Eckdaten:
Für die 257. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 667 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall der Abgeordneten Holzleitner und Matznetter.
Ich möchte an dieser Stelle auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ÖBB, die dies durch ihren Einsatz ermöglicht haben, ein herzliches Danke sagen. (Beifall der Abgeordneten Holzleitner und Matznetter.) – Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ÖBB verdienen sich einen Applaus.
Abg. Hörl: Aha! So geht das!
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Zuerst darf ich Ihnen versichern, dass ich mit Robert Habeck oft gesprochen habe, aber Robert Habeck ist – das ist wie in Österreich, wo manche Vorschläge, die ich mache, auch anders ausfallen würden, wenn ich die Entscheidung allein treffen könnte – in einer Koalition. Insofern würde ich Sie gerne ersuchen, bei Ihrer Schwesterpartei, die dort den Bundeskanzler stellt (Abg. Hörl: Aha! So geht das!), unsere Forderung zu unterstützen. Das würde helfen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hörl: Das könnte ich auch oft sagen, Frau Gewessler! – Abg. Matznetter: Das war nicht meine Frage!) – Ich weiß. Ich beantworte natürlich auch die Frage, aber ich verbinde sie mit einer Bitte. (Abg. Leichtfried: Jetzt ist der Kollege Hörl ...!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hörl: Das könnte ich auch oft sagen, Frau Gewessler! – Abg. Matznetter: Das war nicht meine Frage!
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Zuerst darf ich Ihnen versichern, dass ich mit Robert Habeck oft gesprochen habe, aber Robert Habeck ist – das ist wie in Österreich, wo manche Vorschläge, die ich mache, auch anders ausfallen würden, wenn ich die Entscheidung allein treffen könnte – in einer Koalition. Insofern würde ich Sie gerne ersuchen, bei Ihrer Schwesterpartei, die dort den Bundeskanzler stellt (Abg. Hörl: Aha! So geht das!), unsere Forderung zu unterstützen. Das würde helfen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hörl: Das könnte ich auch oft sagen, Frau Gewessler! – Abg. Matznetter: Das war nicht meine Frage!) – Ich weiß. Ich beantworte natürlich auch die Frage, aber ich verbinde sie mit einer Bitte. (Abg. Leichtfried: Jetzt ist der Kollege Hörl ...!)
Abg. Leichtfried: Jetzt ist der Kollege Hörl ...!
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Zuerst darf ich Ihnen versichern, dass ich mit Robert Habeck oft gesprochen habe, aber Robert Habeck ist – das ist wie in Österreich, wo manche Vorschläge, die ich mache, auch anders ausfallen würden, wenn ich die Entscheidung allein treffen könnte – in einer Koalition. Insofern würde ich Sie gerne ersuchen, bei Ihrer Schwesterpartei, die dort den Bundeskanzler stellt (Abg. Hörl: Aha! So geht das!), unsere Forderung zu unterstützen. Das würde helfen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hörl: Das könnte ich auch oft sagen, Frau Gewessler! – Abg. Matznetter: Das war nicht meine Frage!) – Ich weiß. Ich beantworte natürlich auch die Frage, aber ich verbinde sie mit einer Bitte. (Abg. Leichtfried: Jetzt ist der Kollege Hörl ...!)
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Lukas Hammer: ... Populismus!
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Wäre das Geld in Klimaschutzmaßnahmen geflossen: Kann man sagen, wie viele Tonnen CO2 dann hätten eingespart werden können? (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Lukas Hammer: ... Populismus!)
Heiterkeit der Rednerin
China stellt sich darauf ein, die USA stellen sich darauf ein. Wenn wir in Europa nicht unseren Nokia-Moment, wie ich es einmal ausgedrückt habe (Heiterkeit der Rednerin), erleben wollen, nämlich einen Technologiesprung zu versäumen, dann muss sich auch Europa auf diesen Weg machen. Die Autoindustrie dabei bestmöglich zu unterstützen sehe ich als unsere gemeinsame Aufgabe. Weltweit ist jedes fünfte neu zugelassene Auto ein E-Auto – weltweit! Das hat sich in einer Geschwindigkeit gesteigert, dass uns gerade die Technologie überholt. Insofern sprechen auch die Zulassungszahlen dafür. In Österreich wurden im Jahr 2023 mehr Elektroautos als Dieselverbrenner neu zugelassen. Es ist wirklich wichtig, dass wir die Zeichen der Zeit richtig lesen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: Danke!
Wir haben in den letzten vier Jahren in diesem Haus gemeinsam gezeigt, wir können im Klimaschutz vorankommen, wir können die Emissionen reduzieren. Wir haben bis 2030 noch etwas zu tun, denn wir haben in unserem Plan noch eine Lücke. Ich lade Sie gerne dazu ein, beim Schließen dieser Lücke mitzuhelfen. Ich bin für alle Vorschläge, mittels denen Emissionen reduziert werden können, die bis 2030 wirken, sehr, sehr offen, denn es geht eben genau darum, Ausgleichszahlungen zu verhindern und die Klimaziele auch tatsächlich zu erreichen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: Danke!)
Abg. Holzleitner: Zur ÖVP sagen! – Heiterkeit bei Grünen und SPÖ sowie der Rednerin.
Interessanterweise ist bei dem Schwerpunkt Biomasse auch der Umgang mit Boden, sogar in Richtung Biodiversität, erwähnt, was ich fantastisch finde – diese Interdisziplinarität der Strategie. Da würde mich interessieren, wie man Infrastruktur und Biodiversität besser vernetzt. Was könnten Sie allenfalls zur ÖV- - (Abg. Holzleitner: Zur ÖVP sagen! – Heiterkeit bei Grünen und SPÖ sowie der Rednerin.) – Die Biodiversität und die ÖVP, das wäre auch eine spannende Frage, ich meine aber die ÖBB: ÖBB und Biodiversität.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Eine gute Frage!
Meine Frage dahin gehend wäre jetzt: Ist es zutreffend, dass sich die ÖVP-geführten Ministerien im Prozess zum Nationalen Energie- und Klimaplan dafür eingesetzt haben, zur Vermeidung dieser Strafzahlungen lieber CO2-Zertifikate zu kaufen, als Maßnahmen zu setzen? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Krainer: Eine gute Frage!)
Abg. Krainer: Die Frage haben Sie aber nicht beantwortet! Die war sehr klar!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Die nächste Anfrage, 329/M, stellt Abgeordneter Schmuckenschlager. – Bitte sehr. (Abg. Krainer: Die Frage haben Sie aber nicht beantwortet! Die war sehr klar!) 10.07.59
Abg. Schmuckenschlager: Nein, das war es!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zusatzfrage, Herr Abgeordneter Schmuckenschlager? (Abg. Schmuckenschlager: Nein, das war es!) – Passt.
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben öffentlich erklärt, Gesetzesbruch zu begehen und den Ausbau dieser Schnellstraße zu verhindern. Das ist Gesetzesbruch mit Anlauf! Ich frage mich, wie Sie das mit Ihrem Amtseid vereinbaren können. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
(Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
wieder ganz klar sagen: Ich bewege mich, auch gutachterlich abgesichert, im Rahmen meiner gesetzlichen Kompetenzen mit der Evaluierung des Asfinag-Bauprogramms. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir müssen halt mit der Evaluierung auch feststellen, nicht alles, was vor 20, 30 Jahren eine gute Idee war, ist es heute noch. (Beifall bei den Grünen.) Deswegen auch hier wieder: Völlig auf Basis der gesetzlich vorgeschriebenen Vorgehensweise läuft derzeit eine strategische Prüfung Verkehr. (Abg. Stöger: Ist nicht vorgesehen!) Wie Sie wissen, ist die strategische Prüfung Verkehr die Voraussetzung, um den Abschnitt aus dem Bundesstraßengesetz auch letztgültig herauszunehmen.
Abg. Stöger: Ist nicht vorgesehen!
Wir müssen halt mit der Evaluierung auch feststellen, nicht alles, was vor 20, 30 Jahren eine gute Idee war, ist es heute noch. (Beifall bei den Grünen.) Deswegen auch hier wieder: Völlig auf Basis der gesetzlich vorgeschriebenen Vorgehensweise läuft derzeit eine strategische Prüfung Verkehr. (Abg. Stöger: Ist nicht vorgesehen!) Wie Sie wissen, ist die strategische Prüfung Verkehr die Voraussetzung, um den Abschnitt aus dem Bundesstraßengesetz auch letztgültig herauszunehmen.
Abg. Michael Hammer: Der Republik!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Frau Bundesministerin, wir brauchen Regierungsmitglieder, die sich an die Gesetze dieses Nationalrates halten. (Abg. Michael Hammer: Der Republik!) Das ist das Entscheidende. Die Gesetze sind einzuhalten, und wenn man der Meinung ist, ein Gesetz passt nicht mehr, dann muss die Regierung einen Änderungsantrag einbringen. (Beifall bei der SPÖ.) Und solange ein solcher nicht eingebracht ist, hat sich ein Regierungsmitglied an die Gesetze zu halten. Punkt.
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Frau Bundesministerin, wir brauchen Regierungsmitglieder, die sich an die Gesetze dieses Nationalrates halten. (Abg. Michael Hammer: Der Republik!) Das ist das Entscheidende. Die Gesetze sind einzuhalten, und wenn man der Meinung ist, ein Gesetz passt nicht mehr, dann muss die Regierung einen Änderungsantrag einbringen. (Beifall bei der SPÖ.) Und solange ein solcher nicht eingebracht ist, hat sich ein Regierungsmitglied an die Gesetze zu halten. Punkt.
Abg. Stöger: Nein, die gibt es nicht!
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Ich darf noch einmal unterstreichen, dass ich mich selbstverständlich an alle gesetzlichen Vorgaben halte, wie zum Beispiel die strategische Prüfung Verkehr es voraus- - (Abg. Stöger: Nein, die gibt es nicht!) Die ist gesetzlich vorgesehen. (Abg. Stöger: Die ist nicht vorgesehen! Ist nicht vorgesehen!) Ich darf nachher gerne auch den entsprechenden Gesetzesparagrafen vorlegen. Das ist eine andere Situation als damals bei der Wiener Stadtstraße, da hat der Gesetzgeber in der Zwischenzeit das Gesetz geändert.
Abg. Stöger: Die ist nicht vorgesehen! Ist nicht vorgesehen!
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Ich darf noch einmal unterstreichen, dass ich mich selbstverständlich an alle gesetzlichen Vorgaben halte, wie zum Beispiel die strategische Prüfung Verkehr es voraus- - (Abg. Stöger: Nein, die gibt es nicht!) Die ist gesetzlich vorgesehen. (Abg. Stöger: Die ist nicht vorgesehen! Ist nicht vorgesehen!) Ich darf nachher gerne auch den entsprechenden Gesetzesparagrafen vorlegen. Das ist eine andere Situation als damals bei der Wiener Stadtstraße, da hat der Gesetzgeber in der Zwischenzeit das Gesetz geändert.
Abg. Michael Hammer: Nach der Wahl oder wie?
Also eine strategische Prüfung Verkehr ist die Voraussetzung für die Vorlage eines entsprechenden Beschlusses und eine Zuweisung an den Nationalrat. In dieser strategischen Prüfung Verkehr findet auch die Alternativenausarbeitung statt. Derzeitiger Zeitplan ist, dass wir das noch in diesem Jahr abschließen wollen. (Abg. Michael Hammer: Nach der Wahl oder wie?) Wie gesagt, ich kann nur alle zur Mitarbeit einladen.
Abg. Michael Hammer: Super, Schnabel!
Richtung Wasserstoff dabei, die über die unterschiedlichen TRL-Levels von der Forschung bis zur Umsetzung eine durchgängige Förderung ermöglichen. Ich glaube, was da gelungen ist, lässt sich herzeigen. (Abg. Michael Hammer: Super, Schnabel!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich darf mich recht herzlich bei Frau Ministerin Gewessler bedanken. Es ist gelungen, alle Fragen umfassend zu beantworten. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie der Abg. Künsberg Sarre.
Abgeordneter Dr. Christian Stocker (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Meine verehrten Zuseherinnen und Zuseher, die diese Sitzung hier im Saal oder auch von zu Hause verfolgen! Vorweg darf ich die Vertreterinnen und Vertreter des Seniorenbundes Weitra sehr herzlich im Hohen Haus begrüßen. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie der Abg. Künsberg Sarre.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Prammer.
Allerdings ist dieser Respekt, den wir diesem Instrument entgegenbringen, etwas, das man auch von jenen, die diese Volksbegehren initiieren, einfordern kann. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Prammer.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Abg. Schnedlitz: Man hört ... dass es so wichtig ist!
In der Regel sind diese Volksbegehren in der Sache begründet und haben auch einen sachlichen Hintergrund: einen Gesetzeswunsch, der hier im Hohen Haus diskutiert und beraten werden soll. Bei diesem Volksbegehren ist es etwas anders, weil es einen ganz persönlichen Hintergrund hat: Nehammer muss weg. Das heißt, in der Begründung des Volksbegehrens wird zwar angegebenen, dass im Wege der direkten Demokratie auch ein Bundeskanzler gewählt oder abgewählt werden können soll, aber das hat ja mit Karl Nehammer an sich nichts zu tun (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Abg. Schnedlitz: Man hört ... dass es so wichtig ist!), sondern dann wäre erwartbar gewesen, dass dieses Volksbegehren heißt: Direktwahl des Bundeskanzlers. (Abg. Kickl: Das ist ein bisscherl schief – so wie euer U-Ausschuss!) – Ja, ich weiß schon. (Abg. Kickl – erheitert –: Na ja! – Abg. Belakowitsch: Warum der Nehammer weg muss, das steht schon drinnen, warum genau!) Ich komme dann noch auf die FPÖ, die Freunde Putins in Österreich, zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl – erheitert –: Ja, ja! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Ihr kriegts einen Putin-Verfolgungswahn, oder?)
Abg. Kickl: Das ist ein bisscherl schief – so wie euer U-Ausschuss!
In der Regel sind diese Volksbegehren in der Sache begründet und haben auch einen sachlichen Hintergrund: einen Gesetzeswunsch, der hier im Hohen Haus diskutiert und beraten werden soll. Bei diesem Volksbegehren ist es etwas anders, weil es einen ganz persönlichen Hintergrund hat: Nehammer muss weg. Das heißt, in der Begründung des Volksbegehrens wird zwar angegebenen, dass im Wege der direkten Demokratie auch ein Bundeskanzler gewählt oder abgewählt werden können soll, aber das hat ja mit Karl Nehammer an sich nichts zu tun (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Abg. Schnedlitz: Man hört ... dass es so wichtig ist!), sondern dann wäre erwartbar gewesen, dass dieses Volksbegehren heißt: Direktwahl des Bundeskanzlers. (Abg. Kickl: Das ist ein bisscherl schief – so wie euer U-Ausschuss!) – Ja, ich weiß schon. (Abg. Kickl – erheitert –: Na ja! – Abg. Belakowitsch: Warum der Nehammer weg muss, das steht schon drinnen, warum genau!) Ich komme dann noch auf die FPÖ, die Freunde Putins in Österreich, zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl – erheitert –: Ja, ja! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Ihr kriegts einen Putin-Verfolgungswahn, oder?)
Abg. Kickl – erheitert –: Na ja! – Abg. Belakowitsch: Warum der Nehammer weg muss, das steht schon drinnen, warum genau!
In der Regel sind diese Volksbegehren in der Sache begründet und haben auch einen sachlichen Hintergrund: einen Gesetzeswunsch, der hier im Hohen Haus diskutiert und beraten werden soll. Bei diesem Volksbegehren ist es etwas anders, weil es einen ganz persönlichen Hintergrund hat: Nehammer muss weg. Das heißt, in der Begründung des Volksbegehrens wird zwar angegebenen, dass im Wege der direkten Demokratie auch ein Bundeskanzler gewählt oder abgewählt werden können soll, aber das hat ja mit Karl Nehammer an sich nichts zu tun (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Abg. Schnedlitz: Man hört ... dass es so wichtig ist!), sondern dann wäre erwartbar gewesen, dass dieses Volksbegehren heißt: Direktwahl des Bundeskanzlers. (Abg. Kickl: Das ist ein bisscherl schief – so wie euer U-Ausschuss!) – Ja, ich weiß schon. (Abg. Kickl – erheitert –: Na ja! – Abg. Belakowitsch: Warum der Nehammer weg muss, das steht schon drinnen, warum genau!) Ich komme dann noch auf die FPÖ, die Freunde Putins in Österreich, zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl – erheitert –: Ja, ja! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Ihr kriegts einen Putin-Verfolgungswahn, oder?)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl – erheitert –: Ja, ja! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Ihr kriegts einen Putin-Verfolgungswahn, oder?
In der Regel sind diese Volksbegehren in der Sache begründet und haben auch einen sachlichen Hintergrund: einen Gesetzeswunsch, der hier im Hohen Haus diskutiert und beraten werden soll. Bei diesem Volksbegehren ist es etwas anders, weil es einen ganz persönlichen Hintergrund hat: Nehammer muss weg. Das heißt, in der Begründung des Volksbegehrens wird zwar angegebenen, dass im Wege der direkten Demokratie auch ein Bundeskanzler gewählt oder abgewählt werden können soll, aber das hat ja mit Karl Nehammer an sich nichts zu tun (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch – Abg. Schnedlitz: Man hört ... dass es so wichtig ist!), sondern dann wäre erwartbar gewesen, dass dieses Volksbegehren heißt: Direktwahl des Bundeskanzlers. (Abg. Kickl: Das ist ein bisscherl schief – so wie euer U-Ausschuss!) – Ja, ich weiß schon. (Abg. Kickl – erheitert –: Na ja! – Abg. Belakowitsch: Warum der Nehammer weg muss, das steht schon drinnen, warum genau!) Ich komme dann noch auf die FPÖ, die Freunde Putins in Österreich, zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl – erheitert –: Ja, ja! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Ihr kriegts einen Putin-Verfolgungswahn, oder?)
Abgeordnete der FPÖ halten Tafeln in die Höhe, die Fotos zeigen, auf denen zum einen Wladimir Putin und Bundesministerin Edtstadler und zum anderen Jan Marsalek und Präsident Sobotka zu sehen sind. – Rufe bei der FPÖ: Ja, ja, so schau ma aus! – Abg. Kickl: Freundin Putins in Österreich, in den russischen Nationalfarben!
Dass Ihnen das gefällt, glaube ich schon, denn eine der Begründungen in diesem Volksbegehren war ja, der Bundeskanzler habe das Vertrauen Putins verspielt. Also ich weiß nicht, wer im Hohen Haus dagegen etwas haben kann – vielleicht nur die (in Richtung FPÖ), die mir da gegenübersitzen. (Abgeordnete der FPÖ halten Tafeln in die Höhe, die Fotos zeigen, auf denen zum einen Wladimir Putin und Bundesministerin Edtstadler und zum anderen Jan Marsalek und Präsident Sobotka zu sehen sind. – Rufe bei der FPÖ: Ja, ja, so schau ma aus! – Abg. Kickl: Freundin Putins in Österreich, in den russischen Nationalfarben!) – Ja, ja.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Kickl: Er wird nicht unterstützt! Sie haben Neutralität noch immer nicht verstanden!
Wer kann etwas dagegen haben, wenn man das Vertrauen Putins verspielt, eines Diktators, der das Nachbarland überfallen hat? Der wird in diesem Haus nur von Ihnen, sehr geehrter Herr Klubobmann Kickl, unterstützt und von sonst keiner Fraktion. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Kickl: Er wird nicht unterstützt! Sie haben Neutralität noch immer nicht verstanden!) Sie sind der Freund dieses Diktators in Österreich. (Abg. Kickl: Machen Sie nur so weiter!) Sie haben mit dieser Partei einen Freundschaftsvertrag. Sie stellen hier einen Antrag nach dem anderen zugunsten der Interessen Putins. (Abg. Kickl: So ein - -! Zugunsten unserer Neutralität, Herr Stocker, die in Ihre Birne nicht hineingeht! – Zwischenruf der Abg. Erasim.) Sie sind keine Freiheitliche Partei mehr. Sie sind die Partei der Freunde Putins in Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Kickl: Machen Sie nur so weiter!
Wer kann etwas dagegen haben, wenn man das Vertrauen Putins verspielt, eines Diktators, der das Nachbarland überfallen hat? Der wird in diesem Haus nur von Ihnen, sehr geehrter Herr Klubobmann Kickl, unterstützt und von sonst keiner Fraktion. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Kickl: Er wird nicht unterstützt! Sie haben Neutralität noch immer nicht verstanden!) Sie sind der Freund dieses Diktators in Österreich. (Abg. Kickl: Machen Sie nur so weiter!) Sie haben mit dieser Partei einen Freundschaftsvertrag. Sie stellen hier einen Antrag nach dem anderen zugunsten der Interessen Putins. (Abg. Kickl: So ein - -! Zugunsten unserer Neutralität, Herr Stocker, die in Ihre Birne nicht hineingeht! – Zwischenruf der Abg. Erasim.) Sie sind keine Freiheitliche Partei mehr. Sie sind die Partei der Freunde Putins in Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Kickl: So ein - -! Zugunsten unserer Neutralität, Herr Stocker, die in Ihre Birne nicht hineingeht! – Zwischenruf der Abg. Erasim.
Wer kann etwas dagegen haben, wenn man das Vertrauen Putins verspielt, eines Diktators, der das Nachbarland überfallen hat? Der wird in diesem Haus nur von Ihnen, sehr geehrter Herr Klubobmann Kickl, unterstützt und von sonst keiner Fraktion. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Kickl: Er wird nicht unterstützt! Sie haben Neutralität noch immer nicht verstanden!) Sie sind der Freund dieses Diktators in Österreich. (Abg. Kickl: Machen Sie nur so weiter!) Sie haben mit dieser Partei einen Freundschaftsvertrag. Sie stellen hier einen Antrag nach dem anderen zugunsten der Interessen Putins. (Abg. Kickl: So ein - -! Zugunsten unserer Neutralität, Herr Stocker, die in Ihre Birne nicht hineingeht! – Zwischenruf der Abg. Erasim.) Sie sind keine Freiheitliche Partei mehr. Sie sind die Partei der Freunde Putins in Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Wer kann etwas dagegen haben, wenn man das Vertrauen Putins verspielt, eines Diktators, der das Nachbarland überfallen hat? Der wird in diesem Haus nur von Ihnen, sehr geehrter Herr Klubobmann Kickl, unterstützt und von sonst keiner Fraktion. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Schwarz. – Abg. Kickl: Er wird nicht unterstützt! Sie haben Neutralität noch immer nicht verstanden!) Sie sind der Freund dieses Diktators in Österreich. (Abg. Kickl: Machen Sie nur so weiter!) Sie haben mit dieser Partei einen Freundschaftsvertrag. Sie stellen hier einen Antrag nach dem anderen zugunsten der Interessen Putins. (Abg. Kickl: So ein - -! Zugunsten unserer Neutralität, Herr Stocker, die in Ihre Birne nicht hineingeht! – Zwischenruf der Abg. Erasim.) Sie sind keine Freiheitliche Partei mehr. Sie sind die Partei der Freunde Putins in Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Erasim: Das ist scheinheilig! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP
Das Zweite, das in diesem Volksbegehren angeführt wird (Abg. Erasim: Das ist scheinheilig! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP), ist: Der Bundeskanzler muss weg (Ruf bei der FPÖ: Haben Sie den Widerruf schon vergessen, den Sie machen haben müssen?), weil er nicht direkt gewählt wurde. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Kein Bundeskanzler der Zweiten Republik wurde direkt vom Volk gewählt. (Ruf bei der ÖVP: Nicht einmal der Vokaki!) So gesehen hätte jeder Bundeskanzler weg müssen, und auch da zeigt sich, dass das, was in der Begründung angeführt wird, etwas abstrus ist. (Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!)
Ruf bei der FPÖ: Haben Sie den Widerruf schon vergessen, den Sie machen haben müssen?
Das Zweite, das in diesem Volksbegehren angeführt wird (Abg. Erasim: Das ist scheinheilig! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP), ist: Der Bundeskanzler muss weg (Ruf bei der FPÖ: Haben Sie den Widerruf schon vergessen, den Sie machen haben müssen?), weil er nicht direkt gewählt wurde. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Kein Bundeskanzler der Zweiten Republik wurde direkt vom Volk gewählt. (Ruf bei der ÖVP: Nicht einmal der Vokaki!) So gesehen hätte jeder Bundeskanzler weg müssen, und auch da zeigt sich, dass das, was in der Begründung angeführt wird, etwas abstrus ist. (Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!)
Zwischenruf der Abg. Erasim.
Das Zweite, das in diesem Volksbegehren angeführt wird (Abg. Erasim: Das ist scheinheilig! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP), ist: Der Bundeskanzler muss weg (Ruf bei der FPÖ: Haben Sie den Widerruf schon vergessen, den Sie machen haben müssen?), weil er nicht direkt gewählt wurde. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Kein Bundeskanzler der Zweiten Republik wurde direkt vom Volk gewählt. (Ruf bei der ÖVP: Nicht einmal der Vokaki!) So gesehen hätte jeder Bundeskanzler weg müssen, und auch da zeigt sich, dass das, was in der Begründung angeführt wird, etwas abstrus ist. (Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!)
Ruf bei der ÖVP: Nicht einmal der Vokaki!
Das Zweite, das in diesem Volksbegehren angeführt wird (Abg. Erasim: Das ist scheinheilig! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP), ist: Der Bundeskanzler muss weg (Ruf bei der FPÖ: Haben Sie den Widerruf schon vergessen, den Sie machen haben müssen?), weil er nicht direkt gewählt wurde. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Kein Bundeskanzler der Zweiten Republik wurde direkt vom Volk gewählt. (Ruf bei der ÖVP: Nicht einmal der Vokaki!) So gesehen hätte jeder Bundeskanzler weg müssen, und auch da zeigt sich, dass das, was in der Begründung angeführt wird, etwas abstrus ist. (Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!)
Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!
Das Zweite, das in diesem Volksbegehren angeführt wird (Abg. Erasim: Das ist scheinheilig! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und ÖVP), ist: Der Bundeskanzler muss weg (Ruf bei der FPÖ: Haben Sie den Widerruf schon vergessen, den Sie machen haben müssen?), weil er nicht direkt gewählt wurde. (Zwischenruf der Abg. Erasim.) Kein Bundeskanzler der Zweiten Republik wurde direkt vom Volk gewählt. (Ruf bei der ÖVP: Nicht einmal der Vokaki!) So gesehen hätte jeder Bundeskanzler weg müssen, und auch da zeigt sich, dass das, was in der Begründung angeführt wird, etwas abstrus ist. (Ruf bei der ÖVP: Wahnsinn!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Die FPÖ hat das Instrument der Volksbefragung kaputtgemacht!
Erstens stimmt es nicht, weil sie nicht überschritten wurde. Das ist mir als derzeitiger Generalsekretär wichtig, festzuhalten. Zum Zweiten ist das sicherlich kein Grund für eine Änderung der Bundesverfassung. So gesehen ist es auch kein Wunder, dass von 6 345 470 Stimmberechtigten 106 440 dieses Volksbegehren unterzeichnet haben, das heißt, die Hürde zur Behandlung im Parlament wurde knapp genommen, aber mit 1,68 Prozent der Stimmberechtigten nehmen wir das Ergebnis als etwas, was es ist, nämlich eine Minderheitenfeststellung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: Die FPÖ hat das Instrument der Volksbefragung kaputtgemacht!)
Abg. Obernosterer: Das höchste Haushaltseinkommen! Da sagst nichts!
Wenn über 100 000 Menschen das unterschreiben, dann zeigt das auch, dass es doch eine nicht unbeachtliche Menge an Personen ist, die sich Sorgen machen. Die machen sich Sorgen, und wir sollten uns seriös mit diesen Sorgen auseinandersetzen und das auch sehr ernst nehmen. Es geht auch darum, dass sehr viele Menschen sich das Leben leider nicht mehr leisten können. Wir haben in Westeuropa die höchste Inflationsrate (Abg. Obernosterer: Das höchste Haushaltseinkommen! Da sagst nichts!), aber es gibt keine nachhaltigen, inflationsdämpfenden Maßnahmen. Das sind Antworten, die man von uns erwartet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn über 100 000 Menschen das unterschreiben, dann zeigt das auch, dass es doch eine nicht unbeachtliche Menge an Personen ist, die sich Sorgen machen. Die machen sich Sorgen, und wir sollten uns seriös mit diesen Sorgen auseinandersetzen und das auch sehr ernst nehmen. Es geht auch darum, dass sehr viele Menschen sich das Leben leider nicht mehr leisten können. Wir haben in Westeuropa die höchste Inflationsrate (Abg. Obernosterer: Das höchste Haushaltseinkommen! Da sagst nichts!), aber es gibt keine nachhaltigen, inflationsdämpfenden Maßnahmen. Das sind Antworten, die man von uns erwartet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich halte die Rechtsstaatlichkeit sehr, sehr hoch – nicht nur ich, viele von uns tun das –, aber es gibt Meldungen, die bei uns Kopfschütteln erzeugen, etwa wenn es darum geht, auf einmal Zitierverbote auf die Tagesordnung zu setzen. Was bedeutet denn das? – Das ist ja ein wichtiges Instrument der Aufklärung, und es würde bedeuten, dass über vieles nicht mehr geschrieben werden kann. Ich bin der Meinung, viele Korruptionsfälle konnten dadurch aufgedeckt werden und können dadurch aufgearbeitet werden. Daher: Nehmen wir die Ängste und Sorgen der Initiator:innen und der Unterstützer:innen ernst und unternehmen wir auch vieles dafür, um das Vertrauen der Menschen wieder zurückzugewinnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren vor den Bildschirmgeräten und auch hier auf der Galerie! Herr Kollege Stocker fordert hier Respekt ein, aber man muss schon eines festhalten: Es ist gerade die ÖVP, bei der es mit dem Respekt vor dem Hohen Haus nicht unbedingt sehr weit her ist. Sie machen einen Untersuchungsausschuss, bei dem mehr als fragwürdig ist, ob dessen Untersuchungsgegenstand verfassungskonform ist. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wird sich erst noch zeigen, Sie brauchen gar nicht nervös zu werden. Sogar die Mainstreammedien, also die Staatsmedien, haben das als reinen „Wahlkampf-Ausschuss“ bezeichnet – so viel dazu.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Prinz.
Des Weiteren, was Respekt anbelangt, Herr Kollege Stocker: Es ist nicht sehr respektvoll, denn Sie mussten als ÖVP einen Widerruf machen und dieser Widerruf lautete: „Wir“ – ÖVP – „haben in einer APA-OTS-Aussendung vom 3.2.2023 mit dem Titel ‚Stocker: ‚FPÖ lässt sich in ihrer Politik offenbar vom Ausland beeinflussen‘‘ bzw in der APA-OTS-Aussendung vom 4.2.2023 mit dem Titel ‚Lopatka: ‚FPÖ muss wegen ausländischem Einflusses ihre Parteienfinanzierung offenlegen‘‘ sinngemäß behauptet, dass die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen für Anträge im Nationalrat Geld aus Russland entgegengenommen habe und die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen Geld aus Russland erhalten habe. Wir widerrufen diese Behauptung als unwahr.“ – ÖVP-Bundespartei. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Prinz.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stocker: Dann haben Sie das Urteil nicht verstanden! – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Dann stellen Sie sich hierher, verstecken sich hinter Ihrer Immunität, um hier weiterzumachen. – Das ist respektlos, respektlos gegenüber Gerichtsurteilen, Herr Stocker! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stocker: Dann haben Sie das Urteil nicht verstanden! – Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.)
Zwischenruf des Abg. Brandweiner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir diskutieren heute über das Volksbegehren Nehammer muss weg, und es gibt ganz gute Gründe, warum Nehammer weg muss. (Zwischenruf des Abg. Brandweiner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Warum seid ihr denn immer so nervös? Ich weiß es nicht. (Ruf bei der ÖVP: Es geht um Respekt! Respekt, das kennt ihr nicht!) Seit fünf Jahren ist Karl Nehammer Mitglied dieser Bundesregierung, seit fünf Jahren, seit Jänner 2020. Was hat er in diesen fünf Jahren gemacht? – Fangen wir einmal im Jahr 2020 an: Im März 2020 ist er im Ausweichlokal am Rednerpult der Regierungsbank gestanden und hat sich damit gebrüstet, dass er als „Flex“ im Innenministerium – so hat er sich selbst bezeichnet – die Polizisten dazu angehalten hat, alte Frauen zu bestrafen, weil sie sich auf dem Parkbankerl niedergelassen haben. (Abg. Hanger: Geh bitte!) – Nicht: „Geh bitte!“, lest das nach! Er hat sich damit gebrüstet. (Zwischenruf des Abg. Stocker.) Wörtlich hat er gesagt: Das sind die „Lebensgefährder“, das sind die, die sich nicht an die Maßnahmen halten! – Das waren 70-jährige Frauen, die beim Spazierengehen müde wurden, die vielleicht kranke Beine hatten, diese hat er bestrafen lassen. (Zwischenruf des Abg. Egger.)
Ruf bei der ÖVP: Es geht um Respekt! Respekt, das kennt ihr nicht!
Wir diskutieren heute über das Volksbegehren Nehammer muss weg, und es gibt ganz gute Gründe, warum Nehammer weg muss. (Zwischenruf des Abg. Brandweiner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Warum seid ihr denn immer so nervös? Ich weiß es nicht. (Ruf bei der ÖVP: Es geht um Respekt! Respekt, das kennt ihr nicht!) Seit fünf Jahren ist Karl Nehammer Mitglied dieser Bundesregierung, seit fünf Jahren, seit Jänner 2020. Was hat er in diesen fünf Jahren gemacht? – Fangen wir einmal im Jahr 2020 an: Im März 2020 ist er im Ausweichlokal am Rednerpult der Regierungsbank gestanden und hat sich damit gebrüstet, dass er als „Flex“ im Innenministerium – so hat er sich selbst bezeichnet – die Polizisten dazu angehalten hat, alte Frauen zu bestrafen, weil sie sich auf dem Parkbankerl niedergelassen haben. (Abg. Hanger: Geh bitte!) – Nicht: „Geh bitte!“, lest das nach! Er hat sich damit gebrüstet. (Zwischenruf des Abg. Stocker.) Wörtlich hat er gesagt: Das sind die „Lebensgefährder“, das sind die, die sich nicht an die Maßnahmen halten! – Das waren 70-jährige Frauen, die beim Spazierengehen müde wurden, die vielleicht kranke Beine hatten, diese hat er bestrafen lassen. (Zwischenruf des Abg. Egger.)
Abg. Hanger: Geh bitte!
Wir diskutieren heute über das Volksbegehren Nehammer muss weg, und es gibt ganz gute Gründe, warum Nehammer weg muss. (Zwischenruf des Abg. Brandweiner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Warum seid ihr denn immer so nervös? Ich weiß es nicht. (Ruf bei der ÖVP: Es geht um Respekt! Respekt, das kennt ihr nicht!) Seit fünf Jahren ist Karl Nehammer Mitglied dieser Bundesregierung, seit fünf Jahren, seit Jänner 2020. Was hat er in diesen fünf Jahren gemacht? – Fangen wir einmal im Jahr 2020 an: Im März 2020 ist er im Ausweichlokal am Rednerpult der Regierungsbank gestanden und hat sich damit gebrüstet, dass er als „Flex“ im Innenministerium – so hat er sich selbst bezeichnet – die Polizisten dazu angehalten hat, alte Frauen zu bestrafen, weil sie sich auf dem Parkbankerl niedergelassen haben. (Abg. Hanger: Geh bitte!) – Nicht: „Geh bitte!“, lest das nach! Er hat sich damit gebrüstet. (Zwischenruf des Abg. Stocker.) Wörtlich hat er gesagt: Das sind die „Lebensgefährder“, das sind die, die sich nicht an die Maßnahmen halten! – Das waren 70-jährige Frauen, die beim Spazierengehen müde wurden, die vielleicht kranke Beine hatten, diese hat er bestrafen lassen. (Zwischenruf des Abg. Egger.)
Zwischenruf des Abg. Stocker.
Wir diskutieren heute über das Volksbegehren Nehammer muss weg, und es gibt ganz gute Gründe, warum Nehammer weg muss. (Zwischenruf des Abg. Brandweiner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Warum seid ihr denn immer so nervös? Ich weiß es nicht. (Ruf bei der ÖVP: Es geht um Respekt! Respekt, das kennt ihr nicht!) Seit fünf Jahren ist Karl Nehammer Mitglied dieser Bundesregierung, seit fünf Jahren, seit Jänner 2020. Was hat er in diesen fünf Jahren gemacht? – Fangen wir einmal im Jahr 2020 an: Im März 2020 ist er im Ausweichlokal am Rednerpult der Regierungsbank gestanden und hat sich damit gebrüstet, dass er als „Flex“ im Innenministerium – so hat er sich selbst bezeichnet – die Polizisten dazu angehalten hat, alte Frauen zu bestrafen, weil sie sich auf dem Parkbankerl niedergelassen haben. (Abg. Hanger: Geh bitte!) – Nicht: „Geh bitte!“, lest das nach! Er hat sich damit gebrüstet. (Zwischenruf des Abg. Stocker.) Wörtlich hat er gesagt: Das sind die „Lebensgefährder“, das sind die, die sich nicht an die Maßnahmen halten! – Das waren 70-jährige Frauen, die beim Spazierengehen müde wurden, die vielleicht kranke Beine hatten, diese hat er bestrafen lassen. (Zwischenruf des Abg. Egger.)
Zwischenruf des Abg. Egger.
Wir diskutieren heute über das Volksbegehren Nehammer muss weg, und es gibt ganz gute Gründe, warum Nehammer weg muss. (Zwischenruf des Abg. Brandweiner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Warum seid ihr denn immer so nervös? Ich weiß es nicht. (Ruf bei der ÖVP: Es geht um Respekt! Respekt, das kennt ihr nicht!) Seit fünf Jahren ist Karl Nehammer Mitglied dieser Bundesregierung, seit fünf Jahren, seit Jänner 2020. Was hat er in diesen fünf Jahren gemacht? – Fangen wir einmal im Jahr 2020 an: Im März 2020 ist er im Ausweichlokal am Rednerpult der Regierungsbank gestanden und hat sich damit gebrüstet, dass er als „Flex“ im Innenministerium – so hat er sich selbst bezeichnet – die Polizisten dazu angehalten hat, alte Frauen zu bestrafen, weil sie sich auf dem Parkbankerl niedergelassen haben. (Abg. Hanger: Geh bitte!) – Nicht: „Geh bitte!“, lest das nach! Er hat sich damit gebrüstet. (Zwischenruf des Abg. Stocker.) Wörtlich hat er gesagt: Das sind die „Lebensgefährder“, das sind die, die sich nicht an die Maßnahmen halten! – Das waren 70-jährige Frauen, die beim Spazierengehen müde wurden, die vielleicht kranke Beine hatten, diese hat er bestrafen lassen. (Zwischenruf des Abg. Egger.)
