Eckdaten:
Für die 109. Sitzung der 24. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 715 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Nulltoleranz für Gen-Dreck in Futtermitteln“ (Ordnungsnummer 84) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Petition der Stadtgemeinde Gmunden zum europa- und weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 85) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Petition der Marktgemeinde Vorchdorf zum weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 86) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Petition der Marktgemeinde Eichgraben zum weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 87) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber
Petition betreffend „Petition der Marktgemeinde Vöcklamarkt zum weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 88) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber)
überreicht von der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser
Petition betreffend „Petition der Stadtgemeinde St. Johann zum weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 89) (überreicht von der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser)
überreicht von der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser
Petition betreffend „Petition der Stadtgemeinde Seekirchen zum weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 90) (überreicht von der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser)
überreicht von der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser
Petition betreffend „Petition der Marktgemeinde Waldegg zum weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 91) (überreicht von der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser)
überreicht von der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser
Petition betreffend „Petition der Gemeinde Hennersdorf zum europa- und weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 92) (überreicht von der Abgeordneten Dr. Gabriela Moser)
überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner
Petition betreffend „Petition der Marktgemeinde Scheiblingkirchen-Thernberg für ,Raus aus Euratom‘“(Ordnungsnummer 93) (überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner)
überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner
Petition betreffend „Petition der Marktgemeinde Hinterbrühl zum weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 94) (überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner)
überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner
Petition betreffend „Petition der Stadtgemeinde Langenlois zum weltweiten Atomausstieg“ (Ordnungsnummer 95) (überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner)
überreicht von den Abgeordneten Karl Öllinger, Mag. Daniela Musiol und Mag. Birgit Schatz
Petition betreffend „Weg mit dem Spitalskostenbeitrag für Kinder“ (Ordnungsnummer 96) (überreicht von den Abgeordneten Karl Öllinger, Mag. Daniela Musiol und Mag. Birgit Schatz)
überreicht von der Abgeordneten Ursula Haubner
Petition betreffend „Keine Lärmschutzwand im 14. Bezirk in Wien“ (Ordnungsnummer 97) (überreicht von der Abgeordneten Ursula Haubner)
überreicht von der Abgeordneten Mag. Gertrude Aubauer
Petition betreffend „Wiedereinsetzung des Alleinverdienerabsetzbetrages (Ordnungsnummer 98) (überreicht von der Abgeordneten Mag. Gertrude Aubauer)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
All diese drei Grundregeln wurden von der Europäischen Union, von der Europäischen Währungsunion gebrochen, und damit ist das Desaster ausgelöst worden, das wir heute innerhalb Europas, innerhalb der Eurozone zu verzeichnen haben, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Heute wissen wir, dass sich bereits Griechenland, Irland, Portugal unter diesen Schutzschirm gestellt haben, darüber hinaus sich Griechenland um eine weitere Finanzhilfe in der Größenordnung von über 100 Milliarden € anstellt. Das ist die Realität, vor der wir stehen. Darüber hinaus soll dieser Schutzschirm von 750 Milliarden € neuerlich ausgeweitet werden. Wir brauchen daher, meine sehr geehrten Damen und Herren, keinen Schutzschirm, sondern wir brauchen endlich einmal ein Schutzhirn in Brüssel, damit dieses Untreiben endlich beendet wird. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Hörl: ... Kärnten!
Österreich hat in der Zwischenzeit Zahlungsverpflichtungen in der Größenordnung von 20 Milliarden € übernommen. Das heißt, dass der österreichische Steuerzahler dafür geradezustehen hat, wenn diese Kredite nicht zurückgezahlt werden. (Abg. Hörl: ... Kärnten!)
Abg. Hörl: Kärnten auch!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, davor haben wir in den letzten eineinhalb Jahren immer gewarnt, es gibt eine völlig falsche Interpretation der Lage, denn: Griechenland ist pleite! Das nicht erst seit heute, sondern schon seit Jahren! (Abg. Hörl: Kärnten auch!) Es ist ein Fass ohne Boden, wo Sie oben Milliarden hinein
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
schütten und unten die Milliarden versickern – und niemand weiß, wohin diese Milliarden fließen! Sie fließen nur ab: vom Steuerzahler Richtung Griechenland. Das ist die Realität, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Es gab einen Bericht der Troika, von der Europäischen Zentralbank, von der EU-Kommission und vom IWF. Dieser Troika-Bericht, meine sehr geehrten Damen und Herren, wurde uns bis heute nicht zugestellt. Wer weiß, ob überhaupt die österreichische Bundesregierung weiß, wie es um Griechenland bestellt ist. Niemand hat eine Einschätzung der tatsächlichen Sachlage, wie es in Griechenland in Zukunft weitergehen soll. Und das betrifft die Gläubiger! Wir als Gläubiger wissen nicht, wie es um Griechenland bestellt ist. Daher ist es notwendig, Frau Finanzministerin, dass Sie endlich einmal die Stopptaste drücken und sagen: Genug gezahlt für dieses Unterfangen in Griechenland!, denn: Dieses Geld ist verloren und verzockt und wird niemals mehr nach Österreich zurückfließen! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, völlig klar ist auch, dass uns dieser Rettungsschirm in die Knechtschaft führt. Er führt uns in die Knechtschaft, aus der wir nie mehr herauskommen. Denn was sind denn die Folgen dieser Entscheidung, die Sie auf europäischer Ebene getroffen haben? Es ist das völlig falsche Signal, dass der reiche Norden den Süden auffängt, koste es, was es wolle. Das ist das Signal, das wir für die Finanzmärkte abgeben, eine Vorgangsweise, von der Sie behaupten, dass sie zu einer Stabilisierung führen soll. Genau das Gegenteil ist der Fall: Die Banken spekulieren mit dem Geld nach wie vor, weil sie wissen, sie haben nichts zu verlieren. Sie können ja nichts verlieren, wenn am Ende immer der Steuerzahler dafür haftet! Deshalb können die Banken risikolos Staatsanleihen mit maximaler Rendite kaufen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Das ist gewissenlose Politik der Banken, die es gilt zu unterbinden und der endlich einmal ein Riegel vorzuschieben ist. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
tatsächlichen Stand der Dinge. Gestern am Abend haben wieder Beratungen stattgefunden – ohne Ergebnis. Niemand weiß, was tatsächlich verhandelt wurde. Sagen Sie uns endlich die Wahrheit, Frau Finanzministerin, oder halten Sie es mit dem Herrn Trichet, der gesagt hat: Wenn es eng wird, muss man lügen!? – Wir wollen nicht mehr belogen werden hier im Hohen Haus, und auch die Menschen draußen und die Steuerzahler haben es satt und wollen nicht mehr belogen werden. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Hörl: Jawohl! – Ironische Heiterkeit.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist völlig klar: Wenn jetzt die österreichische Notenbank auf 100 Millionen € Dividende verzichten muss, so sind das 100 Millionen €, auf die der Steuerzahler verzichten muss. Diese 100 Millionen € gehen natürlich 1 : 1 in Richtung Absicherung des Risikos, weil die Notenbank auch Staatsanleihen von Griechenland zu verantworten hat und von einem Totalausfall ausgeht. Und am Ende ist es immer der Steuerzahler, der geradestehen muss. Er muss sogar vierfach zahlen für den Rettungsschirm und für die Griechenland-Hilfe. Einmal über die hohe Inflation. Natürlich zahlt jeder Bürger in Österreich viel mehr, damit er überleben kann, damit er seinen Lebensstandard erhalten kann. Die hohe Inflation wäre ja nur zu bekämpfen, indem man die Zinsen erhöht. Die können wir aber nicht erhöhen, weil sonst der Süden Österreichs, der Süden Europas völlig pleite ginge. (Abg. Hörl: Jawohl! – Ironische Heiterkeit.) Daher ist es notwendig, die Inflation zu bekämpfen. Weiters zahlt der Bürger über die Staatsschulden, über den Gewinnentgang bei der Notenbank und der Europäischen Zentralbank.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Millionen von Bürgern werden ihrer Lebenschancen beraubt und wird ihre Zukunft gestohlen. Daher, meine sehr geehrte Frau Finanzministerin: Beenden Sie endlich dieses Desaster und halten Sie es mit uns, mit dem BZÖ: Zahlungsstopp jetzt – genug gezahlt für Griechenland! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für Finanzen Mag. Dr. Maria Theresia Fekter: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär Schieder! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Österreich hat ein ureigenstes großes Interesse an stabilen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen in Europa. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Graf: Aus gutem Grund! – Abg. Strache: Wie schaut die Staatsverschuldung Österreichs aus?
Griechenland hat so viele Schulden angehäuft, dass den Griechen keine Bank mehr Geld zu einem akzeptablen Zinssatz geborgt hat. (Abg. Dr. Graf: Aus gutem Grund! – Abg. Strache: Wie schaut die Staatsverschuldung Österreichs aus?) Und um dort das wirtschaftliche Gefüge aufrechtzuerhalten, sind die Staaten der Eurozone eingesprungen und haben Griechenland Geld geborgt (Abg. Kickl: „Geborgt“?) – Geld geborgt, Herr Kickl, für Zinsen! (Abg. Kickl: Auf Nimmerwiedersehen! Das wissen Sie ganz genau!) Griechenland hat bisher 19 Millionen € Zinsen an die österreichischen Steuerzahler gezahlt. (Abg. Kickl: Das ist doch der größte Witz! – Abg. Bucher: Und was
Abg. Kickl: „Geborgt“?
Griechenland hat so viele Schulden angehäuft, dass den Griechen keine Bank mehr Geld zu einem akzeptablen Zinssatz geborgt hat. (Abg. Dr. Graf: Aus gutem Grund! – Abg. Strache: Wie schaut die Staatsverschuldung Österreichs aus?) Und um dort das wirtschaftliche Gefüge aufrechtzuerhalten, sind die Staaten der Eurozone eingesprungen und haben Griechenland Geld geborgt (Abg. Kickl: „Geborgt“?) – Geld geborgt, Herr Kickl, für Zinsen! (Abg. Kickl: Auf Nimmerwiedersehen! Das wissen Sie ganz genau!) Griechenland hat bisher 19 Millionen € Zinsen an die österreichischen Steuerzahler gezahlt. (Abg. Kickl: Das ist doch der größte Witz! – Abg. Bucher: Und was
Abg. Kickl: Auf Nimmerwiedersehen! Das wissen Sie ganz genau!
Griechenland hat so viele Schulden angehäuft, dass den Griechen keine Bank mehr Geld zu einem akzeptablen Zinssatz geborgt hat. (Abg. Dr. Graf: Aus gutem Grund! – Abg. Strache: Wie schaut die Staatsverschuldung Österreichs aus?) Und um dort das wirtschaftliche Gefüge aufrechtzuerhalten, sind die Staaten der Eurozone eingesprungen und haben Griechenland Geld geborgt (Abg. Kickl: „Geborgt“?) – Geld geborgt, Herr Kickl, für Zinsen! (Abg. Kickl: Auf Nimmerwiedersehen! Das wissen Sie ganz genau!) Griechenland hat bisher 19 Millionen € Zinsen an die österreichischen Steuerzahler gezahlt. (Abg. Kickl: Das ist doch der größte Witz! – Abg. Bucher: Und was
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
haben wir gezahlt? Wir haben das Geld nicht! Haben Sie das Geld flüssig?) Es ist daher falsch, Herr Bucher, was Sie sagen. Das Engagement, das wir in Griechenland haben, hat bis jetzt den Steuerzahlern 19 Millionen € Zinsen gebracht – und keinen Cent gekostet! Sagen Sie einmal die Wahrheit! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Die Zinsen finanzieren wir selber!
Wir borgen den Griechen Geld gegen Zinsen (Abg. Mag. Stadler: Die Zinsen finanzieren wir selber!) und verpflichten sie gleichzeitig, ein Reformprogramm durchzuziehen, damit sie wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Dieses Reformprogramm hat der Internationale Währungsfonds gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank aufgestellt. Und von der Europäischen Kommission wird die Umsetzung dieses Reformprogramms in Griechenland auch überwacht.
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Diese Troika hat sich in den letzten sechs Wochen in Griechenland aufgehalten und hat kontrolliert, ob die Auflagen, zu denen sich Griechenland für das geborgte Geld verpflichtet hat, auch eingehalten werden. Und diese Troika hat mit den Griechen jene Maßnahmen verhandelt, die unbedingt notwendig sind, damit diese Schuldentilgung auch nachhaltig gesichert ist. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Denn: Wir zahlen nach Griechenland nur dann Geld, wenn wir sicher sein können, dass wir dieses Geld, auch wenn es etwas länger dauert, wieder zurückbekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Sind Sie sicher, Frau Bundesminister? Garantieren Sie persönlich dafür? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Sind Sie sicher, Frau Bundesminister? Garantieren Sie persönlich dafür? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Diese Troika hat sich in den letzten sechs Wochen in Griechenland aufgehalten und hat kontrolliert, ob die Auflagen, zu denen sich Griechenland für das geborgte Geld verpflichtet hat, auch eingehalten werden. Und diese Troika hat mit den Griechen jene Maßnahmen verhandelt, die unbedingt notwendig sind, damit diese Schuldentilgung auch nachhaltig gesichert ist. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Denn: Wir zahlen nach Griechenland nur dann Geld, wenn wir sicher sein können, dass wir dieses Geld, auch wenn es etwas länger dauert, wieder zurückbekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Scheibner: Sind Sie sicher, Frau Bundesminister? Garantieren Sie persönlich dafür? – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
ironische Heiterkeit bei der FPÖ
Die Troika hat in ihrem Bericht festgestellt, dass Griechenland eines der vermögendsten Länder in Europa ist (ironische Heiterkeit bei der FPÖ) und daher selber mit seinen Vermögenswerten zu diesem Schuldenabbau beitragen muss. Daher wird dort ein eigenes Privatisierungsprogramm aufgestellt. Griechenland hat gerade eine Privatisierungsagentur gegründet – ähnlich der damaligen Treuhandlösung in der DDR. (Abg. Mag. Stadler: Fürs Protokoll: Blankes Entsetzen bei der ÖVP für diese Aussage! Nicht einmal die eigene Partei glaubt das! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Stadler: Fürs Protokoll: Blankes Entsetzen bei der ÖVP für diese Aussage! Nicht einmal die eigene Partei glaubt das! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Die Troika hat in ihrem Bericht festgestellt, dass Griechenland eines der vermögendsten Länder in Europa ist (ironische Heiterkeit bei der FPÖ) und daher selber mit seinen Vermögenswerten zu diesem Schuldenabbau beitragen muss. Daher wird dort ein eigenes Privatisierungsprogramm aufgestellt. Griechenland hat gerade eine Privatisierungsagentur gegründet – ähnlich der damaligen Treuhandlösung in der DDR. (Abg. Mag. Stadler: Fürs Protokoll: Blankes Entsetzen bei der ÖVP für diese Aussage! Nicht einmal die eigene Partei glaubt das! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Stadler: Gut, dass es eine TV-Übertragung gibt!
Weiters serviciert Österreich, insbesondere unser Ministerium, Griechenland beim Aufbau einer Finanzamtsstruktur, um Steuern eintreiben zu können. Unsere Experten sind in engem Kontakt mit den griechischen Finanzexperten, um sie zu lehren, wie bei uns Finanzamtsarbeit funktioniert, wie wir Steuern einheben, wie wir Betriebsprüfungen durchführen, damit auch dort der eigene Steuertopf wieder gefüllt wird. (Abg. Mag. Stadler: Gut, dass es eine TV-Übertragung gibt!)
Abg. Ing. Westenthaler: Warum werden Sie nicht Finanzministerin von Griechenland? Das wäre für alle besser!
Griechenland wird noch längere Zeit brauchen, um wirtschaftliches Wachstum zu kreieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Warum werden Sie nicht Finanzministerin von Griechenland? Das wäre für alle besser!) Auch dafür hat der Internationale Währungsfonds eigene Projekte aufgestellt, damit dort die Wirtschaft wieder von selber auf die Beine kommt. Es sind daher Maßnahmen notwendig, die einerseits einen Sparkurs in Griechenland, Privatisierungen und ein ordentliches Steuersystem gewährleisten, aber auch Wirtschaftswachstum in Griechenland generieren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: So stelle ich mir das vor!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: So stelle ich mir das vor!
Griechenland wird noch längere Zeit brauchen, um wirtschaftliches Wachstum zu kreieren. (Abg. Ing. Westenthaler: Warum werden Sie nicht Finanzministerin von Griechenland? Das wäre für alle besser!) Auch dafür hat der Internationale Währungsfonds eigene Projekte aufgestellt, damit dort die Wirtschaft wieder von selber auf die Beine kommt. Es sind daher Maßnahmen notwendig, die einerseits einen Sparkurs in Griechenland, Privatisierungen und ein ordentliches Steuersystem gewährleisten, aber auch Wirtschaftswachstum in Griechenland generieren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Deimek: So stelle ich mir das vor!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Griechen bekommen von den europäischen Staaten nur so lange Geld, solange sie sich an diese Reformauflagen streng halten und solange sie diese Reformen auch durchziehen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Und die zweite Bedingung ist, dass die Troika – der Internationale Währungsfonds, die Europäische Zentralbank und die Europäische Kommission – bestätigt, dass dieser Pfad nachhaltig dazu führt, dass die Griechen à la longue ihre Schulden zurückzahlen können. (Abg. Mag. Stadler: Jetzt wissen wir, was „Finance“ ist! – Abg. Strache: Das ist „Finance“!)
Abg. Mag. Stadler: Jetzt wissen wir, was „Finance“ ist! – Abg. Strache: Das ist „Finance“!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Griechen bekommen von den europäischen Staaten nur so lange Geld, solange sie sich an diese Reformauflagen streng halten und solange sie diese Reformen auch durchziehen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Und die zweite Bedingung ist, dass die Troika – der Internationale Währungsfonds, die Europäische Zentralbank und die Europäische Kommission – bestätigt, dass dieser Pfad nachhaltig dazu führt, dass die Griechen à la longue ihre Schulden zurückzahlen können. (Abg. Mag. Stadler: Jetzt wissen wir, was „Finance“ ist! – Abg. Strache: Das ist „Finance“!)
Abg. Vilimsky: Nicht wir! Sie! – Rufe bei FPÖ und BZÖ: Sie!
Und wenn Sie sagen, die Griechen sind pleite, kein Geld mehr nach Griechenland, dann müssen Sie den österreichischen Steuerzahlern aber auch sagen, was das heißt: Ein Zahlungsstopp und eine Pleite würden bedeuten, dass das, was wir ihnen geborgt haben (Abg. Vilimsky: Nicht wir! Sie! – Rufe bei FPÖ und BZÖ: Sie!), als Kredit gegeben haben (Abg. Ing. Westenthaler: Mehr Geld für Österreich!), schlagartig bei den Steuerzahlen schlagend werden würde. (Abg. Strache: Sie haben das gegen unsere Stimmen und Interessen getan! – Abg. Mag. Stadler: Das haben wir vor einem Jahr vorausgesagt! Das ist unglaublich! Vor zehn Minuten haben Sie gesagt, ...! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Ing. Westenthaler: Mehr Geld für Österreich!
Und wenn Sie sagen, die Griechen sind pleite, kein Geld mehr nach Griechenland, dann müssen Sie den österreichischen Steuerzahlern aber auch sagen, was das heißt: Ein Zahlungsstopp und eine Pleite würden bedeuten, dass das, was wir ihnen geborgt haben (Abg. Vilimsky: Nicht wir! Sie! – Rufe bei FPÖ und BZÖ: Sie!), als Kredit gegeben haben (Abg. Ing. Westenthaler: Mehr Geld für Österreich!), schlagartig bei den Steuerzahlen schlagend werden würde. (Abg. Strache: Sie haben das gegen unsere Stimmen und Interessen getan! – Abg. Mag. Stadler: Das haben wir vor einem Jahr vorausgesagt! Das ist unglaublich! Vor zehn Minuten haben Sie gesagt, ...! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Strache: Sie haben das gegen unsere Stimmen und Interessen getan! – Abg. Mag. Stadler: Das haben wir vor einem Jahr vorausgesagt! Das ist unglaublich! Vor zehn Minuten haben Sie gesagt, ...! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Und wenn Sie sagen, die Griechen sind pleite, kein Geld mehr nach Griechenland, dann müssen Sie den österreichischen Steuerzahlern aber auch sagen, was das heißt: Ein Zahlungsstopp und eine Pleite würden bedeuten, dass das, was wir ihnen geborgt haben (Abg. Vilimsky: Nicht wir! Sie! – Rufe bei FPÖ und BZÖ: Sie!), als Kredit gegeben haben (Abg. Ing. Westenthaler: Mehr Geld für Österreich!), schlagartig bei den Steuerzahlen schlagend werden würde. (Abg. Strache: Sie haben das gegen unsere Stimmen und Interessen getan! – Abg. Mag. Stadler: Das haben wir vor einem Jahr vorausgesagt! Das ist unglaublich! Vor zehn Minuten haben Sie gesagt, ...! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Strache: Sie treiben Österreich in die Pleite!
Daher möchte ich die Griechen nicht in die Pleite schicken. (Abg. Strache: Sie treiben Österreich in die Pleite!) Griechenland in die Pleite zu schicken ist engstirnig und kurzsichtig (Beifall bei ÖVP und SPÖ), und zwar deshalb, weil wir all jene, die griechische Staatsanleihen gekauft haben – und das sind auch die Pensionskassen, das sind die Pensionisten in Europa –, nicht im Stich lassen werden (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist furchtbar, was Sie ...!), sondern wir werden dafür sorgen, dass es hier zu einem geordneten Schuldenabbau kommt. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Kickl: Das ist der totale Zusammenbruch!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ
Daher möchte ich die Griechen nicht in die Pleite schicken. (Abg. Strache: Sie treiben Österreich in die Pleite!) Griechenland in die Pleite zu schicken ist engstirnig und kurzsichtig (Beifall bei ÖVP und SPÖ), und zwar deshalb, weil wir all jene, die griechische Staatsanleihen gekauft haben – und das sind auch die Pensionskassen, das sind die Pensionisten in Europa –, nicht im Stich lassen werden (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist furchtbar, was Sie ...!), sondern wir werden dafür sorgen, dass es hier zu einem geordneten Schuldenabbau kommt. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Kickl: Das ist der totale Zusammenbruch!)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist furchtbar, was Sie ...!
Daher möchte ich die Griechen nicht in die Pleite schicken. (Abg. Strache: Sie treiben Österreich in die Pleite!) Griechenland in die Pleite zu schicken ist engstirnig und kurzsichtig (Beifall bei ÖVP und SPÖ), und zwar deshalb, weil wir all jene, die griechische Staatsanleihen gekauft haben – und das sind auch die Pensionskassen, das sind die Pensionisten in Europa –, nicht im Stich lassen werden (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist furchtbar, was Sie ...!), sondern wir werden dafür sorgen, dass es hier zu einem geordneten Schuldenabbau kommt. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Kickl: Das ist der totale Zusammenbruch!)
Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Kickl: Das ist der totale Zusammenbruch!
Daher möchte ich die Griechen nicht in die Pleite schicken. (Abg. Strache: Sie treiben Österreich in die Pleite!) Griechenland in die Pleite zu schicken ist engstirnig und kurzsichtig (Beifall bei ÖVP und SPÖ), und zwar deshalb, weil wir all jene, die griechische Staatsanleihen gekauft haben – und das sind auch die Pensionskassen, das sind die Pensionisten in Europa –, nicht im Stich lassen werden (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist furchtbar, was Sie ...!), sondern wir werden dafür sorgen, dass es hier zu einem geordneten Schuldenabbau kommt. (Zwischenrufe beim BZÖ. – Abg. Kickl: Das ist der totale Zusammenbruch!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap. – Abg. Strache: Was ist mit den Milliarden, die wir für unser Bildungssystem brauchen?
Momentan kostet die Griechenlandhilfe den österreichischen Steuerzahler keinen Cent, sondern die Griechen haben bisher 19 Millionen € an das österreichische Budget überwiesen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Cap. – Abg. Strache: Was ist mit den Milliarden, die wir für unser Bildungssystem brauchen?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Würden die europäischen Länder Griechenland schockartig in die Pleite schicken, würde diese Schockwelle eine Ansteckungsgefahr bedeuten und auch andere Länder in große Schwierigkeiten bringen. Es ist nicht absehbar, wen es dann konkret treffen wird. Daher ist ein sorgsam kontrollierter, auf Reformen bedachter Schuldenabbau allemal der klügere Weg als Ihr Vorschlag: kein Geld mehr und damit die Pleite zu provozieren. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Strache: Griechenland ist pleite!
Wenn Griechenland pleiteginge (Abg. Strache: Griechenland ist pleite!) und überhaupt kein Geld mehr zur Verfügung hätte, weder von der Staatengemeinschaft noch vom Bankensektor, dann käme auch kein Geld mehr aus den Bankomaten, die Menschen könnten sich keine Lebensmittel mehr kaufen (Abg. Mag. Stadler: So ein Blödsinn!) und dann bräche dort sozialer Unfrieden aus. (Abg. Bucher: Was haben Sie für Berater? – Zwischenruf des Abg. Strache.) Und das wollen wir nicht riskieren. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Wir sind an stabilen Verhältnissen und auch an sozialem Frieden interessiert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: So ein Blödsinn!
Wenn Griechenland pleiteginge (Abg. Strache: Griechenland ist pleite!) und überhaupt kein Geld mehr zur Verfügung hätte, weder von der Staatengemeinschaft noch vom Bankensektor, dann käme auch kein Geld mehr aus den Bankomaten, die Menschen könnten sich keine Lebensmittel mehr kaufen (Abg. Mag. Stadler: So ein Blödsinn!) und dann bräche dort sozialer Unfrieden aus. (Abg. Bucher: Was haben Sie für Berater? – Zwischenruf des Abg. Strache.) Und das wollen wir nicht riskieren. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Wir sind an stabilen Verhältnissen und auch an sozialem Frieden interessiert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Bucher: Was haben Sie für Berater? – Zwischenruf des Abg. Strache.
Wenn Griechenland pleiteginge (Abg. Strache: Griechenland ist pleite!) und überhaupt kein Geld mehr zur Verfügung hätte, weder von der Staatengemeinschaft noch vom Bankensektor, dann käme auch kein Geld mehr aus den Bankomaten, die Menschen könnten sich keine Lebensmittel mehr kaufen (Abg. Mag. Stadler: So ein Blödsinn!) und dann bräche dort sozialer Unfrieden aus. (Abg. Bucher: Was haben Sie für Berater? – Zwischenruf des Abg. Strache.) Und das wollen wir nicht riskieren. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Wir sind an stabilen Verhältnissen und auch an sozialem Frieden interessiert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Wenn Griechenland pleiteginge (Abg. Strache: Griechenland ist pleite!) und überhaupt kein Geld mehr zur Verfügung hätte, weder von der Staatengemeinschaft noch vom Bankensektor, dann käme auch kein Geld mehr aus den Bankomaten, die Menschen könnten sich keine Lebensmittel mehr kaufen (Abg. Mag. Stadler: So ein Blödsinn!) und dann bräche dort sozialer Unfrieden aus. (Abg. Bucher: Was haben Sie für Berater? – Zwischenruf des Abg. Strache.) Und das wollen wir nicht riskieren. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Wir sind an stabilen Verhältnissen und auch an sozialem Frieden interessiert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Griechenland pleiteginge (Abg. Strache: Griechenland ist pleite!) und überhaupt kein Geld mehr zur Verfügung hätte, weder von der Staatengemeinschaft noch vom Bankensektor, dann käme auch kein Geld mehr aus den Bankomaten, die Menschen könnten sich keine Lebensmittel mehr kaufen (Abg. Mag. Stadler: So ein Blödsinn!) und dann bräche dort sozialer Unfrieden aus. (Abg. Bucher: Was haben Sie für Berater? – Zwischenruf des Abg. Strache.) Und das wollen wir nicht riskieren. (Zwischenrufe beim BZÖ.) Wir sind an stabilen Verhältnissen und auch an sozialem Frieden interessiert. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Frau Präsidentin! Geben Sie ihr mehr Redezeit! Das ist unbezahlbar!
Das ist nicht so leicht aufrechtzuerhalten, aber wenn man Verantwortung wahrnimmt, dann gilt diese Verantwortung für die gesamte Euro-Zone und nicht nur kleinkariert, Herr Bucher, für unser kleines Land. (Abg. Mag. Stadler: Frau Präsidentin! Geben Sie ihr mehr Redezeit! Das ist unbezahlbar!) Wir sind exportabhängig und daher auch davon abhängig, dass in der gesamten Euro-Zone Stabilität herrscht. (Abg. Bucher: Sie setzen das aufs Spiel mit Ihrer Politik! – Abg. Mag. Stadler: Die Hilflosigkeit ist mittlerweile zum Greifen!)
Abg. Bucher: Sie setzen das aufs Spiel mit Ihrer Politik! – Abg. Mag. Stadler: Die Hilflosigkeit ist mittlerweile zum Greifen!
Das ist nicht so leicht aufrechtzuerhalten, aber wenn man Verantwortung wahrnimmt, dann gilt diese Verantwortung für die gesamte Euro-Zone und nicht nur kleinkariert, Herr Bucher, für unser kleines Land. (Abg. Mag. Stadler: Frau Präsidentin! Geben Sie ihr mehr Redezeit! Das ist unbezahlbar!) Wir sind exportabhängig und daher auch davon abhängig, dass in der gesamten Euro-Zone Stabilität herrscht. (Abg. Bucher: Sie setzen das aufs Spiel mit Ihrer Politik! – Abg. Mag. Stadler: Die Hilflosigkeit ist mittlerweile zum Greifen!)
lebhafte ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ – Abg. Strache: Das ist der Witz des Tages! – Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ
Der Vorschlag des BZÖ mit einem Pleitegehen Griechenlands bringt sofort finanzielle Belastungen für die österreichischen Steuerzahler. Herr Bucher, das werde ich nicht zulassen! Ich schaue auf das österreichische Steuergeld (lebhafte ironische Heiterkeit bei FPÖ und BZÖ – Abg. Strache: Das ist der Witz des Tages! – Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ) und werde daher konstruktiv an einer Lösung dieses
Abg. Ing. Westenthaler: Zurück in die Schottergrube! – Abg. Strache: Das Motto ist: Unser Schotter nach Griechenland!
schwierigen Problems mitarbeiten. (Abg. Ing. Westenthaler: Zurück in die Schottergrube! – Abg. Strache: Das Motto ist: Unser Schotter nach Griechenland!)
Abg. Mag. Stadler – auf Staatssekretär Mag. Schieder weisend –: Der Staatssekretär neben Ihnen verkrampft schon!
Griechenland setzt seine Konsolidierung und seine Reformen fort und erreicht einen deutlichen Primärüberschuss in den öffentlichen Haushalten, sodass es seine Verpflichtungen erfüllen kann. Dadurch wird auch Wachstum generiert. Griechenland setzt seine eigenen Vermögenswerte ein, indem Privatisierungen in Höhe von zumindest 30 Milliarden € unter Aufsicht der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank erfolgen. Dafür hat Griechenland gerade eine eigene Privatisierungsagentur gegründet. (Abg. Mag. Stadler – auf Staatssekretär Mag. Schieder weisend –: Der Staatssekretär neben Ihnen verkrampft schon!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Die Hilflosigkeit kommt schon aus dem Fernseher! – Abg. Ing. Westenthaler: Das Beste an der Rede war, dass Sie sich jetzt niedergesetzt haben!
Wir sichern die Finanzierung bis 2014, was aus einer Mischung von mehreren Komponenten besteht: eine freiwillige Beteiligung des Privatsektors durch Laufzeitverlängerung bestehender Anleihen; ein neues Programm des Internationalen Währungsfonds, auch mit längeren Laufzeiten und allenfalls einem höheren Volumen, wozu sich der Internationale Währungsfonds auch bekennt; die Ausnutzung der bestehenden EU-Instrumente, die dazu da sind, dass man den Schwächeren in der Eurozone hilft, um unser System zu stabilisieren. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Die Hilflosigkeit kommt schon aus dem Fernseher! – Abg. Ing. Westenthaler: Das Beste an der Rede war, dass Sie sich jetzt niedergesetzt haben!)
Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt die Rede aus den siebziger Jahren! Der Heinz Conrads aus dem Parlament!
Als nächster Redner zu Wort gelangt Herr Klubvorsitzender Dr. Cap. – Bitte. (Abg. Ing. Westenthaler: Jetzt kommt die Rede aus den siebziger Jahren! Der Heinz Conrads aus dem Parlament!)
Abg. Bucher: Zeigen Sie Mut!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Die jetzige Rede des Klubobmannes Bucher hat sich nicht von seinen vorherigen Reden unterschieden, sie hat eines wieder gehabt: Sie war ziemlich mutlos. (Abg. Bucher: Zeigen Sie Mut!) Sie war deswegen mutlos, weil Sie nämlich in der Analyse ein paar Dinge ausgelassen und gesagt haben, niemand weiß, wohin die Milliarden fließen. Sie haben nicht die Frage gestellt: Was ist eigentlich das Problem? – Das Problem ist, dass wir hier in Europa ein neoliberal inspiriertes Wirtschaftssystem mit dem Ziel der völlig unregulierten Märkte, vor allem der Finanzmärkte haben. (Demonstrativer Beifall des Abg. Bucher sowie Ruf: Richtig!) Und so ein System kann nicht funktionieren. Es hat in Wirklichkeit selbstzerstörerische Kräfte. Das muss man einmal sagen. (Abg. Bucher: Bravo! Sie unterstützen das!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Bucher sowie Ruf: Richtig!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Die jetzige Rede des Klubobmannes Bucher hat sich nicht von seinen vorherigen Reden unterschieden, sie hat eines wieder gehabt: Sie war ziemlich mutlos. (Abg. Bucher: Zeigen Sie Mut!) Sie war deswegen mutlos, weil Sie nämlich in der Analyse ein paar Dinge ausgelassen und gesagt haben, niemand weiß, wohin die Milliarden fließen. Sie haben nicht die Frage gestellt: Was ist eigentlich das Problem? – Das Problem ist, dass wir hier in Europa ein neoliberal inspiriertes Wirtschaftssystem mit dem Ziel der völlig unregulierten Märkte, vor allem der Finanzmärkte haben. (Demonstrativer Beifall des Abg. Bucher sowie Ruf: Richtig!) Und so ein System kann nicht funktionieren. Es hat in Wirklichkeit selbstzerstörerische Kräfte. Das muss man einmal sagen. (Abg. Bucher: Bravo! Sie unterstützen das!)
Abg. Bucher: Bravo! Sie unterstützen das!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Die jetzige Rede des Klubobmannes Bucher hat sich nicht von seinen vorherigen Reden unterschieden, sie hat eines wieder gehabt: Sie war ziemlich mutlos. (Abg. Bucher: Zeigen Sie Mut!) Sie war deswegen mutlos, weil Sie nämlich in der Analyse ein paar Dinge ausgelassen und gesagt haben, niemand weiß, wohin die Milliarden fließen. Sie haben nicht die Frage gestellt: Was ist eigentlich das Problem? – Das Problem ist, dass wir hier in Europa ein neoliberal inspiriertes Wirtschaftssystem mit dem Ziel der völlig unregulierten Märkte, vor allem der Finanzmärkte haben. (Demonstrativer Beifall des Abg. Bucher sowie Ruf: Richtig!) Und so ein System kann nicht funktionieren. Es hat in Wirklichkeit selbstzerstörerische Kräfte. Das muss man einmal sagen. (Abg. Bucher: Bravo! Sie unterstützen das!)
Abg. Bucher: Sind wir in der Regierung oder Sie?
Daher ist die Frage letztlich berechtigt: Wer sind diejenigen, die von dieser Situation profitieren? Wer sind diejenigen, die in Wirklichkeit wollen, dass es hier Pleitestaaten gibt? (Abg. Bucher: Sind wir in der Regierung oder Sie?) Da, sage ich Ihnen, sind die erste Adresse einmal die Spekulanten und diejenigen, die darauf spekulieren, dass Pleite und Insolvenz das Ziel sind, damit sie daran verdienen – am Schicksal der Menschen, die keine Arbeit mehr haben, und am Schicksal der Menschen, die von Armut bedroht sind. (Abg. Kickl: Die Spekulanten ...!) Das betrifft nicht nur Griechenland, aber das ist jedenfalls auch in Griechenland einer der Gründe. Also müssen Sie bitte den Adressaten nennen: Wer ist es?
Abg. Kickl: Die Spekulanten ...!
Daher ist die Frage letztlich berechtigt: Wer sind diejenigen, die von dieser Situation profitieren? Wer sind diejenigen, die in Wirklichkeit wollen, dass es hier Pleitestaaten gibt? (Abg. Bucher: Sind wir in der Regierung oder Sie?) Da, sage ich Ihnen, sind die erste Adresse einmal die Spekulanten und diejenigen, die darauf spekulieren, dass Pleite und Insolvenz das Ziel sind, damit sie daran verdienen – am Schicksal der Menschen, die keine Arbeit mehr haben, und am Schicksal der Menschen, die von Armut bedroht sind. (Abg. Kickl: Die Spekulanten ...!) Das betrifft nicht nur Griechenland, aber das ist jedenfalls auch in Griechenland einer der Gründe. Also müssen Sie bitte den Adressaten nennen: Wer ist es?
Abg. Bucher: Das ist eine Ausrede!
Oder: die Ratingagenturen. (Abg. Bucher: Das ist eine Ausrede!) Jedes Mal, wenn Hilfe für ein Land anläuft, setzen sich die Ratingagenturen hin und stufen es wieder
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sie machen es sich leicht, Sie kommen hier heraus und sagen, schuld ist die Politik. Und dann fällt Ihnen gerade noch ein, dass Sie sich ein bisschen umdrehen und sagen, schuld ist da hinten die Regierung. – Und das war es dann. Das ist ein bisschen ein enger Horizont, denn die Wahrheit ist, dass es hier um etwas ganz anderes geht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Bucher: Sie gefährden die Eurozone mit Ihrer Politik!
Sie kommen jedes Mal her und sagen, schuld ist der, schuld ist der, schuld sind natürlich immer die, die auf der Regierungsbank sitzen, aber sonst haben Sie keine Ideen. Und das ist zu wenig. Ich sage Ihnen, da geht es jetzt um wichtige Fragen. Österreich kann ohne diese Eurozone nicht existieren. (Abg. Bucher: Sie gefährden die Eurozone mit Ihrer Politik!) Österreich ist ein exportorientiertes Land. Eine Million Arbeitsplätze hängt am Export, eine halbe Million hängt am Export in den Euroraum. Wer damit spielt, spielt mit der österreichischen Wirtschaft, ist ein Risikopolitiker und vertritt eine Risikopolitik! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sie kommen jedes Mal her und sagen, schuld ist der, schuld ist der, schuld sind natürlich immer die, die auf der Regierungsbank sitzen, aber sonst haben Sie keine Ideen. Und das ist zu wenig. Ich sage Ihnen, da geht es jetzt um wichtige Fragen. Österreich kann ohne diese Eurozone nicht existieren. (Abg. Bucher: Sie gefährden die Eurozone mit Ihrer Politik!) Österreich ist ein exportorientiertes Land. Eine Million Arbeitsplätze hängt am Export, eine halbe Million hängt am Export in den Euroraum. Wer damit spielt, spielt mit der österreichischen Wirtschaft, ist ein Risikopolitiker und vertritt eine Risikopolitik! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Bucher: Vranitzky war der Verhandlungsführer! Er hat unterschrieben!
Ich sage es heute zum dritten Mal: Was haben Sie sich damals (in Richtung BZÖ und FPÖ), als Sie beide noch gemeinsam in der FPÖ waren, eigentlich am 19. Juni 2000 gedacht, als Sie dafür gestimmt haben, dass Griechenland in die Eurozone aufgenommen wird? Glauben Sie, dass sich das, was sich jetzt in Griechenland darstellt, in den letzten elf Jahren plötzlich entwickelt hat? – Ja, der Herr Karamanlis von den Konservativen hat den größten Beitrag zum Ruin Griechenlands geleistet, aber es muss doch damals schon etwas bekannt gewesen sein. (Abg. Bucher: Vranitzky war der Verhandlungsführer! Er hat unterschrieben!)
Beifall bei der SPÖ.
Wieso ist das so butterweich gegangen? Sie sind mitverantwortlich, und Sie sollen sich aus dieser Verantwortung nicht wegstehlen! Das sage ich Ihnen; und wir werden Sie da nicht auslassen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da sind Sie der Kopf! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.
Dann nennen wir es überhaupt beim Namen! Es ist ein Machtkampf zwischen unregulierten Märkten, vor allem den Finanzmärkten, und der Politik. Ein Machtkampf! Und ich bin dafür, dass wir auf Seiten der Politik dafür stehen, dass es Regulierungen gibt, dass es die Finanztransaktionssteuer gibt, dass es eine europäische Ratingagentur gibt, dass es eine gemeinsame Finanzmarktaufsicht gibt. Dann wählen wir all diese Regierungen ab, die dieses neoliberale System stützen! (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da sind Sie der Kopf! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Na gut, dann machen Sie gleich einmal mit! Denn das Ergebnis ist, dass die Reichen noch reicher werden, dass Länder ausgeplündert werden (Abg. Strache: Da helfen Sie fleißig mit! Sie sind Beitragstäter, indem Sie den Spekulanten zur Seite stehen!), dass international spekuliert wird. Es geht darum, dass die Steueroasen endlich einmal trockengelegt werden. Das ist eine Aufgabe für die Politik und für die anderen Regierungen innerhalb der Eurozone.
Abg. Strache: Da helfen Sie fleißig mit! Sie sind Beitragstäter, indem Sie den Spekulanten zur Seite stehen!
Dann nennen wir es überhaupt beim Namen! Es ist ein Machtkampf zwischen unregulierten Märkten, vor allem den Finanzmärkten, und der Politik. Ein Machtkampf! Und ich bin dafür, dass wir auf Seiten der Politik dafür stehen, dass es Regulierungen gibt, dass es die Finanztransaktionssteuer gibt, dass es eine europäische Ratingagentur gibt, dass es eine gemeinsame Finanzmarktaufsicht gibt. Dann wählen wir all diese Regierungen ab, die dieses neoliberale System stützen! (Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Strache: Da sind Sie der Kopf! – Weitere Zwischenrufe bei FPÖ und BZÖ.) Na gut, dann machen Sie gleich einmal mit! Denn das Ergebnis ist, dass die Reichen noch reicher werden, dass Länder ausgeplündert werden (Abg. Strache: Da helfen Sie fleißig mit! Sie sind Beitragstäter, indem Sie den Spekulanten zur Seite stehen!), dass international spekuliert wird. Es geht darum, dass die Steueroasen endlich einmal trockengelegt werden. Das ist eine Aufgabe für die Politik und für die anderen Regierungen innerhalb der Eurozone.
Beifall bei der SPÖ.
Wirtschaftssystem, so wie es derzeit in Europa ist. Es liegt daran, dass es ein Selbstbedienungsladen ist. Selbst eine konservative Regierung in Deutschland hat gesagt: Schluss damit! Es müssen die Privaten auch daran beteiligt werden. – Richtig! Genau so ist es! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das wäre aber gut!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich glaube, ich stehe nicht im Verdacht, auf die Argumentationslinie der FPÖ oder des BZÖ einschwenken zu wollen (Abg. Ing. Westenthaler: Das wäre aber gut!), aber ich möchte ausnahmsweise meinen Debattenbeitrag mit einer Kritik an der Europäischen Union und damit an uns selbst beginnen, denn wir sind ja Mitglied dieser Europäischen Union.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das Ärgerliche dabei ist, dass das dazu führt, dass plötzlich in ganz Europa alle Rechtspopulisten die Chance haben, gezielt mit Unwahrheiten vorzugehen und gezielt mit Unwahrheiten die Menschen in Europa zu verunsichern. Das ist das Ärgerliche dabei. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Ist er ja!
Herr Kollege Strache, weil Sie den Kopf schütteln: ein paar Beispiele für gezielte Unwahrheiten – nur aus Österreich – aus den letzten Wochen. Sie selber haben vor Kurzem gesagt, der Euro sei eine Totgeburt. (Ruf bei der FPÖ: Ist er ja!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Euro ist heute eine stabile Währung, ist 40 Prozent mehr wert als der US-Dollar, 30 Prozent aller Weltwährungsreserven sind in Euro angelegt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist eine Totgeburt? – Herr Kollege Strache, das ist eine gezielte Unwahrheit, die Sie hier verbreiten.
Abg. Strache: Richtig!
Das Nächste war: Über Pfingsten konnten wir folgende Inserate lesen: Weil wir Geld für die Griechen brauchen, können die Pensionen in Österreich nicht erhöht werden (Abg. Strache: Richtig!), weil wir Geld für die Griechen brauchen, müssen die Familienleistungen gekürzt werden. (Abg. Strache: Weil der Schotter nach Griechenland fließt! Sie sind verantwortlich! Die höchste Staatsverschuldung!)
Abg. Strache: Weil der Schotter nach Griechenland fließt! Sie sind verantwortlich! Die höchste Staatsverschuldung!
Das Nächste war: Über Pfingsten konnten wir folgende Inserate lesen: Weil wir Geld für die Griechen brauchen, können die Pensionen in Österreich nicht erhöht werden (Abg. Strache: Richtig!), weil wir Geld für die Griechen brauchen, müssen die Familienleistungen gekürzt werden. (Abg. Strache: Weil der Schotter nach Griechenland fließt! Sie sind verantwortlich! Die höchste Staatsverschuldung!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
So ein Schwachsinn, Herr Kollege Strache! Ein Schwachsinn ist das! Eine gezielte Unwahrheit. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das erinnert mich sehr, das erinnert mich unglaublich stark an die Argumente, die wir von Ihrer Partei vor dem EU-Beitritt gehört haben. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Da haben wir gehört, wir werden Blutschokolade essen müssen, die Wasserreserven werden uns weggenommen werden. – Genau so ein Schwachsinn, wie wir ihn jetzt im Zusammenhang mit Griechenland und der Europäischen Union hören.
Abg. Strache: ..., dass Sie die Bevölkerung ... Ihre Lügen ...!
Herr Kollege Strache! Arbeiten Sie nicht mit gezielten Unwahrheiten! Können wir uns darauf einigen? Diskutieren wir mit Fakten! (Abg. Strache: ..., dass Sie die Bevölkerung ... Ihre Lügen ...!)
Abg. Strache: Griechenland soll die Eurozone verlassen! Vollkommen richtig!
Lösung. (Abg. Strache: Griechenland soll die Eurozone verlassen! Vollkommen richtig!)
Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Strache: Geh bitte!
Herr Kollege Strache, Herr Kollege Bucher! Ich frage euch beide: Warum nehmen wir euch dieses politische Thema nicht aus der Hand und sagen, okay, das machen wir? Dann haben Sie sofort kein Thema mehr. Warum machen wir das nicht? – Aus Verantwortung für die Zukunft, meine Damen und Herren. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Strache: Geh bitte!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: ... die kleinen Pensionisten die großen Spekulanten! Das passt zu Ihrer Politik!
Darf ich dem Gedächtnis nachhelfen: Die eine Bankenpleite in den USA – Lehman Brothers – hat eine globale Finanzkrise ausgelöst. Das ist politisches Roulette! Wir von der Regierung wollen nicht mit den Sparguthaben und mit den Pensionskonten der Menschen in Österreich Roulette spielen, meine Damen und Herren. – Das wollen wir nicht! Das heißt, politische Verantwortung zu tragen – im Gegensatz dazu, alles besser zu wissen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Mag. Kogler: ... die kleinen Pensionisten die großen Spekulanten! Das passt zu Ihrer Politik!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Haben wir das Geld? Haben wir das? Wo ist das Geld? Im Tresor?
