Eckdaten:
Für die 154. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 756 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von den Abgeordneten Katharina Pfeffer, Gerhard Steier und Ing. Erwin Kaipel
Petition betreffend „Dringender sicherheitspolitischer Handlungsbedarf im Burgenland“ (Ordnungsnummer 90) (überreicht von den Abgeordneten Katharina Pfeffer, Gerhard Steier und Ing. Erwin Kaipel)
Abg. Scheibner: Das auch noch! – Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Als Erster zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer. Ihre Redezeit beträgt 10 Minuten. – Bitte. (Abg. Scheibner: Das auch noch! – Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Rufe bei den Freiheitlichen – BZÖ: Ja, BAWAG!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ganz Österreich war schockiert über die Ergebnisse (Rufe bei den Freiheitlichen – BZÖ: Ja, BAWAG!) der PISA-Studie. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Hör auf!) – Ich finde, es sieht der ÖVP ganz ähnlich, dass sie für die PISA-Studie, die leider sehr traurige Ergebnisse gebracht hat, nicht mehr als Gelächter übrig hat. Das zeigt die Ignoranz dieser Partei gegenüber der Bildungspolitik, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Hör auf!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ganz Österreich war schockiert über die Ergebnisse (Rufe bei den Freiheitlichen – BZÖ: Ja, BAWAG!) der PISA-Studie. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Hör auf!) – Ich finde, es sieht der ÖVP ganz ähnlich, dass sie für die PISA-Studie, die leider sehr traurige Ergebnisse gebracht hat, nicht mehr als Gelächter übrig hat. Das zeigt die Ignoranz dieser Partei gegenüber der Bildungspolitik, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ganz Österreich war schockiert über die Ergebnisse (Rufe bei den Freiheitlichen – BZÖ: Ja, BAWAG!) der PISA-Studie. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Großruck: Hör auf!) – Ich finde, es sieht der ÖVP ganz ähnlich, dass sie für die PISA-Studie, die leider sehr traurige Ergebnisse gebracht hat, nicht mehr als Gelächter übrig hat. Das zeigt die Ignoranz dieser Partei gegenüber der Bildungspolitik, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Also bitte!
Jetzt stellt sich die Frage: Welche Reformen hat es seit diesem Zeitpunkt gegeben? – Das eigentlich Erschütternde und viel Schlimmere als der PISA-Schock ist, dass diese Reformfreiheit im österreichischen Parlament in den letzten eineinhalb Jahren nicht genutzt wurde, weil die derzeitige Regierungsmehrheit zu grundsätzlichen Reformen im Bildungsbereich leider nicht bereit ist. Und das ist eine Schande, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Scheibner: Also bitte!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Aber es geht auch anders: Wenn wir weniger Kinder und mehr Lehrer haben, können wir doch die Chance ergreifen und dafür sorgen, dass es in Österreich endlich Schulklassen in einer Größe gibt, in der auch vernünftig gearbeitet werden kann. Aus diesem Grund ist es dringend notwendig, dass die Klassenschülerhöchstzahl unverzüglich auf 25 abgesenkt wird, damit man in der Schule endlich Zeit für die Kinder hat. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: „Zwangstagsschule“!
Ebenso ist es höchst an der Zeit, einer zweiten Forderung der Eltern nachzukommen, nämlich, dass der Unterricht nicht nur auf den Vormittag beschränkt ist, sondern dass es in einem höheren Ausmaß die verschränkte Form der Ganztagsschulen gibt. (Abg. Dr. Fekter: „Zwangstagsschule“!)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, typisch! Das ideologische Dogma der ÖVP ist seit 30 Jahren unverändert, nichts dazugelernt: Sitzen bleiben in der Bildungspolitik – das ist Ihre Devise, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Ganztägige Betreuung!
Frau Abgeordnete Fekter, fragen Sie die Eltern! In Niederösterreich hat es eine Erhebung unter 110 000 Eltern gegeben – nicht eine Umfrage, eine Erhebung –, wie hoch denn der Bedarf an zusätzlichen Ganztagsschulplätzen ist. (Abg. Dr. Brinek: Ganztägige Betreuung!) 85 000 zusätzliche Plätze wurden alleine in Niederösterreich gefordert. Soll ich Ihnen etwas sagen? Es kann überhaupt keine Verpflichtung geben, denn wir müssen froh sein, wenn es uns gelingt, in der nächsten Legislaturperiode 100 000 Ganztagsschulplätze zur Verfügung zu stellen. Und dann gibt es die Wahlmöglichkeit, ob ein Kind in die Halbtags- oder in die Ganztagsschule geht. Was Sie machen, ist ideologisch verbohrt, nämlich die Zukunft unserer Kinder zu verbauen. Und das ist das Problem! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Abgeordnete Fekter, fragen Sie die Eltern! In Niederösterreich hat es eine Erhebung unter 110 000 Eltern gegeben – nicht eine Umfrage, eine Erhebung –, wie hoch denn der Bedarf an zusätzlichen Ganztagsschulplätzen ist. (Abg. Dr. Brinek: Ganztägige Betreuung!) 85 000 zusätzliche Plätze wurden alleine in Niederösterreich gefordert. Soll ich Ihnen etwas sagen? Es kann überhaupt keine Verpflichtung geben, denn wir müssen froh sein, wenn es uns gelingt, in der nächsten Legislaturperiode 100 000 Ganztagsschulplätze zur Verfügung zu stellen. Und dann gibt es die Wahlmöglichkeit, ob ein Kind in die Halbtags- oder in die Ganztagsschule geht. Was Sie machen, ist ideologisch verbohrt, nämlich die Zukunft unserer Kinder zu verbauen. Und das ist das Problem! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wattaul: Redest du über dich?
Es geht nicht um Ihre ideologischen Ladenhüter, mit denen Sie seit Jahrzehnten eine vernünftige Bildungspolitik blockieren (Abg. Wattaul: Redest du über dich?), es geht darum, dass es für die Kinder und Jugendlichen in unserem Land mehr Chancen gibt. Und unsere Kinder in Österreich sind nicht dümmer als die Kinder in Finnland oder in anderen Staaten (Abg. Wattaul: Aber gescheiter wie Sie!), aber die Ergebnisse des dortigen Bildungssystems sind bedeutend besser. Wenn in Finnland ... (Abg. Mag. Donnerbauer: ... Jugendarbeitslosigkeit!) – Sie glauben, eine möglichst schlechte Schulqualität hebt die Chance auf einen Arbeitsplatz? Ihre Ideen sind von vorges-
Abg. Wattaul: Aber gescheiter wie Sie!
Es geht nicht um Ihre ideologischen Ladenhüter, mit denen Sie seit Jahrzehnten eine vernünftige Bildungspolitik blockieren (Abg. Wattaul: Redest du über dich?), es geht darum, dass es für die Kinder und Jugendlichen in unserem Land mehr Chancen gibt. Und unsere Kinder in Österreich sind nicht dümmer als die Kinder in Finnland oder in anderen Staaten (Abg. Wattaul: Aber gescheiter wie Sie!), aber die Ergebnisse des dortigen Bildungssystems sind bedeutend besser. Wenn in Finnland ... (Abg. Mag. Donnerbauer: ... Jugendarbeitslosigkeit!) – Sie glauben, eine möglichst schlechte Schulqualität hebt die Chance auf einen Arbeitsplatz? Ihre Ideen sind von vorges-
Abg. Mag. Donnerbauer: ... Jugendarbeitslosigkeit!
Es geht nicht um Ihre ideologischen Ladenhüter, mit denen Sie seit Jahrzehnten eine vernünftige Bildungspolitik blockieren (Abg. Wattaul: Redest du über dich?), es geht darum, dass es für die Kinder und Jugendlichen in unserem Land mehr Chancen gibt. Und unsere Kinder in Österreich sind nicht dümmer als die Kinder in Finnland oder in anderen Staaten (Abg. Wattaul: Aber gescheiter wie Sie!), aber die Ergebnisse des dortigen Bildungssystems sind bedeutend besser. Wenn in Finnland ... (Abg. Mag. Donnerbauer: ... Jugendarbeitslosigkeit!) – Sie glauben, eine möglichst schlechte Schulqualität hebt die Chance auf einen Arbeitsplatz? Ihre Ideen sind von vorges-
Beifall bei der SPÖ.
tern! Treten Sie ab, meine sehr verehrten Damen und Herren! Mit solchen Auffassungen ist doch kein Staat zu machen und keine Zukunft möglich. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das ist eine verkrampfte Wahlkampfrede!
Sich herzustellen und zu glauben, man müsse ein möglichst schlechtes Schulsystem haben, das sichere den Jugendlichen Arbeit, das kann doch nicht die Auffassung der ÖVP sein! (Abg. Scheibner: Das ist eine verkrampfte Wahlkampfrede!) Das ist Bildungs- und Arbeitsplatzpolitik aus dem letzten Jahrtausend – wirklich völlig daneben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sich herzustellen und zu glauben, man müsse ein möglichst schlechtes Schulsystem haben, das sichere den Jugendlichen Arbeit, das kann doch nicht die Auffassung der ÖVP sein! (Abg. Scheibner: Das ist eine verkrampfte Wahlkampfrede!) Das ist Bildungs- und Arbeitsplatzpolitik aus dem letzten Jahrtausend – wirklich völlig daneben! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn in Finnland nur 7 Prozent der 15-Jährigen Probleme beim Schreiben, Rechnen und Lesen haben, in Österreich hingegen 20 Prozent, dann, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist es Zeit, dass wir im österreichischen Schulsystem für mehr Chancen sorgen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ihre Politik des Zuschauens, des Verdrängens, des Verleugnens von Studien und des Wegschiebens von Ergebnissen hilft weder Ihrem Gewissen noch der Zukunft der Kinder und Jugendlichen. Daher ist eine umfassende Schulreform das Gebot dieser Zeit, wenn man will, dass Österreich und unsere Kinder wieder mehr Chancen haben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny. – Abg. Großruck: ... BAWAG und Gewerkschaft!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny. – Abg. Großruck: ... BAWAG und Gewerkschaft!
Wenn in Finnland nur 7 Prozent der 15-Jährigen Probleme beim Schreiben, Rechnen und Lesen haben, in Österreich hingegen 20 Prozent, dann, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist es Zeit, dass wir im österreichischen Schulsystem für mehr Chancen sorgen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ihre Politik des Zuschauens, des Verdrängens, des Verleugnens von Studien und des Wegschiebens von Ergebnissen hilft weder Ihrem Gewissen noch der Zukunft der Kinder und Jugendlichen. Daher ist eine umfassende Schulreform das Gebot dieser Zeit, wenn man will, dass Österreich und unsere Kinder wieder mehr Chancen haben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Sburny. – Abg. Großruck: ... BAWAG und Gewerkschaft!)
Abg. Neugebauer: Wo leben Sie denn?
Meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist das eigentlich Tragische: Die Alternativen liegen auf dem Tisch, es gibt in der österreichischen Gesellschaft einen breiten Konsens dazu – aber eine einzige Partei in diesem Land blockiert jeden Fortschritt, und das ist die Österreichische Volkspartei! Daher ist es an der Zeit, dass der Volkspartei endlich die Verantwortung für die Bildungspolitik aus der Hand genommen wird, denn sie beraubt die Kinder und Jugendlichen in unserem Land der Chancen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Neugebauer: Wo leben Sie denn?) Daher ist eine Änderung dringend erforderlich ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, das ist das eigentlich Tragische: Die Alternativen liegen auf dem Tisch, es gibt in der österreichischen Gesellschaft einen breiten Konsens dazu – aber eine einzige Partei in diesem Land blockiert jeden Fortschritt, und das ist die Österreichische Volkspartei! Daher ist es an der Zeit, dass der Volkspartei endlich die Verantwortung für die Bildungspolitik aus der Hand genommen wird, denn sie beraubt die Kinder und Jugendlichen in unserem Land der Chancen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Neugebauer: Wo leben Sie denn?) Daher ist eine Änderung dringend erforderlich ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Ich kann Ihnen nur sagen: Beenden Sie Ihre ideologische Blockadepolitik! Seien Sie dabei, wenn wir den Kindern in unserem Land mehr Chancen und Möglichkeiten geben! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Rufe bei der SPÖ: Na, na!
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Herr Präsident! Hohes Haus! Wir haben gerade ein Beispiel von Herrn Klubobmann Dr. Gusenbauer gehört, ein Beispiel mit dem Titel „Schlechtreden, schlechtmachen“. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Rufe bei der SPÖ: Na, na!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Er hat von einem möglichst schlechten Schulsystem gesprochen, von möglichst schlechten Schulen, von möglichst schlechter Schulqualität. Damit desavouieren Sie alle Lehrerinnen und Lehrer in Österreich, die beste Arbeit leisten. Diese haben sich das nicht verdient, Herr Dr. Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Haben alle Arbeit?
In einem, Herr Dr. Gusenbauer, muss ich Ihnen Recht geben: Die Bildung ist die wichtigste Grundlage für die Entwicklung der Gesellschaft, für die Entwicklung der Wirtschaft. Wenn wir auf die Entwicklung unserer Wirtschaft, unseres Landes schauen, dann müssen wir die beste Bildungsqualität haben. Es herrscht Beschäftigungsrekord, die Arbeitsmarktpolitik trägt Früchte. Die jungen Menschen sind für die Arbeitsplätze gerüstet. Unsere Leistungsbilanz ist bestens, die Exportquote wächst, die Konjunkturprognosen sagen ein Plus von 2,5 Prozent voraus. Die Wirtschaft entwickelt sich positiv, die jungen Leute finden Arbeit. (Abg. Heinisch-Hosek: Haben alle Arbeit?) Das ist die beste Bestätigung für unser gutes, für unser vielfältiges Bildungswesen in Österreich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
In einem, Herr Dr. Gusenbauer, muss ich Ihnen Recht geben: Die Bildung ist die wichtigste Grundlage für die Entwicklung der Gesellschaft, für die Entwicklung der Wirtschaft. Wenn wir auf die Entwicklung unserer Wirtschaft, unseres Landes schauen, dann müssen wir die beste Bildungsqualität haben. Es herrscht Beschäftigungsrekord, die Arbeitsmarktpolitik trägt Früchte. Die jungen Menschen sind für die Arbeitsplätze gerüstet. Unsere Leistungsbilanz ist bestens, die Exportquote wächst, die Konjunkturprognosen sagen ein Plus von 2,5 Prozent voraus. Die Wirtschaft entwickelt sich positiv, die jungen Leute finden Arbeit. (Abg. Heinisch-Hosek: Haben alle Arbeit?) Das ist die beste Bestätigung für unser gutes, für unser vielfältiges Bildungswesen in Österreich, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Niederwieser: Lesen darf man schon?!
Was mich immer wieder verwundert, ist folgender Umstand: Sie nehmen eine Studie her, die sich mit einem gewissen Wissensbereich beschäftigt, und legen sie auf das gesamte Bildungswesen um. Möchten Sie Verhältnisse wie in Korea haben, obwohl Korea vorne liegt, aber möchten Sie haben, dass ein derartiger Leistungsdruck in den Schulen ausgeübt wird, dass sich Jugendliche umbringen? Möchten Sie das wirklich haben? Ich sage Ihnen: Das österreichische Bildungswesen legt seine Ziele in einer gesamthaften Persönlichkeitsbildung an. Dazu gehört eine gewisse Wissenskompetenz (Abg. Dr. Niederwieser: Lesen darf man schon?!), das ist richtig, da werden wir uns noch verbessern. Dazu gehört aber vor allem auch, dass sich die jungen Menschen in der Schule wohl fühlen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Es gibt eine FESSEL-GfK-Studie vom Mai 2006, derzufolge 90 Prozent der Bevölkerung mit dem österreichischen Schulsystem „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ sind. 90 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher können sich nicht irren, Herr Dr. Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Keine einzige hat er gesagt!
Ich sage Ihnen auch eines ganz deutlich, meine Damen und Herren von der Opposition: Sie haben diese Aktuelle Stunde „SPÖ-Alternativen“ genannt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Keine einzige hat er gesagt!) – Ja, was sind denn die Alternativen? Schauen Sie sich doch einmal dieses Papier namens „Startklar“ an! (Die Rednerin hält ein Exemplar des genannten Papiers in die Höhe. – Abg. Heinisch-Hosek: Super sind die! – Abg. Dr. Fekter: Ziemlich abgestürzt!) Da steht es genau drinnen. Sie wollen eine Gesamtschule (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!), in der alle Kinder in einen Topf geworfen werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir wollen das nicht – und 80 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen wollen das auch nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Die Rednerin hält ein Exemplar des genannten Papiers in die Höhe. – Abg. Heinisch-Hosek: Super sind die! – Abg. Dr. Fekter: Ziemlich abgestürzt!
Ich sage Ihnen auch eines ganz deutlich, meine Damen und Herren von der Opposition: Sie haben diese Aktuelle Stunde „SPÖ-Alternativen“ genannt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Keine einzige hat er gesagt!) – Ja, was sind denn die Alternativen? Schauen Sie sich doch einmal dieses Papier namens „Startklar“ an! (Die Rednerin hält ein Exemplar des genannten Papiers in die Höhe. – Abg. Heinisch-Hosek: Super sind die! – Abg. Dr. Fekter: Ziemlich abgestürzt!) Da steht es genau drinnen. Sie wollen eine Gesamtschule (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!), in der alle Kinder in einen Topf geworfen werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir wollen das nicht – und 80 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen wollen das auch nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ja!
Ich sage Ihnen auch eines ganz deutlich, meine Damen und Herren von der Opposition: Sie haben diese Aktuelle Stunde „SPÖ-Alternativen“ genannt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Keine einzige hat er gesagt!) – Ja, was sind denn die Alternativen? Schauen Sie sich doch einmal dieses Papier namens „Startklar“ an! (Die Rednerin hält ein Exemplar des genannten Papiers in die Höhe. – Abg. Heinisch-Hosek: Super sind die! – Abg. Dr. Fekter: Ziemlich abgestürzt!) Da steht es genau drinnen. Sie wollen eine Gesamtschule (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!), in der alle Kinder in einen Topf geworfen werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir wollen das nicht – und 80 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen wollen das auch nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Nein!
Ich sage Ihnen auch eines ganz deutlich, meine Damen und Herren von der Opposition: Sie haben diese Aktuelle Stunde „SPÖ-Alternativen“ genannt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Keine einzige hat er gesagt!) – Ja, was sind denn die Alternativen? Schauen Sie sich doch einmal dieses Papier namens „Startklar“ an! (Die Rednerin hält ein Exemplar des genannten Papiers in die Höhe. – Abg. Heinisch-Hosek: Super sind die! – Abg. Dr. Fekter: Ziemlich abgestürzt!) Da steht es genau drinnen. Sie wollen eine Gesamtschule (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!), in der alle Kinder in einen Topf geworfen werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir wollen das nicht – und 80 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen wollen das auch nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich sage Ihnen auch eines ganz deutlich, meine Damen und Herren von der Opposition: Sie haben diese Aktuelle Stunde „SPÖ-Alternativen“ genannt. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Keine einzige hat er gesagt!) – Ja, was sind denn die Alternativen? Schauen Sie sich doch einmal dieses Papier namens „Startklar“ an! (Die Rednerin hält ein Exemplar des genannten Papiers in die Höhe. – Abg. Heinisch-Hosek: Super sind die! – Abg. Dr. Fekter: Ziemlich abgestürzt!) Da steht es genau drinnen. Sie wollen eine Gesamtschule (Abg. Heinisch-Hosek: Ja!), in der alle Kinder in einen Topf geworfen werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wir wollen das nicht – und 80 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen wollen das auch nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie nicht?
Sie wollen, dass die berufsbildenden Schulen und die guten Gymnasien in einer modularen Oberstufe, siehe Seite 8 im Gusenbauer-Papier, zusammengelegt werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie nicht?) Wir wollen das nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Sie wollen, dass die berufsbildenden Schulen und die guten Gymnasien in einer modularen Oberstufe, siehe Seite 8 im Gusenbauer-Papier, zusammengelegt werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie nicht?) Wir wollen das nicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso wollen Sie das nicht? Erklären Sie uns, wieso Sie es nicht wollen!
Wir wollen, dass unsere guten berufsbildenden Schulen erhalten bleiben, wir wollen, dass unsere guten Gymnasien mit ihrer Allgemeinbildung erhalten bleiben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso wollen Sie das nicht? Erklären Sie uns, wieso Sie es nicht wollen!) Wir wollen sie nicht zusammenlegen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie wollen keine Module?!) – Seite 8, „Startklar“, bitte nachlesen!
Abg. Heinisch-Hosek: Sie wollen keine Module?!
Wir wollen, dass unsere guten berufsbildenden Schulen erhalten bleiben, wir wollen, dass unsere guten Gymnasien mit ihrer Allgemeinbildung erhalten bleiben. (Abg. Dr. Gusenbauer: Wieso wollen Sie das nicht? Erklären Sie uns, wieso Sie es nicht wollen!) Wir wollen sie nicht zusammenlegen. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie wollen keine Module?!) – Seite 8, „Startklar“, bitte nachlesen!
Abg. Heinisch-Hosek: Nein!
Meine Damen und Herren! Sie wollen die Leistung abschaffen. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wie soll man denn ohne Leistung ... Da drinnen steht es: Mit jeder Anzahl an Fünfern aufsteigen, nur noch freiwillig eine Klasse wiederholen. – Wir wollen das nicht! Wir wollen ein gewisses Leistungsdenken in unseren Schulen haben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Schieder: Wer ist „wir“?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Schieder: Wer ist „wir“?
Meine Damen und Herren! Sie wollen die Leistung abschaffen. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein!) Wie soll man denn ohne Leistung ... Da drinnen steht es: Mit jeder Anzahl an Fünfern aufsteigen, nur noch freiwillig eine Klasse wiederholen. – Wir wollen das nicht! Wir wollen ein gewisses Leistungsdenken in unseren Schulen haben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Schieder: Wer ist „wir“?)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Sie wollen die schwarze Pädagogik!
Ich sage Ihnen auch, was Sie so besonders stört. Die österreichische Bundesregierung will nicht, dass die Leistung im Schulwesen in Österreich keine Bedeutung hat. So einfach ist die Welt. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Heinisch-Hosek: Sie wollen die schwarze Pädagogik!)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Wie bezahlen Sie das?
Wir haben von den Vorschlägen der Zukunftskommission bereits 22 Bereiche übernommen, haben sie umgesetzt. Ich bin neugierig, ob Sie, meine Damen und Herren, dem Vorschlag der Zukunftskommission, die Festlegung der Schülerhöchstzahl in die Kompetenz der einzelnen Schule zu geben, auch zustimmen. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Wie bezahlen Sie das?) Das werden wir Ihnen nämlich anstelle einer zentralen Verordnung vorschlagen. Sie hängen dem alten Zentralismus an, Sie wollen von oben her verordnen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wissen Sie, wieso Sie dagegen sind?
Gestern hat es eine Aussendung gegeben, in der Herr Abgeordneter Niederwieser gemeint hat, wir brauchen gar nicht mehr Lehrer. – Sie bestätigen also damit, dass wir genug Lehrer haben, um die Klassenschülerzahlen zu senken. Ich nehme das gerne zur Kenntnis, sehr gerne. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Dr. Gusenbauer: Wissen Sie, wieso Sie dagegen sind?)
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit den Sprachtickets?
Eines möchte ich auch noch sagen: Wir haben mehr Lehrer für mehr Schüler in den weiterführenden Schulen, in den Gymnasien, in den Bundesschulen. Und wenn Sie mir vorwerfen, dass ich sparen möchte, dann empfehle ich Ihnen: Gehen Sie bitte zu den Landeshauptleuten! Die Landeshauptleute haben diese Verhältniszahlen im Finanzausgleich ausgemacht. Ich habe dafür gesorgt, dass wir für kleine Schulstandorte 12 Millionen € extra haben; ich habe dafür gesorgt, dass wir für die Sprachenoffensive noch einmal 330 Dienstposten bekommen, dass es also spezielle Unterstützungen gibt. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit den Sprachtickets?) Ich habe dafür gesorgt, dass das Sprachticket ebenfalls finanziell unterstützt wird. (Abg. Heinisch-Hosek: Wer löst das ein? Was haben die Kinder davon?)
Abg. Heinisch-Hosek: Wer löst das ein? Was haben die Kinder davon?
Eines möchte ich auch noch sagen: Wir haben mehr Lehrer für mehr Schüler in den weiterführenden Schulen, in den Gymnasien, in den Bundesschulen. Und wenn Sie mir vorwerfen, dass ich sparen möchte, dann empfehle ich Ihnen: Gehen Sie bitte zu den Landeshauptleuten! Die Landeshauptleute haben diese Verhältniszahlen im Finanzausgleich ausgemacht. Ich habe dafür gesorgt, dass wir für kleine Schulstandorte 12 Millionen € extra haben; ich habe dafür gesorgt, dass wir für die Sprachenoffensive noch einmal 330 Dienstposten bekommen, dass es also spezielle Unterstützungen gibt. (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist mit den Sprachtickets?) Ich habe dafür gesorgt, dass das Sprachticket ebenfalls finanziell unterstützt wird. (Abg. Heinisch-Hosek: Wer löst das ein? Was haben die Kinder davon?)
Abg. Heinisch-Hosek: Ich heiße Heinisch-Hosek! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete Muttonen, Sie können nicht von einem fremden Platz aus zwischenrufen. (Abg. Heinisch-Hosek: Ich heiße Heinisch-Hosek! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
ironische Heiterkeit bei der SPÖ – Abg. Dr. Gusenbauer: „Volksregierung“!
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer (fortsetzend): Meine Damen und Herren! Wir haben in den letzten Jahren zielorientiert die Selbständigkeit, Autonomie der Schulen ausgebaut. Und ich sage Ihnen: Die österreichische Volksregierung (ironische Heiterkeit bei der SPÖ – Abg. Dr. Gusenbauer: „Volksregierung“!), diese Bundesregierung, die Österreichische Volkspartei wird weiterhin das differenzierte Schulsystem ausbauen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer (fortsetzend): Meine Damen und Herren! Wir haben in den letzten Jahren zielorientiert die Selbständigkeit, Autonomie der Schulen ausgebaut. Und ich sage Ihnen: Die österreichische Volksregierung (ironische Heiterkeit bei der SPÖ – Abg. Dr. Gusenbauer: „Volksregierung“!), diese Bundesregierung, die Österreichische Volkspartei wird weiterhin das differenzierte Schulsystem ausbauen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren, ich meine, gerade nach der Rede des Herrn Dr. Gusenbauer ist es an der Zeit, den Lehrerinnen und Lehrern in Österreich zu danken. Wir sind ja am Ende eines Schuljahres. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Bures: Die arbeiten eh besser als Sie!
Ich danke allen Volksschullehrerinnen und Volksschullehrern dafür (Abg. Bures: Die arbeiten eh besser als Sie!), dass sie den Kindern verlässlich die Kulturtechniken Lesen, Rechnen und Schreiben beibringen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Ich danke allen Hauptschullehrerinnen und Hauptschullehrern, dass sie sich liebevoll um ihre Kinder bemühen, auch um die vielen Kinder, die aus anderen Ländern kommen, die eine Bereicherung für uns sind. (Abg. Dr. Gusenbauer: Trotz dieser Regierungspolitik!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich danke allen Volksschullehrerinnen und Volksschullehrern dafür (Abg. Bures: Die arbeiten eh besser als Sie!), dass sie den Kindern verlässlich die Kulturtechniken Lesen, Rechnen und Schreiben beibringen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Ich danke allen Hauptschullehrerinnen und Hauptschullehrern, dass sie sich liebevoll um ihre Kinder bemühen, auch um die vielen Kinder, die aus anderen Ländern kommen, die eine Bereicherung für uns sind. (Abg. Dr. Gusenbauer: Trotz dieser Regierungspolitik!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Trotz dieser Regierungspolitik!
Ich danke allen Volksschullehrerinnen und Volksschullehrern dafür (Abg. Bures: Die arbeiten eh besser als Sie!), dass sie den Kindern verlässlich die Kulturtechniken Lesen, Rechnen und Schreiben beibringen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Ich danke allen Hauptschullehrerinnen und Hauptschullehrern, dass sie sich liebevoll um ihre Kinder bemühen, auch um die vielen Kinder, die aus anderen Ländern kommen, die eine Bereicherung für uns sind. (Abg. Dr. Gusenbauer: Trotz dieser Regierungspolitik!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Neugebauer: Ganz wichtig! Ganz wichtig!
Ich danke allen Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrern, die sich entweder im Rahmen der Integration oder mittels spezieller Schulangebote um die Kinder kümmern, die es besonders schwer haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Neugebauer: Ganz wichtig! Ganz wichtig!)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren! Ich möchte auch alle Bundesschullehrerinnen und -lehrer an den Gymnasien, an den berufsbildenden Schulen erwähnen, die beste Arbeit leisten, und ich werde auch weiterhin die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Arbeit optimal unterstützen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt wird es wieder ganz tief! – Abg. Dr. Cap: Zuerst einmal Bussi-Bussi für die Frau Bundesminister!
Ich erteile nun Herrn Abgeordnetem Amon das Wort. (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt wird es wieder ganz tief! – Abg. Dr. Cap: Zuerst einmal Bussi-Bussi für die Frau Bundesminister!)
Abg. Faul: Aber wahr!
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist geradezu unglaublich, was Herr Dr. Gusenbauer heute hier von sich gegeben hat. Es ist wirklich unglaublich! (Abg. Faul: Aber wahr!) Ich habe zunächst gedacht, ich höre nicht recht.
Abg. Broukal: Nein, das Gegenteil leitet er ab! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was meinen Sie damit, Herr Dr. Gusenbauer? Leiten Sie von den PISA-Ergebnissen ab, dass unsere Kinder dümmer sind als jene, die in der PISA-Studie besser abgeschnitten haben? Ist das Ihr Schluss, Herr Dr. Gusenbauer? (Abg. Broukal: Nein, das Gegenteil leitet er ab! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich sage Ihnen: Der Schluss, den Sie ziehen, dass nämlich die PISA-Studie eine Aussage über das gesamte österreichische Bildungssystem trifft, dieser Schluss, Herr Dr. Gusenbauer, ist absolut falsch! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Heinzl: Sagen Sie das dem Neugebauer! – Abg. Neugebauer: Wir haben sehr gute Abschlüsse gemacht!
Wenn Sie hier ein Jammertal beschreiben und davon sprechen, dass der Abstieg unseres Landes droht, weil es ach so niedrige Löhne und Gehälter gibt, dann würde ich Ihnen sehr empfehlen: Schauen Sie, dass Sie Ihren Einfluss im ÖGB geltend machen, damit die Verhandlungen entsprechend laufen! Dann sind vielleicht auch die Lohnabschlüsse ein bisschen besser, wenn die Gewerkschaft nicht nur mit sich selbst beschäftigt ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Heinzl: Sagen Sie das dem Neugebauer! – Abg. Neugebauer: Wir haben sehr gute Abschlüsse gemacht!)
Abg. Broukal: Das hat er nicht gesagt!
Herr Dr. Gusenbauer, ich möchte Ihnen massiv widersprechen, wenn Sie davon reden, dass Sie in Österreich das finnische Bildungssystem etablieren wollen. Sie sagen, Sie wollen das finnische Bildungssystem für Österreich. (Abg. Broukal: Das hat er nicht gesagt!) Aber in jedem Vorschlag, den Sie bringen, beschreiben Sie ein völlig anderes Bildungssystem als das finnische. Die Finnen haben eine extrem strenge Auswahl, wenn es darum geht, wer überhaupt den Lehrerberuf ergreifen darf. Die nehmen nur jeden siebzehnten Bewerber.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ.
Sie reden einer verschränkten Unterrichtsform, also einem verpflichtenden Unterricht am Nachmittag das Wort. – Da kennen Sie das finnische Bildungssystem nicht, Herr Dr. Gusenbauer! In Finnland ist die Nachmittagsbetreuung auf freiwilliger Basis, und die Eltern zahlen dafür 70 €, während sie bei uns 80 € zahlen. Sie stellen hier einen Popanz auf, den es in Wahrheit nicht gibt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Also bleiben wir an 20. Stelle und tun gar nichts!?
Ich möchte Sie auch davor warnen, dass Sie auf Grund der Ergebnisse der PISA-Studie jetzt der Meinung sind, man müsste das Bildungssystem jenes Landes übernehmen, das gerade an erster Stelle bei dieser speziellen Untersuchung liegt. Was machen Sie, wenn nach der nächsten Studie Taiwan oder Südkorea an der ersten Stelle ist? Ändern wir dann das Bildungssystem in diese Richtung? – Ist es nicht gescheiter, unser eigenes Bildungssystem weiterzuentwickeln? (Abg. Dr. Gusenbauer: Also bleiben wir an 20. Stelle und tun gar nichts!?)
Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!
Ich sage Ihnen, Herr Dr. Gusenbauer, abschließend: Es ist das Ziel der Österreichischen Volkspartei, auf Basis gesicherter Ressourcen die Klassenschülerhöchstzahl in Richtung 25 zu bringen, und wir werden das gemeinsam mit den Vertragspartnern im Finanzausgleich auch zustande bringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!) Aber was wir nicht machen werden, ist ein simpler Wahlkampfgag, wie Sie ihn heute mit Ihrem Entschließungsantrag vorhaben, in dem Sie verlangen, diese Regelung nur für ein Jahr umzusetzen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!) Sie wollen diese Regelung nur für ein Jahr umsetzen! Ich frage Sie: Wenn Sie das ab Herbst einführen wollen, warum bringen Sie nicht einen gesetzesändernden Antrag ein, sondern nur einen Entschließungsantrag, Herr Gusenbauer? (Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!
Ich sage Ihnen, Herr Dr. Gusenbauer, abschließend: Es ist das Ziel der Österreichischen Volkspartei, auf Basis gesicherter Ressourcen die Klassenschülerhöchstzahl in Richtung 25 zu bringen, und wir werden das gemeinsam mit den Vertragspartnern im Finanzausgleich auch zustande bringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!) Aber was wir nicht machen werden, ist ein simpler Wahlkampfgag, wie Sie ihn heute mit Ihrem Entschließungsantrag vorhaben, in dem Sie verlangen, diese Regelung nur für ein Jahr umzusetzen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!) Sie wollen diese Regelung nur für ein Jahr umsetzen! Ich frage Sie: Wenn Sie das ab Herbst einführen wollen, warum bringen Sie nicht einen gesetzesändernden Antrag ein, sondern nur einen Entschließungsantrag, Herr Gusenbauer? (Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!
Ich sage Ihnen, Herr Dr. Gusenbauer, abschließend: Es ist das Ziel der Österreichischen Volkspartei, auf Basis gesicherter Ressourcen die Klassenschülerhöchstzahl in Richtung 25 zu bringen, und wir werden das gemeinsam mit den Vertragspartnern im Finanzausgleich auch zustande bringen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!) Aber was wir nicht machen werden, ist ein simpler Wahlkampfgag, wie Sie ihn heute mit Ihrem Entschließungsantrag vorhaben, in dem Sie verlangen, diese Regelung nur für ein Jahr umzusetzen. (Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!) Sie wollen diese Regelung nur für ein Jahr umsetzen! Ich frage Sie: Wenn Sie das ab Herbst einführen wollen, warum bringen Sie nicht einen gesetzesändernden Antrag ein, sondern nur einen Entschließungsantrag, Herr Gusenbauer? (Abg. Dr. Gusenbauer: Offenbarungseid!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das sieht man an Ihnen!
Für Wahlkampfgeplänkel ist uns die Bildungspolitik zu wichtig. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das sieht man an Ihnen!) Diese Form der Bildungspolitik wird es mit uns nicht geben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Für Wahlkampfgeplänkel ist uns die Bildungspolitik zu wichtig. (Abg. Dr. Gusenbauer: Das sieht man an Ihnen!) Diese Form der Bildungspolitik wird es mit uns nicht geben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Amon, topp, die Wette gilt! Wir haben noch einige Stunden Zeit. Wenn Sie bereit sind, mit uns noch einen Gesetzesantrag auszuarbeiten, der die Klassenschülerhöchstzahl von 25 jetzt und auch in den kommenden Jahren sichert, sind wir dabei! Wir haben die Zeit. Machen Sie es! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber das ist doch ein leeres Gerede, wie so vieles, was Sie hier zum Besten gegeben haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Josef Broukal (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Amon, topp, die Wette gilt! Wir haben noch einige Stunden Zeit. Wenn Sie bereit sind, mit uns noch einen Gesetzesantrag auszuarbeiten, der die Klassenschülerhöchstzahl von 25 jetzt und auch in den kommenden Jahren sichert, sind wir dabei! Wir haben die Zeit. Machen Sie es! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Aber das ist doch ein leeres Gerede, wie so vieles, was Sie hier zum Besten gegeben haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
die zeigt, dass 59 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen mit Ihrer Arbeit unzufrieden sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Wo ist der Gusenbauer?
Darüber muss man doch einmal reden: Elisabeth Gehrer ist im öffentlichen Vertrauen das Schlusslicht dieser Bundesregierung, und im Politikerradar des OGM ist sie gerade noch ... (Ruf bei der ÖVP: Wo ist der Gusenbauer?) Der Gusenbauer ist Lichtjahre vor ihr! Schauen Sie nach, dann werden Sie es sehen! (Lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Die Frau Gehrer hingegen kämpft mit den Herren Strache und Westenthaler um die Schlusslichtposition in diesem Ranking! Das muss einem einmal passieren! Und dann trauen Sie sich, sich hierher zu stellen und zu behaupten, dass Sie Ihre Sache gut machen!? Das glauben nur Sie und der Herr Amon, aber sonst glaubt niemand in Österreich, dass Österreichs Bildungspolitik gut ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Darüber muss man doch einmal reden: Elisabeth Gehrer ist im öffentlichen Vertrauen das Schlusslicht dieser Bundesregierung, und im Politikerradar des OGM ist sie gerade noch ... (Ruf bei der ÖVP: Wo ist der Gusenbauer?) Der Gusenbauer ist Lichtjahre vor ihr! Schauen Sie nach, dann werden Sie es sehen! (Lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Die Frau Gehrer hingegen kämpft mit den Herren Strache und Westenthaler um die Schlusslichtposition in diesem Ranking! Das muss einem einmal passieren! Und dann trauen Sie sich, sich hierher zu stellen und zu behaupten, dass Sie Ihre Sache gut machen!? Das glauben nur Sie und der Herr Amon, aber sonst glaubt niemand in Österreich, dass Österreichs Bildungspolitik gut ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Darüber muss man doch einmal reden: Elisabeth Gehrer ist im öffentlichen Vertrauen das Schlusslicht dieser Bundesregierung, und im Politikerradar des OGM ist sie gerade noch ... (Ruf bei der ÖVP: Wo ist der Gusenbauer?) Der Gusenbauer ist Lichtjahre vor ihr! Schauen Sie nach, dann werden Sie es sehen! (Lebhafte ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Die Frau Gehrer hingegen kämpft mit den Herren Strache und Westenthaler um die Schlusslichtposition in diesem Ranking! Das muss einem einmal passieren! Und dann trauen Sie sich, sich hierher zu stellen und zu behaupten, dass Sie Ihre Sache gut machen!? Das glauben nur Sie und der Herr Amon, aber sonst glaubt niemand in Österreich, dass Österreichs Bildungspolitik gut ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Könnten Sie das noch einmal wiederholen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich habe in den letzten Monaten bei 20 Veranstaltungen in der Steiermark keine Lehrerin, keinen Lehrer getroffen, der gesagt hätte: Gebt Ruhe, die Schule ist in Ordnung! Ich habe keine Mutter getroffen, die gesagt hat: Gebt Ruhe, es gibt genug Stunden, es gibt genug Förderkurse, es gibt genug freiwillige Übungen! Ich treffe immer nur Menschen, die sagen: Vor zehn Jahren war die Welt noch in Ordnung, da gab es noch eine Schule, die sich um die schwachen Kinder gekümmert hat, die am Nachmittag ein kulturelles Angebot gehabt hat. Ich treffe LehrerInnen, die sagen: Der jüngste Lehrer an unserer Schule ist 47! – Und: Lehrer gibt es gar nicht, nur Lehrerinnen! Wir haben nicht einmal mehr einen Mann, sodass die Kinder lernen könnten, was es heißt, sich mit einem männlichen Menschen auseinander zu setzen. (Abg. Scheibner: Könnten Sie das noch einmal wiederholen? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden Ihnen heute vorschlagen – und Sie werden Gelegenheit haben, dagegen zu stimmen; da wünsche ich Ihnen dann viel Glück bei der öffentlichen Diskussion darüber –, noch in diesen Sommerferien den Bedarf an zusätzlichen Lehrern bei Klassenschülerhöchstzahl 25 zu erheben und im September an den österreichischen Schulen neu durchzustarten, mit Klassen, die klein genug sind, dass das Unterrichten und das In-die-Schule-Gehen wieder Freude machen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Was sonst?
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Herr Gusenbauer, Ihre Fraktion ist ja nicht einmal in der Lage, den Titel der Aktuellen Stunde ordentlich einzubringen. Sie sagen, es ist eine „gescheiterte Bildungspolitik“. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sonst?) Es müsste heißen, es ist eine gescheitere Bildungspolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Herr Gusenbauer, Ihre Fraktion ist ja nicht einmal in der Lage, den Titel der Aktuellen Stunde ordentlich einzubringen. Sie sagen, es ist eine „gescheiterte Bildungspolitik“. (Abg. Dr. Gusenbauer: Was sonst?) Es müsste heißen, es ist eine gescheitere Bildungspolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Faul: Bildung ist Bundessache!
Sie gehen da heraus und tun so, als ob Bildung ausschließlich Bundessache wäre. Gibt es nicht eine rote Landeshauptfrau Burgstaller in Salzburg mit einem roten Landesschulratspräsidenten? (Abg. Faul: Bildung ist Bundessache!) Gibt es nicht einen roten Landeshauptmann Voves in der Steiermark? Und, Herr Broukal, ich glaube Ihnen, dass Sie dort niemanden getroffen haben, der mit der neuen Bildungspolitik in der Steiermark zufrieden ist. Das glaube ich Ihnen aufs Wort, denn der neue Landeshauptmann Voves hat mit seinem Landesschulratspräsidenten, seinem Parteikollegen, alles umgefärbt in der Steiermark. So schaut es aus! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.) Er hat noch dazu zugegeben, dass es sein Recht ist, alles umzufärben, denn er brauche die Leute seines Vertrauens. (Abg. Broukal: Was zum Beispiel? Ein Beispiel!) Das ist eine Tatsache, und deshalb glaube ich Ihnen, dass Sie dort niemanden getroffen haben, der zufrieden ist.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Sie gehen da heraus und tun so, als ob Bildung ausschließlich Bundessache wäre. Gibt es nicht eine rote Landeshauptfrau Burgstaller in Salzburg mit einem roten Landesschulratspräsidenten? (Abg. Faul: Bildung ist Bundessache!) Gibt es nicht einen roten Landeshauptmann Voves in der Steiermark? Und, Herr Broukal, ich glaube Ihnen, dass Sie dort niemanden getroffen haben, der mit der neuen Bildungspolitik in der Steiermark zufrieden ist. Das glaube ich Ihnen aufs Wort, denn der neue Landeshauptmann Voves hat mit seinem Landesschulratspräsidenten, seinem Parteikollegen, alles umgefärbt in der Steiermark. So schaut es aus! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.) Er hat noch dazu zugegeben, dass es sein Recht ist, alles umzufärben, denn er brauche die Leute seines Vertrauens. (Abg. Broukal: Was zum Beispiel? Ein Beispiel!) Das ist eine Tatsache, und deshalb glaube ich Ihnen, dass Sie dort niemanden getroffen haben, der zufrieden ist.
Abg. Broukal: Was zum Beispiel? Ein Beispiel!
Sie gehen da heraus und tun so, als ob Bildung ausschließlich Bundessache wäre. Gibt es nicht eine rote Landeshauptfrau Burgstaller in Salzburg mit einem roten Landesschulratspräsidenten? (Abg. Faul: Bildung ist Bundessache!) Gibt es nicht einen roten Landeshauptmann Voves in der Steiermark? Und, Herr Broukal, ich glaube Ihnen, dass Sie dort niemanden getroffen haben, der mit der neuen Bildungspolitik in der Steiermark zufrieden ist. Das glaube ich Ihnen aufs Wort, denn der neue Landeshauptmann Voves hat mit seinem Landesschulratspräsidenten, seinem Parteikollegen, alles umgefärbt in der Steiermark. So schaut es aus! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.) Er hat noch dazu zugegeben, dass es sein Recht ist, alles umzufärben, denn er brauche die Leute seines Vertrauens. (Abg. Broukal: Was zum Beispiel? Ein Beispiel!) Das ist eine Tatsache, und deshalb glaube ich Ihnen, dass Sie dort niemanden getroffen haben, der zufrieden ist.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber es geht ja noch weiter: Im Burgenland haben wir einen roten Landeshauptmann Niessl und einen roten Landesschulratspräsidenten. Oder: In Wien gibt es den Bürgermeister Häupl mit seiner roten Landesschulratspräsidentin, die sowieso immer alles besser weiß. Ich kann Ihnen sagen, die Bildungspolitik ist vielfach in Österreich SPÖ-hausgemacht und wird dazu benutzt, Ängste und Unfrieden zu schüren. Da erinnere ich an die Demonstrationen der linken Lehrergewerkschaft, die die minderjährigen Schülerinnen und Schüler dafür verwendet hat, während der Schulzeit gegen die Bundesregierung zu demonstrieren. Haben Sie das schon vergessen? (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Jetzt frage ich Sie: Wer hat denn dieses Gesetz geschaffen? Unter welcher Ära ist dieses Gesetz beschlossen worden? Unter einer Bundesregierung mit SPÖ-Beteiligung. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP für die das Rednerpult verlassende Abg. Rossmann. – Abg. Dr. Jarolim: Das war ein erschreckender Unsinn!
(Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP für die das Rednerpult verlassende Abg. Rossmann. – Abg. Dr. Jarolim: Das war ein erschreckender Unsinn!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dieter Brosz (Grüne): Herr Präsident! Frau Bildungsministerin! Ich würde Sie gerne fragen, was eigentlich in Österreich noch passieren muss, dass Sie hier im Parlament einmal sagen, dass im Bildungssystem in Österreich nicht alles wunderbar ist. Was muss denn noch passieren? (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie aber stellen sich hierher und sagen: Wir haben alle 22 Maßnahmen umgesetzt, wir haben alles gemacht, was vorgeschlagen wurde!? – Das ist unseriöse Politik, Frau Bildungsministerin. Diesen Vorwurf kann man Ihnen nicht ersparen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: „Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit“!
Ich darf in diesem Zusammenhang einen Ausspruch des Herrn Präsidenten zitieren, welcher lautete: Die Tochter ist ... – (Ruf bei der ÖVP: „Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit“!) „Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit.“ – Genau, danke. Dieses Zitat kennen Sie sehr gut.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Vor zwei Jahren haben Sie noch gesagt – auch wörtlich –: Es ist nicht notwendig, die Klassenschülerzahlen in Österreich zu senken, weil wir die niedrigsten Schülerzahlen oder eine der niedrigsten Schülerzahlen in ganz Europa haben. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Haben Sie nicht gesagt? – Gut, dann sage ich es Ihnen wörtlich, was Sie gesagt haben:
Abg. Amon: Ja: generell!
„Das kann ... nicht der Grund sein, die Schülerzahlen generell auf 25 abzusenken,“ (Abg. Amon: Ja: generell!) „wo wir doch auch sehen müssen, dass wir im internationalen Vergleich ... sehr, sehr niedrige Schülerzahlen haben, ...“ – Haben Sie nicht gesagt? Vielleicht merken Sie sich dann, was Sie gesagt haben!
Abg. Großruck: Falsch!
Das ist die Politik, die Sie hier betreiben: Jahrelang haben Sie jede Forderung nach mehr Geld für das Bildungssystem abgewürgt. (Abg. Großruck: Falsch!) Das hat es nicht gegeben! Jahrelang! (Abg. Großruck: Das ist ja falsch!)
Abg. Großruck: Das ist ja falsch!
Das ist die Politik, die Sie hier betreiben: Jahrelang haben Sie jede Forderung nach mehr Geld für das Bildungssystem abgewürgt. (Abg. Großruck: Falsch!) Das hat es nicht gegeben! Jahrelang! (Abg. Großruck: Das ist ja falsch!)
Abg. Großruck: Es gibt ja mehr Geld: 20 Prozent, 10 Prozent mehr!
Herr Kollege Großruck! (Abg. Großruck: Es gibt ja mehr Geld: 20 Prozent, 10 Prozent mehr!) Die Budgets für die Pflichtschulen sind in den letzten Jahren gesunken – in absoluten Zahlen gesunken! Sie gehen her und sagen, 12 Millionen hat es mehr gegeben?! – Das ist ja die Chuzpe zum Quadrat! Zuerst senken Sie die Pflichtschullehrer-Zahlen, das Budget um 100 Millionen pro Jahr (Abg. Großruck: ... die Unwahrheit! Das Bildungsbudget ist um ... Prozent gewachsen!), und dann sagen Sie: 12 Millionen gebe ich Ihnen wieder! – Ich meine, das ist ein Taschenspielertrick, wenn man das irgendwie normal bezeichnen würde, das hat mit einer seriösen Politik überhaupt nichts zu tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: ... die Unwahrheit! Das Bildungsbudget ist um ... Prozent gewachsen!
Herr Kollege Großruck! (Abg. Großruck: Es gibt ja mehr Geld: 20 Prozent, 10 Prozent mehr!) Die Budgets für die Pflichtschulen sind in den letzten Jahren gesunken – in absoluten Zahlen gesunken! Sie gehen her und sagen, 12 Millionen hat es mehr gegeben?! – Das ist ja die Chuzpe zum Quadrat! Zuerst senken Sie die Pflichtschullehrer-Zahlen, das Budget um 100 Millionen pro Jahr (Abg. Großruck: ... die Unwahrheit! Das Bildungsbudget ist um ... Prozent gewachsen!), und dann sagen Sie: 12 Millionen gebe ich Ihnen wieder! – Ich meine, das ist ein Taschenspielertrick, wenn man das irgendwie normal bezeichnen würde, das hat mit einer seriösen Politik überhaupt nichts zu tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Kollege Großruck! (Abg. Großruck: Es gibt ja mehr Geld: 20 Prozent, 10 Prozent mehr!) Die Budgets für die Pflichtschulen sind in den letzten Jahren gesunken – in absoluten Zahlen gesunken! Sie gehen her und sagen, 12 Millionen hat es mehr gegeben?! – Das ist ja die Chuzpe zum Quadrat! Zuerst senken Sie die Pflichtschullehrer-Zahlen, das Budget um 100 Millionen pro Jahr (Abg. Großruck: ... die Unwahrheit! Das Bildungsbudget ist um ... Prozent gewachsen!), und dann sagen Sie: 12 Millionen gebe ich Ihnen wieder! – Ich meine, das ist ein Taschenspielertrick, wenn man das irgendwie normal bezeichnen würde, das hat mit einer seriösen Politik überhaupt nichts zu tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Auch falsch! Schauen Sie sich das BORG in Grieskirchen an: Generalsaniert!
Das mit den Blankoschecks, die Sie vor der Wahl verteilen, zieht sich ja durch! Denken Sie etwa an die Unis, den Gebäudezustand an den Universitäten: Wer kennt das nicht in Österreich, wer kennt nicht die dramatischen Zustände, die teilweise bestehen? – Jetzt geht die Regierung her – ohne budgetäre Deckung! – und sagt: 700 Millionen € in den nächsten drei Jahren für Gebäudesanierung! – Es gibt kein Budget dafür, es hat jahrelang keine Maßnahmen gegeben! (Abg. Großruck: Auch falsch! Schauen Sie sich das BORG in Grieskirchen an: Generalsaniert!) Das Einzige, was Sie machen, vor der Wahl: Sie teilen Schecks aus, ungedeckte Schecks. Das ist einfach unglaubwürdige Politik. So werden Sie das Vertrauen der Bevölkerung nicht gewinnen.
Abg. Scheibner: Bei Ihnen fragt erst gar keiner nach!
Sie sagen, 90 Prozent der Bevölkerung können nicht irren. – Das ist immer auch eine Frage, wie gefragt wird. Aber wenn Sie sich jetzt Ihre Bewertung anschauen, dann müsste Sie das eigentlich bedenklich stimmen. Sie haben interessanterweise über Jahre hinweg ziemlich gute Beliebtheitswerte gehabt – das sei Ihnen zugestanden –, Sie haben über Jahre hinweg Werte gehabt, die durchwegs im Durchschnitt der österreichischen Regierungsmitglieder lagen – und wo steht Ihre Bewertung jetzt? Wo sehen die Österreicherinnen und Österreicher Ihre Bildungspolitik? – Sie sind massiv abgerutscht! Es gibt eine massive Vertrauenskrise im Hinblick auf Ihre Bildungspolitik! (Abg. Scheibner: Bei Ihnen fragt erst gar keiner nach!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Glauben Sie mir: Wenn Sie sagen, vier Jahre weiter Gehrer, dann wird das mittlerweile als Drohung aufgefasst. Das hat mit dem freudigen Erwarten: Da machen wir neue Politik!, überhaupt nichts mehr zu tun. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abschließend, weil Sie das ja jedes Mal machen, dass Sie sagen, die Opposition schüttet die LehrerInnen an: Es geht den LehrerInnen mittlerweile wirklich auf die Nerven, dass Sie sie in Geiselhaft nehmen. Sie kommen hier ins Parlament und sagen, jede Kritik an Ihrer Bildungspolitik kritisiert die LehrerInnen. – Das kann in Österreich niemand mehr hören! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Großruck: Die gibt’s ja kaum, die Klasse mit 30!