Abg. Stocker: Verstecken Sie sich hinter der Immunität?
Aber das war ja noch nicht alles, es ist dann weitergegangen: Wir wollten dann vom damaligen Herrn Innenminister Nehammer die Protokolle der sogenannten Coronasitzungen haben, die im Innenministerium stattgefunden haben. Herr Nehammer hat gesagt: Da gibt es keine Protokolle, wir haben keine Protokolle! – Wenige Tage später wurde dann im Radio daraus zitiert, es war zu hören, wie von seinem Vorvorgänger gesprochen wurde: Wir müssen den Menschen mehr Angst machen! – Das hat Nehammer absichtlich unter der Decke halten wollen; das war Karl Nehammer. (Abg. Stocker: Verstecken Sie sich hinter der Immunität?)
Abg. Pfurtscheller: Zighunderttausende!
Zur Erinnerung für alle: Dieses Parlament war eine Baustelle, und vor dieser Baustelle waren Zighunderte (Abg. Pfurtscheller: Zighunderttausende!) Bauhütten aufgebaut, ewig hoch. Es gab keinen Sturm. Als nach 24 Stunden nicht einmal mehr ein Lüfterl übrig geblieben ist, hat er bei der nächsten Demonstration die nächste Pressekonferenz gemacht. (Abg. Egger: Ich glaube, das ist die falsche Rede!) Er hat gesagt, es gab einen Sturm aufs Versicherungsgebäude. – Auch das war Karl Nehammer, auch dort ist nichts von seinem Sturm geblieben.
Abg. Egger: Ich glaube, das ist die falsche Rede!
Zur Erinnerung für alle: Dieses Parlament war eine Baustelle, und vor dieser Baustelle waren Zighunderte (Abg. Pfurtscheller: Zighunderttausende!) Bauhütten aufgebaut, ewig hoch. Es gab keinen Sturm. Als nach 24 Stunden nicht einmal mehr ein Lüfterl übrig geblieben ist, hat er bei der nächsten Demonstration die nächste Pressekonferenz gemacht. (Abg. Egger: Ich glaube, das ist die falsche Rede!) Er hat gesagt, es gab einen Sturm aufs Versicherungsgebäude. – Auch das war Karl Nehammer, auch dort ist nichts von seinem Sturm geblieben.
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Gahr.
Was hat er stattdessen gemacht? – Er war in einer Skihütte am Katschberg in illustrer Runde und hat dort mit Freunden getrunken. Das hat er gemacht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Gahr.) Was war das Ergebnis? – Er ist ein Superspreader gewesen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Er war dann drei Wochen krank, obwohl dreifach geimpft, drei Wochen in Quarantäne, weil die ja bei ihm verlängert werden musste; und die Skihütte ist gesperrt worden, weil dort alle krank waren. Die gesamte Skihütte ist zugesperrt worden! Das war damals Karl Nehammer! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stocker: Also gibt’s Corona doch?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was hat er stattdessen gemacht? – Er war in einer Skihütte am Katschberg in illustrer Runde und hat dort mit Freunden getrunken. Das hat er gemacht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Gahr.) Was war das Ergebnis? – Er ist ein Superspreader gewesen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Er war dann drei Wochen krank, obwohl dreifach geimpft, drei Wochen in Quarantäne, weil die ja bei ihm verlängert werden musste; und die Skihütte ist gesperrt worden, weil dort alle krank waren. Die gesamte Skihütte ist zugesperrt worden! Das war damals Karl Nehammer! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stocker: Also gibt’s Corona doch?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stocker: Also gibt’s Corona doch?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was hat er stattdessen gemacht? – Er war in einer Skihütte am Katschberg in illustrer Runde und hat dort mit Freunden getrunken. Das hat er gemacht. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Gahr.) Was war das Ergebnis? – Er ist ein Superspreader gewesen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Er war dann drei Wochen krank, obwohl dreifach geimpft, drei Wochen in Quarantäne, weil die ja bei ihm verlängert werden musste; und die Skihütte ist gesperrt worden, weil dort alle krank waren. Die gesamte Skihütte ist zugesperrt worden! Das war damals Karl Nehammer! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Stocker: Also gibt’s Corona doch?! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Ofenauer.
eingeführt. – Das war Bundeskanzler Nehammer in der Coronazeit. (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Was hat er noch gemacht? – Die Massenzuwanderung hat er in diesem Land zugelassen (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), begonnen im Jahr 2020. Da waren Sie, meine Damen und Herren, alle eingesperrt. Jeder, der das Deutsche Eck überqueren musste, musste weiß Gott wie viele Formulare bringen (Zwischenruf bei der ÖVP), aber im Jahr 2020, unter Innenminister Karl Nehammer, hatte Österreich die höchste Quote an illegaler Migration, die höchste Quote in der gesamten EU. – Verantwortung: Karl Nehammer. (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Was hat er noch gemacht? – Die Massenzuwanderung hat er in diesem Land zugelassen (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), begonnen im Jahr 2020. Da waren Sie, meine Damen und Herren, alle eingesperrt. Jeder, der das Deutsche Eck überqueren musste, musste weiß Gott wie viele Formulare bringen (Zwischenruf bei der ÖVP), aber im Jahr 2020, unter Innenminister Karl Nehammer, hatte Österreich die höchste Quote an illegaler Migration, die höchste Quote in der gesamten EU. – Verantwortung: Karl Nehammer. (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.)
Zwischenruf des Abg. Ofenauer.
Was hat er noch gemacht? – Die Massenzuwanderung hat er in diesem Land zugelassen (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), begonnen im Jahr 2020. Da waren Sie, meine Damen und Herren, alle eingesperrt. Jeder, der das Deutsche Eck überqueren musste, musste weiß Gott wie viele Formulare bringen (Zwischenruf bei der ÖVP), aber im Jahr 2020, unter Innenminister Karl Nehammer, hatte Österreich die höchste Quote an illegaler Migration, die höchste Quote in der gesamten EU. – Verantwortung: Karl Nehammer. (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.)
Abg. Stocker: ... Seminar wie der Kollege Hauser besucht!
Auch 2021: Karl Nehammer, illegale Migration. 2022 war dann schon Nachfolger Karner dafür zuständig, aber er als Bundeskanzler hat zugesehen. Seit 2020 (Abg. Stocker: ... Seminar wie der Kollege Hauser besucht!) – das sind genau die Coronajahre; horchen Sie gut zu, Herr Stocker! – sind mehr als 225 000 Menschen nach Österreich gekommen, die einen Asylantrag gestellt haben – mehr als 225 000 Menschen! Das sind mehr Menschen, als Linz Einwohner hat, nur damit man sich einmal die Größenverhältnisse vor Augen hält. Und da rede ich noch nicht von denen, die hier als U-Boote leben, die hier keine Anträge gestellt haben. Mehr als 225 000 Menschen – alles Verantwortung Karl Nehammer, er ist dafür zuständig. (Abg. Leichtfried: Redezeit! – Abg. Pfurtscheller: Bitte noch hinweisen auf ...! – Abg. Leichtfried: Redezeit!) – Was regen Sie sich denn auf? Ich
Abg. Leichtfried: Redezeit! – Abg. Pfurtscheller: Bitte noch hinweisen auf ...! – Abg. Leichtfried: Redezeit!
Auch 2021: Karl Nehammer, illegale Migration. 2022 war dann schon Nachfolger Karner dafür zuständig, aber er als Bundeskanzler hat zugesehen. Seit 2020 (Abg. Stocker: ... Seminar wie der Kollege Hauser besucht!) – das sind genau die Coronajahre; horchen Sie gut zu, Herr Stocker! – sind mehr als 225 000 Menschen nach Österreich gekommen, die einen Asylantrag gestellt haben – mehr als 225 000 Menschen! Das sind mehr Menschen, als Linz Einwohner hat, nur damit man sich einmal die Größenverhältnisse vor Augen hält. Und da rede ich noch nicht von denen, die hier als U-Boote leben, die hier keine Anträge gestellt haben. Mehr als 225 000 Menschen – alles Verantwortung Karl Nehammer, er ist dafür zuständig. (Abg. Leichtfried: Redezeit! – Abg. Pfurtscheller: Bitte noch hinweisen auf ...! – Abg. Leichtfried: Redezeit!) – Was regen Sie sich denn auf? Ich
Abg. Leichtfried: Ja, aber der Kickl wollte zur Nato!
Er hat gesagt, uns sei die Neutralität aufgezwungen worden. Eigentlich will er zur Nato. Davon ist er erst abgegangen, als er gesehen hat, dass 80 Prozent der Österreicher nicht zur Nato wollen. – Auch das ist Karl Nehammer (Abg. Leichtfried: Ja, aber der Kickl wollte zur Nato!), auch deshalb hat Karl Nehammer zurückzutreten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Wollte nicht der Kickl zur Nato?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Wollte nicht der Kickl zur Nato?
Er hat gesagt, uns sei die Neutralität aufgezwungen worden. Eigentlich will er zur Nato. Davon ist er erst abgegangen, als er gesehen hat, dass 80 Prozent der Österreicher nicht zur Nato wollen. – Auch das ist Karl Nehammer (Abg. Leichtfried: Ja, aber der Kickl wollte zur Nato!), auch deshalb hat Karl Nehammer zurückzutreten. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Wollte nicht der Kickl zur Nato?)
Zwischenruf des Abg. Ofenauer.
Was ist die Antwort Karl Nehammers auf die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land? Was ist die Antwort darauf, dass er den Wohlstand abgebaut hat? (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.) – „Alkohol oder Psychopharmaka“, das ist Bundeskanzler Nehammer. (Ruf: Das braucht man bei Ihnen aber, wenn man Ihnen zuhört!)
Ruf: Das braucht man bei Ihnen aber, wenn man Ihnen zuhört!
Was ist die Antwort Karl Nehammers auf die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land? Was ist die Antwort darauf, dass er den Wohlstand abgebaut hat? (Zwischenruf des Abg. Ofenauer.) – „Alkohol oder Psychopharmaka“, das ist Bundeskanzler Nehammer. (Ruf: Das braucht man bei Ihnen aber, wenn man Ihnen zuhört!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gahr und Stocker. – Abg. Leichtfried: Ich glaube, der Kickl wollte zur Nato, oder?
Nehammer ist rücktrittsreif, aber schon seit fünf Jahren, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Gahr und Stocker. – Abg. Leichtfried: Ich glaube, der Kickl wollte zur Nato, oder?)
Ruf bei der ÖVP: Aber eine schlechte!
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Was wir jetzt gerade von Frau Kollegin Belakowitsch gehört haben, war eine Wahlkampfrede. (Ruf bei der ÖVP: Aber eine schlechte!) Genau darum geht es.
Abg. Wurm: Eigentlich nicht! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Abg. Loacker: Haben Sie Jus studiert, Frau Kollegin? – Abg. Wurm: Haben Sie nicht aufgepasst, Frau Kollegin? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Wer in dieser Republik Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin ist, entscheiden die Menschen bei einer Wahl; bei einer Wahl (Abg. Wurm: Eigentlich nicht! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Abg. Loacker: Haben Sie Jus studiert, Frau Kollegin? – Abg. Wurm: Haben Sie nicht aufgepasst, Frau Kollegin? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen) – zuhören! –, bei der wir den Nationalrat wählen und bei der wir der Partei die Stimme geben, von der wir möchten, dass sie dieses Land gestaltet. (Beifall der Abgeordneten Hofer und Schnedlitz. – Abg. Belakowitsch: Das stimmt jetzt! Das stimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall der Abgeordneten Hofer und Schnedlitz. – Abg. Belakowitsch: Das stimmt jetzt! Das stimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wer in dieser Republik Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin ist, entscheiden die Menschen bei einer Wahl; bei einer Wahl (Abg. Wurm: Eigentlich nicht! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Abg. Loacker: Haben Sie Jus studiert, Frau Kollegin? – Abg. Wurm: Haben Sie nicht aufgepasst, Frau Kollegin? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen) – zuhören! –, bei der wir den Nationalrat wählen und bei der wir der Partei die Stimme geben, von der wir möchten, dass sie dieses Land gestaltet. (Beifall der Abgeordneten Hofer und Schnedlitz. – Abg. Belakowitsch: Das stimmt jetzt! Das stimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Soll den Bundeskanzler stellen!
Unser System ist so aufgebaut, dass die Partei, der die meisten Menschen in diesem Land das zutrauen (Ruf bei der FPÖ: Soll den Bundeskanzler stellen!), mit dem Auftrag versehen wird, eine Regierung zu bilden. (Beifall der Abgeordneten Kaniak und Schnedlitz. – Ah-Rufe bei der FPÖ.) – Ja, sind Sie auch dabei? (Abg. Belakowitsch – erheitert –: So weit schon, ja!) Na Gott sei Dank! Zum Glück sind wir uns da jetzt einig. (Abg. Leichtfried: Wie war das bei Schüssel ...? – Abg. Stöger: Bei Schüssel war das nicht so!) So funktioniert unser System der repräsentativen Demokratie.
Beifall der Abgeordneten Kaniak und Schnedlitz. – Ah-Rufe bei der FPÖ.
Unser System ist so aufgebaut, dass die Partei, der die meisten Menschen in diesem Land das zutrauen (Ruf bei der FPÖ: Soll den Bundeskanzler stellen!), mit dem Auftrag versehen wird, eine Regierung zu bilden. (Beifall der Abgeordneten Kaniak und Schnedlitz. – Ah-Rufe bei der FPÖ.) – Ja, sind Sie auch dabei? (Abg. Belakowitsch – erheitert –: So weit schon, ja!) Na Gott sei Dank! Zum Glück sind wir uns da jetzt einig. (Abg. Leichtfried: Wie war das bei Schüssel ...? – Abg. Stöger: Bei Schüssel war das nicht so!) So funktioniert unser System der repräsentativen Demokratie.
Abg. Belakowitsch – erheitert –: So weit schon, ja!
Unser System ist so aufgebaut, dass die Partei, der die meisten Menschen in diesem Land das zutrauen (Ruf bei der FPÖ: Soll den Bundeskanzler stellen!), mit dem Auftrag versehen wird, eine Regierung zu bilden. (Beifall der Abgeordneten Kaniak und Schnedlitz. – Ah-Rufe bei der FPÖ.) – Ja, sind Sie auch dabei? (Abg. Belakowitsch – erheitert –: So weit schon, ja!) Na Gott sei Dank! Zum Glück sind wir uns da jetzt einig. (Abg. Leichtfried: Wie war das bei Schüssel ...? – Abg. Stöger: Bei Schüssel war das nicht so!) So funktioniert unser System der repräsentativen Demokratie.
Abg. Leichtfried: Wie war das bei Schüssel ...? – Abg. Stöger: Bei Schüssel war das nicht so!
Unser System ist so aufgebaut, dass die Partei, der die meisten Menschen in diesem Land das zutrauen (Ruf bei der FPÖ: Soll den Bundeskanzler stellen!), mit dem Auftrag versehen wird, eine Regierung zu bilden. (Beifall der Abgeordneten Kaniak und Schnedlitz. – Ah-Rufe bei der FPÖ.) – Ja, sind Sie auch dabei? (Abg. Belakowitsch – erheitert –: So weit schon, ja!) Na Gott sei Dank! Zum Glück sind wir uns da jetzt einig. (Abg. Leichtfried: Wie war das bei Schüssel ...? – Abg. Stöger: Bei Schüssel war das nicht so!) So funktioniert unser System der repräsentativen Demokratie.
Ruf bei der FPÖ: Wenn der Herr Bundeskanzler politische Verantwortung übernehmen würde, dann würden sie das erreichen!
All das haben sie ignoriert und einfach nur mit diesem Titel, der – wie Sie vermuten – von vielen Menschen unterstützt wird, ein Volksbegehren gemacht, um eine Diskussion zu starten. – Das ist okay, kann man machen. Was ich daran wirklich verwerflich finde, ist, dass Sie all diesen Menschen, die dieses Volksbegehren unterschrieben haben, suggeriert haben, dass sie damit das erreichen, was in der Überschrift steht. (Ruf bei der FPÖ: Wenn der Herr Bundeskanzler politische Verantwortung übernehmen würde, dann würden sie das erreichen!)
Abg. Kickl: Wieso denn nicht?
Das passt einfach nicht, denn man muss ehrlich sein mit den Menschen. Wenn ich ein Anliegen habe und wenn ich das so formuliere, dann müssen die Menschen auch wissen, ob das überhaupt möglich ist und ob das, was sie da unterschreiben, von denen, die ihnen sagen, dass sie sich dafür einsetzen, auch erreicht werden kann. (Abg. Kickl: Wieso denn nicht?) Das ist das große Problem daran. Wie gesagt, wenn man ehrlich ist - - (Abg. Kickl: Ein Misstrauensantrag und die Mehrheit im Haus, und dann ist das erledigt!) – Ja, das können Sie als Partei machen, haben Sie ja auch schon gemacht. (Abg. Kickl:
Abg. Kickl: Ein Misstrauensantrag und die Mehrheit im Haus, und dann ist das erledigt!
Das passt einfach nicht, denn man muss ehrlich sein mit den Menschen. Wenn ich ein Anliegen habe und wenn ich das so formuliere, dann müssen die Menschen auch wissen, ob das überhaupt möglich ist und ob das, was sie da unterschreiben, von denen, die ihnen sagen, dass sie sich dafür einsetzen, auch erreicht werden kann. (Abg. Kickl: Wieso denn nicht?) Das ist das große Problem daran. Wie gesagt, wenn man ehrlich ist - - (Abg. Kickl: Ein Misstrauensantrag und die Mehrheit im Haus, und dann ist das erledigt!) – Ja, das können Sie als Partei machen, haben Sie ja auch schon gemacht. (Abg. Kickl:
Abg. Kickl: Wieso denn nicht?
Sie schlagen vor, einen Misstrauensantrag zu machen. – Ja, das kann man machen, das ist aber nicht die Aufgabe eines Volksbegehrens (Abg. Kickl: Wieso denn nicht?), deshalb ist es für mich wie gesagt wichtig, zu sagen: Man kann das System ändern, wenn man möchte, dass ein Bundeskanzler direkt gewählt wird, da muss man sich eine Mehrheit dafür suchen. Ich denke – zumindest wie ich die politische Lage im Moment einschätze –, das wird es nicht spielen, aber das macht nichts. Man kann über alles diskutieren, dafür ist dieses Hohe Haus da. So funktioniert Demokratie und so funktioniert unser System. Das ist richtig und wichtig.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Der erste Teil war gut!
Volksbegehren sind eine wichtige und richtige Ergänzung für dieses System, und es ist wichtig, dass Menschen Anliegen in Form von Volksbegehren an dieses Hohe Haus herantragen. Es ist aber genauso wichtig, dass diejenigen, die die Volksbegehren initiieren, sich der Verantwortung bewusst sind, die sie damit haben, hinsichtlich der Erwartungshaltung, die sie bei den Menschen, die das Volksbegehren unterstützen, auslösen. – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kickl: Der erste Teil war gut!)
Zwischenruf des Abg. Egger
Das ändert nichts daran, dass mein Vertrauen in Bundeskanzler Nehammer auch enden wollend beziehungsweise nicht vorhanden ist. Man kann andere Gründe dafür finden (Zwischenruf des Abg. Egger): wenn man, Kollege Egger, sich anschaut, wie zum Beispiel die Inflationsrate in Österreich ist, nämlich weitaus höher als im europäischen Durchschnitt (Abg. Egger: Zack, zack!); wenn man sich anschaut, was sich die ÖVP gemeinsam mit den Grünen überlegt hat, wie hoch die Steuer- und Abgabenquote in Österreich sein sollte. Im gemeinsamen Regierungsprogramm steht eine Steuer- und Abgabenquote von 40 Prozent, sie liegt weitaus höher, wie wir wissen. Das bedeutet, dass Sie, sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher, jedes Jahr 2 130 Euro mehr an Steuern bezahlen, als sich ÖVP und Grüne eigentlich vorgenommen haben, dass Sie zahlen sollten.
Abg. Egger: Zack, zack!
Das ändert nichts daran, dass mein Vertrauen in Bundeskanzler Nehammer auch enden wollend beziehungsweise nicht vorhanden ist. Man kann andere Gründe dafür finden (Zwischenruf des Abg. Egger): wenn man, Kollege Egger, sich anschaut, wie zum Beispiel die Inflationsrate in Österreich ist, nämlich weitaus höher als im europäischen Durchschnitt (Abg. Egger: Zack, zack!); wenn man sich anschaut, was sich die ÖVP gemeinsam mit den Grünen überlegt hat, wie hoch die Steuer- und Abgabenquote in Österreich sein sollte. Im gemeinsamen Regierungsprogramm steht eine Steuer- und Abgabenquote von 40 Prozent, sie liegt weitaus höher, wie wir wissen. Das bedeutet, dass Sie, sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher, jedes Jahr 2 130 Euro mehr an Steuern bezahlen, als sich ÖVP und Grüne eigentlich vorgenommen haben, dass Sie zahlen sollten.
Beifall bei den NEOS.
Ich glaube, es gibt viele Gründe, Bundeskanzler Nehammer diesbezüglich nicht zu vertrauen. Wenn man sich überlegt, dass die ÖVP seit 37 Jahren in der Bundesregierung ist und immer wieder Versprechungen macht, sich aber nie daran hält, dann würde ich Ihnen raten, auch in Zukunft nicht den Versprechungen zu glauben, die Nehammer oder andere ÖVP-Proponenten Ihnen jetzt geben. (Beifall bei den NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Ich darf eingangs zwei Besuchergruppen begrüßen: im Namen von Abgeordneten Hermann Gahr die Besuchergruppe seiner Heimatgemeinde Terfens mit Bürgermeister Florian Gartlacher. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Die zweite Besuchergruppe ist jene des Abgeordneten Hans Singer: die Senioren von Neuhofen an der Krems. – Auch Ihnen ein herzliches Willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Belakowitsch: Das habe ich ja gar nicht gemacht!
Zum Thema: Frau Kollegin Belakowitsch, Sie stehen hier und bejammern, wie garstig wir zu Ihnen sind. (Abg. Belakowitsch: Das habe ich ja gar nicht gemacht!) Die FPÖ, Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen, die hier von der Mumie in der Hofburg, von Eseln und Rennpferden auf der Regierungsbank schwadronieren und sich sonst ja auch nicht davor scheuen, tief in die rhetorische Kiste hineinzugreifen, beklagen sich dann und sagen: Fairness für die FPÖ! Bitte nicht so garstig sein! Gerechtigkeit! (Abg. Singer: Immer am Jammern!) – Das passt nicht zusammen. Wenn man austeilt, muss man auch einstecken können und darf nicht zimperlich und wehleidig sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Geh bitte! Welche Rede hast du gehört? Hat ja keiner gejammert! Du hast eine andere Rede gehört! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Singer: Immer am Jammern!
Zum Thema: Frau Kollegin Belakowitsch, Sie stehen hier und bejammern, wie garstig wir zu Ihnen sind. (Abg. Belakowitsch: Das habe ich ja gar nicht gemacht!) Die FPÖ, Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen, die hier von der Mumie in der Hofburg, von Eseln und Rennpferden auf der Regierungsbank schwadronieren und sich sonst ja auch nicht davor scheuen, tief in die rhetorische Kiste hineinzugreifen, beklagen sich dann und sagen: Fairness für die FPÖ! Bitte nicht so garstig sein! Gerechtigkeit! (Abg. Singer: Immer am Jammern!) – Das passt nicht zusammen. Wenn man austeilt, muss man auch einstecken können und darf nicht zimperlich und wehleidig sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Geh bitte! Welche Rede hast du gehört? Hat ja keiner gejammert! Du hast eine andere Rede gehört! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Geh bitte! Welche Rede hast du gehört? Hat ja keiner gejammert! Du hast eine andere Rede gehört! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Zum Thema: Frau Kollegin Belakowitsch, Sie stehen hier und bejammern, wie garstig wir zu Ihnen sind. (Abg. Belakowitsch: Das habe ich ja gar nicht gemacht!) Die FPÖ, Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen, die hier von der Mumie in der Hofburg, von Eseln und Rennpferden auf der Regierungsbank schwadronieren und sich sonst ja auch nicht davor scheuen, tief in die rhetorische Kiste hineinzugreifen, beklagen sich dann und sagen: Fairness für die FPÖ! Bitte nicht so garstig sein! Gerechtigkeit! (Abg. Singer: Immer am Jammern!) – Das passt nicht zusammen. Wenn man austeilt, muss man auch einstecken können und darf nicht zimperlich und wehleidig sein. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Geh bitte! Welche Rede hast du gehört? Hat ja keiner gejammert! Du hast eine andere Rede gehört! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Belakowitsch: Frau Edtstadler!
Zum konkreten Volksbegehren Nehammer muss weg: Natürlich ist ein Volksbegehren legitim. Was für mich sehr irritierend ist, ist, dass es sich auf einen Menschen bezieht: Karl Nehammer muss weg. Wo endet das? Muss das nächste Mal Frau Müller weg und dann Herr Meier? (Abg. Belakowitsch: Frau Edtstadler!) Ich halte das persönlich nicht für richtig. Man kann eine Bundesregierung kritisieren und sagen, die gehört weg, aber es gezielt auf einen Menschen anzulegen halte ich nicht für gut. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl – erheitert –: Na geh!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl – erheitert –: Na geh!
Zum konkreten Volksbegehren Nehammer muss weg: Natürlich ist ein Volksbegehren legitim. Was für mich sehr irritierend ist, ist, dass es sich auf einen Menschen bezieht: Karl Nehammer muss weg. Wo endet das? Muss das nächste Mal Frau Müller weg und dann Herr Meier? (Abg. Belakowitsch: Frau Edtstadler!) Ich halte das persönlich nicht für richtig. Man kann eine Bundesregierung kritisieren und sagen, die gehört weg, aber es gezielt auf einen Menschen anzulegen halte ich nicht für gut. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl – erheitert –: Na geh!)
Abg. Belakowitsch: Aber du bist eine Ausnahme! Bei dir merkt ...! – Ruf bei der FPÖ: Das ist es ja! Das ist ja was ganz anderes!
Jedenfalls ist es so, dass wir klare Regelungen in der Bundesverfassung haben. Die Bundesregierung oder einzelne Mitglieder sind Nationalrat und Bundesrat verantwortlich, auch in der politischen Verantwortung, wie wir das immer wieder diskutieren. (Abg. Belakowitsch: Aber du bist eine Ausnahme! Bei dir merkt ...! – Ruf bei der FPÖ: Das ist es ja! Das ist ja was ganz anderes!) Das Volksbegehren bietet aber eine gute Möglichkeit und Gelegenheit, die Arbeit von Bundeskanzler Nehammer und der Bundesregierung zu beleuchten.
Abg. Kassegger: Die sind auch nicht vom Himmel gefallen, die Lockdowns!
Karl Nehammer wurde als Bundeskanzler in einer Zeit angelobt, als wir mitten in der Coronakrise gestanden sind. Das Ziel von ihm und der Bundesregierung war, in einer schwierigen Phase zu helfen und zu unterstützen. Wenn Sie sich erinnern: Damals herrschte weltweit große Unsicherheit. Für die Wirtschaft war es schwierig: Lockdowns, Hotels mussten sperren, Restaurants und so weiter. (Abg. Kassegger: Die sind auch nicht vom Himmel gefallen, die Lockdowns!) Da war es wichtig, zu helfen, und insgesamt wurde 600 000 Unternehmen geholfen, vornehmlich Klein- und Mittelbetrieben. Rund 46 Milliarden Euro Gesundheitskosten, aber auch Hilfen für die Wirtschaft wurden verteilt.
Ruf bei der FPÖ: Die Schulden sind gewachsen!
Das hat einen Effekt gehabt (Ruf bei der FPÖ: Die Schulden sind gewachsen!), den wir in internationalen Bewertungen darstellen können. Bewertungen haben ergeben, dass Österreich bei der Pandemiebewältigung an der dritten Stelle ist, Deutschland ist an zwölfter Stelle, das vielgerühmte Schweden an der 15. Stelle. Wir sind also doch einigermaßen besser durch die Krise gekommen als andere Staaten – auch bei der Arbeitslosigkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das hat einen Effekt gehabt (Ruf bei der FPÖ: Die Schulden sind gewachsen!), den wir in internationalen Bewertungen darstellen können. Bewertungen haben ergeben, dass Österreich bei der Pandemiebewältigung an der dritten Stelle ist, Deutschland ist an zwölfter Stelle, das vielgerühmte Schweden an der 15. Stelle. Wir sind also doch einigermaßen besser durch die Krise gekommen als andere Staaten – auch bei der Arbeitslosigkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Konzerne!
Das Ziel der Bundesregierung und von Karl Nehammer war klar: die Kaufkraft der Menschen zu erhalten. Das heißt, dass die Menschen mehr Geld im Geldbörsel haben, damit sie sich eben die gestiegenen Preise leisten können. Dafür hat es eine Reihe von Maßnahmen gegeben, die ich hier nur exemplarisch erwähnen darf: Die Senkung von zwei Einkommensteuerstufen hat die Menschen um 4,3 Milliarden Euro entlastet. Die Senkung der Körperschaftsteuer – 900 Millionen Euro – hat Unternehmen entlastet. (Abg. Matznetter: Konzerne!) Lohnnebenkostensenkungen gab es im Ausmaß von 800 Millionen Euro. Die ökosoziale Steuerreform, eine Ökologisierung, hat 22 Milliarden Euro gebracht.
Beifall bei der ÖVP.
Weitere Maßnahmen gegen die Teuerung: die Valorisierung der Sozialleistungen; die Pensionen für die ältere Generation, für die, die dieses Land aufgebaut haben, wurden angehoben. Es gab viele, viele Maßnahmen. Daher ist es wichtig, dass Bundeskanzler Nehammer und die Bundesregierung auf diesem Weg weiterarbeiten, um die Menschen zu entlasten und Österreich voranzubringen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Ich denke aber auch, dass wir grundsätzlich über Volksbegehren reden müssen. Wenn wir sehen, dass in den letzten Jahren eine inflationäre Verwendung von Volksbegehren vonstattengegangen ist, wobei meistens nicht über 200 000 Unterschriften vorliegen, so wie es in den Jahren zuvor war, glaube ich auch, dass es mittlerweile eine gewisse Verwässerung gibt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Augen mancher ein Geschäftsmodell. Ich denke, dass wir darauf schauen müssen, dass wir diese Obergrenze einziehen, damit das nicht weiterhin als Geschäftsmodell gilt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
gibt. Das ist, glaube ich, nicht richtig und nicht mehr zeitgemäß. – Danke für ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Na hallo!
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Stocker, der überall manisch auf der Suche nach den Freunden Russlands unterwegs ist! – Ich kann Ihnen sagen, wo die sind. (Ruf bei der ÖVP: Na hallo!) Es waren nicht Frau Dagmar Belakowitsch oder ich (Zwischenruf der Abg. Ribo), die Seite an Seite mit Putin, aufgemascherlt in russischen Nationalfarben (Bezug nehmend auf die von der FPÖ in die Höhe gehaltenen Tafeln mit den bereits beschriebenen Fotos – Oh-Rufe bei der ÖVP), stolz lächelnd hier entlanggeschritten sind. Das war schon Frau Minister Edtstadler, die, glaube ich, Ihrer Partei zuzurechnen ist. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Ribo.) Ich glaube, auch Wolfgang Schüssel, der vom Bundeskanzleramt zu einem russischen Mobilfunkkonzern und dann zum russischen Ölkonzern Lukoil gewechselt ist, ist nicht unbedingt uns zuzurechnen. Ich glaube, auch Hans-Jörg Schelling, der Finanzminister, der direkt vom Ministerium zu Gazprom gewechselt ist, ist der ÖVP zuzurechnen. Ich nehme an, es war keine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern dafür wird schon Geld ausbezahlt worden sein. Bleibt bitte sachlich! Schauen wir, wo die Freunde Russlands sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Ribo
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Stocker, der überall manisch auf der Suche nach den Freunden Russlands unterwegs ist! – Ich kann Ihnen sagen, wo die sind. (Ruf bei der ÖVP: Na hallo!) Es waren nicht Frau Dagmar Belakowitsch oder ich (Zwischenruf der Abg. Ribo), die Seite an Seite mit Putin, aufgemascherlt in russischen Nationalfarben (Bezug nehmend auf die von der FPÖ in die Höhe gehaltenen Tafeln mit den bereits beschriebenen Fotos – Oh-Rufe bei der ÖVP), stolz lächelnd hier entlanggeschritten sind. Das war schon Frau Minister Edtstadler, die, glaube ich, Ihrer Partei zuzurechnen ist. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Ribo.) Ich glaube, auch Wolfgang Schüssel, der vom Bundeskanzleramt zu einem russischen Mobilfunkkonzern und dann zum russischen Ölkonzern Lukoil gewechselt ist, ist nicht unbedingt uns zuzurechnen. Ich glaube, auch Hans-Jörg Schelling, der Finanzminister, der direkt vom Ministerium zu Gazprom gewechselt ist, ist der ÖVP zuzurechnen. Ich nehme an, es war keine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern dafür wird schon Geld ausbezahlt worden sein. Bleibt bitte sachlich! Schauen wir, wo die Freunde Russlands sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Bezug nehmend auf die von der FPÖ in die Höhe gehaltenen Tafeln mit den bereits beschriebenen Fotos – Oh-Rufe bei der ÖVP
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Stocker, der überall manisch auf der Suche nach den Freunden Russlands unterwegs ist! – Ich kann Ihnen sagen, wo die sind. (Ruf bei der ÖVP: Na hallo!) Es waren nicht Frau Dagmar Belakowitsch oder ich (Zwischenruf der Abg. Ribo), die Seite an Seite mit Putin, aufgemascherlt in russischen Nationalfarben (Bezug nehmend auf die von der FPÖ in die Höhe gehaltenen Tafeln mit den bereits beschriebenen Fotos – Oh-Rufe bei der ÖVP), stolz lächelnd hier entlanggeschritten sind. Das war schon Frau Minister Edtstadler, die, glaube ich, Ihrer Partei zuzurechnen ist. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Ribo.) Ich glaube, auch Wolfgang Schüssel, der vom Bundeskanzleramt zu einem russischen Mobilfunkkonzern und dann zum russischen Ölkonzern Lukoil gewechselt ist, ist nicht unbedingt uns zuzurechnen. Ich glaube, auch Hans-Jörg Schelling, der Finanzminister, der direkt vom Ministerium zu Gazprom gewechselt ist, ist der ÖVP zuzurechnen. Ich nehme an, es war keine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern dafür wird schon Geld ausbezahlt worden sein. Bleibt bitte sachlich! Schauen wir, wo die Freunde Russlands sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Ribo.
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Stocker, der überall manisch auf der Suche nach den Freunden Russlands unterwegs ist! – Ich kann Ihnen sagen, wo die sind. (Ruf bei der ÖVP: Na hallo!) Es waren nicht Frau Dagmar Belakowitsch oder ich (Zwischenruf der Abg. Ribo), die Seite an Seite mit Putin, aufgemascherlt in russischen Nationalfarben (Bezug nehmend auf die von der FPÖ in die Höhe gehaltenen Tafeln mit den bereits beschriebenen Fotos – Oh-Rufe bei der ÖVP), stolz lächelnd hier entlanggeschritten sind. Das war schon Frau Minister Edtstadler, die, glaube ich, Ihrer Partei zuzurechnen ist. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Ribo.) Ich glaube, auch Wolfgang Schüssel, der vom Bundeskanzleramt zu einem russischen Mobilfunkkonzern und dann zum russischen Ölkonzern Lukoil gewechselt ist, ist nicht unbedingt uns zuzurechnen. Ich glaube, auch Hans-Jörg Schelling, der Finanzminister, der direkt vom Ministerium zu Gazprom gewechselt ist, ist der ÖVP zuzurechnen. Ich nehme an, es war keine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern dafür wird schon Geld ausbezahlt worden sein. Bleibt bitte sachlich! Schauen wir, wo die Freunde Russlands sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Kollege Stocker, der überall manisch auf der Suche nach den Freunden Russlands unterwegs ist! – Ich kann Ihnen sagen, wo die sind. (Ruf bei der ÖVP: Na hallo!) Es waren nicht Frau Dagmar Belakowitsch oder ich (Zwischenruf der Abg. Ribo), die Seite an Seite mit Putin, aufgemascherlt in russischen Nationalfarben (Bezug nehmend auf die von der FPÖ in die Höhe gehaltenen Tafeln mit den bereits beschriebenen Fotos – Oh-Rufe bei der ÖVP), stolz lächelnd hier entlanggeschritten sind. Das war schon Frau Minister Edtstadler, die, glaube ich, Ihrer Partei zuzurechnen ist. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Ribo.) Ich glaube, auch Wolfgang Schüssel, der vom Bundeskanzleramt zu einem russischen Mobilfunkkonzern und dann zum russischen Ölkonzern Lukoil gewechselt ist, ist nicht unbedingt uns zuzurechnen. Ich glaube, auch Hans-Jörg Schelling, der Finanzminister, der direkt vom Ministerium zu Gazprom gewechselt ist, ist der ÖVP zuzurechnen. Ich nehme an, es war keine ehrenamtliche Tätigkeit, sondern dafür wird schon Geld ausbezahlt worden sein. Bleibt bitte sachlich! Schauen wir, wo die Freunde Russlands sind! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: ... alles zurück!
Was verrät uns der Herr Bundeskanzler allerdings nicht? Oder weiß er es nicht? – Ich weiß es nicht. Von den 7,4 Milliarden Euro werden ganz offiziell, schwarz auf weiß, 5 Milliarden Euro als Kredit an Ägypten vergeben – ich bin wirklich guten Mutes, dass wir das mit Zinsen zurückbezahlt bekommen (Ruf bei der FPÖ: ... alles zurück!) –, 1,8 Milliarden Euro für Investitionen – vielleicht wird der Palast von al-Sisi ausgebaut –, 400 Millionen Euro für bilaterale Projekte für was auch immer und ganze 200 Millionen Euro für die Bekämpfung der illegalen Migration. 200 Millionen Euro von 7,4 Milliarden Euro europäischem Steuergeld – und von der Leyen und Nehammer erzählen uns, dass diese Milliarden für die Bekämpfung der illegalen Migration ausgegeben werden! Das sind 2,7 Prozent.
