das Gesetz trägt zur Lösung nichts bei. Es ist eine Anmaßung, es trägt nichts zu einem friedlicheren Leben bei. (Abg. Matznetter: Wer waren ... die Gründer ...? – Abg. Tomaselli: F in FPÖ steht für Frieden, gell?) Das ist sehr, sehr schade, weil uns die Probleme, die wir derzeit nur als kleine Geste bei der Angewandten sehen, über den Kopf wachsen. Wir müssten eigentlich alle zusammenhelfen, um diese zu bewältigen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Sie können nicht einmal ein Foto von Ihrem Parteigründer in Uniform aufhängen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Sie können nicht einmal ein Foto von Ihrem Parteigründer in Uniform aufhängen!
Daher: Das Gesetz trägt zur Lösung nichts bei. Es ist eine Anmaßung, es trägt nichts zu einem friedlicheren Leben bei. (Abg. Matznetter: Wer waren ... die Gründer ...? – Abg. Tomaselli: F in FPÖ steht für Frieden, gell?) Das ist sehr, sehr schade, weil uns die Probleme, die wir derzeit nur als kleine Geste bei der Angewandten sehen, über den Kopf wachsen. Wir müssten eigentlich alle zusammenhelfen, um diese zu bewältigen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: Sie können nicht einmal ein Foto von Ihrem Parteigründer in Uniform aufhängen!)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.
Abgeordnete Mag. Muna Duzdar (SPÖ): Frau Präsidentin! Frauen Ministerinnen! Eingangs möchte ich im Namen des Kollegen Drobits die 4. Klasse der Handelsakademie Mattersburg aus dem Burgenland recht herzlich begrüßen. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher halten wir zwar die EU-Vorgabe prinzipiell für richtig, werden aber bei der Umsetzung nicht mitgehen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jachs.
die aus unserer Sicht absolut nötig und dringlich ist. Ich bitte daher wirklich um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Jachs.)
Abg. Götze: Das stimmt nicht!
Es könnte zum Beispiel auch – und darüber sollten sich vor allem die Grünen im Klaren sein – irgendein Land sagen, homosexuelle Geschäftsführer wollen wir nicht haben, und dann könnten wir einen solchen auch in Österreich nicht eintragen. (Abg. Götze: Das stimmt nicht!) Darüber sollten Sie einmal nachdenken. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es könnte zum Beispiel auch – und darüber sollten sich vor allem die Grünen im Klaren sein – irgendein Land sagen, homosexuelle Geschäftsführer wollen wir nicht haben, und dann könnten wir einen solchen auch in Österreich nicht eintragen. (Abg. Götze: Das stimmt nicht!) Darüber sollten Sie einmal nachdenken. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Da ist niemand mehr!
Redner auf der Rednerliste. (Abg. Amesbauer: Da ist niemand mehr!) Vielleicht können Sie doch noch zustimmen.
Abg. Amesbauer: Da habts schon verloren!
Darum wünsche ich mir speziell für das nächste Jahr – ein Superwahljahr, in dem wir alle um die Gunst der Wählerinnen und Wähler werben werden – eines: Lassen wir uns nicht dazu verleiten, dass wir die Aufmerksamkeit der Wählerinnen und Wähler durch Polemik und Populismus auf uns lenken, sondern versuchen wir, das nächste Wahljahr zu einem Wettbewerb der besten politischen Ideen für Österreich zu machen! (Abg. Amesbauer: Da habts schon verloren!) – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Darum wünsche ich mir speziell für das nächste Jahr – ein Superwahljahr, in dem wir alle um die Gunst der Wählerinnen und Wähler werben werden – eines: Lassen wir uns nicht dazu verleiten, dass wir die Aufmerksamkeit der Wählerinnen und Wähler durch Polemik und Populismus auf uns lenken, sondern versuchen wir, das nächste Wahljahr zu einem Wettbewerb der besten politischen Ideen für Österreich zu machen! (Abg. Amesbauer: Da habts schon verloren!) – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Abg. Steinacker: Nein, die begrüßen wir nicht!
Formulierung des Gesetzes. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen. – Abg. Steinacker: Nein, die begrüßen wir nicht!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Hätten Sie das Gesetz sicherer formuliert, hätten Sie auch unsere Unterstützung bekommen. Wir werden diesem Gesetz aus den besagten Gründen nicht zustimmen. Und ich muss wirklich schmunzeln, wenn die FPÖ sich daran stößt, dass in diesem Gesetz die weibliche Form verwendet wird. Ich habe es einmal nachgezählt: Es stehen Geschäftsführerinnen drinnen, Gesellschafterinnen und Gründungsgesellschafterinnen. Dass Sie sich an den Worten stoßen, das irritiert uns ein bisschen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber auf jeden Fall: Unsere Zustimmung haben Sie aus anderen Gründen nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammengefasst: Es gibt gute, wichtige Verbesserungen und gleichzeitig Rechtssicherheit, weil diese neue Flexible Kapitalgesellschaft ein Hybrid, kann man sagen, ist aus der GesmbH, auf der sie aufbaut, und der Aktiengesellschaft, also die besten Teile aus beiden Elementen übernimmt. Insofern bin ich sicher, dass wir weiterhin Rechtssicherheit haben werden, auch in Bezug auf das Firmenbuch – ich nehme an, die Frau Ministerin wird auf dieses Thema noch eingehen. Ich bitte wirklich um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Aber rein männlich war auch ein Experiment zur Jahrhundertwende!
Letztendlich – es wurde schon angesprochen – ist dieses Gesetz in rein weiblicher Form errichtet. Ich halte das und wir halten das für ein eigenartiges Experiment, und Gesetze sind nicht dazu da, Experimente zu machen, sondern sie sollen im Idealfall verständlich sein, und zwar für viele, viele Jahre verständlich und klar sein. (Abg. Matznetter: Aber rein männlich war auch ein Experiment zur Jahrhundertwende!)
Zwischenruf der Abg. Götze.
Wie wir wissen, gab es in den letzten Jahren beim Gendern viele verschiedene Varianten: Einmal gab es das große I, dann war, glaube ich, das I wieder klein, dann gab es ein Sternderl, dann gab es einen Unterstrich, jetzt gibt es den Doppelpunkt – ich weiß nicht, was die nächste Mode sein wird. (Zwischenruf der Abg. Götze.) Also wenn man das jetzt in Gesetze aufnimmt, dann wird man sich in wenigen Monaten gar nicht mehr auskennen, was überhaupt gültig ist. Wenn man jetzt Texte liest, die vor drei, vier Jahren gemacht wurden, weiß man auch nicht mehr, wie das zu lesen ist: Ach so, ja, stimmt, das Sternderl steht dafür. – Es ist also ein Experiment.
Beifall bei der FPÖ
Jetzt verstehe ich schon, dass man auf linker Seite dieses ideologische Experiment umsetzen will. Man will damit die Gesellschaft transformieren. Die Mehrheit der Bevölkerung will das nicht, das ist eindeutig (Beifall bei der FPÖ), und ich finde es daher nicht richtig, dass wir dem Vorschub leisten.
Beifall bei der FPÖ.
es ist traurig, dass sich die ÖVP als Mehrheitsbeschaffer für dieses gesellschaftspolitische Experiment hergibt. Es ist also kein Wunder, dass sich die konservativen Wähler von Ihnen abwenden. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Drei Kinder, bitte!
Abgeordnete Bettina Zopf (ÖVP): Frau Präsidentin! (Ruf bei der FPÖ: Drei Kinder, bitte!) Geschätzte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Der Vorredner hat es schon angesprochen: Es geht hier um ein Gesetz in weiblicher Form. Es gab auch in unserer Fraktion Diskussionen, und die Formulierung entspricht unserer Meinung nach nicht den Richtlinien, wie ein Gesetz aufgebaut sein sollte. Letztendlich nehmen wir die Formulierung aber in Kauf, weil es am Ende des Tages um den Inhalt geht, und der ist gut.
Abg. Tomaselli: Bitte nicht! Bitte nicht!
Nun zum Inhalt: Da mein Zahlenvergleich letztens so gut angekommen ist, starte ich wieder mit einigen Zahlen. (Abg. Tomaselli: Bitte nicht! Bitte nicht!) Um aktuell eine GmbH gründen zu können, muss man 35 000 Euro in die Hand nehmen und diese einlegen. (Abg. Schrangl: Siebzehneinhalb reichen!) Ab dem kommenden Jahr sind es nur mehr 10 000 Euro, und davon braucht man auch nur 5 000 Euro sofort – das sind 25 000 Euro weniger, die man zur Gründung braucht.
Abg. Schrangl: Siebzehneinhalb reichen!
Nun zum Inhalt: Da mein Zahlenvergleich letztens so gut angekommen ist, starte ich wieder mit einigen Zahlen. (Abg. Tomaselli: Bitte nicht! Bitte nicht!) Um aktuell eine GmbH gründen zu können, muss man 35 000 Euro in die Hand nehmen und diese einlegen. (Abg. Schrangl: Siebzehneinhalb reichen!) Ab dem kommenden Jahr sind es nur mehr 10 000 Euro, und davon braucht man auch nur 5 000 Euro sofort – das sind 25 000 Euro weniger, die man zur Gründung braucht.
Beifall bei der ÖVP.
Mit diesem Gesetz machen wir es Unternehmensgründern leichter. Unser Ziel ist es, mehr Menschen dazu zu bewegen, unternehmerisch tätig zu sein und die Mitarbeiterbeteiligung einfacher zu gestalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Mit der weiblichen Form helfen wir aber keiner einzigen Unternehmerin und keiner Mitarbeiterin, jedoch mit dem Inhalt dieses Gesetzes tun wir das. Die Unternehmensgründung wird dadurch einfacher, moderner und international attraktiv. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Normal wartet man ja eine Fraktionsrunde ab, nicht?!
Präsidentin Doris Bures: Nun hat sich Frau Bundesministerin Alma Zadić zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Loacker: Normal wartet man ja eine Fraktionsrunde ab, nicht?!)
Beifall bei den Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Österreich ist ein Land der Erfinderinnen und der Erfinder, es ist ein Land der Innovationen. Ermöglichen wir es doch, dass österreichische Start-ups auch in Österreich gründen und in Österreich erfolgreich bleiben! Mit dieser Flexiblen Kapitalgesellschaft schaffen wir niederschwellige Rahmenbedingungen für die Umsetzung der besten Ideen in diesem Land. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hafenecker: Was machen Sie mit all den anderen Geschlechtern?
Ich möchte noch einen Punkt ansprechen, der jetzt von Abgeordnetem Harald Stefan angesprochen wurde: die weibliche Form. – Herr Abgeordneter, es geht dabei nicht um das Gendern, es geht darum, dass das Gesetz in rein weiblicher Form geschrieben wurde; es wurde bewusst eben nicht gegendert. (Abg. Hafenecker: Was machen Sie mit all den anderen Geschlechtern?) Ich erinnere nur daran, dass in dieser Legislaturperiode sehr wohl auch Gesetze beschlossen wurden, die in rein männlicher Form geschrieben wurden. Da hat es diese Aufregung nicht gegeben – die Aufregung gibt es, weil es in weiblicher Form geschrieben wurde. (Abg. Hafenecker: Sie diskriminieren 60 andere Geschlechter!) Und genau das soll es auch aufzeigen, diese Doppelmoral soll dadurch auch aufgezeigt werden. Daher halte ich es für wichtig, dass das Gesetz in weiblicher Form formuliert wurde, damit man tatsächlich auf diese Ungleichbehandlung aufmerksam macht und Gesellschafterinnen, Mitgründerinnen, Geschäftsführerinnen mit diesem Gesetz auch sichtbarer macht, denn es gibt Frauen in der Wirtschaft. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Hafenecker: Sie diskriminieren 60 andere Geschlechter!
Ich möchte noch einen Punkt ansprechen, der jetzt von Abgeordnetem Harald Stefan angesprochen wurde: die weibliche Form. – Herr Abgeordneter, es geht dabei nicht um das Gendern, es geht darum, dass das Gesetz in rein weiblicher Form geschrieben wurde; es wurde bewusst eben nicht gegendert. (Abg. Hafenecker: Was machen Sie mit all den anderen Geschlechtern?) Ich erinnere nur daran, dass in dieser Legislaturperiode sehr wohl auch Gesetze beschlossen wurden, die in rein männlicher Form geschrieben wurden. Da hat es diese Aufregung nicht gegeben – die Aufregung gibt es, weil es in weiblicher Form geschrieben wurde. (Abg. Hafenecker: Sie diskriminieren 60 andere Geschlechter!) Und genau das soll es auch aufzeigen, diese Doppelmoral soll dadurch auch aufgezeigt werden. Daher halte ich es für wichtig, dass das Gesetz in weiblicher Form formuliert wurde, damit man tatsächlich auf diese Ungleichbehandlung aufmerksam macht und Gesellschafterinnen, Mitgründerinnen, Geschäftsführerinnen mit diesem Gesetz auch sichtbarer macht, denn es gibt Frauen in der Wirtschaft. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Ich möchte noch einen Punkt ansprechen, der jetzt von Abgeordnetem Harald Stefan angesprochen wurde: die weibliche Form. – Herr Abgeordneter, es geht dabei nicht um das Gendern, es geht darum, dass das Gesetz in rein weiblicher Form geschrieben wurde; es wurde bewusst eben nicht gegendert. (Abg. Hafenecker: Was machen Sie mit all den anderen Geschlechtern?) Ich erinnere nur daran, dass in dieser Legislaturperiode sehr wohl auch Gesetze beschlossen wurden, die in rein männlicher Form geschrieben wurden. Da hat es diese Aufregung nicht gegeben – die Aufregung gibt es, weil es in weiblicher Form geschrieben wurde. (Abg. Hafenecker: Sie diskriminieren 60 andere Geschlechter!) Und genau das soll es auch aufzeigen, diese Doppelmoral soll dadurch auch aufgezeigt werden. Daher halte ich es für wichtig, dass das Gesetz in weiblicher Form formuliert wurde, damit man tatsächlich auf diese Ungleichbehandlung aufmerksam macht und Gesellschafterinnen, Mitgründerinnen, Geschäftsführerinnen mit diesem Gesetz auch sichtbarer macht, denn es gibt Frauen in der Wirtschaft. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.
Ich hoffe daher sehr, dass dieser Gesetzesvorschlag auf breite Zustimmung stoßen wird. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.)
Abg. Michael Hammer: Ihr müsst euch entscheiden, was ihr wollt!
Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete Brandstötter, ich habe die Frau Bundesministerin darauf aufmerksam gemacht, dass wir gestern eine Geschäftsordnungsdebatte darüber hatten, dass es während der Plenardebatte bei den Abgeordneten auf keine guten Rückmeldungen stößt, wenn sich die Ministerin ganz zum Schluss zu Wort meldet. Sie hat das eigentlich vorgehabt; die Redner, die jetzt noch kommen, haben sich nachträglich gemeldet. (Abg. Michael Hammer: Ihr müsst euch entscheiden, was ihr wollt!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hafenecker.
Wenn Sie das als Kritik formulieren wollen, dann muss ich Ihnen sagen, dass ich die Frau Ministerin darauf hingewiesen habe: Wenn sie das Fraktionsrad nimmt, dann ist sie letzte Rednerin, und gestern hatten wir eine Geschäftsordnungsdebatte, in der es darum ging, dass das von den Abgeordneten nicht gerne gesehen wird, wenn sich Minister als Letzte melden. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hafenecker.) Es kam erst danach zu den Nachmeldungen, die Intention der Ministerin war an sich etwas, was auch Ihrer Intention entspricht. (Abg. Hafenecker: Heute führen Sie wieder einen guten Vorsitz!)
Abg. Hafenecker: Heute führen Sie wieder einen guten Vorsitz!
Wenn Sie das als Kritik formulieren wollen, dann muss ich Ihnen sagen, dass ich die Frau Ministerin darauf hingewiesen habe: Wenn sie das Fraktionsrad nimmt, dann ist sie letzte Rednerin, und gestern hatten wir eine Geschäftsordnungsdebatte, in der es darum ging, dass das von den Abgeordneten nicht gerne gesehen wird, wenn sich Minister als Letzte melden. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Hafenecker.) Es kam erst danach zu den Nachmeldungen, die Intention der Ministerin war an sich etwas, was auch Ihrer Intention entspricht. (Abg. Hafenecker: Heute führen Sie wieder einen guten Vorsitz!)
Beifall bei den NEOS.
Die Start-up-Szene in Österreich hat es nicht leicht, und die Politik weiß auch seit Jahren ganz genau, welche Reformen eigentlich notwendig wären: mehr Möglichkeiten beispielsweise, rein digital zu gründen, ohne unnötige Notariatspflichten zu gründen, auf Englisch zu gründen; Mitarbeiterbeteiligungen nach internationalem Vorbild und keine Minimalkompromisse, wie sie jetzt vorliegen – wir stehen in einem Wettbewerb um Mitarbeiter:innen –; die Rahmenbedingungen für das Risikokapital deutlich zu verbessern und nicht eine Lösung für Banken zu machen; die Rot-Weiß-Rot-Karte so weit zu reformieren, dass sie innerhalb einer Woche ausgestellt werden kann. – Das wären echte Reformen gewesen, das wäre wirklich wichtig gewesen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was wir jetzt am Tisch haben, ist kein Geschenk, obwohl es die Bundesregierung voller Stolz als Geschenk verkauft. Das Traurige an dieser Geschichte ist, dass die Modernisierung von Rahmenbedingungen ja gar kein Geschenk sein sollte. Es ist die Aufgabe unserer Bundesregierung, die besten Rahmenbedingungen für einen attraktiven Wirtschaftsstandort zu schaffen. Das ist leider mit diesem Paket nicht gelungen, und deshalb werden wir auch nicht zustimmen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Was aber den Inhalt anbelangt, ist es so, dass mit dieser neuen Gesellschaft, die jetzt möglich wird, das Gesellschaftsrecht auf eine moderne Ebene gehoben wird. Es wird den Wünschen der Start-up-Szene Rechnung getragen. Letztlich geht es auch um die Kombination dieser neuen Gesellschaftsform mit der steuerlichen Begünstigung von Unternehmenswertanteilen, nämlich der Mitarbeiterbeteiligung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend sage ich: Auch die Herabsetzung des Stammkapitals der GmbH auf 10 000 Euro halte ich für eine richtige Entscheidung, weil es letztlich darum geht, den Wirtschaftsstandort zu stärken, Unternehmungsgründungen zu erleichtern. Neugründungen sind für die Zukunft der Wirtschaft und damit für den Wohlstand in diesem Land nicht nur notwendig, sondern werden von uns ausdrücklich begrüßt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch wichtiger ist aber, dass diese neue Gesellschaftsform etwas vermissen lässt, nämlich das Wichtigste, was eine Firma des 21. Jahrhunderts auszeichnen sollte: die Transparenz. Wenig darüber zu wissen, was wer wo macht, und gleichzeitig einen de facto nicht vorhandenen Haftungsstock zu haben, das ist eine aus unserer Sicht sehr brisante Mischung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese neue Gesellschaftsform leistet in der vorgesehenen Form nichts für den Wirtschaftsstandort Österreich. Der Beschluss kommt noch dazu zu einem völligen Unzeitpunkt, denn während hier im Hohen Haus wenig über die Turbulenzen der österreichischen Signa Holding gesprochen wird, sieht das im Rest Europas ganz anders aus: Da wird viel über Signa, die österreichischen Banken und mögliche Folgen in dieser Sache für unseren Finanzmarkt gesprochen. Diese Gesetzesvorlage ist das falsche Signal zur falschen Zeit und bekommt daher nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend möchte ich im Namen meiner Kollegen Kollross und Lercher noch die Mitarbeiter und Funktionäre der Wohnbaugenossenschaft Gebös sehr herzlich auf der Galerie begrüßen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer:innen Steinacker und Gahr werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer:innen Steinacker und Gahr werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.)
Abweichend von der Bekanntgabe des Stimmverhaltens durch Präsidentin Bures lautet das tatsächliche Abstimmungsergebnis wie folgt: abgegebene Stimmen: 148; davon „Ja“-Stimmen: 83, „Nein“-Stimmen: 65.
(Abweichend von der Bekanntgabe des Stimmverhaltens durch Präsidentin Bures lautet das tatsächliche Abstimmungsergebnis wie folgt: abgegebene Stimmen: 148; davon „Ja“-Stimmen: 83, „Nein“-Stimmen: 65.)
Siehe Korrektur durch Präsidentin Bures S. 165.
(Siehe Korrektur durch Präsidentin Bures S. 165.)
Beifall bei der SPÖ
Man muss diese heikle Frage, vor allem was den Datenschutz betrifft, konkret diskutieren (Beifall bei der SPÖ), daher fordert die SPÖ ganz einfach:
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich daran denke, was alles vertagt wird – der Mietenstopp und viele andere Gesetze – und sehe, dass hier etwas völlig Unreifes in den Nationalrat kommt, sage ich: Bitte nicht so viel vertagen und nicht völlig unausgereifte Gesetzesideen vorlegen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Bogner-Strauß.
So ein Tag wie heute zeigt mir, dass sich das auszahlt. Wir haben heute das Verbotsgesetz geändert, und jetzt schaffen wir einen ganz wichtigen Schritt, um allen Kindern, die in einer Ehe oder einer Partnerschaft geboren werden, von Geburt an zwei Elternteile zu geben – vollkommen unabhängig davon, welches Geschlecht die Eltern haben, und vollkommen unabhängig davon, auf welche Art und Weise diese Kinder gezeugt wurden. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Bogner-Strauß.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Bogner-Strauß.
Das ist ein Gesetz, bei dem man sich fragt, ob wir es wirklich brauchen. Die traurige Antwort ist: Ja, wir brauchen es wirklich! Bisher war es nicht so, dass es, damit Kinder als eheliche Kinder gelten, vollkommen egal war, ob die Ehe, in die sie hineingeboren werden, zwischen einem Mann und einer Frau oder zwischen zwei Frauen besteht. Ich finde, das sollte in Zeiten wie diesen eigentlich selbstverständlich sein. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Bogner-Strauß.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Steinacker.
wir jetzt gesetzlich so festgehalten. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Steinacker.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich weiß, und ich kann das ja auch bestätigen, dass es in vielen Dingen für uns beide nicht immer ganz einfach war, zu schauen, dass wir auf einen guten Weg kommen, aber ich denke, wir haben da gemeinsam ein wirklich sehr gutes Gesetz geschaffen. – Vielen, vielen Dank dafür. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen
Es ändert nichts am Abstimmungsergebnis, der Gesetzesantrag ist angenommen (Beifall bei Abgeordneten der Grünen), ich möchte Ihnen aber noch einmal das
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei den Grünen: Da hat wieder die Excel-Tabelle der SPÖ zugeschlagen!
korrekte Ergebnis sagen: Abgegeben wurden 148 Stimmen, davon „Ja“-Stimmen: 83 – nicht 73, wie vorhin erwähnt – und „Nein“-Stimmen: 65 – nur um das für das Protokoll korrekt festzuhalten. (siehe auch S. 157) (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei den Grünen: Da hat wieder die Excel-Tabelle der SPÖ zugeschlagen!)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Präsidentin Doris Bures: Ich erteile als nächstem Redner Herrn Abgeordneten Harald Stefan das Wort und übergebe den Vorsitz. – Bitte. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. El-Nagashi: Es geht um die Gleichbehandlung!
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Sie haben von den Vorrednern schon gehört, worum es geht. Ich versuche, das jetzt klarzumachen – ich versuche es –: Es geht um die gesetzliche Fiktion, dass der Samen, der zur Zeugung eines Kindes führt, bei gleichgeschlechtlichen weiblichen Partnern bei der nicht medizinischen Fortpflanzung von der Partnerin stammt (Abg. El-Nagashi: Es geht um die Gleichbehandlung!) und sie daher der andere Elternteil ist. Jetzt schauen alle ein bisschen verwundert, aber das ist laut Gesetzentwurf tatsächlich so.
Abg. El-Nagashi: Es geht um die Gleichbehandlung mit der medizinisch unterstützten Fortpflanzung!
Es ist schon gesagt worden, die Natur regelt nicht alles; ja, offenbar regelt die Natur da nicht alles. Da merkt man schon, dass man da - - (Abg. El-Nagashi: Es geht um die Gleichbehandlung mit der medizinisch unterstützten Fortpflanzung!) – Es geht um die nicht medizinische Fortpflanzung und es geht um die Gleichbehandlung. (Abg. Stögmüller: Ja, genau, Sie sind gegen Gleichbehandlung!) Jetzt reden wir über Gleichbehandlung (Abg. Prammer: Ja, genau, richtig!) von medizinisch induzierter Fortpflanzung und nicht medizinisch unterstützter Fortpflanzung.
Abg. Stögmüller: Ja, genau, Sie sind gegen Gleichbehandlung!
Es ist schon gesagt worden, die Natur regelt nicht alles; ja, offenbar regelt die Natur da nicht alles. Da merkt man schon, dass man da - - (Abg. El-Nagashi: Es geht um die Gleichbehandlung mit der medizinisch unterstützten Fortpflanzung!) – Es geht um die nicht medizinische Fortpflanzung und es geht um die Gleichbehandlung. (Abg. Stögmüller: Ja, genau, Sie sind gegen Gleichbehandlung!) Jetzt reden wir über Gleichbehandlung (Abg. Prammer: Ja, genau, richtig!) von medizinisch induzierter Fortpflanzung und nicht medizinisch unterstützter Fortpflanzung.
Abg. Prammer: Ja, genau, richtig!
Es ist schon gesagt worden, die Natur regelt nicht alles; ja, offenbar regelt die Natur da nicht alles. Da merkt man schon, dass man da - - (Abg. El-Nagashi: Es geht um die Gleichbehandlung mit der medizinisch unterstützten Fortpflanzung!) – Es geht um die nicht medizinische Fortpflanzung und es geht um die Gleichbehandlung. (Abg. Stögmüller: Ja, genau, Sie sind gegen Gleichbehandlung!) Jetzt reden wir über Gleichbehandlung (Abg. Prammer: Ja, genau, richtig!) von medizinisch induzierter Fortpflanzung und nicht medizinisch unterstützter Fortpflanzung.
Abg. El-Nagashi: Nein, der Notariatsakt besteht zwischen den Paaren, es gibt keinen Notariatsakt mit dem Spender!
Das will ich Ihnen ganz kurz erklären, weil ich glaube, dass da tatsächlich ein Fehler passiert ist – obendrein, abgesehen von der gesellschaftspolitischen Problematik –: Wenn man bei einer – unter Anführungszeichen – „künstlichen Befruchtung“, also einer medizinisch unterstützten Fortpflanzung – das heißt, ein Paar, entweder gleichgeschlechtlich oder verschiedengeschlechtlich, kann auf natürlichem Weg aus irgendeinem Grund kein Kind bekommen, und dann gibt es die Möglichkeit, dass man sich medizinische Unterstützung holt –, einen fremden Samen verwendet – bei weiblichen gleichgeschlechtlichen Paaren muss das natürlich so sein, bei verschiedengeschlechtlichen könnte es ja auch anders sein –, dann braucht man derzeit für die Zustimmung einen Notariatsakt, weil es eine gewisse Warnfunktion gibt, damit der Zustimmende darauf hingewiesen wird, welche Konsequenz das hat – nämlich dass er jetzt der Vater oder der andere Elternteil wird. (Abg. El-Nagashi: Nein, der Notariatsakt besteht zwischen den Paaren, es gibt keinen Notariatsakt mit dem Spender!) – Doch, tut mir leid!
Beifall bei der FPÖ
Die Zustimmungserklärung muss also gegeben werden. Bei dieser Zustimmungserklärung – ich mache es oft genug, Sie brauchen es mir wirklich nicht zu erklären, danke (Beifall bei der FPÖ) – werden die Partner und vor allem derjenige, der die Zustimmung gibt, darauf hingewiesen, dass sie nachher alle Konsequenzen haben: unterhaltsrechtlich, namensrechtlich, erbrechtlich und so weiter. Es hat große Konsequenzen, Vater oder anderer Elternteil zu werden.
Abg. Wurm: Das kann ... erklären! – Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer
Bei der nicht medizinisch unterstützten Fortpflanzung – das heißt, wenn sich ein gleichgeschlechtliches weibliches Paar dazu entschließt, den Samen von jemandem anderen, aber nicht mit medizinischer Unterstützung, zu holen; ich weiß nicht genau, wie das funktioniert, aber das kann man sich ja in etwa vorstellen (Abg. Wurm: Das kann ... erklären! – Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer) – genügt die reine Zustimmung dazu, dafür braucht man keinen Notariatsakt. Das finde ich wirklich problematisch, weil die Konsequenz ja die gleiche ist. (Abg. Shetty: ... Notariatsakt machen!)
Abg. Shetty: ... Notariatsakt machen!
Bei der nicht medizinisch unterstützten Fortpflanzung – das heißt, wenn sich ein gleichgeschlechtliches weibliches Paar dazu entschließt, den Samen von jemandem anderen, aber nicht mit medizinischer Unterstützung, zu holen; ich weiß nicht genau, wie das funktioniert, aber das kann man sich ja in etwa vorstellen (Abg. Wurm: Das kann ... erklären! – Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer) – genügt die reine Zustimmung dazu, dafür braucht man keinen Notariatsakt. Das finde ich wirklich problematisch, weil die Konsequenz ja die gleiche ist. (Abg. Shetty: ... Notariatsakt machen!)
Abg. Prammer: Haben Sie einen Notariatsakt gemacht, bevor Sie Vater geworden sind?
du einverstanden oder nicht? – Das ist eine Ungleichbehandlung, die auch verfassungsrechtlich problematisch ist (Abg. Prammer: Haben Sie einen Notariatsakt gemacht, bevor Sie Vater geworden sind?), weil man dann ja nachher darüber streiten kann: Gab es jetzt diese Zustimmung oder nicht, wurde die Zustimmung widerrufen?, mit all diesen Konsequenzen.
Beifall bei der FPÖ.
Insgesamt sieht man aber, wo man sich hinbewegt hat: Man hat mit den gleichgeschlechtlichen eingetragenen Partnerschaften begonnen, dann kam die gleichgeschlechtliche Ehe, dann kamen Adoption, künstliche Befruchtung und so weiter. Man sieht halt, dass man sich in ein Feld hineinbegeben hat, das höchst kompliziert und aus unserer Sicht auch gesellschaftspolitisch höchst problematisch ist. Auch da ist die ÖVP wieder dabei und daher unglaubwürdig, wenn es darum geht, gesellschaftspolitisch konservative Positionen zu vertreten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir sind uns auch dessen bewusst – deswegen haben wir diese Gesetzesnovelle mit Achtsamkeit vorgelegt –, dass es im Sinne des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes eine Umsetzungsnotwendigkeit gegeben hat. Glauben Sie uns, wir haben viel diskutiert, wir haben es uns nicht leicht gemacht. Ich hoffe, dass es im Sinne der Notwendigkeit, dass wir in Österreich keinen ungeregelten Zustand betreffend Abstammung haben, heute auch eine breite Zustimmung dazu gibt. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Bogner-Strauß.
Es wurde schon viel darüber berichtet, wie die vorgeschlagene Regelung aussieht. Ich halte es für in der heutigen Zeit sehr wichtig und essenziell, dass wir es geschafft haben, dass gleichgeschlechtliche Ehen und verschiedengeschlechtliche Ehen im Abstammungsrecht nun endlich gleichgestellt sind. Es wird automatisch jene Person anderer Elternteil, die zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit der Mutter in Ehe oder eingetragener Partnerschaft lebt. Elternteil ist außerdem jene Person, die das Kind anerkannt hat, und zwar jeweils völlig unabhängig vom Geschlecht und unabhängig davon, wie das Kind gezeugt wurde, das heißt, egal ob das Kind durch eine medizinisch unterstützte oder nicht durch eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung gezeugt wurde. Gleichgeschlechtliche Paare können Kinder nun also unter denselben Bedingungen anerkennen, wie es heterosexuelle Paare schon bisher konnten. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Bogner-Strauß.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hörl: Spärlicher Applaus!
All diese Punkte zeigen, dass wir mit der Reform für stabile Abstammungsverhältnisse sorgen und so die Rechtssicherheit, die soziale Familie und das Kindeswohl stärken. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hörl: Spärlicher Applaus!)
Abg. Shetty: Also Sie haben sicher nicht mitbeschlossen, Frau Kollegin! – Abg. Troch hält ein Schriftstück in die Höhe.
meinen Vorrednern: Herr Kollege Troch, heute geht es nicht um die medizinisch unterstützte Fortpflanzung – das haben wir hier im Hohen Haus im Jahre 2015 diskutiert und beschlossen –, sondern um die nicht medizinisch unterstützte Fortpflanzung. (Abg. Shetty: Also Sie haben sicher nicht mitbeschlossen, Frau Kollegin! – Abg. Troch hält ein Schriftstück in die Höhe.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter – Abg. Shetty: ... dafür, den Biologieunterricht zu ersetzen! ... wohl etwas anderes!
