Eckdaten:
Für die 36. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 912 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht von der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek
Petition betreffend „Schluss mit der Diskriminierung bei der Blutspende!“ (Ordnungsnummer 18) (überreicht von der Abgeordneten Gabriele Heinisch-Hosek)
überreicht vom Abgeordneten Yannick Shetty
Petition betreffend „Blutspende öffnen – Leben retten!“ (Ordnungsnummer 19) (überreicht vom Abgeordneten Yannick Shetty)
Beifall bei der SPÖ.
diese Menschen, Herr Finanzminister, hätten sich eines gewünscht: Entschlossenheit seitens der Bundesregierung und Entschlossenheit von Ihnen, nämlich dieselbe Schnelligkeit und Entschlossenheit, die die Bundesregierung damals zu Recht an den Tag gelegt hat, als es um den Shutdown ging, um das Schließen der Geschäfte, der Schulen, der Theater. Diese Entschlossenheit, diese Geschwindigkeit, diesen Plan hat es aber offenbar nicht gegeben, als es um die Bekämpfung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Corona ging. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, Herr Finanzminister, was diese Menschen am allermeisten aufregt? – Nicht, dass Fehler gemacht wurden, Fehler zu machen ist menschlich, Fehler macht die Politik – es ist eine Krise, die wir so noch nicht erlebt haben, und es ist auch verständlich, dass da Fehler gemacht werden –; was diese Menschen aber am meisten aufregt, ist, dass all das schöngeredet wird, täglich, in all diesen Pressekonferenzen, dass Kritik von Unternehmen, von Menschen, die in Österreich betroffen sind, weggeredet wird oder diese Kritiker in der Öffentlichkeit diffamiert werden – das regt die Menschen auf. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker
Jetzt haben wir alle gestern und vorgestern eine Fortsetzung dieses Schauspiels beobachten müssen: eine Regierungsklausur war angesetzt, in der großen Hoffnung, alles würde sich jetzt ändern. – Ja, die Frage ist, ob es nicht ein Fortsetzung dessen ist, was sich die letzten Monate abgespielt hat. Es ist auch fraglich, ob das, was Sie die letzten 48 Stunden verkündet haben, bei den Menschen ankommt. Alleine die angekündigte Mehrwertsteuersenkung ist mehr als fraglich, nämlich dahin gehend, ob sie rechtlich umsetzbar ist, weil die EU-Ebene da eben etwas mitzureden hat. Ob die Investitionsprämie wirklich zielgenau ist und genau dort fördert, wo es notwendig ist, ist fraglich (Zwischenruf der Abg. Steinacker), genauso: die geplante Senkung der untersten Stufe der Einkommensteuer, das sind 350 Euro im Jahr, die Sie als Steuersenkung und Ersparnis den Leuten versprechen. Ich sage Ihnen eines: Diese 350 Euro im Jahr sind zu wenig (Abg. Loacker: Wären sie halt Bauern, dann hätten sie 450! – Abg. Meinl-Reisinger: Stimmt!), sie sind zu wenig, um die Wirtschaft anzukurbeln, zur Stabilisierung des Konsums, und sie sind auch zu wenig, um die Menschen in ihrer Existenzsicherung, die jetzt so vital und notwendig wäre, zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: Wären sie halt Bauern, dann hätten sie 450! – Abg. Meinl-Reisinger: Stimmt!
Jetzt haben wir alle gestern und vorgestern eine Fortsetzung dieses Schauspiels beobachten müssen: eine Regierungsklausur war angesetzt, in der großen Hoffnung, alles würde sich jetzt ändern. – Ja, die Frage ist, ob es nicht ein Fortsetzung dessen ist, was sich die letzten Monate abgespielt hat. Es ist auch fraglich, ob das, was Sie die letzten 48 Stunden verkündet haben, bei den Menschen ankommt. Alleine die angekündigte Mehrwertsteuersenkung ist mehr als fraglich, nämlich dahin gehend, ob sie rechtlich umsetzbar ist, weil die EU-Ebene da eben etwas mitzureden hat. Ob die Investitionsprämie wirklich zielgenau ist und genau dort fördert, wo es notwendig ist, ist fraglich (Zwischenruf der Abg. Steinacker), genauso: die geplante Senkung der untersten Stufe der Einkommensteuer, das sind 350 Euro im Jahr, die Sie als Steuersenkung und Ersparnis den Leuten versprechen. Ich sage Ihnen eines: Diese 350 Euro im Jahr sind zu wenig (Abg. Loacker: Wären sie halt Bauern, dann hätten sie 450! – Abg. Meinl-Reisinger: Stimmt!), sie sind zu wenig, um die Wirtschaft anzukurbeln, zur Stabilisierung des Konsums, und sie sind auch zu wenig, um die Menschen in ihrer Existenzsicherung, die jetzt so vital und notwendig wäre, zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt haben wir alle gestern und vorgestern eine Fortsetzung dieses Schauspiels beobachten müssen: eine Regierungsklausur war angesetzt, in der großen Hoffnung, alles würde sich jetzt ändern. – Ja, die Frage ist, ob es nicht ein Fortsetzung dessen ist, was sich die letzten Monate abgespielt hat. Es ist auch fraglich, ob das, was Sie die letzten 48 Stunden verkündet haben, bei den Menschen ankommt. Alleine die angekündigte Mehrwertsteuersenkung ist mehr als fraglich, nämlich dahin gehend, ob sie rechtlich umsetzbar ist, weil die EU-Ebene da eben etwas mitzureden hat. Ob die Investitionsprämie wirklich zielgenau ist und genau dort fördert, wo es notwendig ist, ist fraglich (Zwischenruf der Abg. Steinacker), genauso: die geplante Senkung der untersten Stufe der Einkommensteuer, das sind 350 Euro im Jahr, die Sie als Steuersenkung und Ersparnis den Leuten versprechen. Ich sage Ihnen eines: Diese 350 Euro im Jahr sind zu wenig (Abg. Loacker: Wären sie halt Bauern, dann hätten sie 450! – Abg. Meinl-Reisinger: Stimmt!), sie sind zu wenig, um die Wirtschaft anzukurbeln, zur Stabilisierung des Konsums, und sie sind auch zu wenig, um die Menschen in ihrer Existenzsicherung, die jetzt so vital und notwendig wäre, zu unterstützen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Stattdessen nehmen wir eines wahr: eine Einmalzahlung für Arbeitslose in der Höhe von 450 Euro und das erst im Herbst. – Ist das der gute Plan aus der Regierungsklausur, der da entstanden ist: Arbeitslose und Niedrigverdiener nach Gutsherrenmentalität – und es ist nichts anderes, Herr Bundesminister, es ist Gutsherrenmentalität – mit Almosen abzuspeisen?! Das ist nicht unser Zugang, es ist eine Chuzpe. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Pfurtscheller: Was ist mit der AUA, Frau Vorsitzende?!
zu arbeiten. (Abg. Pfurtscheller: Was ist mit der AUA, Frau Vorsitzende?!) Ich sage Ihnen: Wir haben über 500 000 Arbeitslose in Österreich, aber nur 50 000 offene Stellen. Was ist denn da so schwer zu rechnen und zu verstehen? (Abg. Pfurtscheller: Was ist mit der AUA, Frau Rendi-Wagner?!) – Wollen Sie es nicht verstehen oder können Sie es nicht verstehen, Frau Kollegin? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Große Kurve bis zur AUA!)
Abg. Pfurtscheller: Was ist mit der AUA, Frau Rendi-Wagner?!
zu arbeiten. (Abg. Pfurtscheller: Was ist mit der AUA, Frau Vorsitzende?!) Ich sage Ihnen: Wir haben über 500 000 Arbeitslose in Österreich, aber nur 50 000 offene Stellen. Was ist denn da so schwer zu rechnen und zu verstehen? (Abg. Pfurtscheller: Was ist mit der AUA, Frau Rendi-Wagner?!) – Wollen Sie es nicht verstehen oder können Sie es nicht verstehen, Frau Kollegin? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Große Kurve bis zur AUA!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Große Kurve bis zur AUA!
zu arbeiten. (Abg. Pfurtscheller: Was ist mit der AUA, Frau Vorsitzende?!) Ich sage Ihnen: Wir haben über 500 000 Arbeitslose in Österreich, aber nur 50 000 offene Stellen. Was ist denn da so schwer zu rechnen und zu verstehen? (Abg. Pfurtscheller: Was ist mit der AUA, Frau Rendi-Wagner?!) – Wollen Sie es nicht verstehen oder können Sie es nicht verstehen, Frau Kollegin? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Große Kurve bis zur AUA!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.
Ja, ich denke, die Beantwortung dieser Frage ist ganz einfach: Es ist ganz einfach eine Frage des Menschenbildes, und das ist der Unterschied zwischen Ihnen und uns, sehr geehrter Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Was hat die Regierungsklausur gebracht? – Eine Fortsetzung an Stückwerk und Nachbesserungen; was aber fehlt, ist der Gesamtplan – durchdacht und mit mittel- und langfristigen Zielen. Ich sehe die nicht, Experten sehen sie nicht, und auch die Menschen werden diese Ziele nicht sehen. Ja, es braucht Zuversicht und Vertrauen, und das wird dieses Ergebnis nicht liefern. Es braucht das größte Konjunkturpaket in der Geschichte der Zweiten Republik. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wir haben dazu zusätzlich zu den Akuthilfen Vorschläge in der Größenordnung von 40 Milliarden Euro über die nächsten vier Jahre vorgelegt, damit zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. 250 000 Arbeitsplätze könnten wir mit dem Konjunkturpaket der Sozialdemokratie schaffen. Ja, wir könnten der Wirtschaft damit Flügel verleihen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das habts noch nie gekonnt! – Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das habts noch nie gekonnt! – Zwischenruf des Abg. Hanger.
Was hat die Regierungsklausur gebracht? – Eine Fortsetzung an Stückwerk und Nachbesserungen; was aber fehlt, ist der Gesamtplan – durchdacht und mit mittel- und langfristigen Zielen. Ich sehe die nicht, Experten sehen sie nicht, und auch die Menschen werden diese Ziele nicht sehen. Ja, es braucht Zuversicht und Vertrauen, und das wird dieses Ergebnis nicht liefern. Es braucht das größte Konjunkturpaket in der Geschichte der Zweiten Republik. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Wir haben dazu zusätzlich zu den Akuthilfen Vorschläge in der Größenordnung von 40 Milliarden Euro über die nächsten vier Jahre vorgelegt, damit zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. 250 000 Arbeitsplätze könnten wir mit dem Konjunkturpaket der Sozialdemokratie schaffen. Ja, wir könnten der Wirtschaft damit Flügel verleihen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Das habts noch nie gekonnt! – Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Wir könnten mit diesem Geld der Wirtschaft Flügel verleihen. Apropos Flügel: Dieses Paket würde natürlich auch der AUA helfen, denn wenn es der Wirtschaft besser geht, wird wieder mehr geflogen, das kurbelt natürlich, klarerweise auch den Flugverkehr an. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Abg. Kickl: Eine Punktlandung!
Sehr geehrte Damen und Herren, natürlich sind die Airlines weltweit davon betroffen. Die Austrian ist für Österreich von strategisch hoher Bedeutung (Abg. Kickl: Eine Punktlandung!), das ist zweifellos der Fall, sie ist wichtig für den Tourismus, für Unternehmen, für Beschäftigte. Genau deswegen war es uns als Sozialdemokratie natürlich so wichtig, dass die Austrian gerettet wird, dass die Arbeitsplätze erhalten werden. Weil das so wichtig ist, ist das Ergebnis der Verhandlungen, ist dieser Deal zwischen Austrian Airlines und dem österreichischen Staat von großer Bedeutung für die Menschen, für die Beschäftigten, für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und für dieses Parlament. Ihr Ergebnis des Austrian-Airlines-Deals lässt sich aber wie folgt zusammenfassen: Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen. – Das ist das, was Sie zustande gebracht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, natürlich sind die Airlines weltweit davon betroffen. Die Austrian ist für Österreich von strategisch hoher Bedeutung (Abg. Kickl: Eine Punktlandung!), das ist zweifellos der Fall, sie ist wichtig für den Tourismus, für Unternehmen, für Beschäftigte. Genau deswegen war es uns als Sozialdemokratie natürlich so wichtig, dass die Austrian gerettet wird, dass die Arbeitsplätze erhalten werden. Weil das so wichtig ist, ist das Ergebnis der Verhandlungen, ist dieser Deal zwischen Austrian Airlines und dem österreichischen Staat von großer Bedeutung für die Menschen, für die Beschäftigten, für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler und für dieses Parlament. Ihr Ergebnis des Austrian-Airlines-Deals lässt sich aber wie folgt zusammenfassen: Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen. – Das ist das, was Sie zustande gebracht haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Klubobfrau, bitte den Schlusssatz! Sie sind schon weit über der Zeit. (Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei der SPÖ.
österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Das ist eine Fortsetzung des Wirtschaftshilfenchaos der Bundesregierung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: ... aber, Herr Finanzminister, mit den Zahlen haben Sie’s nicht so!
Die ganze Welt ist ja de facto durch dieses Virus aus der Bahn geworfen worden. Mit der gestern beendeten Regierungsklausur wollen wir Österreich wieder zurück auf die Spur bringen. Wir haben bei der Regierungsklausur Maßnahmen im Volumen von etwa 19 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Insgesamt wird Österreich mit den schon bisher beschlossenen Rettungspaketen den Kampf gegen die Coronakrise mit etwa 50 Milliarden Euro führen. Es ist noch ein steiniger Weg, aber damit haben wir zweifellos den Grundstein für begründeten Optimismus gelegt. (Abg. Belakowitsch: ... aber, Herr Finanzminister, mit den Zahlen haben Sie’s nicht so!)
in Richtung Abg. Rendi-Wagner
Bei der Entlastung ist es uns vor allem darum gegangen, die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen zu entlasten, die Leute, die doppelbelastet sind, die arbeiten gehen, die Steuern zahlen, die Kinder zu versorgen haben. Ich bin daher sehr froh darüber und auch stolz darauf, dass wir es geschafft haben, den Eingangssteuersatz rückwirkend mit Jahresbeginn 2020 von 25 auf 20 Prozent zu senken. Das ist insgesamt ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro an Entlastungen und bringt, wie Sie (in Richtung Abg. Rendi-Wagner) schon richtig gesagt haben, bis zu 350 Euro für jeden, den es betrifft. Das ist ein großes Paket, vielen Dank, dass das gelungen ist! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Bei der Entlastung ist es uns vor allem darum gegangen, die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen zu entlasten, die Leute, die doppelbelastet sind, die arbeiten gehen, die Steuern zahlen, die Kinder zu versorgen haben. Ich bin daher sehr froh darüber und auch stolz darauf, dass wir es geschafft haben, den Eingangssteuersatz rückwirkend mit Jahresbeginn 2020 von 25 auf 20 Prozent zu senken. Das ist insgesamt ein Volumen von 1,6 Milliarden Euro an Entlastungen und bringt, wie Sie (in Richtung Abg. Rendi-Wagner) schon richtig gesagt haben, bis zu 350 Euro für jeden, den es betrifft. Das ist ein großes Paket, vielen Dank, dass das gelungen ist! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
30 Prozent vom Buchwert steuerlich geltend zu machen. Das wird Investitionen hervorrufen, das wird Arbeitsplätze schaffen, das ist der richtige Weg aus dieser Krise heraus, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Warum ist die AUA für den Wirtschaftsstandort, für die Zukunft der Arbeitsplätze in Österreich so relevant? – Vielleicht nur ein paar Zahlen, die das verdeutlichen: Rund 95 000 Arbeitsplätze hängen in Österreich an der Luftfahrt. 2,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden in Österreich durch die Luftfahrt erwirtschaftet, ein Großteil davon durch die AUA. Direkt an der AUA hängen rund 7 000 Arbeitsplätze, sie erwirtschaftet 2,1 Milliarden Euro Umsatz, beinahe 15 Millionen Passagiere werden jährlich befördert. Unmittelbar damit verbunden sind etwa 17 000 Arbeitsplätze und – das Wichtigste – viele Direktflüge nach Wien und von Wien in die ganze Welt hinaus. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Herr Kollege Leichtfried, wenn es Sie nicht interessiert, respektiere ich das, aber die Aktuelle Stunde war Ihre Idee. Ich würde Sie bitten, mir auch zuzuhören. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Leichtfried: Ich wollte nur fragen ...! – Ruf bei der SPÖ: Lassen Sie sich doch nicht stören, Herr Minister!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Leichtfried: Ich wollte nur fragen ...! – Ruf bei der SPÖ: Lassen Sie sich doch nicht stören, Herr Minister!
Warum ist die AUA für den Wirtschaftsstandort, für die Zukunft der Arbeitsplätze in Österreich so relevant? – Vielleicht nur ein paar Zahlen, die das verdeutlichen: Rund 95 000 Arbeitsplätze hängen in Österreich an der Luftfahrt. 2,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden in Österreich durch die Luftfahrt erwirtschaftet, ein Großteil davon durch die AUA. Direkt an der AUA hängen rund 7 000 Arbeitsplätze, sie erwirtschaftet 2,1 Milliarden Euro Umsatz, beinahe 15 Millionen Passagiere werden jährlich befördert. Unmittelbar damit verbunden sind etwa 17 000 Arbeitsplätze und – das Wichtigste – viele Direktflüge nach Wien und von Wien in die ganze Welt hinaus. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Herr Kollege Leichtfried, wenn es Sie nicht interessiert, respektiere ich das, aber die Aktuelle Stunde war Ihre Idee. Ich würde Sie bitten, mir auch zuzuhören. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Leichtfried: Ich wollte nur fragen ...! – Ruf bei der SPÖ: Lassen Sie sich doch nicht stören, Herr Minister!)
Beifall bei +der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir haben in den letzten Wochen und Monaten viel über besonders betroffene Branchen gesprochen, über jene Branchen, die durch diese Krise hindurch eine besonders schwierige Phase erleben. Da geht es vor allem um die Stadthotellerie, um den Städtetourismus, um den Kongresstourismus. Für diese Branchen könnten wir noch so große Rettungspakete schnüren, es gäbe keine positive Perspektive, wenn es nicht auch eine Sicherung für die AUA gegeben hätte, womit das Tor Österreichs zur Welt weiterhin offen steht und damit auch die touristischen Möglichkeiten gegeben sind. Genau deswegen war es so wichtig, diesen Schritt zu gehen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei +der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Vogl
Ein weiterer Aspekt vielleicht noch, der manchmal ein wenig unterbelichtet ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Vogl): Wir dürfen nicht vergessen, Wien ist auch Amtssitz für viele internationale Organisationen, von der UNO über die OSZE bis zu vielen weiteren. Niemand kann sich vorstellen, dass mittel- oder langfristig dieser Amtssitz, dieser internationale Standort, der weltweit bekannt ist, aufrechterhalten werden könnte, wenn es keine Direktflüge von und nach Wien gäbe. Wenn man so will, könnte man sagen: ohne AUA auch keine Weltstadt Wien, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Leichtfried: Jetzt hättets klatschen sollen!)
Abg. Leichtfried: Jetzt hättets klatschen sollen!
Ein weiterer Aspekt vielleicht noch, der manchmal ein wenig unterbelichtet ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Vogl): Wir dürfen nicht vergessen, Wien ist auch Amtssitz für viele internationale Organisationen, von der UNO über die OSZE bis zu vielen weiteren. Niemand kann sich vorstellen, dass mittel- oder langfristig dieser Amtssitz, dieser internationale Standort, der weltweit bekannt ist, aufrechterhalten werden könnte, wenn es keine Direktflüge von und nach Wien gäbe. Wenn man so will, könnte man sagen: ohne AUA auch keine Weltstadt Wien, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Leichtfried: Jetzt hättets klatschen sollen!)
Abg. Leichtfried: Wie war das mit den ...?!
Ich bin froh, dass wir verhandelt haben, dass in diesem Österreichpaket viele Standortgarantien inkludiert sind. Wir haben es geschafft, dass sich neben dem österreichischen Staat auch die Lufthansa selbst mit genau demselben Betrag bei der AUA engagiert. Wir haben es darüber hinaus geschafft, dass Banken 300 Millionen Euro an Krediten für die AUA geben. Mit diesem Paket haben wir rechtsverbindliche Garantien erhalten, die den Standort nachhaltig absichern, die das Drehkreuz garantieren, und zwar auf zehn Jahre, und damit werden viele Arbeitsplätze langfristig gesichert. (Abg. Leichtfried: Wie war das mit den ...?!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Vielen Dank an alle, die daran mitgearbeitet haben – es waren keine leichten Verhandlungen –, vielen Dank an die Verhandlungsteams! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Ich glaube, es ist ein gutes Österreichpaket für die Zukunft des Standortes und der Arbeitsplätze. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Vielen Dank an alle, die daran mitgearbeitet haben – es waren keine leichten Verhandlungen –, vielen Dank an die Verhandlungsteams! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Ich glaube, es ist ein gutes Österreichpaket für die Zukunft des Standortes und der Arbeitsplätze. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Kollegin Rendi-Wagner hat in einer Aktuellen Stunde, die sie einberufen hat, glaube ich, einen ganzen Satz zum Thema AUA gesagt. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Also das ist schon sehr interessant. – Mich hätte ja interessiert, was denn Ihre Vorschläge gewesen wären, um dieses Unternehmen zu retten, das haben Sie hier nämlich nicht gesagt. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Rendi-Wagner: Wir werden Ihnen das heute noch erzählen! – Ruf bei der ÖVP: Die SPÖ hat keine ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Rendi-Wagner: Wir werden Ihnen das heute noch erzählen! – Ruf bei der ÖVP: Die SPÖ hat keine ...!
Abgeordneter Andreas Ottenschläger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Frau Kollegin Rendi-Wagner hat in einer Aktuellen Stunde, die sie einberufen hat, glaube ich, einen ganzen Satz zum Thema AUA gesagt. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Also das ist schon sehr interessant. – Mich hätte ja interessiert, was denn Ihre Vorschläge gewesen wären, um dieses Unternehmen zu retten, das haben Sie hier nämlich nicht gesagt. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Rendi-Wagner: Wir werden Ihnen das heute noch erzählen! – Ruf bei der ÖVP: Die SPÖ hat keine ...!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist aber eine breite Überschrift!
Die wichtige Überschrift ist für uns die ökosoziale Marktwirtschaft. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist aber eine breite Überschrift!) Ökologie: Ja, es ist in dem schon erwähnten Paket mitverhandelt worden, wir haben – nicht zuletzt dank unseres Regierungspartners – durchaus ökologische Punkte in dieses Paket mithineingenommen, zum Beispiel die Antidumpingregelung – das bedeutet, dass es keine ultrabilligen Tickets mehr geben kann – und eine neue Kurzstreckendefinition, mit der wir eine höhere Ticketsteuer verankern werden, um die Menschen dort, wo es möglich und attraktiv ist, dazu zu bewegen, eher mit der Bahn zu fahren. Dazu stehen wir. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die wichtige Überschrift ist für uns die ökosoziale Marktwirtschaft. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist aber eine breite Überschrift!) Ökologie: Ja, es ist in dem schon erwähnten Paket mitverhandelt worden, wir haben – nicht zuletzt dank unseres Regierungspartners – durchaus ökologische Punkte in dieses Paket mithineingenommen, zum Beispiel die Antidumpingregelung – das bedeutet, dass es keine ultrabilligen Tickets mehr geben kann – und eine neue Kurzstreckendefinition, mit der wir eine höhere Ticketsteuer verankern werden, um die Menschen dort, wo es möglich und attraktiv ist, dazu zu bewegen, eher mit der Bahn zu fahren. Dazu stehen wir. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: Einmal! Einmal!
Jetzt zum Schluss noch zu den betriebswirtschaftlichen Aspekten – der Finanzminister hat es ja schon erklärt –: Der Bund schießt dem Unternehmen jetzt einmalig 150 Millionen Euro zu (Ruf bei der SPÖ: Einmal! Einmal!) – das ist notwendig, damit entsprechend Eigenkapital vorhanden ist –, der Mutterkonzern, die Lufthansa, ebenfalls 150 Millionen Euro (Ruf bei der SPÖ: Einmal!), und dann gibt es eben das Paket von 300 Millionen Euro an Bankkrediten, wofür es eine Garantie des Bundes gibt, so wie bei vielen anderen Unternehmen jetzt auch.
Ruf bei der SPÖ: Einmal!
Jetzt zum Schluss noch zu den betriebswirtschaftlichen Aspekten – der Finanzminister hat es ja schon erklärt –: Der Bund schießt dem Unternehmen jetzt einmalig 150 Millionen Euro zu (Ruf bei der SPÖ: Einmal! Einmal!) – das ist notwendig, damit entsprechend Eigenkapital vorhanden ist –, der Mutterkonzern, die Lufthansa, ebenfalls 150 Millionen Euro (Ruf bei der SPÖ: Einmal!), und dann gibt es eben das Paket von 300 Millionen Euro an Bankkrediten, wofür es eine Garantie des Bundes gibt, so wie bei vielen anderen Unternehmen jetzt auch.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried – Abg. Rendi-Wagner: Geh bitte!
Ich freue mich schon auf die Ausführungen von Kollegen Stöger darüber, was er gemacht hätte. Wenn er meint, er hätte gerne Aktien, dann finde ich das sehr interessant – gerade von der Sozialdemokratie (Zwischenruf des Abg. Leichtfried – Abg. Rendi-Wagner: Geh bitte!), die Aktien ja grundsätzlich immer verteufelt und sagt, das ist nur Spekulation. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich freue mich schon auf die Ausführungen von Kollegen Stöger darüber, was er gemacht hätte. Wenn er meint, er hätte gerne Aktien, dann finde ich das sehr interessant – gerade von der Sozialdemokratie (Zwischenruf des Abg. Leichtfried – Abg. Rendi-Wagner: Geh bitte!), die Aktien ja grundsätzlich immer verteufelt und sagt, das ist nur Spekulation. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Der Redner stellt eine Tafel mit einem Foto von Bundeskanzler Kurz sowie der Aufschrift „‚Eine Hilfe ... ohne eine Beteiligung an der Lufthansa, einfach nur so, die wird es nicht geben.‘“ auf das Rednerpult.
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! (Der Redner stellt eine Tafel mit einem Foto von Bundeskanzler Kurz sowie der Aufschrift „‚Eine Hilfe ... ohne eine Beteiligung an der Lufthansa, einfach nur so, die wird es nicht geben.‘“ auf das Rednerpult.) Österreich hat den einzigen UNO-Standort in der Europäischen Union, und ich teile die Meinung des Herrn Finanzministers, dass die Frage, ob wir für den UNO-Standort und für den Tourismusstandort Österreich und den Tourismusstandort Wien eine Fluglinie haben, von ganz besonderer Bedeutung ist.
Abg. Wöginger: Was ganz was Neues, ja! – Heiterkeit bei der ÖVP
Es hat mich daher gefreut, als der Herr Bundeskanzler am 29. April im Fernsehen gesagt hat – ich mache jetzt Werbung für den ORF (Abg. Wöginger: Was ganz was Neues, ja! – Heiterkeit bei der ÖVP) –: Ohne eine Beteiligung wird es kein Geld für die AUA geben. (Abg. Leichtfried: Da schau her!)
Abg. Leichtfried: Da schau her!
Es hat mich daher gefreut, als der Herr Bundeskanzler am 29. April im Fernsehen gesagt hat – ich mache jetzt Werbung für den ORF (Abg. Wöginger: Was ganz was Neues, ja! – Heiterkeit bei der ÖVP) –: Ohne eine Beteiligung wird es kein Geld für die AUA geben. (Abg. Leichtfried: Da schau her!)
Ruf bei der ÖVP: Die sind ja auch ... Europa! – Abg. Meinl-Reisinger: Na ...!
Wie ist es ein paar Wochen später? – Siehe da: Man hat die europäische Chance auf eine Regelung der europäischen Luftfahrt – die Luftfahrt muss man europäisch regeln – vertan. Die Schweizer haben uns gezeigt, wie es geht. Die Schweizer haben es verstanden (Ruf bei der ÖVP: Die sind ja auch ... Europa! – Abg. Meinl-Reisinger: Na ...!), eine wichtige Vereinbarung nicht mit der Schweizer Luftlinie zu machen, sondern mit der Lufthansa.
Zwischenruf bei der ÖVP
Zur Frage, was ich gemacht hätte, wenn ich die Verantwortung dafür gehabt hätte: Ich hätte mit der deutschen Bundeskanzlerin und mit der Lufthansa vereinbart (Zwischenruf bei der ÖVP), eine Wandelanleihe zu machen, damit wir österreichische Interessen absichern können. Wenn der Vorstand der Lufthansa den Standort Österreich niederfährt, dann wären wir an der Lufthansa beteiligt gewesen und hätten mitwirken können. – Das wäre die richtige Politik gewesen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Finanzexperte Stöger!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Finanzexperte Stöger!
Zur Frage, was ich gemacht hätte, wenn ich die Verantwortung dafür gehabt hätte: Ich hätte mit der deutschen Bundeskanzlerin und mit der Lufthansa vereinbart (Zwischenruf bei der ÖVP), eine Wandelanleihe zu machen, damit wir österreichische Interessen absichern können. Wenn der Vorstand der Lufthansa den Standort Österreich niederfährt, dann wären wir an der Lufthansa beteiligt gewesen und hätten mitwirken können. – Das wäre die richtige Politik gewesen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haubner: Finanzexperte Stöger!)
Abg. Wöginger: Das sagt sogar der Katzian!
Dann kommt ein Bundesminister daher und sagt: Ja, wir haben Arbeitsplätze gerettet. (Abg. Wöginger: Das sagt sogar der Katzian!) – Es stimmt alles, was Sie im Zusammenhang damit, wie groß die Luftfahrt in Österreich ist und wie viele Arbeitsplätze da gesichert werden, gesagt haben, Herr Bundesminister. Dann kommt ein Vorstandsvorsitzender dieses Unternehmens am Wochenende und sagt in den Medien: Wir bauen 1 100 Arbeitsplätze bei der AUA ab. – Herr Bundesminister, spüren Sie es? Sie haben den Mundschutz gegen den Nasenring getauscht, der zerrt Sie am Nasenring durch die Manege und Sie sagen noch Danke! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dann kommt ein Bundesminister daher und sagt: Ja, wir haben Arbeitsplätze gerettet. (Abg. Wöginger: Das sagt sogar der Katzian!) – Es stimmt alles, was Sie im Zusammenhang damit, wie groß die Luftfahrt in Österreich ist und wie viele Arbeitsplätze da gesichert werden, gesagt haben, Herr Bundesminister. Dann kommt ein Vorstandsvorsitzender dieses Unternehmens am Wochenende und sagt in den Medien: Wir bauen 1 100 Arbeitsplätze bei der AUA ab. – Herr Bundesminister, spüren Sie es? Sie haben den Mundschutz gegen den Nasenring getauscht, der zerrt Sie am Nasenring durch die Manege und Sie sagen noch Danke! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Das ist nicht die Art und Weise, wie man österreichische Interessen in der Wirtschaftspolitik durchsetzt. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Die AUA plant Kurzarbeit, das heißt, der Staat wird nicht eine einmalige Zuzahlung leisten, nein, es wird prolongiert, dass öffentliche Gelder hineinkommen.
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Die ÖVP ist immer gut!
Wie schon gesagt worden ist: Die ÖVP ist gut, wenn es darum geht, die Gewinne zu privatisieren, und die ÖVP ist immer dann gut, wenn es darum geht, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler auf den Kosten sitzenbleiben. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Die ÖVP ist immer gut!)
Zwischenruf bei der ÖVP
Nach diesem Verhandlungsergebnis stellt sich die Frage: Was sind denn diese Garantien wert? – Diese 3-Stunden-Kurzstreckenregelung – das hat schon der Herr Vorstandsvorsitzende gesagt (Zwischenruf bei der ÖVP) – ist kein Muss. Umweltfreundliche Flieger – wir werden sehen, ob die kommen; da bin ich sehr gespannt. Alles, was die Regierung angekündigt hat, sind an sich leere Versprechen und sonst nichts. Die Menschen in Österreich brauchen echte Hilfe und keine Millionengeschenke an die Lufthansa-Aktionäre.
Zwischenruf des Abg. Wöginger – Abg. Steinacker: Rot-weiß-rot!
Abschließend, meine sehr verehrten Damen und Herren: Die Menschen, die bei der AUA arbeiten, sind Botschafterinnen und Botschafter, sie überbringen in ihren roten Gewändern in der ganzen Welt (Zwischenruf des Abg. Wöginger – Abg. Steinacker: Rot-weiß-rot!) die österreichische Botschaft, das sind die Menschen, die Österreich im Ausland repräsentieren, und diese Menschen hätten sich einen Bundeskanzler und einen Finanzminister verdient, die zu ihrem Wort stehen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: ... im eigenen Sektor! – Abg. Wöginger: Es ist was Weißes auch dabei, bei den Gewändern!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: ... im eigenen Sektor! – Abg. Wöginger: Es ist was Weißes auch dabei, bei den Gewändern!
Abschließend, meine sehr verehrten Damen und Herren: Die Menschen, die bei der AUA arbeiten, sind Botschafterinnen und Botschafter, sie überbringen in ihren roten Gewändern in der ganzen Welt (Zwischenruf des Abg. Wöginger – Abg. Steinacker: Rot-weiß-rot!) die österreichische Botschaft, das sind die Menschen, die Österreich im Ausland repräsentieren, und diese Menschen hätten sich einen Bundeskanzler und einen Finanzminister verdient, die zu ihrem Wort stehen. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: ... im eigenen Sektor! – Abg. Wöginger: Es ist was Weißes auch dabei, bei den Gewändern!)
Zwischenruf bei der ÖVP
Richtung Bürgermeister abbiegen möchten (Zwischenruf bei der ÖVP) –, aber Sie haben viel Geld in die Hand genommen und nachhaltig überhaupt nichts erledigt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Sie haben vorhin gesagt, 95 000 Arbeitsplätze in Österreich hängen mit der Luftfahrt zusammen – ja, das stimmt! –, aber es gilt ja, genau diese 95 000 Arbeitsplätze nicht nur jetzt einmal vorderhand für vielleicht zehn Jahre sicherzustellen – und da müssen wir noch darüber reden, ob das überhaupt zehn Jahre halten wird –, sondern es geht vielmehr darum, Österreich wirklich nachhaltigst als Luftfahrtstandort zu etablieren und das zu fixieren, und diesbezüglich kann ich nicht sehr viel erkennen.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Richtung Bürgermeister abbiegen möchten (Zwischenruf bei der ÖVP) –, aber Sie haben viel Geld in die Hand genommen und nachhaltig überhaupt nichts erledigt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Sie haben vorhin gesagt, 95 000 Arbeitsplätze in Österreich hängen mit der Luftfahrt zusammen – ja, das stimmt! –, aber es gilt ja, genau diese 95 000 Arbeitsplätze nicht nur jetzt einmal vorderhand für vielleicht zehn Jahre sicherzustellen – und da müssen wir noch darüber reden, ob das überhaupt zehn Jahre halten wird –, sondern es geht vielmehr darum, Österreich wirklich nachhaltigst als Luftfahrtstandort zu etablieren und das zu fixieren, und diesbezüglich kann ich nicht sehr viel erkennen.
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Was haben Sie gemacht? – Sie haben 150 Millionen Euro aus dem Cockpitfenster geworfen und trotzdem de facto nichts Nachhaltiges, keine Zusicherungen mit nach Hause gebracht; im Gegenteil. Im Prinzip erinnert mich das an den Fall Hypo Alpe-Adria, da haben wir schon einmal einen Konzern – mit österreichischen Steuergeldern – an Deutschland abgetreten und einfach nur gesagt: Bitte nehmt das Geld gleich mit, aber wir haben damit nichts mehr zu tun! (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt kommt der springende Punkt: Wenn wir uns jetzt zum zweiten Mal von der Lufthansa über den Tisch ziehen lassen, dann ist es doch wohl das Mindeste, auch im Namen der Steuerzahler, dass wir zumindest eines sicherstellen, nämlich nicht irgendwelche schwindligen Versprechungen von der Lufthansa aus Frankfurt einzuholen, dass der Standort eh für zehn Jahre erhalten bleibt, sondern da gibt es nur eine Lösung: Man muss wieder Anteile kaufen – der Bundeskanzler hat das ursprünglich auch verlangt –, um eine Sperrminorität zu haben, um diesen Standort tatsächlich absichern zu können. Es wird die nächste Krise auf uns zukommen, dann brauchen wir wieder Geld, dann können wir es vielleicht gar nicht mehr aufbringen – und dann ist der Standort weg; dann können Sie sich den UNO-Sitz einrexen, dann können Sie Wien als Konferenzstadt vergessen, all diese Geschichten werden dann so nicht mehr stattfinden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Man hat da auf ganzer Linie versagt, man hat die Interessen der österreichischen Steuerzahler vollkommen verraten, man hat einen billigen Werbejob gemacht, um jetzt einmal – polemisch – Jobs zu sichern, die in Wahrheit nicht gesichert sind, denn spätestens nach der Wienwahl wird der Jobabbau bei der AUA erfolgen. Ich finde es schade, dass man diese Gelegenheit für die österreichische Luftfahrt ausgelassen hat, dass man sich völlig unfähig an einen Verhandlungstisch gesetzt hat und mit diesem schändlichen Ergebnis nach Hause gekommen ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Vogl: Weil wir Zug fahren! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Zug!
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Minister! Werte ZuseherInnen! Die Flughöhe der Sozialdemokratie und der Freiheitlichen ist für mich nicht erkennbar. (Abg. Vogl: Weil wir Zug fahren! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Zug!) Ich appelliere an alle, wieder Bodenhaftung in die Debatte hereinzubringen, Bodenhaftung auch dahin gehend, was Millionen und Milliarden betrifft. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Wurm: ... das ist lustig! ... Tiroler Unterland! – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Loacker. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Wurm: ... das ist lustig! ... Tiroler Unterland! – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Loacker. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Sehr geehrter Herr Minister! Werte ZuseherInnen! Die Flughöhe der Sozialdemokratie und der Freiheitlichen ist für mich nicht erkennbar. (Abg. Vogl: Weil wir Zug fahren! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Zug!) Ich appelliere an alle, wieder Bodenhaftung in die Debatte hereinzubringen, Bodenhaftung auch dahin gehend, was Millionen und Milliarden betrifft. (Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Wurm: ... das ist lustig! ... Tiroler Unterland! – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Loacker. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Kassegger: Peanuts, sozusagen!
Noch einmal zur Wiederholung: Es geht um 150 Millionen Euro von der Lufthansa, es geht um 150 Millionen Euro von der Republik Österreich, und es geht um einen 300-Millionen-Euro-Kredit, der über die Banken abgesichert ist. Da geht es nicht um Milliarden, und da geht es schon gar nicht um Hypo-Milliarden (Abg. Kassegger: Peanuts, sozusagen!); also da steckt die Sozialdemokratie noch in der Vergangenheit. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Abg. Belakowitsch: Ein paar Nullen mehr oder weniger!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Abg. Belakowitsch: Ein paar Nullen mehr oder weniger!
Noch einmal zur Wiederholung: Es geht um 150 Millionen Euro von der Lufthansa, es geht um 150 Millionen Euro von der Republik Österreich, und es geht um einen 300-Millionen-Euro-Kredit, der über die Banken abgesichert ist. Da geht es nicht um Milliarden, und da geht es schon gar nicht um Hypo-Milliarden (Abg. Kassegger: Peanuts, sozusagen!); also da steckt die Sozialdemokratie noch in der Vergangenheit. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Abg. Belakowitsch: Ein paar Nullen mehr oder weniger!)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn
Werte Abgeordnete! Grüne Politik meint: ein gemeinsames Haus bauen, das Krisen übersteht, das die Umwelt nicht verpestet, in dem wir gerne wohnen, ob in Miete oder im Eigentum. Warum sage ich das? – Weil ich glaube, dass dieses gemeinsame Haus auch im Luftverkehr so wichtig ist, es das derzeit im europäischen Luftverkehr aber nicht gibt. Ich vermisse hier die Kritik der Opposition, vor allem an dem, was passiert, nämlich an den Billigairlines. Schauen Sie in die Zeitung: Flüge um 9,99 Euro nach Korfu, nach València, nach Porto werden angeboten (Zwischenruf des Abg. Schellhorn) – das ist die Realität!
Zwischenruf des Abg. Stöger.
(Zwischenruf des Abg. Stöger.) Da geht es nicht um eine Staatsbeteiligung, sondern da geht es um europäische Rahmenbedingungen – und wir setzen hier durch zwei ganz wichtige Punkte einen klaren Schritt. (Ruf bei der SPÖ: Ihr setzt so viele Maßnahmen!) Das ist, erstens, die Antidumpingregelung mit einem Mindestpreis von 40 Euro. Da geht das mit den 9,99 Euro nicht mehr (Zwischenruf des Abg. Schellhorn), da geht dieses Preisdumping nicht mehr! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Ökologischer Bauchfleck!)
Ruf bei der SPÖ: Ihr setzt so viele Maßnahmen!
(Zwischenruf des Abg. Stöger.) Da geht es nicht um eine Staatsbeteiligung, sondern da geht es um europäische Rahmenbedingungen – und wir setzen hier durch zwei ganz wichtige Punkte einen klaren Schritt. (Ruf bei der SPÖ: Ihr setzt so viele Maßnahmen!) Das ist, erstens, die Antidumpingregelung mit einem Mindestpreis von 40 Euro. Da geht das mit den 9,99 Euro nicht mehr (Zwischenruf des Abg. Schellhorn), da geht dieses Preisdumping nicht mehr! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Ökologischer Bauchfleck!)
Zwischenruf des Abg. Schellhorn
(Zwischenruf des Abg. Stöger.) Da geht es nicht um eine Staatsbeteiligung, sondern da geht es um europäische Rahmenbedingungen – und wir setzen hier durch zwei ganz wichtige Punkte einen klaren Schritt. (Ruf bei der SPÖ: Ihr setzt so viele Maßnahmen!) Das ist, erstens, die Antidumpingregelung mit einem Mindestpreis von 40 Euro. Da geht das mit den 9,99 Euro nicht mehr (Zwischenruf des Abg. Schellhorn), da geht dieses Preisdumping nicht mehr! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Ökologischer Bauchfleck!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Ökologischer Bauchfleck!
(Zwischenruf des Abg. Stöger.) Da geht es nicht um eine Staatsbeteiligung, sondern da geht es um europäische Rahmenbedingungen – und wir setzen hier durch zwei ganz wichtige Punkte einen klaren Schritt. (Ruf bei der SPÖ: Ihr setzt so viele Maßnahmen!) Das ist, erstens, die Antidumpingregelung mit einem Mindestpreis von 40 Euro. Da geht das mit den 9,99 Euro nicht mehr (Zwischenruf des Abg. Schellhorn), da geht dieses Preisdumping nicht mehr! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rendi-Wagner: Ökologischer Bauchfleck!)
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Im Interesse der Anrainerinnen und Anrainer des Flughafens Wien geht es, zweitens, um die Änderung der Flughafenentgelteordnung. Da wollen wir ganz klar – diese Absicht besteht – ökologisieren und auch reduzieren, was den Lärm und was die Schadstoffe betrifft. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Das ist, glaube ich, ganz wichtig, dazu braucht es auch keine Staatsbeteiligung. Eine Staatsbeteiligung, Herr Abgeordneter Stöger, hilft da überhaupt nicht, wenn man nicht die notwendige Sperrminorität hat (Zwischenruf des Abg. Stöger), dann sitzt man drin, hat den Informationsfluss, kann aber nicht wirklich mitbestimmen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Stöger
Im Interesse der Anrainerinnen und Anrainer des Flughafens Wien geht es, zweitens, um die Änderung der Flughafenentgelteordnung. Da wollen wir ganz klar – diese Absicht besteht – ökologisieren und auch reduzieren, was den Lärm und was die Schadstoffe betrifft. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Das ist, glaube ich, ganz wichtig, dazu braucht es auch keine Staatsbeteiligung. Eine Staatsbeteiligung, Herr Abgeordneter Stöger, hilft da überhaupt nicht, wenn man nicht die notwendige Sperrminorität hat (Zwischenruf des Abg. Stöger), dann sitzt man drin, hat den Informationsfluss, kann aber nicht wirklich mitbestimmen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Im Interesse der Anrainerinnen und Anrainer des Flughafens Wien geht es, zweitens, um die Änderung der Flughafenentgelteordnung. Da wollen wir ganz klar – diese Absicht besteht – ökologisieren und auch reduzieren, was den Lärm und was die Schadstoffe betrifft. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Das ist, glaube ich, ganz wichtig, dazu braucht es auch keine Staatsbeteiligung. Eine Staatsbeteiligung, Herr Abgeordneter Stöger, hilft da überhaupt nicht, wenn man nicht die notwendige Sperrminorität hat (Zwischenruf des Abg. Stöger), dann sitzt man drin, hat den Informationsfluss, kann aber nicht wirklich mitbestimmen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Kollross
Werte Abgeordnete, zukünftig braucht es in dieser Debatte und auch im Luftverkehr Punktlandungen; das braucht der Klimaschutz (Zwischenruf des Abg. Kollross) statt billigen Bruchlandungen. (Abg. Rendi-Wagner: Bauchfleck!) Es braucht keine Bonusmeilen für Vielflieger und für Billigairlines, sondern es braucht Meilenstiefel im Klimaschutz. Diese Meilenstiefel, nämlich Meilenstiefel im Klimaschutz, sollten wir gemeinsam umsetzen, liebe Abgeordnete. Ich glaube, dass es da ganz wichtig ist, das Bahnpaket, nämlich Zug statt Flug, zu präferieren und da auch das notwendige Geld einzusetzen. (Abg. Loacker: ... aber was mit dem Geld ...!) – 500 Millionen Euro für Nachtzüge, 240 Millionen Euro für das 1-2-3-Ticket, Herr Abgeordneter, da rollen die Millionen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Da rollen die Millionen für die Österreicherinnen und Österreicher, für die Menschen, die hier wohnen und den öffentlichen Verkehr nutzen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das ist das Ziel einer Umkehr im Luftverkehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rendi-Wagner: Bauchfleck!
Werte Abgeordnete, zukünftig braucht es in dieser Debatte und auch im Luftverkehr Punktlandungen; das braucht der Klimaschutz (Zwischenruf des Abg. Kollross) statt billigen Bruchlandungen. (Abg. Rendi-Wagner: Bauchfleck!) Es braucht keine Bonusmeilen für Vielflieger und für Billigairlines, sondern es braucht Meilenstiefel im Klimaschutz. Diese Meilenstiefel, nämlich Meilenstiefel im Klimaschutz, sollten wir gemeinsam umsetzen, liebe Abgeordnete. Ich glaube, dass es da ganz wichtig ist, das Bahnpaket, nämlich Zug statt Flug, zu präferieren und da auch das notwendige Geld einzusetzen. (Abg. Loacker: ... aber was mit dem Geld ...!) – 500 Millionen Euro für Nachtzüge, 240 Millionen Euro für das 1-2-3-Ticket, Herr Abgeordneter, da rollen die Millionen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Da rollen die Millionen für die Österreicherinnen und Österreicher, für die Menschen, die hier wohnen und den öffentlichen Verkehr nutzen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das ist das Ziel einer Umkehr im Luftverkehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Loacker: ... aber was mit dem Geld ...!
Werte Abgeordnete, zukünftig braucht es in dieser Debatte und auch im Luftverkehr Punktlandungen; das braucht der Klimaschutz (Zwischenruf des Abg. Kollross) statt billigen Bruchlandungen. (Abg. Rendi-Wagner: Bauchfleck!) Es braucht keine Bonusmeilen für Vielflieger und für Billigairlines, sondern es braucht Meilenstiefel im Klimaschutz. Diese Meilenstiefel, nämlich Meilenstiefel im Klimaschutz, sollten wir gemeinsam umsetzen, liebe Abgeordnete. Ich glaube, dass es da ganz wichtig ist, das Bahnpaket, nämlich Zug statt Flug, zu präferieren und da auch das notwendige Geld einzusetzen. (Abg. Loacker: ... aber was mit dem Geld ...!) – 500 Millionen Euro für Nachtzüge, 240 Millionen Euro für das 1-2-3-Ticket, Herr Abgeordneter, da rollen die Millionen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Da rollen die Millionen für die Österreicherinnen und Österreicher, für die Menschen, die hier wohnen und den öffentlichen Verkehr nutzen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das ist das Ziel einer Umkehr im Luftverkehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Werte Abgeordnete, zukünftig braucht es in dieser Debatte und auch im Luftverkehr Punktlandungen; das braucht der Klimaschutz (Zwischenruf des Abg. Kollross) statt billigen Bruchlandungen. (Abg. Rendi-Wagner: Bauchfleck!) Es braucht keine Bonusmeilen für Vielflieger und für Billigairlines, sondern es braucht Meilenstiefel im Klimaschutz. Diese Meilenstiefel, nämlich Meilenstiefel im Klimaschutz, sollten wir gemeinsam umsetzen, liebe Abgeordnete. Ich glaube, dass es da ganz wichtig ist, das Bahnpaket, nämlich Zug statt Flug, zu präferieren und da auch das notwendige Geld einzusetzen. (Abg. Loacker: ... aber was mit dem Geld ...!) – 500 Millionen Euro für Nachtzüge, 240 Millionen Euro für das 1-2-3-Ticket, Herr Abgeordneter, da rollen die Millionen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Da rollen die Millionen für die Österreicherinnen und Österreicher, für die Menschen, die hier wohnen und den öffentlichen Verkehr nutzen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das ist das Ziel einer Umkehr im Luftverkehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Werte Abgeordnete, zukünftig braucht es in dieser Debatte und auch im Luftverkehr Punktlandungen; das braucht der Klimaschutz (Zwischenruf des Abg. Kollross) statt billigen Bruchlandungen. (Abg. Rendi-Wagner: Bauchfleck!) Es braucht keine Bonusmeilen für Vielflieger und für Billigairlines, sondern es braucht Meilenstiefel im Klimaschutz. Diese Meilenstiefel, nämlich Meilenstiefel im Klimaschutz, sollten wir gemeinsam umsetzen, liebe Abgeordnete. Ich glaube, dass es da ganz wichtig ist, das Bahnpaket, nämlich Zug statt Flug, zu präferieren und da auch das notwendige Geld einzusetzen. (Abg. Loacker: ... aber was mit dem Geld ...!) – 500 Millionen Euro für Nachtzüge, 240 Millionen Euro für das 1-2-3-Ticket, Herr Abgeordneter, da rollen die Millionen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Da rollen die Millionen für die Österreicherinnen und Österreicher, für die Menschen, die hier wohnen und den öffentlichen Verkehr nutzen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das ist das Ziel einer Umkehr im Luftverkehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Werte Abgeordnete, zukünftig braucht es in dieser Debatte und auch im Luftverkehr Punktlandungen; das braucht der Klimaschutz (Zwischenruf des Abg. Kollross) statt billigen Bruchlandungen. (Abg. Rendi-Wagner: Bauchfleck!) Es braucht keine Bonusmeilen für Vielflieger und für Billigairlines, sondern es braucht Meilenstiefel im Klimaschutz. Diese Meilenstiefel, nämlich Meilenstiefel im Klimaschutz, sollten wir gemeinsam umsetzen, liebe Abgeordnete. Ich glaube, dass es da ganz wichtig ist, das Bahnpaket, nämlich Zug statt Flug, zu präferieren und da auch das notwendige Geld einzusetzen. (Abg. Loacker: ... aber was mit dem Geld ...!) – 500 Millionen Euro für Nachtzüge, 240 Millionen Euro für das 1-2-3-Ticket, Herr Abgeordneter, da rollen die Millionen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Da rollen die Millionen für die Österreicherinnen und Österreicher, für die Menschen, die hier wohnen und den öffentlichen Verkehr nutzen. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Das ist das Ziel einer Umkehr im Luftverkehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Wurm.
Zu guter Letzt möchte ich Landeshauptmannstellvertreter Schellhorn aus Salzburg zitieren: Wir drehen an großen Rädern und steuern um. – Zitatende. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) Arbeiten wir gemeinsam an der Umkehr im Luftverkehr in Österreich und in Europa! – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Zu guter Letzt möchte ich Landeshauptmannstellvertreter Schellhorn aus Salzburg zitieren: Wir drehen an großen Rädern und steuern um. – Zitatende. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) Arbeiten wir gemeinsam an der Umkehr im Luftverkehr in Österreich und in Europa! – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Bundesminister Blümel: Wie bitte?!
Jeder Job bei der AUA umfasst 65 000 Euro an Steuergeldern. (Bundesminister Blümel: Wie bitte?!) – Ja, ich werde gleich erklären, Herr Bundesministier, worum es geht. (Abg. Kollross: ... versteht er es nicht?) Es geht darum – und darauf werde ich dann gleich im dritten Punkt kommen –, warum das keine Rettung für die AUA ist: Ja, es geht um Jobs, ja, es geht auch um die relevanten Jobs und den Flughafenstandort Wien (Abg. Ottenschläger: ... Populismus!), und den Flughafen Wien wird es auch in Zukunft geben. Wer sagt, dass das aber nur die AUA kann? Könnte das nicht auch die Etihad oder irgendeine andere Fluglinie? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Wer sagt, dass der Standort nicht weniger attraktiv wäre, wenn wir 20 Millionen Nächtigungen hätten, oder ist er weniger attraktiv, wenn die AUA ihn nicht mehr anfliegt? (Abg. Ottenschläger: ... das gibt’s ja nicht!)
Abg. Kollross: ... versteht er es nicht?
Jeder Job bei der AUA umfasst 65 000 Euro an Steuergeldern. (Bundesminister Blümel: Wie bitte?!) – Ja, ich werde gleich erklären, Herr Bundesministier, worum es geht. (Abg. Kollross: ... versteht er es nicht?) Es geht darum – und darauf werde ich dann gleich im dritten Punkt kommen –, warum das keine Rettung für die AUA ist: Ja, es geht um Jobs, ja, es geht auch um die relevanten Jobs und den Flughafenstandort Wien (Abg. Ottenschläger: ... Populismus!), und den Flughafen Wien wird es auch in Zukunft geben. Wer sagt, dass das aber nur die AUA kann? Könnte das nicht auch die Etihad oder irgendeine andere Fluglinie? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Wer sagt, dass der Standort nicht weniger attraktiv wäre, wenn wir 20 Millionen Nächtigungen hätten, oder ist er weniger attraktiv, wenn die AUA ihn nicht mehr anfliegt? (Abg. Ottenschläger: ... das gibt’s ja nicht!)
Abg. Ottenschläger: ... Populismus!
Jeder Job bei der AUA umfasst 65 000 Euro an Steuergeldern. (Bundesminister Blümel: Wie bitte?!) – Ja, ich werde gleich erklären, Herr Bundesministier, worum es geht. (Abg. Kollross: ... versteht er es nicht?) Es geht darum – und darauf werde ich dann gleich im dritten Punkt kommen –, warum das keine Rettung für die AUA ist: Ja, es geht um Jobs, ja, es geht auch um die relevanten Jobs und den Flughafenstandort Wien (Abg. Ottenschläger: ... Populismus!), und den Flughafen Wien wird es auch in Zukunft geben. Wer sagt, dass das aber nur die AUA kann? Könnte das nicht auch die Etihad oder irgendeine andere Fluglinie? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Wer sagt, dass der Standort nicht weniger attraktiv wäre, wenn wir 20 Millionen Nächtigungen hätten, oder ist er weniger attraktiv, wenn die AUA ihn nicht mehr anfliegt? (Abg. Ottenschläger: ... das gibt’s ja nicht!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Jeder Job bei der AUA umfasst 65 000 Euro an Steuergeldern. (Bundesminister Blümel: Wie bitte?!) – Ja, ich werde gleich erklären, Herr Bundesministier, worum es geht. (Abg. Kollross: ... versteht er es nicht?) Es geht darum – und darauf werde ich dann gleich im dritten Punkt kommen –, warum das keine Rettung für die AUA ist: Ja, es geht um Jobs, ja, es geht auch um die relevanten Jobs und den Flughafenstandort Wien (Abg. Ottenschläger: ... Populismus!), und den Flughafen Wien wird es auch in Zukunft geben. Wer sagt, dass das aber nur die AUA kann? Könnte das nicht auch die Etihad oder irgendeine andere Fluglinie? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Wer sagt, dass der Standort nicht weniger attraktiv wäre, wenn wir 20 Millionen Nächtigungen hätten, oder ist er weniger attraktiv, wenn die AUA ihn nicht mehr anfliegt? (Abg. Ottenschläger: ... das gibt’s ja nicht!)
Abg. Ottenschläger: ... das gibt’s ja nicht!
Jeder Job bei der AUA umfasst 65 000 Euro an Steuergeldern. (Bundesminister Blümel: Wie bitte?!) – Ja, ich werde gleich erklären, Herr Bundesministier, worum es geht. (Abg. Kollross: ... versteht er es nicht?) Es geht darum – und darauf werde ich dann gleich im dritten Punkt kommen –, warum das keine Rettung für die AUA ist: Ja, es geht um Jobs, ja, es geht auch um die relevanten Jobs und den Flughafenstandort Wien (Abg. Ottenschläger: ... Populismus!), und den Flughafen Wien wird es auch in Zukunft geben. Wer sagt, dass das aber nur die AUA kann? Könnte das nicht auch die Etihad oder irgendeine andere Fluglinie? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Wer sagt, dass der Standort nicht weniger attraktiv wäre, wenn wir 20 Millionen Nächtigungen hätten, oder ist er weniger attraktiv, wenn die AUA ihn nicht mehr anfliegt? (Abg. Ottenschläger: ... das gibt’s ja nicht!)
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Also, es geht hier um diese Rettung. Okay, dazu haben wir uns auch bekannt, Herr Ottenschläger. Wir haben gesagt: Okay, retten wir sie. Wo aber sind die Arbeitsplätze, wo werden sie im Tourismus gerettet? Was nützt der AUA der Tourismus, wenn er nicht gerettet wird? (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) – Lass es einfach, du kannst dann eh reden! Im Grunde genommen, ist es schon attraktiv, der PR-Schmäh ist aber nach wie vor da.
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz. – Abg. Steinacker: Zwischen wollen und tun ist ein Unterschied, Herr Kollege!
Ich möchte nur an Frau Gewessler erinnern, als sie gesagt hat: Uns ist es dafür geungen, dass die Kurzstreckenflüge zwischen Salzburg und Wien eingestellt werden. – Wenn man in den letzten 365 Tagen nur einmal die Zeitung gelesen hat, weiß man, dass die AUA die schon vorher einstellen wollte. – Es ist also sozusagen kein Erfolg der Grünen, der grünen Politik: Ja, dafür haben wir die Kurzstrecken eingestellt. – Nein, ist es nicht, weil die AUA es aus Effizienzgründen schon vorher wollte, und das wissen Sie. Verkaufen Sie uns also nicht diesen Schmäh! (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz. – Abg. Steinacker: Zwischen wollen und tun ist ein Unterschied, Herr Kollege!)
Beifall bei den NEOS.
Jetzt komme ich zu dem Punkt, warum das 65 000 Euro pro Job ausmachen wird: Nehmen wir den Tourismus her! Der Tourismus ist wichtig, und wir wissen, dass der Städtetourismus vor 2024 nicht auf die Höhe kommt. Wenn Sie Experten fragen, dann wissen Sie, dass die Luftfahrtbranche in einem groben Umbruch ist. Was heißt das dann, wenn Sie davon ausgehen – und das sagt der AUA-Chef auch selber –, dass sie in den nächsten Jahren nur 50 Prozent erwirtschaften wird? Heißt das, dass die AUA, die ja vorher schon marode war, dann positiv läuft? – Jeder Unternehmer, der so marode war wie vorher die AUA, hätte überhaupt keine Hilfe bekommen, das muss man sich auch vergegenwärtigen. Dennoch ist es wichtig, dass dieser Standort gesichert bleibt, dass dieser Flughafenstandort in Wien gesichert bleibt. Wer aber sagt uns, dass das nur die AUA hätte tun können? Wo ist diese Vision, die uns davor schützt oder welchen Plan B haben wir, wenn die AUA trotzdem kracht? Wo ist Ihre Vision? (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Es geht schlicht und einfach um die große Vision: Wie stellen wir uns den Flughafenstandort Wien in zehn Jahren vor? Wo ist der Plan B, wenn das eine krachen geht? – Eines ist nämlich sicher: Das ist schon lange keine rot-weiß-rote Heckflosse mehr. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Es war noch nie eine rot-weiß-rote Heckflosse oder ist schon lange keine mehr, es ist am Flieger nicht einmal mehr die Feder dieses Adlers (auf den Wappenadler an der Wand oberhalb des Präsidiums weisend) da hinten drauf. Es ist gar nichts mehr, es ist ein Vogelschiss, und sonst ist es gar nichts. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es geht schlicht und einfach um die große Vision: Wie stellen wir uns den Flughafenstandort Wien in zehn Jahren vor? Wo ist der Plan B, wenn das eine krachen geht? – Eines ist nämlich sicher: Das ist schon lange keine rot-weiß-rote Heckflosse mehr. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Es war noch nie eine rot-weiß-rote Heckflosse oder ist schon lange keine mehr, es ist am Flieger nicht einmal mehr die Feder dieses Adlers (auf den Wappenadler an der Wand oberhalb des Präsidiums weisend) da hinten drauf. Es ist gar nichts mehr, es ist ein Vogelschiss, und sonst ist es gar nichts. (Ruf bei der ÖVP: Geh bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Also wirklich, populistischer geht es nicht mehr! – Abg. Haubner: Es hat sich aber eh keiner ausgekannt, es war sehr wirr!
Es ist keine große Vision, und die große Vision fehlt mir, wenn ich das auf das umlege, was sich die ganzen Unternehmer und Unternehmerinnen jetzt denken, nämlich: Wer schützt unsere Arbeitsplätze, wer schützt die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter? (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Also wirklich, populistischer geht es nicht mehr! – Abg. Haubner: Es hat sich aber eh keiner ausgekannt, es war sehr wirr!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Aber bei euch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Ich möchte mich einleitend bei der Sozialdemokratie für das Thema der heutigen Aktuellen Stunde bedanken. Ihr gebt uns noch die Möglichkeit, ein bisschen über Wirtschaftspolitik zu debattieren, und aus der Geschichte und auch den Redebeiträgen entnehme ich, dass die Kompetenz der Sozialdemokratie in dieser Frage ganz einfach nicht da ist. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Aber bei euch! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross. – Abg. Kassegger: 50 Milliarden!
Konrad Adenauer hat einmal sehr treffend formuliert: Das Einzige, was die Sozialdemokratie über Finanzen weiß, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen. – Zitatende. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross. – Abg. Kassegger: 50 Milliarden!) Das bringt es ziemlich auf den Punkt, was man erkennt, wenn man sich das im Detail anschaut, aber das werde ich noch näher ausführen. (Abg. Leichtfried: Wenn ihr nicht einmal das zusammenbringt, dann gute Nacht!) Ich habe mir natürlich im Vorfeld auch die Presseaussendungen der Sozialdemokratie angeschaut, und in der OTS von Wimmer wird geschrieben: Das Rettungspaket umfasst 600 Millionen Euro – die einzige Zahl, die in der Presseaussendung stimmt, sind die 600 Millionen Euro – und drei Viertel davon bezahlt der Steuerzahler. – Jetzt ganz ehrlich, wenn man nicht einmal mehr zwischen einem Direktzuschuss und einem Kredit unterscheiden kann (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Rendi-Wagner), dann spricht das, meine ich, wirklich dafür, dass überhaupt keine Kompetenz in dieser Fragestellung da ist, denn die Kredite sind besichert, die Kredite müssen natürlich auch zurückbezahlt werden (Abg. Kassegger: Was passiert, wenn sie nicht zurückbezahlt werden?! Was passiert dann?), das sollte man schon auch sagen, wenn man entsprechende Zahlen kommuniziert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Abg. Leichtfried: Wenn ihr nicht einmal das zusammenbringt, dann gute Nacht!
Konrad Adenauer hat einmal sehr treffend formuliert: Das Einzige, was die Sozialdemokratie über Finanzen weiß, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen. – Zitatende. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross. – Abg. Kassegger: 50 Milliarden!) Das bringt es ziemlich auf den Punkt, was man erkennt, wenn man sich das im Detail anschaut, aber das werde ich noch näher ausführen. (Abg. Leichtfried: Wenn ihr nicht einmal das zusammenbringt, dann gute Nacht!) Ich habe mir natürlich im Vorfeld auch die Presseaussendungen der Sozialdemokratie angeschaut, und in der OTS von Wimmer wird geschrieben: Das Rettungspaket umfasst 600 Millionen Euro – die einzige Zahl, die in der Presseaussendung stimmt, sind die 600 Millionen Euro – und drei Viertel davon bezahlt der Steuerzahler. – Jetzt ganz ehrlich, wenn man nicht einmal mehr zwischen einem Direktzuschuss und einem Kredit unterscheiden kann (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Rendi-Wagner), dann spricht das, meine ich, wirklich dafür, dass überhaupt keine Kompetenz in dieser Fragestellung da ist, denn die Kredite sind besichert, die Kredite müssen natürlich auch zurückbezahlt werden (Abg. Kassegger: Was passiert, wenn sie nicht zurückbezahlt werden?! Was passiert dann?), das sollte man schon auch sagen, wenn man entsprechende Zahlen kommuniziert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Rendi-Wagner
Konrad Adenauer hat einmal sehr treffend formuliert: Das Einzige, was die Sozialdemokratie über Finanzen weiß, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen. – Zitatende. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross. – Abg. Kassegger: 50 Milliarden!) Das bringt es ziemlich auf den Punkt, was man erkennt, wenn man sich das im Detail anschaut, aber das werde ich noch näher ausführen. (Abg. Leichtfried: Wenn ihr nicht einmal das zusammenbringt, dann gute Nacht!) Ich habe mir natürlich im Vorfeld auch die Presseaussendungen der Sozialdemokratie angeschaut, und in der OTS von Wimmer wird geschrieben: Das Rettungspaket umfasst 600 Millionen Euro – die einzige Zahl, die in der Presseaussendung stimmt, sind die 600 Millionen Euro – und drei Viertel davon bezahlt der Steuerzahler. – Jetzt ganz ehrlich, wenn man nicht einmal mehr zwischen einem Direktzuschuss und einem Kredit unterscheiden kann (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Rendi-Wagner), dann spricht das, meine ich, wirklich dafür, dass überhaupt keine Kompetenz in dieser Fragestellung da ist, denn die Kredite sind besichert, die Kredite müssen natürlich auch zurückbezahlt werden (Abg. Kassegger: Was passiert, wenn sie nicht zurückbezahlt werden?! Was passiert dann?), das sollte man schon auch sagen, wenn man entsprechende Zahlen kommuniziert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Abg. Kassegger: Was passiert, wenn sie nicht zurückbezahlt werden?! Was passiert dann?
Konrad Adenauer hat einmal sehr treffend formuliert: Das Einzige, was die Sozialdemokratie über Finanzen weiß, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen. – Zitatende. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross. – Abg. Kassegger: 50 Milliarden!) Das bringt es ziemlich auf den Punkt, was man erkennt, wenn man sich das im Detail anschaut, aber das werde ich noch näher ausführen. (Abg. Leichtfried: Wenn ihr nicht einmal das zusammenbringt, dann gute Nacht!) Ich habe mir natürlich im Vorfeld auch die Presseaussendungen der Sozialdemokratie angeschaut, und in der OTS von Wimmer wird geschrieben: Das Rettungspaket umfasst 600 Millionen Euro – die einzige Zahl, die in der Presseaussendung stimmt, sind die 600 Millionen Euro – und drei Viertel davon bezahlt der Steuerzahler. – Jetzt ganz ehrlich, wenn man nicht einmal mehr zwischen einem Direktzuschuss und einem Kredit unterscheiden kann (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Rendi-Wagner), dann spricht das, meine ich, wirklich dafür, dass überhaupt keine Kompetenz in dieser Fragestellung da ist, denn die Kredite sind besichert, die Kredite müssen natürlich auch zurückbezahlt werden (Abg. Kassegger: Was passiert, wenn sie nicht zurückbezahlt werden?! Was passiert dann?), das sollte man schon auch sagen, wenn man entsprechende Zahlen kommuniziert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Konrad Adenauer hat einmal sehr treffend formuliert: Das Einzige, was die Sozialdemokratie über Finanzen weiß, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen. – Zitatende. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kollross. – Abg. Kassegger: 50 Milliarden!) Das bringt es ziemlich auf den Punkt, was man erkennt, wenn man sich das im Detail anschaut, aber das werde ich noch näher ausführen. (Abg. Leichtfried: Wenn ihr nicht einmal das zusammenbringt, dann gute Nacht!) Ich habe mir natürlich im Vorfeld auch die Presseaussendungen der Sozialdemokratie angeschaut, und in der OTS von Wimmer wird geschrieben: Das Rettungspaket umfasst 600 Millionen Euro – die einzige Zahl, die in der Presseaussendung stimmt, sind die 600 Millionen Euro – und drei Viertel davon bezahlt der Steuerzahler. – Jetzt ganz ehrlich, wenn man nicht einmal mehr zwischen einem Direktzuschuss und einem Kredit unterscheiden kann (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Rendi-Wagner), dann spricht das, meine ich, wirklich dafür, dass überhaupt keine Kompetenz in dieser Fragestellung da ist, denn die Kredite sind besichert, die Kredite müssen natürlich auch zurückbezahlt werden (Abg. Kassegger: Was passiert, wenn sie nicht zurückbezahlt werden?! Was passiert dann?), das sollte man schon auch sagen, wenn man entsprechende Zahlen kommuniziert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Abg. Stöger: ... 7 000 weniger 1 000! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Auf der anderen Seite sagt man auch, man bekommt keine Gegenleistung. – Sind 7 000 Arbeitsplätze keine Gegenleistung? (Abg. Stöger: ... 7 000 weniger 1 000! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ist eine Bruttowertschöpfung von 5 Milliarden Euro keine Gegenleistung? Ist eine Standortgarantie keine Gegenleistung? Das ist übrigens eine Standortgarantie, die auch vertraglich pönalisiert ist; wenn diese Standortgarantie nicht eingehalten wird, dann würden entsprechende Pönalen geltend gemacht werden. Wenn man also sagt, dafür gibt es keine Gegenleistung, dann, glaube ich, ist dieses Argument – das spricht für sich – nicht wirklich relevant.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte noch einmal, weil es uns auch sehr wichtig ist, die ökologischen Maßnahmen erwähnen, die in diesem Gesamtpaket mitverhandelt wurden: Das ist eine Erhöhung der Flugabgabe für die Kurzstrecke, das ist auch das Bekenntnis, Kurzstrecken letztlich auch auf die Bahn verlagern zu wollen, das ist die Antidumpingregelung, dass man natürlich bestimmte Mindestpreise zukünftig nicht mehr unterschreiten darf. Ich denke, in Summe ist es also, auch unter dem Aspekt der Ökologisierung, ein hervorragendes Paket, das den Standort der AUA sichert – und wir brauchen natürlich die AUA in der Zukunft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte!
