Eckdaten:
Für die 120. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 633 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Dr. Franz-Joseph Huainigg
Petition betreffend „,Contra Schadenersatz‘ der Aktion Leben“ (Ordnungsnummer 122) (überreicht vom Abgeordneten Dr. Franz-Joseph Huainigg)
überreicht vom Abgeordneten Erwin Preiner
Petition betreffend „Petition zum weltweiten Atomausstieg – Resolution der Gemeinde Winden am See“ (Ordnungsnummer 123) (überreicht vom Abgeordneten Erwin Preiner)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Meine sehr geehrten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Abgeordnete! Lassen Sie mich gleich eingangs mit dem Wesentlichen beginnen: Die Freiheitliche Partei Österreichs wird heute den Antrag auf Durchführung einer verbindlichen Volksabstimmung zu diesem Thema einbringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen: Wir Freiheitlichen wollen hier nicht willfährig gegen die Interessen der Österreicher Politik betreiben. Wir haben eine andere Aufgabe, und wir haben hier eine Verantwortung für die Interessenlagen unserer Bevölkerung wahrzunehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Sie wollen heute einen Haftungsrahmen Österreichs beschließen, der nicht, so wie Sie sagen, 21,6 Milliarden € an zusätzlicher Belastung für die Österreicher umfasst, sondern wenn man die Gesamtbelastung hernimmt, beschließen Sie heute 28,7 Milliarden € an Haftungsübernahmen, weil man die Zinsen natürlich dazurechnen muss, wie der Rechnungshof zu Recht aufgezeigt hat. Einen Haftungsrahmen, der laut Experten sogar sehr wahrscheinlich schlagend werden kann, Geld, das dann unseren Österreichern fehlt, wo wir – und ich wiederhole das immer wieder, weil Sie es nicht hören wollen – jeden österreichischen Steuercent für unsere Probleme in Österreich dringend benötigen (Beifall bei der FPÖ), für unsere Probleme im Bildungsbereich, im Gesundheitsbereich, im Pflegebereich, für die Investition in unsere Jugend und Zukunft unserer Gesellschaft.
Beifall bei der FPÖ.
Sie leben hier die Solidarität mit den Tätern. Sie leben hier die Solidarität mit den Tätern, sprich den Bankspekulanten, die dieses Fiasko angerichtet haben. Wenn Sie von Solidarität reden und den Begriff „Solidarität“ immer wieder bemühen, dann muss man aufzeigen, mit welcher Solidarität Sie da sozusagen hantieren: Solidarität mit Bankspekulanten – nicht mit den Opfern! Und das Opfer sind die europäischen Völker, und dazu zählen natürlich wir Österreicher als Opfer. Und Sie gehen dann her und bestrafen noch einmal die Opfer mit Belastungen und wollen die Opfer noch einmal zur Kassa bitten, anstatt dass Sie jetzt endlich hergehen und die Verantwortlichen entsprechend zur Kassa bitten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es findet aber auch eine von Ihnen unterstützte und geplante Selbstausschaltung der souveränen Nationalstaaten statt. Auch das ist ein entscheidender Punkt: eine Selbstentmachtung des Parlaments, eine Selbstentmachtung unserer Demokratie im Wesentlichen. Es kann ja nicht sein, dass Sie sich in Folge auch in Richtung des Europäischen Stabilitätsmechanismus endgültig in ein totalitäres Gebäude begeben wollen! Und genau das steht dahinter, wenn man sich den Vertrag durchliest: ein bedingungsloser Beitritt, der da folgen soll, ein Gouverneursrat, der auf Lebenszeit immun sein soll, wo nicht einmal die Finanzgebarung geprüft werden darf, wo man gar keine Möglichkeit mehr hat, auszutreten. Das ist ja kein Vertrag, der irgendetwas mit demokratischen Grundrechten, irgendetwas mit Kontrollmechanismen zu tun hat – das ist ja eine Selbstaufgabe, eine Abschaffung der Demokratie! Da muss ja jeder freiheitsbewusste Demokrat aufschreien in Europa ob dieser Entwicklung! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist einfach unverantwortlich! Sie machen Politik gegen die eigene Bevölkerung! Sie machen eine Politik, mit der Sie die Interessen der Bevölkerung in vielen Fragen und gerade auch in dieser Frage eklatant mit Füßen treten. Und da können wir nicht tatenlos zusehen! Die Österreicher sind entsetzt ob Ihrer Politik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
in den Griff zu bekommen und ihre Schulden wieder zurückzahlen zu können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
All das hat man nicht gehört. Man hat gesundes Geld in ein kaputtes Pleitesystem, in ein Korruptionssystem gepumpt. Und ich sage, die größte Korruption, die sich abspielt, ist die heutige, nämlich eine Korruption auf Ebene der Europäischen Union, gegen die eigenen Bürger gerichtet, wo man korrupte Systeme der Banken und des Staates Griechenland unterstützt: auf Kosten der Bürger! Das ist der größte Korruptionsskandal, den wir heute mit Ihrer Zustimmung zu diesem EFSF-Paket, zu diesem europäischen Rettungsschirm erleben. Dafür haben die Bürger Österreichs kein Verständnis mehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Deshalb muss man immer wieder betonen: Sie gefährden die Zukunft unserer Jugend (Beifall bei der FPÖ), denn dieses Kapital, das Sie da jetzt in den Haftungsschirm stecken, der schlagend werden kann, ja wahrscheinlich sogar schlagend werden wird, dieses Kapital fehlt uns!
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb ist es so wichtig, Sie immer wieder wachzurütteln, aber es nützt offenbar nichts, Sie sind nicht lernfähig. Ich glaube, die einzige Sprache, die Sie verstehen, ist, wenn SPÖ und ÖVP bei den nächsten Nationalratswahlen auf 20 Prozent oder darunter fallen. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist die einzige Sprache, die Sie von dieser Koalition offenbar verstehen, weil dann ein Punkt erreicht sein wird, wo Sie einfach nicht mehr so weitertun können wie bisher. Wenn Sie von der österreichischen Bevölkerung eine derartige Absage erhalten, können Sie nicht mehr so weitertun.
Beifall bei der FPÖ.
nicht mehr über 50 Prozent zu haben, damit Sie nicht weiterpackeln können im Sinne des rot-schwarzen Proporz- und Privilegiensystems. Ich bin davon überzeugt, dass immer mehr Bürger auch zu dieser Überzeugung gelangen, weil viele Bürger und immer mehr Bürger heute erkennen, so kann es doch nicht weitergehen. Das gesamte Proporz- und Privilegiensystem, der Korruptionssumpf, die Verluderung des politischen Systems in Österreich, das findet ja statt bis hinauf an die Spitze der Europäischen Union. Das ist ja insgesamt ein System, das sich selbst in Frage gestellt hat, wo ich sage, das wollen wir so nicht mehr, und deswegen werden wir hier der verlässliche Ansprechpartner der Österreicher sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Es ist nicht populär, was wir hier heute tun, aber wir müssen es tun, und wir tun aus heutiger Sicht mit diesen Beschlüssen, die wir anschließend fassen, absolut das Richtige. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie Beifall des Abg. Brosz.
Herr Strache, ich habe mir gestern einen Teil der Debatte im Deutschen Bundestag angeschaut, und ich muss sagen, das war eine sehr sachliche, sehr faktenbezogene Debatte, mit wenigen Ausnahmen. Das, was Sie hier vorhin gemacht haben, nämlich das absolut nicht Populäre auf populistische Art und Weise ausschlachten zu wollen, machen in Deutschland allerhöchstens die Linken – und die machen es rhetorisch besser. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie Beifall des Abg. Brosz.)
ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ
Sie wollen mit der Volksmeinung, mit dem Stammtisch und der dort geäußerten Meinung spielen, und das ist in diesem Fall genau das Falsche. Wir hören schon auf die Menschen (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ), und wir versuchen auch, den Menschen draußen zu erklären, was wir hier für notwendig halten (Zwischenruf des Abg. Kickl) und warum wir das tun. (Abg. Strache: Weil es ein Geschäft ist!) Aber es ist unsere Aufgabe, letzten Endes die Entscheidungen zu treffen und sie dann auch vor den Menschen zu vertreten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Sie wollen mit der Volksmeinung, mit dem Stammtisch und der dort geäußerten Meinung spielen, und das ist in diesem Fall genau das Falsche. Wir hören schon auf die Menschen (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ), und wir versuchen auch, den Menschen draußen zu erklären, was wir hier für notwendig halten (Zwischenruf des Abg. Kickl) und warum wir das tun. (Abg. Strache: Weil es ein Geschäft ist!) Aber es ist unsere Aufgabe, letzten Endes die Entscheidungen zu treffen und sie dann auch vor den Menschen zu vertreten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Weil es ein Geschäft ist!
Sie wollen mit der Volksmeinung, mit dem Stammtisch und der dort geäußerten Meinung spielen, und das ist in diesem Fall genau das Falsche. Wir hören schon auf die Menschen (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ), und wir versuchen auch, den Menschen draußen zu erklären, was wir hier für notwendig halten (Zwischenruf des Abg. Kickl) und warum wir das tun. (Abg. Strache: Weil es ein Geschäft ist!) Aber es ist unsere Aufgabe, letzten Endes die Entscheidungen zu treffen und sie dann auch vor den Menschen zu vertreten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie wollen mit der Volksmeinung, mit dem Stammtisch und der dort geäußerten Meinung spielen, und das ist in diesem Fall genau das Falsche. Wir hören schon auf die Menschen (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der FPÖ), und wir versuchen auch, den Menschen draußen zu erklären, was wir hier für notwendig halten (Zwischenruf des Abg. Kickl) und warum wir das tun. (Abg. Strache: Weil es ein Geschäft ist!) Aber es ist unsere Aufgabe, letzten Endes die Entscheidungen zu treffen und sie dann auch vor den Menschen zu vertreten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Eines sei an dieser Stelle auch gesagt: Der Euro ist weit mehr als eine gemeinsame Währung von 17 Ländern, und die EU ist weit mehr als eine Wirtschaftsgemeinschaft von 27 Ländern. Die europäische Integration – bitte beachten Sie das doch bei der ganzen Debatte! – ist ein Friedensprojekt, das dieser Kontinent nach dem Zweiten Weltkrieg dringend gebraucht hat und das Gott sei Dank beherzte Politiker in die Hand genommen haben. Es ist nicht perfekt, weit entfernt davon, aber es ist das einzig Richtige und die einzige Möglichkeit, diesem Kontinent Frieden und Wohlstand zu sichern. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Die Ergebnisse der letzten Jahrzehnte zeigen es ja: Dieser Prozess, sich ständig miteinander auseinanderzusetzen, am Verhandlungstisch, in Parlamenten statt auf dem Schlachtfeld, ist das Ergebnis dieses Integrationsprozesses, der noch lange nicht abgeschlossen sein darf. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Wir sollten es billiger für die Österreicher machen!
Und in diesem Prozess ist jetzt Griechenland in eine Situation gekommen, in der es sich aus eigener Kraft nicht mehr auf dem Kapitalmarkt finanzieren kann. Jetzt kann man es sich einfach und billig machen und sagen: Die sind selbst schuld! Die sollen diese Suppe selbst auslöffeln! (Abg. Dr. Graf: Wir sollten es billiger für die Österreicher machen!) Man kann auch sagen: Genug gezahlt!, wie das BZÖ. Oder Herr Strache sagt: Die sollen zurück zur Drachme! – Ja wer folgt denn dann als Nächster? Italien? Portugal? Irland? Spanien? In dieser Reihenfolge oder in einer anderen? (Abg. Strache: Euroreif sind diese Länder alle nicht!)
Abg. Strache: Euroreif sind diese Länder alle nicht!
Und in diesem Prozess ist jetzt Griechenland in eine Situation gekommen, in der es sich aus eigener Kraft nicht mehr auf dem Kapitalmarkt finanzieren kann. Jetzt kann man es sich einfach und billig machen und sagen: Die sind selbst schuld! Die sollen diese Suppe selbst auslöffeln! (Abg. Dr. Graf: Wir sollten es billiger für die Österreicher machen!) Man kann auch sagen: Genug gezahlt!, wie das BZÖ. Oder Herr Strache sagt: Die sollen zurück zur Drachme! – Ja wer folgt denn dann als Nächster? Italien? Portugal? Irland? Spanien? In dieser Reihenfolge oder in einer anderen? (Abg. Strache: Euroreif sind diese Länder alle nicht!)
Abg. Bucher: Das ist Panikmache!
Was ist denn die Folge, wenn wir uns jetzt von den Griechen abkehren? – Dann ermöglichen wir es erst den Spekulanten, sich auf das nächste Opfer zu stürzen (Abg. Bucher: Das ist Panikmache!), dann auf das übernächste, und irgendwann werden dann wir und unsere Steuerzahler die Leidtragenden sein, denn wir sind mit unseren Firmen, mit unseren Banken in diesen Ländern vertreten, haben dort investiert. Na Gott sei Dank! Wir sind zu klein, um unsere Wirtschaftstätigkeit nur im eigenen Land abzuwickeln, und hätten dann nicht den Wohlstand, den wir heute haben.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Sie führen uns genau dort hinein, nämlich in diese Krise!
Wir werden das verhindern! – Sie wollen genau das! Das ist der falsche Weg! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Sie führen uns genau dort hinein, nämlich in diese Krise!)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Es hat keinen Sinn, Ihnen jetzt den wirtschaftlichen Unsinn, den Sie damit verbinden, zu erklären (Zwischenrufe bei der FPÖ), aber eines sei auch noch gesagt – und das auch wieder zum europäischen Projekt –: Wenn wir es zulassen, dass wir uns jetzt wieder wirtschaftlich renationalisieren, wieder zurückbesinnen auf „Mir san mir, und die andern san uns wurscht!“, dann ist auch die politische Renationalisierung die Folge, und die Folge ist, dass die europäische Integration tot ist. (Abg. Dr. Graf: Dazwischen gibt es ein paar Grauzonen!)
Abg. Dr. Graf: Dazwischen gibt es ein paar Grauzonen!
Es hat keinen Sinn, Ihnen jetzt den wirtschaftlichen Unsinn, den Sie damit verbinden, zu erklären (Zwischenrufe bei der FPÖ), aber eines sei auch noch gesagt – und das auch wieder zum europäischen Projekt –: Wenn wir es zulassen, dass wir uns jetzt wieder wirtschaftlich renationalisieren, wieder zurückbesinnen auf „Mir san mir, und die andern san uns wurscht!“, dann ist auch die politische Renationalisierung die Folge, und die Folge ist, dass die europäische Integration tot ist. (Abg. Dr. Graf: Dazwischen gibt es ein paar Grauzonen!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wir bringen dauernd Opfer!
Es lohnt sich aber allemal, für diese europäische Integration und dieses Friedensprojekt Opfer zu bringen. Ja, wir müssen Opfer bringen (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wir bringen dauernd Opfer!), aber es lohnt sich, diese Opfer zu bringen, denn alles andere wäre mit größerem Schaden verbunden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Aber doch nicht die Demokratie opfern!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Aber doch nicht die Demokratie opfern!
Es lohnt sich aber allemal, für diese europäische Integration und dieses Friedensprojekt Opfer zu bringen. Ja, wir müssen Opfer bringen (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wir bringen dauernd Opfer!), aber es lohnt sich, diese Opfer zu bringen, denn alles andere wäre mit größerem Schaden verbunden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: Aber doch nicht die Demokratie opfern!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihr habt die Schuldenbremse abgelehnt! Aber Sie lehnen die Schuldenbremse ja ab!
Das Gebot der Stunde heißt daher – wie unser Vizekanzler kürzlich gesagt hat –: auch Österreich entschulden, eine Schuldenbremse einführen und das Über-die-Verhältnisse-Leben der Staaten beenden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Ihr habt die Schuldenbremse abgelehnt! Aber Sie lehnen die Schuldenbremse ja ab!)
Abg. Strache: Alle unsere Anträge haben Sie abgelehnt! Sie machen Schulden!
Es ist doch relativ einfach, auch im Privaten zu sehen: Schulden machen abhängig von Kreditgebern. (Abg. Strache: Alle unsere Anträge haben Sie abgelehnt! Sie machen Schulden!) Schuldner mit schlechter Bonität machen auch Kreditgeber nervös. Und nervöse Finanzmärkte und nervöse Kreditgeber sind der Tummelplatz für Spekulanten.
Zwischenruf des Abg. Kickl.
In diesem Zusammenhang verstehe ich eines nicht, meine Damen und Herren, auch von den Sozialdemokraten: Im Europäischen Parlament stand vor wenigen Tagen dieses sogenannte Sixpack zur Abstimmung, also strenge Regeln zur Kontrolle der Haushalte in den Nationalstaaten. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Und wer stimmte dagegen? – Die sozialdemokratischen Europaabgeordneten. Ich kann das nicht verstehen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
In diesem Zusammenhang verstehe ich eines nicht, meine Damen und Herren, auch von den Sozialdemokraten: Im Europäischen Parlament stand vor wenigen Tagen dieses sogenannte Sixpack zur Abstimmung, also strenge Regeln zur Kontrolle der Haushalte in den Nationalstaaten. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Und wer stimmte dagegen? – Die sozialdemokratischen Europaabgeordneten. Ich kann das nicht verstehen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Graf: Warum machen wir das nicht?
Ein Letztes noch: Wenn ich sage, Haushalte in Ordnung bringen, Sparen, kommen dann einige mit dem Totschlagbegriff „Kaputtsparen“, aber man kann auch intelligent sparen. Man kann dort sparen, wo wir unsere strukturellen Defizite haben (Abg. Dr. Graf: Warum machen wir das nicht?): bei der Geldverschwendung der ÖBB, beim Pensionsantrittsalter, wo uns jedes Jahr, das die Menschen zu früh in Pension gehen, eine Milliarde an unnötigen Kosten aufbürdet, wir können Gesetze endlich einmal auf die Generationenverträglichkeit überprüfen (Abg. Dr. Graf: Daher endlich ÖVP in die Regierung!), wir können versuchen, mit einer Transparenzdatenbank den Sozialmiss
Abg. Dr. Graf: Daher endlich ÖVP in die Regierung!
Ein Letztes noch: Wenn ich sage, Haushalte in Ordnung bringen, Sparen, kommen dann einige mit dem Totschlagbegriff „Kaputtsparen“, aber man kann auch intelligent sparen. Man kann dort sparen, wo wir unsere strukturellen Defizite haben (Abg. Dr. Graf: Warum machen wir das nicht?): bei der Geldverschwendung der ÖBB, beim Pensionsantrittsalter, wo uns jedes Jahr, das die Menschen zu früh in Pension gehen, eine Milliarde an unnötigen Kosten aufbürdet, wir können Gesetze endlich einmal auf die Generationenverträglichkeit überprüfen (Abg. Dr. Graf: Daher endlich ÖVP in die Regierung!), wir können versuchen, mit einer Transparenzdatenbank den Sozialmiss
Abg. Strache: Was haben Sie die letzten Jahre in der Regierung getan?
brauch einzudämmen, und, und, und. (Abg. Strache: Was haben Sie die letzten Jahre in der Regierung getan?)
Abg. Dr. Graf: Deswegen gehört die ÖVP in die Regierung!
Was wir ob allen Sparens nicht vergessen dürfen, ist, wie gesagt, intelligent dort zu sparen, wo es konjunkturpolitisch nicht schädlich ist (Abg. Dr. Graf: Deswegen gehört die ÖVP in die Regierung!), und auf der anderen Seite den Wirtschaftsstandort zu stärken und wettbewerbsstärkende Maßnahmen für die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere unserer Klein- und Mittelbetriebe, natürlich aber auch der großen Industriebetriebe zu setzen. Und wir müssen auch – das ist in den letzten Tagen und Wochen in den Fokus vieler Debatten getreten – die Rechtsstaatlichkeit in diesem Staat höher hängen, als sie heute hängt. Wir müssen der Rechtsstaatlichkeit zum Durchbruch verhelfen, Korruption bekämpfen, denn Korruption ist mit Sicherheit für einen Wirtschaftsstandort und für die Demokratie eines Landes das Schädlichste, was man sich nur vorstellen kann.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Dem ist nichts hinzuzufügen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.
Sie sagen zum Beispiel, das europäische Friedensprojekt sei in Gefahr, wenn wir jetzt nicht Griechenland retten. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Wirtschaftsleistung Griechenlands macht etwas mehr als 2 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Europäischen Union aus. Ja glauben Sie wirklich, Herr Kollege Kopf, dass Griechenland angesichts dessen in der Lage ist, eine Weltwirtschaftskrise auszulösen? (Abg. Kopf: Sie haben nicht zugehört!) – Völlig absurd, wie Sie hier argumentieren! Völlig absurd! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Kopf: Sie haben nicht zugehört!)
Abg. Kopf: Sie haben nicht zugehört!
Sie sagen zum Beispiel, das europäische Friedensprojekt sei in Gefahr, wenn wir jetzt nicht Griechenland retten. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Wirtschaftsleistung Griechenlands macht etwas mehr als 2 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Europäischen Union aus. Ja glauben Sie wirklich, Herr Kollege Kopf, dass Griechenland angesichts dessen in der Lage ist, eine Weltwirtschaftskrise auszulösen? (Abg. Kopf: Sie haben nicht zugehört!) – Völlig absurd, wie Sie hier argumentieren! Völlig absurd! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Kopf: Sie haben nicht zugehört!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Kopf: Sie haben nicht zugehört!
Sie sagen zum Beispiel, das europäische Friedensprojekt sei in Gefahr, wenn wir jetzt nicht Griechenland retten. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler.) – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Wirtschaftsleistung Griechenlands macht etwas mehr als 2 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Europäischen Union aus. Ja glauben Sie wirklich, Herr Kollege Kopf, dass Griechenland angesichts dessen in der Lage ist, eine Weltwirtschaftskrise auszulösen? (Abg. Kopf: Sie haben nicht zugehört!) – Völlig absurd, wie Sie hier argumentieren! Völlig absurd! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Abg. Kopf: Sie haben nicht zugehört!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Und das Friedensprojekt ist deshalb noch lange nicht gefährdet. Das sind Angstparolen, die Sie verbreiten. Sie wollen Angst schüren. Dafür dürfen Sie uns in den Oppositionsparteien nicht die Schuld zuschieben, nicht die Schuld geben, Sie betreiben diese Angstpropaganda. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sie sagen: Wenn jetzt Griechenland fällt und andere mediterrane Länder dem folgen, dann gibt es Kriege in Europa. – Solche Gedanken sind völlig absurd! Distanzieren Sie sich endlich einmal von diesem dummen Gedankengut, das Sie hier verbreiten! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das, was Rot, Schwarz und Grün heute beschließen, diese Ausweitung des Rettungsfonds, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist der erste Schritt in den Untergang, der erste Schritt in die Knechtschaft der Europäischen Union – unter Aufgabe unserer Souveränität! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein Verbrechen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das sollten Sie einmal auf der Zunge zergehen lassen: 29 Milliarden € Zahlungsverpflichtungen beschließen Sie heute – SPÖ, ÖVP und Grüne gemeinsam. 29 Milliarden €! Das ist fast die Hälfte unseres österreichischen Staatshaushaltes! 29 Milliarden € an Steuergeld – Geld, das wir nicht haben, Geld, das wir in Österreich nicht erwirtschaften (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Verbrechen!), Geld, das wir in Form von Krediten aufnehmen müssen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, das sollten Sie einmal auf der Zunge zergehen lassen: 29 Milliarden € Zahlungsverpflichtungen beschließen Sie heute – SPÖ, ÖVP und Grüne gemeinsam. 29 Milliarden €! Das ist fast die Hälfte unseres österreichischen Staatshaushaltes! 29 Milliarden € an Steuergeld – Geld, das wir nicht haben, Geld, das wir in Österreich nicht erwirtschaften (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Verbrechen!), Geld, das wir in Form von Krediten aufnehmen müssen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neugebauer.
29 Milliarden € – Geld, das wir nie mehr wiedersehen, Geld, von dem die österreichischen Steuerzahler, die Bürger in Österreich keinen Nutzen haben. Das ist die Realität, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Neugebauer.)
Abg. Neugebauer: Mach einen konkreten Vorschlag!
29 Milliarden € an zusätzlichen Schulden, Herr Kollege Kopf (Abg. Neugebauer: Mach einen konkreten Vorschlag!), zusätzliche Schulden, die den Schuldenberg anwachsen lassen. 29 Milliarden €! Die nächsten Generationen werden diesen Schuldenberg nicht mehr abbauen können und bewältigen können – das ist die Realität! –, weil schon 40 bis 50 Prozent für Zinsen und Pensionen ausgegeben werden. Da frage ich Sie: Wo bleibt da Ihre Verantwortung, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Wirtschaftspartei ÖVP? – Sie handeln nicht verantwortlich. Sie treiben da eine gewissenlose Politik voran, die die Menschen in Österreich in den Untergang führt! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
29 Milliarden € an zusätzlichen Schulden, Herr Kollege Kopf (Abg. Neugebauer: Mach einen konkreten Vorschlag!), zusätzliche Schulden, die den Schuldenberg anwachsen lassen. 29 Milliarden €! Die nächsten Generationen werden diesen Schuldenberg nicht mehr abbauen können und bewältigen können – das ist die Realität! –, weil schon 40 bis 50 Prozent für Zinsen und Pensionen ausgegeben werden. Da frage ich Sie: Wo bleibt da Ihre Verantwortung, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Wirtschaftspartei ÖVP? – Sie handeln nicht verantwortlich. Sie treiben da eine gewissenlose Politik voran, die die Menschen in Österreich in den Untergang führt! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Ein Verbrechen!
Sie betreiben da pure Steuergeldveruntreuung, Frau Finanzministerin. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Verbrechen!) Sie betreiben Steuergeldveruntreuung, denn Sie befragen ja die Bevölkerung nicht einmal mehr, ob sie willens ist, diesen Irrweg weiter zu unterstützen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sie betreiben da pure Steuergeldveruntreuung, Frau Finanzministerin. (Abg. Ing. Westenthaler: Ein Verbrechen!) Sie betreiben Steuergeldveruntreuung, denn Sie befragen ja die Bevölkerung nicht einmal mehr, ob sie willens ist, diesen Irrweg weiter zu unterstützen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Ein Verbrechen ist das!
Das ist doch ein Wahnsinn, der hier betrieben wird. Und das sind nicht meine Worte. Der britische Außenminister – Herr Minister Spindelegger, Ihr Kollege; wissen Sie, was der sagt? – sagt: Das ist ein kollektiver Wahnsinn, der hier in Europa betrieben wird! (Abg. Strache: Ein Verbrechen ist das!) – Ein Wahnsinn. Das kommt also nicht von uns, aus den Oppositionsreihen, wo doch uns immer vorgehalten wird, Panikstimmung zu verbreiten. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Das ist doch ein Wahnsinn, der hier betrieben wird. Und das sind nicht meine Worte. Der britische Außenminister – Herr Minister Spindelegger, Ihr Kollege; wissen Sie, was der sagt? – sagt: Das ist ein kollektiver Wahnsinn, der hier in Europa betrieben wird! (Abg. Strache: Ein Verbrechen ist das!) – Ein Wahnsinn. Das kommt also nicht von uns, aus den Oppositionsreihen, wo doch uns immer vorgehalten wird, Panikstimmung zu verbreiten. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Strache
Das ist der absolute Untergang (Zwischenruf des Abg. Strache) und, um in der Diktion der Frau Finanzministerin zu sprechen, eine Neverending Story, die hier beginnt, Frau Finanzministerin. Es gibt keine Haftungsobergrenzen für diesen Rettungsfonds. Ja wissen Sie, was das heißt? – Nachschusspflicht bei jeder Gelegenheit und bei jedem weiteren Fall einer Bank oder eines Landes in Südeuropa! – Ich gratuliere zu dem, was Sie hier beschließen, eine Nachschusspflicht! (Abg. Ing. Westenthaler: Perfekt! Gut gemacht, gratuliere!)
Abg. Ing. Westenthaler: Perfekt! Gut gemacht, gratuliere!
Das ist der absolute Untergang (Zwischenruf des Abg. Strache) und, um in der Diktion der Frau Finanzministerin zu sprechen, eine Neverending Story, die hier beginnt, Frau Finanzministerin. Es gibt keine Haftungsobergrenzen für diesen Rettungsfonds. Ja wissen Sie, was das heißt? – Nachschusspflicht bei jeder Gelegenheit und bei jedem weiteren Fall einer Bank oder eines Landes in Südeuropa! – Ich gratuliere zu dem, was Sie hier beschließen, eine Nachschusspflicht! (Abg. Ing. Westenthaler: Perfekt! Gut gemacht, gratuliere!)
Abg. Hagen: Gar keine!
Es ist nicht damit getan, dass diese 29 Milliarden € jetzt stehen bleiben, sondern das wird weiter steigen. Schauen Sie sich den Vertrag doch einmal an! Ich möchte gerne wissen, wie viele Abgeordnete von ÖVP und SPÖ diesen Vertrag gelesen haben. (Abg. Hagen: Gar keine!) Das würde ich gerne wissen. Würden Sie diesen Vertrag kennen, dann würden Sie sich heute schämen und aus diesem Haus laufen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Es ist nicht damit getan, dass diese 29 Milliarden € jetzt stehen bleiben, sondern das wird weiter steigen. Schauen Sie sich den Vertrag doch einmal an! Ich möchte gerne wissen, wie viele Abgeordnete von ÖVP und SPÖ diesen Vertrag gelesen haben. (Abg. Hagen: Gar keine!) Das würde ich gerne wissen. Würden Sie diesen Vertrag kennen, dann würden Sie sich heute schämen und aus diesem Haus laufen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der nasse Fetzen ist schon bereit ...!
Die Konsequenz – das ist heute schon gesagt worden – wird eine Bonitätsverschlechterung Österreichs sein, selbstverständlich. Wenn weitere 40 Milliarden € dazukommen, wird die Bonität abgestuft werden (Abg. Ing. Westenthaler: Der nasse Fetzen ist schon bereit ...!), die wir jetzt noch genießen. Wissen Sie, was das heißt?
Abg. Strache: Was für einem Gewissen?
29 Milliarden € in einen Rettungsfonds, dann kommt der ESM noch dazu, dann kommt der Wohlstandsausgleich auf europäischer Ebene dazu, und dann kommt noch etwas dazu: dass wir durch den höheren Zinssatz 500 Millionen € pro Jahr mehr werden leisten müssen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ. Wie können Sie das mit Ihrem Gewissen noch vereinbaren (Abg. Strache: Was für einem Gewissen?), wo wir doch in Österreich so viele Probleme haben? Sagen Sie einmal, wie das mit Ihrer Politik zusammengeht!
Abg. Dr. Van der Bellen: Wann denn?
Was erzählen Sie den ArbeitnehmerInnen und den Arbeitgebern in Österreich, die ja heute schon nicht mehr mit ihrem Einkommen zurande kommen? Die werden das alles bezahlen, und zwar in Form von Inflation. Das garantiere ich Ihnen heute schon: in Form von Inflation. (Abg. Dr. Van der Bellen: Wann denn?) Die Inflation wird steigen, weil die Europäische Zentralbank gezwungen ist, die Zinsen zu senken. Wissen Sie, was das heißt? – Die Preise werden weiter nach oben katapultiert werden. Das ist die Folge. Inflation in Zukunft, und das ist die Steuer des „kleinen“ Mannes. Da gratuliere ich Ihnen dann zu dieser Politik, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Was erzählen Sie den ArbeitnehmerInnen und den Arbeitgebern in Österreich, die ja heute schon nicht mehr mit ihrem Einkommen zurande kommen? Die werden das alles bezahlen, und zwar in Form von Inflation. Das garantiere ich Ihnen heute schon: in Form von Inflation. (Abg. Dr. Van der Bellen: Wann denn?) Die Inflation wird steigen, weil die Europäische Zentralbank gezwungen ist, die Zinsen zu senken. Wissen Sie, was das heißt? – Die Preise werden weiter nach oben katapultiert werden. Das ist die Folge. Inflation in Zukunft, und das ist die Steuer des „kleinen“ Mannes. Da gratuliere ich Ihnen dann zu dieser Politik, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Daher gibt es nur eine zentrale Forderung, wenn es schon eine Ohnmacht der Politik nicht nur auf europäischer Ebene, sondern auch in Österreich gibt: die Einbindung des Volkes in diese Entscheidung, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Der Schilling bleibt erhalten!
Seit dem Jahr 1994 ist das Volk nicht mehr befragt worden, es ist immer nur betrogen worden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Was hat man denn im Jahr 1994 den Menschen versprochen? (Abg. Ing. Westenthaler: Der Schilling bleibt erhalten!) – Freien Dienstleistungs-, Zahlungs- und Personenverkehr. Das hat man ihnen schmackhaft gemacht. Herausgekommen ist eine Knechtschaft, eine Knebelung, eine Auslieferung an die Bürokraten Brüssels, die mit Österreich tun und lassen können, was sie wollen, und das wollen die Menschen in Österreich nicht mehr. Sie haben die Nase voll! Die Menschen wollen mitentscheiden. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Seit dem Jahr 1994 ist das Volk nicht mehr befragt worden, es ist immer nur betrogen worden, meine sehr geehrten Damen und Herren. Was hat man denn im Jahr 1994 den Menschen versprochen? (Abg. Ing. Westenthaler: Der Schilling bleibt erhalten!) – Freien Dienstleistungs-, Zahlungs- und Personenverkehr. Das hat man ihnen schmackhaft gemacht. Herausgekommen ist eine Knechtschaft, eine Knebelung, eine Auslieferung an die Bürokraten Brüssels, die mit Österreich tun und lassen können, was sie wollen, und das wollen die Menschen in Österreich nicht mehr. Sie haben die Nase voll! Die Menschen wollen mitentscheiden. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Wo?
In der „Kronen Zeitung“ haben Sie als demokratische Bewegung auf die Frage: „Was ist die grüne Ansage zur Finanzkrise?“, geantwortet: „Daher brauchen wir mehr Transparenz und mehr direkt demokratische“ Mitbestimmung. (Abg. Strache: Wo?)
Abg. Ing. Westenthaler: Die machen sich selber lächerlich, die Grünen!
Wissen Sie, wie demokratische Mitbestimmung funktioniert? (Abg. Ing. Westenthaler: Die machen sich selber lächerlich, die Grünen!) – Indem man das Volk einbindet, indem man die Bevölkerung befragt, ob sie willens und bereit ist, die Verantwortung, die diese Bundesregierung verschleudert, mit zu übernehmen. Das ist Demokratie.
Abg. Dr. Graf: Gewesen!
Sie sind doch eine demokratische Bewegung. (Abg. Dr. Graf: Gewesen!) Sie ganz allein, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen, haben es jetzt in der Hand (Abg. Strache: Schon längst im System aufgegangen!), eine Volksabstimmung zu bewirken. Das können Sie, indem Sie ein Verfassungsgesetz beschließen und keinen Staatsvertrag und wir, FPÖ, Grüne und BZÖ, dann eine Volksabstimmung beantragen. Dann kommt der Bürger zu Wort, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Schon längst im System aufgegangen!
Sie sind doch eine demokratische Bewegung. (Abg. Dr. Graf: Gewesen!) Sie ganz allein, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen, haben es jetzt in der Hand (Abg. Strache: Schon längst im System aufgegangen!), eine Volksabstimmung zu bewirken. Das können Sie, indem Sie ein Verfassungsgesetz beschließen und keinen Staatsvertrag und wir, FPÖ, Grüne und BZÖ, dann eine Volksabstimmung beantragen. Dann kommt der Bürger zu Wort, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Sie sind doch eine demokratische Bewegung. (Abg. Dr. Graf: Gewesen!) Sie ganz allein, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen, haben es jetzt in der Hand (Abg. Strache: Schon längst im System aufgegangen!), eine Volksabstimmung zu bewirken. Das können Sie, indem Sie ein Verfassungsgesetz beschließen und keinen Staatsvertrag und wir, FPÖ, Grüne und BZÖ, dann eine Volksabstimmung beantragen. Dann kommt der Bürger zu Wort, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Grünen. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist die Nagelprobe der Grünen!
Deshalb ergeht unser Appell an Sie (Abg. Strache: Das ist die Nagelprobe der Grünen!): Erinnern Sie sich an Ihre Bürgerbewegung, an die Anfänge der Grünen (Abg. Strache: Das ist die Nagelprobe der Grünen!), aus der Demokratie, aus der Bevölkerung heraus entstanden! (Abg. Strache: Wer weiß, was sie gekriegt haben dafür?) Meine Damen und Herren von den Grünen, gehen Sie den Weg in eine Volksabstim
Abg. Strache: Das ist die Nagelprobe der Grünen!
Deshalb ergeht unser Appell an Sie (Abg. Strache: Das ist die Nagelprobe der Grünen!): Erinnern Sie sich an Ihre Bürgerbewegung, an die Anfänge der Grünen (Abg. Strache: Das ist die Nagelprobe der Grünen!), aus der Demokratie, aus der Bevölkerung heraus entstanden! (Abg. Strache: Wer weiß, was sie gekriegt haben dafür?) Meine Damen und Herren von den Grünen, gehen Sie den Weg in eine Volksabstim
Abg. Strache: Wer weiß, was sie gekriegt haben dafür?
Deshalb ergeht unser Appell an Sie (Abg. Strache: Das ist die Nagelprobe der Grünen!): Erinnern Sie sich an Ihre Bürgerbewegung, an die Anfänge der Grünen (Abg. Strache: Das ist die Nagelprobe der Grünen!), aus der Demokratie, aus der Bevölkerung heraus entstanden! (Abg. Strache: Wer weiß, was sie gekriegt haben dafür?) Meine Damen und Herren von den Grünen, gehen Sie den Weg in eine Volksabstim
Die Abgeordneten des BZÖ erheben sich von ihren Plätzen und spenden stehend Beifall sowie Beifall bei der FPÖ. – Bravorufe beim BZÖ.
mung mit! Wir haben schon genug gezahlt für diesen Unsinn der maroden Banken und der Pleiteländer. (Die Abgeordneten des BZÖ erheben sich von ihren Plätzen und spenden stehend Beifall sowie Beifall bei der FPÖ. – Bravorufe beim BZÖ.)
Abg. Krainer begibt sich zum Rednerpult und trinkt dort, bevor er zu sprechen beginnt, einen Schluck Wasser. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eh das Beste, was Sie jetzt tun können: Trinken! – Weitere Zwischenrufe.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Krainer zu Wort. – Bitte. (Abg. Krainer begibt sich zum Rednerpult und trinkt dort, bevor er zu sprechen beginnt, einen Schluck Wasser. – Abg. Ing. Westenthaler: Das ist eh das Beste, was Sie jetzt tun können: Trinken! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Jö-Rufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist schon sehr interessant, wenn jetzt von zwei Parteien Rufe nach Volksabstimmungen kommen, und ich muss schon sagen: Ich habe Sie nicht rufen gehört, als es darum gegangen ist, dass Kärnten Haftungen für die Hypo Alpe-Adria übernommen hat! Wo waren da die Rufe? (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Jö-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Silhavy: Nein! – Abg. Petzner: Deutsche Bank!
Ich kann mich nicht erinnern, dass diese zwei Parteien nach einer Volksabstimmung gerufen hätten, als es darum gegangen ist, dass wir mit österreichischem Steuergeld die Hypo retten und Kärnten retten! Haben Sie da irgendwas von Volksabstimmung gehört? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Silhavy: Nein! – Abg. Petzner: Deutsche Bank!)
Abg. Petzner: Deutsche Bank, hallo!
Und ich kann Ihnen sagen, wie die Stimmung außerhalb von Kärnten war. (Abg. Petzner: Deutsche Bank, hallo!) Die Stimmung außerhalb von Kärnten war: Das haben sie sich selber eingebrockt, sollen sie die Suppe selber auslöffeln! Die Stimmung war: Sollen sie doch die Kärntner Seen und Berge verkaufen! – Ganz ähnlich, wie BZÖ und FPÖ heute über Griechenland reden.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Entschuldigen Sie, aber Sie reden so einen Blödsinn!
Ja, das stimmt, so war die Stimmung auf der Straße. Aber wir haben trotzdem Verantwortung bewiesen, weil wir wissen, dass die Welt nicht besser wird, wenn Kärnten in Konkurs geht, und die Welt wird nicht besser, wenn Kärntner Seen und Berge verkauft werden. Wir haben Verantwortung getragen und natürlich die Hypo gerettet – und auch Kärnten gerettet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Petzner: Entschuldigen Sie, aber Sie reden so einen Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Wie schaut das in Linz aus mit den Swap-Geschäften? Mit der Linzer Stadtverschuldung?
Scharlatanerie ist das und politischer Populismus der Sonderklasse, der hier abgespielt wird! Das ist doch alles lächerlich! Die versammelte Wirtschaftskompetenz, die wir hier sehen, hat gesehen, wozu das führt. Schauen Sie sich an: Wer ist Schlusslicht in Österreich? – Kärnten ist Schlusslicht in Österreich! Wieso? – Wahrscheinlich, weil Ihre Politik so „erfolgreich“ war. Gnade uns Gott – oder wer auch immer –, dass Sie Österreich auch so weit bringen, wie Sie das mit Kärnten gemacht haben! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Wie schaut das in Linz aus mit den Swap-Geschäften? Mit der Linzer Stadtverschuldung?)
Ruf bei der FPÖ: Der Herr Kopf sagt das!
Wir sollten uns wirklich die Fakten anschauen, wenn es um die Frage geht, was zu dieser Krise geführt hat. Wir hören, zu dieser Krise sei es gekommen, weil wir, weil die Staaten über ihre Verhältnisse gelebt haben. (Ruf bei der FPÖ: Der Herr Kopf sagt das!) Schauen wir uns doch die Fakten an! (Abg. Ing. Westenthaler: Da wird sogar die Regierungsbank leer, wenn Sie reden! Da geht einer nach dem anderen! – Abg. Silhavy: Wir sind nicht am Fußballplatz, Herr Kollege!)
Abg. Ing. Westenthaler: Da wird sogar die Regierungsbank leer, wenn Sie reden! Da geht einer nach dem anderen! – Abg. Silhavy: Wir sind nicht am Fußballplatz, Herr Kollege!
Wir sollten uns wirklich die Fakten anschauen, wenn es um die Frage geht, was zu dieser Krise geführt hat. Wir hören, zu dieser Krise sei es gekommen, weil wir, weil die Staaten über ihre Verhältnisse gelebt haben. (Ruf bei der FPÖ: Der Herr Kopf sagt das!) Schauen wir uns doch die Fakten an! (Abg. Ing. Westenthaler: Da wird sogar die Regierungsbank leer, wenn Sie reden! Da geht einer nach dem anderen! – Abg. Silhavy: Wir sind nicht am Fußballplatz, Herr Kollege!)
Beifall bei der SPÖ.
Und was war das Ergebnis? – Am Beispiel von Österreich: unter 60 Prozent, nach fast 15 Jahren Konsolidierung, innerhalb von zwei bis drei Jahren auf über 70 Prozent. Und dabei ist Österreich sehr gut aus der Krise gekommen. Im Schnitt der europäischen Staaten ist die Verschuldung um 20 Prozent angestiegen und wird noch um fünf oder 10 Prozent ansteigen – aber nicht, weil irgendjemand über seine Verhältnisse gelebt hat. – Zumindest nicht Staaten oder Bürger. Vielleicht kann man sagen, dass Banken und Finanzmärkte über ihre Verhältnisse gelebt haben, aber sicher nicht Staaten und Bürger. (Beifall bei der SPÖ.) Zu diesem Ergebnis kommt man, wenn man sich die Fakten anschaut.
Abg. Ing. Westenthaler: „Professor Krainer“!
Und natürlich sind Krisenzeiten eine Zeit für Spekulanten. Es ist nicht nur für politische Kleingeldwechsler Hoch-Zeit (Abg. Ing. Westenthaler: „Professor Krainer“!), wie wir es heute gesehen haben, sondern auch für Finanzspekulanten. Und schauen wir uns doch an: Wer war in Gefahr, das erste Opfer von Spekulation zu werden? Erinnern wir uns zurück – es ist noch nicht sehr lange her. Im Feber 2009 kamen die ersten Zeitungsberichte: Osteuropa steht vor der Pleite – und damit Österreich, weil die österreichischen Banken so erfolgreich in Osteuropa expandiert haben und dort viele Kredite vergeben haben. Die können das nicht mehr zurückzahlen, und Österreich steht vor der Pleite.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Vilimsky: Der ist gescheit, der Krainer! – Abg. Ing. Westenthaler: Welcher Partei gehört der an? Der SPÖ? – Abg. Mag. Stadler: 10 Minuten reden – 50 000 Wähler weniger!
Wir machen das nicht nur, weil es moralisch richtig ist, sondern weil es auch ökonomisch und für Österreich richtig ist und das Bessere ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Vilimsky: Der ist gescheit, der Krainer! – Abg. Ing. Westenthaler: Welcher Partei gehört der an? Der SPÖ? – Abg. Mag. Stadler: 10 Minuten reden – 50 000 Wähler weniger!)
Abg. Ing. Westenthaler: Bitte noch ein paar Zahlen! Ein paar Prozentsätze!
Kennzahlen, wie zum Beispiel die Arbeitslosigkeit, haben nicht den Stellenwert, den sie haben sollten. Wir sagen: Wieso haben wir nicht bei Arbeitslosigkeit genauso eine Grenze von 3 Prozent wie bei der Neuverschuldung? (Abg. Ing. Westenthaler: Bitte noch ein paar Zahlen! Ein paar Prozentsätze!) Arbeitslosigkeit ist ja, wie wir wissen, die teuerste Form, aber nicht nur, weil sie Lebenszeit kostet, weil sie den Menschen Lebensqualität nimmt, sondern Sie müssen diese Arbeitslosigkeit auch finanzieren und machen damit erst recht Schulden.
Beifall bei der SPÖ.
Wir sagen daher, dass die Frage der Arbeitsmarktpolitik und auch der Arbeitslosigkeit genauso eine wichtige Grenze sein muss wie Defizitgrenzen für Staaten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Die Merkel würde ihn sofort als Parteimitglied aufnehmen!
Eine der Lehren ist auch, wie wir unsere Staaten finanzieren. Und wir finanzieren unsere Staaten vor allem zu Lasten des Faktors Arbeit. Das heißt, für diejenigen, die ihr Einkommen erzielen, weil sie arbeiten gehen, wird das Einkommen viel höher besteuert als für diejenigen, die ihr Einkommen beziehen, weil sie ohnehin schon reich sind und von Kapitaleinkommen und von Vermögenseinkommen leben. Da ist ein krasses Missverhältnis von zirka 40 bis 50 Prozent Besteuerung für die, die für ihr Geld arbeiten, bis zu unter 20 Prozent für jene, die für ihr Geld arbeiten lassen. (Abg. Strache: Die Merkel würde ihn sofort als Parteimitglied aufnehmen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie schmeißen gerade Milliarden den Millionären und den Banken nach!