Jede Lehrerin, jeder Lehrer sagt Ihnen, es ist unmöglich, mit 30 Schülerinnen und Schülern individuell zu unterrichten, sie zu fördern. Sie hören es in jeder Klasse! – Aber Sie gehen ja auch nicht hin. Es ist ja kein Wunder, dass man Sie nie trifft, wenn man in Schulen ist, weil Sie diese Diskussion auch nicht aufnehmen. (Abg. Großruck: Die gibt’s ja kaum, die Klasse mit 30!)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zeigen Sie mir einen Lehrer, der nicht sagt, die Betreuungsverhältnisse in den letzten Jahren sind schlechter geworden! Zeigen Sie mir einen solchen Lehrer oder eine solche Lehrerin! – Sie werden sie nicht finden! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Und dieses Schönreden, das Sie über Jahre hinweg betrieben haben, das sollte endlich ein Ende haben. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zeigen Sie mir einen Lehrer, der nicht sagt, die Betreuungsverhältnisse in den letzten Jahren sind schlechter geworden! Zeigen Sie mir einen solchen Lehrer oder eine solche Lehrerin! – Sie werden sie nicht finden! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Und dieses Schönreden, das Sie über Jahre hinweg betrieben haben, das sollte endlich ein Ende haben. (Neuerlicher Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es!
Und damit bin ich gleich bei Ihrem Vorschlag, Herr Kollege Broukal: Wenn Sie grundsätzlich und operationalisiert für jede Klasse 25 einführen wollen, dann haben all jene Schulklassen keine Qualitätsverbesserung, die jetzt schon weniger als 25 haben! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: So ist es!)
Abg. Broukal: Aber wie lange denken Sie schon, ohne dass es zu einem Ergebnis kommt? Außerdem geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch, Frau Kollegin!
Daher war es von unserer Fraktion richtig zu sagen: Eine generelle Forderung von 25 und nicht mehr in den Klassen lehnen wir ab! Es braucht mehr Bedacht in dieser Frage und eine differenziertere Antwort auf dieses Problem! (Abg. Broukal: Aber wie lange denken Sie schon, ohne dass es zu einem Ergebnis kommt? Außerdem geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch, Frau Kollegin!) Von Ihnen kamen keine differenzierten Vorschläge, sondern immer die Wiederholung, immer die alte Mühle – ähnlich wie im Zusammenhang mit dem PISA-Ergebnis. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.
Daher war es von unserer Fraktion richtig zu sagen: Eine generelle Forderung von 25 und nicht mehr in den Klassen lehnen wir ab! Es braucht mehr Bedacht in dieser Frage und eine differenziertere Antwort auf dieses Problem! (Abg. Broukal: Aber wie lange denken Sie schon, ohne dass es zu einem Ergebnis kommt? Außerdem geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch, Frau Kollegin!) Von Ihnen kamen keine differenzierten Vorschläge, sondern immer die Wiederholung, immer die alte Mühle – ähnlich wie im Zusammenhang mit dem PISA-Ergebnis. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Offenkundig ist geworden, Herr Kollege Gusenbauer, wenn Sie Neuwirth und anderen internationalen Studien glauben: Nachhilfe ist gefordert für die SPÖ in PISA-Interpretationen! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) – So einfach können Sie es sich nicht machen, wenn Sie die Qualität verbessern wollen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Ähnliche Alternativen in Wien: Wenn Sie die LehrerInnenzahl und die Klassenschülerzahl gegenüberstellen, die über den Finanzausgleich zur Verfügung gestellten Mittel, kommen Sie locker auf eine Zahl von 22 SchülerInnen in den Klassen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) Wo sind denn die 1 000 Lehrerinnen und Lehrer in Wien, die der Bund bezahlt, Herr Kollege Gusenbauer und Sie, die Wiener SPÖ-Abgeordneten? Wo sind denn die mehr als 1 000 LehrerInnen, die der Bund bezahlt und die nicht in den Klassen stehen und pädagogische Arbeit leisten? – Fragen Sie die Wiener Schulbehörde! (Abg. Broukal: Wo sind sie? – Sagen Sie es mir!) Ja, wir vermuten sie irgendwo in anderen Bereichen, wo sie nicht pädagogische Arbeit machen, aber dafür Geld vom Steuerzahler verwendet wird. – Meine Damen und Herren! Da muss endlich Klarheit herrschen!
Abg. Broukal: Wo sind sie? – Sagen Sie es mir!
Ähnliche Alternativen in Wien: Wenn Sie die LehrerInnenzahl und die Klassenschülerzahl gegenüberstellen, die über den Finanzausgleich zur Verfügung gestellten Mittel, kommen Sie locker auf eine Zahl von 22 SchülerInnen in den Klassen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) Wo sind denn die 1 000 Lehrerinnen und Lehrer in Wien, die der Bund bezahlt, Herr Kollege Gusenbauer und Sie, die Wiener SPÖ-Abgeordneten? Wo sind denn die mehr als 1 000 LehrerInnen, die der Bund bezahlt und die nicht in den Klassen stehen und pädagogische Arbeit leisten? – Fragen Sie die Wiener Schulbehörde! (Abg. Broukal: Wo sind sie? – Sagen Sie es mir!) Ja, wir vermuten sie irgendwo in anderen Bereichen, wo sie nicht pädagogische Arbeit machen, aber dafür Geld vom Steuerzahler verwendet wird. – Meine Damen und Herren! Da muss endlich Klarheit herrschen!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Uns ist wichtig, dass wir eine verlässliche Volksschule haben, die Weiterentwicklung eines differenzierten Schulsystems und den Ausbau der Investitionen in Wissenschaft und Forschung betreiben. Mit dieser Bildungs- und Schulpolitik schauen wir in die Zukunft, und da haben wir die Österreicherinnen und Österreicher auf unserer Seite. – Ich bedanke mich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Wattaul: So wie der Gusi!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich möchte versuchen, nicht so weiterzumachen, wie meine Vorrednerin (Abg. Wattaul: So wie der Gusi!) aufgehört hat (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), sondern ein paar Dinge aufzuzeigen, an denen deutlich wird, wo die Unterschiede liegen.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Ich möchte versuchen, nicht so weiterzumachen, wie meine Vorrednerin (Abg. Wattaul: So wie der Gusi!) aufgehört hat (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), sondern ein paar Dinge aufzuzeigen, an denen deutlich wird, wo die Unterschiede liegen.
Abg. Großruck: ... keine Klassen haben dafür!
Das heißt: Wir wollen das sofort haben. Das soll jetzt noch beschlossen werden, und das soll im Herbst auch umgesetzt werden. Und ich habe gesagt: Man braucht nur die Stellen der Lehrerinnen und Lehrer, die jetzt in Pension gehen, nachzubesetzen (Abg. Großruck: ... keine Klassen haben dafür!) – anstatt das zu nützen, um zu kürzen – und die Verträge, die auslaufen, zu verlängern – anstatt sie auslaufen zu lassen und ungefähr 1 500 Lehrer auf die Strasse zu stellen –, dann hat man Ressourcen, um die Klassenschülerhöchstzahl zu senken und das auch umzusetzen. Sie reduzieren Jahr für Jahr die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer – wir wollen die sinkenden Schülerzahlen dafür nützen, dass wir die Klassenschülerzahlen senken und die Lehrer in gleicher Zahl behalten und damit die Qualität wesentlich verbessern. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt: Wir wollen das sofort haben. Das soll jetzt noch beschlossen werden, und das soll im Herbst auch umgesetzt werden. Und ich habe gesagt: Man braucht nur die Stellen der Lehrerinnen und Lehrer, die jetzt in Pension gehen, nachzubesetzen (Abg. Großruck: ... keine Klassen haben dafür!) – anstatt das zu nützen, um zu kürzen – und die Verträge, die auslaufen, zu verlängern – anstatt sie auslaufen zu lassen und ungefähr 1 500 Lehrer auf die Strasse zu stellen –, dann hat man Ressourcen, um die Klassenschülerhöchstzahl zu senken und das auch umzusetzen. Sie reduzieren Jahr für Jahr die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer – wir wollen die sinkenden Schülerzahlen dafür nützen, dass wir die Klassenschülerzahlen senken und die Lehrer in gleicher Zahl behalten und damit die Qualität wesentlich verbessern. Das ist der Unterschied! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Aber er muss erst zeigen, was er kann!
Es nützt ja auch nichts, wenn Sie immer wieder darauf hinweisen: Ja, das Bundesland X und das Bundesland Y, der Voves in der Steiermark! – Ja, das freut uns, dass Voves in der Steiermark Landeshauptmann ist (Abg. Steibl: Aber er muss erst zeigen, was er kann!), aber Sie werden doch nicht ernsthaft annehmen, dass er jetzt, wo er das seit kurzem ist, etwas für das Alter der Lehrer kann, so wie Sie ihm das hier unterstellen! Das ist doch wirklich nicht ernst zu nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es nützt ja auch nichts, wenn Sie immer wieder darauf hinweisen: Ja, das Bundesland X und das Bundesland Y, der Voves in der Steiermark! – Ja, das freut uns, dass Voves in der Steiermark Landeshauptmann ist (Abg. Steibl: Aber er muss erst zeigen, was er kann!), aber Sie werden doch nicht ernsthaft annehmen, dass er jetzt, wo er das seit kurzem ist, etwas für das Alter der Lehrer kann, so wie Sie ihm das hier unterstellen! Das ist doch wirklich nicht ernst zu nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Ja, ihr wollt die Ganztagsschule!
Auch das ist ein Unterschied zwischen der ÖVP- und unserer Schulpolitik (Abg. Steibl: Ja, ihr wollt die Ganztagsschule!): Wenn es Plätze an den allgemein bildenden oder berufsbildenden höheren Schulen braucht, dann haben wir die Meinung vertreten, dass es Aufgabe der öffentlichen Hand ist, dafür zu sorgen und solche Schulen zur Verfügung zu stellen (Abg. Amon: ...! Ihr wollt sie ja abschaffen!) – und nicht neue Privatschulen zu gründen, wo man dann über die Hintertür Schulgeld einführt. Das ist doch ein klarer Unterschied zwischen dem, was Sie wollen, und dem, was wir wollen: Sie wollen Schulgeld – wir wollen, dass die öffentlichen Schulen ausgebaut werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Amon: ...! Ihr wollt sie ja abschaffen!
Auch das ist ein Unterschied zwischen der ÖVP- und unserer Schulpolitik (Abg. Steibl: Ja, ihr wollt die Ganztagsschule!): Wenn es Plätze an den allgemein bildenden oder berufsbildenden höheren Schulen braucht, dann haben wir die Meinung vertreten, dass es Aufgabe der öffentlichen Hand ist, dafür zu sorgen und solche Schulen zur Verfügung zu stellen (Abg. Amon: ...! Ihr wollt sie ja abschaffen!) – und nicht neue Privatschulen zu gründen, wo man dann über die Hintertür Schulgeld einführt. Das ist doch ein klarer Unterschied zwischen dem, was Sie wollen, und dem, was wir wollen: Sie wollen Schulgeld – wir wollen, dass die öffentlichen Schulen ausgebaut werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch das ist ein Unterschied zwischen der ÖVP- und unserer Schulpolitik (Abg. Steibl: Ja, ihr wollt die Ganztagsschule!): Wenn es Plätze an den allgemein bildenden oder berufsbildenden höheren Schulen braucht, dann haben wir die Meinung vertreten, dass es Aufgabe der öffentlichen Hand ist, dafür zu sorgen und solche Schulen zur Verfügung zu stellen (Abg. Amon: ...! Ihr wollt sie ja abschaffen!) – und nicht neue Privatschulen zu gründen, wo man dann über die Hintertür Schulgeld einführt. Das ist doch ein klarer Unterschied zwischen dem, was Sie wollen, und dem, was wir wollen: Sie wollen Schulgeld – wir wollen, dass die öffentlichen Schulen ausgebaut werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Sehr erfolgreich! Sehr erfolgreich!
Dritter und letzter Punkt – mehr geht in dieser Redezeit leider nicht –: Lehrstellen. Tausende suchen Lehrstellen. Nun, was macht die ÖVP? – Sie führen die Blum-Prämie ein (Abg. Großruck: Sehr erfolgreich! Sehr erfolgreich!), das heißt, Sie geben den Betrieben Geld, damit sie Lehrlinge anstellen. Der Mitnahmeeffekt beträgt ungefähr 50 Prozent! 50 Prozent Mitnahmeeffekt heißt: Betriebe würden ohnedies Lehrlinge anstellen, nehmen aber das Geld. (Abg. Amon: Das stimmt überhaupt nicht!)
Abg. Amon: Das stimmt überhaupt nicht!
Dritter und letzter Punkt – mehr geht in dieser Redezeit leider nicht –: Lehrstellen. Tausende suchen Lehrstellen. Nun, was macht die ÖVP? – Sie führen die Blum-Prämie ein (Abg. Großruck: Sehr erfolgreich! Sehr erfolgreich!), das heißt, Sie geben den Betrieben Geld, damit sie Lehrlinge anstellen. Der Mitnahmeeffekt beträgt ungefähr 50 Prozent! 50 Prozent Mitnahmeeffekt heißt: Betriebe würden ohnedies Lehrlinge anstellen, nehmen aber das Geld. (Abg. Amon: Das stimmt überhaupt nicht!)
Abg. Kopf: Wo ist da die Dualität?
Unser Vorschlag dazu ist seit langem: Öffnen wir die Berufsschulen! Machen wir Berufsbildungszentren daraus, wo wir in Form der dualen Ausbildung Theorie und Praxis vereinen (Abg. Kopf: Wo ist da die Dualität?) und wo wir Tausenden Jugendlichen an diesen Berufsschulen eine qualifizierte Facharbeiterausbildung anbieten können!
Abg. Großruck: Ach, so ist das!
Das ist der Unterschied zwischen Ihnen und uns: Sie wollen den Betrieben mehr Geld geben, damit sie ausbilden, was wenig nützt – wir wollen diese Aufgabe den Berufsschulen übertragen (Abg. Großruck: Ach, so ist das!), wo man das sehr gut wahrnehmen kann und wo wirklich Tausende von Lehrstellen geschaffen werden könnten. (Abg. Dr. Brinek: Sie wollen das duale System abschaffen! – Abg. Mag. Molterer: Das ist das Ende der dualen Ausbildung!)
Abg. Dr. Brinek: Sie wollen das duale System abschaffen! – Abg. Mag. Molterer: Das ist das Ende der dualen Ausbildung!
Das ist der Unterschied zwischen Ihnen und uns: Sie wollen den Betrieben mehr Geld geben, damit sie ausbilden, was wenig nützt – wir wollen diese Aufgabe den Berufsschulen übertragen (Abg. Großruck: Ach, so ist das!), wo man das sehr gut wahrnehmen kann und wo wirklich Tausende von Lehrstellen geschaffen werden könnten. (Abg. Dr. Brinek: Sie wollen das duale System abschaffen! – Abg. Mag. Molterer: Das ist das Ende der dualen Ausbildung!)
Beifall bei der SPÖ.
Das sind drei Punkte und drei Unterschiede. – Wir zeigen, wie es geht, und ich bin sicher, wir werden auch die Gelegenheit dafür bekommen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Das wird aber lange dauern!
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich muss einige Behauptungen, die Herr Kollege Niederwieser aufgestellt hat, richtig stellen. (Abg. Kopf: Das wird aber lange dauern!)
Abg. Dr. Gusenbauer: O ja! Natürlich!
Erstens: Sie sagen, es sei meine Meinung, man müsse ja nicht lesen können, Hauptsache, man fühle sich wohl. – Das habe ich nicht gesagt! (Abg. Dr. Gusenbauer: O ja! Natürlich!) Das habe ich nicht gesagt! Ich habe gesagt, dass eine gesamthafte Persönlichkeitsbildung unser Ziel ist, und wir haben eine große Lese-
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
initiative gestartet, weil Lesen die wichtigste Kulturtechnik ist, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Weinzinger: ... mit der Wahrheit?
Das Zweite: Sie haben gesagt: Sie reduzieren Jahr für Jahr die Zahl der Lehrer und Lehrerinnen. – Meine Damen und Herren, ich reduziere nicht! (Abg. Mag. Weinzinger: ... mit der Wahrheit?) Wir haben einen Finanzausgleich – ich nehme den Föderalismus ernst, Sie anscheinend nicht, Sie wollen den alten Zentralismus wieder haben (Abg. Mandak: Geld für Bildung!) –, es gibt eine Vereinbarung zwischen den Landeshauptleuten und dem Herrn Finanzminister. An diese Vereinbarung halten wir uns, und ich sorge dafür, dass da noch etwas dazukommt, weil wir für gewisse Schwerpunkte noch etwas mehr brauchen. – Sie nehmen Vereinbarungen anscheinend nicht ernst. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mandak: Da ist aber wenig Applaus! Haben Sie das gehört?)
Abg. Mandak: Geld für Bildung!
Das Zweite: Sie haben gesagt: Sie reduzieren Jahr für Jahr die Zahl der Lehrer und Lehrerinnen. – Meine Damen und Herren, ich reduziere nicht! (Abg. Mag. Weinzinger: ... mit der Wahrheit?) Wir haben einen Finanzausgleich – ich nehme den Föderalismus ernst, Sie anscheinend nicht, Sie wollen den alten Zentralismus wieder haben (Abg. Mandak: Geld für Bildung!) –, es gibt eine Vereinbarung zwischen den Landeshauptleuten und dem Herrn Finanzminister. An diese Vereinbarung halten wir uns, und ich sorge dafür, dass da noch etwas dazukommt, weil wir für gewisse Schwerpunkte noch etwas mehr brauchen. – Sie nehmen Vereinbarungen anscheinend nicht ernst. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mandak: Da ist aber wenig Applaus! Haben Sie das gehört?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mandak: Da ist aber wenig Applaus! Haben Sie das gehört?
Das Zweite: Sie haben gesagt: Sie reduzieren Jahr für Jahr die Zahl der Lehrer und Lehrerinnen. – Meine Damen und Herren, ich reduziere nicht! (Abg. Mag. Weinzinger: ... mit der Wahrheit?) Wir haben einen Finanzausgleich – ich nehme den Föderalismus ernst, Sie anscheinend nicht, Sie wollen den alten Zentralismus wieder haben (Abg. Mandak: Geld für Bildung!) –, es gibt eine Vereinbarung zwischen den Landeshauptleuten und dem Herrn Finanzminister. An diese Vereinbarung halten wir uns, und ich sorge dafür, dass da noch etwas dazukommt, weil wir für gewisse Schwerpunkte noch etwas mehr brauchen. – Sie nehmen Vereinbarungen anscheinend nicht ernst. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Mandak: Da ist aber wenig Applaus! Haben Sie das gehört?)
Beifall bei der ÖVP
Und das Letzte: Sie wollen die duale Ausbildung abschaffen. Ich sage Ihnen: Ich werde es nicht zulassen (Beifall bei der ÖVP), dass die Kinder, die Jugendlichen nur mehr in Vollzeitschulen ausgebildet werden. Diese duale Ausbildungspartnerschaft hat sich als äußerst positiv erwiesen, und wir werden die Unternehmen weiterhin dabei unterstützen, dass sie die jungen Menschen in diesen wichtigen Bereichen ausbilden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Und das Letzte: Sie wollen die duale Ausbildung abschaffen. Ich sage Ihnen: Ich werde es nicht zulassen (Beifall bei der ÖVP), dass die Kinder, die Jugendlichen nur mehr in Vollzeitschulen ausgebildet werden. Diese duale Ausbildungspartnerschaft hat sich als äußerst positiv erwiesen, und wir werden die Unternehmen weiterhin dabei unterstützen, dass sie die jungen Menschen in diesen wichtigen Bereichen ausbilden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Dr. Magda Bleckmann (Freiheitliche - BZÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Zur Rede des Kollegen Niederwieser eine Anmerkung: Über den letzten Punkt bin ich wirklich schockiert, dass Sie das duale System abschaffen wollen! Das ist für mich wirklich erschreckend, denn ich denke, dieses System hat sich in Österreich bewährt, es ist ein gutes System, und es ist wert, dass es weitergeführt wird – und wir werden uns sicherlich dafür einsetzen, dass es auch in Zukunft in der bewährten Form weitergeführt wird! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Broukal – auf die auf der Regierungsbank sitzende Bundesministerin Gehrer weisend –: Die Antwort sitzt hinter Ihnen!
jetzt frage ich mich: Warum ist das nicht schon längst passiert? (Abg. Broukal – auf die auf der Regierungsbank sitzende Bundesministerin Gehrer weisend –: Die Antwort sitzt hinter Ihnen!) Und da muss ich Sie schon daran erinnern, Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, dass Sie in vielen Bereichen, wenn es um Bildungsfragen geht, Kindesweglegung betreiben, denn Sie wissen, dass nach wie vor in vielen Bereichen eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist, um im Bildungssystem etwas zu ändern. (Abg. Broukal: Da nicht!) Ja, aber in vielen anderen Bereichen ist sie nach wie vor notwendig und war sie jahrzehntelang notwendig. Und Sie haben es nicht geschafft, gemeinsam Wege zu finden, um hier eine bessere Qualität herbeizuführen!
Abg. Broukal: Da nicht!
jetzt frage ich mich: Warum ist das nicht schon längst passiert? (Abg. Broukal – auf die auf der Regierungsbank sitzende Bundesministerin Gehrer weisend –: Die Antwort sitzt hinter Ihnen!) Und da muss ich Sie schon daran erinnern, Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, dass Sie in vielen Bereichen, wenn es um Bildungsfragen geht, Kindesweglegung betreiben, denn Sie wissen, dass nach wie vor in vielen Bereichen eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist, um im Bildungssystem etwas zu ändern. (Abg. Broukal: Da nicht!) Ja, aber in vielen anderen Bereichen ist sie nach wie vor notwendig und war sie jahrzehntelang notwendig. Und Sie haben es nicht geschafft, gemeinsam Wege zu finden, um hier eine bessere Qualität herbeizuführen!
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Jetzt gibt es in diesem Bereich das Erfordernis der Zweidrittelmehrheit nicht mehr, und was machen Sie? – Wahltaktische Auseinandersetzung auf dem Rücken der Kinder! Genau das ist es, was jetzt stattfindet! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.) Und da verwahre ich mich dagegen, dass Ihr Obervorsitzender, der sich ja jetzt schon wieder verabschiedet hat, hier sagt, dass da die Zukunft der Kinder verbaut wird. Da verwahre ich mich dagegen, denn Sie vergessen, dass Sie in diesem Bereich jahrzehntelang Verantwortung getragen haben und es nicht geschafft haben, Verbesserungen herbeizuführen. Es war immer eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Vergessen Sie das nicht, dass Sie diese Möglichkeiten zu Ihrer Zeit nicht genutzt haben!
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Einfach zustimmen, und es ist erledigt!
Jetzt aber ein Thema, von dem wir alle meinen, dass es richtig und wichtig wäre, es umzusetzen, zum Gegenstand einer wahltaktischen Auseinandersetzung zu machen, das halte ich nicht für den richtigen Weg. Setzen Sie sich doch lieber einmal zusammen und versuchen Sie, einen gemeinsamen Weg zu finden, um hier tatsächlich zu einer Reduktion zu kommen! Wir sind auf jeden Fall dabei, denn ich glaube, das ist ein wichtiges Thema. Jeder, der Kinder in der Schule hat oder mit Lehrern Kontakt hat, weiß, dass hier etwas getan werden muss, um für die Kinder, aber auch für die Lehrer eine verbesserte Situation innerhalb der Klasse herbeizuführen. Nur: Wenn man das zum Wahlkampfthema macht, dann ist es wirklich eine Auseinandersetzung auf Kosten der Kinder und auf Kosten der Zukunft unserer Kinder, und das ist von der SPÖ verwerflich! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Broukal: Einfach zustimmen, und es ist erledigt!)
Abg. Broukal: Nein! ... nicht an uns!
Es geht ja nicht darum, dass man Ihrem Antrag zustimmt, sondern es geht darum, wie die Diskussion geführt wird. Überlegen Sie einmal, Herr Kollege Broukal, wie denn hier die Diskussion geführt wird: Es bleibt jeder fix auf seinem Standpunkt, anstatt einmal zu sagen, wir wollen alle dasselbe, machen wir doch für unsere Kinder das Beste daraus, und jeder geht einen Schritt zurück. (Abg. Broukal: Nein! ... nicht an uns!) – Ja, ich richte das eh an beide Richtungen, nicht nur an Sie! Mein Kind kommt jetzt in die Schule, und ich fände es schrecklich, wenn es in einer Klasse mit 30 Kindern sitzen würde. (Abg. Broukal: Heute, jetzt gleich!)
Abg. Broukal: Heute, jetzt gleich!
Es geht ja nicht darum, dass man Ihrem Antrag zustimmt, sondern es geht darum, wie die Diskussion geführt wird. Überlegen Sie einmal, Herr Kollege Broukal, wie denn hier die Diskussion geführt wird: Es bleibt jeder fix auf seinem Standpunkt, anstatt einmal zu sagen, wir wollen alle dasselbe, machen wir doch für unsere Kinder das Beste daraus, und jeder geht einen Schritt zurück. (Abg. Broukal: Nein! ... nicht an uns!) – Ja, ich richte das eh an beide Richtungen, nicht nur an Sie! Mein Kind kommt jetzt in die Schule, und ich fände es schrecklich, wenn es in einer Klasse mit 30 Kindern sitzen würde. (Abg. Broukal: Heute, jetzt gleich!)
Abg. Broukal: Sie haben Recht, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Broukal, Sie machen Zwischenrufe nicht von Ihrem Platz aus! (Abg. Broukal: Sie haben Recht, Herr Präsident!)
Abg. Broukal: Und zu wenig Lehrer und Lehrerinnen, genau!
Daran erinnere ich Sie, auch wenn Sie, Herr Kollege Broukal, in Graz unterwegs waren: Es gibt nach wie vor Klassen, in denen der Ausländeranteil mehr als 50 Prozent beträgt! Da ist es für die Lehrer nicht möglich zu unterrichten. (Abg. Broukal: Und zu wenig Lehrer und Lehrerinnen, genau!) Deshalb wäre es auch wichtig, einen maximal 30-prozentigen Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache in den Schulen zu installieren. Sie haben es damals verabsäumt. (Abg. Broukal: Mehr Klassen!) Und es wäre schön, wenn das jetzt einmal gelingen würde, hier einen Weg zu finden, und das auch in Ihrem Antrag berücksichtigt würde, damit es zu einer Verbesserung des Qualitätssystems für unsere Lehrerinnen und Lehrer, aber auch für die österreichischen Schüler kommt! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Broukal: Mehr Klassen!
Daran erinnere ich Sie, auch wenn Sie, Herr Kollege Broukal, in Graz unterwegs waren: Es gibt nach wie vor Klassen, in denen der Ausländeranteil mehr als 50 Prozent beträgt! Da ist es für die Lehrer nicht möglich zu unterrichten. (Abg. Broukal: Und zu wenig Lehrer und Lehrerinnen, genau!) Deshalb wäre es auch wichtig, einen maximal 30-prozentigen Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache in den Schulen zu installieren. Sie haben es damals verabsäumt. (Abg. Broukal: Mehr Klassen!) Und es wäre schön, wenn das jetzt einmal gelingen würde, hier einen Weg zu finden, und das auch in Ihrem Antrag berücksichtigt würde, damit es zu einer Verbesserung des Qualitätssystems für unsere Lehrerinnen und Lehrer, aber auch für die österreichischen Schüler kommt! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Daran erinnere ich Sie, auch wenn Sie, Herr Kollege Broukal, in Graz unterwegs waren: Es gibt nach wie vor Klassen, in denen der Ausländeranteil mehr als 50 Prozent beträgt! Da ist es für die Lehrer nicht möglich zu unterrichten. (Abg. Broukal: Und zu wenig Lehrer und Lehrerinnen, genau!) Deshalb wäre es auch wichtig, einen maximal 30-prozentigen Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache in den Schulen zu installieren. Sie haben es damals verabsäumt. (Abg. Broukal: Mehr Klassen!) Und es wäre schön, wenn das jetzt einmal gelingen würde, hier einen Weg zu finden, und das auch in Ihrem Antrag berücksichtigt würde, damit es zu einer Verbesserung des Qualitätssystems für unsere Lehrerinnen und Lehrer, aber auch für die österreichischen Schüler kommt! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Broukal: Ja, so ist es!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Die Nähe des Wahltermins lässt sich daraus ablesen, wie sehr und wie oft Frau Ministerin Gehrer die Lehrerinnen und Lehrer lobt. (Abg. Broukal: Ja, so ist es!) Ich weiß nicht, ob Ihnen das schon aufgefallen ist. (Rufe bei der ÖVP: Nein!) Begonnen hat die Legislaturperiode mit wilden Beschimpfungen der Lehrerinnen und Lehrer (Abg. Dr. Brinek: Wer hat wen beschimpft?), bis ihnen der Hut in die Höhe gegangen ist und sie sogar auf die Straße gegangen sind, um zu demonstrieren, und jetzt wird sie immer sanfter. Zur Halbzeit war sie schon ganz versöhnlich, und jetzt kommt das große Lob. Man kann auch jemanden mit Lob überschütten, Frau Ministerin, sodass die Betroffenen überhaupt keine Luft mehr zum Atmen haben. Das tun Sie derzeit, und es ist sehr vielen Lehrerinnen und Lehrern sehr unangenehm, was Sie da tun! (Beifall bei den Grünen.)
Rufe bei der ÖVP: Nein!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Die Nähe des Wahltermins lässt sich daraus ablesen, wie sehr und wie oft Frau Ministerin Gehrer die Lehrerinnen und Lehrer lobt. (Abg. Broukal: Ja, so ist es!) Ich weiß nicht, ob Ihnen das schon aufgefallen ist. (Rufe bei der ÖVP: Nein!) Begonnen hat die Legislaturperiode mit wilden Beschimpfungen der Lehrerinnen und Lehrer (Abg. Dr. Brinek: Wer hat wen beschimpft?), bis ihnen der Hut in die Höhe gegangen ist und sie sogar auf die Straße gegangen sind, um zu demonstrieren, und jetzt wird sie immer sanfter. Zur Halbzeit war sie schon ganz versöhnlich, und jetzt kommt das große Lob. Man kann auch jemanden mit Lob überschütten, Frau Ministerin, sodass die Betroffenen überhaupt keine Luft mehr zum Atmen haben. Das tun Sie derzeit, und es ist sehr vielen Lehrerinnen und Lehrern sehr unangenehm, was Sie da tun! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Brinek: Wer hat wen beschimpft?
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Die Nähe des Wahltermins lässt sich daraus ablesen, wie sehr und wie oft Frau Ministerin Gehrer die Lehrerinnen und Lehrer lobt. (Abg. Broukal: Ja, so ist es!) Ich weiß nicht, ob Ihnen das schon aufgefallen ist. (Rufe bei der ÖVP: Nein!) Begonnen hat die Legislaturperiode mit wilden Beschimpfungen der Lehrerinnen und Lehrer (Abg. Dr. Brinek: Wer hat wen beschimpft?), bis ihnen der Hut in die Höhe gegangen ist und sie sogar auf die Straße gegangen sind, um zu demonstrieren, und jetzt wird sie immer sanfter. Zur Halbzeit war sie schon ganz versöhnlich, und jetzt kommt das große Lob. Man kann auch jemanden mit Lob überschütten, Frau Ministerin, sodass die Betroffenen überhaupt keine Luft mehr zum Atmen haben. Das tun Sie derzeit, und es ist sehr vielen Lehrerinnen und Lehrern sehr unangenehm, was Sie da tun! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Die Nähe des Wahltermins lässt sich daraus ablesen, wie sehr und wie oft Frau Ministerin Gehrer die Lehrerinnen und Lehrer lobt. (Abg. Broukal: Ja, so ist es!) Ich weiß nicht, ob Ihnen das schon aufgefallen ist. (Rufe bei der ÖVP: Nein!) Begonnen hat die Legislaturperiode mit wilden Beschimpfungen der Lehrerinnen und Lehrer (Abg. Dr. Brinek: Wer hat wen beschimpft?), bis ihnen der Hut in die Höhe gegangen ist und sie sogar auf die Straße gegangen sind, um zu demonstrieren, und jetzt wird sie immer sanfter. Zur Halbzeit war sie schon ganz versöhnlich, und jetzt kommt das große Lob. Man kann auch jemanden mit Lob überschütten, Frau Ministerin, sodass die Betroffenen überhaupt keine Luft mehr zum Atmen haben. Das tun Sie derzeit, und es ist sehr vielen Lehrerinnen und Lehrern sehr unangenehm, was Sie da tun! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Kollege Amon hat mit seiner Forderung nach maximal 25 Schülerinnen und Schülern in den Klassen tatsächlich aufhorchen lassen. Ich schaue nicht wahnsinnig viel Fußball, aber mir ist sofort der Begriff „Ausputzer“ in den Sinn gekommen. „Ausputzer“ sind beim Fußballspielen diejenigen, die das, was die eigene Mannschaft verbockt hat, dann hintenherum noch irgendwie ausputzen und die Notbremse ziehen müssen. Und genau das haben Sie getan! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Sie wissen, dass Ihre Bildungspolitik ganz miserabel beurteilt wird. Wenn das Bildungssystem in Österreich noch funktioniert, dann funktioniert es trotz Ihrer Bildungspolitik. Weil Lehrerinnen und Lehrer engagiert sind, weil Eltern 150 Millionen € im Jahr für Nachhilfestunden ausgeben, deswegen funktioniert das Bildungssystem – nicht wegen Ihrer Bildungspolitik, sondern trotz Ihrer Bildungspolitik! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amon: Nein! Entschuldigung!
Herr Kollege Amon, ich rede mit Ihnen! Sie spielen immer mit Ihrem Handy. (Abg. Amon: Nein! Entschuldigung!) Es wäre schon nett, wenn Sie mir zuhören würden. Ich schaue Sie jetzt wirklich schon die ganze Zeit an. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Die Rednerin unterbricht ihre Ausführungen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Die Rednerin unterbricht ihre Ausführungen.
Herr Kollege Amon, ich rede mit Ihnen! Sie spielen immer mit Ihrem Handy. (Abg. Amon: Nein! Entschuldigung!) Es wäre schon nett, wenn Sie mir zuhören würden. Ich schaue Sie jetzt wirklich schon die ganze Zeit an. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Die Rednerin unterbricht ihre Ausführungen.)
Abg. Neudeck: Na sie redet ja nicht! Was sollen wir tun?
Präsident Dr. Andreas Khol (das Glockenzeichen gebend): Am Wort ist die Rednerin! (Abg. Neudeck: Na sie redet ja nicht! Was sollen wir tun?)
Abg. Neudeck: Normal wirkt das immer umgekehrt!
Abgeordnete Sabine Mandak (fortsetzend): Weil mich der Kollege Amon völlig verwirrt, wenn er mich nicht anschaut, wenn ich mit ihm spreche – das ist alles. (Abg. Neudeck: Normal wirkt das immer umgekehrt!)
Abg. Amon: Das ist Landeskompetenz!
Für uns ist es ein wichtiges Ziel in der Bildungspolitik, dass möglichst alle Kinder eine gute Schule besuchen können, einen hohen Bildungsabschluss machen können. Sie von der ÖVP nicken, okay, vielleicht fordern Sie dieses Mehr an individueller Förderung noch vor den Wahlen, und vielleicht – das wäre dann überhaupt super – fordern Sie dann auch noch, dass die Schülerinnen und Schüler beziehungsweise idealerweise die Kinder im Kindergarten schon Deutsch lernen, und zwar in einem ausreichenden Maß. (Abg. Amon: Das ist Landeskompetenz!)
Abg. Dr. Brinek: Das ist ja harmlos gegen Wien!
Sie wissen, ich gehe bei meinen Beispielen nie weit weg, das braucht man nämlich nicht zu tun. Ich nenne Ihnen ein Beispiel einer Volksschulklasse in Feldkirch: 20 Schülerinnen und Schüler, 11 davon mit nichtdeutscher Muttersprache, darunter Kinder (Abg. Dr. Brinek: Das ist ja harmlos gegen Wien!) – ich sage Ihnen, ich gehe nicht weit weg, ich nehme die nächste Volksschule – aus der Türkei, Bosnien, Pakistan, Brasilien, Vietnam. Frau Kollegin Brinek, Sie sagen, es gebe noch viel schlechtere Bedingungen. – Frau Ministerin, hören Sie es? Es gibt noch viel schlechtere Bedingungen! Warum tun Sie denn nichts? (Abg. Dr. Brinek: In Wien! Wer ist denn verantwortlich?) – Was heißt, Wien ist verantwortlich? Wer sitzt in der Regierung, wer ist zehn Jahre Bildungsministerin? Der Bürgermeister Häupl oder die Frau Ministerin Gehrer? (Beifall bei den Grünen. – Weiterer Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Brinek: In Wien! Wer ist denn verantwortlich?
Sie wissen, ich gehe bei meinen Beispielen nie weit weg, das braucht man nämlich nicht zu tun. Ich nenne Ihnen ein Beispiel einer Volksschulklasse in Feldkirch: 20 Schülerinnen und Schüler, 11 davon mit nichtdeutscher Muttersprache, darunter Kinder (Abg. Dr. Brinek: Das ist ja harmlos gegen Wien!) – ich sage Ihnen, ich gehe nicht weit weg, ich nehme die nächste Volksschule – aus der Türkei, Bosnien, Pakistan, Brasilien, Vietnam. Frau Kollegin Brinek, Sie sagen, es gebe noch viel schlechtere Bedingungen. – Frau Ministerin, hören Sie es? Es gibt noch viel schlechtere Bedingungen! Warum tun Sie denn nichts? (Abg. Dr. Brinek: In Wien! Wer ist denn verantwortlich?) – Was heißt, Wien ist verantwortlich? Wer sitzt in der Regierung, wer ist zehn Jahre Bildungsministerin? Der Bürgermeister Häupl oder die Frau Ministerin Gehrer? (Beifall bei den Grünen. – Weiterer Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen. – Weiterer Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Sie wissen, ich gehe bei meinen Beispielen nie weit weg, das braucht man nämlich nicht zu tun. Ich nenne Ihnen ein Beispiel einer Volksschulklasse in Feldkirch: 20 Schülerinnen und Schüler, 11 davon mit nichtdeutscher Muttersprache, darunter Kinder (Abg. Dr. Brinek: Das ist ja harmlos gegen Wien!) – ich sage Ihnen, ich gehe nicht weit weg, ich nehme die nächste Volksschule – aus der Türkei, Bosnien, Pakistan, Brasilien, Vietnam. Frau Kollegin Brinek, Sie sagen, es gebe noch viel schlechtere Bedingungen. – Frau Ministerin, hören Sie es? Es gibt noch viel schlechtere Bedingungen! Warum tun Sie denn nichts? (Abg. Dr. Brinek: In Wien! Wer ist denn verantwortlich?) – Was heißt, Wien ist verantwortlich? Wer sitzt in der Regierung, wer ist zehn Jahre Bildungsministerin? Der Bürgermeister Häupl oder die Frau Ministerin Gehrer? (Beifall bei den Grünen. – Weiterer Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Brinek: Der Wiener Bürgermeister!
Ich weiß schon, wer die Verantwortung für die Bildungspolitik in Österreich hat, Frau Kollegin Brinek (Abg. Dr. Brinek: Der Wiener Bürgermeister!), und das ist nicht der Wiener Bürgermeister, das ist nach wie vor ...
Abg. Steibl: Aber wieso? Sie sitzt ja am richtigen Platz! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Frau Abgeordnete Brinek, noch ein Zwischenruf, und Sie bekommen einen Ordnungsruf! (Abg. Steibl: Aber wieso? Sie sitzt ja am richtigen Platz! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Abgeordnete Sabine Mandak (fortsetzend): Dabei freue ich mich so, dass mir Frau Kollegin Brinek zuhört, was nicht selbstverständlich ist, wenn man hier herinnen mit jemandem spricht! Ich denke, wir sind uns einig, dass die Bildungspolitik Aufgabe der Bundesregierung ist, Frau Kollegin Brinek (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), und nicht des Bürgermeisters von Wien. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Sabine Mandak (fortsetzend): Dabei freue ich mich so, dass mir Frau Kollegin Brinek zuhört, was nicht selbstverständlich ist, wenn man hier herinnen mit jemandem spricht! Ich denke, wir sind uns einig, dass die Bildungspolitik Aufgabe der Bundesregierung ist, Frau Kollegin Brinek (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), und nicht des Bürgermeisters von Wien. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steibl: Es war ja notwendig!
brochenes Zwischenrufduell mit der Rednerin oder dem Redner stattfinden soll. (Abg. Steibl: Es war ja notwendig!)
Abg. Neudeck: Fragen darf man alles!
Ich würde daher anregen, sollte wieder einmal so eine Dringliche stattfinden, wo Sie, Herr Präsident, sich die Frage stellen, ob das wirklich präzise Gegenstand der Vollziehung ist oder nicht, dass Sie dann, sollten Sie alle Fragen zulassen, eine ähnliche Großzügigkeit an den Tag legen, wie Sie möglicherweise vorhaben, es heute zu tun. (Abg. Neudeck: Fragen darf man alles!)
Abg. Scheibner: Das glaube ich auch!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Klubobmann, ich werde das genau prüfen. Ich darf nur darauf hinweisen, dass jeder alle Fragen in diesem Haus stellen kann (Abg. Scheibner: Das glaube ich auch!), der Minister kann aber zu Fragen, die nicht die Vollziehung betreffen, sagen, er beantwortet sie nicht. Ich habe kein Recht, weder den
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Cap ist ein Neuling im Parlament!
Titel noch die Fragen zu beeinflussen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Der Cap ist ein Neuling im Parlament!)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ihre Wortmeldung zur Geschäftsordnung zeigt aber, Herr Kollege Cap, welche Probleme Sie mit dieser Dringlichen Anfrage haben. Eine derartige Decouvrierung habe ich eigentlich noch selten erlebt – dass Stunden, bevor die Dringliche aufgerufen wurde, das schlechte Gewissen der SPÖ bereits so sichtbar geworden ist. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Schieder: Das hat er nicht gesagt!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche - BZÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich denke, das ist heute das erste Mal – und das ist einzigartig –, dass ein Abgeordneter dieses Hohen Hauses den Präsidenten auffordert, Fragen eines anderen Abgeordneten und einer Fraktion nicht zuzulassen. Das ist wirklich ungeheuerlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Schieder: Das hat er nicht gesagt!)
Abg. Schieder: Das hat er nicht getan!
Hier soll das Interpellationsrecht des Parlaments eingeschränkt werden, beantragt von Abgeordneten dieses Hohen Hauses! (Abg. Schieder: Das hat er nicht getan!) – Na, selbstverständlich! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schieder. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schieder. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Hier soll das Interpellationsrecht des Parlaments eingeschränkt werden, beantragt von Abgeordneten dieses Hohen Hauses! (Abg. Schieder: Das hat er nicht getan!) – Na, selbstverständlich! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schieder. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Wir werden sehen, was der Finanzminister darauf antwortet, aber die Nervosität, die durch diesen Antrag auf Beschränkung des Interpellationsrechts durch Kollegen Cap zu Tage getreten ist, zeigt, wie wichtig diese Dringliche Anfrage zu ÖGB-, BAWAG- und SPÖ-Skandal ist. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Sie haben nicht zugehört! – Heiterkeit bei der ÖVP
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Da sieht man wieder, wie unterschiedlich Wahrnehmung sein kann. Vielleicht habe ich etwas überhört (Abg. Scheibner: Sie haben nicht zugehört! – Heiterkeit bei der ÖVP), aber ich habe den Kollegen Cap nicht so verstanden, dass er Ihr Interpellationsrecht in irgendeiner Weise beschränken will – wenn es so wäre, würde ich mich natürlich energisch dagegen aussprechen. Ich habe es aber nicht so gehört, lieber Herr Kollege Scheibner.
Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Van der Bellen, Sie haben die Geschäftsordnung und ihre Anwendung durch die Präsidenten dieses Hauses korrekt wiedergegeben. (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Sie sind daher für dieses Amt qualifiziert. (Allgemeine Heiterkeit.)
Allgemeine Heiterkeit.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Van der Bellen, Sie haben die Geschäftsordnung und ihre Anwendung durch die Präsidenten dieses Hauses korrekt wiedergegeben. (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Sie sind daher für dieses Amt qualifiziert. (Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich möchte gleich zu Beginn dem im Ausschuss erhobenen Vorwurf begegnen, dieses Volksbegehren würde schubladisiert. Das ist genau nicht der Fall, ganz im Gegenteil. Wir setzen uns mit jedem Volksbegehren sehr intensiv auseinander. Wir haben auch im Ausschuss sehr ausführlich, teilweise kontroversiell, teilweise übereinstimmend diskutiert und haben uns selbstverständlich mit allen Dingen genau befasst. Daher muss ich diesen Vorwurf ausdrücklich zurückweisen! Sowohl der jeweilige Ausschuss als auch das Plenum befassen sich immer mit allen in Österreich durchgeführten Volksbegehren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir von der Volkspartei haben hier einen sehr klaren Weg vorgeschlagen: Derzeit befinden wir uns in einem Verhandlungsprozess mit der Türkei. Bei einem Verhandlungsprozess muss man üblicherweise das Ergebnis abwarten. Und wenn dann Verhandlungsergebnisse vorliegen, werden wir uns dafür einsetzen, dass es eine Volksabstimmung über den Beitritt der Türkei zur EU gibt. Das ist die politisch klarste und eindeutigste Stellungnahme und vom Prozess her auch die einzig richtige. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erstens finde ich es von der Sprache her unglaublich, dass und wie uns das vorgeworfen wird. Ich kenne niemandem in diesem Hohen Haus, der sich mit der EU stärker identifiziert als mit Österreich. Ich möchte das hier ausdrücklich sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Wir haben sehr viel gelernt, die Wirtschaft hat davon profitiert, die Jugend lernt davon – und wir werden bei diesem Weg bleiben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen und der ÖVP.
Erstens: Es gibt keine Notwendigkeit, über die bisherige verfassungsmäßige Garantie der Neutralität hinauszugehen. Die österreichische Neutralität steht in der Verfassung, sie ist Praxis unserer Außenpolitik, und es gibt keinen Grund, an dieser Neutralität auch nur irgendetwas zu ändern. Dazu sollten alle Fraktionen in diesem Hohen Haus stehen, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Gar keinen kann man verhindern!
Ich möchte dazusagen: Es hat sich ja in den letzten Jahren gezeigt, wie wichtig es ist, dass Österreich weiterhin seine Neutralitätspolitik verfolgt. Es ist zwar richtig, dass man mit Neutralitätspolitik nicht jeden Krieg verhindern kann ... (Abg. Scheibner: Gar keinen kann man verhindern!) Man kann im Vorfeld manchmal sehr viel tun, aber man kann leider nicht jeden Krieg verhindern. Aber wenn es Kriege gibt, dann muss man sich als neutraler Staat nicht an jedem Krieg beteiligen. Und mir ist es in jedem Fall lieber, dass man sich, wenn ungerechte Kriege stattfinden (Abg. Scheibner: Gibt es einen „gerechten“ Krieg?), das heißt solche, die nicht die Legitimation des Weltsicherheitsrates haben (Abg. Scheibner: Das ist kein Krieg!) – das ist ein bewaffneter Einsatz –, an solch kriegerischen Auseinandersetzungen nicht beteiligt. Andere mögen das tun, für Österreich schließt die Neutralität eine Beteiligung an kriegerischen Auseinandersetzungen aus, und so soll es auch bleiben! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.)
Abg. Scheibner: Gibt es einen „gerechten“ Krieg?
Ich möchte dazusagen: Es hat sich ja in den letzten Jahren gezeigt, wie wichtig es ist, dass Österreich weiterhin seine Neutralitätspolitik verfolgt. Es ist zwar richtig, dass man mit Neutralitätspolitik nicht jeden Krieg verhindern kann ... (Abg. Scheibner: Gar keinen kann man verhindern!) Man kann im Vorfeld manchmal sehr viel tun, aber man kann leider nicht jeden Krieg verhindern. Aber wenn es Kriege gibt, dann muss man sich als neutraler Staat nicht an jedem Krieg beteiligen. Und mir ist es in jedem Fall lieber, dass man sich, wenn ungerechte Kriege stattfinden (Abg. Scheibner: Gibt es einen „gerechten“ Krieg?), das heißt solche, die nicht die Legitimation des Weltsicherheitsrates haben (Abg. Scheibner: Das ist kein Krieg!) – das ist ein bewaffneter Einsatz –, an solch kriegerischen Auseinandersetzungen nicht beteiligt. Andere mögen das tun, für Österreich schließt die Neutralität eine Beteiligung an kriegerischen Auseinandersetzungen aus, und so soll es auch bleiben! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.)
Abg. Scheibner: Das ist kein Krieg!
Ich möchte dazusagen: Es hat sich ja in den letzten Jahren gezeigt, wie wichtig es ist, dass Österreich weiterhin seine Neutralitätspolitik verfolgt. Es ist zwar richtig, dass man mit Neutralitätspolitik nicht jeden Krieg verhindern kann ... (Abg. Scheibner: Gar keinen kann man verhindern!) Man kann im Vorfeld manchmal sehr viel tun, aber man kann leider nicht jeden Krieg verhindern. Aber wenn es Kriege gibt, dann muss man sich als neutraler Staat nicht an jedem Krieg beteiligen. Und mir ist es in jedem Fall lieber, dass man sich, wenn ungerechte Kriege stattfinden (Abg. Scheibner: Gibt es einen „gerechten“ Krieg?), das heißt solche, die nicht die Legitimation des Weltsicherheitsrates haben (Abg. Scheibner: Das ist kein Krieg!) – das ist ein bewaffneter Einsatz –, an solch kriegerischen Auseinandersetzungen nicht beteiligt. Andere mögen das tun, für Österreich schließt die Neutralität eine Beteiligung an kriegerischen Auseinandersetzungen aus, und so soll es auch bleiben! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.
Ich möchte dazusagen: Es hat sich ja in den letzten Jahren gezeigt, wie wichtig es ist, dass Österreich weiterhin seine Neutralitätspolitik verfolgt. Es ist zwar richtig, dass man mit Neutralitätspolitik nicht jeden Krieg verhindern kann ... (Abg. Scheibner: Gar keinen kann man verhindern!) Man kann im Vorfeld manchmal sehr viel tun, aber man kann leider nicht jeden Krieg verhindern. Aber wenn es Kriege gibt, dann muss man sich als neutraler Staat nicht an jedem Krieg beteiligen. Und mir ist es in jedem Fall lieber, dass man sich, wenn ungerechte Kriege stattfinden (Abg. Scheibner: Gibt es einen „gerechten“ Krieg?), das heißt solche, die nicht die Legitimation des Weltsicherheitsrates haben (Abg. Scheibner: Das ist kein Krieg!) – das ist ein bewaffneter Einsatz –, an solch kriegerischen Auseinandersetzungen nicht beteiligt. Andere mögen das tun, für Österreich schließt die Neutralität eine Beteiligung an kriegerischen Auseinandersetzungen aus, und so soll es auch bleiben! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.
Ich glaube, dass gerade diese Tage gut geeignet sind, dem amerikanischen Präsidenten, wenn er schon beim EU-Gipfel in Wien weilt, auch deutlich zu sagen, dass Österreich, die österreichische Bevölkerung und das österreichische Parlament den Krieg im Irak, der nicht die Deckung des Weltsicherheitsrates hat, für falsch halten, dass dieser Krieg rasch beendet werden muss und dass man möglichst rasch zum friedlichen Wiederaufbau des Irak übergehen soll. Das halte ich für eine wichtige Botschaft, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek.)
Zwischenruf
Noch dazu, wo sich ja herausgestellt hat, dass sich all die Gründe, die für diesen Irak-Krieg vorgebracht wurden, als falsch herausgestellt haben. Es hat zwei Begründungen des amerikanischen Präsidenten für diesen Krieg gegeben. Er hat gemeint, dass erstens dort der Hort des Terrors ist und zweitens der Irak über Massenvernichtungswaffen verfügt. In der Zwischenzeit ist klar, dass der Hort des Terrors zwar in vielen Gebieten des Nahen Ostens ist, aber im Irak nicht (Zwischenruf), und dass zweitens dort auch keine Massenvernichtungswaffen gefunden werden konnten. Dies hat auch dazu geführt, dass in der Zwischenzeit die amerikanische Regierung ihre Argumentation geändert hat und nicht mehr sagt, es gehe um die Massenvernichtungswaffen und es gehe um den Krieg gegen den Terror, nein, man sagt, es gehe um den friedlichen oder weniger friedlichen Regimewechsel im Irak.
Abg. Rädler: Ja, leider!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, die Frage des Regimewechsels ist eine interessante Frage: Wo überall auf der Welt soll es einen Regimewechsel geben? Und auf Basis welcher Begründung ist man der Meinung, dass das jeweilige Regime die übelste, menschenverachtendste Diktatur auf der gesamten Welt ist, weshalb es – davon abgeleitet – einen Grund für einen Eingriff der internationalen Staatengemeinschaft oder Einzelner gibt? Ist nicht die Wahrheit vielmehr die, dass es leider nach wie vor eine Reihe von Diktaturen auf der Welt gibt mit menschenverachtenden Regimen (Abg. Rädler: Ja, leider!), teilweise sogar ärger als im Irak, wo weggeschaut wird? Eigentlich ist die Begründung, muss man sagen, dass es dort um den Regimewechsel geht, in Wirklichkeit ein vorgeschobenes Argument, das eine Legitimation für andere strategische Ziele darstellen soll.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek. – Abg. Scheibner: Bitte ein bisschen mehr Seriosität in der Argumentation!