Es ist also unglaublich, was da an Programmen aufgestellt worden ist. Was wir jetzt noch brauchen, ist Optimismus – weniger Kritik an Details (Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte!),
Beifall bei ÖVP und Grünen.
sondern Optimismus –, denn dann werden wir, davon bin ich sehr überzeugt, die Wirtschaftskrise in Österreich bestmöglich bewältigen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Vertreter der Bundesregierung! Wertes Hohes Haus! Vor uns liegt ein AUA-Deal, mit dem wir 150 Millionen Euro herschenken, ein AUA-Deal, mit dem wir Steuerzahler und Steuerzahlerinnen in der aktuellen Situation 150 Millionen Euro herschenken. Während Sie den arbeitslosen Menschen in diesem Land, die gerade in die Armut abrutschen, erklären, dass man das Arbeitslosengeld jetzt nicht erhöhen kann, verschenken wir 150 Millionen Euro an den deutschen Konzern Lufthansa. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Koza
Ich weiß schon, Sie sagen mir jetzt, Sie haben die Arbeitsplätze gerettet (Zwischenruf des Abg. Koza), aber das haben Sie ja nicht! Das war ja das, was wir, Hand in Hand mit den Beschäftigten, von Ihnen verlangt haben, nämlich dass man die 7 000 Menschen nicht hängen lässt. Das haben Sie aber nicht verhandelt: Es gibt keine Arbeitsplatzgarantie, die 150 Millionen Euro legen wir einfach so flach auf die Hand. (Beifall bei der SPÖ.) Ganz im Gegenteil: Die Realität schaut so aus, dass der AUA-Chef in einem Interview bereits verkündet hat, dass man über 1 000 Stellen streicht, dass man bis 2022 auf 80 Prozent reduzieren will und – Zitat –: „Da hätten wir dann aus jetziger Sicht 1.100 Mitarbeiter zu viel.“
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß schon, Sie sagen mir jetzt, Sie haben die Arbeitsplätze gerettet (Zwischenruf des Abg. Koza), aber das haben Sie ja nicht! Das war ja das, was wir, Hand in Hand mit den Beschäftigten, von Ihnen verlangt haben, nämlich dass man die 7 000 Menschen nicht hängen lässt. Das haben Sie aber nicht verhandelt: Es gibt keine Arbeitsplatzgarantie, die 150 Millionen Euro legen wir einfach so flach auf die Hand. (Beifall bei der SPÖ.) Ganz im Gegenteil: Die Realität schaut so aus, dass der AUA-Chef in einem Interview bereits verkündet hat, dass man über 1 000 Stellen streicht, dass man bis 2022 auf 80 Prozent reduzieren will und – Zitat –: „Da hätten wir dann aus jetziger Sicht 1.100 Mitarbeiter zu viel.“
Beifall bei der SPÖ.
Ist das der Verhandlungserfolg, dass wir einem deutschen Konzern Millionen dafür schenken, dass dieser 20 Prozent der österreichischen Belegschaft abbaut? Ist das die Wirtschaftskompetenz, von der Sie sprechen? – Das ist doch nicht sozial gerecht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Es kann doch nicht sein, dass der Staat immer nur dazu da ist, die Verluste aufzufangen – die Verluste sozialisieren wir, die zahlen wir dann alle gemeinsam durch unser Steuergeld –, während die Gewinne privatisiert werden und dann einigen wenigen gehören – in diesem Fall jetzt eben den Aktionären und Aktionärinnen der deutschen Lufthansa! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.) Umgekehrt müsste es sein, umgekehrt! Die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen müssen an den Gewinnen und nicht immer nur an den Verlusten beteiligt sein! Die AUA war bitte vor Corona sieben Jahre lang gewinnbringend, das sei auch an dieser Stelle angemerkt. Hätte man eine Verstaatlichung, eine staatliche Beteiligung tatsächlich angedacht, wäre davon auch wieder etwas zurückgeflossen – das hätte Sinn gemacht! (Beifall bei der SPÖ.) Man hätte das Geld sofort in den Umweltschutz stecken können. Man hätte durch die Beteiligung im Übrigen auch mehr Mitsprache im Betrieb gehabt – ebenfalls ein starker Grund, sich endlich für den Klimaschutz einzusetzen.
Beifall bei der SPÖ.
Es kann doch nicht sein, dass der Staat immer nur dazu da ist, die Verluste aufzufangen – die Verluste sozialisieren wir, die zahlen wir dann alle gemeinsam durch unser Steuergeld –, während die Gewinne privatisiert werden und dann einigen wenigen gehören – in diesem Fall jetzt eben den Aktionären und Aktionärinnen der deutschen Lufthansa! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Scherak.) Umgekehrt müsste es sein, umgekehrt! Die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen müssen an den Gewinnen und nicht immer nur an den Verlusten beteiligt sein! Die AUA war bitte vor Corona sieben Jahre lang gewinnbringend, das sei auch an dieser Stelle angemerkt. Hätte man eine Verstaatlichung, eine staatliche Beteiligung tatsächlich angedacht, wäre davon auch wieder etwas zurückgeflossen – das hätte Sinn gemacht! (Beifall bei der SPÖ.) Man hätte das Geld sofort in den Umweltschutz stecken können. Man hätte durch die Beteiligung im Übrigen auch mehr Mitsprache im Betrieb gehabt – ebenfalls ein starker Grund, sich endlich für den Klimaschutz einzusetzen.
Beifall bei der SPÖ
Was bleibt über? – Da zahlt jeder Schnitzelwirt in Österreich mehr Steuern ein, sage ich Ihnen (Beifall bei der SPÖ), und dieser wartet aber im Gegensatz zur AUA immer noch auf seine Unterstützung, dieser wartet wahrscheinlich immer noch auf das Kurzarbeitsgeld. – Das kann es nicht sein!
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen aber etwas: Die österreichischen Steuerzahler und Steuerzahlerinnen sind nicht dumm. Sie wollen auch nicht immer nur die Dummen sein, die immer nur in der Krise das Geld hergeben. Sie können rechnen, werden das nachrechnen und werden sich das auch merken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich werde Ihnen sagen, was passiert: Die Flugreisenden aus Salzburg werden mit großer Mehrheit keinen Zug besteigen, sondern sie werden sich ins Auto setzen und zum nahegelegenen Flughafen nach München fahren, denn dort sind sie viel schneller als in Wien, geschweige denn in Schwechat. (Beifall bei der FPÖ.) Damit haben Sie eines erreicht: Sie bringen noch mehr von dem den Grünen so sehr verhassten Individualverkehr auf die Straße.
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, was noch passieren wird? – Dank Ihrer Vereinbarung haftet Österreich für die Kredite der AUA. Die Lufthansa wird das geschickt nutzen und die Tochtergesellschaft AUA in eine Bad Bank umfunktionieren, und letzten Endes wird Österreich für diese ganzen Schulden aufzukommen haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zusammenfassend ist festzuhalten: Sie schädigen die Wirtschaftsstandorte Salzburg und Graz, Sie schädigen den Großraum Wien-Schwechat und Sie schädigen auch die AUA. Schämen Sie sich! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Zusammenhang mit diesen 150 Millionen Euro Zuschuss, die der österreichische Steuerzahler tatsächlich gibt, haben wir allerdings durchgesetzt, dass es mit der Anti-dumpingregelung, mit den Auflagen in Bezug auf Kürzeststrecken – also diesen zusätzlichen Abgaben bei Strecken, für die netto der Zug weniger Zeit braucht als der Flug – und mit mehr Geld für das 1-2-3-Ticket und für die Nachtzugverbindungen tatsächlich eine Wende gibt: weg von diesen Kürzeststreckenbilligflügen hin zu bequemen und komfortablen Zugverbindungen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Zur Kritik, dass die Gewinne privatisiert werden – Frau Herr hat gemeint, die Aktionäre sind es, die jetzt quasi die Gewinne einfahren –, möchte ich sagen: Das geht ein bisschen an der Realität der Branche vorbei. Die Lufthansa hat in den letzten drei Jahren 43 Prozent des Vermögens ihrer Aktionäre vernichtet. Ich glaube nicht, dass das die Art und Weise ist, wie Privatvermögen vermehrt wird, im Gegenteil! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Deimek: Glauben Sie wirklich, dass irgendwer nach Wien mit dem Zug fährt und nicht nach München oder Frankfurt?
Deshalb ist es, glaube ich, von zentraler Bedeutung, dass wir langfristig zu einer Klimastrategie auch für die Airlines kommen – die können über zehn, 15 Jahre hinaus nicht überleben, wenn sie nicht umstellen –, und genau das ist ja in diesem Paket ein bisschen mitgedacht. Das heißt, dieses kann dazu führen, dass die AUA langfristig besser dasteht, und es führt auch zu einer Wende im Mobilitätssektor, eben: weg von den Kürzeststreckenbilligflügen hin zu bequemer, komfortabler und schneller Bahn, die auch entsprechend unterstützt wird. (Abg. Deimek: Glauben Sie wirklich, dass irgendwer nach Wien mit dem Zug fährt und nicht nach München oder Frankfurt?) – Ja, ich mache das zum Beispiel: Ich fahre mit dem Zug nach Wien (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP), Sie vielleicht noch nicht, aber ich hoffe, dass auch Sie irgendwann einmal dort hinkommen werden. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP
Deshalb ist es, glaube ich, von zentraler Bedeutung, dass wir langfristig zu einer Klimastrategie auch für die Airlines kommen – die können über zehn, 15 Jahre hinaus nicht überleben, wenn sie nicht umstellen –, und genau das ist ja in diesem Paket ein bisschen mitgedacht. Das heißt, dieses kann dazu führen, dass die AUA langfristig besser dasteht, und es führt auch zu einer Wende im Mobilitätssektor, eben: weg von den Kürzeststreckenbilligflügen hin zu bequemer, komfortabler und schneller Bahn, die auch entsprechend unterstützt wird. (Abg. Deimek: Glauben Sie wirklich, dass irgendwer nach Wien mit dem Zug fährt und nicht nach München oder Frankfurt?) – Ja, ich mache das zum Beispiel: Ich fahre mit dem Zug nach Wien (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP), Sie vielleicht noch nicht, aber ich hoffe, dass auch Sie irgendwann einmal dort hinkommen werden. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Deshalb ist es, glaube ich, von zentraler Bedeutung, dass wir langfristig zu einer Klimastrategie auch für die Airlines kommen – die können über zehn, 15 Jahre hinaus nicht überleben, wenn sie nicht umstellen –, und genau das ist ja in diesem Paket ein bisschen mitgedacht. Das heißt, dieses kann dazu führen, dass die AUA langfristig besser dasteht, und es führt auch zu einer Wende im Mobilitätssektor, eben: weg von den Kürzeststreckenbilligflügen hin zu bequemer, komfortabler und schneller Bahn, die auch entsprechend unterstützt wird. (Abg. Deimek: Glauben Sie wirklich, dass irgendwer nach Wien mit dem Zug fährt und nicht nach München oder Frankfurt?) – Ja, ich mache das zum Beispiel: Ich fahre mit dem Zug nach Wien (Heiterkeit und Beifall bei Grünen und ÖVP), Sie vielleicht noch nicht, aber ich hoffe, dass auch Sie irgendwann einmal dort hinkommen werden. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Deimek: Zum Verzweifeln! Und da muss die arme ÖVP klatschen!
des Grünen Klubs so anhört, dann bekommt man schon ein bisschen Schmerzen, wenn es um die marktwirtschaftlichen Zusammenhänge geht. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Deimek: Zum Verzweifeln! Und da muss die arme ÖVP klatschen!)
Abg. Matznetter: Ein Grazer fährt nach Ljubljana!
Es ist mir schon klar – wenn Abgeordneter Deimek einwendet: was glauben Sie, fährt jemand nach Wien oder fährt er nach München? –, dass Sie, Kollege Schwarz, von Graz aus nach Wien fahren – das schon –, aber der Salzburger, der einen Flug braucht und diesen jetzt in Salzburg nicht kriegt, der fährt natürlich nach München und nicht nach Wien. (Abg. Matznetter: Ein Grazer fährt nach Ljubljana!)
Beifall bei den NEOS.
Zu Kollegin Herr, die behauptet hat, das, was hier vorgehe, wäre etwas Liberales: Das muss ich für meine Fraktion natürlich weit von uns weisen. Ich kann jetzt einmal liberal erklären, wie das funktioniert: Wenn in ganz Europa maroden Fluglinien die Millionen nachgeworfen werden und damit das Angebot groß bleibt, dann sind natürlich die Preise für die Flüge unten. Das, was da passiert, ist also eine Subvention für billiges Fliegen – das muss man wissen. Die Grünen haben es nicht verstanden, aber die Kollegin Herr hat es auch nicht verstanden. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kassegger: Das ist ein Dauersparschwein!
Die Standortgarantie ist natürlich eine potemkinsche, denn in ein paar Jahren wird halt die Fluglinie wieder dastehen (Abg. Kassegger: Das ist ein Dauersparschwein!), nach dem Motto: Das funktioniert ja, das hat schon einmal funktioniert; 500 Millionen dafür, dass die überhaupt weg sind! (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS.) – Die werden also wieder kommen und werden wieder sagen: Können wir ein bisschen Geld haben, denn sonst fliege ich hier nicht mehr?, und die ÖVP wird wieder sagen: Da, nehmt, wir haben ja genug! (Abg. Kassegger: Und die Lufthansa-Aktionäre freuen sich!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS.
Die Standortgarantie ist natürlich eine potemkinsche, denn in ein paar Jahren wird halt die Fluglinie wieder dastehen (Abg. Kassegger: Das ist ein Dauersparschwein!), nach dem Motto: Das funktioniert ja, das hat schon einmal funktioniert; 500 Millionen dafür, dass die überhaupt weg sind! (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS.) – Die werden also wieder kommen und werden wieder sagen: Können wir ein bisschen Geld haben, denn sonst fliege ich hier nicht mehr?, und die ÖVP wird wieder sagen: Da, nehmt, wir haben ja genug! (Abg. Kassegger: Und die Lufthansa-Aktionäre freuen sich!)
Abg. Kassegger: Und die Lufthansa-Aktionäre freuen sich!
Die Standortgarantie ist natürlich eine potemkinsche, denn in ein paar Jahren wird halt die Fluglinie wieder dastehen (Abg. Kassegger: Das ist ein Dauersparschwein!), nach dem Motto: Das funktioniert ja, das hat schon einmal funktioniert; 500 Millionen dafür, dass die überhaupt weg sind! (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS.) – Die werden also wieder kommen und werden wieder sagen: Können wir ein bisschen Geld haben, denn sonst fliege ich hier nicht mehr?, und die ÖVP wird wieder sagen: Da, nehmt, wir haben ja genug! (Abg. Kassegger: Und die Lufthansa-Aktionäre freuen sich!)
Abg. Weratschnig: Also die Pensionen streichen ...?!
Und dann muss man einmal schauen: Wo geht das hin? – Die Lufthansa hat nämlich in ihrer Bilanz für Pensionsverpflichtungen in Österreich 450 Millionen Euro drinstehen. Die AUA hat zwar ihre Leistungsverpflichtungen im Bereich Pensionen an eine Pensionskasse ausgelagert, aber immer wenn diese nicht 6,5 Prozent erwirtschaftet, muss die AUA nachschießen. Das schaue ich mir an, ob diese Pensionskasse im Jahr 2020 6,5 Prozent erwirtschaftet! Das wird sie nicht, und es wird schon im nächsten Jahr ein zweistelliger Millionenbetrag fließen, damit die AUA ihre Pensionsverpflichtungen bedienen kann. Das haben Sie nicht abgesichert. (Abg. Weratschnig: Also die Pensionen streichen ...?!)
Beifall bei den NEOS.
Da muss man sich jetzt einmal überlegen: Diese AUA ist in der Krise, und wer zahlt drauf? – Es werden 1 100 Jobs abgebaut, die, die ihren Job behalten, müssen Gehaltsverzichte hinnehmen und für weniger Geld arbeiten, und die Pensionisten, die monatlich vierstellige Zusatzpensionen bekommen, sitzen zu Hause und sind völlig unberührt, weil Sie es nicht geschafft haben, sie mit in die Ziehung zu nehmen. Da sind Ihre Parteikollegen – Ihre Roten und Schwarzen aus dem Management – ganz vorne mit dabei. Die Erwerbstätigen haben die Nachteile. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schellhorn und Hanger.
Es gibt keinen Schaden, keine Krise, aber man bekommt mehr Geld, wenn man bei der ÖVP, bei der richtigen Gruppe dabei ist. Das haben die Grünen auch wieder völlig verpennt. Was daran gerecht sein soll, können Sie niemandem erklären. So läuft das durch: Sie schauen auf Ihre Klientel, darauf, dass die ÖVP-Parteigänger sicher durchkommen. Was mit den anderen ist, ist egal. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Schellhorn und Hanger.)
Beifall bei ÖVP und Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Folgende Mitglieder des Europäischen Parlaments wurden für die Teilnahme an der Aktuellen Europastunde nominiert: Abgeordnete Barbara Thaler für den ÖVP-Klub, für den grünen Klub Frau Dr. Monika Vana und für die NEOS Frau Abgeordnete Claudia Gamon. Sie sind alle hier. Ich darf die Mitglieder des Europäischen Parlaments recht herzlich in unserer Mitte im Nationalrat begrüßen. (Beifall bei ÖVP und Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (FPÖ): Herr Präsident! Meine Herren auf der Regierungsbank! Wir Freiheitliche haben uns vor ein paar Tagen entschlossen, dieses Thema heute hier im Zuge der Aktuellen Europastunde zu diskutieren – einfach deshalb, weil es wichtig ist und weil wir Ihnen, Herr Finanzminister, und mit Ihnen auch dem Bundeskanzler eines nicht durchgehen lassen: dass Sie nämlich nach dem Coronawahnsinn, den Sie jetzt monatelang aufgeführt haben, nach dem Budgetbauchfleck mitsamt den vergessenen Nullen, den Sie hingelegt haben, jetzt die österreichische Bevölkerung ein weiteres Mal dadurch zum Narren halten wollen, dass Sie Hand in Hand mit einer offenbar größenwahnsinnig gewordenen Kommission der Europäischen Union – die sich ja in der Coronakrise nur dadurch ausgezeichnet hat, dass es ein Versagen auf breiter Front gegeben hat – Hunderte Milliarden Euro, die ja nur Nettozahlermilliarden sein können, von uns in Richtung Südeuropa verschieben wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit der Abgeordneten Wurm und Leichtfried. – Abg. Leichtfried: Das ist aber ein zweifelhaftes Vergnügen!
zuschlägt. Die schwarz-türkisen Giftmischer waren wieder am Werk und haben über ihre Parteizeitung, den „Kurier“, ein Ibizakoksfoto in die öffentliche Diskussion gebracht. Ganz ehrlich, dazu kann ich als Klubobmann der Freiheitlichen Partei ja überhaupt nicht schweigen, denn sonst heißt es: Warum sagt er denn nichts dazu? Dazu muss ich ja etwas sagen, und Herr Blümel, es ist ein Glück, ein richtiger Glücksfall, dass ich Sie heute hier habe. (Heiterkeit der Abgeordneten Wurm und Leichtfried. – Abg. Leichtfried: Das ist aber ein zweifelhaftes Vergnügen!)
Abg. Matznetter: In der ÖVP ist das kein Problem!
Jetzt, Herr Finanzminister, bin ich bei Ihnen und Ihrer Funktion als Eigentümervertreter im Zusammenhang mit der Öbag, der Österreichischen Beteiligungs AG. Wie steht es denn eigentlich da mit den Drogen – ich glaube, es war Kokain –, mit den Kokainvorwürfen gegen Ihren Spezi, Herrn Schmid? Dazu habe ich doch auch den Medien etwas entnommen. Diese Vorwürfe sind doch auch aktenkundig, genauso wie bei Herrn Gudenus. (Abg. Matznetter: In der ÖVP ist das kein Problem!) Das pickt doch genau so, und ich gehe davon aus, dass es deshalb aktenkundig ist, weil es möglicherweise entsprechende Fotos, Chatprotokolle oder ähnliche Dinge gibt. Im Unterschied zu Ihrer Sudelküche, die gestern und vorgestern am Werk war, arbeiten dort die Netzwerke der ÖVP daran, diese Dinge unter Verschluss zu halten. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Brandstätter.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Brandstätter.
Jetzt, Herr Finanzminister, bin ich bei Ihnen und Ihrer Funktion als Eigentümervertreter im Zusammenhang mit der Öbag, der Österreichischen Beteiligungs AG. Wie steht es denn eigentlich da mit den Drogen – ich glaube, es war Kokain –, mit den Kokainvorwürfen gegen Ihren Spezi, Herrn Schmid? Dazu habe ich doch auch den Medien etwas entnommen. Diese Vorwürfe sind doch auch aktenkundig, genauso wie bei Herrn Gudenus. (Abg. Matznetter: In der ÖVP ist das kein Problem!) Das pickt doch genau so, und ich gehe davon aus, dass es deshalb aktenkundig ist, weil es möglicherweise entsprechende Fotos, Chatprotokolle oder ähnliche Dinge gibt. Im Unterschied zu Ihrer Sudelküche, die gestern und vorgestern am Werk war, arbeiten dort die Netzwerke der ÖVP daran, diese Dinge unter Verschluss zu halten. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Brandstätter.)
Abg. Brandstätter: Das ist Schnee von gestern! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich sage Ihnen nur eines: Dieser Mann – Herr Schmid – verwaltet Milliardenbeteiligungen der Republik Österreich quasi im Alleingang, und vorher hatte er in seiner Funktion als Generalsekretär im kohlrabenschwarzen Finanzministerium die Verantwortung über Milliardenbeträge inne. (Abg. Brandstätter: Das ist Schnee von gestern! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ist er nicht – weil lang und breit darüber diskutiert wird – vielleicht auch erpressbar? Sie, Herr Blümel, sind sein Chef. Ich muss mich fragen: Was ist denn da los? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen nur eines: Dieser Mann – Herr Schmid – verwaltet Milliardenbeteiligungen der Republik Österreich quasi im Alleingang, und vorher hatte er in seiner Funktion als Generalsekretär im kohlrabenschwarzen Finanzministerium die Verantwortung über Milliardenbeträge inne. (Abg. Brandstätter: Das ist Schnee von gestern! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Ist er nicht – weil lang und breit darüber diskutiert wird – vielleicht auch erpressbar? Sie, Herr Blümel, sind sein Chef. Ich muss mich fragen: Was ist denn da los? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich erwarte mir heute hier von Ihnen und von den Vertretern der Österreichischen Volkspartei eine klare und unmissverständliche Stellungnahme angesichts dieser Vorwürfe, die ja die gleichen wie gegen Herrn Gudenus sind, die Sie gestern in Umlauf gebracht haben. Jetzt möchte ich wissen: Werden Sie diesen Herrn halten, oder wird er gehen, wie wir es eigentlich schon lange fordern und wie es überfällig ist? Jetzt bin ich gespannt, was passieren wird: betretenes Schweigen oder eine Sternstunde der schwarz-türkisen Doppelmoral. Wir werden es gleich erleben, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Wort jemand, der ohnehin regelmäßig kurz vor der Pleite steht und jetzt wieder einmal die Nachbarschaft abgrast. (Zwischenruf bei den Grünen.) Das ist der Zweite, der klopft, und jetzt frage ich Sie: Wem von den beiden würden Sie helfen?
Beifall bei der FPÖ.
Sie können hinaus vor das Parlament gehen und irgendjemand x-Beliebigen fragen. Ich glaube, die Antwort wird eindeutig sein. Die Menschen werden sagen: Es ist ja vollkommen klar, wir werden dem Familienmitglied helfen – das sagt einem ja schon der Hausverstand. Wer wird denn bitte die eigene Familie dafür hängenlassen, dass man einen Luftikus finanziert, mit der Garantie, dass er in ein paar Wochen wieder vor der eigenen Tür steht? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Übertragen wir dieses Bild einfach in die Jetztzeit, ins Jahr 2020! Das Familienmitglied, meine sehr geehrten Damen und Herren, sind die österreichischen Arbeitslosen, die Menschen, denen Sie eine Anhebung des Arbeitslosengeldes verweigern, weil Sie sagen, dass Sie keine falschen Impulse setzen wollen. Das ist eine Verhöhnung, dass es ärger nicht mehr geht, der Menschen, die Sie mit Ihrem Missmanagement in die Arbeitslosigkeit hineingetrieben haben und jetzt mit einem Bettel abspeisen wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Bekannten aus der Nachbarschaft – jetzt übertragen wir das auch –, für die Sie die Spendierhosen anhaben, das ist der Club Méditerranée der Europäischen Union, das ist die Dolce-Vita-Abteilung, das sind diejenigen, die in unschöner Regelmäßigkeit alle paar Jahre unter immer neuen Vorwänden wieder auftauchen, die Hand aufhalten und finanziert werden wollen, weil sie sich selber politisch und wirtschaftlich nicht so im Griff haben, wie es notwendig wäre, um Mitglied einer Hartwährungsgemeinschaft zu sein. – Man muss doch die Dinge beim Namen nennen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Migrationspakt ja selber erlebt: Die Knie weich, die Gesichter bleich – das war damals der Zustand der Österreichischen Volkspartei. (Beifall bei der FPÖ.) Wir haben Sie über die Ziellinie tragen müssen. – Wer wird Ihnen jetzt dabei helfen? Es ist ja keiner mehr da, der Sie aufrecht hält, wenn Sie umzufallen drohen.
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie was? – Gebrochene Versprechen sind gesprochene Verbrechen, Herr Finanzminister, und die Wählerinnen und Wähler werden sich das merken! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Herbert Kickl (fortsetzend): Wir haben nichts zu verschenken, wir haben gar nichts zu verschenken. Setzen Sie Ihre Prioritäten in Österreich und hören Sie auf, auf Kosten der österreichischen Bevölkerung den Wohltäter für andere zu spielen! – Das ist das, was sich die Menschen von einer Regierung erwarten. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Bayr.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Bundesminister für Finanzen Blümel. – Bitte. (Zwischenruf der Abg. Bayr.)
Abg. Kickl: Und auch die zweite Frage nicht ganz auslassen!
Bundesminister für Finanzen Mag. Gernot Blümel, MBA: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Klubobmann, ich bin ja immer wieder von Ihren Redefiguren und Sprachbildern beeindruckt, ich darf aber trotzdem, weil es ein wichtiges Thema ist, das Sie für diese Aktuelle Europastunde gewählt haben – die Hilfen auf europäischer Ebene –, vielleicht zu ein wenig Sachlichkeit zurückkehren. (Abg. Kickl: Und auch die zweite Frage nicht ganz auslassen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Corona hat ganz Europa getroffen, alle Länder, natürlich auch Österreich. Wir haben mit Sicherheit noch alle die Bilder von Italien, von Spanien und von Frankreich im Kopf, die in die ganze Welt gegangen sind. In Italien waren die Gesundheitssysteme überlastet, viele Menschen sind gestorben. Es waren tragische Bilder von überall in Europa. Österreich ist besser durch diese Gesundheitskrise gekommen als all diese Länder. – Auch ein großes Danke für den Schulterschluss, den es damals hier im Hohen Haus dafür gegeben hat! Vielen Dank! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Eine ähnlich große Herausforderung ist natürlich all das, was die wirtschaftliche Situation im Zuge der Weltwirtschaftskrise, ausgelöst durch Corona, nach sich zieht. Diese Herausforderungen gibt es auf nationaler Ebene und auf internationaler Ebene. Auf nationaler Ebene haben wir gerade in den letzten Tagen mit dem insgesamt 50‑Milliarden-Euro-Paket eine entscheidende Antwort darauf gegeben. Auf europäischer Ebene braucht es ähnliche Antworten, und ich sage hier klar: Österreich ist bereit, zu helfen, und das tun wir auch, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Aber – und das möchte ich hier auch in aller Deutlichkeit sagen –: Der derzeit diskutierte Vorschlag wird nicht unsere Zustimmung finden. Da braucht es noch einiges an Verhandlungen und Nachbesserungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Er wird unsere Zustimmung deswegen nicht finden, weil er erstens eine zu hohe Belastung für die österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler darstellt und weil zweitens im derzeit vorgelegten Programm aus unserer Sicht auch die Treffsicherheit nicht gegeben ist und entschieden verbessert werden muss.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Aus meiner Sicht braucht es Treffsicherheit und eine faire Aufteilung, und insofern ist das keine frugale Haltung, sondern eine rationale Haltung oder eine nachhaltige Haltung, die, glaube ich, ganz Europa zugutekommen würde, wenn wir uns in dieses Paket als Teil dieser Gruppe auch wesentlich einbringen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Das war alles?
Abschließend: Wir werden an dieser Linie natürlich festhalten – im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung für Europa, aber auch im Sinne der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Das war alles?)
Abg. Kickl: Es ist auch gut, dass eine Scheibe dazwischen drin ist!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gut, Herr Klubobmann Kickl, dass ich Sie direkt vor mir habe. (Abg. Kickl: Es ist auch gut, dass eine Scheibe dazwischen drin ist!) Ich glaube, Sie haben die Europastunde mit einer Therapiestunde der FPÖ verwechselt. Wenn es um Ihren Vorgänger Johann Gudenus geht, wenn es um Ihren Vorvorgänger H.-C. Strache geht (Abg. Kickl: Sie haben ja jetzt Gelegenheit, auf den Herrn Schmid einzugehen! Tun Sie das in epischer Breite!), dann machen Sie das in Ihren Klubsitzungen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Behelligen Sie nicht das Hohe Haus mit der Aufarbeitung Ihrer parteiinternen, zugegebenermaßen sehr, sehr großen Probleme! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Sie haben ja jetzt Gelegenheit, auf den Herrn Schmid einzugehen! Tun Sie das in epischer Breite!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gut, Herr Klubobmann Kickl, dass ich Sie direkt vor mir habe. (Abg. Kickl: Es ist auch gut, dass eine Scheibe dazwischen drin ist!) Ich glaube, Sie haben die Europastunde mit einer Therapiestunde der FPÖ verwechselt. Wenn es um Ihren Vorgänger Johann Gudenus geht, wenn es um Ihren Vorvorgänger H.-C. Strache geht (Abg. Kickl: Sie haben ja jetzt Gelegenheit, auf den Herrn Schmid einzugehen! Tun Sie das in epischer Breite!), dann machen Sie das in Ihren Klubsitzungen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Behelligen Sie nicht das Hohe Haus mit der Aufarbeitung Ihrer parteiinternen, zugegebenermaßen sehr, sehr großen Probleme! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gut, Herr Klubobmann Kickl, dass ich Sie direkt vor mir habe. (Abg. Kickl: Es ist auch gut, dass eine Scheibe dazwischen drin ist!) Ich glaube, Sie haben die Europastunde mit einer Therapiestunde der FPÖ verwechselt. Wenn es um Ihren Vorgänger Johann Gudenus geht, wenn es um Ihren Vorvorgänger H.-C. Strache geht (Abg. Kickl: Sie haben ja jetzt Gelegenheit, auf den Herrn Schmid einzugehen! Tun Sie das in epischer Breite!), dann machen Sie das in Ihren Klubsitzungen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Behelligen Sie nicht das Hohe Haus mit der Aufarbeitung Ihrer parteiinternen, zugegebenermaßen sehr, sehr großen Probleme! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gut, Herr Klubobmann Kickl, dass ich Sie direkt vor mir habe. (Abg. Kickl: Es ist auch gut, dass eine Scheibe dazwischen drin ist!) Ich glaube, Sie haben die Europastunde mit einer Therapiestunde der FPÖ verwechselt. Wenn es um Ihren Vorgänger Johann Gudenus geht, wenn es um Ihren Vorvorgänger H.-C. Strache geht (Abg. Kickl: Sie haben ja jetzt Gelegenheit, auf den Herrn Schmid einzugehen! Tun Sie das in epischer Breite!), dann machen Sie das in Ihren Klubsitzungen! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Behelligen Sie nicht das Hohe Haus mit der Aufarbeitung Ihrer parteiinternen, zugegebenermaßen sehr, sehr großen Probleme! (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Sie waren auch mit dabei!
Wenn Sie zu dem von Ihnen gewählten Thema der Europastunde von Wahnsinn sprechen: Das, was bei Ihnen vorgeht, das erinnert mich viel, viel mehr an Wahnsinn als das, was Sie als Wahnsinn anprangern, Herr Klubobmann Kickl! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Sie waren auch mit dabei!) Machen Sie Ihre Therapiestunden – da sind Sie ohnehin gut – im Klub, aber nicht hier im Plenum. Das ist schlichtweg meine Bitte. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt erzählen Sie was zum Herrn Schmid! Bleibt der Schmid oder geht er?)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt erzählen Sie was zum Herrn Schmid! Bleibt der Schmid oder geht er?
Wenn Sie zu dem von Ihnen gewählten Thema der Europastunde von Wahnsinn sprechen: Das, was bei Ihnen vorgeht, das erinnert mich viel, viel mehr an Wahnsinn als das, was Sie als Wahnsinn anprangern, Herr Klubobmann Kickl! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Sie waren auch mit dabei!) Machen Sie Ihre Therapiestunden – da sind Sie ohnehin gut – im Klub, aber nicht hier im Plenum. Das ist schlichtweg meine Bitte. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt erzählen Sie was zum Herrn Schmid! Bleibt der Schmid oder geht er?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: So wie die letzten 40 Jahre! Italien ist bekannt dafür, dass es die Reformen schnell umsetzt!
Dass uns niemand missversteht, auch der Finanzminister hat es schon deutlich angesprochen: Ja, natürlich sind wir bereit zu großer Solidarität, aber unter den richtigen Rahmenbedingungen! Denn eines dürfen wir nicht vergessen, um nur ein Beispiel zu nennen: Wenn nun von dieser 750-Milliarden-Euro-Hilfe ein Betrag von mehr als 80 Milliarden Euro – das ist die Größenordnung, die unser Budget vor der Coronakrise hatte – an Italien geht, dann erwarte ich mir schon – wir haben sehr gute Beziehungen zu Italien –, dass man, wenn man bis zu 500 Euro pro Familie dafür bekommt, dass sie an die Strände zurückkehren, um den Menschen wieder Lebensfreude zu geben, gleichzeitig bereit ist, wenn das Geld also in Anspruch genommen wird, entsprechende Reformen durchzuführen. Diese sind in einzelnen Staaten bitter notwendig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: So wie die letzten 40 Jahre! Italien ist bekannt dafür, dass es die Reformen schnell umsetzt!)
Abg. Meinl-Reisinger: Wo der andere liberale Partner dafür sorgen wird, dass das ...! Ich würde da den Mund nicht zu voll nehmen!
Hausaufgaben sind zu Hause zu erfüllen, und wir haben nun einmal keinen Zentralstaat Europa, sondern eine Struktur, bei der die Nationalstaaten die Hauptverantwortung haben. Das ist das, worum es uns geht – uns, den Schweden, den Dänen, übrigens sozialdemokratisch regiert, den Niederlanden, eine liberale Regierung, Frau Klubobfrau. (Abg. Meinl-Reisinger: Wo der andere liberale Partner dafür sorgen wird, dass das ...! Ich würde da den Mund nicht zu voll nehmen!) Das sind unsere Partner.
Abg. Meinl-Reisinger: Dänemark ist eh schon draußen! Ihr steht allein da!
Ich sage Ihnen auch Folgendes: Nicht nur wir sehen das kritisch (Abg. Meinl-Reisinger: Dänemark ist eh schon draußen! Ihr steht allein da!), völlig unabhängig, Frau Klubobfrau Meinl-Reisinger, sind sicherlich die Richter des deutschen Bundesverfassungsgerichts. Das deutsche Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat jetzt auch darauf hingewiesen, dass neben dem, was die Kommission mit einer riesigen Hilfsleistung vorhat, die notwendig ist, weil wir vor einer einzigartigen Herausforderung nach dieser Coronakrise stehen, die Verhältnismäßigkeit stimmen muss, wenn die EZB eingreift. Eine Zeitlang kann die EZB da natürlich noch helfen, indem sie entsprechende Ankäufe von Staatsanleihen vornimmt, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem die Verhältnismäßigkeit
Abg. Steger: Der ist doch schon seit Langem erreicht! Das hat Sie noch nie gestört!
nicht mehr gegeben ist. (Abg. Steger: Der ist doch schon seit Langem erreicht! Das hat Sie noch nie gestört!) Und das wird richtigerweise vom deutschen Bundesverfassungsgericht eingefordert. – Erster Punkt.
Ruf bei der FPÖ: Das macht sie jetzt schon ...!
Zweiter Punkt, der da ganz wichtig ist: Man muss wieder zu einer Trennung von Geld- und Fiskalpolitik kommen. Es kann wirklich nicht die Aufgabe der EZB sein, neben der Geldpolitik so massiv in die Fiskalpolitik einzugreifen. (Ruf bei der FPÖ: Das macht sie jetzt schon ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger – in Richtung ÖVP –: Da ist eh schon nichts mehr übrig von eurer Position!
Daher sage ich Ihnen: Das, was hier auf europäischer Ebene vorgesehen ist, ist kein Wahnsinn, Kollege Kickl, sondern das sind schwierige und notwendige Hilfsmaßnahmen. Was aber auch richtig ist, ist: Wir müssen da achtsam sein. Solidarität ja, aber unter klaren Rahmenbedingungen und zeitlich befristet. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger – in Richtung ÖVP –: Da ist eh schon nichts mehr übrig von eurer Position!)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist ein Europa, das das Abbild dessen ist, was jetzt bei uns passiert: ein Europa, in dem es auf der einen Seite Armut und Ungerechtigkeit gibt und Almosen gegeben werden und auf der anderen Seite die Superreichen immer reicher werden. Das ist nicht das Europa, das wir haben möchten, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Sehr unterschiedliche Oppositionspositionen!
Was es braucht, ist: Schluss mit dem Steuerdumping (Abg. Wöginger: Sehr unterschiedliche Oppositionspositionen!), her mit der Finanztransaktionssteuer, einheitliche
Abg. Belakowitsch: Sie auch!
Da Sie, geschätzte Damen und Herren von der FPÖ, diese Europastunde mit Arbeitsplätzen und auch finanzieller Gerechtigkeit tituliert haben, muss ich sagen: Sie hätten ja zwei Jahre lang Gelegenheit gehabt, zu versuchen, das mit Ihrer türkisen Ex umzusetzen! (Abg. Belakowitsch: Sie auch!) Was haben Sie gemacht? – Das Gegenteil haben Sie gemacht. Sie haben dafür gesorgt, dass dieses Europa nationalistischer geworden ist und dass dieses Europa schlechter für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geworden ist – gemeinsam mit Ihrem türkisen Ex-Partner. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da Sie, geschätzte Damen und Herren von der FPÖ, diese Europastunde mit Arbeitsplätzen und auch finanzieller Gerechtigkeit tituliert haben, muss ich sagen: Sie hätten ja zwei Jahre lang Gelegenheit gehabt, zu versuchen, das mit Ihrer türkisen Ex umzusetzen! (Abg. Belakowitsch: Sie auch!) Was haben Sie gemacht? – Das Gegenteil haben Sie gemacht. Sie haben dafür gesorgt, dass dieses Europa nationalistischer geworden ist und dass dieses Europa schlechter für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geworden ist – gemeinsam mit Ihrem türkisen Ex-Partner. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Ich glaube, in der SPÖ stehen die Zeichen auf Generationenwechsel!
Dann ist diese neue Regierung gekommen (Ruf bei der FPÖ: Ich glaube, in der SPÖ stehen die Zeichen auf Generationenwechsel!), diese neue Regierung in dieser wichtigsten Zeit für die Europäische Union. Es war kurz die Hoffnung da, dass es vielleicht etwas besser wird, aber diese Hoffnung war nur ein kurzer Schein, denn was kommt aus Österreich? – Unkoordiniertes Torpedieren der Europäischen Union, der europäischen Idee durch den Bundeskanzler, und die Grünen beschweren sich inzwischen schon per Brief bei Frau Merkel darüber. Das alles ist wirklich sehr kurzsichtig im Hinblick auf Europa. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Kickl: Ich glaube, in der SPÖ kündigt sich ein Generationenwechsel an!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Kickl: Ich glaube, in der SPÖ kündigt sich ein Generationenwechsel an!
Dann ist diese neue Regierung gekommen (Ruf bei der FPÖ: Ich glaube, in der SPÖ stehen die Zeichen auf Generationenwechsel!), diese neue Regierung in dieser wichtigsten Zeit für die Europäische Union. Es war kurz die Hoffnung da, dass es vielleicht etwas besser wird, aber diese Hoffnung war nur ein kurzer Schein, denn was kommt aus Österreich? – Unkoordiniertes Torpedieren der Europäischen Union, der europäischen Idee durch den Bundeskanzler, und die Grünen beschweren sich inzwischen schon per Brief bei Frau Merkel darüber. Das alles ist wirklich sehr kurzsichtig im Hinblick auf Europa. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter. – Abg. Kickl: Ich glaube, in der SPÖ kündigt sich ein Generationenwechsel an!)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Wir befinden uns in einer noch nie dagewesenen Krise, die Coronakrise zieht eine noch viel stärkere wirtschaftliche Krise nach sich, die uns wahrscheinlich noch lange beschäftigen wird. Wir haben in Österreich 1,6 Millionen Menschen, die arbeitslos oder in Kurzarbeit sind, Tausende Unternehmen, die ums Überleben kämpfen, Tausende Vereine, die vor dem Nichts stehen, viele Menschen, die nicht wissen, wie es weitergehen soll. Und in dieser Situation sollen wir nun das so dringend benötigte Geld in Milliardenhöhe an die EU zahlen, damit sie es nach Italien und Spanien weiterverteilen kann. Anstatt das Geld für die eigene Bevölkerung, für die eigenen Unternehmen, Vereine, Organisationen zu verwenden, sollen wir für die Schulden anderer Länder zahlen und haften, die vor allem deswegen so schlecht dastehen, weil sie schon vor der Coronakrise so schlecht dagestanden sind. Ich verstehe es einfach nicht. Ich verstehe es nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Die Frage geht an die FPÖ!
Ich verstehe nicht, warum es auch die anderen Parteien in diesem Haus nicht stört, dass gerade diejenigen, die am schlechtesten gewirtschaftet haben, die sich nicht an die Maastrichtkriterien, an die Vorgaben, gehalten haben, nun diejenigen sind, die am meisten bekommen sollen – sie sollen ungefähr die Hälfte der gesamten Hilfszahlung bekommen. Das sind jene Länder, die schon immer wirtschaftlich schlecht dagestanden sind; und diejenigen, die schon immer die Europäische Union finanziert haben, sollen auch dieses Mal wieder zahlen: die Nettozahlerstaaten. Was ist denn das bitte schön für ein Anreizsystem, sehr geehrte Damen und Herren? Solidarität ist schön und gut, aber wo ist die Solidarität mit der eigenen Bevölkerung? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Die Frage geht an die FPÖ!)
Beifall bei der FPÖ.
man wolle keine Zuschüsse –, mit dem Ergebnis, dass wir nun sowohl Zuschüsse als auch Kredite haben, und zwar nicht mehr 500 Milliarden Euro, sondern 750 Milliarden Euro. Ich gratuliere zu diesem Verhandlungserfolg, sehr geehrte ÖVP! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Doch das Schlimmste ist aber, dass die Krise in der EU wieder einmal dafür missbraucht wird, die eigene Macht und die eigenen Kompetenzen zu erweitern, und zwar in zweifacher Hinsicht. Das erste Mal soll nämlich der EU gestattet werden, selber Schulden aufzunehmen und Finanzmittel auf dem Kapitalmarkt zu besorgen. Das wäre eine unglaubliche Kompetenzerweiterung und ein unglaublicher Tabubruch, vor dem ich nur warnen kann, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite Tabubruch wird auch demnächst kommen, nämlich betreffend die Frage der Finanzierung dieser Mittel. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder es wird über den EU-Haushalt finanziert werden, das heißt, die Mitgliedsländer werden dafür zahlen, oder eben über EU-Steuern. Das wäre der nächste gewaltige Tabubruch, sehr geehrte Damen und Herren, weil die Europäische Union derzeit keine Steuerhoheit hat. Wenn wir diese abgeben, dann bedeutet das, wir würden einen der größten Lenkungsmechanismen abgeben, den ein Staat hat, sehr geehrte Damen und Herren, und dann wird die EU auch in Zukunft neue Steuern einführen, und dann wird die Europäische Union in Zukunft nicht nur dem Nationalstaat, sondern auch direkt den Bürgerinnen und Bürgern in die Börsen greifen können, und das wird es mit uns sicher nicht geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
immer noch die rechten Parteien sind. Ich sage nur: Wie blind kann man sein? (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Vana. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Belakowitsch: Fangen Sie neu an! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Belakowitsch: Sie können es noch mal probieren, der Kurz macht das auch ständig!
Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Monika Vana (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrtes Mitglied der Bundesregierung! Liebe Abgeordnete! Liebe KollegInnen! Hohes Haus! Geht es nach unseren EU-NachbarInnen - - Nein, ich muss anders anfangen, tut mir leid! (Abg. Belakowitsch: Fangen Sie neu an! – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ. – Abg. Belakowitsch: Sie können es noch mal probieren, der Kurz macht das auch ständig!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Yılmaz.
Wir teilen längst überwunden geglaubte Grenzen und gemeinsam überwundene Grenzen, wir teilen eine gemeinsame Währung, wir teilen gemeinsame europäische Prinzipien und Werte und wir teilen die sogenannten vier europäischen Freiheiten. Wir teilen die Einsicht, dass europäische Solidarität das Gebot der Stunde ist, und das schließt natürlich alle Menschen ein, die in einem europäischen Land leben. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei den Grünen.
Unter diesem Titel sollte diese Aktuelle Europastunde der FPÖ eigentlich stehen. Dass die FPÖ lieber über ihren Fetisch Grenzschutz oder die angebliche Verschwendung von Steuergeldern für die EU sprechen will, passt zur FPÖ, ist aber wieder einmal Themenverfehlung, und man sieht ja auch, welche Ablenkungsmanöver vom eigentlichen Thema heute gestartet werden. Verwendung von Steuergeldern und FPÖ ist überhaupt ein Widerspruch in sich, wenn man sieht, was alles täglich über die frühere Regierungsbeteiligung der FPÖ ans Licht kommt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Na weil es heute eine Veranstaltung des Europäischen Parlaments gibt! Wofür sind sie denn gewählt?
Sie haben ja heute nicht einmal einen eigenen Abgeordneten des Europäischen Parlaments eingeladen, was ich sehr bitter finde (Abg. Kickl: Na weil es heute eine Veranstaltung des Europäischen Parlaments gibt! Wofür sind sie denn gewählt?), weil Europa ein wichtiges Thema ist. Sie haben auch nicht mitbekommen – das sah man bei Ihrer Rede (in Richtung Abg. Kickl) und der Rede von Frau Kollegin Steger –, dass sich Europa gerade in der Aufarbeitung der schlimmsten Wirtschafts- und Sozialkrise befindet und sich nach dem Zweiten Weltkrieg zum ersten Mal auch richtig bewähren muss.
in Richtung Abg. Kickl
Sie haben ja heute nicht einmal einen eigenen Abgeordneten des Europäischen Parlaments eingeladen, was ich sehr bitter finde (Abg. Kickl: Na weil es heute eine Veranstaltung des Europäischen Parlaments gibt! Wofür sind sie denn gewählt?), weil Europa ein wichtiges Thema ist. Sie haben auch nicht mitbekommen – das sah man bei Ihrer Rede (in Richtung Abg. Kickl) und der Rede von Frau Kollegin Steger –, dass sich Europa gerade in der Aufarbeitung der schlimmsten Wirtschafts- und Sozialkrise befindet und sich nach dem Zweiten Weltkrieg zum ersten Mal auch richtig bewähren muss.
Abg. Kickl: Heute zum Beispiel!
Sie sehen, ich sage Krisen, denn es sind mehrere Krisen, die wir zu bewältigen haben. Es ist einerseits die Gesundheitskrise mit dem Virus, andererseits aber auch eine Wirtschaftskrise, eine Sozialkrise, und wir haben eine Klimakrise zu bewältigen. Das ist das Thema, das dieser Tage im Europaparlament besprochen wird (Abg. Kickl: Heute zum Beispiel!) – heute am Nachmittag beginnt unser dreitägiges Plenum (Abg. Kickl: Na eben!) –, das ist das Thema, das auch die Staats- und RegierungschefInnen am Freitag bei ihrem EU-Gipfel besprechen werden und das ist das Thema, über das wir
Abg. Kickl: Na eben!
Sie sehen, ich sage Krisen, denn es sind mehrere Krisen, die wir zu bewältigen haben. Es ist einerseits die Gesundheitskrise mit dem Virus, andererseits aber auch eine Wirtschaftskrise, eine Sozialkrise, und wir haben eine Klimakrise zu bewältigen. Das ist das Thema, das dieser Tage im Europaparlament besprochen wird (Abg. Kickl: Heute zum Beispiel!) – heute am Nachmittag beginnt unser dreitägiges Plenum (Abg. Kickl: Na eben!) –, das ist das Thema, das auch die Staats- und RegierungschefInnen am Freitag bei ihrem EU-Gipfel besprechen werden und das ist das Thema, über das wir
Beifall bei den Grünen.
Wir können diese Krisen nur gemeinsam bewältigen, und zwar mit einem massiven europäischen Aufbau- und Umbauprogramm, mit sozialer Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit und mit einem europäischen Green Deal. (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Was heißt das für uns? – Das heißt, wir müssen sofort beginnen, unser Wirtschaftssystem und unsere Gesellschaft nachhaltig zu gestalten. Statt mit Steuergeld fossile Brennstoffe zu fördern, brauchen wir jetzt Investitionen, und zwar Investitionen in nachhaltige Mobilität, Energiewende und nachhaltige Arbeitsplätze. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es geht um nichts weniger als den europaweiten Umbau der Wirtschafts- und Sozialsysteme in eine Klima- und Sozialunion. Die Stunde der EU ist jetzt! Wenn Nationalstaaten an ihre Grenzen kommen, dann kann Europa und können wir diese überwinden. Das ist die Grundidee der Europäischen Union und das ist, siehe Aktuelle Europastunde, aktueller denn je. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Mitglied des Europäischen Parlaments Claudia Gamon, MSc (WU) (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es geht hier diesmal um alles: Es geht in dieser Diskussion um das Wiederaufbaupaket. Es geht nicht nur darum, ob und wie gut Europa aus der Krise kommt. Es geht darum, ob wir überhaupt gemeinsam aus dieser Krise kommen werden, ob am Ende noch alle dabei sein werden, dass wir niemanden am Weg aus der Krise heraus verlieren. Es geht darum, ob Europa danach überhaupt noch eine Rolle spielen wird oder ob die Weltpolitik nach dieser Krise von jemand anderem gemacht werden wird und wir nur noch ein Beiwagerl sein werden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das EU-Parlament ist diesbezüglich als Erstes in die Vorlage gegangen, dann sind Deutschland und Frankreich mit einem Vorschlag für die KollegInnen im Rat vorgeprescht. Die Diskussionsgrundlage der EU-Kommission liegt jetzt am Tisch. Es ist ein Wiederaufbaupaket, das garantieren soll, dass die europäische Wirtschaft nicht nur überlebensfähig durch die Krise kommt, sondern auch danach widerstandsfähig und zukunftsfähig sein wird – nachhaltig! Es geht darum, wie meine Vorrednerin gesagt hat, ob eine Zukunft für unsere Union überhaupt möglich sein wird. Dass sich das offizielle Österreich, vertreten durch die schwarz-grüne Bundesregierung, da mit dieser Schallplatte mit den gleichen vier Sätzen, die immer wieder gespielt wird, gegen diesen Vorschlag aufstellt, ist für diesen Diskurs wirklich beschämend, finde ich. (Beifall bei den NEOS.) Es ist beschämend, es ist ein Risiko für diesen Kontinent. Es ist ein Risiko, dass das offizielle Österreich da für uns eingeht. Es ist das Risiko, dass diese Hilfe nicht zustande kommen könnte oder nicht ausreichend sein wird. Es ist das Risiko, dass diese
Beifall bei den NEOS.
Diese Position dieser geizigen vier – wie man darauf übrigens stolz sein kann, ist mir überhaupt nicht verständlich, das ist ein Verein der Zukunftsverweigerer, in dem sich jetzt auch Österreich befindet und darauf auch noch stolz ist – ist die simple Message: Das wollen wir einfach nicht!, ohne auf Details einzugehen oder eine eigene Vorstellung zu liefern, was man denn stattdessen machen würde. Es ist die totale Weigerung, sich mit der Größenordnung des Problems auseinanderzusetzen. Es ist die intellektuelle Weigerung, sich damit auseinanderzusetzen, welche Maßnahmen wirklich notwendig sind. Schlussendlich ist es – mit der Zusatzkommunikation, die von diversen Ministerinnen und Ministern kommt, die auch vom Bundeskanzler kommt – die Unfähigkeit, die Wirtschaftshilfe in Österreich im Moment auf gute Beine zu stellen – die Schuld daran wird der EU in die Schuhe geschoben. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kassegger: Die haben nur die Schulden zurückzuzahlen die nächsten 40 Jahre! Das ist der Plan, und das ist kein guter Plan!
Die Europäische Union will einen Plan aufsetzen, der garantiert, dass die nächste Generation in der Union eine Zukunft hat, eine Zukunft im gemeinsamen Europa. (Abg. Kassegger: Die haben nur die Schulden zurückzuzahlen die nächsten 40 Jahre! Das ist der Plan, und das ist kein guter Plan!) Ein Großteil dieses Wohlstands, den wir auch in Österreich haben, auch dieser Grundlage, worüber jetzt viele hier sagen: Wir sind jetzt vielleicht vergleichsweise gut bis hierher gekommen, weil wir früher auch ab und zu ein wenig besser gehaushaltet haben als andere!, kommt auch daher, dass wir in unserer Wirtschaft so eng mit unseren Nachbarländern vernetzt sind. Der Erfolg in Europa kommt von der Gemeinsamkeit. Der Erfolg in Europa kommt von der Zusammenarbeit – und wir sind drauf und dran, das alles zu riskieren. Wir riskieren die Grundlage, auf der unser Wohlstand aufbaut. Wir riskieren mit dieser destruktiven Haltung, die wir da an den Tag legen, alles.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Dabei wäre es so wichtig, dass wir stattdessen endlich anfangen, über die Details zu reden: Wie sollen diese Recovery- und Resilienceplans, auf denen das Ganze basiert, denn genau ausschauen? Wie schaut die Kontrolle aus? Aber dadurch, dass diese geizigen vier genau diese Debatte verhindern, kommen wir erst gar nicht dazu, über das zu sprechen. Diese Solidarität, um die es jetzt hier geht, dass man bereit ist, in die Vorlage zu gehen, bereit ist, in die Zukunft zu investieren, auch bereit ist, zugunsten eines anderen, eines nachhaltigeren, eines digitaleren Europas der Zukunft finanzielle Solidarität zu leisten und füreinander da zu sein, ist meiner Meinung nach nicht nur eine moralische Verantwortung, sondern es ist auch eine Verantwortung gegenüber der österreichischen Wirtschaft, es ist eine Verantwortung gegenüber den österreichischen Bürgerinnen und Bürgern, die nur in einem gemeinsamen, starken Europa eine Zukunft haben werden. Alles andere ist Zukunftsvergessenheit, es ist beschämend, es ist ein Risiko für unsere Kinder, es ist ein Risiko für unsere Zukunft. Wir sollten uns für ein starkes Europa einsetzen, denn das ist alles, was wir haben. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Gott sei Dank sind wir in Österreich auch als Staat budgetär in der Lage, Hilfspakete, Restrukturierungspakete, aber auch Konjunkturpakete in einer Größenordnung von zwischenzeitlich 50 Milliarden Euro zu schnüren. Es würden sich viele andere Staaten wünschen, dass sie der Bevölkerung und der Wirtschaft in diesem Maße helfen können. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Wir können es, und wir tun es auch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.
Gott sei Dank sind wir in Österreich auch als Staat budgetär in der Lage, Hilfspakete, Restrukturierungspakete, aber auch Konjunkturpakete in einer Größenordnung von zwischenzeitlich 50 Milliarden Euro zu schnüren. Es würden sich viele andere Staaten wünschen, dass sie der Bevölkerung und der Wirtschaft in diesem Maße helfen können. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Wir können es, und wir tun es auch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Abg. Kickl: Ja, eh!
Herr Kickl, es kann auch unseren Beschäftigten in Österreich nicht egal sein – die Sie freundlicherweise als Familienmitglieder bezeichnet haben, das sind sie ja auch –, wie es unseren Wirtschaftspartnern, zum Beispiel Italien und Spanien, geht, weil die Exporte nach Italien und Spanien 8 Prozent unserer Gesamtexporte ausmachen (Abg. Kickl: Ja, eh!), weil sie 3 Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes ausmachen und über 100 000 Jobs von hier in Österreich beschäftigten Menschen sichern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt kaufen wir unser ... selber!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt kaufen wir unser ... selber!
Herr Kickl, es kann auch unseren Beschäftigten in Österreich nicht egal sein – die Sie freundlicherweise als Familienmitglieder bezeichnet haben, das sind sie ja auch –, wie es unseren Wirtschaftspartnern, zum Beispiel Italien und Spanien, geht, weil die Exporte nach Italien und Spanien 8 Prozent unserer Gesamtexporte ausmachen (Abg. Kickl: Ja, eh!), weil sie 3 Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes ausmachen und über 100 000 Jobs von hier in Österreich beschäftigten Menschen sichern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt kaufen wir unser ... selber!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt müssen Sie sich einmal entscheiden, ob Sie hinter der Merkel herreden oder hinter wem anderen!
Das heißt, meine Damen und Herren, Versuche zur Stabilisierung der Wirtschaft in Krisenländern sind auch ein Beitrag zur Jobsicherung in Österreich, zur Sicherung von Jobs, wie Sie es genannt haben, von Familienmitgliedern, von Österreicherinnen und Österreichern, die sonst ihren Job verlieren würden. Das ist notwendig, oder umgekehrt, Herr Kickl: Das nicht zu tun, wäre ein zusätzlicher Schaden an den Österreicherinnen und Österreichern und deren Jobs. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Jetzt müssen Sie sich einmal entscheiden, ob Sie hinter der Merkel herreden oder hinter wem anderen!)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Es kann uns, Herr Kickl, da gebe ich Ihnen schon recht, aber auch nicht egal sein, wie diese Länder innerhalb des Landes wirtschaften. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Deswegen muss klar sein – da ich bin sehr für eine Differenzierung –: Wir nehmen – ob über Zuschüsse und/oder Kredite – Geld für die Stärkung der Wirtschaft in diesen Ländern in die Hand (Abg. Steger: Also zahlen wir nichts!), aber nicht ohne Bedingungen (Abg. Steger: Das wird zum Schuldenabbau verwendet!), kein Geld direkt in den allgemeinen Haushalt dieser Länder, sondern in direkte Hilfen in die Wirtschaftsstrukturen (Abg. Meinl-Reisinger: Lesen Sie die Vorschläge der Europäischen Union?), sodass letzten Endes die Menschen dort davon profitieren können, aber nicht zuletzt – indirekt – auch die Menschen in Ländern wie Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steger: Also zahlen wir nichts!
Es kann uns, Herr Kickl, da gebe ich Ihnen schon recht, aber auch nicht egal sein, wie diese Länder innerhalb des Landes wirtschaften. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Deswegen muss klar sein – da ich bin sehr für eine Differenzierung –: Wir nehmen – ob über Zuschüsse und/oder Kredite – Geld für die Stärkung der Wirtschaft in diesen Ländern in die Hand (Abg. Steger: Also zahlen wir nichts!), aber nicht ohne Bedingungen (Abg. Steger: Das wird zum Schuldenabbau verwendet!), kein Geld direkt in den allgemeinen Haushalt dieser Länder, sondern in direkte Hilfen in die Wirtschaftsstrukturen (Abg. Meinl-Reisinger: Lesen Sie die Vorschläge der Europäischen Union?), sodass letzten Endes die Menschen dort davon profitieren können, aber nicht zuletzt – indirekt – auch die Menschen in Ländern wie Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steger: Das wird zum Schuldenabbau verwendet!
Es kann uns, Herr Kickl, da gebe ich Ihnen schon recht, aber auch nicht egal sein, wie diese Länder innerhalb des Landes wirtschaften. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Deswegen muss klar sein – da ich bin sehr für eine Differenzierung –: Wir nehmen – ob über Zuschüsse und/oder Kredite – Geld für die Stärkung der Wirtschaft in diesen Ländern in die Hand (Abg. Steger: Also zahlen wir nichts!), aber nicht ohne Bedingungen (Abg. Steger: Das wird zum Schuldenabbau verwendet!), kein Geld direkt in den allgemeinen Haushalt dieser Länder, sondern in direkte Hilfen in die Wirtschaftsstrukturen (Abg. Meinl-Reisinger: Lesen Sie die Vorschläge der Europäischen Union?), sodass letzten Endes die Menschen dort davon profitieren können, aber nicht zuletzt – indirekt – auch die Menschen in Ländern wie Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Lesen Sie die Vorschläge der Europäischen Union?
Es kann uns, Herr Kickl, da gebe ich Ihnen schon recht, aber auch nicht egal sein, wie diese Länder innerhalb des Landes wirtschaften. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Deswegen muss klar sein – da ich bin sehr für eine Differenzierung –: Wir nehmen – ob über Zuschüsse und/oder Kredite – Geld für die Stärkung der Wirtschaft in diesen Ländern in die Hand (Abg. Steger: Also zahlen wir nichts!), aber nicht ohne Bedingungen (Abg. Steger: Das wird zum Schuldenabbau verwendet!), kein Geld direkt in den allgemeinen Haushalt dieser Länder, sondern in direkte Hilfen in die Wirtschaftsstrukturen (Abg. Meinl-Reisinger: Lesen Sie die Vorschläge der Europäischen Union?), sodass letzten Endes die Menschen dort davon profitieren können, aber nicht zuletzt – indirekt – auch die Menschen in Ländern wie Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es kann uns, Herr Kickl, da gebe ich Ihnen schon recht, aber auch nicht egal sein, wie diese Länder innerhalb des Landes wirtschaften. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Deswegen muss klar sein – da ich bin sehr für eine Differenzierung –: Wir nehmen – ob über Zuschüsse und/oder Kredite – Geld für die Stärkung der Wirtschaft in diesen Ländern in die Hand (Abg. Steger: Also zahlen wir nichts!), aber nicht ohne Bedingungen (Abg. Steger: Das wird zum Schuldenabbau verwendet!), kein Geld direkt in den allgemeinen Haushalt dieser Länder, sondern in direkte Hilfen in die Wirtschaftsstrukturen (Abg. Meinl-Reisinger: Lesen Sie die Vorschläge der Europäischen Union?), sodass letzten Endes die Menschen dort davon profitieren können, aber nicht zuletzt – indirekt – auch die Menschen in Ländern wie Österreich. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: – auf die rot leuchtende Lampe am Rednerpult weisend –: Schon aus!
Und eines sage ich auch dazu (Abg. Kickl: – auf die rot leuchtende Lampe am Rednerpult weisend –: Schon aus!):
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Abgeordneter Karlheinz Kopf (fortsetzend): Diese Gelder beziehungsweise diese Hilfsgelder sollen nicht ohne Bedingungen bezüglich Reformen zur Sanierung der eigenen Haushalte an diese Länder gehen. Hilfe? – Ja, aber unter strengen Auflagen und unter größtmöglichen eigenen Anstrengungen in diesen Ländern, nur unter diesen Bedingungen! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Kolleginnen und Kollegen! Zunächst möchte ich eines festhalten: Die Europastunde zeigt uns eines: Europa ist ein Teil von uns, Europa ist etwas, zu dem wir uns auch wirklich bekannt haben und vor allem ist Europa auch etwas, für das es sich zu kämpfen lohnt. Gerade deshalb finde ich es immer wirklich sehr bedrückend und eigentlich unerträglich, wenn wir bei vielen Pressekonferenzen, Interviews oder öffentlichen Auftritten ständig hören: Wir – und die anderen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Gerade Österreich rühmt sich immer, dass die Jugendarbeitslosigkeit bei uns besonders niedrig war – das war auch gut so; die aktuellen Zahlen zeichnen da ja ein sehr düsteres Bild, denn die Schere zwischen offenen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden klafft immer weiter auseinander –, aber eine Lost Generation darf und kann nicht nur in Österreich Thema sein. Eine starke, selbstbewusste nächste Generation in ganz Europa muss für uns einfach Priorität haben! Es braucht schleunigst flächendeckend Jugendbeschäftigungsprogramme, um Depression, Chancen- und Arbeitslosigkeit der jungen Generation abzuwenden. Wir alle sitzen im selben Boot! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir lesen, dass im April 2020 15 Prozent der jungen Menschen unter 25 arbeitslos waren – das sind 2,8 Millionen Menschen in der Europäischen Union – und Griechenland und Spanien sogar einen Wert von über 30 Prozent hatten, dann sind das Zahlen, die uns zum Handeln auffordern müssen. Wir müssen vor allem den Weg in Richtung einer echten Sozialunion gehen, das muss auch auf unserer Agenda betreffend den europäischen Gedanken ganz, ganz oben stehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Genauso wie die Coronakrise nicht am Brenner haltmacht oder kurz vor Passau sagt: Ups, Grenze!, so tut es auch die Klimakrise nicht; wir haben schon gehört, dass das jetzt auch im Europaparlament Thema ist. Diese Klimakrise schwebt seit geraumer Zeit wie ein Damoklesschwert über uns, und deswegen ist ein Green Deal für Europa jetzt wichtig: Er darf nicht länger auf die lange Bank geschoben werden, wir müssen jetzt in eine saubere Zukunft investieren, weil das gleichzeitig auch die Konjunktur ankurbelt und einen nachhaltigen Planeten und unsere Zukunft sichert. Es braucht eine klare budgetäre Absicherung dieses Green New Deals! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend möchte ich noch eines festhalten: Es geht um drei wesentliche Dinge, wenn wir über die Zukunft Europas sprechen: Es geht um eine Jugend, die nicht von Arbeitslosigkeit betroffen ist, sondern von Chancen profitiert; es geht um eine Umwelt, die Artenvielfalt und Lebensqualität sichert, und einen Green New Deal, der vollends umgesetzt ist; und es geht um ein Europa, das geeint und gestärkt agiert, sich nicht im nationalstaatlichen Klein-Klein verliert und gemeinsam und visionär handelt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Blümel, ich glaube nicht, dass Sie das so durchziehen, wie Sie sich jetzt inszenieren – Sie sind die Sparsamen und die Mahner und hin und her –, Sie werden am Ende des Tages umfallen. Warum fallen Sie um? – Weil die ÖVP immer umfällt! Sie fallen nach links um, noch vorne oder nach hinten: Am Ende des Tages werden Sie in irgendeine Richtung umfallen – das hat Ihnen Klubobmann Kickl schon vorhin dargelegt, und das wissen Sie ganz genau –, weil es in der DNA der ÖVP ist, dass Sie auf europäischer Ebene gut dastehen, dass Sie von Ihren Partnern gehätschelt werden möchten und dass Sie möchten, dass Ihnen in Brüssel auf die Schulter geklopft wird. (Beifall bei der FPÖ.) Die Österreicher aber, die aufgrund Ihrer Politik vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, werden Ihnen sicher nicht auf die Schulter klopfen, Herr Blümel.
Beifall bei der FPÖ.
Diese Erpressungsmaßnahmen des Herrn Erdoğan können wir uns nicht länger bieten lassen! Dieser Flüchtlingspakt war von Anfang an falsch. Die FPÖ hat immer davor gewarnt, und jetzt sehen wir, was wir davon haben, wenn wir mit einem Despoten wie Erdoğan in der Flüchtlingsfrage einen Deal eingehen. Das ist ein Fass ohne Boden, und die Europäische Union wird dauerhaft erpressbar sein, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (fortsetzend): Was wir nicht brauchen, ist, dass auch nur ein zusätzlicher österreichischer Steuercent an diese Geldverschwender in Brüssel geht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Europa steht zweifelsohne vor großen Herausforderungen, und die Coronapandemie hat wie ein Röntgengerät, wie ich immer sage, genau das sichtbar gemacht, was wir schon davor an Defiziten kannten. Die Frage ist aber, wie wir jetzt damit umgehen. Verweigerer war heute schon ein adäquates Wort, wie ich meine, wenn es nämlich um den Umgang der FPÖ mit all diesen Herausforderungen geht. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Ich frage mich wirklich ernsthaft, wieso Sie nicht einen Öxitantrag stellen und gleich dazu stehen (Abg. Steger: Sie gehen nie auf Argumente ein! Sie sagen immer nur ...!), dass Sie nicht nur die Realität, sondern auch jegliche sachliche Auseinandersetzung zu diesem Thema verweigern, dass Sie in diesem Europa wirklich, ich weiß nicht, spalten statt gestalten wollen (Abg. Steger: Sagen Sie was zu konkreten Punkten!) und eigentlich keinerlei Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung auf europäischer Ebene dahin gehend (Abg. Meinl-Reisinger: Sagen Sie, was die Position der Regierungsparteien ist!) haben, was der Beitrag Österreichs zu einem solidarischen Europa bedeuten könnte. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Steger: Sie gehen nie auf Argumente ein! Sie sagen immer nur ...!