Und deswegen sind wir in diese Regierung gegangen, um ganz bewusst zu sagen: Ja, wir wollen die Steuern auf Arbeit senken! Das haben wir durch die Senkung der Lohn- und Einkommensteuer bei der Steuerreform gemacht, aber gleichzeitig wissen wir, dass, damit wir nicht neue Schulden machen müssen, andere Gruppen, die heute nicht einen adäquaten Beitrag leisten, auch mehr Steuer zahlen müssen. Deshalb haben wir auch gemeinsam die Bankenabgabe beschlossen, deswegen haben wir auch die Aktienspekulationssteuer beschlossen, und deswegen sollten wir auch gemeinsam die Millionärssteuer beschließen, weil das ein genauso wichtiger Punkt für Steuergerechtigkeit in Österreich ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Sie schmeißen gerade Milliarden den Millionären und den Banken nach!)
ironische Heiterkeit des Abg. Kickl
Und das ist nur einer von fünf Punkten, die wir hier vorgelegt haben, die wichtig wären im Fünf-Punkte-Programm. Ein anderer ist die Finanztransaktionssteuer, worüber, glaube ich, hier auch Einigkeit herrscht. Und es stimmt: Es ist nicht nur ein Erfolg von Werner Faymann (ironische Heiterkeit des Abg. Kickl), wenn diese kommt, sondern ein Erfolg von uns allen und ein Erfolg der Politik in Österreich.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen schicken wir über 30 Milliarden nach Griechenland! – Abg. Strache: Sie werfen den Millionären Milliarden nach!
Und das, was wir dann als fünften Schritt brauchen, ist, dass auch jene, die heute die Last tragen, nämlich die, die arbeiten für ihr Geld, eine Entlastung erfahren. Und deswegen sehen wir es als wesentlichen Punkt, die Steuern auf Arbeit zu senken und Steuern auf Vermögen und Kapitaleinkommen einzuheben. Da stimmen Sie immer dagegen, weil Sie die Millionäre in Wahrheit beschützen, aber diese sollen auch einen gerechten Beitrag zahlen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Deswegen schicken wir über 30 Milliarden nach Griechenland! – Abg. Strache: Sie werfen den Millionären Milliarden nach!)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann Ihnen nur sagen: Ich halte es wirklich für skandalös, wenn die Vertreter von SPÖ und ÖVP – und die Grünen werden es ihnen in Kürze gleichtun – sich hierher stellen und auf verantwortungsbewusst machen, aber in Wahrheit mit dem österreichischen Volksvermögen russisches Roulette spielen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Und dem „Chef-Volkswirt“ der Sozialdemokraten sei ausgerichtet – da ist eh noch die Butter, die ihm vom Kopf getropft ist in Sachen Spekulationszusammenhänge –: Reden S’ einmal mit Ihren Genossen, die gerade in Linz 400 Millionen bei Swap-Geschäften versenkt haben (Beifall bei der FPÖ), und schauen Sie einmal der SPÖ Wien auf die Finger, die 16 Milliarden € an Haftungen für die Unicredit, die jetzt am Wackel steht, übernommen hat! Da können Sie sich reichlich betätigen, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.
Und dem „Chef-Volkswirt“ der Sozialdemokraten sei ausgerichtet – da ist eh noch die Butter, die ihm vom Kopf getropft ist in Sachen Spekulationszusammenhänge –: Reden S’ einmal mit Ihren Genossen, die gerade in Linz 400 Millionen bei Swap-Geschäften versenkt haben (Beifall bei der FPÖ), und schauen Sie einmal der SPÖ Wien auf die Finger, die 16 Milliarden € an Haftungen für die Unicredit, die jetzt am Wackel steht, übernommen hat! Da können Sie sich reichlich betätigen, meine Damen und Herren von der SPÖ! (Neuerlicher Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Sie, meine Damen und Herren von SPÖ und ÖVP, machen nichts anderes, als jeglichen Hausverstand in der Frage der Krisenbekämpfung auszuschalten, indem Sie die immer intensiver werdenden Warnungen der Experten, und zwar weltweit, in den Wind schlagen, weil Sie nichts anderes tun, als die Gesetze der Logik außer Kraft zu setzen, zu versuchen, die Ökonomie zu verdrehen, nur weil Sie glauben, ein Handlanger einer fehlgeleiteten Europäischen Union sein zu müssen und sozusagen als „feiner Maxi“ vor den Damen und Herren in Brüssel stehen zu können. Das ist doch Ihre Intention, die hinter dem Ganzen steht. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Und jetzt weiß auch jeder, meine Damen und Herren, wie Umverteilung „Marke SPÖ“ zu verstehen ist: Den Armen wird es genommen, den Spekulanten wird es gegeben! Das ist das Modell, das die SPÖ unter „Umverteilung“ versteht. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Sie von den Koalitionsparteien haben überhaupt keine Argumente. Wenn man Ihren Rednern zuhört, merkt man: Es gibt kein einziges schlüssiges Argument; es gibt keinen Beweisgang, sondern das Einzige, was es bei Ihnen gibt, sind zunehmend, und zwar mehr und mehr und je tiefer die Krise wird, moralin-triefende Appelle, die nur auf eines hinauslaufen: Denjenigen, die warnen, denjenigen, die sagen, so kann es nicht weitergehen, ein schlechtes Gewissen zu machen, das aber Sie haben sollten für Ihre Vorgangsweise, meine Damen und Herren von SPÖ und ÖVP! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Riepl: Volksvernichtung?! – Abg. Heinzl: Was ist denn eine „Volksvernichtung?
Und das läuft dann ungefähr so ab – das muss man den Fernsehzusehern sagen –: Jeder Mensch in Österreich, der nicht bereit ist und der auch nur eine Sekunde zögert, diese gigantische Volksvernichtung (Abg. Riepl: Volksvernichtung?! – Abg. Heinzl: Was ist denn eine „Volksvernichtung?), diese Volksvermögensvernichtung bedingungslos abzunicken, soll zu jemandem gemacht werden, der zu den ganz, ganz Bösen zählt. Das sind Ihrer Ansicht nach die ganz, ganz Bösen.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Und diese wollen Sie dafür verantwortlich machen, dass Griechenland nicht nur ins Mittelalter, sondern wahrscheinlich in die Steinzeit zurückkatapultiert wird. Und die wollen Sie dann verantwortlich dafür machen, dass die österreichische Wirtschaft wie ein Kartenhaus zusammenbricht, weil wir ja wissen, dass wir überhaupt nur Handel mit den Griechen betreiben. Und die wollen Sie dann verantwortlich dafür machen, dass uns der Euro unter den Händen zerbröselt und dann wahrscheinlich der „Neander-Taler“ als nächste Währung eingeführt wird. Und die wollen Sie wahrscheinlich auch dafür verantwortlich machen, dass ein Komet vom Himmel stürzt und überhaupt Verdammnis und Finsternis den Kontinent Europa übermannt. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.) Das ist ungefähr Ihre Art zu denken, meine Damen und Herren von den Koalitionsparteien.
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Ja, genau so ist es: Ansteckungsgefahr besteht durch diesen EFSF; man muss schauen, dass man diese Abkürzung herausbringt. Ansteckungsgefahr besteht deshalb, weil wir so in Dinge hineingezogen werden, in die wir nicht hineingehören! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Die kommende heutige Abstimmung ist die Chance für Sie, der Mehrheit der österreichischen Bevölkerung auch hier herinnen eine Stimme zu geben, und zwar dadurch, dass Sie unserem Ansuchen zustimmen, diesen sogenannten Schutzschirm, der in Wahrheit ein Senkblei ist, abzulehnen! Und wenn Sie den Mumm dazu schon nicht haben, dann sollten Sie wenigstens den Weg freimachen für eine Entscheidung der österreichischen Bevölkerung, denn es geht schließlich um deren Geld – und nicht um Ihres! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek –: Die Umfallerin kommt jetzt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Klubvorsitzende Dr. Glawischnig-Piesczek gelangt nun zu Wort. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler – in Richtung der sich zum Rednerpult begebenden Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek –: Die Umfallerin kommt jetzt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Die Umfallerin! Der Kotau folgt jetzt!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Ing. Westenthaler: Die Umfallerin! Der Kotau folgt jetzt!) Herr Kollege Strache, Herr Kollege Bucher, Herr Kollege Kickl, wissen Sie, was wirklich Volksvermögensvernichtung in Österreich in der Vergangenheit war? – Das war die blau-orange Regierungsbeteiligung. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! (Abg. Ing. Westenthaler: Die Umfallerin! Der Kotau folgt jetzt!) Herr Kollege Strache, Herr Kollege Bucher, Herr Kollege Kickl, wissen Sie, was wirklich Volksvermögensvernichtung in Österreich in der Vergangenheit war? – Das war die blau-orange Regierungsbeteiligung. (Beifall bei Grünen und SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Die sind alle in Griechenland jetzt, oder was?
Milliarden vernichtet, Milliarden eingesteckt! Dass Sie sich überhaupt trauen, das Wort in den Mund zu nehmen! Grasser, Meischberger & Co, Rumpold ... (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind alle in Griechenland jetzt, oder was?) Nein, aber Sie müssen sich einmal vor Augen führen, dass es auch einen berechtigten Ärger darüber gibt, dass man Volksvermögen verscherbelt (Abg. Ing. Westenthaler: So ein Unsinn, was Sie da verzapfen! Erklären Sie Ihr Umfallen heute!), und noch dazu 400 000 € dort, 800 000 € da in die Taschen spielt. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind ein Schoßkätzchen von Rot und Schwarz!)
Abg. Ing. Westenthaler: So ein Unsinn, was Sie da verzapfen! Erklären Sie Ihr Umfallen heute!
Milliarden vernichtet, Milliarden eingesteckt! Dass Sie sich überhaupt trauen, das Wort in den Mund zu nehmen! Grasser, Meischberger & Co, Rumpold ... (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind alle in Griechenland jetzt, oder was?) Nein, aber Sie müssen sich einmal vor Augen führen, dass es auch einen berechtigten Ärger darüber gibt, dass man Volksvermögen verscherbelt (Abg. Ing. Westenthaler: So ein Unsinn, was Sie da verzapfen! Erklären Sie Ihr Umfallen heute!), und noch dazu 400 000 € dort, 800 000 € da in die Taschen spielt. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind ein Schoßkätzchen von Rot und Schwarz!)
Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind ein Schoßkätzchen von Rot und Schwarz!
Milliarden vernichtet, Milliarden eingesteckt! Dass Sie sich überhaupt trauen, das Wort in den Mund zu nehmen! Grasser, Meischberger & Co, Rumpold ... (Abg. Ing. Westenthaler: Die sind alle in Griechenland jetzt, oder was?) Nein, aber Sie müssen sich einmal vor Augen führen, dass es auch einen berechtigten Ärger darüber gibt, dass man Volksvermögen verscherbelt (Abg. Ing. Westenthaler: So ein Unsinn, was Sie da verzapfen! Erklären Sie Ihr Umfallen heute!), und noch dazu 400 000 € dort, 800 000 € da in die Taschen spielt. (Abg. Ing. Westenthaler: Sie sind ein Schoßkätzchen von Rot und Schwarz!)
Beifall bei den Grünen.
Reden Sie einmal über die Glücksspieleinflussnahme, legen Sie einmal alles auf den Tisch, und dann können Sie sagen: Genug gezahlt, österreichische Steuerzahlerin, österreichischer Steuerzahler, genug gezahlt an Mandatare von unseren Fraktionen! (Beifall bei den Grünen.) Das war wirklich Ihr Umverteilungsmodell.
Oh-Rufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Schoßkätzchen von Rot und Schwarz!
Aber ich möchte gerne einen sachlichen Beitrag zu dieser Debatte leisten. (Oh-Rufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Abg. Ing. Westenthaler: Das Schoßkätzchen von Rot und Schwarz!)
Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid Umfaller! Das ist die Wahrheit!
Der Kollege Westenthaler hat seltsame Träume: Er redet vom Schoßkätzchen. – Würden Sie das zurücknehmen? (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid Umfaller! Das ist die Wahrheit!) Können Sie sich einmal in ernsthafter Weise mit europäischen Fragen auseinandersetzen, ohne ausschließlich Unsinn zu reden? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr stimmt zu! Sie sind das Schoßkätzchen von Rot und Schwarz! ) Ja ja, regen Sie sich nur weiter auf! Ich bin der Meinung, rechtskräftig verurteilte Politiker haben in diesem Parlament nichts verloren! Aber das machen wir uns nach der Debatte aus. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr habt die Volksabstimmung verhindert!) Rechtskräftig verurteilte Politiker haben in diesem Haus nichts verloren. (Abg. Ing. Westenthaler: Verräter haben auch nichts verloren hier im Haus! Volksabstimmungsverräter! – Abg. Neugebauer: Also, schön langsam ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr stimmt zu! Sie sind das Schoßkätzchen von Rot und Schwarz!
Der Kollege Westenthaler hat seltsame Träume: Er redet vom Schoßkätzchen. – Würden Sie das zurücknehmen? (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid Umfaller! Das ist die Wahrheit!) Können Sie sich einmal in ernsthafter Weise mit europäischen Fragen auseinandersetzen, ohne ausschließlich Unsinn zu reden? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr stimmt zu! Sie sind das Schoßkätzchen von Rot und Schwarz! ) Ja ja, regen Sie sich nur weiter auf! Ich bin der Meinung, rechtskräftig verurteilte Politiker haben in diesem Parlament nichts verloren! Aber das machen wir uns nach der Debatte aus. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr habt die Volksabstimmung verhindert!) Rechtskräftig verurteilte Politiker haben in diesem Haus nichts verloren. (Abg. Ing. Westenthaler: Verräter haben auch nichts verloren hier im Haus! Volksabstimmungsverräter! – Abg. Neugebauer: Also, schön langsam ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr habt die Volksabstimmung verhindert!
Der Kollege Westenthaler hat seltsame Träume: Er redet vom Schoßkätzchen. – Würden Sie das zurücknehmen? (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid Umfaller! Das ist die Wahrheit!) Können Sie sich einmal in ernsthafter Weise mit europäischen Fragen auseinandersetzen, ohne ausschließlich Unsinn zu reden? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr stimmt zu! Sie sind das Schoßkätzchen von Rot und Schwarz! ) Ja ja, regen Sie sich nur weiter auf! Ich bin der Meinung, rechtskräftig verurteilte Politiker haben in diesem Parlament nichts verloren! Aber das machen wir uns nach der Debatte aus. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr habt die Volksabstimmung verhindert!) Rechtskräftig verurteilte Politiker haben in diesem Haus nichts verloren. (Abg. Ing. Westenthaler: Verräter haben auch nichts verloren hier im Haus! Volksabstimmungsverräter! – Abg. Neugebauer: Also, schön langsam ...!)
Abg. Ing. Westenthaler: Verräter haben auch nichts verloren hier im Haus! Volksabstimmungsverräter! – Abg. Neugebauer: Also, schön langsam ...!
Der Kollege Westenthaler hat seltsame Träume: Er redet vom Schoßkätzchen. – Würden Sie das zurücknehmen? (Abg. Ing. Westenthaler: Ihr seid Umfaller! Das ist die Wahrheit!) Können Sie sich einmal in ernsthafter Weise mit europäischen Fragen auseinandersetzen, ohne ausschließlich Unsinn zu reden? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr stimmt zu! Sie sind das Schoßkätzchen von Rot und Schwarz! ) Ja ja, regen Sie sich nur weiter auf! Ich bin der Meinung, rechtskräftig verurteilte Politiker haben in diesem Parlament nichts verloren! Aber das machen wir uns nach der Debatte aus. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Ihr habt die Volksabstimmung verhindert!) Rechtskräftig verurteilte Politiker haben in diesem Haus nichts verloren. (Abg. Ing. Westenthaler: Verräter haben auch nichts verloren hier im Haus! Volksabstimmungsverräter! – Abg. Neugebauer: Also, schön langsam ...!)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Ing. Westenthaler.
Jetzt reden wir einmal über europäische Themen und europäische Fragen. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Ing. Westenthaler.) Sie können sich ja gerne später zu Wort melden. Es wird nicht besser, wenn Sie
Ruf beim BZÖ: ..., dann unterbrechen wir!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren, wenn nicht etwas mehr Ruhe einkehrt (Ruf beim BZÖ: ..., dann unterbrechen wir!), sehe ich mich veranlasst, die Sitzung zu unterbrechen. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ich werde gerade bedroht!)
Beifall und Bravorufe beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ich werde gerade bedroht!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Meine Damen und Herren, wenn nicht etwas mehr Ruhe einkehrt (Ruf beim BZÖ: ..., dann unterbrechen wir!), sehe ich mich veranlasst, die Sitzung zu unterbrechen. (Beifall und Bravorufe beim BZÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: Ich werde gerade bedroht!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Verräter der direkten Demokratie!
(Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Verräter der direkten Demokratie!) Können Sie aufhören zu schreien? Wir sind das österreichische Parlament – wir können ganz normal miteinander reden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.) Ich bin fassungslos.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
(Beifall bei den Grünen. – Abg. Ing. Westenthaler: Verräter der direkten Demokratie!) Können Sie aufhören zu schreien? Wir sind das österreichische Parlament – wir können ganz normal miteinander reden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.) Ich bin fassungslos.
Abg. Ing. Westenthaler: Jawohl, Frau Oberlehrerin!
EFSF. – Wenn man EHEC und europäische Institutionen nicht auseinanderhalten kann, sollte man auch ein bisschen vorsichtiger sein. (Abg. Ing. Westenthaler: Jawohl, Frau Oberlehrerin!) Es geht hier um sehr ernste Fragen. Es geht um Probleme in der Vergangenheit, wo wir als österreichische Parlamentarier jetzt die Verantwortung haben, diese Probleme auch zu lösen. Glauben Sie ernsthaft, dass Harakiri-Politik – zurück zum Schilling, zurück zur Drachme und die Mauern wieder aufziehen! – das Richtige ist und dass das das österreichische Sparbuch, den europäischen sozialen Frieden nachhaltig sichern kann? (Beifall bei den Grünen.) Glauben Sie das ernsthaft?
Beifall bei den Grünen.
EFSF. – Wenn man EHEC und europäische Institutionen nicht auseinanderhalten kann, sollte man auch ein bisschen vorsichtiger sein. (Abg. Ing. Westenthaler: Jawohl, Frau Oberlehrerin!) Es geht hier um sehr ernste Fragen. Es geht um Probleme in der Vergangenheit, wo wir als österreichische Parlamentarier jetzt die Verantwortung haben, diese Probleme auch zu lösen. Glauben Sie ernsthaft, dass Harakiri-Politik – zurück zum Schilling, zurück zur Drachme und die Mauern wieder aufziehen! – das Richtige ist und dass das das österreichische Sparbuch, den europäischen sozialen Frieden nachhaltig sichern kann? (Beifall bei den Grünen.) Glauben Sie das ernsthaft?
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Aber dafür können wir nichts!
Ich meine, wir haben Unruhen erlebt von einer jungen Generation in Spanien, wir haben in Großbritannien Unruhen erlebt. Die europäische soziale Frage muss uns etwas angehen, auch hier im österreichischen Parlament. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Graf: Aber dafür können wir nichts!)
Abg. Strache: Die Schweden und Tschechen sind damals sehr gut aus der Krise herausgekommen!
Und dann ging es los mit den Angriffen der Spekulanten. Dieser extrem aggressive Finanzmarkt sucht sich seine Opfer aus, und auch Österreich hätte Opfer werden können. Mit Ihrer Alternative, wieder zurück zum Schilling, zur Drachme et cetera zu gehen, wären wir mit Sicherheit sehr viel schlechter geschützt. Das österreichische Sparbuch wäre sehr viel schlechter geschützt. (Abg. Strache: Die Schweden und Tschechen sind damals sehr gut aus der Krise herausgekommen!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ich würde mir so viel vernünftige Diskussionsgrundlage wünschen, dass Sie ernsthaft einmal einen Vorschlag machen, wie Sie sich das in einem Europa des freien Kapitalverkehrs vorstellen. Wie soll denn das funktionieren? Das ist ja wirtschaftspolitisches Harakiri, was Sie vorschlagen. Harakiri ist das! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Strache: Die neoliberalen Grünen!
Dann geht es um Reformen. (Abg. Strache: Die neoliberalen Grünen!) Wie können wir diesen Finanzmarkt wirklich in den Griff bekommen? Wie können wir die europäischen Institutionen auch stärken? Diese brauchen viel mehr Demokratie, im Übrigen auch viel mehr direkte Demokratie und Kontrolle. Wie kann man diese Reformen in den Griff bekommen? Und da verweigern Sie sich vollkommen. Sie sagen: Wir reden überhaupt nicht mit, wir klinken uns aus, wir verhandeln nicht einmal!
Abg. Strache: Was ist Ihr Preis dafür, dass ihr eine Volksabstimmung verhindert?
Wir nehmen unsere Verantwortung als österreichische Parlamentarier sehr ernst. Wir verhandeln diesen zukünftigen Schutzschirm mit und wollen sehr wichtige Dinge da mit hineinverhandeln. (Abg. Strache: Was ist Ihr Preis dafür, dass ihr eine Volksabstimmung verhindert?) Wir wollen genau das, wo Sie immer schreien, was Sie haben wollen, aber Sie sind entweder zu bequem oder unfähig. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir nehmen unsere Verantwortung als österreichische Parlamentarier sehr ernst. Wir verhandeln diesen zukünftigen Schutzschirm mit und wollen sehr wichtige Dinge da mit hineinverhandeln. (Abg. Strache: Was ist Ihr Preis dafür, dass ihr eine Volksabstimmung verhindert?) Wir wollen genau das, wo Sie immer schreien, was Sie haben wollen, aber Sie sind entweder zu bequem oder unfähig. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
Können Sie einmal aufhören zu schreien! Das ist ja wie im Kindergarten. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Wir beteiligen uns an einer sehr intensiven Diskussion über die Reform des zukünftigen Rettungsschirms. Wir wollen eine Finanztransaktionssteuer auf den Weg bringen. Wir wollen die verpflichtende Beteiligung von Banken und Spekulanten hier hineinverhandeln. Wir verhandeln nicht nur mit den österreichischen Parteien, sondern wir fahren nach Brüssel, reden dort auch mit Juncker und tragen diese Vorschläge auch vor. Dies ist unsere Verantwortung als österreichische Parlamentarier! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das würde ich mir von Ihnen auch einmal wünschen. Gehen Sie einmal hinaus aus dem österreichischen Nationalrat und kämpfen Sie einmal in Europa, in Brüssel für vernünftige Reformvorschläge auf dem Finanzmarkt! Hier nur schreien, das bringt die österreichische Sicherheit keinen Funken weiter. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen – Zwischenrufe beim BZÖ
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Es ist das Wesen der Demokratie und des Parlaments, dass wir hier herinnen auch durchaus heftige Auseinandersetzungen miteinander führen. Aber was ich entschieden ablehne, ist Gewaltanwendung. Und Gewaltanwendung ist auch mit verbalen Mitteln möglich. Was sich der Hooligan-Sektor namens BZÖ hier an persönlichen Untergriffen erlaubt (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen – Zwischenrufe beim BZÖ), was sich diese Herrschaften an persönlichen Untergriffen gegenüber den Rednern erlauben, in diesem Fall gegenüber der Kollegin Glawischnig, das ist unerträglich und muss in der nächsten Präsidiale einer Lösung zugeführt werden. So kann es nicht weitergehen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Es ist das Wesen der Demokratie und des Parlaments, dass wir hier herinnen auch durchaus heftige Auseinandersetzungen miteinander führen. Aber was ich entschieden ablehne, ist Gewaltanwendung. Und Gewaltanwendung ist auch mit verbalen Mitteln möglich. Was sich der Hooligan-Sektor namens BZÖ hier an persönlichen Untergriffen erlaubt (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen – Zwischenrufe beim BZÖ), was sich diese Herrschaften an persönlichen Untergriffen gegenüber den Rednern erlauben, in diesem Fall gegenüber der Kollegin Glawischnig, das ist unerträglich und muss in der nächsten Präsidiale einer Lösung zugeführt werden. So kann es nicht weitergehen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Schicken Sie sie gleich nach Griechenland!
Ich werde mir erlauben, auch die Mails, die ganz sicher wieder eingehen werden, den Damen und Herren Abgeordneten zur Verfügung zu stellen. (Abg. Mag. Stadler: Schicken Sie sie gleich nach Griechenland!) Wir machen wirklich kein gutes Bild. So sollte nicht diskutiert werden. Ich kann das nur unterstreichen.
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Redebeitrag des Kollegen Kopf war ein Beispiel für verbale Gewaltanwendung, und es ist entschieden zurückzuweisen, wenn er sagt, dass es im Hohen Haus einen „Hooligan-Sektor“ gibt. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir haben uns zurückgehalten, was die Wortwahl betrifft. Aber dass die Emotionen hochgehen, wenn es darum geht, Gewaltanwendung in finanzieller Hinsicht an der Bevölkerung auszuüben, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist völlig verständlich. Dass sich einzelne Abgeordnete im Hohen Haus dagegen wehren und dem maximalen Widerstand entgegensetzen, das sollte in einer Diskussion auch erlaubt sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Kopf: Nicht persönlich verunglimpfen! – Abg. Ing. Westenthaler: Aber wenn ein Abgeordneter von einem „Hooligan-Sektor“ spricht, dagegen haben Sie nichts? Diese Denunzierung ist erlaubt?!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Anstand und Sitte gebieten es in diesem Haus, doch mit einigermaßen Aufmerksamkeit den Rednerinnen und Rednern zuzuhören und nicht permanent durch Zwischenrufe das Reden am Rednerpult nahezu unmöglich zu machen. Darum geht es! Das ist zu unterscheiden. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen. – Abg. Kopf: Nicht persönlich verunglimpfen! – Abg. Ing. Westenthaler: Aber wenn ein Abgeordneter von einem „Hooligan-Sektor“ spricht, dagegen haben Sie nichts? Diese Denunzierung ist erlaubt?!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuhörerinnen und Zuhörer! Helfen, reformieren, kontrollieren, sanktionieren – das war die Strategie, die wir 2008 eingeschlagen haben, als damals die Bankenkrise kam. Damals, 2008, hat uns auch die EU geholfen, denn einen Schutzschirm über die österreichischen Banken aufzuspannen, das hätten wir allein nicht geschafft. Die EU hat im Hinblick auf das Ostengagement bei einer konzertierten Aktion damals sehr wohl den Schirm über ganz Europa aufgespannt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Dann haben wir reformiert, kontrolliert und sanktioniert.
Abg. Mag. Stadler: Das darf nicht wahr sein!
Wir haben diese Bankenkrise rasch gut überstanden (Abg. Mag. Stadler: Das darf nicht wahr sein!), haben rasch wieder Wachstum erlangt und eine gute Beschäftigung.
Unter dem Beifall von Abgeordneten des BZÖ entrollen Abgeordnete des BZÖ ein Transparent mit der Aufschrift „BZÖ – VOLKSABSTIMMUNG JETZT! – GENUG GEZAHLT“.
Die Entwicklungen der letzten Wochen, meine sehr verehrten Damen und Herren, sind ernst. (Unter dem Beifall von Abgeordneten des BZÖ entrollen Abgeordnete des BZÖ ein Transparent mit der Aufschrift „BZÖ – VOLKSABSTIMMUNG JETZT! – GENUG GEZAHLT“.) Die Schuldenkrise beschäftigt mittlerweile nicht nur die Eurozone, sondern ganz Europa und die westliche Welt.
Abg. Ing. Westenthaler: Da haben Sie recht, Frau Präsidentin: aussichtslos! Endlich ein wahres Wort!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Bundesministerin, ich darf Sie bitten, fortzusetzen. Ich wiederhole eine Aussage, die ich schon einmal hier von diesem Pult aus getroffen habe. Meine Damen und Herren des BZÖ, ich sage jetzt gar nichts mehr, und zwar wegen Aussichtslosigkeit. (Abg. Ing. Westenthaler: Da haben Sie recht, Frau Präsidentin: aussichtslos! Endlich ein wahres Wort!)
Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Frau Bundesministerin! Sie sind am Wort. (Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (fortsetzend): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kollegen auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Die direkten Auswirkungen der derzeitigen Schuldenkrise sind vorerst nicht überall gleich. Einerseits bremst sie durch Verunsicherung Investitionen in der Realwirtschaft, andererseits führt sie zu einer Flucht in sichere Häfen. Österreich hat die Turbulenzen sowohl damals der Bankenkrise als auch jetzt der Schuldenkrise in den letzen Monaten sehr gut überstanden. Österreichische Staatsanleihen werden als sicherer Hafen angesehen, was unsere Zinslast substanziell gesenkt hat. Das Wachstum der realen Wirtschaft ist in Österreich positiv, und wir haben eine sehr gute Beschäftigung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesen Beschlüssen geht es um Hilfsmaßnahmen für Griechenland, um eine Ausweitung der Möglichkeiten des Rettungsschirmes und eine Verlängerung der Laufzeiten für Griechenland. Mit der Erweiterung des Instrumentes dieser European Financial Stability Facility, nämlich Vorsichtsmaßnahmen, Präventivmaßnahmen und Sekundärmarktinterventionen setzen beziehungsweise die Rekapitalisierung von Finanzinstitutionen vornehmen zu können, kann diese europäische Infrastruktur die gegenwärtigen Probleme, aber auch künftig auftauchende Probleme besser bewältigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Bayern! Bayern, nicht Kärnten!
Wenn also das Hohe Haus diesem Gesetz nun zustimmt, dann setzen Sie ein Zeichen dafür, dass wir unseren Wohlstand, unsere Bonität, unsere Stabilität im Euro-Raum mit sichern dadurch, dass wir insgesamt helfen. Wir haben auch Kärnten geholfen, wir haben auch der Hypo geholfen (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Bayern! Bayern, nicht Kärnten!), und da haben auch die Steuerzahler von Vorarlberg bis Burgenland Geld in die Hand genommen, dass wir der Hypo helfen konnten. (Abg. Strache: Sie haben den Bayern geholfen! Sie haben widerrechtlich den Bayern das Steuergeld nachgeschmissen! Das ist die Wahrheit! Widerrechtlich haben Sie den Bayern unser Steuergeld nachgeschmissen!) Herr Kollege Bucher, das war nichts anderes als das, was wir derzeit tun! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Bucher: Das ist aber sehr billig!)
Abg. Strache: Sie haben den Bayern geholfen! Sie haben widerrechtlich den Bayern das Steuergeld nachgeschmissen! Das ist die Wahrheit! Widerrechtlich haben Sie den Bayern unser Steuergeld nachgeschmissen!
Wenn also das Hohe Haus diesem Gesetz nun zustimmt, dann setzen Sie ein Zeichen dafür, dass wir unseren Wohlstand, unsere Bonität, unsere Stabilität im Euro-Raum mit sichern dadurch, dass wir insgesamt helfen. Wir haben auch Kärnten geholfen, wir haben auch der Hypo geholfen (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Bayern! Bayern, nicht Kärnten!), und da haben auch die Steuerzahler von Vorarlberg bis Burgenland Geld in die Hand genommen, dass wir der Hypo helfen konnten. (Abg. Strache: Sie haben den Bayern geholfen! Sie haben widerrechtlich den Bayern das Steuergeld nachgeschmissen! Das ist die Wahrheit! Widerrechtlich haben Sie den Bayern unser Steuergeld nachgeschmissen!) Herr Kollege Bucher, das war nichts anderes als das, was wir derzeit tun! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Bucher: Das ist aber sehr billig!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Bucher: Das ist aber sehr billig!
Wenn also das Hohe Haus diesem Gesetz nun zustimmt, dann setzen Sie ein Zeichen dafür, dass wir unseren Wohlstand, unsere Bonität, unsere Stabilität im Euro-Raum mit sichern dadurch, dass wir insgesamt helfen. Wir haben auch Kärnten geholfen, wir haben auch der Hypo geholfen (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Bayern! Bayern, nicht Kärnten!), und da haben auch die Steuerzahler von Vorarlberg bis Burgenland Geld in die Hand genommen, dass wir der Hypo helfen konnten. (Abg. Strache: Sie haben den Bayern geholfen! Sie haben widerrechtlich den Bayern das Steuergeld nachgeschmissen! Das ist die Wahrheit! Widerrechtlich haben Sie den Bayern unser Steuergeld nachgeschmissen!) Herr Kollege Bucher, das war nichts anderes als das, was wir derzeit tun! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Bucher: Das ist aber sehr billig!)
Abg. Kickl: Die haben Sie auch nicht!
Der Euro ist eine stabile Währung, daher ist der Euro nicht in der Krise. In der Krise sind die Schuldnerstaaten, die keine Haushaltsdisziplin an den Tag gelegt haben. (Abg. Kickl: Die haben Sie auch nicht!) Es freut mich daher, dass sich in diesem Hohen Haus mit den Regierungsfraktionen und einer Oppositionsfraktion doch voraussichtlich eine große Mehrheit für diese Stabilisierungsmaßnahme findet. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache – in Richtung Grüne –: Die neoliberalen Grünen! Die alten Basisdemokraten Ihrer Partei!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache – in Richtung Grüne –: Die neoliberalen Grünen! Die alten Basisdemokraten Ihrer Partei!
Der Euro ist eine stabile Währung, daher ist der Euro nicht in der Krise. In der Krise sind die Schuldnerstaaten, die keine Haushaltsdisziplin an den Tag gelegt haben. (Abg. Kickl: Die haben Sie auch nicht!) Es freut mich daher, dass sich in diesem Hohen Haus mit den Regierungsfraktionen und einer Oppositionsfraktion doch voraussichtlich eine große Mehrheit für diese Stabilisierungsmaßnahme findet. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache – in Richtung Grüne –: Die neoliberalen Grünen! Die alten Basisdemokraten Ihrer Partei!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Alle wollen es rasch abgeschlossen haben, damit diese neue Infrastrukturmaßnahme für diese europäische Stabilitätsinfrastruktur spätestens Mitte Oktober die Arbeit aufnehmen kann. Ich kann Ihnen versichern, meine sehr verehrten Damen und Herren, bei all den Maßnahmen, so schwierig sie auch sind, haben wir das Wohl Österreichs im Auge. Wir wollen unsere Bonität sichern, das Triple-A behalten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wer steigt denn aus? Zahlen müssen wir! – Das ist ja hanebüchen, was Sie da verzapfen!
steigt, dann steigt auch Österreich aus (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wer steigt denn aus? Zahlen müssen wir! – Das ist ja hanebüchen, was Sie da verzapfen!), weil es nicht gerechtfertigt ist, dass wir weiterzahlen, wenn uns die internationale Gemeinschaft signalisiert, dass die Griechen ihre Auflagen nicht einhalten. Daher halte ich es für gut, dass diese strenge Kontrolle durchgeführt wird. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: ...! Die nächste „Wahrheit“, unter Anführungszeichen!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: ...! Die nächste „Wahrheit“, unter Anführungszeichen!
steigt, dann steigt auch Österreich aus (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Wer steigt denn aus? Zahlen müssen wir! – Das ist ja hanebüchen, was Sie da verzapfen!), weil es nicht gerechtfertigt ist, dass wir weiterzahlen, wenn uns die internationale Gemeinschaft signalisiert, dass die Griechen ihre Auflagen nicht einhalten. Daher halte ich es für gut, dass diese strenge Kontrolle durchgeführt wird. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: ...! Die nächste „Wahrheit“, unter Anführungszeichen!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich betone aber noch einmal: Wir haben geholfen, wir haben Reformen aufgesetzt, wir kontrollieren sie, aber wir werden auch sanktionieren, wenn die Kontrolle zeigt, dass Griechenland seine Hausaufgaben nicht macht. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Stellt’s das Mikro leiser!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Mag. Stadler zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Stellt’s das Mikro leiser!)
Abg. Strache: Von der Frau Bundesgeschäftsführerin!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Wer gibt da für Anweisungen an die Mikrophontechniker? Das heißt, man dreht das Mikro leiser? Das haben wir schon ein paar Mal beobachtet, das werden wir jetzt genau beobachten. Also von euch (in Richtung SPÖ) kommen die Anweisungen? (Abg. Strache: Von der Frau Bundesgeschäftsführerin!) – Bemerkenswert!
Abg. Ing. Westenthaler: „Bravo“!
Und die zentrale Globalunterlage – das wird dann nach Befragen der Staatsanwaltschaft geklärt – war das Pricewaterhouse-Gutachten, das deutsche übrigens. Da geben die bereits im Jänner zu, dass das falsch war, dass hier sogar Kredite, die überhaupt kein Risiko hatten, als Risikokredite ausgewiesen wurden. (Abg. Ing. Westenthaler: „Bravo“!)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
So viel zum Thema Schmähtandlerei! Ihr Vorgänger hat uns gesagt, diese Bank müsse verstaatlicht werden, denn sonst ginge sie pleite. Es war die glatte Unwahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist es nämlich! Widerrechtlich für die Bayern unser Steuergeld!
schen Steuerzahlers übernommen hat. (Abg. Strache: Das ist es nämlich! Widerrechtlich für die Bayern unser Steuergeld!) Das werden Sie einmal erklären müssen! Das ist noch nicht geschluckt. Eine deutsche Bank überwälzt 4 Milliarden auf den österreichischen Steuerzahler! (Abg. Strache: Das ist es! Das ist es!) Und heute geht seine Nachfolgerin her und überwälzt 30 Milliarden, an die 30 Milliarden auf den österreichischen Steuerzahler! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Strache: Das ist es! Das ist es!
schen Steuerzahlers übernommen hat. (Abg. Strache: Das ist es nämlich! Widerrechtlich für die Bayern unser Steuergeld!) Das werden Sie einmal erklären müssen! Das ist noch nicht geschluckt. Eine deutsche Bank überwälzt 4 Milliarden auf den österreichischen Steuerzahler! (Abg. Strache: Das ist es! Das ist es!) Und heute geht seine Nachfolgerin her und überwälzt 30 Milliarden, an die 30 Milliarden auf den österreichischen Steuerzahler! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
schen Steuerzahlers übernommen hat. (Abg. Strache: Das ist es nämlich! Widerrechtlich für die Bayern unser Steuergeld!) Das werden Sie einmal erklären müssen! Das ist noch nicht geschluckt. Eine deutsche Bank überwälzt 4 Milliarden auf den österreichischen Steuerzahler! (Abg. Strache: Das ist es! Das ist es!) Und heute geht seine Nachfolgerin her und überwälzt 30 Milliarden, an die 30 Milliarden auf den österreichischen Steuerzahler! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!
Wenn es darum geht, Milliarden auf den österreichischen Steuerzahler abzuladen für andere, dann sind Sie großzügig! Wenn es darum geht, für die österreichischen Familien etwas zu tun, dann haben Sie überhaupt kein Geld mehr, meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!) Das ist Ihre Politik, und die wird heute zur Debatte stehen! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn es darum geht, Milliarden auf den österreichischen Steuerzahler abzuladen für andere, dann sind Sie großzügig! Wenn es darum geht, für die österreichischen Familien etwas zu tun, dann haben Sie überhaupt kein Geld mehr, meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!) Das ist Ihre Politik, und die wird heute zur Debatte stehen! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Bucher: Unglaublich!
Wenn – wie Sie vielleicht in der Eilmeldung der APA vor wenigen Minuten gelesen haben – das Wirtschaftsforschungsinstitut bereits die Erwartungshaltung, die Wirtschaftsprognosen herunterrevidieren muss – so schlecht wie seit acht Jahren nicht mehr! –, gehen Sie gleichzeitig her und verschenken Geld an die Griechen, meine Damen und Herren! (Abg. Bucher: Unglaublich!) Das erklären Sie einmal dem österreichischen Steuerzahler!
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
werden noch Wutbürger kennenlernen, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Sagt der Lopatka! Bravo!
Der Herr Lopatka – er war ja immerhin einmal Staatssekretär im Finanzministerium – ist ja schon selber der Meinung – das können Sie heute im „Standard“ nachlesen –, nur mehr der Druck von der Straße kann die Politik der Regierung ändern, meine Damen und Herren! (Abg. Ing. Westenthaler: Sagt der Lopatka! Bravo!) Lopatka, nicht irgendein böser Hooligan aus der Opposition, meine Damen und Herren!
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Daher sage ich Ihnen, meine Damen und Herren von den Grünen: An Ihnen liegt es heute! Wenn ich mir anschaue, wozu Sie überall schon eine Volksabstimmung verlangt haben – ich habe es mir einmal herausgeholt: Die Frau Glawischnig hat einmal eine Volksabstimmung zur Wehrpflicht verlangt, eine Volksabstimmung vor einer weiteren EADS-Vertragsunterfertigung zum Eurofighter, eine Volksabstimmung zum Nichtrauchen haben Sie schon verlangt. Aber wenn es um 30 Milliarden geht, dann brauchen Sie das Volk nicht einzubinden?! – Das ist Ihr verräterisches Verhalten, das hier heute zur Debatte steht, meine Damen und Herren von den Grünen! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das steht mir gut!
Sie fallen heute erbärmlich um! Sie helfen der Regierung, die Büchse der Pandora zu öffnen. Sie machen ihnen heute die Räuberleiter. Frau Kollegin Glawischnig, Sie tragen heute als grüne Chefin zu Recht Schwarz. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das steht mir gut!) Ja, natürlich. Ja, das ist bemerkenswert. Sie tragen heute zu Recht Trauer.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das ist der Abgesang der Grünen als Partei des Volkes. Sie wollten eine Bürgerpartei sein, die den Bürgeranliegen zum Durchbruch verhilft. Heute fallen Sie vor dieser Regierung um. Sie machen ihnen die Räuberleiter. Heute besorgen Sie das Geschäft dieser Regierung. 29 Milliarden mit Nachschusspflicht, keine Kontrolle und keine Volksabstimmung – das unterstützen Sie. Ich würde mich schämen, wenn ich heute Grüner wäre, meine Damen und Herren! Ich würde mich schämen! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Die bessere Referenz, Frau Präsidentin, ist der Parlamentspräsident der Slowakei. Man ist heute genötigt, auf die kleine Slowakei zu schauen. Der leistet Widerstand! Das tun Sie nicht, meine Damen und Herren von der SPÖ, Frau Präsidentin! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Heute ist es so weit, dass man sich am slowakischen Parlamentspräsidenten ein Beispiel nehmen muss und nicht an der Frau Bundespräsidentin in spe, der gegenwärtigen Parlamentspräsidentin Prammer, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die (in Richtung SPÖ und Grüne) meinen ein Europa des Zentralstaates, des Zentralismus, des Etatismus und der Steuergeldverschwendung, und da spielen Sie von der ÖVP heute mit! Und das ist der Abgesang der Österreichischen Volkspartei als Europapartei, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Hübner.
Ich kann Sie nur auffordern, binden Sie das Volk ein, und dann werden Sie sehen, wie sehr Sie rechtfertigen müssen. Und dann wird nichts überbleiben von dem, was uns heute die Frau Minister vorgetragen hat, weil in Wirklichkeit nichts davon stimmt. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Dr. Hübner.)
Abg. Bucher: Um die Banken zu retten! Die deutschen und französischen Banken!
Meine Damen und Herren! Wer da noch glaubt, dass wir das, was wir heute tun, nämlich die Erweiterung des Haftungsschirms beschließen, tun, um Griechenland zu retten, der irrt. (Abg. Bucher: Um die Banken zu retten! Die deutschen und französischen Banken!) Das tun wir, um die Stabilität des Euro zu sichern, meine Damen und Herren – und der Euro ist unser Geld, das sind unsere Löhne und Gehälter, unsere Pensionen, unsere Sparguthaben. – Wir handeln hier sehr egoistisch: Wir handeln für unser Geld, meine Damen und Herren, und nicht zur Rettung Griechenlands. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Du weißt, dass das ein Unsinn ist!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Du weißt, dass das ein Unsinn ist!
Meine Damen und Herren! Wer da noch glaubt, dass wir das, was wir heute tun, nämlich die Erweiterung des Haftungsschirms beschließen, tun, um Griechenland zu retten, der irrt. (Abg. Bucher: Um die Banken zu retten! Die deutschen und französischen Banken!) Das tun wir, um die Stabilität des Euro zu sichern, meine Damen und Herren – und der Euro ist unser Geld, das sind unsere Löhne und Gehälter, unsere Pensionen, unsere Sparguthaben. – Wir handeln hier sehr egoistisch: Wir handeln für unser Geld, meine Damen und Herren, und nicht zur Rettung Griechenlands. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Du weißt, dass das ein Unsinn ist!)
Ruf bei der ÖVP: Das wäre eine Katastrophe!
wenn die D-Mark wieder käme, würde die D-Mark um 40 Prozent aufgewertet werden, was für die deutsche Exportindustrie, bitte, ein verheerendes Ergebnis wäre. (Ruf bei der ÖVP: Das wäre eine Katastrophe!) Und daher brauchen wir diesen Schutzschirm, daher brauchen wir die Erweiterung.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wo stimmen da heute die mutigen ÖVPler dagegen, wie bei der CDU und bei der CSU?
Und ich stimme völlig zu, bitte: Es ist auch viel wirksamer als bilaterale Kredite! Es ist viel wirksamer, hier einen finanziellen Krisenmanager zu haben. Für mich ist diese Facility eine Vorstufe zum Stabilitätsmechanismus, und der wird eine Vorstufe für einen Europäischen Währungsfonds. Wir brauchen einen solchen europäischen Krisenmanager, meine Damen und Herren – für die Stabilität unserer Währung, für die Stabilität unserer Sparguthaben, unserer Pensionen und unserer Löhne und Gehälter, Herr Kollege Strache! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Strache: Wo stimmen da heute die mutigen ÖVPler dagegen, wie bei der CDU und bei der CSU?)
Abg. Bucher: Sind unsere Finanzen in Ordnung?