Beifall bei der FPÖ.
abgeschlossen werden, es soll schon auf Augenhöhe sein. Ich kann nur sagen: Keine Angst, Herr Bundeskanzler Nehammer, al-Sisi redet sicher nicht auf Augenhöhe mit von der Leyen und Nehammer, sondern er redet von oben herab, weil er weiß, dass er am längeren Ast sitzt – und er sagt auch: Gebt mir die Milliarden, sonst schicke ich noch mehr Flüchtlinge! – Nehammer meint trotzdem, das Abkommen muss auch Vorteile für Ägypten bringen. Keine Angst, es bringt nur Vorteile für Ägypten! Es soll eine Win-win-Situation für Europa und Ägypten sein. – Nein, es ist Win-win für Ägypten, weil die das Geld bekommen und die Leute trotzdem schicken. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Hat das mit dem Volksbegehren noch was zu tun?
Ja, gestern war der Besuch von EU-Parlamentspräsidentin Metsola, sie wurde von Nehammer empfangen. Die Präsidentin meinte, es geht um viel. Das ist richtig. Sie kämpft ja gegen den Rechtsruck in der Europäischen Union bei der anstehenden Europawahl. Bundeskanzler Nehammer steht daneben – und man könnte jetzt irgendwie glauben: Na ja, gegen rechts würde ich so nicht sagen; ich meine, die ÖVP, war ich eigentlich der Meinung, definiert sich als rechte konservative Partei. Dann ist mir aber eingefallen: Nein, sie ist ja jetzt natürlich nur mehr für die Mitte da (Abg. Leichtfried: Hat das mit dem Volksbegehren noch was zu tun?), nur mehr für die Mitte im Nirgendwo, kein Profil, keine Kante, keine Meinung. Sie steht für nichts, irgendwo im mittlerweile linken Nirgendwo. (Beifall bei der FPÖ.) Dafür ist er ein echtes Schwergewicht im Verhandeln auf Augenhöhe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, gestern war der Besuch von EU-Parlamentspräsidentin Metsola, sie wurde von Nehammer empfangen. Die Präsidentin meinte, es geht um viel. Das ist richtig. Sie kämpft ja gegen den Rechtsruck in der Europäischen Union bei der anstehenden Europawahl. Bundeskanzler Nehammer steht daneben – und man könnte jetzt irgendwie glauben: Na ja, gegen rechts würde ich so nicht sagen; ich meine, die ÖVP, war ich eigentlich der Meinung, definiert sich als rechte konservative Partei. Dann ist mir aber eingefallen: Nein, sie ist ja jetzt natürlich nur mehr für die Mitte da (Abg. Leichtfried: Hat das mit dem Volksbegehren noch was zu tun?), nur mehr für die Mitte im Nirgendwo, kein Profil, keine Kante, keine Meinung. Sie steht für nichts, irgendwo im mittlerweile linken Nirgendwo. (Beifall bei der FPÖ.) Dafür ist er ein echtes Schwergewicht im Verhandeln auf Augenhöhe. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ja, gestern war der Besuch von EU-Parlamentspräsidentin Metsola, sie wurde von Nehammer empfangen. Die Präsidentin meinte, es geht um viel. Das ist richtig. Sie kämpft ja gegen den Rechtsruck in der Europäischen Union bei der anstehenden Europawahl. Bundeskanzler Nehammer steht daneben – und man könnte jetzt irgendwie glauben: Na ja, gegen rechts würde ich so nicht sagen; ich meine, die ÖVP, war ich eigentlich der Meinung, definiert sich als rechte konservative Partei. Dann ist mir aber eingefallen: Nein, sie ist ja jetzt natürlich nur mehr für die Mitte da (Abg. Leichtfried: Hat das mit dem Volksbegehren noch was zu tun?), nur mehr für die Mitte im Nirgendwo, kein Profil, keine Kante, keine Meinung. Sie steht für nichts, irgendwo im mittlerweile linken Nirgendwo. (Beifall bei der FPÖ.) Dafür ist er ein echtes Schwergewicht im Verhandeln auf Augenhöhe. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer
Liebe Kollegen und Kolleginnen, unter seiner Kanzlerschaft wurden viel zu wenig Maßnahmen gegen die Teuerung, gegen die hohe Inflationsrate gesetzt. Wer als Bundeskanzler angesichts dieser Teuerungskrise erklärt, es gebe nur noch zwei Entscheidungen, nämlich Alkohol oder Psychopharmaka, wer behauptet, es gebe in unserem Land keine Kinderarmut, und Eltern zugleich empfiehlt, ihren Kindern um 1,40 Euro einen Burger zu kaufen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer) – ich zitiere: die billigste Mahlzeit Österreichs –, wer die Menschen in unserem Land derart verhöhnt (Zwischenruf des Abg. Zarits), der hat Ansehen und Vertrauen tatsächlich verspielt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Zarits
Liebe Kollegen und Kolleginnen, unter seiner Kanzlerschaft wurden viel zu wenig Maßnahmen gegen die Teuerung, gegen die hohe Inflationsrate gesetzt. Wer als Bundeskanzler angesichts dieser Teuerungskrise erklärt, es gebe nur noch zwei Entscheidungen, nämlich Alkohol oder Psychopharmaka, wer behauptet, es gebe in unserem Land keine Kinderarmut, und Eltern zugleich empfiehlt, ihren Kindern um 1,40 Euro einen Burger zu kaufen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer) – ich zitiere: die billigste Mahlzeit Österreichs –, wer die Menschen in unserem Land derart verhöhnt (Zwischenruf des Abg. Zarits), der hat Ansehen und Vertrauen tatsächlich verspielt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kollegen und Kolleginnen, unter seiner Kanzlerschaft wurden viel zu wenig Maßnahmen gegen die Teuerung, gegen die hohe Inflationsrate gesetzt. Wer als Bundeskanzler angesichts dieser Teuerungskrise erklärt, es gebe nur noch zwei Entscheidungen, nämlich Alkohol oder Psychopharmaka, wer behauptet, es gebe in unserem Land keine Kinderarmut, und Eltern zugleich empfiehlt, ihren Kindern um 1,40 Euro einen Burger zu kaufen (Zwischenruf des Abg. Obernosterer) – ich zitiere: die billigste Mahlzeit Österreichs –, wer die Menschen in unserem Land derart verhöhnt (Zwischenruf des Abg. Zarits), der hat Ansehen und Vertrauen tatsächlich verspielt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Genau, wo Sie nicht mehr aufgestellt werden!
Das, liebe Kollegen und Kolleginnen, wird die ÖVP auch bei den nächsten Wahlen zu spüren bekommen. (Abg. Michael Hammer: Genau, wo Sie nicht mehr aufgestellt werden!) Aber: Es braucht eben kein Volksbegehren, um Karl Nehammer abzusetzen, sondern die Bevölkerung wird Herrn Nehammer absetzen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.– Abg. Hofinger: Aber Babler wird ...! – Abg. Michael Hammer: Und Sie auch! Sie hat der Herr Ludwig schon abgesetzt!)
Beifall bei der SPÖ.– Abg. Hofinger: Aber Babler wird ...! – Abg. Michael Hammer: Und Sie auch! Sie hat der Herr Ludwig schon abgesetzt!
Das, liebe Kollegen und Kolleginnen, wird die ÖVP auch bei den nächsten Wahlen zu spüren bekommen. (Abg. Michael Hammer: Genau, wo Sie nicht mehr aufgestellt werden!) Aber: Es braucht eben kein Volksbegehren, um Karl Nehammer abzusetzen, sondern die Bevölkerung wird Herrn Nehammer absetzen. – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ.– Abg. Hofinger: Aber Babler wird ...! – Abg. Michael Hammer: Und Sie auch! Sie hat der Herr Ludwig schon abgesetzt!)
Abg. Michael Hammer – in Richtung Abg. Duzdar –: Listenplatz 15, oder wo sind wir denn? – Abg. Holzleitner: Wie bösartig kann man eigentlich sein? Persönlich beleidigend ist das! – Zwischenruf der Abg. Greiner. – Ruf bei der ÖVP: Was war denn die ganze Rede jetzt? Es war die ganze Zeit persönlich! – Abg. Michael Hammer: Was ist da persönlich?– Abg. Holzleitner: So was von beschämend! Kritisieren Sie doch einmal Inhalte! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Christian Oxonitsch. – Bitte. (Abg. Michael Hammer – in Richtung Abg. Duzdar –: Listenplatz 15, oder wo sind wir denn? – Abg. Holzleitner: Wie bösartig kann man eigentlich sein? Persönlich beleidigend ist das! – Zwischenruf der Abg. Greiner. – Ruf bei der ÖVP: Was war denn die ganze Rede jetzt? Es war die ganze Zeit persönlich! – Abg. Michael Hammer: Was ist da persönlich?– Abg. Holzleitner: So was von beschämend! Kritisieren Sie doch einmal Inhalte! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Ihr seid immer angerührt! Das sind Tatsachen! – Abg. Holzleitner: Ich weiß nicht, was für ein Problem Sie mit Frauen haben, Herr Kollege! Jedes Mal schreien Sie bei Frauen rein! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Wenn sie sagt, Nehammer muss gehen, dann kann man auch sagen, dass sie geht! – Ruf bei der ÖVP: Was machst du mit dem Kollross? – Abg. Belakowitsch: Ihr wollt doch zusammen regieren!
Abgeordneter Christian Oxonitsch (SPÖ): Frau Präsidentin! Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Liste von Kollegin Duzdar ließe sich ja noch lange fortsetzen: das Versagen in der Bildungspolitik, das Zerschlagen des Gesundheitssystems und vieles andere mehr. (Abg. Michael Hammer: Ihr seid immer angerührt! Das sind Tatsachen! – Abg. Holzleitner: Ich weiß nicht, was für ein Problem Sie mit Frauen haben, Herr Kollege! Jedes Mal schreien Sie bei Frauen rein! – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Wenn sie sagt, Nehammer muss gehen, dann kann man auch sagen, dass sie geht! – Ruf bei der ÖVP: Was machst du mit dem Kollross? – Abg. Belakowitsch: Ihr wollt doch zusammen regieren!)
Ruf bei der ÖVP: Das ist aber Ihre Fraktion! – Abg. Michael Hammer: Ja, eure Fraktion ruft dazwischen!
Abgeordneter Christian Oxonitsch (fortsetzend): Es ist ja durchaus spannend, wenn man sich anschaut, dass da jetzt seitens der ÖVP dazwischengerufen wird (Ruf bei der ÖVP: Das ist aber Ihre Fraktion! – Abg. Michael Hammer: Ja, eure Fraktion ruft dazwischen!): Wir werden sehen, wie viele von der ÖVP nach der nächsten Wahl noch in diesem Haus sind. Das sollte man sich einmal
Beifall bei der SPÖ.
anschauen, bevor man hier unqualifizierte Zwischenrufe macht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hofinger: Da haben wir es ja schon wieder: das Versagen! Immer nur: das Versagen, Oxonitsch!
Wie gesagt, die Liste des Versagens des Bundeskanzlers ist aus Sicht der Sozialdemokratie lang. Es wurde auf die Teuerung, auf das Zerschlagen des Gesundheitssystems, auf das Versagen in der Bildungspolitik, in der es keine neuen Akzente gibt, hingewiesen. (Abg. Hofinger: Da haben wir es ja schon wieder: das Versagen! Immer nur: das Versagen, Oxonitsch!)
Beifall bei der SPÖ.
Daher: In fünf Monaten gibt es die Chance. Man kann dieser Kanzlerschaft ein Ende setzen, aber dafür gibt es Wahlen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hofinger: Nein, wir sind nicht nervös!
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich verstehe die große Nervosität (Abg. Hofinger: Nein, wir sind nicht nervös!), wenn über 100 000 Menschen ein Volksbegehren mit dem Titel Nehammer muss weg unterschreiben. Man könnte sogar auf die Idee kommen, dass das von ÖVPlern initiiert ist, die selbst nicht mehr dabei zuschauen wollen, wir ihr Bundeskanzler die Partei zugrunde richtet und sie in Richtung Einstelligkeit führt. Ich sage das, weil ich diverse Persönlichkeiten von Ihnen schätze. Man muss ja teilweise wirklich schon Mitleid mit Ihnen haben, denn viele haben das, was dieser Kanzler mit Ihrer Partei anrichtet und Ihrer Partei antut, nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich verstehe die große Nervosität (Abg. Hofinger: Nein, wir sind nicht nervös!), wenn über 100 000 Menschen ein Volksbegehren mit dem Titel Nehammer muss weg unterschreiben. Man könnte sogar auf die Idee kommen, dass das von ÖVPlern initiiert ist, die selbst nicht mehr dabei zuschauen wollen, wir ihr Bundeskanzler die Partei zugrunde richtet und sie in Richtung Einstelligkeit führt. Ich sage das, weil ich diverse Persönlichkeiten von Ihnen schätze. Man muss ja teilweise wirklich schon Mitleid mit Ihnen haben, denn viele haben das, was dieser Kanzler mit Ihrer Partei anrichtet und Ihrer Partei antut, nicht verdient. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Ihr seid eh nicht die Freunde Putins, ihr seid seine Knechte!
Das wollen wir auch, sehr geehrte Damen und Herren. Sie können uns daher ruhig als die Freunde Putins in Österreich oder Ähnliches bezeichnen; die Menschen draußen haben ja durchschaut, warum wir da einen anderen Zugang haben und dass wir Österreich im Blick haben anstatt etwas anderes. (Abg. Michael Hammer: Ihr seid eh nicht die Freunde Putins, ihr seid seine Knechte!)
Abg. Höfinger: Bla bla!
Sehr geehrte Damen und Herren, damit auch Sie von der Österreichischen Volkspartei es verstehen: Wir Freiheitliche sind keine Putin-Versteher. (Abg. Höfinger: Bla bla!) Aber in aller Deutlichkeit: Wir Freiheitliche sind auch keine Nato-Versteher, Amerika-Versteher oder sonstige Versteher. (Abg. Michael Hammer: Das hat aber der Herr Bösch anders gesehen!) Wir sind Österreich-Versteher, und es kann nicht sein, dass die Bevölkerung den hohen Preis für Kriegstreiberei und Sanktionen bezahlen muss. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Der Bösch wollte zur Nato!)
Abg. Michael Hammer: Das hat aber der Herr Bösch anders gesehen!
Sehr geehrte Damen und Herren, damit auch Sie von der Österreichischen Volkspartei es verstehen: Wir Freiheitliche sind keine Putin-Versteher. (Abg. Höfinger: Bla bla!) Aber in aller Deutlichkeit: Wir Freiheitliche sind auch keine Nato-Versteher, Amerika-Versteher oder sonstige Versteher. (Abg. Michael Hammer: Das hat aber der Herr Bösch anders gesehen!) Wir sind Österreich-Versteher, und es kann nicht sein, dass die Bevölkerung den hohen Preis für Kriegstreiberei und Sanktionen bezahlen muss. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Der Bösch wollte zur Nato!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Der Bösch wollte zur Nato!
Sehr geehrte Damen und Herren, damit auch Sie von der Österreichischen Volkspartei es verstehen: Wir Freiheitliche sind keine Putin-Versteher. (Abg. Höfinger: Bla bla!) Aber in aller Deutlichkeit: Wir Freiheitliche sind auch keine Nato-Versteher, Amerika-Versteher oder sonstige Versteher. (Abg. Michael Hammer: Das hat aber der Herr Bösch anders gesehen!) Wir sind Österreich-Versteher, und es kann nicht sein, dass die Bevölkerung den hohen Preis für Kriegstreiberei und Sanktionen bezahlen muss. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Der Bösch wollte zur Nato!)
Abg. Michael Hammer: Der größte Flop überhaupt!
Wenn es ein Volksbegehren gibt, das wie ein Befreiungsschlag ist und das 100 000 Menschen unterschreiben (Abg. Michael Hammer: Der größte Flop überhaupt!) – und ein Volksbegehren unterschreibt man ja nicht im Vorbeigehen, das ist ja keine Onlinepetition, das ist schon etwas, wenn man so etwas unterschreibt –, dann ist das dadurch entstanden, dass die Menschen endlich wieder durchatmen wollen. (Abg. Michael Hammer: Sind ja immer die Gleichen!)
Abg. Michael Hammer: Sind ja immer die Gleichen!
Wenn es ein Volksbegehren gibt, das wie ein Befreiungsschlag ist und das 100 000 Menschen unterschreiben (Abg. Michael Hammer: Der größte Flop überhaupt!) – und ein Volksbegehren unterschreibt man ja nicht im Vorbeigehen, das ist ja keine Onlinepetition, das ist schon etwas, wenn man so etwas unterschreibt –, dann ist das dadurch entstanden, dass die Menschen endlich wieder durchatmen wollen. (Abg. Michael Hammer: Sind ja immer die Gleichen!)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, von den Jungen bis zu den Alten: Die Generationen, die dieses Land unter Verzicht, im Schweiße ihres Angesichts aufgebaut haben – das waren nicht die großen Politiker, das war die Bevölkerung –, wollen nicht zusehen, wie Sie in wenigen Jahren zugrunde richten, was über Jahrzehnte und über Generationen aufgebaut wurde. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auch die Jungen, sehr geehrte Damen und Herren, sind nicht diejenigen, die sich selbst als die letzte Generation bezeichnen; das sind die, die die mediale Aufmerksamkeit bekommen. Viele Junge wollen noch eine Zukunft haben, viele Junge wollen auf dem aufbauen, was ihre Eltern und Großeltern geschaffen haben, die wollen einen Befreiungsschlag setzen, und genau deshalb unterschreiben 100 000 Menschen ein Volksbegehren mit dem Titel Nehammer muss weg. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Bis dahin könnt ihr noch zehn Volksbegehren machen!
Sehr geehrte Damen und Herren, auch wenn es jetzt nicht funktionieren wird, dass dieses Volksbegehren dazu führt, dass Nehammer den Bundeskanzlersessel räumt, wir haben vorhin richtig gehört: Es dauert nicht mehr lange, dann können Sie nicht davonlaufen, dann ist der Wähler, dann ist das Volk am Wort. (Abg. Michael Hammer: Bis dahin könnt ihr noch zehn Volksbegehren machen!) Eines müssten Sie doch langsam verstehen, lesen Sie Ihre Umfragen: Die Menschen wollen, dass sich die Politik nicht um Politiker und Parteien dreht (Abg. Hofinger: Also nicht um den Kickl, genau!), sondern um die Menschen draußen, die jetzt unter der Teuerung leiden, und dass wir nicht Probleme schaffen, sondern Probleme lösen.
Abg. Hofinger: Also nicht um den Kickl, genau!
Sehr geehrte Damen und Herren, auch wenn es jetzt nicht funktionieren wird, dass dieses Volksbegehren dazu führt, dass Nehammer den Bundeskanzlersessel räumt, wir haben vorhin richtig gehört: Es dauert nicht mehr lange, dann können Sie nicht davonlaufen, dann ist der Wähler, dann ist das Volk am Wort. (Abg. Michael Hammer: Bis dahin könnt ihr noch zehn Volksbegehren machen!) Eines müssten Sie doch langsam verstehen, lesen Sie Ihre Umfragen: Die Menschen wollen, dass sich die Politik nicht um Politiker und Parteien dreht (Abg. Hofinger: Also nicht um den Kickl, genau!), sondern um die Menschen draußen, die jetzt unter der Teuerung leiden, und dass wir nicht Probleme schaffen, sondern Probleme lösen.
Abg. Michael Hammer: Schauen wir mal!
Genau zu diesem Befreiungsschlag wird die Bevölkerung bei der nächsten Wahl ansetzen (Abg. Michael Hammer: Schauen wir mal!), und wir stehen dann bereit, um Ihren Scherbenhaufen aufzuräumen, selbst wenn wir ihn nicht verursacht haben, da es dringend nötig ist: für die Jungen, für die Alten, für die Unternehmer, für die Hackler, für die Fleißigen in diesem Land, auch für die, denen es nicht so gut geht, denen Sie in den letzten fünf Jahren viel zu viel angetan haben. (Rufe bei der ÖVP: Wo ist eigentlich der Kickl? Wo ist der?)
Rufe bei der ÖVP: Wo ist eigentlich der Kickl? Wo ist der?
Genau zu diesem Befreiungsschlag wird die Bevölkerung bei der nächsten Wahl ansetzen (Abg. Michael Hammer: Schauen wir mal!), und wir stehen dann bereit, um Ihren Scherbenhaufen aufzuräumen, selbst wenn wir ihn nicht verursacht haben, da es dringend nötig ist: für die Jungen, für die Alten, für die Unternehmer, für die Hackler, für die Fleißigen in diesem Land, auch für die, denen es nicht so gut geht, denen Sie in den letzten fünf Jahren viel zu viel angetan haben. (Rufe bei der ÖVP: Wo ist eigentlich der Kickl? Wo ist der?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Fürchtet euch nicht! Schauen wir es uns an, wenn es so weit ist!
Sehr geehrte Damen und Herren, freuen Sie sich darauf, der Befreiungsschlag ist nahe! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Fürchtet euch nicht! Schauen wir es uns an, wenn es so weit ist!)
Abg. Michael Hammer: Sie sind die Knechte Putins!
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Wenn sich drei Freiheitliche hintereinander hier dagegen wehren, dass sie die Freunde Putins in Österreich seien, kann man das so nicht stehen lassen. (Abg. Michael Hammer: Sie sind die Knechte Putins!) Ihr habt einen aufrechten Freundschaftsvertrag mit der Partei von Wladimir Putin (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ), in dem steht, dass er explizit gekündigt werden muss, da er sich sonst automatisch verlängert, und das legt ihr nicht vor. Legt die Kündigung des Freundschaftsvertrages vor! Das macht ihr seit Jahren nicht, da er aufrecht ist, und jetzt wird es euch peinlich, weil euch dieser ganze Krieg über den Kopf wächst.
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Wenn sich drei Freiheitliche hintereinander hier dagegen wehren, dass sie die Freunde Putins in Österreich seien, kann man das so nicht stehen lassen. (Abg. Michael Hammer: Sie sind die Knechte Putins!) Ihr habt einen aufrechten Freundschaftsvertrag mit der Partei von Wladimir Putin (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ), in dem steht, dass er explizit gekündigt werden muss, da er sich sonst automatisch verlängert, und das legt ihr nicht vor. Legt die Kündigung des Freundschaftsvertrages vor! Das macht ihr seit Jahren nicht, da er aufrecht ist, und jetzt wird es euch peinlich, weil euch dieser ganze Krieg über den Kopf wächst.
Rufe bei der FPÖ: Aber im Interesse Österreichs! Habt ihr es immer noch nicht verstanden?
Ihr seid hier in diesem Parlament, in diesem Land die Vertreter Putins, ihr seid seine Lobbyisten, die ganze Zeit. Ihr bekämpft die Sanktionen, ihr bekämpft die Unterstützung der Ukraine, ihr bekämpft alles, was für Frieden sorgen könnte. (Rufe bei der FPÖ: Aber im Interesse Österreichs! Habt ihr es immer noch nicht verstanden?) Wenn irgendjemand in diesem Parlament nicht neutral ist,
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
dann sind das die Freiheitlichen! (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Ihr seid die einzige Partei in diesem Parlament, die eine ausländische militärische Macht bei einem Angriffskrieg unterstützt – und ihr wollt die neutralen Patrioten sein? (Zwischenruf bei der FPÖ.) Ihr seid hier die Agenten einer ausländischen militärischen Macht – das seid ihr! Ihr seid alle rücktrittsreif, nicht irgendein Bundeskanzler. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Ihr seid die einzige Partei in diesem Parlament, die eine ausländische militärische Macht bei einem Angriffskrieg unterstützt – und ihr wollt die neutralen Patrioten sein? (Zwischenruf bei der FPÖ.) Ihr seid hier die Agenten einer ausländischen militärischen Macht – das seid ihr! Ihr seid alle rücktrittsreif, nicht irgendein Bundeskanzler. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die Freiheitlichen sind die am wenigsten neutrale Partei in diesem Land. Ihr seid die Agenten einer ausländischen Macht. (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Das ist der Vorwurf eines Hochverrates. Ich würde Sie bitten, das auch mindestens mit einem Ordnungsruf zu bedenken. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.
Abgeordneter Alois Schroll (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer! Vorweg ist es mir ein großes Anliegen und eine Freude, liebe Freunde von der SPÖ Persenbeug-Gottsdorf, angeführt von Bürgermeister Gerhard Leeb und der geschäftsführenden Gemeinderätin Monika Hebenstreit, euch hier im Hohen Haus herzlich willkommen zu heißen. (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.
Ebenfalls ein großes Anliegen ist es mir, einen lieben Freund, den Vizepräsidenten des Österreichischen Kameradschaftsbundes Johann Glöckl, aus Ybbs an der Donau zu begrüßen. – Herzlich willkommen! (Beifall bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS.)
Abg. Maurer: Hast sie hoffentlich auf den Wohnschirm verwiesen!
Eine Sache ist dabei allen Betroffenen klar: Die schwarz-grüne Bundesregierung wird nichts unternehmen, um die Situation im Land zu verbessern. Ich werde Ihnen das heute auch anhand von zwei Beispielen dokumentieren. Vor einigen Wochen hat mir eine ältere Dame aus Niederösterreich geschrieben, die den Wohnschirm der Bundesregierung beansprucht hat. Trotz Zuschusses wird sie sich die kommende Nachzahlung im Mai nicht leisten können, sie weiß nicht, ob sie die Stromrechnung und ihre Heizkosten bezahlen kann, sie weiß nicht einmal, ob sie im Mai noch ihre Wohnung wird behalten können. (Abg. Maurer: Hast sie hoffentlich auf den Wohnschirm verwiesen!)
Abg. Lindinger: Es ist dazu da, dass es keine Verschlechterungen gibt!
Vor einem Monat war ich im neuen Eigenheim von jungen Familien, die ihre Heizkosten nicht mehr zahlen können. Die Höhe ihrer Rechnungen hat sich teilweise verdreifacht – verdreifacht! –, sie wissen nicht mehr, wie sie die Rechnungen zahlen sollen. In der heutigen Debatte präsentiert uns die Bundesregierung ihre Vorschläge, um die weiterhin viel zu hohen Preise zu senken. Was fällt dieser Bundesregierung ein? – Eine überflüssige Förderung für Unternehmen und, seit gestern auch eingebracht, für landwirtschaftliche Betriebe. Wem wird das helfen? (Abg. Lindinger: Es ist dazu da, dass es keine Verschlechterungen gibt!) Wem wird das helfen, die Stromrechnungen zu zahlen? (Beifall bei der SPÖ.) – Lieber Kollege, du brauchst dich nicht aufzuregen!
Beifall bei der SPÖ.
Vor einem Monat war ich im neuen Eigenheim von jungen Familien, die ihre Heizkosten nicht mehr zahlen können. Die Höhe ihrer Rechnungen hat sich teilweise verdreifacht – verdreifacht! –, sie wissen nicht mehr, wie sie die Rechnungen zahlen sollen. In der heutigen Debatte präsentiert uns die Bundesregierung ihre Vorschläge, um die weiterhin viel zu hohen Preise zu senken. Was fällt dieser Bundesregierung ein? – Eine überflüssige Förderung für Unternehmen und, seit gestern auch eingebracht, für landwirtschaftliche Betriebe. Wem wird das helfen? (Abg. Lindinger: Es ist dazu da, dass es keine Verschlechterungen gibt!) Wem wird das helfen, die Stromrechnungen zu zahlen? (Beifall bei der SPÖ.) – Lieber Kollege, du brauchst dich nicht aufzuregen!
Abg. Götze: Stromrechnungen nicht!
Liebe Damen und Herren, das passt ja wunderbar ins Bild dieser Regierung: Energiekonzerne machen Übergewinne, Überübergewinne, die Kundinnen und Kunden werden geschröpft. Also ihr alle, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, zahlt erhöhte Gas- und Stromrechnungen (Abg. Götze: Stromrechnungen nicht!), und damit nicht genug gibt es eine Reihe von ausstehenden Vorhaben der Regierung.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Man muss sich das wirklich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Bundeskanzler Nehammer hat vor wenigen Tagen – in der APA zitiert – gesagt, wir müssen gerüstet sein, es kann eine Krise auf uns zukommen. – Ja wo um Gottes Himmels willen war denn der Herr Bundeskanzler die letzten zwei Jahre? (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
in Richtung Abg. Lindinger
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen der ÖVP, ihr braucht nicht nervös zu werden, du kannst dich melden (in Richtung Abg. Lindinger), du kannst herauskommen.
Abg. Lindinger: Diese Bundesregierung hat dafür gesorgt, dass genug da ist!
Ich sage nur, die Deutschen haben sich für die kommende Gaskrise gerüstet. Deutschland hat sich gerüstet, die haben vorgesorgt, die haben in zwei Jahren neun LNG-Terminals gebaut, drei sind bereits in Betrieb, drei werden heuer noch in Betrieb gehen. Österreich hat es nicht einmal geschafft, in zwei Jahren 40 Kilometer Pipeline zu bauen, damit wir eine Sicherheit für die Gasversorgung haben. (Abg. Lindinger: Diese Bundesregierung hat dafür gesorgt, dass genug da ist!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Stimmen Sie diesem Antrag zu! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Abg. Schroll: Ja, ja, nur zu ...!
Du schreibst in dem Entschließungsantrag, die Regierung hat Markteingriffe verweigert, um die Preise zu senken, und sie soll eine Übergewinnsteuer einführen. Lieber Kollege Schroll, wir haben eine Übergewinnsteuer eingeführt. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Abg. Schroll: Ja, ja, nur zu ...!) Wir haben sie verlängert. Wer hat dagegengestimmt? – Ihr habt dagegengestimmt. (Abg. Herr: Weil es zu wenig ist! – Abg. Matznetter: 150 Millionen sind lächerlich! – Abg. Schroll: Lächerlich ist das!)
Abg. Herr: Weil es zu wenig ist! – Abg. Matznetter: 150 Millionen sind lächerlich! – Abg. Schroll: Lächerlich ist das!
Du schreibst in dem Entschließungsantrag, die Regierung hat Markteingriffe verweigert, um die Preise zu senken, und sie soll eine Übergewinnsteuer einführen. Lieber Kollege Schroll, wir haben eine Übergewinnsteuer eingeführt. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP. – Abg. Schroll: Ja, ja, nur zu ...!) Wir haben sie verlängert. Wer hat dagegengestimmt? – Ihr habt dagegengestimmt. (Abg. Herr: Weil es zu wenig ist! – Abg. Matznetter: 150 Millionen sind lächerlich! – Abg. Schroll: Lächerlich ist das!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Als ob das nicht schon eine Chuzpe wäre, geht euer Landeshauptmann im Burgenland – als er draufgekommen ist, oh, die Übergewinnsteuer betrifft ja auch Landesenergieversorgungsunternehmen wie die Energie Burgenland – zum Verfassungsgerichtshof, um die Übergewinnsteuer zu bekämpfen, die ihr fordert, die wir schon eingeführt haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Spürts ihr euch noch? Das gibt’s ja nicht! (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Schroll: Deswegen soll es ... geregelt werden!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Schroll: Deswegen soll es ... geregelt werden!
Als ob das nicht schon eine Chuzpe wäre, geht euer Landeshauptmann im Burgenland – als er draufgekommen ist, oh, die Übergewinnsteuer betrifft ja auch Landesenergieversorgungsunternehmen wie die Energie Burgenland – zum Verfassungsgerichtshof, um die Übergewinnsteuer zu bekämpfen, die ihr fordert, die wir schon eingeführt haben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) Spürts ihr euch noch? Das gibt’s ja nicht! (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Abg. Schroll: Deswegen soll es ... geregelt werden!)
Abg. Schroll: Wer zahlt den Rest?
Der zweite Punkt in eurem Antrag: Wir sollen in die Preise eingreifen. – Wir haben in die Preise eingegriffen. Wir haben eine Stromkostenbremse eingeführt. Erzählt den Leuten nicht, dass die Leute so viel für ihren Strom zahlen, man zahlt 10 Cent, 10 Cent pro Kilowattstunde. (Abg. Schroll: Wer zahlt den Rest?)
Beifall bei den Grünen.
Wenn du jetzt nachschaust: Die Kilowattstunde kostet bei Wien Energie für Neukunden 16 Cent, durch die Stromkostenbremse 10 Cent. Wie finanzieren wir die? – Durch die Übergewinnsteuer, zum Beispiel beim Verbund sind das 90 Millionen Euro – danke an die Energie Burgenland: 17,3 Millionen Euro –, und durch die Dividende. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Was ihr schon dazusagen müsst: Die meisten Energieversorger sind natürlich im Eigentum der öffentlichen Hand. Könnten die Landesregierungen da ein bisschen mehr tun, vielleicht ein bisschen mehr eingreifen? – Ja, könnten sie. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Man muss aber schon dazusagen: Die Dividende beim Verbund machte letztes Jahr 650 Millionen Euro aus, das geht ins Budget und damit unterstützen wir den Wohnschirm und unterstützen die Stromkostenbremse. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Wer zahlt das alles?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Wer zahlt das alles?
Was ihr schon dazusagen müsst: Die meisten Energieversorger sind natürlich im Eigentum der öffentlichen Hand. Könnten die Landesregierungen da ein bisschen mehr tun, vielleicht ein bisschen mehr eingreifen? – Ja, könnten sie. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Man muss aber schon dazusagen: Die Dividende beim Verbund machte letztes Jahr 650 Millionen Euro aus, das geht ins Budget und damit unterstützen wir den Wohnschirm und unterstützen die Stromkostenbremse. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Wer zahlt das alles?)
Abg. Matznetter: Kann man sagen, dass die anderen schuld sind ...!
Es ist wirklich enttäuschend von einer ehemals staatstragenden Partei, dass ihr wie die FPÖ agiert, einfach die Leute verunsichert und Dinge, die getan wurden (Abg. Matznetter: Kann man sagen, dass die anderen schuld sind ...!), wider besseres Wissen ignoriert. Ich finde das eigentlich ungeheuerlich.
eine Tafel mit der Aufschrift „Sonnenstrom in Österreich“ und einem Säulendiagramm, das die entsprechende Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, in die Höhe haltend – Abg. Matznetter: Das schaut ... wie Schulden ...!
Ich darf Ihnen das hier zeigen (eine Tafel mit der Aufschrift „Sonnenstrom in Österreich“ und einem Säulendiagramm, das die entsprechende Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, in die Höhe haltend – Abg. Matznetter: Das schaut ... wie Schulden ...!): Das ist die Entwicklung der Sonnenenergie, das sind die Neuzuwächse bei den Fotovoltaikanlagen pro Jahr. Wir haben letztes Jahr zehnmal mehr installiert als noch 2018. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich darf Ihnen das hier zeigen (eine Tafel mit der Aufschrift „Sonnenstrom in Österreich“ und einem Säulendiagramm, das die entsprechende Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, in die Höhe haltend – Abg. Matznetter: Das schaut ... wie Schulden ...!): Das ist die Entwicklung der Sonnenenergie, das sind die Neuzuwächse bei den Fotovoltaikanlagen pro Jahr. Wir haben letztes Jahr zehnmal mehr installiert als noch 2018. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Matznetter: Wenn .... eingespeist werden können!
Wir sind letztes Jahr auf 2 Gigawatt gekommen. Damit können über 700 000 Haushalte mit Strom versorgt werden. (Abg. Matznetter: Wenn .... eingespeist werden können!) Wir haben letztes Jahr eine Leistung von 2,8 Gigawatt durch Fotovoltaik gefördert. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir sehen: Da geht unglaublich viel weiter. Wir sind bei der Fotovoltaik sogar über dem Zielerreichungspfad (Ruf: 70 Prozent!), und das ist eine gute Nachricht.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wir sind letztes Jahr auf 2 Gigawatt gekommen. Damit können über 700 000 Haushalte mit Strom versorgt werden. (Abg. Matznetter: Wenn .... eingespeist werden können!) Wir haben letztes Jahr eine Leistung von 2,8 Gigawatt durch Fotovoltaik gefördert. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir sehen: Da geht unglaublich viel weiter. Wir sind bei der Fotovoltaik sogar über dem Zielerreichungspfad (Ruf: 70 Prozent!), und das ist eine gute Nachricht.
Ruf: 70 Prozent!
Wir sind letztes Jahr auf 2 Gigawatt gekommen. Damit können über 700 000 Haushalte mit Strom versorgt werden. (Abg. Matznetter: Wenn .... eingespeist werden können!) Wir haben letztes Jahr eine Leistung von 2,8 Gigawatt durch Fotovoltaik gefördert. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir sehen: Da geht unglaublich viel weiter. Wir sind bei der Fotovoltaik sogar über dem Zielerreichungspfad (Ruf: 70 Prozent!), und das ist eine gute Nachricht.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Hätte ich noch mehr Redezeit, würde ich darauf eingehen, was wir im Bereich der Energieeffizienz alles gemacht haben. Ich erwähne vielleicht zwei Dinge: Wir haben den Sanierungsbonus verdreifacht. Das ist eine der besten Möglichkeiten, Geld und Energie zu sparen. Es gibt so viel Förderung wie noch nie, und zwar für alle, die sie brauchen, das ganze Jahr über. – Bitte holen Sie sich das ab! Das ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz und zu unserer Unabhängigkeit von russischem Gas. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Die zwei kleinen Gesetzesänderungen, um die es hier geht, sind in Wahrheit eine Reparatur eines Pfusches, würde Kollege Matznetter sagen (Zwischenruf des Abg. Matznetter), im Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz: Dort hat man übersehen, dass man da in eine Doppelförderungsfalle hineinläuft. Man hätte halt doch auf die Opposition hören müssen. Das wird jetzt repariert. Da sind wir auch dafür.
Beifall bei der FPÖ.
Wir waren schon beim ursprünglichen Bundes-Energieeffizienzgesetz nicht dabei, weil wir der Meinung sind, dass sich Effizienz aus dem Wirtschaften eines freien, selbstbestimmten Menschen, eines Unternehmers ergibt, daraus, dass er rechnen kann und dass er selbst eine gute Relation zwischen Input und Output herstellen kann; und wir sind der Meinung, dass es nicht notwendig ist, dass eine Frau Ministerin oder eine Frau Kommissionspräsidentin dem Unternehmer per Gesetz und Direktive vorschreibt, wie er effizient zu sein hat. – Das zum Grundsätzlichen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: „Der Moloch Staat“!
Es hat sich ja aus Ihrer Diskussion schon ergeben: Da geht es letztlich doch nur darum, das Geld im Kreis zu schicken – Sie haben es eh dargestellt –: Und wer profitiert am Ende? – Ob auf dem Taferl Gewinnausschüttung, Dividende, Körperschaftsteuer, KESt oder Übergewinnsteuer draufsteht, ist letztlich egal; es profitieren jedenfalls der Herr Finanzminister, der Moloch Staat (Abg. Lukas Hammer: „Der Moloch Staat“!) und die Landesfürsten. Das interessiert mich nicht! Mich interessiert: Wer zahlt das?