Das war die Haltung der Bundesregierung. Dieser ist der VfGH aber nicht gefolgt. Das war für manche schwer zu verstehen, nämlich insbesondere für die, die im Biologieunterricht ganz genau aufgepasst haben (Zwischenruf des Abg. Matznetter – Abg. Shetty: ... dafür, den Biologieunterricht zu ersetzen! ... wohl etwas anderes!), denn bei zwei Frauen gibt es in der Fortpflanzung immer einen Dritten: Es gibt einen Dritten, einen Samenspender (Zwischenruf des Abg. Matznetter), einen biologischen Vater, ob man möchte oder nicht. Und: Ein Kind hat das Recht auf Kenntnis seiner Herkunft, ob man möchte oder nicht. Das sind Menschenrechte.
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Das war die Haltung der Bundesregierung. Dieser ist der VfGH aber nicht gefolgt. Das war für manche schwer zu verstehen, nämlich insbesondere für die, die im Biologieunterricht ganz genau aufgepasst haben (Zwischenruf des Abg. Matznetter – Abg. Shetty: ... dafür, den Biologieunterricht zu ersetzen! ... wohl etwas anderes!), denn bei zwei Frauen gibt es in der Fortpflanzung immer einen Dritten: Es gibt einen Dritten, einen Samenspender (Zwischenruf des Abg. Matznetter), einen biologischen Vater, ob man möchte oder nicht. Und: Ein Kind hat das Recht auf Kenntnis seiner Herkunft, ob man möchte oder nicht. Das sind Menschenrechte.
Abg. Schallmeiner: Ja, viele Monate!
Der Gesetzentwurf, der uns vorliegt, ist ein Verhandlungskompromiss. Die Notariatserklärung wurde mehrfach angesprochen: Wir hätten das gerne gemacht, denn ohne den Notariatsakt bleibt unser Gesetz hinter der Schutzintention des Fortpflanzungsmedizingesetzes, das im Jahr 2015 – nach vielen Monaten (Abg. Schallmeiner: Ja, viele Monate!), auch unter Einbeziehung der Öffentlichkeit – hier beschlossen wurde.
Abg. Yildirim: Ob das seriös ist, ist eine andere Frage!
Ich halte das für problematisch, weil wir wissen, wie wichtig es für den Menschen ist, seine Abstammung zu kennen. Nicht von ungefähr ist es so, dass die DNA-Tests im angelsächsischen Raum boomen. Die Leute bestellen diese im Internet (Abg. Yildirim: Ob das seriös ist, ist eine andere Frage!), sie wollen wissen: Woher komme ich?
Abg. Belakowitsch: Das ist selbstverständlich, nicht positiv!
Positiv ist, dass wir in unserem Gesetz am Begriff Vater festhalten; das machen nicht alle Länder. (Abg. Belakowitsch: Das ist selbstverständlich, nicht positiv!) Positiv ist, dass wir einen Allparteienkonsens haben, am Verbot der Leihmutterschaft festzuhalten; auch das gehört in diesen Themenkomplex hinein. (Abg.
Abg. Disoski: Das stimmt nicht, Gudrun!
Positiv ist außerdem – wie meine Kollegin Steinacker schon ausgeführt hat –, dass wir ein Samen- und Eizellspenderegister (Abg. Disoski: Das stimmt nicht, Gudrun!) beim Gesundheitsminister beauftragt haben (Abg. Disoski: Das stimmt nicht!) und im Frühjahr hoffentlich ein Ergebnis dazu bekommen. Die betroffenen Kinder können dann ab 14 in Erfahrung bringen, wer die leiblichen Eltern sind – das ist ein Menschenrecht, wie schon gesagt (Abg. Disoski: Stimmt nicht!) –, und ich hoffe, dass es selbstverständlich ist, dass jene Samenspenden, die wir heute regulieren, dann auch in diesem Register eingetragen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Der Applaus ist ein bisschen verkrampft!)
Abg. Disoski: Das stimmt nicht!
Positiv ist außerdem – wie meine Kollegin Steinacker schon ausgeführt hat –, dass wir ein Samen- und Eizellspenderegister (Abg. Disoski: Das stimmt nicht, Gudrun!) beim Gesundheitsminister beauftragt haben (Abg. Disoski: Das stimmt nicht!) und im Frühjahr hoffentlich ein Ergebnis dazu bekommen. Die betroffenen Kinder können dann ab 14 in Erfahrung bringen, wer die leiblichen Eltern sind – das ist ein Menschenrecht, wie schon gesagt (Abg. Disoski: Stimmt nicht!) –, und ich hoffe, dass es selbstverständlich ist, dass jene Samenspenden, die wir heute regulieren, dann auch in diesem Register eingetragen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Der Applaus ist ein bisschen verkrampft!)
Abg. Disoski: Stimmt nicht!
Positiv ist außerdem – wie meine Kollegin Steinacker schon ausgeführt hat –, dass wir ein Samen- und Eizellspenderegister (Abg. Disoski: Das stimmt nicht, Gudrun!) beim Gesundheitsminister beauftragt haben (Abg. Disoski: Das stimmt nicht!) und im Frühjahr hoffentlich ein Ergebnis dazu bekommen. Die betroffenen Kinder können dann ab 14 in Erfahrung bringen, wer die leiblichen Eltern sind – das ist ein Menschenrecht, wie schon gesagt (Abg. Disoski: Stimmt nicht!) –, und ich hoffe, dass es selbstverständlich ist, dass jene Samenspenden, die wir heute regulieren, dann auch in diesem Register eingetragen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Der Applaus ist ein bisschen verkrampft!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Der Applaus ist ein bisschen verkrampft!
Positiv ist außerdem – wie meine Kollegin Steinacker schon ausgeführt hat –, dass wir ein Samen- und Eizellspenderegister (Abg. Disoski: Das stimmt nicht, Gudrun!) beim Gesundheitsminister beauftragt haben (Abg. Disoski: Das stimmt nicht!) und im Frühjahr hoffentlich ein Ergebnis dazu bekommen. Die betroffenen Kinder können dann ab 14 in Erfahrung bringen, wer die leiblichen Eltern sind – das ist ein Menschenrecht, wie schon gesagt (Abg. Disoski: Stimmt nicht!) –, und ich hoffe, dass es selbstverständlich ist, dass jene Samenspenden, die wir heute regulieren, dann auch in diesem Register eingetragen werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Der Applaus ist ein bisschen verkrampft!)
Ruf bei der ÖVP: Na sicher! – Abg. Kugler: Ich persönlich?
Ganz kurz zu Ihnen, Frau Kollegin Kugler, weil Sie jetzt gesagt haben: Wir haben damals das Fortpflanzungsmedizinrechts-Änderungsgesetz beschlossen. – Nein, Sie waren da 2015 nicht dabei. (Ruf bei der ÖVP: Na sicher! – Abg. Kugler: Ich persönlich?) 2015 – darf ich Sie noch einmal erinnern, Frau Kollegin Kugler? – haben Sie – Zitat – gesagt, dass die Ehe für alle, die Öffnung der Ehe der erste Schritt in Richtung Polygamie und Geschwisterehe ist. – Das war damals Ihr Gedankengut. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Beifall bei NEOS und Grünen.
Ganz kurz zu Ihnen, Frau Kollegin Kugler, weil Sie jetzt gesagt haben: Wir haben damals das Fortpflanzungsmedizinrechts-Änderungsgesetz beschlossen. – Nein, Sie waren da 2015 nicht dabei. (Ruf bei der ÖVP: Na sicher! – Abg. Kugler: Ich persönlich?) 2015 – darf ich Sie noch einmal erinnern, Frau Kollegin Kugler? – haben Sie – Zitat – gesagt, dass die Ehe für alle, die Öffnung der Ehe der erste Schritt in Richtung Polygamie und Geschwisterehe ist. – Das war damals Ihr Gedankengut. (Beifall bei NEOS und Grünen.)
Abg. Stögmüller – in Richtung Abg. Kugler –: Das ist eh noch immer Ihre Meinung!
Das war damals Ihr Gedankengut, daran würde ich Sie schon gerne noch einmal erinnern. Na ja, im Jahr 2023 ist es nicht mehr so sexy, solche Sachen zu sagen, aber damals war das Ihre Meinung und diese haben Sie damals vertreten. (Abg. Stögmüller – in Richtung Abg. Kugler –: Das ist eh noch immer Ihre Meinung!)
Abg. Belakowitsch: Richtig!
Ein zweiter Kommentar noch zu Kollegen Stefan, der das jetzt für FPÖ-Verhältnisse mit feiner Klinge umschrieben hat, warum die FPÖ als einzige Partei nicht mitstimmt. Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, mitzustimmen, weil es darum geht, einen verfassungskonformen Zustand herzustellen. Herr Kollege Stefan hat sehr elegant umschrieben, worum es der FPÖ eigentlich geht, nämlich den Kulturkampf gegen alles, was nicht in Ihr Weltbild passt, zu verlängern; und Ihr Weltbild ist relativ eng, nämlich: Vater, Mutter, Kind (Abg. Belakowitsch: Richtig!), der Vater geht arbeiten (Zwischenruf des Abg. Amesbauer), die Mutter bleibt am Herd, und alles, was da nicht reinpasst, ist schlecht. – Darum geht es Ihnen eigentlich. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Kucher.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer
Ein zweiter Kommentar noch zu Kollegen Stefan, der das jetzt für FPÖ-Verhältnisse mit feiner Klinge umschrieben hat, warum die FPÖ als einzige Partei nicht mitstimmt. Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, mitzustimmen, weil es darum geht, einen verfassungskonformen Zustand herzustellen. Herr Kollege Stefan hat sehr elegant umschrieben, worum es der FPÖ eigentlich geht, nämlich den Kulturkampf gegen alles, was nicht in Ihr Weltbild passt, zu verlängern; und Ihr Weltbild ist relativ eng, nämlich: Vater, Mutter, Kind (Abg. Belakowitsch: Richtig!), der Vater geht arbeiten (Zwischenruf des Abg. Amesbauer), die Mutter bleibt am Herd, und alles, was da nicht reinpasst, ist schlecht. – Darum geht es Ihnen eigentlich. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Kucher.)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Kucher.
Ein zweiter Kommentar noch zu Kollegen Stefan, der das jetzt für FPÖ-Verhältnisse mit feiner Klinge umschrieben hat, warum die FPÖ als einzige Partei nicht mitstimmt. Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, mitzustimmen, weil es darum geht, einen verfassungskonformen Zustand herzustellen. Herr Kollege Stefan hat sehr elegant umschrieben, worum es der FPÖ eigentlich geht, nämlich den Kulturkampf gegen alles, was nicht in Ihr Weltbild passt, zu verlängern; und Ihr Weltbild ist relativ eng, nämlich: Vater, Mutter, Kind (Abg. Belakowitsch: Richtig!), der Vater geht arbeiten (Zwischenruf des Abg. Amesbauer), die Mutter bleibt am Herd, und alles, was da nicht reinpasst, ist schlecht. – Darum geht es Ihnen eigentlich. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Kucher.)
Abg. Amesbauer: Ja! – Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.
Die FPÖ ist aber nicht irgendeine Protestpartei, bei der man einfach einmal einen Protest deponiert, sondern das ist eine Partei, die Österreich grundlegend ändern will. (Abg. Amesbauer: Ja! – Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.) Dazu gehört beispielsweise, die Ehe für alle rückgängig zu machen, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare abzuschaffen – ich verstehe nicht, warum Sie da klatschen (Abg. Amesbauer: Sicher wollen wir Österreich grundlegend ändern! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) –, die Frauen mit einer Herdpflicht, wie Sie sie in Salzburg eingeführt haben, zurück an den Herd zu verbannen. Das wollen Sie.
Abg. Amesbauer: Sicher wollen wir Österreich grundlegend ändern! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Die FPÖ ist aber nicht irgendeine Protestpartei, bei der man einfach einmal einen Protest deponiert, sondern das ist eine Partei, die Österreich grundlegend ändern will. (Abg. Amesbauer: Ja! – Beifall und Bravorufe bei der FPÖ.) Dazu gehört beispielsweise, die Ehe für alle rückgängig zu machen, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare abzuschaffen – ich verstehe nicht, warum Sie da klatschen (Abg. Amesbauer: Sicher wollen wir Österreich grundlegend ändern! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) –, die Frauen mit einer Herdpflicht, wie Sie sie in Salzburg eingeführt haben, zurück an den Herd zu verbannen. Das wollen Sie.
Abg. Kassegger: Jetzt geht aber die Fantasie mit Ihnen durch, Herr Kollege! Sie haben eine blühende Fantasie! – Beifall bei NEOS und Grünen. – Ruf bei der ÖVP – in Richtung FPÖ –: Das war euer bester Redner!
Sie wollen Österreich auf den Kopf stellen, es dann vielleicht noch aus der Europäischen Union führen, darum geht es Ihnen. Sie wollen ein ganz anderes Österreich, und das sollten die Menschen, die Sie wählen, auch wissen. (Abg. Kassegger: Jetzt geht aber die Fantasie mit Ihnen durch, Herr Kollege! Sie haben eine blühende Fantasie! – Beifall bei NEOS und Grünen. – Ruf bei der ÖVP – in Richtung FPÖ –: Das war euer bester Redner!)
Ruf bei den Grünen: ... aus der Steinzeit! – Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Ja, Herr Kollege Shetty, Sie haben vollkommen recht: Vater, Mutter, Kind entspricht unserem Weltbild. (Ruf bei den Grünen: ... aus der Steinzeit! – Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Nein, das tun Sie nicht! – Abg. Shetty: Sie repräsentieren damit nicht einmal Ihren Parlamentsklub! – Rufe bei SPÖ und Grünen: Paralleluniversum! Was für eine Träumerei!
Ich sage Ihnen noch etwas: Wir sind damit nicht allein. Wir repräsentieren damit 90 Prozent oder mehr als 90 Prozent der Bürger in diesem Land. (Ruf bei der SPÖ: Nein, das tun Sie nicht! – Abg. Shetty: Sie repräsentieren damit nicht einmal Ihren Parlamentsklub! – Rufe bei SPÖ und Grünen: Paralleluniversum! Was für eine Träumerei!) Diese leben nämlich genau in einem solchen System. Mütter, Väter, Kinder: Das sind Familien. (Abg. Stögmüller: Schau einmal in deinem Klub nach, ob
Beifall bei der FPÖ.
da alle ...!) Das sind auch diejenigen, die dieses Land, die diesen Staat weiterbringen, das ist eine ganz normale Sache. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Shetty: Das ist keine Herdprämie, es ist eine Herdpflicht, was Sie in Salzburg verändert haben!
Wenn Sie von Herdprämie sprechen, weil Mütter sich entscheiden (Abg. Shetty: Das ist keine Herdprämie, es ist eine Herdpflicht, was Sie in Salzburg verändert haben!), länger bei ihren Kleinstkindern zu bleiben, dann zeigt das ja nur, dass Sie überhaupt keine Ahnung von den Lebensrealitäten der Familien haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie von Herdprämie sprechen, weil Mütter sich entscheiden (Abg. Shetty: Das ist keine Herdprämie, es ist eine Herdpflicht, was Sie in Salzburg verändert haben!), länger bei ihren Kleinstkindern zu bleiben, dann zeigt das ja nur, dass Sie überhaupt keine Ahnung von den Lebensrealitäten der Familien haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Prammer: Ich liebe Leute, die mir sagen, was ich will!
Wissen Sie, Mütter wollen bei ihren Kindern bleiben. Mütter sind nämlich keine Gebärmaschinen und Kinder sind keine Gegenstände, die man hin- und herschiebt, je nachdem, wie es einem passt. (Abg. Prammer: Ich liebe Leute, die mir sagen, was ich will!) Es hat schon alles seine Berechtigung. Es gibt eine Evolution, es gibt eine Biologie und die werden Sie mit Ihrer linken Gesellschaftsideologie auch nicht aushebeln. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Bitte! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Bitte! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.
Wissen Sie, Mütter wollen bei ihren Kindern bleiben. Mütter sind nämlich keine Gebärmaschinen und Kinder sind keine Gegenstände, die man hin- und herschiebt, je nachdem, wie es einem passt. (Abg. Prammer: Ich liebe Leute, die mir sagen, was ich will!) Es hat schon alles seine Berechtigung. Es gibt eine Evolution, es gibt eine Biologie und die werden Sie mit Ihrer linken Gesellschaftsideologie auch nicht aushebeln. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei den Grünen: Bitte! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Shetty: Es geht um ein Gerichtsurteil vom Verfassungsgerichtshof! Darum geht es Ihnen eigentlich! Den würden Sie am liebsten auch aushebeln, den Verfassungsgerichtshof!
Man muss nicht alles, was sich bewährt hat und was das Natürlichste auf der Welt ist, ändern. Nur weil es irgendwelche Gerichtsurteile gibt (Abg. Shetty: Es geht um ein Gerichtsurteil vom Verfassungsgerichtshof! Darum geht es Ihnen eigentlich! Den würden Sie am liebsten auch aushebeln, den Verfassungsgerichtshof!) und weil man glaubt, man sei jetzt besonders modern, ändert sich die Gesellschaft nicht, deswegen ändert sich auch die Biologie nicht.
Oh-Rufe bei SPÖ und Grünen. – Abg. Prammer: Nimmt euch eh keiner! – Abg. Scherak: Was sagt denn die Frau Weidel dazu eigentlich?
Ich wiederhole es noch einmal: Wir stehen zu Vater, Mutter, Kind. (Oh-Rufe bei SPÖ und Grünen. – Abg. Prammer: Nimmt euch eh keiner! – Abg. Scherak: Was sagt denn die Frau Weidel dazu eigentlich?) Wir sind davon nicht nur überzeugt, sondern es ist auch einfach eine biologische Tatsache, dass es ein Männchen und ein Weibchen braucht, um ein Kind zu zeugen, das wissen wir alle. Genau in diesem System leben wir und in diesem System leben die Österreicher, und das ist gut so. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich wiederhole es noch einmal: Wir stehen zu Vater, Mutter, Kind. (Oh-Rufe bei SPÖ und Grünen. – Abg. Prammer: Nimmt euch eh keiner! – Abg. Scherak: Was sagt denn die Frau Weidel dazu eigentlich?) Wir sind davon nicht nur überzeugt, sondern es ist auch einfach eine biologische Tatsache, dass es ein Männchen und ein Weibchen braucht, um ein Kind zu zeugen, das wissen wir alle. Genau in diesem System leben wir und in diesem System leben die Österreicher, und das ist gut so. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie der Abg. Bogner-Strauß.
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Dieses Menschen-gegeneinander-Ausspielen – ich sage es jetzt genau so, auch wenn ich einen Ordnungsruf bekomme –: Es kotzt mich an! (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie der Abg. Bogner-Strauß.) Es ist nur schäbig, es ist nur widerlich und es ist einer Partei im österreichischen Parlament nicht würdig.
Heiterkeit bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.
Abgeordneter Mario Lindner (fortsetzend): Den nehme ich wirklich gerne, Herr Präsident. (Heiterkeit bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS. – Rufe bei der SPÖ: Juhu!
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, ich habe es hier herinnen schon einmal gesagt: Die LGBTIQ-Community in Österreich besteht aus mehr als 900 000 Menschen – das ist mehr als Vorarlberg Einwohner:innen hat, auch mehr als Tirol, Salzburg, Kärnten oder das Burgenland – und diese 900 000 Menschen, die sind Familie. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS. – Rufe bei der SPÖ: Juhu!)
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit der ÖVP?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort ist dazu nun niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit der ÖVP?)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer:innen Schallmeiner und Kucharowits werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer:innen Schallmeiner und Kucharowits werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.)
Beifall bei der FPÖ.
die in Wahrheit in erster Linie dazu dienen, die Meinungsfreiheit einzuschränken. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rössler: Das ist ein bissl ein Unterschied, glaube ich!
Ähnlich hat man das auch mit Galileo Galilei gemacht. Damals wurde auch mit den vorhandenen Fakten geprüft, was er gesagt hat, und das hat nicht gepasst. (Abg. Rössler: Das ist ein bissl ein Unterschied, glaube ich!) Ihm ist also das passiert, was eben Leuten passiert, die angebliche Fakenews verbreiten; genauso ist es heute. – Das ist das Thema Fakenews.
Beifall bei der FPÖ.
Die Europäische Union ist insgesamt, auch was die ganze Überwachung und so weiter betrifft, auf einem ganz schlechten Trip. Das gehört massiv geändert. Vielleicht schaffen wir das, indem wir bei den nächsten Europawahlen echt ein Zeichen setzen, nicht nur in Österreich, sondern europaweit, damit wir diese Tendenz brechen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Illegale und schädliche Aktivitäten im Internet, geschätzte Kollegen und Kolleginnen, und vor allem die Verbreitung von Desinformation müssen dringend verhindert werden, das geht gar nicht anders. Für uns als Nutzerinnen oder Nutzer muss auch gewährleistet sein, dass es eben nicht wurscht ist, was im Internet passiert, weil das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Da braucht es ganz klare Schranken und Regulierungen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir bitten um breite Zustimmung, damit das Internet ein lebenswerter Raum wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Kucharowits.
Da muss man sich einmal die Frage stellen, wie viele Ressourcen in ein Gesetz eingeflossen sind, das es nie hätte geben müssen, das es nie hätte geben dürfen, und was für ein Schaden dann am Schluss in Wirklichkeit auch den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern entstanden ist, weil Sie einfach Ressourcen eingesetzt haben, im Wissen, dass es das Gesetz nicht braucht, weil es ein europäisches geben wird, und im Wissen, dass es in der Regel höchstwahrscheinlich europarechtswidrig sein wird. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Kucharowits.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
vollkommen powidl. Es war ihnen während Corona powidl und es ist ihnen immer noch vollkommen egal, was die grundsätzlichen Usancen und Regeln im Parlamentarismus und in der Demokratie sind. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie können dieses Parlament doch nicht für dumm verkaufen! Sie wollen jetzt drei Redner nach mir über einen Gesetzentwurf abstimmen, bei dem wir jetzt noch nicht einmal wissen, was für ein Abänderungsantrag eingebracht wird. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Loacker: Immer nur um die Schlagzeile in den Zeitungsberichten ...! – Abg. Martin Graf: Das ist, wenn man Hass in den Augen hat, da passiert einem so was!
Frau Bundesministerin, Sie tun mit Ihrem Aktionismus weder der Sache etwas Gutes, noch tun Sie dem Parlamentarismus etwas Gutes. Die Grünen, die früher einmal für lebendigen, selbstbewussten Parlamentarismus waren, schaufeln dem Parlament das Grab, wenn sie weiterhin so herumwurschteln. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Loacker: Immer nur um die Schlagzeile in den Zeitungsberichten ...! – Abg. Martin Graf: Das ist, wenn man Hass in den Augen hat, da passiert einem so was!)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Bundesregierung hat im Dezember 2020 ein Gesetz beschlossen, mit dem man sich zum Ziel gesetzt hat, Hass im Netz zu bekämpfen, um betroffenen Personen, um Nutzerinnen und Nutzern ein Rüstzeug in die Hand zu geben, damit sie sich wehren können, damit sie melden können, dass Inhalte, die rechtswidrig sind, die tatsächlich Straftatbestandteile betreffen, auch gelöscht werden. Das haben wir im Dezember 2020 umgesetzt und es ist mit Jänner 2021 in Kraft getreten. Wir haben somit auch einen Teil des Weges für den Digital Services Act bereitet, so wie wir ihn heute diskutieren und zu dem wir heute auch ein Begleitgesetz beschließen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt: Der DSA ist ein lang verhandeltes Werk, das man vielleicht da oder dort auch kritisieren kann, das aber in der heutigen Zeit mit den heutigen Herausforderungen – Desinformation, Destabilisierungstendenzen, Krieg, Terrorgefahr – eine notwendige Antwort ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit können Opfer von Hass im Netz auch außerhalb des Medienrechts von demjenigen, der das Hassposting ins Netz gestellt hat, Schadenersatz erlangen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist eine Lücke, die wir mit diesem Begleitgesetz auch schließen.
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Kucharowits und Yildirim.
Insofern – es ist der letzte Tagesordnungspunkt für mich für heute –: Ich wünsche Ihnen allen schöne Weihnachten, einen guten Rutsch, frohe Feiertage, und ich freue mich auf das nächste Jahr mit Ihnen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Kucharowits und Yildirim.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.
Der Inhalt des Kommunikationsplattformen-Gesetzes wurde mit dem Inhalt des Digital Services Acts, der in Planung war, abgestimmt, und die Europäische Kommission war davon informiert, dass wir das machen und dass wir damit vorangehen. Ich denke, das war eine richtige Lösung, denn wir wollten wie gesagt dieses Paket als Paketlösung beschließen, um gegen Hass im Netz gut vorgehen zu können. By the way: Hass ist niemals eine Meinung. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Steinacker.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Steinacker und Kucharowits.
Netz darf nicht durchgehen! (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Steinacker und Kucharowits.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete MMag. Michaela Schmidt (SPÖ): Sehr geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Bevor ich zum Inhalt des Gesetzentwurfes komme, muss ich auf die unerträgliche Art und Weise hinweisen, wie er zustande gekommen ist. Wir erinnern uns, am 24.11., in der letzten Plenarsitzung, wurde kurz vor Sitzungsende ein Initiativantrag mit 66 Seiten mit umfassenden Änderungen zum Emissionszertifikategesetz und zur Erlassung eines gänzlich neuen Grenzausgleichsregimes – ein hochkomplexes Thema – eingebracht. Zugewiesen wurde dieser Antrag übrigens dem Wirtschaftsausschuss, obwohl für diese Thematik eigentlich der Umweltausschuss zuständig ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Durch diese Vorgehensweise ist geradezu vorprogrammiert, dass es bei der Umsetzung wieder zu Problemen kommen wird – Chaos mit Ansage also, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.) Wir können und werden diesem Gesetzentwurf daher nicht zustimmen.
Abg. Kassegger: Genau, richtig!
Ich nutze aber trotzdem die Gelegenheit, um noch einmal darzulegen, warum wir als SPÖ grundsätzlich ein Problem damit haben, wenn Heizen und Tanken in den Emissionshandel aufgenommen werden: In diesen Bereichen werden die Händler die CO2-Kosten direkt an die Kunden weitergeben. (Abg. Kassegger: Genau, richtig!) Die gewünschte Lenkungswirkung, weg von der fossilen hin zur erneuerbaren Energie, kann aber in vielen Fällen einfach nicht funktionieren, nicht bei Pendlerinnen und Pendlern, die einfach keinen Zugang zum öffentlichen Verkehr haben, nicht bei Mieterinnen und Mietern, die über ihr Heizsystem nicht selbst entscheiden können, aber die erhöhten Kosten werden tragen müssen, und schon gar nicht bei Fernwärmekundinnen und ‑kunden, die auch nicht eigenständig darüber entscheiden können, wie hoch der Gasanteil ihres Energieversogers ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich nutze aber trotzdem die Gelegenheit, um noch einmal darzulegen, warum wir als SPÖ grundsätzlich ein Problem damit haben, wenn Heizen und Tanken in den Emissionshandel aufgenommen werden: In diesen Bereichen werden die Händler die CO2-Kosten direkt an die Kunden weitergeben. (Abg. Kassegger: Genau, richtig!) Die gewünschte Lenkungswirkung, weg von der fossilen hin zur erneuerbaren Energie, kann aber in vielen Fällen einfach nicht funktionieren, nicht bei Pendlerinnen und Pendlern, die einfach keinen Zugang zum öffentlichen Verkehr haben, nicht bei Mieterinnen und Mietern, die über ihr Heizsystem nicht selbst entscheiden können, aber die erhöhten Kosten werden tragen müssen, und schon gar nicht bei Fernwärmekundinnen und ‑kunden, die auch nicht eigenständig darüber entscheiden können, wie hoch der Gasanteil ihres Energieversogers ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Es wäre die Aufgabe der Bundesregierung, dafür zu sorgen, dass die Maßnahmen dort ansetzen, wo die Investitionsentscheidungen auch tatsächlich fallen, also nicht bei diesen Haushalten, sondern bei Energieunternehmern und den Vermieterinnen (Beifall bei der SPÖ), denn nur dann werden wir die ambitionierten CO2-Einsparungen, die wir als SPÖ ja natürlich genauso als notwendig erachten, auch realisieren können.
Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer
Im Übrigen: Wenn man will, dass die fossile Energieerzeugung deutlich teurer ist als die erneuerbare Energieerzeugung, dann müsste man sich als Regierung endlich darum kümmern, dass die erneuerbare Energie auch günstig bleibt und deren Preis nicht mit den fossilen Energiepreisen mit steigt (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer), sonst kann der Lenkungseffekt nämlich nicht einmal in der Theorie funktionieren. Auch da hat die Regierung aber in den letzten beiden Jahren leider keine wirklichen Schritte gesetzt (Abg. Lukas Hammer: Das ist aber ein schlechtes Briefing!), und wir haben ehrlicherweise auch
Abg. Lukas Hammer: Das ist aber ein schlechtes Briefing!
Im Übrigen: Wenn man will, dass die fossile Energieerzeugung deutlich teurer ist als die erneuerbare Energieerzeugung, dann müsste man sich als Regierung endlich darum kümmern, dass die erneuerbare Energie auch günstig bleibt und deren Preis nicht mit den fossilen Energiepreisen mit steigt (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer), sonst kann der Lenkungseffekt nämlich nicht einmal in der Theorie funktionieren. Auch da hat die Regierung aber in den letzten beiden Jahren leider keine wirklichen Schritte gesetzt (Abg. Lukas Hammer: Das ist aber ein schlechtes Briefing!), und wir haben ehrlicherweise auch
Beifall bei der SPÖ.
wenig Hoffnung, dass sich das in den nächsten neun Monaten noch ändern wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silvan: Es hat alles gestimmt!
Abgeordneter Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich werde gleich auf die Ausführungen der Vorrednerin replizieren (Abg. Silvan: Es hat alles gestimmt!), aber ich möchte davor nur sagen, dass der Hintergrund der CO2-Bepreisungen typischerweise ist, dass es sich einfach auszahlt, klimafreundliche Entscheidungen zu treffen.
Abg. Silvan: Mieterfeindliche Lösungen!
Viele davon können wir treffen. Ich denke da zum Beispiel an Entscheidungen im täglichen Leben: Muss man ein kaputtes Elektrogerät reparieren lassen oder kauft man ein neues? (Abg. Silvan: Mieterfeindliche Lösungen!) Das ist eine Frage, die den Klimaschutz betrifft. Es gibt Fragen, wie: Fahre ich mit dem Zug oder mit dem Auto auf Urlaub?, und viele andere, bei deren Beantwortung man sich momentan sehr stark zwischen dem Geldtaschl und dem Klimaschutz entscheiden muss. (Abg. Silvan: Kann man sich einen Urlaub leisten?!) Das soll so nicht sein; man soll nicht der Depp sein, wenn man sich für den Klimaschutz entscheidet und klimafreundliche Entscheidungen trifft. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Silvan: Kann man sich einen Urlaub leisten?!