Meine Damen und Herren, ich stimme der Frau Finanzminister völlig zu – ich habe das von diesem Rednerpult aus bereits mehrmals gesagt –: Alles, was hier geschieht, zielt darauf ab, jenen Zeitgewinn zu schaffen, der den Griechen die Chance gibt, ihr Budget wieder in Ordnung zu bringen. – Das ist der einzige Grund. Ich sage Ihnen Folgendes voraus: Wir werden uns so lange an der finanziellen Griechenland-Hilfe beteiligen, solange das für den österreichischen Steuerzahler billiger ist als alle anderen Lösungen, denn alle anderen Lösungen sind für den Steuerzahler teurer. – Auch da sagen Sie bewusst nicht die Wahrheit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Bucher: Haben wir das Geld? Haben wir das? Wo ist das Geld? Im Tresor?)
Abg. Mag. Stefan: Wo waren sie vorher, wenn sie so gescheit sind?
Fällt Ihnen nicht auch Folgendes auf? Da ringen 17 Finanzminister, 17 Regierungschefs, 17 Notenbanken und der Währungsfonds mit einem riesigen Stab von Experten um eine Lösung, und Sie wischen alles mit einer Hand beiseite und sagen: Nein, das stimmt alles nicht, wir sind viel gescheiter, und wir sagen, die sollen aus der Eurozone hinausgetrieben werden! (Abg. Mag. Stefan: Wo waren sie vorher, wenn sie so gescheit sind?)
Abg. Strache: Ihre Arroganz ist es, sich selbst keinen Fehler einzugestehen! Das ist Ihre Arroganz, und zwar auf Kosten der Österreicher!
Ja, fällt Ihnen nicht auf, dass da eine gewisse Präpotenz, eine gewisse Arroganz der Minderheit zum Ausdruck kommt, Herr Kollege Bucher? Das ist die klassische Arroganz der Minderheit! Sie wischen alles beiseite und sagen: Wir sind viel gescheiter, und wir sagen den Menschen die Wahrheit! (Abg. Strache: Ihre Arroganz ist es, sich selbst keinen Fehler einzugestehen! Das ist Ihre Arroganz, und zwar auf Kosten der Österreicher!)
Abg. Neubauer: Da gibt es gescheitere konservative Parteien in Österreich als die ÖVP!
Herr Kollege Bucher, einigen wir uns darauf, aufgrund von Fakten zu diskutieren. Wenn wir aufgrund von Fakten diskutieren, werden Sie das, was Sie in Ihrer Rede gesagt haben, nicht verantworten können. (Abg. Neubauer: Da gibt es gescheitere konservative Parteien in Österreich als die ÖVP!)
Abg. Strache: Da lob ich mir die englischen Konservativen! Die haben das rechtzeitig durchschaut!
den € – jenen Betrag, den Sie erwähnt haben. – Das nur zur Relation zwischen Griechenland und der Hypo Alpe-Adria in Kärnten. (Abg. Strache: Da lob ich mir die englischen Konservativen! Die haben das rechtzeitig durchschaut!) Das haben Ihre Freunde dort verbrochen, Herr Kollege! (Abg. Strache: Die englischen Konservativen haben das rechtzeitig durchschaut, im Gegensatz zu Ihnen!) Herr Kollege Strache, ich weiß: Je schwächer Ihre Argumente, desto lauter Ihre Stimme. Das kennen wir schon, Herr Kollege Strache. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Strache: Die englischen Konservativen haben das rechtzeitig durchschaut, im Gegensatz zu Ihnen!
den € – jenen Betrag, den Sie erwähnt haben. – Das nur zur Relation zwischen Griechenland und der Hypo Alpe-Adria in Kärnten. (Abg. Strache: Da lob ich mir die englischen Konservativen! Die haben das rechtzeitig durchschaut!) Das haben Ihre Freunde dort verbrochen, Herr Kollege! (Abg. Strache: Die englischen Konservativen haben das rechtzeitig durchschaut, im Gegensatz zu Ihnen!) Herr Kollege Strache, ich weiß: Je schwächer Ihre Argumente, desto lauter Ihre Stimme. Das kennen wir schon, Herr Kollege Strache. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
den € – jenen Betrag, den Sie erwähnt haben. – Das nur zur Relation zwischen Griechenland und der Hypo Alpe-Adria in Kärnten. (Abg. Strache: Da lob ich mir die englischen Konservativen! Die haben das rechtzeitig durchschaut!) Das haben Ihre Freunde dort verbrochen, Herr Kollege! (Abg. Strache: Die englischen Konservativen haben das rechtzeitig durchschaut, im Gegensatz zu Ihnen!) Herr Kollege Strache, ich weiß: Je schwächer Ihre Argumente, desto lauter Ihre Stimme. Das kennen wir schon, Herr Kollege Strache. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Diese Rede war billig!
Einigen wir uns auf Folgendes – noch einmal –: So lange finanzielle Hilfe für Griechenland, solange diese Variante für den Steuerzahler billiger ist als alle anderen Varianten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Diese Rede war billig!)
Abg. Mag. Stadler: Sie haben keine Tonne Schotter nach Griechenland geliefert!
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Guten Morgen! Frau Präsidentin! Frau Finanzministerin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Finanzministerin, Sie kommen doch aus der Privatwirtschaft. Ich glaube, Sie sind die Einzige in dieser Bundesregierung, die aus der Privatwirtschaft kommt und dort auch erfolgreich war. Aber das, was Sie hier gesagt haben, das glauben Sie wirklich nicht selber, oder? (Abg. Mag. Stadler: Sie haben keine Tonne Schotter nach Griechenland geliefert!) Also das kann doch nicht sein, dass Sie das, was Sie hier über zehn Minuten lang von sich gegeben haben, auch noch selber glauben!
Beifall bei der FPÖ.
Herr Dr. Stummvoll, „Haircut“ und „Pleite“ sind nicht dasselbe. Da gibt es schon Unterschiede. Nur so viel zu den Argumenten, die Sie immer vorbringen, und dazu, dass Sie unserem Klubobmann immer vorwerfen, dass er mit falschen Argumenten hantiert: Sie argumentieren grundsätzlich nur mit falschen Argumenten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nehmen Sie sich doch selber an der Nase! Unsere Bundesregierung ist nicht einmal bei einem Wirtschaftswachstum von plus 3 Prozent in der Lage, ausgeglichen zu bilanzieren. (Beifall bei der FPÖ.) Sie machen zusätzlich Schulden und nehmen jetzt noch zusätzlich Schulden auf, um Griechenland zu bedienen. Das kann nicht funktionieren!
Abg. Grosz: Eine Schottergrube!
Straße, weil sie das Sparpaket nicht ertragen. Die Bevölkerung steht nicht dahinter. Wie soll das alles funktionieren? Sie kommen aus der Privatwirtschaft, Frau Fekter! Würden Sie in Griechenland in einen Betrieb investieren, der schwer defizitär ist und bei dem Sie nicht wissen, ob morgen die Leute, die Sie dringend brauchen, um zu produzieren, auch zur Arbeit kommen? (Abg. Grosz: Eine Schottergrube!)
Abg. Hörl: Österreich! Zum Beispiel Österreich!
Der Tourismus, eine Haupteinnahmequelle in Griechenland, hat in den letzten Jahren nichts investiert. Das heißt, er ist veraltet. Andere Tourismusdestinationen laufen den Griechen permanent den Rang ab. (Abg. Hörl: Österreich! Zum Beispiel Österreich!) Also auch da ist nicht mit zusätzlichen Einnahmen zu rechnen. Ich weiß nicht, wie Sie sich das vorstellen können. Der Gewerbe- und Industriebereich macht in Griechenland am gesamten Bruttoinlandsprodukt maximal 15 Prozent aus. Das heißt, er ist verschwindend klein. Es ist dort zu investieren. Suchen Sie einmal Betriebe, die dort investieren sollen!
Beifall bei der FPÖ.
Wenn irgendjemand glaubt, dass Griechenland in der Lage sein wird, im nächsten Jahr bereits wieder ein Wirtschaftswachstum von plus 1 oder 2 Prozent zu erreichen, dann ist er vollkommen auf dem Holzweg. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Zwei Drittel ...!
Was ich bei Ihnen nicht verstehe, ist, dass Sie absolut keine andere Meinung zulassen. Sie sagen, das ist der einzig gangbare Weg, alles andere führt in den Ruin. Das verurteile ich. Vor einem Jahr waren zirka ein Drittel der Experten dafür, Griechenland in eine geordnete Insolvenz zu schicken, um das Ganze in den Griff zu bekommen. (Abg. Dr. Stummvoll: Zwei Drittel ...!) In der Zwischenzeit hat sich die Situation aber umgedreht. In der Zwischenzeit sind über zwei Drittel der Meinung, dass es nicht anders gehen wird, weil das ein Fass ohne Boden ist. Sogar die Deutsche Bank sagt, ein Stopp der Griechenlandhilfe ist verkraftbar. Der Wirtschaftsaufschwung in der EU wird durch die Griechenlandpleite gebremst, sagt Frau Merkel.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Mag. Schieder, Sie haben gestern in der „ZIB 2“ von Verantwortung gesprochen. Ihre Aufgabe wäre es, Verantwortung für die österreichische Bevölkerung zu zeigen, und nicht für andere. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Erstens: Die europäischen Regierungen, die hier ja durchaus auch handeln – nicht nur die Kommission, die EZB oder der IWF –, taumeln in ein weiteres Glaubwürdigkeitsproblem, wenn es ihnen und denen nicht gelingt, endlich einmal auch aus dem wirtschaftlichen Vernunftsgrund heraus, aber – und vor allem – auch aus dem Gerechtigkeitsgrund heraus diejenigen am Bezahlen dieser durchaus Teilpleite des Staates zu beteiligen, die bis jetzt daran verdient haben, abgecasht haben und zum Teil Griechenland überhaupt erst in diese Art von Pleite hineingetrieben haben. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.
Wenn Sie das weiter negieren, dann werden Sie noch weiter an Glaubwürdigkeit verlieren. Das erste Argument muss lauten, dass die Banken und Spekulanten, die die letzten zwei Jahre bis zu 10 oder 15 Prozent verdient haben, endlich – eh nicht alles, es rutscht ohnehin immer mehr zum Steuerzahler; ich werde gleich darauf eingehen –, solange es geht, einen Beitrag leisten. Was Sie betreiben, ist Konkursverschleppung auf Kosten der Masse in Europa. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von FPÖ und BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, die können nicht alles zahlen, und damit nicht nur der Steuerzahler zahlt, sollen diejenigen zahlen, die – wenn Sie die Zinsendienste der letzten zwei Jahre anschauen – nachweislich zig Milliarden, 30 bis 50 Milliarden mindestens, eingesackt haben. Holen Sie sich dort einmal etwas, und nicht immer nur bei der Masse! (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Ing. Schultes: Wow! Obergescheit!
In einem Punkt haben Sie geglaubt, dass die Österreicherinnen und Österreicher nicht mitrechnen können. Ich rechne es Ihnen vor, ja? Das ist jetzt nicht Finance, das ist (der Redner spricht das Wort englisch aus) „Subtrahation“, um es mit Ihrer Sprache zu sagen. (Heiterkeit beim BZÖ. – Abg. Ing. Schultes: Wow! Obergescheit!)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!
dieses Griechenlandpaket politisch nicht überleben. Es wird ein Desaster, und dieses Desaster haben Pröll und Fekter zu verantworten und sonst niemand. (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Ing. Westenthaler: So ist es!)
Abg. Ing. Westenthaler: Er weiß schon, warum!
Ich sage dir, lieber Kollege Cap, häng dich ja nicht zu weit hinein. Du bist eh hier herausgekommen und hast gesagt, die bösen Neoliberalen, aber du hast mit keinem Wort deine Ministerin verteidigt. (Abg. Ing. Westenthaler: Er weiß schon, warum!) Das war bezeichnend, denn die SPÖ ist jetzt schon dabei, sich zu verabschieden. Ich bin nur gespannt, wie lange sich der Herr Staatssekretär Schieder noch da hinausschicken lässt, denn den versucht ja die ÖVP mit hineinzuziehen.
Beifall beim BZÖ.
Das wird eine Riesenpleite, die Pleite ist nicht mehr vermeidbar, und das sagen alle, meine Damen und Herren! Lieber Herr Kollege Stummvoll, nicht die „böse“ Opposition, nicht Herr Kollege Strache und nicht Herr Kollege Bucher, sondern 327 Unterzeichner aus deutschen Universitäten, alles die Crème de la Crème der deutschen Nationalökonomie, haben in einer Gründungspetition verlangt, die Griechenlandzahlungen endlich einzustellen – die Crème de la Crème der deutschen Volkswirtschaftslehre! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll spricht mit Abg. Dr. Bartenstein.
Bitte zuhören, Kollege Stummvoll! Ich kann dir die Liste überreichen. (Abg. Dr. Stummvoll spricht mit Abg. Dr. Bartenstein.) – Er hat etwas Besseres zu tun, er muss sich mit dem ehemaligen Wirtschaftsminister unterhalten, der ja diese Pleite mit seinem ganzen Neoliberalismus, wie ihn Kollege Cap ja kritisiert hat, mit eingefädelt hat.
Abg. Bucher: Täglich werden es mehr!
327 Professoren, namhafte Professoren, die Crème de la Crème der deutschen Volkswirtschaftslehre hat das verlangt, meine Damen und Herren! (Abg. Bucher: Täglich werden es mehr!)
Abg. Dr. Königshofer: Jawohl!
Ich hätte ja gerne gehabt, dass auch unser Volkswirt, Kollege Van der Bellen, heute da ist, denn der hat das nämlich auch noch verteidigt. Mittlerweile ist sonnenklar, dass die Pleite nicht mehr abzuwenden ist. Mittlerweile ist aber auch sonnenklar, dass Österreich mit drinnensteckt, und zwar gleich mehrfach: nicht nur mit dem, was wir an Haftungen übernommen haben, nicht nur mit dem, was wir an Zahlungen geleistet haben, sondern auch mit dem, was die Nationalbank noch an Schrottpapieren mit übernommen hat, die sie mitgekauft hat. Da hängen wir auch mit drinnen. (Abg. Dr. Königshofer: Jawohl!)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Grosz: Ein Pyramidenspiel!
Die Frau Bundesminister war ja in einem Nebensatz heute wirklich ehrlich. Sie hat gesagt, wenn wir nicht weiter zahlen, dann wird es eine Pleite geben und dann hängen wir mit drinnen. – Genau das haben wir Ihnen vor einem Jahr vorausgesagt und euch geraten, euch nicht hineinzuhängen, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Grosz: Ein Pyramidenspiel!)
Abg. Steibl: Schrei nicht so!
Meine Damen und Herren, gelogen wird hier, dass sich die Balken biegen. Sie verschweigen der österreichischen Öffentlichkeit, was die Professoren mittlerweile von den deutschen Universitäten herunterbrüllen. (Abg. Steibl: Schrei nicht so!) Griechenland ist pleite und ist nicht mehr rettbar, und Sie stecken Geld der österreichischen Steuerzahler in einen Pleitestaat, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, gelogen wird hier, dass sich die Balken biegen. Sie verschweigen der österreichischen Öffentlichkeit, was die Professoren mittlerweile von den deutschen Universitäten herunterbrüllen. (Abg. Steibl: Schrei nicht so!) Griechenland ist pleite und ist nicht mehr rettbar, und Sie stecken Geld der österreichischen Steuerzahler in einen Pleitestaat, meine Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Schön formuliert. Gemeint sind die Steuerzahler, meine Damen und Herren. Sie, die Sie alle zuschauen, sind gemeint. Bis dann werden sich die privaten Banken verabschiedet haben, jene Banken, denen auch die Frau Fekter verpflichtet ist, und dann wird nur mehr der Steuerzahler überbleiben. – Nachzulesen auf der Titelseite der heutigen „Presse“. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Wow! – Zwischenrufe beim BZÖ. – Gegenrufe bei der ÖVP: Leicht überfordert!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Stadler, das heißt nicht „Subtrahation“ sondern „Subtraction“ – aber Englisch ist wahrscheinlich zu kompliziert für Sie. (Rufe bei der FPÖ: Wow! – Zwischenrufe beim BZÖ. – Gegenrufe bei der ÖVP: Leicht überfordert!)
Rufe bei FPÖ und BZÖ: Vranitzky! Schröder!
Die Frage ist: Wer hat das damals beschlossen? Wer war damals in der Regierung? (Rufe bei FPÖ und BZÖ: Vranitzky! Schröder!) Blau/Orange hat damals sogar den Finanzminister gestellt, der beim Ecofin abgestimmt hat. Darauf muss man halt auch hinweisen, dass diejenigen, die jetzt alles besser wissen, auch diejenigen waren, die diese Fehler vor zehn, elf, zwölf Jahren gemacht haben. (Abg. Petzner: Billiges Argument! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Petzner: Billiges Argument! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.
Die Frage ist: Wer hat das damals beschlossen? Wer war damals in der Regierung? (Rufe bei FPÖ und BZÖ: Vranitzky! Schröder!) Blau/Orange hat damals sogar den Finanzminister gestellt, der beim Ecofin abgestimmt hat. Darauf muss man halt auch hinweisen, dass diejenigen, die jetzt alles besser wissen, auch diejenigen waren, die diese Fehler vor zehn, elf, zwölf Jahren gemacht haben. (Abg. Petzner: Billiges Argument! – Weitere Zwischenrufe beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Krainer widerlegt Stummvoll!
Es sind auch andere Fehler passiert. (Abg. Mag. Stadler: Krainer widerlegt Stummvoll!) Natürlich ist dieser Marktfetischismus, den wir erlebt haben, den heute Kollege Bucher noch immer lebt, dieser endlose Glaube, der Markt weiß alles, kann alles, ist das Beste, einer der Gründe für die Pleite beziehungsweise die Schwierigkeiten von Griechenland. Die gesamte Wirtschaftskrise basiert ja auf diesem Marktfetischismus
Abg. Kickl: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die SPÖ damals dagegen war!
und ist auf diesem gegründet worden, und die Schwierigkeiten von Griechenland sind ja nur eine Folge dieser Wirtschaftskrise – und damit auch eine Folge völlig deregulierter Märkte und dieses Marktfetischismus, den wir in den letzten Jahren gesehen haben. (Abg. Kickl: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die SPÖ damals dagegen war!)
Ruf bei der ÖVP: Hört, hört!
Ein weiterer Fehler ist natürlich, dass es Steueroasen gibt. Die Frage ist nur: Auch Österreich hat einen Mechanismus, der Österreich zu einer Steueroase für Ausländer macht – nicht für Inländer, aber für Ausländer –, und zwar das Bankgeheimnis. Wenn wir hier beschließen, dass die Griechen zum Beispiel nicht mehr das Geld vor dem griechischen Finanzminister verstecken dürfen sollen, sondern in Griechenland gefälligst ihre Steuern zahlen sollen – wer stimmt da immer dagegen? – Die FPÖ und das BZÖ! (Ruf bei der ÖVP: Hört, hört!) Sie stimmen nicht dafür, dass die Griechen in Griechenland Steuern zahlen, sondern dafür, dass sie weiterhin ihre Steuern hinterziehen dürfen. (Ruf bei der FPÖ: So ein Unsinn! – Abg. Mag. Stadler: Das ist ein Blödsinn!)
Ruf bei der FPÖ: So ein Unsinn! – Abg. Mag. Stadler: Das ist ein Blödsinn!
Ein weiterer Fehler ist natürlich, dass es Steueroasen gibt. Die Frage ist nur: Auch Österreich hat einen Mechanismus, der Österreich zu einer Steueroase für Ausländer macht – nicht für Inländer, aber für Ausländer –, und zwar das Bankgeheimnis. Wenn wir hier beschließen, dass die Griechen zum Beispiel nicht mehr das Geld vor dem griechischen Finanzminister verstecken dürfen sollen, sondern in Griechenland gefälligst ihre Steuern zahlen sollen – wer stimmt da immer dagegen? – Die FPÖ und das BZÖ! (Ruf bei der ÖVP: Hört, hört!) Sie stimmen nicht dafür, dass die Griechen in Griechenland Steuern zahlen, sondern dafür, dass sie weiterhin ihre Steuern hinterziehen dürfen. (Ruf bei der FPÖ: So ein Unsinn! – Abg. Mag. Stadler: Das ist ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Da sind „Experten“ am Wort! – Weiterer Ruf beim BZÖ: Peinlich!
Jedes Mal, wenn wir hier ein Doppelbesteuerungsabkommen beschließen, dass die ihre Steuern zu zahlen haben, stimmen Sie beide dagegen. Tun Sie doch nicht so! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Da sind „Experten“ am Wort! – Weiterer Ruf beim BZÖ: Peinlich!)
Abg. Dr. Fichtenbauer: Wer ist „man“?
Natürlich ist es auch ein Problem beziehungsweise ein Fehler, wenn in Griechenland in einer Art und Weise gespart wird, dass das Land kaputtgespart wird, kein Geld für Investitionen und für Wirtschaftswachstum da ist und dadurch die Wirtschaft dort kollabiert, die Arbeitslosigkeit explodiert und eben nicht investiert wird. Deswegen muss man natürlich auch von der Europäischen Union her darauf achten (Abg. Dr. Fichtenbauer: Wer ist „man“?), dass in Griechenland nicht nur kaputtgespart wird, sondern auch Geld übrig bleibt, damit es überhaupt eine positive Entwicklungschance für Griechenland und für die Menschen, die dort leben, gibt. Das ist etwas ganz Wichtiges. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Natürlich ist es auch ein Problem beziehungsweise ein Fehler, wenn in Griechenland in einer Art und Weise gespart wird, dass das Land kaputtgespart wird, kein Geld für Investitionen und für Wirtschaftswachstum da ist und dadurch die Wirtschaft dort kollabiert, die Arbeitslosigkeit explodiert und eben nicht investiert wird. Deswegen muss man natürlich auch von der Europäischen Union her darauf achten (Abg. Dr. Fichtenbauer: Wer ist „man“?), dass in Griechenland nicht nur kaputtgespart wird, sondern auch Geld übrig bleibt, damit es überhaupt eine positive Entwicklungschance für Griechenland und für die Menschen, die dort leben, gibt. Das ist etwas ganz Wichtiges. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist ein „Experte“ der Volkswirtschaft!
Ich sehe das relativ einfach – es gibt ja hier einige, die überhaupt der Meinung sind, da brauchen wir nicht zu helfen, die sind selber schuld –: Wenn das Haus des Nachbarn brennt, dann helfe ich beim Löschen, dann helfe ich dem Nachbarn, den Brand zu löschen, allein schon aus dem Grund, dass ich nicht will, dass die Flammen auf mein Haus übergreifen. Selbst wenn der im Bett geraucht hat und das jeder gewusst hat, werde ich helfen, dass sein Haus nicht niederbrennt und womöglich die Flammen auf mein Haus übergreifen. Ich werde natürlich alles tun, dass der Brand dort gelöscht wird – auch aus Eigennutz und aus Eigenschutz und nicht nur aus Eigeninteresse, wie Sie das sehen. (Abg. Dr. Rosenkranz: Das ist ein „Experte“ der Volkswirtschaft!)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sind ja der Meinung, wir sollen gar kein Löschwasser zur Verfügung stellen, weil wir das vielleicht selber brauchen. Ich sage Ihnen: Wenn jeder nur auf sich selber schaut, dann haben wir bald einen Flächenbrand und dann hat jeder zu wenig Löschwasser, um zu helfen. Insofern ist es natürlich richtig, dort, wo die Krise entsteht, dort, wo der Brand ausbricht, zu löschen und dort auch einen Beitrag zu leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Nein! Nein! Das ist ein Irrtum!
Die Vorschläge von wegen: Lassen Sie die doch pleitegehen!, das haben wir in der Geschichte schon erlebt. Die Meinung gab es schon. Ich weiß schon, die 327 Experten, die das unterschrieben haben, das sind dieselben 327, die uns jahrelang erklärt haben, der Markt regelt alles, die Politik darf sich ja nicht einmischen, und das sind dieselben, die dann gerufen haben: Oh bitte, Staat, rette unsere Banken, rette unser Finanzsystem! – Das sind genau dieselben. (Abg. Mag. Stadler: Nein! Nein! Das ist ein Irrtum!) Insofern müssen Sie auch immer schauen, wer das sagt. Dann kann
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter – in Richtung BZÖ und FPÖ –: Sie wollen, dass das so ist, damit Sie das Kleingeld ...!
Und ich sage Ihnen Folgendes: Da bin ich lieber bei denen, die retten und löschen und nicht zuschauen, wie die Häuser anderer brennen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter – in Richtung BZÖ und FPÖ –: Sie wollen, dass das so ist, damit Sie das Kleingeld ...!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Themessl. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich denke, man muss sich nicht gegenseitig die Schuld zuweisen. Man muss heute nicht sagen, Schwarz-Blau hat beschlossen, dass Griechenland in die Euro-Zone kommt, denn im Hauptausschuss dieses Hauses gab es meines Wissens keine Gegenstimme, auch nicht von Ihnen von der SPÖ, und daher finde ich es unseriös, wenn Sie in den Zeitungen solche Unwahrheiten verbreiten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Themessl. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Mag. Stadler: Wie viel Schotter exportieren Sie nach Griechenland?
Wenn Sie heute sagen, die Wirtschaftsforscher behaupten, die Griechenland-Pleite wird nicht vermieden werden können, dann sagen Sie bitte auch den Menschen in diesem Land, was das bedeuten würde. Österreich ist ein Exportland. (Abg. Mag. Stadler: Wie viel Schotter exportieren Sie nach Griechenland?) Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir vor dem Jahr 2000, als wir in die Eurozone gekommen sind, von Währungsunterschieden abhängig waren, wie Währungsabwertungen unsere Wirtschaft in einer Art und Weise belastet haben, die wir nicht brauchen können. Wir brauchen diese Arbeitsplätze, und wir brauchen ganz einfach die Menschen, die in der Exportwirtschaft tätig sind.
Beifall bei der ÖVP.
Sie können sich vielleicht noch gut daran erinnern, wie die Exporte ausgelassen haben, als wir genau mitten in der Wirtschaftskrise waren. Wir sind auch den Menschen, den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern in Österreich verpflichtet, und wir sind auch Europäer und auch den Menschen in Europa verpflichtet. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe beim BZÖ.
Ich möchte die Opposition doch auffordern, dass Sie die Menschen nicht verunsichern. Wenn wir heute von einem Land im Süden reden, das pleiteverdächtig sein soll, dann erinnere ich noch einmal an Kärnten: 18 Milliarden € Haftungen hat das Land Kärnten für die Hypo Alpe-Adria bezahlt. Die Hypo Alpe-Adria wurde von unserem Staat, von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern gerettet (Zwischenrufe beim BZÖ.) In Wirklichkeit hätten wir Kärnten in die Pleite schicken müssen, wenn Sie das da genau so sehen wie in Griechenland. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: So ein Blödsinn! Sie kennen sich überhaupt nicht aus!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: So ein Blödsinn! Sie kennen sich überhaupt nicht aus!
Ich möchte die Opposition doch auffordern, dass Sie die Menschen nicht verunsichern. Wenn wir heute von einem Land im Süden reden, das pleiteverdächtig sein soll, dann erinnere ich noch einmal an Kärnten: 18 Milliarden € Haftungen hat das Land Kärnten für die Hypo Alpe-Adria bezahlt. Die Hypo Alpe-Adria wurde von unserem Staat, von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern gerettet (Zwischenrufe beim BZÖ.) In Wirklichkeit hätten wir Kärnten in die Pleite schicken müssen, wenn Sie das da genau so sehen wie in Griechenland. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: So ein Blödsinn! Sie kennen sich überhaupt nicht aus!)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Das tut weh, gell?
Abgeordneter Dr. Johannes Hübner (FPÖ): Liebe Kollegen! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Zuhörer! Kollegin Tamandl, fällt Ihnen außer der Hypo Alpe-Adria und irgendwelchen Geschichten aus den neunziger Jahren überhaupt nichts anderes mehr ein? (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Kopf: Das tut weh, gell?)
Beifall bei der FPÖ.
Glauben Sie nicht, dass es langsam an der Zeit wäre, ins Jahr 2011 zu kommen und sich endlich mit dem auseinanderzusetzen, was heute los ist, was wir heute entscheiden und was wir heute den Steuerzahlern aufbürden? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hornek: Das passt nicht!
dass man darüber schwätzen kann, während das Wahre gleich genutzt werden muss. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hornek: Das passt nicht!)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie haben mit der Wahrheit nicht ein einziges Mal zu tun!
Etwas anderes an Logik kann ich hinter den heutigen Vorträgen von der schwarzen Regierungsbank nicht sehen, denn wenn uns die Ministerin heute erzählt, wir zahlen nur, wenn wir sicher sind, dass wir das Geld auch zurückbekommen, Griechenland sei ein reiches Land, das das Geld zurückzahlen könne, das Ganze sei ein Geschäft für Österreich – zu diesem „Bombengeschäft“ hat ja Kollege Stadler schon ausreichend Stellung genommen –, und wenn ich nach diesen Ausführungen Ihrer eigenen Ministerin dann den Kollegen Stummvoll höre, der die ganze Zeit von Wahrheit spricht – das Wort „Wahrheit“ ist neunmal in Ihrer Wortmeldung vorgekommen, Herr Abgeordneter Stummvoll, ich habe mitgezählt; immer wieder hieß es: die Wahrheit ist, die Wahrheit ist, die Wahrheit ist, die Wahrheit ist –, dann frage ich: Was ist die Wahrheit? (Abg. Dr. Stummvoll: Sie haben mit der Wahrheit nicht ein einziges Mal zu tun!) Also wenn man nicht ein zynischer Esoteriker wäre und sagen würde, es gibt nichts Relativeres als die Wahrheit, dann würde man nach den Vorträgen Ihrer Ministerin und nach den Dingen, die sich in der wahren Finanzwelt in Griechenland abzeichnen, dieses Wort „Wahrheit“ lieber nicht in den Mund nehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Etwas anderes an Logik kann ich hinter den heutigen Vorträgen von der schwarzen Regierungsbank nicht sehen, denn wenn uns die Ministerin heute erzählt, wir zahlen nur, wenn wir sicher sind, dass wir das Geld auch zurückbekommen, Griechenland sei ein reiches Land, das das Geld zurückzahlen könne, das Ganze sei ein Geschäft für Österreich – zu diesem „Bombengeschäft“ hat ja Kollege Stadler schon ausreichend Stellung genommen –, und wenn ich nach diesen Ausführungen Ihrer eigenen Ministerin dann den Kollegen Stummvoll höre, der die ganze Zeit von Wahrheit spricht – das Wort „Wahrheit“ ist neunmal in Ihrer Wortmeldung vorgekommen, Herr Abgeordneter Stummvoll, ich habe mitgezählt; immer wieder hieß es: die Wahrheit ist, die Wahrheit ist, die Wahrheit ist, die Wahrheit ist –, dann frage ich: Was ist die Wahrheit? (Abg. Dr. Stummvoll: Sie haben mit der Wahrheit nicht ein einziges Mal zu tun!) Also wenn man nicht ein zynischer Esoteriker wäre und sagen würde, es gibt nichts Relativeres als die Wahrheit, dann würde man nach den Vorträgen Ihrer Ministerin und nach den Dingen, die sich in der wahren Finanzwelt in Griechenland abzeichnen, dieses Wort „Wahrheit“ lieber nicht in den Mund nehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: 4 Milliarden!
Was ist jetzt wirklich passiert in dem letzten Jahr, seit wir den Rettungsschirm über Griechenland aufgespannt haben? – Der Kollege Stadler hat es schon angedeutet: Das Einzige, was passiert ist, ist, dass man die Schulden dieses Landes verstaatlicht hat. Man hat Griechenland nicht Geld gegeben, um besser aus der Krise zu kommen, um Arbeitsplätze zu schaffen, um die Wirtschaft aufzubauen, wie ich das von der linken Seite – von Krainer vor allem, Pro-Zitate – immer wieder höre, sondern man hat Geld hergegeben, um den Griechen zu ermöglichen, ihre Finanzschulden zu verstaatlichen. Das ist mehrfach passiert, das ist durch die Schuldenaufkaufprogramme der Nationalbanken und der EZB erfolgt. Nowotny sagt uns ja, wie bekannt ist, nicht, in welchem Ausmaß er griechische Papiere gekauft hat. 2 bis 3 Milliarden € sind es in etwa, das wissen wir. (Abg. Strache: 4 Milliarden!) – 4 Milliarden € vielleicht. Die EZB hat – das wissen wir ja – jedenfalls um mehr als 150 Milliarden € griechische Papiere gekauft und hat weiter etwa 150 Milliarden € an Schulden Griechenlands im sogenannten TARGET-System aufgebaut, sodass eine Insolvenz Griechenlands heute auch eine Unfähigkeit der EZB, zu bilanzieren, erzeugen würde.
Beifall bei der FPÖ.
Das ist eine Politik, die wir den Steuerzahlern, unseren Wählern, unseren Staatsbürgern unter keinen Umständen zumuten können und dürfen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich will daher meine Rede mit einem schönen Schopenhauer-Spruch schließen, den ich vor allem an die Frau Minister richte: Das Leben ist kurz, die Wahrheit wirkt fern und lebt lang – lasst uns daher die Wahrheit sagen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren vom BZÖ und von der FPÖ, die Vorschläge ähneln einander ja so sehr. Immer wieder kommt der Vorschlag: Stopp mit den Krediten! Raus aus dem Euro für diese Länder! – Ich kann Ihnen sagen: Ja, Ihre Vorschläge sind einfach, sie sind verführerisch, aber sie sind mit Sicherheit die falschen Ansätze, sie sind unberechenbar, sie sind fatal und werden nur teuer werden! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das kann man doch nicht mit der jetzigen Situation vergleichen!
Meine Damen und Herren, vergangene Woche fand hier in diesen Räumlichkeiten eine große Feier, die 50-Jahr-Feier des ERP-Counterpart-Abkommens, statt. Ein kurzer Rückblick in die Geschichte: Österreich und Europa ist es nach dem Zweiten Weltkrieg sehr, sehr schlecht ergangen. Stichworte: persönliche Schicksale, zerrissene Familien, zerbombte Häuser, eine Wirtschaft, die am Boden lag. Und was war anno dazumal? – Die USA, Amerika, ist hergegangen und hat mit dem Marshall-Plan Österreich und Europa geholfen. Und diese Mittel waren es, die tatsächlich sehr schnell unterstützt und geholfen haben, die die Wirtschaft wieder auf die Beine gebracht und Arbeitsplätze geschaffen haben. (Abg. Dipl.-Ing. Deimek: Das kann man doch nicht mit der jetzigen Situation vergleichen!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.
Ich möchte, Herr Kollege, auch da Solidarität und Weitblick einfordern, genau das, was in der damaligen Situation der Fall gewesen ist! Natürlich ist es kein Krieg, aber es ist eine schwierige Situation. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Deimek.) Als Nachbarn, Herr Kollege, haben wir die Pflicht, hier zu helfen und zu unterstützen. Ich glaube, das ist der richtige Weg.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Diese Form der Hilfe ist auch heute noch genauso existent, nämlich in Form des ERP-Fonds. Genau das unterstützt auch heute noch die Wirtschaft in einem sehr starken Ausmaß. Das geht über 50 Jahre zurück auf diese Hilfe in einer schwierigen Situation. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bin daher überzeugt davon, dass es sowohl der Verstand als auch der Anstand und die Solidarität gebieten, dass wir Griechenland jetzt in dieser schwierigen Situation als Österreich und selbstverständlich als Europa helfen und es unterstützen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Lichtenecker: Aber es ist eine vergleichbar schwierige Situation!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Meine Damen und Herren! – Frau Kollegin von den Grünen! Der Verstand würde es auch gebieten, dass man nicht unzutreffende Vergleiche macht, denn die Situation, vor der wir heute stehen, hat nichts mit einer Nachkriegszeit in den vierziger und fünfziger Jahren zu tun (Abg. Dr. Lichtenecker: Aber es ist eine vergleichbar schwierige Situation!), hat nichts mit der Bewältigung von großen Katastrophen tun, wie Sie und auch andere das hier immer wieder darstellen, sondern es geht darum, selbstverständlich Solidarität mit der Bevölkerung, mit den Menschen in Europa zu zeigen, aber keine Solidarität mit Spekulanten, mit Großbanken, die die Menschen abgezockt haben. Das ist doch ein großer Unterschied! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Meine Damen und Herren! – Frau Kollegin von den Grünen! Der Verstand würde es auch gebieten, dass man nicht unzutreffende Vergleiche macht, denn die Situation, vor der wir heute stehen, hat nichts mit einer Nachkriegszeit in den vierziger und fünfziger Jahren zu tun (Abg. Dr. Lichtenecker: Aber es ist eine vergleichbar schwierige Situation!), hat nichts mit der Bewältigung von großen Katastrophen tun, wie Sie und auch andere das hier immer wieder darstellen, sondern es geht darum, selbstverständlich Solidarität mit der Bevölkerung, mit den Menschen in Europa zu zeigen, aber keine Solidarität mit Spekulanten, mit Großbanken, die die Menschen abgezockt haben. Das ist doch ein großer Unterschied! (Beifall beim BZÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Bundesministerin Dr. Fekter: Über die Bestätigung des IWF und der ...!
Frau Bundesminister Fekter, nach Ihrer Ansage heute frage ich Sie: Sind Sie sicher, können Sie uns hier und vor allem dem Steuerzahler garantieren, dass diese 1,1 Milliarden € auch wieder zurückkommen? – Frau Bundesminister, Sie verstecken sich jetzt in Ihren Unterlagen. Ich frage Sie, und das wird dokumentiert: Können Sie garantieren – Sie haben gesagt: Sie zahlen nur, wenn Sie sicher sind, dass dieses Geld auch wieder zurückkommt! –, dass diese über 1,1 Milliarden € an österreichischen Steuergeldern auch wieder nach Österreich zurückfließen: Ja oder nein, Frau Bundesminister? Das war Ihre Ansage! Und das würde ich ganz gerne wissen. Sie nicken. Sie können es garantieren? (Bundesministerin Dr. Fekter: Über die Bestätigung des IWF und der ...!) Nein, das interessiert uns nicht, das interessiert uns überhaupt nicht (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ), sondern die Frage war: Können Sie es garantieren? Das ist wichtig!
ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ
Frau Bundesminister Fekter, nach Ihrer Ansage heute frage ich Sie: Sind Sie sicher, können Sie uns hier und vor allem dem Steuerzahler garantieren, dass diese 1,1 Milliarden € auch wieder zurückkommen? – Frau Bundesminister, Sie verstecken sich jetzt in Ihren Unterlagen. Ich frage Sie, und das wird dokumentiert: Können Sie garantieren – Sie haben gesagt: Sie zahlen nur, wenn Sie sicher sind, dass dieses Geld auch wieder zurückkommt! –, dass diese über 1,1 Milliarden € an österreichischen Steuergeldern auch wieder nach Österreich zurückfließen: Ja oder nein, Frau Bundesminister? Das war Ihre Ansage! Und das würde ich ganz gerne wissen. Sie nicken. Sie können es garantieren? (Bundesministerin Dr. Fekter: Über die Bestätigung des IWF und der ...!) Nein, das interessiert uns nicht, das interessiert uns überhaupt nicht (ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ), sondern die Frage war: Können Sie es garantieren? Das ist wichtig!
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das ist genau die Problematik, meine Damen und Herren: Da werden Ansagen getätigt von Regierungsmitgliedern, die wissen, dass sie dann, wenn das alles schlagend wird, gar nicht mehr in diesen Positionen sind. Aber jetzt nur nicht anecken, nur nicht irgendwo dagegen sein, nur nicht eigene Ideen entwickeln, aber hier Garantien abgeben! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Das ist ein Irrtum, meine Damen und Herren! Sie sind dafür verantwortlich, dass wir 1 Prozent des BIP – 3 Prozent dürfen wir Schulden machen – alleine dafür werden aufwenden müssen, um für diese Pleiten einzustehen. Mit dem Geld unserer Steuerzahler! – Das wollen wir nicht, das kritisieren wir, und wir verlangen Alternativen dafür! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Man sagt dann, es sei ein Unsinn, dass man eine andere Eurozone verlangt et cetera. Aber, Herr Kollege Stummvoll, ist es nicht klar – das ist ja fast ein Basic-Wissen, Frau Finanzministerin –, dass eine gemeinsame Währung nur dann funktioniert, wenn die Volkswirtschaften dieser Länder miteinander vergleichbar sind, wenn es gemeinsame Kriterien gibt? Da wäre es doch endlich einmal geboten, das Versäumnis von 1999 aufzuheben und eine starke Eurozone einzuführen mit den Ländern, die auch wirklich in der Lage sind, diese Eurokriterien zu erreichen. Und alle anderen müssen aus dieser Währung ausscheiden. Vielleicht gibt es Verluste – aber Verluste für die Spekulanten und die Banken, die dieses Desaster verursacht haben! (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Die Erhöhung der Ganztagsangebote auf 210 000 Plätze inklusive Horte reiht sich da genauso ein wie die Verlängerung des Vorschuljahres im Kindergartenbereich, deren Finanzierung wir heute im Ministerrat beschlossen haben. Das Ziel, ein weiteres zusätzliches Jahr in der Bildungseinrichtung Kindergarten, im Kinderbetreuungsbereich zur Verfügung zu haben, ist dabei schon anzudenken. Der Erhöhung der Zahl der Bildungseinrichtungen dient aber auch die Anschubfinanzierung – trotz Kompetenzen auf Landesebene –, um gemeinsam mit den Ländern eine bessere Versorgung und damit auch ein besseres Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen in unserem Land zu erhalten. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Die Abgeordneten der FPÖ halten Schilder mit der Aufschrift „Unser Geld für unsere Leut’!“ in die Höhe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt den Abgeordneten ein Zeichen, die Schilder abzulegen.
Innerhalb der 7 Minuten ist es schwierig, alle Themen aufzuzählen, aber das Bankeninsolvenzrecht möchte ich als Beispiel bringen, auch zur aktuellen Diskussion. (Die Abgeordneten der FPÖ halten Schilder mit der Aufschrift „Unser Geld für unsere Leut’!“ in die Höhe. – Präsidentin Mag. Prammer gibt den Abgeordneten ein Zeichen, die Schilder abzulegen.)
Abg. Bucher: Die sind schon weg!
Wenn wir jetzt nach der Krise zusammenrechnen, wie viel die öffentliche Haushalte in Europa bezahlt haben und wie viel die Privaten, und nach Möglichkeiten suchen, Private bei Lösungen zu beteiligen (Abg. Bucher: Die sind schon weg!), dann muss man natürlich umgekehrt auch sagen, dass man, wenn man diese Möglichkeiten für die Zukunft erhöhen will – ebenfalls unter dem Titel, Konsequenzen aus der Krise zu ziehen – auch ein Insolvenzrecht braucht. Das haben wir mit dem Termin Ende dieses Jahres auch festgelegt.
Die Abgeordneten der FPÖ legen die Schilder ab. – Abg. Mag. Rudas: Da fehlt die Hypo drauf! – Abg. Rädler: Sehr originell! „Unser Geld für unsere Leut’!“ Wirklich sehr originell! – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Bitte, Herr Bundeskanzler. (Die Abgeordneten der FPÖ legen die Schilder ab. – Abg. Mag. Rudas: Da fehlt die Hypo drauf! – Abg. Rädler: Sehr originell! „Unser Geld für unsere Leut’!“ Wirklich sehr originell! – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Bundeskanzler Werner Faymann (fortsetzend): Unser Geld, das natürlich das Geld der Steuerzahler ist, für das wir zuständig sind, das hart erarbeitet wird, wird in unserem Land dafür eingesetzt, dass auch in Zukunft ein wirtschaftlich stabiler Kurs mit sozialem Ausgleich und geringster Arbeitslosigkeit gehalten wird. Sie können sich darauf verlassen, dass das in Österreich von dieser Regierung vorangetrieben wird. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Das ist das neue Leistungsprinzip! Mit drei Fünfern aufsteigen! Das VP-Leistungsprinzip!
merzen versuchen, dass Schülerinnen und Schüler mit einer optimalen Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt von Morgen eine gute Zukunft vorfinden. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist das neue Leistungsprinzip! Mit drei Fünfern aufsteigen! Das VP-Leistungsprinzip!) Meine Damen und Herren, diese Maßnahmen werden Österreich verändern, gar keine Frage. Sie werden jungen Leuten in Zukunft bessere Chancen bieten. Das war gut und richtig so. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
merzen versuchen, dass Schülerinnen und Schüler mit einer optimalen Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt von Morgen eine gute Zukunft vorfinden. (Abg. Ing. Westenthaler: Das ist das neue Leistungsprinzip! Mit drei Fünfern aufsteigen! Das VP-Leistungsprinzip!) Meine Damen und Herren, diese Maßnahmen werden Österreich verändern, gar keine Frage. Sie werden jungen Leuten in Zukunft bessere Chancen bieten. Das war gut und richtig so. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Marke Österreich soll heißen, dass wir mit der spezifischen Struktur in Österreich, was unsere Unternehmen, die Produktion, die Dienstleistungen anlangt, in Zukunft auf dem Weltmarkt, aber insbesondere auf dem europäischen Markt einen anderen Stellenwert erreichen. Diese Marke und dieses Nation Branding für Österreich soll uns auch das Bewusstsein geben, dass das für Österreich und seine Zukunft ein guter Schritt ist. Das muss werblich unterstützt werden. Wir werden auch Unternehmen gewinnen, die es mitfinanzieren, dass diese Marke Österreich sich in der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs sehr gut auswirkt. Ich halte das für ein gutes zukunftsweisendes Projekt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte zum Dritten auf das Arbeitspaket Gesundheit, Pflege und Soziales eingehen. Wir haben ein Pflegepaket geschnürt. Die zuständigen Minister, insbesondere der Herr Sozialminister, haben, was den Pflegefonds betrifft, ganze Arbeit geleistet. Gemeinsam mit den Länder wird eine Finanzierung für die nächsten Jahre aufgestellt. Das soll den Österreicherinnen und Österreichern, die die Notwendigkeit dazu haben, die Sicherheit geben, dass auch für sie im Pflegebereich durch Maßnahmen von Bund und Ländern Vorsorge getroffen ist. Das brauchen wir für unsere älteren, betagten Mitbürger und auch für alle, die in eine solche Situation kommen – damit sie sicher sein können, dass auf sie nicht vergessen, sondern für sie Sorge getragen wird. Das Pflegepaket in Österreich – auch in der zukünftigen Absicherung – ist ein zukunftsweisender Schritt. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Bucher: Das ist aber in Österreich nicht so!
Der zweite Aspekt betrifft die Außenpolitik: Österreich ist Mitglied im Menschenrechtsrat. Wir haben in den nächsten drei Jahren die Möglichkeit, international unsere Standards zu setzen, was Menschenrechte betrifft. Wir werden uns auf die Rechte der Kinder konzentrieren, wir werden unsere Stimme zu Fragen der Religionsfreiheit erheben und Verantwortung für die Freiheit der Medien übernehmen. (Abg. Bucher: Das ist aber in Österreich nicht so!) Wir haben das gestern bei einer Preisverleihung an eine Journalistin im Rahmen des Israelisch-Palästinensischen Journalistenforums in der Hofburg getan. Meine Damen und Herren! Wir werden unsere Stimme auch zukünftig im Menschenrechtsrat dann laut erheben, wenn es notwendig ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Der zweite Aspekt betrifft die Außenpolitik: Österreich ist Mitglied im Menschenrechtsrat. Wir haben in den nächsten drei Jahren die Möglichkeit, international unsere Standards zu setzen, was Menschenrechte betrifft. Wir werden uns auf die Rechte der Kinder konzentrieren, wir werden unsere Stimme zu Fragen der Religionsfreiheit erheben und Verantwortung für die Freiheit der Medien übernehmen. (Abg. Bucher: Das ist aber in Österreich nicht so!) Wir haben das gestern bei einer Preisverleihung an eine Journalistin im Rahmen des Israelisch-Palästinensischen Journalistenforums in der Hofburg getan. Meine Damen und Herren! Wir werden unsere Stimme auch zukünftig im Menschenrechtsrat dann laut erheben, wenn es notwendig ist. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Wann?!