Ruf: Deine Kunden!
Sie interessiert das offensichtlich nicht, aber das zahlt der berühmte Endverbraucher: Das sind unsere Bürger, das sind wir (Ruf: Deine Kunden!), das sind die Unternehmen. Das heißt, da sollten Sie ansetzen, dass die endlich einmal weniger zahlen. (Beifall bei der FPÖ.) Da sollten Sie auch strukturell ansetzen. Da passiert nämlich überhaupt nichts.
Beifall bei der FPÖ.
Sie interessiert das offensichtlich nicht, aber das zahlt der berühmte Endverbraucher: Das sind unsere Bürger, das sind wir (Ruf: Deine Kunden!), das sind die Unternehmen. Das heißt, da sollten Sie ansetzen, dass die endlich einmal weniger zahlen. (Beifall bei der FPÖ.) Da sollten Sie auch strukturell ansetzen. Da passiert nämlich überhaupt nichts.
Ruf: Übergewinn! – Abg. Voglauer: ..., das haben wir gestern schon besprochen, Axel! – Ruf bei den Grünen: Genau!
Dazu sind Sie nicht in der Lage. Sie betreiben Symptombekämpfung um teures Geld, das Sie nicht haben und das Sie – und da bin ich bei gestern – den Bürgern aus der Tasche ziehen. Wir haben Steuereinnahmen ohne Ende, so hoch wie noch nie. (Ruf: Übergewinn! – Abg. Voglauer: ..., das haben wir gestern schon besprochen, Axel! – Ruf bei den Grünen: Genau!) Mit so einer Politik können Sie doch nicht weitermachen! Wir haben Schulden in Milliardenhöhe! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Geld ist abgeschafft: dort eine Förderung, dort eine Förderung – das führt zu Fehlallokationen ohne Ende. (Ruf bei den Grünen: EVN ...! – Abg. Schroll: EVN forscht in Niederösterreich!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Dazu sind Sie nicht in der Lage. Sie betreiben Symptombekämpfung um teures Geld, das Sie nicht haben und das Sie – und da bin ich bei gestern – den Bürgern aus der Tasche ziehen. Wir haben Steuereinnahmen ohne Ende, so hoch wie noch nie. (Ruf: Übergewinn! – Abg. Voglauer: ..., das haben wir gestern schon besprochen, Axel! – Ruf bei den Grünen: Genau!) Mit so einer Politik können Sie doch nicht weitermachen! Wir haben Schulden in Milliardenhöhe! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Geld ist abgeschafft: dort eine Förderung, dort eine Förderung – das führt zu Fehlallokationen ohne Ende. (Ruf bei den Grünen: EVN ...! – Abg. Schroll: EVN forscht in Niederösterreich!)
Ruf bei den Grünen: EVN ...! – Abg. Schroll: EVN forscht in Niederösterreich!
Dazu sind Sie nicht in der Lage. Sie betreiben Symptombekämpfung um teures Geld, das Sie nicht haben und das Sie – und da bin ich bei gestern – den Bürgern aus der Tasche ziehen. Wir haben Steuereinnahmen ohne Ende, so hoch wie noch nie. (Ruf: Übergewinn! – Abg. Voglauer: ..., das haben wir gestern schon besprochen, Axel! – Ruf bei den Grünen: Genau!) Mit so einer Politik können Sie doch nicht weitermachen! Wir haben Schulden in Milliardenhöhe! (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Geld ist abgeschafft: dort eine Förderung, dort eine Förderung – das führt zu Fehlallokationen ohne Ende. (Ruf bei den Grünen: EVN ...! – Abg. Schroll: EVN forscht in Niederösterreich!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter – Ruf bei der ÖVP: Sie haben die Grazer ... nicht erwähnt, oder?
Kollege Lukas Hammer, das ist an sich in Ordnung, dass der Ausbau der Fotovoltaik so gut funktioniert (Zwischenruf des Abg. Matznetter – Ruf bei der ÖVP: Sie haben die Grazer ... nicht erwähnt, oder?), und du weißt, wir waren bei diesen Dingen nicht dagegen. Ich kann mich noch erinnern: In der letzten GP hat es ein Extrapaket von 36 Millionen Euro für die Fotovoltaik gegeben, auf unsere Initiative; die Abschaffung oder das Nichteinheben der Umsatzsteuer ist in Wahrheit unsere Initiative. (Ruf bei den Grünen: Das ist mir neu!)
Ruf bei den Grünen: Das ist mir neu!
Kollege Lukas Hammer, das ist an sich in Ordnung, dass der Ausbau der Fotovoltaik so gut funktioniert (Zwischenruf des Abg. Matznetter – Ruf bei der ÖVP: Sie haben die Grazer ... nicht erwähnt, oder?), und du weißt, wir waren bei diesen Dingen nicht dagegen. Ich kann mich noch erinnern: In der letzten GP hat es ein Extrapaket von 36 Millionen Euro für die Fotovoltaik gegeben, auf unsere Initiative; die Abschaffung oder das Nichteinheben der Umsatzsteuer ist in Wahrheit unsere Initiative. (Ruf bei den Grünen: Das ist mir neu!)
Abg. Schnabel: Weil es volatil ist!
dürfen, die Wasserkraft komischerweise nicht. Wo ist denn da die sachlogische Argumentation dafür? (Abg. Schnabel: Weil es volatil ist!) Also Sie haben das nicht im Griff, weil Sie dieses energiepolitische Dreieck nicht im Griff haben, das ich für die Freiheitliche Partei als Energiesprecher und Wirtschaftssprecher seit Jahren predige.
Abg. Schnabel: Aber dafür auch nicht!
Wir sind nicht gegen den Ausbau der Erneuerbaren (Abg. Schnabel: Aber dafür auch nicht!), aber das muss bitte in einer Balance sein mit den anderen Zielen, die Sie völlig vergessen. (Ruf bei den Grünen: Außer es ist Windkraft!) Ausbau der Erneuerbaren: ja, aber vergessen Sie die Versorgungssicherheit und die Netzstabilität nicht – das tun Sie! Und vergessen Sie bitte auch die Wirtschaftlichkeit und Leistbarkeit nicht! Das muss irgendjemand zahlen. Auch das vergessen Sie. Das ist Ihnen vollkommen wurscht. Sie sagen nur: Ausbau, Ausbau, Ausbau!, aber Sie vergessen die Netze!
Ruf bei den Grünen: Außer es ist Windkraft!
Wir sind nicht gegen den Ausbau der Erneuerbaren (Abg. Schnabel: Aber dafür auch nicht!), aber das muss bitte in einer Balance sein mit den anderen Zielen, die Sie völlig vergessen. (Ruf bei den Grünen: Außer es ist Windkraft!) Ausbau der Erneuerbaren: ja, aber vergessen Sie die Versorgungssicherheit und die Netzstabilität nicht – das tun Sie! Und vergessen Sie bitte auch die Wirtschaftlichkeit und Leistbarkeit nicht! Das muss irgendjemand zahlen. Auch das vergessen Sie. Das ist Ihnen vollkommen wurscht. Sie sagen nur: Ausbau, Ausbau, Ausbau!, aber Sie vergessen die Netze!
Beifall bei der FPÖ.
Darum sagen wir: Ausbau der Erneuerbaren: ja, aber doch mit dem prioritären Ziel, die Resilienz, Unabhängigkeit und Selbstversorgungsfähigkeit der Republik Österreich im Bereich Energie sicherzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Da würde ich mir von Ihnen erwarten – wir sind da, glaube ich, zum Beispiel bei der OMV beteiligt (Zwischenruf des Abg. Matznetter) –, dass man da einmal in die Gänge kommt und diese Gefahr erkennt. Das ist am 1.1.2025, da machen Sie überhaupt nichts. Sie sitzen da, schauen auf den Boden und sagen: Wird schon irgendwie gehen! – Nein, es wird nicht gehen! Wenn der ukrainische Minister seine Drohung wahrmacht, dann explodieren natürlich wieder die Preise, das erkennt doch jedes Kind. Und Sie machen nichts, und das ist nicht verantwortungsvoll, Frau Bundesminister!
Ruf bei der SPÖ: Eine Täter-Opfer-Umkehr!
Das ist der Energieminister der Ukraine, jenes Staates, dem Sie und Frau von der Leyen, ÖVP, Europäische Union, wer auch immer, mittlerweile 50 Milliarden Euro aus unserem Steuergeld rüberschieben (Ruf bei der SPÖ: Eine Täter-Opfer-Umkehr!), ohne irgendwelche Bedingungen. Vielleicht wäre es einmal an der Zeit, zu sagen: Wenn ihr das macht, dann kriegt ihr kein Geld mehr von uns! Das wäre systemisch denkende, verantwortungsvolle Politik (Abg. Voglauer: Ja, so denken Putin-Freunde!) im Sinne der Österreicher (Abg. Lukas Hammer: Im Sinne Russlands!) und nicht irgendwelcher Russen und Ukrainer. Das interessiert mich nicht! Mich interessieren die Österreicher! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Doch, Putin interessiert Sie schon, vor allem in der Steiermark!) Sie machen eine Politik, die die Wirtschaft und damit den Wohlstand und die Arbeitsplätze der Europäer, vor allem der Deutschen und der Österreicher, dramatisch gefährdet. Sie werden es sehen, wir werden das leider in den nächsten Monaten zu spüren bekommen. Die Wirtschaftsdaten köpfeln, und das ist Ihnen egal. Es ist Ihnen alles egal, außer Klimapolitik – das ist das Wichtigste!
Abg. Voglauer: Ja, so denken Putin-Freunde!
Das ist der Energieminister der Ukraine, jenes Staates, dem Sie und Frau von der Leyen, ÖVP, Europäische Union, wer auch immer, mittlerweile 50 Milliarden Euro aus unserem Steuergeld rüberschieben (Ruf bei der SPÖ: Eine Täter-Opfer-Umkehr!), ohne irgendwelche Bedingungen. Vielleicht wäre es einmal an der Zeit, zu sagen: Wenn ihr das macht, dann kriegt ihr kein Geld mehr von uns! Das wäre systemisch denkende, verantwortungsvolle Politik (Abg. Voglauer: Ja, so denken Putin-Freunde!) im Sinne der Österreicher (Abg. Lukas Hammer: Im Sinne Russlands!) und nicht irgendwelcher Russen und Ukrainer. Das interessiert mich nicht! Mich interessieren die Österreicher! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Doch, Putin interessiert Sie schon, vor allem in der Steiermark!) Sie machen eine Politik, die die Wirtschaft und damit den Wohlstand und die Arbeitsplätze der Europäer, vor allem der Deutschen und der Österreicher, dramatisch gefährdet. Sie werden es sehen, wir werden das leider in den nächsten Monaten zu spüren bekommen. Die Wirtschaftsdaten köpfeln, und das ist Ihnen egal. Es ist Ihnen alles egal, außer Klimapolitik – das ist das Wichtigste!
Abg. Lukas Hammer: Im Sinne Russlands!
Das ist der Energieminister der Ukraine, jenes Staates, dem Sie und Frau von der Leyen, ÖVP, Europäische Union, wer auch immer, mittlerweile 50 Milliarden Euro aus unserem Steuergeld rüberschieben (Ruf bei der SPÖ: Eine Täter-Opfer-Umkehr!), ohne irgendwelche Bedingungen. Vielleicht wäre es einmal an der Zeit, zu sagen: Wenn ihr das macht, dann kriegt ihr kein Geld mehr von uns! Das wäre systemisch denkende, verantwortungsvolle Politik (Abg. Voglauer: Ja, so denken Putin-Freunde!) im Sinne der Österreicher (Abg. Lukas Hammer: Im Sinne Russlands!) und nicht irgendwelcher Russen und Ukrainer. Das interessiert mich nicht! Mich interessieren die Österreicher! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Doch, Putin interessiert Sie schon, vor allem in der Steiermark!) Sie machen eine Politik, die die Wirtschaft und damit den Wohlstand und die Arbeitsplätze der Europäer, vor allem der Deutschen und der Österreicher, dramatisch gefährdet. Sie werden es sehen, wir werden das leider in den nächsten Monaten zu spüren bekommen. Die Wirtschaftsdaten köpfeln, und das ist Ihnen egal. Es ist Ihnen alles egal, außer Klimapolitik – das ist das Wichtigste!
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Doch, Putin interessiert Sie schon, vor allem in der Steiermark!
Das ist der Energieminister der Ukraine, jenes Staates, dem Sie und Frau von der Leyen, ÖVP, Europäische Union, wer auch immer, mittlerweile 50 Milliarden Euro aus unserem Steuergeld rüberschieben (Ruf bei der SPÖ: Eine Täter-Opfer-Umkehr!), ohne irgendwelche Bedingungen. Vielleicht wäre es einmal an der Zeit, zu sagen: Wenn ihr das macht, dann kriegt ihr kein Geld mehr von uns! Das wäre systemisch denkende, verantwortungsvolle Politik (Abg. Voglauer: Ja, so denken Putin-Freunde!) im Sinne der Österreicher (Abg. Lukas Hammer: Im Sinne Russlands!) und nicht irgendwelcher Russen und Ukrainer. Das interessiert mich nicht! Mich interessieren die Österreicher! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Doch, Putin interessiert Sie schon, vor allem in der Steiermark!) Sie machen eine Politik, die die Wirtschaft und damit den Wohlstand und die Arbeitsplätze der Europäer, vor allem der Deutschen und der Österreicher, dramatisch gefährdet. Sie werden es sehen, wir werden das leider in den nächsten Monaten zu spüren bekommen. Die Wirtschaftsdaten köpfeln, und das ist Ihnen egal. Es ist Ihnen alles egal, außer Klimapolitik – das ist das Wichtigste!
Rufe bei SPÖ und Grünen: Na ja!
Ich zitiere jetzt noch einmal Herrn Knill von der Industriellenvereinigung – das ist kein Freiheitlicher (Rufe bei SPÖ und Grünen: Na ja!) –, der appelliert an Sie, an die ÖVP.
Abg. Maurer: Meine Güte! – Abg. Lukas Hammer: Ist uns auch schon aufgefallen!
Das heißt, die europäische Wirtschaft wird irgendwann brutal in die Knie gehen. Da geht es um Arbeitsplätze, da geht es um Lebenssicherheit, da geht es um Einkommensmöglichkeiten. Da geht es darum, dass unsere Menschen sich selbst ernähren können, einen Job haben. Das entspricht unserem freiheitlichen Menschenbild. Da wird nicht von oben irgendetwas angeschafft, etwa mit einer totalen Planwirtschaft, wie das von Ursula von der Leyen von Ihrer Schwesterpartei gemacht wird. (Abg. Maurer: Meine Güte! – Abg. Lukas Hammer: Ist uns auch schon aufgefallen!)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Krisper.
Ich ersuche, dass wir im weiteren Verlauf der Diskussion trotz unterschiedlicher Standpunkte wieder zu einer Mäßigung in der Ausdrucksweise kommen. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Abg. Krainer: Wollen Sie jetzt von Ihrer Minderleistung ablenken?
Weil auch erwähnt worden ist, dass Herr Matznetter gesagt hat, es sei ein Husch-Pfusch-Gesetz: Wenn es ein Husch-Pfusch-Gesetz ist, stelle ich mir die Frage, warum die SPÖ im Dezember dem EAG zugestimmt hat, wohl wissend, dass es ein Husch-Pfusch-Gesetz und nicht korrekt ist? Man kann schon auch die Frage stellen: Hat die SPÖ das bewusst gemacht, dass sie zugestimmt hat, in der Annahme, dass sie die Betriebe gar nicht unterstützen will? Will sie nicht, dass die Betriebe weiterhin nach dem EAG eine Förderung bekommen? (Abg. Krainer: Wollen Sie jetzt von Ihrer Minderleistung ablenken?) Das ist nämlich die Frage, die man stellen sollte. (Abg. Krainer: Das ist aber schon sehr peinlich!)
Abg. Krainer: Das ist aber schon sehr peinlich!
Weil auch erwähnt worden ist, dass Herr Matznetter gesagt hat, es sei ein Husch-Pfusch-Gesetz: Wenn es ein Husch-Pfusch-Gesetz ist, stelle ich mir die Frage, warum die SPÖ im Dezember dem EAG zugestimmt hat, wohl wissend, dass es ein Husch-Pfusch-Gesetz und nicht korrekt ist? Man kann schon auch die Frage stellen: Hat die SPÖ das bewusst gemacht, dass sie zugestimmt hat, in der Annahme, dass sie die Betriebe gar nicht unterstützen will? Will sie nicht, dass die Betriebe weiterhin nach dem EAG eine Förderung bekommen? (Abg. Krainer: Wollen Sie jetzt von Ihrer Minderleistung ablenken?) Das ist nämlich die Frage, die man stellen sollte. (Abg. Krainer: Das ist aber schon sehr peinlich!)
Abg. Schroll: Jetzt mehr kriegt als der Häuselbauer!
Sie stimmen dem Antrag jetzt nicht zu, Sie gehen einen Weg, dank dem der kleine Bäcker neben dem Häuselbauer (Abg. Schroll: Jetzt mehr kriegt als der Häuselbauer!) keine Förderung mehr bekommt. (Abg. Michael Hammer: Genau! – Abg. Schroll: Doppelt! – Abg. Lindinger: Stimmt gar nicht! Ihr müsst das Gesetz einmal lesen!) Dem würden Sie nicht zustimmen? Sie würden nicht sagen, der kleine Bäcker neben dem Häuselbauer soll auch eine Förderung bekommen?
Abg. Michael Hammer: Genau! – Abg. Schroll: Doppelt! – Abg. Lindinger: Stimmt gar nicht! Ihr müsst das Gesetz einmal lesen!
Sie stimmen dem Antrag jetzt nicht zu, Sie gehen einen Weg, dank dem der kleine Bäcker neben dem Häuselbauer (Abg. Schroll: Jetzt mehr kriegt als der Häuselbauer!) keine Förderung mehr bekommt. (Abg. Michael Hammer: Genau! – Abg. Schroll: Doppelt! – Abg. Lindinger: Stimmt gar nicht! Ihr müsst das Gesetz einmal lesen!) Dem würden Sie nicht zustimmen? Sie würden nicht sagen, der kleine Bäcker neben dem Häuselbauer soll auch eine Förderung bekommen?
Abg. Schroll: Tanja, es gibt bessere und bessere bei euch!
Ihre Aussage im Ausschuss, Kollege Schroll, war: Der Häuselbauer wird gegenüber einem Betrieb benachteiligt! Ich sage Ihnen, der Häuselbauer hat einen Vorteil, er braucht keinen Antrag mehr zu stellen, er kriegt automatisch 20 Prozent Mehrwertsteuer erlassen. (Abg. Schroll: Tanja, es gibt bessere und bessere bei euch!) Der Bäcker, der vom Haus nebenan die Semmeln liefert, der kleine Bäcker, soll jetzt einen Nachteil haben und bei den Förderungen komplett durchfallen? – Das kann ich mir in meiner Welt nicht vorstellen. (Abg. Schroll: Nein, der kriegt dasselbe wie der Häuselbauer! Er kriegt dasselbe wie der Häuselbauer! – Abg. Lindinger: Ihr wollt sie schlechter stellen! – Abg. Schroll: Nein! – Abg. Lindinger: Sicher!)
Abg. Schroll: Nein, der kriegt dasselbe wie der Häuselbauer! Er kriegt dasselbe wie der Häuselbauer! – Abg. Lindinger: Ihr wollt sie schlechter stellen! – Abg. Schroll: Nein! – Abg. Lindinger: Sicher!
Ihre Aussage im Ausschuss, Kollege Schroll, war: Der Häuselbauer wird gegenüber einem Betrieb benachteiligt! Ich sage Ihnen, der Häuselbauer hat einen Vorteil, er braucht keinen Antrag mehr zu stellen, er kriegt automatisch 20 Prozent Mehrwertsteuer erlassen. (Abg. Schroll: Tanja, es gibt bessere und bessere bei euch!) Der Bäcker, der vom Haus nebenan die Semmeln liefert, der kleine Bäcker, soll jetzt einen Nachteil haben und bei den Förderungen komplett durchfallen? – Das kann ich mir in meiner Welt nicht vorstellen. (Abg. Schroll: Nein, der kriegt dasselbe wie der Häuselbauer! Er kriegt dasselbe wie der Häuselbauer! – Abg. Lindinger: Ihr wollt sie schlechter stellen! – Abg. Schroll: Nein! – Abg. Lindinger: Sicher!)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind die KMU-Vertreter und wir unterstützen auch die Mitte. Die SPÖ zeigt damit eines ganz klar: Sie unterstützen keine KMUs, Sie unterstützen auch keine Arbeitnehmer. Ein KMU hat Lehrlinge, ein KMU hat drei bis fünf Arbeitnehmer – die unterstützen Sie alle nicht. Sie schaffen eine Neidgesellschaft, und das unterstützen wir nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schroll: Und was ist mit den Leuten?
Wenn Sie uns klarmachen wollen, dass es da Ungerechtigkeiten gibt, dann verstehe ich Ihren Weg nicht. Ich verstehe nicht, warum Sie diesen Antrag jetzt nicht – zur Klarstellung – mitunterstützen. Die KMUs sind die Stütze Österreichs, unseres Staates, von uns allen. Wir haben 90 Prozent KMUs, Herr Kollege – und die wollen Sie nicht unterstützen? (Abg. Schroll: Und was ist mit den Leuten?) – Die bekommen die Mehrwertsteuerbefreiung. (Abg. Schroll: Die kriegen es nur einmal, und die Betriebe kriegen es zweimal! – Abg. Lindinger: Stimmt ja gar nicht! ... ein Durchlaufposten!) Jeder Häuselbauer hat es davor genauso bekommen. (Abg. Schroll: Nein, die haben es nur einmal gekriegt!) – Die haben davor einen
Abg. Schroll: Die kriegen es nur einmal, und die Betriebe kriegen es zweimal! – Abg. Lindinger: Stimmt ja gar nicht! ... ein Durchlaufposten!
Wenn Sie uns klarmachen wollen, dass es da Ungerechtigkeiten gibt, dann verstehe ich Ihren Weg nicht. Ich verstehe nicht, warum Sie diesen Antrag jetzt nicht – zur Klarstellung – mitunterstützen. Die KMUs sind die Stütze Österreichs, unseres Staates, von uns allen. Wir haben 90 Prozent KMUs, Herr Kollege – und die wollen Sie nicht unterstützen? (Abg. Schroll: Und was ist mit den Leuten?) – Die bekommen die Mehrwertsteuerbefreiung. (Abg. Schroll: Die kriegen es nur einmal, und die Betriebe kriegen es zweimal! – Abg. Lindinger: Stimmt ja gar nicht! ... ein Durchlaufposten!) Jeder Häuselbauer hat es davor genauso bekommen. (Abg. Schroll: Nein, die haben es nur einmal gekriegt!) – Die haben davor einen
Abg. Schroll: Nein, die haben es nur einmal gekriegt!
Wenn Sie uns klarmachen wollen, dass es da Ungerechtigkeiten gibt, dann verstehe ich Ihren Weg nicht. Ich verstehe nicht, warum Sie diesen Antrag jetzt nicht – zur Klarstellung – mitunterstützen. Die KMUs sind die Stütze Österreichs, unseres Staates, von uns allen. Wir haben 90 Prozent KMUs, Herr Kollege – und die wollen Sie nicht unterstützen? (Abg. Schroll: Und was ist mit den Leuten?) – Die bekommen die Mehrwertsteuerbefreiung. (Abg. Schroll: Die kriegen es nur einmal, und die Betriebe kriegen es zweimal! – Abg. Lindinger: Stimmt ja gar nicht! ... ein Durchlaufposten!) Jeder Häuselbauer hat es davor genauso bekommen. (Abg. Schroll: Nein, die haben es nur einmal gekriegt!) – Die haben davor einen
Beifall bei der ÖVP.
Antrag stellen müssen, was sehr bürokratisch war, und das haben wir abgestellt. Was Sie sagen, ist: Der Bäcker neben dem Häuselbauer soll – in der Wahrnehmung der SPÖ – in Zukunft keine Fotovoltaik mehr bekommen! Das unterstützen wir aber nicht. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Schroll: Darum haben wir die höchste Inflation und die höchsten Energiepreise! – Abg. Lindinger: Blödsinn!
Zu deiner Aussage von wegen Energie und dergleichen: Ich kann jetzt wieder alles aufzählen, was wir gemacht haben: Energiekostenzuschuss, Heizkostenzuschuss, Fotovoltaikausbau. Wir haben mehr Geld in die Hand genommen für den Umbau auf Erneuerbare, wir haben mehr Geld in die Hand genommen, um damit die Menschen zu unterstützen. (Abg. Schroll: Darum haben wir die höchste Inflation und die höchsten Energiepreise! – Abg. Lindinger: Blödsinn!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schroll: Die Kollegin wird es aufklären!
Vielleicht kann sich euer Landeshauptmann im Burgenland ein Beispiel an unserem Vorarlberger Landeshauptmann nehmen. Wenn ich mir die Illwerke anschaue, die derzeit einen Strompreis für Endkunden von 9,2 Cent haben, dann frage ich mich, was die SPÖ bei ihren Landeshauptleuten generell so zum Sagen hat. Sie sind gegen KMUs, Sie sind gegen die Unternehmer und gegen die Privaten, wenn Sie es nicht unterstützen, dass die Preise gesenkt werden! – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Schroll: Die Kollegin wird es aufklären!)
Abg. Tanja Graf: Genau, das hat sie nicht verstanden!
Was die SPÖ im Ausschuss nicht verstanden hat, ist, wie das mit dem Vorsteuerabzug funktioniert. (Abg. Tanja Graf: Genau, das hat sie nicht verstanden!) Offenbar wurde das nicht wirklich verstanden und deswegen wurde dagegen argumentiert. (Abg. Schroll: Haben wir schon verstanden, Karin!) Natürlich hat Kollegin Graf recht, indem sie sagt, dass die KMUs einfach auch in den Genuss dieser Förderung kommen sollten.
Abg. Schroll: Haben wir schon verstanden, Karin!
Was die SPÖ im Ausschuss nicht verstanden hat, ist, wie das mit dem Vorsteuerabzug funktioniert. (Abg. Tanja Graf: Genau, das hat sie nicht verstanden!) Offenbar wurde das nicht wirklich verstanden und deswegen wurde dagegen argumentiert. (Abg. Schroll: Haben wir schon verstanden, Karin!) Natürlich hat Kollegin Graf recht, indem sie sagt, dass die KMUs einfach auch in den Genuss dieser Förderung kommen sollten.
Beifall bei den NEOS.
Über die Qualität des Gesetzes haben wir schon gesprochen. Gestern am Abend – um 19.03 Uhr, wenn ich mich recht entsinne – kam der nächste Abänderungsantrag zu diesem unglaublich großartig gemachten Paket dazu; das war die fünfte Novellierung seit Dezember. Das ist so, wenn man Gesetze immer ohne Begutachtung macht und sie dann einfach irgendwo in den Prozess hineinschmeißt, dann stimmt die Qualität halt nicht – und das ist in Wahrheit ein Kernproblem dieser Bundesregierung. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
wieder ein überbordendes Bürokratismuswerk hinzulegen und die Datacenter wieder damit zu belasten – wir haben eh nicht so viele in Österreich –, ist aus unserer Sicht eben auch der falsche Weg. Deswegen – in diesem Sinne – gibt es auch keine Zustimmung zu diesem Gesetz. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Doppelbauer
Frau Doppelbauer, wenn die Modulpreise sinken, dann ist das gut für den Ausbau der Energiewende (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer), aber man muss trotzdem auf die Amortisationszeiten schauen, denn die Vergütungen, die man erwirtschaften kann, und die Strompreise in der Rechnung ändern sich halt auch. Ich hätte mir zumindest erwartet, dass man auf die Amortisationszeit und nicht nur auf die Investitionskosten schaut. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.
Frau Doppelbauer, wenn die Modulpreise sinken, dann ist das gut für den Ausbau der Energiewende (Zwischenruf der Abg. Doppelbauer), aber man muss trotzdem auf die Amortisationszeiten schauen, denn die Vergütungen, die man erwirtschaften kann, und die Strompreise in der Rechnung ändern sich halt auch. Ich hätte mir zumindest erwartet, dass man auf die Amortisationszeit und nicht nur auf die Investitionskosten schaut. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei den Grünen.
Weinviertel? – Die Freiheitliche Partei sagt: Neiiiiiin! Ja keine Fotovoltaik im Weinviertel! (Beifall bei den Grünen.) Nutzen wir die Trafos nicht! Bauen wir nichts! Lassen wir die Landwirte nichts verdienen, denn das ist ja böse, böse, und die Leute brauchen ja auch keinen billigen Strom!
Abg. Schroll: Wo ist denn der billig?
Im Waldviertel kommt dann (Abg. Schroll: Wo ist denn der billig?) – ich erkläre es dann gleich – Kollege Waldhäusl und sagt: Neiiiiiin! Keine Windräder im Waldviertel! Bauen wir doch die Fotovoltaik, weil der Kollege im Weinviertel will sie ja nicht! Dort hätten wir einen 110-kV-Ring, der frei wäre, den wir nutzen könnten, aber den wollen die Freiheitlichen natürlich nicht nutzen, denn da könnten wir nämlich zu einem günstigen Strom kommen. (Abg. Kassegger: Da muss man aber mit der EVN vorher auch reden, ob der Ring angeschlossen wird! Tut den Ring vorher einmal anschließen! Du erzählst immer nur die halbe Geschichte!)
Abg. Kassegger: Da muss man aber mit der EVN vorher auch reden, ob der Ring angeschlossen wird! Tut den Ring vorher einmal anschließen! Du erzählst immer nur die halbe Geschichte!
Im Waldviertel kommt dann (Abg. Schroll: Wo ist denn der billig?) – ich erkläre es dann gleich – Kollege Waldhäusl und sagt: Neiiiiiin! Keine Windräder im Waldviertel! Bauen wir doch die Fotovoltaik, weil der Kollege im Weinviertel will sie ja nicht! Dort hätten wir einen 110-kV-Ring, der frei wäre, den wir nutzen könnten, aber den wollen die Freiheitlichen natürlich nicht nutzen, denn da könnten wir nämlich zu einem günstigen Strom kommen. (Abg. Kassegger: Da muss man aber mit der EVN vorher auch reden, ob der Ring angeschlossen wird! Tut den Ring vorher einmal anschließen! Du erzählst immer nur die halbe Geschichte!)
Abg. Schroll: Aber Burgenland ist überdimensional gut!
Was passiert aber, wenn man es gut macht, nämlich mit der heimischen Energie? – Das zeige ich euch jetzt, das könnte man im Burgenland nämlich auch machen: Wir haben im Waldviertel bei mir im Bezirk eine Pilotregion geschaffen (Abg. Schroll: Aber Burgenland ist überdimensional gut!), da wurde vor Kurzem über die Windkraftnutzung abgestimmt, und da wurden auch Windkraftwerke errichtet. Was ist jetzt der Benefit? – Wir haben in der Region für die Standortgemeinden eine Strompreisbremse durch den Projektbetreiber (der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter anderem „11,90 ct/kWh exkl. USt ist ab heute 12. März 2024 gültig“ zu lesen ist): 11,9 Cent garantierter Maximalpreis bis 2034 (Beifall bei den Grünen) – bis 2034, ohne Indexanpassung, garantiert für jeden Privathaushalt (Abg. Schroll: Das sind die, die dann wieder ... sind!), für jede Gemeinde der Standortgemeinden (Abg. Kassegger: Die können wir dann im Insolvenzverfahren wieder sanieren!), weil die Projektwerber diese
Beifall bei den Grünen
Was passiert aber, wenn man es gut macht, nämlich mit der heimischen Energie? – Das zeige ich euch jetzt, das könnte man im Burgenland nämlich auch machen: Wir haben im Waldviertel bei mir im Bezirk eine Pilotregion geschaffen (Abg. Schroll: Aber Burgenland ist überdimensional gut!), da wurde vor Kurzem über die Windkraftnutzung abgestimmt, und da wurden auch Windkraftwerke errichtet. Was ist jetzt der Benefit? – Wir haben in der Region für die Standortgemeinden eine Strompreisbremse durch den Projektbetreiber (der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter anderem „11,90 ct/kWh exkl. USt ist ab heute 12. März 2024 gültig“ zu lesen ist): 11,9 Cent garantierter Maximalpreis bis 2034 (Beifall bei den Grünen) – bis 2034, ohne Indexanpassung, garantiert für jeden Privathaushalt (Abg. Schroll: Das sind die, die dann wieder ... sind!), für jede Gemeinde der Standortgemeinden (Abg. Kassegger: Die können wir dann im Insolvenzverfahren wieder sanieren!), weil die Projektwerber diese
Abg. Schroll: Das sind die, die dann wieder ... sind!
Was passiert aber, wenn man es gut macht, nämlich mit der heimischen Energie? – Das zeige ich euch jetzt, das könnte man im Burgenland nämlich auch machen: Wir haben im Waldviertel bei mir im Bezirk eine Pilotregion geschaffen (Abg. Schroll: Aber Burgenland ist überdimensional gut!), da wurde vor Kurzem über die Windkraftnutzung abgestimmt, und da wurden auch Windkraftwerke errichtet. Was ist jetzt der Benefit? – Wir haben in der Region für die Standortgemeinden eine Strompreisbremse durch den Projektbetreiber (der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter anderem „11,90 ct/kWh exkl. USt ist ab heute 12. März 2024 gültig“ zu lesen ist): 11,9 Cent garantierter Maximalpreis bis 2034 (Beifall bei den Grünen) – bis 2034, ohne Indexanpassung, garantiert für jeden Privathaushalt (Abg. Schroll: Das sind die, die dann wieder ... sind!), für jede Gemeinde der Standortgemeinden (Abg. Kassegger: Die können wir dann im Insolvenzverfahren wieder sanieren!), weil die Projektwerber diese
Abg. Kassegger: Die können wir dann im Insolvenzverfahren wieder sanieren!
Was passiert aber, wenn man es gut macht, nämlich mit der heimischen Energie? – Das zeige ich euch jetzt, das könnte man im Burgenland nämlich auch machen: Wir haben im Waldviertel bei mir im Bezirk eine Pilotregion geschaffen (Abg. Schroll: Aber Burgenland ist überdimensional gut!), da wurde vor Kurzem über die Windkraftnutzung abgestimmt, und da wurden auch Windkraftwerke errichtet. Was ist jetzt der Benefit? – Wir haben in der Region für die Standortgemeinden eine Strompreisbremse durch den Projektbetreiber (der Redner hält eine Tafel in die Höhe, auf der unter anderem „11,90 ct/kWh exkl. USt ist ab heute 12. März 2024 gültig“ zu lesen ist): 11,9 Cent garantierter Maximalpreis bis 2034 (Beifall bei den Grünen) – bis 2034, ohne Indexanpassung, garantiert für jeden Privathaushalt (Abg. Schroll: Das sind die, die dann wieder ... sind!), für jede Gemeinde der Standortgemeinden (Abg. Kassegger: Die können wir dann im Insolvenzverfahren wieder sanieren!), weil die Projektwerber diese
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Preise weitergeben. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Warum passiert denn das im Burgenland oder in anderen Regionen nicht?
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Das ist nicht einmal das Ende der Fahnenstange! 6 Prozent des Windkraftstromes kommen in die Energiegemeinschaften der Gemeinden, denn auch das wurde mit dem EAG geschaffen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir haben Energiegemeinschaften geschaffen, die regionalen Strom nutzen können und dann auch entsprechend günstig in der Region weitergeben können. (Abg. Kassegger: Aber die Netzbetreiber habt ihr nicht im Griff, weil ihr mit denen nicht redet!) Diese Energiegemeinschaften und diese Pilotprojekte brechen das Meritordersystem, und so schaffen wir nämlich die Meritorder indirekt ab (Abg. Schmidt: Ah, deswegen habt ihr es behalten! – Abg. Schroll: Deswegen haben wir es nicht abgeschafft!), was ihr (in Richtung FPÖ) immer wollt. Nur wenn wir es dann konkret in der Region machen, dann sind eure Kollegen genau gegen diese Projekte. Wenn wir Maximalpreise geschaffen haben, wenn wir niedrige Energiepreise schaffen, dann sind die Freiheitlichen dagegen. (Abg. Kassegger: Aber du kannst doch nicht bis 2038 einen Garantiepreis machen!)
Abg. Kassegger: Aber die Netzbetreiber habt ihr nicht im Griff, weil ihr mit denen nicht redet!
Das ist nicht einmal das Ende der Fahnenstange! 6 Prozent des Windkraftstromes kommen in die Energiegemeinschaften der Gemeinden, denn auch das wurde mit dem EAG geschaffen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir haben Energiegemeinschaften geschaffen, die regionalen Strom nutzen können und dann auch entsprechend günstig in der Region weitergeben können. (Abg. Kassegger: Aber die Netzbetreiber habt ihr nicht im Griff, weil ihr mit denen nicht redet!) Diese Energiegemeinschaften und diese Pilotprojekte brechen das Meritordersystem, und so schaffen wir nämlich die Meritorder indirekt ab (Abg. Schmidt: Ah, deswegen habt ihr es behalten! – Abg. Schroll: Deswegen haben wir es nicht abgeschafft!), was ihr (in Richtung FPÖ) immer wollt. Nur wenn wir es dann konkret in der Region machen, dann sind eure Kollegen genau gegen diese Projekte. Wenn wir Maximalpreise geschaffen haben, wenn wir niedrige Energiepreise schaffen, dann sind die Freiheitlichen dagegen. (Abg. Kassegger: Aber du kannst doch nicht bis 2038 einen Garantiepreis machen!)
Abg. Schmidt: Ah, deswegen habt ihr es behalten! – Abg. Schroll: Deswegen haben wir es nicht abgeschafft!
Das ist nicht einmal das Ende der Fahnenstange! 6 Prozent des Windkraftstromes kommen in die Energiegemeinschaften der Gemeinden, denn auch das wurde mit dem EAG geschaffen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir haben Energiegemeinschaften geschaffen, die regionalen Strom nutzen können und dann auch entsprechend günstig in der Region weitergeben können. (Abg. Kassegger: Aber die Netzbetreiber habt ihr nicht im Griff, weil ihr mit denen nicht redet!) Diese Energiegemeinschaften und diese Pilotprojekte brechen das Meritordersystem, und so schaffen wir nämlich die Meritorder indirekt ab (Abg. Schmidt: Ah, deswegen habt ihr es behalten! – Abg. Schroll: Deswegen haben wir es nicht abgeschafft!), was ihr (in Richtung FPÖ) immer wollt. Nur wenn wir es dann konkret in der Region machen, dann sind eure Kollegen genau gegen diese Projekte. Wenn wir Maximalpreise geschaffen haben, wenn wir niedrige Energiepreise schaffen, dann sind die Freiheitlichen dagegen. (Abg. Kassegger: Aber du kannst doch nicht bis 2038 einen Garantiepreis machen!)