Natürlich kann man jetzt sagen: Ja, das sind die bösen Spekulanten. – Meine Damen und Herren, lassen Sie mich eines sagen: Die bösen Spekulanten haben nur bei jenen Ländern eine Chance, die ihre Staatsfinanzen nicht in Ordnung haben. Der beste Schutz vor den bösen Spekulanten ist, seine Staatsfinanzen in Ordnung zu haben. (Abg. Bucher: Sind unsere Finanzen in Ordnung?) Und daher sagt die ÖVP und sagt unser Parteiobmann, der Vizekanzler, vollkommen zu Recht, wir brauchen eine verfassungsmäßige Schuldenbremse – da, Kollege Stadler, sind wir sehr für eine Verfassungsbestimmung, da sind wir sehr dafür (Beifall bei der ÖVP – Abg. Strache: Bis dato habt ihr ja jeden Antrag abgelehnt!) –, aber eine Schuldenbremse nicht dadurch, dass wir neue Steuern einführen, sondern eine Schuldenbremse durch Ausgabendisziplin, durch Sparsamkeit auf der Ausgabenseite, meine Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP – Abg. Strache: Bis dato habt ihr ja jeden Antrag abgelehnt!
Natürlich kann man jetzt sagen: Ja, das sind die bösen Spekulanten. – Meine Damen und Herren, lassen Sie mich eines sagen: Die bösen Spekulanten haben nur bei jenen Ländern eine Chance, die ihre Staatsfinanzen nicht in Ordnung haben. Der beste Schutz vor den bösen Spekulanten ist, seine Staatsfinanzen in Ordnung zu haben. (Abg. Bucher: Sind unsere Finanzen in Ordnung?) Und daher sagt die ÖVP und sagt unser Parteiobmann, der Vizekanzler, vollkommen zu Recht, wir brauchen eine verfassungsmäßige Schuldenbremse – da, Kollege Stadler, sind wir sehr für eine Verfassungsbestimmung, da sind wir sehr dafür (Beifall bei der ÖVP – Abg. Strache: Bis dato habt ihr ja jeden Antrag abgelehnt!) –, aber eine Schuldenbremse nicht dadurch, dass wir neue Steuern einführen, sondern eine Schuldenbremse durch Ausgabendisziplin, durch Sparsamkeit auf der Ausgabenseite, meine Damen und Herren!
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Dieses gestern beschlossene Sixpack – diese Maßnahmen zur Erhaltung der Stabilität – ist ein wesentlicher Fortschritt. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Daher sagen wir, meine Damen und Herren, auch wir sollten uns ein Beispiel nehmen. Hören wir auf mit dem Märchen, erst die globale Finanzkrise habe die Staatsschulden in die Höhe getrieben! – Zwei Zahlen dazu: Wir hatten in Österreich vor der Finanzkrise eine Staatsschuldenquote von rund 60 Prozent, und wir haben jetzt eine von 72 Prozent. Das heißt, die Finanzkrise hat sie um 20 Prozent erhöht, aber 80 Prozent waren schon vorher da.
Beifall bei der ÖVP – ironische Heiterkeit bei der FPÖ
Die Linie der ÖVP war immer: Schuldenabbau (Beifall bei der ÖVP – ironische Heiterkeit bei der FPÖ), denn Schulden sind verbrauchte Zukunft. (Abg. Strache: Ihr wart die Schuldenmacher! Seit Jahrzehnten seid ihr die Schuldenmacher!) – Herr Kollege Strache, vielleicht könnten wir da einen Schulterschluss machen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Opposition im Deutschen Bundestag, die gezeigt hat, es gibt auch verantwortungsvolle Opposition (Abg. Strache: Ein paar mutige ÖVPler ... CDU- und CSU-Politiker, wo sind die?), die nicht nur Populismus betreibt, sondern auch mitstimmt bei Maßnahmen, die letztlich im Interesse des Landes sind! Vielleicht können wir uns darauf einigen, wenn Sie vom Populismus ein bisschen Abstand nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Ihr wart die Schuldenmacher! Seit Jahrzehnten seid ihr die Schuldenmacher!
Die Linie der ÖVP war immer: Schuldenabbau (Beifall bei der ÖVP – ironische Heiterkeit bei der FPÖ), denn Schulden sind verbrauchte Zukunft. (Abg. Strache: Ihr wart die Schuldenmacher! Seit Jahrzehnten seid ihr die Schuldenmacher!) – Herr Kollege Strache, vielleicht könnten wir da einen Schulterschluss machen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Opposition im Deutschen Bundestag, die gezeigt hat, es gibt auch verantwortungsvolle Opposition (Abg. Strache: Ein paar mutige ÖVPler ... CDU- und CSU-Politiker, wo sind die?), die nicht nur Populismus betreibt, sondern auch mitstimmt bei Maßnahmen, die letztlich im Interesse des Landes sind! Vielleicht können wir uns darauf einigen, wenn Sie vom Populismus ein bisschen Abstand nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Strache: Ein paar mutige ÖVPler ... CDU- und CSU-Politiker, wo sind die?
Die Linie der ÖVP war immer: Schuldenabbau (Beifall bei der ÖVP – ironische Heiterkeit bei der FPÖ), denn Schulden sind verbrauchte Zukunft. (Abg. Strache: Ihr wart die Schuldenmacher! Seit Jahrzehnten seid ihr die Schuldenmacher!) – Herr Kollege Strache, vielleicht könnten wir da einen Schulterschluss machen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Opposition im Deutschen Bundestag, die gezeigt hat, es gibt auch verantwortungsvolle Opposition (Abg. Strache: Ein paar mutige ÖVPler ... CDU- und CSU-Politiker, wo sind die?), die nicht nur Populismus betreibt, sondern auch mitstimmt bei Maßnahmen, die letztlich im Interesse des Landes sind! Vielleicht können wir uns darauf einigen, wenn Sie vom Populismus ein bisschen Abstand nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Linie der ÖVP war immer: Schuldenabbau (Beifall bei der ÖVP – ironische Heiterkeit bei der FPÖ), denn Schulden sind verbrauchte Zukunft. (Abg. Strache: Ihr wart die Schuldenmacher! Seit Jahrzehnten seid ihr die Schuldenmacher!) – Herr Kollege Strache, vielleicht könnten wir da einen Schulterschluss machen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Opposition im Deutschen Bundestag, die gezeigt hat, es gibt auch verantwortungsvolle Opposition (Abg. Strache: Ein paar mutige ÖVPler ... CDU- und CSU-Politiker, wo sind die?), die nicht nur Populismus betreibt, sondern auch mitstimmt bei Maßnahmen, die letztlich im Interesse des Landes sind! Vielleicht können wir uns darauf einigen, wenn Sie vom Populismus ein bisschen Abstand nehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich stelle vorab die Frage: Wo ist denn unser Bundeskanzler? Wo ist denn der Vizekanzler? (Beifall bei FPÖ und BZÖ.) Heute soll beschlossen werden, dass an die 30 Milliarden aus österreichischen Steuermitteln in Richtung Ägäis gehen, doch weder der Bundeskanzler noch der Vizekanzler finden es wert, auch nur 5 Minuten hier an der Debatte teilzunehmen, geschweige denn, das Wort zu ergreifen. – Das ist schäbig, das ist verantwortungslos! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.) Von der SPÖ kommt nicht einmal Herr Klubobmann Cap hierher ans Rednerpult. Er wagt es nicht, das zu verteidigen. Nein, Herr Chef-Volkswirt Krainer stellt sich hierher, um diesen verqueren Kurs irgendwie zu argumentieren. (Abg. Schönpass: Das geht Sie nichts an, wer bei uns spricht!) Ich erwarte mir, dass der Bundeskanzler und der Vizekanzler bei dieser Beschlussfassung heute mit dabei und mit an Bord sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich stelle vorab die Frage: Wo ist denn unser Bundeskanzler? Wo ist denn der Vizekanzler? (Beifall bei FPÖ und BZÖ.) Heute soll beschlossen werden, dass an die 30 Milliarden aus österreichischen Steuermitteln in Richtung Ägäis gehen, doch weder der Bundeskanzler noch der Vizekanzler finden es wert, auch nur 5 Minuten hier an der Debatte teilzunehmen, geschweige denn, das Wort zu ergreifen. – Das ist schäbig, das ist verantwortungslos! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.) Von der SPÖ kommt nicht einmal Herr Klubobmann Cap hierher ans Rednerpult. Er wagt es nicht, das zu verteidigen. Nein, Herr Chef-Volkswirt Krainer stellt sich hierher, um diesen verqueren Kurs irgendwie zu argumentieren. (Abg. Schönpass: Das geht Sie nichts an, wer bei uns spricht!) Ich erwarte mir, dass der Bundeskanzler und der Vizekanzler bei dieser Beschlussfassung heute mit dabei und mit an Bord sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schönpass: Das geht Sie nichts an, wer bei uns spricht!
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich stelle vorab die Frage: Wo ist denn unser Bundeskanzler? Wo ist denn der Vizekanzler? (Beifall bei FPÖ und BZÖ.) Heute soll beschlossen werden, dass an die 30 Milliarden aus österreichischen Steuermitteln in Richtung Ägäis gehen, doch weder der Bundeskanzler noch der Vizekanzler finden es wert, auch nur 5 Minuten hier an der Debatte teilzunehmen, geschweige denn, das Wort zu ergreifen. – Das ist schäbig, das ist verantwortungslos! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.) Von der SPÖ kommt nicht einmal Herr Klubobmann Cap hierher ans Rednerpult. Er wagt es nicht, das zu verteidigen. Nein, Herr Chef-Volkswirt Krainer stellt sich hierher, um diesen verqueren Kurs irgendwie zu argumentieren. (Abg. Schönpass: Das geht Sie nichts an, wer bei uns spricht!) Ich erwarte mir, dass der Bundeskanzler und der Vizekanzler bei dieser Beschlussfassung heute mit dabei und mit an Bord sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Frau Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich stelle vorab die Frage: Wo ist denn unser Bundeskanzler? Wo ist denn der Vizekanzler? (Beifall bei FPÖ und BZÖ.) Heute soll beschlossen werden, dass an die 30 Milliarden aus österreichischen Steuermitteln in Richtung Ägäis gehen, doch weder der Bundeskanzler noch der Vizekanzler finden es wert, auch nur 5 Minuten hier an der Debatte teilzunehmen, geschweige denn, das Wort zu ergreifen. – Das ist schäbig, das ist verantwortungslos! (Beifall bei FPÖ und BZÖ.) Von der SPÖ kommt nicht einmal Herr Klubobmann Cap hierher ans Rednerpult. Er wagt es nicht, das zu verteidigen. Nein, Herr Chef-Volkswirt Krainer stellt sich hierher, um diesen verqueren Kurs irgendwie zu argumentieren. (Abg. Schönpass: Das geht Sie nichts an, wer bei uns spricht!) Ich erwarte mir, dass der Bundeskanzler und der Vizekanzler bei dieser Beschlussfassung heute mit dabei und mit an Bord sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.
Frau Minister Fekter hat heute vom Blatt ablesen dürfen. – Damit hat der ganze Murks ja begonnen, als sie uns im Juni dieses Jahres erklärt hat, die Griechenland-Hilfe sei ein großes Geschäft für Österreich. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Dr. Fekter.) Das haben Sie dementiert, Frau Minister, aber ich habe mir die Stelle herausgesucht, als Sie am 10. Juni dieses Jahres gegenüber dem ORF gesagt haben, das sei ein gutes Geschäft für Österreich. – Mitnichten! Das ist wahrscheinlich jener Schritt, der dazu führen kann, die europäische Währungssituation und den europäischen Wohlstand den Bach hinabgehen zu lassen.
Beifall bei der FPÖ.
Der Euro, Herr Stummvoll, ist nicht die Erfolgsstory, als die Sie ihn hier verkaufen möchten, und nicht die Welt ist in einer Währungs- und Schuldenkrise, sondern es stecken primär die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika in dieser Krise. Jene Staaten, die sich nicht auf dieses Wahnsinnsexperiment eingelassen haben, ob das Schweden ist, ob Norwegen oder auch Tschechien, haben dieses Problem, das die Europäische Union hat, nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der slowakische Parlamentspräsident Sulik etwa hat sich mit unserem Obmann Heinz-Christian Strache in Wien getroffen, um als Wegbereiter zu fungieren, um dieses Irrsinnsexperiment noch irgendwie zu stoppen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Es werden die Millionäre bedient!
Das griechische Volk will diese Hilfe gar nicht, weil es die Situation auch durchblickt hat: Kein einziger Euro geht in die griechische Wirtschaft, in den griechischen Wirtschaftskreislauf, sondern dieses Volumen dient einzig und allein dazu, die aberwitzigen Spekulationen der Finanz- und Kreditwirtschaft, die den Rachen nicht voll genug bekommen hat und in den Anleihenmarkt gegangen ist, also diese Anleihen abzusichern. Sie als Sozialdemokraten sollten sich wirklich einmal selbst an die Kandare nehmen, dass Sie heute Wegbereiter für genau diese Kreditwirtschaft, für diese Finanzwirtschaft, für diesen aberwitzigen Plan sind (Abg. Strache: Es werden die Millionäre bedient!), wonach kein Euro irgendeinem Bürger in Europa zugutekommt, sondern womit nichts anderes gemacht wird, als diese Wahnsinnsspekulationen abzusichern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das griechische Volk will diese Hilfe gar nicht, weil es die Situation auch durchblickt hat: Kein einziger Euro geht in die griechische Wirtschaft, in den griechischen Wirtschaftskreislauf, sondern dieses Volumen dient einzig und allein dazu, die aberwitzigen Spekulationen der Finanz- und Kreditwirtschaft, die den Rachen nicht voll genug bekommen hat und in den Anleihenmarkt gegangen ist, also diese Anleihen abzusichern. Sie als Sozialdemokraten sollten sich wirklich einmal selbst an die Kandare nehmen, dass Sie heute Wegbereiter für genau diese Kreditwirtschaft, für diese Finanzwirtschaft, für diesen aberwitzigen Plan sind (Abg. Strache: Es werden die Millionäre bedient!), wonach kein Euro irgendeinem Bürger in Europa zugutekommt, sondern womit nichts anderes gemacht wird, als diese Wahnsinnsspekulationen abzusichern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Griechenland ist eine der Quellen der Demokratie in Europa – neben Island, wo das älteste Parlament dieser Welt steht –, und nicht einmal die Griechen werden befragt. Ich sage Ihnen eines: Griechenland ist heute in einer Situation, in der es ohne den Euro nie wäre. Ganz Südeuropa ist durch den Euro kaputtgemacht worden. Die ehemaligen Hartwährungsländer der Europäischen Union gehen heute in einem Weichwährungssumpf unter. – Das ist das Ergebnis dieser Europäischen Unionspolitik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Ursula Haubner.
Ich glaube, die Europäische Union geht den falschen Weg. Sie hat die Demokratie verlassen. Sie trägt den Wohlstand Zug um Zug zu Grabe. Sie ist eine Europäische Union geworden, die ohne die Bürger abläuft, in der das politische Establishment nur mehr darauf schaut, die Kredit- und Finanzwirtschaft mit ihren Spekulationsgeschäften irgendwie abzusichern. – Binden Sie die Österreicher bitte mit ein! Verwehren Sie nicht Ihre Zustimmung für eine Volksabstimmung! Da geht es nicht nur um diese Mittel, die Österreich Ihrer Meinung nach heute bereitstellen muss, sondern es geht auch um unsere Demokratie. Das, ersuche ich Sie, nicht leichtfertig auf die Schulter zu nehmen! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Ursula Haubner.)
Beifall bei FPÖ und BZÖ.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Ich stelle den Antrag im Sinne des § 18 Abs. 3 der Geschäftsordnung, dass der Bundeskanzler an diesen Verhandlungen teilnimmt. Es ist tatsächlich eine der entscheidendsten Verhandlungen und Abstimmungen, die wir heute durchführen, daher wäre es sehr sinnvoll, dass er hier ist. Ich stelle, wie gesagt, einen entsprechenden Antrag und bitte, sofort darüber abzustimmen. (Beifall bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Dr. Graf: Zeit gewinnen! Geh bitte!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Mag. Kogler erhält das Wort zur Geschäftsbehandlung. – Bitte. (Abg. Dr. Graf: Zeit gewinnen! Geh bitte!)
Beifall bei Grünen und BZÖ.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Frau Präsidentin! Das Ansinnen ist richtig und zutreffend. Es ist auffällig, dass die Bundesregierung heute nur in Person der Frau Finanzministerin mit der Verlesung einer zugegebenermaßen relativ dürren Erklärung aufgetreten ist und dass es die Bundesregierung war, die dem Parlament die Unterlagen für den Beschluss vorenthalten hat, die wir dann erkämpft haben. Bei aller Unterschiedlichkeit in der Sache selbst – das Anliegen ist richtig, dass in dieser Sache der Bundeskanzler nicht nur anwesend sein soll, sondern man eigentlich auch erwarten darf, dass er das Wort ergreift. (Beifall bei Grünen und BZÖ.)
Abg. Strache: Das ist wieder einmal typisch! Ein Trauerspiel! 30 Milliarden €, und der Bundeskanzler putzt sich ab! – Abg. Dr. Strutz: Das ist eine Missachtung des Parlaments!
Wer dem Verlangen die Zustimmung gibt, dass der Herr Bundeskanzler an der Sitzung teilzunehmen hat, möge ein Zeichen geben. – Das ist mehrheitlich abgelehnt. (Abg. Strache: Das ist wieder einmal typisch! Ein Trauerspiel! 30 Milliarden €, und der Bundeskanzler putzt sich ab! – Abg. Dr. Strutz: Das ist eine Missachtung des Parlaments!)
Abg. Ursula Haubner: Das ist jetzt aber peinlich!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Bevor ich auf das Thema eingehe, möchte ich mich bei jenen Zuschauerinnen und Zuschauern, die der Debatte von Beginn an folgen, entschuldigen. (Abg. Ursula Haubner: Das ist jetzt aber peinlich!) Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass in diesem Haus Abgeordnete sitzen, die sich nicht an die einfachsten Formen der Kommunikation halten und die dieses Haus in Wahrheit für einen Stil missbrauchen, der dieses Hauses nicht würdig ist. (Abg. Kickl: Entschuldigen Sie sich lieber dafür, dass der Bundeskanzler nicht da ist!) Ich entschuldige mich, und ich schäme mich fremd für diese Personen! (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Abg. Kickl: Entschuldigen Sie sich lieber dafür, dass der Bundeskanzler nicht da ist!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Bevor ich auf das Thema eingehe, möchte ich mich bei jenen Zuschauerinnen und Zuschauern, die der Debatte von Beginn an folgen, entschuldigen. (Abg. Ursula Haubner: Das ist jetzt aber peinlich!) Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass in diesem Haus Abgeordnete sitzen, die sich nicht an die einfachsten Formen der Kommunikation halten und die dieses Haus in Wahrheit für einen Stil missbrauchen, der dieses Hauses nicht würdig ist. (Abg. Kickl: Entschuldigen Sie sich lieber dafür, dass der Bundeskanzler nicht da ist!) Ich entschuldige mich, und ich schäme mich fremd für diese Personen! (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Bevor ich auf das Thema eingehe, möchte ich mich bei jenen Zuschauerinnen und Zuschauern, die der Debatte von Beginn an folgen, entschuldigen. (Abg. Ursula Haubner: Das ist jetzt aber peinlich!) Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass in diesem Haus Abgeordnete sitzen, die sich nicht an die einfachsten Formen der Kommunikation halten und die dieses Haus in Wahrheit für einen Stil missbrauchen, der dieses Hauses nicht würdig ist. (Abg. Kickl: Entschuldigen Sie sich lieber dafür, dass der Bundeskanzler nicht da ist!) Ich entschuldige mich, und ich schäme mich fremd für diese Personen! (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Da im Zusammenhang mit dem Thema Sparen – die Sparbremse ist ja auch heute schon angesprochen worden – immer wieder sozialstaatliche Einrichtungen in Frage gestellt und hinterfragt werden – Kollege Kopf hat auch ein paar Punkte angesprochen –, ist es mir sehr wichtig, darauf hinzuweisen und die Tatsache zu betonen, dass es gerade das sozialstaatliche Prinzip in Österreich war, das einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass wir in Österreich die Finanzkrise besser als viele andere Staaten überstanden haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Herr Abgeordneter Vilimsky, Sie haben sehr wenig über den Euro gesagt, aber sehr viel über die EU, die Sie kritisiert haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Natürlich, man kann durchaus kritisieren, aber diese Frage jetzt quasi als Ausrede zu nehmen und in Wirklichkeit eine andere politische Absicht damit zu verbinden, das halte ich für falsch. Da sollten Sie den Menschen reinen Wein einschenken und nicht vortäuschen, es ginge Ihnen um den Euro-Schutzschirm. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Vilimsky, Sie haben sehr wenig über den Euro gesagt, aber sehr viel über die EU, die Sie kritisiert haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Natürlich, man kann durchaus kritisieren, aber diese Frage jetzt quasi als Ausrede zu nehmen und in Wirklichkeit eine andere politische Absicht damit zu verbinden, das halte ich für falsch. Da sollten Sie den Menschen reinen Wein einschenken und nicht vortäuschen, es ginge Ihnen um den Euro-Schutzschirm. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Lassen Sie einmal die Bevölkerung abstimmen! Lassen Sie abstimmen!
Der Euro hat sich in kürzester Zeit als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. Die Oesterreichische Nationalbank geht davon aus, dass eine halbe Million Österreicherinnen und Österreicher im Umfeld des Exportes in die Eurowirtschaft beschäftigt sind. Daher frage ich mich: Was wollen Sie von BZÖ und FPÖ eigentlich mit Ihren ganzen Absichten? Wollen Sie einen Austritt Österreichs aus der Eurozone, der, wie Sie wissen, rechtlich gar nicht vorgesehen und daher gar nicht möglich ist? (Abg. Kickl: Lassen Sie einmal die Bevölkerung abstimmen! Lassen Sie abstimmen!) Oder wollen Sie Griechenland in die Pleite gehen lassen? – Wir haben ja gesehen, was die Insolvenz von Lehman Brothers für die globale Wirtschaft und damit auch für Österreich bedeutet hat; wir waren ja letzten Endes auch von dieser Finanzkrise betroffen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Wenn Sie so gute Argumente haben, lassen Sie die Bevölkerung abstimmen!
Meine Damen und Herren von FPÖ und BZÖ, Ihre Argumente sind in Wahrheit ein finanzpolitischer Giftmix und kein Rezept für eine positive Wirtschaftspolitik! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Wenn Sie so gute Argumente haben, lassen Sie die Bevölkerung abstimmen!) Positive Vorstellungen oder gar Vorschläge dazu gibt es von Ihnen bedauerlicherweise nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Letzten Endes lassen Sie mich noch Folgendes sagen: Es geht immer auch um Verteilungsgerechtigkeit, wenn wir von Stabilisierung und Stabilität reden, aber es geht auch um eine Politik des Handelns, die gefragt ist – und dazu gehört, die uns übertragene Verantwortung wahrzunehmen. Wir sind dazu bereit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Hallo-Rufe bei der ÖVP
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Werte Herrschaften auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! 29 Milliarden €, ja fast 30 Milliarden €, inklusive Zinsen, dürfen es sein – und mit dem kommenden Vertrag wird dieser Betrag noch überschritten. Viele Menschen können mit diesen Beträgen, mit diesen vielen Nullen – nicht die auf der Regierungsbank (Hallo-Rufe bei der ÖVP), sondern die in den Zahlen – nichts mehr anfangen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Frau Präsidentin! Werte Herrschaften auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! 29 Milliarden €, ja fast 30 Milliarden €, inklusive Zinsen, dürfen es sein – und mit dem kommenden Vertrag wird dieser Betrag noch überschritten. Viele Menschen können mit diesen Beträgen, mit diesen vielen Nullen – nicht die auf der Regierungsbank (Hallo-Rufe bei der ÖVP), sondern die in den Zahlen – nichts mehr anfangen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Krainer: Aber das stimmt nicht! Das ist unwahr!
Um das deutlich zu machen: Wir nähern uns einem Betrag, den wir nun den Griechen zur Verfügung stellen, der mittlerweile fast genauso hoch ist wie das Gesamteinkommensteueraufkommen aller Österreicherinnen und Österreicher in einem Jahr. Das heißt, alle Österreicherinnen und Österreicher könnten ein Jahr lang, ohne Steuern zu bezahlen, nahezu brutto für netto verdienen. (Abg. Krainer: Aber das stimmt nicht! Das ist unwahr!)
Abg. Krainer: Das stimmt nicht!
Das ist ein Vergleich, anhand dessen jeder sehen kann, was diese Regierung heute anstellt, wie sie das Volksvermögen der Österreicherinnen und Österreicher verschleudert und die Steuerzahler hintergeht! (Abg. Krainer: Das stimmt nicht!) Das ist die Wahrheit über diesen neuerlichen Rettungsschirm heute! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Krainer: Was hat das damit zu tun?)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Krainer: Was hat das damit zu tun?
Das ist ein Vergleich, anhand dessen jeder sehen kann, was diese Regierung heute anstellt, wie sie das Volksvermögen der Österreicherinnen und Österreicher verschleudert und die Steuerzahler hintergeht! (Abg. Krainer: Das stimmt nicht!) Das ist die Wahrheit über diesen neuerlichen Rettungsschirm heute! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Krainer: Was hat das damit zu tun?)
Ironische Heiterkeit des Abg. Rädler.
Über Sie von der ÖVP mache ich mir ohnehin keine Sorgen, denn Sie werden bei der nächsten Nationalratswahl abgewählt werden, dass sich die Balken biegen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Rädler.) Ich kann Ihnen nur sagen: Die nassen Fetzen sind schon bereitgelegt. Und weil Sie da hinten lachen: Ich werde Sie an Ihr Lachen bei der nächsten Nationalratswahl erinnern. Die österreichische Bevölkerung wird ein gerechtes Urteil sprechen und Sie in die Wüste schicken, dessen können Sie sich sicher sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Über Sie von der ÖVP mache ich mir ohnehin keine Sorgen, denn Sie werden bei der nächsten Nationalratswahl abgewählt werden, dass sich die Balken biegen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Rädler.) Ich kann Ihnen nur sagen: Die nassen Fetzen sind schon bereitgelegt. Und weil Sie da hinten lachen: Ich werde Sie an Ihr Lachen bei der nächsten Nationalratswahl erinnern. Die österreichische Bevölkerung wird ein gerechtes Urteil sprechen und Sie in die Wüste schicken, dessen können Sie sich sicher sein. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Sie wissen es ohnehin: Sie regieren schon lange gegen das Volk. Das alles wollen Sie aber nicht wahrhaben, weil Sie unter der Knute der EU stehen und weil Sie vor dieser lieber buckeln, als für die Menschen eine Politik zu machen, die diesen hilft. Das ist die Wahrheit, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Jetzt zu Ihnen von den Grünen – die meisten von Ihnen sind ohnehin schwarz gekleidet –, zum Ableben der Grünen Österreichs: Ab heute ist es aus, Schluss, vorbei! Die Grünen haben fertig. Deren Frontfrau in der ersten Reihe ist bereits in Schwarz gekleidet. Die Partei der Grünen, entstanden aus der Bürgerinitiative, wird heute zum Feind der direkten Demokratie. Die grüne Bewegung, die sich so gerne jugendlich gibt und für die Jugend da sein will, beschließt heute die größte Schuldenlast in der Geschichte unseres Landes für die nächste Generation mit! Da machen Sie mit! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich weiß nicht, was ihr euch da ausgepackelt habt mit Rot und Schwarz, aber man muss schon vergleichen, welche grüne Mannschaft hier vor einigen Jahrzehnten eingezogen ist: eine Freda Meissner-Blau, ein Günther Nenning, ein Fux, ein Wabl. Ihr seid damals als Tiger losgesprungen und landet heute als Bettvorleger vor Rot-Schwarz. Das ist die Wahrheit! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Strutz: Das stimmt!
Ihr seid zu nichts mehr zu gebrauchen in der Politik. Das Einzige, was ihr erreichen wollt, ist das Ticket für die nächste Regierungsbeteiligung. Dafür opfert ihr eure Grundsätze am Altar von Rot und Schwarz. (Abg. Dr. Strutz: Das stimmt!) Dieses Regierungsticket – und da könnt ihr Gift drauf nehmen – bekommt ihr nie und nimmer, weil die Bevölkerung, und zwar eure Wähler, euch dieses Ticket wieder aus der Hand nehmen wird – weil ihr Systempartei geworden seid, weil ihr in Wahrheit Schoßhündchen von Rot und Schwarz geworden seid, wird euch der Wähler dieses Ticket wieder wegnehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ihr seid zu nichts mehr zu gebrauchen in der Politik. Das Einzige, was ihr erreichen wollt, ist das Ticket für die nächste Regierungsbeteiligung. Dafür opfert ihr eure Grundsätze am Altar von Rot und Schwarz. (Abg. Dr. Strutz: Das stimmt!) Dieses Regierungsticket – und da könnt ihr Gift drauf nehmen – bekommt ihr nie und nimmer, weil die Bevölkerung, und zwar eure Wähler, euch dieses Ticket wieder aus der Hand nehmen wird – weil ihr Systempartei geworden seid, weil ihr in Wahrheit Schoßhündchen von Rot und Schwarz geworden seid, wird euch der Wähler dieses Ticket wieder wegnehmen. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser
Mit dem heutigen Kotau, mit dem heutigen Bauchfleck, für 30 Milliarden € aber gegen eine Volksabstimmung zu stimmen (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser), habt ihr eure Begräbnisglocken bereits selber in Gang gebracht und schreibt auf euer Grab mit Tinte rot: Der Wählerverrat war euer Tod! (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Mit dem heutigen Kotau, mit dem heutigen Bauchfleck, für 30 Milliarden € aber gegen eine Volksabstimmung zu stimmen (Zwischenruf des Abg. Mag. Steinhauser), habt ihr eure Begräbnisglocken bereits selber in Gang gebracht und schreibt auf euer Grab mit Tinte rot: Der Wählerverrat war euer Tod! (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Es wird niemanden von euren eigenen Wählern geben, der euch dafür Beileid wünscht. Alles Gute! Gute Nacht, liebe Grüne! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Du bist auch so schwarz angezogen!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Verbliebener Teil auf der Regierungsbank! (Abg. Mag. Stadler: Du bist auch so schwarz angezogen!) Also eines dürfen wir schon festhalten: Man hat schon fast den Eindruck, als ob die Regierung in dieser Frage abgedankt hätte. (Abg. Ing. Westenthaler: Seid eh ihr da!) – Ja, wir sind auch deshalb da, weil wir eine Überzeugung haben und weil wir dafür kämpfen. Ich werde es Ihnen nach Ihrem Auftritt eher nicht mehr erklären. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Seid eh ihr da!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Verbliebener Teil auf der Regierungsbank! (Abg. Mag. Stadler: Du bist auch so schwarz angezogen!) Also eines dürfen wir schon festhalten: Man hat schon fast den Eindruck, als ob die Regierung in dieser Frage abgedankt hätte. (Abg. Ing. Westenthaler: Seid eh ihr da!) – Ja, wir sind auch deshalb da, weil wir eine Überzeugung haben und weil wir dafür kämpfen. Ich werde es Ihnen nach Ihrem Auftritt eher nicht mehr erklären. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Verbliebener Teil auf der Regierungsbank! (Abg. Mag. Stadler: Du bist auch so schwarz angezogen!) Also eines dürfen wir schon festhalten: Man hat schon fast den Eindruck, als ob die Regierung in dieser Frage abgedankt hätte. (Abg. Ing. Westenthaler: Seid eh ihr da!) – Ja, wir sind auch deshalb da, weil wir eine Überzeugung haben und weil wir dafür kämpfen. Ich werde es Ihnen nach Ihrem Auftritt eher nicht mehr erklären. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler – auf Bundesministerin Dr. Fekter weisend, die mit Staatssekretär Kurz spricht –: Sie hört Ihnen nicht einmal zu!
Ich und die Grüne Fraktion, wir würden uns schon erwarten, dass die Regierung anwesend ist, wenn derart wichtige Dinge zur Abstimmung und zur Beratung stehen, wobei das Hintergrundleuchten entscheidender ist als die Abstimmung, die wir heute hier durchführen, denn da geht es um eine Haftungsausweitung. (Abg. Mag. Stadler – auf Bundesministerin Dr. Fekter weisend, die mit Staatssekretär Kurz spricht –: Sie hört Ihnen nicht einmal zu!) Ich werde es euch dann noch erklären. Für diese apokalyptischen Panikattacken, die das BZÖ da befallen, besteht ja überhaupt kein Grund.
Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.
Jetzt hat die Regierung in Österreich laut Verfassung ohnehin so viele Privilegien – auch hier im Haus –, aber dann, wenn es darauf ankommt, ist sie nicht da und steht nicht Rede und Antwort. Ich finde das wirklich sehr enttäuschend. (Beifall bei Grünen und FPÖ sowie bei Abgeordneten des BZÖ.)
Abg. Vilimsky: Wow!
Na gut! Es gibt ja einiges zu sagen. Ich meine, beim Herrn Bundeskanzler weiß man es ja auch nicht wirklich. Wir – Alexander Van der Bellen, Eva Glawischnig und ich – haben ja aus dem Grund auch direkt Kontakt mit der Euro-Gruppe aufgenommen, mit Jean-Claude Juncker (Abg. Vilimsky: Wow!), weil es nicht mehr ganz klar ist, welche Position Österreich in Brüssel in den Verhandlungen überhaupt vertritt, wenn es um etwas geht. Der Befund lautet aus unserer Sicht, dass zumindest eine gewisse Haltungslosigkeit und Orientierungslosigkeit vorherrscht. Ich weiß ja nicht, was wofür ursächlich ist.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Natürlich gibt es Lösungen und Auswege. Aber jetzt, meine Damen und Herren – ich sage jetzt nicht das, was Herr Klubobmann Kopf gesagt hat, von den jeweils rechten Sektoren hier drinnen –: Es ist naiv und völlig undenkbar, dass diese Krisen auf der Ebene von Österreich, von Malta, von Zypern, ja selbst von Deutschland alleine gelöst werden können. Das ist ein Hirngespinst, das Sie hier vertreten. Sagen Sie dazu einmal irgendetwas! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
ren sie sogar stärker! Aber bitte: Da müssten wir jetzt die Union erfinden und sie nicht aus billigem Populismus schlechtreden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Hübner: Aber ihr stimmt trotzdem zu!
Jetzt kann man natürlich über die Instrumente reden, die hier Platz greifen sollen. Na, selbstverständlich! Wir hatten hier auch eine andere Meinung als die Bundesregierung. (Abg. Dr. Hübner: Aber ihr stimmt trotzdem zu!) Nur zur Erinnerung im Übrigen, weil hier darf ja völlig unbewiesen und ungestraft behauptet werden, wer aller für irgendetwas oder gegen etwas ist: Vor einem Jahr ist hier – zur Erinnerung für den Vorredner – das Griechenland-Paket beschlossen worden. Wir diskutieren und beschließen heute ja ganz etwas anderes. Die Herrschaften kennen sich nicht einmal aus, aber umso lauter schreien sie. Das Griechenland-Paket haben wir voriges Jahr beschlossen. Wir hatten damals eine andere Haltung als die Bundesregierung – nur zur Erinnerung. Aber es geht in der Grundsatzfrage darum, einmal zu erkennen, wo die Instrumente überhaupt anzusiedeln sind. Darum geht es mir jetzt, bevor wir zu den Details kommen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber eines ist auch klar: Das kann man nur mehr bekämpfen, wenn sich die Staaten zusammentun. Das ist doch der entscheidende Punkt. Drehen Sie das einfach einmal um! Wenn jeder Staat für sich vor sich hinmurkst, mit seiner eigenen kleinen Währungsschatulle, dann ist doch die Anfälligkeit jener im System gegenüber, das die meisten zumindest vorgeben, hier bekämpfen zu wollen, erst recht anfällig und diese Sache ist mithin aussichtslos. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Es kann nicht sein, dass diese Lösungen, über die wir heute hier debattieren, ständig neben den Unionsverträgen konstruiert werden, vorbei am Europäischen Parlament. Langfristig wird dort die demokratische Rückkoppelung für diese Instrumente notwendig sein, na, selbstverständlich! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Das sind alles Argumente gegen eine Zustimmung! Warum stimmt ihr zu?
konsistent bleiben. Warum? – Weil natürlich die europäischen Institutionen auch nicht abgehoben und für sich arbeiten können. Und momentan ist das Europäische Parlament natürlich völlig aus diesen Dingen rausgekickt. Dieser Befund ist richtig. Deshalb kämpfen wir ja dafür, dass solange hin die nationalen Parlamente eine stärkere Rolle spielen. (Abg. Mag. Stadler: Das sind alles Argumente gegen eine Zustimmung! Warum stimmt ihr zu?)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Tamandl und Mag. Gaßner.
Diese Haftungsausweitung wird dazu führen, dass das, worum es eigentlich geht – und diese Summe erhöht sich nicht –, billiger zu organisieren ist und damit für die europäischen Steuerzahler billiger ist. Sollte das Geld denn überhaupt in die Ziehung genommen werden, kann es auch billiger an diese Krisenregionen weitergereicht werden. Das ist doch etwas Sinnvolles, um Gottes Willen! (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Tamandl und Mag. Gaßner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Ihr Weg – ich weiß ja nicht genau, welcher das ist, aber die Verdachtslage befällt uns ja –, es auf einen ungeordneten Crash-Konkurs ankommen zu lassen, so über Nacht, und dann noch einmal zu schauen, was passiert, und sie im Übrigen noch vorgestern aus der Währungsunion hinausgeschmissen haben, ja, glauben Sie, dass das billiger ist? – Das ist doch am Schluss noch viel teurer! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist der Grund für unsere Zustimmung hier und heute, weil es erstens besser ist, weil es solidarischer, gerechter, und vor allem wirtschaftlich vernünftiger ist, auch wenn die Vernunft bei Ihnen keine Kategorie mehr ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.
An der Stelle sei zusammengefasst: Das, was am wenigsten kostet und am meisten bringt, soll man tun. Apropos Kosten sage ich Ihnen jetzt noch etwas, weil ausgerechnet ein Hypo-Verteidigungsversuch gestartet wurde, das kann nicht ganz unkommentiert bleiben: Für die Hypo Kärnten hat es tatsächlich Geld gegeben, nicht bloß Haftungen. 1,5 Milliarden € sind drinnen, und die sind weg. Eine weitere Milliarde kommt dazu, die wird genauso weg sein. Das ist um ein Vielfaches mehr, als der österreichische Steuerzahler für Griechenland jemals wird zahlen müssen! Trotzdem ist es gemacht worden. (Beifall bei Grünen, SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Was ist mit der Kommunalkredit? BAWAG?
Deshalb sollten Sie da ein bisschen leisertreten und die Regierung ein bisschen lauter und selbstbewusster auftreten, wenn es sie denn noch gibt. (Abg. Dr. Graf: Was ist mit der Kommunalkredit? BAWAG?) Aber wenn das BZÖ findet, dass wir uns da anschicken, dabei sein zu wollen, dann sage ich, na ja, bei der Performance wäre es wahrscheinlich für Österreich gut, wenn die Grünen mehr zu reden hätten. Mir geht da wirklich die Glaubwürdigkeit, die Kraft und die Vernunft ab. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Deshalb sollten Sie da ein bisschen leisertreten und die Regierung ein bisschen lauter und selbstbewusster auftreten, wenn es sie denn noch gibt. (Abg. Dr. Graf: Was ist mit der Kommunalkredit? BAWAG?) Aber wenn das BZÖ findet, dass wir uns da anschicken, dabei sein zu wollen, dann sage ich, na ja, bei der Performance wäre es wahrscheinlich für Österreich gut, wenn die Grünen mehr zu reden hätten. Mir geht da wirklich die Glaubwürdigkeit, die Kraft und die Vernunft ab. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Ah, da schau her!
Zur Volksabstimmung ein paar Argumente zum Schluss. Ich will ja auch dazu nicht schweigen. Das ist ein simples Einfachgesetz, das wir hier als Novelle machen, da ist von Volksabstimmung keine Rede. Da geht es um die Ausweitung um ein Drittel. Und wenn die Völker befragt werden sollen – und ich bin ganz bewusst bei diesem Begriff –, wenn es um derart relevante Fragen geht, dann wird es für die Europäische Union und für die Rettung des Euro sehr wohl von Interesse sein, was die Bevölkerung dazu sagt. (Abg. Mag. Stadler: Ah, da schau her!) Ich pflichte Ihnen völlig bei, dass das so nicht weitergehen kann, dass immer mehr der Eindruck entsteht, dass da völlig entkoppelte, abgehobene, nicht legitimierte Organe auf die Dauer herumfuhrwerken. Ja! Aber eine solche Volksabstimmung sollte man aus Gerechtigkeits- und aus sinnvollen Gründen europaweit organisieren, weil es um europäische Fragen geht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zur Volksabstimmung ein paar Argumente zum Schluss. Ich will ja auch dazu nicht schweigen. Das ist ein simples Einfachgesetz, das wir hier als Novelle machen, da ist von Volksabstimmung keine Rede. Da geht es um die Ausweitung um ein Drittel. Und wenn die Völker befragt werden sollen – und ich bin ganz bewusst bei diesem Begriff –, wenn es um derart relevante Fragen geht, dann wird es für die Europäische Union und für die Rettung des Euro sehr wohl von Interesse sein, was die Bevölkerung dazu sagt. (Abg. Mag. Stadler: Ah, da schau her!) Ich pflichte Ihnen völlig bei, dass das so nicht weitergehen kann, dass immer mehr der Eindruck entsteht, dass da völlig entkoppelte, abgehobene, nicht legitimierte Organe auf die Dauer herumfuhrwerken. Ja! Aber eine solche Volksabstimmung sollte man aus Gerechtigkeits- und aus sinnvollen Gründen europaweit organisieren, weil es um europäische Fragen geht. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Deshalb sollten Sie nicht nur heute und hier Ihre Argumente ein bisschen überdenken, sondern auch für die Zukunft. Und für die Zukunft sage ich Ihnen schon, wo Sie die Zweidrittelmehrheit und damit die Grünen brauchen werden, werden wir verhandeln, dass diese Bankenbeteiligung in den neuen Vertrag hineinkommt und dazu als Voraussetzung ein entsprechendes Entschuldungsverfahren organisiert wird. Das ist möglich, und es schaut auch so aus, als ob das gelingen kann. Es wird für die Zukunft auch ein gemeinsames europäisches Währungssystem brauchen, das stark genug ist, dass die Zinsen im Euro-Raum billiger gehalten werden. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.) Denn ohne diese Zinssenkung werden wir immer ein Problem haben, viele Länder, nicht nur Griechenland.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Euro kann stark und mächtig genug werden, dass er das schafft. Das braucht aber politische Institutionen, die mit dem entsprechenden Vertrauen und Selbstbewusstsein auftreten. Also, Bundesregierung: An die Arbeitsplätze! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Sie brauchen die Rede von Bucher nicht zu wiederholen! Das haben wir schon gehört!
Ich bin auch für den Euro, weil sich für Österreich herausgestellt hat, dass er besser ist als die Zeit, als wir nicht den Euro hatten (Abg. Dr. Pirklhuber: Sie brauchen die Rede von Bucher nicht zu wiederholen! Das haben wir schon gehört!): niedrigere Inflation, höheres Wirtschaftswachstum, gut für die österreichische Exportindustrie.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir brauchen auch, neben Schutzschirmen, eine Strategie für Wachstum und Beschäftigung in Europa und wir können nicht zusehen, wenn so viele junge Leute innerhalb der Europäischen Union ohne Arbeit sind. Fünf bis sieben Millionen Jugendliche haben keine Zukunftshoffnung, und gerade wir – als Europameister bei der Jugendbeschäftigung, mit der niedrigsten Arbeitslosenquote bei Jugendlichen – haben die Verpflichtung, mit unserer Expertise dazu beizutragen, dass es innerhalb der Europäischen Union ein Programm gibt, welches sich der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit widmet. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir brauchen in Europa einen neuen Konsens über sozialen Ausgleich und soziale Gerechtigkeit. Wir brauchen aber auch die europapolitische Debatte, so wie wir sie heute geführt haben, und wir müssen übereinstimmen, dass es notwendig und richtig ist, Europa mit dem Schutzschirm vor Schlimmerem zu bewahren und daher heute diesem Gesetz auch zustimmen. Ich hoffe, dass dies eine überwältigende Mehrheit in diesem Haus tut – nicht nur die Regierungsfraktionen, sondern auch jene Abgeordneten der Opposition, die dies ebenfalls richtig finden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Jetzt kommt wieder die tolle Hypo-Bank!
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren von SPÖ, ÖVP, aber auch von den Grünen! (Abg. Dr. Matznetter: Jetzt kommt wieder die tolle Hypo-Bank!) Sie werden an den heutigen Tag noch zurückdenken. Merken Sie sich den 30. September 2011 gut! Spätestens am Tag der Abrechnung, am Tag der nächsten Wahl, wenn Sie wieder mit hängenden Gesichtern vor den Fernsehkameras stehen und sich fragen werden, warum Ihnen die Österreicherinnen und Österreicher wieder das Vertrauen entzogen haben, sollten Sie sich an den 30. September 2011 erinnern! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren von SPÖ, ÖVP, aber auch von den Grünen! (Abg. Dr. Matznetter: Jetzt kommt wieder die tolle Hypo-Bank!) Sie werden an den heutigen Tag noch zurückdenken. Merken Sie sich den 30. September 2011 gut! Spätestens am Tag der Abrechnung, am Tag der nächsten Wahl, wenn Sie wieder mit hängenden Gesichtern vor den Fernsehkameras stehen und sich fragen werden, warum Ihnen die Österreicherinnen und Österreicher wieder das Vertrauen entzogen haben, sollten Sie sich an den 30. September 2011 erinnern! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Der Einzige, der ! keine Ahnung!
Das ist jener Tag, an dem Sie nicht die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher vertreten haben, an dem Sie 29 Milliarden € gegen den Willen der österreichischen Bevölkerung leichtfertig verschenkt haben. Ich sage das vor allem auch in Richtung der Grünen, denn es ist geradezu ein lächerlicher Eiertanz gewesen, als Kollege Kogler von den Grünen hier heraus gekommen ist und versucht hat (Abg. Dr. Pirklhuber: Der Einzige, der ! keine Ahnung!), wortreich zu erklären, warum die Grünen gegen eine Volksabstimmung sind und warum die Grünen in Wirklichkeit SPÖ und ÖVP heute die Räuberleiter – ich sage bewusst: heute die Räuberleiter – dazu machen, dass 30 Milliarden € der österreichischen Steuerzahler nach Griechenland, Italien und Portugal überwiesen werden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.