Ich darf auf den fünften Bereich – Familie, Gesellschaft, Frauenchancen, Sport – eingehen: Aus meiner Sicht ist es notwendig, dass wir den Nationalen Aktionsplan für Integration fortführen. Dazu gibt es gute Vorschläge, die auf dem Tisch liegen. Das ist notwendig, Integration muss einen anderen Stellenwert in Österreich haben. Wir wollen aber auch im Bereich der Familienrechte und der Kinderrechte einen Schwerpunkt setzen. Kinderrechte müssen bei uns einen anderen Stellenwert bekommen. Wir wollen dazu auch dem Hohes Haus ein Paket vorlegen (Abg. Ursula Haubner: Wann?!), um zu zeigen, wie wichtig uns Kinderrechte in der Zukunft sind. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich darf auf den fünften Bereich – Familie, Gesellschaft, Frauenchancen, Sport – eingehen: Aus meiner Sicht ist es notwendig, dass wir den Nationalen Aktionsplan für Integration fortführen. Dazu gibt es gute Vorschläge, die auf dem Tisch liegen. Das ist notwendig, Integration muss einen anderen Stellenwert in Österreich haben. Wir wollen aber auch im Bereich der Familienrechte und der Kinderrechte einen Schwerpunkt setzen. Kinderrechte müssen bei uns einen anderen Stellenwert bekommen. Wir wollen dazu auch dem Hohes Haus ein Paket vorlegen (Abg. Ursula Haubner: Wann?!), um zu zeigen, wie wichtig uns Kinderrechte in der Zukunft sind. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf nun auf die Themen Energie, Umwelt und Landwirtschaft eingehen: Wir haben uns ein langfristiges Ziel gesetzt, nämlich bis 2050 die Energieautarkie in Österreich zu erreichen. Heute haben wir mit dem Beschluss des Ökostromgesetzes einen nächsten Schritt gesetzt. Wir haben heute im Ministerrat auch das Klimaschutzgesetz beschlossen. Sie werden demnächst im Ausschuss darüber beraten. Ich halte das für Meilensteine. Wir brauchen, um das Ziel zu erreichen, Österreich bis 2050 energieautark zu machen, diese Schritte zu einer stärkeren Förderung der erneuerbaren Energie. Das ist ein Vorzeigeprojekt für Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Bucher: Bis 2013! – Abg. Ursula Haubner: Vor den Wahlen!
Meine Damen und Herren, beim siebenten Paket, das den leistungsfähigen Staat betrifft, haben wir uns auch Ziele in der Verwaltungsreform gesetzt. Wir wissen, dass das kein leichtes Unterfangen ist, aber in Richtung der Deregulierung sind wir auch mit den Ländern weit gediehen. In der Frage, wie wir die Transparenzdatenbank zukünftig auch mit Ländermeldungen versehen, sind wir weit gediehen. Was die Verwaltungsgerichte in den Ländern anlangt – ein langes Vorhaben, das seit 30 Jahren in Österreich diskutiert wird – brauchen wir die letzten Schritte. (Abg. Bucher: Bis 2013! – Abg. Ursula Haubner: Vor den Wahlen!) Dazu wollen wir uns gemeinsam mit den Ländern durchringen. Wir wollen das auf den Weg bringen, damit wir auch in der Verwaltungsreform einen Schritt nach vorne machen.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Insgesamt halte ich es für ein wichtiges, durchaus vorzeigbares Projekt dieser Bundesregierung, Österreich mit über 90 Maßnahmen in den nächsten zwei Jahren zu modernisieren. Das brauchen wir für die Wettbewerbsfähigkeit und dafür, den Lebensstandard in Österreich so aufrechtzuerhalten. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Rädler: Ist das wieder die Sozialistische Jugend?! – Abg. Hagen: Frau Präsidentin! Wer organisiert immer diesen Radau?! – Ruf bei der FPÖ: Die Sozialistische Jugend! – Abg. Kickl: Die Radau-Fraktion der SPÖ!
Meine Damen und Herren, Kundgebungen von der Galerie sind untersagt! Bis wieder Ruhe herrscht, unterbreche ich die Sitzung. (Abg. Rädler: Ist das wieder die Sozialistische Jugend?! – Abg. Hagen: Frau Präsidentin! Wer organisiert immer diesen Radau?! – Ruf bei der FPÖ: Die Sozialistische Jugend! – Abg. Kickl: Die Radau-Fraktion der SPÖ!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man kann der Sozialistischen Jugend nur empfehlen, einmal mit der Mutterpartei ins Gespräch zu kommen, denn solche Aktionen hier im Hohes Haus sind völlig unnötig. Sie sitzen als Regierungspartei in diesem Hohes Haus, und da soll man nicht vonseiten der eigenen Jugendorganisation gegen Sie demonstrieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nun zu den wirklich heiklen Punkten, wie zum Beispiel: Wie geht es mit unserem Bundesheer weiter? Werden wir mit der Wehrpflicht und dem Wehrersatzdienst die Zukunft sicherstellen können oder nicht? Wie geht es mit dem Asylmissbrauch weiter? Wie geht es mit der Verwaltungs- und der Gesundheitsreform weiter? Wie geht es mit einer notwendigen Steuerreform weiter? – All das finden wir nicht in diesen 90 Punkten! Nichts dergleichen spiegelt sich wider, das haben Sie ausgespart. Sie haben sich verschwiegen, um die notwendigen Schritte und Lösungen einzuleiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben heute die höchste Staatsverschuldung der Zweiten Republik, und Sie führen unser Land sehenden Auges weiter ganz gezielt in den Abgrund. Aktiv werden Sie nur dann, wenn es darum geht, die österreichischen Steuergelder nicht im eigenen Land einzusetzen. Es wäre nämlich Ihre Aufgabe und Ihre Verantwortung, unsere österreichischen Steuergelder endlich in unsere Problembereiche zu investieren – Bildung, Universitäten, unsere Familien endlich einmal zu unterstützen, zu entlasten und nicht zu belasten, wie Sie es im letzten Budget getan haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Beginn an mit Unwahrheiten operiert und die Kriterien nie erfüllt. Wenn man sich selbst ernst nimmt, dann hat man doch spätestens jetzt die Reißleine zu ziehen und Griechenland aus der Eurozone zu entlassen, wenn es schon von Beginn an die Kriterien nicht erfüllt hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
8 Milliarden € an österreichischen Steuergeldern sind schon jetzt in der Ägäis versenkt worden, 8 Milliarden €, die man natürlich besser hier in Österreich für die Familien, für Bildung und Pflege hätte einsetzen können und in diese Bereiche hätte investieren können. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kopf: Wer zahlt denn dann die Abwertung?
Und genau das unterstützen Sie! Die Finanzoligarchie hat es verstanden, nicht nur wirtschaftliche Verluste für sich zu vermeiden, sondern trotz der Krise ihre exzessiven Gewinne, Dividenden und Boni zu sichern und zu erhalten. Und Sie helfen diesen Strukturen – Sie helfen diesen Strukturen, nicht den armen Menschen, nicht den Bürgern in Griechenland, die heute darunter leiden. Die bekämen nur dann Hilfe, wenn sie endlich aus der Eurozone entlassen würden, abwerten könnten und ihr Leben wieder leistbar gestalten könnten. Das wäre die Rettung für die griechische Bevölkerung, aber auch für unsere Ersparnisse und die politischen Prozesse, die wir hier in Österreich dringend notwendig hätten! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kopf: Wer zahlt denn dann die Abwertung?)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen: Genau da spielen wir nicht mit! Es geben uns ja auch Experten recht: Es ist notwendig, über neue Wege abseits Ihres Irrweges nachzudenken, nämlich schwache Volkswirtschaften aus der Eurozone zu entlassen oder, wenn man dazu nicht bereit ist, zumindest dafür Sorge zu tragen, dass die starken europäischen Volkswirtschaften aus der Eurozone rausgehen und eine starke Währung sicherstellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Da haben Sie nicht zugehört! Unser Steuergeld für Österreicher einsetzen, das sind die Wege, die neuen wichtigen Wege in einer Regierung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Denn das, worüber wir hier mit Ihnen diskutieren, ist die Frage: Was sind eigentlich Ihre neuen Wege? (Abg. Strache: Da haben Sie nicht zugehört! Unser Steuergeld für Österreicher einsetzen, das sind die Wege, die neuen wichtigen Wege in einer Regierung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Stellen Sie sich hier der Kritik, und dann werden wir sehen, ob man davon etwas übernehmen kann! Das haben Sie verabsäumt!
Abg. Ing. Westenthaler: ... die Regierungserklärung ist das Thema, sonst gar nichts! Ihr seid Thema!
Wir schauen uns alle Ihre ... (Abg. Ing. Westenthaler: ... die Regierungserklärung ist das Thema, sonst gar nichts! Ihr seid Thema!) – Seit wann verteidigen Sie die Blauen, Herr Kollege Westenthaler? Wechseln Sie wieder die Seiten?
Abg. Strache: Wir fordern, dass unser Steuergeld in Österreich eingesetzt wird und nicht den Spekulanten nachgeschmissen wird!
Wir haben damit begonnen, all Ihre Inserate und all Ihre Ankündigungen in all Ihren Reden, in denen Sie das Blaue vom Himmel versprochen haben und versprechen, durchzurechnen – wir haben schon zwei kaputte Rechner, Computer, die haben das ausgespuckt und gesagt, dass sie das, was Sie da immer wieder sagen, gar nicht durchrechnen können. Es sind Milliarden, auf die Sie auf der einen Seite durch eine Senkung der Steuerquote verzichten würden – bis zu 12 Milliarden wurden errechnet –, auf der anderen Seite aber fordern Sie Milliarden und Abermilliarden. Gleichzeitig aber sagen Sie hier, dass wir die Schulden senken müssen. (Abg. Strache: Wir fordern, dass unser Steuergeld in Österreich eingesetzt wird und nicht den Spekulanten nachgeschmissen wird!)
Abg. Kickl: Dass Sie nicht rechnen können, haben Sie schon oft bewiesen, Kollege Cap!
Noch einmal und jetzt ganz langsam zum Mitschreiben für die ganze Fraktion: Da Milliarden einsparen, dort Milliarden ausgeben (Abg. Kickl: Dass Sie nicht rechnen können, haben Sie schon oft bewiesen, Kollege Cap!), und dann fordern, dass der Schuldenstand gesenkt wird: Das ist nicht seriös, das ist nicht regierungsfähig, das ist nicht politikfähig! (Abg. Kickl: Wenn Sie so rechnen, kann nichts Gescheites herauskommen!)
Abg. Kickl: Wenn Sie so rechnen, kann nichts Gescheites herauskommen!
Noch einmal und jetzt ganz langsam zum Mitschreiben für die ganze Fraktion: Da Milliarden einsparen, dort Milliarden ausgeben (Abg. Kickl: Dass Sie nicht rechnen können, haben Sie schon oft bewiesen, Kollege Cap!), und dann fordern, dass der Schuldenstand gesenkt wird: Das ist nicht seriös, das ist nicht regierungsfähig, das ist nicht politikfähig! (Abg. Kickl: Wenn Sie so rechnen, kann nichts Gescheites herauskommen!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen, Sie müssen sich der Gesamtrechnung stellen und sagen: Was es wiegt, das hat es!, und dürfen nicht das Blaue vom Himmel versprechen. Damit lösen Sie keine Probleme. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Die habt ihr geschaffen, oder? Die haben Sie geschaffen, die Arbeitsplätze?!
der Europäischen Union (Abg. Bucher: Die habt ihr geschaffen, oder? Die haben Sie geschaffen, die Arbeitsplätze?!), und wir sind momentan gerade auf der Überholspur gegenüber der Schweiz – wir haben eine geringere Arbeitslosigkeit als die Schweiz (Abg. Bucher: Haben Sie die geschaffen, die Arbeitslosigkeit?), ein größeres Wachstum als die Schweiz; das ist Ihr Lieblingsland, mit dem Sie immer kommen (Abg. Dr. Graf: Die Schweiz steht nicht vor dem Untergang!), Sie sagen, dass in der Schweiz alles anders, alles besser ist (Abg. Strache: Sie stehen in diesen Bereichen besser da als wir!) –, daher müssen sogar Sie konzedieren, in Österreich wird gut gewirtschaftet.
Abg. Bucher: Haben Sie die geschaffen, die Arbeitslosigkeit?
der Europäischen Union (Abg. Bucher: Die habt ihr geschaffen, oder? Die haben Sie geschaffen, die Arbeitsplätze?!), und wir sind momentan gerade auf der Überholspur gegenüber der Schweiz – wir haben eine geringere Arbeitslosigkeit als die Schweiz (Abg. Bucher: Haben Sie die geschaffen, die Arbeitslosigkeit?), ein größeres Wachstum als die Schweiz; das ist Ihr Lieblingsland, mit dem Sie immer kommen (Abg. Dr. Graf: Die Schweiz steht nicht vor dem Untergang!), Sie sagen, dass in der Schweiz alles anders, alles besser ist (Abg. Strache: Sie stehen in diesen Bereichen besser da als wir!) –, daher müssen sogar Sie konzedieren, in Österreich wird gut gewirtschaftet.
Abg. Dr. Graf: Die Schweiz steht nicht vor dem Untergang!
der Europäischen Union (Abg. Bucher: Die habt ihr geschaffen, oder? Die haben Sie geschaffen, die Arbeitsplätze?!), und wir sind momentan gerade auf der Überholspur gegenüber der Schweiz – wir haben eine geringere Arbeitslosigkeit als die Schweiz (Abg. Bucher: Haben Sie die geschaffen, die Arbeitslosigkeit?), ein größeres Wachstum als die Schweiz; das ist Ihr Lieblingsland, mit dem Sie immer kommen (Abg. Dr. Graf: Die Schweiz steht nicht vor dem Untergang!), Sie sagen, dass in der Schweiz alles anders, alles besser ist (Abg. Strache: Sie stehen in diesen Bereichen besser da als wir!) –, daher müssen sogar Sie konzedieren, in Österreich wird gut gewirtschaftet.
Abg. Strache: Sie stehen in diesen Bereichen besser da als wir!
der Europäischen Union (Abg. Bucher: Die habt ihr geschaffen, oder? Die haben Sie geschaffen, die Arbeitsplätze?!), und wir sind momentan gerade auf der Überholspur gegenüber der Schweiz – wir haben eine geringere Arbeitslosigkeit als die Schweiz (Abg. Bucher: Haben Sie die geschaffen, die Arbeitslosigkeit?), ein größeres Wachstum als die Schweiz; das ist Ihr Lieblingsland, mit dem Sie immer kommen (Abg. Dr. Graf: Die Schweiz steht nicht vor dem Untergang!), Sie sagen, dass in der Schweiz alles anders, alles besser ist (Abg. Strache: Sie stehen in diesen Bereichen besser da als wir!) –, daher müssen sogar Sie konzedieren, in Österreich wird gut gewirtschaftet.
Abg. Kickl: Aber nicht von Ihnen!
Die Freiheitlichen haben das schon gemacht, die haben in einer ihrer Dringlichen Anfragen gesagt, dass in Österreich gut gewirtschaftet wird (Abg. Kickl: Aber nicht von Ihnen!) – das haben sie hineingeschrieben, und das werden wir immer wieder zitieren (Abg. Strache: Aber die Wirtschaft arbeitet gut, nicht Sie in der Regierung! Das ist der Unterschied!), denn das war eine sehr fachliche Expertise, die sie geleistet haben mit dieser Feststellung: In Österreich wird gut gewirtschaftet! (Abg. Strache: Die fleißigen Menschen Österreichs! – Abg. Neubauer: Trotz dieser Regierung!) Wir nehmen das zur Kenntnis, die Zahlen bestätigen das. (Abg. Dr. Graf: Die fleißigen Leute!)
Abg. Strache: Aber die Wirtschaft arbeitet gut, nicht Sie in der Regierung! Das ist der Unterschied!
Die Freiheitlichen haben das schon gemacht, die haben in einer ihrer Dringlichen Anfragen gesagt, dass in Österreich gut gewirtschaftet wird (Abg. Kickl: Aber nicht von Ihnen!) – das haben sie hineingeschrieben, und das werden wir immer wieder zitieren (Abg. Strache: Aber die Wirtschaft arbeitet gut, nicht Sie in der Regierung! Das ist der Unterschied!), denn das war eine sehr fachliche Expertise, die sie geleistet haben mit dieser Feststellung: In Österreich wird gut gewirtschaftet! (Abg. Strache: Die fleißigen Menschen Österreichs! – Abg. Neubauer: Trotz dieser Regierung!) Wir nehmen das zur Kenntnis, die Zahlen bestätigen das. (Abg. Dr. Graf: Die fleißigen Leute!)
Abg. Strache: Die fleißigen Menschen Österreichs! – Abg. Neubauer: Trotz dieser Regierung!
Die Freiheitlichen haben das schon gemacht, die haben in einer ihrer Dringlichen Anfragen gesagt, dass in Österreich gut gewirtschaftet wird (Abg. Kickl: Aber nicht von Ihnen!) – das haben sie hineingeschrieben, und das werden wir immer wieder zitieren (Abg. Strache: Aber die Wirtschaft arbeitet gut, nicht Sie in der Regierung! Das ist der Unterschied!), denn das war eine sehr fachliche Expertise, die sie geleistet haben mit dieser Feststellung: In Österreich wird gut gewirtschaftet! (Abg. Strache: Die fleißigen Menschen Österreichs! – Abg. Neubauer: Trotz dieser Regierung!) Wir nehmen das zur Kenntnis, die Zahlen bestätigen das. (Abg. Dr. Graf: Die fleißigen Leute!)
Abg. Dr. Graf: Die fleißigen Leute!
Die Freiheitlichen haben das schon gemacht, die haben in einer ihrer Dringlichen Anfragen gesagt, dass in Österreich gut gewirtschaftet wird (Abg. Kickl: Aber nicht von Ihnen!) – das haben sie hineingeschrieben, und das werden wir immer wieder zitieren (Abg. Strache: Aber die Wirtschaft arbeitet gut, nicht Sie in der Regierung! Das ist der Unterschied!), denn das war eine sehr fachliche Expertise, die sie geleistet haben mit dieser Feststellung: In Österreich wird gut gewirtschaftet! (Abg. Strache: Die fleißigen Menschen Österreichs! – Abg. Neubauer: Trotz dieser Regierung!) Wir nehmen das zur Kenntnis, die Zahlen bestätigen das. (Abg. Dr. Graf: Die fleißigen Leute!)
Ruf: Oje! – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es ist immer wieder mutig, wenn Sie sagen: Unser Geld für unsere Leute!, und was Sie da immer an Parolen haben, denn wie würde der Satz lauten, wenn Sie an die Landeshypo in Kärnten denken? (Ruf: Oje! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nein. Oje, verstehe ich. 800 Millionen € mussten da in Bewegung gesetzt werden (Abg. Strache: Jetzt kommt der alte Kalauer! Wenn einem nichts mehr einfällt, kommt der Kalauer!) – Kollege Strutz wird das besser wissen.
Abg. Strache: Jetzt kommt der alte Kalauer! Wenn einem nichts mehr einfällt, kommt der Kalauer!
Es ist immer wieder mutig, wenn Sie sagen: Unser Geld für unsere Leute!, und was Sie da immer an Parolen haben, denn wie würde der Satz lauten, wenn Sie an die Landeshypo in Kärnten denken? (Ruf: Oje! – Zwischenrufe bei der FPÖ.) Nein. Oje, verstehe ich. 800 Millionen € mussten da in Bewegung gesetzt werden (Abg. Strache: Jetzt kommt der alte Kalauer! Wenn einem nichts mehr einfällt, kommt der Kalauer!) – Kollege Strutz wird das besser wissen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz.
Übrigens: Heute tagt der Untersuchungsausschuss in Klagenfurt zur Landeshypo. (Zwischenruf des Abg. Dr. Strutz.) Warum sitzen Sie hier, warum sitzen Sie nicht im Untersuchungsausschuss, können Sie mir das erklären? Heute tagt er.
Abg. Dr. Strutz: ..., Gusenbauer, ...!
800 Millionen €! (Abg. Dr. Strutz: ..., Gusenbauer, ...!) Wissen Sie, was man mit den 800 Millionen € alles machen könnte? Und da wiederum: wegstehlen, Jörg Haiders Hausbank, Spekulationsbank, all diese negativen Dinge. (Abg. Strache: Die hat der Herr Pröll den Bayern nachgeschmissen, das ist das ...!) Das müssen Sie sich einmal in aller Ruhe anhören! Denn wenn man hier darüber diskutiert, wie man mit Steuergeld verantwortungsvoll umgeht, muss man sich, wenn man über Spekulation spricht, auch mit dieser Bank beschäftigen, wo die Verantwortung, glaube ich, eindeutig auf dem Tisch legt. (Abg. Kickl: ... des sozialistischen Niederganges!)
Abg. Strache: Die hat der Herr Pröll den Bayern nachgeschmissen, das ist das ...!
800 Millionen €! (Abg. Dr. Strutz: ..., Gusenbauer, ...!) Wissen Sie, was man mit den 800 Millionen € alles machen könnte? Und da wiederum: wegstehlen, Jörg Haiders Hausbank, Spekulationsbank, all diese negativen Dinge. (Abg. Strache: Die hat der Herr Pröll den Bayern nachgeschmissen, das ist das ...!) Das müssen Sie sich einmal in aller Ruhe anhören! Denn wenn man hier darüber diskutiert, wie man mit Steuergeld verantwortungsvoll umgeht, muss man sich, wenn man über Spekulation spricht, auch mit dieser Bank beschäftigen, wo die Verantwortung, glaube ich, eindeutig auf dem Tisch legt. (Abg. Kickl: ... des sozialistischen Niederganges!)
Abg. Kickl: ... des sozialistischen Niederganges!
800 Millionen €! (Abg. Dr. Strutz: ..., Gusenbauer, ...!) Wissen Sie, was man mit den 800 Millionen € alles machen könnte? Und da wiederum: wegstehlen, Jörg Haiders Hausbank, Spekulationsbank, all diese negativen Dinge. (Abg. Strache: Die hat der Herr Pröll den Bayern nachgeschmissen, das ist das ...!) Das müssen Sie sich einmal in aller Ruhe anhören! Denn wenn man hier darüber diskutiert, wie man mit Steuergeld verantwortungsvoll umgeht, muss man sich, wenn man über Spekulation spricht, auch mit dieser Bank beschäftigen, wo die Verantwortung, glaube ich, eindeutig auf dem Tisch legt. (Abg. Kickl: ... des sozialistischen Niederganges!)
Abg. Neubauer: So, wie in Linz mit 270 Millionen €! SPÖ Linz bankrott!
Weil hier immer so locker gesagt wird, die Griechen sollen aus der Eurozone herausgehen, Österreich soll zurückkehren zum Schilling – und was weiß ich was; da wird mit den Volkswirtschaften herumgeworfen wie mit Bananen (Abg. Neubauer: So, wie in Linz mit 270 Millionen €! SPÖ Linz bankrott!), seien Sie mir nicht böse –: Sie wissen ganz genau, dass damals der Schilling an die D-Mark gekoppelt war. Noch einmal: Der Schilling war an die D-Mark gekoppelt! Die D-Mark gibt es nicht mehr. Ein Zurück zum Schilling wäre daher ein freier Fall, eine ruinöse Strategie gegenüber der österreichischen Volkswirtschaft. (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.) Das ist Risikopolitik mit dem Schicksal eines Landes, in diesem Fall mit Österreich. (Abg. Strache: Die Griechen aus der Eurozone zu entlassen, da gehen Sie gar nicht darauf ein!)
Zwischenruf des Abg. Vilimsky.
Weil hier immer so locker gesagt wird, die Griechen sollen aus der Eurozone herausgehen, Österreich soll zurückkehren zum Schilling – und was weiß ich was; da wird mit den Volkswirtschaften herumgeworfen wie mit Bananen (Abg. Neubauer: So, wie in Linz mit 270 Millionen €! SPÖ Linz bankrott!), seien Sie mir nicht böse –: Sie wissen ganz genau, dass damals der Schilling an die D-Mark gekoppelt war. Noch einmal: Der Schilling war an die D-Mark gekoppelt! Die D-Mark gibt es nicht mehr. Ein Zurück zum Schilling wäre daher ein freier Fall, eine ruinöse Strategie gegenüber der österreichischen Volkswirtschaft. (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.) Das ist Risikopolitik mit dem Schicksal eines Landes, in diesem Fall mit Österreich. (Abg. Strache: Die Griechen aus der Eurozone zu entlassen, da gehen Sie gar nicht darauf ein!)
Abg. Strache: Die Griechen aus der Eurozone zu entlassen, da gehen Sie gar nicht darauf ein!
Weil hier immer so locker gesagt wird, die Griechen sollen aus der Eurozone herausgehen, Österreich soll zurückkehren zum Schilling – und was weiß ich was; da wird mit den Volkswirtschaften herumgeworfen wie mit Bananen (Abg. Neubauer: So, wie in Linz mit 270 Millionen €! SPÖ Linz bankrott!), seien Sie mir nicht böse –: Sie wissen ganz genau, dass damals der Schilling an die D-Mark gekoppelt war. Noch einmal: Der Schilling war an die D-Mark gekoppelt! Die D-Mark gibt es nicht mehr. Ein Zurück zum Schilling wäre daher ein freier Fall, eine ruinöse Strategie gegenüber der österreichischen Volkswirtschaft. (Zwischenruf des Abg. Vilimsky.) Das ist Risikopolitik mit dem Schicksal eines Landes, in diesem Fall mit Österreich. (Abg. Strache: Die Griechen aus der Eurozone zu entlassen, da gehen Sie gar nicht darauf ein!)
Beifall des Abg. Weninger.
Und da frage ich Sie: Wer ist da die wirkliche Österreich-Partei? – Die wirkliche Österreich-Partei ist diejenige, die verantwortungsvoll nicht nur mit dem Steuergeld umgeht, sondern auch mit der Beschäftigung, dem Wachstum und dem österreichischen Sozial-, Gesundheits- und Pensionssystem. (Beifall des Abg. Weninger.) Und damit das finanzierbar bleibt, muss man diese Verantwortung auch wirklich entwickeln (Abg. Strache: Heute ist das wirklich eine schwache Rede, Herr Cap!) und darf sich da nicht so locker herstellen und sagen, einmal diese Währung, einmal jene Währung. Die
Abg. Strache: Heute ist das wirklich eine schwache Rede, Herr Cap!
Und da frage ich Sie: Wer ist da die wirkliche Österreich-Partei? – Die wirkliche Österreich-Partei ist diejenige, die verantwortungsvoll nicht nur mit dem Steuergeld umgeht, sondern auch mit der Beschäftigung, dem Wachstum und dem österreichischen Sozial-, Gesundheits- und Pensionssystem. (Beifall des Abg. Weninger.) Und damit das finanzierbar bleibt, muss man diese Verantwortung auch wirklich entwickeln (Abg. Strache: Heute ist das wirklich eine schwache Rede, Herr Cap!) und darf sich da nicht so locker herstellen und sagen, einmal diese Währung, einmal jene Währung. Die
Abg. Strache: Die müssen das jetzt wieder erleiden durch Sie!
Generationen, die das damals in den dreißiger Jahren miterlebt haben, die Währungskrisen, die Bankenkrisen, die politischen und sozialen Unruhen (Abg. Strache: Die müssen das jetzt wieder erleiden durch Sie!), haben uns weitergegeben, dass so etwas nie wieder kommen darf. Und dafür müssen wir, das sage ich Ihnen, die Grundlagen legen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Generationen, die das damals in den dreißiger Jahren miterlebt haben, die Währungskrisen, die Bankenkrisen, die politischen und sozialen Unruhen (Abg. Strache: Die müssen das jetzt wieder erleiden durch Sie!), haben uns weitergegeben, dass so etwas nie wieder kommen darf. Und dafür müssen wir, das sage ich Ihnen, die Grundlagen legen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Noch etwas, weil hier immer gesagt wird, da sind Schulden und Schulden und Schulden: Das ist ja nicht aus Jux und Tollerei. Schuldenpolitik macht man dann, wenn man die Auswirkungen von Krisen durchtauchen möchte (Zwischenrufe bei der FPÖ), wenn man trotzdem die Leute in Beschäftigung halten möchte, wenn man Kurzarbeit finanzieren möchte, wenn man möchte, dass sich mit der staatlichen Unterstützung die Wirtschaft erholt und das Sozial-, Gesundheits- und Pensionssystem weiter finanziert werden können. So simpel ist das. (Abg. Strache: Man kann nicht mehr Schulden aufnehmen, als man zurückzahlen kann!)
Abg. Strache: Man kann nicht mehr Schulden aufnehmen, als man zurückzahlen kann!
Noch etwas, weil hier immer gesagt wird, da sind Schulden und Schulden und Schulden: Das ist ja nicht aus Jux und Tollerei. Schuldenpolitik macht man dann, wenn man die Auswirkungen von Krisen durchtauchen möchte (Zwischenrufe bei der FPÖ), wenn man trotzdem die Leute in Beschäftigung halten möchte, wenn man Kurzarbeit finanzieren möchte, wenn man möchte, dass sich mit der staatlichen Unterstützung die Wirtschaft erholt und das Sozial-, Gesundheits- und Pensionssystem weiter finanziert werden können. So simpel ist das. (Abg. Strache: Man kann nicht mehr Schulden aufnehmen, als man zurückzahlen kann!)
Abg. Bucher: Ihr macht ständig Schulden!
Das blenden Sie aus. (Abg. Bucher: Ihr macht ständig Schulden!) Sie stellen sich her, sehen das alles nicht und stellen sich dieser Diskussion nicht. (Abg. Strache: Aber Sie geben ja unser Geld lieber in Griechenland aus als bei uns! Sie geben es lieber in Griechenland aus als bei uns für die Pensionssicherung!) Die Landeshypo kostet uns momentan mehr als Griechenland, das sollten Sie einmal sehen. Die Landeshypo Kärnten ist momentan teurer als das, was wir für Griechenland einzubringen haben.
Abg. Strache: Aber Sie geben ja unser Geld lieber in Griechenland aus als bei uns! Sie geben es lieber in Griechenland aus als bei uns für die Pensionssicherung!
Das blenden Sie aus. (Abg. Bucher: Ihr macht ständig Schulden!) Sie stellen sich her, sehen das alles nicht und stellen sich dieser Diskussion nicht. (Abg. Strache: Aber Sie geben ja unser Geld lieber in Griechenland aus als bei uns! Sie geben es lieber in Griechenland aus als bei uns für die Pensionssicherung!) Die Landeshypo kostet uns momentan mehr als Griechenland, das sollten Sie einmal sehen. Die Landeshypo Kärnten ist momentan teurer als das, was wir für Griechenland einzubringen haben.
Abg. Bucher: Sagen wir seit Jahr und Tag!
Ein letzter Satz noch zu den Banken: Jawohl, ich bin auch dafür, dass man den Banken auf die Finger klopft. Ich bin auch dafür, dass man schaut, wie sich das Geschäft der Banken weiterentwickelt. Es wird wahrscheinlich eine Trennung zwischen dem Kerngeschäft der Banken und Investmentbanken oder Spekulationsbanken sinnvoll sein (Abg. Bucher: Sagen wir seit Jahr und Tag!), denn all diese Spekulierer sind die Hauptverantwortlichen für diese Krise und sind auch diejenigen, die in Wirklichkeit ständig sagen (Abg. Bucher: Aber Sie sind in der Regierung, das ist der Unterschied!): Verluste sollen die Allgemeinheit und der Steuerzahler tragen, und Gewinne gehören den Privaten! (Abg. Strache: Aber da helfen ja Sie mit!) – Dazu kann ich nur sagen: Das kann niemals so sein! Das wäre ungerecht! (Abg. Strache: Sie helfen ja mit, dass das so ist!)
Abg. Bucher: Aber Sie sind in der Regierung, das ist der Unterschied!
Ein letzter Satz noch zu den Banken: Jawohl, ich bin auch dafür, dass man den Banken auf die Finger klopft. Ich bin auch dafür, dass man schaut, wie sich das Geschäft der Banken weiterentwickelt. Es wird wahrscheinlich eine Trennung zwischen dem Kerngeschäft der Banken und Investmentbanken oder Spekulationsbanken sinnvoll sein (Abg. Bucher: Sagen wir seit Jahr und Tag!), denn all diese Spekulierer sind die Hauptverantwortlichen für diese Krise und sind auch diejenigen, die in Wirklichkeit ständig sagen (Abg. Bucher: Aber Sie sind in der Regierung, das ist der Unterschied!): Verluste sollen die Allgemeinheit und der Steuerzahler tragen, und Gewinne gehören den Privaten! (Abg. Strache: Aber da helfen ja Sie mit!) – Dazu kann ich nur sagen: Das kann niemals so sein! Das wäre ungerecht! (Abg. Strache: Sie helfen ja mit, dass das so ist!)
Abg. Strache: Aber da helfen ja Sie mit!
Ein letzter Satz noch zu den Banken: Jawohl, ich bin auch dafür, dass man den Banken auf die Finger klopft. Ich bin auch dafür, dass man schaut, wie sich das Geschäft der Banken weiterentwickelt. Es wird wahrscheinlich eine Trennung zwischen dem Kerngeschäft der Banken und Investmentbanken oder Spekulationsbanken sinnvoll sein (Abg. Bucher: Sagen wir seit Jahr und Tag!), denn all diese Spekulierer sind die Hauptverantwortlichen für diese Krise und sind auch diejenigen, die in Wirklichkeit ständig sagen (Abg. Bucher: Aber Sie sind in der Regierung, das ist der Unterschied!): Verluste sollen die Allgemeinheit und der Steuerzahler tragen, und Gewinne gehören den Privaten! (Abg. Strache: Aber da helfen ja Sie mit!) – Dazu kann ich nur sagen: Das kann niemals so sein! Das wäre ungerecht! (Abg. Strache: Sie helfen ja mit, dass das so ist!)
Abg. Strache: Sie helfen ja mit, dass das so ist!
Ein letzter Satz noch zu den Banken: Jawohl, ich bin auch dafür, dass man den Banken auf die Finger klopft. Ich bin auch dafür, dass man schaut, wie sich das Geschäft der Banken weiterentwickelt. Es wird wahrscheinlich eine Trennung zwischen dem Kerngeschäft der Banken und Investmentbanken oder Spekulationsbanken sinnvoll sein (Abg. Bucher: Sagen wir seit Jahr und Tag!), denn all diese Spekulierer sind die Hauptverantwortlichen für diese Krise und sind auch diejenigen, die in Wirklichkeit ständig sagen (Abg. Bucher: Aber Sie sind in der Regierung, das ist der Unterschied!): Verluste sollen die Allgemeinheit und der Steuerzahler tragen, und Gewinne gehören den Privaten! (Abg. Strache: Aber da helfen ja Sie mit!) – Dazu kann ich nur sagen: Das kann niemals so sein! Das wäre ungerecht! (Abg. Strache: Sie helfen ja mit, dass das so ist!)
Abg. Scheibner: Aber Sie sind in der Regierung!
Wir sind für eine Gesellschaft der Gerechtigkeit, wir sind für ein Wirtschaftssystem der Gerechtigkeit (Abg. Scheibner: Aber Sie sind in der Regierung!), und wir sind für soziale Gerechtigkeit.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Bucher.
Wir sind in der Regierung, ja, aber außer unserer Regierung gibt es noch 26 andere Regierungen, das scheinen Sie zu vergessen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Bucher.) Dann kämpfen Sie mit uns, dass diese Politik, die jetzt in der Europäischen Union die Mehrheitspolitik ist, geändert wird! (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Da muss man aber einige Regierungen dort abwählen, weil die nämlich in Wirklichkeit verpackelt und verbandelt sind mit den Spekulierern (Zwischenrufe beim BZÖ) und mit denjenigen, die in Wirklichkeit keine Regulierung der Finanzmärkte und der Märkte wollen.
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Wir sind in der Regierung, ja, aber außer unserer Regierung gibt es noch 26 andere Regierungen, das scheinen Sie zu vergessen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Bucher.) Dann kämpfen Sie mit uns, dass diese Politik, die jetzt in der Europäischen Union die Mehrheitspolitik ist, geändert wird! (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Da muss man aber einige Regierungen dort abwählen, weil die nämlich in Wirklichkeit verpackelt und verbandelt sind mit den Spekulierern (Zwischenrufe beim BZÖ) und mit denjenigen, die in Wirklichkeit keine Regulierung der Finanzmärkte und der Märkte wollen.
Zwischenrufe beim BZÖ
Wir sind in der Regierung, ja, aber außer unserer Regierung gibt es noch 26 andere Regierungen, das scheinen Sie zu vergessen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Bucher.) Dann kämpfen Sie mit uns, dass diese Politik, die jetzt in der Europäischen Union die Mehrheitspolitik ist, geändert wird! (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Da muss man aber einige Regierungen dort abwählen, weil die nämlich in Wirklichkeit verpackelt und verbandelt sind mit den Spekulierern (Zwischenrufe beim BZÖ) und mit denjenigen, die in Wirklichkeit keine Regulierung der Finanzmärkte und der Märkte wollen.
Abg. Strache: Haben Sie mit Herrn Dobusch aus Linz schon gesprochen, wie der mit dem Geld spekuliert hat?! Mit dem Bürgermeister von Linz müssen Sie sprechen!
Das ist gar nicht zum Lachen. Dass Sie als Kärntner überhaupt noch lachen können, wundert mich in diesem Zusammenhang überhaupt. (Abg. Strache: Haben Sie mit Herrn Dobusch aus Linz schon gesprochen, wie der mit dem Geld spekuliert hat?! Mit dem Bürgermeister von Linz müssen Sie sprechen!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sollten die Diskussion hier genau in diese Richtung und nur in diese Richtung führen! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig-Piesczek (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Werte Abgeordnete! Lieber Klubobmann Josef Cap, das war jetzt eine Provokation, und es regt mich mittlerweile schon unglaublich auf, wenn in Richtung Opposition immer pauschal gesagt wird, sie solle Vorschläge bringen. – Schauen wir uns einmal diese zwei Nationalratssitzungstage an, wie sähen sie ohne die Anträge der Opposition aus? (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Kickl: Auch noch zu viel!
Wir haben 36 Tagesordnungspunkte, allein 20 Anträge sind von den Grünen. Kollegin Birgit Schatz gehört eigentlich ins Guinness-Buch der Rekorde, sie gestaltet heute 40 Prozent der Tagesordnung. Wenn es nach der Regierungsarbeit, nach den Arbeitsfortschritten, die Sie vorlegen, ginge, würde es reichen, einen einzigen Tag Plenarsitzung in einem halben Jahr zu machen. (Abg. Kickl: Auch noch zu viel!) Das ist mittlerweile wirklich ein Armutszeugnis. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir haben 36 Tagesordnungspunkte, allein 20 Anträge sind von den Grünen. Kollegin Birgit Schatz gehört eigentlich ins Guinness-Buch der Rekorde, sie gestaltet heute 40 Prozent der Tagesordnung. Wenn es nach der Regierungsarbeit, nach den Arbeitsfortschritten, die Sie vorlegen, ginge, würde es reichen, einen einzigen Tag Plenarsitzung in einem halben Jahr zu machen. (Abg. Kickl: Auch noch zu viel!) Das ist mittlerweile wirklich ein Armutszeugnis. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wöginger: Du warst ja gar nicht im Ausschuss!
Um das noch einmal zu unterstreichen: Von diesen 40 Anträgen wurden 20 von den Grünen eingebracht, alle zum Sozialbereich – kein einziger wurde ernsthaft behandelt; pauschal abgelehnt. (Abg. Wöginger: Du warst ja gar nicht im Ausschuss!) Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich kein einziger Antrag wert ist – von der Senkung des Spitalskostenbeitrags bis zu einer besseren Situation für Praktikanten; viele Anliegen, die auch von der SPÖ vertreten werden –, positiv abgeschlossen zu werden, kein einziger Punkt, dass das alles pauschal nichts wert ist.
Abg. Riepl: Stimmt ja nicht!
Also auf der einen Seite komplette Arbeitsverweigerung, was die Regierung selbst betrifft (Abg. Riepl: Stimmt ja nicht!), und auf der anderen Seite nicht einmal ein Mindestmaß an ernsthafter Auseinandersetzung mit konstruktiven Vorschlägen der Opposition, insbesondere der Grünen. (Abg. Csörgits: Waren Sie im Sozialausschuss?) Das ist wirklich nicht mehr in Ordnung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Sie waren nicht im Ausschuss!)
Abg. Csörgits: Waren Sie im Sozialausschuss?
Also auf der einen Seite komplette Arbeitsverweigerung, was die Regierung selbst betrifft (Abg. Riepl: Stimmt ja nicht!), und auf der anderen Seite nicht einmal ein Mindestmaß an ernsthafter Auseinandersetzung mit konstruktiven Vorschlägen der Opposition, insbesondere der Grünen. (Abg. Csörgits: Waren Sie im Sozialausschuss?) Das ist wirklich nicht mehr in Ordnung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Sie waren nicht im Ausschuss!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Sie waren nicht im Ausschuss!
Also auf der einen Seite komplette Arbeitsverweigerung, was die Regierung selbst betrifft (Abg. Riepl: Stimmt ja nicht!), und auf der anderen Seite nicht einmal ein Mindestmaß an ernsthafter Auseinandersetzung mit konstruktiven Vorschlägen der Opposition, insbesondere der Grünen. (Abg. Csörgits: Waren Sie im Sozialausschuss?) Das ist wirklich nicht mehr in Ordnung. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Sie waren nicht im Ausschuss!)
Beifall bei den Grünen.
Das sind Versprechen, die Sie beide gemacht haben. Mit Ihren Unterschriften haben Sie uns garantiert, im Bereich Antikorruption werden vor dem Sommer Nägel mit Köpfen gemacht. Wo sind die? Wo sind diese Vorlagen? Wo ist Ihre Arbeit in diesem Bereich? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der zweite Bereich betrifft die Kinderbetreuung. Zuerst da drastisch zu kürzen, um dann wieder ein kleines Sümmchen draufzulegen – gut, es ist besser als nichts, aber trotzdem, das Schneckentempo in diesem Bereich wird halt nicht erhöht werden. Aber okay. – Das sind aber schon die einzigen Punkte. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Wer macht sich da auf? 8 000 Leute!
Was wurde aus den großen Fragen der Bildungsreform? – Jetzt neuerlich die ganztägige Betreuung zu verkünden – auch bereits im Loipersdorf-Paket angekündigt –, wird die vielen Eltern, Schülerinnen und Schüler, die sich jetzt zum Bildungs-Volksbegehren aufmachen, nicht wirklich begeistern. (Abg. Rädler: Wer macht sich da auf? 8 000 Leute!)
Abg. Amon: Schalmeientöne sind besser als Unkenrufe!
Ich glaube, dass der Frust über diesen Stillstand bei vielen berechtigterweise schon sehr groß ist. Und sich jetzt neuerlich nur herzustellen und nur Ankündigungen zu machen und zu sagen: Jetzt wird alles besser!, ist zu wenig. Es wäre ehrlicher, wenn Sie einmal sagen würden: Das schaffen wir, und das schaffen wir nicht! Aber immer wieder diese Schalmeientöne, die wirklich niemand mehr hören kann (Abg. Amon: Schalmeientöne sind besser als Unkenrufe!), und gleichzeitig eine Nationalratssitzung mit nur einem einzigen Gesetzesbeschluss in zwei Tagen, das ist zu wenig. Ich habe das noch nie erlebt wie in den letzten zehn Tagen. Das ist ein echtes Armutszeugnis! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Wo waren Sie die letzten zehn Tage?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Wo waren Sie die letzten zehn Tage?
Ich glaube, dass der Frust über diesen Stillstand bei vielen berechtigterweise schon sehr groß ist. Und sich jetzt neuerlich nur herzustellen und nur Ankündigungen zu machen und zu sagen: Jetzt wird alles besser!, ist zu wenig. Es wäre ehrlicher, wenn Sie einmal sagen würden: Das schaffen wir, und das schaffen wir nicht! Aber immer wieder diese Schalmeientöne, die wirklich niemand mehr hören kann (Abg. Amon: Schalmeientöne sind besser als Unkenrufe!), und gleichzeitig eine Nationalratssitzung mit nur einem einzigen Gesetzesbeschluss in zwei Tagen, das ist zu wenig. Ich habe das noch nie erlebt wie in den letzten zehn Tagen. Das ist ein echtes Armutszeugnis! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Rädler: Wo waren Sie die letzten zehn Tage?)
Beifall bei den Grünen.
Ich war die letzten zehn Tage arbeiten, genauso wie Sie, aber offensichtlich haben Sie nichts zustande gebracht, denn sonst hätten wir heute mehr auf der Tagesordnung. Es tut mir leid. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dazu könnten Sie sich vielleicht heute auch noch erklären, denn dieser Dauerwahlkampf in der Bundesregierung, ausschließlich die eigenen Positionen zu beschwören, keine gemeinsamen Lösungen zustande zu bringen, bringt Österreich mit Sicherheit nicht weiter. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Bucher: Schon wieder ein Kommunikationsproblem!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehschirmen! Kommunikation an sich ist ja noch keine Garantie für den Wahrheitsgehalt des Kommunizierten. Letzten Endes ist die Wahrheit ja das, was der Empfänger von Kommunikation dafür hält. Und insofern, meine Damen und Herren von der Opposition (Abg. Bucher: Schon wieder ein Kommunikationsproblem!), muss ich Ihnen ja fast ein Kompliment machen (Abg. Bucher: Ich weiß!): Es ist Ihnen gemeinsam mit den Transporteuren von Kommunikation in den letzten zwei Jahren gelungen, mit dem ständigen Wiederholen des Schlagwortes „Stillstand“ anderes wegzudiskutieren (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist ja die Wahrheit!), ja sogar bei einem Teil der Menschen das Gefühl zu erzeugen, dass das tatsächlich so sei. Nur: Die Wahrheit ist das nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe beim BZÖ: Ist ja so!)
Abg. Bucher: Ich weiß!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehschirmen! Kommunikation an sich ist ja noch keine Garantie für den Wahrheitsgehalt des Kommunizierten. Letzten Endes ist die Wahrheit ja das, was der Empfänger von Kommunikation dafür hält. Und insofern, meine Damen und Herren von der Opposition (Abg. Bucher: Schon wieder ein Kommunikationsproblem!), muss ich Ihnen ja fast ein Kompliment machen (Abg. Bucher: Ich weiß!): Es ist Ihnen gemeinsam mit den Transporteuren von Kommunikation in den letzten zwei Jahren gelungen, mit dem ständigen Wiederholen des Schlagwortes „Stillstand“ anderes wegzudiskutieren (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist ja die Wahrheit!), ja sogar bei einem Teil der Menschen das Gefühl zu erzeugen, dass das tatsächlich so sei. Nur: Die Wahrheit ist das nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe beim BZÖ: Ist ja so!)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist ja die Wahrheit!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehschirmen! Kommunikation an sich ist ja noch keine Garantie für den Wahrheitsgehalt des Kommunizierten. Letzten Endes ist die Wahrheit ja das, was der Empfänger von Kommunikation dafür hält. Und insofern, meine Damen und Herren von der Opposition (Abg. Bucher: Schon wieder ein Kommunikationsproblem!), muss ich Ihnen ja fast ein Kompliment machen (Abg. Bucher: Ich weiß!): Es ist Ihnen gemeinsam mit den Transporteuren von Kommunikation in den letzten zwei Jahren gelungen, mit dem ständigen Wiederholen des Schlagwortes „Stillstand“ anderes wegzudiskutieren (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist ja die Wahrheit!), ja sogar bei einem Teil der Menschen das Gefühl zu erzeugen, dass das tatsächlich so sei. Nur: Die Wahrheit ist das nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe beim BZÖ: Ist ja so!)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe beim BZÖ: Ist ja so!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher vor den Fernsehschirmen! Kommunikation an sich ist ja noch keine Garantie für den Wahrheitsgehalt des Kommunizierten. Letzten Endes ist die Wahrheit ja das, was der Empfänger von Kommunikation dafür hält. Und insofern, meine Damen und Herren von der Opposition (Abg. Bucher: Schon wieder ein Kommunikationsproblem!), muss ich Ihnen ja fast ein Kompliment machen (Abg. Bucher: Ich weiß!): Es ist Ihnen gemeinsam mit den Transporteuren von Kommunikation in den letzten zwei Jahren gelungen, mit dem ständigen Wiederholen des Schlagwortes „Stillstand“ anderes wegzudiskutieren (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Das ist ja die Wahrheit!), ja sogar bei einem Teil der Menschen das Gefühl zu erzeugen, dass das tatsächlich so sei. Nur: Die Wahrheit ist das nicht, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Rufe beim BZÖ: Ist ja so!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ursula Haubner: Wo ist das Transferkonto?
