Eckdaten:
Für die 86. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 797 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Bundesminister Mag. Haupt spricht mit Staatssekretärin Haubner. – Abg. Dr. Van der Bellen: Das hat er nicht gehört!
Herr Bundesminister Haupt, dies bedeutet, dass ich Ihnen die Uhr auf 20 Minuten einstelle. Wenn Sie mehrere Wortspenden abgeben, so wird alles, was länger als insgesamt 20 Minuten ist, Ihrer Fraktion angerechnet. (Bundesminister Mag. Haupt spricht mit Staatssekretärin Haubner. – Abg. Dr. Van der Bellen: Das hat er nicht gehört!)
Abg. Scheibner: Bleibt uns heute überhaupt nichts erspart in aller Früh?!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Hohes Haus! Ich werde mich in meinen Ausführungen im Wesentlichen auf Kapitel 16, Sozialversicherung, beziehen. Kapitel 15 wird im Wesentlichen von Kollegin Lapp und auch anderen Kolleginnen und Kollegen meiner Fraktion besprochen werden. (Abg. Scheibner: Bleibt uns heute überhaupt nichts erspart in aller Früh?!)
Abg. Scheibner: Natürlich!
Aber augenscheinlich ist das überhaupt die Methode dieser Bundesregierung (Abg. Scheibner: Natürlich!), denn auch Frau Ministerin Rauch-Kallat hat zu Jahresbeginn, als die Pensionisten auf einmal weniger Geld in der Tasche hatten, gesagt: Tut mir Leid, damit hat keiner gerechnet!
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Ich frage mich: Welche Art von Politik ist das, wenn Sie nicht einmal voraussehen, welche Auswirkungen Ihre Maßnahmen auf die Betroffenen haben? Das ist eine Politik, die wir ablehnen! Sie ist inakzeptabel! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall der SPÖ. – Abg. Grillitsch: ...! Wissen Sie das nicht?
Das ist Stückwerk! Das ist Flickwerk! Das hat nichts mit seriöser Gesetzgebung zu tun! Wir lehnen so etwas ab! (Beifall der SPÖ. – Abg. Grillitsch: ...! Wissen Sie das nicht?)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak. – Abg. Grillitsch: ...! Das ist unvorstellbar!
Meine Damen und Herren! Es nützen Ihnen zynische Zwischenrufe überhaupt nichts, denn ich rede nicht für Heidrun Silhavy, sondern ich rede für die Menschen, die von all dem betroffen sind. An diese Menschen denken Sie in Ihrer abgehobenen Politik schon lange nicht mehr! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak. – Abg. Grillitsch: ...! Das ist unvorstellbar!)
Abg. Scheibner: Es stimmt nur nicht!
Mit dieser Punzierung als Umfaller werden Sie leben müssen, Herr Bundesminister! (Abg. Scheibner: Es stimmt nur nicht!) Aber schlimm finde ich es schon für die Menschen! Zuerst haben Sie nämlich gesagt, Verluste bis 20 Prozent stimmten nicht! Dann hat Ihr Ministerium diese Verlustmöglichkeiten sogar bestätigt. Daraufhin haben Sie gesagt: Na, das werden wir schon reparieren! Was jedoch liest man – wir haben ja noch keine Vorlage von Ihnen – in der „Kronen Zeitung“? (Abg. Scheibner: Wenn Sie nichts anderes zu lesen haben über die Pension!) – Die FPÖ ist wieder einmal umgefallen!
Abg. Scheibner: Wenn Sie nichts anderes zu lesen haben über die Pension!
Mit dieser Punzierung als Umfaller werden Sie leben müssen, Herr Bundesminister! (Abg. Scheibner: Es stimmt nur nicht!) Aber schlimm finde ich es schon für die Menschen! Zuerst haben Sie nämlich gesagt, Verluste bis 20 Prozent stimmten nicht! Dann hat Ihr Ministerium diese Verlustmöglichkeiten sogar bestätigt. Daraufhin haben Sie gesagt: Na, das werden wir schon reparieren! Was jedoch liest man – wir haben ja noch keine Vorlage von Ihnen – in der „Kronen Zeitung“? (Abg. Scheibner: Wenn Sie nichts anderes zu lesen haben über die Pension!) – Die FPÖ ist wieder einmal umgefallen!
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Das ist leider schon das ständige „Standing“ von Ihnen, meine Damen und Herren – aber eigentlich kann man nicht von „Standing“ sprechen, denn Sie fallen ja immer um. Aber im Liegen umfallen tut zum Glück offensichtlich nicht mehr weh. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Es ist bedauerlich für die Menschen, denn sie leiden unter Ihrer Politik! Die Menschen leiden unter dieser unseriösen Gesetzgebung! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Auch wenn Sie andauernd zwischenrufen, Herr Kollege, und auch wenn Sie glücklich sein können, weil die Bauern weiterhin bevorzugt werden (Rufe bei der ÖVP: Wo denn? Wo denn?), so sollten Sie doch auch an jene Menschen denken, die nicht Bauern sind, aber durch ihre Arbeit darauf schauen, dass unser Wirtschaftsleben angekurbelt wird, und damit dafür sorgen, dass Österreich ein prosperierender Staat ist – trotz Ihrer Politik! Daran sollten Sie denken! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Rufe bei der ÖVP: Wo denn? Wo denn?
Es ist bedauerlich für die Menschen, denn sie leiden unter Ihrer Politik! Die Menschen leiden unter dieser unseriösen Gesetzgebung! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Auch wenn Sie andauernd zwischenrufen, Herr Kollege, und auch wenn Sie glücklich sein können, weil die Bauern weiterhin bevorzugt werden (Rufe bei der ÖVP: Wo denn? Wo denn?), so sollten Sie doch auch an jene Menschen denken, die nicht Bauern sind, aber durch ihre Arbeit darauf schauen, dass unser Wirtschaftsleben angekurbelt wird, und damit dafür sorgen, dass Österreich ein prosperierender Staat ist – trotz Ihrer Politik! Daran sollten Sie denken! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.
Es ist bedauerlich für die Menschen, denn sie leiden unter Ihrer Politik! Die Menschen leiden unter dieser unseriösen Gesetzgebung! (Zwischenruf des Abg. Grillitsch.) – Auch wenn Sie andauernd zwischenrufen, Herr Kollege, und auch wenn Sie glücklich sein können, weil die Bauern weiterhin bevorzugt werden (Rufe bei der ÖVP: Wo denn? Wo denn?), so sollten Sie doch auch an jene Menschen denken, die nicht Bauern sind, aber durch ihre Arbeit darauf schauen, dass unser Wirtschaftsleben angekurbelt wird, und damit dafür sorgen, dass Österreich ein prosperierender Staat ist – trotz Ihrer Politik! Daran sollten Sie denken! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Grillitsch.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Es wird in dieser Bundesregierung immer von Meilensteinen gesprochen. Diese Meilensteine sind aber meistens Mühlsteine für die Menschen. Das lehnen wir ab! Das kommt leider in Ihrem Budget zum Tragen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Walter Tancsits (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Auch ich möchte zum Kapitel „Soziales“ sprechen und natürlich auch für die Menschen. Ich halte es nämlich nicht für sinnvoll, wenn sich das einige in diesem Haus sozusagen vorbehalten, denn Politik ist für die Menschen, gerade Sozialpolitik. Mit dem jetzt vorliegenden Budget, in dem 19,5 Milliarden €, insgesamt 30 Prozent der Bundesausgaben, für Sozialausgaben vorgesehen sind, erfüllt Österreich den Anspruch eines modernen Sozialstaats. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Diese Systeme sind natürlich immer neu zu gestalten. Es ist nicht Aufgabe einer Politik für die Menschen, den Status quo zu bewahren oder ein Museum der sozialen Einrichtungen herzustellen, sondern die Aufgabe der Politik ist es, diese Systeme leistungsfähig für die Aufgaben von heute und von morgen zu gestalten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir versuchen ohne Beitragserhöhungen das Lot wieder herzustellen und den erwerbstätigen und nachwachsenden Generationen das Entsprechende zukommen zu lassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Ist die Akkordarbeiterin keine Leistungsträgerin?
Was das Gesundheitspaket im Finanzausgleich betrifft, so werden da bis zu einem Drittel der aufzubringenden Mittel von 6 Prozent der ASVG-Versicherten, die über der Höchstbeitragsgrundlage verdienen, einbezahlt. Ich glaube, es steht uns gerade in einer Sozialdebatte gut an, auch diesen Leistungsträgern in unserer Gesellschaft und Arbeitswelt einmal danke zu sagen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Ist die Akkordarbeiterin keine Leistungsträgerin?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – Zwischenrufe bei der SPÖ
Ebenso denke ich, dass wirkliche Sozialpolitik fern ist von sozialistischer Politik (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – Zwischenrufe bei der SPÖ), bei der man versucht, möglichst viel abzukassieren und die paar, die Leistung erbringen wollen, halbwegs bei Laune zu halten. (Abg. Mag. Gaßner: ... halten niemanden bei Laune!)
Abg. Mag. Gaßner: ... halten niemanden bei Laune!
Ebenso denke ich, dass wirkliche Sozialpolitik fern ist von sozialistischer Politik (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – Zwischenrufe bei der SPÖ), bei der man versucht, möglichst viel abzukassieren und die paar, die Leistung erbringen wollen, halbwegs bei Laune zu halten. (Abg. Mag. Gaßner: ... halten niemanden bei Laune!)
Abg. Riepl: Und zu belasten!
Meine Damen und Herren! So ist es in einer modernen sozialen Marktwirtschaft nicht. Da geht es vielmehr darum, den Menschen zu ermuntern und zu unterstützen (Abg. Riepl: Und zu belasten!), zu arbeiten, zu investieren, Wohlstand zu erwerben und aus der gemeinsamen Wertschöpfung die wichtigen sozialen Systeme abzusichern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! So ist es in einer modernen sozialen Marktwirtschaft nicht. Da geht es vielmehr darum, den Menschen zu ermuntern und zu unterstützen (Abg. Riepl: Und zu belasten!), zu arbeiten, zu investieren, Wohlstand zu erwerben und aus der gemeinsamen Wertschöpfung die wichtigen sozialen Systeme abzusichern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Wenigstens hat es etwas genutzt!
Unfallrenten, Ambulanzgebühren, Hauptverband – alles vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben; ebenso Teile der Pensionsreform. Gestern, ganz aktuell, ist im Ministerrat eine Neuumfärbung des Hauptverbandes ausgepackelt worden. – Danke, Herr Klubobmann Scheibner, der Sie erst gestern im Rahmen einer Debatte über eine Dringliche Anfrage einen Vortrag gehalten haben über die Erfolge, die die Freiheitlichen in den neunziger Jahren in dieser Republik (Abg. Scheibner: Wenigstens hat es etwas genutzt!) – Sie haben das durchaus etwas schöngefärbt – gefeiert haben. Gerade durch das Auftreten gegen diesen Proporz, gegen die Machtklüngel in dieser Zweiten Republik (Abg. Scheibner: Das haben wir ja geändert!), die sich etwas hinter verschlossenen Türen ausgemacht haben, haben Sie Ihren Aufstieg erreicht. Doch jetzt machen Sie es selbst so und noch schlimmer! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das haben wir ja geändert!
Unfallrenten, Ambulanzgebühren, Hauptverband – alles vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben; ebenso Teile der Pensionsreform. Gestern, ganz aktuell, ist im Ministerrat eine Neuumfärbung des Hauptverbandes ausgepackelt worden. – Danke, Herr Klubobmann Scheibner, der Sie erst gestern im Rahmen einer Debatte über eine Dringliche Anfrage einen Vortrag gehalten haben über die Erfolge, die die Freiheitlichen in den neunziger Jahren in dieser Republik (Abg. Scheibner: Wenigstens hat es etwas genutzt!) – Sie haben das durchaus etwas schöngefärbt – gefeiert haben. Gerade durch das Auftreten gegen diesen Proporz, gegen die Machtklüngel in dieser Zweiten Republik (Abg. Scheibner: Das haben wir ja geändert!), die sich etwas hinter verschlossenen Türen ausgemacht haben, haben Sie Ihren Aufstieg erreicht. Doch jetzt machen Sie es selbst so und noch schlimmer! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Unfallrenten, Ambulanzgebühren, Hauptverband – alles vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben; ebenso Teile der Pensionsreform. Gestern, ganz aktuell, ist im Ministerrat eine Neuumfärbung des Hauptverbandes ausgepackelt worden. – Danke, Herr Klubobmann Scheibner, der Sie erst gestern im Rahmen einer Debatte über eine Dringliche Anfrage einen Vortrag gehalten haben über die Erfolge, die die Freiheitlichen in den neunziger Jahren in dieser Republik (Abg. Scheibner: Wenigstens hat es etwas genutzt!) – Sie haben das durchaus etwas schöngefärbt – gefeiert haben. Gerade durch das Auftreten gegen diesen Proporz, gegen die Machtklüngel in dieser Zweiten Republik (Abg. Scheibner: Das haben wir ja geändert!), die sich etwas hinter verschlossenen Türen ausgemacht haben, haben Sie Ihren Aufstieg erreicht. Doch jetzt machen Sie es selbst so und noch schlimmer! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.
Hauptverband von mindestens fünf Delegierten der Arbeitgeberseite vertreten werden sollen! Die sitzen proporzmäßig drin, für jeden versicherten Arbeitnehmer, unselbständig Beschäftigten sitzen einige Arbeitgebervertreter drinnen. Ich bin auch nicht damit einverstanden, dass die Arbeitnehmervertreter von den Arbeitnehmerorganisationen dorthin entsandt, delegiert werden. Aber das, was Sie im Hauptverband aufführen, das, was Sie gemeinsam mit der ÖVP aufführen, sprengt mit all dem, was eigentlich noch ungeheuerlicher ist, aber jetzt nicht zur Debatte steht, nämlich mit der Zerschlagung der Hochschülerschaft als politische Interessenvertretung, einer direkt gewählten Interessenvertretung, wirklich alle Grenzen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Reheis.) – Dafür, Herr Bundesminister, tragen Sie die Verantwortung!
Ruf bei den Freiheitlichen: Ha, ha, ha!
Ich habe noch gut in Erinnerung, dass Kollege Dolinschek mit seinem 15-Prozent-Deckel noch eine auf den Deckel bekommen hat. (Ruf bei den Freiheitlichen: Ha, ha, ha!) Herr Kollege Dolinschek, es tut mir Leid, aber: Die FPÖ fällt permanent um! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich habe noch gut in Erinnerung, dass Kollege Dolinschek mit seinem 15-Prozent-Deckel noch eine auf den Deckel bekommen hat. (Ruf bei den Freiheitlichen: Ha, ha, ha!) Herr Kollege Dolinschek, es tut mir Leid, aber: Die FPÖ fällt permanent um! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Na, na, na!
Herr Bundesminister! Die Verantwortung für das Ressort, wozu auch Sparsamkeit gehört, aber auch die Verantwortung dafür, Information so wahrzunehmen, dass Sie Parteipropaganda (Abg. Scheibner: Na, na, na!) ziemlich deutlich in Parteizeitungen betreiben ... (Abg. Scheibner: Welche? – Abg. Mandak: Ich bringe Ihnen welche!) – Herr Kollege Scheibner, ich habe mich informiert. Es gibt in Klagenfurt eine Zeitung, „Unser Klagenfurt“, und die erscheint jahrelang nicht. (Abg. Scheibner: Kenne ich nicht!) Das glaube ich, dass Sie sie nicht kennen, es ist aber eine Zeitung, die Ihrer Partei gehört.
Abg. Scheibner: Welche? – Abg. Mandak: Ich bringe Ihnen welche!
Herr Bundesminister! Die Verantwortung für das Ressort, wozu auch Sparsamkeit gehört, aber auch die Verantwortung dafür, Information so wahrzunehmen, dass Sie Parteipropaganda (Abg. Scheibner: Na, na, na!) ziemlich deutlich in Parteizeitungen betreiben ... (Abg. Scheibner: Welche? – Abg. Mandak: Ich bringe Ihnen welche!) – Herr Kollege Scheibner, ich habe mich informiert. Es gibt in Klagenfurt eine Zeitung, „Unser Klagenfurt“, und die erscheint jahrelang nicht. (Abg. Scheibner: Kenne ich nicht!) Das glaube ich, dass Sie sie nicht kennen, es ist aber eine Zeitung, die Ihrer Partei gehört.
Abg. Scheibner: Kenne ich nicht!
Herr Bundesminister! Die Verantwortung für das Ressort, wozu auch Sparsamkeit gehört, aber auch die Verantwortung dafür, Information so wahrzunehmen, dass Sie Parteipropaganda (Abg. Scheibner: Na, na, na!) ziemlich deutlich in Parteizeitungen betreiben ... (Abg. Scheibner: Welche? – Abg. Mandak: Ich bringe Ihnen welche!) – Herr Kollege Scheibner, ich habe mich informiert. Es gibt in Klagenfurt eine Zeitung, „Unser Klagenfurt“, und die erscheint jahrelang nicht. (Abg. Scheibner: Kenne ich nicht!) Das glaube ich, dass Sie sie nicht kennen, es ist aber eine Zeitung, die Ihrer Partei gehört.
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
(Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Sie erscheint in der Regel nicht, aber drei Tage vor Wahlen erscheint sie dann mit Inseraten des Sozialministers. – Interessant! Ist das die Informationspolitik, die ein Ressort wahrnehmen soll? Sicher nicht!
Abg. Scheibner: Richtig! Großartig!
Herr Bundesminister, ich wiederhole: Persönlich alles okay, ich gestehe Ihnen auch Ihren Einsatz zu, aber politisch (Abg. Scheibner: Richtig! Großartig!) – wenn man ein Resümee über die letzten Jahre zieht – ist diese Ressortführung eine Katastrophe! Leider haben Sie in den entscheidenden sozialpolitischen Agenden dieser Republik nichts weitergebracht, sondern da gab es – wie das für die Freiheitlichen üblich ist – nur eines: Umfallen! Daher empfehle ich eine Umfallversicherung für die Freiheitlichen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Herr Bundesminister, ich wiederhole: Persönlich alles okay, ich gestehe Ihnen auch Ihren Einsatz zu, aber politisch (Abg. Scheibner: Richtig! Großartig!) – wenn man ein Resümee über die letzten Jahre zieht – ist diese Ressortführung eine Katastrophe! Leider haben Sie in den entscheidenden sozialpolitischen Agenden dieser Republik nichts weitergebracht, sondern da gab es – wie das für die Freiheitlichen üblich ist – nur eines: Umfallen! Daher empfehle ich eine Umfallversicherung für die Freiheitlichen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Nicht „Ausreißer“! 20 Prozent! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Kollege Öllinger, gleich zu Beginn, um einiges klarzustellen: Was die Verluste im Zusammenhang mit der Pensionsharmonisierung betrifft, so war es immer ein Anliegen der Freiheitlichen, ein Anliegen des Bundesministers für soziale Sicherheit und Generationen, der Frau Staatssekretärin und ein Anliegen von mir persönlich, dort, wo es zu höheren Verlusten kommt, wo eine Kumulierung von Abschlägen mit Verlusten zusammentrifft, wo es gewisse Ausreißer gibt, durch verschiedene Mechanismen zu versuchen, diesen Verlust unter 15 Prozent zu drücken. (Abg. Öllinger: Nicht „Ausreißer“! 20 Prozent! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Genau das wird auch passieren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Geschätzter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Kollege Öllinger, gleich zu Beginn, um einiges klarzustellen: Was die Verluste im Zusammenhang mit der Pensionsharmonisierung betrifft, so war es immer ein Anliegen der Freiheitlichen, ein Anliegen des Bundesministers für soziale Sicherheit und Generationen, der Frau Staatssekretärin und ein Anliegen von mir persönlich, dort, wo es zu höheren Verlusten kommt, wo eine Kumulierung von Abschlägen mit Verlusten zusammentrifft, wo es gewisse Ausreißer gibt, durch verschiedene Mechanismen zu versuchen, diesen Verlust unter 15 Prozent zu drücken. (Abg. Öllinger: Nicht „Ausreißer“! 20 Prozent! – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Genau das wird auch passieren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind sie bei den Verhandlungen wieder umgefallen?
Wir werden ja morgen noch genügend Zeit dazu haben, über die Pensionsharmonisierung, über die Pensionsreform zu sprechen, weshalb heute nicht zu viel Zeit darauf verwendet werden sollte. Nur noch eines zu Ihnen, Frau Kollegin Silhavy, weil Sie heute schon die unterschiedlichen Beitragsleistungen im Pensionssystem angesprochen haben: Es war akkordiert zwischen SPÖ, ÖGB, Arbeiterkammer und Sozialpartnern, dass gilt: gleiche Beiträge – gleiche Leistungen! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind sie bei den Verhandlungen wieder umgefallen?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Rufe bei den Freiheitlichen: Jawohl!
Man muss aber auch bedenken, dass Ersatzzeiten, die sich bei den unselbständig Erwerbstätigen ergeben können, wie Zeiten für Arbeitslosigkeit, für Notstandshilfe oder für Krankheit, bei Selbständigen oder bei Bauern nicht schlagend werden können und des Weiteren das fiktive Ausgedinge bei den Bauern mit berücksichtigt wird, und so kommt man eben auf einen Beitragssatz bei den Bauern von 15 Prozent und bei den Selbständigen auf einen solchen von 17,5 Prozent. Dafür waren beim „Runden Tisch“ auch Sie von der SPÖ – ebenso die Gewerkschaft und auch die Arbeiterkammer –, aber jetzt kritisieren Sie das. Die Umfaller in diesem Fall sind eigentlich Sie! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Rufe bei den Freiheitlichen: Jawohl!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Skandalös! – Abg. Dr. Niederwieser: So früh schon eine Märchenstunde, das geht nicht!
Ich habe das Gefühl, dass es von Seiten des Gewerkschaftsbundes und der Arbeiterkammer doch große Bereitschaft gegeben hätte, der Pensionsharmonisierung zuzustimmen, aber die SPÖ hat ihre Interessenvertreter in ÖGB und Arbeiterkammer gezwungen, dagegen zu sein. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Skandalös! – Abg. Dr. Niederwieser: So früh schon eine Märchenstunde, das geht nicht!)
Abg. Öllinger: Ja, ziemlich!
Herr Kollege Öllinger! Wie der Hauptverband konstruiert ist, Mitglieder aus Interessenvertretungen der Sozialpartner, dieses System ist ein System, das seit der Nachkriegszeit besteht, und Sie haben völlig Recht, dass wir dieses System oft kritisiert haben. (Abg. Öllinger: Ja, ziemlich!) Ja, wir haben es oft kritisiert. Immer wieder, wenn die Freiheitlichen gewisse Systeme kritisiert haben, dass sie nicht mehr zeitgemäß seien, nicht mehr der heutigen Zeit entsprächen und deshalb geändert gehörten, wurde uns vorgeworfen, inklusive von Seiten Ihrer Fraktion, Herr Abgeordneter Öllinger, dass wir alle demokratischen Systeme in Österreich zerschlagen wollen. – Wir wollen sie verbessern, wir wollen überhaupt nichts zerschlagen! Das einmal dazu.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das Bestehen eines Systems aus der Vergangenheit, ein Relikt aus der Nachkriegszeit brauchen Sie uns nicht vorzuwerfen. Also, Herr Kollege Öllinger: Lernen Sie Geschichte! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
33 Millionen mehr für zirka 300 000 Pflegebedürftige wurden im Budget festgeschrieben. Das ist ein wesentlicher Betrag für die Pflegegeldbezieher in Österreich. Pflegezeiten werden jetzt übrigens auch pensionsbegründend, und auch ein wichtiger Aspekt, der jetzt einfließt, ist die Möglichkeit einer Eigenpension für die Pflege eines nahen Angehörigen ab der Pflegestufe 3; der Bund übernimmt den Dienstgeberbeitrag. – Herr Bundesminister, Frau Staatssekretärin, herzlichen Dank für diese Maßnahme! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Abschluss: Die soziale Abfederung der Unfallrentenbesteuerung wird dann auf alle Renten ausgedehnt, wenn der Versicherungsfall spätestens mit 31. Dezember 2003 eingetreten ist. Dazu, sehr geehrte Damen und Herren, kommt eine Verlängerung der Berufungsfrist auf sechs Wochen und eine gesetzlich verankerte Mitwirkungspflicht im Verfahren auf Ausstellung von Behindertenpässen und auf Abgeltung der Nova. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.
Arbeiterkammer und ÖGB haben immer gesagt: Gleiche Leistungen müssen gleichen Beiträgen gegenüberstehen!, und haben einheitliche Beitragssätze verlangt. Das können Sie auch in diversen Publikationen nachlesen. – Das ist der qualitative Unterschied in der Politik! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Dolinschek.)
Abg. Scheibner: Natürlich!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Abgeordneter Dolinschek hat behauptet, dass der ÖGB und die Arbeiterkammer ja zustimmen wollten (Abg. Scheibner: Natürlich!) und nur auf Druck der SPÖ nicht zugestimmt hätten. (Rufe bei der ÖVP: Ja!)
Rufe bei der ÖVP: Ja!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Abgeordneter Dolinschek hat behauptet, dass der ÖGB und die Arbeiterkammer ja zustimmen wollten (Abg. Scheibner: Natürlich!) und nur auf Druck der SPÖ nicht zugestimmt hätten. (Rufe bei der ÖVP: Ja!)
Abg. Scheibner: Das kann ich mir nicht vorstellen!
Ich berichtige tatsächlich, dass es sowohl in der Arbeiterkammer als auch im ÖGB einstimmige Beschlüsse gegeben hat (Abg. Scheibner: Das kann ich mir nicht vorstellen!), wir auch weiterverhandelt haben, aber die Vertreter der Bundesregierung die Verhandlungen verlassen haben (Abg. Scheibner: Das ist ja keine tatsächliche Berichtigung! Außerdem ist das inhaltlich falsch!), weil sie unseren Forderungen nach Rücknahme der Pensionsreform 2003 nicht nachgekommen sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist ja keine tatsächliche Berichtigung! Außerdem ist das inhaltlich falsch!
Ich berichtige tatsächlich, dass es sowohl in der Arbeiterkammer als auch im ÖGB einstimmige Beschlüsse gegeben hat (Abg. Scheibner: Das kann ich mir nicht vorstellen!), wir auch weiterverhandelt haben, aber die Vertreter der Bundesregierung die Verhandlungen verlassen haben (Abg. Scheibner: Das ist ja keine tatsächliche Berichtigung! Außerdem ist das inhaltlich falsch!), weil sie unseren Forderungen nach Rücknahme der Pensionsreform 2003 nicht nachgekommen sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich berichtige tatsächlich, dass es sowohl in der Arbeiterkammer als auch im ÖGB einstimmige Beschlüsse gegeben hat (Abg. Scheibner: Das kann ich mir nicht vorstellen!), wir auch weiterverhandelt haben, aber die Vertreter der Bundesregierung die Verhandlungen verlassen haben (Abg. Scheibner: Das ist ja keine tatsächliche Berichtigung! Außerdem ist das inhaltlich falsch!), weil sie unseren Forderungen nach Rücknahme der Pensionsreform 2003 nicht nachgekommen sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Csörgits: Ich werde mich bessern!
Präsident Dr. Andreas Khol: Der zweite Teil der tatsächlichen Berichtigung war ein Redebeitrag, Frau Kollegin! (Abg. Csörgits: Ich werde mich bessern!) – „Die Botschaft hör’ ich wohl ...“
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bundesminister für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Mag. Herbert Haupt: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Ich denke, die Sozialbudgets für die Jahre 2005 und 2006 sind gute Sozialbudgets. Wir konnten in den wichtigsten Punkten, für die ich verantwortlich zeichne, durchaus positive Zuwächse verzeichnen. So darf ich Sie daran erinnern, dass etwa in der Sozialversicherung für das Jahr 2005 Zuwächse von 2,3 Prozent zu finden sind, für den Familienlastenausgleich Zuwächse von 7,2 Prozent. Damit haben innerhalb des gesamten Sozialpaketes, nämlich Sozialversicherung, Familienlastenausgleich, Arbeitsmarktpolitik und Gesundheit, jene Teile, die in der Verantwortung von mir und von der Frau Staatssekretärin liegen, die erheblich bedeutenderen Zuwächse erzielt. Es ist daher falsch, Herr Kollege Öllinger, dass die Freiheitlichen, so wie Sie meinten, umgefallen sind. Wir haben uns am Verhandlungstisch gut durchgesetzt und damit ein achtbares Budget zuwege gebracht. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Herr Kollege Öllinger! Vielleicht war es in der Zweiten Republik nicht Bestand, weil die ehemalige große Koalition sehr viele Dinge mit Verfassungsmehrheit der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes entzogen hat, aber nunmehr haben die Höchstgerichte im Interesse der Bürgerinnen und Bürger mehr Entscheidungsfreiheit. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Als Anhänger des Rechtsstaates habe ich das immer als positiv betrachtet. Die Höchstgerichte sollen in solchen Fällen von den Bürgern angerufen werden. Ich habe in meiner politischen Tätigkeit seit 1986 hier im Hohen Hause immer bekrittelt, dass den Höchstgerichten sehr viele Rechtsmaterien durch Verfassungsbe-
Abg. Öllinger: Politisches Chaos!
Diesen Vorteil des Bürgers gegenüber dem Nachteil, den er früher hatte, nunmehr als Verwaltungschaos darzustellen, halte ich schlicht und einfach für nicht aufrechterhaltbar. (Abg. Öllinger: Politisches Chaos!)
Abg. Silhavy: Das ist eine Unterstellung! Das ist ungeheuerlich! – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Während sich die Opposition vorbereitet hat, Demonstrationen zu organisieren, haben die Regierungsparteien und die Abgeordneten von den Regierungsparteien bewiesen, wozu ein selbständiges Parlament in der Lage ist, und haben erhebliche Verbesserungen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger durchgesetzt. (Abg. Silhavy: Das ist eine Unterstellung! Das ist ungeheuerlich! – Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Ich bin überzeugt davon, dass auch die Bürgerinnen und Bürger die Absenkung des derzeitigen 10-Prozent-Deckels auf 5 Prozent und die Nachzahlungen als Leistungen des österreichischen Parlaments goutieren werden – und nicht auf die Unkenrufe, die von Seiten der Opposition zu diesem Bereich kommen, hören werden.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber so ist es, sehr geehrte Damen und Herren: Auf der einen Seite gibt es welche, die verhandeln und Ergebnisse erzielen und auch hier im Parlament zu diesen Ergebnissen stehen, und auf der anderen Seite gibt es welche, die wissen, dass es Sachzwänge auch im Pensionsbereich gibt, und die aus gutem Grund für ihre Fraktion, für ihre Interessenvertretung eigene Konzepte zur Pensionsharmonisierung dargestellt haben, die aber dann, wenn es um die entsprechende Verbesserung geht, nicht mehr dabei sein wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mandak: So, wie Sie sie halt darstellen!
Gräuelmärchen von 40 und 50 Prozent Verlust, wie Sie in den Wahlkampfbroschüren zu finden sind, haben es einfach verlangt, dass man auch von Seiten der Regierung der Bevölkerung die tatsächliche Sachlage darstellt. (Abg. Mandak: So, wie Sie sie halt darstellen!) Herr Kollege Öllinger, ich werde nicht müde werden, der Bevölkerung die tatsächliche Rechtslage und ihre tatsächliche Zukunft darzustellen, und werde den Raum nicht allein für Wahlplakate von anderen freigeben. Auch das ist die Aufgabe eines Bundesministers: der Bevölkerung zu sagen, wie es in dieser Republik wirklich weitergeht, und sie nicht durch Wahlbroschüren von der einen oder anderen Gruppierung verunsichern zu lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Gräuelmärchen von 40 und 50 Prozent Verlust, wie Sie in den Wahlkampfbroschüren zu finden sind, haben es einfach verlangt, dass man auch von Seiten der Regierung der Bevölkerung die tatsächliche Sachlage darstellt. (Abg. Mandak: So, wie Sie sie halt darstellen!) Herr Kollege Öllinger, ich werde nicht müde werden, der Bevölkerung die tatsächliche Rechtslage und ihre tatsächliche Zukunft darzustellen, und werde den Raum nicht allein für Wahlplakate von anderen freigeben. Auch das ist die Aufgabe eines Bundesministers: der Bevölkerung zu sagen, wie es in dieser Republik wirklich weitergeht, und sie nicht durch Wahlbroschüren von der einen oder anderen Gruppierung verunsichern zu lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Kein Mensch weiß, was Sie da verhandelt haben!
Es tut mir Leid, dass wegen 1,5 Punkten – mehr waren es nicht – von 29 Eckpunkten schlussendlich kein Konsens zu finden war. Aber in der großen Mehrheit der Punkte ist es zwischen den Sozialpartnern und der Bundesregierung zu durchaus bedeutenden Annäherungen gekommen. (Abg. Öllinger: Kein Mensch weiß, was Sie da verhandelt haben!)
Abg. Öllinger: Aber wenigstens 10 Prozent!
Tatsache ist, dass es hier zu massiven Änderungen gekommen ist. Jeder geht, wie dies auf dem Verhandlungsweg üblich ist, mit seiner Position in die Verhandlungen, und dort ist dann gemeinsam ein Kompromiss zu finden. Niemand kann in dieser Republik erwarten, dass eine 10-Prozent-Partei 100 Prozent ihrer Meinungen am Verhandlungstisch durchsetzt (Abg. Öllinger: Aber wenigstens 10 Prozent!), so wie die Metallergewerkschaft auch nicht 100 Prozent ihrer Vorstellungen gegen die Unternehmungen durchgesetzt hat.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich meine daher, man sollte von einem vernünftigen Kompromiss sprechen, dann werden wir uns vielleicht auch im Dialog und im Diskurs im Hohen Haus leichter tun. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister Haupt hat behauptet, während die Regierungsfraktionen im Jahr 2003 Parlamentarismus gelebt hätten und sich für Verbesserungen eingesetzt hätten, hätten sich die Oppositionsparteien auf Demos vorbereitet. (Zwischenruf des Abg. Prinz.) – Diese Behauptung ist falsch, und diese Behauptung ist auch ungeheuerlich!
Abg. Scheibner: Das ist doch keine tatsächliche Berichtigung! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Wenn es nach den Regierungsparteien gegangen wäre, hätten wir in sieben Stunden den ganzen Block abgehandelt. (Abg. Scheibner: Das ist doch keine tatsächliche Berichtigung! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Scheibner: Melden Sie sich noch einmal zu Wort, wenn Sie einen Debattenbeitrag machen wollen! – Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Dank der Diskussionsbeiträge der Opposition haben wir das wirklich ausführlicher behandelt. Sie haben den Sozialausschuss übergangen und haben es im Budgetausschuss gemacht. (Abg. Scheibner: Melden Sie sich noch einmal zu Wort, wenn Sie einen Debattenbeitrag machen wollen! – Präsident Dr. Khol gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Wenn es nach Ihnen gegangen wäre, hätten Sie keine Verbesserung gemacht, wie auch die Neuordnung ...
Abg. Silhavy: Messbar war das!
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete, das ist ein Redebeitrag! Tatsächliche Berichtigungen berichten messbare Fakten – das aber sind politische Wertungen. (Abg. Silhavy: Messbar war das!) Das ist es nicht! (Abg. Scheibner – in Richtung der Abg. Silhavy –: Lesen Sie einmal in der Geschäftsordnung! – Abg. Silhavy: Der Herr Präsident weiß, dass das messbar war!)
Abg. Scheibner – in Richtung der Abg. Silhavy –: Lesen Sie einmal in der Geschäftsordnung! – Abg. Silhavy: Der Herr Präsident weiß, dass das messbar war!
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete, das ist ein Redebeitrag! Tatsächliche Berichtigungen berichten messbare Fakten – das aber sind politische Wertungen. (Abg. Silhavy: Messbar war das!) Das ist es nicht! (Abg. Scheibner – in Richtung der Abg. Silhavy –: Lesen Sie einmal in der Geschäftsordnung! – Abg. Silhavy: Der Herr Präsident weiß, dass das messbar war!)
Abg. Scheibner – in Richtung der Abg. Silhavy –: Jetzt sitzen Sie schon in der ersten Reihe und kennen die Geschäftsordnung noch immer nicht! – Abg. Mag. Tancsits: Zehn Mal die Geschäftsordnung schreiben!
Politische Werturteile und politische Beurteilungen können nicht Gegenstand einer tatsächlichen Berichtigung sein, sondern sind Gegenstand der Debatte. Tatsächliche Fakten können berichtigt werden. (Abg. Scheibner – in Richtung der Abg. Silhavy –: Jetzt sitzen Sie schon in der ersten Reihe und kennen die Geschäftsordnung noch immer nicht! – Abg. Mag. Tancsits: Zehn Mal die Geschäftsordnung schreiben!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich kann mich sehr gut an die Budgetverhandlungen im vergangenen Jahr erinnern, als es darum ging, den VertreterInnen der Regierungsparteien in sehr klaren und eindeutigen Botschaften klarzumachen, welche Maßnahmen die Pensionsreform 2003 für die Menschen bringt. Uns hier als Demonstrierer herzustellen, das unterlassen Sie bitte! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Das Sandmännchen kommt erst um sieben!
Es ist auch so, sehr geehrte Damen und Herren, dass man den Zuschauerinnen und Zuschauern auf der Galerie sagen muss: Das Sandmännchen hat jetzt gesprochen (Abg. Scheibner: Das Sandmännchen kommt erst um sieben!), denn die Vertreter der FPÖ streuen sich selbst und den Menschen Sand in die Augen, wenn sie sagen: Bei der Pensionsharmonisierung wird es prozentuelle Deckel geben, und es werden keine großen Verluste sein.
Beifall bei der SPÖ.
sehen die Menschen als Bittstellerinnen und Bittsteller. Statt Ansprüche im sozialpolitischen Bereich geltend machen zu können, sollen die Menschen bitten und betteln kommen. Diese Politik der sozialen Kälte gepaart mit Dilettantismus lehnen wir ab! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei der Unfallrentenbesteuerung haben Sie eine weitere Maßnahme gesetzt. In das Budget für das Jahr 2005 schreiben Sie ganz offen und ehrlich hinein, dass die Unfallrentnerinnen und Unfallrentner die Valorisierung des Pflegegeldes selbst zahlen. Das ist eine weitere dilettantische und unsoziale Maßnahme. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Dieselbe Rede, die schon zehn Mal die Frau Bures gehalten hat!
Das Budget 2005 ist ein weiteres Beispiel dafür, wie beschäftigt die Regierung mit dem Umfallen ist und wie weit weg sie von der Realität der Menschen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Dieselbe Rede, die schon zehn Mal die Frau Bures gehalten hat!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir sichern die Familie sozialrechtlich ab. Wir stärken sie mit finanziellen Leistungen, geehrte Frau Kollegin Lapp. Wir schaffen Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, denn die Familie trägt unsere zentralen gesellschaftlichen Werte wie Verantwortung, Anerkennung und Solidarität. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Die SPÖ befindet sich im Jammertal!
Sehr geehrte Damen und Herren! Die familienbezogenen Leistungen aus dem Bundesbudget können nicht als leere oder anonyme Buchhaltung gesehen werden und sind auch keine Aufrechnung gegenüber anderen Ausgaben, sondern Einsatz für Familien bedeutet vielmehr, Zukunft zu gestalten, um den Wohlstand nachhaltig zu sichern, denn Österreich befindet sich in keinem Jammertal, wie dies gestern zum Beispiel Abgeordneter Darabos von der SPÖ behauptet hat. (Abg. Großruck: Die SPÖ befindet sich im Jammertal!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Kinderbetreuungsgeld für alle, Familienhospizkarenz, Familienpaket im Zuge der Steuerreform – ein Maßnahmenpaket für über 900 000 AlleinverdienerInnen, davon 100 000 AlleinerzieherInnen der Anspruch auf Elternteilzeit bis zum siebenten Lebensjahr. Sie sagen immer, wir wollen die Frauen zurück an den Herd drängen. Nein, das stimmt nicht! Über 44 Prozent aller Mütter mit einem Kind sind in Österreich berufstätig, und der Grad der Berufstätigkeit bei Frauen liegt bei 58 bis 60 Prozent. Also wo sehen Sie, dass das Kinderbetreuungsgeld die Frauen zurück an den Herd drängt? Das Kinderbetreuungsgeld ist eine Maßnahme, die allen zugute kommt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Da waren Sie aber beteiligt!
Aber da möchte ich noch etwas sagen, denn man vergisst ja so schnell: In Zeiten der SPÖ-Regierung, also vor 2000, kam es zum Wegfall der Geburtenbeihilfe bis zum dritten Lebensjahr. (Abg. Öllinger: Da waren Sie aber beteiligt!) Wir waren hier nicht führend, Sie wissen ganz genau, wie das manchmal so ist! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Es kam zur Verkürzung der Karenzzeit auf 18 Monate. (Abg. Öllinger: Da waren Sie dabei! Das war sogar von Ihnen veranlasst!) Wir haben jetzt 24 Monate plus sechs Monate, nur um das anzumerken. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Aber da möchte ich noch etwas sagen, denn man vergisst ja so schnell: In Zeiten der SPÖ-Regierung, also vor 2000, kam es zum Wegfall der Geburtenbeihilfe bis zum dritten Lebensjahr. (Abg. Öllinger: Da waren Sie aber beteiligt!) Wir waren hier nicht führend, Sie wissen ganz genau, wie das manchmal so ist! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Es kam zur Verkürzung der Karenzzeit auf 18 Monate. (Abg. Öllinger: Da waren Sie dabei! Das war sogar von Ihnen veranlasst!) Wir haben jetzt 24 Monate plus sechs Monate, nur um das anzumerken. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Öllinger: Da waren Sie dabei! Das war sogar von Ihnen veranlasst!
Aber da möchte ich noch etwas sagen, denn man vergisst ja so schnell: In Zeiten der SPÖ-Regierung, also vor 2000, kam es zum Wegfall der Geburtenbeihilfe bis zum dritten Lebensjahr. (Abg. Öllinger: Da waren Sie aber beteiligt!) Wir waren hier nicht führend, Sie wissen ganz genau, wie das manchmal so ist! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Es kam zur Verkürzung der Karenzzeit auf 18 Monate. (Abg. Öllinger: Da waren Sie dabei! Das war sogar von Ihnen veranlasst!) Wir haben jetzt 24 Monate plus sechs Monate, nur um das anzumerken. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Aber da möchte ich noch etwas sagen, denn man vergisst ja so schnell: In Zeiten der SPÖ-Regierung, also vor 2000, kam es zum Wegfall der Geburtenbeihilfe bis zum dritten Lebensjahr. (Abg. Öllinger: Da waren Sie aber beteiligt!) Wir waren hier nicht führend, Sie wissen ganz genau, wie das manchmal so ist! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Es kam zur Verkürzung der Karenzzeit auf 18 Monate. (Abg. Öllinger: Da waren Sie dabei! Das war sogar von Ihnen veranlasst!) Wir haben jetzt 24 Monate plus sechs Monate, nur um das anzumerken. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Abg. Öllinger: Was ist Familie? Erklären Sie das einmal!
Sehr geehrte Damen und Herren! Mir als Familiensprecherin dieser Österreichischen Volkspartei ist es lieber ... (Abg. Öllinger: Was ist Familie? Erklären Sie das einmal!) Ich habe Ihnen das vorher schon erklärt! Sie haben nicht aufgepasst, Sie haben nur mit dem Laptop herumgespielt. (Heiterkeit. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der hat ja seine Zwischenrufe im Laptop stehen!)
Heiterkeit. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der hat ja seine Zwischenrufe im Laptop stehen!
Sehr geehrte Damen und Herren! Mir als Familiensprecherin dieser Österreichischen Volkspartei ist es lieber ... (Abg. Öllinger: Was ist Familie? Erklären Sie das einmal!) Ich habe Ihnen das vorher schon erklärt! Sie haben nicht aufgepasst, Sie haben nur mit dem Laptop herumgespielt. (Heiterkeit. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der hat ja seine Zwischenrufe im Laptop stehen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Mir ist es lieber, der FLAF kommt kurzfristig in ein Minus und muss aus dem Gesamtbudget ausgeglichen werden, denn Familienförderung, Herr Kollege Öllinger, ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und ist gleichzusetzen mit budgetären Maßnahmen wie beispielsweise für Infrastruktur, für Sport oder für Arbeitsplatzsicherung. Also ich denke, das ist eine notwendige Maßnahme. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir haben gehandelt, Herr Kollege Öllinger! Die SPÖ und die Grünen hingegen sind in den siebziger Jahren stehen geblieben. Familienpolitik hat sich weiterentwickelt, und gefragt ist die Wahlfreiheit, ein Sowohl-als-auch und nicht ein Entweder-oder. Gefragt ist: weniger für den Staat, aber mehr für die Familien. Ich denke, im innersten Herzen wissen Sie das auch, aber in der Opposition ist es halt leicht, dagegen zu sein, keine Vorschläge zu haben und Wünsche an das Christkind zu schreiben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Steibl! Leben als Single oder Ehe – ich kann Ihnen nur sagen, es gibt auch etwas anderes. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.) Vielleicht sollte das die ÖVP auch einmal in ihr Denken aufnehmen, dass es außer Single-Sein und Ehe noch andere Formen, sehr gute Formen des Lebens gibt, die man auch gesetzlich berücksichtigen sollte und auf die man im Rahmen der Gesetzgebung auch Bedacht nehmen sollte. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Unruhe bei der ÖVP!) – Ja, weil die eine oder andere vage Erinnerung doch aufgeblitzt ist, glaube ich.
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Unruhe bei der ÖVP!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin Steibl! Leben als Single oder Ehe – ich kann Ihnen nur sagen, es gibt auch etwas anderes. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.) Vielleicht sollte das die ÖVP auch einmal in ihr Denken aufnehmen, dass es außer Single-Sein und Ehe noch andere Formen, sehr gute Formen des Lebens gibt, die man auch gesetzlich berücksichtigen sollte und auf die man im Rahmen der Gesetzgebung auch Bedacht nehmen sollte. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Abg. Öllinger: Unruhe bei der ÖVP!) – Ja, weil die eine oder andere vage Erinnerung doch aufgeblitzt ist, glaube ich.
Abg. Scheibner: Ihr habt noch nichts gemacht!
Sie, Frau Kollegin Steibl, haben gesagt, man soll nicht in die Vergangenheit schauen, und der nächste Satz war: Wir haben gehandelt. Das ist ja genau das, was Sie zu einem Großteil tun, wenn Sie da heraußen stehen: Sie sagen immer, was in der Vergangenheit passiert ist, und halten dann meistens der SPÖ vor – bei uns gelingt Ihnen das ja nicht! –, was sie alles versäumt hat und nicht getan hat (Abg. Scheibner: Ihr habt noch nichts gemacht!), tun so, als hätten Sie mit dem Ganzen nie in Ihrem Leben irgendetwas zu tun gehabt, und dann sagen Sie, wir sollen nicht in die Vergangenheit schauen. Sie schauen immer in die Vergangenheit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Sie der Verteidiger der SPÖ, Frau Kollegin?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Sie der Verteidiger der SPÖ, Frau Kollegin?
Sie, Frau Kollegin Steibl, haben gesagt, man soll nicht in die Vergangenheit schauen, und der nächste Satz war: Wir haben gehandelt. Das ist ja genau das, was Sie zu einem Großteil tun, wenn Sie da heraußen stehen: Sie sagen immer, was in der Vergangenheit passiert ist, und halten dann meistens der SPÖ vor – bei uns gelingt Ihnen das ja nicht! –, was sie alles versäumt hat und nicht getan hat (Abg. Scheibner: Ihr habt noch nichts gemacht!), tun so, als hätten Sie mit dem Ganzen nie in Ihrem Leben irgendetwas zu tun gehabt, und dann sagen Sie, wir sollen nicht in die Vergangenheit schauen. Sie schauen immer in die Vergangenheit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sind Sie der Verteidiger der SPÖ, Frau Kollegin?)
Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.
Frau Staatssekretärin Haubner hat im Budgetausschuss die vier Säulen der Familienpolitik vorgetragen. Ich habe sie mir, wie immer, fleißig mitgeschrieben. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.) – Meine Mitschriften sind nicht immer so beliebt, Herr Klubobmann Scheibner. (Abg. Scheibner: Es schadet nichts, wenn man mitschreibt, wenn die Frau Staatssekretärin etwas sagt!) Ich glaube, gestern wären Sie froh gewesen, wenn ich nicht immer mitschreiben würde, wenn jemand aus Ihrer Fraktion einen Zwischenruf macht. Aber es ist schön, wenn Sie das wertschätzen, ich freue mich darüber.
Abg. Scheibner: Es schadet nichts, wenn man mitschreibt, wenn die Frau Staatssekretärin etwas sagt!
Frau Staatssekretärin Haubner hat im Budgetausschuss die vier Säulen der Familienpolitik vorgetragen. Ich habe sie mir, wie immer, fleißig mitgeschrieben. (Demonstrativer Beifall des Abg. Scheibner.) – Meine Mitschriften sind nicht immer so beliebt, Herr Klubobmann Scheibner. (Abg. Scheibner: Es schadet nichts, wenn man mitschreibt, wenn die Frau Staatssekretärin etwas sagt!) Ich glaube, gestern wären Sie froh gewesen, wenn ich nicht immer mitschreiben würde, wenn jemand aus Ihrer Fraktion einen Zwischenruf macht. Aber es ist schön, wenn Sie das wertschätzen, ich freue mich darüber.
Abg. Scheibner: Also wie ist das jetzt? Das habe ich nicht verstanden!
spiel dafür, dass die Menge des eingesetzten Kapitals nicht immer dafür spricht, dass auch das, was herauskommt, dem entspricht, was man politisch eigentlich will – also eigentlich: was wir politisch wollen. Ich glaube, Sie wollen es schon. (Abg. Scheibner: Also wie ist das jetzt? Das habe ich nicht verstanden!)
Abg. Ellmauer: Wo?
Ich sage es vielleicht einfacher: Sie investieren sehr viel Geld in den Familienbereich, und trotzdem fehlt es zum Beispiel hinten und vorne an Kinderbetreuungsplätzen. (Abg. Ellmauer: Wo?) In ganz vielen Bundesländern! Sie sollten sich einmal ein bisschen kundig machen. Das sind Fragen, die offenbar an Ihnen vorbeigehen. (Abg. Ellmauer: Sagen Sie uns, wo! Nennen Sie eine Gemeinde!) Das werden Sie aus allen möglichen Bundesländern und Gemeinden erfahren, aber nicht, wenn Sie Ihre Bürgermeister fragen, denn die sagen immer, dieses Problem haben wir nicht. Das kenne ich sehr gut aus Vorarlberg. Unsere Bürgermeister sagen: Das Problem kennen wir überhaupt nicht, und wenn Sie mit den Frauen in den betroffenen Gemeinden sprechen, sagen die Ihnen: Wir können nicht erwerbstätig sein, weil es die Möglichkeit einer Kinderbetreuung nicht gibt. – Ich bitte Sie, das endlich einmal zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Ellmauer: Sagen Sie uns, wo! Nennen Sie eine Gemeinde!
Ich sage es vielleicht einfacher: Sie investieren sehr viel Geld in den Familienbereich, und trotzdem fehlt es zum Beispiel hinten und vorne an Kinderbetreuungsplätzen. (Abg. Ellmauer: Wo?) In ganz vielen Bundesländern! Sie sollten sich einmal ein bisschen kundig machen. Das sind Fragen, die offenbar an Ihnen vorbeigehen. (Abg. Ellmauer: Sagen Sie uns, wo! Nennen Sie eine Gemeinde!) Das werden Sie aus allen möglichen Bundesländern und Gemeinden erfahren, aber nicht, wenn Sie Ihre Bürgermeister fragen, denn die sagen immer, dieses Problem haben wir nicht. Das kenne ich sehr gut aus Vorarlberg. Unsere Bürgermeister sagen: Das Problem kennen wir überhaupt nicht, und wenn Sie mit den Frauen in den betroffenen Gemeinden sprechen, sagen die Ihnen: Wir können nicht erwerbstätig sein, weil es die Möglichkeit einer Kinderbetreuung nicht gibt. – Ich bitte Sie, das endlich einmal zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage es vielleicht einfacher: Sie investieren sehr viel Geld in den Familienbereich, und trotzdem fehlt es zum Beispiel hinten und vorne an Kinderbetreuungsplätzen. (Abg. Ellmauer: Wo?) In ganz vielen Bundesländern! Sie sollten sich einmal ein bisschen kundig machen. Das sind Fragen, die offenbar an Ihnen vorbeigehen. (Abg. Ellmauer: Sagen Sie uns, wo! Nennen Sie eine Gemeinde!) Das werden Sie aus allen möglichen Bundesländern und Gemeinden erfahren, aber nicht, wenn Sie Ihre Bürgermeister fragen, denn die sagen immer, dieses Problem haben wir nicht. Das kenne ich sehr gut aus Vorarlberg. Unsere Bürgermeister sagen: Das Problem kennen wir überhaupt nicht, und wenn Sie mit den Frauen in den betroffenen Gemeinden sprechen, sagen die Ihnen: Wir können nicht erwerbstätig sein, weil es die Möglichkeit einer Kinderbetreuung nicht gibt. – Ich bitte Sie, das endlich einmal zur Kenntnis zu nehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
lichkeiten gewesen, Frauen wirklich sehr schnell zu helfen, zu einer guten Pension zu kommen, beziehungsweise wenigstens für eine deutliche Verbesserung der eigenständigen Absicherung zu sorgen. Es ist sehr schade, dass Sie das nicht getan haben und auch in diesem Punkt Ihren eigenen Forderungen nicht nachgekommen sind. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Steibl: Das stimmt nicht! Es gibt eine Erhöhung seitens des Innenministers!
Was passiert? – Die Interventionsstellen, die diese Aufgabe übernehmen sollten, haben in den letzten Jahren Budgetkürzungen hinzunehmen gehabt. Heuer wird das Budget gleich bleiben. Das heißt aber de facto, dass Stunden abgebaut werden müssen, weil die Finanzierung der steigenden Gehälter nicht gewährleistet ist. (Abg. Steibl: Das stimmt nicht! Es gibt eine Erhöhung seitens des Innenministers!) – Das stimmt, Frau Kollegin Steibl! Zudem haben wir das Problem, dass die Nachfrage leider steigt. Nein, nicht „leider“, das ist falsch, sie steigt ständig, und das ist gut, weil immer mehr Wegweisungen auch tatsächlich durchgeführt werden. Es wäre ein irrsinniger Bedarf an Interventionsstellen, aber es kann nicht das entsprechende Angebot geben, weil einfach die finanziellen Mittel fehlen.
Beifall bei den Grünen.
Die Rede ist schon überhaupt nicht davon, dass es möglich sein könnte, diese Beratung, diese Unterstützung und Hilfe, die dort die Frauen bekommen, auch auf die Kinder auszuweiten. Die Kinder stehen derzeit in der Situation von Gewalttätigkeit in der Familie, wenn das Wegweiserecht in Kraft tritt, ohne Begleitung da. Die Mütter werden begleitet, die Kinder nicht. Auch hier ist es leider derzeit nicht möglich, die Unterstützung zu geben, die dringend notwendig wäre, weil es angeblich nicht finanzierbar ist. Ich sage Ihnen: Sie könnten es finanzieren, wenn Sie es wirklich wollten und wenn Sie Ihre eigenen Säulen der Familienpolitik, wie Sie sie nennen, ernster nehmen würden. Bitte tun Sie das! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Präsident! Sehr geehrter Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Zur Kollegin Silhavy möchte ich nur sagen: Seien Sie froh, dass wir an der Regierung sind! Die Situation beim Bundeszuschuss und die Unterschiede im Pensionssystem wurden nicht von uns geschaffen, sondern von euch, und durch uns werden diese Probleme bald der Vergangenheit angehören. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Wir haben morgen sehr viel Zeit, darüber zu diskutieren.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Kollege Öllinger, wenn du vom Umfallen der FPÖ sprichst: Ihr liegt schon lang, ihr könnt nicht mehr umfallen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Da hast du nicht aufgepasst!
Wir haben halt einen Sozialminister in dieser Regierung, der wirklich sozial ist. Heute wird die Zusammenlegung der Sozialversicherungsanstalten kritisiert. Das hast ja du, Kollege Öllinger, in deiner Rede gesagt, dass da nichts weitergeht, und vieles mehr. Es ist bereits eine Zusammenlegung passiert: Die Pensionsversicherungsanstalten der Arbeiter und Angestellten wurden zusammengelegt. (Abg. Öllinger: Da hast du nicht aufgepasst!) Das war schon einmal der erste Schritt. Die Zusammenlegung bei den Selbständigen und Bauern wird auch in nächster Zukunft passieren. Der Krankenversicherungsbeitrag für die Arbeiter ist voriges Jahr reduziert worden. Die Chipkarte wird eingeführt, und die Altersvorsorge und vieles mehr wird gesichert, dank eines Sozialministers Herbert Haupt. Es gibt einen Zuwachs von 2,30 Prozent im Budget für den Sozialbereich. Kritisieren könnte man, wenn es sich vermindern würde, aber wenn es mehr wird, dann ist das jedenfalls positiv.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Wie lang seid ihr schon in der Regierung? Wie lang ist da nichts geschehen?
Zum Pflegegeldbereich. So viel, wie unter dieser Regierung für die Pflegebedürftigen ausgegeben wird, wurde noch nie ausgegeben. Das Pflegegeld ist seit 1995 nicht erhöht worden, und jetzt wird es auf Druck unseres Sozialministers um 2 Prozent erhöht. – Lieber Herbert, besten Dank, das ist wirklich sozial! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Wie lang seid ihr schon in der Regierung? Wie lang ist da nichts geschehen?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber wirklich Dank, Herbert!