Wieso sage ich das? – Weil es wichtig ist, dass es sich, nachdem sich Österreich entschieden hatte, nicht daran teilzunehmen, weil es ein neutraler Staat ist, im Nachhinein als richtig herausgestellt hat. Und eigentlich müssten sich all jene, die die Neutralität schon längst in den Tabernakel der Geschichte verbannen wollten, heute herstellen und sagen: Seien wir froh, dass wir die Neutralität bewahrt haben, denn so müssen wir uns auf solch sinnlose, falsche Abenteuer nicht einlassen! – Das ist eine wesentliche Lehre! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Lunacek. – Abg. Scheibner: Bitte ein bisschen mehr Seriosität in der Argumentation!)
Abg. Scheibner: Ein bisschen mehr Seriosität in der Diskussion ist nicht verboten!
Aus Herrn Scheibner spricht immer noch der ehemalige Verteidigungsminister (Abg. Scheibner: Ein bisschen mehr Seriosität in der Diskussion ist nicht verboten!), auch sozusagen ein ganz glühender Anhänger der Nato. (Abg. Scheibner: So wie der Cap!) Da muss man dazusagen: Immer wieder ist gesagt worden, man brauche die Neutralität ohnehin nicht, da alle Europäer in die Nato gehen werden. – Gerade der Irak-Krieg hat aber auch die Uneinigkeit unter den Nato-Staaten gezeigt.
Abg. Scheibner: So wie der Cap!
Aus Herrn Scheibner spricht immer noch der ehemalige Verteidigungsminister (Abg. Scheibner: Ein bisschen mehr Seriosität in der Diskussion ist nicht verboten!), auch sozusagen ein ganz glühender Anhänger der Nato. (Abg. Scheibner: So wie der Cap!) Da muss man dazusagen: Immer wieder ist gesagt worden, man brauche die Neutralität ohnehin nicht, da alle Europäer in die Nato gehen werden. – Gerade der Irak-Krieg hat aber auch die Uneinigkeit unter den Nato-Staaten gezeigt.
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dass dieser Verhandlungsprozess derzeit offener ist als jemals zuvor, da in den entscheidenden Fragen keine Bewegung eintritt. Sollte es einmal zu einem Verhandlungsabschluss kommen, gibt es in Österreich einen weit verbreiteten Konsens, dass darüber das Volk abstimmen soll. Aber ich sehe diesen Tag eigentlich in großer, großer Entfernung und nicht in nächster Zukunft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, dass es notwendig ist, darüber zu diskutieren, in welchen Bereichen die Europäische Union da eine verfehlte Politik macht. Und da ist das Verfahren rund um die Türkei durchaus anzusprechen. Ich halte es für einen Fehler, dass man jetzt mit einem Land Beitrittsverhandlungen eröffnet hat, wo jeder in Wahrheit weiß – selbst jene, die sich in Sonntagsreden für den Beitritt der Türkei aussprechen –, dass dieses Land auf absehbare Zeit die Kriterien für eine Vollmitgliedschaft bei dieser Europäischen Union nicht erfüllen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Marizzi: Der Haider auch ...!
Dann muss man ganz einfach zur Kenntnis nehmen, dass in diesem Fall die Grundwerte der Europäischen Union – und wir sehen doch diese Europäische Union nicht nur als Wirtschaftsgemeinschaft, sondern auch als Wertegemeinschaft – nicht beachtet werden und dass es selbstverständlich auch die Aufnahmefähigkeit dieser Europäischen Union nicht zulässt, dieser Erweiterung zuzustimmen. Und ich sage Ihnen: Es ist auch unehrlich, diese Verhandlungen jetzt zu führen – jeder sagt es, auch Kollege Gusenbauer –, die werden zehn, fünfzehn Jahre dauern, und am Ende wird dann halt die Erkenntnis stehen: Na ja, es ist vielleicht nicht möglich! Oder, was vielleicht noch gefährlicher ist: Man wird sich wieder vorbeischwindeln an der Realität und man wird wieder irgendwelche Konglomerate zusammenbringen, damit man auch dann nicht die Wahrheit sagen muss, dass diese Vollmitgliedschaft nicht möglich ist. (Abg. Marizzi: Der Haider auch ...!)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Ja, Kollege Marizzi, wenn Sie das ansprechen, dann muss ich sagen: Es ist schon so, dass die Türkei auch strategisch ein wichtiges Land ist. Auch wir wollen nicht, dass in der Türkei ein radikaler Islamismus an die Macht kommt. (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.) Auch wir wollen nicht, dass man die Türkei sozusagen ins Abseits stellt. Aber es geht darum, wie das passieren soll. Und ich sage Ihnen: Egal, wer das verlangt hat, jene, die meinen, das soll durch eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union passieren, liegen da falsch. Wir brauchen andere Mittel, um die Türkei entsprechend an Europa heranzuführen. Ich habe vorgeschlagen, eine Art Partnerschaft für Europa zu stellen, wo man eine maßgeschneiderte Zusammenarbeit
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Zur Sicherheitspolitik und zur Neutralität: Es ist es schon lustig, dass die Betreiber des Volksbegehrens jetzt einen Neutralitätsbegriff der fünfziger Jahre unterstützen, aber bis vor kurzem noch die NATO-Mitgliedschaft im Parteiprogramm gehabt haben. Herr Kollege Gusenbauer, Sie brauchen sich aber darüber nicht zu mokieren, denn das ist eine ähnliche Politik, mit der Neutralität Stimmung zu erzeugen, wie Sie es ja seit Jahr und Tag machen: auf der einen Seite mit der Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Union und der damit notwendig gewordenen Verfassungsänderung die Neutralität de facto abzuschaffen oder weitestgehend auszuhöhlen, aber dann bei jeder Wahl so zu tun, als ob man selbst der Verteidiger und Verfechter der Neutralität wäre. – Also das liegt auf derselben Ebene. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
verhindern, so lange kann man nicht das UNO-Sicherheitsratsmandat als absolute Notwendigkeit für einen EU-geführten Militäreinsatz ansehen. Leider ist es so, aber es ist eine Tatsache! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist dann nicht der Erfolg oder die Schuld der Europa-Kritiker, sondern vielmehr der Erfolg oder die Schuld von Politikern, die zwar ja zu Europa sagen, aber nicht den Mut haben, auch wirklich die notwendigen Rahmenbedingungen für das Funktionieren dieser Europäischen Union bereitzustellen. Wir bekennen uns dazu, wir werden auch das Unsere dazu beitragen, dass es zu dieser Europäischen Verfassung kommt. Sie soll demokratisch sein, einer europaweit abgehaltenen Volksabstimmung unterzogen werden. Aber wenn man dagegen ist und sagt. Wir wollen das alles nicht!, dann geht das in die falsche Richtung. Daher müssen wir werben, dafür ist die Politik verantwortlich, und wir Volksvertreter werden das auch entsprechend unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
tischen Themen in die Öffentlichkeit zu bringen. Und dagegen verwahren wir uns! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Ich bin eh dafür!
In diesem Volksbegehren macht man sich angeblich Sorgen um die österreichische Neutralität. Es haben auch meine Vorrednerinnen und Vorredner gesagt, dass es diesbezüglich ja verfassungsmäßig eine Garantie gibt, nämlich das Verfassungsgesetz, das garantiert, dass diese Neutralität immer noch aufrecht ist. Auch nach der Verfassungsänderung 1998, der Hinzufügung von § 23f Bundes-Verfassungsgesetz, ist der Kern der Neutralität immer noch da: keine Stationierung fremder Truppen, keine Teilnahme an Kriegen, keine Teilnahme an Militärbündnissen. Wir Grünen waren damals die Einzigen, die nicht zugestimmt haben. Die Freiheitliche Partei hat damals diesem Gesetz zugestimmt, Herr Kollege Scheibner, wie Sie sich gut erinnern können; damals waren Sie nämlich auch noch in der Freiheitlichen Partei. (Abg. Scheibner: Ich bin eh dafür!) – Ja, ich weiß es, Sie sind eh dafür, aber damals haben die Freiheitlichen zugestimmt. Die Grünen waren die Einzigen, die 1998 dem nicht zugestimmt haben, und zwar unter anderem mit dem Argument, dass es ein verbindliches UNO-Mandat braucht.
Abg. Scheibner: Doch, aber es ist derzeit nicht möglich!
Noch einmal zum UNO-Mandat: Wenn wir jetzt darüber sprechen – und da habe ich Ihnen, Kollege Scheibner genau zugehört, und ich weiß, dass Sie ja nicht der Meinung sind, dass es das verpflichtende UNO-Mandat braucht ... (Abg. Scheibner: Doch, aber es ist derzeit nicht möglich!) Möglich! Man kann nicht deshalb, nur weil man findet, dass etwas vielleicht nicht möglich ist, das Völkerrecht nicht mehr beachten. Im Völkerrecht steht, nur mit UNO-Mandat sind Einsätze möglich. (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht! Das stimmt überhaupt nicht!) Zumindest für uns Grüne sind militärische
Abg. Scheibner: Das stimmt nicht! Das stimmt überhaupt nicht!
Noch einmal zum UNO-Mandat: Wenn wir jetzt darüber sprechen – und da habe ich Ihnen, Kollege Scheibner genau zugehört, und ich weiß, dass Sie ja nicht der Meinung sind, dass es das verpflichtende UNO-Mandat braucht ... (Abg. Scheibner: Doch, aber es ist derzeit nicht möglich!) Möglich! Man kann nicht deshalb, nur weil man findet, dass etwas vielleicht nicht möglich ist, das Völkerrecht nicht mehr beachten. Im Völkerrecht steht, nur mit UNO-Mandat sind Einsätze möglich. (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht! Das stimmt überhaupt nicht!) Zumindest für uns Grüne sind militärische
Abg. Scheibner: Sie verschließen die Augen vor Menschenrechtsverletzungen!
Einsätze nur mit einem verpflichtenden UNO-Mandat möglich. (Abg. Scheibner: Sie verschließen die Augen vor Menschenrechtsverletzungen!) – Nein, wir verschließen nicht die Augen vor Menschenrechtsverletzungen. Aber von vornherein zu sagen: Das Völkerrecht gibt es zwar, aber wir gehen davon aus, dass wir es brechen!, das ist der falsche Ansatz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Einsätze nur mit einem verpflichtenden UNO-Mandat möglich. (Abg. Scheibner: Sie verschließen die Augen vor Menschenrechtsverletzungen!) – Nein, wir verschließen nicht die Augen vor Menschenrechtsverletzungen. Aber von vornherein zu sagen: Das Völkerrecht gibt es zwar, aber wir gehen davon aus, dass wir es brechen!, das ist der falsche Ansatz. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn der Bundeskanzler jetzt sagt, er findet eine europaweite Volksabstimmung gut und richtig, dann freut mich das, ich hätte nur gerne auch während der Präsidentschaft eine Initiative in diese Richtung gesehen. Davon war wie von so vielen anderen Dingen auch nichts zu hören. Worte allein, das wissen wir, sind nicht genug. (Beifall bei den Grünen.) Es bräuchte eine Initiative während dieser Präsidentschaft für diese europaweite Volksabstimmung. Dann hätten Sie etwas mehr an Glaubwürdigkeit in diesem
Abg. Mag. Molterer: Initiative gestartet!
Punkt. Diese hat aber Bundeskanzler Schüssel nicht gestartet, soweit mir bewusst ist. (Abg. Mag. Molterer: Initiative gestartet!) Sie haben hier keine Initiative gesetzt.
Beifall bei den Grünen.
Ein Volksbegehren, das rein populistischen Zwecken beziehungsweise der Stärkung einer Partei dient, kann von den Grünen nicht unterstützt werden. Das ist Missbrauch des Willens und des Wunsches von Bürgerinnen und Bürgern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich auf die drei Themenbereiche im Volksbegehren etwas näher eingehen. Ich beginne mit dem Thema Neutralität. Wie hier schon mehrfach festgestellt worden ist, ist die österreichische Neutralität seit dem 26. Oktober 1955 in der österreichischen Bundesverfassung verankert – und keine politische Kraft hier in diesem Hohen Haus denkt daran, sie aufzuheben! Österreich ist neutral und Österreich wird neutral bleiben, das ist verfassungsrechtlich verankert. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die österreichische Außenpolitik ist eine Friedenspolitik – eine Friedenspolitik, die sich auf die Prinzipien des Völkerrechtes, insbesondere auf die Prinzipien der Satzung der Vereinten Nationen gründet. Die Prinzipien des Völkerrechtes und die Prinzipien der Satzung der Vereinten Nationen entwickeln sich natürlich auch im Lichte der politischen Realitäten weiter. Ich erinnere etwa daran, dass der Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Vereinten Nationen im Vorjahr unter anderem das Prinzip des „responsibility to protect“ angenommen hat – ein Prinzip, das auch die Frage des Gewaltverbotes weiterentwickelt. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
unberührt“ bleibt. Damit ist auch die österreichische Neutralität gemeint. Es ist also einer unserer Verhandlungserfolge, dass wir uns für unsere Neutralität und unsere Sicherheitspolitik freie Hand bewahren konnten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich halte es nicht für verantwortungsvoll, Horrorszenarien zu entwerfen, die von den Bürgern, die vielleicht die Texte, die Resolutionen und die Bestimmungen verschiedener Texte nicht so genau kennen, wörtlich genommen werden könnten. Wenn in der Begründung zum Volksbegehren von einer Ermächtigung des EU-Ministerrates zum Führen weltweiter Kriege oder von der Förderung der Atomenergie die Rede ist, so muss ich sagen: Das sind Behauptungen, für die es keinerlei Begründungen gibt! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich glaube, dass es Europa gut täte, wenn diese Prinzipien im Verfassungsvertrag – in welcher Form auch immer, ob in einem anderen Vertrag, einem Verfassungsvertrag oder anderswo – verankert würden, denn das wird die Funktionsfähigkeit der Europäischen Union bewahren, und das ist gut für die Bürgerinnen und Bürger. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.
Zu all dem, was hier geäußert worden ist – Herr Abgeordneter Gusenbauer hat über den „Abstimmungsfleckerlteppich“ gesprochen; ein guter Ausdruck –, möchte ich sagen: In der Tat hat sich der Bundeskanzler eigentlich von Anfang an dafür ausgesprochen, dass es zu einer europäischen Abstimmung kommen soll, zu einer gesamteuropäischen Abstimmung. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Frau Abgeordnete Lunacek, dass im Rat einzelne Mitgliedstaaten das eine oder andere nicht verhindern konnten oder verhindert haben, hängt natürlich damit zusammen, dass dieser Verfassungsvertrag ein sehr sorgfältig ausgehandelter Kompromiss war und ein Staat diesen Verfassungsvertrag natürlich nicht an einer Frage hätte scheitern lassen können. Das soll aber nicht bedeuten, dass nicht der Bundeskanzler und viele – so wie auch Sie es hier zum Ausdruck gebracht haben – dafür sind, dass dieser Vertrag, den es einmal geben muss – ich glaube, wir sind uns alle darüber im Klaren, dass es der Vertrag von Nizza nicht schaffen kann, die Europäische Union funktionsfähig zu erhalten, insbesondere dann nicht, wenn nunmehr zwei neue Mitglieder beitreten werden –, den es geben wird, einer europäischen Volksabstimmung unterworfen werden soll.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Wir können mit gutem Gewissen sagen – und damit komme ich auf meine Eingangsbemerkung zurück –, dass wir dem Handlungsbedarf, der hier besteht, bereits nachgekommen sind. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Lunacek: Aber Sie werden dann nicht mehr in der Regierung sein!
Und die dritte Frage, ein möglicher Beitritt der Türkei: Es war interessant, hier Übereinstimmung wahrzunehmen. Herr Parteivorsitzender der SPÖ, Frau Kollegin Lunacek von den Grünen, da trennt uns nicht viel, denn wir alle glauben: Wenn dieser Tag überhaupt einmal kommen sollte, an dem dann letztendlich die Entscheidung zu treffen sein wird, dann in ferner Zeit! Sie widersprechen sich aber auch, Frau Kollegin Lunacek, wenn Sie jetzt das Gesetz fordern und gleichzeitig fragen: Warum sollen wir jetzt schon über eine Volksabstimmung reden, wenn wir noch nicht einmal wissen, wann der Tag kommt?! Die Österreicherinnen und Österreicher aber sollen wissen, was wir hier vorhaben! – Darin unterscheiden wir uns von Ihnen: Wir wollen eine Volksabstimmung! (Abg. Mag. Lunacek: Aber Sie werden dann nicht mehr in der Regierung sein!)
Beifall bei der ÖVP.
Das werden nicht Sie entscheiden, ob wir auch weiterhin in der Regierung sein werden, auch nicht wir, sondern die Österreicherinnen und Österreicher durch ihr Wahlverhalten! Lassen Sie diese Arroganz! (Beifall bei der ÖVP.) Gott sei Dank entscheiden bei uns nur die Wählerinnen und Wähler, wer in der Regierung ist, und nicht wir und auch nicht Sie. (Abg. Mag. Lunacek: Aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr groß!)
Abg. Mag. Lunacek: Aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr groß!
Das werden nicht Sie entscheiden, ob wir auch weiterhin in der Regierung sein werden, auch nicht wir, sondern die Österreicherinnen und Österreicher durch ihr Wahlverhalten! Lassen Sie diese Arroganz! (Beifall bei der ÖVP.) Gott sei Dank entscheiden bei uns nur die Wählerinnen und Wähler, wer in der Regierung ist, und nicht wir und auch nicht Sie. (Abg. Mag. Lunacek: Aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr groß!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Da habe ich schon gestaunt, auch bei manchen Aussendungen, denn gerade von Abgeordnetem Cap, der heute auch noch zu Wort kommen wird, ist schon einiges angeklungen, wo die Seelenverwandtschaft zwischen Cap und Strache wirklich greifbar war. Heute hat das wieder ganz anders geklungen. Wir werden sehen, wie das morgen ist. – Wir sind sehr verlässlich in dieser Frage, wie auch in allen anderen! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Matznetter, Sie haben genug zu tun mit BAWAG und dem ÖGB, Sie brauchen sich in dieser Debatte nicht zu Wort zu melden, es gibt genug andere Redner. Aber Sie können sich auch gerne hier einbringen, Sie geben ja überall Ihre Ratschläge, auch der Bundesregierung. Geben Sie Ihre Ratschläge in Wirtschaftsfragen dem ÖGB und der BAWAG, das ist viel besser, glauben Sie mir! (Beifall bei der ÖVP.) Konzentrieren Sie sich und richten Sie Ihre Kräfte dorthin, wo sie massiv gefordert sind! (Abg. Schieder: Sachliche Argumente bitte!)
Abg. Schieder: Sachliche Argumente bitte!
Herr Kollege Matznetter, Sie haben genug zu tun mit BAWAG und dem ÖGB, Sie brauchen sich in dieser Debatte nicht zu Wort zu melden, es gibt genug andere Redner. Aber Sie können sich auch gerne hier einbringen, Sie geben ja überall Ihre Ratschläge, auch der Bundesregierung. Geben Sie Ihre Ratschläge in Wirtschaftsfragen dem ÖGB und der BAWAG, das ist viel besser, glauben Sie mir! (Beifall bei der ÖVP.) Konzentrieren Sie sich und richten Sie Ihre Kräfte dorthin, wo sie massiv gefordert sind! (Abg. Schieder: Sachliche Argumente bitte!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Resümee für mich: Österreich ist und bleibt frei in einer Europäischen Union, wo die Mitarbeit von uns gefordert ist und nicht immer wieder das Ausspielen von Österreich gegen Europa oder umgekehrt: von der Europäischen Union gegen Österreich! Da werden wir sicher nicht mitmachen. Die Sorgen und Ängste der Menschen nehmen wir sehr wohl ernst – dazu hätten wir aber dieses Volksbegehren nicht gebraucht! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt ist die Türkei am Zug! Jetzt muss die Türkei klar machen, ob sie überhaupt beitreten und die Verpflichtungen, um die es dabei geht, übernehmen will – und das ist genug Herausforderung für heute! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer, lachend: „Der Herrscher“!
Sie haben in diesem Vorgehen eine beeindruckende Einmütigkeit erlernt, und die täuscht Sie darüber hinweg, dass die Kluft zum Bürger immer tiefer wird. Sie stellen, wie ich meine, hier übrigens ein Prinzip auf den Kopf, für das Europa 300 Jahre lang gekämpft hat: dass sich nämlich der Herrscher dem Volk verantworten muss. – Sie wollen das eigentlich gar nicht mehr. (Abg. Murauer, lachend: „Der Herrscher“!) Deswegen ist das Volksbegehren als Korrektur dieser Politik eine ganz notwendige Sache.
Abg. Mag. Lunacek: Mit Zustimmung der FPÖ!
Aber das war immerhin noch so weit Neutralität, als sich diese Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik nicht auf militärische Einsätze bezogen hat. Aber damit war es allerdings 1998 – genau am 18. Juni war das – endgültig vorbei, indem man mit der Ratifizierung des Amsterdamer Vertrages die Bundesverfassung geändert hat. (Abg. Mag. Lunacek: Mit Zustimmung der FPÖ!) Nein, mit der Gegenstimme der FPÖ! Manchmal hat man mit seinen Altvorderen auch eine Freude; nicht immer, aber dieses Mal doch! Wie gesagt: gegen die Stimmen der FPÖ!; ich habe mir das vorhin heraussuchen lassen. – Da irrt aber Gusenbauer! Das bezieht sich definitiv auch auf Einsätze, die nicht dem Beschluss des EU-Sicherheitsrates unterliegen. Das steht im Bericht des Verfassungsausschusses expressis verbis so drinnen. Ich zitiere:
Abg. Schieder: Da steht ein Artikel dabei!
„In Entsprechung des Vertrages von Amsterdam gilt dies auch für den Fall, dass eine solche Maßnahme nicht in Durchführung eines Beschlusses des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen ergriffen wird.“ (Abg. Schieder: Da steht ein Artikel dabei!) Artikel 17 Absatz 2. (Abg. Schieder: Sehen Sie! Den müssen Sie auch lesen!) Ich beziehe mich auf die Interpretation des Berichtes des Verfassungsausschusses. (Abg. Schieder: Nur dann wäre es die volle Wahrheit!) So ist der Stand!
Abg. Schieder: Sehen Sie! Den müssen Sie auch lesen!
„In Entsprechung des Vertrages von Amsterdam gilt dies auch für den Fall, dass eine solche Maßnahme nicht in Durchführung eines Beschlusses des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen ergriffen wird.“ (Abg. Schieder: Da steht ein Artikel dabei!) Artikel 17 Absatz 2. (Abg. Schieder: Sehen Sie! Den müssen Sie auch lesen!) Ich beziehe mich auf die Interpretation des Berichtes des Verfassungsausschusses. (Abg. Schieder: Nur dann wäre es die volle Wahrheit!) So ist der Stand!
Abg. Schieder: Nur dann wäre es die volle Wahrheit!
„In Entsprechung des Vertrages von Amsterdam gilt dies auch für den Fall, dass eine solche Maßnahme nicht in Durchführung eines Beschlusses des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen ergriffen wird.“ (Abg. Schieder: Da steht ein Artikel dabei!) Artikel 17 Absatz 2. (Abg. Schieder: Sehen Sie! Den müssen Sie auch lesen!) Ich beziehe mich auf die Interpretation des Berichtes des Verfassungsausschusses. (Abg. Schieder: Nur dann wäre es die volle Wahrheit!) So ist der Stand!
Beifall des Abg. Dr. Bösch. – Beifallskundgebungen auf der Galerie.
Wir sind glühende Österreicher, wir sind bewusste Europäer, und wir werden Schritt für Schritt mit dieser Politik vorankommen, und sie wird Erfolg haben, denn sie ist, im Gegensatz zu dem, was Sie vorantreiben, im Einklang mit den österreichischen Bürgern und im Interesse der österreichischen Bürger. (Beifall des Abg. Dr. Bösch. – Beifallskundgebungen auf der Galerie.)
Heiterkeit.
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Poštovane dame i gospodo! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Frau Präsidentin, ich glaube nicht, dass nach meiner Rede jemand von der Galerie klatschen wird. Also die Gefahr, dass noch jemand von der Galerie klatschen wird, ist nach der Rede der Abgeordneten Rosenkranz gebannt. (Heiterkeit.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ja Kern des Selbstverständnisses der österreichischen Neutralität, und dazu stehen wir nicht nur, sondern diesen Weg werden wir auch weiter verfolgen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Lösungen gibt es noch keine, aber da hoffe ich auf den Druck der Verhandlungen, und Sie, Herr Staatssekretär, haben es ja gesagt: das erste Kapitel – das ist ja traditionell so, das ist ja bei Kroatien auch so gewesen – in einem Tag. Das ist so, als würde es nur eine Sportart geben, nur einen 100-Meter-Lauf – und sonst gar nichts. Es gibt aber zahlreiche Sportarten. – So ähnlich ist es, stelle ich mir vor, bei Verhandlungen über einen EU-Beitritt in den jeweiligen Kapiteln. Die erste Etappe, eine Mini-Etappe, liegt hinter der Türkei, aber die wirklichen steilen Aufstiege sind noch zu nehmen. Ich bin aber optimistisch. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Mag. Roderich Regler (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Zuerst einmal die gute Nachricht: Österreich ist frei – und Österreich bleibt frei! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.) Dazu hätte es keines Volksbegehrens bedurft.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich persönlich glaube jedoch überhaupt, dass es in zehn oder 15 Jahren nicht ein Beitrittsergebnis geben wird, sondern dass – wahrscheinlich sogar im Einvernehmen mit der Türkei – eine Privilegierte Partnerschaft herauskommen wird, sodass die Befürchtungen, die da geäußert wurden, gar nicht Realität werden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was das Wichtigste ist, ist die Frage: Ist es notwendig, die Neutralität zu schützen? Die Neutralität wird derzeit in Österreich von keiner Partei in Frage gestellt – glücklicherweise. Es gab jedoch Momente, wo überlegt wurde, die Neutralität vor allem auch für einen NATO-Beitritt zu ändern, zu modifizieren oder abzuschaffen. Damals hing es davon ab, ob eine der großen Parteien, denn die haben die Zweidrittelmehrheit, dazu bereit war. Es waren die Sozialdemokraten – ich sage, ja, es gab auch bei denen Stimmen, die das anders haben wollten –, es waren also die Sozialdemokraten, die dazu nicht Ja gesagt haben. Es waren die Sozialdemokraten, die damals sichergestellt haben, was heute Allgemeingut ist: dass es bei der österreichischen Neutralität bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, das ist auch eine Verpflichtung für die Politik selbst. Ich glaube, das heißt auch, dass Österreich eine aktive Politik betreiben soll. Ich bin auch froh darüber, dass die österreichische Außenpolitik das in vielen Fällen macht, und ich will hier auch durchaus etwas Positives erwähnen: Das ist zum Beispiel jetzt auch während der EU-Präsidentschaft unser Engagement in den Balkan-Fragen. Das ist ein positives Beispiel. Es gibt aber auch den großen Sündenfall, nämlich das, was die frühere Außenministerin getan hat, als sie in der Frage des Irak-Krieges von der „Politik der Mitte“ gesprochen hat. Das war der große Sündenfall der Außenpolitik, und ich glaube, der Bush-Besuch wäre ein guter Anlass, deutliche Worte von österreichischer Seite zu sprechen, um diesen damaligen Fehler, diesen schwerwiegenden Fehler Österreichs wieder gut zu machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf: Stadl-FPÖ!
Die rund 258 000 Stimmen des Volksbegehrens „Österreich bleib frei!“ entsprechen 4,3 Prozent der Wahlberechtigten, und es nimmt in der Liste der Volksbegehren in Österreich den 21. Rang ein. Es entspricht ja in Wirklichkeit einer Kombination dreier Volksbegehren, sozusagen ein Sammel-Volksbegehren der Stadler-FPÖ. (Ruf: Stadl-FPÖ!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich meine, verantwortungsvolle Politik bedeutet, ernsthaft Diskussionen zu führen. Und das nehmen wir sehr, sehr gerne auf. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Da meine Redezeit bereits dem Ende zugeht, zusammenfassend: Unter der jetzigen EU-Ratspräsidentschaft Österreichs mit Ratspräsident Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sowie Frau Außenministerin Plassnik wird hervorragende Arbeit geleistet und der Grundstein dafür gelegt, dass es in den nächsten Jahren – davon bin ich überzeugt – zu einer gemeinsamen EU-Verfassung kommen wird. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Man muss auch nicht den Schüssel’schen Vergleich der Neutralität mit den „Mozartkugeln“ und den „Lipizzanern“ lieben, jedenfalls aber ist dieses – um in der Sprache der Verfasser dieses Volksbegehrens zu bleiben –„Machwerk“, das die Initiatoren da vorgelegt haben, nicht wert, unterstützt zu werden, weshalb die „arroganten“, wie Sie das sagen, Repräsentanten des Volkes dem vorgelegten Volksbegehren ihre Zustimmung nicht geben werden. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Hofmann.
entnehmen, dass sie alle diese drei Punkte für sehr bedeutend halten und dass sie die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger, die dieses Volksbegehren unterschrieben haben, unterstützen, dass sie jedoch deshalb gegen dieses Volksbegehren sind, weil es von der FPÖ kommt. – Aber, lieber Max Hofmann, das war schon vor zehn Jahren so: Wir werden uns jedenfalls damit auseinandersetzen! (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Hofmann.)
Beifall der Abg. Rosenkranz.
Ich darf Ihnen ankündigen, dass wir Freiheitliche in der kommenden Legislaturperiode selbstverständlich all diese Punkte nicht nur weiterentwickeln, sondern auch weiter betreiben werden. – Danke sehr. (Beifall der Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube, dazu kann man nicht genug an klaren Worten finden, gerade anlässlich dieses Besuches. Ich hoffe, dass der Herr Bundeskanzler und aktuelle EU-Ratsvorsitzende Dr. Wolfgang Schüssel gegenüber dem amerikanischen Präsidenten all diese Punkte anspricht und sich auch namens der EU klar und deutlich gegen diesen Irak-Krieg ausdrückt – so, wie es die Mütter tun, die ihre Söhne in diesem sinnlosen Krieg verloren haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Brauchst du sie?
Meine Frage an den Kollegen Bösch und an die Kollegin Rosenkranz lautet jetzt: Wo ist denn die FPÖ-Führung? Wo ist sie denn jetzt? – Am Anfang, als ein paar Fernsehkameras hier waren, sind sie alle oben auf der Galerie gesessen: die Straches, Vilimskys, Kickls und wie sie alle heißen, die ganze Riege an bedeutungslosen Generalsekretären, die über einen „OTS-Krieg“ nicht hinauskommen. Wo sind sie denn jetzt? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Brauchst du sie?)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
wenn er allein hier sitzt und seine Parteiführung wegen der Bedeutungslosigkeit seiner Rede den Saal verlässt? (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Da frage ich mich: Wo endet hier die Polemik, und wo beginnt der Ernst einer politischen Debatte? (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
wenn er allein hier sitzt und seine Parteiführung wegen der Bedeutungslosigkeit seiner Rede den Saal verlässt? (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Da frage ich mich: Wo endet hier die Polemik, und wo beginnt der Ernst einer politischen Debatte? (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Posch: Warum siezen Sie ihn?
Das Gleiche gilt auch für den Inhalt dieses Volksbegehrens. Ich habe mir das sehr genau angesehen, und ich habe mir die Reden sehr gut angehört. Herr Kollege Bösch, Sie sind vor fünf Minuten hier heraußen gestanden und haben davon gesprochen: Man solle doch jetzt eine Volksabstimmung verbindlich in einen gesetzlichen Rahmen gießen (Abg. Mag. Posch: Warum siezen Sie ihn?), um nach einem etwaigen Beitritt darüber abzustimmen. (Abg. Mag. Posch: Seid ihr schon wieder per Sie miteinander?)
Abg. Mag. Posch: Seid ihr schon wieder per Sie miteinander?
Das Gleiche gilt auch für den Inhalt dieses Volksbegehrens. Ich habe mir das sehr genau angesehen, und ich habe mir die Reden sehr gut angehört. Herr Kollege Bösch, Sie sind vor fünf Minuten hier heraußen gestanden und haben davon gesprochen: Man solle doch jetzt eine Volksabstimmung verbindlich in einen gesetzlichen Rahmen gießen (Abg. Mag. Posch: Warum siezen Sie ihn?), um nach einem etwaigen Beitritt darüber abzustimmen. (Abg. Mag. Posch: Seid ihr schon wieder per Sie miteinander?)
Abg. Mag. Posch: Alle wieder per Sie?
Das stimmt nicht, das ist nicht die Forderung Ihrer Partei! Ihre Partei fordert eine Volksabstimmung in Österreich sofort. Jetzt kenne ich mich nicht mehr aus: Ist Herr Strache zu wenig informiert, sodass er nicht weiß, dass man nicht eine Volksabstimmung zu etwas machen kann (Abg. Mag. Posch: Alle wieder per Sie?), über das es kein Gesetz gibt? Oder sind Sie zu wenig informiert gewesen darüber, was die Partei denn fordert?
Abg. Mag. Lunacek: Klare Haltung?
Das stimmt nicht! Ihre eigene Partei schreibt in großen Lettern: „Die EU-Verfassung muss verhindert werden.“ – Also wiederum eine klare Indifferenz, die nicht nachvollziehbar ist, und das ist ja auch das Problem, warum die Bevölkerung das nicht versteht. – Wir haben hiezu eine klare Haltung: Wir vom BZÖ, das Regierungsteam, die Koalition hat eine klare Haltung zu all diesen Dingen (Abg. Mag. Lunacek: Klare Haltung?), die ja in vielen Bereichen manifestiert wurde.
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Schieder: Und das alles fraktionsintern!
Ich frage mich, wofür die FPÖ dieses Geld braucht. Dient es entweder dazu, die Schulden für diese Kampagne zu bezahlen, oder dient es vielleicht dazu, Detektive anzustellen, um den politischen Mitbewerber zu vernadern? Oder ist es einfach so, dass man erkennt, dass man sonst politisch so sehr an Bedeutung verliert, dass man – so wie Herr Strache – dieses Haus, wenn man es schon besucht, lediglich als Gast besuchen kann? (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Schieder: Und das alles fraktionsintern!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie brauchen mich an überhaupt nichts zu erinnern!
Herr Kollege Scheuch, kommt Ihnen das nicht selbst peinlich vor, wenn Sie Ihren Bis-vor-kurzem-Parteikollegen hier rügen und festhalten, welche klare Haltung das BZÖ hat? – Wenn ich Sie daran erinnere (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie brauchen mich an überhaupt nichts zu erinnern!), gab es bis vor kurzem – und das ist noch nicht so lange her – eine gemeinsame Partei, die damals auch noch den Beitritt zur NATO wollte,
Abg. Scheibner: Ich stehe dazu! – Weitere Zwischenrufe.
Kollege Scheibner schüttelt den Kopf – nein, er schüttelt nicht den Kopf, sondern er nickt. (Abg. Scheibner: Ich stehe dazu! – Weitere Zwischenrufe.) Er ist wahrscheinlich jetzt noch dafür. Diese „klare Haltung“ des BZÖ ist also wirklich nur zum Lachen und Lächerlich-Machen. Das ist leider die Ebene, auf der Sie hier im Hohen Haus agieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Kollege Scheibner schüttelt den Kopf – nein, er schüttelt nicht den Kopf, sondern er nickt. (Abg. Scheibner: Ich stehe dazu! – Weitere Zwischenrufe.) Er ist wahrscheinlich jetzt noch dafür. Diese „klare Haltung“ des BZÖ ist also wirklich nur zum Lachen und Lächerlich-Machen. Das ist leider die Ebene, auf der Sie hier im Hohen Haus agieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Die werden schon kommen! Warten Sie ab!
Dafür braucht es aber auch – das ist jetzt an die Adresse der ÖVP gerichtet, auch an den Herrn Staatssekretär und an die Regierung – klare Worte eines Bundeskanzlers! (Abg. Großruck: Die werden schon kommen! Warten Sie ab!) Wenn er sich heute mit US-Präsident Bush getroffen hat oder dieses Treffen vielleicht noch andauert (Abg. Großruck: Die kommen schon! Alles zur rechten Zeit!), kommt es darauf an, dass er ganz klar sagt, dass dieser „Weg der Mitte“ – das hat auch Kollege Schieder angesprochen –, den die frühere Außenministerin Ferrero-Waldner als österreichische Linie propagiert hat, als damals Bush in den Irak einmarschierte, nicht mehr gilt!
Abg. Großruck: Die kommen schon! Alles zur rechten Zeit!
Dafür braucht es aber auch – das ist jetzt an die Adresse der ÖVP gerichtet, auch an den Herrn Staatssekretär und an die Regierung – klare Worte eines Bundeskanzlers! (Abg. Großruck: Die werden schon kommen! Warten Sie ab!) Wenn er sich heute mit US-Präsident Bush getroffen hat oder dieses Treffen vielleicht noch andauert (Abg. Großruck: Die kommen schon! Alles zur rechten Zeit!), kommt es darauf an, dass er ganz klar sagt, dass dieser „Weg der Mitte“ – das hat auch Kollege Schieder angesprochen –, den die frühere Außenministerin Ferrero-Waldner als österreichische Linie propagiert hat, als damals Bush in den Irak einmarschierte, nicht mehr gilt!
Abg. Großruck: Der Bundeskanzler weiß selber, was er sagt!
Ich erwarte, dass der Bundeskanzler klar sagt, dass er heute nicht nur Guantánamo kritisiert hat, dass er die USA nicht nur um die Schließung gebeten, sondern dazu aufgefordert hat, dass dieses Lager geschlossen wird (Abg. Großruck: Der Bundeskanzler weiß selber, was er sagt!), und dass er nicht nur kritisiert hat, was die CIA in europäischen Staaten getan hat, nämlich dass sie illegale Lager betrieben und auch Europäer entführt hat, sondern dass er auch klar gesagt hat, dass dieser Krieg gegen den Irak völkerrechtlich nicht legitimiert war (Abg. Mag. Molterer: Es ist doch gut, dass Schüssel Bundeskanzler ist!) und dass Schüssel sich nicht weiterhin so, wie Ferrero-Waldner dies früher getan hat, durchschwindelt und sagt: Einen Weg der Mitte gehen wir in der Außenpolitik.
Abg. Mag. Molterer: Es ist doch gut, dass Schüssel Bundeskanzler ist!
Ich erwarte, dass der Bundeskanzler klar sagt, dass er heute nicht nur Guantánamo kritisiert hat, dass er die USA nicht nur um die Schließung gebeten, sondern dazu aufgefordert hat, dass dieses Lager geschlossen wird (Abg. Großruck: Der Bundeskanzler weiß selber, was er sagt!), und dass er nicht nur kritisiert hat, was die CIA in europäischen Staaten getan hat, nämlich dass sie illegale Lager betrieben und auch Europäer entführt hat, sondern dass er auch klar gesagt hat, dass dieser Krieg gegen den Irak völkerrechtlich nicht legitimiert war (Abg. Mag. Molterer: Es ist doch gut, dass Schüssel Bundeskanzler ist!) und dass Schüssel sich nicht weiterhin so, wie Ferrero-Waldner dies früher getan hat, durchschwindelt und sagt: Einen Weg der Mitte gehen wir in der Außenpolitik.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Lunacek bestätigt, es ist doch gut, dass Schüssel Bundeskanzler ist!
Gerade, wenn es um Kriege geht und wenn es um die österreichische Neutralität geht, sind klare Worte notwendig! Wege der Mitte sind da nicht angesagt! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Lunacek bestätigt, es ist doch gut, dass Schüssel Bundeskanzler ist!)
Abg. Schieder – in Richtung der Abgeordneten Dr. Bösch und Rosenkranz –: Sie haben beide gegen Ihr Volksbegehren gestimmt! – Ruf bei den Freiheitlichen – BZÖ: Sensationell!
Ich bitte jene Damen und Herren, die hiezu ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. – Das ist einstimmig angenommen. (Abg. Schieder – in Richtung der Abgeordneten Dr. Bösch und Rosenkranz –: Sie haben beide gegen Ihr Volksbegehren gestimmt! – Ruf bei den Freiheitlichen – BZÖ: Sensationell!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Mit diesem Entschließungsantrag verfolgt die Österreichische Volkspartei gemeinsam mit dem Regierungspartner BZÖ das Ziel, die Klassenschülerhöchstzahl auf einen Richtwert von 25 zu senken. Das ist wichtig, meine Damen und Herren, und wir wollen das gemeinsam mit den Finanzausgleichspartnern durchsetzen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Faul: Und was ist mit den schwarzen Landeshauptleuten?
Der Unterschied zu dem, was die Sozialdemokraten wollen – dieser Antrag liegt uns ja vor –, ist, dass Sie schlicht und einfach eine gesetzliche Änderung wollen, um die Klassenschülerhöchstzahl auf 25 zu senken. Das ist natürlich schon eine durchsichtige Aktion, weil es ja auch Ihre Landeshauptleute, also Landeshauptleute, die die Sozialdemokraten stellen, sind, die im Finanzausgleich die Lehrer-Schüler-Verhältniszahlen festgeschrieben haben, die sich mit ihrer Unterschrift verbürgt haben, dass die Lehrer-Schüler-Verhältniszahlen so sind, wie sie jetzt eben sind. (Abg. Faul: Und was ist mit den schwarzen Landeshauptleuten?) Das führt, eben auf Grund der rückläufigen Schülerzahlen, der schwächeren Jahrgänge, dazu, dass wir weniger an Lehrerplanstellen brauchen. Es wäre also unfair, jetzt herzugehen und einseitig diesen Finanzausgleich aufzuschnüren.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Unser Antrag zielt daher darauf ab, gemeinsam mit den Ländern, mit den Gemeinden eine Lösung zu finden, die im Zusammenhang auch mit bundesgesetzlichen Maßnahmen eine Absenkung auf Dauer absichert, auf Basis gesicherter Ressourcen. Ich denke, das ist ein richtiger und guter Ansatz, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich halte diesen im Burgenländischen Landtag angenommenen Antrag insofern für interessant, als er schon ganz selbstverständlich zum Ausdruck bringt, dass es da ja auch eine Landesverantwortung gibt. Und ich bin nun nicht der Meinung, dass der Bund alles übernehmen sollte, ich bin auch nicht der Meinung, dass, wenn das ad hoc nicht geht, die Länder dann alles übernehmen sollten, sondern ich bin eigentlich der Meinung, dass alle Verhandlungspartner an einen Tisch gehören, dass man gemeinsam eine Lösung finden soll, die die Qualität der österreichischen Schule dauerhaft absichert. (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich lade Sie daher ein, bei der Abstimmung über diese Maßnahmen, über das Ziel, die Absenkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25 zu erreichen, unserem Antrag zuzustimmen, diesem Antrag die Zustimmung zu geben, der ein Antrag mit Zukunft ist, weil er eben nicht eine Lösung nur auf ein Jahr vorsieht, sondern eine dauerhafte Lösung unter Einbindung aller am Finanzausgleich beteiligten Partner. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Amon: Nicht nur für ein Jahr wie Ihres!
Wissen Sie, von wann dieses Zitat Gehrers ist? – Vom 24. Juni 2003; drei Jahre sind das beinahe her! Das sollte man machen. Genau dasselbe schreiben Sie jetzt wieder in Ihren Antrag hinein. Da sollten wir einmal darüber reden, da sollten wir einmal darüber nachdenken. Ihr Antrag ist ein Projekt für die nächsten drei bis fünf Jahre. (Abg. Amon: Nicht nur für ein Jahr wie Ihres!) – Wir wollen das unverzüglich haben, wir wollen das im heurigen Herbst – und nicht nur für ein Jahr!
Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Die Aufgabe der Lehrerfinanzierung ist jedoch ganz klar eine Aufgabe des Bundes! Wozu ist denn ein Bundesstaat überhaupt gut, wenn die Länder alles machen sollen. Der Bundesstaat hat ja die Aufgabe ... (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) – Herr Staatssekretär Finz, das wissen Sie genau, denn Sie waren im Rechnungshof und haben diese Berichte mitverfasst!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: So, Sie lehnen ihn ab?
Jetzt zu sagen: Ja, vielleicht zahlen sie in Vorarlberg weniger, in Kärnten mehr oder umgekehrt, das interessiert uns nicht, das ist Sache der Länder! – Wenn das so wäre, dann würde der Bundesstaat seine Aufgabe sträflich vernachlässigen, und das wäre mit Ihrem Antrag wohl der Fall, und daher müssen wir diesen ablehnen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: So, Sie lehnen ihn ab?)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Kollege Niederwieser, ich glaube, Sie müssen selber schmunzeln, wenn Sie unseren Antrag ablehnen, denn die Argumentation, die Sie jetzt gebracht haben, überzeugt nicht einmal Sie selbst und schon gar nicht Ihre Fraktion, aber ich sehe schon ein: Es ist einfach so, dass die Opposition auf Biegen und Brechen Opposition machen will und nicht in der Lage ist oder nicht in der Lage sein will, gute Vorschläge mit zu unterstützen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Jetzt bringen Sie den Antrag ein, und ich nehme an, Sie haben natürlich auch Wien im Auge, aber für Wien würde das gar nicht zutreffen. Wenn in Wien der Lehrerstand gleich bliebe und man die Klassen teilen würde, gäbe es in Wien dann noch einmal weniger Lehrer. Der Antrag, den Sie hier einbringen, ist gültig, aber eigentlich nicht für Wien, und das ist die spezielle Situation. Entweder ist Ihnen das entgangen, oder es ist einfach Polemik, dass Sie den Antrag als Nagelprobe verstehen, ob wir mit Ihnen mitgehen oder Sie mit uns. Wir haben einen seriösen Antrag und werden eine seriöse Vorgangsweise wählen, und diese wird zum Erfolg führen, auch wenn Sie das nicht hören wollen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Amon: Die SPÖ hat mitgestimmt!
Der Hinweis auf den Finanzausgleich ist zunächst einmal das Spielen des Balles an die Länder. Aber die Länder sind damals nicht hergegangen und haben gesagt: Wir wollen unbedingt die Schülerzahlen in die Höhe setzen!, sondern bei den Finanzausgleichsverhandlungen damals gab es den Druck, ein Einsparungspotential zu erzielen. Zu unserem Bedauern – es waren nur die Grünen, die damals dagegen gestimmt haben – haben sich die Landeshauptleute entschlossen, zwei Bereiche ungeschoren zu lassen. (Abg. Amon: Die SPÖ hat mitgestimmt!) Die SPÖ hat damals mitgestimmt. Selbstverständlich! Allerdings hat sie danach schon mehrfach Anträge
Beifall bei den Grünen.
eingebracht, die das auch wieder verändert hätten. Das kann man von der ÖVP nicht behaupten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie das Geld dafür? Wo wollen Sie einsparen?
Wenn Sie jetzt hergehen und sagen, diskutieren wir mit den Landeshauptleuten, ob wir das vielleicht verändern können, weiß doch jeder, dass dabei nichts herauskommen kann. Es stehen ja auch keine Finanzausgleichsverhandlungen an. Das ist ja momentan überhaupt nicht das Thema. Was man machen müsste, wäre, das Budget zu erhöhen. Das ist das, was dieses Parlament machen kann. (Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie das Geld dafür? Wo wollen Sie einsparen?) Haben Sie das Geld? – Natürlich gibt es das Geld. Das gibt es ja für andere Bereiche auch. Das wissen Sie natürlich genau, doch Sie sitzen ruhigen Gewissens da und streichen Jahr für Jahr 4 Prozent der Lehrerposten weg. Sie streichen sie weg, Sie kürzen bei den Lehrern. Das ist Ihre Politik! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie jetzt hergehen und sagen, diskutieren wir mit den Landeshauptleuten, ob wir das vielleicht verändern können, weiß doch jeder, dass dabei nichts herauskommen kann. Es stehen ja auch keine Finanzausgleichsverhandlungen an. Das ist ja momentan überhaupt nicht das Thema. Was man machen müsste, wäre, das Budget zu erhöhen. Das ist das, was dieses Parlament machen kann. (Abg. Dr. Stummvoll: Haben Sie das Geld dafür? Wo wollen Sie einsparen?) Haben Sie das Geld? – Natürlich gibt es das Geld. Das gibt es ja für andere Bereiche auch. Das wissen Sie natürlich genau, doch Sie sitzen ruhigen Gewissens da und streichen Jahr für Jahr 4 Prozent der Lehrerposten weg. Sie streichen sie weg, Sie kürzen bei den Lehrern. Das ist Ihre Politik! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.
Nehmen Sie doch die Verantwortung wahr, die Sie tragen! Sagen Sie es doch: Bildung braucht nicht so viel Geld! Das ist genau der Kurs, den Sie seit Jahren gefahren sind. Aber jetzt die Verantwortung abzugeben, das ist ja völlig skurril! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.)
Beifall bei den Grünen.
Da frage ich Sie: Wo sind denn die Einsparungen? Wem kamen sie zugute? – 100 Millionen weniger im Bundesbudget. Was haben die Länder davon gehabt? Wo ist ein Euro, den die Länder gehabt haben? – Der Bund hat sich das Geld eingespart, nicht die Länder. – Ja, Kopfschütteln ist relativ einfach. – Dieses Abgeben der Verantwortung, dieses dauernde Hin- und Herschieben – die Länder sind schuld, der Bund ist schuld – interessiert die Leute vor Ort überhaupt nicht mehr. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Sie, Frau Kollegin Rossmann, sagen, in den Pflichtschulen haben wir kein Problem mit großen Klassenschülerzahlen. Habe ich das richtig verstanden? In den Volksschulen haben wir kein Problem mit großen Klassenzahlen? Haben Sie hier im Raum irgendwie Kontakte, um zu sehen, was sich da abspielt mit 30 Schülern, wo laufend aufgefüllt wird bis zum letzten Platz, wo es von Jahr zu Jahr mehr Problemfälle gibt, wo die Toleranzgrenzen, wenn es wo knapp geworden ist und es noch immer gegangen ist, rigoros abgebaut worden sind? (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Dieser Antrag würde bewirken, dass wir jetzt nicht von einer Maßnahme reden, die irgendeine nächste Regierung beim nächsten Finanzausgleich für das Schuljahr 2009 wirksam werdend verhandeln kann, sondern dass es jetzt Maßnahmen gibt. Und das ist wohl dringend und eindeutig notwendig. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Herr Staatssekretär Dr. Finz, es ist primär Ihr Bereich im Ressort, das weiß ich. Daher: Danke für das, was Sie bisher geleistet haben, danke für jene Weichenstellungen, die vorgenommen wurden, und danke auch für den Vorsatz, bis 2010 diese Kosten um 25 Prozent zu senken. Es ist im Interesse des Wachstums, der Beschäftigung, der Arbeitsplätze in Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Öllinger: Das war fast zu viel des Dankes! Der Staatssekretär ist ganz überwältigt!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Prähauser. (Abg. Öllinger: Das war fast zu viel des Dankes! Der Staatssekretär ist ganz überwältigt!)
Beifall bei der SPÖ.
Nur eines: Es ist leider der Wille der Regierung nicht erkennbar. Wir werden möglicherweise im Hintertreffen bleiben, aber wir werden das den betroffenen Menschen sagen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Zielsetzung ist eine sehr richtige und wichtige auch für das Wachstum in unserem Land. Daher unterstützen wir diese Maßnahme dieser Bundesregierung. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Bitte, das ist auch eine Forderung der Arbeiterkammer, der Vertreter von Mieterinnen und Mietern, die oft über den Umweg der Hausbesitzer auch zur Kassa gebeten wurden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Scheibner und Bucher. – Bravoruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Aus diesem Grund gehen wir mit diesem Gesetz mit dem besten Beispiel voran. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Scheibner und Bucher. – Bravoruf des Abg. Dr. Stummvoll.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ist Scheibner aufgerufen worden? – Abg. Scheibner: Scheuch?
Abgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, dass die Maßnahmen, die wir heute hier setzen, nämlich viele nicht mehr notwendige Gesetze und Verordnungen im Sinne dessen, was vorher schon gesagt wurde, aufzuheben – nach dem Grundsatz „Less and Better Regulations“ –, einen wichtigen Schritt darstellen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ist Scheibner aufgerufen worden? – Abg. Scheibner: Scheuch?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich meine daher, dass wir heute nicht nur diesen Schritt setzen sollten, sondern dass wir auch die Folgenabschätzung der Gesetzeskosten weiterentwickeln sollten, weil hier ein sehr großes Einsparungspotential für die Volkswirtschaft, für die Unternehmen insgesamt gegeben ist und damit auch ein Potential für eine bessere Entwicklung der Wirtschaft und für einen noch besseren Wirtschaftsstandort Österreich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zumindest im Bereich der Deregulierung, der Gesetzesvereinfachung und auch der Gesetzesabschaffung könnte man, wenn man bereit wäre, die parteipolitischen Scheuklappen abzulegen, um in diesem Ausschuss doch noch Teilergebnisse zu erzielen, einiges erreichen. Die nächste Ausschusssitzung findet bald statt. Man soll die Hoffnung nie aufgeben, vielleicht schaffen wir in diesem Bereich auch noch einen Schritt in die richtige Richtung. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Sburny: Das Essen war super!