Abg. Kassegger: Aber du kannst doch nicht bis 2038 einen Garantiepreis machen!
Das ist nicht einmal das Ende der Fahnenstange! 6 Prozent des Windkraftstromes kommen in die Energiegemeinschaften der Gemeinden, denn auch das wurde mit dem EAG geschaffen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir haben Energiegemeinschaften geschaffen, die regionalen Strom nutzen können und dann auch entsprechend günstig in der Region weitergeben können. (Abg. Kassegger: Aber die Netzbetreiber habt ihr nicht im Griff, weil ihr mit denen nicht redet!) Diese Energiegemeinschaften und diese Pilotprojekte brechen das Meritordersystem, und so schaffen wir nämlich die Meritorder indirekt ab (Abg. Schmidt: Ah, deswegen habt ihr es behalten! – Abg. Schroll: Deswegen haben wir es nicht abgeschafft!), was ihr (in Richtung FPÖ) immer wollt. Nur wenn wir es dann konkret in der Region machen, dann sind eure Kollegen genau gegen diese Projekte. Wenn wir Maximalpreise geschaffen haben, wenn wir niedrige Energiepreise schaffen, dann sind die Freiheitlichen dagegen. (Abg. Kassegger: Aber du kannst doch nicht bis 2038 einen Garantiepreis machen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kollross – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Litschauer –: ... Ankündigung! – Abg. Litschauer: Das ist keine Ankündigung, das ist eine garantierte Zusage!
Daran werden wir arbeiten, da lassen wir uns nicht bremsen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kollross – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Litschauer –: ... Ankündigung! – Abg. Litschauer: Das ist keine Ankündigung, das ist eine garantierte Zusage!)
Abg. Litschauer steht in den Bankreihen der SPÖ und diskutiert lautstark mit den Abgeordneten Matznetter und Kollross.
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Werte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher im Hohen Haus! (Abg. Litschauer steht in den Bankreihen der SPÖ und diskutiert lautstark mit den Abgeordneten Matznetter und Kollross.) Ich freue mich immer, wenn der
Abg. Kassegger: Ja, aber nur bei der! Nur bei der, sonst Flaute!
Wir haben mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz die notwendigen bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen für die Energiewende geschaffen, und gerade bei der Fotovoltaik brechen wir einen Rekord nach dem anderen. (Abg. Kassegger: Ja, aber nur bei der! Nur bei der, sonst Flaute!) Wir haben in den letzten zwei Jahren fast 900 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt, damit über 200 000 Förderverträge ausgestellt und über 3 Gigawatt an zusätzlicher Leistung gebaut.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Steinacker.
Es ist noch nicht lange her, da konnten wir uns nicht vorstellen, überhaupt 1 Gigawatt pro Jahr zu schaffen; diesen Rekord haben wir 2022 geknackt. 2023 haben wir ihn pulverisiert, indem wir den Ausbau verdoppelt haben. Also wir sehen einfach, das geht in großen, großen, großen Schritten weiter, und das ist gut, und damit dürfen wir alle miteinander auch einmal zufrieden sein. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Steinacker.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
haben wir auch im Ausschuss einmal diskutiert, auch die Befugnisse der Bundeswettbewerbsbehörde ausgebaut und machen ein Monitoring, damit das eben auch wirklich ankommt. Aber null Umsatzsteuer, null Bürokratie, das macht das Leben beim Fotovoltaikausbau für ganz viele Menschen in unserem Land wirklich, wirklich deutlich einfacher. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die vorliegende, von Ihnen heute abzustimmende Gesetzesnovelle soll also gewährleisten, dass diese Betriebe wie bisher eine Förderung erhalten, wenn sie eine PV-Anlage errichten, und damit eben nicht gegenüber anderen Unternehmen schlechtergestellt werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Deswegen zahlen die die doppelten Netzgebühren!
Eines noch, weil sowohl von Abgeordnetem Kassegger als auch in der hitzigen Debatte davor oft das Thema der Netze angesprochen wurde: Selbstverständlich haben wir beim Erneuerbarenausbau eine Vielzahl von Maßnahmen vorgesehen; nicht nur den Ausbau, Herr Kassegger. Auf Ihre Frage von vorhin: Es geht nicht nur um den Ausbau, es geht natürlich genauso um die Netze, um eine Flexibilisierung, um die Speicher – all das sind Themen, die heute hier gefallen sind. (Abg. Kassegger: Deswegen zahlen die die doppelten Netzgebühren!) Frau Abgeordnete Doppelbauer: Speicher fördern wir im Klimafonds – sowohl kleine als auch große Speicher – mit einem Rekordbudget, auch dieses Jahr.
Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!
Zu den Netzen: Wir haben in dieser Bundesregierung das erste Mal überhaupt in unserem Land einen integrierten Netzinfrastrukturplan gemacht, den Önip, das habe ich vorhin in der Fragestunde schon beantwortet. Es wird sich nicht mehr vor Ostern ausgehen, aber er ist in der Finalisierung, und wir werden ihn präsentieren. Wir gehen mit dem ElWG – und deswegen wirklich eine Einladung (Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!), sich dieses Gesetz intensiv anzuschauen (Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!) – genau dorthin: smarte, effiziente Nutzung der Netze und Ausbau. Wir geben den Netzbetreibern auch die Tools für den Ausbau in die Hand. Die Branche braucht dieses Gesetz dringend, also spreche ich eine große Einladung an alle Parteien hier im Haus aus, sich mit diesem Gesetz intensiv auseinanderzusetzen. (Abg. Schroll: Das verhindert der Koalitionspartner!) Ich arbeite mit Hochdruck daran, dass es bald bei Ihnen zur Verhandlung ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Der Koalitionspartner verhindert das!)
Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!
Zu den Netzen: Wir haben in dieser Bundesregierung das erste Mal überhaupt in unserem Land einen integrierten Netzinfrastrukturplan gemacht, den Önip, das habe ich vorhin in der Fragestunde schon beantwortet. Es wird sich nicht mehr vor Ostern ausgehen, aber er ist in der Finalisierung, und wir werden ihn präsentieren. Wir gehen mit dem ElWG – und deswegen wirklich eine Einladung (Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!), sich dieses Gesetz intensiv anzuschauen (Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!) – genau dorthin: smarte, effiziente Nutzung der Netze und Ausbau. Wir geben den Netzbetreibern auch die Tools für den Ausbau in die Hand. Die Branche braucht dieses Gesetz dringend, also spreche ich eine große Einladung an alle Parteien hier im Haus aus, sich mit diesem Gesetz intensiv auseinanderzusetzen. (Abg. Schroll: Das verhindert der Koalitionspartner!) Ich arbeite mit Hochdruck daran, dass es bald bei Ihnen zur Verhandlung ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Der Koalitionspartner verhindert das!)
Abg. Schroll: Das verhindert der Koalitionspartner!
Zu den Netzen: Wir haben in dieser Bundesregierung das erste Mal überhaupt in unserem Land einen integrierten Netzinfrastrukturplan gemacht, den Önip, das habe ich vorhin in der Fragestunde schon beantwortet. Es wird sich nicht mehr vor Ostern ausgehen, aber er ist in der Finalisierung, und wir werden ihn präsentieren. Wir gehen mit dem ElWG – und deswegen wirklich eine Einladung (Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!), sich dieses Gesetz intensiv anzuschauen (Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!) – genau dorthin: smarte, effiziente Nutzung der Netze und Ausbau. Wir geben den Netzbetreibern auch die Tools für den Ausbau in die Hand. Die Branche braucht dieses Gesetz dringend, also spreche ich eine große Einladung an alle Parteien hier im Haus aus, sich mit diesem Gesetz intensiv auseinanderzusetzen. (Abg. Schroll: Das verhindert der Koalitionspartner!) Ich arbeite mit Hochdruck daran, dass es bald bei Ihnen zur Verhandlung ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Der Koalitionspartner verhindert das!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Der Koalitionspartner verhindert das!
Zu den Netzen: Wir haben in dieser Bundesregierung das erste Mal überhaupt in unserem Land einen integrierten Netzinfrastrukturplan gemacht, den Önip, das habe ich vorhin in der Fragestunde schon beantwortet. Es wird sich nicht mehr vor Ostern ausgehen, aber er ist in der Finalisierung, und wir werden ihn präsentieren. Wir gehen mit dem ElWG – und deswegen wirklich eine Einladung (Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!), sich dieses Gesetz intensiv anzuschauen (Abg. Kassegger: Zwei Jahre zu spät!) – genau dorthin: smarte, effiziente Nutzung der Netze und Ausbau. Wir geben den Netzbetreibern auch die Tools für den Ausbau in die Hand. Die Branche braucht dieses Gesetz dringend, also spreche ich eine große Einladung an alle Parteien hier im Haus aus, sich mit diesem Gesetz intensiv auseinanderzusetzen. (Abg. Schroll: Das verhindert der Koalitionspartner!) Ich arbeite mit Hochdruck daran, dass es bald bei Ihnen zur Verhandlung ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Schroll: Der Koalitionspartner verhindert das!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Insofern darf ich bitten, dass Sie beiden vorliegenden Initiativen heute Ihre Zustimmung erteilen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Koza.
4 Milliarden Euro wolltet ihr mit der Übergewinnsteuer einnehmen, geworden sind es 225 Millionen Euro: 5 Prozent. Um 95 Prozent verrechnet, gratuliere! Jetzt könnte man natürlich sagen: Das ist passiert, weil die Energieunternehmen keine Gewinne gemacht haben, da braucht man keine Übergewinnsteuer zu zahlen! Ist das so? – Ist es nicht! Der Verbund hat 2,3 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Wie viel hat er Übergewinnsteuer bezahlt? – 95 Millionen Euro. Damit werden wir natürlich das Budget sanieren! (Zwischenruf des Abg. Koza.)
Abg. Lindinger: Wir sagen, dass sie investieren sollen! Sie können es investieren ins Netz, den Netzausbau!
Euro. Man kann also sogar in Rumänien eine bessere Übergewinnsteuer erzielen, als Sie das in Österreich gemacht haben. (Abg. Lindinger: Wir sagen, dass sie investieren sollen! Sie können es investieren ins Netz, den Netzausbau!) Dann erklären Sie uns als Entschuldigung: Das ist ja nicht so schlimm, denn das geht ja eh irgendwie ins Budget! Die Stromkund:innen haben halt viel bezahlt, aber sie bekommen es ja irgendwie übers Budget wieder zurück.
Abg. Lukas Hammer: Welche?
Erstens: Es gibt durchaus auch private Energieunternehmen, die satte Gewinne gemacht haben. (Abg. Lukas Hammer: Welche?) Sie können sich ja einmal die Bilanzen der Windparks und die Bilanzen der Fotovoltaikparks anschauen. Ich habe sie mir angeschaut. Von dem Geld sehen die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen nichts mehr, das ist weg. (Abg. Lukas Hammer: Das ist euer Hass gegen die Erneuerbaren!) – Nein, es ist unser Unverständnis, dass man diese Übergewinne zulässt. (Abg. Lukas Hammer: Das ist lächerlich!)
Abg. Lukas Hammer: Das ist euer Hass gegen die Erneuerbaren!
Erstens: Es gibt durchaus auch private Energieunternehmen, die satte Gewinne gemacht haben. (Abg. Lukas Hammer: Welche?) Sie können sich ja einmal die Bilanzen der Windparks und die Bilanzen der Fotovoltaikparks anschauen. Ich habe sie mir angeschaut. Von dem Geld sehen die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen nichts mehr, das ist weg. (Abg. Lukas Hammer: Das ist euer Hass gegen die Erneuerbaren!) – Nein, es ist unser Unverständnis, dass man diese Übergewinne zulässt. (Abg. Lukas Hammer: Das ist lächerlich!)
Abg. Lukas Hammer: Das ist lächerlich!
Erstens: Es gibt durchaus auch private Energieunternehmen, die satte Gewinne gemacht haben. (Abg. Lukas Hammer: Welche?) Sie können sich ja einmal die Bilanzen der Windparks und die Bilanzen der Fotovoltaikparks anschauen. Ich habe sie mir angeschaut. Von dem Geld sehen die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen nichts mehr, das ist weg. (Abg. Lukas Hammer: Das ist euer Hass gegen die Erneuerbaren!) – Nein, es ist unser Unverständnis, dass man diese Übergewinne zulässt. (Abg. Lukas Hammer: Das ist lächerlich!)
Abg. Tanja Graf: Doch, doch, bin eh da! – Ruf bei der ÖVP: Man muss nur schauen!
Ich möchte trotzdem noch etwas zu diesen Husch-Pfusch-Gesetzen von Kollegin Graf sagen, die jetzt leider nicht mehr da ist. (Abg. Tanja Graf: Doch, doch, bin eh da! – Ruf bei der ÖVP: Man muss nur schauen!) – Ah, Tanja, hallo! Die Opposition dafür verantwortlich zu machen, dass die Regierung Husch-Pfusch-Gesetze macht, das lässt mich ehrlich gesagt ein bisschen sprachlos zurück. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Tanja Graf: ... nie zugestimmt!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Tanja Graf: ... nie zugestimmt!
Ich möchte trotzdem noch etwas zu diesen Husch-Pfusch-Gesetzen von Kollegin Graf sagen, die jetzt leider nicht mehr da ist. (Abg. Tanja Graf: Doch, doch, bin eh da! – Ruf bei der ÖVP: Man muss nur schauen!) – Ah, Tanja, hallo! Die Opposition dafür verantwortlich zu machen, dass die Regierung Husch-Pfusch-Gesetze macht, das lässt mich ehrlich gesagt ein bisschen sprachlos zurück. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Tanja Graf: ... nie zugestimmt!)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich Kollegen Litschauer richtig verstanden habe, ist er froh darüber, dass das ständig repariert werden muss, denn dann kann er immer im Plenum darüber reden. Das ist natürlich auch eine Taktik, die man verfolgen kann. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rainer Wimmer: Koste es, was es wolle! – Abg. Schroll: Genau!
Stattdessen war die Lösung der Regierung die gleiche wie immer, wenn man sich nicht einigen kann: mehr Geld, mehr Förderungen – und das natürlich auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Die sollen zahlen, die Energiekonzerne nicht – denn sonst wären deren Gewinne vielleicht um ein paar Millionen niedriger gewesen, das darf natürlich nicht sein. So jagt medial wöchentlich ein Rekordgewinn der Energieunternehmen den nächsten, während die Menschen immer noch mit den erhöhten Energiepreisen zu kämpfen haben. (Abg. Rainer Wimmer: Koste es, was es wolle! – Abg. Schroll: Genau!)
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit des Abg. Lindinger. – Abg. Schroll: Eine sehr gute Rede!
Das wird sich aber wie so vieles in dieser Regierung wohl auch nicht mehr ausgehen. Das wird die Sozialdemokratie dann in der nächsten Regierung richten müssen. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit des Abg. Lindinger. – Abg. Schroll: Eine sehr gute Rede!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier im Hohen Haus! Ich darf vorweg namens meines Kollegen Laurenz Pöttinger die Tafelrunde Pernstein mit Franz Pachleitner an der Spitze herzlich begrüßen. Willkommen im Hohen Haus! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Schmidt: Ja, eine Steuer für die Stromkunden ist das!
Ein Satz zu meiner Vorrednerin, Kollegin Schmidt: Bei der Übergewinnsteuer vergessen Sie aber zu erwähnen, dass die Energiekonzerne über die Dividende einen großen Beitrag zum österreichischen Budget geleistet haben, womit wir auch wiederum den Sozialstaat finanzieren. (Abg. Schmidt: Ja, eine Steuer für die Stromkunden ist das!) Das kann man nicht ganz vernachlässigen. Und: Wir haben mit der Stromkostenbremse für die Menschen auch etwas betreffend den Energiepreis getan. (Abg. Matznetter: Nur habts das Gas vergessen! – Abg. Schmidt: Eine Steuererhöhung der Stromkunden, gratuliere!) Momentan zahlen wir 10 Cent. Ich glaube, das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Nur habts das Gas vergessen! – Abg. Schmidt: Eine Steuererhöhung der Stromkunden, gratuliere!
Ein Satz zu meiner Vorrednerin, Kollegin Schmidt: Bei der Übergewinnsteuer vergessen Sie aber zu erwähnen, dass die Energiekonzerne über die Dividende einen großen Beitrag zum österreichischen Budget geleistet haben, womit wir auch wiederum den Sozialstaat finanzieren. (Abg. Schmidt: Ja, eine Steuer für die Stromkunden ist das!) Das kann man nicht ganz vernachlässigen. Und: Wir haben mit der Stromkostenbremse für die Menschen auch etwas betreffend den Energiepreis getan. (Abg. Matznetter: Nur habts das Gas vergessen! – Abg. Schmidt: Eine Steuererhöhung der Stromkunden, gratuliere!) Momentan zahlen wir 10 Cent. Ich glaube, das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Satz zu meiner Vorrednerin, Kollegin Schmidt: Bei der Übergewinnsteuer vergessen Sie aber zu erwähnen, dass die Energiekonzerne über die Dividende einen großen Beitrag zum österreichischen Budget geleistet haben, womit wir auch wiederum den Sozialstaat finanzieren. (Abg. Schmidt: Ja, eine Steuer für die Stromkunden ist das!) Das kann man nicht ganz vernachlässigen. Und: Wir haben mit der Stromkostenbremse für die Menschen auch etwas betreffend den Energiepreis getan. (Abg. Matznetter: Nur habts das Gas vergessen! – Abg. Schmidt: Eine Steuererhöhung der Stromkunden, gratuliere!) Momentan zahlen wir 10 Cent. Ich glaube, das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Das ist, weil ...!
KI braucht aber unheimlich viel Energie. Chat-GPT zum Beispiel benötigt am Tag gleich viel Strom wie 17 000 US-Haushalte. Das ist unvorstellbar. (Abg. Loacker: Das ist, weil ...!) Ein Training eines Sprachmodells verursacht einen so hohen CO2-Verbrauch wie fünf Verbrennermotoren über ihre gesamte Lebenszeit. Auch das ist eine unvorstellbare Summe.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Das ist keine Knebelung, das ist ein notwendiger Schritt, um diesen Energieverbrauch irgendwie in Schach zu halten, weil er exponentiell ansteigt. Diese Berichtspflicht soll auch eine Motivation für die Betreiber von Rechenzentren sein, darüber nachzudenken: Was kann man tun, um diesen Energieverbrauch zu optimieren? Was kann man technologisch tun, um diesem Energieverbrauch entgegenzuwirken? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bitte daher um euer aller Zustimmung. Es ist keine Riesengeschichte, aber wir folgen damit in der Zeit, wie Kollegin Schmidt sagte, einer EU-Norm. Ich bin überzeugt davon, dass KI uns unser Leben lang begleiten wird, aber der Energieverbrauch dafür ist beträchtlich, und daher sollten wir auch Maßnahmen setzen, um diesen Energieverbrauch zu reduzieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir glauben, wir sollten den Betrieben die Möglichkeit geben, zu arbeiten, und sie nicht einfach mit unnötigen EU-Regeln belasten und eindecken. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Doris Bures: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe gerade gehört, dass heute eine Delegation des neuseeländischen Parlaments bei uns auf Besuch ist. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall der Abg. Rössler.
Wir haben es ja im EAG so geregelt, dass ab 1.1. die Mehrwertsteuer für PV-Anlagen bis 35 kWp entfällt. Das ist eine Entbürokratisierung. Wir nehmen das Wort ernst, wir setzen es auch um, und es ist wirklich eine Vereinfachung für die Menschen in Österreich. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall der Abg. Rössler.)
Abg. Rainer Wimmer: Ja, ja! Das habe ich schon befürchtet!
Ich habe es schon angesprochen, es geht darum, dass die Schlechterstellung der KMUs und landwirtschaftlichen Betriebe korrigiert wird. Wir stehen dazu. Da geht es um den landwirtschaftlichen Betrieb um die Ecke, der das Frühstücksei liefert, da geht es um den Tischler im Ort, der auch für Arbeitsplätze sorgt, und, meine sehr geehrten Damen und Herren – Kollege Wimmer wartet eh schon –, da geht es auch um die Arbeitsplätze (Abg. Rainer Wimmer: Ja, ja! Das habe ich schon befürchtet!), nämlich jene Betriebe, die in erneuerbare Energie investieren. (Abg. Schroll: Und die Leute, die arbeiten?!)
Abg. Schroll: Und die Leute, die arbeiten?!
Ich habe es schon angesprochen, es geht darum, dass die Schlechterstellung der KMUs und landwirtschaftlichen Betriebe korrigiert wird. Wir stehen dazu. Da geht es um den landwirtschaftlichen Betrieb um die Ecke, der das Frühstücksei liefert, da geht es um den Tischler im Ort, der auch für Arbeitsplätze sorgt, und, meine sehr geehrten Damen und Herren – Kollege Wimmer wartet eh schon –, da geht es auch um die Arbeitsplätze (Abg. Rainer Wimmer: Ja, ja! Das habe ich schon befürchtet!), nämlich jene Betriebe, die in erneuerbare Energie investieren. (Abg. Schroll: Und die Leute, die arbeiten?!)
Abg. Schroll: Hat sich der Bauernbund wieder durchgesetzt?!
Das wollen wir unterstützen, das werden wir unterstützen, dazu stehen wir, dazu haben wir uns bekannt. (Abg. Schroll: Hat sich der Bauernbund wieder durchgesetzt?!) Mit der ÖVP in dieser Bundesregierung gibt es Klimaschutz mit Hausverstand. Da geht es nicht ums Anpicken, sondern da geht es um den
Beifall bei der ÖVP.
Stimmt bitte diesem Gesetzentwurf zu! (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Werte Frau Bundesministerin! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Ich darf eine Pensionistenverbandsgruppe aus Liezen recht herzlich begrüßen, mit ihrem Vorsitzenden Josef Horn, einem ehemaligen Nationalratsabgeordneten – herzlich willkommen in unserer Mitte! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Tanja Graf: Na, ihr anscheinend auch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, wir behandeln heute einen etwas eigenartigen Antrag: Nach drei Monaten kommen nun die Regierungsparteien drauf, dass umsatzsteuerbefreite Betriebe von den Förderungen nicht wirklich profitieren können, weil sie sowieso keine Umsatzsteuer zahlen. Die Frage ist nur, ob ihr das im Dezember noch nicht gewusst habt, meine sehr geschätzten Freunde von der ÖVP (Abg. Tanja Graf: Na, ihr anscheinend auch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), weil die ja auch im Dezember schon keine Umsatzsteuer bezahlt haben. (Abg. Tanja Graf: Ihr habts zugestimmt!) Das will man heute ändern.
Abg. Tanja Graf: Ihr habts zugestimmt!
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, wir behandeln heute einen etwas eigenartigen Antrag: Nach drei Monaten kommen nun die Regierungsparteien drauf, dass umsatzsteuerbefreite Betriebe von den Förderungen nicht wirklich profitieren können, weil sie sowieso keine Umsatzsteuer zahlen. Die Frage ist nur, ob ihr das im Dezember noch nicht gewusst habt, meine sehr geschätzten Freunde von der ÖVP (Abg. Tanja Graf: Na, ihr anscheinend auch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), weil die ja auch im Dezember schon keine Umsatzsteuer bezahlt haben. (Abg. Tanja Graf: Ihr habts zugestimmt!) Das will man heute ändern.
Abg. Tanja Graf: Stimmt ja gar nicht! – Rufe bei der ÖVP: Stimmt ja gar nicht! Stimmt nicht, du weißt es ganz genau!
zustimmen –, das ist nicht fair, das ist ungerecht. Der normale Konsument ist der Teschek, der bleibt auf der Strecke. (Abg. Tanja Graf: Stimmt ja gar nicht! – Rufe bei der ÖVP: Stimmt ja gar nicht! Stimmt nicht, du weißt es ganz genau!)
Ruf bei den Grünen: Doppelbauer!
Ich werde Ihnen ein Beispiel zeigen, weil Frau Doppelmayr uns erklärt hat, wie denn das jetzt wirklich (Ruf bei den Grünen: Doppelbauer!) mit der Umsatzsteuerbefreiung läuft. (Abg. Lukas Hammer: Doppelmayr ist ein Lift!) Ich hätte wetten können, dass da den Bauernvertretern noch etwas einfällt. Es gibt ein klares Beispiel, das zeigt (Abg. Lindinger: Ja, weil es nur fair ist, was wir machen! Es ist fair!), wo die Bauern und die Selbstständigen einfach weniger zahlen. Ich werde Ihnen das jetzt sagen.
Abg. Lukas Hammer: Doppelmayr ist ein Lift!
Ich werde Ihnen ein Beispiel zeigen, weil Frau Doppelmayr uns erklärt hat, wie denn das jetzt wirklich (Ruf bei den Grünen: Doppelbauer!) mit der Umsatzsteuerbefreiung läuft. (Abg. Lukas Hammer: Doppelmayr ist ein Lift!) Ich hätte wetten können, dass da den Bauernvertretern noch etwas einfällt. Es gibt ein klares Beispiel, das zeigt (Abg. Lindinger: Ja, weil es nur fair ist, was wir machen! Es ist fair!), wo die Bauern und die Selbstständigen einfach weniger zahlen. Ich werde Ihnen das jetzt sagen.
Abg. Lindinger: Ja, weil es nur fair ist, was wir machen! Es ist fair!
Ich werde Ihnen ein Beispiel zeigen, weil Frau Doppelmayr uns erklärt hat, wie denn das jetzt wirklich (Ruf bei den Grünen: Doppelbauer!) mit der Umsatzsteuerbefreiung läuft. (Abg. Lukas Hammer: Doppelmayr ist ein Lift!) Ich hätte wetten können, dass da den Bauernvertretern noch etwas einfällt. Es gibt ein klares Beispiel, das zeigt (Abg. Lindinger: Ja, weil es nur fair ist, was wir machen! Es ist fair!), wo die Bauern und die Selbstständigen einfach weniger zahlen. Ich werde Ihnen das jetzt sagen.
Abg. Lindinger: Das ist typisch SPÖ! Immer auf die Betriebe und die Bauern hinhauen!
Eine PV-Anlage mit 15 kW – das sind jene Anlagen, die wir uns als Normalverbraucher auf die Häuser schrauben – kostet 24 000 Euro; ich habe das wirklich recherchieren lassen. Der normale Konsument bezahlt 20 000 Euro, die Selbstständigen und die Bauern würden in Zukunft 17 225 Euro bezahlen. Das heißt, die Kosten sind eindeutig geringer, und das ist genau das, was wir nicht wollen. Wir wollen eine Gleichstellung haben, wir wollen nicht haben, dass die Ersparnis durch die Förderung bei den Konsumenten nur 4 000 Euro ausmacht und bei den Selbstständigen dafür 6 775 Euro. (Abg. Lindinger: Das ist typisch SPÖ! Immer auf die Betriebe und die Bauern hinhauen!) Das ist ein Unterschied von 2 775 Euro. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Eine PV-Anlage mit 15 kW – das sind jene Anlagen, die wir uns als Normalverbraucher auf die Häuser schrauben – kostet 24 000 Euro; ich habe das wirklich recherchieren lassen. Der normale Konsument bezahlt 20 000 Euro, die Selbstständigen und die Bauern würden in Zukunft 17 225 Euro bezahlen. Das heißt, die Kosten sind eindeutig geringer, und das ist genau das, was wir nicht wollen. Wir wollen eine Gleichstellung haben, wir wollen nicht haben, dass die Ersparnis durch die Förderung bei den Konsumenten nur 4 000 Euro ausmacht und bei den Selbstständigen dafür 6 775 Euro. (Abg. Lindinger: Das ist typisch SPÖ! Immer auf die Betriebe und die Bauern hinhauen!) Das ist ein Unterschied von 2 775 Euro. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, jetzt sind die Bauern natürlich auch dabei, und ich hätte wetten können, dass euch etwas einfällt. Ich muss ja schmunzeln, denn ihr seid wirklich Weltmeister. Ihr seid so kreativ, das kann man sich ja gar nicht vorstellen (Zwischenrufe bei der ÖVP), nach dem Motto: Jedem Haserl sein Graserl! – Ihr wart ja schon immer erfolgreich. (Abg. Lindinger: Die Excel-Tabelle möchte ich sehen, wo du das gerechnet hast!) Da ist das heute in Wirklichkeit ein Lerchenschenkerl, meine sehr geschätzten Damen und Herren, wenn ich daran denke: 2020: 350 Millionen Euro für Holzlagerplätze – Parkplätze für Käferbäume –, also das war überhaupt eine weltmeisterliche Leistung.
Abg. Lindinger: Die Excel-Tabelle möchte ich sehen, wo du das gerechnet hast!
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen, jetzt sind die Bauern natürlich auch dabei, und ich hätte wetten können, dass euch etwas einfällt. Ich muss ja schmunzeln, denn ihr seid wirklich Weltmeister. Ihr seid so kreativ, das kann man sich ja gar nicht vorstellen (Zwischenrufe bei der ÖVP), nach dem Motto: Jedem Haserl sein Graserl! – Ihr wart ja schon immer erfolgreich. (Abg. Lindinger: Die Excel-Tabelle möchte ich sehen, wo du das gerechnet hast!) Da ist das heute in Wirklichkeit ein Lerchenschenkerl, meine sehr geschätzten Damen und Herren, wenn ich daran denke: 2020: 350 Millionen Euro für Holzlagerplätze – Parkplätze für Käferbäume –, also das war überhaupt eine weltmeisterliche Leistung.
Abg. Zarits: Du kennst dich überhaupt nicht aus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
(Abg. Zarits: Du kennst dich überhaupt nicht aus! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Oder: 25 Millionen Euro habt ihr euch damals für energieautarke Bauernhöfe geholt – was immer das heißt, wie immer das verteilt wird. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir schauen eh ein bisschen neidisch darauf, aber, Kolleginnen und Kollegen, das ist Klientelpolitik, das ist eine Politik (Rufe bei der ÖVP: Du kennst dich nicht aus!), mit der ihr ausschließlich eurer Klientel helft und die anderen Menschen im Regen stehen lasst. (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Das ist das, was wir bekritteln. Bei der Teuerung lasst ihr die Menschen außen vor, da rührt ihr keinen Finger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lindinger: Wir unterstützen alle Menschen, sonst hätten wir nicht den 0-Prozent-Steuersatz eingeführt! Eine Vereinfachung, die gekommen ist, seit 1. Jänner!)
Rufe bei der ÖVP: Du kennst dich nicht aus!
Oder: 25 Millionen Euro habt ihr euch damals für energieautarke Bauernhöfe geholt – was immer das heißt, wie immer das verteilt wird. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir schauen eh ein bisschen neidisch darauf, aber, Kolleginnen und Kollegen, das ist Klientelpolitik, das ist eine Politik (Rufe bei der ÖVP: Du kennst dich nicht aus!), mit der ihr ausschließlich eurer Klientel helft und die anderen Menschen im Regen stehen lasst. (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Das ist das, was wir bekritteln. Bei der Teuerung lasst ihr die Menschen außen vor, da rührt ihr keinen Finger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lindinger: Wir unterstützen alle Menschen, sonst hätten wir nicht den 0-Prozent-Steuersatz eingeführt! Eine Vereinfachung, die gekommen ist, seit 1. Jänner!)
Rufe bei der ÖVP: Das stimmt nicht!
Oder: 25 Millionen Euro habt ihr euch damals für energieautarke Bauernhöfe geholt – was immer das heißt, wie immer das verteilt wird. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir schauen eh ein bisschen neidisch darauf, aber, Kolleginnen und Kollegen, das ist Klientelpolitik, das ist eine Politik (Rufe bei der ÖVP: Du kennst dich nicht aus!), mit der ihr ausschließlich eurer Klientel helft und die anderen Menschen im Regen stehen lasst. (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Das ist das, was wir bekritteln. Bei der Teuerung lasst ihr die Menschen außen vor, da rührt ihr keinen Finger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lindinger: Wir unterstützen alle Menschen, sonst hätten wir nicht den 0-Prozent-Steuersatz eingeführt! Eine Vereinfachung, die gekommen ist, seit 1. Jänner!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lindinger: Wir unterstützen alle Menschen, sonst hätten wir nicht den 0-Prozent-Steuersatz eingeführt! Eine Vereinfachung, die gekommen ist, seit 1. Jänner!
Oder: 25 Millionen Euro habt ihr euch damals für energieautarke Bauernhöfe geholt – was immer das heißt, wie immer das verteilt wird. (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir schauen eh ein bisschen neidisch darauf, aber, Kolleginnen und Kollegen, das ist Klientelpolitik, das ist eine Politik (Rufe bei der ÖVP: Du kennst dich nicht aus!), mit der ihr ausschließlich eurer Klientel helft und die anderen Menschen im Regen stehen lasst. (Rufe bei der ÖVP: Das stimmt nicht!) Das ist das, was wir bekritteln. Bei der Teuerung lasst ihr die Menschen außen vor, da rührt ihr keinen Finger. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lindinger: Wir unterstützen alle Menschen, sonst hätten wir nicht den 0-Prozent-Steuersatz eingeführt! Eine Vereinfachung, die gekommen ist, seit 1. Jänner!)
Ruf bei der ÖVP: Rainer, lass den Matznetter raus! Lass es gut sein!
Wir haben ja heute in der Fragestunde schon gehört, Sie nehmen es mit dem Gesetz nicht immer ganz ernst – wenn wir an den Lobautunnel denken. So sehen wir das jetzt auch. (Ruf bei der ÖVP: Rainer, lass den Matznetter raus! Lass es gut sein!) Diese Verordnung zu machen kann ja nicht davon abhängen (Abg. Lindinger: Lass es gut sein, passt schon!), ob Sie lustig sind oder nicht, sondern Sie haben das umzusetzen und durchzuführen, das steht nämlich im EAG drinnen.
Abg. Lindinger: Lass es gut sein, passt schon!
Wir haben ja heute in der Fragestunde schon gehört, Sie nehmen es mit dem Gesetz nicht immer ganz ernst – wenn wir an den Lobautunnel denken. So sehen wir das jetzt auch. (Ruf bei der ÖVP: Rainer, lass den Matznetter raus! Lass es gut sein!) Diese Verordnung zu machen kann ja nicht davon abhängen (Abg. Lindinger: Lass es gut sein, passt schon!), ob Sie lustig sind oder nicht, sondern Sie haben das umzusetzen und durchzuführen, das steht nämlich im EAG drinnen.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren und geschätzte Frau Bundesminister, tun Sie das bitte endlich! Wir brauchen diese Verordnung. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen: Manchmal verändert sich ...!
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Kollegen und Kolleginnen! Vor allem Zuseherinnen und Zuseher! Das waren viele Begrüßungen; was ich nicht begrüße, ist, dass wir uns permanent damit auseinandersetzen müssen, dass etwas nicht funktioniert hat und man jetzt schon wieder nachbessern muss – ich habe gestern schon davon gesprochen. (Ruf bei den Grünen: Manchmal verändert sich ...!)
Abg. Lukas Hammer: Ich habe kein Auto!
Vielleicht fangen wir so an: Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete der Regierungsparteien, ich weiß nicht, wie Sie das mit Ihrem Auto machen. (Abg. Lukas Hammer: Ich habe kein Auto!) Nehmen wir an, Sie haben eine Werkstätte – das kann auch eine Fahrradwerkstätte sein –, und jedes Mal, nachdem Sie es dort beim Service gehabt haben, fällt Ihnen, wenn Sie rausfahren, eine Schraube runter, kommt vielleicht Öl aus dem Motor raus oder verlieren Sie beim Fahrrad die Kette. Sie fahren wieder hin, dann wird das eine gemacht, und das Nächste funktioniert nicht. Wann begreifen Sie, dass diese Werkstätte qualitativ nicht das leistet, was eine Werkstätte leisten muss?
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gewessler.
Dieses Mindestmaß an Benchmark sollten wir auch bei der Gesetzgebung in diesem Haus und bei Vorlagen, die diese Regierung macht, ansetzen. Diese Benchmark erfordert, dass man nicht so wie die Frau Bundesministerin sagt: Na, wir haben das EAG gemacht, damit wir öfter kommen können! – Die Verhältnisse ändern sich nicht. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gewessler.)
Abg. Tanja Graf: Es wird nicht besser ...!
Das, was passiert ist, ist ein handwerklicher Pfusch, und jetzt verlangen Sie von uns (Abg. Tanja Graf: Es wird nicht besser ...!) eine Zustimmung zu dem Kleister drauf. Das wäre genauso, wie wenn eine Ölablassschraube, Kollegin Graf, mit dem Uhu eingeklebt wird, statt sie ordentlich festzuziehen.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie sind ja jetzt nicht einmal in der Lage, ordnungsgemäß Bezug zu nehmen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Regelung gehörte so, dass es von der Höhe des Vorsteuerabzuges abhängig ist. Der kann nämlich 100 Prozent sein, der kann bei gemischten Umsätzen auch nur teilweise sein. (Abg. Haubner: Geh!) Daher wäre es richtig gewesen, zu sagen: Weis nach, notfalls durch Bestätigung des Finanzamtes – das kann man online machen –, im nächsten Jahr, dass du 100 Prozent oder 40 oder 50 Prozent Vorsteuerabzug gehabt hättest! – Und in dem Ausmaß kann es dann Förderungen geben.
Abg. Haubner: Geh!
Sie sind ja jetzt nicht einmal in der Lage, ordnungsgemäß Bezug zu nehmen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Regelung gehörte so, dass es von der Höhe des Vorsteuerabzuges abhängig ist. Der kann nämlich 100 Prozent sein, der kann bei gemischten Umsätzen auch nur teilweise sein. (Abg. Haubner: Geh!) Daher wäre es richtig gewesen, zu sagen: Weis nach, notfalls durch Bestätigung des Finanzamtes – das kann man online machen –, im nächsten Jahr, dass du 100 Prozent oder 40 oder 50 Prozent Vorsteuerabzug gehabt hättest! – Und in dem Ausmaß kann es dann Förderungen geben.
Abg. Voglauer: Dazwischen steht ein Und! Und!
Jetzt aber wird auf die Sozialversicherung Bezug genommen. Sagt einmal, wer macht bei euch die Gesetzestexte, die ihr als Initiativantrag einbringt? (Abg. Voglauer: Dazwischen steht ein Und! Und!) Das hat nichts mit der Sozialversicherung zu tun, das Gesetz nennt sich Umsatzsteuergesetz 1994 – vielleicht findet ihr es dann im RIS und könnt auf das richtige Gesetz Bezug nehmen.