Das ist jener Tag, an dem Sie nicht die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher vertreten haben, an dem Sie 29 Milliarden € gegen den Willen der österreichischen Bevölkerung leichtfertig verschenkt haben. Ich sage das vor allem auch in Richtung der Grünen, denn es ist geradezu ein lächerlicher Eiertanz gewesen, als Kollege Kogler von den Grünen hier heraus gekommen ist und versucht hat (Abg. Dr. Pirklhuber: Der Einzige, der ! keine Ahnung!), wortreich zu erklären, warum die Grünen gegen eine Volksabstimmung sind und warum die Grünen in Wirklichkeit SPÖ und ÖVP heute die Räuberleiter – ich sage bewusst: heute die Räuberleiter – dazu machen, dass 30 Milliarden € der österreichischen Steuerzahler nach Griechenland, Italien und Portugal überwiesen werden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Öllinger. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Pirklhuber.
Kommen Sie heraus, Sie von den Grünen brauchen nur eine Frage zu beantworten: Was ist der Preis für Ihre Zustimmung? – Ist es wieder ein Vertrag für Herrn Van der Bellen, ein gut dotierter Beratervertrag? Ist es ein Job für Frau Lunacek? (Ironische Heiterkeit des Abg. Öllinger. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Kogler und Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kogler war ganz stolz, er hat gesagt, dass die Grünen nun den Kontakt zu den Granden der EU aufgenommen haben. Ich sage Ihnen den Unterschied zwischen Ihnen und den Freiheitlichen: Sie suchen den Kontakt zur Europäischen Union, wir haben den Kontakt zu den Österreicherinnen und Österreichern! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Sie vertreten die Interessen !
Ich sage Ihnen auch Folgendes: Sie – Sie alle hier im Hohen Haus: SPÖ, ÖVP und die Grünen, die heute die Räuberleiter machen – vertreten nicht die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher. Sie vertreten die Interessen der Banken, der Bürokraten in Brüssel, Sie vertreten die Interessen jener Staaten, die sich nicht an die Spielregeln halten, wie Griechenland, Portugal, Italien. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sie vertreten die Interessen !) Sie vertreten die Interessen der Spekulanten. Wir vertreten die Interessen der Jugend, die die Suppe auslöffeln muss, die Sie heute mit 30 Milliarden € den Jugendlichen in Österreich einbrocken! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.
Ich sage Ihnen auch Folgendes: Sie – Sie alle hier im Hohen Haus: SPÖ, ÖVP und die Grünen, die heute die Räuberleiter machen – vertreten nicht die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher. Sie vertreten die Interessen der Banken, der Bürokraten in Brüssel, Sie vertreten die Interessen jener Staaten, die sich nicht an die Spielregeln halten, wie Griechenland, Portugal, Italien. (Abg. Dr. Pirklhuber: Sie vertreten die Interessen !) Sie vertreten die Interessen der Spekulanten. Wir vertreten die Interessen der Jugend, die die Suppe auslöffeln muss, die Sie heute mit 30 Milliarden € den Jugendlichen in Österreich einbrocken! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Dr. Pirklhuber: In Kärnten!
Und das Schlimme daran ist – und das sollten Sie einmal unseren jungen Menschen erklären! –, dass wir das Geld nicht haben. Wir müssen Schulden aufnehmen, wir müssen Milliarden an Schulden aufnehmen, Kredite aufnehmen, damit wir die Löcher stopfen können, damit wird die Kredite der Griechen, der Italiener, der Portugiesen, jener, die sich nicht an die Spielregeln halten (Abg. Dr. Pirklhuber: In Kärnten!), zahlen können. (Zwischenrufe des Abg. Kopf.)
Zwischenrufe des Abg. Kopf.
Und das Schlimme daran ist – und das sollten Sie einmal unseren jungen Menschen erklären! –, dass wir das Geld nicht haben. Wir müssen Schulden aufnehmen, wir müssen Milliarden an Schulden aufnehmen, Kredite aufnehmen, damit wir die Löcher stopfen können, damit wird die Kredite der Griechen, der Italiener, der Portugiesen, jener, die sich nicht an die Spielregeln halten (Abg. Dr. Pirklhuber: In Kärnten!), zahlen können. (Zwischenrufe des Abg. Kopf.)
Beifall bei der FPÖ.
Weil hier immer der Rettungsschirm strapaziert wird: Wissen Sie, wie das bei einem Rettungsschirm, bei einem Schirm ist? – Da stehen ein paar unter dem Schirm, und ein paar stehen daneben, im Regen. Unter dem Rettungsschirm stehen die Banken, die Spekulanten, jene, die die gut dotierten Jobs in Brüssel absichern möchten, aber dann gibt es auch viele, viele Millionen Menschen in der Europäischen Union, die das bezahlen müssen, die dafür büßen müssen, und die stehen außerhalb dieses Schirms, die werden in Wirklichkeit im Regen stehen gelassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Schaffen Sie zumindest die Möglichkeit, die Österreicherinnen und Österreicher mitentscheiden und mitbestimmen zu lassen (Beifall bei der FPÖ), andernfalls werden Sie spätestens bei der nächsten Wahl die Antwort von ihnen bekommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Schaffen Sie zumindest die Möglichkeit, die Österreicherinnen und Österreicher mitentscheiden und mitbestimmen zu lassen (Beifall bei der FPÖ), andernfalls werden Sie spätestens bei der nächsten Wahl die Antwort von ihnen bekommen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Silhavy.
Sie brauchen den Leuten auch nicht Sand in die Augen zu streuen. Wenn Sie immer sagen: „Unser Geld für unsere Leut’!“, sage ich Ihnen: Der Euro ist unser Geld, und wir müssen den Euro stabil halten, und wir müssen den Leuten in Österreich auch ihre Arbeitsplätze erhalten. Daran denken Sie überhaupt nicht, wenn Sie Ihre Parolen brüllen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Silhavy.)
Abg. Strache: Kein Wunder, dass es die Wiener ÖVP zerreißen muss! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kollege Strache, Sie mit Ihren populistischen Äußerungen und oberflächlichen Bemerkungen, die Sie hier machen, wissen gar nicht, welch schlimme Auswirkungen das auf die Zukunft hätte. (Abg. Strache: Kein Wunder, dass es die Wiener ÖVP zerreißen muss! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wenn Griechenland nämlich Pleite gehen würde, dann würde das bedeuten, dass wir die Europäische Zentralbank rekapitalisieren müssten, und das würde Österreich viel mehr kosten und uns und unsere Wirtschaft dann auch in eine Krise stürzen.
Abg. Kickl: Falsch! Blödsinn! – Zwischenrufe des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Oder wenn Griechenland die Drachme wieder einführen würde: Ich habe heute hier gehört, dass Griechenland dann die Drachme abwerten könnte. Aber bitte, jeder private Kreditnehmer weiß, dass er, wenn er einen Fremdwährungskredit aufnimmt, diesen auch in der fremden Währung zurückzahlen muss. Das heißt, Griechenland müsste den Eurokredit zurückzahlen, und die Drachme wäre abgewertet. (Abg. Kickl: Falsch! Blödsinn! – Zwischenrufe des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Da merkt man, welche „Wirtschaftskompetenz“ Sie haben, auch Sie, Herr Kickl! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!
Oder wenn Griechenland die Drachme wieder einführen würde: Ich habe heute hier gehört, dass Griechenland dann die Drachme abwerten könnte. Aber bitte, jeder private Kreditnehmer weiß, dass er, wenn er einen Fremdwährungskredit aufnimmt, diesen auch in der fremden Währung zurückzahlen muss. Das heißt, Griechenland müsste den Eurokredit zurückzahlen, und die Drachme wäre abgewertet. (Abg. Kickl: Falsch! Blödsinn! – Zwischenrufe des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Da merkt man, welche „Wirtschaftskompetenz“ Sie haben, auch Sie, Herr Kickl! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!)
Abg. Strache: ..., dass die Wiener ÖVP nur mehr 8 Prozent kriegt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
seien so schlecht. (Abg. Strache: ..., dass die Wiener ÖVP nur mehr 8 Prozent kriegt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Glauben Sie, dass die Unternehmen und die Investoren investitionsfreudig sind, wenn Sie ständig irgendwelche grauslichen Parolen da herausschreien? Wir brauchen eine Euro-Stabilisierung, das ist unbestritten. Wir wollen auch nicht, dass sich andere Staaten, wie beispielsweise Italien oder Portugal, an Griechenland anstecken. Wir wollen, dass unsere Währung stabil bleibt. Die Mitgliedstaaten müssen die Hausaufgaben machen, das ist überhaupt keine Frage. Darum wundert es mich, dass beispielsweise die Europa-Abgeordneten der SPÖ im Europäischen Parlament gegen einen Sanktionsmechanismus gestimmt haben, durch den man nämlich gegen Schulden- und Defizitsünder vorgehen könnte. Das verstehe ich nicht, denn genau das muss unser Ziel sein: dass wir Defizitsünder mit Sanktionen belegen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Vorher haben wir keine Währung gehabt!
Herr Kollege Bucher, selbst wenn Ihre Kollegen bei Ihrer Rede aufstehen und demonstrativ beweisen wollen, wie gut Sie hier Ihre Parolen vorbringen: Das mit den 29 Milliarden steht überhaupt nirgends, und es geht auch nicht um Kredite, sondern um Haftungen. Ich meine, dass man die Leute nicht verunsichern sollte und dass man den Leuten klar machen sollte, dass wir weder aus der Europäischen Union noch aus der Eurozone aussteigen wollen. (Abg. Bucher: Vorher haben wir keine Währung gehabt!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist für die Leute wichtig, weil wir auch vom Euro profitiert haben und weil wir in Österreich – das sage ich zum Abschluss – die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa haben. Wir hatten im August 3,7 Prozent. Herr Kollege Krainer, mit Klassenkampf und mit neuen Steuern werden wir überhaupt nichts zusammenbringen, da werden wir nämlich Arbeitsplätze vernichten, und das wollen wir nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Grosz.
Wir wollen einen guten Wirtschaftsstandort Österreich, wir wollen Arbeitsplätze, wo die Leute auch von dem, was sie verdienen, leben können, und wir wollen für dieses Land Verantwortung übernehmen. Das tun die Grünen Gott sei Dank auch. Herr Kollege Kogler hat heute Sachlichkeit bewiesen und gezeigt, dass die Opposition nicht ganz gleich ist, sondern dass es auch einen Teil der Opposition gibt, der mit diesem Land sachlich und verantwortungsvoll umgeht. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Grosz.)
Beifall beim BZÖ.
Hören Sie endlich auf, der Opposition zu unterstellen, dass sie gegen die EU auftritt! Es geht hier um den Euro, es geht um die Gemeinschaftswährung, das wissen Sie ganz genau, und nur 17 von 27 Ländern in der EU haben den Euro. Also hören Sie einmal auf, dieses Theater hier zu spielen, weil es einfach falsch ist! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: Das werden sie auch!
Zweitens höre ich immer das Wort „Haftungen“. Betriebswirtschaftslehre Teil eins: Auch Haftungen können schlagend werden. (Abg. Grosz: Das werden sie auch!) Sie werden im Fall von Griechenland auch schlagend werden.
Zwischenrufe der Abg. Silhavy
Ich sage jetzt Folgendes ganz deutlich dazu: Herr Kollege Kopf, Sie unterstellen uns, der Opposition, insbesondere dem BZÖ hier, wir wären Hooligans, weil wir uns für das Geld der Leute einsetzen (Zwischenrufe der Abg. Silhavy), weil wir auf der Seite von Experten stehen, weil wir auf der Seite von Finanzministern – etwa des Finanzminis
Ruf bei der SPÖ: Schlechtes Benehmen!
ters Ihrer Fraktion in Deutschland – oder Außenministern – etwa Ihrer Fraktion in Großbritannien – stehen, die wissen, dass dieses System in Summe krachen wird. Aber dann bin ich gerne ein Hooligan. (Ruf bei der SPÖ: Schlechtes Benehmen!)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es geht hier um unser Geld und darum, wie das Geld eingesetzt wird. Haftungen sind das eine, mit den Kosten 29 Milliarden, das andere sind die konkreten Zahlungen, und wir haben für Griechenland bereits 1,38 Milliarden € ausgegeben. Diese Summe soll natürlich noch steigen und wird sich auf bis zu 4,5 Milliarden aufrechnen. Das heißt: 1,38 Milliarden für Griechenland, in einer Minute zahlen wir für Griechenland de facto – wir haften nicht, wir zahlen – 2 600 €. Seit Beginn der Debatte sind das 400 000 €, die wir nur für die Griechenland-Hilfe überwiesen haben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Öllinger: Bei den Hooligans!
Es geht darum, Denkverbote aufzuheben, in Alternativen zu denken, sodass wir uns endlich darüber unterhalten können, Griechenland mit dem „Haircut“ die Schulden zu erlassen und als Gegenleistung zu verlangen, dass es aus der Eurozone austritt. Die Österreicher zahlen auch in vielen anderen Bereichen sehr viel – bei den Gemeindegebühren, bei den Landesgebühren (Abg. Öllinger: Bei den Hooligans!), bei den Steuern, da etwa ein Vielfaches von Deutschland –, und daher glauben wir, dass dieses Geld in Österreich besser investiert wäre, zum Beispiel in der Wissenschaft, im Pflegebereich, im Sicherheitsbereich, bei den Pensionen, in die Kindergesundheit, in die Bildung, in die Forschung. Dort brauchen wir das Geld, dort wird es fehlen. Sie machen hier Politik auf Kosten unserer Enkel und Kinder, und das lehnen wir vom BZÖ ab. Wir verlangen eine Volksabstimmung darüber! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es geht darum, Denkverbote aufzuheben, in Alternativen zu denken, sodass wir uns endlich darüber unterhalten können, Griechenland mit dem „Haircut“ die Schulden zu erlassen und als Gegenleistung zu verlangen, dass es aus der Eurozone austritt. Die Österreicher zahlen auch in vielen anderen Bereichen sehr viel – bei den Gemeindegebühren, bei den Landesgebühren (Abg. Öllinger: Bei den Hooligans!), bei den Steuern, da etwa ein Vielfaches von Deutschland –, und daher glauben wir, dass dieses Geld in Österreich besser investiert wäre, zum Beispiel in der Wissenschaft, im Pflegebereich, im Sicherheitsbereich, bei den Pensionen, in die Kindergesundheit, in die Bildung, in die Forschung. Dort brauchen wir das Geld, dort wird es fehlen. Sie machen hier Politik auf Kosten unserer Enkel und Kinder, und das lehnen wir vom BZÖ ab. Wir verlangen eine Volksabstimmung darüber! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Bucher.
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Zunächst einmal ist zum Thema Überweisungen festzuhalten: Ich weiß nicht, wie die Herrschaften darauf kommen, denn wir haben schon einen Haftungsrahmen beschlossen, der 440 Milliarden € ausmachen sollte. Dieser Haftungsrahmen wurde hier in diesem Haus schon beschlossen! Dadurch, dass es mittlerweile bei einigen Ländern Bonitätsschwierigkeiten gibt, ist es notwendig, die Haftung zu erhöhen, um denselben Rahmen wie vorher ausnutzen zu können. (Zwischenrufe des Abg. Bucher.)
Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.
Das heißt, wir tun nichts anderes, als die Bonität einiger weniger Länder, die schlechter geworden ist, mit der Bonität aller europäischen Länder aufzufüllen, um jenen Betrag ausnützen zu können, der schon beschlossen wurde. (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein.)
Abg. Bucher: Der Rechnungshof !
Das heißt, es wird nichts überwiesen! Ich weiß nicht, welches Hirngespinst hier herumgeistert. Es wird kein Geld in die Hand genommen! Und ich frage mich, was Herr Bucher meint, wenn er sagt, dass man Zinsen berechnen muss, wenn man Haftungen übernimmt. (Abg. Bucher: Der Rechnungshof !)
Abg. Grosz: Sie nehmen ja für diese Haftung einen Kredit auf!
Sie zahlen doch als Bürge keine Zinsen! Das, was Sie hier verbreiten, ist ja aberwitzig, nämlich dass Sie für eine Haftung Zinsen bezahlen. Wie soll denn das gehen?! Sie können maximal ... (Abg. Grosz: Sie nehmen ja für diese Haftung einen Kredit auf!) – Nein, wir nicht, eben die Gemeinschaft.
Abg. Strache: keine Kontrolle mehr! Keine parlamentarische Kontrolle mehr!
In Wirklichkeit wird hier auch nicht der Europäische Vertrag geändert, sondern wir beschließen ein einfaches Gesetz, das dazu dient, denselben Betrag auszunutzen, den wir schon beschlossen haben. Man wird den Europäischen Vertrag zu ändern haben, weil man einen Mechanismus auf Dauer einführen muss. Man weiß, dass das eine Problematik ist, die die Europäische Union weiterhin beschäftigten wird, der ESM, und der ist in Verhandlung. Kollege Strache, die Nachschusspflicht im ESM ist davon abhängig – wenn er so kommt, wie er jetzt ist, in der Form, in der er jetzt ausgestaltet ist –, dass der Gouverneursrat zustimmt, einstimmig. (Abg. Strache: keine Kontrolle mehr! Keine parlamentarische Kontrolle mehr!)
Abg. Strache: Da gibt es keine parlamentarische Kontrolle mehr!
Im Gouverneursrat sitzt auch unsere Finanzministerin – das haben Sie wahrscheinlich nicht gelesen (Abg. Strache: Da gibt es keine parlamentarische Kontrolle mehr!) –, und die wird – da sind wir dann gefragt – dieselbe Situation vorfinden wie andere Minister innerhalb der Europäischen Union. Diese kann durch Entscheidungen gebunden werden. Und dann kann nur so entschieden werden, wie wir das hier sagen. (Abg. Strache: Das ist ja ein Grund zur Sorge!) Aber das müssen wir uns selbst hier ausmachen, da ist das eigenständige Parlament gefragt.
Abg. Strache: Das ist ja ein Grund zur Sorge!
Im Gouverneursrat sitzt auch unsere Finanzministerin – das haben Sie wahrscheinlich nicht gelesen (Abg. Strache: Da gibt es keine parlamentarische Kontrolle mehr!) –, und die wird – da sind wir dann gefragt – dieselbe Situation vorfinden wie andere Minister innerhalb der Europäischen Union. Diese kann durch Entscheidungen gebunden werden. Und dann kann nur so entschieden werden, wie wir das hier sagen. (Abg. Strache: Das ist ja ein Grund zur Sorge!) Aber das müssen wir uns selbst hier ausmachen, da ist das eigenständige Parlament gefragt.
Abg. Bucher: Die SPÖ hat das mit beschlossen!
Dass BZÖ und FPÖ hier jetzt große Wirtschaftskompetenz zeigen wollen, ist wirklich unglaublich. In Kärnten haben Sie Haftungen in Höhe von 20 Milliarden € übernommen, ohne den Kärntner Landtag vorher zu fragen. Und jetzt wollen Sie eine Volksabstimmung?! Sie haben das in der Regierung beschlossen: die Freiheitlichen und das BZÖ! (Abg. Bucher: Die SPÖ hat das mit beschlossen!) Das waren immer andere Situationen. Aber Sie haben das, die 19 Milliarden €, ohne Beschluss des Landtages beschlossen (Abg. Bucher: Die SPÖ hat das mit beschlossen!) und haben nie davon geredet, dass diese Haftungen teilweise sogar schon schlagend sind. Das ist die Kärntner Politik! Ich garantiere Ihnen: Leute wie Meischberger oder Grasser oder Gorbach hätte Griechenland nie ausgehalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Die SPÖ hat das mit beschlossen!
Dass BZÖ und FPÖ hier jetzt große Wirtschaftskompetenz zeigen wollen, ist wirklich unglaublich. In Kärnten haben Sie Haftungen in Höhe von 20 Milliarden € übernommen, ohne den Kärntner Landtag vorher zu fragen. Und jetzt wollen Sie eine Volksabstimmung?! Sie haben das in der Regierung beschlossen: die Freiheitlichen und das BZÖ! (Abg. Bucher: Die SPÖ hat das mit beschlossen!) Das waren immer andere Situationen. Aber Sie haben das, die 19 Milliarden €, ohne Beschluss des Landtages beschlossen (Abg. Bucher: Die SPÖ hat das mit beschlossen!) und haben nie davon geredet, dass diese Haftungen teilweise sogar schon schlagend sind. Das ist die Kärntner Politik! Ich garantiere Ihnen: Leute wie Meischberger oder Grasser oder Gorbach hätte Griechenland nie ausgehalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dass BZÖ und FPÖ hier jetzt große Wirtschaftskompetenz zeigen wollen, ist wirklich unglaublich. In Kärnten haben Sie Haftungen in Höhe von 20 Milliarden € übernommen, ohne den Kärntner Landtag vorher zu fragen. Und jetzt wollen Sie eine Volksabstimmung?! Sie haben das in der Regierung beschlossen: die Freiheitlichen und das BZÖ! (Abg. Bucher: Die SPÖ hat das mit beschlossen!) Das waren immer andere Situationen. Aber Sie haben das, die 19 Milliarden €, ohne Beschluss des Landtages beschlossen (Abg. Bucher: Die SPÖ hat das mit beschlossen!) und haben nie davon geredet, dass diese Haftungen teilweise sogar schon schlagend sind. Das ist die Kärntner Politik! Ich garantiere Ihnen: Leute wie Meischberger oder Grasser oder Gorbach hätte Griechenland nie ausgehalten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ist geschehen? – Es war die Tinte beim Vertrag von Lissabon noch nicht einmal ganz trocken, wurde dieser Vertrag bereits gebrochen. (Beifall bei der FPÖ.) So verhielt es sich auch beim Vertrag von Maastricht, als wir Staaten hineinnahmen, die die 60-prozentige Schuldengrenze nicht eingehalten haben, wie Italien oder auch Griechenland. Und letzten Endes wurde auch der EZB-Vertrag, Artikel 123, durch den Ankauf von Anleihen gebrochen.
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Diese Entwicklung zur jetzigen Katastrophe ist das eigentlich Tragische an dieser ganzen Diskussion. (Beifall bei der FPÖ.) Wir sind auf dem Weg von einem europäischen Staatenbund zu einem europäischen Bundesstaat. Sagen Sie das der Bevölkerung! Und sagen Sie ihr auch, dass wir auf das Königsrecht des Parlaments in Zukunft verzichten werden, nämlich auf die Budgethoheit, weil wir letzten Endes nur mehr das werden vollziehen müssen, was uns Brüssel vorgibt!
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, der heutige Tag wird als schwarzer Tag in die Geschichte Österreichs eingehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Kräuter: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Ich lege ein Beweisdokument vom österreichischen Rechnungshof vor, das vom 18. August 2011 stammt, also topaktuell ist. (Abg. Dr. Kräuter: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Darin wird ausgewiesen, dass die Zinsbelastung für dieses Gesamtpaket, das Sie heute beschließen, 7,1 Milliarden € ausmacht. 7,1 Milliarden €! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein Beleg, ist ein Beweis für eine ...
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich lege ein Beweisdokument vom österreichischen Rechnungshof vor, das vom 18. August 2011 stammt, also topaktuell ist. (Abg. Dr. Kräuter: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Darin wird ausgewiesen, dass die Zinsbelastung für dieses Gesamtpaket, das Sie heute beschließen, 7,1 Milliarden € ausmacht. 7,1 Milliarden €! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein Beleg, ist ein Beweis für eine ...
Beifall beim BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Bucher. – Abg. Dr. Jarolim: Das war ein bisschen peinlich! – Abg. Dr. Kräuter: Sehr peinlich!
(Beifall beim BZÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Bucher. – Abg. Dr. Jarolim: Das war ein bisschen peinlich! – Abg. Dr. Kräuter: Sehr peinlich!)
Abg. Strache: CDU- und CSU-Abgeordnete hat es auch gegeben!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Präsident! Es gibt ein bisschen zu denken, dass der deutsche Bundestag mit Ausnahme einer Fraktion das analoge Gesetz gestern fast einhellig – mit den Stimmen der CDU und der FDP, also der beiden Regierungsparteien, der SPD und der Grünen – beschlossen hat; mit einer Ausnahme, der sogenannten Linken im deutschen Bundestag. (Abg. Strache: CDU- und CSU-Abgeordnete hat es auch gegeben!) Es hat in fast jeder Partei ein paar Abweichler gegeben, aber im Wesentlichen waren vier Parteien dafür, und die sogenannte Linke war dagegen.
Demonstrativer Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im österreichischen Parlament sind FPÖ und BZÖ dagegen. Jetzt fragt man sich natürlich schon: Was ist das Gemeinsame zwischen den Linken in Deutschland und der FPÖ und dem BZÖ in Österreich? – Ich meine, die Antwort liegt auf der Hand: Es sind beides Parteien, nämlich FPÖ und BZÖ, deren Horizont an der Landesgrenze endet! (Demonstrativer Beifall bei Grünen und ÖVP.) Für die anderen Parteien gilt das nicht! (Abg. Bucher: Das ist Ihr Stil der politischen Auseinandersetzung: Sie müssen schon in die unterste Lade greifen!)
Abg. Bucher: Das ist Ihr Stil der politischen Auseinandersetzung: Sie müssen schon in die unterste Lade greifen!
Im österreichischen Parlament sind FPÖ und BZÖ dagegen. Jetzt fragt man sich natürlich schon: Was ist das Gemeinsame zwischen den Linken in Deutschland und der FPÖ und dem BZÖ in Österreich? – Ich meine, die Antwort liegt auf der Hand: Es sind beides Parteien, nämlich FPÖ und BZÖ, deren Horizont an der Landesgrenze endet! (Demonstrativer Beifall bei Grünen und ÖVP.) Für die anderen Parteien gilt das nicht! (Abg. Bucher: Das ist Ihr Stil der politischen Auseinandersetzung: Sie müssen schon in die unterste Lade greifen!)
Ruf bei der ÖVP: Kärnten!
Ich erinnere Sie auch an die Auseinandersetzung mit Microsoft wegen Missbrauchs der Marktmacht von Microsoft. Hat Österreich allein eine Chance gehabt? – Vergessen Sie’s! Hat Deutschland alleine eine Chance gehabt? – Na, nie! Aber die Europäische ... (Ruf bei der ÖVP: Kärnten!) – Ich komme schon noch auf dieses Thema. Die Europäische Kommission hat die Macht und die Möglichkeit, das zu tun. Und deswegen brauchen wir dieses vereinte Europa, schon aus ökonomischen Gründen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Und deshalb geben Sie die Demokratie auf? – Durch die Verweigerung der Volksabstimmung!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Und deshalb geben Sie die Demokratie auf? – Durch die Verweigerung der Volksabstimmung!
Ich erinnere Sie auch an die Auseinandersetzung mit Microsoft wegen Missbrauchs der Marktmacht von Microsoft. Hat Österreich allein eine Chance gehabt? – Vergessen Sie’s! Hat Deutschland alleine eine Chance gehabt? – Na, nie! Aber die Europäische ... (Ruf bei der ÖVP: Kärnten!) – Ich komme schon noch auf dieses Thema. Die Europäische Kommission hat die Macht und die Möglichkeit, das zu tun. Und deswegen brauchen wir dieses vereinte Europa, schon aus ökonomischen Gründen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Strache: Und deshalb geben Sie die Demokratie auf? – Durch die Verweigerung der Volksabstimmung!)
Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!
päischen Union gesichert worden ist. Da bin ich vollkommen bei Ihnen. Das Problem ist nur: Es haben sich alle daran gewöhnt. Sie können damit keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorholen. Es glaubt auch kein Mensch – mit Recht –, dass dann, wenn die Eurozone zusammenbräche, ja selbst wenn die Union auseinanderbräche – Gott behüte! –, ein Krieg zwischen den Ländern der Union ausbräche. (Abg. Kopf: Das habe ich nicht gesagt!)
Abg. Bucher: Das hat niemand von uns gesagt!
Herr Kollege Bucher, hören Sie auf, hier Unwahrheiten zu erzählen! Wörtlich hat einer von Ihnen gesagt – ich habe vergessen, wer es war; Gott sei Dank! –, dass jetzt mithilfe dieses Paketes 30 Milliarden € nach Griechenland geschickt werden. Das ist einfach ein Blödsinn! Sorry! (Abg. Bucher: Das hat niemand von uns gesagt!) Es wurde von meinem Vorredner schon ausführlich erklärt, warum das ein Blödsinn ist. Also hören Sie auf, das den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes weismachen zu wollen!
Abg. Kopf: Ihr Spiegel verzerrt das ein bisschen, den Sie vor sich haben!
Wir sind überzeugt, dass das eine richtige und wichtige Maßnahme ist, auch wenn es bei Weitem nicht alle Probleme löst, die jetzt anstehen, aber erklären müssen Sie das schon auch, nämlich nicht nur hier, sondern auch draußen. Im Jargon heißt es „den Menschen“, als ob wir keine Menschen wären. (Abg. Kopf: Ihr Spiegel verzerrt das ein bisschen, den Sie vor sich haben!) – Na ja, gar so verzerrt ist das nicht.
Abg. Kopf: Da haben wir andere Töpfe dafür!
alle wissen. Und last but not least ändert die EFSF nichts an der Angreifbarkeit kleiner Märkte. (Abg. Kopf: Da haben wir andere Töpfe dafür!)
demonstrativer Beifall bei den Grünen
Das bringt mich noch auf einen weiteren Punkt: Frau Bundesministerin, Herr Klubobmann, die Regierungsparteien schlechthin, ich glaube nicht, dass es aus österreichischer Sicht angemessen ist, jede deutsche Abwehr neuer Instrumente reflexartig zu unterstützen. Die Deutschen haben bis jetzt die Idee mit den Eurobonds abgelehnt. Na schön! Das heißt aber noch lange nicht, dass es für Österreich sinnvoll ist, das abzulehnen (demonstrativer Beifall bei den Grünen), denn die deutschen Interessen müssen nicht – können, aber sie müssen nicht! – identisch sein mit den österreichischen. Deutschland ist zehnmal so groß wie Österreich. Der deutsche Markt ist viel weniger angreifbar als der von Österreich. Der österreichische Markt ist im Vergleich dazu ein Zwerg. Und schon deshalb müssen unsere Interessen, insbesondere, was die Idee der Eurobonds betrifft, mit den deutschen nicht identisch sein.
Abg. Bucher – eine Broschüre in die Höhe haltend –: Das steht hier alles drinnen!
Herr Kollege Bucher, ich warte bis zum heutigen Tag darauf, dass Sie uns erklären, wie ein Austritt aus der Eurozone erfolgt, ohne dass es einen Run auf die Banken gibt. (Abg. Bucher – eine Broschüre in die Höhe haltend –: Das steht hier alles drinnen!) – Ja, ja, sicher, auf der Karte steht alles drauf! So habe ich mir das vorgestellt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Herr Kollege Bucher, ich warte bis zum heutigen Tag darauf, dass Sie uns erklären, wie ein Austritt aus der Eurozone erfolgt, ohne dass es einen Run auf die Banken gibt. (Abg. Bucher – eine Broschüre in die Höhe haltend –: Das steht hier alles drinnen!) – Ja, ja, sicher, auf der Karte steht alles drauf! So habe ich mir das vorgestellt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Bucher: Aber doch nicht von heute auf morgen, Herr Professor!
Die Kollegin Tamandl von der ÖVP hat mit Recht darauf hingewiesen, dass es eine Reihe von Konkursen in Griechenland geben wird, wenn die Griechen über Nacht den Euro durch die Drachme ersetzen. Was passiert denn mit einem Unternehmer, der in Deutschland eine Maschine bestellt und noch nicht bezahlt hat, für die die Rechnung in Euro ist, wenn jetzt die Drachme kommt, die 40 Prozent weniger wert ist, denn sonst hat das Ganze gar keinen Sinn? – Er muss um 40 Prozent mehr dafür bezahlen. (Abg. Bucher: Aber doch nicht von heute auf morgen, Herr Professor!)
Abg. Bucher: Die haben einen Zeitrahmen!
Ah nein, nicht von heute auf morgen? (Abg. Bucher: Die haben einen Zeitrahmen!) – Sie lassen sich Monate Zeit mit der Umstellung? Na, das schaue ich mir erst recht an! (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Was machen Sie denn als Grieche, wenn Sie Geld auf der Bank haben und im Fernsehen den Herrn Bucher anschauen und zu Unrecht glauben, dass der was zu reden hat, was werden Sie denn dann tun? (Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Grünen.) – Sie werden Ihr Geld von der Bank abziehen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Sie provozieren ja geradezu den Run auf die Bank! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Ah nein, nicht von heute auf morgen? (Abg. Bucher: Die haben einen Zeitrahmen!) – Sie lassen sich Monate Zeit mit der Umstellung? Na, das schaue ich mir erst recht an! (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Was machen Sie denn als Grieche, wenn Sie Geld auf der Bank haben und im Fernsehen den Herrn Bucher anschauen und zu Unrecht glauben, dass der was zu reden hat, was werden Sie denn dann tun? (Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Grünen.) – Sie werden Ihr Geld von der Bank abziehen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Sie provozieren ja geradezu den Run auf die Bank! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Grünen.
Ah nein, nicht von heute auf morgen? (Abg. Bucher: Die haben einen Zeitrahmen!) – Sie lassen sich Monate Zeit mit der Umstellung? Na, das schaue ich mir erst recht an! (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Was machen Sie denn als Grieche, wenn Sie Geld auf der Bank haben und im Fernsehen den Herrn Bucher anschauen und zu Unrecht glauben, dass der was zu reden hat, was werden Sie denn dann tun? (Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Grünen.) – Sie werden Ihr Geld von der Bank abziehen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Sie provozieren ja geradezu den Run auf die Bank! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Ah nein, nicht von heute auf morgen? (Abg. Bucher: Die haben einen Zeitrahmen!) – Sie lassen sich Monate Zeit mit der Umstellung? Na, das schaue ich mir erst recht an! (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Was machen Sie denn als Grieche, wenn Sie Geld auf der Bank haben und im Fernsehen den Herrn Bucher anschauen und zu Unrecht glauben, dass der was zu reden hat, was werden Sie denn dann tun? (Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Grünen.) – Sie werden Ihr Geld von der Bank abziehen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Sie provozieren ja geradezu den Run auf die Bank! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Ah nein, nicht von heute auf morgen? (Abg. Bucher: Die haben einen Zeitrahmen!) – Sie lassen sich Monate Zeit mit der Umstellung? Na, das schaue ich mir erst recht an! (Ironische Heiterkeit bei den Grünen.) Was machen Sie denn als Grieche, wenn Sie Geld auf der Bank haben und im Fernsehen den Herrn Bucher anschauen und zu Unrecht glauben, dass der was zu reden hat, was werden Sie denn dann tun? (Neuerliche ironische Heiterkeit bei den Grünen.) – Sie werden Ihr Geld von der Bank abziehen. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Sie provozieren ja geradezu den Run auf die Bank! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Sind Sie denn eigentlich noch zu retten?! Ich frage Sie wirklich: Sind Sie eigentlich noch zu retten, dass Sie auf dem Höhepunkt der Steuer- und Abgabenquote in Österreich von weit mehr als 45 Prozent (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber), dass Sie auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise bei einer steigenden Arbeitslosigkeit und sinkenden Löhnen mehr als 21,6 Milliarden € in die Hand nehmen – österreichisches Volksvermögen! – und dieses Volksvermögen in den Schuldenturm Griechenland investieren?!
Zwischenrufe bei der SPÖ
Sind Sie noch zu retten oder sind Sie des Wahnsinns fette Beute (Zwischenrufe bei der SPÖ), wenn Sie heute hier hergehen und einmal mehr österreichisches Volksvermögen in den Abgrund werfen, Geld, das wir hier zur Erledigung unserer öffentlichen Aufgaben bräuchten?!
neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ
Sie wandern wie die Ahnfrauen der Apokalypse, nämlich Sie selbst (neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ), durchs Land und erklären bei jedem Projekt: Tut uns leid, wir haben kein Geld, wir sind in einer Krise, wir müssen den Kuchen gerechter verteilen! Herr Bundeskanzler Faymann führt eine Gerechtigkeitsdebatte über die Verteilung in diesem Land, weil er kein Geld mehr im öffentlichen Haushalt hat, und dann gehen Sie heute hierher und beschließen mit einem Federstrich, dass Sie mit 21,6 Milliarden € österreichischem Volksvermögen haften – Geld, das Sie nie mehr sehen werden!
Ruf bei der ÖVP: Richtig!
Klubobmann Kopf hat heute richtigerweise gesagt: Es ist nicht populär, das zu tun, aber wir müssen es tun! (Ruf bei der ÖVP: Richtig!) Wissen Sie, wo man solche Sätze liest? – In Einvernahmeprotokollen von nicht resozialisierbaren Straftätern, nämlich sogenannten Wiederholungstätern! (Abg. Dr. Lopatka: Geh hör auf!) Die sagen: Wir wissen zwar nicht, was wir tun, aber wir werden es auf jeden Fall wieder tun, weil wir manisch sind! Wir werden auch weiterhin das Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher ruinieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Lopatka: Geh hör auf!
Klubobmann Kopf hat heute richtigerweise gesagt: Es ist nicht populär, das zu tun, aber wir müssen es tun! (Ruf bei der ÖVP: Richtig!) Wissen Sie, wo man solche Sätze liest? – In Einvernahmeprotokollen von nicht resozialisierbaren Straftätern, nämlich sogenannten Wiederholungstätern! (Abg. Dr. Lopatka: Geh hör auf!) Die sagen: Wir wissen zwar nicht, was wir tun, aber wir werden es auf jeden Fall wieder tun, weil wir manisch sind! Wir werden auch weiterhin das Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher ruinieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Klubobmann Kopf hat heute richtigerweise gesagt: Es ist nicht populär, das zu tun, aber wir müssen es tun! (Ruf bei der ÖVP: Richtig!) Wissen Sie, wo man solche Sätze liest? – In Einvernahmeprotokollen von nicht resozialisierbaren Straftätern, nämlich sogenannten Wiederholungstätern! (Abg. Dr. Lopatka: Geh hör auf!) Die sagen: Wir wissen zwar nicht, was wir tun, aber wir werden es auf jeden Fall wieder tun, weil wir manisch sind! Wir werden auch weiterhin das Steuergeld der Österreicherinnen und Österreicher ruinieren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Moser: Bei Ihrer Politik gibt es gar kein ...!
Die Menschen in diesem Land – schauen Sie sich die Internetforen an, schauen Sie sich die Wutbürger an, die sich bilden! – stehen kurz davor, auf die Straße zu gehen, um Sie mit nassen Fetzen aus Ihren Ämtern zu jagen. Peter Westenthaler hat es heute richtig gesagt: Die Uhr zeigt fünf vor zwölf. Die Menschen in diesem Land haben genau gespürt, dass Ihr Interesse nicht das Interesse des Volkes ist, sondern dass Ihr Interesse das Steigbügelhaltertum der Banken und der Europäischen Union ist – und das mithilfe der Grünen. Schämen Sie sich! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Dr. Moser: Bei Ihrer Politik gibt es gar kein ...!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Gerald Grosz auf Professor Van der Bellen, das nenne ich parlamentarisches Kontrastprogramm vom Feinsten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Gestatten Sie, Professor Van der Bellen, dass ich mich im höheren Maße an Ihren Ausführungen orientiere. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Abgeordneter Dr. Martin Bartenstein (ÖVP): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Gerald Grosz auf Professor Van der Bellen, das nenne ich parlamentarisches Kontrastprogramm vom Feinsten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Gestatten Sie, Professor Van der Bellen, dass ich mich im höheren Maße an Ihren Ausführungen orientiere. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.
„Repetitio est mater studiorum“, es braucht die Wiederholung, deswegen zum Eingang meiner Ausführungen noch einmal drei Klarstellungen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Moser.) Es geht bei diesen 21,6 Milliarden €, eine unglaublich hohe Summe, um einen Haftungsrahmen. Da wird kein Geld ausgegeben, da wird nichts gezahlt, es ist ein Haftungsrahmen. Im Vergleich dazu: Für unsere Exporte haften wir mit insgesamt rund 90 Milliarden €. Die werden Gott sei Dank auch nicht – oder nur im kleinsten Ausmaße – schlagend, also lassen wir die Kirche im Dorf!
Abg. Mag. Stadler: Hätte sie eben nicht übernehmen müssen! Das ist nicht wahr! 4 Milliarden! Wir hätten nichts übernehmen müssen!
Und Zufall oder nicht, aber es ist diese Summe nun einmal fast ident mit der Haftungssumme, die die Republik Österreich auch im Interesse des Landes Kärnten für die Hypo Alpe-Adria übernommen hat, übernehmen hat müssen. (Abg. Mag. Stadler: Hätte sie eben nicht übernehmen müssen! Das ist nicht wahr! 4 Milliarden! Wir hätten nichts übernehmen müssen!) Und wie Kollege Kogler schon gesagt hat: Dort haben wir auch schon insgesamt 2,5 Milliarden € gezahlt, zusätzlich zu diesen Haftungen. Diese Wahrheiten werden auch Sie, der die Wahrheit gepachtet zu haben glaubt, Herr Kollege Stadler, zur Kenntnis nehmen müssen. (Abg. Mag. Stadler: 4 Milliarden!)
Abg. Mag. Stadler: 4 Milliarden!
Und Zufall oder nicht, aber es ist diese Summe nun einmal fast ident mit der Haftungssumme, die die Republik Österreich auch im Interesse des Landes Kärnten für die Hypo Alpe-Adria übernommen hat, übernehmen hat müssen. (Abg. Mag. Stadler: Hätte sie eben nicht übernehmen müssen! Das ist nicht wahr! 4 Milliarden! Wir hätten nichts übernehmen müssen!) Und wie Kollege Kogler schon gesagt hat: Dort haben wir auch schon insgesamt 2,5 Milliarden € gezahlt, zusätzlich zu diesen Haftungen. Diese Wahrheiten werden auch Sie, der die Wahrheit gepachtet zu haben glaubt, Herr Kollege Stadler, zur Kenntnis nehmen müssen. (Abg. Mag. Stadler: 4 Milliarden!)
Abg. Mag. Stadler: Aber wir werden schon noch draufkommen, warum die Schwarzen das übernommen haben!
Das Umfeld ist ein schwieriges, das wissen wir. Es gibt solche, die international davon sprechen, dass der Rahmen nicht ausreichen wird, dass die 440 Milliarden € nicht genug sein werden. Es gibt andere, die einer Insolvenz, einem sehr baldigen Schuldenschnitt Griechenlands das Wort reden, und was ich am heutigen Tage für das Dramatischste für dieses Hohe Haus halte ... (Abg. Mag. Stadler: Aber wir werden schon noch draufkommen, warum die Schwarzen das übernommen haben!) – Sind Sie noch
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.
immer am Zwischenrufen? Es fällt schon gar nicht mehr auf, Herr Kollege Stadler, so uninteressant ist das schon geworden. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Wir werden schon noch draufkommen, warum die Schwarzen 4 Milliarden übernommen haben! 4 Milliarden schwarzes Kapital! – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Aber zurück zum Ernst des Tages und der Angelegenheit. Wenn das Wifo sagt: Wachstumseinbruch auf nur mehr 0,8 Prozent im nächsten Jahr ... (Abg. Mag. Stadler: Wir werden schon noch draufkommen, warum die Schwarzen 4 Milliarden übernommen haben! 4 Milliarden schwarzes Kapital! – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: Und Sie reden von niveauvollen Redebeiträgen hier in diesem Haus?
Wenn ich jetzt auf das Ende Ihrer Zwischenrufe warten würde, Herr Kollege Stadler, dann wäre meine Redezeit vorüber. Vielleicht, Herr Präsident, kann man die Stadler’schen Zwischenrufe aus den Redezeiten der Abgeordneten herausrechnen und dem BZÖ als Redezeit anrechnen, um hier ein Stück mehr Fairness hereinzubringen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: Und Sie reden von niveauvollen Redebeiträgen hier in diesem Haus?) – Also dann! Ab sofort werden Sie ignoriert, das ist das Einzige, das Sie verdienen. (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wieso übernahm Pröll 4 Milliarden für die Deutschen? Was haben die ... davon profitiert?)
Neuerlicher Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wieso übernahm Pröll 4 Milliarden für die Deutschen? Was haben die ... davon profitiert?
Wenn ich jetzt auf das Ende Ihrer Zwischenrufe warten würde, Herr Kollege Stadler, dann wäre meine Redezeit vorüber. Vielleicht, Herr Präsident, kann man die Stadler’schen Zwischenrufe aus den Redezeiten der Abgeordneten herausrechnen und dem BZÖ als Redezeit anrechnen, um hier ein Stück mehr Fairness hereinzubringen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Grosz: Und Sie reden von niveauvollen Redebeiträgen hier in diesem Haus?) – Also dann! Ab sofort werden Sie ignoriert, das ist das Einzige, das Sie verdienen. (Neuerlicher Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Wieso übernahm Pröll 4 Milliarden für die Deutschen? Was haben die ... davon profitiert?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Es geht jetzt ums Sparen, aber richtig, meine sehr verehrten Damen und Herren. Es geht darum, dass man einerseits Dinge, die wahrlich nichts mit Wachstum zu tun haben, nämlich zum Beispiel die Hacklerregelung, sehr, sehr bald abschafft, denn da sind 2 Milliarden € pro Jahr für das Budget drin, auf der anderen Seite aber Wachstumsanreize in diesem Land nicht nur nicht unterbindet, sondern dort Gas gibt. Die Realwirtschaft ist nämlich nach wie vor in einer Top-Verfassung – Kollege Hundstorfer saß vorhin auf der Regierungsbank –: 3,7 Prozent, die niedrigste Arbeitslosenrate in Europa. Das kann sich doch sehen lassen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Herr Kollege Van der Bellen, Sie sagen, diese beiden Oppositionsparteien zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Perspektive an der Grenze Österreichs Halt macht – Kirchturmpolitik, ganz oben im Kirchturm der wahrscheinlich katholischen Kirche, Herr Kollege Stadler. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, eines eint diese beiden Oppositionsparteien schon auch noch, nämlich dass sie eben bedingungslosem Populismus das Wort reden, und das ist der falsche Ansatz, in schwierigen Zeiten wie diesen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Kollege Van der Bellen, Sie sagen, diese beiden Oppositionsparteien zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Perspektive an der Grenze Österreichs Halt macht – Kirchturmpolitik, ganz oben im Kirchturm der wahrscheinlich katholischen Kirche, Herr Kollege Stadler. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, eines eint diese beiden Oppositionsparteien schon auch noch, nämlich dass sie eben bedingungslosem Populismus das Wort reden, und das ist der falsche Ansatz, in schwierigen Zeiten wie diesen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Genau! Und das gerade von Bartenstein!