Viele davon können wir treffen. Ich denke da zum Beispiel an Entscheidungen im täglichen Leben: Muss man ein kaputtes Elektrogerät reparieren lassen oder kauft man ein neues? (Abg. Silvan: Mieterfeindliche Lösungen!) Das ist eine Frage, die den Klimaschutz betrifft. Es gibt Fragen, wie: Fahre ich mit dem Zug oder mit dem Auto auf Urlaub?, und viele andere, bei deren Beantwortung man sich momentan sehr stark zwischen dem Geldtaschl und dem Klimaschutz entscheiden muss. (Abg. Silvan: Kann man sich einen Urlaub leisten?!) Das soll so nicht sein; man soll nicht der Depp sein, wenn man sich für den Klimaschutz entscheidet und klimafreundliche Entscheidungen trifft. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Viele davon können wir treffen. Ich denke da zum Beispiel an Entscheidungen im täglichen Leben: Muss man ein kaputtes Elektrogerät reparieren lassen oder kauft man ein neues? (Abg. Silvan: Mieterfeindliche Lösungen!) Das ist eine Frage, die den Klimaschutz betrifft. Es gibt Fragen, wie: Fahre ich mit dem Zug oder mit dem Auto auf Urlaub?, und viele andere, bei deren Beantwortung man sich momentan sehr stark zwischen dem Geldtaschl und dem Klimaschutz entscheiden muss. (Abg. Silvan: Kann man sich einen Urlaub leisten?!) Das soll so nicht sein; man soll nicht der Depp sein, wenn man sich für den Klimaschutz entscheidet und klimafreundliche Entscheidungen trifft. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Eine Umfrage, sozusagen die wichtigste Erhebung, die es in diesem Zusammenhang gibt, unter über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Klimaökonominnen und -ökonomen, hat gezeigt, dass 490 davon meinen, die CO2-Preise müssen steigen. Wenn Ihr Parteivorsitzender jetzt vorschlägt, dass man die CO2-Bepreisung aussetzen soll, dann widerspricht das erstens diesem wissenschaftlichen Konsens, zweitens Ihren Lippenbekenntnissen zum Klimaschutz. Da steckt meistens nicht viel dahinter, denn man findet immer irgendeinen Grund, warum genau die eine Klimaschutzmaßnahme dann doch lieber nicht sein soll. Drittens widerspricht es auch der Linie des deutschen Bundeskanzlers, eines Sozialdemokraten: Die deutsche Bundesregierung hebt die CO2-Bepreisung auf das österreichische Niveau an – und das ist gut so. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Das ist gut, weil es besser ist, es gibt eine europäische als nur eine rein österreichische Lösung, denn bei Letzterer gibt es oft ökonomisch sinnlose Ausgleichshandlungen wie beispielsweise Tanktourismus – und so etwas ist nicht mehr notwendig, wenn es eine europäische Lösung gibt. Die ist deshalb sehr zu begrüßen. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das Zweite, das wir in diesem Zusammenhang beschließen, ist eben dieser Carbon Border Adjustment Mechanism, bei dem es darum geht, dass man sozusagen Klimazölle auf Produkte aus dem Ausland, die nicht dem europäischen Emissionshandel unterliegen, einhebt, damit es ein Level-Playing-Field für die europäische Industrie, der wir viel abverlangen, die hohe CO2-Emmissionskosten hat – und das ist auch gut so, wir wollen ja die Klimaziele erreichen –, gibt. Die europäische Industrie schafft damit auch Standortvorteile für die Zukunft, aber man muss sie jetzt davor schützen, dass sie aus Ländern, in denen es diese Kriterien nicht gibt, unfaire Konkurrenz erhält. Dafür sorgen diese Klimazölle. Auch das ist gut und deshalb hoffe ich, dass beide Maßnahmen heute eine breite Zustimmung erfahren. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Weratschnig: Das war eine gute Rede!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Ich möchte gleich Kollegen Schwarz von den Grünen zitieren, der in seiner Einstiegsstellungnahme (Abg. Weratschnig: Das war eine gute Rede!) gesagt hat, die CO2-Preise müssen steigen. Jetzt kann ich die Klammer weglassen und es bleibt: Die Preise müssen steigen. – Die Preise werden steigen. Das ist offenbar Ihre Strategie: Die Preise müssen steigen. Die Leidtragenden sind die Menschen, ist die Bevölkerung, die sich dann genau mit diesen steigenden Preisen konkret auseinanderzusetzen hat. (Abg. Weratschnig: Die Menschen erwarten ein gutes Leben!)
Abg. Weratschnig: Die Menschen erwarten ein gutes Leben!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Ich möchte gleich Kollegen Schwarz von den Grünen zitieren, der in seiner Einstiegsstellungnahme (Abg. Weratschnig: Das war eine gute Rede!) gesagt hat, die CO2-Preise müssen steigen. Jetzt kann ich die Klammer weglassen und es bleibt: Die Preise müssen steigen. – Die Preise werden steigen. Das ist offenbar Ihre Strategie: Die Preise müssen steigen. Die Leidtragenden sind die Menschen, ist die Bevölkerung, die sich dann genau mit diesen steigenden Preisen konkret auseinanderzusetzen hat. (Abg. Weratschnig: Die Menschen erwarten ein gutes Leben!)
Beifall bei der FPÖ
Warum nicht? – Weil das auch Sie selbst bezahlen. Das bezahlt ja nicht Finanzminister Brunner und auch nicht Frau Ministerin Gewessler, sondern all diese Milliarden, die da ausgeschüttet werden, zahlen Sie selber. Das ist also ein großes Karussellspiel (Beifall bei der FPÖ), bei dem Geld in der Gegend, in einer Kreislaufwirtschaft – aber nicht, wie wir sie wollen – im Kreis geschickt wird. Am Ende zahlen die Unternehmen und die Haushalte das mit erheblichen Streuverlusten, weil das Ganze natürlich von einem vollkommen unproduktiven Bürokratiewahnsinn begleitet ist. Wir haben ja in Europa schon das massive Problem, dass die Produktivität unserer Industrie leidet, der – und jetzt zitiere ich wieder Kollegen Schwarz von den Grünen – wir viel abverlangen, und dass wir hohe Kosten tragen müssen.
Beifall bei der FPÖ.
Alles unterzuordnen ist dem Wohlergehen unserer Bevölkerung. Alles unterzuordnen ist dem Ziel, dass unsere Bevölkerung, unsere Leute Arbeitsplätze haben, an denen sie gut verdienen, bei denen ihnen mehr Netto vom Brutto übrig bleibt, mit denen sie in der Lage sind, ihr Leben selbst zu gestalten, mit denen sie in der Lage sind, ein kleines, bescheidenes, aber feines Vermögen aufzubauen. Dem ordnen wir alles unter. Das, was Sie machen, ist all diesen Zielen vollkommen abträglich. Insoweit lehnen wir diesen Antrag hier selbstverständlich ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Bei diesem Gesetz, bei diesen Gesetzen geht es vor allem um eines: Es geht vor allem darum, wie wir uns gemeinsam in ganz Europa auf den Weg machen, damit dieser Kontinent, dieser Lebensraum für viele Hunderte Millionen Menschen auch 2040, 2050 noch ein lebenswerter Raum ist. Den Klimaschutz brauchen wir nämlich genau dafür, auch wenn eine Fraktion in diesem Haus die Augen davor verschließen will. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Smolle und Wöginger.
vorgenommen haben, nämlich dass sich die Industrie kurz nach 2040 in ganz Europa der Klimaneutralität annähert. Das sind gute Neuigkeiten für den Standort, für die Industrie auf diesem Kontinent. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Smolle und Wöginger.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Singer und Wöginger.
Da geht es genau darum, dem Risiko der Verlagerung von CO2-Emissionen in Drittländer entgegenzuwirken. Das heißt, wenn in die Europäische Union importiert wird, dann bekommen diese Importe einen CO2-Preis. Damit haben die, die klimafreundlich wirtschaften, den Vorteil – und damit sorgen wir auch dafür –, dass wir den Markt in Europa für Klimaschutz weltweit einsetzen, weil es natürlich auch ein Anreiz für nicht europäische Industriebetriebe ist, die Emissionen im Herstellungsprozess zu senken. Das heißt: Es ist klimapolitisch ambitioniert, ja, aber wirtschaftspolitisch abgesichert, damit wir den Standort gut in die Zukunft entwickeln. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Singer und Wöginger.)
Beifall bei den Grünen.
Auch da gilt aber wieder: Wie setzen wir das in Österreich um? – Sozial gerecht, nämlich mit einem Klimabonus, der insbesondere die Haushalte mit niedrigem Einkommen deutlich überkompensiert und damit wirklich auch ein Beitrag und ein europaweit beachteter Beitrag ist, wie man Klimaschutz sozial gerecht machen kann. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich darf Sie dennoch um Ihre Zustimmung zu diesem sehr gewichtigen Klimaschutzpaket bitten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schroll: ... und Niederösterreich! Genau dasselbe!
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Geschätzter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Frau Minister hat das jetzt eh in den Eckpunkten bereits ausgeführt. Frau Kollegin Schmidt, ich darf sagen, ich schätze Sie persönlich und auch Ihre Kompetenz sehr, es ist jetzt nur ein bisschen eigenartig, wenn man auf europäischer Ebene etwas zustimmt und dann den Vollzug im nationalen Parlament nicht unterstützt (Abg. Schroll: ... und Niederösterreich! Genau dasselbe!), aber ich glaube, das müssen Sie sich innerhalb Ihrer Fraktion ausmachen. Wir sind in dieser Beziehung aufeinander abgestimmt, also von dem her ist es, glaube ich, eine Sache, die Sie in Ihrem Bereich regeln sollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Geschätzter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Frau Minister hat das jetzt eh in den Eckpunkten bereits ausgeführt. Frau Kollegin Schmidt, ich darf sagen, ich schätze Sie persönlich und auch Ihre Kompetenz sehr, es ist jetzt nur ein bisschen eigenartig, wenn man auf europäischer Ebene etwas zustimmt und dann den Vollzug im nationalen Parlament nicht unterstützt (Abg. Schroll: ... und Niederösterreich! Genau dasselbe!), aber ich glaube, das müssen Sie sich innerhalb Ihrer Fraktion ausmachen. Wir sind in dieser Beziehung aufeinander abgestimmt, also von dem her ist es, glaube ich, eine Sache, die Sie in Ihrem Bereich regeln sollten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, das ist sehr wichtig für unsere Unternehmen, nämlich einerseits Planungssicherheit und andererseits Rechtssicherheit. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kopf: Das stimmt ja gar nicht! Das stimmt überhaupt nicht! Bei der Wahrheit bleiben!
verbieten will, dass Anlagen, die auch nur theoretisch geeignet wären, mit fossilen Brennstoffen betrieben zu werden, auch verboten werden sollen. Vollkommen überschießend! (Abg. Kopf: Das stimmt ja gar nicht! Das stimmt überhaupt nicht! Bei der Wahrheit bleiben!)
Abg. Taschner: Richtig!
Die gute Nachricht ist, dass das, was Frau Bundesminister Gewessler im ursprünglichen Entwurf vorgehabt hat, aus Sicht der Freiheitlichen Partei noch viel, viel schlimmer gewesen wäre. Da muss man doch auch einmal sagen, das ist vermutlich ein Verdienst der ÖVP, da noch Schlimmeres verhindert zu haben. (Abg. Taschner: Richtig!) Das heißt aber nicht, dass das, was jetzt präsentiert wird, der Weisheit letzter Schluss beziehungsweise gut ist, nämlich wieder das Vernichten, Zerstören von nutzbaren Anlagen, von Vermögen und gleichzeitiges Kompensieren, wenn man sich jetzt anschaut, mit welchen Milliardenbeträgen der Umstieg, der sogenannte freiwillige Umstieg auf andere Heizungssysteme gefördert wird, die wir uns im Übrigen auch selbst bezahlen – das hat mit freier Marktwirtschaft ja schon überhaupt nichts zu tun, sondern ist eine weitere Komponente dieser sozialistischen klimagetriebenen Planwirtschaft, die wir Freiheitliche nicht mittragen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die gute Nachricht ist, dass das, was Frau Bundesminister Gewessler im ursprünglichen Entwurf vorgehabt hat, aus Sicht der Freiheitlichen Partei noch viel, viel schlimmer gewesen wäre. Da muss man doch auch einmal sagen, das ist vermutlich ein Verdienst der ÖVP, da noch Schlimmeres verhindert zu haben. (Abg. Taschner: Richtig!) Das heißt aber nicht, dass das, was jetzt präsentiert wird, der Weisheit letzter Schluss beziehungsweise gut ist, nämlich wieder das Vernichten, Zerstören von nutzbaren Anlagen, von Vermögen und gleichzeitiges Kompensieren, wenn man sich jetzt anschaut, mit welchen Milliardenbeträgen der Umstieg, der sogenannte freiwillige Umstieg auf andere Heizungssysteme gefördert wird, die wir uns im Übrigen auch selbst bezahlen – das hat mit freier Marktwirtschaft ja schon überhaupt nichts zu tun, sondern ist eine weitere Komponente dieser sozialistischen klimagetriebenen Planwirtschaft, die wir Freiheitliche nicht mittragen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: So weit können Sie nicht denken!
wer hat das für die Republik Österreich unterschrieben? – Nicht Frau Bundesminister Gewessler, sondern Herr Bundesfinanzminister Magnus Brunner, ÖVP. Er hat sich da verpflichtet, der Herr Finanzminister. Was heißt denn das, zu Ende gedacht? Der Ausstieg aus allen klimaschädlichen Subventionen? (Ruf bei der ÖVP: So weit können Sie nicht denken!) Das heißt natürlich: Ausstieg aus der Pendlerpauschale, Streichung der Pendlerpauschale (Abg. Wöginger: Nein! Hab’ ich eh gesagt, dass es das nicht gibt!); das heißt natürlich Abschaffung der steuerlichen Begünstigung des Diesels, also noch höhere Steuern; das bedeutet natürlich wieder zusätzliche Belastungen für all jene (Abg. Wöginger: Theater!), die es sich eben nicht leisten können, nach Doha zu jetten und die Welt zu retten (Beifall bei der FPÖ), sondern die halt leider in der Früh zur Arbeit fahren müssen – und die belasten Sie zusätzlich. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Märchenstunde!)
Abg. Wöginger: Nein! Hab’ ich eh gesagt, dass es das nicht gibt!
wer hat das für die Republik Österreich unterschrieben? – Nicht Frau Bundesminister Gewessler, sondern Herr Bundesfinanzminister Magnus Brunner, ÖVP. Er hat sich da verpflichtet, der Herr Finanzminister. Was heißt denn das, zu Ende gedacht? Der Ausstieg aus allen klimaschädlichen Subventionen? (Ruf bei der ÖVP: So weit können Sie nicht denken!) Das heißt natürlich: Ausstieg aus der Pendlerpauschale, Streichung der Pendlerpauschale (Abg. Wöginger: Nein! Hab’ ich eh gesagt, dass es das nicht gibt!); das heißt natürlich Abschaffung der steuerlichen Begünstigung des Diesels, also noch höhere Steuern; das bedeutet natürlich wieder zusätzliche Belastungen für all jene (Abg. Wöginger: Theater!), die es sich eben nicht leisten können, nach Doha zu jetten und die Welt zu retten (Beifall bei der FPÖ), sondern die halt leider in der Früh zur Arbeit fahren müssen – und die belasten Sie zusätzlich. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Märchenstunde!)
Abg. Wöginger: Theater!
wer hat das für die Republik Österreich unterschrieben? – Nicht Frau Bundesminister Gewessler, sondern Herr Bundesfinanzminister Magnus Brunner, ÖVP. Er hat sich da verpflichtet, der Herr Finanzminister. Was heißt denn das, zu Ende gedacht? Der Ausstieg aus allen klimaschädlichen Subventionen? (Ruf bei der ÖVP: So weit können Sie nicht denken!) Das heißt natürlich: Ausstieg aus der Pendlerpauschale, Streichung der Pendlerpauschale (Abg. Wöginger: Nein! Hab’ ich eh gesagt, dass es das nicht gibt!); das heißt natürlich Abschaffung der steuerlichen Begünstigung des Diesels, also noch höhere Steuern; das bedeutet natürlich wieder zusätzliche Belastungen für all jene (Abg. Wöginger: Theater!), die es sich eben nicht leisten können, nach Doha zu jetten und die Welt zu retten (Beifall bei der FPÖ), sondern die halt leider in der Früh zur Arbeit fahren müssen – und die belasten Sie zusätzlich. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Märchenstunde!)
Beifall bei der FPÖ
wer hat das für die Republik Österreich unterschrieben? – Nicht Frau Bundesminister Gewessler, sondern Herr Bundesfinanzminister Magnus Brunner, ÖVP. Er hat sich da verpflichtet, der Herr Finanzminister. Was heißt denn das, zu Ende gedacht? Der Ausstieg aus allen klimaschädlichen Subventionen? (Ruf bei der ÖVP: So weit können Sie nicht denken!) Das heißt natürlich: Ausstieg aus der Pendlerpauschale, Streichung der Pendlerpauschale (Abg. Wöginger: Nein! Hab’ ich eh gesagt, dass es das nicht gibt!); das heißt natürlich Abschaffung der steuerlichen Begünstigung des Diesels, also noch höhere Steuern; das bedeutet natürlich wieder zusätzliche Belastungen für all jene (Abg. Wöginger: Theater!), die es sich eben nicht leisten können, nach Doha zu jetten und die Welt zu retten (Beifall bei der FPÖ), sondern die halt leider in der Früh zur Arbeit fahren müssen – und die belasten Sie zusätzlich. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Märchenstunde!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Märchenstunde!
wer hat das für die Republik Österreich unterschrieben? – Nicht Frau Bundesminister Gewessler, sondern Herr Bundesfinanzminister Magnus Brunner, ÖVP. Er hat sich da verpflichtet, der Herr Finanzminister. Was heißt denn das, zu Ende gedacht? Der Ausstieg aus allen klimaschädlichen Subventionen? (Ruf bei der ÖVP: So weit können Sie nicht denken!) Das heißt natürlich: Ausstieg aus der Pendlerpauschale, Streichung der Pendlerpauschale (Abg. Wöginger: Nein! Hab’ ich eh gesagt, dass es das nicht gibt!); das heißt natürlich Abschaffung der steuerlichen Begünstigung des Diesels, also noch höhere Steuern; das bedeutet natürlich wieder zusätzliche Belastungen für all jene (Abg. Wöginger: Theater!), die es sich eben nicht leisten können, nach Doha zu jetten und die Welt zu retten (Beifall bei der FPÖ), sondern die halt leider in der Früh zur Arbeit fahren müssen – und die belasten Sie zusätzlich. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Märchenstunde!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das ist keine einfache Rede für mich, heute schlagen sozusagen zwei Herzen in meiner Brust. Das eine ist sehr freudig und sehr aufgeregt, denn wir beschließen ein unglaublich tolles Paket, das es so noch nie gegeben hat, nirgendwo auf der Welt und schon gar nicht in Österreich: Wir beschließen heute ein Einbauverbot für Öl- und Gasheizungen im Neubau. Nie wieder wird in Österreich ein Haus mit einer fossilen Heizung neu gebaut. Das ist eine gute Nachricht, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
die Bundesländer ihre Förderungen nicht zurückfahren. Wir haben ein Förderpaket, durch das Menschen, die aus fossilen Heizungssystemen aussteigen wollen, um sich zum Beispiel eine Wärmepumpe zu kaufen, 75 Prozent der neuen Heizungsanlage gefördert bekommen. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Das sind je nach Heizungstyp 15 000 bis 23 000 Euro, die man an Förderung bekommt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
die Bundesländer ihre Förderungen nicht zurückfahren. Wir haben ein Förderpaket, durch das Menschen, die aus fossilen Heizungssystemen aussteigen wollen, um sich zum Beispiel eine Wärmepumpe zu kaufen, 75 Prozent der neuen Heizungsanlage gefördert bekommen. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Das sind je nach Heizungstyp 15 000 bis 23 000 Euro, die man an Förderung bekommt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Martin Graf: Die heizen dann mit Atomstrom!
Da Klimaschutz immer sozial gerecht umgesetzt werden muss, gibt es bis zu 100 Prozent Förderung (Abg. Martin Graf: Die heizen dann mit Atomstrom!) für alle Menschen mit einem geringen Einkommen – und auch das gibt es auf der ganzen Welt nirgendwo. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger. – Abg. Martin Graf: Dafür heizen dann alle mit Atomstrom!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger. – Abg. Martin Graf: Dafür heizen dann alle mit Atomstrom!
Da Klimaschutz immer sozial gerecht umgesetzt werden muss, gibt es bis zu 100 Prozent Förderung (Abg. Martin Graf: Die heizen dann mit Atomstrom!) für alle Menschen mit einem geringen Einkommen – und auch das gibt es auf der ganzen Welt nirgendwo. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Wöginger. – Abg. Martin Graf: Dafür heizen dann alle mit Atomstrom!)
Abg. Martin Graf: Die Gewessler kauft doch dort ein, nicht wir!
Damit ist der Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen für alle Menschen in Österreich leistbar, und damit läuten wir auch das Ende einer Epoche ein: das Ende einer Epoche, in der wir, um unsere Wohnungen zu heizen, den ganzen Planeten mit aufheizen, und das Ende einer Epoche, in der wir in Geiselhaft von Putin und von Ölscheichs sind und mit unserer Heizungsrechnung menschenverachtende Systeme und Kriege mitfinanzieren. Genau das ist ja das, was die FPÖ, die nicht zwischen Doha und Dubai unterscheiden kann, will: dass wir in dieser Geiselhaft von Wladimir Putin bleiben und dass wir mit unserer Gasrechnung weiterhin seinen Krieg finanzieren. (Abg. Martin Graf: Die Gewessler kauft doch dort ein, nicht wir!) Und diese Epoche geht jetzt zu Ende. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Martin Graf: Wir sind nicht in der Regierung! Ihr kaufts dort ein!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Martin Graf: Wir sind nicht in der Regierung! Ihr kaufts dort ein!
Damit ist der Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen für alle Menschen in Österreich leistbar, und damit läuten wir auch das Ende einer Epoche ein: das Ende einer Epoche, in der wir, um unsere Wohnungen zu heizen, den ganzen Planeten mit aufheizen, und das Ende einer Epoche, in der wir in Geiselhaft von Putin und von Ölscheichs sind und mit unserer Heizungsrechnung menschenverachtende Systeme und Kriege mitfinanzieren. Genau das ist ja das, was die FPÖ, die nicht zwischen Doha und Dubai unterscheiden kann, will: dass wir in dieser Geiselhaft von Wladimir Putin bleiben und dass wir mit unserer Gasrechnung weiterhin seinen Krieg finanzieren. (Abg. Martin Graf: Die Gewessler kauft doch dort ein, nicht wir!) Und diese Epoche geht jetzt zu Ende. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Martin Graf: Wir sind nicht in der Regierung! Ihr kaufts dort ein!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Bei aller Freude über dieses tolle Paket schlägt in meiner Brust aber auch noch ein anderes Herz, das etwas abgekämpft und nicht ganz so freudig ist, weil wir drei Jahre lang für ein Gesetz gekämpft haben, das noch viel weiter gegangen wäre, ein Gesetz, mit dem wir die 1,4 Millionen fossilen Heizungssysteme mit einem verbindlichen Ablaufdatum versehen hätten. Ich muss aber leider sagen: Nicht alle am Verhandlungstisch hatten genug Mut und genug Kraft, das mit uns durchzuziehen (Zwischenrufe bei der ÖVP); vielleicht hatten einige doch die
Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Lockrufe der Gaslobby im Ohr und haben auch deren Märchen geglaubt. (Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Neun Monate noch, dann ist’s vorbei!
Ich werbe sehr für den Beschluss heute und bedanke mich für die Zusammenarbeit, für die Mitarbeit, vor allem auch bei Ihrem Haus, Frau Bundesministerin. Es waren sehr intensive drei Jahre, in denen wir an diesem Gesetz, an diesem gesamten Paket gearbeitet haben. Ich bitte um breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Martin Graf: Neun Monate noch, dann ist’s vorbei!)
Abg. Hörl: Einen Staatssekretär haben wir auch noch!
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen! Sehr geehrte Frau Minister! Geschätzte Zuhörerinnen, geschätzte Zuhörer! (Abg. Hörl: Einen Staatssekretär haben wir auch noch!) – Herr Staatssekretär! – Ich war der Meinung, er ist schon in Innsbruck wahlkämpfen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen! Sehr geehrte Frau Minister! Geschätzte Zuhörerinnen, geschätzte Zuhörer! (Abg. Hörl: Einen Staatssekretär haben wir auch noch!) – Herr Staatssekretär! – Ich war der Meinung, er ist schon in Innsbruck wahlkämpfen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Stögmüller: Wir arbeiten 24 Stunden!
Augenblick Anträge bekommen, Abänderungsanträge bekommen. (Abg. Stögmüller: Wir arbeiten 24 Stunden!) Wenn ich an den letzten Ausschuss denke: Um halb eins in der Früh wird ein Antrag mit 60 Seiten geschickt, der am selben Tag im Ausschuss behandelt werden soll. Ich glaube, das zeigt, dass genau die Grünen diesen hochgeschätzten Parlamentarismus verlassen und mit Füßen treten. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei den Grünen: Ja, ja! Genau! – Abg. Voglauer: Max, das kannst du besser!)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei den Grünen: Ja, ja! Genau! – Abg. Voglauer: Max, das kannst du besser!
Augenblick Anträge bekommen, Abänderungsanträge bekommen. (Abg. Stögmüller: Wir arbeiten 24 Stunden!) Wenn ich an den letzten Ausschuss denke: Um halb eins in der Früh wird ein Antrag mit 60 Seiten geschickt, der am selben Tag im Ausschuss behandelt werden soll. Ich glaube, das zeigt, dass genau die Grünen diesen hochgeschätzten Parlamentarismus verlassen und mit Füßen treten. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei den Grünen: Ja, ja! Genau! – Abg. Voglauer: Max, das kannst du besser!)
Abg. Lukas Hammer: Das glaube ich auch, ja! – Zwischenruf des Abg. Höfinger
Eines – wenn Kollege Hammer hier steht und sich so über das neue Gesetz freut und andererseits dem alten Entwurf des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes nachtrauert –: Ich glaube, die ÖVP ist dank des Protestes in Deutschland in die Knie gegangen, sie hat nachzudenken angefangen darüber (Abg. Lukas Hammer: Das glaube ich auch, ja! – Zwischenruf des Abg. Höfinger), dass man Politik nicht über die Köpfe der Bürger hinweg machen kann, dass man schauen muss, ob das für die Bürger leistbar ist – aber das ist den Grünen komplett wurscht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Eines – wenn Kollege Hammer hier steht und sich so über das neue Gesetz freut und andererseits dem alten Entwurf des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes nachtrauert –: Ich glaube, die ÖVP ist dank des Protestes in Deutschland in die Knie gegangen, sie hat nachzudenken angefangen darüber (Abg. Lukas Hammer: Das glaube ich auch, ja! – Zwischenruf des Abg. Höfinger), dass man Politik nicht über die Köpfe der Bürger hinweg machen kann, dass man schauen muss, ob das für die Bürger leistbar ist – aber das ist den Grünen komplett wurscht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Verpflichtend Wärmepumpen einzuführen, damit fossile Heizungen wegkommen, die noch funktionieren, aber kein Mensch weiß, wo der Strom dazu herkommt – man ist auf einmal draufgekommen, dass das nur mit Atomstrom möglich ist. Wenn das die Alternative ist, dann danke schön, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Martin Graf: Was zahlt euch die Atomindustrie? Was kriegts denn? – Zwischenrufe der Abgeordneten Schallmeiner und Stögmüller.
Ich bin froh, dass bei der ÖVP noch ein letzter Funke vorhanden war, man gesagt hat: Wir ziehen die Handbremse an und wir lassen uns das nicht bieten! (Abg. Martin Graf: Was zahlt euch die Atomindustrie? Was kriegts denn? – Zwischenrufe der Abgeordneten Schallmeiner und Stögmüller.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ein weiterer Punkt, der für uns schockierend ist, ist, dass mit wirklich überbordenden Förderungen funktionierende Anlagen ausgetauscht werden, Geldanreize gegeben werden, dass man funktionierende Anlagen tauscht, dass man Geld rausschmeißt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Im gleichen Atemzug
Beifall bei der FPÖ.
haben wir gestern den Finanzausgleich diskutiert, und es war von allen Bürgermeistern und Gemeindevertretern, die hier herinnen sitzen, ein Einziger, der noch in der Lage war, zu sagen, wir gleichen unser Budget noch aus. – Wir sind nicht mehr in der Lage, die Pflichtaufgaben zu erfüllen, und auf der anderen Seite schmeißen wir Geld hinaus, um bestehende Anlagen zu tauschen. Ich glaube, das kann es nicht sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche glauben, dass es ganz wichtig ist, zu schauen, dass man beim Klima die Grenzen einhält. Es kann aber nicht sein, dass auch da das Motto gilt: Koste es, was es wolle!, dass wir Geld rausschmeißen, dass wir sagen: Egal, was es ist, wir wollen politische Ziele umsetzen, egal, was es kostet! Das wird mit uns Freiheitlichen nicht möglich sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner. –Abg. Lukas Hammer: Weil du nicht zugestimmt hast, lieber Alois! Weil du nicht zugestimmt hast!
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer! Ihr habt soeben selber gesehen und gehört, wie Kollege Lukas Hammer gesagt hat: Die Bundesregierung hat sich selbst dazu entschlossen, anstelle eines ambitionierten Erneuerbare-Wärme-Gesetzes lediglich das absolute Minimum umzusetzen – drei Jahre wurde diskutiert. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner. –Abg. Lukas Hammer: Weil du nicht zugestimmt hast, lieber Alois! Weil du nicht zugestimmt hast!)
Abg. Lukas Hammer: Ihr habt es verhindert!
Man hat es gehört: Das Einbauverbot von Gasheizungen im Neubau hätten wir auch schon vor eineinhalb Jahren beschließen können, da hat sich aber die Regierung leider Gottes über unseren Antrag nicht drübergetraut. (Abg. Lukas Hammer: Ihr habt es verhindert!) Über das Scheitern eines ambitionierten EWGs haben wir heute im Plenum beziehungsweise auch in den Ausschüssen schon oft diskutiert, ich glaube, die Positionen sind weit mehr als nur
Abg. Schallmeiner: Wir wissen, dass ihr euch nicht getraut habt, ein gescheites ...!
bekannt. (Abg. Schallmeiner: Wir wissen, dass ihr euch nicht getraut habt, ein gescheites ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist echt ein Meilenstein, wie es du, Kollege, angesprochen hast, in der Gestaltung einer sozialen, gerechten und vor allem klimafreundlichen Förderlandschaft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil sichergestellt ist, dass die Fördergelder auch sinnvoll eingesetzt werden, und weil das Verbot von Gasheizungen im Neubau schon lange überfällig ist und war, werden wir diesem Gesetz heute zustimmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Martin Graf: Ja, ja!
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Lieber Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher hier im Haus beziehungsweise auch vor dem Bildschirm! Bevor ich auf das Thema eingehe, möchte ich schon noch etwas korrigieren, Herr Kollege Kassegger: Unser Klubobmann August Wöginger hat klipp und klar klargestellt, dass es die Pendlerpauschale weiterhin geben wird. (Abg. Martin Graf: Ja, ja!) Wir haben genug Pendler, und das wird auch aufrechtbleiben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Aber das muss ja nicht so bleiben!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Aber das muss ja nicht so bleiben!
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Ministerin! Lieber Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseher hier im Haus beziehungsweise auch vor dem Bildschirm! Bevor ich auf das Thema eingehe, möchte ich schon noch etwas korrigieren, Herr Kollege Kassegger: Unser Klubobmann August Wöginger hat klipp und klar klargestellt, dass es die Pendlerpauschale weiterhin geben wird. (Abg. Martin Graf: Ja, ja!) Wir haben genug Pendler, und das wird auch aufrechtbleiben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Aber das muss ja nicht so bleiben!)
Abg. Schroll: Das habe ich nicht gesagt!
Jetzt bin ich wirklich ganz erstaunt über deine Aussage, Herr Kollege Alois Schroll – dein Wunsch war ja, auch ein gewisses Fördervolumen zu haben –, dass du jetzt hergehst und eigentlich sagst, dass du das alte Gesetz besser gefunden hast, in dem wir darauf bestanden hätten, dass die Menschen ihre Heizung herausreißen. (Abg. Schroll: Das habe ich nicht gesagt!) Wir von der ÖVP bestehen nicht darauf.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lukas Hammer: Mit Handschlagqualität, Frau Kollegin!
Kollege Lukas Hammer, das hat doch mit Mut nichts zu tun. Das hat damit zu tun, dass die ÖVP sich gegen Verbote ausspricht. Wir werden den Menschen nicht vorschreiben, was sie zu tun haben. Wir werden sie begleiten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lukas Hammer: Mit Handschlagqualität, Frau Kollegin!)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, meine Damen und Herren, eine heizungstechnisch unbeschwerte, gemütliche und wohlige Zeit während der Feiertage mit der Heizung Ihrer Wahl. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lukas Hammer: Doch!
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben ja mehrere Jahre über das Erneuerbare-Wärme-Gesetz diskutiert, und die Geschichte des Gesetzes ist insofern schon spannend, weil es ja sehr lange keine konkreten Vorschläge gab, auf die sich beide Parteien in der Regierung einigen konnten. Dann gab es einen konkreten Entwurf, der ja auch schon durchaus angekündigt wurde, der dann aber im Nationalrat nicht vorgelegt worden ist. (Abg. Lukas Hammer: Doch!)
Beifall bei den NEOS.