Das ist bestenfalls wahrgenommene Wahrheit, durch Sie erzeugte, und dabei wird völlig vergessen, dass es uns in dieser Legislaturperiode beispielsweise gelungen ist, eine Steuerentlastung für die Lohnsteuer- beziehungsweise Einkommensteuerpflichtigen von 3,5 Milliarden € durchzuführen, dass es uns gelungen ist, mit der Einführung des Transferkontos Sozialmissbrauch ein Stück zurückzudrängen und damit dafür zu sorgen, dass sich Leistung in diesem Land künftig mehr lohnt als in der Vergangenheit. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Ursula Haubner: Wo ist das Transferkonto?)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist uns gelungen, 20 000 neue Kinderbetreuungsplätze zu schaffen, die Betreuungsquote bei den Drei- bis Sechsjährigen auf über 90 Prozent anzuheben und so weiter. Wir haben dafür gesorgt, dass Österreich in den letzten 2,5 Jahren ein Stück kinderfreundlicher wurde, als es vorher war. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe beim BZÖ: Wo? – Abg. Strache: Stimmt ja nicht! Nicht einmal die Pensionsabgangsdeckung ist gegeben!
Es sind 1 000 Polizistinnen und Polizisten mehr im Einsatz. (Rufe beim BZÖ: Wo? – Abg. Strache: Stimmt ja nicht! Nicht einmal die Pensionsabgangsdeckung ist gegeben!) Die Schubhaft ist neu geregelt, Missbrauchsvermeidung beim Asylrecht. Meine Damen und Herren, wir haben dafür gesorgt, dass Österreich sicherer geworden ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es sind 1 000 Polizistinnen und Polizisten mehr im Einsatz. (Rufe beim BZÖ: Wo? – Abg. Strache: Stimmt ja nicht! Nicht einmal die Pensionsabgangsdeckung ist gegeben!) Die Schubhaft ist neu geregelt, Missbrauchsvermeidung beim Asylrecht. Meine Damen und Herren, wir haben dafür gesorgt, dass Österreich sicherer geworden ist! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ing. Westenthaler: 2,5 Jahre!) Wir sorgen damit dafür, dass Österreich als Wissens- und Innovationsstandort Beschäftigungsrekordhalter in Europa ist und bleibt, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir fördern die thermische Gebäudesanierung. Wir haben ein ambitioniertes Programm für die Förderung erneuerbarer Energieträger. Wir haben vorbildliche Umweltgesetze geschaffen. Wir haben in den letzten zweieinhalb Jahren dafür gesorgt, dass Österreich Spitzenreiter beim Einsatz erneuerbarer Energie ist und auch Spitzenreiter bei der Umweltsituation. – Das ist die Leistung dieser Koalition und dieser Bundesregierung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.
Es gäbe noch viele andere Maßnahmen aufzuzählen, die dafür gesorgt haben, dass Österreich weiterhin eines der reichsten, wirtschaftlich erfolgreichsten Länder dieser Erde ist, dass Österreich eines der Länder mit der geringsten Arbeitslosenrate dieser Welt ist, dass Österreich eines der Länder mit den geringsten Einkommensunterschieden dieser Erde ist, dass Österreich eines der Länder mit der besten Gesundheitsversorgung und auch eines der Länder mit der besten Altersversorgung ist, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Strache: Genau so viel wie die letzten Jahre, nicht? – Das ist eine gefährliche Drohung!
Aber zur Zukunft: Natürlich ist sich diese Bundesregierung, ist sich diese Koalition bewusst, dass auch noch vieles in den nächsten zweieinhalb Jahren bis zu den nächsten Wahlen zu tun sein wird (Abg. Strache: Genau so viel wie die letzten Jahre, nicht? – Das ist eine gefährliche Drohung!), und zwar zu tun sein wird, damit wir Österreich weiterhin auf diesem tollen Niveau, in jeder Hinsicht tollen Niveau (Abg. Bucher: Schuldenniveau!) halten können. Und dazu dienen diese sieben Arbeitspakete und diese 90 beschlossenen, vorgestellten Maßnahmen.
Abg. Bucher: Schuldenniveau!
Aber zur Zukunft: Natürlich ist sich diese Bundesregierung, ist sich diese Koalition bewusst, dass auch noch vieles in den nächsten zweieinhalb Jahren bis zu den nächsten Wahlen zu tun sein wird (Abg. Strache: Genau so viel wie die letzten Jahre, nicht? – Das ist eine gefährliche Drohung!), und zwar zu tun sein wird, damit wir Österreich weiterhin auf diesem tollen Niveau, in jeder Hinsicht tollen Niveau (Abg. Bucher: Schuldenniveau!) halten können. Und dazu dienen diese sieben Arbeitspakete und diese 90 beschlossenen, vorgestellten Maßnahmen.
Beifall bei der ÖVP.
Österreich wird durch die Schaffung eines Bundesamts für Asyl und Migration, durch die Zusammenlegung von hundert Behörden zu einer neuen Verwaltungsgerichtsbarkeit deutlich weniger Bürokratie zu gewärtigen haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Beistrich umsetzen und damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass sich Österreich wieder ein Stück nach vorne weiterentwickeln kann, zum Wohle der Menschen in diesem Lande. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Grosz: Wir sind im falschen Film!
Abgeordneter Josef Bucher (BZÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn man sich jetzt die beiden Reden der Klubobmänner von SPÖ und ÖVP angehört hat, dann hatte man nicht nur den Eindruck (Abg. Grosz: Wir sind im falschen Film!), dass es um zwei Regierungsparteien geht, sondern auch den Eindruck, dass es da offensichtlich um zwei verschiedenen Regierungen geht!
Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Da haben Sie nicht zugehört!
Sie haben nicht nur ein Kommunikationsproblem, glauben Sie mir das, Sie haben ein echtes Wahrnehmungsproblem. Das ist nämlich genau der Punkt! (Beifall beim BZÖ. – Abg. Amon: Da haben Sie nicht zugehört!)
Ruf beim BZÖ: Genau! – Abg. Ing. Westenthaler: Er hat die Oppositions-Platte aufgelegt!
Haben Sie das nicht bei den Reden von Herrn Cap gemerkt? – Da spricht die Opposition! (Ruf beim BZÖ: Genau! – Abg. Ing. Westenthaler: Er hat die Oppositions-Platte aufgelegt!) Der hat ja mit keinem Wort die Regierung verteidigt! Der hat ja mit keinem Wort das gelobt, was die Regierung ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nun, ich habe ja volles Verständnis für Ihre Aussagen, Herr Klubobmann, denn es gibt ja auch nichts zu loben. Es ist reiner Stillstand! (Abg. Kopf: Ständige Wiederholung macht es nicht wahrer!) Es ist die Verlängerung des Stillstandes pur! Das Einzige, was sich geändert hat: Man ist von einem Schlafwagenabteil in das nächste Schlafwagenabteil gegangen. Das ist die Veränderung, die man am Semmering vorgenommen hat! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Haben Sie das nicht bei den Reden von Herrn Cap gemerkt? – Da spricht die Opposition! (Ruf beim BZÖ: Genau! – Abg. Ing. Westenthaler: Er hat die Oppositions-Platte aufgelegt!) Der hat ja mit keinem Wort die Regierung verteidigt! Der hat ja mit keinem Wort das gelobt, was die Regierung ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nun, ich habe ja volles Verständnis für Ihre Aussagen, Herr Klubobmann, denn es gibt ja auch nichts zu loben. Es ist reiner Stillstand! (Abg. Kopf: Ständige Wiederholung macht es nicht wahrer!) Es ist die Verlängerung des Stillstandes pur! Das Einzige, was sich geändert hat: Man ist von einem Schlafwagenabteil in das nächste Schlafwagenabteil gegangen. Das ist die Veränderung, die man am Semmering vorgenommen hat! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kopf: Ständige Wiederholung macht es nicht wahrer!
Haben Sie das nicht bei den Reden von Herrn Cap gemerkt? – Da spricht die Opposition! (Ruf beim BZÖ: Genau! – Abg. Ing. Westenthaler: Er hat die Oppositions-Platte aufgelegt!) Der hat ja mit keinem Wort die Regierung verteidigt! Der hat ja mit keinem Wort das gelobt, was die Regierung ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nun, ich habe ja volles Verständnis für Ihre Aussagen, Herr Klubobmann, denn es gibt ja auch nichts zu loben. Es ist reiner Stillstand! (Abg. Kopf: Ständige Wiederholung macht es nicht wahrer!) Es ist die Verlängerung des Stillstandes pur! Das Einzige, was sich geändert hat: Man ist von einem Schlafwagenabteil in das nächste Schlafwagenabteil gegangen. Das ist die Veränderung, die man am Semmering vorgenommen hat! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Haben Sie das nicht bei den Reden von Herrn Cap gemerkt? – Da spricht die Opposition! (Ruf beim BZÖ: Genau! – Abg. Ing. Westenthaler: Er hat die Oppositions-Platte aufgelegt!) Der hat ja mit keinem Wort die Regierung verteidigt! Der hat ja mit keinem Wort das gelobt, was die Regierung ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Nun, ich habe ja volles Verständnis für Ihre Aussagen, Herr Klubobmann, denn es gibt ja auch nichts zu loben. Es ist reiner Stillstand! (Abg. Kopf: Ständige Wiederholung macht es nicht wahrer!) Es ist die Verlängerung des Stillstandes pur! Das Einzige, was sich geändert hat: Man ist von einem Schlafwagenabteil in das nächste Schlafwagenabteil gegangen. Das ist die Veränderung, die man am Semmering vorgenommen hat! (Beifall beim BZÖ.)
Heiterkeit der Abg. Ursula Haubner.
Wir hatten nämlich schon die berechtigte Hoffnung – das gebe ich offen zu, weil ich ein unverbesserlicher Optimist bin –, dass sich etwas an der Regierungsarbeit ändert, dass mit dem Wechsel an der Spitze der ÖVP mehr Dynamik hineinkommt, meine sehr geehrten Damen und Herren. Aber es ist alles beim Alten geblieben – sprichwörtlich beim Alten geblieben: beim alten Pröll in St. Pölten. (Heiterkeit der Abg. Ursula Haubner.) Da ist alles geblieben! Dort ist nach wie vor die Macht angesiedelt, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und danach richtet sich auch diese Bundesregierung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir hatten nämlich schon die berechtigte Hoffnung – das gebe ich offen zu, weil ich ein unverbesserlicher Optimist bin –, dass sich etwas an der Regierungsarbeit ändert, dass mit dem Wechsel an der Spitze der ÖVP mehr Dynamik hineinkommt, meine sehr geehrten Damen und Herren. Aber es ist alles beim Alten geblieben – sprichwörtlich beim Alten geblieben: beim alten Pröll in St. Pölten. (Heiterkeit der Abg. Ursula Haubner.) Da ist alles geblieben! Dort ist nach wie vor die Macht angesiedelt, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und danach richtet sich auch diese Bundesregierung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist das neuerliche Verkaufen, das Recycling alter Hüte, das Sie hier betreiben – denn für das, was Sie heute hier verkündet haben, Herr Bundeskanzler, Manager der Bundesregierung, hätten ja eineinhalb Minuten auch gereicht. Das ist ja nichts anderes als das, was auch im Regierungsübereinkommen zu lesen ist. Nichts anderes haben Sie heute hier gesagt! Und es bleibt dabei: Es sind Ankündigungen, es sind Ansagen, und es sind wiederum keine Taten, die Sie folgen lassen, sondern es ist das reine Verwalten des Stillstandes. – Das ist die Realität, mein sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Das ist genau Ihre Vorgehensweise, die wir schon kennen. Das ist Ihr Stil, Österreich zu regieren. Das ist nicht mutig! Das ist verklemmt, und das ist zum Schaden der Österreicherinnen und Österreicher und zum Schaden der Steuerzahler, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Und wenn wir schon beim Steuerzahler sind: Was ist mit der Ankündigung der Finanzministerin hinsichtlich Steuerreform? – Gleich bei der Bestellung und Inthronisierung große Sprüche zu klopfen und zu verkünden, es wird eine Steuerreform geben, und es dann mit einem Nachsatz so zu beschreiben: Nach der nächsten Nationalratswahl!, das ist auch nicht mutig, denn nach der nächsten Nationalratswahl, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP, werden Sie sicher keine Vertreter auf der Regierungsbank haben. – Das ist nicht mutig, was Sie hier von sich geben! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Diese Reformen bleiben Sie seit Jahr und Tag schuldig. Diese Reformen fordern wir ein! Das wäre eine offensive Regierungspolitik, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ – und nicht, sich hinter irgendwelchen klammheimlichen, kleinen Bagatellforderungen zu verstecken und Verniedlichungsakrobatik zu betreiben und das österreichische Volk an der Nase herumzuführen. Das ist nicht die ehrliche Politik, von der wir sprechen! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Amon: Eine Einschätzung ist aber noch keine Wahrheit!
Herr Kollege Kopf, wenn Sie sagen, das ist nicht die Wahrheit: Wissen Sie, die einzige Wahrheit, die wir als Volksvertreter kennen sollten, ist die Einschätzung der Bürger. (Abg. Amon: Eine Einschätzung ist aber noch keine Wahrheit!) Und die Einschätzung der Bürger ist jene, dass es in dieser Bundesregierung eine Politik des Stillstands gibt. Und die ist mit Ihrem Verhalten nicht zu leugnen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Herr Kollege Kopf, wenn Sie sagen, das ist nicht die Wahrheit: Wissen Sie, die einzige Wahrheit, die wir als Volksvertreter kennen sollten, ist die Einschätzung der Bürger. (Abg. Amon: Eine Einschätzung ist aber noch keine Wahrheit!) Und die Einschätzung der Bürger ist jene, dass es in dieser Bundesregierung eine Politik des Stillstands gibt. Und die ist mit Ihrem Verhalten nicht zu leugnen. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf beim BZÖ: Was ist mit der Bildungsreform? – Abg. Ing. Westenthaler: Die Ministerin erklärt uns jetzt das neue ÖVP-Leistungsprinzip: Mit drei Fünfern darf man aufsteigen!
Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Dr. Claudia Schmied: Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Liebe Regierungsmitglieder! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Hohes Haus! (Ruf beim BZÖ: Was ist mit der Bildungsreform? – Abg. Ing. Westenthaler: Die Ministerin erklärt uns jetzt das neue ÖVP-Leistungsprinzip: Mit drei Fünfern darf man aufsteigen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist wichtig für unsere Jugend, dass wir konstruktiv und respektvoll zusammenarbeiten – in der Regierung, mit dem Parlament und vor allem auch mit den Schulpartnern. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, nun zum Semmering. Wenn ich mir anschaue, was am Semmering passiert ist, dann fällt mir ein Begriff, oder eigentlich ist es vielmehr ein Bild, aus dem Bereich der Biologie ein. Eigentlich gehört es mehr in den Bereich der Paarhufer, und ich finde, dass dieser Begriff, dieses Bild, dieser Vergleich sehr passend ist. Sie sollten jetzt genau zuhören, meine Damen und Herren aufseiten der SPÖ und der ÖVP! Wenn nämlich ein vorverdauter Brei in Ruhephasen – Klammer auf: Semmering; Klammer zu – wieder hochgewürgt wird und nochmals zerkaut wird, bevor der weiterzerkaute Brei nochmals verschluckt und wieder hochgewürgt wird, dann, meine Damen und Herren, nennt man das Wiederkäuen. Wiederkäuen ist also der passende Begriff für diese Tätigkeit, und seit wenigen Wochen wissen wir, dass es Wiederkäuer nicht nur auf Österreichs Wiesen und in den Wäldern, sondern auch in den Regierungsbüros zuhauf gibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Höfinger.
Dieser Begriff des Wiederkäuens im übertragenen Sinn trifft ganz genau das, was Sie am Semmering produziert haben, meine Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Höfinger.) – Sie sollten sich nicht aufregen, sondern Ihre Aktivitäten oder Nichtaktivitäten überdenken!
Beifall bei der FPÖ.
Was ist passiert, meine Damen und Herren? – Sie sind in der klaren Gebirgsluft des Semmerings in sich gegangen. Sie sind zwischen – ich habe es nachgelesen – Sülzchen vom Rindfleisch, Alpenlachs und flambierten Marillen – habe ich vernommen – intensiv in sich gegangen und haben sich beraten. Sie haben sich proporzkoalitionär abgestimmt, und herausgekommen ist dann die „Semmeringer Frohbotschaft“, meine Damen und Herren. Die lautet dann so: SPÖ und ÖVP, also das neue „dynamic Duo“ Faymann und Spindelegger, werden in Zukunft, und das ist ein Versprechen, keine Nägel ohne Köpfe mehr produzieren. Damit ist Schluss. In Zukunft gibt es nur mehr Köpfe ohne Nägel, meine Damen und Herren. Das ist das Ergebnis der Semmering-Klausur. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist Ihr Lieblingsbetätigungsfeld, und da werden Sie sehr aktiv. Und, Herr Bundeskanzler, da bin ich ganz bei Ihnen: Ich hätte mir gewünscht, dass Sie dieselbe Energie, die Sie gemeinsam mit Ihrem Staatssekretär Ostermayer an den Tag gelegt haben, als es darum gegangen ist, eine ohnehin im Pleitezustand befindliche ÖBB mit Inseraten zur Selbstverherrlichung auszuplündern, an den Tag legen würden, wenn es darum geht, für die österreichische Bevölkerung endlich einmal etwas weiterzubringen. Aber da sind Sie bis zum heutigen Tag säumig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich rede von der Bildungsreform, meine Damen und Herren: Nicht genügend! Setzen! Durchgefallen!, und zwar quer durch alle Materien. Da hilft Ihnen Ihre Klausel mit den drei Fünfern und trotzdem aufsteigen auch nichts. Auch da ist nichts weitergegangen. Sie verabsäumen es, das Fundament der Bildungspolitik ordentlich herzurichten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme zum Schluss. Wenn Sie nach dem Prinzip der Wiederkehr des ewig Gleichen arbeiten wollen, dann empfehle ich Ihnen, meine Damen und Herren, ein Nietzsche-Seminar. Die Regierungstätigkeit ist dafür der falsche Ort. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
thema, das man vorbereitet hat, zu konzentrieren. Den Vergleich Wiederkäuer könnte man natürlich zurückgeben, wenn ich daran denke, dass Sie Ihre Reden zum x-ten Mal wiederholen, dass zum Beispiel Kollege Bucher hier zum x-ten Mal dasselbe herunterleiert, ohne einen neuen Inhalt, ohne – von Inhalten gar nicht zu reden – neue Vorwürfe zu bringen. Das ist einfach nur peinlich und lächerlich. (Beifall bei der SPÖ.) Der Regierung dann vorzuwerfen, sie sei ein Wiederkäuer, das ist nur noch peinlich. (Abg. Kickl: Dann seid’s still!) – Das gerade auch an Sie, Herr Kollege Kickl.
Abg. Kickl: Dann seid’s still!
thema, das man vorbereitet hat, zu konzentrieren. Den Vergleich Wiederkäuer könnte man natürlich zurückgeben, wenn ich daran denke, dass Sie Ihre Reden zum x-ten Mal wiederholen, dass zum Beispiel Kollege Bucher hier zum x-ten Mal dasselbe herunterleiert, ohne einen neuen Inhalt, ohne – von Inhalten gar nicht zu reden – neue Vorwürfe zu bringen. Das ist einfach nur peinlich und lächerlich. (Beifall bei der SPÖ.) Der Regierung dann vorzuwerfen, sie sei ein Wiederkäuer, das ist nur noch peinlich. (Abg. Kickl: Dann seid’s still!) – Das gerade auch an Sie, Herr Kollege Kickl.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich möchte mich auch nicht auf die Diskussion „Unser Geld für unsere Leut’“ einlassen. – Herr Kollege Strache, Kickl und Co, Sie wissen, was „Ihre Leut’“ mit dem Geld in Kärnten gemacht haben. Dort gibt es tatsächlich Budgetbelastungen. Sie haben Milliarden in den Sand gesetzt, was wir jetzt ausbaden müssen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das waren „Ihre Leut’“. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Frau Schmied von der Kommunalkredit! 2 Milliarden! BAWAG! ÖGB!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Frau Schmied von der Kommunalkredit! 2 Milliarden! BAWAG! ÖGB!
Ich möchte mich auch nicht auf die Diskussion „Unser Geld für unsere Leut’“ einlassen. – Herr Kollege Strache, Kickl und Co, Sie wissen, was „Ihre Leut’“ mit dem Geld in Kärnten gemacht haben. Dort gibt es tatsächlich Budgetbelastungen. Sie haben Milliarden in den Sand gesetzt, was wir jetzt ausbaden müssen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das waren „Ihre Leut’“. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strache: Frau Schmied von der Kommunalkredit! 2 Milliarden! BAWAG! ÖGB!)
Abg. Neubauer – einen Zeitungsausschnitt, auf dem die Überschrift „Verschenkte Milliarden“ zu lesen ist, in die Höhe haltend –: Das ist die Wahrheit, Herr Kollege Mayer! So schaut es aus!
Ich möchte Sie auffordern, schauen Sie sich einmal an – das sage ich auch als ehemaliger Schulleiter und Lehrer –: Wie kommen die Kinder, wenn sie den Kindergarten verlassen, sofern sie einen besucht haben, zu uns in die Schule? – Sie wissen, es gibt unterschiedlichste Tests, die man machen kann, ob in Bezug auf Sprachentwicklung, Mengenbilder, Motorik, Koordinationsfähigkeit, Ausdauer, Konzentration, es gibt viele Untersuchungen dazu, aber es lässt sich nirgendwo so deutlich darlegen wie an zwei Bildern, die ich Ihnen zeigen möchte, die Kinder im Alter von ungefähr sechs Jahren – eines davon sogar ein bisschen jünger – gezeichnet haben (Abg. Neubauer – einen Zeitungsausschnitt, auf dem die Überschrift „Verschenkte Milliarden“ zu lesen ist, in die Höhe haltend –: Das ist die Wahrheit, Herr Kollege Mayer! So schaut es aus!) ... – Vielleicht können Sie es sehen, ich möchte es Ihnen nur zeigen. (Der Redner hält zwei Zeichnungen mit demselben Motiv in unterschiedlicher Ausführung in die Höhe. – Abg. Strache: Sind das Ihre Zeichnungen!)
Der Redner hält zwei Zeichnungen mit demselben Motiv in unterschiedlicher Ausführung in die Höhe. – Abg. Strache: Sind das Ihre Zeichnungen!
Ich möchte Sie auffordern, schauen Sie sich einmal an – das sage ich auch als ehemaliger Schulleiter und Lehrer –: Wie kommen die Kinder, wenn sie den Kindergarten verlassen, sofern sie einen besucht haben, zu uns in die Schule? – Sie wissen, es gibt unterschiedlichste Tests, die man machen kann, ob in Bezug auf Sprachentwicklung, Mengenbilder, Motorik, Koordinationsfähigkeit, Ausdauer, Konzentration, es gibt viele Untersuchungen dazu, aber es lässt sich nirgendwo so deutlich darlegen wie an zwei Bildern, die ich Ihnen zeigen möchte, die Kinder im Alter von ungefähr sechs Jahren – eines davon sogar ein bisschen jünger – gezeichnet haben (Abg. Neubauer – einen Zeitungsausschnitt, auf dem die Überschrift „Verschenkte Milliarden“ zu lesen ist, in die Höhe haltend –: Das ist die Wahrheit, Herr Kollege Mayer! So schaut es aus!) ... – Vielleicht können Sie es sehen, ich möchte es Ihnen nur zeigen. (Der Redner hält zwei Zeichnungen mit demselben Motiv in unterschiedlicher Ausführung in die Höhe. – Abg. Strache: Sind das Ihre Zeichnungen!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Haben Sie Ihre Volksschulzeichnungen mitgenommen oder was? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Herr Klubobmann Strache, versuchen Sie einmal, ein bisschen sachlich zu bleiben und auf die Probleme einzugehen! Ich weiß schon, das fällt Ihnen schwer, aber versuchen Sie es! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Strache: Haben Sie Ihre Volksschulzeichnungen mitgenommen oder was? – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.)
Abg. Strache: Es sind ja nicht alle Kinder gleich! Sie wollen alle gleich!
Was ich aufzeigen will – und diese Unterschiede gibt es nicht nur beim Zeichnen, es gibt sie in der Sprachentwicklung, es gibt sie in der Motorik, es gibt sie in anderen Bereichen –, sind die Defizite, mit denen wir zu arbeiten und uns auseinanderzusetzen haben, wenn die Kinder in die Schule kommen. Genau aus diesem Grund war es uns wichtig, einen einheitlichen österreichweiten Bildungsplan für den Kindergartenbereich zu erstellen und ein verpflichtendes Kindergartenjahr umzusetzen, und zwar kostenlos für alle, um die Voraussetzungen zu verbessern. (Abg. Strache: Es sind ja nicht alle Kinder gleich! Sie wollen alle gleich!)
Abg. Strache: Von der roten Krippe bis zur roten Bahre!
Das (der Redner verweist noch einmal auf die beiden Zeichnungen, die er mittlerweile auf dem Rednerpult abgelegt hat) sind die Voraussetzungen, mit denen wir konfrontiert sind. Viele Maßnahmen, die wir gesetzt haben mit kleineren Klassen, mit verbesserter Sprachförderung (Abg. Strache: Von der roten Krippe bis zur roten Bahre!) – nein, das hat nichts damit zu tun, das hat damit zu tun, dass wir die Chancen für die Kinder verbessern wollen –, all diese Maßnahmen, beginnend bei der Kleinkindbetreuung bis hin zu einer besseren Schule, bis hin zu jenem Bereich, den wir jetzt diskutiert haben (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) ... – Ist meine Zeit schon abgelaufen? – Okay.
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Das (der Redner verweist noch einmal auf die beiden Zeichnungen, die er mittlerweile auf dem Rednerpult abgelegt hat) sind die Voraussetzungen, mit denen wir konfrontiert sind. Viele Maßnahmen, die wir gesetzt haben mit kleineren Klassen, mit verbesserter Sprachförderung (Abg. Strache: Von der roten Krippe bis zur roten Bahre!) – nein, das hat nichts damit zu tun, das hat damit zu tun, dass wir die Chancen für die Kinder verbessern wollen –, all diese Maßnahmen, beginnend bei der Kleinkindbetreuung bis hin zu einer besseren Schule, bis hin zu jenem Bereich, den wir jetzt diskutiert haben (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) ... – Ist meine Zeit schon abgelaufen? – Okay.
Abg. Strache: Können wir die Zeichnungen noch einmal sehen?
Ein Schlusssatz noch (Abg. Strache: Können wir die Zeichnungen noch einmal sehen?): Neben all diesen Bereichen, die eine unendlich lange Liste füllen, die wir hier beraten und diskutieren können, sind die nächsten beiden Projekte die wichtigsten, und das sind ein neues Dienstrecht und eine neue Lehrerausbildung, die uns dann in die Lage versetzen, die Dinge, die wir jetzt beschließen und beschlossen haben, auch tatsächlich umzusetzen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Schlusssatz noch (Abg. Strache: Können wir die Zeichnungen noch einmal sehen?): Neben all diesen Bereichen, die eine unendlich lange Liste füllen, die wir hier beraten und diskutieren können, sind die nächsten beiden Projekte die wichtigsten, und das sind ein neues Dienstrecht und eine neue Lehrerausbildung, die uns dann in die Lage versetzen, die Dinge, die wir jetzt beschließen und beschlossen haben, auch tatsächlich umzusetzen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn ich jetzt höre, dass wir mit der Neuen Mittelschule einen Schritt in die richtige Richtung machen, dann darf ich schon daran erinnern, was auch Sie von der ÖVP in diesem Bereich mitbeschlossen haben. Im Gesetz steht ganz klar, Ziel der Neuen Mittelschule ist das – wörtliches Zitat – „Hinausschieben einer (...) Bildungslaufbahnentscheidung“. Ziel der Neuen Mittelschule ist es, die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen vorzubereiten. Wenn Sie jetzt meinen, das Türschild „Hauptschule“ gegen das Türschild „Neue Mittelschule“ austauschen zu müssen, dann haben Sie überhaupt nichts weitergebracht – und genau dort stehen wir! Die Meldungen, die von Kolleginnen und Kollegen aus der Schule kommen, gehen alle in diese Richtung: Überall, für all das, was versprochen worden ist, Individualisierung und so weiter, fehlt das Geld. So kommen wir nicht weiter, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Unser Hinweis, unser Vorschlag, unsere Mahnung: Gehen Sie diese Konzepte solide an und nicht in diesem Horuckverfahren, wie wir das derzeit erleben! Machen Sie konkrete Vorschläge, so wie Sie das ja angekündigt haben, aber Vorschläge mit einem Ziel! Und dieses Ziel kann nur sein, dass wir dorthin kommen, was der Vorsitzende der ExpertInnenkommission zur Schulreform Peter Härtel, den Sie bestellt haben, gemeint hat. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Das, was derzeit geschieht, sei ein Drehen an „kleinen Rädchen“, was wir nicht brauchen. Wir brauchen ein Gesamtkonzept, wir brauchen Reformen, die das österreichische Schulwesen grundsätzlich reformieren – und davon sind wir leider meilenweit entfernt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Unser Hinweis, unser Vorschlag, unsere Mahnung: Gehen Sie diese Konzepte solide an und nicht in diesem Horuckverfahren, wie wir das derzeit erleben! Machen Sie konkrete Vorschläge, so wie Sie das ja angekündigt haben, aber Vorschläge mit einem Ziel! Und dieses Ziel kann nur sein, dass wir dorthin kommen, was der Vorsitzende der ExpertInnenkommission zur Schulreform Peter Härtel, den Sie bestellt haben, gemeint hat. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.) Das, was derzeit geschieht, sei ein Drehen an „kleinen Rädchen“, was wir nicht brauchen. Wir brauchen ein Gesamtkonzept, wir brauchen Reformen, die das österreichische Schulwesen grundsätzlich reformieren – und davon sind wir leider meilenweit entfernt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Nicht das Land, sondern Sie!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Vizekanzler! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Es wäre wünschenswert, dass manche der Oppositionspolitiker ein bisschen mehr an individueller Förderung in der Schule genossen hätten, dann wäre nämlich die negative Energie, die heute spürbar war, nicht ganz so ausgeprägt. Ich würde mir wünschen, dass Sie ein wenig mehr Zeit dafür aufwenden, sich inhaltlich und sachlich mit den Punkten, die wir Ihnen vorlegen, auseinanderzusetzen und nicht ständig das Land schlechtzureden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kickl: Nicht das Land, sondern Sie!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist wirklich unglaublich, was da an negativen Anwürfen vonseiten der Opposition kommt. Kollegin Glawischnig hat gemeint, sie könne die Schalmeientöne der Regierungsparteien nicht mehr hören. Dem halte ich entgegen, dass die Schalmeientöne allemal besser sind als Ihre permanenten Unkenrufe. Sehen Sie doch ein bisschen optimistisch in die Zukunft, denn dieses Land hat allen Grund dazu! Der beste Beweis auch für eine erfolgreiche Bildungspolitik ist doch die Situation, die wir in Österreich haben, ist die Beschäftigungslage, sind unsere erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmer, sind die tüchtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das ist der beste Beweis für eine erfolgreiche Bildungspolitik – und nicht irgendwelche selbst gefakten Statistiken, die Sie uns hier weiszumachen versuchen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kickl: Den Umfaller musst einmal erklären!
Wenn gefragt wird, wo denn das Leistungsprinzip bliebe, wo das Leistungsprinzip in der österreichischen Bildungslandschaft sei (Abg. Kickl: Den Umfaller musst einmal erklären!), dann möchte ich Ihnen sagen: Ich denke, es geht auch darum, dass wir insofern einen Paradigmenwechsel herbeiführen, dass wir Leistung, die erbracht wurde, auch anerkennen und dass einmal erbrachte Leistungen nicht verlorengehen. Das bedeutet eine erhöhte Flexibilität im Bildungssystem. Das bedeutet eine erhöhte Durchlässigkeit im Bildungssystem (Abg. Kickl: Umgefallen seid ihr!), wenn Sie etwa an den gesamten dualen berufspraktischen Bereich denken, an die Idee, vom „Meister“ zum „Master“ zu kommen. Das ist eine erfolgreiche, eine durchschlagskräftige Bildungspolitik, meine Damen und Herren!
Abg. Kickl: Umgefallen seid ihr!
Wenn gefragt wird, wo denn das Leistungsprinzip bliebe, wo das Leistungsprinzip in der österreichischen Bildungslandschaft sei (Abg. Kickl: Den Umfaller musst einmal erklären!), dann möchte ich Ihnen sagen: Ich denke, es geht auch darum, dass wir insofern einen Paradigmenwechsel herbeiführen, dass wir Leistung, die erbracht wurde, auch anerkennen und dass einmal erbrachte Leistungen nicht verlorengehen. Das bedeutet eine erhöhte Flexibilität im Bildungssystem. Das bedeutet eine erhöhte Durchlässigkeit im Bildungssystem (Abg. Kickl: Umgefallen seid ihr!), wenn Sie etwa an den gesamten dualen berufspraktischen Bereich denken, an die Idee, vom „Meister“ zum „Master“ zu kommen. Das ist eine erfolgreiche, eine durchschlagskräftige Bildungspolitik, meine Damen und Herren!
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Denken Sie auch daran, dass wir das alles nicht nur als Politiker machen wollen, sondern dass wir die Schulpartner, die Gemeinden, die Länder, bei all diesen Maßnahmen mitnehmen wollen! (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP.
So macht man eine gute Schulpolitik – und nicht mit diesem negativistischen Ansatz, den Sie von der Opposition betreiben! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kopf: Na geh, hör auf!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Kollege Amon, was Sie hier vollziehen, ist nicht nur ein Umfallen mit Krachen und mit Pauken und Trompeten, sondern Sie proklamieren hier einmal mehr, dass die ÖVP nicht mehr für Leistung steht (Abg. Kopf: Na geh, hör auf!), Sie gehen den linken Träumereien einer Nivellierung der Ausbildung auf den Leim. Mit drei Fünfern aufsteigen, Eintopfschule, bald werden die Noten überhaupt abgeschafft werden (Abg. Kickl: Jeder macht, was er will!) – Sie von der ÖVP haben sich verabschiedet, Sie haben mit dem Leistungsgedanken überhaupt nichts mehr am Hut! (Beifall beim BZÖ.) Aber das ist Ihr Problem, das müssen Sie den Wählern erklären.
Abg. Kickl: Jeder macht, was er will!
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Kollege Amon, was Sie hier vollziehen, ist nicht nur ein Umfallen mit Krachen und mit Pauken und Trompeten, sondern Sie proklamieren hier einmal mehr, dass die ÖVP nicht mehr für Leistung steht (Abg. Kopf: Na geh, hör auf!), Sie gehen den linken Träumereien einer Nivellierung der Ausbildung auf den Leim. Mit drei Fünfern aufsteigen, Eintopfschule, bald werden die Noten überhaupt abgeschafft werden (Abg. Kickl: Jeder macht, was er will!) – Sie von der ÖVP haben sich verabschiedet, Sie haben mit dem Leistungsgedanken überhaupt nichts mehr am Hut! (Beifall beim BZÖ.) Aber das ist Ihr Problem, das müssen Sie den Wählern erklären.
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Ing. Peter Westenthaler (BZÖ): Herr Kollege Amon, was Sie hier vollziehen, ist nicht nur ein Umfallen mit Krachen und mit Pauken und Trompeten, sondern Sie proklamieren hier einmal mehr, dass die ÖVP nicht mehr für Leistung steht (Abg. Kopf: Na geh, hör auf!), Sie gehen den linken Träumereien einer Nivellierung der Ausbildung auf den Leim. Mit drei Fünfern aufsteigen, Eintopfschule, bald werden die Noten überhaupt abgeschafft werden (Abg. Kickl: Jeder macht, was er will!) – Sie von der ÖVP haben sich verabschiedet, Sie haben mit dem Leistungsgedanken überhaupt nichts mehr am Hut! (Beifall beim BZÖ.) Aber das ist Ihr Problem, das müssen Sie den Wählern erklären.
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Linder.
Herr Klubobmann Cap, Sie und Ihre Fraktion lassen keine Gelegenheit aus, Ihr Trauma einer schwarz-blauen Koalition zu Beginn der 2000er Jahre zu kritisieren und zu dämonisieren. Einen Vergleich können Sie heranziehen: Diese blau-schwarze Regierung hat in den ersten zwei Jahren ihrer Existenz zwei Drittel des Regierungsprogramms abgearbeitet und in die Realität umgesetzt – Ihre Regierung hat bis heute überhaupt nichts zustande gebracht! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Linder.) Das ist die Wahrheit, und das ist auch das, was wir kritisieren.
Beifall beim BZÖ.
„Mittlerweile hat sich nämlich europaweit durchgesprochen“ – Herr Klubobmann Cap und Kollegen von der SPÖ –, „dass es hierzulande kein ,Jobwunder‘ zu bestaunen gibt. Sondern bestenfalls teuer geschönte Statistiken: Österreich hat sich niedrige Arbeitslosenzahlen mit lachhaft langen Studienzeiten, juvenilen Pensionisten und dem systematischen Verstecken von Jobsuchenden in aberwitzigen Schulungen erkauft.“ (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Das ist eine der größten Lebenslügen Ihrer Regierung, dass Sie dauernd behaupten, es gebe ein Jobwunder. In Wirklichkeit haben wir nach wie vor die höchsten Schulden, die höchsten Steuern und die höchste Arbeitslosigkeit seit den letzten Jahrzehnten in diesem Land. Das wollen Sie nicht wahrhaben, aber das ist die Wahrheit. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Ich sage Ihnen eines: Die Bevölkerung hat eigentlich nur eine Möglichkeit, eine einzige Möglichkeit, zu antworten, und das wird die nächste Nationalratswahl sein. Darauf können Sie Gift nehmen. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Die Bevölkerung wird sich gegen Ihre Politik wehren und Sie abwählen, dass es sich nur so gewaschen hat. Ich freue mich auf diesen Tag der Abrechnung der Bevölkerung mit dieser gescheiterten Regierung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich sage Ihnen eines: Die Bevölkerung hat eigentlich nur eine Möglichkeit, eine einzige Möglichkeit, zu antworten, und das wird die nächste Nationalratswahl sein. Darauf können Sie Gift nehmen. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Die Bevölkerung wird sich gegen Ihre Politik wehren und Sie abwählen, dass es sich nur so gewaschen hat. Ich freue mich auf diesen Tag der Abrechnung der Bevölkerung mit dieser gescheiterten Regierung. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich meine, mit diesen Maßnahmen werden wir die Universitätslandschaft in Österreich weiterbringen und voranbringen. – Danke sehr. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, es wäre auch wichtig, die jungen Menschen über diese neu eingeführte Frist zu informieren. Die Frau Unterrichtsministerin macht das bei den Schülern schon. Das ist vorbildlich. Das könnte in anderen Bereichen auch noch geschehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Katharina Cortolezis-Schlager (ÖVP): Herr Vorsitzender! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmen! Österreich hat hervorragende Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die weltweit anerkannt sind, und das auf allen Gebieten. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir müssen aber bei der Bildung auch bedenken, dass Österreich bereits in der Sekundarstufe ein sehr differenziertes Bildungssystem hat. Wir möchten aber genauso sicherstellen, dass die Lehrlingsausbildung gleichwertig ist mit der Ausbildung im akademischen Bereich. Vergessen wir nicht, dass unsere Wirtschaft genügend Facharbeiter und Facharbeiterinnen braucht und daher die Erhöhung der Akademikerquote genauso wichtig ist wie die Erhöhung der Zahl der Lehrlinge. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Österreich wird mehr in die Forschung investieren. Voraussetzung dafür ist ein neues Modell der studienplatzbezogenen Finanzierung. Es steht, wie meine Vorrednerin und der Herr Minister gesagt haben, jetzt auf der Tagesordnung, da eine gravierende Systemumstellung zu machen, denn wir hatten in den vergangenen Jahren 25 Prozent mehr Studierende allein zwischen 2005 und 2011. Dieser Zahl müssen wir gerecht werden durch neue Modelle der Finanzierung. Wir brauchen weiters einen Hochschulplan mit besserer Koordination untereinander. Und wir brauchen mehr Qualität durch ein neues Qualitätssicherungssystem. Vieles vor uns – aber vieles auch schon geschafft! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt darf ich Sie unter Anwendung der tatsächlichen Faktenlage aufklären und Ihnen sagen: Diese Spekulanten sind ausschließlich daran interessiert, dass diese Staaten in Südeuropa nicht pleitegehen! Denn: Wer kauft denn all diese Anleihen? Da könnten einmal Sie sich selbst, Ihre Fraktion, aber auch die Zuseher schlau machen, um zu erfahren, dass das etwa die Crédit Lyonnais ist, dass das etwa die Société Générale ist, dass das etwa die Deutsche Bank ist. Auch der Herr Nowotny hat gekauft. Wie viel hat denn die EZB gekauft? – Das sind die Spekulanten, die mit billigstem Geld der Europäischen Zentralbank Geschäfte machen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, dass Sie nicht den europäischen Arbeitnehmern, dass Sie nicht den österreichischen Arbeitnehmern, wo Sie mit viel Gewerkschaftsrhetorik versuchen, die Leute bei der Stange zu halten, helfen, sondern Sie helfen einer einzigen Gruppe, und das sind die Spekulanten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Bundeskanzler Faymann verweigert diesbezüglich jegliche Auskunft, weil er ja als Privatperson dort die Staatschefs und die Finanzmagnaten dieser Welt getroffen hat. Ich sage aber: Besser das auf den Tisch, was die Bilderberger mit dem Herrn Faymann vereinbart haben, als das, was Sie als mickriges „Zauberberg“-Ergebnis hier heute zum Besten geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kopf: Dazu habe ich heute gar nichts gesagt!
ist einfach die, dass man schaut, ob die Geldmenge in Äquivalenz zur Produktion steht. (Abg. Kopf: Dazu habe ich heute gar nichts gesagt!)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man sich die Geldmengenerweiterung ansieht seit dem Zeitpunkt, zu dem der Euro eingeführt wurde, im Vergleich zu der Produktion im Euro-Raum, dann kommt man drauf, dass da eine Lücke von 60 Prozent klafft. Das ist auch genau der Grund, warum es heute ein Wiener Schnitzel in Schilling umgerechnet um 170, 180 S gibt, warum immer mehr Güter und Waren ein Preisniveau erreicht haben, das sich kaum jemand mehr leisten kann. Der Euro hat eine gigantische Kaufkraftabwertung gebracht, und deswegen ist er alles andere als eine Erfolgsstory, Herr Klubobmann Kopf. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer
Sie und Ihr stellvertretender Klubobmann Amon müssen auch darüber aufgeklärt werden (Zwischenruf des Abg. Mag. Donnerbauer) – es ist richtig, dass Österreichs Wirtschaft exportorientiert ist, genauso wie die der Bundesrepublik Deutschland –, dass sich bei den Exportquoten von heute im Vergleich zu jenen im letzten Jahr des Schillings überhaupt nichts verändert hat. Nichts spräche gegen eine harte Währung, wie wir sie damals mit dem Schilling oder in der Bundesrepublik Deutschland mit der D-Mark hatten. Damals gab es dieselben Exportquoten wie heute, aber damals, Herr Klubobmann Kopf, war das Geld noch etwas wert, damals waren das nicht nur bunte bedruckte Zettel.
Beifall bei der FPÖ.
Es fehlen Lösungen für die großen Probleme, die Währungssicherheit, die soziale Sicherheit, die Sicherung unseres Wohlstands. Bei den Reformen in den zentralen Bereichen haben Sie nichts zustande gebracht. Das ist das enttäuschende Ergebnis, das Sie hier heute zur Debatte stellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Reden wir jetzt einmal von Logos. In Wahrheit ist das, wenn ein Uni-Budget nominell und real sinkt, wenn es rückläufig ist, kein Stillstand – da hast du (in Richtung Bundesminister Dr. Töchterle) recht –, sondern das ist ein Rückschritt. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Wir wollen ins europäische Spitzenfeld. Viele Unis – ich habe jetzt einige besucht, gerade um die Wahrheit zu hören – verordnen sich selbst einen Investitionsstopp, um nicht 2013 bankrott zu sein, sagen sie mir. An der Bodenkultur überlegt man die Streichung zweier Studienrichtungen. An den medizinischen Universitäten werden die Nachtdienste gekürzt, und sie schrammen jetzt an der Grenze der Verletzung des Arbeitszeitgesetzes. Ist das Fortschritt? – Ich sage nein. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Und wenn heuer, und das wissen Sie alle, über 10 000 Studierende – zumindest über 10 000 Studierende! – vor verschlossenen Toren der Universitäten stehen, halte ich auch das für keinen Fortschritt, und von richtigen Gegenprojekten habe ich hier noch nichts gehört. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Bucher: Neustart!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Meine Damen und Herren! Es soll ja in Österreich noch da und dort grenzenlose Optimisten geben, die sich von der heutigen Präsentation dieser Bundesregierung wirklich etwas substanziell Neues erwartet haben: eine zumindest optisch bemerkbare Aufbruchsstimmung von den Regierungsmitgliedern, wo spannende Ideen präsentiert werden, über die wir diskutieren, über die wir streiten können (Abg. Bucher: Neustart!), einen Neustart, um diese Durchhänger der beiden Regierungsparteien in den Meinungsumfragen zu kompensieren und wo die Menschen sehen: Ja, man hat etwas gelernt in dieser Bundesregierung! Man will das jetzt anders anpacken. Jetzt gibt es da ein neues Team, und das ist mit großer Dynamik und mit Elan und mit Eifer und Begeisterung dabei, um die wichtigen Fragen betreffend die Zukunft der Bevölkerung hier in Österreich auch beantworten zu können. (Abg. Riepl: Genau so ist es! – Ruf bei der SPÖ: Richtig analysiert!) – Genau so ist es.
Abg. Riepl: Genau so ist es! – Ruf bei der SPÖ: Richtig analysiert!
Abgeordneter Herbert Scheibner (BZÖ): Meine Damen und Herren! Es soll ja in Österreich noch da und dort grenzenlose Optimisten geben, die sich von der heutigen Präsentation dieser Bundesregierung wirklich etwas substanziell Neues erwartet haben: eine zumindest optisch bemerkbare Aufbruchsstimmung von den Regierungsmitgliedern, wo spannende Ideen präsentiert werden, über die wir diskutieren, über die wir streiten können (Abg. Bucher: Neustart!), einen Neustart, um diese Durchhänger der beiden Regierungsparteien in den Meinungsumfragen zu kompensieren und wo die Menschen sehen: Ja, man hat etwas gelernt in dieser Bundesregierung! Man will das jetzt anders anpacken. Jetzt gibt es da ein neues Team, und das ist mit großer Dynamik und mit Elan und mit Eifer und Begeisterung dabei, um die wichtigen Fragen betreffend die Zukunft der Bevölkerung hier in Österreich auch beantworten zu können. (Abg. Riepl: Genau so ist es! – Ruf bei der SPÖ: Richtig analysiert!) – Genau so ist es.