Unter der SPÖ-Regierung ist die Karenzzeit um ein halbes Jahr, nämlich von zwei auf eineinhalb Jahre, verkürzt worden. Unter der FPÖ/ÖVP-Regierung wurde sie auf drei Jahre verlängert. Das ist Sozialpolitik, das ist Familienpolitik! Herr Sozialminister Herbert Haupt, besten Dank dafür, was du für die Österreicherinnen und Österreicher leistest! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber wirklich Dank, Herbert!)
Abg. Walch: Ich weiß es!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Walch, wir wissen ja bis zur heutigen Stunde noch nicht genau, was Sie morgen hier im Parlament beschließen wollen hinsichtlich der Pensionsreform. (Abg. Walch: Ich weiß es!) Dann sagen Sie es uns doch, bitte! Wenn das jedenfalls stimmt, was wir heute in den Zeitungen lesen – „Pensionen: Regierung einig, Verluste ohne Obergrenzen“, „FPÖ schwenkt auf ÖVP-Linie“ – dann würde ich sagen, Herr Kollege Walch, das ist kein Grund für einen großen Auftritt hier, sondern vielmehr Grund, hier ein wenig leise zu treten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dass das im „Standard“ steht, ist faszinierend!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dass das im „Standard“ steht, ist faszinierend!
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Walch, wir wissen ja bis zur heutigen Stunde noch nicht genau, was Sie morgen hier im Parlament beschließen wollen hinsichtlich der Pensionsreform. (Abg. Walch: Ich weiß es!) Dann sagen Sie es uns doch, bitte! Wenn das jedenfalls stimmt, was wir heute in den Zeitungen lesen – „Pensionen: Regierung einig, Verluste ohne Obergrenzen“, „FPÖ schwenkt auf ÖVP-Linie“ – dann würde ich sagen, Herr Kollege Walch, das ist kein Grund für einen großen Auftritt hier, sondern vielmehr Grund, hier ein wenig leise zu treten. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Dass das im „Standard“ steht, ist faszinierend!)
Abg. Walch: Morgen, morgen! Wir sind immer für Überraschungen gut!
Aber wenn Sie wissen, was herauskommt – nach den Verhandlungen heute Nacht hat es nicht so ausgesehen –, vielleicht könnten Sie uns informieren, damit wir auch Bescheid wissen, worüber morgen hier diskutiert wird. (Abg. Walch: Morgen, morgen! Wir sind immer für Überraschungen gut!) Sie machen es weiterhin spannend, in Ordnung. Eigentlich nicht in Ordnung, an sich erwarte ich mir einen anderen Umgang mit dem Hohen Haus.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Nun zu der von Kollegin Mandak angesprochenen Notwendigkeit der Flexibilisierung: Jawohl, es wäre notwendig, das Kindergeld von diesem jetzigen starren System zu befreien und ein Modell zu gestalten, nach dem es sich die jungen Menschen entsprechend ihrer jeweiligen Lebensphase so einrichten können, wie es ihnen passt. Das würde nicht einmal viel Geld kosten und wäre eine Maßnahme, die vielen weiterhelfen würde. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Steibl: Schon wieder eine Steuer!
Herr Bundesminister, das verstehe ich nicht ganz: Die Regelung, dass der Bund in Vorlage tritt, ist für Ausnahmesituationen gedacht, aber wenn jetzt in Permanenz der Familienlastenausgleichsfonds im Defizit ist und in Permanenz der Bund in Vorlage treten muss, dann ist das schlicht und einfach nichts anderes als eine Steuerfinanzierung über die Hintertür. Daher müsste man, würde ich sagen, darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoller wäre, den Familienlastenausgleichsfonds in der derzeitigen Form zu überdenken und aufzulösen und auf eine Steuerfinanzierung überzugehen, die meiner Meinung nach auch noch sozial gerechter wäre (Abg. Steibl: Schon wieder eine Steuer!), weil dann alle Bevölkerungsgruppen entsprechend ihren Möglichkeiten zu der Finanzierung der Familienleistungen beitragen würden und nicht so wie jetzt eine soziale Schieflage entstehen würde, weil manche Bevölkerungsgruppen mehr, manche überhaupt nicht und manche weniger dazu beitragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, das verstehe ich nicht ganz: Die Regelung, dass der Bund in Vorlage tritt, ist für Ausnahmesituationen gedacht, aber wenn jetzt in Permanenz der Familienlastenausgleichsfonds im Defizit ist und in Permanenz der Bund in Vorlage treten muss, dann ist das schlicht und einfach nichts anderes als eine Steuerfinanzierung über die Hintertür. Daher müsste man, würde ich sagen, darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoller wäre, den Familienlastenausgleichsfonds in der derzeitigen Form zu überdenken und aufzulösen und auf eine Steuerfinanzierung überzugehen, die meiner Meinung nach auch noch sozial gerechter wäre (Abg. Steibl: Schon wieder eine Steuer!), weil dann alle Bevölkerungsgruppen entsprechend ihren Möglichkeiten zu der Finanzierung der Familienleistungen beitragen würden und nicht so wie jetzt eine soziale Schieflage entstehen würde, weil manche Bevölkerungsgruppen mehr, manche überhaupt nicht und manche weniger dazu beitragen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dringend notwendig wäre eine Wiedereinführung der früheren – in Schilling gesehen –Kinderbetreuungsmilliarde, mit der tatsächlich die Gemeinden unterstützt werden, den vorhandenen Bedarf zu stillen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mandak: Nicht heuer! Heuer bleibt es gleich!
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollegin Sabine Mandak hat behauptet, dass die Interventionsstellen Budgetkürzungen hinnehmen müssten beziehungsweise müssen. (Abg. Mandak: Nicht heuer! Heuer bleibt es gleich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Die Berichtigung war in Ordnung!
Tatsache ist: Im Bundesvoranschlag 2005 sind auf Grund von Umschichtungen für die Interventionsstellen 1,5 Millionen € aus Mitteln des Bundesministeriums für Inneres vorgesehen. Dies übersteigt den Betrag aus dem Jahr 2004 um zirka 250 000 €. Auch im Förderbudget ist eine Erhöhung der Mittel um zirka 70 000 € vorgesehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Die Berichtigung war in Ordnung!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wem sagen Sie das?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ganz kurz zum Thema Konsumentenschutz: Ich begrüße, dass es ein höheres Budget gibt. Neben den rechtlichen Voraussetzungen, die wir natürlich zu diesem Thema zu diskutieren haben, sollte es aber auch so etwas wie einen praktischen Konsumentenschutz geben. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wem sagen Sie das?) Wir haben diesbezüglich durchaus Erfolge zu vermelden. Wir haben voriges Jahr eine Entschließung hinsichtlich ÖBB-Konsumentenorientierung eingebracht, die dazu geführt hat, dass im Jahr 2005 von den ÖBB eine Kundencharta in Kraft gesetzt wird.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Dritter Punkt: Pensionsharmonisierung. Geschätzte Damen und Herren! Ich habe vor drei oder vier Wochen einen Brief bekommen von meinem ÖGB-Bezirksvorsitzenden, der gleichzeitig Betriebsrat in der voestalpine ist, mit der Aufforderung, ich solle bekannt geben, wie ich zu diesem Thema abstimmen werde. Ich habe ihm einen Brief zurückgeschrieben und gemeint: Das kann ich Ihnen nicht sagen, weil wir derzeit gerade in den parlamentarischen Verhandlungen sind. Es ist aber klar, dass es auf Grund der demographischen Entwicklung Reformen geben muss, weil ich nicht möchte, dass das staatliche Pensionssystem so endet wie das Pensionssystem der voestalpine. Dieses ist nicht gekürzt, sondern abgeschafft worden, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Abg. Lentsch: Sehr „sozial“!
Kollege Tancsits und ich haben interessanterweise vor 14 Tagen einen Besuch von Böhler-Pensionisten im Parlament bekommen, die vor 20 Jahren unter einem Verstaatlichten-Minister Rudi Streicher vor folgender Situation gestanden sind: Sie haben am Freitag – das war knapp vor Weihnachten – einen Brief bekommen mit der Aufforderung vom Unternehmen, sie sollten entweder für eine Abschlagszahlung sein oder sie bekommen gar nichts mehr von ihrer Firmenpension. (Abg. Lentsch: Sehr „sozial“!) Über das Wochenende, also bis Montag haben sie sich entscheiden müssen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer war das? Welcher Minister war das?) Das war die Situation bei Böhler.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer war das? Welcher Minister war das?
Kollege Tancsits und ich haben interessanterweise vor 14 Tagen einen Besuch von Böhler-Pensionisten im Parlament bekommen, die vor 20 Jahren unter einem Verstaatlichten-Minister Rudi Streicher vor folgender Situation gestanden sind: Sie haben am Freitag – das war knapp vor Weihnachten – einen Brief bekommen mit der Aufforderung vom Unternehmen, sie sollten entweder für eine Abschlagszahlung sein oder sie bekommen gar nichts mehr von ihrer Firmenpension. (Abg. Lentsch: Sehr „sozial“!) Über das Wochenende, also bis Montag haben sie sich entscheiden müssen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer war das? Welcher Minister war das?) Das war die Situation bei Böhler.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Welcher Minister war das?
Und jetzt frage ich mich schon, geschätzte Damen und Herren von der Sozialdemokratie: Wo waren damals die Gewerkschaften? Wo waren an diesem Wochenende die Gewerkschaften? – Ich sage Ihnen eines (Abg. Dr. Partik-Pablé: Welcher Minister war das?): Diese Menschen haben knapp vor Weihnachten ganz alleine entscheiden müssen. Sie sind unter einem enormen Druck gestanden und waren zutiefst enttäuscht und verletzt angesichts dieser Situation. Sie haben diese Geschichte bis heute noch nicht abgeschlossen. (Abg. Grillitsch: Unvorstellbar! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Welcher Minister war das?)
Abg. Grillitsch: Unvorstellbar! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Welcher Minister war das?
Und jetzt frage ich mich schon, geschätzte Damen und Herren von der Sozialdemokratie: Wo waren damals die Gewerkschaften? Wo waren an diesem Wochenende die Gewerkschaften? – Ich sage Ihnen eines (Abg. Dr. Partik-Pablé: Welcher Minister war das?): Diese Menschen haben knapp vor Weihnachten ganz alleine entscheiden müssen. Sie sind unter einem enormen Druck gestanden und waren zutiefst enttäuscht und verletzt angesichts dieser Situation. Sie haben diese Geschichte bis heute noch nicht abgeschlossen. (Abg. Grillitsch: Unvorstellbar! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Welcher Minister war das?)
Ruf bei der ÖVP: Das war Minister Streicher!
Geschätzte Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Das war Minister Streicher!) Es zieht sich bei Ihnen ein roter Faden durch diese Pensionsdebatte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Streicher war das! Ist er nicht von der SPÖ?) Und damit es zu keiner Geschichtsfälschung kommt, wenn Frau Kollegin Silhavy sagt, die Regierung sei vom Verhandlungstisch aufgestanden, möchte ich noch betonen, dass die Regierung heute noch beim Verhandlungstisch sitzt. Sie sind vom Verhandlungstisch aufgestanden, um das richtig zu stellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Streicher war das! Ist er nicht von der SPÖ?
Geschätzte Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Das war Minister Streicher!) Es zieht sich bei Ihnen ein roter Faden durch diese Pensionsdebatte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Streicher war das! Ist er nicht von der SPÖ?) Und damit es zu keiner Geschichtsfälschung kommt, wenn Frau Kollegin Silhavy sagt, die Regierung sei vom Verhandlungstisch aufgestanden, möchte ich noch betonen, dass die Regierung heute noch beim Verhandlungstisch sitzt. Sie sind vom Verhandlungstisch aufgestanden, um das richtig zu stellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! (Ruf bei der ÖVP: Das war Minister Streicher!) Es zieht sich bei Ihnen ein roter Faden durch diese Pensionsdebatte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Streicher war das! Ist er nicht von der SPÖ?) Und damit es zu keiner Geschichtsfälschung kommt, wenn Frau Kollegin Silhavy sagt, die Regierung sei vom Verhandlungstisch aufgestanden, möchte ich noch betonen, dass die Regierung heute noch beim Verhandlungstisch sitzt. Sie sind vom Verhandlungstisch aufgestanden, um das richtig zu stellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
wissen Fluchtverhaltens. Sie „putzen sich“ dann, wenn es tatsächlich um die Entscheidung geht. Das ist das Problem bei Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Grillitsch: Da kann man nichts lernen!
Was können wir von der SPÖ lernen, damit wir es so nicht machen? (Abg. Grillitsch: Da kann man nichts lernen!) – Erstens: Ich glaube, dass die ganze Frage der Pensionsreform ausreichend lange diskutiert worden ist. Viele Menschen wissen heute, dass diese Reform notwendig ist. – Erster Punkt. (Abg. Broukal: Dass diese Reform notwendig ist, das glaubt niemand in Österreich! – Rufe bei der ÖVP: Oh ja!)
Abg. Broukal: Dass diese Reform notwendig ist, das glaubt niemand in Österreich! – Rufe bei der ÖVP: Oh ja!
Was können wir von der SPÖ lernen, damit wir es so nicht machen? (Abg. Grillitsch: Da kann man nichts lernen!) – Erstens: Ich glaube, dass die ganze Frage der Pensionsreform ausreichend lange diskutiert worden ist. Viele Menschen wissen heute, dass diese Reform notwendig ist. – Erster Punkt. (Abg. Broukal: Dass diese Reform notwendig ist, das glaubt niemand in Österreich! – Rufe bei der ÖVP: Oh ja!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Herr Kollege! Das Zweite, was wir lernen können, ist, dass es natürlich keine Wochenendpartie werden kann so wie damals vor 20 Jahren, sondern es gehören lange Übergangsfristen her. Und diese langen Übergangsfristen stellen wir sicher, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dritter Punkt: Es hilft nichts, geschätzte Kollegen von der SPÖ, wenn wir vor Entscheidungen flüchten, denn Entscheidungen müssen getroffen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Richtig!
Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch (SPÖ): Es wurde von meinem Vorredner die Behauptung aufgestellt, wir seien aufgestanden und hätten die Verhandlungen verlassen. (Rufe bei der ÖVP: Richtig!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Weil Sie aufgestanden sind! Weil Sie weg waren!
Ich stelle richtig: Am 11. Juli hat der Herr Bundeskanzler erklärt, dass unter diesen Voraussetzungen weitere Verhandlungen sinnlos seien und die Regierung daher ein eigenes Konzept vorlegen werde. Das ist die Tatsache. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: Weil Sie aufgestanden sind! Weil Sie weg waren!)
Abg. Verzetnitsch: Wir sind nicht aufgestanden! – Abg. Grillitsch: Sie waren weg!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Abg. Verzetnitsch: Wir sind nicht aufgestanden! – Abg. Grillitsch: Sie waren weg!) Sehr geehrter Herr Kollege Grillitsch, bitte um Ruhe! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er sitzt eh dort und rührt sich nicht!) Entscheidungen müssen getroffen werden, da haben Sie schon Recht. Aber bei den Entscheidungen ist immer die Frage: Wem nützen sie und auf wessen Kosten gehen sie? Herr Kollege Grillitsch! Sie wissen genau, dass die Entscheidung, die Sie bezüglich Pensionen treffen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch), zu Lasten einer Mehrheit der Bevölkerung in Österreich und zugunsten nur sehr weniger geht, die zum Beispiel auch hier in Ihren Reihen sitzen. Darüber reden wir aber morgen noch im Detail – Stichwort Politikerpension.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Er sitzt eh dort und rührt sich nicht!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Abg. Verzetnitsch: Wir sind nicht aufgestanden! – Abg. Grillitsch: Sie waren weg!) Sehr geehrter Herr Kollege Grillitsch, bitte um Ruhe! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er sitzt eh dort und rührt sich nicht!) Entscheidungen müssen getroffen werden, da haben Sie schon Recht. Aber bei den Entscheidungen ist immer die Frage: Wem nützen sie und auf wessen Kosten gehen sie? Herr Kollege Grillitsch! Sie wissen genau, dass die Entscheidung, die Sie bezüglich Pensionen treffen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch), zu Lasten einer Mehrheit der Bevölkerung in Österreich und zugunsten nur sehr weniger geht, die zum Beispiel auch hier in Ihren Reihen sitzen. Darüber reden wir aber morgen noch im Detail – Stichwort Politikerpension.
Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Abg. Verzetnitsch: Wir sind nicht aufgestanden! – Abg. Grillitsch: Sie waren weg!) Sehr geehrter Herr Kollege Grillitsch, bitte um Ruhe! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er sitzt eh dort und rührt sich nicht!) Entscheidungen müssen getroffen werden, da haben Sie schon Recht. Aber bei den Entscheidungen ist immer die Frage: Wem nützen sie und auf wessen Kosten gehen sie? Herr Kollege Grillitsch! Sie wissen genau, dass die Entscheidung, die Sie bezüglich Pensionen treffen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch), zu Lasten einer Mehrheit der Bevölkerung in Österreich und zugunsten nur sehr weniger geht, die zum Beispiel auch hier in Ihren Reihen sitzen. Darüber reden wir aber morgen noch im Detail – Stichwort Politikerpension.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist polemisch, was Sie da sagen!
Herr Minister! Schauen wir zuerst einmal das Budget ganz kurz an. Es ist richtig, dass Sie im Vergleich zum Budget 2004, das jetzt gilt, um 1 Million € mehr für 2005 budgetieren. Sie sehen also 1 Million € mehr im Budget für Anliegen der KonsumentInnen vor. Herr Minister! Rechnen Sie das einmal um! Diese 4 Millionen € machen genau 0,43 € pro Person in Österreich aus. Herr Minister! Gehen Sie einkaufen: Um 0,43 €, sprich 43 Cent, bekommen Sie ein Fruchtjoghurt. Der Republik Österreich ist der Konsumentenschutz genau ein Fruchtjoghurt wert, und das ist eindeutig zu wenig, Herr Minister! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist polemisch, was Sie da sagen!)
Beifall bei den Grünen.
Zum Bereich Telekommunikation: Wir haben hier ein Gesetz beschlossen, das zu Lasten aller hier Sitzenden geht, nämlich diese ständige Spamflut. Es wurde im Parlament beschlossen, dass ohne irgendwelche Filter diese Werbeschaltungen von teilweise sehr degoutierlicher Art schrankenlos auf uns einstürmen können. Herr Minister! Auch in diese Richtung gibt es einen grünen Antrag. Tun Sie etwas für die KonsumentInnen, tun Sie etwas für die Leute hier im Hause, schützen Sie uns mittels Maßnahmen auch vor dieser Spamflut! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Die Grünen haben nicht mitgestimmt, Sie haben das abgelehnt! Frau Kollegin, Sie haben das nicht gefordert!
Ich könnte noch weiterreden. Die ÖBB-Fahrgastcharta machen Sie jetzt. Wir haben es schon lange beantragt. – Mein Vorredner hat auf die Post verwiesen. Bei der Post nehme ich Sie jetzt beim Wort. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Die Grünen haben nicht mitgestimmt, Sie haben das abgelehnt! Frau Kollegin, Sie haben das nicht gefordert!)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Immer bei der Wahrheit bleiben!
In Ihren freiheitlichen Agenden liegt die Universaldienstverordnung, die die Zahl der Postämter regeln könnte, die die Versorgung der KonsumentInnen mit Postdienstleistungen am Land auch endlich sicherstellen könnte. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Immer bei der Wahrheit bleiben!) Diese Universaldienstverordnung können Sie jederzeit ändern. Für eine Verordnung brauchen Sie nicht einmal einen Parlamentsbeschluss. Aber ich möchte Sie auffordern, über das Parlament endlich diesen Beschluss zu fassen.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie vertrauen uns, das ist gut! Sie wissen, dass wir Handelskompetenz haben! Sie glauben an den Herrn Minister, das ist gut!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (fortsetzend): Es geht um Konsumentenschutz, es geht schließlich um die Postdienstleistungen vor Ort. Ich möchte auf jeden Fall Herrn Minister Haupt auffordern, sich als Freiheitlicher endlich dahinter zu klemmen, weil der Bereich Post sozusagen in freiheitlichen Händen ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie vertrauen uns, das ist gut! Sie wissen, dass wir Handelskompetenz haben! Sie glauben an den Herrn Minister, das ist gut!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir aber, diese Regierung hat, seit sie Verantwortung trägt, sehr wohl klargestellt, dass ihr dieser Zusammenhang bewusst ist, und hat auch einen Schwerpunkt auf Familienpolitik gesetzt. Das ist etwas, wofür man dieser Regierung nicht genug danken kann. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Das ist ja wirklich absurd!
Frau Kollegin Mandak, da es immer wieder kommt: Der Zusammenhang zwischen Kinderbetreuungseinrichtungen und Geburtenrate stimmt so einfach überhaupt nicht. Ich verweise Sie auf die Geburtenrate und den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen zum Beispiel in den neuen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland. Dort ist die Geburtenrate mittlerweile so gering, dass eine Überversorgung von 104 Prozent an Kinderbetreuungseinrichtungen besteht. Also dieser Zusammenhang stimmt nicht. (Abg. Brosz: Das ist ja wirklich absurd!)
Abg. Mandak: Oh ja!
Das stimmt auch nicht, wenn man das Stadt-Land-Gefälle anschaut. Die Stadt Wien hat ohne jeden Zweifel ein weit ausgebautes Netz, vor allem an Kleinstkindeinrichtungen. Die Geburtenrate ist die niedrigste in ganz Österreich. In Bundesländern, die schlecht ausgestattet sind, gibt es eine höhere Geburtenrate. Das lässt sich durchwegs so sehen. Das ist kein Zusammenhang! (Abg. Mandak: Oh ja!)
Abg. Mandak: Es geht um den Rechtsanspruch!
Unsere Devise ist, Kinderbetreuungseinrichtungen zu schaffen, selbstverständlich, wenn und weil sie gebraucht werden. (Abg. Mandak: Es geht um den Rechtsanspruch!) Aber es geht darum, da wirklich Wahlfreiheit zu gewähren und sich von der Illusion zu verabschieden, dass das die wirklich demographisch wirkende Maßnahme wäre.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Familienpolitik hat es grundsätzlich an sich, dass sie pragmatisch sein soll, das heißt, man muss das eine tun und das andere nicht lassen. Das ist auch der Grundsatz, dem sich vor allem die Familienstaatssekretärin gewidmet hat. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
jetzt die Verantwortung, und wir handeln! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Richard Leutner (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Sie sprechen immer davon, dass Sie handeln. Das Problem ist nur, man muss richtig handeln, gerade bei den Pensionen, und um das geht es in der Sozialpolitik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Steuerreform, von der hier so viel die Rede war, bringt den ArbeitnehmerInnen kaum etwas, gerade einmal 20 € Entlastung monatlich für einen Mittelverdiener. Dass das die Menschen nicht spüren, meine Damen und Herren, ist in meinen Augen kein Wunder. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Grillitsch: Welche Geschenke?
Auf der anderen Seite kann man jetzt schon eines sagen: Das, was diese Steuerreform mit sich bringen wird, sind große, allergrößte Steuerausfälle bei den Unternehmenssteuern, durch die vielen Geschenke, die es da gibt, meine Damen und Herren! (Abg. Grillitsch: Welche Geschenke?)
Beifall bei der SPÖ.
Damit werden aber der Gemeinschaft dringend benötigte Einnahmen für Zukunftsausgaben, vor allem aber auch für die Finanzierung der sozialen Sicherheit in Zukunft entgehen. Deshalb sage ich, meine Damen und Herren, in den Sozialkapiteln dieses Budgets 2005 ist der Keim für weitere Einschnitte bereits gelegt. Das ist die Realität, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und wie sieht die Verteilung in den Sozialkapiteln aus? Frau Rosenkranz hat den Familienlastenausgleich angesprochen. Wie sieht es da aus? Die Arbeitnehmer zahlen im Jahr 2005 92 Prozent der Mittel in diesen Familienlastenausgleich, bekommen aber nur 86 Prozent der Leistungen. 2004 waren es wenigstens noch 88 Prozent. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man sich die Steuern seit 2000 insgesamt anschaut, sieht man: Es steigt das Aufkommen bei den Lohnsteuern ständig, das Aufkommen bei den Einkommensteuern und der KöSt sinkt, meine Damen und Herren! Das ist die Lage, und ich sage, sie ist einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb ist es Zeit für Alternativen, Zeit für ein Budget, das Geld bereitstellt für einen entschiedenen Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Das ist wichtig für die Finanzierung der sozialen Leistungen. Für diese Alternative steht unsere Fraktion! (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren, besonders meine Damen, die Sie in hervorragender Weise in der Gebärdensprache dolmetschen! Ich bewundere, welch großartige Leistung Sie hier vollbringen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, dass wir Grund haben, uns zu freuen. Schauen Sie sich an, wie oft Österreicher mit Enthusiasmus von Amerika reden! Schauen wir nur hin! Dort gibt es höhere Gesamtaufwendungen, aber im Schnitt bloß 60 Prozent der Bürger in der Versorgung. Wir in Österreich haben nahezu 100 Prozent in der Versorgung. Ist das nicht eine tolle Sache? Und genau daran halten wir fest, genau das wollen wir weiterentwickeln, genau das muss auch für alle Zukunft gesichert sein, denn nur dann gelingt Sozialpolitik. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Riepl: Das stimmt auch!
Wissen Sie, ich bin schon ein bisschen berührt, wenn heute schon mehrmals hier vorgetragen wird, wie wahnsinnig unterschiedlich und ungerecht diese Zuwendungen innerhalb der einzelnen Gruppen sind. (Abg. Riepl: Das stimmt auch!) Betrachten wir es einmal ganz realistisch: Wenn Sie heute den ASVG-Bereich ansprechen und Sie dort eine weniger große Zuwendung haben, dann freuen wir uns, dass wir dort eine Reihe von jungen Risken haben, einen laufenden Zugang haben, weil wir diesen Markt und diesen Bereich eben ausbauen können. Sie haben diese Entwicklung bei der Wirtschaft nicht und bedauerlicherweise in der Landwirtschaft schon gar nicht. Das macht uns keine Freude, aber wir sind uns doch alle einig darüber, dass wir auch dieser Gruppe eine ordentliche, eine geordnete Alterssicherung geben müssen, denn wer das nicht einbekennt, der macht nicht Sozialpolitik, der macht Klassenkampf, und das ist für dieses Thema, diese Sache nicht tauglich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wissen Sie, ich bin schon ein bisschen berührt, wenn heute schon mehrmals hier vorgetragen wird, wie wahnsinnig unterschiedlich und ungerecht diese Zuwendungen innerhalb der einzelnen Gruppen sind. (Abg. Riepl: Das stimmt auch!) Betrachten wir es einmal ganz realistisch: Wenn Sie heute den ASVG-Bereich ansprechen und Sie dort eine weniger große Zuwendung haben, dann freuen wir uns, dass wir dort eine Reihe von jungen Risken haben, einen laufenden Zugang haben, weil wir diesen Markt und diesen Bereich eben ausbauen können. Sie haben diese Entwicklung bei der Wirtschaft nicht und bedauerlicherweise in der Landwirtschaft schon gar nicht. Das macht uns keine Freude, aber wir sind uns doch alle einig darüber, dass wir auch dieser Gruppe eine ordentliche, eine geordnete Alterssicherung geben müssen, denn wer das nicht einbekennt, der macht nicht Sozialpolitik, der macht Klassenkampf, und das ist für dieses Thema, diese Sache nicht tauglich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erlauben Sie mir noch einen letzten Satz zur Sozialversicherungsstruktur. Es finden laufend Veränderungen statt. Wer es nicht weiß, dem sage ich es jetzt: Die gewerbliche Wirtschaft und die Bauern haben bereits ein gemeinsames Serviceunternehmen. Wir wollen es in weiterer Folge noch vertiefen; ich hoffe, das glückt auch. Da können Sie auch sehen: Auf allen Wegen und auf allen Ebenen, wo wir entscheidend gestalten können zum Wohle der Menschen, sind wir drauf und dran, das zu machen, denn das Bessere ist eigentlich wichtiger als nur das Gute zu pflegen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Arbeiterkammer!
Ich stelle richtig: Über 80 Prozent des Familienlastenausgleichsfonds werden durch den Dienstgeber bezahlt und beigetragen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Arbeiterkammer!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Minister, ja, es ist ein kleiner Vorteil, dass das Pflegegeld jetzt um 2 Prozent valorisiert wird, aber das ist pro Jahr, in dem wir keine Valorisierung hatten, nur ein Ausgleich von 0,25 Prozent, und dafür, Herr Minister, braucht sich wirklich niemand zu rühmen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister! Diese Erhöhung von 2 Prozent ist so minimal, dass sie der Einzelne wahrscheinlich nicht einmal spüren wird. Denn was sind denn 2 Prozent von der Pflegestufe 1? – Das sind im Monat genau 2,90 €. Herr Minister! Mit einer Erhöhung von 2,90 € pro Monat wird niemand die steigenden Assistenzkosten abdecken können. Das geht sich ganz einfach nicht aus. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Ich finde es positiv, dass die Assistenz am Arbeitsplatz schön langsam greift. Dafür gebührt Ihnen ein Lob, und das bekommen Sie auch von mir, wenn Sie es verdienen. Und in diesem Fall verdienen Sie es! (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Die Assistenz am Arbeitsplatz ist für die Zukunft ein ganz, ganz wichtiger Bereich. Sehr viele Menschen können derzeit nicht arbeiten gehen, aber nicht deshalb, weil sie das entsprechende Wissen nicht hätten, um einen Arbeitsplatz auch auszufüllen, sondern weil sie das einfach auf Grund ihrer fehlenden Mobilität oder auf Grund ihrer Bewegungseinschränkung nicht können. Und deshalb ist es wichtig, dass am Arbeitsplatz jemand da ist, der ganz einfach nur Handreichungen macht, der jemandem hilft, auf die Toilette zu gehen et cetera, der einem einen Ordner herunterreicht, der vielleicht etwas aufhebt, wenn es hinuntergefallen ist. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
das bekommt ihr von uns nicht mehr! – Herr Minister, da muss es zumindest eine Gleichschaltung aller Bundesländer geben, welche Leistungen in Zukunft wieder ausbezahlt werden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Dieses Modell ist danebengegangen! Und dass es danebengegangen ist, Herr Minister, das haben wir Ihnen vorausgesagt, weil es dazu verurteilt war, einfach nicht greifen zu können! Denn: Wenn heute jemand seinen Arbeitsplatz aufgibt, um vielleicht die Mutter, die Schwiegermutter, den Vater oder wen auch immer in den letzten Lebensmonaten zu begleiten, dann muss er zumindest wissen: Welchen finanziellen Spielraum habe ich, wenn ich diese Tätigkeit übernehme? – Und das weiß er nicht, und vor allem, das weiß sie nicht, denn 90 Prozent der Personen, die in diesem Zusammenhang aus dem Beruf aussteigen, sind Frauen. Sie wissen nicht, was sie in dieser Zeit bekommen, und deshalb, Herr Minister, können sie das auch nicht machen. Und darum hat das auch nicht gegriffen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da ist es anscheinend viel, viel einfacher, wenn dann im Monat 3 000 € in irgendein Heim hineingesteckt werden, und die betreffende Person ist dann die nächsten 20, 30 oder 40 Jahre dort untergebracht, statt dass man vielleicht 4 000, 5 000 € für eine Wohnungs-Adaptierung sicherstellt. – Das ist meines Erachtens ein „Witz“, und vor allem ist es für den einzelnen Betroffenen eine Katastrophe! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
verlasse, dann fordere ich es auch ein. Das heißt: Gehen Sie die Sache an, sie muss gelöst werden! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mandak: Aber die SPÖ wird wenigstens gescheiter!
Wenn das so wäre, Frau Abgeordnete Silhavy, dann müsste ich Ihnen diesen schweren Vorwurf zurückgeben, denn: Als Sie noch in der Regierung waren, haben Sie nämlich gerade im Sozialbereich mit Ihren Sanierungspaketen, wie das schon damals geheißen hat, wirklich sehr, sehr schwerwiegende Maßnahmen getroffen. So haben Sie beispielsweise das Pflegegeld in der Stufe 1 von monatlich damals 2 635 S auf 2 000 S gekürzt; Sie haben das Pflegegeld bei Spitalsaufenthalt gestrichen; Sie haben die Krankenscheingebühr eingeführt; Sie haben das Taschengeld für Behinderte gekürzt, wenn sie in Heimen untergebracht waren (Abg. Mandak: Aber die SPÖ wird wenigstens gescheiter!); Sie haben die Kur- und Erholungsaufenthalte mit einem Selbstbehalt belegt – und eine ganze Liste solcher Dinge könnte ich Ihnen noch vorhalten.
Rufe bei der SPÖ: Was? Was?
Nur haben Sie damals leider Gottes diese Kürzungen nicht vorgenommen, um das Budget zu konsolidieren – denn sonst würden wir ja die Auswirkungen spüren –, sondern Sie haben irgendwelche Löcher damit gestopft oder andere Ausgaben getätigt und haben zur Budgetkonsolidierung damit überhaupt nicht beigetragen. Wir machen hier eine Politik der Reform, wir machen eine Politik der Budgetkonsolidierung (Rufe bei der SPÖ: Was? Was?), um Ihre Fehler – Ihre Fehler! – in der Vergangenheit auszumerzen! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll.
Nur haben Sie damals leider Gottes diese Kürzungen nicht vorgenommen, um das Budget zu konsolidieren – denn sonst würden wir ja die Auswirkungen spüren –, sondern Sie haben irgendwelche Löcher damit gestopft oder andere Ausgaben getätigt und haben zur Budgetkonsolidierung damit überhaupt nicht beigetragen. Wir machen hier eine Politik der Reform, wir machen eine Politik der Budgetkonsolidierung (Rufe bei der SPÖ: Was? Was?), um Ihre Fehler – Ihre Fehler! – in der Vergangenheit auszumerzen! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir machen in Wirklichkeit die Politik, die Sie hätten machen sollen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Kräuter: So ein Unsinn!
So auch beim Pflegegeld. – Im Übrigen darf ich daran erinnern: Das Pflegegeld ist auf Betreiben der Freiheitlichen eingeführt worden! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Dr. Kräuter: So ein Unsinn!)
Zwischenrufe der Abg. Haidlmayr.
Herr Abgeordneter! Ich glaube, Sie waren damals noch gar nicht im Parlament. (Zwischenrufe der Abg. Haidlmayr.) 60 000 Unterschriften hat mir der Zivilinvalidenverband vor dem Parlament übergeben. Frau Abgeordnete Haidlmayr, das wissen Sie nicht, weil auch Sie damals noch nicht in der Politik waren.
Zwischenrufe der Abg. Mag. Wurm.
Mir sind diese Unterschriften damals übergeben worden, und ich bin initiativ geworden. Und dann ist es 1996 zur Einführung des Pflegegeldes gekommen. Aber Sie haben niemals eine Valorisierung des Pflegegeldes durchgeführt, sondern, wie ich schon gesagt habe, gekürzt haben Sie es! Jede Valorisierung wurde abgelehnt. Sie haben leider Gottes eine sehr, sehr starre Haltung eingenommen und eine sehr kalte Sozialpolitik gemacht. (Zwischenrufe der Abg. Mag. Wurm.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Jetzt wird das Pflegegeld erhöht. Ich gebe schon zu: Mir wären auch lieber 10 Prozent als 2 Prozent; das muss ich schon sagen. Aber immerhin. Sie haben nicht einmal die 2 Prozent geschafft. Und insgesamt kostet diese 2-prozentige Erhöhung 40 Millionen €. Das muss man sich einmal vorstellen! Dem einzelnen Behinderten, der nur 10 € bekommt, wird es wahrscheinlich egal sein, dass das 40 Millionen € kostet, aber als Politiker sind wir doch verpflichtet, angesichts der knappen Mittel eine verantwortungsvolle Politik zu machen und sinnvoll mit dem Geld umzugehen. Deshalb finde ich schon, dass wir das akzeptieren und anerkennen sollen, dass es jetzt zu dieser Erhöhung um 40 Millionen € kommt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Bei Siemens! – Abg. Broukal: Seit drei Jahren! – Abg. Neudeck: Ist ja auch in Wien!
Diese ständige Diskussion hinsichtlich Missbrauch des Pflegegeldes in der Hand des Bedürftigen lehne ich ja überhaupt ab, denn unter diesem Titel wollten ja auch die Sozialdemokraten sehr oft das Pflegegeld beschneiden und an weiß ich was für Bedingungen knüpfen; so seinerzeit die Frau Abgeordnete Ederer, als sie noch da war, jetzt sitzt sie ja in Wien. (Abg. Mag. Wurm: Bei Siemens! – Abg. Broukal: Seit drei Jahren! – Abg. Neudeck: Ist ja auch in Wien!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Minister, ich brauche Sie wahrscheinlich nicht zu bitten, aber ich tue es trotzdem: Dass Sie auch beim Budget 2006 den Anliegen der Behinderten großes Augenmerk schenken, denn das ist eine Gruppe, die es wirklich sehr schwer hat – am Arbeitsplatz, in der Freizeit, in der Familie, einfach überall –, und deshalb ist auch eine weitere finanzielle Unterstützung dringend notwendig. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Kräuter: Schämen Sie sich, Frau Abgeordnete Partik-Pablé! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich brauche mich nicht zu schämen! Ich nicht!
Es war im Oktober 1986, als sich die österreichische Behindertenbewegung in Absdorf getroffen hat und diese Forderung das erste Mal als Resolution verfasst und dann im Parlament eingebracht hat. Und es war Minister Dallinger, der 1988 diese Resolution aufgegriffen hat und die erste Arbeitsgruppe im Sozialministerium dazu gebildet hat. Dann haben sich auch andere Organisationen, wie der ÖZIV und andere Behindertenorganisationen, den Forderungen von uns angeschlossen, mit dem Ergebnis, dass es seit 1.7.1993 das Pflegegeldgesetz gibt. – Das ist die Wahrheit! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Kräuter: Schämen Sie sich, Frau Abgeordnete Partik-Pablé! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich brauche mich nicht zu schämen! Ich nicht!)
Abg. Mag. Tancsits: Mit einer sozialistischen!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich möchte zum Kollegen Tancsits kommen, auf seine Bemerkung, dass Sozialpolitik nichts mit einer sozialdemokratischen Politik zu tun habe. (Abg. Mag. Tancsits: Mit einer sozialistischen!) Ich darf Ihnen darauf antworten, Herr Kollege Tancsits, dass Ihre Politik Milliarden von Lichtjahren entfernt ist von einer sozialen Politik und absolut nichts mit den Grundwerten einer christlich-sozialen Politik zu tun hat. Davon haben Sie sich, hat sich Ihre Fraktion bedauerlicherweise sehr, sehr weit entfernt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Tancsits: Das können Sie überhaupt nicht beurteilen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Tancsits: Das können Sie überhaupt nicht beurteilen!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich möchte zum Kollegen Tancsits kommen, auf seine Bemerkung, dass Sozialpolitik nichts mit einer sozialdemokratischen Politik zu tun habe. (Abg. Mag. Tancsits: Mit einer sozialistischen!) Ich darf Ihnen darauf antworten, Herr Kollege Tancsits, dass Ihre Politik Milliarden von Lichtjahren entfernt ist von einer sozialen Politik und absolut nichts mit den Grundwerten einer christlich-sozialen Politik zu tun hat. Davon haben Sie sich, hat sich Ihre Fraktion bedauerlicherweise sehr, sehr weit entfernt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Tancsits: Das können Sie überhaupt nicht beurteilen!)
Beifall bei der SPÖ.
Dem Herrn Kollegen Donabauer möchte ich, weil er hier unter anderem auch die USA zitiert und gemeint hat, dass Österreich ein besseres Sozialsystem und ein besseres Pensionssystem habe, und dass wir auch innerhalb von Europa ein hervorragendes Pensionssystem haben, antworten: Jawohl, das ist richtig! Nicht dazugesagt hat er, dass die Grundwerte und die Grundpositionen dank starker österreichischer Gewerkschaften, die in anderen Ländern nicht so ausgeprägt sind, und dank einer starken Sozialdemokratischen Partei in der Vergangenheit geprägt und geformt worden sind. Das, was Sie jetzt tun, ist kein Reformieren, sondern ein dilettantisches Ruinieren, Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dolinschek
Da heute hier auch schon so oft betont worden ist, dass es den Menschen in Österreich dank Schwarz-Blau um vieles besser geht (Zwischenruf des Abg. Dolinschek), darf ich nur zur Erinnerung noch einmal sagen, Herr Kollege Dolinschek, dass es, seit Sie mit in der Regierung sind, in Österreich mehr als 40 Belastungen gibt, angefangen von der Autobahn-Vignette bis hin zur Stromsteuer und so weiter und so fort, die einzig und allein zu Lasten der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen dieses Landes gehen, und dass natürlich auch die Pensionsreform 2003 ihre Spuren hinterlassen hat.
Beifall bei der SPÖ.
Dazu muss man sagen, dass dieser Zuschuss auch noch gesunken ist im Zusammenhang mit den Beiträgen zum ASVG. Das bestätigt unser immer wieder in die Diskussion eingebrachtes Argument, dass solche Einschnitte, die Sie im Jahr 2003 durchgeführt haben, nicht notwendig gewesen sind. Sie haben die Pensionisten und Pensionistinnen im wahrsten Sinne des Wortes abgefedert! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich schätze Frau Kollegin Csörgits eigentlich als sehr konstruktive Diskussionspartnerin. Wenn Sie, Frau Kollegin Csörgits, aber heute hier einfach behaupten, Österreich wäre im Bereich der sozialen Leistungen und beim sozialen Standard hintennach, kann ich das wirklich nur zurückweisen: Wir sind in allen Bereichen der Familien- und Sozialleistungen im europäischen Vergleich unter den ersten drei – das ist eine Tatsache! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Haidlmayr: Das liegt an Ihnen! Wir fordern das seit zehn Jahren!
Ich komme in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf das Pflegegeld zu sprechen. Als Vertreterin des Hilfswerks freut es mich, dass es zu dieser Valorisierung kommt, und, Frau Kollegin Haidlmayr, niemand von uns, von Seiten der Regierungsparteien, will da jemanden täuschen oder jemandem irgendetwas vormachen. Ganz im Gegenteil: Wir wollen gute Rahmenbedingungen schaffen, und ich denke, diese Valorisierung war eine wirklich berechtigte Forderung der Betroffenen, der Angehörigen, aber auch der sozialen Organisationen. Es ist eine Forderung, die in die richtige Richtung geht, und ich würde mir wünschen – und daran sollten wir alle konstruktiv arbeiten –, dass diese Valorisierung zu einer wirklich jährlichen Valorisierung (Abg. Haidlmayr: Das liegt an Ihnen! Wir fordern das seit zehn Jahren!) und zu einem budgetären
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Fixpunkt wird. Daran sollten wir alle arbeiten, und ich glaube, auch Herr Bundesminister Haupt ist da auf unserer Seite. Daher ein Dankeschön auch an ihn von mir als Vertreterin der sozialen Dienste und der Betroffenen! (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Beifall bei der ÖVP.
Da Frau Kollegin Mandak diesen Bereich angesprochen hat, auch noch ganz kurz eine Anmerkung dazu: Im Budget 2005 stehen für Familien in Krisensituationen 1,2 Millionen € für insgesamt 373 Beratungsstellen im Bereich der Mediation oder der Eltern- und Kindbegleitung für Familien in Scheidungssituationen zur Verfügung. Auch das ist ein wichtiger Aspekt, und ich glaube, das sollte man als positiv anerkennen! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aber was Sie zum Gender Aspekt des Budgets in Ihrem Ressort sagen, ist, dass Sie als Maßnahme zur Gleichberechtigung im Rahmen der EU-Präsidentschaft eine Familienkonferenz machen werden. – Das ist Ihnen unbenommen. Es ist eine gute Idee, eine Familienkonferenz zu machen, aber es ist keine Maßnahme zur Gleichberechtigung von Frauen. Das möchte ich hier schon einmal festhalten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So schlecht sind Frauen und Kinder nicht!
Ich halte es auch für eine löbliche Initiative, wenn man familien- und kinderfreundliche Gemeinden auszeichnet und einem Auditing unterzieht, aber, Herr Minister: Was hat das mit Gleichberechtigung von Frauen oder vielleicht Frauenfreundlichkeit zu tun? – Oder muss ich den Schluss ziehen, dass bei Ihnen automatisch, wenn Sie das Wort „Frauen“ oder „Gender“ hören, sofort die Schublade mit „Familie“ und „Kinder“ aufgeht, so als gäbe es im Leben von Frauen keine andere Aufgabe, keinen anderen Sinn und keinen anderen Inhalt? – Da sind Sie im falschen Jahrhundert gelandet, Herr Minister! Kommen Sie doch in unser Jahrhundert! Machen Sie vernünftige Politik! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: So schlecht sind Frauen und Kinder nicht!)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen, der ÖVP und der Grünen.
Abgeordneter Dr. Dieter Böhmdorfer (Freiheitliche): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Justiz... – nein: Sozialminister! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! – Der Versprecher ist nicht ganz unverständlich, weil für die Legistik des Konsumentenschutzes das Justizministerium zuständig ist. Das ist auch eines der Probleme, die man vielleicht einmal andenken könnte: dass man diesem Konsumentenschutz eine ständige Heimat gibt. Ich war als Justizminister der sechste Minister, der die Konsumentenschutzsektion beherbergen durfte – es war nicht immer ganz leicht –, der Herr Sozialminister ist jetzt der siebente. Vielleicht kommt in weiterer Zukunft einer Bundesregierung auch einmal der Gedanke, dass man wegen der Wichtigkeit dieser Materie ein eigenes Konsumentenschutzministerium in diesem Lande zulässt. Es wäre wichtig – und wahrscheinlich auch ein Schritt in Richtung Entpolitisierung. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen, der ÖVP und der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll.
Alle meine Versuche, hier Bewegung hineinzubringen, sind gescheitert. Ich wünsche Ihnen, Herr Sozialminister, dass Sie vielleicht diese Frage auch einmal auf den Tisch bekommen und Sie überlegen können, wie man den Seniorenkonsumentenschutz etwas ausbauen könnte. Er findet in Österreich konzentriert und organisiert derzeit nicht statt. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Stummvoll.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
kammer und so weiter, wie aufgezählt. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Beschließen Sie mit dem diesjährigen Budget nicht nur diese almosenhafte Erhöhung, sondern sorgen Sie für eine nachhaltige Absicherung, nämlich eine verpflichtende jährliche Valorisierung, geknüpft an die Inflationsrate – und nicht eine sporadische Anhebung nach Gutdünken der Regierung! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Abzubauen!
Ich glaube, wir bewegen uns im internationalen Vergleich im absoluten Spitzenfeld. Ich glaube auch, dass in dieser Debatte hier nicht wirklich die Fundamente dieser Sozialpolitik kritisiert wurden. Das freut mich besonders. Wir sind dabei, dieses soziale Netz umzubauen (Abg. Riepl: Abzubauen!) und abzusichern und damit zukunftsfähig zu machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, wir bewegen uns im internationalen Vergleich im absoluten Spitzenfeld. Ich glaube auch, dass in dieser Debatte hier nicht wirklich die Fundamente dieser Sozialpolitik kritisiert wurden. Das freut mich besonders. Wir sind dabei, dieses soziale Netz umzubauen (Abg. Riepl: Abzubauen!) und abzusichern und damit zukunftsfähig zu machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Riepl: Dann ist der Finanzminister unsozial! Er hat die meisten Schulden gemacht!
Ein guter Teil der Sozialpolitik spielt sich aber in unseren politischen Kategorien ganz woanders ab. Ich möchte da ganz gezielt und bewusst die Budgetpolitik anführen, die Strukturpolitik und die Reformpolitik. Niemand kann sozialer sein als derjenige, der wenig Schulden hat. Was könnten wir mit den 7 Milliarden €, die wir derzeit Jahr für Jahr an Zinsen zahlen, in der Sozialpolitik bewirken? Was könnten wir ... (Abg. Riepl: Dann ist der Finanzminister unsozial! Er hat die meisten Schulden gemacht!) – Dass dieser Schuldenstand geerbt wurde, darüber darf es aber wirklich keine Diskussion mehr geben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein guter Teil der Sozialpolitik spielt sich aber in unseren politischen Kategorien ganz woanders ab. Ich möchte da ganz gezielt und bewusst die Budgetpolitik anführen, die Strukturpolitik und die Reformpolitik. Niemand kann sozialer sein als derjenige, der wenig Schulden hat. Was könnten wir mit den 7 Milliarden €, die wir derzeit Jahr für Jahr an Zinsen zahlen, in der Sozialpolitik bewirken? Was könnten wir ... (Abg. Riepl: Dann ist der Finanzminister unsozial! Er hat die meisten Schulden gemacht!) – Dass dieser Schuldenstand geerbt wurde, darüber darf es aber wirklich keine Diskussion mehr geben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Was könnten wir mit diesem Geld alles in der Familienpolitik, in der Armutsbekämpfung und in der Pflegevorsorge machen? Niemand kann sozialer sein als derjenige, der mit dem Geld vernünftig umgeht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
gerät!), bei den Infrastrukturen oder sonst wo? – Darauf sind Sie uns eine Antwort schuldig. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Er sagte: Meine Volkspartei, die Partei von Leopold Figl, Leopold Kunschak und Julius Raab wird und würde es niemals zulassen, dass Alten, Kranken, Behinderten und Pensionisten in unserem Land etwas weggenommen wird. Hier gebe ich namens der Volkspartei eine Sozialgarantie ab, die auch bedeutet, alles zu tun, um unser Sozialsystem in Zukunft finanzierbar und sicher zu erhalten. – Zitatende. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie keinen Zwischenapplaus?
Herr Kollege Stummvoll, Sie sollten nicht klatschen, bevor eine Rede zu Ende ist, denn das Klatschen wird Ihnen jetzt gleich vergehen. (Abg. Dr. Stummvoll: Wollen Sie keinen Zwischenapplaus?)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Stummvoll, das war anerkannter Grundkonsens in dieser Republik im Jahre 1995. Zu diesem Grundkonsens steht die SPÖ nach wie vor, weil er damals wie heute sein Berechtigung hat und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in dieser Republik gesichert hat, meine Damen und Herren von der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Haben Sie eine Krankenkassenbrille? Das glaube ich nicht! Das ist eine Designerbrille!
Sie haben die gesetzliche Krankenversicherung seit dem Jahr 2001 konsequent durch gesetzliche Maßnahmen finanziell ausgehöhlt, meine Damen und Herren, um am Ende des Weges zu Leistungskürzungen zu schreiten – Stichwort Brillen. (Abg. Steibl: Haben Sie eine Krankenkassenbrille? Das glaube ich nicht! Das ist eine Designerbrille!)
Abg. Steibl: Bei der Wahrheit bleiben!
Sie haben die Menschen gerade in der Gesundheitsversorgung mit Selbstbehalten in der Höhe von 1 541 Millionen € belastet. Also: weg von der öffentlichen Finanzierung hin zur privaten Finanzierung, Frau Steibl. Das sind Fakten, die auch Sie nicht wegdiskutieren können. (Abg. Steibl: Bei der Wahrheit bleiben!) – Ja, das ist die Wahrheit, die Sie natürlich nicht gut vertragen, meine Damen und Herren. (Ruf bei der ÖVP: Das ist Ihre Wahrheit! – Abg. Lentsch: Wir tun alles, was wir können!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist Ihre Wahrheit! – Abg. Lentsch: Wir tun alles, was wir können!
Sie haben die Menschen gerade in der Gesundheitsversorgung mit Selbstbehalten in der Höhe von 1 541 Millionen € belastet. Also: weg von der öffentlichen Finanzierung hin zur privaten Finanzierung, Frau Steibl. Das sind Fakten, die auch Sie nicht wegdiskutieren können. (Abg. Steibl: Bei der Wahrheit bleiben!) – Ja, das ist die Wahrheit, die Sie natürlich nicht gut vertragen, meine Damen und Herren. (Ruf bei der ÖVP: Das ist Ihre Wahrheit! – Abg. Lentsch: Wir tun alles, was wir können!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Deswegen sind Sie nicht in der Regierung!
Meine Damen und Herren! Diesen Weg müssen Sie alleine gehen. Für diesen Weg steht die Sozialdemokratie nicht zur Verfügung! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Deswegen sind Sie nicht in der Regierung!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mandak: Das sagt gerade die ÖVP!? Das ist interessant! – Abg. Riepl: Der Applaus zeigt es! Er ist nicht groß!
Ich möchte hier drei Bereiche und drei Konsequenzen herausgreifen. Der erste Punkt – wir werden vor allem morgen bei der Diskussion sehen, wie Sie das beurteilen – ist die machtpolitische Konsequenz. Da geht es einfach darum, herauszufinden und zu analysieren: Wer bestimmt in Österreich, wo es langgeht, wer bestimmt hier die Politik, wer gibt den Ton an und wessen Interessen werden am meisten berücksichtigt? – Ich lade Sie schon heute ein, parteipolitische Ideologie und Klientelinteressen hintanzustellen und hier vor allem die Interessen der Jugend in den Vordergrund zu rücken. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mandak: Das sagt gerade die ÖVP!? Das ist interessant! – Abg. Riepl: Der Applaus zeigt es! Er ist nicht groß!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich warne Sie vor einem: Versuchen Sie nicht, mit Plattitüden zu argumentieren wie, wir sind, weil wir für die Jungen und deren Zukunft sind, gegen etwas oder für etwas! Es geht nicht nur um die Zukunft. Begreifen Sie endlich, dass die Jugend nicht nur eine Zukunft, sondern auch eine Gegenwart hat! In dieser leben wir jetzt, daher müssen wir diese auch jetzt gestalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.
Zweitens: der Bereich Arbeitsmarkt. Sie haben vorhin erwähnt, dass es das große Problem der Arbeitslosigkeit, der Jugendarbeitslosigkeit gibt. Das stimmt. Auch wenn oft gesagt wird, die Jugendarbeitslosigkeit ist in Österreich am geringsten, so wissen wir, dass jeder Einzelne und jede Einzelne, ein Jugendlicher, der arbeitslos ist, einer zu viel ist. Wir raunzen aber nicht darüber, sondern wir haben bereits Schritte in die richtige Richtung gesetzt, und zwar mit 800 neuen Lehrstellen, die staatlich geschaffen worden sind, womit 800 jungen Leuten einzeln und direkt geholfen wird. Da hat jeder etwas davon, und das ist der richtige Weg, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Glauben Sie das wirklich?
Dritter Punkt: Es wurde heute auch schon sehr oft von Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen. Auch da müssen wir festhalten, dass wir – ich glaube, wir alle, die wir hier sitzen – der Meinung sind, dass es in jeder Lebensphase möglich sein soll, Kinder zu haben. Die Politik hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen zu schaffen, und sie hat das mit dem Kinderbetreuungsgeld auch getan. (Abg. Öllinger: Glauben Sie das wirklich?)
Beifall bei der ÖVP.
Eines ist klar, meine sehr geehrten Damen und Herren: Jugendpolitik darf nicht isoliert behandelt werden, Jugendpolitik ist schon lange Querschnittsmaterie! Ich bitte Sie, das auch zu berücksichtigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Kollege Böhmdorfer hat gemeint, dass der Verein für Konsumenteninformation nicht unabhängig wäre. Hohes Haus! Ich informiere Sie darüber, dass Österreich um diesen Verein international beneidet wird. Dieser Verein für Konsumenteninformation ist eine Erfindung der Sozialpartner. Die Geschichte des Vereins für Konsumenteninformation ist eine Erfolgsgeschichte, und die sozialdemokratische Fraktion bekennt sich zur Tätigkeit in diesem Verein und zur Arbeit, welche die Kolleginnen und Kollegen dort leisten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die sozialdemokratische Fraktion wird sich erlauben, in Kürze einen entsprechenden Antrag in diesem Haus einzubringen. Wir stehen auf der Seite des Konsumentenschutzes, wir stehen für den Verein für Konsumenteninformation. Herr Bundesminister! Hier können Sie uns als Partner haben, aber: Wenn Sie gegen den VKI vorgehen und diesen in Frage stellen, haben Sie uns als unversöhnlichen Gegner. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.
Wir haben nichts davon, wenn wir in jeder Gemeinde Kindergärten haben, die dann halb leer sind, weil es zu wenige Kinder gibt. Gefragt sind daher Hirnschmalz und Phantasie, wie man gerade im ländlichen Raum umfassende Beetreuungsangebote für alle Altersgruppen schaffen kann. Und da setzt der Bund trotz Länderzuständigkeit mit diesem Förderbudget einen wichtigen Akzent. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dolinschek.)
Abg. Mag. Trunk: Super! Mitstimmen!