Europa steht zweifelsohne vor großen Herausforderungen, und die Coronapandemie hat wie ein Röntgengerät, wie ich immer sage, genau das sichtbar gemacht, was wir schon davor an Defiziten kannten. Die Frage ist aber, wie wir jetzt damit umgehen. Verweigerer war heute schon ein adäquates Wort, wie ich meine, wenn es nämlich um den Umgang der FPÖ mit all diesen Herausforderungen geht. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Ich frage mich wirklich ernsthaft, wieso Sie nicht einen Öxitantrag stellen und gleich dazu stehen (Abg. Steger: Sie gehen nie auf Argumente ein! Sie sagen immer nur ...!), dass Sie nicht nur die Realität, sondern auch jegliche sachliche Auseinandersetzung zu diesem Thema verweigern, dass Sie in diesem Europa wirklich, ich weiß nicht, spalten statt gestalten wollen (Abg. Steger: Sagen Sie was zu konkreten Punkten!) und eigentlich keinerlei Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung auf europäischer Ebene dahin gehend (Abg. Meinl-Reisinger: Sagen Sie, was die Position der Regierungsparteien ist!) haben, was der Beitrag Österreichs zu einem solidarischen Europa bedeuten könnte. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Steger: Sagen Sie was zu konkreten Punkten!
Europa steht zweifelsohne vor großen Herausforderungen, und die Coronapandemie hat wie ein Röntgengerät, wie ich immer sage, genau das sichtbar gemacht, was wir schon davor an Defiziten kannten. Die Frage ist aber, wie wir jetzt damit umgehen. Verweigerer war heute schon ein adäquates Wort, wie ich meine, wenn es nämlich um den Umgang der FPÖ mit all diesen Herausforderungen geht. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Ich frage mich wirklich ernsthaft, wieso Sie nicht einen Öxitantrag stellen und gleich dazu stehen (Abg. Steger: Sie gehen nie auf Argumente ein! Sie sagen immer nur ...!), dass Sie nicht nur die Realität, sondern auch jegliche sachliche Auseinandersetzung zu diesem Thema verweigern, dass Sie in diesem Europa wirklich, ich weiß nicht, spalten statt gestalten wollen (Abg. Steger: Sagen Sie was zu konkreten Punkten!) und eigentlich keinerlei Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung auf europäischer Ebene dahin gehend (Abg. Meinl-Reisinger: Sagen Sie, was die Position der Regierungsparteien ist!) haben, was der Beitrag Österreichs zu einem solidarischen Europa bedeuten könnte. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Meinl-Reisinger: Sagen Sie, was die Position der Regierungsparteien ist!
Europa steht zweifelsohne vor großen Herausforderungen, und die Coronapandemie hat wie ein Röntgengerät, wie ich immer sage, genau das sichtbar gemacht, was wir schon davor an Defiziten kannten. Die Frage ist aber, wie wir jetzt damit umgehen. Verweigerer war heute schon ein adäquates Wort, wie ich meine, wenn es nämlich um den Umgang der FPÖ mit all diesen Herausforderungen geht. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Ich frage mich wirklich ernsthaft, wieso Sie nicht einen Öxitantrag stellen und gleich dazu stehen (Abg. Steger: Sie gehen nie auf Argumente ein! Sie sagen immer nur ...!), dass Sie nicht nur die Realität, sondern auch jegliche sachliche Auseinandersetzung zu diesem Thema verweigern, dass Sie in diesem Europa wirklich, ich weiß nicht, spalten statt gestalten wollen (Abg. Steger: Sagen Sie was zu konkreten Punkten!) und eigentlich keinerlei Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung auf europäischer Ebene dahin gehend (Abg. Meinl-Reisinger: Sagen Sie, was die Position der Regierungsparteien ist!) haben, was der Beitrag Österreichs zu einem solidarischen Europa bedeuten könnte. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Europa steht zweifelsohne vor großen Herausforderungen, und die Coronapandemie hat wie ein Röntgengerät, wie ich immer sage, genau das sichtbar gemacht, was wir schon davor an Defiziten kannten. Die Frage ist aber, wie wir jetzt damit umgehen. Verweigerer war heute schon ein adäquates Wort, wie ich meine, wenn es nämlich um den Umgang der FPÖ mit all diesen Herausforderungen geht. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Ich frage mich wirklich ernsthaft, wieso Sie nicht einen Öxitantrag stellen und gleich dazu stehen (Abg. Steger: Sie gehen nie auf Argumente ein! Sie sagen immer nur ...!), dass Sie nicht nur die Realität, sondern auch jegliche sachliche Auseinandersetzung zu diesem Thema verweigern, dass Sie in diesem Europa wirklich, ich weiß nicht, spalten statt gestalten wollen (Abg. Steger: Sagen Sie was zu konkreten Punkten!) und eigentlich keinerlei Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung auf europäischer Ebene dahin gehend (Abg. Meinl-Reisinger: Sagen Sie, was die Position der Regierungsparteien ist!) haben, was der Beitrag Österreichs zu einem solidarischen Europa bedeuten könnte. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Zwischenruf der Abg. Steger
Wir brauchen genau diese Solidarität jetzt! Ich glaube, Sie verkennen einiges, angefangen bei Schengen über den Binnenraum bis hin zu diversesten Verträgen, die wir innerhalb der Europäischen Union haben, und dem entsprechend notwendigen Beitrag Österreichs als Mitgliedstaat. Es ist ja nicht so, dass wir eine Insel wären (Zwischenruf der Abg. Steger), wir befinden uns im Herzen von Europa. Österreichs Beitrag ist ganz, ganz wichtig. Sich da rauszunehmen und einfach etwas zum Thema der Aktuellen Europastunde zu machen und dann, wie gesagt, von Krediten, Drogen und sonstigen Dingen zu reden und hinauszulaufen – der Obmann Ihrer Partei ist ja nicht einmal mehr im Saal – ist wirklich ein schlechtes Zeugnis dafür, wie wir hier im österreichischen Parlament mit solch einem wichtigen Thema umgehen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Wir brauchen genau diese Solidarität jetzt! Ich glaube, Sie verkennen einiges, angefangen bei Schengen über den Binnenraum bis hin zu diversesten Verträgen, die wir innerhalb der Europäischen Union haben, und dem entsprechend notwendigen Beitrag Österreichs als Mitgliedstaat. Es ist ja nicht so, dass wir eine Insel wären (Zwischenruf der Abg. Steger), wir befinden uns im Herzen von Europa. Österreichs Beitrag ist ganz, ganz wichtig. Sich da rauszunehmen und einfach etwas zum Thema der Aktuellen Europastunde zu machen und dann, wie gesagt, von Krediten, Drogen und sonstigen Dingen zu reden und hinauszulaufen – der Obmann Ihrer Partei ist ja nicht einmal mehr im Saal – ist wirklich ein schlechtes Zeugnis dafür, wie wir hier im österreichischen Parlament mit solch einem wichtigen Thema umgehen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Steger: Okay, ich fasse zusammen: keine Argumente, auf keine eingegangen!
Ja, es geht um die nächste Generation, und ich frage mich wirklich, was sich diese nächste Generation, die uns zuschaut, nach dieser Debatte, nach eben diesem Wirrwarr an unterschiedlichen Meldungen, denken muss, wie wir diese Herausforderungen bewältigen wollen. Also bitte seien Sie zumindest so ehrlich und stellen Sie das nächste Mal gleich einen konkreten Antrag für den Austritt Österreichs aus der Europäischen Union (Abg. Steger: Okay, ich fasse zusammen: keine Argumente, auf keine eingegangen!) oder fangen Sie endlich damit an, Gegenvorschläge zu machen, wenn Sie
Abg. Martin Graf: Da habts aber geschlafen! – Abg. Steger: Da müssen Sie besser zuhören!
Monika Vana hat es schon gesagt, nicht einmal Ihr Europaabgeordneter hat sich bemüht, heute herzukommen, und ich habe weder im EU-Hauptausschuss vor zwei Tagen noch heute einen einzigen konkreten Vorschlag seitens der Freiheitlichen gehört, wie Sie gestalten wollen. (Abg. Martin Graf: Da habts aber geschlafen! – Abg. Steger: Da müssen Sie besser zuhören!) Stattdessen spalten Sie hier weiter (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Martin Graf), und das kann nicht unser Zugang sein. Ich muss mich wirklich auch (Abg. Steger: Ihre Rede geht nur über die FPÖ, über die Europäische Union reden Sie nicht!) wundern, wie Sie es schaffen, hier rauszukommen und zu behaupten, dass Ihnen die Europäische Union noch irgendwie ein Anliegen wäre, denn in Ihren Redebeiträgen spiegelt sich das keinesfalls wider. (Abg. Steger: ... Finanzierung! – Abg. Martin Graf: Kein einziger inhaltlicher Punkt!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Martin Graf
Monika Vana hat es schon gesagt, nicht einmal Ihr Europaabgeordneter hat sich bemüht, heute herzukommen, und ich habe weder im EU-Hauptausschuss vor zwei Tagen noch heute einen einzigen konkreten Vorschlag seitens der Freiheitlichen gehört, wie Sie gestalten wollen. (Abg. Martin Graf: Da habts aber geschlafen! – Abg. Steger: Da müssen Sie besser zuhören!) Stattdessen spalten Sie hier weiter (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Martin Graf), und das kann nicht unser Zugang sein. Ich muss mich wirklich auch (Abg. Steger: Ihre Rede geht nur über die FPÖ, über die Europäische Union reden Sie nicht!) wundern, wie Sie es schaffen, hier rauszukommen und zu behaupten, dass Ihnen die Europäische Union noch irgendwie ein Anliegen wäre, denn in Ihren Redebeiträgen spiegelt sich das keinesfalls wider. (Abg. Steger: ... Finanzierung! – Abg. Martin Graf: Kein einziger inhaltlicher Punkt!)
Abg. Steger: Ihre Rede geht nur über die FPÖ, über die Europäische Union reden Sie nicht!
Monika Vana hat es schon gesagt, nicht einmal Ihr Europaabgeordneter hat sich bemüht, heute herzukommen, und ich habe weder im EU-Hauptausschuss vor zwei Tagen noch heute einen einzigen konkreten Vorschlag seitens der Freiheitlichen gehört, wie Sie gestalten wollen. (Abg. Martin Graf: Da habts aber geschlafen! – Abg. Steger: Da müssen Sie besser zuhören!) Stattdessen spalten Sie hier weiter (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Martin Graf), und das kann nicht unser Zugang sein. Ich muss mich wirklich auch (Abg. Steger: Ihre Rede geht nur über die FPÖ, über die Europäische Union reden Sie nicht!) wundern, wie Sie es schaffen, hier rauszukommen und zu behaupten, dass Ihnen die Europäische Union noch irgendwie ein Anliegen wäre, denn in Ihren Redebeiträgen spiegelt sich das keinesfalls wider. (Abg. Steger: ... Finanzierung! – Abg. Martin Graf: Kein einziger inhaltlicher Punkt!)
Abg. Steger: ... Finanzierung! – Abg. Martin Graf: Kein einziger inhaltlicher Punkt!
Monika Vana hat es schon gesagt, nicht einmal Ihr Europaabgeordneter hat sich bemüht, heute herzukommen, und ich habe weder im EU-Hauptausschuss vor zwei Tagen noch heute einen einzigen konkreten Vorschlag seitens der Freiheitlichen gehört, wie Sie gestalten wollen. (Abg. Martin Graf: Da habts aber geschlafen! – Abg. Steger: Da müssen Sie besser zuhören!) Stattdessen spalten Sie hier weiter (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Martin Graf), und das kann nicht unser Zugang sein. Ich muss mich wirklich auch (Abg. Steger: Ihre Rede geht nur über die FPÖ, über die Europäische Union reden Sie nicht!) wundern, wie Sie es schaffen, hier rauszukommen und zu behaupten, dass Ihnen die Europäische Union noch irgendwie ein Anliegen wäre, denn in Ihren Redebeiträgen spiegelt sich das keinesfalls wider. (Abg. Steger: ... Finanzierung! – Abg. Martin Graf: Kein einziger inhaltlicher Punkt!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Martin Graf und Steger
In diesem Sinne: Ja, wichtige Aktuelle Europastunde, aber nein, wir kommen hier, glaube ich, nicht weiter, weil sich diese Debatte zumindest bisher in populistischen Verkürzungen (Zwischenrufe der Abgeordneten Martin Graf und Steger) und nationalistischen Scheuklappen, die da an den Tag gelegt werden, erschöpft, anstatt dass wirklich konkret darüber geredet wird, was wir in Europa brauchen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.
In diesem Sinne: Ja, wichtige Aktuelle Europastunde, aber nein, wir kommen hier, glaube ich, nicht weiter, weil sich diese Debatte zumindest bisher in populistischen Verkürzungen (Zwischenrufe der Abgeordneten Martin Graf und Steger) und nationalistischen Scheuklappen, die da an den Tag gelegt werden, erschöpft, anstatt dass wirklich konkret darüber geredet wird, was wir in Europa brauchen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Ich sage Ihnen eines: Die einzige Antwort auf die Herausforderungen in Europa ist Europa. Ja, wir haben viele Reformen vor uns, wir haben viele Defizite, die wir angehen müssen, aber das können wir nur gemeinsam tun. Dieses Gemeinsame sollten wir betonen, anstatt die Länder noch mehr gegeneinander auszuspielen. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Sie verweigern ja nicht nur die Realität, Sie sehen ja auch nicht, dass all das, was wir tun, zu einem Dominoeffekt führt und Auswirkungen auf alle Mitgliedstaaten hat. Das sehen Sie nicht, und ich glaube, es holt Sie auch kein sachliches Argument ab (Abg. Scherak: Du bringst aber auch keines! – Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS), denn Sie werden hier weiterhin Ihre populistischen Verkürzungen vortragen.
Abg. Scherak: Du bringst aber auch keines! – Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS
Ich sage Ihnen eines: Die einzige Antwort auf die Herausforderungen in Europa ist Europa. Ja, wir haben viele Reformen vor uns, wir haben viele Defizite, die wir angehen müssen, aber das können wir nur gemeinsam tun. Dieses Gemeinsame sollten wir betonen, anstatt die Länder noch mehr gegeneinander auszuspielen. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Sie verweigern ja nicht nur die Realität, Sie sehen ja auch nicht, dass all das, was wir tun, zu einem Dominoeffekt führt und Auswirkungen auf alle Mitgliedstaaten hat. Das sehen Sie nicht, und ich glaube, es holt Sie auch kein sachliches Argument ab (Abg. Scherak: Du bringst aber auch keines! – Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS), denn Sie werden hier weiterhin Ihre populistischen Verkürzungen vortragen.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das war ein bissl wenig! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Schade um diese Aktuelle Europastunde, schade darum! Nicht nur Europa ist wichtig, sondern auch, dass wir dieses Versprechen für die nächsten Generationen tatsächlich erneuern. Das ist heute leider nicht passiert. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Das war ein bissl wenig! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ
Abgeordnete Mag. Beate Meinl-Reisinger, MES (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe alle, die uns zuschauen! Liebe Frau Kollegin Ernst-Dziedzic, ich bin ein wenig ratlos. Wir haben hier eine ganz wesentliche Debatte zur Zukunft Europas, zur Frage des Wiederaufbaus, und ja, es ist immer leicht und ich tue mir da als Vertreterin der NEOS auch leicht, die FPÖ und ihre Position in europapolitischen Fragen zu bashen, aber Sie sind Vertreterin einer Regierungspartei. Die Position der österreichischen Bundesregierung in dieser Frage warat scho wichtig, das endlich einmal zu wissen (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ), und Sie sagen kein einziges Wort dazu, kein einziges sachliches Argument! Das ist ein bissl wenig – ganz ehrlich.
Abg. Hörl: Na bitte!
Herr Bundesminister, weil Sie gesagt haben: Italien, Spanien, Frankreich, alles sehr betrüblich, wir sind ja viel besser aus dieser Krise herausgekommen – wahrscheinlich immer in Gedankenstrichen: dank dieser großartigen Bundesregierung, die wir haben, die unsere Menschen schützt! –: Die Gunst der späten Stunde hat schon auch etwas. Wenn wir früher getroffen worden wären, wie Italien, dann würde es bei uns vielleicht auch anders ausschauen. Ich würde auch darum ersuchen, in einem europäischen Kontext, in dem man wirklich nachverfolgen kann, wie viele Infektionszahlen europaweit durch einen einzigen Ort, nämlich Ischgl (Abg. Hörl: Na bitte!), passiert sind, hier ein bisschen vorsichtig mit Überheblichkeit zu sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Herr Bundesminister, weil Sie gesagt haben: Italien, Spanien, Frankreich, alles sehr betrüblich, wir sind ja viel besser aus dieser Krise herausgekommen – wahrscheinlich immer in Gedankenstrichen: dank dieser großartigen Bundesregierung, die wir haben, die unsere Menschen schützt! –: Die Gunst der späten Stunde hat schon auch etwas. Wenn wir früher getroffen worden wären, wie Italien, dann würde es bei uns vielleicht auch anders ausschauen. Ich würde auch darum ersuchen, in einem europäischen Kontext, in dem man wirklich nachverfolgen kann, wie viele Infektionszahlen europaweit durch einen einzigen Ort, nämlich Ischgl (Abg. Hörl: Na bitte!), passiert sind, hier ein bisschen vorsichtig mit Überheblichkeit zu sein. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Steger: Es hat alles eine Grenze!
Was wir gesehen haben, ist, dass wir eine Volkswirtschaft sind. Wir sind eine vernetzte Wirtschaft. Weil ich da das Bild, das ja irgendwie sehr herzig ist, vom Familienmitglied – das ist wahrscheinlich der echte Österreicher und die echte Österreicherin – und vom Nachbarn und von unserem Geld für unsere Leute bekommen habe: Das Problem ist, das hinkt halt. Sie helfen dem Familienmitglied überhaupt nicht, wenn Sie sagen: Den Nachbar, der zwar für 60 Prozent unseres gesamten Einkommens sorgt, lassen wir jetzt im Regen stehen. – Damit, muss ich sagen, lassen Sie die Familienmitglieder (Abg. Steger: Es hat alles eine Grenze!) mehr im Stich, als alle anderen es tun würden. Also es ist keine Hilfe für die Österreicherinnen und Österreicher, nicht zu sehen, dass ein exportorientiertes, international vernetztes Land wie Italien – der Norden Italiens ist übrigens eine vitale Wirtschaftsregion – der zweitwichtigste Absatzmarkt Österreichs ist. Also das ist doch wirklich eine sehr verkürzte Sicht der Dinge. (Abg. Steger: Ja, wie sehen Sie die Verschuldung in der EU?)
Abg. Steger: Ja, wie sehen Sie die Verschuldung in der EU?
Was wir gesehen haben, ist, dass wir eine Volkswirtschaft sind. Wir sind eine vernetzte Wirtschaft. Weil ich da das Bild, das ja irgendwie sehr herzig ist, vom Familienmitglied – das ist wahrscheinlich der echte Österreicher und die echte Österreicherin – und vom Nachbarn und von unserem Geld für unsere Leute bekommen habe: Das Problem ist, das hinkt halt. Sie helfen dem Familienmitglied überhaupt nicht, wenn Sie sagen: Den Nachbar, der zwar für 60 Prozent unseres gesamten Einkommens sorgt, lassen wir jetzt im Regen stehen. – Damit, muss ich sagen, lassen Sie die Familienmitglieder (Abg. Steger: Es hat alles eine Grenze!) mehr im Stich, als alle anderen es tun würden. Also es ist keine Hilfe für die Österreicherinnen und Österreicher, nicht zu sehen, dass ein exportorientiertes, international vernetztes Land wie Italien – der Norden Italiens ist übrigens eine vitale Wirtschaftsregion – der zweitwichtigste Absatzmarkt Österreichs ist. Also das ist doch wirklich eine sehr verkürzte Sicht der Dinge. (Abg. Steger: Ja, wie sehen Sie die Verschuldung in der EU?)
Zwischenruf bei der ÖVP.
EU-Bashing ist ja neuerdings in Mode, wenn ich den ÖVP-Ministerinnen und -Ministern zuhöre. Und ja, es ist ein Ablenken von der eigenen Unfähigkeit, Wirtschaftshilfen so zu gestalten, dass sie auch ankommen. Da redet man sich auf das Beihilfenrecht aus, auf die böse EU, das schlechte Auffangen und Retten von Unternehmen, wie jetzt zum Beispiel der AUA. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Kollegin – wie heißt sie?, tut mir leid – hat vorhin hineingerufen: Na die Swiss ist leichter zu retten, weil die Schweiz ja nicht in der EU ist! – Dieses EU-Bashing ist ja haarsträubend! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.
EU-Bashing ist ja neuerdings in Mode, wenn ich den ÖVP-Ministerinnen und -Ministern zuhöre. Und ja, es ist ein Ablenken von der eigenen Unfähigkeit, Wirtschaftshilfen so zu gestalten, dass sie auch ankommen. Da redet man sich auf das Beihilfenrecht aus, auf die böse EU, das schlechte Auffangen und Retten von Unternehmen, wie jetzt zum Beispiel der AUA. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Die Kollegin – wie heißt sie?, tut mir leid – hat vorhin hineingerufen: Na die Swiss ist leichter zu retten, weil die Schweiz ja nicht in der EU ist! – Dieses EU-Bashing ist ja haarsträubend! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Höfinger.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lopatka: Mei!
Passen Sie auf, liebe ÖVP! Es hat schon einmal eine konservative Partei in Europa gegeben, die mit nationalistischen Themen gezündelt hat, und wir wissen, was im Endeffekt passiert ist. Sebastian Kurz sollte keine Anleihe an David Cameron nehmen. – Danke sehr. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lopatka: Mei!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mitglied des Europäischen Parlaments Barbara Thaler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Europäerinnen und Europäer! Ich habe heute im Wortlaut des Titels der Aktuellen Europastunde ein bisschen suchen müssen, worüber wir eigentlich diskutieren. Wir diskutieren eigentlich über das Comeback von Europa, und das ist untrennbar mit dem österreichischen Comeback verbunden, weil Europapolitik Innenpolitik ist. Wer das nicht erkennen kann oder will, riskiert, dass wir als relativ kleines Land am Ende im globalen Wettbewerb vollkommen alleine dastehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte!
Wenn man in den letzten Wochen und Monaten diese europäische Debatte über den EU-Finanzrahmen und den Coronawiederaufbaufonds mitverfolgt hat, dann möchte man manchmal meinen, dass man nur dann als guter Europäer gilt, wenn man immer mehr und mehr Geld von den Nationalstaaten in die Europäische Union transferiert. Oder man wäre nur dann ein guter Europäer, wenn man nur von Zuschüssen spricht und das Wort Kredite nicht in den Mund nimmt. (Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte!)
Beifall bei der ÖVP.
Und da dürfen Sie mich bitte nicht falsch verstehen: In einer Gemeinschaft gilt es, immer denen zu helfen, die sich selbst nicht helfen können. Allerdings bedeutet Solidarität nicht gleichzeitig auch die vollkommene Abschaffung von Eigenverantwortung. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Yılmaz: Das stimmt ja gar nicht! – Ruf bei der SPÖ: ... keine Ahnung! – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Die österreichische Sozialdemokratie hat vor ein paar Wochen den Vorschlag von Österreich zum EU-Budget inklusive der Coronahilfen als mutlos und, wenn ich mich richtig erinnere, den Vorschlag der Kommission als eh okay, aber eigentlich viel zu wenig bezeichnet. (Abg. Yılmaz: Das stimmt ja gar nicht! – Ruf bei der SPÖ: ... keine Ahnung! – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Liebe Sozialdemokratie, es ist nicht mutig, alte Löcher mit neuem Geld zu stopfen. Es ist auch nicht mutig, Geld nach dem Gießkannenprinzip, ohne zu wissen, wofür man es verwenden will, auszuschütten. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Die österreichische Sozialdemokratie hat vor ein paar Wochen den Vorschlag von Österreich zum EU-Budget inklusive der Coronahilfen als mutlos und, wenn ich mich richtig erinnere, den Vorschlag der Kommission als eh okay, aber eigentlich viel zu wenig bezeichnet. (Abg. Yılmaz: Das stimmt ja gar nicht! – Ruf bei der SPÖ: ... keine Ahnung! – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Liebe Sozialdemokratie, es ist nicht mutig, alte Löcher mit neuem Geld zu stopfen. Es ist auch nicht mutig, Geld nach dem Gießkannenprinzip, ohne zu wissen, wofür man es verwenden will, auszuschütten. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mutig ist für mich, wenn man Reformen angeht, die schon Jahrzehnte gemacht hätten werden sollen, wenn man zum Beispiel ganz gezielt in europäische Gesundheitssysteme investieret, und mutig sind für mich auch Investitionen in europäische Infrastruktur. Als Verkehrspolitikerin könnte ich Ihnen einige Projekte nennen, die wir aus der Coronakrise heraus sofort neu starten und umsetzen könnten, denn nur so geht für mich auch eine langfristige Perspektive für den ganzen Kontinent. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Das ist aber nur möglich, wenn wir sachlich über die Verteilung sprechen und sachlich über die Balance von Zuschüssen und Krediten reden, und auch, und das hat heute noch niemand erwähnt, sachlich über seriöse Rückzahlpläne diskutieren. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Das ist der Mut, den ich mir von der Europäischen Union erwarte, und deshalb steht für mich fest: Wenn wir Coronahilfen ohne Kriterien ausschütten, dann haben wir am Ende nur mehr Schulden. Wenn wir klare Vorgaben vergeben, dann reden wir von Investitionen in die Zukunft. Ich glaube, das ist das Wichtigste daran, denn Politik sollten wir immer für mehrere Generationen machen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sie können von mir als Europaabgeordneter erwarten, dass wir das Kontrollrecht, das wir im Parlament haben, sehr, sehr stark nützen werden und genau darauf achten werden, wo und wie die Mittel eingesetzt werden. Es geht nicht darum, ob wir helfen, sondern darum, wie wir helfen, und das ist für mich die eigentliche Frage, wenn wir über das Comeback Europas diskutieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall spendend
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen, ganz besonders (Beifall spendend) Klubobmann Kickl! Gratuliere, das war die großartigste Rede, die Sie bis jetzt gehalten haben. (Ruf bei der FPÖ: Das war die beste!) Ich hätte ja geglaubt, das wird eh das Übliche: irgendein komplizierter Titel, Grundinhalt ist dann Ausländer pfui, Europa Oasch. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das könnten Sie eigentlich - -
Ruf bei der FPÖ: Das war die beste!
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen, ganz besonders (Beifall spendend) Klubobmann Kickl! Gratuliere, das war die großartigste Rede, die Sie bis jetzt gehalten haben. (Ruf bei der FPÖ: Das war die beste!) Ich hätte ja geglaubt, das wird eh das Übliche: irgendein komplizierter Titel, Grundinhalt ist dann Ausländer pfui, Europa Oasch. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das könnten Sie eigentlich - -
Zwischenruf der Abg. Steger.
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Finanzminister! Werte Kolleginnen und Kollegen, ganz besonders (Beifall spendend) Klubobmann Kickl! Gratuliere, das war die großartigste Rede, die Sie bis jetzt gehalten haben. (Ruf bei der FPÖ: Das war die beste!) Ich hätte ja geglaubt, das wird eh das Übliche: irgendein komplizierter Titel, Grundinhalt ist dann Ausländer pfui, Europa Oasch. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das könnten Sie eigentlich - -
Abg. Steger: Darf man das im EU-Parlament sagen? – Abg. Loacker: Im EU-Parlament kann der Präsident keine Fremdsprache, da kann man alles sagen!
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, ich würde Sie bitten, sich in Ihrer Ausdrucksweise zu mäßigen. (Abg. Steger: Darf man das im EU-Parlament sagen? – Abg. Loacker: Im EU-Parlament kann der Präsident keine Fremdsprache, da kann man alles sagen!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (fortsetzend): Dann stellen Sie sich da her und reden über Drogenkonsum, werfen Leuten Drogenkonsum vor. Sie waren Innenminister zu der Zeit, als der Drogenkonsum passiert ist. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Sie waren mit dem Herrn, dem Sie Drogenkonsum vorwerfen, 15 Jahre in einer Partei – 15 Jahre
Ruf bei der FPÖ: Die Grünen lassen alle überwachen, oder?
Wahlkämpfe, Nächte durchgehackelt, Wahlkampffeiern – und wollen nichts mitgekriegt haben? Sie wollen nichts mitgekriegt haben? (Ruf bei der FPÖ: Die Grünen lassen alle überwachen, oder?) Sie waren zu der Zeit Innenminister! Was haben Sie in dieser Zeit überhaupt mitgekriegt? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Sagen Sie einmal, geht es Ihnen noch ganz gut? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Sagen Sie einmal, geht es Ihnen noch ganz gut? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wahlkämpfe, Nächte durchgehackelt, Wahlkampffeiern – und wollen nichts mitgekriegt haben? Sie wollen nichts mitgekriegt haben? (Ruf bei der FPÖ: Die Grünen lassen alle überwachen, oder?) Sie waren zu der Zeit Innenminister! Was haben Sie in dieser Zeit überhaupt mitgekriegt? (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Sagen Sie einmal, geht es Ihnen noch ganz gut? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Gehen wir gleich, Sie und ich!
Sie wollen auf Transparenz machen, Sie sagen: Na wenn er noch bei uns wäre, dann müsste er zurücktreten! Ich sage Ihnen, was Transparenz ist: Ein Drogentest im FPÖ-Klub wäre Transparenz! Das würde ich mir jetzt einmal anschauen. (Abg. Kickl: Gehen wir gleich, Sie und ich!) – Ja, machen wir das! (Abg. Kickl: Das ist ja ein Wahnsinn!) Laden Sie die Polizei ein, das wäre notwendig anstatt da irgendwelche Drogengeschichten zu machen. (Abg. Kickl: Sie haben ja einen Schuss! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Abg. Kickl: Das ist ja ein Wahnsinn!
Sie wollen auf Transparenz machen, Sie sagen: Na wenn er noch bei uns wäre, dann müsste er zurücktreten! Ich sage Ihnen, was Transparenz ist: Ein Drogentest im FPÖ-Klub wäre Transparenz! Das würde ich mir jetzt einmal anschauen. (Abg. Kickl: Gehen wir gleich, Sie und ich!) – Ja, machen wir das! (Abg. Kickl: Das ist ja ein Wahnsinn!) Laden Sie die Polizei ein, das wäre notwendig anstatt da irgendwelche Drogengeschichten zu machen. (Abg. Kickl: Sie haben ja einen Schuss! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Abg. Kickl: Sie haben ja einen Schuss! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Sie wollen auf Transparenz machen, Sie sagen: Na wenn er noch bei uns wäre, dann müsste er zurücktreten! Ich sage Ihnen, was Transparenz ist: Ein Drogentest im FPÖ-Klub wäre Transparenz! Das würde ich mir jetzt einmal anschauen. (Abg. Kickl: Gehen wir gleich, Sie und ich!) – Ja, machen wir das! (Abg. Kickl: Das ist ja ein Wahnsinn!) Laden Sie die Polizei ein, das wäre notwendig anstatt da irgendwelche Drogengeschichten zu machen. (Abg. Kickl: Sie haben ja einen Schuss! – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
So, und jetzt zum Inhaltlichen: Wir werden eine solidarische Europapolitik hinkriegen, wir werden das machen, wir werden für Südeuropa sorgen und werden uns darum kümmern, dass Südeuropa nicht im Stich gelassen wird. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Das wird funktionieren. Österreich wird sich in Europa konstruktiv verhalten, dafür werden wir uns einsetzen. Das wird dieser Regierung gelingen, weil es notwendig ist und weil es nicht anders geht.
Abg. Deimek: Das erklären Sie bitte der Spar-Kassiererin, dass Sie jetzt für den Mailänder Millionär was zahlt!
Wer Italien im Stich lässt, lässt Österreich im Stich, lässt Kärnten im Stich, lässt die Steiermark im Stich, wo die Unternehmen engstens vernetzt sind. Wir werden das hinkriegen. (Abg. Deimek: Das erklären Sie bitte der Spar-Kassiererin, dass Sie jetzt für den Mailänder Millionär was zahlt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Im Februar 2017 war ich Innenminister? Am Kalender kennen Sie sich auch nicht aus! – Zwischenruf des das Rednerpult verlassenden Abg. Reimon. – Abg. Steger: Heute auch schon! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich erwarte mir, dass wir als Koalition auch langfristig in diese Sache hineingehen. Wir verhandeln jetzt einen Mehrjährigen Finanzrahmen von sieben Jahren, und diese große Wirtschaftskrise wird in sieben Jahren nicht zu Ende sein, als ob nichts gewesen wäre. Wenn wir jetzt die Grundlagen setzen: Wie machen wir eine Ökosteuer?, Wie machen wir Ökoprojekte?, Wie steuern wir die Wirtschaft um?, dann ist der nächste siebenjährige Finanzrahmen der Europäischen Union einer, der ein gemeinsames Europa bringen kann, der ein zukunftsträchtiges und ein modernes Europa bringen kann. Österreich wird sich in diese Reihe stellen und dafür kämpfen – dafür werden wir sorgen. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kickl: Im Februar 2017 war ich Innenminister? Am Kalender kennen Sie sich auch nicht aus! – Zwischenruf des das Rednerpult verlassenden Abg. Reimon. – Abg. Steger: Heute auch schon! – Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Steger: ... Wording! Handeln tun sie anders!
Was haben wir hier gehört? – Zum Beispiel drei junge Frauen – Frau Vana, Frau Gamon, Frau Holzleitner –, die sehr engagiert über ihr, über unser gemeinsames Europa gesprochen haben. Bei Frau Kollegin Thaler war ich schon ein bisschen enttäuscht: Sie hat sehr proeuropäisch angefangen und ist dann in das, was in der ÖVP im Moment vorgegeben ist, verfallen. Da ist mir auch aufgefallen – Frau Kollegin Meinl-Reisinger hat es ja schon gesagt –: Wo ist denn die Regierungslinie? Auch diesbezüglich habe ich nämlich sehr genau zugehört, und ich habe, auch wenn die Redebeiträge von Kickl und Blümel sehr unterschiedlich waren, festgestellt: Inhaltlich sind sich die ja ziemlich nahe. (Abg. Steger: ... Wording! Handeln tun sie anders!) Sie sprechen beide von einer Schuldenunion, sie sprechen beide davon, dass wir helfen müssen, und sie sprechen beide überhaupt nicht davon, wie die Zukunft Europas aussehen wird. Sie sprechen nicht von dieser gemeinsamen Union.
Abg. Kickl: Aber man darf schon eine andere Meinung haben, oder?
Der Präsident des Deutschen Bundestages Schäuble, der hier hoffentlich geschätzt wird, ist ja schon genannt worden. Er hat in den Interviews, die er jetzt gegeben hat, nicht nur über die finanzielle Komponente gesprochen, sondern er hat auch sehr deutlich über die Zukunft Europas gesprochen. Er hat gesagt, dass das, was wir jetzt mit dem vielen Geld machen, uns in Europa zusammenbringen wird, zu einer politischen Union führen wird, und dass das genau das ist, was er will. Das ist etwas, was ich von der ÖVP nie höre. (Abg. Kickl: Aber man darf schon eine andere Meinung haben, oder?)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn wir unsere gemeinsame freiheitliche, freie, liberale Weltordnung und Gesellschaftsordnung aufrechterhalten wollen, dann müssen wir dafür kämpfen und etwas dafür tun und dürfen uns nicht diesen wirtschaftlichen Mächten ausliefern. Deswegen kann es nur ein gemeinsames Europa sein. Ich bitte Sie, aus wirtschaftlichen Gründen darauf zu achten, aber nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen: Für unsere Lebensart, für unsere Freiheit, für unsere Art zu leben müssen wir kämpfen, aber auch für den Frieden. Da wird es Mächte geben, die dagegen sind, aber wenn wir stark genug sind, werden wir es schaffen. Als kleines Österreich allein werden wir es sicher nicht schaffen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne möchte ich mich nochmals ganz herzlich bedanken. Ich freue mich natürlich, dass Sie unseren Bürgern und auch uns, dem Hohen Haus, wirklich wertvolle Berichte liefern, und wünsche alles Gute für die Zukunft, auch für uns und für die Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
möchte, im Regen stehen lassen und oft in peinliche Situationen gebracht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Rhetorik des Innenministers und die Rhetorik des Bundeskanzlers hat Menschen mit Sagern wie: „die Ruhe vor dem Sturm“, oder: „Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist!“, verunsichert. Der Innenminister sprach von einem „Wellenbrecher“ im Zusammenhang mit Polizeieinsätzen. Solche Aussagen sind einfach verantwortungslos, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: So ist es!
Eine Regierung soll den Menschen Hoffnung und Mut geben und sie nicht verunsichern und in Angst versetzen. (Abg. Leichtfried: So ist es!)
Beifall bei der SPÖ.
Ende Mai hat der Bundeskanzler ausgeführt, dass eh jeder Unternehmer 80 Prozent seines Verdienstes bekommt, sofern er die Formulare richtig ausfüllt und auch seine Verdienste aus der Vergangenheit angibt. Solche Unterstellungen sind in Zeiten einer Krise mehr als überflüssig und verantwortungslos, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Abschluss möchte ich mich noch im Namen der sozialdemokratischen Fraktion bei den Beschäftigten der Volksanwaltschaft und natürlich bei den Volksanwälten ganz persönlich für die hervorragende Arbeit bedanken. Wir freuen uns schon auf den Bericht 2020 und schlagen der Regierung vor, die Verbesserungsvorschläge der Volksanwälte aufzunehmen und umzusetzen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie schlimm ist es, dass behinderte Menschen, die selbst ihre Lebensmittel erzeugen müssen, dann noch für diese Lebensmittel zahlen müssen? – Bei allem Respekt: Ich danke der Volksanwaltschaft, dass sie diesen Fall aufgegriffen hat. Ich hoffe, dass der regionale Gesetzgeber das ehestmöglich in Umsetzung bringt, und wenn das nicht der Fall ist, dann wird die Freiheitliche Partei zumindest überlegen, da eine nationale Regelung zu fordern. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Sehr geehrte Volksanwälte! Vielen Dank für Ihre umfassende Arbeit im Rahmen der Menschlichkeit, im Rahmen der Wahrung der Menschenrechte. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Bitte fragen Sie mich jetzt, stellen Sie mir die ganz wesentliche Frage: Was hat denn hier das eine mit dem anderen zu tun? – Dann antworte ich Ihnen: Genauso viel und genauso wenig, wie die Frage unserer Gesundheit mit der Unantastbarkeit unserer Menschenrechte und unserer Grundrechte zu tun hat. So geht Menschenrecht! – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.
In diesem Sinne bedanke ich mich sehr herzlich für die Debatte und für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und FPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben im Bereich von Jungfamilien zwei große Probleme, die immer wieder auftauchen und zu häufigen Beschwerden bei der Volksanwaltschaft führen: Das eine Problem taucht auf, wenn in einer jungen Familie mit kleinem Kind ein Partner in Österreich lebt und der andere im Ausland arbeitet. Dann kommt es sehr oft zu Problemen mit der Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes. Ich möchte Sie jetzt nicht mit Details langweilen, rechtlich ist das nicht ganz einfach und berührt natürlich auch EU-Recht und internationales Recht. Im Ergebnis führt das aber leider in sehr, sehr vielen Fällen dazu, dass Jungfamilien zwei, drei Jahre und in Ausnahmefällen noch viel länger auf das Kinderbetreuungsgeld warten müssen. Das ist natürlich eine extrem unbefriedigende Situation, die es aus unserer Sicht zu bereinigen gilt. (Beifall bei der SPÖ.) Entweder man macht das mit entsprechenden Anweisungen an die Ministerien oder es braucht eine Gesetzesänderung, um diese Situation zu lösen.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
In diesem Sinne möchte ich mich der Anregung, die hier viele gemacht haben, die Prüfkompetenz auszuweiten, anschließen. – Ich danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
In diesem Sinne möchte ich meine Ausführungen beenden und mich dafür bedanken, dass dieser Bericht im Hohen Haus und vor allem in der Ausschussarbeit derartig gut angenommen wurde. Ich hoffe auf eine weitere gute Zusammenarbeit und werde selbstverständlich Ihre Wertschätzung gegenüber dem Haus und den Bediensteten in meinen Geschäftsbereich mitnehmen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte in meinem Beitrag zu dieser Diskussion zwei meiner Meinung nach wesentliche Punkte hervorheben, die vielleicht manchmal etwas zu kurz kommen. Ich möchte damit beginnen, dass diese Arbeit – die ja immer davon getragen ist, die Würde des Einzelnen im Umgang mit dem Rechtsstaat zu verteidigen, zu schützen und auch in Sicherheit gewahrt zu wissen – ein wesentlicher Beitrag dazu ist, dass wir in Österreich so gut miteinander auskommen. Das funktioniert, weil der Rechtsstaat funktioniert, weil die Demokratie und unsere Institutionen funktionieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.
und in Europa seit Jahrzehnten gewohnt sind. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend, meine Damen und Herren, möchte ich mich ganz herzlich bei allen Volksanwälten für die wertvolle positive und konstruktive Arbeit bedanken. Ich gratuliere auch Herrn Volksanwalt Werner Amon dazu, dass er als Generalsekretär dem IOI, also dem International Ombudsman Institute, vorstehen darf und somit Österreich auf der ganzen Welt vertritt. Alles Gute und Glück auf! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben jetzt in Aussicht, diesen Bericht, da es im Juni einmal mehr nichts mehr wird, im Herbst endlich zu diskutieren. Ich hoffe, das wird auch wirklich endlich klappen. Es ist höchst an der Zeit, dass die österreichischen Ministerien die SDGs genauso ernst nehmen, wie das die Volksanwaltschaft und der Rechnungshof schon lange tun, denn auch da geht es um Menschenrechte. Ich freue mich darauf, diesen Bericht hoffentlich im Herbst endlich wirklich zu diskutieren. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Brandstötter.
Am Montag war der Welttag gegen Diskriminierung und Misshandlung älterer Menschen. Auch in einem Seniorenheim muss ein Altern in Würde ohne Gewalterfahrung gewährleistet werden. Die Volksanwaltschaft leistet dazu mit ihren präventiven Kontrollen einen wertvollen Beitrag. Herzlichen Dank an alle handelnden Personen! (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Brandstötter.)
Beifall bei den Grünen.
Neben allgemeinen Forderungen, die wir alle hier, glaube ich, sehr gut finden, dass eben pflegende Angehörige von Demenzkranken unterstützt werden sollen, dass sie entlastet werden sollen, dass sie begleitet werden sollen, findet sich darin auch, dass die Demenzstrategie österreichweit ausgerollt und das natürlich mit genug Ressourcen versehen werden soll. Die „Verbesserung der Demenzbewertung“ – da bin ich genau bei diesem Pflegegeldeinstufungsprozess –, die „Entwicklung eines Pflegegeldsystems, in dem alle Bedarfe berücksichtigt“ werden, nicht nur die körperlichen, und eine „Weiterentwicklung des Pflegegeld-Einstufungsprozesses“, das alles finden wir in unserem Regierungsprogramm. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Loacker: Ich bin sicher, er wird sich das anschauen!
Wir sehen, da gibt es viel zu tun, wir haben da viel vor, Demenz ist eine große Herausforderung, und ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit Gesundheitsminister Anschober Verbesserungen erreichen können und im Zuge der Pflegereform auch erreichen werden. (Abg. Loacker: Ich bin sicher, er wird sich das anschauen!) Eine Unterstützung quer durch die Parteien kann dem Thema natürlich nicht schaden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir sehen, da gibt es viel zu tun, wir haben da viel vor, Demenz ist eine große Herausforderung, und ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit Gesundheitsminister Anschober Verbesserungen erreichen können und im Zuge der Pflegereform auch erreichen werden. (Abg. Loacker: Ich bin sicher, er wird sich das anschauen!) Eine Unterstützung quer durch die Parteien kann dem Thema natürlich nicht schaden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Leichtfried: Das war eine freie Rede ...!
Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Herren Volksanwälte! Bevor ich zu den Berichten etwas sage, möchte ich mich auf einige Redebeiträge beziehen, die wir gehört haben. Zunächst: Herr Kollege Silvan, Sie haben uns Ihre Gedanken zum Thema Coronamaßnahmen vorgelesen. – Ja, okay (Abg. Leichtfried: Das war eine freie Rede ...!), aber der Bericht der Volksanwaltschaft bezieht sich nur auf das Jahr 2019, und darüber haben wir kein Wort gehört, obwohl da so viel Wichtiges drinnen steht. Auch von Frau Kollegin Bayr habe ich nicht viel Inhaltliches gehört. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Herren Volksanwälte! Bevor ich zu den Berichten etwas sage, möchte ich mich auf einige Redebeiträge beziehen, die wir gehört haben. Zunächst: Herr Kollege Silvan, Sie haben uns Ihre Gedanken zum Thema Coronamaßnahmen vorgelesen. – Ja, okay (Abg. Leichtfried: Das war eine freie Rede ...!), aber der Bericht der Volksanwaltschaft bezieht sich nur auf das Jahr 2019, und darüber haben wir kein Wort gehört, obwohl da so viel Wichtiges drinnen steht. Auch von Frau Kollegin Bayr habe ich nicht viel Inhaltliches gehört. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer. – Abg. Leichtfried: Das war das Musterbeispiel einer freien Rede ...!
Das ist ein Tipp an die Opposition: Nehmen Sie diese Berichte ernst, da steht ganz viel drin, das Sie sogar aufgreifen könnten! Nur ein kleiner Tipp! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer. – Abg. Leichtfried: Das war das Musterbeispiel einer freien Rede ...!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Menschenrechte habe ich jetzt schon mehrfach gehört und sie beleidigt meinen Intellekt. Herr Volksanwalt Rosenkranz hat Ihnen gerade gut erklärt, wie das mit den Menschenrechten ist. Sie sagen, wir setzen da Menschenrechte auf Zeit aus – Entschuldigung, niemand setzt Menschenrechte aus –, und Sie sagen das noch dazu ohne Grund. Ich weiß nicht, ob an Ihnen vorbeigegangen ist, was in den letzten Monaten hier passiert ist. Ich bin froh, dass das Setzen von Maßnahmen zur Krisenbewältigung in diesem Fall unserer Regierung und nicht den NEOS obliegt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scherak: ... nicht auf die Straße gehen dürfen!
Eines möchte ich jetzt hervorheben, das hat mich nämlich von den Berichten und an den beiden Ausschusstagen, an denen wir darüber geredet haben, am meisten bewegt: Sie haben gesagt, Sie haben fast 500 Kontrollen in freiheitsbeschränkenden Institutionen gemacht. Diese freiheitsbeschränkenden Institutionen betreffen uns alle, das sind nicht nur Gefängnisse, das sind auch Krankenhäuser, Altenheime, Behinderteneinrichtungen, Polizeianhaltezentren und so weiter. (Abg. Scherak: ... nicht auf die Straße gehen dürfen!) Das betrifft uns alle.
Zwischenruf bei der SPÖ
Die Volksanwaltschaft hat im Zuge dieser Kontrollen bei 81 Prozent einen Mangel festgestellt. Ein Mangel ist nicht gleich ein Mangel, aber dass schlechte Lebensbedingungen vorherrschen, dass es Hygieneprobleme, Schimmel gibt, dass es stinkt, weil die Tür zu dem Kammerl, in dem die Leintücher mit den Exkrementen liegen (Zwischenruf bei der SPÖ), nicht zugemacht wird, das sind Missstände, die wir in einem Land wie Österreich nicht brauchen.
Abg. Leichtfried: ... schon eine sehr lange Rede! – Abg. Loacker: Sie probiert, es mit Länge zu kompensieren!
Von meiner Seite, von unserer Seite, vonseiten der Volkspartei, möchte ich Ihnen noch einmal für Ihr unermüdliches Engagement danken. (Abg. Leichtfried: ... schon eine sehr lange Rede! – Abg. Loacker: Sie probiert, es mit Länge zu kompensieren!) Das, was da geleistet wird, ist großartig. Das Parlament darf auf Ihre Arbeit als Hilfsorgan des Parlaments stolz sein, muss diese Arbeit aber auch ernst nehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Von meiner Seite, von unserer Seite, vonseiten der Volkspartei, möchte ich Ihnen noch einmal für Ihr unermüdliches Engagement danken. (Abg. Leichtfried: ... schon eine sehr lange Rede! – Abg. Loacker: Sie probiert, es mit Länge zu kompensieren!) Das, was da geleistet wird, ist großartig. Das Parlament darf auf Ihre Arbeit als Hilfsorgan des Parlaments stolz sein, muss diese Arbeit aber auch ernst nehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scherak: Na, das geht immer!
Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Kugler, da ist man manchmal der Meinung, es kann einen hier im Haus nichts mehr überraschen (Abg. Scherak: Na, das geht immer!), aber dann kommen Sie heraus und fangen an, unsere Redebeiträge zu bewerten. – Ich weiß gar nicht, was Ihnen da einfällt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Abgeordneter Ing. Reinhold Einwallner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Frau Kollegin Kugler, da ist man manchmal der Meinung, es kann einen hier im Haus nichts mehr überraschen (Abg. Scherak: Na, das geht immer!), aber dann kommen Sie heraus und fangen an, unsere Redebeiträge zu bewerten. – Ich weiß gar nicht, was Ihnen da einfällt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS
Ich sage Ihnen eines: Wir brauchen Ihren Segen für unsere Redebeiträge nicht (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS), wir brauchen Ihren Segen nicht. Konzentrieren Sie sich, wenn Sie möchten, darauf, wieder eine Segnungsveranstaltung für den Herrn Bundeskanzler zu organisieren, aber vergeben Sie hier nicht Noten dafür, wie Redebeiträge gestaltet werden! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Ich sage Ihnen eines: Wir brauchen Ihren Segen für unsere Redebeiträge nicht (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS), wir brauchen Ihren Segen nicht. Konzentrieren Sie sich, wenn Sie möchten, darauf, wieder eine Segnungsveranstaltung für den Herrn Bundeskanzler zu organisieren, aber vergeben Sie hier nicht Noten dafür, wie Redebeiträge gestaltet werden! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren, wir diskutieren jetzt zwei Berichte der Volksanwaltschaft – es wurde schon gesagt –: Einerseits geht es um die Kontrolle der öffentlichen Verwaltung, auf der anderen Seite um die präventive Menschenrechtskontrolle – ein sehr vielfältiges Themenspektrum. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, wenn man fragt: Bezieht sich denn jetzt jemand auf die Berichte dieses Jahres?, dann kann man sagen: Ja! Was fehlt, ist Personal und finanzielle Ausstattung – das hat auch Herr Volksanwalt Rosenkranz gesagt. Wer war in den letzten Jahrzehnten für den Bereich Inneres zuständig? – Es waren großteils ÖVP-Innenminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, es wurde gesagt, Covid war kein Thema. – Es war sehr wohl Thema im Ausschuss, weil natürlich festgestellt wurde, dass die Polizei, was die Covid-Maßnahmen betrifft, unverhältnismäßig agiert hat – aber nicht die Polizisten vor Ort; sie haben den Frust abbekommen, aber die Ursache liegt ganz woanders: Die Ursache liegt wieder im Innenministerium, weil die Verordnungen und die Anweisungen schlecht waren und für die Beamten vor Ort nicht nachvollziehbar waren. Das ist das Problem, das man in diesem Fall hat. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Meine Damen und Herren, es geht um zwei Punkte: Es geht um den Punkt der Strafen der Polizei und um die Beschwerden betreffend Härtefallfonds. Betreffend Härtefallfonds haben die Unternehmerinnen und Unternehmer keine Möglichkeit, sich an die Volksanwaltschaft zu wenden, beziehungsweise stößt da die Volksanwaltschaft an ihre Grenzen. Es freut mich, dass wir jetzt offenbar alle einhellig betonen, wie wichtig diese Erweiterung der Kompetenzen ist. Ich gehe daher davon aus, dass der Antrag, den Kollege Silvan eingebracht hat, eine Mehrheit finden wird, sodass man die Kompetenzen der Volksanwaltschaft endlich ausbaut und erweitert. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Kugler: Na, Sie haben gesagt ...!
Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (fortsetzend): Ich habe nicht gesagt, dass die Menschenrechtseingriffe ohne Grund erfolgt sind, sondern ich habe angesichts dieser ganzen Pandemie und einer verfehlten Regierungspolitik nur ausgeführt, dass sie überzogen waren. (Abg. Kugler: Na, Sie haben gesagt ...!)
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, das war keine tatsächliche Berichtigung. Ich erkläre, warum ich das so streng auslege: In den letzten Monaten gab es viele Fälle von Wortmeldungen zu tatsächlichen Berichtigungen, die nicht wirklich tatsächliche Berichtigungen waren. (Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kugler und Zanger. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Johannes Margreiter (fortsetzend): In Ordnung. Ich habe es als berichtigungswürdig empfunden, wenn mir unterstellt wird, ich hätte gesagt, die Maßnahmen waren ohne Grund. – Das habe ich nicht gesagt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kugler und Zanger. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend möchte ich mich bei der Volksanwaltschaft, bei den Volksanwälten für ihr Engagement bedanken. – Ich möchte mich aber auch für die Sprechtage, die Sie immer in den Bezirken abhalten, bedanken, bei welchen Sie immer die Nähe zu der Bevölkerung, die Nähe zu den Menschen finden. Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und viel Erfolg! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Ing. Josef Hechenberger (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzte Volksanwälte! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren Zuseherinnen und Zuseher! Eingangs ein herzliches Danke den Volksanwälten für ihren sehr umfassenden Bericht, aber auch für ihre tägliche Arbeit, im Besonderen ein Dankeschön – ich habe das selbst miterlebt – für die Sprechtage, die vor Ort abgehalten werden und wirklich sehr, sehr wertvoll sind! Dafür ein herzliches Danke! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Yılmaz: „Religionsbashing“?! – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Ich möchte zwei Punkte aus dem Bericht hervorheben. Bevor ich jetzt aber auf die zwei Punkte eingehe, würde ich – da es vorhin ein Hin und Her gegeben hat – um Folgendes bitten: Wir brauchen in diesen Räumlichkeiten kein Religionsbashing und kein Religionsbashing gegenüber Gudrun Kugler. – Ich würde darum bitten. (Abg. Yılmaz: „Religionsbashing“?! – Zwischenruf des Abg. Scherak.) Es bringt uns in der Sache nicht weiter, denn wir diskutieren ja den Volksanwaltschaftsbericht.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Summa summarum ist die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen gestellt, aber mit der Empfehlung der Volksanwälte und mit der Entscheidung der Bundesregierung geht man dieses Problem und diese großen Herausforderungen zielgerichtet und auch positiv für die dort tätigen Menschen an, und wir werden auch einiges gemeinsam weiterbringen können. – Geschätzte Volksanwälte, ein herzliches Danke noch einmal für den Bericht und ein herzliches Danke für eure Arbeit! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Partnerin im Ausland lebt, auch noch immer eine große Schwierigkeit darstellt. Es wird abgefragt, ob der/die im Ausland lebende Partner/Partnerin bereits Gelder bezieht. Man braucht dann einen negativen Bescheid, den man in Österreich abgeben muss, um hier die Leistungen zu beziehen. Das geht aber hin und wieder nicht und führt zu einer Sisyphuskreislauftortur, weil es diese Bescheide im Ausland oft nicht gibt, da es die Leistung eben nicht gibt. – Das erinnert ein bisschen an den Passierschein A38 bei Asterix und Obelix. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Man sieht, der Handlungsbedarf ist groß, und ich denke, es ist wichtig, dass wir da gemeinsam für die Familien, die Kinder und die Jugendlichen diese Hürden, die es nach wie vor gibt, aus dem Weg räumen und uns das einfach anschauen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Fischer.
Ganz kurz noch, da es im Bericht auch angesprochen worden ist und ich das eigentlich wirklich ein bisschen problematisch finde: Die Kooperationsbereitschaft beispielsweise seitens der Ministerien mit der Volksanwaltschaft ist oftmals enden wollend; ich glaube, die Volksanwaltschaft ist wirklich eine Institution, die parteiübergreifend respektiert und geschätzt wird, und das ist gut und richtig, aber auch die Volksanwaltschaft kann nur so weit gut für die Bürgerinnen und Bürger arbeiten, soweit sie auch die nötige Unterstützung der Ministerien und der prüfenden Stellen bekommt. Das ist wichtig, und das möchte ich an dieser Stelle auch noch betonen. – Danke schön für die Arbeit und für die Zukunft alles Gute! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Fischer.
Ich glaube, das ist schon ein Weg in die richtige Richtung. Jetzt liegt es nur noch am Gesetzgeber, also an uns, das möglich zu machen. Ich denke, auch der Innenminister sollte vielleicht hinsichtlich der Selbstmorde und der Suizidversuche umdenken, nämlich dazu Analysen erstellen, denn Menschenleben zu retten ist wichtiger als jeglicher Datenschutz. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Fischer.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese niedrige Einstufung der Pflegebedürftigkeit betrifft vor allem armutsgefährdete Personen. Wenn das Geld nicht da ist, die Finanzierung nicht da ist, um sich Hilfsmittel oder Therapien zu finanzieren, dann kann das auch negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf insgesamt haben. Wir haben es schon gehört und wissen aus der Angehörigenstudie des Sozialministeriums, dass vor allem pflegende Angehörige von Personen, die unter Demenz leiden, besonders belastet sind, und diese Belastung hat sich durch die Coronakrise verstärkt. Frau Kollegin Ribo, Sie haben das auch in Ihrem Redebeitrag erwähnt, und ich sehe, dass Sie erkennen, dass es da quasi auch einen Bedarf gibt. Ich würde mich freuen, wenn diese Personen, wenn die pflegenden Angehörigen und die an Demenz Erkrankten die notwendige Unterstützung auch für die Coronazeit bekommen würden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie diesen Bedarf erkennen – das haben Sie ja in Ihrem Redebeitrag getan –, dann gehe ich davon aus, dass dieser Antrag auch Ihre Zustimmung finden wird. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zum Schluss will ich Ihnen sagen, dass ich im Übrigen dafür bin, die Windisch-Kaserne in Richard-Wadani-Kaserne umzubenennen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Daraus ergeben sich relativ schlichte Ableitungen, es sind zwei an der Zahl. Die erste Ableitung ist: Es bedarf einer Abgeltung für den Verdienstentgang der Künstlerinnen und Künstler – es war immer klar, dass das kommen muss, aber das fehlt nach wie vor –; und die zweite Ableitung ist: Es bedarf eines genauen, exakten Plans, wer wann wie und wo wieder arbeiten kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bereich Forschung, im Bereich Wissenschaft, im Bereich der Restaurierung – mehr als genug Arbeit hätten. Das ist die Situation, die ihr dort erzeugt! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Beispiel zwei – ebenso eindrücklich –: Ich meine, wir sind hier vor drei Wochen gestanden und haben darüber diskutiert, dass wir jetzt den großen NPO-Fonds machen und dass dieser große NPO-Fonds besonders bald und besonders rasch in Arbeit kommen wird. Gestern hörte ich in der „ZIB 2“ den Vizekanzler, der sagte: Na ja, wir arbeiten dran, wir arbeiten dran, wir arbeiten dran! – Ich meine, Freunde, das ist jetzt drei Monate her und es gibt den Fonds für die NPOs immer noch nicht?! Das sind 700 Millionen Euro – von denen ist exakt null ausbezahlt. Also ich halte das wirklich für eine Zumutung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In Wahrheit ginge es ja um etwas ganz Einfaches: Es ginge jetzt darum, zu helfen und verlorenes Vertrauen wieder zu schaffen. Vertrauen ist meines Erachtens ein Schlüsselbegriff in der ganzen Diskussion: Wenn man wirklich helfen will, hilft man nur dann, wenn man tatsächlich auch Vertrauen schafft. Vertrauen aber schafft man nicht durch Pressekonferenzen, Vertrauen schafft man nicht durch zweitägige Regierungsklausuren, Vertrauen schafft man durch eine ganz profane und ganz banale Sache, und das ist irgendwie ganz konkret: die Ärmel hochkrempeln, arbeiten und dafür sorgen, dass die Dinge endlich umgesetzt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie heißt es so schön in Brechts „Leben des Galilei“: „Vertrauen wird dadurch erschöpft, dass es in Anspruch genommen wird.“ – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und, Frau Kollegin Blimlinger, zu der von Ihnen geforderten Kasernenumbenennung: Bitte beschränken Sie sich auf den Kulturbereich und lassen Sie Ihre Hände vom Bundesheer, denn davon verstehen Sie wahrlich nichts! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abschließend mein Appell an die Regierung: Bitte kommen Sie jetzt wirklich schnell in die Umsetzung und lassen Sie die Künstler nicht noch länger in der Luft hängen, denn wir wollen beim Fonds für die selbstständigen Künstler kein Dacapo des ins Stocken geratenen Fonds für die gemeinnützigen Organisationen erleben! (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Ha, ha, ha! Geh? – Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Kollross.
Abgeordnete Maria Großbauer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich finde es schon besonders witzig, Herr Kollege Drozda, dass Sie hier so über Vertrauen, über das Schaffen von Vertrauen reden – als ob es Vertrauen schaffen würde, wenn man Bilder, die einem nicht gehören, in einem Porsche durch Wien führt. Ich weiß also nicht, ob Sie wirklich der Experte für Vertrauen sind. (Rufe bei der SPÖ: Ha, ha, ha! Geh? – Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Kollross.) – Aber lassen Sie mich jetzt zu meinem Redebeitrag kommen. (Abg. Leichtfried: Also das war jetzt ein bissl ein eigenartiger Einstieg!)
Abg. Leichtfried: Also das war jetzt ein bissl ein eigenartiger Einstieg!
Abgeordnete Maria Großbauer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich finde es schon besonders witzig, Herr Kollege Drozda, dass Sie hier so über Vertrauen, über das Schaffen von Vertrauen reden – als ob es Vertrauen schaffen würde, wenn man Bilder, die einem nicht gehören, in einem Porsche durch Wien führt. Ich weiß also nicht, ob Sie wirklich der Experte für Vertrauen sind. (Rufe bei der SPÖ: Ha, ha, ha! Geh? – Zwischenrufe der Abgeordneten Drozda und Kollross.) – Aber lassen Sie mich jetzt zu meinem Redebeitrag kommen. (Abg. Leichtfried: Also das war jetzt ein bissl ein eigenartiger Einstieg!)
Abg. Leichtfried: Ich glaub, diesen Einstieg hat der Kollege Hörl vorgeschrieben!
Die Vielfalt in der Kunst und Kultur und auch der in der Kunst und Kultur Tätigen hat eben gezeigt, dass es verschiedene Unterstützungsmaßnahmen braucht, dass solche notwendig sind, um diese besonders schwer getroffene Branche durch die Krise zu bringen, weil Kultur systemrelevant ist – für unsere Gesellschaft, für den Austausch, für die Bereicherung, als Brücke zwischen Ländern und Kulturen (Abg. Leichtfried: Ich glaub, diesen Einstieg hat der Kollege Hörl vorgeschrieben!), besonders auch für Kinder und Jugendliche, aber auch für den Tourismus, für die Wertschöpfung und generell für das Menschsein.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Zum Schluss meine Bitte an Sie alle, auch an Sie, liebe Zuseherinnen und Zuseher: Sollten Sie Urlaub machen, überlegen Sie sich, vielleicht Urlaub in Österreich zu machen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) und auch so schnell wie möglich wieder Kulturveranstaltungen, Konzerte, Theater, die es in ganz Österreich gibt, zu besuchen. Auch das wäre ein wesentlicher Beitrag. Unser Gust Wöginger hat gesagt: Heuer Almen statt Palmen!, und ich möchte ergänzen: Natur und Kultur! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zum Schluss meine Bitte an Sie alle, auch an Sie, liebe Zuseherinnen und Zuseher: Sollten Sie Urlaub machen, überlegen Sie sich, vielleicht Urlaub in Österreich zu machen (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) und auch so schnell wie möglich wieder Kulturveranstaltungen, Konzerte, Theater, die es in ganz Österreich gibt, zu besuchen. Auch das wäre ein wesentlicher Beitrag. Unser Gust Wöginger hat gesagt: Heuer Almen statt Palmen!, und ich möchte ergänzen: Natur und Kultur! – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Leichtfried: Der Kollege Schellhorn wird jetzt was entgegnen!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Josef Schellhorn. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Der Kollege Schellhorn wird jetzt was entgegnen!)
Abg. Obernosterer: Das freut mich wieder sehr! Super!
Natürlich – und Kollege Obernosterer wird jetzt staunen – begrüßen wir diesen Schritt sehr (Abg. Obernosterer: Das freut mich wieder sehr! Super!), den Kollegin Blimlinger aufgezeigt hat. Natürlich ist das wichtig. Wir haben schon lange darüber gesprochen, dass die Freischaffenden, die Künstlerinnen und Künstler auch Hilfe benötigen. Bestmöglich soll auch heißen, dass sie nicht monatliche Bittsteller werden, sondern das vielleicht in kürzeren Tranchen abgehandelt werden kann; wir haben darüber gesprochen, Frau Staatssekretär. Lieber wäre uns natürlich gewesen, es wären vorher keine Fehler passiert, dann wäre es schneller gegangen. Aber das kann man natürlich nicht wissen, man hat ja auch noch nie damit gearbeitet.
Beifall bei den NEOS.
Das ist wichtig, auch in dem Sinne, wie ich vorhin gesagt habe, nämlich dass wir betreffend Unterstützung von Kunstschaffenden, von freischaffenden Künstlern, von Kunst und Kultur wirklich dorthin kommen, dass wir, ähnlich wie die Kulturnation Frankreich, 2,5 Prozent des BIPs dafür bereitstellen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es ist eine spezielle Situation, vor der wir stehen, und eine, die wir uns auch nie wieder wünschen. Ich kann mich in all den Jahren meiner Tätigkeit im Kulturbereich nicht daran erinnern, dass es jemals gelungen ist, solch eine große Summe auf einen Schlag für Künstlerinnen und Künstler aufzustellen. Ich glaube, 90 Millionen Euro sind sehr viel Geld, gerade für die Kulturbranche, das kann sich sowohl in der Summe als auch im Tempo der Maßnahme sehen lassen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Kunst und Kultur gehören zu den Bereichen, die am meisten unter dieser Krise gelitten haben und auch noch weiter davon betroffen sein werden. Ich bin aber überzeugt, mit diesem Maßnahmenmix, mit diesen drei Unterstützungstöpfen im Zusammenspiel, haben wir eine wirklich gute Lösung gefunden, um auch die Künstlerinnen und Künstler in dieser Phase gut unterstützen zu können. Sie bilden eine gute Basis für die Menschen, die im Kunst- und Kulturbereich arbeiten, damit sie nicht nur in dieser Krise unterstützt werden, sondern auch die Kraft haben, dass sie wieder aus dieser Krise herauskommen. Dafür arbeiten wir. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dass man mit einer Krise wie dieser auch anders umgehen kann, zeigen uns einmal mehr internationale Beispiele wie Neuseeland. Neuseeland hat vorgeschlagen – und zwar die sozialdemokratische Premierministerin selbst –, Kunst- und Kulturschaffende an Schulen zu holen, sie an den Schulen einzustellen und mit ihnen Kunstprojekte zu machen, die sie gemeinsam definieren. An einer Schule über 20 Wochen für 100 Stunden ein Projekt mit Künstlerinnen und Künstlern zu machen schafft Kreativität, Neugier und vor allem den Nachwuchs in Kunst und Kultur, den wir so dringend brauchen, und fördert das Kreative auch für Innovationen im Wirtschaftssektor. Das wäre eine super Idee für Summerschools, für die Sommerbetreuung, die vor der Tür steht, und für unsere Schulen, denn auch sie leiden darunter, dass im alltäglichen Schulleben wenig Zeit für Kunstunterricht ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dabei haben viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ministerien, im Parlament und in den Klubs fast rund um die Uhr gearbeitet. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Kultur findet nicht nur als Hochkultur in den Städten, sondern ganz besonders auch in ländlichen Regionen statt. Ich denke dabei an die vielen Lesungen, Konzerte, Theateraufführungen und vieles mehr. Die Kulturarbeit leistet auch zur Regionalentwicklung einen wesentlichen Beitrag und ist sowohl ein bedeutender Bildungs- als auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Für die Entwicklung der Gesellschaft und somit auch für urbane, aber auch ländliche Regionen sind kulturelle Tätigkeiten unverzichtbar, weil sie die Lebensqualität erhöhen und eine absolute Bereicherung darstellen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Hilfe ist nicht im Ansatz gelungen, erst heute kommt Bewegung in die Sache. Dass es aber auch besser gegangen wäre, hat Wien gezeigt. Dort hat man nachgedacht und bereits im März überlegt, wie man den Künstlerinnen und Künstlern rasch helfen könnte. Im Monat des Shutdowns, im März, ist mit dem Ausloben von Arbeitsstipendien begonnen worden, bis zu 3 000 Euro pro Person. (Beifall bei der SPÖ.) Das Gesamtvolumen hat immerhin 3,6 Millionen Euro ausgemacht.
Beifall bei der SPÖ.