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Wir brauchen die Hoffnung nicht aufzugeben. Wir sind auf guter Spur – so wie auch bei der EU-Ratspräsidentschaft, die in einigen Tagen zu Ende gehen wird. Ich spreche das deshalb an, weil sie mit dieser Gesetzesmaterie in Zusammenhang steht. Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft wird allgemein als gelungen kommentiert. Es gab eine imponierende Regie, es gab eine klare Themenzuwendung, es gab eine Verbesserung der Kommunikation in einer Art und Weise, wie sie Europa endlich braucht. (Abg. Sburny: Das Essen war super!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich darüber, dass dieses Gesetz heute vorliegt, und hoffe, dass es die Zustimmung aller finden wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Das ist ein hervorragendes Gesetz, das durch diese Deregulierung nichts an Qualität verliert. Diese Abschlankung macht Sinn. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Burgenland!
Es gibt entsprechende Forderungen und Resolutionen der ÖVP-Landesorganisationen Steiermark, Niederösterreich und Wien. Wir laden Sie sehr herzlich ein ... (Abg. Dr. Brinek: Burgenland!) – Danke! Auch das Burgenland, eine vierte Landesorganisation. – Wir laden besonders die Damen und Herren Abgeordneten dieser Bundesländer in der ÖVP ein, unserem Antrag betreffend Senkung der KlassenschülerInnen-Höchstzahl jetzt und nicht erst in ein paar Jahren oder vielleicht und wenn man verhandelt, und so weiter und so fort, zuzustimmen.
Beifall bei der SPÖ.
Das ist das Einzige, was Sie tun können, um Österreichs Eltern und um den Lehrerinnen und Lehrern zu helfen, die unter unerträglichen Umständen arbeiten müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Dr. Fekter werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Dr. Fekter werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Dr. Fekter werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Wimmer und Dr. Fekter werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Abg. Großruck: Da wird die Schweiz böse sein! Da wird sich die Schweiz ärgern!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Doppelbesteuerungsabkommen bieten normalerweise wenig Gelegenheit, hier im Hohen Haus kontroversielle Auseinandersetzungen zu führen. Es ist insofern doch eine Besonderheit – und ich möchte das gleich vorweg ankündigen –, dass die SPÖ-Fraktion dem Doppelbesteuerungsabkommen mit der Eidgenossenschaft der Schweiz nicht die Zustimmung erteilen wird. (Abg. Großruck: Da wird die Schweiz böse sein! Da wird sich die Schweiz ärgern!)
Beifall bei der SPÖ.
Noch ein kleiner Hinweis: Wir hätten genug Gelegenheit gehabt, in diesem DBA mit der Schweiz Änderungen zugunsten Österreichs herbeizuführen. Ein Teil wäre zum Beispiel die Quellensteuer von den Dividenden bei den Körperschaften gewesen. Leider keine Veränderung! – Herr Staatssekretär, dieses Ergebnis der Verhandlungen verdient leider ein „Nicht genügend“! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jakob Auer: So ist es!
Die EU und die Schweiz haben ein Freizügigkeitsabkommen getroffen. Dadurch hätte sich jetzt für die Österreicher, speziell für die Vorarlberger, für einen Personenkreis eine Möglichkeit ergeben, die Grenzgängerregelung in Anspruch zu nehmen – für einen Personenkreis, der diese Regelung bisher nie in Anspruch hätte nehmen können. Das hätte bedeutet, dass wir, hätten wir nichts gemacht, einen Einkommensverlust von 80 Millionen € erlitten hätten. (Abg. Jakob Auer: So ist es!) Daher war als Basis für dieses Freizügigkeitsabkommen – das mit der EU getroffen wurde – eine Neuregelung des bilateralen Abkommens mit der Schweiz notwendig.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter sowie Gegenrufe des Abg. Grillitsch.
Das ist also eine Reaktion von uns, zu der wir keine Alternative sehen, durch die wir das hätten vermeiden können. Es galt vielmehr zu vermeiden, dass wir Steuerausfälle haben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter sowie Gegenrufe des Abg. Grillitsch.)
Abg. Gaál: Er hat es verwirrt! – Abg. Wimmer: Verwirrt!
Abgeordneter Jakob Auer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Staatssekretär Finz hat jetzt nochmals klar die Angelegenheit erläutert (Abg. Gaál: Er hat es verwirrt! – Abg. Wimmer: Verwirrt!), die Grundlage dessen, was Inhalt des Abkommens zwischen der Schweiz und Österreich ist.
Abg. Grillitsch: Na geh!
Ich bin an und für sich erstaunt über die Haltung eines vermeintlichen Steuerfachmanns Matznetter, dessen Kompetenz ihm ansonsten nicht abzusprechen ist – zumindest in manchen Bereichen nicht. (Abg. Grillitsch: Na geh!) Aber in diesem Bereich habe ich offensichtlich ein gewisses Problem, Herr Kollege Matznetter.
Abg. Dr. Matznetter: Nein, alle!
Tatsache ist, dass vielleicht der eine oder andere Kanton – das mag schon sein – einen gewissen Vorteil hat (Abg. Dr. Matznetter: Nein, alle!), dass es aber insgesamt gesehen, wäre es nicht geändert worden, auf Grund des Freizügigkeitsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Schweiz unter Umständen möglich gewesen wäre, dass Österreich einen Verlust von 80 Millionen € an Steuereinnahmen zur Kenntnis hätte nehmen müssen (Abg. Dr. Matznetter: Das ist falsch!) und als Gegenrechnung vielleicht 8 oder 9 Millionen € natürlich auch an Belastung zu verzeichnen gewesen wären.
Abg. Dr. Matznetter: Das ist falsch!
Tatsache ist, dass vielleicht der eine oder andere Kanton – das mag schon sein – einen gewissen Vorteil hat (Abg. Dr. Matznetter: Nein, alle!), dass es aber insgesamt gesehen, wäre es nicht geändert worden, auf Grund des Freizügigkeitsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Schweiz unter Umständen möglich gewesen wäre, dass Österreich einen Verlust von 80 Millionen € an Steuereinnahmen zur Kenntnis hätte nehmen müssen (Abg. Dr. Matznetter: Das ist falsch!) und als Gegenrechnung vielleicht 8 oder 9 Millionen € natürlich auch an Belastung zu verzeichnen gewesen wären.
Abg. Dr. Matznetter schüttelt den Kopf.
Aber Tatsache ist: Das ist ein Vorteil von acht zu eins für Österreich! (Abg. Dr. Matznetter schüttelt den Kopf.) Und dass Sie einer derartigen Änderung, die sich im Gesamtsaldo positiv für Österreich auswirkt, nicht zustimmen, das wundert mich ein bisschen. – Ansonsten ist hierzu nichts zu sagen, da Herr Staatssekretär Finz diese Tatsache bereits erläutert hat.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher. – Abg. Grillitsch: Matznetter ist nicht lernfähig!
Herr Kollege Matznetter! Lassen Sie sich nochmals aufklären, dann werden Sie sich unseren Argumenten nicht verschließen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher. – Abg. Grillitsch: Matznetter ist nicht lernfähig!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, dass wir diese Zukunft vorwegnehmen sollten, dass wir ernsthaft Gespräche aufnehmen sollten, sowohl auf bilateraler als auch auf multilateraler Ebene, um hier zu wesentlichen Verbesserungen für diese Branche zu kommen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steibl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist ein Debattenbeitrag!
Erstens: Es bedeutet für Österreich eine drastische Verschlechterung, wenn die Schweiz von den Grenzgängern statt bisher 3 Prozent nunmehr 25 Prozent einhebt, selbst wenn die Hälfte – 12,5 Prozent – an Österreich überwiesen wird. (Abg. Steibl: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! Das ist ein Debattenbeitrag!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl. – Gegenruf des auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Dr. Matznetter: Sie haben Unrecht, Frau Kollegin!
Ich berichtige zweitens tatsächlich, dass in der Schweiz das gesamte Aufkommen dieser Quellensteuer an die Kantone und Gemeinden gegangen ist, sodass dieser Vorteil auch wirklich ein reiner Vorteil für die Kantone und Gemeinden in der Schweiz ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steibl. – Gegenruf des auf seinen Sitzplatz zurückkehrenden Abg. Dr. Matznetter: Sie haben Unrecht, Frau Kollegin!)
Abg. Dr. Matznetter: Nein! Ich verstehe es sehr gut!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Matznetter, Sie haben – so denke ich – die Sache nicht ganz verstanden. (Abg. Dr. Matznetter: Nein! Ich verstehe es sehr gut!) Versuchen Sie das einmal aus der Praxis heraus zu verstehen. Wenn zum Beispiel Vorarlberger Pendler in die Schweiz fahren und mit dem bis dato noch gültigen Freizügigkeitsabkommen dort nur eine Nacht verweilen, dann würden sie unter die Schweizer Besteuerung fallen. (Abg. Dr. Matznetter: Jetzt schon!) Das wollen Sie hoffentlich nicht haben! Sie wollen, dass die Vorarlberger Landesbürger in Österreich in die Besteuerung fallen. Daher denke ich, dass das eine vernünftige Regelung ist, dass es eine weitsichtige Regelung ist, der wir selbstverständlich auch zustimmen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Jetzt schon!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Matznetter, Sie haben – so denke ich – die Sache nicht ganz verstanden. (Abg. Dr. Matznetter: Nein! Ich verstehe es sehr gut!) Versuchen Sie das einmal aus der Praxis heraus zu verstehen. Wenn zum Beispiel Vorarlberger Pendler in die Schweiz fahren und mit dem bis dato noch gültigen Freizügigkeitsabkommen dort nur eine Nacht verweilen, dann würden sie unter die Schweizer Besteuerung fallen. (Abg. Dr. Matznetter: Jetzt schon!) Das wollen Sie hoffentlich nicht haben! Sie wollen, dass die Vorarlberger Landesbürger in Österreich in die Besteuerung fallen. Daher denke ich, dass das eine vernünftige Regelung ist, dass es eine weitsichtige Regelung ist, der wir selbstverständlich auch zustimmen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Kollege Matznetter, Sie haben – so denke ich – die Sache nicht ganz verstanden. (Abg. Dr. Matznetter: Nein! Ich verstehe es sehr gut!) Versuchen Sie das einmal aus der Praxis heraus zu verstehen. Wenn zum Beispiel Vorarlberger Pendler in die Schweiz fahren und mit dem bis dato noch gültigen Freizügigkeitsabkommen dort nur eine Nacht verweilen, dann würden sie unter die Schweizer Besteuerung fallen. (Abg. Dr. Matznetter: Jetzt schon!) Das wollen Sie hoffentlich nicht haben! Sie wollen, dass die Vorarlberger Landesbürger in Österreich in die Besteuerung fallen. Daher denke ich, dass das eine vernünftige Regelung ist, dass es eine weitsichtige Regelung ist, der wir selbstverständlich auch zustimmen werden. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Unser sozialdemokratischer Vorschlag war ja immer, dass bei diesen Abfindungen nur der halbe Steuersatz in Anwendung gebracht werden soll. Das wäre einfach gerechter, weil die zweite Säule des schweizerischen Pensionssystems ja nicht freiwillig ist, sondern – wie wir wissen – gesetzlich vorgeschrieben ist. Wir werden in den nächsten Wochen für die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in der Schweiz arbeiten, eine Initiative starten. Es ist eine große Zahl von Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern betroffen. Ich hoffe, dass es dann einen breiten Konsens geben wird, endlich eine faire Besteuerung für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen sicherzustellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Dass es früher besser war, als die in Frage kommenden VorarlbergerInnen diese Möglichkeit eigentlich auf Grund von arbeitsrechtlichen Bestimmungen noch nicht hatten, ist eine andere Sache. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Ja, aber es wird ihnen offensichtlich wesentlich erleichtert, weil die Bestimmungen an dieser Stelle auseinander klaffen.
Beifall bei den Grünen.
Letzter Punkt: Wir haben schon öfters über die zukünftigen Möglichkeiten von der Besteuerung in den Bereichen Gewinne und Zinseinkünfte geredet. Da wären die Harmonisierungsbestrebungen wesentlich dringlicher als im Arbeitsbereich, vor allem natürlich auch über Länder und Kontinente hinweg. Ich spreche da von den Steueroasen – da würde ich mir wirklich einmal glaubwürdigere Anläufe erwarten. Nicht, dass wir als Österreicher das abstellen können, das ist das Dilemma! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Folgendes stimmt mich aber bedenklich: der Auftritt des Finanzministers diesbezüglich und die Art, wie Sie, Herr Staatssekretär, das erläutert haben, nämlich dass Sie mit dem Auftrag des Parlaments ausgestattet – einstimmig nämlich – in Sachen Devisentransaktionssteuer bestimmte Aktivitäten entfalten sollten, Sie aber eigentlich, bevor es richtig losgeht, schon mit der Botschaft heimkommen: Das will dort niemand hören, also können wir uns da nicht aus dem Fenster lehnen! – Das ist zwar das, was man sich von Grasser erwarten durfte, aber nicht wirklich elegant, vor allem wenn sich der Bundeskanzler angeblich selbst dafür stark gemacht hat. Das werden Sie überdenken müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Kollege Matznetter, ich habe Sie eigentlich bisher als sehr konsequenten und genauen Rechner kennen gelernt und wundere mich, dass Sie jetzt bereit sind, Schlupflöcher offen zu lassen. Ich hätte eigentlich erwartet, dass Sie hier konsequent einfordern. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Lesen Sie das Formblatt!
erhobenen Steuer in der Höhe von 12,5 Prozent an die Republik Österreich bezahlt wird. (Abg. Dr. Matznetter: Lesen Sie das Formblatt!)
Abg. Dr. Matznetter: 25 Prozent!
Es kann diese Regelung, die bewirken wird, dass der bisherige Grenzgängerschwund gestoppt wird und seine Rückholung in das österreichische Besteuerungsnetz stattfindet (Abg. Dr. Matznetter: 25 Prozent!), kurzfristig zu Steuermindereinnahmen in einer geschätzten Größenordnung von 9 Millionen € pro Jahr führen. Im Extremfall könnte es jedoch ohne diese Regelung zu einem Steuerausfall von 80 Millionen € kommen. (Abg. Dr. Matznetter: Die Schweizer freuen sich über ... mehr!) Das heißt, wir verlieren zwar beim Steueraufkommen, aber ohne Anpassung verlieren wir fast das Zehnfache. (Abg. Dr. Matznetter: Das ist ein Blödsinn!)
Abg. Dr. Matznetter: Die Schweizer freuen sich über ... mehr!
Es kann diese Regelung, die bewirken wird, dass der bisherige Grenzgängerschwund gestoppt wird und seine Rückholung in das österreichische Besteuerungsnetz stattfindet (Abg. Dr. Matznetter: 25 Prozent!), kurzfristig zu Steuermindereinnahmen in einer geschätzten Größenordnung von 9 Millionen € pro Jahr führen. Im Extremfall könnte es jedoch ohne diese Regelung zu einem Steuerausfall von 80 Millionen € kommen. (Abg. Dr. Matznetter: Die Schweizer freuen sich über ... mehr!) Das heißt, wir verlieren zwar beim Steueraufkommen, aber ohne Anpassung verlieren wir fast das Zehnfache. (Abg. Dr. Matznetter: Das ist ein Blödsinn!)
Abg. Dr. Matznetter: Das ist ein Blödsinn!
Es kann diese Regelung, die bewirken wird, dass der bisherige Grenzgängerschwund gestoppt wird und seine Rückholung in das österreichische Besteuerungsnetz stattfindet (Abg. Dr. Matznetter: 25 Prozent!), kurzfristig zu Steuermindereinnahmen in einer geschätzten Größenordnung von 9 Millionen € pro Jahr führen. Im Extremfall könnte es jedoch ohne diese Regelung zu einem Steuerausfall von 80 Millionen € kommen. (Abg. Dr. Matznetter: Die Schweizer freuen sich über ... mehr!) Das heißt, wir verlieren zwar beim Steueraufkommen, aber ohne Anpassung verlieren wir fast das Zehnfache. (Abg. Dr. Matznetter: Das ist ein Blödsinn!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Schließlich sind die Revisionsverhandlungen zum Anlass genommen worden, eine OECD-konforme Quellensteuerentlastung bei Lizenzgebühren herbeizuführen, eine Absicherung der österreichischen Wegzugsbesteuerung zu gewährleisten und eine OECD-konforme Abkommensanpassung bei der Künstler- und Sportlerbesteuerung zu vereinbaren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.) 14.42
Abg. Dr. Matznetter: ... weniger und nicht mehr!
Weiters wird die Ausweitung der gegenseitigen Amtshilfeleistungen herbeigeführt. (Abg. Dr. Matznetter: ... weniger und nicht mehr!) – Darüber kann man diskutieren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie bei der SPÖ.
Die Steuerpolitik hat einen Beitrag zur Verbesserung der Standortbedingungen Österreichs zu leisten, und in diesem Sinne werden wir diesem Punkt auch zustimmen. – Ich danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie bei der SPÖ.)
Abg. Amon: Ist es auch!
Als wir den Antrag zuerst vom Kollegen Amon bekommen haben, habe ich mir gedacht, dass das, was da drinsteht, ja an und für sich recht vernünftig klingt. (Abg. Amon: Ist es auch!) – Das ist es an sich vom Text her auch, aber die Frau Bildungsministerin wird ersucht, eine Studie durchzuführen: Der Ist-Zustand der Integration an den Schulen sei zu evaluieren. – Das wurde am 29. März eingebracht und wird heute beschlossen.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Deutlicher sprechen, bitte!
Ich habe es im Ausschuss schon gesagt: Es gibt einen Bericht vom April, der im Auftrag des Bildungsministeriums erstellt wurde – „Qualität in der Sonderpädagogik“ –, in dem ein Wissenschafterinnen- und Wissenschafterteam genau das, was da heute verlangt wird, vorlegt. Ich frage mich also: Wozu sollte ein Antrag gut sein, der einen Bericht fordert, der im April schon fertig gestellt wurde? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Deutlicher sprechen, bitte!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe Sie vorher nicht verstanden! – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Das ist wohl wirklich eher ein „Pflanz“, Kollegin Partik-Pablé! – Dass Sie das vielleicht nicht gewusst haben, will ich Ihnen zugute halten, aber den Bericht, den Sie fordern, gibt es schon. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe Sie vorher nicht verstanden! – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Nein! Sie wollen, dass wir einem Antrag zustimmen, mit dem die Ministerin aufgefordert wird, eine Studie durchzuführen und einen Bericht vorzulegen. Die Studie wurde aber schon lange in Auftrag gegeben, und den Bericht gibt es ja schon! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben wieder einmal nicht genau gelesen! Eine Evaluation! Darum geht es!) – Ja, schon. Ich habe es schon genau gelesen, aber wahrscheinlich haben Sie nicht genau gelesen, bevor Sie unterschrieben haben. – Das ist das Problem!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben wieder einmal nicht genau gelesen! Eine Evaluation! Darum geht es!
Das ist wohl wirklich eher ein „Pflanz“, Kollegin Partik-Pablé! – Dass Sie das vielleicht nicht gewusst haben, will ich Ihnen zugute halten, aber den Bericht, den Sie fordern, gibt es schon. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich habe Sie vorher nicht verstanden! – Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Nein! Sie wollen, dass wir einem Antrag zustimmen, mit dem die Ministerin aufgefordert wird, eine Studie durchzuführen und einen Bericht vorzulegen. Die Studie wurde aber schon lange in Auftrag gegeben, und den Bericht gibt es ja schon! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben wieder einmal nicht genau gelesen! Eine Evaluation! Darum geht es!) – Ja, schon. Ich habe es schon genau gelesen, aber wahrscheinlich haben Sie nicht genau gelesen, bevor Sie unterschrieben haben. – Das ist das Problem!
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich weiß, dass in den Landesschulräten bis hinein ins Ministerium die Verantwortlichen mit dieser Formel nicht mehr leben können und nicht mehr arbeiten können. Das ist auch der Gegenstand unseres Antrages – neben der Überführung nach der achten Schulstufe in Form von berufsbildenden mittleren Schulen und polytechnischen Schulen. Wir ersuchen Sie daher noch einmal, unserem Antrag die Zustimmung zu geben. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Niederwieser –: Du bist ja nicht darauf angesprungen! Ich glaube, es war die Unseriosität der Ministerin ...! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Kollege Jarolim! Sie haben ja überhaupt keine Ahnung! – Abg. Dr. Jarolim: Das müssen Sie mit sich selbst ins Reine bringen! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sitzen Sie überhaupt auf Ihrem Platz, dass Sie Zwischenrufe machen können? – Abg. Dr. Jarolim: Ja! – Ruf bei der ÖVP: Er führt Selbstgespräche! – Abg. Mag. Molterer: In der Präsidiale sind nur Zwischenrufe angesprochen worden, nicht Selbstgespräche! – Weitere Zwischenrufe.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Huainigg. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des das Rednerpult verlassenden Abg. Dr. Niederwieser –: Du bist ja nicht darauf angesprungen! Ich glaube, es war die Unseriosität der Ministerin ...! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Herr Kollege Jarolim! Sie haben ja überhaupt keine Ahnung! – Abg. Dr. Jarolim: Das müssen Sie mit sich selbst ins Reine bringen! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sitzen Sie überhaupt auf Ihrem Platz, dass Sie Zwischenrufe machen können? – Abg. Dr. Jarolim: Ja! – Ruf bei der ÖVP: Er führt Selbstgespräche! – Abg. Mag. Molterer: In der Präsidiale sind nur Zwischenrufe angesprochen worden, nicht Selbstgespräche! – Weitere Zwischenrufe.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Dass wir einen Entschließungsantrag brauchen, um einmal festgestellt zu bekommen, was der Stand der Dinge ist, kann ja wirklich nicht ganz ernst gemeint sein. Das ist halt immer wieder der Versuch: Wenn man an konkreten Maßnahmen nicht sieht, wo sich in einem Bereich etwas entwickeln soll, dann kommen diese Entschließungsanträge, in denen einerseits mit schönen Worten beschrieben wird, was alles super funktioniert, und damit man irgendeinen Aufhänger findet, gibt es dann halt noch einen Antrag für eine Studie oder eine Evaluation. – Das kennen wir zur Genüge. Die Frage ist, was sich denn im Bereich der Integration und der inklusiven Pädagogik wirklich tut. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Abg. Großruck: Stimmt ja nicht! Das ist ja falsch! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer. – Abg. Mag. Lapp: Es gibt keinen Rechtsanspruch! Das ist die Wahrheit! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung der Abg. Mag. Lapp –: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Wenn Kollege Huainigg vorher gesagt hat – wenn ich es im Wortlaut richtig in Erinnerung habe –: Wer integriert, der profitiert!, komme ich schon auf die Bürgerinitiative zu sprechen: Gilt das nur für die ersten acht Schulstufen? Ist dann Schluss? Gilt dieses Kriterium nach der achten Schulstufe, wo die Integration explizit auf Grund einer Weigerung der ÖVP seit Jahren nicht stattfinden kann? (Abg. Großruck: Stimmt ja nicht! Das ist ja falsch! – Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer. – Abg. Mag. Lapp: Es gibt keinen Rechtsanspruch! Das ist die Wahrheit! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung der Abg. Mag. Lapp –: Bleiben Sie bei der Wahrheit!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie haben die Integration mutwillig zum Spielball der Politik gemacht. – Das war der Punkt, um den es gegangen ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Hätten Sie diese Frage der Integration ab der neunten Schulstufe gesondert abstimmen lassen, dann hätte es im Haus schon lange eine Mehrheit dafür gegeben. Wer hat denn die Mehrheit? – Nicht wir, nicht die SPÖ, sondern Sie. Wenn Sie jedes Mal verlangen, dass wir 17 Dinge, die wir nicht wollen, mittragen müssen, damit auch irgendetwas beschlossen wird, das vielleicht Konsens ist, dann finde ich das demokratiepolitisch wirklich bedenklich. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Sie können ja Ihre Politik machen, wie Sie wollen, aber dass Sie uns unterstellen, wir verhindern es, ist einfach unseriös und unglaubwürdig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Hätten Sie diese Frage der Integration ab der neunten Schulstufe gesondert abstimmen lassen, dann hätte es im Haus schon lange eine Mehrheit dafür gegeben. Wer hat denn die Mehrheit? – Nicht wir, nicht die SPÖ, sondern Sie. Wenn Sie jedes Mal verlangen, dass wir 17 Dinge, die wir nicht wollen, mittragen müssen, damit auch irgendetwas beschlossen wird, das vielleicht Konsens ist, dann finde ich das demokratiepolitisch wirklich bedenklich. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Sie können ja Ihre Politik machen, wie Sie wollen, aber dass Sie uns unterstellen, wir verhindern es, ist einfach unseriös und unglaubwürdig. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Leere Reihen bei den Regierungsparteien, so interessiert sie das!
Präsident Dr. Andreas Khol: Ich erteile Herrn Abgeordnetem Scheibner als erstem Anfragesteller zur Begründung der Anfrage das Wort. Seine Ausführungen dürfen 20 Minuten nicht überschreiten. – Bitte. (Abg. Öllinger: Leere Reihen bei den Regierungsparteien, so interessiert sie das!)
Ruf bei der SPÖ: Man muss sich nicht alles anhören!
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Meine Damen und Herren! Kollege Öllinger hat gerade gesagt: „Leere Reihen bei den Regierungsparteien“. – Das wird sich schon noch ändern. Herr Kollege Öllinger, ich hoffe, dass sich auch die Leere vor allem auf den vorderen Plätzen der SPÖ-Fraktion noch ändern wird. (Ruf bei der SPÖ: Man muss sich nicht alles anhören!) – Ja, das glaube ich schon. Ihr seid ja wirklich ehrlich. Im Gegensatz zu manch anderen, die in diese Affäre verstrickt und verwickelt sind, seid ihr ehrlich. Ihr wollt das nicht mehr hören, das verstehe ich schon, aber dann müsst ihr auch anders agieren, dann müsst ihr diese Affäre wirklich lückenlos aufklären und daran mitarbeiten, dass die Konsequenzen gezogen werden und dass diese Verfilzung von Partei, Interessenvertretung und Bank in Zukunft so nicht mehr möglich ist. Dann brauchen wir darüber nicht mehr zu diskutieren, und dann muss auch eure Führung vor solchen Debatten nicht die Flucht ergreifen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Werte Regierungsmitglieder! Meine Damen und Herren! Kollege Öllinger hat gerade gesagt: „Leere Reihen bei den Regierungsparteien“. – Das wird sich schon noch ändern. Herr Kollege Öllinger, ich hoffe, dass sich auch die Leere vor allem auf den vorderen Plätzen der SPÖ-Fraktion noch ändern wird. (Ruf bei der SPÖ: Man muss sich nicht alles anhören!) – Ja, das glaube ich schon. Ihr seid ja wirklich ehrlich. Im Gegensatz zu manch anderen, die in diese Affäre verstrickt und verwickelt sind, seid ihr ehrlich. Ihr wollt das nicht mehr hören, das verstehe ich schon, aber dann müsst ihr auch anders agieren, dann müsst ihr diese Affäre wirklich lückenlos aufklären und daran mitarbeiten, dass die Konsequenzen gezogen werden und dass diese Verfilzung von Partei, Interessenvertretung und Bank in Zukunft so nicht mehr möglich ist. Dann brauchen wir darüber nicht mehr zu diskutieren, und dann muss auch eure Führung vor solchen Debatten nicht die Flucht ergreifen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich erinnere mich daran, dass Herr Gusenbauer noch im März gesagt hat: Der BAWAG-Skandal ist jetzt erledigt, das andere Problem mit der Regierung wird sich noch erledigen! Und ein paar Tage später gab es die nächste Facette dieser Affäre – und das Ganze ist wieder von vorne losgegangen. Das heißt – und das muss man auch den Beteiligten, die sich jetzt groß als Sanierer aufspielen, vorwerfen –, es wird nach dem alten Strizzi-Motto, würde man auf Wienerisch sagen, agiert: Gib nur das zu, was man dir hundertprozentig beweisen kann! Und bei allem anderen hoffen wir, dass man nicht draufkommt! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Herr Kollege Matznetter, Sie sind ja auch ein Vernebler und Verschleierer, die dann den Finanzminister kritisiert haben, anstatt sich Asche aufs Haupt zu streuen und zu versuchen, diesen Skandal, der 3 bis 3,5 Milliarden € an Verlust gebracht hat, wirklich aufzuzeigen. Das ist ja das Problem, das wir mit Ihnen haben. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Oder beim Herrn Generaldirektor Elsner: Man hat von diesen Spekulationsverlusten spätestens – spätestens! – seit dem Jahr 2000 gewusst. Man hat Herrn Elsner aber nicht abgesetzt, und als er in den Ruhestand übergetreten ist, hat man ihn für seine Spekulationen noch belohnt, nämlich belohnt mit einem 300 000-€-Job bei den Lotterien, wo er, wie ich gehört habe, überhaupt nichts zu tun hatte, im Gegenteil, man war froh, wenn er nicht gekommen ist. (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.) Man hat dort gesagt, dass das im Auftrag des Eigentümervertreters war, was solle man machen. Einen 300 000-€-Job fürs Nichtstun! Wofür ist denn Herr Elsner von Ihnen
Abg. Mag. Molterer: Das ist die große Frage!
belohnt worden (Abg. Mag. Molterer: Das ist die große Frage!), für seine Machenschaften? (Abg. Dr. Fekter: Schweigegeld war das wahrscheinlich!) Und dann noch eine ordentliche Pensions- und Abfertigungsabfindung, wo es zuerst geheißen hat, das seien ein bisschen über 3 Millionen € gewesen – auch ein ordentlicher Betrag!
Abg. Dr. Fekter: Schweigegeld war das wahrscheinlich!
belohnt worden (Abg. Mag. Molterer: Das ist die große Frage!), für seine Machenschaften? (Abg. Dr. Fekter: Schweigegeld war das wahrscheinlich!) Und dann noch eine ordentliche Pensions- und Abfertigungsabfindung, wo es zuerst geheißen hat, das seien ein bisschen über 3 Millionen € gewesen – auch ein ordentlicher Betrag!
Zwischenrufe bei der ÖVP
Dann ist aber plötzlich herausgekommen, scheibchenweise, dass es 6,8 Millionen € waren – meine Damen und Herren, 6,8 Millionen €, nicht Schilling! Ich habe mir das auch gedacht, ja wenn es Schilling wären, aber 6,8 Millionen € hat Herr Elsner zusätzlich zu seinem 300 000-€-Job (Zwischenrufe bei der ÖVP) noch als Belohnung für seine Spekulationen und für die Misswirtschaft, die er da betrieben hat, bekommen! Und niemand weiß etwas davon.
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Die Herren Aufsichtsräte, die eingebunden waren, haben nichts gewusst, und man hat ja auch nur einen Grundsatzbeschluss gefasst, dass man diese Abfertigung abfindet, aber in welcher Höhe, das hat niemanden interessiert, das war völlig egal. (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) 6,8 Millionen € interessieren niemanden in diesem Aufsichtsrat! Und diese ehemaligen Aufsichtsräte sind alle noch in ihren Funktionen und machen sich wichtig, ohne dass da irgendjemand noch an persönliche Konsequenzen denkt.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Es geht vielleicht nicht um persönliche Schuld, keine Frage, aber mangelnde Verantwortung ist gegeben, wenn man nichts weiß oder zumindest nichts wissen will, vor allem dann, wenn man weiß, was die Herrschaften in diesem Aufsichtsrat kassiert haben: eine jährliche Entschädigung von 22 000 €, meine Damen und Herren! 22 000 € für, wie ich gehört habe, vier Sitzungen im Jahr, also 5 500 € pro Sitzung, das ist eine ordentliche Gage dafür, dass man dann nichts fragt, nichts wissen will und dann auch für nichts verantwortlich ist. 22 000 € für Gewerkschaftsfunktionäre, die in diesem Aufsichtsrat sitzen, als Körberlgeld! Das ist ein durchschnittliches Jahreseinkommen eines Arbeitnehmers, der sich erwarten würde, dass der ÖGB seine Interessen vertritt. Die Funktionäre haben nebenbei als Körberlgeld ein Jahreseinkommen dieses Arbeitnehmers kassiert, ohne dass sie die Verantwortung wahrgenommen und im Aufsichtsrat wirklich kontrolliert haben. Das sind die skandalösen Umstände, die hier einmal aufgezeigt werden müssen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Herr Tumpel wird nach wie vor von der SPÖ verteidigt. Herr Tumpel war Aufsichtsratsvorsitzender in der Zeit um 1995, als mit seinem Wissen die Spekulationsgeschäfte wieder aufgenommen wurden und sich der Aufsichtsrat und auch Herr Tumpel nicht darum gekümmert haben, ob die zusätzlichen Auflagen auch eingehalten werden. Nach dem, was jetzt in den Medien berichtet wird – Genaueres wissen wir ja auch nicht; ich gehe davon aus, dass jetzt durch die Prüfung der Finanzmarktaufsicht einiges aus dem Dunkel herauskommt (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), Herr Kollege Matznetter – und was wir hören, sind schon damals über 500 Millionen € an Verlust entstanden. – Keine Wahrnehmung der Verantwortung des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Tumpel! Wo war in den neunziger Jahren die Kontrolle durch die SPÖ-Finanzminister? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Herr Tumpel wird nach wie vor von der SPÖ verteidigt. Herr Tumpel war Aufsichtsratsvorsitzender in der Zeit um 1995, als mit seinem Wissen die Spekulationsgeschäfte wieder aufgenommen wurden und sich der Aufsichtsrat und auch Herr Tumpel nicht darum gekümmert haben, ob die zusätzlichen Auflagen auch eingehalten werden. Nach dem, was jetzt in den Medien berichtet wird – Genaueres wissen wir ja auch nicht; ich gehe davon aus, dass jetzt durch die Prüfung der Finanzmarktaufsicht einiges aus dem Dunkel herauskommt (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), Herr Kollege Matznetter – und was wir hören, sind schon damals über 500 Millionen € an Verlust entstanden. – Keine Wahrnehmung der Verantwortung des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Tumpel! Wo war in den neunziger Jahren die Kontrolle durch die SPÖ-Finanzminister? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ja, die Oesterreichische Nationalbank, da hat man sich gleich empört und gesagt, man stelle da irgendwelche Sippenhaftungen her – überhaupt nicht, aber aufzuklären ist schon, ob es hier nicht familiäre Unvereinbarkeiten bei den Prüfungen in der Nationalbank gegeben hat, wenn Frau Tumpel-Gugerell Dinge prüft, die Herr Tumpel zu verantworten hat! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Das sind Dinge, die aufgeklärt gehören, wo aber Sie in vielen Bereichen nach wie vor die Mauer machen und keine Konsequenzen ziehen wollen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: ... SPÖ-Bonzen!
Wir alle haben den jetzigen Gewerkschaftsvorsitzenden Hundstorfer für diese Funktion bedauert. Teilweise hatte man wirklich den Eindruck, dass er sich bemüht, hier aufzuklären, obwohl einiges doch auch ungereimt war – wenn man sich nicht einmal einer Wahl stellt, die Flucht vor der Basis. SPÖ-Gemeinderatsvorsitzender als ÖGB-Präsident ist auch kein Signal dafür, dass man jetzt die Zeichen der Zeit erkannt hat und wirklich eine Entflechtung vornehmen möchte. Aber man erhielt einen durchaus bemühten Eindruck. Dann hat sich aber herausgestellt, dass auch Herr Gewerkschaftspräsident Hundstorfer in diese Affäre involviert gewesen ist (Abg. Dr. Partik-Pablé: ... SPÖ-Bonzen!), dass er nämlich mitgehandelt hat in dieser außerordentlichen Hauptversammlung der BAWAG am 8. September 2005, als 1,53 Milliarden € an Schulden an den ÖGB übertragen wurden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bonzen-Wirtschaft!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bonzen-Wirtschaft!
Wir alle haben den jetzigen Gewerkschaftsvorsitzenden Hundstorfer für diese Funktion bedauert. Teilweise hatte man wirklich den Eindruck, dass er sich bemüht, hier aufzuklären, obwohl einiges doch auch ungereimt war – wenn man sich nicht einmal einer Wahl stellt, die Flucht vor der Basis. SPÖ-Gemeinderatsvorsitzender als ÖGB-Präsident ist auch kein Signal dafür, dass man jetzt die Zeichen der Zeit erkannt hat und wirklich eine Entflechtung vornehmen möchte. Aber man erhielt einen durchaus bemühten Eindruck. Dann hat sich aber herausgestellt, dass auch Herr Gewerkschaftspräsident Hundstorfer in diese Affäre involviert gewesen ist (Abg. Dr. Partik-Pablé: ... SPÖ-Bonzen!), dass er nämlich mitgehandelt hat in dieser außerordentlichen Hauptversammlung der BAWAG am 8. September 2005, als 1,53 Milliarden € an Schulden an den ÖGB übertragen wurden. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Bonzen-Wirtschaft!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Wenn man ihn fragt, ob er das nicht gewusst hat – zumindest hat er nichts gesagt –, dann heißt es zuerst, man habe ihn gelegt (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) – das sind ja schöne Zustände bei Ihnen, denn das muss ja dann Herr Verzetnitsch gewesen sein, der Maria-Theresien-Orden-Träger, der den eigenen Parteifreund legen möchte und in eine Sitzung schickt, von der dieser nicht weiß, was dort passiert. Unterschrieben hat Hundstorfer auch nichts, nein, er war ja nicht dabei – wir haben ja noch in Erinnerung von früher, dass dann nie jemand dabei war; in diesem Fall war es nur der Kugelschreiber des Herrn Hundstorfer, der dabei war, aber er selbst nicht. Auch das ist eine Facette in dieser Schmierenkomödie (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter), die sich hier abgespielt hat, aber leider ist es keine Komödie, sondern ein Trauerspiel, weil ja sehr, sehr viel Geld der Gewerkschaftsmitglieder und der Steuerzahler und Bankkunden verprasst wurde. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter
Wenn man ihn fragt, ob er das nicht gewusst hat – zumindest hat er nichts gesagt –, dann heißt es zuerst, man habe ihn gelegt (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) – das sind ja schöne Zustände bei Ihnen, denn das muss ja dann Herr Verzetnitsch gewesen sein, der Maria-Theresien-Orden-Träger, der den eigenen Parteifreund legen möchte und in eine Sitzung schickt, von der dieser nicht weiß, was dort passiert. Unterschrieben hat Hundstorfer auch nichts, nein, er war ja nicht dabei – wir haben ja noch in Erinnerung von früher, dass dann nie jemand dabei war; in diesem Fall war es nur der Kugelschreiber des Herrn Hundstorfer, der dabei war, aber er selbst nicht. Auch das ist eine Facette in dieser Schmierenkomödie (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter), die sich hier abgespielt hat, aber leider ist es keine Komödie, sondern ein Trauerspiel, weil ja sehr, sehr viel Geld der Gewerkschaftsmitglieder und der Steuerzahler und Bankkunden verprasst wurde. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Wenn man ihn fragt, ob er das nicht gewusst hat – zumindest hat er nichts gesagt –, dann heißt es zuerst, man habe ihn gelegt (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter) – das sind ja schöne Zustände bei Ihnen, denn das muss ja dann Herr Verzetnitsch gewesen sein, der Maria-Theresien-Orden-Träger, der den eigenen Parteifreund legen möchte und in eine Sitzung schickt, von der dieser nicht weiß, was dort passiert. Unterschrieben hat Hundstorfer auch nichts, nein, er war ja nicht dabei – wir haben ja noch in Erinnerung von früher, dass dann nie jemand dabei war; in diesem Fall war es nur der Kugelschreiber des Herrn Hundstorfer, der dabei war, aber er selbst nicht. Auch das ist eine Facette in dieser Schmierenkomödie (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter), die sich hier abgespielt hat, aber leider ist es keine Komödie, sondern ein Trauerspiel, weil ja sehr, sehr viel Geld der Gewerkschaftsmitglieder und der Steuerzahler und Bankkunden verprasst wurde. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein Schlag ins Gesicht für den ...!
Man würde glauben, Herr Bürgermeister Häupl, der Maria-Theresien-Orden-Verleiher, sei jetzt ein bisschen ruhiger, habe die Zeichen der Zeit erkannt und sage: Allzu viel mauern brauchen wir nicht! – Nein! Häupl schlägt Hundstorfer als Spitzenkandidaten für Wien für die Nationalratswahlen vor. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein Schlag ins Gesicht für den ...!) Also mehr – ich weiß nicht, ob man das Wort „Zynismus“ sagen darf, wahrscheinlich nicht, denn man ist hier immer sehr streng. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Klosterschule!) Aber wir fühlen uns da wirklich ein bisschen – wie soll ich sagen? – hinters Licht geführt oder am Nasenring geführt. Also jedenfalls für mich ...
Abg. Dr. Partik-Pablé: Klosterschule!
Man würde glauben, Herr Bürgermeister Häupl, der Maria-Theresien-Orden-Verleiher, sei jetzt ein bisschen ruhiger, habe die Zeichen der Zeit erkannt und sage: Allzu viel mauern brauchen wir nicht! – Nein! Häupl schlägt Hundstorfer als Spitzenkandidaten für Wien für die Nationalratswahlen vor. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ein Schlag ins Gesicht für den ...!) Also mehr – ich weiß nicht, ob man das Wort „Zynismus“ sagen darf, wahrscheinlich nicht, denn man ist hier immer sehr streng. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Klosterschule!) Aber wir fühlen uns da wirklich ein bisschen – wie soll ich sagen? – hinters Licht geführt oder am Nasenring geführt. Also jedenfalls für mich ...
Heiterkeit.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege! „Zynismus“ darf man sagen, für „Nasenring“ habe ich einmal einen Ordnungsruf bekommen. (Heiterkeit.)
Zwischenruf des Abg. Schieder.
Also mehr Zynismus – mit der Genehmigung des Herrn Präsidenten – kann es hier nicht mehr geben, Herr Kollege Schieder, und du weißt das auch. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) – Ich glaube, dass du es auch als falsch empfindest, dass in einer Situation, in der man darüber diskutiert, dass dieser Filz von Partei, Interessenvertretung und Bank aufgelöst werden muss, der Wiener SPÖ-Parteiobmann sagt: Ich werde den ÖGB-Präsidenten zum Spitzenkandidaten bei den Nationalratswahlen für die SPÖ machen! – Das ist wirklich nicht überbietbar, meine Damen und Herren! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ungeheuerlich!
Also mehr Zynismus – mit der Genehmigung des Herrn Präsidenten – kann es hier nicht mehr geben, Herr Kollege Schieder, und du weißt das auch. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) – Ich glaube, dass du es auch als falsch empfindest, dass in einer Situation, in der man darüber diskutiert, dass dieser Filz von Partei, Interessenvertretung und Bank aufgelöst werden muss, der Wiener SPÖ-Parteiobmann sagt: Ich werde den ÖGB-Präsidenten zum Spitzenkandidaten bei den Nationalratswahlen für die SPÖ machen! – Das ist wirklich nicht überbietbar, meine Damen und Herren! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das ist ungeheuerlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ich sage Ihnen ganz klar und deutlich: Wir sind bereit, diese Staatshaftung entsprechend bereitzustellen – überhaupt keine Frage! –, aber nicht für die Erhaltung der Privilegien der ÖGB-Funktionäre, nicht für die Erhaltung eines Firmenimperiums, das nichts mit einer Interessenvertretung zu tun hat! Warum muss der ÖGB ein Firmengeflecht haben, das ganze Seiten in Zeitungen füllt? Das ist nicht notwendig, das hat bereinigt zu werden! Und dann schauen wir uns an, was noch notwendig ist, um hier zu sanieren. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Sie müssen endlich auch einmal zugeben, dass der Streikfonds – das ist die Kraft einer Gewerkschaft – leer ist, denn sonst könnten Sie ja nicht sagen, Sie haben schon jetzt 2 Milliarden € an Schulden. Das heißt, die Mitglieder des Österreichischen Gewerkschaftsbundes sind für alles Mögliche aufgekommen, für die Pensionsprivilegien von allen Möglichen, für Sonderpensionsrechte im ÖGB, für die Schulden, für die Misswirtschaft, nur nicht für den eigenen Streikfonds und für die Sicherheit, die man damit hat. Es ist ganz einfach notwendig, dass es diesbezüglich einen Strategie- und einen Bewusstseinswechsel im ÖGB gibt, einen solchen sehen wir aber bis jetzt nicht, meine Damen und Herren! (Zwischenruf bei der ÖVP.) – Vom Charakter wollen wir da überhaupt nicht mehr reden. Ich glaube, davon sind wir da schon lange entfernt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Es ist wichtig, dass man da einmal ein neues System einführt, dass man eine neue Führungsschicht heranlässt. Ich weiß, dass es im ÖGB viele junge Funktionäre gibt, die von diesem System genug haben. Deshalb weg mit den belasteten Funktionären, die in den Aufsichtsräten, in den Funktionen, in den Präsidien und den Vorständen gesessen sind – ein Neubeginn mit neuen Kräften! Gegen die Mehrfachfunktionen, Herr Kollege Matznetter. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Nicht das System Häupls, dass man den Gewerkschaftspräsidenten, der ja objektiv und unabhängig sein sollte, zum Spitzenkandidaten der SPÖ für die Nationalratswahlen macht. (Abg. Dr. Fekter: Der rote Filz wird nicht ...!) Konzentration auf die Mitgliedervertretung, Abstoßung der komischen Firmenimperien – das kann man ja auch nicht. Man sieht ja, dass all die Kontrollmechanismen versagt haben. Man hat versucht, ein Firmenimperium, ein Milliardenimperium in einer Art und Weise zu führen, wie man nicht einmal einen Schrebergartenverein führen würde. Und zahlen mussten und müssen das die Mitglieder und müssen es die Steuerzahler.
Abg. Dr. Fekter: Der rote Filz wird nicht ...!
Es ist wichtig, dass man da einmal ein neues System einführt, dass man eine neue Führungsschicht heranlässt. Ich weiß, dass es im ÖGB viele junge Funktionäre gibt, die von diesem System genug haben. Deshalb weg mit den belasteten Funktionären, die in den Aufsichtsräten, in den Funktionen, in den Präsidien und den Vorständen gesessen sind – ein Neubeginn mit neuen Kräften! Gegen die Mehrfachfunktionen, Herr Kollege Matznetter. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Nicht das System Häupls, dass man den Gewerkschaftspräsidenten, der ja objektiv und unabhängig sein sollte, zum Spitzenkandidaten der SPÖ für die Nationalratswahlen macht. (Abg. Dr. Fekter: Der rote Filz wird nicht ...!) Konzentration auf die Mitgliedervertretung, Abstoßung der komischen Firmenimperien – das kann man ja auch nicht. Man sieht ja, dass all die Kontrollmechanismen versagt haben. Man hat versucht, ein Firmenimperium, ein Milliardenimperium in einer Art und Weise zu führen, wie man nicht einmal einen Schrebergartenverein führen würde. Und zahlen mussten und müssen das die Mitglieder und müssen es die Steuerzahler.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer hat das gesagt?
„Die Arbeiterbank Bawag, der Konsum, der ÖGB: lauter Dilettanten. Dann hab ich mir den Gusenbauer in der ,Pressestunde‘ angehört. Wie er sagte, der ÖGB habe mit der Partei nix zu tun, da hat’s mir den Magen umgedreht. Ich bin erschüttert, wie sehr die Sozialdemokratie abgebaut hat“. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wer hat das gesagt?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und die Funktionen zurück!
Meine Damen und Herren! Ich glaube, da erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Ziehen Sie endlich die Lehren aus dieser Affäre und legen Sie alle Karten auf den Tisch! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und die Funktionen zurück!) Helfen Sie mit bei der Aufklärung und helfen Sie mit, aus dem ÖGB eine echte, unabhängige Interessenvertretung für die Arbeitnehmer zu machen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich glaube, da erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Ziehen Sie endlich die Lehren aus dieser Affäre und legen Sie alle Karten auf den Tisch! (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und die Funktionen zurück!) Helfen Sie mit bei der Aufklärung und helfen Sie mit, aus dem ÖGB eine echte, unabhängige Interessenvertretung für die Arbeitnehmer zu machen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Verschleiern immer noch!
Ich bin nicht in der Lage, Ihnen auf Grund der bisherigen Untersuchungen ein endgültiges Ergebnis, was den Gesamtschaden betrifft, zu präsentieren (Abg. Dr. Fekter: Verschleiern immer noch!), aber ich muss Sie darüber informieren, dass aus heutiger Sicht der Gesamtschaden aller Wahrscheinlichkeit nach über 3 Milliarden € liegen wird. (Rufe bei der ÖVP: Wahnsinn! Gibt es ja nicht!) In alter Währung ist das eine Größenordnung von knapp 42 Milliarden Schilling, 42 000 Millionen Schilling. Wenn man sich diese Dimension des Schadens vor Augen führt, die Höhe des Betrages an verlorenen Geldern, wenn man dazu die Handlungen einiger der Manager, einiger der Spitzenfunktionäre des Österreichischen Gewerkschaftsbundes betrachtet, dann, muss ich sagen, muss man diesem Skandal einfach völlig fassungslos gegenüberstehen und muss erschüttert sein über diesen größten Finanzskandal in der Geschichte der Zweiten Republik. (Abg. Öllinger: Können Sie das aufschlüsseln, Herr Minister?)
Rufe bei der ÖVP: Wahnsinn! Gibt es ja nicht!
Ich bin nicht in der Lage, Ihnen auf Grund der bisherigen Untersuchungen ein endgültiges Ergebnis, was den Gesamtschaden betrifft, zu präsentieren (Abg. Dr. Fekter: Verschleiern immer noch!), aber ich muss Sie darüber informieren, dass aus heutiger Sicht der Gesamtschaden aller Wahrscheinlichkeit nach über 3 Milliarden € liegen wird. (Rufe bei der ÖVP: Wahnsinn! Gibt es ja nicht!) In alter Währung ist das eine Größenordnung von knapp 42 Milliarden Schilling, 42 000 Millionen Schilling. Wenn man sich diese Dimension des Schadens vor Augen führt, die Höhe des Betrages an verlorenen Geldern, wenn man dazu die Handlungen einiger der Manager, einiger der Spitzenfunktionäre des Österreichischen Gewerkschaftsbundes betrachtet, dann, muss ich sagen, muss man diesem Skandal einfach völlig fassungslos gegenüberstehen und muss erschüttert sein über diesen größten Finanzskandal in der Geschichte der Zweiten Republik. (Abg. Öllinger: Können Sie das aufschlüsseln, Herr Minister?)
Abg. Öllinger: Können Sie das aufschlüsseln, Herr Minister?
Ich bin nicht in der Lage, Ihnen auf Grund der bisherigen Untersuchungen ein endgültiges Ergebnis, was den Gesamtschaden betrifft, zu präsentieren (Abg. Dr. Fekter: Verschleiern immer noch!), aber ich muss Sie darüber informieren, dass aus heutiger Sicht der Gesamtschaden aller Wahrscheinlichkeit nach über 3 Milliarden € liegen wird. (Rufe bei der ÖVP: Wahnsinn! Gibt es ja nicht!) In alter Währung ist das eine Größenordnung von knapp 42 Milliarden Schilling, 42 000 Millionen Schilling. Wenn man sich diese Dimension des Schadens vor Augen führt, die Höhe des Betrages an verlorenen Geldern, wenn man dazu die Handlungen einiger der Manager, einiger der Spitzenfunktionäre des Österreichischen Gewerkschaftsbundes betrachtet, dann, muss ich sagen, muss man diesem Skandal einfach völlig fassungslos gegenüberstehen und muss erschüttert sein über diesen größten Finanzskandal in der Geschichte der Zweiten Republik. (Abg. Öllinger: Können Sie das aufschlüsseln, Herr Minister?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich glaube daher, dass man einmal mehr sagen muss, es ist die lückenlose, es ist die umfassende, es ist die möglichst rasche Aufklärung dieses Finanzskandals zu fordern. Es ist die Justiz gefordert, die Schuldigen so rasch wie möglich zur Verantwortung zu ziehen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Öllinger: Können Sie das aufschlüsseln?
Meine Damen und Herren! Nachdem dieser enorme Schaden von eben etwa 3 Milliarden € weder für die BAWAG P.S.K. noch für den Österreichischen Gewerkschaftsbund verkraftbar war (Abg. Öllinger: Können Sie das aufschlüsseln?), war es so, dass man
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich gehe daher davon aus, dass wir in Summe gemeinsam ein gutes Krisenmanagement sicherstellen konnten, das absolut notwendig war im Interesse der Bank, im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im Interesse der Sparerinnen und Sparer, aber in letzter Konsequenz auch für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Es war der Versuch, den Schaden für den Finanzplatz, wenn es irgendwie geht, ein wenig zu begrenzen und gleichzeitig zu zeigen, die Republik, die Bundesregierung und der Nationalrat stehen hinter der Bank, den Mitarbeitern, den Sparern, und damit auch wiederum das Vertrauen in den österreichischen Finanzplatz sicherzustellen und zu stärken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass der Österreichische Gewerkschaftsbund allergrößtes Interesse daran haben muss, dass diese Haftung des Steuerzahlers, der Steuerzahlerin in der Größenordnung von 900 Millionen € eben nicht schlagend wird und dass er seinen Verpflichtungen als Eigentümer gegenüber seiner Bank entsprechend gerecht werden kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Wahnsinn!