Bei der Durchsicht des aktuellen SPÖ-Bildungsprogramms habe ich für den Bereich der Kinderbetreuung ausgesprochen interessante Forderungen gefunden, denen ich zu einem großen Teil nur zustimmen kann. Die Forderung nach individuellen pädagogischen Konzepten, größtmöglicher Flexibilität und liebevoller Betreuung sowie Senkung der Gruppengrößen kann ich nur unterstützen. (Abg. Mag. Trunk: Super! Mitstimmen!) Schade ist aber, dass das dort, wo die SPÖ Regierungsverantwortung trägt, nicht einmal im Ansatz umgesetzt wird.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wir setzen die Geldmittel effizienter, mit einem besseren Ergebnis und vor allem mit besseren Ideen ein als Sie, die dort, wo Sie gestalten, nur verkrustete Strukturen betonieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Ellmauer
Abgeordneter Karl Dobnigg (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es ist leider eine traurige Tatsache, dass durch die Politik dieser schwarz-blauen Bundesregierung unsere Pensionistinnen und Pensionisten immer mehr zu Bittstellern und Almosenempfängern degradiert werden. (Zwischenruf des Abg. Ellmauer), denn die Pensionen sind seit Jahren nicht mehr der Teuerung angepasst worden und die Pensionisten wurden – das ist nachweisbar – tatsächlich belastet. Auch in den nächsten Jahren wollen Sie von ÖVP und FPÖ massive Einschnitte hier beschließen.
Abg. Steibl: Sie wissen doch selber, dass das nicht wahr ist!
Seit dem Amtsantritt der Regierung Schüssel im Jahre 2000 wurden die Einkommen der Pensionistinnen und Pensionisten schamlos abgewertet. (Abg. Steibl: Sie wissen doch selber, dass das nicht wahr ist!) Bei einer 1000 € Brutto-Pension beträgt die Wertminderung bereits 800 €, Frau Kollegin Steibl, oder rund 5,5 Prozent. Es ist auch nachweisbar, dass es, seit diese Regierung wirkt und werkt – oder, besser gesagt, fuhrwerkt –, fast 50 verschiedene Belastungen und Gebührenerhöhungen gegeben hat. (Abg. Ellmauer: Reden Sie von der Stadt Wien?) Das Ergebnis davon ist wieder weniger Pension bei mehr Belastungen, und das führt dazu, dass leider immer größere Armut – die immer weiter steigt – in Österreich einkehrt.
Abg. Ellmauer: Reden Sie von der Stadt Wien?
Seit dem Amtsantritt der Regierung Schüssel im Jahre 2000 wurden die Einkommen der Pensionistinnen und Pensionisten schamlos abgewertet. (Abg. Steibl: Sie wissen doch selber, dass das nicht wahr ist!) Bei einer 1000 € Brutto-Pension beträgt die Wertminderung bereits 800 €, Frau Kollegin Steibl, oder rund 5,5 Prozent. Es ist auch nachweisbar, dass es, seit diese Regierung wirkt und werkt – oder, besser gesagt, fuhrwerkt –, fast 50 verschiedene Belastungen und Gebührenerhöhungen gegeben hat. (Abg. Ellmauer: Reden Sie von der Stadt Wien?) Das Ergebnis davon ist wieder weniger Pension bei mehr Belastungen, und das führt dazu, dass leider immer größere Armut – die immer weiter steigt – in Österreich einkehrt.
Abg. Steibl: Das ist Ländersache!
In dieses Bild passt auch Ihre kürzliche Ablehnung des Heizkostenzuschusses für ärmere Menschen. (Abg. Steibl: Das ist Ländersache!) Auch an der inakzeptablen Unfallrentenbesteuerung wollen Sie stur festhalten; das hat man vor wenigen Wochen und Monaten gesehen. Sie haben die Unfallrentner im Jahr 2003 weiter besteuert. Diese müssen eine Unfallrentensteuer zahlen, obwohl der Verfassungsgerichtshof die diesbezügliche Bestimmung aufgehoben hat. Sie taten dies gerade im Jahr 2003, in jenem Jahr, das als das Jahr der Behinderten ausgerufen wurde.
Abg. Dr. Einem: Das kann man sagen!
Sie von ÖVP und FPÖ trampeln auf dem Vertrauensgrundsatz herum (Abg. Dr. Einem: Das kann man sagen!), der vor allem jenen Menschen zusteht, die jahrzehntelang im Glauben an eine gesicherte Pension gearbeitet und auch eingezahlt haben. Sie bestrafen aber im Besondern jene Menschen, welche unter schwierigsten Bedingungen und in größter Bescheidenheit unser Österreich aufgebaut haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie von ÖVP und FPÖ trampeln auf dem Vertrauensgrundsatz herum (Abg. Dr. Einem: Das kann man sagen!), der vor allem jenen Menschen zusteht, die jahrzehntelang im Glauben an eine gesicherte Pension gearbeitet und auch eingezahlt haben. Sie bestrafen aber im Besondern jene Menschen, welche unter schwierigsten Bedingungen und in größter Bescheidenheit unser Österreich aufgebaut haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Was ist mit 2005 und 2006?
Ich darf auch darauf hinweisen, dass im Parlament ein Gesetzentwurf zur Pensionsharmonisierung vorliegt, der für das Jahr 2007 eine Pensionsanpassung mit der jährlichen VKI-Indizierung, und zwar auf Grund der Vereinbarungen mit den Sozialpartnern und mit den beiden Regierungsparteien, vorsieht. Damit ist auch die betreffende Forderung im Antrag des Kollegen Dobnigg schon erfüllt, da der Entwurf, der im Parlament schon zur Beschlussfassung vorliegt, für das Jahr 2007 diese Regelung enthält. (Abg. Silhavy: Was ist mit 2005 und 2006?)
Abg. Öllinger: Gibt es „Verfassungsbrillen“ schon von der Kassa?
Sehr geehrte Damen und Herren! Nach meinem Verständnis der Verfassungslage hat man als Nationalrat und als Bundesrat für die Interessen der Republik und nicht für Regionalinteressen da zu sein. Man kann durchaus eine andere Brille aufhaben, aber die Brille, die man verfassungsmäßig aufhaben sollte, sollte aus meiner Sicht die sein, die ich erwähnt habe. (Abg. Öllinger: Gibt es „Verfassungsbrillen“ schon von der Kassa?)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist hier auch die Frage nach den seinerzeitigen Vorgängen bei Böhler gestellt worden. Da sollte man nicht vergessen, dass 1989, in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, die damaligen Böhler-Pensionisten kurzfristig gezwungen worden sind, eine Verzichtserklärung abzugeben, mit welcher sie Abschläge bei der Pension in Kauf nehmen mussten. Der Großteil hat es im falschen Vertrauen darauf gemacht, damit die Firma und die Arbeitsplätze für die Jugend in dieser Region zu retten. Als dann Jahre später Böhler wieder Gewinne geschrieben hat und die Weiterführung der Böhler-Pension möglich gewesen wäre, ist dieser Bereich bereits ausjudiziert gewesen, und gerichtliche Bemühungen, da eine Verbesserung vorzunehmen, stehen nun rechtlichen Erkenntnissen gegenüber, gegen die ich als Verwaltungsorgan dieses Staates, als Bundesminister, der an die Gesetze dieses Staates gebunden ist, nicht ankommen kann. Aber eines möchte ich schon klar sagen: Die Wegnahme unter den damaligen Gegebenheiten und auf Grund der damaligen Beratung ist nicht unter einer schwarz-blauen Regierung erfolgt, sondern ausschließlich unter der Leitung der damaligen Vertreter des Finanzministeriums und jener, die damals für die verstaatlichte Industrie zuständig waren. Sie können selbst in den Annalen des Parlaments nachschauen, welcher Fraktion diese beiden Herren damals angehört haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das ist aber sehr wenig! In der Steiermark gibt es 370!
Es ist so: Seit Frau Laska als Vizebürgermeisterin tätig ist, wurde bei den Tagesmüttern aufgestockt, und es gibt derzeit 100 tätige Tagesmütter in Wien. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das ist aber sehr wenig! In der Steiermark gibt es 370!)
Abg. Dr. Einem: Zu lange!
Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben jetzt viereinhalb Jahre lang eine Regierungskoalition von Volkspartei und Freiheitlicher Partei (Abg. Dr. Einem: Zu lange!), und es ist in dieser Zeit nicht nur ein sozialer Schwerpunkt erfolgt (Abg. Riepl: Sozialer Standpunkt, nicht Schwerpunkt!), sondern eigentlich ist die Reform des gesamten österreichischen Sozialsystems in Angriff genommen worden, und zwar mit der Zielsetzung, ein modernes Sozialsystem zu schaffen, das bewährte österreichische Sozialsystem so weiterzuentwickeln, dass es nachhaltig ist, dass es zukunftssicher ist und dass es generationengerecht ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Riepl: Sozialer Standpunkt, nicht Schwerpunkt!
Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben jetzt viereinhalb Jahre lang eine Regierungskoalition von Volkspartei und Freiheitlicher Partei (Abg. Dr. Einem: Zu lange!), und es ist in dieser Zeit nicht nur ein sozialer Schwerpunkt erfolgt (Abg. Riepl: Sozialer Standpunkt, nicht Schwerpunkt!), sondern eigentlich ist die Reform des gesamten österreichischen Sozialsystems in Angriff genommen worden, und zwar mit der Zielsetzung, ein modernes Sozialsystem zu schaffen, das bewährte österreichische Sozialsystem so weiterzuentwickeln, dass es nachhaltig ist, dass es zukunftssicher ist und dass es generationengerecht ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben jetzt viereinhalb Jahre lang eine Regierungskoalition von Volkspartei und Freiheitlicher Partei (Abg. Dr. Einem: Zu lange!), und es ist in dieser Zeit nicht nur ein sozialer Schwerpunkt erfolgt (Abg. Riepl: Sozialer Standpunkt, nicht Schwerpunkt!), sondern eigentlich ist die Reform des gesamten österreichischen Sozialsystems in Angriff genommen worden, und zwar mit der Zielsetzung, ein modernes Sozialsystem zu schaffen, das bewährte österreichische Sozialsystem so weiterzuentwickeln, dass es nachhaltig ist, dass es zukunftssicher ist und dass es generationengerecht ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Traurig! Sehr traurig!
Man müsste eigentlich erwarten, dass sich in einer Situation, wo sich auf der einen Seite eine Partei, die viereinhalb Jahrzehnte die Sozialpolitik wesentlich gestaltet, mitgestaltet, über weite Strecken sogar dominiert hat, in Opposition befindet und auf der anderen Seite eine solche Reformperiode da ist, eine der spannendsten Sozialdebatten ergibt, die man sich überhaupt vorstellen kann. Doch was erlebt man? – Eigentlich von Seiten der Opposition ein Trauerspiel. Bis jetzt waren acht Leute von der Opposition hier am Rednerpult, und kein einziger von ihnen hat auch nur ein einziges Konzept vorgelegt! (Abg. Dr. Stummvoll: Traurig! Sehr traurig!) Außer einer oberflächlichen Kritik an irgendwelchen Maßnahmen der Regierung ist nichts gekommen. (Abg. Brosz: Auf der Tagesordnung ist das Budget!)
Abg. Brosz: Auf der Tagesordnung ist das Budget!
Man müsste eigentlich erwarten, dass sich in einer Situation, wo sich auf der einen Seite eine Partei, die viereinhalb Jahrzehnte die Sozialpolitik wesentlich gestaltet, mitgestaltet, über weite Strecken sogar dominiert hat, in Opposition befindet und auf der anderen Seite eine solche Reformperiode da ist, eine der spannendsten Sozialdebatten ergibt, die man sich überhaupt vorstellen kann. Doch was erlebt man? – Eigentlich von Seiten der Opposition ein Trauerspiel. Bis jetzt waren acht Leute von der Opposition hier am Rednerpult, und kein einziger von ihnen hat auch nur ein einziges Konzept vorgelegt! (Abg. Dr. Stummvoll: Traurig! Sehr traurig!) Außer einer oberflächlichen Kritik an irgendwelchen Maßnahmen der Regierung ist nichts gekommen. (Abg. Brosz: Auf der Tagesordnung ist das Budget!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Soll ich Ihnen einen Kaffee bringen, damit es Ihnen besser geht? Oder geht es auch so?
Ist das nicht ein eminente Armutszeugnis für die ganze Sozialdemokratie? Als Arbeitnehmervertreter würde ich mich genieren, wenn meine Partei nicht in der Lage wäre, im Sozialbereich ein Konzept vorzulegen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Brosz: Soll ich Ihnen einen Kaffee bringen, damit es Ihnen besser geht? Oder geht es auch so?)
Abg. Dr. Pirklhuber: Wer es sich leisten kann!
Ich möchte nun mit ein paar Worten skizzieren, worum es wirklich geht. Es geht darum, das Pensionssystem zukunftssicher und generationengerecht zu machen. Wir haben das mit drei Säulen, die wir errichtet haben, auch tatsächlich erreicht. Da kann man vielleicht über Details streiten, aber dass es in Zukunft eine starke staatliche Säule gibt, nämlich der Pension aus der Pensionsversicherung, dazu gleichzeitig eine Mitarbeitervorsorge und auch die Zukunftsvorsorge (Abg. Dr. Pirklhuber: Wer es sich leisten kann!), das kann man nicht bestreiten. Das dient heute bereits international als Vorbild.
Abg. Dr. Stummvoll: Das haben sie ja nicht!
Ich wünsche mir für den Rest dieser Debatte eigentlich nichts Anderes, als dass ich von den Sozialdemokraten endlich ein eigenes Konzept präsentiert bekomme. (Abg. Dr. Stummvoll: Das haben sie ja nicht!) Es ist eine Schande, wenn das nicht geschieht!
Abg. Reheis: Zurzeit haben wir die Budgetdebatte!
Ich fordere Sie auf: Benutzen Sie diese Gelegenheit und zeigen Sie uns etwas von Ihren Ideen und Vorstellungen, wie Sie die Sozialpolitik in Österreich in der Zukunft gestalten wollen (Abg. Reheis: Zurzeit haben wir die Budgetdebatte!), und zwar nicht eine Sozialpolitik auf Schulden, sondern eine, die machbar ist! Wir werden Ihnen für jeden einzelnen Vorschlag, denn Sie hier machen, dankbar sein und werden applaudieren. Das garantiere ich Ihnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich fordere Sie auf: Benutzen Sie diese Gelegenheit und zeigen Sie uns etwas von Ihren Ideen und Vorstellungen, wie Sie die Sozialpolitik in Österreich in der Zukunft gestalten wollen (Abg. Reheis: Zurzeit haben wir die Budgetdebatte!), und zwar nicht eine Sozialpolitik auf Schulden, sondern eine, die machbar ist! Wir werden Ihnen für jeden einzelnen Vorschlag, denn Sie hier machen, dankbar sein und werden applaudieren. Das garantiere ich Ihnen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Steibl. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Bei Antritt dieser Bundesregierung hat Kanzler Schüssel großspurig verkündet, Österreich zum kinder- und jugendfreundlichsten Land der Welt machen zu wollen. (Zwischenruf der Abg. Steibl. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nur: Die bisherige Amtszeit – vier verlorene Jahre, wie ich meine –, von welcher der Herr Kollege Fasslabend hier soeben gesprochen hat, wurde dazu nicht genützt, und zwar weder von Ihnen, sehr geehrter Herr Minister, noch von Ihren Regierungskolleginnen und -kollegen.
Abg. Steibl: Sehr gut abgesichert!
Dass wird vor allem in Ihren Ressort deutlich, Herr Minister. Das sieht man nämlich, wenn man sich die Situation der Organisationen, die sich mit Kinder- und Jugendwohlfahrt beschäftigen, näher ansieht. Diese Organisationen leisten wirklich Großartiges, und zwar auf vielen Gebieten. Vor allem wenn es um Gewalt in der Familie geht, sind Organisationen wie die Kinderschutzzentren, die Eltern-Kind-Zentren (Abg. Steibl: Sehr gut abgesichert!), Vereine wie Möwe in Wien oder Mafalda und TARA in Graz – Sie kennen diese Vereine sicher, Frau Kollegin – einfach unverzichtbar, denn dort sind hoch qualifzierte MitarbeiterInnen beschäftigt, die Opferfürsorge für Menschen mit Gewalterfahrung betreiben, indem Sie Prozessbegleitung bieten. Dort wird von psychologisch geschulten Fachkräften mit dem ganzen Umfeld das Erlebte aufgearbeitet. Außerdem leisten diese Fachkräfte Präventionsarbeit, was ganz, ganz wichtig ist, indem sie in Schulen und Kindergärten gehen und Eltern, LehrerInnen und KindergärtnerInnen dahin gehend schulen, wie sie Missbrauchsfälle überhaupt erst erkennen können und wie sie sich verhalten sollen, wenn der Verdacht eines Missbrauchs auftritt, und wie man Kinder zu selbstbewussten Menschen erzieht, die auch nein sagen können.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich meine, das ist eine ganz, ganz wichtige Arbeit, die man gar nicht hoch genug bewerten kann, und daher möchte ich mich bei den MitarbeiterInnen dieser Organisationen und auch bei den Jugendwohlfahrtsbehörden ganz herzlich für ihr großartiges Engagement bedanken. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.) Sie sollten sich, denke ich, auch bedanken, meine Damen und Herren auf der rechten Seite dieses Hohen Hauses.
Abg. Steibl: Ist da nicht der SPÖ-Landesrat Flecker in der Steiermark zuständig? Der steckt die Gelder nur in parteipolitische G’schichteln!
Die finanziellen Einbußen ergeben sich, liebe Frau Kollegin Steibl, nicht nur aus einer zu geringen Bundesförderung – Sie haben ja diesbezüglich heute die Frau Kollegin Mandak korrigiert –, sondern auch aus einer Reduktion der Landes- und teilweise der Gemeindemittel, da die Länder und Gemeinden in Erfüllung des Stabilitätspaktes Überschüsse abliefern und die Löcher im Bundesbudget stopfen müssen. (Abg. Steibl: Ist da nicht der SPÖ-Landesrat Flecker in der Steiermark zuständig? Der steckt die Gelder nur in parteipolitische G’schichteln!) Da macht es sich diese Bundesregierung wieder einmal leicht: Sie lässt einfach die Länder und Gemeinden die schlechten Nachrichten verkünden und putzt sich ab.
Beifall bei der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister Haupt, Sie nennen sich ja Minister für soziale Sicherheit und Generationen. Ich würde Sie schon ersuchen, diesem Titel endlich einmal gerecht zu werden, denn viel Zeit bleibt Ihnen dazu wahrscheinlich nicht mehr! (Beifall bei der SPÖ. – Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Kollegin Grossmann, ich kann mich dem Dank an die Mitarbeiter in der Jugendwohlfahrt – in der behördlichen Sozialarbeit, aber auch in den Organisationen – nur anschließen. Bezüglich der Finanzen muss ich Sie jedoch schon darauf hinweisen, dass dafür in der Steiermark Herr Landesrat Flecker zuständig ist, und dieser ist bekanntlich Sozialdemokrat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Ja!
Der Frau Kollegin Haidlmayr und dem Herrn Kollegen Keck möchte ich sagen – Frau Kollegin Haidlmayr ist momentan nicht im Raum, ich bitte, ihr das auszurichten (Abg. Öllinger: Ja!) –: Es geht nicht immer nur um die Valorisierung des Pflegegeldes. Valorisierung ist okay, jedoch geht es auch um die Pflegegeldeinstufung. Da beobachte ich gerade in der Sozialarbeit und im sozialen Bereich immer wieder, dass in Österreich bei ähnlich gelagerten Fällen zwischen Osten und Westen sehr unterschiedlich eingestuft wird.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bin davon überzeugt, dass Herr Bundesminister Haupt diese Verordnungsänderung, Pflegefachkräfte in die Begutachtung miteinzubeziehen, bereits im Auge hat und diesbezüglich Maßnahmen setzen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Doch nun zu meinem Bereich: Mir ist es ein großes Anliegen – und ich bin auch sehr froh darüber –, dass in der Elternbildung immer mehr Interesse dafür besteht, dass Eltern die Hilfsmaßnahmen, die Elternbildungsmaßnahmen annehmen. Bereits vor 15 Jahren wurde immer wieder darüber diskutiert, dass man für alle möglichen Tätigkeiten Ausbildungen braucht, einen Führerschein braucht, aber zum Erziehen der Kinder man so etwas letztendlich nicht braucht. Dass der Budgetansatz dafür durch die ÖVP-FPÖ-Regierung von 730 000 € auf 1,1 Millionen € erhöht wurde, ist sehr erfreulich und ein deutliches Zeichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dass die Kinder und die Eltern dabei unterstützt werden, mit diesen Konflikten gut umzugehen, ist letztendlich eine gute Investition in die Zukunft, auch in Richtung Gesundheit und Selbsthilfe. Deshalb bitte ich Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, diesen Menschen diese Hilfestellung nicht zu verweigern und diesem Budget auch zuzustimmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Dort sind Budgetansätze geschaffen worden; dort ist Infrastruktur geschaffen worden. Diese Bundesregierung tut ein bisschen weiter, aber es gibt keinen Schritt hin zur Qualitätsverbesserung. Daher, so denke ich: Der Wahrheit die Ehre! Ich sage jenen, die in diesem Bereich initiativ waren, ein aus dem Kopf und aus dem Herzen kommendes Dankeschön dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Gerade Sie sagen das! Da muss sich die SPÖ selbst beim Schopf packen!
Was wir brauchen – ganz dringend brauchen, jenseits von Sonntagsreden, Beweihräucherung und Ähnlichem! –, ist ein gesamtgesellschaftlicher Konsens dahin gehend, dass Vermeidung von Gewalt in der Sprache, und zwar auch in der politischen Kultur, und auch Vermeidung von körperlicher Gewalt absolute Priorität haben müssen. (Abg. Steibl: Gerade Sie sagen das! Da muss sich die SPÖ selbst beim Schopf packen!) Politische Kultur ist auch erlernbar! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Sie bleiben nicht einmal bei der Wahrheit, Frau Kollegin!) Ich sage Ihnen zum Thema „politische Kultur“, wenn Sie jetzt schreien: Es trifft nur, was betrifft! (Abg. Dr. Lopatka: Wann fangen Sie an? – Abg. Rossmann: Wir werden Sie daran erinnern!) Sie sollten in sich gehen!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Sie bleiben nicht einmal bei der Wahrheit, Frau Kollegin!
Was wir brauchen – ganz dringend brauchen, jenseits von Sonntagsreden, Beweihräucherung und Ähnlichem! –, ist ein gesamtgesellschaftlicher Konsens dahin gehend, dass Vermeidung von Gewalt in der Sprache, und zwar auch in der politischen Kultur, und auch Vermeidung von körperlicher Gewalt absolute Priorität haben müssen. (Abg. Steibl: Gerade Sie sagen das! Da muss sich die SPÖ selbst beim Schopf packen!) Politische Kultur ist auch erlernbar! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Sie bleiben nicht einmal bei der Wahrheit, Frau Kollegin!) Ich sage Ihnen zum Thema „politische Kultur“, wenn Sie jetzt schreien: Es trifft nur, was betrifft! (Abg. Dr. Lopatka: Wann fangen Sie an? – Abg. Rossmann: Wir werden Sie daran erinnern!) Sie sollten in sich gehen!
Abg. Dr. Lopatka: Wann fangen Sie an? – Abg. Rossmann: Wir werden Sie daran erinnern!
Was wir brauchen – ganz dringend brauchen, jenseits von Sonntagsreden, Beweihräucherung und Ähnlichem! –, ist ein gesamtgesellschaftlicher Konsens dahin gehend, dass Vermeidung von Gewalt in der Sprache, und zwar auch in der politischen Kultur, und auch Vermeidung von körperlicher Gewalt absolute Priorität haben müssen. (Abg. Steibl: Gerade Sie sagen das! Da muss sich die SPÖ selbst beim Schopf packen!) Politische Kultur ist auch erlernbar! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Sie bleiben nicht einmal bei der Wahrheit, Frau Kollegin!) Ich sage Ihnen zum Thema „politische Kultur“, wenn Sie jetzt schreien: Es trifft nur, was betrifft! (Abg. Dr. Lopatka: Wann fangen Sie an? – Abg. Rossmann: Wir werden Sie daran erinnern!) Sie sollten in sich gehen!
Abg. Dr. Lopatka: Da haben Sie Recht! – Abg. Steibl: Wir unterstützen das!
Bei den Opferschutzeinrichtungen, der Entwicklung, der Prävention für eine friedvollere und gewaltlosere Gesellschaft ist großer, dringender Handlungsbedarf gegeben. (Abg. Dr. Lopatka: Da haben Sie Recht! – Abg. Steibl: Wir unterstützen das!)
Abg. Steibl: Sie wollen das Arbeitszeitgesetz nicht vertreten, Frau Kollegin! Das gibt es schon seit der ÖVP-SPÖ Regierung! Falscher Einsatz! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Haupt.
Die Politik, die diese Bundesregierung betreibt, wirkt in Wirklichkeit dagegen. Das heißt, Arbeitszeitregelungen, welche den Familien nicht mehr die Möglichkeit geben, Beziehungsarbeit zu leisten, weil sie nur mehr eine gemeinsame Adresse haben, aber keine Zeit zur Beziehungsarbeit, stellen eine Politik gegen die Familien und nicht für die Familien dar. Das ist eine Politik, die Gewalt fördert und nicht verhindert. (Abg. Steibl: Sie wollen das Arbeitszeitgesetz nicht vertreten, Frau Kollegin! Das gibt es schon seit der ÖVP-SPÖ Regierung! Falscher Einsatz! – Zwischenbemerkung von Bundesminister Mag. Haupt.)
Ruf bei der ÖVP: Klar, warum Sie der Ambrozy nicht will!
Letzter Punkt, Herr Minister, der Sie mir da hinten am Ohr vorbeireden: Ich stehe nicht an, mich dafür zu bedanken, dass Sie sich als ehemaliger Frauenminister für den Neubau des Frauenhauses in Klagenfurt ausgesprochen haben. (Ruf bei der ÖVP: Klar, warum Sie der Ambrozy nicht will!) Dafür bedanke ich mich! (Abg. Steibl: Aber?) Ich bedanke mich nicht, was die Einlösung Ihres Versprechens die finanziellen Mittel betreffend angeht, und ersuche Sie, bei Ihrer Nachfolgerin, Kollegin Rauch-Kallat, vorstellig zu werden und sich dafür zu verwenden, dass die finanziellen Mittel, die vor langer Zeit versprochen wurden, durch ein gemeinsames Bemühen endlich auch einmal im Klagenfurter Frauenhaus beziehungsweise auf dem dafür eingerichteten Konto einlangen. (Abg. Lentsch: Das ist schon überwiesen!)
Abg. Steibl: Aber?
Letzter Punkt, Herr Minister, der Sie mir da hinten am Ohr vorbeireden: Ich stehe nicht an, mich dafür zu bedanken, dass Sie sich als ehemaliger Frauenminister für den Neubau des Frauenhauses in Klagenfurt ausgesprochen haben. (Ruf bei der ÖVP: Klar, warum Sie der Ambrozy nicht will!) Dafür bedanke ich mich! (Abg. Steibl: Aber?) Ich bedanke mich nicht, was die Einlösung Ihres Versprechens die finanziellen Mittel betreffend angeht, und ersuche Sie, bei Ihrer Nachfolgerin, Kollegin Rauch-Kallat, vorstellig zu werden und sich dafür zu verwenden, dass die finanziellen Mittel, die vor langer Zeit versprochen wurden, durch ein gemeinsames Bemühen endlich auch einmal im Klagenfurter Frauenhaus beziehungsweise auf dem dafür eingerichteten Konto einlangen. (Abg. Lentsch: Das ist schon überwiesen!)
Abg. Lentsch: Das ist schon überwiesen!
Letzter Punkt, Herr Minister, der Sie mir da hinten am Ohr vorbeireden: Ich stehe nicht an, mich dafür zu bedanken, dass Sie sich als ehemaliger Frauenminister für den Neubau des Frauenhauses in Klagenfurt ausgesprochen haben. (Ruf bei der ÖVP: Klar, warum Sie der Ambrozy nicht will!) Dafür bedanke ich mich! (Abg. Steibl: Aber?) Ich bedanke mich nicht, was die Einlösung Ihres Versprechens die finanziellen Mittel betreffend angeht, und ersuche Sie, bei Ihrer Nachfolgerin, Kollegin Rauch-Kallat, vorstellig zu werden und sich dafür zu verwenden, dass die finanziellen Mittel, die vor langer Zeit versprochen wurden, durch ein gemeinsames Bemühen endlich auch einmal im Klagenfurter Frauenhaus beziehungsweise auf dem dafür eingerichteten Konto einlangen. (Abg. Lentsch: Das ist schon überwiesen!)
Abg. Lentsch: Das fährt schon über den Semmeringtunnel!
In diesem Sinne ersuche ich, dass wir die Altschulden vielleicht im nächsten Jahr begleichen. (Abg. Lentsch: Das fährt schon über den Semmeringtunnel!) – Ich bin Vorsitzende des Kärntner Frauenhauses und kenne jede Kontospendenbewegung auf Heller und Pfennig. Aber ich freue mich, wenn das Geld schon da ist, und bitte darum, ins Protokoll aufzunehmen, dass die Kollegin gesagt hat, es sei schon überwiesen. Ich freue mich über die „alten“ 800 000 S für das Frauenhaus Kärnten. – Danke schön für Ihre Zusage! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Dann haben Sie das falsche Konto angegeben!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Dann haben Sie das falsche Konto angegeben!
In diesem Sinne ersuche ich, dass wir die Altschulden vielleicht im nächsten Jahr begleichen. (Abg. Lentsch: Das fährt schon über den Semmeringtunnel!) – Ich bin Vorsitzende des Kärntner Frauenhauses und kenne jede Kontospendenbewegung auf Heller und Pfennig. Aber ich freue mich, wenn das Geld schon da ist, und bitte darum, ins Protokoll aufzunehmen, dass die Kollegin gesagt hat, es sei schon überwiesen. Ich freue mich über die „alten“ 800 000 S für das Frauenhaus Kärnten. – Danke schön für Ihre Zusage! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Dann haben Sie das falsche Konto angegeben!)
Abg. Steibl: Das hat sie nicht gesagt!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Kollegin Riener hat den Landesrat Flecker für Kürzungen im Sozialbereich in der Steiermark verantwortlich, schuldig oder zuständig gemacht. (Abg. Steibl: Das hat sie nicht gesagt!) – Das ist nicht richtig! (Abg. Steibl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Steibl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Kollegin Riener hat den Landesrat Flecker für Kürzungen im Sozialbereich in der Steiermark verantwortlich, schuldig oder zuständig gemacht. (Abg. Steibl: Das hat sie nicht gesagt!) – Das ist nicht richtig! (Abg. Steibl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das war keine tatsächliche Berichtigung!
Landesrat Flecker kann nur jene Mittel weitergeben, die von der zuständigen Finanzlandesrätin zur Verfügung gestellt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Das war keine tatsächliche Berichtigung!)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete Grossmann, das war eine politische Einschätzung und keine tatsächliche Berichtigung. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der Grünen.
Wir wollen uns auch die Berufskarrieren speziell von gehörlosen Menschen ansehen. Mein Kollege Alfred Brader hat dazu gestern schon einen Antrag auf eine Evaluierung eingebracht. Wir glauben, dass in der Verbesserung der Ausbildung und der Rahmenbedingungen Handlungsbedarf besteht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen, der SPÖ und der Grünen.
(Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen, der SPÖ und der Grünen.)
Die verschiedenen Bedeutungsvarianten des Wortes „Deckel“ werden in der Gebärdensprache mittels sehr unterschiedlicher Gebärden wiedergegeben. – Allgemeine Heiterkeit und Beifall.
Nun nehmen wir uns ein bisschen Zeit für einen kleinen Gebärdensprachkurs: Gestern bin ich zu spät gekommen, da waren die Dolmetscher schon weg. (Der Redner deutet auf die Gebärdensprachdolmetscherin, die neben dem Rednerpult steht.) Ein wichtiges politisches Wort ist heutzutage der Deckel. Es gibt Verlustdeckel, es gibt auch Bierdeckel, auf denen man das eine oder andere ausrechnen kann, und wenn man im Plenum mit dem Handy telefoniert, bekommt man von der Präsidentin eines auf den Deckel. (Die verschiedenen Bedeutungsvarianten des Wortes „Deckel“ werden in der Gebärdensprache mittels sehr unterschiedlicher Gebärden wiedergegeben. – Allgemeine Heiterkeit und Beifall.)
Abg. Marek: Das habe ich nicht!
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Marek, ein Wort nur zu Ihnen: Ich halte es doch für sehr gewagt, dass Sie die öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen und somit auch die MitarbeiterInnen dort so abqualifizieren. (Abg. Marek: Das habe ich nicht!) Ich glaube, das haben sich die Wiener Kindergärtnerinnen und Kindergärtner nicht verdient! (Beifall bei der SPÖ.) Sie orten einen Mangel an Qualität, und das ist eine Pauschalverurteilung. In letzter Konsequenz verurteilen Sie auch die MitarbeiterInnen dort. (Abg. Marek: Das ist eine Frage der Gruppengröße, da gibt es viele Aspekte!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Marek, ein Wort nur zu Ihnen: Ich halte es doch für sehr gewagt, dass Sie die öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen und somit auch die MitarbeiterInnen dort so abqualifizieren. (Abg. Marek: Das habe ich nicht!) Ich glaube, das haben sich die Wiener Kindergärtnerinnen und Kindergärtner nicht verdient! (Beifall bei der SPÖ.) Sie orten einen Mangel an Qualität, und das ist eine Pauschalverurteilung. In letzter Konsequenz verurteilen Sie auch die MitarbeiterInnen dort. (Abg. Marek: Das ist eine Frage der Gruppengröße, da gibt es viele Aspekte!)
Abg. Marek: Das ist eine Frage der Gruppengröße, da gibt es viele Aspekte!
Abgeordnete Gabriele Binder (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Frau Kollegin Marek, ein Wort nur zu Ihnen: Ich halte es doch für sehr gewagt, dass Sie die öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen und somit auch die MitarbeiterInnen dort so abqualifizieren. (Abg. Marek: Das habe ich nicht!) Ich glaube, das haben sich die Wiener Kindergärtnerinnen und Kindergärtner nicht verdient! (Beifall bei der SPÖ.) Sie orten einen Mangel an Qualität, und das ist eine Pauschalverurteilung. In letzter Konsequenz verurteilen Sie auch die MitarbeiterInnen dort. (Abg. Marek: Das ist eine Frage der Gruppengröße, da gibt es viele Aspekte!)
Abg. Steibl: Entschuldigung, Frau Kollegin! Wie gibt es Belastungen, wenn das Budget angehoben wird?
Meine Damen und Herren! Die Entscheidungen, die Sie als Regierungsparteien treffen, vor allen Dingen auch die beschlossenen Belastungen, haben auf die Familien nachhaltige Auswirkungen. (Abg. Steibl: Entschuldigung, Frau Kollegin! Wie gibt es Belastungen, wenn das Budget angehoben wird?) – Belastungen, Frau Kollegin Steibl, gab es in den letzten vier Jahren 43 an der Zahl. Wenn ich nur zwei Beispiele anführen darf: die Vignettenerhöhung und die Energieabgaben, die gestiegen sind. (Abg. Lentsch: Das war die ASFINAG!) – Auch diese Belastungen wirken sich auf die Familien aus.
Abg. Lentsch: Das war die ASFINAG!
Meine Damen und Herren! Die Entscheidungen, die Sie als Regierungsparteien treffen, vor allen Dingen auch die beschlossenen Belastungen, haben auf die Familien nachhaltige Auswirkungen. (Abg. Steibl: Entschuldigung, Frau Kollegin! Wie gibt es Belastungen, wenn das Budget angehoben wird?) – Belastungen, Frau Kollegin Steibl, gab es in den letzten vier Jahren 43 an der Zahl. Wenn ich nur zwei Beispiele anführen darf: die Vignettenerhöhung und die Energieabgaben, die gestiegen sind. (Abg. Lentsch: Das war die ASFINAG!) – Auch diese Belastungen wirken sich auf die Familien aus.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Aber Sie wissen schon, dass die Väter ... Kinderbetreuungsgeld bekommen können!
Aktive Vaterschaft, meine Damen und Herren, bedeutet, sein Kind zu lieben und ihm das auch zu zeigen und spürbar zu machen. „Mann“ braucht dazu aber Zeit – Zeit, die nur durch gesetzliche Regelungen gewährleistet und garantiert werden kann. Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und ein erfülltes Leben mit Kindern und für Kinder wird nur dann möglich sein, wenn Väter damit beginnen, sich der Betreuung und der Pflege ihrer Kinder anzunehmen – je früher, desto besser. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Aber Sie wissen schon, dass die Väter ... Kinderbetreuungsgeld bekommen können!)
Abg. Steibl: Ja, das ist noch der Mutterschutz!
Der erste Monat nach der Geburt bietet unserer Meinung nach – und auch nach der Meinung vieler anderer – eine einmalige Chance für Männer, aktiv an der Entwicklung des Kindes vom ersten Tag nach der Geburt an teilzunehmen und dadurch auch Mütter und Frauen zu entlasten. (Abg. Steibl: Ja, das ist noch der Mutterschutz!)
Abg. Steibl: Aber Sie wissen schon, die Männer haben auch die Möglichkeit zur Kinderbetreuung! Vorher ist es der Mutterschutz!
Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien! Geben Sie Ihrem Herzen einen Stoß und schließen Sie sich unseren Vorschlägen an! Kinder brauchen ihre Väter, Frauen brauchen Entlastung, und die Gesellschaft braucht stabile, sichere und harmonische Familien. (Abg. Steibl: Aber Sie wissen schon, die Männer haben auch die Möglichkeit zur Kinderbetreuung! Vorher ist es der Mutterschutz!) Das, KollegInnen, wäre absolut fair und absolut gerecht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien! Geben Sie Ihrem Herzen einen Stoß und schließen Sie sich unseren Vorschlägen an! Kinder brauchen ihre Väter, Frauen brauchen Entlastung, und die Gesellschaft braucht stabile, sichere und harmonische Familien. (Abg. Steibl: Aber Sie wissen schon, die Männer haben auch die Möglichkeit zur Kinderbetreuung! Vorher ist es der Mutterschutz!) Das, KollegInnen, wäre absolut fair und absolut gerecht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Bergarbeiter!
Das ist eine Situation, wie sie in keiner anderen berufsspezifischen Sozialversicherung vorzufinden ist. (Abg. Dr. Pirklhuber: Bergarbeiter!) Selbstverständlich sind da auch die nötigen Bundeszuschüsse, um diese Pensionen ausbezahlen zu können, unbedingt notwendig.
Abg. Gradwohl: Wie hoch ist das, Frau Kollegin?
Frau Abgeordnete Silhavy hat auch behauptet, dass diese Bevorzugung der Bauern, wie sie meint, im Zuge der Pensionsharmonisierung fortgeschrieben wird, und hat sich auf den einheitlichen Beitragssatz von 22,8 Prozent bezogen. Ich denke aber, dass sie auch weiß, dass große Eigenleistungen der Bauern in dieses Pensionssicherungssystem eingebracht werden und dass diese natürlich auch im Zuge der Beitragssatzermittlung Berücksichtigung finden mussten. Es geht da um das fiktive Ausgedinge, das auch dazu beiträgt (Abg. Gradwohl: Wie hoch ist das, Frau Kollegin?), dass ein Transfer von den Übernehmern zu den Übergebern erfolgt und auch eine Pensionsleistung erbracht wird. (Abg. Gradwohl: Wie hoch ist das?) Das sind 26 Prozent des jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatzes, die von den Bauernpensionen abgezogen werden. (Abg. Gradwohl: Und wie viel Prozent, an den Beiträgen gemessen, sind das?) Das ist natürlich ein gewaltiger Betrag, und der wird auf den Pensionsbeitrag mit 3,6 Prozent angerechnet.
Abg. Gradwohl: Wie hoch ist das?
Frau Abgeordnete Silhavy hat auch behauptet, dass diese Bevorzugung der Bauern, wie sie meint, im Zuge der Pensionsharmonisierung fortgeschrieben wird, und hat sich auf den einheitlichen Beitragssatz von 22,8 Prozent bezogen. Ich denke aber, dass sie auch weiß, dass große Eigenleistungen der Bauern in dieses Pensionssicherungssystem eingebracht werden und dass diese natürlich auch im Zuge der Beitragssatzermittlung Berücksichtigung finden mussten. Es geht da um das fiktive Ausgedinge, das auch dazu beiträgt (Abg. Gradwohl: Wie hoch ist das, Frau Kollegin?), dass ein Transfer von den Übernehmern zu den Übergebern erfolgt und auch eine Pensionsleistung erbracht wird. (Abg. Gradwohl: Wie hoch ist das?) Das sind 26 Prozent des jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatzes, die von den Bauernpensionen abgezogen werden. (Abg. Gradwohl: Und wie viel Prozent, an den Beiträgen gemessen, sind das?) Das ist natürlich ein gewaltiger Betrag, und der wird auf den Pensionsbeitrag mit 3,6 Prozent angerechnet.
Abg. Gradwohl: Und wie viel Prozent, an den Beiträgen gemessen, sind das?
Frau Abgeordnete Silhavy hat auch behauptet, dass diese Bevorzugung der Bauern, wie sie meint, im Zuge der Pensionsharmonisierung fortgeschrieben wird, und hat sich auf den einheitlichen Beitragssatz von 22,8 Prozent bezogen. Ich denke aber, dass sie auch weiß, dass große Eigenleistungen der Bauern in dieses Pensionssicherungssystem eingebracht werden und dass diese natürlich auch im Zuge der Beitragssatzermittlung Berücksichtigung finden mussten. Es geht da um das fiktive Ausgedinge, das auch dazu beiträgt (Abg. Gradwohl: Wie hoch ist das, Frau Kollegin?), dass ein Transfer von den Übernehmern zu den Übergebern erfolgt und auch eine Pensionsleistung erbracht wird. (Abg. Gradwohl: Wie hoch ist das?) Das sind 26 Prozent des jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatzes, die von den Bauernpensionen abgezogen werden. (Abg. Gradwohl: Und wie viel Prozent, an den Beiträgen gemessen, sind das?) Das ist natürlich ein gewaltiger Betrag, und der wird auf den Pensionsbeitrag mit 3,6 Prozent angerechnet.
Abg. Dr. Niederwieser: Zahlen die Steuern?
Alle bäuerlichen Betriebe haben auch die Abgabe für Land- und Forstwirtschaft zu entrichten. (Abg. Dr. Niederwieser: Zahlen die Steuern?) Auch diese dient zur Pensionsabsicherung (Abg. Dr. Niederwieser: Das ist aber ganz was Neues!), und es ist auch ein Solidaritätsbeitrag, der von den Bauernpensionisten erbracht wird, da einzurechnen. (Abg. Gradwohl: Und die anderen ...?)
Abg. Dr. Niederwieser: Das ist aber ganz was Neues!
Alle bäuerlichen Betriebe haben auch die Abgabe für Land- und Forstwirtschaft zu entrichten. (Abg. Dr. Niederwieser: Zahlen die Steuern?) Auch diese dient zur Pensionsabsicherung (Abg. Dr. Niederwieser: Das ist aber ganz was Neues!), und es ist auch ein Solidaritätsbeitrag, der von den Bauernpensionisten erbracht wird, da einzurechnen. (Abg. Gradwohl: Und die anderen ...?)
Abg. Gradwohl: Und die anderen ...?
Alle bäuerlichen Betriebe haben auch die Abgabe für Land- und Forstwirtschaft zu entrichten. (Abg. Dr. Niederwieser: Zahlen die Steuern?) Auch diese dient zur Pensionsabsicherung (Abg. Dr. Niederwieser: Das ist aber ganz was Neues!), und es ist auch ein Solidaritätsbeitrag, der von den Bauernpensionisten erbracht wird, da einzurechnen. (Abg. Gradwohl: Und die anderen ...?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auch möchte ich hier anmerken, dass es nicht möglich ist, Väterkarenz verpflichtend per Gesetz zu verordnen, sondern dass Familienpolitik etwas Übergreifendes zwischen Vätern, Müttern und Kindern sein muss und nicht einseitig auf eine Person bezogen werden kann. Ich begrüße allerdings alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass die gesellschaftspolitische Akzeptanz der Väterkarenz unterstützt wird, damit in Zukunft mehr Väter in Karenz gehen, wiewohl ich hier anmerken möchte, dass bereits eine Zunahme festzustellen ist, dass mittlerweile 2,81 Prozent der Kinderbetreuungsgeldbezieher Männer sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
meine Seniorenförderung vielleicht kein sehr aufregendes Thema, aber so langweilig wie diese Anfragebeantwortung wird Ihre Seniorenpolitik hoffentlich nicht sein, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen.
Im zweiten Punkt beschäftige ich mich mit dem Thema „Kinderbetreuung“. 2005 soll es für Pilotprojekte, bei welchen es darum geht, Kinderbetreuung an die flexiblen Arbeitszeiten der Eltern anzupassen, eine Förderung von 700 000 € geben. Diese Förderungen sollen aber nur an private Träger gehen. Übrigens, freiwillige Oma- und Opadienste können maximal eine ergänzende Betreuung sein und ersetzen nicht die institutionelle Kinderbetreuung. Ich weiß, wovon ich spreche, ich bin selbst vierfache Oma. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen.)
Abg. Steibl: Aber die Gemeinden sind auch froh, wenn sie genug Einwohner haben! Sonst können sie keine ...!
Sehr geehrte Damen und Herren! Der größte Träger der Kinderbetreuungseinrichtungen sind die Gemeinden, und sie werden es auch bleiben. Sie werden jedoch von dieser Maßnahme und von dieser sinnvollen Förderung ausgeschlossen. (Abg. Steibl: Aber die Gemeinden sind auch froh, wenn sie genug Einwohner haben! Sonst können sie keine ...!) Ich sehe keinen Grund, warum nicht auch die Gemeinden dabei unterstützt werden sollen, Kinderbetreuung so anzubieten, dass sie den Bedürfnissen der Eltern besser entspricht. An den Kinderbetreuungsplätzen wird kein Weg vorbeiführen, wenn wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nehmen.
Beifall bei der SPÖ.
Vor allem in den ländlichen Raum muss investiert werden. Die Gemeinden haben auf Grund der Aushungerungspolitik dieser Regierung ihren Anteil an Sparmaßnahmen bereits übererfüllt. Gerade im ländlichen Raum ist es für Familien besonders schwierig, Kinder und Beruf zu vereinbaren. Die Gemeinden können dazu beitragen; geben Sie ihnen das Geld dafür! Warum, Herr Minister, erhalten nur Private Förderungen für Pilotprojekte und nicht auch die Gemeinden? Ist das ein Schritt in Richtung Privatisierung der Kinderbetreuung, die sich nur wenige werden leisten können, unter dem Motto „Frauen zurück an den Herd!“? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Edeltraud Lentsch (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Ich habe hier in diesem Hohen Haus schon so manche Vorwürfe gehört, aber eines ist unbestritten: Die ÖVP ist und bleibt die Familienpartei! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mandak: Ich bin schon zufrieden, wenn ...!
Die 2 Prozent, um die wir das Pflegegeld erhöht haben, waren Frau Kollegin Mandak zu wenig, wie sie es im Budgetausschuss geäußert hat; aber das Budgetdefizit in der Höhe von 1,9 Prozent für das Jahr 2005 ist der Opposition zu hoch. Frau Mandak, ich habe auch gehört, dass Sie 1 000 € für die Pflegenden in der Sterbekarenz fordern. Ich bin ganz Ihrer Meinung: 1 000 € sind zu wenig, diese Menschen müssten mindestens 3 000 € bekommen! (Abg. Mandak: Ich bin schon zufrieden, wenn ...!) Ich würde mir für alle Hausfrauen ein Gehalt von 3 000 € wünschen, und ich wünsche mir für alle Österreicherinnen und Österreicher eine Grundpension von 3 000 €! Aber Sie kennen
Zwischenrufe bei den Grünen.
sicherlich das Sprichwort: Wo nichts ist, hat der Kaiser das Recht verloren; es dürfte aus der Monarchie stammen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Aber Sie wissen auch, dass die Bundeskanzler und die Finanzminister der SPÖ einfach über unsere Verhältnisse gelebt haben, und daher ist das Geld dafür nicht da. (Abg. Mandak: Aber Sie wissen auch, was ein einziger Spitalsplatz kostet!)
Abg. Mandak: Aber Sie wissen auch, was ein einziger Spitalsplatz kostet!
sicherlich das Sprichwort: Wo nichts ist, hat der Kaiser das Recht verloren; es dürfte aus der Monarchie stammen. (Zwischenrufe bei den Grünen.) Aber Sie wissen auch, dass die Bundeskanzler und die Finanzminister der SPÖ einfach über unsere Verhältnisse gelebt haben, und daher ist das Geld dafür nicht da. (Abg. Mandak: Aber Sie wissen auch, was ein einziger Spitalsplatz kostet!)
Beifall bei der ÖVP.
Das ständige Gerede von der „sozialen Kälte dieser Bundesregierung“ muss ich auch auf das Schärfste zurückweisen. Da liegt offenbar ein Kurzschluss bei der Opposition vor, denn wir handeln nicht unsozial, sondern wir räumen lediglich die Sünden der Vergangenheit auf. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Bei Ihrer Bundesregierung braucht man wirklich einen Helm, sonst kriegt man ein paar auf den Deckel!
Überall wurden die Probleme verdrängt, überall hat man die Augen zugemacht. Diese Bundesregierung jedoch sagt: Augen auf! Das hilft à la longue allen Österreicherinnen und Österreichern, insbesondere den Familien, die unseren Sozialstaat tragen. (Abg. Öllinger: Bei Ihrer Bundesregierung braucht man wirklich einen Helm, sonst kriegt man ein paar auf den Deckel!) – Ich habe keine Werbung betrieben, sondern ich habe gesprochen, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Überall wurden die Probleme verdrängt, überall hat man die Augen zugemacht. Diese Bundesregierung jedoch sagt: Augen auf! Das hilft à la longue allen Österreicherinnen und Österreichern, insbesondere den Familien, die unseren Sozialstaat tragen. (Abg. Öllinger: Bei Ihrer Bundesregierung braucht man wirklich einen Helm, sonst kriegt man ein paar auf den Deckel!) – Ich habe keine Werbung betrieben, sondern ich habe gesprochen, Herr Kollege. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Kollegin Lentsch hat soeben irgendwie eine Selbsteinschätzung abgegeben, die meiner Meinung nach keine soziale Kompetenz vermuten lässt, aber wie immer, ihre Beispiele waren alles andere als praxisgerecht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steibl: Aber Sie wissen schon, dass wir die Elternteilzeit eingeführt haben und dass sie über Betriebsvereinbarungen sechs Monate zu Hause sein können!
Ich möchte auf einige Aspekte eingehen, die in den letzten Redebeiträgen zum Thema „Väterkarenzmonat“ vorgebracht worden sind. Ich bin wirklich fest davon überzeugt, Frau Kollegin Höllerer: Wenn Sie dieses Thema als nicht praxisrelevant ansprechen, dann möchte ich Sie schon darauf hinweisen, dass – Sie haben die Situation in der Landwirtschaft beschrieben – nicht alle in dieser Gesellschaft so privilegiert sind wie die Bauern, die während ihres Arbeitsalltages immer wieder Kontakt mit ihren Kindern haben können – und wenn es nur beim gemeinsamen Mittagessen ist. Das sollten Sie bedenken! (Abg. Steibl: Aber Sie wissen schon, dass wir die Elternteilzeit eingeführt haben und dass sie über Betriebsvereinbarungen sechs Monate zu Hause sein können!)
Abg. Steibl: ... das können sie selbst entscheiden!
Daher ist eine Väterkarenz, ein Väterkarenzmonat eine wichtige Chance, um die Möglichkeit der Anteilnahme zu schaffen, gerade in den ersten Monaten, die für die soziale Bindung und auch für die Verantwortung, die die Väter übernehmen können, besonders wichtig sind. (Abg. Steibl: ... das können sie selbst entscheiden!) Es geht darum, dass das umgesetzt werden kann, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Daher ist eine Väterkarenz, ein Väterkarenzmonat eine wichtige Chance, um die Möglichkeit der Anteilnahme zu schaffen, gerade in den ersten Monaten, die für die soziale Bindung und auch für die Verantwortung, die die Väter übernehmen können, besonders wichtig sind. (Abg. Steibl: ... das können sie selbst entscheiden!) Es geht darum, dass das umgesetzt werden kann, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Kollege Maier hat angeregt, endlich einen Ausschuss für Konsumentenfragen im Parlament einzurichten. Diesen Antrag werden wir ganz sicher unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diesen wichtigen Mehrwert durch die Pflegeberatung im Rahmen der Begutachtung für die Pflegeeinstufung wollen wir den betroffenen pflegebedürftigen Menschen als Pflegepersonen anbieten. Dazu ist die Novellierung des Bundespflegegeldgesetzes nötig. Pflegegeldeinstufungen müssen künftig durch Pflegekräfte erfolgen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Unsere Aufgabe ist es daher, die Aufrechterhaltung des Generationenvertrages zu gewährleisten und die faire Lastenverteilung zwischen den Generationen zu sichern. Ich freue mich, dass im Budget 2005 wieder Erhöhungen der zur Auszahlung kommenden bestehenden Pensionen vorgesehen sind. Der Bundeszuschuss für die Pensionen ist von 5,8 Milliarden € im Jahr 2004 auf 5,9 Milliarden für 2005 erhöht worden, also um 100 Millionen €. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Hinzu kommt eine Budgeterhöhung für Ausgleichszulagen, und zwar von 761 Millionen € im Jahre 2004 auf 822 Millionen € für 2005.
Beifall bei der ÖVP.
Gerade damit ist einer immer größer werdenden Gruppe in unserem Land, nämlich den Senioren, jene Sicherheit für ihr Leben gegeben, die sie sich überaus verdient haben. Viele dieser Menschen – wir wissen das und haben es heute auch schon gehört – haben im letzten Jahrzehnt nicht nur unser Land wieder aufgebaut, sondern auch Entscheidendes dazu beigetragen, dass wir heute diesen großen Stellenwert nicht nur innerhalb der EU, sondern in der ganzen Welt haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
An dieser Stelle möchte ich auch einmal meinen Dank aussprechen für diese Solidarleistungen, die zwischen den Generationen stattfinden. Ohne diese ideellen Werte sind wir bisher nicht ausgekommen, und so wird es auch in Zukunft sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Zum Zweiten: Wenn die Hauptverbandsneuregelung kommt, werden in Zukunft auch die Senioren als vierter Sozialpartner im Hauptverband mit drei Vertretern stimmberechtigt sein, sodass bei der Entwicklung des Gesundheitssystems eine wichtige Gruppe im Sinne ihrer eigenen Interessen direkt mitsprechen kann. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zu den Fragen der Lebensmittelsicherheit, Herr Kollege: Lebensmittelsicherheit ist direkt und primär Angelegenheit von Frau Kollegin Rauch-Kallat im Gesundheitsressort und Veterinärbereich. Als gelernter Tierarzt nehme ich das aber immer noch auch für mich ernst und bin derzeit in Verhandlungen mit der Bundesarbeitskammer, um gemeinsam für den Konsumentenschutz Akzente setzen zu können, so wie wir mit der Arbeiterkammer Kärntens bereits eine gute Zusammenarbeit in allen Bereichen haben, weil ja bekanntermaßen die Arbeiterkammer Kärntens nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Kleinunternehmer und die Bauern mit vertritt, also alle Bevölkerungsschichten, die schlussendlich unter dem Konsumentenschutz zu subsumieren sind. – Ich hoffe, damit die wichtigsten Fragen beantwortet zu haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Schauen Sie nur immer auf Ihre Zettel!
derung ist, dass sie nicht auf der Ideologie des Almosenempfangs oder des Gießkannensystems aufbaut, sondern die Wünsche, Anliegen und Bedürfnisse der Familien, Väter, Mütter und Kinder berücksichtigt. Welche Aufregung gab es in diesem Haus bei der Opposition, als das Kinderbetreuungsgeld für alle eingeführt wurde. Gott sei Dank gibt es damit Gerechtigkeit für Bäuerinnen, Hausfrauen, Studentinnen und so weiter. (Abg. Öllinger: Schauen Sie nur immer auf Ihre Zettel!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiger Schwerpunkt der Familienförderung. Wir sind uns dessen bewusst und arbeiten entsprechend daran. Das Budget 2005 setzt die konsequente Politik für Familien und Kinder vorbildlich um. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Staatssekretärin im Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren des Hohen Hauses! Die soziale Grundeinstellung, die diese Regierung immer wieder zeigt, wird besonders bei den Familien sichtbar. Familien sind für uns alle der nach wie vor prägende und wesentliche Mittelpunkt, ein Bereich der gelebten Solidarität zwischen Jung und Alt. Die Leistungen in den Familien werden – und ich sage das jetzt auch aus wirtschaftlicher Sicht – über den Erfolg des Standortes Österreich genauso entscheiden wie die Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für die Wirtschaft. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir sehen die Familien nicht ausschließlich als Empfänger von Almosen oder von Transferzahlungen, sondern wir sagen, dass die Familien wichtige Empfänger von Investitionen für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Pirklhuber: Reinster Neoliberalismus! – Abg. Sburny: Es gibt scheinbar keine anderen Begriffe mehr!