Das bedeutet, wir nehmen jetzt 1 Milliarde Euro plus 100 Millionen Euro, um die Heizungssysteme zu wechseln, ohne zu wissen, ob der Betrag der richtige ist, ob wir damit das Ziel gut erreichen oder nicht. Das ist aus unserer Sicht wirklich eine Zielverfehlung, wie man mit Steuergeld richtig umgeht. Wenn wir so viel Geld in die Hand nehmen, dann sollten wir uns auch sicher sein, dass wir die Ziele erreichen. Da können wir als NEOS nicht mit. Es geht immer darum, Steuermittel so einzusetzen, dass es auch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären ist. Das sehen wir da nicht und daher geben wir auch nicht unsere Zustimmung. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
dieses Gesetz ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg, den die ganze Welt mit uns geht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich beginne mit einem Danke an die ganz, ganz vielen Menschen im BMK, in den anderen Ministerien, vor allem auch in den Verwaltungen der Länder, die sich in den letzten Jahren mit viel Engagement, viel Akribie, mit Genauigkeit, mit viel Herz und Hirn an das Großprojekt Wärmewende gemacht haben. Wir haben nachgezählt: Wir haben zwischen politischen Steuerungsgremien und fachlichen operativen Runden insgesamt mehr als 130 Koordinierungssitzungen zwischen Bund und Bundesländern gehabt, um diese Wärmewende auf den Weg zu bringen, und ich möchte heute hier anlässlich dieses Tagesordnungspunkts ein großes Danke an alle sagen, die da wirklich intensiv mitgearbeitet haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Die Rednerin erkennt Abg. Schroll in der ersten Sitzreihe.
Ich habe es im Ausschuss schon erzählt, ich erzähle es gerne hier auch noch: Ich kann mich noch sehr lebhaft an den Anruf an die Energiesprecher erinnern. Kollege Schroll ist jetzt gerade nicht im Saal. (Die Rednerin erkennt Abg. Schroll in der ersten Sitzreihe.) – Entschuldige! Ich habe Kollegen Schroll auf seinem normalen Sitzplatz gesucht. (Abg. Silvan: Das Gute ist oft so nah!) Ich kann mich also noch an Kollegen Schroll erinnern, daran, dass wir gesagt haben: Schau, ein großartiges Paket! Jetzt wäre es zu beschließen! – Es war halt nicht so, es ist halt nicht beschlossen worden. (Abg. Schroll: War nicht sozial!) Deshalb brauche ich hier auch nicht weiter über vergossene Milch zu reden, sondern muss mir überlegen: Wie tun wir weiter?
Abg. Silvan: Das Gute ist oft so nah!
Ich habe es im Ausschuss schon erzählt, ich erzähle es gerne hier auch noch: Ich kann mich noch sehr lebhaft an den Anruf an die Energiesprecher erinnern. Kollege Schroll ist jetzt gerade nicht im Saal. (Die Rednerin erkennt Abg. Schroll in der ersten Sitzreihe.) – Entschuldige! Ich habe Kollegen Schroll auf seinem normalen Sitzplatz gesucht. (Abg. Silvan: Das Gute ist oft so nah!) Ich kann mich also noch an Kollegen Schroll erinnern, daran, dass wir gesagt haben: Schau, ein großartiges Paket! Jetzt wäre es zu beschließen! – Es war halt nicht so, es ist halt nicht beschlossen worden. (Abg. Schroll: War nicht sozial!) Deshalb brauche ich hier auch nicht weiter über vergossene Milch zu reden, sondern muss mir überlegen: Wie tun wir weiter?
Abg. Schroll: War nicht sozial!
Ich habe es im Ausschuss schon erzählt, ich erzähle es gerne hier auch noch: Ich kann mich noch sehr lebhaft an den Anruf an die Energiesprecher erinnern. Kollege Schroll ist jetzt gerade nicht im Saal. (Die Rednerin erkennt Abg. Schroll in der ersten Sitzreihe.) – Entschuldige! Ich habe Kollegen Schroll auf seinem normalen Sitzplatz gesucht. (Abg. Silvan: Das Gute ist oft so nah!) Ich kann mich also noch an Kollegen Schroll erinnern, daran, dass wir gesagt haben: Schau, ein großartiges Paket! Jetzt wäre es zu beschließen! – Es war halt nicht so, es ist halt nicht beschlossen worden. (Abg. Schroll: War nicht sozial!) Deshalb brauche ich hier auch nicht weiter über vergossene Milch zu reden, sondern muss mir überlegen: Wie tun wir weiter?
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen liegt jetzt hier ein Paket vor, hinter dem ich vollinhaltlich stehe, weil ich in den letzten vier Jahren eines gelernt habe: Das Ziel nicht aus den Augen verlieren, aber mit den Mitteln umsetzen, mit denen es gerade passt. Da muss man manchmal einen Plan ändern, und das ist gut so. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen haben wir das EWG auf den Kopf gestellt, und deswegen steht es jetzt auf zwei Säulen, und zwar auf zwei Grundpfeilern. Einerseits schafft es Klarheit im Neubau, und andererseits hat es einen starken Fokus auf Unterstützung. Es ist vollkommen klar: Wer ein neues Gebäude errichtet, der:die soll das nicht mehr mit einer fossilen Heizung machen. Dort soll man auch keine Gasheizung mehr einbauen, weil uns das für Jahrzehnte abhängig macht, schlecht fürs Klima ist, sehr, sehr teuer ist, wie man spätestens im letzten Jahr sehr deutlich gemerkt hat. Dem setzen wir jetzt ein Ende. Egal ob Öl, Kohle oder Gas: keine fossilen Heizungen mehr im Neubau! Dann kann niemand mehr aus der fossilen Lobby irgendeiner Familie ein zukunftsvergessendes Heizsystem einreden. Diese Klarheit schaffen wir mit diesem Gesetz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die neuen Fördersätze gelten aber selbstverständlich ab 1.1.2024. Also an alle Menschen, die uns zuschauen und die gerade überlegen, ob es wirklich gescheit wäre, ihre Heizung zu tauschen: Es ist wirklich gescheit, Ihre Heizung von einem fossilen auf ein erneuerbares System zu tauschen. Informieren Sie sich! Fragen Sie bei Ihrem Installateurbetrieb! Ab 1.1.2024 gibt es eine wirklich, wirklich attraktive Förderung für Sie alle. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Damit komme ich zum Schluss: Es war ein langer Weg hierher, aber ich bin überzeugt davon, dass das Paket, das jetzt hier zur Beschlussfassung liegt, ein gutes ist. Der Heizungstausch war noch nie so attraktiv wie jetzt. Mit dem Erneuerbare-Wärme-Paket wird der Umstieg auf die klimafreundliche Heizung die logische Entscheidung und im Neubau einfach die gesetzlich klare Entscheidung. Wir machen unser Problem nicht größer, als es ist, sondern wir leisten einen deutlichen Beitrag zum Ausstieg aus den fossilen Energien. Deswegen bitte ich gerade in der Woche der Klimakonferenz um breite Unterstützung für beide Gesetzesmaterien, die heute hier auf dem Tisch liegen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Damen und Herren! Also, Frau Bundesminister, so uneitel müssen Sie gar nicht sein, wenn Sie vom deutschen Heizungsgesetz sprechen: Das ist wirklich schlecht gewesen, und unseres ist umso besser. Dazu können wir uns ja nur gratulieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Wenn wir uns die Heizkosten im Verhältnis Cent zu Kilowattstunde anschauen, dann sehen wir, ganz oben beginnt es mit dem Strom, dann geht es über die Fossilen bis zum Erdgas runter, und unten sehen wir die biogenen Heizmöglichkeiten mit Pellets, Brennholz oder Waldhackgut, die um einiges günstiger sind. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Das heißt, langfristig sparen sich die Bürger dadurch etwas. Darum ist es kein verlorenes Geld aus dem Budget, sondern es ist ein Riesenerfolg, nämlich einerseits für die Wirtschaft und andererseits für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
allem: In den letzten 50 Jahren sind in Österreich 250 000 Hektar Wald zugewachsen. Das ist fünf Mal die Fläche von Wien oder einmal die Fläche Vorarlbergs, was wir in den vergangenen 50 Jahren an Waldzuwachs hatten. Und nach wie vor entnehmen wir aus unseren Wäldern weniger Holz, als nachwächst. Es ist also eine absolut positive Tendenz, und ich finde, dieser Weg ist absolut unterstützenswert. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Deimek: Wer war ... Dubai ...?
Darum verstehe ich es nicht, dass die Freiheitliche Partei hier nicht auf der Seite der Österreicherinnen und Österreicher ist, wenn es darum geht, mehr volkswirtschaftliche Leistung zu generieren. Sie haben ja nur ein Interesse: Ratlosigkeit überzulassen – der böse Klimawandel, wir können nichts tun, Ratlosigkeit –, denn Ratlosigkeit fördert in der Politik eines: den Ruf nach einem Erlöser. Dieser Erlöser wird aber in der Politik nicht zu finden sein. (Abg. Deimek: Wer war ... Dubai ...?) Das ist das Positive bei uns Christen: Wir dürfen uns zu Weihnachten auf den Erlöser freuen, und dazu lade ich Sie recht herzlich ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Darum verstehe ich es nicht, dass die Freiheitliche Partei hier nicht auf der Seite der Österreicherinnen und Österreicher ist, wenn es darum geht, mehr volkswirtschaftliche Leistung zu generieren. Sie haben ja nur ein Interesse: Ratlosigkeit überzulassen – der böse Klimawandel, wir können nichts tun, Ratlosigkeit –, denn Ratlosigkeit fördert in der Politik eines: den Ruf nach einem Erlöser. Dieser Erlöser wird aber in der Politik nicht zu finden sein. (Abg. Deimek: Wer war ... Dubai ...?) Das ist das Positive bei uns Christen: Wir dürfen uns zu Weihnachten auf den Erlöser freuen, und dazu lade ich Sie recht herzlich ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eure Scheuklappenpolitik, wenn es um die Umweltfragen geht, eure Scheuklappenpolitik, wenn es um die Verantwortung für die Zukunft geht, die ist bezeichnend, und ihr habt in diesem Sinne eine Null-Umwelt-und-Zukunftspolitik in eurem Programm, liebe Freunde! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.
Von uns, diesem Haus, und von der Regierung wird verlangt, dass wir Lösungen für die Menschen umsetzen. Wir haben uns mit diesem Papier, das heute beschlossen wird, in diesem gemeinsamen Kontext gefunden, und das ist es, was wir nach außen spiegeln müssen: Dass wir bereit sind, aufeinander zuzugehen und ein gemeinsames Paket zu definieren. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf auf unserer Galerie Herrn Albert Frick, den Präsidenten des Landtages des Fürstentums Liechtenstein, recht herzlich begrüßen. – Herzlich willkommen hier im österreichischen Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Michael Hammer: Lukas!
Als Nächster gelangt Abgeordneter Hammer zu Wort. – Bitte. (Abg. Michael Hammer: Lukas!)
Ruf bei der FPÖ: Das glaube ich!
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Noch zwei Nachsätze in Richtung FPÖ: Ich verstehe eure Haltung überhaupt nicht mehr. (Ruf bei der FPÖ: Das glaube ich!) Mit diesem Paket bewirken wir, dass sich alle Menschen den Ausstieg aus russischem Gas zu Hause leisten können (Ruf bei der FPÖ: „Leisten können“?! Das zahlen wir doch selber, das zahlen sich die doch selber, das kommt ja nicht vom Himmel, die Milliarde!) und ihre Wohnungen in Zukunft mit österreichischen Wärmepumpen mit in Österreich produziertem sauberem Strom heizen können. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Linder: Sie verheizen das Geld ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Mehr Mut, mehr Mut für Österreich, lieber Kollege Kassegger!
Ruf bei der FPÖ: „Leisten können“?! Das zahlen wir doch selber, das zahlen sich die doch selber, das kommt ja nicht vom Himmel, die Milliarde!
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Noch zwei Nachsätze in Richtung FPÖ: Ich verstehe eure Haltung überhaupt nicht mehr. (Ruf bei der FPÖ: Das glaube ich!) Mit diesem Paket bewirken wir, dass sich alle Menschen den Ausstieg aus russischem Gas zu Hause leisten können (Ruf bei der FPÖ: „Leisten können“?! Das zahlen wir doch selber, das zahlen sich die doch selber, das kommt ja nicht vom Himmel, die Milliarde!) und ihre Wohnungen in Zukunft mit österreichischen Wärmepumpen mit in Österreich produziertem sauberem Strom heizen können. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Linder: Sie verheizen das Geld ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Mehr Mut, mehr Mut für Österreich, lieber Kollege Kassegger!
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Linder: Sie verheizen das Geld ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Noch zwei Nachsätze in Richtung FPÖ: Ich verstehe eure Haltung überhaupt nicht mehr. (Ruf bei der FPÖ: Das glaube ich!) Mit diesem Paket bewirken wir, dass sich alle Menschen den Ausstieg aus russischem Gas zu Hause leisten können (Ruf bei der FPÖ: „Leisten können“?! Das zahlen wir doch selber, das zahlen sich die doch selber, das kommt ja nicht vom Himmel, die Milliarde!) und ihre Wohnungen in Zukunft mit österreichischen Wärmepumpen mit in Österreich produziertem sauberem Strom heizen können. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Linder: Sie verheizen das Geld ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Mehr Mut, mehr Mut für Österreich, lieber Kollege Kassegger!
Abg. Schroll: Zu Recht! Unsozial gewesen!
Und in Richtung SPÖ: Wir haben das Gesetz mehr als drei Monate verhandelt. Wir hatten im März ein sehr gutes, austariertes Paket gemeinsam vorgelegt, nämlich mit einem sehr, sehr großen sozial differenzierten Förderpaket. Ihr habt eure Zustimmung im März verweigert. (Abg. Schroll: Zu Recht! Unsozial gewesen!) Wenn du das nächste Mal einem Paket nachweinst und fragst: Warum ist das nicht beschlossen worden?, dann würde ich empfehlen, dass du im entscheidenden Moment die Zustimmung nicht verweigerst und die Gesetze nicht blockierst. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Und in Richtung SPÖ: Wir haben das Gesetz mehr als drei Monate verhandelt. Wir hatten im März ein sehr gutes, austariertes Paket gemeinsam vorgelegt, nämlich mit einem sehr, sehr großen sozial differenzierten Förderpaket. Ihr habt eure Zustimmung im März verweigert. (Abg. Schroll: Zu Recht! Unsozial gewesen!) Wenn du das nächste Mal einem Paket nachweinst und fragst: Warum ist das nicht beschlossen worden?, dann würde ich empfehlen, dass du im entscheidenden Moment die Zustimmung nicht verweigerst und die Gesetze nicht blockierst. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Lukas Hammer: Das ist nicht korrekt! Das steht im Gesetz drinnen!
Der zweite Punkt, warum wir bei diesem Tagesordnungspunkt sehr kritisch sind – Frau Ministerin, Sie werden diesen Punkt wahrscheinlich ein bisschen besser nachvollziehen können –: In den ursprünglichen Entwürfen war vorgesehen, dass endlich auch die Tarife der Fernwärme direkt an die E-Control gemeldet werden müssen, und nicht an das BMK. Das hätten wir sehr gut gefunden, denn alle anderen Tarife werden an die E-Control gemeldet. Auf Intervention der SPÖ und damit sie bei anderen Bereichen zustimmt, hat man diese Regelung wieder gekippt. Das heißt, Konsumentinnen und Konsumenten können weiterhin nicht die Fernwärmetarife und die Bestandteile der Fernwärmetarife entsprechend auf der Webseite der E-Control nachverfolgen. (Abg. Lukas Hammer: Das ist nicht korrekt! Das steht im Gesetz drinnen!)
Beifall bei den NEOS.
Zu beidem erfolgt daher von unserer Seite eine klare Ablehnung. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Schroll – in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Lukas Hammer –: Reiß dich zusammen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Lukas Hammer. – Bitte. (Abg. Schroll – in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Lukas Hammer –: Reiß dich zusammen!)
Beifall bei den Grünen.
Weil wir jetzt Ende 2023 haben: Dieses Jahr war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Erneuerbaren in Österreich. Wir haben 163 000 Förderanträge reinbekommen und gefördert, ausreichend für 2 800 Megawatt. Nur damit man eine Vorstellung davon bekommt: Heuer wurde eine Solarstromleistung gefördert, die ausreicht, um 800 000 Haushalte mit Strom zu versorgen, und das ist großartig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir schaffen mit diesen Novellen weitere Verbesserungen für die Erneuerbaren. Was wir schon öfters besprochen haben: Weil dank eines Rekordbudgets von 600 Millionen Euro so viele Förderanträge eingegangen sind, werden die privaten kleinen Anlagen nunmehr von der Umsatzsteuer befreit. Mit dieser Novelle stellen wir sicher, dass es zu keiner Doppelförderung kommen kann. Und bei den verbleibenden Investitionszuschüssen für die Fotovoltaik können jetzt Förderanträge auch dann eingereicht werden, wenn mit den Arbeiten schon begonnen wurde. Das ist eine erhebliche Erleichterung für die Betriebe. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
sich alle Haushalte in Österreich im Schnitt 110 Euro. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Lukas Hammer: Nein!
gestanden wäre, dass die Mieterinnen und die Mieter letztendlich die Umbaukosten hätten zahlen müssen, dann wird es das mit der sozialdemokratischen Fraktion nicht geben. (Abg. Lukas Hammer: Nein!) – Das nur als Replik zu diesen Tagesordnungspunkten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
gestanden wäre, dass die Mieterinnen und die Mieter letztendlich die Umbaukosten hätten zahlen müssen, dann wird es das mit der sozialdemokratischen Fraktion nicht geben. (Abg. Lukas Hammer: Nein!) – Das nur als Replik zu diesen Tagesordnungspunkten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt, 15 Tage vor Jahresende, lässt sich dieser Fehler der Regierung nicht mehr korrigieren. Mit diesem Antrag heute wird das auch mehr oder weniger festgestellt. Wir werden diesem Gesetz heute zustimmen, nicht, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, weil wir dieser Regierung für ihre Versäumnisse die Absolution erteilen wollen, nein, weil wir die Bürgerinnen und Bürger schützen wollen und von diesen mit den Stromrechnungen nicht mehr eingehoben werden soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Thema möchte ich noch gesondert ansprechen, geschätzte Frau Bundesministerin: Wir haben bei einer der zahlreichen Novellen des EAG eine Frist für die Umsetzung der Verordnung zu ökosozialen Förderkriterien gesetzt. Mit diesen Kriterien soll sichergestellt werden, dass die Arbeitsverhältnisse in der Ökostrombranche auch ordentliche Arbeitsverhältnisse sind und dass bei den Förderkriterien zumindest auf europäische Wertschöpfung, besser noch: einheimische, eingegangen wird. Diese Frist ist bereits im Juni 2023 abgelaufen. Frau Bundesministerin, ich fordere Sie auf, uns umgehend eine entsprechende Verordnung vorzulegen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, in Summe können wir diesen beiden Gesetzesänderungen, sowohl dem EAG als auch dem Ökostromgesetz, zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schroll: Weil das Budget ist nur das, genau! Das Budget heißt 120 Milliarden Euro! – Zwischenruf des Abg. Köllner.
Ich darf daran erinnern – das an die liebe SPÖ –: Ihr wart diejenigen, die beim Budget in der dritten Lesung das Budget mit der Förderung von 75 Prozent abgelehnt habt. Das heißt, ihr seid eigentlich diejenigen, die es nicht unterstützen, dass die Haushalte sozusagen eine Förderung bekommen, weil ihr in der dritten Lesung gegen das Budget gestimmt habt. Daher seid ihr auch nicht im Interesse der Bürger unterwegs – das bitte will ich einmal kurz festhalten, gell? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schroll: Weil das Budget ist nur das, genau! Das Budget heißt 120 Milliarden Euro! – Zwischenruf des Abg. Köllner.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schwarz und Zorba.
Ja, es ist Steuergeld, das wir dafür verwenden, aber die Mittelverwendung dafür ist korrekt, weil wir das Geld eins zu eins den Bürgern geben – und jeder hat ein Zuhause, eine Wohnung, es gibt aber auch Betriebe, die davon profitieren –, also jeder wird etwas von dieser Befreiung haben, und das ist wichtig und richtig. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Schwarz und Zorba.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir brauchen den Netzausbau, denn wir haben sehr viele Betreiber von Fotovoltaikanlagen, die jetzt leider nicht mit der vollen Leistung ins Netz können. Da bitte ich noch einmal um eure Unterstützung und auch um den Zusammenhalt beziehungsweise Zusammenschluss. Wir werden die 27 Terawattstunden, die wir uns im EAG vorgenommen haben, nicht ins Netz bekommen, wenn wir da keinen Schulterschluss haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Steinacker und Wöginger.
Deswegen haben wir im Budgetbegleitgesetz 2024 eine Aussetzung der Umsatzsteuer für Fotovoltaik bis 35 kW Peak beschlossen – eben nach dem Motto: durch null Steuer, null Bürokratie ergeben sich deutliche Erleichterungen, da für diese PV-Anlagen zukünftig keine Förderantragstellung mehr notwendig ist. Durch den vorliegenden Abänderungsantrag wird aber auch sichergestellt, dass es einerseits zu keinen Doppelförderungen kommt und dass andererseits auch niemand um eine Art der Förderung umfällt. Wir führen also ein System gut in das nächste über, aber wie gesagt null Steuer, null Bürokratie, das gilt ab nächstem Jahr für die Fotovoltaik für die Privaten, und das ist wirklich eine große Erleichterung für alle Antragsteller:innen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Steinacker und Wöginger.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insofern: Es ist eine umfassende Novelle, viel drin, viel an Verbesserung, viel an Erleichterung, ein Mehr an Transparenz. – Herzlichen Dank an alle, die dieser Novelle ihre Unterstützung geben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Ganz kurz zu Kollegen Schroll: Sie müssten eigentlich wissen, dass Heizungen dem Vermieter gehören und dass diese Kosten nicht einfach den Mietern umgehängt werden können. Das ist auch nicht im Entwurf des EWG gestanden, dass die Mieter das dann zahlen, also sollten Sie das auch nicht verbreiten. Sie haben damals die Zweidrittelmehrheit verhindert, das haben Sie auch soeben zugegeben, und Sie sollten dem jetzt auch nicht mehr nachweinen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Schroll: ... aber ein wenig eine Themenverfehlung!
Ich freue mich, dass wir mit der Änderung dieses Gesetzes erstens einmal mehr Transparenz im Bereich der Fernwärme schaffen. Die E-Control wird in Zukunft mehr Daten haben. Ich denke, das ist auch wegen etwas, über das wir sehr viel diskutieren, ganz wichtig: Sektorkopplung. Wenn wir Sektorkopplung betreiben wollen, dann ist es wichtig, dass man aus den verschiedenen Bereichen auch die Verbrauchsdaten und andere Kennzahlen kennt. Das muss natürlich bei der E-Control zusammenlaufen, denn wie sonst sollen wir die Planung in Zukunft aufsetzen. (Abg. Schroll: ... aber ein wenig eine Themenverfehlung!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Drum ist es so billig für die Leute!
Was mich freut, ist, dass wir jetzt im EAG auch die Möglichkeit geschaffen haben, mit Bundesmitteln zusätzlich einzugreifen, um preisdämpfend zu wirken. Das ist, glaube ich, eine ganz wichtige Maßnahme. Wir haben ja nicht nur die Förderpauschale und den Erneuerbaren-Förderbeitrag heuer und für nächstes Jahr ausgesetzt, wir haben heuer auch bei den Netzkosten eingegriffen. Das wird ja auch sehr oft vergessen: Die Steigerungen der Netzkosten wurden heuer abgefangen; mit vielen Hunderten Millionen Euro wurden da die Stromkunden entlastet. Das sollte man bitte auch nicht vergessen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Drum ist es so billig für die Leute!)
Abg. Schroll: Da horchen nicht einmal mehr die eigenen Leute zu!
Zu den innovativen PV-Anlagen: Ich bin sehr froh, dass wir da jetzt den Fördersatz auf 45 Prozent erhöhen. Gebäudeintegration ist schon genannt worden. Was aber, glaube ich, auch sehr wichtig ist: Wir sprechen davon, Flächen zu nutzen, unter anderem auch Parkflächen, die durchaus eine Herausforderung sind. Ich weiß das aus der Gemeinde: Die Errichtung solcher Anlagen ist schon kostenintensiver, auch technisch herausfordernder, damit wir die Parkflächen nutzen können. Dass diese Flächen doppelt genutzt werden, wollen wir aber alle, und damit wir das umsetzen, braucht es auch diesen höheren Fördersatz. Der ist, glaube ich, sehr, sehr willkommen, damit genau diese Flächen in Zukunft noch besser genutzt werden (Abg. Schroll: Da horchen nicht einmal mehr die eigenen Leute zu!) und wir die Ökostromproduktion noch rascher ausbauen können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu den innovativen PV-Anlagen: Ich bin sehr froh, dass wir da jetzt den Fördersatz auf 45 Prozent erhöhen. Gebäudeintegration ist schon genannt worden. Was aber, glaube ich, auch sehr wichtig ist: Wir sprechen davon, Flächen zu nutzen, unter anderem auch Parkflächen, die durchaus eine Herausforderung sind. Ich weiß das aus der Gemeinde: Die Errichtung solcher Anlagen ist schon kostenintensiver, auch technisch herausfordernder, damit wir die Parkflächen nutzen können. Dass diese Flächen doppelt genutzt werden, wollen wir aber alle, und damit wir das umsetzen, braucht es auch diesen höheren Fördersatz. Der ist, glaube ich, sehr, sehr willkommen, damit genau diese Flächen in Zukunft noch besser genutzt werden (Abg. Schroll: Da horchen nicht einmal mehr die eigenen Leute zu!) und wir die Ökostromproduktion noch rascher ausbauen können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schroll: Das ist wie Weihnachten, Frau Ministerin!
Ich bitte jene Damen und Herren, die dem vorliegenden Gesetzentwurf auch in dritter Lesung ihre Zustimmung geben, um ein diesbezügliches Zeichen. – Das ist das gleiche Stimmverhalten. (Abg. Schroll: Das ist wie Weihnachten, Frau Ministerin!)
Abg. Loacker: Um 14.13 Uhr noch einmal!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Diese eigenartige Vorgangsweise, die wir ja letzte Woche im Wirtschaftsausschuss erlebt haben, findet heute ihre Fortsetzung. Wenn wir uns erinnern: In dieser Sitzung des Wirtschaftsausschusses wurde ein Antrag ohne Inhalt eingebracht, es war dann so, dass ein Abänderungsantrag dazugeschossen wurde. Schon am Dienstag gab es eine Presseaussendung, dass die Strompreisbremse umgesetzt wird, und heute um 13.45 Uhr haben wir den Abänderungsantrag bekommen. (Abg. Loacker: Um 14.13 Uhr noch einmal!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist nicht die Art von Demokratie, die wir uns vorstellen. Das ist eine Verhöhnung dieses Hauses, liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist absolut nicht in Ordnung. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Scharzenberger.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, da gibt es einige Beispiele. Weil es gar nicht so lange her ist: Untersuchungsausschüsse sollen in Zukunft öffentlich sein. – Der Generalsekretär stellt sich hin und sagt: Das ist super, das machen wir!, aber in den Ausschüssen und dort, wo die Diskussion stattfindet, passiert genau das Gegenteil. – Kolleginnen und Kollegen, solange die ÖVP das mitbestimmen kann, werden Untersuchungsausschüsse niemals öffentlich sein. (Zwischenruf der Abg. Scharzenberger.) Das heißt, den Menschen wird Sand in die Augen gestreut
Abg. Lukas Hammer: Zur Sache!
Kolleginnen und Kollegen der ÖVP, Sie haben die Inflation in den letzten zwei Jahren durchrauschen lassen. Wir haben jetzt Erhöhungen von Mieten bis zu 25 Prozent, und jetzt seid ihr auf einmal draufgekommen: Jetzt müssen wir da ganz oben schnell einen Deckel einziehen! (Abg. Lukas Hammer: Zur Sache!) – Kolleginnen und Kollegen, das ist keine ordentliche Politik, das ist nicht redlich, wie Sie hier Politik verstehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kolleginnen und Kollegen der ÖVP, Sie haben die Inflation in den letzten zwei Jahren durchrauschen lassen. Wir haben jetzt Erhöhungen von Mieten bis zu 25 Prozent, und jetzt seid ihr auf einmal draufgekommen: Jetzt müssen wir da ganz oben schnell einen Deckel einziehen! (Abg. Lukas Hammer: Zur Sache!) – Kolleginnen und Kollegen, das ist keine ordentliche Politik, das ist nicht redlich, wie Sie hier Politik verstehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Nur die Wien Energie nicht!
Wir haben immer darauf hingewiesen: Lasst die Energieversorger da nicht außen vor! Die machen Gewinne bis zum Umfallen. Die machen Rewach, dass sie die Taschen gar nicht voll kriegen! (Abg. Loacker: Nur die Wien Energie nicht!) Der Verbund zum Beispiel macht heuer einen Gewinn von 2,5 Milliarden Euro und hat eine Dividendenausschüttung durchgeführt, die 1,25 Milliarden Euro ausmacht, das heißt plus 243 Prozent – plus 250 Prozent, Kolleginnen und Kollegen! Und die Menschen draußen können sich nichts mehr leisten, können sich das Heizen nicht mehr leisten.
Beifall bei der SPÖ.
Darum, meine sehr geschätzten Damen und Herren – der ÖVP vor allen Dingen –, tun Sie nur so weiter, streuen Sie den Menschen weiter Sand in die Augen, schmettern Sie weiterhin die Menschen an! Sie werden die Rechnung dafür präsentiert bekommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Da wir den europäischen Preisbildungsmechanismus nicht außer Kraft setzen konnten, wie sowohl FPÖ als auch SPÖ in einem Anfall von Populismus gefordert haben (Zwischenruf des Abg. Deimek) – da wären nämlich relativ schnell die Lichter ausgegangen –, haben wir gehandelt.
Abg. Linder: Das Geld der Österreicher!
Wir haben die Stromkostenbremse eingeführt, und mit dieser Stromkostenbremse haben wir eine Art Energiegrundsicherung für den Strom geschaffen, mit der jeder Haushalt einen Grundbedarf von 2 900 Kilowattstunden an Strom bekommt, und zwar zu einem staatlich gestützten, leistbaren Preis von 10 Cent. Wenn man jetzt auf den Tarifkalkulator der E-Control schaut, dann sieht man, die Preise sind bei ungefähr 30 Cent. Die Stromkostenbremse bewirkt, dass diese 30 Cent nicht als 30 Cent zu bezahlen sind, sondern als 10 Cent. 20 Cent wird durch die Stromkostenbremse ersetzt oder abgedämpft. (Abg. Linder: Das Geld der Österreicher!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann es einfach nicht mehr hören, dass die Bundesregierung nicht gehandelt hätte. Da, wo wir handeln konnten, haben wir gehandelt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Im Gegensatz – und das muss ich immer wieder wiederholen, wenn Sie von Preisbremsen sprechen –: In Wien hätte der Landeshauptmann die Möglichkeit gehabt, mittels Preisgesetz in die Fernwärmepreise einzugreifen, wie das der grüne Landesrat in Oberösterreich, Stefan Kaineder, gemacht hat. Was haben Sie gemacht? – Nichts! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich kann es einfach nicht mehr hören, dass die Bundesregierung nicht gehandelt hätte. Da, wo wir handeln konnten, haben wir gehandelt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Im Gegensatz – und das muss ich immer wieder wiederholen, wenn Sie von Preisbremsen sprechen –: In Wien hätte der Landeshauptmann die Möglichkeit gehabt, mittels Preisgesetz in die Fernwärmepreise einzugreifen, wie das der grüne Landesrat in Oberösterreich, Stefan Kaineder, gemacht hat. Was haben Sie gemacht? – Nichts! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Schroll: Ja! Drum ist alles so gut!
Da hätten Sie handeln können – Sie haben nicht gehandelt. Wir haben handeln können – wir haben gehandelt. (Abg. Schroll: Ja! Drum ist alles so gut!) Und wir werden jetzt diese Stromkostenbremse für das gesamte nächste Jahr verlängern, das heißt, auch für nächstes Jahr gibt es für alle Haushalte einen Grundbedarf an Strom zu einem leistbaren, günstigen Preis. – Danke schön, und bitte um Zustimmung! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Da hätten Sie handeln können – Sie haben nicht gehandelt. Wir haben handeln können – wir haben gehandelt. (Abg. Schroll: Ja! Drum ist alles so gut!) Und wir werden jetzt diese Stromkostenbremse für das gesamte nächste Jahr verlängern, das heißt, auch für nächstes Jahr gibt es für alle Haushalte einen Grundbedarf an Strom zu einem leistbaren, günstigen Preis. – Danke schön, und bitte um Zustimmung! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Lausch: Nie!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Herr Kollege Hammer von den Grünen, Ihre Rechnung ist halt nicht ganz zu Ende gedacht (Abg. Lausch: Nie!), wenn Sie jetzt so erfreut sind, dass bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde die österreichischen Bürger, die Haushalte und Unternehmen nur 10 Cent zahlen müssten und die 20 Cent ihnen, ich weiß nicht von wem – vom Weihnachtsmann oder von wem auch immer –, geschenkt würden. Das stimmt ja nicht! Die 20 Cent müssen ja auch aus Steuergeldern finanziert werden und werden de facto wieder von diesen selbst bezahlt. Das ist ja eine Voodoomathematik, die Sie hier machen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Herr Kollege Hammer von den Grünen, Ihre Rechnung ist halt nicht ganz zu Ende gedacht (Abg. Lausch: Nie!), wenn Sie jetzt so erfreut sind, dass bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde die österreichischen Bürger, die Haushalte und Unternehmen nur 10 Cent zahlen müssten und die 20 Cent ihnen, ich weiß nicht von wem – vom Weihnachtsmann oder von wem auch immer –, geschenkt würden. Das stimmt ja nicht! Die 20 Cent müssen ja auch aus Steuergeldern finanziert werden und werden de facto wieder von diesen selbst bezahlt. Das ist ja eine Voodoomathematik, die Sie hier machen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Lukas Hammer: Okay, was sind die Ursachen? Bitte!