Es ist den Medien bereits eine Diskussion darüber zu entnehmen gewesen, welche Anzahl von Stiftungen und Sonderkonstruktionen es gegeben hat. Ich kann die genannte Zahl von etwa 60 Stiftungen, Sonderkonstruktionen aus heutiger Sicht bestätigen. (Abg. Dr. Fekter: Wahnsinn!) All diese Geflechte dienten nach heutigem Wissensstand einzig und allein dazu, die Verluste und den Weg der Geldströme zu verschleiern und außerhalb des Konsolidierungskreises darzustellen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Die letzte Frage, Frage 14, habe ich, so glaube ich, schon beantwortet: Ja, mir sind die Eckpunkte der Vereinbarung hinsichtlich der 450 Millionen € Eigenkapitalstärkung bekannt. Diese Vereinbarung sieht eben die Eigenkapitalstärkung vor, sie wurde bereits unterschrieben. – Ich bedanke mich sehr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Leidgeprüfte Gewerkschaftsmitglieder! Während der Beantwortung der Fragen durch den Finanzminister ist mir jetzt besonders aufgefallen, dass erstmals bei einer Beantwortung einer Dringlichen durch den Finanzminister Zwischenrufe aus den SPÖ-Reihen gar nicht oder nur sehr spärlich zu vernehmen waren. Sogar Kollege Matznetter, der sich ja mit den Scheingewinnen des ÖGB und der BAWAG die Partei saniert hat, war auch einmal ruhig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Darabos: Eine absolute Lüge!
Kollege Matznetter, der seit Auftreten dieses Skandals nichts anderes zu tun hat, als diesen Skandal, der ja ein sozialdemokratischer ist, sozusagen in das Finanzministerium zu transferieren versucht (Abg. Mag. Darabos: Eine absolute Lüge!) – und das, obwohl von 1994 bis 1999 sozialdemokratische Finanzminister die Aufsicht der Banken nicht wahrgenommen haben ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Sind Sie jetzt munter geworden – oder was haben Sie jetzt?
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Kollege Matznetter, der seit Auftreten dieses Skandals nichts anderes zu tun hat, als diesen Skandal, der ja ein sozialdemokratischer ist, sozusagen in das Finanzministerium zu transferieren versucht (Abg. Mag. Darabos: Eine absolute Lüge!) – und das, obwohl von 1994 bis 1999 sozialdemokratische Finanzminister die Aufsicht der Banken nicht wahrgenommen haben ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Sind Sie jetzt munter geworden – oder was haben Sie jetzt?
Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine Lüge!
Der Verlust in Milliardenhöhe, der durch diesen sozialdemokratischen BAWAG-Skandal verursacht wurde, den der Finanzminister jetzt noch nicht endgültig, aber doch mit 3 Milliarden € festgestellt hat ... (Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine Lüge!) – Kollege Jarolim, ich nehme zur Kenntnis, dass Ihr Zwischenruf die übliche „Lüge“ ist! Das sind wir ja bei Ihnen gewöhnt! Ihre übliche „Lüge“ sind wir als Zwischenrufe gewöhnt! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Der Verlust in Milliardenhöhe, der durch diesen sozialdemokratischen BAWAG-Skandal verursacht wurde, den der Finanzminister jetzt noch nicht endgültig, aber doch mit 3 Milliarden € festgestellt hat ... (Abg. Dr. Jarolim: Das ist eine Lüge!) – Kollege Jarolim, ich nehme zur Kenntnis, dass Ihr Zwischenruf die übliche „Lüge“ ist! Das sind wir ja bei Ihnen gewöhnt! Ihre übliche „Lüge“ sind wir als Zwischenrufe gewöhnt! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: „Lüge“ ist weder als Zwischenruf möglich – und wenn es der Vorwurf an eine bestimmte Person ist ... (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Jarolim: Kümmern Sie sich um den Vorsitz!
Ich werde mir das Stenographische Protokoll herbeischaffen lassen – und auch Ihren Zwischenruf, Herr Abgeordneter Jarolim, werde ich mir genau anschauen. (Abg. Dr. Jarolim: Kümmern Sie sich um den Vorsitz!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP. – Abg. Großruck: Die ganze Stadt Wels ist das!
Abgeordneter Detlev Neudeck (fortsetzend): Meine Damen und Herren! Der Gesamtschaden bei der BAWAG beträgt 3 Milliarden €. Damit könnten Sie – der Lieblingssport des Generaldirektors Elsner ist Golfen, es gibt auch ein Fahrzeug, den VW-Golf – 130 000 „Golf“ anschaffen. Sie könnten 18 700 Eigentumswohnungen à 160 000 € damit finanzieren, meine Damen und Herren, oder 15 000 Einfamilienhäuser. 3 Milliarden, das klingt nicht wirklich nach so viel. Wenn wir bedenken, was die Sozialdemokraten an Schulden hinterlassen haben, ist das noch ein verschwindender Betrag, es sind aber 3 Milliarden €, und das sind fast 42 Milliarden alte Schilling. Denken Sie einmal darüber nach, wie viel das ist, Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP. – Abg. Großruck: Die ganze Stadt Wels ist das!)
Abg. Großruck: 100 000 S sind das!
Der Gewerkschaftsbund als Eigentümer der BAWAG und die Führung der BAWAG haben es trotz mehrmaliger Aufforderung bis heute nicht der Mühe wert gefunden – Generaldirektor Elsner wurde mit einigen Millionen Schilling Abfertigung in Pension geschickt, obwohl er noch gar nicht in Pension gegangen ist; es kamen noch 6,3 oder 6,5 Milliarden dazu, so genau weiß man das nicht (Abg. Großruck: 100 000 S sind das!); Kollege Großruck, ein Vierzeiler: ... sind 100 Millionen Schilling! –, den Mitarbeitern für die Mehrarbeit, die sie zumindest seit Auftreten dieses Skandals haben, auch nur 1 € zukommen zu lassen. Die Kunden gehen ja nicht zum Herrn Nowotny, nicht zum Herrn Elsner, nicht zum Herrn Flöttl, nicht zum Herrn Hundstorfer, nicht zum Herrn Cap und nicht zum Herrn Gusenbauer, sondern zum Schalterbeamten und
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Der Aufsichtsrat bekommt 22 000 € oder 24 000 € pro Jahr für vier Sitzungen. Als Kaske im Jahr 2000 sagte: „Die Republik wird brennen!“, haben wir ja noch alle geglaubt, er meint ein Feuer, das ist ein Skandal. „Brennen“ hat er anscheinend so gemeint (der Redner macht die für den Begriff „zahlen“ übliche Fingerbewegung), also Kaske hat damals schon viel mehr gewusst, als Sie heute bereit sind, zuzugeben. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Abg. Mag. Johann Moser: Das ist ein Blödsinn!
Aber wenn der Gewerkschaftsbund heute die Mitglieder nur hält, um die Milliardenschulden zu tilgen und darzustellen, dass es über Jahre dauern wird, das alles zurückzuzahlen, dann, meine Damen und Herren, sollte Hundstorfer meiner Meinung nach nicht für den Nationalrat kandidieren, sondern müsste sich hinstellen und sagen: Alles, was heute bei der Gewerkschaft eingezahlt wird, wird nicht zur Deckung der Altlasten verwendet, sondern das übernimmt die Sozialdemokratische Partei! – Die Sozialdemokratische Partei Wien zum Beispiel, die ja in Millionen schwimmt. (Abg. Mag. Johann Moser: Das ist ein Blödsinn!) Man kann doch nicht Arbeitnehmervertreter sein, nur um Mitgliedsbeiträge von den Leuten zu kassieren und Altlasten damit zu sanieren, meine Damen und Herren! (Abg. Großruck: Vielleicht kandidiert er deshalb, dass er immun wird!)
Abg. Großruck: Vielleicht kandidiert er deshalb, dass er immun wird!
Aber wenn der Gewerkschaftsbund heute die Mitglieder nur hält, um die Milliardenschulden zu tilgen und darzustellen, dass es über Jahre dauern wird, das alles zurückzuzahlen, dann, meine Damen und Herren, sollte Hundstorfer meiner Meinung nach nicht für den Nationalrat kandidieren, sondern müsste sich hinstellen und sagen: Alles, was heute bei der Gewerkschaft eingezahlt wird, wird nicht zur Deckung der Altlasten verwendet, sondern das übernimmt die Sozialdemokratische Partei! – Die Sozialdemokratische Partei Wien zum Beispiel, die ja in Millionen schwimmt. (Abg. Mag. Johann Moser: Das ist ein Blödsinn!) Man kann doch nicht Arbeitnehmervertreter sein, nur um Mitgliedsbeiträge von den Leuten zu kassieren und Altlasten damit zu sanieren, meine Damen und Herren! (Abg. Großruck: Vielleicht kandidiert er deshalb, dass er immun wird!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Es ist für mich noch immer nicht aufgeklärt – Bankenaufsicht, OeNB, Tumpel-Gugerell, Aufsichtsratsvorsitzender Tumpel –, inwieweit diese Personalknappheit bei der Prüfung nicht nur vorgeschoben war und ob man sie vielleicht nicht nur über das Jahr 2000 hinausschieben wollte. Hätte die Sozialdemokratie im Wahljahr 1999 nicht so abgeschnitten, wie sie abgeschnitten hat, wäre das wie üblich vertuscht worden? (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! „Schon jetzt steht fest: Die Bawag-ÖGB-Affäre ist der größte Polit- und Wirtschaftsskandal der Zweiten Republik. Die Dimension übertrifft den AKH-Skandal.“ – Das sage nicht ich, das sagt einer der renommiertesten Journalisten dieses Landes im morgen erscheinenden „News“, nämlich Alfred Worm, und er hat Recht, meine Damen und Herren! Der größte Polit- und Wirtschaftsskandal der Zweiten Republik! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Es ist unfassbar, es ist unglaublich, was da passiert, aber noch unglaublicher und unfassbarer ist für mich, dass Dr. Alfred Gusenbauer diese Debatte nicht mitverfolgt. Er drückt sich. Er drückt sich nicht nur hier vor der Debatte, sondern offensichtlich vor der politischen Verantwortung der Sozialdemokratie für diesen größten Politik- und Wirtschaftsskandal der Zweiten Republik, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Das, meine Damen und Herren, ist offensichtlich auch die Spitze des Eisberges, mit der wir uns jetzt beschäftigen. Wir kennen den Schaden, aber wir kennen die Wahrheit nicht, und ich erwarte von politischen Verantwortungsträgern, dass sie endlich aufhören zu schweigen und zu mauern. Stehen Sie zu Ihrer Verantwortung und sagen Sie endlich, was Sie wissen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Es geht noch weiter, meine Damen und Herren! Das Vermögen des jungen Flöttl wird offensichtlich zur Besicherung herangezogen. – Das klingt nett, das klingt wirklich nett. Wissen Sie, was für diese Besicherung zuerst ausgegeben werden musste? 172 Millionen US-Dollar musste die BAWAG zuerst bezahlen, weil das Vermögen des Herrn Flöttl so verschuldet war! Das ist die Besicherung, die Sie angenommen haben? Heute – angeblich, kann ich nur sagen – sind diese Bilder, die irgendwo in einem Schweizer Safe zur Besicherung sein sollen, nicht zu finden. Ist das Verantwortung, meine Damen und Herren? Das ist ungustiöse und wirklich obszöne Geschäftspolitik, die hier betrieben worden ist! Wir reden daher von diesen Praktiken und wollen sie aufgeklärt haben. Hören Sie auf zu mauern, nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Aber nicht nur die Bank, sondern auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Österreichs, die 1,3, 1,4 Millionen Gewerkschaftsmitglieder müssen sich doch in Wahrheit „gefrotzelt“ – und das ist ein Hilfsausdruck – fühlen von dieser Vorgangsweise, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Tumpel: Nach wie vor Arbeiterkammerpräsident, Aufsichtsratsvorsitzender und verantwortlich für die Wiederaufnahme der Karibikgeschäfte im Jahre 1995, weil diese Wiederaufnahme mit Wissen des Aufsichtsrates erfolgt ist und damit mit Wissen des Aufsichtsratsvorsitzenden Tumpel, der heute schweigt und klebt. Er sagt nichts dazu und klebt nach wie vor an seinem Sessel. Dies ist keine Art von Verantwortung, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Ihr wiederholt euch!
Ich nenne auch Verzetnitsch, von dem Gusenbauer noch im März des heurigen Jahres gesagt hat: Fritz Verzetnitsch spielt da eine sehr positive Rolle. – Interessant! (Abg. Mag. Gaßner: Ihr wiederholt euch!) Jener Fritz Verzetnitsch, der in der Zwischenzeit nicht mehr ÖGB-Präsident ist, war jahrzehntelang Abgeordneter zum Nationalrat der SPÖ, Mitglied des Kompetenzteams Alfred Gusenbauer, seit 1985 Mitglied des Bundesparteivorstandes der SPÖ und seit 1987 Mitglied des Bundesparteipräsidiums der SPÖ.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Oder ich erwähne Ex-Ministerin Lore Hostasch: Da gab es eine interessante Kombination. Lore Hostasch, die ich in ihrer Arbeit sehr geschätzt habe, war Aufsichtsratsmitglied der BAWAG, ist Vorsitzende der Kontrollkommission des ÖGB und hat eine wichtige Funktion im Bereich der Anteilsbeteiligung, jener Stiftung, bei der die 1,5 Milliarden Schulden des ÖGB an die BAWAG geparkt sind. – Was weiß Lore Hostasch? Sie ist immerhin Vorsitzende der Kontrollkommission! (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber mit Kontrolle hat diese Geschichte wahrlich wenig zu tun, sondern eigentlich nur mit Verschleiern und Vertuschen, meine Damen und Herren!
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Sie werden jetzt versuchen – Herr Matznetter sitzt ja schon in der Startposition –, von Grassers Rolle als Finanzminister zu sprechen. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich lese Ihnen etwas vor: Hundstorfer wurde gefragt, wie er die Rolle des Finanzministers und der Regierung im Hinblick auf Mitverantwortung sieht: „Diese Ansicht kann ich nicht teilen. Verantwortlich sind die Manager der BAWAG, die es veranlasst haben.“ – Das hat mit der Regierung und dem Finanzminister nichts zu tun, sondern ausschließlich mit dem roten Netzwerk! Tragen Sie zur Aufklärung bei, und hören Sie auf zu mauern! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Stummvoll: Jetzt erst? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte mich einmal an einen Anfragesteller, an Herrn Scheibner wenden. – Es ist doch interessant! Vor zirka einer Stunde wurden in der APA ganz klar Anzeigen des ÖGB gegen alle verantwortlichen Personen bekannt gegeben. Das heißt, der Österreichische Gewerkschaftsbund ... (Abg. Dr. Stummvoll: Jetzt erst? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ja! Aber das ist eben eine Reaktion, die es gibt!
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Wir befassen uns hier aber mit einem Thema, mit dem wirklich eine ernste und gründliche Auseinandersetzung notwendig ist. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.)
Abg. Mag. Hakl: Also 3 Milliarden!
Erstens: Es handelt sich – wie Sie selbst sagen – um einen Kriminalfall in einer Dimension, die wir bisher nicht kannten. Ein unfassbarer Betrag wurde aus der Bank des Österreichischen Gewerkschaftsbundes getragen. Die Summen sind noch divergent. In der Anfangsphase waren es zwischen 1 und 1,5 Milliarden, und auf Grund des Schadens durch die Refco-Affäre und durch den in der Sache Refco notwendigen Vergleich kam noch einmal ein Betrag von bis zu 1,1 Milliarden € dazu. (Abg. Mag. Hakl: Also 3 Milliarden!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.
Das heißt: Manager und Verantwortliche haben zur Kenntnis genommen und zugelassen, dass ein Schaden für den Gewerkschaftsbund und damit für seine Mitglieder in einem Ausmaß entstanden ist, das nahezu existenzbedrohend für die österreichische Gewerkschaftsbewegung ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.) Das gehört lückenlos aufgeklärt! (Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das heißt: Manager und Verantwortliche haben zur Kenntnis genommen und zugelassen, dass ein Schaden für den Gewerkschaftsbund und damit für seine Mitglieder in einem Ausmaß entstanden ist, das nahezu existenzbedrohend für die österreichische Gewerkschaftsbewegung ist. (Zwischenruf des Abg. Dr. Lopatka.) Das gehört lückenlos aufgeklärt! (Lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Diese Aufklärung findet aber nicht statt! Herr Flöttl junior marschiert lächelnd bei den österreichischen Justizbehörden ein und kann zwei Stunden später ohne Probleme mit dem Pass in der Hand das Land verlassen, und auch Herr Elsner, den Sie gerade vorhin genannt haben, hat bei den Zuständen im Bereich der österreichischen Justiz offensichtlich keine Angst, denn er macht seine Aussagen, bleibt da, und es klicken keine Handschellen! – Da frage ich: Warum eigentlich nicht? (Zwischenruf des Abg. Großruck.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Warum erfolgt die Tätigkeit der Justiz in diesem Bereich nicht mit jener Schnelligkeit, die man sich erwarten würde? Findet hier dasselbe statt, was im Bereich der Aufsicht stattgefunden hat? Wird hier über Monate oder Jahre weiter geschlafen werden? Das ist doch eine interessante Fragestellung! (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Ganz konkret, Frau Kollegin Fekter: Wieso werden die Ermittlungen hier nicht zügig weitergeführt? (Abg. Mag. Hakl: Was macht denn der Aufsichtsrat?)
Abg. Mag. Hakl: Was macht denn der Aufsichtsrat?
Warum erfolgt die Tätigkeit der Justiz in diesem Bereich nicht mit jener Schnelligkeit, die man sich erwarten würde? Findet hier dasselbe statt, was im Bereich der Aufsicht stattgefunden hat? Wird hier über Monate oder Jahre weiter geschlafen werden? Das ist doch eine interessante Fragestellung! (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.) Ganz konkret, Frau Kollegin Fekter: Wieso werden die Ermittlungen hier nicht zügig weitergeführt? (Abg. Mag. Hakl: Was macht denn der Aufsichtsrat?)
Zwischenruf des Abg. Großruck. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Kollege Molterer hat Angst, dass ich die Frage stelle, wieso eigentlich die Aufsicht sechs Jahre geschlafen hat. Meine Damen und Herren! Wenn ein Bankraub stattfindet, dann müssen die Täter verfolgt werden! (Zwischenruf des Abg. Großruck. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Hornek: Wo ist denn Gusenbauer? Bei der BAWAG?
Herr Kollege Großruck, bleiben wir gleich beim Beispiel beziehungsweise einem Vergleich: Sie sitzen in der Filiale, wo 3 Milliarden € – wie Sie sagen – geklaut wurden, und gleichzeitig sitzt dort beim Eingang ein Polizist, der dafür zuständig ist, aufzupassen, der aber schläft. (Abg. Hornek: Wo ist denn Gusenbauer? Bei der BAWAG?) Und das soll man hinnehmen? – Nein! Zuerst werden die Schuldigen, die Täter, ermittelt und verfolgt, und dann muss festgestellt werden, wer die politische Verantwortung trägt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Kollege Großruck, bleiben wir gleich beim Beispiel beziehungsweise einem Vergleich: Sie sitzen in der Filiale, wo 3 Milliarden € – wie Sie sagen – geklaut wurden, und gleichzeitig sitzt dort beim Eingang ein Polizist, der dafür zuständig ist, aufzupassen, der aber schläft. (Abg. Hornek: Wo ist denn Gusenbauer? Bei der BAWAG?) Und das soll man hinnehmen? – Nein! Zuerst werden die Schuldigen, die Täter, ermittelt und verfolgt, und dann muss festgestellt werden, wer die politische Verantwortung trägt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hornek: Sie tragen ja rote Scheuklappen!
Verzetnitsch ist zurückgetreten und wurde angezeigt. Weninger ist zurückgetreten und wurde angezeigt. Es werden sich aber alle Verantwortlichen und alle Hintermänner ihrer Verantwortung stellen müssen! (Abg. Hornek: Sie tragen ja rote Scheuklappen!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir wollen Aufklärung, wir wollen die Verfolgung der Schuldigen! Sie haben das Gewerkschaftsvermögen verspielt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Herr Molterer! Wenn Sie wissen, dass unter Umständen jemand anderer sich bereichert hat, warum erstatten Sie keine Anzeige? Warum unternimmt die Aufsicht nichts? Sie könnten ja das Vermögen sichern! – Ich kann Ihnen sagen, warum Sie das nicht tun: Weil es Ihnen recht ist, dass die Gewerkschaft geschwächt ist, und das werden wir zu verhindern wissen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. Seine Wunschredezeit beträgt 10 Minuten. – Bitte, Sie sind am Wort. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was ich nicht ganz verstehe, ist ... (Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Regen Sie sich nicht gleich vor der Zeit auf! Wenn all Ihre Argumente richtig wären – und viele von Orange, Blau und Schwarz sind richtig –, dann frage ich mich, warum Sie das letzte Mal einem Untersuchungsausschuss zu dieser Causa nicht zugestimmt haben. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Was ich nicht ganz verstehe, ist ... (Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Regen Sie sich nicht gleich vor der Zeit auf! Wenn all Ihre Argumente richtig wären – und viele von Orange, Blau und Schwarz sind richtig –, dann frage ich mich, warum Sie das letzte Mal einem Untersuchungsausschuss zu dieser Causa nicht zugestimmt haben. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Warum habt ihr keine einzige Dringliche zu dieser Causa gestellt?
Ich stelle fest, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Das soll uns aber nicht stören, denn möglicherweise ist das ja auch eine Weiterentwicklung der Geschäftsordnung durch die Praxis des Nationalrates. Damit wären wir schon sehr zufrieden! – Das dazu. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Warum habt ihr keine einzige Dringliche zu dieser Causa gestellt?)
Beifall bei den Grünen.
Wir glauben jedenfalls, dass wir längst etwas hätten bewegen können, wenn wir ganz andere Bestimmungen, was das Bankaufsichtswesen betrifft, die in anderen Ländern durchaus üblich sind, eingeführt hätten, etwa die Rotation, und zwar die zwingende und zeitlich verkürzte Rotation, im Bankwesen gegenüber den normalen Großbetrieben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Größen wie Liechtenstein und Luxemburg europaweit Schlusslicht. Nehmen Sie das also zum Anlass, einmal darüber nachzudenken, diesbezüglich klarere Bestimmungen zu schaffen! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rädler: Das fragen wir uns alle!
Ich weiß aber, dass der Sinn Ihrer Anfrage ein anderer war, und wir wollen uns diesem Thema auch in keiner Weise entziehen. Natürlich sucht das Ganze seinesgleichen! Es ist dies eine Sumpflandschaft, und wir hätten auch schon gerne, dass sich da ein Ende abzeichnet. Dem ist aber nicht so. Natürlich ist die Verhaltensweise des ehemaligen Direktors Elsner geradezu verabscheuungswürdig. Dennoch frage ich mich in Richtung SPÖ und ÖGB, was all das jetzt im Nachhinein helfen soll. (Abg. Rädler: Das fragen wir uns alle!) Ich weiß schon, dass Sie nicht viele Optionen haben, aber jetzt alle möglichen Anzeigen hinterherzuwerfen ist auch ganz gut und nützlich. Wie gesagt, Sie sind sich ja alle bei der Betrugstheorie deshalb einig, weil man da wechselseitig am leichtesten davonkommen kann.
Abg. Großruck: Das ist die sozialistische Ideologie: Uns gehört alles!
Für mich war die zentrale Frage aber immer, wie es in einem System oder Apparat ÖGB oder meinetwegen auch SPÖ geschehen kann, dass solche Leute in derartige Positionen kommen. Das ist doch die Frage! Ich hätte in der Analyse weniger das Problem, Verzetnitsch dort zu verteidigen oder zu kritisieren, wo er versucht hat, noch etwas zu retten. Der Punkt ist aber: Wie kann man jahrelang ein derartiges System aufbauen und aufrechterhalten, in das sich solche Leute nicht nur irgendwie hineingeschmuggelt haben – nein! –, sondern zu dessen zentralen Bestandteil sie erkoren wurden? (Abg. Großruck: Das ist die sozialistische Ideologie: Uns gehört alles!) Und da gilt es mehr nachzudenken, als mit irgendwelchen Anzeigen herumzufuchteln, und das stimmt mich in dieser Sache tatsächlich bedenklich!
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Wenn Sie einen Teil dieses ganzen Geflechtes herausziehen, dann werden Sie vielleicht draufkommen, dass das möglicherweise auch Kreise zieht, die nicht nur in der SPÖ- oder in der ÖGB-Sphäre ihre Eingrenzung finden. Vielleicht wollen Sie auch deshalb keinen Untersuchungsausschuss! Haben Sie sich schon einmal näher angeschaut, wie diese Casino-Jericho-Geschichte offensichtlich gelaufen ist? (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Abg. Neudeck: Da hat man schlaflose Nächte!
Passen Sie auf! (Abg. Neudeck: Da hat man schlaflose Nächte!) Ja! Sie müssen sich schon nach der Rolle des Herrn Wallner fragen, der im Übrigen auch in den Aufsichtsrat eingezogen ist. (Abg. Neudeck: Er hat ordentlich bilanziert!) Ja, ja! Aber Herr Schlaff ist in dieser Gesellschaft federführend. Er war der Erstbeteiligte, und derweil die anderen schon abgewertet haben, war er noch fest dabei – in Tateinheit mit der BAWAG, wenn Sie es so ausdrücken wollen –, das Ganze in dieser Bilanz besser darstellen zu lassen. Dass Herr Schlaff allerdings seine Geschäfte nicht so sehr und in erster Linie mit Mitgliedern und Funktionären des ÖGB oder Parteigängern der SPÖ
Abg. Neudeck: Er hat ordentlich bilanziert!
Passen Sie auf! (Abg. Neudeck: Da hat man schlaflose Nächte!) Ja! Sie müssen sich schon nach der Rolle des Herrn Wallner fragen, der im Übrigen auch in den Aufsichtsrat eingezogen ist. (Abg. Neudeck: Er hat ordentlich bilanziert!) Ja, ja! Aber Herr Schlaff ist in dieser Gesellschaft federführend. Er war der Erstbeteiligte, und derweil die anderen schon abgewertet haben, war er noch fest dabei – in Tateinheit mit der BAWAG, wenn Sie es so ausdrücken wollen –, das Ganze in dieser Bilanz besser darstellen zu lassen. Dass Herr Schlaff allerdings seine Geschäfte nicht so sehr und in erster Linie mit Mitgliedern und Funktionären des ÖGB oder Parteigängern der SPÖ
Zwischenruf bei der ÖVP.
Also wie Sie hier vorgehen, das müssen Sie sich noch genau überlegen! Deshalb sagen wir ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) Nein, das ist kein Konstrukt! Ich habe nur einen Fall herausgegriffen, bei welchem Sie eigentlich der Überzeugung sein müssten, einem Untersuchungsausschuss zuzustimmen, damit die Dinge wirklich genau geklärt werden können. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Welche Partei meinen Sie, Herr Kollege?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Welche Partei meinen Sie, Herr Kollege?
Also wie Sie hier vorgehen, das müssen Sie sich noch genau überlegen! Deshalb sagen wir ... (Zwischenruf bei der ÖVP.) Nein, das ist kein Konstrukt! Ich habe nur einen Fall herausgegriffen, bei welchem Sie eigentlich der Überzeugung sein müssten, einem Untersuchungsausschuss zuzustimmen, damit die Dinge wirklich genau geklärt werden können. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Welche Partei meinen Sie, Herr Kollege?)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: Es war nichts da!
Das kann jetzt zwei Ursachen haben: Entweder die Finanzmarktaufsicht hat zu wenig Möglichkeiten in Österreich, oder es ist da bewusst nachlässig agiert worden. Ich glaube, dass es ein Gemisch von all dem ist. Es ist ein Gemisch von all dem, und deshalb sollte man das zum Anlass nehmen, die mittlerweile auch von der FMA vorgeschlagenen Gesetzesänderungen hier durchzubringen. Die Nagelprobe wird ja erfolgen. Ich bin gespannt, ob Sie der Prüferrotation im Bank-Prüfungswesen demnächst zustimmen werden. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Rädler: Es war nichts da!)
Abg. Mag. Kogler: Das habe ich auch nicht verlangt!
Ihr Klubobmann hat heute in der Geschäftsordnungsdebatte die Rechtslage so dargestellt, wie sie ist: Der Minister hat das Recht, Anfragen nicht zu beantworten, wenn sie nicht Gegenstand der Vollziehung sind. Ich habe nicht das Recht, ihn dazu zu verhalten (Abg. Mag. Kogler: Das habe ich auch nicht verlangt!) oder ihm dieses Recht abzusprechen.
Abg. Öllinger: Sie haben den Zusammenhang nicht verstanden!
Also ich möchte schon sagen: Ihre Empörung über diesen einzigartigen Skandal ist nicht sehr groß! (Abg. Öllinger: Sie haben den Zusammenhang nicht verstanden!) Die ganze Dramatik geht an Ihnen offensichtlich vorüber. Oder Sie wollen das verniedlichen – zusammen mit der SPÖ. Immerhin geht es um mehr als 2 Milliarden €, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Herr Abgeordneter Matznetter, Sie haben gemeint, man müsse sich mit der ganzen Sache gründlich auseinander setzen. – Das ist richtig! Aber, Herr Matznetter, es geht nicht nur um einen Kriminalfall, sondern auch darum, dass das ein Kriminalfall mit sehr intensivem politischen Einfluss ist. Und es geht auch um die Sozialdemokratie! Es geht um die Glaubwürdigkeit der Sozialdemokratie, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Das hat ja auch der ehemalige Bürgermeister Zilk, der heute schon einmal zitiert worden ist, ganz deutlich gesagt! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Er hat gesagt, die Sozialdemokratie habe so unendlich viel für die Menschen im vorigen Jahrhundert getan, sie habe deren Leben veredelt, aber im 21. Jahrhundert verspiele sie all diese Errungenschaften. Und das ist das Furchtbare für die Sozialdemokratie, Herr Abgeordneter Matznetter!
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter
Wir haben das schon früher erkannt, denn wir sehen ja Ihre tagtägliche Politik, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ. Wir sehen ja, welche Politik Sie machen: Sie schützen immer nur vor, dass Sie für die Menschen da sind, dass Sie etwas für die Menschen tun (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), aber dort, wo es um die persönliche Bereicherung geht, sind Ihre Funktionäre an allererster Stelle. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Wir haben das schon früher erkannt, denn wir sehen ja Ihre tagtägliche Politik, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ. Wir sehen ja, welche Politik Sie machen: Sie schützen immer nur vor, dass Sie für die Menschen da sind, dass Sie etwas für die Menschen tun (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter), aber dort, wo es um die persönliche Bereicherung geht, sind Ihre Funktionäre an allererster Stelle. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eiszeit!
Sie werfen uns immer „soziale Kälte“ vor. – Das ist nicht nur soziale Kälte (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eiszeit!), sondern das ist eine ungeheure Arroganz, wie da vorgegangen worden ist, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Sie werfen uns immer „soziale Kälte“ vor. – Das ist nicht nur soziale Kälte (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Eiszeit!), sondern das ist eine ungeheure Arroganz, wie da vorgegangen worden ist, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Abg. Dr. Stummvoll: Nein! Als langjährige!
Herr Alt-Bürgermeister Zilk hat gesagt: „Ich bin erschüttert, wie sehr die Sozialdemokratie abgebaut hat!“ – Wir sind darüber deshalb nicht so erschüttert, weil wir, wie schon gesagt, hier Ihre Politik verfolgen. Wir haben ja gesehen, in welche Skandale die SPÖ schon verwickelt war! Es hat ja Zeiten gegeben, wo der halbe SPÖ-Vorstand vor Gericht gestanden ist. An diese Zeiten kann ich mich als Alt-Politikerin noch sehr gut erinnern. (Abg. Dr. Stummvoll: Nein! Als langjährige!) Als langjährige Politikerin.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Matznetter hat gemeint: Wieso klicken nicht die Handschellen, und wieso kann jemand ausreisen?, und so weiter und so fort. Das sei eine interessante Frage, meinte Herr Matznetter. – Ich muss auch sagen: Als langjährige Strafrichterin wundere ich mich auch, wieso es nicht schon lange einen Haftbefehl gibt, wieso nicht schon lange Herr Elsner in Untersuchungshaft sitzt, wieso er noch immer nach Frankreich reisen kann, wieso er gesagt hat: Die Beamten sollen nach Frankreich reisen und mich dort einvernehmen! Auch ich bin – das muss ich sagen – darüber etwas enttäuscht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Ich vertraue auf die Justiz, und ich bin überzeugt davon, dass in dieser Sache wirklich gerecht und fair vorgegangen wird. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Dafür ein Argument!
Abgeordneter Mag. Kogler weiß, wie sehr ich seine konstruktive Tätigkeit im Finanzausschuss schätze. Er ist dort wirklich konstruktiv tätig, und wir führen dort wirklich gute Gespräche. Aber, Herr Mag. Kogler, nach dieser Rede, die Sie heute hier im Plenum gehalten haben, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Sie immer wieder als Pflichtverteidiger der SPÖ punziert werden. Sie waren heute ein Pflichtverteidiger, Herr Kollege Kogler! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Dafür ein Argument!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
dass seit heute Mittag Hausdurchsuchungen bei Verzetnitsch, Weninger, Elsner, Flöttl und weiteren im BAWAG-Skandal verstrickten Personen laufen. Die Hausdurchsuchungen laufen derzeit noch, Herr Kollege Matznetter. Das heißt, die Justiz hat durchaus einen Zahn zugelegt und wird mit dazu beitragen, diesen Skandal aufzuklären. Daher, Herr Kollege: Keine Kritik an der Justiz! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Meine Damen und Herren! Was mich beschäftigt, das ist Folgendes: Hier haben wir – und das ist, glaube ich, unbestritten – den größten Wirtschafts- und Politikskandal der Zweiten Republik. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Was mich fasziniert, das ist die Frage: Wie verhält sich der politisch Hauptverantwortliche, nämlich die SPÖ? (Abg. Dr. Matznetter: Wir sind nicht hauptverantwortlich!) Und da gibt es – Kollege Matznetter, Sie haben das in Ihrer Rede sehr deutlich wieder gesagt – zwei Ablenkungsstrategien. (Abg. Dr. Matznetter: Keine Ablenkung!)
Abg. Dr. Matznetter: Wir sind nicht hauptverantwortlich!
Meine Damen und Herren! Was mich beschäftigt, das ist Folgendes: Hier haben wir – und das ist, glaube ich, unbestritten – den größten Wirtschafts- und Politikskandal der Zweiten Republik. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Was mich fasziniert, das ist die Frage: Wie verhält sich der politisch Hauptverantwortliche, nämlich die SPÖ? (Abg. Dr. Matznetter: Wir sind nicht hauptverantwortlich!) Und da gibt es – Kollege Matznetter, Sie haben das in Ihrer Rede sehr deutlich wieder gesagt – zwei Ablenkungsstrategien. (Abg. Dr. Matznetter: Keine Ablenkung!)
Abg. Dr. Matznetter: Keine Ablenkung!
Meine Damen und Herren! Was mich beschäftigt, das ist Folgendes: Hier haben wir – und das ist, glaube ich, unbestritten – den größten Wirtschafts- und Politikskandal der Zweiten Republik. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Was mich fasziniert, das ist die Frage: Wie verhält sich der politisch Hauptverantwortliche, nämlich die SPÖ? (Abg. Dr. Matznetter: Wir sind nicht hauptverantwortlich!) Und da gibt es – Kollege Matznetter, Sie haben das in Ihrer Rede sehr deutlich wieder gesagt – zwei Ablenkungsstrategien. (Abg. Dr. Matznetter: Keine Ablenkung!)
Abg. Dr. Matznetter: Nein!
Ablenkungsstrategie Nummer eins lautet: Schuld ist nicht der Dieb, schuld ist der Polizist, er hätte den Diebstahl verhindern müssen! (Abg. Dr. Matznetter: Nein!) Ablenkungsstrategie Nummer zwei lautet: Nicht wir sind verantwortlich, sondern ein paar kriminelle Manager sind es! (Abg. Dr. Matznetter: Das ist so!)
Abg. Dr. Matznetter: Das ist so!
Ablenkungsstrategie Nummer eins lautet: Schuld ist nicht der Dieb, schuld ist der Polizist, er hätte den Diebstahl verhindern müssen! (Abg. Dr. Matznetter: Nein!) Ablenkungsstrategie Nummer zwei lautet: Nicht wir sind verantwortlich, sondern ein paar kriminelle Manager sind es! (Abg. Dr. Matznetter: Das ist so!)
Abg. Dr. Matznetter: Immer ablenken!
Schauen wir uns diese beiden Ablenkungsstrategien einmal ein bisschen näher an! (Abg. Dr. Matznetter: Immer ablenken!) Sie werden sehen, beide Strategien brechen letztlich in sich zusammen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wie die SPÖ!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wie die SPÖ!
Schauen wir uns diese beiden Ablenkungsstrategien einmal ein bisschen näher an! (Abg. Dr. Matznetter: Immer ablenken!) Sie werden sehen, beide Strategien brechen letztlich in sich zusammen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wie die SPÖ!)
Abg. Dr. Matznetter: Hat nicht funktioniert!
Die zweite Stufe bildet die Innenrevision. (Abg. Dr. Matznetter: Hat nicht funktioniert!)
Abg. Dr. Matznetter: Wurde nicht informiert!
Die dritte Stufe ist der Aufsichtsrat. (Abg. Dr. Matznetter: Wurde nicht informiert!) Wir haben mehrmals gehört, welche Personen dort in Verantwortung waren.
Abg. Dr. Matznetter: Nein!
Als vierte Stufe fungiert der Eigentümer. – Ja wer war denn der Eigentümer? Nach dem Bankwesengesetz besteht eine besondere Sorgfaltspflicht eines Eigentümers einer Bank (Abg. Dr. Matznetter: Nein!), wenn er 10 Prozent besitzt. Der ÖGB hat aber 100 Prozent besessen!
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Also, bitte, lösen wir uns davon, dass der Polizist und nicht der Dieb schuld ist! – Schuld sind jene, die da politische Verantwortung tragen! Die Personen sind alle bekannt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Nein!
Nun zur Ablenkungsstrategie Nummer zwei: Es waren ein paar kriminelle Manager! – Meine Damen und Herren, schauen wir uns diese Personen an: höchste Funktionsträger der SPÖ! (Abg. Dr. Matznetter: Nein!)
Abg. Dr. Matznetter: Karl-Heinz Grasser!
Oder: Tumpel. – Da werden wir im Unterausschuss noch sehr genau prüfen, wie das war. Wer war denn damals in der Notenbank für die Bankenaufsicht zuständig? Wer hat denn im Jahr 2001 gesagt: Das geht ohnehin alles in Ordnung, ihr braucht nicht weiter zu prüfen!? Wer war denn das damals? (Abg. Dr. Matznetter: Karl-Heinz Grasser!) Der Name Tumpel kommt in dem Doppelnamen auch vor, meine Damen und Herren. Das werden wir uns noch sehr genau anschauen.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Oder: Hundstorfer. – Also ehrlich gestanden, viele Menschen wundern sich, warum Häupl jetzt dieses Signal aussendet, dass der Präsident des ÖGB der Spitzenkandidat der SPÖ in Wien sein soll. Es hat dies heute die Presse sehr gut kommentiert. An sich ist Häupl hier konsequent und ehrlich. Er steht dazu: ÖGB und SPÖ sind „siamesische Zwillinge“. Das ist immerhin ehrlich und konsequent von Häupl, meine Damen und Herren. Aber mich kann das nur wundern, ehrlich gestanden, denn einen, der nicht weiß, wann er einen Schuldenberg von 1,5 Milliarden € übernommen hat, der gar nicht weiß, ob er da zugestimmt hat oder worum es da gegangen ist, als Spitzenkandidaten einer politischen Partei aufzustellen, meine Damen und Herren, ist eigentlich ein Armutszeugnis. Das muss ich sagen – in aller Anerkennung der Funktion eines ÖGB-Präsidenten. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Rädler: Matznetter!
Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich jetzt zum nächsten Punkt kommen, zu der Frage: Welche Bedeutung haben all diese Leute für die SPÖ? – Ja schauen Sie nach! Wer ist im Kompetenzteam „Wirtschaft“ der SPÖ? (Abg. Rädler: Matznetter!) Matznetter, Flöttl, Elsner, Tumpel – lauter Mitglieder des Kompetenzteams „Wirtschaft“ der SPÖ! (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt überhaupt nicht!)
Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt überhaupt nicht!
Meine Damen und Herren! Lassen Sie mich jetzt zum nächsten Punkt kommen, zu der Frage: Welche Bedeutung haben all diese Leute für die SPÖ? – Ja schauen Sie nach! Wer ist im Kompetenzteam „Wirtschaft“ der SPÖ? (Abg. Rädler: Matznetter!) Matznetter, Flöttl, Elsner, Tumpel – lauter Mitglieder des Kompetenzteams „Wirtschaft“ der SPÖ! (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt überhaupt nicht!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
In Anbetracht dessen sagen Sie noch, es sei ein billiger Wahlkampfslogan unseres Generalsekretärs: Die Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften!? Jetzt haben Sie es sogar vom Handelsgericht bestätigt bekommen, jawohl, auf Grund von Daten und Fakten, es ist die Wahrheit! Die Wahrheit ist: Die Gusenbauer-SPÖ kann nicht wirtschaften!, festgestellt vom Handelsgericht Wien, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall sowie Rufe bei der ÖVP: Genau!
Glauben Sie wirklich, dass der Vorwärts-Verlag, der „Konsum“, die Verstaatlichte, die Bank Burgenland oder der ARBÖ lauter Einzelbetriebsunfälle waren? Ich sage Ihnen, was für mich der rote Faden bei diesen Skandalen ist: Wenn rote Gewerkschafter glauben, sie müssen Unternehmer spielen, dann führt das immer wieder in die Pleite! (Beifall sowie Rufe bei der ÖVP: Genau!) Das hatte Schulden in Milliardenhöhe und Zehntausende verlorene Arbeitsplätze zur Folge, meine Damen und Herren!
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Lassen Sie mich dazu eines sagen: Wir werden nicht zulassen, dass Sie sich von der politischen Verantwortung hier einfach verabschieden. Aber eines können Sie tun: Entlassen Sie den ÖGB aus Ihrer Geiselhaft! Geben Sie den Weg frei für einen demokratischen, transparenten, parteiunabhängigen Gewerkschaftsbund, denn wir haben ein Interesse an einer starken Sozialpartnerschaft – und die ist nicht denkbar mit einem ÖGB, der in Geiselhaft einer Partei ist! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Großruck: Nein!
Zweitens hat er behauptet, dass Frau Tumpel-Gugerell Chefin der Bankenaufsicht in der OeNB gewesen sei. (Abg. Großruck: Nein!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Erstens: Die Herren Flöttl und Elsner waren niemals Mitglieder des SPÖ-Kompetenzteams „Wirtschaft“. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: In der Notenbank doch nicht!
Zweitens: Der Chef der Bankenaufsicht zum Zeitpunkt des Berichtes hieß Mag. Karl-Heinz Grasser, Bundesminister für Finanzen. (Ruf bei der ÖVP: In der Notenbank doch nicht!) So ist das, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist leider danebengegangen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist leider danebengegangen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Zweitens: Der Chef der Bankenaufsicht zum Zeitpunkt des Berichtes hieß Mag. Karl-Heinz Grasser, Bundesminister für Finanzen. (Ruf bei der ÖVP: In der Notenbank doch nicht!) So ist das, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist leider danebengegangen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Katzian –: Gibt es jetzt Aufklärung oder wieder Vernebelung? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das die Abschiedsrede? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Katzian. Seine Redezeit beträgt 5 Minuten. – Bitte, Herr Kollege. (Abg. Neudeck – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Katzian –: Gibt es jetzt Aufklärung oder wieder Vernebelung? – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Ist das die Abschiedsrede? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Abgeordneter Wolfgang Katzian (SPÖ): Soll ich Sie alle jetzt ausreden lassen oder kann ich anfangen? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Ja, passt schon. Reden Sie sich nur aus! Sie haben ja vorhin schon ordentlich Gas gegeben. (Abg. Neudeck: Sie haben genug Redezeit!) Ja, super. (Abg. Neudeck: ... , aber da bekommen Sie nicht voll bezahlt wie im Aufsichtsrat der BAWAG!) Sie wissen ganz genau, dass ich niemals dem Aufsichtsrat der BAWAG angehört habe. Also verzapfen Sie da nicht Meldungen, die nicht stimmen! (Abg. Neudeck: Aber Sie hätten es gekriegt, wenn Sie es gewesen wären!) Bin ich aber nicht! (Abg. Neudeck: Sie hätten es genommen!)
Abg. Neudeck: Sie haben genug Redezeit!
Abgeordneter Wolfgang Katzian (SPÖ): Soll ich Sie alle jetzt ausreden lassen oder kann ich anfangen? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Ja, passt schon. Reden Sie sich nur aus! Sie haben ja vorhin schon ordentlich Gas gegeben. (Abg. Neudeck: Sie haben genug Redezeit!) Ja, super. (Abg. Neudeck: ... , aber da bekommen Sie nicht voll bezahlt wie im Aufsichtsrat der BAWAG!) Sie wissen ganz genau, dass ich niemals dem Aufsichtsrat der BAWAG angehört habe. Also verzapfen Sie da nicht Meldungen, die nicht stimmen! (Abg. Neudeck: Aber Sie hätten es gekriegt, wenn Sie es gewesen wären!) Bin ich aber nicht! (Abg. Neudeck: Sie hätten es genommen!)
Abg. Neudeck: ... , aber da bekommen Sie nicht voll bezahlt wie im Aufsichtsrat der BAWAG!
Abgeordneter Wolfgang Katzian (SPÖ): Soll ich Sie alle jetzt ausreden lassen oder kann ich anfangen? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Ja, passt schon. Reden Sie sich nur aus! Sie haben ja vorhin schon ordentlich Gas gegeben. (Abg. Neudeck: Sie haben genug Redezeit!) Ja, super. (Abg. Neudeck: ... , aber da bekommen Sie nicht voll bezahlt wie im Aufsichtsrat der BAWAG!) Sie wissen ganz genau, dass ich niemals dem Aufsichtsrat der BAWAG angehört habe. Also verzapfen Sie da nicht Meldungen, die nicht stimmen! (Abg. Neudeck: Aber Sie hätten es gekriegt, wenn Sie es gewesen wären!) Bin ich aber nicht! (Abg. Neudeck: Sie hätten es genommen!)
Abg. Neudeck: Aber Sie hätten es gekriegt, wenn Sie es gewesen wären!
Abgeordneter Wolfgang Katzian (SPÖ): Soll ich Sie alle jetzt ausreden lassen oder kann ich anfangen? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Ja, passt schon. Reden Sie sich nur aus! Sie haben ja vorhin schon ordentlich Gas gegeben. (Abg. Neudeck: Sie haben genug Redezeit!) Ja, super. (Abg. Neudeck: ... , aber da bekommen Sie nicht voll bezahlt wie im Aufsichtsrat der BAWAG!) Sie wissen ganz genau, dass ich niemals dem Aufsichtsrat der BAWAG angehört habe. Also verzapfen Sie da nicht Meldungen, die nicht stimmen! (Abg. Neudeck: Aber Sie hätten es gekriegt, wenn Sie es gewesen wären!) Bin ich aber nicht! (Abg. Neudeck: Sie hätten es genommen!)
Abg. Neudeck: Sie hätten es genommen!
Abgeordneter Wolfgang Katzian (SPÖ): Soll ich Sie alle jetzt ausreden lassen oder kann ich anfangen? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Ja, passt schon. Reden Sie sich nur aus! Sie haben ja vorhin schon ordentlich Gas gegeben. (Abg. Neudeck: Sie haben genug Redezeit!) Ja, super. (Abg. Neudeck: ... , aber da bekommen Sie nicht voll bezahlt wie im Aufsichtsrat der BAWAG!) Sie wissen ganz genau, dass ich niemals dem Aufsichtsrat der BAWAG angehört habe. Also verzapfen Sie da nicht Meldungen, die nicht stimmen! (Abg. Neudeck: Aber Sie hätten es gekriegt, wenn Sie es gewesen wären!) Bin ich aber nicht! (Abg. Neudeck: Sie hätten es genommen!)
Abg. Neudeck: Probieren Sie es mit „Offen gesagt“!
Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich habe in meiner letzten Rede zur Staatshaftung für die BAWAG ausdrücklich begrüßt (Abg. Neudeck: Probieren Sie es mit „Offen gesagt“!), dass für etwa 6 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank, für die verflochtenen Unternehmen und für den Finanzplatz Österreich gemeinsam Verantwortung übernommen wird.
Abg. Mag. Hakl: Und einiger Aufsichtsräte!
Es geht nicht darum, dem Eigentümer ÖGB für die Folgen des Fehlverhaltens einiger Spitzenfunktionäre und einiger Bankdirektoren zur Seite zu stehen (Abg. Mag. Hakl: Und einiger Aufsichtsräte!), sondern es geht vielmehr darum, das Vertrauen in das österreichische Bankwesen und den österreichischen Wirtschaftsstandort zu sichern, also in hohem Maß auch um öffentliches Interesse.
Abg. Großruck: Wer war daran schuld?
Es ist nicht das erste Mal, dass der Bund im allgemeinen öffentlichen Interesse Österreichs bei Finanzmarktkrisen ausgleichend eingreift. So war es im Jahre 1981 bei er Länderbank (Abg. Großruck: Wer war daran schuld?), 1985 bei der Creditanstalt, 1995 bei der Bank für Handel und Industrie, und selbst die Volksbanken konnten in den achtziger Jahren eine Vertrauenskrise bei den Anlegern durch staatliche Unterstützung
Abg. Mag. Molterer: Also die Karibik-Geschäfte waren in Ordnung?
abwenden. Faktum ist, dass erst die Insolvenz des Brokerhauses Refco und in der Folge der Vergleich mit den amerikanischen Refco-Gläubigern und Shareholdern eine zusätzliche Bundeshaftung notwendig gemacht haben. (Abg. Mag. Molterer: Also die Karibik-Geschäfte waren in Ordnung?)
Abg. Mag. Molterer: Die Karibik-Geschäfte sind okay?
Eine weitere Tatsache ist (Abg. Mag. Molterer: Die Karibik-Geschäfte sind okay?), dass der Bund noch immer für die Altverbindlichkeiten der Postsparkasse mit 5,5 Milliarden haftet. Zusammen mit der Einlagensicherung ergibt das die bekannten Werte, die heute auch schon genannt wurden. (Abg. Großruck: Machen Sie keine Dichterlesung! Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird in Klagenfurt vergeben!) Eine Insolvenz der BAWAG hätte einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wesentlich mehr gekostet. (Abg. Hornek: Wehren Sie sich gegen solche Redenschreiber!) Damit war die Rettung der BAWAG/P.S.K. im höchsten Interesse auch der österreichischen Steuerzahler. (Abg. Neudeck: Ihre Rede lesen Sie aber auch zum ersten Mal!)
Abg. Großruck: Machen Sie keine Dichterlesung! Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird in Klagenfurt vergeben!
Eine weitere Tatsache ist (Abg. Mag. Molterer: Die Karibik-Geschäfte sind okay?), dass der Bund noch immer für die Altverbindlichkeiten der Postsparkasse mit 5,5 Milliarden haftet. Zusammen mit der Einlagensicherung ergibt das die bekannten Werte, die heute auch schon genannt wurden. (Abg. Großruck: Machen Sie keine Dichterlesung! Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird in Klagenfurt vergeben!) Eine Insolvenz der BAWAG hätte einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wesentlich mehr gekostet. (Abg. Hornek: Wehren Sie sich gegen solche Redenschreiber!) Damit war die Rettung der BAWAG/P.S.K. im höchsten Interesse auch der österreichischen Steuerzahler. (Abg. Neudeck: Ihre Rede lesen Sie aber auch zum ersten Mal!)
Abg. Hornek: Wehren Sie sich gegen solche Redenschreiber!
Eine weitere Tatsache ist (Abg. Mag. Molterer: Die Karibik-Geschäfte sind okay?), dass der Bund noch immer für die Altverbindlichkeiten der Postsparkasse mit 5,5 Milliarden haftet. Zusammen mit der Einlagensicherung ergibt das die bekannten Werte, die heute auch schon genannt wurden. (Abg. Großruck: Machen Sie keine Dichterlesung! Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird in Klagenfurt vergeben!) Eine Insolvenz der BAWAG hätte einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wesentlich mehr gekostet. (Abg. Hornek: Wehren Sie sich gegen solche Redenschreiber!) Damit war die Rettung der BAWAG/P.S.K. im höchsten Interesse auch der österreichischen Steuerzahler. (Abg. Neudeck: Ihre Rede lesen Sie aber auch zum ersten Mal!)
Abg. Neudeck: Ihre Rede lesen Sie aber auch zum ersten Mal!
Eine weitere Tatsache ist (Abg. Mag. Molterer: Die Karibik-Geschäfte sind okay?), dass der Bund noch immer für die Altverbindlichkeiten der Postsparkasse mit 5,5 Milliarden haftet. Zusammen mit der Einlagensicherung ergibt das die bekannten Werte, die heute auch schon genannt wurden. (Abg. Großruck: Machen Sie keine Dichterlesung! Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird in Klagenfurt vergeben!) Eine Insolvenz der BAWAG hätte einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler wesentlich mehr gekostet. (Abg. Hornek: Wehren Sie sich gegen solche Redenschreiber!) Damit war die Rettung der BAWAG/P.S.K. im höchsten Interesse auch der österreichischen Steuerzahler. (Abg. Neudeck: Ihre Rede lesen Sie aber auch zum ersten Mal!)
Abg. Walch: Gewerkschaftsgelder!
Wir haben uns weiters verpflichtet, die BAWAG zu 100 Prozent zu verkaufen und unser Vermögen gegenüber der österreichischen Notenbank offen zu legen (Abg. Walch: Gewerkschaftsgelder!), um sicherzustellen, dass die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht ungerechtfertigt in Anspruch genommen werden. Das Prüfteam der Nationalbank ist zur Stunde im Übrigen sehr intensiv unterwegs, und alle angefragten Unterlagen sind im Interesse einer raschen Aufklärung auch entsprechend vorgelegt worden. (Abg. Hornek: Das ist doch ein Blödsinn!) – Das ist kein Blödsinn, das ist eine Tatsache! Die Nationalbank ist zur Stunde im ÖGB ...