Den erfolgreichen Weg, den wir beschritten haben, nämlich den, Familienpolitik auch als Investitionspolitik zu begreifen, werden wir im Jahr 2005 fortsetzen. (Abg. Dr. Pirklhuber: Reinster Neoliberalismus! – Abg. Sburny: Es gibt scheinbar keine anderen Begriffe mehr!) Wir werden weiter in die Schaffung familienfreundlicher Rahmenbedingungen investieren, wir werden weiter die notwendigen finanziellen Mittel für die
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Der Bereich der im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbesserten Arbeitsbedingungen ist ein ganz wesentlicher Faktor, und da sind wir auf einem guten Weg, denn wir haben gerade mit der Elternteilzeit die rechtlichen Rahmenbedingungen gesetzt. Wir haben aber auch durch verstärkte Kooperation mit der Wirtschaft bereits große Erfolge bei der familiengerechteren Gestaltung der Arbeitswelt erzielen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ganz klar werden wir in der Familienpolitik in diesem Sinn weiterarbeiten, denn Familien erbringen nicht nur für sich selbst, sondern für die ganze Lebensphase eines Menschen von der Geburt über die Erziehung der Kinder bis hin zur Pflege betagter Angehöriger wichtige und unersetzliche Leistungen. In diesem Sinne sind wir weiterhin verlässliche Partnerinnen und Partner für die Familien, auf die sie sich verlassen können. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das vorliegende Budget zeigt den ganz klaren politischen Willen der ÖVP/FPÖ-Regierung, die Familien in unserem Lande durch die verschiedensten Maßnahmen, die heute schon erwähnt wurden, zu stärken. Ich möchte nur eine erwähnen: Die neuen Kinderabsetzbeträge im Rahmen der Steuerreform, die zum Alleinverdienerabsetzbetrag hinzukommen, sind ganz klare Akzente für die Familien in unserem Land. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Wir waren nie in der Regierung!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der Opposition! Sie kritisieren eigentlich permanent jedes und alles, was hier beschlossen wird. In Wahrheit tut es Ihnen einfach Leid, dass Sie in Ihrer ganzen Regierungszeit nie solche Akzente für Familien, für die Frauen setzen konnten. Uns ist es gelungen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Wir waren nie in der Regierung!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Leben ist mehr als Ökonomie!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Familienpolitik heißt für uns in der ÖVP-Regierung, Verantwortung zu übernehmen für unsere Jugend, für unsere Kinder. Dieses Budget zeigt, dass wir uns nicht vor der Verantwortung drücken. Wir investieren in unsere Familien, wir investieren in die Jugend, denn das heißt: Zukunft geben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Pirklhuber: Leben ist mehr als Ökonomie!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin enttäuscht, dass von der Opposition im Sozial- und Familienbereich ein Bild gemalt wird, das nicht der Realität entspricht. Ich finde das sehr schade, weil wir im Besonderen unseren jungen Menschen, unseren Jungfamilien Mut machen sollten. Und auf Grund der familienpolitischen Leistungen dieser Bundesregierung können wir das auch, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Und beim Arztbesuch müssen für die Kinder dann Selbstbehalte bezahlt werden!
Österreich ist – zusammen mit Luxemburg – das familienfreundlichste Land Europas, und als werdender Vater nenne ich Ihnen einige dieser Superleistungen: Kinderbetreuungsgeld für alle, auch für 32 000 Hausfrauen und StudentInnen. Insgesamt haben wir derzeit 170 000 BezieherInnen, davon 4 000 männliche. Diese Zahl ist erfreulicherweise steigend. Weiters: Erhöhung der Familienbeihilfe, plus 50 Prozent für Mehrlingsgeburten beim Kinderbetreuungsgeld. (Abg. Brosz: Und beim Arztbesuch müssen für die Kinder dann Selbstbehalte bezahlt werden!) Die Ausgaben im FLAF steigen 2005 um 230 Millionen € auf 5,2 Milliarden €. Dieses Geld kommt unseren Familien zugute, und darauf können wir stolz sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Österreich ist – zusammen mit Luxemburg – das familienfreundlichste Land Europas, und als werdender Vater nenne ich Ihnen einige dieser Superleistungen: Kinderbetreuungsgeld für alle, auch für 32 000 Hausfrauen und StudentInnen. Insgesamt haben wir derzeit 170 000 BezieherInnen, davon 4 000 männliche. Diese Zahl ist erfreulicherweise steigend. Weiters: Erhöhung der Familienbeihilfe, plus 50 Prozent für Mehrlingsgeburten beim Kinderbetreuungsgeld. (Abg. Brosz: Und beim Arztbesuch müssen für die Kinder dann Selbstbehalte bezahlt werden!) Die Ausgaben im FLAF steigen 2005 um 230 Millionen € auf 5,2 Milliarden €. Dieses Geld kommt unseren Familien zugute, und darauf können wir stolz sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eine weitere wichtige Unterstützung ist das Familienpaket im Rahmen der Steuerreform: Anhebung der Zuverdienstgrenze beim Alleinverdienerabsetzbetrag von 4 400 auf 6 000 €. Kinderzuschläge zum Alleinverdienerabsetzbetrag von 130, 175 und 220 € je nach Kinderanzahl. Ab 1. Jänner 2005, meine sehr geehrten Damen und Herren, wird der Steuerzahler durchschnittlich um 500 € oder 7 000 S entlastet. Das sind pro Monat 40 € oder 560 S, und das ist eine spürbare Entlastung, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir haben eine sehr gute Familienpolitik und Gott sei Dank auch einen Aufwärtstrend bei den Geburtenzahlen um 2,6 Prozent in den ersten drei Quartalen 2004. Freuen wir uns doch darüber, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie! Kriechen Sie endlich heraus aus Ihrem Jammertal und machen Sie den Menschen Mut! Das zählt auch zu Ihren Aufgaben als Abgeordnete dieses Hauses! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP und Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren, darf ich noch eine Anmerkung zur sozialen Sicherheit als ÖVP-Abgeordneter aus der letzten Reihe machen: Die Herren Klubobmänner Cap und Gusenbauer, die wieder einmal durch Abwesenheit glänzen, sprechen unsere Abgeordneten ja immer wieder an und machen sich Sorgen, dass unser Job hier im Hohen Haus in Gefahr sei. Meine Herren Cap und Gusenbauer! – Bitte richten Sie das den beiden Herren aus! – Sie beide sind der Garant dafür, dass uns nichts passiert. Solange Sie hier vorne sitzen, sind unsere Plätze da hinten oben gesichert. Dieser Vergleich macht uns sicher! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und den Grünen.
Ich sage aber auch, dass ich es sehr bedauere, dass der Gebärdensprachdolmetschdienst während Liveübertragungen nicht möglich ist, wo die Zuseher wirklich etwas davon hätten. Da ist auch der ORF organisatorisch gefordert, den Ausschnitt vom Rednerpult anders zu gestalten, sodass auch der Gebärdensprachdolmetsch zu sehen ist, oder ihn, so wie es international durchaus üblich ist, dazu einzublenden. – Das wäre nur eine Anregung. (Beifall bei den Freiheitlichen und den Grünen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unvorstellbar!
Kurz noch zum Schluss: Es wurden heute viele Themen angeschnitten. Ich möchte trotzdem noch einmal auf das Pflegegeld, auf die Valorisierung des Pflegegeldes zurückkommen. Die Sozialdemokratie hat kritisiert, dass die Erhöhung nur um 2 Prozent erfolge, und man hat gesagt, das seien nur einige wenige Euro – 30 € bis 40 € – und das sei nichts. Jetzt möchte ich Sie aber schon erinnern: Das Pflegegeld wurde 1993 eingeführt und zum letzten Mal 1995 valorisiert. Das sind jetzt neun Jahre. Wir sind die erste Regierung, die das Pflegegeld valorisiert. Aber ich sage auch, was Sie gemacht haben, denn ich glaube, Sie haben das vergessen, deshalb ist es mir ganz, ganz wichtig, das hier nochmals zu erwähnen. Sie haben 1996 unter einem SPÖ-Bundeskanzler, unter einem SPÖ-Finanzminister, unter einem SPÖ-Sozialminister das Pflegegeld gekürzt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unvorstellbar!), und zwar die Pflegestufe 1 um monatlich mehr als 50 € gekürzt (Abg. Scheibner: Das ist die soziale SPÖ!), und Sie haben das Pflegetaschengeld, das wirklich für die Pflegebedürftigsten und für die Ärmsten gedacht ist, halbiert.
Abg. Scheibner: Das ist die soziale SPÖ!
Kurz noch zum Schluss: Es wurden heute viele Themen angeschnitten. Ich möchte trotzdem noch einmal auf das Pflegegeld, auf die Valorisierung des Pflegegeldes zurückkommen. Die Sozialdemokratie hat kritisiert, dass die Erhöhung nur um 2 Prozent erfolge, und man hat gesagt, das seien nur einige wenige Euro – 30 € bis 40 € – und das sei nichts. Jetzt möchte ich Sie aber schon erinnern: Das Pflegegeld wurde 1993 eingeführt und zum letzten Mal 1995 valorisiert. Das sind jetzt neun Jahre. Wir sind die erste Regierung, die das Pflegegeld valorisiert. Aber ich sage auch, was Sie gemacht haben, denn ich glaube, Sie haben das vergessen, deshalb ist es mir ganz, ganz wichtig, das hier nochmals zu erwähnen. Sie haben 1996 unter einem SPÖ-Bundeskanzler, unter einem SPÖ-Finanzminister, unter einem SPÖ-Sozialminister das Pflegegeld gekürzt (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Unvorstellbar!), und zwar die Pflegestufe 1 um monatlich mehr als 50 € gekürzt (Abg. Scheibner: Das ist die soziale SPÖ!), und Sie haben das Pflegetaschengeld, das wirklich für die Pflegebedürftigsten und für die Ärmsten gedacht ist, halbiert.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich glaube, das ist wichtig, und zur Anerkennung der Pflege insgesamt ist es uns wichtig, dass auch die Pflege zu Hause möglich wird. Wir haben hier viele Schritte gesetzt, sei es jetzt auf Landesebene – allen voran im Bundesland Kärnten –, sei es aber auch, dass Staatssekretärin Uschi Haubner die Pflegeleistung zu Hause weiterhin gefördert und die Versicherungszeiten als echte Erwerbszeiten in die Pflegeversicherung mit hineingenommen hat. Außerdem sind das pensionsbegründende Zeiten mit 1 350 €. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich kann nur – summa summarum – sagen: Seit Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen ist ein anderes Selbstverständnis auch in der Sozialpolitik eingetreten. Und der Garant dafür, diesen Weg erfolgreich fortzuführen, sind nach wie vor Staatssekretärin Uschi Haubner und Bundesminister Haupt. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Aha, keine Wertsicherung für die Pensionen!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Es ist dies die Minderheit und damit abgelehnt. (Abg. Dr. Matznetter: Aha, keine Wertsicherung für die Pensionen!)
Die SPÖ-Abgeordneten erheben sich nur zögernd von ihren Sitzen. – Rufe der Empörung bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich ersuche jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein bejahendes Zeichen. (Die SPÖ-Abgeordneten erheben sich nur zögernd von ihren Sitzen. – Rufe der Empörung bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Es ist dies einstimmig angenommen. (E 76.) (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich ersuche jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein bejahendes Zeichen. (Die SPÖ-Abgeordneten erheben sich nur zögernd von ihren Sitzen. – Rufe der Empörung bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Es ist dies einstimmig angenommen. (E 76.) (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Platter, ich möchte Ihre persönlichen Bemühungen, mehr Budget für die Landesverteidigung, für Ihr Ressort zu bekommen, nicht schmälern. Das ist lobens- und begrüßenswert, Ihr Engagement ist in Ordnung, und das geht auch okay. 70 Millionen € mehr in absoluten Zahlen ist auch ein Betrag und ist nicht gering zu schätzen, aber dennoch ist er im Hinblick auf das, was Sie alles vorhaben und angekündigt haben, nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Sagen Sie nicht „getäuscht“! „Getäuscht“ nicht!
Daher, Herr Bundesminister, sollen wir die Kirche im Dorf lassen. Damit ist diese Bundesheerreform gesichert, haben Sie immer wieder behauptet, den Beweis sind Sie schuldig geblieben. Vielleicht können Sie uns das heute im Detail erklären. Ich sage, mitnichten ist diese Reform gesichert, Herr Bundesminister, denn laut Ihren Experten brauchen Sie pro Jahr zusätzlich 500 Millionen €. Und woher nehmen, wenn nicht stehlen?, ist man fast versucht zu sagen. Aber ernst gefragt: Woher nehmen Sie das Geld wirklich? Wem nehmen Sie Geld weg? Wo finden hier Umschichtungen statt? Denn grundsätzlich fällt auf, dass im vorliegenden Entwurf versucht wird, wie auf einem großen Verschiebebahnhof Umschichtungen vorzunehmen. Zahlen werden wie Züge hin und her geschoben, es wird hier wirklich getarnt und getäuscht, verschleiert und versteckt, Herr Bundesminister. (Abg. Murauer: Sagen Sie nicht „getäuscht“! „Getäuscht“ nicht!)
Abg. Scheibner: Die sind euch wieder zu teuer!
Ein Beispiel: Was mir aufgefallen ist, ist die exorbitante Steigerung für Mieten und für sonstige bewegliche Sachen. Hier explodiert es bis auf 872 Prozent, Herr Bundesminister! Da haben wir uns gefragt: Was versteckt sich dahinter? Das ist die Zwischenlösung, die Beschaffung der Uraltflugzeuge F5 aus der Schweiz. Sie sehen, hier kommen die ersten negativen Auswirkungen dieser unseligen Eurofighter-Beschaffung zum Tragen. (Abg. Scheibner: Die sind euch wieder zu teuer!) Hier sehen wir bereits, mein lieber Freund, diese Kaufentscheidung wird das Bundesheer noch in sehr ernste finanzielle Schwierigkeiten bringen, Herr Bundesminister.
Beifall bei der SPÖ.
Also Sie kommen im Jahre 2007 finanziell ganz gewaltig ins Schleudern, aber vielleicht denken Sie: Da werden wir nicht mehr Verantwortung tragen, das werden wir nicht mehr bezahlen müssen. Aber irgendwer muss es bezahlen, Herr Bundesminister, und das heißt, Schulden in die Zukunft zu machen, ohne die Verantwortung zu übernehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kein Finanzierungskonzept bis zum heutigen Tage, weit und breit nichts zu sehen von der vom Herrn Bundeskanzler immer wieder angekündigten Wirtschaftsplattform. All das, was versprochen worden ist, wird nicht gehalten. Daher wird diese Bundesheerreform nicht so zum Tragen kommen, wie wir es in der Kommission empfohlen haben, sondern es wird ein reines Sparprogramm werden. Und daher ist diese Eurofighter-Entscheidung die größte Fehlentscheidung einer Bundesregierung seit Bestehen der Zweiten Republik und wird sich tatsächlich als Katastrophe für das österreichische Bundesheer herausstellen, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Das wurde heute beschlossen!
Herr Bundesminister! Zum einen hätte ich gern, dass Sie uns diese zutiefst politischen Entscheidungen nicht über die Zeitung mitteilen, sondern dass Sie hier mit uns das Gespräch suchen. Dieses Thema gehört auf parlamentarischer Ebene umfassend diskutiert, denn über die Entsendung von Soldaten ins Ausland entscheidet immer noch das österreichische Parlament. Daher gehört diese Frage hier im Parlament im Hauptausschuss diskutiert. (Abg. Neudeck: Das wurde heute beschlossen!) Wir warten auf Ihre Konzepte, wir warten auf die Dokumente, um dann letztendlich die Festlegung hier zu treffen, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Zum einen hätte ich gern, dass Sie uns diese zutiefst politischen Entscheidungen nicht über die Zeitung mitteilen, sondern dass Sie hier mit uns das Gespräch suchen. Dieses Thema gehört auf parlamentarischer Ebene umfassend diskutiert, denn über die Entsendung von Soldaten ins Ausland entscheidet immer noch das österreichische Parlament. Daher gehört diese Frage hier im Parlament im Hauptausschuss diskutiert. (Abg. Neudeck: Das wurde heute beschlossen!) Wir warten auf Ihre Konzepte, wir warten auf die Dokumente, um dann letztendlich die Festlegung hier zu treffen, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Nicht, ihr könnt nicht, sondern ihr dürft nicht!
Daher können wir diesem Budget – trotz dieser geringen Erhöhung, aber auf Grund der vielen Ausgaben, die zu erwarten sind – nicht unsere Zustimmung geben. (Abg. Neudeck: Nicht, ihr könnt nicht, sondern ihr dürft nicht!) Diese Politik, Herr Bundesminister, führt in die politische Sackgasse. Wir helfen Ihnen gerne aus dieser Sackgasse heraus, Sie brauchen uns nur um Hilfe zu ersuchen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist doch sehr freundlich, oder?)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist doch sehr freundlich, oder?
Daher können wir diesem Budget – trotz dieser geringen Erhöhung, aber auf Grund der vielen Ausgaben, die zu erwarten sind – nicht unsere Zustimmung geben. (Abg. Neudeck: Nicht, ihr könnt nicht, sondern ihr dürft nicht!) Diese Politik, Herr Bundesminister, führt in die politische Sackgasse. Wir helfen Ihnen gerne aus dieser Sackgasse heraus, Sie brauchen uns nur um Hilfe zu ersuchen. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pilz. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist doch sehr freundlich, oder?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
tens einzusetzen. Und das gelingt in einem übergroßen Ausmaß. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
nisters Platter, dass er vom jetzigen Verhältnis zwei zu eins zu einem Verhältnis eins zu eins zwischen Administration und Truppe kommen wird. Das Bundesheer ist bestens unterwegs, und ich bedanke mich sehr, sehr herzlich auch für dieses Ziel. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Mit dem Dank an alle, die großes Verständnis und hohe Motivation im Bundesheer zeigen, meine ich, dass diesem Budget der Sicherheit, dem Budget der Landesverteidigung ohne weiters die Zustimmung erteilt werden kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Aber, Herr Pilz!
Daher: Aus welchen Töpfen soll – bei Erfüllung der Maastricht-Kriterien – dieses Geld eigentlich kommen? – Müssen dafür wieder Invaliditätspensionisten herhalten, die Universitäten und alle Pensionisten? (Abg. Murauer: Aber, Herr Pilz!) Oder wer ist das nächste Mal dran? Das sind die Fragen, die beantwortet gehören, bevor man Verträge, die auch wirtschaftlich nicht verantwortbar sind, mit einem ausländischen Partner abschließt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Daher: Aus welchen Töpfen soll – bei Erfüllung der Maastricht-Kriterien – dieses Geld eigentlich kommen? – Müssen dafür wieder Invaliditätspensionisten herhalten, die Universitäten und alle Pensionisten? (Abg. Murauer: Aber, Herr Pilz!) Oder wer ist das nächste Mal dran? Das sind die Fragen, die beantwortet gehören, bevor man Verträge, die auch wirtschaftlich nicht verantwortbar sind, mit einem ausländischen Partner abschließt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Bösch: Sie haben das vorgeschlagen!
Seitens der Kommission haben wir vorgeschlagen die Vergemeinschaftung der Sicherheit, und zwar mit drei Voraussetzungen. (Abg. Dr. Bösch: Sie haben das vorgeschlagen!) Erstens: eine starke gemeinsame Außenpolitik als ihr Fundament (Abg. Murauer: Öllinger applaudiert nicht!), zweitens: eine starke parlamentarische Kontrolle in Brüssel, drittens: klare Verfassungsregelungen, insbesondere klare Mandate der Vereinten Nationen als Basis für internationale Aktionen.
Abg. Murauer: Öllinger applaudiert nicht!
Seitens der Kommission haben wir vorgeschlagen die Vergemeinschaftung der Sicherheit, und zwar mit drei Voraussetzungen. (Abg. Dr. Bösch: Sie haben das vorgeschlagen!) Erstens: eine starke gemeinsame Außenpolitik als ihr Fundament (Abg. Murauer: Öllinger applaudiert nicht!), zweitens: eine starke parlamentarische Kontrolle in Brüssel, drittens: klare Verfassungsregelungen, insbesondere klare Mandate der Vereinten Nationen als Basis für internationale Aktionen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Welche Wahl steht denn jetzt an?
Wir haben dazugesagt, dass auf dem Weg dahin Österreich nicht nur neutral bleiben wird und muss, sondern seine Neutralitätspolitik neu begründen muss, weil diese durch die amtierende Bundesregierung verloren gegangen ist. Plädiert haben wir für Neutralitätspolitik – statt Neutralitätspopulismus eines Präsidenten Khol und vieler anderer, die kurz vor Wahlen immer die Neutralität entdecken, kurz nach Wahlen aber immer auf Mozartkugeln und Lipizzaner kommen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Welche Wahl steht denn jetzt an?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Das stimmt doch überhaupt nicht, was Sie da sagen! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Grünen haben zur Neutralität gesagt, es geht auch ohne ...!
Das ist die große europäische Frage. Wir haben eine klare Antwort gegeben. – Sie, Herr Bundesminister Platter, haben sich aber bis heute nicht entschieden; wir erwarten daher von Ihnen eine Antwort. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Das stimmt doch überhaupt nicht, was Sie da sagen! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die Grünen haben zur Neutralität gesagt, es geht auch ohne ...!)
Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Murauer und Dipl.-Ing. Scheuch.
Noch einmal zu den „Battle Groups“, einer sehr wichtigen Entscheidung, die wir einige Male vordiskutiert haben: Wollen Sie die Frage „Battle Groups“ wirklich allein in der Regierung und ohne Befassung des Nationalrates entscheiden? (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Murauer und Dipl.-Ing. Scheuch.) Wollen Sie eine so wichtige Frage ohne Beschlüsse des Hauptausschusses, des Landesverteidigungsausschusses und letzten Endes auch ohne das Plenum durchziehen? Wollen Sie am 22. November nach Brüssel fahren, ohne offiziell den österreichischen Nationalrat damit befasst zu haben?
Abg. Murauer: Herr Pilz, das ist in der Form nicht zu sagen ...! Sie wissen das ganz genau!
Das ist eine ganz entscheidende politische Frage – und das kann man nicht damit abtun, dass das irgendetwas mit den Petersberg-Aufgaben zu tun hat. Das ist zwar sachlich nicht falsch, aber es ist die Frage, in welchem politischen Rahmen und in welchem Verhältnis zur strukturierten Zusammenarbeit, in welchem Verhältnis zu einem drohenden militärischen Kerneuropa sich Österreich an der Herausbildung schwer bewaffneter Kampfgruppen beteiligt – oder eben auch nicht. (Abg. Murauer: Herr Pilz, das ist in der Form nicht zu sagen ...! Sie wissen das ganz genau!)
Beifall bei den Grünen.
Ich frage Sie, ob Sie bereit sind, eine Entscheidung der Bundesregierung so lange aufzuschieben, bis sich der Nationalrat mit seinen Ausschüssen und dem Plenum ordentlich und seriös damit befassen und auch Empfehlungen abgeben kann. – Ich empfehle Ihnen jedenfalls sehr, den Nationalrat in dieser wichtigen Frage der Sicherheitspolitik nicht zu übergehen. (Beifall bei den Grünen.)
Rufe bei den Grünen: Unglaublich! – Abg. Murauer: Was hat das mit diesem Budget zu tun!
Herr Ramprecht, um den es da geht, ist – das stimmt – nicht mehr Mitglied des Kabinetts des Finanzministers, aber er war Aufsichtsrat der BUWOG, Vorsitzender der BUWOG-Vergabekommission, als illegaler Makler zuständig für die Vergabe von Bundeswohnungen – und Ramprecht ist heute der Chef der Bundesbeschaffungsagentur, einer der wichtigsten Beschaffungseinrichtungen der Republik Österreich! (Rufe bei den Grünen: Unglaublich! – Abg. Murauer: Was hat das mit diesem Budget zu tun!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Na da geht es zu! – Abg. Dr. Mitterlehner: Was hat das mit der Landesverteidigung zu tun? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Herr Bundesminister Grasser! Herr Ramprecht, gegen den bereits ein Verfahren der Gewerbebehörde läuft, ist Chef der Bundesbeschaffungsagentur und damit direkt Ihnen gegenüber verantwortlich! Und es gibt nur eine Möglichkeit: diesen Herrn – gegen den, ebenso gegen dessen Gattin, die mit ihm gemeinsam das alles getan und durchgeführt hat, ermittelt wird – sofort aus sämtlichen Funktionen zu entlassen, um die Beschaffung der Republik und auch die Menschen, die auf Bundeswohnungen angewiesen sind, vor den Machenschaften des Herrn Ramprecht zu schützen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Öllinger: Na da geht es zu! – Abg. Dr. Mitterlehner: Was hat das mit der Landesverteidigung zu tun? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Öllinger: Der Herr Finanzminister sollte da sitzen! Das ist ja sein Budget!
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Pilz, ich glaube, Sie haben übersehen, dass hier nicht der Finanzminister auf der Regierungsbank sitzt, sondern der Verteidigungsminister. (Abg. Öllinger: Der Herr Finanzminister sollte da sitzen! Das ist ja sein Budget!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Wer war denn seinerzeit Verteidigungsminister? Waren das nicht Freiheitliche?
In Bezug auf die europäische sicherheitspolitische Linie der Grünen sollten Sie sich, Herr Dr. Pilz, in Ihrer Partei einmal klar werden darüber, wie Sie vorgehen, und dazu eine klare und berechenbare Position einnehmen, denn eine solche konnten wir von den Regierungsparteien bei Ihnen von den Grünen bisher nicht erkennen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Gaál: Wer war denn seinerzeit Verteidigungsminister? Waren das nicht Freiheitliche?)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Kollege Gaál, diese Bundesregierung musste viele Versäumnisse vor allem aus den achtziger Jahren aufarbeiten – und zu diesen Versäumnissen gehört auch die Nachbeschaffung von Abfangjägern sowie die Sicherung der Luftraumüberwachung. Dass das ein sehr schwieriges Thema ist, hat niemand von uns bestritten, aber ich kann feststellen: Diese Bundesregierung macht aus diesem Thema das Beste, hat Entscheidungen getroffen – und ich denke, dass diese Entscheidungen richtig waren. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Deshalb halte ich es für wichtig, dass – da dies eben notwendig ist – regionale Führungsstrukturen im Bundesheer erhalten bleiben. Dasselbe gilt auch für die Miliz, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Deshalb ist, wie ich meine, im Sinne der Reform des österreichischen Bundesheeres eine Wehrdienstverkürzung – zumindest aus heutiger Sicht – der falsche Weg! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wir sollten die Zeit, den uns die Bundesheer-Reformkommission mit ihrem Ergebnis gibt, nämlich die Zeit bis 2007, nützen, um über diese beiden wichtigen Dinge noch einmal gründlich nachzudenken. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Diese Bundesregierung, der wir Freiheitlichen angehören, steht für solides, berechenbares Vorgehen und für konsequente Reformen. Und darin, Herr Bundesminister Platter, werden wir Sie auch weiterhin unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dolinschek: Es ist immer spannend, ihm zuzuhören!
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Es war jetzt schon spannend, dem Kollegen Bösch zuzuhören. (Abg. Dolinschek: Es ist immer spannend, ihm zuzuhören!) Er sagt zwar, konsequente Reformen seien wichtig, nur: ändern darf sich nichts! – Das hat mich schon sehr amüsiert. Da aber ohnehin nur ein geringes Budget zur Verfügung steht, wird sich nicht viel ändern. (Abg. Murauer: Da sollten Sie sich nicht täuschen!)
Abg. Murauer: Da sollten Sie sich nicht täuschen!
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Es war jetzt schon spannend, dem Kollegen Bösch zuzuhören. (Abg. Dolinschek: Es ist immer spannend, ihm zuzuhören!) Er sagt zwar, konsequente Reformen seien wichtig, nur: ändern darf sich nichts! – Das hat mich schon sehr amüsiert. Da aber ohnehin nur ein geringes Budget zur Verfügung steht, wird sich nicht viel ändern. (Abg. Murauer: Da sollten Sie sich nicht täuschen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Heute Morgen habe ich so wie viele von Ihnen auch die Schlagzeilen im Radio gehört: zum einen, dass die Budgetverhandlungen weitergehen, weitergeführt werden, und zum anderen, dass es das größte Budgetdefizit geben wird, seit diese Regierung im Amt ist. Abgesehen davon, dass sich diese Regierung bekanntlich ein anderes Ziel gesetzt – Stichwort: Nulldefizit! – und dabei kläglich versagt hat, ohne Konsequenzen zu ziehen, wie es normale Menschen tun würden (Zwischenrufe bei der ÖVP), stellt sich doch die Frage der Sinnhaftigkeit der Ausgaben, in diesem Fall der Ausgaben in der Landesverteidigung.
Abg. Schöls: Aber? – Rufe bei der ÖVP: Aber?
Zuerst möchte ich dezidiert feststellen, dass ich den Ausgaben für die Landesverteidigung nicht an sich den Sinn absprechen möchte. Nein, ich bekenne mich zur Landesverteidigung! (Abg. Schöls: Aber? – Rufe bei der ÖVP: Aber?) – Sehen Sie, jetzt sind Sie aufgewacht, und jetzt kommen die ersten Zwischenrufe, darum wollte ich das gleich einmal vorwegnehmen. – Aber wie die Mittel innerhalb des Bereiches verwendet werden, muss sehr wohl hinterfragt werden.
Abg. Murauer: Wie zum Beispiel?
Der Rechnungshof hat in seinen Berichten des Öfteren große Fehler bei der Planung und Durchführung der Rüstungsbeschaffungen aufgezeigt. Er kritisiert insbesondere die hohen Vorbelastungen bei den Sachausgaben. Diese Vorbelastungen betragen ohne Eurofighter 258 Millionen €, das ist mehr als ein Viertel des Sachaufwandes des Budgets. Wo bleibt da jetzt der Spielraum für die dringend notwendigen, sinnvollen Beschaffungen zum Schutz und zur Sicherheit von Soldaten, Soldatinnen und der österreichischen Bevölkerung? (Abg. Murauer: Wie zum Beispiel?) – Schauen wir uns doch einmal an, was notwendig wäre, Herr Kollege!
Abg. Murauer: Ist vorgesehen!
Modernisierung für den Truppenfunk – keine Mittel vorgesehen (Abg. Murauer: Ist vorgesehen!);
Abg. Gradwohl: Oje!
Garagen und Flugdächer zum Schutz wertvoller Geräte – keine Mittel vorgesehen; gehärtete Sanitätsfahrzeuge – keine Mittel vorgesehen (Abg. Gradwohl: Oje!); Radpanzer – keine Mittel vorsehen;
Abg. Murauer: Vorgesehen!
Kugelschutzwesten – Kollege Gaál hat schon darauf hingewiesen. (Abg. Murauer: Vorgesehen!) – Bei einem Besuch der Bundesheer-Beschwerdekommission haben die
Abg. Murauer: Nein! Nein!
Oder: Für die Umsetzung der Reform „Österreichisches Bundesheer 2010“ ist viel zu wenig vorgesehen. (Abg. Murauer: Nein! Nein!) Und ich möchte sehr wohl „News“ zitieren, darin können wir lesen, dass die Finanzierung der Bundesheerreform auf tönernen Füßen stehe. Ein Experte meint da (Rufe bei der ÖVP: Wer? Wie heißt der?), die enormen Kosten für die Luftraumüberwachung nähmen ihm – gemeint sind Sie, Herr Minister – jeden Reformspielraum! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer ist der Experte, den Sie zitieren? – Abg. Gradwohl: Uwe Scheuch heißt er nicht, das kann ich garantieren!)
Rufe bei der ÖVP: Wer? Wie heißt der?
Oder: Für die Umsetzung der Reform „Österreichisches Bundesheer 2010“ ist viel zu wenig vorgesehen. (Abg. Murauer: Nein! Nein!) Und ich möchte sehr wohl „News“ zitieren, darin können wir lesen, dass die Finanzierung der Bundesheerreform auf tönernen Füßen stehe. Ein Experte meint da (Rufe bei der ÖVP: Wer? Wie heißt der?), die enormen Kosten für die Luftraumüberwachung nähmen ihm – gemeint sind Sie, Herr Minister – jeden Reformspielraum! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer ist der Experte, den Sie zitieren? – Abg. Gradwohl: Uwe Scheuch heißt er nicht, das kann ich garantieren!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer ist der Experte, den Sie zitieren? – Abg. Gradwohl: Uwe Scheuch heißt er nicht, das kann ich garantieren!
Oder: Für die Umsetzung der Reform „Österreichisches Bundesheer 2010“ ist viel zu wenig vorgesehen. (Abg. Murauer: Nein! Nein!) Und ich möchte sehr wohl „News“ zitieren, darin können wir lesen, dass die Finanzierung der Bundesheerreform auf tönernen Füßen stehe. Ein Experte meint da (Rufe bei der ÖVP: Wer? Wie heißt der?), die enormen Kosten für die Luftraumüberwachung nähmen ihm – gemeint sind Sie, Herr Minister – jeden Reformspielraum! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wer ist der Experte, den Sie zitieren? – Abg. Gradwohl: Uwe Scheuch heißt er nicht, das kann ich garantieren!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister! Andere Meinungen zuzulassen, ist für mich nicht demokratiepolitisch bedenklich, wie das in Ihrer Verordnung steht. Das Mundtotmachen von anderen Meinungen aber ist demokratiepolitisch nicht nur bedenklich, sondern auch inakzeptabel! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Wer hat Ihnen diese Rede geschrieben?
Herr Minister, Sie sollten einfach mehr auf die Menschen hören und vor allem mit ihnen sprechen! Und Sie sollten auch mehr auf die Soldaten und Soldatinnen hören und mit ihnen sprechen, denn mein Eindruck ist, dass Sie diese Gespräche nicht wirklich suchen, dass Ihnen das kein Anliegen und nicht wichtig ist! Das zeigt auch das Beispiel der Kugelschutzwesten. Das ist undemokratisch, undemokratisch und unsicher für die Betroffenen. (Abg. Dipl.-Ing. Hofmann: Wer hat Ihnen diese Rede geschrieben?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und Kolleginnen!
Unser gemeinsames Anliegen sollte doch der Schutz der Soldatinnen und der Soldaten, vor allem der Schutz der Kollegen, die im Ausland ihren Einsatz machen, sein! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und Kolleginnen!) Die sind doch besonderer Gefahr ausgesetzt. Wir sollten an ihre Sicherheit denken und im Budget ausreichende Mittel dafür zur Verfügung stellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Unser gemeinsames Anliegen sollte doch der Schutz der Soldatinnen und der Soldaten, vor allem der Schutz der Kollegen, die im Ausland ihren Einsatz machen, sein! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und Kolleginnen!) Die sind doch besonderer Gefahr ausgesetzt. Wir sollten an ihre Sicherheit denken und im Budget ausreichende Mittel dafür zur Verfügung stellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ganz sicher, ja!
Sehr geehrte Damen und Herren! In der Landesverteidigungspolitik und in der Sicherheitspolitik unterscheidet sich die SPÖ ganz gravierend von dieser Regierung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ganz sicher, ja!) Ihr einziges Ziel ist die Anschaffung von sündteuren Luxuskampfjets, darauf arbeiten Sie hin! (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Aber politische Zielsetzungen bleiben im Hintergrund.
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Sehr geehrte Damen und Herren! In der Landesverteidigungspolitik und in der Sicherheitspolitik unterscheidet sich die SPÖ ganz gravierend von dieser Regierung. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ganz sicher, ja!) Ihr einziges Ziel ist die Anschaffung von sündteuren Luxuskampfjets, darauf arbeiten Sie hin! (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Aber politische Zielsetzungen bleiben im Hintergrund.
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir hingegen vertreten einen umfassenden Sicherheitsbegriff: Österreich soll sich aktiv für Konfliktprävention, Krisenbewältigung und Friedenssicherung einsetzen! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Österreich soll das Friedensprojekt Europäische Union mit weiterentwickeln und beim Aufbau einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik dabei sein.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schöls.
Und – ganz wichtig! –: Wir bekennen uns zur Neutralität und wollen diese auch beibehalten! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schöls.)
Abg. Dr. Mitterlehner – in Richtung SPÖ –: Das war jetzt gar nichts! Weil ihr tut praktisch nichts!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Spindelegger. (Abg. Dr. Mitterlehner – in Richtung SPÖ –: Das war jetzt gar nichts! Weil ihr tut praktisch nichts!)
Ruf bei der ÖVP: Heiße Luft!
Wenn man sich die Debattenbeiträge der Kollegen aus der SPÖ anhört (Ruf bei der ÖVP: Heiße Luft!), ist es immer das Gleiche: Es gibt einige, etwa Kollege Gaál, die wirklich zur Landesverteidigung stehen und mehr Budget verlangen. Aber der Großteil der Abgeordneten der SPÖ ist in Wirklichkeit immer gegenteiliger Meinung; wenn wir andere Budgetkapitel verhandeln, meinen sie, in Wahrheit habe das Heer viel zu viel Budget, das könnten wir woanders nützen! (Abg. Gradwohl: Den Beweis werden Sie aber nicht erbringen können, Herr Kollege Spindelegger!)
Abg. Gradwohl: Den Beweis werden Sie aber nicht erbringen können, Herr Kollege Spindelegger!
Wenn man sich die Debattenbeiträge der Kollegen aus der SPÖ anhört (Ruf bei der ÖVP: Heiße Luft!), ist es immer das Gleiche: Es gibt einige, etwa Kollege Gaál, die wirklich zur Landesverteidigung stehen und mehr Budget verlangen. Aber der Großteil der Abgeordneten der SPÖ ist in Wirklichkeit immer gegenteiliger Meinung; wenn wir andere Budgetkapitel verhandeln, meinen sie, in Wahrheit habe das Heer viel zu viel Budget, das könnten wir woanders nützen! (Abg. Gradwohl: Den Beweis werden Sie aber nicht erbringen können, Herr Kollege Spindelegger!)
Abg. Stadlbauer: Mit den teuersten Flugzeugen?
Meine Damen und Herren! Das ist unglaubwürdig. Und wenn gerade Sie, Kollegin, die Sie das soeben hier erörtert haben, meinen, man müsse von einem umfassenden Sicherheitsbegriff ausgehen, dann stimme ich Ihnen voll zu. Aber umfassender Sicherheitsbegriff heißt: Sicherheit nicht nur am Land, sondern auch Sicherheit in der Luft! (Abg. Stadlbauer: Mit den teuersten Flugzeugen?) Das ist nicht zu trennen, liebe Kolleginnen und Kollegen! Das sollten Sie sich einmal selbst ins Stammbuch schreiben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist unglaubwürdig. Und wenn gerade Sie, Kollegin, die Sie das soeben hier erörtert haben, meinen, man müsse von einem umfassenden Sicherheitsbegriff ausgehen, dann stimme ich Ihnen voll zu. Aber umfassender Sicherheitsbegriff heißt: Sicherheit nicht nur am Land, sondern auch Sicherheit in der Luft! (Abg. Stadlbauer: Mit den teuersten Flugzeugen?) Das ist nicht zu trennen, liebe Kolleginnen und Kollegen! Das sollten Sie sich einmal selbst ins Stammbuch schreiben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Namens meiner Fraktion darf ich dazu feststellen: Wir wollen das, weil es notwendig ist, sich in Europa durch einen eigenen Einsatz glaubhaft zu engagieren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine letzte kurze Bemerkung, meine Damen und Herren, betrifft das Gedankenjahr 2005. Dazu wird auch und gerade das Bundesheer aus der Geschichte dieser Zweiten Republik heraus einen Beitrag leisten können, nämlich zu zeigen, wie notwendig und wichtig die Landesverteidigung für unser Staatsganzes ist. Und ich freue mich, Herr Bundesminister, dass die Arbeiten dafür so gut voranschreiten. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: ... Kinderfrau! – Abg. Neudeck: Vom Bundesheer?
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Poštovane dame i gospodo! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Herr Bundesminister, ich weiß nicht, ob Sie sich erinnern, ich erinnere Sie jetzt jedenfalls daran: Bei den Ausschussberatungen über das Budget der Landesverteidigung musste ich früher gehen, weil ich meinen Sohn abholen musste. (Ruf bei der ÖVP: ... Kinderfrau! – Abg. Neudeck: Vom Bundesheer?) Deshalb hatte ich damals keine Gelegenheit, eine bestimmte Frage mit Ihnen weiter zu erörtern, die nicht allein in meinem Interesse, sondern auch im Interesse der anderen Ausschussmitglieder lag.
Ruf bei der ÖVP: Black Hawk!
Ich nehme nun die Gelegenheit wahr, das nachzuholen, obwohl es nicht unmittelbar mit dem Budget zu tun hat, aber so oft haben wie Sie ja nicht hier, um mit Ihnen in einen Dialog treten zu können. Es handelt sich um diese leidige Angelegenheit beim Staatsbesuch des israelischen Staatspräsidenten Katzav in Österreich, diese Geschichte, als er mit dem Hubschrauber nach Mauthausen geflogen ist (Ruf bei der ÖVP: Black Hawk!) und vor einem Kleinflugzeug „gerettet“ wurde.
Abg. Neudeck: Peinlich kann das nur dem Piloten des Kleinflugzeugs sein!
Diese Geschichte, die ich jetzt nicht in allen Details wiederholen will, denn sie ist Ihnen wahrscheinlich genauso unangenehm oder peinlich wie mir (Abg. Neudeck: Peinlich kann das nur dem Piloten des Kleinflugzeugs sein!), ist unmittelbar danach, nämlich am nächsten Tag bereits in der „Kronen Zeitung“ in allen Details zu lesen gewesen. Ich habe Sie damals gefragt, wer dafür verantwortlich ist, dass noch während der Anwesenheit des Staatspräsidenten über Boulevardblätter solche Dinge kolportiert werden. Was ist da los in Ihrem Ressort? Haben Sie Ihre Leute nicht im Griff? Wer hat das Pouvoir, solche Sachen in welcher Form und wie zu lancieren? Und da ich gehört habe, dass Sie, weil ich damals nicht mehr da war, nicht darauf eingegangen sind, bitte ich Sie heute um Aufklärung. (Abg. Murauer: Das ist Redefreiheit!) – Es ist Redefreiheit, Herr Murauer! (Abg. Gradwohl: Noch!) Ja, aber es ist in der Verantwortung des Ministers, seine Leute im Griff zu haben. Lassen wir das also!
Abg. Murauer: Das ist Redefreiheit!
Diese Geschichte, die ich jetzt nicht in allen Details wiederholen will, denn sie ist Ihnen wahrscheinlich genauso unangenehm oder peinlich wie mir (Abg. Neudeck: Peinlich kann das nur dem Piloten des Kleinflugzeugs sein!), ist unmittelbar danach, nämlich am nächsten Tag bereits in der „Kronen Zeitung“ in allen Details zu lesen gewesen. Ich habe Sie damals gefragt, wer dafür verantwortlich ist, dass noch während der Anwesenheit des Staatspräsidenten über Boulevardblätter solche Dinge kolportiert werden. Was ist da los in Ihrem Ressort? Haben Sie Ihre Leute nicht im Griff? Wer hat das Pouvoir, solche Sachen in welcher Form und wie zu lancieren? Und da ich gehört habe, dass Sie, weil ich damals nicht mehr da war, nicht darauf eingegangen sind, bitte ich Sie heute um Aufklärung. (Abg. Murauer: Das ist Redefreiheit!) – Es ist Redefreiheit, Herr Murauer! (Abg. Gradwohl: Noch!) Ja, aber es ist in der Verantwortung des Ministers, seine Leute im Griff zu haben. Lassen wir das also!
Abg. Gradwohl: Noch!
Diese Geschichte, die ich jetzt nicht in allen Details wiederholen will, denn sie ist Ihnen wahrscheinlich genauso unangenehm oder peinlich wie mir (Abg. Neudeck: Peinlich kann das nur dem Piloten des Kleinflugzeugs sein!), ist unmittelbar danach, nämlich am nächsten Tag bereits in der „Kronen Zeitung“ in allen Details zu lesen gewesen. Ich habe Sie damals gefragt, wer dafür verantwortlich ist, dass noch während der Anwesenheit des Staatspräsidenten über Boulevardblätter solche Dinge kolportiert werden. Was ist da los in Ihrem Ressort? Haben Sie Ihre Leute nicht im Griff? Wer hat das Pouvoir, solche Sachen in welcher Form und wie zu lancieren? Und da ich gehört habe, dass Sie, weil ich damals nicht mehr da war, nicht darauf eingegangen sind, bitte ich Sie heute um Aufklärung. (Abg. Murauer: Das ist Redefreiheit!) – Es ist Redefreiheit, Herr Murauer! (Abg. Gradwohl: Noch!) Ja, aber es ist in der Verantwortung des Ministers, seine Leute im Griff zu haben. Lassen wir das also!
Zwischenruf des Abg. Murauer
Weil Redefreiheit ist, setze ich jetzt meine Rede mit der 2-Milliarden-Verschwendung der nächsten Jahre fort. Herr Bundesminister! Am Tag vor der Beschlussfassung der so genannten Pensionsharmonisierung – und es sind sicher auch zahlreiche Angehörige Ihres Ressorts als Beamtinnen und Beamte (Zwischenruf des Abg. Murauer) massiv davon betroffen, was die Bundesregierung plant; und das geht die Lebensperspektive einzelner Menschen in Österreich an, und nicht nur einzelner Menschen, sondern auch ganzer Familien, die an diese Einzelnen geknüpft sind; damit werden also den Leuten brutal Lebenschancen genommen, indem man allen BeamtInnen, die unter 50 sind und damit auch manchmal schon bis zu 20 oder 30 Jahre Einzahlungen hinter sich haben, eine erwartete Pension, für die sie schon seit Jahren einzahlen, radikal kürzt –, an so einem Tag mutet es geradezu kurios an, wenn Kolleginnen und Kollegen der Regierungsfraktionen an dieses Rednerpult treten und diese Luxus-Kampfjets mitsamt den zwei Milliarden, die dafür ausgegeben werden – und auch noch die zwei Milliarden, die in den 30 Jahren, in denen diese Luxus-Kampfjets in Österreich in Betrieb sein werden, ausgegeben werden –, bejubeln! Das ist es, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.
Weil Redefreiheit ist, setze ich jetzt meine Rede mit der 2-Milliarden-Verschwendung der nächsten Jahre fort. Herr Bundesminister! Am Tag vor der Beschlussfassung der so genannten Pensionsharmonisierung – und es sind sicher auch zahlreiche Angehörige Ihres Ressorts als Beamtinnen und Beamte (Zwischenruf des Abg. Murauer) massiv davon betroffen, was die Bundesregierung plant; und das geht die Lebensperspektive einzelner Menschen in Österreich an, und nicht nur einzelner Menschen, sondern auch ganzer Familien, die an diese Einzelnen geknüpft sind; damit werden also den Leuten brutal Lebenschancen genommen, indem man allen BeamtInnen, die unter 50 sind und damit auch manchmal schon bis zu 20 oder 30 Jahre Einzahlungen hinter sich haben, eine erwartete Pension, für die sie schon seit Jahren einzahlen, radikal kürzt –, an so einem Tag mutet es geradezu kurios an, wenn Kolleginnen und Kollegen der Regierungsfraktionen an dieses Rednerpult treten und diese Luxus-Kampfjets mitsamt den zwei Milliarden, die dafür ausgegeben werden – und auch noch die zwei Milliarden, die in den 30 Jahren, in denen diese Luxus-Kampfjets in Österreich in Betrieb sein werden, ausgegeben werden –, bejubeln! Das ist es, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gradwohl.)
Abg. Murauer: ... die Sensibilität ist schon in Ordnung!
Ich kenne Sie noch aus der Zeit, als Sie mein Kollege im Nationalrat waren, und weiß, dass Sie diesbezüglich ganz bestimmt – davon bin ich überzeugt, obwohl ich noch nicht lange Mitglied des Landesverteidigungsausschusses bin – eine viel höhere Sensibilität haben, weil Sie nämlich selbst Beamter waren (Abg. Murauer: ... die Sensibilität ist schon in Ordnung!) und deshalb im Umkehrschluss auch über diese Problematik sicher sehr genau Bescheid wissen und Sie sicherlich schon einige Leute darauf angesprochen haben.
Ruf bei den Freiheitlichen: Geh bitte!
Und genau das ist es, meine Damen und Herren, was – redet man über das Budget des Landesverteidigungsressorts – angesprochen zu werden hat! Wenn es nämlich darum geht, Sicherheit für die österreichische Bevölkerung zu garantieren, dann kann ich Ihnen sagen, dass – und darum habe ich mit diesem so genannten Zwischenfall, der ja inzwischen eine Causa Wolf ist (Ruf bei den Freiheitlichen: Geh bitte!) und nicht eine Causa jenes Herrn, der dieses Flugzeug manövriert hat (Abg. Murauer: Das ist überhaupt eine lustige ..., dass Sie sagen, dass der Wolf den bestellt hat!) – diese Sicherheit der österreichischen Bevölkerung zu hundert Prozent von sehr vielem mehr beeinträchtigt wird als von Unsicherheit in Österreichs Luft. Ganz bestimmt!
Abg. Murauer: Das ist überhaupt eine lustige ..., dass Sie sagen, dass der Wolf den bestellt hat!
Und genau das ist es, meine Damen und Herren, was – redet man über das Budget des Landesverteidigungsressorts – angesprochen zu werden hat! Wenn es nämlich darum geht, Sicherheit für die österreichische Bevölkerung zu garantieren, dann kann ich Ihnen sagen, dass – und darum habe ich mit diesem so genannten Zwischenfall, der ja inzwischen eine Causa Wolf ist (Ruf bei den Freiheitlichen: Geh bitte!) und nicht eine Causa jenes Herrn, der dieses Flugzeug manövriert hat (Abg. Murauer: Das ist überhaupt eine lustige ..., dass Sie sagen, dass der Wolf den bestellt hat!) – diese Sicherheit der österreichischen Bevölkerung zu hundert Prozent von sehr vielem mehr beeinträchtigt wird als von Unsicherheit in Österreichs Luft. Ganz bestimmt!
Abg. Murauer: Der Grünen!
Die Zwischenlösung, die dann gefunden wird und die noch einmal das Budget und damit die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich belastet, das, Herr Bundesminister, ist mir als verantwortungsvoller Abgeordneter der Republik (Abg. Murauer: Der Grünen!) nicht nur unangenehm, sondern damit wird meiner Ansicht nach wie in keinem anderen Punkt der derzeitigen österreichischen Regierungspolitik Folgendes evident: Es geht nicht um die vermeintliche Unsicherheit oder darum, die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung zu garantieren, sondern um die Relation der Kosten!
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Ich will jetzt nicht wieder alle Verdachtsmomente im Zusammenhang mit der Anschaffung der Eurofighter, die hier schon oft und intensiv ausgebreitet wurden, wiederholen, sie sind Ihnen bekannt. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Vieles ist schon vor Ihrer Zeit passiert, aber die handelnden Personen sitzen trotzdem noch hier im Haus. (Abg. Neudeck: Wen meinen Sie jetzt, Frau Kollegin?) Aber am Tag der Beschlussfassung des Budgets ist es notwendig, das noch einmal zu unterstreichen!
Abg. Neudeck: Wen meinen Sie jetzt, Frau Kollegin?
Ich will jetzt nicht wieder alle Verdachtsmomente im Zusammenhang mit der Anschaffung der Eurofighter, die hier schon oft und intensiv ausgebreitet wurden, wiederholen, sie sind Ihnen bekannt. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Vieles ist schon vor Ihrer Zeit passiert, aber die handelnden Personen sitzen trotzdem noch hier im Haus. (Abg. Neudeck: Wen meinen Sie jetzt, Frau Kollegin?) Aber am Tag der Beschlussfassung des Budgets ist es notwendig, das noch einmal zu unterstreichen!
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Morgen werden Sie sich als – entschuldigen Sie: nicht an Jahren, sondern an Erfahrung – alter ÖAABler hoffentlich denken: Gott sei Dank sitze ich nicht in der Abgeordnetenbank! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister für Landesverteidigung Günther Platter: Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Jetzt wird es Zeit, dass ich mich zu Wort melde. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Was ich damit sagen will, ist: Es ist notwendig, dass die Auslandsaufgaben des österreichischen Bundesheeres dieselbe Bedeutung haben wie die Inlandsaufgaben, weil wir nur in Kooperation mit allen Staaten diesen Bedrohungen begegnen können. Dazu ist natürlich ein entsprechendes Budget notwendig. Wie ich höre, ist das dem einen zu viel, dem anderen zu wenig. Daher werden wir vermutlich schon den richtigen Weg gehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Das ist ein Privileg!
schen Bundesheeres durchziehen können. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Das ist ein Privileg!)
Abg. Ellmauer: Stoisits!
Es wurden schon oft Diskussionen darüber geführt, und ich bin sehr bereit, darüber ein Gespräch zu führen: Wer in diesem Haus ist der Meinung, dass wir keine Luftraumüberwachung brauchen? (Abg. Ellmauer: Stoisits!) Ich würde Sie bitten, das hier ganz offen zu sagen! – Es wird sehr, sehr still bleiben. Sehen Sie, und daher brauchen wir für bestimmte Aufgaben auch Abfangjäger.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eine Diskussion darüber zu führen, Frau Abgeordnete Stoisits, dass wir bei den Pensionen etwas hätten anders machen können, wenn wir die Eurofighter nicht angeschafft hätten, ist genauso absurd! Rechnen wir! 2 Milliarden € – und diese 2 Milliarden € garantieren, dass wir 18 Eurofighter für die nächsten 30 bis 40 Jahre zur Verfügung haben werden, auch für Ihre Sicherheit, für die Sicherheit Ihrer Kinder und Kindeskinder –, das macht pro Österreicherin/Österreicher einmalig 250 €! Glauben Sie wirklich, dass wir damit eine andere Pensionsreform hätten finanzieren können? – Das ist doch absurd! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher: Sicherheitspolitik kann nicht immer populär sein, aber in der Sicherheitspolitik ist das zu tun, was für die Sicherheit der Bevölkerung das Beste ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nun zu den Auslandsaktivitäten, meine Damen und Herren! Ich habe festgestellt, dass die Auslandsaufgaben gleich wichtig sind wie die Inlandsaufgaben, und wir werden uns im Ausland noch mehr engagieren. Ich bin sehr froh darüber, was unsere Soldatinnen und Soldaten im Rahmen des gesamten Spektrums der Petersberger Aufgaben leisten können; die Beschlussfassung von Artikel 23f ist übrigens auf die damalige rot-schwarze Regierung zurückzuführen. Und ich garantiere Ihnen, dass natürlich in jede Entscheidung auf Entsendung von Einsatzkräften der Hauptausschuss mit eingebunden wird. Das ist eine Selbstverständlichkeit! Das hier in Frage zu stellen, ist einfach falsch. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben – das wurde heute auch irgendwo in Abrede gestellt – 1 100 Splitterschutzwesten zur Verfügung – natürlich im Ausland –, die entsprechenden Schutz für die Soldatinnen und Soldaten gewähren, und darüber hinaus werden wir 500 Stück Kugelschutzwesten anschaffen! All das wird natürlich nur für Einsätze im Ausland verwendet, aber wir haben somit für den Bedarfsfall eine erste Tranche geschaffen, um den Soldatinnen und Soldaten bestmöglichen Schutz angedeihen zu lassen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das heißt: ein ordentliches Paket zum Schutz der SoldatInnen, zum Schutz der Republik Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Budget – inklusive Ermächtigung –, und ich ersuche Sie um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Markus Fauland (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Kameraden vom österreichischen Bundesheer! Ich kann natürlich nicht unwidersprochen lassen, was Kollegin Stoisits im Zusammenhang mit dem Katzav-Vorfall angemerkt hat. Man muss die Situation schon einmal nüchtern betrachten: Wir hatten einen Hubschrauber-Verband, dem sich ein Zivilflugzeug in einem gesperrten Luftraum genähert hat. Die österreichische Luftraumüberwachung hat funktioniert! Die Saab 105 haben dieses Flugzeug abgefangen und auch abgedrängt. Frau Kollegin Stoisits: Hätten wir das nicht gemacht und hätte dieses Flugzeug einen „near-miss“ verursacht und wäre dann in den Medien berichtet worden: „Beinahe-Verkehrsunfall einer Zivilmaschine mit einem Hubschrauber-Verband mit Präsidenten Katzav“, was hätten Sie uns dann zugerufen? – Die notwendige Luftraumüberwachung funktioniert nicht! – Ich bin sehr froh darüber, dass sie funktioniert hat, und dieser Vorfall hat auch bewiesen, dass sie notwendig ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Außerdem bin ich nicht überzeugt davon, dass das Bundesheer die notwendigen Umsetzungsmaßnahmen, die diese Verkürzung nach sich ziehen, auch zeitgerecht umsetzen kann, weshalb es zu einer leichten Verunsicherung, die auch schon spürbar ist, im Bereich des Bundesheeres kommen könnte. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Wenn die Werbung gut ist, reichen sechs Monate!
zu motivieren, beim Bundesheer zu bleiben. Also auch darauf wird sich die Kürzung auf sechs Monate nachteilig auswirken. (Abg. Gradwohl: Wenn die Werbung gut ist, reichen sechs Monate!) Natürlich ist sie gut, aber die Erfahrung zeigt, dass am meisten Werbung erst ab dem sechsten bis zum achten Monat betrieben wird, weil die Leute erst dann wissen, wie gut das Bundesheer ist, und auch entsprechend motiviert sind, dabei zu bleiben. (Abg. Gradwohl: Wenn sich das Bundesheer alle sechs Monate hervorragend darstellt, kommen sie scharenweise!)