Ich ersuche um breite Zustimmung zu diesen beiden Anträgen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insofern der kurze Schluss: Investitionen in Kultur sind gut für die Bauwirtschaft und für die Dienstleister und für KMUs und für Kreative und für unsere Gäste. Sie sind auch Investitionen in ein besseres Leben; deswegen werden wir genau das auch machen, das ist versprochen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Mit diesen Maßnahmen spielen Sie Branchen und Existenzen gegeneinander aus. Da fragt sich die Blumenhändlerin, der Schneider, der Tontechniker, ob sie oder er nicht vielleicht einen falschen Beruf ergriffen hat – die schauen nämlich durch die Finger. Statt also die Branchen gegeneinander aufzuwiegeln und Neid zu schüren, brauchen wir sinnvolle Lösungen, ganzheitliche Lösungen, und das muss auch branchenübergreifend gedacht werden. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
es braucht Vertrauen. Daher darf es auch in Hinkunft keine Politik der Angstmache, der Furcht und der Panikmache mehr geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Wir brauchen mehr: Wir brauchen einen richtigen Wiederaufbauplan, ein langfristiges Investitionsprogramm. In unserem Antrag sprechen wir von 1 Milliarde Euro, die wir im Zeitraum von drei Jahren in die Hand nehmen sollten, um in diesem Bereich wirklich ein langfristiges und wirksames Investitionsprogramm auf die Beine stellen zu können (Beifall bei der SPÖ), denn, sehr geehrte Damen und Herren, es geht tatsächlich um die Existenz unseres Landes als Kunst- und Kulturland und es geht auch darum, die Existenz unserer Kreativen sicherzustellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen mehr: Wir brauchen einen richtigen Wiederaufbauplan, ein langfristiges Investitionsprogramm. In unserem Antrag sprechen wir von 1 Milliarde Euro, die wir im Zeitraum von drei Jahren in die Hand nehmen sollten, um in diesem Bereich wirklich ein langfristiges und wirksames Investitionsprogramm auf die Beine stellen zu können (Beifall bei der SPÖ), denn, sehr geehrte Damen und Herren, es geht tatsächlich um die Existenz unseres Landes als Kunst- und Kulturland und es geht auch darum, die Existenz unserer Kreativen sicherzustellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schellhorn: ... Mödling!
keine Überraschung, dass wir die zwei Anträge der Sozialdemokraten inhaltlich ablehnen werden. (Abg. Schellhorn: ... Mödling!)
Abg. Schellhorn: Das darf er nicht, gell!
Ich muss noch eines darbringen: Wer hat vor ein paar Wochen „Erlesen“ gesehen? Es gab das Match Föttinger gegen Paulus Manker. Mein Herz hat ja fast gelacht, war ja doch Föttinger – sage ich jetzt einmal – Ausgangspunkt des abermaligen Lunacek-Bashings. Er hat ja Furore gemacht in seiner Beschimpfung der Regierung, in Bezug auf die kulturellen Maßnahmen. (Abg. Schellhorn: Das darf er nicht, gell!) Es war dann schon sehr interessant, als Paulus Manker, der nicht unbedingt der ÖVP nahesteht, gesagt hat: Na ja, du kannst in der Josefstadt, du hast ein Ensemble, du redest eigentlich vielleicht aus Solidarität von etwas, was du nicht spürst. – Wir haben das letzte Mal auch schon festgestellt, dass ja die Stadtgemeinde Wien auch seinem Haus 1,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Paulus Manker hat im Selbstverständnis des Künstlers auch gesagt: Wir sind Freie, ich bin Freier, das macht es aus, das macht das Risiko aus! – Föttinger hat gesagt: Ja, aber zur Freiheit gehört Geld! – Manker hat gesagt: Mag sein, dass Geld dazugehört, aber gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass es diese Freien gibt, die Dinge hier auch künstlerisch auf den Punkt bringen können! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Schellhorn: Ich habe es geahnt!
Ich kann nicht hinweg, Kollege Schellhorn, wieder das Beispiel Mödling zu nennen, denn jetzt haben wir auch Daten (Abg. Schellhorn: Ich habe es geahnt!) – du hast es geahnt –: 21. Juni: Schrammeln mit Tini Kainrath, 28. Juni: die Penzinger, 2. Juli: Shakespeare, 3. Juli: Sommerkino (Abg. Schellhorn: Soll ich mit meinem Programm auch noch kommen?), 6. August: Orgelsommer, 9. August: Theater im Bunker, 14. August: Theater, „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der
Abg. Schellhorn: Soll ich mit meinem Programm auch noch kommen?
Ich kann nicht hinweg, Kollege Schellhorn, wieder das Beispiel Mödling zu nennen, denn jetzt haben wir auch Daten (Abg. Schellhorn: Ich habe es geahnt!) – du hast es geahnt –: 21. Juni: Schrammeln mit Tini Kainrath, 28. Juni: die Penzinger, 2. Juli: Shakespeare, 3. Juli: Sommerkino (Abg. Schellhorn: Soll ich mit meinem Programm auch noch kommen?), 6. August: Orgelsommer, 9. August: Theater im Bunker, 14. August: Theater, „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“. (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Schellhorn: Österreich muss Mödling werden!
SPÖ.) Ich zeige euch, was eine Provinzstadt an Kunst und Kultur initiieren kann, wenn sie will – und das mit einem sozialdemokratischen Kulturstadtrat. So gut funktioniert das. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Schellhorn: Österreich muss Mödling werden!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Älteren unter uns können sich vielleicht noch an Theodor Heuss erinnern, er war deutscher Bundespräsident im Jahr 1951 und hat einmal gesagt: „Mit Politik kann man keine Kultur machen; vielleicht kann man mit Kultur Politik machen.“ (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Katharina Kucharowits (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich sage es ganz offen, ich komme mir eigentlich schon vor – ich glaube, Sie kennen den Film – wie in „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Ich spreche jetzt schon zum wiederholten Mal von diesem Pult aus und appelliere an die Bundesregierung, weil die Unterstützung und die notwendigen Hilfen für alle in der Kunst- und Kulturszene einfach immer noch nicht angekommen sind. Seit Monaten wird darauf gewartet, seit Monaten hängen Künstlerinnen und Künstler ganz einfach in der Luft. Ich werde auch nicht müde werden, das zu betonen, weil gerade viele Künstlerinnen und Künstler – auch schon vor Corona, aber natürlich noch mehr durch Corona – fast schon mit beiden Beinen in der Armut stehen. Da muss es endlich diese Unterstützungen geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich verstehe es wirklich nicht – es geht ja auch um den Antrag bezüglich der Stellungnahme der Landeshauptleute von Mitte Mai, in der diese ganz konkrete Dinge gefordert haben –, warum die ÖVP und die Grünen da nicht mitgegangen sind. Erklären Sie das bitte, und erklären Sie das vor allem auch den Betroffen, denn das kann niemand mehr nachvollziehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf deshalb wirklich erneut an die Bundesregierung appellieren: Zeigen wir, was die Kulturnation Österreich könnte, und lassen Sie im Sinne aller in der Kunst- und Kulturszene Ihr Modell dieser ewigen Fleckerlteppichlösungen hinter sich! Es ist jetzt höchste, höchste Zeit, Existenzen zu retten, aber auch das internationale Ansehen Österreichs im Kulturbereich zu retten. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kucharowits: Wir kennen kein Frühlingserwachen!
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kulturstaatssekretärin! Frau Abgeordnete Kucharowits, „Und täglich grüßt das Murmeltier“? – Schalten Sie um! Es gibt drei ORF-Sender; es gibt auch einen ORF III, auf dem tolle Kunst- und Kultursendungen laufen. Raus aus der Dauerschleife! Wir sind bereits im Frühlingserwachen: im Frühlingserwachen der Kunst und der Kultur. (Abg. Kucharowits: Wir kennen kein Frühlingserwachen!) Und das ist, glaube ich, der wesentliche Punkt: dass die Stellungnahme der Landeshauptleutekonferenz (Abg. Schellhorn: Welche ... ist das?), die Sie angesprochen haben, aus dem Zeitraum Mitte Mai stammt. Seit Mitte Mai ist einiges passiert!
Abg. Schellhorn: Welche ... ist das?
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kulturstaatssekretärin! Frau Abgeordnete Kucharowits, „Und täglich grüßt das Murmeltier“? – Schalten Sie um! Es gibt drei ORF-Sender; es gibt auch einen ORF III, auf dem tolle Kunst- und Kultursendungen laufen. Raus aus der Dauerschleife! Wir sind bereits im Frühlingserwachen: im Frühlingserwachen der Kunst und der Kultur. (Abg. Kucharowits: Wir kennen kein Frühlingserwachen!) Und das ist, glaube ich, der wesentliche Punkt: dass die Stellungnahme der Landeshauptleutekonferenz (Abg. Schellhorn: Welche ... ist das?), die Sie angesprochen haben, aus dem Zeitraum Mitte Mai stammt. Seit Mitte Mai ist einiges passiert!
Abg. Heinisch-Hosek: Kennt sich keiner mehr aus! Kennen Sie sich noch aus?
Da ist einiges passiert: Es gibt eine Lockerungsverordnung, es gibt ein umfangreiches Hilfspaket mit unterschiedlichen Hilfen – Härtefallfonds, Überbrückungshilfefonds –, Stundungen, der KSVF zahlt aus, es gibt Hilfen für die Filmbranche, für die Kinos, für die Verlage, für die bildende Kunst, für die Fotografie (Abg. Heinisch-Hosek: Kennt sich keiner mehr aus! Kennen Sie sich noch aus?), für das Thema freie Szene, Fair Pay – das alles ist dabei. Und ja, aus der Sicht der Betroffenen kam das um einiges zu spät, und ich verstehe das; ich verstehe aber auch, dass es Kontrolle braucht (Abg. Kucharowits: Wann kommen die Richtlinien, die notwendig sind? – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass es vernünftige Konzepte braucht, die auch wirken und auch bei den Kunst- und Kulturschaffenden ankommen.
Abg. Kucharowits: Wann kommen die Richtlinien, die notwendig sind? – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Da ist einiges passiert: Es gibt eine Lockerungsverordnung, es gibt ein umfangreiches Hilfspaket mit unterschiedlichen Hilfen – Härtefallfonds, Überbrückungshilfefonds –, Stundungen, der KSVF zahlt aus, es gibt Hilfen für die Filmbranche, für die Kinos, für die Verlage, für die bildende Kunst, für die Fotografie (Abg. Heinisch-Hosek: Kennt sich keiner mehr aus! Kennen Sie sich noch aus?), für das Thema freie Szene, Fair Pay – das alles ist dabei. Und ja, aus der Sicht der Betroffenen kam das um einiges zu spät, und ich verstehe das; ich verstehe aber auch, dass es Kontrolle braucht (Abg. Kucharowits: Wann kommen die Richtlinien, die notwendig sind? – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dass es vernünftige Konzepte braucht, die auch wirken und auch bei den Kunst- und Kulturschaffenden ankommen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
dieses Frühlingserwachen, das wir, glaube ich, mit den Beschlüssen, die wir heute gefasst haben, unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kollross: Grüne Frühlingserwachen ... am Samstag fängt der Sommer an! – Heiterkeit bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte mit einem Zitat von Werner Kogler von gestern enden: „In die Zukunft schauen und mit Grünen Investitionen raus aus der Krise“. – Ich würde sogar besser sagen: Raus in die Zukunft! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kollross: Grüne Frühlingserwachen ... am Samstag fängt der Sommer an! – Heiterkeit bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wöginger: Dass Landeshauptleute so positiv erwähnt werden ...!
Als freiheitlich denkende Bürger messen wir der föderalen Struktur unseres Bundesstaates besondere Bedeutung zu. Demnach darf auch der politische Wille, der am 15. Mai in Linz von der Landeshauptleutekonferenz betreffend österreichische Kunst- und Kulturlandschaft festgestellt wurde, von der Bundesregierung nicht unter den Tisch gekehrt werden (Abg. Wöginger: Dass Landeshauptleute so positiv erwähnt werden ...!) – und die Landeshauptleute sind alles, aber ganz sicher keine Freiheitlichen: Es sind sechs Schwarze und nur drei Rote, also mit Masse Vertreter der Bundeskanzlerfraktion. (Abg. Schellhorn: Zehnerblock ...!)
Abg. Schellhorn: Zehnerblock ...!
Als freiheitlich denkende Bürger messen wir der föderalen Struktur unseres Bundesstaates besondere Bedeutung zu. Demnach darf auch der politische Wille, der am 15. Mai in Linz von der Landeshauptleutekonferenz betreffend österreichische Kunst- und Kulturlandschaft festgestellt wurde, von der Bundesregierung nicht unter den Tisch gekehrt werden (Abg. Wöginger: Dass Landeshauptleute so positiv erwähnt werden ...!) – und die Landeshauptleute sind alles, aber ganz sicher keine Freiheitlichen: Es sind sechs Schwarze und nur drei Rote, also mit Masse Vertreter der Bundeskanzlerfraktion. (Abg. Schellhorn: Zehnerblock ...!)
Abg. Wöginger: Ich glaube eher, der Antrag ist nach der Konferenz geschrieben worden!
Konkret sprechen wir uns für jene Forderungen der Bundesländer aus, die weiterhin ein träges und ineffizientes Umgehen mit den Kunst- und Kultureinrichtungen bekritteln. Es ist schade, dass Sie Ihren eigenen Landeshauptleuten hier die entsprechende Gefolgschaft versagen wollen und diesen Antrag ablehnen wollen. Es wundert mich aber nicht, denn ich habe diese Forderungen der Landeshauptleute mit einem gewissen Schmunzeln gelesen, und sie decken sich in weiten Bereichen mit Forderungen und Anträgen von uns Freiheitlichen. (Abg. Wöginger: Ich glaube eher, der Antrag ist nach der Konferenz geschrieben worden!)
Abg. Schellhorn: Das ist ja fast so wie der ÖVP-Antrag!
Handlungsanleitungen für den Betrieb von Kulturstätten; zweitens praxisnahe rechtliche Vorgaben, damit künstlerisches und kulturelles Leben in Österreich auch vor Publikum stattfinden kann; und drittens – heute schon öfter erwähnt – klare Richtlinien für den Unterstützungsfonds für die gemeinnützigen Vereine. (Abg. Schellhorn: Das ist ja fast so wie der ÖVP-Antrag!) Das sind die aus unserer Sicht drei wichtigsten Punkte aus dem Forderungskatalog der Landeshauptleute.
Abg. Schellhorn: Apostel Gust!
Ich würde gern Sebastian Kurz, auch wenn er heute nicht anwesend ist, sozusagen eine Warnung mitgeben: Eines Tages wird auch der Messias gekreuzigt (Abg. Schellhorn: Apostel Gust!), und der ÖVP-Obmann wird meistens durch verärgerte Landeshauptleute abserviert. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Danke, wir haben es noch im Griff! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Danke, wir haben es noch im Griff! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich würde gern Sebastian Kurz, auch wenn er heute nicht anwesend ist, sozusagen eine Warnung mitgeben: Eines Tages wird auch der Messias gekreuzigt (Abg. Schellhorn: Apostel Gust!), und der ÖVP-Obmann wird meistens durch verärgerte Landeshauptleute abserviert. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Danke, wir haben es noch im Griff! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Heiterkeit des Abg. Loacker. – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Betreffend die Anspielung meines Kollegen von den Freiheitlichen: Wir von der ÖVP haben starke Landeshauptleute, und die brauchen nicht immer unsere Flanke. (Heiterkeit des Abg. Loacker. – Zwischenruf des Abg. Scherak.) Die sind selbstbewusst genug und haben dieses Papier auch dort positioniert, wo sie es haben wollten, und das genügt uns in diesem Sinne. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer. – Ruf: Der Onkel Erwin!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer. – Ruf: Der Onkel Erwin!
Betreffend die Anspielung meines Kollegen von den Freiheitlichen: Wir von der ÖVP haben starke Landeshauptleute, und die brauchen nicht immer unsere Flanke. (Heiterkeit des Abg. Loacker. – Zwischenruf des Abg. Scherak.) Die sind selbstbewusst genug und haben dieses Papier auch dort positioniert, wo sie es haben wollten, und das genügt uns in diesem Sinne. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Fischer. – Ruf: Der Onkel Erwin!)
Abg. Wöginger: Jetzt sind wir aber ... am Schluss!
Wie vereinbart, verlege ich die Abstimmungen an den Schluss der Abstimmungen über die Vorlagen des Kulturausschusses. (Abg. Wöginger: Jetzt sind wir aber ... am Schluss!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Damit darf ich abschließend festhalten: Der Nationalrat ist in hohem Maße den Empfehlungen des Rechnungshofes nachgekommen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
auf eine verstärkte Gründungsdynamik schließen. Das ist sehr erfreulich. Umso bitterer, sehr geehrte Damen und Herren, ist es, dass Unternehmen genau dieser Sparte seit Wochen – und noch immer – auf Unterstützungsgelder aus dem Coronafonds warten. Leider sind sie die Leidtragenden dieser Krise, und sie hätten sich wahrlich etwas anderes verdient als leere Versprechen seitens der Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend darf ich noch einen Vorschlag unterbreiten, wie man im Zusammenhang mit der Gewerbeordnung vielleicht modernisieren könnte. Es geht um die Onlineanmeldungen. Wir wissen, dass lediglich 11 Prozent der Gewerbeanmeldungen online erfolgen, wirklich eigenständig, ohne Unterstützung durch Interessenvertretungen. Gerade diese Eigenständigkeit gilt es aber zu fördern. Wir haben die Frau Bundesministerin gefragt, wie sie da vorzugehen gedenkt, und sie hat gesagt, sie werde sich mit ihrem Team beraten und dann auf uns zukommen. Wir als SPÖ-Fraktion warten gespannt darauf. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da es konsequent wäre, auf eine Neukodifizierung der Gewerbeordnung hinzuwirken, hoffe ich auf breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Loacker: Das hört aber die Ministerin nicht gern!
In dem Sinne hoffe und vertraue ich darauf, dass wir da etwas beitragen können, auch um Österreich als Standort voranzubringen. Derzeit stehen wir nicht so gut da. Mit dem Ease of Doing Business Index wird gemessen, wie leicht es in einem Staat unter anderem ist, ein Unternehmen zu gründen. Österreich ist an 127. Stelle von 190 Staaten weltweit (Abg. Loacker: Das hört aber die Ministerin nicht gern!), also da haben wir wirklich Nachbesserungsbedarf, und mit dazu zählt eben die Anmeldung eines Gewerbes. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In dem Sinne hoffe und vertraue ich darauf, dass wir da etwas beitragen können, auch um Österreich als Standort voranzubringen. Derzeit stehen wir nicht so gut da. Mit dem Ease of Doing Business Index wird gemessen, wie leicht es in einem Staat unter anderem ist, ein Unternehmen zu gründen. Österreich ist an 127. Stelle von 190 Staaten weltweit (Abg. Loacker: Das hört aber die Ministerin nicht gern!), also da haben wir wirklich Nachbesserungsbedarf, und mit dazu zählt eben die Anmeldung eines Gewerbes. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Stöger.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Ministerinnen auf der Regierungsbank! Sehr geehrte Damen und Herren daheim vor den Bildschirmen! Es ist jetzt ungefähr drei Monate her, da hat diese Bundesregierung der Republik Österreich einen Lockdown verordnet – einen Lockdown, der zu fürchterlichen wirtschaftlichen Folgen geführt hat. Parallel dazu ist sie aber nicht müde geworden zu erklären, wie viel Geld jetzt fließen wird, also Milch und Honig! Nahezu im Stundentakt wurde die Anzahl der Milliarden erhöht, bis wir irgendwann bei den 38 Milliarden Euro angekommen sind. Alles soll gut werden, niemand soll leiden, die Krise soll sozusagen fast an uns vorübergehen. – Das Gegenteil ist der Fall, meine Damen und Herren! Diese Bundesregierung hat die Krise erst so richtig in das Land gebracht. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Stöger.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Regelmäßig stellt sich der Herr Bundeskanzler, stellen sich die Minister dieser Bundesregierung hin und sagen: Österreich ist ja so wunderbar durch diese Gesundheitskrise gekommen, wir stehen besser da als alle anderen! – Nein, meine Damen und Herren, auch das ist nicht richtig. Man braucht nur zu schauen: Das vielgescholtene Ungarn beispielsweise hat weit weniger Todesfälle, die Slowakei, Slowenien. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Rufe bei der ÖVP: Wo? Wo denn? Wo ist das? – Abg. Wurm: ...! Deutschland! Schweiz!
Es gibt viele Länder, die gesundheitlich besser durchgekommen sind, aber auch sehr viele, nämlich die meisten, denen es wirtschaftlich besser geht als Österreich, und nicht, weil sie dort vielleicht keinen Lockdown hatten. – Nein, meine Damen und Herren, es geht ihnen besser, weil dort Hilfen wirklich geleistet wurden und Hilfen bei den Unternehmungen, bei den Arbeitnehmern angekommen sind – und das ist in Österreich eben nicht passiert, meine Damen und Herren. (Rufe bei der ÖVP: Wo? Wo denn? Wo ist das? – Abg. Wurm: ...! Deutschland! Schweiz!)
Abg. Salzmann: Das stimmt nicht!
Wenn man jetzt Österreich mit Ungarn vergleicht, dann weiß man: Die Ungarn haben das Parlament wieder hochgefahren, in Österreich arbeiten wir hingegen immer noch mit den Verordnungsermächtigungen. Ich bringe jetzt einmal ein Beispiel, nämlich den Unterrichtsminister, der bis zum Ende des nächsten Schuljahres am Verordnungsweg weiterbestimmen darf, was in unseren Schulen abgeht. Wenn wir uns die Maturanten heuer anschauen: Ohne Not haben Sie die in eine Kriegsmatura gezwungen! Die haben sich monatelang vorbereitet, wollten ihre vorwissenschaftliche Arbeit präsentieren. Die Matura ist ein wesentlicher Einschnitt im Leben von jungen Menschen. Das haben Sie denen kaputt gemacht. Sie durften einfach nichts mehr vorführen. Sie durften nichts präsentieren. (Abg. Salzmann: Das stimmt nicht!) Meine Damen und Herren, das ist ein Verbrechen, das da an diesen jungen Menschen begangen worden ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man jetzt Österreich mit Ungarn vergleicht, dann weiß man: Die Ungarn haben das Parlament wieder hochgefahren, in Österreich arbeiten wir hingegen immer noch mit den Verordnungsermächtigungen. Ich bringe jetzt einmal ein Beispiel, nämlich den Unterrichtsminister, der bis zum Ende des nächsten Schuljahres am Verordnungsweg weiterbestimmen darf, was in unseren Schulen abgeht. Wenn wir uns die Maturanten heuer anschauen: Ohne Not haben Sie die in eine Kriegsmatura gezwungen! Die haben sich monatelang vorbereitet, wollten ihre vorwissenschaftliche Arbeit präsentieren. Die Matura ist ein wesentlicher Einschnitt im Leben von jungen Menschen. Das haben Sie denen kaputt gemacht. Sie durften einfach nichts mehr vorführen. Sie durften nichts präsentieren. (Abg. Salzmann: Das stimmt nicht!) Meine Damen und Herren, das ist ein Verbrechen, das da an diesen jungen Menschen begangen worden ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Salzmann: Das stimmt nicht!
Aber auch die jüngeren Schüler: Bis zum heutigen Tag gibt es in Österreich keinen normalen Schulbetrieb. (Abg. Salzmann: Das stimmt nicht!) Die Dänen haben schon Ende April aufgesperrt und nichts ist passiert! Da läuft der Schulbetrieb seit Monaten
Abg. Salzmann: Das stimmt nicht!
wieder vollkommen normal. Nur in Österreich müssen sich die Schüler auf dieses einmal Ja, einmal Nein einstellen. In Österreich gibt es bis heute keinen normalen Schulunterricht, meine Damen und Herren (Abg. Salzmann: Das stimmt nicht!), und das ohne Not. Das ist nicht notwendig, das sind diese Verordnungen, die Sie von der Regierungsbank herunterrufen, um die Österreicher unter Druck zu setzen. (Abg. Salzmann: Das stimmt auch nicht!) – Hören Sie auf, dauernd dazwischenzuschreien!
Abg. Salzmann: Das stimmt auch nicht!
wieder vollkommen normal. Nur in Österreich müssen sich die Schüler auf dieses einmal Ja, einmal Nein einstellen. In Österreich gibt es bis heute keinen normalen Schulunterricht, meine Damen und Herren (Abg. Salzmann: Das stimmt nicht!), und das ohne Not. Das ist nicht notwendig, das sind diese Verordnungen, die Sie von der Regierungsbank herunterrufen, um die Österreicher unter Druck zu setzen. (Abg. Salzmann: Das stimmt auch nicht!) – Hören Sie auf, dauernd dazwischenzuschreien!
Abg. Wöginger: Das muss ausgerechnet eine Freiheitliche sagen!
Man hat den Eindruck, meine Damen und Herren, es hat sich dieses Hahnenschwanzlerdenken, dieses Vernadern wieder etabliert. Man ist wieder wer in dieser Republik. Man kann die Mutter, deren Kinder mit dem Ball spielen, jetzt bei der Polizei anzeigen. Man kann die Leute anzeigen, die auf dem Parkbankerl sitzen. Man ist wieder wer in dieser Republik. Man hat endlich seit den Dreißigerjahren wieder das Sagen. Diese Mentalität ist in unsere Republik eingezogen, meine Damen und Herren, das ist das wahre Problem, und das haben wir Ihnen zu verdanken, mit Ihrer Art von Politik, der Politik des Vernaderns! (Abg. Wöginger: Das muss ausgerechnet eine Freiheitliche sagen!) Das ist ÖVP-Politik und das ist etwas, was abzulehnen ist, weil es auch der österreichischen Gesellschaft überhaupt nicht guttut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Man hat den Eindruck, meine Damen und Herren, es hat sich dieses Hahnenschwanzlerdenken, dieses Vernadern wieder etabliert. Man ist wieder wer in dieser Republik. Man kann die Mutter, deren Kinder mit dem Ball spielen, jetzt bei der Polizei anzeigen. Man kann die Leute anzeigen, die auf dem Parkbankerl sitzen. Man ist wieder wer in dieser Republik. Man hat endlich seit den Dreißigerjahren wieder das Sagen. Diese Mentalität ist in unsere Republik eingezogen, meine Damen und Herren, das ist das wahre Problem, und das haben wir Ihnen zu verdanken, mit Ihrer Art von Politik, der Politik des Vernaderns! (Abg. Wöginger: Das muss ausgerechnet eine Freiheitliche sagen!) Das ist ÖVP-Politik und das ist etwas, was abzulehnen ist, weil es auch der österreichischen Gesellschaft überhaupt nicht guttut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schnabel: ... war’s die Regierung!
Wenn man sich das jetzt anschauen möchte, was da passiert ist und was Sie den Leuten alles zugemutet haben, dann muss man zurück in den März gehen: Da war die gesundheitliche Situation diffus. Da gab es einen Lockdown, der hier einstimmig beschlossen worden ist. (Abg. Schnabel: ... war’s die Regierung!) Das war durchaus eine richtige Entscheidung, zu der stehen wir auch heute noch.
Rufe bei der ÖVP: Gott sei Dank! Gott sei Dank haben wir keine Leichenberge gesehen!
Was ist aber dann passiert? – Dann sind die Tage ins Land gezogen und nichts ist passiert. Wir haben den Lockdown, wir haben das Herunterfahren zur Kenntnis genommen, und der Herr Bundeskanzler hat sich überhaupt nicht hinterfragt. Wäre er intelligent, dann würde er seine Entscheidungen täglich hinterfragen, denn in solch einer Krisensituation ist das dringend notwendig. Er hätte hinterfragen müssen: Sind die Entscheidungen noch wichtig? Sind sie noch richtig? Sind sie noch aufrechtzuerhalten? Sind die Berechnungen der Experten überhaupt noch richtig? Wo sind sie denn, die Leichenberge, die Leichensäcke? – Sie waren nicht da (Rufe bei der ÖVP: Gott sei Dank! Gott sei Dank haben wir keine Leichenberge gesehen!), und trotzdem hat man das Land in einem Stillstand gelassen, meine Damen und Herren! (Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was ist aber dann passiert? – Dann sind die Tage ins Land gezogen und nichts ist passiert. Wir haben den Lockdown, wir haben das Herunterfahren zur Kenntnis genommen, und der Herr Bundeskanzler hat sich überhaupt nicht hinterfragt. Wäre er intelligent, dann würde er seine Entscheidungen täglich hinterfragen, denn in solch einer Krisensituation ist das dringend notwendig. Er hätte hinterfragen müssen: Sind die Entscheidungen noch wichtig? Sind sie noch richtig? Sind sie noch aufrechtzuerhalten? Sind die Berechnungen der Experten überhaupt noch richtig? Wo sind sie denn, die Leichenberge, die Leichensäcke? – Sie waren nicht da (Rufe bei der ÖVP: Gott sei Dank! Gott sei Dank haben wir keine Leichenberge gesehen!), und trotzdem hat man das Land in einem Stillstand gelassen, meine Damen und Herren! (Abg. Ottenschläger: Das ist ja unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Dafür haben wir sie in anderen Ländern gesehen!
Haben Sie Leichenberge gesehen? – Also ich nicht, glücklicherweise nicht. (Abg. Steinacker: Dafür haben wir sie in anderen Ländern gesehen!) Und wissen Sie, was ich sehe? – Ich sehe tagtäglich, dass es Geschäftsleute gibt, die seit Monaten Umsatzeinbußen haben, die von ihrer Bundesregierung nicht einen Cent Wiedergutmachung erhalten haben. – Ich weiß schon, dass Sie das aufregt. Es hält Ihnen einen Spiegel vor. Sie haben einen Bumerang weggeschossen, einen Bumerang, von dem Sie jetzt nicht genau wissen, wo er kreist, was er uns noch alles bringen wird und was er diesem Land noch
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
alles aufzwingen wird, meine Damen und Herren – und das ohne Not, denn man hat bereits Ende März gewusst: Diese Berechnungen sind falsch. Es wird diese Leichenberge nicht geben. Es ist dieses Virus nicht so gefährlich, wie der Herr Bundeskanzler gedacht hat. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.) Es waren die Berechnungen seiner Mathematiker und seiner Experten eben falsch.
Abg. Steinacker: Im Nachhinein ist immer alles einfach!
Man kann ja auch einmal die Größe haben, sich hinzustellen und zu sagen: So, jetzt haben wir das Land für zwei, drei Wochen hinuntergefahren, jetzt fahren wir wieder rauf, denn es ist nichts dran, es ist nichts dahinter! Wir bleiben vorsichtig, aber wir lassen unsere Unternehmen wieder arbeiten! Wir lassen die Leute in der Beschäftigung, wir wollen die Wirtschaft nicht absolut kaputt machen (Abg. Steinacker: Im Nachhinein ist immer alles einfach!) – nicht im Nachhinein, Frau Kollegin, sondern während dieser Zeit! (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP –: Sie waren im Nachhinein auch nicht gescheiter!)
Abg. Kickl – in Richtung ÖVP –: Sie waren im Nachhinein auch nicht gescheiter!
Man kann ja auch einmal die Größe haben, sich hinzustellen und zu sagen: So, jetzt haben wir das Land für zwei, drei Wochen hinuntergefahren, jetzt fahren wir wieder rauf, denn es ist nichts dran, es ist nichts dahinter! Wir bleiben vorsichtig, aber wir lassen unsere Unternehmen wieder arbeiten! Wir lassen die Leute in der Beschäftigung, wir wollen die Wirtschaft nicht absolut kaputt machen (Abg. Steinacker: Im Nachhinein ist immer alles einfach!) – nicht im Nachhinein, Frau Kollegin, sondern während dieser Zeit! (Abg. Kickl – in Richtung ÖVP –: Sie waren im Nachhinein auch nicht gescheiter!)
Beifall bei der FPÖ.
Genau dann, wenn man solche drastischen Einschnitte setzt, muss man das doch jeden Tag evaluieren, genau dann ist man doch dazu verpflichtet! Da passt es aber auch gut ins Bild, dass der Herr Innenminister sagt: Na, vom Krisenstab, da gibt es keine Protokolle! – Wenn das wahr ist – im Übrigen glaube ich es ihm nicht, aber das so nebenbei – und es von den Sitzungen des Krisenstabs im Innenministerium keine Protokolle gibt, meine Damen und Herren, dann ist der Innenminister rücktrittsreif. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es kann nämlich definitiv nicht sein, meine Damen und Herren, dass man drastische Einschränkungen macht, dass man die Leute bespitzeln lässt, dass man Strafen in Höhe von mehreren Hundert Euro dafür verhängt, dass jemand hinausgeht. Es kann nicht sein, dass man die Polizisten dazu missbraucht, dass sie die Leute bespitzeln, dass sie in die Wohnungen gehen sollen, dass sie schnüffeln gehen sollen. Das darf nicht sein. Und dann sagen Sie, es gibt keine Protokolle? Da ist doch etwas faul in dem Land, meine Damen und Herren! Bei jeder Sitzung gibt es Protokolle! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hanger: Das ist aber schon peinlich! – Abg. Steinacker: Das ist sehr tief!
Wissen Sie, das Problem dieser Bundesregierung ist ja generell, dass sie sich einfach auf die Hülle beschränkt, auf Marketing – die sogenannte Marketing-Netflix-Amazon-Generation ist in der österreichischen Bundesregierung angekommen –, und genauso sind die Maßnahmen zu verstehen, meine Damen und Herren. Man schaut, dass man gut wegkommt. Dem Herrn Bundeskanzler ist es wichtig, dass er schön frisiert ist, dass er gegroomt ist – 600 Euro pro Groomingbehandlung –, vielleicht ist er auch noch gebleacht – ich meine da jetzt nicht unbedingt die Zähne –, all das ist dem Herrn Bundeskanzler wichtig. Er ist sozusagen der Inbegriff der Hülle, der leeren Hülle ohne Inhalt, ohne nachzudenken, was morgen sein wird. (Abg. Hanger: Das ist aber schon peinlich! – Abg. Steinacker: Das ist sehr tief!)
Abg. Gabriela Schwarz: ... schützen Menschenleben und Sie ...! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Jetzt schauen wir uns an, was das Morgen gebracht hat! Jetzt schauen wir uns an, wo wir heute hier in Österreich stehen, meine Damen und Herren: der größte Einbruch der Wirtschaft. (Abg. Gabriela Schwarz: ... schützen Menschenleben und Sie ...! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) – Regen Sie sich nicht so auf, Sie wissen eh, was jetzt kommt: Über 1,8 Millionen Personen in Österreich sind entweder arbeitslos oder in Kurzarbeit, meine Damen und Herren. Das sind die nackten Zahlen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Abg. Hanger: Da müsst ihr selber lachen, oder?) Das ist das Ergebnis der Arbeit, die diese Bundesregierung in den letzten drei Monaten geleistet hat, und das ist, muss ich Ihnen ehrlich sagen, ein sehr schlechtes Zeugnis. Es gibt jetzt für die Schülerinnen und Schüler demnächst das Zeugnis. Die Bundesregierung würde dieses Schuljahr nicht überleben, meine Damen und Herren, wenn man sich das anschaut. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Doch!)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Abg. Hanger: Da müsst ihr selber lachen, oder?
Jetzt schauen wir uns an, was das Morgen gebracht hat! Jetzt schauen wir uns an, wo wir heute hier in Österreich stehen, meine Damen und Herren: der größte Einbruch der Wirtschaft. (Abg. Gabriela Schwarz: ... schützen Menschenleben und Sie ...! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) – Regen Sie sich nicht so auf, Sie wissen eh, was jetzt kommt: Über 1,8 Millionen Personen in Österreich sind entweder arbeitslos oder in Kurzarbeit, meine Damen und Herren. Das sind die nackten Zahlen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Abg. Hanger: Da müsst ihr selber lachen, oder?) Das ist das Ergebnis der Arbeit, die diese Bundesregierung in den letzten drei Monaten geleistet hat, und das ist, muss ich Ihnen ehrlich sagen, ein sehr schlechtes Zeugnis. Es gibt jetzt für die Schülerinnen und Schüler demnächst das Zeugnis. Die Bundesregierung würde dieses Schuljahr nicht überleben, meine Damen und Herren, wenn man sich das anschaut. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Doch!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Doch!
Jetzt schauen wir uns an, was das Morgen gebracht hat! Jetzt schauen wir uns an, wo wir heute hier in Österreich stehen, meine Damen und Herren: der größte Einbruch der Wirtschaft. (Abg. Gabriela Schwarz: ... schützen Menschenleben und Sie ...! – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) – Regen Sie sich nicht so auf, Sie wissen eh, was jetzt kommt: Über 1,8 Millionen Personen in Österreich sind entweder arbeitslos oder in Kurzarbeit, meine Damen und Herren. Das sind die nackten Zahlen! (Zwischenruf des Abg. Amesbauer. – Abg. Hanger: Da müsst ihr selber lachen, oder?) Das ist das Ergebnis der Arbeit, die diese Bundesregierung in den letzten drei Monaten geleistet hat, und das ist, muss ich Ihnen ehrlich sagen, ein sehr schlechtes Zeugnis. Es gibt jetzt für die Schülerinnen und Schüler demnächst das Zeugnis. Die Bundesregierung würde dieses Schuljahr nicht überleben, meine Damen und Herren, wenn man sich das anschaut. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Doch!)
Zwischenruf der Abg. Maurer.
Was fällt Ihnen dazu ein? – Wir machen halt eine Nachbesserung. Ich weiß nicht, Herr Kollege Wöginger, ob Sie im Kopf haben, wie viele Nachbesserungen Ihr Härtefallfonds schon gehabt hat. – Dutzende! Dennoch kommt es bei den Unternehmen nicht an, meine Damen und Herren. (Zwischenruf der Abg. Maurer.)
Abg. Scherak: Die ist grundsätzlich überfordert!
Die Wirtschaftskammer ist überfordert gewesen. (Abg. Scherak: Die ist grundsätzlich überfordert!) Die Wirtschaftskammer musste zuerst einmal überhaupt ein System aufbauen, damit sie das machen kann. Das haben Sie ganz bewusst dorthin gelegt, um Ihren Freunden etwas zu geben, meine Damen und Herren! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Die Wirtschaftskammer ist überfordert gewesen. (Abg. Scherak: Die ist grundsätzlich überfordert!) Die Wirtschaftskammer musste zuerst einmal überhaupt ein System aufbauen, damit sie das machen kann. Das haben Sie ganz bewusst dorthin gelegt, um Ihren Freunden etwas zu geben, meine Damen und Herren! (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Der Finanzminister erklärt in einer Anfragebeantwortung: Ja, das war notwendig, weil die Finanzämter ja mit den Steuerstundungen so ausgelastet waren. – Ja, da frage ich mich: Warum haben die Steuerstundungen überhaupt per Antrag gemacht werden müssen? Warum ist das nicht ein automatisches Geschehen gewesen, meine Damen und Herren, wie das in anderen Ländern auch gegangen ist? (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Nur in Österreich ist das nicht gegangen, und das ist der Grund, warum die österreichische Wirtschaft so hinuntergefallen ist, weit mehr als der EU-Schnitt, meine Damen und Herren. Das ist die Verantwortung dieser ÖVP. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Finanzminister erklärt in einer Anfragebeantwortung: Ja, das war notwendig, weil die Finanzämter ja mit den Steuerstundungen so ausgelastet waren. – Ja, da frage ich mich: Warum haben die Steuerstundungen überhaupt per Antrag gemacht werden müssen? Warum ist das nicht ein automatisches Geschehen gewesen, meine Damen und Herren, wie das in anderen Ländern auch gegangen ist? (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Nur in Österreich ist das nicht gegangen, und das ist der Grund, warum die österreichische Wirtschaft so hinuntergefallen ist, weit mehr als der EU-Schnitt, meine Damen und Herren. Das ist die Verantwortung dieser ÖVP. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Gleichzeitig gibt es genauso viel Geld, nämlich 450 Euro, monatlich für die Pensionen der Bauern, aber nur für die Bauernpensionisten. Da frage ich Sie jetzt, meine Damen und Herren: Wo haben die in der Krise weniger gehabt? (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Wir können generell darüber diskutieren, ob man Pensionen erhöhen soll. Das wäre eine eigene Dringliche Anfrage. Das können wir jederzeit tun, damit habe ich kein Problem. Aber jetzt frage ich Sie wirklich: Was, glauben Sie, denkt sich jemand, der bis Mitte März dieses Land, dieses System mit seinen Steuerabgaben, mit seinen Sozialabgaben am Leben erhalten hat und dann aufgrund Ihrer sinnlosen Maßnahmen arbeitslos wird und jetzt überhaupt nichts von Ihnen zurückbekommt? (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Wenn er die Zeitung aufschlägt, sieht er: Na, die Pensionisten der Bauern – ÖVP-Klientel, 95 Prozent der Bauernpensionisten wählen die ÖVP –, die kriegen 450 Euro monatlich, dauerhaft, für immer. (Abg. Maurer: Jährlich!)
Abg. Maurer: Jährlich!
Wir können generell darüber diskutieren, ob man Pensionen erhöhen soll. Das wäre eine eigene Dringliche Anfrage. Das können wir jederzeit tun, damit habe ich kein Problem. Aber jetzt frage ich Sie wirklich: Was, glauben Sie, denkt sich jemand, der bis Mitte März dieses Land, dieses System mit seinen Steuerabgaben, mit seinen Sozialabgaben am Leben erhalten hat und dann aufgrund Ihrer sinnlosen Maßnahmen arbeitslos wird und jetzt überhaupt nichts von Ihnen zurückbekommt? (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Wenn er die Zeitung aufschlägt, sieht er: Na, die Pensionisten der Bauern – ÖVP-Klientel, 95 Prozent der Bauernpensionisten wählen die ÖVP –, die kriegen 450 Euro monatlich, dauerhaft, für immer. (Abg. Maurer: Jährlich!)
Beifall bei FPÖ und SPÖ.
Erklären Sie jetzt einmal diese Geschichte! Erklären Sie sie den Mindestpensionisten, die keine Bauern waren! Erklären Sie sie den Arbeitslosen, die um jeden Cent kämpfen müssen! Erklären Sie, warum Ihre Klientel besser aussteigt als alle anderen in diesem Land, die genauso ihre Steuern und Abgaben bezahlt haben! Meine Damen und Herren, das werden Sie nicht zusammenbringen. (Beifall bei FPÖ und SPÖ.) Daher ist es notwendig, das Arbeitslosengeld auf eine Nettoersatzrate von 70 Prozent zu erhöhen.
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Welche Ideen kommen dann von Ihnen? – Die Mehrwertsteuer. Na ja, also wissen Sie, die Senkung der Mehrwertsteuer, so wie Sie sich das vorstellen, wird den Konsum auch nicht so wirklich anregen. Mehrwertsteuersenkungen oder -halbierungen machen ja vor allem bei teuren Produkten Sinn. Bei den Lebensmitteln, bei Kleidung ist der Effekt eher gering. Das macht dann Sinn, wenn man sich ein Auto kauft. Da ist eine Reduktion der Mehrwertsteuer sinnvoll, da regt sie vielleicht auch den Kauf an. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Das ist aber das Einzige.
Abg. Hanger: Na geh bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das heißt, für Ihre Wohlhabenden, Ihre Reichen haben Sie etwas gemacht. Für die allgemeine Bevölkerung gibt es nichts außer einem weiteren bitte warten, bitte warten. (Abg. Hanger: Na geh bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ja, das finden Sie lustig. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Das heißt, für Ihre Wohlhabenden, Ihre Reichen haben Sie etwas gemacht. Für die allgemeine Bevölkerung gibt es nichts außer einem weiteren bitte warten, bitte warten. (Abg. Hanger: Na geh bitte! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ja, das finden Sie lustig. (Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß schon, Herr Kollege Wöginger, Ihnen wäre es am liebsten, alle Arbeitslosen würden sofort zum Sozialamt gehen müssen und dort um Sozialhilfe und um Mindestsicherung betteln müssen. Das ist Ihr Weg, meine Damen und Herren, weil Sie ja gerne wollen, dass die Leute dankbar sind, dass sie Almosenempfänger sind und dass sie sich nicht selber rühren können. Meine Damen und Herren, das ist etwas, das einfach schäbig ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Die Leute brauchen das Geld aber jetzt, und die Wirtschaft, Frau Minister, würde das Geld jetzt auch brauchen! Wenn man sich überlegt, was Sie den Leuten antun werden, stelle ich mir schon die Frage, ob Sie das alles noch mit Ihrem Gewissen vereinbaren können, ob Sie den Leuten tatsächlich noch in die Augen schauen können. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.)
Abg. Scherak: Wer denn?
Es wird weitergehen – das verspreche ich Ihnen, meine Damen und Herren –, wenn Sie nicht endlich einmal den Retourgang einlegen und die Wirtschaft wieder wirklich arbeiten und leben lassen! Nur dann nämlich werden auch wieder neue Arbeitsplätze geschaffen. Es sind viele Wirtschaftskundige in Ihren Reihen, die das wissen. (Abg. Scherak: Wer denn?) Das hindert Sie ...
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: ... Wirtschaftskompetenz ... ÖVP? – Abg. Scherak: Das hab’ ich mich auch gefragt!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (fortsetzend): Das hindert Sie nicht daran, den Menschen alles zu nehmen, was sie haben, den heimischen Mittelstand, die Kleinunternehmer und mittelgroßen Unternehmer zu zerstören. Das tun Sie, und ich sage Ihnen: Sie tun es mit voller Absicht und bewusst! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: ... Wirtschaftskompetenz ... ÖVP? – Abg. Scherak: Das hab’ ich mich auch gefragt!)
Zwischenruf des Abg. Zanger
Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend Mag. (FH) Christine Aschbacher: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Bildschirmen oder anderen Geräten zu Hause! Die Arbeit in den letzten Tagen war intensiv von unserer Regierungsklausur geprägt. Unser Ziel als Bundesregierung war und ist zu jedem Zeitpunkt, die Menschen gut aus der Krise zu bekommen, zu unterstützen (Zwischenruf des Abg. Zanger), die Unternehmen aus der Krise zu führen und dafür Sorge zu tragen, dass vor allem Arbeit suchende Menschen wieder in Beschäftigung kommen.
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Nun geht es darum, die Folgen dieser Weltwirtschaftskrise am Arbeitsmarkt auch weiterhin zu bewältigen. Wir verzeichnen jetzt deutliche Fortschritte bei der Arbeitslosigkeit und auch bei der Kurzarbeit. Dabei ist und bleibt es zu jedem Zeitpunkt unser oberstes Ziel, jene, die beschäftigt sind, darin zu unterstützen, weiterhin in Beschäftigung zu bleiben, aber auch jene, die Arbeit suchend geworden sind, wieder in Beschäftigung zu bringen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Mhm! Gut!
Einerseits gelingt uns das mit der Coronakurzarbeit. Dazu darf ich Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, ein paar Hintergrundinformationen geben: Die Zahlen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit sind rückläufig. Mit dieser Woche liegen wir bei rund 1,1 Millionen Menschen, die sich nach wie vor in Kurzarbeit befinden. (Abg. Kickl: Mhm! Gut!) In einer Umfrage vom Arbeitsmarktservice und der Wirtschaftskammer sagen 94 Prozent der Unternehmen, dass sie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nach der Behaltefrist im Unternehmen behalten werden. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Einerseits gelingt uns das mit der Coronakurzarbeit. Dazu darf ich Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, ein paar Hintergrundinformationen geben: Die Zahlen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit sind rückläufig. Mit dieser Woche liegen wir bei rund 1,1 Millionen Menschen, die sich nach wie vor in Kurzarbeit befinden. (Abg. Kickl: Mhm! Gut!) In einer Umfrage vom Arbeitsmarktservice und der Wirtschaftskammer sagen 94 Prozent der Unternehmen, dass sie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nach der Behaltefrist im Unternehmen behalten werden. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Abrechnung läuft auf Hochtouren und ich kann Ihnen berichten, dass wir mit dieser Woche 2 Milliarden Euro an die Unternehmen ausbezahlt haben, und zwar haben insgesamt über 95 000 Unternehmen ihr Geld bereits erhalten. Bei der Kurzarbeit werden die tatsächlichen Ausfallstunden monatlich abgerechnet, dementsprechend ist es jetzt nicht möglich, die Gesamtsumme in einem Stück zu überweisen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Warum nicht? – Abg. Kickl: Das machen wir dann, wenn’s keiner braucht!
Lassen Sie mich einige Gedanken zur Erhöhung von Arbeitslosengeld beziehungsweise -unterstützung erläutern! Eine pauschale Erhöhung des Arbeitslosengeldes halte ich zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem wir uns aufgrund des Coronavirus mitten in einer Weltwirtschaftskrise befinden, für nicht zielführend. (Abg. Heinisch-Hosek: Warum nicht? – Abg. Kickl: Das machen wir dann, wenn’s keiner braucht!) Um die Betroffenen jetzt zu unterstützen, haben wir uns als Bundesregierung auf eine Einmalzahlung von 450 Euro geeinigt, und davon profitieren circa 400 000 Menschen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Almosen!) Diese Einmalzahlung wird automatisch mitüberwiesen, es muss kein Antrag gestellt werden.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Almosen!
Lassen Sie mich einige Gedanken zur Erhöhung von Arbeitslosengeld beziehungsweise -unterstützung erläutern! Eine pauschale Erhöhung des Arbeitslosengeldes halte ich zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem wir uns aufgrund des Coronavirus mitten in einer Weltwirtschaftskrise befinden, für nicht zielführend. (Abg. Heinisch-Hosek: Warum nicht? – Abg. Kickl: Das machen wir dann, wenn’s keiner braucht!) Um die Betroffenen jetzt zu unterstützen, haben wir uns als Bundesregierung auf eine Einmalzahlung von 450 Euro geeinigt, und davon profitieren circa 400 000 Menschen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Almosen!) Diese Einmalzahlung wird automatisch mitüberwiesen, es muss kein Antrag gestellt werden.
Zwischenrufe der Abgeordneten Keck und Kollross
Was wir jetzt zusätzlich noch brauchen, ist ein Fokus auf Ausbildungen, auf Qualifizierungsmaßnahmen, aber auch auf Beschäftigungsmaßnahmen (Zwischenrufe der Abgeordneten Keck und Kollross) wie beispielsweise arbeitsplatznahe Qualifizierung, Formen von Arbeitsstiftungen und vieles mehr. (Abg. Leichtfried: Was ist das – „vieles mehr“?)
Abg. Leichtfried: Was ist das – „vieles mehr“?
Was wir jetzt zusätzlich noch brauchen, ist ein Fokus auf Ausbildungen, auf Qualifizierungsmaßnahmen, aber auch auf Beschäftigungsmaßnahmen (Zwischenrufe der Abgeordneten Keck und Kollross) wie beispielsweise arbeitsplatznahe Qualifizierung, Formen von Arbeitsstiftungen und vieles mehr. (Abg. Leichtfried: Was ist das – „vieles mehr“?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt aber sehr zögernd!
Wichtig in diesem Zusammenhang ist, zu betonen, dass auch jetzt der Arbeitsmarkt nicht stillsteht, sondern das AMS auf Hochtouren arbeitet. Seit dem Höhepunkt der Krise Mitte April konnten bereits über 107 000 Menschen wieder in Beschäftigung kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt aber sehr zögernd!)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Im Zuge der Regierungsklausur haben wir nun noch weitere Schritte als Unterstützungsmaßnahmen in diesem Bereich gesetzt, und zwar bekommen alle Familien einen Kinderbonus von 360 Euro pro Kind, für das man die Familienbeihilfe bezieht. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) In einem Beispiel, in dem es um weitere Entlastungen für die Familien geht, bedeutet das für eine Familie mit zwei Kindern rund 1 170 Euro an Entlastung.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir tun alles, um die Weltwirtschaftskrise abzufedern und den Arbeitsmarkt zu stärken. Jede und jeder Einzelne, die oder den wir wieder in Beschäftigung bringen, ist ein Erfolg und ein Schritt in die richtige Richtung. Danke für Ihre Unterstützung! Gemeinsam schaffen wir das! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Es sind eh immer die gleichen!
Was waren die Maßnahmen der Regierung? – Wir haben sie ja schon x-fach hier diskutiert: Alle Coronapakete kommen nicht an. (Abg. Kickl: Es sind eh immer die gleichen!) Sie kommen nicht in der Wirtschaft an, sie verfehlen ihre Wirkung. Die Milliardenbeträge, die Sie täglich erhöhen, kommen nicht dort an, wo sie ankommen müssen. Sie haben heute, Frau Minister, den Neustartbonus so lobend erwähnt. Ich sage Ihnen, er wird wieder nicht funktionieren und wieder nicht ankommen, weil er so kompliziert ist und vor allem der Gastronomie überhaupt nicht helfen kann.
Beifall bei der FPÖ.
Das Nächste ist die Anregung des privaten Konsums. Eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes für die Personen, die von der Krise betroffen sind, die ohne ihre Schuld ihren Job verloren haben, für die Zeit der Krise oder zumindest einmal bis ins nächste Jahr, macht einfach Sinn, weil diese Leute das Geld auch brauchen, weil sie es ausgeben würden und weil das wirtschaftliche Effekte hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb richte ich noch einmal meinen Appell an die ÖVP, endlich umzuschalten. Entweder macht ihr das bewusst, dann ist es wirklich bedenklich, oder ihr verlasst euch da auf Leute, die das einfach so verkomplizieren, und es passiert euch einfach. Ich verstehe es nicht! Ich verstehe diese Maßnahmen, die ihr setzt, nicht. Wir haben 50 Milliarden Euro zur Verfügung. Da hätte niemand ein Problem, wenn das ausgegeben wird, jeder hätte Verständnis dafür. Aber ihr tut es nicht! Ihr gebt es den Menschen nicht, ihr gebt es den Unternehmen nicht, ihr gebt es der Wirtschaft nicht! Das ist für mich nicht nachvollziehbar, das ist völlig unverständlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne danke ich und ersuche um Zustimmung. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Vogl: Die ÖVP nicht! – Abg. Kassegger: Die Schwarzen sind super sauber!
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Ministerinnen! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte eingangs schon ein paar Bemerkungen zu diesem Dringlichen Antrag machen: Wir sind es ja von der FPÖ gewohnt, dass, wenn man bis zum Hals im Skandalsumpf steckt, einmal wild um sich geschlagen wird. (Abg. Vogl: Die ÖVP nicht! – Abg. Kassegger: Die Schwarzen sind super sauber!) Frau Kollegin Belakowitsch hat das wieder einmal eindrucksvoll hier am Rednerpult bewiesen. Ich weise nur ganz entschieden zurück, einen Vergleich der Bundesregierung mit den Dreißigerjahren herzustellen. Frau Kollegin Belakowitsch, das ist völlig inakzeptabel! Wenn Sie das tun, dann können Sie es bei einem Parteitag der FPÖ tun, denn dort haben Sie wenigstens noch welche sitzen, die von dieser Zeit noch etwas halten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir sind das
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Ministerinnen! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte eingangs schon ein paar Bemerkungen zu diesem Dringlichen Antrag machen: Wir sind es ja von der FPÖ gewohnt, dass, wenn man bis zum Hals im Skandalsumpf steckt, einmal wild um sich geschlagen wird. (Abg. Vogl: Die ÖVP nicht! – Abg. Kassegger: Die Schwarzen sind super sauber!) Frau Kollegin Belakowitsch hat das wieder einmal eindrucksvoll hier am Rednerpult bewiesen. Ich weise nur ganz entschieden zurück, einen Vergleich der Bundesregierung mit den Dreißigerjahren herzustellen. Frau Kollegin Belakowitsch, das ist völlig inakzeptabel! Wenn Sie das tun, dann können Sie es bei einem Parteitag der FPÖ tun, denn dort haben Sie wenigstens noch welche sitzen, die von dieser Zeit noch etwas halten. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir sind das
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Hafenecker: Warum hängt dann der Dollfuß noch bei euch im Klub? – Zwischenruf bei der ÖVP.
jedenfalls nicht! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Hafenecker: Warum hängt dann der Dollfuß noch bei euch im Klub? – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Sie haben schon wieder nicht zugehört!
Zum Zweiten: Sie kritisieren nach wie vor den Lockdown. Im Übrigen halte ich es für eine Ärztin für völlig unangebracht, wenn man von Leichenbergen spricht. An und für sich wäre es besser, glaube ich – gerade wenn man als Ärztin einen Beruf im Gesundheitsbereich ausübt –, dass man auch eine andere Wortwahl trifft. Aber Sie waren es mit Klubobmann Kickl, die am 13. März dieses Jahres den völligen Lockdown für Österreich eingefordert haben. (Abg. Kickl: Sie haben schon wieder nicht zugehört!) Das ist durch eine OTS-Aussendung der Freiheitlichen Partei nachweisbar. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Jetzt stellen Sie sich seit Wochen her und kritisieren diese Maßnahme.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Zum Zweiten: Sie kritisieren nach wie vor den Lockdown. Im Übrigen halte ich es für eine Ärztin für völlig unangebracht, wenn man von Leichenbergen spricht. An und für sich wäre es besser, glaube ich – gerade wenn man als Ärztin einen Beruf im Gesundheitsbereich ausübt –, dass man auch eine andere Wortwahl trifft. Aber Sie waren es mit Klubobmann Kickl, die am 13. März dieses Jahres den völligen Lockdown für Österreich eingefordert haben. (Abg. Kickl: Sie haben schon wieder nicht zugehört!) Das ist durch eine OTS-Aussendung der Freiheitlichen Partei nachweisbar. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Jetzt stellen Sie sich seit Wochen her und kritisieren diese Maßnahme.
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Das ist der Zustand dieser Partei, den wir hier erleben. Wir können nichts dafür, dass Ihre Parteispitze im vorigen Jahr auf Ibiza war. Das hat auch dazu geführt, dass neu gewählt werden musste, aber damit müssen Sie leben und nicht ganz Österreich, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
in Richtung Abg. Belakowitsch
Zum Dritten: Sie legen uns einen Dringlichen Antrag vor, über den man ja durchaus diskutieren kann. Kollege Angerer hat wenigstens einen sachlichen Beitrag abgegeben; darüber kann man ja diskutieren, Sie (in Richtung Abg. Belakowitsch) aber haben erst in der 14. Minute Ihrer Begründung das Wort Arbeitslosigkeit überhaupt erwähnt. Ich würde Sie ersuchen, Frau Kollegin, wenn Sie einen Dringlichen Antrag einbringen – was ja gut und richtig ist, und das Thema ist diskussionswürdig, keine Frage –, etwas früher Bezug auf Ihren eigenen Antrag, den Sie hier mit Ihren Kollegen einbringen (Zwischenrufe bei der FPÖ), zu nehmen (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), denn sonst führen wir auch dieses Instrument schön langsam ad absurdum. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
Zum Dritten: Sie legen uns einen Dringlichen Antrag vor, über den man ja durchaus diskutieren kann. Kollege Angerer hat wenigstens einen sachlichen Beitrag abgegeben; darüber kann man ja diskutieren, Sie (in Richtung Abg. Belakowitsch) aber haben erst in der 14. Minute Ihrer Begründung das Wort Arbeitslosigkeit überhaupt erwähnt. Ich würde Sie ersuchen, Frau Kollegin, wenn Sie einen Dringlichen Antrag einbringen – was ja gut und richtig ist, und das Thema ist diskussionswürdig, keine Frage –, etwas früher Bezug auf Ihren eigenen Antrag, den Sie hier mit Ihren Kollegen einbringen (Zwischenrufe bei der FPÖ), zu nehmen (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), denn sonst führen wir auch dieses Instrument schön langsam ad absurdum. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Zum Dritten: Sie legen uns einen Dringlichen Antrag vor, über den man ja durchaus diskutieren kann. Kollege Angerer hat wenigstens einen sachlichen Beitrag abgegeben; darüber kann man ja diskutieren, Sie (in Richtung Abg. Belakowitsch) aber haben erst in der 14. Minute Ihrer Begründung das Wort Arbeitslosigkeit überhaupt erwähnt. Ich würde Sie ersuchen, Frau Kollegin, wenn Sie einen Dringlichen Antrag einbringen – was ja gut und richtig ist, und das Thema ist diskussionswürdig, keine Frage –, etwas früher Bezug auf Ihren eigenen Antrag, den Sie hier mit Ihren Kollegen einbringen (Zwischenrufe bei der FPÖ), zu nehmen (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), denn sonst führen wir auch dieses Instrument schön langsam ad absurdum. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.
Zum Dritten: Sie legen uns einen Dringlichen Antrag vor, über den man ja durchaus diskutieren kann. Kollege Angerer hat wenigstens einen sachlichen Beitrag abgegeben; darüber kann man ja diskutieren, Sie (in Richtung Abg. Belakowitsch) aber haben erst in der 14. Minute Ihrer Begründung das Wort Arbeitslosigkeit überhaupt erwähnt. Ich würde Sie ersuchen, Frau Kollegin, wenn Sie einen Dringlichen Antrag einbringen – was ja gut und richtig ist, und das Thema ist diskussionswürdig, keine Frage –, etwas früher Bezug auf Ihren eigenen Antrag, den Sie hier mit Ihren Kollegen einbringen (Zwischenrufe bei der FPÖ), zu nehmen (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), denn sonst führen wir auch dieses Instrument schön langsam ad absurdum. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kickl.)
Abg. Stöger: ... eure eigene Regierung! – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Weiters: Wir sollten uns eigentlich schon einig sein, dass es sich hierbei um eine weltweite Pandemie handelt – eine Pandemie! –, und daraus folgend haben wir die größte Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. (Abg. Stöger: ... eure eigene Regierung! – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Na ja, ich weiß nicht, in den sozialdemokratisch geführten Ländern reden sie auch von einer Pandemie, lieber Lois. Vielleicht fährst du einmal ein bissl herum in Europa und besuchst deine Genossinnen und Genossen! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es gibt jedenfalls in Europa genügend Staatsverantwortliche, die der Sozialdemokratie angehören, die auch von einer Pandemie sprechen und bestätigen, dass wir es jetzt infolge der Pandemie mit einer weltweiten Wirtschaftskrise zu tun haben, die die größte seit dem Zweiten Weltkrieg ist.
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Weiters: Wir sollten uns eigentlich schon einig sein, dass es sich hierbei um eine weltweite Pandemie handelt – eine Pandemie! –, und daraus folgend haben wir die größte Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. (Abg. Stöger: ... eure eigene Regierung! – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Na ja, ich weiß nicht, in den sozialdemokratisch geführten Ländern reden sie auch von einer Pandemie, lieber Lois. Vielleicht fährst du einmal ein bissl herum in Europa und besuchst deine Genossinnen und Genossen! (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es gibt jedenfalls in Europa genügend Staatsverantwortliche, die der Sozialdemokratie angehören, die auch von einer Pandemie sprechen und bestätigen, dass wir es jetzt infolge der Pandemie mit einer weltweiten Wirtschaftskrise zu tun haben, die die größte seit dem Zweiten Weltkrieg ist.
Abg. Belakowitsch: Na dann machts endlich was!
Das ist natürlich eine gewaltige Herausforderung (Abg. Belakowitsch: Na dann machts endlich was!) für die politisch Verantwortlichen in jedem Land. Ich sage es noch einmal – und ich habe es schon oft von diesem Rednerpult aus gesagt (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) –: Ich bin stolz, dass ich in diesem Land leben darf, weil Österreich bis jetzt besser durch die Krise gekommen ist als viele andere Länder. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja gar nicht! – Abg. Leichtfried: Ja, aber die Arbeitslosen ... ! – Ruf bei der SPÖ: Ihr tut gar nichts, das ist das Problem! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Mir sind weniger Tote wichtiger als das, dass ich erklären muss, dass wir noch um Geduld ersuchen, wenn die Unterstützungszahlung vielleicht noch nicht angekommen ist. Mir ist es wichtiger, dass wir die Menschen in diesem Land geschützt haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Das ist natürlich eine gewaltige Herausforderung (Abg. Belakowitsch: Na dann machts endlich was!) für die politisch Verantwortlichen in jedem Land. Ich sage es noch einmal – und ich habe es schon oft von diesem Rednerpult aus gesagt (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) –: Ich bin stolz, dass ich in diesem Land leben darf, weil Österreich bis jetzt besser durch die Krise gekommen ist als viele andere Länder. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja gar nicht! – Abg. Leichtfried: Ja, aber die Arbeitslosen ... ! – Ruf bei der SPÖ: Ihr tut gar nichts, das ist das Problem! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Mir sind weniger Tote wichtiger als das, dass ich erklären muss, dass wir noch um Geduld ersuchen, wenn die Unterstützungszahlung vielleicht noch nicht angekommen ist. Mir ist es wichtiger, dass wir die Menschen in diesem Land geschützt haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Belakowitsch: Stimmt ja gar nicht! – Abg. Leichtfried: Ja, aber die Arbeitslosen ... ! – Ruf bei der SPÖ: Ihr tut gar nichts, das ist das Problem! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Das ist natürlich eine gewaltige Herausforderung (Abg. Belakowitsch: Na dann machts endlich was!) für die politisch Verantwortlichen in jedem Land. Ich sage es noch einmal – und ich habe es schon oft von diesem Rednerpult aus gesagt (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) –: Ich bin stolz, dass ich in diesem Land leben darf, weil Österreich bis jetzt besser durch die Krise gekommen ist als viele andere Länder. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja gar nicht! – Abg. Leichtfried: Ja, aber die Arbeitslosen ... ! – Ruf bei der SPÖ: Ihr tut gar nichts, das ist das Problem! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Mir sind weniger Tote wichtiger als das, dass ich erklären muss, dass wir noch um Geduld ersuchen, wenn die Unterstützungszahlung vielleicht noch nicht angekommen ist. Mir ist es wichtiger, dass wir die Menschen in diesem Land geschützt haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Das ist natürlich eine gewaltige Herausforderung (Abg. Belakowitsch: Na dann machts endlich was!) für die politisch Verantwortlichen in jedem Land. Ich sage es noch einmal – und ich habe es schon oft von diesem Rednerpult aus gesagt (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) –: Ich bin stolz, dass ich in diesem Land leben darf, weil Österreich bis jetzt besser durch die Krise gekommen ist als viele andere Länder. (Abg. Belakowitsch: Stimmt ja gar nicht! – Abg. Leichtfried: Ja, aber die Arbeitslosen ... ! – Ruf bei der SPÖ: Ihr tut gar nichts, das ist das Problem! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.) Mir sind weniger Tote wichtiger als das, dass ich erklären muss, dass wir noch um Geduld ersuchen, wenn die Unterstützungszahlung vielleicht noch nicht angekommen ist. Mir ist es wichtiger, dass wir die Menschen in diesem Land geschützt haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Ah-Rufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
natürlich auch die Bundesregierung tut das. Ich sage eines ganz klar und deutlich: Ich stehe nicht an, mich bei der gesamten Bundesregierung zu bedanken. (Ah-Rufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Also so weit sind wir! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Das aber ist euer Problem! Ihr müsstet halt einmal zu den Leuten gehen, denn dann würdet ihr hören, dass die Bevölkerung auch stolz auf diese Bundesregierung ist, weil wir bis jetzt gut durch diese Krise gekommen sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das würde euch nicht schaden. Ihr habt ohnedies gefordert, dass man wieder fortgehen darf, also solltet ihr das auch tun! Wir jedenfalls kommen dem nach. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
natürlich auch die Bundesregierung tut das. Ich sage eines ganz klar und deutlich: Ich stehe nicht an, mich bei der gesamten Bundesregierung zu bedanken. (Ah-Rufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Also so weit sind wir! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Das aber ist euer Problem! Ihr müsstet halt einmal zu den Leuten gehen, denn dann würdet ihr hören, dass die Bevölkerung auch stolz auf diese Bundesregierung ist, weil wir bis jetzt gut durch diese Krise gekommen sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das würde euch nicht schaden. Ihr habt ohnedies gefordert, dass man wieder fortgehen darf, also solltet ihr das auch tun! Wir jedenfalls kommen dem nach. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
natürlich auch die Bundesregierung tut das. Ich sage eines ganz klar und deutlich: Ich stehe nicht an, mich bei der gesamten Bundesregierung zu bedanken. (Ah-Rufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Also so weit sind wir! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Das aber ist euer Problem! Ihr müsstet halt einmal zu den Leuten gehen, denn dann würdet ihr hören, dass die Bevölkerung auch stolz auf diese Bundesregierung ist, weil wir bis jetzt gut durch diese Krise gekommen sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das würde euch nicht schaden. Ihr habt ohnedies gefordert, dass man wieder fortgehen darf, also solltet ihr das auch tun! Wir jedenfalls kommen dem nach. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
natürlich auch die Bundesregierung tut das. Ich sage eines ganz klar und deutlich: Ich stehe nicht an, mich bei der gesamten Bundesregierung zu bedanken. (Ah-Rufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Also so weit sind wir! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Das aber ist euer Problem! Ihr müsstet halt einmal zu den Leuten gehen, denn dann würdet ihr hören, dass die Bevölkerung auch stolz auf diese Bundesregierung ist, weil wir bis jetzt gut durch diese Krise gekommen sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Das würde euch nicht schaden. Ihr habt ohnedies gefordert, dass man wieder fortgehen darf, also solltet ihr das auch tun! Wir jedenfalls kommen dem nach. (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ
Natürlich gibt es viele Menschen – und ich komme jetzt zum Thema –, die arbeitslos geworden sind. Ihnen gebühren natürlich unser Respekt und unsere Anerkennung (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ), weil das schwierige Situationen für diese Menschen sind, vor allem für jene, die jetzt aufgrund dieser Wirtschaftskrise in die Arbeitslosigkeit gekommen sind. Bevor ich zu den Arbeitslosenzahlen und zum Arbeitslosengeld komme, möchte ich die Kurzarbeit erwähnen.
Abg. Schellhorn: Na servas Gschäft! Und wie ist das in der Schweiz?!