Zwischenruf des Abg. Riepl
Es gab vielleicht noch ein paar wenige Optimisten, die das geglaubt haben, aber nach der heutigen Präsentation, lieber Kollege Riepl, habt ihr auch die vergrault: die letzten Optimisten, die noch irgendeine Chance gesehen haben, dass in dieser Legislaturperiode einige der wichtigen Maßnahmen nicht nur diskutiert werden (Zwischenruf des Abg. Riepl), nicht nur in irgendwelchen Überschriften beleuchtet werden, sondern auch gelöst werden. Meine Damen und Herren, die wichtigen Fragen, hier lustlos, emotionslos vorgetragen, sind weiter unbeantwortet! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es gab vielleicht noch ein paar wenige Optimisten, die das geglaubt haben, aber nach der heutigen Präsentation, lieber Kollege Riepl, habt ihr auch die vergrault: die letzten Optimisten, die noch irgendeine Chance gesehen haben, dass in dieser Legislaturperiode einige der wichtigen Maßnahmen nicht nur diskutiert werden (Zwischenruf des Abg. Riepl), nicht nur in irgendwelchen Überschriften beleuchtet werden, sondern auch gelöst werden. Meine Damen und Herren, die wichtigen Fragen, hier lustlos, emotionslos vorgetragen, sind weiter unbeantwortet! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Bucher.
Das ist ja nur mehr ein Zeitschinden – ich will da gar keine Vergleiche aus dem Sport bringen –, um über die Runden zu kommen. (Zwischenruf des Abg. Bucher.) Nur ja nicht irgendwo anecken, den Ball hin- und herspielen, nicht mehr streiten, nur ja kein Reizthema mehr ansprechen, alles aufschieben, denn unter Umständen sind dann die Vergessenskurve und das Einlullen so groß, dass man am Wahltag vielleicht doch noch das große Desaster, das sich jetzt ankündigt, abwenden kann.
Beifall bei BZÖ und FPÖ.
Aber, meine Damen und Herren, das ist natürlich ein Problem, denn noch zweieinhalb Jahre so weitertun, wie Sie das bis jetzt gemacht haben, ist eine Katastrophe für Österreich. Es stimmt schon, Herr Kollege Amon, Österreich ist ein gutes Land, wir haben eine gute Wirtschaft – Gott sei Dank! Sie ist nämlich so stark, dass sie sogar solch eine Regierung aushält. Hier muss man wirklich gratulieren! Da gibt es nicht viele Länder in Europa, wo das so ist. (Beifall bei BZÖ und FPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Aber auch die Opposition hält sie aus!
Meine Damen und Herren! Wo sind denn die wichtigen ...? (Abg. Mag. Gaßner: Aber auch die Opposition hält sie aus!) – Ja, die Opposition hält es aus, selbstverständlich! Aber die Frage ist, ob es die Österreicherinnen und Österreicher aushalten und aushalten sollen. (Abg. Mag. Gaßner: Nein, euch hält sie aus!)
Abg. Mag. Gaßner: Nein, euch hält sie aus!
Meine Damen und Herren! Wo sind denn die wichtigen ...? (Abg. Mag. Gaßner: Aber auch die Opposition hält sie aus!) – Ja, die Opposition hält es aus, selbstverständlich! Aber die Frage ist, ob es die Österreicherinnen und Österreicher aushalten und aushalten sollen. (Abg. Mag. Gaßner: Nein, euch hält sie aus!)
Abg. Mag. Gaßner: Das ist eh kein Witz, das ist eh ernst!
Es ist jetzt nicht die Zeit, um hier Witze zu machen, meine Damen und Herren von der SPÖ (Abg. Mag. Gaßner: Das ist eh kein Witz, das ist eh ernst!), sondern Sie bringen ja nicht einmal Ihre Dinge durch. Die Frau Bildungsministerin, es ist heute schon gesagt worden, hat doch ein fix und fertiges Konzept zur Schulreform vorgelegt. Die von Ihnen so ein bisschen abgewertete Opposition hat zugestimmt. Wir haben gesagt: Ja, machen wir es, sofort! – Das ist ein Jahr her. Das findet man nicht einmal mehr in diesem neuen Aufbruchpapier. Ja, man zeigt zur ÖVP, aber das ist nicht unser Prob
Beifall beim BZÖ.
lem! Ihr sollt euch nicht gegenseitig neutralisieren, sondern gemeinsam mit uns die wirklichen Reformen für die Zukunft hier umsetzen! (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.
Oder bei der Sicherheit: Sie schreiben da hinein, die Aufgabenerfüllung des Bundesheeres soll verstärkt werden, Investitionen sollen gestärkt werden. – Bei dem Budget ist überhaupt nichts mehr möglich! Die Wehrpflicht, die Sie selbst als Thema angezogen haben, wird jetzt noch einmal zum Wahlkampfthema gemacht. Damit wird noch einmal unsachlich über die Sicherheit des Landes diskutiert. (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim BZÖ.
Mit dieser Regierung, meine Damen und Herren, wird Österreich leider nicht weiterkommen. Aber wie Kollege Amon schon gesagt hat: Österreich ist ein gutes Land! Die Bevölkerung wird auch diese Regierung aushalten und beim nächsten Wahltag dann die Rechnung präsentieren. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Scheibner: Wo denn? Na wo? – Weitere Rufe beim BZÖ: Wo?
Herr Abgeordneter Scheibner, Sie stellen sich her und sagen „Stillstand“. Sie selbst haben das Budgetbegleitgesetz mitdebattiert, wo das, was Sie hier verlangen, bereits umgesetzt ist. (Abg. Scheibner: Wo denn? Na wo? – Weitere Rufe beim BZÖ: Wo?) Lesen Sie das, was Sie hier beschließen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das ist doch bereits umgesetzt!
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Abgeordneter Scheibner, Sie stellen sich her und sagen „Stillstand“. Sie selbst haben das Budgetbegleitgesetz mitdebattiert, wo das, was Sie hier verlangen, bereits umgesetzt ist. (Abg. Scheibner: Wo denn? Na wo? – Weitere Rufe beim BZÖ: Wo?) Lesen Sie das, was Sie hier beschließen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das ist doch bereits umgesetzt!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo ist das, dass die Beamten jetzt auch 45 Dienstjahre brauchen? – Abg. Ing. Westenthaler: Die ältesten Studenten und die jüngsten Pensionisten!
Und die Langzeitversicherung für das, was Sie hier verlangen, ist bereits Geschichte! Lesen Sie doch wenigstens die Protokolle dieses Hauses, bevor Sie sich hier herstellen! Lesen Sie doch bitte einmal etwas! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wo ist das, dass die Beamten jetzt auch 45 Dienstjahre brauchen? – Abg. Ing. Westenthaler: Die ältesten Studenten und die jüngsten Pensionisten!)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Wir nehmen Menschen ernst! Wir verbreiten hier nicht heiße Luft, sondern wir nehmen Menschen ernst. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und nebenbei gibt es auch noch eine kleine Verwaltungsreform: Statt 303 auszahlenden Stellen gibt es ab dem 1. Jänner nur mehr acht. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Gleich weiter in diesem Ton: Sehr geschätzter Herr Abgeordneter Westenthaler! Sehr geschätzter Herr Abgeordneter Kickl, der jetzt nicht im Raum ist! Sie haben in Ihren Wortmeldungen die Schulungsmaßnahmen des AMS sehr negativ dargestellt. Wir in Österreich bekennen uns dazu, dass wir die Arbeitslosen nicht nur verwalten, sondern den Arbeitslosen auch Hilfestellung geben, damit sie viel leichter und viel schneller wieder in den Arbeitsprozess einsteigen können. Das ist eine sozial gerechtfertigte Politik. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Auf den Punkt gebracht, meine Damen und Herren: Wir kümmern uns um jene Menschen, die arbeitslos sind. Wir sind stolz darauf, dass wir in Österreich die geringste Arbeitslosigkeit im Vergleich mit allen anderen europäischen Ländern haben, wir wissen aber auch, dass jeder Arbeitslose und jede Arbeitslose ein Arbeitsloser und eine Arbeitslose zu viel ist. Dagegen kämpfen wir und für diese Menschen arbeiten wir. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grosz.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte eingangs meiner Rede heute einmal den Österreicherinnen und Österreichern danken für ihre Leistungen und für die Kraft, wie wir gemeinsam auch mit den Maßnahmen der Bundesregierung diese Krise durchgestanden haben, meine Damen und Herren. Das war vorbildhaft in Europa, und darauf können wir stolz sein! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Grosz.
Wir haben heute eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten, wir haben heute die höchste Beschäftigungsquote in Europa, und Österreich ist Gott sei Dank wieder auf Wachstumskurs. Die Menschen haben Arbeit, die Menschen haben Einkommen – das ist eigentlich das Wichtigste, was die Menschen haben müssen. Nun gilt es, Österreich weiter zu modernisieren, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, und ich glaube, ein wichtiger Teil dafür – und ich bin froh darüber, dass es ihn gibt – ist dieser Arbeitspakt der Bundesregierung mit seinen sieben Punkten. (Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.
Ganz wichtig sind dabei die Investitionen in Umwelttechnologie und Green Jobs, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, eine Riesenchance für Österreich, den erfolgreichen Weg in der Umsetzung der erneuerbaren Energieträger weiter fortzusetzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.) Hier sind wir europaweit Schrittmacher, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ganz wichtig sind dabei die Investitionen in Umwelttechnologie und Green Jobs, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, eine Riesenchance für Österreich, den erfolgreichen Weg in der Umsetzung der erneuerbaren Energieträger weiter fortzusetzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.) Hier sind wir europaweit Schrittmacher, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.
Zanger), das Rückgrat für den ländlichen Raum, die bäuerlichen Familienbetriebe, die Betriebe im ländlichen Raum, geht es doch darum, den ländlichen Raum als Wirtschaftsstandort attraktiv gestalten zu können, den Menschen in Österreich Lebensmittelsicherheit bieten zu können, Ernährungssouveränität bieten zu können. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grosz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber
Und ich sage heute zum Abschluss, meine Damen und Herren, ich habe es schon mehrmals gesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber): Agrarpolitik ist moderne Gesellschaftspolitik, weil sie in den letzten Jahrzehnten nachhaltig von der ÖVP und vom Bauernbund gestaltet wurde. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Aber nicht Bauernbundpolitik!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Aber nicht Bauernbundpolitik!
Und ich sage heute zum Abschluss, meine Damen und Herren, ich habe es schon mehrmals gesagt (Zwischenruf des Abg. Dr. Pirklhuber): Agrarpolitik ist moderne Gesellschaftspolitik, weil sie in den letzten Jahrzehnten nachhaltig von der ÖVP und vom Bauernbund gestaltet wurde. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Gaßner: Aber nicht Bauernbundpolitik!)
Beifall des Abg. Höfinger
Abgeordneter Ing. Norbert Hofer (FPÖ): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Wenn wir uns heute die Ausführungen der Vertreter der Regierungsparteien anhören, dann müssen wir zum Schluss kommen, dass in Österreich alles in Ordnung ist. Es ist auch nicht so, dass alles schlecht ist, das darf man wirklich nicht sagen (Beifall des Abg. Höfinger), aber es ist doch das Bild, dass man außerhalb dieses Hauses hat, ein anderes als jenes hier im Parlament. Ich habe jetzt gerade eine SMS bekommen, die ich vorlesen möchte:
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Entschuldige vielmals die Störung! Ich sehe die Debatte im Fernsehen, du sitzt jetzt direkt an der Quelle. Frag doch mal, sofern du heute noch eine Rede hältst, wie ein österreichischer Bürger mit keinem einzigen Cent mehr drei Wochen leben soll. Wenn du keine Rede hältst, zeig die SMS weiter oder reibe es Frau Fekter unter die Nase oder einem anderen der ÖVP oder der SPÖ und frag doch bitte, was die Klausur am Semmering gekostet hat. Liebe Grüße. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ
Das heißt, dass es sehr wohl Auswirkungen hat, dass wir in Österreich nicht jene notwendigen Maßnahmen umsetzen, die wir umsetzen müssten. Und das ist der Vorwurf, den wir Ihnen machen, meine Damen und Herren (Beifall bei der FPÖ), dass
Beifall bei der FPÖ.
Wenn wir aber die Gesundheitsreform endlich umsetzen – und da hätten Sie mit uns einen Partner, der die notwendigen Stimmen für die Verfassungsmehrheit zur Verfügung stellt –, dann könnten wir uns diese Mehrbelastung für die Bürger wirklich ersparen. Wir haben in Österreich zu viele Akutbetten und zu wenig Pflegeplätze. Das kostet uns Jahr für Jahr Milliarden. Wir geben 1,2 Prozent des BIP für Langzeitpflege aus. Wir werden in Zukunft das Doppelte ausgeben müssen, um eine menschenwürdige Pflege in Österreich sicherzustellen. Das geht eben nur dann, wenn man mutig eine Gesundheitsreform umsetzt. Und das verabsäumen Sie, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage es noch einmal – an die Adresse der Mitglieder der Bundesregierung –: Wir, die Oppositionsparteien sind bereit, für wichtige Maßnahmen die Stimmen für eine Verfassungsmehrheit zur Verfügung zu stellen. Es scheitert aber immer wieder am Veto der Landeshauptleute, die in den Bundesparteivorständen sitzen und nicht bereit sind, ihre Privilegien aufzugeben. Wir müssen unbedingt diese Maßnahmen für Österreich setzen. Mit der vierten Novelle des „Tanzbären-Gesetzes“ werden wir Österreich nicht reformieren, meine Damen und Herren! Wir müssen Verwaltungsreform und Gesundheitsreform so schnell wie möglich umsetzen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: 14!
Ich sage Ihnen, Herr Bundesminister Hundstorfer: Sie haben zwar zu Recht gesagt, dass die Zahl der auszahlenden Stellen beim Pflegegeldverfahren von 303 auf acht sinkt – gut, wir hätten lieber nur eine, aber wurscht, acht sind es. Was Sie, Herr Bundesminister, nicht dazugesagt haben: Wir erhalten diese Änderung nur befristet durch eine Verfassungsbestimmung bis zum Jahr 2013 (Ruf bei der ÖVP: 14!), und dann müssen alle neun Bundesländer und der Nationalrat mit Mehrheit beschließen, dass diese Regelung weitergeht. Ich sage Ihnen nur eines: Das ist wirklich verrückt! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage Ihnen, Herr Bundesminister Hundstorfer: Sie haben zwar zu Recht gesagt, dass die Zahl der auszahlenden Stellen beim Pflegegeldverfahren von 303 auf acht sinkt – gut, wir hätten lieber nur eine, aber wurscht, acht sind es. Was Sie, Herr Bundesminister, nicht dazugesagt haben: Wir erhalten diese Änderung nur befristet durch eine Verfassungsbestimmung bis zum Jahr 2013 (Ruf bei der ÖVP: 14!), und dann müssen alle neun Bundesländer und der Nationalrat mit Mehrheit beschließen, dass diese Regelung weitergeht. Ich sage Ihnen nur eines: Das ist wirklich verrückt! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Rädler: Keine Ahnung!
Ich nenne nur das Beispiel der 24-Stunden-Betreuung. Schauen wir da zu, wie die 24-Stunden-Betreuung, von der wir wissen, dass die selbständige Betreuung ganz offensichtlich keine selbständige ist, irgendwann in den Graben fährt? Schauen wir zu, dass ausländische Beschäftigte zu Schund- und Schandlöhnen diese Tätigkeit machen müssen? Und fällt uns nichts anderes ein, wie wir unsere älteren und alten Menschen pflegen und versorgen können? (Abg. Rädler: Keine Ahnung!)
Beifall bei den Grünen
Ich sage nur zum Bereich Bildung: Das, was Sie uns präsentiert haben, Frau Bundesministerin – ich weiß schon, dass Sie etwas anderes wollten –, ist Bewegung im Millimeterbereich! Das ist ja inakzeptabel (Beifall bei den Grünen), dass wir immer noch um eine Neue Mittelschule und ein Gymnasium diskutieren müssen, anstatt dass jedem/jeder die Notwendigkeit eingebläut wird – und das braucht es eigentlich –, dass eine gemeinsame Schule nur dann einen Sinn macht, wenn wirklich alle hingehen, nämlich die Guten und die Schlechten und die Mittleren. Alle haben etwas davon, wenn sie es gemeinsam machen. Dann profitieren die Guten genauso wie die Schlechten, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage nur zum Bereich Bildung: Das, was Sie uns präsentiert haben, Frau Bundesministerin – ich weiß schon, dass Sie etwas anderes wollten –, ist Bewegung im Millimeterbereich! Das ist ja inakzeptabel (Beifall bei den Grünen), dass wir immer noch um eine Neue Mittelschule und ein Gymnasium diskutieren müssen, anstatt dass jedem/jeder die Notwendigkeit eingebläut wird – und das braucht es eigentlich –, dass eine gemeinsame Schule nur dann einen Sinn macht, wenn wirklich alle hingehen, nämlich die Guten und die Schlechten und die Mittleren. Alle haben etwas davon, wenn sie es gemeinsam machen. Dann profitieren die Guten genauso wie die Schlechten, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist genug zu tun, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Bundesregierung! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Riepl: Geschichtenerzähler!
Abgeordneter Mag. Ewald Stadler (BZÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren von der Bundesregierung! Die Realsatire, die die Bundesregierung heute und am Semmering geliefert hat, hat mich an Heinrich Bölls Geschichte „Es wird etwas geschehen“ erinnert. Ich habe mich daher entschlossen, dieser Geschichte meine Rede zu widmen, und nicht irgendwelche Sachbeiträge, die bei Ihnen ohnehin auf taube Ohren stoßen, zu referieren. (Abg. Riepl: Geschichtenerzähler!)
Ruf bei der ÖVP: Müssen wir uns das wirklich anhören?
Sogar das Banale – intime Verrichtungen, Wasserrauschen, Papierverbrauch; eine weitere Parallele zu dieser Regierung – ist Tatendrang. (Ruf bei der ÖVP: Müssen wir uns das wirklich anhören?)
Abg. Rädler: Märchenerzähler!
Wissen Sie, dieser Tatendrang erinnert mich an das Kanzlerfest (Abg. Rädler: Märchenerzähler!), das der Herr Bundeskanzler vorbereitet!
Abg. Grillitsch: Herr Präsident, das ist ja keine Märchenstunde! – Abg. Riepl: Die Rede hat einen hohen politischen Wert!
Jedenfalls: Wunsiedel kommt in seine Fabrik und geht von Abteilung zu Abteilung und sagt: „Es muss etwas geschehen!“ Und alle Abteilungsleiter und Sekretärinnen springen auf und sagen: „Es wird etwas geschehen!“ – Und das geht monatelang so, und dann geschieht etwas, und dann passiert es: Wunsiedel fällt tot um. – Herr Bundeskanzler, vor der Gefahr sind Sie gefeit! Bei Ihnen geschieht nämlich nichts. (Abg. Grillitsch: Herr Präsident, das ist ja keine Märchenstunde! – Abg. Riepl: Die Rede hat einen hohen politischen Wert!)
Abg. Grosz – in die Hände klatschend –: Duracell-Hasen!
Was sage ich damit? – Diese Regierung hält eine Klausur ab, geht vor die Presse und sagt: Es muss etwas geschehen! – Und alle sagen: Es wird etwas geschehen! – Und heute springen Sie alle auf, wie diese Bärchen da (Abg. Grosz – in die Hände klatschend –: Duracell-Hasen!) – diese Duracell-Häschen, genau! –, und klatschen alle: Wir sind Weltmeister! Es ist etwas geschehen! Es wird etwas geschehen!
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
Und genauso agiert diese Bundesregierung, wie bei Heinrich Böll. Sie sind eine Realsatire, meine Damen und Herren, nichts als eine Realsatire, eine kostenintensive, sündteure Realsatire! (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.
„Es muss etwas geschehen.“ – Ganz Österreich wartet: Wann wird endlich etwas geschehen, meine Damen und Herren? Wann wird diese Regierung endlich etwas tun, außer dass sie die Ankündigung zur Ankündigung der Ankündigung wiederholt, meine Damen und Herren? Michael S. und Alfred Wunsiedel sollten für Sie warnende Beispiele sein. (Beifall beim BZÖ sowie des Abg. Strache.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Vorstellungen, was du ablieferst. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Es fehlen nur noch die Couplets. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Ing. Westenthaler: Der „Leider-Nein“-Parteiobmann!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Ing. Westenthaler: Der „Leider-Nein“-Parteiobmann!
Vorstellungen, was du ablieferst. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.) Es fehlen nur noch die Couplets. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Ing. Westenthaler: Der „Leider-Nein“-Parteiobmann!)
Abg. Mag. Stadler: „Es wird etwas geschehen!“
Zum Zweiten ist die Innovation angesprochen worden. Da wurde der Bundeskanzler falsch zitiert. Er hat nämlich eine Meldung der EU wiedergegeben, die gelautet hat: In diesem Bereich ist Österreich auf dem Weg zur Weltspitze! – Das ist nicht unangenehm zu hören. Wir müssen natürlich noch einiges dazu tun. (Abg. Mag. Stadler: „Es wird etwas geschehen!“) Der Bereich Wirtschaft ist meines Erachtens mit der Diversifikation bei den Märkten und auch bei den Produkten an sich nicht schlecht unterwegs.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ein weiterer Punkt, der in dem Programm auch angesprochen wurde, ist Familie. Es genügt bei dem demografischen Wandel heute nicht mehr, dass wir einfach zuschauen und sagen: Wirtschaft braucht auch Familie. Es ist eine wechselseitige Beziehung, und deswegen ist die Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf, die Fortsetzung der Kinderbetreuungsaktivitäten und deren Finanzierung ziemlich wichtig. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Moser: Werden wir sehen, wie weit er veränderungsfähig ist!
Ich habe mir die Oppositionsvorstellungen und -vorschläge sehr genau angeschaut, auch die der Interessenvertretungen. Ich glaube, wir haben einen durchaus diskussionswürdigen Entwurf vorgelegt, der uns in diesem Metier weiterbringen sollte (Abg. Dr. Moser: Werden wir sehen, wie weit er veränderungsfähig ist!), so wie es sich die Branche vorstellt, aber auch, wie es Konsument und Wirtschaft finanzieren können und wie wir dann auch nachweislich die Delle, die wir im Ökostrombereich jetzt mit dem Atomstrom noch haben, ausmerzen können.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich hoffe, dass wir diesbezüglich wirklich weiterführende Gespräche im Interesse aller Beteiligten führen können und vielleicht auch eine Beschlussfassung erreichen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Ja, was denn? Es ist etwas geschehen?!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Meine Damen und Herren auf der Regierungsbank! Ein kurzer Nachsatz zur Rede des Mag. Stadler muss natürlich sein: Es ist viel einfacher, es ist nämlich etwas geschehen! (Abg. Mag. Stadler: Ja, was denn? Es ist etwas geschehen?!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Diese Regierung hat nämlich begonnen, indem sie rückwirkend eine Steuerreform 2009 gemacht hat. Früchte davon: 1 Prozent mehr Wachstum. Sie hat schon im Jahr 2009 die thermische Sanierung begonnen. Ergebnis: Ein Vorsprung in Europa. Sie hat eine aktive Arbeitsmarktpolitik begonnen. Ergebnis: Platz eins in Europa. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Das ist Literatur!
Selbst Herrn Mag. Stadler fällt nichts Besseres mehr ein, als hier Lesungen zu machen. (Abg. Mag. Stadler: Das ist Literatur!) Sie können weiter so fortfahren! Die Regierung arbeitet, die Opposition hält Lesungen. (Abg. Petzner: Das ist Literatur! Frag die Kulturministerin!)
Abg. Petzner: Das ist Literatur! Frag die Kulturministerin!
Selbst Herrn Mag. Stadler fällt nichts Besseres mehr ein, als hier Lesungen zu machen. (Abg. Mag. Stadler: Das ist Literatur!) Sie können weiter so fortfahren! Die Regierung arbeitet, die Opposition hält Lesungen. (Abg. Petzner: Das ist Literatur! Frag die Kulturministerin!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wir werden daher unsere Beiträge durchaus auch eigennützig im Interesse unserer Betriebe und unserer Beschäftigten weiterhin leisten und werden Ratschlägen wie den Ihren – nämlich zusperren und pleitegehen – nicht folgen. Ihr Geschäft mag das sein. Sie hoffen auf mehr Wähler, wenn es mehr Arbeitslose gibt. Wir hoffen, dass es weniger Arbeitslose gibt. Das ist der Unterschied zu einer Politik à la FPÖ oder BZÖ. – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Noch immer gehören wir dank unseren starken Wirtschaftsplayern, den Unternehmerinnen und Unternehmern, und der richtigen Taktik zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Nationen in Europa. Ich glaube, das ist gut und das ist richtig so. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Bucher – einen Zeitungsausschnitt in die Höhe haltend –: Das sagt der Chef, der Leitl! Der Chef kritisiert das!
Diese Wirtschaftsplayer in unserem Land sind die kleinen und mittleren Betriebe, die laufstark und innovativ am Spielfeld „Markt“ ihre Leistungen bringen, maßgeblich in Kooperation mit den großen Industriebetrieben. Es ist daher also wichtig, dass wir unseren Blick nach vorne richten, Herr Kollege Bucher, und nicht nach hinten auf Córdoba. (Abg. Bucher – einen Zeitungsausschnitt in die Höhe haltend –: Das sagt der Chef, der Leitl! Der Chef kritisiert das!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Mit der Mittelstandsoffensive unseres Ministers Mitterlehner und mit der Triple-I-Strategie der Regierung schnüren wir ein Fitnesspaket für die innovativen Betriebe. Das ist wichtig für den Wirtschaftsstandort Österreich und das ist auch wichtig für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: „Es muss etwas geschehen!“
Herr Kollege Stadler (Abg. Mag. Stadler: „Es muss etwas geschehen!“), ich glaube, es ist schon so, dass man dieses Rednerpult nicht unbedingt mit einem im Kabarett – ganz wurscht in welcher Region Österreichs – verwechseln sollte. (Abg. Mag. Stadler: Bei der Regierung?) Ich glaube, es würde dem Nationalrat und Ihnen sehr guttun. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Bei der Regierung?
Herr Kollege Stadler (Abg. Mag. Stadler: „Es muss etwas geschehen!“), ich glaube, es ist schon so, dass man dieses Rednerpult nicht unbedingt mit einem im Kabarett – ganz wurscht in welcher Region Österreichs – verwechseln sollte. (Abg. Mag. Stadler: Bei der Regierung?) Ich glaube, es würde dem Nationalrat und Ihnen sehr guttun. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Kollege Stadler (Abg. Mag. Stadler: „Es muss etwas geschehen!“), ich glaube, es ist schon so, dass man dieses Rednerpult nicht unbedingt mit einem im Kabarett – ganz wurscht in welcher Region Österreichs – verwechseln sollte. (Abg. Mag. Stadler: Bei der Regierung?) Ich glaube, es würde dem Nationalrat und Ihnen sehr guttun. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Nun ja, am Schluss anknüpfend: Ich glaube, ein bisschen mehr Literatur, als der Kollege Großruck normalerweise bietet, tut diesem Haus auch nicht ganz schlecht – also, wenn wir hier vom Vierzeiler ein bisschen wegkommen. (Beifall bei der FPÖ.) Deutsche Literatur tut auch ganz gut, ohne das in die Richtung des Kabaretts ziehen zu wollen oder zu müssen. (Abg. Mag. Gaßner: Muss es unbedingt deutsche Literatur sein?)
Abg. Mag. Gaßner: Muss es unbedingt deutsche Literatur sein?
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Nun ja, am Schluss anknüpfend: Ich glaube, ein bisschen mehr Literatur, als der Kollege Großruck normalerweise bietet, tut diesem Haus auch nicht ganz schlecht – also, wenn wir hier vom Vierzeiler ein bisschen wegkommen. (Beifall bei der FPÖ.) Deutsche Literatur tut auch ganz gut, ohne das in die Richtung des Kabaretts ziehen zu wollen oder zu müssen. (Abg. Mag. Gaßner: Muss es unbedingt deutsche Literatur sein?)
Beifall bei der FPÖ.
Und ich sage: Österreich kann nur dann vorwärts gebracht werden, wenn wir so rasch wie möglich diese Bundesregierung „weiterbringen“, auch wenn es erst spätestens 2013 ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nur, wir haben gehört, die Pakete – man lässt uns ja noch nicht ganz hineinschauen, um zu sehen, was in diesen Paketen alles drinnen ist – sollen erst 2015 zu wirken beginnen. Resultat dieses Treffens am Zauberberg ist die Absicht, diese Situation vielleicht 2015 in den Griff zu bekommen. Aber der Herr Bundeskanzler besteigt ja auch andere Berge ganz gerne: den Bilderberg, den Schuldenberg, er ist ein richtiger Alpinist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Schwerpunkt Bildungspolitik: Die Zeichen von gestern, also die Möglichkeit, mit drei Fünfern aufzusteigen, zeigen, dass diese Bildungsdebatte bei Einbindung der ÖVP unter Verzicht auf Leistung, Anstrengung und Disziplin stattfindet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind nicht die Tugenden, die wir brauchen, um in Österreich, aber vor allem auch in der globalisierten Welt weiterhin zu bestehen. (Beifall bei der FPÖ.) Wir wollen, dass unsere Kinder die Chance haben, zu den besten Köpfen zu werden, aber wollen nicht permanent die Ausrede hören: Wir müssen uns die besten Köpfe aus dem Ausland hereinholen. Das ist mit Abstand der falsche Weg! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das sind nicht die Tugenden, die wir brauchen, um in Österreich, aber vor allem auch in der globalisierten Welt weiterhin zu bestehen. (Beifall bei der FPÖ.) Wir wollen, dass unsere Kinder die Chance haben, zu den besten Köpfen zu werden, aber wollen nicht permanent die Ausrede hören: Wir müssen uns die besten Köpfe aus dem Ausland hereinholen. Das ist mit Abstand der falsche Weg! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Bundesregierung tritt an, das nicht allen Österreichern gewähren zu können und vor allem nicht zu wollen. Und das ist das Verwerfliche daran. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich hätte mir vom Landwirtschaftsminister, der für die Umweltangelegenheiten zuständig ist, eigentlich erwartet, dass er darum kämpft, dass solche Projekte, gerade Infrastrukturprojekte, die unseren Energiebedarf und unsere Klimabilanz auf Jahrzehnte festlegen werden, im bestehenden Umweltsenat auf der Grundlage von Umweltstandards geprüft werden. – Das ist leider nicht der Fall. Ich halte das aus demokratiepolitischer und umweltpolitischer Sicht für eine äußerst bedenkliche Maßnahme. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Liste, die Sie in Ihrem Arbeitsprogramm hier vorliegen haben, liest sich schon ein bisschen wie eine Liste unerledigter Aufgaben. Also da sind Dinge drinnen, die schon vor Jahren eingereicht wurden. Und dann sind langfristige Geschichten drinnen. Ich möchte auch langfristige Ziele, wie, dass wir bis 2050 energieunabhängig sein wollen, nicht schlechtreden – ich finde, das ist ein sehr gutes Ziel –, aber die Frage ist nicht: Wann werden wir das Ziel erreichen?, sondern die Frage ist: Wann fangen wir endlich damit an, das auch zu tun? – Und wenn wir jetzt nicht anfangen, dann werden wir es bis 2050 nicht schaffen. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen
Zum Wichtigsten, dem Ökostromgesetz. Energiewende ist die Herausforderung und bietet gerade für Österreich sehr viele Chancen. Da hat es, wie gesagt, bis jetzt eine Blockade gegeben. Das Ökostromgesetz muss das Herzstück (Präsident Neugebauer gibt das Glockenzeichen) einer grünen Energiewende sein.
Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Wir haben uns den Entwurf von Minister Mitterlehner angeschaut. Dies ist eine wichtige Diskussionsgrundlage, aber es braucht auch noch Verbesserungen aus grüner Sicht: klare Ziele bis 2020, Planungssicherheit, ordentliche Tarife. Dafür werden wir kämpfen. (Präsident Neugebauer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe beim BZÖ, in denen auf die Einhaltung der Redezeit hingewiesen wird.
Wir sollten unser aller Energie für dieses Ökostromgesetz bis zum Sommer einsetzen. Dafür werden wir Grüne kämpfen. (Zwischenrufe beim BZÖ, in denen auf die Einhaltung der Redezeit hingewiesen wird.) Ich finde es verwunderlich, dass ich meine Hoffnung an den Wirtschaftsminister richten muss.
Weitere Zwischenrufe. – Beifall bei den Grünen.
Ich bin deswegen nach wie vor der Meinung, Österreich braucht (Weitere Zwischenrufe. – Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nun frage nicht nur ich mich, sondern viele Österreicherinnen und Österreicher fragen sich bei diesem Motto „Österreich weiterbringen“, in welche Richtung – nach oben, bergauf, oder nach unten, bergab? (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Bergab, nach unten geht es, meine Damen und Herren, mit dieser Bundesregierung. (Beifall beim BZÖ.) Und das ist das Problem, das Sie haben, und da wird Ihnen auch kein PR-Berater helfen, denn die zentrale Schwierigkeit, die Sie haben, ist, dass Ihre Aussagen, Ihre Wortspenden nichts mehr mit der Lebenswirklichkeit der Österreicherinnen und Österreicher zu tun haben, meine Damen und Herren.
Rufe bei der ÖVP: 48 Stunden!
Es handelt sich um eine Frau, die von Montag bis Freitag in einem ganz normalen 48-Stunden-Job arbeitet und sagt: Ich verdiene knapp 1 000 € (Rufe bei der ÖVP: 48 Stunden!), habe ein Kind und kann mir das Leben nicht mehr leisten. Obwohl ich Vollzeit arbeite, kann ich mir das Leben nicht mehr leisten.
Beifall beim BZÖ
Und das sollte unsere zentrale Herausforderung sein, unter dem Motto: Arbeit darf nicht arm machen, meine Damen und Herren (Beifall beim BZÖ), dafür zu sorgen, dass die Menschen für ihre Arbeit auch wieder etwas verdienen, dass sie für ihre Leistungen entsprechend honoriert werden.
Beifall beim BZÖ.
Das Ganze ist in einem Satz zusammengefasst im „Spiegel“ nachzulesen: Diese Politik der Bundesregierung sei zum Abgewöhnen. Das sei eine Nichtstuer-Koalition. – Diesem Zitat des „Spiegel“ ist nichts hinzuzufügen. (Beifall beim BZÖ.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Martin Strutz (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Vertreter der Bundesregierung! Ein Zitat am Beginn: „Der Kanzler ist kein Kanzler, sondern ein nervöser Parteichef, der ununterbrochen irgendwelche Einzelvorschläge hinausbläst, die Neidkomplexe schüren und in der Sache nichts bringen. (...) überflüssig wie ein Kropf“. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Wer hat das gesagt? – Präsident Neugebauer. Parlamentspräsident Neugebauer hat gesagt: „Der Kanzler ist kein Kanzler“. Er posaunt einfach irgendetwas hinaus, ohne dass dem etwas nachfolgt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ewald Stadler hat zu Recht Heinrich Böll zitiert, eine Satire. Kollege Stadler! Mir fällt dazu Samuel Beckett ein, „Warten auf Godot“. Die Österreicherinnen und Österreicher warten und warten und warten und warten, bis den Ankündigungen der Bundesregierung auch einmal wirklich Taten, Umsetzung, Maßnahmen folgen. Und sie werden lange warten, sie werden so lange warten, bis diese Bundesregierung bei der nächsten Wahl zum Nationalrat abgelöst und neu gewählt werden wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.
Da nützt es auch nichts, wenn sich die Bundesregierung – wie es Kollege Petzner schon trefflich gesagt hat – jetzt eine PR-Agentur leistet und man sagt: Na ja, diese Bundesregierung verkauft sich schlecht. Es ist nicht das Problem ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) – Bitte, Frau Kollegin? (Abg. Mag. Rudas: ... Rumpolds ...!) Na ja, schauen Sie, als Generalsekretärin sind Sie ja eigentlich für den Verkauf der Partei zuständig. Eigentlich müssten ja Sie als Managerin der Sozialdemokraten diese Bundesregierung und Ihren Bundeskanzler verkaufen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Rudas: ... Rumpolds ...!
Da nützt es auch nichts, wenn sich die Bundesregierung – wie es Kollege Petzner schon trefflich gesagt hat – jetzt eine PR-Agentur leistet und man sagt: Na ja, diese Bundesregierung verkauft sich schlecht. Es ist nicht das Problem ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) – Bitte, Frau Kollegin? (Abg. Mag. Rudas: ... Rumpolds ...!) Na ja, schauen Sie, als Generalsekretärin sind Sie ja eigentlich für den Verkauf der Partei zuständig. Eigentlich müssten ja Sie als Managerin der Sozialdemokraten diese Bundesregierung und Ihren Bundeskanzler verkaufen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da nützt es auch nichts, wenn sich die Bundesregierung – wie es Kollege Petzner schon trefflich gesagt hat – jetzt eine PR-Agentur leistet und man sagt: Na ja, diese Bundesregierung verkauft sich schlecht. Es ist nicht das Problem ... (Zwischenruf der Abg. Mag. Rudas.) – Bitte, Frau Kollegin? (Abg. Mag. Rudas: ... Rumpolds ...!) Na ja, schauen Sie, als Generalsekretärin sind Sie ja eigentlich für den Verkauf der Partei zuständig. Eigentlich müssten ja Sie als Managerin der Sozialdemokraten diese Bundesregierung und Ihren Bundeskanzler verkaufen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb, Herr Bundeskanzler, Herr Vizekanzler: Die Österreicherinnen und Österreicher glauben Ihnen nicht mehr. Man schenkt Ihnen kein Vertrauen mehr. Ein Versprechen mehr, ein Arbeitsprogramm mehr, ein Papier mehr. Wir werden Sie an Ihren Taten messen. Vor allem die Wählerinnen und Wähler haben Sie in der Vergangenheit bereits an Ihren Taten gemessen. Denken Sie einmal darüber nach, warum Sie bei allen Wahlen – Wien, Steiermark –, die Sie bisher auch als Parteichef der SPÖ bestritten haben, an Zustimmung verloren haben und eine Wahl nach der anderen verloren haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich begrüße sehr herzlich eine Delegation aus dem serbischen Parlament unter der Leitung des ehemaligen Parlamentspräsidenten und jetzigen Abgeordneten Tomislav Nikolić, zugleich Vorsitzender der Serbischen Fortschrittspartei, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Aleksandar Vucić und Herrn Gojko Radić. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Strache: Deshalb reden Sie außerhalb der Fernsehzeit!
Abgeordnete Mag. Laura Rudas (SPÖ): Herr Präsident! Herr Kanzler! Herr Vizekanzler! Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung! Kolleginnen und Kollegen! Liebe Gäste! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich bin ja fast ein bisschen enttäuscht, dass die Fernsehübertragungszeit bereits vor der Rede des Kollegen Strutz geendet hat. (Abg. Strache: Deshalb reden Sie außerhalb der Fernsehzeit!)
Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Häupl?
Ganz ehrlich, Sie können das doch nicht ernst meinen, Sie, deren Landesparteivorsitzender Staatsbürgerschaften für Parteispenden verkauft. (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Häupl?) Sie stellen sich hier heraus und greifen die Bundesregierung mit Hilfe irgendwelcher PR-Agenturen an, Sie, der Sie unter Schwarz-Blau das halbe Land privatisiert haben, Arbeitslosigkeit trotz Hochkonjunktur hatten? Sie stellen sich hier heraus und kritisieren diese Bundesregierung, die es nach der größten Weltwirtschaftskrise geschafft hat, das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit innerhalb der EU zu haben? (Abg. Strache: Die erfolgloseste Parteimanagerin der SPÖ-Geschichte!)
Abg. Strache: Die erfolgloseste Parteimanagerin der SPÖ-Geschichte!
Ganz ehrlich, Sie können das doch nicht ernst meinen, Sie, deren Landesparteivorsitzender Staatsbürgerschaften für Parteispenden verkauft. (Abg. Strache: Meinen Sie den Herrn Häupl?) Sie stellen sich hier heraus und greifen die Bundesregierung mit Hilfe irgendwelcher PR-Agenturen an, Sie, der Sie unter Schwarz-Blau das halbe Land privatisiert haben, Arbeitslosigkeit trotz Hochkonjunktur hatten? Sie stellen sich hier heraus und kritisieren diese Bundesregierung, die es nach der größten Weltwirtschaftskrise geschafft hat, das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit innerhalb der EU zu haben? (Abg. Strache: Die erfolgloseste Parteimanagerin der SPÖ-Geschichte!)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Strache.
Herr Kollege! Ich glaube, Sie tun sich und der Politik im Gesamten nichts Gutes, weil Sie ja dann niemand mehr ernstnehmen kann. (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Strache.) Herr Kollege Strache, ruhig, ich komme ohnehin gleich zu Ihnen.
Abg. Strache: Warum lehnen sie alle unsere Vorschläge ab?
Sie stellen sich hier her, und wenn man die Augen zumacht, man weiß nicht, von welchem Land Sie reden. Herr Kollege und liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Auch eine Opposition kann ein bisschen konstruktiv sein. Stellen Sie sich hier heraus und machen Sie doch Vorschläge! (Abg. Strache: Warum lehnen sie alle unsere Vorschläge ab?) Sagen Sie, was Sie im Bildungsbereich machen wollen! Sagen Sie, was Sie im Forschungs- und Technologiebereich machen wollen! Sagen Sie, was Sie im Arbeitsmarktbereich machen und vorwärtsbringen wollen! Denn das, was Sie unter Schwarz-Blau gezeigt haben, hängt dem Land bis heute nach.
Abg. Strache: Wir sind die rot-weiß-rote Partei, die zur bestimmenden Kraft wird!
definitiv nicht staatstragend, sondern destruktiv und politikfeindlich. (Abg. Strache: Wir sind die rot-weiß-rote Partei, die zur bestimmenden Kraft wird!)
Abg. Strache: Wir kümmern uns um die Österreicher, im Gegensatz zu Ihnen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wie gesagt, ich würde Ihnen raten, sich am Samstag vor allem um die eigene Partei zu kümmern, weil ich glaube, da haben Sie noch genug Geschichtsaufklärungsarbeit zu leisten, genug Informationsarbeit. (Abg. Strache: Wir kümmern uns um die Österreicher, im Gegensatz zu Ihnen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der in der vorletzten Reihe schreit schon vor lauter Furcht, dass Sie aus Ihrer Burschenschaft tatsächlich eine Partei machen wollen!
Abg. Strache: Da ist es ja kein Wunder, dass Sie erfolgloseste Parteimanagerin der SPÖ sind!
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg; es würde der Demokratie guttun, wenn die FPÖ nicht mehr eine Burschenschaft wäre, sondern Sie sich doch bemühen würde, eine Partei zu sein. Dann erwarten wir allerdings von Ihnen auch konstruktive Vorschläge. (Abg. Strache: Da ist es ja kein Wunder, dass Sie erfolgloseste Parteimanagerin der SPÖ sind!) So, wie es die Bundesregierung macht, wie auch Teile der Opposition mit der Bundesregierung im Dialog sind und konstruktive Vorschläge machen und man diskutiert, gehört sich das für ein Parlament. (Abg. Strache: Mit solchen Auftritten bleiben Sie die erfolgloseste Parteimanagerin der SPÖ!)
Abg. Strache: Mit solchen Auftritten bleiben Sie die erfolgloseste Parteimanagerin der SPÖ!
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg; es würde der Demokratie guttun, wenn die FPÖ nicht mehr eine Burschenschaft wäre, sondern Sie sich doch bemühen würde, eine Partei zu sein. Dann erwarten wir allerdings von Ihnen auch konstruktive Vorschläge. (Abg. Strache: Da ist es ja kein Wunder, dass Sie erfolgloseste Parteimanagerin der SPÖ sind!) So, wie es die Bundesregierung macht, wie auch Teile der Opposition mit der Bundesregierung im Dialog sind und konstruktive Vorschläge machen und man diskutiert, gehört sich das für ein Parlament. (Abg. Strache: Mit solchen Auftritten bleiben Sie die erfolgloseste Parteimanagerin der SPÖ!)
Abg. Dr. Rosenkranz: Für die Wähler in Österreich nicht! Das ist der Unterschied!
Deswegen ist es sinnvoll, dass die Bundesregierung einen Anti-Atom-Gipfel macht, um zu besprechen, wie wir tatsächlich energieautark sein können, wie wir auch eine gesamteuropäische Allianz machen können. Da können Sie leider nicht mitmachen, denn Sie haben ja keine Bündnispartner innerhalb der EU. Nicht einmal die Rechten in der EU halten Sie für paktfähig, Sie sind also sogar den Rechten innerhalb der EU schon zu rechts! (Abg. Dr. Rosenkranz: Für die Wähler in Österreich nicht! Das ist der Unterschied!) Deswegen sind Sie leider bei diesem europäischen Bündnis gegen Atomenergie nicht dabei, weil eben die Bündnispartner fehlen; das ist so bei Burschenschaften. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Deswegen ist es sinnvoll, dass die Bundesregierung einen Anti-Atom-Gipfel macht, um zu besprechen, wie wir tatsächlich energieautark sein können, wie wir auch eine gesamteuropäische Allianz machen können. Da können Sie leider nicht mitmachen, denn Sie haben ja keine Bündnispartner innerhalb der EU. Nicht einmal die Rechten in der EU halten Sie für paktfähig, Sie sind also sogar den Rechten innerhalb der EU schon zu rechts! (Abg. Dr. Rosenkranz: Für die Wähler in Österreich nicht! Das ist der Unterschied!) Deswegen sind Sie leider bei diesem europäischen Bündnis gegen Atomenergie nicht dabei, weil eben die Bündnispartner fehlen; das ist so bei Burschenschaften. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Strache: Sie wollen wirklich noch unter 20 Prozent kommen!
Aber es gibt ja Gott sei Dank andere, konstruktive Kräfte! Das heißt, wichtig ist, dass die Bundesregierung das Land vorwärtsbringt (Abg. Strache: Sie wollen wirklich noch unter 20 Prozent kommen!): im Bereich der Bildung durch die Bildungsreform, die Claudia Schmied gestartet hat und weiterführt (Abg. Strache: Sie haben ein klares Ziel: die SPÖ unter 20 Prozent zu führen!), durch die Beschäftigungsoffensive von Rudi Hundstorfer, durch die Pflege-und Gesundheitsreform, durch eine Allianz, um den europäischen Atomausstieg weiterzubringen.
Abg. Strache: Sie haben ein klares Ziel: die SPÖ unter 20 Prozent zu führen!
Aber es gibt ja Gott sei Dank andere, konstruktive Kräfte! Das heißt, wichtig ist, dass die Bundesregierung das Land vorwärtsbringt (Abg. Strache: Sie wollen wirklich noch unter 20 Prozent kommen!): im Bereich der Bildung durch die Bildungsreform, die Claudia Schmied gestartet hat und weiterführt (Abg. Strache: Sie haben ein klares Ziel: die SPÖ unter 20 Prozent zu führen!), durch die Beschäftigungsoffensive von Rudi Hundstorfer, durch die Pflege-und Gesundheitsreform, durch eine Allianz, um den europäischen Atomausstieg weiterzubringen.
Oh-Rufe bei der FPÖ.
Da sage ich Ihnen, Herr Kollege: Das wird auch für Österreichs Wirtschaft extrem wichtig und interessant! Wenn Europa tatsächlich auf erneuerbare Energie umsteigt, dann müssen wir Vorreiter sein. (Oh-Rufe bei der FPÖ.) Dann müssen wir diejenigen sein, die durch gute Ausbildung und durch gute Forschungsprogramme die Expandeure sind. Dann werden wir auch da Nummer eins sein.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lieber Herr Kollege Strache! Wie gesagt, ich bin gespannt, ob Sie am Samstag die Burschenschaft zu einer echten Partei machen. Aber ich bin eher pessimistisch. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rädler: Wie stehen Sie zu Zigarettenautomaten?
Woran messe ich Sie da? – Ich messe Sie am Regierungsprogramm, zum Beispiel zum Thema Kinderbetreuung. Im Regierungsprogramm, das mittlerweile fast drei Jahre alt ist, steht drin (Abg. Rädler: Wie stehen Sie zu Zigarettenautomaten?): Bedarfsgerechter und kontinuierlicher Ausbau der Kinderbetreuung, vor allem für die Unter-Dreijährigen; und dann weiter: mit dem Ziel eines flächendeckenden Angebotes.