Abg. Gradwohl: Wenn sich das Bundesheer alle sechs Monate hervorragend darstellt, kommen sie scharenweise!
zu motivieren, beim Bundesheer zu bleiben. Also auch darauf wird sich die Kürzung auf sechs Monate nachteilig auswirken. (Abg. Gradwohl: Wenn die Werbung gut ist, reichen sechs Monate!) Natürlich ist sie gut, aber die Erfahrung zeigt, dass am meisten Werbung erst ab dem sechsten bis zum achten Monat betrieben wird, weil die Leute erst dann wissen, wie gut das Bundesheer ist, und auch entsprechend motiviert sind, dabei zu bleiben. (Abg. Gradwohl: Wenn sich das Bundesheer alle sechs Monate hervorragend darstellt, kommen sie scharenweise!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir Freiheitlichen sind uns selbstverständlich dessen bewusst, dass das Bundesheer einem Reformprozess zu unterliegen hat. Aber das kann nicht ausschließlich bei einer proportionalen Verringerung der Truppenstärke enden, sondern das Bundesheer muss sich fit machen für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts. Die neuen Bedrohungen fordern flexiblen Umgang mit solchen neuen Situationen. Auch die äußere Sicherheit, meine Damen und Herren, ist kein politischer Spielball, sondern eine Notwendigkeit zur Erhaltung unserer Lebensqualität und unserer demokratischen Freiheiten. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Lentsch: Bitte, einmal was Neues!
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Der Fetisch Abfangjäger (Abg. Lentsch: Bitte, einmal was Neues!) bringt das Budget des Bundesheeres ordentlich durcheinander. Wenn man die jährlich anfallenden Kosten, die das Bundesheer braucht, um ordnungsgemäß seiner Aufgabe nachzukommen, berücksichtigt – das hat in der Vergangenheit immer 0,8 Prozent des BIP bedurft –, dann kann man sagen, es gibt in der Geschichte zwei Perioden, in denen diese 0,8 Prozent deutlich unterschritten wurden.
Zwischenruf des Abg. Fauland
Wir haben Abfangjäger zu einem Ankaufspreis von knapp 3 Milliarden € angeschafft. Wenn man weiß, dass das Bundesheer im Jahr 1,8 Milliarden € zur Verfügung hat und auch braucht, wenn man um die desolaten Zustände der Truppe bei manchen Ausrüstungsgegenständen weiß (Zwischenruf des Abg. Fauland), dann muss man wirklich bedauern, dass man keinen billigeren Weg gefunden hat, den Luftraum zu sichern.
Abg. Murauer: Was war da nicht in Ordnung? Was war falsch?
Herr Kollege Fauland, ich möchte auch für unsere Fraktion sagen: Die Performance bei besagtem Zwischenfall war nicht gerade hervorragend – reden wir lieber nicht darüber, seien wir froh, dass nichts passiert ist! –, aber ich glaube, das sollten wir uns gegenseitig nicht aufrechnen. Das war keine Sache, um berühmt zu werden. Die Veröffentlichung dessen, wie man an die Sache herangegangen ist, war nicht professionell, kann besser werden. (Abg. Murauer: Was war da nicht in Ordnung? Was war falsch?)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie nicht in der Lage sind, transparent zu artikulieren, können wir nicht sagen: Da sind wir dabei! Wenn wir sagen, wir stimmen zu, müssen wir wissen, wozu – dann können Sie sich auf uns verlassen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Astrid Stadler (ÖVP): Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren! Lieber Kollege Prähauser, ich habe Sie vermisst bei unserer Informationsfahrt nach Manching. Ich würde Ihnen empfehlen, das nächste Mal mitzufahren, vielleicht hätten Sie dann die Information, die Ihnen fehlt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Als Mutter liegen mir nicht nur meine Kinder am Herzen: Was können wir unseren Kindern Besseres geben und hinterlassen als ein sicheres und lebenswertes Österreich? – Unsere Sicherheitspolitik ist ein großer Beitrag dazu. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Spindelegger: Maßgeblich beteiligt!
Wie Sie wissen, war Österreich sehr stark daran beteiligt, dass es überhaupt zur Ottawa-Konvention gekommen ist, es war hier tatsächlich sehr aktiv. Ich habe das immer sehr begrüßt und auch für sehr sinnvoll gehalten. (Abg. Dr. Spindelegger: Maßgeblich beteiligt!) Ja, maßgeblich, Herr Kollege Spindelegger, das stimmt. Wie gesagt, ich finde es ja auch eine tolle Sache, dass sich Österreich so stark daran beteiligt hat.
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfeffer.
Österreich gibt im Rahmen des Budgets für Entwicklungszusammenarbeit einiges an Geld dafür aus. Ich denke, es wäre ein Superanlass gewesen, im Rahmen dieser Show am 26. Oktober, am Nationalfeiertag, auch zu präsentieren, was Österreich im Bereich der Minensuchgeräte macht, in dem Bereich, in dem es tatsächlich darum geht, Menschen vor den Folgen eines Krieges und dieser grausamen und grauenhaften Antipersonenminen zu schützen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfeffer.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Platter.
Nun zur Frage, wie es mit KIOP und mit den „Battle Groups“ ausschaut. Kollege Spindelegger hat erwähnt, dem Nationalrat wurde im September ein Konzept dafür zugeleitet. Ich habe es nicht gesehen, wir haben jetzt in der Kürze der Zeit versucht herauszufinden, wo das gewesen wäre; wir werden dem noch einmal nachgehen. Aber ich frage schon: Wenn das etwas ist, wo sich gerade die ÖVP so massiv dafür einsetzt, dass wir mitmachen, warum ist es Ihnen dann kein Anliegen, das auf die Tagesordnung des Hauptausschusses zu setzen und damit dem Minister die Chance zu geben, uns nicht über die Medien zu erklären, warum wir da mitmachen sollen, sondern uns im Hauptausschuss zu erklären, warum es ihm und Ihnen so wichtig ist, dass Österreich da mitmacht? – Wir wollen da nämlich nicht mitmachen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Platter.)
Beifall bei den Grünen.
Lassen Sie mich auch kurz erklären, warum wir mit den „Battle Groups“, wie sie jetzt vorgesehen sind, in dieser Form nichts anfangen können. Es geht grundsätzlich darum, auch Kollege Pilz hat das schon erwähnt: Wenn überhaupt, dann geht so etwas nur im Zusammenhang mit einer tatsächlich gemeinsamen Außenpolitik, die von einer friedenspolitischen Orientierung her definiert, wann solche Gruppen überhaupt zum Einsatz kommen, und nicht so, wie es jetzt leider passiert, dass das Pferd von hinten aufgezäumt wird und man sagt: Jetzt machen wir einmal das Militärische, und über die gemeinsame Außenpolitik und diese friedenspolitische Orientierung, wie man nämlich verhindert, dass diese Konflikte überhaupt stattfinden, zerbrechen wir uns später den Kopf! – Das ist also eine der Bedingungen, deren Erfüllung aus unserer Sicht notwendig wäre, um daran teilzunehmen. Aber es gibt auch ein paar andere. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Zeit!
Das heißt, Sie wollen jetzt über den Umweg dieser „Battle Groups“ bei der „strukturierten Zusammenarbeit“ mitmachen. Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! Wir Grüne werden uns an diesem Projekt nicht beteiligen. Dazu wird es von uns sicher keine Zustimmung geben, mit oder ohne „strukturierte Zusammenarbeit“ in Europa. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Zeit!) – Es ist meine Zeit, nicht Ihre, und die habe ich noch.
Beifall bei den Grünen.
geht es eher um eine Umschichtung vom militärischen in den zivilen Bereich. Das sind unsere Vorschläge, und in die Richtung sollte es gehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bei meinen Besuchen am Golan und auch in Sarajevo konnte ich feststellen, dass unsere Soldaten dort die besten Botschafter und die besten Repräsentanten unseres Landes sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Gaál: Kugelschutzwesten nicht!
Herr Kollege Gaál! Ich war auch in Sarajevo, und ich habe die Schutzwesten gesehen. Es ist noch nicht die ausreichende Stückzahl, aber man kann nicht behaupten, dass es keine gibt. (Abg. Gaál: Kugelschutzwesten nicht!) Von Splitterschutzwesten habe ich geredet.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abschließend möchte ich mich bei Ihnen, Herr Minister, als einer der Jungen hier dafür bedanken, dass Sie sich für Lehrlinge in Ihrem Ressort einsetzen und mit Ende des Jahres 200 Lehrlinge in Ihrem Ressort haben. Sie haben damit die Zahl verdoppelt. Im Namen der Jugend danke ich dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Ich möchte noch etwas sagen, das mir ein besonderes Anliegen ist. Wir haben gehört, auch vom Herrn Bundesminister, dass das Equipment, wenn ich es jetzt zusammengefasst sage, im Zulauf ist. Wenn man sieht, wie unsere Soldaten, unsere Führungskräfte international arbeiten, kann man nur sagen: Die machen aus allem etwas! Sie machen daraus so etwas, dass mir im persönlichen Gespräch der Kommandierende der US-Army und der Kommandierende der französischen Armee gesagt haben: Seien Sie stolz auf Ihre Soldaten, auf Ihre Führungskräfte im Heer, wir, die Internationalen, können von ihnen lernen! Aber im Unterschied zu unseren Soldaten haben die alle die komplette Ausrüstung, unsere nur die Hälfte – das kann es ja nicht sein. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
die ausgebildeten Soldatinnen wieder das Heer verlassen. Ich würde Sie bitten, da den Daumen draufzulegen und einen Schwerpunkt zu setzen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es geht darum, dass wir durch unsere Gesundheitsreform weder ein offenes noch ein verdecktes Rationieren in diesem Land fördern wollen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Haidlmayr: Gebärdensprachdolmetscher!
Oder nehmen wir ein anderes Beispiel her. Wir haben heute die Gebärdendolmetscher dagehabt. (Abg. Haidlmayr: Gebärdensprachdolmetscher!) Wenn ein Kleinkind einem Hörscreening unterzogen wird – was wir in Österreich machen, Gott sei Dank, das ist international nicht üblich – und sich dabei Defizite herausstellen und Sie dann dem Kind im ersten Lebensjahr ein Cochlea-Implantat einsetzen, kann es fast normal hören und normal die Sprache lernen. Das Kind ist dann nicht taubstumm.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das sind die Probleme, um die es uns in der Gesundheitsreform gegangen ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Belastungen – ich kann das Wort schon nicht mehr hören! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (fortsetzend): Ein Apalliker ist jemand, der de facto hirntot ist und bei dem nur mehr die Organe funktionieren, aber das Hirn nicht. Wir haben in Österreich zirka 150 Patienten, die bedauerlicherweise in ein apallisches Syndrom hineinfallen. In Holland gibt es de facto diese Patienten nicht mehr, weil sie vermutlich Sterbehilfe wollten, aber sich wahrscheinlich nie dahin gehend äußern konnten. Das Gesetz erlaubt das. Wir haben das in Österreich verhindert, und darauf sind wir stolz. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir in Österreich haben das nicht gemacht. Wir machen einen Strukturplan im Rahmen der Gesundheitsreform, wir strukturieren die Spitäler landesweise in Holdings um: Oberösterreich, Kärnten, Niederösterreich. Wir führen die Spitäler wie private, aber den Versorgungsauftrag haben wir nicht privatisiert, den haben wir nicht dem Shareholder-Value untergeordnet. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir in Österreich stehen mit dieser Reform zur österreichischen Tradition. Wir wollen langfristiges Denken im Gesundheitswesen, nachhaltiges Denken. Wir stehen dazu. Es war ein Minister Steyrer, der das Transplantationswesen gefördert hat. Heute sind wir in diesem Bereich Weltspitze. Die Frau Ministerin konnte den tausendsten Herztransplantationspatienten begrüßen und mit ihm feiern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Grünewald: Das ist doch nicht wahr!
Diese Reform, die wir jetzt machen, ist vernünftig: Es gibt kein Sparen um des Sparens willen, kein Rationieren um des Rationierens willen, und es gibt keinen Kahlschlag. Aber, meine lieben Damen und Herren, bitte ein bisschen mehr Ehrlichkeit! Sagen Sie der Bevölkerung nicht immer: Belastung, Belastung, Belastung! Das kann wirklich keiner mehr hören. Ihre Alternativen sind: schließen, rationieren, verdeckt rationieren. (Abg. Dr. Grünewald: Das ist doch nicht wahr!)
Abg. Dr. Grünewald: Und was ist das Beste?
Unser Grundproblem war, dass einer dem anderen die Kosten hingeschoben und jeder gesagt hat: Hauptsache, ich habe eine schwarze Null! Und ich kann Ihnen beweisen: Das Billigste ist der niedergelassene Arzt. (Abg. Dr. Grünewald: Und was ist das Beste?) Aber die genaue Abgrenzung – da bin ich bei dir – ist oft schwer zu ziehen. Ich will keinen Kahlschlag, der so ausschaut, dass man jedes dritte Spital zusperrt und mit der Versorgung einfach herunterfährt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wie schauen die großen Projekte der Herren Gesundheitsökonomen aus? Die heißen: Jedes dritte Spital zusperren! Na das schaue ich mir an, wenn Sie in Österreich jedes dritte Spital zusperren. Da werden Sie gleich christlich werden. Ich fürchte mich vor so einer Versorgung. Ich fürchte mich auch, ganz ehrlich, vor dem EU-Durchschnitt. Ich will einen Weltklassedurchschnitt und das Versorgungsniveau in Österreich heben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Oder: In St. Wolfgang hat ein anderer Gesundheitsökonom gesagt: Ab einem Alter von 77 Jahren gibt es halt nichts mehr. – Natürlich kommt das billiger, aber das kann sich eine Regierung mit Verantwortung nicht erlauben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bitte scheren Sie ein in den nationalen Konsens, den wir immer mitgetragen haben und den jetzt auch die Länder mittragen! Nur die Grünen und die SPÖ stehen derzeit noch draußen. Die Tür ist weit offen – scheren Sie bitte ein in den nationalen Konsens! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich denke, dass wir gerade mit diesem Paradigmenwechsel hin zu einer Gesundheitsförderung erreichen werden, dass die Österreicherinnen und Österreicher von sich aus Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen und mehr Sorgfalt auf die Erhaltung ihrer Gesundheit legen, beziehungsweise wollen wir all jenen, die auf Grund welcher Einflüsse auch immer, seien es Unfälle, seien es Krankheiten, Berufskrankheiten oder andere Krankheiten, medizinische Hilfe benötigen, diese rasch bereitstellen, damit sie möglichst bald wieder gesund werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
einholen kann und damit dem Patienten oder der Patientin die Reise in das Schwerpunktkrankenhaus ersparen und dem Gesundheitssystem Kosten ersparen kann. Das wird zu mehr Qualität für die Patientinnen und Patienten und zu mehr Sicherheit für die AllgemeinmedizinerInnen führen, weil sie damit auch Kontakte zu den KollegInnen halten können, ohne unnötige Reisezeiten in Kauf nehmen zu müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir sind beim österreichischen Strukturplan Gesundheit erstmals weggegangen von einer standortbezogenen Bettendiskussion hin zu einer qualitätsbezogenen Leistungsdiskussion, und zwar unabhängig davon, ob diese Leistung im intramuralen oder im extramuralen Bereich erfolgt; sie muss gleiche Qualitätsstandards enthalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich darf hier noch kurz anführen, dass eine richtige und ausreichende Bewegung ein wesentliches Ziel der Gesundheitsförderung ist. Daher wollen wir uns auch in Hinkunft stärker mit dem Sportsstaatssekretariat zusammenschließen, das eine großartige Aktion im Sinne von Sportkids bereits begonnen hat. Wir werden vor allem konkret die Projekte „SportKids“ im Vorschulalter und „Fit für School“ im Schulalter fördern, weil diese auch dazu beitragen, dass entfallende Turnstunden kompensiert werden können. „Fit für Business“ für Berufstätige und „Fit für 50 plus“ für die ältere Zielgruppe sind weitere Projekte. Diese Vorhaben wollen wir selbstverständlich mit dem Fonds Gesundes Österreich und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur umsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf Sie sehr herzlich einladen, in den kommenden Wochen, vor allem auch im Ausschuss, gemeinsam an diesem Reformpaket weiterzuarbeiten. Und ich hoffe, dass dieses Paket in diesem Haus auch eine breite Mehrheit finden wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
fen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das ist genau der Standpunkt, den wir in dieser Frage einnehmen mussten und auch eingenommen haben.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Da merkt man aber nichts!
Wir hatten da von Anfang an eine klare Position: Es muss weiterhin einen ungehinderten Zugang zu allen medizinischen Leistungen geben. Eine Rationierung, wie sie in manchen europäischen Staaten – das ist schon angeschnitten worden – stattfindet, lehnen wir ab. Und wir lehnen es auch ab, dass es zu einer Rationierung durch die Hintertür kommt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Bures: Da merkt man aber nichts!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wer die Dinge treiben lässt – und das haben Sie in der Zeit, in der Sie verantwortlich waren, gemacht –, der riskiert die Rationierung durch die Hintertür. Dann wird, vorerst unmerklich, aber irgendwann für jeden verständlich, das öffentliche Gesundheitswesen die Leistungen herunterschrauben. Wer diese Defizite finanziell kompensieren kann, der wird es auch tun. Diese Zweiklassenmedizin wollen wir nicht verantworten. Und ein Schuft ist, wer mehr verspricht, als er halten kann. Wer halten will, dass die Rationierung, die Zweiklassenmedizin nicht kommt, der hat jetzt einen politischen Handlungsbedarf, und den nehmen wir wahr. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Sie, Herr Abgeordneter Lackner, haben heute am Vormittag davon gesprochen, diese Reform würde die gesetzliche Krankenversicherung – ich habe das mitgeschrieben – zerstören. (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.) Da sind Sie aber völlig neben der Realität. Entschuldigen Sie vielmals, aber das ist lächerlich. Der erste Vorschlag hat die Zustimmung Ihrer Leute gefunden, aber nicht unsere Billigung. Wir konnten ihn entschärfen. Der Vorschlag, der jetzt auf dem Tisch liegt, ist wesentlich sozialer. Wie können Sie dann so etwas über eine verbesserte Möglichkeit sagen?
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was macht nun der vorliegende Entwurf? – An der Sachleistung wird sich nichts ändern, die Zuschüsse von 3 bis 8 € werden zum Beispiel fallen. Allerdings sind jene Personen, die keine Rezeptgebühr bezahlen, von dieser Streichung ausgenommen, sie bekommen den Zuschuss weiter, ebenso wie Kinder und stark Sehbehinderte. Nur damit hier einmal der Wahrheit die Ehre gegeben wird und die realen Verhältnisse dargestellt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nun zum vorliegenden Entwurf im Weiteren. Es ist der Beharrlichkeit der freiheitlichen Verhandler, vor allem auch Klubobmann Scheibner zu verdanken, dass sich da Entscheidendes verbessert hat. Die Krankenversicherungsbeitragserhöhung ist befristet – das ist ein sehr guter Erfolg –, und die Rezeptgebühr ist weg. Da auch eine Klarstellung. Sie wissen natürlich, dass seit dem Jahr 1983 die Rezeptgebühr jährlich angepasst wird, und die 10 Cent, die Sie als Erhöhung apostrophieren – und so taucht es auch sozusagen wider besseres Wissen gelegentlich in den Medien auf –, sind keine Erhöhung, das ist die jährliche Anpassung. Die Erhöhung der Rezeptgebühr fiel, wir haben sie wegverhandelt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zusammenfassend: Die Einwände, die Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, bringen, sind nicht stichhaltig. Ihr Verhalten in dieser Frage ist nicht schlüssig, alternative Konzepte haben völlig gefehlt. Diese Reform ist notwendig, sie stellt mit den Maßnahmen, die getroffen werden, sicher, dass die kurzfristige Finanzierbarkeit gegeben ist, sie garantiert aber auch, dass es mittelfristig zu einer Verbesserung der Strukturen und damit auch zur Finanzierbarkeit kommt. Sie ist auch – dank der Beharrlichkeit vor allem der freiheitlichen Verhandler – sozial verträglich. Die Regierung hatte eine schwierige Arbeit zu erledigen, sie hat sie tadellos bewältigt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das ist zu eurer Belehrung!
Abgeordneter Manfred Lackner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ! Schlecht schaut es aus im Gesundheitswesen in Österreich, wenn Sie heute eine Dringliche Anfrage zur Gesundheitspolitik an Ihre Ministerin richten müssen. (Abg. Neudeck: Das ist zu eurer Belehrung!)
Abg. Scheibner: Jetzt warten wir, was Sie bringen! Bei Ihnen ist die Präsenz auch nicht groß! Für uns ist die Gesundheit sehr dringlich! Sie rätseln immer noch, ob Kollege Gusenbauer dort war oder nicht! Vielleicht war es ein Doppelgänger!
Nicht nur, meine Damen und Herren, die matten Ausführungen des Kollegen Rasinger, sondern auch die Präsenz auf den Regierungssitzen zeigt eigentlich, wie „dringlich“ – unter Anführungszeichen – diese Anfrage war, meine Damen und Herren (Abg. Scheibner: Jetzt warten wir, was Sie bringen! Bei Ihnen ist die Präsenz auch nicht groß! Für uns ist die Gesundheit sehr dringlich! Sie rätseln immer noch, ob Kollege Gusenbauer dort war oder nicht! Vielleicht war es ein Doppelgänger!) – und dies zu Recht, Herr Kollege Scheibner.
Abg. Mag. Molterer: Was ist mit Häupl, mit Herrn Rieder?
Frau Rosenkranz hat davon gesprochen, dass da irgendetwas abgeschlossen oder paktiert worden ist. Meine Damen und Herren! Sie wissen nur allzu genau, hier im Parlament werden solche Sachen beschlossen und müssen solche Sachen beschlossen werden und nicht irgendwo im stillen Kämmerlein. An das hat sich die SPÖ gehalten, und ich bin stolz, bei einer Partei zu sein, meine Damen und Herren, wo das dann auch noch nachträglich mitunter korrigiert werden kann. (Abg. Mag. Molterer: Was ist mit Häupl, mit Herrn Rieder?) Bei Ihnen, Herr Kollege Molterer, scheint das etwas anders zu sein. Hier scheint die große Disziplin im Vordergrund zu stehen, dass Ihre Kolleginnen und Kollegen das mittragen müssen. (Abg. Mag. Molterer: Disziplinlos, oder was
Abg. Scheibner: Wo denn?
Ihre reale Politik darauf ist, dass Sie Selbstbehalte und Leistungskürzungen für kranke Menschen beschließen werden und so die Ängste und Sorgen der Menschen geradezu verstärken, Herr Kollege Scheibner, dass hinkünftig statt einer solidarischen Finanzierung im Gesundheitswesen eine völlig private Finanzierung Platz greifen wird. (Abg. Scheibner: Wo denn?)
Abg. Scheibner: Hören Sie doch auf!
Herr Kollege Scheibner! Der Anfang ist gemacht bei den Brillen, Sie können das nicht hinwegleugnen. (Abg. Scheibner: Hören Sie doch auf!) Der erste Schritt ist gesetzt. Herr Kollege Scheibner, es wird in eine Pflichtleistung eingegriffen, und wenn Sie noch so mit dem Kopf nicken und mitleidvoll schauen, Herr Kollege (Abg. Scheibner: Da schaue ich wirklich nur mitleidig!), und so tun, Herr Kollege Scheibner und Herr Kollege Rasinger, muss ich doch sagen, es gibt natürlich große Auswirkungen einer Leistungskürzung gerade bei den Brillen. (Abg. Scheibner: Sie wollten Beitragserhöhungen in viel höherem Ausmaß! Das wollen wir nicht!) Natürlich, in großem Ausmaß. Ich weiß ja, dass die Betroffenheit bei Ihnen nicht so groß ist.
Abg. Scheibner: Da schaue ich wirklich nur mitleidig!
Herr Kollege Scheibner! Der Anfang ist gemacht bei den Brillen, Sie können das nicht hinwegleugnen. (Abg. Scheibner: Hören Sie doch auf!) Der erste Schritt ist gesetzt. Herr Kollege Scheibner, es wird in eine Pflichtleistung eingegriffen, und wenn Sie noch so mit dem Kopf nicken und mitleidvoll schauen, Herr Kollege (Abg. Scheibner: Da schaue ich wirklich nur mitleidig!), und so tun, Herr Kollege Scheibner und Herr Kollege Rasinger, muss ich doch sagen, es gibt natürlich große Auswirkungen einer Leistungskürzung gerade bei den Brillen. (Abg. Scheibner: Sie wollten Beitragserhöhungen in viel höherem Ausmaß! Das wollen wir nicht!) Natürlich, in großem Ausmaß. Ich weiß ja, dass die Betroffenheit bei Ihnen nicht so groß ist.
Abg. Scheibner: Sie wollten Beitragserhöhungen in viel höherem Ausmaß! Das wollen wir nicht!
Herr Kollege Scheibner! Der Anfang ist gemacht bei den Brillen, Sie können das nicht hinwegleugnen. (Abg. Scheibner: Hören Sie doch auf!) Der erste Schritt ist gesetzt. Herr Kollege Scheibner, es wird in eine Pflichtleistung eingegriffen, und wenn Sie noch so mit dem Kopf nicken und mitleidvoll schauen, Herr Kollege (Abg. Scheibner: Da schaue ich wirklich nur mitleidig!), und so tun, Herr Kollege Scheibner und Herr Kollege Rasinger, muss ich doch sagen, es gibt natürlich große Auswirkungen einer Leistungskürzung gerade bei den Brillen. (Abg. Scheibner: Sie wollten Beitragserhöhungen in viel höherem Ausmaß! Das wollen wir nicht!) Natürlich, in großem Ausmaß. Ich weiß ja, dass die Betroffenheit bei Ihnen nicht so groß ist.
Abg. Mag. Molterer: Warum sind Sie dem Häupl in den Rücken gefallen?
Herr Kollege Scheibner! Die Bifokalbrille wird in Zukunft 93,77 € mehr kosten, Kontaktlinsen werden 191 € mehr kosten, Einstärkebrillen Kunststoff werden 89 € mehr kosten. Und das ist noch nicht das Ende, Herr Kollege. Sie haben nicht zugehört, Herr Kollege Molterer, das scheint bei Ihnen überhaupt irgendwie evident zu sein, dass Sie das nicht lesen. (Abg. Mag. Molterer: Warum sind Sie dem Häupl in den Rücken gefallen?) – Ja, der Herr Häupl interessiert mich in diesem Zusammenhang nur peripher. (Abg. Neudeck: Er distanziert sich! – Abg. Mag. Molterer: Das wird nicht gut tun!)
Abg. Neudeck: Er distanziert sich! – Abg. Mag. Molterer: Das wird nicht gut tun!
Herr Kollege Scheibner! Die Bifokalbrille wird in Zukunft 93,77 € mehr kosten, Kontaktlinsen werden 191 € mehr kosten, Einstärkebrillen Kunststoff werden 89 € mehr kosten. Und das ist noch nicht das Ende, Herr Kollege. Sie haben nicht zugehört, Herr Kollege Molterer, das scheint bei Ihnen überhaupt irgendwie evident zu sein, dass Sie das nicht lesen. (Abg. Mag. Molterer: Warum sind Sie dem Häupl in den Rücken gefallen?) – Ja, der Herr Häupl interessiert mich in diesem Zusammenhang nur peripher. (Abg. Neudeck: Er distanziert sich! – Abg. Mag. Molterer: Das wird nicht gut tun!)
Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Schlussendlich: Es wird das nicht im Wiener Landtag, sondern hier beschlossen, meine Damen und Herren, damit das auch klar ist! (Beifall bei der SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Das mag schon sein, aber wenn das bei Ihnen so ist, meine Damen und Herren, ist das in Ordnung.
Abg. Scheibner: Sagen Sie das auch auf Ihrem Parteitag?
Faktum ist, dass weitere Leistungskürzungen folgen werden. Ich verstehe schon, Herr Kollege Rasinger, dass Sie das Wort „Belastungen“ nicht mehr hören können, weil Sie bei diesem Wort völlig die Betroffenheit bei den Menschen ausblenden, aber bei den Leuten gibt es eine Betroffenheit über immer neue Belastungen in diesem Bereich. (Abg. Scheibner: Sagen Sie das auch auf Ihrem Parteitag?)
Abg. Scheibner: Die Aufgabe sollte sein, Verantwortung mitzutragen, Herr Kollege!
Meine Damen und Herren! Es ist natürlich immer so, dass man sagen kann, die Opposition kritisiert, weil es eben ihre Aufgabe ist zu kritisieren. (Abg. Scheibner: Die Aufgabe sollte sein, Verantwortung mitzutragen, Herr Kollege!) Aber es ist nicht nur die böse Opposition, Herr Kollege Scheibner. Auch in den Medien wird diese – in Anführungszeichen – „Gesundheitsreform“ einer kritischen Würdigung unterzogen. (Abg. Scheibner: Das ist okay!) Da schreibt das „Wirtschaftsblatt“: „Reform zu Lasten der Brillenträger“, die „Kleine Zeitung“: „Gesundheit: Nicht nur für die Brillenträger ist die Optik schief“, und der Überhammer: „Die Gesundheitsministerin schwindelt sich über die Wahl“. – Um das geht es in letzter Konsequenz bei dieser Gesundheitsreform.
Abg. Scheibner: Das ist okay!
Meine Damen und Herren! Es ist natürlich immer so, dass man sagen kann, die Opposition kritisiert, weil es eben ihre Aufgabe ist zu kritisieren. (Abg. Scheibner: Die Aufgabe sollte sein, Verantwortung mitzutragen, Herr Kollege!) Aber es ist nicht nur die böse Opposition, Herr Kollege Scheibner. Auch in den Medien wird diese – in Anführungszeichen – „Gesundheitsreform“ einer kritischen Würdigung unterzogen. (Abg. Scheibner: Das ist okay!) Da schreibt das „Wirtschaftsblatt“: „Reform zu Lasten der Brillenträger“, die „Kleine Zeitung“: „Gesundheit: Nicht nur für die Brillenträger ist die Optik schief“, und der Überhammer: „Die Gesundheitsministerin schwindelt sich über die Wahl“. – Um das geht es in letzter Konsequenz bei dieser Gesundheitsreform.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Wissen Sie, was Sie überhaupt anrichten mit Ihrer Rede!
Meine Damen und Herren! Die heutige Dringliche zur Gesundheitspolitik hat jedenfalls eines klar gezeigt: Sie werden in die Geschichte dieser Republik eingehen als diejenigen Parteien, die das Gesundheitssystem nachhaltig geschädigt haben, die den Grundkonsens in der Zweiten Republik verlassen haben. Diesen Weg, meine Damen und Herren, müssen Sie selbst gehen, diesen Weg werden wir nicht mit Ihnen gehen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Ellmauer: Wissen Sie, was Sie überhaupt anrichten mit Ihrer Rede!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos.
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ich bin dem Kollegen Rasinger sehr dankbar dafür, dass er gemeinsam mit Kollegin Rosenkranz diese Dringliche Anfrage eingebracht hat, weil ich glaube, dass wir über dieses Thema dringend reden müssen, über ein Thema, das alle interessiert. Ich persönlich glaube, dass auch eine Oppositionspartei die Pflicht hat, in so einer wichtigen Frage engagiert mitzudiskutieren, anstatt nur nach vor zu gehen und sich mit Themen vorzustellen wie Belastung, Stillstand, Verunsicherung. Sie arbeiten nicht mit Ideen und Vorschlägen, sondern Ihr einziges Instrument ist die Angstkeule, und das weisen wir zurück. Das ist keine Politik! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Mag. Darabos.)
Abg. Mag. Darabos: Höchstbeitragsgrundlage!
Wenn Sie wissen wollen, wie in anderen Ländern Gesundheitspolitik gemacht wird, dann schauen Sie sich die deutsche Szene an! Dort gibt es eine Regierung von Rot und Grün, die nicht alles bewältigt, weil das Thema komplex ist. Da ist zumindest die Opposition soweit, dass sie engagiert mitarbeitet, dass sie Ideen einbringt, dass sie Vorschläge macht. Wo sind Sie, wo sind Ihre Vorschläge bis heute? (Abg. Mag. Darabos: Höchstbeitragsgrundlage!) – Außer Angstmache nichts gehört. Das sind Dinge, die wir nicht zur Kenntnis nehmen können.
Abg. Bures: Ja, Hunderte Euro wird sich ein Pensionist sicher leisten können!
weil Kinder, weil Sehschwache und Ausgleichszulagenbezieher ausgenommen sind. Die bekommen nach wie vor die Leistung! – und der Rest wird sich das wohl leisten können. (Abg. Bures: Ja, Hunderte Euro wird sich ein Pensionist sicher leisten können!)
Abg. Dr. Niederwieser: Wer ist „wir“?
Ich glaube, wir haben ein mangelndes Kostenbewusstsein; das muss man einmal ganz klar sagen. (Abg. Dr. Niederwieser: Wer ist „wir“?) Wer von den Bürgern – wer von den Bürgern? – weiß, dass wir heute Medikamente in der Größenordnung von 2,5 Milliarden € abgeben? Wer, bitte, beschäftigt sich damit, dass uns alle Studien sagen, dass mehr als ein Drittel der Medikamente nicht endverbraucht wird?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wer nicht den Mut hat, klar zu steuern und Verantwortung zu tragen, der macht eben nicht Politik, sondern der verunsichert nur – und das lehnen wir ab! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir machen Politik in einem Land, in welchem niemand auf Grund seines Alters oder seiner sozialen oder persönlichen Situation ausgeschlossen wird. Darin liegt die Qualität dieser Maßnahmen, dieser Politik, und dafür brauchen wir uns nicht zu schämen – das können wir durchaus herzeigen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit können wir nicht nur Wertschöpfung in diesem Land halten – das wäre viel zu wenig –, sondern damit können wir auch Hunderte neue, hochqualitative Arbeitsplätze schaffen, damit können wir Tausenden kranken und schwer kranken Menschen im eigenen Land, in Österreich, helfen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir bekommen eine Anlage, eine Einrichtung, von denen es in Europa nur drei gibt! – Das ist Grund zur Freude, und deshalb denke ich, dass wir über diese Themen reden müssen. Deshalb bin ich froh, dass diese Dringliche Anfrage eingebracht wurde, dass wir Ihnen das sagen konnten – da Sie es selbst offenbar nicht wahrnehmen wollen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Dr. Kurt Grünewald (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Wenn ich so in die Reihen der Regierungsparteien blicke, stellt sich mir schon die Frage: Was war das Motiv, diese Dringliche Anfrage einzubringen? – Da ist die Vermutung nicht weit hergeholt, dass ein anderes kritisches, für Sie unangenehmes Thema hier nicht behandelt werden sollte. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neudeck: Für Sie!
Warum sage ich das? – Was ich jetzt von den Regierungsparteien gehört habe, das war nichts Neues (Abg. Neudeck: Für Sie!) – das heißt, wir hören heute wieder dasselbe, und der Frau Ministerin bleibt wohl nichts Anderes übrig, als wieder dasselbe zu antworten. (Abg. Scheibner: Sonst sagen Sie wieder, man habe zu wenig Zeit, um über so wichtige Dinge zu diskutieren!) Nein! Man sollte die Zeit dann nützen, wenn noch etwas zu bewegen ist! (Abg. Scheibner: Wenn es Ihnen Recht ist!) – Das ist vorbei, das wird ja jetzt von Ihnen beschlossen! (Abg. Scheibner: Wieso? Beschlossen ist es dann, wenn es im Parlament ist!)
Abg. Scheibner: Sonst sagen Sie wieder, man habe zu wenig Zeit, um über so wichtige Dinge zu diskutieren!
Warum sage ich das? – Was ich jetzt von den Regierungsparteien gehört habe, das war nichts Neues (Abg. Neudeck: Für Sie!) – das heißt, wir hören heute wieder dasselbe, und der Frau Ministerin bleibt wohl nichts Anderes übrig, als wieder dasselbe zu antworten. (Abg. Scheibner: Sonst sagen Sie wieder, man habe zu wenig Zeit, um über so wichtige Dinge zu diskutieren!) Nein! Man sollte die Zeit dann nützen, wenn noch etwas zu bewegen ist! (Abg. Scheibner: Wenn es Ihnen Recht ist!) – Das ist vorbei, das wird ja jetzt von Ihnen beschlossen! (Abg. Scheibner: Wieso? Beschlossen ist es dann, wenn es im Parlament ist!)
Abg. Scheibner: Wenn es Ihnen Recht ist!
Warum sage ich das? – Was ich jetzt von den Regierungsparteien gehört habe, das war nichts Neues (Abg. Neudeck: Für Sie!) – das heißt, wir hören heute wieder dasselbe, und der Frau Ministerin bleibt wohl nichts Anderes übrig, als wieder dasselbe zu antworten. (Abg. Scheibner: Sonst sagen Sie wieder, man habe zu wenig Zeit, um über so wichtige Dinge zu diskutieren!) Nein! Man sollte die Zeit dann nützen, wenn noch etwas zu bewegen ist! (Abg. Scheibner: Wenn es Ihnen Recht ist!) – Das ist vorbei, das wird ja jetzt von Ihnen beschlossen! (Abg. Scheibner: Wieso? Beschlossen ist es dann, wenn es im Parlament ist!)
Abg. Scheibner: Wieso? Beschlossen ist es dann, wenn es im Parlament ist!
Warum sage ich das? – Was ich jetzt von den Regierungsparteien gehört habe, das war nichts Neues (Abg. Neudeck: Für Sie!) – das heißt, wir hören heute wieder dasselbe, und der Frau Ministerin bleibt wohl nichts Anderes übrig, als wieder dasselbe zu antworten. (Abg. Scheibner: Sonst sagen Sie wieder, man habe zu wenig Zeit, um über so wichtige Dinge zu diskutieren!) Nein! Man sollte die Zeit dann nützen, wenn noch etwas zu bewegen ist! (Abg. Scheibner: Wenn es Ihnen Recht ist!) – Das ist vorbei, das wird ja jetzt von Ihnen beschlossen! (Abg. Scheibner: Wieso? Beschlossen ist es dann, wenn es im Parlament ist!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Dürfte ich vielleicht in Ruhe reden? (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Ihr Beitrag hat mit Gesundheit nichts zu tun, sondern nur mit Störung. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Dürfte ich vielleicht in Ruhe reden? (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Ihr Beitrag hat mit Gesundheit nichts zu tun, sondern nur mit Störung. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das hat ja niemand behauptet!
Es ist völlig unwahr – und ich halte es auch für unverfroren –, was er sagt, nämlich, dass die Opposition es darauf anlegen würde, hervorragende Gesundheitsleistungen zu reduzieren, Spitäler zu schließen, zu rationalisieren und so weiter. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das hat ja niemand behauptet!)
Beifall bei den Grünen.
Jeder, der Studien liest, weiß, dass wir, was den privaten Finanzierungsanteil an den Gesamtgesundheitskosten angeht, bereits an dritter Stelle der Welt liegen; das habe ich schon mehrmals gesagt. Wenn ich jetzt höre: Wir wollen nicht 30, 40, 50 Spitäler schließen!, dann frage ich mich: Wer, wenn nicht du, wer, wenn nicht die Regierung, hat gesagt, Österreich habe 16 000 Akutbetten zuviel, man wolle auf einen EU-Schnitt kommen, der um 16 000 darunter liegt? – Jetzt höre ich von dir: Wir wollen nie den EU-Schnitt, weil das schlecht ist! – Das habe ich früher auch gesagt: Der Schnitt ist nicht immer das Optimum, das man erreichen will! – Aber du solltest dich nicht so lange auf deinem Absatz drehen, bis er so dünn ist wie ein Blatt Jausenpapier! Das kann nicht sein! (Beifall bei den Grünen.) Das ist unredlich, vor allem, wenn es mit Vorwürfen verknüpft ist.
Beifall bei den Grünen.
Aber das kommt nicht in Frage, das ist Ihre Klientel! Die würde es mit sage und schreibe 6 € pro Monat treffen – Leute, die über 4 000 € pro Monat verdienen. 6 € – und keines der Belastungspakete zu Ungunsten der Bevölkerung hätte hier abgestimmt werden müssen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Lampe hier beim Rednerpult leuchtet schon rot. – Ich glaube, man muss nicht rot sehen, aber es ist eine ganz große Chance vertan worden, Kassen nachhaltig zu finanzieren – denn das tun Sie damit nicht – und Gesundheitsreformen zu machen, die allen etwas bringen – von uns aus gerne auch der Bundesregierung, aber vor allem den PatientInnen. Das bedauere ich zutiefst. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Tatsache ist, dass ich so etwas nie behauptet habe! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Die Steigerung?
Sie sagen: Die Rezeptgebühren sind schon wieder erhöht worden! – Man muss aber auch sehen, dass es 1999 um 38 Millionen € mehr Erträge aus Rezeptgebühren gegeben als 1997. Im Vergleich dazu zum Beispiel die Steigerung von 2001 auf 2002: Da waren es lediglich 4,7 Millionen €. Das muss man auch einmal sehen! (Abg. Gradwohl: Die Steigerung?) Es geht darum, was mehr eingenommen wurde.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
So kann Ihre sozial „warme“ Politik, wie Sie uns zu erklären versuchen, auch aussehen. – Ich glaube, da ist unsere Alternative wesentlich besser. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Grünewald hat nach dem Motiv dieser Dringlichen Anfrage gefragt, und ich glaube, dass das eine berechtigte Frage des Kollegen Grünewald ist. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege! Offensichtlich haben nämlich Ihre knallharten Fragen an die Frau Bundesministerin dazu geführt, dass Ihre Reihen sehr locker besetzt sind. Kollege Donabauer! Es ist Ihre Anfrage mit den „knallharten“ Fragen von Dr. Rasinger an die Frau Bundesministerin! – Kollege Donabauer hat eine wirklich ernsthafte Diskussion gefordert, dann hat er jedoch den Saal verlassen und war seither nicht mehr zu sehen. – So viel zur Ernsthaftigkeit Ihrer Dringlichen Anfrage hier und heute. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Lachen ist gesund!
Frau Bundesministerin! Ich kann Ihnen sagen: Sie haben mit all diesen PR-Aktivitäten und dem Aktionismus, den Sie starten, das Gelächter auf Ihrer Seite! (Abg. Neudeck: Lachen ist gesund!) Die jungen Leute hauen sich über das ab, was die Ministerin sagt, und sie wird nicht ernst genommen. Die Menschen haben nämlich andere Sorgen, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Bundesministerin Rauch-Kallat: Das ist alt! Das haben meine Schüler schon vor 30 Jahren gesagt!
Es gibt mittlerweile in Wien – und Sie kommen ja aus Wien – auch einen Witz über Sie: Da wird schon gerätselt, wie die nächste Aktion und Aktivität von Ihnen heißen wird, und es gibt den Vorschlag: Nennen wir sie doch: „Ohne Rauch geht’s auch!“ – Aber das wäre vielleicht ein bisschen missverständlich. (Bundesministerin Rauch-Kallat: Das ist alt! Das haben meine Schüler schon vor 30 Jahren gesagt!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Verteilung, die Sie vornehmen, ist eine ungerechte, und daher geht es uns darum, dass dafür gesorgt wird, dass das Gesundheitssystem auf eine gute finanzielle Basis gestellt wird. Wir Politiker müssen die Entscheidung treffen, wer welchen Beitrag dazu leistet, und die Sozialdemokratie sagt – im Unterschied zu dieser schwarz-blauen Regierung –, dass die, die mehr haben, auch mehr dazu beitragen sollen. Wir sind für eine solidarische Finanzierung und nicht für eine Finanzierung, bei der die Kranken und Armen zur Kassa gebeten werden, denn das ist der Weg in die Zwei-Klassen-Medizin, den wir Sozialdemokraten massiv ablehnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir sagen, dass es eine solidarische Finanzierung geben soll. Erhöhen wir die Höchstbeitragsgrundlage, das bringt 90 Millionen € und belastet nicht die Menschen, die arm und krank sind. Ich kann Ihnen versichern: Die Sozialdemokratie wird mit allen ihr zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln Ihre Gesundheitspolitik auf dem Weg in die Zwei-Klassen-Medizin verhindern! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Werter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Kollegin Bures, wenn Sie sagen: „Ohne Rauch geht’s auch!“, dann kann ich darauf nur antworten: Ohne Rauch-Kallat geht’s aber nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Beweisen Sie, werte Kolleginnen und Kollegen von der Opposition, dass Sie Verantwortung und Mut haben! Tragen Sie diese notwendige Gesundheitsreform mit! Unsere Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat sowie die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern zeigen mit dieser Reform, dass sie diesen Mut und diese Verantwortung besitzen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Rasinger: Öllinger verteidigt sich wieder!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Öllinger. Seine Wunschredezeit beträgt 7 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Dr. Rasinger: Öllinger verteidigt sich wieder!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber nicht von Ihnen!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich merke, dass die Spannung im Sektor der ÖVP, aber auch bei der FPÖ steigt. Sie wollen hier Antworten auf Ihr dringliches Begehren hören. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber nicht von Ihnen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.
Es stört mich überhaupt nicht, wenn wir ganz gepflegt über unterschiedliche Positionen im Gesundheitsbereich diskutieren. Herr Kollege Rasinger, in Frage 10 Ihrer Dringlichen Anfrage fragen Sie allerdings: Welche Konsequenzen hätte ein Nichtzustandekommen der Gesundheitsreform für den einzelnen Patienten und die Länder bedeutet? – Wissen Sie, was Sie da, ganz dringlich, gefragt haben? Die Frau Bundesministerin wäre bis morgen beschäftigt, wenn sie Ihnen erzählen müsste, wie sich das für den einzelnen Patienten ausgewirkt hätte, wenn das nicht zustande gekommen wäre! – Man kann Fragen auch von hinten herum stellen, die eigentlich keine Antworten hervorbringen können! (Zwischenruf des Abg. Dr. Rasinger.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage: Es ist mir Wurscht, ob es sich dabei um eine schwarze, rote, blaue oder grüne Gesundheitsministerin handelt, sondern es geht darum, tatsächlich die Effizienz im Gesundheitswesen zu verbessern und etwas zu schaffen, was den Namen Reform verdient und etwas nach vorne bringt. – Das haben Sie aber nicht geschafft! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Regler: Sie bekommen ihn aber nicht!
Letzter Punkt: Im Zusammenhang mit dem Ausschöpfen von Potentialen komme ich zurück auf das Bild, das heute im Morgenjournal gezeichnet wurde. Es wurde darüber berichtet, was derzeit bei den Augenärzten abläuft: Hunderte stürmen die Augenärzte und wollen einen Termin. (Abg. Mag. Regler: Sie bekommen ihn aber nicht!) Sie bekommen ihn nicht, genau Kollege Regler! Sie bekommen ihn wie bisher nicht, denn bei den Augenärzten in Wien wartet man sehr lange. Völlig richtig!
Beifall bei den Grünen.
Potentiale nützen: Mir ist noch in Erinnerung, dass Sie für Generika die Rezeptgebühr absenken wollten. Was war die Antwort eines großen Generika-Produzenten? Er hat angeboten, die Rezeptgebühr zu ersetzen. – Schweigen der Gesundheitsministerin! Was würde ich machen? Guter Tipp: Ich gehe sofort zu den Generikaproduzenten und sage: Zeigt mir einmal eure Bücher, denn da sind ganz offensichtlich die Spannen um Etliches zu hoch! – Das verstehe ich nicht und kann nur mutmaßen, dass offensichtlich niemand bei den Generikaproduzenten in die Bücher schauen und deren Preisspannen überprüfen will. Das kann es doch nicht sein! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Wir diskutieren ja gern mit Ihnen!
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Von der Opposition sind wir immer wieder mit der Frage nach dem Motiv unserer Dringlichen Anfrage konfrontiert worden. Ich verstehe das eigentlich gar nicht: Sonst regen sich die Abgeordneten von der Opposition immer wieder auf, dass sie zu wenig Gelegenheiten hätten, über wichtige Themen zu reden. (Abg. Öllinger: Wir diskutieren ja gern mit Ihnen!) Jetzt haben Sie die Gelegenheit, über wichtige Themen zu reden, und jetzt ist Ihnen das auch wieder nicht recht! (Abg. Öllinger: Na ja, aber Sie können ja ...! Das braucht man nicht als dringlich zu bezeichnen!)
Abg. Öllinger: Na ja, aber Sie können ja ...! Das braucht man nicht als dringlich zu bezeichnen!
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Von der Opposition sind wir immer wieder mit der Frage nach dem Motiv unserer Dringlichen Anfrage konfrontiert worden. Ich verstehe das eigentlich gar nicht: Sonst regen sich die Abgeordneten von der Opposition immer wieder auf, dass sie zu wenig Gelegenheiten hätten, über wichtige Themen zu reden. (Abg. Öllinger: Wir diskutieren ja gern mit Ihnen!) Jetzt haben Sie die Gelegenheit, über wichtige Themen zu reden, und jetzt ist Ihnen das auch wieder nicht recht! (Abg. Öllinger: Na ja, aber Sie können ja ...! Das braucht man nicht als dringlich zu bezeichnen!)
Abg. Öllinger: Nein, Sie nehmen sich nicht ernst!
Es ist ja wirklich interessant, dass Herr Abgeordneter Grünewald schon sagt, es sei eine beschlossene Sache. – Das stimmt ja überhaupt nicht! Das ist interessant: Wenn es in der Regierung beschlossen ist, dann ist es für ihn auch schon beschlossen. Das stimmt ja nicht: Die Sache kommt ja zuerst in den Ausschuss und dann im Dezember ins Plenum. – Also irgendwo habe ich den Eindruck, Sie nehmen sich selbst nicht mehr ernst, meine Damen und Herren von der Opposition! (Abg. Öllinger: Nein, Sie nehmen sich nicht ernst!)
Abg. Öllinger: Gern!
Herr Abgeordneter Öllinger, um auch noch auf Ihre Ausführungen einzugehen (Abg. Öllinger: Gern!): Das, was Sie möchten, ist wirklich unrealistisch! Sie wollen in Wirklichkeit den Ländern die Trägerschaft der Krankenhäuser wegnehmen. (Abg. Öllinger: Nein, überhaupt nicht!) Na selbstverständlich, das haben Sie vor! – Ein bisschen realistisch muss auch die Oppositionspolitik sein! So, wie Sie sich das vorstellen, kann man es sicher nicht machen.
Abg. Öllinger: Nein, überhaupt nicht!
Herr Abgeordneter Öllinger, um auch noch auf Ihre Ausführungen einzugehen (Abg. Öllinger: Gern!): Das, was Sie möchten, ist wirklich unrealistisch! Sie wollen in Wirklichkeit den Ländern die Trägerschaft der Krankenhäuser wegnehmen. (Abg. Öllinger: Nein, überhaupt nicht!) Na selbstverständlich, das haben Sie vor! – Ein bisschen realistisch muss auch die Oppositionspolitik sein! So, wie Sie sich das vorstellen, kann man es sicher nicht machen.
Abg. Öllinger: Nein, nein, nein! Nicht mehr ganz so! Das muss man auch bei uns realistischer sehen!
Ich meine, all das sind doch enorme Fortschritte für die Menschen, die – Gott sei Dank – immer älter werden, Fortschritte, die aber sehr viel Geld kosten! In den letzten Jahren sind Methoden und Therapien entwickelt worden, mit denen schwerste Formen von Krebs behandelt werden können, durch die die Menschen überleben, und zwar so überleben, dass sie von ihrem zukünftigen Leben auch noch etwas haben. In anderen Ländern, beispielsweise in England, wird eine Chemotherapie bei Menschen über 60 überhaupt nicht mehr durchgeführt oder nur mit Ach und Krach. Bei uns ist es selbstverständlich, dass jeder die Behandlung, die er nötig hat, auch bekommt. (Abg. Öllinger: Nein, nein, nein! Nicht mehr ganz so! Das muss man auch bei uns realistischer sehen!) Es gibt heute Untersuchungen – Herr Abgeordneter Rasinger hat auch schon darauf hingewiesen –, durch die man Krankheiten, Tumore im Frühstadium erkennt, und auf Grund dessen ist es dann eben möglich, sofort Behandlungen durchzuführen und den Menschen große Überlebenschancen zu sichern.
Abg. Öllinger: Wir haben Vorschläge gemacht!
Das findet natürlich im finanziellen Bereich seinen Niederschlag, und ich glaube auch, wenn man sachlich darüber diskutiert, ist es allen Menschen klar, dass es mehr kostet, älter zu werden und dabei gesund zu sein. Nur: Wenn Sie immer mit Ihrer Polemik agieren (Abg. Öllinger: Wir haben Vorschläge gemacht!), dann werden die Leute unzufrieden! Aber jeder in Österreich, mit dem man sachlich redet, sagt: Ja, ich bin bereit, auf beispielsweise den Zuschuss zu den Brillen in der Höhe von 3 bis 8 € zu verzichten, wenn auf der anderen Seite garantiert ist, dass ich im Ernstfall wirklich meine Behandlung bekomme. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Das findet natürlich im finanziellen Bereich seinen Niederschlag, und ich glaube auch, wenn man sachlich darüber diskutiert, ist es allen Menschen klar, dass es mehr kostet, älter zu werden und dabei gesund zu sein. Nur: Wenn Sie immer mit Ihrer Polemik agieren (Abg. Öllinger: Wir haben Vorschläge gemacht!), dann werden die Leute unzufrieden! Aber jeder in Österreich, mit dem man sachlich redet, sagt: Ja, ich bin bereit, auf beispielsweise den Zuschuss zu den Brillen in der Höhe von 3 bis 8 € zu verzichten, wenn auf der anderen Seite garantiert ist, dass ich im Ernstfall wirklich meine Behandlung bekomme. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Abg. Mandak: Es ist ein Unterschied, ob Sie eine Herzoperation oder einen Gehörschaden oder eine Zahnbehandlung haben! Das wird nicht gleich behandelt!
Ich habe gehört, dass Frau Abgeordnete Mandak gesagt hat, das, was da gemacht wird, sei sozial ungerecht. – Ist es wirklich sozial ungerecht, wenn Maßnahmen getroffen werden, die sicherstellen, dass jeder – und wirklich jeder – die medizinisch notwendigen Behandlungen bekommt, die er in seinem Fall braucht? – Dieser Vorwurf ist doch wirklich ungerecht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Mandak: Es ist ein Unterschied, ob Sie eine Herzoperation oder einen Gehörschaden oder eine Zahnbehandlung haben! Das wird nicht gleich behandelt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte am Schluss meiner Rede noch einen Vertreter der Ärztekammer zitieren, der zu dieser Reform sagt, sie sei sozial ausgewogen, und die Finanzierung einer medizinischen Versorgung auf gewohnt hohem Niveau sei sichergestellt. – Das soll uns schon auch dazu ermuntern, dieser Gesundheitsreform, wenn sie einmal ins Parlament kommt, zuzustimmen und vor allem zu bejahen, dass das Gesundheitssystem auf Jahre hinaus so sichergestellt wird, dass, wie gesagt, jeder, der eine Behandlung braucht, auch gut behandelt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Rasinger: Aber Brauner ist dafür!
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Kollegin Partik-Pablé! Dass über eine Gesundheitsreform mit uns hier im Parlament geredet wird, dass die Diskussion dort, wo sie hingehört, in den Ausschüssen, mit den Parlamentariern geführt wird – das wäre an sich der Parlamentarismus, den man sich wünschen würde, und so hätte man es sich auch vorgestellt. Wenn wir aber von hier aus Reformen präsentiert bekommen, die man als alles andere gelten lassen kann denn als Reformen und die noch dazu im weitesten Bereich des Gesundheitswesens auf Ablehnung stoßen, Frau Kollegin, dann können Sie uns nicht vorwerfen, dass wir nicht gesprächsbereit wären. (Abg. Dr. Rasinger: Aber Brauner ist dafür!) Da muss zuerst schon einmal die Regierung uns gegenüber gesprächsbereit werden, wenn Sie wollen, dass wir mit Ihnen mitgehen. Das soll hier gleich zu Beginn meiner Rede gesagt werden. (Abg. Dr. Rasinger: Der Häupl und die Frau Brauner sind dafür!)
Abg. Dr. Rasinger: Der Häupl und die Frau Brauner sind dafür!
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Frau Kollegin Partik-Pablé! Dass über eine Gesundheitsreform mit uns hier im Parlament geredet wird, dass die Diskussion dort, wo sie hingehört, in den Ausschüssen, mit den Parlamentariern geführt wird – das wäre an sich der Parlamentarismus, den man sich wünschen würde, und so hätte man es sich auch vorgestellt. Wenn wir aber von hier aus Reformen präsentiert bekommen, die man als alles andere gelten lassen kann denn als Reformen und die noch dazu im weitesten Bereich des Gesundheitswesens auf Ablehnung stoßen, Frau Kollegin, dann können Sie uns nicht vorwerfen, dass wir nicht gesprächsbereit wären. (Abg. Dr. Rasinger: Aber Brauner ist dafür!) Da muss zuerst schon einmal die Regierung uns gegenüber gesprächsbereit werden, wenn Sie wollen, dass wir mit Ihnen mitgehen. Das soll hier gleich zu Beginn meiner Rede gesagt werden. (Abg. Dr. Rasinger: Der Häupl und die Frau Brauner sind dafür!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Der Bürgermeister Häupl und die Frau Brauner sind dafür!
Die heutige Dringliche Anfrage ist ja wohl nur als eine Lobpreisung der Frau Bundesministerin gedacht sowie dazu, eine Dringliche Anfrage der Grünen abzustechen. Bleiben wir doch auf dem Boden der Realität: So schaut es aus, und so ist das auch heute gemeint gewesen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Rasinger: Der Bürgermeister Häupl und die Frau Brauner sind dafür!)
Abg. Mag. Regler: Nein, für Turnen nicht!
Sie meinen, Sie müssen gemeinsam mit Staatssekretär Schweitzer „Fit for School“ ausrufen, und gleichzeitig streicht Bundesministerin Gehrer Schulstunden im Bereich des Turnens (Abg. Mag. Regler: Nein, für Turnen nicht!) – und das, obwohl sie die
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Ihr tut Angst schüren!