Abg. Tanja Graf: So ein Blödsinn!
Der Rest ist, glaube ich, gut erklärt worden. Frau Kollegin Mag. Schmidt hat Ihnen klar erklärt: Übergewinnsteuer Wirkung null. Das Ergebnis ist: von der Tasche des Konsumenten in die Tasche der Aktionäre. (Abg. Tanja Graf: So ein Blödsinn!) Seien es auch Bundesländer: Völlig wurscht, Sie hätten das stoppen müssen. – Sie, Frau Kollegin Graf, haben es verhindert, die Grünen wollten einen Preisdeckel beim Gas. (Abg. Hofinger: Christoph, das siehst du falsch!) Warum? – Weil in der Stadt mehr Gas zum Heizen verwendet wird. Schämen Sie sich einmal für diese Art der Politik am Rücken der Leute! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Unmöglich!)
Abg. Hofinger: Christoph, das siehst du falsch!
Der Rest ist, glaube ich, gut erklärt worden. Frau Kollegin Mag. Schmidt hat Ihnen klar erklärt: Übergewinnsteuer Wirkung null. Das Ergebnis ist: von der Tasche des Konsumenten in die Tasche der Aktionäre. (Abg. Tanja Graf: So ein Blödsinn!) Seien es auch Bundesländer: Völlig wurscht, Sie hätten das stoppen müssen. – Sie, Frau Kollegin Graf, haben es verhindert, die Grünen wollten einen Preisdeckel beim Gas. (Abg. Hofinger: Christoph, das siehst du falsch!) Warum? – Weil in der Stadt mehr Gas zum Heizen verwendet wird. Schämen Sie sich einmal für diese Art der Politik am Rücken der Leute! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Unmöglich!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Unmöglich!
Der Rest ist, glaube ich, gut erklärt worden. Frau Kollegin Mag. Schmidt hat Ihnen klar erklärt: Übergewinnsteuer Wirkung null. Das Ergebnis ist: von der Tasche des Konsumenten in die Tasche der Aktionäre. (Abg. Tanja Graf: So ein Blödsinn!) Seien es auch Bundesländer: Völlig wurscht, Sie hätten das stoppen müssen. – Sie, Frau Kollegin Graf, haben es verhindert, die Grünen wollten einen Preisdeckel beim Gas. (Abg. Hofinger: Christoph, das siehst du falsch!) Warum? – Weil in der Stadt mehr Gas zum Heizen verwendet wird. Schämen Sie sich einmal für diese Art der Politik am Rücken der Leute! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Unmöglich!)
in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Kainz
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Lukas Hammer. – Nein (in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Kainz), Herr Abgeordneter, wir haben pro-contra. – Bitte.
Abg. Schroll: Lukas, sie können nicht mehr anschließen!
Ich zeige Ihnen das noch einmal (eine Tafel mit der Aufschrift „Sonnenstrom in Österreich“ und einem Balkendiagramm, das die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, in die Höhe haltend): Lieber Christoph, da (auf den linken Teil des Balkendiagramms weisend) wart ihr in der Regierung (Abg. Schroll: Lukas, sie können nicht mehr anschließen!), das war das Ökostromgesetz. Das (auf den rechten Teil des Balkendiagramms weisend) ist das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz – es funktioniert! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich zeige Ihnen das noch einmal (eine Tafel mit der Aufschrift „Sonnenstrom in Österreich“ und einem Balkendiagramm, das die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, in die Höhe haltend): Lieber Christoph, da (auf den linken Teil des Balkendiagramms weisend) wart ihr in der Regierung (Abg. Schroll: Lukas, sie können nicht mehr anschließen!), das war das Ökostromgesetz. Das (auf den rechten Teil des Balkendiagramms weisend) ist das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz – es funktioniert! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Schroll: ..., die Leute zahlen es eh ...!
Es war halt immer zu wenig Geld da. Jetzt ist genug Geld da. (Abg. Schroll: ..., die Leute zahlen es eh ...!) Wir haben gesehen, es funktioniert, und wir machen kleine Nachbesserungen. Wir haben erklärt, warum wir die Novelle gemacht haben: weil wir letztes Jahr über 150 000 private Anträge gehabt haben, die wir alle fördern konnten, weil genug Geld da war. Wir haben gesagt: Nein, wir wollen das umstellen, für die Privaten machen wir das unbürokratisch, da streichen wir die Umsatzsteuer beim Kauf einer Fotovoltaikanlage! (Abg. Matznetter: ... trotzdem die Gesetze ...!)
Abg. Matznetter: ... trotzdem die Gesetze ...!
Es war halt immer zu wenig Geld da. Jetzt ist genug Geld da. (Abg. Schroll: ..., die Leute zahlen es eh ...!) Wir haben gesehen, es funktioniert, und wir machen kleine Nachbesserungen. Wir haben erklärt, warum wir die Novelle gemacht haben: weil wir letztes Jahr über 150 000 private Anträge gehabt haben, die wir alle fördern konnten, weil genug Geld da war. Wir haben gesagt: Nein, wir wollen das umstellen, für die Privaten machen wir das unbürokratisch, da streichen wir die Umsatzsteuer beim Kauf einer Fotovoltaikanlage! (Abg. Matznetter: ... trotzdem die Gesetze ...!)
Abg. Schroll: Die Unternehmen zahlen weniger als die Haushalte!
Weil gesagt wurde, wir bevorzugen jetzt wieder irgendwen: Wir stellen damit denselben Zustand wie vor der Novelle wieder her – dass niemand benachteiligt wird. Ihr habt dem selber zugestimmt. Die Unternehmen, die vorsteuerabzugsberechtigt waren (Abg. Schroll: Die Unternehmen zahlen weniger als die Haushalte!), haben damals schon – da hast du mitgestimmt, lieber Alois – ein Anrecht auf die Investitionsförderung gehabt. Das ziehen wir jetzt mit dieser kleinen Novelle nach. Das heißt, wir stellen einfach nur den Zustand wieder her, den ihr selbst mitbeschlossen habt – dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Schroll: Uns hat’s ja gepasst! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Schroll: Uns hat’s ja gepasst! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Weil gesagt wurde, wir bevorzugen jetzt wieder irgendwen: Wir stellen damit denselben Zustand wie vor der Novelle wieder her – dass niemand benachteiligt wird. Ihr habt dem selber zugestimmt. Die Unternehmen, die vorsteuerabzugsberechtigt waren (Abg. Schroll: Die Unternehmen zahlen weniger als die Haushalte!), haben damals schon – da hast du mitgestimmt, lieber Alois – ein Anrecht auf die Investitionsförderung gehabt. Das ziehen wir jetzt mit dieser kleinen Novelle nach. Das heißt, wir stellen einfach nur den Zustand wieder her, den ihr selbst mitbeschlossen habt – dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Schroll: Uns hat’s ja gepasst! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Lindinger: Na ja, siehst! Einsicht ist der erste Weg! – Abg. Hofinger: Da kann man mal Danke sagen dieser Bundesregierung!
Abgeordneter Alois Kainz (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Geschätzte Kollegen! Werte Zuseher zu Hause und auf der Galerie! Wie wir alle vernommen haben, wurde im Bundesfinanzgesetz beschlossen, den Waldfonds von 350 Millionen Euro auf 450 Millionen aufzustocken – mit einem gewissen Sinn, das war ja wirklich eine sinnvolle Lösung. (Abg. Lindinger: Na ja, siehst! Einsicht ist der erste Weg! – Abg. Hofinger: Da kann man mal Danke sagen dieser Bundesregierung!)
Zwischenruf des Abg. Zorba.
Das muss ich jetzt klar- und richtigstellen: Das ist unrichtig. (Zwischenruf des Abg. Zorba.) Der zweite Präsident und auch unsere Fraktion im Waldviertel wollen keine Windräder im Wald – nicht im Waldviertel. Wir verschließen uns nicht der erneuerbaren Energie, aber das muss man einmal klar und deutlich sagen (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Es passt nicht zusammen. Da haben wir 450 Millionen Euro für den Wald, da steht nirgends drinnen, dass man den Wald für Industrieanlagen im Wald roden muss. (Abg. Lukas Hammer: Nur den Wald roden für die Biomasse, das ist besser!) Das ist die Botschaft. Uns ist der klimafitte Wald sehr viel wert. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Litschauer.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter
Das muss ich jetzt klar- und richtigstellen: Das ist unrichtig. (Zwischenruf des Abg. Zorba.) Der zweite Präsident und auch unsere Fraktion im Waldviertel wollen keine Windräder im Wald – nicht im Waldviertel. Wir verschließen uns nicht der erneuerbaren Energie, aber das muss man einmal klar und deutlich sagen (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Es passt nicht zusammen. Da haben wir 450 Millionen Euro für den Wald, da steht nirgends drinnen, dass man den Wald für Industrieanlagen im Wald roden muss. (Abg. Lukas Hammer: Nur den Wald roden für die Biomasse, das ist besser!) Das ist die Botschaft. Uns ist der klimafitte Wald sehr viel wert. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Litschauer.)
Abg. Lukas Hammer: Nur den Wald roden für die Biomasse, das ist besser!
Das muss ich jetzt klar- und richtigstellen: Das ist unrichtig. (Zwischenruf des Abg. Zorba.) Der zweite Präsident und auch unsere Fraktion im Waldviertel wollen keine Windräder im Wald – nicht im Waldviertel. Wir verschließen uns nicht der erneuerbaren Energie, aber das muss man einmal klar und deutlich sagen (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Es passt nicht zusammen. Da haben wir 450 Millionen Euro für den Wald, da steht nirgends drinnen, dass man den Wald für Industrieanlagen im Wald roden muss. (Abg. Lukas Hammer: Nur den Wald roden für die Biomasse, das ist besser!) Das ist die Botschaft. Uns ist der klimafitte Wald sehr viel wert. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Litschauer.
Das muss ich jetzt klar- und richtigstellen: Das ist unrichtig. (Zwischenruf des Abg. Zorba.) Der zweite Präsident und auch unsere Fraktion im Waldviertel wollen keine Windräder im Wald – nicht im Waldviertel. Wir verschließen uns nicht der erneuerbaren Energie, aber das muss man einmal klar und deutlich sagen (Zwischenruf des Abg. Matznetter): Es passt nicht zusammen. Da haben wir 450 Millionen Euro für den Wald, da steht nirgends drinnen, dass man den Wald für Industrieanlagen im Wald roden muss. (Abg. Lukas Hammer: Nur den Wald roden für die Biomasse, das ist besser!) Das ist die Botschaft. Uns ist der klimafitte Wald sehr viel wert. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Litschauer.)
Abg. Steinacker: Ein Ordnungsruf für das Wort obszön!
Wer ist für diesen Entschließungsantrag? – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Abg. Steinacker: Ein Ordnungsruf für das Wort obszön!)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Das zeigt, internationale Abkommen haben extrem hohe Relevanz für unsere Gesundheit, für die Lösung von international dringend anzugehenden Umweltproblemen, und es lohnt sich, in diesen internationalen Abkommen eine führende Rolle zu spielen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen, ÖVP und NEOS.
Für mich ist dieses wichtige Abkommen beispielgebend, wie man ein Problem gemeinsam lösen kann, und ich freue mich sehr über die breite Zustimmung zur Ratifikation dieses wichtigen Abkommens. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen, ÖVP und NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Nun wird endlich – bin ich versucht zu sagen – das Göteborgprotokoll ratifiziert. Es ist ein wichtiger Schritt, um verbindliche Maßnahmen zu setzen und die Gesundheit unserer Bevölkerung zu schützen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es liegt an uns, Frau Bundesministerin, heute die Weichen für morgen zu stellen. Der Planet Erde wird uns keine zweite Chance geben. Einen Plan B haben wir als Menschheit hier nicht, denn Klima, Kriege, Kapitalismus werden zusehends ein Tanz auf dem Vulkan. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP
Der Ausgangspunkt ist, dass wir insbesondere im Wald- und im Mühlviertel eine enorme Borkenkäferkalamität, -invasion gehabt haben und riesige Mengen von Holz geschlägert werden mussten, dass Familien ihre Existenz verloren haben, weil sie Forstwirtschaft betreiben und dort auf Generationen hinaus kein Holz mehr ernten können. Daher wurde der Waldfonds mit vielen Maßnahmen eingerichtet: Bestandsumbau, Neuaufforstung und, und, und. Und ein kleiner Teil davon ist die Errichtung von Holzlagerplätzen, weil die verarbeitende Industrie diese Menge Holzes nicht verarbeiten konnte. Damit das Produkt nicht vernichtet werden muss oder zugrunde geht, wurden diese Lagerplätze errichtet. Also bitte das nicht ins Lächerliche zu ziehen, das ist ja im gemeinsamen Interesse (Beifall bei der ÖVP), im Interesse der Arbeitnehmer in der Papierindustrie und der Waldbauern, der Forstwirtschaft. Darum ersuche ich bitte.
Beifall bei der ÖVP.
Bei diesem Abkommen, das wir hier diskutieren, ist es genauso: Ursprünglich wurde die Luftverunreinigung regional gesehen; Kollegin Rössler hat es erwähnt. Fischbestände in Skandinavien sind durch versauertes Wasser zugrunde gegangen. Dann hat man gemeinsame Kraftanstrengungen unternommen und in der Zeit des Kalten Krieges dieses Abkommen, das wir jetzt diskutieren, abgeschlossen. Es ist wichtig, dass man grenzüberschreitend zusammenarbeitet, dann können wir auch Erfolge haben. Man weiß, es ist im Umweltbereich mühsam, wenn man viele Interessen unter einen Hut bringen muss, aber neben dem Erfolg beim Ozonloch war ja auch die Bekämpfung des Waldsterbens ein positiver Aspekt, wo es gelungen ist, sauren Regen zu reduzieren, und, und, und. Das ist ein komplexeres Thema, weil natürlich Trockenheit und Bestandsumbau auch eine Rolle spielen, aber im Grunde ist es wichtig, dass man auf diesen Themen draufbleibt und sich dafür einsetzt, dass man die Umwelt schützt und damit die Gesundheit der Menschen sichert. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Daher wäre unser Wunsch: konsequent in der Umweltpolitik, aber genauso konsequent bei den Lohnnebenkosten. – Dazu können Sie, Herr Kollege Hörl, sicher einen Beitrag leisten. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben im Zusammenhang mit Luft wirklich ein Thema des Gesundheitsschutzes für unsere Bevölkerung, und daher darf ich Sie wirklich um breite Zustimmung ersuchen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Fortschritte, und davon bin ich überzeugt, basieren auf Forschung und Entwicklung. Und unsere Probleme, Frau Bundesminister – ich sage es immer wieder –, werden Techniker und Wissenschaftler und nicht die Ideologen lösen. Daran glaube ich fest. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte Sie daher, Frau Bundesminister, da mit Augenmaß vorzugehen und zu bedenken, dass wir unseren Wohlstand und den Umweltschutz erhalten müssen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Man weiß – ohne mit Zahlen zu arbeiten –, dass China in etwa das Dreifache dessen emittiert, was ganz Europa emittiert. Ich denke daher, dass wir aufpassen müssen und schauen müssen, dass wir sozusagen einen vernünftigen Gleichklang haben, was die Umweltvorgaben und die Wirtschaft und die Industrie betrifft, denn es geht auch um die Erhaltung der Arbeitsplätze, damit wir nicht eine Abwanderung haben und dann sozusagen die Verschmutzung zurückkommt. Da müssen wir also aufpassen. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Klima- und Umweltschutz sind natürlich für uns alle ein wichtiges Thema. Wenn man mit offenen Augen unterwegs ist, dann weiß man auch, dass sich etwas verändert. Ich glaube aber, dass es wichtig ist, dass wir Klimaschutz mit Hausverstand machen und ihn so gestalten, dass die Mehrheit der Bevölkerung mitgeht. Aktionen wie von den Klimaklebern erreichen genau das Gegenteil. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Die Politik ist wie schon gesagt gefordert, Klimaschutz und Verbesserungen für die Umwelt so zu gestalten, dass wirklich die breite Masse den positiven Weg der Veränderung mitgeht. Daran werden wir auch in der Zukunft weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Klima- und Umweltschutz sind natürlich für uns alle ein wichtiges Thema. Wenn man mit offenen Augen unterwegs ist, dann weiß man auch, dass sich etwas verändert. Ich glaube aber, dass es wichtig ist, dass wir Klimaschutz mit Hausverstand machen und ihn so gestalten, dass die Mehrheit der Bevölkerung mitgeht. Aktionen wie von den Klimaklebern erreichen genau das Gegenteil. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Die Politik ist wie schon gesagt gefordert, Klimaschutz und Verbesserungen für die Umwelt so zu gestalten, dass wirklich die breite Masse den positiven Weg der Veränderung mitgeht. Daran werden wir auch in der Zukunft weiterarbeiten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Es ist ein höchst attraktives Fördermodell für Gemeinden, Projektentwickler, Grundeigentümer für Standorte in ortsnaher Lage. Die Altlastensanierungskommission bewertet und empfiehlt, die entsprechenden Fördermittel freizugeben. Es gibt hohe Förderquoten – für alle, die damit vielleicht zu tun haben könnten –: 75 Prozent für das Entwicklungskonzept bis 60 000 Euro, 75 Prozent für die Untersuchungen von Untergrund und Bauwerk und für besonderen standortgebundenen Mehraufwand 50 Prozent bis 15 000 Euro. Das ist ein hoch attraktives, extrem wichtiges Instrument, mit dem wir alte Standorte weiterentwickeln und vor allem neuen Flächenverbrauch hintanhalten können. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schmuckenschlager.
Daher begrüßen wir auch diese ALSAG-Novelle speziell für diese Firmen, die versuchen, sich zu verbreitern, und wo der dafür vorhandene Boden wie bei uns ohnehin sehr, sehr knapp bemessen ist. Wir werden natürlich dieser ALSAG-Novelle zustimmen und auch in Diskussionen mit den Firmen dafür sorgen, dass die Maßnahmen, die da getroffen werden, auch angenommen werden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Schmuckenschlager.)
Rufe bei der ÖVP: Der Maxl! – Abg. Michael Hammer: Das ist ihm wichtig, das Thema, das hat er im Ausschuss schon gesagt! – Abg. Linder – auf dem Weg zum Redner:innenpult, erheitert –: Hat schon irgendwer Respekt jetzt, oder wie?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Abgeordneter Maximilian Linder. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Rufe bei der ÖVP: Der Maxl! – Abg. Michael Hammer: Das ist ihm wichtig, das Thema, das hat er im Ausschuss schon gesagt! – Abg. Linder – auf dem Weg zum Redner:innenpult, erheitert –: Hat schon irgendwer Respekt jetzt, oder wie?)
Abg. Michael Hammer: Ich kenne auch einen! Ich bin sogar einer!
Vielleicht für die Zuhörer: Altlastensanierungsbeitrag heißt, dass du pro Tonne mindestens 10 Euro bezahlen musst. Ich kenne einen Bürgermeister (Abg. Michael Hammer: Ich kenne auch einen! Ich bin sogar einer!), das hab ich schon gesagt, einen ÖVP-Bürgermeister, der im Nachhinein mit seiner Gemeinde für eine große Menge Material den Altlastensanierungsbeitrag bezahlen musste, und davor haben die Gemeinden, die Bürgermeister natürlich große Angst.
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir wissen alle, der Bürgermeister haftet wirklich noch persönlich, was viele von uns hier im Nationalrat gar nicht kennen: dass du als Politiker für Maßnahmen, für die du oft gar nicht unbedingt etwas kannst, haftest, sogar mit deinem Privatvermögen. Deshalb, glaube ich, ist das Thema ernst, und wir sollten uns ohne politischen Streit einmal zusammensetzen und da eine gemeinsame Lösung suchen. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Es tut mir leid, wenn der Vorredner enttäuscht ist. Von Ihrer Fraktion bin ich schon lange nicht mehr enttäuscht, weil da die Erwartungen nicht mehr allzu hoch sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich glaube, ein Riesenthema, das uns in Zukunft noch stärker betreffen wird, ist auch die Frage: Wie gehen wir mit den Akkus in den Geräten um? Das müssen wir im Abfallwirtschaftsgesetz regeln, uns da bis hin zu einem Pfandsystem entwickeln, denn die Frage der Abfallverwertung mit der Gefahr des Brandes und der Entzündung dieser Geräte haben wir heute nicht nur in den Haushalten, sondern auch bei den Entsorgern – ein Riesenproblem, das da auf uns zukommt. Wir haben also genug zu tun, aber ich glaube, gerade beim Altlastensanierungsgesetz gibt es auch Grund zur Freude darüber, dass heute in Österreich ein guter umwelttechnischer Standard herrscht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Die Novelle ist eigentlich im Umweltministerium, später im BMK knapp fünf Jahre gelegen, und dennoch war es notwendig, dass man uns weniger als 24 Stunden vor der Abstimmung im Ausschuss dann einen Abänderungsantrag schickt. Also wenn man fünf Jahre Zeit hat, sollte es, so finden wir, im parlamentarischen Prozess schon möglich sein, fertige Novellen in einen Umweltausschuss zu bringen, sodass sich Parlamentarier auch vorbereiten können, bevor sie zu einer Abstimmung genötigt sind. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!
Abschließend: Ich finde es besonders bemerkenswert, dass es eine Reihe von ÖVP-Abgeordneten gibt, die uns dann von hier heraußen aus sagen, wie toll wir die Böden neu verwenden können, und sich gleichzeitig, wenn sie das Parlament verlassen (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!), hauptsächlich darum bemühen, dass so viel Fläche wie noch nie verbraucht werden kann, ohne dass es bundeseinheitliche Ziele und Grenzwerte gibt, die der Versiegelung Österreichs endlich ein Ende setzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abschließend: Ich finde es besonders bemerkenswert, dass es eine Reihe von ÖVP-Abgeordneten gibt, die uns dann von hier heraußen aus sagen, wie toll wir die Böden neu verwenden können, und sich gleichzeitig, wenn sie das Parlament verlassen (Ruf bei der ÖVP: So ein Blödsinn!), hauptsächlich darum bemühen, dass so viel Fläche wie noch nie verbraucht werden kann, ohne dass es bundeseinheitliche Ziele und Grenzwerte gibt, die der Versiegelung Österreichs endlich ein Ende setzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
seit 35 Jahren bestehendes Modell zur Sanierung von Altlasten, das schon aus der Historie her einzigartig ist: Im gesamten EU-Raum gibt es kein vergleichbares Finanzierungsmodell, das zweckgebunden Abgaben aus der Abfallwirtschaft ausschließlich der Altlastensanierung zuführt. Mit dieser Novelle holen wir dieses Gesetz jetzt in ein neues Zeitalter, und da muss ich sagen, es freut mich wirklich außerordentlich, dass wir das heute hier beschließen können. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Ziel der gegenständlichen Novelle ist zweifach, nämlich einerseits ändern wir das ALSAG von einem reinen Finanzierungsgesetz tatsächlich zu einem eigenständigen Materien- und Verfahrensgesetz – das macht es damit klarer, einfacher; Verwaltungsvereinfachung –, und andererseits sollen in Zukunft bei der Durchführung von Altlastensanierungsmaßnahmen die Besonderheiten von Standort und Nutzung berücksichtigt werden. Darauf hat Abgeordneter – ich glaube – Michi Bernhard gerade hingewiesen – Entschuldigung, ich war mir jetzt nicht mehr sicher. Dabei geht es darum, das Reparaturprinzip in den Vordergrund zu stellen. Dadurch werden die Gesamtkosten für die Maßnahmen bei historischen Kontaminationen, also den Altlasten, die vor 1. Juli 1989 in unserem Land verursacht wurden, von über 10 Milliarden Euro auf rund 5 bis 6 Milliarden Euro reduziert. Damit ermöglichen wir die Bewältigung der Altlastensanierung in Österreich bis 2050 rasch und mit hohen Standards. Das sind wirklich gute Neuigkeiten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Zweite beim Thema Bodenschutz – auch das ist in der Diskussion schon gefallen – sind die Haftungsregeln. Dabei geht es vor allem um den Entfall der subsidiären Liegenschaftseigentümerhaftung. Das bedeutet, dass die Eigentümer, Eigentümerinnen, die nicht zur Kontamination der Altlast beigetragen haben, auch nicht mehr haften müssen. Dadurch steigt natürlich die Attraktivität der Nachnutzung, aber die Wertsteigerung, die wir mit der Sanierung und mit der Finanzierung der Sanierung erreichen, wird abgeschöpft. Das ist ein wirklich innovatives und gescheites Modell in diesem Gesetz: Der Liegenschaftseigentümer, der die Altlast nicht verursacht hat, muss zwar nicht die Sanierung und die Sicherung bezahlen, aber er wird dadurch auch nicht bereichert. Damit schaffen wir es, in einem volkswirtschaftlichen und sozialen Sinn, diese Altflächen wieder wirklich sinnvoll in die Nutzung zu kriegen. Auch das ist ein wesentlicher Beitrag für den Bodenschutz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Bernhard.
Das freut mich wirklich sehr, und deswegen einen großen Dank an die vielen engagierten Beamten und Beamtinnen im BMK. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Genau heißt es: „Die Freiheitliche Partei [...] ist, obwohl wir die Notwendigkeit einer raschen Sanierung der Altlasten durchaus anerkennen, nicht überzeugt davon, daß dieses Gesetz ein taugliches Instrumentarium schafft.“ – Genau das Gegenteil ist hiermit bewiesen, nach 35 Jahren Gesetz: 300 Altlasten, viele Altlasten, die einer Sanierung zugeführt werden konnten, viele sanierte Altlasten, die einer guten Verwertung zugeführt werden konnten, beweisen das Gegenteil. Das Gesetz hat gewirkt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen sowie Bravoruf des Abg. Litschauer.
allem auf der steirischen Seite stehen. Sie werden sie sehen, und wir Steirer und Steirerinnen können eben von dieser günstigen erneuerbaren Energie profitieren; es ist unverständlich, warum das in Kärnten nicht der Fall sein sollte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen sowie Bravoruf des Abg. Litschauer.) Auf die Details werde ich jetzt nicht näher eingehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Kenntnis nach beim Umweltbundesamt und das soll vorangetrieben werden, damit wir mit dieser ALSAG-Novelle auch das Problem Pfas in der Südsteiermark beheben können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Rössler.
In diesem Sinne machen wir mit dieser ALSAG-Novelle einen großen Schritt, einen Schritt hin zu mehr Schutz für die Bevölkerung, zur Sicherstellung von Umweltschutz und Wasserqualität und einen großen Schritt in Richtung weniger zusätzlichen Bodenverbrauch. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Rössler.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen, ÖVP, SPÖ und NEOS.
Abgeordneter Hermann Weratschnig, MBA MSc (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher hier und daheim! Im Namen der Frau Abgeordneten Blimlinger und der Frau Abgeordneten Ribo darf ich insbesondere die HTL Bulme aus Graz-Gösting herzlich hier im Saal begrüßen. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen, ÖVP, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ärztinnen und Ärzten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den Leitstellen sitzen und das Ganze koordinieren, ausgesprochen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich hoffe auf eine sehr breite Zustimmung. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, weil es die Regierung nicht selber tut, haben wir den Vorschlag gemacht, konstruktiv zu sein und durch unseren Abänderungsantrag das, was die Luftfahrtbranche eigentlich braucht, auch umzusetzen. – Ich ersuche um breite Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Das ist aber ein guter Antrag, Herr Präsident!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Der Abänderungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht und steht somit mit in Verhandlung. (Abg. Leichtfried: Das ist aber ein guter Antrag, Herr Präsident!)
Ruf bei der ÖVP: Klatschen! – Beifall bei der FPÖ.
Das heutige Gesetz werden wir jedenfalls mitbeschließen. – Danke. (Ruf bei der ÖVP: Klatschen! – Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Ich möchte mich an dieser Stelle aber auch bei den Rettungsorganisationen, insbesondere beim ÖAMTC und dessen Pilotinnen und Piloten bedanken, die auch in der Nacht bereit sind, lebensrettende Einsätze zu fliegen. Das ist sehr wichtig für die Region in der Steiermark, aber auch darüber hinaus, denn diese Einsätze kennen ja keine Grenzen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Ein zweiter Punkt wurde schon von einigen Kollegen erwähnt: Es geht darum, dass wir bei den Windrädern eine Verbesserung für die Anrainer schaffen, indem es eben auch da jetzt die Möglichkeit geben wird, diese zu deaktivieren, wenn sich kein Luftfahrzeug in der Nähe befindet. Insofern haben wir also auch da eine Verbesserung erwirkt, vor allem für Bundesländer, die viele Windräder haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Abgeordnete MMag. Katharina Werner, Bakk. (NEOS): Herr Präsident! Frau Ministerin! Liebe Menschen hier im Haus und zu Hause! Stellen Sie sich vor: Sie leben in Graz-Umgebung, feiern eine Hochzeit, die Party ist in vollem Gange. Es ist 23.30 Uhr, als es der Oma plötzlich zu viel wird und sie einen Herzinfarkt bekommt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Die schnellste Möglichkeit, sie optimal zu versorgen, wäre der Notarzthubschrauber, aber dieser müsste den Flugplatz in Graz-Thalerhof in Anspruch nehmen, und die Oma hätte Pech gehabt, weil der Tower zwar bis 23.30 besetzt ist, aber danach ist es zu Ende.
Abg. Stöger: Habt ihr aber gesagt!
Wir würden das halt gern im Ausschuss diskutieren und nicht hier jetzt schnell, schnell einfach sehr viele Änderungen beschließen. Deshalb gehen wir da nicht mit (Abg. Stöger: Habt ihr aber gesagt!), würden uns aber freuen, wenn wir die Thematik in den Ausschuss holen könnten und dort besser diskutieren könnten. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir würden das halt gern im Ausschuss diskutieren und nicht hier jetzt schnell, schnell einfach sehr viele Änderungen beschließen. Deshalb gehen wir da nicht mit (Abg. Stöger: Habt ihr aber gesagt!), würden uns aber freuen, wenn wir die Thematik in den Ausschuss holen könnten und dort besser diskutieren könnten. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall der Abg. Götze. – Ruf bei der ÖVP: Man muss nicht klatschen, wenn man sich nicht auskennt!
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich freue mich, dass wir mit dem heutigen Initiativantrag zwei Initiativen zum Luftfahrtgesetz, und zwar wichtige Themenbereiche, aufgreifen. Frau Abgeordnete Werner hat mich jetzt doch motiviert, mich zu Wort zu melden, weil ich Steirerin bin. Meine Familie wohnt in der Steiermark, und ich möchte nur ganz klar sagen: Es muss sich niemand in der Steiermark fürchten, es gibt auch in der Steiermark Nachtflüge, Rettungseinsätze in der Nacht, und alle Großeltern werden auch in der Steiermark gut versorgt. (Beifall der Abg. Götze. – Ruf bei der ÖVP: Man muss nicht klatschen, wenn man sich nicht auskennt!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Einen Punkt habe ich noch; der Abänderungsantrag wurde ja schon kommentiert, daher nur etwas zu einem Punkt, der von Abgeordnetem Deimek direkt an mich gegangen ist: Er hat sich einen Zivilluftbeirat gewünscht. Ich wollte nur kurz sagen, dass ein solcher für den Herbst in Planung ist, weil wir uns im Ministerium – unabhängig davon, ob ich nach Brüssel mit dem Zug fahre oder fliege –natürlich auch um die Luftfahrt gut kümmern. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.
Das Zweite ist die Steuerung der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung. Um es einfach zu erklären: Aufgrund der Lichtemissionen, die wir haben, soll bei allen Nachtkennzeichnungen das Licht ausgeschaltet werden, wenn gerade kein Flugbetrieb ist. Die Austro Control schaltet es ein, wenn gerade ein Flugzeug über diese Gegend fliegt, und schaltet es wieder aus, wenn das Flugzeug weg ist. Auch das ist im Sinne von Einsparungsmaßnahmen notwendig, daher stimmen wir dem auch zu. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Disoski.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Vorweg darf ich wieder einmal einige Besucherinnen und Besucher begrüßen. Wir haben dieser Tage ja viel Besuch im Hohen Haus. Jetzt darf ich im Namen der Kollegin Holzner die Klassen 2C und 3C der HTL Braunau herzlich willkommen heißen: Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.) Und ich begrüße im Namen meines Kollegen Andreas Kühberger die Besucher und Besucherinnen aus der Gemeinde Lobmingtal mit Bürgermeister Christian Wolf: Herzlich willkommen im Parlament! (Allgemeiner Beifall.) Sie sind ebenso Besucher wie die 540 000 Menschen, die schon voriges Jahr hier im Hohen Haus waren. Sie alle sind uns herzlich willkommen, und wir freuen uns, wenn wir sehen, dass die Menschen in diesem Land das Hohe Haus so annehmen.
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Christoph Stark (ÖVP): Herr Präsident! Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Vorweg darf ich wieder einmal einige Besucherinnen und Besucher begrüßen. Wir haben dieser Tage ja viel Besuch im Hohen Haus. Jetzt darf ich im Namen der Kollegin Holzner die Klassen 2C und 3C der HTL Braunau herzlich willkommen heißen: Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.) Und ich begrüße im Namen meines Kollegen Andreas Kühberger die Besucher und Besucherinnen aus der Gemeinde Lobmingtal mit Bürgermeister Christian Wolf: Herzlich willkommen im Parlament! (Allgemeiner Beifall.) Sie sind ebenso Besucher wie die 540 000 Menschen, die schon voriges Jahr hier im Hohen Haus waren. Sie alle sind uns herzlich willkommen, und wir freuen uns, wenn wir sehen, dass die Menschen in diesem Land das Hohe Haus so annehmen.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Lukas Hammer.
Ich danke auch allen heute anwesenden Abgeordnetenkolleginnen und -kollegen, die dieser Gesetzesvorlage zustimmen. Wir leisten damit einen guten Beitrag für das Funktionieren des Rettungssystems in unserem Land. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Lukas Hammer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir müssen den Menschen, die verletzt sind, aber auch den Einsatzkräften 24 Stunden am Tag 365 Tage im Jahr die Sicherheit geben, dass der Rettungshubschrauber abheben kann, diese Person bergen kann, damit sie schnellstmöglich, bestmöglich medizinisch versorgt wird, um eben ihr Leben zu retten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Diese Sicherheit erreichen wir mit dieser Novelle. Unser Herr Landeshauptmann und der jetzige Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl haben das vorangetrieben. Ich möchte mich aber auch bei meiner Kollegin Juliane Bogner-Strauß bedanken, die das schon viele, viele Jahr davor gefordert hat. Es war wirklich ein langer steiniger Weg, teilweise ist es auch unerklärlich, warum das so lange gedauert hat, aber: Ende gut, alles gut! Das wird sich jetzt so weit richten und wir werden vor allem für die Steiermark ein gutes Ergebnis erzielen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Wenn die Autobahn nicht ausgebaut wird, haben wir somit zumindest die Möglichkeit, die betroffenen Personen über den Flugweg schnellstmöglich ins Spital zu bringen. Möge die Autobahn dem Luftfahrtbereich folgen, dann wird die Steiermark auf dem Wege der Motorisierung auch sicherer werden! – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.
dank unseres Landeshauptmannes, der früheren Gesundheitslandesrätin, des jetzigen Gesundheitslandesrates und dank Ihnen, Frau Ministerin, diese Gesetzeslage nun bereinigt worden ist. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Flugrettung ist etwas, das auch ein weiteres, doch nicht zu vernachlässigendes persönliches Risiko für alle Beteiligten bedeutet – ich weiß, wovon ich spreche. Meine Frau ist in jüngeren Jahren als Intensivmedizinerin auch mit der Flugrettung geflogen. Irgendwie war bei mir immer ein bisschen die Sorge mit dabei, deshalb möchte ich ein ausdrückliches Danke an die Pilotinnen und Piloten, die Rettungssanitäterinnen, Rettungssanitäter und die ärztlichen Kolleginnen und Kollegen sagen, die diese segensreiche Aufgabe auf sich nehmen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bitte um breite Zustimmung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinne brauchen wir einen starken Schulterschluss und aktive Maßnahmen, die noch sichtbarer sind, um Verständnis für die Probleme der Pendlerinnen und Pendler zu erreichen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir erleben derzeit durchaus problematische Situationen im Bereich der ÖBB, teilweise eine Überfrachtung der Trassen. Auch die Privaten haben nicht die Steigerung der Gütermengen erleben können, wie wir sie uns gewünscht hätten. Ich finde, da ist noch einiges zu tun. Es gibt eigentlich keinen Grund, das liegen zu lassen. Gehen wir es an!, das wäre mein Appell. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das sind viele Herausforderungen, deren Umsetzung leider oftmals an den Mitgliedstaaten und deren Eisenbahnen scheitert. Für mich ist das sehr, sehr schade. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Damit das klar ist: Ja, das Problem lässt sich nur auf europäischer Ebene lösen – ich fordere allerdings ein, dass die Bundesregierung die treibende Kraft sein muss, damit dieses Zukunftsprojekt gelingen möge. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bitte Sie inständig, dass Sie da wirklich auf die Tube drücken, dass Sie das auch einfordern und nicht nur Gespräche führen.– Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Einwallner: Ministerin ist keine da, oder?
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Haftungsrechts-Änderungsgesetz – das klingt ein bisschen sperrig, ist aber in Wirklichkeit etwas ganz Großartiges. Was wir hier machen, ist etwas ganz Seltenes, denn wir ändern das Allgemeine bürgerliche Gesetzbuch. (Abg. Einwallner: Ministerin ist keine da, oder?) Das ist nicht alltäglich und das ist auch etwas, das man immer mit besonderer Sorgfalt machen muss, weil dieses Gesetzeswerk die Basis unseres Zivilrechts bildet.
Abg. Einwallner: Wo ist die Ministerin?
Darin gibt es einen Teil, der sich mit Haftungsrecht, also mit Schadenersatz, beschäftigt. (Abg. Einwallner: Wo ist die Ministerin?) Da gibt es einen Grundsatz, der besagt: Wenn mir ein Schaden passiert, dann bin ich grundsätzlich selbst dafür verantwortlich. Ich muss diesen Schaden tragen, es sei denn, es ist jemand anderer dafür verantwortlich, es hat mir jemand diesen Schaden schuldhaft zugefügt. Das ist das Grundprinzip beim Schadenersatzrecht, und da gibt es dann einige Spezialbestimmungen, die in bestimmten Sonderfällen gesonderte Regelungen erwirken. (Abg. Einwallner: Wo ist die Bundesministerin für Justiz? – Ruf bei den Grünen: Im Lift! Im Lift ist sie!)