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner
Wenn wir uns diese Zahlen anschauen, dann wird uns total klar: Es gibt keine Möglichkeit, es ist nicht akzeptabel, hier auch nur einen Tag zu evaluieren und einen Tag damit zuzuwarten, weiter Geld in den Ausbau zu stecken (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Mitterlehner) – ah, der Herr Wirtschaftsminister ist auch wieder da, oder der Herr Familienminister, das freut mich, den Sie sind ja mein Ansprechpartner in dieser Frage –, sondern man muss mehr investieren, weil wir das Ziel bei Weitem nicht erreicht haben.
Beifall bei den Grünen.
Da nützen auch Überlegungen und Ankündigungen von Integrations-Staatssekretären nichts. Wenn Sie es ankündigen, dann müssen Sie das auch mit den notwendigen Mitteln verknüpfen, um wirklich Dinge in Gang zu bringen. Aber das fehlt! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Tun Sie nicht so, als ginge es hier nur um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und als bräuchten das nicht alle! Der Kindergarten ist eine Bildungseinrichtung, deswegen braucht es einen Anspruch für jedes Kind ab seinem ersten Geburtstag. Diskutieren Sie darüber auf der gleichen Ebene, auf der Sie auch über die Schule diskutieren: Der Kindergarten darf nichts kosten, jedes Kind braucht einen Platz. Gehen Sie endlich herunter von der Bildungsbremse! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wenn es hier einen Schiedsrichter gibt, dann sind es neutrale Stellen. Da sind es vor allem internationale Institutionen, die nicht nur Österreich genau unter Beobachtung haben, sondern teilweise weltweit ihre Studien anstellen oder zumindest die 27 EU-Staaten sehr genau vergleichen. Ob man jetzt die letzten Berichte der EU-Kommission hernimmt, vom Währungsfonds oder auch von der OECD: Man kann zu Recht sagen, dass Österreich gut dasteht. – Es ist so, auch wenn Sie es nicht hören wollen! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Nichts!
Die Frage ist, wenn man in einer solchen Situation ist: Was macht die Regierung aus dieser Situation? Tut die Regierung etwas in den entscheidenden Fragen, die die Menschen berühren – wenn es um Arbeit und Bildung geht, wenn es um unser Klima geht? Reagiert die Regierung rechtzeitig darauf, was unsere demographische Entwicklung betrifft, die Alterung der Gesellschaft und die Herausforderungen, die damit auf uns zukommen? Was tut die Regierung, wenn es um Sicherheit geht? (Ruf bei der FPÖ: Nichts!) Und: Macht die Regierung genug, um den Schuldenberg, den wir machen mussten, um die Krise zu bewältigen, auch abzubauen und zu konsolidieren?
Abg. Dr. Rosenkranz: Der IWF sagt das!
Sie sagen: „Nichts!“ – Ich werde Ihnen jetzt die Antworten geben, was die Regierung tut. Der erste Punkt ... (Abg. Dr. Rosenkranz: Der IWF sagt das!) – Nein, der IWF sagt nicht, dass die Regierung nichts tut. Lesen Sie genau, was der IWF sagt! Der IWF sagt das, was die Regierung ernst nimmt: Man muss etwas tun, man muss etwas weiterbringen! Und diese 90 Punkte gehen genau in diese Richtung. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.
Sie sagen: „Nichts!“ – Ich werde Ihnen jetzt die Antworten geben, was die Regierung tut. Der erste Punkt ... (Abg. Dr. Rosenkranz: Der IWF sagt das!) – Nein, der IWF sagt nicht, dass die Regierung nichts tut. Lesen Sie genau, was der IWF sagt! Der IWF sagt das, was die Regierung ernst nimmt: Man muss etwas tun, man muss etwas weiterbringen! Und diese 90 Punkte gehen genau in diese Richtung. (Zwischenruf des Abg. Dr. Rosenkranz.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist schon viel gesagt worden, was die Situation auf dem Arbeitsmarkt betrifft. Frau Kollegin Rudas, ich möchte Ihnen schon eines sagen: Am Ende der Regierung Schüssel war die Arbeitslosigkeit um nichts schlechter als im Jahr 2009, beide Male war die Situation in Österreich sehr gut: bei 4,8 Prozent, und keine Rekord-Arbeitslosigkeit! (Beifall bei der ÖVP.) Das möchte ich hier festhalten. Österreich hat jetzt Gott sei Dank die Situation, dass wir hier europaweit ganz vorne dabei sind.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Daher: Mit diesen 90 Projekten, mit einem klaren Zeitplan ist Österreich mit dieser Bundesregierung auf einem guten Weg! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wenn die Regierung diesen Weg, diesen bereits eingeschlagenen Weg weiter fortführt und gleichzeitig das beschlossene und ausverhandelte Arbeitsprogramm durchbringt, dann wird auch in den kommenden zweieinhalb Jahren für eine gute, für eine nachhaltige und auch für eine gerechte Politik in Österreich für alle Bewohner und Bewohnerinnen dieses Landes gearbeitet werden. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Rufe bei der ÖVP: Oje! Oje! Mikro-Haider!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Grosz. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP: Oje! Oje! Mikro-Haider!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Gerald Grosz (BZÖ): Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Hier herrscht eine ähnliche Stimmung wie vor zweieinhalb Jahren. Ich kann mich deswegen so gut erinnern, weil es meine Jungfernrede war. Es war der Tag der Regierungserklärung. Voller Stolz – mit stolzgeschwellter Brust – betritt seine Exzellenz Bundeskanzler Werner Faymann den Raum – damals noch mit einem anderen Vizekanzler, da hat es einen kleinen Rollentausch gegeben. Sie haben uns des Langen und Breiten – stundenlang – erklärt, was alles sie für Österreich tun werden. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Willkommen im Schlaraffenland! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Für das Jahr 2011 war eine Vollbeschäftigung angekündigt; es werde keine Schulden geben; vom Nulldefizit hat sogar der damalige Finanzminister Pröll geträumt, und, und, und. (Abg. Kopf: ... zurückgetreten!) Dieses Haus, die Zuseherinnen und Zuseher mussten glauben, dass das eine Regierung sein wird, die selbst jeden Siebenschläfer in Energie und Effizienz übertreffen wird. – Falsch!
Abg. Kopf: ... zurückgetreten!
Willkommen im Schlaraffenland! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Für das Jahr 2011 war eine Vollbeschäftigung angekündigt; es werde keine Schulden geben; vom Nulldefizit hat sogar der damalige Finanzminister Pröll geträumt, und, und, und. (Abg. Kopf: ... zurückgetreten!) Dieses Haus, die Zuseherinnen und Zuseher mussten glauben, dass das eine Regierung sein wird, die selbst jeden Siebenschläfer in Energie und Effizienz übertreffen wird. – Falsch!
Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... Halluzinieren! – Zwischenruf bei der ÖVP
Nach zweieinhalb Jahren erleben wir heute hier die gemeinsame Gedächtnisstunde des Selbsthallizu... – wie? – des Selbsthalluzinierens, des Selbsthallizunierens (Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... Halluzinieren! – Zwischenruf bei der ÖVP) – gerade, dass ich es herausbringe –, beweihräuchert im Selbstmantra (Abg. Riepl: ... vielleicht geht’s dann besser!) – Ewald Stadler hat es richtigerweise gesagt: „Es muss etwas geschehen!“ –: Österreich ist so gut.
Abg. Riepl: ... vielleicht geht’s dann besser!
Nach zweieinhalb Jahren erleben wir heute hier die gemeinsame Gedächtnisstunde des Selbsthallizu... – wie? – des Selbsthalluzinierens, des Selbsthallizunierens (Zwischenruf bei der SPÖ – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: ... Halluzinieren! – Zwischenruf bei der ÖVP) – gerade, dass ich es herausbringe –, beweihräuchert im Selbstmantra (Abg. Riepl: ... vielleicht geht’s dann besser!) – Ewald Stadler hat es richtigerweise gesagt: „Es muss etwas geschehen!“ –: Österreich ist so gut.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Lopatka kommt hier heraus und spricht vollmundig von der Verwaltungsreform. – Na, wo ist denn die Verwaltungsreform? Na, wo ist denn die Privatisierung der Österreichischen Bundesbahnen? (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wie sieht es bei den ÖBB mit den Frühpensionierungen – flächendeckend mit 53 Jahren – aus?
Zwischenruf bei der ÖVP.
Was ist mit der Verwaltungsreform im Gesundheitsbereich? – Die Gesundheitsreform wurde großmundig angekündigt. Wie viele Sozialversicherungsanstalten wurden denn zusammengelegt? (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich erinnere mich an das Jahr 2002, in dem, Gott sei Dank, die Bergbauversicherung zusammengelegt worden ist, in dem, Gott sei Dank, die Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten mit der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter zu einer einheitlichen PVA zusammengelegt worden ist.
Zwischenruf bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Riepl.
Seither werden die Pfründe bewahrt, die Zahl und die Macht der Generaldirektoren wachsen, und der Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Bauern, der in der dritten Reihe des ÖVP-Sektors sitzt, freut sich, dass er weiterhin einen Dienstwagen hat, denn seine Pfründe werden nicht angegriffen. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Ruf bei der ÖVP: Vor der Landtagswahl ...!
Zur Sicherheitspolitik: Die Schengengrenze wird kritisiert. Über zwei Jahre hinweg kündigen uns mehrere InnenministerInnen an, dass sie die Zahl der Exekutivkräfte erhöhen werden. Sie fahren durch die Länder und unterzeichnen vor der Landtagswahl Sicherheitspakte, einen für die Steiermark, einen für Niederösterreich, und, und, und. (Ruf bei der ÖVP: Vor der Landtagswahl ...!) Sie versprechen überall, dass es in jedem Bundesland dreihundert Exekutivkräfte mehr geben wird. – Kein einziger ist dazugekommen. (Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Zur Sicherheitspolitik: Die Schengengrenze wird kritisiert. Über zwei Jahre hinweg kündigen uns mehrere InnenministerInnen an, dass sie die Zahl der Exekutivkräfte erhöhen werden. Sie fahren durch die Länder und unterzeichnen vor der Landtagswahl Sicherheitspakte, einen für die Steiermark, einen für Niederösterreich, und, und, und. (Ruf bei der ÖVP: Vor der Landtagswahl ...!) Sie versprechen überall, dass es in jedem Bundesland dreihundert Exekutivkräfte mehr geben wird. – Kein einziger ist dazugekommen. (Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Der Personalstand der Exekutive ist de facto seit dem Jahr 2000 gleich geblieben – bei einer gleichzeitigen Erhöhung des Sicherheitserfordernisses in Österreich. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Daher ist weder für die Damen und Herren dieses Hauses noch für die Zuseherinnen und Zuseher und am wenigsten für die österreichischen Bürgerinnen und Bürger verständlich, welche Show Sie heute hier abziehen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Sehr geehrte Damen und Herren! Der Personalstand der Exekutive ist de facto seit dem Jahr 2000 gleich geblieben – bei einer gleichzeitigen Erhöhung des Sicherheitserfordernisses in Österreich. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Daher ist weder für die Damen und Herren dieses Hauses noch für die Zuseherinnen und Zuseher und am wenigsten für die österreichischen Bürgerinnen und Bürger verständlich, welche Show Sie heute hier abziehen. (Zwischenruf des Abg. Rädler.)
Beifall beim BZÖ. – Rufe: Oje, oje! – Abg. Riepl: Schwacher Applaus!
reichischen Semmering! (Beifall beim BZÖ. – Rufe: Oje, oje! – Abg. Riepl: Schwacher Applaus!)
Rufe bei der ÖVP: Schwacher Applaus! War schon besser! – Ruf bei der SPÖ: Faul hatte recht!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Als vorläufig letzte Rednerin in dieser Debatte ist Frau Abgeordnete Schittenhelm zu Wort gemeldet. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Rufe bei der ÖVP: Schwacher Applaus! War schon besser! – Ruf bei der SPÖ: Faul hatte recht!)
Abg. Petzner: Die Frau Glawischnig ...!
Auf der anderen Seite haben wir die Opposition – ich habe mir das aufgeschrieben –, nahezu inhaltslos, im Fall von zwei Parteien niveaulos. Ich glaube nicht, dass man mit Inhaltsleere – auch wenn es sinnentleert ist, so wie Frau Abgeordnete Glawischnig gesagt hat, dass diese zwei Tage sinnentleert seien –, mit Inhaltslosigkeit und mit Niveaulosigkeit die Probleme und die Herausforderungen dieser Republik wird lösen können. (Abg. Petzner: Die Frau Glawischnig ...!) Die Menschen – Frauen wie Männer – erwarten sich in unserem Land Lösungen, und die Regierungsparteien – die Volkspartei und auch die Sozialdemokraten – werden diese Lösungen bringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Auf der anderen Seite haben wir die Opposition – ich habe mir das aufgeschrieben –, nahezu inhaltslos, im Fall von zwei Parteien niveaulos. Ich glaube nicht, dass man mit Inhaltsleere – auch wenn es sinnentleert ist, so wie Frau Abgeordnete Glawischnig gesagt hat, dass diese zwei Tage sinnentleert seien –, mit Inhaltslosigkeit und mit Niveaulosigkeit die Probleme und die Herausforderungen dieser Republik wird lösen können. (Abg. Petzner: Die Frau Glawischnig ...!) Die Menschen – Frauen wie Männer – erwarten sich in unserem Land Lösungen, und die Regierungsparteien – die Volkspartei und auch die Sozialdemokraten – werden diese Lösungen bringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Das heißt, wir reden nicht nur über die Lösungen, sondern wir setzen diese auch um. Ich darf das auch als Bürgermeisterin sagen, ich lade Sie herzlich ein. Heute wurde schon gesagt, es gebe nichts. Das stimmt nicht. Es gibt sehr wohl Gemeinden und Bundesländer – vielleicht nicht flächendeckend –, in denen die Betreuung der Kleinsten – von eineinhalb bis drei Jahren – aber auch der Schulkinder gewährleistet ist, und das in bester Qualität. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir müssen für die Familien Wahlfreiheit schaffen. Väter und Mütter müssen wählen können, welche Art der Betreuung sie wollen und von wem sie ihre Kinder betreut wissen wollen. Das ist es: Die Wahlfreiheit müssen wir sichern! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Petzner: Blabla, Blabla!
Und eines ist auch ganz klar: Wollen wir Familie oder Beruf? (Abg. Petzner: Blabla, Blabla!) – Nein, wir wollen Familie und Beruf. (Abg. Petzner: Blabla, Blabla!) Das ist das, was wir sichern wollen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Blabla, Blabla!) – Das Blabla trifft auf Sie zu. Sie wissen gar nicht, wie eine Kinderbetreuungseinrichtung
Abg. Petzner: Blabla, Blabla!
Und eines ist auch ganz klar: Wollen wir Familie oder Beruf? (Abg. Petzner: Blabla, Blabla!) – Nein, wir wollen Familie und Beruf. (Abg. Petzner: Blabla, Blabla!) Das ist das, was wir sichern wollen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Blabla, Blabla!) – Das Blabla trifft auf Sie zu. Sie wissen gar nicht, wie eine Kinderbetreuungseinrichtung
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Blabla, Blabla!
Und eines ist auch ganz klar: Wollen wir Familie oder Beruf? (Abg. Petzner: Blabla, Blabla!) – Nein, wir wollen Familie und Beruf. (Abg. Petzner: Blabla, Blabla!) Das ist das, was wir sichern wollen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Petzner: Blabla, Blabla!) – Das Blabla trifft auf Sie zu. Sie wissen gar nicht, wie eine Kinderbetreuungseinrichtung
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
ausschaut. Sie wissen gar nichts über die Organisation. Sie reden hier über etwas, von dem Sie keine Ahnung haben. Das möchte ich Ihnen auch einmal sagen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf beim BZÖ.
Aber die Familien brauchen nicht nur Unterstützung und Hilfe, wenn es um die Betreuung der Kinder geht, die Familien brauchen auch Hilfe und Unterstützung, wenn es darum geht, ältere Mitglieder der Familie zu betreuen. Das haben wir ebenfalls in Angriff genommen. Der Sozialminister und auch die Mitglieder im Sozialausschuss sind mit großen, mutigen Schritten vorangegangen, um hier Verbesserungen herbeizuführen. (Zwischenruf beim BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Grosz
Ich weiß, Sie wollen das nicht hören, weil es positiv ist. Sie denken nicht an eine positive Gestaltung des Landes, ganz im Gegenteil: Sie behindern sie, denn durch Ihre unmotivierten und populistischen Äußerungen (Zwischenruf des Abg. Grosz) schaden Sie diesem Land, den österreichischen Familien und auch den österreichischen Betrieben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich weiß, Sie wollen das nicht hören, weil es positiv ist. Sie denken nicht an eine positive Gestaltung des Landes, ganz im Gegenteil: Sie behindern sie, denn durch Ihre unmotivierten und populistischen Äußerungen (Zwischenruf des Abg. Grosz) schaden Sie diesem Land, den österreichischen Familien und auch den österreichischen Betrieben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Das heißt, jede Österreicherin und jeder Österreicher hat das Recht, sich eine Pflege leisten zu können, und da darf es keinen Unterschied geben. Dafür sollten wir eintreten. Das sind wir der älteren Generation schuldig. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Petzner
Vorweg ein paar Grunddaten zur Wichtigkeit der österreichischen Tourismuswirtschaft (Zwischenruf des Abg. Petzner): Wir wissen, dass fast 16 Prozent des BIP von der Tourismus- und Freizeitwirtschaft erwirtschaftet werden. Das sind in Zahlen zirka 43 Milliarden €. Wir wissen, dass gerade in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit in den letzten zwei Jahren der Tourismus derjenige Wirtschaftszweig war, der eigentlich am stabilsten war. Wir hatten nur einen geringen Einbruch, und wie der Bericht 2010 zeigt, haben wir das wieder aufgeholt. Wir hatten mit 125 Millionen Nächtigungen das zweitbeste Nächtigungsergebnis. Österreich hatte noch nie so viele touristische Ankünfte wie im Jahr 2010 – zirka 33,5 Millionen Ankünfte, so viele Touristen waren in unserem Land.
Zwischenruf beim BZÖ.
Wer ist dafür verantwortlich, dass der Tourismus funktioniert, dass wir eigentlich Tourismus-Weltmeister sind? – Zirka 90 000 Betriebe, angefangen beim Ein-Personen-Betrieb bis zu den Großhoteliers. (Zwischenruf beim BZÖ.) Wir hatten im Jahr 2010 den höchsten Beschäftigungsstand in der Tourismusbranche. (Abg. Petzner: Der Tourismuslandesrat in Kärnten ist aber nicht sehr erfolgreich!) Nebenbei muss man noch sagen, dass Österreich, wenn man es pro Kopf aufrechnet (Zwischenruf des Abg. Grosz), die höchsten Einnahmen zu verzeichnen hatte. Zirka 2 320 US-Dollar wurden pro Kopf über den Tourismus umgesetzt.
Abg. Petzner: Der Tourismuslandesrat in Kärnten ist aber nicht sehr erfolgreich!
Wer ist dafür verantwortlich, dass der Tourismus funktioniert, dass wir eigentlich Tourismus-Weltmeister sind? – Zirka 90 000 Betriebe, angefangen beim Ein-Personen-Betrieb bis zu den Großhoteliers. (Zwischenruf beim BZÖ.) Wir hatten im Jahr 2010 den höchsten Beschäftigungsstand in der Tourismusbranche. (Abg. Petzner: Der Tourismuslandesrat in Kärnten ist aber nicht sehr erfolgreich!) Nebenbei muss man noch sagen, dass Österreich, wenn man es pro Kopf aufrechnet (Zwischenruf des Abg. Grosz), die höchsten Einnahmen zu verzeichnen hatte. Zirka 2 320 US-Dollar wurden pro Kopf über den Tourismus umgesetzt.
Zwischenruf des Abg. Grosz
Wer ist dafür verantwortlich, dass der Tourismus funktioniert, dass wir eigentlich Tourismus-Weltmeister sind? – Zirka 90 000 Betriebe, angefangen beim Ein-Personen-Betrieb bis zu den Großhoteliers. (Zwischenruf beim BZÖ.) Wir hatten im Jahr 2010 den höchsten Beschäftigungsstand in der Tourismusbranche. (Abg. Petzner: Der Tourismuslandesrat in Kärnten ist aber nicht sehr erfolgreich!) Nebenbei muss man noch sagen, dass Österreich, wenn man es pro Kopf aufrechnet (Zwischenruf des Abg. Grosz), die höchsten Einnahmen zu verzeichnen hatte. Zirka 2 320 US-Dollar wurden pro Kopf über den Tourismus umgesetzt.
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen aber auch, dass gerade der Tourismus für Österreich und ganz besonders für den ländlichen Raum ein äußerst wichtiger Faktor ist. Wir wissen, dass es im ländlichen Bereich keine Alternative gibt als die Landwirtschaft gekoppelt mit dem Tourismus. Die vielen, vielen Kleinbetriebe, die auch die anderen Kleingewerbebetriebe damit unterstützen, sichern im Grunde genommen das wirtschaftliche Leben im ländlichen Bereich ab. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.
Wir wissen aber auch, was Faktum ist, nämlich dass die kleinen Betriebe gleich hohe Auflagen zu erfüllen haben wie die Großbetriebe, egal, in welchem Bereich. Es ist nicht meine persönliche Meinung, sondern wenn man mit Fachleuten spricht, erfährt man, dass wir diesen vielen kleinen Betrieben nicht über Förderungen helfen können. Es gelingt nicht, diese Betriebe über Förderungen aufrechtzuerhalten, sondern es muss uns in Zukunft gelingen – und wie gesagt muss sich damit auch der Tourismusausschuss ganz intensiv auseinandersetzen, obwohl er inhaltlich natürlich nicht zuständig ist, sondern es im Grunde genommen zum Sozialbereich und hauptsächlich zum Finanzbereich gehört –, dass wir für diese Betriebe die Bürokratie weiter herunterschrauben. Wir müssen für diese Betriebe die gesetzlichen Auflagen auf ein Minimum reduzieren, damit sie unkompliziert und frei arbeiten können, weil das die einzige Möglichkeit ist, den Tausenden kleinen Betrieben bis 300 000 € oder 500 000 € Umsatz in der Zukunft ihr wirtschaftliches Leben zu sichern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Petzner.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Bundesminister, gratuliere und alles Gute! Ich gratuliere natürlich allen Tourismusbetrieben zu diesem hervorragenden Ergebnis. Österreich kann auf den Tourismus stolz sein. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Dr. Moser.
Ganz zum Schluss möchte ich mich bei allen Akteurinnen und Akteuren – die jetzt zwar zum großen Teil wahrscheinlich nicht zuhören –, von der Unternehmerin, dem Unternehmer angefangen, bis zum – heute noch oft so genannten – Stubenmädchen bedanken für ihre Leistungen, die sie für den österreichischen Tourismus bringen. Nur mit der Arbeitskraft von allen gemeinsam gelingt es, dass der Tourismus in Österreich diese Qualität hat, auf die wir alle miteinander stolz sein können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie der Abg. Dr. Moser.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Dass der Tourismusbericht als zweiter Punkt auf der Tagesordnung steht, entspricht durchaus der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus, wenn er allerdings von den Regierungsfraktionen kommt und die beiden Vertreter der Regierungskoalition fast schon in Jubel ausbrechen, dann ist zumindest Skepsis, wenn nicht gar Misstrauen angebracht. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Herr Kollege, wenn man sich den Bericht ein bisschen genauer anschaut, dann kommt man doch auf drei Dinge drauf, die zumindest nachdenklich stimmen müssten, wenn schon nicht gar die Alarmglocken läuten lassen. (Abg. Fürntrath-Moretti: Den Bericht lesen!) – Frau Kollegin! Den Bericht muss man nicht nur lesen, man muss ihn auch verstehen können. (Abg. Fürntrath-Moretti: Danke, dass Sie mir recht geben!)
Abg. Fürntrath-Moretti: Den Bericht lesen!
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Dass der Tourismusbericht als zweiter Punkt auf der Tagesordnung steht, entspricht durchaus der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus, wenn er allerdings von den Regierungsfraktionen kommt und die beiden Vertreter der Regierungskoalition fast schon in Jubel ausbrechen, dann ist zumindest Skepsis, wenn nicht gar Misstrauen angebracht. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Herr Kollege, wenn man sich den Bericht ein bisschen genauer anschaut, dann kommt man doch auf drei Dinge drauf, die zumindest nachdenklich stimmen müssten, wenn schon nicht gar die Alarmglocken läuten lassen. (Abg. Fürntrath-Moretti: Den Bericht lesen!) – Frau Kollegin! Den Bericht muss man nicht nur lesen, man muss ihn auch verstehen können. (Abg. Fürntrath-Moretti: Danke, dass Sie mir recht geben!)
Abg. Fürntrath-Moretti: Danke, dass Sie mir recht geben!
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Dass der Tourismusbericht als zweiter Punkt auf der Tagesordnung steht, entspricht durchaus der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus, wenn er allerdings von den Regierungsfraktionen kommt und die beiden Vertreter der Regierungskoalition fast schon in Jubel ausbrechen, dann ist zumindest Skepsis, wenn nicht gar Misstrauen angebracht. (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Herr Kollege, wenn man sich den Bericht ein bisschen genauer anschaut, dann kommt man doch auf drei Dinge drauf, die zumindest nachdenklich stimmen müssten, wenn schon nicht gar die Alarmglocken läuten lassen. (Abg. Fürntrath-Moretti: Den Bericht lesen!) – Frau Kollegin! Den Bericht muss man nicht nur lesen, man muss ihn auch verstehen können. (Abg. Fürntrath-Moretti: Danke, dass Sie mir recht geben!)
Beifall bei der FPÖ.
Demzufolge wäre es schon überlegenswert, dass einmal Maßnahmen gesetzt werden. Es ist natürlich schön, wenn auf Initiative der Österreich Werbung 4 000 Leute Walzer in New York tanzen, aber es wäre vielleicht eine Überlegung, dass man so etwas in Köln, Berlin oder Düsseldorf macht, weil bei den deutschen Gästen bringt es sicher mehr, von denen haben wir mehr, und die dürfen wir auf gar keinen Fall vernachlässigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.
Der dritte wichtige Punkt in diesem Tourismusbericht betrifft die wirtschaftliche Situation der Tourismusunternehmen, und die ist bezüglich Hotellerie und Gastronomie tatsächlich katastrophal. Das ist jetzt ab Seite 52 im Tourismusbericht, das ist schon sehr weit hinten, das weiß ich, da kommen die meisten gar nicht mehr hin. (Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.) – Frau Kollegin, Sie lachen! (Abg. Mag. Wurm: Die meisten lesen ihn bis zum Ende!)
Abg. Mag. Wurm: Die meisten lesen ihn bis zum Ende!
Der dritte wichtige Punkt in diesem Tourismusbericht betrifft die wirtschaftliche Situation der Tourismusunternehmen, und die ist bezüglich Hotellerie und Gastronomie tatsächlich katastrophal. Das ist jetzt ab Seite 52 im Tourismusbericht, das ist schon sehr weit hinten, das weiß ich, da kommen die meisten gar nicht mehr hin. (Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Wurm.) – Frau Kollegin, Sie lachen! (Abg. Mag. Wurm: Die meisten lesen ihn bis zum Ende!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Regierungskoalition, da hilft es wirklich nicht, wenn Sie sinnvolle Anträge der Opposition, wie etwa Verkürzung oder Anpassung der Abschreibedauer auf die wirkliche Lebensdauer, auf die lange Bank schieben. Sie haben ja nicht einmal den Mut, sie abzulehnen, diese Anträge werden vertagt. Stattdessen haben Sie mit dem Budget 2011 die Flugticketabgabe eingeführt, die Energieabgabenrückvergütung abgeschafft, die Gebühr für die Lebensmittelkontrollstelle AGES eingeführt, und, und, und. Das hilft dem Tourismus nicht weiter! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Sinne ersuche ich darum – nachdem ich mich abschließend sehr bei den MitarbeiterInnen in Ihrem Ressort bedanke –, einerseits die Anregungen aus der Branche, die ich zitiert habe, ernst zu nehmen und andererseits auf jeden Fall innovativ an der Marke Österreich zu arbeiten. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Haider.
Herr Kollege Haider, Sie haben behauptet, dass die AGES eingeführt wurde und dadurch Belastungen für den Tourismus entstanden sind. (Zwischenruf des Abg. Mag. Haider.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte berichtigen: Sie wurde nicht eingeführt, und sie wird auch nicht eingeführt werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Der Antrag geht jedenfalls in die richtige Richtung. Ansonsten finde ich, sollten wir weiter den richtigen Weg gehen, wir sollten schauen, dass das Geld richtig angesiedelt ist, und wir dürfen auf keinen Fall die Betriebe vergessen, die vielen Unternehmer und die vielen Mitarbeiter, die Großes für die österreichischen Tourismusbetriebe und für den österreichischen Tourismus leisten. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister Mitterlehner, alles in allem haben Sie in allen Bereichen, in denen Sie zuständig waren, etwas für den Tourismus weitergebracht. Ich denke, der Tourismus ist in Ihren Händen in guten Händen. Mit Ihnen kann man Berge versetzen, und ich hoffe, dass Sie auch dazu beitragen, dass die Tiroler Berge in unserem Eigentum bleiben. – Herzlichen Dank, Herr Bundesminister! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Aktionsplan für das Tourismusjahr 2011 begegnet diesen Herausforderungen positiv. Er ist die richtige Antwort auf neue Herausforderungen im Tourismus. Ich bedanke mich abschließend noch einmal für den Bericht 2010 und denke, dass sich die Tourismuswirtschaft heuer und im kommenden Jahr weiter positiv entwickeln und dieser für Österreich wesentliche Wirtschaftsfaktor noch an Bedeutung zulegen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir wissen, dass die Gastronomie und die Beherbergung die Krise gerade deshalb so gut gemeistert haben, weil sie weit mehr investiert haben als die übrigen Branchen. Die Banken verrechnen aber mittlerweile wesentlich mehr an Zinsen als der Eckzinssatz, als der Euribor beträgt. Es besteht also die sehr große Gefahr, dass sich die Banken auf Kosten der Betriebe ein Körberlgeld holen. (Beifall bei der FPÖ.)
in Richtung Abg. Obernosterer
Herr Minister, da besteht ganz großer Handlungsbedarf, und wir müssen da viele Barrieren abbauen. Da geht es zum Beispiel um die Mitarbeiteranmeldung bei den Vereinen, die keinen anderen Verein mehr zur Mithilfe heranziehen können, weil dafür dann Sozialversicherungspflicht besteht. Auch in allen anderen Bereichen sind die Auflagen so streng, dass wir leider keine Veranstaltungen mehr haben. Ich weiß, Gabi (in Richtung Abg. Obernosterer), es geht mir nicht um die Paragastronomie! Es ist nur heute nicht mehr möglich, dass zwei Vereine miteinander eine Veranstaltung machen, weil der zweite Verein alle Mitglieder anmelden müsste. Das sind die Probleme. Für einen Verein allein ist es möglich, aber sobald ein anderer Verein aushilft, geht das nicht mehr.
Beifall bei der FPÖ.
stehen wollen. Vielleicht, Herr Minister, finden wir da eine Lösung, um so dem Tourismus zu helfen und ihn zu unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, genau da liegt eine Herausforderung, die längst wesentlich mehr Ressourcen erfordert, als bisher investiert wurden. Es geht darum, dafür zu sorgen, dass es adäquate, gute Ausbildungsstätten für Jugendliche in diesem Bereich gibt und dass die Arbeitsplätze in der Folge dann die Attraktivität und insbesondere auch die entsprechende Bezahlung aufweisen, damit wir weiterhin gute, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze im Tourismus, in diesem wichtigen Bereich der österreichischen Wirtschaft, haben und entsprechend auch Menschen, Arbeitskräfte, die bereit sind, in diesem Sektor, der sehr viel mit Freundlichkeit, Kontakt- und Einsatzfreude, Engagement und so weiter zu tun hat, tätig zu sein. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hörl: Aber nur in Osttirol!
und Realität? Dieses Vorwort stellt alles so positiv dar. Die Realität ist aber eine ganz andere. Wie wir aus aktuellen Zahlen der Statistik Österreich wissen, sind die Werte von 2010 auf 2011 stark gesunken, nämlich um über 1,1 Prozent. Das müsste für uns ein Alarmsignal sein. Vor allem müsste man die Österreich Werbung massiv stärken, den Inlandsmarkt viel mehr stärken. Wenn man sich die Nächtigungen anschaut, wie die sich aufgliedern, dann ist es wirklich so, dass Wien alleine 2010 alles mehr oder weniger gerettet hat. Die Winterdestinationen sind alle stark rückläufig, auch in Osttirol. (Abg. Hörl: Aber nur in Osttirol!)
Beifall beim BZÖ.
Da muss der Minister wirklich endlich einmal Schritte setzen. Wenn sogar Hans Schenner, der Obmann der Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer, sagt, dass uns nur die Schneekanone vor einem Chaos gerettet hat, dann muss man da endlich einmal Taten setzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Da muss ich sagen: Herr Bundesminister, da müssen Sie einmal dringend aufräumen in den Bundesländern, dafür sorgen, dass eine Stelle auszahlt, dass diese eine Stelle für alle Betriebe da ist und dass solche Machenschaften wie sie in Tirol unter Landtagsabgeordnetem Bürgermeister Köll passiert sind, nicht mehr passieren können. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall des Abg. Hörl.
Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend Dr. Reinhold Mitterlehner: Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was wir hier und heute diskutieren, ist der Tourismusbericht 2010. Es ist bereits von mehreren Rednern angesprochen worden, dass wir damit relativ zeitnah die Situation, aber auch die Probleme des Tourismus diskutieren. Ich darf Ihnen versichern, ich bin kein Schönfärber, sondern ich nehme die Zahlen und Daten, wie sie sind, sehe aber auch die Probleme und glaube, dass wir mit der richtigen Strategie reagiert haben. (Beifall des Abg. Hörl.)
Zwischenrufe.
Was meine ich ganz konkret? – Danke, Kollege Hörl! (Zwischenrufe.) Meine Damen und Herren! Es ist jetzt noch nicht der starke Applaus, der erwünscht ist. Ich muss sagen, ich hätte mir vorgestellt, dass der Tourismusbericht, wenn er in der Abfolge der Tagesordnungspunkte schon so prominent platziert ist, überhaupt mehr Interesse gefunden hätte. Er würde es sich nämlich verdienen. (Beifall bei der ÖVP.) – Es ist schon besser. Wenn man es wiederholt, ist es durch Übung wirklich schon besser.
Beifall bei der ÖVP.
Was meine ich ganz konkret? – Danke, Kollege Hörl! (Zwischenrufe.) Meine Damen und Herren! Es ist jetzt noch nicht der starke Applaus, der erwünscht ist. Ich muss sagen, ich hätte mir vorgestellt, dass der Tourismusbericht, wenn er in der Abfolge der Tagesordnungspunkte schon so prominent platziert ist, überhaupt mehr Interesse gefunden hätte. Er würde es sich nämlich verdienen. (Beifall bei der ÖVP.) – Es ist schon besser. Wenn man es wiederholt, ist es durch Übung wirklich schon besser.
Abg. Scheibner: Die Wiener sollte man auch pflegen!
Das sind die positiven Tendenzen, die mehrfach angesprochen worden sind. Wir dürfen aber auch die Probleme nicht vergessen, nämlich dass wir beträchtliche Schwierigkeiten haben, die deutschen Gäste längerfristig zu binden. Der deutsche Gast kommt zwar, macht aber kürzer Urlaub hier in Österreich. Von den 124,7 Millionen Nächtigungen, die wir zu verbuchen haben, erfolgen 49 Millionen durch den deutschen Gast. Das ist beträchtlich viel. Wir müssen den deutschen Gast pflegen und versuchen, seine Nächtigungen wieder auf längere Aufenthalte auszuweiten. (Abg. Scheibner: Die Wiener sollte man auch pflegen!) – Ich komme gleich auf die inländischen Gäste zu sprechen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Zum Zweiten ist es aber notwendig, Alternativen zu suchen. Daher haben wir im Februar 2010 unsere neue Strategie veröffentlicht, die schon zu greifen beginnt. Die Alternativen liegen vor allem bei den früheren Oststaaten – die meisten sind jetzt Mitgliedsländer der EU und sehr wintersportaffin. Russland ist ein zukünftiger Markt, Tschechien und die Slowakei haben uns im Wintersport schon jetzt Freude bereitet. Wir müssen aber auch die BRIC-Staaten Brasilien, Indien, China entsprechend bewerben. Dort liegt ein beträchtliches Potenzial, das wir nutzen müssen, um entsprechende Markterfolge zu erzielen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, das sind jetzt nur ein paar der Probleme, die hier schon erwähnt wurden. Ich glaube, dass wir mit der gemeinsam akkordierten Tourismusstrategie richtig liegen und genau jene Umstrukturierung erreichen, die wir auch im Bereich der Gesamtwirtschaft schon angegangen sind. Im Endeffekt geht es um Diversifikation, sprich Produkte, Märkte, und genau das Gleiche gilt für den Tourismus. Ich glaube, wir werden den Erfolg langfristig sicherstellen können, auch wenn wir keine Berge versetzen wollen, wie Herr Kollege Hörl angesprochen hat. Wir wollen sie ja nicht einmal verkaufen, sondern wir wollen, dass das alles österreichisches Eigentum bleibt. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.
Frau Abgeordnete Lichtenecker, du hast gesagt, es gibt mehr als 180 000 Beschäftigte. Ich muss dich korrigieren, es gibt im Schnitt 200 000 Vollbeschäftigte im Tourismus. Im Gesamten Jahr 2010 hatten wir mehr als 400 000 Beschäftigte. (Zwischenruf der Abg. Dr. Lichtenecker.) Auch zur Arbeitslosenzahl muss ich dich korrigieren. Es stimmt so nicht, wenn du sagst, die Arbeitslosigkeit ist zu hoch, denn: Wenn jemand auch nur einen einzigen Tag im Tourismus beschäftigt war und dann arbeitslos wird, wird er bei uns in der Statistik ausgewiesen, und das verändert natürlich ein bisschen das Bild.
Beifall bei der ÖVP.
Es gibt aber natürlich auch einige Schattenseiten und Probleme in unserer Branche – einige wurden schon erwähnt. Wünschenswert wäre für uns, wenn wir die Abschreibungsfristen, speziell der Hotellerie, endlich der Realität anpassen könnten. Hotelzimmer müssen spätestens alle 15 Jahre und Hotels alle 20 Jahre totalerneuert werden. Auch sollten wir Betriebsausgaben steuerlich erleichtern, damit abgewohnte Strukturen schneller vom Markt kommen und dort nicht auf den Preis drücken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schopf.
Wenn wir weiterhin zu den Top-Playern im Tourismus zählen wollen, dann, sehr geehrte Damen und Herren, unterstützen Sie unsere Forderungen und sagen Sie Nein zu sechs Wochen Urlaub für Mitarbeiter, und sagen Sie auch Nein zu einer allfälligen Erneuerung der Vermögenssteuer. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schopf.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, eine entsprechende Imagekampagne in Verbindung mit den neuen Medien- und Kommunikationsmöglichkeiten würde neue Chancen eröffnen, die wir schnellstens nützen sollten. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die Beschäftigung im Tourismus hat der Herr Minister schon angesprochen. Wir haben hier in Österreich ein hervorragend ausgebildetes Personal im Tourismus, und, die liebe Kollegin Fürntrath-Moretti hat es schon angesprochen: Ein Frauenanteil im Tourismus von 60 Prozent ist ein starkes Signal. Frauen sind zwar überwiegend im Service, in der Küche und als Stubenmädchen beschäftigt, aber zu 45 Prozent auch in Managementtätigkeiten. Das gefällt mir natürlich sehr gut, besonders weil das ohne Quote gelungen ist, das ist ein starkes Zeichen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich möchte jetzt aber noch auf einen zweiten Teilbericht eingehen, nämlich auf die wirtschaftliche Lage der Betriebe. Wenn man sich den Bericht auf Seite 53 ansieht, sieht man die Veränderungen der Aufwandspositionen, die die Tourismusbetriebe haben. Der größte Anstieg, den die Betriebe gehabt haben, war mit 20,22 Prozent der Bereich der Energie. Mit ein Grund dafür, dass das so eklatant gestiegen ist, war natürlich die Streichung der Energieabgabenrückvergütung, die vielleicht nicht wirklich geschickt war. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der FPÖ.
Da haben wir also noch Diskussionsbedarf. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe den Bericht durchgesehen, auch mit der Suchmaschine, weil es ihn ja elektronisch gibt, und das Ergebnis war: Der Begriff „öffentlicher Verkehr“ findet sich nicht in diesem Bericht. Und ich denke, es gibt auch Potenzial in der Vernetzung, auch aus Sicht des Klima- und Umweltschutzes, aus Sicht der ökologischen Nachhaltigkeit im Sinne des sanften Tourismus. Ich meine, das könnte man auch den Tourismusmanagern nahebringen, dass es einen öffentlichen Verkehr gibt, und dann wird es natürlich auch ein Punkt im Bericht sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich komme aus der Steiermark, aus dem Bezirk Feldbach, und ich kann Ihnen nur sagen, in Bad Gleichenberg werden sehr viele junge Menschen hervorragend ausgebildet. (Beifall bei der ÖVP.) Diese unsere Absolventen werden in ganz Österreich und auf der ganzen Welt nachgefragt. Und warum? Weil sie gut ausgebildet sind!
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Ich glaube, den Menschen im Tourismusbereich kann man nur herzlichen Dank sagen, dass sie ständig ihren Einsatz in ganz Österreich leisten. Und bitte denken Sie daran: Wir brauchen den Tourismusbereich ganz besonders. – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und in diesem Sinne möchte ich zu diesem Bericht gratulieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.
Die SPÖ steht geschlossen hinter ihrem Wehrdienstverweigerer, dem Bundesminister Darabos, und seinem Bundesheermodell mit einer abgeschafften Wehrpflicht. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall beim BZÖ.
Das Bundesheer, geschätzte Damen und Herren, wird vermutlich von den Regierungsparteien als Wahlkampfthema eingesetzt werden. Das ist eine feige Politik, die wir vom BZÖ sicherlich nicht mehr mittragen werden. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Kunasek: Du auch?
Spindelegger hat Faymann offensichtlich überrumpelt. Die ÖVP ist konsequent gegen eine Volksbefragung und für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Hier kommt die Unterstützung von der Offiziersgesellschaft gerade recht. Die überwiegende Mehrheit dieses Vereines sind nämlich Mitglieder beim ÖAAB. (Abg. Kunasek: Du auch?) Nein! Damit ist die Offiziersgesellschaft sehr, sehr schwarz eingefärbelt. Logisch, dass die Offiziersgesellschaft die Interessen der ÖVP vertritt.
Abg. Kunasek: Weil er keine hat!
Es war auch ein Fehler des Herrn Bundesministers, mit der Offiziersgesellschaft zu brechen, anstatt sich mit Argumenten auseinanderzusetzen und diese zu gewinnen. Das ist reiner politischer Selbstmord. (Abg. Kunasek: Weil er keine hat!)
Beifall beim BZÖ.
Wir alle in diesem Haus wissen, das österreichische Bundesheer befindet sich in der schwersten Krise der Zweiten Republik. Im Bereich der Landesverteidigung wurde in Österreich alles verschlafen. Das Bundesheer schreit nach riesigen Reformen. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schwertfeuer? Können Sie das noch einmal wiederholen? Schwertfeuer – was ist das?
Geschätzte Damen und Herren! Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen auch, dass Sie von Ihrem eigenen Sperrfeuer ausgeschaltet werden. Bundesminister Darabos wird vom eigenen Sperrfeuer der Sozialdemokratie ausgeschaltet. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schwertfeuer? Können Sie das noch einmal wiederholen? Schwertfeuer – was ist das?) Es wird bereits spekuliert, dass der Bundesminister für den neu ausgerufenen Stillstand geopfert werden soll. Ein Bauernopfer! Die Ablöse von Bundesminister Darabos steht nämlich unmittelbar bevor. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen auch, dass Sie von Ihrem eigenen Sperrfeuer ausgeschaltet werden. Bundesminister Darabos wird vom eigenen Sperrfeuer der Sozialdemokratie ausgeschaltet. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Schwertfeuer? Können Sie das noch einmal wiederholen? Schwertfeuer – was ist das?) Es wird bereits spekuliert, dass der Bundesminister für den neu ausgerufenen Stillstand geopfert werden soll. Ein Bauernopfer! Die Ablöse von Bundesminister Darabos steht nämlich unmittelbar bevor. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Richtig angefressen werden aber die nächsten Jahrgänge sein, die einberufen werden müssen. Hier geht es um die Zukunft von rund 75 000 bis 80 000 jungen Männern. Diese sollen einen sinnlosen, überholten Wehrdienst ableisten. Mit Ihrem Aufschub der Volksbefragung behindern Sie die persönliche Zukunftsplanung dieser Männer. Hier werden rund 80 000 männliche Staatsbürger für eure parteipolitische Taktik missbraucht. Das ist verantwortungslos, ungeheuerlich und darf auf keinen Fall passieren! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Am Beispiel des Bundesheeres sieht man: Die Regierung streitet – und wir vom BZÖ arbeiten für Österreich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Unterstützen Sie unseren Antrag auf Fristsetzung bis zum 6. Juli 2011! (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Grosz: So eine Überraschung!
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Meine Fraktion wird den Antrag des BZÖ nicht mittragen. (Abg. Grosz: So eine Überraschung!) Das wird Sie aber wahrscheinlich nicht weiter verwundern.
Abg. List: Nichts tun!
Allerdings möchte ich hier schon anmerken, dass der Vorschlag des Bundeskanzlers – auch für ihn ist das zwar der Plan B, aber ein sehr, sehr guter – noch etwas Zeit einräumt, um nachdenken zu können und gemeinsam zu überlegen, was das Beste für die Sicherheit Österreichs ist. (Abg. List: Nichts tun!) Wir werden – und das ist auch ehrlich – der Bevölkerung Gelegenheit geben, beim nächsten Wahlgang dafür zu votieren, wofür sie auch selber ist. (Abg. Grosz: Beim nächsten Wahlgang gibt es euch nicht mehr!)
Abg. Grosz: Beim nächsten Wahlgang gibt es euch nicht mehr!
Allerdings möchte ich hier schon anmerken, dass der Vorschlag des Bundeskanzlers – auch für ihn ist das zwar der Plan B, aber ein sehr, sehr guter – noch etwas Zeit einräumt, um nachdenken zu können und gemeinsam zu überlegen, was das Beste für die Sicherheit Österreichs ist. (Abg. List: Nichts tun!) Wir werden – und das ist auch ehrlich – der Bevölkerung Gelegenheit geben, beim nächsten Wahlgang dafür zu votieren, wofür sie auch selber ist. (Abg. Grosz: Beim nächsten Wahlgang gibt es euch nicht mehr!)
Zwischenruf des Abg. List.
Meine Damen und Herren! Was Kollege List vorhin mit „feige“ gemeint hat, das kann ich nicht nachvollziehen. Es steht uns auch als Koalition gut an, auf den jeweiligen Partner Rücksicht zu nehmen. (Zwischenruf des Abg. List.) Wir haben uns vor der Wahl nicht deklariert, in welche Richtung es gehen soll. Daher sollte man auch einem Koalitionspartner die Möglichkeit geben, seinen Eindruck mit zu deponieren. Wir haben mit der Weitsicht des Bundeskanzlers reagiert und dieses Thema an den Beginn des Wahlkampfes für die nächste Wahl gestellt. Fairer kann es wohl nicht sein.
Abg. List: Es funktioniert nicht!
Und das werden wir auch gemeinsam mittragen. Auch wenn es Ihnen nicht gefällt: Die Koalition wird wegen dieser Frage mit Sicherheit nicht auseinanderbrechen. Wir sind uns der Problematik bewusst. Wir sind uns auch dessen bewusst, dass ein gutes, funktionierendes Heer auch Budgetmittel braucht. (Abg. List: Es funktioniert nicht!)
Abg. List: Die Flieger sind das einzig moderne Gerät!