Abg. Hornek: Das ist doch ein Blödsinn!
Wir haben uns weiters verpflichtet, die BAWAG zu 100 Prozent zu verkaufen und unser Vermögen gegenüber der österreichischen Notenbank offen zu legen (Abg. Walch: Gewerkschaftsgelder!), um sicherzustellen, dass die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler nicht ungerechtfertigt in Anspruch genommen werden. Das Prüfteam der Nationalbank ist zur Stunde im Übrigen sehr intensiv unterwegs, und alle angefragten Unterlagen sind im Interesse einer raschen Aufklärung auch entsprechend vorgelegt worden. (Abg. Hornek: Das ist doch ein Blödsinn!) – Das ist kein Blödsinn, das ist eine Tatsache! Die Nationalbank ist zur Stunde im ÖGB ...
Abg. Hornek bejaht.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Kollege Hornek, nehmen Sie das Wort „Blödsinn“ zurück? (Abg. Hornek bejaht.) Gut.
Ruf bei der ÖVP: Amen!
Fehlentscheidungen und unglaubliche Handlungen ehemaliger BAWAG-Manager und des ehemaligen ÖGB-Präsidenten und Leitenden Sekretärs haben den ÖGB in seine schwerste Krise geführt. Trotzdem haben wir uns als Eigentümer nie aus der Verantwortung gestohlen. Wir haften in voller Länge, mit einer Ausnahme. Politiker wie Peter Westenthaler und Herbert Scheibner dürfen uns nicht in den Konkurs schicken – heute nicht und auch morgen nicht. (Ruf bei der ÖVP: Amen!) Und das notwendige Betriebsvermögen, das wir für die Erfüllung unserer Aufgaben benötigen, muss bleiben. (Abg. Neudeck: Aber retten dürfen wir Sie schon?!) Hier hat die Vernunft über die Polemik gesiegt und sich durchgesetzt.
Abg. Neudeck: Aber retten dürfen wir Sie schon?!
Fehlentscheidungen und unglaubliche Handlungen ehemaliger BAWAG-Manager und des ehemaligen ÖGB-Präsidenten und Leitenden Sekretärs haben den ÖGB in seine schwerste Krise geführt. Trotzdem haben wir uns als Eigentümer nie aus der Verantwortung gestohlen. Wir haften in voller Länge, mit einer Ausnahme. Politiker wie Peter Westenthaler und Herbert Scheibner dürfen uns nicht in den Konkurs schicken – heute nicht und auch morgen nicht. (Ruf bei der ÖVP: Amen!) Und das notwendige Betriebsvermögen, das wir für die Erfüllung unserer Aufgaben benötigen, muss bleiben. (Abg. Neudeck: Aber retten dürfen wir Sie schon?!) Hier hat die Vernunft über die Polemik gesiegt und sich durchgesetzt.
Abg. Wattaul: Die Gewerkschaftsmitglieder werden zahlen, nicht ihr! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Und, wie schon erwähnt: Wenn die Bundeshaftung schlagend wird, wird den Steuerzahlern nicht das Geld aus der Tasche gezogen, wie vermittelt wird, sondern wir müssen dies 14 Jahre lang entsprechend zurückzahlen. (Abg. Wattaul: Die Gewerkschaftsmitglieder werden zahlen, nicht ihr! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer. – Abg. Dr. Stummvoll: Wir lassen uns gerne überraschen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Sburny. Wunschredezeit: 6 Minuten. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Mag. Molterer. – Abg. Dr. Stummvoll: Wir lassen uns gerne überraschen!)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Minister! Ich bin wirklich begeistert, dass Herr Kollege Molterer offenbar schon im Vorhinein weiß, was ich sagen werde. Vielleicht gehen Sie das nächste Mal heraus und sagen das, was ich sagen will; vielleicht ist Ihnen dann leichter. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Anscheinend wissen Sie schon, was ich sagen will. Wunderbar! (Abg. Mag. Molterer: Ich bin zwar risikobereit, aber so viel auch wieder nicht!) Sie sind das, was Sie sind: ein wunderbarer Ausführer von Negativ-Campaigning und sehr gut im Wiederholen derselben Floskeln, aber Sie sind sicher keiner, der weiß, was ich da jetzt sagen werde. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Ich bin ein sehr positiver Mensch!)
Abg. Mag. Molterer: Ich bin zwar risikobereit, aber so viel auch wieder nicht!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Minister! Ich bin wirklich begeistert, dass Herr Kollege Molterer offenbar schon im Vorhinein weiß, was ich sagen werde. Vielleicht gehen Sie das nächste Mal heraus und sagen das, was ich sagen will; vielleicht ist Ihnen dann leichter. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Anscheinend wissen Sie schon, was ich sagen will. Wunderbar! (Abg. Mag. Molterer: Ich bin zwar risikobereit, aber so viel auch wieder nicht!) Sie sind das, was Sie sind: ein wunderbarer Ausführer von Negativ-Campaigning und sehr gut im Wiederholen derselben Floskeln, aber Sie sind sicher keiner, der weiß, was ich da jetzt sagen werde. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Ich bin ein sehr positiver Mensch!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Ich bin ein sehr positiver Mensch!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Minister! Ich bin wirklich begeistert, dass Herr Kollege Molterer offenbar schon im Vorhinein weiß, was ich sagen werde. Vielleicht gehen Sie das nächste Mal heraus und sagen das, was ich sagen will; vielleicht ist Ihnen dann leichter. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Anscheinend wissen Sie schon, was ich sagen will. Wunderbar! (Abg. Mag. Molterer: Ich bin zwar risikobereit, aber so viel auch wieder nicht!) Sie sind das, was Sie sind: ein wunderbarer Ausführer von Negativ-Campaigning und sehr gut im Wiederholen derselben Floskeln, aber Sie sind sicher keiner, der weiß, was ich da jetzt sagen werde. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Ich bin ein sehr positiver Mensch!)
Die Rednerin hält kurz inne. – Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie sind selber sprachlos über Ihre Rede!
Ich bin ganz überzeugt, dass wir hier alle ... (Die Rednerin hält kurz inne. – Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie sind selber sprachlos über Ihre Rede!) Ich bin ganz überzeugt, dass wir alle hier, und zwar weder die SPÖ noch die ÖVP noch die Grünen, uns nicht völlig der Tragweite dieses ganzen Skandals bewusst sind. (Abg. Großruck: Wir schon! – Heiterkeit.) Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, dass das erst in Monaten, wenn nicht Jahren in der gesamten Tragweite sichtbar werden wird, was da passiert ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Das kann schon stimmen!) Und ich meine jetzt nicht die Haftungsübernahme der Republik – da werden wir wahrscheinlich in ein paar Monaten Bescheid wissen, wie weit diese Haftungsübernahme schlagend wird oder nicht –, sondern ich meine die Bedeutung, die die ganze Sache für den ÖGB hat.
Abg. Großruck: Wir schon! – Heiterkeit.
Ich bin ganz überzeugt, dass wir hier alle ... (Die Rednerin hält kurz inne. – Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie sind selber sprachlos über Ihre Rede!) Ich bin ganz überzeugt, dass wir alle hier, und zwar weder die SPÖ noch die ÖVP noch die Grünen, uns nicht völlig der Tragweite dieses ganzen Skandals bewusst sind. (Abg. Großruck: Wir schon! – Heiterkeit.) Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, dass das erst in Monaten, wenn nicht Jahren in der gesamten Tragweite sichtbar werden wird, was da passiert ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Das kann schon stimmen!) Und ich meine jetzt nicht die Haftungsübernahme der Republik – da werden wir wahrscheinlich in ein paar Monaten Bescheid wissen, wie weit diese Haftungsübernahme schlagend wird oder nicht –, sondern ich meine die Bedeutung, die die ganze Sache für den ÖGB hat.
Abg. Dr. Stummvoll: Das kann schon stimmen!
Ich bin ganz überzeugt, dass wir hier alle ... (Die Rednerin hält kurz inne. – Abg. Neudeck: Ich glaube, Sie sind selber sprachlos über Ihre Rede!) Ich bin ganz überzeugt, dass wir alle hier, und zwar weder die SPÖ noch die ÖVP noch die Grünen, uns nicht völlig der Tragweite dieses ganzen Skandals bewusst sind. (Abg. Großruck: Wir schon! – Heiterkeit.) Nein, das glaube ich nicht. Ich glaube, dass das erst in Monaten, wenn nicht Jahren in der gesamten Tragweite sichtbar werden wird, was da passiert ist. (Abg. Dr. Stummvoll: Das kann schon stimmen!) Und ich meine jetzt nicht die Haftungsübernahme der Republik – da werden wir wahrscheinlich in ein paar Monaten Bescheid wissen, wie weit diese Haftungsübernahme schlagend wird oder nicht –, sondern ich meine die Bedeutung, die die ganze Sache für den ÖGB hat.
Beifall bei den Grünen.
Punkt drei: Es gibt nach wie vor keine Information an die Mitglieder. Das, was viele, was zum Beispiel auch die grünen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und die alternativen GewerkschafterInnen seit vielen Jahren gefordert haben: Transparenz, Information, Einbeziehung der Mitglieder, ist bis heute nicht erfolgt. Es gibt überhaupt keine Information an die Mitglieder, was der Stand der Dinge ist, und das lässt mich daran zweifeln, wie weit der ÖGB reformfähig ist in der momentanen Konstellation. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Prinz: Pflichtverteidigerin!
Aus meiner Sicht kann der ÖGB nur zwischen zwei möglichen Richtungen wählen. Die eine mögliche Richtung ist, er ist in kürzester Zeit „hin“. Und es gibt große Interessen in diesem Land, da wird immer wieder ein Schäuferl nachgelegt, damit der ÖGB schlicht und einfach „hin“ ist, und alles, was der ÖGB momentan tut, führt auch noch dazu, diese Richtung zu bestärken. Die heutige Debatte ... (Abg. Prinz: Pflichtverteidigerin!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Prinz: Wir müssen nicht zuhören!
Sagen Sie einmal, können Sie zuhören? Oder haben Sie nur Schlagworte, Schlagworte, Schlagworte, Schlagworte? Haben Sie noch etwas anderes als Schlagworte auch zu sagen? (Beifall bei den Grünen. – Abg. Prinz: Wir müssen nicht zuhören!) Haben Sie etwas anderes als Schlagworte zu sagen? Kommen Sie heraus, und sagen Sie etwas anderes!
Abg. Murauer: Prinz sitzt schon ein paar Jahre dort! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Vor allem erinnere ich daran: Keine Zwischenrufe von fremden Sitzplätzen aus! (Abg. Murauer: Prinz sitzt schon ein paar Jahre dort! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: So ist es! – Abg. Mag. Hakl: Zeit lassen! Durchatmen!
Abgeordnete Michaela Sburny (fortsetzend): Zum Glück haben wir ja heute genug Zeit! (Abg. Murauer: So ist es! – Abg. Mag. Hakl: Zeit lassen! Durchatmen!)
Abg. Mag. Hakl: Ja, und ein guter!
Was die ÖVP will, das ist ganz leicht zu sehen; man braucht sich ja nur anzuschauen, wie Herr Kollege Neugebauer in seiner Doppelfunktion als Abgeordneter zum Nationalrat sowie als Vorsitzender der drittgrößten Teilgewerkschaft agiert. – Ist Kollege Neugebauer GÖD-Vorsitzender oder nicht? (Abg. Mag. Hakl: Ja, und ein guter!) Okay, er ist es. Was Fritz Neugebauer will, ist eine Schwächung, ist eine Zertrümmerung des ÖGB! (Ruf bei der ÖVP: Die GÖD ...!) – Ja, die GÖD ist die drittgrößte und finanzstärkste Teilgewerkschaft, und diese will sich jetzt vom ÖGB verabschieden, indem sie sagt: Der Rest soll halt zerbröseln! (Ruf bei der ÖVP: Die einzige Lösung!) Das ist das, was die ÖVP will – und was Sie wollen! Und solchen Maßnahmen leistet der ÖGB auch noch Vorschub, ein ÖGB, der nicht in der Lage ist, auseinander zu
Ruf bei der ÖVP: Die GÖD ...!
Was die ÖVP will, das ist ganz leicht zu sehen; man braucht sich ja nur anzuschauen, wie Herr Kollege Neugebauer in seiner Doppelfunktion als Abgeordneter zum Nationalrat sowie als Vorsitzender der drittgrößten Teilgewerkschaft agiert. – Ist Kollege Neugebauer GÖD-Vorsitzender oder nicht? (Abg. Mag. Hakl: Ja, und ein guter!) Okay, er ist es. Was Fritz Neugebauer will, ist eine Schwächung, ist eine Zertrümmerung des ÖGB! (Ruf bei der ÖVP: Die GÖD ...!) – Ja, die GÖD ist die drittgrößte und finanzstärkste Teilgewerkschaft, und diese will sich jetzt vom ÖGB verabschieden, indem sie sagt: Der Rest soll halt zerbröseln! (Ruf bei der ÖVP: Die einzige Lösung!) Das ist das, was die ÖVP will – und was Sie wollen! Und solchen Maßnahmen leistet der ÖGB auch noch Vorschub, ein ÖGB, der nicht in der Lage ist, auseinander zu
Ruf bei der ÖVP: Die einzige Lösung!
Was die ÖVP will, das ist ganz leicht zu sehen; man braucht sich ja nur anzuschauen, wie Herr Kollege Neugebauer in seiner Doppelfunktion als Abgeordneter zum Nationalrat sowie als Vorsitzender der drittgrößten Teilgewerkschaft agiert. – Ist Kollege Neugebauer GÖD-Vorsitzender oder nicht? (Abg. Mag. Hakl: Ja, und ein guter!) Okay, er ist es. Was Fritz Neugebauer will, ist eine Schwächung, ist eine Zertrümmerung des ÖGB! (Ruf bei der ÖVP: Die GÖD ...!) – Ja, die GÖD ist die drittgrößte und finanzstärkste Teilgewerkschaft, und diese will sich jetzt vom ÖGB verabschieden, indem sie sagt: Der Rest soll halt zerbröseln! (Ruf bei der ÖVP: Die einzige Lösung!) Das ist das, was die ÖVP will – und was Sie wollen! Und solchen Maßnahmen leistet der ÖGB auch noch Vorschub, ein ÖGB, der nicht in der Lage ist, auseinander zu
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Deswegen, finde ich, braucht der ÖGB weniger eine Reform, sondern schon mehr eine kleine Revolution, und zwar eine Revolution in Sachen Demokratie, eine Revolution in Sachen Transparenz und eine Revolution in Sachen Frauen an die Spitze. Und ich wünsche mir für alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, dass der ÖGB diese Kurve kriegt. – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Und was ist mit dem Darabos?
Präsident Dr. Andreas Khol: Meine Damen und Herren, ich habe inzwischen das vorläufige Stenographische Protokoll der Rede des Abgeordneten Neudeck erhalten. Herr Abgeordneter Jarolim hat, wie sich aus dem Protokoll ergibt, Herrn Abgeordneten Neudeck der „Lüge“ geziehen. Ich erteile dafür Herrn Abgeordnetem Jarolim einen Ordnungsruf. (Abg. Scheibner: Und was ist mit dem Darabos?)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Das Ansehen des Finanzplatzes Österreich, eines Finanzplatzes, den man sozusagen als weiße Weste bezeichnen kann, hat dunkelrote Flecken bekommen (Zwischenrufe bei der SPÖ) – und es muss danach getrachtet werden, dass beim Versuch, diese dunkelroten Flecken wegzuwischen, nicht eines passiert: dass Vertuschungen und Verzögerungen bei notwendigen Problemlösungen einfach hingenommen werden. – Aus Erfahrung weiß man, dass Gefahr droht, wenn manche solchen Versuchungen erliegen.
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Aufzuklären wird jedenfalls sein, welche Rolle – eben auch angesichts der Vorwürfe der Bereicherung – diese Bankenmanager gespielt haben. Die Untersuchungsbehörden sind Gott sei Dank unabhängig und frei von irgendwelchen Verdachtsmomenten. Staatsanwaltschaft, Gerichte und Finanzmarktaufsicht mögen, und zwar unbeeindruckt von Vertuschungsversuchen, die es bei solchen Skandalen immer gibt, zielstrebig und rasch an der Aufklärung dieses Skandals sowie den damit verbundenen Konsequenzen arbeiten. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wo sind denn jetzt die Kollegen Gusenbauer und Cap? Sitzt Gusenbauer vielleicht im Penthouse von Verzetnitsch, um Absprachen zu treffen? Oder was passiert sonst? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Gusenbauer ist doch da auch ein Mitwisser! Ich selbst habe im Fernsehen gesehen, wie Gusenbauer aus dem ÖGB-Präsidium herausgekommen ist und nach einer Präsidiumssitzung dort Gespräche geführt hat! Er wird wahrscheinlich genau wissen, was dort passiert ist! Daher: Wieso verschwindet Gusenbauer bei dieser Debatte jetzt?! Und was ist mit dem Kollegen Tumpel, der ja auch ein Mitwisser ist!
Rufe bei der SPÖ: Katzian!
Wenn ich höre, wie Kollege Kanzian gesagt hat: Wir werden den ÖGB retten!, und vieles mehr (Rufe bei der SPÖ: Katzian!): Kollege Kanzian, ihr vom ÖGB seid die Hauptverantwortlichen, dass 6 000 BAWAG-Mitarbeiter und 2 000 ÖGB-Mitarbeiter den Arbeitsplatz verloren hätten. Diese Bundesregierung hat eine Garantie über 900 Millionen € abgegeben, sie ist hergegangen und hat gesagt: Diese Betriebe retten wir, das ist es uns wert! Kein Selbstbedienungsladen, und vieles mehr.
Abg. Silhavy: Lesen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Maximilian Walch (fortsetzend): Gut, dann fange ich noch einmal an. (Abg. Silhavy: Lesen! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP. – Abg. Mandak: Sehr routiniert! Sehr routiniert eingebracht!
Ich ersuche um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP. – Abg. Mandak: Sehr routiniert! Sehr routiniert eingebracht!)
Beifall bei der SPÖ.
Für uns ist eines klar gewesen: Alle kriminellen Machenschaften sind sofort zu ahnden, und die Schuldigen sind sofort hinter Schloss und Riegel zu bringen. Das stellen wir überhaupt nicht in Frage. (Beifall bei der SPÖ.) Aber was Sie heute hier aufführen, mit diesen Anträgen und auch schon vorher, bedeutet: Sie verunsichern wieder den Finanzplatz Wien. (Abg. Scheibner: Ihr!) Selbstverständlich, Sie stellen den Finanzplatz Wien schon wieder in Frage (Abg. Scheibner: Das ist aber nicht Ihr Ernst!), indem Sie das Thema ununterbrochen in einer Form thematisieren, die mit der Anfragestellung überhaupt nichts zu tun hat. (Abg. Großruck: Das ist der größte Skandal, den es gibt! Der größte Skandal der Zweiten Republik!) Sie verunsichern den Finanzplatz Wien, und das ist schlecht für Österreich!
Abg. Scheibner: Ihr!
Für uns ist eines klar gewesen: Alle kriminellen Machenschaften sind sofort zu ahnden, und die Schuldigen sind sofort hinter Schloss und Riegel zu bringen. Das stellen wir überhaupt nicht in Frage. (Beifall bei der SPÖ.) Aber was Sie heute hier aufführen, mit diesen Anträgen und auch schon vorher, bedeutet: Sie verunsichern wieder den Finanzplatz Wien. (Abg. Scheibner: Ihr!) Selbstverständlich, Sie stellen den Finanzplatz Wien schon wieder in Frage (Abg. Scheibner: Das ist aber nicht Ihr Ernst!), indem Sie das Thema ununterbrochen in einer Form thematisieren, die mit der Anfragestellung überhaupt nichts zu tun hat. (Abg. Großruck: Das ist der größte Skandal, den es gibt! Der größte Skandal der Zweiten Republik!) Sie verunsichern den Finanzplatz Wien, und das ist schlecht für Österreich!
Abg. Scheibner: Das ist aber nicht Ihr Ernst!
Für uns ist eines klar gewesen: Alle kriminellen Machenschaften sind sofort zu ahnden, und die Schuldigen sind sofort hinter Schloss und Riegel zu bringen. Das stellen wir überhaupt nicht in Frage. (Beifall bei der SPÖ.) Aber was Sie heute hier aufführen, mit diesen Anträgen und auch schon vorher, bedeutet: Sie verunsichern wieder den Finanzplatz Wien. (Abg. Scheibner: Ihr!) Selbstverständlich, Sie stellen den Finanzplatz Wien schon wieder in Frage (Abg. Scheibner: Das ist aber nicht Ihr Ernst!), indem Sie das Thema ununterbrochen in einer Form thematisieren, die mit der Anfragestellung überhaupt nichts zu tun hat. (Abg. Großruck: Das ist der größte Skandal, den es gibt! Der größte Skandal der Zweiten Republik!) Sie verunsichern den Finanzplatz Wien, und das ist schlecht für Österreich!
Abg. Großruck: Das ist der größte Skandal, den es gibt! Der größte Skandal der Zweiten Republik!
Für uns ist eines klar gewesen: Alle kriminellen Machenschaften sind sofort zu ahnden, und die Schuldigen sind sofort hinter Schloss und Riegel zu bringen. Das stellen wir überhaupt nicht in Frage. (Beifall bei der SPÖ.) Aber was Sie heute hier aufführen, mit diesen Anträgen und auch schon vorher, bedeutet: Sie verunsichern wieder den Finanzplatz Wien. (Abg. Scheibner: Ihr!) Selbstverständlich, Sie stellen den Finanzplatz Wien schon wieder in Frage (Abg. Scheibner: Das ist aber nicht Ihr Ernst!), indem Sie das Thema ununterbrochen in einer Form thematisieren, die mit der Anfragestellung überhaupt nichts zu tun hat. (Abg. Großruck: Das ist der größte Skandal, den es gibt! Der größte Skandal der Zweiten Republik!) Sie verunsichern den Finanzplatz Wien, und das ist schlecht für Österreich!
Abg. Scheibner: Nachher haben wir lesen können, dass es „Erpressung“ war!
Ich frage Sie noch etwas, Herr Scheibner: Wir haben dieses Gesetz mit 900 Millionen beschlossen. (Abg. Scheibner: Nachher haben wir lesen können, dass es „Erpressung“ war!) Jetzt wollen Sie wissen, was damit passieren kann. Da würde ich Ihnen einen Tipp geben (Abg. Scheibner: Sie brauchen mir gar keine Tipps zu geben!): Fragen Sie Ihren Präsidenten! (Abg. Scheibner: Ich gebe Ihnen einen Tipp: Schauen Sie, dass Sie ...!)
Abg. Scheibner: Sie brauchen mir gar keine Tipps zu geben!
Ich frage Sie noch etwas, Herr Scheibner: Wir haben dieses Gesetz mit 900 Millionen beschlossen. (Abg. Scheibner: Nachher haben wir lesen können, dass es „Erpressung“ war!) Jetzt wollen Sie wissen, was damit passieren kann. Da würde ich Ihnen einen Tipp geben (Abg. Scheibner: Sie brauchen mir gar keine Tipps zu geben!): Fragen Sie Ihren Präsidenten! (Abg. Scheibner: Ich gebe Ihnen einen Tipp: Schauen Sie, dass Sie ...!)
Abg. Scheibner: Ich gebe Ihnen einen Tipp: Schauen Sie, dass Sie ...!
Ich frage Sie noch etwas, Herr Scheibner: Wir haben dieses Gesetz mit 900 Millionen beschlossen. (Abg. Scheibner: Nachher haben wir lesen können, dass es „Erpressung“ war!) Jetzt wollen Sie wissen, was damit passieren kann. Da würde ich Ihnen einen Tipp geben (Abg. Scheibner: Sie brauchen mir gar keine Tipps zu geben!): Fragen Sie Ihren Präsidenten! (Abg. Scheibner: Ich gebe Ihnen einen Tipp: Schauen Sie, dass Sie ...!)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir brauchen keine Tipps! – Abg. Großruck: Lenken Sie nicht ab!
Fragen Sie Ihren Präsidenten Prinzhorn, er kann Ihnen sehr genau Auskunft über seine Ungarn-Geschäfte geben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir brauchen keine Tipps! – Abg. Großruck: Lenken Sie nicht ab!) Er würde nämlich gar nicht mehr existieren, wenn er damals nicht Haftungen in Anspruch genommen hätte. Fragen Sie ihn, was das damals den Steuerzahler gekostet hat. (Abg. Großruck: ... und lenken Sie nicht ab!) Fragen Sie, welche Haftungen in Anspruch genommen wurden. (Abg. Scheibner: Was hat das mit den ... zu tun?) Sie wollen doch wissen, wie das geht. Ihr Präsident kann Ihnen das aus persönlicher Erfahrung erzählen, das ist klar. (Abg. Scheibner: Das vergleichen Sie mit einem Kriminalfall dieser Dimension?)
Abg. Großruck: ... und lenken Sie nicht ab!
Fragen Sie Ihren Präsidenten Prinzhorn, er kann Ihnen sehr genau Auskunft über seine Ungarn-Geschäfte geben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir brauchen keine Tipps! – Abg. Großruck: Lenken Sie nicht ab!) Er würde nämlich gar nicht mehr existieren, wenn er damals nicht Haftungen in Anspruch genommen hätte. Fragen Sie ihn, was das damals den Steuerzahler gekostet hat. (Abg. Großruck: ... und lenken Sie nicht ab!) Fragen Sie, welche Haftungen in Anspruch genommen wurden. (Abg. Scheibner: Was hat das mit den ... zu tun?) Sie wollen doch wissen, wie das geht. Ihr Präsident kann Ihnen das aus persönlicher Erfahrung erzählen, das ist klar. (Abg. Scheibner: Das vergleichen Sie mit einem Kriminalfall dieser Dimension?)
Abg. Scheibner: Was hat das mit den ... zu tun?
Fragen Sie Ihren Präsidenten Prinzhorn, er kann Ihnen sehr genau Auskunft über seine Ungarn-Geschäfte geben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir brauchen keine Tipps! – Abg. Großruck: Lenken Sie nicht ab!) Er würde nämlich gar nicht mehr existieren, wenn er damals nicht Haftungen in Anspruch genommen hätte. Fragen Sie ihn, was das damals den Steuerzahler gekostet hat. (Abg. Großruck: ... und lenken Sie nicht ab!) Fragen Sie, welche Haftungen in Anspruch genommen wurden. (Abg. Scheibner: Was hat das mit den ... zu tun?) Sie wollen doch wissen, wie das geht. Ihr Präsident kann Ihnen das aus persönlicher Erfahrung erzählen, das ist klar. (Abg. Scheibner: Das vergleichen Sie mit einem Kriminalfall dieser Dimension?)
Abg. Scheibner: Das vergleichen Sie mit einem Kriminalfall dieser Dimension?
Fragen Sie Ihren Präsidenten Prinzhorn, er kann Ihnen sehr genau Auskunft über seine Ungarn-Geschäfte geben. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Wir brauchen keine Tipps! – Abg. Großruck: Lenken Sie nicht ab!) Er würde nämlich gar nicht mehr existieren, wenn er damals nicht Haftungen in Anspruch genommen hätte. Fragen Sie ihn, was das damals den Steuerzahler gekostet hat. (Abg. Großruck: ... und lenken Sie nicht ab!) Fragen Sie, welche Haftungen in Anspruch genommen wurden. (Abg. Scheibner: Was hat das mit den ... zu tun?) Sie wollen doch wissen, wie das geht. Ihr Präsident kann Ihnen das aus persönlicher Erfahrung erzählen, das ist klar. (Abg. Scheibner: Das vergleichen Sie mit einem Kriminalfall dieser Dimension?)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber Sie haben ja zugestimmt!
Aber Sie tragen auch mit etwas anderem dazu bei: Indem Sie den 1. Juli 2007 als Verkaufstermin ins Gesetz hineingeschrieben haben, tragen Sie dazu bei, dass der Verkaufserlös geringer sein wird. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Aber Sie haben ja zugestimmt!) Ja, das wissen wir auch; es war die zweitbeste Lösung. Aber damit tragen Sie dazu bei, dass der Verkaufserlös geringer wird und dadurch der Druck, dass die Haftung geltend wird, ein größerer wird. Das ist Ihr Beitrag, den Sie damit leisten.
Abg. Dr. Mitterlehner: Wo war das eigene ...?
Da sind Sie überhaupt Spezialisten. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wo war das eigene ...?) Der Finanzminister und der Bundeskanzler freuen sich wie Schneekönige (Abg. Neudeck: Und ihr wollt die Leichen im Keller verkaufen!), wenn sie die Post privatisieren und innerhalb von drei Tagen 150 Millionen € verschenkt haben. Das ist nämlich die Kurssteigerung. Sie freuen sich wie die Schneekönige und lassen sich fotografieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Neudeck: Und ihr wollt die Leichen im Keller verkaufen!
Da sind Sie überhaupt Spezialisten. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wo war das eigene ...?) Der Finanzminister und der Bundeskanzler freuen sich wie Schneekönige (Abg. Neudeck: Und ihr wollt die Leichen im Keller verkaufen!), wenn sie die Post privatisieren und innerhalb von drei Tagen 150 Millionen € verschenkt haben. Das ist nämlich die Kurssteigerung. Sie freuen sich wie die Schneekönige und lassen sich fotografieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Da sind Sie überhaupt Spezialisten. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wo war das eigene ...?) Der Finanzminister und der Bundeskanzler freuen sich wie Schneekönige (Abg. Neudeck: Und ihr wollt die Leichen im Keller verkaufen!), wenn sie die Post privatisieren und innerhalb von drei Tagen 150 Millionen € verschenkt haben. Das ist nämlich die Kurssteigerung. Sie freuen sich wie die Schneekönige und lassen sich fotografieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Scheibner: Sie haben leider Recht gehabt!
Aber es gibt eine zweite wichtige Frage. Die Frage ist: Wie hoch wäre denn der Verlust der BAWAG, wenn der Bundeskanzler, der Finanzminister und der Wirtschaftsminister ihre Äußerungen nicht gemacht hätten – eine „Spitze des Eisbergs“ –, was dazu geführt hat, dass ein Fünftel des Geschäftsvolumens verloren ging? (Abg. Scheibner: Sie haben leider Recht gehabt!) – Sie haben also ein Fünftel indirekt mit verursacht. (Abg. Scheibner: Damals waren wir noch bei 1,5 Milliarden!)
Abg. Scheibner: Damals waren wir noch bei 1,5 Milliarden!
Aber es gibt eine zweite wichtige Frage. Die Frage ist: Wie hoch wäre denn der Verlust der BAWAG, wenn der Bundeskanzler, der Finanzminister und der Wirtschaftsminister ihre Äußerungen nicht gemacht hätten – eine „Spitze des Eisbergs“ –, was dazu geführt hat, dass ein Fünftel des Geschäftsvolumens verloren ging? (Abg. Scheibner: Sie haben leider Recht gehabt!) – Sie haben also ein Fünftel indirekt mit verursacht. (Abg. Scheibner: Damals waren wir noch bei 1,5 Milliarden!)
Abg. Neudeck: Kollege! Das hört er akustisch nicht!
Kontrollen durch Vor-Ort-Prüfungen sind wesentlich. „Vor allem muss die Umsetzung verhängter Maßnahmen zeitnah und lückenlos überprüft werden. Nur so kann Missbrauch von Vertrauen rechtzeitig aufgedeckt werden.“ (Abg. Neudeck: Kollege! Das hört er akustisch nicht!) „Das bedeutet aber, dass das Team der FMA personell aufgestockt werden muss. Und darum werden wir im Jahr 2006 kämpfen.“ – Zitatende.
Abg. Dr. Stummvoll – seitlich an der Regierungsbank stehend –: O ja! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Stummvoll – der jetzt nicht anwesend ist (Abg. Dr. Stummvoll – seitlich an der Regierungsbank stehend –: O ja! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) und den ich immer wieder auch inhaltlich sehr schätze – fordert ebenfalls, dass die FMA personell verändert gehört, und sieht gesetzlichen
Beifall bei der SPÖ.
Handlungsbedarf. Dieser Forderung werden wir uns anschließen, weil wir im Sinne des Finanzplatzes Österreich agieren wollen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
hat, dass das nicht möglich ist, sondern schon vorher haben Finanzlandesdirektionen etwas ganz anderes, nämlich das Gegenteil, behauptet (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen): Er hätte voll Steuer zahlen müssen!
Beifall bei den Grünen.
Sie gehen nachträglich her und sagen: Völlig korrekt, dass er so wenig Steuer gezahlt hat. – Das finde ich ebenso bemerkenswert, und es gehört auch in die Reihe dessen, was hier unter gegenseitigem Abnicken der höchst verantwortlichen Personen leider geschehen ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Molterer: Ist das die Abschiedsrede?
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als nächste Rednerin gelangt Frau Abgeordnete Csörgits zu Wort. Wunschredezeit: 5 Minuten. – Bitte. (Abg. Mag. Molterer: Ist das die Abschiedsrede?)
Abg. Mag. Molterer: Laut Gusenbauer schon! Laut Gusenbauer darf es hier keinen Gewerkschafter mehr geben!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Ich habe die Diskussion sehr aufmerksam verfolgt (Abg. Mag. Molterer: Laut Gusenbauer schon! Laut Gusenbauer darf es hier keinen Gewerkschafter mehr geben!) und darf gleich zu Beginn feststellen, dass zu fast 100 Prozent klar ist, dass das, was sich hier im Laufe des Nachmittags im Zusammenhang mit der Dringlichen Anfrage des BZÖ abgespielt hat, wirklich reinste billige Parteipolitik und Politikpropaganda ist. (Ruf bei der ÖVP: Von Ihnen! – Abg. Neudeck: Billig ist das nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Von Ihnen! – Abg. Neudeck: Billig ist das nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Ich habe die Diskussion sehr aufmerksam verfolgt (Abg. Mag. Molterer: Laut Gusenbauer schon! Laut Gusenbauer darf es hier keinen Gewerkschafter mehr geben!) und darf gleich zu Beginn feststellen, dass zu fast 100 Prozent klar ist, dass das, was sich hier im Laufe des Nachmittags im Zusammenhang mit der Dringlichen Anfrage des BZÖ abgespielt hat, wirklich reinste billige Parteipolitik und Politikpropaganda ist. (Ruf bei der ÖVP: Von Ihnen! – Abg. Neudeck: Billig ist das nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Neudeck: Ah geh! – Abg. Scheibner: Dann haben Sie mir nicht zugehört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Hätte sich das BZÖ ein bisschen besser auf die heutige Sitzung vorbereitet, dann hätte sogar das BZÖ erkennen müssen, dass das, was in der Dringlichen Anfrage drinnen ist, zu einem hohen Prozentsatz bereits erledigt ist. (Abg. Neudeck: Ah geh! – Abg. Scheibner: Dann haben Sie mir nicht zugehört! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Neudeck: Ein Selbstbedienungsladen für Sozialdemokraten ist der ÖGB!
Partner im Zusammenhang mit den sozialpartnerschaftlichen Verhandlungen in diesem Lande. (Abg. Neudeck: Ein Selbstbedienungsladen für Sozialdemokraten ist der ÖGB!)
Abg. Scheibner: Ihre Machenschaften haben das getan! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Wer vorhat, dem ÖGB zu schaden, der schadet damit auch dem Wirtschaftsstandort Österreich. (Abg. Scheibner: Ihre Machenschaften haben das getan! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Er bringt damit die Sozialpartnerschaft in Gefahr, und, was am schlimmsten ist, er nimmt den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen die wichtige Stimme, nämlich die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu vertreten, sehr geschätzte Damen und Herren. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Denn was sind denn die Aufgaben des ÖGB? – Zum Beispiel, jedes Jahr die Kollektivverträge zu verhandeln! Und bei dieser Gelegenheit, Herr Klubobmann Scheibner, darf ich Sie daran erinnern, dass zum Beispiel das 13. und 14. Monatsgehalt eine Angelegenheit der Kollektivvertragsverhandlungen ist und in Kollektivverträgen verankert ist. Wollen Sie den Leuten das 13. und 14. Gehalt nicht mehr geben? (Abg. Scheibner: Was behaupten Sie da?)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Wer vorhat, dem ÖGB zu schaden, der schadet damit auch dem Wirtschaftsstandort Österreich. (Abg. Scheibner: Ihre Machenschaften haben das getan! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Er bringt damit die Sozialpartnerschaft in Gefahr, und, was am schlimmsten ist, er nimmt den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen die wichtige Stimme, nämlich die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu vertreten, sehr geschätzte Damen und Herren. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Denn was sind denn die Aufgaben des ÖGB? – Zum Beispiel, jedes Jahr die Kollektivverträge zu verhandeln! Und bei dieser Gelegenheit, Herr Klubobmann Scheibner, darf ich Sie daran erinnern, dass zum Beispiel das 13. und 14. Monatsgehalt eine Angelegenheit der Kollektivvertragsverhandlungen ist und in Kollektivverträgen verankert ist. Wollen Sie den Leuten das 13. und 14. Gehalt nicht mehr geben? (Abg. Scheibner: Was behaupten Sie da?)
Abg. Scheibner: Was behaupten Sie da?
Wer vorhat, dem ÖGB zu schaden, der schadet damit auch dem Wirtschaftsstandort Österreich. (Abg. Scheibner: Ihre Machenschaften haben das getan! – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Er bringt damit die Sozialpartnerschaft in Gefahr, und, was am schlimmsten ist, er nimmt den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen die wichtige Stimme, nämlich die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu vertreten, sehr geschätzte Damen und Herren. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Denn was sind denn die Aufgaben des ÖGB? – Zum Beispiel, jedes Jahr die Kollektivverträge zu verhandeln! Und bei dieser Gelegenheit, Herr Klubobmann Scheibner, darf ich Sie daran erinnern, dass zum Beispiel das 13. und 14. Monatsgehalt eine Angelegenheit der Kollektivvertragsverhandlungen ist und in Kollektivverträgen verankert ist. Wollen Sie den Leuten das 13. und 14. Gehalt nicht mehr geben? (Abg. Scheibner: Was behaupten Sie da?)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Ein starker ÖGB ist ein Garant dafür, dass das drinnen bleibt. Ja, so schaut es aus! Und es ist auch unsere Verantwortung, immer wieder dann laut aufzuschreien, wenn die Bundesregierung eine Politik vertritt, die gegen die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gerichtet ist, und das war in der letzten Zeit leider sehr oft der Fall. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.) Ich darf nur an die Pensionsreform erinnern: Erst durch den Druck des ÖGB und die Demonstrationen 2003 war es möglich, die ärgsten Spitzen dieser Pensionsreform abzuschwächen. – So schaut es aus!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Wir reden hier jetzt aber über den BAWAG-Skandal!
Natürlich ist das unangenehm für die Bundesregierung! Natürlich! Wenn eine solche Arbeitsmarktpolitik gemacht wird und man tagtäglich erkennen muss, dass wir immer mehr atypisch Beschäftigte haben, eine immer höhere Arbeitslosigkeit haben und immer mehr Menschen in diesem Land der Armut preisgegeben werden, dann ist es unsere Aufgabe als ÖGB, darauf aufmerksam zu machen, egal wie diese Bundesregierung ausschaut und wie sie sich zusammensetzt, sehr geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Wir reden hier jetzt aber über den BAWAG-Skandal!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich schließe ab: Der ÖGB ist dabei, seine Hausaufgaben zu machen. Wir haben unser Vermögen offen gelegt, wir werden die PSK verkaufen, wir sind für eine lückenlose Aufklärung, und wir reformieren uns. Darauf können Sie sich verlassen, aber wir erwarten auch von Ihnen, dass Sie sich dementsprechend an Vereinbarungen halten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: So ist es!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Genau das ist das Problem. (Abg. Murauer: So ist es!) Wir haben es gerade gehört. Genau das ist das Problem: Ihnen fehlt es an jedem Unrechtsbewusstsein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Genau das ist das Problem. (Abg. Murauer: So ist es!) Wir haben es gerade gehört. Genau das ist das Problem: Ihnen fehlt es an jedem Unrechtsbewusstsein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Sie haben die unglaubliche Schneid – ich meine, die ringt einem ja fast Anerkennung ab –, sich hierher zu stellen und uns anzugreifen, und zu sagen, wir schaden dem ÖGB?! – Sie haben in Ihrer Verantwortung, sozialdemokratische Gewerkschafter haben in ihrer Verantwortung den ÖGB an den Rand des Ruins gebracht! – Das ist die Wahrheit, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir sind für einen ÖGB als Sozialpartner, weil uns die Sozialpartnerschaft wichtig ist, aber ich möchte Ihnen in aller Deutlichkeit heute eines sagen: Entlassen Sie den ÖGB und entlassen Sie die Arbeiterkammer aus der Geiselhaft der Sozialdemokratie! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und selber nicht da ist!
Herr Kollege Leutner, wie geht es Ihnen mit Ihrem Parteivorsitzenden, wenn er Ihnen über die Medien schöne Grüße ausrichtet und sagt, er will Sie hier nicht mehr haben? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Und selber nicht da ist!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Und wie ist das bei Ihnen? Wollen Sie die jetzt herinnen oder draußen haben?
Herr Kollege Katzian, auch Ihnen hat der SPÖ-Parteivorsitzende nahe gelegt, dass Sie nicht mehr hier in den Nationalrat einziehen sollen. Wie halten wir es denn mit dem freien Mandat? Entscheidet der Parteivorsitzende, wer kandidieren darf, oder entscheidet das die Wählerin oder der Wähler, meine Damen und Herren? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Und wie ist das bei Ihnen? Wollen Sie die jetzt herinnen oder draußen haben?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Nehmen Sie von der SPÖ endlich die Verantwortung wahr! Machen Sie Ordnung und entlassen Sie den ÖGB aus der Geiselhaft, der derzeit in keiner Weise handlungsfähig ist, der nur mit sich selbst beschäftigt ist! Gleichzeitig sind Sie auf dem besten Wege, Herr Dr. Cap, auch die Arbeiterkammer zu ruinieren. Die ist auch nicht handlungsfähig, weil Präsident Tumpel seit Wochen auf Tauchstation ist, weil er bis zum Halskragen in diesen Sumpf verstrickt ist, mitverantwortlich ist für dieses Desaster! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
eigentlich nicht zu sagen, außer dass es mich eigentlich sehr schockiert hat, dass der von mir sehr geschätzte und, wie ich glaube, im ganzen Land hoch anerkannte Helmut Zilk sagt: Gusenbauer braucht jetzt nicht zu sagen, er habe das nicht gewusst. – Helmut Zilk sagt das! Ich weiß nicht, meine Damen und Herren, glauben Sie vielleicht, dass Helmut Zilk der Sozialdemokratie schaden will, oder glauben Sie, dass Helmut Zilk ein Interesse daran hat, dass dieser unglaubliche Bankenskandal aufgeklärt wird? (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Öllinger: Bei Ihnen kommt auch alle Weisheit aus der Zeitung!
Noch eine interessante Zeitung, das letzte „NEWS“: Drahtzieher Nummer 1, Herr Elsner, hat Weisungen erteilt; Drahtzieher Nummer 2: Herr Zwettler, Drahtzieher Nummer 3: Herr Verzetnitsch, Drahtzieher Nummer 4: Herr Hundstorfer. (Abg. Öllinger: Bei Ihnen kommt auch alle Weisheit aus der Zeitung!) – Herr Kollege Öllinger, man muss eben auch Zeitung lesen, wenn man sich informieren möchte. Das ist wichtig! (Abg. Öllinger: Sie schauen sich aber immer nur die Bilder an!) Das scheint wichtig zu sein, denn in Wirklichkeit wird dieser Skandal tagtäglich größer.
Abg. Öllinger: Sie schauen sich aber immer nur die Bilder an!
Noch eine interessante Zeitung, das letzte „NEWS“: Drahtzieher Nummer 1, Herr Elsner, hat Weisungen erteilt; Drahtzieher Nummer 2: Herr Zwettler, Drahtzieher Nummer 3: Herr Verzetnitsch, Drahtzieher Nummer 4: Herr Hundstorfer. (Abg. Öllinger: Bei Ihnen kommt auch alle Weisheit aus der Zeitung!) – Herr Kollege Öllinger, man muss eben auch Zeitung lesen, wenn man sich informieren möchte. Das ist wichtig! (Abg. Öllinger: Sie schauen sich aber immer nur die Bilder an!) Das scheint wichtig zu sein, denn in Wirklichkeit wird dieser Skandal tagtäglich größer.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Offensichtlich ist aber Herr Dr. Gusenbauer der Erste in der SPÖ, der erkannt hat, dass ÖGB-Spitzenfunktionäre in diesem Hohen Haus nicht mehr tragbar sind. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir sind ja hier kein Mädchenpensionat! – Abg. Scheibner: Das ist ja hier kein Kindergarten!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Scheuch, nehmen Sie das Wort „Frechheit“ zurück, denn sonst muss ich Ihnen ein Ordnungsruf erteilen? – Sie nehmen es nicht zurück, dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir sind ja hier kein Mädchenpensionat! – Abg. Scheibner: Das ist ja hier kein Kindergarten!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Ich möchte einmal meinen Vorrednern von den beiden Regierungsparteien sagen: Das Recht für diese Reden hätten Sie gehabt, wenn Sie hier mit uns der Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zugestimmt hätten, der sich sowohl auf die BAWAG als auch auf die Hypo Alpe-Adria konzentriert hätte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist peinlich!
Das haben Sie aber nicht gemacht, weil das offensichtlich bereits Teil Ihrer Wahlkampfkommunikationsstrategie ist. Sie sagen daher: Wir reden nur über die BAWAG, und wir reden nicht über alles andere. Herr Kulterer wird gerade verteidigt, Landeshauptmann Haider geht auf die FMA los, und in Wahrheit wird dort versucht, mittels Umkonstruktionen das Überleben des Herrn Kulterer im anscheinend größten Bilanzfälschungsskandal der letzten Jahre zu garantieren. Das kommt in Ihren Reden nicht vor. Ich stelle das einmal fest: Das ist doppelbödig und doppelzüngig! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist peinlich!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Setzen Sie sich doch nieder! Das ist nur mehr peinlich!
Das Zweite: Ersparen Sie sich die Krokodilstränen bezüglich einer starken Gewerkschaftsbewegung! Ich nehme Ihnen das trotzdem nicht ab. Ihre Interessenlage ist eine andere. Wären Sie wirklich daran interessiert gewesen, wären Sie und insbesondere der Bundeskanzler mit der BAWAG in einer ganz bestimmten heiklen Phase ganz anders umgegangen. Sie waren nicht daran interessiert. Ihr Ziel war, dass in dieser Phase die BAWAG größtmöglichen Schaden nimmt, und Sie sind an einer schwachen und nicht an einer starken Gewerkschaftsbewegung interessiert! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Setzen Sie sich doch nieder! Das ist nur mehr peinlich!)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Würde ich hier den Redestil des Klubobmannes Molterer weiterführen, dann würde ich sagen: Sie haben ganz bewusst monatelang gewartet, obwohl Sie es bei der FMA schon gewusst haben, was bei der BAWAG los ist, weil Sie es in einem größtmöglichen Naheverhältnis zum Wahltag haben wollten. Sie lassen die Handschellen ganz bewusst nicht jetzt schon klicken, sondern später. Sie haben ein Drehbuch, und das Ganze ist ein Drehbuch für die Wahlauseinandersetzung im Herbst. – Aber es ist nicht mein Stil, daher sage ich es nicht. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre jedoch Ihr Stil – so wie Sie heute herausgegangen sind, Herr Klubobmann Molterer, und faktisch gesagt haben: Hier sitzen lauter Mitwisser und Mittäter! – Das ist der Versuch, aus einem Kriminalfall heraus eine gesamte Parlamentsfraktion und Partei und Bewegung zu kriminalisieren, und das lassen wir uns nicht gefallen, Herr Klubobmann Molterer! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass Sie bei ähnlichen Fällen, die Sie in Ihrem politischen Nahebereich zu verantworten gehabt haben, bereit gewesen wären, diese Offenheit und diese Bereitschaft zur Transparenz an den Tag zu legen, und bereit gewesen wären, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen, dass Sie also das gemacht hätten. Sie als Regierungsparteien haben jahrelang bei vielen Fällen, zu denen es einen Untersuchungsausschuss geben hätte sollen, gemauert – um in Ihrer Sprache zu sprechen –, nicht gesagt, was Sie gewusst haben, und in Wirklichkeit denen da oben die Mauer gehalten. Und das ist der wahre Skandal und ein moralischer Skandal! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Gute Frage!
Abgeordneter Mag. Wilhelm Molterer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Immer, wenn Josef Cap laut wird, weiß man, was los ist: Es brennt in der Hütte SPÖ! Eigentlich ist mir ja jetzt überhaupt nicht klar, Herr Kollege Cap: Wie ist das jetzt? Hat jetzt die SPÖ mit dem Gewerkschaftsbund etwas zu tun oder nicht? (Abg. Dr. Fekter: Gute Frage!) Eigentlich hat es einmal geheißen, die SPÖ habe mit dem Gewerkschaftsbund nichts zu tun. Dann hat ein wichtiger Funktionär der SPÖ gesagt: Nein, die SPÖ hat mit der Gewerkschaft nicht nur sehr wohl etwas zu tun, sondern sie ist eigentlich identisch mit dem ÖGB. SPÖ und ÖGB sind identisch.
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Ich bin ganz gespannt, Herr Kollege Cap, wie das jetzt weitergeht. Kollege Häupl sagt, er will Hundstorfer gerne hier herinnen haben, weil er ihn gern zum Spitzenkandidaten der SPÖ in Wien machen will. – Gusenbauer sagt: Das kommt nicht in Frage! Gusenbauer sagt: In Zukunft wird ein Gewerkschafter nicht mehr dem SPÖ-Klub angehören. Wissen Sie, was das bedeutet, Frau Kollegin Csörgits, Herr Kollege Leutner, Herr Kollege Katzian? Wie ist denn das eigentlich? Heißt das, dass Sie nicht in der Lage sind, Arbeitnehmerpolitik für die SPÖ zu machen? (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) Was bedeutet denn das eigentlich? Das ist ja ein Misstrauensantrag der Sonderklasse! Die FSG hat offensichtlich nichts mehr zu reden in der SPÖ. Jetzt wird plötzlich eine Art von FSG-Ausschluss betrieben. (Neuerliche Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) Wie geht man denn in der SPÖ jetzt mit Gewerkschaftern eigentlich um? Heißt das, dass Gewerkschaftsfunktionäre kein Recht mehr auf politische Vertretung haben? (Abg. Öllinger: Das ist ja scheinheilig bis zum Gehtnichtmehr!)
Neuerliche Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Ich bin ganz gespannt, Herr Kollege Cap, wie das jetzt weitergeht. Kollege Häupl sagt, er will Hundstorfer gerne hier herinnen haben, weil er ihn gern zum Spitzenkandidaten der SPÖ in Wien machen will. – Gusenbauer sagt: Das kommt nicht in Frage! Gusenbauer sagt: In Zukunft wird ein Gewerkschafter nicht mehr dem SPÖ-Klub angehören. Wissen Sie, was das bedeutet, Frau Kollegin Csörgits, Herr Kollege Leutner, Herr Kollege Katzian? Wie ist denn das eigentlich? Heißt das, dass Sie nicht in der Lage sind, Arbeitnehmerpolitik für die SPÖ zu machen? (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) Was bedeutet denn das eigentlich? Das ist ja ein Misstrauensantrag der Sonderklasse! Die FSG hat offensichtlich nichts mehr zu reden in der SPÖ. Jetzt wird plötzlich eine Art von FSG-Ausschluss betrieben. (Neuerliche Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) Wie geht man denn in der SPÖ jetzt mit Gewerkschaftern eigentlich um? Heißt das, dass Gewerkschaftsfunktionäre kein Recht mehr auf politische Vertretung haben? (Abg. Öllinger: Das ist ja scheinheilig bis zum Gehtnichtmehr!)
Abg. Öllinger: Das ist ja scheinheilig bis zum Gehtnichtmehr!
Ich bin ganz gespannt, Herr Kollege Cap, wie das jetzt weitergeht. Kollege Häupl sagt, er will Hundstorfer gerne hier herinnen haben, weil er ihn gern zum Spitzenkandidaten der SPÖ in Wien machen will. – Gusenbauer sagt: Das kommt nicht in Frage! Gusenbauer sagt: In Zukunft wird ein Gewerkschafter nicht mehr dem SPÖ-Klub angehören. Wissen Sie, was das bedeutet, Frau Kollegin Csörgits, Herr Kollege Leutner, Herr Kollege Katzian? Wie ist denn das eigentlich? Heißt das, dass Sie nicht in der Lage sind, Arbeitnehmerpolitik für die SPÖ zu machen? (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) Was bedeutet denn das eigentlich? Das ist ja ein Misstrauensantrag der Sonderklasse! Die FSG hat offensichtlich nichts mehr zu reden in der SPÖ. Jetzt wird plötzlich eine Art von FSG-Ausschluss betrieben. (Neuerliche Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.) Wie geht man denn in der SPÖ jetzt mit Gewerkschaftern eigentlich um? Heißt das, dass Gewerkschaftsfunktionäre kein Recht mehr auf politische Vertretung haben? (Abg. Öllinger: Das ist ja scheinheilig bis zum Gehtnichtmehr!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ
Ich sage namens der Österreichischen Volkspartei an alle Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter: Bei uns sind Gewerkschafter herzlich willkommen (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ), weil wir selbstverständlich in der Gewerkschaft eine wichtige Zukunft der Arbeitnehmervertreter sehen. Wir betreiben keine Kindesweglegung, und ich wünsche dem Alfred Gusenbauer auf diesem Weg viel Glück. (Abg. Großruck: Aufnahmeantrag bei der ÖVP stellen, bitte!)