Frau Bundesministerin, Sie haben gesagt, 1,1 Millionen Menschen sind jetzt noch in Kurzarbeit. In der Höchstphase der Krise haben wir über 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit gezählt. Gott sei Dank gibt es jetzt viele Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch wieder zurückholen, und ich sage ganz klar und deutlich: Dieses österreichische Kurzarbeitsmodell, das von den Sozialpartnern ausgearbeitet wurde, ist das beste Modell, das wir in ganz Europa finden. (Abg. Schellhorn: Na servas Gschäft! Und wie ist das in der Schweiz?!) Warum? – Weil es den Menschen, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, das Einkommen in einer Höhe von 80 bis 90 Prozent sichert, sie bei den Unternehmen angestellt bleiben (Zwischenrufe bei der FPÖ), und sich die Unternehmer darauf verlassen können, dass sie, sobald sie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder brauchen, weil wieder hochgefahren werden kann, diese auch wieder haben.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Frau Bundesministerin, Sie haben gesagt, 1,1 Millionen Menschen sind jetzt noch in Kurzarbeit. In der Höchstphase der Krise haben wir über 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit gezählt. Gott sei Dank gibt es jetzt viele Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch wieder zurückholen, und ich sage ganz klar und deutlich: Dieses österreichische Kurzarbeitsmodell, das von den Sozialpartnern ausgearbeitet wurde, ist das beste Modell, das wir in ganz Europa finden. (Abg. Schellhorn: Na servas Gschäft! Und wie ist das in der Schweiz?!) Warum? – Weil es den Menschen, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, das Einkommen in einer Höhe von 80 bis 90 Prozent sichert, sie bei den Unternehmen angestellt bleiben (Zwischenrufe bei der FPÖ), und sich die Unternehmer darauf verlassen können, dass sie, sobald sie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder brauchen, weil wieder hochgefahren werden kann, diese auch wieder haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt überall Mängel, und wir sind wirklich auch dahinter – auch durch die Finanzpolizei –, dass Missbrauch eingedämmt wird. Es ist leider so: Es gibt überall, wo es gute Modelle gibt, auch Einzelne, die versuchen, das auszunutzen, beim Großteil aber funktioniert es sehr gut. Die Abrechnungen laufen auf Hochtouren, und dieses Kurzarbeitsmodell sucht auf der ganzen Welt seinesgleichen. Es ist ein Topmodell, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Leichtfried: Das haben wir schon einmal gehört ... !
Nun zum Arbeitslosengeld und zur Notstandshilfe, zu den Fakten: Es gibt aktuell 481 000 Arbeitslose, 46 000 davon in Schulung. (Abg. Leichtfried: Das haben wir schon einmal gehört ... !) – Ja, ich sage es noch einmal, lieber Kollege Jörg Leichtfried, es schadet ja nichts! Es gibt jetzt um 107 000 Arbeitslose weniger, als es Mitte April waren. Das heißt, dass auch die Maßnahmen im AMS greifen (Ruf bei der FPÖ: Na wartet, bis der Bumerang kommt!), denn sonst hätten wir jetzt nicht über 100 000 Arbeitslose weniger, als wir Mitte April gehabt haben.
Ruf bei der FPÖ: Na wartet, bis der Bumerang kommt!
Nun zum Arbeitslosengeld und zur Notstandshilfe, zu den Fakten: Es gibt aktuell 481 000 Arbeitslose, 46 000 davon in Schulung. (Abg. Leichtfried: Das haben wir schon einmal gehört ... !) – Ja, ich sage es noch einmal, lieber Kollege Jörg Leichtfried, es schadet ja nichts! Es gibt jetzt um 107 000 Arbeitslose weniger, als es Mitte April waren. Das heißt, dass auch die Maßnahmen im AMS greifen (Ruf bei der FPÖ: Na wartet, bis der Bumerang kommt!), denn sonst hätten wir jetzt nicht über 100 000 Arbeitslose weniger, als wir Mitte April gehabt haben.
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.
Worauf ich Wert lege, ist, dass wir unser Arbeitslosengeld etwas näher anschauen. Es ist zu wenig, wenn man nur den Prozentsatz bewertet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.) Man muss sich das gesamte System anschauen, und da das Geld bekanntlich kein Mascherl hat, kommt es darauf an, was einer Person, einer Familie, die von Arbeitslosigkeit betroffen ist, letzten Endes wirklich zur Verfügung steht. Wir haben Familienzuschläge und Ergänzungsbeiträge, wobei die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld bei niedrigen Einkommen bis zu 80 Prozent beträgt. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Worauf ich Wert lege, ist, dass wir unser Arbeitslosengeld etwas näher anschauen. Es ist zu wenig, wenn man nur den Prozentsatz bewertet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Rendi-Wagner.) Man muss sich das gesamte System anschauen, und da das Geld bekanntlich kein Mascherl hat, kommt es darauf an, was einer Person, einer Familie, die von Arbeitslosigkeit betroffen ist, letzten Endes wirklich zur Verfügung steht. Wir haben Familienzuschläge und Ergänzungsbeiträge, wobei die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld bei niedrigen Einkommen bis zu 80 Prozent beträgt. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe bei der SPÖ: Was erklärst du da?! Jetzt kennst du dich selbst nicht mehr aus!
Arbeitslosengeld: 1 918 Euro inklusive Familienzuschläge; Familienbeihilfe: 406,90 Euro; dazu kommen Befreiungen wie die Ökostrompauschale von 36 Euro – sie wurde abgesenkt – und Zuschüsse. Letzten Endes kommen wir auch da - - (Rufe bei der SPÖ: Was erklärst du da?! Jetzt kennst du dich selbst nicht mehr aus!) – Das sind Zuschüsse, die es für Menschen gibt, die sich in dieser Situation befinden, und wir müssen doch auch diese Beträge werten. Genau deshalb haben wir ein breit ausgebautes Sozialsystem in Österreich, durch das wir mit Transferleistungen, mit Sozialunterstützungen diesen betroffenen Menschen helfen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Diese Familie kommt auf 2 546 Euro im Monat, das sind 76 Prozent (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) sozusagen Nettoersatzrate, wenn man diese Leistungen dazuzählt. Das sind nicht 55 Prozent, sondern 76 Prozent. Ich ersuche nur, dass man alles in dieses Arbeitslosengeld mit hineinrechnet, weil Österreich eine andere Berechnungsmethode hat (Zwischenrufe bei der SPÖ) als viele andere Länder in Europa. Das muss man auch mitbewerten, meine Damen und Herren. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Diese Familie kommt auf 2 546 Euro im Monat, das sind 76 Prozent (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) sozusagen Nettoersatzrate, wenn man diese Leistungen dazuzählt. Das sind nicht 55 Prozent, sondern 76 Prozent. Ich ersuche nur, dass man alles in dieses Arbeitslosengeld mit hineinrechnet, weil Österreich eine andere Berechnungsmethode hat (Zwischenrufe bei der SPÖ) als viele andere Länder in Europa. Das muss man auch mitbewerten, meine Damen und Herren. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.
Diese Familie kommt auf 2 546 Euro im Monat, das sind 76 Prozent (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) sozusagen Nettoersatzrate, wenn man diese Leistungen dazuzählt. Das sind nicht 55 Prozent, sondern 76 Prozent. Ich ersuche nur, dass man alles in dieses Arbeitslosengeld mit hineinrechnet, weil Österreich eine andere Berechnungsmethode hat (Zwischenrufe bei der SPÖ) als viele andere Länder in Europa. Das muss man auch mitbewerten, meine Damen und Herren. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter August Wöginger (fortsetzend): Viele europäische Länder haben eine höhere Nettoersatzrate, senken diese aber rasch ab. Wir haben die Notstandshilfe. Sie ist in Österreich unbefristet, das ist einzigartig in ganz Europa. Jetzt gibt es die 450-Euro-Einmalzahlung, das ist ein Nettobetrag, und für Kinder gibt es 360 Euro. So helfen wir den Menschen, die in Not geraten sind. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es tut mir ein bisschen weh, weil ich dabei die soziale Handschrift der Grünen vermisse. Gerade ihr, die Grünen, wart immer diejenigen, die auf eine Erhöhung in wirtschaftlich guten Zeiten gedrängt haben. Jetzt diesen Antrag und die einmalige Zahlung von 450 Euro so mitzutragen ist einfach nicht menschenwürdig. Das hilft den Betroffenen nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Wenn aber hier die Zahlen auf den Tisch gelegt werden – wie von dir, August Wöginger – und gesagt wird, es gibt 480 000 Arbeit suchende Menschen, die nicht arbeitslos sein wollen – wie es manche von euch behaupten – sondern arbeiten wollen (Zwischenruf bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Leichtfried), und wenn es für diese 480 000 betroffenen Menschen nur 57 000 offene Jobs gibt, dann ist klar: Viele, viele werden es nicht schaffen, in den nächsten Monaten einen Job zu bekommen. Viele, viele werden es nicht schaffen. Genau für diese Menschen, die es nicht schaffen, einen Job zu bekommen, braucht es diese monatliche Abfederung. Aus diesem Grund ist unser Antrag, der Antrag der SPÖ, der genau das fordert, der richtige, und ich appelliere an die ÖVP, noch einmal nachzudenken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn aber hier die Zahlen auf den Tisch gelegt werden – wie von dir, August Wöginger – und gesagt wird, es gibt 480 000 Arbeit suchende Menschen, die nicht arbeitslos sein wollen – wie es manche von euch behaupten – sondern arbeiten wollen (Zwischenruf bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Leichtfried), und wenn es für diese 480 000 betroffenen Menschen nur 57 000 offene Jobs gibt, dann ist klar: Viele, viele werden es nicht schaffen, in den nächsten Monaten einen Job zu bekommen. Viele, viele werden es nicht schaffen. Genau für diese Menschen, die es nicht schaffen, einen Job zu bekommen, braucht es diese monatliche Abfederung. Aus diesem Grund ist unser Antrag, der Antrag der SPÖ, der genau das fordert, der richtige, und ich appelliere an die ÖVP, noch einmal nachzudenken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Tanja Graf: Wer hat das gesagt? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn ich von einigen Abgeordneten aus diesem Hohen Haus, aus den Regierungsparteien, aus dieser Hälfte (in Richtung ÖVP), in Ausschüssen höre, diese Arbeit suchenden Menschen seien Tachinierer und die wollen nicht, dann ist das auf das Schärfste zurückzuweisen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Tanja Graf: Wer hat das gesagt? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Haubner: Unwahrheit!
Ich glaube, niemand in diesem Land will arbeitslos sein und ein durchschnittliches Arbeitslosengeld von 900 Euro beziehen, im Wissen, dass diese Arbeitslosigkeit noch lange dauern wird. Was uns ein bisschen betrübt, ist, dass Sie offenbar nicht mit diesen betroffenen Menschen reden. (Abg. Haubner: Unwahrheit!) Reden Sie mit diesen Menschen, die jetzt arbeitslos geworden sind! Reden Sie darüber, wie es ihnen geht, wie sie ihre Rechnungen bezahlen!
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir dann parallel dazu feststellen müssen, dass gerade in einer Krise nicht für alle Betroffenen in diesem Land mit gleichem Maß gemessen wird, Sie Pensionen für die Bauern – denen wir das gönnen, aber bitte behandeln Sie auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gleich! – erhöhen, wenn Sie gleichzeitig deutschen Aktionären betreffend Lufthansa österreichische Steuermittel in der Höhe von 450 Millionen Euro zusagen und den Arbeitslosen in Österreich 450 Euro zusagen – 450 Euro pro betroffenem Arbeitslosen, 450 Millionen für die deutsche Lufthansa, da sind übrigens wieder sechs Nullen dazwischen –, dann passt das einfach nicht zusammen. Das passt nicht zusammen, da ist der Unterschied einfach zu groß, da messen Sie nicht mit gleichem Maß. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
unwürdig, ist eine Alibiaktion und kann aus keiner Sicht und von keinem aus unseren Reihen unterstützt werden. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Heiterkeit des Abg. Loacker.
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte ZuseherInnen vor den Bildschirmen! 480 000 Arbeitslose, das ist eine enorme Zahl, das sind sehr viele. (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Auch wenn die Arbeitslosigkeit erfreulicherweise seit Mitte April zurückgegangen ist, sind wir mit einer Zahl konfrontiert, die so schnell nicht zurückgehen wird. Da brauchen wir uns keinen Illusionen hinzugeben, die Arbeitslosigkeit wird anhaltend hoch bleiben (Zwischenruf des Abg. Wurm), und daraus ergeben sich die Aufgaben der Politik.
Zwischenruf des Abg. Wurm
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte ZuseherInnen vor den Bildschirmen! 480 000 Arbeitslose, das ist eine enorme Zahl, das sind sehr viele. (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Auch wenn die Arbeitslosigkeit erfreulicherweise seit Mitte April zurückgegangen ist, sind wir mit einer Zahl konfrontiert, die so schnell nicht zurückgehen wird. Da brauchen wir uns keinen Illusionen hinzugeben, die Arbeitslosigkeit wird anhaltend hoch bleiben (Zwischenruf des Abg. Wurm), und daraus ergeben sich die Aufgaben der Politik.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Da gehört andererseits dazu, wieder Beschäftigung zu schaffen und Maßnahmen zu setzen, die Beschäftigung fördern und möglichst viele Menschen wieder in gut bezahlte, sozial- und arbeitsrechtlich bestmöglich abgesicherte Arbeit zu bringen. Dafür braucht es eben die entsprechenden Konjunkturpakete. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Dafür braucht es auch die entsprechenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, wie sie heute in der Früh auch Markus Marterbauer eingefordert hat.
Abg. Heinisch-Hosek: Ja wo sind die?
Von da drüben (in Richtung SPÖ) wird gleich die Frage danach kommen: Natürlich werden die Maßnahmen kommen, das ist keine Frage. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja wo sind die?) Werner Kogler hat gestern in der „ZIB 2“ bereits angekündigt, dass die kommen werden und dass wir diese arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen natürlich auch mit den Sozialpartnern, sprich mit Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und allen anderen wesentlichen Stakeholdern in diesen Bereichen, bearbeiten und verhandeln werden, denn ein wesentlicher Punkt ist für uns, diese Form von Zusammenarbeit und Kooperation auch weiter zu pflegen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?) – Bitte? (Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?) – Na selbstverständlich weiß es Wöginger, kein Problem. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wöginger.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?
Von da drüben (in Richtung SPÖ) wird gleich die Frage danach kommen: Natürlich werden die Maßnahmen kommen, das ist keine Frage. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja wo sind die?) Werner Kogler hat gestern in der „ZIB 2“ bereits angekündigt, dass die kommen werden und dass wir diese arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen natürlich auch mit den Sozialpartnern, sprich mit Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und allen anderen wesentlichen Stakeholdern in diesen Bereichen, bearbeiten und verhandeln werden, denn ein wesentlicher Punkt ist für uns, diese Form von Zusammenarbeit und Kooperation auch weiter zu pflegen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?) – Bitte? (Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?) – Na selbstverständlich weiß es Wöginger, kein Problem. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wöginger.)
Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?
Von da drüben (in Richtung SPÖ) wird gleich die Frage danach kommen: Natürlich werden die Maßnahmen kommen, das ist keine Frage. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja wo sind die?) Werner Kogler hat gestern in der „ZIB 2“ bereits angekündigt, dass die kommen werden und dass wir diese arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen natürlich auch mit den Sozialpartnern, sprich mit Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und allen anderen wesentlichen Stakeholdern in diesen Bereichen, bearbeiten und verhandeln werden, denn ein wesentlicher Punkt ist für uns, diese Form von Zusammenarbeit und Kooperation auch weiter zu pflegen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?) – Bitte? (Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?) – Na selbstverständlich weiß es Wöginger, kein Problem. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wöginger.
Von da drüben (in Richtung SPÖ) wird gleich die Frage danach kommen: Natürlich werden die Maßnahmen kommen, das ist keine Frage. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja wo sind die?) Werner Kogler hat gestern in der „ZIB 2“ bereits angekündigt, dass die kommen werden und dass wir diese arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen natürlich auch mit den Sozialpartnern, sprich mit Gewerkschaften, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und allen anderen wesentlichen Stakeholdern in diesen Bereichen, bearbeiten und verhandeln werden, denn ein wesentlicher Punkt ist für uns, diese Form von Zusammenarbeit und Kooperation auch weiter zu pflegen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?) – Bitte? (Abg. Leichtfried: Weiß das Wöginger auch?) – Na selbstverständlich weiß es Wöginger, kein Problem. (Zwischenruf bei der ÖVP. – Heiterkeit des Abg. Wöginger.)
Abg. Kickl: Es gibt keinen TOP, wo die nicht ...! ... Salto mortale!
So, und jetzt haben wir als letzten Punkt, dass natürlich die Menschen, die in Arbeitslosigkeit sind, ein Recht darauf haben, bestmöglich abgesichert zu sein, ein Recht darauf haben, jede Form von Unterstützung und Hilfe zu bekommen, und ein Recht darauf haben, Perspektiven geboten zu bekommen. (Abg. Kickl: Es gibt keinen TOP, wo die nicht ...! ... Salto mortale!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Vogl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt wurde ein Paket geschnürt, das sicher auch diskutiert werden muss, über das auch gestritten werden kann. In diesem Paket wurde von der Regierung auch eine Maßnahme beschlossen, dass das Arbeitslosengeld um 450 Euro erhöht wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Vogl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wer rechnen kann, weiß, dass das, wo ein Plus davorsteht, eine Erhöhung und keine Reduktion ist. Ja, die einmalige Erhöhung von 450 Euro (Abg. Kassegger: Ist nicht so üppig!), das gebe ich ganz offen und ehrlich zu, ist für uns nicht das Ende, der Plafond
Abg. Kassegger: Ist nicht so üppig!
Jetzt wurde ein Paket geschnürt, das sicher auch diskutiert werden muss, über das auch gestritten werden kann. In diesem Paket wurde von der Regierung auch eine Maßnahme beschlossen, dass das Arbeitslosengeld um 450 Euro erhöht wird. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Vogl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wer rechnen kann, weiß, dass das, wo ein Plus davorsteht, eine Erhöhung und keine Reduktion ist. Ja, die einmalige Erhöhung von 450 Euro (Abg. Kassegger: Ist nicht so üppig!), das gebe ich ganz offen und ehrlich zu, ist für uns nicht das Ende, der Plafond
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
ist nicht erreicht, aber es ist ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung, es ist die erste Erhöhung des Arbeitslosengeldes seit Jahrzehnten. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Belakowitsch: Ist es ja! – Abg. Kickl: Das geht vom Öllinger ...!
Wenn ich dann in den sozialen Medien lese, was so manche politische Parteien oder politische Funktionsträger dazu meinen! Da ist von Verhöhnung, Frotzelei (Abg. Belakowitsch: Ist es ja! – Abg. Kickl: Das geht vom Öllinger ...!) und Zynismus die Rede. Von einem Abgeordneten wurden wir sogar Verbrecher genannt, weil wir diese Erhöhung durchführen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Ja, das war so.
Zwischenruf bei der SPÖ.
Wenn ich dann in den sozialen Medien lese, was so manche politische Parteien oder politische Funktionsträger dazu meinen! Da ist von Verhöhnung, Frotzelei (Abg. Belakowitsch: Ist es ja! – Abg. Kickl: Das geht vom Öllinger ...!) und Zynismus die Rede. Von einem Abgeordneten wurden wir sogar Verbrecher genannt, weil wir diese Erhöhung durchführen. (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Ja, das war so.
Ruf bei der FPÖ: Die interessieren uns nicht! Uns interessieren die letzten Monate! – Abg. Heinisch-Hosek: ... jetzt!
Da frage ich mich: Wenn das, was wir gemacht haben, nämlich diese Erhöhung, eine Frotzelei, ein Zynismus, ein Hohn ist, was war dann bitte die letzten Jahrzehnte? Da war, egal ob gerade schwarze, blaue oder rote Minister im Arbeitsministerium und im Sozialministerium gesessen sind, die Erhöhung des Arbeitslosengeldes nie ein Thema! (Ruf bei der FPÖ: Die interessieren uns nicht! Uns interessieren die letzten Monate! – Abg. Heinisch-Hosek: ... jetzt!) – Ich weiß, das hören Sie nicht gerne, aber es ist leider so. Man muss sich der Vergangenheit stellen, um für die Zukunft zu lernen. Es führt kein Weg daran vorbei. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kickl: Aber es ist schon ..., was passiert!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kickl: Aber es ist schon ..., was passiert!
Da frage ich mich: Wenn das, was wir gemacht haben, nämlich diese Erhöhung, eine Frotzelei, ein Zynismus, ein Hohn ist, was war dann bitte die letzten Jahrzehnte? Da war, egal ob gerade schwarze, blaue oder rote Minister im Arbeitsministerium und im Sozialministerium gesessen sind, die Erhöhung des Arbeitslosengeldes nie ein Thema! (Ruf bei der FPÖ: Die interessieren uns nicht! Uns interessieren die letzten Monate! – Abg. Heinisch-Hosek: ... jetzt!) – Ich weiß, das hören Sie nicht gerne, aber es ist leider so. Man muss sich der Vergangenheit stellen, um für die Zukunft zu lernen. Es führt kein Weg daran vorbei. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Kickl: Aber es ist schon ..., was passiert!)
Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Die Frage ist: Warum war das nie Thema? Warum wurden in den letzten Jahrzehnten ständig Zumutbarkeitsbestimmungen verschärft? Warum wurden – ich rede insbesondere vom Arbeitslosengeld – die Sanktionen verschärft? Welche Minister und welche Ministerinnen waren das? (Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: ... Arbeitslosen!
Im Gegenteil: Was ich sehr amüsant finde, ist, dass die FPÖ heute daherkommt und die Erhöhung des Arbeitslosengeldes fordert (Abg. Belakowitsch: ... Arbeitslosen!), die gleiche FPÖ, die noch vor Kurzem die Notstandshilfe abschaffen wollte, die gleiche FPÖ, die die Mindestsicherung für die Ärmsten in diesem Land radikal gekürzt hat, die gleiche FPÖ (Abg. Heinisch-Hosek: Was?) – in der Regierung, ja –, die in Wirklichkeit ein Zweiklassensystem in der Arbeitslosenversicherung schaffen will, ein System für ausländische Arbeitslose und ein anderes System für inländische Arbeitslose. (Abg. Kickl: Sie sind ja schon ganz schwindlig vor lauter Verrenkungen!)
Abg. Heinisch-Hosek: Was?
Im Gegenteil: Was ich sehr amüsant finde, ist, dass die FPÖ heute daherkommt und die Erhöhung des Arbeitslosengeldes fordert (Abg. Belakowitsch: ... Arbeitslosen!), die gleiche FPÖ, die noch vor Kurzem die Notstandshilfe abschaffen wollte, die gleiche FPÖ, die die Mindestsicherung für die Ärmsten in diesem Land radikal gekürzt hat, die gleiche FPÖ (Abg. Heinisch-Hosek: Was?) – in der Regierung, ja –, die in Wirklichkeit ein Zweiklassensystem in der Arbeitslosenversicherung schaffen will, ein System für ausländische Arbeitslose und ein anderes System für inländische Arbeitslose. (Abg. Kickl: Sie sind ja schon ganz schwindlig vor lauter Verrenkungen!)
Abg. Kickl: Sie sind ja schon ganz schwindlig vor lauter Verrenkungen!
Im Gegenteil: Was ich sehr amüsant finde, ist, dass die FPÖ heute daherkommt und die Erhöhung des Arbeitslosengeldes fordert (Abg. Belakowitsch: ... Arbeitslosen!), die gleiche FPÖ, die noch vor Kurzem die Notstandshilfe abschaffen wollte, die gleiche FPÖ, die die Mindestsicherung für die Ärmsten in diesem Land radikal gekürzt hat, die gleiche FPÖ (Abg. Heinisch-Hosek: Was?) – in der Regierung, ja –, die in Wirklichkeit ein Zweiklassensystem in der Arbeitslosenversicherung schaffen will, ein System für ausländische Arbeitslose und ein anderes System für inländische Arbeitslose. (Abg. Kickl: Sie sind ja schon ganz schwindlig vor lauter Verrenkungen!)
Zwischenruf des Abg. Deimek. – Heiterkeit bei der FPÖ.
Lesen Sie das „Handbuch freiheitlicher Politik“, da steht das alles drinnen. Wenn Sie hier herauskommen und sagen - - (Zwischenruf des Abg. Deimek. – Heiterkeit bei der FPÖ.) Lernen Sie lesen, in Ihren Büchern steht es! Aber dass Sie das „Handbuch freiheitlicher Politik“ nicht lesen, verstehe ich, denn es ist schwer auszuhalten. (Abg. Deimek: Lernen Sie ...!)
Abg. Deimek: Lernen Sie ...!
Lesen Sie das „Handbuch freiheitlicher Politik“, da steht das alles drinnen. Wenn Sie hier herauskommen und sagen - - (Zwischenruf des Abg. Deimek. – Heiterkeit bei der FPÖ.) Lernen Sie lesen, in Ihren Büchern steht es! Aber dass Sie das „Handbuch freiheitlicher Politik“ nicht lesen, verstehe ich, denn es ist schwer auszuhalten. (Abg. Deimek: Lernen Sie ...!)
Abg. Kickl: Kriegen Sie eigentlich ein Schmerzensgeld für diese Performance?
Es ist auf jeden Fall so, dass wir erstmals seit Jahrzehnten das Arbeitslosengeld erhöhen. Wir werden aber nicht dabei stehen bleiben können, das wissen wir ganz genau. Wenn jemand sagt: Es ist Hohn, es ist Verhöhnung, es ist Zynismus! (Abg. Kickl: Kriegen Sie eigentlich ein Schmerzensgeld für diese Performance?), sage ich: Es ist Hilfe. Es ist direkte Hilfe für die unmittelbar von Arbeitslosigkeit Betroffenen, es ist unmittelbare Hilfe für Menschen, die Notstandshilfe erhalten, es ist unmittelbare Hilfe für Menschen, die Arbeitslosengeld beziehen, Notstandshilfe beziehen und die Mindestsicherung aufstocken. Für all die wird es diese Form der Erhöhung geben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es ist auf jeden Fall so, dass wir erstmals seit Jahrzehnten das Arbeitslosengeld erhöhen. Wir werden aber nicht dabei stehen bleiben können, das wissen wir ganz genau. Wenn jemand sagt: Es ist Hohn, es ist Verhöhnung, es ist Zynismus! (Abg. Kickl: Kriegen Sie eigentlich ein Schmerzensgeld für diese Performance?), sage ich: Es ist Hilfe. Es ist direkte Hilfe für die unmittelbar von Arbeitslosigkeit Betroffenen, es ist unmittelbare Hilfe für Menschen, die Notstandshilfe erhalten, es ist unmittelbare Hilfe für Menschen, die Arbeitslosengeld beziehen, Notstandshilfe beziehen und die Mindestsicherung aufstocken. Für all die wird es diese Form der Erhöhung geben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
losengelds (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und einer besseren sozialen Absicherung von arbeitslosen Menschen geht. Wir werden entsprechende Arbeitsmarktpakete verhandeln, und da wird das Arbeitslosengeld wieder ein Teil sein. Wir werden im Herbst entsprechende Maßnahmen und Schritte setzen, ja setzen müssen. (Abg. Schellhorn: ... viel Spaß!)
Abg. Schellhorn: ... viel Spaß!
losengelds (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und einer besseren sozialen Absicherung von arbeitslosen Menschen geht. Wir werden entsprechende Arbeitsmarktpakete verhandeln, und da wird das Arbeitslosengeld wieder ein Teil sein. Wir werden im Herbst entsprechende Maßnahmen und Schritte setzen, ja setzen müssen. (Abg. Schellhorn: ... viel Spaß!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Yılmaz.
Zum Abschluss: Menschen, die Arbeit suchen, Menschen, die arbeitslos sind, brauchen Unterstützung statt Sanktionen, sie brauchen Perspektiven statt Strafen, und sie brauchen gute Arbeit statt prekärer Jobs. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Yılmaz.) Dafür werden wir uns weiter einsetzen und dafür werden wir auch in Zukunft stehen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Zum Abschluss: Menschen, die Arbeit suchen, Menschen, die arbeitslos sind, brauchen Unterstützung statt Sanktionen, sie brauchen Perspektiven statt Strafen, und sie brauchen gute Arbeit statt prekärer Jobs. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Yılmaz.) Dafür werden wir uns weiter einsetzen und dafür werden wir auch in Zukunft stehen. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Heiterkeit bei NEOS und FPÖ. – Abg. Wöginger: Hast du eines?
Herrn Wöginger wurde es nicht so vorgegeben beziehungsweise hat er sich, glaube ich, in der Fahrt, in der er gerade war, nicht genau an das Skript gehalten. – Also mache ich es dir ein bisschen mehr zum Vorwurf, Kollege Wöginger. (Heiterkeit bei NEOS und FPÖ. – Abg. Wöginger: Hast du eines?)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer
Es ist nämlich nicht alles so super. Blickt man auf die Zahlen von Mai und vergleicht die deutschen, die Schweizer und die österreichischen Zahlen (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer), dann muss man halt sagen: In Deutschland ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen, in der Schweiz um 53 Prozent und in Österreich um 69,7 Prozent. Es ist also nicht alles so super, wie Sie es da beschreiben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Es ist nämlich nicht alles so super. Blickt man auf die Zahlen von Mai und vergleicht die deutschen, die Schweizer und die österreichischen Zahlen (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer), dann muss man halt sagen: In Deutschland ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gestiegen, in der Schweiz um 53 Prozent und in Österreich um 69,7 Prozent. Es ist also nicht alles so super, wie Sie es da beschreiben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Stöger: Öllinger! – Heiterkeit bei der SPÖ
Jetzt bringen die Freiheitlichen den Antrag ein und sagen: Wir wollen 70 Prozent Arbeitslosengeld, nämlich 70 Prozent vom Netto und nicht, wie bisher, 55 Prozent. Das hat 2009 der damalige Sozialsprecher der Grünen, Öllinger, gefordert. Die Grünen haben sich jetzt von dieser Forderung gelöst, und der damalige Sozialminister Hundstorfer hat 2009 gesagt: Das werden wir noch in dieser Legislaturperiode machen. – Irgendetwas ist zwischenzeitlich seit 2009 verloren gegangen (Abg. Stöger: Öllinger! – Heiterkeit bei der SPÖ), und jetzt haben sich die Meinungen dahin gehend geändert. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Jetzt bringen die Freiheitlichen den Antrag ein und sagen: Wir wollen 70 Prozent Arbeitslosengeld, nämlich 70 Prozent vom Netto und nicht, wie bisher, 55 Prozent. Das hat 2009 der damalige Sozialsprecher der Grünen, Öllinger, gefordert. Die Grünen haben sich jetzt von dieser Forderung gelöst, und der damalige Sozialminister Hundstorfer hat 2009 gesagt: Das werden wir noch in dieser Legislaturperiode machen. – Irgendetwas ist zwischenzeitlich seit 2009 verloren gegangen (Abg. Stöger: Öllinger! – Heiterkeit bei der SPÖ), und jetzt haben sich die Meinungen dahin gehend geändert. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Überlegen Sie: Wer wählt wen? Wen wählen die Arbeiter und wen wählen eher die Angestellten? Dann wissen Sie auch, warum die ÖVP das so regelt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die machen das gezielt, ziehen diese Grünen über den Tisch, und die glauben, die Reibungswärme wäre Nestwärme. So schaut es aus. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei NEOS und FPÖ sowie der Abg. Yılmaz.)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei NEOS und FPÖ sowie der Abg. Yılmaz.
Überlegen Sie: Wer wählt wen? Wen wählen die Arbeiter und wen wählen eher die Angestellten? Dann wissen Sie auch, warum die ÖVP das so regelt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die machen das gezielt, ziehen diese Grünen über den Tisch, und die glauben, die Reibungswärme wäre Nestwärme. So schaut es aus. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei NEOS und FPÖ sowie der Abg. Yılmaz.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Pressekonferenzen versprochen haben, nicht bekommt. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Dann muss man auch noch überlegen, welchen Anreiz man setzt. Es könnte natürlich auch sein, dass die Leute – die sind ja schlau – optimieren. Es könnte auch sein, dass einer einen Job bekommen hat, bei dem er am 20. August anfangen könnte, und er merkt: Ah, wenn ich mit dem neuen Chef rede, und frage, ob ich nicht ein bisschen später anfangen kann, dann komme ich über die zwei Monate und kann diese 450 Euro noch lukrieren. – Man setzt so also sogar einen Anreiz, zu verhandeln, eventuell noch 14 Tage länger arbeitslos zu sein, und das kann nicht im Sinne der Maßnahmen sein. Das ist aber das, wie Sie es konzipiert haben, und da sieht man, dass in dieser Regierung Leute sitzen, die vom Arbeitsmarkt einfach Nüsse Ahnung haben. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wer wird freiwillig 80 Prozent arbeiten, wenn man auch 50 Prozent arbeiten und gleichzeitig 80 Prozent verdienen kann? – Das ist der falsche Anreiz. Sie verstehen nicht, dass die Leute optimieren und wie sie denken. Sie setzen einen Anreiz, in Teilzeit zu arbeiten, und wir wissen, was Teilzeitarbeit langfristig auslöst. Wir haben zum Beispiel Probleme bei den Pensionsleistungen für die Frauen, weil zu viele Anreize gesetzt werden, dass sie in Teilzeit arbeiten. Und was machen Sie? – Sie setzen noch einen Anreiz, in Teilzeit zu arbeiten, und das ist der Fehler. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall und Bravoruf bei den NEOS.
Dann kommt noch dazu, dass Sie jetzt Maßnahmen wie die Kurzarbeit setzen, die ihre Verdienste, aber auch ihre Abrisskanten hat. Sie setzen mit den 450 Euro Maßnahmen, die irgendwie versuchen, am Bewahrenden herumzuarbeiten. Was Sie aber nicht tun, ist, nach vorne zu schauen, auf das Entstehende. Krisen beschleunigen Veränderungsprozesse, und so wird diese Krise zum Beispiel auch die Digitalisierung und die Veränderung in der Arbeitswelt beschleunigen, und dann muss man hergehen und qualifizieren, in die Leute investieren. Und was machen Sie bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik? – In Wirklichkeit nichts, die Budgetmittel für die aktive Arbeitsmarktpolitik sind sogar gesenkt worden, und das ist das Gegenteil dessen, was wir aktuell brauchen würden. Die Maßnahmen gehen eins zu eins an dem vorbei, was der Arbeitsmarkt heute brauchen würde. (Beifall und Bravoruf bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Zur Erinnerung noch einmal: knapp 500 000 Arbeitslose, 1,1 Millionen Menschen in Kurzarbeit; das heißt, diese Gruppe von 1,6 Millionen Menschen hat jedes Monat deutlich weniger Geld am Konto. Bei den Arbeitslosen ist es so, dass wir da eben diese Nettoersatzrate von 55 Prozent haben, und unser Antrag und unsere Intention ist einfach, dass jene, die durch Corona und durch die Maßnahmen dieser Bundesregierung unverschuldet arbeitslos geworden sind, und das sind Hunderttausende, zumindest eine Nettoersatzrate von 70 Prozent erhalten. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
die jetzt 200, 300, 400 Euro netto im Monat weniger haben und jetzt wirklich in Bedrängnis kommen. Da eine Hilfe anzubieten, ist, glaube ich, das Mindeste, was man machen muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es freut mich, wenn die ÖVP den Bauernpensionisten 450 Euro zukommen lässt, das ist ja okay, ich habe ja nichts gegen Bauern, ganz im Gegenteil, aber dann sollen das bitte auch alle Pensionisten in Österreich bekommen, oder zumindest die Mindestpensionisten. Das wäre ein Vorschlag, vielleicht denken Sie einmal kurz darüber nach! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Haubner und Kirchbaumer.
Deshalb ist die Konjunktur auch am Boden. Sie brauchen nur durch Wien, durch Innsbruck oder durch Salzburg zu spazieren. Sie werden das merken, da ist keine Kauflust da. Es ist alles relativ mau, das wird Ihnen jeder Unternehmer sagen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Haubner und Kirchbaumer.) Wenn da nicht etwas passiert, wenn es da keinen Konjunkturimpuls gibt, dann werden wir das nicht in Gang bringen und dann wird es für die Unternehmer, aber auch für die Arbeitnehmer dramatisch werden; das heißt, wir kommen nicht runter von diesen Arbeitslosenzahlen.
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Sie müssen bitte endlich in die Gänge kommen, Optimismus und dementsprechend Aufbruchsstimmung verbreiten und vor allem die Konjunktur ankurbeln. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Wir haben es heute schon mehrmals gesagt, da gibt es eben die Idee des Tausenders für Österreicher als Gutschein, womit wirklich in die Wirtschaft investiert werden könnte. Das wäre eine sinnvolle Maßnahme und das ist auch nichts Unlauteres.
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer
Das spüren die Österreicher immer mehr, es wird für jeden greifbar. Jeder spürt langsam, dass diese Krise eine selbstgemachte Krise ist (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer), die Sie nicht ideal gelöst haben. Sie haben sie nicht ideal gelöst. Sie haben sehr, sehr viele Fehler gemacht, fachliche Fehler gemacht. – Wer wird diese Rechnung bezahlen?
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Das war eine schlechte Rede!
Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Hörl: Das war eine schlechte Rede!)
Abg. Belakowitsch: Oja! – Abg. Fürst: Doch!
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Wurm, „eine selbstgemachte Krise“ – das kann wohl nicht Ihr Ernst sein! (Abg. Belakowitsch: Oja! – Abg. Fürst: Doch!) Wir haben auf der ganzen Welt eine Krise, und Sie tun so, als ob wir das heraufbeschworen hätten. Erklären Sie mir einmal, was wir davon hätten! – Das kann nicht Ihr Ernst sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Wurm, „eine selbstgemachte Krise“ – das kann wohl nicht Ihr Ernst sein! (Abg. Belakowitsch: Oja! – Abg. Fürst: Doch!) Wir haben auf der ganzen Welt eine Krise, und Sie tun so, als ob wir das heraufbeschworen hätten. Erklären Sie mir einmal, was wir davon hätten! – Das kann nicht Ihr Ernst sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Rufe bei SPÖ und NEOS: Danke!
Ja, wir befinden uns in einer absolut herausfordernden Zeit und ich bin sehr dankbar für die vielen Maßnahmen der Regierung. (Rufe bei SPÖ und NEOS: Danke!)
Ruf bei der FPÖ: Wirklich?!
Ja, wir haben eine hohe Arbeitslosigkeit, wir haben aber Gott sei Dank auch sehr viele Wiedereinstellungen. Ich kann aus dem eigenen Betrieb berichten: Ich habe ungefähr 50 Mitarbeiter, die alle voll in Beschäftigung sind. Die Maßnahmen wirken. Wir spüren das Wiederanspringen der Konjunktur. (Ruf bei der FPÖ: Wirklich?!)
Abg. Belakowitsch: Aber?!
Gerade jetzt, da die Gastronomie, die Hotellerie und der Handel wieder anspringen, werden wir diese Arbeitskräfte auch dringend wieder brauchen. Jeder Arbeitslose ist einer zu viel und viele davon sind sicher ganz unverschuldet in diese Situation geraten, und das tut mir auch für viele sehr, sehr leid. (Abg. Belakowitsch: Aber?!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Hoyos-Trauttmansdorff.
Ich bekomme aber auch sehr viele Anrufe von Unternehmern, die mich verzweifelt kontaktieren und sich ihren Unmut von der Seele reden, weil sie offene Stellen nicht besetzen können. (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Hoyos-Trauttmansdorff.) Das ist leider ein Phänomen. Ich habe selbst fünf offene Stellen, die ich seit längerer Zeit
Ruf bei der SPÖ: Legitim!
Viele kommen, um sich vorzustellen. Manche arbeiten zwei, drei Tage. (Ruf bei der SPÖ: Legitim!) – Ja, das ist legitim, es ist alles klar. Es ist aber sehr wohl auch so, dass wir bei manchen Menschen leider feststellen müssen, dass sie das eine oder andere noch erledigen wollen, dass sie eine Teilzeitbeschäftigung beziehungsweise eine geringfügige Beschäftigung haben und erst später wieder anfangen wollen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und daher um Verständnis bitten.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Viele kommen, um sich vorzustellen. Manche arbeiten zwei, drei Tage. (Ruf bei der SPÖ: Legitim!) – Ja, das ist legitim, es ist alles klar. Es ist aber sehr wohl auch so, dass wir bei manchen Menschen leider feststellen müssen, dass sie das eine oder andere noch erledigen wollen, dass sie eine Teilzeitbeschäftigung beziehungsweise eine geringfügige Beschäftigung haben und erst später wieder anfangen wollen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und daher um Verständnis bitten.
Abg. Kollross: Wäre eine Möglichkeit ...!
Es ist natürlich auch so, dass mich die Betriebe und die Unternehmen anflehen und sagen: Bitte schaut, dass die Differenz zwischen dem Entgelt für das Nichtarbeiten und das Arbeiten nicht noch geringer wird! (Abg. Kollross: Wäre eine Möglichkeit ...!) Der Anreiz, in der Früh aufzustehen und in die Arbeit zu gehen, sollte doch gegeben sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist natürlich auch so, dass mich die Betriebe und die Unternehmen anflehen und sagen: Bitte schaut, dass die Differenz zwischen dem Entgelt für das Nichtarbeiten und das Arbeiten nicht noch geringer wird! (Abg. Kollross: Wäre eine Möglichkeit ...!) Der Anreiz, in der Früh aufzustehen und in die Arbeit zu gehen, sollte doch gegeben sein. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Aber es ist wahr! – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Bei dieser 450-Euro-Einmalzahlung von Almosen oder Gutsherrenmentalität zu sprechen finde ich absolut nicht in Ordnung. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber es ist wahr! – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Zugegeben, es werden sich viele Arbeitslose wünschen, wieder am Arbeitsleben teilzunehmen. Österreich hat ein sehr gutes Sozialsystem und viele Bewohner unserer Länder wären froh darüber. (Abg. Belakowitsch: „Unserer Länder“? Wie viele Länder habt ihr? – Abg. Loacker: Schön aufgeschrieben, schlecht vorgelesen!) – In den anderen Ländern, Entschuldigung!
Abg. Belakowitsch: „Unserer Länder“? Wie viele Länder habt ihr? – Abg. Loacker: Schön aufgeschrieben, schlecht vorgelesen!
Bei dieser 450-Euro-Einmalzahlung von Almosen oder Gutsherrenmentalität zu sprechen finde ich absolut nicht in Ordnung. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber es ist wahr! – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Zugegeben, es werden sich viele Arbeitslose wünschen, wieder am Arbeitsleben teilzunehmen. Österreich hat ein sehr gutes Sozialsystem und viele Bewohner unserer Länder wären froh darüber. (Abg. Belakowitsch: „Unserer Länder“? Wie viele Länder habt ihr? – Abg. Loacker: Schön aufgeschrieben, schlecht vorgelesen!) – In den anderen Ländern, Entschuldigung!
Abg. Belakowitsch: Ja, ja! – Abg. Wurm: Was genau?
Liebe Kolleginnen und Kollegen der FPÖ-Fraktion, in Ihrem Dringlichen Antrag steht wortwörtlich, dass die Arbeitslosigkeit bewusst durch Regierungsmaßnahmen produziert worden ist. Sie, Herr Kollege Wurm, haben es gerade noch bestätigt. – Diese Unterstellung finde ich ungeheuerlich und es spiegelt Ihre Verschwörungstheorie wider, die Sie in vielen Bereichen schon von sich gegeben haben! (Abg. Belakowitsch: Ja, ja! – Abg. Wurm: Was genau?) Man braucht sich nur Ihren Segelkurs anzusehen, um zu erkennen, wie Sie mit der Covid-19-Krise umgegangen sind.
Abg. Belakowitsch: Zu spät! Nicht zu wenig – zu spät!
Am Anfang waren alle unsere Maßnahmen zu wenig (Abg. Belakowitsch: Zu spät! Nicht zu wenig – zu spät!), dann wieder alle zu viel, dann wurde uns – insbesondere von Ihnen, Frau Kollegin Belakowitsch – immer wieder Schweden als Vorbild vorgehalten. (Abg. Belakowitsch: Wann? Und wo?) – In vielen Sitzungen, hier in diesem Haus (Abg. Belakowitsch: Wann und wo?) haben Sie das getan, absolut. Diese unglaublichen Kurswechsel würden sogar einen Wetterhahn am Blechdach davonfliegen lassen.
Abg. Belakowitsch: Wann? Und wo?
Am Anfang waren alle unsere Maßnahmen zu wenig (Abg. Belakowitsch: Zu spät! Nicht zu wenig – zu spät!), dann wieder alle zu viel, dann wurde uns – insbesondere von Ihnen, Frau Kollegin Belakowitsch – immer wieder Schweden als Vorbild vorgehalten. (Abg. Belakowitsch: Wann? Und wo?) – In vielen Sitzungen, hier in diesem Haus (Abg. Belakowitsch: Wann und wo?) haben Sie das getan, absolut. Diese unglaublichen Kurswechsel würden sogar einen Wetterhahn am Blechdach davonfliegen lassen.
Abg. Belakowitsch: Wann und wo?
Am Anfang waren alle unsere Maßnahmen zu wenig (Abg. Belakowitsch: Zu spät! Nicht zu wenig – zu spät!), dann wieder alle zu viel, dann wurde uns – insbesondere von Ihnen, Frau Kollegin Belakowitsch – immer wieder Schweden als Vorbild vorgehalten. (Abg. Belakowitsch: Wann? Und wo?) – In vielen Sitzungen, hier in diesem Haus (Abg. Belakowitsch: Wann und wo?) haben Sie das getan, absolut. Diese unglaublichen Kurswechsel würden sogar einen Wetterhahn am Blechdach davonfliegen lassen.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Die Maßnahmen der Bundesregierung greifen, wir sind auf einem guten Comebackkurs. Seit Mitte April haben immerhin 107 000 Menschen wieder ihren Job zurück (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), über 40 000 Arbeitslose haben eine Wiedereinstellungszusage von den Betrieben und circa 50 000 haben zusätzlich eine geringfügige Beschäftigung. Das attraktive neue Kombilohnmodell unserer Ministerin Christine Aschbacher und eine sehr gute Eingliederungsbeihilfe werden zusätzlich einen positiven Beitrag zur Senkung der Arbeitslosigkeit leisten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Loacker.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Loacker.
Die Maßnahmen der Bundesregierung greifen, wir sind auf einem guten Comebackkurs. Seit Mitte April haben immerhin 107 000 Menschen wieder ihren Job zurück (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), über 40 000 Arbeitslose haben eine Wiedereinstellungszusage von den Betrieben und circa 50 000 haben zusätzlich eine geringfügige Beschäftigung. Das attraktive neue Kombilohnmodell unserer Ministerin Christine Aschbacher und eine sehr gute Eingliederungsbeihilfe werden zusätzlich einen positiven Beitrag zur Senkung der Arbeitslosigkeit leisten. (Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Loacker.)
Beifall bei der ÖVP.
Bei Betrachtung des gesamten Systems kommt man durch die diversen Sozialleistungen auf wesentlich höhere Ersatzraten, wie wir an den Beispielen schon gesehen haben. Unsere Arbeitslosenversicherung gehört gerade bei längerer Arbeitslosigkeit zu den großzügigsten im internationalen Vergleich, aber auch jetzt schon zu den teuersten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Das war immer der Kollege Wurm!
Ich berichtige tatsächlich: Ich habe hier nicht ein einziges Mal einen Vergleich mit Schweden bemüht, weder in den Nationalratssitzungen, noch in den Ausschusssitzungen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Das war immer der Kollege Wurm!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich muss ehrlich sagen, das ist Themenverfehlung, denn wir reden über die Entwicklung einer Krise, und zwar einer Wirtschaftskrise, die zu bewältigen ist. Wenn die Kollegen sagen, wir sind jetzt im Krisenmodus, dann möchte ich sagen: Wenn wir über den Krisenmodus reden, reden wir nicht über die Gesundheitskrise – die haben wir mit viel Kompetenz, mit viel Wohlwollen von allen und Gott sei Dank mit viel Glück gut geschafft, weil wir eben Gott sei Dank nicht so hohe Ansteckungsraten hatten wie andere Länder, die aber für uns wichtige Handelspartner sind und zum Beispiel 23 Milliarden Euro in die Wirtschaft zwischen Österreich und Italien investieren. Da braucht man nicht so überheblich zu sein und darüber nachzudenken, ob man in Europa irgendetwas finanzieren will oder nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir reden von einer Epidemie, die dann zu einer Pandemie geworden ist, weil sie nicht nur Österreich betrifft. Das ist in Ordnung, das ist auch so, aber es ist so wie bei einer Schularbeit: Wenn man den Rechenfehler in der ersten Zeile macht, dann zieht man ihn durch – und genau da sind wir jetzt. Wir haben – und nicht, weil wir recht haben wollten, sondern weil das für uns der Punkt war, der den Schadenersatz in diesem Krisenmodus am besten und am schnellsten abdeckt – immer darum gebeten – auch wenn wir mitgestimmt haben, aber mit einem Änderungsantrag –, nach dem Epidemiegesetz abzuwickeln. Es geht nicht darum, ein Förderpaket auf die Reise zu bringen, es geht darum, den Menschen den Schaden zu ersetzen, und das ist etwas ganz anderes. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schellhorn.
Es geht auch nicht darum, zu sagen: Super, wir haben bei den Arbeitslosen 100 000 weniger. Ja, warum? – Weil wir inzwischen wieder aufgesperrt haben, das ist der ganz normale Fakt. Das ist nicht das Verdienst irgendeiner politischen Maßnahme – es tut mir leid –, das ist das Verdienst der Unternehmerinnen und Unternehmer in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schellhorn.)
Abg. Schellhorn: Völlig richtig!
All die Pakete, die wir auf den Weg schicken – das ist in der Krise wahrscheinlich so –, kommen jetzt logistisch nicht an. (Abg. Schellhorn: Völlig richtig!) Das heißt, sie kommen nicht bei dem an, der sie braucht, und der, der sie dann brauchen wird, kann nicht bezahlen, weil es bei ihm auch nicht ankommt. In diesem Modus befinden wir uns, und das können wir uns nicht leisten. Ich bitte Sie wirklich dringend – auch die Kollegen
Beifall bei der SPÖ.
von der ÖVP in der Regierung –, einzugestehen und anzuerkennen, dass Ihre Ideologie nicht krisenkompatibel ist. (Beifall bei der SPÖ.) Es geht nicht darum, ob Sie ÖVP-Werte durchziehen oder ob Sie die Macht haben oder nicht, es geht um die Menschen und um den Standort Österreich. Österreich hat es nicht verdient, so ein Chaos zu erleben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
von der ÖVP in der Regierung –, einzugestehen und anzuerkennen, dass Ihre Ideologie nicht krisenkompatibel ist. (Beifall bei der SPÖ.) Es geht nicht darum, ob Sie ÖVP-Werte durchziehen oder ob Sie die Macht haben oder nicht, es geht um die Menschen und um den Standort Österreich. Österreich hat es nicht verdient, so ein Chaos zu erleben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen eines: Die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent kommt vor allem und in erster Linie den Klein- und Mittelbetrieben zugute, die 60 Prozent des Umsatzes in Österreich machen, denn wenn die Menschen kein Geld mehr haben, dann werden sie nämlich nicht bei diesen einkaufen, nicht bei diesen tanken, nicht in die Gastronomie gehen und kein Konzert besuchen. Und dann frage ich Sie: Wie wollen Sie, nachdem Sie ganz Österreich in die Armut begleiten, Ihre Budgets aufstocken, denn Sie werden keine Steuern mehr einnehmen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb möchte ich wirklich betonen: Es geht der Opposition, jedem von uns, überhaupt nicht darum, recht zu haben. In einer kleinen Gemeinde oder in einer größeren Stadt geht es in der Krisensituation darum, dass alle Parteien das Bestmögliche zur Rettung aus dieser Situation und für die Menschen machen. Es geht nicht darum, ob Sie in der Regierung sitzen oder nicht und wie lange Sie dort sitzen. Es geht darum, dass die Menschen endlich wieder ein normales Leben führen können, nicht geprägt von Angst, nicht geprägt von Unsicherheit. Nicht einmal die Menschen, die Geld haben, investieren, weil sie nicht wissen, wie es weitergeht. Ich weiß nicht, warum das bei Ihnen nicht ankommt. Steigen Sie aus Ihrem Paralleluniversum aus! Wir haben täglich mit diesen Menschen zu tun. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kirchbaumer: Wir haben es nicht erlebt, oder?
Ich würde ehrlich sagen, dass wir zusammenhalten müssen und dass Sie sich halt auch einmal etwas von Menschen, die es erlebt haben, sagen lassen müssen. (Abg. Kirchbaumer: Wir haben es nicht erlebt, oder?) Ich wünsche Ihnen nicht, dass Sie Arbeitslosigkeit erleben, ich wünsche Ihnen nicht, dass Sie in Armut geraten, aber die Menschen, die schon dort sind, wissen nicht, wie es weitergeht, die haben null.
Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf und Hörl.
Ich möchte Ihnen nur sagen, Sie haben mit der Aushebelung dieses Epidemiegesetzes – die Verteilaktion war ja politisch irgendwie reizvoll, denn dann ist man ja lässig, wenn man Geld vergeben kann – die Unternehmer sogar um die Betriebsunterbrechungsversicherung gebracht, weil durch diese Veränderung nicht gezahlt wird. Die Unternehmer haben keine Mindestsicherung, sie haben aus der Versicherungsleistung nichts und sie haben kein Arbeitslosengeld. (Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf und Hörl.) Und dann wollen Sie mir erklären, dass Arbeitsplätze geschaffen und dann Leute eingestellt werden? Wer wird sie denn einstellen, wenn die Unternehmen nicht mehr existieren? (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tanja Graf.)
Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tanja Graf.
Ich möchte Ihnen nur sagen, Sie haben mit der Aushebelung dieses Epidemiegesetzes – die Verteilaktion war ja politisch irgendwie reizvoll, denn dann ist man ja lässig, wenn man Geld vergeben kann – die Unternehmer sogar um die Betriebsunterbrechungsversicherung gebracht, weil durch diese Veränderung nicht gezahlt wird. Die Unternehmer haben keine Mindestsicherung, sie haben aus der Versicherungsleistung nichts und sie haben kein Arbeitslosengeld. (Zwischenrufe der Abgeordneten Tanja Graf und Hörl.) Und dann wollen Sie mir erklären, dass Arbeitsplätze geschaffen und dann Leute eingestellt werden? Wer wird sie denn einstellen, wenn die Unternehmen nicht mehr existieren? (Beifall bei der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Tanja Graf.)
Abg. Vogl: Zeit!
Deshalb ist das Fazit aus dieser Geschichte - - (Abg. Vogl: Zeit!) – Zeit! Entschuldigung! Ja, dann bringe ich noch einen Antrag ein (Heiterkeit bei der SPÖ), wenn ich auf die Zeit schauen muss, und zwar einen Antrag steuerlicher Natur.
Heiterkeit bei der SPÖ
Deshalb ist das Fazit aus dieser Geschichte - - (Abg. Vogl: Zeit!) – Zeit! Entschuldigung! Ja, dann bringe ich noch einen Antrag ein (Heiterkeit bei der SPÖ), wenn ich auf die Zeit schauen muss, und zwar einen Antrag steuerlicher Natur.
Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Vogl: Danke! – Abg. Wurm: Der Präsident hilft, Markus!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Kollegin, Sie haben noch 4 Minuten Zeit. (Allgemeine Heiterkeit. – Abg. Vogl: Danke! – Abg. Wurm: Der Präsident hilft, Markus!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schellhorn: Sehr gut!
Ich kenne Ihr (in Richtung ÖVP) Klientel ganz genau, weil ich auch meinen Beitrag in der Wirtschaftskammer zahle. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schellhorn: Sehr gut!)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Wo fangen wir an? Fangen wir dort an, wo alles angefangen hat – beim Coronalockdown! (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Es ist ja schon ein paar Mal so getan worden, als ob das Ganze aus Jux und Tollerei passiert wäre, als ob wir sozusagen absichtlich das ganze Land gegen die Wand gefahren hätten. Ich weiß nicht, aus welchem niedrigen Beweggrund heraus wir das hätten tun sollen. Vielleicht stehen wir sonst total irgendwie auf irgendwelche Krisen oder sonst etwas, aber bitte, liebe Kolleginnen und Kollegen, vor allem der FPÖ: Ich glaube, wir brauchen nur über die Grenzen zu schauen: Italien, Frankreich, Spanien, UK, Großbritannien (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – also Großbritannien/UK, natürlich –, USA, Brasilien. Ich glaube, wir sehen, was dort überall passiert und was bei uns hätte passieren können, wenn wir nichts getan hätten. Den Lockdown haben wir also nicht aus Spaß und Jux und Tollerei gemacht – übrigens, ihr habt ihn ja selber gefordert, das habt ihr heute eh schon öfters gehört –, sondern wir haben ihn deswegen gemacht, weil es einfach notwendig war. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Es ist ja schon ein paar Mal so getan worden, als ob das Ganze aus Jux und Tollerei passiert wäre, als ob wir sozusagen absichtlich das ganze Land gegen die Wand gefahren hätten. Ich weiß nicht, aus welchem niedrigen Beweggrund heraus wir das hätten tun sollen. Vielleicht stehen wir sonst total irgendwie auf irgendwelche Krisen oder sonst etwas, aber bitte, liebe Kolleginnen und Kollegen, vor allem der FPÖ: Ich glaube, wir brauchen nur über die Grenzen zu schauen: Italien, Frankreich, Spanien, UK, Großbritannien (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – also Großbritannien/UK, natürlich –, USA, Brasilien. Ich glaube, wir sehen, was dort überall passiert und was bei uns hätte passieren können, wenn wir nichts getan hätten. Den Lockdown haben wir also nicht aus Spaß und Jux und Tollerei gemacht – übrigens, ihr habt ihn ja selber gefordert, das habt ihr heute eh schon öfters gehört –, sondern wir haben ihn deswegen gemacht, weil es einfach notwendig war. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ihr sagt jetzt sozusagen: Na ja, der Grüne stellt sich da heraus und erklärt uns, dass das notwendig war! – Entschuldigung! Gestern bei der Veranstaltung Wissenschaft und Politik im Gespräch im Palais Epstein, organisiert vom Nationalratspräsidium, haben Wissenschafterinnen und Wissenschafter der Akademie der Wissenschaften selber gesagt: Ja, da waren notwendige Maßnahmen dabei, das war notwendig, weil das eben die Art und Weise ist, wie man eine Epidemie, eine Pandemie bekämpft. – Also Entschuldigung! Wenn ihr mir das nicht glaubt, glaubt es bitte zumindest der Akademie der Wissenschaften! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Deswegen möchte ich mich an dieser Stelle auch einmal ganz ausdrücklich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des AMS bedanken, die nämlich wirklich einen Knochenjob in den letzten Wochen vollbracht haben und sich darum kümmern, dass diese Kurzarbeitsregelungen umgesetzt werden können. Genauso möchte ich mich an dieser Stelle bei den Sozialpartnerinnen und Sozialpartnern dafür bedanken, dass sie das Ganze, diese Kurzarbeitsregelung, auch ermöglicht haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Kickl: Das widerspricht jetzt dem Beginn Ihrer Rede! Das widerspricht völlig dem Beginn Ihrer Rede!
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ! Wenn ich – jetzt muss ich euch leider mit dem BZÖ zusammenwerfen; das mögt ihr nicht so gerne, das weiß ich, aber ich tue es jetzt – FPÖ- und BZÖ-Regierungsbeteiligungen zusammenzähle, dann hattet ihr in der Zweiten Republik 4 397 Tage Zeit, das alles anders zu machen – das war nämlich die Zeit, in der ihr selber auch in der Regierung wart. Jetzt plötzlich stellt ihr euch hin und entdeckt sozusagen die arbeitslosen Menschen in diesem Land und deutet mit dem Finger auf die Regierung. – Ist okay, kann man machen, ist Oppositionspolitik. (Abg. Kickl: Das widerspricht jetzt dem Beginn Ihrer Rede! Das widerspricht völlig dem Beginn Ihrer Rede!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Leichtfried: Spärlicher Applaus bei der ÖVP! Sehr spärlicher Applaus!
Fakt ist, wir reden jetzt davon, dass wir beim Arbeitslosengeld erstmals eine Bewegung nach oben haben, indem wir eben diese 450 Euro auszahlen. Okay, die 450 Euro Einmalzahlung sind nicht 70 Prozent Nettoersatzrate – keine Frage –, aber es ist einmal ein erster Schritt, und es ist bei Weitem mehr, als ihr während einer Regierungsbeteiligung in den letzten Jahren und Jahrzehnten zusammengebracht habt. Das ist nämlich Fakt. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Leichtfried: Spärlicher Applaus bei der ÖVP! Sehr spärlicher Applaus!)
Abg. Belakowitsch: Was? Können Sie diesen Satz wiederholen?
Zusätzlich gibt es dann noch andere Maßnahmen, wie beispielsweise die 360 Euro als zusätzliche Mittel für Kinder, damit wir eben Familien nicht in die Arbeitslosigkeit abrutschen lassen. (Abg. Belakowitsch: Was? Können Sie diesen Satz wiederholen?)
Beifall bei den Grünen.
Wöginger hat gelacht!), dem schließe ich mich an. Wir werden mit Sicherheit im Herbst dann noch dementsprechend weiterdiskutieren. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Hörl setzt kurz an, Beifall zu spenden.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Klubobmann Wöginger hat vorhin auch die Kurzarbeit so groß gelobt. Ich darf nur den Experten Schekulin – der war im Tourismusausschuss – von Prodinger & Partner, die die Lohnabrechnungen für circa 12 000 Mitarbeiter im Tourismus machen, noch einmal zitieren. Er ist ein wahrer Profi und er sagt, sie werden es fehlerhaft machen, weil es so kompliziert ist. Also von dieser Seite betrachtet, von der Komplexität her, ist die Kurzarbeit wirklich das beste System. – Das möchte ich einmal richtigstellen: Daran ist nichts einfach. (Abg. Hörl setzt kurz an, Beifall zu spenden.) – Du klatscht, Kollege Hörl? – Ja, er hat recht, denn: Wer hat es gemacht? – Die ÖVP! (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Minister! Klubobmann Wöginger hat vorhin auch die Kurzarbeit so groß gelobt. Ich darf nur den Experten Schekulin – der war im Tourismusausschuss – von Prodinger & Partner, die die Lohnabrechnungen für circa 12 000 Mitarbeiter im Tourismus machen, noch einmal zitieren. Er ist ein wahrer Profi und er sagt, sie werden es fehlerhaft machen, weil es so kompliziert ist. Also von dieser Seite betrachtet, von der Komplexität her, ist die Kurzarbeit wirklich das beste System. – Das möchte ich einmal richtigstellen: Daran ist nichts einfach. (Abg. Hörl setzt kurz an, Beifall zu spenden.) – Du klatscht, Kollege Hörl? – Ja, er hat recht, denn: Wer hat es gemacht? – Die ÖVP! (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei den NEOS.
Wir müssen da mit den Kosten runter, um die Menschen aus der Arbeitslosigkeit wieder in die Betriebe hineinzubekommen. Das heißt auch, dass der Mitarbeiter viel mehr verdienen muss, damit er eine höhere Kaufkraft hat – und nicht, dass ihm von 4 000 Euro brutto 2 000 Euro weggenommen werden, sodass ihm 2 000 Euro bleiben. Das ist fatal. Das ist diese Dramatik. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit bei den NEOS sowie der Abgeordneten Hörl und Kickl
Was aber machen Sie? – Sie machen Steuergeschenke. Im Endeffekt stehen die Bauern jetzt in der (die Arme verschränkend) Moneymaker-Endposition da (Heiterkeit bei den NEOS sowie der Abgeordneten Hörl und Kickl): Von oben rieselt es runter. Sie brauchen gar nichts zu machen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was aber machen Sie? – Sie machen Steuergeschenke. Im Endeffekt stehen die Bauern jetzt in der (die Arme verschränkend) Moneymaker-Endposition da (Heiterkeit bei den NEOS sowie der Abgeordneten Hörl und Kickl): Von oben rieselt es runter. Sie brauchen gar nichts zu machen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Eine grandiose Rede! Grandios!
Ihre Steuergeschenke können Sie irgendwo machen und irgendwann, wenn wir es uns leisten können. Machen Sie endlich einmal ein konzertiertes Programm, wie wir die Wirtschaft wieder ankurbeln! Das sind einfache Steuergeschenke. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Eine grandiose Rede! Grandios!)
Abg. Maurer: Das ist belegbar mit mehreren OTS, mit mehreren Parlamentsreden!
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Damen und Herren! Ich möchte jetzt einiges zurechtrücken, was hier seitens der ÖVP wieder einmal verzapft wurde – zu Beginn der Debatte von Klubobmann Wöginger, aber auch Kollege Pöttinger hat das angeführt und hat den angeblichen Zickzackkurs der FPÖ kritisiert, denn wir wären ja die Ersten gewesen, die den totalen Lockdown Österreichs gefordert hätten. (Abg. Maurer: Das ist belegbar mit mehreren OTS, mit mehreren Parlamentsreden!)
Abg. Maurer: Sogar die Frau Belakowitsch hat es geschafft, ...!
Jetzt habe ich mir, Frau Kollegin Maurer (Abg. Maurer: Sogar die Frau Belakowitsch hat es geschafft, ...!), gerade zum ersten Mal diese Presseaussendung von damals, vom 13. März, in Ruhe und vollständig durchgelesen. Ich weiß nicht, ob Sie das gemacht haben. In dieser Presseaussendung findet sich eigentlich nichts von dem, was Sie hier ständig behaupten. Ich habe darin nicht gefunden, dass gefordert wurde, für Wochen und Monate der österreichischen Wirtschaft und in Wahrheit dem gesamten öffentlichen Leben den Stecker zu ziehen. Das steht mit keinem Wort drinnen. Es wurde nicht gefordert, dass Geschäfte, Wirtshäuser, Schulen und andere Institutionen gesperrt werden. Es wurde nicht gefordert, dass die Menschen daheim eingesperrt werden oder das Gefühl haben, sich selbst zu Hause einsperren zu müssen, und dass ihnen bei Verstößen oder angeblichen Verstößen gegen angebliche Gesetze und Vorschriften gedroht wird, zum Beispiel vom Herrn Innenminister, der ja vor den Lebensgefährdern gewarnt hat, die er bestrafen wird und die er aus dem Verkehr ziehen wird. – Nur beim Herrn Kurz im Kleinwalsertal hat er dann weggeschaut. Da waren wieder die anderen schuld: Da waren die Journalisten schuld, da waren die Bürger schuld. Bei der ÖVP sind
Beifall bei der FPÖ.
immer andere schuld – so auch bei Ihnen, Frau Ministerin: Als Sie mit dem Hunderter vor dem kleinen Kind, vor dem Baby gewachelt haben, da war dann plötzlich das Baby, das da hingegriffen hat, schuld. Bei der ÖVP sind also immer die anderen schuld. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wurde auch damals schon gefordert, der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken und klar und nachvollziehbar zu kommunizieren. – Das ist das, was man in einer Krisensituation machen sollte. Das, was Herr August Wöginger und Herr Laurenz Pöttinger heute hier verzapft haben, das sind Fakenews reinster Güte, und es war mir jetzt wichtig, das hier auch einmal klarzustellen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Diese klare Kommunikation haben Sie während dieser gesamten Zeit nie geführt. Sie haben keine Krisenkommunikation gemacht, kein Krisenmanagement, Sie haben eine Kriseninszenierung, eine Krisen-PR gemacht. Sie haben Angstpolitik betrieben, Sie haben die Menschen eingeschüchtert. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Bekannt sind ja die Aussagen von Herrn Kurz über die 100 000 Toten, dass bald jeder jemanden kennen wird, der an Corona gestorben ist. – Die Wahrheit sieht leider völlig anders aus (Ruf bei der ÖVP: Dank der Regierung!) – oder Gott sei Dank, was die Todesfälle betrifft. Ich kenne bis zum heutigen Tag glücklicherweise noch keinen einzigen Infizierten; nicht aber wegen Herrn Kurz – wegen Herrn Kurz aber kennt mittlerweile schon jeder jemanden, der aufgrund dieser Politik die Arbeit verloren hat, oder einen Unternehmer, der seinen Betrieb schließen musste. Das ist die Wahrheit, Frau Kollegin Kirchbaumer – wegen Ihres unqualifizierten Zwischenrufs vorhin! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Dank der Regierung!