Herr Kollege List! Es ist leicht, sich hier herzustellen und zu fordern, geh’ zum Finanzminister und mach’ Mittel frei, damit wir das Heer mit 2,1 Milliarden € stützen können. Diese Gedanken hätte man sich machen sollen, als die Flieger gekauft wurden, über die wir jetzt ... – Da wird nur der Kopf geschüttelt. Da war das BZÖ stark dabei, das wissen wir heute. Und wir haben es heute auszulöffeln. Was die Versprechungen betrifft, dass das Budget des Heeres durch diese Flugzeuge nicht belastet wird – das kann man ja überall nachlesen –, das ist nämlich unwahr gewesen, was damals gesagt wurde! (Abg. List: Die Flieger sind das einzig moderne Gerät!)
Abg. List: Du bist ihm in den Rücken gefallen!
Wir haben heute einen Verteidigungsminister, der sich mit den Versäumnissen der Vergangenheit herumzuschlagen hat. Und wir fallen ihm in den Rücken?! (Abg. List: Du bist ihm in den Rücken gefallen!) Das lehne ich ab. Wir sollten ihm den Rücken stärken, bei der Erneuerung des Heeres zur Seite stehen, ihn möglichst unterstützen und nicht bei jeder Gelegenheit darauf hinweisen, dass er Zivildiener, ein Wehrdienstverweigerer ist. Ich bin froh ... (Abg. List: Er kennt sich nicht aus! Faktum! Ist so!) – Lieber Kollege List, wir haben immer wieder Minister gehabt, die nicht aus diesem Metier gekommen sind, die letztendlich aber eine sehr gute Figur gemacht haben.
Abg. List: Er kennt sich nicht aus! Faktum! Ist so!
Wir haben heute einen Verteidigungsminister, der sich mit den Versäumnissen der Vergangenheit herumzuschlagen hat. Und wir fallen ihm in den Rücken?! (Abg. List: Du bist ihm in den Rücken gefallen!) Das lehne ich ab. Wir sollten ihm den Rücken stärken, bei der Erneuerung des Heeres zur Seite stehen, ihn möglichst unterstützen und nicht bei jeder Gelegenheit darauf hinweisen, dass er Zivildiener, ein Wehrdienstverweigerer ist. Ich bin froh ... (Abg. List: Er kennt sich nicht aus! Faktum! Ist so!) – Lieber Kollege List, wir haben immer wieder Minister gehabt, die nicht aus diesem Metier gekommen sind, die letztendlich aber eine sehr gute Figur gemacht haben.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. List – demonstrativ Beifall spendend –: Jetzt kriegst du Applaus von mir!
sam erleben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. List – demonstrativ Beifall spendend –: Jetzt kriegst du Applaus von mir!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Oswald Klikovits (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Das Bundesheer ist ja nicht nur heute, sondern im Besonderen in den vergangenen Wochen und Monaten ins Gerede gekommen – meiner Meinung nach zu Unrecht ins Gerede gekommen, weil es eben bei einer Partei, unserem Koalitionspartner, sozusagen eine politische Schubumkehr vom damaligen Status quo in Richtung Berufsheer gegeben hat und sich beim Herrn Verteidigungsminister das, was er vor einem Jahr noch in Stein gemeißelt geglaubt hat, jetzt sozusagen als eingefrorene Butter herausgestellt hat und nicht mehr das gilt, was seinerzeit gegolten hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Ich sage das deswegen – und auch mit ein bisschen Wehmut –, weil ich glaube, dass es das österreichische Bundesheer als staatspolitische Einrichtung nicht verdient, in der Öffentlichkeit so schlechtgeredet zu werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Wir werden natürlich diesem Fristsetzungsantrag nicht unsere Zustimmung geben – nicht deswegen, weil wir das Volk nicht mehr fragen wollen, sondern weil wir der Auffassung sind, dass es unsere ureigenste Aufgabe als Mandatare ist, die politische Entscheidung darüber zu treffen, wie wir künftig durch das österreichische Bundesheer unser Land gesichert wissen wollen. (Beifall bei der ÖVP.) Und es ist unsere Aufgabe – unsere vornehmste Aufgabe –, dies auch hier zu entscheiden.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin froh darüber, dass jetzt zumindest die SPÖ diese Entscheidung der Volksbefragung auf Eis gelegt hat – hoffentlich ist sie auch in Stein gemeißelt –, weil ich der Auffassung bin, dass wir die Wehrpflicht brauchen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir brauchen die Wehrpflicht neu. (Abg. Dr. Cap: Kein Applaus! Niemand applaudiert!) Wir brauchen ein reformiertes Bundesheer, das unseren Soldatinnen und Soldaten auch das notwendige Rüstzeug mitgibt. Wir brauchen ein Bundesheer, das mit neuen Aufgabenstellungen Katastrophenhilfe leisten kann, das Landesverteidigung im eigentlichen Sinne leisten kann und das auch seinen Auslandseinsätzen nachgehen kann.
Abg. Dr. Cap: Kein Applaus! Niemand applaudiert!
Ich bin froh darüber, dass jetzt zumindest die SPÖ diese Entscheidung der Volksbefragung auf Eis gelegt hat – hoffentlich ist sie auch in Stein gemeißelt –, weil ich der Auffassung bin, dass wir die Wehrpflicht brauchen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Wir brauchen die Wehrpflicht neu. (Abg. Dr. Cap: Kein Applaus! Niemand applaudiert!) Wir brauchen ein reformiertes Bundesheer, das unseren Soldatinnen und Soldaten auch das notwendige Rüstzeug mitgibt. Wir brauchen ein Bundesheer, das mit neuen Aufgabenstellungen Katastrophenhilfe leisten kann, das Landesverteidigung im eigentlichen Sinne leisten kann und das auch seinen Auslandseinsätzen nachgehen kann.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Hervorragend! Professionell!
derzeit im Rahmen der KFOR-Truppen wahrnimmt, bestmöglich erfüllt wird. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Neugebauer: Hervorragend! Professionell!)
Beifall bei der ÖVP.
Trotz verschiedenster und vieler Herausforderungen, die das Bundesheer auch hat: Wir haben da unten die professionellste Truppe, die man sich nur vorstellen kann. Was ich wirklich befremdlich finde, ist, dass der politisch Verantwortliche noch nicht einmal dazu im Stande ist, für das österreichische Bundesheer zumindest Leiberln zur Verfügung zu stellen, damit die Soldaten bei 35 Grad im Schatten nicht verkommen müssen. Das wäre die Aufgabe des Herrn Verteidigungsministers, nämlich dafür zu sorgen, dass das lückenlos passiert, dass das Bundesheer bestmöglich ausgerüstet ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Wir werden jedenfalls diesem Fristsetzungsantrag aus Überzeugung nicht zustimmen, wir bleiben unserem Grundsatz treu, wir haben hier unsere politische Linie nie verändert: Wir wollen ein starkes, gut motiviertes und gut ausgebildetes Kaderpersonal, Berufssoldaten, wir wollen eine Miliz und wir wollen motivierte Wehrpflichtige. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Ing. Westenthaler: Was? – Abg. Neugebauer: Das kommt aus der Musik!
Also ein klassischer Vorgang eines Diminuendo, der allerdings mit Crescendo-Begleitmusik nicht schön anzuhören ist. (Abg. Ing. Westenthaler: Was? – Abg. Neugebauer: Das kommt aus der Musik!) Es ist keine ästhetische politische Musik, die uns hier vorgetragen wird, und ich setze dem Folgendes entgegen:
Beifall bei der FPÖ
Nummer eins: Die allgemeine Wehrpflicht ist nach Auffassung der Freiheitlichen Partei unabdingbar (Beifall bei der FPÖ), weil nur die allgemeine Wehrpflicht das Recht der Bürger zum Gegenstand hat, am Waffenhandwerk ausgebildet zu werden, und das
Beifall bei der FPÖ.
Recht der Bürger ist die Gegenmedaille zur Pflicht. Es ist dem nicht zuzustimmen, dass dieses zutiefst demokratische Prinzip als Zwangsdienst denunziert wird. Das ist ein linksgrünes Modell, dem wir keinesfalls zum Durchbruch verhelfen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.
Im Zuge der Debatte können wir derzeit auch feststellen, dass die ÖVP schließlich und endlich ein klares Bekenntnis zur Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht abgegeben hat, sodass erst recht die Möglichkeit, in der Koalition diesbezüglich im Sinne Faymanns Einigung zu finden, nach derzeitiger Erkenntnis kaum gegeben scheint, sodass es aber zweitens für die Bevölkerung eine Zumutung ist, zum Beispiel wie gestern im Radio zu hören: Was werden sich die jungen Männer jetzt fürchten? Sie träumen schon davon, keine Uniform mehr anziehen zu müssen. Die Herrschaften, die beim Radio die dicke Lippe führen, kennen wir ja, das sind alles Spießgesellen der Abschaffungsphilosophie, soll heißen des Ruinierungsprozesses, denn die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht würde bei österreichischen Gegebenheiten stichgerade in die Abschaffung des Bundesheeres münden. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei der FPÖ
Wir von der FPÖ verlangen vom Staatsbürger die Erfüllung der Pflichten: Das beginnt bei der Schulpflicht, geht über die Steuerpflicht bis hin auch zur allgemeinen Wehrpflicht. Wir achten den Staat in all seinen Funktionsebenen (Beifall bei der FPÖ), aber es ist verlockend, den Inhalt, nur den Inhalt, den einzeiligen Satz zu sagen, dass nämlich mit der Frage, ob die Volksbefragung durchgeführt werden soll – ja oder nein? –, bald Schluss sein soll.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich denke über den Sinn Ihrer Frage nach! Ich tu mir schwer! Ehrlich!
Und unter Weglassung all der Anhörungsbedürfnisse, die einem der Kollege List zugemutet hat, konzentriere ich mich bloß auf die Tatsache: baldiger Entscheidungsprozess, ja oder nein, mit der Volksbefragung. Das ist alles, Frau Kollegin Glawischnig, auch wenn Sie das noch so sehr zum Lachen reizt. – Danke vielmals. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Ich denke über den Sinn Ihrer Frage nach! Ich tu mir schwer! Ehrlich!)
Abg. Neugebauer: Jetzt kommt ein Crescendo!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Dr. Pilz. – Bitte. (Abg. Neugebauer: Jetzt kommt ein Crescendo!)
Rufe bei der FPÖ: Sicher nicht!
Abgeordneter Dr. Peter Pilz (Grüne): Werte Kolleginnen und Kollegen! In diesem Haus gibt es eine klare, gut zählbare Mehrheit der Vernunft für die Abschaffung der Wehrpflicht. In der österreichischen Bevölkerung gibt es eine gut abgefragte und gut fundierte Mehrheit der Vernunft – und das ist in der österreichischen Bevölkerung von der Bildungsreform bis zur Wehrpflicht so – für die Abschaffung eben dieser Wehrpflicht. (Rufe bei der FPÖ: Sicher nicht!) Das Einzige, was uns fehlt, ist die Bereitschaft der Sozialdemokratischen Partei, zur Vernunft zu stehen und öffentlich ihr Wort zu halten.
Zwischenruf des Abg. Rädler
Und es gibt schon eine Erfahrung – ich möchte das auch einmal öffentlich sagen –, nicht nur in der Frage der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses als Minderheitenrecht, die oft sehr schwer mit der Österreichischen Volkspartei zu verhandeln war (Zwischenruf des Abg. Rädler), aber wenn es einmal ein Verhandlungsergebnis gegeben hat, dann war es üblich, dass die Österreichische Volkspartei ihr Wort gehalten hat. (Abg. Petzner: Da kann ich ganz Gegenteiliges sagen!)
Abg. Petzner: Da kann ich ganz Gegenteiliges sagen!
Und es gibt schon eine Erfahrung – ich möchte das auch einmal öffentlich sagen –, nicht nur in der Frage der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses als Minderheitenrecht, die oft sehr schwer mit der Österreichischen Volkspartei zu verhandeln war (Zwischenruf des Abg. Rädler), aber wenn es einmal ein Verhandlungsergebnis gegeben hat, dann war es üblich, dass die Österreichische Volkspartei ihr Wort gehalten hat. (Abg. Petzner: Da kann ich ganz Gegenteiliges sagen!)
Beifall bei den Grünen.
österreichischen Politik – nicht nur der Regierungspolitik – dringend notwendig, sobald wie möglich – so, wie es versprochen ist – die österreichische Bevölkerung zur Wehrpflicht zu befragen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Lesen Sie das Regierungsprogramm, wir haben keinen Handlungsbedarf!
Abgeordneter Stefan Petzner (BZÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich erinnere mich gut daran, wie am Vormittag Herr Klubobmann Kopf der Opposition vorgeworfen hat, dass der Vorwurf des Stillstandes überhaupt nicht stimmt, man sei so hyperaktiv. Aber die Wehrpflicht ist ja das beste Beispiel dafür, dass dieser Vorwurf des Stillstandes völlig zutreffend ist. (Abg. Kopf: Lesen Sie das Regierungsprogramm, wir haben keinen Handlungsbedarf!)
Abg. Kopf: Was geht denn das uns an?!
Meine Damen und Herren, was ist passiert? – Zuerst konnte es vor allem dem Wiener Bürgermeister Häupl im Wiener Wahlkampf nicht schnell genug gehen, die Wehrpflicht abzuschaffen, weil er das im Wahlkampf gebraucht hat (Abg. Kopf: Was geht denn das uns an?!) – es ist ohnehin schiefgegangen –, und dann ist das Bekenntnis des Verteidigungsministers und des Bundeskanzlers gekommen, dass es diese Volksbefragung über die Abschaffung der Wehrpflicht gibt. Wochenlang, monatelang hat die SPÖ damit die Titelseiten gefüllt, eine Art Vorwahlkampf geführt, und die ÖVP hat blockiert.
Beifall beim BZÖ
Viele Zeitungskommentatoren haben sich dann die Frage gestellt, wer jetzt dieses politische Spiel gewonnen hat: Hat Faymann doch den Boulevard irgendwie ausgetrickst, indem die Volksbefragung doch kommen soll, aber nur aufgeschoben ist, oder hat sich die ÖVP durchgesetzt, indem sie durchgesetzt hat, dass die Wehrpflicht vorerst bleibt? Wer auch immer da der Sieger sein mag, das ist mir relativ egal, entscheidend und fix ist, wer auf alle Fälle verloren hat: Verloren hat, meine Damen und Herren, dieses Land, verloren hat die Republik Österreich, verloren hat das Bundesheer, und verloren haben jene über 50 000 Grundwehrdiener (Beifall beim BZÖ), die aufgrund Ihrer Entscheidungsunfähigkeit, Ihres Reformunwillens und Ihrer Vereinbarung, dass es eine Art Waffenstillstand gibt, dass man überhaupt nichts mehr macht, davon betroffen sind. Das sind die Leidtragenden! (Abg. Klikovits: Das ist Nonsens, was du sagst! Das stimmt ja nicht, was du erzählst!)
Abg. Klikovits: Das ist Nonsens, was du sagst! Das stimmt ja nicht, was du erzählst!
Viele Zeitungskommentatoren haben sich dann die Frage gestellt, wer jetzt dieses politische Spiel gewonnen hat: Hat Faymann doch den Boulevard irgendwie ausgetrickst, indem die Volksbefragung doch kommen soll, aber nur aufgeschoben ist, oder hat sich die ÖVP durchgesetzt, indem sie durchgesetzt hat, dass die Wehrpflicht vorerst bleibt? Wer auch immer da der Sieger sein mag, das ist mir relativ egal, entscheidend und fix ist, wer auf alle Fälle verloren hat: Verloren hat, meine Damen und Herren, dieses Land, verloren hat die Republik Österreich, verloren hat das Bundesheer, und verloren haben jene über 50 000 Grundwehrdiener (Beifall beim BZÖ), die aufgrund Ihrer Entscheidungsunfähigkeit, Ihres Reformunwillens und Ihrer Vereinbarung, dass es eine Art Waffenstillstand gibt, dass man überhaupt nichts mehr macht, davon betroffen sind. Das sind die Leidtragenden! (Abg. Klikovits: Das ist Nonsens, was du sagst! Das stimmt ja nicht, was du erzählst!)
Beifall beim BZÖ.
Meine Damen und Herren! Das BZÖ bekennt sich zur Volksbefragung. Das BZÖ bekennt sich zum österreichischen Bundesheer in der Form, dass wir für ein schlagkräftiges und vor allem ein finanzstarkes Bundesheer in der Form eines Berufsheeres mit freiwilliger Milizkomponente eintreten. Wir schlagen mit dem von Ursula Haubner entwickelten Modell der Bürgerhilfe einen Ersatz für den Zivildienst vor, das sicherstellt, dass im Bereich der karitativen Einrichtungen auch in Zukunft das Leistungsangebot, das notwendig ist, abgedeckt und gesichert ist. (Beifall beim BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wo ist der Bucher?
Wir kommen zur Abstimmung über den Antrag der Abgeordneten Bucher, Kolleginnen und Kollegen, dem Hauptausschuss zur Berichterstattung über den Antrag 1290/A der Abgeordneten Bucher, Kolleginnen und Kollegen (Ruf bei der ÖVP: Wo ist der Bucher?) auf Durchführung einer Volksbefragung gemäß Artikel 49b B-VG über die Beibehaltung der Wehrpflicht oder den Ersatz durch ein Freiwilligenheer eine Frist bis 6. Juli 2011 zu setzen.
Abg. Rädler: Wo ist Klubobmann Bucher?
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Fristsetzungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. (Abg. Rädler: Wo ist Klubobmann Bucher?) – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Krainer.
Sowohl der Sommer- als auch der Wintertourismus sind wichtig für unser Land und sind auch weiterhin dann erfolgreich, wenn wir alle Bereiche, die dazu beitragen, unterstützen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Krainer.)
Beifall bei der SPÖ.
In Osttirol hat die BIG nach zahlreichen Protestkundgebungen unlängst den Verkauf von zwei Bergen abgesagt. Ich habe mit Freude vernommen, dass Herr Minister Mitterlehner auch dafür ist, dass unsere Berge öffentlich bleiben. Ich hoffe, dass das auch in Zukunft der Fall sein wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei den rund 580 000 Mitgliedern der alpinen Vereine für ihren ehrenamtlichen Einsatz, denn ohne sie würde es abseits von ein paar Hauptrouten keinerlei alpine Infrastruktur geben. Sie leisten wertvolle Arbeit mit überregionaler Bedeutung. Gerade strukturschwache Regionen profitieren davon. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dem ist nichts hinzuzufügen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.
Deshalb meine Zustimmung, unsere Zustimmung und gleichzeitig auch unser Bekenntnis dazu, dass dieser Entschließungsantrag erst ein erster Schritt ist bei der Unterstützung der Tätigkeit der alpinen Vereine. Wir haben im Ausschuss erfahren, dass noch viel mehr notwendig ist. Wir werden weiter in diese Richtung arbeiten. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.)
Beifall beim BZÖ.
Allein der Oesterreichische Alpenverein hat 40 000 Kilometer an Wegenetz in Österreich zu erhalten, rund 600 ehrenamtliche Helfer sind da tätig. Die finanziellen Mittel werden aber in Zukunft nicht ausreichen. Nach Umweltkatastrophen et cetera und auch zur Erhaltung eines guten Zustandes der Klettersteige reichen die ehrenamtlichen Helfer nicht mehr aus. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Mit diesem Antrag, diesem Fünf-Parteien-Antrag, soll nun Abhilfe geschaffen werden, indem im Bedarfsfall die Förderungen erhöht werden und die Basisinfrastruktur gestärkt wird. – Vielen Dank. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Rädler: Die rote nicht! – Ruf beim BZÖ: Es gibt auch eine orange!
Dass das auch so bleibt, das steht und fällt mit den alpinen Vereinen. Man muss darauf hinweisen, dass sehr, sehr viele Freiwillige eine gewaltige Anzahl von freiwilligen Stunden leisten und dass es nur so möglich ist, dieses Wegenetz aufrechtzuerhalten und die alpinen Schutzhütten in einer entsprechenden Form zu führen. Wenn es kein solch gut gewartetes Wegenetz gibt, dann wandern nicht nur die Touristen ab, sondern dann sind auch die Einheimischen nicht bereit, die Berge zu erleben, beziehungsweise können sie das nicht. Was gibt es denn Schöneres als eine Bergwanderung, möglichst noch in der Früh, wenn man dann die rote Sonne am Horizont aufgehen sieht? Das ist wirklich ein schönes Erlebnis. (Abg. Rädler: Die rote nicht! – Ruf beim BZÖ: Es gibt auch eine orange!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Das mit der roten Sonne lassen wir!
Herr Kollege Hörl, lasst euch da etwas einfallen! Ich glaube, dass wir in Tirol schon in der Lage wären, diesbezügliche Packages zu schnüren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rädler: Das mit der roten Sonne lassen wir!)
Beifall beim BZÖ.
Abgeordneter Gerhard Huber (BZÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Da wurde viel Richtiges gesagt, aber Faktum ist auch, dass das Schutzhütten-Programm komplett ausgehungert wird. Im Regierungsprogramm wurde wörtlich die Weiterführung des unter unserer Regierungsbeteiligung damals eingeführten, im Staatssekretariat für Tourismus integrierten Programms mit 2,25 Millionen € jährlich versprochen. 2007 wurden auch noch 2,25 Millionen € ausbezahlt. 2011 sind es nur mehr 1,850 000 €. Das ist untragbar, sodass sich heute der Präsident des Alpenvereins massiv beschwert und meint, dass es einfach nicht mehr geht, dass all die freiwilligen Mitarbeiter Zigtausende Kilometer von Steigen, von steilen Bergsteigen, von Wanderwegen gratis warten, gratis markieren. Die brauchen dafür mehr Geld, Herr Bundesminister! Da, glaube ich, sind Sie wirklich aufgerufen, entsprechend tätig zu werden, denn wenn dieses Service nicht mehr funktioniert, dann bedroht das massiv den Tourismus. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Für eines sollte man in Zukunft bald einmal eine Einigung finden, denn: All die ehrenamtlichen Mitglieder, die alle ehrenamtlich diese Wege instandhalten, müssen dafür auch haften! Mir ist jetzt ein Fall untergekommen, dass in Osttirol einem Herrn, der 40 Jahre lang in Lienz die ganzen Wege betreut hat – 40 Jahre lang! –, da jetzt ein Unfall passiert ist, jemand ausgerutscht ist, der Prozess gemacht wurde. Da müssen wir alsbaldig und dringendst Rechtssicherheit schaffen, denn es ist unverantwortlich, Herr Bundesminister – da muss man irgendeine Versicherung oder eine Regelung finden –, dass die ehrenamtlichen Arbeiter, die diese Leistungen ehrenamtlich bereitstellen, auch noch haften. Das ist untragbar! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Fraktion unterstützt und begrüßt diesen Entschließungsantrag, da natürlich mit dem Aufbau einer neuen Mobilitätslösung für die sehr sensiblen touristischen österreichischen Gebiete auch eine Verbesserung der Lebensqualität und der Urlaubsqualität erreicht werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Nützen wir die Chance, durch attraktive Mobilitätslösungen unsere Umwelt intakt zu halten – zum Wohle unserer Menschen und für einen starken Tourismusstandort Österreich! – Danke. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von BZÖ und ÖVP.
Abgeordneter Josef Jury (FPÖ): Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Ich möchte die Möglichkeit nutzen, in dieser Tourismusdebatte darauf hinzuweisen, dass die Künstlerstadt Gmünd – meine Stadt – Mitte Mai den höchsten europäischen Tourismuspreis erreichen konnte, den EDEN Award für exzellente touristische Destinationen. (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von BZÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu diesem Preis waren heuer Regionen unter dem Thema „touristische Neuinszenierung historischer Strukturen“ eingeladen. Wir wurden gemeinsam mit der südsteirischen Thermenregion und mit der niederösterreichischen Landesausstellung, mit Carnuntum, gereiht und sind aus diesem Dreiervorschlag von einer unabhängigen Jury als Preisträger, als Sieger ausgewählt worden. Wir werden in Brüssel beim Tag des Tourismus im September Österreich vertreten, und ich möchte mich auf diesem Wege bei den Auslobern dieses Preises in Österreich, bei der österreichischen Tourismuswerbung, aber vor allem beim Wirtschaftsministerium recht herzlich bedanken. Wir konnten diesen Preis von der Sektionschefin, Frau Udolf-Strobl, entgegennehmen, und ich möchte mich auf diesem Wege bei Ihnen, Herr Minister, sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Dr. Moser: ... Flugpreise!
Zur Marke Österreich-Tourismus ist anzumerken, dass man – man fühlt sich ja fast in mein Rathaus versetzt, wo es nur einstimmige Beschlüsse gibt; auch im österreichischen Parlament gibt es zum Thema Tourismus einen nationalen Schulterschluss und nur einstimmige Beschlüsse – diese Marke Österreich, die sehr erfolgreich ist, für die Zukunft aber auch kritisch beleuchten muss. Wenn man weiß, dass 2008 die Türkei Österreich als das beliebteste Urlaubsland der Deutschen abgelöst hat, dann ist es Auftrag für die Zukunft, für diesen Kernmarkt Deutschland einfach mehr Werbemittel einzusetzen, damit uns dieser stärkste österreichische Urlaubsgast, der deutsche Urlaubsgast, nicht noch mehr wegbricht. (Abg. Dr. Moser: ... Flugpreise!)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ
Ein weiterer kritischer Punkt ist natürlich auch die Bewahrung der österreichischen Identität (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ) und der österreichischen Gastlichkeit. Meine Damen und Herren! Uns sterben die Bauern weg, uns stirbt das kleinstruktu
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren und vor allem sehr geehrter Herr Minister! Damit diese Marke Österreich auf diesen drei starken Säulen Alpen, Seen und Donau und des Weiteren Stadt und Kultur weiter erfolgreich ist, gehören diese kritischen Punkte in der Zukunft stärker beleuchtet und gehört vor allem auch dem Kernmarkt unseres Tourismus, den deutschen Urlaubsgästen, vermehrt Augenmerk geschenkt. – Danke sehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Sie stehen am Ausgangspunkt der Seilbahn und möchten mit dem Skibus zurück in Ihren Urlaubsort. Sie sind im Besitz eines Skipasses, der Sie berechtigt, sowohl den Gletscherbus als auch den Postbus zu benützen. Sie gehen zur nächstgelegenen Haltestelle, die Ihnen von der Seilbahngesellschaft empfohlen wird, und das ist eine Postbushaltestelle. Dort lesen Sie, in ungefähr eindreiviertel Stunden wird der Postbus kommen. Sie stellen Ihre Skier ab und denken daran, dass es doch auch den Gletscherbus gibt. Laut Prospekt fährt der Gletscherbus alle 20 Minuten. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Sie machen sich auf die Suche nach der Haltestelle für den Gletscherbus, und Sie finden die Haltestelle. Leider lassen Sie vielleicht ungeschickterweise Ihre Skier bei der Postbushaltestelle stehen.
Abg. Riepl: Ohne Ski!
Der Gletscherbus kommt, und Sie steigen ein (Abg. Riepl: Ohne Ski!) – ohne Skier, weil die Skier ja bei der Postbushaltestelle lehnen. (Abg. Riepl: Alle zwei!) Schließlich stellt das Tragen von Skiern durchaus eine Belastung dar, noch dazu, wenn man Skischuhe anhat. Sie äußern dann gegenüber dem Gletscherbuschauffeur das Ersuchen, er möge doch kurz bei der Postbushaltestelle stehenbleiben, damit Sie die Skier einladen können. Der Gletscherbuschauffeur sagt: Nein, das sind nicht wir, da dürfen wir nicht stehenbleiben! Es bleibt Ihnen also nichts anderes übrig, als zu wählen: entweder Gletscherbus oder Skier. Sie entscheiden sich logischerweise für Ihre Skier und steigen wieder aus.
Abg. Riepl: Alle zwei!
Der Gletscherbus kommt, und Sie steigen ein (Abg. Riepl: Ohne Ski!) – ohne Skier, weil die Skier ja bei der Postbushaltestelle lehnen. (Abg. Riepl: Alle zwei!) Schließlich stellt das Tragen von Skiern durchaus eine Belastung dar, noch dazu, wenn man Skischuhe anhat. Sie äußern dann gegenüber dem Gletscherbuschauffeur das Ersuchen, er möge doch kurz bei der Postbushaltestelle stehenbleiben, damit Sie die Skier einladen können. Der Gletscherbuschauffeur sagt: Nein, das sind nicht wir, da dürfen wir nicht stehenbleiben! Es bleibt Ihnen also nichts anderes übrig, als zu wählen: entweder Gletscherbus oder Skier. Sie entscheiden sich logischerweise für Ihre Skier und steigen wieder aus.
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Sie warten dann wirklich untertänig auf den nächsten Postbus. Der Gletscherbus wäre zwar wieder früher gefahren, aber der Postbus ist sozusagen der Bus, der Sie zu Ihren Skiern bringt. Das war vielleicht der gedankliche Fehler der ganzen Aktion. Schließlich kommt der Postbus, er nimmt Sie mit, mitsamt den Skiern. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) – Bitte, das ist nur ein Beispiel für den Herrn Minister, damit es nicht so langweilig ist. (Heiterkeit und neuerliche Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit und neuerliche Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Sie warten dann wirklich untertänig auf den nächsten Postbus. Der Gletscherbus wäre zwar wieder früher gefahren, aber der Postbus ist sozusagen der Bus, der Sie zu Ihren Skiern bringt. Das war vielleicht der gedankliche Fehler der ganzen Aktion. Schließlich kommt der Postbus, er nimmt Sie mit, mitsamt den Skiern. (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.) – Bitte, das ist nur ein Beispiel für den Herrn Minister, damit es nicht so langweilig ist. (Heiterkeit und neuerliche Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Bundesminister Dr. Mitterlehner: Der Gletscherbus! – Abg. Rädler: Dann fahren Sie mit der Sommerrodelbahn!
gilt? Er sagt: Das dürfen wir nicht! (Bundesminister Dr. Mitterlehner: Der Gletscherbus! – Abg. Rädler: Dann fahren Sie mit der Sommerrodelbahn!)
Abg. Riepl: In welchem Bus sind die Skistöcke? – Allgemeine Heiterkeit.
Herr Minister, das ist nur ein kleines Beispiel aus dem Leben gegriffen. Ich kann Ihnen jederzeit die Namen der Chauffeure nennen. So ist das mit der Intermodalität und mit den Schnittstellen der Mobilität in einem ganz einfachen Tal namens Zillertal. (Abg. Riepl: In welchem Bus sind die Skistöcke? – Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Riepl: Wo sind die Stöcke? – Abg. Rädler: Ein Fall für den Volksanwalt!
Dieses Beispiel, meine Damen und Herren, zeigt auf der einen Seite, wie wichtig es ist, dass wir insgesamt die Mobilität der Touristen vor Ort flexibler gestalten, das Angebot wirklich für alle nutzbar machen. Auf der anderen Seite zeigt ihnen das Beispiel von der Schweiz – und damit möchte ich abschließen –, wo wirklich 25 Prozent, also ein Viertel der Urlauberinnen und Urlauber mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen – in Österreich nur 7 Prozent –, dass wir noch eine weite Strecke Weges vor uns haben. Aber, Herr Minister, ich bin optimistisch, sowohl für das Zillertal als auch für Österreich. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Riepl: Wo sind die Stöcke? – Abg. Rädler: Ein Fall für den Volksanwalt!)
Beifall beim BZÖ.
Das Verkehrsnetz gehört auf alle Fälle ausgebaut. Das ist das Hauptproblem, das wir haben. Den vorliegenden Antrag werden wir natürlich unterstützen. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei Grünen und BZÖ.
Ich berichtige tatsächlich: Das Zillertal hat einen öffentlichen Skibusverkehr. Wir geben ungefähr 3 bis 4 Millionen € aus. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei Grünen und BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Unsere Tourismuswirtschaft ist gefordert, eine hohe Umwelt- und Aufenthaltsqualität zu bieten, damit unsere Marktchancen steigen. Gehen wir diesen Beispielen nach und versuchen wir, diese auch flächendeckend umzusetzen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin froh darüber, dass es einen Fünf-Parteien-Antrag gibt beziehungsweise dass sich alle fünf Parteien dazu bekennen, dass eine Mobilitätslösung notwendig ist. Ich würde mir wünschen, dass es regionale Verkehrsgipfel oder Mobilitätsgipfel gibt, wo mit allen Betroffenen, mit den Gemeinden, mit den Tourismusvertretern, mit den Wirtschaftsvertretern, mit Land, mit Bund, bedarfsorientierte Lösungen für dieses Mobilitätsproblem ausgearbeitet werden, denn es kann nicht sein, dass die Finanzierung immer bei unseren Gemeinden hängenbleibt. Dafür sehe ich ganz sicher auch das Tourismusministerium in der Verantwortung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nur damit wir einander richtig verstehen: Mir sind die portugiesischen oder estländischen RTAs und Krankenschwestern nicht gleichgültig, aber ich bin doch ein österreichischer Politiker und meine, dass wir uns zuerst um die österreichischen kümmern sollten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zuallerletzt: Sorgen Sie, Herr Minister Hundstorfer, bitte dafür, dass unser Geld für unsere Menschen verwendet wird und nicht in Europa in Töpfen ohne Boden versickert! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, lautete Ihre Kritik, dass wir uns bei der letzten Sozialausschusssitzung nicht in die Tiefe gehend, nicht umfassend genug mit den Anträgen auseinandergesetzt haben. – Ich möchte das auf das Schärfste zurückweisen, denn wir haben uns im Ausschuss sehr umfassend und sehr intensiv mit den Anträgen auseinandergesetzt! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es gab im Sozialausschuss eine gute Diskussion dazu, mit unterschiedlichen Positionen wohlgemerkt. Dass wir uns in vielen Bereichen bei dieser Gesetzesmaterie nicht einigen konnten, ist eine Frage der Demokratie, weil es eben unterschiedliche Voraussetzungen, unterschiedliche Positionen gibt. Aber dass wir uns nicht fundiert und gut damit auseinandergesetzt haben, weise ich im Namen des Ausschusses im Namen der SPÖ – ich nehme an, auch im Namen der ÖVP – zurück. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Dazu darf ich festhalten, dass in diesem Zusammenhang im Bundesministerium eine Arbeitsgruppe mit den Sozialpartnern tagt. Entscheidend für mich ist, dass dabei nicht nur die Erhöhung der Beitragssätze ein wichtiger Punkt ist, sondern dass auch vorgesehen ist, dass diese sehr wichtige Gesetzesmaterie auch dahingehend überprüft wird, dass sie dementsprechend wirksam ist, dass sie richtig und gut funktioniert. Mit Verweis auf die Ausschussfeststellung darf ich daher feststellen, dass auch der Antrag der Abgeordneten Dolinschek, Kolleginnen und Kollegen so wie im Ausschuss auch hier im Plenum von uns abgelehnt wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Sie schauen nicht hin – wir Grüne tun das aber schon! Wir wollen nicht Wachstum um jeden Preis, vor allem nicht um den Preis zunehmender Belastungen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Wir wollen weg von dem Paradigma: auf jeden Fall Wirtschaftswachstum, auf jeden Fall Gewinnsteigerung! Wir wollen, dass die Menschen ein gutes Leben haben. Wir wollen eine bessere Work-Life-Balance. Wir wollen nicht, dass 80 Prozent aller Erwerbstätigen mindestens einmal im Jahr kurz vor einem Zusammenbruch stehen. Das wollen wir nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wie schon gesagt: Die Menschen in diesem Land wollen so nicht weitermachen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Riepl.
Jetzt frage ich mich, wo da der unsachliche Umgang mit den Anträgen der Opposition ist, wenn wir sie ausführlich im Ausschuss diskutieren und wenn wir sie ausführlichst hier noch einmal im Plenum behandeln. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Riepl.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Meine Damen und Herren, wenn ein Antrag keine Mehrheit findet, dann ist das meiner Meinung nach in einer Demokratie genauso zu akzeptieren, wie wenn ein Antrag eine Mehrheit bekäme. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Es muss – und ich gehe davon aus, dass wir alle Demokraten sind – legitim sein, einen Antrag abzulehnen und ihm keine Mehrheit zu geben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... pauschal!) In diesem Zusammenhang möchte ich hier schon die Kritik der Klubobfrau Glawischnig zurückweisen, dass wir über die einzelnen Tagesordnungspunkte nur so drübergegangen wären.
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... pauschal!
Meine Damen und Herren, wenn ein Antrag keine Mehrheit findet, dann ist das meiner Meinung nach in einer Demokratie genauso zu akzeptieren, wie wenn ein Antrag eine Mehrheit bekäme. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Es muss – und ich gehe davon aus, dass wir alle Demokraten sind – legitim sein, einen Antrag abzulehnen und ihm keine Mehrheit zu geben. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: ... pauschal!) In diesem Zusammenhang möchte ich hier schon die Kritik der Klubobfrau Glawischnig zurückweisen, dass wir über die einzelnen Tagesordnungspunkte nur so drübergegangen wären.
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz.
Dazu darf ich Ihnen Folgendes sagen: Als Personalvertreter von 1 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lasse ich mir nicht sagen, dass ich nicht hinschaue, sondern wegschaue. Das weise ich persönlich und auch im Namen vieler Personalvertreterinnen und Personalvertreter, die hier herinnen im Hohen Haus sitzen, entschieden zurück. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Mag. Schatz.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Das verstehen die Grünen nicht! – Abg. Mag. Schatz: Was machen Sie für Gesetze? Sie sind Abgeordneter einer Regierungspartei!
Sie sollten einmal aus Ihrem Büro hinausgehen, die Betriebe besuchen und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern draußen vor Ort reden. Dann würden Sie vielleicht ein anderes Bild haben und nicht in einer Scheinwelt leben, die Sie hier im Plenum zum Besten geben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Rädler: Das verstehen die Grünen nicht! – Abg. Mag. Schatz: Was machen Sie für Gesetze? Sie sind Abgeordneter einer Regierungspartei!)
Beifall bei der ÖVP – Abg. Dolinschek: Keine Einbahn!
Meine Damen und Herren, ein klares Wort zu den Anträgen. Wir haben hier Anträge von den Grünen, von Kollegin Schatz, die sich auch mit der Arbeitszeitgesetz-Novelle 2007 beschäftigen, in denen es auch weitestgehend um Rücknahmen dieser Inhalte geht. Und das wollen wir ganz einfach nicht, weil wir auch, vor allem in Zeiten der Krise, gesehen haben, dass sich diese Novelle bewährt hat – diese Novelle hat sich bewährt vor allem auch im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie – und dass Flexibilität nicht immer etwas Negatives ist. Flexibilität kann auch etwas Positives sein – nicht nur für den Dienstgeber, sondern auch für die Dienstnehmerinnen und für die Dienstnehmer (Beifall bei der ÖVP – Abg. Dolinschek: Keine Einbahn!), und das muss man auch einmal erwähnen.
Abg. Mag. Schatz: Dreiviertel aller, die Überstunden leisten müssen, ...!
wählt ja keiner!), weil es Betriebe gibt, wo die Mitarbeiter auch wollen, dass es Arbeitszeiten von zehn Stunden, auch von zwölf Stunden gibt (Abg. Mag. Schatz: Dreiviertel aller, die Überstunden leisten müssen, ...!), wenn sie medizinisch begleitet werden, gar keine Frage, so wie es auch in der Arbeitszeitgesetz-Novelle drinnen steht und so wie es dort auch verankert ist.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Schatz: 30 Prozent aller Überstunden werden nicht bezahlt!
Meine Damen und Herren! Wir haben dort die Systeme über Jahrzehnte weiterentwickelt. Wir haben die Tag- und Nachtdienste, zusammen also 24-Stunden-Dienste, abgeschafft. Wir haben Bereitschaftszeiten innerhalb dieser Dienste, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen diese Dienste – vier Mal die zwölf Stunden, wo eine Bereitschaftszeit inkludiert ist – auch machen. Und selbstverständlich, Frau Kollegin, wird diese Zeit auch ordentlich bezahlt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Schatz: 30 Prozent aller Überstunden werden nicht bezahlt!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Warum sollten wir all diese Systeme zerschlagen oder nicht mehr fortsetzen? Ich sehe keinen Grund dafür! Wenn die betriebliche Sozialpartnerschaft funktioniert, wenn das von Praktikern durchgeführt wird, dann habe ich überhaupt kein Verständnis dafür, dass wir hier mit gesetzlichen Maßnahmen in diese sozialpartnerschaftliche Materie eingreifen sollten. Ich halte das für übertrieben und für unnötig, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
ein Jahresgehalt am Ende als Abfertigung zur Verfügung steht. Das war die Grundidee, und das wollen wir auch in Zukunft erreichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schopf.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Karlsböck! Missverstehen Sie jetzt nicht, was ich sage, aber – ich verstehe, dass Sie vor dem Parteitag hier noch eine Pflichtübung machen müssen – im Ausschuss waren Sie gegen Opting-out, heute sind Sie für Opting-out. (Zwischenruf des Abg. Schopf.) – Bitte, einigen Sie sich mit sich selber, was Sie wollen. Ich sage das nur, weil wir im Ausschuss eine sehr massive Diskussion mit Ihnen hatten. Sie haben so eine Falschmeldung abgegeben, dass die ja emotional nicht mehr auszuhalten war. Das muss ich einmal dazu sagen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Karlsböck! Missverstehen Sie jetzt nicht, was ich sage, aber – ich verstehe, dass Sie vor dem Parteitag hier noch eine Pflichtübung machen müssen – im Ausschuss waren Sie gegen Opting-out, heute sind Sie für Opting-out. (Zwischenruf des Abg. Schopf.) – Bitte, einigen Sie sich mit sich selber, was Sie wollen. Ich sage das nur, weil wir im Ausschuss eine sehr massive Diskussion mit Ihnen hatten. Sie haben so eine Falschmeldung abgegeben, dass die ja emotional nicht mehr auszuhalten war. Das muss ich einmal dazu sagen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Verbreiten Sie hier nicht Falschmeldungen, denn keines der öffentlichen Häuser verlangt von seinen Ärzten Opting-out-Verträge. Keines! Wir haben ein Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Neubauer: Na freilich weiß ich es!
Schauen Sie, Herr Abgeordneter, reden Sie nicht so daher, wenn Sie es nicht besser wissen. (Abg. Neubauer: Na freilich weiß ich es!) Aber Sie wissen es ja nicht, weil das AKH Linz zum Beispiel hält sich daran. (Abg. Neubauer: Na, das ist doch nicht wahr! Das ist doch nicht wahr!) – Aber sicher! Was glauben Sie, was unsere Arbeitsinspektorate dort alles aufführen?! Sie wissen doch ganz genau (Abg. Neubauer: Ja, ich weiß es!), dass sie sich daran halten.
Abg. Neubauer: Na, das ist doch nicht wahr! Das ist doch nicht wahr!
Schauen Sie, Herr Abgeordneter, reden Sie nicht so daher, wenn Sie es nicht besser wissen. (Abg. Neubauer: Na freilich weiß ich es!) Aber Sie wissen es ja nicht, weil das AKH Linz zum Beispiel hält sich daran. (Abg. Neubauer: Na, das ist doch nicht wahr! Das ist doch nicht wahr!) – Aber sicher! Was glauben Sie, was unsere Arbeitsinspektorate dort alles aufführen?! Sie wissen doch ganz genau (Abg. Neubauer: Ja, ich weiß es!), dass sie sich daran halten.
Abg. Neubauer: Ja, ich weiß es!
Schauen Sie, Herr Abgeordneter, reden Sie nicht so daher, wenn Sie es nicht besser wissen. (Abg. Neubauer: Na freilich weiß ich es!) Aber Sie wissen es ja nicht, weil das AKH Linz zum Beispiel hält sich daran. (Abg. Neubauer: Na, das ist doch nicht wahr! Das ist doch nicht wahr!) – Aber sicher! Was glauben Sie, was unsere Arbeitsinspektorate dort alles aufführen?! Sie wissen doch ganz genau (Abg. Neubauer: Ja, ich weiß es!), dass sie sich daran halten.
Abg. Neubauer: Na, hör auf!
Tun Sie doch nicht so, als ob Sie fünfmal am Tag die Republik heruntermachen müssen, bevor Sie schlafen gehen können. (Abg. Neubauer: Na, hör auf!) Stehen Sie doch dazu, dass wir in einem tollen Land leben, wo das ärztliche System in den öffentlichen Krankenhäusern funktioniert! Nehmen Sie das doch einmal zur Kenntnis! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Tun Sie doch nicht so, als ob Sie fünfmal am Tag die Republik heruntermachen müssen, bevor Sie schlafen gehen können. (Abg. Neubauer: Na, hör auf!) Stehen Sie doch dazu, dass wir in einem tollen Land leben, wo das ärztliche System in den öffentlichen Krankenhäusern funktioniert! Nehmen Sie das doch einmal zur Kenntnis! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist keine einfache Regel! Das war jetzt polemisch!
Wenn Sie hier sagen, irgendwo, zum Beispiel beim KAV, splittet man die Wochenenddienste nicht: Ja, das mag da oder dort noch vorkommen. Aber Sie, wenn Sie sich auskennen würden, und ich nehme an, Herr Professor Frigo wird sich halb auskennen – Herr Lasar sollte sich besser auskennen –, denn Herr Frigo ist kein Gemeindebediensteter, darum kennt er sich im KAV nur halb aus; das ist eine einfache Regel. Ich weiß, wo er herkommt; Sie wissen auch, wo ich herkomme. (Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Das ist keine einfache Regel! Das war jetzt polemisch!) – Das ist nicht polemisch, das ist eine sachliche Feststellung.
Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.
Ich möchte auch noch ganz kurz eine weitere Feststellung treffen. Ja, es gab und es gibt im AKH immer wieder Probleme mit Hebammen. Nur, auch hier ganz nüchtern: Alle Geburten, die vorgesehen waren, haben stattgefunden. Alle Geburten, die vorgesehen waren, haben stattgefunden, weil das Haus rechtzeitig darauf reagiert hat. (Zwischenruf der Abg. Mag. Korun.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rädler.
Da können wir hier beschließen, was wir wollen, Faktum ist: Wir müssen auch mit den Menschen arbeiten, die vor Ort sind. Das ist auch eines unserer Themen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie wissen, wo ich herkomme, und Sie wissen, dass ich sehr wohl schon einiges betreffend überlange Überstunden unternommen habe, um das aufzuzeigen. (Abg. Mag. Schatz: Aufzeigen, ja!) – Ja, Entschuldigung! Ich kann es ja immer nur aufzeigen, ich kann es ja immer nur darstellen, ich kann immer nur animieren: Bitte, macht etwas! (Abg. Mag. Schatz: Nein! Sie sind der Minister! „Aufzeigen“ ist ein bisserl wenig!)
Abg. Mag. Schatz: Aufzeigen, ja!
Da können wir hier beschließen, was wir wollen, Faktum ist: Wir müssen auch mit den Menschen arbeiten, die vor Ort sind. Das ist auch eines unserer Themen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie wissen, wo ich herkomme, und Sie wissen, dass ich sehr wohl schon einiges betreffend überlange Überstunden unternommen habe, um das aufzuzeigen. (Abg. Mag. Schatz: Aufzeigen, ja!) – Ja, Entschuldigung! Ich kann es ja immer nur aufzeigen, ich kann es ja immer nur darstellen, ich kann immer nur animieren: Bitte, macht etwas! (Abg. Mag. Schatz: Nein! Sie sind der Minister! „Aufzeigen“ ist ein bisserl wenig!)
Abg. Mag. Schatz: Nein! Sie sind der Minister! „Aufzeigen“ ist ein bisserl wenig!
Da können wir hier beschließen, was wir wollen, Faktum ist: Wir müssen auch mit den Menschen arbeiten, die vor Ort sind. Das ist auch eines unserer Themen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Rädler.) Sie wissen, wo ich herkomme, und Sie wissen, dass ich sehr wohl schon einiges betreffend überlange Überstunden unternommen habe, um das aufzuzeigen. (Abg. Mag. Schatz: Aufzeigen, ja!) – Ja, Entschuldigung! Ich kann es ja immer nur aufzeigen, ich kann es ja immer nur darstellen, ich kann immer nur animieren: Bitte, macht etwas! (Abg. Mag. Schatz: Nein! Sie sind der Minister! „Aufzeigen“ ist ein bisserl wenig!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Abgeordneter Karlsböck, eine kurze Info noch, dann höre ich schon auf: In den öffentlichen Krankenhäusern Österreichs wird die Bereitschaftszeit als Arbeitszeit gerechnet, auch wenn es möglich ist, eine Schlafbereitschaft entsprechend zu konsumieren – sprich: zu schlafen –, was hie und da auch passieren soll. Auch das wird als Arbeitszeit gerechnet. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Schatz: Alle!