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Herr Präsident! Kollege Bartenstein! Also „hemmungsloser Populismus“ ist, glaube ich, das einzige Kontraargument gegen die Kritik, die kommt. Außer „Hypo“ und „hemmungsloser Populismus“ habe ich noch überhaupt nichts gehört. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Petzner: Genau! Und das gerade von Bartenstein!)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist das Schlimmste, was wir machen können, nämlich wenn wir nicht Geld, das wir haben, in einen Fonds einzahlen – wo wir spüren, was hineinfließt –, sondern einfach Haftungen aufnehmen und sagen: Das geht uns ja gar nichts an. Das kostet uns ja nichts! Und in zehn Jahren, wenn uns das Ganze um die Ohren fliegt, sind auf einmal 10, 20, 30 Milliarden € fällig. Aber das geht uns hier ja alles nichts an, denn bis dahin haben wir längst kein Mandat mehr. Also dieses System der Haftungen ist das schlimmste aller möglichen Systeme – das schlimmste aller möglichen Systeme! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rädler: Der Wirtschaftsfachmann! Der Wirtschaftsfachmann Hübner!
Und das, was wir über die EFSF machen, ist auch die teuerste aller möglichen Varianten, denn was wir tun, ist, alle Schulden zu übernehmen (Abg. Rädler: Der Wirtschaftsfachmann! Der Wirtschaftsfachmann Hübner!), alle Schulden auf alle Länder zu verteilen – und damit von allen nicht zahlungsfähigen Ländern auf alle zahlungsfähigen Länder umzuschichten. Und da wir zweifellos zu den zahlungsfähigen gehören, zumindest derzeit noch, ist es für uns der maximal mögliche Schaden.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger: Was ist denn das für ein Vergleich?! – Abg. Rädler: Jetzt hat der Wirtschaftsexperte gesprochen!
ist etwas ganz anderes, aber gehen wir davon aus, es wäre das Gleiche –, dann wäre Ihre Argumentation ja quasi wie bei einem Bauern: Wenn der Blitz in die Hundehütte einschlägt und ich zünde dann den Hof an, dann darf man mir nichts sagen, weil es ja schon in die Hundehütte eingeschlagen hat; da kann ich den ganzen Hof auch noch anzünden. Das ist ungefähr das Argument. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Höfinger: Was ist denn das für ein Vergleich?! – Abg. Rädler: Jetzt hat der Wirtschaftsexperte gesprochen!)
Abg. Mag. Stefan: Kai Jan Krainer? Eine Kai-Jan-Krainer-Diktion, richtig?
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Das Niveau Hundehütte haben wir jetzt schon gehört; auf der Ebene wird die Diskussion ja geführt. (Abg. Mag. Stefan: Kai Jan Krainer? Eine Kai-Jan-Krainer-Diktion, richtig?)
Abg. Dr. Stummvoll: Auf die Krise!
Womit spekuliert wurde (Abg. Dr. Stummvoll: Auf die Krise!) – das gibt es auch –, das waren sogenannte CDS. Um es den Zuseherinnen und Zusehern zu erklären: Das sind Wettscheine, und diese Wettscheine lauten: Im Falle des Defaults, des Untergangs von Griechenland, des Konkurses, wird der Wettschein fällig. Das ist eine Wette! Und es liegen dort – das wurde erst vor Kurzem in der „FAZ“ publiziert – geschätzte 86 Milliarden € am Tisch.
Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.
Fall „im Auftrag der Hedge-Fonds“. Ich weiß schon, „JB“ wie „James Bond“, das ist dann aber nur „Josef Bucher“ – und er weiß nicht genau, was er tut: Er hat ein Karterl, auf dem steht, wie man Griechenland retten soll. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Das ist unseriös, unvernünftig und Sie betreiben die Sache der Spekulanten. Überlegen Sie es sich noch! Sie haben noch eine Stunde oder eineinhalb Stunden Zeit. Überlegen Sie sich Ihre Position und kehren Sie auf einen Kurs verantwortungsvoller Politik zurück! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Fall „im Auftrag der Hedge-Fonds“. Ich weiß schon, „JB“ wie „James Bond“, das ist dann aber nur „Josef Bucher“ – und er weiß nicht genau, was er tut: Er hat ein Karterl, auf dem steht, wie man Griechenland retten soll. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bartenstein.) Das ist unseriös, unvernünftig und Sie betreiben die Sache der Spekulanten. Überlegen Sie es sich noch! Sie haben noch eine Stunde oder eineinhalb Stunden Zeit. Überlegen Sie sich Ihre Position und kehren Sie auf einen Kurs verantwortungsvoller Politik zurück! (Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wenn am Ende des Tages eine demokratische Form steht – und da bin ich auf der Seite der Grünen –, mit einem besseren Mechanismus, einer noch stärker integrierten Union, dann soll sie eine soziale sein und eine, in der man die Leute nicht fallen lässt – genauso wenig wie die Kärntner, obwohl es den Petzner gibt und alle anderen auch. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kollegen! Wenn wir heute die EFSF mit dem Schwerpunkt Griechenland beschließen und im Gegenzug erleben müssen, dass ein Antrag-Stopp verhängt wurde für die Ländliche Entwicklung, das heißt, die wichtigen Projekte zurückgestuft werden (Zwischenruf des Abg. Dr. Wittmann), im selben Atemzug aber Griechenland mit dem Hilfspaket, mit den Hilfsgeldern um 16 Millionen € eine Moschee baut, so weiß ich nicht, ob wir auf dem richtigen Weg sind.
Zwischenruf des Abg. Hörl
Wenn wir vom Kollegen Kopf heute erfahren, dass wir, wenn wir Griechenland nicht retten, nicht wissen, wie es in Italien, Spanien, Portugal weitergeht, dann können wir gleich populistisch zurückfragen: 770 Milliarden €, 1 000 Milliarden €, 2 000 Milliarden €, wo wird das hinführen? – Ich glaube, in dieser wirklich kritischen Frage sollten wir den Bürger entscheiden lassen, sollten wir den Weg frei machen, um den Bürger entscheiden zu lassen, ob er die Ländliche Entwicklung will (Zwischenruf des Abg. Hörl), ob er Kürzungen im eigenen Land will, ob er Einschnitte haben will oder ob wir Griechenland, Portugal, Spanien helfen wollen.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: ... zwei Minuten! Eine Minute zu viel!
Ich zitiere einen ehemaligen Landesparteivorsitzenden der SPÖ von Kärnten, der gesagt hat, ein Schuft ist nur der, der gibt und nicht hat. – Ich glaube, das sollte sich die Regierung überlegen! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: ... zwei Minuten! Eine Minute zu viel!)
Abg. Petzner: Na hallo!
Und vor diesem dramatischen Hintergrund die heutige Sitzung hier zu einem Komödienstadel verkommen zu lassen (Abg. Petzner: Na hallo!) – ja, Komödienstadel, das hat ein Wutbürger heute hier von der Tribüne auf uns alle ... (Abg. Dr. Graf: Das können Sie ja nicht uns vorwerfen!) – Doch, ich kann es Ihnen vorwerfen! Ich kann es dem BZÖ ... (Abg. Dr. Graf: Der hat es ja bei Ihnen geworfen!) Nein. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Graf und Petzner.) Den Flugzettel werfe ich Ihnen nicht vor, aber der Herr hat die Lage genau richtig eingeschätzt: Würden wir Ihnen folgen, wäre das Parlament ein Komödienstadel! Ich sage es Ihnen, es ist so. (Abg. Neubauer: Nein, der hat gesagt, der Faymann soll seine Aufgabe machen!)
Abg. Dr. Graf: Das können Sie ja nicht uns vorwerfen!
Und vor diesem dramatischen Hintergrund die heutige Sitzung hier zu einem Komödienstadel verkommen zu lassen (Abg. Petzner: Na hallo!) – ja, Komödienstadel, das hat ein Wutbürger heute hier von der Tribüne auf uns alle ... (Abg. Dr. Graf: Das können Sie ja nicht uns vorwerfen!) – Doch, ich kann es Ihnen vorwerfen! Ich kann es dem BZÖ ... (Abg. Dr. Graf: Der hat es ja bei Ihnen geworfen!) Nein. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Graf und Petzner.) Den Flugzettel werfe ich Ihnen nicht vor, aber der Herr hat die Lage genau richtig eingeschätzt: Würden wir Ihnen folgen, wäre das Parlament ein Komödienstadel! Ich sage es Ihnen, es ist so. (Abg. Neubauer: Nein, der hat gesagt, der Faymann soll seine Aufgabe machen!)
Abg. Dr. Graf: Der hat es ja bei Ihnen geworfen!
Und vor diesem dramatischen Hintergrund die heutige Sitzung hier zu einem Komödienstadel verkommen zu lassen (Abg. Petzner: Na hallo!) – ja, Komödienstadel, das hat ein Wutbürger heute hier von der Tribüne auf uns alle ... (Abg. Dr. Graf: Das können Sie ja nicht uns vorwerfen!) – Doch, ich kann es Ihnen vorwerfen! Ich kann es dem BZÖ ... (Abg. Dr. Graf: Der hat es ja bei Ihnen geworfen!) Nein. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Graf und Petzner.) Den Flugzettel werfe ich Ihnen nicht vor, aber der Herr hat die Lage genau richtig eingeschätzt: Würden wir Ihnen folgen, wäre das Parlament ein Komödienstadel! Ich sage es Ihnen, es ist so. (Abg. Neubauer: Nein, der hat gesagt, der Faymann soll seine Aufgabe machen!)
Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Graf und Petzner.
Und vor diesem dramatischen Hintergrund die heutige Sitzung hier zu einem Komödienstadel verkommen zu lassen (Abg. Petzner: Na hallo!) – ja, Komödienstadel, das hat ein Wutbürger heute hier von der Tribüne auf uns alle ... (Abg. Dr. Graf: Das können Sie ja nicht uns vorwerfen!) – Doch, ich kann es Ihnen vorwerfen! Ich kann es dem BZÖ ... (Abg. Dr. Graf: Der hat es ja bei Ihnen geworfen!) Nein. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Graf und Petzner.) Den Flugzettel werfe ich Ihnen nicht vor, aber der Herr hat die Lage genau richtig eingeschätzt: Würden wir Ihnen folgen, wäre das Parlament ein Komödienstadel! Ich sage es Ihnen, es ist so. (Abg. Neubauer: Nein, der hat gesagt, der Faymann soll seine Aufgabe machen!)
Abg. Neubauer: Nein, der hat gesagt, der Faymann soll seine Aufgabe machen!
Und vor diesem dramatischen Hintergrund die heutige Sitzung hier zu einem Komödienstadel verkommen zu lassen (Abg. Petzner: Na hallo!) – ja, Komödienstadel, das hat ein Wutbürger heute hier von der Tribüne auf uns alle ... (Abg. Dr. Graf: Das können Sie ja nicht uns vorwerfen!) – Doch, ich kann es Ihnen vorwerfen! Ich kann es dem BZÖ ... (Abg. Dr. Graf: Der hat es ja bei Ihnen geworfen!) Nein. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Dr. Graf und Petzner.) Den Flugzettel werfe ich Ihnen nicht vor, aber der Herr hat die Lage genau richtig eingeschätzt: Würden wir Ihnen folgen, wäre das Parlament ein Komödienstadel! Ich sage es Ihnen, es ist so. (Abg. Neubauer: Nein, der hat gesagt, der Faymann soll seine Aufgabe machen!)
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Es ist so, meine Damen und Herren: Die Lage ist viel zu ernst! Die Lage ist viel zu ernst – einerseits das, was wir hier mit der Schuldenkrise zu bewältigen haben, und der zweite, viel wichtigere Punkt, meine Damen und Herren, ist, dass es ja jetzt letztendlich darum geht, ein finanz- und wirtschaftspolitisches Fiasko zu verhindern, um dann wieder auf den Weg zurückzukehren, der diesen Euroraum so ausgezeichnet hat, nämlich, dass das jene Zone auf der Welt war, wo sozialer Friede, Wohlstand und Fortschritt, und zwar für die breite Masse der Bevölkerung, sich besser entwickelt haben als in jedem anderen Erdteil dieses Planeten. (Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist aber nur die eine Seite der Medaille; die andere ist, dass natürlich auch alle anderen europäischen Staaten glaubwürdig ihre Konsolidierungspolitik fortsetzen müssen. Das ist unangenehm genug, aber unbedingt notwendig, und da kann es von unserer Seite her auch keine Milliardenausgaben und auch nicht Ausgaben in dreistelliger Millionenhöhe geben, wie gestern der Zuruf von einem verstaatlichten Betrieb lautete, in den ohnehin Milliarden fließen: Also 400 Millionen wären jetzt noch genehm! – Das geht ganz sicher nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Petzner
Wir müssen hier konsequent unseren Konsolidierungskurs fortsetzen (Zwischenruf des Abg. Petzner), und dann, das sage ich Ihnen, werden wir es auch schaffen, aus dieser Krise herauszukommen. Ich sage Ihnen: Es ist klug, an diese Sache mit großem Ernst heranzugehen und unsere Verantwortung wahrzunehmen. Schade, dass das von Ihrer Seite her nicht mitgetragen wird, was, wie ich hoffe, in allen Staaten der Eurozone
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
möglich ist – auch in der Slowakei –, nämlich sich in dieser Phase zu bewähren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Amon: Wir sind ja auch Teil des europäischen Volkes!
Der Konflikt, der hier entstanden ist, ist ja nicht deshalb entstanden, weil es gute Kräfte gibt, die auf das Volk schauen, und böse Kräfte gibt, die dem Volk schaden wollen, nein, es gibt einen Auffassungsunterschied darüber, welches Volk unser Interesse verdient. Es gibt hier im Haus Parteien, die glauben, dass wir Volksvertreter im österreichischen Parlament sind und demnach dem österreichischen Volk verpflichtet sind. Und es gibt andere Abgeordnete, die das etwas weiter spannen und denen auch das europäische Volk am Herzen liegt. (Abg. Amon: Wir sind ja auch Teil des europäischen Volkes!)
Ruf bei der ÖVP: Parteifreund vom BZÖ?
Es mag durchaus legitim sein, wenn Sie sich über Griechenland und Portugal und über die Völker dieser Länder Gedanken machen und wenn Sie wollen, dass jene auch kein Ungemach trifft. Das mag durchaus verständlich sein. Mich hat gestern jemand gefragt: Worüber diskutiert man im Parlament – es kann doch nicht so schwer sein, in der Situation einfach das Beste zu tun! (Ruf bei der ÖVP: Parteifreund vom BZÖ?)
Abg. Mag. Gaßner: Schlecht?
Nein, es geht um etwas ganz anderes. Es geht darum: Wenn Griechenland pleitegeht, werden die Banken Geld verlieren – und die Banken sind in Europa sehr, sehr einflussreich – und die Bevölkerung in Griechenland wird noch größere Probleme bekommen, noch tiefere Einschnitte zu gewärtigen haben. Genau das ist der Punkt! Das heißt, man wägt ab zwischen den Interessen des griechischen Volkes und dem Wohlstandsverlust der Österreicher. Darüber reden wir! Wir reden darüber, dass in Österreich ein Wohlstandsverlust passieren wird, und zwar deshalb, weil wir das Geld verteilen. Es ist hier eine sozialistische Umverteilung geplant, wobei man jenen nimmt, die haben, und denen gibt, die nicht haben, ganz einfach, und dann sozusagen ein Gleichgewicht erzeugt. (Abg. Mag. Gaßner: Schlecht?) Es ist eine klassische Umverteilung ... (Abg. Mag. Gaßner: Ja, schlecht?)
Abg. Mag. Gaßner: Ja, schlecht?
Nein, es geht um etwas ganz anderes. Es geht darum: Wenn Griechenland pleitegeht, werden die Banken Geld verlieren – und die Banken sind in Europa sehr, sehr einflussreich – und die Bevölkerung in Griechenland wird noch größere Probleme bekommen, noch tiefere Einschnitte zu gewärtigen haben. Genau das ist der Punkt! Das heißt, man wägt ab zwischen den Interessen des griechischen Volkes und dem Wohlstandsverlust der Österreicher. Darüber reden wir! Wir reden darüber, dass in Österreich ein Wohlstandsverlust passieren wird, und zwar deshalb, weil wir das Geld verteilen. Es ist hier eine sozialistische Umverteilung geplant, wobei man jenen nimmt, die haben, und denen gibt, die nicht haben, ganz einfach, und dann sozusagen ein Gleichgewicht erzeugt. (Abg. Mag. Gaßner: Schlecht?) Es ist eine klassische Umverteilung ... (Abg. Mag. Gaßner: Ja, schlecht?)
Abg. Mag. Muttonen: Schon lange! Er war der Erste!
Nun noch zu den Ausführungen über die Finanztransaktionssteuer: Wir führen ja hier ein Scheingefecht! Jetzt kommt Herr Faymann mit der Finanztransaktionssteuer daher und erklärt uns, er hat damit die Finanzkrise dementsprechend gezügelt. (Abg. Mag. Muttonen: Schon lange! Er war der Erste!) Ja, ich weiß, er hat das initiiert. Er hat das von ATTAC, einer sehr interessanten Organisation, übernommen. Damals hat es noch Tobin-Tax geheißen, wobei Herr Tobin, der das erfunden hatte, sich dann davon distanziert hat. Aber das sei einmal dahingestellt.
Abg. Kickl: Wer hebt sie ein?
Entscheidend ist, dass die Finanztransaktionssteuer substanziell überhaupt nichts bewegen wird, null! Es ist rein eine Beteiligung am Finanzkapitalismus. (Abg. Kickl: Wer hebt sie ein?) Herr Faymann will sich beteiligen, die EU will sich hier ein Körberlgeld machen, aber es wird nichts daran ändern, dass wir erstens einen entfesselten Finanzkapitalismus haben und dass zweitens alle Staaten überschuldet sind, alle Staaten, auch wir! Auch wir sind überschuldet, und die Griechen, Portugiesen und Italiener im Besonderen.
Ruf beim BZÖ: Der Steuerzahler!
Das wird uns jetzt auf den Kopf fallen! Die Frage ist nicht, ob es passieren wird, und die Frage ist auch nicht, wie wir es verhindern können, sondern die Frage wird sein, wer dafür zahlen wird. Das ist die Frage, und diese müssen wir klären. (Ruf beim BZÖ: Der Steuerzahler!) Genau: Wer soll zahlen? Der Steuerzahler – das ist mir auch noch zu weit gefasst! Die Frage ist: Soll der österreichische Steuerzahler dafür zahlen? – Das ist die Frage!
Abg. Krainer: Glauben Sie nicht, dass das jeder da herinnen macht?
Ist das jetzt schlecht, ist das böse? Darf man das nicht in der EU? – Ich weiß schon ... (Abg. Krainer: Glauben Sie nicht, dass das jeder da herinnen macht?) Na, eben nicht! Das ist genau der Punkt (Abg. Krainer: Aha, das entscheiden Sie!), denn für einen überzeugten Sozialisten, wie Sie das sind, Herr Krainer, gibt es das österreichische Volk gar nicht. (Abg. Krainer: Ach nein?) Für Sie gibt es andere Kriterien der Volkszugehörigkeit und der Klassenzugehörigkeit, und genau das ist das Problem. Das heißt, wenn Sie nach Brüssel fahren, geben Sie Ihre österreichischen Interessen ab. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Aha, das entscheiden Sie!
Ist das jetzt schlecht, ist das böse? Darf man das nicht in der EU? – Ich weiß schon ... (Abg. Krainer: Glauben Sie nicht, dass das jeder da herinnen macht?) Na, eben nicht! Das ist genau der Punkt (Abg. Krainer: Aha, das entscheiden Sie!), denn für einen überzeugten Sozialisten, wie Sie das sind, Herr Krainer, gibt es das österreichische Volk gar nicht. (Abg. Krainer: Ach nein?) Für Sie gibt es andere Kriterien der Volkszugehörigkeit und der Klassenzugehörigkeit, und genau das ist das Problem. Das heißt, wenn Sie nach Brüssel fahren, geben Sie Ihre österreichischen Interessen ab. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Ach nein?
Ist das jetzt schlecht, ist das böse? Darf man das nicht in der EU? – Ich weiß schon ... (Abg. Krainer: Glauben Sie nicht, dass das jeder da herinnen macht?) Na, eben nicht! Das ist genau der Punkt (Abg. Krainer: Aha, das entscheiden Sie!), denn für einen überzeugten Sozialisten, wie Sie das sind, Herr Krainer, gibt es das österreichische Volk gar nicht. (Abg. Krainer: Ach nein?) Für Sie gibt es andere Kriterien der Volkszugehörigkeit und der Klassenzugehörigkeit, und genau das ist das Problem. Das heißt, wenn Sie nach Brüssel fahren, geben Sie Ihre österreichischen Interessen ab. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ist das jetzt schlecht, ist das böse? Darf man das nicht in der EU? – Ich weiß schon ... (Abg. Krainer: Glauben Sie nicht, dass das jeder da herinnen macht?) Na, eben nicht! Das ist genau der Punkt (Abg. Krainer: Aha, das entscheiden Sie!), denn für einen überzeugten Sozialisten, wie Sie das sind, Herr Krainer, gibt es das österreichische Volk gar nicht. (Abg. Krainer: Ach nein?) Für Sie gibt es andere Kriterien der Volkszugehörigkeit und der Klassenzugehörigkeit, und genau das ist das Problem. Das heißt, wenn Sie nach Brüssel fahren, geben Sie Ihre österreichischen Interessen ab. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Steinhauser: Nein, Sie waren das vom BZÖ!
Eine Sache noch zu den Grünen: Ich schätze die Grünen ja sehr, was ihr Engagement für erneuerbare Energien, für eine Energiewende und so weiter betrifft. Aber eines ist auch ganz sicher: Was sie heute hier machen, indem sie uns verkaufen, indem sie uns an ein sinkendes Schiff ketten, indem sie uns Milliardenverluste für die Zukunft aufbürden (Abg. Mag. Steinhauser: Nein, Sie waren das vom BZÖ!), wird dazu führen, dass uns in Zukunft das Geld fehlen wird, um genau diese Energiewende, die ja Geld kosten wird, einzuleiten.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Kurt Gaßner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen Ministerinnen! In einem hatte Herr Lugar jetzt absolut recht: als er gemeint hat, es war Bundeskanzler Faymann, der sich stark gemacht hat für die Finanztransaktionssteuer. Dafür ist ihm zu danken. Heute ist das in Europa Usus und Ansage! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf beim BZÖ: Ein Wunsch, nicht mehr!
Wissen Sie, was Herr Barroso zu dieser Finanztransaktionssteuer gemeint hat? (Ruf beim BZÖ: Ein Wunsch, nicht mehr!) – Barroso hat gemeint, jetzt ist es an der Zeit, dass der Finanzsektor auch eine entsprechende Gegenleistung für die Gesellschaft erbringt. Und wissen Sie, wofür dies eine Gegenleistung ist? – Für 4,6 Billionen €, die die EU-Staaten an den Finanzsektor gewährt haben. Meine sehr geehrten Damen und Herren, davon redet niemand!
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich höre, dass die Staatsverschuldungen schuld daran sind, dass wir in diesen Krisen stecken, in denen wir jetzt sind, dann frage ich mich schon, warum es notwendig war, den Finanzsektor mit über 4 Billionen zu unterstützen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Hier bin ich also guter Dinge, Herr Bundeskanzler, dass es auch noch – der stete Tropfen höhlt den Stein – gelingen wird, die übermäßigen Vermögen in Europa dementsprechend zu besteuern, um auch hier unseren Beitrag zu holen, damit die Finanzen und die Budgets wieder in Ordnung kommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grosz: Wie?
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe bei dieser Diskussion heute sehr, sehr aufmerksam zugehört. Da ist die Frage einer Volksabstimmung gewesen, darüber, ob wie denn so vorgehen, wie wir das heute mit dem EFSF-Beschluss wieder tun sollen. (Abg. Grosz: Wie?) Na ja, sollen wir das tun, oder sollen wir es nicht tun?
Abg. Mag. Stefan: ... steht gar nicht im Vertrag!
Keiner derjenigen, die die Volksabstimmung so protegiert haben, die sagen, dass das Volk unbedingt befragt werden muss, hat mir erklärt, was denn wirklich passiert, wenn wir eine Volksabstimmung durchführen und wenn, no na, die Österreicher sagen: Kein Geld für die Griechen, das behalten wir uns hier! Was passiert dann? – Die Folgen wären doch absolut ein Zerbrechen der Europäischen Union, eine In-Frage-Stellung des Euro. Ist das egal? Und haben Sie je ausgerechnet, was das dann den österreichischen Steuerzahler kostet? – Davon habe ich nichts gehört. Ich habe nichts davon gehört! (Abg. Mag. Stefan: ... steht gar nicht im Vertrag!)
Abg. Grosz: Unterm Strich wird es dazu kommen!
Wissen Sie, was noch spannend ist? – Es wurde hier immer wieder behauptet, wir investieren 30 Milliarden in den Schuldenturm, wir schieben 30 Milliarden in den Süden (Abg. Grosz: Unterm Strich wird es dazu kommen!), es werden 30 Milliarden überwiesen. Dazu ist mir eingefallen – Sie haben uns auch gedroht, wenn wir das tun, dann werden wir am Ende vom Wähler abgestraft (Abg. Grosz: Ja, genau!) –: Was wird denn passieren (Abg. Grosz: Ihr habt seit 20 Jahren verloren!), wenn diese 30 Milliarden, die ja nur Haftung sind, nirgends hingeschoben werden? – Ich bin gespannt, wer dann abgestraft wird: dafür, dass er den Wähler belogen hat! (Abg. Grosz: Seit 20 Jahren gibt es keine Wahl, bei der die SPÖ ein Plus hat!)
Abg. Grosz: Ja, genau!
Wissen Sie, was noch spannend ist? – Es wurde hier immer wieder behauptet, wir investieren 30 Milliarden in den Schuldenturm, wir schieben 30 Milliarden in den Süden (Abg. Grosz: Unterm Strich wird es dazu kommen!), es werden 30 Milliarden überwiesen. Dazu ist mir eingefallen – Sie haben uns auch gedroht, wenn wir das tun, dann werden wir am Ende vom Wähler abgestraft (Abg. Grosz: Ja, genau!) –: Was wird denn passieren (Abg. Grosz: Ihr habt seit 20 Jahren verloren!), wenn diese 30 Milliarden, die ja nur Haftung sind, nirgends hingeschoben werden? – Ich bin gespannt, wer dann abgestraft wird: dafür, dass er den Wähler belogen hat! (Abg. Grosz: Seit 20 Jahren gibt es keine Wahl, bei der die SPÖ ein Plus hat!)
Abg. Grosz: Ihr habt seit 20 Jahren verloren!
Wissen Sie, was noch spannend ist? – Es wurde hier immer wieder behauptet, wir investieren 30 Milliarden in den Schuldenturm, wir schieben 30 Milliarden in den Süden (Abg. Grosz: Unterm Strich wird es dazu kommen!), es werden 30 Milliarden überwiesen. Dazu ist mir eingefallen – Sie haben uns auch gedroht, wenn wir das tun, dann werden wir am Ende vom Wähler abgestraft (Abg. Grosz: Ja, genau!) –: Was wird denn passieren (Abg. Grosz: Ihr habt seit 20 Jahren verloren!), wenn diese 30 Milliarden, die ja nur Haftung sind, nirgends hingeschoben werden? – Ich bin gespannt, wer dann abgestraft wird: dafür, dass er den Wähler belogen hat! (Abg. Grosz: Seit 20 Jahren gibt es keine Wahl, bei der die SPÖ ein Plus hat!)
Abg. Grosz: Seit 20 Jahren gibt es keine Wahl, bei der die SPÖ ein Plus hat!
Wissen Sie, was noch spannend ist? – Es wurde hier immer wieder behauptet, wir investieren 30 Milliarden in den Schuldenturm, wir schieben 30 Milliarden in den Süden (Abg. Grosz: Unterm Strich wird es dazu kommen!), es werden 30 Milliarden überwiesen. Dazu ist mir eingefallen – Sie haben uns auch gedroht, wenn wir das tun, dann werden wir am Ende vom Wähler abgestraft (Abg. Grosz: Ja, genau!) –: Was wird denn passieren (Abg. Grosz: Ihr habt seit 20 Jahren verloren!), wenn diese 30 Milliarden, die ja nur Haftung sind, nirgends hingeschoben werden? – Ich bin gespannt, wer dann abgestraft wird: dafür, dass er den Wähler belogen hat! (Abg. Grosz: Seit 20 Jahren gibt es keine Wahl, bei der die SPÖ ein Plus hat!)
Abg. Grosz: Verzeihung, Gusenbauer hat gewonnen, ja!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es geht heute ganz einfach darum, diesen Rahmen zu erhöhen, und das wird in diesem Haus mit Mehrheit geschehen. Dass es noch sehr, sehr viele Diskussionen dazu geben wird, um den ESM dann auch wirklich zum Beschluss zu führen, ist schon klar. Aber der heutige Beschluss ist notwendig, um einfach die Katastrophe hintanzuhalten und nicht ein Land in den Ruin zu schicken. (Abg. Grosz: Verzeihung, Gusenbauer hat gewonnen, ja!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Staub machen und sagen: Das geht uns nichts an! – Ich sage: Eine Gemeinschaft ist erst dann eine Gemeinschaft, wenn sie sich tatsächlich solidarisch verhält! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Grosz: Es spricht der Raiffeisenverband! – Abg. Mag. Stadler: Der oberösterreichische! Das sind die Besseren! – Abg. Auer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Danke für das Kompliment!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Auer. – Bitte. (Abg. Grosz: Es spricht der Raiffeisenverband! – Abg. Mag. Stadler: Der oberösterreichische! Das sind die Besseren! – Abg. Auer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Danke für das Kompliment!)
Abg. Strache: Weil man nicht verstaatlicht hat!
Zu Letzterem sei ihm beigepflichtet. Aber zur Erinnerung, Herr Kollege Strache: Der amerikanische Staat hat Lehman Brothers – Chapter 11 – in Konkurs geschickt. Wissen Sie, wie groß dieser Schaden war? Was schätzen Sie? – 13 Millionen Jobs und 15 Billionen Dollar hat diese Finanzkrise ausgelöst. (Abg. Strache: Weil man nicht verstaatlicht hat!) 15 Billionen Dollar! (Abg. Strache: Das war ein Fehler!)
Abg. Strache: Das war ein Fehler!
Zu Letzterem sei ihm beigepflichtet. Aber zur Erinnerung, Herr Kollege Strache: Der amerikanische Staat hat Lehman Brothers – Chapter 11 – in Konkurs geschickt. Wissen Sie, wie groß dieser Schaden war? Was schätzen Sie? – 13 Millionen Jobs und 15 Billionen Dollar hat diese Finanzkrise ausgelöst. (Abg. Strache: Weil man nicht verstaatlicht hat!) 15 Billionen Dollar! (Abg. Strache: Das war ein Fehler!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Wenn der Konkurs einer, zugegeben, durchaus großen Investmentbank – nicht der größten – eine derartige Auswirkung hat, dann frage ich mich: Was hätte es für eine Auswirkung, wenn man so wie Sie meinte, man sollte die Griechen in Konkurs schicken? (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Meine Damen und Herren, das würde mich einmal interessieren.
Abg. Strache: So wie der englische Außenminister von einem abgebrannten Haus spricht!
Wenn schon das BZÖ und die Freiheitlichen uns heute erklären, dass die Regierung und mit dabei auch die grüne Fraktion völlig falsch liegen, dann frage ich mich, warum die europäischen Staaten, die diesen Beschluss des Rettungsschirmes fassen, mit all ihren Stäben der Regierungschefs, der Finanzchefs und der Experten (Abg. Strache: So wie der englische Außenminister von einem abgebrannten Haus spricht!) bereit sind, auch diesen Rettungsschirm sicherzustellen. Sind das alles Leute, die nichts verstehen, und nur ihr beiden Fraktionen habt die Weisheit gegessen? (Abg. Strache: So wie der englische Außenminister von einem abgebrannten Europahaus spricht!) Da traue ich der wirtschaftlichen Kompetenz der Regierungen durchaus mehr zu, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: „Billions“ sind keine Billionen!)
Abg. Strache: So wie der englische Außenminister von einem abgebrannten Europahaus spricht!
Wenn schon das BZÖ und die Freiheitlichen uns heute erklären, dass die Regierung und mit dabei auch die grüne Fraktion völlig falsch liegen, dann frage ich mich, warum die europäischen Staaten, die diesen Beschluss des Rettungsschirmes fassen, mit all ihren Stäben der Regierungschefs, der Finanzchefs und der Experten (Abg. Strache: So wie der englische Außenminister von einem abgebrannten Haus spricht!) bereit sind, auch diesen Rettungsschirm sicherzustellen. Sind das alles Leute, die nichts verstehen, und nur ihr beiden Fraktionen habt die Weisheit gegessen? (Abg. Strache: So wie der englische Außenminister von einem abgebrannten Europahaus spricht!) Da traue ich der wirtschaftlichen Kompetenz der Regierungen durchaus mehr zu, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: „Billions“ sind keine Billionen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: „Billions“ sind keine Billionen!
Wenn schon das BZÖ und die Freiheitlichen uns heute erklären, dass die Regierung und mit dabei auch die grüne Fraktion völlig falsch liegen, dann frage ich mich, warum die europäischen Staaten, die diesen Beschluss des Rettungsschirmes fassen, mit all ihren Stäben der Regierungschefs, der Finanzchefs und der Experten (Abg. Strache: So wie der englische Außenminister von einem abgebrannten Haus spricht!) bereit sind, auch diesen Rettungsschirm sicherzustellen. Sind das alles Leute, die nichts verstehen, und nur ihr beiden Fraktionen habt die Weisheit gegessen? (Abg. Strache: So wie der englische Außenminister von einem abgebrannten Europahaus spricht!) Da traue ich der wirtschaftlichen Kompetenz der Regierungen durchaus mehr zu, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: „Billions“ sind keine Billionen!)
Abg. Grosz: Die englische Bedeutung von „billions“ ...!
Meine Damen und Herren! (Abg. Grosz: Die englische Bedeutung von „billions“ ...!) Es ist auch bemerkenswert, wenn uns die Amerikaner verkünden, dass Europa sich um
Abg. Grosz: Was sind „billions“?
die Bankenlandschaft zu wenig gekümmert hätte. Ich gratuliere Frau Bundesminister Fekter zu dem Mut, den sie hatte, dort auch ein bisschen daran zu erinnern (Abg. Grosz: Was sind „billions“?), wo es wirklich Probleme gibt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Wie viele Millionen ...?) Wenn die amerikanischen Banken ab 400 in Konkurs geschickt werden, braucht uns ein amerikanischer Präsident nicht zu erklären, dass Europa sich besser um die Banken kümmern sollte. Er hat im eigenen Land Arbeit genug, meine Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Wie viele Millionen ...?
die Bankenlandschaft zu wenig gekümmert hätte. Ich gratuliere Frau Bundesminister Fekter zu dem Mut, den sie hatte, dort auch ein bisschen daran zu erinnern (Abg. Grosz: Was sind „billions“?), wo es wirklich Probleme gibt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grosz: Wie viele Millionen ...?) Wenn die amerikanischen Banken ab 400 in Konkurs geschickt werden, braucht uns ein amerikanischer Präsident nicht zu erklären, dass Europa sich besser um die Banken kümmern sollte. Er hat im eigenen Land Arbeit genug, meine Damen und Herren!
Abg. Grosz: Was ist die deutsche Bedeutung von „billions“?
Eines sollten wir auch wissen: Es ist ja bekannt, es ist unbestritten, meine Damen und Herren (Abg. Grosz: Was ist die deutsche Bedeutung von „billions“?), dass die Europäische Union, dass uns der Euro sehr viel Wohlstand gebracht hat. Meine Damen und Herren, es ist auch unbestritten, dass Österreich gewaltig vom Euro profitiert. Als der Euro als Zahlungsmittel eingeführt wurde, wurde er belächelt: Wird denn der gegen den Dollar Bestand haben? Welche Chance wird dieses Zahlungsmittel haben? (Abg. Strache: Da ist alles billiger geworden, wenn es nach der ÖVP geht!) Bei der Einführung hat er sozusagen bei 1,18 notiert. Dann ist er einmal auf 0,80 abgerutscht. Am Höchststand war er bei 1,60, und jetzt liegt er bei etwas über 1,20.
Abg. Strache: Da ist alles billiger geworden, wenn es nach der ÖVP geht!
Eines sollten wir auch wissen: Es ist ja bekannt, es ist unbestritten, meine Damen und Herren (Abg. Grosz: Was ist die deutsche Bedeutung von „billions“?), dass die Europäische Union, dass uns der Euro sehr viel Wohlstand gebracht hat. Meine Damen und Herren, es ist auch unbestritten, dass Österreich gewaltig vom Euro profitiert. Als der Euro als Zahlungsmittel eingeführt wurde, wurde er belächelt: Wird denn der gegen den Dollar Bestand haben? Welche Chance wird dieses Zahlungsmittel haben? (Abg. Strache: Da ist alles billiger geworden, wenn es nach der ÖVP geht!) Bei der Einführung hat er sozusagen bei 1,18 notiert. Dann ist er einmal auf 0,80 abgerutscht. Am Höchststand war er bei 1,60, und jetzt liegt er bei etwas über 1,20.
Abg. Grosz: ... „billions“ im Deutschen?
Meine Damen und Herren, wir sollten das nicht vergessen und sollten wissen, dass wir im ureigensten Interesse handeln – und nicht nur wegen der Griechen! (Abg. Grosz: ... „billions“ im Deutschen?) Es geht um unser Geld, es geht um unsere soziale Sicherheit, es geht um unsere Beschäftigungssicherheit, und daher sollten wir diese Maßnahmen durchaus unterstützen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wir sollten das nicht vergessen und sollten wissen, dass wir im ureigensten Interesse handeln – und nicht nur wegen der Griechen! (Abg. Grosz: ... „billions“ im Deutschen?) Es geht um unser Geld, es geht um unsere soziale Sicherheit, es geht um unsere Beschäftigungssicherheit, und daher sollten wir diese Maßnahmen durchaus unterstützen! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Rufe beim BZÖ: Billions! – Abg. Grosz: Das stimmt aber nicht!
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Schickhofer. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Ing. Westenthaler. – Rufe beim BZÖ: Billions! – Abg. Grosz: Das stimmt aber nicht!)
Zwischenruf des Abg. Grosz. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Fragen Sie, was bribery heißt!
Abgeordneter Mag. Michael Schickhofer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr verehrten Damen und Herren Kollegen! (Zwischenruf des Abg. Grosz. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Fragen Sie, was bribery heißt!) Ich verstehe jeden Österreicher und jede Österreicherin, der oder die emotional ein Problem damit hat, dass man jetzt für Fehler einstehen muss, die Regierungen in Griechenland gemacht haben. (Zwischenruf des Abg. Grosz. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das heißt Bestechung ...!)
Zwischenruf des Abg. Grosz. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das heißt Bestechung ...!
Abgeordneter Mag. Michael Schickhofer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr verehrten Damen und Herren Kollegen! (Zwischenruf des Abg. Grosz. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Fragen Sie, was bribery heißt!) Ich verstehe jeden Österreicher und jede Österreicherin, der oder die emotional ein Problem damit hat, dass man jetzt für Fehler einstehen muss, die Regierungen in Griechenland gemacht haben. (Zwischenruf des Abg. Grosz. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das heißt Bestechung ...!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich glaube, wenn man einer Nation, einem Volk ein massives Sparpaket abverlangt und diese Maßnahmen setzt, dann braucht es auch eine Perspektive. Die Perspektive kann nicht sein, dass es uns egal ist, wenn dort die Banken in Konkurs gehen und keine Sparguthaben da sind. Ich stehe jedenfalls auch zum Wert der internationalen Solidarität. Das gehört dazu. Es kann nicht nur um unsere eigenen Interessen gehen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz: Nach Fohnsdorf! ... Fohnsdorf!
Ich komme zurück nach Österreich. (Abg. Grosz: Nach Fohnsdorf! ... Fohnsdorf!) Ich glaube, ich vertraue den Experten, dem IWF, der EZB und den Regierungen mehr als dem Herrn Kollegen Strache. Ich glaube, da sind wir in besseren Händen. (Abg. Strache: Na ja, der Hans-Werner Sinn ist ja kein Dummer! Auch der englische Außenminister ist kein Dummer!) Ich kann nicht alles bewerten, auch nicht die ganzen Risiken, aber ich habe in meiner Funktion als Zuständiger für die Gemeinden auch den „Fall“ – unter Anführungszeichen – Fohnsdorf (Abg. Grosz: Liezen!) und auch Trieben begleiten dürfen. Es war nicht Liezen. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Gegenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Strache: Na ja, der Hans-Werner Sinn ist ja kein Dummer! Auch der englische Außenminister ist kein Dummer!
Ich komme zurück nach Österreich. (Abg. Grosz: Nach Fohnsdorf! ... Fohnsdorf!) Ich glaube, ich vertraue den Experten, dem IWF, der EZB und den Regierungen mehr als dem Herrn Kollegen Strache. Ich glaube, da sind wir in besseren Händen. (Abg. Strache: Na ja, der Hans-Werner Sinn ist ja kein Dummer! Auch der englische Außenminister ist kein Dummer!) Ich kann nicht alles bewerten, auch nicht die ganzen Risiken, aber ich habe in meiner Funktion als Zuständiger für die Gemeinden auch den „Fall“ – unter Anführungszeichen – Fohnsdorf (Abg. Grosz: Liezen!) und auch Trieben begleiten dürfen. Es war nicht Liezen. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Gegenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Grosz: Liezen!
Ich komme zurück nach Österreich. (Abg. Grosz: Nach Fohnsdorf! ... Fohnsdorf!) Ich glaube, ich vertraue den Experten, dem IWF, der EZB und den Regierungen mehr als dem Herrn Kollegen Strache. Ich glaube, da sind wir in besseren Händen. (Abg. Strache: Na ja, der Hans-Werner Sinn ist ja kein Dummer! Auch der englische Außenminister ist kein Dummer!) Ich kann nicht alles bewerten, auch nicht die ganzen Risiken, aber ich habe in meiner Funktion als Zuständiger für die Gemeinden auch den „Fall“ – unter Anführungszeichen – Fohnsdorf (Abg. Grosz: Liezen!) und auch Trieben begleiten dürfen. Es war nicht Liezen. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Gegenruf des Abg. Neubauer.)
Zwischenruf bei der ÖVP. – Gegenruf des Abg. Neubauer.
Ich komme zurück nach Österreich. (Abg. Grosz: Nach Fohnsdorf! ... Fohnsdorf!) Ich glaube, ich vertraue den Experten, dem IWF, der EZB und den Regierungen mehr als dem Herrn Kollegen Strache. Ich glaube, da sind wir in besseren Händen. (Abg. Strache: Na ja, der Hans-Werner Sinn ist ja kein Dummer! Auch der englische Außenminister ist kein Dummer!) Ich kann nicht alles bewerten, auch nicht die ganzen Risiken, aber ich habe in meiner Funktion als Zuständiger für die Gemeinden auch den „Fall“ – unter Anführungszeichen – Fohnsdorf (Abg. Grosz: Liezen!) und auch Trieben begleiten dürfen. Es war nicht Liezen. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Gegenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Grosz: ... eigene Partei in den Selbstmord getrieben! ... eigene Partei in den Selbstmord getrieben!
Ich möchte auf Trieben ganz offen eingehen. Wir waren damit konfrontiert, dass wir aufgrund von Manipulationen ... – Der Bürgermeister hat, glaube ich, die schlimmste Verantwortung übernommen und Selbstmord begangen, aber er hat letztlich die Daten manipuliert. (Abg. Grosz: ... eigene Partei in den Selbstmord getrieben! ... eigene Partei in den Selbstmord getrieben!) Wir hatten Unterlagen, in denen immer 300 000 € Überschuss ausgewiesen waren. In Wirklichkeit war die Situation so, dass es 700 000 € Abgang gegeben hat.
Zwischenruf beim BZÖ
Genauso kann man sich natürlich darüber ärgern, dass in Griechenland Zahlen manipuliert wurden (Zwischenruf beim BZÖ), uns Informationen vorgetäuscht wurden. Es ist dann im Prinzip eine Diskussion eingetreten, dass man massiv Geld gebraucht hat, um diese Gemeinde vor der Insolvenz zu bewahren. Es gab eine ähnliche Diskussion in der Steiermark. Etliche sind zu mir gekommen und haben gesagt: Das kann es doch nicht sein, dass den anderen Gemeinden Geld weggenommen wird, damit man Trieben rettet, schickt sie in die Insolvenz!
Abg. Rädler: ... Steiermark! – Abg. Grosz: Trieben ist nicht Griechenland!
Was war die Konsequenz? – Zweieinhalb Wochen später sind genau die zu mir gekommen, die gesagt haben: Schicken wir Trieben in die Insolvenz!, und haben gesagt: Wir kriegen jetzt keine Darlehen mehr, die Zinssätze steigen massiv!, was natürlich klar ist, weil plötzlich die Bonität jeder einzelnen Gemeinde genau bewertet wird, es da entsprechende Aufschläge gibt. (Abg. Rädler: ... Steiermark! – Abg. Grosz: Trieben ist nicht Griechenland!) Die haben dann gesagt: Vernünftiger ist es, wir setzen Geld in der Gemeinde ein, retten wir Trieben mit einem ganz strengen Sparprogramm, statt in die Insolvenz zu gehen und sich alles wesentlich teurer finanzieren zu müssen! (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Was war die Konsequenz? – Zweieinhalb Wochen später sind genau die zu mir gekommen, die gesagt haben: Schicken wir Trieben in die Insolvenz!, und haben gesagt: Wir kriegen jetzt keine Darlehen mehr, die Zinssätze steigen massiv!, was natürlich klar ist, weil plötzlich die Bonität jeder einzelnen Gemeinde genau bewertet wird, es da entsprechende Aufschläge gibt. (Abg. Rädler: ... Steiermark! – Abg. Grosz: Trieben ist nicht Griechenland!) Die haben dann gesagt: Vernünftiger ist es, wir setzen Geld in der Gemeinde ein, retten wir Trieben mit einem ganz strengen Sparprogramm, statt in die Insolvenz zu gehen und sich alles wesentlich teurer finanzieren zu müssen! (Zwischenruf beim BZÖ.)
Abg. Grosz: ... gleiches Problem!