Diese klare Kommunikation haben Sie während dieser gesamten Zeit nie geführt. Sie haben keine Krisenkommunikation gemacht, kein Krisenmanagement, Sie haben eine Kriseninszenierung, eine Krisen-PR gemacht. Sie haben Angstpolitik betrieben, Sie haben die Menschen eingeschüchtert. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Bekannt sind ja die Aussagen von Herrn Kurz über die 100 000 Toten, dass bald jeder jemanden kennen wird, der an Corona gestorben ist. – Die Wahrheit sieht leider völlig anders aus (Ruf bei der ÖVP: Dank der Regierung!) – oder Gott sei Dank, was die Todesfälle betrifft. Ich kenne bis zum heutigen Tag glücklicherweise noch keinen einzigen Infizierten; nicht aber wegen Herrn Kurz – wegen Herrn Kurz aber kennt mittlerweile schon jeder jemanden, der aufgrund dieser Politik die Arbeit verloren hat, oder einen Unternehmer, der seinen Betrieb schließen musste. Das ist die Wahrheit, Frau Kollegin Kirchbaumer – wegen Ihres unqualifizierten Zwischenrufs vorhin! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese klare Kommunikation haben Sie während dieser gesamten Zeit nie geführt. Sie haben keine Krisenkommunikation gemacht, kein Krisenmanagement, Sie haben eine Kriseninszenierung, eine Krisen-PR gemacht. Sie haben Angstpolitik betrieben, Sie haben die Menschen eingeschüchtert. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Bekannt sind ja die Aussagen von Herrn Kurz über die 100 000 Toten, dass bald jeder jemanden kennen wird, der an Corona gestorben ist. – Die Wahrheit sieht leider völlig anders aus (Ruf bei der ÖVP: Dank der Regierung!) – oder Gott sei Dank, was die Todesfälle betrifft. Ich kenne bis zum heutigen Tag glücklicherweise noch keinen einzigen Infizierten; nicht aber wegen Herrn Kurz – wegen Herrn Kurz aber kennt mittlerweile schon jeder jemanden, der aufgrund dieser Politik die Arbeit verloren hat, oder einen Unternehmer, der seinen Betrieb schließen musste. Das ist die Wahrheit, Frau Kollegin Kirchbaumer – wegen Ihres unqualifizierten Zwischenrufs vorhin! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, ich fordere Sie auf und ich bitte Sie, setzen Sie ein Zeichen für die unschuldig arbeitslos gewordenen Menschen, stimmen Sie dieser Maßnahme zu! Und setzen Sie auch ein Zeichen für unsere Lehrlinge und für die Unternehmer, die bereit sind, junge Menschen auszubilden, denn das sind die Fachkräfte von morgen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Einmal irren ist menschlich, zweimal irren ist sozialdemokratisch! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Das ist ÖVP-Politik, ja!
Ich komme aus einer Region, die so strukturiert ist, dass die Landwirtschaft fast ausschließlich im Nebenerwerb betrieben wird. Das heißt im Volksmund: Zum Leben zweng, zum Sterben zvü! (Abg. Belakowitsch: Das ist ÖVP-Politik, ja!) Oft ist es so, dass diese Menschen schlechter bezahlte Arbeitsplätze in der Nähe ihrer Betriebe annehmen und nach Feierabend nach Hause fahren und in ihrer Landwirtschaft weiterarbeiten. Eine Siebentagewoche ist für jeden tierhaltenden Betrieb normal und ein Arbeitstag mit oft mehr als 12 Stunden ist selbstverständlich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich komme aus einer Region, die so strukturiert ist, dass die Landwirtschaft fast ausschließlich im Nebenerwerb betrieben wird. Das heißt im Volksmund: Zum Leben zweng, zum Sterben zvü! (Abg. Belakowitsch: Das ist ÖVP-Politik, ja!) Oft ist es so, dass diese Menschen schlechter bezahlte Arbeitsplätze in der Nähe ihrer Betriebe annehmen und nach Feierabend nach Hause fahren und in ihrer Landwirtschaft weiterarbeiten. Eine Siebentagewoche ist für jeden tierhaltenden Betrieb normal und ein Arbeitstag mit oft mehr als 12 Stunden ist selbstverständlich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Laut Statistik Austria beträgt das durchschnittliche Arbeitslosengeld 1 120 Euro, ohne Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag oder andere Sonderzahlungen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Im Vergleich dazu verdient ein Nichtakademiker im öffentlichen Dienst rund 1 350 Euro netto. Man muss das gesamte System betrachten: Durch Familienzuschläge und Ergänzungsbeiträge beträgt die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld bei niedrigem Einkommen jetzt schon weitaus mehr als 55 Prozent. Mit einer weiteren dauerhaften Anhebung des Arbeitslosengeldes setzen wir die falschen Signale. Es kann nicht sein, dass es finanziell verlockender ist, zu Hause zu bleiben, als einen Job anzunehmen, der vielleicht nicht zu 100 Prozent den Vorstellungen entspricht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Laut Statistik Austria beträgt das durchschnittliche Arbeitslosengeld 1 120 Euro, ohne Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag oder andere Sonderzahlungen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Im Vergleich dazu verdient ein Nichtakademiker im öffentlichen Dienst rund 1 350 Euro netto. Man muss das gesamte System betrachten: Durch Familienzuschläge und Ergänzungsbeiträge beträgt die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld bei niedrigem Einkommen jetzt schon weitaus mehr als 55 Prozent. Mit einer weiteren dauerhaften Anhebung des Arbeitslosengeldes setzen wir die falschen Signale. Es kann nicht sein, dass es finanziell verlockender ist, zu Hause zu bleiben, als einen Job anzunehmen, der vielleicht nicht zu 100 Prozent den Vorstellungen entspricht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wurm: Das haben Sie nicht verstanden, Frau Kollegin! – Abg. Belakowitsch: Wir können das gerne besprechen!
Spannend finde ich, dass diesen Antrag die FPÖ gestellt hat. Jene Partei, die sich noch in den letzten Wahlkämpfen als die große Arbeitnehmerpartei präsentiert hat, ist nun die große Vertreterin der Arbeitslosen. Die FPÖ erachtet es in ihrem Antrag als „volkswirtschaftspolitisch“ notwendig, dass das Arbeitslosengeld erhöht wird. Was wäre dann das Ergebnis? – Dass jene, die fleißig arbeiten, noch mehr arbeiten müssen, um die Arbeitslosen zu bewirten, ihr Essen zu ernten und sie mit Steuergeldern zu bezahlen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wurm: Das haben Sie nicht verstanden, Frau Kollegin! – Abg. Belakowitsch: Wir können das gerne besprechen!) Um das festzustellen, brauche ich keine Statistik und kein Studium, das sagt mir der Hausverstand.
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: ... letztklassig jetzt!
Da die FPÖ gemeinsam mit der SPÖ das Nichtstun unterstützt, finde ich, dass das schon in meiner letzten Rede erwähnte Motto euer gemeinsames ist, und ich wiederhole es noch einmal: Land der Berge, Land der Äcker, wer was arbeitet, hat an Pecker. – Und das kann es für unser Österreich nicht sein. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: ... letztklassig jetzt!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wöginger: Bravo!
Wir werden uns weiterhin ganz klar für die Schaffung von Arbeitsplätzen einsetzen und schauen, dass wieder viele Menschen in Beschäftigung kommen. Unsere Maßnahmen greifen, wir haben seit Mitte April wieder 107 000 Menschen in Beschäftigung gebracht. Das ist gut für den Staat, und das ist auch gut für jene, die wirklich nicht arbeiten können, weil somit ihre Unterstützung gesichert ist. Politisch gesehen ist das Ganze auch nachhaltig. Wir sind das unseren Kindern und Enkelkindern schuldig. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wöginger: Bravo!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Ich habe selten eine widerlichere, verabscheuungswürdigere, verachtendere Rede gehört als jene dieser Kollegin jetzt, die Menschen degradiert. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Es ist ein Menschenrecht, Recht auf soziale Sicherheit, Recht auf Schutz vor Arbeitslosigkeit, und Sie degradieren alle arbeitslosen Menschen zu Menschen, die gar nicht arbeiten wollen. Das ist ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Ich habe selten eine widerlichere, verabscheuungswürdigere, verachtendere Rede gehört als jene dieser Kollegin jetzt, die Menschen degradiert. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Es ist ein Menschenrecht, Recht auf soziale Sicherheit, Recht auf Schutz vor Arbeitslosigkeit, und Sie degradieren alle arbeitslosen Menschen zu Menschen, die gar nicht arbeiten wollen. Das ist ein Skandal! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil Sie so viel über Landwirtschaft geredet haben: Schaut bitte einmal, wie Erntehelferinnen und Erntehelfer in diesem Land behandelt werden! – Auch das ist menschenverachtend! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Es gibt auch eine Viertelmillion Arbeit suchende Frauen, und von dieser Viertelmillion – 25 000 davon sind in Schulung – ist die Hälfte unverschuldet arbeitslos geworden. Von den 200 000 Menschen, die arbeitslos geworden sind, weil Sie das Epidemiegesetz ausgehebelt haben, sind zirka 100 000 Frauen, die jetzt keine Arbeit haben. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ich frage Sie, Frau Ministerin: Welche Beschäftigungsprogramme, die Sie jetzt zum fünften Mal ankündigen, wird es denn wirklich geben – nämlich heute und nicht im Herbst –, die Frauen im Zeitalter der Digitalisierung, beim Umschulen, beim Weiterbilden so helfen können, dass sie im Herbst nicht langzeitarbeitslos geworden sind? Wie wollen Sie als Regierungsparteien der Langzeitarbeitslosigkeit, die steigen wird, und der Arbeitslosigkeit, die bleiben wird – nicht nur als Langzeitarbeitslosigkeit, sondern es wird auch eine soziale Krise kommen – entgegenwirken? (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Weil mir Herr Hörl jetzt ins Auge sticht, muss ich sagen, dass gestern im Budgetausschuss von ihm – und das hat die Kollegin jetzt sehr widerwärtig wiederholt; und ich sage „widerwärtig“ dazu – die permanente Unterstellung gekommen ist, dass jeder Mensch, der die Arbeit verloren hat, das – anscheinend – absichtlich gemacht hat, sich darin suhlt und warten möchte und langzeitarbeitslos werden möchte. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das ist so eine Gemeinheit von Ihnen und eine so menschenverachtende Art, dass das nicht auszuhalten ist! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil mir Herr Hörl jetzt ins Auge sticht, muss ich sagen, dass gestern im Budgetausschuss von ihm – und das hat die Kollegin jetzt sehr widerwärtig wiederholt; und ich sage „widerwärtig“ dazu – die permanente Unterstellung gekommen ist, dass jeder Mensch, der die Arbeit verloren hat, das – anscheinend – absichtlich gemacht hat, sich darin suhlt und warten möchte und langzeitarbeitslos werden möchte. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das ist so eine Gemeinheit von Ihnen und eine so menschenverachtende Art, dass das nicht auszuhalten ist! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Alte Muster der Sozialdemokratie ...! Das ist eure Spezialität! – Abg. Leichtfried: Wenn da wer alt ausschaut, seid ihr das! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Ich nehme diese Woche wieder mit zwei Gruppen an Touren von Shades Tours Vienna teil, da führen ehemals obdachlose Menschen andere durch Wien und sagen: Ich habe es geschafft, ich bin stolz darauf! – Wenn wir diese Armut vermeiden wollen, dann müssen Sie, Frau Ministerin, jetzt die Beine in die Hand nehmen und für arbeitslose Menschen schleunigst auch etwas tun – jetzt und nicht erst im Herbst! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Alte Muster der Sozialdemokratie ...! Das ist eure Spezialität! – Abg. Leichtfried: Wenn da wer alt ausschaut, seid ihr das! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Er war eh da!
Leider ist der Gesundheitsminister heute nicht hier (Abg. Belakowitsch: Er war eh da!), aber er ist sicherlich einer der Faktoren, die auch mich optimistisch stimmen, dass diese zukunftsorientierte Lösung bald kommen wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Leider ist der Gesundheitsminister heute nicht hier (Abg. Belakowitsch: Er war eh da!), aber er ist sicherlich einer der Faktoren, die auch mich optimistisch stimmen, dass diese zukunftsorientierte Lösung bald kommen wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Der letzte Punkt – und damit ende ich auch schon –: Man hört, dass es nicht nur extern bei den Familien mit den Anträgen und Auszahlungen nicht funktioniert, sondern dass es auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht funktioniert. Frau Ministerin, Sie sollten Ihr Haus in Ordnung bringen – im Sinne der Familien, aber auch im Sinne Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei FPÖ und SPÖ.
diesem Podium aus einen Schlag ins Gesicht versetzen, indem Sie sie als Nichtstuer bezeichnen! Das – und das haben wir richtig gehört – ist menschenverachtend und hat hier wirklich nichts verloren! (Beifall bei FPÖ und SPÖ.) Es hat vor allem deshalb hier nichts verloren, weil Sie bei vielen dieser Menschen dafür verantwortlich sind, dass sie sich in der Arbeitslosigkeit befinden. Sie wurden durch Ihr Missmanagement und Ihre Maßnahmen überhaupt erst in die Arbeitslosigkeit getrieben! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Silvan. – Bravoruf des Abg. Angerer.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Silvan. – Bravoruf des Abg. Angerer.
diesem Podium aus einen Schlag ins Gesicht versetzen, indem Sie sie als Nichtstuer bezeichnen! Das – und das haben wir richtig gehört – ist menschenverachtend und hat hier wirklich nichts verloren! (Beifall bei FPÖ und SPÖ.) Es hat vor allem deshalb hier nichts verloren, weil Sie bei vielen dieser Menschen dafür verantwortlich sind, dass sie sich in der Arbeitslosigkeit befinden. Sie wurden durch Ihr Missmanagement und Ihre Maßnahmen überhaupt erst in die Arbeitslosigkeit getrieben! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Silvan. – Bravoruf des Abg. Angerer.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Sehr geehrte Damen und Herren, wenn wir beim Nichtstun sind: Fragen Sie die Bevölkerung, wer in ihren Augen nichts tut! Zumindest von einer Arbeitsministerin hätten sich viele erwartet, dass sie endlich einmal die Arbeit aufnimmt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und wirklich für geordnete Maßnahmen sorgt, um den Arbeitsmarkt zu stützen und den Betroffenen zu helfen.
Abg. Belakowitsch: Sie schreibt SMS!
Frau Ministerin, wissen Sie, wie sich viele Arbeitslose fühlen (Bundesministerin Aschbacher schaut auf ihr Handy) – es interessiert Sie nicht, ich sehe es eh gerade! (Abg. Belakowitsch: Sie schreibt SMS!) –, die Sie in die Arbeitslosigkeit getrieben haben? Ich meine nicht die, mit denen Sie Fotos gemacht haben, die Sie als Opfer vor die Kamera gezerrt haben. Dazu muss ich Ihnen auch noch sagen: Es dürfte ja so sein, dass Sie ein Naheverhältnis haben, wie „Der Standard“ aufgedeckt hat und richtig schreibt. Ich darf den „Standard“ zitieren: „Die Familienministerin, das Baby und zufällige Connections“. Es wäre für Sie sogar der gute Weg, wenn herauskommt, dass „Der Standard“ recht gehabt hat. Wissen Sie nämlich, was der absolut falsche Weg ist? – Wenn Sie als Ministerin zum Eigennutzen Opfer vor die Kamera zerren, die Hilfe brauchen, und österreichweit durch die Medien treiben, nur damit es Ihnen selbst nützt! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Frau Ministerin, wissen Sie, wie sich viele Arbeitslose fühlen (Bundesministerin Aschbacher schaut auf ihr Handy) – es interessiert Sie nicht, ich sehe es eh gerade! (Abg. Belakowitsch: Sie schreibt SMS!) –, die Sie in die Arbeitslosigkeit getrieben haben? Ich meine nicht die, mit denen Sie Fotos gemacht haben, die Sie als Opfer vor die Kamera gezerrt haben. Dazu muss ich Ihnen auch noch sagen: Es dürfte ja so sein, dass Sie ein Naheverhältnis haben, wie „Der Standard“ aufgedeckt hat und richtig schreibt. Ich darf den „Standard“ zitieren: „Die Familienministerin, das Baby und zufällige Connections“. Es wäre für Sie sogar der gute Weg, wenn herauskommt, dass „Der Standard“ recht gehabt hat. Wissen Sie nämlich, was der absolut falsche Weg ist? – Wenn Sie als Ministerin zum Eigennutzen Opfer vor die Kamera zerren, die Hilfe brauchen, und österreichweit durch die Medien treiben, nur damit es Ihnen selbst nützt! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn wir bei Ihren Maßnahmen sind – denn die Arbeit haben Sie bis jetzt ja noch nicht aufgenommen –: Es wäre sinnvoll, dass Sie unserem Antrag zustimmen, aber auch, dass Sie Beschäftigungsoffensiven auf den Weg bringen. Was Sie mit den 450 Euro Einmalzahlung machen, ist in etwas so, wie wenn Sie den Hunderttausenden Betroffenen ein Zündholz zuwerfen, das wegbrennt, wegbrennt, wegbrennt und nach drei Monaten wieder erlischt. Jene, die sich auf Sie verlassen, Frau Minister und sehr geehrte Bundesregierung, verbrennen sich nach drei Monaten die Finger. Das haben die Arbeitslosen in diesem Land nicht verdient! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kollross: Der wird schon Finanzminister! – Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Frau Minister, bei aller Wertschätzung: Wenn Ihnen die Schuhe als Ministerin zu groß sind, geben Sie Ihr Ressort an jemanden ab, der es besser macht. Mir würden einige einfallen – Kollege Obernosterer oder ähnliche. (Abg. Kollross: Der wird schon Finanzminister! – Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kommen Sie zumindest endlich in die Gänge! Die Bevölkerung hat es nicht verdient, dass nicht gehandelt, sondern einfach nur weiterhin gewurschtelt wird und dabei für die Bevölkerung nichts herauskommt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frau Minister, bei aller Wertschätzung: Wenn Ihnen die Schuhe als Ministerin zu groß sind, geben Sie Ihr Ressort an jemanden ab, der es besser macht. Mir würden einige einfallen – Kollege Obernosterer oder ähnliche. (Abg. Kollross: Der wird schon Finanzminister! – Heiterkeit bei Abgeordneten von FPÖ und SPÖ. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Kommen Sie zumindest endlich in die Gänge! Die Bevölkerung hat es nicht verdient, dass nicht gehandelt, sondern einfach nur weiterhin gewurschtelt wird und dabei für die Bevölkerung nichts herauskommt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Schnedlitz – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Kollege Schnedlitz, Kollegen Obernosterer kann man nicht als Nachfolger der Ministerin vorschlagen, denn den haben wir schon als Nachfolger für den Finanzminister vorgeschlagen (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Schnedlitz – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und mehr Ressorts kann er nicht übernehmen. Das heißt, er ist die einzige Personaldecke, die wir noch in der ÖVP drüben haben, und die muss man wirklich für bessere Positionen aufheben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordneter Dietmar Keck (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesminister! Meine Damen und Herren! Kollege Schnedlitz, Kollegen Obernosterer kann man nicht als Nachfolger der Ministerin vorschlagen, denn den haben wir schon als Nachfolger für den Finanzminister vorgeschlagen (Beifall bei der SPÖ – Zwischenruf des Abg. Schnedlitz – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), und mehr Ressorts kann er nicht übernehmen. Das heißt, er ist die einzige Personaldecke, die wir noch in der ÖVP drüben haben, und die muss man wirklich für bessere Positionen aufheben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren, Kollege Wöginger hat gesagt, wir sollten wieder zu den Menschen gehen. – Brauchen wir nicht, Kollege Wöginger, weil die Menschen zu uns kommen. Die kommen mit ihren Problemen zu uns, die ihr verantwortet habt, weil sie in einer dramatischen Situation sind, in einer Situation, in der es um ihre Existenz geht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.) Sie wollen von uns wirklich Lösungen haben, die wir ihnen auch anbieten werden.
Abg. Heinisch-Hosek: Skandal!
„Sehr geehrte Damen und Herren, die von Ihnen übermittelten Daten zur Teilabrechnung der bewilligten COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe können nicht verarbeitet werden, da diese entweder als allgemeine Nachricht an das AMS und nicht als projekt-bezogene Nachricht über ihr eAMS Konto übermittelt wurden oder der vom System generierte Dateiname der CSV-Datei von Ihnen geändert wurde. Bitte übermitteln Sie uns eine neue Abrechnung für April 2020 und ändern Sie NICHT den Dateinamen der csv.Datei. Erst nach erneuter Übermittlung und positiver Prüfung der Abrechnung für April 2020, kann die von Ihnen gesendete Abrechnung für Mai 2020 bearbeitet werden.“ (Abg. Heinisch-Hosek: Skandal!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wenn es wieder 46 Tage dauert, Frau Bundesminister, bis der April abgerechnet werden kann, sind wir also irgendwann einmal mit der Aprilabrechnung im August drinnen. Das heißt, die Firma kann Insolvenz anmelden, weil sie das für ihre Beschäftigten nicht bezahlen kann, und es gibt wieder mehr Arbeitslose. Das ist die Situation, in der die Beschäftigten und die Betriebe sind, und zwar mit Maßnahmen, die Sie gesetzt haben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bevor der Aufschrei kommt, wir seien gegen die Bauern: Nein, sind wir nicht! Wir wollen eh, dass die Bauern etwas kriegen, meine Damen und Herren, aber die Bauern kriegen die Krankenversicherung und die Pension nur, weil das ein Sozialdemokrat gemacht hat, nämlich Bruno Kreisky. Sonst hätten diese das bis heute noch nicht, denn von euch in der Alleinregierung haben sie es nicht bekommen, meine Damen und Herren – auch das gehört einmal dazugesagt. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Prinz.
Wir vergönnen es ja den Bauern. Was aber wollen wir? – Wir wollen, dass alle Menschen gleich und fair behandelt werden. Das passiert aber mit dieser Regierung nicht. Schauen wir uns zum Beispiel an, was mit dem Arbeitslosengeld gemacht worden ist: Was ist da beschlossen worden? – Eine Einmalzahlung von 450 Euro; nicht eine Erhöhung, sondern eine Einmalzahlung von 450 Euro, und das erst im Nachhinein, im September. Heute ist oft genug gesagt worden, einige oder viele werden das nicht bekommen – das ist wahrscheinlich so geplant gewesen. Den Arbeitslosen, die unschuldig in die Arbeitslosigkeit geraten, helfen diese von der Regierung getroffenen Maßnahmen nicht bei dem Ganzen, sie haben nichts davon. (Zwischenruf des Abg. Prinz.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Was hat denn der Bundeskanzler einmal in der Coronakrise gesagt? – Er hat in der Coronakrise gesagt: Jeder wird einen kennen, der durch Corona verstorben ist! – Gott sei Dank ist das nicht eingetroffen, muss man sagen; Gott sei Dank ist es nicht eingetroffen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Eines können wir nun aber garantiert sagen, meine Damen und Herren: Jeder wird einen kennen, der durch die Maßnahmen der Regierung arbeitslos geworden ist oder in Kurzarbeit gekommen ist! (Zwischenruf bei den Grünen.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Was hat denn der Bundeskanzler einmal in der Coronakrise gesagt? – Er hat in der Coronakrise gesagt: Jeder wird einen kennen, der durch Corona verstorben ist! – Gott sei Dank ist das nicht eingetroffen, muss man sagen; Gott sei Dank ist es nicht eingetroffen. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Eines können wir nun aber garantiert sagen, meine Damen und Herren: Jeder wird einen kennen, der durch die Maßnahmen der Regierung arbeitslos geworden ist oder in Kurzarbeit gekommen ist! (Zwischenruf bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wie passiert denn so etwas, dass sie nur 46 Prozent Nettoersatzrate haben kann, meine Damen und Herren? – Sie war vorher Lehrling, und es wird da der letzte Jahresverdienst herangezogen. Sie hat auch keine Familienbeihilfe und keine Kinderbeihilfe, die sie für eine Erhöhung der Nettoersatzrate hernehmen kann. Sie bleibt bei ihren 46 Prozent Nettoersatzrate stehen und fürchtet schrecklich um ihre Existenz, weil sie ihre Miete und das alles nicht mehr bezahlen kann. – Auch das sind Maßnahmen der Regierung, die Sie gesetzt haben, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Ich möchte aber wieder zum Anfang meiner Rede zurückkommen: Alle Menschen in Österreich sollen gleich und fair behandelt werden. Ich glaube, das will jeder von uns hier herinnen. Das, was für die Bauern geschaffen wurde, wollen wir auch für die Arbeitslosen in Österreich haben, meine Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Wir wollen, dass die, die unschuldig in die Arbeitslosigkeit geraten sind, mindestens 70 Prozent Nettoersatzrate erhalten, damit sie halbwegs anständig bei uns in Österreich leben können und nicht fürchten müssen, vielleicht nichts zum Essen zu bekommen, ihre Unterkunft nicht mehr zahlen zu können und obdachlos zu werden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.
Ich möchte aber wieder zum Anfang meiner Rede zurückkommen: Alle Menschen in Österreich sollen gleich und fair behandelt werden. Ich glaube, das will jeder von uns hier herinnen. Das, was für die Bauern geschaffen wurde, wollen wir auch für die Arbeitslosen in Österreich haben, meine Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Wir wollen, dass die, die unschuldig in die Arbeitslosigkeit geraten sind, mindestens 70 Prozent Nettoersatzrate erhalten, damit sie halbwegs anständig bei uns in Österreich leben können und nicht fürchten müssen, vielleicht nichts zum Essen zu bekommen, ihre Unterkunft nicht mehr zahlen zu können und obdachlos zu werden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.)
Beifall bei der SPÖ.
Setzen Sie das um! Damit habe ich wieder etwas Hoffnung für die Zukunft in Österreich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Die Regierung hätte jetzt die Chance gehabt, die österreichische Arbeitsmarktpolitik zukunftsgerecht und treffsicher zu machen, aus der Krise zu führen und die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen. Es bleibt aber bei Einzelmaßnahmen, die keinen Menschen wieder in Beschäftigung bringen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ja, geschätzter Kollege Bernhard, diese Regierung hat sich mit dem Kinderbonus zu einem unbürokratischen Weg entschlossen, allen Familien diese Leistung von 360 Euro pro Kind zukommen zu lassen, weil auch alle Familien in der Coronazeit unglaubliche Leistungen erbracht haben, wie zum Beispiel Homeschooling, Betreuung und viele weitere Themen. Es war so viel an Leistungen, dass wir sagen können, die Familien waren es, die diese Gesellschaft durch die Krise getragen haben. Deswegen stehen wir auch zu dieser unbürokratischen Methode, Geld zu den Familien zu bringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scherak: Sind super, oder?
Aber auch noch ein Wort zu den Pensionen der Bauern und zu Kollegen Schellhorn (Abg. Scherak: Sind super, oder?): Die Absenkung des fiktiven Ausgedinges bewirkt eine bescheidene Anhebung der Bauernpensionen. Diese Bauernpensionen, von denen wir hier reden, werden auch nach dieser moderaten Anhebung unter der Mindestpension, unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz liegen. Wenn ein erfolgreicher Hotelier wie Herr Kollege Schellhorn hier herinnen diesen Bauern diese bescheidene Anhebung vorwirft und vorhält, dann ist das ganz einfach schäbig, seinen ...
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter – ich habe Ihr Mikro ausgeschaltet (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen) –, ich wollte Sie ersuchen, sich in Ihrer Wortwahl zu mäßigen, auch wenn es eine sehr emotional geführte Debatte ist, und Sie darauf aufmerksam machen, dass die Fraktionsredezeit ausgeschöpft ist.
Abg. Maurer: ... alle!
Da gibt es im Prinzip zwei Vorschläge: Der eine Vorschlag kommt von den Regierungsparteien. Da ist ein Beirat bei der Cofag, also bei irgendeiner Firma, über die ein Teil der Hilfsgelder läuft, eingerichtet worden, und der darf sich das bei einem Teil dieses Teils ansehen und auch eine Meinung abgeben – allerdings im Geheimen, im Stillen, im Verborgenen. (Abg. Maurer: ... alle!) Das ist der Vorschlag der Regierungsparteien.
Abg. Vogl: ... es 50 sind! – Abg. Leichtfried: Stimmt!
Was soll der machen? – Der soll nicht ein Instrument, nicht einen Topf kontrollieren, wie das der Vorschlag der Regierungsparteien ist, also nicht nur 15 Milliarden Euro, sondern die gesamten 50 Milliarden Euro. (Abg. Vogl: ... es 50 sind! – Abg. Leichtfried: Stimmt!) Die soll der Unterausschuss kontrollieren. Er soll das nicht im Dunkeln machen, wie es der Vorschlag der Regierungsparteien vorsieht, sondern im Licht, nämlich im Licht der Öffentlichkeit, in medienöffentlichen Sitzungen.
Abg. Kopf: Ist besser geworden!
Unsere Aufgabe ist es natürlich auch, zu schauen, ob die Hilfe ankommt und welchen Beitrag wir leisten müssen, dass die Hilfe dort, wo sie heute nicht ankommt, morgen ankommt. Ich glaube, dass jeder einzelne Abgeordnete hier auch wirklich will, dass diese Milliardenbeträge, die wir beschlossen haben, bei denen ankommen, die sie brauchen. Ich bin mir sicher, dass Kollege Kopf genauso unzufrieden damit ist, dass manche Programme etwas zu bürokratisch sind, zu lange dauern und die Hilfe nicht ankommt. (Abg. Kopf: Ist besser geworden!) Wir alle bekommen diese E-Mails: Ich habe heute wieder eine E-Mail von einer Familie bekommen, die sagt, sie hat, nachdem sie vor zwei Monaten beim Familienhärtefonds angesucht hat, jetzt eine E-Mail bekommen, dass ihr
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Kickl.
Beim Hantieren mit Steuergeld braucht es Regeln und Kontrolle: Es würde mich freuen, wenn Sie alle die Worte des Bundeskanzlers – und die Kontrolle ist unsere Aufgabe – so ernst nehmen wie die Opposition. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der NEOS sowie des Abg. Kickl.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Dort gibt es nämlich einen Beirat, der folgendermaßen zusammengesetzt ist (Zwischenruf des Abg. Leichtfried): Dort sitzen interessanterweise eine Vertreterin des ÖGB, ein Vertreter der Arbeiterkammer – die sich dort übrigens sehr, sehr konstruktiv einbringen (Abg. Krainer: Wie immer!) –, es sitzt ein Vertreter der Wirtschaftskammer drin (Abg. Krainer: Das ist ein destruktiver ...!), und es sitzen Abgeordnete der beiden Regierungsfraktionen drin. Wir haben da ein wirklich konstruktives Gesprächsklima. (Abg. Leichtfried: Ja, dann ist ja alles ...! Das ist ja ...! – Abg. Matznetter: ... einfach zustimmen, einfach aufstehen!)
Abg. Krainer: Wie immer!
Dort gibt es nämlich einen Beirat, der folgendermaßen zusammengesetzt ist (Zwischenruf des Abg. Leichtfried): Dort sitzen interessanterweise eine Vertreterin des ÖGB, ein Vertreter der Arbeiterkammer – die sich dort übrigens sehr, sehr konstruktiv einbringen (Abg. Krainer: Wie immer!) –, es sitzt ein Vertreter der Wirtschaftskammer drin (Abg. Krainer: Das ist ein destruktiver ...!), und es sitzen Abgeordnete der beiden Regierungsfraktionen drin. Wir haben da ein wirklich konstruktives Gesprächsklima. (Abg. Leichtfried: Ja, dann ist ja alles ...! Das ist ja ...! – Abg. Matznetter: ... einfach zustimmen, einfach aufstehen!)
Abg. Krainer: Das ist ein destruktiver ...!
Dort gibt es nämlich einen Beirat, der folgendermaßen zusammengesetzt ist (Zwischenruf des Abg. Leichtfried): Dort sitzen interessanterweise eine Vertreterin des ÖGB, ein Vertreter der Arbeiterkammer – die sich dort übrigens sehr, sehr konstruktiv einbringen (Abg. Krainer: Wie immer!) –, es sitzt ein Vertreter der Wirtschaftskammer drin (Abg. Krainer: Das ist ein destruktiver ...!), und es sitzen Abgeordnete der beiden Regierungsfraktionen drin. Wir haben da ein wirklich konstruktives Gesprächsklima. (Abg. Leichtfried: Ja, dann ist ja alles ...! Das ist ja ...! – Abg. Matznetter: ... einfach zustimmen, einfach aufstehen!)
Abg. Leichtfried: Ja, dann ist ja alles ...! Das ist ja ...! – Abg. Matznetter: ... einfach zustimmen, einfach aufstehen!
Dort gibt es nämlich einen Beirat, der folgendermaßen zusammengesetzt ist (Zwischenruf des Abg. Leichtfried): Dort sitzen interessanterweise eine Vertreterin des ÖGB, ein Vertreter der Arbeiterkammer – die sich dort übrigens sehr, sehr konstruktiv einbringen (Abg. Krainer: Wie immer!) –, es sitzt ein Vertreter der Wirtschaftskammer drin (Abg. Krainer: Das ist ein destruktiver ...!), und es sitzen Abgeordnete der beiden Regierungsfraktionen drin. Wir haben da ein wirklich konstruktives Gesprächsklima. (Abg. Leichtfried: Ja, dann ist ja alles ...! Das ist ja ...! – Abg. Matznetter: ... einfach zustimmen, einfach aufstehen!)
Abg. Kuntzl: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried, Matznetter und Doppelbauer.
Die Einladung, diesem Beirat beizutreten, steht nach wie vor, und ich verstehe bis heute nicht, warum man dieser Einladung nicht folgt, diesem Beirat nicht beitritt und seine jeweiligen Expertisen und Anmerkungen dort nicht entsprechend einbringt. (Abg. Kuntzl: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried, Matznetter und Doppelbauer.) Man wüsste dann, wenn man das täte, nämlich auch viel mehr – welche Kreditgarantien schon zu Tausenden ausgestellt wurden und welche Fixkostenzuschüsse schon ausbezahlt wurden – und bräuchte sich nicht immer unwissend hierherzustellen und zu behaupten, es sei noch überhaupt nichts geflossen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Die Einladung, diesem Beirat beizutreten, steht nach wie vor, und ich verstehe bis heute nicht, warum man dieser Einladung nicht folgt, diesem Beirat nicht beitritt und seine jeweiligen Expertisen und Anmerkungen dort nicht entsprechend einbringt. (Abg. Kuntzl: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried, Matznetter und Doppelbauer.) Man wüsste dann, wenn man das täte, nämlich auch viel mehr – welche Kreditgarantien schon zu Tausenden ausgestellt wurden und welche Fixkostenzuschüsse schon ausbezahlt wurden – und bräuchte sich nicht immer unwissend hierherzustellen und zu behaupten, es sei noch überhaupt nichts geflossen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Abg. Doppelbauer: Nein, das ist nicht die Bürokratie, nein!
Sie fordern in dem Antrag „Einsicht in die einschlägigen Unterlagen“. Damit ist, so nehme ich an, die Dokumentation gemeint, warum zum Beispiel welcher Unternehmer einen Fixkostenzuschuss kriegt, warum es Kreditgarantien gibt et cetera, et cetera. Das muss dokumentiert sein. Das ist diese berühmte Bürokratie, über die Sie sich hier gleichzeitig sehr echauffieren. (Abg. Doppelbauer: Nein, das ist nicht die Bürokratie, nein!) Deswegen gibt es sie auch – sie muss sein, leider.
Abg. Kassegger: Nein, Friseure nicht, den Best Friend, der ... Millionen kriegt, hätten wir gern!
Der zweite Punkt ist der Ausdruck „medienöffentlich“. Sie verlangen quasi eine Medienöffentlichkeit für diesen Ausschuss, und da stellt sich für uns schon die Frage: Was bezwecken Sie damit? – Wollen Sie dann die Friseurin oder den Wirt oder andere Unternehmer sozusagen vor den Ausschuss bringen (Abg. Kassegger: Nein, Friseure nicht, den Best Friend, der ... Millionen kriegt, hätten wir gern!), und die sollen dann erklären, warum sie Unterstützungsmaßnahmen brauchen oder gebraucht haben? Wenn das das Ziel ist, dann sind wir sicher nicht dabei, weil das das ist, was wir nicht wollen: Jene, die Unterstützung brauchen, dann vielleicht noch medienöffentlich sozusagen an den Pranger zu stellen. Da sind wir nicht dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Derartiger Stuss! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Derartiger Stuss! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Der zweite Punkt ist der Ausdruck „medienöffentlich“. Sie verlangen quasi eine Medienöffentlichkeit für diesen Ausschuss, und da stellt sich für uns schon die Frage: Was bezwecken Sie damit? – Wollen Sie dann die Friseurin oder den Wirt oder andere Unternehmer sozusagen vor den Ausschuss bringen (Abg. Kassegger: Nein, Friseure nicht, den Best Friend, der ... Millionen kriegt, hätten wir gern!), und die sollen dann erklären, warum sie Unterstützungsmaßnahmen brauchen oder gebraucht haben? Wenn das das Ziel ist, dann sind wir sicher nicht dabei, weil das das ist, was wir nicht wollen: Jene, die Unterstützung brauchen, dann vielleicht noch medienöffentlich sozusagen an den Pranger zu stellen. Da sind wir nicht dabei! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Derartiger Stuss! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Warum fordern wir als SPÖ gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien einen Covid-Unterausschuss? – Weil es da um 38 Milliarden Euro beziehungsweise seit gestern um 50 Milliarden Euro an Steuergeldern geht, und da verlangen wir volle Transparenz bei den Vergaben – nicht nur das Mindestmaß, sondern die volle Transparenz. Das ist mir als Parlamentarierin wichtig, das ist mir als Rechnungshofsprecherin wichtig, aber das ist mir vor allem für die Bürgerinnen und Bürger wichtig, denn die haben volles Recht, zu erfahren, wohin wie viele Fördereuros fließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein weiterer entscheidender Vorteil dieses Ausschusses: Eine Prüfung würde ab dem ersten Fördereuro erfolgen und nicht wie im Beirat, der von den Regierungsfraktionen so gelobt wird, erst ab 25 Millionen Euro. Ist das volle Transparenz? – Nicht nach unserem Verständnis! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz
Das sind Steuergelder, auch das sollte Ihnen völlig klar sein (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz), und von der Medienöffentlichkeit lebt die Demokratie eigentlich.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
Ich verstehe die Unruhe nicht ganz. Ich verstehe sie nicht bei der ÖVP und ich verstehe sie auch nicht bei euch (in Richtung Grüne). Ich verstehe sie überhaupt nicht bei euch, bei den Grünen. Die ÖVP findet den Ausschuss generell nicht wahnsinnig erfreulich. Sie findet die Medienöffentlichkeit nicht gut, und sie findet auch nicht gut, dass die Ausschussmitglieder das Recht haben, Akten anzufordern. Liebe Kollegen, wovor haben Sie Angst? Warum haben Sie vor Kontrolle Angst? Was soll hier versteckt werden? Was wollen Sie den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern verschweigen? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Erinnern Sie sich: Am Anfang der Krise war es uns allen gemeinsam wichtig, richtige Schritte zu setzen, richtige Maßnahmen zu treffen. Jetzt muss es uns allen gemeinsam wichtig sein, für volle Transparenz bei der Vergabe von Coronageldern zu sorgen. Das erwarten sich die Bürgerinnen und Bürger mit vollem Recht. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Gewaltenteilung ist ein grundlegendes Prinzip des österreichischen Staates, und der Gedanke der Trennung der Staatsgewalten zeigt sich im österreichischen Verfassungsrecht insbesondere in der organisatorischen Trennung von Gesetzgebungs- und Vollzugsorganen. Das ist gut so, das wollen wir beibehalten, und das ist auch der Grund, warum ein Abgeordneter im Cofag-Beirat nichts zu suchen hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Krainer.
Eine wesentliche Aufgabe eines Nationalratsabgeordneten ist aber die Kontrolle der Regierung, und genau das wollen die Regierungsfraktionen verhindern. Die Cofag an sich ist bereits eine Umgehungskonstruktion, um sich der parlamentarischen Kontrolle zu entziehen, und jetzt wollen die Regierungsfraktionen auch noch Nationalratsabgeordnete im zahnlosen Cofag-Beirat als Feigenblatt platzieren. Dafür wird sich die FPÖ nicht hergeben. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Krainer.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich fordere die Regierungsfraktionen auf, im Sinne von Transparenz und Kontrolle endlich ihre Blockadehaltung zu beenden und den Weg für einen Covid-19-Unterausschuss frei zu machen! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schellhorn: Ich berichtige tatsächlich!
Es ist hier jetzt mehrfach behauptet worden, es könnte im Cofag-Beirat nur eingesehen werden, was außerhalb des Rahmens von 25 Millionen Euro genehmigt wird. – Das ist nicht richtig. Im Cofag-Beirat kann alles, was die Cofag (Abg. Schellhorn: Ich berichtige tatsächlich!) einbringt, eingeschaut werden. Ab der 25-Millionen-Euro-Grenze wird gemeinsam mit dem Aufsichtsrat sofort darüber informiert (Zwischenruf des Abg. Krainer), bei allem anderen sagt man, welche Unterlagen man gerne hätte, Kollege Krainer, und dann kriegt man sie auch. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Krainer
Es ist hier jetzt mehrfach behauptet worden, es könnte im Cofag-Beirat nur eingesehen werden, was außerhalb des Rahmens von 25 Millionen Euro genehmigt wird. – Das ist nicht richtig. Im Cofag-Beirat kann alles, was die Cofag (Abg. Schellhorn: Ich berichtige tatsächlich!) einbringt, eingeschaut werden. Ab der 25-Millionen-Euro-Grenze wird gemeinsam mit dem Aufsichtsrat sofort darüber informiert (Zwischenruf des Abg. Krainer), bei allem anderen sagt man, welche Unterlagen man gerne hätte, Kollege Krainer, und dann kriegt man sie auch. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Es ist hier jetzt mehrfach behauptet worden, es könnte im Cofag-Beirat nur eingesehen werden, was außerhalb des Rahmens von 25 Millionen Euro genehmigt wird. – Das ist nicht richtig. Im Cofag-Beirat kann alles, was die Cofag (Abg. Schellhorn: Ich berichtige tatsächlich!) einbringt, eingeschaut werden. Ab der 25-Millionen-Euro-Grenze wird gemeinsam mit dem Aufsichtsrat sofort darüber informiert (Zwischenruf des Abg. Krainer), bei allem anderen sagt man, welche Unterlagen man gerne hätte, Kollege Krainer, und dann kriegt man sie auch. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Krainer: Stimmt ja gar nicht! – Abg. Leichtfried: Wo ist da ein Bericht gekommen bis jetzt? – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Vogl.
Weiters ist es auch nicht so, wie hier mehrfach behauptet wurde, dass Kontrolle nicht möglich wäre. – Selbstverständlich! Wir sind ein Parlament, und für alles, was wir hier beschlossen haben, haben wir – auch auf Anregung von Kollegen Krainer und von Kollegin Doppelbauer – Sunsetclauses, Berichte an den Budgetausschuss und so weiter beschlossen. Diese Berichte gibt es derzeit bereits alle, und natürlich erfolgt auch da die Kontrolle. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Krainer: Stimmt ja gar nicht! – Abg. Leichtfried: Wo ist da ein Bericht gekommen bis jetzt? – Zwischenrufe der Abgeordneten Kollross und Vogl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Weiters ist der Rechnungshof als Organ des Nationalrates dazu da, die Gebarung und diese Dinge zu prüfen. Rechnungshofpräsidentin Kraker hat auch bereits gesagt, dass das getan wird. Also ein bisschen Seriosität in der Debatte würde ich mir schon wünschen, denn selbstverständlich ist es so, dass Kontrolle absolut gegeben ist und auch gegeben sein muss. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Also ihr seid jetzt gegen den Ausschuss?! Ist das der Tenor der Rede?
Ja, wir haben eine sehr, sehr herausfordernde Zeit hinter uns, aber wir handeln im Rahmen von Gesetzen, und der Vollzug kann selbstverständlich gemacht werden. (Abg. Leichtfried: Also ihr seid jetzt gegen den Ausschuss?! Ist das der Tenor der Rede?) – Es liegt ein Verhandlungsergebnis aller Fraktionen auf dem Tisch, Jörg Leichtfried (anhaltende Zwischenrufe des Abg. Leichtfried – Zwischenruf der Abg. Greiner), du warst beteiligt und weißt genau, was vereinbart worden ist. Es gibt den Vorschlag der Opposition (Abg. Leichtfried: ... Transparenz vergessen, Pressekonferenz absagen!), es gibt einen gemeinsam ausgearbeiteten Vorschlag auf KD-Ebene, über den man weiterreden kann und bei dem ich auch glaube, dass es sinnvoll ist, darüber
anhaltende Zwischenrufe des Abg. Leichtfried – Zwischenruf der Abg. Greiner
Ja, wir haben eine sehr, sehr herausfordernde Zeit hinter uns, aber wir handeln im Rahmen von Gesetzen, und der Vollzug kann selbstverständlich gemacht werden. (Abg. Leichtfried: Also ihr seid jetzt gegen den Ausschuss?! Ist das der Tenor der Rede?) – Es liegt ein Verhandlungsergebnis aller Fraktionen auf dem Tisch, Jörg Leichtfried (anhaltende Zwischenrufe des Abg. Leichtfried – Zwischenruf der Abg. Greiner), du warst beteiligt und weißt genau, was vereinbart worden ist. Es gibt den Vorschlag der Opposition (Abg. Leichtfried: ... Transparenz vergessen, Pressekonferenz absagen!), es gibt einen gemeinsam ausgearbeiteten Vorschlag auf KD-Ebene, über den man weiterreden kann und bei dem ich auch glaube, dass es sinnvoll ist, darüber
Abg. Leichtfried: ... Transparenz vergessen, Pressekonferenz absagen!
Ja, wir haben eine sehr, sehr herausfordernde Zeit hinter uns, aber wir handeln im Rahmen von Gesetzen, und der Vollzug kann selbstverständlich gemacht werden. (Abg. Leichtfried: Also ihr seid jetzt gegen den Ausschuss?! Ist das der Tenor der Rede?) – Es liegt ein Verhandlungsergebnis aller Fraktionen auf dem Tisch, Jörg Leichtfried (anhaltende Zwischenrufe des Abg. Leichtfried – Zwischenruf der Abg. Greiner), du warst beteiligt und weißt genau, was vereinbart worden ist. Es gibt den Vorschlag der Opposition (Abg. Leichtfried: ... Transparenz vergessen, Pressekonferenz absagen!), es gibt einen gemeinsam ausgearbeiteten Vorschlag auf KD-Ebene, über den man weiterreden kann und bei dem ich auch glaube, dass es sinnvoll ist, darüber
Abg. Leichtfried: Eine Pressekonferenz über Intransparenz könnt ihr machen! Wird der ÖVP gefallen!
weiterzureden und sich für diesen einzusetzen. (Abg. Leichtfried: Eine Pressekonferenz über Intransparenz könnt ihr machen! Wird der ÖVP gefallen!)
Abg. Krainer: Vier Wochen liegt das dort! Seit vier Wochen, und nichts tut sich!
Ich bin zuversichtlich, dass wir hier zu einer Lösung kommen. Ich glaube, das, was auf dem Tisch liegt, ist sehr gut, und in mehreren Sitzungen wurde auch schon von dir, Jörg, der du jetzt vor dich hinschimpfst (Abg. Krainer: Vier Wochen liegt das dort! Seit vier Wochen, und nichts tut sich!), gesagt, dass das in die richtige Richtung geht (Abg. Leichtfried: Weniger als das tut sich! – Abg. Krainer: Eiszeit!), ebenso vom Kollegen Fuchs, ebenso von Kollegin Doppelbauer, und dementsprechend würde ich dafür plädieren, dass wir von diesem Ausgangspunkt weiterdiskutieren. (Abg. Leichtfried: Ja, wir können jetzt noch Monate diskutieren! – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Abg. Leichtfried: Weniger als das tut sich! – Abg. Krainer: Eiszeit!
Ich bin zuversichtlich, dass wir hier zu einer Lösung kommen. Ich glaube, das, was auf dem Tisch liegt, ist sehr gut, und in mehreren Sitzungen wurde auch schon von dir, Jörg, der du jetzt vor dich hinschimpfst (Abg. Krainer: Vier Wochen liegt das dort! Seit vier Wochen, und nichts tut sich!), gesagt, dass das in die richtige Richtung geht (Abg. Leichtfried: Weniger als das tut sich! – Abg. Krainer: Eiszeit!), ebenso vom Kollegen Fuchs, ebenso von Kollegin Doppelbauer, und dementsprechend würde ich dafür plädieren, dass wir von diesem Ausgangspunkt weiterdiskutieren. (Abg. Leichtfried: Ja, wir können jetzt noch Monate diskutieren! – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Abg. Leichtfried: Ja, wir können jetzt noch Monate diskutieren! – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Ich bin zuversichtlich, dass wir hier zu einer Lösung kommen. Ich glaube, das, was auf dem Tisch liegt, ist sehr gut, und in mehreren Sitzungen wurde auch schon von dir, Jörg, der du jetzt vor dich hinschimpfst (Abg. Krainer: Vier Wochen liegt das dort! Seit vier Wochen, und nichts tut sich!), gesagt, dass das in die richtige Richtung geht (Abg. Leichtfried: Weniger als das tut sich! – Abg. Krainer: Eiszeit!), ebenso vom Kollegen Fuchs, ebenso von Kollegin Doppelbauer, und dementsprechend würde ich dafür plädieren, dass wir von diesem Ausgangspunkt weiterdiskutieren. (Abg. Leichtfried: Ja, wir können jetzt noch Monate diskutieren! – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Krainer: Die ehemalige Kontrollpartei der Grünen hat gesprochen! – Abg. Leichtfried: Da ist es besser, der Loacker spricht zur Sozialpolitik!
Ich verstehe natürlich die Show mit diesem Fristsetzungsantrag, aber ich denke, es ist gescheit, wenn wir auf der parlamentarischen Ebene, auf Ebene der Klubdirektoren und ‑direktorinnen und der BudgetsprecherInnen tatsächlich weiterkommen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Krainer: Die ehemalige Kontrollpartei der Grünen hat gesprochen! – Abg. Leichtfried: Da ist es besser, der Loacker spricht zur Sozialpolitik!)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Karin Doppelbauer. – Bitte. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Abg. Brandstätter: Hörts der Frau Doppelbauer zu!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen, liebe Zuseher! (Abg. Brandstätter: Hörts der Frau Doppelbauer zu!) Lassen Sie mich so beginnen: Es ist wirklich faszinierend, wie hier mit Parlamentarismus und mit den parlamentarischen Tools, Instrumenten, die wir zur Verfügung haben, umgegangen wird. (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Ein paar Monate in der Regierung verändern das Bild offenbar vollkommen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kollross: Die waren schon immer so!) Ich bitte bei einem so großen Thema wirklich um mehr Ernsthaftigkeit. Wenn in den letzten paar Wochen so viel weitergegangen wäre, dann würden wir heute nicht hier stehen, ganz im Ernst. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Maurer.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen, liebe Zuseher! (Abg. Brandstätter: Hörts der Frau Doppelbauer zu!) Lassen Sie mich so beginnen: Es ist wirklich faszinierend, wie hier mit Parlamentarismus und mit den parlamentarischen Tools, Instrumenten, die wir zur Verfügung haben, umgegangen wird. (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Ein paar Monate in der Regierung verändern das Bild offenbar vollkommen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kollross: Die waren schon immer so!) Ich bitte bei einem so großen Thema wirklich um mehr Ernsthaftigkeit. Wenn in den letzten paar Wochen so viel weitergegangen wäre, dann würden wir heute nicht hier stehen, ganz im Ernst. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kollross: Die waren schon immer so!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen, liebe Zuseher! (Abg. Brandstätter: Hörts der Frau Doppelbauer zu!) Lassen Sie mich so beginnen: Es ist wirklich faszinierend, wie hier mit Parlamentarismus und mit den parlamentarischen Tools, Instrumenten, die wir zur Verfügung haben, umgegangen wird. (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Ein paar Monate in der Regierung verändern das Bild offenbar vollkommen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kollross: Die waren schon immer so!) Ich bitte bei einem so großen Thema wirklich um mehr Ernsthaftigkeit. Wenn in den letzten paar Wochen so viel weitergegangen wäre, dann würden wir heute nicht hier stehen, ganz im Ernst. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen, liebe Zuseher! (Abg. Brandstätter: Hörts der Frau Doppelbauer zu!) Lassen Sie mich so beginnen: Es ist wirklich faszinierend, wie hier mit Parlamentarismus und mit den parlamentarischen Tools, Instrumenten, die wir zur Verfügung haben, umgegangen wird. (Zwischenruf der Abg. Maurer.) Ein paar Monate in der Regierung verändern das Bild offenbar vollkommen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Kollross: Die waren schon immer so!) Ich bitte bei einem so großen Thema wirklich um mehr Ernsthaftigkeit. Wenn in den letzten paar Wochen so viel weitergegangen wäre, dann würden wir heute nicht hier stehen, ganz im Ernst. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Maurer: Natürlich! Nichts anderes habe ich gesagt!
Was haben wir bis jetzt – gerade wieder von Kollegen Ottenschläger und Klubobfrau Maurer – zum Thema Transparenz gehört? – Wir kriegen ja eh einen eigenen Abschnitt über die Coronamaßnahmen in den monatlichen Budgetberichten. Ja, eh. Ganz im Ernst: Das ist löblich, aber das ist natürlich Standard. Ich meine, ohne das würde es ja wohl gar nicht gehen. (Abg. Maurer: Natürlich! Nichts anderes habe ich gesagt!) – Nein, Sie haben sich hierhergestellt und gesagt: Das ist eh schon so toll, da muss man ja eh nichts mehr tun! (Abg. Maurer: Sie sagen, es gibt keine Kontrolle!) Auch Klubobmann Wöginger ist letztes Mal aufgesprungen und hat gesagt: Das ist ja schon so super, hier im Hohen Haus wird das alles ganz perfekt gemacht! Das ist keine begleitende Kontrolle, und das ist genau das, was wir wollen: Wir wollen eine begleitende Kontrolle!
Abg. Maurer: Sie sagen, es gibt keine Kontrolle!
Was haben wir bis jetzt – gerade wieder von Kollegen Ottenschläger und Klubobfrau Maurer – zum Thema Transparenz gehört? – Wir kriegen ja eh einen eigenen Abschnitt über die Coronamaßnahmen in den monatlichen Budgetberichten. Ja, eh. Ganz im Ernst: Das ist löblich, aber das ist natürlich Standard. Ich meine, ohne das würde es ja wohl gar nicht gehen. (Abg. Maurer: Natürlich! Nichts anderes habe ich gesagt!) – Nein, Sie haben sich hierhergestellt und gesagt: Das ist eh schon so toll, da muss man ja eh nichts mehr tun! (Abg. Maurer: Sie sagen, es gibt keine Kontrolle!) Auch Klubobmann Wöginger ist letztes Mal aufgesprungen und hat gesagt: Das ist ja schon so super, hier im Hohen Haus wird das alles ganz perfekt gemacht! Das ist keine begleitende Kontrolle, und das ist genau das, was wir wollen: Wir wollen eine begleitende Kontrolle!
Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Steinacker.
Das Zweite, was da passiert, ist: Man darf nicht darüber reden. Das heißt, man sitzt in einem Ausschuss, der der Geheimhaltungspflicht unterliegt. Das hat auch nichts mit parlamentarischer Kontrolle zu tun. Am Ende des Tages geht es nur darum, dass man sagt: Leute, ihr wart ja eh dabei und deswegen braucht ihr euch nicht nachher hier mit anderen Instrumenten zu melden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Steinacker.)
Abg. Wöginger: Jeden Tag scheint nicht die Sonne!
Wir als Parlament müssen alle Gelder kontrollieren, und wir lassen es natürlich nicht zu, dass ordentliche parlamentarische Kontrolle nicht ausgelebt wird. Wir brauchen keine Kontrollzonen. (Abg. Wöginger: Jeden Tag scheint nicht die Sonne!) – Herr Klubobmann Wöginger, ich glaube, Sie haben im April gesagt, es gibt ja eh den Budgetausschuss selbst und dort kann man ja alles nachfragen. Sie sind betreffend Geschäftsordnung natürlich ein Fuchs, Sie sind ja lange dabei und wissen natürlich, wie das läuft. Natürlich wissen Sie auch ganz genau, dass richtige parlamentarische Kontrolle, nämlich begleitende parlamentarische Kontrolle, nur dann möglich ist, wenn man eben ein entsprechendes Konstrukt hat, so wie wir als Oppositionspartei uns das auch vorgestellt haben. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Wir als Parlament müssen alle Gelder kontrollieren, und wir lassen es natürlich nicht zu, dass ordentliche parlamentarische Kontrolle nicht ausgelebt wird. Wir brauchen keine Kontrollzonen. (Abg. Wöginger: Jeden Tag scheint nicht die Sonne!) – Herr Klubobmann Wöginger, ich glaube, Sie haben im April gesagt, es gibt ja eh den Budgetausschuss selbst und dort kann man ja alles nachfragen. Sie sind betreffend Geschäftsordnung natürlich ein Fuchs, Sie sind ja lange dabei und wissen natürlich, wie das läuft. Natürlich wissen Sie auch ganz genau, dass richtige parlamentarische Kontrolle, nämlich begleitende parlamentarische Kontrolle, nur dann möglich ist, wenn man eben ein entsprechendes Konstrukt hat, so wie wir als Oppositionspartei uns das auch vorgestellt haben. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Abg. Schellhorn: Was würde der Anstand machen?
Am Ende des Tages sind das alles Steuergelder, die da verwendet werden. Es sind gerade keine Mitglieder der Bundesregierung anwesend, die dafür zuständig sind, aber das eine möchte ich schon noch sagen: Man braucht wirklich keine große Angst, man braucht keine große Furcht vor so einem parlamentarischen Instrument, vor diesem Ausschuss zu haben. (Abg. Schellhorn: Was würde der Anstand machen?) Es braucht parlamentarische Kontrolle, und wenn diese Regierung einen guten Job macht – noch einmal –, dann braucht sie sich vor Kontrolle nicht zu fürchten. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Am Ende des Tages sind das alles Steuergelder, die da verwendet werden. Es sind gerade keine Mitglieder der Bundesregierung anwesend, die dafür zuständig sind, aber das eine möchte ich schon noch sagen: Man braucht wirklich keine große Angst, man braucht keine große Furcht vor so einem parlamentarischen Instrument, vor diesem Ausschuss zu haben. (Abg. Schellhorn: Was würde der Anstand machen?) Es braucht parlamentarische Kontrolle, und wenn diese Regierung einen guten Job macht – noch einmal –, dann braucht sie sich vor Kontrolle nicht zu fürchten. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Scherak – auf einen Mitarbeiter der Parlamentsdirektion weisend, der dem Redner ein Exemplar des Antrages reicht –: Felix, lies den Antrag fertig vor!
Gemeinnützige Bauvereinigungen sind ein unverzichtbarer Eckpfeiler des Wohnungswesens, das ist wohl klar. Mit ihnen können wir es schaffen, dass jede und jeder eine leistbare Wohnung mieten oder kaufen kann. Jeder Arbeitnehmer, jede Arbeitnehmerin leistet dazu auch einen Beitrag, nämlich 14 Mal im Monat 1 Prozent des Bruttoeinkommens. Deshalb ist es wichtig, dass wir da parlamentarische Kontrolle haben und dass der Rechnungshof das auch kontrollieren kann. – Vielen Dank. (Abg. Scherak – auf einen Mitarbeiter der Parlamentsdirektion weisend, der dem Redner ein Exemplar des Antrages reicht –: Felix, lies den Antrag fertig vor!)
Beifall und Bravorufe bei den NEOS.
In diesem Sinne ist der Antrag dann auch richtig eingebracht. – Vielen Dank. (Beifall und Bravorufe bei den NEOS.)
Abg. Eypeltauer gibt dem Mitarbeiter der Parlamentsdirektion den Antrag zurück.
Präsidentin Doris Bures: Jetzt hätten wir nur gerne den Antrag wieder am Präsidium, bitte. (Abg. Eypeltauer gibt dem Mitarbeiter der Parlamentsdirektion den Antrag zurück.)
Abg. Loacker: K.-u.-k.-Hofgewerbeordnung!
Der Rechnungshof kommt in diesem Bericht auch zu dem Schluss, dass die Gewerbeordnung ein höchst komplexes Gebilde sei und die Übersicht in der Vergabe von Gewerbeberechtigungen schwer sei. – Ja, die Gewerbeordnung ist komplex. (Abg. Loacker: K.-u.-k.-Hofgewerbeordnung!) Ich habe aber volles Vertrauen in die österreichische Gewerbeverwaltung, die seit 2010 jährlich in etwa 83 000 Gewerbeanmeldungen abgewickelt hat, Tendenz in den letzten Jahren steigend, und auch ständig im Austausch mit vergleichbaren Staaten wie Deutschland und Liechtenstein auf Länderebene zusammenarbeitet.
Abg. Loacker – mit demonstrativ weit aufgerissenen Augen, sich mit den Händen an den Kopf greifend –: Wettbewerb!
Ich darf aber gerade von Deutschland aus der Praxis berichten, dass es dort eine Novelle gab, 53 Berufe zulassungsfrei gestellt wurden und Deutschland gerade erst kürzlich, mit Beginn des Jahres, wieder zurückgerudert ist, weil der leichtere Zugang dazu geführt hat, dass der Preiswettbewerb ausgebrochen ist (Abg. Loacker – mit demonstrativ weit aufgerissenen Augen, sich mit den Händen an den Kopf greifend –: Wettbewerb!) und dass weniger Lehrlinge ausgebildet wurden – bei den Raumausstatterbetrieben um 38 Prozent weniger Lehrlinge, bei den Fliesenlegern um 27 Prozent weniger. Darum hat Deutschland das wieder zurückgenommen.
Beifall bei der ÖVP.
auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihres Hauses. Wir nehmen, gemeinsam mit unserer Ministerin, unsere Arbeit und die Tatsache, dass es Luft nach oben gibt, ernst, und ich als Unternehmer bin ohnehin immer wieder aufgefordert, mich zu verbessern. Wenn am Ende auch das gelingt, dann haben wir gemeinsam das Ziel erreicht. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Genau diese Fragen sind, wenn man die Gewerbeordnung sinnvoll weiterentwickeln will, wichtig. Sie sind im Ausschuss von der zuständigen Ministerin natürlich nicht beantwortet worden, aber ich glaube, genau auf diese Fragen brauchen wir Antworten, wenn wir da eine ordentliche Reform zusammenbringen wollen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Genau solche Aktionen und Handlungen müssen in Zukunft verhindert werden. Das kann doch nicht der eigentliche Sinn des Volkswohnungswesens sein, und daher hoffe ich, dass die Empfehlungen des Rechnungshofes baldigst umgesetzt werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sie haben es jetzt ja schon öfters gehört: Wir sprechen heute über die Prüfung der Revision des gemeinnützigen Wohnbaus. Unabhängig von diesem Bericht möchte ich die Möglichkeit nützen und den Bericht zum Anlass dafür nehmen, zu sagen, wie froh wir doch sein können, dass wir in Österreich im internationalen Vergleich einen so starken gemeinnützigen Wohnbau haben. Egal ob Krise oder Hochkonjunktur, nichts ist wohnbaupolitisch ein so verlässlicher Partner in Sachen leistbarer Wohnbau wie der gemeinnützige Wohnbau. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Was wir aber im Bericht lesen, ist, dass tatsächlich Wohnungen in sehr, sehr fragwürdiger Weise weitergegeben werden, an Verwandte zum Beispiel. Es kann nicht sein – und so schaut es eben aus –, dass es sich die einen richten, während Zehntausende andere auf eine günstige Wohnung warten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich darf mein Heimatbundesland Vorarlberg in dieser Sache als Beispiel bemühen. In Vorarlberg gibt es seit 2014 landeseinheitliche, transparente und objektive Wohnungsvergaberichtlinien. Im ganzen Land gelten dieselben Wohnungsvergaberichtlinien. Die Wohnungsvergabe erfolgt nach objektiven Kriterien. Jetzt will ich überhaupt nicht sagen, dass dort alles perfekt ist, aber die Grundlage ist gut, und die Grundlage ist ein Punktesystem, das überall in Vorarlberg für alle gleich ist, das im Übrigen auch für alle Bevölkerungsgruppen gleich ist, für Österreicherinnen und Österreicher, für Eingesessene und für neu angekommene Menschen. Das traue ich mich zu sagen: Das System ist so gut – und es funktioniert immer besser –, dass man es durchaus in anderen Bundesländern als Vorbild bemühen kann. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Zudem fordert der Rechnungshof die verpflichtende Anwendung eines Corporate Governance Kodex für die gemeinnützige Wohnungswirtschaft, um dort eine verantwortungsvolle Unternehmensführung sicherzustellen. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Mit dem Wort Revolution ... man schon aufpassen!
Der 8-Punkte-Plan der Bundesregierung im Bereich Bildung ist sicher eine Revolution im Hinblick auf die digitale Schule des 21. Jahrhunderts. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Zanger: Mit dem Wort Revolution ... man schon aufpassen!) Er ist der nächste Meilenstein nach der Erfindung des Schulbuches und ein ganz wesentlicher Schritt in die richtige Richtung. Er umfasst das Portal Digitale Schule, die Vereinheitlichung bestehender Plattformen, Lehrendenfortbildung, Eduthek, Gütesiegel für Lern-Apps, den Ausbau schulischer Basis-IT-Infrastruktur und insbesondere auch digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrerinnen und Lehrer.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Im Zusammenhang mit der Digitalisierung trifft unsere Wirtschaftsministerin mit dem Aktionsplan Austria den Zahn der Zeit. Das geplante virtuelle Kaufhaus Österreich ist mit Sicherheit eine ganz wichtige Bereicherung und kann unsere heimischen Unternehmen absolut stärken. Schwächen soll es die Konzernriesen aus Übersee. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Im Bereich Cybersicherheit ist ein neues Security Quiz App entwickelt worden. Das soll speziell die jungen Generationen auf dieses wichtige Thema vorbereiten. Ich glaube, wir werden in Zukunft wieder ganz vorne sein, speziell auch beim E-Government. Bei Mobile First sind wir im internationalen Vergleich jetzt schon spitze. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Wir diskutieren einen katastrophalen Bericht zur Digitalisierung in Österreich, eine Bankrotterklärung dahin gehend, was Schramböck in den letzten Jahre nicht weitergebracht hat, und du musst herausgehen und einen derartig negativen Bericht dann noch verteidigen und uns allen erzählen, was im Bereich der Digitalisierung weitergeht. Das ist ja alles eine Schmähpartie! (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Abg. Vogl: Nur scheinbar!
Nur zwei Beispiele – reden wir offen miteinander: Stellen wir uns bitte vor, für das Jahr 2019 hätten wir schon Laptops und Tablets für alle Schulklassen bestellt gehabt. Es gibt einen gewissen Minister Faßmann, der scheinbar für Bildung zuständig ist. (Abg. Vogl: Nur scheinbar!) Einer seiner ersten Schritte war, dass Herr Faßmann gesagt hat: Nein, die Digitalisierung brauchen wir nicht! Das bestellen wir ab, das brauchen wir nicht! – Jetzt in der Krise ist er draufgekommen: Es wäre vielleicht doch schlau gewesen, wenn man Tablets gehabt hätte. Herr Faßmann hat das alles abbestellt und stellt sich heute mit Kanzler Kurz hin und sagt, er ist so froh, endlich startet die Digitalisierung in Österreich. – Jetzt wird Herr Faßmann endlich munter! Er hat die Tablets abbestellt; heute ist er munter geworden, und auf einmal gibt es Tablets in Österreich. Das ist die Digitalisierung der ÖVP in Österreich.
Heiterkeit des Redners. – Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Der zweite Punkt – da muss man ja wirklich lachen; Frau Rechnungshofpräsidentin, Sie kennen ja Ihren Bericht –: Da stellt sich Sebastian Kurz heute hin und dankt Ministerin Schramböck für die klare Digitalisierungsstrategie. (Heiterkeit des Redners. – Beifall bei SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ.) Mir fehlen die Worte! Also, was es auch alles im Hause Schramböck gibt, aber eine klare Digitalisierungsstrategie gibt es ganz offensichtlich nicht. Das liegt ja auch am Tisch, das wissen wir alle.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Ich glaube, es ist zentral, dass wir im Bereich der Digitalisierung Gas geben, dass wir miteinander besser werden. Ein zentraler Kritikpunkt, den Frau Schramböck nämlich nie verstanden hat, ist: Digitalisierung ist nicht nur Technik und Computerkurse, sondern es geht dabei um Menschen. Der Mensch steht im Mittelpunkt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Was ist mit langzeitarbeitslosen Menschen, was ist mit Weiterbildung, was ist mit einer
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Kollege Pöttinger, danke für die Mühe! Sie haben zumindest versucht, Kurz und Schramböck zu verteidigen. Danke, zumindest für den Einsatz, die Realität ist leider anders. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Präsident des Rechnungshofes! So ganz unrecht hat Kollege Kucher nicht, das muss man schon ganz ehrlich sagen. (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) Es war die erste Breitbandmilliarde, die es gegeben hat, schon ein bissel undurchsichtig, und es hat in Wahrheit keiner in den Gemeinden gewusst, was er damit machen soll und wie er zu einem Breitband kommt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Pöttinger.) – Ja, ja, ja! Ihr tut immer nur groß reden! Ja, der Hörl! Ja, du bist mir der Richtige! Das freut mich! Bring du einmal Breitband nach Ischgl, dann würden die früher von Corona wissen, Herr Kollege! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Pöttinger.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Präsident des Rechnungshofes! So ganz unrecht hat Kollege Kucher nicht, das muss man schon ganz ehrlich sagen. (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) Es war die erste Breitbandmilliarde, die es gegeben hat, schon ein bissel undurchsichtig, und es hat in Wahrheit keiner in den Gemeinden gewusst, was er damit machen soll und wie er zu einem Breitband kommt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Pöttinger.) – Ja, ja, ja! Ihr tut immer nur groß reden! Ja, der Hörl! Ja, du bist mir der Richtige! Das freut mich! Bring du einmal Breitband nach Ischgl, dann würden die früher von Corona wissen, Herr Kollege! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Frau Präsidentin! Frau Präsident des Rechnungshofes! So ganz unrecht hat Kollege Kucher nicht, das muss man schon ganz ehrlich sagen. (Zwischenruf der Abg. Rendi-Wagner.) Es war die erste Breitbandmilliarde, die es gegeben hat, schon ein bissel undurchsichtig, und es hat in Wahrheit keiner in den Gemeinden gewusst, was er damit machen soll und wie er zu einem Breitband kommt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Pöttinger.) – Ja, ja, ja! Ihr tut immer nur groß reden! Ja, der Hörl! Ja, du bist mir der Richtige! Das freut mich! Bring du einmal Breitband nach Ischgl, dann würden die früher von Corona wissen, Herr Kollege! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Abg. Gabriela Schwarz: Jetzt reicht es aber, Herr Kollege Zanger! Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Für mich stellt sich ja noch eine andere Frage. Ich möchte das Ganze jetzt ein bissel mit einem Familienausschuss verquicken, den wir gehabt haben, in dem es ja auch um diese ganzen Fakenews gegangen ist, die in der Coronazeit von der Regierung als Fakenews identifiziert wurden. Frau Minister Aschbacher hat dabei meines Erachtens schon sehr tief blicken lassen. Als sie angesprochen hat, dass diese Sachen gefiltert werden, habe ich sie gefragt, wie das genau funktioniert. Darauf sagt sie, das schaut dann im Prinzip so aus: Diese Jugendplattformen schaut man sich an und dann setzt man irgendwelche kleinen Programme hinein, sodass diese Jugendplattformen zuerst die Infos der Regierung finden. – Das finde ich kritisch, da tritt schon wieder das Dollfuß-Gen von der ÖVP zutage. (Abg. Gabriela Schwarz: Jetzt reicht es aber, Herr Kollege Zanger! Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Geh sicher, ja natürlich! Ihr wollt, dass sie ganz gezielt nur die Infos der Regierung und von eurem Basti Kurz wissen! Das ist euer Ziel! Das kann es ja nicht sein! Bitte, wo sind wir denn?! Das geht ja komplett gegen demokratische Grundrechte und gegen Meinungsfreiheit. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) – Kollege Sieber, da kannst du dich aufquargeln, wie du willst: Das ist die Wahrheit!