Im Übrigen sind Sie eben nicht in der Lage, die Ursachen dieser Preissteigerungen in den Griff zu bekommen. (Abg. Lukas Hammer: Okay, was sind die Ursachen? Bitte!) Das ist Systembekämpfung, die wir in vielen Bereichen Ihrer Klimapolitik sehen: dass Sie den Leuten das Geld wegnehmen und dann mit erheblichen Streuverlusten wieder verteilen; wobei diese Streuverluste jetzt kurioserweise Milliardengewinne in Gesellschaften sind, denn diese werden in Wirklichkeit durch dieses Modell gefördert. Im Übrigen wird immer behauptet, das sei inflationsdämpfend – das entzieht sich meiner Logik. Also tendenziell, würde ich sagen, ist das - - (Abg. Lukas Hammer: Sagt die Statistik Austria! Aber wer ist
Zwischenruf des Abg. Deimek.
schon die Statistik Austria?) – Ja, aber die Statistik Austria ist auch nicht Gott, oder? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Also das lasse ich mir nicht nehmen. Selbst Sachen, die die Statistik Austria, das Wifo, das IPCC oder sonst wer sagt – die hohe Wissenschaft –, ich lasse mir nicht nehmen (Abg. Lukas Hammer: Auf Telegram steht die Wahrheit! – Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), auch diese Sachen auf Grundlage meiner Einschätzungen zu hinterfragen und zu analysieren. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.)
Abg. Lukas Hammer: Auf Telegram steht die Wahrheit! – Heiterkeit des Abg. Schallmeiner
schon die Statistik Austria?) – Ja, aber die Statistik Austria ist auch nicht Gott, oder? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Also das lasse ich mir nicht nehmen. Selbst Sachen, die die Statistik Austria, das Wifo, das IPCC oder sonst wer sagt – die hohe Wissenschaft –, ich lasse mir nicht nehmen (Abg. Lukas Hammer: Auf Telegram steht die Wahrheit! – Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), auch diese Sachen auf Grundlage meiner Einschätzungen zu hinterfragen und zu analysieren. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.
schon die Statistik Austria?) – Ja, aber die Statistik Austria ist auch nicht Gott, oder? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Also das lasse ich mir nicht nehmen. Selbst Sachen, die die Statistik Austria, das Wifo, das IPCC oder sonst wer sagt – die hohe Wissenschaft –, ich lasse mir nicht nehmen (Abg. Lukas Hammer: Auf Telegram steht die Wahrheit! – Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), auch diese Sachen auf Grundlage meiner Einschätzungen zu hinterfragen und zu analysieren. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Jeitler-Cincelli.)
Abg. Jeitler-Cincelli: Wissenschaftsfeindlichkeit ist das! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Frau Kollegin, wir können dann zur Wissenschaft - - (Abg. Jeitler-Cincelli: Wissenschaftsfeindlichkeit ist das! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Wissenschaftsfeindlichkeit. Die Wissenschaft. – Ja, Ihre Definition von Wissenschaft ist ja, dass es nur eine Wissenschaft und die eine Meinung gibt. Das ist ja genau das Gegenteil von Wissenschaft, aber wir können gerne einmal bei einem Kaffee darüber reden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Kollegin, wir können dann zur Wissenschaft - - (Abg. Jeitler-Cincelli: Wissenschaftsfeindlichkeit ist das! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Wissenschaftsfeindlichkeit. Die Wissenschaft. – Ja, Ihre Definition von Wissenschaft ist ja, dass es nur eine Wissenschaft und die eine Meinung gibt. Das ist ja genau das Gegenteil von Wissenschaft, aber wir können gerne einmal bei einem Kaffee darüber reden. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl
Lassen Sie mich bitte mit einer Begrüßung schließen (Zwischenruf des Abg. Hörl), und zwar begrüße ich aus dem Heimatort unseres Abgeordneten und Kollegen
Beifall bei FPÖ, ÖVP, SPÖ und Grünen.
Maximilian Linder, Bürgermeister des schönen Afritz am See, sehr herzlich den Männergesangsverein unter der Leitung des Obmanns Ingolf Kaiser. Herzlich willkommen! (Beifall bei FPÖ, ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kollege Wimmer, wenn Sie heute hier stehen und sagen, die Regierung würde oder wir würden den Menschen Sand in die Augen streuen, dann haben Sie beim Ausspruch dieses Satzes in beiden Händen Sand, den Sie gleich unter das Volk gebracht haben. Wenn hier etwas getan wird, dann helfen wir den Menschen in einer Zeit, in der sie Hilfe brauchen, und das nicht erst jetzt, sondern auch schon mit dem ersten Stromkostenzuschuss, den wir hier beschlossen haben. Das war ganz akute Hilfe, die Menschen dringend gebraucht haben. – Zum einen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kassegger: Da hätte ich gerne mehr Problembewusstsein!
Zum Zweiten: Kollege Kassegger, ja, natürlich, wenn wir hier Dinge beschließen – aber das wissen Sie besser als alle anderen –, kommt das immer aus Steuergeld. Wir haben noch keinen Weihnachtsmann gefunden, der Geld druckt, also auch Maßnahmen, die Sie fordern, werden mit Steuergeld finanziert – womit sonst?! (Abg. Kassegger: Da hätte ich gerne mehr Problembewusstsein!) Ich verstehe diese Aufregung nicht, wenn es um Dinge geht, die inhaltlich passen. Dann kommen immer so komische Wahrheiten ans Tageslicht, die Sie sich selbst gezimmert haben.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Ich bitte im Sinne der Menschen in unserem Land um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Abg. Lukas Hammer: Jetzt kommt Lob!
Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Loacker. – Bitte. (Abg. Lukas Hammer: Jetzt kommt Lob!)
Abg. Stögmüller: Ein Abänderungsantrag muss nicht verteilt werden!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Frau Ministerin! Der Abänderungsantrag zu TOP 18 ist noch nicht verteilt, halte ich fest. Dieser Sektor (in Richtung NEOS weisend) hat jedenfalls noch keinen Abänderungsantrag zu TOP 18. (Abg. Stögmüller: Ein Abänderungsantrag muss nicht verteilt werden!)
Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.
Der vorletzte Redner bringt einen Abänderungsantrag ein, den Sie uns um 14.13 Uhr zugestellt haben. Das hat mit Parlamentarismus wirklich überhaupt nichts mehr zu tun. (Beifall bei NEOS, SPÖ und FPÖ.) Man kann dazu wirklich nur Dinge sagen, für die man einen Ordnungsruf bekommt. Himmel v- - noch einmal!
Beifall bei NEOS und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist auch so unehrlich! Wir haben den Ausschuss am 7. Dezember gehabt, und ich habe gesagt: Wenn ich das richtig lese, dann dient diese Trägerrakete dazu, die Strompreisbremse zu verlängern. – Und diese - - (mehrmals mit je einem Zeigefinger in Richtung ÖVP und Grüne weisend, anschließend zweimal mit der Hand auf das Redner:innenpult schlagend und mit lauter Stimme fortsetzend) Partie hat sich geweigert, das zuzugeben, von dem sie schon gewusst hat, dass sie es macht! Anstand: null Komma null! Null Komma null! Himmel noch einmal! (Beifall bei NEOS und FPÖ sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei NEOS und FPÖ.
31.12.2024 verlängert. Warum bis 31.12.2024? Weil die Strompreise mit Jahresende sinken, im Winter? – Wohl nicht. Die Antwort ist eine ganz andere: Der Wahltermin fällt in dieses halbe Jahr hinein! Oh, Überraschung! Mei, mit billigem Populismus können Sie es gut, Frau Gewessler, das haben wir schon oft gesehen. (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Abg. Kassegger: Logisch!
Wenn Sie jetzt Energieversorger sind, was tun Sie dann? – Na, Sie heben den Preis an (Abg. Kassegger: Logisch!), weil es dem Kunden ja wurscht ist. Da wäre ja eigentlich der Vorstand so einer Energie-AG – der Kelag, der Tiwag, der Illwerke vkw, der Wien Energie – nicht ganz bei Trost, wenn er den Strompreis unten ließe. Er würde ja Geld liegen lassen, das ihm die Ministerin sponsert. Also hebt er den Preis an – ganz einfach. Er wäre ja sonst deppert.
Beifall bei den NEOS.
Damit setzt man natürlich auch den Wettbewerb außer Kraft, denn es ist wurscht, ob man Kunde bei der Kelag, bei der Tiwag oder bei der EVN ist, man zahlt immer 10 Cent. Wettbewerb außer Kraft gesetzt! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Eigentlich geben die Grünen ja vor, wir sollten Energie sparen, aber: Welchen Sparanreiz hat man, wenn Sie den Preis dritteln oder vierteln? Dann ist es ja wurscht, es bleibt ja billig. Man merkt ja gar nicht, dass in Europa eigentlich eine Energieknappheit besteht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS
Gestern war Landtagssitzung in Vorarlberg, und worüber hat der Landtag diskutiert? – Über die Frage: Was machen wir mit den Gewinnen, die die Illwerke vkw ausschütten? – Also wir verteilen Geld des Steuerzahlers via Stromversorger an die Bundesländer hinunter (Beifall bei den NEOS), damit die Landefürsten mehr Trachtenjanker und Feuerwehrleitern sponsern können. So schaut’s aus! (Abg. Lercher: Geh, hör auf! Nicht immer auf die Feuerwehr!)
Abg. Lercher: Geh, hör auf! Nicht immer auf die Feuerwehr!
Gestern war Landtagssitzung in Vorarlberg, und worüber hat der Landtag diskutiert? – Über die Frage: Was machen wir mit den Gewinnen, die die Illwerke vkw ausschütten? – Also wir verteilen Geld des Steuerzahlers via Stromversorger an die Bundesländer hinunter (Beifall bei den NEOS), damit die Landefürsten mehr Trachtenjanker und Feuerwehrleitern sponsern können. So schaut’s aus! (Abg. Lercher: Geh, hör auf! Nicht immer auf die Feuerwehr!)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Es ist ja auch die Megagießkanne, denn diese Strompreisbremse bekommen die Reichen auch. Die bekomme ich auch, und weil ich in Vorarlberg gewählt bin und beruflich oft in Wien bin, habe ich zwei Wohnungen: Ich bekomme für zwei Wohnungen die Strompreisbremse! Die reichen Leute mit Ferienhaus am Attersee bekommen auch für das Ferienhaus die Strompreisbremse! – Das haben Sie veranlasst: Umverteilung von unten nach oben! (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei NEOS und FPÖ. – Bravoruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Wie super das alles funktioniert, sieht man an den Schlagzeilen der letzten Wochen. Energieversorgung Niederösterreich, EVN: Gewinn verdoppelt. Illwerke vkw: Rekordgewinn. Tiwag: 85 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr. Kelag: im ersten Halbjahr 2023 den Gewinn verdoppelt. – Super! Ich hoffe, Sie bekommen schöne Dankschreiben, schöne Weihnachtsgeschenke und schöne Weihnachtskarten. (Beifall bei NEOS und FPÖ. – Bravoruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Meinl-Reisinger: Per Mail zugegangen! Ich mein’, Entschuldigung, was ist denn da ... „der Ordnung halber“?!
Abänderungsantrag zu erwähnen, zu zitieren vergessen. Die Abänderungsanträge sind allen per Mail zugegangen, aber der Ordnung halber darf ich das noch einmal wiederholen – es tut mir leid (Abg. Meinl-Reisinger: Per Mail zugegangen! Ich mein’, Entschuldigung, was ist denn da ... „der Ordnung halber“?!) –:
Abg. Krainer: Ich versteh’ nichts! – Abg. Meinl-Reisinger: Ist das jetzt ein Witz? – Abg. Michael Hammer: Die verstehen sowieso nichts! – Abg. Meinl-Reisinger: Ist das jetzt ein Witz? Ich mein’, das ist eine Verhöhnung!
„Der Stromkostenzuschuss wird den begünstigten Personen gemäß § 4 Abs. 1 für den Zeitraum von 1. Dezember 2022 bis 31. Dezember 2024, den begünstigten Personen gemäß § 4 Abs. 2 für den Zeitraum von 1. Juni 2023 bis 30. Juni 2025 für ein jährliches Grundkontingent gewährt.“ (Abg. Krainer: Ich versteh’ nichts! – Abg. Meinl-Reisinger: Ist das jetzt ein Witz? – Abg. Michael Hammer: Die verstehen sowieso nichts! – Abg. Meinl-Reisinger: Ist das jetzt ein Witz? Ich mein’, das ist eine Verhöhnung!)
Abg. Krainer: ... deutlich! Bei der mündlichen Verhandlung müssen Sie deutlich sprechen, sonst gilt’s nicht!
Für den Ton im Haus müssen Sie sich bitte an den Techniker wenden. (Abg. Krainer: ... deutlich! Bei der mündlichen Verhandlung müssen Sie deutlich sprechen, sonst gilt’s nicht!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich bitte um Kenntnisnahme. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
schauen dann, was Sie damit bei der ÖBB ideologisch umsetzen können. So stellen wir uns Verkehrspolitik nicht vor. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei den Grünen
Fangen wir mit den großen Bauvorhaben, beispielsweise dem Brennerbasistunnel, an: 50 Prozent gehören Österreich. Wir wissen, davon zahlt einen Anteil das Land Tirol, ein Anteil wird von der EU gefördert. In Ihrem Plan findet sich ein Posten mit 50 Prozent. Zahlt das die Republik? Wie ist das wirklich? Verzichten Sie auf die Förderungen? Muss das Land Tirol nichts mehr zahlen? – Unsauber nennt das ein Buchhalter. Bei Ihnen ist das kommunistische Buchhaltung (Heiterkeit bei den Grünen), das kennen wir seit DDR-Zeiten, das ist ein bisschen eigenwillig.
Beifall bei der FPÖ.
Beim Brennerbasistunnel gibt es noch einige weitere Ungereimtheiten. Dass der Zulauf auf der österreichischen Seite halbwegs in der Zeit ist, kriegen wir hin. Wie ist das in Deutschland? Kriegen die das auch hin? Wie schaut es mit der deutschen Bahninfrastruktur südlich des Mains aus? Wir wissen ja, dass bei der DB alles, was nicht Strecken wie Berlin–Hamburg und so weiter betrifft, eine Problemzone ist. Wir wissen, dass die Verbindungen Rosenheim–München oder Salzburg–Kufstein extrem schlecht sind, ignoriert werden. Was erzählen Sie uns zu dem Thema? – Ja, dass der ICE 4 vielleicht nach Österreich kommt. Das zeigt genau das Problem, das Sie mit Ihrem Ressort haben: Sie wissen nicht, dass der in den geplanten Bahnhöfen gar nicht stehen bleiben kann, weil er nicht die den Bahnsteigkanten entsprechende Höhe hat, Sie wissen nichts von der Länge der Bahnsteige. Das ist die Bahnpolitik der Frau Bundesministerin Gewessler! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schallmeiner: Die 798.!
schaut denn das in Linz aus? – Wir haben eine Einigung in Linz – blauer Verkehrslandesrat, roter Bürgermeister (Abg. Schallmeiner: Die 798.!) –, aber ist das schon beschlossen? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gewessler.) – Perfekt, dann brauchen wir es nur noch umzusetzen. Ihren Ankündigungen kann man ja, so wie all Ihren Presseaussendungen, sonst nicht glauben.
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gewessler.
schaut denn das in Linz aus? – Wir haben eine Einigung in Linz – blauer Verkehrslandesrat, roter Bürgermeister (Abg. Schallmeiner: Die 798.!) –, aber ist das schon beschlossen? (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gewessler.) – Perfekt, dann brauchen wir es nur noch umzusetzen. Ihren Ankündigungen kann man ja, so wie all Ihren Presseaussendungen, sonst nicht glauben.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Rücktritt jetzt! Rücktritt sofort!
Ich hoffe, dass sich demnächst etwas im Themenbereich Verkehrspolitik, Eisenbahnpolitik ändert, wahrscheinlich wird es aber erst nach den Wahlen sein. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hafenecker: Rücktritt jetzt! Rücktritt sofort!)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Wir investieren in Österreich im Vergleich pro Kopf dreimal mehr in die Bahn als die Bundesrepublik Deutschland. Das ist ein Erfolg, der in den letzten Jahren eingeleitet wurde. Der Rahmenplan garantiert dafür. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Die Bahn ist für alle da. Die Bahn ist die Hauptschlagader des Regional- und Lokalverkehrs. Was gehört für die Menschen zu einem funktionierenden Bahnverkehr, was wünschen sie sich? Das sind die Punkte, an denen wir arbeiten müssen, an denen wir bereits arbeiten: der persönliche Kontakt, Ansprechpersonen, Kulanz bei Ausfällen, Verspätungen und Leistungsstörungen, eine bessere und rechtzeitige Info über Baustellen und Ausfälle. Wir wissen, dass, wenn viel gebaut wird, es viele Baustellen gibt. Da braucht es auch Anstrengungen vonseiten der ÖBB, eine effiziente Projektabwicklung, eine flexiblere Ausgestaltung in der Abwicklung mit den Gemeinden und mit allen Partnern.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Ottenschläger und Smolle.
Ich danke und hoffe auf eine breite Zustimmung. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Ottenschläger und Smolle.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Weratschnig: Na geh! Na bitte!
Wir werden dem Rahmenplan diesmal nicht die Zustimmung erteilen, weil wir einfach zu wenig Umsetzungsqualität sehen. Es wird nur mit Milliarden herumgeworfen, ohne dass eine konkrete Maßnahme, welche das Bahnfahren für die breite Bevölkerung wirklich attraktiver macht, ersichtlich ist. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Weratschnig: Na geh! Na bitte!)
Beifall bei der SPÖ.
Wo aber viel Licht ist, gibt es auch Schatten. Ich möchte speziell auf die Obersteiermark hinweisen, geschätzte Frau Ministerin. Mir ist klar: Da gibt es Landesaufgaben, die im Vorfeld zu erledigen sind, da gibt es regionale Aufgaben, die im Vorfeld zu erledigen sind, aber bei all den Milliarden, die Sie da verschieben, ist es wichtig, in diesem Transformationsprozess auch den ländlichen Raum mitzunehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir von Privatbahnen, Landesbahnen sprechen – im Konkreten von der Lavanttalbahn und von der Murtalbahn –: Diese Projekte sind bei Weitem nicht so integriert, wie wir uns das vorstellen. Dort braucht es am Ende des Tages Bundesgeld und auch eine Planung, die über den Rahmenplan hinausgeht. Wenn der Kollege von der „Öffimilliarde“ spricht, dann hoffe ich, dass die nicht nur in Ballungszentren wie Graz ankommt, sondern auch in der Obersteiermark und in anderen Regionen. Dort sind auch Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, und ich glaube, der Transformationsprozess darf nicht bei den Ballungszentren enden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte darum, dass Sie da nachschärfen und vor allem auch den regionalen Kontext mitnehmen, denn wir brauchen die Unterstützung des Bundes. Ich denke, das Geld ist dort hervorragend aufgehoben. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hafenecker: Weil ... draufsitzt vielleicht!
Wenn Sie dort auf Bahnsteig zwei ankommen und die Toilette im Zug defekt war (Abg. Hafenecker: Weil ... draufsitzt vielleicht!), dann wünsche ich Ihnen wirklich, das Sie eine gute Blase haben, weil die nächste öffentliche, kostenfrei zugängliche Toilette einen Viertelkilometer weit entfernt ist.
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Räder kann man auch nicht abstellen – also das wäre so die grüne Fraktion. Herr Ralph Schallmeiner, der grüne Kollege, hat gerade vorhin gesagt, Steyr ist der hässlichste Bahnhof Österreichs. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Ja, er hat recht, und er ist nicht allein mit dieser Meinung: Auch eine Untersuchung des Verkehrsclub Österreich hat das in diesem Jahr wieder ergeben. Guess what: Im Rahmenplan 2024–2029 sind 0 Euro für diesen Bahnhof vorgesehen.
Abg. Belakowitsch: Dann schreib’s bitte auf einen Zettel ...!
Was ich mir jetzt vom Christkind wünsche, ist ein Sinneswandel bei den ÖBB (Abg. Belakowitsch: Dann schreib’s bitte auf einen Zettel ...!) – denn ich glaube, von Ihnen aus (in Richtung Bundesministerin Gewessler) gäbe es ja sogar großes Interesse, etwas zu tun –: zum einen, was den Bahnhof Steyr betrifft, aber vor allem, was die Haltung zur Barrierefreiheit betrifft. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
in Richtung Bundesministerin Gewessler
Was ich mir jetzt vom Christkind wünsche, ist ein Sinneswandel bei den ÖBB (Abg. Belakowitsch: Dann schreib’s bitte auf einen Zettel ...!) – denn ich glaube, von Ihnen aus (in Richtung Bundesministerin Gewessler) gäbe es ja sogar großes Interesse, etwas zu tun –: zum einen, was den Bahnhof Steyr betrifft, aber vor allem, was die Haltung zur Barrierefreiheit betrifft. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was ich mir jetzt vom Christkind wünsche, ist ein Sinneswandel bei den ÖBB (Abg. Belakowitsch: Dann schreib’s bitte auf einen Zettel ...!) – denn ich glaube, von Ihnen aus (in Richtung Bundesministerin Gewessler) gäbe es ja sogar großes Interesse, etwas zu tun –: zum einen, was den Bahnhof Steyr betrifft, aber vor allem, was die Haltung zur Barrierefreiheit betrifft. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dadurch ist eben gewährleistet, dass wir Planbarkeit haben, die bei solchen großen Investitionen einfach wichtig ist, und dass wir dafür Sorge tragen, dass wir wichtige Verkehrsprojekte für Österreich, aber auch für Europa insgesamt durchführen können. Das dürfen wir an dieser Stelle nicht vergessen, das möchte ich schon auch in Richtung der NEOS noch einmal unterstreichen, dass wir ja zum Beispiel mit den großen Bauvorhaben wie dem Brennerbasistunnel, dem Koralmtunnel oder auch dem Semmeringbasistunnel auch europäische Netze verbinden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Anhaltendes Nicken der Abgeordneten Lercher und Lindner.
Abschließend möchte ich noch sagen: Ich bin ja mit Kollegen Lercher nicht immer einer Meinung, aber in diesem Fall möchte ich seine Forderung in der Frage der Pyhrn-Schober-Achse deutlich unterstützen. (Anhaltendes Nicken der Abgeordneten Lercher und Lindner.) Da ist wirklich mehr Tempo gefragt. Das ist eine ganz entscheidende Achse, die wir in Österreich noch ausbauen müssen, und die, glaube ich, sollte eine sehr, sehr hohe Priorität haben. Einerseits für die jeweiligen Regionen, aber auch da wiederum für die Wirtschaftsräume, und andererseits auch weitergedacht für Mitteleuropa ist das eine ganz wichtige Strecke, die wir ertüchtigen müssen, die wir ausbauen müssen, weil das eine Achse ist, die ehrlicherweise bis jetzt noch nicht so ist, wie wir uns das vorstellen. Da brauchen wir wirklich mehr Tempo. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Deimek: Das ist die Achse ... Slowenien! Die gehören erst einmal ... auf Fernverkehrsniveau gebracht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Deimek: Das ist die Achse ... Slowenien! Die gehören erst einmal ... auf Fernverkehrsniveau gebracht!
Abschließend möchte ich noch sagen: Ich bin ja mit Kollegen Lercher nicht immer einer Meinung, aber in diesem Fall möchte ich seine Forderung in der Frage der Pyhrn-Schober-Achse deutlich unterstützen. (Anhaltendes Nicken der Abgeordneten Lercher und Lindner.) Da ist wirklich mehr Tempo gefragt. Das ist eine ganz entscheidende Achse, die wir in Österreich noch ausbauen müssen, und die, glaube ich, sollte eine sehr, sehr hohe Priorität haben. Einerseits für die jeweiligen Regionen, aber auch da wiederum für die Wirtschaftsräume, und andererseits auch weitergedacht für Mitteleuropa ist das eine ganz wichtige Strecke, die wir ertüchtigen müssen, die wir ausbauen müssen, weil das eine Achse ist, die ehrlicherweise bis jetzt noch nicht so ist, wie wir uns das vorstellen. Da brauchen wir wirklich mehr Tempo. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Deimek: Das ist die Achse ... Slowenien! Die gehören erst einmal ... auf Fernverkehrsniveau gebracht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
wirklich gute Neuigkeiten für unser Land – und zwar für Stadt wie Land. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Deimek: Das sagt gar nichts, sinnvoll müssen sie sein, sonst ist es vergebene Liebesmüh!
Was passiert mit diesem Steuergeld? – Der Rahmenplan 2024 bis 2029 sieht insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 21,15 Milliarden Euro innerhalb dieser Rahmenplanperiode vor. Das sind in Summe, wenn Sie sich den Rahmenplan anschauen, 200 Zeilen, die voller ganz konkreter Projekte stehen, die den öffentlichen Verkehr in unserem Land besser machen. (Abg. Deimek: Das sagt gar nichts, sinnvoll müssen sie sein, sonst ist es vergebene Liebesmüh!) Ziel ist es ja, mehr Güter, mehr Personen auf die Bahn zu bringen. Dazu brauchen wir vor allem auch mehr Kapazitäten und bessere Auslastung auch auf bereits bestehenden Strecken. (Abg. Belakowitsch: Worthülsen!) Deswegen machen wir mit den Investitionen neue Bahnhöfe, moderne Zugstrecken, schnellere Verbindungen und wirklich ein Upgrade für den öffentlichen Verkehr in unserem Land, und es ist wirklich ein Meilenstein, ein weiterer Meilenstein im Bahnbau in Österreich für eine ambitionierte Verkehrswende. (Abg. Deimek: Sie sagt immer dasselbe!)
Abg. Belakowitsch: Worthülsen!
Was passiert mit diesem Steuergeld? – Der Rahmenplan 2024 bis 2029 sieht insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 21,15 Milliarden Euro innerhalb dieser Rahmenplanperiode vor. Das sind in Summe, wenn Sie sich den Rahmenplan anschauen, 200 Zeilen, die voller ganz konkreter Projekte stehen, die den öffentlichen Verkehr in unserem Land besser machen. (Abg. Deimek: Das sagt gar nichts, sinnvoll müssen sie sein, sonst ist es vergebene Liebesmüh!) Ziel ist es ja, mehr Güter, mehr Personen auf die Bahn zu bringen. Dazu brauchen wir vor allem auch mehr Kapazitäten und bessere Auslastung auch auf bereits bestehenden Strecken. (Abg. Belakowitsch: Worthülsen!) Deswegen machen wir mit den Investitionen neue Bahnhöfe, moderne Zugstrecken, schnellere Verbindungen und wirklich ein Upgrade für den öffentlichen Verkehr in unserem Land, und es ist wirklich ein Meilenstein, ein weiterer Meilenstein im Bahnbau in Österreich für eine ambitionierte Verkehrswende. (Abg. Deimek: Sie sagt immer dasselbe!)
Abg. Deimek: Sie sagt immer dasselbe!
Was passiert mit diesem Steuergeld? – Der Rahmenplan 2024 bis 2029 sieht insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 21,15 Milliarden Euro innerhalb dieser Rahmenplanperiode vor. Das sind in Summe, wenn Sie sich den Rahmenplan anschauen, 200 Zeilen, die voller ganz konkreter Projekte stehen, die den öffentlichen Verkehr in unserem Land besser machen. (Abg. Deimek: Das sagt gar nichts, sinnvoll müssen sie sein, sonst ist es vergebene Liebesmüh!) Ziel ist es ja, mehr Güter, mehr Personen auf die Bahn zu bringen. Dazu brauchen wir vor allem auch mehr Kapazitäten und bessere Auslastung auch auf bereits bestehenden Strecken. (Abg. Belakowitsch: Worthülsen!) Deswegen machen wir mit den Investitionen neue Bahnhöfe, moderne Zugstrecken, schnellere Verbindungen und wirklich ein Upgrade für den öffentlichen Verkehr in unserem Land, und es ist wirklich ein Meilenstein, ein weiterer Meilenstein im Bahnbau in Österreich für eine ambitionierte Verkehrswende. (Abg. Deimek: Sie sagt immer dasselbe!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Wir sehen, dass das wirkt: Sie sehen das in jedem Gemeinwirtschaftlichen Leistungsbericht, wenn es um die Zahlen geht und darum, dass Österreich das Bahnland Nummer eins in der EU ist, und Sie sehen es in einer Evaluierung des Klimatickets, im Rahmen derer die Menschen angeben: Ja, ich fahre jetzt Strecken mit der Bahn, die ich vorher mit dem Auto gemacht hätte! Wir sehen, dass sich diese Investitionen auszahlen, und das ist gut so. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Rahmenpläne sind übrigens ein System, um das uns wirklich ganz viele Bahnen beneiden, insbesondere die Deutsche Bahn, weil wir natürlich sehen, das liefert Planbarkeit – Planbarkeit für Investitionen, aber auch Planbarkeit für Baustellen, die trotz all der Schwierigkeiten, wenn man Großbaustellen im Netz hat, dafür sorgt, dass man diese besser aufeinander abstimmen kann. Also ich glaube, die deutschen Kollegen und Kolleginnen bei der DB würden sich alle Finger abschlecken, wenn sie auch dort ein solches Planungsinstrument hätten – insofern herzlichen Dank an alle, die daran gearbeitet haben, dass wir unsere Infrastrukturplanung auf soliden Beinen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir investieren mit diesem Rahmenplan auch in Zukunftstechnologien. Die ÖBB investieren in Erneuerbare, um den eigenen Bahnstrom auch zunehmend selbst produzieren zu können. Wir investieren in die Digitalisierung, für mehr Kapazität auf den Strecken, und wir investieren natürlich auch in Jahrhundertprojekte, wie Semmeringbasistunnel, Koralmtunnel, Brennerbasistunnel. Wenn ich an die Neuordnung denke, die mit Koralmtunnel und Semmeringbasistunnel gerade auch für die Obersteiermark möglich ist, dann muss ich sagen, das zeigt, welches Potenzial da drinsteckt, weil dadurch eine bessere Anbindung an Graz, eine bessere Anbindung an Wien möglich wird. Das zeigt auch dieser Rahmenplan. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Deimek: Die haben sich schon geeinigt! Das wissen Sie!