An dieser Angst, die die Bevölkerung bereits hat, dass dieses Gesundheitssystem in Zukunft nicht mehr leistbar sein kann und für viele Bevölkerungsgruppen nicht mehr leistbar sein wird, sind Sie schuld, ist die Bundesregierung schuld, und wir lassen uns nicht immer wieder dahin gehend vorführen, dass man sagt, die Opposition würde Angst und Panik machen. Sie sind es, Frau Bundesministerin, mit Ihrer Politik, die diese Angst auslöst! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Ihr tut Angst schüren!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir von der SPÖ sagen: Wer mehr verdient, der soll auch mehr zum Gesundheitssystem beitragen. Nicht die Kranken dürfen für das Kranksein bestraft werden! – Das ist unsere Vorstellung von einem solidarischen Gesundheitssystem, und genau dafür treten wir ein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Um dieses System so gut und das Vertrauen auch weiterhin so hoch zu halten, sind aber selbstverständlich kontinuierlich Weiterentwicklungen dieses Systems notwendig. Ich glaube, dass mit der anstehenden Gesundheitsreform der größte Schritt in die richtige Richtung in den letzten zehn Jahren gemacht wird. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: „Da wette ich darauf“!
All das ist im derzeit vorliegenden Konzept berücksichtigt und möglich, und ich bin sicher, dass wir da enorme Einsparungen ohne jeglichen Qualitätsverlust für die Patienten zusammenbringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: „Da wette ich darauf“!)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Diese Planungen und diese Kenntnis gibt es bereits in den Ländern. Zusätzliche Riesenagenturen, um auf solche auf der Hand liegenden Dinge draufzukommen, können wir uns sparen. Auch das ist eine Frage der Effizienz. Mit der Bundesagentur wird eine entsprechende Zusammenarbeit und Abstimmung darüber möglich sein. Ich gehe davon aus, dass diese Abstimmung nicht nur zwischen den einzelnen Ländern, sondern in Zukunft auch mit dem benachbarten Ausland verstärkt möglich sein muss. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Ganz kurz zu den Sehbehelfen. Ich bin der Frau Bundesminister dankbar dafür, dass sie den Hinweis gegeben hat, die wichtige Vorsorgeuntersuchung im augenmedizinischen Bereich in Zukunft als Anregung durch die praktischen Ärzte vorzusehen. Ich halte das für wichtig. Das Auge ist ein Fenster in das Innere des Körpers. Ohne regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt können viele Erkrankungen wie zum Beispiel grüner Star nicht rechtzeitig erkannt werden. Herzlichen Dank dafür, dass diese Vorsorgepolitik flächendeckend von unserer Frau Bundesminister erstmals eingeführt wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Rasinger! Ich muss jetzt unbedingt einen Aufklärungsbeitrag leisten. (Beifall bei den Grünen.) Sie haben gehörlose Menschen gemeint, haben aber „taubstumm“ gesagt. Den Begriff „taubstumm“ gibt es nicht. Wenn jemand gehörlos ist, heißt das noch lange nicht, dass er keine Stimme hat. Der Begriff „taubstumm“ ist eigentlich bereits aus dem Kodex gestrichen. Das heißt: gehörlos. Okay? (Abg. Dr. Rasinger nickt.) – Super.
Abg. Dr. Rasinger nickt.
Herr Rasinger! Ich muss jetzt unbedingt einen Aufklärungsbeitrag leisten. (Beifall bei den Grünen.) Sie haben gehörlose Menschen gemeint, haben aber „taubstumm“ gesagt. Den Begriff „taubstumm“ gibt es nicht. Wenn jemand gehörlos ist, heißt das noch lange nicht, dass er keine Stimme hat. Der Begriff „taubstumm“ ist eigentlich bereits aus dem Kodex gestrichen. Das heißt: gehörlos. Okay? (Abg. Dr. Rasinger nickt.) – Super.
Abg. Rasinger: Ich habe mich für die Gehörlosen eingesetzt heute!
Das wollte ich unbedingt anbringen, weil nämlich die Sprache ein Teil der Kultur ist und wiedergibt, wie man mit Menschen, die in dem Fall gehörlos sind, umgeht. Wenn man sagt, das ist ein Taubstummer, dann ist das eine andere Auseinandersetzung, als wenn man sagt, das ist jemand, der gehörlos ist. Das müssen wir uns einfach auch in diesem Hause einprägen, weil wir auch in anderen Bereichen Botschafter sind. (Abg. Rasinger: Ich habe mich für die Gehörlosen eingesetzt heute!) – Super, für die Gehörlosen und nicht für die Taubstummen. Das ist toll.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie einmal, was bei Ihnen bei einer Dringlichen da ist!
Frau Ministerin! Was ich noch zu dieser Reform, die keine ist, sagen wollte: Sie heute im Rahmen einer Dringlichen Anfrage zu diskutieren war anscheinend notwendig, nämlich deshalb, um eine Dringliche der Grünen zu verhindern. Dieses Thema war aber so dringlich für die ÖVP, dass zu den Spitzenzeiten genau 21 ihrer 79 Abgeordneten hier gesessen sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie einmal, was bei Ihnen bei einer Dringlichen da ist!) Diese „Dringlichkeit“ bei der eigenen Dringlichen muss man sich einmal vergegenwärtigen. Ich meine, es ist wirklich wichtig, dass man das auch protokolliert, damit man sieht, dass nicht einmal 20 Prozent der eigenen Abgeordneten diese Notwendigkeit gesehen haben. (Abg. Gahr: Sie haben falsch gezählt!)
Abg. Gahr: Sie haben falsch gezählt!
Frau Ministerin! Was ich noch zu dieser Reform, die keine ist, sagen wollte: Sie heute im Rahmen einer Dringlichen Anfrage zu diskutieren war anscheinend notwendig, nämlich deshalb, um eine Dringliche der Grünen zu verhindern. Dieses Thema war aber so dringlich für die ÖVP, dass zu den Spitzenzeiten genau 21 ihrer 79 Abgeordneten hier gesessen sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Schauen Sie einmal, was bei Ihnen bei einer Dringlichen da ist!) Diese „Dringlichkeit“ bei der eigenen Dringlichen muss man sich einmal vergegenwärtigen. Ich meine, es ist wirklich wichtig, dass man das auch protokolliert, damit man sieht, dass nicht einmal 20 Prozent der eigenen Abgeordneten diese Notwendigkeit gesehen haben. (Abg. Gahr: Sie haben falsch gezählt!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsident Khol hat ganz böse vom Präsidium heruntergeschaut, weil alles leer war, aber er konnte die Leute nicht hereinholen, weil das Thema anscheinend niemanden interessiert, denn sonst wären sie ja da gewesen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich wollte das jetzt nur feststellen, damit man sieht, wie dringlich die Dringliche für die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ war. (Abg. Dr. Rasinger: Das war sehr dringlich!) Das war notwendig, es gesagt zu haben. (Abg. Neudeck: Da sieht man, wie wichtig Ihnen das Thema Gesundheit ist! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir werden jetzt mitschreiben, wie viele ...!)
Abg. Dr. Rasinger: Das war sehr dringlich!
Präsident Khol hat ganz böse vom Präsidium heruntergeschaut, weil alles leer war, aber er konnte die Leute nicht hereinholen, weil das Thema anscheinend niemanden interessiert, denn sonst wären sie ja da gewesen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich wollte das jetzt nur feststellen, damit man sieht, wie dringlich die Dringliche für die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ war. (Abg. Dr. Rasinger: Das war sehr dringlich!) Das war notwendig, es gesagt zu haben. (Abg. Neudeck: Da sieht man, wie wichtig Ihnen das Thema Gesundheit ist! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir werden jetzt mitschreiben, wie viele ...!)
Abg. Neudeck: Da sieht man, wie wichtig Ihnen das Thema Gesundheit ist! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir werden jetzt mitschreiben, wie viele ...!
Präsident Khol hat ganz böse vom Präsidium heruntergeschaut, weil alles leer war, aber er konnte die Leute nicht hereinholen, weil das Thema anscheinend niemanden interessiert, denn sonst wären sie ja da gewesen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Ich wollte das jetzt nur feststellen, damit man sieht, wie dringlich die Dringliche für die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ war. (Abg. Dr. Rasinger: Das war sehr dringlich!) Das war notwendig, es gesagt zu haben. (Abg. Neudeck: Da sieht man, wie wichtig Ihnen das Thema Gesundheit ist! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir werden jetzt mitschreiben, wie viele ...!)
Bundesministerin Rauch-Kallat: Nahtstellen!
Frau Ministerin, Sie haben immer wieder gesagt, es muss eine Verbesserung der Schnittstellen geben in Zukunft – Schnittstellen zwischen ambulantem, stationärem und wieder ambulantem Bereich. (Bundesministerin Rauch-Kallat: Nahtstellen!) Frau Ministerin! Da brauchen wir aber mehr dazu. Man muss sich einmal überlegen, wie die Wochenendversorgung und die Nachtversorgung im ländlichen Bereich ausschaut, wie die Öffnungszeiten der praktischen Ärzte sind und welche Möglichkeiten es zum Beispiel gibt, wenn ein Arzt gerade nicht da ist, weil er auf Ausbildung ist, dass die Ambulanz dann trotzdem besetzt ist, nämlich von einem anderen Arzt, und die Leute nicht irgendwo anders hinfahren müssen. Da gibt es ganz gute Modelle in Oberösterreich. Ich glaube, die sollte man sich anschauen. Man könnte sicher österreichweit zumindest versuchen, diese auch umzusetzen.
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, diese Reform ist keine Reform! Die Kosten haben die Versicherten zu tragen. Ich hätte mir von einer Reform etwas anderes erwartet, aber Sie sind gescheitert. Sie müssen halt auch damit umzugehen lernen. Es ist anderen auch schon so gegangen, jetzt sind halt Sie dran. Was soll man tun? (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe Ihnen schon erklärt warum!
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Folgendes ist schon bezeichnend für diese Dringliche – das muss man schon noch einmal wiederholen –: Wenn von 79 Abgeordneten 21 im Saal sind (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe Ihnen schon erklärt warum!) und wenn der Klubobmann der Antrag stellenden Partei die gesamte Sitzung über fehlt, dann ist ihm dieses Thema nicht sehr dringlich, muss ich ganz ehrlich sagen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Vielleicht liegt es an Ihnen, dass so wenige da sind! – Abg. Großruck: Wo ist Herr Gusenbauer?) Das zeigt eigentlich den Gehalt und die Wertigkeit dieser Dringlichen. Wenn man sich da selbst irgendwelche Fragen stellt, die man gerne wieder und wieder hört, dann ist das nicht unbedingt ein Zeichen von sehr starker Politik.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Vielleicht liegt es an Ihnen, dass so wenige da sind! – Abg. Großruck: Wo ist Herr Gusenbauer?
Abgeordneter Dr. Peter Wittmann (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Folgendes ist schon bezeichnend für diese Dringliche – das muss man schon noch einmal wiederholen –: Wenn von 79 Abgeordneten 21 im Saal sind (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe Ihnen schon erklärt warum!) und wenn der Klubobmann der Antrag stellenden Partei die gesamte Sitzung über fehlt, dann ist ihm dieses Thema nicht sehr dringlich, muss ich ganz ehrlich sagen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Vielleicht liegt es an Ihnen, dass so wenige da sind! – Abg. Großruck: Wo ist Herr Gusenbauer?) Das zeigt eigentlich den Gehalt und die Wertigkeit dieser Dringlichen. Wenn man sich da selbst irgendwelche Fragen stellt, die man gerne wieder und wieder hört, dann ist das nicht unbedingt ein Zeichen von sehr starker Politik.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sind solche Banalitäten! Das ist so banal!
Der FPÖ messe ich in diesem Kreis keine große Bedeutung zu, denn die fällt eh um. Wenn sie irgendwo irgendeinen Widerstand leistet, dann ist er nur von sehr beschränkter und temporärer Dauer. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sind solche Banalitäten! Das ist so banal!) Man kann irgendeine Zeitung aufschlagen, da steht wieder drinnen: FPÖ fiel wieder um. – Frau Abgeordnete Partik-Pablé, Sie von den Freiheitlichen sind in diesem Regierungsteam schon längst abgemeldet. Sie haben sich nur mehr dadurch ausgezeichnet, dass Sie zu allen Vorschlägen der ÖVP irgendwann doch ja sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn wir umfallen, liegen Rieder und Häupl schon!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn wir umfallen, liegen Rieder und Häupl schon!
Der FPÖ messe ich in diesem Kreis keine große Bedeutung zu, denn die fällt eh um. Wenn sie irgendwo irgendeinen Widerstand leistet, dann ist er nur von sehr beschränkter und temporärer Dauer. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das sind solche Banalitäten! Das ist so banal!) Man kann irgendeine Zeitung aufschlagen, da steht wieder drinnen: FPÖ fiel wieder um. – Frau Abgeordnete Partik-Pablé, Sie von den Freiheitlichen sind in diesem Regierungsteam schon längst abgemeldet. Sie haben sich nur mehr dadurch ausgezeichnet, dass Sie zu allen Vorschlägen der ÖVP irgendwann doch ja sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wenn wir umfallen, liegen Rieder und Häupl schon!)
Abg. Steibl: Das ist schon ein erster Schritt!
Das ist vielleicht bei den Brillen noch argumentierbar (Abg. Steibl: Das ist schon ein erster Schritt!), aber es bricht den ersten Damm, denn es werden andere Leistungen folgen, weil ja das System nicht billiger wird. Es wird keine strukturelle Lösung dieses Problems angeboten, sondern es wird mit einer Einzelleistung, die man herausnimmt, eine kurzfristige Überbrückung der Finanzierung vorgenommen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist nicht wahr!) Das heißt, man kann das so lange spielen, bis alle Leistungen herausfallen. Das ist doch nicht der Sinn und Zweck einer wirklichen Gesundheitsreform.
Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist nicht wahr!
Das ist vielleicht bei den Brillen noch argumentierbar (Abg. Steibl: Das ist schon ein erster Schritt!), aber es bricht den ersten Damm, denn es werden andere Leistungen folgen, weil ja das System nicht billiger wird. Es wird keine strukturelle Lösung dieses Problems angeboten, sondern es wird mit einer Einzelleistung, die man herausnimmt, eine kurzfristige Überbrückung der Finanzierung vorgenommen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist nicht wahr!) Das heißt, man kann das so lange spielen, bis alle Leistungen herausfallen. Das ist doch nicht der Sinn und Zweck einer wirklichen Gesundheitsreform.
Beifall bei der SPÖ.
Was soll das bitte sein? – Das ist undemokratisch! Die Leistungsstreichung bei der Brillenfinanzierung ist eine Belastungspolitik, so wie Sie alles immer wieder über Belastungspolitik machen. Vernünftige Ansätze zur strukturellen Sanierung dieses Gesundheitssystems gibt es nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Sie haben schon im Vorjahr mit einer grundsätzlichen Abkehr begonnen. Im Grunde genommen sind manche Entscheidungen, die Sie im Sportressort treffen, ja vernünftige Präventivmaßnahmen, die man setzt. Aber im Vorjahr haben Sie für Freizeitunfälle den Krankenversicherungsbeitrag um 0,1 Prozent erhöht. Das heißt, Sie bestrafen die Leute, die Sport ausüben, zuerst. Sie bestrafen sie, weil sie Sportunfälle haben. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Dann muss der Krankenversicherungsbeitrag erhöht werden. Anstatt dass man sagt, Sport wird gefördert, wird er bestraft.
Beifall bei der SPÖ.
nahmen zu setzen, die uns dann im weiteren Verlauf Kosten sparen würden. Im Grunde genommen war das eine schlechte Dringliche und ist das eine falsche Gesundheitspolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Damit haben dieser Bundesminister und diese Bundesregierung in den letzten vier Jahren das geschafft, was vorher leider 30 Jahre lang die Landesverteidigung gekennzeichnet hat, nämlich das Prinzip durchbrochen, dass das Landesverteidigungsbudget zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel war. Dieser Bundesminister und diese Bundesregierung haben eines geschafft – man würde, man möge mir das als Wirtschaftsmenschen zugestehen, das in der unternehmerischen Sprache so formulieren –, und zwar den Turnaround. Der Herr Bundesminister hat in der Landesverteidigung und in der österreichischen äußeren Sicherheitspolitik gemeinsam mit der Bundesregierung den Turnaround geschafft. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Ihr könnt euch daran erinnern?
Warum? – Wir hatten über 30 Jahre lang zwar Verteidigungsminister, die bezeichnenderweise bis auf die sozialistische Alleinregierung nie von der SPÖ gestellt wurden, sondern immer entweder von der Freiheitlichen Partei oder von der ÖVP (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Ihr könnt euch daran erinnern?), allerdings standen sie immer einem sozialdemokratischen Bundeskanzler und einem sozialdemokratischen Finanzminister gegenüber. Daher ist jedes Bemühen, die Landesverteidigung zu stärken, damals ein Versuch gewesen, der dort keine Entsprechung gefunden hat. Das ist nun gelungen! Der Turnaround liegt darin, dass wir endlich wieder die Relation Personalaufwand zu Sachaufwand zu Gunsten des Sachaufwandes bewegen können und damit Investitionsmittel für die Truppe freibekommen – Investitionen, die über lange Zeit immer viel zu knapp waren.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
seite des Budgets beinhalten wird, die einzigartig ist. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Vielen Dank, Herr Bundesminister! Ich freue mich darüber, dass wir für die Landesverteidigung budgetär so eine tolle Perspektive, aber auch darüber hinaus eröffnet haben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Mag. Regler: Gut!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Ikrath, eigentlich ist die Botschaft angekommen (Abg. Mag. Regler: Gut!), und es wäre durchaus möglich, viel Sympathie für dieses Budget zu zeigen, wenn uns nicht das Bundesheer so sehr am Herzen läge. Das ist ein Grund dafür, warum wir von der SPÖ dieses Budget ablehnen werden.
Abg. Murauer: 0,75 plus!
Nun wieder zurück in die Jahre von Edlinger. 0,81 Prozent waren zu wenig, 0,75 Prozent sind mehr als ausreichend: Das soll uns eine Lehre sein, dass das Heer nach Ihrer Ansicht, meine Damen und Herren von den Koalitionsparteien, nicht mehr braucht! (Abg. Murauer: 0,75 plus!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Zur Erinnerung, Kollege Scheibner: Was sagst du zu 0,75 Prozent? Mit 0,79 Prozent vom BIP hast du begonnen. Da hast du erklärt, das sei ein Katastrophenbudget, so etwas dürfe es nie mehr geben. Du hast Recht gehabt! Das gibt es nicht mehr – es ist noch viel, viel weniger! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Spindelegger: Ja, aber ...!
Nicht nur das, Herr Bundesminister! Sie schleppen ja auch einen Rucksack mit, der nicht ohne ist (Abg. Dr. Spindelegger: Ja, aber ...!): 2,4 Milliarden, aber nicht Schilling, sondern Euro, sind die Vorbelastungen, die die Landesverteidigung in den nächsten 10 Jahren zu tragen hat – und das bei einem Jahresbudget von 1,8 Milliarden! Ich glaube, das spricht für sich.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wenn es nicht um solch eine ernste Sache gehen würde, wie unsere Landesverteidigung und wie unsere Soldaten es sind – da gibt es keine schwarzen, keine roten, keine grünen und keine blauen, sondern nur österreichische –, dann wäre dieses Budget zum Lachen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hochgeschätzter Herr Minister! Hohes Haus! Da nur der demokratische Rechtsstaat den inneren und äußeren Frieden und die Freiheit seiner Bürger schützen kann, muss es Mittel und Instrumentarien geben, die diesen unseren Rechtsstaat, unser Österreich absichern. Ein Instrumentarium dazu ist eben unser Bundesheer. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Für die Aufgaben der Assistenzeinsätze werden in Summe nicht ganz 43 Millionen € und für Einsätze im Ausland, für KIOP-Einheiten, nicht ganz 57 Millionen € eingesetzt. Das sind 100 Millionen € direkter Mitteleinsatz für unsere Sicherheit, für die direkte und unmittelbare Sicherheit von Menschen im In- und Ausland. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
um, links um – wohin nun? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Nun zum leidigen Thema der Eurofighter-Anschaffung. Auch wenn es Ihnen, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, auf die Nerven geht: Diese Anschaffung belastet das Budget der Landesverteidigung enorm. Diese sündteuren Kampfflugzeuge belasten das Budget der Landesverteidigung. Über Jahre hinaus wird das Heeresbudget vollkommen überschuldet, anstatt dieses Geld für andere, nutzvollere Dinge im Bereich des Bundesheeres zu verwenden, insbesondere für den Schutz und die Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da ich selbst zehn Kilometer von der Schengen-Grenze entfernt wohne, weiß ich, wie wichtig dieser Dienst an der Grenze ist. Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen Verantwortlichen, bei den Soldatinnen und Soldaten, für ihren Einsatz im Dienste der Bevölkerung bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Leider, Herr Bundesminister, muss ich zum Schluss meiner Ausführungen zu dem Ergebnis kommen, dass Sie mit diesem Budget vor den Trümmern der jahrelangen Ankündigungspolitik von Schwarz-Blau stehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Bevor die Damen und Herren von der Opposition hier herausgehen und über Zahlen sprechen – es ist, glaube ich, müßig, zu diskutieren, inwieweit der Anteil am BIP höher oder niedriger ist –, sollten sie sich einmal dessen bewusst werden, welche Aufgaben das österreichische Bundesheer zu erledigen hat, denn erst dann, glaube ich, können sie über Zahlen reden. Ihr Problem ist Folgendes: Es fehlt Ihnen die grundsatzpolitische Haltung beim Thema Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP.) Erst wenn Sie die an den Tag legen, können Sie hier herauskommen und über Zahlen sprechen. (Abg. Gaál: 30 Jahre Sicherheitspolitik!)
Abg. Gaál: 30 Jahre Sicherheitspolitik!
Bevor die Damen und Herren von der Opposition hier herausgehen und über Zahlen sprechen – es ist, glaube ich, müßig, zu diskutieren, inwieweit der Anteil am BIP höher oder niedriger ist –, sollten sie sich einmal dessen bewusst werden, welche Aufgaben das österreichische Bundesheer zu erledigen hat, denn erst dann, glaube ich, können sie über Zahlen reden. Ihr Problem ist Folgendes: Es fehlt Ihnen die grundsatzpolitische Haltung beim Thema Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP.) Erst wenn Sie die an den Tag legen, können Sie hier herauskommen und über Zahlen sprechen. (Abg. Gaál: 30 Jahre Sicherheitspolitik!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Dazu kam noch, dass justament am 22. Oktober, als wir die Budgetberatungen geführt haben, die „Salzburger Nachrichten“ einen zweiseitigen Bericht (der Redner hält die betreffenden zwei Zeitungsseiten in die Höhe) über die sicherheitspolitischen und wirtschaftspolitischen Aspekte des Eurofighters gebracht haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Lesen Sie sich das durch, das ist hochinteressant! Die „Salzburger Nachrichten“ sind eine unabhängige Zeitung, eine gute Zeitung. Es ist sicher kein Nachteil, wenn Sie sich da ein bisschen informieren. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Dazu kam noch, dass justament am 22. Oktober, als wir die Budgetberatungen geführt haben, die „Salzburger Nachrichten“ einen zweiseitigen Bericht (der Redner hält die betreffenden zwei Zeitungsseiten in die Höhe) über die sicherheitspolitischen und wirtschaftspolitischen Aspekte des Eurofighters gebracht haben. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Lesen Sie sich das durch, das ist hochinteressant! Die „Salzburger Nachrichten“ sind eine unabhängige Zeitung, eine gute Zeitung. Es ist sicher kein Nachteil, wenn Sie sich da ein bisschen informieren. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der Opposition! Die individuelle Freiheit, die uns allen so wichtig ist, kann nur in Verbindung mit einem ausgegorenen Sicherheitsbudget im Rahmen der Landesverteidigung – in einem anderen Rahmen natürlich auch – im Inland und auch im Ausland garantiert werden. Also stimmen Sie, bitte, diesem Budget zu! Sie tun damit der österreichischen Bevölkerung etwas Gutes. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Die Frage ist: Was geschieht mit diesem Geld?
Murauer: Bedauern Sie das wirklich, oder ist das nur rhetorisch?) Ob ich das bedauere oder nicht, das ist nicht die Frage. (Abg. Murauer: Die Frage ist: Was geschieht mit diesem Geld?)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Zu diesem so niedrigen Budget kommt noch der unnötige Ankauf der sündteuren Kampfflugzeuge, genannt Eurofighter, die das Heeresbudget völlig überschulden. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Wie erklären Sie das, Herr Kollege, all denjenigen, die sich legitimerweise über notwendige Beschaffungen zum Schutz und zur Sicherheit von Soldatinnen und Soldaten, die dringend durchgeführt werden sollten, Sorgen machen? (Abg. Murauer: Welche Beschaffungen?) Transporter zum Beispiel (Abg. Murauer: Wird beschafft!), Pioniergerät, neue Kampfanzüge, Verbesserungen der Transporthubschrauber AB 212 und so weiter und so fort.
Abg. Murauer: Welche Beschaffungen?
Zu diesem so niedrigen Budget kommt noch der unnötige Ankauf der sündteuren Kampfflugzeuge, genannt Eurofighter, die das Heeresbudget völlig überschulden. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Wie erklären Sie das, Herr Kollege, all denjenigen, die sich legitimerweise über notwendige Beschaffungen zum Schutz und zur Sicherheit von Soldatinnen und Soldaten, die dringend durchgeführt werden sollten, Sorgen machen? (Abg. Murauer: Welche Beschaffungen?) Transporter zum Beispiel (Abg. Murauer: Wird beschafft!), Pioniergerät, neue Kampfanzüge, Verbesserungen der Transporthubschrauber AB 212 und so weiter und so fort.
Abg. Murauer: Wird beschafft!
Zu diesem so niedrigen Budget kommt noch der unnötige Ankauf der sündteuren Kampfflugzeuge, genannt Eurofighter, die das Heeresbudget völlig überschulden. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Wie erklären Sie das, Herr Kollege, all denjenigen, die sich legitimerweise über notwendige Beschaffungen zum Schutz und zur Sicherheit von Soldatinnen und Soldaten, die dringend durchgeführt werden sollten, Sorgen machen? (Abg. Murauer: Welche Beschaffungen?) Transporter zum Beispiel (Abg. Murauer: Wird beschafft!), Pioniergerät, neue Kampfanzüge, Verbesserungen der Transporthubschrauber AB 212 und so weiter und so fort.
Abg. Murauer: Ich weiß es nicht, was Sie meinen!
Herr Kollege Murauer, Sie wissen ganz genau, dass es da einen Nachholbedarf gibt. (Abg. Murauer: Ich weiß es nicht, was Sie meinen!) Aber auf Grund des Ankaufes der Kampfflugzeuge und vieler anderer Dinge ist es leider nicht möglich, die Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten zu gewährleisten. Das bedauern wir von der SPÖ sehr wohl – wiewohl wir auch bedauern, dass es noch immer keinen mehrjährigen Investitions- und Beschaffungsplan gibt, den wir dringend einfordern und verlangen.
Abg. Murauer steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Platter.
Sehr geehrte Damen und Herren! Nun zum Thema „Sport im Heer“. Allgemeine Körperausbildung, sportliche Grundausbildung und Fitness der jungen Menschen sind ein allgemeines Ziel, und es ist sehr positiv zu verzeichnen, wenn es gemacht wird. Nur: Frauen wie Männer im Militärdienst sollten auch als Vertragsbedienstete die Möglichkeit haben, daran teilzunehmen und alle Heeressporteinrichtungen nützen zu können. Darauf Ihr Augenmerk zu richten würde ich Sie bitten, wenn schon Fitness und Prävention durch Bewegung tatsächlich ein Hauptinteresse dieser Bundesregierung sein wollen, wie wir es soeben in der Debatte über die Dringliche Anfrage von der Gesundheitsministerin vernommen haben. Also nicht halbherzig agieren, sondern alle daran teilnehmen lassen! Darum ersuche ich ganz dezidiert, Herr Verteidigungsminister! (Abg. Murauer steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Platter.)
Abg. Murauer entfernt sich von der Regierungsbank.
Herr Verteidigungsminister, ich lege großen Wert darauf, dass Sie das jetzt auch hören! (Abg. Murauer entfernt sich von der Regierungsbank.) Sie und wir alle haben uns sehr darüber gefreut, dass wir viele Olympioniken, viele Medaillenträger in Athen hatten. Das Heeressportzentrum ist eine wichtige Einrichtung – eine sehr wichtige Einrichtung! –, um unsere Sportlerinnen und Sportler sozial abzusichern, um ihnen ein gutes Trainingsumfeld zu geben. Immerhin waren 39 von 74 TeilnehmerInnen in Athen Angehörige des Bundesheeres, und immerhin haben wir fünf MedaillenträgerInnen aus den Reihen der Heeressporteinrichtungen zu feiern gehabt.
Beifall bei der SPÖ.
tung verdient, und daher ersuche ich dringend, diese auch sicherzustellen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Sechs Jahre ...! – Abg. Brosz: Das war keine tatsächliche Berichtigung!
Ich ersuche, das endlich zur Kenntnis zu nehmen und sich besser zu orientieren, meine Damen und Herren von der Sozialdemokratischen Partei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Sechs Jahre ...! – Abg. Brosz: Das war keine tatsächliche Berichtigung!)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Cap.
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich möchte am Beginn meiner Rede zu diesem Budgetkapitel danke sagen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Cap.) Ein Danke vor allem den Soldatinnen und Soldaten – Herr Klubobmann, du wirst dich wundern, ihr kommt bei der Danksagung auch noch dran; du allerdings nicht –, die im In- und Ausland für uns, für diese Republik eintreten und die bei den Auslandseinsätzen, die sie unter schwierigen Bedingungen leisten, für unsere Republik im wahrsten Sinne des Wortes eine Visitenkarte sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich möchte am Beginn meiner Rede zu diesem Budgetkapitel danke sagen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Cap.) Ein Danke vor allem den Soldatinnen und Soldaten – Herr Klubobmann, du wirst dich wundern, ihr kommt bei der Danksagung auch noch dran; du allerdings nicht –, die im In- und Ausland für uns, für diese Republik eintreten und die bei den Auslandseinsätzen, die sie unter schwierigen Bedingungen leisten, für unsere Republik im wahrsten Sinne des Wortes eine Visitenkarte sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte dem Herrn Bundesminister danke sagen, denn als ÖAABler bin ich stolz darauf, dass mit Günther Platter wieder ein ÖVP-Verteidigungsminister im Amt ist, der die Tradition der ÖAABler Prader, Lichal, Fasslabend fortsetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Dank Wolfgang!
und einfach dem Sachaufwand zugeordnet hat. Dadurch sind jetzt im Zuge der verschiedenen Pensionsreform-Diskussionen Probleme entstanden. – Herr Bundesminister, ich danke Ihnen, dass das für unsere Soldaten und für unsere Staatsbürger, die davon betroffen sind, auch geregelt wurde. (Abg. Neudeck: Dank Wolfgang!)
Abg. Neudeck: Jetzt hast du drei abgeschossen!
Und nun kommen die FSG und die Sozialdemokraten dran: Ich danke namentlich der Kollegin Pfeffer, dem Kollegen Kummerer und der Kollegin Hagenhofer (Abg. Neudeck: Jetzt hast du drei abgeschossen!), denn das waren die drei Sozialisten, die in der Zeit von 14.25 Uhr bis 14.51 Uhr, als wir das Kapitel Landesverteidigung hier diskutiert haben, im Plenarsaal waren. – Kollege Prähauser ist noch hinten gestanden. (Beifall der Abg. Lentsch.) Also dreieinhalb Sozialisten haben es der Mühe wert gefunden, bei diesem wichtigen Thema dabei zu sein.
Beifall der Abg. Lentsch.
Und nun kommen die FSG und die Sozialdemokraten dran: Ich danke namentlich der Kollegin Pfeffer, dem Kollegen Kummerer und der Kollegin Hagenhofer (Abg. Neudeck: Jetzt hast du drei abgeschossen!), denn das waren die drei Sozialisten, die in der Zeit von 14.25 Uhr bis 14.51 Uhr, als wir das Kapitel Landesverteidigung hier diskutiert haben, im Plenarsaal waren. – Kollege Prähauser ist noch hinten gestanden. (Beifall der Abg. Lentsch.) Also dreieinhalb Sozialisten haben es der Mühe wert gefunden, bei diesem wichtigen Thema dabei zu sein.
Abg. Dr. Stummvoll: Schrecklich!
Gestern hat ein Abgeordneter der SPÖ gesagt, er habe den Eindruck, dass wir uns in einem Jammertal befinden. (Abg. Dr. Stummvoll: Schrecklich!) Scheinbar habt ihr wirklich den Tagesbefehl ausgegeben, ein Jammertal zu verteidigen. Wir leben aber in der Republik Österreich, die von einer guten und verantwortungsvollen Regierung geführt wird und die kein Jammertal ist. Daher: Wechselt die Kommandanten, damit ihr einen neuen Tagesbefehl bekommt, vielleicht wird es dann besser! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Gestern hat ein Abgeordneter der SPÖ gesagt, er habe den Eindruck, dass wir uns in einem Jammertal befinden. (Abg. Dr. Stummvoll: Schrecklich!) Scheinbar habt ihr wirklich den Tagesbefehl ausgegeben, ein Jammertal zu verteidigen. Wir leben aber in der Republik Österreich, die von einer guten und verantwortungsvollen Regierung geführt wird und die kein Jammertal ist. Daher: Wechselt die Kommandanten, damit ihr einen neuen Tagesbefehl bekommt, vielleicht wird es dann besser! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Gaál: Das hilft dir bei den Personalvertretungswahlen nicht weiter!
Ich hoffe nur, dass es euch nicht so geht wie Kollegen Heinzl, der den Polizisten von St. Pölten unterstellt, sie kennen sich im Umland von St. Pölten nicht aus. – Die sind im Übrigen beleidigt darüber, dass ihnen Kollege Heinzl das gestern im „Kurier“ ausrichten lässt. Er sagt, wenn er einen Stadtpolizisten zum „Huber-Bauern“ schickt, dann findet der nicht einmal hin. – Wenn das die Wertschätzung ist, die die SPÖ für öffentlich Bedienstete hat, dann sage ich: Nein, danke!, und wünsche damit dem Herrn Verteidigungsminister mit seinem Ressort viel Erfolg für die weitere Arbeit. (Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Gaál: Das hilft dir bei den Personalvertretungswahlen nicht weiter!)
Abg. Schöls: Hast du wieder nicht zugehört?
Wenn du schon von Einladungen gesprochen hast, spreche ich auch eine Einladung aus: Herr Bundesminister! Herr Kollege Schöls! Ich lade euch ein, kommt in die westliche Obersteiermark, dort gibt es den Fliegerhorst Hinterstoisser – die Stätte, wo der Eurofighter zukünftig stationiert sein wird. Herr Kollege Schöls, wenn Sie von dieser Stelle aus von den hervorragenden Dingen reden, die die Mandatare geleistet haben, dann sage ich: Hervorragende Dinge haben unsere Soldatinnen und Soldaten geleistet! (Abg. Schöls: Hast du wieder nicht zugehört?) Wir haben ihnen schon gedankt, und wir danken ihnen auch weiter.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Aber die Arbeitsplätze werden mit den Fliegern gesichert und nicht ohne!
Was ist denn da mit der Arbeitsplatz-Sicherung? Wo sind denn da die Vorlaufzeiten, die man braucht, um so etwas umzusetzen? – Schmarren! Einen Schmäh habt ihr uns erzählt, und dabei bleibt ihr auch noch! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Aber die Arbeitsplätze werden mit den Fliegern gesichert und nicht ohne!) Okay, ihr habt den Flieger gesichert, Kollege Murauer! Ihr habt aber die ganze Zeit davon gesprochen, dass damit Arbeitsplätze gesichert werden. Ja, wo denn? – Nicht einmal beim Militär! (Abg. Murauer: Da haben Sie sich schlecht erkundigt!)
Abg. Murauer: Da haben Sie sich schlecht erkundigt!
Was ist denn da mit der Arbeitsplatz-Sicherung? Wo sind denn da die Vorlaufzeiten, die man braucht, um so etwas umzusetzen? – Schmarren! Einen Schmäh habt ihr uns erzählt, und dabei bleibt ihr auch noch! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Aber die Arbeitsplätze werden mit den Fliegern gesichert und nicht ohne!) Okay, ihr habt den Flieger gesichert, Kollege Murauer! Ihr habt aber die ganze Zeit davon gesprochen, dass damit Arbeitsplätze gesichert werden. Ja, wo denn? – Nicht einmal beim Militär! (Abg. Murauer: Da haben Sie sich schlecht erkundigt!)
Abg. Gaál: Luftgeschäfte!
Und dann schaue ich mir die Kompensationsgeschäfte an: Wie viele Millionen, Kollege Grillitsch, sind in der Zwischenzeit in die Obersteiermark geflossen? (Abg. Gaál: Luftgeschäfte!) – Danke vielmals, Herr Kollege: Luftgeschäfte, jawohl! (Widerspruch bei der ÖVP.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Und dann schaue ich mir die Kompensationsgeschäfte an: Wie viele Millionen, Kollege Grillitsch, sind in der Zwischenzeit in die Obersteiermark geflossen? (Abg. Gaál: Luftgeschäfte!) – Danke vielmals, Herr Kollege: Luftgeschäfte, jawohl! (Widerspruch bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Schauen Sie woanders hin! Schauen Sie mich nicht an! Sie müssen richtig hinschauen!
Wenn wir von der Luftraum-Verteidigung reden (Abg. Murauer: Schauen Sie woanders hin! Schauen Sie mich nicht an! Sie müssen richtig hinschauen!) – ich schaue Sie an, Herr Kollege! – und das Beispiel gehört haben, das da so dramatisch dargestellt wurde und von Ihnen auch noch sehr theatralisch im Budgetausschuss „gespielt“ wurde, dann frage ich Sie: Wo waren denn unsere Luftraum-Überwacher, als die Hubschrauber nach Mauthausen unterwegs waren? – Aber nicht die, die oben fliegen, sondern die, die dafür sorgen sollen, dass alle, die dort herumfliegen wollen, wissen, dass sie dort nicht fliegen dürfen! Wo waren sie denn da? – Auf Urlaub wahrscheinlich, denn sonst wäre es gar nie dazu gekommen!
Abg. Mag. Ikrath: Nein, Herr Kollege! Da geht es um Geldzahlen! Können wir uns darauf einigen?
Aufschwung, nachdem ich bisher schlecht dagestanden bin. – Da handelt es sich aber um einen „Turnaround“ von 0,82 Prozent des BIP auf 0,74 Prozent des BIP – ein Turnaround, aber nach unten! (Abg. Mag. Ikrath: Nein, Herr Kollege! Da geht es um Geldzahlen! Können wir uns darauf einigen?)
Beifall bei der SPÖ.
Aus diesen Gründen und vor allem, Herr Bundesminister, weil Sie mit dem 233-Millionen-Paket die Zukunft der Heeresreform nicht einmal ein bisschen absichern können, sondern die zukünftige Beschaffung der Eurofighter eine Reform des Bundesheeres nicht ermöglichen wird, können wir diesem Budget gar nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Die FPÖ fällt um!
Wir wissen zwar alle, dass Sie die juristische und technische Kompetenz haben, das zu machen, aber an dieser Stelle sei klargestellt: Der freiheitliche Regierungspartner wird dieser Verkürzung aus heutiger Sicht nicht zustimmen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Die FPÖ fällt um!)
Abg. Scheibner: Da gibt es ja ein Gesetz für die Finanzierung!
Das Verteidigungsbudget wird in den nächsten Jahren auch ganz wesentlich von den Vorbelastungen bestimmt sein. Der Rechnungshof hat in dieser Frage auch mehrfach Kritik geübt. Wenn Sachaufwendungen von 962 Millionen € im Jahr 2005 Vorbelastungen von 258 Millionen € für 2005 bis 2007 gegenüberstehen beziehungsweise laut Ihren Informationen, Herr Bundesminister, die Vorbelastungen bis 2014 auf 2,4 Milliarden € steigen, dann ist wohl erkennbar, dass dann, wenn die Kosten für die Eurofighter schlagend werden, das Verteidigungsbudget nicht mehr vollziehbar sein wird. (Abg. Scheibner: Da gibt es ja ein Gesetz für die Finanzierung!)
Abg. Mag. Molterer: Vom Kreisky!
Entweder liegt ein medizinisches Problem vor, oder Sie wollen die Menschen hinters Licht führen. Es hat heute erst Kollege Keuschnigg von der Volkspartei gemeint, dass Sie den Schuldenstand geerbt hätten. Sie haben schon Recht, Herr Kollege Keuschnigg, aber Sie wissen schon, von wem Sie den Schuldenstand geerbt haben (Abg. Mag. Molterer: Vom Kreisky!): von Ihrem Bundeskanzler Schüssel! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Entweder liegt ein medizinisches Problem vor, oder Sie wollen die Menschen hinters Licht führen. Es hat heute erst Kollege Keuschnigg von der Volkspartei gemeint, dass Sie den Schuldenstand geerbt hätten. Sie haben schon Recht, Herr Kollege Keuschnigg, aber Sie wissen schon, von wem Sie den Schuldenstand geerbt haben (Abg. Mag. Molterer: Vom Kreisky!): von Ihrem Bundeskanzler Schüssel! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie haben Österreich also in kurzer Zeit um mehr als das Doppelte verschuldet. Die wahren Schuldenmacher sitzen in der Regierung. Sie sind dafür verantwortlich, dass Österreich so hoch verschuldet ist wie nie. Meine lieben Kolleginnen und Kollegen der Regierungsfraktionen! Geht daher in euch, seid ein bisschen ehrlicher, macht ein bisschen weniger Schulden, das wird gut sein für Österreich! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Aus der Sicherheit der Qualität!
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Herr Minister, ich frage mich: Woher nehmen Sie die Ruhe, mit der Sie hier auf der Regierungsbank sitzen – wohl wissend, in welcher Situation sich eigentlich Ihr Budget und Ihr Ressort befinden? (Abg. Mag. Molterer: Aus der Sicherheit der Qualität!)
Abg. Mag. Molterer: Ich widerspreche! Er ist nicht unbeteiligt!
Sie, Herr Bundesminister, sitzen seelenruhig da oben, haben ein Budgetdesaster vor sich liegen, was das Verteidigungsbudget betrifft, müssen gemeinsam mit Ihren anderen Regierungskollegen einen massiven Sozialabbau und neue Belastungen verantworten – und das Ganze auch noch vor dem Hintergrund, dass es den Eurofighter von der zweiten Tranche in Wirklichkeit gar nicht gibt und das Geld beim Fenster hinausgeworfen wird! Vor diesem Hintergrund sitzen Sie unbeteiligt da (Abg. Mag. Molterer: Ich widerspreche! Er ist nicht unbeteiligt!) – gerade dass Sie nicht irgendwelche Kreuzworträtsel dort oben lösen –, anstatt dass Sie diese Krisen- und Notsituation, und zwar sowohl, was Ihr Budget betrifft, als auch, vor welchem Hintergrund sich das entwickelt hat, auch wirklich realisieren.
Abg. Neudeck: Sie sind auch nicht der Jüngste und reden noch immer!
Das ist ja der pure Optimismus, dass da steht „bewegliche Sachen“. Das heißt, Sie gehen davon aus, dass dieses Flugzeug flugtauglich ist, obwohl das ein ziemliches Uraltmodell ist, mit dem – auch als eine Folge dieser Eurofighter-Anschaffungsstrategie – 23 Millionen € beim Fenster hinausgeworfen werden. (Abg. Neudeck: Sie sind auch nicht der Jüngste und reden noch immer!)
Beifall bei der SPÖ.
Vor dem Hintergrund von Sozialabbau und Belastungen wird hier noch der Ankauf eines Flugzeuges verteidigt, wobei das Geld beim Fenster hinausgeworfen wird und nichts anderes als Chaos und Missmanagement in diesem Sicherheitsbereich zum Ausdruck kommt. Dazu muss ich sagen: Da wäre eigentlich Unruhe angesagt, und da wäre auch Aktivismus von Ihrer Seite angesagt, um diesen Missstand zu beseitigen. – Daher verstehen Sie, warum die Opposition hier die Kritik auch mit dieser Vehemenz einbringt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das ist wirklich gut, wenn man Vorbilder hat! Echte Vorbilder!
Wozu hat der Herr Budgetsprecher der ÖVP das gesagt? (Abg. Mag. Molterer: Das ist wirklich gut, wenn man Vorbilder hat! Echte Vorbilder!) Zu einem Budget des Herrn Finanzministers Grasser? – Nein, es war das Budget 1999 von Rudolf Edlinger! So viel zu diesen gescholtenen Budgets, die angeblich jene schlechten Budgets waren, denen gegenüber eine Änderung notwendig war.
Abg. Scheibner: Nein, hat er nicht!
Er hat Recht gehabt, der Günter Stummvoll! (Abg. Scheibner: Nein, hat er nicht!) Er hat in folgenden Punkten Recht gehabt: Unser Wirtschaftswachstum lag nämlich in den neunziger Jahren, zu einem Zeitpunkt, als angeblich das große Desaster herrschte, im Vergleich zu den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Durchschnitt von 1996 bis 1999 bei 2,8 Prozent; der Durchschnitt des Wirtschaftswachstums der Europäischen Union betrug in dieser Zeit 2,6 Prozent. Übrigens, das stammt aus dem Statistischen Jahrbuch der Wirtschaftskammer Österreich, Herr Kollege Stummvoll, nur damit Sie dazu auch die Quelle kennen; es ist korrekt zitiert aus der Statistik Austria.
Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie eine eigene Rede auch, Herr Kollege?
Na ja, vielleicht liegt das Positive an dem Budget des Herrn Grasser bei der Arbeitslosigkeit. Dort haben wir aber ein weiteres Problem. Sie haben genau in derselben Rede – übrigens nachzulesen im Protokoll der 115. Sitzung auf Seite 88 – ausgeführt, dass es überzeugend ist, dass wir den „zweitniedrigsten Wert“ bei der Arbeitslosigkeit haben. (Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie eine eigene Rede auch, Herr Kollege?) Aber den zweitniedrigsten Wert haben wir nicht mehr! Nach den jetzigen Revisionen liegen wir beim zirka sechsten Wert bei der Arbeitslosigkeit. Und es ist kein Wunder: Der Jahresdurchschnitt der Zahl der Arbeitslosen ist gestiegen (Abg. Kößl: Im EU-Durchschnitt ...!), und zwar von 194 314 im Jahr 2000 auf bereits 240 079 im Jahr 2003. Ergebnis: katastrophal!
Abg. Kößl: Im EU-Durchschnitt ...!
Na ja, vielleicht liegt das Positive an dem Budget des Herrn Grasser bei der Arbeitslosigkeit. Dort haben wir aber ein weiteres Problem. Sie haben genau in derselben Rede – übrigens nachzulesen im Protokoll der 115. Sitzung auf Seite 88 – ausgeführt, dass es überzeugend ist, dass wir den „zweitniedrigsten Wert“ bei der Arbeitslosigkeit haben. (Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie eine eigene Rede auch, Herr Kollege?) Aber den zweitniedrigsten Wert haben wir nicht mehr! Nach den jetzigen Revisionen liegen wir beim zirka sechsten Wert bei der Arbeitslosigkeit. Und es ist kein Wunder: Der Jahresdurchschnitt der Zahl der Arbeitslosen ist gestiegen (Abg. Kößl: Im EU-Durchschnitt ...!), und zwar von 194 314 im Jahr 2000 auf bereits 240 079 im Jahr 2003. Ergebnis: katastrophal!
Abg. Mag. Kogler: Jetzt ist er da!
Sie müssten doch eigentlich hier mit der Forderung herauskommen: Kehren wir zu Rudi Edlingers Budgetkurs zurück! – Aber nein, er verteidigt ein Budget, und wir werden es nachher vom besten Redner hier im Parlament wieder hören ... (Abg. Mag. Kogler: Jetzt ist er da!) Er ist da? (Der Redner wendet sich um und sieht, wie Bundesminister Mag. Grasser auf der Regierungsbank Platz nimmt.) – Bitte, wir haben den Herrn Finanzminister! Sie haben ihn kurzfristig gefunden, das ist erstaunlich.
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt hofft man immer, wenn eine budgetpolitische Geisterfahrt stattfindet, dass die Besinnung spätestens bei der Radiomeldung kommt und man umkehrt. Aber was macht der Finanzminister? – Er kehrt um, fährt jedoch auf die andere Richtungsfahrbahn, er fährt quasi als doppelter budgetpolitischer Geisterfahrer in der Gegenrichtung zurück und lässt die Budgetdefizite in die steigende Konjunktur hinein ansteigen. Das hat die Zweite Republik noch nicht erlebt! Das, Herr Finanzminister Grasser, ist mit Sicherheit – egal, nach welcher wirtschaftspolitischen Prämisse – der falsche Weg, nämlich steigende Defizite statt Budgetkonsolidierung bei steigender Konjunktur. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bucher: Und ihr macht einen Parallelslalom!
Jetzt habe ich nur den Kollegen Stummvoll zitiert, aber ich könnte Ihnen auch wunderbare Monologe des Präsidenten Khol zu den Budgets von Finanzminister Edlinger vorlegen. Ich lasse es weg, denn die damalige Beschuldigung der Opposition – das ist für Sie (in Richtung Freiheitliche) interessant – war lustig. Die FPÖ macht in der Opposition einen Zickzackkurs in ihrer Kritik am Budget. (Abg. Bucher: Und ihr macht einen Parallelslalom!) Das ist interessant zu hören von einer Fraktion (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum schreien Sie eigentlich so?), die dasselbe Budget, das sie ein Jahr später als das Schlimmste bezeichnet, mit lobenden Worten erwähnt. (Abg. Dr. Stummvoll: ... nicht gesagt!) Das ist dann kein Zickzackkurs – der würde wenigstens in irgendeine Richtung führen –, sondern das ist: hin und zurück, immer das Gegenteil zur gleichen Sache gesprochen. – So viel zur „Ernsthaftigkeit“.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum schreien Sie eigentlich so?
Jetzt habe ich nur den Kollegen Stummvoll zitiert, aber ich könnte Ihnen auch wunderbare Monologe des Präsidenten Khol zu den Budgets von Finanzminister Edlinger vorlegen. Ich lasse es weg, denn die damalige Beschuldigung der Opposition – das ist für Sie (in Richtung Freiheitliche) interessant – war lustig. Die FPÖ macht in der Opposition einen Zickzackkurs in ihrer Kritik am Budget. (Abg. Bucher: Und ihr macht einen Parallelslalom!) Das ist interessant zu hören von einer Fraktion (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum schreien Sie eigentlich so?), die dasselbe Budget, das sie ein Jahr später als das Schlimmste bezeichnet, mit lobenden Worten erwähnt. (Abg. Dr. Stummvoll: ... nicht gesagt!) Das ist dann kein Zickzackkurs – der würde wenigstens in irgendeine Richtung führen –, sondern das ist: hin und zurück, immer das Gegenteil zur gleichen Sache gesprochen. – So viel zur „Ernsthaftigkeit“.
Abg. Dr. Stummvoll: ... nicht gesagt!
Jetzt habe ich nur den Kollegen Stummvoll zitiert, aber ich könnte Ihnen auch wunderbare Monologe des Präsidenten Khol zu den Budgets von Finanzminister Edlinger vorlegen. Ich lasse es weg, denn die damalige Beschuldigung der Opposition – das ist für Sie (in Richtung Freiheitliche) interessant – war lustig. Die FPÖ macht in der Opposition einen Zickzackkurs in ihrer Kritik am Budget. (Abg. Bucher: Und ihr macht einen Parallelslalom!) Das ist interessant zu hören von einer Fraktion (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum schreien Sie eigentlich so?), die dasselbe Budget, das sie ein Jahr später als das Schlimmste bezeichnet, mit lobenden Worten erwähnt. (Abg. Dr. Stummvoll: ... nicht gesagt!) Das ist dann kein Zickzackkurs – der würde wenigstens in irgendeine Richtung führen –, sondern das ist: hin und zurück, immer das Gegenteil zur gleichen Sache gesprochen. – So viel zur „Ernsthaftigkeit“.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Hoffentlich nicht in Ihre Richtung!
Das ist der falsche Weg, meine Damen und Herren! Die Änderung wird jemand beschließen, den Sie nicht in die Tasche stecken können: die österreichische Bevölkerung bei der nächsten Wahl! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Hoffentlich nicht in Ihre Richtung!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich gebe zu, ich habe jetzt ein Problem. Ich habe nämlich keine so langen Zitate vorbereitet, ich habe eine eigene Rede, Herr Kollege Matznetter. Das ist jetzt natürlich mein Problem. Ich hätte auch so viele Zitate vorbereiten können, aber ich habe geglaubt, im Parlament ist eine eigene Rede mehr wert als lange Zitate. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Meine Damen und Herren! Wenn wir heute am Schluss dieser Budgetdebatte das Kapitel Finanzen diskutieren, dann, glaube ich, kann man durchaus ein bisschen Bilanz dieser Budgetdebatte ziehen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Für mich hat diese Budgetdebatte eigentlich zwei wesentliche Ergebnisse. Erstens: Zu dem Budget, das hier vorgelegt wurde, gibt es keine Alternative. (Beifall bei der ÖVP.) Es hat viele Debattenbeiträge der Opposition gegeben, aber es hat sich daraus überhaupt kein Alternativbudget abgezeichnet. (Abg. Dr. Matznetter: Eine ordentliche Finanzpolitik!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Wenn wir heute am Schluss dieser Budgetdebatte das Kapitel Finanzen diskutieren, dann, glaube ich, kann man durchaus ein bisschen Bilanz dieser Budgetdebatte ziehen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Für mich hat diese Budgetdebatte eigentlich zwei wesentliche Ergebnisse. Erstens: Zu dem Budget, das hier vorgelegt wurde, gibt es keine Alternative. (Beifall bei der ÖVP.) Es hat viele Debattenbeiträge der Opposition gegeben, aber es hat sich daraus überhaupt kein Alternativbudget abgezeichnet. (Abg. Dr. Matznetter: Eine ordentliche Finanzpolitik!)
Abg. Dr. Matznetter: Eine ordentliche Finanzpolitik!
Meine Damen und Herren! Wenn wir heute am Schluss dieser Budgetdebatte das Kapitel Finanzen diskutieren, dann, glaube ich, kann man durchaus ein bisschen Bilanz dieser Budgetdebatte ziehen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Für mich hat diese Budgetdebatte eigentlich zwei wesentliche Ergebnisse. Erstens: Zu dem Budget, das hier vorgelegt wurde, gibt es keine Alternative. (Beifall bei der ÖVP.) Es hat viele Debattenbeiträge der Opposition gegeben, aber es hat sich daraus überhaupt kein Alternativbudget abgezeichnet. (Abg. Dr. Matznetter: Eine ordentliche Finanzpolitik!)
Abg. Dr. Matznetter: Dann haben wir es leicht!
Nun gebe ich zu, meine Damen und Herren: Je besser die Regierung ist, desto schwieriger ist es für die Opposition. (Abg. Dr. Matznetter: Dann haben wir es leicht!) So ehrlich muss man sein, meine Damen und Herren: Die Opposition hat es schwer, denn die Regierung ist erstklassig unterwegs, Herr Kollege Matznetter, dafür muss man Verständnis haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Also erstens gibt es keine Alternative zu diesem Budget, keinerlei Alternativvorschläge. (Zwischenruf des
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nun gebe ich zu, meine Damen und Herren: Je besser die Regierung ist, desto schwieriger ist es für die Opposition. (Abg. Dr. Matznetter: Dann haben wir es leicht!) So ehrlich muss man sein, meine Damen und Herren: Die Opposition hat es schwer, denn die Regierung ist erstklassig unterwegs, Herr Kollege Matznetter, dafür muss man Verständnis haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Also erstens gibt es keine Alternative zu diesem Budget, keinerlei Alternativvorschläge. (Zwischenruf des
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Matznetter, ich habe nie gesagt, dass vorher alles schlecht war. Ich sage nur: Heute ist alles besser! (Beifall bei der ÖVP.) Besser kann es immer sein, Herr Kollege Matznetter! Es gibt Kennzahlen, die 1999 nicht schlecht waren, das gebe ich gerne zu. Aber insgesamt stehen wir heute wesentlich besser da als 1999. (Abg. Dr. Matznetter: Bei der Arbeitslosigkeit?)
Abg. Dr. Matznetter: Bei der Arbeitslosigkeit?
Herr Kollege Matznetter, ich habe nie gesagt, dass vorher alles schlecht war. Ich sage nur: Heute ist alles besser! (Beifall bei der ÖVP.) Besser kann es immer sein, Herr Kollege Matznetter! Es gibt Kennzahlen, die 1999 nicht schlecht waren, das gebe ich gerne zu. Aber insgesamt stehen wir heute wesentlich besser da als 1999. (Abg. Dr. Matznetter: Bei der Arbeitslosigkeit?)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben damals diese drei genannt!
Wir reden über das Budget, und ich nenne Ihnen einmal zwei Kennzahlen. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben damals diese drei genannt!) Wir haben die Ausgabenquote des Staatshaushaltes im Sinne einer ausgabenseitigen Sanierung gesenkt (Abg. Riepl: Wie schaut das für die Menschen aus, die Arbeitslosen?), und zwar von über 53 Prozent auf unter 50 Prozent im Jahr 2005 – eine ausgabenseitige Sanierung des Staatshaushaltes! (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben gesagt: „Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen“!) Wir werden die Steuer- und Abgabenquote, Herr Kollege Matznetter, die bereits bei 45,4 Prozent war, auf 40,6 Prozent im Jahr 2006 senken. Das sind sensationelle Ergebnisse einer Konsolidierungspolitik, bitte, die das Kennzeichen hat: Stabilität einerseits, Dynamik andererseits! (Abg. Dr. Matznetter: Drei Mal sind Sie schlechter ...!)