Das größte Problem ist: Wenn es für eine Gemeinde keinen Financier gibt, dann kann wieder nur die öffentliche Hand einspringen. Ich glaube, von der Systematik her sind wir jetzt im Zusammenhang mit Griechenland (Abg. Grosz: ... gleiches Problem!) und der Europäischen Union genau mit dem gleichen Problem konfrontiert.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Grosz: Das ist quasi das griechische Fohnsdorf!
Ich meine, dass wir berechtigt verärgert sein können darüber, was die Regierungen in Griechenland in der Vergangenheit gemacht haben, dass sie ihre Probleme nicht gelöst haben (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Grosz: Das ist quasi das griechische Fohnsdorf!), aber ich glaube, dass es letztlich in unserem eigenen Interesse ist, dass sich Griechenland wieder selbst finanzieren kann, dass es wieder stabil wird, dass es auf einen Wachstumskurs kommt und dass es eben nicht zu einem Ausfall kommt (Zwischenruf des Abg. Grosz), der dazu führen würde, dass wir uns alle am Ende des Tages wesentlich teurer finanzieren müssten (Abg. Strache: Also wenn es zu einem griechischen Ausfall gekommen wäre, hätten wir nur 4 Millionen verloren!), dass die Insolvenz Griechenlands auch für Österreich und für Europa teurer käme, als es jetzt zu unterstützen – unabhängig davon, was wir für die Menschen tun.
Zwischenruf des Abg. Grosz
Ich meine, dass wir berechtigt verärgert sein können darüber, was die Regierungen in Griechenland in der Vergangenheit gemacht haben, dass sie ihre Probleme nicht gelöst haben (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Grosz: Das ist quasi das griechische Fohnsdorf!), aber ich glaube, dass es letztlich in unserem eigenen Interesse ist, dass sich Griechenland wieder selbst finanzieren kann, dass es wieder stabil wird, dass es auf einen Wachstumskurs kommt und dass es eben nicht zu einem Ausfall kommt (Zwischenruf des Abg. Grosz), der dazu führen würde, dass wir uns alle am Ende des Tages wesentlich teurer finanzieren müssten (Abg. Strache: Also wenn es zu einem griechischen Ausfall gekommen wäre, hätten wir nur 4 Millionen verloren!), dass die Insolvenz Griechenlands auch für Österreich und für Europa teurer käme, als es jetzt zu unterstützen – unabhängig davon, was wir für die Menschen tun.
Abg. Strache: Also wenn es zu einem griechischen Ausfall gekommen wäre, hätten wir nur 4 Millionen verloren!
Ich meine, dass wir berechtigt verärgert sein können darüber, was die Regierungen in Griechenland in der Vergangenheit gemacht haben, dass sie ihre Probleme nicht gelöst haben (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Grosz: Das ist quasi das griechische Fohnsdorf!), aber ich glaube, dass es letztlich in unserem eigenen Interesse ist, dass sich Griechenland wieder selbst finanzieren kann, dass es wieder stabil wird, dass es auf einen Wachstumskurs kommt und dass es eben nicht zu einem Ausfall kommt (Zwischenruf des Abg. Grosz), der dazu führen würde, dass wir uns alle am Ende des Tages wesentlich teurer finanzieren müssten (Abg. Strache: Also wenn es zu einem griechischen Ausfall gekommen wäre, hätten wir nur 4 Millionen verloren!), dass die Insolvenz Griechenlands auch für Österreich und für Europa teurer käme, als es jetzt zu unterstützen – unabhängig davon, was wir für die Menschen tun.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: ... darf nicht Griechenland werden!
Also ich stehe zu den österreichischen Interessen, aber wir müssen auch im Sinne Europas und der Menschen in Griechenland denken. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grosz: ... darf nicht Griechenland werden!)
Ruf beim BZÖ – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Ikrath –: Jetzt kommt der Sparkassenverband ...! – Abg. Grosz: Jetzt spricht das Organ des Sparkassenverbandes! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Mag. Ikrath. – Bitte. (Ruf beim BZÖ – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Ikrath –: Jetzt kommt der Sparkassenverband ...! – Abg. Grosz: Jetzt spricht das Organ des Sparkassenverbandes! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: ... Sparkasse! Wie viel stürzt heute der ATX ab?
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Herr Präsident! Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Ing. Westenthaler: ... Sparkasse! Wie viel stürzt heute der ATX ab?) – Kollege Westenthaler, ich habe noch nicht einmal angefangen, aber meine Wortmeldung wird für sie schon so unbequem wie die aktuellen Kurse werden, insofern ist das richtig antizipiert.
Zwischenruf des Abg. Petzner.
Wenn man relativ spät spricht, hat man einen großen Vorteil: Man kann so ziemlich alle Argumente, die gebracht wurden, miteinander vergleichen. Ich weiß nicht, ob den Kollegen Strache und Bucher wirklich ganz klar ist, mit welchem Feuer sie eigentlich spielen. Ich würde einmal unterstellen, es ist ihnen viel klarer, als wir den Eindruck haben. Aber sie spielen jedenfalls mit dem Feuer. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang auf ein Ereignis verweisen, das drei Jahre her ist. (Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Abg. Strache: Die man nicht verstaatlicht hat! Das war der Fehler! Die hätte man verstaatlichen müssen!
Drei Jahre ist es her, da ist eine große Bank – gar nicht einmal die größte, sondern eine mittelgroße Investmentbank (Abg. Strache: Die man nicht verstaatlicht hat! Das war der Fehler! Die hätte man verstaatlichen müssen!) – in den USA in Konkurs gegangen beziehungsweise geschickt worden. Hören Sie nun ein Zitat, das für die Kollegen von BZÖ und FPÖ erhellend sein kann! Der damalige Chefberater des amerikanischen Finanzministers Henry Paulson hat noch am 13. September 2008 – am 15. September 2008 ist Lehman in Konkurs gegangen – Folgendes gesagt:
Abg. Strache: Die hätte verstaatlicht gehört! Alles untaugliche Argumente!
Mit Lehman werden wir ein Exempel statuieren. Wir werden zeigen, dass es richtig und notwendig ist, Lehman in Konkurs gehen zu lassen, statt mit Steuergeldern zu stützen, ohne dass die Folgen dramatisch sein werden. Es handelt sich ja schließlich nur um die kleinste unter den Big Five, und da werden wir die Auswirkungen problemlos unter Kontrolle halten. Eine davon ausgehende ernsthafte Gefahr für die Stabilität der Finanzwirtschaft sehen wir nicht. – Zitatende. (Abg. Strache: Die hätte verstaatlicht gehört! Alles untaugliche Argumente!)
Abg. Strache: Verlangt ja keiner von uns! Verlangt ja keiner von uns! ... Verstaatlichung!
Und da seid ihr wirklich ernsthaft der Meinung, dass das, was damals geschehen ist, Griechenland nicht auslösten kann?! (Abg. Strache: Verlangt ja keiner von uns! Verlangt ja keiner von uns! ... Verstaatlichung!) So ähnlich! Wenn ihr heute „Griechenland“ statt „Lehman“ einsetzt, haben wir eins zu eins das Risiko, das ihr sehenden Auges – und zwar nicht im Interesse der Österreicher, sondern gegen die Interessen der Österreicher – jetzt einzugehen bereit seid. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.
Und da seid ihr wirklich ernsthaft der Meinung, dass das, was damals geschehen ist, Griechenland nicht auslösten kann?! (Abg. Strache: Verlangt ja keiner von uns! Verlangt ja keiner von uns! ... Verstaatlichung!) So ähnlich! Wenn ihr heute „Griechenland“ statt „Lehman“ einsetzt, haben wir eins zu eins das Risiko, das ihr sehenden Auges – und zwar nicht im Interesse der Österreicher, sondern gegen die Interessen der Österreicher – jetzt einzugehen bereit seid. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strache.)
Rufe beim BZÖ: Raiffeisen! Sparkasse!
Was sind denn die Interessen der Österreicher? Offensichtlich muss man euch das sagen, die ihr immer wieder behauptet, ihr würdet sie wahrnehmen. (Rufe beim BZÖ: Raiffeisen! Sparkasse!) Die Interessen der Österreicher sind: eine stabile Währung, die ihr Geld, ihre Pensionen, ihre Sparguthaben sichert; eine stabile Währung, die es uns ermöglicht, unserer Exportwirtschaft im Sinne von Wachstum und Beschäftigung die notwendige Basis zu geben. Wie wichtig das wird, hat ja die Wifo-Prognose heute erst dramatisch gezeigt. Das sind die Interessen, die die Menschen haben. Und diese Interessen werden nur in einem stabilen Währungsumfeld geschützt.
Abg. Strache: Und niemand verlangt ...! Und niemand verlangt ...!
Das heißt, Griechenland ist nicht das Ziel, Griechenland ist ein Mittel. Der europäische Schutzschirm ist ein Mittel, der den Interessen der Österreicherinnen und Österreicher dient. Wenn ihr wirklich meint, dass ihr die Lehman-Pleite auf Staatsebene heraufbeschwören könnt, wenn ihr das wirklich machen wollt, dann gibt es meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten (Abg. Strache: Und niemand verlangt ...! Und niemand verlangt ...!): Entweder ihr macht billiges Oppositionskleingeld und würdet, wenn ihr Verantwortung hättet, anders handeln – es wäre eine Hoffnung, dass dem so wäre (Abg. Dr. Graf: Das kommt ...! Das kommt ...! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan) –, nämlich im Interesse der Österreicher und Europas, oder es ist wirklich ein derartiges Ausmaß an Populismus, ein derartiges Ausmaß an Verantwortungslosigkeit und ein derartiges Ausmaß – entschuldigt! – an dramatischer Inkompetenz, die da zum Ausdruck kommt, dass einem Angst und Bange wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Graf: Das kommt ...! Das kommt ...! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan
Das heißt, Griechenland ist nicht das Ziel, Griechenland ist ein Mittel. Der europäische Schutzschirm ist ein Mittel, der den Interessen der Österreicherinnen und Österreicher dient. Wenn ihr wirklich meint, dass ihr die Lehman-Pleite auf Staatsebene heraufbeschwören könnt, wenn ihr das wirklich machen wollt, dann gibt es meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten (Abg. Strache: Und niemand verlangt ...! Und niemand verlangt ...!): Entweder ihr macht billiges Oppositionskleingeld und würdet, wenn ihr Verantwortung hättet, anders handeln – es wäre eine Hoffnung, dass dem so wäre (Abg. Dr. Graf: Das kommt ...! Das kommt ...! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan) –, nämlich im Interesse der Österreicher und Europas, oder es ist wirklich ein derartiges Ausmaß an Populismus, ein derartiges Ausmaß an Verantwortungslosigkeit und ein derartiges Ausmaß – entschuldigt! – an dramatischer Inkompetenz, die da zum Ausdruck kommt, dass einem Angst und Bange wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das heißt, Griechenland ist nicht das Ziel, Griechenland ist ein Mittel. Der europäische Schutzschirm ist ein Mittel, der den Interessen der Österreicherinnen und Österreicher dient. Wenn ihr wirklich meint, dass ihr die Lehman-Pleite auf Staatsebene heraufbeschwören könnt, wenn ihr das wirklich machen wollt, dann gibt es meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten (Abg. Strache: Und niemand verlangt ...! Und niemand verlangt ...!): Entweder ihr macht billiges Oppositionskleingeld und würdet, wenn ihr Verantwortung hättet, anders handeln – es wäre eine Hoffnung, dass dem so wäre (Abg. Dr. Graf: Das kommt ...! Das kommt ...! – Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan) –, nämlich im Interesse der Österreicher und Europas, oder es ist wirklich ein derartiges Ausmaß an Populismus, ein derartiges Ausmaß an Verantwortungslosigkeit und ein derartiges Ausmaß – entschuldigt! – an dramatischer Inkompetenz, die da zum Ausdruck kommt, dass einem Angst und Bange wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Ich wundere mich nur, warum die ihr eigenes Geld ...! – Zwischenruf des Abg. Strache.
Präsident Fritz Neugebauer: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Mag. Muttonen. – Bitte. (Abg. Mag. Stadler: Ich wundere mich nur, warum die ihr eigenes Geld ...! – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, Sie haben heute die Chance, Ihren Beitrag zu leisten, dass eine Million österreichischer Jobs sicher bleibt, dass wir die EU und somit auch Österreich sicher und stabil durch diese Finanz- und Wirtschaftskrise führen können. Sie brauchen der Erhöhung des Schutzschirms nur zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Lassen Sie mich noch ein paar Worte zum ESM sagen, der als langfristiger Stabilitätsmechanismus den jetzigen Schutzschirm ab dem Jahr 2013 ablösen soll. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Er wurde von BZÖ und FPÖ immer wieder angesprochen. Es ist schlichtweg falsch, wenn Sie behaupten, dass der ESM-Vertrag vorsieht, dass künftig ohne Zustimmung der nationalen Parlamente Geld in beliebiger Höhe abgerufen werden kann.
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Gibt’s ja noch gar nicht!
Meine Damen und Herren! Jede Kapitalerhöhung, jede Maßnahme in Bezug auf diesen ESM, bei dem es um viel Geld geht, bedarf ausdrücklich der Zustimmung der nationalen Parlamente. So steht es in dem Vertrag. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Gibt’s ja noch gar nicht!) Das Thema ist viel zu ernst, als dass Sie daraus politisches Kleingeld schlagen sollen und können. (Abg. Neubauer: Das ist eh Großgeld! Von Kleingeld redet eh kein Mensch mehr!)
Abg. Neubauer: Das ist eh Großgeld! Von Kleingeld redet eh kein Mensch mehr!
Meine Damen und Herren! Jede Kapitalerhöhung, jede Maßnahme in Bezug auf diesen ESM, bei dem es um viel Geld geht, bedarf ausdrücklich der Zustimmung der nationalen Parlamente. So steht es in dem Vertrag. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Gibt’s ja noch gar nicht!) Das Thema ist viel zu ernst, als dass Sie daraus politisches Kleingeld schlagen sollen und können. (Abg. Neubauer: Das ist eh Großgeld! Von Kleingeld redet eh kein Mensch mehr!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Auch die Fraktionen von FPÖ und BZÖ sind übrigens eingeladen, mitzuarbeiten, wenn wir in den nächsten Wochen beginnen, Gespräche über die parlamentarische Kontrolle des ESM zu führen. Ich hoffe, Sie tun das auf konstruktive Art und Weise, wobei ich allerdings meine Zweifel habe, weil ich glaube, dass „konstruktiv“ in Ihren Parteien eher ein Fremdwort ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Ich bitte jene Damen und Herren, die sich hiefür aussprechen, um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit. (Zwischenruf beim BZÖ.) Die erforderliche Zweidrittelmehrheit wur- de nicht erreicht, der Abänderungsantrag ist somit abgelehnt. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Zwischenruf des Abg. Strache.
Ich bitte jene Damen und Herren, die sich hiefür aussprechen, um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit. (Zwischenruf beim BZÖ.) Die erforderliche Zweidrittelmehrheit wur- de nicht erreicht, der Abänderungsantrag ist somit abgelehnt. (Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Strache: Das ist Verrat! Schande! – Rufe bei BZÖ und FPÖ: Schande! Schande!
Wer dem zustimmt, den bitte ich um ein bejahendes Zeichen. (Abg. Strache: Das ist Verrat! Schande! – Rufe bei BZÖ und FPÖ: Schande! Schande!) – Das ist angenommen. (Anhaltende Zwischenrufe.)
Anhaltende Zwischenrufe.
Wer dem zustimmt, den bitte ich um ein bejahendes Zeichen. (Abg. Strache: Das ist Verrat! Schande! – Rufe bei BZÖ und FPÖ: Schande! Schande!) – Das ist angenommen. (Anhaltende Zwischenrufe.)
Ruf beim BZÖ: Wir kriegen eine Piratenpartei! – Abg. Ing. Westenthaler: ... Grüne! Es gibt doch noch anständige Grüne!
Ich ersuche jene Damen und Herren, die dies unterstützen, um ein Zeichen. – Das ist angenommen. (Ruf beim BZÖ: Wir kriegen eine Piratenpartei! – Abg. Ing. Westenthaler: ... Grüne! Es gibt doch noch anständige Grüne!)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lohfeyer beziehungsweise den Schriftführer Jakob Auer werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lohfeyer beziehungsweise den Schriftführer Jakob Auer werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lohfeyer beziehungsweise den Schriftführer Jakob Auer werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Lohfeyer beziehungsweise den Schriftführer Jakob Auer werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Der Vertrag ist ja nicht verändert worden!
Was wir heute jedoch im Vorfeld dieser Dringlichen erlebt haben, hat schon gezeigt, wie weit Sie den Parlamentarismus nicht ernst nehmen, Herr Bundeskanzler. Heute sind nämlich 30 Milliarden € an Rettungsschirm beschlossen worden, und Sie haben vor geraumer Zeit, nämlich vor einer Nationalratswahl, der österreichischen Bevölkerung versprochen, bei maßgeblichen Veränderungen des Vertrags eine Volksabstimmung durchzuführen. Da muss man schon sagen, dass man sehen kann, was Ihr Wort wert ist. Sie haben es nicht einmal der Mühe wert gefunden, sich heute hier zu Wort zu melden und das zu argumentieren. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Wittmann: Der Vertrag ist ja nicht verändert worden!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß ja nicht einmal, ob man das dem Herrn Bundeskanzler Faymann wirklich zum Vorwurf machen kann. Er hat ja als Verkehrsminister und dann als Bundeskanzler nur das fortgesetzt, was er als Wohnbaustadtrat in Wien gelernt hat unter einer absoluten SPÖ-Mehrheit, unter einem Bürgermeister Häupl. Wenn man in einem Sumpf wie der Wiener SPÖ politisch groß wird, dann ist es wahrscheinlich gar nicht möglich, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Das ist das Grundproblem, das in den letzten Wochen augenscheinlich geworden ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Rudas: ... Staatsbürgerschaft!
Der Herr Bundeskanzler hält sein System Faymann wahrscheinlich für absolut unbedenklich. Er wird es wahrscheinlich sogar für völlig normal halten. Was bedeutet dieses System Faymann eigentlich, das in den letzten Wochen offenkundig geworden ist? – Dieses System bedeutet skrupellosen Missbrauch von öffentlichen Geldern in Millionenhöhe für politische, für parteipolitische Selbstbeweihräucherung. (Abg. Mag. Rudas: ... Staatsbürgerschaft!) Das sind Gelder, die Faymann und seiner angeblich sozialen Partei nicht zustehen! Das sind öffentliche Gelder. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Herr Bundeskanzler hält sein System Faymann wahrscheinlich für absolut unbedenklich. Er wird es wahrscheinlich sogar für völlig normal halten. Was bedeutet dieses System Faymann eigentlich, das in den letzten Wochen offenkundig geworden ist? – Dieses System bedeutet skrupellosen Missbrauch von öffentlichen Geldern in Millionenhöhe für politische, für parteipolitische Selbstbeweihräucherung. (Abg. Mag. Rudas: ... Staatsbürgerschaft!) Das sind Gelder, die Faymann und seiner angeblich sozialen Partei nicht zustehen! Das sind öffentliche Gelder. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ. – Gegenruf der Abg. Mag. Rudas.
Es kommen mittlerweile schon beinahe täglich neue Enthüllungen über Sie, Herr Faymann, heraus – zuerst ÖBB, dann ASFINAG, jetzt Wiener Wohnen – und man fragt sich: Was kommt als Nächstes? (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Gegenruf der Abg. Mag. Rudas.) Wo wurde noch so unverschämt gehandelt, wie es bei diesen Teilbereichen der Fall gewesen ist? Ich befürchte schon, dass das alles nur die Spitze eines Eisbergs ist. Herr Faymann, ich sage Ihnen, Sie sollten wirklich aufpassen, dass Sie hier nicht wie die Titanic sinken werden aufgrund solcher ungeheuerlichen Vorgangsweisen, wegen der heute zu Recht die Staatsanwaltschaft wegen Amtsmissbrauch und Verdacht auf Untreue ermittelt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es kommen mittlerweile schon beinahe täglich neue Enthüllungen über Sie, Herr Faymann, heraus – zuerst ÖBB, dann ASFINAG, jetzt Wiener Wohnen – und man fragt sich: Was kommt als Nächstes? (Zwischenrufe bei der FPÖ. – Gegenruf der Abg. Mag. Rudas.) Wo wurde noch so unverschämt gehandelt, wie es bei diesen Teilbereichen der Fall gewesen ist? Ich befürchte schon, dass das alles nur die Spitze eines Eisbergs ist. Herr Faymann, ich sage Ihnen, Sie sollten wirklich aufpassen, dass Sie hier nicht wie die Titanic sinken werden aufgrund solcher ungeheuerlichen Vorgangsweisen, wegen der heute zu Recht die Staatsanwaltschaft wegen Amtsmissbrauch und Verdacht auf Untreue ermittelt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Öllinger: Aber gegen Sie auch!
ist einzigartig in der Zweiten Republik! (Abg. Öllinger: Aber gegen Sie auch!) Das hat es überhaupt noch nicht gegeben, dass so viele amtsführende Regierungsmitglieder im Verdacht stehen, rechtswidrige Handlungen gesetzt zu haben.
Abg. Kickl: Unglaublich!
Die Kaltschnäuzigkeit war extrem, sagt ein ehemaliger ÖBB-Manager. Ich zitiere ihn: Man hat einfach bestellt und uns die Rechnung geschickt. Das ist die Methode, die Sie offenbar leben. 7 Millionen € für den Werner, hat ein Zeuge ausgesagt. (Abg. Kickl: Unglaublich!) Dieser Satz ist ja mittlerweile auch zu einem geflügelten Satz geworden. Dieser Satz wird in die Annalen der Zweiten Republik eingehen, allerdings nicht ruhmreich, Herr Bundeskanzler.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: An Ihrer Stelle würde ich den Mund nicht so voll nehmen!
Das sind ja mehrere Zeugen, die da endlich auch die Wahrheit sagen und hier herausrücken mit Methoden, die eines Staates nicht würdig sind, besonders nicht, wenn solche Methoden von Regierungspolitikern angewandt werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: An Ihrer Stelle würde ich den Mund nicht so voll nehmen!)
Beifall bei der FPÖ
zwar dank der Anzeige von unserem Abgeordneten Harald Vilimsky, der den Stein zu Recht ins Rollen gebracht hat (Beifall bei der FPÖ), die Arbeit aufgenommen und ermittelt.
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Hier man muss ausdrücklich einmal ein Lob der Justiz aussprechen, denn ich behaupte, in vielen Bereichen ist das Vertrauen in die Justiz ja leider Gottes nicht mehr gegeben. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Deshalb ist es besonders hier zum Ausdruck zu bringen, dass es mutig ist vonseiten der Justiz und der Staatsanwaltschaft, auf die sicher massiver Druck ausgeübt wird, bei solchen Vorwürfen zu ermitteln, nämlich gegen einen amtierenden Bundeskanzler und gegen seinen Staatssekretär Ostermayer. (Beifall bei der FPÖ.) Dazu gehört Mut, denn ich bin davon überzeugt, dass massiver Druck aufgebaut wird, damit das auch eingestellt wird. Davon bin ich überzeugt.
Beifall bei der FPÖ.
Hier man muss ausdrücklich einmal ein Lob der Justiz aussprechen, denn ich behaupte, in vielen Bereichen ist das Vertrauen in die Justiz ja leider Gottes nicht mehr gegeben. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Deshalb ist es besonders hier zum Ausdruck zu bringen, dass es mutig ist vonseiten der Justiz und der Staatsanwaltschaft, auf die sicher massiver Druck ausgeübt wird, bei solchen Vorwürfen zu ermitteln, nämlich gegen einen amtierenden Bundeskanzler und gegen seinen Staatssekretär Ostermayer. (Beifall bei der FPÖ.) Dazu gehört Mut, denn ich bin davon überzeugt, dass massiver Druck aufgebaut wird, damit das auch eingestellt wird. Davon bin ich überzeugt.
Rufe bei der SPÖ: Geh, hör auf!
Das sind keine FPÖ-Mitglieder. Das sind mündige Bürger, die das erleben mussten und denen offenbar einmal die Hutschnur gerissen und der Kragen geplatzt ist und die sich einfach nicht mehr einschüchtern lassen von Ihnen. (Rufe bei der SPÖ: Geh, hör auf!) Und das ist gut, wenn sich die Bürger nicht mehr einschüchtern lassen von Ihnen und solche Methoden in unserer Republik nicht Platz greifen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind keine FPÖ-Mitglieder. Das sind mündige Bürger, die das erleben mussten und denen offenbar einmal die Hutschnur gerissen und der Kragen geplatzt ist und die sich einfach nicht mehr einschüchtern lassen von Ihnen. (Rufe bei der SPÖ: Geh, hör auf!) Und das ist gut, wenn sich die Bürger nicht mehr einschüchtern lassen von Ihnen und solche Methoden in unserer Republik nicht Platz greifen können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler! Wir sehen uns heute so oder so gezwungen, gegen Sie einen Misstrauensantrag einzubringen, denn das, was Sie heute im Vorfeld dieser Dringlichen abgeliefert haben, ist eines Bundeskanzlers nicht würdig. Ich sage – und ich bin davon überzeugt –, dass das auch die Mehrheit der Österreicher heute so sieht: Sie sind als Bundeskanzler nicht mehr tragbar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
kenden werden kriminalisiert. – Das ist nämlich die Methode, die immer wieder gelebt wird und die ich immer wieder von politischen Mitbewerbern in diesem Haus gegen uns gerichtet erleben muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Aber genau da differenzieren die Österreicher, und da haben sie auch ein gutes Gespür dafür, wie das wirklich in dieser Republik abläuft. Wenn ich nur daran denke, was wir in den letzten Wochen und Monaten insgesamt erleben mussten an Korruptionsentwicklungen, an einer Verluderung des Systems! Da muss es ganz klar und deutlich in allen Bereichen Aufklärung geben, in allen, ausnahmslos in allen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ.
Selbstverständlich bin ich froh darüber, wenn das endlich eingehalten wird, was die Opposition schon im Zuge der letzten Nationalratssitzung gemeinsam als Antrag eingebracht hat, nämlich die sechs entscheidenden Punkte, auf die wir uns geeinigt haben, auch ausnahmslos zu untersuchen. Es geht um volle und restlose Aufklärung und nicht um Vertuschung. Genau das muss das Prinzip sein. Das ist ein Untersuchungsausschuss und kein Vertuschungsausschuss! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Kräuter: Was ist denn mit dem Scheuch?
Man musste ja leider im Vorfeld erleben, dass Sie auch versucht haben, hier wieder einen Kuhhandel zu machen: Erspart uns den Untersuchungsausschuss im Bereich der ÖBB- und ASFINAG-Inserate, dafür ersparen wir euch, der ÖVP, andere unangenehme Bereiche. Aber zum Glück hat dieser Kuhhandel nicht funktioniert, muss ich sagen, denn es muss uns allen klar sein, uns allen hier im Haus, dass – egal bei welcher Partei, egal auf welcher Ebene, egal welche Person betreffend – da überall volle Aufklärung stattzufinden hat, und dort, wo strafrechtlich relevante Entwicklungen stattgefunden haben, mit der vollen Härte des Gesetzes durchzugreifen ist (Abg. Dr. Kräuter: Was ist denn mit dem Scheuch?) und wir uns alle von solchen abscheulichen Personen zu verabschieden haben, die in so ungeheuerlicher Weise die Republik schädigen und auch mit öffentlichen Steuergeldern so sträflich umgehen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Man musste ja leider im Vorfeld erleben, dass Sie auch versucht haben, hier wieder einen Kuhhandel zu machen: Erspart uns den Untersuchungsausschuss im Bereich der ÖBB- und ASFINAG-Inserate, dafür ersparen wir euch, der ÖVP, andere unangenehme Bereiche. Aber zum Glück hat dieser Kuhhandel nicht funktioniert, muss ich sagen, denn es muss uns allen klar sein, uns allen hier im Haus, dass – egal bei welcher Partei, egal auf welcher Ebene, egal welche Person betreffend – da überall volle Aufklärung stattzufinden hat, und dort, wo strafrechtlich relevante Entwicklungen stattgefunden haben, mit der vollen Härte des Gesetzes durchzugreifen ist (Abg. Dr. Kräuter: Was ist denn mit dem Scheuch?) und wir uns alle von solchen abscheulichen Personen zu verabschieden haben, die in so ungeheuerlicher Weise die Republik schädigen und auch mit öffentlichen Steuergeldern so sträflich umgehen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Wir alle haben dafür Sorge zu tragen, dass es ein sauberes Parlament gibt, dass Sauberkeit gelebt wird, und die Sauberkeit beginnt immer bei einem selbst, bei der eigenen Fraktion, und das gilt letztlich für alle Fraktionen. Und ich kann den Österreichern eines versprechen: Ich lebe diese Sauberkeit, weil ich von Beginn meiner Obmannschaft an, also seit 2005, für diese Sauberkeit in der FPÖ gesorgt habe. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Wir haben mit einem Selbstreinigungsprozess in der Partei für diese Sauberkeit gesorgt. Und wir wissen, wo heute die Gauner sitzen: nicht in der FPÖ, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Kasperltheater!)
Beifall und Bravorufe bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Kasperltheater!
Wir alle haben dafür Sorge zu tragen, dass es ein sauberes Parlament gibt, dass Sauberkeit gelebt wird, und die Sauberkeit beginnt immer bei einem selbst, bei der eigenen Fraktion, und das gilt letztlich für alle Fraktionen. Und ich kann den Österreichern eines versprechen: Ich lebe diese Sauberkeit, weil ich von Beginn meiner Obmannschaft an, also seit 2005, für diese Sauberkeit in der FPÖ gesorgt habe. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit. – Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Wir haben mit einem Selbstreinigungsprozess in der Partei für diese Sauberkeit gesorgt. Und wir wissen, wo heute die Gauner sitzen: nicht in der FPÖ, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall und Bravorufe bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Kasperltheater!)
Beifall bei der SPÖ.
Bundeskanzler Werner Faymann: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Mitglieder der Bundesregierung! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Mich unterscheidet fast alles vom Herrn Strache, aber eines ist besonders deutlich geworden: Ich vertraue der Justiz immer und brauche nicht, wie Sie, eine Ausnahme zu machen, wo sie einmal gut und einmal schlecht ist. Die Justiz ist dazu da, alles aufzuklären in diesem Land, und lässt sich auch von Ihnen nicht disqualifizieren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Ja, genau!
Der Verkehrsminister ist politisch verantwortlich für Betriebe wie die ÖBB oder die ASFINAG. Und es ist eine Normalität, dass zwischen den Verantwortlichen, die die Betriebe führen – es ist nach dem Aktienrecht ganz klar geregelt, wer wofür zuständig ist –, Gespräche stattfinden über die Leistungsfähigkeit des Unternehmens (Abg. Kickl: Ja, genau!), über hunderte inhaltliche Themen, zu denen das Image des Unternehmens genauso gehört wie unzählige Milliardeninvestitionen, über inhaltliche Themen beginnend beim Fahrplan (Abg. Mag. Stefan: Ein Fehlplan! – Abg. Kickl: Ein Schrottplan!) bis hin zu vielen Fragen der Finanzen der ÖBB oder der ASFINAG.
Abg. Mag. Stefan: Ein Fehlplan! – Abg. Kickl: Ein Schrottplan!
Der Verkehrsminister ist politisch verantwortlich für Betriebe wie die ÖBB oder die ASFINAG. Und es ist eine Normalität, dass zwischen den Verantwortlichen, die die Betriebe führen – es ist nach dem Aktienrecht ganz klar geregelt, wer wofür zuständig ist –, Gespräche stattfinden über die Leistungsfähigkeit des Unternehmens (Abg. Kickl: Ja, genau!), über hunderte inhaltliche Themen, zu denen das Image des Unternehmens genauso gehört wie unzählige Milliardeninvestitionen, über inhaltliche Themen beginnend beim Fahrplan (Abg. Mag. Stefan: Ein Fehlplan! – Abg. Kickl: Ein Schrottplan!) bis hin zu vielen Fragen der Finanzen der ÖBB oder der ASFINAG.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Das hat aber der Geschäftsführer der ÖBB nicht gesagt! – Abg. Kickl: Das ist ja das Problem!
Es ist richtig, dass ein zuständiger Minister oder eine zuständige Ministerin mit Verantwortlichen der Betriebe, wo es die politische Verantwortung dafür gibt, viele Gespräche führt, wie dieses Unternehmen geführt wird und geführt werden soll. Es ist dabei penibel aktienrechtlich einzuhalten, wer die Entscheidungen trifft. Und es haben die Geschäftsführer der ASFINAG und der ÖBB erklärt, dass diese Entscheidungen im Unternehmen getroffen worden sind, dort, wo sie hingehören. Und das ist auch in Ordnung so. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stefan: Das hat aber der Geschäftsführer der ÖBB nicht gesagt! – Abg. Kickl: Das ist ja das Problem!)
Ruf bei der FPÖ: Lenken Sie nicht ab!
Von den Korruptionsfällen, die im Untersuchungsausschuss auf der Tagesordnung stehen, werden Sie mit Inseraten nicht ablenken können. Wir werden schon sehen, wie oft in den einzelnen Punkten im Untersuchungsausschuss Mitglieder Ihrer Partei aus der damaligen Regierung betroffen sein werden. Wir werden uns auch sehr genau ansehen, welche Verantwortlichkeiten es dabei gibt und von welchen Zuständen wir reden. Da wird es Ihnen nicht helfen, dauernd über Inserate zu reden. (Ruf bei der FPÖ: Lenken Sie nicht ab!) Das ist ein Unsinn. Diese Ablenkung – richtiges Stichwort – wird Ihnen nicht gelingen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Von den Korruptionsfällen, die im Untersuchungsausschuss auf der Tagesordnung stehen, werden Sie mit Inseraten nicht ablenken können. Wir werden schon sehen, wie oft in den einzelnen Punkten im Untersuchungsausschuss Mitglieder Ihrer Partei aus der damaligen Regierung betroffen sein werden. Wir werden uns auch sehr genau ansehen, welche Verantwortlichkeiten es dabei gibt und von welchen Zuständen wir reden. Da wird es Ihnen nicht helfen, dauernd über Inserate zu reden. (Ruf bei der FPÖ: Lenken Sie nicht ab!) Das ist ein Unsinn. Diese Ablenkung – richtiges Stichwort – wird Ihnen nicht gelingen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Eine Anzeige! Aber ein Strafverfahren?! Eine Anzeige ist kein Strafverfahren!
Ihre Frage 7 lautet: „Sind gegen Sie und Ihren Staatssekretär Strafverfahren im Zusammenhang mit der Vergabe von politischen Inseraten anhängig?“ – Ja, eine Anzeige, und zwar von Ihnen! Das ist eine politisch motivierte Anzeige; das hätten Sie sich gleich selbst fragen und beantworten können. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Eine Anzeige! Aber ein Strafverfahren?! Eine Anzeige ist kein Strafverfahren!) Alles, was es gibt, ist eine Anzeige, und die ist von Ihnen!
Abg. Strache: Wie hoch? Wie hoch sind die Beträge? – Abg. Kickl: Wie viel?
Die Antworten ergeben sich sehr einfach aus den bereits gestellten parlamentarischen Anfragen; ich stelle sie Ihnen gerne mit den dementsprechenden Nummern zur Verfügung. Aus diesen ist ersichtlich, dass die Beträge, die jährlich für Inserate ausgegeben wurden, variieren. Man kann sie auch zusammenrechnen, das steht Ihnen zur Verfügung. Ich habe nämlich diese Frage der Inserate schon mehrfach beantwortet. Sie können das ruhig als neu darstellen. Es ist nicht neu, es ist die Wiederholung einer Diskussion, die vor vier Jahren stattfand, die Ihnen jetzt anscheinend ... (Abg. Strache: Wie hoch? Wie hoch sind die Beträge? – Abg. Kickl: Wie viel?) Sie selbst haben es, Sie brauchen es nur zusammenzurechnen. In jedem Jahr ist es anders. (Abg. Strache: Sagen Sie doch, wie hoch die Beträge sind!)
Abg. Strache: Sagen Sie doch, wie hoch die Beträge sind!
Die Antworten ergeben sich sehr einfach aus den bereits gestellten parlamentarischen Anfragen; ich stelle sie Ihnen gerne mit den dementsprechenden Nummern zur Verfügung. Aus diesen ist ersichtlich, dass die Beträge, die jährlich für Inserate ausgegeben wurden, variieren. Man kann sie auch zusammenrechnen, das steht Ihnen zur Verfügung. Ich habe nämlich diese Frage der Inserate schon mehrfach beantwortet. Sie können das ruhig als neu darstellen. Es ist nicht neu, es ist die Wiederholung einer Diskussion, die vor vier Jahren stattfand, die Ihnen jetzt anscheinend ... (Abg. Strache: Wie hoch? Wie hoch sind die Beträge? – Abg. Kickl: Wie viel?) Sie selbst haben es, Sie brauchen es nur zusammenzurechnen. In jedem Jahr ist es anders. (Abg. Strache: Sagen Sie doch, wie hoch die Beträge sind!)
Abg. Strache: Die hat das aber nicht beantwortet!
Wie hoch ist der Betrag? – Auch hier kann ich auf die Beantwortung der parlamentarischen Anfrage vom 10. Jänner 2008 sowie auf die Anfrage vom 14. Jänner 2009, die durch meine Nachfolgerin, Frau Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie, beantwortet wurde, verweisen. (Abg. Strache: Die hat das aber nicht beantwortet!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
In der überwiegenden Zahl an Fällen gibt es keinen persönlichen Bezug und kein Foto von mir. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der SPÖ.
Absprachen mit Medien und Journalisten – Nein! Aber ich sage Ihnen noch etwas: Die Verknüpfung von Inseraten mit der Beeinflussbarkeit von Medien, die Sie hier betreiben, ist eine besondere Respektlosigkeit – vor allem gegenüber Journalisten und Journalistinnen. (Beifall bei der SPÖ.) Das sind Verdächtigungen, die verschiedene Institutionen beschädigen – von den Medien über Unternehmen bis zur Politik.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Beantwortung!
ben, für das Image, für die Kundenzufriedenheit und für hunderte Detailfragen. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Beantwortung!)
Ruf bei der FPÖ: Und zur ASFINAG?
Dazu hat der jetzige Chef der ÖBB ausführlich Stellung genommen und auch erläutert, dass es ordnungsgemäße Beschlüsse im Unternehmen gibt. (Ruf bei der FPÖ: Und zur ASFINAG?) Schon im Jahr 2008 hat der Konzernsprecher der ÖBB diesbezüglich eine entsprechende Klarstellung vorgenommen.
Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und jetzt bitte die Antworten!
Um zu regeln, wer wo wie viele Inserate schaltet und nach welchen Kriterien Inserate und deren Schaltung möglichst adäquat erfolgen sollen, haben wir in der Bundesregierung das Medientransparenzgesetz beschlossen und uns auf die Einrichtung eines entsprechenden Beirates geeinigt. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Und jetzt bitte die Antworten!)
Abg. Strache – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Vilimsky –: Antrittsapplaus für dich!
Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Vilimsky. Ich erteile ihm das Wort. (Abg. Strache – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Vilimsky –: Antrittsapplaus für dich!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Ich habe gleich ein Anliegen an Sie, nämlich das Verhalten des Herrn Bundeskanzlers in der kommenden Präsidiale zu thematisieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Derart verhöhnende Stellungnahmen eines Regierungschefs gegenüber dem Hohen Haus sind überhaupt noch nicht dokumentiert. Auf eine Frage, wie hoch die Inseratenvolumina waren, zu sagen: Rechnen Sie sich das zusammen!, das ist nicht der entsprechende Umgang mit dem Hohen Haus. (Abg. Mag. Rudas: Können Sie nicht rechnen? Herr Vilimsky, können Sie nicht lesen?) – Frau Rudas, ruhig bleiben! Wir kommen gleich auch auf Sie zu sprechen.
Abg. Mag. Rudas: Können Sie nicht rechnen? Herr Vilimsky, können Sie nicht lesen?
Abgeordneter Harald Vilimsky (FPÖ): Herr Präsident! Ich habe gleich ein Anliegen an Sie, nämlich das Verhalten des Herrn Bundeskanzlers in der kommenden Präsidiale zu thematisieren. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Derart verhöhnende Stellungnahmen eines Regierungschefs gegenüber dem Hohen Haus sind überhaupt noch nicht dokumentiert. Auf eine Frage, wie hoch die Inseratenvolumina waren, zu sagen: Rechnen Sie sich das zusammen!, das ist nicht der entsprechende Umgang mit dem Hohen Haus. (Abg. Mag. Rudas: Können Sie nicht rechnen? Herr Vilimsky, können Sie nicht lesen?) – Frau Rudas, ruhig bleiben! Wir kommen gleich auch auf Sie zu sprechen.
Abg. Mag. Rudas: Herr Vilimsky, der Kickl wird es Ihnen vorlesen!
Genauso falsch ist die Tatsache, dass es sich lediglich um eine Anzeige handeln soll. (Abg. Mag. Rudas: Herr Vilimsky, der Kickl wird es Ihnen vorlesen!) – Frau Rudas! Kommen Sie dann raus! Sie brauchen nicht die Nerven wegzuwerfen, genauso wie der Herr Bundeskanzler nicht die Nerven wegzuwerfen braucht. – Es handelt sich längst nicht mehr um eine Anzeige. (Abg. Mag. Rudas: Herr Vilimsky, wir können es Ihnen auch vorlesen!) Auf Basis dieser Anzeige hat es einen Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft gegeben. Dieser Vorhabensbericht ist an die Oberstaatsanwaltschaft gegangen. Die hat gesagt, ja, da wollen wir ermitteln. Dann ist das ans Justizressort gegangen, und dann hat es vom Justizressort – und dafür danke ich auch der Justizministerin Karl – grünes Licht gegeben, gegen einen amtierenden Bundeskanzler tatsächlich in Ermittlungen einzutreten. (Abg. Mag. Rudas: Da müssen wir beim Kickl noch einmal nachfragen!) Die ersten Einvernahmeprotokolle liegen ja schon am Tisch: 7 Millionen für den Werner.
Abg. Mag. Rudas: Herr Vilimsky, wir können es Ihnen auch vorlesen!
Genauso falsch ist die Tatsache, dass es sich lediglich um eine Anzeige handeln soll. (Abg. Mag. Rudas: Herr Vilimsky, der Kickl wird es Ihnen vorlesen!) – Frau Rudas! Kommen Sie dann raus! Sie brauchen nicht die Nerven wegzuwerfen, genauso wie der Herr Bundeskanzler nicht die Nerven wegzuwerfen braucht. – Es handelt sich längst nicht mehr um eine Anzeige. (Abg. Mag. Rudas: Herr Vilimsky, wir können es Ihnen auch vorlesen!) Auf Basis dieser Anzeige hat es einen Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft gegeben. Dieser Vorhabensbericht ist an die Oberstaatsanwaltschaft gegangen. Die hat gesagt, ja, da wollen wir ermitteln. Dann ist das ans Justizressort gegangen, und dann hat es vom Justizressort – und dafür danke ich auch der Justizministerin Karl – grünes Licht gegeben, gegen einen amtierenden Bundeskanzler tatsächlich in Ermittlungen einzutreten. (Abg. Mag. Rudas: Da müssen wir beim Kickl noch einmal nachfragen!) Die ersten Einvernahmeprotokolle liegen ja schon am Tisch: 7 Millionen für den Werner.
Abg. Mag. Rudas: Da müssen wir beim Kickl noch einmal nachfragen!
Genauso falsch ist die Tatsache, dass es sich lediglich um eine Anzeige handeln soll. (Abg. Mag. Rudas: Herr Vilimsky, der Kickl wird es Ihnen vorlesen!) – Frau Rudas! Kommen Sie dann raus! Sie brauchen nicht die Nerven wegzuwerfen, genauso wie der Herr Bundeskanzler nicht die Nerven wegzuwerfen braucht. – Es handelt sich längst nicht mehr um eine Anzeige. (Abg. Mag. Rudas: Herr Vilimsky, wir können es Ihnen auch vorlesen!) Auf Basis dieser Anzeige hat es einen Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft gegeben. Dieser Vorhabensbericht ist an die Oberstaatsanwaltschaft gegangen. Die hat gesagt, ja, da wollen wir ermitteln. Dann ist das ans Justizressort gegangen, und dann hat es vom Justizressort – und dafür danke ich auch der Justizministerin Karl – grünes Licht gegeben, gegen einen amtierenden Bundeskanzler tatsächlich in Ermittlungen einzutreten. (Abg. Mag. Rudas: Da müssen wir beim Kickl noch einmal nachfragen!) Die ersten Einvernahmeprotokolle liegen ja schon am Tisch: 7 Millionen für den Werner.
Abg. Mag. Rudas: Der Herr Kickl erklärt es Ihnen nachher!
Frau Rudas, ist das in Ordnung? Ist das genau die Politik, für die Sie stehen? (Abg. Mag. Rudas: Der Herr Kickl erklärt es Ihnen nachher!) – Offensichtlich ja, denn mit normaler Medienarbeit kommen Sie nicht durch. Deshalb muss man eben in den Steuertopf greifen, um sich selbst zu inszenieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Rudas, ist das in Ordnung? Ist das genau die Politik, für die Sie stehen? (Abg. Mag. Rudas: Der Herr Kickl erklärt es Ihnen nachher!) – Offensichtlich ja, denn mit normaler Medienarbeit kommen Sie nicht durch. Deshalb muss man eben in den Steuertopf greifen, um sich selbst zu inszenieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Inseratenfahrpläne!
Herr Bundeskanzler, für wie dumm verkaufen Sie dieses Hohe Haus eigentlich, wenn es darum geht, dass Sie Einfluss geübt haben sollen, und Sie uns erklären, Sie reden oft mit den Vorständen, etwa über Fahrpläne?! Das kann es doch nicht sein! (Abg. Strache: Inseratenfahrpläne!) Inseratenfahrpläne – das wird es offenbar gewesen sein.
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas. – Abg. Öllinger: Scheuch? Meinen Sie Scheuch?
Die Staatsanwaltschaft hat da besonderen Mut gehabt. Nicht immer funktioniert es aus unserer Sicht richtig, das stimmt schon. Es gibt aber auch Fälle, bei denen wirklich Mut dahinter ist, wenn die Staatsanwaltschaft sich traut, gegen ein amtierendes Regierungsmitglied tatsächlich zu ermitteln. (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas. – Abg. Öllinger: Scheuch? Meinen Sie Scheuch?) Ich bin froh darüber, dass von der Justizministerin dafür grünes Licht gekommen ist.