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Für mich stellt sich ja noch eine andere Frage. Ich möchte das Ganze jetzt ein bissel mit einem Familienausschuss verquicken, den wir gehabt haben, in dem es ja auch um diese ganzen Fakenews gegangen ist, die in der Coronazeit von der Regierung als Fakenews identifiziert wurden. Frau Minister Aschbacher hat dabei meines Erachtens schon sehr tief blicken lassen. Als sie angesprochen hat, dass diese Sachen gefiltert werden, habe ich sie gefragt, wie das genau funktioniert. Darauf sagt sie, das schaut dann im Prinzip so aus: Diese Jugendplattformen schaut man sich an und dann setzt man irgendwelche kleinen Programme hinein, sodass diese Jugendplattformen zuerst die Infos der Regierung finden. – Das finde ich kritisch, da tritt schon wieder das Dollfuß-Gen von der ÖVP zutage. (Abg. Gabriela Schwarz: Jetzt reicht es aber, Herr Kollege Zanger! Unglaublich! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Geh sicher, ja natürlich! Ihr wollt, dass sie ganz gezielt nur die Infos der Regierung und von eurem Basti Kurz wissen! Das ist euer Ziel! Das kann es ja nicht sein! Bitte, wo sind wir denn?! Das geht ja komplett gegen demokratische Grundrechte und gegen Meinungsfreiheit. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) – Kollege Sieber, da kannst du dich aufquargeln, wie du willst: Das ist die Wahrheit!
Abg. Gabriela Schwarz: Sie! Passen Sie auf, was Sie sagen!
Das ist die Kehrseite der Medaille bei der Digitalisierung. Da bin ich schon der Meinung, dass wir alle aufpassen müssen, was in diesem Land passiert. (Abg. Gabriela Schwarz: Sie! Passen Sie auf, was Sie sagen!) Wenn nur mehr ihr diktiert, was Österreich glauben
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sieber: Dollfuß geht nicht! Und Basti geht auch nicht!
darf, dann wird es kritisch! – Danke. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sieber: Dollfuß geht nicht! Und Basti geht auch nicht!)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ebenso merkt der Rechnungshof an, dass der elektronische Verkehr zwischen Behörden, BürgerInnen und Unternehmen endlich umfassend ermöglicht werden muss. Auch hierzu finden sich einige Punkte im Programm, wie etwa der Ausbau des Digitalen Amtes auf oesterreich.gv.at zur zentralen Plattform von Interaktion zwischen Behörden und BürgerInnen, die Ermöglichung weiterer Verfahren wie zum Beispiel Nebenwohnsitzmeldungen oder Verlustmeldungen oder die Ausstellung von Strafregisterauszügen auf digitalem Weg. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Digitalisierung bei der Vereinfachung von Behördenwegen, beim Klimaschutz, in der Wirtschaft, bei der Bildung sowie in vielen anderen Bereichen zu nutzen. Wir haben große Pläne, packen wir es an! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Pöttinger.
Wenn Sie sagen, wir sind Dritter, dann nehmen Sie einen einzigen Bereich aus all diesen Indizes, die es hier gibt, heraus. Wenn Sie den Querschnitt anschauen, dann sehen Sie, es ist nach wie vor katastrophal. (Zwischenruf des Abg. Pöttinger.) Man kann auch sehr schön im Rechnungshofbericht nachlesen, dass es nach 2010 eine Vielzahl von neuen Gremien gab, die gegründet wurden – IKT-Bund, Kooperationsgremien zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und Städten und so weiter –, in denen zusammengefasst und geschaut wurde, dass man weiterkommt, dass wir an die Spitzenposition, die wir 2008 gehabt haben, anschließen können. Das Problem während der letzten Regierungen war, dass alle diese Arbeitsgruppen de facto nicht mehr aktiv sind, eingeschlafen sind, sich nicht mehr treffen. Dementsprechend ist nichts weitergegangen.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Aktionsplan – und nichts ist passiert. Nichts ist passiert! Deswegen sind wir heute in genau dieser Situation. Das ist diese Showpolitik, die Sie in der Krise anwenden, die Sie aber auch in den letzten Jahren angewendet haben. Die Regierungen Kurz sind immer Showpolitik, und umgesetzt wird nichts. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben alle auf diese digitale Strategie gewartet; dann schaut man sich den Rechnungshofbericht an, was die Empfehlungen beziehungsweise die Kritikpunkte waren, warum es bisher nichts gab, was man als Digitalisierungsstrategie hätte bezeichnen können, und darin sind insbesondere drei Punkte angeführt: Es braucht Verantwortliche, um so eine Strategie zu haben, also klare Verantwortlichkeiten, wer das umsetzt. Das ist eines der Hauptprobleme, die wir momentan haben. Es braucht eine klare Finanzierung: Wer zahlt was? Genau das ist die Problematik zwischen Wien und Bund, beispielsweise, gewesen. Und: Es braucht einen Zeitplan. – Alle diese drei Punkte sind im wieder großartig in einer tollen Pressekonferenz präsentierten Digitalen Aktionsplan von Ministerin Schramböck nicht enthalten. Das ist wieder nicht die Strategie, die wir brauchen, und es ist wieder eine Bankrotterklärung des Digitalisierungsministeriums in diesem Bereich. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Wo habt ihr das Bild versorgt, das ihr abgehängt habt?
Kollegen Zanger in Richtung ÖVP, der da von einem „Dollfuß-Gen“ gesprochen hat, zurückweisen und bitte Sie, Frau Präsident, diese Aussage zu prüfen. Sie war absolut unangebracht und aus meiner Sicht nicht gerechtfertigt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Loacker: Wo habt ihr das Bild versorgt, das ihr abgehängt habt?)
Beifall bei der ÖVP.
Insgesamt beinhaltet dieser Follow-up-Bericht drei Empfehlungen, einerseits was die Beteiligung betrifft, andererseits was die Auftragswerte betrifft und natürlich betreffend die Personalbestellungen. Es gibt einen klaren Auftrag an die Kelag Wärme GmbH im operativen Bereich. Insgesamt kann man aber aus diesem Rechnungshofbericht ableiten, dass es durchaus Verbesserungen gibt und die Empfehlungen größtenteils umgesetzt wurden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.
Ich weise nur darauf hin, dass ich dem Redner sehr genau zugehört habe und den Ausdruck „Dollfuß-Gen“ natürlich gehört habe. Ich sage Ihnen aber gleichzeitig, dass dieser Ausdruck meiner Einschätzung nach nicht ordnungsrufwürdig ist, noch dazu, weil bis vor Kurzem das Porträt von Engelbert Dollfuß im ÖVP-Klub hing. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS.) Ich sehe keine Ordnungsrufwürdigkeit und wollte das auch klarstellen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Weltweit allerdings entwickelt sich der Frauenanteil bei den Botschaftsführungen noch nicht so gut, da haben wir ja jetzt auch die Zahlen bekommen. Schauen wir uns das für das nächste Jahr an, vielleicht gibt es dann wieder eine Überprüfung des Rechnungshofes, mit der man dann auch zufrieden sein kann! – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Das Thema der Digitalisierung gehört ja seit einigen Jahren schon zu den Regierungsschwerpunkten und hat jetzt – man hat nicht zuletzt durch die Coronapandemie gesehen, wie sich die Arbeitswelt und die Arbeitsweise auch im Bereich der Verwaltung verändert – einen zusätzlichen Stellenwert erfahren. Es geht um Fragen der elektronischen Identität, der IT-Sicherheit, des Umgangs mit Daten im Allgemeinen. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Allgemeiner Beifall.
Wenn es Onlineplattformen gibt, ist es für uns auch wichtig, dass die Best Practices jeder Ebene herausgezogen werden und zum Vorbild genommen werden. – Danke schön. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Obwohl der Rechnungshof auch positiv erwähnt, dass eine Vielzahl von Akteuren in die Leseförderung eingebunden ist, wird diese Tatsache bei den vorgeschlagenen Maßnahmen meiner Meinung nach nicht genügend berücksichtigt. Insgesamt sieht der Bericht aber sehr positiv aus, er sieht es auch positiv, dass das Ministerium unter Minister Faßmann viele seiner Empfehlungen bereits umsetzt. Eine erfreuliche Nachricht haben wir auch in den letzten Tagen betreffend Deutschklassen gehört: 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler können nach einem Jahr wieder am Regelunterricht teilnehmen, 32 Prozent davon brauchen eigentlich keine zusätzliche Betreuung mehr. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, wir sind sehr gut unterwegs, was die Lesekompetenz und auch die Bildung in Österreich betrifft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Dennoch ist das Lesen eine Schlüsselkompetenz, um Wissen zu erlangen, auf dem Lesen baut die Schulbildung auf. Ein Beispiel dafür, wie es gut gelingen kann, die Kinder für Bücher zu begeistern, ist das alljährliche Kinderlesefest im Wiener Rathaus. Dieses Event wird jedes Jahr von Tausenden Kindern regelrecht gestürmt. (Beifall bei der SPÖ.) Sie können sich dann drei Bücher aussuchen. Heuer wurde dieses Fest aufgrund von Corona mobil gemacht. Das heißt, die Schulen können bestellen und die Bücher werden in die Schulen geliefert. Dieses Lesefest versteht sich als Leseförderung der anderen Art und möchte das Lesen als positives Erlebnis darstellen.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Das Wichtigste ist natürlich die Förderung zu Hause, vorleben ist einfach die beste Möglichkeit der Förderung. Man muss aber, glaube ich, auch ganz klar sagen: Sie werden lange Eltern suchen, die nicht wollen, dass ihre Kinder flüssig lesen können, aber sie werden genug Eltern finden, die nach der Arbeit nicht mehr die Kraft haben oder selbst auch nicht die Voraussetzungen haben, um die Kinder ausreichend zu fördern. Daher ist da der Staat, die Schule und die Gemeinschaft gefordert, um das zu unterstützen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
(Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Hoyos-Trauttmansdorff und Künsberg Sarre.
Wer wird denn da unterrichten? Wer werden die Lehrer sein? Wie werden diese Lehrer ausgebildet werden? Wie wird unterrichtet? Was sind die Bildungsziele? Was soll erreicht werden? Was soll vermittelt werden? Wie sehen die Lehrpläne tatsächlich aus? Das sind Ankündigungen über Ankündigungen, aber keine Antworten und viel mehr Fragen als vorher. Es geht tatsächlich um die schwarz-grüne Show. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Hoyos-Trauttmansdorff und Künsberg Sarre.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dieses große Projekt ist gerade im Finalisierungsstadium, und da werden wir drauf schauen – und das ist ein Versprechen, das ich abgebe –, dass das kein Beschämungs- und Selektionsinstrument für Kinder in der Schule wird, sondern die Grundlage für individuelle Förderpläne, damit jedes Kind ganz sicher sein Potenzial voll ausschöpfen kann. – Das nehme ich mit. Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Die Richtung passt ...!
Was ist das für ein Text? – Das ist ein kurzer Auszug eines Lesekompetenzbeispiels aus der Pisa-Studie, und wir wissen ja aus den Ergebnissen der Pisa-Studie, dass gut ein Viertel der 15-Jährigen nicht sinnerfassend lesen kann. Was heißt das für das Hohe Haus hier? – Wenn man dieses Viertel runterbricht, dann sind das circa 45 Abgeordnete – ich schaue mal in diese Richtung (in Richtung ÖVP blickend) –; es sind leider, glaube ich, nicht 45 da, aber Sie alle könnten diesen Text nicht sinnerfassend verstehen. (Abg. Leichtfried: Die Richtung passt ...!)
in Richtung Abg. Taschner
Die Lesekompetenzzahlen sind auch deswegen so wichtig, weil sie uns klarmachen, dass rund ein Viertel der 15-Jährigen so wichtige Informationen wie beispielsweise zum Coronavirus nicht sinnerfassend verstehen und dementsprechend auch nicht umsetzen können, was sie zu tun haben. Da helfen der Bundesregierung Grün und Türkis auch die besten und teuersten Grafiken oder Hochglanzbroschüren nichts, wenn so viele Menschen in Österreich diese nicht lesen können. Sie (in Richtung Abg. Taschner) finden es
in Richtung Abg. Taschner
Also uns NEOS blutet das Herz – Sie (in Richtung Abg. Taschner) lachen immer noch – und ich hoffe, anderen blutet bei diesen Zahlen auch das Herz. Für uns NEOS steht Bildung seit dem Anfang an oberster Stelle, weil wir glauben, dass Bildung ein Türöffner, ein Schlüssel für alles ist; für ein selbsterfülltes Leben, für die persönliche Entfaltung, für eine gute Ausbildung, für ein gutes Erwerbsleben und auch für ein gesünderes, bewussteres Leben. Durch Bildung kann man überhaupt erst einmal am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilhaben und – da schaue ich jetzt in Richtung der Grünen, und das wissen Sie alle auch schon sehr lange, oder wir wissen es alle schon sehr lange – Bildung ist auch ein Schlüssel zu einer besser gelingenden Integration. Was dieses Thema anbelangt, erwarte ich mir auch von Ihrer Richtung deutlich mehr Schritte in Richtung Türkis.
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte mich beim Rechnungshof für diesen richtig gut gemachten und sehr, sehr ausführlichen Bericht bedanken. Ich glaube, die Bundesregierung kann da sehr, sehr viele Maßnahmen umsetzen, und ich glaube, Sie sollte das rasch tun. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kühberger: ... Deutschförderklassen ... ja!
in Österreich betrifft.“ – Ich glaube das nicht (Abg. Kühberger: ... Deutschförderklassen ... ja!), und ich glaube, wir sollten uns auch nicht damit zufriedengeben, wenn wir wissen – das haben ja auch andere Vorrednerinnen und Vorredner schon gesagt –, dass jeder sechste Jugendliche in diesem Land nicht sinnerfassend lesen kann. Da kann man wohl nicht sagen, dass wir mit der Lesekompetenz in diesem Land gut unterwegs sind, sondern ich glaube, dass es notwendig ist, dass wir uns alle miteinander überlegen, wie wir diese Situation verbessern. Ich glaube auch nicht, dass man sich damit zufriedengeben sollte, dass man sagt, man hat es jetzt in einem Jahr geschafft, vom mittleren Feld der OECD in den Durchschnitt der OECD gekommen zu sein, weil ich erstens einmal nicht glaube, dass wir uns mit dem Durchschnitt zufriedengeben sollten, und wir uns zweitens vielleicht einmal noch anschauen sollten, ob nicht der Durchschnitt gesunken ist und das der Grund war, warum Österreich auch in den Durchschnitt aufgestiegen ist. (Zwischenruf des Abg. Kühberger.)
Zwischenruf des Abg. Kühberger.
in Österreich betrifft.“ – Ich glaube das nicht (Abg. Kühberger: ... Deutschförderklassen ... ja!), und ich glaube, wir sollten uns auch nicht damit zufriedengeben, wenn wir wissen – das haben ja auch andere Vorrednerinnen und Vorredner schon gesagt –, dass jeder sechste Jugendliche in diesem Land nicht sinnerfassend lesen kann. Da kann man wohl nicht sagen, dass wir mit der Lesekompetenz in diesem Land gut unterwegs sind, sondern ich glaube, dass es notwendig ist, dass wir uns alle miteinander überlegen, wie wir diese Situation verbessern. Ich glaube auch nicht, dass man sich damit zufriedengeben sollte, dass man sagt, man hat es jetzt in einem Jahr geschafft, vom mittleren Feld der OECD in den Durchschnitt der OECD gekommen zu sein, weil ich erstens einmal nicht glaube, dass wir uns mit dem Durchschnitt zufriedengeben sollten, und wir uns zweitens vielleicht einmal noch anschauen sollten, ob nicht der Durchschnitt gesunken ist und das der Grund war, warum Österreich auch in den Durchschnitt aufgestiegen ist. (Zwischenruf des Abg. Kühberger.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich möchte aber, weil ich das wirklich sehr interessant finde, auch als Niederösterreicher, zu einem Teil im Rechnungshofbericht kommen, der die Frage der Schulbibliotheken betrifft. Ich habe das ganz, ganz spannend gefunden und muss fairerweise sagen, das habe ich so auch nicht gewusst. In Niederösterreich gibt es zum Beispiel in nur 46 Prozent der Volksschulen und in nur 76 Prozent der neuen Mittelschulen Schulbibliotheken. Wir haben diese Diskussion auch schon im Rechnungshofausschuss geführt, auch mit dem zuständigen Minister, und da war ich schon ein bisschen verwundert, als wir ihn auf das angesprochen haben, und seine erste Reaktion eine formale war, nämlich zu sagen: Ich bin dafür nicht zuständig, für die Schulbibliotheken sind die Schulerhalter zuständig. – Formalrechtlich, hinsichtlich des Föderalismus hat er natürlich recht, aber ich würde mir von einem politisch Verantwortlichen, nämlich vom obersten Bildungsverantwortlichen der Republik, schon erwarten, dass er sich für die Lesekompetenz zuständig fühlt, dass er sich auch zuständig fühlt, wenn es in Schulen keine ausreichende Ausstattung gibt, dass er das zum Thema macht und diskutiert und sich in diesem Bereich auch engagiert. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
In diesem Sinne glaube ich, dass es ganz, ganz wichtig wäre, dass wir gemeinschaftlich – über Parteigrenzen hinweg – anerkennen, dass es da wirklich Schwächen gibt, und dass wir gleichzeitig den Föderalismus sein lassen und nicht über Zuständigkeiten debattieren, sondern darüber, wie wir die Lesekompetenz unserer Kinder stärken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Kollross: Ein Mal positiv!
Abgeordneter Wolfgang Zanger (FPÖ): Herr Präsident! Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Ja, Frau Kollegin Hamann hat völlig recht, dieses Problem liegt schon länger zurück, schon zig Jahre, und zwar mindestens zwölf, und davon haben wir elf Jahre sozialistische Bildungsministerinnen gehabt; Frau Schmied, Frau Heinisch-Hosek – sitzt eh heute noch da – und Frau Hammerschmid – sitzt heute auch noch da. (Abg. Kollross: Ein Mal positiv!) – Und das ist das ganze Dilemma.
Abg. Leichtfried: Jetzt tust den Faßmann verteidigen? Das brauchst aber auch nicht!
Woher kommt denn die Analyse des Rechnungshofes, dass die Lesekompetenz trotz weniger Schüler unterdurchschnittlich ist, dass die Lehrpläne schlecht sind, dass es keine konkreten Lehrzielniveaus gibt (Abg. Leichtfried: Jetzt tust den Faßmann verteidigen? Das brauchst aber auch nicht!), dass der Grundsatzerlass für Leseerziehung nicht praxisnah ist? Woher kommt denn das? – Elf Jahre sozialistische Bildungsministerinnen; und jetzt gendere ich sogar für dich, Kollege Leichtfried! (Abg. Kucharowits: Geh bitte!) Es gibt keine strukturierten Konzepte für den Leseunterricht. Das sind elf
Abg. Kucharowits: Geh bitte!
Woher kommt denn die Analyse des Rechnungshofes, dass die Lesekompetenz trotz weniger Schüler unterdurchschnittlich ist, dass die Lehrpläne schlecht sind, dass es keine konkreten Lehrzielniveaus gibt (Abg. Leichtfried: Jetzt tust den Faßmann verteidigen? Das brauchst aber auch nicht!), dass der Grundsatzerlass für Leseerziehung nicht praxisnah ist? Woher kommt denn das? – Elf Jahre sozialistische Bildungsministerinnen; und jetzt gendere ich sogar für dich, Kollege Leichtfried! (Abg. Kucharowits: Geh bitte!) Es gibt keine strukturierten Konzepte für den Leseunterricht. Das sind elf
Abg. Leichtfried: Aber den Faßmann musst nicht verteidigen!
Jahre sozialistische Bildungspolitik! (Abg. Leichtfried: Aber den Faßmann musst nicht verteidigen!) Und dann wundert man sich, dass wir vor zwölf Jahren draufgekommen sind, dass es wichtig wäre, zuerst Deutsch zu lernen und dann in die Schule zu gehen, denn in dieser Zeit, in der nichts passiert ist, in der es keine Leseförderung für die Ausländerkinder gegeben hat, haben unsere natürlich auch gelitten – das ist ja wohl logisch!
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Dem habt ihr euch aber immer verweigert und seid wichtig aus der Kiste gesprungen, wenn man etwas gesagt hat. Und jetzt stellt sich Kollross her und tut so (die Hände zusammenschlagend): Ja, na, das haben wir alles, und innerhalb von einem Jahr kann das ja nicht so signifikant besser geworden sein! – Wenigstens ist einmal etwas passiert mit diesen Schulklassen – zuerst einmal Deutsch unterrichten und dann in die Schule gehen! (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Es ist etwas passiert! Siehst du das nicht einmal, Kollege? Und wenn du schon von deinen Schulbibliotheken redest: Ich bin völlig bei dir, aber schau einmal rein, was da drinnen steht, ob man da qualitative Lektüre findet, etwas, das für die Kinder und Jugendlichen interessant ist, oder irgendeinen Schund! Das würde ich auch empfehlen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kollross: Ja, diskutieren wir drüber!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kollross: Ja, diskutieren wir drüber!
Dem habt ihr euch aber immer verweigert und seid wichtig aus der Kiste gesprungen, wenn man etwas gesagt hat. Und jetzt stellt sich Kollross her und tut so (die Hände zusammenschlagend): Ja, na, das haben wir alles, und innerhalb von einem Jahr kann das ja nicht so signifikant besser geworden sein! – Wenigstens ist einmal etwas passiert mit diesen Schulklassen – zuerst einmal Deutsch unterrichten und dann in die Schule gehen! (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Es ist etwas passiert! Siehst du das nicht einmal, Kollege? Und wenn du schon von deinen Schulbibliotheken redest: Ich bin völlig bei dir, aber schau einmal rein, was da drinnen steht, ob man da qualitative Lektüre findet, etwas, das für die Kinder und Jugendlichen interessant ist, oder irgendeinen Schund! Das würde ich auch empfehlen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kollross: Ja, diskutieren wir drüber!)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Im Übrigen glaube ich, dass es auch darum geht, die Kinder und Jugendlichen zum Lesen zu motivieren. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Das ist nicht nur die Pflicht der Lehrer, das ist auch die Pflicht der Eltern. Und da kommt auch wieder ihr ins Spiel: Ihr lasst den Eltern keine Zeit mehr für die Kinder! Nein, die Kinder werden in irgendeine Betreuungseinrichtung abgeschoben, und das haben wir jetzt davon. (Abg. Kollross: Kann dem irgendjemand sagen, dass es nicht mehr Schwarz-Blau gibt? Der hat sich die falsche Rede mitgenommen! – Heiterkeit bei der SPÖ.) – Ja, ja, ja!
Abg. Kollross: Kann dem irgendjemand sagen, dass es nicht mehr Schwarz-Blau gibt? Der hat sich die falsche Rede mitgenommen! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Im Übrigen glaube ich, dass es auch darum geht, die Kinder und Jugendlichen zum Lesen zu motivieren. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Das ist nicht nur die Pflicht der Lehrer, das ist auch die Pflicht der Eltern. Und da kommt auch wieder ihr ins Spiel: Ihr lasst den Eltern keine Zeit mehr für die Kinder! Nein, die Kinder werden in irgendeine Betreuungseinrichtung abgeschoben, und das haben wir jetzt davon. (Abg. Kollross: Kann dem irgendjemand sagen, dass es nicht mehr Schwarz-Blau gibt? Der hat sich die falsche Rede mitgenommen! – Heiterkeit bei der SPÖ.) – Ja, ja, ja!
Ruf bei der SPÖ: Aber gleich nach dem Krieg!
Eines sage ich auch gleich noch dazu: Schreiben und Lesen gehören zusammen, das bedingt einander. Früher einmal – ich kann mich erinnern – haben wir ein Fach in der Schule gehabt, das sich Schönschreiben genannt hat. (Ruf bei der SPÖ: Aber gleich nach dem Krieg!) Durch das Schönschreiben sind wir auch zum Lesen motiviert worden, weil man sich das dann gerne angeschaut hat. (Abg. Kucharowits: Geh bitte!) Ich weiß nicht, ob das heute noch möglich sein wird, aber gescheit wäre es auf alle Fälle, weil das, was die Jugendlichen heute hinkraxeln, kann keine Sau mehr - -, kein Mensch mehr lesen. (Ruf: Erstaunlich!)
Abg. Kucharowits: Geh bitte!
Eines sage ich auch gleich noch dazu: Schreiben und Lesen gehören zusammen, das bedingt einander. Früher einmal – ich kann mich erinnern – haben wir ein Fach in der Schule gehabt, das sich Schönschreiben genannt hat. (Ruf bei der SPÖ: Aber gleich nach dem Krieg!) Durch das Schönschreiben sind wir auch zum Lesen motiviert worden, weil man sich das dann gerne angeschaut hat. (Abg. Kucharowits: Geh bitte!) Ich weiß nicht, ob das heute noch möglich sein wird, aber gescheit wäre es auf alle Fälle, weil das, was die Jugendlichen heute hinkraxeln, kann keine Sau mehr - -, kein Mensch mehr lesen. (Ruf: Erstaunlich!)
Ruf: Erstaunlich!
Eines sage ich auch gleich noch dazu: Schreiben und Lesen gehören zusammen, das bedingt einander. Früher einmal – ich kann mich erinnern – haben wir ein Fach in der Schule gehabt, das sich Schönschreiben genannt hat. (Ruf bei der SPÖ: Aber gleich nach dem Krieg!) Durch das Schönschreiben sind wir auch zum Lesen motiviert worden, weil man sich das dann gerne angeschaut hat. (Abg. Kucharowits: Geh bitte!) Ich weiß nicht, ob das heute noch möglich sein wird, aber gescheit wäre es auf alle Fälle, weil das, was die Jugendlichen heute hinkraxeln, kann keine Sau mehr - -, kein Mensch mehr lesen. (Ruf: Erstaunlich!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Gute Rede! – Abg. Eypeltauer: Erstaunlich!
Noch etwas würde mich interessieren, nämlich ob es in dieser Lesegeschichte ein Stadt-Land-Gefälle gibt, weil mir eines auffällt: In den ländlichen Schulen, wo wir noch nicht so hohe Ausländeranteile bei den Kindern haben, sind die wesentlich besser drauf als die ganzen Stadtkinder, und das ist schade. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lausch: Gute Rede! – Abg. Eypeltauer: Erstaunlich!)
Heiterkeit und Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS): Herr Präsident! Frau Präsidentin! Es ist jetzt nicht ganz einfach, hier wieder irgendwie Ordnung reinzubringen, Herr Kollege Zanger. (Heiterkeit und Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen.) Sie mögen ja mit Teilen Ihrer Kritik recht haben, aber ich glaube, die Ausdrucksweise ist trotzdem nicht unbedingt angebracht gewesen, und es war auch nicht einfach, Ihnen zu folgen. Sei’s drum!
Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Hammerschmid und Kollross.
Wir befinden uns in einer Zeit, in der es für junge Menschen nicht einfach sein wird, in Zukunft einen Job zu kriegen. Wir befinden uns in einer Zeit, in der wir enorm viele Arbeitslose haben, in der es darüber hinaus massive Probleme gibt, junge Menschen weiterzubringen. Genau in dieser Zeit müssen wir Maßnahmen setzen, um jungen Menschen das Handwerkszeug für die Zukunft zu geben, und eine Basis dafür ist natürlich das Lesen. (Beifall bei den NEOS sowie der Abgeordneten Hammerschmid und Kollross.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Ich möchte auch noch den Ressourceneinsatz ansprechen. Für den schulischen Erfolg ist es wichtig, dass ausreichend Unterrichtszeit zur Verfügung steht. Das versteht sich, glaube ich, von selbst. Wir haben festgestellt, dass es 2003 zu einer Kürzung der Wochenstunden kam, die Auswirkungen aber nicht analysiert wurden. Wir haben auch festgestellt, dass der Ressourceneinsatz – gerade in den Volksschulen – unter dem OECD-Schnitt liegt. Es ist daher noch einmal angebracht, zu evaluieren, ob diese Stundenkürzungen eventuell Auswirkungen auf die Grundkompetenzen der Schülerinnen und Schüler haben. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Leichtfried: Das ist wie wenn man ...!
Es gibt vielleicht drei Kriterien bei der Wahl des richtigen Studiums, die ich erwähnen möchte und auf die man achten sollte. Das eine Kriterium ist die Eignung für dieses Studium, das zweite Kriterium ist die Neigung zu diesem Studium, und das dritte Kriterium ist der Bedarf, also dass dieses Studium tatsächlich eines ist, das in Zukunft auf zukunftsweisende Arbeit und auf eine erfolgreiche Arbeit hinzielt. (Abg. Leichtfried: Das ist wie wenn man ...!) Den öffentlich interessanten Bereich, den Bedarf, darf ich als Erstes erwähnen, vor Eignung und Neigung – das ist der privat interessante Bereich –, und alle diese drei Kriterien sind ja nicht unabhängig voneinander, sondern sind ineinander verwoben.
Abg. Leichtfried – auf Abg. Vogl deutend –: Wir haben ein Genie unter uns! Wobei es nicht immer einfach mit ihm ist, das muss man sagen!
Es ist wirklich sehr stark zu fördern, den jungen Damen und Herren darzustellen, dass es auf der einen Seite die Mint-Fächer gibt, die wesentlich zu studieren sind, und dass, sobald irgendwie Eignung und Neigung vorhanden sind, unbedingt dieses Studium zu ergreifen ist, auf der anderen Seite aber die Humanities nicht zu vergessen, denn hinter dem Ingenieur – das Wort kommt ja von Genie – steckt mehr, als nur Techniker des Wissens zu sein, sondern da steckt - - (Abg. Leichtfried – auf Abg. Vogl deutend –: Wir haben ein Genie unter uns! Wobei es nicht immer einfach mit ihm ist, das muss man sagen!) – Ja, bitte, selbstverständlich! Also dann wissen Sie, welche Bedeutung Sie in Ihrem Studium erlangt haben. Man lernt mehr in der Mathematikvorlesung, das ist in den Ingenieurvorlesungen die geisteswissenschaftliche Vorlesung schlechthin. Also Sie lernen da mehr von der Welt als nur, dass Sie Techniker sind, um einen Fortschritt nach dem nächsten zu erzielen – klein, klein –, sondern Sie sind wirklich überblickend.
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Das ist sehr klug vorbereitet worden. Frau Kollegin Hammerschmid, das Bessere ist da der Feind des Guten. Wir machen es wirklich besser als es vorher, vor drei, vier, fünf Jahren, geplant war. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Wir werden mit den digitalen Geräten die Neigung der Kinder hervorrufen und die digitalen Geräte aber auch mit den Humanities, von denen ich gesprochen habe, verbinden. Es wird also nicht nur das Digitale allein sein, sondern dieses wird mit dem geisteswissenschaftlichen Umfeld verbunden werden, damit wir dann die jungen Leute haben, die nach der Matura zur Hochschülerschaft hingehen oder in die Institute gehen oder sich vom Ministerium beraten lassen, was die Frage betrifft: Was für ein Studium soll ich ergreifen?, und die dann wissen, dass dieses Studium für sie das richtige ist, weil sie gut vorbereitet worden sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist sehr klug vorbereitet worden. Frau Kollegin Hammerschmid, das Bessere ist da der Feind des Guten. Wir machen es wirklich besser als es vorher, vor drei, vier, fünf Jahren, geplant war. (Zwischenruf des Abg. Kollross.) Wir werden mit den digitalen Geräten die Neigung der Kinder hervorrufen und die digitalen Geräte aber auch mit den Humanities, von denen ich gesprochen habe, verbinden. Es wird also nicht nur das Digitale allein sein, sondern dieses wird mit dem geisteswissenschaftlichen Umfeld verbunden werden, damit wir dann die jungen Leute haben, die nach der Matura zur Hochschülerschaft hingehen oder in die Institute gehen oder sich vom Ministerium beraten lassen, was die Frage betrifft: Was für ein Studium soll ich ergreifen?, und die dann wissen, dass dieses Studium für sie das richtige ist, weil sie gut vorbereitet worden sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
und vor allem auch in der Abrechnung. Ich glaube, das sind fundierte Empfehlungen, die man beherzigen sollte. Es geht schließlich darum, öffentliche Gelder sinnvoll und zielgerichtet in die Beratung beginnender, angehender Studentinnen und Studenten zu investieren, zum Wohle der StudentInnen. Ich glaube, diese haben es sich verdient, wirklich gut informiert zu sein, um für sich eine gute Entscheidung treffen zu können. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Der Kollege Zanger könnte sich jetzt wieder der ÖVP zuwenden! – Ruf bei der FPÖ: Das wäre euch lieber! – Abg. Zanger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Lieber Kollege Leichtfried, danke für deine Vorgaben, aber ich wende mich jetzt der Frau Präsidentin zu! Das ist mir lieber als ihr alle miteinander! – Rufe bei der SPÖ: Uns auch!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Wolfgang Zanger. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Der Kollege Zanger könnte sich jetzt wieder der ÖVP zuwenden! – Ruf bei der FPÖ: Das wäre euch lieber! – Abg. Zanger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Lieber Kollege Leichtfried, danke für deine Vorgaben, aber ich wende mich jetzt der Frau Präsidentin zu! Das ist mir lieber als ihr alle miteinander! – Rufe bei der SPÖ: Uns auch!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine fast philosophische Rede! Fast!
Das ist ein Gedanke, den ich mitgeben möchte. Das ist sicher nicht ganz einfach, aber halt einmal so dahingedacht, und man darf ja auch einmal philosophieren. – Danke schön, Frau Präsidentin. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt eine fast philosophische Rede! Fast!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ceterum censeo: Die Windisch-Kaserne soll in Richard-Wadani-Kaserne umbenannt werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Dementsprechend ist es wichtig, dass es klare Transparenzregeln gibt. Ich hoffe und glaube, dass dieser Rechnungshofbericht ein gutes Beispiel und ein erster Schritt in diese Richtung war. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Alles in allem glaube ich, dass hier gute Arbeit geleistet wird. Ich möchte mich bei Ihnen, Frau Präsidentin, auch für die umfassende Arbeit bedanken. Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
damit diese von Ihnen angesprochenen Empfehlungen umgesetzt werden. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Einen Dank an den Rechnungshof, an Sie, Frau Präsidentin, an Ihre Mitarbeiter: Dies ist eine wichtige Sache, damit man sieht, was da schiefläuft, und ich hoffe, dass bei der nächsten Überprüfung ein besseres Ergebnis und ein besseres Bild für die Universitäten Wien und Innsbruck herauskommen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Zu Recht hat der Rechnungshof moniert, dass dieser Entscheidungsprozess und die Auswahlkriterien nicht nachvollziehbar sind. Ich glaube, es ist wichtig, dass in solch einem wichtigen Gremium, einem De-facto-Aufsichtsrat einer Universität klar ist, wer dafür nominiert wird und warum. Laut Stellungnahme des Ministeriums ist die Dokumentation der Auswahlentscheidungen gesetzlich nicht erforderlich. Ich hoffe, dass es im Herbst eine Novelle des UG 2002 gibt, und ich erwarte mir hier in Bezug auf die Qualifikation und Bestellung der Universitätsräte eine klare Nachschärfung. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Es muss auch unser Ziel sein, dass es weiter zu Verbesserungen in der Studienwahlberatung kommt. Gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung wird es entscheidend sein, dass wir die jungen Menschen bei der Auswahl möglichst gut unterstützen, damit sie auch schnellstmöglich in den Arbeitsmarkt kommen. Dafür müssen wir natürlich – mein Kollege Rudi Taschner hat es angesprochen – auch berücksichtigen, die Menschen in jenen Bereichen auszubilden, in denen sie im wirtschaftlichen Kreislauf dann später auch gebraucht werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Darum ist für mich klar, man macht am besten das, was man gern macht, und darum müssen wir die jungen Menschen auch genau dorthin bringen. Darum ist es auch wichtig und richtig, dass wir weiter in die Berufs- und Studienorientierung investieren und sie laufend verbessern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Minister Heinz Faßmann, an Rudi Taschner, an Eva Blimlinger, an Agnes Totter und einige andere, die im Hochschulbereich tätig sind. Vivat academia, vivant professores! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.
Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung des Rechnungshofes im Rahmen der Debatte und für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich zeige wirklich gerne klar auf, wie hier mit Anträgen der Opposition und auch mit guten und mit sachlichen Ideen umgegangen wird, und nenne es nicht wenig wertschätzend, sondern ich nenne es Zynismus. Der von uns eingebrachte Antrag wurde im Oberösterreichischen Landtag einstimmig beschlossen. Vielleicht könnten ja unsere Regierungsparteien diesem Umgang miteinander etwas abgewinnen und das in die künftige Ausschussarbeit einfließen lassen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Es ist mir wichtig, abschließend festzuhalten, dass von der genderbasierten Medizin ja nicht nur Frauen profitieren würden. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Ich habe auch gerade eine E-Mail von einer Zuseherin bekommen, die meint, es ist erstens bei unseren Themen nicht viel los im Saal und zweitens ein relativer hoher Geräuschpegel. Ich finde es ein bisschen schade, dass Gleichstellungsthemen, Frauenthemen anscheinend auch hier im Raum so wenig Beachtung finden, dass das von den Zuseherinnen draußen bemerkt wird. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Loacker: Viel macht der Anschober, das ist auch nicht besser!
Sehr geehrte Damen und Herren! Leider gehen die Ankündigungen in die nächste Runde, und es bleibt bei Ankündigungen. – Frau Bundesministerin, diesen Vorwurf kann ich Ihnen nicht ersparen. Ich habe mir erlaubt, vor meiner Rede zu schauen, wie viele Aussendungen Sie gemacht oder Interviews Sie gegeben haben, seit Sie Ministerin sind. Also viel habe ich nicht gefunden. (Abg. Loacker: Viel macht der Anschober, das ist auch nicht besser!) Sie haben zu Ihrer Auffassung von Integration einiges gemacht, Sie haben sich, glaube ich, als Kultusministerin mit der Bischofskonferenz oder mit Herrn Kardinal Schönborn zusammengesetzt. Ich glaube, es gab eine Pressekonferenz mit Kollegin Aschbacher. Gerade jetzt, in Zeiten der Arbeitslosigkeit, in denen Frauen ja besonders betroffen sind – wir haben heute schon davon geredet –, habe ich nichts von Ihnen gehört. Es gibt eine letzte OTS, in der Sie den Familienhärtefonds loben und sagen: Großartig, Alleinerzieherinnen kriegen jetzt 100 Euro für die Kinder drauf, wenn sie wenig verdienen; großartig, Alleinerzieherinnen kriegen über drei Monate 50 Euro pro Kind aus dem Familienhärtefonds. – Ich weiß nicht, ob das genug ist, Frau Ministerin.
Heiterkeit und Widerspruch bei der ÖVP. – Beifall bei der SPÖ.
Da jetzt hier ein Antrag vorliegt (besagten Antrag in die Höhe haltend) darf ich Ihnen auch erzählen, dass letzte Woche die erste Sitzung des Gleichbehandlungsausschusses seit über einem Jahr stattgefunden hat – die allerletzte Zusammenkunft haben wir davor am 12. März 2019 gehabt. Wir wollten mit der vorigen Ministerin noch im Mai des Vorjahres etwas machen, das ist nicht zustande gekommen, denn dann hat Sebastian Kurz die Regierung gesprengt. (Heiterkeit und Widerspruch bei der ÖVP. – Beifall bei der SPÖ.) – Siehst du, das stimmt, Sie bestätigen es, ja! Sie haben es soeben bestätigt, super!
Abg. Pfurtscheller: Genau!
Jetzt, am 9. Juni, hat es gnädigerweise eine Sitzung des Gleichbehandlungsausschusses gegeben, in der wir 19 Tagesordnungspunkte verhandelt haben und Sie zu einem Trick gegriffen haben, der mir nicht gut gefällt: Sie haben zu vier Anträgen von uns Oppositionsparteien eigene Anträge eingebracht, damit Sie unsere ablehnen und Ihre eigenen durchsetzen können. (Abg. Pfurtscheller: Genau!) – Das ist nicht die feine englische Art, wie man Themen am Leben erhält, wenn dann mit sehr abgeschlankten beziehungsweise sehr breiten Wischiwaschianträgen unsere wirklich guten Anträge sozusagen kontaminiert wurden.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schmidhofer: Sie sind grantig, weil Sie nicht mehr Ministerin sind! – Ruf bei der SPÖ: Ah so!
Also wenn das die Arbeit ist, die Sie sich für und mit Frauen und mit uns Parlamentarierinnen vorstellen, dann sage ich Ihnen, Sie sind auf dem Holzweg. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schmidhofer: Sie sind grantig, weil Sie nicht mehr Ministerin sind! – Ruf bei der SPÖ: Ah so!)
Abg. Schmidhofer: Dass die Frau Kollegin grantig ist, weil sie nicht mehr Ministerin ist! – Ruf bei der SPÖ: Na, bravo! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, könnten Sie den Zwischenruf wiederholen? (Abg. Schmidhofer: Dass die Frau Kollegin grantig ist, weil sie nicht mehr Ministerin ist! – Ruf bei der SPÖ: Na, bravo! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Dann habe ich mich verhört.
Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Es geht um die Auswirkungen der Coronakrise auf Frauen, und eine Auswirkung dieser Krise darf nicht sein, dass Frauen in diesem Land konsequenzenlos von Politikern sexistisch beschimpft werden können (Beifall bei Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ) – aber der Reihe nach.
Abg. Loacker: Von wem ist das der Koalitionspartner?
Am 4. Juni fällt der stellvertretende Landeshauptmann von Tirol Josef Geisler der Gewässerschutzsprecherin des WWF Marianne Götsch wiederholt ins Wort und bezeichnet sie als „widerwärtiges Luder“. Er weiß nicht, dass er gefilmt wird. (Abg. Loacker: Von wem ist das der Koalitionspartner?) Der massiven Kritik an seiner frauenverachtenden Äußerung folgt eine Presseaussendung Geislers. (Zwischenruf des Abg. Bösch.) Er entschuldigt sich, stellt aber gleichzeitig den Vorfall falsch dar und behauptet, die WWF-Sprecherin sei ihm ins Wort gefallen. – Das Video beweist das Gegenteil.
Zwischenruf des Abg. Bösch.
Am 4. Juni fällt der stellvertretende Landeshauptmann von Tirol Josef Geisler der Gewässerschutzsprecherin des WWF Marianne Götsch wiederholt ins Wort und bezeichnet sie als „widerwärtiges Luder“. Er weiß nicht, dass er gefilmt wird. (Abg. Loacker: Von wem ist das der Koalitionspartner?) Der massiven Kritik an seiner frauenverachtenden Äußerung folgt eine Presseaussendung Geislers. (Zwischenruf des Abg. Bösch.) Er entschuldigt sich, stellt aber gleichzeitig den Vorfall falsch dar und behauptet, die WWF-Sprecherin sei ihm ins Wort gefallen. – Das Video beweist das Gegenteil.
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Am nächsten Tag erklärt das Büro von Geisler, der Ausdruck Luder sei nicht zwingend negativ und in keiner Weise frauenfeindlich gemeint. Ja wie denn sonst, sehr geehrte Damen und Herren?! Wie denn sonst? (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS.
Als Frauensprecherin meiner Fraktion bin ich entsetzt über den Umgang der Tiroler ÖVP mit dem Sager ihres stellvertretenden Landeshauptmanns. Geislers Aussage und dieser Umgang seiner Partei mit dem Vorfall belegen ganz eindeutig: Die Tiroler ÖVP hat ein Problem mit Sexismus. Es ist so. (Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS.)
Abg. Kickl: Die Frau Minister wird dann darauf eingehen!
Garniert wird das Ganze dann noch mit einer medienwirksam platzierten Nebelgranate, nämlich der Neuwahldrohung Richtung Koalitionspartner, und Platter spricht von grünen „Koalitionsgefährdern“. Das eigentliche Problem, der sexistische Sager von Geisler, soll so banalisiert und in den Hintergrund gerückt werden. (Abg. Kickl: Die Frau Minister wird dann darauf eingehen!) Medien springen auf und diskutieren über die Grünen.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Dieser Definition folgend: Wenn ein Politiker eine politische Aktivistin als „widerwärtiges Luder“ bezeichnet, ja selbstverständlich beleidigt und beschimpft er sie dann! Ja was denn sonst?! Das steht ja nicht zur Diskussion. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.) Und selbstverständlich disqualifiziert er sich mit einem solchen Verhalten für ein politisches Amt.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Sexistische Verbalattacken sind keine bedauerliche Entgleisung oder irgendein komischer Einzelfall, mit dem man keine Freude hat. Dahinter steht ein entsprechend frauenfeindliches, sexistisches Weltbild, und ein solches hat in der Politik nichts verloren – nichts! (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Das sieht übrigens auch die ehemalige ÖVP-Frauenministerin so. Maria Rauch-Kallat hat Geisler nahegelegt, er müsse sich überlegen, ob er auf dem richtigen Platz sei. – Aber ehrlich, sehr geehrte Damen und Herren, was gibt es denn da noch zu überlegen? (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Was gibt es da zu überlegen? (Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS.
Das sieht übrigens auch die ehemalige ÖVP-Frauenministerin so. Maria Rauch-Kallat hat Geisler nahegelegt, er müsse sich überlegen, ob er auf dem richtigen Platz sei. – Aber ehrlich, sehr geehrte Damen und Herren, was gibt es denn da noch zu überlegen? (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Was gibt es da zu überlegen? (Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS.)
Abg. Heinisch-Hosek: Na, na, na ...!
Ja, Frau Heinisch-Hosek, Sie können gerne wieder versuchen, was Sie eh schon getan haben, nämlich ein Problem eines sexistischen Politikers einer Frau umzuhängen. (Abg. Heinisch-Hosek: Na, na, na ...!) Interessante Strategie, finde ich nicht gut – aber gut.
Abg. Martin Graf: Sie hat vollkommen recht! – Heiterkeit des Abg. Kickl.
Ich erwarte mir, dass die Tiroler Volkspartei jetzt nicht den Mantel des Schweigens über diese Causa breitet, sondern sich mehrere Fragen stellt, wie zum Beispiel: Wie kann es denn überhaupt sein, dass es in unserer Partei solche Aussagen gibt? Haben wir in der Partei Strukturen, die das befördern? – Diese Fragen sollte sich die Tiroler ÖVP stellen und nicht versuchen, per Presseaussendung diese Diskussion ad acta zu legen und zu sagen: Ja, das haben wir jetzt diskutiert, alles gut! (Abg. Martin Graf: Sie hat vollkommen recht! – Heiterkeit des Abg. Kickl.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Ich komme zum Schluss, und ich möchte eine Nachricht mit Ihnen teilen, die ich vor einigen Tagen bekommen habe. Ich zitiere Ihnen das. Jemand hat mir Folgendes geschrieben: Als Lebenspartner, als Vater einer dreijährigen Tochter, als Bruder, Onkel und als Feminist wünsche ich mir, dass unser Land nicht von Politikern regiert wird, die eine Frau in der Öffentlichkeit so beschimpfen können und trotzdem im Amt bleiben. – Zitatende. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Abg. Kickl: Sie ist befangen!
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Also ich möchte da schon etwas anmerken: Es gibt ja noch eine zweite Seite. Es gibt auch die grüne Landeshauptmann-Stellvertreterin (Abg. Kickl: Sie ist befangen!), die ja auch eine etwas merkwürdige Vorstellung von
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Feminismus hat und gesagt hat: „In meiner feministischen Grundhaltung geht es auch darum, dass man schaut, wo es Versöhnlichkeit gibt.“ Feminismus bedeutet Verzeihen, hat sie ausrichten lassen. – Also dieses Verständnis von Feminismus ist grundfalsch und schadet auch einer echten Diskussion über Rollenbilder und dem Rollenverständnis in unserer Gesellschaft. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Disoski
Was in dieser Aussage sichtbar wird, ist ein ganz tief verwurzeltes konservatives Rollenverständnis der Frau als versöhnliches Wesen (Zwischenruf der Abg. Disoski), die dafür verantwortlich ist, dass jetzt Ruhe ist im Karton (Zwischenrufe bei den Grünen), und das ist im Grunde auch die Form einer Mutterrolle als Kümmerin, die dafür zuständig ist, den Frieden wiederherzustellen. (Abg. Kickl: Das ist viel spannender, als ich mir gedacht habe!) Also da haben wir schon noch einen weiten Weg vor uns, um wirklich für Gleichstellung zu sorgen.
Zwischenrufe bei den Grünen
Was in dieser Aussage sichtbar wird, ist ein ganz tief verwurzeltes konservatives Rollenverständnis der Frau als versöhnliches Wesen (Zwischenruf der Abg. Disoski), die dafür verantwortlich ist, dass jetzt Ruhe ist im Karton (Zwischenrufe bei den Grünen), und das ist im Grunde auch die Form einer Mutterrolle als Kümmerin, die dafür zuständig ist, den Frieden wiederherzustellen. (Abg. Kickl: Das ist viel spannender, als ich mir gedacht habe!) Also da haben wir schon noch einen weiten Weg vor uns, um wirklich für Gleichstellung zu sorgen.
Abg. Kickl: Das ist viel spannender, als ich mir gedacht habe!
Was in dieser Aussage sichtbar wird, ist ein ganz tief verwurzeltes konservatives Rollenverständnis der Frau als versöhnliches Wesen (Zwischenruf der Abg. Disoski), die dafür verantwortlich ist, dass jetzt Ruhe ist im Karton (Zwischenrufe bei den Grünen), und das ist im Grunde auch die Form einer Mutterrolle als Kümmerin, die dafür zuständig ist, den Frieden wiederherzustellen. (Abg. Kickl: Das ist viel spannender, als ich mir gedacht habe!) Also da haben wir schon noch einen weiten Weg vor uns, um wirklich für Gleichstellung zu sorgen.
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Es sollen also lediglich die Auswirkungen der Krise auf Frauen durch vorhandene Daten evaluiert werden, und dabei soll auch die Verwaltung bitte nicht zusätzlich belastet werden – also die Verwaltung ist nicht zusätzlich zu belasten, weil Frauenangelegenheiten anscheinend eine Belastung sind. Vor allem muss sich ja die Verwaltung auf Daten aus dem Jahre 2008 stützen, denn so lange ist die letzte Zeitverwendungsstudie her. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bitte Sie da schon, Ihre Haltung zu überdenken. Lassen Sie uns aktuelle Daten erheben, damit wir wissen, wie viel unbezahlte Arbeit Frauen jetzt leisten, und damit unbezahlte Arbeit nicht nur sichtbar, sondern auch honoriert wird! – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kickl: Jetzt bin ich gespannt! – Abg. Loacker – in Richtung Bundesministerin Raab –: Frau Minister, sagen Sie irgendwas oder schauen Sie nur zu? – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Smodics-Neumann. – Bitte. (Abg. Kickl: Jetzt bin ich gespannt! – Abg. Loacker – in Richtung Bundesministerin Raab –: Frau Minister, sagen Sie irgendwas oder schauen Sie nur zu? – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass eine Gleichstellung dann funktioniert, wenn wir uns alle in unserer Unterschiedlichkeit so akzeptieren, wie wir sind – egal welchen Geschlechtes wir sind. Das würde ich gerne einmal vorausschicken, denn das ist wichtig für dieses Experiment. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Nehmen wir doch also alle so, wie sie sind, und lassen wir ihnen auch die Leidenschaft, auch wenn es ein Beruf ist, den der eine oder andere nicht als wertvoll empfindet! Da meine ich: Werten wir nicht, sondern akzeptieren wir einander so, wie wir sind, damit wir eine Gleichstellung erhalten! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Deswegen lade ich Sie ein: Bewerten Sie nicht die Unterschiedlichkeit der Geschlechter, nehmen Sie sie zur Kenntnis, dann sind wir bei der Gleichstellung einen ganz bedeutenden Schritt weiter! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Kollegin, ich muss mich entschuldigen: Ihre Rede war mir jetzt deutlich zu philosophisch. Ich habe dem nicht ganz folgen können, was Sie jetzt mitteilen wollten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Werten Sie nicht, bewerten Sie nicht? Was ist atypisch beschäftigt und was nicht? – Machen wir es ganz einfach: Ich weiß, in der Coronazeit war es nicht so leicht, diese persönlichen Gespräche zu haben, aber - - (Abg. Hörl: Jeder muss seine Grenzen kennen!) – Danke, Kollege Hörl, für diesen produktiven Beitrag zu den Grenzen.
Abg. Hörl: Jeder muss seine Grenzen kennen!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Kollegin, ich muss mich entschuldigen: Ihre Rede war mir jetzt deutlich zu philosophisch. Ich habe dem nicht ganz folgen können, was Sie jetzt mitteilen wollten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Werten Sie nicht, bewerten Sie nicht? Was ist atypisch beschäftigt und was nicht? – Machen wir es ganz einfach: Ich weiß, in der Coronazeit war es nicht so leicht, diese persönlichen Gespräche zu haben, aber - - (Abg. Hörl: Jeder muss seine Grenzen kennen!) – Danke, Kollege Hörl, für diesen produktiven Beitrag zu den Grenzen.
Beifall bei der SPÖ
Frau Ministerin, das ist mein größter Kritikpunkt, bei allen unterschiedlichen Positionen: In dieser Zeit der Krise habe ich von Ihnen als Frauenministerin nie gehört, dass Sie irgendwann einmal aufgestanden wären und genau für diese Menschen Partei ergriffen hätten (Beifall bei der SPÖ), dass Sie gesagt hätten: Schöne Worte, irgendwelche Kalendersprüche allein – das kann es doch nicht sein!
Abg. Schellhorn: Dafür ist er immer Holzklasse geflogen!
Ich meine, Sebastian Kurz hat sich im letzten Budget seine Repräsentationsausgaben vervierfacht. Der hat viermal so viel Geld zum Verjubeln, das war wichtig für Sebastian Kurz. (Abg. Schellhorn: Dafür ist er immer Holzklasse geflogen!) Dann stehen Sie als Frauenministerin da, verteidigen es und sagen: Das ist eh super, Sebastian, hast halt 2 Millionen Euro zur Verfügung, werde glücklich damit! – Und gleichzeitig heißt es für arbeitslose Menschen, für Frauen, die ihren Job verloren haben: Na ja, einmal 450 Euro werden wohl reichen!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Das wäre die Einladung, dass Sie die Rolle als Frauenministerin wirklich auch intensiver wahrnehmen, offensiver wahrnehmen. Ich weiß, dass das in der ÖVP schwer ist, ich weiß, dass das im Rahmen der Messagecontrol nicht erlaubt wird, aber dieser Mut, dieser erste Schritt beginnt ja in der eigenen Partei. Die Tiroler Kollegen in der ÖVP können davon ja einiges berichten. Es wäre also wichtig, dass Sie sozusagen auch in den eigenen Reihen einmal aufstehen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstätter: Heute auch? – Abg. Loacker: Jetzt gerade? – Abg. Kickl: Das war jetzt eine Steilvorlage!
Abgeordnete Maria Großbauer (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Bevor ich zu meinem Redebeitrag komme, möchte ich nur ganz kurz festhalten: Wir haben mit unserer Frauenministerin Susanne Raab eine Ministerin, die sich jederzeit, immer, in jeder Situation gegen Sexismus äußert. Das möchte ich festhalten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Brandstätter: Heute auch? – Abg. Loacker: Jetzt gerade? – Abg. Kickl: Das war jetzt eine Steilvorlage!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.
Um Diagnosen weiterhin oder besser erstellen zu können – den Unterschied zwischen Frauen und Männer einbeziehend – und in Zukunft geeignete Therapien entwickeln zu können, ist natürlich wieder einmal die Forschung, die es natürlich weiterhin zu unterstützen und zu fördern gilt, ein ganz, ganz großes und wichtiges Thema. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Jakob Schwarz.)
Abg. Leichtfried: Zur Geschäftsordnung!
Wünscht der Berichterstatter ein Schlusswort? (Abg. Leichtfried: Zur Geschäftsordnung!) – Herr Kollege Leichtfried zur Geschäftsbehandlung. – Bitte.
Abg. Kopf: Dafür ist es zu spät! – Ruf bei der ÖVP: Das braucht sie nicht!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich melde mich in Bezug auf die Geschäftsordnung. Diese eröffnet ja der Ministerin die Möglichkeit, wenn sie angesprochen wird und wenn Fragen an sie gerichtet werden, zu antworten. (Abg. Kopf: Dafür ist es zu spät! – Ruf bei der ÖVP: Das braucht sie nicht!) Sie kann so auf die Dinge eingehen, in deren Zusammenhang sie angesprochen wird. Herr Präsident, vielleicht könnten Sie der Frau Ministerin mitteilen, dass diese Möglichkeit durchaus gegeben ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Martin Graf: Das war jetzt ein frauenfeindlicher Untergriff! – Ruf bei der SPÖ: Sickerwitz!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Martin Graf: Das war jetzt ein frauenfeindlicher Untergriff! – Ruf bei der SPÖ: Sickerwitz!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident, ich melde mich in Bezug auf die Geschäftsordnung. Diese eröffnet ja der Ministerin die Möglichkeit, wenn sie angesprochen wird und wenn Fragen an sie gerichtet werden, zu antworten. (Abg. Kopf: Dafür ist es zu spät! – Ruf bei der ÖVP: Das braucht sie nicht!) Sie kann so auf die Dinge eingehen, in deren Zusammenhang sie angesprochen wird. Herr Präsident, vielleicht könnten Sie der Frau Ministerin mitteilen, dass diese Möglichkeit durchaus gegeben ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS. – Abg. Martin Graf: Das war jetzt ein frauenfeindlicher Untergriff! – Ruf bei der SPÖ: Sickerwitz!)
Abg. Krainer: Fragen Sie sie, ob sie nicht doch antworten will!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Sind noch weitere Wortmeldungen zur Geschäftsbehandlung gewünscht? – Keine weiteren Wortmeldungen zur Geschäftsbehandlung. (Abg. Krainer: Fragen Sie sie, ob sie nicht doch antworten will!) – Die Frau Minister hat das gehört, sie hat sich nicht zu Wort gemeldet. (Ruf bei der SPÖ: Man kann sich nur wundern!)
Ruf bei der SPÖ: Man kann sich nur wundern!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Sind noch weitere Wortmeldungen zur Geschäftsbehandlung gewünscht? – Keine weiteren Wortmeldungen zur Geschäftsbehandlung. (Abg. Krainer: Fragen Sie sie, ob sie nicht doch antworten will!) – Die Frau Minister hat das gehört, sie hat sich nicht zu Wort gemeldet. (Ruf bei der SPÖ: Man kann sich nur wundern!)
Ruf bei der SPÖ: In Wien auch!
Seit ich hier im Hohen Haus bin, nimmt, wenn wir frauenpolitische Themen diskutieren, der Themenschwerpunkt Gewalt an Frauen eine wichtige Position ein. Wir diskutieren Gewalt an Frauen bei jeder frauenpolitischen Diskussion. Das ist gut, das ist richtig und wichtig. Bei Ihren Redebeiträgen zu diesen Debatten, glaube ich, können wir feststellen, dass wir uns alle einig sind, dass wir Gewaltschutz und Gewaltprävention miteinander weiterbringen wollen. Wir entnehmen das zumindest Ihren Redebeiträgen und Ihren Bekenntnissen. Wie schaut es in der Realität aus? Wir diskutieren heute einen – in Oberösterreich sagt man – No-na-net-Antrag (Ruf bei der SPÖ: In Wien auch!) – in Wien auch, sehr gut, dann hat man mich verstanden – der ÖVP und der Grünen, mit dem die Ministerin ersucht wird, die politische Schwerpunktsetzung zu Gewalt an Frauen und Mädchen mit verstärkter Information und Kommunikation in der Öffentlichkeit fortzuführen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Sehr geehrte Damen und Herren, das ist doch die Jobdescription einer Frauenministerin und sollte eigentlich ihr alltäglicher Arbeitsschwerpunkt sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Seit ich hier im Hohen Haus bin, nimmt, wenn wir frauenpolitische Themen diskutieren, der Themenschwerpunkt Gewalt an Frauen eine wichtige Position ein. Wir diskutieren Gewalt an Frauen bei jeder frauenpolitischen Diskussion. Das ist gut, das ist richtig und wichtig. Bei Ihren Redebeiträgen zu diesen Debatten, glaube ich, können wir feststellen, dass wir uns alle einig sind, dass wir Gewaltschutz und Gewaltprävention miteinander weiterbringen wollen. Wir entnehmen das zumindest Ihren Redebeiträgen und Ihren Bekenntnissen. Wie schaut es in der Realität aus? Wir diskutieren heute einen – in Oberösterreich sagt man – No-na-net-Antrag (Ruf bei der SPÖ: In Wien auch!) – in Wien auch, sehr gut, dann hat man mich verstanden – der ÖVP und der Grünen, mit dem die Ministerin ersucht wird, die politische Schwerpunktsetzung zu Gewalt an Frauen und Mädchen mit verstärkter Information und Kommunikation in der Öffentlichkeit fortzuführen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Sehr geehrte Damen und Herren, das ist doch die Jobdescription einer Frauenministerin und sollte eigentlich ihr alltäglicher Arbeitsschwerpunkt sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Seit ich hier im Hohen Haus bin, nimmt, wenn wir frauenpolitische Themen diskutieren, der Themenschwerpunkt Gewalt an Frauen eine wichtige Position ein. Wir diskutieren Gewalt an Frauen bei jeder frauenpolitischen Diskussion. Das ist gut, das ist richtig und wichtig. Bei Ihren Redebeiträgen zu diesen Debatten, glaube ich, können wir feststellen, dass wir uns alle einig sind, dass wir Gewaltschutz und Gewaltprävention miteinander weiterbringen wollen. Wir entnehmen das zumindest Ihren Redebeiträgen und Ihren Bekenntnissen. Wie schaut es in der Realität aus? Wir diskutieren heute einen – in Oberösterreich sagt man – No-na-net-Antrag (Ruf bei der SPÖ: In Wien auch!) – in Wien auch, sehr gut, dann hat man mich verstanden – der ÖVP und der Grünen, mit dem die Ministerin ersucht wird, die politische Schwerpunktsetzung zu Gewalt an Frauen und Mädchen mit verstärkter Information und Kommunikation in der Öffentlichkeit fortzuführen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Sehr geehrte Damen und Herren, das ist doch die Jobdescription einer Frauenministerin und sollte eigentlich ihr alltäglicher Arbeitsschwerpunkt sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Einer behandelt die Hochrisikofallkonferenzen, die multiinstitutionellen Hochrisikofallkonferenzen, die von Innenminister Kickl abgeschafft worden sind. Wir haben leider vorvergangenes Wochenende, als ein Kärntner seine Frau und eine Freundin ermordet hat, drastisch vor Augen geführt bekommen, dass es dringend notwendig ist, diese Hochrisikofallkonferenzen sofort wieder einzuführen. Gegen diesen Gewalttäter hat es nämlich schon zwei Wegweisungen, also zweimal Betretungsverbot gegeben. Hochrisikofallkonferenzen sind genau für solche Fälle da, um darüber zu diskutieren und Wiederholungstaten, wie eben bei diesen Gewalttätern, zu vermeiden und am besten konkret zu verhindern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ein Hohn!
Antrag? – Sie lehnen diesen Antrag ab und bringen einen eigenen Antrag ein, in dem verlangt wird, ein Konzept für solche Konferenzen zu erstellen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ein Hohn!) Ähnliches machen sie mit unserem Antrag betreffend Fortführung des Nationalen Aktionsplans zum Schutz von Frauen vor Gewalt, den es, unter Frauenministerin Gabi Heinisch-Hosek, 2014 bis 2016 in Österreich gegeben hat und der sich bewährt hat. Jetzt könnte er fortgeführt und weiterentwickelt werden. Auch diesen Antrag haben Sie im Ausschuss abgelehnt, und dann haben Sie einen Antrag, der eine Evaluierung und Weiterführung vorsieht, eingebracht. (Abg. Heinisch-Hosek: Der nächste Hohn!)
Abg. Heinisch-Hosek: Der nächste Hohn!
Antrag? – Sie lehnen diesen Antrag ab und bringen einen eigenen Antrag ein, in dem verlangt wird, ein Konzept für solche Konferenzen zu erstellen. (Abg. Heinisch-Hosek: Das ist ein Hohn!) Ähnliches machen sie mit unserem Antrag betreffend Fortführung des Nationalen Aktionsplans zum Schutz von Frauen vor Gewalt, den es, unter Frauenministerin Gabi Heinisch-Hosek, 2014 bis 2016 in Österreich gegeben hat und der sich bewährt hat. Jetzt könnte er fortgeführt und weiterentwickelt werden. Auch diesen Antrag haben Sie im Ausschuss abgelehnt, und dann haben Sie einen Antrag, der eine Evaluierung und Weiterführung vorsieht, eingebracht. (Abg. Heinisch-Hosek: Der nächste Hohn!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie Ihren Worten, Ihrem Bekenntnis endlich Taten folgen lassen wollen, dann stimmen Sie unseren Anträgen zu. Was Sie machen: bremsen, verzögern und blockieren. Das hilft keiner einzigen gewaltbetroffenen Frau in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn! – Abg. Wöginger: Das sagt’s dem Dornauer auch einmal!
Abschließend möchte ich mich bei Kollegin Disoski ganz herzlich für die klaren Worte in Richtung ÖVP Tirol bedanken. „Widerwärtiges Luder“ ist widerwärtiger Sexismus und hat auf keiner politischen Ebene Platz! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn! – Abg. Wöginger: Das sagt’s dem Dornauer auch einmal!) – Sehr geehrter Herr Wöginger, wir SPÖ-Frauen haben das – im Gegensatz zu den ÖVP-Frauen – Kollegen Dornauer ganz klar ausgerichtet. Das können Sie gerne nachlesen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Aber er schwirrt noch überall herum! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Ruf bei der ÖVP: Das haben wir auch getan!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Aber er schwirrt noch überall herum! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Ruf bei der ÖVP: Das haben wir auch getan!
Abschließend möchte ich mich bei Kollegin Disoski ganz herzlich für die klaren Worte in Richtung ÖVP Tirol bedanken. „Widerwärtiges Luder“ ist widerwärtiger Sexismus und hat auf keiner politischen Ebene Platz! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn! – Abg. Wöginger: Das sagt’s dem Dornauer auch einmal!) – Sehr geehrter Herr Wöginger, wir SPÖ-Frauen haben das – im Gegensatz zu den ÖVP-Frauen – Kollegen Dornauer ganz klar ausgerichtet. Das können Sie gerne nachlesen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Aber er schwirrt noch überall herum! – Zwischenruf des Abg. Scherak. – Ruf bei der ÖVP: Das haben wir auch getan!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Gewalt an Frauen beginnt bei Sexismus. Sexismus darf keinen Platz haben! Sehr geehrte Frau Ministerin, was mir abgegangen ist, ist, dass Sie hier ganz deutlich Partei für die Frauen ergriffen haben und konsequent auf der Seite der Frauen gestanden sind. Mit einer Entschuldigung, wie Sie das auf Twitter kommuniziert haben, kann das nicht abgetan werden. Da braucht es konkrete Konsequenzen! Diese Konsequenzen fordern wir, und deswegen haben wir heute auch einen Antrag betreffend „STOPP Sexismus!“ eingebracht. Wir werden ihn im Gleichbehandlungsausschuss diskutieren, da können wir gemeinsam Farbe bekennen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ja! Macht ihr’s? – Zwischenruf der Abg. Brandstötter.
Abgeordnete Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte gerne noch kurz auf die Kritik der Kollegin Brandstötter hinsichtlich der Zeitverwendungsstudie eingehen, weil mir das wirklich wichtig ist. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja! Macht ihr’s? – Zwischenruf der Abg. Brandstötter.)
Abg. Heinisch-Hosek: Aber das werden wir wieder diskutieren!