Abg. Riepl: Wie schaut das für die Menschen aus, die Arbeitslosen?
Wir reden über das Budget, und ich nenne Ihnen einmal zwei Kennzahlen. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben damals diese drei genannt!) Wir haben die Ausgabenquote des Staatshaushaltes im Sinne einer ausgabenseitigen Sanierung gesenkt (Abg. Riepl: Wie schaut das für die Menschen aus, die Arbeitslosen?), und zwar von über 53 Prozent auf unter 50 Prozent im Jahr 2005 – eine ausgabenseitige Sanierung des Staatshaushaltes! (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben gesagt: „Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen“!) Wir werden die Steuer- und Abgabenquote, Herr Kollege Matznetter, die bereits bei 45,4 Prozent war, auf 40,6 Prozent im Jahr 2006 senken. Das sind sensationelle Ergebnisse einer Konsolidierungspolitik, bitte, die das Kennzeichen hat: Stabilität einerseits, Dynamik andererseits! (Abg. Dr. Matznetter: Drei Mal sind Sie schlechter ...!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben gesagt: „Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen“!
Wir reden über das Budget, und ich nenne Ihnen einmal zwei Kennzahlen. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben damals diese drei genannt!) Wir haben die Ausgabenquote des Staatshaushaltes im Sinne einer ausgabenseitigen Sanierung gesenkt (Abg. Riepl: Wie schaut das für die Menschen aus, die Arbeitslosen?), und zwar von über 53 Prozent auf unter 50 Prozent im Jahr 2005 – eine ausgabenseitige Sanierung des Staatshaushaltes! (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben gesagt: „Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen“!) Wir werden die Steuer- und Abgabenquote, Herr Kollege Matznetter, die bereits bei 45,4 Prozent war, auf 40,6 Prozent im Jahr 2006 senken. Das sind sensationelle Ergebnisse einer Konsolidierungspolitik, bitte, die das Kennzeichen hat: Stabilität einerseits, Dynamik andererseits! (Abg. Dr. Matznetter: Drei Mal sind Sie schlechter ...!)
Abg. Dr. Matznetter: Drei Mal sind Sie schlechter ...!
Wir reden über das Budget, und ich nenne Ihnen einmal zwei Kennzahlen. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben damals diese drei genannt!) Wir haben die Ausgabenquote des Staatshaushaltes im Sinne einer ausgabenseitigen Sanierung gesenkt (Abg. Riepl: Wie schaut das für die Menschen aus, die Arbeitslosen?), und zwar von über 53 Prozent auf unter 50 Prozent im Jahr 2005 – eine ausgabenseitige Sanierung des Staatshaushaltes! (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben gesagt: „Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen“!) Wir werden die Steuer- und Abgabenquote, Herr Kollege Matznetter, die bereits bei 45,4 Prozent war, auf 40,6 Prozent im Jahr 2006 senken. Das sind sensationelle Ergebnisse einer Konsolidierungspolitik, bitte, die das Kennzeichen hat: Stabilität einerseits, Dynamik andererseits! (Abg. Dr. Matznetter: Drei Mal sind Sie schlechter ...!)
Abg. Dr. Matznetter: Ja, aber das haben die anderen ohne ...!
Es ist dies eine Steuersenkung, Kollege Matznetter, die zwei Schwerpunkte hat, einerseits die Stärkung der Kaufkraft. Es ist kein Zufall, dass die Wirtschaftsforscher sagen, im nächsten Jahr werden die Realeinkommen um 2,5 Prozent steigen – 2,5 Prozent Realeinkommenssteigerung! Eine zweite Konsequenz ist der Impuls für das Wirtschaftswachstum: Nach 0,8 Prozent im Vorjahr sind es heuer 1,8 Prozent und werden es im nächsten Jahr 2,5 Prozent sein – das höchste Wirtschaftswachstum seit sechs Jahren, Herr Kollege Matznetter! (Abg. Dr. Matznetter: Ja, aber das haben die anderen ohne ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Ich auch!
Ja, das alles hat für Sie keine Bedeutung, ich weiß das schon. Aber ich versuche, sachlich zu diskutieren und nicht nur mit Polemik zu diskutieren, Herr Kollege Matznetter. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Ich auch!)
Zwischenruf des Abg. Riepl
Das zweite Kennzeichen in die Zukunft ist, dass dieses Budget 2005 genau auf der Linie jener Strategie liegt, die wir mit Blickrichtung 2010 entwickelt haben, nämlich erstens Stabilität im Staatshaushalt (Zwischenruf des Abg. Riepl), zweitens Entlastung der Betriebe und der Mitarbeiter, drittens Investition in die Zukunft, Herr Kollege Riepl. (Abg. Eder: Sagst immer dasselbe!) Hinsichtlich dieser drei Strategien liegen wir mit diesem Budget voll auf Kurs. (Abg. Riepl: Mehr Arbeitslose!) Ja wir sind zum Teil bes-
Abg. Eder: Sagst immer dasselbe!
Das zweite Kennzeichen in die Zukunft ist, dass dieses Budget 2005 genau auf der Linie jener Strategie liegt, die wir mit Blickrichtung 2010 entwickelt haben, nämlich erstens Stabilität im Staatshaushalt (Zwischenruf des Abg. Riepl), zweitens Entlastung der Betriebe und der Mitarbeiter, drittens Investition in die Zukunft, Herr Kollege Riepl. (Abg. Eder: Sagst immer dasselbe!) Hinsichtlich dieser drei Strategien liegen wir mit diesem Budget voll auf Kurs. (Abg. Riepl: Mehr Arbeitslose!) Ja wir sind zum Teil bes-
Abg. Riepl: Mehr Arbeitslose!
Das zweite Kennzeichen in die Zukunft ist, dass dieses Budget 2005 genau auf der Linie jener Strategie liegt, die wir mit Blickrichtung 2010 entwickelt haben, nämlich erstens Stabilität im Staatshaushalt (Zwischenruf des Abg. Riepl), zweitens Entlastung der Betriebe und der Mitarbeiter, drittens Investition in die Zukunft, Herr Kollege Riepl. (Abg. Eder: Sagst immer dasselbe!) Hinsichtlich dieser drei Strategien liegen wir mit diesem Budget voll auf Kurs. (Abg. Riepl: Mehr Arbeitslose!) Ja wir sind zum Teil bes-
Beifall bei der ÖVP.
ser, als prognostiziert wurde: Wir haben zum Beispiel gesagt, im Jahr 2010 solle die Abgabenquote bei 40 Prozent liegen; wir werden schon 2006 die Abgabenquote von 40,6 Prozent erreichen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie haben gesagt: „Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen“!
Investition in die Zukunft – schauen wir uns die Forschungsquote an. Wir liegen heute schon mit einer Forschungsquote von 2,3 Prozent an fünfter Stelle in der EU. Das heißt Politik als Zukunftsgestaltung, das heißt in die Zukunft investieren. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben gesagt: „Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen“!) Forschung und Entwicklung, Herr Kollege Matznetter: Etwas, was auch in jener Zeit nicht geschehen ist – ich gebe das gerne zu –, als ich Staatssekretär war. Wir haben damals nicht so intensiv und so massiv in die Zukunft investiert wie unter dieser Bundesregierung. (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir heute ... Wirtschaftswachstum?)
Abg. Dr. Matznetter: Haben wir heute ... Wirtschaftswachstum?
Investition in die Zukunft – schauen wir uns die Forschungsquote an. Wir liegen heute schon mit einer Forschungsquote von 2,3 Prozent an fünfter Stelle in der EU. Das heißt Politik als Zukunftsgestaltung, das heißt in die Zukunft investieren. (Abg. Dr. Matznetter: Sie haben gesagt: „Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen“!) Forschung und Entwicklung, Herr Kollege Matznetter: Etwas, was auch in jener Zeit nicht geschehen ist – ich gebe das gerne zu –, als ich Staatssekretär war. Wir haben damals nicht so intensiv und so massiv in die Zukunft investiert wie unter dieser Bundesregierung. (Abg. Dr. Matznetter: Haben wir heute ... Wirtschaftswachstum?)
Abg. Bucher: Verplempert!
Herr Kollege Matznetter, Ihre Chance der Rede war schon! Begrenzen Sie doch nicht mit ständigen Zwischenrufen meine Redezeit! (Abg. Bucher: Verplempert!) Herr Kollege Matznetter, nehmen Sie bitte eines zur Kenntnis: Wir sind gerne bereit, anhand konkreter Daten und Fakten zu diskutieren. (Abg. Dr. Matznetter: Wunderbar!) Aber nur Polemik, „Jetzt ist alles schlecht, und unter Rudi Edlinger war alles um so viel besser!“, das ist ein zu einfaches Konzept, Herr Kollege Matznetter. (Abg. Riepl: Haben wir jetzt mehr Arbeitslose oder nicht? – Abg. Dr. Fekter: Mehr Beschäftigte! Wir haben mehr Beschäftigte! – Abg. Sburny: Und mehr Arbeitslose!)
Abg. Dr. Matznetter: Wunderbar!
Herr Kollege Matznetter, Ihre Chance der Rede war schon! Begrenzen Sie doch nicht mit ständigen Zwischenrufen meine Redezeit! (Abg. Bucher: Verplempert!) Herr Kollege Matznetter, nehmen Sie bitte eines zur Kenntnis: Wir sind gerne bereit, anhand konkreter Daten und Fakten zu diskutieren. (Abg. Dr. Matznetter: Wunderbar!) Aber nur Polemik, „Jetzt ist alles schlecht, und unter Rudi Edlinger war alles um so viel besser!“, das ist ein zu einfaches Konzept, Herr Kollege Matznetter. (Abg. Riepl: Haben wir jetzt mehr Arbeitslose oder nicht? – Abg. Dr. Fekter: Mehr Beschäftigte! Wir haben mehr Beschäftigte! – Abg. Sburny: Und mehr Arbeitslose!)
Abg. Riepl: Haben wir jetzt mehr Arbeitslose oder nicht? – Abg. Dr. Fekter: Mehr Beschäftigte! Wir haben mehr Beschäftigte! – Abg. Sburny: Und mehr Arbeitslose!
Herr Kollege Matznetter, Ihre Chance der Rede war schon! Begrenzen Sie doch nicht mit ständigen Zwischenrufen meine Redezeit! (Abg. Bucher: Verplempert!) Herr Kollege Matznetter, nehmen Sie bitte eines zur Kenntnis: Wir sind gerne bereit, anhand konkreter Daten und Fakten zu diskutieren. (Abg. Dr. Matznetter: Wunderbar!) Aber nur Polemik, „Jetzt ist alles schlecht, und unter Rudi Edlinger war alles um so viel besser!“, das ist ein zu einfaches Konzept, Herr Kollege Matznetter. (Abg. Riepl: Haben wir jetzt mehr Arbeitslose oder nicht? – Abg. Dr. Fekter: Mehr Beschäftigte! Wir haben mehr Beschäftigte! – Abg. Sburny: Und mehr Arbeitslose!)
Abg. Dr. Matznetter: Aber wir haben ...!
Ich sage Ihnen: Wir haben hier eine Bundesregierung, die einen sehr konsequenten finanzpolitischen Kurs segelt, einen Kurs, der uns von vielen europäischen Ländern unterscheidet und der dazu geführt hat, dass der Währungsfonds zum Beispiel gesagt hat: Wir sind ein „show case“, ein Musterbeispiel für Reformen in der Finanzpolitik in Europa. (Abg. Dr. Matznetter: Aber wir haben ...!) Sie waren damals selbst bei diesem Gespräch dabei, als die Experten des Währungsfonds hier im Haus waren, Herr Kollege, Sie waren dabei. Der Schlussbericht hat gelautet: Wir sind ein Musterbeispiel für Reformen in Europa! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen: Wir haben hier eine Bundesregierung, die einen sehr konsequenten finanzpolitischen Kurs segelt, einen Kurs, der uns von vielen europäischen Ländern unterscheidet und der dazu geführt hat, dass der Währungsfonds zum Beispiel gesagt hat: Wir sind ein „show case“, ein Musterbeispiel für Reformen in der Finanzpolitik in Europa. (Abg. Dr. Matznetter: Aber wir haben ...!) Sie waren damals selbst bei diesem Gespräch dabei, als die Experten des Währungsfonds hier im Haus waren, Herr Kollege, Sie waren dabei. Der Schlussbericht hat gelautet: Wir sind ein Musterbeispiel für Reformen in Europa! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Finanzminister! Ich gratuliere Ihnen zu solchen Aussagen internationaler Experten! Wir sind froh, dass wir Sie als Finanzminister haben, wir sind froh, dass wir diese Regierung haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Ich möchte heute, weil wir das Finanzkapitel beraten, vermutlich auch im Sinne der Vorredner- und NachrednerInnen im Plenum ausdrücklich einmal die hervorragende Qualität der Arbeit der Beamten und Beamtinnen im Finanzministerium erwähnen. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Dr. Fekter: Da kommt ja so viel Lob, da muss etwas dahinter sein!
Das mag uns zu Kritik Anlass gegeben haben, wenn uns das eine oder andere nicht gepasst hat. Aber es ist gelungen – und da muss man dann schon auch anerkennen, dass auch die Vorgänger nicht ganz auf der Nudelsuppe daher geschwommen sein können –, dass das von der Fachkompetenz her ein hervorragendes Haus ist. Das sollte gerade in der finanzpolitischen Debatte – da liefern wir uns in letzter Zeit einige gröbere Gefechte – einmal festgestellt werden. (Abg. Dr. Fekter: Da kommt ja so viel Lob, da muss etwas dahinter sein!) Ich glaube, dazu ist jetzt – es sind ja die Finanzkapitel des gesamten Budgets zur Verhandlung – ein guter Anlass. Im Ausschuss meinen wir ja mit unseren meist kritischen Fragen nicht, dass die Kompetenz im Haus grundsätzlich in Frage gestellt wird.
Abg. Dr. Stummvoll: Man muss auch die Konjunkturpakete I und II einbeziehen!
Was bedeutet das aber, wenn wir auf die parolenhafte Ebene eingehen, die vom Tag der Budgetrede an auf uns niedergeprasselt ist? Eine zentrale Aussage war: Aufschwung durch Entlastung. Wenn man sich das anschaut, stellt man fest, dass nur ein minimaler Anteil des Aufschwungs von dieser Steuerreform beziehungsweise Steuersenkung ausgelöst worden ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Man muss auch die Konjunkturpakete I und II einbeziehen!) – Warten Sie, ich komme schon noch darauf zu sprechen!
Abg. Dr. Stummvoll: „Es muss etwas geschehen!“ – das ist noch kein Konzept!
Sie haben nach unseren Alternativen gefragt, Herr Kollege Stummvoll, deshalb mache ich da jetzt eine so lange Schleife. Sie sollten zumindest wissen, dass nicht nur unsere Fraktion, aber auch unsere Fraktion bereits zur Zeit eines erkennbar nahenden Abschwungs gesagt hat, es müsse etwas geschehen. (Abg. Dr. Stummvoll: „Es muss etwas geschehen!“ – das ist noch kein Konzept!) Das kann ausgabenseitig geschehen, und das wird Sie bei uns ja nicht wundern. Sie selbst haben dann ja auch das, was Sie gemacht haben, „Konjunkturpaket“ getauft. (Abg. Dr. Stummvoll: Abgabenseitig!)
Abg. Dr. Stummvoll: Abgabenseitig!
Sie haben nach unseren Alternativen gefragt, Herr Kollege Stummvoll, deshalb mache ich da jetzt eine so lange Schleife. Sie sollten zumindest wissen, dass nicht nur unsere Fraktion, aber auch unsere Fraktion bereits zur Zeit eines erkennbar nahenden Abschwungs gesagt hat, es müsse etwas geschehen. (Abg. Dr. Stummvoll: „Es muss etwas geschehen!“ – das ist noch kein Konzept!) Das kann ausgabenseitig geschehen, und das wird Sie bei uns ja nicht wundern. Sie selbst haben dann ja auch das, was Sie gemacht haben, „Konjunkturpaket“ getauft. (Abg. Dr. Stummvoll: Abgabenseitig!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mach es nicht so lang, vielleicht will auch wer anderer von eurer Fraktion noch etwas sagen!
Letztlich geht es auch noch um die Höhe des Defizits. Was ist passiert? Wir haben jetzt die Finanzausgleichsanträge herinnen. Sie werden wahrscheinlich wieder sagen, dass das ja immer so gewesen sei: Zuerst einmal das Budget, dann die Lohnerhöhungen für die Beamten – okay, das war wirklich immer so –, aber beim Finanzausgleich war doch erkennbar, dass es da noch etwas braucht. Wenn man sich das jetzt im Nachhinein anschaut – und diese Anträge werden ja, so nehme ich an, noch eingebracht werden –, erkennt man, dass wir mit unseren Prognosen auf das Zehntel genau richtig gelegen sind. Man hätte dann auch die Sozialversicherung gleich dazurechnen können. Ich weiß schon, das entspricht nicht dem Rechenschema à la Maastricht, aber bitte, wer ist denn sonst dafür zuständig außer der Bundespolitik, die entsprechenden Regelwerke vorzugeben. Das heißt, wir haben nichts zurückzunehmen. Dementsprechend sollten Sie sich hier noch einmal abschließend erklären, denn diese Parolen, wenn hier schon eine sachliche Debatte eingemahnt wird, halten nicht. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Mach es nicht so lang, vielleicht will auch wer anderer von eurer Fraktion noch etwas sagen!) – Vielen Dank für den Hinweis! Kollege Brosz ist dankbar für jede Assistenz. Ich würde ihm nur empfehlen, dass er sie sich selbst aussucht.
Beifall bei den Grünen.
ge bestimmte Garantien nicht gegeben sind, die ÖIAG nicht drinnen bleiben sollte. Das ist nicht mein Credo, wir unterscheiden uns da ja auch zum Teil von der SPÖ, aber das wäre eine Voraussetzung, dass der ganze Vorgang noch irgendeine Art von Glaubwürdigkeit behält. Es würde mich interessieren, was Sie dazu sagen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Matznetter. – Abg. Neudeck: Er hat die Konsequenz gezogen und ist gegangen!
Das war auch schon meine letzte Frage, also braucht sich auch Kollege Scheuch jetzt nicht mehr aufzuregen – er ist ohnehin schon gegangen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Dr. Cap und Dr. Matznetter. – Abg. Neudeck: Er hat die Konsequenz gezogen und ist gegangen!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein Visionär! – Gegenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zugegeben: Es ist nicht ganz einfach, auf diese Ausführungen zu antworten, denn es geschieht äußerst selten – aber heute ist eben solch ein Tag –, dass man durch die Äußerungen der Vorredner völlig überrascht wird, weil einmal die Freiheitliche Partei von den Grünen gelobt wird, weil der Herr Bundesminister gelobt wird, weil das Finanzministerium gelobt wird und man im Grunde genommen nichts finden kann, was man an diesem Budget aussetzen will. Das Einzige, was bei mir von den Ausführungen des Kollegen Kogler hängen geblieben ist, ist, dass er das Defizitwachstum irgendwo am Radarschirm rechtzeitig geortet hat und vorhersehen konnte, wie sich das in etwa entwickeln wird. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein Visionär! – Gegenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Ihre Rede, Kollege Matznetter, war auch sehr vielsagend, denn Sie haben einfach nur Zitate vorgetragen.
Abg. Neudeck: Dafür bist du schon ganz gut!
Das ist erst meine zweite Budgetdebatte, die ich in diesem Haus mitverfolgen kann. (Abg. Neudeck: Dafür bist du schon ganz gut!) Im Grunde genommen hat sich das Bild abgezeichnet, dass sich relativ wenig Substanz zeigt. Auch zu den einzelnen Budgetkapiteln wurde relativ wenig Kritik vorgebracht bis auf Präferenzen für verschiedene Vergleichsarten, ob als Prozentanteil am BIP oder in absoluten Zahlen, und die Frage, ob letztlich mehr oder weniger Budget für die einzelnen Ressorts zur Verfügung steht. Substantielle Kritik war relativ wenig zu finden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Das ist erst meine zweite Budgetdebatte, die ich in diesem Haus mitverfolgen kann. (Abg. Neudeck: Dafür bist du schon ganz gut!) Im Grunde genommen hat sich das Bild abgezeichnet, dass sich relativ wenig Substanz zeigt. Auch zu den einzelnen Budgetkapiteln wurde relativ wenig Kritik vorgebracht bis auf Präferenzen für verschiedene Vergleichsarten, ob als Prozentanteil am BIP oder in absoluten Zahlen, und die Frage, ob letztlich mehr oder weniger Budget für die einzelnen Ressorts zur Verfügung steht. Substantielle Kritik war relativ wenig zu finden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Die höchste Arbeitslosigkeit!
Schauen Sie, Sie müssen neidlos anerkennen – ich meine, das ist ja auch aus Ihren Ausführungen und aus denen des Kollegen Kogler hervorgegangen –, dass das Budget ein absolut richtiges Budget ist mit Perspektive auf mehr Wachstum und mehr Aufschwung in den nächsten Jahren und dass beispielsweise auch dieses Finanzausgleichsgesetz ein richtiges Signal zur Stärkung des ländlichen Raumes ist, damit die kleineren Gemeinden über den abgestuften Bevölkerungsschlüssel mehr Mittel zur Verfügung gestellt bekommen. (Abg. Dr. Matznetter: Die höchste Arbeitslosigkeit!) Immerhin sind das 80 Millionen bis 100 Millionen €, die in die kleineren Gemeinden verlagert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Schauen Sie, Sie müssen neidlos anerkennen – ich meine, das ist ja auch aus Ihren Ausführungen und aus denen des Kollegen Kogler hervorgegangen –, dass das Budget ein absolut richtiges Budget ist mit Perspektive auf mehr Wachstum und mehr Aufschwung in den nächsten Jahren und dass beispielsweise auch dieses Finanzausgleichsgesetz ein richtiges Signal zur Stärkung des ländlichen Raumes ist, damit die kleineren Gemeinden über den abgestuften Bevölkerungsschlüssel mehr Mittel zur Verfügung gestellt bekommen. (Abg. Dr. Matznetter: Die höchste Arbeitslosigkeit!) Immerhin sind das 80 Millionen bis 100 Millionen €, die in die kleineren Gemeinden verlagert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In Summe, meine Damen und Herren, ist dieses Budget eine gute Basis für mehr Beschäftigung und Wohlstand. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Positiv ist, dass die Kommission im Wesentlichen unsere Budgetzahlen bestätigt. Sie bestätigt das Defizit für das Jahr 2005, sagt, man wird ein Defizit von 2 Prozent haben. Wir meinen, es wird 1,9 Prozent sein. Wichtig ist, dass die Kommission bestätigt, dass es eine fallende Tendenz gibt. Für das Jahr 2006 nimmt man den Wert von 1,7 Prozent an. Man bestätigt die sinkende Schuldenquote für die Republik und man bestätigt das Wachstum, meine Damen und Herren, und das freut mich ganz besonders, weil wir in der Vergangenheit von der Kommission oft so eingeschätzt worden sind, dass in Österreich ein niedrigeres Wachstum gegeben sein werde als in den anderen Ländern. Erst im Nachhinein hat sich dann herausgestellt, dass Österreich doch besser war. Jetzt, in dieser Prognose wird die Eurozone, also die Währungsunion, von der Kommission für das nächste Jahr auf 2 Prozent Wachstum eingeschätzt, die gesamte Union der 25 Mitgliedsländer auf 2,3 Prozent Wachstum und Österreich aber auf 2,4 Prozent. Das heißt besser als die Eurozone und besser als die EU-25. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist, denke ich, auch der Hauptpunkt unseres Interesses, meine Damen und Herren. Wir müssen alles tun, um die Wende auf dem Arbeitsmarkt zustande zu bringen. Wir investieren mit diesem Budget 4,5 Milliarden € in den Arbeitsmarkt. Und wenn es uns dann noch gelingt, nicht nur mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen, sondern die Arbeitslosigkeit auch noch deutlich zu reduzieren, dann ist das ein Erfolgsbeispiel für unsere Budgetpolitik. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Wenn ich über die Eurogruppe und den ECOFIN berichte, darf ich hier bei der Budgetdebatte etwas einfügen, was mir ein wesentliches Anliegen und, so meine ich, für das Hohe Haus auch wichtig ist, weil es doch ein sehr, sehr negatives Präjudiz für die Wirtschafts- und Währungsunion war. Ich möchte daher hier auch über diese Debatte informieren. Ich meine den Bericht über die Haushaltsdatenentwicklung Griechenlands. Es wurde der Eurogruppe und dem ECOFIN ein Bericht erstattet, dass EUROSTAT und die Kommission eine neuerliche Überprüfung der Datenlage Griechenlands vorgenommen haben und sich dabei herausgestellt hat, dass für 1997 das Defizit auf über 6 Prozent hinaufrevidiert wurde und der jetzige Stand im Jahr 2004 bei über 5 Prozent liegt. Die traurige Realität ist, dass das Defizit Griechenlands offensichtlich zwischen 1997 und 2004 niemals unter 3 Prozent war und dass Griechenland damit die Voraussetzungen für die Wirtschafts- und Währungsunion nicht erfüllt hat. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Sie sollten etwas vorsichtiger sein!
Das heißt, es geht um die Prävention, und die Frage ist, ob man hier nicht Geldstrafen einführen soll für solch eine Finanzpolitik. – Erster Punkt. (Abg. Dr. Matznetter: Sie sollten etwas vorsichtiger sein!)
Abg. Dr. Matznetter: Denken Sie an die Asfinag, an die Schiene und so weiter! Sie sollten vorsichtiger sein!
Zweiter Punkt ist die Überlegung, entsprechend strengere Kontrollen einzuführen, wenn es darum geht, dass neue Länder der Wirtschafts- und Währungsunion beitreten wollen. (Abg. Dr. Matznetter: Denken Sie an die Asfinag, an die Schiene und so weiter! Sie sollten vorsichtiger sein!)
Abg. Dr. Matznetter: Heute ist das viel schlechter!
Herr Abgeordneter Matznetter, wenn Sie davon reden, dass man vorsichtig sein sollte, dann attestiere ich, dass wir in einigen Fragen unterschiedlicher Meinung sind. Das ist legitim zwischen Regierung und der Opposition. Ich darf Ihnen aber sagen, dass ich gestern in meinem Pressegespräch auf einen Bericht des „Focus“ angesprochen worden bin, in dem man unter Berufung auf anonyme Quellen in Eurostat und Kommission schreibt, dass man in Österreich im Jahr 1997 gemogelt hätte, dass man das Defizit um 0,25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts niedriger ausgewiesen hätte in einem Jahr, das maßgeblich war als Berechnungsgrundlage für Österreichs Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion. (Abg. Dr. Matznetter: Heute ist das viel schlechter!)
Abg. Dr. Matznetter: Noch nicht!
eine völlig ungerechtfertigte Kritik an Österreich, die von außen hereingetragen werden soll, zurückzuweisen. Ein Vergleich Österreichs – ich kann Ihnen sagen, das war gestern im Pressegespräch der Fall –, ein Vergleich österreichischer Finanzpolitik mit griechischer musste zurückgewiesen werden. Das habe ich selbstverständlich getan, auch wenn es damals sozialdemokratische Finanzminister waren, denn griechische Verhältnisse hatten wir nicht, werden wir nie haben. (Abg. Dr. Matznetter: Noch nicht!) Sie können sicher sein, dass wir allergrößten Wert auf Korrektheit der Daten legen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Aber die Verschuldung ist schon gestiegen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Aber die Verschuldung ist schon gestiegen!
eine völlig ungerechtfertigte Kritik an Österreich, die von außen hereingetragen werden soll, zurückzuweisen. Ein Vergleich Österreichs – ich kann Ihnen sagen, das war gestern im Pressegespräch der Fall –, ein Vergleich österreichischer Finanzpolitik mit griechischer musste zurückgewiesen werden. Das habe ich selbstverständlich getan, auch wenn es damals sozialdemokratische Finanzminister waren, denn griechische Verhältnisse hatten wir nicht, werden wir nie haben. (Abg. Dr. Matznetter: Noch nicht!) Sie können sicher sein, dass wir allergrößten Wert auf Korrektheit der Daten legen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Aber die Verschuldung ist schon gestiegen!)
Abg. Dr. Matznetter: Richtig! Aber vorsichtig!
Herr Kollege Matznetter! Ich glaube, wir sollten ein gemeinsames Interesse daran haben, eine Interpretation zu finden. (Abg. Dr. Matznetter: Richtig! Aber vorsichtig!) Es wird immer interpretative Fragen geben, wo Eurostat sagt, das wurde von einem Land so ausgelegt, und wir legen das jetzt anders aus. Und Sie wissen, dass in der Rechtsträgerfinanzierung die Basis von sozialdemokratischen Finanzministern gelegt worden ist und Eurostat das danach aufgehoben hat. Ich glaube aber, wir sollten ein gemeinsames Interesse daran haben, festzustellen, dass das ein grundlegender Unterschied ist im Vergleich zu einer Datenlage, wie sie von Griechenland ... (Abg. Dr. Matznetter: Das haben wir, aber nicht gleich lauthals von Strafen anfangen und so!)
Abg. Dr. Matznetter: Das haben wir, aber nicht gleich lauthals von Strafen anfangen und so!
Herr Kollege Matznetter! Ich glaube, wir sollten ein gemeinsames Interesse daran haben, eine Interpretation zu finden. (Abg. Dr. Matznetter: Richtig! Aber vorsichtig!) Es wird immer interpretative Fragen geben, wo Eurostat sagt, das wurde von einem Land so ausgelegt, und wir legen das jetzt anders aus. Und Sie wissen, dass in der Rechtsträgerfinanzierung die Basis von sozialdemokratischen Finanzministern gelegt worden ist und Eurostat das danach aufgehoben hat. Ich glaube aber, wir sollten ein gemeinsames Interesse daran haben, festzustellen, dass das ein grundlegender Unterschied ist im Vergleich zu einer Datenlage, wie sie von Griechenland ... (Abg. Dr. Matznetter: Das haben wir, aber nicht gleich lauthals von Strafen anfangen und so!)
Abg. Dr. Matznetter: Vorsichtig sein!
Natürlich von Strafen anfangen, denn gegenüber jemandem, der vorsätzlich, Herr Abgeordneter Matznetter, Daten falsch liefert und damit einen anderen Eindruck erweckt (Abg. Dr. Matznetter: Vorsichtig sein!) – noch dazu, wenn es um den Beitritt eines Landes zur Wirtschafts- und Währungsunion geht –, kann es keinen Pardon geben. Es müssen die Daten korrekt gemeldet werden, es muss volkswirtschaftlich eine gute Grundlage geben, damit ein Land in der Lage ist, der Wirtschafts- und Währungsunion beizutreten. Das sind wir dem Euro schuldig, das sind wir einer funktionierenden Wirtschafts- und Währungsunion schuldig, und diese Linie werden wir auch in Zukunft entsprechend vertreten.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
ren Seite in der Höhe von 470 Millionen € pro Jahr. Die volle Wirkung wird es im Jahr 2006 geben. – Das nur, um Ihnen hier auch ein mustergültiges Beispiel einer Reform der Verwaltung darzulegen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zusammen mit einer Verstärkung der Budgetpositionen der Entwicklungszusammenarbeit wird das dazu führen, dass wir unsere Zielsetzung von 0,33 Prozent am Bruttoinlandsprodukt für Entwicklungszusammenarbeit im Jahr 2006 erreichen und damit auch internationale Verpflichtungen erfüllen werden. Ich glaube, ein schöner Erfolg von Benita Ferrero-Waldner, von uns allen und von der neuen Außenministerin Ursula Plassnik. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist zusammen zu sehen mit einer Politik, mit der man es verstanden hat, die durchschnittliche Verzinsung der österreichischen Staatsschuld in den letzten Jahren deutlich zu senken. Wir hatten im Jahr 1999 eine durchschnittliche Verzinsung – gewogene Durchschnittssteuersätze – von 5,44 Prozent. Sie sanken im August dieses Jahres auf 4,75 Prozent. Das ist doch eine sehr deutliche Reduktion, auch was die Verzinsung der Staatsschuld betrifft, und damit in Summe eine sehr, sehr deutliche Einsparung, die über eine mustergültige Politik der Bundesfinanzierungsagentur erreicht werden konnte. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zweiter Punkt: eine deutliche Stärkung der kleinen Gemeinden. Ich glaube, es ist ein großer Erfolg, dass es uns erstmals gelungen ist, einen Einstieg in einen Ausstieg aus dem abgestuften Bevölkerungsschlüssel vorzunehmen und die Finanzkraft der kleinen Gemeinden um rund 100 Millionen € zu stärken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Ein großes Anliegen des Hauses, ich glaube, auch über die Fraktionsgrenzen hinweg.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Da wir das nicht haben, haben wir kein solides Fundament und daher mehr Arbeitslose, weniger Wachstum, weniger Einkommen!
Meine Damen und Herren! Da sieht man sehr schön eine Handschrift, und dort, wo Verantwortung getragen wird, erkennt man sehr schön: mehr Wachstum, mehr Arbeitsplätze, mehr Einkommen. Das geht nur dann, wenn man ein solides Fundament hat, und dieses solide Fundament sind ordentliche Staatsfinanzen, ist ein stabiler Staatshaushalt, und das ist dieses Budget 2005. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Da wir das nicht haben, haben wir kein solides Fundament und daher mehr Arbeitslose, weniger Wachstum, weniger Einkommen!)
Abg. Dr. Matznetter: Wir haben gar keine Entlastung!
Meine Damen und Herren, ich darf Ihnen abschließend sagen: Wenn Sie noch einmal den Vergleich zwischen 1999 und dem Jahr 2005 ziehen, dann ist sehr klar: Die Abgabenquote ist um 2 Prozentpunkte niedriger, als sie es damals war. Wir haben 1,5 Milliarden € an Entlastung für die Arbeitnehmer (Abg. Dr. Matznetter: Wir haben gar keine Entlastung!), wir haben 1,5 Milliarden € an Entlastung für die Wirtschaft und hier – das betone ich – vor allem für die Klein- und Mittelbetriebe, weil dieser Bundesregierung bewusst ist, dass es die Klein- und Mittelbetriebe sind, die die Arbeitnehmer beschäftigen, dass es die Klein- und Mittelbetriebe sind, die die Steuern zahlen, und dass es die Klein- und Mittelbetriebe sind, die die Wertschöpfung in diesem Land erarbeiten. Deswegen gibt es auch diese deutliche Entlastung für die Klein- und Mittelbetriebe. Da haben wir nicht die Opposition gebraucht, um draufzukommen, dass es die Klein- und Mittelbetriebe gibt, diese Politik machen wir konsequent seit fünf Jahren, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Matznetter und Dipl.-Ing. Prinzhorn.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Matznetter und Dipl.-Ing. Prinzhorn.
Meine Damen und Herren, ich darf Ihnen abschließend sagen: Wenn Sie noch einmal den Vergleich zwischen 1999 und dem Jahr 2005 ziehen, dann ist sehr klar: Die Abgabenquote ist um 2 Prozentpunkte niedriger, als sie es damals war. Wir haben 1,5 Milliarden € an Entlastung für die Arbeitnehmer (Abg. Dr. Matznetter: Wir haben gar keine Entlastung!), wir haben 1,5 Milliarden € an Entlastung für die Wirtschaft und hier – das betone ich – vor allem für die Klein- und Mittelbetriebe, weil dieser Bundesregierung bewusst ist, dass es die Klein- und Mittelbetriebe sind, die die Arbeitnehmer beschäftigen, dass es die Klein- und Mittelbetriebe sind, die die Steuern zahlen, und dass es die Klein- und Mittelbetriebe sind, die die Wertschöpfung in diesem Land erarbeiten. Deswegen gibt es auch diese deutliche Entlastung für die Klein- und Mittelbetriebe. Da haben wir nicht die Opposition gebraucht, um draufzukommen, dass es die Klein- und Mittelbetriebe gibt, diese Politik machen wir konsequent seit fünf Jahren, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Matznetter und Dipl.-Ing. Prinzhorn.)
Abg. Dr. Matznetter: Das glauben Sie ja selber nicht!
Daher: Abgabenquote: deutlich niedriger als in Ihrer Zeit und damit Entlastung – das ist die Handschrift dieses Budgets; Schulden: deutlich niedriger als in Ihrer Zeit; Defizit: deutlich niedriger als in Ihrer Zeit. Auf der anderen Seite eine höhere Beschäftigung und mehr Kaufkraft für die Bevölkerung. (Abg. Dr. Matznetter: Das glauben Sie ja selber nicht!)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen
Das glaube ich schon, davon bin ich überzeugt, daher mein letzter Appell an Sie, wenn ich den an Sie richten darf: Meine Damen und Herren! Wir sind in einer Aufschwungphase (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen), in einer Aufschwungphase, die im Jahr 2004 von den Exporten getragen ist.
Abg. Dr. Matznetter: Da hätten Sie früher für die Stärkung der Kaufkraft sorgen sollen!
Ich ersuche Sie darum, dass wir uns über die parteipolitischen Grenzen hinaus die Frage stellen: Gelingt es uns, diesen vom Export getragenen Aufschwung nachhaltig zu machen für die Jahre 2005 und 2006? Das wird davon abhängen, ob die Menschen bereit sind, ihr Geld für den Konsum auszugeben (Abg. Dr. Matznetter: Da hätten Sie früher für die Stärkung der Kaufkraft sorgen sollen!) – daher die größte Kaufkraftsteigerung im nächsten Jahr seit zehn Jahren –, und ob die Betriebe bereit sind, zu investieren. Das heißt, es muss ein investitions- und ein konsumgetriebener Aufschwung sein.
Abg. Dr. Matznetter: Nein, dafür sind Sie verantwortlich!
Meine Damen und Herren! Das ist eine gemeinsame Verantwortung (Abg. Dr. Matznetter: Nein, dafür sind Sie verantwortlich!), denn Wirtschaft ist eine Frage der Psychologie. Und das ist meine Bitte an alle Fraktionen in diesem Haus: Wir haben für die nächsten beiden Jahre für Österreich ein höheres Wachstum prognostiziert als im Durchschnitt in der Europäischen Union, aber es muss uns ein gemeinsames Anliegen sein zu sagen, da gibt es eine Perspektive, da gibt es eine Hoffnung, wir haben in diesem Land eine tolle Substanz geschaffen, und jetzt sollten wir alle darauf hin arbeiten, dass Österreich diese Substanz auch bestmöglich nutzen kann – auch für die nächste Generation. Dann, so glaube ich, werden wir einen Superweg für Österreich bereiten mit einem guten Budget 2005. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist eine gemeinsame Verantwortung (Abg. Dr. Matznetter: Nein, dafür sind Sie verantwortlich!), denn Wirtschaft ist eine Frage der Psychologie. Und das ist meine Bitte an alle Fraktionen in diesem Haus: Wir haben für die nächsten beiden Jahre für Österreich ein höheres Wachstum prognostiziert als im Durchschnitt in der Europäischen Union, aber es muss uns ein gemeinsames Anliegen sein zu sagen, da gibt es eine Perspektive, da gibt es eine Hoffnung, wir haben in diesem Land eine tolle Substanz geschaffen, und jetzt sollten wir alle darauf hin arbeiten, dass Österreich diese Substanz auch bestmöglich nutzen kann – auch für die nächste Generation. Dann, so glaube ich, werden wir einen Superweg für Österreich bereiten mit einem guten Budget 2005. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: So ist es!
Sie haben ja selbst zugegeben, Herr Minister, dass dieses schwache Wachstum exportgestützt ist (Abg. Dr. Matznetter: So ist es!) und die österreichischen Betriebe trotz dieser Regierung in der Lage sind, auf Grund des Fleißes der Mitarbeiter und des guten Managements diese Nachfrage des Auslandes in Österreich zu befriedigen. Die Inlandsnachfrage ist nach wie vor dramatisch schwach. Das wissen wir alle, und das ist auch die Ursache, warum das Wirtschaftswachstum in Österreich unterdurchschnittlich ist.
Abg. Dr. Matznetter: Sie kennen nicht einmal Ihr eigenes Budget!
Aber ich möchte auf ein paar Punkte hinweisen, was die Budgetkosmetik betrifft. Wenn Sie die Einmaleinnahmen in diesem Budget für 2005 anschauen und den Ansatz mit dem Jahr 2004 vergleichen, dann stellen Sie fest, dass diese Einmaleinnahmen das Siebenfache jener des Jahres 2004 betragen. (Bundesminister Mag. Grasser: Wo haben Sie das her?) – Ich kann Ihnen das zeigen, ich verwende ja Ihre Zahlen. (Abg. Dr. Matznetter: Sie kennen nicht einmal Ihr eigenes Budget!) Das ist das Siebenfache.
Abg. Dr. Stummvoll: Ohne wäre es noch höher! – Abg. Dr. Matznetter: Schlechter Eigentümervertreter!
Der zweite Punkt, der in diesem Zusammenhang zu erwähnen ist, ist die Verschleuderung des Volksvermögens. Ich kann es mir nicht immer verkneifen, ich muss das hier sagen. Bei VA-Tech, voestalpine und Böhler Uddeholm haben Sie durch die Wahl des falschen Zeitpunktes innerhalb dieses Jahres ein Upset-Potential von 258 Millionen € liegen lassen. Das ist die Tatsache, und dafür sind Sie auch verantwortlich, weil dieses Geld im Budget fehlt. (Abg. Dr. Stummvoll: Ohne wäre es noch höher! – Abg. Dr. Matznetter: Schlechter Eigentümervertreter!) Das geht auf Kosten der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Das ist Privatisierungsdilettantismus in besonderer Ausprägung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der zweite Punkt, der in diesem Zusammenhang zu erwähnen ist, ist die Verschleuderung des Volksvermögens. Ich kann es mir nicht immer verkneifen, ich muss das hier sagen. Bei VA-Tech, voestalpine und Böhler Uddeholm haben Sie durch die Wahl des falschen Zeitpunktes innerhalb dieses Jahres ein Upset-Potential von 258 Millionen € liegen lassen. Das ist die Tatsache, und dafür sind Sie auch verantwortlich, weil dieses Geld im Budget fehlt. (Abg. Dr. Stummvoll: Ohne wäre es noch höher! – Abg. Dr. Matznetter: Schlechter Eigentümervertreter!) Das geht auf Kosten der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Das ist Privatisierungsdilettantismus in besonderer Ausprägung. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll. – Abg. Dr. Matznetter: Der Schaden ist schon eingetreten!
Jetzt kommt’s noch: Das Meisterstück dieses Dilettantismus zeichnet sich jetzt mit der VA-Tech ab. (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll. – Abg. Dr. Matznetter: Der Schaden ist schon eingetreten!) Das ist das „Meisterstück“. Sie, Herr Minister Grasser, haben den größten österreichischen Technologiekonzern auf die Schlachtbank geführt. Dort wird momentan die größte feindliche Übernahme, die Österreich je erlebt hat, vorbereitet, und Sie haben dazu die Türen und alle Tore geöffnet. Sie opfern hier Tausende von Arbeitsplätzen.
Abg. Dr. Brinek: Die Vorstandsdirektorin Ederer, was sagt die dazu?
Sie verstoßen aber auch gegen den österreichischen Kapitalmarkt, Herr Minister. Siemens hat angekündigt, der Konzern wird delisted. (Abg. Dr. Brinek: Die Vorstandsdirektorin Ederer, was sagt die dazu?) – Hören Sie zu! Sie werden schon draufkommen.
Abg. Dr. Stummvoll: Das hat die Ederer gesagt!
Besonders grotesk ist, dass dann Hochleitner noch sagt, dass der Konzern nicht überlebensfähig ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Das hat die Ederer gesagt!) Das sagt einer mit 16,7 Prozent Börsenanteil und redet damit diesen gesamten Konzern eigentlich herunter. Das heißt, er schadet dem Rest der Aktionäre. Das ist eine „Börsenkultur“, die man sich eigentlich nicht gefallen lassen darf!
Abg. Eder: Bei dem Minister zahlen alles die Steuerzahler!
Ein letzter Punkt in diesem Zusammenhang: Man verstößt auch gegen den Punkt der hohen Erlöse. Es gibt mittlerweile Berechnungen, dass die VA-Tech nicht Kurse von 55 wert ist, sondern 85. Und das Witzige an dieser Geschichte ist, dass ein Viertel des Kaufpreises der österreichische Steuerzahler bezahlen wird, indem nämlich die Gruppenbesteuerungsmöglichkeit von Siemens genutzt werden kann, und das zahlt dann auch wieder der österreichische Steuerzahler. (Abg. Eder: Bei dem Minister zahlen alles die Steuerzahler!) Das ist eigentlich eine Politik, die wirklich zum Schreien ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein letzter Punkt in diesem Zusammenhang: Man verstößt auch gegen den Punkt der hohen Erlöse. Es gibt mittlerweile Berechnungen, dass die VA-Tech nicht Kurse von 55 wert ist, sondern 85. Und das Witzige an dieser Geschichte ist, dass ein Viertel des Kaufpreises der österreichische Steuerzahler bezahlen wird, indem nämlich die Gruppenbesteuerungsmöglichkeit von Siemens genutzt werden kann, und das zahlt dann auch wieder der österreichische Steuerzahler. (Abg. Eder: Bei dem Minister zahlen alles die Steuerzahler!) Das ist eigentlich eine Politik, die wirklich zum Schreien ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Das nützt ja nichts! Das ist ja alles Wurscht!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich werde heute die Bundesregierung, den Herrn Bundeskanzler und Sie, Herr Bundesminister, beim Wort nehmen. (Abg. Eder: Das nützt ja nichts! Das ist ja alles Wurscht!) Sie haben vor zwei Monaten noch versprochen – und ich könnte Sie hier zitieren aus Ihrer Rede –, dass Sie praktisch den Schutzmantel für die VA-Tech machen werden. Schüssel wurde zitiert als sozusagen Schutzmantel-Madonna für die VA-Tech-Mitarbeiter. Sie haben gesagt, es kommt nicht in Frage, dass das verkauft wird.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte Sie, diese Chance heute wahrzunehmen, um die österreichischen Arbeitsplätze zu sichern, damit Sie nicht wieder den Vorwurf hören müssen, dass Sie sich unmittelbar in die FPÖ-Reihen der Umfaller einordnen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Staatssekretär Dr. Finz nimmt auf der Regierungsbank Platz. – Abg. Dr. Matznetter: Ah, der Herr Staatssekretär ist jetzt auch da! Wie geht’s in Wien? ... 15,5 Prozent?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der soeben von Herrn Abgeordnetem Mag. Moser eingebrachte Entschließungsantrag wurde ordnungsgemäß eingebracht, ist ausreichend unterstützt und steht damit mit in Verhandlung. (Staatssekretär Dr. Finz nimmt auf der Regierungsbank Platz. – Abg. Dr. Matznetter: Ah, der Herr Staatssekretär ist jetzt auch da! Wie geht’s in Wien? ... 15,5 Prozent?)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ, der Freiheitlichen und der Grünen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.
Dankeschön sagen können, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ, der Freiheitlichen und der Grünen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zweitens: Die Abgabenquote auf 40 Prozent zu senken, ist ein hehres Ziel. Aber wir sind auf gutem Weg, und die Zwischenergebnisse – wenn man so sagen kann –, die Halbzeitbilanz vermittelt den Eindruck, als ob es tatsächlich machbar wäre. Es ist ja fast eine Sensation, so etwas zu erreichen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: Wo ist der Zusammenhang?
Zum Dritten die richtigen Schwerpunkte, nämlich Erhöhung der Mittel für die Zukunftsinvestitionen Forschung, Bildung, Infrastruktur, um der Wirtschaft Nachhaltigkeit zu sichern, nicht schnelles Ab-cashen, sondern eine Sicherung der Standorte, der Headquarter in Österreich. – Herr Kollege Moser, Sie haben heute mit Ihrem Antrag etwas verlangt, was durchaus zu unterstützen ist, was aber gerade Sie noch vor einem Jahr in den Zeiten der Voest-Privatisierung aufs Gröbste kritisiert und als großes Unglück dargestellt haben, nämlich eine Privatisierung! Jetzt stellt sich ja diese Voest-Privatisierung als Erfolg dar, die Mitarbeiterbeteiligung ist hervorragend. Freuen wir uns darüber! Wir sollten derartige Maßnahmen unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: Wo ist der Zusammenhang?)
Rufe bei der ÖVP: Ja, ja!
Meine Damen und Herren! Da fiele mir doch eine Privatisierung – oder kann man sagen: eine Verscherbelung? – einer gewissen österreichischen Bank ein (Rufe bei der ÖVP: Ja, ja!), die für Österreich zu groß, für das Ausland zu klein war. (Abg. Mag. Johann Moser: Wo ist der Zusammenhang?) Da müssten einem ja die Tränen kommen, wenn man sich jetzt diese Aktienkurse ansieht oder Ihre „Wirtschaftserfolge“ dort, wo ausschließlich Sie das sagen hatten, ich sage nur Stichwort „Konsum“ – nicht dass ich mich darüber freue, wirklich nicht! Wirklich nicht! Es war ein Drama, ein Trauerspiel sondergleichen! Das war „Wirtschaftskompetenz“, wo Sie, ausschließlich Sie von der SPÖ, Verantwortung getragen haben, meine Damen und Herren! Dem stellen wir unsere Wirtschaftserfolge gegenüber.
Abg. Mag. Johann Moser: Wo ist der Zusammenhang?
Meine Damen und Herren! Da fiele mir doch eine Privatisierung – oder kann man sagen: eine Verscherbelung? – einer gewissen österreichischen Bank ein (Rufe bei der ÖVP: Ja, ja!), die für Österreich zu groß, für das Ausland zu klein war. (Abg. Mag. Johann Moser: Wo ist der Zusammenhang?) Da müssten einem ja die Tränen kommen, wenn man sich jetzt diese Aktienkurse ansieht oder Ihre „Wirtschaftserfolge“ dort, wo ausschließlich Sie das sagen hatten, ich sage nur Stichwort „Konsum“ – nicht dass ich mich darüber freue, wirklich nicht! Wirklich nicht! Es war ein Drama, ein Trauerspiel sondergleichen! Das war „Wirtschaftskompetenz“, wo Sie, ausschließlich Sie von der SPÖ, Verantwortung getragen haben, meine Damen und Herren! Dem stellen wir unsere Wirtschaftserfolge gegenüber.
Beifall bei der ÖVP.
Aber eines sei klar gestellt: Natürlich gab es auch in früheren Zeiten – und ich erwähne ausdrücklich die Finanzminister Edlinger, Klima, Vranitzky, ich habe auch Kollegen Salcher hier im Haus noch erlebt – durchaus positive Akzente. Niemand kann und soll das bestreiten! Aber die wesentlich besseren Akzente wurden in den letzten Jahren gesetzt, das sei hiemit klargestellt! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Richtig! Aber immer!
Man sollte auch Gleiches mit Gleichem vergleichen, meine Damen und Herren! (Abg. Eder: Richtig! Aber immer!) Die Bedingungen der Wirtschaft, die Umstände der Weltwirtschaft, der Konjunktur haben sich wesentlich verändert. Bei einem Benchmarking innerhalb Europas schneidet Österreich diesbezüglich in vielen Bereichen hervorragend, in manchen Bereichen als Bester ab. Darüber sollten wir uns freuen! Und dieses Budget tut das Übrige dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Man sollte auch Gleiches mit Gleichem vergleichen, meine Damen und Herren! (Abg. Eder: Richtig! Aber immer!) Die Bedingungen der Wirtschaft, die Umstände der Weltwirtschaft, der Konjunktur haben sich wesentlich verändert. Bei einem Benchmarking innerhalb Europas schneidet Österreich diesbezüglich in vielen Bereichen hervorragend, in manchen Bereichen als Bester ab. Darüber sollten wir uns freuen! Und dieses Budget tut das Übrige dazu. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Johann Moser.
Also: Die Körperschaftsteuer ist seit 2001, als sie das höchste Aufkommen, nämlich 4,3 Milliarden, erreicht hat, bis 2005 um 40 Prozent gesunken. 40 Prozent weniger Aufkommen durch die Körperschaftsteuer sagt einem schlicht und einfach, dass die Unternehmen in Österreich um 40 Prozent weniger Körperschaftsteuer zahlen! Man kann ja dem Herrn Finanzminister nur gratulieren, wenn er sagt, Betrugsbekämpfung habe Priorität – das ist wirklich fein! –, aber das passiert völlig legal! Das heißt, dieser Einkommensentfall ist keine Frage von Betrug, sondern eine Frage der Gesetze, die Sie mit Ihrer schwarz-blauen Regierung machen. Und da wird Ihnen die beste Betrugsbekämpfung nichts helfen! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Mag. Johann Moser.)
Abg. Felzmann: Sie sind so wirtschaftsfeindlich! Das ist unglaublich!
Dabei ist in diesem Budgetvoranschlag – das muss man auch dazu sagen – die Körperschaftsteuersenkung, die mit 1. Jänner 2005 in Kraft tritt, noch gar nicht berücksichtigt. Das heißt, diese mindestens 1 Milliarde €, die Ihnen da durch die Körperschaftsteuersenkung entgehen wird, wird dann noch dazukommen. Man darf gespannt sein, wie sich das in den Jahren 2006 und 2007 auswirken wird. (Abg. Felzmann: Sie sind so wirtschaftsfeindlich! Das ist unglaublich!) – Was heißt „wirtschaftsfeindlich“? Sie meinen, Wirtschaft sind nur die Unternehmen? Dazu kann ich Ihnen nur sagen: Wirtschaft ist aus meiner Sicht mehr: Dazu gehören selbstverständlich auch die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen! (Abg. Felzmann: Ja! Genau!) Und ich habe Ihnen ja gerade gezeigt, wie der Vergleich ausschaut. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie verstehen es halt einfach nicht, denn für Sie gilt ganz offensichtlich: Wirtschaft ist gleich Unternehmen! Und das ist ein bisschen wenig! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Felzmann: Nein! Geben und nehmen!)
Abg. Felzmann: Ja! Genau!
Dabei ist in diesem Budgetvoranschlag – das muss man auch dazu sagen – die Körperschaftsteuersenkung, die mit 1. Jänner 2005 in Kraft tritt, noch gar nicht berücksichtigt. Das heißt, diese mindestens 1 Milliarde €, die Ihnen da durch die Körperschaftsteuersenkung entgehen wird, wird dann noch dazukommen. Man darf gespannt sein, wie sich das in den Jahren 2006 und 2007 auswirken wird. (Abg. Felzmann: Sie sind so wirtschaftsfeindlich! Das ist unglaublich!) – Was heißt „wirtschaftsfeindlich“? Sie meinen, Wirtschaft sind nur die Unternehmen? Dazu kann ich Ihnen nur sagen: Wirtschaft ist aus meiner Sicht mehr: Dazu gehören selbstverständlich auch die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen! (Abg. Felzmann: Ja! Genau!) Und ich habe Ihnen ja gerade gezeigt, wie der Vergleich ausschaut. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie verstehen es halt einfach nicht, denn für Sie gilt ganz offensichtlich: Wirtschaft ist gleich Unternehmen! Und das ist ein bisschen wenig! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Felzmann: Nein! Geben und nehmen!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Dabei ist in diesem Budgetvoranschlag – das muss man auch dazu sagen – die Körperschaftsteuersenkung, die mit 1. Jänner 2005 in Kraft tritt, noch gar nicht berücksichtigt. Das heißt, diese mindestens 1 Milliarde €, die Ihnen da durch die Körperschaftsteuersenkung entgehen wird, wird dann noch dazukommen. Man darf gespannt sein, wie sich das in den Jahren 2006 und 2007 auswirken wird. (Abg. Felzmann: Sie sind so wirtschaftsfeindlich! Das ist unglaublich!) – Was heißt „wirtschaftsfeindlich“? Sie meinen, Wirtschaft sind nur die Unternehmen? Dazu kann ich Ihnen nur sagen: Wirtschaft ist aus meiner Sicht mehr: Dazu gehören selbstverständlich auch die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen! (Abg. Felzmann: Ja! Genau!) Und ich habe Ihnen ja gerade gezeigt, wie der Vergleich ausschaut. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie verstehen es halt einfach nicht, denn für Sie gilt ganz offensichtlich: Wirtschaft ist gleich Unternehmen! Und das ist ein bisschen wenig! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Felzmann: Nein! Geben und nehmen!)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Felzmann: Nein! Geben und nehmen!
Dabei ist in diesem Budgetvoranschlag – das muss man auch dazu sagen – die Körperschaftsteuersenkung, die mit 1. Jänner 2005 in Kraft tritt, noch gar nicht berücksichtigt. Das heißt, diese mindestens 1 Milliarde €, die Ihnen da durch die Körperschaftsteuersenkung entgehen wird, wird dann noch dazukommen. Man darf gespannt sein, wie sich das in den Jahren 2006 und 2007 auswirken wird. (Abg. Felzmann: Sie sind so wirtschaftsfeindlich! Das ist unglaublich!) – Was heißt „wirtschaftsfeindlich“? Sie meinen, Wirtschaft sind nur die Unternehmen? Dazu kann ich Ihnen nur sagen: Wirtschaft ist aus meiner Sicht mehr: Dazu gehören selbstverständlich auch die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen! (Abg. Felzmann: Ja! Genau!) Und ich habe Ihnen ja gerade gezeigt, wie der Vergleich ausschaut. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sie verstehen es halt einfach nicht, denn für Sie gilt ganz offensichtlich: Wirtschaft ist gleich Unternehmen! Und das ist ein bisschen wenig! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Felzmann: Nein! Geben und nehmen!)