Ich möchte an dieser Stelle als Ministerin, aber auch als Steirerin noch herzlich um die Zustimmung zum Zweckzuschussgesetz für Graz ersuchen, das heute am Tisch liegt. Wir ermöglichen mit diesem Zweckzuschussgesetz das dritte Mal eine Mitfinanzierung für regionale Projekte. Das dritte Mal deswegen: Wir haben für die Planung der Regionalstadtbahn Linz, Herr Abgeordneter Deimek, bereits eine 15a-Vereinbarung beschlossen – für die Umsetzung stehen wir bereit, sobald sich die Stadt Linz und das Land Oberösterreich geeinigt haben und fertig mit den Planungen sind (Abg. Deimek: Die haben sich schon geeinigt! Das wissen Sie!) –, und auch für die Regionalstadtbahn zwischen Innsbruck und Rum – das wurde auch schon vor rund zwei Jahren umgesetzt –, und die Grazer-Straßenbahn-Mitfinanzierung ist jetzt der dritte Teil.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dort braucht es eine andere Rechtsform. Aus finanzverfassungsrechtlichen Gründen ist es keine 15a-Vereinbarung, sondern ein Gesetz für einen Zweckzuschuss an die Stadt. Dieses ermöglicht, Straßenbahnausbauvorhaben mit einer Gesamtinvestition von 76 Millionen Euro zu 50 Prozent zu kofinanzieren, von 2023 bis 2027 sind das 38 Millionen Euro. Das sind ganz konkrete Projekte in der Stadt, die dazu führen werden, dass der S-Bahn- und der Zugausbau in diesem Ballungsraum die volle Wirkung entfalten kann, weil man die Verlagerung zustande bekommt. Das Ziel ist, dass wir einen Fahrgastzuwachs zwischen 6 und 12 Prozent zustande bekommen, das wäre ein wirklicher Sprung, und deswegen darf ich Sie um Unterstützung für dieses Vorhaben ersuchen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Frau Ministerin, ein Letztes: Es gibt in unserem Land natürlich auch Menschen, die nicht mit dem Bus und auch nicht mit der Bahn fahren können, die auf das Auto angewiesen sind, weil sie einfach keinen Bahnhof vor der Haustüre haben. Diese Menschen, vor allem die Pendlerinnen und Pendler, dürfen nicht die Rechnung dafür zahlen, daher möchte ich klarstellen: Die Pendlerinnen und Pendler können sich auf uns verlassen, die Pendlerpauschale bleibt. (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Martina Kaufmann, MMSc BA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Werte Zuseher auf der Galerie und auch zu Hause! Im Namen meines Kollegen Ernst Gödl darf ich sehr herzlich die Gruppe aus der Nachbargemeinde meiner Heimatstadt Graz begrüßen, nämlich aus Gratwein-Straßengel – herzlich willkommen bei uns im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
In Richtung Abg. Weratschnig:
(In Richtung Abg. Weratschnig:) Herr Kollege, deswegen kann ich den Dank an Bürgermeisterin Elke Kahr von der KPÖ nicht ganz teilen, denn das hat damals Bürgermeister Siegfried Nagl von der ÖVP und nicht die kommunistische Bürgermeisterin ausverhandelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
(In Richtung Abg. Weratschnig:) Herr Kollege, deswegen kann ich den Dank an Bürgermeisterin Elke Kahr von der KPÖ nicht ganz teilen, denn das hat damals Bürgermeister Siegfried Nagl von der ÖVP und nicht die kommunistische Bürgermeisterin ausverhandelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Ich bin davon überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen werden, damit am Ende des Tages der ÖV auch in Graz gut ausgebaut ist. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der ÖVP.
Erster Punkt: Ganz wichtig ist für mich das Projekt Leogang–Maishofen–Saalbach, für welches die Fertigstellung und die Inbetriebnahme für 2024 geplant ist. Warum ist das für mich wichtig? – In Saalbach findet die alpine Ski-WM 2025 statt und wir werden mit dieser Investition, mit dieser Verbesserung der Infrastruktur dazu beitragen, dass es eine gute, eine reibungslose Abwicklung gibt. Das wird eine tolle WM in Saalbach 2025 werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Von den dort vorgesehenen 51,2 Millionen Euro sind 18 Millionen Euro für das Projekt Pass Lueg bereitgestellt, und damit kann ich dem Rahmenplan auch guten Gewissens zustimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die dritte Bitte betrifft ein Thema, das momentan bei uns sehr aufschlägt, nämlich die Inanspruchnahme von Grund für die ökologischen Ausgleichsflächen. Da würde ich Sie wirklich bitten, Frau Bundesminister, dass wir auf Augenhöhe in Verhandlungen eintreten und versuchen, die Flächen zusammenzubringen. Derzeit ist es nämlich so, dass auf die Grundbesitzerinnen und Grundbesitzer sehr viel Druck ausgeübt wird: Entweder sie verkaufen oder sie werden enteignet. Wenn wir uns da mit den Betroffenen in einem Dialog befänden, davon bin ich überzeugt, würden wir das gleiche Ergebnis ohne Druck und ohne Krampf zusammenbringen. Sie haben ja als Ministerin die Möglichkeit dazu, letztendlich können Sie als Chefin ja auch Entscheidungen vorgeben. Das wäre wirklich eine große Bitte meinerseits, dass wir mehr auf Augenhöhe mit den Grundbesitzerinnen und Grundbesitzern reden, um dieses Ergebnis gemeinsam zusammenzubringen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
etwas tun. Uns ist es ganz wichtig, dass jedes Produkt, das in Europa 500 Kilometer transportiert wird, 80 Prozent der Verkehrsleistung auf der Schiene erlebt. Deshalb muss man den Ausbau entsprechend vorantreiben. (Beifall bei der SPÖ.) Dazu brauchen wir eine Investition in den Einzelwagenverkehr, das ist wichtig.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube auch, dass es ganz wichtig ist, auf der Mühlkreisbahn etwas zu tun, damit die Schoberachse nach Tschechien weiterentwickelt wird, das ist notwendig. Das könnte auch eine europäische Strecke sein. Da muss man jedenfalls etwas tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und jetzt lasse ich mich ein bisschen aus: Mir wäre es wichtig, dass man auch im städtischen Raum in Vorarlberg etwas macht. Der Ausbau in Bregenz mit der Unterführung wäre, glaube ich, städtebaulich, infrastrukturell etwas ganz Gescheites. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, einen Satz noch: Wenn man sich anschaut, wie es den Tirolern und den Vorarlbergern mit dem Deutschen Eck geht, dann wird einem klar, da brauchen wir etwas, und ich traue mir zu sagen, Österreich muss die Führung auf der Strecke in Deutschland übernehmen. Wir sollten als Österreicher einen Staatsvertrag machen, damit wir es zustande bringen, dass die Bregenzer, die Innsbrucker oder die Vorarlberger und die Tiroler auch eine gute Anbindung an das übrige Österreich haben. – Besten Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Verwaltungsvereinfachung. – In diesem Sinne bitte ich um eine breite Zustimmung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, es ist ein Gesetz, dem wir zustimmen werden. Wie gesagt: Meiner Stimme geschuldet höre ich jetzt auf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wie gesagt, manchmal sind es auch kleine Schritte, die eine große Wirkung vor allem auch bei der Verwaltungsvereinfachung im öffentlichen Verkehr haben können, deswegen herzlichen Dank auch hier für Ihre Zustimmung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den NEOS
Weihnachten etwas von meinen Kolleginnen und Kollegen wünschen darf (Zwischenrufe bei den NEOS), dann etwas mehr Respekt, einen respektvolleren Umgang miteinander, dass wir uns vielleicht draußen in den Gängen ab und zu auch einmal grüßen und nicht mehr aneinander vorbeigehen, als würden wir uns nicht kennen. – Vielen Dank, alles Gute und eine gute Zeit! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Loacker.
Weihnachten etwas von meinen Kolleginnen und Kollegen wünschen darf (Zwischenrufe bei den NEOS), dann etwas mehr Respekt, einen respektvolleren Umgang miteinander, dass wir uns vielleicht draußen in den Gängen ab und zu auch einmal grüßen und nicht mehr aneinander vorbeigehen, als würden wir uns nicht kennen. – Vielen Dank, alles Gute und eine gute Zeit! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Unser Antrag geht auch in diese Richtung, dass wir die Maut insbesondere im Güterverkehr massiv erweitern. Ich sage es noch einmal: Wir wollten im Bundesverkehrszielegesetz klar festlegen, dass ein Produkt, das in Europa 500 Kilometer transportiert wird, eigentlich 80 Prozent der Verkehrsleistung, also 400 Kilometer, auf der Schiene transportiert werden muss. Damit das passiert, müsste man den Straßenverkehr ein Stück auch verteuern, und diese Mauten für Umgehungsstrecken wären ein Beitrag dazu. Ich kann Ihnen sagen, auf der B 131 findet Umgehungsverkehr statt, und wir wissen von vielen anderen Umgehungsstrecken. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Leider lehnt ihr es ab. – Schade. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Unser Antrag geht auch in diese Richtung, dass wir die Maut insbesondere im Güterverkehr massiv erweitern. Ich sage es noch einmal: Wir wollten im Bundesverkehrszielegesetz klar festlegen, dass ein Produkt, das in Europa 500 Kilometer transportiert wird, eigentlich 80 Prozent der Verkehrsleistung, also 400 Kilometer, auf der Schiene transportiert werden muss. Damit das passiert, müsste man den Straßenverkehr ein Stück auch verteuern, und diese Mauten für Umgehungsstrecken wären ein Beitrag dazu. Ich kann Ihnen sagen, auf der B 131 findet Umgehungsverkehr statt, und wir wissen von vielen anderen Umgehungsstrecken. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Leider lehnt ihr es ab. – Schade. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Einwallner: Da kannst jetzt zustimmen! Da hättest jetzt eigentlich zustimmen können!
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Abgeordnete! An und für sich ist die Position der österreichischen Grünen natürlich, gerade was den Lkw-Verkehr betrifft, eine flächendeckende Lkw-Maut. Da sind wir, glaube ich, völlig derselben Meinung. (Abg. Einwallner: Da kannst jetzt zustimmen! Da hättest jetzt eigentlich zustimmen können!) Das ist nicht Teil des Regierungsübereinkommens, da gab es auch keine Einigung in den Verhandlungen. Das ist einmal so, glaube ich, ganz klar. Trotzdem bin ich da auch (in Richtung Abg. Stöger) deiner Meinung, das wäre ein interessanter und wichtiger Ansatz.
in Richtung Abg. Stöger
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Abgeordnete! An und für sich ist die Position der österreichischen Grünen natürlich, gerade was den Lkw-Verkehr betrifft, eine flächendeckende Lkw-Maut. Da sind wir, glaube ich, völlig derselben Meinung. (Abg. Einwallner: Da kannst jetzt zustimmen! Da hättest jetzt eigentlich zustimmen können!) Das ist nicht Teil des Regierungsübereinkommens, da gab es auch keine Einigung in den Verhandlungen. Das ist einmal so, glaube ich, ganz klar. Trotzdem bin ich da auch (in Richtung Abg. Stöger) deiner Meinung, das wäre ein interessanter und wichtiger Ansatz.
Abg. Stöger: Das haben wir nicht gesagt!
Was aus unserer Sicht der falsche Ansatz wäre: einen Fleckerlteppich von Landesmauten zu haben. Wenn man diese Verordnungsermächtigung den Landeshauptleuten geben würde, wie im Antrag vorgeschlagen, dann würde das ja dazu führen, dass man ganz unterschiedliche Landesmauten mit unterschiedlichen Höhen hat. (Abg. Stöger: Das haben wir nicht gesagt!) Ich warne auch davor, dass es bei diesen Landesmauten dann ja auch wieder um Umgehungsverkehr gehen könnte, nämlich indem es zu diesen Strecken, die unter Landesmaut stehen, dann Ausweichrouten – vielleicht sogar durch Gemeinden, auf Gemeindestraßen, auf untergeordnete Straßen – gibt.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne werden wir diesem Antrag nicht zustimmen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schmuckenschlager: Das sagt das Taliban-Reisebüro!
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister, ich freue mich, dass Sie von Ihrem Trip in die Wüste wieder gut zurückgekehrt sind! Ich hoffe, Sie haben sich dort keinen Sonnenbrand geholt und haben auch ein bisschen die Seele baumeln lassen können. (Abg. Schmuckenschlager: Das sagt das Taliban-Reisebüro!)
Beifall bei der FPÖ.
Eines aber haben Sie gemacht, Frau Bundesminister, und das ist wirklich ärgerlich: Sie haben, ohne dass Sie jemand damit beauftragt hat, 30 Millionen Euro an Steuergeldern in die Wüste geschickt; genau das ist es, was Sie gemacht haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Zur Sache oder irgendwas?
Ich möchte jetzt schon von Ihnen wissen: Wie rechtfertigen Sie das? Keine konkreten Maßnahmen – wie rechtfertigen Sie diese 30 Millionen Euro? Dies vor dem Hintergrund (Abg. Lukas Hammer: Zur Sache oder irgendwas?), dass Sie mit Ihren schwarzen Kollegen, mit Ihren schwarzen Erfüllungsgehilfen ein Defizit von 24 Milliarden Euro gebaut haben. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ich möchte jetzt schon von Ihnen wissen: Wie rechtfertigen Sie das? Keine konkreten Maßnahmen – wie rechtfertigen Sie diese 30 Millionen Euro? Dies vor dem Hintergrund (Abg. Lukas Hammer: Zur Sache oder irgendwas?), dass Sie mit Ihren schwarzen Kollegen, mit Ihren schwarzen Erfüllungsgehilfen ein Defizit von 24 Milliarden Euro gebaut haben. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Rössler.
Steuerzahlern erzeugt. Ich finde das absolut unangebracht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Rössler.)
Beifall des Abg. Lukas Hammer
Zum aktuellen Tagesordnungspunkt – auch dieser ist interessant –: Wir wissen ja seit Längerem, dass Sie vor allem ein Ziel haben, Frau Bundesminister: den Autofahrer in jeder Art und Weise zu bekämpfen. Das ist etwas, was Sie die ganze Zeit machen, Frau Bundesminister. Sie machen dann halt noch so Geschichten wie eine NoVA-Erhöhung – hochinteressant (Beifall des Abg. Lukas Hammer) –, dann machen Sie eine Geschichte wie eine CO2-Steuer – hochinteressant –, und dann wundern Sie sich, warum die Inflation ansteigt. Das machen Sie doch gemeinsam mit den Schwarzen, die da drüben sitzen und die damit nichts zu tun haben wollen.
Abg. Hörl: Was erzählst schon wieder für einen Schmäh?
Frau Bundesminister, wissen Sie, jetzt muss ich Sie einmal in Schutz nehmen, weil Sie nämlich der ÖVP ins offene Messer gelaufen sind. Wenn man jetzt nämlich hört, dass das Pendlerpauschale und auch das Dieselprivileg abgeschafft werden sollen (Abg. Hörl: Was erzählst schon wieder für einen Schmäh?), dann war es die ÖVP und ihr Minister Brunner, der das unterschrieben hat. (Abg. Schmuckenschlager: Das hat er nicht unterschrieben! Da muss man lesen können!) Haben Sie das der Wirtschaftskammer schon erklärt, was Sie da gerade machen? Haben Sie das schon erklärt? – Das glaube ich nicht. Da wird also auch noch einiges darüber zu diskutieren sein. (Abg. Wöginger: Das stimmt einfach nicht!)
Abg. Schmuckenschlager: Das hat er nicht unterschrieben! Da muss man lesen können!
Frau Bundesminister, wissen Sie, jetzt muss ich Sie einmal in Schutz nehmen, weil Sie nämlich der ÖVP ins offene Messer gelaufen sind. Wenn man jetzt nämlich hört, dass das Pendlerpauschale und auch das Dieselprivileg abgeschafft werden sollen (Abg. Hörl: Was erzählst schon wieder für einen Schmäh?), dann war es die ÖVP und ihr Minister Brunner, der das unterschrieben hat. (Abg. Schmuckenschlager: Das hat er nicht unterschrieben! Da muss man lesen können!) Haben Sie das der Wirtschaftskammer schon erklärt, was Sie da gerade machen? Haben Sie das schon erklärt? – Das glaube ich nicht. Da wird also auch noch einiges darüber zu diskutieren sein. (Abg. Wöginger: Das stimmt einfach nicht!)
Abg. Wöginger: Das stimmt einfach nicht!
Frau Bundesminister, wissen Sie, jetzt muss ich Sie einmal in Schutz nehmen, weil Sie nämlich der ÖVP ins offene Messer gelaufen sind. Wenn man jetzt nämlich hört, dass das Pendlerpauschale und auch das Dieselprivileg abgeschafft werden sollen (Abg. Hörl: Was erzählst schon wieder für einen Schmäh?), dann war es die ÖVP und ihr Minister Brunner, der das unterschrieben hat. (Abg. Schmuckenschlager: Das hat er nicht unterschrieben! Da muss man lesen können!) Haben Sie das der Wirtschaftskammer schon erklärt, was Sie da gerade machen? Haben Sie das schon erklärt? – Das glaube ich nicht. Da wird also auch noch einiges darüber zu diskutieren sein. (Abg. Wöginger: Das stimmt einfach nicht!)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Stöger, ich glaube, bei dem Antrag haben Sie ein bisschen Pech beim Nachdenken gehabt, um das nett zu formulieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Ribo und Rössler.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, jede Sitzung, in der ich diese Regierung hier sitzen sehe, ist für mich eine Qual, weil ich weiß, dass es den Österreichern nach jeder Sitzung hier ein Stück schlechter geht und dass das Leben noch schwieriger zu bestreiten sein wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ribo und Rössler.) Deswegen zähle ich die Tage, zähle ich die Monate. Ich freue mich auf den Neuwahltermin und sage Ihnen eines: Mit einem Volkskanzler Herbert Kickl wird mit diesem Blödsinn aufgeräumt. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Das nächste Mal überfällt er eine Bank und nicht das BVT!)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Das nächste Mal überfällt er eine Bank und nicht das BVT!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, jede Sitzung, in der ich diese Regierung hier sitzen sehe, ist für mich eine Qual, weil ich weiß, dass es den Österreichern nach jeder Sitzung hier ein Stück schlechter geht und dass das Leben noch schwieriger zu bestreiten sein wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ribo und Rössler.) Deswegen zähle ich die Tage, zähle ich die Monate. Ich freue mich auf den Neuwahltermin und sage Ihnen eines: Mit einem Volkskanzler Herbert Kickl wird mit diesem Blödsinn aufgeräumt. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Das nächste Mal überfällt er eine Bank und nicht das BVT!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
zu bringen, aber das ist halt typisch FPÖ. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der ÖVP.
ein Reduzieren von Lärm- und Schadstoffbelastungen in Regionen, in den Gemeinden unterstützt, aber vor allem die Bevölkerung entlastet und nicht zusätzlich belastet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne nochmals zurück zum Antrag: Durch die Einhebung von Mautgebühren generell kann größtmögliche Sicherheit und Qualität auf Autobahnen und Schnellstraßen gewährleistet werden. Primäres Ziel ist es, dass diejenigen, die diese Infrastruktur benutzen, auch davon profitieren, und nicht, wie es durch die Umsetzung Ihres Vorschlages der Fall wäre, dass zusätzlich auch niederrangige Straßennetze belastet werden. Deshalb werden wir diesem Antrag nicht zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Hafenecker: Der Brunner war’s!
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Frau Präsidentin! Kollege Hafenecker hat vorhin behauptet, dass Ministerin Gewessler die Pendlerpauschale abschaffen will. Das ist nicht richtig. (Abg. Hafenecker: Der Brunner war’s!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stefan: Habeck spricht!
(Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Stefan: Habeck spricht!)
Beifall bei der SPÖ.
Die regionale Ausgestaltung des Klimabonus treibt ebenso skurrile Blüten, und auch das haben wir als SPÖ immer wieder aufgezeigt und kritisiert. Bezeichnend ist, dass mittlerweile sogar ÖVP-Vertreter diese regionalen Absurditäten bemängeln. Man hätte auch einfach in den letzten zwei Jahren auf uns hören können und den Klimabonus sozial statt regional staffeln können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Zum jetzigen Zeitpunkt ist übrigens noch offen, wie hoch der Klimabonus im kommenden Jahr ausfallen wird. Die Höhe ist ja von der Höhe der CO2-Steuer abhängig, die erst heute mit 45 Euro pro Tonne festgelegt wurde. Wir fordern weiterhin, dass diese CO2-Steuer bis zum Ende der Energiekrise ausgesetzt wird (Beifall bei der SPÖ), denn die Energiepreise sind immer noch zu hoch. Es braucht derzeit schlicht keine weiteren preistreibenden Effekte durch die CO2-Steuer.
Abg. Gödl: Dafür gibt es den Klimabonus! Plus und Minus rechnen, Frau Schmidt!
Nur als Beispiel: In Salzburg sind die Strompreise von 7 auf 27 Cent gestiegen, die Gaspreise von 5 auf 10 Cent. (Abg. Gödl: Dafür gibt es den Klimabonus! Plus und Minus rechnen, Frau Schmidt!) Da braucht es wohl wirklich keine zusätzliche Steuer mehr.
Beifall bei der SPÖ.
führt ja dazu, dass sich die Inflationsspirale immer weiter dreht, dass Mieten, Versicherungsgebühren, Löhne und Preise immer weiter steigen und damit schlussendlich auch die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen gefährden. Energiepreise sind der Schlüssel für eine niedrige Inflation. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Zum Beispiel welches Bundesland? Welche Bundesländer?
Abschließend noch eine Info für Herrn Kollegen Schwarz : Die Zuständigkeit für die Regulierung der Fernwärmepreise liegt laut Preisgesetz § 4 beim Wirtschaftsminister. Sie wurde in einigen wenigen Fällen von ihm an die Bundesländer delegiert (Abg. Lukas Hammer: Zum Beispiel welches Bundesland? Welche Bundesländer?), aber für die überwiegende Mehrheit, zum Beispiel in Salzburg, liegt die Zuständigkeit für die Fernwärmepreise beim Bund und eben nicht bei den Bundesländern. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend noch eine Info für Herrn Kollegen Schwarz : Die Zuständigkeit für die Regulierung der Fernwärmepreise liegt laut Preisgesetz § 4 beim Wirtschaftsminister. Sie wurde in einigen wenigen Fällen von ihm an die Bundesländer delegiert (Abg. Lukas Hammer: Zum Beispiel welches Bundesland? Welche Bundesländer?), aber für die überwiegende Mehrheit, zum Beispiel in Salzburg, liegt die Zuständigkeit für die Fernwärmepreise beim Bund und eben nicht bei den Bundesländern. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Geschätzte Damen und Herren! Das ist ein gutes Beispiel, Frau Kollegin, für Umweltpolitik und Klimapolitik nach dem Modell: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass! – Das kommt wahrscheinlich in der Hitparade der Bablerforderungen gleich nach den wasserdichten Wurstsemmeln. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.
Jetzt haben wir gesehen, dass es beim Klimabonus die eine oder andere Unschärfe gibt, darum gibt es heute auch diesen Antrag, mit dem wir mehr in Richtung des Systems weg von den Schecks, stärker hin zu den Banküberweisungen gehen wollen, damit wir genau das, was der Rechnungshof kritisiert, auch entsprechend angehen können. Wir sagen: Noch stärkere Kontrolle, noch besseres Management der Daten, um die Auszahlung perfekt darstellen zu können. Das Erfolgsmodell des Klimabonus und unserer Klimapolitik können Sie damit aber wirklich nicht schlechtreden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Lukas Hammer.)
Abg. Hörl: Fakenews!
Das ist hier schon öfter gesagt worden, aber das bedeutet: Immer wenn es heißt: Das Pendlerpauschale kommt weg!, sind das Fakenews. (Abg. Hörl: Fakenews!) Damit kennen Sie von der FPÖ sich aber wirklich gut aus, denn wenn Volksvertreter, die hier hereingewählt sind, nicht einmal 10 Prozent der Nettozeit herinnen sind, dann sind sie auch Fakevolksvertreter, und das können Sie Ihrem
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Fakevolkskanzler, Fakekanzler Kickl gerne ausrichten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Frau Bundesminister! Ja, Herr Fakeumweltsprecher der ÖVP, wenn man Sie so nennen möchte als Bauernvertreter, der in diesem Haus auch sehr, sehr viel blockiert – wenn es nach den Grünen geht, da sind wir ja Gott sei Dank unterschiedlicher Meinung. Sich mit weißen Federn zu waschen, oder wie auch immer, ohne nass zu werden, ist auch im Hühnerstall sehr, sehr schwer – in Ihrem zumindest. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Jetzt fängt er wieder an!
Ein weiterer Punkt noch: Die Pendlerpauschale muss man ansprechen. Sich hier so scheinheilig – Entschuldigung, das nehme ich zurück, das gibt ja normalerweise einen Ordnungsruf, Frau Präsident –, sich hier also so pseudomäßig zu verhalten und eine Diskussion vom Zaun zu brechen, eine klimaschädliche Subvention abschaffen zu wollen, nämlich die Pendlerpauschale (Abg. Hörl: Jetzt fängt er wieder an!), und sich dann auf der anderen Seite hinzustellen und zu glauben, das wird in dieser Form nicht passieren - - Ich glaube, ihr werdet merken, dass der Druck in euren Reihen immer aus dieser Reichshälfte oder von diesem Sektor kommt, vor allem immer dann, wenn ihr sehr, sehr viele Probleme interner Art habt.
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage hier also ganz klar: Mit uns wird es keine Abschaffung der Pendlerpauschale geben. Da können Sie noch so viele Maßnahmen setzen, eines wird Ihnen nicht gelingen, nämlich die nächste Wahl zu gewinnen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schnabel: Bepreisung!
Bürgern zuerst viel Geld – in etwa 1,5 Milliarden Euro – über die CO2-Steuer entnimmt (Abg. Schnabel: Bepreisung!) und es dann aber wiederum, nachdem man die Kosten in der Verwaltung hat entstehen lassen, zurückverteilt und dann auch nach Geografie und sonstigen Elementen umverteilt, aus unserer Sicht nicht der sinnvollste Umgang mit Steuermitteln ist.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Ich bitte Sie und wir als NEOS, als Fraktion, bitten Sie: Fokussieren Sie darauf, die Treibhausgasemissionen runterzubekommen, und nicht darauf, neue komplexe bürokratische Konstrukte zu erstellen, die wir dann über Jahre haben und für die wir alle viel Steuergeld verbrennen. Das brauchen wir nicht, und deswegen bleibt unsere grundsätzliche Kritik am Klimabonus. Wir bitten Sie aber, es zumindest deutlich besser zu machen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Aus Sicht der Anspruchsberechtigten ist natürlich eine direkte Überweisung auf das Konto der allereinfachste Weg, um den Klimabonus zu erhalten. Bereits jetzt erfolgt das für den allergrößten Teil der Anspruchsberechtigten, also rund 7,5 Millionen Menschen haben die Auszahlung per Überweisung erhalten. Das, was Österreich jetzt schafft, ist übrigens etwas, das unser Nachbarland Deutschland nicht schafft. Ich bin derzeit sehr viel in Deutschland unterwegs, um zu erklären, wie wir das gerade machen. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich freue mich sehr, dass der Rechnungshof heute bestätigt hat, dass wir das extrem kosteneffizient machen. Beim Klimabonus betragen die Abwicklungskosten 0,64 Prozent im Vergleich zur Transferzahlung. Der Energiekostenausgleich war dreimal so aufwendig in der Auszahlung, also insofern freue ich mich sehr, dass wir da heute ein gutes Zeugnis ausgestellt bekommen haben. Natürlich arbeiten wir aber an jedem weiteren Optimierungspotenzial, und ich darf Sie ersuchen, mit Ihrer Zustimmung zu dieser Novelle das auch zu unterstützen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Rechnungshof kritisiert sogar den enormen Aufwand, der die gesamte Post AG fast an ihre Grenzen gebracht hat. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, mehr Personal und ausufernde Schulungen sind notwendig geworden. Auf diesem Weg sage ich auch ein großes Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Post für ihre leider vermeidbare Mehrarbeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Nein, nein! – Abg. Schnabel: Das ist übersozial! Der Klimabonus ist übersozial!
Zusammengefasst: Wir alle hätten uns wirklich viele skurrile Schlagzeilen und wütende Bürger:innen ersparen können, wenn der Klimabonus schon im Vorhinein besser geplant und durchdacht gewesen wäre. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, aber auch handwerkliche Verbesserungen ändern nichts an unserer grundsätzlichen Kritik. Die regionale Staffelung des Klimabonus ergibt keinen Sinn, sie ist und bleibt unsozial. (Abg. Lukas Hammer: Nein, nein! – Abg. Schnabel: Das ist übersozial! Der Klimabonus ist übersozial!)
Abg. Schwarz: Soll er auch nicht, weil du sollst ja umstellen von einer Ölheizung ...! Sollen wir dir die Ölheizung zahlen oder was?
Jetzt rede ich noch nicht einmal darüber, dass die CO2-Steuer angesichts der aktuellen Teuerung insgesamt ausgesetzt gehört – das wäre dringend notwendig –, sondern es geht mir ganz konkret darum, dass die Region, aus der man kommt, nicht die Grundlage dafür sein kann, wie viel man von der CO2-Bepreisung zurückbekommt. Ja, mein Wohnort sagt in manchen Fällen etwas über meine Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel aus, aber er sagt rein gar nichts über meine Heizform oder andere wichtige Kriterien aus. (Abg. Schwarz: Soll er auch nicht, weil du sollst ja umstellen von einer Ölheizung ...! Sollen wir dir die Ölheizung zahlen oder was?)
Beifall bei der SPÖ.
Statt dieser ungerechtfertigten Unterscheidung würden andere Möglichkeiten deutlich mehr Sinn machen, vor allem eine soziale Staffelung des Klimabonus hätte einen wirklich umverteilenden Effekt. Sie würde gerade jene Gruppen, die am meisten unter den wirtschaftlichen Ungleichheiten unserer Gesellschaft leiden, unterstützen und gleichzeitig einen wirksamen Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Klima- und Umweltpolitik ist immer eine soziale Frage. Statt einer Umweltpolitik mit dem erhobenen Zeigefinger brauchen wir wirksame soziale Maßnahmen, die die Bevölkerung mitnehmen und einbinden. Der aktuelle Klimabonus mit seinen regionalen Diskriminierungen tut das nicht, und deshalb werden wir diesem Gesetz auch nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lindner: Na, wir brauchenʼs!
Ich kann überhaupt nicht verstehen, lieber Herr Kollege Mario Lindner und liebe Kollegin Schmidt, dass Sie hier die soziale Komponente derartig kritisieren und runterreden. (Abg. Lindner: Na, wir brauchenʼs!) Sie sollten die Unterlagen des Budgetdienstes lesen! (Beifall des Abg. Lukas Hammer.) Der Budgetdienst des
Beifall des Abg. Lukas Hammer.
Ich kann überhaupt nicht verstehen, lieber Herr Kollege Mario Lindner und liebe Kollegin Schmidt, dass Sie hier die soziale Komponente derartig kritisieren und runterreden. (Abg. Lindner: Na, wir brauchenʼs!) Sie sollten die Unterlagen des Budgetdienstes lesen! (Beifall des Abg. Lukas Hammer.) Der Budgetdienst des
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Parlaments hat ausdrücklich festgehalten, dass der Klimabonus eine soziale Wirkung hat, eine soziale Entfaltung hat, und zwar genau auf jene Einkommensdezile, die im unteren Segment angesiedelt sind. Das ist eindeutig und wurde nachgerechnet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
So soll es auch sein, meinen Damen und Herren, denn wir schaffen die Klimawende nur, wenn sie sozial verträglich und auch ökonomisch vertretbar ist. Vor allem muss sie sozial verträglich sein. Dazu gehört im Sinne Österreichs ganz gewiss auch, dass wir regional differenzieren, denn wir wollen nicht nur Großstädte, sondern wir wollen pulsierende Regionen, wir wollen lebendige Dörfer, wir wollen Menschen, die dort wohnen können. Diese haben dort natürlich unter dem Aspekt einer CO2-Bepreisung höhere Aufwendungen, weil natürlich viele Einrichtungen – Spitäler, Krankenhäuser, Ärzte, Sportanlagen und dergleichen – in der Fläche nicht überall gleich vorhanden sind, sondern weitere Wege zu gehen, zu fahren sind. Das sind höhere Aufwendungen, und deswegen machen wir diese regionale Differenzierung auch als einen sozialen Ausgleich – und wir stehen dazu. Wir wollen diese Regionen stärken, und das soll sich in unserer Steuerreform, in der ökosozialen Steuerreform abbilden. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl: Warum klatscht du nicht! – Abg. Lukas Hammer: Magst du Polka tanzen mit mir, oder was?
Meine Damen und Herren, noch ein Wort zu den Klimaklebern, da wir jetzt schon beim Punkt sozial sind: Das, was die Klimakleber in Österreich aufführen, ist alles andere als sozial. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl: Warum klatscht du nicht! – Abg. Lukas Hammer: Magst du Polka tanzen mit mir, oder was?) Es ist im größten Ausmaße unsozial und asozial, nämlich derartig asozial, wenn die Menschen – völlig unbedarft –, die auf dem Weg zur Arbeit sind, die auf dem Weg zur Schule sind, bei denen vielleicht gerade ein Krankentransport ansteht, völlig mutwillig behindert werden. Es darf bei uns hier im Parlament und auch in der Bundesregierung überhaupt kein Verständnis dafür geben, dass das irgendwie kleingeredet wird.
Abg. Lindner – in Richtung Grüne –: Der schimpft euch!
Ich habe kein Verständnis – Frau Bundesministerin, das richtet sich auch an Ihre Adresse und an die Adresse von manchen hier im Haus (Abg. Lindner – in Richtung Grüne –: Der schimpft euch!) – dafür, dass manche hier Spalier stehen, wenn die Klimakleber auf der Straße picken. Das geht nicht, das ist eine unsoziale, asoziale Maßnahme, und die gehört mit aller Härte des Gesetzes bestraft. Es gibt auch kein Verständnis dafür, dass manche nicht nur Spalier stehen, sondern die Frau Justizminister eventuell sogar die Welle dazu macht und vielleicht das eine oder andere Verfahren beeinflusst. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heftiger Widerspruch bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heftiger Widerspruch bei den Grünen.