Abg. Einwallner: Wo ist die Bundesministerin für Justiz? – Ruf bei den Grünen: Im Lift! Im Lift ist sie!
Darin gibt es einen Teil, der sich mit Haftungsrecht, also mit Schadenersatz, beschäftigt. (Abg. Einwallner: Wo ist die Ministerin?) Da gibt es einen Grundsatz, der besagt: Wenn mir ein Schaden passiert, dann bin ich grundsätzlich selbst dafür verantwortlich. Ich muss diesen Schaden tragen, es sei denn, es ist jemand anderer dafür verantwortlich, es hat mir jemand diesen Schaden schuldhaft zugefügt. Das ist das Grundprinzip beim Schadenersatzrecht, und da gibt es dann einige Spezialbestimmungen, die in bestimmten Sonderfällen gesonderte Regelungen erwirken. (Abg. Einwallner: Wo ist die Bundesministerin für Justiz? – Ruf bei den Grünen: Im Lift! Im Lift ist sie!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesministerin Zadić betritt den Saal. – Abg. Martin Graf – in Richtung Abg. Prammer –: Können Sie das noch einmal wiederholen? Die Frau Bundesministerin hat nichts mitgekriegt!
Ich denke, wir haben hiermit ein gutes Gesetz geschaffen, eine faire Lösung für Menschen und für Bäume. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Bundesministerin Zadić betritt den Saal. – Abg. Martin Graf – in Richtung Abg. Prammer –: Können Sie das noch einmal wiederholen? Die Frau Bundesministerin hat nichts mitgekriegt!)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin – weil Sie hier sitzen –, Innsbruck hat einen grünen Bürgermeister und böse Zungen behaupten, seit es den grünen Bürgermeister gibt, gibt es mehr Baumschläge als davor. Ich hoffe, dass dieses Gesetz dazu beiträgt, dass in Innsbruck mehr Bäume überleben werden, und daher werden wir dieser Änderung der Haftungsregelung zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dementsprechend werden wir dieser Novellierung auch zustimmen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Frau Bundesministerin, danke, dass wir diese Diskussionen auch mit Ihrem Haus führen durften, sodass wir jetzt diese, wie ich glaube, sehr saubere Lösung gefunden haben – eben mit dem Maßstab Eigenverantwortung, aber auf der anderen Seite auch mit Rechtssicherheit für alle, die in Österreich Bäume halten und dafür verantwortlich sind. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall und Bravoruf bei den NEOS. – Abg. Krainer: Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen!
Dementsprechend glaube ich, dass es eine gute Lösung ist, die da gefunden wurde, und dementsprechend werden wir auch zustimmen. (Beifall und Bravoruf bei den NEOS. – Abg. Krainer: Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen!)
Abg. Wurm: Bäume wachsen doch in den Himmel!
Bundesministerin für Justiz Dr. Alma Zadić, LL.M.: Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Es ist mir wirklich eine besondere Freude, denn wie ich jetzt den Debattenbeiträgen der Vorredner:innen entnehmen kann, wird es ja hoffentlich ein einstimmiger Beschluss des Nationalrates, und das ist wirklich eine große Sache, gerade in diesem wichtigen Punkt, denn ja, wir haben sie endlich – und es hat länger gedauert, aber wir haben sie. Wir haben endlich eine Regelung, wie mit Bäumen umzugehen ist, und zwar mit Bäumen außerhalb des Waldes. (Abg. Wurm: Bäume wachsen doch in den Himmel!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Steinacker und Salzmann
Das ist eine wesentliche Verbesserung für alle Baumhalter, und ich gehe davon aus, dass es sogenannte Angstschnitte, die in Ballungszentren jetzt immer wieder vorkommen, nicht mehr geben wird, dass diese endlich der Vergangenheit angehören (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Steinacker und Salzmann), und das ist, glaube ich, ein Meilenstein!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl: Ein Baum, der liegt, steht nicht mehr auf! Eine alte Weisheit ...!
Meine Damen und Herren, ich freue mich wirklich sehr, dass uns eine Einigung gelungen ist. Dass das Ganze auch einstimmig beschlossen wird, ist wirklich ein schöner Erfolg für den Baumschutz. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Hörl: Ein Baum, der liegt, steht nicht mehr auf! Eine alte Weisheit ...!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Salzmann.
Bewohner zu unterstützen und die Lebensqualität zu erhalten. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Salzmann.)
Abg. Hörl: Das ist wie beim französischen Wein! Wie beim Bordeaux!
Klima, Wohlfahrtswirkung, Schatten, Verdunstung: All das hört man oft. Darüber hinaus wird ein Baum aber auch umso wertvoller, je älter er wird, weil er genau dann Funktionen übernehmen kann, die ein junger Baum so nicht haben kann. (Abg. Hörl: Das ist wie beim französischen Wein! Wie beim Bordeaux!) – Wie Bordeaux, sagt unser lieber Kollege Hörl. – Dementsprechend ist immer auch abzuwägen, welche Pflegemaßnahmen es braucht, welche Kenntnis von Bäumen man braucht, um diese in zunehmendem Alter und bei zunehmender Knorrigkeit entsprechend zu pflegen und zu erhalten.
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte, weil von Kollegin Yildirim Kritik kam, darauf zweifach antworten. Erstens: In Innsbruck gibt es eine sehr detaillierte Baumerhebung. Von 25 000 Bäumen sind 220 aus Sicherheitsgründen entfernt worden und 250 neu gepflanzt worden. Es lohnt sich, diese Bilanz natürlich kritisch zu sehen, aber es wird darauf geschaut, dass mehr Bäume neu gepflanzt werden. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte die Wiener Bauordnung positiv hervorheben. Die Wiener Bauordnung hat den Schutz von Bäumen und die Vorgaben betreffend das Pflanzen von Bäumen verbessert und verstärkt. Je fünf Parkplätze ist ein großkroniger Baum zu pflanzen. Das ist ein großer Schritt, und ich gratuliere der Stadt Wien zu dieser Initiative für den Baumschutz. Wir brauchen in allen Städten Baumschutzgesetze. Es gibt in Österreich leider derzeit noch viel zu wenige, aber die Sicherheit wird mit dem heute vorliegenden Gesetzentwurf ein Stück weit besser geregelt. Das ist ein starkes Signal für mehr Bäume und mehr Lebensqualität in den Städten – dafür heute vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Ein Problem, das die privaten Eigentümer trifft, ist die Frage der Haftung, die heute schon angesprochen wurde, wenn es zum Umstürzen eines Baumes oder zum Herabfallen von Ästen kommt und etwas passiert. Wir, der Gesetzgeber, werden nun mit einer neuen Bestimmung im ABGB diese Haftung lockern. Es kommt in diesem Fall zu einer Beweislastumkehr: Der oder die Geschädigte muss dann eine grobe Fahrlässigkeit des Baumhalters nachweisen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ziel ist, dass in Zukunft weniger rigorose Rückschnitte und weniger rigorose Rodungen erfolgen, also mehr Baumpracht erhalten bleibt. Das ist eine sehr sinnvolle Maßnahme. Wir werden dieser Regelung daher auch zustimmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Ein drittes?
Dann gibt es noch einen Trend, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Ich habe das gegenüber den jeweils zuständigen Ministern seit 2018 zur Sprache gebracht: Immer mehr Personen verwenden die Bildungskarenz als Verlängerung der Elternkarenz. Da kann man einfach noch ein Jahr länger zu Hause bleiben. Das haben Unternehmen als Marktlücke entdeckt und auch genauso beworben: Verlängere deine Babykarenz um ein Jahr! Bleib ein drittes Jahr zu Hause! (Abg. Belakowitsch: Ein drittes?) Dann vereinbaren diese Leute mit dem Arbeitgeber statt des Wiedereintritts nach der Karenz eine Bildungskarenz und lassen sich ein drittes Jahr zu Hause zahlen. – Dafür war das Instrument nicht gedacht.
Beifall bei den NEOS.
Dann gibt es natürlich Menschen, die optimieren. Schuld sind bitte nicht die Menschen, die das in Anspruch nehmen; schuld sind immer jene, die schlechte Gesetze schnitzen. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Belakowitsch: Was? – Abg. Hörl: Ja, Gott sei Dank!
Die Menschen optimieren, weil sie schlau sind und weil der Homo ein Homo oeconomicus und nicht ein Homo Sozi ist. (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Belakowitsch: Was? – Abg. Hörl: Ja, Gott sei Dank!) Sie denken: Wie kann ich mein Leben optimieren? – Dann verstehen sie: Aha! Ich nehme das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld für ein Jahr, nehme im zweiten Jahr Bildungskarenz und bin zwei Jahre zu Hause; und da bekomme ich viel mehr Geld, als wenn ich von vornherein das zweijährige Kinderbetreuungsgeld nähme. (Abg. Belakowitsch: Ja!) Die Menschen optimieren, aber sie optimieren auf Kosten der anderen, und das war nicht der Plan bei der Einführung der Bildungskarenz.
Abg. Belakowitsch: Ja!
Die Menschen optimieren, weil sie schlau sind und weil der Homo ein Homo oeconomicus und nicht ein Homo Sozi ist. (Heiterkeit bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Belakowitsch: Was? – Abg. Hörl: Ja, Gott sei Dank!) Sie denken: Wie kann ich mein Leben optimieren? – Dann verstehen sie: Aha! Ich nehme das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld für ein Jahr, nehme im zweiten Jahr Bildungskarenz und bin zwei Jahre zu Hause; und da bekomme ich viel mehr Geld, als wenn ich von vornherein das zweijährige Kinderbetreuungsgeld nähme. (Abg. Belakowitsch: Ja!) Die Menschen optimieren, aber sie optimieren auf Kosten der anderen, und das war nicht der Plan bei der Einführung der Bildungskarenz.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stark.
Ich kann verstehen, dass Menschen eine Pause machen, dass sie sagen: Ich nehme mir eine Auszeit! Dann sollen aber bitte diese gut verdienenden Akademiker, um die es da oft geht, mit ihrem Arbeitgeber von mir aus ein Sabbatical vereinbaren. Das kann man. Es ist aber nicht fair, zu sagen: Ich nehme eine Bildungskarenz und lasse die kleinen Arbeiterinnen und Arbeiter mit ihren Arbeitslosenversicherungsbeiträgen meine Freizeit zahlen. – Das ist nicht richtig. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Stark.)
Beifall bei den NEOS.
Man kann aber noch weiter optimieren. Wenn man nämlich danach an die Uni geht, ein Unistudium macht, dann hat man zum Beispiel drei Jahre gearbeitet, geht ein Jahr in Bildungskarenz und hat dann vier Jahre – die Bildungskarenz zählt nämlich auch als Arbeitszeit für das Selbsterhalterstipendium auf der Uni. Dann hat die Person drei Jahre gearbeitet, war ein Jahr in Bildungskarenz, hat damit die ersten zwei Semester absolviert, und die nächsten vier Jahre bis zum Master zahlen wir dann mit dem Selbsterhalterstipendium. Drei Jahre hackeln, fünf Jahre auf öffentliche Kosten: Ist das nicht toll? – Und die Grünen verteidigen das. Ja, es gibt in der ÖVP ein paar, die es kritisieren, aber die Grünen machen denen, die die öffentlichen Kassen ausräumen, die Mauer. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Eh nicht!
Es ist ja nicht so, dass die Verantwortlichen das nicht sähen. Die von der roten Seite besetzte Vorständin des AMS, Frau Draxl, beispielsweise sagt, „Bildungskarenz sollte nicht verlängerte Elternkarenz sein“. (Abg. Belakowitsch: Eh nicht!) Es hat sich aber bis in die SPÖ-Fraktion noch nicht durchgesprochen, dass das aus arbeitsmarktpolitischer Sicht eigentlich keine gescheite Maßnahme ist. Wir kaufen damit ja in Zeiten des Arbeitskräftemangels hoch qualifizierte, junge Akademiker aus dem Arbeitsmarkt heraus, damit die ein Jahr zu Hause bleiben; und die fehlen auf dem Arbeitsmarkt und haben eine längere Pause in der Erwerbsbiographie, was das Lebenseinkommen senkt.
Beifall bei den NEOS.
Dann kommt noch dazu, dass sich das AMS manchmal nicht ans Gesetz hält. Im Gesetz steht nämlich, dass die Länge der Bildungskarenz der Dauer der Weiterbildungsmaßnahme entsprechen muss. Tatsächlich kann man aber auch ein Unistudium beginnen und einfach die ersten zwei Semester in Bildungskarenz sein. Wenn man aber einen Bachelor irgendwo auf der Uni macht, dauert der drei Jahre, und das AMS darf dann eigentlich gar nicht die ersten zwei Semester in Bildungskarenz ermöglichen – macht es aber, gesetzwidrig. Das ist jedem wurscht, jedem Minister, dem ich das in einer Anfrage geschrieben habe: Gesetzesbruch ist doch in Österreich egal; wenn die Verantwortlichen im AMS die richtige Farbe haben, dann dürfen sie alles machen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist nicht der Sinn der Arbeitslosenversicherung, das ist nicht der Sinn der Beiträge, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen, und daher gehört da ein Riegel vorgeschoben und die Bildungskarenz auf jene beschränkt, die es auf dem Arbeitsmarkt dringend brauchen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und NEOS.
Daher sollten wir gemeinsam wieder den Fokus verändern, das Instrument überdenken, neu gestalten, um sicherzustellen, dass wir das Ziel, das wir ursprünglich hatten, nicht aus den Augen verlieren und wieder in den Fokus stellen, nämlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterzubilden, zu unterstützen. Von dieser Idee profitieren wie gesagt nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Unternehmer. (Beifall bei ÖVP und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und NEOS.
Drittens sollten auch Evaluierung und Transparenz ein Anreiz sein. Es braucht neue Ansätze zum Antrag bis hin zu einer klaren Definition der Maßnahme. Ein detailliertes Antragsformular und mehr soziodemografische Daten zu den Antragstellern würden eine bessere Evaluierung dieses Instruments ermöglichen. Wir müssen sicherstellen, dass die Bildungskarenz tatsächlich zur Weiterbildung führt und nicht als Auszeit mit Freizeitfaktor gesehen wird. (Beifall bei ÖVP und NEOS.) Daher bin ich überzeugt, dass Transparenz auch der Schlüssel dafür ist, die Nachhaltigkeit zu messen.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Loacker.
ich gehe davon aus, dass wir alle das gleiche Interesse daran haben, dass wir Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen höherqualifizieren, dass sie auch die Chancen haben, bessere Bezahlungen zu bekommen und einen Job nachhaltig behalten zu können. Dieses Ziel sollten wir nicht aus den Augen verlieren. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Loacker.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Ottenschläger: Das war eine gute Rede!
Wenn wir diese Verbesserungen umsetzen, werden wir die Aufgabe der Bildungskarenz wieder stärken. Lassen wir uns hier gemeinsam etwas einfallen und setzen wir neue Ansätze, um die Bildungskarenz wieder dorthin zu bringen, wo sie auch ihren Ursprung hatte! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Ottenschläger: Das war eine gute Rede!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Josef Muchitsch (SPÖ): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich darf zu Beginn im Auftrag unseres Abgeordneten Dietmar Keck recht herzlich den Pensionistenverband Spallerhof bei Linz begrüßen – herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, die Kombination Babypause mit anschließender Bildungskarenz ist da. Dafür gibt es aber eine Ursache, und das wird halt leider auch verschwiegen. Wen man sagt, die Frauen nehmen das so stark in Anspruch, dann ist das nach der Statistik richtig, aber es hat eine Ursache. Die Ursache ist, dass halt viele Frauen das in Anspruch nehmen, um die Kinderbetreuung zu Hause zu verlängern, weil es in Österreich nicht ausreichend Kinderbetreuungsplätze gibt. Das ist auch eine Ursache dafür, dass viele sich dieses Instruments bedienen – das muss man auch einmal erwähnen. Deswegen sind flächendeckende Kinderbetreuungseinrichtungen so wichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Sind eh ganz wenige ...!
Vielleicht ist es dann auch eine Möglichkeit und eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Vielleicht ist es eine Chance, dass die ewig diskutierte Mangelberufsliste, die immer nur länger und länger wird, einmal kürzer wird. Vielleicht ist es auch eine Chance, dass wir in Österreich nicht so viele Rot-Weiß-Rot-Karten brauchen, weil wir jenen Menschen in diesem Land eine Chance geben, die sich eben höher- und weiterqualifizieren wollen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hörl: Sind eh ganz wenige ...!)
Abg. Heinisch-Hosek: Das Karenzgeld ist weg – Kinderbetreuungsgeld!
sagen (Abg. Heinisch-Hosek: Das Karenzgeld ist weg – Kinderbetreuungsgeld!): Ja, Mütter wollen eben länger bei ihren Kindern bleiben. Es ist nicht das Ziel der Mütter, die Kinder sofort nach der Geburt wegzugeben.
Beifall bei der FPÖ
Da muss ich Kollegen Loacker massiv widersprechen, der sagt, da würden dann die jungen, hoch qualifizierten Frauen vom Arbeitsmarkt abgezogen. – Ja, soll so sein, dann sind sie bei ihren Kindern! Na bestens, etwas Besseres kann unserer Gesellschaft doch gar nicht passieren (Beifall bei der FPÖ), als dass gut ausgebildete junge Frauen bei ihren Kindern bleiben (Abg. Erasim: In welcher Welt leben Sie?), dass die Mütter ihre Kinder selbst aufziehen. Das ist doch für die Gesellschaft das Plus überhaupt. (Abg. Erasim: Das sind ja keine Gansln zum Stopfen!)
Abg. Erasim: In welcher Welt leben Sie?
Da muss ich Kollegen Loacker massiv widersprechen, der sagt, da würden dann die jungen, hoch qualifizierten Frauen vom Arbeitsmarkt abgezogen. – Ja, soll so sein, dann sind sie bei ihren Kindern! Na bestens, etwas Besseres kann unserer Gesellschaft doch gar nicht passieren (Beifall bei der FPÖ), als dass gut ausgebildete junge Frauen bei ihren Kindern bleiben (Abg. Erasim: In welcher Welt leben Sie?), dass die Mütter ihre Kinder selbst aufziehen. Das ist doch für die Gesellschaft das Plus überhaupt. (Abg. Erasim: Das sind ja keine Gansln zum Stopfen!)
Abg. Erasim: Das sind ja keine Gansln zum Stopfen!
Da muss ich Kollegen Loacker massiv widersprechen, der sagt, da würden dann die jungen, hoch qualifizierten Frauen vom Arbeitsmarkt abgezogen. – Ja, soll so sein, dann sind sie bei ihren Kindern! Na bestens, etwas Besseres kann unserer Gesellschaft doch gar nicht passieren (Beifall bei der FPÖ), als dass gut ausgebildete junge Frauen bei ihren Kindern bleiben (Abg. Erasim: In welcher Welt leben Sie?), dass die Mütter ihre Kinder selbst aufziehen. Das ist doch für die Gesellschaft das Plus überhaupt. (Abg. Erasim: Das sind ja keine Gansln zum Stopfen!)
Abg. Erasim: Aufziehen sagt aber auch niemand!
Ich weiß ja nicht, welche Probleme Sie da drüben haben, aber die müssen enorm sein, wenn Sie hier von irgendwelchen Gänsen sprechen. (Abg. Erasim: Aufziehen sagt aber auch niemand!) Ich meine, wir reden gerade über Menschenkinder, über Säuglinge, über kleine und Kleinstkinder, die Frauen gerne selbst aufziehen wollen. Das ist der Wunsch junger Mütter. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich weiß ja nicht, welche Probleme Sie da drüben haben, aber die müssen enorm sein, wenn Sie hier von irgendwelchen Gänsen sprechen. (Abg. Erasim: Aufziehen sagt aber auch niemand!) Ich meine, wir reden gerade über Menschenkinder, über Säuglinge, über kleine und Kleinstkinder, die Frauen gerne selbst aufziehen wollen. Das ist der Wunsch junger Mütter. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Erasim: Das ist eine Lüge, das stimmt nicht, die Unwahrheit!
erinnert an DDR-Zeiten: Sie werden geboren, sechs Wochen später weg, ab in die Betreuung – das ist Ihr Modell, das ist bekannt (Abg. Erasim: Das ist eine Lüge, das stimmt nicht, die Unwahrheit!), aber das Problem ist, dass das nicht mit den Wünschen der jungen Mütter, die bei ihren Kindern bleiben wollen, kompatibel ist.
Abg. Erasim: Mit Herdprämie, dass die Gewalt noch mehr steigt! Wir haben eh so wenig Femizide in Österreich!
Kommen wir zurück zur Bildungskarenz: Wir werden dem Problem nur dann Herr werden, wenn wir tatsächlich die Elternkarenz so reformieren, dass sie den Bedürfnissen gerecht wird, denn sonst werden die jungen Familien weiterhin versuchen, sich das über Umwege so zu verlängern, dass es für sie auch leistbar ist, und das gerade in Zeiten einer massiven Inflation und Teuerungswelle. (Abg. Erasim: Mit Herdprämie, dass die Gewalt noch mehr steigt! Wir haben eh so wenig Femizide in Österreich!)
Abg. Erasim: Ja, schrecklich!
Da können Sie von der SPÖ weiter dazwischen schreien. Wien ist ja der Hotspot der Teuerung, und da gibt es ja die Ideen, dass es ab dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gibt. (Abg. Erasim: Ja, schrecklich!) Gerade dass Sie nicht noch die Pflicht fordern, das ist ja das Zweite – das ist Ihre Ideologie, die ist aber nicht mehrheitsfähig. Gott sei Dank wollen viele Eltern ihre Kinder selbst betreuen. (Abg. Erasim: Sie reden immer nur von den Müttern, nie von den Vätern!)
Abg. Erasim: Sie reden immer nur von den Müttern, nie von den Vätern!
Da können Sie von der SPÖ weiter dazwischen schreien. Wien ist ja der Hotspot der Teuerung, und da gibt es ja die Ideen, dass es ab dem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gibt. (Abg. Erasim: Ja, schrecklich!) Gerade dass Sie nicht noch die Pflicht fordern, das ist ja das Zweite – das ist Ihre Ideologie, die ist aber nicht mehrheitsfähig. Gott sei Dank wollen viele Eltern ihre Kinder selbst betreuen. (Abg. Erasim: Sie reden immer nur von den Müttern, nie von den Vätern!)
Beifall bei der FPÖ.
Viele Arbeitnehmer wollen gerne Bildungskarenz in Anspruch nehmen, weil sie sich weiterbilden wollen, daher müssen wir beide Systeme erhalten, beide Systeme evaluieren, verbessern, wo Fehler sind, diese auch ausbessern. Ich glaube, dann haben wir ein gutes Weiterbildungssystem, das vom AMS bezahlt wird, denn es ist nicht Aufgabe des AMS und der Arbeitslosenversicherung, Elternkarenz zu finanzieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinacker: Na ja, es gibt schon einen Rechnungshofbericht dazu!
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher! Das Thema Bildungskarenz ist ein Thema, das alle paar Jahre wieder aufpoppt, und eigentlich geht es immer so ziemlich um das Gleiche und dasselbe. (Abg. Steinacker: Na ja, es gibt schon einen Rechnungshofbericht dazu!)
Abg. Loacker: Was haben wir jetzt gerade? Arbeitskräftemangel!
Es hat insbesondere in den letzten Jahren einen starken Anstieg gegeben, und man muss jetzt kein besonderer Raketenwissenschafter sein, um zu erkennen, warum das so war: Wir haben Krisenjahre gehabt, wir haben die Covid-Krise gehabt, in der viele Menschen von Arbeitslosigkeit bedroht waren, in der sie teilweise lieber in die Bildungskarenz gegangen sind, die Zeit auch genutzt haben, um sich weiterzuqualifizieren, sich weiterzubilden, sich umzuschulen. Fragen Sie beim AMS nach, das ist dort regelmäßig passiert. Natürlich ist die Bildungskarenz auch ein Kriseninstrument – ja, es ist so, das muss man auch ehrlicherweise so sagen. (Abg. Loacker: Was haben wir jetzt gerade? Arbeitskräftemangel!)
Zwischenruf der Abg. Graf. – Abg. Loacker: ... Englischkurs und sitzen in Hawaii!
Bildungskarenz machen, die eine Ausbildung machen, haben wir auf einmal ein Problem damit. (Zwischenruf der Abg. Graf. – Abg. Loacker: ... Englischkurs und sitzen in Hawaii!)
Ruf bei der ÖVP: Es gibt einen sehr spannenden Rechnungshofbericht dazu!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, nein, ich habe damit kein Problem, es tut mir aufrichtig leid. (Ruf bei der ÖVP: Es gibt einen sehr spannenden Rechnungshofbericht dazu!) Ich finde es sogar sehr vorteilhaft, wenn möglichst viele Menschen in Bildungsmaßnahmen sind.
Abg. Loacker: ... verdienen weniger ...! ... AMS-Studie lesen!
Das sind Leute, die ihre Matura nachmachen, das sind Leute, die ein Studium nachholen, die ihren Studienabschluss nachmachen, das sind Leute, die sich weiter-, zusätzlich qualifizieren wollen, damit sie mehr Einkommen haben, damit sie mehr Chancen im Betrieb haben, damit sie im Betrieb aufsteigen. (Abg. Loacker: ... verdienen weniger ...! ... AMS-Studie lesen!) Ja, das sind Abertausende, und Abertausende derartige Karrieren gibt es. Schau einfach einmal im Bericht des AMS aus dem Jahr 2019 (ein Exemplar des genannten Berichtes in die Höhe haltend) nach, da wirst du einiges darüber lesen.
Beifall bei den Grünen.
Ehrlich gesagt: Die Leute, die diese Erwerbskarrieren, diese Bildungskarrieren gemacht haben, haben sich diesen Umgang und diese mangelnde Wertschätzung schlichtweg nicht verdient. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zweites Vorurteil, das immer wieder gekommen ist: Das bringt nichts, ist ineffizient, führt zu nichts! – Im Rechnungshofbericht selber steht drinnen, dass ein Drittel all jener, die in Bildungskarenz gegangen sind, im ersten Jahr nach der Bildungskarenz mehr verdient. Und nach drei Jahren sind es über 50 Prozent, die mehr verdienen. Im Rechnungshofbericht steht ebenso drinnen, dass 75 Prozent derjenigen, die in Bildungskarenz gegangen sind, nach dem ersten Jahr nach der Bildungskarenz nach wie vor in Beschäftigung sind. Das ist in Wirklichkeit, wenn man sich alle arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen anschaut, sogar eine ziemlich sinnvolle, eine ziemlich erfolgreiche arbeitsmarktpolitische Maßnahme. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage aber schon, womit ich ein gröberes Problem habe: Ein gröberes Problem habe ich damit, wenn man die Diskussion über die Bildungskarenz darüber führt, den Leuten Barrieren aufzubauen, es ihnen schwerer zu machen, ihnen den Zugang zur Bildungskarenz zu erschweren, in Wirklichkeit Perspektiven abzubauen, statt Perspektiven zu geben und letztlich massiv einzusparen in einem Bereich, in dem es für mich kein Sparen geben kann. Dafür stehen wir nicht zur Verfügung. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Koza: Weil sie richtig ist!
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Kollege Koza, ich habe jetzt die ganze Zeit darüber nachgedacht, warum die Grünen so sehr gegen eine Reform der Bildungskarenz sind. (Abg. Koza: Weil sie richtig ist!) Ich denke, Sie können Studien lesen, Sie verstehen hoffentlich Studien. Aber wenn Sie glauben, dass die Bildungskarenz ein Kriseninstrument ist oder für eine Phase der Umorientierung gedacht ist (Abg. Koza: Auch!), dann haben Sie nicht verstanden, wofür die Bildungskarenz überhaupt entwickelt wurde. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Koza: Ich verstehe es relativ gut, glauben Sie mir! Ich bin ein Realist!)
Abg. Koza: Auch!
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Kollege Koza, ich habe jetzt die ganze Zeit darüber nachgedacht, warum die Grünen so sehr gegen eine Reform der Bildungskarenz sind. (Abg. Koza: Weil sie richtig ist!) Ich denke, Sie können Studien lesen, Sie verstehen hoffentlich Studien. Aber wenn Sie glauben, dass die Bildungskarenz ein Kriseninstrument ist oder für eine Phase der Umorientierung gedacht ist (Abg. Koza: Auch!), dann haben Sie nicht verstanden, wofür die Bildungskarenz überhaupt entwickelt wurde. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Koza: Ich verstehe es relativ gut, glauben Sie mir! Ich bin ein Realist!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Koza: Ich verstehe es relativ gut, glauben Sie mir! Ich bin ein Realist!
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Herr Präsident! Frau Minister! Herr Kollege Koza, ich habe jetzt die ganze Zeit darüber nachgedacht, warum die Grünen so sehr gegen eine Reform der Bildungskarenz sind. (Abg. Koza: Weil sie richtig ist!) Ich denke, Sie können Studien lesen, Sie verstehen hoffentlich Studien. Aber wenn Sie glauben, dass die Bildungskarenz ein Kriseninstrument ist oder für eine Phase der Umorientierung gedacht ist (Abg. Koza: Auch!), dann haben Sie nicht verstanden, wofür die Bildungskarenz überhaupt entwickelt wurde. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Koza: Ich verstehe es relativ gut, glauben Sie mir! Ich bin ein Realist!)
Abg. Maurer: Drei Viertel Frauen! Das ist unlogisch, Frau Kollegin!
Die Grünen stehen doch immer dafür ein – wofür auch wir kämpfen –, dass sich die Frauenaltersarmut verringert, aber wenn jemand lange in Karenz ist und dann anschließend noch in Bildungskarenz geht - - (Abg. Maurer: Drei Viertel Frauen! Das ist unlogisch, Frau Kollegin!) – Das verlängert sich, das ist so, dazu gibt es Zahlen, das hat langfristige Auswirkungen auf das Lebenserwerbseinkommen von Frauen. Das ist so. Lesen Sie den IHS-Bericht! Den gibt es, der ist öffentlich zugänglich. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die Grünen stehen doch immer dafür ein – wofür auch wir kämpfen –, dass sich die Frauenaltersarmut verringert, aber wenn jemand lange in Karenz ist und dann anschließend noch in Bildungskarenz geht - - (Abg. Maurer: Drei Viertel Frauen! Das ist unlogisch, Frau Kollegin!) – Das verlängert sich, das ist so, dazu gibt es Zahlen, das hat langfristige Auswirkungen auf das Lebenserwerbseinkommen von Frauen. Das ist so. Lesen Sie den IHS-Bericht! Den gibt es, der ist öffentlich zugänglich. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Koza: Bildungspartei NEOS!
Man kann sich alles schönreden und sagen, das stimmt ja alles nicht. Vor allem dürften die Grünen ihren Qualitätsanspruch aufgegeben haben – ihnen ist wichtig, dass man eine Fortbildung macht, egal, ob sie Sinn macht oder nicht. Man will nicht einmal schauen, ob es eigentlich etwas genützt hat, was die Leute da gemacht haben, ob ein Yogakurs oder irgendein anderer Kurs, den man online macht und wo nicht einmal eine Prüfung abgelegt werden muss, überhaupt sinnvoll ist. Ich finde es schade, dass die Grünen mittlerweile so wenig Anspruch an diese Qualität haben. Das ist echt sehr, sehr traurig. (Abg. Koza: Bildungspartei NEOS!)
Abg. Koza: Ihr wollt in der Arbeitsmarktpolitik immer kürzen! Das ist nichts Neues!
Das ist vor allem schade vor dem Hintergrund, dass es endlich einmal eine Situation gibt, in der der zuständige Minister sagt, ich würde gerne was ändern oder ich bin gerade dabei, etwas zu ändern. Die Länder haben ihn aufgefordert: Mach doch was! Und dann stehen die Grünen hier und sagen: Dafür sind wir nicht zu haben. (Abg. Koza: Ihr wollt in der Arbeitsmarktpolitik immer kürzen! Das ist nichts Neues!)
Beifall bei den NEOS
Diese Situation würde ich mir gerne einmal im Bildungsbereich wünschen (Beifall bei den NEOS), dass der Bildungsminister sagt: Ich bin bereit, eine Reform anzugehen!, und die Länder sagen: Genau, mach endlich einmal was! – Passiert nie.
Beifall bei den NEOS.
Also: Hören Sie doch auf! Schauen Sie sich die Zahlen an! Machen wir doch etwas Gescheites aus diesem Instrument, damit etwas daraus wird, dass die schlecht und wenig Qualifizierten etwas davon haben – aber nicht die Frauen, die ihre Elternkarenz damit noch weiter verlängern wollen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Frau Minister und geschätzte Bürgerinnen und Bürger! Sie sehen da eine Gesetzesänderung, die absolut Sinn macht, die aus der Praxis kommt und die in der Praxis dann sinnvoll wirken soll und zu der eine ganz breite, nämlich einhellige Zustimmung im Haus herrscht. Sie sehen, dass das, was wir hier im Parlament machen, für alle Bürgerinnen und Bürger sinnvoll ist. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Das ist eine Gesetzesmaterie, die wir unbedingt brauchen, die eigentlich spannend ist und die vor allem für die Gemeinden und Städte wichtig ist. Ich möchte mich bei allen, die mitgeholfen haben – bei den Ministerien, aber genauso beim Gemeindebund –, recht herzlich für die Mitarbeit bedanken. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Ich bitte Sie, diesem Antrag samt dem Abänderungsantrag zuzustimmen. – Danke schön. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Ministerin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren der Pensionist:innengruppe der Gewerkschaft PRO-GE, in Begleitung des Metallerchefs Reinhold Binder, herzlich willkommen im Hohen Haus! (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ
Ein Teil davon betrifft das Jugendgerichtsgesetz – und weil ich, bevor ich hier ans Rednerpult getreten bin, geschaut habe: Zu solch einem Thema haben sich interessanterweise fünf FPÖ-Abgeordnete zu je 5 Minuten zu Wort gemeldet. Interessant! Könnte das damit zusammenhängen, dass Sie jetzt im Wahlkampf diese Gruppe beziehungsweise das Thema der Jugendkriminalität für sich entdeckt haben (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ) und hier Szenarien zeichnen (Zwischenruf des Abg. Kaniak), Verunsicherung schüren, statt eine Lösung der Probleme, mit denen wir es zu tun haben, aufzuzeigen? (Abg. Schrangl: Sie regen sich darüber auf, dass wir zu einem Gesetz sprechen? Das mache ich das nächste Mal auch, wenn die SPÖ zum Thema Wohnen spricht!)
Zwischenruf des Abg. Kaniak
Ein Teil davon betrifft das Jugendgerichtsgesetz – und weil ich, bevor ich hier ans Rednerpult getreten bin, geschaut habe: Zu solch einem Thema haben sich interessanterweise fünf FPÖ-Abgeordnete zu je 5 Minuten zu Wort gemeldet. Interessant! Könnte das damit zusammenhängen, dass Sie jetzt im Wahlkampf diese Gruppe beziehungsweise das Thema der Jugendkriminalität für sich entdeckt haben (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ) und hier Szenarien zeichnen (Zwischenruf des Abg. Kaniak), Verunsicherung schüren, statt eine Lösung der Probleme, mit denen wir es zu tun haben, aufzuzeigen? (Abg. Schrangl: Sie regen sich darüber auf, dass wir zu einem Gesetz sprechen? Das mache ich das nächste Mal auch, wenn die SPÖ zum Thema Wohnen spricht!)
Abg. Schrangl: Sie regen sich darüber auf, dass wir zu einem Gesetz sprechen? Das mache ich das nächste Mal auch, wenn die SPÖ zum Thema Wohnen spricht!
Ein Teil davon betrifft das Jugendgerichtsgesetz – und weil ich, bevor ich hier ans Rednerpult getreten bin, geschaut habe: Zu solch einem Thema haben sich interessanterweise fünf FPÖ-Abgeordnete zu je 5 Minuten zu Wort gemeldet. Interessant! Könnte das damit zusammenhängen, dass Sie jetzt im Wahlkampf diese Gruppe beziehungsweise das Thema der Jugendkriminalität für sich entdeckt haben (Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ) und hier Szenarien zeichnen (Zwischenruf des Abg. Kaniak), Verunsicherung schüren, statt eine Lösung der Probleme, mit denen wir es zu tun haben, aufzuzeigen? (Abg. Schrangl: Sie regen sich darüber auf, dass wir zu einem Gesetz sprechen? Das mache ich das nächste Mal auch, wenn die SPÖ zum Thema Wohnen spricht!)
Ruf bei der FPÖ: Danke!
Sie finden, dass das ein guter Zugang ist, um Probleme zu lösen – es bleibt Ihnen unbenommen. (Ruf bei der FPÖ: Danke!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ
Was mich aber wirklich wundert, ist, dass die ÖVP auch auf diesen Zug aufspringt. Ganz ehrlich, ich möchte das hier an dieser Stelle unterstreichen: Wir verabscheuen jede Form von Gewalt und wir lehnen sie ab, und wir werden auch entschieden dagegen auftreten, mit allen nach dem Rechtsstaatlichkeitsprinzip uns zur Verfügung stehenden Mitteln (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), aber wir werden den Rechtsstaat nicht verlassen, nur weil es Ihnen in Ihrem Wahlkampf jetzt vielleicht nutzen würde. Das tun wir nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was mich aber wirklich wundert, ist, dass die ÖVP auch auf diesen Zug aufspringt. Ganz ehrlich, ich möchte das hier an dieser Stelle unterstreichen: Wir verabscheuen jede Form von Gewalt und wir lehnen sie ab, und wir werden auch entschieden dagegen auftreten, mit allen nach dem Rechtsstaatlichkeitsprinzip uns zur Verfügung stehenden Mitteln (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ), aber wir werden den Rechtsstaat nicht verlassen, nur weil es Ihnen in Ihrem Wahlkampf jetzt vielleicht nutzen würde. Das tun wir nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Ich bin überrascht, dass jetzt auch die ÖVP – im Chor mit der FPÖ – die Herabsetzung der Strafmündigkeit von 14 auf zehn oder zwölf Jahre diskutiert und es Arbeitsgruppen gibt; das hat uns ja gestern wiederum Innenminister Karner bestätigt. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Ich wundere mich deswegen, da vor drei, dreieinhalb Jahren – es ist keine dreieinhalb Jahre her – Abgeordnete Kugler gemeinsam mit Abgeordneter Plakolm und grünen Kolleginnen einen Entschließungsantrag an die Justizministerin gestellt hat – an Sie, Frau Ministerin – und an die Verfassungsministerin Karoline Edtstadler – die jetzt prüfen soll, ob sie sie herabsetzen kann. Und dieser Antrag beinhaltet nicht weniger, als dass sich die Republik beziehungsweise die Mitglieder der Bundesregierung dafür starkmachen sollen, dass innerhalb der EU und darüber hinaus, weltweit, das Strafmündigkeitsalter auf zumindest 14 Jahre angehoben wird. (Ruf bei der SPÖ: Hört! Hört!)