Abg. Mag. Rudas: Ist!
Ich möchte klarstellen, dass vonseiten der Freiheitlichen Partei, auch im Hinblick auf diese Anzeige, die von mir ausgegangen wurde (Abg. Mag. Rudas: Ist!), nie irgendetwas gegen die wirtschaftliche Basis der heimischen Printlandschaft gedacht war. Wir haben auch nichts gegen Inserate. Inserate sind ein wichtiger Bestandteil für das österreichische Medienwesen. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Strache: Aber nicht der politische Missbrauch!)
Oh-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Strache: Aber nicht der politische Missbrauch!
Ich möchte klarstellen, dass vonseiten der Freiheitlichen Partei, auch im Hinblick auf diese Anzeige, die von mir ausgegangen wurde (Abg. Mag. Rudas: Ist!), nie irgendetwas gegen die wirtschaftliche Basis der heimischen Printlandschaft gedacht war. Wir haben auch nichts gegen Inserate. Inserate sind ein wichtiger Bestandteil für das österreichische Medienwesen. (Oh-Rufe bei der SPÖ. – Abg. Strache: Aber nicht der politische Missbrauch!)
Ruf bei der FPÖ: Und der Nötigung!
Meine Damen und Herren Genossen, wissen Sie, was das Gemeine ist? – Es geht darum, dass ein Regierungschef wahrscheinlich den Tatbestand der Untreue und des Amtsmissbrauches ausübt. (Ruf bei der FPÖ: Und der Nötigung!) – Und der Nötigung, wenn nicht der schweren Nötigung des Managements öffentlicher Unternehmen, parteipolitische Werbung zu betreiben. Das ist es, was die Staatsanwaltschaft interessiert! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren Genossen, wissen Sie, was das Gemeine ist? – Es geht darum, dass ein Regierungschef wahrscheinlich den Tatbestand der Untreue und des Amtsmissbrauches ausübt. (Ruf bei der FPÖ: Und der Nötigung!) – Und der Nötigung, wenn nicht der schweren Nötigung des Managements öffentlicher Unternehmen, parteipolitische Werbung zu betreiben. Das ist es, was die Staatsanwaltschaft interessiert! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinzl: Wahnsinn! Der heißt bestimmt nicht ...!
Täglich kommen neue Fakten ans Tageslicht. Unser Klubobmann hat schon darauf Bezug genommen, ich möchte das nur ergänzen, etwa um jüngste Aussagen eines ÖBB-Managers: „Wir haben uns bei den Inseraten permanent gezwungen und unter Druck gesetzt gefühlt. Es wurde uns immer wieder signalisiert, es würde schwer werden, unseren Job zu behalten, wenn wir nicht kooperieren.“ (Abg. Heinzl: Wahnsinn! Der heißt bestimmt nicht ...!)
Ruf bei der SPÖ: Das stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, das ist schwere Nötigung! (Ruf bei der SPÖ: Das stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, so geht man mit der Bundesbahn um! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) – Schämen Sie sich, Herr Kollege Heinzl! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da lacht die Frau Bundesminister! Sie findet das auch noch lustig!) Kommen Sie einmal hier heraus und reden Sie! Sie mit Ihren Zwischenrufen ignorieren das doch alles!
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da lacht die Frau Bundesminister! Sie findet das auch noch lustig!
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, so geht man mit der Bundesbahn um! (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) – Schämen Sie sich, Herr Kollege Heinzl! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da lacht die Frau Bundesminister! Sie findet das auch noch lustig!) Kommen Sie einmal hier heraus und reden Sie! Sie mit Ihren Zwischenrufen ignorieren das doch alles!
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Das aktuelle „profil“, das eine sehr hohe Recherchequalität an den Tag gelegt hat, kommt zu dem Schluss, Faymann und Ostermayer haben die Unwahrheit gesagt. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.) Ich zitiere: Faymann und Ostermayer haben die Unwahrheit gesagt.
Abg. Heinzl: Hat Ihnen das der Gorbach aufgeschrieben?
Ich darf jetzt den mit 21. Jänner 2008 datierten Jahresrevisionsbericht der Konzernrevision der Autobahnfinanzierungsgesellschaft ASFINAG für das Jahr 2007 zitieren. Darin wird auf den Seiten 15 und 16 unter Punkt 3.11 ... (Abg. Heinzl: Hat Ihnen das der Gorbach aufgeschrieben?) – Kollege Heinzl! Rauskommen! Sie sollten als Parlamentarier in der Lage sein, selbständig ein paar zusammenhängende Sätze vom Rednerpult aus zu sagen – und sich nicht so verhalten wie in einem Wirtshaus! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf jetzt den mit 21. Jänner 2008 datierten Jahresrevisionsbericht der Konzernrevision der Autobahnfinanzierungsgesellschaft ASFINAG für das Jahr 2007 zitieren. Darin wird auf den Seiten 15 und 16 unter Punkt 3.11 ... (Abg. Heinzl: Hat Ihnen das der Gorbach aufgeschrieben?) – Kollege Heinzl! Rauskommen! Sie sollten als Parlamentarier in der Lage sein, selbständig ein paar zusammenhängende Sätze vom Rednerpult aus zu sagen – und sich nicht so verhalten wie in einem Wirtshaus! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinzl: Nein, eh nicht!
Die haben überhaupt nichts davon gewusst, dass die Inserate vergeben werden. (Abg. Heinzl: Nein, eh nicht!) – Nein, eh nicht, sagen Sie. Genau deswegen ermittelt die Staatsanwaltschaft ja!
Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Heinzl.
Auch der Vorstand oder ein sonstiges Organ, wie von Faymann oder Ostermayer stets behauptet, entschieden nicht über das Inserat. Der Beschluss fiel anderswo, wie es im Revisionsbericht heißt: Der Auftrag wurde vom Büro Faymann vergeben. (Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Heinzl.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Nein! Wegen der Anzeige! – Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Wissen Sie, worum es da geht? – Zwei Unternehmen, die schwerstens defizitär sind, die ASFINAG und die ÖBB, werden genötigt, für plumpe parteipolitische Werbung des SPÖ-Vorsitzenden in die Kassa greifen zu müssen, und der Steuerzahler zahlt sie über den Umweg. Daher, Herr Kollege Heinzl und Frau Rudas, ermittelt die Staatsanwaltschaft! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Mag. Rudas: Nein! Wegen der Anzeige! – Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der SPÖ.
SPÖ-Klubobmann Cap wird jetzt rauskommen und erklären, dass ja eh alles in Ordnung ist. Die haben völlig autonom entschieden, und wir haben den besten Vorsitzenden der Sozialdemokratie, den es überhaupt irgendwo gibt. (Demonstrativer Beifall und Bravorufe bei Abgeordneten der SPÖ.) Amtsmissbrauch und schwere Nötigung sind überhaupt kein Thema.
Abg. Mag. Rudas: Herr Präsident! Hat er ewig Zeit?
Herr Cap, ich sage Ihnen, so ist es nicht. Wir haben nicht eine Anzeige, wir haben Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, für die das Justizressort grünes Licht gegeben hat. Wir haben eine parlamentarische Mehrheit für einen Untersuchungsausschuss. Wir haben die Aussagen des PR-Ethik-Rats-Vorsitzenden, der gesagt hat, dass das nicht in Ordnung ist, was hier geschehen ist. Es wird Ihnen nicht gelingen, das alles lapidar wegzuwischen. Wenn Sie sagen, ja, machen wir einen Untersuchungsausschuss, aber holen wir uns gleich 50 Minister her, um darzustellen, dass das irgendwo anders auch so gewesen sein könnte, darüber kann man reden. Nur legen Sie irgendein Verdachtsmoment vor, über das wir diskutieren können! Ihre Vernebelungsstrategie, zu sagen, wir holen uns alle Minister, die es irgendwann einmal gegeben hat, vielleicht hat es auch bei ihnen irgendetwas gegeben, das hat nicht die Qualität. (Abg. Mag. Rudas: Herr Präsident! Hat er ewig Zeit?)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp. – Abg. Mag. Rudas: Herr Präsident, die Zeit! – Abg. Heinzl: Herr Vilimsky! Nehmen Sie Platz!
Die Qualität ist hier gegeben: Aussagen der höchsten Manager, Aussagen der ASFINAG, der ÖBB, wir haben einen Vorhabensbericht und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und täglich neue Fakten. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp. – Abg. Mag. Rudas: Herr Präsident, die Zeit! – Abg. Heinzl: Herr Vilimsky! Nehmen Sie Platz!)
Abg. Strache: Die sind schon nervös, die Genossen!
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, wieso werfen Sie denn die Nerven weg, wieso hüpfen Sie denn wie ein Rumpelstilzchen? (Abg. Strache: Die sind schon nervös, die Genossen!) Das ist immer das, was Sie hier aus der – eins, zwei, drei, vier – fünften Reihe heraus machen. (Abg. Heinzl: Schauen Sie, Ihre Zeit ist vorbei!) Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Sie haben ein Mandat, genauso wie ich. Warum nehmen Sie nicht aktiv an der Debatte teil? Wir sind da in keinem Wirtshaus, und ich bin nicht bereit, mit Ihnen wie bei einem Fußballspiel hin- und herzuschreien. Ich setze mich gerne mit Ihnen in qualitativer Art und Weise auseinander. (Abg. Heinzl: Nein, mit Ihnen setze ich mich nicht auseinander!) – Ja, weil Sie offensichtlich keine Argumente mehr haben! Sie sitzen da, lachen wie in der Muppet Show und keifen herein! Ja, ist das die Politik, für die Sie stehen? (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.) – Hören Sie auf damit!
Abg. Heinzl: Schauen Sie, Ihre Zeit ist vorbei!
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, wieso werfen Sie denn die Nerven weg, wieso hüpfen Sie denn wie ein Rumpelstilzchen? (Abg. Strache: Die sind schon nervös, die Genossen!) Das ist immer das, was Sie hier aus der – eins, zwei, drei, vier – fünften Reihe heraus machen. (Abg. Heinzl: Schauen Sie, Ihre Zeit ist vorbei!) Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Sie haben ein Mandat, genauso wie ich. Warum nehmen Sie nicht aktiv an der Debatte teil? Wir sind da in keinem Wirtshaus, und ich bin nicht bereit, mit Ihnen wie bei einem Fußballspiel hin- und herzuschreien. Ich setze mich gerne mit Ihnen in qualitativer Art und Weise auseinander. (Abg. Heinzl: Nein, mit Ihnen setze ich mich nicht auseinander!) – Ja, weil Sie offensichtlich keine Argumente mehr haben! Sie sitzen da, lachen wie in der Muppet Show und keifen herein! Ja, ist das die Politik, für die Sie stehen? (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.) – Hören Sie auf damit!
Abg. Heinzl: Nein, mit Ihnen setze ich mich nicht auseinander!
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, wieso werfen Sie denn die Nerven weg, wieso hüpfen Sie denn wie ein Rumpelstilzchen? (Abg. Strache: Die sind schon nervös, die Genossen!) Das ist immer das, was Sie hier aus der – eins, zwei, drei, vier – fünften Reihe heraus machen. (Abg. Heinzl: Schauen Sie, Ihre Zeit ist vorbei!) Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Sie haben ein Mandat, genauso wie ich. Warum nehmen Sie nicht aktiv an der Debatte teil? Wir sind da in keinem Wirtshaus, und ich bin nicht bereit, mit Ihnen wie bei einem Fußballspiel hin- und herzuschreien. Ich setze mich gerne mit Ihnen in qualitativer Art und Weise auseinander. (Abg. Heinzl: Nein, mit Ihnen setze ich mich nicht auseinander!) – Ja, weil Sie offensichtlich keine Argumente mehr haben! Sie sitzen da, lachen wie in der Muppet Show und keifen herein! Ja, ist das die Politik, für die Sie stehen? (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.) – Hören Sie auf damit!
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Meine Damen und Herren von der Sozialdemokratie, wieso werfen Sie denn die Nerven weg, wieso hüpfen Sie denn wie ein Rumpelstilzchen? (Abg. Strache: Die sind schon nervös, die Genossen!) Das ist immer das, was Sie hier aus der – eins, zwei, drei, vier – fünften Reihe heraus machen. (Abg. Heinzl: Schauen Sie, Ihre Zeit ist vorbei!) Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Sie haben ein Mandat, genauso wie ich. Warum nehmen Sie nicht aktiv an der Debatte teil? Wir sind da in keinem Wirtshaus, und ich bin nicht bereit, mit Ihnen wie bei einem Fußballspiel hin- und herzuschreien. Ich setze mich gerne mit Ihnen in qualitativer Art und Weise auseinander. (Abg. Heinzl: Nein, mit Ihnen setze ich mich nicht auseinander!) – Ja, weil Sie offensichtlich keine Argumente mehr haben! Sie sitzen da, lachen wie in der Muppet Show und keifen herein! Ja, ist das die Politik, für die Sie stehen? (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Heinzl.) – Hören Sie auf damit!
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Ich danke der ÖVP, dass sie keinen miesen Kuhhandel mit den Sozialdemokraten eingegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Ich bin guter Hoffnung, dass sich in diesem Untersuchungsausschuss all das, was die ÖBB- und ASFINAG-Manager zum Ausdruck gebracht haben, in vielen und weiten Bereichen bestätigen wird. (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) Ich habe Vertrauen in das Hohe Haus – in die Vergabepolitik dieser Bundesregierung mit Herrn Bundeskanzler Faymann an der Spitze schon lange nicht mehr! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sie sollten den Antrag richtig vorlesen!)
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Ich danke der ÖVP, dass sie keinen miesen Kuhhandel mit den Sozialdemokraten eingegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Ich bin guter Hoffnung, dass sich in diesem Untersuchungsausschuss all das, was die ÖBB- und ASFINAG-Manager zum Ausdruck gebracht haben, in vielen und weiten Bereichen bestätigen wird. (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) Ich habe Vertrauen in das Hohe Haus – in die Vergabepolitik dieser Bundesregierung mit Herrn Bundeskanzler Faymann an der Spitze schon lange nicht mehr! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sie sollten den Antrag richtig vorlesen!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sie sollten den Antrag richtig vorlesen!
Ich danke der ÖVP, dass sie keinen miesen Kuhhandel mit den Sozialdemokraten eingegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Ich bin guter Hoffnung, dass sich in diesem Untersuchungsausschuss all das, was die ÖBB- und ASFINAG-Manager zum Ausdruck gebracht haben, in vielen und weiten Bereichen bestätigen wird. (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) Ich habe Vertrauen in das Hohe Haus – in die Vergabepolitik dieser Bundesregierung mit Herrn Bundeskanzler Faymann an der Spitze schon lange nicht mehr! – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Öllinger: Sie sollten den Antrag richtig vorlesen!)
Abg. Vilimsky: Na!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Kollege Vilimsky, jetzt habe ich Sie am Schlafittchen! Sie sagen nämlich in Wahrheit das Gleiche wie der Herr Rosenkranz in seiner Aussendung: Bei unseren Ministerien ab dem Jahr 2000 muss zuerst ein Verdacht gegeben sein. Nicht nachschauen, zuerst muss ein Verdacht am Tisch liegen, dann wollen wir erst schauen! – Da sind Sie plötzlich ganz vornehm, ganz salonfähig. (Abg. Vilimsky: Na!) Das geht so nicht! Denn wenn wir untersuchen, dann wirklich. Und wenn man sagt, alles auf den Tisch, dann wirklich alles auf den Tisch! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Dann aber bitte bis ...!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Dann aber bitte bis ...!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Kollege Vilimsky, jetzt habe ich Sie am Schlafittchen! Sie sagen nämlich in Wahrheit das Gleiche wie der Herr Rosenkranz in seiner Aussendung: Bei unseren Ministerien ab dem Jahr 2000 muss zuerst ein Verdacht gegeben sein. Nicht nachschauen, zuerst muss ein Verdacht am Tisch liegen, dann wollen wir erst schauen! – Da sind Sie plötzlich ganz vornehm, ganz salonfähig. (Abg. Vilimsky: Na!) Das geht so nicht! Denn wenn wir untersuchen, dann wirklich. Und wenn man sagt, alles auf den Tisch, dann wirklich alles auf den Tisch! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Dann aber bitte bis ...!)
Zwischenruf des Abg. Vilimsky.
Sie haben ja wirklich Nerven. Ich habe mir Ihre Rede genau angehört. Sie sagen zum Beispiel den Satz: So geht man mit der Bundesbahn um! – Na was war denn, als Blau und dann die Nachfolgepartei für diesen Bereich verantwortlich war? (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.) – Zerstückeln, umstrukturieren, unfähige Manager hinsetzen, unfähige Ressortchefs, Leute auswechseln – so lange, bis die Bundesbahn in ihrer Existenz fast gefährdet war. Die Aufräumarbeiten für die Zeit, in der Sie Verantwortung gehabt haben, sind bis heute noch zu erledigen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) – Nur keine Zwischenrufe von dieser Seite, nur keine Zwischenrufe!
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.
Sie haben ja wirklich Nerven. Ich habe mir Ihre Rede genau angehört. Sie sagen zum Beispiel den Satz: So geht man mit der Bundesbahn um! – Na was war denn, als Blau und dann die Nachfolgepartei für diesen Bereich verantwortlich war? (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.) – Zerstückeln, umstrukturieren, unfähige Manager hinsetzen, unfähige Ressortchefs, Leute auswechseln – so lange, bis die Bundesbahn in ihrer Existenz fast gefährdet war. Die Aufräumarbeiten für die Zeit, in der Sie Verantwortung gehabt haben, sind bis heute noch zu erledigen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.) – Nur keine Zwischenrufe von dieser Seite, nur keine Zwischenrufe!
Abg. Kickl: Der ist gut!
Ich möchte noch etwas sagen: Was kommt in den Reden heraus, beim Klubobmann Strache und jetzt beim Kollegen Vilimsky? Was sagen sie? – Sie sagen nichts anderes: feige Rechtsbrecher in den Organen der ÖBB und der ASFINAG. Das ist ja die wahre Unterstellung. Sie wissen ganz genau, dass die weisungsungebunden sind. (Abg. Kickl: Der ist gut!) Sie wissen auch, dass es dafür, für Ihre Verdächtigungen und für Ihren Misstrauensantrag, überhaupt keine Rechtsgrundlage gibt. Dass das ein Ablenkungsmanöver ist, geben Sie sowieso zu, ohne dass Sie es aussprechen. Das ist die Wahrheit! (Abg. Kickl: Ach so? Wie ist das denn bei Staatsbürgerschaften?) Sie sagen, dort sind feige Rechtsbrecher. Das ist es, was Sie ihnen vorwerfen. Ich muss die
Abg. Kickl: Ach so? Wie ist das denn bei Staatsbürgerschaften?
Ich möchte noch etwas sagen: Was kommt in den Reden heraus, beim Klubobmann Strache und jetzt beim Kollegen Vilimsky? Was sagen sie? – Sie sagen nichts anderes: feige Rechtsbrecher in den Organen der ÖBB und der ASFINAG. Das ist ja die wahre Unterstellung. Sie wissen ganz genau, dass die weisungsungebunden sind. (Abg. Kickl: Der ist gut!) Sie wissen auch, dass es dafür, für Ihre Verdächtigungen und für Ihren Misstrauensantrag, überhaupt keine Rechtsgrundlage gibt. Dass das ein Ablenkungsmanöver ist, geben Sie sowieso zu, ohne dass Sie es aussprechen. Das ist die Wahrheit! (Abg. Kickl: Ach so? Wie ist das denn bei Staatsbürgerschaften?) Sie sagen, dort sind feige Rechtsbrecher. Das ist es, was Sie ihnen vorwerfen. Ich muss die
Abg. Strache: Wer war denn beteiligt bei der ...?
Organe da in Schutz nehmen. Es ist ja unglaublich, was das für Vorwürfe sind. (Abg. Strache: Wer war denn beteiligt bei der ...?)
Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Kickl.
Das Zweite, was Sie sagen, ist, dass der Journalismus in Österreich käuflich ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Kickl.) Ja, Sie sagen, der Journalismus ist käuflich. Sie sagen, man kann sich den Journalismus in der „Kronen Zeitung“ kaufen, man kann sich den Journalismus in „Österreich“ kaufen. Sie sagen, man kann sich den Journalismus bei „Heute“ kaufen, und eigentlich kann man sich ihn überall kaufen. (Abg. Kopf: Überall nicht!) Ich wünsche Ihnen alles Gute bei Ihrer weiteren Medienarbeit, wenn Sie mit dieser Geisteshaltung in Österreich Öffentlichkeitsarbeit machen wollen. Das ist ja unfassbar! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Überall nicht!
Das Zweite, was Sie sagen, ist, dass der Journalismus in Österreich käuflich ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Kickl.) Ja, Sie sagen, der Journalismus ist käuflich. Sie sagen, man kann sich den Journalismus in der „Kronen Zeitung“ kaufen, man kann sich den Journalismus in „Österreich“ kaufen. Sie sagen, man kann sich den Journalismus bei „Heute“ kaufen, und eigentlich kann man sich ihn überall kaufen. (Abg. Kopf: Überall nicht!) Ich wünsche Ihnen alles Gute bei Ihrer weiteren Medienarbeit, wenn Sie mit dieser Geisteshaltung in Österreich Öffentlichkeitsarbeit machen wollen. Das ist ja unfassbar! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Zweite, was Sie sagen, ist, dass der Journalismus in Österreich käuflich ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Strache und Kickl.) Ja, Sie sagen, der Journalismus ist käuflich. Sie sagen, man kann sich den Journalismus in der „Kronen Zeitung“ kaufen, man kann sich den Journalismus in „Österreich“ kaufen. Sie sagen, man kann sich den Journalismus bei „Heute“ kaufen, und eigentlich kann man sich ihn überall kaufen. (Abg. Kopf: Überall nicht!) Ich wünsche Ihnen alles Gute bei Ihrer weiteren Medienarbeit, wenn Sie mit dieser Geisteshaltung in Österreich Öffentlichkeitsarbeit machen wollen. Das ist ja unfassbar! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strache: Ich komme gerne nach Linz und erzähle den Linzern etwas von den Swap-Geschäften der SPÖ!
Ich habe mich echt gewundert bei der Rede des Kollegen Strache und mir nur gedacht, dafür, was er da sagt, ist hier der falsche Platz. Das müssen Sie beim Landesparteitag der FPÖ Kärnten sagen. Dort gehört das hin. Bei den anderen Landesparteien kann ich es nicht beurteilen, ich kenne mich da nicht so aus, aber vielleicht ist es am besten, Sie reden gleich auf einem Bundesparteitag einmal so. Ich frage Sie aber: Wieso sind Sie da so tolerant beim Uwe Scheuch? (Abg. Strache: Ich komme gerne nach Linz und erzähle den Linzern etwas von den Swap-Geschäften der SPÖ!) Uwe Scheuch: sechs Monate unbedingt, zwölf Monate, achtzehn Monate, „part of the game“. Da spielt es sich ab! 20 Milliarden-Haftung für die Landes-Hypo. Das zählt alles nichts!
Beifall bei der SPÖ.
Bei den strengen Maßstäben, die Sie da haben, sollten Sie schon längst dafür gesorgt haben, dass der zurückgetreten ist. (Beifall bei der SPÖ.) Nix is’! „Uwe, bleib! Uwe, bleib!“, heißen die Sprechchöre in Kärnten. Was fällt Ihnen dazu ein? Nichts!
Abg. Neubauer: Was haben Sie für eine Rechtsauffassung als Demokrat?
So geht’s nicht! Das ist doppelter Boden, doppelte Moral, durchsichtig, Ablenkung. Wovon wollen Sie ablenken? (Abg. Neubauer: Was haben Sie für eine Rechtsauffassung als Demokrat?) Ich glaube, Sie haben den Antrag für den Untersuchungsausschuss gar nicht durchgelesen. Haben Sie die Vorwürfe da gelesen? Telekom. – Mir fällt ja schon fast kein Delikt mehr ein, das da nicht drinnen steht, wenn ich mir alle Punkte durchschaue. Das ist ja unfassbar! Leistung von Zahlungen ohne nachvollziehbare Gegenleistung (Abg. Strache: Sie meinen den Hochegger!), ein Lobbyistentrara, Manipulation von Börsenkursen – da spielt es sich ab!
Abg. Strache: Sie meinen den Hochegger!
So geht’s nicht! Das ist doppelter Boden, doppelte Moral, durchsichtig, Ablenkung. Wovon wollen Sie ablenken? (Abg. Neubauer: Was haben Sie für eine Rechtsauffassung als Demokrat?) Ich glaube, Sie haben den Antrag für den Untersuchungsausschuss gar nicht durchgelesen. Haben Sie die Vorwürfe da gelesen? Telekom. – Mir fällt ja schon fast kein Delikt mehr ein, das da nicht drinnen steht, wenn ich mir alle Punkte durchschaue. Das ist ja unfassbar! Leistung von Zahlungen ohne nachvollziehbare Gegenleistung (Abg. Strache: Sie meinen den Hochegger!), ein Lobbyistentrara, Manipulation von Börsenkursen – da spielt es sich ab!
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Fünfter Punkt: Vergabe von Staatsbürgerschaften. – Da sind wir bei Ihrem Lieblingspunkt, das werden wir uns genau anschauen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Uwe Scheuch, Uwe Scheuch! Außerdem haben wir jetzt eh schon einen Untersuchungsausschuss im Kärntner Landtag, wo diese ganze Landes-Hypo-Geschichte untersucht wird. Sie waren ja ganz scharf drauf, dass die Partie jetzt plötzlich Mitglied in Ihrer Partei ist. Jetzt haben Sie es, das Bummerl! Jetzt sitzt er drinnen, jetzt können Sie ihn verteidigen! Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Fünfter Punkt: Vergabe von Staatsbürgerschaften. – Da sind wir bei Ihrem Lieblingspunkt, das werden wir uns genau anschauen. (Zwischenruf des Abg. Grosz.) Uwe Scheuch, Uwe Scheuch! Außerdem haben wir jetzt eh schon einen Untersuchungsausschuss im Kärntner Landtag, wo diese ganze Landes-Hypo-Geschichte untersucht wird. Sie waren ja ganz scharf drauf, dass die Partie jetzt plötzlich Mitglied in Ihrer Partei ist. Jetzt haben Sie es, das Bummerl! Jetzt sitzt er drinnen, jetzt können Sie ihn verteidigen! Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
auch einmal, sollte er jemals in die Situation kommen, Inserate vergeben zu können, Inserate vergibt. Da ist es dann in ihm durchgeblitzt, und er hat sich gesagt, Vorsicht, da darf ich mich nicht festnageln lassen, es könnte ja sein, dass ich einmal Inserate vergebe, denn es gibt, wie er richtig erkannt hat, eine Informationspflicht. Gell, Herr Minister Berlakovich? (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Eine echte Informationspflicht gibt es. (Abg. Strache: Aber keine parteipolitische Werbegeschichte!) – Ja, parteipolitische Werbung!
Abg. Strache: Aber keine parteipolitische Werbegeschichte!
auch einmal, sollte er jemals in die Situation kommen, Inserate vergeben zu können, Inserate vergibt. Da ist es dann in ihm durchgeblitzt, und er hat sich gesagt, Vorsicht, da darf ich mich nicht festnageln lassen, es könnte ja sein, dass ich einmal Inserate vergebe, denn es gibt, wie er richtig erkannt hat, eine Informationspflicht. Gell, Herr Minister Berlakovich? (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Eine echte Informationspflicht gibt es. (Abg. Strache: Aber keine parteipolitische Werbegeschichte!) – Ja, parteipolitische Werbung!
Zwischenruf des Abg. Strache.
Und da, meine ich, sind die richtigen Konsequenzen gezogen worden. Wir werden jetzt über ein Beiratsmodell nachdenken, und trotzdem sage ich: Warum soll man nicht die Benützer der Eisenbahn informieren? Kann mir das irgendjemand erklären? Und natürlich macht man das nicht in den „Ping Pong-News“ und im „Wienerwaldboten“ und im „Fröhlichen Kegler“, sondern man nimmt die Zeitung, die gelesen wird! Das ist doch logisch! Die Zeitungen, die gelesen werden! (Zwischenruf des Abg. Strache.) – Ja, Sie wollen, dass man in der „Neuen Freien Zeitung“ inseriert, das weiß ich schon, aber wer liest das, Herr Kollege Strache? Welche Eisenbahnfahrer lesen die „Neue Freie Zeitung“? Also ist es doch berechtigt, wenn diese Informationspflicht erfüllt wird. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Und da, meine ich, sind die richtigen Konsequenzen gezogen worden. Wir werden jetzt über ein Beiratsmodell nachdenken, und trotzdem sage ich: Warum soll man nicht die Benützer der Eisenbahn informieren? Kann mir das irgendjemand erklären? Und natürlich macht man das nicht in den „Ping Pong-News“ und im „Wienerwaldboten“ und im „Fröhlichen Kegler“, sondern man nimmt die Zeitung, die gelesen wird! Das ist doch logisch! Die Zeitungen, die gelesen werden! (Zwischenruf des Abg. Strache.) – Ja, Sie wollen, dass man in der „Neuen Freien Zeitung“ inseriert, das weiß ich schon, aber wer liest das, Herr Kollege Strache? Welche Eisenbahnfahrer lesen die „Neue Freie Zeitung“? Also ist es doch berechtigt, wenn diese Informationspflicht erfüllt wird. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre ehrlicher gewesen, Sie hätten gesagt, wir machen heute einen Misstrauensantrag, weil wir den Bundeskanzler einfach nicht mögen. Das wäre ehrlich. Aber einen sonstigen Grund haben Sie nicht – oder weil Sie selber dort sitzen wollen. Na hoffentlich werden Sie nie dort sitzen; das kann ich nur im Interesse Österreichs hier noch einmal deutlich sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Cap, ich weiß nicht, ob dir die Ernsthaftigkeit dieses Themas bewusst ist, aber ich glaube jedenfalls, um Lacher hervorzurufen, ist das der falsche Tagesordnungspunkt. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Grosz: Wie der Herr Pröll mit 6,7 Millionen €!
Privatisierungsgedanken geschadet haben. Er hat sicher auch jene Politiker gemeint, von denen man Gesetze kaufen kann, eben durch jene Manager, die ihr Geld in die Hand nehmen. Aber ich fürchte, er hat auch Politiker gemeint, die sich Medienberichterstattung mit Steuergeld kaufen. (Abg. Grosz: Wie der Herr Pröll mit 6,7 Millionen €!) Er hat auch Zeitungsherausgeber gemeint, die Politikern Inserate abpressen. (Abg. Grosz: Pröll! Pröll! 6,7 Millionen €!)
Abg. Grosz: Pröll! Pröll! 6,7 Millionen €!
Privatisierungsgedanken geschadet haben. Er hat sicher auch jene Politiker gemeint, von denen man Gesetze kaufen kann, eben durch jene Manager, die ihr Geld in die Hand nehmen. Aber ich fürchte, er hat auch Politiker gemeint, die sich Medienberichterstattung mit Steuergeld kaufen. (Abg. Grosz: Wie der Herr Pröll mit 6,7 Millionen €!) Er hat auch Zeitungsherausgeber gemeint, die Politikern Inserate abpressen. (Abg. Grosz: Pröll! Pröll! 6,7 Millionen €!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Manstein hat vielleicht auch Redaktionen gemeint. – Und, Kollege Cap, noch einmal eine Korrektur, weil du Zeitungen aufgezählt hast und dann am Schluss gesagt hast: Ja, vielleicht sogar alle. – Nein, sicher nicht alle, eher die aufgezählten! Manstein hat Redaktionen gemeint, wenn er sagt, für alle Bankrotteure der Moral gelte die Unschuldsvermutung, nicht aber für die Medien. Sie hätten ein gerüttelt Maß an Schuld an unseren Zuständen, sie hätten versagt. Anstatt zu kontrollieren, hätten sie adoriert. Übersetzt: hätten uns umschwärmt. Damit hat er nicht alle Printmedien gemeint! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Bucher.
Die Politik ist inzwischen an einem Tiefpunkt angelangt in der öffentlichen Akzeptanz. Wir alle haben darunter zu leiden! Alle, die versuchen, ihren politischen Job ordentlich und anständig zu machen, haben darunter zu leiden, weil ein paar wenige Dinge machen, die moralisch verwerflich sind und gesetzlich nicht in Ordnung sind! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der FPÖ sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP.
Korruption untergräbt diesen Rechtsstaat und die Demokratie. Daher muss es eine lückenlose Aufklärung all dieser Vorwürfe, die hier im Raum stehen, geben. Nicht nur um die Inserate herum, auch alle anderen Dinge gehören lückenlos aufgeklärt, sie gehören auf den Tisch! Und ich bin froh, dass es seit gestern endlich klar ist, dass es diesen Untersuchungsausschuss, den es dringend braucht, auch geben wird und dass alle Parteien mit dabei sind. Vielen Dank allen, die dafür gesorgt haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich ergänze die Liste aber um das, was unser Parteiobmann kürzlich gesagt hat: Es muss ein Verbot her von Provisionen und auch der Einschaltung von Mittelsleuten, wenn es um öffentliche Aufträge geht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Hübner.
Jetzt haben wir endlich wieder einen Presserat in diesem Land; lange Zeit hat es keinen mehr gegeben. Dieser hat einen Ehrenkodex verabschiedet. Das Wesentlichste darin ist die Trennung der kommerziellen Tätigkeit der Medien von der redaktionellen. Wer sich diesem Ehrenkodex nicht unterwirft, hat keine Inserate zu bekommen von der öffentlichen Hand, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Hübner.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten des BZÖ sowie des Abg. Dr. Hübner.
Ich glaube, für die Beurteilung, für die freie Beurteilung der redaktionellen journalistischen Arbeit von Medien ist es notwendig, auch zu wissen, in wessen Eigentum diese Medien stehen, und zwar sehr detailliert bis hinunter, hinter Treuhandlösungen und hinter Stiftungslösungen schauend, denn das kann nicht die Grenze sein, an der man öffentlich bewerten kann, warum sich ein Medium so oder so oder so verhält. Vielleicht sind die Eigentumsverhältnisse der Grund dafür. – Das wollen wir wissen! (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten des BZÖ sowie des Abg. Dr. Hübner.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Ziel muss sein, dass wir alle diese Dinge vor Weihnachten, in der letzten Sitzung vor Weihnachten – wenn es nicht anders geht, machen wir eine Sondersitzung ein paar Tage vorher – als Paket in diesem Hohen Haus miteinander beschließen können. Sonst kriegen wir unsere Glaubwürdigkeit nie zurück! (Beifall bei der ÖVP.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Dr. Hübner.
Meine Damen und Herren, abschließend: Unsere Demokratie, unser demokratisches System ist zu wertvoll, um es Gaunern in Politik, Wirtschaft und Medien anzuvertrauen! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Dr. Hübner.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Dieter Brosz, MSc (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ich möchte versuchen, das in aller Differenziertheit abzuhandeln, und möchte zunächst festhalten, dass die Beantwortung der Anfrage in einer Form, dass man sagt, Sie können sich das aus mehreren Anfragen zusammensuchen, wo die Textbausteine schon drinnen stehen, auf jeden Fall nicht entsprechend den Usancen des Hauses ist. Wir haben das schon öfters kritisiert. Wenn wir eine vernünftige, seriöse Debatte führen wollen, dann sollen solche Anfragen auch so beantwortet werden, dass die Fakten auf den Tisch kommen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Also was jetzt? Entweder gilt, was die Justiz ermittelt, gibt es ein Vertrauen darauf, dass hier nach Sachtatbeständen ermittelt wird und auch Entscheidungen getroffen werden – oder gilt das nur auf der einen Seite? (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Schönpass: ... Anschober Werbung macht!
Wenn man das ernst nimmt, dann ist auch das ein ganz wichtiger Punkt, dass klar ist, dass das eine Inseratenschaltung ist. Und dann kann man schon darüber diskutieren, was hier geschalten werden darf. Ich habe das auch in meiner Öffentlichkeitsarbeit gesagt: Es macht einen Unterschied, ob die Finanzministerin beispielsweise über die Möglichkeiten eines Steuerausgleiches informiert – da finde ich nicht wirklich etwas Verwerfliches dran – oder ob das Finanzministerium die größte Steuerreform der letzten 200 Jahre alle zwei Jahre propagiert – das bringt überhaupt nichts – und sich selbst für die Leistungen lobt. Warum dafür zusätzlich Steuergeld ausgegeben werden soll, weiß ich nicht. Da würde ich eine klare Trennlinie einziehen und versuchen, das hinzubekommen. (Abg. Schönpass: ... Anschober Werbung macht!)
Beifall bei den Grünen.
Ich habe es Ihnen das letzte Mal mitgebracht: Bundeskanzler Schüssel hatte in seiner wundersamen damaligen Kanzlerschaft in seiner Broschüre, in der im Übrigen auch das „Negative Campaigning“ gegenüber Rot-Grün enthalten war, sechs Seiten ganzseitige Inserate von staatsnahen Unternehmen. Damit hat er seinen Wahlkampf finanziert. Und die Bevölkerung hat ein Recht darauf, zu wissen, wer da zahlt und was bezahlt wird. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.
Letzter Satz: Wir werden dem Misstrauensantrag gegen Bundeskanzler Faymann heute nicht zustimmen, aus einem ganz einfachen Grund: weil gestern Kollege Cap auch klargemacht hat, dass es den Untersuchungsausschuss geben wird, dass die Vorwürfe, die da sind, untersucht werden können. (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen.) Und ich würde es für sinnvoll erachten, jetzt die Untersuchungen zu machen,
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
festzustellen, ob die politische Verantwortung gegeben ist, und danach ein Urteil zu fällen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Brosz: Da lacht er selber!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren! Ich schicke eingangs, bevor ich ein paar Beispiele aus der Praxis bringe, zwei Dinge voraus: Uns geht es nicht darum, irgendwelche Medien zu kriminalisieren, seien es „ÖSTERREICH“, „Heute“ oder die „Kronen Zeitung“, wie das vonseiten der ÖVP versucht wurde, uns geht es auch nicht darum, irgendwie mitzutun, wenn die SPÖ den Telekom-Skandal gegen die ÖVP auspackt und diese in der Form antwortet, dass sie den Inseratenskandal über den „Kurier“ – da wissen wir auch über das Naheverhältnis – gegen die SPÖ auspackt, sondern uns als Anwalt der Steuerzahler geht es immer darum (Abg. Brosz: Da lacht er selber!), dass die Steuergelder, die Steuermittel der Österreicherinnen und Österreicher richtig und korrekt und nach sauberen Prinzipien eingesetzt werden. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren! Ich schicke eingangs, bevor ich ein paar Beispiele aus der Praxis bringe, zwei Dinge voraus: Uns geht es nicht darum, irgendwelche Medien zu kriminalisieren, seien es „ÖSTERREICH“, „Heute“ oder die „Kronen Zeitung“, wie das vonseiten der ÖVP versucht wurde, uns geht es auch nicht darum, irgendwie mitzutun, wenn die SPÖ den Telekom-Skandal gegen die ÖVP auspackt und diese in der Form antwortet, dass sie den Inseratenskandal über den „Kurier“ – da wissen wir auch über das Naheverhältnis – gegen die SPÖ auspackt, sondern uns als Anwalt der Steuerzahler geht es immer darum (Abg. Brosz: Da lacht er selber!), dass die Steuergelder, die Steuermittel der Österreicherinnen und Österreicher richtig und korrekt und nach sauberen Prinzipien eingesetzt werden. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger
Wir haben schon heute in der Früh diskutiert, dass es im Zusammenhang mit der Griechenlandhilfe nicht so sein kann (Zwischenruf des Abg. Öllinger), dass wir die Hälfte der jährlichen Steuereinnahmen nach Griechenland schicken, aber andererseits in Österreich sparen – und das gilt auch für den Inseratenbereich. Wir haben nichts gegen Inserate. Wir als Opposition hätten auch sagen können, wir fordern ein komplettes Inseratenverbot der Regierung – das halte ich nicht für richtig. Inserate sind prinzipiell in Ordnung, tragen auch zur Medienvielfalt in Österreich bei, weil Inserate letztlich Medien und damit auch Gehälter von Journalisten finanzieren, die Frage ist aber immer, über welche Wege oder Umwege diese Inserate dann bezahlt werden. Und das ist für mich der entscheidende Punkt, und dazu darf ich die folgenden konkreten Beispiele bringen.
Beifall beim BZÖ.
Jetzt frage ich Sie: Versteht der Leser draußen den Unterschied zwischen dem Plakat „2-Klassen-Medizin abschaffen“ und dem Regierungsinserat „Regierung Faymann stoppt die Zwei-Klassen-Medizin“? Was ist da jetzt der Unterschied? – Der Unterschied ist, dass das Plakat korrekt ist und dieses Inserat nicht korrekt ist, weil es auf Kosten der Steuerzahler gemacht wurde, mit dem einzigen Zweck, dem politischen Amtsträger, in diesem Fall Herrn Minister Stöger und Herrn Bundeskanzler Faymann, einen parteipolitischen Vorteil auf Kosten des Steuerzahlers zu verschaffen. Das kann man nicht machen, das muss man unterbinden, und daher muss es auch das Medientransparenzgesetz geben. (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan
Es geht dann so weiter, der Herr Minister sagt, was man im Herbst essen soll und was nicht, und dann kommt zum Schluss noch eine Frage – vom Steuerzahler bezahlt! Ich frage noch einmal, welchen Nutzen der Steuerzahler von der Frage, die jetzt kommt (Zwischenruf des Abg. Mag. Stefan), und der Antwort darauf hat. Jetzt wird es besonders lustig. Ich erinnere daran, dass es im ORF-Fernsehen eine Sendung gibt, die „Frisch gekocht mit Andi und Alex“ heißt. Diese Sendung sollte man aber umtaufen in „Frisch gekocht mit Alois, Andi und Alex“, denn genau das macht Herr Stöger jetzt.
Heiterkeit beim BZÖ.
Die Antwort des Bundesministers – Herr Cap, bitte zuhören, jetzt kriegen Sie ein gutes Kochrezept, eine gute Empfehlung; ich zitiere den Ernährungstipp des Ministers für den Herbst: „Ganz klar: Gerichte mit Kürbis.“ – Gerichte mit Kürbis. (Heiterkeit beim BZÖ.)
Heiterkeit beim BZÖ.
Und dann: „Damit kann man die heimische Produktion stärken und belastet durch kurze Transportwege die Umwelt nicht. Von Suppen bis hin zu Aufläufen, alles kann man mit Kürbis machen.“ (Heiterkeit beim BZÖ.) – Auch mit dem Steuerzahler, laut Ihrer Meinung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und dann: „Damit kann man die heimische Produktion stärken und belastet durch kurze Transportwege die Umwelt nicht. Von Suppen bis hin zu Aufläufen, alles kann man mit Kürbis machen.“ (Heiterkeit beim BZÖ.) – Auch mit dem Steuerzahler, laut Ihrer Meinung. (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Es wird ja immer besser, jetzt berichtet Herr Stöger über seine eigenen Kürbiserfahrungen daheim in seiner „Kuchl“. Herr Stöger sagt: „Herbstzeit ist in meiner Küche Kürbiszeit“. – (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.) Das sagt der Herr Minister auf Kosten der Steuerzahler!
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist das Inhaltsreichste, was wir jetzt gehört haben!
Da frage ich Sie jetzt: Kürbiskochtipps, was soll das? (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist das Inhaltsreichste, was wir jetzt gehört haben!) Welchen Nutzen hat irgendein Bürger davon, dass ihm Herr Gesundheitsminister Stöger Kürbiskochtipps gibt? Können Sie mir das jetzt bitte kurz erklären? (Abg. Dr. Cap: Ich habe es nicht gewusst, ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Er hat es nicht gewusst, er wird jetzt Kürbis essen. Okay.
Abg. Dr. Cap: Ich habe es nicht gewusst, ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Da frage ich Sie jetzt: Kürbiskochtipps, was soll das? (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist das Inhaltsreichste, was wir jetzt gehört haben!) Welchen Nutzen hat irgendein Bürger davon, dass ihm Herr Gesundheitsminister Stöger Kürbiskochtipps gibt? Können Sie mir das jetzt bitte kurz erklären? (Abg. Dr. Cap: Ich habe es nicht gewusst, ...! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Er hat es nicht gewusst, er wird jetzt Kürbis essen. Okay.
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann.
Gut, wenn er als Minister so viel Zeit hat, sich auch als Werbemann zu betätigen, sei das einmal dahingestellt, aber was hat er dann konkret gemacht? Imagewerbung für die Österreichischen Bundesbahnen, sagt er, aber was hat er gemacht? – Doppelseitige Einschaltungen in der „Kronen Zeitung“. Mit welchem Inhalt? – Der Minister hat die Österreicherinnen und Österreicher, die Bahnkunden aufgefordert, Missstände in den Bundesbahnen zu melden. Es ist dann doppelseitig geschrieben worden, was bei den ÖBB alles nicht passt; in welchem Zug wann welches Häusl verstopft war, wer die Raucherordnung nicht eingehalten hat, welcher Zug wann Verspätung hatte. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann.) Und der Minister hat dann gesagt: Die schlechte ÖBB, ich schaue mir das an, ich werde es verbessern! (Bundeskanzler Faymann: Das waren nur Anfragen!)
Bundeskanzler Faymann: Das waren nur Anfragen!
Gut, wenn er als Minister so viel Zeit hat, sich auch als Werbemann zu betätigen, sei das einmal dahingestellt, aber was hat er dann konkret gemacht? Imagewerbung für die Österreichischen Bundesbahnen, sagt er, aber was hat er gemacht? – Doppelseitige Einschaltungen in der „Kronen Zeitung“. Mit welchem Inhalt? – Der Minister hat die Österreicherinnen und Österreicher, die Bahnkunden aufgefordert, Missstände in den Bundesbahnen zu melden. Es ist dann doppelseitig geschrieben worden, was bei den ÖBB alles nicht passt; in welchem Zug wann welches Häusl verstopft war, wer die Raucherordnung nicht eingehalten hat, welcher Zug wann Verspätung hatte. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Faymann.) Und der Minister hat dann gesagt: Die schlechte ÖBB, ich schaue mir das an, ich werde es verbessern! (Bundeskanzler Faymann: Das waren nur Anfragen!)
Bundeskanzler Faymann: Das waren nur Anfragen!