Abg. Großruck: Aufnahmeantrag bei der ÖVP stellen, bitte!
Ich sage namens der Österreichischen Volkspartei an alle Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter: Bei uns sind Gewerkschafter herzlich willkommen (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ), weil wir selbstverständlich in der Gewerkschaft eine wichtige Zukunft der Arbeitnehmervertreter sehen. Wir betreiben keine Kindesweglegung, und ich wünsche dem Alfred Gusenbauer auf diesem Weg viel Glück. (Abg. Großruck: Aufnahmeantrag bei der ÖVP stellen, bitte!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Wir wollen die Gewerkschaft, weil Gewerkschaft wichtig ist. Daher wollen wir auch Gewerkschafter. Wir vertreiben sie nicht, wir heißen sie herzlich willkommen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Meine Damen und Herren von der SPÖ: Wer hat den Streikfonds ausgeräumt? Waren das wir oder waren das Leute, die in Ihrem Verantwortungsbereich gelegen sind? Wer hat den ÖGB handlungsunfähig gemacht? Was wäre denn jetzt, wenn es notwendig wäre, als ÖGB, als Arbeitnehmervertretung so hart zu verhandeln, etwa mit der Regierung oder mit Arbeitgebervertretern, und eine Streikdrohung auszusprechen? Jeder Mensch hier in Österreich weiß, dass Sie sich das nicht mehr leisten können, dass dieser ÖGB in Wahrheit handlungsunfähig ist. Aber nicht aus Schuld der ÖVP, des BZÖ, der Regierung oder der Arbeitgeber, nein, aus Schuld einer SPÖ-geführten Gewerkschaft, die diesen Sumpf zu verantworten hat, in dem es keine Unterscheidung mehr gegeben hat zwischen Geschäften, Spekulationen, Parteipolitik und Arbeitnehmerinteressen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Ihre Stellungnahmen zeigen, dass es auch weiterhin notwendig sein wird, auch hier im Parlament über diesen Skandal und über die Notwendigkeit der lückenlosen Aufklärung zu diskutieren. Und das werden wir auch tun. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Und das fehlt, Frau Bundesministerin. Vor allem Ihre Antwort dazu fehlt, denn auch in dieser Frage – aber dazu komme ich noch – verweigern Sie jede Antwort. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zwei dieser Anfragen, auf die Sie verweisen, in denen Antworten enthalten sein sollen, müssten Ihnen bekannt sein. Das sind nämlich die Anfragen, die die Kollegin Haidlmayr gestellt hat. Sie verweisen in einer Antwort an Kollegin Haidlmayr auf die Frage, die die Kollegin Haidlmayr gestellt hat und sagen: In der Frage liegt die Antwort. Das mag zwar philosophisch sein, aber für eine politische Antwort – und die sind Sie uns schuldig, die sind Sie uns verfassungsmäßig schuldig – reicht das absolut nicht aus. Das ist eine Frechheit, sage ich Ihnen. Das ist schlicht eine Frechheit! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Von zehn Fragen neun nicht beantwortet. Das ist eigentlich ein parlamentarischer Skandal, der sich gewaschen hat, Frau Bundesministerin. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) Es ist nicht der erste, und ich vermute, es wird auch nicht der letzte bleiben.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und was mir noch aufgefallen ist, Frau Bundesministerin, abgesehen davon, dass Sie keine Fragen beantworten, Sie bekommen auch keine parlamentarischen Anfragen mehr. Aber da haben Sie sich getäuscht für die nächsten vier Monate. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er hat ja noch etwas gesagt! „Impertinent“ hat er gesagt!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter Öllinger, Sie haben ebenfalls das Wort „Frechheit“, wie vorhin Herr Abgeordneter Scheuch, verwendet. Auch Ihnen erteile ich einen Ordnungsruf. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Er hat ja noch etwas gesagt! „Impertinent“ hat er gesagt!)
Abg. Öllinger: Neun Fragen haben Sie nicht beantwortet!
Bundesministerin für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte fürs Erste feststellen, dass es zu keinerlei Verweigerung in der Beantwortung sämtlicher parlamentarischer Anfragen gekommen ist. (Abg. Öllinger: Neun Fragen haben Sie nicht beantwortet!) Es sind gerade zu diesen Themen immer wieder von den Oppositionsparteien gleich lautende Fragen gestellt worden (Abg. Öllinger: Was ist mit der Anfrage Haidlmayr? – Abg. Haidlmayr: Sie haben keine Frage beantwortet!), daher ist der Verweis auch gegenüber dieser Beantwortung legitim. (Abg. Öllinger: Lesen Sie einmal die Anfrage! – Abg. Sburny: Vielleicht lesen Sie auch die Antworten!)
Abg. Öllinger: Was ist mit der Anfrage Haidlmayr? – Abg. Haidlmayr: Sie haben keine Frage beantwortet!
Bundesministerin für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte fürs Erste feststellen, dass es zu keinerlei Verweigerung in der Beantwortung sämtlicher parlamentarischer Anfragen gekommen ist. (Abg. Öllinger: Neun Fragen haben Sie nicht beantwortet!) Es sind gerade zu diesen Themen immer wieder von den Oppositionsparteien gleich lautende Fragen gestellt worden (Abg. Öllinger: Was ist mit der Anfrage Haidlmayr? – Abg. Haidlmayr: Sie haben keine Frage beantwortet!), daher ist der Verweis auch gegenüber dieser Beantwortung legitim. (Abg. Öllinger: Lesen Sie einmal die Anfrage! – Abg. Sburny: Vielleicht lesen Sie auch die Antworten!)
Abg. Öllinger: Lesen Sie einmal die Anfrage! – Abg. Sburny: Vielleicht lesen Sie auch die Antworten!
Bundesministerin für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte fürs Erste feststellen, dass es zu keinerlei Verweigerung in der Beantwortung sämtlicher parlamentarischer Anfragen gekommen ist. (Abg. Öllinger: Neun Fragen haben Sie nicht beantwortet!) Es sind gerade zu diesen Themen immer wieder von den Oppositionsparteien gleich lautende Fragen gestellt worden (Abg. Öllinger: Was ist mit der Anfrage Haidlmayr? – Abg. Haidlmayr: Sie haben keine Frage beantwortet!), daher ist der Verweis auch gegenüber dieser Beantwortung legitim. (Abg. Öllinger: Lesen Sie einmal die Anfrage! – Abg. Sburny: Vielleicht lesen Sie auch die Antworten!)
Abg. Öllinger: Oh ja, eine grundlegende!
Ich möchte auch feststellen, dass es von meiner Seite hier keinerlei Missachtung des Parlaments gibt (Abg. Öllinger: Oh ja, eine grundlegende!), dass ich das in diesen vergangenen Wochen und Monaten auch auf anderen Ebenen immer wieder bewiesen habe. (Abg. Öllinger: Stimmt überhaupt nicht!) Daher bin ich froh, dass ich heute hier ganz klar Stellung beziehen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Sburny: Sie sollten die Fragen beantworten!)
Abg. Öllinger: Stimmt überhaupt nicht!
Ich möchte auch feststellen, dass es von meiner Seite hier keinerlei Missachtung des Parlaments gibt (Abg. Öllinger: Oh ja, eine grundlegende!), dass ich das in diesen vergangenen Wochen und Monaten auch auf anderen Ebenen immer wieder bewiesen habe. (Abg. Öllinger: Stimmt überhaupt nicht!) Daher bin ich froh, dass ich heute hier ganz klar Stellung beziehen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Sburny: Sie sollten die Fragen beantworten!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Sburny: Sie sollten die Fragen beantworten!
Ich möchte auch feststellen, dass es von meiner Seite hier keinerlei Missachtung des Parlaments gibt (Abg. Öllinger: Oh ja, eine grundlegende!), dass ich das in diesen vergangenen Wochen und Monaten auch auf anderen Ebenen immer wieder bewiesen habe. (Abg. Öllinger: Stimmt überhaupt nicht!) Daher bin ich froh, dass ich heute hier ganz klar Stellung beziehen kann. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP. – Abg. Sburny: Sie sollten die Fragen beantworten!)
Abg. Sburny: Wie denn?
Ich kann ganz klar Stellung beziehen zu einem Thema, das anscheinend die Opposition, weil es sich in den letzten vier Monaten sehr erfolgreich entwickelt hat (Abg. Sburny: Wie denn?), nämlich die Familie & Beruf Management GmbH, einfach nicht zur Kenntnis nehmen will. Aber ich sage Ihnen gerne das, was Sie jetzt in Ihrer Rede angesprochen haben.
Abg. Öllinger: Wir wollen Antworten und nicht irgendwelche Parolen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Neben der umfassenden finanziellen und sozialrechtlichen Familienförderung hat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine grundlegende Bedeutung (Abg. Öllinger: Wir wollen Antworten und nicht irgendwelche Parolen!), vor allem wenn es darum geht, dass sowohl Mütter als auch Väter die Balance zwischen Beruf und Familie finden können.
Abg. Öllinger: Was? „Schlagkräftig“?
Mit der Eintragung im Firmenbuch am 23. Februar 2006 hat diese schlagkräftige Gesellschaft (Abg. Öllinger: Was? „Schlagkräftig“?) das Management und die Umsetzung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf übernommen. Diese Stelle dient als Koordinierungs-, Kompetenz- und Servicestelle für die „Familienallianz“, eine offene Plattform von Institutionen und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Arbeitswelt, Medien und Wissenschaft.
Abg. Öllinger: Das ist ein Scherz! – Abg. Haidlmayr: Sie haben die Fragen nicht beantwortet!
Dass dieser Schritt der richtige gewesen ist, zeigt das Arbeitsergebnis nach kurzer Zeit, nämlich nach vier Monaten. (Abg. Öllinger: Das ist ein Scherz! – Abg. Haidlmayr: Sie haben die Fragen nicht beantwortet!) Hier sind die Koordinaten der FBG. (Die Rednerin hält eine Tafel in die Höhe, auf der die Adresse, die Telefonnummer, die Faxnummer, die Homepage und die E-Mail-Adresse der FBG zu lesen sind.) Ich denke, Sie haben auch angefragt, wo die Adresse ist, wie man sie erreichen kann. Niemand hat ein Problem damit. Sie scheinen hier ein Problem zu haben. Aber ich darf es hier stehen lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Seit wann gibt es das? Dass es das gibt, weiß ich schon! – Abg. Sburny: Wir wollen einmal eine Antwort haben!) Darf ich weiterreden? (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Seit wann gibt es das? Dass es das gibt, weiß ich schon! – Abg. Sburny: Wir wollen einmal eine Antwort haben!
Dass dieser Schritt der richtige gewesen ist, zeigt das Arbeitsergebnis nach kurzer Zeit, nämlich nach vier Monaten. (Abg. Öllinger: Das ist ein Scherz! – Abg. Haidlmayr: Sie haben die Fragen nicht beantwortet!) Hier sind die Koordinaten der FBG. (Die Rednerin hält eine Tafel in die Höhe, auf der die Adresse, die Telefonnummer, die Faxnummer, die Homepage und die E-Mail-Adresse der FBG zu lesen sind.) Ich denke, Sie haben auch angefragt, wo die Adresse ist, wie man sie erreichen kann. Niemand hat ein Problem damit. Sie scheinen hier ein Problem zu haben. Aber ich darf es hier stehen lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Seit wann gibt es das? Dass es das gibt, weiß ich schon! – Abg. Sburny: Wir wollen einmal eine Antwort haben!) Darf ich weiterreden? (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Dass dieser Schritt der richtige gewesen ist, zeigt das Arbeitsergebnis nach kurzer Zeit, nämlich nach vier Monaten. (Abg. Öllinger: Das ist ein Scherz! – Abg. Haidlmayr: Sie haben die Fragen nicht beantwortet!) Hier sind die Koordinaten der FBG. (Die Rednerin hält eine Tafel in die Höhe, auf der die Adresse, die Telefonnummer, die Faxnummer, die Homepage und die E-Mail-Adresse der FBG zu lesen sind.) Ich denke, Sie haben auch angefragt, wo die Adresse ist, wie man sie erreichen kann. Niemand hat ein Problem damit. Sie scheinen hier ein Problem zu haben. Aber ich darf es hier stehen lassen. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Seit wann gibt es das? Dass es das gibt, weiß ich schon! – Abg. Sburny: Wir wollen einmal eine Antwort haben!) Darf ich weiterreden? (Weitere Zwischenrufe bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Öllinger: Das habe ich auch nicht gefragt!
Dass die Kundenbetreuung funktioniert, beweist die Tatsache, dass sich die „Familienallianz“ in der Zwischenzeit verdoppelt hat. (Abg. Öllinger: Das habe ich auch nicht gefragt!) 17 Unternehmen haben in diesen vier Monaten zusätzlich familien- und frauenfreundliche Maßnahmen gesetzt und sind für diese ausgezeichnet worden. Es hat in diesen vier Monaten neue Kooperationen gegeben, zum Beispiel eine Kooperation mit respACT austria, wobei die Familienverträglichkeit als ein neuer Aspekt im Konzept der sozialen Verantwortung von Unternehmen etabliert wurde.
Abg. Öllinger: Ist schön, habe ich nicht gefragt!
Es sind seit diesen vier Monaten derzeit 23 innovative Kinderbetreuungseinrichtungen im Förderprozess. Davon möchte ich als ein Beispiel den Verein „Baby Oase“ nennen, denn diese Einrichtung kann nunmehr auch eine Baby-Betreuung für Kinder unter drei Jahren anbieten. (Abg. Öllinger: Ist schön, habe ich nicht gefragt!)
Abg. Öllinger: Habe ich auch nicht gefragt!
Im Bereich des Unternehmens-Audits haben neun neue Unternehmen die Vereinbarung für die Auditierung bereits unterzeichnet. Fünf neuen Unternehmen wurde das Grundzertifikat und einem Unternehmen das Vollzertifikat bereits genehmigt. Insgesamt stellen 22 Unternehmen ihre Unternehmens- und Personalpolitik zusätzlich in diesen vier Monaten auf die Verträglichkeit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie um. (Abg. Öllinger: Habe ich auch nicht gefragt!)
Abg. Öllinger: Das hat überhaupt nichts mit der Anfrage zu tun! Sie sollen antworten!
Derzeit sind 13 Gemeinden im Begutachtungsprozess, zwei größere Städte haben ihre Bereitschaft bekundet. Und was mich dabei besonders freut: Eine von diesen größeren Städten ist Klagenfurt. Dort ist eine Familien-Stadträtin von den Grünen dafür zuständig. Sie war eine der Ersten, die sich an die FBG gewandt hat, um diesbezüglich Möglichkeiten umzusetzen. (Abg. Öllinger: Das hat überhaupt nichts mit der Anfrage zu tun! Sie sollen antworten!)
Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!
Weiters sind Beraterschulungen, Workshops und Unternehmenskontakte zur Zufriedenheit aller Beteiligten im Laufen. (Abg. Öllinger: Antworten wollen wir!)
Abg. Öllinger: Sie beantworten schon wieder nicht!
Eine slowenische und eine deutsche Delegation haben sich auf Grund der internationalen und europäischen Reputation persönlich in der FBG eingefunden und sich über die Arbeitsweise und die gesetzten Maßnahmen informiert. (Abg. Öllinger: Sie beantworten schon wieder nicht!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Die FBG konnte sich auch auf Einladung der kroatischen Vize-Premierministerin in Zagreb präsentieren, ebenso im Tschechischen Senat und in Ungarn. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Öllinger: Was hat das mit den Fragen zu tun?
Zusammenhang auf die IHS-Studie mit dem Titel „Kinder, Arbeitswelt und Erwerbschancen“ hin, die wir am 10. Mai präsentieren konnten. (Abg. Öllinger: Was hat das mit den Fragen zu tun?)
Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung des Abg. Öllinger –: Sie müssen nur warten lernen!
Und nun zur konkreten Beantwortung der von Ihnen gestellten Fragen (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung des Abg. Öllinger –: Sie müssen nur warten lernen!), denn ich denke, es ist gut – und ich nütze die Möglichkeit gerne –, hier auch darzustellen, was in dieser FBG in den letzten vier Monaten wirklich umgesetzt wurde.
Abg. Öllinger: Aber die Frage war, ob es BZÖ-Versorgungsposten gibt!
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden für die Erfüllung der Aufgabenbereiche der FBG eingestellt. Das sind: Vernetzung, An- und Auslaufstellen der PartnerInnen der „Familienallianz“, Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Entwicklung von neuen Modellen und Weiterführung von bewährten Vereinbarkeitsmaßnahmen, Beobachtung, Dokumentation und Kommunikation, Sammlung und Verbreitung von Best-Practice, Beratung und Betreuung von regionalen und betrieblichen Initiativen sowie strategische Öffentlichkeitsarbeit. (Abg. Öllinger: Aber die Frage war, ob es BZÖ-Versorgungsposten gibt!) – Ich glaube, die Beantwortung war sehr klar. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden für die Erfüllung der Aufgabenbereiche der FBG eingestellt. Das sind: Vernetzung, An- und Auslaufstellen der PartnerInnen der „Familienallianz“, Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Entwicklung von neuen Modellen und Weiterführung von bewährten Vereinbarkeitsmaßnahmen, Beobachtung, Dokumentation und Kommunikation, Sammlung und Verbreitung von Best-Practice, Beratung und Betreuung von regionalen und betrieblichen Initiativen sowie strategische Öffentlichkeitsarbeit. (Abg. Öllinger: Aber die Frage war, ob es BZÖ-Versorgungsposten gibt!) – Ich glaube, die Beantwortung war sehr klar. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Ohne Fax und E-Mail und Telefon!
Die FBG arbeitet seit Beginn zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten. (Abg. Öllinger: Ohne Fax und E-Mail und Telefon!) Ich denke, ich habe, was die Inhalte anlangt, das zu Beginn auch sehr klar dargelegt. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Die FBG arbeitet seit Beginn zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten. (Abg. Öllinger: Ohne Fax und E-Mail und Telefon!) Ich denke, ich habe, was die Inhalte anlangt, das zu Beginn auch sehr klar dargelegt. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Scheibner und Neudeck.
betreibt – nachhaltig in dem Sinne, dass wir unsere Familienpolitik auf vier Säulen stellen. Diese Säulen sind: die diversen finanziellen Zuwendungen an die Familien, die Familienbeihilfen, die Sachleistungen und natürlich auch das Kinderbetreuungsgeld. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Scheibner und Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Aber Sie hätten zum Thema auch etwas sagen können!
Wenn man in diesem Zusammenhang eine Weiterentwicklung anstrebt, dann ist das richtig so. Viele Initiativen und Einrichtungen sind, wenn sie zusammengeführt werden, dazu da, zum Wohle der Familien in unserem Lande zu arbeiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Aber Sie hätten zum Thema auch etwas sagen können!)
Abg. Steibl steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Haubner.
Abgeordnete Mag. Andrea Kuntzl (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Bundesministerin! – Frau Bundesministerin, darf ich um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit bitten?! (Abg. Steibl steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesministerin Haubner.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na siehst du!
Ich habe in letzter Zeit auch einige Anfragebeantwortungen von Ihnen bekommen (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Na siehst du!), die einen höchst fragwürdigen Stil im Umgang mit einem wichtigen Kontrollrecht des Parlaments zeigen. Ich habe hier mehrere Anfragebeantwortungen, aber wegen der Kürze meiner Redezeit werde ich mich auf eine konzentrieren: 700 000 € sind für innovative Kinderbetreuungsprojekte budgetiert. Ich wollte wissen, was konkret mit diesem Geld passiert ist, welche Projekte nach welchen Kriterien gefördert sind, welche abgelehnt worden sind, wie viel Geld ausbezahlt wurde, wie viele Kinderbetreuungsplätze es gibt, was „innovativ“ bedeutet, in welchem Bundesland wie viel Geld, et cetera. – Also Fragen, die man als Abgeordnete einer Ministerin mit gutem Recht stellen kann und sich eine entsprechend seriöse und sachliche Auskunft erwarten darf.
Abg. Öllinger: Bei mir auch nur eine!
Was meine zehn Fragen, sehr detaillierten Fragen betrifft, die Sie mit diesem Hinweis abtun, ist nur eine dieser zehn Fragen in dieser Anfragebeantwortung beantwortet, auf die Sie verwiesen haben. (Abg. Öllinger: Bei mir auch nur eine!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Frau Ministerin, auch an diesem Beispiel ebenso wie an vielen anderen an Sie die Bitte, uns nicht weiter in einer derartigen Art und Weise bei Beantwortungen zu pflanzen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
ironische Heiterkeit des Abg. Öllinger
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Öllinger, Frau Kollegin Kuntzl, es ist doch ganz offensichtlich, dass Sie hier nur wieder versuchen, die FBG in Misskredit zu bringen (ironische Heiterkeit des Abg. Öllinger), denn es dürfte Ihnen ganz einfach ein Dorn im Auge sein, dass diese Gesellschaft erfolgreich ist, dass diese Gesellschaft sehr wichtige Maßnahmen setzt und dass diese Gesellschaft ein sehr, sehr wichtiges gesellschaftliches Thema aufgreift und optimiert. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.) Und Sie versuchen, mit einer rein formellen Anfrage diese Gesellschaft ständig in Misskredit zu bringen.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Elke Achleitner (Freiheitliche - BZÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Öllinger, Frau Kollegin Kuntzl, es ist doch ganz offensichtlich, dass Sie hier nur wieder versuchen, die FBG in Misskredit zu bringen (ironische Heiterkeit des Abg. Öllinger), denn es dürfte Ihnen ganz einfach ein Dorn im Auge sein, dass diese Gesellschaft erfolgreich ist, dass diese Gesellschaft sehr wichtige Maßnahmen setzt und dass diese Gesellschaft ein sehr, sehr wichtiges gesellschaftliches Thema aufgreift und optimiert. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.) Und Sie versuchen, mit einer rein formellen Anfrage diese Gesellschaft ständig in Misskredit zu bringen.
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da kommst du erst jetzt drauf?
Gerade was die Grünen betrifft: Sie stellen doch ständig den Anspruch, Politik für Frauen zu betreiben. Aber das ist nichts anderes als leere Worthülsen. (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Da kommst du erst jetzt drauf?) Wenn es wirklich darum geht, Taten zu setzen, dann werden sie nicht nur nicht von Ihnen unterstützt, sondern Sie versuchen, ihnen alle möglichen Prügel in den Weg zu legen, wie zum Beispiel bei der FBG, die
Abg. Öllinger: Sie haben sich ja Zeit gelassen!
Sie noch mit dem Bundesrat zu verhindern versuchen, damit sie möglichst lange nicht installiert werden kann. (Abg. Öllinger: Sie haben sich ja Zeit gelassen!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Ein Projekt der FBG, das ein sehr gutes Projekt ist, denn es ist sehr wichtig, dass auch in den Gemeinden familienfreundliche Maßnahmen getroffen werden und nicht nur auf Regierungsebene, nicht nur auf Landesebene, sondern auch in den Gemeinden die jeweiligen Projekte unterstützt werden. Und gerade dieses Gemeinde-Audit und das Projekt „Familienfreundliche Gemeinde“ ist ein sehr großartiges Projekt, weil es wirklich vor Ort die Probleme aufzeigt und zu lösen versucht. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren von den Grünen und von der SPÖ, ich denke, wir sollten gemeinsam an einer Optimierung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf arbeiten, und Polemik hat bei dieser Thematik einfach nichts verloren. Unterstützen wir gemeinsam die Tätigkeiten der FBG – genauso, wie es Ihre KommunalpolitikerInnen zum Beispiel in Klagenfurt machen –, denn dadurch können wir sicherstellen, dass wir in Zukunft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, einen sehr wichtigen Bereich der Gesellschaftspolitik, optimieren und verbessern können. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Sie haben die Anfragebeantwortung auf Ihrem Tisch liegen. Ich sehe das ein, man schaut sich nicht immer die Unterlagen an, wenn man nicht fachlich mit der Materie unmittelbar beschäftigt ist, aber schauen Sie sich einmal diese Beantwortungen an! Also ich fühle mich da wirklich durch den Kakao gezogen und nicht ernst genommen als Parlamentarierin in diesem Staat, wirklich wahr! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Mich ärgert eines, das muss ich Ihnen schon sagen. Man kann sich hier an diesem Platz nicht entsprechend ausdrücken, weil man dann nämlich einen Ordnungsruf bekommt; das sehe ich ein, so ist die Geschäftsordnung. Aber für so eine Beantwortung einer Anfrage gibt es keinen Ordnungsruf! Frau Ministerin, irgendwie würde Ihnen dafür ein Ordnungsruf gehören, weil das eine Missachtung eines parlamentarischen Instruments ist. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Lentsch: Ein bisschen höflicher geht es auch!
Wir können ja nicht jedes Mal eine Anfragebesprechung machen, damit wir entsprechende Antworten bekommen. Jetzt haben Sie uns geantwortet, danke, aber, bitte schön, das ist doch Ihre Aufgabe, die entsprechenden Antworten im Rahmen der Anfragebeantwortung zu geben – und nicht erst dann, wenn wir eine Anfragebesprechung verlangen! Sehen Sie den Unterschied? (Abg. Lentsch: Ein bisschen höflicher geht es auch!) Wenn an Sie eine Anfrage gestellt wird, müssen Sie auf diese Anfrage entsprechend antworten, und das haben Sie nicht getan, und zwar hinten und vorne nicht! (Abg. Neudeck: Jetzt interpretieren Sie die Geschäftsordnung! Das macht der Zögernitz!)
Abg. Neudeck: Jetzt interpretieren Sie die Geschäftsordnung! Das macht der Zögernitz!
Wir können ja nicht jedes Mal eine Anfragebesprechung machen, damit wir entsprechende Antworten bekommen. Jetzt haben Sie uns geantwortet, danke, aber, bitte schön, das ist doch Ihre Aufgabe, die entsprechenden Antworten im Rahmen der Anfragebeantwortung zu geben – und nicht erst dann, wenn wir eine Anfragebesprechung verlangen! Sehen Sie den Unterschied? (Abg. Lentsch: Ein bisschen höflicher geht es auch!) Wenn an Sie eine Anfrage gestellt wird, müssen Sie auf diese Anfrage entsprechend antworten, und das haben Sie nicht getan, und zwar hinten und vorne nicht! (Abg. Neudeck: Jetzt interpretieren Sie die Geschäftsordnung! Das macht der Zögernitz!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Nein! Nein!
Herr Kollege, schauen Sie sich einmal die Unterlagen an, und dann werden Sie mir Recht geben! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Nein! Nein!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Viel Verständnis haben Sie nicht, das müssen Sie zugeben!
Ich habe viel Verständnis, aber irgendwo ist dann finito. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Viel Verständnis haben Sie nicht, das müssen Sie zugeben!) Jetzt hat uns ja die Frau Ministerin Antworten gegeben, danke, genau diese würden in die Anfragebeantwortung hineingehören. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Toleranz ist ein Fremdwort für Sie! Leider!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Toleranz ist ein Fremdwort für Sie! Leider!
Ich habe viel Verständnis, aber irgendwo ist dann finito. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Viel Verständnis haben Sie nicht, das müssen Sie zugeben!) Jetzt hat uns ja die Frau Ministerin Antworten gegeben, danke, genau diese würden in die Anfragebeantwortung hineingehören. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Toleranz ist ein Fremdwort für Sie! Leider!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Vielleicht schicken Sie gleich die Antworten mit, damit sie Ihnen recht sind! Das wäre das Einfachste!
Da ist es mit Toleranz vorbei, denn da geht es um ein demokratiepolitisches Recht. Kollege Öllinger und Kollegin Kuntzl haben ja noch eine Reihe anderer Anfragen zitiert, wo das auch passiert ist. Es ist also kein Einzelfall, es ist kein einzelnes Missgeschick, es hat System, und wir lassen mit uns nicht so umgehen, ganz einfach! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Vielleicht schicken Sie gleich die Antworten mit, damit sie Ihnen recht sind! Das wäre das Einfachste!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.
gewesen ist, das wollten wir wissen. Was ist da ein Anpatzen von der Frau Trammer? Das sehen wir überhaupt nicht so. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Grünen.
So schaut’s aus! Und das ist der Geschäftsführer Ihrer GesmbH, der offenbar jetzt die Familienpolitik anstatt des Ministeriums machen soll. Und das sollen wir inhaltlich nicht hinterfragen? Wir tun es schon, weil uns das ein Anliegen ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt einen einzigen Punkt in der ganzen Anfragebeantwortung, der positiv ist: Der Geschäftsführer hat eine 30-Stunden-Stelle. Wir wünschen uns, dass sehr viele Frauen – egal, ob im Ministerium oder sonst wo – auch Leitungspositionen als Teilzeitjobs bekommen – und nicht nur Männer. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Mit diesem Antrag, der heute hier zur Abstimmung vorliegt, wollen wir die Effizienz der vorhandenen Gesetze überprüfen und sie vielleicht dort, wo es notwendig ist, adaptieren und auf die Wünsche der Eltern, aber vor allem auch der Lehrer in Zukunft noch mehr Rücksicht nehmen. Ich glaube, das ist ein wichtiger Antrag, der hier von der Kollegin Partik-Pablé und von Franz-Joseph Huainigg vorliegt. Wenn Sie das für kleinkariert halten, Ihnen die Evaluierung zu wenig ist, wie es vorher schon festgelegt war, dann sage ich Ihnen, ich sehe das überhaupt nicht so, weil in diesem Antrag alles beinhaltet ist, was eine positive und weitere Integration sicherstellt. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Haidlmayr: Aber nur, wenn sie in die Sonderschule gehen!
Es gibt keine Kinder mehr, die schulunfähig sind, meine Damen und Herren – und das wurde von dieser Bundesregierung geschaffen! Schauen Sie sich doch an, wie in all diesen Einrichtungen gerade auch schwerstbehinderte Jugendliche liebevoll gepflegt werden! Und ich sage Ihnen, wir machen auch keine Schwierigkeiten, wenn ein Kind ein zehntes Schuljahr braucht, das wird in den meisten Fällen gewährt (Abg. Haidlmayr: Aber nur, wenn sie in die Sonderschule gehen!), wenn weiterführende Bildung notwendig ist.
Beifall bei der ÖVP
Ich meine, dass es gerade in diesem Bereich Vielfältigkeit geben muss (Beifall bei der ÖVP), Vielfältigkeit zwischen Integration und spezieller Förderung, Vielfältigkeit in einem größeren Klassenverband, ebenso die Vielfältigkeit, in einer kleinen Gruppe zu arbeiten.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, gerne werde ich mit Ihnen in der nächsten Legislaturperiode diese Frage weiterdiskutieren. Mir ist es ein echtes Anliegen, dass Menschen mit Behinderungen im Schulbereich, im Ausbildungsbereich sowie im Gesellschaftsbereich ihren Platz haben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Evaluierungsstudie, die Sie, Frau Bundesministerin Gehrer, in Auftrag geben wollen – das haben ja auch schon die Kollegen Brosz und Niederwieser angesprochen –, hätte eigentlich schon längst erledigt sein müssen, denn sämtliche Zahlen sind im Bildungsministerium vorhanden, sämtliche Modelle sind präsent: Es fehlt lediglich am politischen Willen dieser Regierung für behinderte Menschen! Und das ist schade! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke auch, dass wir in Österreich ausreichend Mittel haben, aber natürlich sind diese Prozesse immer zu hinterfragen, immer wieder zu verbessern, immer wieder auch neu zu gestalten und den Bedürfnissen anzupassen. Aber die Diskussion darüber sollte nicht in einer harten Positionierung stattfinden, sondern eigentlich nur an einer Frage ausgerichtet sein: Wie kann den Kindern am besten geholfen werden? – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Lapp
Wenn Sie, Frau Minister, meinen, dass der einzige Anspruch, den Menschen mit Behinderungen haben, wenn sie in die Regelschule gehen wollen – und das ist ihr Recht! –, darin besteht, dass Bundesschulgebäude barrierefrei gestaltet sein müssen, dann, Frau Ministerin, fürchte ich mich schon, wenn Sie weiter Ministerin bleiben, denn dann wird sich bei der Integration von Menschen mit Behinderungen gar nichts ändern. Ganz im Gegenteil, es wird einen Rückschritt geben, denn nur Gebäude umzubauen, das ist zu wenig, Frau Ministerin. Das Recht auf Integration heißt auch: Sicherstellung der dafür notwendigen Rahmenbedingungen (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Lapp) – und diese, Frau Ministerin, haben Sie den Menschen mit Behinderungen bis jetzt erfolgreich verwehrt, und das Behindertengleichstellungsgesetz zwingt Sie nicht, in dieser Richtung irgendetwas an Ihrer Grundhaltung zu ändern.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist es?
Dieser Entschließungsantrag, der von den Regierungsparteien eingebracht worden ist, ist – ich sage das jetzt nicht mit meinen Worten, sondern ich gebe die Worte von Menschen wieder, die sich seit Jahren mit der Integration von Menschen mit Behinderungen beschäftigen und denen ich den Antrag heute noch gefaxt habe und diese Rückmeldung bekommen habe – weniger als eine Augenauswischerei, das ist eigentlich eine Ver... – und den Rest darf ich nicht mehr sagen, sonst bekomme ich einen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Was ist es?) Eine „Ver...“ – und den Rest darf ich nicht sagen, sonst bekomme ich einen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Partik-Pablé:
Beifall bei den Grünen.
Dieser Antrag ist eine reine Bauchpinselei ohne Inhalt! Und wenn Sie sich da jetzt auf diese integrative Berufsausbildung berufen, so wissen wir doch alle, dass all die Ministerien und der gesamte öffentliche Dienst bis heute kein einziges Lehrverhältnis mit jemandem in dieser Richtung abgeschlossen haben! Und, Frau Ministerin, diejenigen Lehrverträge, die es gibt, sind alle ordentlich im Schwimmen; das wissen Sie auch. Es gibt zwar die Lehrverträge, aber es gibt in den Berufsschulen für diese Jugendlichen nicht die Finanzierung der notwendigen Rahmenbedingungen, damit sie auch diese Berufsschule absolvieren können. Da haben Sie sie im Regen stehen lassen. Hauptsache, Sie tun so, als ob, obwohl es nicht so ist! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Lapp.
Frau Ministerin, ich wünsche mir, dass Sie nicht mehr Bildungsministerin sein werden, denn vielleicht hat dann die Bildung von Menschen mit Behinderungen die Chance, ein Stückchen in Richtung Integration zu gehen. Mit Ihnen war das nicht möglich und wird das auch in Zukunft nicht möglich sein. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Lapp.)
Abg. Brosz: Warum vertagen Sie die Anträge im Ausschuss?
Was den Vorwurf der „Augenauswischerei“ betrifft, so muss ich Ihnen sagen: Ich bin immer froh, wenn das Thema Gleichstellung von behinderten Menschen, Bildungsverbesserung und so weiter, wenn ein Thema, das die Situation von behinderten Menschen zum Gegenstand hat, hier im Parlament behandelt wird, weil wir damit auch beweisen, wie wichtig uns dieses Thema ist. Sie aber lehnen es ab, dass wir darüber diskutieren, nur weil Sie irgendwelche Bedenken haben oder weil irgendetwas schon erledigt ist. Ich finde, es besteht immer ein Anlass, dass wir darüber diskutieren! (Abg. Brosz: Warum vertagen Sie die Anträge im Ausschuss?)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich werde Ihnen etwas sagen: Lange genug, Herr Abgeordneter, als ich ins Parlament gekommen bin, ist überhaupt nicht geredet worden über die behinderten Menschen – die hat es überhaupt nicht gegeben! –, und im Laufe der Zeit – Gott sei Dank! – haben wir immer mehr darüber geredet und hat sich die Situation auch verbessert. Deshalb bin ich, wie gesagt, froh über jede Debatte, die hier geführt wird. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei den Grünen
Eines aber muss klar sein (Zwischenruf bei den Grünen) – lassen Sie mich doch einmal fertig sprechen, bevor Sie schon wieder den Kopf schütteln! –: Die Güte der Integration steht und fällt damit, wie die Lehrer und die Betreuer sind. Und da genügt nicht nur die Ausbildung, sondern das liegt auch am Auswahlverfahren. Das müssen Menschen sein, die – um es banal auszudrücken – Herz haben, die Verständnis haben, die Sensibilität haben! Und das kann man nicht nur verordnen, sondern man muss darauf achten, dass sich eben für die Integration nur Menschen bewerben und auch aufgenommen werden, die diese Voraussetzungen erfüllen. Das kann nicht jeder! Es kann jemand ein guter Lehrer sein, aber er ist vielleicht nicht geeignet, mit behinderten Menschen umzugehen! – Das, glaube ich, ist einmal sehr wichtig.
in Richtung der Abg. Haidlmayr
Wissen Sie, so, wie Sie das machen – nur Angriffe, nur polemisieren –, so werden wir nie zu einer guten Lösung kommen! Allein schon, wie Sie hier herunterkeifen, Frau Abgeordnete (in Richtung der Abg. Haidlmayr), das finde ich wirklich entsetzlich. Warum hören Sie mir nicht zu? – Ich bin in der zweiten Reihe gesessen und habe Ihnen von A bis Z zugehört. Das ist offensichtlich bei Ihnen unmöglich. Wir werden nie auf einen grünen Zweig kommen, wenn nicht einer dem anderen zuhört! Das gehört doch eigentlich zu einer normalen Parlamentskultur. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.
Wissen Sie, so, wie Sie das machen – nur Angriffe, nur polemisieren –, so werden wir nie zu einer guten Lösung kommen! Allein schon, wie Sie hier herunterkeifen, Frau Abgeordnete (in Richtung der Abg. Haidlmayr), das finde ich wirklich entsetzlich. Warum hören Sie mir nicht zu? – Ich bin in der zweiten Reihe gesessen und habe Ihnen von A bis Z zugehört. Das ist offensichtlich bei Ihnen unmöglich. Wir werden nie auf einen grünen Zweig kommen, wenn nicht einer dem anderen zuhört! Das gehört doch eigentlich zu einer normalen Parlamentskultur. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie der ÖVP.)
Abg. Dr. Brinek: Bis zu 20 Minuten!
Frau Minister – ich habe nur vier Minuten Redezeit, aber ich darf verlängern, hat mir der Ordner gesagt (Abg. Dr. Brinek: Bis zu 20 Minuten!) –, Sie haben auch die Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsgesetzes erwähnt. Da sind natürlich auch die Länder verpflichtet, viel zu tun, gerade im Freizeitbereich. Und wissen Sie, da gibt es irrsinnige Kuriosa! Ich selbst habe eine Tochter, die im Rollstuhl sitzt. Die Volksoper gehört, glaube ich, nicht in Ihren Bereich, Frau Minister, sie ist aber ein Staatstheater, und ich möchte Ihnen trotzdem erzählen, was mir vor zwei Monaten passiert ist:
allgemeiner Beifall
Frau Minister, es ist das zwar nicht Ihre Zuständigkeit, aber trotzdem: Das gehört beseitigt! Da müssen wir alle daran arbeiten (allgemeiner Beifall) – und da nützt uns dieses ganze Hickhack nichts. Frau Haidlmayr sitzt schon wieder auf ihrem Platz und macht Handbewegungen, statt dass sie sagt: Ja, Frau Partik-Pablé, bemühen wir uns, dass wir solche Zustände beseitigen! – Und das ist mein Wille, Frau Abgeordnete, und nicht Hickhack und sagen, dass es zu wenig ist, und was weiß ich, was alles. Arbeiten wir zusammen, wie es in anderen Bereichen auch geschehen ist!
Abg. Steibl: Es ist auch jetzt niemand da!
jetzt ist Gott sei Dank Frau Lapp da. (Abg. Steibl: Es ist auch jetzt niemand da!) Wir haben jetzt Leute, mit denen man einen Konsens finden kann. Versuchen wir, politisch etwas durchzusetzen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
jetzt ist Gott sei Dank Frau Lapp da. (Abg. Steibl: Es ist auch jetzt niemand da!) Wir haben jetzt Leute, mit denen man einen Konsens finden kann. Versuchen wir, politisch etwas durchzusetzen! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die sind so weit hinten, dass meine sehbehinderte Tochter schlecht sieht! – Sie glauben halt, Sie wissen alles besser, Frau Abgeordnete!
Also das heißt, die Rollstuhlplätze gibt es, und wenn Sie möchten, können Sie dann zu mir heraufkommen. Ich sage Ihnen, wo die Rollstuhlplätze ganz konkret sind. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Aber die sind so weit hinten, dass meine sehbehinderte Tochter schlecht sieht! – Sie glauben halt, Sie wissen alles besser, Frau Abgeordnete!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir in den Pflichtschulen können dank der Hilfe der Gemeinde auf diese Werbung verzichten. Und wenn ich gerade beim Thema Werbung bin, möchte ich Ihnen eines wirklich persönlich sagen: Auf die parteipolitische Werbung, die Sie als Bundesministerin und für den Bundeskanzler Schüssel jetzt in die Schulen einfließen lassen, können wir auch gerne verzichten! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Notburga Schiefermair (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik (Bund, Länder und Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.“ – Mit diesem Auszug aus der österreichischen Bundesverfassung möchte ich beginnen und klar zum Ausdruck bringen, dass mir dieses Thema ein besonders wichtiges Anliegen ist. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich meinem Kollegen Franz-Joseph Huainigg sehr herzlich für seine Arbeit danken und ihm weiterhin viel Kraft wünschen: Wir alle sind dankbar, dass du uns immer wieder mit deiner Innensicht und deinem Weitblick auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam machst, und wir werden dich mit aller Kraft unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.) Du hast viel erreicht im Vergleich zu anderen Behindertensprechern! Danke an dich und auch an die Frau Bundesministerin und die Bildungssprecher, dass dieser gute Weg gegangen wird. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.
Abschließend möchte ich meinem Kollegen Franz-Joseph Huainigg sehr herzlich für seine Arbeit danken und ihm weiterhin viel Kraft wünschen: Wir alle sind dankbar, dass du uns immer wieder mit deiner Innensicht und deinem Weitblick auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam machst, und wir werden dich mit aller Kraft unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.) Du hast viel erreicht im Vergleich zu anderen Behindertensprechern! Danke an dich und auch an die Frau Bundesministerin und die Bildungssprecher, dass dieser gute Weg gegangen wird. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Waren das Wiener Kindergärten?
Das nimmt derartige Ausmaße an, dass viele Eltern beginnen, sich Sorgen zu machen, wie sich das weiterentwickeln kann. Diverse Aktivitäten, die an Schulen oder auch an Kindergärten stattfinden, führen zu großen Aufregungen der Eltern. So etwa die Geschichte, dass vor einigen Monaten in mehreren Kindergärten ausgerechnet eine Fast-Food-Kette beziehungsweise deren Symbol von Kindergarten zu Kindergarten gezogen ist, um über gesunde Ernährung zu reden. Die Eltern fanden, das sei doch den Bock zum Gärtner zu machen. (Abg. Mag. Donnerbauer: Waren das Wiener Kindergärten?) – Kindergärten waren das, ja! Es gibt aber auch an Schulen immer wieder diverse Werbeaktivitäten, die nicht gerade dazu angetan sind, die Sorgen der Eltern zu entkräften.
Abg. Mag. Donnerbauer: Waren das Wiener Kindergärten?
Vor allem ist das Wichtige, dass man zwischen Sponsoring, als dem Zur-Verfügung-Stellen von Geldmitteln und ... (Abg. Mag. Donnerbauer: Waren das Wiener Kindergärten?) – Nein, das waren keine Wiener Kindergärten, jedenfalls keine öffentlichen Wiener Kindergärten; es war zum Beispiel ein Kindergarten in Niederösterreich, der mir konkret bekannt war. Aber wir können nachher reden, Herr Kollege.
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, das zeigt großen Handlungsbedarf, was derartige Werbeaktivitäten an den Schulen betrifft: Zum einen wäre tatsächlich notwendig, entsprechende Rahmenbedingungen, Richtlinien festzulegen, damit die Schulen einen Rahmen haben, innerhalb dessen sie agieren können. Zum anderen wäre es auch notwendig, Frau Bundesministerin, sich von Ihrer Seite her einen Überblick über das Ausmaß und die Art der bisherigen Aktivitäten zu verschaffen. Es muss wieder einmal die Schulautonomie dafür herhalten, dass dieser Überblick nicht besteht. Frau Bundesministerin, ich denke, es wäre an der Zeit, dass Sie entsprechende Schritte setzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Gute Erfahrungen gibt es im Rahmen der dualen Ausbildung, auch bei der Teilqualifizierung. Gerade bei der Diskussion um die Weiterführung der Integrationsklassen über die neunte Schulstufe hinaus muss der Erwerb einer Teilqualifizierung ein wesentlicher Schwerpunkt sein, denn es muss uns allen ein Anliegen sein, diese jungen Menschen gezielt auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Ich bin zuversichtlich, dass mit der Evaluierung der integrativen Schul- und Berufsausbildung neue Erkenntnisse gefunden werden und dann gemeinsam neue Schritte zur integrativen Berufsausbildung gesetzt werden können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
gehen. Es ist beschämend, wenn wir nicht auf die Eltern und die Kinder, die selbst am besten wissen, wie dieser Weg zu gehen ist, hören. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist doch nicht wahr!
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie reden von dualer Ausbildung im Zusammenhang mit Integration beziehungsweise integrativer Berufsausbildung. Heute Vormittag haben wir gehört, die SPÖ möchte die duale Ausbildung abschaffen! (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist doch nicht wahr!) Ich denke, gerade das wäre ein Schlag ins Gesicht der integrativen Berufsausbildung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Anna Franz (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren! Frau Kollegin Heinisch-Hosek, Sie reden von dualer Ausbildung im Zusammenhang mit Integration beziehungsweise integrativer Berufsausbildung. Heute Vormittag haben wir gehört, die SPÖ möchte die duale Ausbildung abschaffen! (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist doch nicht wahr!) Ich denke, gerade das wäre ein Schlag ins Gesicht der integrativen Berufsausbildung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Der Bund hat Verantwortung!
Ich war Bürgermeisterin und ich weiß, dass auch von den Gemeinden sehr viel Geld in die Hand genommen wird, dass die Kinder gute Rahmenbedingungen haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Der Bund hat Verantwortung!) Ich habe selbst bauliche Maßnahmen gesetzt, ich habe Arbeitsmittel angeschafft. Und ich denke, das passiert in vielen Gemeinden so, zumindest in Vorarlberg. (Abg. Heinisch-Hosek: In den Gemeinden, ja! – Abg. Mag. Gaßner: Der Bund!) Ich denke, dass das ganz wichtig ist, denn die Kinder und die Integration sind eigentlich schon das Wichtigste.
Abg. Heinisch-Hosek: In den Gemeinden, ja! – Abg. Mag. Gaßner: Der Bund!
Ich war Bürgermeisterin und ich weiß, dass auch von den Gemeinden sehr viel Geld in die Hand genommen wird, dass die Kinder gute Rahmenbedingungen haben. (Abg. Heinisch-Hosek: Der Bund hat Verantwortung!) Ich habe selbst bauliche Maßnahmen gesetzt, ich habe Arbeitsmittel angeschafft. Und ich denke, das passiert in vielen Gemeinden so, zumindest in Vorarlberg. (Abg. Heinisch-Hosek: In den Gemeinden, ja! – Abg. Mag. Gaßner: Der Bund!) Ich denke, dass das ganz wichtig ist, denn die Kinder und die Integration sind eigentlich schon das Wichtigste.
Abg. Heinisch-Hosek: Aber nur bis zur achten Schulstufe!
Im Gleichstellungspaket dieser Regierung wurden auch verschiedene Integrationsmaßnahmen beschlossen. Gerade im Bildungsbereich gibt es bereits eine Vielzahl von Maßnahmen. Ich denke da an die individuelle Gestaltung des Lehrplanes für behinderte Schülerinnen und Schüler (Abg. Heinisch-Hosek: Aber nur bis zur achten Schulstufe!), an die behindertengerechte Adaptierung von Bundesgebäuden – das gehört auch dazu –, an den Berufszugang für Menschen mit Behinderungen zum Lehrberuf im Hochschulgesetz.
Beifall bei der ÖVP.
Dabei wird auch die integrative Lehrlingsausbildung geprüft, um zu ergründen, welche weiteren Entwicklungsschritte zielführend sind. Genau darauf zielt dieser Antrag von Dr. Huainigg und Dr. Partik-Pablé ab, und das ist gut so. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Nein! Einstimmig!
Ich bitte jene Damen und Herren, die ihre Zustimmung geben, um ein entsprechendes Zeichen. – Es ist dies mit Mehrheit angenommen. (Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Nein! Einstimmig!)
Neuerliche Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Einstimmig!
Sind Sie mit meinem letzten Bericht über die Abstimmung des Berichtes 1459 nicht einverstanden? (Neuerliche Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Einstimmig!) – Ich habe das nicht gesehen, dass das einstimmig war. Einige sind sitzen geblieben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) – Ja, jetzt, auf den zweiten Aufruf hin. Aber ich nehme die Korrektur zur Kenntnis. Das macht uns beiden Freude. (Heiterkeit bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.) Daher ist dieser Bericht einstimmig angenommen worden.
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Sind Sie mit meinem letzten Bericht über die Abstimmung des Berichtes 1459 nicht einverstanden? (Neuerliche Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Einstimmig!) – Ich habe das nicht gesehen, dass das einstimmig war. Einige sind sitzen geblieben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) – Ja, jetzt, auf den zweiten Aufruf hin. Aber ich nehme die Korrektur zur Kenntnis. Das macht uns beiden Freude. (Heiterkeit bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.) Daher ist dieser Bericht einstimmig angenommen worden.
Heiterkeit bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Sind Sie mit meinem letzten Bericht über die Abstimmung des Berichtes 1459 nicht einverstanden? (Neuerliche Rufe bei der SPÖ und den Grünen: Einstimmig!) – Ich habe das nicht gesehen, dass das einstimmig war. Einige sind sitzen geblieben. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) – Ja, jetzt, auf den zweiten Aufruf hin. Aber ich nehme die Korrektur zur Kenntnis. Das macht uns beiden Freude. (Heiterkeit bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.) Daher ist dieser Bericht einstimmig angenommen worden.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst einmal möchte ich den Aktivistinnen und Aktivisten des Vereins „Coole Schule“ ganz herzlich gratulieren. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Florentine Frantz und Igor Mitschka sind auch hier. Herzlich willkommen im Hohen Haus! Ich bin wirklich tief beeindruckt von eurem Engagement, eurem Ideenreichtum und überhaupt von eurer politischen Reife. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Grossmann (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst einmal möchte ich den Aktivistinnen und Aktivisten des Vereins „Coole Schule“ ganz herzlich gratulieren. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Florentine Frantz und Igor Mitschka sind auch hier. Herzlich willkommen im Hohen Haus! Ich bin wirklich tief beeindruckt von eurem Engagement, eurem Ideenreichtum und überhaupt von eurer politischen Reife. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt ja wirklich sehr viele hochinteressante Ideen, die teilweise zwar schon Gegenstände von Anträgen waren, teilweise aber völlig neu sind. Jedenfalls sind sie es aber wert, seriös diskutiert zu werden, damit aus der Schule wirklich möglichst bald eine „coole Schule“ wird. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mandak: Wenn sie aber nicht gewählt werden können, weil sie zu jung sind!
Ich glaube, der Kompromiss, den wir in diesem Ausschuss zustande gebracht haben, nämlich dass – im Sinne der Schülervertretung – grundsätzlich die Arbeit beziehungsweise die Zusammensetzung der gesetzlichen Schülervertretung hinterfragt und analysiert wird, ist ein sehr guter. Ich würde dementsprechend auch den Verein „Coole Schule“ einladen, sich im Rahmen der gesetzlichen Schülervertretung zu betätigen. (Abg. Mandak: Wenn sie aber nicht gewählt werden können, weil sie zu jung sind!)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Ich glaube, dass es in Zukunft noch wichtiger sein wird, die Interessen der Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen und zu hören, und ich meine, wir sind Garant dafür, dass auch weiterhin Schuldemokratie gelebt wird und alle Schulpartner in Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden. – Dafür bitte ich auch weiterhin um Unterstützung. (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Vertreten Sie auch junge Wähler?
tretung nicht wirklich vertreten fühlt. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Vertreten Sie auch junge Wähler?)
Abg. Dr. Brinek: Sind sie auch!
Wenn Frau Kollegin Fuhrmann sagt, der Verein „Coole Schule“ wurde in den Ausschuss eingeladen, dann stimmt das in dieser Form nicht. Wir als Grüne und die SPÖ haben Fraktionsexperten benannt, die von „Coole Schule“ kamen. – Das hat im Übrigen dem Verein „Coole Schule“ den Vorwurf von Ihrer Seite eingetragen, sie seien eine rot-grüne Organisation. (Abg. Dr. Brinek: Sind sie auch!) Es ist aber nicht so, dass der Ausschuss sie als Experten eingeladen hätte, um sich anzuhören, was sie zu sagen haben. Das ist doch ein wesentlicher Unterschied! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Geschichte mit der rot-grünen Organisation könnte man jetzt wieder in den Presseaussendungen nachlesen, die dort vorgetragen wurden. (Abg. Dr. Wolfmayr: Ich stehe auch dazu!) – Stehen Sie dazu? Gut.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Wenn Frau Kollegin Fuhrmann sagt, der Verein „Coole Schule“ wurde in den Ausschuss eingeladen, dann stimmt das in dieser Form nicht. Wir als Grüne und die SPÖ haben Fraktionsexperten benannt, die von „Coole Schule“ kamen. – Das hat im Übrigen dem Verein „Coole Schule“ den Vorwurf von Ihrer Seite eingetragen, sie seien eine rot-grüne Organisation. (Abg. Dr. Brinek: Sind sie auch!) Es ist aber nicht so, dass der Ausschuss sie als Experten eingeladen hätte, um sich anzuhören, was sie zu sagen haben. Das ist doch ein wesentlicher Unterschied! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Geschichte mit der rot-grünen Organisation könnte man jetzt wieder in den Presseaussendungen nachlesen, die dort vorgetragen wurden. (Abg. Dr. Wolfmayr: Ich stehe auch dazu!) – Stehen Sie dazu? Gut.