Ich habe kein Verständnis – Frau Bundesministerin, das richtet sich auch an Ihre Adresse und an die Adresse von manchen hier im Haus (Abg. Lindner – in Richtung Grüne –: Der schimpft euch!) – dafür, dass manche hier Spalier stehen, wenn die Klimakleber auf der Straße picken. Das geht nicht, das ist eine unsoziale, asoziale Maßnahme, und die gehört mit aller Härte des Gesetzes bestraft. Es gibt auch kein Verständnis dafür, dass manche nicht nur Spalier stehen, sondern die Frau Justizminister eventuell sogar die Welle dazu macht und vielleicht das eine oder andere Verfahren beeinflusst. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Heftiger Widerspruch bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Das geht nicht, das geht so nicht. Das ist asozial, das ist unsozial, und das müssen wir mit aller Vehemenz bekämpfen, wenn wir glaubwürdige, sozial gerechte Klimapolitik machen wollen. Dafür haben wir die ökosoziale Steuerreform und dafür setzen wir auch diese Maßnahmen – so, wie es sich gebietet: hier im Parlament beschlossen und nicht von sich irgendwo auf die Straße Klebenden erzwungen. Ich bitte um diese gemeinsame Vorgangsweise. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Also ich hätte es nicht besser sagen können, was die Klimakleber betrifft. – Danke, Herr Kollege, die Einleitung war hervorragend. (Beifall bei der ÖVP.) Eine Großstadt lahmzulegen, indem man sich auf der Straße festbetoniert, ist auch Schädigung des öffentlichen Eigentums. (Abg. Krainer: Es gibt auch Leute, die betonieren sich in Funktionen ein!)
Abg. Krainer: Es gibt auch Leute, die betonieren sich in Funktionen ein!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Also ich hätte es nicht besser sagen können, was die Klimakleber betrifft. – Danke, Herr Kollege, die Einleitung war hervorragend. (Beifall bei der ÖVP.) Eine Großstadt lahmzulegen, indem man sich auf der Straße festbetoniert, ist auch Schädigung des öffentlichen Eigentums. (Abg. Krainer: Es gibt auch Leute, die betonieren sich in Funktionen ein!)
Ruf bei der SPÖ: Es gibt niemanden, der keine Steuern zahlt!
System erreicht man auch Menschen, die keine Steuern bezahlen. (Ruf bei der SPÖ: Es gibt niemanden, der keine Steuern zahlt!) Also wird das wohl sozialer sein; Kollege Gödl hat es Ihnen ja eben gesagt.
Abg. Krainer: Es gibt schon Leute, die keine Steuern zahlen!
Frau Bundesminister, es ist ein Mammutprojekt, ich gratuliere Ihnen eigentlich zur Durchführung. (Abg. Krainer: Es gibt schon Leute, die keine Steuern zahlen!) 8,5 Millionen Menschen sind berechtigt, 7,5 Millionen Euro sind ausbezahlt und Abwicklungskosten von nur 0,64 Prozent in Relation zu den Transferzahlungen.
Heiterkeit und Beifall sowie Oh-Rufe bei der ÖVP. – Bundesministerin Gewessler überkreuzt erheitert die Arme vor der Brust.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Frau Bundesminister. In diesem Zusammenhang kann ich Sie eigentlich nur loben. (Heiterkeit und Beifall sowie Oh-Rufe bei der ÖVP. – Bundesministerin Gewessler überkreuzt erheitert die Arme vor der Brust.) – Frohe Weihnachten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Lindner: Keine gute Rede!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Lindner: Keine gute Rede!
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Frau Bundesminister. In diesem Zusammenhang kann ich Sie eigentlich nur loben. (Heiterkeit und Beifall sowie Oh-Rufe bei der ÖVP. – Bundesministerin Gewessler überkreuzt erheitert die Arme vor der Brust.) – Frohe Weihnachten! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Lindner: Keine gute Rede!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dass da und dort ein bisschen mehr Maß sinnvoll wäre. Und natürlich ist es auch wichtig, dass die Politik klar Flagge bekennt, wie man vernünftig vorgeht – jedenfalls nicht mit Demonstrationen. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Oje, da müssen wir uns auch noch einmal melden!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Abgeordneter Lukas Hammer. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Oje, da müssen wir uns auch noch einmal melden!)
Abg. Schmuckenschlager: Weil sie einen roten Kanzler haben!
Deutschland diskutiert das, sie nennen es Klimageld oder Bürger:innengeld – wir haben eine Rückverteilung der CO2-Einnahmen, und darum beneidet uns Deutschland! Warum hat Deutschland sie nicht? (Abg. Schmuckenschlager: Weil sie einen roten Kanzler haben!) An den Ausführungen des Kollegen Bernhard konnte man das erkennen: weil die Liberalen nicht dafür sind! Und Deutschland hat einen liberalen Finanzminister (Abg. Schmuckenschlager: Roter Kanzler!), deswegen gibt es in Deutschland keine Rückverteilung des CO2-Preises. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schmuckenschlager: Roter Kanzler!
Deutschland diskutiert das, sie nennen es Klimageld oder Bürger:innengeld – wir haben eine Rückverteilung der CO2-Einnahmen, und darum beneidet uns Deutschland! Warum hat Deutschland sie nicht? (Abg. Schmuckenschlager: Weil sie einen roten Kanzler haben!) An den Ausführungen des Kollegen Bernhard konnte man das erkennen: weil die Liberalen nicht dafür sind! Und Deutschland hat einen liberalen Finanzminister (Abg. Schmuckenschlager: Roter Kanzler!), deswegen gibt es in Deutschland keine Rückverteilung des CO2-Preises. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deutschland diskutiert das, sie nennen es Klimageld oder Bürger:innengeld – wir haben eine Rückverteilung der CO2-Einnahmen, und darum beneidet uns Deutschland! Warum hat Deutschland sie nicht? (Abg. Schmuckenschlager: Weil sie einen roten Kanzler haben!) An den Ausführungen des Kollegen Bernhard konnte man das erkennen: weil die Liberalen nicht dafür sind! Und Deutschland hat einen liberalen Finanzminister (Abg. Schmuckenschlager: Roter Kanzler!), deswegen gibt es in Deutschland keine Rückverteilung des CO2-Preises. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Und an die Adresse der SPÖ: Ich verstehe euch nicht, und ich glaube, ihr habt das System nicht verstanden. (Beifall bei den Grünen.) Es werden die gesamten Einnahmen rückverteilt, und der Regionalbonus ist zusätzliches Geld. Wenn ihr euch die Analyse des Budgetdienstes anschaut, dann werdet ihr sehen: Die untersten Einkommensschichten profitieren unterm Strich. (Abg. Schroll: Das war ja nicht die Kritik!) 60 Millionen Euro bleiben dem untersten Einkommenszehntel übrig. Sie bekommen wesentlich mehr über den Klimabonus, als sie CO2-Preis zahlen. Das ist sozial gerechte Klimapolitik! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schroll: Das war ja nicht die Kritik!
Und an die Adresse der SPÖ: Ich verstehe euch nicht, und ich glaube, ihr habt das System nicht verstanden. (Beifall bei den Grünen.) Es werden die gesamten Einnahmen rückverteilt, und der Regionalbonus ist zusätzliches Geld. Wenn ihr euch die Analyse des Budgetdienstes anschaut, dann werdet ihr sehen: Die untersten Einkommensschichten profitieren unterm Strich. (Abg. Schroll: Das war ja nicht die Kritik!) 60 Millionen Euro bleiben dem untersten Einkommenszehntel übrig. Sie bekommen wesentlich mehr über den Klimabonus, als sie CO2-Preis zahlen. Das ist sozial gerechte Klimapolitik! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und an die Adresse der SPÖ: Ich verstehe euch nicht, und ich glaube, ihr habt das System nicht verstanden. (Beifall bei den Grünen.) Es werden die gesamten Einnahmen rückverteilt, und der Regionalbonus ist zusätzliches Geld. Wenn ihr euch die Analyse des Budgetdienstes anschaut, dann werdet ihr sehen: Die untersten Einkommensschichten profitieren unterm Strich. (Abg. Schroll: Das war ja nicht die Kritik!) 60 Millionen Euro bleiben dem untersten Einkommenszehntel übrig. Sie bekommen wesentlich mehr über den Klimabonus, als sie CO2-Preis zahlen. Das ist sozial gerechte Klimapolitik! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der SPÖ: Weil es ein Inflationstreiber ist!
Es ist ja einerseits auch eine Umverteilung von oben nach unten. Die Unternehmen – und das könnte man sozusagen von deren Seite auch kritisieren, sie tun es nicht; ich verstehe (in Richtung SPÖ) euch nicht, warum ihr das sozusagen nicht als positiv anseht (Ruf bei der SPÖ: Weil es ein Inflationstreiber ist!) – zahlen einen CO2-Preis, ausgezahlt wird der Klimabonus aber nur an Haushalte.
Abg. Kassegger: Ja, richtig! Und wir ersparen uns, das Geld im Kreis herumzuschicken! Wir haben schon genug Umverteilung!
passiert – der wird dann nämlich auch gestrichen. (Abg. Kassegger: Ja, richtig! Und wir ersparen uns, das Geld im Kreis herumzuschicken! Wir haben schon genug Umverteilung!)
Beifall bei den Grünen sowie Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.
Das heißt, 90 Prozent der untersten Einkommensbezieher bekommen dann keinen Klimabonus, die obersten 10 Prozent – das sind die Einzigen, die mehr CO2-Preis zahlen, weil sie einen höheren CO2-Fußabdruck haben – sind diejenigen, die sich dann freuen, wenn der CO2-Preis abgeschafft wird, aber das ist genau die Klientel, für die die FPÖ Politik macht. Bei der SPÖ wundert es mich, und es wundert mich auch, dass ihr mit Anträgen zur Abschaffung des CO2-Preises einfach schamlos sozusagen das letzte Mäntelchen an Klimaschutz abgestreift habt. (Beifall bei den Grünen sowie Beifall und Bravoruf bei der ÖVP.)
Abg. Stögmüller: Das kennt die ÖVP nicht! Die tut das gerne, einmischen!
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Es ist jetzt eine Debatte wieder aufgeflammt, von der ich eigentlich dachte, sie wäre schon vorbei und wir wären durch mit dem Thema. Ich denke, Sie wissen – wir reden seit Jahren davon –: Einmischung in die unabhängige Justiz seitens der Politik hat keinen Platz! (Abg. Stögmüller: Das kennt die ÖVP nicht! Die tut das gerne, einmischen!) Und Nichteinmischung bedeutet, dass man Entscheidungen der Justiz stehen lässt, wie sie fallen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gödl: Wo ist der Weisungsbericht?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gödl: Wo ist der Weisungsbericht?
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Es ist jetzt eine Debatte wieder aufgeflammt, von der ich eigentlich dachte, sie wäre schon vorbei und wir wären durch mit dem Thema. Ich denke, Sie wissen – wir reden seit Jahren davon –: Einmischung in die unabhängige Justiz seitens der Politik hat keinen Platz! (Abg. Stögmüller: Das kennt die ÖVP nicht! Die tut das gerne, einmischen!) Und Nichteinmischung bedeutet, dass man Entscheidungen der Justiz stehen lässt, wie sie fallen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Gödl: Wo ist der Weisungsbericht?)
Abg. Gödl: Wo ist der Weisungsbericht?
Es gibt Behörden, die zuständig sind, Weisungen zu erteilen, und die wurden auch erteilt. Wenn man da eingreift, dann ist das Einmischung (Abg. Gödl: Wo ist der Weisungsbericht?), und das geht nicht mit uns! Das wird nicht gemacht, und
Beifall bei den Grünen. – Abg. Gödl: Wo ist der Weisungsbericht?
die Frau Justizministerin hat das auch nicht gemacht. Das kann ich so nicht stehen lassen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Gödl: Wo ist der Weisungsbericht?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen: Sie haben eine sehr kompetente Justizsprecherin, mit der wir sehr gut daran arbeiten, die Einrichtung einer Bundesstaatsanwaltschaft umzusetzen – und genau diese Einwendungen zeigen, wie wichtig es ist, dass wir das jetzt endlich schaffen. Also hören Sie auf, den guten Vorschlag der Expertenkommission zu blockieren, richten wir die Bundesstaatsanwaltschaft ein, dann haben wir all diese Debatten ein für alle Mal abgestellt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Man kann dieser Technik nicht vertrauen. Unsere Forderung schon vor der UVP, diesen alten Reaktorblock abzudrehen, wäre die richtige Entscheidung für die Sicherheit von Österreich und von ganz Mitteleuropa gewesen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kohlekraftwerke werden mit einem Versprechen am Leben gehalten, das nicht eingelöst werden kann. Deswegen ist es mir ganz, ganz wichtig, dass wir hier in Österreich ganz entschieden gegen solche Projekte auftreten. Ich danke jetzt schon für die Unterstützung von allen Fraktionen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schnabel: Das war kein Helikoptergeld!
Abschließend, meine Damen und Herren: Förderung mit Helikoptergeld, wie zu Covid-Zeiten von der Regierung ausgeschüttet – ich meine da auch insbesondere den Klimabonus –, lässt uns die Transformation der Industrie nicht erreichen. (Abg. Schnabel: Das war kein Helikoptergeld!) Es wäre nur neues Geld, das mitten in der Klimaerhitzung verbrannt wird. – Vielen Dank und frohes Fest! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend, meine Damen und Herren: Förderung mit Helikoptergeld, wie zu Covid-Zeiten von der Regierung ausgeschüttet – ich meine da auch insbesondere den Klimabonus –, lässt uns die Transformation der Industrie nicht erreichen. (Abg. Schnabel: Das war kein Helikoptergeld!) Es wäre nur neues Geld, das mitten in der Klimaerhitzung verbrannt wird. – Vielen Dank und frohes Fest! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt viele Versprechungen der Atomindustrie, wie sicher die Herstellung von Strom in Atomkraftwerken ist. Diese Sicherheit kann aber eben nicht zu 100 Prozent gegeben werden, maximal zu 99,9 Prozent, denn sonst würde es nicht Fukushima geben, hätte es nicht Tschernobyl gegeben, hätte es nicht Unfälle in Amerika und auch in England gegeben. Dieses Restrisiko ist einfach zu hoch, um dementsprechend von einer sicheren Stromproduktion sprechen zu können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Geschätzte Damen und Herren, die Boku Wien hat eine Studie gemacht, was passieren würde, wenn in Krško ein Super-GAU passieren würde. Ich zeige Ihnen hier ganz kurz eine Karte von Mitteleuropa (eine Landkarte Mitteleuropas mit verschiedenfarbigen Zonen in die Höhe haltend), die sehr groß mit einer roten Fläche übersät ist. Wenn das eintreten würde, könnte ich nicht mehr in einer prosperierenden Region in der Südsteiermark leben, man könnte nicht mehr in Kärnten, im Süden Österreichs, leben. Wir würden nicht über Sauvignon Blanc, über Welschriesling, über Kernöl oder auch über guten burgenländischen Wein sprechen, sondern wir hätten nur die Diskussion über Kaliumiodidtabletten. Diese Diskussion aber möchte ich nie in meinem Leben führen, und ich möchte auch nicht, dass sie meine Kinder jemals führen müssen. Deswegen bin ich so vehement dagegen, dass dieses Kraftwerk weiter besteht. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne danke ich allen Parteien für diesen Beschluss, er ist für uns in der Südsteiermark sehr, sehr wichtig. Setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass wir eine atomstromfreie Umgebung um Österreich bekommen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
Sie, Frau Ministerin, dass Sie da nach allen Regeln der Kunst auftreten und nach Lösungen suchen, sodass nicht ein neuer Reaktor dazugebaut, sondern ein alter abgeschaltet wird. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
und ich glaube, es ist als Signal ganz, ganz wichtig, dass wir, alle Fraktionen, diese Forderung auf den Tisch legen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Der Appell richtet sich vor allem an Sie, Frau Bundesministerin, zuständig für Klimaschutz, und an den Außenminister. Wir appellieren, alle Mittel, die Ihnen zur Verfügung stehen, einzusetzen: politisch, rechtlich, diplomatisch. Das ist so wichtig, dass es auch von uns allen als eindeutiges aufforderndes Signal an die EU mitgetragen wird. – Ich danke Ihnen vielmals. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt, man kann schon etwas tun. Österreich kämpft dagegen an, auch die Bundesministerin, und wir werden das auch weiterhin tun. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Strom aus der Steckdose hat kein Mascherl, aber wir haben die Verantwortung, dass er nachhaltig produziert wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Scherak: Du hast ja noch so super ...!
Äußerungen wie: Nicht schon wieder!, oder: Interessiert das noch irgendwen?, sind ständig gefallen. (Abg. Scherak: Du hast ja noch so super ...!) Auf die Nachfrage, meine Damen und Herren, warum denn das so sei (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Stögmüller), fiel immer wieder: Streit in der Politik, Zank, ein überschaubares Niveau in der Politik, das für das Leben der Menschen draußen nicht beispielgebend ist.
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Stögmüller
Äußerungen wie: Nicht schon wieder!, oder: Interessiert das noch irgendwen?, sind ständig gefallen. (Abg. Scherak: Du hast ja noch so super ...!) Auf die Nachfrage, meine Damen und Herren, warum denn das so sei (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Stögmüller), fiel immer wieder: Streit in der Politik, Zank, ein überschaubares Niveau in der Politik, das für das Leben der Menschen draußen nicht beispielgebend ist.
Abg. Belakowitsch: Also untersuchen wir ...!
Das ist das Resümee und das Resultat von zwei Untersuchungsausschüssen, und das haben wir in dieser Form, meine Damen und Herren, bis zu einem gewissen Grad alle miteinander zu verantworten, denn das sicherste Resultat der Untersuchungsausschüsse, die wir hatten, ist ein Gesamtschaden für die gesamte Politik. (Abg. Belakowitsch: Also untersuchen wir ...!) Wer immer also geglaubt hat, er könne an dieser Stelle etwas gewinnen, hat auch mit verloren, weil wir alle im gleichen Boot sitzen (Zwischenruf des Abg. Matznetter) und es nie gut ist, wenn einer das Boot, in dem alle sitzen, anbohrt und versenken möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Das ist das Resümee und das Resultat von zwei Untersuchungsausschüssen, und das haben wir in dieser Form, meine Damen und Herren, bis zu einem gewissen Grad alle miteinander zu verantworten, denn das sicherste Resultat der Untersuchungsausschüsse, die wir hatten, ist ein Gesamtschaden für die gesamte Politik. (Abg. Belakowitsch: Also untersuchen wir ...!) Wer immer also geglaubt hat, er könne an dieser Stelle etwas gewinnen, hat auch mit verloren, weil wir alle im gleichen Boot sitzen (Zwischenruf des Abg. Matznetter) und es nie gut ist, wenn einer das Boot, in dem alle sitzen, anbohrt und versenken möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist das Resümee und das Resultat von zwei Untersuchungsausschüssen, und das haben wir in dieser Form, meine Damen und Herren, bis zu einem gewissen Grad alle miteinander zu verantworten, denn das sicherste Resultat der Untersuchungsausschüsse, die wir hatten, ist ein Gesamtschaden für die gesamte Politik. (Abg. Belakowitsch: Also untersuchen wir ...!) Wer immer also geglaubt hat, er könne an dieser Stelle etwas gewinnen, hat auch mit verloren, weil wir alle im gleichen Boot sitzen (Zwischenruf des Abg. Matznetter) und es nie gut ist, wenn einer das Boot, in dem alle sitzen, anbohrt und versenken möchte. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nur wenn wir dort in konstruktiver, respektvoller Art miteinander umgehen, meine Damen und Herren, wird es eine Möglichkeit geben, die Reputation der Politik, die als Ganzes angeschlagen ist, auch insgesamt wieder herzustellen. (Beifall bei der ÖVP.) Ich bin guter Dinge und kann für uns sagen, dass wir sicher unseren Teil dazu beitragen wollen.
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne der Verbindlichkeit darf ich Ihnen jetzt von dieser Stelle, weil es meine letzte Rede in diesem Jahr ist, gesegnete Weihnachten wünschen, in welcher Form auch immer Sie sie feiern. Ich wünsche Ihnen allen und Ihren Lieben ein gutes neues Jahr, Glück und Gesundheit! Abschließend meine ich, dass wir als Politik 2024 den Blick wieder nach vorne richten sollten, denn Politik, meine Damen und Herren, ist nicht Bejammern der Vergangenheit, sondern Planen der Zukunft. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sind uns sicher alle einig, dass Wirtschaftshilfen notwendig waren, aber doch nur, um Arbeitsplätze zu retten, doch nur, um Verluste zu minimieren, und nicht, um Gewinne zu finanzieren – geschweige denn Übergewinne oder Rekordgewinne! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist aber das Ergebnis von Kika/Leiner gewesen, und da gibt es nur zwei Varianten: Entweder es war nicht rechtens, was da passiert ist – dann müssen wir uns das Geld zurückholen –, oder es war alles rechtens – dann stimmt ja etwas an unseren Gesetzen nicht. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist das In-die-Zukunft-Sehen: Lernen, und wenn unsere Gesetze nicht passen, dann müssen wir eben unsere Gesetze verbessern.
Beifall bei der SPÖ.
sich ansehen, wieso die ÖVP und die Grünen das verhindern. Das sind für jeden Haushalt 100 Euro! Sie feiern sich für 100 Euro Klimabonus pro Haushalt und lassen 100 Euro liegen, die gesetzwidrig von der Cofag ausbezahlt wurden. Das geht nicht, und natürlich ist es richtig und notwendig, sich das anzusehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Er kann es nicht lassen!
Zum Schluss kommend: Ja, es hat konstruktive Gespräche gegeben. Das ist einmal ein Fortschritt im Vergleich zu dem, was wir sonst erlebt haben – nicht von der grünen Seite, denn die Grünen haben sich im Untersuchungsausschuss immer konstruktiv verhalten. Es ist sehr erfreulich, dass auch die ÖVP wieder zu einem konstruktiven Weg kommt. Ich muss aber dazusagen: Das erste Foul gab es gleich gestern wieder. (Abg. Hanger: Er kann es nicht lassen!)
Abg. Hanger: Er kann es nicht lassen, diese unsachliche Argumentation!
Beim grundsätzlichen Beweisbeschluss wird festgelegt, welche Stellen – welche Ämter, welche Behörden, welche Firmen – liefern müssen. Wir – da war die Opposition sogar geschlossen dafür – haben gesagt, welche Firmen wir gerne hätten, und auf Betreiben der ÖVP sind da einige rausgeflogen: Die Öbag soll nicht liefern, die BIG soll nicht liefern (Abg. Hanger: Er kann es nicht lassen, diese unsachliche Argumentation!) und die ARE soll nicht liefern, und das ohne Begründung – ohne Begründung! (Abg. Hanger: Wir brauchen eine Rechtsgrundlage ...!)
Abg. Hanger: Wir brauchen eine Rechtsgrundlage ...!
Beim grundsätzlichen Beweisbeschluss wird festgelegt, welche Stellen – welche Ämter, welche Behörden, welche Firmen – liefern müssen. Wir – da war die Opposition sogar geschlossen dafür – haben gesagt, welche Firmen wir gerne hätten, und auf Betreiben der ÖVP sind da einige rausgeflogen: Die Öbag soll nicht liefern, die BIG soll nicht liefern (Abg. Hanger: Er kann es nicht lassen, diese unsachliche Argumentation!) und die ARE soll nicht liefern, und das ohne Begründung – ohne Begründung! (Abg. Hanger: Wir brauchen eine Rechtsgrundlage ...!)
Beifall bei der SPÖ.
allem konstruktiven Verhalten unsererseits – nicht gefallen lassen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, das verstehe ich an der ÖVP nicht: Man kann eh nicht mehr machen, als ständig auf irgendeiner Anklagebank zu sitzen, aber ich verstehe nicht, dass Sie bis heute nicht auf die Idee gekommen sind, einmal die Wähler und die Steuerzahler für Ihr Verhalten um Entschuldigung zu bitten, sondern so weitermachen, wie Sie es tun. – Das ist ja der eigentliche Skandal und daran zeigt sich auch die Notwendigkeit, warum wir schon wieder vor dieser Situation stehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hanger: Genau! Schauen wir es uns an! Genau! Genau!
Sebastian Kurz: Na, schauen wir uns an (Abg. Hanger: Genau! Schauen wir es uns an! Genau! Genau!), was bei diesem Prozess jetzt herauskommen wird! Das werden wir uns anschauen. Sie werden es schaffen, dass Ihr ehemaliger Säulenheiliger jedenfalls relativ bald mit einer Verurteilung umgehen muss (Abg. Hanger: Bist du das Gericht jetzt?), und Sie werden auch sehen, dass er dann im nachfolgenden Verfahren – gerade zum Beinschab-Tool – unbedingt verurteilt wird. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht jetzt!) – Das ist das, was passieren wird! Nein, ich sage es Ihnen, Herr Kollege Hanger (Abg. Hanger: Ja?): Genau so wird das ausgehen. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht, okay! Du bist Parlamentarier da herinnen und jetzt der Richter!)
Abg. Hanger: Bist du das Gericht jetzt?
Sebastian Kurz: Na, schauen wir uns an (Abg. Hanger: Genau! Schauen wir es uns an! Genau! Genau!), was bei diesem Prozess jetzt herauskommen wird! Das werden wir uns anschauen. Sie werden es schaffen, dass Ihr ehemaliger Säulenheiliger jedenfalls relativ bald mit einer Verurteilung umgehen muss (Abg. Hanger: Bist du das Gericht jetzt?), und Sie werden auch sehen, dass er dann im nachfolgenden Verfahren – gerade zum Beinschab-Tool – unbedingt verurteilt wird. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht jetzt!) – Das ist das, was passieren wird! Nein, ich sage es Ihnen, Herr Kollege Hanger (Abg. Hanger: Ja?): Genau so wird das ausgehen. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht, okay! Du bist Parlamentarier da herinnen und jetzt der Richter!)
Abg. Hanger: Du bist das Gericht jetzt!
Sebastian Kurz: Na, schauen wir uns an (Abg. Hanger: Genau! Schauen wir es uns an! Genau! Genau!), was bei diesem Prozess jetzt herauskommen wird! Das werden wir uns anschauen. Sie werden es schaffen, dass Ihr ehemaliger Säulenheiliger jedenfalls relativ bald mit einer Verurteilung umgehen muss (Abg. Hanger: Bist du das Gericht jetzt?), und Sie werden auch sehen, dass er dann im nachfolgenden Verfahren – gerade zum Beinschab-Tool – unbedingt verurteilt wird. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht jetzt!) – Das ist das, was passieren wird! Nein, ich sage es Ihnen, Herr Kollege Hanger (Abg. Hanger: Ja?): Genau so wird das ausgehen. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht, okay! Du bist Parlamentarier da herinnen und jetzt der Richter!)
Abg. Hanger: Ja?
Sebastian Kurz: Na, schauen wir uns an (Abg. Hanger: Genau! Schauen wir es uns an! Genau! Genau!), was bei diesem Prozess jetzt herauskommen wird! Das werden wir uns anschauen. Sie werden es schaffen, dass Ihr ehemaliger Säulenheiliger jedenfalls relativ bald mit einer Verurteilung umgehen muss (Abg. Hanger: Bist du das Gericht jetzt?), und Sie werden auch sehen, dass er dann im nachfolgenden Verfahren – gerade zum Beinschab-Tool – unbedingt verurteilt wird. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht jetzt!) – Das ist das, was passieren wird! Nein, ich sage es Ihnen, Herr Kollege Hanger (Abg. Hanger: Ja?): Genau so wird das ausgehen. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht, okay! Du bist Parlamentarier da herinnen und jetzt der Richter!)
Abg. Hanger: Du bist das Gericht, okay! Du bist Parlamentarier da herinnen und jetzt der Richter!
Sebastian Kurz: Na, schauen wir uns an (Abg. Hanger: Genau! Schauen wir es uns an! Genau! Genau!), was bei diesem Prozess jetzt herauskommen wird! Das werden wir uns anschauen. Sie werden es schaffen, dass Ihr ehemaliger Säulenheiliger jedenfalls relativ bald mit einer Verurteilung umgehen muss (Abg. Hanger: Bist du das Gericht jetzt?), und Sie werden auch sehen, dass er dann im nachfolgenden Verfahren – gerade zum Beinschab-Tool – unbedingt verurteilt wird. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht jetzt!) – Das ist das, was passieren wird! Nein, ich sage es Ihnen, Herr Kollege Hanger (Abg. Hanger: Ja?): Genau so wird das ausgehen. (Abg. Hanger: Du bist das Gericht, okay! Du bist Parlamentarier da herinnen und jetzt der Richter!)
Ruf bei der ÖVP: ...justiz der FPÖ!
Dann reden wir über Herrn Schmid: Herr Schmid war Ihr Motor im Finanzministerium. (Ruf bei der ÖVP: ...justiz der FPÖ!) Er war der Motor für Ihre ganzen korruptiven Vorgänge, die Sie an den Tag gelegt haben, und das ist das, was wir doch jeden Tag in der Zeitung lesen. Anhand von 350 000 Chats wird ja sichtbar, wie Sie in dieser Republik agiert haben und was Sie eigentlich die ganze Zeit getrieben haben.
Beifall bei der FPÖ.
Das zeigt doch, in welchem Milieu Sie sich herumtreiben und wen Sie unterstützen, und das alles immer nur zum Schaden der Steuerzahler – das muss hier auch einmal ganz klar gesagt werden, sehr geehrte Damen und Herren von der ÖVP. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Nein!
Die Coronahilfen, ich habe sie bereits erwähnt, sind natürlich auch in den Sack des Herrn Benko geflossen. Es geht jetzt nicht darum, Herrn Benko hier durch den Kakao zu ziehen (Rufe bei der ÖVP: Nein!), sondern es geht darum, einmal sichtbar zu machen, wie er sich auf Kosten der Steuerzahler bereichert hat, wie er ein an sich funktionierendes Unternehmen zerstört hat und wie er am Ende des Tages als Heuschrecke agiert hat.
Abg. Hanger: Nein, das sind einfach diese Unterstellungen, die Sie permanent formulieren!
Das ist die schwarze Ethik und die gilt es sichtbar zu machen. Herr Kollege Fürlinger, wenn Sie sagen, der Ruf der Politik ist ruiniert, weil es Untersuchungsausschüsse gibt (Abg. Hanger: Nein, das sind einfach diese Unterstellungen, die Sie permanent formulieren!), dann gebe ich Ihnen das zurück: Der Ruf der Politik ist wegen drei Buchstaben ruiniert: ÖVP. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stocker.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stocker.
Das ist die schwarze Ethik und die gilt es sichtbar zu machen. Herr Kollege Fürlinger, wenn Sie sagen, der Ruf der Politik ist ruiniert, weil es Untersuchungsausschüsse gibt (Abg. Hanger: Nein, das sind einfach diese Unterstellungen, die Sie permanent formulieren!), dann gebe ich Ihnen das zurück: Der Ruf der Politik ist wegen drei Buchstaben ruiniert: ÖVP. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stocker.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb möchte ich auch klarstellen, dass wir den Aufklärungsauftrag, den die österreichische Verfassung für uns vorsieht und den sie uns vorgibt, sehr ernst nehmen. Unabhängig davon, wer oder welche Partei im Fokus der Untersuchung steht, und unabhängig davon, ob wir auf der Oppositionsbank oder auf der Regierungsbank sitzen: Wir nehmen das ernst. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grüne stehen weder auf der einen Seite noch auf der anderen Seite, wir stehen auf der Seite der Aufklärung. Das haben wir Grüne, Nina Tomaselli und ich, auch in den letzten Untersuchungsausschüssen gezeigt, und das werden wir auch weiterhin beweisen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Missstände im Gesetz müssen benannt werden. Missstände müssen aber auch behoben werden. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wir haben in den vergangenen Untersuchungsausschüssen gezeigt, wie erfolgreich Untersuchungsausschüsse darin sein können, Dinge anzustoßen, die das System auch verändern können. Das sind die vielen Rücktritte gewesen, das sind aber vor allem auch die vielen wichtigen Gesetze wie die Transparenzgesetze – Parteienfinanzierungsgesetz und Medientransparenzgesetz –, zum Beispiel auch die Stärkung des Rechnungshofes oder die Strafverschärfung bei der Korruption. Das waren und sind wichtige Gesetze. Wir sind dafür, dass wir auch diesen Untersuchungsausschuss dafür nützen, notwendige Gesetzesänderungen anzustoßen. Das soll unser Auftrag sein, das muss unser Auftrag sein. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Gelitten!
wiederherzustellen. Das politische System hat geleidet (Ruf bei der SPÖ: Gelitten!), und wir müssen es wieder aufbauen, auch mit Gesetzesänderungen. Im besten Fall steht am Ende ein Maßnahmenpaket, das von einer großen Mehrheit getragen wird und das auch wirklich zeigt, dass es sich nicht einige wenige – einzelne reiche Leute – in dieser Republik richten können.