Und jetzt frage ich Sie: Wo ist da die Imagewerbung für die Bundesbahnen (Bundeskanzler Faymann: Das waren nur Anfragen!), wenn die Missstände auf Kosten der Bundesbahnen selbst inseriert werden? – Das können Sie doch niemandem erklären! (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Und jetzt frage ich Sie: Wo ist da die Imagewerbung für die Bundesbahnen (Bundeskanzler Faymann: Das waren nur Anfragen!), wenn die Missstände auf Kosten der Bundesbahnen selbst inseriert werden? – Das können Sie doch niemandem erklären! (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen
Daher sagen wir, das alles gehört auf den Tisch, auch in einem Untersuchungsausschuss geklärt und geprüft. Und dann muss es dieses Medientransparenzgesetz (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) – Schlusssatz – vor allem mit den Kriterien, mit einem Kriterienkatalog, was für Regierungsinserate zulässig ist und was nicht, geben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Daher sagen wir, das alles gehört auf den Tisch, auch in einem Untersuchungsausschuss geklärt und geprüft. Und dann muss es dieses Medientransparenzgesetz (Präsident Dr. Graf gibt das Glockenzeichen) – Schlusssatz – vor allem mit den Kriterien, mit einem Kriterienkatalog, was für Regierungsinserate zulässig ist und was nicht, geben. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Klubobmann Cap hat dabei nur eines übersehen: „Regierungsinserate“. Seit wann sind Inserate der ÖBB oder der ASFINAG Regierungsinserate? Sind Sie in Ihrem Besitzstandsdenken, das Sie in der SPÖ Wien geprägt haben, schon so weit, dass diese staatsnahen Betriebe alle im Eigentum der SPÖ stehen? – Da muss die klare Trennung gemacht werden. Und das Verwerfliche daran ist auch, dass es hier den Machteinfluss in den staatsnahen Betrieben gibt, wo man es sich wünschen kann, es sich richten kann, Stichwort: 7 Millionen für den Werner. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Aber das kostet auch Geld! Ist auch Steuergeld!
Daher muss man das auch in der Aufklärung fein säuberlich trennen. Es war zwar soeben spaßig, was Kollege Petzner hier über die großen Plutzer, die es da offensichtlich gibt, erzählt hat, aber eines: Das ist ein Regierungsinserat, man kann darüber streiten, ob das Informationsgehalt hat oder nicht, aber es ist unter Umständen als Regierungsinserat klar erkennbar. Das andere aber spielt sich ab (Abg. Mag. Stadler: Aber das kostet auch Geld! Ist auch Steuergeld!), wo die Regierung, wo die Macht in den – wie Sie sagen – aktienrechtlich über allem erhabenen, unabhängigen Bereich hineinspielt. Und da haben wir bis jetzt eigentlich nur diesen einen Fall hier. Da hätten wir auch gerne für die anderen Sachen ein paar Verdachtsmomente.
Beifall bei der FPÖ.
Insbesondere bei der Aufarbeitung im Untersuchungsausschuss muss klar getrennt werden: Das eine ist der Bereich der Regierungsinserate im eigentlichen Sinn, und das andere muss der Bereich sein, wo es um die unzulässige Einflussnahme von Regierungsmitgliedern in staatsnahe oder sonstige private Unternehmen geht. Und da brauchen wir auch die entsprechenden Verdachtsmomente. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn Sie sagen, man möchte da irgendwie ablenken oder sonst etwas: Nein, wir wollen alles aufgeklärt haben. Wir wollen sogar die Vergaben der Staatsbürgerschaften aufgeklärt haben – damit Sie Ihre Zwischenrufe da gleich wieder losbringen. Wir wollen das haben, damit man endlich sieht, dass man für ein Telefonat – über das man nachdenken muss, ob es wirklich so gescheit ist – ins Gefängnis muss, dass das aber dann, wenn es eine rote Landeshauptfrau gemeinsam mit dem Herrn Bundeskanzler beim Kaffee macht, in Ordnung ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch eine kleine Aufforderung an die Grünen – Sie sind jetzt in der Regierung in Wien –: Ich würde Ihnen raten, diese SPÖ jetzt, wo Sie in der Regierung mit dabei sind, auch einmal entsprechend zu durchleuchten und zu kontrollieren. Und das Ganze mit höherem Tempo. Ich glaube, dass Ihre unseligen 30-km/h-Zonen momentan ein Formel-1-Eldorado sind im Vergleich zu dem Tempo, das Sie bei einer Aufklärung der SPÖ in Wien zu Wege bringen möchten. Da sind Sie nämlich nicht besonders stark. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Wo ist denn Ihr Klubobmann?
Letztlich bleibt eines: Das Thema, das uns jetzt Herr Klubobmann Cap mit den Regierungsinseraten aufgebürdet hat und das wir auch gerne abarbeiten werden, wird sicherlich nicht dazu dienen, dass Sie sagen können: Wir machen jetzt den ganzen Komplex Regierungsinserate als Letzten, und dann warten wir, bis die Neuwahlen sind und der Ausschuss sowieso wieder abgedreht ist. Nein, die Causa Faymann ist die, wo am zeitnahesten ermittelt werden muss, denn es handelt sich dabei nicht nur um einen aktiven Politiker, sondern um den Bundeskanzler dieser Republik, und da möchten die Bürger, aber auch die Medien und alle anderen politisch Interessierten wissen: Ist diese Person moralisch tragbar oder nicht? (Beifall bei der FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Wo ist denn Ihr Klubobmann?)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wie ernst sich die FPÖ selbst nimmt, sieht man ja an der Anwesenheit des Klubobmanns: In der Früh zuerst ein Theater machen, die ganze Regierung soll anwesend sein, damit sie Herrn Strache lauscht, dann eine Dringliche Anfrage stellen und dann selbst nicht hier sein. Wo ist er denn? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich finde, er kriegt genug Gehalt, dass er zumindest bei seiner eigenen Dringlichen Anfrage anwesend sein kann. Aber das ist das Pharisäertum der FPÖ, das kennen wir ohnehin schon.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Überhaupt kein Problem! Jederzeit!
Wenigstens werden bei dieser Diskussion – ich finde sie interessant und auch wichtig – endlich einmal die Motive klar, wer was warum in den Medien bringt und an die Öffentlichkeit bringt. Die FPÖ scheint sichtlich „angefressen“ zu sein, weil nach Schwarz-Blau die ÖBB nicht mehr in ihrer Zeitung inseriert. Aber das werden wir im Untersuchungsausschuss auch untersuchen, wie viele Hunderttausend Euro in der Zeit von Schwarz-Blau von staatsnahen Betrieben an Ihre Parteizeitung gegangen sind, um Ihre Partei zu finanzieren. Auf diese Untersuchung freue ich mich auch schon sehr. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kickl: Überhaupt kein Problem! Jederzeit!)
Abg. Vilimsky: Sitzen Sie in dem Beirat drinnen?
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin sehr dafür, dass wir das Medientransparenzgesetz erweitern mit dem Beirat (Abg. Vilimsky: Sitzen Sie in dem Beirat drinnen?) und auch über die Richtlinien, wie man Inserate vergibt, diskutieren. Das, was wir aber nicht machen dürfen – und darum bitte ich auch Herrn Klubobmann Kopf –, ist, Medien in gut und böse zu unterteilen. Weder dürfen wir in der Früh anfangen zu lesen und sagen: gut – böse!, noch dürfen wir diesen elitären Ansatz haben, dass ein Medium, das von vielen Menschen gelesen wird, nicht nur von einem kleinen Zirkel, gleich ein böses Medium ist. Es gibt weltweit keinen Kommunikationswissenschaftler, der Ihnen nicht sagen würde, dass in einer Demokratie Boulevardmedien ein wichtiges Instrument sind. Daher bitte ich Sie, mit diesem Einteilen von Medien in gute und böse aufzuhören, weil das den Medien und damit auch der Demokratie schadet.
Abg. Dr. Rosenkranz: Immer!
Herr Rosenkranz war der Einzige von Ihnen, der ehrlich war. (Abg. Dr. Rosenkranz: Immer!) Er hat sich hier herausgestellt, hat ganz zerknirscht gewirkt und gemeint: Sie bürden uns die Inserate auf. – Das verstehe ich. Sie haben gedacht, dass das eine clevere Strategie ist: Sie gehen einmal auf „Alles oder nichts“ und hoffen, dass Sie sich wieder einmal einfach davonschleichen können. – Ganz sicher nicht! Wir untersuchen. Wir untersuchen die Inserate unter Ihrer Regierungsbeteiligung, wir untersuchen die Inserate der orangen Sozialministerin, wo dann plötzlich alle orange waren. Als ob das Sozialministerium plötzlich orange gewesen wäre, die Farbe des Sozialen! All diese Inserate untersuchen wir, vom Jahr 2000 bis heute. Gerne. (Abg. Kickl: Sind Sie im Ausschuss? Das könnte lustig werden!)
Abg. Kickl: Sind Sie im Ausschuss? Das könnte lustig werden!
Herr Rosenkranz war der Einzige von Ihnen, der ehrlich war. (Abg. Dr. Rosenkranz: Immer!) Er hat sich hier herausgestellt, hat ganz zerknirscht gewirkt und gemeint: Sie bürden uns die Inserate auf. – Das verstehe ich. Sie haben gedacht, dass das eine clevere Strategie ist: Sie gehen einmal auf „Alles oder nichts“ und hoffen, dass Sie sich wieder einmal einfach davonschleichen können. – Ganz sicher nicht! Wir untersuchen. Wir untersuchen die Inserate unter Ihrer Regierungsbeteiligung, wir untersuchen die Inserate der orangen Sozialministerin, wo dann plötzlich alle orange waren. Als ob das Sozialministerium plötzlich orange gewesen wäre, die Farbe des Sozialen! All diese Inserate untersuchen wir, vom Jahr 2000 bis heute. Gerne. (Abg. Kickl: Sind Sie im Ausschuss? Das könnte lustig werden!)
Abg. Kickl: Nein, das hat er schon selber zu verantworten!
Wir haben jetzt 14 Tage darüber diskutiert, wo die ÖBB inserieren, ob die ÖBB inserieren sollen, über Inserate. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein, liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Es ist ein absurdes, billiges Ablenkungsmanöver. Sie versuchen, den Kanzler mit Absurditäten anzuschütten (Abg. Kickl: Nein, das hat er schon selber zu verantworten!), und das ist billig und durchschaubar.
Abg. Kickl verneint.
Bitte, Herr Kollege Kickl, zeigen Sie auf bei den Leuten, mit denen Sie etwas zu tun haben, damit ich mich auskenne. Uwe Scheuch? Gehört zu Ihnen? – (Abg. Kickl verneint.) Auch nicht; okay. Uwe Scheuch: Zu 18 Monaten verurteilt in erster Instanz.
Rufe bei der FPÖ: Karl Blecha!
Martin Graf, Kurzmann, Rosenkranz, Scheuch, alle unter Schwarz-Blau hier im Haus, und Sie wollen uns erklären, sie haben mit dieser Partie nichts zu tun gehabt?! (Rufe bei der FPÖ: Karl Blecha!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin sehr dafür, dass wir die Korruptionsstaatsanwaltschaft aufstocken, dass es ein Provisionsverbot, Medientransparenz und einen Beirat geben soll, da bin ich für alles zu haben. Ich sage Ihnen aber eines: Gegen eine Politik, die systematisch in die eigene Tasche arbeitet, wie es die FPÖ jahrelang in der Regierung vorgezeigt hat, helfen, glaube ich, Gesetze wenig. Gegen Parteikassenfüllungen, gegen Betrügereien und Lügen von Politikern hilft nur eines, und das ist, einfach nicht die FPÖ wählen bei der nächsten Wahl. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Und das wird die Mehrheit der Menschen auch durch den Untersuchungsausschuss sehen und nach dem Untersuchungsausschuss auch wissen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Im Oktober!
Das ist jetzt Arbeit der Staatsanwaltschaft und das wird auch Arbeit des Untersuchungsausschusses sein. Und darum hätte ich jetzt gerne zum Beispiel vom Herrn Kollegen Kopf oder vom Herrn Kollegen Cap eine konkrete Information, wann wir beschließen, dass dieser Untersuchungsausschuss – bezüglich dessen wir nun glücklicherweise einer Meinung sind, dass er viele Punkte umfassen wird, dass er ausgedehnt wird auch in der Untersuchungsdimension, was den Zeitraum angeht – eingesetzt wird, damit wir an die Arbeit gehen können. (Abg. Dr. Cap: Im Oktober!) Ich fürchte nämlich, dass, wenn da jetzt wieder Wochen ins Land ziehen, ein neuer Kuhhandel beginnt, denn während dieser Wochen, während dieser Frist gibt es ja sicherlich wieder neue Informationen, neue, zusätzliche Spannungen, neue Konstellationen, neue Taktiken. Daher wäre es mir lieber, dass heute sofort der Sack zugemacht wird und wir heute die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses beschließen.
Beifall bei den Grünen.
Das können wir uns nicht leisten, und deshalb, bitte, ist es für mich mehr als eine „potscherte G’schicht“. Ein SP-Mandatar hat laut „profil“ gemeint, die Inserate seien eine „potscherte G’schicht“, aber sicher nicht auf einer Ebene mit den Korruptionsskandalen wie Eurofighter und Telekom. – Er hat recht: nicht auf derselben Ebene – das ist für mich eine andere Kategorie –, aber sie sind mehr als eine „potscherte G’schicht“. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Soll ich Ihnen erklären, wie das mit dem „Bucklerten“ und dem Hatscherten ist? – Sie sind beide zumindest nicht mehr fortbewegungstüchtig, politisch am wenigsten, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
SPÖ und ÖVP, werden sehen, Ihre Inserate werden Ihnen nichts nützen, und Sie werden beide unter 20 Prozent fallen, wenn Sie so weitermachen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: So ein Zufall!
Aber das geht ja weiter. Nach der Einschulung: Wie mache ich eine Kürbissuppe mit einem Tropfen Kernöl? – im Übrigen ist das im St. Martiner Kochbuch, das ist ungefähr 70 Jahre alt, leicht nachzulesen, man braucht dafür kein Inserat –, geht es auf der nächsten Seite weiter. Und das könnte Ihr (zur ÖVP gewandt) Lächeln darüber, dass das die SPÖ treffen könnte, vielleicht einfrieren lassen, denn da haben wir dann plötzlich Herrn Mitterlehner. Herrn Mitterlehner, der halbseitig inseriert, Herrn Mitterlehner, der halbseitig sinnentleert inseriert, zufälligerweise gemeinsam mit dem Hilfswerk (Abg. Mag. Stadler: So ein Zufall!), also eine Inseratenkooperation mit dem Hilfswerk. Wer war denn Präsident des Hilfswerks? – Hat der Strasser geheißen?! – Ui je, na bumm! Ganz frisch: Mitterlehner. Im Übrigen kann ihn kein Mensch mehr sehen, die Leute schmeißen das weg. Ich bin ja froh, dass die Menschen dadurch etwas zum Heizen haben, jene Menschen, denen Sie das Geld aus der Tasche nehmen mit solchen Beilagen. Mehr ist es nicht wert.
Heiterkeit beim BZÖ.
Und dann heißt es auf der Nachbarseite noch: Sicherheit im Auto rettet Leben. – Sinnigerweise mit zwei Hunden und Ihrem Gesundheitsminister Stöger, und daneben ist dann noch als Abwechslung, damit dieses Beauty-Magazin der österreichischen Bundesregierung abgerundet wird mit den Supermodels, die Verkehrsministerin. (Heiterkeit beim BZÖ.)
Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.
Lebensministerium, Berlakovich – der schlechteste Umweltminister; man kann ihn nicht einmal mehr auf Flughäfen schicken, ohne dass ein internationaler Skandal herauskommt –: 2,9 Millionen €. (Heiterkeit und Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ihnen persönlich und Ihren Strategen würde ich empfehlen, in Zukunft auf eigene Porträts einfach zu verzichten. Glauben Sie mir, es ist für Sie auch politisch besser! (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
F & E-Inserate schaltete. Da hat mir der Chefredakteur Folgendes gesagt: Sie glauben doch nicht wirklich, dass ich irgendein kritisches Wort zum Infrastrukturplan rauslasse, da habe ich ärgste Probleme! – Ich glaube nicht, dass der so ein bissel unter der Hand geschummelt oder ein bissel geschwindelt hat, sondern der wird ziemlich ehrlich gewesen sein, denn er war mit allen anderen Aussagen rund um dieses Thema auch sehr ehrlich. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese eine Geschichte ist zwar nicht egal, es ist auch ein Regierungsinserat, aber es ist aus dem Budget des Ministeriums finanziert. Herr Bundeskanzler, bei Ihnen geht es um die Inserate, die andere Firmen für Sie schalten „durften“ – unter Anführungszeichen. Es ist ein System, es ist die systemische Haberei, und diese ist ganz heftig zu kritisieren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nehmen wir doch die ÖBB her! Sie haben einen Helfer, einen Assistenten, und diesen Assistenten – ich sage das bewusst – nutzen Sie aus! Sie trauen ihm alles zu, und er macht in seiner Loyalität alles für Sie, auch wenn es möglicherweise strafrechtlich relevant ist. Und er organisiert Ihnen die 7 Millionen für den Werner, die heute schon so oft angesprochen wurden. Es sind Inserate mit Bild, wo ich frage, ob nicht mancher Bahnfahrer genau aufgrund dieses Inserates mit Ihrem Bild wieder zurück auf das Auto umgestiegen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und da wird die ganze Geschichte gebeugt. Hier ist Österreich keine Sowjetrepublik, hier sind wir nicht bei der Sozialistischen Jugend von Liesing, hier gilt es noch, das Ganze ordentlich abzuwickeln! Dafür treten wir ein, auch wenn es zu Ihrem Nachteil ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Vilimsky.
(Beifall bei der FPÖ für den das Rednerpult verlassenden Abg. Vilimsky.)
Abg. Dr. Lopatka: Na geh!
Ich habe grundsätzlich Verständnis, wenn ein großes Verkehrsunternehmen Werbung betreibt, da geht es um Kunden, und die ÖBB waren sowieso in einer ganz besonders schwierigen Situation (Abg. Dr. Lopatka: Na geh!), denn von Regierungsseite – das erspare ich Ihnen nicht, Herr Lopatka –, von einer ganz bestimmten Regierungsseite ist ein regelrechtes Bashing betrieben worden, also ein systematisches Schlechtreden. Da hat sogar der Lobbyistenmarkt reagiert, das ist ja besonders bemerkenswert. Ich will ja jetzt gar nicht über den wirtschaftspolitischen Wahnsinn reden, dass die eigenen Eigentümer das eigene Unternehmen schlechtmachen. Aber selbstverständlich waren das fatale Signale in Richtung Unternehmen, in Richtung der Beschäftigten und in Richtung der Kunden.
Zwischenrufe beim BZÖ.
Es ist richtig, dass sich der damalige Infrastrukturminister Werner Faymann mit dem Unternehmen identifiziert und das auch dokumentiert hat. Ich stehe voll hinter diesen Inseraten, meine Damen und Herren! (Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Übrigens, wer sind denn die Geldgeber für diese Inserate, meine Damen und Herren? – Das wissen wir nicht, das liegt im Dunkeln. Aber eine bestimmte Vorstellung haben wir, wenn wir das anschauen, das Beispiel Scheuch: nach außen öffentlich plärren: Ausländer raus!, nach innen ins Telefon flüstern: Ausländer rein!, Hauptsache, die Bestechungskohle stimmt. – Das ist die Methode der FPÖ! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Was den Inhalt betrifft, und es ist ja schon fast zum Schmunzeln: „Immer wieder, immer wieder, immer wieder Österreich!“ Ganz Österreich freut sich mit unserem besten Olympiateam. Das ist der blau-orange Gorbach. Das ist der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der ÖVP, wenn Sie sich das gern einrahmen würden: „Kronen Zeitung“, 11. Dezember 2005. (Beifall bei der SPÖ.) Ich kann mich nicht erinnern, dass Herr Klubobmann Kopf da die Stirn gerunzelt hätte, irgendwas von Moral und Anstand gesagt hätte. Damals war davon jedenfalls nichts zu hören.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ein rot-schwarzes Proporz- und Privilegiennetzwerk seit den fünfziger Jahren!
Meine Damen und Herren, es ist ein Glaubwürdigkeitsdesaster für so manche, die sich da kritisch betätigt haben. Ich war immer davon überzeugt, dass dieser Untersuchungsausschuss kommen wird. Wir haben im Jahr 2003 schon dubiose Praktiken bei der Vergabe festgestellt, und klar ist, die systematische Korruption in Österreich hat im Jahr 2000 Einzug gehalten mit der Regierungsbeteiligung von Ihnen, Herr Strache. Mit der Regierungsbeteiligung der FPÖ hat Korruption hier System bekommen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ein rot-schwarzes Proporz- und Privilegiennetzwerk seit den fünfziger Jahren!) Und das werden wir im Untersuchungsausschuss klarstellen, damit sich die Wählerin und der Wähler bei der Nationalratswahl optimal orientieren können. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es ist ein Glaubwürdigkeitsdesaster für so manche, die sich da kritisch betätigt haben. Ich war immer davon überzeugt, dass dieser Untersuchungsausschuss kommen wird. Wir haben im Jahr 2003 schon dubiose Praktiken bei der Vergabe festgestellt, und klar ist, die systematische Korruption in Österreich hat im Jahr 2000 Einzug gehalten mit der Regierungsbeteiligung von Ihnen, Herr Strache. Mit der Regierungsbeteiligung der FPÖ hat Korruption hier System bekommen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Ein rot-schwarzes Proporz- und Privilegiennetzwerk seit den fünfziger Jahren!) Und das werden wir im Untersuchungsausschuss klarstellen, damit sich die Wählerin und der Wähler bei der Nationalratswahl optimal orientieren können. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wenn man eine Informationskampagne macht, dann geben Sie Information, und die kann man durchaus liefern, ohne dass man sein eigenes Politikerfoto mitschickt, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.) Der Bürger kennt Sie ohnehin, und wenn er Sie nicht kennt, dann liegt es auch an Ihnen, dann haben Sie auch nicht sein Geld dafür zu verwenden, dass Sie sich auf seine Kosten bekannter machen.
Beifall beim BZÖ.
Wenn man das alles macht, dann können wir ja am Schluss entscheiden, wer dann wirklich noch tragbar ist in der Regierung und wer nicht. Aber das wollen wir uns doch im Untersuchungsausschuss genauer anschauen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Hohes Haus! Es ist schon sehr interessant, wenn man heute diese Debatte verfolgt: Zuerst einmal erlebt man einen Bundeskanzler Faymann, der noch nie so emotional hier aufgetreten ist und noch nie so heftig geworden ist. Also für mich war das schon sehr ein Zeichen dafür, dass er ertappt wurde, und das war schon einmal ein sehr guter Einstieg. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich nehme an, all diese Vorstände werden auch völlig unabhängig bestellt, ohne politische Einflussnahme, und sind daher auch nachher im luftleeren Raum. – Also das ist ja so etwas von absurd und weltfremd: dass man das hier allen Ernstes uns gegenüber behaupten will! Ich glaube ja, man will hier die Leute für blöd verkaufen. Die Fernsehzuschauer und wir sind es allerdings nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist in Wirklichkeit das Entsetzliche und das wirkliche Sittenbild dieser Republik: dass diese Personen tatsächlich geglaubt haben, sie kommen damit durch und es wird einfach die Decke drübergelegt und sie kommen so leicht davon. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das glaubt Ihnen doch kein Mensch! Das ist doch wirklich so was von weltfremd! Und Sie glauben es selbst nicht. Sie wissen nur genau, dass Sie ertappt sind, und Sie wissen ganz genau, dass jetzt die Kuh aus dem Stall ist, dass es jetzt zu spät ist und dass jetzt das passiert ist, was Sie immer gefürchtet haben: dass sich jetzt sogar die Staatsanwaltschaft das genau anschaut und endlich einmal festgestellt wird, wie das System Werner Faymann, Wiener SPÖ die Republik ausnützt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In Wien haben wir das schon erlebt: Wiener Wohnen, Wiener Verkehrsbetriebe, Wiener Städtische. – Wunderbar! Wo da überall inseriert wird und was da überall gemacht wird! Und dabei geht es nicht um die Inserate als solche, sondern es geht darum, dass hier gezielt politisch Einfluss genommen wird, dass hier möglicherweise sogar Nötigung betrieben wird, aber jedenfalls Druck ausgeübt wird und das zum eigenen Vorteil der Partei oder der Person Werner Faymann benützt wird. – Das ist genau der Punkt, um den es geht und den es herauszuarbeiten gilt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Geisteshaltung, die dahintersteht, dass man sagt: Ich habe ein politisches Amt, und zwar nicht irgendeines, sondern Bundeskanzler dieser Republik, und ich versuche, möglichst öffentliche Gelder über Umwege für mich zu verwenden!, ist dermaßen schlimm und dermaßen problematisch, dass schon alleine das ausreicht, dass so eine Person nicht an der Spitze unserer Republik stehen sollte. Deswegen ist der Misstrauensantrag, den wir heute eingebracht haben, mehr als gerechtfertigt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aus Ihrer Sicht!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege, unabhängig davon, dass die ganze heutige Veranstaltung aus meiner Sicht ein ziemlicher Rohrkrepierer war (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aus Ihrer Sicht!) und ich mich eigentlich auch gewundert habe, warum genau die Partei, die das größte kriminelle Potenzial hier im Haus hat (Abg. Dr. Rosenkranz: ...! Herr Präsident!?), mit x Vorbestraften, heute hier auftritt (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch? Oder Blecha? Oder wen?), ist es schon so, dass es mich auch wundert, dass ein Notar in einer derart unsachlichen Art und Weise die Dinge auseinanderlegt, meine Damen und Herren. (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch oder Blecha aus Ihrer Partei?)
Abg. Dr. Rosenkranz: ...! Herr Präsident!?
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege, unabhängig davon, dass die ganze heutige Veranstaltung aus meiner Sicht ein ziemlicher Rohrkrepierer war (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aus Ihrer Sicht!) und ich mich eigentlich auch gewundert habe, warum genau die Partei, die das größte kriminelle Potenzial hier im Haus hat (Abg. Dr. Rosenkranz: ...! Herr Präsident!?), mit x Vorbestraften, heute hier auftritt (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch? Oder Blecha? Oder wen?), ist es schon so, dass es mich auch wundert, dass ein Notar in einer derart unsachlichen Art und Weise die Dinge auseinanderlegt, meine Damen und Herren. (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch oder Blecha aus Ihrer Partei?)
Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch? Oder Blecha? Oder wen?
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege, unabhängig davon, dass die ganze heutige Veranstaltung aus meiner Sicht ein ziemlicher Rohrkrepierer war (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aus Ihrer Sicht!) und ich mich eigentlich auch gewundert habe, warum genau die Partei, die das größte kriminelle Potenzial hier im Haus hat (Abg. Dr. Rosenkranz: ...! Herr Präsident!?), mit x Vorbestraften, heute hier auftritt (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch? Oder Blecha? Oder wen?), ist es schon so, dass es mich auch wundert, dass ein Notar in einer derart unsachlichen Art und Weise die Dinge auseinanderlegt, meine Damen und Herren. (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch oder Blecha aus Ihrer Partei?)
Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch oder Blecha aus Ihrer Partei?
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege, unabhängig davon, dass die ganze heutige Veranstaltung aus meiner Sicht ein ziemlicher Rohrkrepierer war (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Aus Ihrer Sicht!) und ich mich eigentlich auch gewundert habe, warum genau die Partei, die das größte kriminelle Potenzial hier im Haus hat (Abg. Dr. Rosenkranz: ...! Herr Präsident!?), mit x Vorbestraften, heute hier auftritt (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch? Oder Blecha? Oder wen?), ist es schon so, dass es mich auch wundert, dass ein Notar in einer derart unsachlichen Art und Weise die Dinge auseinanderlegt, meine Damen und Herren. (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Androsch oder Blecha aus Ihrer Partei?)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Aber nicht verlängert! – Seien wir doch nicht so naiv!
Ich glaube, es ist auch wichtig, dass man das in Zukunft im Rahmen des Ausschusses auch herausarbeitet, dass man sich natürlich auf der einen Seite anschaut: Was ist dieser Vorwurf der Inseratenschaltungen insgesamt? – Ich glaube, man kann hier nicht so tun, als wenn wir hier abseits jeglicher rechtlicher Verhältnisse agieren, meine Damen und Herren. Es gibt Aktiengesellschaften, und die Vorstände, die dort bestellt sind, können nicht abberufen werden. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Aber nicht verlängert! – Seien wir doch nicht so naiv!)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Reden Sie nicht um den heißen Brei! Wie schaut es mit der Verlängerung aus?
Und das weißt du, Ewald Stadler, ganz genauso wie Sie, Herr Notar. Ich meine, überhaupt keine Frage: Was soll hier an Repressionen erfolgen? – Der ist auf fünf Jahre bestellt und kann nur aus Gründen schwerwiegender Verfehlungen abberufen werden. Der hat seine Entscheidungsgewalt, und das ist, bitte, zu berücksichtigen. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Reden Sie nicht um den heißen Brei! Wie schaut es mit der Verlängerung aus?)
Abg. Rädler: Aber von den Kosten ist es nicht egal!
Ob das drei, vier, fünf oder sechs Seiten hat, ist da wirklich egal. Es kommt darauf an, dass da eine Botschaft rübergebracht wird. (Abg. Rädler: Aber von den Kosten ist es nicht egal!) Und das ist auch der Fall gewesen, meine Damen und Herren.
Abg. Strache: Das ist ein völliger Unsinn!
Sich jetzt herzustellen und zu sagen, das sei alles höchst bedenklich, ist beschämend, aber es zeugt ganz eindeutig von Ihrer Nervosität und zeigt, dass Sie offensichtlich in diesem Ausschuss selbst einiges befürchten. Und das wird auch sicherlich kommen, denn wenn ich mir anschaue: Telekom, Gorbach, die Verordnungen in diesem Bereich, Millionen!, und wenn ich mir die Dinge im Zusammenhang mit Herrn Plech anschaue, dann, meine Damen und Herren, muss ich sagen: Wir müssen diese Angelegenheiten, und zwar auch betreffend Plech – ein großer Financier der FPÖ (Abg. Strache: Das ist ein völliger Unsinn!) –, unbedingt in diesem Ausschuss behandeln. (Abg. Strache: Das ist ja ein völliger Unsinn, was Sie da sagen! Sagen Sie das einmal abseits dieses Pultes! – Der Herr Plech hat mit der FPÖ gar nichts zu tun!)
Abg. Strache: Das ist ja ein völliger Unsinn, was Sie da sagen! Sagen Sie das einmal abseits dieses Pultes! – Der Herr Plech hat mit der FPÖ gar nichts zu tun!
Sich jetzt herzustellen und zu sagen, das sei alles höchst bedenklich, ist beschämend, aber es zeugt ganz eindeutig von Ihrer Nervosität und zeigt, dass Sie offensichtlich in diesem Ausschuss selbst einiges befürchten. Und das wird auch sicherlich kommen, denn wenn ich mir anschaue: Telekom, Gorbach, die Verordnungen in diesem Bereich, Millionen!, und wenn ich mir die Dinge im Zusammenhang mit Herrn Plech anschaue, dann, meine Damen und Herren, muss ich sagen: Wir müssen diese Angelegenheiten, und zwar auch betreffend Plech – ein großer Financier der FPÖ (Abg. Strache: Das ist ein völliger Unsinn!) –, unbedingt in diesem Ausschuss behandeln. (Abg. Strache: Das ist ja ein völliger Unsinn, was Sie da sagen! Sagen Sie das einmal abseits dieses Pultes! – Der Herr Plech hat mit der FPÖ gar nichts zu tun!)
Abg. Strache: So was? Komisch nur, dass seine Ehefrau mit Frau Martina Ludwig über eine ...firma verbunden ist!
Noch etwas: Vielleicht Ihr Kronzeuge, der Herr Huber. Ich meine, wer von uns kennt nicht den Herrn Huber als vielleicht den unfähigsten Wirtschafter, den unfähigsten Vorstand in der Zweiten Republik? (Abg. Strache: So was? Komisch nur, dass seine Ehefrau mit Frau Martina Ludwig über eine ...firma verbunden ist!) Der hat dort sicherlich alles verbockt, was zu verbocken ist, und das ist jetzt der große Kronzeuge. Also ich bin ja sehr gespannt, meine Damen und Herren.
Beifall bei der SPÖ.
Und ganz zuletzt noch: Wenn wir uns in der Zukunft mit Inseraten auseinandersetzen, meine Damen und Herren gerade von der FPÖ, dann sollten wir sicherstellen, dass diese Inserate – entgegen Ihren Schaltungen – in Zukunft auch richtig sind und dann, wenn sie nicht richtig sind, auch entsprechend geahndet werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: ... die KPÖ-Inserate!
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Öllinger. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: ... die KPÖ-Inserate!)
Abg. Grosz: Genau! Und da steht aber auch ein Blödsinn drinnen!
Wenn auf eine Frage wie: Was haben Sie im Jahr 2008 oder 2009 an Kosten für Öffentlichkeitsarbeit oder Inseratekosten ausgegeben?, reihenweise Ministerien sagen: Schauen Sie in der Anfrage 876 und in der Anfrage 974 nach, und dann schauen Sie am besten auch noch in der Anfrage sowieso nach! (Abg. Grosz: Genau! Und da steht aber auch ein Blödsinn drinnen!), dann muss ich sagen: Das ist inakzeptabel! Ich sage Ihnen das noch einmal: Das ist ein Zustand, den wir nicht notwendig haben und den es nicht geben darf! Das ist die Verweigerung von Kontrollrechten! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn auf eine Frage wie: Was haben Sie im Jahr 2008 oder 2009 an Kosten für Öffentlichkeitsarbeit oder Inseratekosten ausgegeben?, reihenweise Ministerien sagen: Schauen Sie in der Anfrage 876 und in der Anfrage 974 nach, und dann schauen Sie am besten auch noch in der Anfrage sowieso nach! (Abg. Grosz: Genau! Und da steht aber auch ein Blödsinn drinnen!), dann muss ich sagen: Das ist inakzeptabel! Ich sage Ihnen das noch einmal: Das ist ein Zustand, den wir nicht notwendig haben und den es nicht geben darf! Das ist die Verweigerung von Kontrollrechten! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: In einem EU-Vorsitz-Jahr!
Der Bundeskanzler hat in seinen schriftlichen Anfragebeantwortungen – und ich muss davon ausgehen, dass das stimmt, was er sagt – für die Jahre 2009, 2010 rund 4 Millionen € an Inseratkosten angegeben. Bundeskanzler Schüssel hat im Jahr 2000 mit 3,6 Millionen € begonnen und hat im Jahr 2006 mit 9,1 Millionen € geendet. – Der Bundeskanzler! Fast eine Verdreifachung! (Abg. Kopf: In einem EU-Vorsitz-Jahr!) – Kommen Sie mir nicht mit dem EU-Vorsitz-Jahr!
Abg. Ursula Haubner: Zwei Ministerien! Familien- und Sozial-!
So, jetzt schauen wir uns das Sozialministerium, Frau Haubner, an! Im Jahr 2000 hat das Sozialministerium 617 000 € an Inseratenkosten gehabt. Im Jahr 2006: 4,2 Millionen €. (Abg. Ursula Haubner: Zwei Ministerien! Familien- und Sozial-!) – Na bitte! Ja, man kann viele Ausreden erfinden. Frau Kollegin Haubner, im Jahr 2006 ist fast alles, was nach einem Blattl Papier ausgeschaut hat, von Ihnen mit einem Inserat versehen worden. Es war so! Querbeet ist da durch die Republik inseriert worden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Mit Orange! Mit Orange!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Mit Orange! Mit Orange!
So, jetzt schauen wir uns das Sozialministerium, Frau Haubner, an! Im Jahr 2000 hat das Sozialministerium 617 000 € an Inseratenkosten gehabt. Im Jahr 2006: 4,2 Millionen €. (Abg. Ursula Haubner: Zwei Ministerien! Familien- und Sozial-!) – Na bitte! Ja, man kann viele Ausreden erfinden. Frau Kollegin Haubner, im Jahr 2006 ist fast alles, was nach einem Blattl Papier ausgeschaut hat, von Ihnen mit einem Inserat versehen worden. Es war so! Querbeet ist da durch die Republik inseriert worden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Mit Orange! Mit Orange!)
Abg. Kopf: Haben Sie die Verteilung?
Ich nehme mir noch ein Ministerium her, und dann, Herr Kopf, erklären Sie mir das, bitte! Im Jahr 2000 das Landwirtschaftsministerium: 992 000 €, also eine knappe Million €, und im Jahr 2006 haben wir 4,5 Millionen €. Und da sagen Sie mir, das ist das EU-Jahr. (Abg. Kopf: Haben Sie die Verteilung?) Ja, selbstverständlich. Das Jahr 2006 war das Wahljahr, eines der wichtigsten Wahljahre, und da haben schwarze, blaue und orange Ministerien das Geld rausgeworfen, wie es nur gerade möglich war! (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Ich nehme mir noch ein Ministerium her, und dann, Herr Kopf, erklären Sie mir das, bitte! Im Jahr 2000 das Landwirtschaftsministerium: 992 000 €, also eine knappe Million €, und im Jahr 2006 haben wir 4,5 Millionen €. Und da sagen Sie mir, das ist das EU-Jahr. (Abg. Kopf: Haben Sie die Verteilung?) Ja, selbstverständlich. Das Jahr 2006 war das Wahljahr, eines der wichtigsten Wahljahre, und da haben schwarze, blaue und orange Ministerien das Geld rausgeworfen, wie es nur gerade möglich war! (Beifall bei Grünen und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Abg. Grosz: Wie der Schelm denkt, so ist er!
Sie können diese Auffälligkeit bei jeder Wahl beobachten, auch wenn es eine Regionalwahl war, also in irgendeinem Bundesland: Kurz vorher, in den letzten Monaten davor, sind die Inseratekosten der Ministerien oder bestimmter Ministerien rapide angestiegen. (Abg. Grosz: Wie der Schelm denkt, so ist er!) – Gerade Sie müssen da ruhig sein, denn das war Ihr Ministerium, das in Vorarlberg und vor allem in Kärnten ... (Abg. Grosz: Ich hab noch nie ein Ministerium gehabt! Ich war noch nie Minister!) Aber Sie waren der Pressesprecher des Herrn Haupt, der das Bundesland Kärnten mit Inseraten zugepflastert hat. Das wissen wir doch alle! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz: Ich hab noch nie ein Ministerium gehabt! Ich war noch nie Minister!
Sie können diese Auffälligkeit bei jeder Wahl beobachten, auch wenn es eine Regionalwahl war, also in irgendeinem Bundesland: Kurz vorher, in den letzten Monaten davor, sind die Inseratekosten der Ministerien oder bestimmter Ministerien rapide angestiegen. (Abg. Grosz: Wie der Schelm denkt, so ist er!) – Gerade Sie müssen da ruhig sein, denn das war Ihr Ministerium, das in Vorarlberg und vor allem in Kärnten ... (Abg. Grosz: Ich hab noch nie ein Ministerium gehabt! Ich war noch nie Minister!) Aber Sie waren der Pressesprecher des Herrn Haupt, der das Bundesland Kärnten mit Inseraten zugepflastert hat. Das wissen wir doch alle! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie können diese Auffälligkeit bei jeder Wahl beobachten, auch wenn es eine Regionalwahl war, also in irgendeinem Bundesland: Kurz vorher, in den letzten Monaten davor, sind die Inseratekosten der Ministerien oder bestimmter Ministerien rapide angestiegen. (Abg. Grosz: Wie der Schelm denkt, so ist er!) – Gerade Sie müssen da ruhig sein, denn das war Ihr Ministerium, das in Vorarlberg und vor allem in Kärnten ... (Abg. Grosz: Ich hab noch nie ein Ministerium gehabt! Ich war noch nie Minister!) Aber Sie waren der Pressesprecher des Herrn Haupt, der das Bundesland Kärnten mit Inseraten zugepflastert hat. Das wissen wir doch alle! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
in Richtung des Abg. Kopf
Ich will das jetzt gar nicht im Einzelnen und irgendeiner Partei besonders zurechnen, aber eines sage ich Ihnen schon: Was wir brauchen, das sind wirklich klare Richtlinien für Inseratenwerbung. Da wird es nicht ausreichen, wenn Sie etwa auf einen Kopf verzichten. – Damit meine ich nicht Sie (in Richtung des Abg. Kopf), sondern das Gesicht des jeweiligen (Abg. Grosz: Vielleicht geht es dann auch besser in der Koalition!)
Abg. Grosz: Vielleicht geht es dann auch besser in der Koalition!
Ich will das jetzt gar nicht im Einzelnen und irgendeiner Partei besonders zurechnen, aber eines sage ich Ihnen schon: Was wir brauchen, das sind wirklich klare Richtlinien für Inseratenwerbung. Da wird es nicht ausreichen, wenn Sie etwa auf einen Kopf verzichten. – Damit meine ich nicht Sie (in Richtung des Abg. Kopf), sondern das Gesicht des jeweiligen (Abg. Grosz: Vielleicht geht es dann auch besser in der Koalition!)
Beifall bei den Grünen.
Und mir ist es egal, ob es die Kürbissuppe des Herrn Gesundheitsministers Stöger oder sonst etwas ist: Es ist nicht akzeptabel, wenn so etwas geschieht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wöginger: Der Anschober inseriert aber ...! – Abg. Strache: Die Inserate der Frau Vassilakou in Wien!
Sie haben jetzt noch eine Möglichkeit, tatsächlich, so wie Sie es angekündigt haben, Herr Klubobmann Kopf, bis Weihnachten hier dafür zu sorgen, dass nicht nur im Bereich der Inseratenwerbung, aber auch bei der Inseratenwerbung, und nicht nur für den Bund, sondern bitte auch für die Bundesländer, etwas sauber gemacht wird, so, dass die Bundesländer nicht mehr auskönnen, denn sonst haben wir nämlich eines: Dann ist die Bundesregierung einigermaßen sauber, aber auf Länderebene wird dann von den Landeshauptleuten oder Mitgliedern der Landesregierung umso mehr das Geld für Werbung ausgegeben. (Abg. Wöginger: Der Anschober inseriert aber ...! – Abg. Strache: Die Inserate der Frau Vassilakou in Wien!)
Abg. Amon: Sommer- oder Winterolympiade?
Das heißt, wir brauchen wirklich umfassende Regelungen, die klarmachen: Was ist noch an Öffentlichkeitsarbeit der Regierung möglich, notwendig und sinnvoll? Und ich bin der Meinung, es gibt sinnvolle Öffentlichkeitsarbeit auch der Bundesregierung. Nur: Die Beispiele, die hier genannt wurden, zählen nicht dazu. So etwa das Olympia-Inserat, das dankenswerterweise der Kollege Kräuter auch gezeigt hat: Die Bundesregierung gratuliert jedem einzelnen Olympiasieger! Man hat ja sozusagen Angst haben müssen, dass es in Österreich zu viele Olympiasieger gibt (Abg. Amon: Sommer- oder Winterolympiade?), weil das dem österreichischen Steuerzahler teuer kommt, weil ja Hunderttausende Euro von der Bundesregierung für jeden einzelnen Olympiasieger, für jedes einzelne Inserat ausgegeben worden sind.
Beifall bei den Grünen.
Es ist ja eine Katastrophe, was Sie in den letzten Jahren, von 2000 bis 2010 aufgeführt haben. Und daher wäre es umso wichtiger, dass jetzt, 2001, wirklich klare Verhältnisse geschaffen werden und ein Schlussstrich gezogen wird. Ich frage mich nur, ob Sie dazu wirklich imstande sind. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Zur tatsächlichen Berichtigung und zur zeitlichen Orientierung für den Kollegen Öllinger: Im Jahr 2006 gab es keine blauen Ministerien. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da geht es einzig und allein um den Vorwurf des Amtsmissbrauchs, der Untreue und eventuell der schweren Nötigung, wo der Eigentümervertreter öffentliche Unternehmen dazu zwingt, parteipolitische Werbung zu machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind Sie! Das sind KPdSU-Methoden, die haben aber in Österreich nichts verloren! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Grosz – in Richtung SPÖ –: Wollt ihr den Scheuch mit dem Kanzler auf einer Ebene sehen? – SPÖ, gut gemacht: Scheuch und Faymann auf einer Ebene!
Präsident Fritz Neugebauer: Zu Wort gelangt nun Herr Klubobmann Dr. Cap. 2 Minuten Restredezeit. – Bitte. (Abg. Grosz – in Richtung SPÖ –: Wollt ihr den Scheuch mit dem Kanzler auf einer Ebene sehen? – SPÖ, gut gemacht: Scheuch und Faymann auf einer Ebene!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Realitätsverweigerung! Der Herr Cap, ein Realitätsverweigerer!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Einfach, damit Sie heute nicht das letzte Wort haben, ganz einfach: Ihre Kriminalisierungsstrategie ist gescheitert! Sie hätten sich die heutige Dringliche ersparen können! – Das sei noch gesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Realitätsverweigerung! Der Herr Cap, ein Realitätsverweigerer!)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt ballen ein paar die Faust in der Hosentasche!
Da zu einem solchen Beschluss des Nationalrates gemäß Abs. 2 der zitierten Verfassungsbestimmung die Anwesenheit der Hälfte der Abgeordneten erforderlich ist, stelle ich diese ausdrücklich fest. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt ballen ein paar die Faust in der Hosentasche!)
Abg. Grosz: Bei der ÖVP täten auch gern welche stehen, aber die werden niedergehalten!
Ich bitte nun jene Damen und Herren, die sich für den gegenständlichen Misstrauensantrag aussprechen, um ein Zeichen der Zustimmung. (Abg. Grosz: Bei der ÖVP täten auch gern welche stehen, aber die werden niedergehalten!) – Der Antrag ist abgelehnt. (Abg. Strache: Habt ihr jetzt „Danke!“ gesagt? – Abg. Grosz: Bei der ÖVP wären gern einige aufgestanden!)
Abg. Strache: Habt ihr jetzt „Danke!“ gesagt? – Abg. Grosz: Bei der ÖVP wären gern einige aufgestanden!
Ich bitte nun jene Damen und Herren, die sich für den gegenständlichen Misstrauensantrag aussprechen, um ein Zeichen der Zustimmung. (Abg. Grosz: Bei der ÖVP täten auch gern welche stehen, aber die werden niedergehalten!) – Der Antrag ist abgelehnt. (Abg. Strache: Habt ihr jetzt „Danke!“ gesagt? – Abg. Grosz: Bei der ÖVP wären gern einige aufgestanden!)