Abg. Dr. Wolfmayr: Ich stehe auch dazu!
Wenn Frau Kollegin Fuhrmann sagt, der Verein „Coole Schule“ wurde in den Ausschuss eingeladen, dann stimmt das in dieser Form nicht. Wir als Grüne und die SPÖ haben Fraktionsexperten benannt, die von „Coole Schule“ kamen. – Das hat im Übrigen dem Verein „Coole Schule“ den Vorwurf von Ihrer Seite eingetragen, sie seien eine rot-grüne Organisation. (Abg. Dr. Brinek: Sind sie auch!) Es ist aber nicht so, dass der Ausschuss sie als Experten eingeladen hätte, um sich anzuhören, was sie zu sagen haben. Das ist doch ein wesentlicher Unterschied! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Geschichte mit der rot-grünen Organisation könnte man jetzt wieder in den Presseaussendungen nachlesen, die dort vorgetragen wurden. (Abg. Dr. Wolfmayr: Ich stehe auch dazu!) – Stehen Sie dazu? Gut.
Abg. Rossmann: Wir haben nicht einmal eine Einladung bekommen!
Es geht also um 13-, 14-jährige Schüler – Unterstufen-Schüler –, von denen 150 hier bei uns im Plenarsaal waren. Herr Kollege Niederwieser und ich waren die Einzigen, die da gesessen sind. (Abg. Rossmann: Wir haben nicht einmal eine Einladung bekommen!) – Sie haben keine Einladung bekommen? (Abg. Rossmann: Nein!) Sie haben zu dieser Veranstaltung damals keine Einladung bekommen? Sie haben auch keine Einladung bekommen zu „Coole Schule“? (Abg. Amon: Ich konnte damals nicht! – Abg. Dr. Jarolim: Kollege Amon konnte nicht!) – Aha, gut. Sie konnten nicht, und Sie haben keine Einladung bekommen.
Abg. Rossmann: Nein!
Es geht also um 13-, 14-jährige Schüler – Unterstufen-Schüler –, von denen 150 hier bei uns im Plenarsaal waren. Herr Kollege Niederwieser und ich waren die Einzigen, die da gesessen sind. (Abg. Rossmann: Wir haben nicht einmal eine Einladung bekommen!) – Sie haben keine Einladung bekommen? (Abg. Rossmann: Nein!) Sie haben zu dieser Veranstaltung damals keine Einladung bekommen? Sie haben auch keine Einladung bekommen zu „Coole Schule“? (Abg. Amon: Ich konnte damals nicht! – Abg. Dr. Jarolim: Kollege Amon konnte nicht!) – Aha, gut. Sie konnten nicht, und Sie haben keine Einladung bekommen.
Abg. Amon: Ich konnte damals nicht! – Abg. Dr. Jarolim: Kollege Amon konnte nicht!
Es geht also um 13-, 14-jährige Schüler – Unterstufen-Schüler –, von denen 150 hier bei uns im Plenarsaal waren. Herr Kollege Niederwieser und ich waren die Einzigen, die da gesessen sind. (Abg. Rossmann: Wir haben nicht einmal eine Einladung bekommen!) – Sie haben keine Einladung bekommen? (Abg. Rossmann: Nein!) Sie haben zu dieser Veranstaltung damals keine Einladung bekommen? Sie haben auch keine Einladung bekommen zu „Coole Schule“? (Abg. Amon: Ich konnte damals nicht! – Abg. Dr. Jarolim: Kollege Amon konnte nicht!) – Aha, gut. Sie konnten nicht, und Sie haben keine Einladung bekommen.
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Es war ziemlich klar, dass alle Fraktionen eingeladen worden sind. Es gab mehrfach Vorgespräche, und Sie haben diese Diskussion auch nicht wahrgenommen. – Sie waren nicht da. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Schiefermair: Wie ist das mit dem Kindergarten?
Ich finde, dass dieses Anliegen in hohem Ausmaß berechtigt ist. Eine der zentralen Forderungen beim Ausbau der SchülerInnenvertretung ist meiner Meinung nach, dass UnterstufenschülerInnen ebenfalls ein Mitspracherecht bekommen sollen und müssen. Es geht darum, dass auch SchülerInnen, die erst in die Schule kommen, ihre Interessen artikulieren können. (Abg. Schiefermair: Wie ist das mit dem Kindergarten?) – Auch im Kindergarten wird es so sein, dass Kinder ihre Interessen artikulieren können! Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben; das wollte ich gerade nachfragen. Ich habe Kinder, die mittlerweile in den Kindergarten und in die Schule gehen, und habe den Eindruck, die können ihre Interessen relativ gut artikulieren. (Abg. Dr. Brinek: Aber da braucht man keine „Coole Schule“ dazu!)
Abg. Dr. Brinek: Aber da braucht man keine „Coole Schule“ dazu!
Ich finde, dass dieses Anliegen in hohem Ausmaß berechtigt ist. Eine der zentralen Forderungen beim Ausbau der SchülerInnenvertretung ist meiner Meinung nach, dass UnterstufenschülerInnen ebenfalls ein Mitspracherecht bekommen sollen und müssen. Es geht darum, dass auch SchülerInnen, die erst in die Schule kommen, ihre Interessen artikulieren können. (Abg. Schiefermair: Wie ist das mit dem Kindergarten?) – Auch im Kindergarten wird es so sein, dass Kinder ihre Interessen artikulieren können! Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben; das wollte ich gerade nachfragen. Ich habe Kinder, die mittlerweile in den Kindergarten und in die Schule gehen, und habe den Eindruck, die können ihre Interessen relativ gut artikulieren. (Abg. Dr. Brinek: Aber da braucht man keine „Coole Schule“ dazu!)
Abg. Amon: Es geht ja uns da auch so!
Gesetzliche Schülervertretung, ich sage Ihnen etwas: Wenn man sich anschaut, wie es bei den Schülerkongressen auch zwischen den Vertretern der Schülerunion und der AKS zugeht und was dort stattfindet, dann versteht man, dass nicht unbedingt jeder Interesse daran hat, sich an dieser doch sehr stark politisch geprägten Auseinandersetzung zu beteiligen. (Abg. Amon: Es geht ja uns da auch so!) – Ja, das stimmt schon, aber jene, die sagen, sie möchten ihre Interessen der Sache wegen artikulieren, könnte man doch wahrnehmen, ohne dass man ihnen sagt, geht einmal als Erstes zu der SchülerInnenvertretung – noch dazu, wo sie noch gar nicht alt genug für eine formale Mitsprache sind. Man könnte sie doch einfach hören, sie wahrnehmen, mit ihnen Gespräche führen, sie beispielsweise in die Arbeitsgruppe einladen. (Abg. Amon: Es gibt viele Initiativen, die nicht so gehört werden wie diese!)
Abg. Amon: Es gibt viele Initiativen, die nicht so gehört werden wie diese!
Gesetzliche Schülervertretung, ich sage Ihnen etwas: Wenn man sich anschaut, wie es bei den Schülerkongressen auch zwischen den Vertretern der Schülerunion und der AKS zugeht und was dort stattfindet, dann versteht man, dass nicht unbedingt jeder Interesse daran hat, sich an dieser doch sehr stark politisch geprägten Auseinandersetzung zu beteiligen. (Abg. Amon: Es geht ja uns da auch so!) – Ja, das stimmt schon, aber jene, die sagen, sie möchten ihre Interessen der Sache wegen artikulieren, könnte man doch wahrnehmen, ohne dass man ihnen sagt, geht einmal als Erstes zu der SchülerInnenvertretung – noch dazu, wo sie noch gar nicht alt genug für eine formale Mitsprache sind. Man könnte sie doch einfach hören, sie wahrnehmen, mit ihnen Gespräche führen, sie beispielsweise in die Arbeitsgruppe einladen. (Abg. Amon: Es gibt viele Initiativen, die nicht so gehört werden wie diese!)
Abg. Dr. Brinek: Das ist aber eine Unterstellung den Oberstufenschülern gegenüber!
In dieser Arbeitsgruppe sind keine Kinder und Jugendlichen unter 15! Die sind da nicht dabei. Sie diskutieren mit 18-Jährigen die Interessen der UnterstufenschülerInnen! – Ich sage Ihnen nur: Dabei wird wahrscheinlich nicht allzu viel herauskommen. Die gesamten Forderungen zeigen einfach ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist aber eine Unterstellung den Oberstufenschülern gegenüber!) – Ja, das ist eben auch Ihr Verständnis von Vertretung und von der Form, wie man sich einbringen kann. (Abg. Dr. Brinek: Sie vertreten keine Dreißigjährigen? Weil Sie sind ein bisschen älter!) – Frau Kollegin Brinek! Natürlich kann man es so anlegen, dass grundsätzlich alles von jedem vertreten werden kann, das stimmt schon, aber es wäre doch eine Möglichkeit, auch einmal die zu hören, die direkt betroffen sind. Das ist ja in einer Demokratie nicht grundsätzlich unmöglich. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Dr. Brinek: Sie vertreten keine Dreißigjährigen? Weil Sie sind ein bisschen älter!
In dieser Arbeitsgruppe sind keine Kinder und Jugendlichen unter 15! Die sind da nicht dabei. Sie diskutieren mit 18-Jährigen die Interessen der UnterstufenschülerInnen! – Ich sage Ihnen nur: Dabei wird wahrscheinlich nicht allzu viel herauskommen. Die gesamten Forderungen zeigen einfach ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist aber eine Unterstellung den Oberstufenschülern gegenüber!) – Ja, das ist eben auch Ihr Verständnis von Vertretung und von der Form, wie man sich einbringen kann. (Abg. Dr. Brinek: Sie vertreten keine Dreißigjährigen? Weil Sie sind ein bisschen älter!) – Frau Kollegin Brinek! Natürlich kann man es so anlegen, dass grundsätzlich alles von jedem vertreten werden kann, das stimmt schon, aber es wäre doch eine Möglichkeit, auch einmal die zu hören, die direkt betroffen sind. Das ist ja in einer Demokratie nicht grundsätzlich unmöglich. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
In dieser Arbeitsgruppe sind keine Kinder und Jugendlichen unter 15! Die sind da nicht dabei. Sie diskutieren mit 18-Jährigen die Interessen der UnterstufenschülerInnen! – Ich sage Ihnen nur: Dabei wird wahrscheinlich nicht allzu viel herauskommen. Die gesamten Forderungen zeigen einfach ... (Abg. Dr. Brinek: Das ist aber eine Unterstellung den Oberstufenschülern gegenüber!) – Ja, das ist eben auch Ihr Verständnis von Vertretung und von der Form, wie man sich einbringen kann. (Abg. Dr. Brinek: Sie vertreten keine Dreißigjährigen? Weil Sie sind ein bisschen älter!) – Frau Kollegin Brinek! Natürlich kann man es so anlegen, dass grundsätzlich alles von jedem vertreten werden kann, das stimmt schon, aber es wäre doch eine Möglichkeit, auch einmal die zu hören, die direkt betroffen sind. Das ist ja in einer Demokratie nicht grundsätzlich unmöglich. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
Abg. Dr. Jarolim: Erschreckende Einstellung! – Abg. Dr. Brinek: Dass Sie sonst keine Sorgen haben!
Sie echauffieren sich fürchterlich darüber, wir nehmen das zur Kenntnis: Bei der ÖVP beginnt die SchülerInnenvertretung ab einem Alter von 15 – die, die jünger sind, werden mitbetreut. Sie haben die Möglichkeit, hinzugehen und zu sagen: Bitte vertretet uns, wir selbst sind dazu nicht in der Lage! – Das sagen Sie ihnen bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Erschreckende Einstellung! – Abg. Dr. Brinek: Dass Sie sonst keine Sorgen haben!) Wir sehen das anders. Wir sind der Meinung, dass Kinder und Jugendliche in jedem Alter die Möglichkeit haben sollten, sich einzubringen und auch von sich aus und in ihrem Namen zu reden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Amon und Gehrer – das Zukunftsduo!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Amon und Gehrer – das Zukunftsduo!
Sie echauffieren sich fürchterlich darüber, wir nehmen das zur Kenntnis: Bei der ÖVP beginnt die SchülerInnenvertretung ab einem Alter von 15 – die, die jünger sind, werden mitbetreut. Sie haben die Möglichkeit, hinzugehen und zu sagen: Bitte vertretet uns, wir selbst sind dazu nicht in der Lage! – Das sagen Sie ihnen bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Erschreckende Einstellung! – Abg. Dr. Brinek: Dass Sie sonst keine Sorgen haben!) Wir sehen das anders. Wir sind der Meinung, dass Kinder und Jugendliche in jedem Alter die Möglichkeit haben sollten, sich einzubringen und auch von sich aus und in ihrem Namen zu reden. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Amon und Gehrer – das Zukunftsduo!)
Abg. Scheibner: Aber nur mit Rossmann!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Das Zukunftsteam Amon und Gehrer war noch immer besser als Jarolim und Niederwieser! (Abg. Scheibner: Aber nur mit Rossmann!) – Aber nur mit Rossmann, genau! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche - BZÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Das Zukunftsteam Amon und Gehrer war noch immer besser als Jarolim und Niederwieser! (Abg. Scheibner: Aber nur mit Rossmann!) – Aber nur mit Rossmann, genau! (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Muttonen: Und der Jugendreferentin Schaunig!
Nichtsdestotrotz haben wir uns selbstverständlich auch intensiv mit den Forderungen des Vereins „Coole Schule“ auseinander gesetzt. In Kärnten gab es eine große Veranstaltung auf Einladung des Herrn Landeshauptmannes und der Landesschulratspräsidentin Dr. Claudia Egger (Abg. Mag. Muttonen: Und der Jugendreferentin Schaunig!) – und der Jugendreferentin Schaunig. Es waren dort über 300 Kinder anwesend und haben diskutiert, waren wahnsinnig couragiert, sind ans Rednerpult gegangen und haben ihre Forderungen vorgebracht.
Abg. Dr. Brinek: Sozialdemokratische Nachhilfelehrer!
Sie haben ihre Forderungen allerdings in der Art vorgebracht, dass sie von vorbereiteten Zetteln abgelesen haben, und zwar in einem Wortlaut, bei dem man ganz genau weiß, das können Sieben- bis Neunjährige niemals formuliert haben. – Natürlich haben die Lehrer das formuliert! (Abg. Dr. Brinek: Sozialdemokratische Nachhilfelehrer!) Auf die Nachfrage vom Podium, wie sie das verstanden haben, waren sie einfach nicht in der Lage, auf das zu antworten, was sie vorgelesen haben. (Abg. Mag. Muttonen: Wie war das, wie sie im Ausschuss waren?)
Abg. Mag. Muttonen: Wie war das, wie sie im Ausschuss waren?
Sie haben ihre Forderungen allerdings in der Art vorgebracht, dass sie von vorbereiteten Zetteln abgelesen haben, und zwar in einem Wortlaut, bei dem man ganz genau weiß, das können Sieben- bis Neunjährige niemals formuliert haben. – Natürlich haben die Lehrer das formuliert! (Abg. Dr. Brinek: Sozialdemokratische Nachhilfelehrer!) Auf die Nachfrage vom Podium, wie sie das verstanden haben, waren sie einfach nicht in der Lage, auf das zu antworten, was sie vorgelesen haben. (Abg. Mag. Muttonen: Wie war das, wie sie im Ausschuss waren?)
Abg. Schasching: Dann können Sie ja zustimmen! Dann stimmen Sie zu!
Was ich damit sagen will: Wir wollen eine möglichst breite Schülervertretung. Wir wollen eine unpolitische Schülervertretung. – Ob jetzt Schülerunion oder AKS – das sind politische Vorfeldorganisationen im Schülerbereich. Das sage ich auch. Wenn es eine wirkliche Schülervertretung gibt, dann soll sie neutral sein und nicht politisch schon irgendwo zugeordnet, sodass die Schüler damit nicht schon in irgendeiner Form gepolt sind. (Abg. Schasching: Dann können Sie ja zustimmen! Dann stimmen Sie zu!)
Abg. Schasching: Igitt: „Linkes Spektrum“!
Was mich wirklich auch stört, ist, dass sich die lieben engagierten Proponenten von „Coole Schule“ von den Grünen vereinnahmen ließen! Die haben zuerst wirklich unabhängig gewirkt, und ich habe große Freude gehabt, dass sie so couragiert sind. Und plötzlich finden wir sie dann im grünen Bereich oder im linken Spektrum (Abg. Schasching: Igitt: „Linkes Spektrum“!), und Frau Präsidentin Prammer hat sie zum Kinderkongress eingeladen. – Das hat uns wirklich wehgetan.
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.
Nichtsdestotrotz: Es sind viele Forderungen enthalten, die wirklich begrüßenswert sind. Eine Forderung davon möchte ich auch in Form eines Entschließungsantrages einbringen, nämlich die Forderung, dass man Integration und Sprachförderung auch wirklich ernst nehmen soll und die Schulen in diesen Größen auch halten soll. Was wir hier einbringen, ist aus unserer Sicht ein kleiner erster Schritt. Unsere optimale Lösung wäre gewesen, festzuschreiben, dass maximal 30 Prozent der Schüler einer Klasse Kinder sein sollen, die nicht der deutschen Muttersprache mächtig sind beziehungsweise noch Nachschulungen brauchen. Mit dem Koalitionspartner sind wir so verblieben, dass das ein Schritt ist. Wir freuen uns, dass wir diesen Antrag einbringen und der „Coolen Schule“ damit gerecht werden, aber wir würden uns wünschen, dass eine Höchstgrenze von 30 Prozent Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache pro Klasse in Zukunft möglich wird. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne ist das ein Punkt, den die „Coole Schule“ auch aufgegriffen hat, nämlich dass Integration ernst genommen wird. Wir nehmen sie ernst und haben deshalb diesen Antrag eingebracht. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Die österreichische Schulpartnerschaft ist gut, die österreichische Schulpartnerschaft lebt, und wir werden im Schulpartnerbereich weiterhin gut zusammenarbeiten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Neudeck: Reden Sie von der BAWAG?
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Lieber Verein „Coole Schule“! Wenn man Ihnen so zuhört, Frau Bundesministerin, dann war der Tenor Ihrer Ausführungen, dessen, was Sie jetzt gesagt haben, so wie in der letzten Zeit eigentlich zu allen Themen im Bildungsbereich: Eh alles wunderbar, eh alles super, Veränderung nicht wirklich notwendig, was regt’s euch auf? (Abg. Neudeck: Reden Sie von der BAWAG?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
zwei Veranstaltungen gegeben! – Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Sie war gar nicht dort, hat sie gesagt!), wie diese Schüler im Ausschuss argumentiert haben, das war unglaublich. Das war kompetent, das war nicht vorbereitet auf Zetteln, sondern das war Ausdruck gelebter demokratischer Diskussionskultur. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Und das haben viele Abgeordnete in diesem Ausschuss nicht einmal annähernd erreicht.
Beifall bei der SPÖ.
Ein allerletzter Satz zu Ihren Ausführungen, Frau Bundesministerin. Wenn Sie sagen, Sie richten einen Arbeitskreis ein, dann frage ich mich: Wie und in welcher Form können die Forderungen der „Coolen Schule“ dort Eingang finden?, denn das ist uns nicht klar. Es ist den SchülerInnen nicht klar, wie dieser Verein konkret an den Lösungsvorschlägen mitarbeiten kann. Dort sind sie wieder nicht drinnen, dort haben sie wieder keine Chance. Und ich hätte gerne von Ihnen die Antwort, wie die VertreterInnen des Pflichtschulbereichs dann von Ihnen nominiert werden, wenn Sie einmal mehr auf die Forderungen der „Coolen Schule“ nicht eingegangen sind. Schade um die Demokratie und ums Demokratie-Lernen junger Menschen in Österreich! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.
Punkt zwei: Man muss Gespräche mit den verschiedenen politischen Vertretern führen. – So hat das nicht stattgefunden. Es wurde hier in einer Art und Weise Kommunikation betrieben – mit Medienarbeit auf der einen Seite, dem direkten Ansprechen von Abgeordneten auf der anderen Seite – und dann ein Wording im Ausschuss gefunden, wo ich bass erstaunt war. Bitte entscheiden Sie sich! Denken Sie jetzt, Sie reden mit Kindern oder mit Erwachsenen? Die, die bei uns waren, haben meine persönliche Wertschätzung für ihren Auftritt, das sind für mich Erwachsene. Daher würde ich darum bitten, dass man sich ihnen gegenüber auch so verhält. Dann können wir in eine ernste, normale Diskussion eintreten – diese hat bis jetzt nicht stattgefunden. (Beifall bei der ÖVP sowie den Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Faul.
Nächster Tagesordnungspunkt: Schulsponsoring. Da ist es darum gegangen, dass Sie einen 15-Jährigen vor einer Tanzschulwerbung warnen und schützen wollen – Alarm, Alarm, Alarm! Werbung in der Schule! Bitte, erklären Sie mir einmal den Zusammenhang, wie Sie das dann wirklich sehen! (Zwischenruf des Abg. Faul.) Ich darf Ihnen in diesem Zusammenhang, damit Sie dann auch Bescheid wissen, ein paar Informationen mit auf den Weg geben.
Beifall bei der ÖVP.
Faktum ist: Wir haben in den Schulen weitgehend die Autonomie eingeführt. Ja, Frau Kuntzl, ich strapaziere dieses Wort gerne noch einmal, mit dem Sie persönlich sich wahrscheinlich noch nicht intensiv auseinander gesetzt haben. Wir können nicht auf der einen Seite Autonomie einführen, auf der anderen Seite aber, wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen, die die Schule in der Schulpartnerschaft trifft, gemeinsam mit jenen, die dort vertreten sind, sagen: Nein, das wollen wir nicht! Wir wollen einen zentralen Überblick über das Geschehen haben! Schule, du darfst das nicht allein entscheiden! – Das finde ich nicht in Ordnung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Faul: Wenn der Direktor geldgierig ist, nützt das überhaupt nichts!
Punkt drei: Sie wollen den Gesetzgeber aktivieren. – Faktum ist, die Verträge der Schulwerbung liegen bei den Landesschulräten auf und sind vom Bundesministerium genehmigt. Faktum ist, die Schulwerbung, zum Beispiel Plakataffichierung, orientiert sich am Werberecht, Jugendschutzgesetz, Schulunterrichts- und Schulorganisationsgesetz. Faktum ist, dass damit eine nicht altersadäquate Werbung unmöglich ist. Im Alltag ist es so, dass dem Direktor/der Direktorin jedes Sujet vorgelegt wird. Die können dann entscheiden, dass sie ein bestimmtes Sujet nicht wollen – zusätzlich. (Abg. Faul: Wenn der Direktor geldgierig ist, nützt das überhaupt nichts!)
Beifall bei der ÖVP.
Alles in allem: Für uns stellt es sich so dar: Weder in der Bildungspolitik noch in der Wirtschaftspolitik bringen Sie Kompetenzen ein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Felzmann: Das hat niemand gemacht!
Jetzt gibt es eine Möglichkeit, nämlich zu fragen: Wie kommt ihr dazu, uns einen Antrag zu bringen, und mit welchem Recht? (Abg. Felzmann: Das hat niemand gemacht!) – Ich sage, das wäre eine Möglichkeit.
Abg. Amon: Kann jeder mit Forderungen zu Ihnen kommen?
keinen allgemeinen Konsens gegeben, und unser Zugang war der, dass wir gesagt haben, dass wir diese Forderungen nehmen und sie sozusagen in einer Art Hilfsfunktion, wie ein Schuhlöffel, hier einbringen. Damit war es überhaupt einmal möglich, dass diese Diskussion ... (Abg. Amon: Kann jeder mit Forderungen zu Ihnen kommen?) – Nein, eben, und genau das ist der Unterschied, Kollege Amon, genau das ist das Problem. Genau das ist es. Nicht sagen, was wäre, wenn jeder und jede käme!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es kommt nicht jeder/nicht jede, und es gibt kaum Initiativen von Kindern und Jugendlichen, die solch einen Prozess starten. Da haben sich nicht drei Leute zusammengesetzt und gesagt, dass sie etwas aufschreiben und die anderen dann hüpfen sollen, sondern dahinter steckt ja immense Arbeit. Und ich finde, die Jugendlichen haben diese Wertschätzung und diese Achtung irgendwie verdient, dass man mit dem entsprechend umgeht, was auf diesen Kongressen erarbeitet worden ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Na und?
Wenn man dann beobachtet hat, wie die beiden argumentiert haben und auch Vertreter und Vertreterinnen der Gewählten, die schon ein bisschen älter waren – es muss einem ja klar sein, weder Igor noch Florentine könnten gewählt werden, weil sie noch zu jung sind. (Abg. Dr. Brinek: Na und?) – Was heißt: „Na und?“ Das ist ihnen einfach wichtig!
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer
Warum sollen nicht diejenigen, die die Forderungen erarbeitet, initiiert haben, auch das Recht und die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen zu vertreten? Ich weiß, das fällt Ihnen sehr schwer, Frau Ministerin, Sie stöhnen tief hinter mir (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gehrer), aber es ist einfach so, dass man manchmal Jugendlichen und auch Kindern dieses Recht geben muss, wenn man sie einbeziehen will. Man muss sie ernst nehmen und kann nicht immer nur sagen: Wir nehmen Jugendrechte ernst!, und wenn es darauf ankommt, dann fällt man um und sagt: Allgemein schon, aber jetzt und hier nicht!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir können das ausmachen. Aber, bitte, werfen Sie das nicht den Kindern und Jugendlichen vor. Das finde ich nicht fair. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich denke, Sie haben Kinder gemeint, deren Deutschkenntnisse noch sehr schlecht sind, die massiven Sprachunterricht brauchen, der leider immer wieder verweigert und nicht in dem Maße zur Verfügung gestellt wird, wie er notwendig wäre. Wir unterstützen nicht eine Politik, wo man hergeht und sagt, wir verfrachten die Kinder in Busse, oder ich weiß nicht, wie Sie es machen wollen, an irgendwelche andere Schulen, nur damit die Klassen sozusagen bereinigt sind und die Drittelquote nicht überschritten wird. Das ist für uns kein denkbarer Weg einer Lösung in diesem Bereich. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Gertrude Brinek (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Wenn man den Vorrednern, vor allem von den Oppositionsparteien, zugehört hat, hat man den Eindruck gewonnen, die Schuldemokratie werde gerade erst erfunden und wir müssten der „Coolen Schule“ dankbar sein, denn vorher hätten wir nicht einmal das Wort buchstabieren können. – Also ganz so ist es ja wirklich nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir wissen aus der Lernforschung und Lernpsychologie, dass Jugendliche, Buben und Mädchen, erst spätestens mit 14 Jahren, frühestens mit 12 Jahren beginnen, zur Abstraktion fähig zu sein. Lesen Sie nach bei Jean Piaget! Frau Kollegin Schasching, lesen Sie Ihren Hartmut von Hentig ganz genau! Da ist Schule als Polis nicht für die Volksschüler gedacht. Also bitte noch einmal: bei der Wahrheit bleiben und nicht einer Schimäre nachlaufen, die Sie dann ohnedies nicht einholen können! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Riener.
Meine Damen und Herren! Mitbestimmung, Mitverantwortung übernehmen bedeutet immer in gewisser Weise, einander auf Augenhöhe zu begegnen. Das können Schülerinnen und Schüler mit sechs, sieben und acht Jahren nicht machen. Das können wir und das dürfen wir ihnen auch nicht zumuten, weil wir ihnen dann eine Verantwortung übertragen, die sie nicht ertragen, die sie nicht tragen, die sie nicht übernehmen können, weil sie sich der Reichweite gar nicht bewusst sind. (Zwischenruf der Abg. Riener.) Danke, Kollegin Riener, die Therapeutin weiß das aus der praktischen Erfahrung.
Beifall bei der ÖVP.
Ich denke zum Beispiel daran, was Frau Kollegin Grossmann gesagt hat, was die „Coole Schule“ vorgeschlagen hat, was schon Volksschülerinnen und Volksschüler entscheiden sollen. Sie hat nämlich gesagt: alle Entscheidungsbefugnisse, didaktische Vorschläge, neue Lehr- und Lernmaterialien. – Bitte, was weiß denn ein sechs- oder siebenjähriger Volksschüler über moderne Didaktik und Lehr- und Lernmaterialien und deren angemessenen Einsatz, wo manchmal die LehramtsstudentInnen erst in der Weiterbildung draufkommen müssen, was angemessen und modern ist? (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Ich habe vielmehr den Eindruck, hier geht es um einen mehrheitlich linken Populismus, wo es am Vormittag noch geheißen hat, Volksbegehren und deren Unterstützer werden benützt und ausgenützt. Auf der anderen Seite: Als ich vor kurzem mit Jugendlichen im Zusammenhang mit SOS-ORF gesprochen und dann nachgebohrt habe, warum sie wogegen sind, haben sie zugeben müssen, sie machen es, weil das einfach schick ist. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn ich mich an die gestrige „ZiB 3“ erinnere, in der Tony Judt über die Komplexität des Verhältnisses Europa zu Amerika und Bush gesprochen hat und damit sichtbar gemacht hat, wie schwierig das zu verstehen ist, dann würde ich gerne wissen, mit welcher Reife und mit welchem Verständnis zwölfjährige Schülerinnen und Schüler mit der Anti-Bush-Puppe Demokratie und Bürgerbeteiligung üben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Das hätte ich mir nicht erwartet!
Es gibt also genug Arbeit in den österreichischen Schulen, und da möchten wir und sollten wir ansetzen. Da reichen unser Demokratieverständnis und unsere Schülermitwirkung absolut. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen – BZÖ. – Abg. Öllinger: Das hätte ich mir nicht erwartet!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann allerdings die Aussage der Frau Abgeordneten Brinek, die von linkem Populismus spricht, mit Sicherheit nicht verifizieren. Sie verwechseln etwas: Entweder kann etwas nur nach einer politischen Richtung gehen, oder wir wollen Demokratie lernen. Und das hat mit linkem Populismus aber schon gar nichts zu tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Aber nicht volle Verantwortung!
Die Schüler sollen ihre Interessen artikulieren können, sie sollen befähigt werden, Konflikte zu lösen. Die Schule ist ein Ort der Begegnung mit all den Rahmenbedingungen, die auf das Leben vorbereiten. Sie haben es selbst gesagt, Frau Abgeordnete: Demokratiekompetenz ist zu lernen! (Abg. Dr. Brinek: Aber nicht volle Verantwortung!) Und Demokratiekompetenz können wir nicht erst als 15-, 16-Jährige lernen, mit dem Lernen von Demokratiekompetenz muss rechtzeitig begonnen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Schüler sollen ihre Interessen artikulieren können, sie sollen befähigt werden, Konflikte zu lösen. Die Schule ist ein Ort der Begegnung mit all den Rahmenbedingungen, die auf das Leben vorbereiten. Sie haben es selbst gesagt, Frau Abgeordnete: Demokratiekompetenz ist zu lernen! (Abg. Dr. Brinek: Aber nicht volle Verantwortung!) Und Demokratiekompetenz können wir nicht erst als 15-, 16-Jährige lernen, mit dem Lernen von Demokratiekompetenz muss rechtzeitig begonnen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist heute schon mehrmals andiskutiert worden, all das können wir nur umsetzen, Frau Ministerin, wenn wir ehestmöglich die Klassenschülerhöchstzahl auf 25 senken. Es hat heute irgendwann in einem Redebeitrag geheißen, das sei ein Wahlgag. – Ein Wahlgag ist es dann, wenn es erst im Jahr 2008 mit dem nächsten Finanzausgleich verhandelt wird. Wenn wir dieses Vorhaben ernst meinen, dann ist es unbedingt und sofort umzusetzen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun! Pauschalieren okay, aber was ist Populismus?
Zu Vernunft und Populismus in der SPÖ, Kollege Rada! Im Bildungsprogramm der SPÖ finde ich auf Seite 19 den Satz: „Mitbestimmung von Schüler/innen ist im Schulunterrichtsgesetz nur als Alibi vorgesehen.“ – Das, meine Damen und Herren von der SPÖ, ist mehr als eine Missinterpretation, das ist eine schlichte Unterstellung, das ist Pauschalieren, das ist Populismus pur. (Abg. Öllinger: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun! Pauschalieren okay, aber was ist Populismus?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Abschließend ist eines ganz deutlich anzumerken, und da komme ich noch einmal auf die SPÖ zurück: Wie inkonsequent und wie inhomogen der Kurs der SPÖ derzeit ist, beweist auch ganz deutlich Ihr Abstimmungsverhalten: Sie verlangen einerseits stärkere Mitspracherechte für Schüler und Schülerinnen, haben aber im Parlament andererseits bereits zwei Mal gegen unsere Forderung gestimmt, dass SchülerInnen bei Verhaltensvereinbarungen an Schulen nicht überstimmt werden können. – So viel nur zu Theorie und Praxis bei der SPÖ. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Brinek: Na geh!
Frau Kollegin Brinek, ich bin wirklich ziemlich entsetzt über Ihre Haltung Kindern und Jugendlichen gegenüber, über Ihr Verständnis von Pädagogik. (Abg. Dr. Brinek: Na geh!) Es scheint so, als ob Kinder und Jugendliche für Sie so etwas wie leere Gefäße sind und Sie einen Trichter brauchen, um ihnen etwas einzuflößen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Kinder und Jugendliche können eigentlich schon von Anfang an ihre Meinung ausdrücken (Abg. Dr. Brinek: In der Volksschule, ja, ja!) und teilnehmen an demokratischen Prozessen und am Miteinander, sei es in der Familie, sei es in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Frau Kollegin Brinek, ich bin wirklich ziemlich entsetzt über Ihre Haltung Kindern und Jugendlichen gegenüber, über Ihr Verständnis von Pädagogik. (Abg. Dr. Brinek: Na geh!) Es scheint so, als ob Kinder und Jugendliche für Sie so etwas wie leere Gefäße sind und Sie einen Trichter brauchen, um ihnen etwas einzuflößen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Kinder und Jugendliche können eigentlich schon von Anfang an ihre Meinung ausdrücken (Abg. Dr. Brinek: In der Volksschule, ja, ja!) und teilnehmen an demokratischen Prozessen und am Miteinander, sei es in der Familie, sei es in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen.
Abg. Dr. Brinek: In der Volksschule, ja, ja!
Frau Kollegin Brinek, ich bin wirklich ziemlich entsetzt über Ihre Haltung Kindern und Jugendlichen gegenüber, über Ihr Verständnis von Pädagogik. (Abg. Dr. Brinek: Na geh!) Es scheint so, als ob Kinder und Jugendliche für Sie so etwas wie leere Gefäße sind und Sie einen Trichter brauchen, um ihnen etwas einzuflößen. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) Kinder und Jugendliche können eigentlich schon von Anfang an ihre Meinung ausdrücken (Abg. Dr. Brinek: In der Volksschule, ja, ja!) und teilnehmen an demokratischen Prozessen und am Miteinander, sei es in der Familie, sei es in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was machen Sie jetzt? Was schlagen Sie vor? – Sie schlagen eine Arbeitsgruppe oder mehrere Arbeitsgruppen vor, wo dann wieder etwas erarbeitet wird, wie das wahrscheinlich auch in der Zukunftskommission der Fall war, und das Ganze dann aber letztendlich in den Papierkorb geworfen wird, und es war umsonst. Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, geben Sie sich einen Ruck und stimmen Sie für mehr selbstbestimmte, demokratische Schülerbeteiligung in den Schulen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Frau Kollegin Muttonen, dass Sie sich hier heraus stellen und uns vorwerfen, wir würden Kinder, wir würden Schüler quasi als „leere Gefäße“ betrachten, das führt wirklich etwas zu weit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Mag. Muttonen: Schule ist nicht wichtig in Ihren Augen?
Lassen wir, meine Damen und Herren, nicht nur die Kirche, sondern auch die Schule im Dorf. Gerade die SPÖ sollte sich um wichtigere Themen kümmern, wie das ja heute im Zusammenhang mit den Klassenschülerhöchstzahlen bereits angesprochen wurde. (Abg. Mag. Muttonen: Schule ist nicht wichtig in Ihren Augen?) Gehen Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, auf die Suche nach jenen Lehrerinnen und Lehrern in Wien, die vom Bund bezahlt werden, jedoch nicht bei den Schülerinnen und Schülern zu finden sind! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.
Lassen wir, meine Damen und Herren, nicht nur die Kirche, sondern auch die Schule im Dorf. Gerade die SPÖ sollte sich um wichtigere Themen kümmern, wie das ja heute im Zusammenhang mit den Klassenschülerhöchstzahlen bereits angesprochen wurde. (Abg. Mag. Muttonen: Schule ist nicht wichtig in Ihren Augen?) Gehen Sie, meine Damen und Herren von der SPÖ, auf die Suche nach jenen Lehrerinnen und Lehrern in Wien, die vom Bund bezahlt werden, jedoch nicht bei den Schülerinnen und Schülern zu finden sind! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Prinzipiell ist klargestellt, dass dasselbe materielle Recht in allen Staaten anzuwenden ist. Das ist ein weiteres Beispiel für erfolgreiche Justizpolitik, so wie heute auch erfolgreiche Außenpolitik durch unseren Bundeskanzler gemacht wurde, der mit Präsident Bush übereingekommen ist, Guantánamo abzuschaffen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Frau Bundesministerin! Herr Präsident! Hohes Haus! (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Lieber Kollege Jarolim, ich darf dich besonders herzlich begrüßen zu dieser wirklich weltbewegenden Materie!
Abg. Neudeck: Du glaubst offenbar, du bist beim St. Veiter Fasching!
Kollege Ledolter hat schon erwähnt, was heute wirklich Sache ist. Ich habe zwar vergessen, was er zum Schluss gesagt hat, es muss irgendetwas Weltbewegendes in der ÖVP passiert sein, aber wir wollen diese Kleinigkeiten, die da in der rechten Reichshälfte geschehen, nicht überbewerten. (Abg. Neudeck: Du glaubst offenbar, du bist beim St. Veiter Fasching!)
Abg. Großruck: Was ist mit der BAWAG?
Vielmehr sollten wir uns jetzt wieder auf das wirkliche Essentielle konzentrieren, nämlich dieses epochale Werk, das wir da jetzt zu vollenden haben, womit in den EU-Mitgliedstaaten die Frage, welches Recht auf Vertragsverhältnisse mit Auslandsbezug anzuwenden ist, einheitlich gelöst ist. Das hilft uns natürlich! (Abg. Großruck: Was ist mit der BAWAG?)
Abg. Neudeck: Darüber kann ich nur lachen!
Zum Beispiel möchte Herr Klubobmann Molterer den ÖGB so gerne aus der Parteinähe entfernt haben. Der ÖGB soll auf der einen Seite frei von SPÖ sein, die ÖVP möchte ihn jedoch vereinnahmen. Und es ist auch wirklich gut, dass er das einmal ausspricht, denn die Wahrheit ist, dass Herr Vizepräsident Klein bekanntlich kein Sozialdemokrat ist und daher offenbar auch maßgeblich an diesem Skandal beteiligt ist. – Wir von der SPÖ freuen uns schon darauf, wie die ÖVP mit diesem Debakel in ihren eigenen Reihen umgehen und damit auch zur Rechtssicherheit in der EU beitragen wird! – Danke schön. (Abg. Neudeck: Darüber kann ich nur lachen!)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es geht dabei einfach darum, dass man überall den gleichen Gerichtsstand und das gleiche Recht hat. Gerade im Wettbewerb war es früher oft der Fall, dass man sich Staaten ausgesucht hat, in welchen die Rechtslage für den Käufer oder Verkäufer jeweils etwas günstiger war. Jetzt gilt auch in den zehn neuen Ländern einheitlich das gleiche Recht, und damit ist jetzt wieder ein Schritt in Richtung eines gesamten Binnenmarktes gemacht worden, der im Endeffekt bewirkt, dass das gleiche Recht für alle gelten wird, und das ist, wie ich glaube, der richtige Weg. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.
Das war jetzt reine Information mit ein bisschen Europabezug, aber es passt, nachdem wir ja hier internationale Themen behandeln, sicherlich auch als Informationspunkt zu diesem Thema. – Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.)
Beifall bei den Grünen.
Dieser heutige Beschluss ist ein Beschluss gegen Rechtsdumping. Wir haben gehört, dass es bis dato möglich war, sich die für die jeweiligen Geschäftsfelder günstigere Rechtsverhältnisse auszusuchen. Mit diesem Übereinkommen Rom 1 – und Sie haben auch Rom 2 schon angedeutet – wird das in Zukunft nicht mehr möglich sein. Es ist klargestellt, welches Recht auf Vertragsverhältnisse mit Auslandsbezug anzuwenden ist. Damit haben wir einen wesentlichen Schritt getan. Ich möchte nur daran erinnern, denn historische Reminiszenzen haben mich immer interessiert. Auch die Staatswerdung Österreichs geht eigentlich auf die Vogtei, auf die Gerichtsbezirke zurück. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Diese Änderung tritt gemäß dem derzeitigen Art. 12 der Satzung objektiv in Kraft, wenn sie durch zwei Drittel der Mitglieder genehmigt wurde. Sobald dies der Fall ist, wird die Haager Konferenz eine Sitzung des Rates für allgemeine Angelegenheiten und Politik einberufen, um über die Aufnahme der Europäischen Gemeinschaft als Mitglied zu entscheiden. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich möchte Kollegem Puswald auf diesem Weg für den erfrischenden Beitrag von vorhin danken. Ich glaube, man muss betonen, dass du das Wesentliche aufgezeigt hast. Ich möchte auch nicht verhehlen, dass ich noch immer über den Debattenbeitrag der Kollegin Brinek zwei Tagesordnungspunkte zuvor schockiert bin, weil wir damit eigentlich eine Entwicklung in diesem Land aufgezeigt haben, über die wir uns – Kollege Puswald, wir haben ja darüber gesprochen – schon lange erhaben gefühlt haben. (Beifall bei der SPÖ.) Danke schön! Danke. Ich danke auch der Kollegin Pfeffer!
Beifall bei der SPÖ.
Der Umstand, dass die Europäische Union dort nunmehr Sitz und Stimme hat und mitdiskutiert, weil sie die legitime Vertretung Europas in diesen europäischen Materien ist, ist daher legitim, wichtig, sinnvoll und eigentlich unerlässlich. Daher werden wir dieser Materie zustimmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall und Bravoruf des Abg. Dr. Puswald.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche - BZÖ): Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Abgeordneter Jarolim, Ihr Vortrag war nicht so erfrischend wie der des Abgeordneten Puswald. Dafür ist er sehr stark akklamiert worden, und dazu gratuliere ich Ihnen! (Beifall und Bravoruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Hinblick darauf ist es wirklich wichtig, dass wir diesbezüglich etwas tun. Wir haben gute Gesetze, und auf dieser Grundlage müssen wir auch weiterarbeiten. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist, so glaube ich, überflüssig, anzumerken, wie wichtig der Kampf gegen Korruption ist. Es handelt sich aber meines Erachtens nicht nur um ein Problem der neuen Beitrittsstaaten, sondern das ist ein Problem auch in den alten EU-Staaten, und darum ist dieses Übereinkommen für mich auch besonders zentral. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Deswegen auch unser klares Bekenntnis zu den hervorragenden Exekutivkräften, zu einer unabhängigen, hervorragend arbeitenden und durchschlagskräftigen Justiz, auch zu einer Luftraumüberwachung, die gerade in diesem Bereich bei terroristischen Anschlägen die Sicherheitsgarantie abdeckt, was gar nicht hoch genug zu schätzen ist. Was natürlich auch noch dazu gehört, ist die klare Verteidigungsbereitschaft nach außen. – Ich bedanke mich recht herzlich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Offenlegung ist die beste Methode des Kampfes gegen Korruption. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
So gesehen haben wir hier vorgesorgt. Sie werden heute hier die formalen Voraussetzungen beschließen. Österreich ist in jedem Fall auf Basis der bestehenden Rechtsordnung gerüstet, alle drei Übereinkommen in unserem Land umzusetzen. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Es kann sich niemand die psychologischen Auswirkungen vorstellen, wenn beispielsweise im U-Bahnnetz von Wien eine so genannte schmutzige Bombe gezündet werden würde. Es würde nicht dazu führen, dass sehr viele Menschen vor Ort zu Schaden kämen beziehungsweise Materialschaden entstünde, aber die psychologische Wirkung, nämlich sich nicht vorstellen zu können, dass in verseuchten Gebäuden jemals wieder Berufsleben oder menschliches Privatleben stattfinden werde, hätte ungeahnte Ausmaße. Das hätte katastrophale Folgen. Daher ist die Unterzeichnung dieses Abkommens unbedingt notwendig. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich möchte mich dem Zivilrechtsübereinkommen über Korruption zuwenden. Als Mitglied des Europarates freut es mich besonders, dass wir hier endlich – nämlich als vorletztes Land – diese Konvention heute ratifizieren. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Danken möchte ich auch Frau Bundesministerin Plassnik und Herrn Staatssekretär Winkler, den ich anlässlich der Feierstunde zum 50-jährigen Geburtstag im Europarat selbst darauf hinweisen konnte. Diese Konvention wurde jetzt, wie gesagt, als Regierungsvorlage vorgelegt, und das freut mich sehr. Denn: Menschenhandel ist etwas, das bekämpft werden muss – egal, wo er vorkommt! – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und von Freiheitlichen – BZÖ.
lichen Dank! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich denke, dass es notwendig ist, dass wir der Entwicklung entsprechend handeln und auch diesen internationalen Vertrag ratifizieren. Ich wünsche mir – und ich hoffe, in aller Namen sprechen zu können –, dass diese drei Abkommen ein wichtiger und wesentlicher Beitrag für eine weitere positive Entwicklung unseres Europa und seiner Bürgerinnen und Bürger sein werden. Daher stimmen wir diesen Vorlagen gerne zu. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber unabhängig davon glauben wir, dass wir uns – und ich schaue zur Vorsitzenden des Justizausschusses – vielleicht noch in dieser Periode einigen können, damit dieses Problem, das in meinem Antrag dargelegt wurde, noch gemeinsam beschlossen werden kann. – Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin aber etwas skeptisch, wenn beispielsweise jeder dann sofort ein Medium gründet und unter diesem Deckmantel nach dem Motto agiert: Ich habe ja ohnehin eine Hauszeitung und bin der Journalist, und daher bin ich jeglicher Strafverfolgung nicht mehr ausgesetzt, sondern generell immun. – Auch derartige Missbrauchsregelungen, Kollege Maier, müsste man dann ausschalten können. Daher ist es noch nicht spruchreif, sondern wir müssen noch weiter darüber diskutieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Übrigen ist die Anregung vom Kollegen Maier, dass man dieses Mediengesetz überarbeiten soll, sicherlich eine gute, und wir werden sehr gerne die Anregung aufnehmen, so schnell wie möglich – spätestens in der nächsten Periode – eine Kommission einzurichten, die sich mit dieser generellen Evaluierung und Aufarbeitung des Mediengesetzes beschäftigen wird. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stoisits – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das ist viel zu viel!
Präsident Dr. Andreas Khol: Letzte Rednerin in dieser ersten Lesung ist Frau Abgeordnete Mag. Stoisits. 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Mag. Stoisits – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das ist viel zu viel!) Viel zu viel? – Laku noć! – 2 Minuten. – Bitte. (Lebhafte Heiterkeit.)
Lebhafte Heiterkeit.
Präsident Dr. Andreas Khol: Letzte Rednerin in dieser ersten Lesung ist Frau Abgeordnete Mag. Stoisits. 4 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Mag. Stoisits – auf dem Weg zum Rednerpult –: Das ist viel zu viel!) Viel zu viel? – Laku noć! – 2 Minuten. – Bitte. (Lebhafte Heiterkeit.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Diese Frage hat allerdings deshalb Brisanz und Aktualität, weil – und da bin ich eben ganz anderer Auffassung als Frau Dr. Fekter – das eben die Judikatur des Obersten Gerichtshofes ist und weil in diesem Judikat genau festgestellt wurde, dass dieser Schutz nicht anwendbar ist. Deshalb bräuchte es, um ihn tatsächlich durch die Judikatur auch anwendbar zu machen, eine Gesetzesänderung. Aber, Frau Minister, wie bereits gesagt, besteht ja die Gefahr einer schnellen und damit auch nicht exakten, korrekten und inhaltlich auch wirklich lupenreinen Lösung gar nicht, weil die Bereitschaft zu einer derartigen schnellen Lösung nicht gegeben ist. – Wobei ich das „Wir werden diese Reformen im Herbst angehen“ vom BZÖ, von Uwe Scheuch, nicht ernst nehme. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei den Grünen.
In der Vergangenheit hat sich die Frage in diesem Punkt des Mediengesetzes nicht gestellt. Aber nach dem, wenn man so will, Schwenk in der Judikatur – doch so kann man das gar nicht nennen –, also nach der jetzigen Judikatur stellt sich diese Frage, und sie muss gelöst werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Fall hoffe ich, da es eine Vier-Parteien-Einigung gibt, dass wir den Beschluss heuer, noch in dieser Legislaturperiode, fassen können und es zu einer Vier-Parteien-Einigung kommt. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Die Außenhandelsstellen haben riesige Probleme!
Ein Beispiel aus diesem Bereich, das Österreich betrifft und in den letzten beiden Jahren für Schlagzeilen gesorgt hat, ist die Firma Doppelmayr-Lifte in Vorarlberg. Sie hat ungefähr 30 Lifte nach China geliefert, aber dort gibt es inzwischen über 200 „Doppelmayr“-Lifte – unter Anführungszeichen –; sie hat auch bereits solche Lifte nach Vietnam und nach Afrika exportiert, die aber in diesen Ländern enorme Sicherheitsbedenken hervorrufen, sodass diese Welthandelsfirma, die auch führend in der Produktion ist, international geschädigt wird. Daran sieht man, dass hier auch aus österreichischer Sicht Handlungsbedarf besteht. (Abg. Dr. Fekter: Die Außenhandelsstellen haben riesige Probleme!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Überall, wo es Marktführer gibt, überall, wo es Leader in markt- und wirtschaftspolitischer Hinsicht gibt, werden Kopie und Piraterie angewandt. Das gilt es zu verhindern, und dazu ist alles, was wir unternehmen können, auch notwendig. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.
Da ich nur 2 Minuten habe, möchte ich diese nicht voll ausschöpfen. Herr Präsident, ich danke für das erteilte Wort. (Beifall bei den Freiheitlichen – BZÖ und der ÖVP.)
Abg. Großruck: Waren Sie in China?
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Es geht bei Produktpiraterie ja nicht nur um volkswirtschaftlichen Schaden – teilweise in Milliardenhöhe –, sondern es geht schlicht und einfach auch um Betrug an der Konsumentin und am Konsumenten, der teilweise sogar massive gesundheitliche Schädigungen oder Bedrohungen zur Folge haben kann. Ich habe im vergangenen Sommer eine weitere Reise unternommen, und mir sind nur chinesische Produkte untergekommen, die unter anderen Markennamen firmierten; das ist dort auf der Tagesordnung. (Abg. Großruck: Waren Sie in China?) – Ich war nicht in China, ich war in Sibirien. (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Ministerin! Es geht bei Produktpiraterie ja nicht nur um volkswirtschaftlichen Schaden – teilweise in Milliardenhöhe –, sondern es geht schlicht und einfach auch um Betrug an der Konsumentin und am Konsumenten, der teilweise sogar massive gesundheitliche Schädigungen oder Bedrohungen zur Folge haben kann. Ich habe im vergangenen Sommer eine weitere Reise unternommen, und mir sind nur chinesische Produkte untergekommen, die unter anderen Markennamen firmierten; das ist dort auf der Tagesordnung. (Abg. Großruck: Waren Sie in China?) – Ich war nicht in China, ich war in Sibirien. (Heiterkeit.)
Beifall bei den Grünen.
Insofern unterstützen wir natürlich diesen Antrag und diese erste Lesung. Es wird über den Bericht ein erster Schritt möglich sein, aber wir brauchen mehr, meine Damen und Herren! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Diesen Praktiken muss einfach ein Riegel vorgeschoben werden, und das ist auch der Grund für diesen Antrag. Darum freut es mich ganz besonders, dass unser Freund „Jacky“ Maier die anderen Fraktionen sensibilisiert, motiviert und davon überzeugt hat. Es gibt offensichtlich einen Vier-Parteien-Antrag. Lieber „Jacky“, dir ist zu gratulieren, und den anderen Fraktionen ist ob ihres Weitblickes zu danken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich darf aber auch darauf hinweisen, dass es gerade im Finanzausschuss immer wieder möglich ist, über die Parteigrenzen hinweg dank der klugen Vorsitzführung des Kollegen Stummvoll diese Ergebnisse zu erzielen. In diesem Sinne: herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.
Ich glaube, wenn jetzt diese Änderung durchgeführt wird, dann haben wir ein modernes Gesetz, mit dem wir wieder einige Jahre gut leben können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Freiheitlichen – BZÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Verboten, haben Sie vergessen zu sagen!
Herr Abgeordneter Stummvoll, abstimmen und telefonieren ist schwierig. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Verboten, haben Sie vergessen zu sagen!) – Es ist ihm offenkundig gelungen.