Ich glaube, das kann wirklich jeder verstehen, und ich bitte Sie einfach um ein bisschen Geduld. Sobald sich die Lage hinsichtlich der Coronapandemie etwas entspannt hat, wird auch diese Zeitverwendungsstudie in Auftrag gegeben werden. Sie steht wie gesagt auch in unserem Regierungsprogramm. Ich hoffe, dass das jetzt ein für alle Mal geklärt ist (Abg. Heinisch-Hosek: Aber das werden wir wieder diskutieren!) und wir das nicht jedes Mal, bei jeder Sitzung wieder neu diskutieren müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, das kann wirklich jeder verstehen, und ich bitte Sie einfach um ein bisschen Geduld. Sobald sich die Lage hinsichtlich der Coronapandemie etwas entspannt hat, wird auch diese Zeitverwendungsstudie in Auftrag gegeben werden. Sie steht wie gesagt auch in unserem Regierungsprogramm. Ich hoffe, dass das jetzt ein für alle Mal geklärt ist (Abg. Heinisch-Hosek: Aber das werden wir wieder diskutieren!) und wir das nicht jedes Mal, bei jeder Sitzung wieder neu diskutieren müssen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
den sicherheitspolizeilichen Fallkonferenzen. Dazu werden aber meine KollegInnen noch sprechen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Faktum ist, dass wir ohne die Migrationskrise vom Sommer 2015 nicht diese Form von Gewalt gegen Frauen hätten (Beifall bei der FPÖ), denn diese Migrationsströme haben auch Wertehaltungen wie etwa radikalen Islamismus zu uns importiert. (Abg. Yildirim: Ablenkungsmanöver!) Damit verbunden ist auch ein Frauenbild, das von uns ganz klar abgelehnt wird, denn es ist damit eine völlige Entwertung der Frau verbunden – der Mann verfügt über die Frau –, und so kommt es auch zu extremen und schweren Gewaltverbrechen.
Abg. Yildirim: Ablenkungsmanöver!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Faktum ist, dass wir ohne die Migrationskrise vom Sommer 2015 nicht diese Form von Gewalt gegen Frauen hätten (Beifall bei der FPÖ), denn diese Migrationsströme haben auch Wertehaltungen wie etwa radikalen Islamismus zu uns importiert. (Abg. Yildirim: Ablenkungsmanöver!) Damit verbunden ist auch ein Frauenbild, das von uns ganz klar abgelehnt wird, denn es ist damit eine völlige Entwertung der Frau verbunden – der Mann verfügt über die Frau –, und so kommt es auch zu extremen und schweren Gewaltverbrechen.
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Bundesminister! Wenn das wirklich so ist und eine Vergewaltigung keine schwere Körperverletzung ist, dann müssen wir uns hier einmal eine Gesetzesänderung überlegen, diese einbringen und auch umsetzen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Deimek: Und Kindern!
Es ist auch höchst an der Zeit, das Problem bei Verbrechen und Gewalt an Frauen einfach an den Wurzeln zu packen. Eines muss jetzt auch einmal gesagt werden, und da schaue ich ganz bewusst zu den Grünen: Geht es um Rassismus, geht es um Diskriminierung in eine Richtung, dann sind Sie laut. Geht es aber um Vergewaltigung von Österreicherinnen (Abg. Deimek: Und Kindern!) durch Asylwerber, dann sind Sie leise. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist auch höchst an der Zeit, das Problem bei Verbrechen und Gewalt an Frauen einfach an den Wurzeln zu packen. Eines muss jetzt auch einmal gesagt werden, und da schaue ich ganz bewusst zu den Grünen: Geht es um Rassismus, geht es um Diskriminierung in eine Richtung, dann sind Sie laut. Geht es aber um Vergewaltigung von Österreicherinnen (Abg. Deimek: Und Kindern!) durch Asylwerber, dann sind Sie leise. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Zanger. – Abg. Ries: ... Minister Anschober!
Nein, Gewalt gegen Frauen kennt keine geografischen Grenzen, keine Herkunft, keine Nationalität, keine soziale Zugehörigkeit! (Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Zanger. – Abg. Ries: ... Minister Anschober!) Männer verletzen und töten Frauen. Das ist so, und das ist nicht auf eine Nationalität zurückzuführen. Ich bitte Sie, wirklich endlich damit aufzuhören, das zu sagen. Das ist wirklich ungut! (Abg. Deimek: Warum zahlt er dann nicht?)
Abg. Deimek: Warum zahlt er dann nicht?
Nein, Gewalt gegen Frauen kennt keine geografischen Grenzen, keine Herkunft, keine Nationalität, keine soziale Zugehörigkeit! (Beifall bei Grünen, SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Zanger. – Abg. Ries: ... Minister Anschober!) Männer verletzen und töten Frauen. Das ist so, und das ist nicht auf eine Nationalität zurückzuführen. Ich bitte Sie, wirklich endlich damit aufzuhören, das zu sagen. Das ist wirklich ungut! (Abg. Deimek: Warum zahlt er dann nicht?)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Von wegen Worte und Papier seien geduldig: Wir erinnern uns schon noch alle daran, dass im Februar der Frauenhelpline gegen Gewalt das Aus drohte oder sehr massive Kürzungen im Raum standen. Was hat die Bundesregierung gemacht? Was hat die Frauenministerin gemacht? – Sie hat sehr schnell reagiert, sie hat finanziell und personell aufgestockt und so auch das Onlineberatungsangebot weiter ausgebaut. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.
Satz: Neoliberaler Gewaltschutz ist kein Gewaltschutz! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schellhorn.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr verehrte Damen und Herren, vor allem Frauen, die uns jetzt hoffentlich noch zuschauen! Ich möchte da einige Dinge klarstellen: Diese Frauenministerin, Susanne Raab, ist die erste Frauenministerin seit zehn Jahren, die es fertiggebracht hat, mehr Budget für Frauen und mehr Budget für den Gewaltschutz aufzubringen. – Dafür sage ich herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: Stimmt nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Fakt ist auch, dass sich Ministerin Raab anlässlich der Causa Tirol sofort geäußert hat und sofort ihren Standpunkt dargestellt hat, und er ist eindeutig: eindeutig gegen Sexismus, auch gegen Verbalinjurien. – Auch dafür sage ich herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Du hast unser vollstes Vertrauen, Frau Ministerin, wir stehen dir mit all unseren Mitteln zur Verfügung, als Frauen mit Hirn, Herz und Verstand. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Die Abgeordneten Pfurtscheller und Gabriela Schwarz: In den letzten Jahren!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Kollegin Schwarz hat soeben behauptet, dass Frau Ministerin Raab die erste Ministerin wäre, die das Frauenbudget erhöht hat. – Das ist unrichtig. (Die Abgeordneten Pfurtscheller und Gabriela Schwarz: In den letzten Jahren!)
Heftiger Widerspruch bei der ÖVP.
Ich stelle richtig, dass im Jahr 2006 Frau Bundesministerin Bures das Frauenbudget um 60 Prozent erhöht hat. (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP.) – Lassen Sie mich ausreden! Weiters hat im Jahr 2016 Frau Ministerin Oberhauser das Frauenbudget um eine halbe Million Euro erhöht, was Sie dann wieder gekürzt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich stelle richtig, dass im Jahr 2006 Frau Bundesministerin Bures das Frauenbudget um 60 Prozent erhöht hat. (Heftiger Widerspruch bei der ÖVP.) – Lassen Sie mich ausreden! Weiters hat im Jahr 2016 Frau Ministerin Oberhauser das Frauenbudget um eine halbe Million Euro erhöht, was Sie dann wieder gekürzt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Da schau her! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Bundesministerin Raab. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Da schau her! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ja, ich weiß, dass wir noch viel Arbeit miteinander haben, was die Gleichstellung von Mann und Frau in Österreich betrifft, was den Kampf gegen Gewalt und auch den Kampf gegen Sexismus betrifft. Dazu habe ich mich in der Vergangenheit ganz klar geäußert und werde mich auch in Zukunft immer zu Wort melden. Die Frauenpolitik ist meine Leidenschaft und ich freue mich, mit Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, künftig zusammenzuarbeiten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zum Thema Gewalt möchte ich weiter ausführen, dass es erstmals seit 2010 eine reguläre Erhöhung des Frauenbudgets um 2 Millionen Euro gibt. Es ist auch mein Anliegen, dass wir den Gewaltschutz und den Opferschutz weiter stärken. Ich bin davon überzeugt – und so hat mir das auch beispielsweise die UNO-Sonderbeauftragte für Gewaltschutz bestätigt –, dass wir in Österreich ein gutes Netz an Frauen- und Mädchenberatungseinrichtungen haben, von denen Frauen und Mädchen in allen Lebenslagen beraten werden. Es war mir auch ein Anliegen, dieses System zu stärken. Dementsprechend habe ich allen Beratungseinrichtungen für Frauen und Mädchen eine 12-prozentige Erhöhung zukommen lassen, die bereits ausgeschüttet wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Des Weiteren habe ich erst vor wenigen Tagen einen sogenannten Fördercall im Volumen von 1,25 Millionen Euro getätigt, wodurch Projekte zum Schutz von Frauen und Mädchen gefördert werden. Das ist nicht nur ein Outcome aus der Coronakrise, bei der wir gesehen haben, wie wichtig es ist, präventiv Gewaltschutz zu stärken. Für mich ist das Wichtigste, dass jede Frau selbstbestimmt ihr Leben leben kann. Die wichtigste Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben ist ein gewaltfreies Leben. Dementsprechend werden wir auch den Gewaltschutz mit einem neuen Förderaufruf mit dem Volumen von 1,25 Millionen Euro stärken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Natürlich ist mir darüber hinaus die Zusammenarbeit mit allen Parteien, aber auch mit den zuständigen LandesrätInnen und mit allen anderen Ministerien in diesem Bereich sehr wichtig. Gewalt und die Gewaltprävention sind ein gesamtgesellschaftliches Thema, es ist genauso wie die Frauenpolitik an sich eine Querschnittsmaterie, nicht nur eine Angelegenheit der Frauenministerin, sondern eine Angelegenheit aller Menschen in Österreich, aller Ministerien, aller Bundesländer, aller Ebenen. Ich bin wirklich froh und stolz darauf, dass ich als Frauenministerin auf ein Regierungsprogramm zurückgreifen darf, in dem sich die Gleichstellung von Mann und Frau in allen Themenbereichen wiederfindet, denn das ist gelebte Frauenpolitik. In allen Themenbereichen muss die Frauenperspektive mitgedacht und auch zentral mitbehandelt werden. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mir ist auch völlig klar, dass wir nun beim Hochfahren des Landes in allen Lebensbereichen die Frauenperspektive konsequent mitdenken müssen, denn Frauen stellen die Hälfte der Beschäftigten dar und machen mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus. Dementsprechend haben wir natürlich auch als Bundesregierung alle Maßnahmen im umfassenden Entlastungspaket auch mit einer Frauenperspektive geschaffen, nämlich die Entlastung von kleinen und mittleren Einkommensbezieherinnen durch die Senkung der ersten Lohnsteuerstufe von 25 auf 20 Prozent für das Jahr 2020, bereits rückwirkend ab September. Für alle, die aufgrund ihrer geringeren Einkommen keine Lohnsteuer zahlen, wird es ebenfalls eine Entlastung durch eine Negativsteuer in der Höhe von 100 Euro geben. Und zur besonderen Unterstützung von Familien gibt es einen Kinderbonus in der Höhe von 360 Euro pro Kind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich versichere Ihnen, dass meine Leidenschaft der Frauenpolitik in Österreich gilt, und ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Yılmaz – auf dem Weg zum Rednerpult –: Herr Präsident, jedes Mal Hollywood geht nicht, und überhaupt lässt das dieses Thema ja überhaupt nicht zu! – Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Yılmaz – immer eine Freude zu später Stunde! – Bitte. (Abg. Yılmaz – auf dem Weg zum Rednerpult –: Herr Präsident, jedes Mal Hollywood geht nicht, und überhaupt lässt das dieses Thema ja überhaupt nicht zu! – Heiterkeit der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollegin Pfurtscheller, Sie haben gesagt, wir sollen Geduld haben, das haben Sie in Ihrem Koalitionsabkommen stehen. – Wir haben keine Geduld mehr, denn: „Die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen“. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist der Titel eines Films. Ich empfehle Ihnen, schauen Sie ihn an! So viel Geduld hat noch niemand aufgebracht.
Abg. Zanger: He! Ich? – Allgemeine Heiterkeit.
Werte Kolleginnen und Kollegen! Seien wir ehrlich: Es gibt doch in jeder Partei einen Geisler, einen Efgani Dönmez, einen Dornauer, einen Zanger. (Abg. Zanger: He! Ich? – Allgemeine Heiterkeit.) – Ich weiß eh! Wir brauchen uns also nicht in die Tasche zu lügen. Das heißt, es gibt ein strukturelles Problem.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Was bis jetzt in diesem Parlament immer geklappt hat, war eine gute Zusammenarbeit der Frauenpolitikerinnen und Frauenpolitiker – die gibt es wirklich. Das hat bis jetzt, bis vor Kurzem sehr gut geklappt. Deswegen waren wir ja auch Vorreiter in der EU, was Gewaltschutz von Frauen betrifft. Wir waren für viele, viele Länder ein Leitbild, weil wir so gut zusammengearbeitet haben. Das hat meistens geklappt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Etwas ist aber seit ein paar Jahren neu. Es kam Schwarz-Blau, Marac-Konferenzen wurden abgeschafft, ein Gewaltschutzpaket, das übrigens von allen Institutionen zerrissen wurde, wurde beschlossen. Dann kam Schwarz- oder Türkis-Grün. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Es kam ein bisschen Hoffnung mit, aber leider ist die Hoffnung am Koalitionsaltar geopfert worden.
Beifall bei der SPÖ.
In der letzten Sitzung des Gleichbehandlungsausschusses, werte Kolleginnen und Kollegen, haben die Regierungsparteien diesen gemeinsamen Weg für die Frauen verlassen. Um sich nicht die Blöße zu geben, gegen die Marac-Fallkonferenzen zu stimmen, haben die Grünen einen Abänderungsantrag eingebracht, dass man ein neues Konzept erarbeiten solle. Das klingt natürlich nett. Liebe Leute, liebe Frauen, liebe Freunde, warum soll man ein neues Konzept erarbeiten, wenn man schon ein Konzept hat, das erfolgreich funktioniert hat? – Das ist wirklich ein politisches Hickhack auf dem Rücken der Frauen. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Loacker.
Wir brauchen kein neues Konzept, wir brauchen auch keine Evaluierung des Nationalen Aktionsplans; der wurde nämlich schon evaluiert. Sie wollen also den Frauen Gewaltschutz mit einer angezogenen Handbremse angedeihen lassen. – Das geht nicht. Da gibt es einen Kolbenreiber. (Heiterkeit des Abg. Loacker.) So kommt niemand mehr weiter. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Wir brauchen kein neues Konzept, wir brauchen auch keine Evaluierung des Nationalen Aktionsplans; der wurde nämlich schon evaluiert. Sie wollen also den Frauen Gewaltschutz mit einer angezogenen Handbremse angedeihen lassen. – Das geht nicht. Da gibt es einen Kolbenreiber. (Heiterkeit des Abg. Loacker.) So kommt niemand mehr weiter. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bernhard und Loacker.
einverstanden, oder? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Bernhard und Loacker.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Einen Punkt möchte ich hier noch erwähnen, und zwar: Ältere Menschen sind oft auch von verschiedenen Formen der Vernachlässigung betroffen. Ich spreche da zum Beispiel von körperlicher, seelischer und medizinischer Vernachlässigung. Das ist ebenfalls eine Form der Gewalt, die oft zu wenig sichtbar ist und somit kaum berücksichtigt wird. Deswegen danke ich für diesen Antrag, der ein guter Schritt in die richtige Richtung ist. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um mich bei der Frauensprecherin der ÖVP, Kollegin Pfurtscheller, und auch bei unserer Frauensprecherin Disoski sehr herzlich zu bedanken. Ich beneide euch um euer Engagement. Das ist bewundernswert. Macht weiter so! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir verlassen uns dabei auf die Experten, die tagtäglich mit dem konfrontiert sind, worüber wir nur gescheit reden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Der Beste!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Sieber, einer von den apostrophierten Frauenpolitikern. – Bitte. (Abg. Michael Hammer: Der Beste!)
Abg. Heinisch-Hosek: Warum?
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Da Klubobmannstellvertreter Leichtfried nicht im Saal ist: Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie! Wir debattieren Berichte des Gleichbehandlungsausschusses, und, ganz ehrlich, ich empfinde den Beitrag Ihres Klubobmannstellvertreters zur Geschäftsbehandlung (Abg. Heinisch-Hosek: Warum?), mit der er die Frau Ministerin während laufender Diskussion über den Herrn Präsidenten zu einer Wortmeldung auffordert, als wirklich deplatziert. (Abg. Heinisch-Hosek: ... war ja nichts Bösartiges!) Das ist absolut deplatziert! Unsere Frau Ministerin ist eine starke Frau und Ministerin (Beifall bei der ÖVP), sie braucht keine Aufforderung des Herrn Klubobmann Leichtfried, sich zu Wort zu melden. Richten Sie ihm das bitte aus! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Schellhorn: Möchtest du zu den Frauen auch was sagen? – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: ... war ja nichts Bösartiges!
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Da Klubobmannstellvertreter Leichtfried nicht im Saal ist: Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie! Wir debattieren Berichte des Gleichbehandlungsausschusses, und, ganz ehrlich, ich empfinde den Beitrag Ihres Klubobmannstellvertreters zur Geschäftsbehandlung (Abg. Heinisch-Hosek: Warum?), mit der er die Frau Ministerin während laufender Diskussion über den Herrn Präsidenten zu einer Wortmeldung auffordert, als wirklich deplatziert. (Abg. Heinisch-Hosek: ... war ja nichts Bösartiges!) Das ist absolut deplatziert! Unsere Frau Ministerin ist eine starke Frau und Ministerin (Beifall bei der ÖVP), sie braucht keine Aufforderung des Herrn Klubobmann Leichtfried, sich zu Wort zu melden. Richten Sie ihm das bitte aus! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Schellhorn: Möchtest du zu den Frauen auch was sagen? – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Da Klubobmannstellvertreter Leichtfried nicht im Saal ist: Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie! Wir debattieren Berichte des Gleichbehandlungsausschusses, und, ganz ehrlich, ich empfinde den Beitrag Ihres Klubobmannstellvertreters zur Geschäftsbehandlung (Abg. Heinisch-Hosek: Warum?), mit der er die Frau Ministerin während laufender Diskussion über den Herrn Präsidenten zu einer Wortmeldung auffordert, als wirklich deplatziert. (Abg. Heinisch-Hosek: ... war ja nichts Bösartiges!) Das ist absolut deplatziert! Unsere Frau Ministerin ist eine starke Frau und Ministerin (Beifall bei der ÖVP), sie braucht keine Aufforderung des Herrn Klubobmann Leichtfried, sich zu Wort zu melden. Richten Sie ihm das bitte aus! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Schellhorn: Möchtest du zu den Frauen auch was sagen? – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Schellhorn: Möchtest du zu den Frauen auch was sagen? – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Minister! Da Klubobmannstellvertreter Leichtfried nicht im Saal ist: Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie! Wir debattieren Berichte des Gleichbehandlungsausschusses, und, ganz ehrlich, ich empfinde den Beitrag Ihres Klubobmannstellvertreters zur Geschäftsbehandlung (Abg. Heinisch-Hosek: Warum?), mit der er die Frau Ministerin während laufender Diskussion über den Herrn Präsidenten zu einer Wortmeldung auffordert, als wirklich deplatziert. (Abg. Heinisch-Hosek: ... war ja nichts Bösartiges!) Das ist absolut deplatziert! Unsere Frau Ministerin ist eine starke Frau und Ministerin (Beifall bei der ÖVP), sie braucht keine Aufforderung des Herrn Klubobmann Leichtfried, sich zu Wort zu melden. Richten Sie ihm das bitte aus! (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Schellhorn: Möchtest du zu den Frauen auch was sagen? – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Leider zehn! Ganz aktuell!
34 Frauen, meine Damen und Herren, 34 Frauen wurden im vergangenen Jahr von ihrem Partner beziehungsweise Ex-Partner ermordet. Diese Zahl ist ob ihrer Unfassbarkeit zutiefst bedrückend. Auch in diesem Jahr wurden bereits acht Frauen Opfer eines Gewaltverbrechens. (Abg. Heinisch-Hosek: Leider zehn! Ganz aktuell!) – Dann sind es zehn. Jeder Mord, jede Gewalttat ist eine zu viel und wird von uns allen auf das Entschiedenste abgelehnt.
Abg. Heinisch-Hosek: Aus welchem Budget?
Die empörte Ablehnung allein wäre ganz sicher zu wenig, handeln ist angesagt. Ich bin daher von der Notwendigkeit überzeugt und auch dankbar dafür, dass bereits während der Coronakrise, während des Lockdowns 2 Millionen Euro für eine Sensibilisierungskampagne bereitgestellt wurden. Aus dem Innenministerium wurden weitere 2 Millionen Euro für die Bekämpfung von Gewalt an Frauen mobilisiert; in Summe also 4 Millionen Euro, die zusätzlich für den Kampf gegen Gewalt an Frauen zur Verfügung stehen. (Abg. Heinisch-Hosek: Aus welchem Budget?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
betroffenen Frauen nicht wieder nachgeben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Herr Präsident! Ich muss jetzt einmal ein paar Dinge sortieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Erstens einmal betreffend Salzburg (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): In Salzburg wurde über einen wirklich langen Zeitraum gegen Förderverträge verstoßen. Das haben nicht nur wir bemerkt, das hat schon die grüne Vorgängerin in der Landesregierung bemerkt, das hat schon die ehemalige SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bemerkt. (Abg. Heinisch-Hosek: ... ins Rathaus verlegen ...!) Sie wurden von den BetreiberInnen immer unter Druck gesetzt: Wenn man etwas ändert, dann scheppertʼs! (Abg. Disoski: Das stimmt nicht!) Unsere Andrea Klambauer lässt sich davon nicht beirren und schreibt aus, sodass wir schlechten BetreiberInnen nicht gutes Geld nachwerfen und sodass wir vor allem nicht 1,2 Millionen Euro Förderung pro Jahr einfach freihändig vergeben.
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Herr Präsident! Ich muss jetzt einmal ein paar Dinge sortieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Erstens einmal betreffend Salzburg (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): In Salzburg wurde über einen wirklich langen Zeitraum gegen Förderverträge verstoßen. Das haben nicht nur wir bemerkt, das hat schon die grüne Vorgängerin in der Landesregierung bemerkt, das hat schon die ehemalige SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bemerkt. (Abg. Heinisch-Hosek: ... ins Rathaus verlegen ...!) Sie wurden von den BetreiberInnen immer unter Druck gesetzt: Wenn man etwas ändert, dann scheppertʼs! (Abg. Disoski: Das stimmt nicht!) Unsere Andrea Klambauer lässt sich davon nicht beirren und schreibt aus, sodass wir schlechten BetreiberInnen nicht gutes Geld nachwerfen und sodass wir vor allem nicht 1,2 Millionen Euro Förderung pro Jahr einfach freihändig vergeben.
Abg. Heinisch-Hosek: ... ins Rathaus verlegen ...!
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Herr Präsident! Ich muss jetzt einmal ein paar Dinge sortieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Erstens einmal betreffend Salzburg (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): In Salzburg wurde über einen wirklich langen Zeitraum gegen Förderverträge verstoßen. Das haben nicht nur wir bemerkt, das hat schon die grüne Vorgängerin in der Landesregierung bemerkt, das hat schon die ehemalige SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bemerkt. (Abg. Heinisch-Hosek: ... ins Rathaus verlegen ...!) Sie wurden von den BetreiberInnen immer unter Druck gesetzt: Wenn man etwas ändert, dann scheppertʼs! (Abg. Disoski: Das stimmt nicht!) Unsere Andrea Klambauer lässt sich davon nicht beirren und schreibt aus, sodass wir schlechten BetreiberInnen nicht gutes Geld nachwerfen und sodass wir vor allem nicht 1,2 Millionen Euro Förderung pro Jahr einfach freihändig vergeben.
Abg. Disoski: Das stimmt nicht!
Abgeordnete Henrike Brandstötter (NEOS): Herr Präsident! Ich muss jetzt einmal ein paar Dinge sortieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Erstens einmal betreffend Salzburg (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen): In Salzburg wurde über einen wirklich langen Zeitraum gegen Förderverträge verstoßen. Das haben nicht nur wir bemerkt, das hat schon die grüne Vorgängerin in der Landesregierung bemerkt, das hat schon die ehemalige SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bemerkt. (Abg. Heinisch-Hosek: ... ins Rathaus verlegen ...!) Sie wurden von den BetreiberInnen immer unter Druck gesetzt: Wenn man etwas ändert, dann scheppertʼs! (Abg. Disoski: Das stimmt nicht!) Unsere Andrea Klambauer lässt sich davon nicht beirren und schreibt aus, sodass wir schlechten BetreiberInnen nicht gutes Geld nachwerfen und sodass wir vor allem nicht 1,2 Millionen Euro Förderung pro Jahr einfach freihändig vergeben.
Beifall bei den NEOS.
Diese Ausschreibung wird begleitet von der Polizei, von Sozialarbeitern, vom Salzburger Gewaltschutzzentrum – das sind ja alles Profis, die wissen ja, was sie tun. Wir arbeiten einfach an einem moderneren, besseren und nachhaltigeren Gewaltschutz für Frauen und ihre Kinder – und dieses Dirty Campaigning lässt uns wirklich kalt. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller
Dann möchte ich noch etwas zu Kollegin Pfurtscheller und der Zeitverwendungsstudie sagen. Auf der einen Seite sagen Sie: Der Lockdown ist beendet (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller), die Normalität kehrt zurück!, gleichzeitig wird aber die Teilnahme an der europäischen Zeitverwendungsstudie abgelehnt, denn – hey! –: Wir haben ja Corona! Sie merken schon selber, dass diese Argumentation nicht sehr schlüssig ist. Wir-haben-Corona ist das neue Der-Hund-hat-die-Hausaufgaben-gefressen. – Das ist schon ganz schön billig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Dann möchte ich noch etwas zu Kollegin Pfurtscheller und der Zeitverwendungsstudie sagen. Auf der einen Seite sagen Sie: Der Lockdown ist beendet (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller), die Normalität kehrt zurück!, gleichzeitig wird aber die Teilnahme an der europäischen Zeitverwendungsstudie abgelehnt, denn – hey! –: Wir haben ja Corona! Sie merken schon selber, dass diese Argumentation nicht sehr schlüssig ist. Wir-haben-Corona ist das neue Der-Hund-hat-die-Hausaufgaben-gefressen. – Das ist schon ganz schön billig. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Heinisch-Hosek – auf dem Weg zum Rednerpult –: ... zu spät!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Frau Abgeordnete Deckenbacher ist zu Wort gemeldet. (Abg. Heinisch-Hosek – auf dem Weg zum Rednerpult –: ... zu spät!) – Ich habe es nicht am Radar, aber Sie kommen sofort dran, Frau Abgeordnete Heinisch-Hosek. Jetzt ist Frau Abgeordnete Deckenbacher dran. – Bitte.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.
An dieser Stelle möchte ich ganz klar sagen: Jeder einzelne Fall in Verbindung mit Gewalt an Frauen ist einer zu viel! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Schellhorn: Das hat sie nicht gesagt!
Zum Zweiten hat sie behauptet, dass die Frauenhausbetreiberinnen schlecht gewirtschaftet hätten und schlechte Frauenhausbetreiberinnen gewesen wären. Ich kenne die Leute dort. (Abg. Schellhorn: Das hat sie nicht gesagt!) – Sie hat gesagt, schlechte Betreiberinnen. (Abg. Schellhorn: Das hat sie auch nicht gesagt! – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Abg. Schellhorn: Das hat sie auch nicht gesagt! – Zwischenruf des Abg. Scherak.
Zum Zweiten hat sie behauptet, dass die Frauenhausbetreiberinnen schlecht gewirtschaftet hätten und schlechte Frauenhausbetreiberinnen gewesen wären. Ich kenne die Leute dort. (Abg. Schellhorn: Das hat sie nicht gesagt!) – Sie hat gesagt, schlechte Betreiberinnen. (Abg. Schellhorn: Das hat sie auch nicht gesagt! – Zwischenruf des Abg. Scherak.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Rosa Ecker.
Ich berichtige tatsächlich: Seit Jahrzehnten sind dort wunderbare Frauen am Werk und das sind gute Betreiberinnen! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Rosa Ecker.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Schutzmaßnahmen sollten geändert werden. Die Voraussetzungen für zivilrechtliche Schritte bei psychischen Gewalterfahrungen sollten adaptiert werden, um den Behörden das Ausüben ihrer Schutzfunktion zu erleichtern. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Betroffene Frauen und Kinder haben verdammt noch einmal ein Recht darauf, dass wir hier im Parlament alles auf politischer Ebene Mögliche unternehmen, um ihnen diesen Schutz zu gewährleisten! – Danke. (Beifall bei SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schellhorn: Ungarn!
Ich habe hier schon öfter gesagt, dass wir das insbesondere auch den Grünen vorwerfen. Unser Eindruck ist, dass sie der vermeintlichen Klimapolitik – da haben wir auch noch nicht so viele Ergebnisse gesehen – alles geopfert haben, dass ihr Grund- und Menschenrechte, der Einsatz für die LGBTIQ-Community, aber auch viele andere Punkte wie zum Beispiel betreffend Asylfragen geopfert wurden. (Abg. Schellhorn: Ungarn!)
Heiterkeit des Abg. Loacker.
Wenn man diesen Satz so liest oder wenn man den so hört und sich dann auch die Handlungen anschaut, dann macht auch vieles Sinn. Angefangen an der Spitze bei Sebastian Kurz: Schon 2016, als er noch nicht Bundeskanzler war, hat er am Tag der Regenbogenparade, an dem Hunderttausende Menschen für gleiche Rechte demonstrieren, zeitgleich am Marsch für Jesus teilgenommen, also der Gegendemonstration zur Regenbogenparade, wo teils abstruse Aussagen getätigt werden. 2019, Awakening Europe – Sie erinnern sich vielleicht noch alle –: Ich glaube, es war in der Stadthalle, wo wir alle für Sebastian Kurz – Seite an Seite mit einem fundamentalchristlichen und homophoben Prediger – gebetet haben. (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Der Kabinettschef des Bundeskanzlers, Bernhard Bonelli, ist eng mit Opus Dei vernetzt – das ist auch offen – (Zwischenruf des Abg. Hörl), und auch hier im Parlament haben wir mit Kollegin Gudrun Kugler eine Vertreterin – das ist ja auch legitim, aber man muss es, glaube ich, aussprechen – des erzkonservativen Flügels.
Zwischenruf des Abg. Hörl
Wenn man diesen Satz so liest oder wenn man den so hört und sich dann auch die Handlungen anschaut, dann macht auch vieles Sinn. Angefangen an der Spitze bei Sebastian Kurz: Schon 2016, als er noch nicht Bundeskanzler war, hat er am Tag der Regenbogenparade, an dem Hunderttausende Menschen für gleiche Rechte demonstrieren, zeitgleich am Marsch für Jesus teilgenommen, also der Gegendemonstration zur Regenbogenparade, wo teils abstruse Aussagen getätigt werden. 2019, Awakening Europe – Sie erinnern sich vielleicht noch alle –: Ich glaube, es war in der Stadthalle, wo wir alle für Sebastian Kurz – Seite an Seite mit einem fundamentalchristlichen und homophoben Prediger – gebetet haben. (Heiterkeit des Abg. Loacker.) Der Kabinettschef des Bundeskanzlers, Bernhard Bonelli, ist eng mit Opus Dei vernetzt – das ist auch offen – (Zwischenruf des Abg. Hörl), und auch hier im Parlament haben wir mit Kollegin Gudrun Kugler eine Vertreterin – das ist ja auch legitim, aber man muss es, glaube ich, aussprechen – des erzkonservativen Flügels.
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Kollegin Kugler hat zum Beispiel 2015, also kurz bevor die Ehe für alle eingeführt wurde, in der Zeitschrift „Couleur“ gesagt – ich zitiere –: „Die Homoehe führt unweigerlich zu schrittweisen Erweiterungen wie Polygamie [...] oder eine Ehe [...] unter Geschwistern.“ (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der NEOS sowie Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Hallo! – Abg. Lopatka: Was soll das?! – Abg. Steinacker: Wir sind schon noch Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der zweite Aspekt, und da wieder Richtung Grüne: Gaukeln Sie uns nicht vor, dass es mit dieser ÖVP, mit diesen Menschen, mit diesen Zitaten, die ich gerade genannt habe, möglich ist - - (Rufe bei der ÖVP: Hallo! – Abg. Lopatka: Was soll das?! – Abg. Steinacker: Wir sind schon noch Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Was ist daran jetzt - - (Ruf bei der ÖVP: ... wir Menschen sind!) – Sie sind doch Menschen? Ja, okay, gut.
Ruf bei der ÖVP: ... wir Menschen sind!
Der zweite Aspekt, und da wieder Richtung Grüne: Gaukeln Sie uns nicht vor, dass es mit dieser ÖVP, mit diesen Menschen, mit diesen Zitaten, die ich gerade genannt habe, möglich ist - - (Rufe bei der ÖVP: Hallo! – Abg. Lopatka: Was soll das?! – Abg. Steinacker: Wir sind schon noch Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Was ist daran jetzt - - (Ruf bei der ÖVP: ... wir Menschen sind!) – Sie sind doch Menschen? Ja, okay, gut.
Beifall bei NEOS und SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Was sagt Opus Dei? – Abg. Loacker: Schwer zu erklären jetzt!
Setzen Sie Ihr Regierungsprogramm um! Dazu lade ich Sie herzlich ein. – Danke. (Beifall bei NEOS und SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Was sagt Opus Dei? – Abg. Loacker: Schwer zu erklären jetzt!)
Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja nicht! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Beispiel Wien: Dr. Karl Lueger, ein ehemaliger Bürgermeister von Wien, bewiesenermaßen ein Antisemit, nach dem ein Teil des Rings benannt war. Die Stadtregierung hat gesagt, das geht nicht, denn nach einem Antisemiten kann kein Teil des Rings benannt werden, daher wurde dieser in Universitätsring umbenannt. Dieselbe Stadtregierung lässt sich vor dem Karl-Marx-Hof ablichten, obwohl doch Karl Marx auch nachgewiesenermaßen ein Antisemit und Rassist war. Gibt es da verschiedene Kategorien von Antisemiten? (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja nicht! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Entscheidet eine Partei, wer gute, wer schlechte sind (Zwischenruf des Abg. Shetty), oder sollten wir uns darauf besinnen, dass wir vielleicht alle diesen Grundkonsens haben und da auch konsistent sind, egal ob der jetzt der eigenen Partei irgendwie nähersteht oder nicht? Das, finde ich, ist Antirassismus, wie er wirklich gemeint ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Shetty
Beispiel Wien: Dr. Karl Lueger, ein ehemaliger Bürgermeister von Wien, bewiesenermaßen ein Antisemit, nach dem ein Teil des Rings benannt war. Die Stadtregierung hat gesagt, das geht nicht, denn nach einem Antisemiten kann kein Teil des Rings benannt werden, daher wurde dieser in Universitätsring umbenannt. Dieselbe Stadtregierung lässt sich vor dem Karl-Marx-Hof ablichten, obwohl doch Karl Marx auch nachgewiesenermaßen ein Antisemit und Rassist war. Gibt es da verschiedene Kategorien von Antisemiten? (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja nicht! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Entscheidet eine Partei, wer gute, wer schlechte sind (Zwischenruf des Abg. Shetty), oder sollten wir uns darauf besinnen, dass wir vielleicht alle diesen Grundkonsens haben und da auch konsistent sind, egal ob der jetzt der eigenen Partei irgendwie nähersteht oder nicht? Das, finde ich, ist Antirassismus, wie er wirklich gemeint ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Beispiel Wien: Dr. Karl Lueger, ein ehemaliger Bürgermeister von Wien, bewiesenermaßen ein Antisemit, nach dem ein Teil des Rings benannt war. Die Stadtregierung hat gesagt, das geht nicht, denn nach einem Antisemiten kann kein Teil des Rings benannt werden, daher wurde dieser in Universitätsring umbenannt. Dieselbe Stadtregierung lässt sich vor dem Karl-Marx-Hof ablichten, obwohl doch Karl Marx auch nachgewiesenermaßen ein Antisemit und Rassist war. Gibt es da verschiedene Kategorien von Antisemiten? (Abg. Heinisch-Hosek: Das stimmt ja nicht! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Entscheidet eine Partei, wer gute, wer schlechte sind (Zwischenruf des Abg. Shetty), oder sollten wir uns darauf besinnen, dass wir vielleicht alle diesen Grundkonsens haben und da auch konsistent sind, egal ob der jetzt der eigenen Partei irgendwie nähersteht oder nicht? Das, finde ich, ist Antirassismus, wie er wirklich gemeint ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Das sind diese Dinge, wo man drin lesen kann!
Zu den NEOS: Ich habe jetzt kein Buch mit, aber ich habe einmal gerüchteweise wahrgenommen (Abg. Matznetter: Das sind diese Dinge, wo man drin lesen kann!), dass NEOS eine konstruktive Oppositionspartei ist. Jetzt war ja Gleichbehandlungsausschuss (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), und da habe ich auch ganz klar zu diesen fünf Anträgen, die du erwähnt hast, Yannick, gesagt, in welchem Status wir uns da befinden, wie da die Verhandlungen sind und wo wir Fortschritte machen. Jetzt hast du dich dafür entschieden, du machst einen Tweet, in dem du sagst: Alle Anträge abgelehnt – was einfach unwahr ist. (Die Abgeordneten Schellhorn und Shetty: Vertagt!) Ich habe dich auch darauf hingewiesen, und du hast gemeint, du hast dich verschrieben, weil abgelehnt und vertagt ja sehr ähnliche Wörter sind. Geändert hast du es nicht (Abg. Shetty: Das stimmt ja nicht!), und das sind einfach so Dinge.
Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Zu den NEOS: Ich habe jetzt kein Buch mit, aber ich habe einmal gerüchteweise wahrgenommen (Abg. Matznetter: Das sind diese Dinge, wo man drin lesen kann!), dass NEOS eine konstruktive Oppositionspartei ist. Jetzt war ja Gleichbehandlungsausschuss (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), und da habe ich auch ganz klar zu diesen fünf Anträgen, die du erwähnt hast, Yannick, gesagt, in welchem Status wir uns da befinden, wie da die Verhandlungen sind und wo wir Fortschritte machen. Jetzt hast du dich dafür entschieden, du machst einen Tweet, in dem du sagst: Alle Anträge abgelehnt – was einfach unwahr ist. (Die Abgeordneten Schellhorn und Shetty: Vertagt!) Ich habe dich auch darauf hingewiesen, und du hast gemeint, du hast dich verschrieben, weil abgelehnt und vertagt ja sehr ähnliche Wörter sind. Geändert hast du es nicht (Abg. Shetty: Das stimmt ja nicht!), und das sind einfach so Dinge.
Die Abgeordneten Schellhorn und Shetty: Vertagt!
Zu den NEOS: Ich habe jetzt kein Buch mit, aber ich habe einmal gerüchteweise wahrgenommen (Abg. Matznetter: Das sind diese Dinge, wo man drin lesen kann!), dass NEOS eine konstruktive Oppositionspartei ist. Jetzt war ja Gleichbehandlungsausschuss (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), und da habe ich auch ganz klar zu diesen fünf Anträgen, die du erwähnt hast, Yannick, gesagt, in welchem Status wir uns da befinden, wie da die Verhandlungen sind und wo wir Fortschritte machen. Jetzt hast du dich dafür entschieden, du machst einen Tweet, in dem du sagst: Alle Anträge abgelehnt – was einfach unwahr ist. (Die Abgeordneten Schellhorn und Shetty: Vertagt!) Ich habe dich auch darauf hingewiesen, und du hast gemeint, du hast dich verschrieben, weil abgelehnt und vertagt ja sehr ähnliche Wörter sind. Geändert hast du es nicht (Abg. Shetty: Das stimmt ja nicht!), und das sind einfach so Dinge.
Abg. Shetty: Das stimmt ja nicht!
Zu den NEOS: Ich habe jetzt kein Buch mit, aber ich habe einmal gerüchteweise wahrgenommen (Abg. Matznetter: Das sind diese Dinge, wo man drin lesen kann!), dass NEOS eine konstruktive Oppositionspartei ist. Jetzt war ja Gleichbehandlungsausschuss (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), und da habe ich auch ganz klar zu diesen fünf Anträgen, die du erwähnt hast, Yannick, gesagt, in welchem Status wir uns da befinden, wie da die Verhandlungen sind und wo wir Fortschritte machen. Jetzt hast du dich dafür entschieden, du machst einen Tweet, in dem du sagst: Alle Anträge abgelehnt – was einfach unwahr ist. (Die Abgeordneten Schellhorn und Shetty: Vertagt!) Ich habe dich auch darauf hingewiesen, und du hast gemeint, du hast dich verschrieben, weil abgelehnt und vertagt ja sehr ähnliche Wörter sind. Geändert hast du es nicht (Abg. Shetty: Das stimmt ja nicht!), und das sind einfach so Dinge.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Gleiches, drittes Geschlecht, Personenstandsregister: Du bist dir nicht zu schade, dass du dich heute zu einer Pressekonferenz hinstellst, da eine Strafanzeige gegen den Innenminister eingebracht wird. Wir – die Ministerin und auch ich – haben im Gleichbehandlungsausschuss ganz klar gesagt, dass wir gerade daran arbeiten und dass am 26. Mai Innenminister Karl Nehammer die Erarbeitung eines neuen Erlasses, der all diese Dinge berücksichtigt, in Auftrag gegeben hat. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Also ich frage mich halt schon manchmal: Ist da die Inszenierung einer Person im Pridemonat wichtiger oder geht es jetzt wirklich um sachliche Arbeit, mit der man den Menschen, von denen wir hier reden, auch etwas Gutes tut und die Probleme abarbeitet? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Kollegiale Zusammenarbeit heißt bei euch nur zustimmen!
Seien wir uns doch dieser Verantwortung bewusst, die wir in diesem Haus haben! Arbeiten wir zusammen und beschwören wir nicht nur in Sonntagsreden Einigkeit, sondern vielleicht auch, wenn es um die konkrete politische Arbeit geht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Kollegiale Zusammenarbeit heißt bei euch nur zustimmen!)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.
Jetzt muss ich den damaligen Vizekanzler Spindelegger zitieren, der hier an diesem Rednerpult/Rednerinnenpult einmal gesagt hat: Das können wir doch Familien – Mutter, Vater, Kinder – nicht zumuten, wenn ein schwules Pärchen daneben Urlaub macht. – Schämen Sie sich heute noch für diese Aussage! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.) Wir leben im 21. Jahrhundert! Er hat es leider wirklich gesagt, und das waren diese hanebüchenen Argumente: Unternehmerische Freiheit muss doch bedeuten, dass ich meine Wohnung vermiete, an wen ich will. – Entschuldigung! Da geht es um Menschenrechte, da geht es um Diskriminierungsschutz außerhalb der Arbeitswelt. Das würden wir gerne nach zehnjähriger Anlaufzeit einmal geklärt haben.
Abg. Zanger: Haben ja nix verloren ...!
dass mehr als ein Drittel der LGBTIQ-Personen nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in der Freizeit diskriminiert wird – wenn sie ein Lokal betreten wollen: wenn sich zwei Frauen im Prückel küssen, werden sie rausgeschmissen. (Abg. Zanger: Haben ja nix verloren ...!) All das war ja der Fall, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.) – Ich glaube, es wäre höchst an der Zeit, das zu regeln. Ich mag auch küssen, wen ich will und wo ich will, und das sollen lesbische Pärchen erst recht können. Bitte lachen Sie nicht darüber, wenn Sie das lächerlich finden, haben Sie es nicht verstanden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der SPÖ.
dass mehr als ein Drittel der LGBTIQ-Personen nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in der Freizeit diskriminiert wird – wenn sie ein Lokal betreten wollen: wenn sich zwei Frauen im Prückel küssen, werden sie rausgeschmissen. (Abg. Zanger: Haben ja nix verloren ...!) All das war ja der Fall, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.) – Ich glaube, es wäre höchst an der Zeit, das zu regeln. Ich mag auch küssen, wen ich will und wo ich will, und das sollen lesbische Pärchen erst recht können. Bitte lachen Sie nicht darüber, wenn Sie das lächerlich finden, haben Sie es nicht verstanden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.
dass mehr als ein Drittel der LGBTIQ-Personen nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in der Freizeit diskriminiert wird – wenn sie ein Lokal betreten wollen: wenn sich zwei Frauen im Prückel küssen, werden sie rausgeschmissen. (Abg. Zanger: Haben ja nix verloren ...!) All das war ja der Fall, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.) – Ich glaube, es wäre höchst an der Zeit, das zu regeln. Ich mag auch küssen, wen ich will und wo ich will, und das sollen lesbische Pärchen erst recht können. Bitte lachen Sie nicht darüber, wenn Sie das lächerlich finden, haben Sie es nicht verstanden. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.)
Beifall bei der SPÖ.
Nachdem es Sozialpartnereinigungen gegeben hat, nachdem es einen Ministerratsbeschluss gegeben hat, haben einmal die Bischofskonferenz und einmal der ÖVP-Klub Nein gesagt. Zweimal war das Levelling-up zwischen den damaligen Koalitionspartnern also schon quasi paktiert, und irgendwelche ganz konservativen Kräfte haben das verhindert. Geben Sie sich doch heute einen Ruck und kommen Sie im 21. Jahrhundert an! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir denken, dass unser Land auch bei Diskriminierung aufgrund des Geschlechts mit diesen Gesetzen ausreichend Schutz vor Diskriminierung bietet, es liegt aber an jedem Einzelnen. Es ist natürlich eine Frage des persönlichen Benehmens und auch des Verhaltens gegenüber anderen Menschen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung ÖVP –: Da drüben, bitte!
Wir befassen uns mit diesen Baustellen, die noch offen sind, wie ich finde, zu Recht auch immer wieder hier im Parlament, weil es notwendig ist, darauf aufmerksam zu machen, dass es diesen politischen Willen endlich braucht. Und ja, ich habe schon des Öfteren referiert, an welchen Baustellen wir arbeiten, worauf wir uns nicht einigen konnten, was nicht möglich war – Kollegin Heinisch-Hosek hat gesagt, Levelling-up war zweimal im Ministerrat. (Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung ÖVP –: Da drüben, bitte!) Es war euch als Kanzlerpartei und uns als kleinerem Koalitionspartner nicht möglich, dass wir uns da einigen. Wir haben uns beispielsweise auf die Ausweitung des Schutzes vor Diskriminierung geeinigt, wir haben uns aber auch auf die Umsetzung des VfGH-Urteils geeinigt und so weiter und so fort. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Yılmaz.) Das heißt, vieles von dem, was bisher gar nicht möglich war, wird jetzt auch möglich gemacht.
Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Yılmaz.
Wir befassen uns mit diesen Baustellen, die noch offen sind, wie ich finde, zu Recht auch immer wieder hier im Parlament, weil es notwendig ist, darauf aufmerksam zu machen, dass es diesen politischen Willen endlich braucht. Und ja, ich habe schon des Öfteren referiert, an welchen Baustellen wir arbeiten, worauf wir uns nicht einigen konnten, was nicht möglich war – Kollegin Heinisch-Hosek hat gesagt, Levelling-up war zweimal im Ministerrat. (Abg. Heinisch-Hosek – in Richtung ÖVP –: Da drüben, bitte!) Es war euch als Kanzlerpartei und uns als kleinerem Koalitionspartner nicht möglich, dass wir uns da einigen. Wir haben uns beispielsweise auf die Ausweitung des Schutzes vor Diskriminierung geeinigt, wir haben uns aber auch auf die Umsetzung des VfGH-Urteils geeinigt und so weiter und so fort. (Zwischenrufe der Abgeordneten Heinisch-Hosek und Yılmaz.) Das heißt, vieles von dem, was bisher gar nicht möglich war, wird jetzt auch möglich gemacht.
Beifall bei den Grünen.
Und ja, ich verhehle es überhaupt nicht: Es war ein Kampf, es war ein zähes Ringen und es ist ein zähes Ringen. Natürlich gibt es unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Einschätzungen, aber ich denke, dass wir bei dem, worauf wir uns geeinigt haben, doch behaupten können, dass etwas weitergeht. Ich gebe dir, Yannick, recht, dass es mir persönlich zu wenig progressiv ist. (Beifall bei den Grünen.) Ich würde aber eines von uns – in dem Fall – weisen, nämlich dass Vertagungen immer nur ausschließlich dazu dienen, dass etwas in der Schublade landet. (Abg. Loacker: Ja, wozu denn?) – Nein, das ist nicht der Fall. Gerade in dem Bereich sind wir beim Ausverhandeln von diversesten Dingen, und vertagt wurde auch deshalb, weil wir im Hintergrund daran arbeiten, einen entsprechenden Antrag der Regierungsparteien einzubringen. (Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Danke.
Abg. Loacker: Ja, wozu denn?
Und ja, ich verhehle es überhaupt nicht: Es war ein Kampf, es war ein zähes Ringen und es ist ein zähes Ringen. Natürlich gibt es unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Einschätzungen, aber ich denke, dass wir bei dem, worauf wir uns geeinigt haben, doch behaupten können, dass etwas weitergeht. Ich gebe dir, Yannick, recht, dass es mir persönlich zu wenig progressiv ist. (Beifall bei den Grünen.) Ich würde aber eines von uns – in dem Fall – weisen, nämlich dass Vertagungen immer nur ausschließlich dazu dienen, dass etwas in der Schublade landet. (Abg. Loacker: Ja, wozu denn?) – Nein, das ist nicht der Fall. Gerade in dem Bereich sind wir beim Ausverhandeln von diversesten Dingen, und vertagt wurde auch deshalb, weil wir im Hintergrund daran arbeiten, einen entsprechenden Antrag der Regierungsparteien einzubringen. (Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Danke.
Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Und ja, ich verhehle es überhaupt nicht: Es war ein Kampf, es war ein zähes Ringen und es ist ein zähes Ringen. Natürlich gibt es unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Einschätzungen, aber ich denke, dass wir bei dem, worauf wir uns geeinigt haben, doch behaupten können, dass etwas weitergeht. Ich gebe dir, Yannick, recht, dass es mir persönlich zu wenig progressiv ist. (Beifall bei den Grünen.) Ich würde aber eines von uns – in dem Fall – weisen, nämlich dass Vertagungen immer nur ausschließlich dazu dienen, dass etwas in der Schublade landet. (Abg. Loacker: Ja, wozu denn?) – Nein, das ist nicht der Fall. Gerade in dem Bereich sind wir beim Ausverhandeln von diversesten Dingen, und vertagt wurde auch deshalb, weil wir im Hintergrund daran arbeiten, einen entsprechenden Antrag der Regierungsparteien einzubringen. (Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) – Danke.
Beifall bei den Grünen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Entschuldigung, ich bitte um Aufmerksamkeit! In den letzten Minuten werden wir ja noch so viel Disziplin aufbringen können, dass wir der Rednerin zuhören. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Scherak: Die klatscht, die progressive ÖVP!
In diesem Sinne: Ja, danke für die Anregungen, danke auch für die Oppositionsarbeit, die, wie ich finde, in diesem Parlament ganz, ganz wichtig ist; aber nein, es stimmt nicht, dass die zwei Regierungsparteien das schlicht ignorieren. Im Gegenteil, wir nehmen das auf, wir verhandeln das. Und ja, es ist nicht immer einfach, das stimmt – wir wissen, wo ÖVP und Grüne jeweils in den einzelnen Bereichen stehen. Manchmal erfordert das ein wenig Zeit – aber geben Sie uns diese Zeit! Ich bin mir sicher, es wird progressiver als in den letzten Jahrzehnten werden. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Scherak: Die klatscht, die progressive ÖVP!)
Abg. Martin Graf: Das ist ja eine massive Kritik! Der Minister wird aufgefordert, seine Arbeit aufzunehmen! Das ist eine massive Kritik am Bundesminister! Da könnt ihr ja gleich einen Misstrauensantrag stellen!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Bundesministerin! (Abg. Martin Graf: Das ist ja eine massive Kritik! Der Minister wird aufgefordert, seine Arbeit aufzunehmen! Das ist eine massive Kritik am Bundesminister! Da könnt ihr ja gleich einen Misstrauensantrag stellen!)
Abg. Martin Graf: Ich muss ja den Bundesminister verteidigen! Der macht schon seinen Job!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Graf, wenn Sie sich zu Wort melden wollen, dann bitte ich Sie ans Rednerpult. (Abg. Martin Graf: Ich muss ja den Bundesminister verteidigen! Der macht schon seinen Job!) Herr Graf, das ist nicht notwendig. Bitte, das Rednerpult ist jederzeit für Sie frei.
Abg. Martin Graf: Ich muss den Minister verteidigen!
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (fortsetzend): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Martin Graf: Ich muss den Minister verteidigen!) Ich bedanke mich bei Abgeordneter Ernst-Dziedzic dafür, dass sie diesen Entschließungsantrag eingebracht hat.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Meine Damen und Herren! Menschenrechte sind unteilbar, und wir sollten alles dafür tun, dass sie universell weltweit durchgesetzt werden. Das ist unsere Positionierung, und da brauchen wir von niemandem Zurufe. Menschenwürde hat in allen Parteiprogrammen der Österreichischen Volkspartei einen ganz zentralen Platz, sie steht in der Mitte unserer Arbeit (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), und wir lassen uns da von niemandem auch nur in irgendeine Schachtel, in ein Kastl rücken, meine
Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Damen und Herren. Wir sind da richtig und durchaus fortschrittlich positioniert. (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wenn Sie glauben, dass die SPÖ vorne ist, dann irren Sie sich gewaltig (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), das sage ich Ihnen, Kollege Leichtfried. (Abg. Leichtfried: Das war der Kollege Matznetter, der ... hat!) Sie sind in vielen Bereichen weit hintennach!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Damen und Herren. Wir sind da richtig und durchaus fortschrittlich positioniert. (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wenn Sie glauben, dass die SPÖ vorne ist, dann irren Sie sich gewaltig (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), das sage ich Ihnen, Kollege Leichtfried. (Abg. Leichtfried: Das war der Kollege Matznetter, der ... hat!) Sie sind in vielen Bereichen weit hintennach!
Abg. Leichtfried: Das war der Kollege Matznetter, der ... hat!
Damen und Herren. Wir sind da richtig und durchaus fortschrittlich positioniert. (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wenn Sie glauben, dass die SPÖ vorne ist, dann irren Sie sich gewaltig (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), das sage ich Ihnen, Kollege Leichtfried. (Abg. Leichtfried: Das war der Kollege Matznetter, der ... hat!) Sie sind in vielen Bereichen weit hintennach!
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Wenn wir mit der SPÖ jetzt darüber diskutieren müssen, dass wir heute hier über den gewaltsamen Tod von George Floyd – und da geht es um brutalen Rassismus – reden (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dann widersprechen Sie sich wieder einmal. Es war Ihre Parteivorsitzende, die veranlasst hat – wofür ihr zu danken ist –, dass wir uns in einer eigenen Ausschusssitzung ausführlich mit diesem Thema beschäftigt haben. Wir diskutieren das Thema weiter – jetzt passt es Ihnen wieder nicht, Frau Kollegin Heinisch-Hosek. Also bei Ihnen ist es wirklich nicht einfach, sage ich Ihnen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Es ist wirklich nicht einfach! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Wenn wir mit der SPÖ jetzt darüber diskutieren müssen, dass wir heute hier über den gewaltsamen Tod von George Floyd – und da geht es um brutalen Rassismus – reden (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dann widersprechen Sie sich wieder einmal. Es war Ihre Parteivorsitzende, die veranlasst hat – wofür ihr zu danken ist –, dass wir uns in einer eigenen Ausschusssitzung ausführlich mit diesem Thema beschäftigt haben. Wir diskutieren das Thema weiter – jetzt passt es Ihnen wieder nicht, Frau Kollegin Heinisch-Hosek. Also bei Ihnen ist es wirklich nicht einfach, sage ich Ihnen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Es ist wirklich nicht einfach! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir mit der SPÖ jetzt darüber diskutieren müssen, dass wir heute hier über den gewaltsamen Tod von George Floyd – und da geht es um brutalen Rassismus – reden (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), dann widersprechen Sie sich wieder einmal. Es war Ihre Parteivorsitzende, die veranlasst hat – wofür ihr zu danken ist –, dass wir uns in einer eigenen Ausschusssitzung ausführlich mit diesem Thema beschäftigt haben. Wir diskutieren das Thema weiter – jetzt passt es Ihnen wieder nicht, Frau Kollegin Heinisch-Hosek. Also bei Ihnen ist es wirklich nicht einfach, sage ich Ihnen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Es ist wirklich nicht einfach! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Danke für die ...!
Was da durch diese Polizeigewalt, durch diese rassistische Polizeigewalt passiert ist, das darf uns nicht kaltlassen. Da müssen wir Verständnis aufbringen, wenn die Menschen auf die Straße gehen. Wir sollten diese friedvollen Demonstrationen sehr ernst nehmen. Gleichzeitig muss man natürlich sagen, dass es kein Verständnis für Gewaltexzesse geben kann. Mich hat aber schon berührt, dass in Europa und auch hier in Wien so viele Menschen bereit sind, sich hinzustellen und ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen. (Abg. Matznetter: Danke für die ...!) – Kollege Matznetter, Sie können gerne diesem Antrag zustimmen.
Abg. Weidinger hält ein Exemplar des Berichts in die Höhe
den wir heute erhalten haben und der das aufzeigt (Abg. Weidinger hält ein Exemplar des Berichts in die Höhe); ein Kollege zeigt ihn gerade und hält ihn in die Höhe –, unser Parlament hat im letzten Jahr diesen Fragen – und das sage ich in Richtung NEOS – ganz breiten und großen Raum gewidmet, und das sollte auch die Opposition zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
den wir heute erhalten haben und der das aufzeigt (Abg. Weidinger hält ein Exemplar des Berichts in die Höhe); ein Kollege zeigt ihn gerade und hält ihn in die Höhe –, unser Parlament hat im letzten Jahr diesen Fragen – und das sage ich in Richtung NEOS – ganz breiten und großen Raum gewidmet, und das sollte auch die Opposition zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Schnedlitz: Das ist ja lächerlich!
Ja, die Weltöffentlichkeit ist schockiert über den grauenhaften Tod des Afroamerikaners George Floyd, das ist schon richtig, nur: Das, wozu US-Präsident Trump die Bundesbeamten angewiesen hat, nämlich Tränengas und Gummigeschosse gegen Amerikaner, die friedlich protestieren, einzusetzen (Abg. Schnedlitz: Das ist ja lächerlich!), das sind aus unserer Sicht Maßnahmen, die nicht in die richtige Richtung gehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, die Weltöffentlichkeit ist schockiert über den grauenhaften Tod des Afroamerikaners George Floyd, das ist schon richtig, nur: Das, wozu US-Präsident Trump die Bundesbeamten angewiesen hat, nämlich Tränengas und Gummigeschosse gegen Amerikaner, die friedlich protestieren, einzusetzen (Abg. Schnedlitz: Das ist ja lächerlich!), das sind aus unserer Sicht Maßnahmen, die nicht in die richtige Richtung gehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Oder: Drohungen, Soldaten gegen die Protestierenden einzusetzen. – Diese Gewaltandrohungen sind aufs Schärfste zurückzuweisen. Der Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Demonstrationsrecht dürfen nicht eingeschränkt werden. Die Ausübung staatlicher Macht hat den Menschenrechten und der Rechtsstaatlichkeit zu entsprechen. Dazu muss es eine klare Positionierung der Bundesregierung und auch der Europäischen Union geben, nämlich: Dieses Vorgehen des US-Präsidenten ist aufs Schärfste zu verurteilen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich komme jetzt noch auf das zweite Thema unter diesem Tagesordnungspunkt zu sprechen. Es geht um die Diskriminierung von LGBTIQ-Personen. Seit mehr als zehn Jahren – habe ich recherchiert – wird hier im Hohen Haus immer wieder über dieses Thema, nämlich über die Gleichstellung von LGBTIQ-Personen im privaten Bereich, diskutiert, und es hat sich jetzt für mich erschlossen, dass die ÖVP immer noch in einer Scheinwelt lebt, in der es Vater, Mutter, Kind und sonst keine Zusammenlebensformen gibt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist immer an der ÖVP gescheitert, dass man diesen Menschen, dieser Personengruppe, Diskriminierungsschutz zukommen lässt. In der Arbeitswelt ist das inzwischen gelungen, aber im Bereich Dienstleistungen und beim Zugang zu Gütern ist das immer noch nicht gegeben. Wachen Sie auf und stellen Sie sich der Realität! 35 Prozent der Menschen geben an, dass sie außerhalb der Arbeitswelt Diskriminierung erfahren haben. Für junge Menschen, die eine Wohnung suchen, ist es in der Zwischenzeit leider traurige Normalität geworden, dass sie bei einer Besichtigung einer Wohnung nach ihrer Sexualität und sexuellen Orientierung gefragt werden. – Ich meine, was soll denn das in der heutigen Zeit?! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Es braucht jetzt Maßnahmen für eine echte Gleichstellung in allen Bereichen des Lebens, stoppen wir diese Ungleichbehandlung! Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mich irre, was die Haltung der ÖVP betrifft. Belehren Sie mich eines Besseren, ich wäre sehr froh! Stimmen Sie dem zu, damit wir gemeinsam die Ungleichbehandlung stoppen und uns für eine offene, bunte Welt einsetzen können, in der alle Menschen ihren Platz frei wählen können! In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen restlichen Happy Pride Month! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Abg. Shetty: Haben Sie die Schilder gesehen beim Marsch für Jesus?
Herr Kollege Shetty, Sie haben den Marsch für Jesus 2016 und die Anwesenheit des Kanzlers erwähnt. Sie haben gesagt, das war die Gegenveranstaltung zur Regenbogenparade. Ich berichtige tatsächlich, das war damals so: Die Organisatoren hatten den Marsch für Jesus bereits angemeldet und den ganzen Ring für sich reserviert. Dann kam die Anfrage der Regenbogenparade, man brauche den Ring, und die Organisatoren für den Marsch für Jesus haben gesagt: Wir sind nicht gegen jemanden, wir machen Platz!, und haben Platz gemacht, damit die Regenbogenparade stattfinden kann. – Das waren die Organisatoren im Jahr 2016. (Abg. Shetty: Haben Sie die Schilder gesehen beim Marsch für Jesus?) – Herr Kollege, das ist eine Tatsache. Ich erzähle Ihnen das, Sie müssen es so zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Kollege Shetty, Sie haben den Marsch für Jesus 2016 und die Anwesenheit des Kanzlers erwähnt. Sie haben gesagt, das war die Gegenveranstaltung zur Regenbogenparade. Ich berichtige tatsächlich, das war damals so: Die Organisatoren hatten den Marsch für Jesus bereits angemeldet und den ganzen Ring für sich reserviert. Dann kam die Anfrage der Regenbogenparade, man brauche den Ring, und die Organisatoren für den Marsch für Jesus haben gesagt: Wir sind nicht gegen jemanden, wir machen Platz!, und haben Platz gemacht, damit die Regenbogenparade stattfinden kann. – Das waren die Organisatoren im Jahr 2016. (Abg. Shetty: Haben Sie die Schilder gesehen beim Marsch für Jesus?) – Herr Kollege, das ist eine Tatsache. Ich erzähle Ihnen das, Sie müssen es so zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zweitens, Herr Kollege Shetty: Sie haben nicht nur mit einem Tweet aus dem Ausschuss Falschmeldungen gebracht, wie Herr Kollege Marchetti schon erklärt hat, sondern Sie haben auch ein Zitat von mir aus dem Ausschuss falsch wiedergegeben und es als wörtlich ausgegeben. Das ist dann auf Webseiten aufgetaucht. Ich habe mich wehren müssen, ich habe mich dort beschwert, ich habe sogar einen Anwalt einschalten müssen, dann hat man das wieder zurückgenommen, und Sie haben sich bei mir entschuldigt. Ich nehme diese Entschuldigung an, aber ich möchte doch Ihre Methoden hinterfragen. Muss man wörtliche Zitate aus Ausschüssen, die der Betreffende selbst nicht weitergibt, die noch dazu falsch sind, verbreiten oder können wir uns unter Erwachsenen treffen, unsere Meinungen rund um eine Sache austauschen und gemeinsam für wichtige Anliegen Politik machen? (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
Ein letzter Punkt: Man hat sich heute mehrfach – auch Kollege Shetty, aber auch andere Kollegen – über Menschen, die beten, lustig gemacht. Ich möchte jetzt einmal darauf hinweisen, dass sich in diesem Land 7 Millionen Menschen zu unterschiedlichen Religionsgemeinschaften bekennen, und ihnen ist das Thema Gebet wichtig. Der Bundeskanzler wollte nicht, dass für ihn gebetet wird, es war nicht so ausgemacht, und er hat das auch mehrfach klargestellt, aber dass es in diesem Land viele Menschen gibt, denen ihre Religion wichtig ist, das kann man nicht abstreiten, und ich wünsche mir hier für diese Menschen auch Respekt, denn Menschenrechte betreffen auch die Religionsfreiheit. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht, aber Respekt und Toleranz betreffen nicht nur die besprochenen Communitys, sondern auch Menschen, denen diese Dinge wichtig sind, und ich bitte das Hohe Haus, über diese Menschen nicht mehr so respektlos zu reden, wie das heute mehrfach geschehen ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Also zum ersten Punkt – vielleicht trennen wir diese beiden Punkte –: Was tatsächlich stimmt, ist – wo ist Frau Kollegin Kugler? –, dass wir vergangene Woche telefoniert haben. Das stimmt. Ich habe zwar kein Zitat von Ihnen weitergegeben, aber ich habe im Kontext etwas aus dem Ausschuss mit einem Journalisten besprochen. Nennen wir es einen Anfängerfehler eines neuen Abgeordneten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Ich glaube, es ist kein Kapitalverbrechen, dass man etwas im Kontext aus einem Ausschuss auch nach außen trägt.
Abg. Scherak: Ist er ja nicht!
Ich habe die Ansicht, das habe ich Ihnen auch gesagt, dass man zu dem, was man im Ausschuss sagt – natürlich ist ein Ausschuss vertraulich (Abg. Scherak: Ist er ja nicht!); das ist übrigens auch etwas, was wir ändern möchten –, dass man zu der politischen Überzeugung ja auch grundsätzlich stehen können muss.
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie der Abg. Blimlinger. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich respektiere sie, aber Sie trauen sich nicht, öffentlich dazu zu stehen. (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie der Abg. Blimlinger. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Das tut sie eh!
Sie haben überraschenderweise nicht Ihre Aussage zu Polygamie und zur Geschwisterehe berichtigt. Sie haben sie nicht berichtigt, weil sie auch nicht berichtigenswert ist, weil sie nämlich so getätigt wurde. Stehen Sie zu Ihren Aussagen! Stehen Sie zu Ihren Haltungen! (Abg. Wöginger: Das tut sie eh!)
Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller
Die Leute sollen das wissen, die Menschen in Österreich (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller), die 2015 zu 67 Prozent die Ehe für alle befürwortet haben. Sie haben ja in unserem Telefonat auch gesagt, Sie sind eine Volkspartei und Sie vertreten das Interesse des Volkes. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Volk hat damals zu mehr als zwei Dritteln die Öffnung der Ehe befürwortet und nicht solche Aussagen, wie Sie sie getätigt haben. (Abg. Wöginger: Aber ein Drittel hat es nicht gemacht!) Stehen Sie zu Ihren Aussagen, damit die Menschen, die Sie wählen, auch wissen, wen sie wählen! (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie der Abg. Tomaselli. – Abg. Martin Graf: Eine Beziehungskiste der besonderen Art!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Die Leute sollen das wissen, die Menschen in Österreich (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller), die 2015 zu 67 Prozent die Ehe für alle befürwortet haben. Sie haben ja in unserem Telefonat auch gesagt, Sie sind eine Volkspartei und Sie vertreten das Interesse des Volkes. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Volk hat damals zu mehr als zwei Dritteln die Öffnung der Ehe befürwortet und nicht solche Aussagen, wie Sie sie getätigt haben. (Abg. Wöginger: Aber ein Drittel hat es nicht gemacht!) Stehen Sie zu Ihren Aussagen, damit die Menschen, die Sie wählen, auch wissen, wen sie wählen! (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie der Abg. Tomaselli. – Abg. Martin Graf: Eine Beziehungskiste der besonderen Art!)
Abg. Wöginger: Aber ein Drittel hat es nicht gemacht!
Die Leute sollen das wissen, die Menschen in Österreich (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller), die 2015 zu 67 Prozent die Ehe für alle befürwortet haben. Sie haben ja in unserem Telefonat auch gesagt, Sie sind eine Volkspartei und Sie vertreten das Interesse des Volkes. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Volk hat damals zu mehr als zwei Dritteln die Öffnung der Ehe befürwortet und nicht solche Aussagen, wie Sie sie getätigt haben. (Abg. Wöginger: Aber ein Drittel hat es nicht gemacht!) Stehen Sie zu Ihren Aussagen, damit die Menschen, die Sie wählen, auch wissen, wen sie wählen! (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie der Abg. Tomaselli. – Abg. Martin Graf: Eine Beziehungskiste der besonderen Art!)
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie der Abg. Tomaselli. – Abg. Martin Graf: Eine Beziehungskiste der besonderen Art!
Die Leute sollen das wissen, die Menschen in Österreich (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller), die 2015 zu 67 Prozent die Ehe für alle befürwortet haben. Sie haben ja in unserem Telefonat auch gesagt, Sie sind eine Volkspartei und Sie vertreten das Interesse des Volkes. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Volk hat damals zu mehr als zwei Dritteln die Öffnung der Ehe befürwortet und nicht solche Aussagen, wie Sie sie getätigt haben. (Abg. Wöginger: Aber ein Drittel hat es nicht gemacht!) Stehen Sie zu Ihren Aussagen, damit die Menschen, die Sie wählen, auch wissen, wen sie wählen! (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie der Abg. Tomaselli. – Abg. Martin Graf: Eine Beziehungskiste der besonderen Art!)