Ruf bei der SPÖ: Sehr locker!
Zur Gruppenbesteuerung. Da haben Sie von der Bundesregierung den Einnahmenentfall für das Jahr 2005 mit 100 Millionen € angenommen. Das ist, würde ich sagen, „locker“ geschätzt. (Ruf bei der SPÖ: Sehr locker!) In Wirklichkeit glaubt doch niemand, dass es bei diesem Einnahmenentfall bleiben wird, und es ist schon eine ziemliche Skurrilität, diesbezüglich von 100 Millionen € auszugehen! Nicht einmal die Finanzbeamten beziehungsweise MitarbeiterInnen der Finanzverwaltung können das irgendwie abschätzen, weil die Gesetzeslage so ist, dass das völlig unvorhersehbar und uneinschätzbar ist.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
In diesem Zusammenhang gibt es ja einen Prozess – worüber ja auch der „Standard“ berichtet hat –, der von Marks & Spencer angestrebt wurde. Und wenn sie diesen gewinnen, dann tritt genau folgende Situation ein: Die Folgen werden nicht nur unvorhersehbar sein, sondern das Ganze wird Dimensionen annehmen, dass wir alle miteinander sozusagen nur mehr mit den Ohren schlackern werden angesichts des Einnahmenentfalls, der da auf uns zukommen wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Seit dem Jahre 2001 gibt es im Finanzministerium – das muss man löblich anmerken – eine Arbeitsgruppe, die sich mit den Auswirkungen des Budgets auf Frauen und Männer beschäftigt. Diese Arbeitsgruppe hat auch eine Studie darüber erarbeitet, ob das österreichische Steuersystem geschlechtsneutral ist. – Ich finde das jedenfalls einmal für einen sehr positiven Ansatzpunkt, dass das im Finanzministerium geschieht. Den Frauen und Männern, die daran gearbeitet haben beziehungsweise arbeiten – in diesem Fall sogar paritätisch –, muss man wirklich danken, dass sie diese Arbeit auf sich nehmen, denn diese ist relativ unbedankt, stellt aber immerhin eine gewisse Pionierleistung dar. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was wir uns wünschen würden, ist, dass es nicht dabei bleibt, dass das Finanzministerium Studien erstellt, sondern dass im Bereich Gender Mainstreaming ein Budget wirklich einmal so dargestellt wird, dass man sieht, wie sich die Gesamtausgaben und -einnahmen auf Frauen und Männer tatsächlich auswirken. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Mag. Johann Moser: Verscherbeln!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Moser hat von der „Verschleuderung von Volksvermögen“ gesprochen, ebenso von einem „Dilettantismus besonderer Ausprägung“. (Abg. Mag. Johann Moser: Verscherbeln!)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Erstaunlich finde ich, dass Kollege Matznetter im ersten Teil seines Debattenbeitrages die Aussage getätigt hat, dass kaum jemand auf der Regierungsbank sitze, daher, so Matznetter, kein Interesse an der Budgetdebatte gegeben sei. – Dazu kann ich nur sagen: Matznetter ist der Budgetsprecher der Sozialdemokratischen Partei, und er ist jetzt auch nicht da. Ich werte das ebenfalls als „gesteigertes Interesse“ des Budgetsprechers der Sozialdemokraten, dieser Debatte nicht beizuwohnen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.)
Abg. Mandak: Das macht nichts! Das passiert uns Frauen oft!
Kollege Matznetter hat das Budgetdefizit angesprochen und gemeint, wie verheerend es doch wäre, ein solches bei einer steigenden Konjunktur zu haben. Und Kollege Matznetter hat Bundesminister Grasser als – wörtlich – „doppelten budgetpolitischen Geisterfahrer“ bezeichnet. – Da muss ich mich schon fragen, welcher Terminus wäre – entsprechend den Vorstellungen des Kollegen Matznetter – auf die sozialistischen Finanzminister der Vergangenheit anwendbar? Ich weiß schon, Frau Präsidentin – nein, Herr Präsident! Entschuldigung! (Abg. Mandak: Das macht nichts! Das passiert uns Frauen oft!) – Zuvor war Frau Präsidentin Prammer am Präsidium! Also ich weiß schon, Sie sehen solche Vergleiche nicht gerne.
Abg. Dr. Puswald: War da die ÖVP dabei?
politik gestaltet haben, kein einziges – kein einziges! – Budget gegeben hat, das kein Defizit ausgewiesen hat! (Abg. Dr. Puswald: War da die ÖVP dabei?) – Natürlich waren Sie in einer Regierungskoalition mit der ÖVP! Ich stelle fest, dass es 30 Jahre lang einen Finanzminister aus Ihren Reihen gegeben hat – und immer ein entsprechendes Defizit! (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.
politik gestaltet haben, kein einziges – kein einziges! – Budget gegeben hat, das kein Defizit ausgewiesen hat! (Abg. Dr. Puswald: War da die ÖVP dabei?) – Natürlich waren Sie in einer Regierungskoalition mit der ÖVP! Ich stelle fest, dass es 30 Jahre lang einen Finanzminister aus Ihren Reihen gegeben hat – und immer ein entsprechendes Defizit! (Zwischenruf der Abg. Mag. Trunk.)
Abg. Dr. Puswald: Wer’s glaubt, Herr Kollege!
Richtig ist, dass es jetzt auch ein Defizit in der Größenordnung von 1,9 Prozent gibt, allerdings ist darin die Steuerreform – die Steuerreform II – in der Größenordnung von 2,5 Milliarden € enthalten, und das ohne Gegenfinanzierung, etwas, das für Sie ja nicht feststellbar ist. (Abg. Dr. Puswald: Wer’s glaubt, Herr Kollege!) – Ich weiß schon, dass Sie das nicht glauben wollen. Sie wollen auch nicht teilhaben am Erfolg, den diese Bundesregierung einfahren wird.
Abg. Dr. Puswald: Haben Sie erreicht! Gratuliere!
Das Budget wird seitens der Sozialdemokraten immer in absoluten Zahlen betrachtet, dargestellt: Der höchste Schuldenstand dieser Republik, das Budget ... (Abg. Dr. Puswald: Haben Sie erreicht! Gratuliere!) – Herr Kollege, auf diesen Schmäh fällt Ihnen niemand mehr herein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das Budget wird seitens der Sozialdemokraten immer in absoluten Zahlen betrachtet, dargestellt: Der höchste Schuldenstand dieser Republik, das Budget ... (Abg. Dr. Puswald: Haben Sie erreicht! Gratuliere!) – Herr Kollege, auf diesen Schmäh fällt Ihnen niemand mehr herein! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Puswald: Aber Sie werden nicht mehr regieren, wenn es so weit ist!
Wir sehen guten Zeiten entgegen! Wir werden wieder ein Nulldefizit erreichen, und auch die Abgabenquote werden wir – alles spricht dafür! – spätestens im Jahr 2010, wahrscheinlich früher, auf unter 40 Prozent senken. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Dr. Puswald: Aber Sie werden nicht mehr regieren, wenn es so weit ist!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die nunmehrige Steuerreform wird diese Situation durch die Einzelmaßnahmen, die hier getroffen werden, klarerweise weiter verschlechtern, und zwar weiter verschlechtern zu Lasten der unselbständig Beschäftigten, obwohl der Finanzminister – und ich hoffe, ich habe ihn richtig verstanden – im Budgetausschuss zwischen den Zeilen angekündigt hat, dass er die Körperschaftsteuersenkung wieder zurücknehmen wird. Er hat erwähnt, er wolle weniger staatliche Umverteilung nach dem Gießkannenprinzip. – Na ja, was ist die Körperschaftsteuersenkung? Genau diese staatliche Umverteilung nach dem Gießkannenprinzip! Also wir erwarten hier Ihren Abänderungsantrag, Herr Staatssekretär, in zweiter Lesung. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf der anderen Seite ist offensichtlich genügend Geld für andere Maßnahmen da, etwa für die Eurofighter. Wenn die Eurofighter, wie wir vorhin diskutiert haben, dann vielleicht gar nicht vom Boden abheben, weil sie nicht fliegen und sich nur am Boden bewegen können, dann bestünde ja die Möglichkeit, dass die ÖVP-Wien zum Beispiel diese Eurofighter als Nacht-Autobusse einsetzt, obwohl eben nur zwei Passagiere in diesen „Autobus“ hineinpassen – aber das reicht für die Anzahl der Wähler der ÖVP in Wien ohnehin aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zurück zum Ausgangspunkt, zur Verteilungsfrage. Der Finanzminister hat im Budgetausschuss anlässlich der Debatte des Budgetbegleitgesetzes wörtlich gesagt: Diese Bundesregierung ist der natürliche Freund des Kapitals. Um eines klarzustellen: Das ist überhaupt nichts Verwerfliches, mir wäre es allerdings lieber gewesen, er hätte gesagt: Diese Bundesregierung ist der natürliche Freund der Bürgerinnen und Bürger. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Liebe Freunde!
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Cap: Liebe Freunde!) Liebe Freunde – manche zumindest hier herinnen! Er ist wieder da! In diesem Fall meine ich Herrn Dr. Matznetter. Einmal sitzt er ganz vorne in der Rolle des Parteivorsitzenden, dann wieder weiter hinten; er ist überall zu finden.
Ruf bei der SPÖ: Die sozialdemokratische!
Was mir in dieser Debatte aber doch aufgefallen ist – es wurde schon angesprochen –: Es fehlt an Alternativen! Es wird zwar festgestellt, es ist nicht alles gut, es ist nicht alles schlecht, aber im Wesentlichen sieht die sozialistische Darstellung nur so aus (Ruf bei der SPÖ: Die sozialdemokratische!) – die sozialdemokratische Darstellung, danke –, dass man immer wieder darauf verweist: Vergleichen Sie doch – einleitend natürlich immer das, was Günther Stummvoll im Jahr 1999 gesagt hat – die Budgets der Jahre 1996, 1997, 1998, 1999 mit der Jetzt-Situation!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Heute ist die Situation schon eindeutiger. Damals, zu Beginn des Jahres 2000, haben wir darüber diskutiert, dass uns die EU einen blauen Brief schreiben wollte, weil wir die Maastricht-Kriterien nicht eingehalten haben. Jetzt – der Finanzminister hat darüber berichtet – ist genau das Gegenteil der Fall: Man attestiert uns, dass wir bessere Wachstumszahlen haben werden als der EU-Durchschnitt. Das ist ein gravierender Unterschied; einmal ausprobiert – dann sehen Sie das auch in der Praxis! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Sind ja alle noch aus der SPÖ-Zeit!
gestellt haben wollen, ist bis jetzt ausgeblieben. (Abg. Neudeck: Sind ja alle noch aus der SPÖ-Zeit!)
Beifall bei der ÖVP.
Im Übrigen, Frau Kollegin Sburny: Was haben Sie eigentlich für ein Bild von den Unternehmen? Sie reden über die letzten Jahre und sagen: Ein Wahnsinn, wie sich die KöSt-Einnahmen entwickelt haben, diese sind ja rückläufig! Haben Sie schon einmal die Idee gehabt und das dem Wirtschaftswachstum gegenübergestellt? Haben Sie nicht bemerkt, dass die KöSt auch davon abhängig ist, ob man Gewinne macht oder nicht? All das haben Sie nicht in Relation gesetzt? (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich muss sagen, Sie haben ein ganz einseitiges Bild, was das Unternehmertum anlangt, und auch was die Verteilung Einkommensteuer, Lohnsteuer und dergleichen betrifft. Das gilt genauso für den Kollegen Moser, den Kollegen Hoscher und einige andere, die in dieser Debatte das Wort ergriffen haben. Schauen Sie sich doch einmal die Struktur bei der Lohnsteuer an! Wer zahlt denn die Lohnsteuer? – Die Leistungsorientierten. Mehr als 50 Prozent zahlen keine Lohnsteuer mehr! Und es gibt auch im Einkommensteuerbereich entsprechende Entlastungen. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Ich möchte auf etwas anderes hinaus. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ja, schreien Sie nur ein bisschen, dadurch wird aber nichts besser. Ich möchte, wie gesagt, auf etwas anderes hinaus: Warum war es gut, in einer Zeit, in der das Wirtschaftswachstum nicht besonders stark war, den Konsum nicht übermäßig zu stärken? – Auch Deutschland hat das als Problem gesehen. – Warum war das gut? Weil entsprechende Entlastungen genau in den falschen Bereich gegangen wären, nämlich in den Bereich Sparen und möglicherweise in den Auslandskonsum.
Abg. Dr. Matznetter: Der hinkt ja jetzt schon eineinhalb Jahre nach!
Was ist die Konsequenz dieser Investitionen? – Dass wir jetzt, nachziehend, auch entsprechend Arbeitsplätze, entsprechend Beschäftigung haben werden, und weil die Lohnsumme steigt, werden wir auch entsprechend höhere Steuereinnahmen haben, aber auf der anderen Seite wird jedem Einzelnen auch mehr Einkommen zur Verfügung stehen. Und daher wird auch – nicht meine Meinung, sondern jene der Experten – der Inlandskonsum steigen. (Abg. Dr. Matznetter: Der hinkt ja jetzt schon eineinhalb Jahre nach!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Völlig daneben!
Noch einmal: Genau das Richtige, zur richtigen Zeit die richtigen Maßnahmen! Sie, Herr Kollege Matznetter, weinen ständig zur falschen Zeit am falschen Grabstein, und das ist problematisch für Ihre gesamte Politik. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Völlig daneben!)
Zwischenruf des Abg. Wittauer.
Herr Staatssekretär Finz, schauen Sie sich Ihr Budget an! Da gibt es Dividenden der Post AG an den Finanzminister. Die eine Hand nimmt und erwartet, dass die Post AG auf der anderen Seite nach wie vor in der Lage ist, die Dienstleistungen vor Ort in vollem Umfang zu erbringen. (Zwischenruf des Abg. Wittauer.) Das Problem dabei ist, dass Sie – ja, genau Sie, Herr Kollege Wittauer, Sie sind ja im Verkehrsbereich angesiedelt, und vor allem Herr Staatssekretär Mainoni – großartig verkünden: Es wird zu keinen Schließungen mehr kommen!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist genau das, wovon Sie sagen, dass Sie es tun wollen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Vor diesem Hintergrund appelliere ich an Sie: Vielleicht springen Sie über Ihren Schatten und stimmen diesem Antrag doch zu. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Dr. Matznetter: Der Stummvoll! Wo ist der Stummvoll?
Ing. Scheuch: Das ist der Cap!), das ist jemand, der nicht Fisch und nicht Fleisch, nicht heiß und nicht kalt ist. (Abg. Dr. Matznetter: Der Stummvoll! Wo ist der Stummvoll?)
Abg. Dr. Matznetter: Es gibt keine „sozialistische korrespondenz“ mehr!
Das möchte ich jetzt prototypisch an dem von der „Presse“ so bezeichneten „Mastermind“, dem Kollegen Matznetter, und seinem Verhältnis zu der von uns unternommenen modernen und sicherlich sehr entsprechenden Unternehmensbesteuerung darstellen. Am 2. Februar dieses Jahres hat Kollege Matznetter in der „sozialistischen korrespondenz“ festgestellt (Abg. Dr. Matznetter: Es gibt keine „sozialistische korrespondenz“ mehr!), „Steuergeschenke an Großunternehmen werden mehr“. Zur KöSt-Senkung kommt Gruppenbesteuerung hinzu.
Abg. Dr. Matznetter: Richtig!
Und Schlag auf Schlag: 18. März: Matznetter stellt fest, durch die KöSt-Senkung und die Gruppenbesteuerung „seien daher nur jene Betriebe begünstigt, die hohe Gewinn- und geringe Beschäftigungsanteile haben. ,Auf diese Weise werden Unternehmen gefördert, die weniger beschäftigen, weniger forschen, weniger investieren‘, unterstrich“ Matznetter. „Für ihn ist es ,unverständlich, wie so etwas gemacht werden kann‘.“ (Abg. Dr. Matznetter: Richtig!)
Abg. Dr. Matznetter: Lesen Sie weiter, bitte!
In seiner Budgetrede am 6. Mai 2004 kritisierte Matznetter diese Steuerreform und stellte fest, dass es ein Steuerparadies für 900 Großkonzerne sei. – So weit, so gut. Das wäre ja noch konsequent, wenn auch nicht richtig und auch nicht wirtschaftspolitisch nachvollziehbar, aber schlägt man dann die „Presse“ vom 6. Oktober auf, ist dort über den so bezeichneten „Mastermind“ plötzlich zu lesen – es ist ein Bericht über das neue Wirtschaftsprogramm der SPÖ, das erst ein paar Mal gefloppt ist, aber noch nicht geflippt –: „Die Senkung der KöSt durch die Regierung Schüssel auf 25 Prozent will die SPÖ aber ebenso wenig rückgängig machen wie die ab 2005 geltende konzernfreundliche Gruppenbesteuerung.“ (Abg. Dr. Matznetter: Lesen Sie weiter, bitte!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Einen Landeshauptmann, alle Landtagswahlen bis auf die Steiermark!
Und weil man der Zeitung nicht alles glauben muss, habe ich mir dann dieses Programm geholt, auf dem „Startklar für Österreich“ steht. Man fragt sich, wieso die SPÖ nach vier Jahren noch immer nicht gestartet ist – aber dafür braucht man halt ein Ziel und einen Plan. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Einen Landeshauptmann, alle Landtagswahlen bis auf die Steiermark!)
Abg. Dr. Matznetter: Nominal!
Da steht unter Körperschaftssteuer plötzlich: Die Körperschaftssteuer von 25 Prozent ist beizubehalten – Wirtschaftsprogramm der SPÖ. (Abg. Dr. Matznetter: Nominal!) Und es steht sogar da: Die ab 2005 eingeführte Gruppenbesteuerung für Konzerne (Abg. Dr. Matznetter: Ist zu evaluieren!) muss zwar in ihren Auswirkungen beobachtet werden, ist aber beizubehalten. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo!) – Das ist das, was man gewöhnlich einen Flippflopper, eine Zickzack-Politik nennt. (Abg. Mag. Regler: Purzelbaum!)
Abg. Dr. Matznetter: Ist zu evaluieren!
Da steht unter Körperschaftssteuer plötzlich: Die Körperschaftssteuer von 25 Prozent ist beizubehalten – Wirtschaftsprogramm der SPÖ. (Abg. Dr. Matznetter: Nominal!) Und es steht sogar da: Die ab 2005 eingeführte Gruppenbesteuerung für Konzerne (Abg. Dr. Matznetter: Ist zu evaluieren!) muss zwar in ihren Auswirkungen beobachtet werden, ist aber beizubehalten. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo!) – Das ist das, was man gewöhnlich einen Flippflopper, eine Zickzack-Politik nennt. (Abg. Mag. Regler: Purzelbaum!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo!
Da steht unter Körperschaftssteuer plötzlich: Die Körperschaftssteuer von 25 Prozent ist beizubehalten – Wirtschaftsprogramm der SPÖ. (Abg. Dr. Matznetter: Nominal!) Und es steht sogar da: Die ab 2005 eingeführte Gruppenbesteuerung für Konzerne (Abg. Dr. Matznetter: Ist zu evaluieren!) muss zwar in ihren Auswirkungen beobachtet werden, ist aber beizubehalten. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo!) – Das ist das, was man gewöhnlich einen Flippflopper, eine Zickzack-Politik nennt. (Abg. Mag. Regler: Purzelbaum!)
Abg. Mag. Regler: Purzelbaum!
Da steht unter Körperschaftssteuer plötzlich: Die Körperschaftssteuer von 25 Prozent ist beizubehalten – Wirtschaftsprogramm der SPÖ. (Abg. Dr. Matznetter: Nominal!) Und es steht sogar da: Die ab 2005 eingeführte Gruppenbesteuerung für Konzerne (Abg. Dr. Matznetter: Ist zu evaluieren!) muss zwar in ihren Auswirkungen beobachtet werden, ist aber beizubehalten. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Bravo!) – Das ist das, was man gewöhnlich einen Flippflopper, eine Zickzack-Politik nennt. (Abg. Mag. Regler: Purzelbaum!)
Abg. Dr. Matznetter: Nein, Sie verstehen ...!
Jetzt haben Sie eine SPÖ, die zum richtigen Ergebnis gekommen ist, dorthin, wo wir schon lange sind (Abg. Dr. Matznetter: Nein, Sie verstehen ...!), nämlich dass diese KöSt-Senkung auf 25 Prozent plus die Gruppenbesteuerung den Wirtschaftsstandort Österreich stärken (Abg. Dr. Matznetter: Sie verstehen den Unterschied zwischen no-
Abg. Dr. Matznetter: Leider im Ausland, nicht in Österreich!
minal und effektiv nicht!), die Wettbewerbsfähigkeit stärken und Arbeitsplätze, Kollege Matznetter, sichern und schaffen. (Abg. Dr. Matznetter: Leider im Ausland, nicht in Österreich!)
Abg. Dr. Matznetter: Mehr Arbeitsplätze im Ausland, weniger im Inland!
Das Ergebnis ist die SPÖ in einem Zickzackkurs ohne Glaubwürdigkeit, ohne Kompetenz in der Wirtschaft und ohne Klarheit im Profil (Abg. Dr. Matznetter: Mehr Arbeitsplätze im Ausland, weniger im Inland!) – auf der anderen Seite die Regierung, und zwar konsequent, klar, berechenbar und erfolgreich. (Abg. Dr. Matznetter: Ein Blödsinn!) Daher sind diese Steuerreform, dieses Budget und diese Regierung gut für Österreich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Nein, leider nicht! Sollte es sein, aber vielleicht wird es noch!)
Abg. Dr. Matznetter: Ein Blödsinn!
Das Ergebnis ist die SPÖ in einem Zickzackkurs ohne Glaubwürdigkeit, ohne Kompetenz in der Wirtschaft und ohne Klarheit im Profil (Abg. Dr. Matznetter: Mehr Arbeitsplätze im Ausland, weniger im Inland!) – auf der anderen Seite die Regierung, und zwar konsequent, klar, berechenbar und erfolgreich. (Abg. Dr. Matznetter: Ein Blödsinn!) Daher sind diese Steuerreform, dieses Budget und diese Regierung gut für Österreich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Nein, leider nicht! Sollte es sein, aber vielleicht wird es noch!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Nein, leider nicht! Sollte es sein, aber vielleicht wird es noch!
Das Ergebnis ist die SPÖ in einem Zickzackkurs ohne Glaubwürdigkeit, ohne Kompetenz in der Wirtschaft und ohne Klarheit im Profil (Abg. Dr. Matznetter: Mehr Arbeitsplätze im Ausland, weniger im Inland!) – auf der anderen Seite die Regierung, und zwar konsequent, klar, berechenbar und erfolgreich. (Abg. Dr. Matznetter: Ein Blödsinn!) Daher sind diese Steuerreform, dieses Budget und diese Regierung gut für Österreich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Matznetter: Nein, leider nicht! Sollte es sein, aber vielleicht wird es noch!)
Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Matznetter.
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist erfreulich, und ich danke dem Kollegen Ikrath dafür, dass er fünf Minuten lang nur Matznetter zitiert hat. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Matznetter.) Das zeigt auch Wirkung. Die Programme der Sozialdemokraten zeigen anscheinend auch bei den Wirtschaftsexperten der ÖVP Wirkung, Kollege Ikrath hat auch noch eine Reihe richtiger Schlüsse daraus gezogen. (Abg. Neudeck: Die letzte Reihe habt ihr schon erobert mit eurem Programm!)
Abg. Neudeck: Die letzte Reihe habt ihr schon erobert mit eurem Programm!
Abgeordneter Kurt Eder (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist erfreulich, und ich danke dem Kollegen Ikrath dafür, dass er fünf Minuten lang nur Matznetter zitiert hat. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dr. Matznetter.) Das zeigt auch Wirkung. Die Programme der Sozialdemokraten zeigen anscheinend auch bei den Wirtschaftsexperten der ÖVP Wirkung, Kollege Ikrath hat auch noch eine Reihe richtiger Schlüsse daraus gezogen. (Abg. Neudeck: Die letzte Reihe habt ihr schon erobert mit eurem Programm!)
Abg. Mag. Ikrath: Ja, wo?
Weiters haben Sie gefragt: Wo hat die SPÖ Alternativen? (Abg. Mag. Ikrath: Ja, wo?) – Die SPÖ hat gute Alternativen, eine davon hat gerade Herr Kollege Ikrath 5 Minuten lang zitiert. Wir haben auch eine Alternative zum Wirtschaftsprogramm, wir haben Alternativen zur Infrastruktur, wir haben Alternativen zur Bildung, wir haben Alternativen zur Wohnpolitik. Wir haben auch Alternativen zur Pensionsreform, die wir morgen diskutieren werden. (Abg. Mag. Regler: Auf dem Boden bleiben!) Und wenn Sie wissen wollen, wo wir diese Alternativen auch in die Praxis umsetzen: in Wien!
Abg. Mag. Regler: Auf dem Boden bleiben!
Weiters haben Sie gefragt: Wo hat die SPÖ Alternativen? (Abg. Mag. Ikrath: Ja, wo?) – Die SPÖ hat gute Alternativen, eine davon hat gerade Herr Kollege Ikrath 5 Minuten lang zitiert. Wir haben auch eine Alternative zum Wirtschaftsprogramm, wir haben Alternativen zur Infrastruktur, wir haben Alternativen zur Bildung, wir haben Alternativen zur Wohnpolitik. Wir haben auch Alternativen zur Pensionsreform, die wir morgen diskutieren werden. (Abg. Mag. Regler: Auf dem Boden bleiben!) Und wenn Sie wissen wollen, wo wir diese Alternativen auch in die Praxis umsetzen: in Wien!
Beifall bei der SPÖ.
Einer Tageszeitung konnte ich entnehmen, dass allein Wien 58 Milliarden € zum Bruttoinlandsprodukt beisteuert. Das ist schon eine enorme Summe, die Wien hier leistet, wenn man bedenkt, dass Oberösterreich mit 35 Milliarden € an der zweiten Stelle liegt. 58 Milliarden € Wien, an zweiter Stelle mit 35 Milliarden € Oberösterreich, und die anderen Bundesländer folgen dann. Das heißt, der Wirtschaftsmotor Wien hält einen beachtlichen Teil dessen, was Sie als österreichische Wirtschaft so loben, aufrecht. Das muss man auch einmal deutlich sagen. Warum nicht? Man kann ja hier auch die Dinge beim Namen nennen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Ikrath: Häupl hört auf Nettig!
Warum ist das in Wien so? – Weil ein Kammerpräsident Nettig mit einem Bürgermeister Häupl sehr gut kooperiert. Und hier steht auch deutlich: Mit Häupl und Nettig bekam Wien Muskeln. (Abg. Mag. Ikrath: Häupl hört auf Nettig!) Ist ja nichts Schlechtes, wenn
Abg. Neudeck: Aber nur auf der Nehmerhandseite, nicht auf der Geberhandseite!
es der Wirtschaft und der Bevölkerung in Wien gut tut. (Abg. Neudeck: Aber nur auf der Nehmerhandseite, nicht auf der Geberhandseite!) Auch so kann man arbeiten, auch das ist ein Beispiel, man muss seitens der Regierungsparteien nicht immer nur matschkern und jammern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
es der Wirtschaft und der Bevölkerung in Wien gut tut. (Abg. Neudeck: Aber nur auf der Nehmerhandseite, nicht auf der Geberhandseite!) Auch so kann man arbeiten, auch das ist ein Beispiel, man muss seitens der Regierungsparteien nicht immer nur matschkern und jammern. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gerade Sie, Herr Kollege Finz, sind, wenn es um Wien geht, einer der größten Jammerer, aber dann, wenn es um den Bund geht, wieder nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Regler: Ein guter Mann!
Ich komme zu den Vergleichen. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Auer, den ich auch sehr schätze (Abg. Mag. Regler: Ein guter Mann!) – es ist ja nicht so, dass wir hier Feindschaften haben, ich schätze all die Abgeordneten –, hat gemeint, man müsse immer Gleiches mit Gleichem vergleichen. Okay, fangen wir an.
Abg. Bucher: 22 Milliarden Defizit!
Deutschland – Österreich. – Sie stellen so sehr unsere Zahlen gegenüber Deutschland in den Vordergrund und loben uns dafür, dass wir so wenig Defizit haben und so weiter. Nur: In Deutschland schaut die Welt ein bisschen anders aus. (Abg. Bucher: 22 Milliarden Defizit!) In Deutschland ist zum Beispiel die gesamte Deutsche Bahn mit ihren gesamten Schulden im Budget enthalten. In Deutschland ist das gesamte deutsche Straßen- und Autobahnennetz im Budget enthalten (Staatssekretär Dr. Finz: Bei uns auch!), also beim Gesamtbudget dabei. In Deutschland sind auch viele andere Dinge im Budget enthalten, die bei uns nicht dabei sind, daher hinkt der Vergleich Österreich – Deutschland. (Abg. Mag. Regler: Alles, was hinkt, ist ein Vergleich!)
Staatssekretär Dr. Finz: Bei uns auch!
Deutschland – Österreich. – Sie stellen so sehr unsere Zahlen gegenüber Deutschland in den Vordergrund und loben uns dafür, dass wir so wenig Defizit haben und so weiter. Nur: In Deutschland schaut die Welt ein bisschen anders aus. (Abg. Bucher: 22 Milliarden Defizit!) In Deutschland ist zum Beispiel die gesamte Deutsche Bahn mit ihren gesamten Schulden im Budget enthalten. In Deutschland ist das gesamte deutsche Straßen- und Autobahnennetz im Budget enthalten (Staatssekretär Dr. Finz: Bei uns auch!), also beim Gesamtbudget dabei. In Deutschland sind auch viele andere Dinge im Budget enthalten, die bei uns nicht dabei sind, daher hinkt der Vergleich Österreich – Deutschland. (Abg. Mag. Regler: Alles, was hinkt, ist ein Vergleich!)
Abg. Mag. Regler: Alles, was hinkt, ist ein Vergleich!
Deutschland – Österreich. – Sie stellen so sehr unsere Zahlen gegenüber Deutschland in den Vordergrund und loben uns dafür, dass wir so wenig Defizit haben und so weiter. Nur: In Deutschland schaut die Welt ein bisschen anders aus. (Abg. Bucher: 22 Milliarden Defizit!) In Deutschland ist zum Beispiel die gesamte Deutsche Bahn mit ihren gesamten Schulden im Budget enthalten. In Deutschland ist das gesamte deutsche Straßen- und Autobahnennetz im Budget enthalten (Staatssekretär Dr. Finz: Bei uns auch!), also beim Gesamtbudget dabei. In Deutschland sind auch viele andere Dinge im Budget enthalten, die bei uns nicht dabei sind, daher hinkt der Vergleich Österreich – Deutschland. (Abg. Mag. Regler: Alles, was hinkt, ist ein Vergleich!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Würden wir die Bahn-Schulden, die ASFINAG-Schulden, die BIG-Schulden dem Budget zurechnen, dann hätten wir auch 3,4 Prozent Defizit. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn man vergleicht, dann muss man korrekt vergleichen. Wir haben halt bestimmte Dinge aus dem Budget herausgenommen in der Hoffnung, 51 Prozent Eurostat-mäßig über den Markt verdienen zu können, aber man muss sich erst anschauen, ob das funktionieren wird. Wir werden ja sehen, ob es funktioniert, aber derzeit ist es einfach so.
Abg. Dr. Matznetter: Was ist überhaupt mit ihm passiert?
Meine Damen und Herren! Der Herr Minister hat, als er noch hier war, fast euphorisch davon gesprochen (Abg. Dr. Matznetter: Was ist überhaupt mit ihm passiert?), was wir in Österreich alles an Positivem haben. – Die Wahrheit schaut anders aus. Die Wahrheit schaut doch so aus, dass allein zwischen 2000 und 2002 der Bevölkerung 31 Belastungen auferlegt wurden, wie die Energieabgabe, motorbezogene Versicherungssteuer, Tabaksteuer, Autobahnvignette verdoppelt, Reisepass-, Personalausweiskosten doppelt so hoch wie vorher – jetzt lese ich, dass das schon wieder teurer wird, weil ein Fingerabdruck in den Pass aufgenommen werden muss, und das kostet gleich wieder um 30 € mehr –, Selbstbehalt bei Spitalsaufenthalt erhöht, und so weiter, meine Damen und Herren.
Abg. Mag. Regler: Harmonisierung der Pensionen!
Die Wahrheit sieht auch so aus, dass bereits 2003 einmal Pensionskürzungen erfolgt sind. Morgen diskutieren wir über weitere Pensionskürzungen. (Abg. Mag. Regler: Harmonisierung der Pensionen!) Krankenversicherungsbeiträge für die Angestellten erhöht, Mineralölsteuer erhöht, Erdgasabgabe – das nur zum Thema Energiepreise senken. Was die Unternehmen gesenkt haben, hat der Herr Minister draufgeschlagen (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz), mehr sogar noch, sodass jetzt in Wien, Herr Kollege Finz, die Gaspreise steigen werden – und das haben Sie zu verantworten und nicht wir!
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz
Die Wahrheit sieht auch so aus, dass bereits 2003 einmal Pensionskürzungen erfolgt sind. Morgen diskutieren wir über weitere Pensionskürzungen. (Abg. Mag. Regler: Harmonisierung der Pensionen!) Krankenversicherungsbeiträge für die Angestellten erhöht, Mineralölsteuer erhöht, Erdgasabgabe – das nur zum Thema Energiepreise senken. Was die Unternehmen gesenkt haben, hat der Herr Minister draufgeschlagen (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz), mehr sogar noch, sodass jetzt in Wien, Herr Kollege Finz, die Gaspreise steigen werden – und das haben Sie zu verantworten und nicht wir!
Beifall bei der SPÖ.
Heute Gehaltsabschluss mit den Beamten: 2,3 Prozent, „gratuliere“ – Inflationsrate: 2,6 Prozent. Was heißt das unter dem Strich? – 0,3 Prozent glatte Enteignung der Beamten! Ich „gratuliere“ zu solchen Abschlüssen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die OMV soll einmal die Preise senken! – Anhaltende Zwischenrufe.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Tamandl. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Die OMV soll einmal die Preise senken! – Anhaltende Zwischenrufe.)
Abg. Eder: Weil Sie es nicht lesen können! Ein Budget muss man auch lesen können!
Budgetunterlagen: Im Gegensatz zum Voranschlag 2005 des Bundes sind die Wiener Budgetunterlagen überhaupt nicht transparent, haben überhaupt keine Offenheit und keine Bürgernähe. (Abg. Eder: Weil Sie es nicht lesen können! Ein Budget muss man auch lesen können!)
Beifall bei der ÖVP.
Da die Kolleginnen der Opposition immer über die Gender-Effekte im Budget sprechen, möchte ich darauf hinweisen, dass das Wiener Budget überhaupt keine Gender-Aspekte enthält, und das, obwohl die Verantwortung der Wiener Stadtregierung zur Hälfte von Frauen getragen wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber jetzt zu den Steuerreform-Geschichten, die von der Opposition teilweise gekommen sind. Ich möchte einmal wissen, wie die Frau Kollegin Sburny bei der Körperschaftsteuer, wenn sie einen Vergleich anstellt zwischen dem Vermögen von Frauen und Männern, 90 zu 10, wie sie sagt, darauf kommt, dass 90 Prozent der Männer davon profitieren. Sie soll mir bitte einmal sagen, wie sie auf das kommt. Die Kapitalgesellschaften sind juristische Personen und weder weiblich noch männlich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Dazu vielleicht noch, weil es gestern geheißen hat, es gibt auch Unternehmerinnen: Immerhin sind ein Drittel aller Selbständigen Frauen, und die Tendenz ist im Steigen begriffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie sich auch noch die Umsatzsteuer ansehen – diese steigt nämlich –, dann sehen Sie, dass sehr wohl schon durch die Steuerreform die Kaufkraft für alle Bürgerinnen und Bürger höher ist. Und das ist auch ein wesentlicher Faktor der Steuerreform, ein richtiger Schritt und das richtige Ziel – ohne Alternativen der SPÖ, aber doch mit Initiative und mit Alternativen der ÖVP-Politiker. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Die so genannte Pensionsharmonisierung, die morgen auf der Tagesordnung des Nationalrates steht, wird die bisher bestehenden Ungerechtigkeiten zwischen den Berufsgruppen verschärfen, die Verarmung fortsetzen, die ASVG-Versicherten, die bereits durch die Pensionskürzungsreform 2003 betroffen waren, nochmals zur Kassa bitten und den Ländern, Städten und Gemeinden die finanziellen Ausgleichszahlungen für Ihre Politik auferlegen. Wir sagen dazu: Nein, danke! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Vincenz Liechtenstein (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Staatssekretär! Geehrte Kolleginnen und Kollegen! Nach 30 Jahren sozialdemokratischen Kanzlern und Finanzministern ist sicherlich ein sehr schweres Erbe übernommen worden. Das, was wir jetzt brauchen und was wir auch umsetzen, ist ein modernes, zukunftsorientiertes Steuerrecht. Wesentliche Schritte zu diesem Ziel wurden in Österreich bereits gesetzt. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mandak: Das könnte man auch soziale Gerechtigkeit nennen, wissen Sie? Haben Sie das schon einmal gehört? Das ist ein Fremdwort! – Abg. Dr. Niederwieser: Das ist eine barocke Vorstellung! Sowas von barock!
Der Neid steckt hinter der Forderung nach Gleichheit. Vor allem bei der Steuerprogression geht es um die Befriedigung von Neidgefühlen. Hohe Steuern aber drosseln Energien. Wer sich von Neid leiten lässt, steigt auf die Fortschrittsbremse. (Abg. Mandak: Das könnte man auch soziale Gerechtigkeit nennen, wissen Sie? Haben Sie das schon einmal gehört? Das ist ein Fremdwort! – Abg. Dr. Niederwieser: Das ist eine barocke Vorstellung! Sowas von barock!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Niederwieser: Jetzt noch einen Schlusssatz!
Die Positionierung der Industrie für das Beste ist in der Politik – auch in der großen Oppositionspartei SPÖ – auf positives Echo gestoßen, und der IV-Vorschlag, eine Task Force – „Universities of Excellence“ – einzurichten, wurde aufgegriffen. Ich glaube, dass es auch sehr wichtig ist, dass wir wieder echte Spezialisten haben, die wirklich führend in der Wirtschaft sind und die Wirtschaft voranbringen können, und dass Österreich – im Zentrum Europas gelegen – auch wieder einen wirtschaftlichen Ausgangspunkt darstellt und damit auch wieder die Stärke hat, die Wien, das Zentrum Europas, braucht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Niederwieser: Jetzt noch einen Schlusssatz!)
Staatssekretär Dr. Finz: Ja!
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Ich kann das, was der Finanzminister heute gesagt hat, nicht so stehen lassen. Es wurde auch von Daten und Fakten gesprochen. Der Finanzminister hat gemeint, die Regierung betreibe eine konsequente Politik für KMUs. (Staatssekretär Dr. Finz: Ja!)
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Herr Staatssekretär, Fakt ist: In vielen ländlichen Regionen gibt es keine Nahversorger. Der Bäcker, der Metzger, der Kaufmann, der Fachhandel, der Detailfachhandel fehlen. (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Also bitte, wo ist die konsequente Politik für KMUs, wenn auf der einen Seite die KMUs wegsterben und auf der anderen Seite die Großhandelsketten aus dem Boden schießen?
Abg. Dr. Mitterlehner: Wachstum!
Noch einmal zurück zu den Daten und Fakten: Fakt ist, dass die Europäische Union und auch Österreich gesagt hat, bis 2010 soll die EU und somit auch Österreich zum am schnellsten wachsenden Wirtschaftsblock der Welt werden. Da ist ein Bedarf – nur an den Arbeitsplätzen festgemacht – von rund 20 Millionen Jobs gegeben. Notwendig ist ... (Abg. Dr. Mitterlehner: Wachstum!) – Das Wachstum muss erst kommen! Notwendig ist mehr Geld für die Infrastruktur und vor allen Dingen mehr Geld für Aus- und Weiterbildung. Ich spreche da auch konkret die Erwachsenenbildung an. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch einmal zurück zu den Daten und Fakten: Fakt ist, dass die Europäische Union und auch Österreich gesagt hat, bis 2010 soll die EU und somit auch Österreich zum am schnellsten wachsenden Wirtschaftsblock der Welt werden. Da ist ein Bedarf – nur an den Arbeitsplätzen festgemacht – von rund 20 Millionen Jobs gegeben. Notwendig ist ... (Abg. Dr. Mitterlehner: Wachstum!) – Das Wachstum muss erst kommen! Notwendig ist mehr Geld für die Infrastruktur und vor allen Dingen mehr Geld für Aus- und Weiterbildung. Ich spreche da auch konkret die Erwachsenenbildung an. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Bildungszüge!
Was ist passiert? – Einen Ausbau der Infrastruktur gab es nicht, im Gegenteil: Wir bauen ab, Züge werden eingestellt. (Abg. Dr. Mitterlehner: Bildungszüge!) – Ja, das ist ja notwendig! Es kann nicht alles nur im Zentralraum passieren, sondern es müssen auch die Regionen leben können, und die Arbeitskräfte müssen auch dorthin kommen können. Kapieren Sie das bitte einmal! (Beifall bei der SPÖ.) Es leben nicht alle in der Großstadt (Abg. Kainz: Zum Glück!), und es lebt auch Österreich nicht nur von der Großstadt.
Beifall bei der SPÖ.
Was ist passiert? – Einen Ausbau der Infrastruktur gab es nicht, im Gegenteil: Wir bauen ab, Züge werden eingestellt. (Abg. Dr. Mitterlehner: Bildungszüge!) – Ja, das ist ja notwendig! Es kann nicht alles nur im Zentralraum passieren, sondern es müssen auch die Regionen leben können, und die Arbeitskräfte müssen auch dorthin kommen können. Kapieren Sie das bitte einmal! (Beifall bei der SPÖ.) Es leben nicht alle in der Großstadt (Abg. Kainz: Zum Glück!), und es lebt auch Österreich nicht nur von der Großstadt.
Abg. Kainz: Zum Glück!
Was ist passiert? – Einen Ausbau der Infrastruktur gab es nicht, im Gegenteil: Wir bauen ab, Züge werden eingestellt. (Abg. Dr. Mitterlehner: Bildungszüge!) – Ja, das ist ja notwendig! Es kann nicht alles nur im Zentralraum passieren, sondern es müssen auch die Regionen leben können, und die Arbeitskräfte müssen auch dorthin kommen können. Kapieren Sie das bitte einmal! (Beifall bei der SPÖ.) Es leben nicht alle in der Großstadt (Abg. Kainz: Zum Glück!), und es lebt auch Österreich nicht nur von der Großstadt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Von einer Breitbandoffensive ist in den ländlichen Regionen weit und breit nichts zu sehen. Dort gibt es auch KMUs, aber dort gibt es auch größere Betriebe. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Wittauer: Aber nicht jetzt die Post bringen!
Zum Abbau der Infrastruktur, weil der Herr Bundeskanzler da ist – jetzt sitzt er nicht auf seinem Platz, aber vielleicht hört er mich (Abg. Wittauer: Aber nicht jetzt die Post bringen!) –: Postämter am Beispiel des Bezirkes Braunau mit 46 Gemeinden. Das Ziel sind neun Postämter für 100 000 Einwohner. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien! Und ich bitte auch den Bundeskanzler, sich dieses Themas anzunehmen. Auch das ist Infrastruktur für die Menschen in den ländlichen Regionen. Das kann es ja nicht sein! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Wittauer: Also diese Information können wir nicht bestätigen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Wittauer: Also diese Information können wir nicht bestätigen!
Zum Abbau der Infrastruktur, weil der Herr Bundeskanzler da ist – jetzt sitzt er nicht auf seinem Platz, aber vielleicht hört er mich (Abg. Wittauer: Aber nicht jetzt die Post bringen!) –: Postämter am Beispiel des Bezirkes Braunau mit 46 Gemeinden. Das Ziel sind neun Postämter für 100 000 Einwohner. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsparteien! Und ich bitte auch den Bundeskanzler, sich dieses Themas anzunehmen. Auch das ist Infrastruktur für die Menschen in den ländlichen Regionen. Das kann es ja nicht sein! (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Wittauer: Also diese Information können wir nicht bestätigen!)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind die Alternativen der SPÖ, die Sie immer wieder einfordern: Wir bitten Sie, diese auch umzusetzen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Diese Gelder können kommen, weil die Leistungen erbracht werden, weil die Landwirtschaftskammern in ihrer Beratung Großartiges leisten und weil die Agrarmarkt Austria im europäischen Vergleich die beste Zentral- und Verrechnungsstelle ist, die europäische Mittel auszahlen darf. Die Anlastungen, die Österreich erlebt, sind so minimal, dass sie praktisch vernachlässigbar sind, weil gut gearbeitet wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Niederwieser: Das hättest du aber beim Verteidigungsbudget sagen müssen! Da hätte das gepasst!
Wenn wir in einem anderen Bereich die europäischen Gesamtausgaben zusammenrechnen, zum Beispiel bei Militär, Verteidigung und Rüstung, kommen wir auf 180 Milliarden €, und das sind 1,9 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt. Das ist mehr als doppelt so viel – zweieinhalb Mal so viel –, und Sie sehen: Sicherheit ist etwas wert, aber Landwirtschaft darf auch etwas kosten. (Abg. Dr. Niederwieser: Das hättest du aber beim Verteidigungsbudget sagen müssen! Da hätte das gepasst!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Das Parlament ist aber nicht die Bundesregierung!
Heute in der Früh bin ich vom Ballhausplatz zum Parlament gegangen, und ich habe einen wunderschönen Regenbogen gesehen. Es war frische Luft und Sonnenschein, es war herrlich. Ich habe mich auf den Tag und auf meine Kollegen gefreut. Ich habe dann gesehen, dass der Regenbogen genau beim Parlament wieder den Boden berührt, und Sie wissen ja, am Fuße des Regenbogens liegt immer der Schatz. Dieser Schatz ist bei uns, bei unserer Bundesregierung und bei unserem Bundeskanzler in guten Händen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Kräuter: Das Parlament ist aber nicht die Bundesregierung!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist schon sehr eigenwillig, wenn Herr Mitterlehner meint, diejenigen, die Lohnsteuer bezahlen, seien Leistungsträger. Und dann sagt er noch dazu: 50 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen keine Lohnsteuer. Diese Menschen werden sich schön bei Ihnen bedanken, denn Sie bezeichnen diejenigen, die so wenig verdienen, dass sie keine Lohnsteuer zahlen, demnach als Nichtleistungsträger, Herr Mitterlehner! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Auch die Menschen, die keine Lohnsteuer bezahlen, machen sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Ich höre immer, dass der Wirtschaftsstandort Österreich mittels dieser Steuerreform gesichert sei. (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Ich lese in den „Oberösterreichischen Nachrichten“, Herr Kollege Murauer – Sie sind Oberösterreicher, Sie werden sie heute gelesen haben –: akut gefährdete Arbeitsplätze in Oberösterreich. Und dann sind sieben Firmen aufgezählt, ich lese sie jetzt nicht vor. Bei sechs Firmen sind bis nächstes Jahr über 700 Arbeitsplätze weg. Das ist in den „Oberösterreichischen Nachrichten“ nachzulesen! Und dann steht noch dabei: VA-Tech: Die Übernahme durch Siemens wird auch in Oberösterreich Arbeitsplätze kosten.
Abg. Rädler: Gott sei Dank!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Leute haben auch gesehen, dass ihnen die Marke KHG die Gesundheit verteuern wird. Und da ist Ihnen ganz etwas Geschicktes eingefallen: Da hat man erstmalig in der Geschichte, soweit ich weiß, den Finanzausgleich mit der Gesundheitsfinanzierung zusammengehängt. Das ist ganz spannend. (Abg. Rädler: Gott sei Dank!)
Abg. Scheibner: Das war der Wunsch und die Forderung der Länder, Herr Kollege!
Der Finanzausgleich ist das eine – ich hoffe, Sie wissen, wovon wir reden. (Abg. Scheibner: Das war der Wunsch und die Forderung der Länder, Herr Kollege!) Die Gesundheit und deren Finanzierung sind das andere. Jetzt hat man das zusammengehängt und kann sagen, weil die Länder und Gemeinden ein Fass ohne Boden sind, müssen wir mehr Einnahmen über die Erhöhung der Gesundheitsgebühren lukrieren, damit wir das finanzieren können. (Abg. Scheibner: Die haben das gefordert, Herr Kollege!)
Abg. Scheibner: Die haben das gefordert, Herr Kollege!
Der Finanzausgleich ist das eine – ich hoffe, Sie wissen, wovon wir reden. (Abg. Scheibner: Das war der Wunsch und die Forderung der Länder, Herr Kollege!) Die Gesundheit und deren Finanzierung sind das andere. Jetzt hat man das zusammengehängt und kann sagen, weil die Länder und Gemeinden ein Fass ohne Boden sind, müssen wir mehr Einnahmen über die Erhöhung der Gesundheitsgebühren lukrieren, damit wir das finanzieren können. (Abg. Scheibner: Die haben das gefordert, Herr Kollege!)
Abg. Rädler: Ein Rechenfehler!
Laut dem Voranschlagserlass, den wir von den Beamten der oberösterreichischen Landesregierung bekommen haben, die nebenbei bemerkt hervorragende Beamte sind, bekommt meine Gemeinde um 38 300 € mehr. Super, das ist eine wirklich sinnige Finanzierung. (Abg. Rädler: Ein Rechenfehler!) Es wird dabei aber nicht gesagt, dass die Landesumlage im nächsten Jahr um 20 000 € steigt, dass der Krankenanstaltenbeitrag um 11 400 € steigt, dass die Ausgaben für die Berufsschulen um 16 000 € steigen – das ist wiederum gut, weil das bedeutet, dass wir Lehrlinge haben – und dass die Ausgaben für die Sozialhilfe um 79 000 € steigen. (Abg. Ellmauer: Schau dir das noch einmal an, das kann nicht stimmen!)
Abg. Ellmauer: Schau dir das noch einmal an, das kann nicht stimmen!
Laut dem Voranschlagserlass, den wir von den Beamten der oberösterreichischen Landesregierung bekommen haben, die nebenbei bemerkt hervorragende Beamte sind, bekommt meine Gemeinde um 38 300 € mehr. Super, das ist eine wirklich sinnige Finanzierung. (Abg. Rädler: Ein Rechenfehler!) Es wird dabei aber nicht gesagt, dass die Landesumlage im nächsten Jahr um 20 000 € steigt, dass der Krankenanstaltenbeitrag um 11 400 € steigt, dass die Ausgaben für die Berufsschulen um 16 000 € steigen – das ist wiederum gut, weil das bedeutet, dass wir Lehrlinge haben – und dass die Ausgaben für die Sozialhilfe um 79 000 € steigen. (Abg. Ellmauer: Schau dir das noch einmal an, das kann nicht stimmen!)
Abg. Rädler: Das stimmt doch nicht, Herr Kollege!
Wenn Sie mitgerechnet haben, dann wissen Sie jetzt, dass trotz dieser hervorragenden Lösung für die Gemeinden allein für meine kleine Gemeinde 90 000 € übrig bleiben, die nicht finanziert sind. (Abg. Rädler: Das stimmt doch nicht, Herr Kollege!) – Das ist kein Schmäh! Wenn Sie rechnen können, dann können Sie sich das selbst ausrechnen. (Abg. Rädler: Sie haben keine Ahnung!)
Abg. Rädler: Sie haben keine Ahnung!
Wenn Sie mitgerechnet haben, dann wissen Sie jetzt, dass trotz dieser hervorragenden Lösung für die Gemeinden allein für meine kleine Gemeinde 90 000 € übrig bleiben, die nicht finanziert sind. (Abg. Rädler: Das stimmt doch nicht, Herr Kollege!) – Das ist kein Schmäh! Wenn Sie rechnen können, dann können Sie sich das selbst ausrechnen. (Abg. Rädler: Sie haben keine Ahnung!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher kann ich Ihnen garantieren, dass diese Marke KHG in Zukunft nicht mehr gekauft werden wird, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Wunderbar!
Warum meine Sympathie Sepp Rieder gehört, liegt in dem Umstand, dass Sepp Rieder am 27. Oktober nach Abschluss der Verhandlungen Folgendes gemeint hat: Es wird schon jemanden geben, der das mehr durch die parteipolitische Brille sieht und meint, ein Scheitern der Verhandlungen würde der Regierung auf den Kopf fallen – aber es würde dem gesamtösterreichischen Gesundheitssystem auf den Kopf fallen. (Abg. Mag. Molterer: Wunderbar!)
Abg. Mag. Molterer: Jetzt wissen wir es!
Wenige Tage später lesen wir dann Folgendes: Die Positionierung für die im Herbst 2006 geplante Nationalratswahl ist für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos mit ein Grund für das Nein der SPÖ zum Finanzausgleich und zum Gesundheitspaket. Wir konnten dem nicht zustimmen, meint Darabos, weil es uns aus politischen und strategischen Gründen bezüglich der nächsten Nationalratswahl jeden Spielraum nehmen würde. (Abg. Mag. Molterer: Jetzt wissen wir es!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich finde dieses Eingeständnis wunderbar, und angesichts dieser Flip-Flop-Partie, Herr Dr. Cap, die diese Oppositionsgruppe abgibt, tun mir Michael Häupl und Sepp Rieder leid. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der liebe Kollege Rieder hat gemeint, die Bevölkerung würde ein solches Verhalten der Beteiligten als doppelbödig betrachten. – Ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Noch eine Grasser’sche Jubelmeldung: Der Verwaltungsaufwand der Gemeinden für die Einhebung der Getränkesteuer entfällt. Das ist eine gute Nachricht, aber es ist auch anzuerkennen, dass den Gemeinden derzeit noch ein beträchtlicher Aufwand aus der Vollziehung der Getränkesteuer auf Grund der offenen Verfahren im Zusammenhang mit Rückforderungsansprüchen entsteht. Die Gemeinden wissen noch immer nicht, was auf sie zukommen wird. Auch da besteht totale Unsicherheit bei den Gemeinden. (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage Ihnen, wenn ein solcher Klient zur Schuldnerberatung kommt, dann wird er nach Hause geschickt, und es wird ihm gesagt: Leider ist keine Umschuldung möglich. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Franz Glaser (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Finanzminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Geschätzte Kollegin Rest-Hinterseer! Diese Regierung lässt weder die Gemeinden noch die Länder und auch nicht die Spitäler allein, sondern sie sorgt mit dem Finanzausgleich dafür, dass es eine Zukunft für diese Gebietskörperschaften gibt; das wollte ich Ihnen sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Graz!
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch Herrn Gaßner sagen (Abg. Öllinger: Graz!), dass, wenn diese Regierung nicht die Verantwortung für den Finanzausgleich der Gemeinden übernommen hätte, gerade eine Gemeinde wie die Ihre und auch die anderen kleinen Gemeinden große Probleme mit der Finanzierung haben würden. Es ist vielleicht nicht das Gelbe vom Ei – die kleinen Gemeinden werden sich mehr gewünscht haben –, aber es ist immerhin ein wesentlicher Schritt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Doch zurück zu dem insgesamt großen Kapitel Finanzen: Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Das, was diese Regierung in den letzten fünf Jahren an Reformen und für die Sanierung des Budgets getan hat, ist international anerkannt, und das wird auch von der Bevölkerung in unserem Land geschätzt. Nur die Opposition in diesem Haus tut sich schwer damit. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) Aber die Fakten, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, lassen sich nicht leugnen.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Man muss aber auch sagen, dass wir diese Leistungen zu Stande gebracht haben (Unruhe bei den SPÖ-Abgeordneten) – jetzt sollten Sie vielleicht einmal kurz zuhören! –, obwohl wir eine jährliche Zinsenbelastung aus den Schulden der Vergangenheit in der Höhe von 7,5 Milliarden € zu tragen haben. Das sind in etwa 1 000 € für jeden Österreicher. Praktisch einen Monatslohn zahlen kleinere Einkommensbezieher allein für die Tilgung der Zinsen, die 30 Jahre SPÖ-Kanzlerschaft hinterlassen haben. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und wir machen im Rahmen dieser komplexen Finanzsituation eine Steuerreform, die den Aufschwung in diesem Land, Herr Kollege Cap, sichern wird.
Beifall bei der ÖVP.
Was wir ebenfalls noch zu Stande gebracht haben, ist der Finanzausgleich, der jetzt endverhandelt wurde und der auch den Gemeinden und den Ländern eine entsprechende Entwicklung ermöglichen wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es hat zunächst so ausgesehen, als ob auch die SPÖ da mitziehen würde, letztlich waren es aber nur einige wenige SPÖ-Politiker, die mitgegangen sind. Wir, die Österreichische Volkspartei und die FPÖ, übernehmen die Verantwortung, und wir werden dieses Budget beschließen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Begründung ist, wie gesagt, eine Druckfehlerberichtigung beziehungsweise eine Richtigstellung von Voranschlagsansätzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Gusenbauer – im Hinblick auf das Stimmverhalten von ÖVP und Freiheitlichen –: Ha, verscherbeln!
Ich bitte jene Damen und Herren, die für diesen Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. (Abg. Dr. Gusenbauer – im Hinblick auf das Stimmverhalten von ÖVP und Freiheitlichen –: Ha, verscherbeln!) – Es ist dies die Minderheit und damit abgelehnt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit ist das Budget 2005 verabschiedet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)