Abg. Schnedlitz: Das ist der Anstand der Grünen!
Das ist das, was sich die Leute zu Recht fragen: Wie hat ein Hütchenspieler wie René Benko so lange damit durchkommen können? Wie ist das gegangen? Warum wurde Wirecards Braun mit seiner Scheinfirma nicht ausgebremst, sondern am Ballhausplatz sogar noch hofiert? Was ist mit den Steuerwohlfühlprogrammen im Finanzministerium passiert? Warum gab es das? Warum passiert so etwas? (Abg. Schnedlitz: Das ist der Anstand der Grünen!) Das sind die Fragen, die die Menschen draußen interessieren, brennend interessieren. Das müssen wir lösen, da müssen wir Gesetze machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist das, was sich die Leute zu Recht fragen: Wie hat ein Hütchenspieler wie René Benko so lange damit durchkommen können? Wie ist das gegangen? Warum wurde Wirecards Braun mit seiner Scheinfirma nicht ausgebremst, sondern am Ballhausplatz sogar noch hofiert? Was ist mit den Steuerwohlfühlprogrammen im Finanzministerium passiert? Warum gab es das? Warum passiert so etwas? (Abg. Schnedlitz: Das ist der Anstand der Grünen!) Das sind die Fragen, die die Menschen draußen interessieren, brennend interessieren. Das müssen wir lösen, da müssen wir Gesetze machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt sehr viele Fragen, wie Sie sehen, und wir sind es der Bevölkerung schuldig, Antworten zu finden, diese Löcher herauszufinden und sie zu stopfen. Wir brauchen konkrete Lösungen. Dafür werden wir Grüne in diesem Untersuchungsausschuss unermüdlich arbeiten. Kollegin Tomaselli und ich, wir freuen uns schon auf diesen Auftrag. Sie können gespannt sein. Wir werden alle unser Bestes geben. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scharzenberger: Nein! ...!
Nur: Dann verstehe ich die Taten diesbezüglich nicht ganz. Wenn man einerseits davon spricht, dass man wahrnimmt, dass die Bevölkerung durch dieses Sich-gegenseitig-mit-Dreck-Bewerfen einen Schaden an der Demokratie sieht, und gleichzeitig auch sagt, dass in den Untersuchungsausschüssen nicht der parteipolitische Narzissmus vorherrschen soll, dann wundere ich mich doch, wieso man dann andererseits als Reaktion auf einen Untersuchungsausschuss gleich einen anderen einsetzt. (Abg. Scharzenberger: Nein! ...!) Das ist nichts anderes als parteipolitischer Narzissmus, und das bedeutet nichts anderes, als das Vertrauen in die Demokratie noch weiter zu beschädigen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Nur: Dann verstehe ich die Taten diesbezüglich nicht ganz. Wenn man einerseits davon spricht, dass man wahrnimmt, dass die Bevölkerung durch dieses Sich-gegenseitig-mit-Dreck-Bewerfen einen Schaden an der Demokratie sieht, und gleichzeitig auch sagt, dass in den Untersuchungsausschüssen nicht der parteipolitische Narzissmus vorherrschen soll, dann wundere ich mich doch, wieso man dann andererseits als Reaktion auf einen Untersuchungsausschuss gleich einen anderen einsetzt. (Abg. Scharzenberger: Nein! ...!) Das ist nichts anderes als parteipolitischer Narzissmus, und das bedeutet nichts anderes, als das Vertrauen in die Demokratie noch weiter zu beschädigen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hanger: Danke!
Man muss sich nämlich immer überlegen: Was sind denn Untersuchungsausschüsse? – Untersuchungsausschüsse sind quasi die schärfste Waffe des Parlaments, ein Kontrollrecht, das in der Regel von der Opposition gegenüber einer Regierung ausgeübt wird. Selbstverständlich kann eine Regierungspartei wie die ÖVP auch selbst einen Untersuchungsausschuss verlangen, das ist das gute Recht einer Parlamentspartei (Abg. Hanger: Danke!), und es würde ja auch nicht so komisch anmuten, wenn man davon ausgehen könnte, dass die ÖVP ein ernsthaftes Interesse an Aufklärung, an lebendigem Parlamentarismus hätte. Das Problem ist allerdings, wenn man einen Untersuchungsausschuss nur deswegen einsetzt, weil zwei andere Parteien einen einsetzen, man es als Retourkutsche macht, dann ist das nichts anderes als die Schlammschlacht, die wir nicht mehr brauchen. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Blimlinger.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Blimlinger.
Man muss sich nämlich immer überlegen: Was sind denn Untersuchungsausschüsse? – Untersuchungsausschüsse sind quasi die schärfste Waffe des Parlaments, ein Kontrollrecht, das in der Regel von der Opposition gegenüber einer Regierung ausgeübt wird. Selbstverständlich kann eine Regierungspartei wie die ÖVP auch selbst einen Untersuchungsausschuss verlangen, das ist das gute Recht einer Parlamentspartei (Abg. Hanger: Danke!), und es würde ja auch nicht so komisch anmuten, wenn man davon ausgehen könnte, dass die ÖVP ein ernsthaftes Interesse an Aufklärung, an lebendigem Parlamentarismus hätte. Das Problem ist allerdings, wenn man einen Untersuchungsausschuss nur deswegen einsetzt, weil zwei andere Parteien einen einsetzen, man es als Retourkutsche macht, dann ist das nichts anderes als die Schlammschlacht, die wir nicht mehr brauchen. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Blimlinger.)
Abg. Stögmüller: Ja, noch immer nicht genug!
Es bringt schlichtweg nichts, wenn wir so weitermachen. Wir wissen – und auch das hat Kollege Fürlinger gesagt –, es sollte in der Politik nicht darum gehen, dass man immer nur die Vergangenheit bejammert, sondern darum, dass man in die Zukunft schaut, schaut, was in der Zukunft besser zu machen ist. Herr Kollege Stögmüller, ja, es sind, zugegebenermaßen mit Beteiligung der Grünen, in den letzten Jahren einige Gesetze passiert (Abg. Stögmüller: Ja, noch immer nicht genug!), aber Sie wissen ganz genau, dass es noch nicht genug ist.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Erst letzte Woche hat sich wieder eindrucksvoll gezeigt, wie dringend es einen Bundesstaatsanwalt braucht; denn dass sich die ÖVP in Gestalt des Generalsekretärs Stocker jetzt plötzlich über mögliche Weisungen im Justizministerium erbost, ist ein bisschen skurril, wenn man weiß, was in den letzten Jahren sonst dort vor sich gegangen ist. Wenn man das nicht will, dann macht man einfach das: Man arbeitet an der Schaffung eines unabhängigen Bundesstaatsanwalts, sodass es keine Weisungen mehr aus dem Justizministerium, von der Justizministerin geben kann. Machen Sie das, dann brauchen Sie sich nicht zu erbosen! Lösen Sie das Problem, arbeiten Sie daran! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.
Andere Dinge habe ich erst letzte Woche angesprochen: Ich bin überzeugt davon, dass Aufklärung, parlamentarische Aufklärung, immer etwas Positives hat. Die Frage ist nur, ob es sinnvoll ist, Dinge aufzuklären, über die man schon längst Bescheid weiß. Wir wissen, dass einige Parteien in diesem Land ein Korruptionsproblem haben. Wir wissen, dass sich das über Jahrzehnte so aufgebaut hat, weil man sich ein System gerichtet hat, in dem Inseratenkorruption, in dem Freunderlwirtschaft et cetera ganz normal ist. Wenn man das ändern will, dann schaut man in die Zukunft und ändert das. Wenn man etwas aufklären will, dann schaut man sich Dinge an, bei denen es wirklich interessant wäre, sie aufzuklären, wie zum Beispiel, wieso Österreich in so enge Beziehungen zu Russland verflochten ist. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS sowie Bravoruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Sie wissen aber genau, wieso Sie das nicht machen: weil ÖVP, FPÖ und SPÖ genau gleich drinstecken. Genau die drei Parteien, die sich über Jahrzehnte dieses System gebaut haben, sind nicht daran interessiert, die Aufklärung bei wirklich relevanten Fragen voranzubringen. Was sie wollen, ist, sich mit den immer gleichen Schlammschlachten zu beschäftigen, sich gegenseitig mit Dreck zu bewerfen, anstatt sinnvolle Reformen für die Zukunft zu machen. (Beifall bei den NEOS sowie Bravoruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Ruf bei der SPÖ: Ja, bei dir nicht!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass die Appelle, die Kollege Fürlinger an alle Fraktionen gerichtet hat, gefruchtet haben (Ruf bei der SPÖ: Ja, bei dir nicht!), möchte sie aber wirklich aus tiefster Überzeugung bekräftigen: Wir alle gemeinsam haben daran zu arbeiten, dass die politische Kultur in diesem Haus eine bessere wird! Unsere Bereitschaft dazu möchte ich noch einmal ganz klar zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass die Appelle, die Kollege Fürlinger an alle Fraktionen gerichtet hat, gefruchtet haben (Ruf bei der SPÖ: Ja, bei dir nicht!), möchte sie aber wirklich aus tiefster Überzeugung bekräftigen: Wir alle gemeinsam haben daran zu arbeiten, dass die politische Kultur in diesem Haus eine bessere wird! Unsere Bereitschaft dazu möchte ich noch einmal ganz klar zum Ausdruck bringen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: ... die Abbag! – Abg. Hafenecker: Mitarbeiter raushängen! – Abg. Stögmüller: Mitarbeiter raushängen ist echt ...!
nicht da. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krainer: ... die Abbag! – Abg. Hafenecker: Mitarbeiter raushängen! – Abg. Stögmüller: Mitarbeiter raushängen ist echt ...!)
Abg. Hafenecker: Ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt, wo du die Rede abbrechen solltest!
Zum Rot-blauen-Machtmissbrauch-Untersuchungsausschuss: Es ist doch vollkommen klar, dass das Parlament neben der Legislativaufgaben auch ein Kontrollrecht hat, was die Oppositionsparteien ja immer wieder betonen. Dieses Kontrollrecht gilt aber natürlich auch für uns! Wir nehmen ganz einfach dieses Kontrollrecht in Anspruch, nicht mehr und nicht weniger. Es ist ganz klar definiert, was wir uns anschauen, was wir untersuchen wollen: Das ist die Regierungsbeteiligung der SPÖ, das ist die Regierungsbeteiligung der FPÖ – gerade die FPÖ hat sich ja durch ihre Regierungstätigkeit nicht wirklich ausgezeichnet, wie wir aus den vergangenen Jahren wissen. – Nicht mehr und nicht weniger machen wir. (Abg. Hafenecker: Ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt, wo du die Rede abbrechen solltest!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich biete – das möchte ich abschließend noch einmal festhalten – wirklich eine sehr konstruktive, sachliche Zusammenarbeit an, muss aber leider schon dazusagen: Wenn man uns dann wieder mit unberechtigten Dingen konfrontiert, werden wir uns natürlich auch dagegenstellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Hanger –: If you are in a hole, stop digging!
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Eva Maria Holzleitner. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Meinl-Reisinger – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Hanger –: If you are in a hole, stop digging!)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses wichtigste Kontrollinstrument wollen wir auch in dieser kurzen Zeit nutzen, um diesem gemeinsamen Auftrag nachzukommen, und es gilt, Schaden von diesem Instrument klar abzuwenden. Es hilft nicht, die beiden Ausschüsse gleichsam als Schlammschlacht zu titulieren, Kontrolltätigkeiten abzuwerten oder die Verantwortung mit dem Fingerzeig auf andere einfach abzuschieben. Das reicht nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Kontrollinstrument muss bewahrt werden, denn die Demokratie steht unter Druck. Der Parlamentarismus steht im kommenden Jahr vor einer sehr großen Aufgabe und wird auf die Probe gestellt. Wenn wir die Kräfte, die dem Parlamentarismus eine Bühne geben, ihn bewahren und das Beste aus ihm machen wollen, gemeinsam stärken möchten, dann müssen wir diesem Kontrollauftrag auch klar, nüchtern und konstruktiv nachkommen; und das wollen wir tun, auch mit dem Blick auf unsere Verfassung, der wir verpflichtet sind – ganz klar. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: Wir sind aber noch in Österreich!
Wir haben deshalb auch einen Antrag zur gänzlichen Unzulässigkeit des Verlangens gestellt, leider ohne Mehrheit, wobei wir natürlich anerkennen, dass es das klare Recht einer Minderheit von 46 Abgeordneten in diesem Parlament ist – diese stellt die ÖVP –, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen. Das stellen wir nicht infrage – in Deutschland gibt es da zum Beispiel durchaus auch andere Ansichten (Abg. Steinacker: Wir sind aber noch in Österreich!) –, aber das Verlangen ist unserer Meinung nach nicht verfassungskonform.
Abg. Michael Hammer: Macht ja nichts!
In diesem ÖVP-Verlangen ist das nicht der Fall. Warum? – Weder ein personeller noch ein zeitlicher oder thematischer, sachlicher Zusammenhang ist zwischen FPÖ und SPÖ konkret gegeben. Der Zeitraum ist in diesem Verlangen sehr, sehr breit und ausgiebig dargestellt: von 2007 bis 2023; das heißt, wir haben die Große Koalition, Türkis-Blau und Türkis/Schwarz-Grün in diesem Verlangen mit dabei. Was aber klar ist: In keiner dieser Konstellationen von Koalitionen haben SPÖ und FPÖ miteinander regiert. (Abg. Michael Hammer: Macht ja nichts!) Da ist kein klarer Zusammenhang in diesem Verlangen. Außerdem bedeutet 2007 bis 2023 auch: ein Haufen Akten für den sehr kurzen Zeitraum, in dem dieser Untersuchungsausschuss tätig ist.
Beifall bei der SPÖ.
werden uns wir als Fraktion auch konstruktiv beteiligen, und ich erhoffe das auch von anderen Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: 1 Minute! – Abg. Hanger: Hältst du jetzt die gleiche Rede noch einmal?
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Christian Hafenecker. – Bitte. (Abg. Steinacker: 1 Minute! – Abg. Hanger: Hältst du jetzt die gleiche Rede noch einmal?)
Zwischenruf des Abg. Schroll.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Frau Kollegin Holzleitner, dass Sie jetzt Ihre Rede hier haben bestreiten können, ohne dass Sie ein einziges Mal den Namen Gusenbauer genannt haben, ist interessant. Ich glaube, der Herr Ex-Kanzler wird uns auch noch beschäftigen. (Zwischenruf des Abg. Schroll.)
Beifall bei FPÖ, SPÖ, Grünen und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schrangl.
Ich habe vorhin davon gesprochen, dass der Vertrauensverlust drei Buchstaben hat. Die drei Buchstaben lauten: ÖVP. Wie Sie sind, haben wir jetzt gerade gesehen, Herr Kollege Hanger, und ich muss Ihnen eines sagen: Sich hier ans Rednerpult zu stellen und einen Mitarbeiter der SPÖ namentlich herauszuhängen, das hat es an diesem Rednerpult noch nicht gegeben. Das ist unredlich, das sage ich Ihnen! Dafür sollten Sie sich entschuldigen. (Beifall bei FPÖ, SPÖ, Grünen und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schrangl.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prinz: Das war jetzt ein schwaches Argument!
Spannend war auch die Rede des Kollegen von den Grünen. Kollege Stögmüller sagt, er möchte aufklären und so weiter und so fort, ist da aber auch, wie soll ich sagen, in einem gewissen inneren Konflikt, denn Sie von den Grünen sind doch die Steigbügelhalter der ÖVP! Sie ermöglichen das alles, was die ÖVP macht, und am Ende des Tages zeigt Ihnen die ÖVP, was sie davon hält, denn sie bringt einen Untersuchungsausschuss ein, der schlicht und ergreifend erstens einmal verfassungswidrig ist und zweitens nur der Ablenkung dient sowie im Prinzip die Beleidigtheit der ÖVP zeigt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prinz: Das war jetzt ein schwaches Argument!) Das ist das, was hier gerade passiert. Sie missbrauchen das wichtigste Instrument des Parlaments, meine sehr geehrten Damen und Herren
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen. – Abg. Prinz: Redezeit, Herr Kollege! – Abg. Steinacker: Redezeit ist aus!
von der ÖVP! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen. – Abg. Prinz: Redezeit, Herr Kollege! – Abg. Steinacker: Redezeit ist aus!)
Abg. Prinz: Die Zeit der FPÖ ist ...!
Ich bin schon beim Schlusssatz: Ich finde es gut, dass Sie hier den Weg eines Minderheitsverlangens gewählt haben, Sie bereiten sich offensichtlich schon auf Ihre Zukunft in diesem Parlament vor. Das ist zumindest ein erster Schritt zur Erkenntnis. (Abg. Prinz: Die Zeit der FPÖ ist ...!)
Ah-Rufe bei der ÖVP
Und noch eines sage ich Ihnen zum Abschluss: Der Untersuchungsausschuss wird zwar nicht lange dauern, aber ich sage Ihnen, mit einem Volkskanzler Herbert Kickl (Ah-Rufe bei der ÖVP) werden wir die Gerippe in Ihren Kellern freilegen. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn der ... überhaupt? Den ganzen Tag nicht gesehen!)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn der ... überhaupt? Den ganzen Tag nicht gesehen!
Und noch eines sage ich Ihnen zum Abschluss: Der Untersuchungsausschuss wird zwar nicht lange dauern, aber ich sage Ihnen, mit einem Volkskanzler Herbert Kickl (Ah-Rufe bei der ÖVP) werden wir die Gerippe in Ihren Kellern freilegen. (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Wo ist denn der ... überhaupt? Den ganzen Tag nicht gesehen!)
Abg. Belakowitsch: Da sind Sie leider fehlinformiert! Das ist ja ein völliger Blödsinn!
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Hafenecker, der letzte Volkskanzler, den es gegeben hat, war ein gewisser Adolf Hitler (Abg. Belakowitsch: Da sind Sie leider fehlinformiert! Das ist ja ein völliger Blödsinn!), und ich bin mir nicht sicher, ob Sie sich Gutes damit tun (Abg. Hafenecker: Alfred Gusenbauer!), darauf zu referenzieren. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Da sind Sie ganz schön falsch informiert!)
Abg. Hafenecker: Alfred Gusenbauer!
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Hafenecker, der letzte Volkskanzler, den es gegeben hat, war ein gewisser Adolf Hitler (Abg. Belakowitsch: Da sind Sie leider fehlinformiert! Das ist ja ein völliger Blödsinn!), und ich bin mir nicht sicher, ob Sie sich Gutes damit tun (Abg. Hafenecker: Alfred Gusenbauer!), darauf zu referenzieren. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Da sind Sie ganz schön falsch informiert!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Da sind Sie ganz schön falsch informiert!
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Hafenecker, der letzte Volkskanzler, den es gegeben hat, war ein gewisser Adolf Hitler (Abg. Belakowitsch: Da sind Sie leider fehlinformiert! Das ist ja ein völliger Blödsinn!), und ich bin mir nicht sicher, ob Sie sich Gutes damit tun (Abg. Hafenecker: Alfred Gusenbauer!), darauf zu referenzieren. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Da sind Sie ganz schön falsch informiert!)
Beifall bei den Grünen.
Die FPÖ, die ÖVP und die SPÖ wollen das so, und das ist auch ihr gutes Recht – ein Recht, für das wir Grüne hier im Hohen Haus gekämpft haben. Wir haben sehr hartnäckig jahrelang dafür gekämpft, dass dieses starke, das schärfste politische Kontrollinstrument, das wir hier im Parlament haben, ein Minderheitenrecht wird, und vor circa zehn Jahren haben wir das auch durchgesetzt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.
Nicht weniger stutzig macht mich, um ehrlich zu sein, aber auch diese Wie-du-mir-so-ich-dir-Reaktion der ÖVP, die als Retourkutsche einen eigenen Ausschuss einsetzt und das auch noch wortwörtlich so kommuniziert. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Krisper.
Ich glaube, das handlungsanleitende Motto war da offensichtlich: Wenn ich politisch angegriffen werde, dann gehe ich zum Gegenangriff über! – Es sei einmal infrage gestellt, ob das eine sehr kluge und eine unterstützenswerte Strategie ist. Ich habe eine sehr klare Meinung dazu, und die Antwort ist: Nein. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Krisper.)
Abg. Hafenecker: Aber zu Ihnen wendet sich gerade keiner!
Was passiert ist, ist, dass sich hier drei Parteien aufgegockelt haben – so möchte ich es fast formulieren. Die wollen einander eins auswischen. Die Bürgerinnen und Bürger reiben sich zu Recht die Augen und fragen sich: Was passiert denn da?, und sie wenden sich auch ab von dieser drohenden Schlammschlacht, die da inszeniert wird. (Abg. Hafenecker: Aber zu Ihnen wendet sich gerade keiner!)
Abg. Belakowitsch: Da haben Sie ja einen gewissen Anteil daran!
Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich verstehe das total. Wir haben ohnehin ein massives Problem mit dem Vertrauen. (Abg. Belakowitsch: Da haben Sie ja einen gewissen Anteil daran!) Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Politik, das bricht ein. Wenn wir uns in zwei Untersuchungsausschüssen beflegeln, dann wird das nicht besser.
Abg. Krisper: Eine von 19 ...empfehlungen ist umgesetzt!
vergangenen vier Jahren ja sehr vieles gelungen, da sind sehr viele Schritte gemacht worden, und zum Teil haben wir das auch überparteilich – auch das möchte ich betonen – beschlossen. Die Zeiten der undurchsichtigen Parteikassen sind beispielsweise vorbei. Die lange geforderten gläsernen Parteikassen sind Realität. Wir haben die Kontrollrechte des Rechnungshofes gestärkt, das Korruptionsstrafrecht geschärft und Lücken, die es dort gegeben hat, auch tatsächlich geschlossen. Kollege Scherak, da haben wir Grüne nicht nur mitgewirkt, sondern das haben wir durchgesetzt. (Abg. Krisper: Eine von 19 ...empfehlungen ist umgesetzt!) Saubere Umwelt, saubere Politik – dafür sind wir angetreten, und wir liefern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
vergangenen vier Jahren ja sehr vieles gelungen, da sind sehr viele Schritte gemacht worden, und zum Teil haben wir das auch überparteilich – auch das möchte ich betonen – beschlossen. Die Zeiten der undurchsichtigen Parteikassen sind beispielsweise vorbei. Die lange geforderten gläsernen Parteikassen sind Realität. Wir haben die Kontrollrechte des Rechnungshofes gestärkt, das Korruptionsstrafrecht geschärft und Lücken, die es dort gegeben hat, auch tatsächlich geschlossen. Kollege Scherak, da haben wir Grüne nicht nur mitgewirkt, sondern das haben wir durchgesetzt. (Abg. Krisper: Eine von 19 ...empfehlungen ist umgesetzt!) Saubere Umwelt, saubere Politik – dafür sind wir angetreten, und wir liefern. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hafenecker: Schaut einmal bei der Gewessler nach! – Abg. Deimek: Die spendiert ein halbes Budget ... Organisationen!
Wir werden uns in diesem Ausschuss sehr genau ansehen, inwiefern unter blauer und auch roter Regierungsbeteiligung öffentliche Mittel für Inseratenkampagnen abgezweigt worden sind – das ist ein politischer Missstand, den wir Grüne schon seit 15 Jahren sehr stark und sehr deutlich kritisieren (Abg. Hafenecker: Schaut einmal bei der Gewessler nach! – Abg. Deimek: Die spendiert ein halbes Budget ... Organisationen!) –, wir werden sehr genau prüfen, ob Leitungspositionen in der Bundesverwaltung parteipolitisch besetzt worden sind. Kurzum, wir werden uns auch in diesem Ausschuss seriös, konzentriert, kompetent, konstruktiv an der parlamentarischen Aufklärungs- und Kontrollarbeit beteiligen, so wie wir es auch in der Vergangenheit immer gemacht haben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir werden uns in diesem Ausschuss sehr genau ansehen, inwiefern unter blauer und auch roter Regierungsbeteiligung öffentliche Mittel für Inseratenkampagnen abgezweigt worden sind – das ist ein politischer Missstand, den wir Grüne schon seit 15 Jahren sehr stark und sehr deutlich kritisieren (Abg. Hafenecker: Schaut einmal bei der Gewessler nach! – Abg. Deimek: Die spendiert ein halbes Budget ... Organisationen!) –, wir werden sehr genau prüfen, ob Leitungspositionen in der Bundesverwaltung parteipolitisch besetzt worden sind. Kurzum, wir werden uns auch in diesem Ausschuss seriös, konzentriert, kompetent, konstruktiv an der parlamentarischen Aufklärungs- und Kontrollarbeit beteiligen, so wie wir es auch in der Vergangenheit immer gemacht haben. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe bei den Grünen: Oje!
Präsidentin Doris Bures: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Dagmar Belakowitsch zu Wort gemeldet. – Bitte. (Rufe bei den Grünen: Oje!)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie es nicht glauben, lesen Sie es bei misik.at nach. Der steht wohl nicht im Verdacht, freiheitlich zu sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Ja, leider (Unruhe im Saal) – die Kolleg:innen brauchen noch kurz, um sich zu beruhigen – ist der Anlass heute nicht so fröhlich, wie man glauben möchte. Wir werden Zeugen davon, wie die drei Parteien ÖVP, SPÖ und FPÖ versuchen, sich mit den Mitteln des Parlamentarismus nicht gegenseitig zu kontrollieren, sondern sich tatsächlich zu vernichten. Der Schaden, den sie damit anrichten, betrifft nicht nur ihre Parteien, sondern er betrifft das ganze Land. Er betrifft jeden einzelnen Bürger, jede einzelne Bürgerin und das Vertrauen in die Politik – und da machen wir NEOS ganz bestimmt nicht mit. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: Unglaublich!
Nicht das alleine ist aber die große Sauerei. Wenn man sich dann durchliest, was da in weiterer Folge drinnen steht, dann erfährt man, wie Sie das in Verbindung setzen wollen: Sie wollen sich dann alle Informationen aus den Bereichen der Abgabenprüfung bei diesen Unternehmen anschauen – alle Informationen betreffend die 236 000 Unternehmen (Abg. Meinl-Reisinger: Unglaublich!) im Zusammenhang mit der Abgabenprüfung. Dann gehen Sie weiter und sagen: alle Informationen aus den Förderprogrammen des Bundes.
Abg. Meinl-Reisinger: Sanktionieren, nur weil er einer anderen Partei nahesteht!
Sie wollen also jede Unternehmerin und jeden Unternehmer unter einen Generalverdacht stellen. (Abg. Meinl-Reisinger: Sanktionieren, nur weil er einer anderen Partei nahesteht!) Sie wollen in einem Superwahljahr – in dem, wie wir wissen, die politische Unintelligenz generell zunimmt, insbesondere bei der ÖVP – Zigtausende Daten sammeln. Sie wollen Steuerunterlagen, Abgabenunterlagen, Förderunterlagen, Cofagunterlagen von Zigtausenden Unternehmerinnen und Unternehmern, in der Hoffnung, dass Sie darin irgendetwas finden.
Beifall bei den NEOS.
In Ihrer Abwehrschlacht – damit bei Ihnen nichts hängen bleibt –, in der Sie versuchen, den ganzen Raum mit Unrat zu fluten, wollen Sie jeden Unternehmer und jede Unternehmerin als Geisel hier hereinholen? (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: Das können aber Sie auch!
Herr Kollege Hanger, Sie haben vorhin Ihre Worte sehr wohl gewählt, aber die Worte helfen nichts, wenn die Daten, die in einem solchen Verlangen drinnen stehen, das Gegenteil sprechen. Sie haben im nächsten Jahr vor, Ihre Aktenschränke mit den Unterlagen (Ruf bei der ÖVP: Das können aber Sie auch!) von Selbstständigen in unserem Land zu füllen. Sie wollen die Möglichkeit zerstören, dass irgendwann wieder ein Unternehmer mit einem guten Gewissen Förderungen des Bundes annimmt, weil er weiß, Jahre später kann es passieren, dass er vielleicht, weil er irgendwann einmal einen Blumenstrauß bekommen hat, in einen Untersuchungsausschuss eingeladen wird. (Abg. Pfurtscheller: Das ist eure Art, zu arbeiten, nicht unsere!)
Abg. Pfurtscheller: Das ist eure Art, zu arbeiten, nicht unsere!
Herr Kollege Hanger, Sie haben vorhin Ihre Worte sehr wohl gewählt, aber die Worte helfen nichts, wenn die Daten, die in einem solchen Verlangen drinnen stehen, das Gegenteil sprechen. Sie haben im nächsten Jahr vor, Ihre Aktenschränke mit den Unterlagen (Ruf bei der ÖVP: Das können aber Sie auch!) von Selbstständigen in unserem Land zu füllen. Sie wollen die Möglichkeit zerstören, dass irgendwann wieder ein Unternehmer mit einem guten Gewissen Förderungen des Bundes annimmt, weil er weiß, Jahre später kann es passieren, dass er vielleicht, weil er irgendwann einmal einen Blumenstrauß bekommen hat, in einen Untersuchungsausschuss eingeladen wird. (Abg. Pfurtscheller: Das ist eure Art, zu arbeiten, nicht unsere!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja gegen jede Gesinnungsfreiheit und freies Unternehmertum, das ist ja unglaublich!
Wir NEOS stehen sicherlich nicht in dem Verdacht, die Freiheitlichen oder die Sozialdemokraten zu schützen. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, deren Unterstützer und Unterstützerinnen zu schützen. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja gegen jede Gesinnungsfreiheit und freies Unternehmertum, das ist ja unglaublich!) Wir werden aber in den nächsten Monaten jeden einzelnen Schritt bekämpfen, mit dem Sie Unternehmerinnen und Unternehmer attackieren (Abg. Hanger: Jetzt hör einmal auf! Das hat ja niemand vor! – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Du hast es selber gesagt!), nur weil sie zu einem Zeitpunkt, zu dem ein Finanzminister die Richtlinien der Cofag definiert hat, diese Hilfe auch in Anspruch genommen haben. (Abg. Wöginger: Mit sechs Ausschusssitzungen? ... nicht einmal 20 Leute drinnen!)
Abg. Hanger: Jetzt hör einmal auf! Das hat ja niemand vor! – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Du hast es selber gesagt!
Wir NEOS stehen sicherlich nicht in dem Verdacht, die Freiheitlichen oder die Sozialdemokraten zu schützen. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, deren Unterstützer und Unterstützerinnen zu schützen. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja gegen jede Gesinnungsfreiheit und freies Unternehmertum, das ist ja unglaublich!) Wir werden aber in den nächsten Monaten jeden einzelnen Schritt bekämpfen, mit dem Sie Unternehmerinnen und Unternehmer attackieren (Abg. Hanger: Jetzt hör einmal auf! Das hat ja niemand vor! – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Du hast es selber gesagt!), nur weil sie zu einem Zeitpunkt, zu dem ein Finanzminister die Richtlinien der Cofag definiert hat, diese Hilfe auch in Anspruch genommen haben. (Abg. Wöginger: Mit sechs Ausschusssitzungen? ... nicht einmal 20 Leute drinnen!)
Abg. Wöginger: Mit sechs Ausschusssitzungen? ... nicht einmal 20 Leute drinnen!
Wir NEOS stehen sicherlich nicht in dem Verdacht, die Freiheitlichen oder die Sozialdemokraten zu schützen. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, deren Unterstützer und Unterstützerinnen zu schützen. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist ja gegen jede Gesinnungsfreiheit und freies Unternehmertum, das ist ja unglaublich!) Wir werden aber in den nächsten Monaten jeden einzelnen Schritt bekämpfen, mit dem Sie Unternehmerinnen und Unternehmer attackieren (Abg. Hanger: Jetzt hör einmal auf! Das hat ja niemand vor! – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Du hast es selber gesagt!), nur weil sie zu einem Zeitpunkt, zu dem ein Finanzminister die Richtlinien der Cofag definiert hat, diese Hilfe auch in Anspruch genommen haben. (Abg. Wöginger: Mit sechs Ausschusssitzungen? ... nicht einmal 20 Leute drinnen!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch. – Abg. Wöginger: Völlig absurd, so etwas! – Ruf bei der ÖVP: Absurder geht es nicht mehr!
Sie ziehen in Ihre letzte Schlacht und das auf dem Rücken von Unternehmerinnen und Unternehmern, die Ihnen in der Vergangenheit leider vertraut haben. Wir NEOS werden ein Schutzschild aufbauen, damit das nicht Wirklichkeit wird. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lausch. – Abg. Wöginger: Völlig absurd, so etwas! – Ruf bei der ÖVP: Absurder geht es nicht mehr!)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.
Ich übergebe den Vorsitz an den Präsidenten des Nationalrates und schließe diese Sitzung. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Grünen.)