Wir haben im Ausschuss 23 Anträge behandelt, und es ist so, dass die meisten Anträge von der Opposition kamen (Abg. Mag. Schatz: Alle!) – alle! –, alle kamen von der Opposition, ja. Mittlerweile ist es der großen Koalition schon zu blöd geworden, alle diese Anträge zu vertagen und man hat sich endlich einmal darauf geeinigt, dass man selbst ähnliche Anträge einbringt oder das an das Sozialministerium oder an die Sozialpartner delegiert, um diesbezüglich Lösungen zu finden, damit diese Uneinigkeit, die Sie sonst an den Tag legen, wenigstens diesbezüglich zu einer Einigkeit wird; ob Sie diese Vorgangsweise in Ordnung finden oder nicht, das sei dahingestellt – Gut. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.
Wir haben im Ausschuss 23 Anträge behandelt, und es ist so, dass die meisten Anträge von der Opposition kamen (Abg. Mag. Schatz: Alle!) – alle! –, alle kamen von der Opposition, ja. Mittlerweile ist es der großen Koalition schon zu blöd geworden, alle diese Anträge zu vertagen und man hat sich endlich einmal darauf geeinigt, dass man selbst ähnliche Anträge einbringt oder das an das Sozialministerium oder an die Sozialpartner delegiert, um diesbezüglich Lösungen zu finden, damit diese Uneinigkeit, die Sie sonst an den Tag legen, wenigstens diesbezüglich zu einer Einigkeit wird; ob Sie diese Vorgangsweise in Ordnung finden oder nicht, das sei dahingestellt – Gut. (Präsident Neugebauer übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Tatsache ist, dass die Themen behandelt worden sind und dass heute viele zusammengefasst wurden: Wir diskutieren jetzt vier, fünf oder sechs Anträge auf einmal, und in Wirklichkeit ist es so ... (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) – Ja, selbstverständlich, Herr Kollege Wöginger, aber Tatsache ist, dass dann eben ähnliche Anträge kommen, und man begründet das dann so: Wir gehen hier etwas weiter als der Antrag der Opposition!, und das wird dann gemacht.
Beifall beim BZÖ.
Wir haben einen Antrag eingebracht, und ich würde mich freuen, wenn es in Zukunft zu einer umfangreichen Reform dieser Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorge kommt. Ich hoffe, es dauert nicht zu lange, damit wir das bald umsetzen können. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Riepl: Genau so war es!
Was heißt Opting-out und warum sind Gewerkschaften, aber auch Regierungen dafür, dass diese Regelung ausläuft? – Opting-out heißt, dass ich mich in einem Einzelvertrag zu Beginn meines Arbeitsverhältnisses dafür entscheiden kann, dass Arbeitszeitgrenzen, die gesetzlich vorgegeben sind, für mich nicht gelten. Das wollten Sie verlängern, weil Sie gesagt haben, das würde den Wettbewerb fördern, wenn man das machen kann. Das war zumindest das, was wir alle im Ausschuss auch so gehört haben. (Abg. Riepl: Genau so war es!)
Ruf: Zu wenig!
gegen überlange Arbeitszeiten (Ruf: Zu wenig!) und er wäre nicht genügend engagiert. – Ich glaube, Sie wissen ganz genau, was die Kompetenzen eines Ministers sind.
Abg. Zanger: Na, na, Frau Kollegin! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wo war da ein hysterischer Anfall? Geht es Ihnen gut?!
der Europäischen Union getroffen und auf Österreich umgelegt werden, nicht zu bekämpfen oder das genauso mit einem hysterischen Anfall endet, wie er es bei der letzten Pressekonferenz in Brüssel getan hat. (Abg. Zanger: Na, na, Frau Kollegin! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wo war da ein hysterischer Anfall? Geht es Ihnen gut?!) Dann wünsche ich uns allen viel Vergnügen. (Abg. Zanger: Wer hat Ihnen das eingeredet?)
Abg. Zanger: Wer hat Ihnen das eingeredet?
der Europäischen Union getroffen und auf Österreich umgelegt werden, nicht zu bekämpfen oder das genauso mit einem hysterischen Anfall endet, wie er es bei der letzten Pressekonferenz in Brüssel getan hat. (Abg. Zanger: Na, na, Frau Kollegin! – Abg. Dr. Belakowitsch-Jenewein: Wo war da ein hysterischer Anfall? Geht es Ihnen gut?!) Dann wünsche ich uns allen viel Vergnügen. (Abg. Zanger: Wer hat Ihnen das eingeredet?)
Beifall bei der SPÖ.
Wir alle wissen, dass ganz viele Entscheidungen in Brüssel fallen. Und: Österreich den Österreichern!, und: Wir regeln uns alles in Österreich!, ist eine Geschichte, die vielleicht ins Weltbild der FPÖ passt, aber sicherlich nicht ins Weltbild der SPÖ. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Ich möchte daher an dieser Stelle auch sagen: Wir haben damals die „Allianz für den freien Sonntag“ befürwortet und sind ihr beigetreten. Daran hat sich für uns als BZÖ bis heute auch nichts geändert. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Mehr als!
Aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aus Sicht der Frauen vor allem, aus Sicht der Familien genügen die regionalen Ausnahmeregelungen, die wir derzeit haben (Abg. Mag. Stadler: Mehr als!): im touristischen Gebiet und dass auf Bahnhöfen die Geschäfte offengehalten werden können. Wir brauchen zusätzlich nichts mehr, auch im Hinblick darauf, dass wir jetzt beim neuesten Jugendmonitor erfahren haben, dass gerade für die jungen Menschen Familie etwas sehr, sehr Wichtiges ist, das sie als Teil ihres Lebens sehen, das als Teil ihrer Lebensqualität besteht, auf die sie einfach nicht verzichten möchten, und dass Familie für sie auch so etwas wie soziale Geborgenheit ist.
Beifall beim BZÖ.
Professor Mazal hat unlängst gesagt: Die derzeitige Arbeitskultur, die wir haben, ist kinderfeindlich, und es fehlen familiengerechte Arbeitsbedingungen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Wir vom BZÖ werden – wie Kollege Dolinschek schon gesagt hat – dem Antrag von Kollegin Schatz zur Aufhebung der Benachteiligungen im derzeitigen Arbeitszeitgesetz zustimmen. Wir werden aber auch der Entschließung von ÖVP und SPÖ bezüglich eines modernen Arbeitsvertragsrechtes mit einheitlichem Arbeitnehmerbegriff zustimmen, denn damit signalisieren Sie wenigstens, dass wir absoluten Handlungsbedarf haben. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, das schadet Österreich im Ausland und in der ganzen Welt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
So viel zur Wahrheit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der nächste Schritt, den ich mir wünsche, wäre dann, dass man vielleicht bereit wäre, auch den einen oder anderen Antrag positiv abzustimmen, aber darauf werden wir wohl noch einige Zeit warten müssen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Antrag gefordert hat, kommen. Deshalb haben wir alle diesen Anträgen die Zustimmung verweigert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Ich will dem nicht einfach zuschauen. Ich sage: Wir sollten da eingreifen! Ich sehe das anders als Kollege Spindelberger. Ich glaube, es geht darum, das Schutzniveau und sozusagen auch das Ausgleichsniveau, das an und für sich in Österreich immer gut war, zu stabilisieren. Offensichtlich schaffen das die Sozialpartner nicht, oder die Machtverhältnisse in der Sozialpartnerschaft sind leider so, dass es zu Verschlechterungen im Bereich der spezifischen Regelungen für ArbeitnehmerInnen kommt. Deshalb braucht es eine gesetzliche Mindestregelung! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Interesse der Grünen. Insofern wäre für uns eine gesetzliche Absicherung dieser Zuschlagsregelung ein guter Weg. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Karlsböck: Aber rechtlich ist es anders!
Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer: Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Ing. Hofer, Sie verzeihen, dass ich da noch einmal zurückspringe, aber hätten Sie den Satz bitte ganz gelesen. Ja, wir stehen dafür, dass Opting-out ausläuft. Was heißt denn das? – Dass es das nicht mehr gibt, dass es weg ist, dass es rechtlich nicht mehr die Möglichkeit gibt zu optieren. Das ist unser Ziel. (Abg. Dr. Karlsböck: Aber rechtlich ist es anders!) Das ist nicht anders!
Abg. Wöginger: Die haben die Grünen selber gemacht!
Frau Schatz, ich hätte nur eine einzige Bitte an Sie: Geben Sie mir die Studie, wo drinnen steht, dass nur mehr 87 Prozent der österreichischen Arbeitswelt KV-belegt ist, denn Sie sind die Einzige in diesem Land, die diese Studie kennt, die diese Studie hat! (Abg. Wöginger: Die haben die Grünen selber gemacht!)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Seien Sie so nett, legen Sie die Studie auf den Tisch, wo 87 Prozent drinnen stehen! Sie sind wirklich die einzige Person in diesem Raum, die sie kennt. Hochinteressant, ich bin immer gerne bereit dazuzulernen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Dass sich alle Sozialpartner irren, dass sich mein gesamtes Ministerium irrt, dass sich das Wirtschaftsministerium irrt, das halte ich, ehrlich gesagt, für ein Gerücht. – Ich danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Seien Sie so nett, legen Sie die Studie auf den Tisch, wo 87 Prozent drinnen stehen! Sie sind wirklich die einzige Person in diesem Raum, die sie kennt. Hochinteressant, ich bin immer gerne bereit dazuzulernen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Dass sich alle Sozialpartner irren, dass sich mein gesamtes Ministerium irrt, dass sich das Wirtschaftsministerium irrt, das halte ich, ehrlich gesagt, für ein Gerücht. – Ich danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren, wir sollten vielmehr daran denken, wie wir vor allem auch ältere Arbeitnehmer stärker am Arbeitsmarkt, am Arbeitsprozess beteiligen können, denn das ist die Frage der Zukunft, wenn wir uns die demografische Entwicklung in unserem Land ansehen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sollten in dieser Diskussion nicht immer trennen: auf der einen Seite die bösen Unternehmen, die nach Gewinn streben, aber Gott sei Dank gesunde Betriebe haben, und auf der anderen Seite die armen Arbeitnehmer, die letztendlich nichts bekommen. Ich glaube, das beste Beispiel sind erfolgreiche Unternehmen auf dem internationalen Markt. Da haben wir in Österreich sehr viele Vorzeigeunternehmen, wo schon heute durch eine starke Arbeitnehmerbeteiligung der Grundstein dafür gelegt ist, dass es zufriedene Mitarbeiter gibt, denn letztendlich kann nur das zu einem erfolgreichen Unternehmen führen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesen Unternehmen wird die Arbeitswelt als Lebenswelt wahrgenommen und nicht als notwendiges Übel. Dort werden Mitarbeiter an der wirtschaftlichen Entwicklung des Betriebes mit beteiligt, und sie werden in Entscheidungsprozesse mit eingebunden. Es geht viel stärker um die Flexibilisierung der Arbeitszeiten und um das Erkennen der Lebenswelten der Menschen im 21. Jahrhundert, darum, für sie die entsprechenden Möglichkeiten zu schaffen, und nicht um gewerkschaftliches Wunschdenken aus der Mottenkiste. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Schmuckenschlager, es ist schon interessant, wenn man hier zwei Drittel seines Debattenbeitrages einem Antrag widmet, den man im Ausschuss vertagt hat, der also heute gar nicht zur Verhandlung steht. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Ja, da könnte ich lang darüber reden. Das habe ich im Ausschuss ausführlich gemacht. Kollege Wöginger, gut, okay, ist halt einmal so. Wofür vertagt man das dann? Diskutieren wir das gleich hier! Ich hätte das ohnehin sehr gern diskutiert, weil ich meine eigenen Ansichten dazu habe.
Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin ebenfalls mit der Arbeit der Sozialpartner in diesem Bereich nicht zufrieden und vor allem nicht mit der Arbeitnehmervertretung. Das möchte ich hier einmal gesagt haben. (Beifall beim BZÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Die Entlassungsgründe sind für die Angestellten in § 27 Angestelltengesetz geregelt, bei den Arbeitern und Hilfskräften in Betrieben des Gewerbes und der Industrie sind Entlassungsgründe in der Gewerbeordnung geregelt. Und dort sind sie taxativ aufgezählt, wie zum Beispiel, wer mit abschreckender Krankheit behaftet ist oder wer länger als vierzehn Tage gefänglich gehalten wird oder trotz Verwarnung mit Feuer und Licht unvorsichtig umgeht. Diese Entlassungstatbestände gehen zurück auf das vorige Jahrhundert, auf das Jahr 1859, und das kann ja wohl nicht sein. Das gehört umgehend geändert. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Die Bundesregierung ist aufgefordert, einheitliche Entlassungstatbestände für Arbeiter und Angestellte umzusetzen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein weiterer Punkt, der uns aufgefallen ist, ist der, dass bei Universitäten derzeit Praktika als Ausbildungsvorgabe erforderlich sind, diese aber dann überhaupt nirgends auch nur im geringsten Ausmaß gefunden werden können. Hier ist unserer Meinung nach der zuständige Minister für Wissenschaft gefordert. Es kann ja nicht sein, dass die Universitäten Praktika als Berufsausbildung, als Teil des Studiums zwingend vorschreiben, gleichzeitig aber diese Praktikumsplätze tatsächlich nirgends angeboten werden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Tatsache ist, dass bei dieser Wahl die SPÖ vier Mandate verloren hat. Zwei davon hat die Freiheitliche Partei gewonnen; ich gratuliere den freiheitlichen Betriebsräten! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei Bundesminister Hundstorfer.
Wir haben jetzt drei Mandate statt einem, und die SPÖ, die Sozialdemokraten haben in der Voest vier Mandate verloren. Ich beglückwünsche Sie auf Ihrem weiteren Weg nach unten; die Freiheitliche Partei mit Bundesparteiobmann Strache ist auf dem Weg nach oben. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei Bundesminister Hundstorfer.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich erinnere nur daran: Die Beamten haben – wenn ich mich richtig erinnere, Herr Kollege Neugebauer – die sechste Urlaubswoche mit 1. Jänner 2011 bekommen. Gratuliere also zur gewerkschaftlichen Mottenkiste Ihres Fraktionskollegen! Ich glaube, das sollte man bei der Gelegenheit erwähnen. – So weit einmal zu diesem Thema. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger wiegt zweifelnd den Kopf
Deshalb kommen wir eben dazu, dass wir 24 Anträge oder Tagesordnungspunkte ausführlich diskutiert haben, und neun davon, muss man fairerweise dazusagen, nicht das erste Mal, sondern schon mehrmals vorher. Zu den vier Stunden für die 24 müssten wir also, wenn wir korrekt sind, noch die Zeit der früheren Diskussion dazugeben. Kollege Öllinger nickt (Abg. Öllinger wiegt zweifelnd den Kopf) – er gibt mir nicht ganz recht, aber jedenfalls, glaube ich, sollte man das so sehen.
Beifall bei der SPÖ.
Ich schließe, insgesamt gesehen, mit dem Satz: Ja, es gibt im Arbeitsleben natürlich Probleme, ja, es besteht Handlungsbedarf in vielen Bereichen. Ich hoffe, dass wir wirklich sehr konstruktiv im Bereich der Kodifikation des Arbeitsrechtes, des Arbeitsvertragsrechtes, auch der sozialen Bestimmungen, des Arbeitnehmerbegriffs und all dessen, was heute schon diskutiert worden ist, zu vernünftigen gemeinsamen Vorschlägen der Sozialpartner kommen, die wir dann auch hier politisch bewerten können. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Wo er eh so lieb war!
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Riepl, so leicht lasse ich mir den Wind nicht aus den Segeln nehmen! (Abg. Mag. Gaßner: Wo er eh so lieb war!) Ja, netter Versuch sozusagen! (Heiterkeit der Rednerin.)
Heiterkeit der Rednerin.
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Riepl, so leicht lasse ich mir den Wind nicht aus den Segeln nehmen! (Abg. Mag. Gaßner: Wo er eh so lieb war!) Ja, netter Versuch sozusagen! (Heiterkeit der Rednerin.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie sagen, Sie teilen weitgehend meine Analyse, aber mein Weg ist eben nicht der, den Sie auch teilen, dann sage ich: Okay, aber dann zeigen Sie mir einen Weg! Das ist ja das, was ich kritisiere: Sie sind Teil dieser Regierung, Sie sind die stärkste Fraktion herinnen, und ich finde, es ist an der Zeit, dass auch einiges mehr kommt, als wir im letzten Jahr, sage ich einmal, hier beobachten durften. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich bitte Sie einfach: Keine Verzögerungs- und Ablenkungsmanöver mehr! Ich denke da auch an diesen Entschließungsantrag, der in den Details letzten Endes eher peinlich ist und zeigt, dass Sie sich noch nicht wirklich intensiv mit dieser Materie beschäftigt haben. Wir brauchen also rasch Maßnahmen, und ich hoffe da auf Ihre Initiative im Herbst. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kollegen und Kolleginnen! Ich darf eingangs junge Kärntner Freunde meines Abgeordnetenkollegen Gabriel Obernosterer begrüßen. Ich hoffe, dass diese Debatte die jungen Menschen nicht nur interessiert, sondern dass sie auch etwas Positives mit nach Hause, mit nach Kärnten nehmen können. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und BZÖ.)
Abg. Mag. Schatz: ... aber nur Scheinselbständigkeit!
Auch von der Abschaffung der freien Dienstverträge wird in einem Antrag gesprochen. Da möchte ich – auch aus meiner Berufserfahrung mit einem GründerInnenzentrum – sagen, dass gerade diese freien Dienstverträge oft auch ein Vorschritt hinein ins Unternehmertum sind, in eine wirkliche Selbständigkeit, und ich denke, dass man das anschauen muss. (Abg. Mag. Schatz: ... aber nur Scheinselbständigkeit!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte auch noch einmal auf den Antrag verweisen, den wir in diesem Zusammenhang, bei diesem Punkteblock eingebracht haben – wir, das heißt Renate Csörgits und August Wöginger –, betreffend Maßnahmen im Zusammenhang mit Praktika, in dem es darum geht, dass der Herr Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz ersucht, gebeten wird, Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Situation der genannten PraktikantInnen unter Einbeziehung verschiedener Studien zu entwickeln. Daher denke ich, dass wir auch in dieser Richtung auf einem guten Weg sind. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Sie werden vier Mandate verlieren!
Sie wissen ganz genau, dass 25 Mandate in zwei Wahlkörpern zu vergeben waren. In einem Wahlkörper kommen Sie nicht einmal vor. Da waren Sie noch nie und da werden Sie auch nie sein, und im zweiten Wahlkörper haben Sie zwei Mandate zu dem einen, das Sie hatten, dazugewonnen – na bitte. (Ruf bei der FPÖ: Sie werden vier Mandate verlieren!) Eines, habe ich gesagt, bekommen Sie sowieso dazu, und eines haben Sie noch zusätzlich. Fragen Sie bitte auch einmal – oder Sie wissen es ja ganz genau –, mit wie vielen Stimmen das dritte Mandat in Wahrheit abgesichert ist.
Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.
Tun Sie doch nicht so, als ob Sie in einer Riesenaufwärtsspirale wären! Sie haben vom Streit in der sozialdemokratischen Familie etwas profitiert, ja, das haben Sie. Aber bleiben wir bei dem, was es ist. Es ist ein sehr mageres Ergebnis für Sie. (Anhaltende Zwischenrufe bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
So, meine Damen und Herren, ich darf einmal zur Sache kommen ... (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Ich weiß, dass Sie geglaubt haben, Sie können die sozialdemokratische Gewerkschaftsmehrheit in der Voest knacken, aber das haben ohnehin nur irgendwelche Träumer geglaubt. Sie haben ein bisschen etwas dazugewonnen. (Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, in welcher Eigenschaft redet er jetzt eigentlich?)
Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, in welcher Eigenschaft redet er jetzt eigentlich?
So, meine Damen und Herren, ich darf einmal zur Sache kommen ... (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Ich weiß, dass Sie geglaubt haben, Sie können die sozialdemokratische Gewerkschaftsmehrheit in der Voest knacken, aber das haben ohnehin nur irgendwelche Träumer geglaubt. Sie haben ein bisschen etwas dazugewonnen. (Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident, in welcher Eigenschaft redet er jetzt eigentlich?)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Mag. Stadler. – Gegenrufe bei der SPÖ.
Ich rede in meiner Eigenschaft als Minister, weil ich diesen Dialog mit dem Herrn Abgeordneten Neubauer schon des Längeren führe, Herr Abgeordneter. Von Ihnen haben wir heute schon eine Literaturlesung bekommen, das hat auch nicht zum Thema gepasst. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Mag. Stadler. – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Der Präsident ist gnädig zu Ihnen! Sie müssen sich an das Gesetz halten, Herr Minister!
Punkt eins, es wurde schon festgehalten ... (Abg. Mag. Stadler: Der Präsident ist gnädig zu Ihnen! Sie müssen sich an das Gesetz halten, Herr Minister!) Sie werden nie Präsident werden, darum ist die Gefahr nicht gegeben. Das Thema Arbeitsrecht light wurde schon angesprochen, das kann nicht die Antwort sein. (Anhaltende Zwischenrufe.) Reden wir jetzt über das Arbeitsrecht oder nicht? (Abg. Mag. Stadler: Legen Sie los!) Ob Sie zuhören oder nicht, ist für mich sekundär, wichtig ist, dass die anderen Mitglieder des Hauses zuhören. (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe.
Punkt eins, es wurde schon festgehalten ... (Abg. Mag. Stadler: Der Präsident ist gnädig zu Ihnen! Sie müssen sich an das Gesetz halten, Herr Minister!) Sie werden nie Präsident werden, darum ist die Gefahr nicht gegeben. Das Thema Arbeitsrecht light wurde schon angesprochen, das kann nicht die Antwort sein. (Anhaltende Zwischenrufe.) Reden wir jetzt über das Arbeitsrecht oder nicht? (Abg. Mag. Stadler: Legen Sie los!) Ob Sie zuhören oder nicht, ist für mich sekundär, wichtig ist, dass die anderen Mitglieder des Hauses zuhören. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Legen Sie los!
Punkt eins, es wurde schon festgehalten ... (Abg. Mag. Stadler: Der Präsident ist gnädig zu Ihnen! Sie müssen sich an das Gesetz halten, Herr Minister!) Sie werden nie Präsident werden, darum ist die Gefahr nicht gegeben. Das Thema Arbeitsrecht light wurde schon angesprochen, das kann nicht die Antwort sein. (Anhaltende Zwischenrufe.) Reden wir jetzt über das Arbeitsrecht oder nicht? (Abg. Mag. Stadler: Legen Sie los!) Ob Sie zuhören oder nicht, ist für mich sekundär, wichtig ist, dass die anderen Mitglieder des Hauses zuhören. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Punkt eins, es wurde schon festgehalten ... (Abg. Mag. Stadler: Der Präsident ist gnädig zu Ihnen! Sie müssen sich an das Gesetz halten, Herr Minister!) Sie werden nie Präsident werden, darum ist die Gefahr nicht gegeben. Das Thema Arbeitsrecht light wurde schon angesprochen, das kann nicht die Antwort sein. (Anhaltende Zwischenrufe.) Reden wir jetzt über das Arbeitsrecht oder nicht? (Abg. Mag. Stadler: Legen Sie los!) Ob Sie zuhören oder nicht, ist für mich sekundär, wichtig ist, dass die anderen Mitglieder des Hauses zuhören. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Schatz: Na ja eh! Was haben sie zu erwarten?
Frau Abgeordnete Schatz! Punkt eins: Alle Akademiker sind in der AMS-Statistik, ganz egal, ob sie eine Leistung bekommen oder nicht. Alle sind in dem Augenblick, in dem sie sich bei uns melden, in der AMS-Statistik. (Abg. Mag. Schatz: Na ja eh! Was haben sie zu erwarten?) Aber, sehr geehrte Frau Abgeordnete Schatz, es sollte Ihnen schon zu denken geben, dass sich sehr viele melden, weil sie die Serviceleistungen des AMS in Anspruch nehmen wollen, auch wenn sie keinen Leistungsbezug haben.
Abg. Mag. Schatz: Verstehe ich Sie richtig, Sie wollen eine Deregulierung des Arbeitsrechtes?
Ich habe schon gesagt, Arbeitsrecht light kann nicht die Antwort sein, denn wir haben, glaube ich, ein Vorbild, und dieses Vorbild sollten wir weiter ausbauen. Dass Sie mit Sozialpartnern nicht so wirklich können, kann ich irgendwie nachvollziehen – zwar nicht ganz, aber ja, Sie haben eine andere Meinung. Aber warum Sie so einen totalen Regulierungswahn haben, verstehe ich nicht. Alles muss in Gesetze, alles muss hinein. Lösen Sie sich davon! Die grüne Bewegung war doch immer eine Bewegung, in der man auch zugelassen hat, dass es gesellschaftspolitische Kräfte gibt, die Dinge regeln – und wir regeln sie. (Abg. Mag. Schatz: Verstehe ich Sie richtig, Sie wollen eine Deregulierung des Arbeitsrechtes?)
Abg. Mag. Schatz: Jetzt haben sie gar keine!
Ich weiß nicht, ob ein Arbeitsrecht light das ist, was Sie wirklich wollen, denn was heißt denn Arbeitsrecht light? – Ein Arbeitsrecht light bedeutet für eine bestimmte Gruppe von Menschen schlechtere Bestimmungen. (Abg. Mag. Schatz: Jetzt haben sie gar keine!) Wollen wir das denn wirklich? – Ich möchte ein Arbeitsrecht, und die graduierten Praktikanten unterliegen diesem ganz normalen Arbeitsrecht (Abg. Mag. Schatz: Nein!), und bei diesen Graduiertenpraktika müssen wir ganz einfach schauen, dass das alles funktioniert.
Abg. Mag. Schatz: Nein!
Ich weiß nicht, ob ein Arbeitsrecht light das ist, was Sie wirklich wollen, denn was heißt denn Arbeitsrecht light? – Ein Arbeitsrecht light bedeutet für eine bestimmte Gruppe von Menschen schlechtere Bestimmungen. (Abg. Mag. Schatz: Jetzt haben sie gar keine!) Wollen wir das denn wirklich? – Ich möchte ein Arbeitsrecht, und die graduierten Praktikanten unterliegen diesem ganz normalen Arbeitsrecht (Abg. Mag. Schatz: Nein!), und bei diesen Graduiertenpraktika müssen wir ganz einfach schauen, dass das alles funktioniert.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich glaube, wir tun für eine Gruppe nichts Gutes – wo es Missstände gibt, das ist überhaupt nicht das Thema, deshalb haben wir ja die Studie gemacht –, wenn wir jetzt eine eigene Gesetzesbestimmung nach der Devise Arbeitsrecht light basteln. Gehen wir den Weg, den man in der Medizin geht! Dort sind die Turnusärzte in den öffentlichen, aber auch in den privaten Einrichtungen kollektivvertraglich oder tarifvertraglich abgesichert, bekommen ordentlich bezahlt und haben ordentliche Arbeitszeitregelungen. Das ist, glaube ich, auch das Beispiel für alle Graduiertenpraktika. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei BZÖ und Grünen.
Jetzt komme ich einmal zu diesen Anträgen, die hier vorliegen, denn diese beruhen ja auch darauf, dass endlich einmal etwas getan wird und diese Neukodifikation des Arbeitsrechts auch durchgeführt wird. Angekündigt wird sie ja schon länger. Wie lange die Sozialpartner darüber beraten müssen, steht in den Sternen. Aber irgendwann einmal wollen wir eine Lösung sehen. Das ist eine Tatsache! (Beifall bei BZÖ und Grünen.)
Beifall beim BZÖ.
Was die sogenannte Verbandsklage im Arbeits- und Sozialrecht betrifft, da muss ich sagen, dass ich diese Forderung begrüße, die sollte dort auch mit eingebaut werden, denn festgestellte Übertretungen und Umgehungen im ASVG genauso wie die Nichteinhaltung von Mindestlöhnen und Unterentlohnung sind im neuen Lohn- und Sozialdumpinggesetz nicht berücksichtigt, also genau diese Problematik. Deswegen bin ich auch für die Verbandsklage in diesem Bereich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Wie immer! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
nachlese, steht dort geschrieben, dass er den Rücktritt unter der Bedingung angeboten hat, dass eine Regierung der nationalen Einheit gebildet wird. Das ist etwas leicht anderes, als Sie es dargestellt haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Wie immer! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Das gibt es nicht mehr!
Es gibt auch Probleme mit der Sozialversicherung. Dazu ein konkreter Fall: Ein junger Mann macht Ferialpraxis, wird natürlich beim zuständigen Sozialversicherungsträger angemeldet, und die Mitversicherung wird abgemeldet. Das geht ganz automatisch. Der umgekehrte Weg, nach Beendigung der Ferialpraxis, geht nicht automatisch. Der junge Mann geht dann wieder weiter in die Schule, hat beim Schulskikurs in Kitzbühel einen Skiunfall, kommt ins Krankenhaus Kitzbühel, und da wird festgestellt, dass er eigentlich gar nicht versichert ist. Also das ist auch nicht im Sinne des Erfinders. (Ruf bei der FPÖ: Das gibt es nicht mehr!)
Beifall bei der SPÖ.
Ein PraktikantInnengesetz – auch das haben wir schon gehört – würde ein Arbeitsrecht light darstellen und den derzeitigen Zustand, der nicht zufriedenstellend ist, bloß verfestigen. Wir werden daher dem Antrag auf Schaffung eines PraktikantInnengesetzes nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich darf Sie herzlich einladen, diesen Antrag zu unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch darauf hinweisen, dass gerade unter freiheitlicher Regierungsbeteiligung Arbeiter- und Angestelltenrechte teilweise oder größtenteils angeglichen wurden. Das war sicherlich eine große Errungenschaft, eine der größten Errungenschaften in der Zweiten Republik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne: Die ersten zwei Anträge werden unterstützt, der letztgenannte nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall des Abg. Dr. Bartenstein
Geschätzte Damen und Herren! Wir von der SPÖ-Fraktion halten fest, dass für uns Lohnpolitik Kollektivvertragspolitik ist (Beifall des Abg. Dr. Bartenstein), dass diese bei den Sozialpartnern gut verankert ist und wie in der Vergangenheit auch in Zukunft erfolgreich für die Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen gemacht und gestaltet wird. Mit der Neukodifikation des Arbeitsvertragsrechtes – das ist auch im Regierungsprogramm festgelegt – erreichen wir eine Annäherung, eine Vereinheitlichung der Arbeitnehmerbegriffsbestimmungen, und ich bin zuversichtlich, dass eine gemeinsame sozialpartnerschaftliche Einigung erfolgen wird.
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass bei diesen Anträgen vom Sozialministerium schon sehr viel erledigt wurde, sehr viel von dieser Thematik in Arbeit ist und wir deshalb die negativen Ausschussberichte zur Kenntnis nehmen werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das Außenministerium widerspricht dieser Behauptung und sagt, sie müssten dort nicht arbeiten, es sei ein klassisches Volontariat. Doch wenn Sie mit Absolventen solcher Volontariate sprechen, dann sagen alle: Das ist Arbeit! Also es gibt auch Missstände im öffentlichen Dienst, die wir uns anschauen müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
schaftliche Trägheit – ist für uns so einfach nicht akzeptabel. Wir Grüne wollen, dass in diesem Land etwas weitergeht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Schatz: Empirisch nicht nachzuweisen! – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
durchaus auch einen österreichinternen Dumpingeffekt nach sich ziehen. (Abg. Mag. Schatz: Empirisch nicht nachzuweisen! – Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Schatz: Die Working Poor ...!
Also so gesehen: Ein Plädoyer meinerseits für die Beibehaltung der Kompetenz der Sozialpartner in Sachen Lohnpolitik. Österreichs Arbeitnehmer und Arbeitgeber, das Land insgesamt ist mit dieser Politik sehr, sehr gut gefahren, und dabei soll es bleiben. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Schatz: Die Working Poor ...!)
Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Riepl.
Da wird ein Zinnober aufgeführt, der in die Vergangenheit gehört, weil jeder schon im Vorhinein weiß, wenn die einen 1,5 Prozent und die anderen 3,5 Prozent sagen, dann treffen sie sich irgendwo in der Mitte. Die alte Benya-Formel lautet in Wirklichkeit: Inflation plus halbes Wirtschaftswachstum je nach Branche. Wenn man das macht, dann braucht man gar keine langen Verhandlungen. Genau so ist es! (Beifall beim BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Riepl.)
Abg. Riepl: ... Lohnverhandlungen warst du nie dabei!
Kollege Riepl, die anderen Dinge liegen halt im Detail – bei Durchrechnungszeiträumen und so weiter und so fort. In Wirklichkeit ist alles, was jeden Monat ausgezahlt wird, in Ordnung, und alles andere ist eine Schmähpartie, was du vergessen kannst. Ich habe auch neun Jahre den Betriebsratsvorsitzenden gemacht und habe auch Betriebsvereinbarungen abgeschlossen. (Abg. Riepl: ... Lohnverhandlungen warst du nie dabei!) Das meiste kannst du vergessen.
Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Mag. Schatz und Öllinger.
zu Herzen. Es kann doch nicht sein, dass die Leute trotz Arbeit an der Armutsgrenze leben. Da müssten die Sozialpartner handeln. (Beifall beim BZÖ sowie der Abgeordneten Mag. Schatz und Öllinger.)
Beifall beim BZÖ.
Und wenn es nicht möglich ist, das Ganze über die hochgelobten Sozialpartner zu erreichen, dann braucht man eben einen gesetzlichen Mindestlohn. Dann haben wir halt einen, dann ist er einmal fixiert, und das wäre gut so. Jeder mit Teilzeitbeschäftigung ist dann sowieso im Ausmaß der Beschäftigung noch darunter, aber es ist ganz einfach notwendig, dass wir das heute beschließen, denn das verringert vor allem ein bisschen die Armutsgefährdung in Österreich. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Liebe Frau Kollegin Wurm und Frau Kollegin Schittenhelm, da Sie sich ja immer so für die Frauenanliegen einsetzen: Ich vermisse Ihre Wortmeldungen! Warum melden Sie sich hier nicht zu Wort? Setzen Sie sich auch in Ihren eigenen Fraktionen durch, wenn es darum geht, dass wir eine Verbesserung für die Frauen in Österreich sicherstellen können! (Beifall beim BZÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, gerecht ist bei Ihnen immer nur, was Ihnen gerade in den Kram passt und was für eine gute Schlagzeile sorgt. Für uns ist Gerechtigkeit in erster Linie Leistungsgerechtigkeit. Nämlich: Leistung muss sich wieder lohnen! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Es ist kein Anreiz mehr gegeben, wenn jemand, der die Mindestsicherung bezieht, fast gleich viel bekommt wie jemand, der 40 Stunden arbeiten geht. Ich meine, da fragt sich derjenige zu Recht, wozu er noch arbeiten gehen soll. Meine sehr geehrten Damen und Herren, so kann es nicht sein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, gerecht ist bei Ihnen immer nur, was Ihnen gerade in den Kram passt und was für eine gute Schlagzeile sorgt. Für uns ist Gerechtigkeit in erster Linie Leistungsgerechtigkeit. Nämlich: Leistung muss sich wieder lohnen! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Es ist kein Anreiz mehr gegeben, wenn jemand, der die Mindestsicherung bezieht, fast gleich viel bekommt wie jemand, der 40 Stunden arbeiten geht. Ich meine, da fragt sich derjenige zu Recht, wozu er noch arbeiten gehen soll. Meine sehr geehrten Damen und Herren, so kann es nicht sein! (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Danke schön. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Beim Tagesordnungspunkt 24 ist die Verankerung des Freiwilligen Sozialdienstjahres vorgesehen. Wir können dem zustimmen, wiewohl wir anmerken möchten, dass hierbei noch zahlreiche Maßnahmen zu prüfen sind, wie zum Beispiel die Herabsetzung des gesetzlichen Mindestalters für das Freiwillige Sozialdienstjahr. Aber grundsätzlich können wir beim Tagesordnungspunkt 24 die Zustimmung geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich bin überzeugt davon, dass Ehrenamt und auch freiwilliges Engagement einen großen Mehrwert hat – wie ich schon gesagt habe – für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen. Trotzdem und vielleicht auch gerade deswegen, weil es für die Gesellschaft wichtig ist, sind wir gefordert, in einer Zeit der Individualisierung tatsächlich dafür zu werben, dafür zu sensibilisieren und natürlich auch rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Ich denke, der Antrag, den wir beschlossen haben, ist wieder ein Schritt in diese Richtung. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.
Wäre es anders, dann hätten wir 3,4 Millionen freiwillige Dienste – nicht soziale Dienste, sondern Dienste. Der Terminus wird da irgendwie schon zum Irrläufer. Was wollen wir damit beschreiben? – Das ist wirklich ein Problem. (Präsident Dr. Graf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Bitte, Frau Kollegin Haubner, überdenken Sie das bei zukünftigen Anträgen. Das können wir wirklich nicht brauchen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Öllinger, ich bin schon der Meinung, dass das qualifizierte Kräfte sind, die wir im Bereich der Feuerwehren oder des Roten Kreuzes im Einsatz haben und die ihre Tätigkeit auch freiwillig ausüben. Das sind hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die regelmäßig geschult werden, die Mindeststunden zu absolvieren haben. Daher kann ich diese Aussage nicht nachvollziehen und weise sie auch im Sinne der Tausenden freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Abschließend, meine Damen und Herren, bedanke ich mich auch zwei Tage vor dem Tag der Freiwilligen bei den 3 Millionen Menschen in Österreich, die freiwillig tätig sind in unseren zahlreichen Hilfs- und Rettungsorganisationen, aber auch in den kirchlichen, sportlichen und Musikorganisationen, die tagtäglich im Einsatz sind für die gesamte Bevölkerung, ohne etwas dafür zu bekommen. Ich behaupte auch, dass das ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist, dass wir diese Freiwilligenarbeit haben, die in Österreich sehr gut funktioniert. Ich möchte mich ganz, ganz herzlich bei allen bedanken, die in diesem Bereich tätig sind. Ein herzliches Dankeschön auch aus dem Parlament! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es hat schon x Entschließungen gegeben, 2010, 2009, auch viele Anträge seitens des BZÖ. Bis heute hat es aber eigentlich außer Absichtserklärungen und einem Dankeschön, dem ich mich auch anschließe, nichts gegeben. Ich danke auch allen Freiwilligen, aber letztendlich muss man ihnen auch etwas anderes bieten, als sie nur ständig vor den Vorhang zu holen und Danke zu sagen. Sie brauchen endlich auch einmal in diesem Bereich gesetzliche Regelungen, gesetzliche Anerkennungen. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Es ist doch allemal besser, jemanden wieder in einen Beruf oder eine Betätigung zu bringen, ihm auch das Gefühl zu geben, dass er etwas wert ist, etwas zur Gesellschaft beitragen kann, als bloß zu Hause zu sitzen und nichts zu tun. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
Also diskutieren wir darüber! Ich verstehe alle Bedenken, die die einen oder anderen haben, aber diskutieren wir weiter über ein Modell der Bürgerhilfe, denn ohne diese Dinge werden wir im Bereich der sozialen Dienste in Zukunft nicht auskommen. Unser Vorschlag ist eigentlich ein sehr vernünftiger, aber vor allem auch einer, der zukunftsorientiert ist und dazu dient, dass dieses System, das wir alle brauchen, das wir alle wollen, damit gerade die älteren Menschen gut versorgt sind – und die älteren Menschen werden immer mehr –, auch aufrechterhalten werden kann. – Danke. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ansonsten möchte ich noch eines wiederholen: Es finden Freitag und Samstag vom Bodensee bis zum Neusiedler See zig Veranstaltungen bei diversen Freiwilligenorganisationen statt. Ich würde Sie alle bitten und ersuchen: Kommen Sie bei einer vorbei, gehen Sie auf Besuch, machen Sie mit! Es gibt in Wien eine große Veranstaltung am Heldenplatz mit der gesamten Volkshilfe, dem gesamten Hilfswerk. Genauso macht das in Bregenz das Rote Kreuz und, und, und. Sie können in allen Bundesländern, in allen größeren Städten bei einer solchen Veranstaltung vorbeischauen. Machen Sie mit und sagen Sie auch dort den Betreffenden Danke. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin zuversichtlich, dass es bis Ende des Jahres bessere Rahmenbedingungen geben wird. Warum diese Zuversicht, es hat ja schon mehrere Anläufe gegeben? – Es gibt konkrete Fortschritte! Die Länder Vorarlberg, Niederösterreich und Oberösterreich sind Vorreiter, sie haben für ihre Freiwilligen in allen Vereinen eine unkomplizierte Unfall- und Haftpflichtversicherung eingeführt. Die Kosten tragen derzeit die Länder. Danke an dieser Stelle auch an diese Länder. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohe Wertschätzung und adäquate Rahmenbedingungen, und dann und damit wird es uns gelingen, weiterhin noch mehr Österreicher und Österreicherinnen zu freiwilligem Engagement zu motivieren und die Freiwilligenarbeit, die so wichtig für unser Land ist, abzusichern. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Worin sich alle Fraktionen einig sind, ist, dass in den nächsten Jahren viel Arbeit im Pflege- und Sozialbereich auf uns zukommt. Offensichtlich sind die Lösungsansätze noch sehr unterschiedlich. Die Opposition hat ihre Ideen und Vorschläge auf den Tisch gelegt, Herr Minister, es ist nun Ihre Aufgabe, brauchbare Lösungen vorzulegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu den Pflegeeltern: Die Kosten für Pflegeeltern stehen in keiner Relation zu einem Heimplatz. Daher, Herr Minister, würde ich Sie ersuchen, unsere Initiative zu unterstützen und die Entschädigung für die geleistete Pflege zumindest in der Höhe der Mindestsicherung festzulegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Wir werden den beiden negativen Ausschussberichten und dem Entschließungsantrag unsere Zustimmung erteilen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schopf: Oberösterreich!
Es gibt keinen Grund dafür, dass Sie das heute so beschließen beziehungsweise ablehnen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, gerade dann, wenn das stimmt, was Sie, Herr Kollege Hell, gesagt haben, nämlich dass Sie oder wir alle möchten, dass das die Bundesländer selbst entscheiden können. – Ja, schön wär’s. Da hätten wir vielleicht schon ein oder zwei Bundesländer (Abg. Schopf: Oberösterreich!) oder jedenfalls eine Regelung, die nicht so schlimm ist wie die derzeitige. Schön wär’s, aber noch sind wir nicht so weit.
Abg. Mag. Stefan: Jetzt gibt es sie ja!
sicherung für Pflegeeltern verlangt, ist schon ein gewisser Jux, weil Sie die Partei waren, die immer gegen die Mindestsicherung war. Und jetzt kommen Sie daher und sagen: Aber für Pflegeeltern wollen wir durchaus eine Mindestsicherung, obwohl das Ganze mit der Mindestsicherung eigentlich zum Schmeißen ist. – Das war Punkt eins. (Abg. Mag. Stefan: Jetzt gibt es sie ja!)
Beifall bei den Grünen.
In diesem Zusammenhang sei mir noch folgende Bemerkung gestattet: Dass die Freiheitliche Partei ausgerechnet gleichgeschlechtlichen Pflegeeltern das Pflegen verbieten will, ist besonders absurd. Wir sollten doch froh sein, wenn es genügend interessierte Leute gibt, die Kinder pflegen wollen! Was Sie machen, ist, vermute ich, wieder eine unzulässige und bösartige Vermischung von gleichgeschlechtlich und homophil. Da müssen Sie noch dazulernen. Wenn Sie das kapiert haben, geht es vielleicht auch bei den Freiheitlichen einen Schritt weiter. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es gibt zu viele Pflegekinder, die Warteliste ist lang, und zu wenig Pflegeeltern; daher braucht es mehr Förderungen, daher diese Initiative. Ich ersuche Sie, unseren Entschließungsantrag mitzutragen. – Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Huainigg: Danke!
Präsident Mag. Dr. Martin Graf: Herr Kollege Huainigg, die Redezeit beginnt erst dann zu laufen, wenn Sie das erste Wort sprechen. (Abg. Dr. Huainigg: Danke!) – So ist es an sich üblich im Haus.
Abg. Mag. Molterer: Ladies first! – Bundesminister Hundstorfer: Ich hätte kein Problem mit Ladies first! Frau Haubner, wollen Sie vor mir reden? – Abg. Ursula Haubner: Ja! – Bundesminister Hundstorfer: Ja, kommen Sie! – Heiterkeit im Saal. – Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete ... – Nein, es ist noch nicht Frau Abgeordnete Haubner, sondern Herr Bundesminister Hundstorfer hat sich zu einer Stellungnahme zu Wort gemeldet. Ich erteile ihm das Wort. – Bitte. (Abg. Mag. Molterer: Ladies first! – Bundesminister Hundstorfer: Ich hätte kein Problem mit Ladies first! Frau Haubner, wollen Sie vor mir reden? – Abg. Ursula Haubner: Ja! – Bundesminister Hundstorfer: Ja, kommen Sie! – Heiterkeit im Saal. – Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim BZÖ.
Daher möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal sagen: Neben einer entsprechenden Regelung für Pflegeeltern brauchen wir ganz dringend eine bundeseinheitliche Regelung im Jugendwohlfahrtsgesetz, wie vorgegangen werden muss, wenn Kinder in Gefahr sind. (Beifall beim BZÖ.)
Beifall beim BZÖ.
es um Maßnahmen für die Kinder geht, für die Kinder, die unsere Zukunft sind. (Beifall beim BZÖ.)
Abg. Ursula Haubner: Wer ist denn Landeshauptmann?
Abgeordnete Ridi Maria Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ja, ich kann mich meiner Vorrednerin Ursula Haubner anschließen, die bemängelt, dass das Jugendwohlfahrtsgesetz noch nicht auf die Reihe gebracht worden beziehungsweise ins Plenum gekommen ist. Das ist auch aus meiner Sicht manchmal nicht mehr nachvollziehbar, zumal schon sehr lange daran gearbeitet wird. Aber das Problem ist, dass wir die Zustimmung der Länder brauchen, und es gibt Bundesländer – leider ist auch dein Bundesland dabei –, die dem nicht zustimmen. (Abg. Ursula Haubner: Wer ist denn Landeshauptmann?)
Beifall bei der ÖVP.
Also ich denke, dieses Pingpongspiel zwischen Land und Bund – die Länder bekommen dann ja sehr wohl über den Finanzausgleich ihre Gelder, das sind Steuerzahlergelder, und es ist egal, ob das von Bund oder Land ist –, das ist nicht in Ordnung. Das möchte ich hier auch anmerken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Jedenfalls: Wir sollten jetzt einmal diese Studie erstellen lassen und dazu überlegen: Wie schaut es diesbezüglich aus? Was wird jetzt schon bezahlt? Wie ist die Entschädigung für Pflegeeltern? Wie schaut es aus bei denjenigen, die das professionell machen und in einem Arbeitsverhältnis stehen? Und wenn diese Studie dann vorliegt, werden wir weiterreden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Wir wissen, wovon wir reden! Das hat keiner bestritten!
So zum Beispiel ist der Spitalskostenbeitrag, der 10 € pro stationärem Aufenthaltstag beträgt, in den Länderrechten geregelt. Da könnten die Länder ohne Weiteres von sich aus eine Regelung treffen. (Abg. Öllinger: Wir wissen, wovon wir reden! Das hat keiner bestritten!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist die Herausforderung, der wir uns stellen müssen. Diese Anträge können daher vorerst – so, wie sie eingebracht wurden – nicht unsere Zustimmung finden. (Beifall bei der ÖVP.)