Ruf bei der SPÖ: Hört! Hört!
Ich bin überrascht, dass jetzt auch die ÖVP – im Chor mit der FPÖ – die Herabsetzung der Strafmündigkeit von 14 auf zehn oder zwölf Jahre diskutiert und es Arbeitsgruppen gibt; das hat uns ja gestern wiederum Innenminister Karner bestätigt. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Ich wundere mich deswegen, da vor drei, dreieinhalb Jahren – es ist keine dreieinhalb Jahre her – Abgeordnete Kugler gemeinsam mit Abgeordneter Plakolm und grünen Kolleginnen einen Entschließungsantrag an die Justizministerin gestellt hat – an Sie, Frau Ministerin – und an die Verfassungsministerin Karoline Edtstadler – die jetzt prüfen soll, ob sie sie herabsetzen kann. Und dieser Antrag beinhaltet nicht weniger, als dass sich die Republik beziehungsweise die Mitglieder der Bundesregierung dafür starkmachen sollen, dass innerhalb der EU und darüber hinaus, weltweit, das Strafmündigkeitsalter auf zumindest 14 Jahre angehoben wird. (Ruf bei der SPÖ: Hört! Hört!)
Abg. Lausch: Das haben wir nie gesagt! Nein!
würde Kinder schon ab zehn Jahren in Strafhaft nehmen, was nicht stimmt. (Abg. Lausch: Das haben wir nie gesagt! Nein!) Mit Halbwahrheiten Stimmung erzeugen, Unsicherheit schüren und nicht seriös auf Sicherheitsprobleme eingehen: Das werfe ich Ihnen schon vor, weil es notwendig ist, gerade in einem so wunderschönen und sicheren Land die Sicherheit durch Präventionsarbeit, Integrationsarbeit, Bildungsarbeit auch weiterhin aufrechtzuerhalten, und zwar unter Einhaltung der Rechtsstaatlichkeitsprinzipien. Das ist es. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
würde Kinder schon ab zehn Jahren in Strafhaft nehmen, was nicht stimmt. (Abg. Lausch: Das haben wir nie gesagt! Nein!) Mit Halbwahrheiten Stimmung erzeugen, Unsicherheit schüren und nicht seriös auf Sicherheitsprobleme eingehen: Das werfe ich Ihnen schon vor, weil es notwendig ist, gerade in einem so wunderschönen und sicheren Land die Sicherheit durch Präventionsarbeit, Integrationsarbeit, Bildungsarbeit auch weiterhin aufrechtzuerhalten, und zwar unter Einhaltung der Rechtsstaatlichkeitsprinzipien. Das ist es. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Höfinger: Die Stadt Wien hat wenige Konzepte! – Abg. Lausch: Seien Sie nicht so nervös! ... im Ausschuss waren Sie so nervös!
Damit möchte ich meine Rede beschließen. Wir, die SPÖ, stehen für die Verhinderung von Gewalt, für Opferschutz. Dieser Opferschutz muss ausgebaut werden. Ausbauen! Nicht nur die häusliche Gewalt gehört stärker in den Fokus gerückt, sondern auch die Gewalt im öffentlichen Raum. Dafür haben wir Konzepte, die Sie Tag für Tag, Jahr für Jahr vertagen, anstatt sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. (Abg. Höfinger: Die Stadt Wien hat wenige Konzepte! – Abg. Lausch: Seien Sie nicht so nervös! ... im Ausschuss waren Sie so nervös!)
Abg. Kickl: Nein, da braucht es uns leider nicht dafür!
Sie brauchen aber das Thema, um Ängste zu schüren (Abg. Kickl: Nein, da braucht es uns leider nicht dafür!), um in den Umfragen und bei den Wahlen wieder die Nummer eins zu sein. Das ist unwürdig. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.
Sie brauchen aber das Thema, um Ängste zu schüren (Abg. Kickl: Nein, da braucht es uns leider nicht dafür!), um in den Umfragen und bei den Wahlen wieder die Nummer eins zu sein. Das ist unwürdig. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei der FPÖ.
So weit der Antrag. Der Kern ist – Sie haben es schon richtig verstanden –: Wir sind dafür, dass das Strafmündigkeitsalter auf zwölf Jahre herabgesetzt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: Das stimmt!
Wir haben dieses Thema auch nicht erst heute erkannt und in den Wahlkampf eingeworfen (Abg. Lausch: Das stimmt!), sondern wir haben bereits vor etwa einem Jahr einen Initiativantrag eingebracht, und zwar einen sehr fundierten, über den wir auch schon mindestens zwei Mal im Justizausschuss debattiert haben, weil wir darin eben auch klargemacht haben, was unser Anliegen dabei ist: Wir haben in den letzten Jahren festgestellt – und das hat viel mit der Zuwanderung zu tun –, dass es unmündige Minderjährige gibt, die offensichtlich in ihrer persönlichen Entwicklung und in ihrer Sozialisierung so weit sind, dass sie unglaublich arge Straftaten begehen, und zwar Raub, Mord, Vergewaltigung – ich rede nicht von Kaugummidiebstahl –, und dass die Gesellschaft auf dieses Phänomen reagieren muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben dieses Thema auch nicht erst heute erkannt und in den Wahlkampf eingeworfen (Abg. Lausch: Das stimmt!), sondern wir haben bereits vor etwa einem Jahr einen Initiativantrag eingebracht, und zwar einen sehr fundierten, über den wir auch schon mindestens zwei Mal im Justizausschuss debattiert haben, weil wir darin eben auch klargemacht haben, was unser Anliegen dabei ist: Wir haben in den letzten Jahren festgestellt – und das hat viel mit der Zuwanderung zu tun –, dass es unmündige Minderjährige gibt, die offensichtlich in ihrer persönlichen Entwicklung und in ihrer Sozialisierung so weit sind, dass sie unglaublich arge Straftaten begehen, und zwar Raub, Mord, Vergewaltigung – ich rede nicht von Kaugummidiebstahl –, und dass die Gesellschaft auf dieses Phänomen reagieren muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Yildirim: Es ist Wahlkampf!
Es ist ja interessant, dass die ÖVP das jetzt auch erkannt hat, obwohl wir Ihnen das schon vor einem Jahr vorgelegt haben. (Abg. Yildirim: Es ist Wahlkampf!) Damals haben Sie es weggewischt, und jetzt sind Sie mit Bundeskanzler und zwei Ministern ausgerückt und haben plötzlich gemeint, Sie seien auch für diese Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters. Daher gebe ich Ihnen heute die Chance, hier zu reagieren. Es ist ein ganz einfacher Antrag. Man kann also hier im Rahmen dieses Gesetzes diesem Abänderungsantrag einfach zustimmen, und dann können Sie ja zeigen, ob Sie es ernst meinen.
Beifall bei der FPÖ.
Wie gesagt: Es ist ein wichtiges, ein heikles Thema. Die Gesellschaft muss reagieren können. Wir können nicht sagen, wir schauen weg, weil es irgendwelche ideologischen Scheuklappen gibt, man darf darüber nicht diskutieren. Das ist ein Fehler und vor allem auch unserer Gesellschaft gegenüber völlig unverantwortlich. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: Richtig!
Gestern hatten wir hier im Hohen Haus eine Kurzdebatte zur Jugendkriminalität; jetzt gerade haben wir gehört, dass die Kollegen von der Freiheitlichen Partei einen Abänderungsantrag eingebracht haben. Ja, Herr Kollege Stefan, es ist unerträglich, dass mutmaßliche Vergewaltiger, die die Strafmündigkeit noch nicht erreicht haben, frei herumlaufen und dass unsere Rechtsordnung keine Sanktionen für sie vorsieht. (Abg. Lausch: Richtig!) Die Jugend von heute ist reifer geworden, und wenn Zwölfjährige vergewaltigen, dann sind sie keine Kinder mehr. Ich glaube, in diesem Punkt sind wir uns einig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kickl: Jetzt wird es spannend! – Abg. Lausch: Wie man so umschwenken kann auf unsere Linie!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kickl: Jetzt wird es spannend! – Abg. Lausch: Wie man so umschwenken kann auf unsere Linie!
Gestern hatten wir hier im Hohen Haus eine Kurzdebatte zur Jugendkriminalität; jetzt gerade haben wir gehört, dass die Kollegen von der Freiheitlichen Partei einen Abänderungsantrag eingebracht haben. Ja, Herr Kollege Stefan, es ist unerträglich, dass mutmaßliche Vergewaltiger, die die Strafmündigkeit noch nicht erreicht haben, frei herumlaufen und dass unsere Rechtsordnung keine Sanktionen für sie vorsieht. (Abg. Lausch: Richtig!) Die Jugend von heute ist reifer geworden, und wenn Zwölfjährige vergewaltigen, dann sind sie keine Kinder mehr. Ich glaube, in diesem Punkt sind wir uns einig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kickl: Jetzt wird es spannend! – Abg. Lausch: Wie man so umschwenken kann auf unsere Linie!)
Abg. Lausch: Aber der Koalitionspartner will es nicht!
Es bedarf unbedingt einer breiten Diskussion darüber, einer breiten Debatte über eine allfällige Senkung des Strafmündigkeitsalters von Jugendlichen. Genau aus diesem Grund hat unser Bundeskanzler Karl Nehammer Frau Bundesministerin Edtstadler und Herrn Bundesminister Karner auch beauftragt (Abg. Lausch: Aber der Koalitionspartner will es nicht!), Anpassungen in der Rechtsordnung auszuarbeiten. (Abg. Lausch: Nichts setzen Sie um! Die armen Opfer!)
Abg. Lausch: Nichts setzen Sie um! Die armen Opfer!
Es bedarf unbedingt einer breiten Diskussion darüber, einer breiten Debatte über eine allfällige Senkung des Strafmündigkeitsalters von Jugendlichen. Genau aus diesem Grund hat unser Bundeskanzler Karl Nehammer Frau Bundesministerin Edtstadler und Herrn Bundesminister Karner auch beauftragt (Abg. Lausch: Aber der Koalitionspartner will es nicht!), Anpassungen in der Rechtsordnung auszuarbeiten. (Abg. Lausch: Nichts setzen Sie um! Die armen Opfer!)
Abg. Lausch: Aber 11 000 2023!
Wir wissen aber auch, Herr Kollege Lausch, dass das Senken des Deliktfähigkeitsalters allein keine Straftaten verhindert. (Abg. Lausch: Aber 11 000 2023!) Wir können auch darüber diskutieren, ob Justizvollzugsanstalten der geeignete Ort für jugendliche Straftäter sind. Auch darüber können wir diskutieren.
Abg. Lausch: Richtig!
Wir wissen, dass in vielen Fällen ein durch – ich würde sagen – Zuwanderung importiertes, verändertes Frauenbild das Problem ist. (Abg. Lausch: Richtig!) Genau daher dürfen wir nicht erst dann hinschauen, wenn Straftaten passieren, sondern müssen das schon viel früher tun, nämlich dann, wenn die Menschen über die Landesgrenze kommen. Es wundert mich, dass die Freiheitliche Partei das gar nicht so sieht, sondern jetzt im Abänderungsantrag wirklich nur eine Anlassgesetzgebung fordert und diesen Punkt gänzlich übersieht. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lausch: Sie sagen da was und wissen, Sie können es gar nicht umsetzen,
Ruf bei der FPÖ: Ja, aber ihr kommts nicht zum Tun!
Wir haben einen umfassenderen Zugang zu diesem Punkt. Wir stimmen in vielen Punkten überein, keine Frage (Ruf bei der FPÖ: Ja, aber ihr kommts nicht zum Tun!) – weil die Frau Kollegin Yildirim vorhin auch quasi gleich geschimpft hat –, wir wollen einen breiten Diskurs darüber. (Abg. Kassegger: Bildets jetzt eine Arbeitsgruppe! Eine Expertenkommission!) Ich bin der Meinung, Prävention alleine ist auch nicht des Rätsels Lösung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das sind Codewörter für: Ich will nichts tun: Arbeitsgruppe, Expertenkommission!)
Abg. Kassegger: Bildets jetzt eine Arbeitsgruppe! Eine Expertenkommission!
Wir haben einen umfassenderen Zugang zu diesem Punkt. Wir stimmen in vielen Punkten überein, keine Frage (Ruf bei der FPÖ: Ja, aber ihr kommts nicht zum Tun!) – weil die Frau Kollegin Yildirim vorhin auch quasi gleich geschimpft hat –, wir wollen einen breiten Diskurs darüber. (Abg. Kassegger: Bildets jetzt eine Arbeitsgruppe! Eine Expertenkommission!) Ich bin der Meinung, Prävention alleine ist auch nicht des Rätsels Lösung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das sind Codewörter für: Ich will nichts tun: Arbeitsgruppe, Expertenkommission!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das sind Codewörter für: Ich will nichts tun: Arbeitsgruppe, Expertenkommission!
Wir haben einen umfassenderen Zugang zu diesem Punkt. Wir stimmen in vielen Punkten überein, keine Frage (Ruf bei der FPÖ: Ja, aber ihr kommts nicht zum Tun!) – weil die Frau Kollegin Yildirim vorhin auch quasi gleich geschimpft hat –, wir wollen einen breiten Diskurs darüber. (Abg. Kassegger: Bildets jetzt eine Arbeitsgruppe! Eine Expertenkommission!) Ich bin der Meinung, Prävention alleine ist auch nicht des Rätsels Lösung. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das sind Codewörter für: Ich will nichts tun: Arbeitsgruppe, Expertenkommission!)
Abg. Lausch: Richtig! Zugehört!
Kollege Lausch, Sie haben vorhin gesagt, diese Emotion von Frau Kollegin Yildirim hätten Sie sich im Ausschuss gewünscht (Abg. Lausch: Richtig! Zugehört!) – wörtlich haben Sie gesagt, gewunschen, aber egal. Jedenfalls bin ich der Meinung, dass es gut ist, dass wir bisher einen sehr objektiven Zugang im Diskurs im Ausschuss hatten und dieses Thema weitgehend emotionsfrei diskutieren konnten. (Abg. Lausch: Aber jetzt war sie so emotionell! Das sind wir gar nicht gewohnt bei den Roten!)
Abg. Lausch: Aber jetzt war sie so emotionell! Das sind wir gar nicht gewohnt bei den Roten!
Kollege Lausch, Sie haben vorhin gesagt, diese Emotion von Frau Kollegin Yildirim hätten Sie sich im Ausschuss gewünscht (Abg. Lausch: Richtig! Zugehört!) – wörtlich haben Sie gesagt, gewunschen, aber egal. Jedenfalls bin ich der Meinung, dass es gut ist, dass wir bisher einen sehr objektiven Zugang im Diskurs im Ausschuss hatten und dieses Thema weitgehend emotionsfrei diskutieren konnten. (Abg. Lausch: Aber jetzt war sie so emotionell! Das sind wir gar nicht gewohnt bei den Roten!)
Abg. Lausch – in Richtung SPÖ –: Sie haben gesagt ..., oder?
Es braucht also ein Gesamtpaket - - (Abg. Lausch – in Richtung SPÖ –: Sie haben gesagt ..., oder?) – Herr Kollege Lausch, es ist auch unerträglich, dass Sie ständig hineinschreien. (Ruf bei der FPÖ: Haben wir einen Präsidenten, oder ...?) Es braucht ein Gesamtpaket und keine Schnellschüsse. (Abg. Lausch: Das ist ja unfassbar, so was!) – Herr Kollege Lausch! Schnellschüsse sind nämlich meistens nicht gut. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Wahnsinn!)
Ruf bei der FPÖ: Haben wir einen Präsidenten, oder ...?
Es braucht also ein Gesamtpaket - - (Abg. Lausch – in Richtung SPÖ –: Sie haben gesagt ..., oder?) – Herr Kollege Lausch, es ist auch unerträglich, dass Sie ständig hineinschreien. (Ruf bei der FPÖ: Haben wir einen Präsidenten, oder ...?) Es braucht ein Gesamtpaket und keine Schnellschüsse. (Abg. Lausch: Das ist ja unfassbar, so was!) – Herr Kollege Lausch! Schnellschüsse sind nämlich meistens nicht gut. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Wahnsinn!)
Abg. Lausch: Das ist ja unfassbar, so was!
Es braucht also ein Gesamtpaket - - (Abg. Lausch – in Richtung SPÖ –: Sie haben gesagt ..., oder?) – Herr Kollege Lausch, es ist auch unerträglich, dass Sie ständig hineinschreien. (Ruf bei der FPÖ: Haben wir einen Präsidenten, oder ...?) Es braucht ein Gesamtpaket und keine Schnellschüsse. (Abg. Lausch: Das ist ja unfassbar, so was!) – Herr Kollege Lausch! Schnellschüsse sind nämlich meistens nicht gut. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Wahnsinn!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Wahnsinn!
Es braucht also ein Gesamtpaket - - (Abg. Lausch – in Richtung SPÖ –: Sie haben gesagt ..., oder?) – Herr Kollege Lausch, es ist auch unerträglich, dass Sie ständig hineinschreien. (Ruf bei der FPÖ: Haben wir einen Präsidenten, oder ...?) Es braucht ein Gesamtpaket und keine Schnellschüsse. (Abg. Lausch: Das ist ja unfassbar, so was!) – Herr Kollege Lausch! Schnellschüsse sind nämlich meistens nicht gut. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Wahnsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke mir: Woran scheitert es? Scheitert es daran, dass im Endeffekt die Zahl entscheidend ist – 50, fünf, zehn Personen, die diese Sammelklagen machen wollen –, oder scheitert das an anderen Gegebenheiten? Ich denke mir: Daran kann es eigentlich nicht scheitern, denn wir sehen es beim VW-Dieselskandal oder bei anderen: Wir müssen einen fairen Wettbewerb herstellen. Deshalb sage ich auch eindeutig: Auch da müssen wir Schritte setzen. Die Verbandsklagenrichtlinie gehört in nationales Recht umgesetzt, und ich würde Sie bitten, auch diese Umsetzung – so wie die heute – vorzunehmen. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben das als Erste erkannt, noch vor den Linzer Vorfällen – da hat es diese schrecklichen Vorfälle noch gar nicht gegeben. Es geht ja um die Sache, und die Sache ist – lassen Sie es sich auf der Zunge zergehen, und ich hoffe, dass heute nicht sehr viele Opfer von 2023 zuschauen –: Das waren fast 11 000 an der Zahl: Übergriffe, Anzeigen, polizeiliche Aufnahmen von Strafunmündigen. Würden die Opfer heute zuschauen und sehen, wie man hier mit Opferrechten umgeht, würde es ihnen den Magen umdrehen. Auch Opfer haben Rechte! Opfer sind zu schützen, und die Opfer sind uns Freiheitlichen wichtig! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Heinisch-Hosek.
Wenn Sie immer daherkommen – Frau Kollegin Yildirim überschlägt sich da schon laufend, gestern hat sie das bei der Kurzdebatte behauptet –: Vor zehn Jahren hat Schwarz-Blau bla, bla, bla den Jugendgerichtshof geschlossen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Heinisch-Hosek.) Da muss man ja eines einfach sagen, Kollegin Yildirim: Erstens ist das 21 Jahre her, und 2014 wart doch ihr in der Regierung und habt den Kanzler gehabt und habt nichts gemacht. (Abg. Stöger: Na geh! 2000 bis 2006! Wer war da in der Regierung?) Und jetzt plötzlich das alles zu entdecken – jetzt, wo der Hut brennt –, ist ein bisschen erbärmlich. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Stöger: Na geh! 2000 bis 2006! Wer war da in der Regierung?
Wenn Sie immer daherkommen – Frau Kollegin Yildirim überschlägt sich da schon laufend, gestern hat sie das bei der Kurzdebatte behauptet –: Vor zehn Jahren hat Schwarz-Blau bla, bla, bla den Jugendgerichtshof geschlossen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Heinisch-Hosek.) Da muss man ja eines einfach sagen, Kollegin Yildirim: Erstens ist das 21 Jahre her, und 2014 wart doch ihr in der Regierung und habt den Kanzler gehabt und habt nichts gemacht. (Abg. Stöger: Na geh! 2000 bis 2006! Wer war da in der Regierung?) Und jetzt plötzlich das alles zu entdecken – jetzt, wo der Hut brennt –, ist ein bisschen erbärmlich. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie immer daherkommen – Frau Kollegin Yildirim überschlägt sich da schon laufend, gestern hat sie das bei der Kurzdebatte behauptet –: Vor zehn Jahren hat Schwarz-Blau bla, bla, bla den Jugendgerichtshof geschlossen! (Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Heinisch-Hosek.) Da muss man ja eines einfach sagen, Kollegin Yildirim: Erstens ist das 21 Jahre her, und 2014 wart doch ihr in der Regierung und habt den Kanzler gehabt und habt nichts gemacht. (Abg. Stöger: Na geh! 2000 bis 2006! Wer war da in der Regierung?) Und jetzt plötzlich das alles zu entdecken – jetzt, wo der Hut brennt –, ist ein bisschen erbärmlich. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zur ÖVP, zur Partei der Mitte, komme ich auch noch. Die ÖVP hat das im Ausschuss schon einmal überhaupt nicht interessiert, sie hat sich gar nicht an der Debatte beteiligt, und wenn man der Frau Bundesminister – die ist wenigstens ehrlich – im Ausschuss zugehört hätte, wenn man gehört hätte, was sie gesagt hat, als wir gesagt haben, wir wollen die Strafmündigkeit senken, weil dringend notwendig: Die Frau Bundesminister hat gesagt, das geht mit ihr so nicht, sie ist nicht dafür. – Das ist der Koalitionspartner! Und diese Versprechen von Kanzler Nehammer und was ihr da von euch gebt, heute wieder, das ist ja nicht würdig, da muss sich ja die Bevölkerung wirklich elendig vorkommen, wenn Sie etwas versprechen, was mit diesem Koalitionspartner nie und nimmer umsetzbar ist! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ihr vergessen habt: Ihr habt noch sechs Monate Zeit. Wir werden uns ganz genau anschauen, was ihr in den sechs Monaten noch umsetzt, und das wäre eine wichtige Maßnahme. Frau Bundesministerin, Sie können doch nicht die Augen verschließen, wenn die Gewalt bei Strafunmündigen immer, immer mehr wird. Wenn man immer sagt, man kann ja Jugendliche nicht ins Gefängnis stecken: Ja, das wollen wir jetzt auch nicht um jeden Preis, aber – das sage ich schon dazu – wenn ein Strafunmündiger morden, vergewaltigen, schwere Gewalttaten setzen kann, dann kann er auch ins Gefängnis gehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist aber Ihre Politik, das ist die jahrzehntelange Politik von schwarzen Justizministern, die da nichts gemacht haben! (Beifall bei der FPÖ.) Kollegin Zadić ist natürlich auch sehr, sehr untätig, und ich bin wirklich sehr enttäuscht, aber natürlich war das Erbe eurer Minister, das sie übernommen hat, kein einfaches. Ihr habt im Strafvollzug nichts gemacht, nichts geleistet, viel versprochen, wie jetzt auch – die Bevölkerung kennt euch schon –, viel versprochen, nichts gehalten, nichts umgesetzt. Das ist euer Problem, darum wählt euch keiner mehr und darum vertraut euch keiner mehr; das muss man einfach so sagen.
Heiterkeit des Redners
Die ÖVP will schon wieder einmal einen Arbeitskreis und sagt: Überlegen wir!, und: Schauen wir! – So lange seid ihr leider Gottes – oder Gott sei Dank müssen wir sagen (Heiterkeit des Redners) – nicht mehr in der Regierung. Ihr könnt ja in den sechs Monaten nichts mehr umsetzen, bitte. Wenn ihr da noch lange überlegt, dann haben wir medial die nächsten Fälle und die nächsten Opfer. Jedes Opfer ist traurig und zu beklagen und ein Opfer zu viel!
Beifall bei der FPÖ.
Macht bitte weniger Täterschutz, kümmert euch um die Opfer, schaut auf die Frauen, schaut auf die Familien! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Holzleitner: Da habt ihr gegen den Po-Grapsch-Paragrafen gestimmt, im Übrigen! So wichtig sind euch Übergriffe! Da wart ihr dagegen!
2015 habt ihr sehr, sehr viel in dieser Politik verbrochen, sehr, sehr viel verbrochen. (Abg. Holzleitner: Da habt ihr gegen den Po-Grapsch-Paragrafen gestimmt, im Übrigen! So wichtig sind euch Übergriffe! Da wart ihr dagegen!) – Warum sind Sie jetzt so nervös bei der SPÖ? Das ist unfassbar! Ich würde mir diese Emotionen im Ausschuss, wo gearbeitet wird, wünschen, da hört man von euch nichts; aber
Abg. Holzleitner: 2015 wart ihr dagegen, so wichtig sind euch die Frauen! Gegen den Po-Grapsch-Paragrafen wart ihr damals! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
ist ja egal. (Abg. Holzleitner: 2015 wart ihr dagegen, so wichtig sind euch die Frauen! Gegen den Po-Grapsch-Paragrafen wart ihr damals! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
(In Richtung ÖVP:) Ihr müsst jedenfalls einmal schauen, dass ihr mit eurem Koalitionspartner auch etwas umsetzt. Die Ministerin will das nicht, die will das nicht umsetzen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Yildirim: Habt ihr keinen ...?
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren Kollegen im Haus, meine Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause! Es geht hier um das Jugendgerichtsgesetz, aber auch um die Strafprozessordnung. Ich wollte eigentlich etwas dazu sagen, aber ich muss meine Rede etwas umstellen, weil ich auf Abgeordnete Yildirim von der SPÖ replizieren muss, die gemeint hat, sie findet das komisch – ich weiß nicht mehr, was sie genau gesagt hat – oder sonderlich oder sie ist verwundert darüber, dass sich so viele FPÖ-Abgeordnete zu diesem Thema zu Wort melden. (Abg. Yildirim: Habt ihr keinen ...?) Dazu muss ich schon eindeutig sagen: Frau Abgeordnete, Sie wissen doch, dass die FPÖ die Sicherheitspartei Österreichs ist (Beifall bei der FPÖ); natürlich melden wir uns zu einem Thema, bei dem es um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher geht. (Abg. Yildirim: Im Ausschuss hat die FPÖ nichts gesagt!)
Beifall bei der FPÖ
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren Kollegen im Haus, meine Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause! Es geht hier um das Jugendgerichtsgesetz, aber auch um die Strafprozessordnung. Ich wollte eigentlich etwas dazu sagen, aber ich muss meine Rede etwas umstellen, weil ich auf Abgeordnete Yildirim von der SPÖ replizieren muss, die gemeint hat, sie findet das komisch – ich weiß nicht mehr, was sie genau gesagt hat – oder sonderlich oder sie ist verwundert darüber, dass sich so viele FPÖ-Abgeordnete zu diesem Thema zu Wort melden. (Abg. Yildirim: Habt ihr keinen ...?) Dazu muss ich schon eindeutig sagen: Frau Abgeordnete, Sie wissen doch, dass die FPÖ die Sicherheitspartei Österreichs ist (Beifall bei der FPÖ); natürlich melden wir uns zu einem Thema, bei dem es um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher geht. (Abg. Yildirim: Im Ausschuss hat die FPÖ nichts gesagt!)
Abg. Yildirim: Im Ausschuss hat die FPÖ nichts gesagt!
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren Kollegen im Haus, meine Damen und Herren auf der Galerie und zu Hause! Es geht hier um das Jugendgerichtsgesetz, aber auch um die Strafprozessordnung. Ich wollte eigentlich etwas dazu sagen, aber ich muss meine Rede etwas umstellen, weil ich auf Abgeordnete Yildirim von der SPÖ replizieren muss, die gemeint hat, sie findet das komisch – ich weiß nicht mehr, was sie genau gesagt hat – oder sonderlich oder sie ist verwundert darüber, dass sich so viele FPÖ-Abgeordnete zu diesem Thema zu Wort melden. (Abg. Yildirim: Habt ihr keinen ...?) Dazu muss ich schon eindeutig sagen: Frau Abgeordnete, Sie wissen doch, dass die FPÖ die Sicherheitspartei Österreichs ist (Beifall bei der FPÖ); natürlich melden wir uns zu einem Thema, bei dem es um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher geht. (Abg. Yildirim: Im Ausschuss hat die FPÖ nichts gesagt!)
Abg. Holzleitner: Wo denn?
Ich meine, das ist ja wirklich komisch: Von der ehemaligen Mieterpartei oder Wohnpartei SPÖ – die FPÖ hat euch dieses Thema mittlerweile ja weggenommen, weil wir viel bessere Wohnpolitik machen als ihr (Abg. Holzleitner: Wo denn?) – haben sich gestern fünf Abgeordnete der SPÖ zum Thema Wohnen zu Wort gemeldet – na das ist ja ein Wahnsinn! Das ist für euch ein wichtiges
Abg. Yildirim: Warum habt ihr denn im Justizausschuss nichts gesagt?
Thema, deswegen habt ihr euch gemeldet (Abg. Yildirim: Warum habt ihr denn im Justizausschuss nichts gesagt?), und deswegen melden wir uns heute, wenn es um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher geht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Yildirim: Warum habt ihr im Justizausschuss nichts gesagt?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Yildirim: Warum habt ihr im Justizausschuss nichts gesagt?
Thema, deswegen habt ihr euch gemeldet (Abg. Yildirim: Warum habt ihr denn im Justizausschuss nichts gesagt?), und deswegen melden wir uns heute, wenn es um die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher geht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Yildirim: Warum habt ihr im Justizausschuss nichts gesagt?)
Abg. Yildirim: Und deshalb hat der Böhmdorfer den Jugendgerichtshof abgeschafft!
Meine sehr verehrte Kollegin Yildirim, Sie haben von Rechtsstaatlichkeit gesprochen: Sie wissen ganz genau, rechtsstaatlich ist es ja nur, wenn ein unabhängiger weisungsfreier Richter Jugendlichen einen Auftrag gibt, eine Weisung gibt, jemand anderer darf das nicht. (Abg. Yildirim: Und deshalb hat der Böhmdorfer den Jugendgerichtshof abgeschafft!) In der Strafprozessordnung ist ja genau festgelegt, dass Richter so etwas können, die können nämlich Weisungen geben.
Abg. Prammer: Das geht alles!
Uns geht es bitte nicht darum, Zwölfjährige mit Erwachsenen in ein Gefängnis einzusperren, wo sie vielleicht ihre kriminelle Karriere starten, nein, es geht darum, auch schon Zwölfjährigen, die heute schwere Verbrechen begehen – und wenn sie auch nur anfangen, kleine Verbrechen zu begehen –, Weisungen geben zu können, dass sie sich zum Beispiel einer Gewalttherapie oder einer Drogentherapie unterziehen müssen. (Abg. Prammer: Das geht alles!) – Ich weiß schon, dass die Grünen das gerne selber machen würden, aber in Österreich gibt es eben Rechtsstaatlichkeit, und nur der weisungsfreie unabhängige Richter kann sie zu Zwangsmaßnahmen verpflichten. Jemand anderer kann es nicht, Frau Kollegin, Sie können das auch gerne nachlesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Uns geht es bitte nicht darum, Zwölfjährige mit Erwachsenen in ein Gefängnis einzusperren, wo sie vielleicht ihre kriminelle Karriere starten, nein, es geht darum, auch schon Zwölfjährigen, die heute schwere Verbrechen begehen – und wenn sie auch nur anfangen, kleine Verbrechen zu begehen –, Weisungen geben zu können, dass sie sich zum Beispiel einer Gewalttherapie oder einer Drogentherapie unterziehen müssen. (Abg. Prammer: Das geht alles!) – Ich weiß schon, dass die Grünen das gerne selber machen würden, aber in Österreich gibt es eben Rechtsstaatlichkeit, und nur der weisungsfreie unabhängige Richter kann sie zu Zwangsmaßnahmen verpflichten. Jemand anderer kann es nicht, Frau Kollegin, Sie können das auch gerne nachlesen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher sagen wir: Österreich sagt Ja, und ja heißt: jetzt abschieben! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Michael Schnedlitz (FPÖ): Herr Präsident! Frau Justizministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Sicherheitslage ufert aus. Wir haben gestern darüber gesprochen, wir sprechen heute darüber, aber die Leute draußen erwarten sich, dass hier endlich gehandelt wird, und genau das wäre Ihre Aufgabe, das wäre die Aufgabe der Österreichischen Volkspartei und der Grünen, besonders was die Straftaten der Jugendlichen betrifft. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Yildirim: Die tun nur Antisemitismus betreiben!
Sehr geehrte Damen und Herren, Faktum ist aber, dass es nicht die breite Jugend ist, die diese Straftaten begeht. Nein, nein, es sind nicht die Banden aus der Steiermark und aus Oberösterreich, die in Favoriten Mädchen vergewaltigen und mit dem Messer anrücken. (Abg. Yildirim: Die tun nur Antisemitismus betreiben!) Sehr geehrte Damen und Herren, das sind diejenigen, die 2015 und 2016 zu uns gekommen sind, die Sie regelrecht in unser Land hereingeklatscht haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, Faktum ist aber, dass es nicht die breite Jugend ist, die diese Straftaten begeht. Nein, nein, es sind nicht die Banden aus der Steiermark und aus Oberösterreich, die in Favoriten Mädchen vergewaltigen und mit dem Messer anrücken. (Abg. Yildirim: Die tun nur Antisemitismus betreiben!) Sehr geehrte Damen und Herren, das sind diejenigen, die 2015 und 2016 zu uns gekommen sind, die Sie regelrecht in unser Land hereingeklatscht haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nicht nur die Grünen und die Roten, natürlich auch die Österreichische Volkspartei: ÖVP-Innenministerin Mikl-Leitner, ÖVP-Innenminister Sobotka – die eine belohnt mit einem Landeshauptfrauposten, der andere sitzt hinter mir am Präsidium des Parlaments – und auch hochrangige Politiker, wie zum Beispiel ein Landeshauptmann Drexler in der Steiermark, und Co. In ihrer Verantwortung haben Sie diese ganzen Probleme hereingeklatscht, und die Menschen draußen und all die Opfer müssen das jetzt ausbaden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Manuela wurde im Park zuerst umgebracht und danach vergewaltigt, gefunden von ihrer Mutter, die im Übrigen auch Manuela heißt. Ich kenne die Dame und sie hat mir etwas Richtiges gesagt: Sie kann das mit den Menschenrechten all dieser Geflüchteten nicht mehr hören, denn wo war das Menschenrecht ihrer Tochter? Wo war das Menschrecht ihrer Tochter, das Recht auf Leben? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Die Österreichische Volkspartei kommt heraus und sagt: Na, die Freiheitlichen wollen doch nur eine Anlassgesetzgebung!, Schnellschüsse hätten noch nie etwas gebracht. – Wissen Sie, wozu Sie es gebracht haben? – Wir kommen mit über 10 000 Straftaten von Jugendlichen pro Jahr aus einer Anlassgesetzgebung gar nicht mehr heraus; pro Stunde ein Anlass, pro Stunde eine Straftat (Beifall bei der FPÖ), allein heute, an diesem Tag, 24 Straftaten, und das sieben Tage die Woche, zwölf Monate im Jahr. Wie wollen Sie da herauskommen mit Ihrer Argumentation, die lautet: Aber Anlassgesetzgebung können wir da keine machen!
Beifall bei der FPÖ
Deshalb, sehr geehrte Damen und Herren, braucht es Sofortmaßnahmen – das hat nichts mit Anlassgesetzgebung zu tun –, Sofortmaßnahmen wie einen Asylstopp, Quote null – ganz leicht zu verstehen: null! (Beifall bei der FPÖ) –, und auch weitere Maßnahmen, wie das Absenken der Strafmündigkeit: Wer alt genug ist, zu morden, sehr geehrte Damen und Herren, und zu vergewaltigen, der ist alt genug, eingesperrt zu werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Deshalb, sehr geehrte Damen und Herren, braucht es Sofortmaßnahmen – das hat nichts mit Anlassgesetzgebung zu tun –, Sofortmaßnahmen wie einen Asylstopp, Quote null – ganz leicht zu verstehen: null! (Beifall bei der FPÖ) –, und auch weitere Maßnahmen, wie das Absenken der Strafmündigkeit: Wer alt genug ist, zu morden, sehr geehrte Damen und Herren, und zu vergewaltigen, der ist alt genug, eingesperrt zu werden! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Prammer: Das ist nicht richtig! Das stimmt so nicht!
Die lachen ja über Sie und über unser Rechtssystem! Die Häftlinge lachen über Sie. Frau Ministerin, jene Häftlinge, die Sie dann einsperren und die Ihnen davonlaufen, weil Sie sie ja auch nicht fesseln, die armen Buben, wissen das. Sie haben den Erlass aufgehoben – und sie wissen das –, heimlich, still und leise (Abg. Prammer: Das ist nicht richtig! Das stimmt so nicht!) haben Sie die Verantwortung dann auf die Justizwachebeamten abgeschoben. Sie geben denen alle Narrenfreiheit, sehr geehrten Damen und Herren! Narrenfreiheit! Denen stellen Sie einen Freibrief aus, denn ohne Senkung des Alters für die Strafmündigkeit können die gar nicht verfolgt werden, und jene, die dann verfolgt werden können, haben Narrenfreiheit in der Kuscheljustiz und im Luxushäfn. Sehr geehrte Damen und Herren, auch da lachen sie über uns und über unser Rechtssystem! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die lachen ja über Sie und über unser Rechtssystem! Die Häftlinge lachen über Sie. Frau Ministerin, jene Häftlinge, die Sie dann einsperren und die Ihnen davonlaufen, weil Sie sie ja auch nicht fesseln, die armen Buben, wissen das. Sie haben den Erlass aufgehoben – und sie wissen das –, heimlich, still und leise (Abg. Prammer: Das ist nicht richtig! Das stimmt so nicht!) haben Sie die Verantwortung dann auf die Justizwachebeamten abgeschoben. Sie geben denen alle Narrenfreiheit, sehr geehrten Damen und Herren! Narrenfreiheit! Denen stellen Sie einen Freibrief aus, denn ohne Senkung des Alters für die Strafmündigkeit können die gar nicht verfolgt werden, und jene, die dann verfolgt werden können, haben Narrenfreiheit in der Kuscheljustiz und im Luxushäfn. Sehr geehrte Damen und Herren, auch da lachen sie über uns und über unser Rechtssystem! (Beifall bei der FPÖ.)
Bundesministerin Zadić greift sich erheitert und kopfschüttelnd an die Stirn.
Das weiß ja die Bevölkerung gar nicht: Da kommt jemand aus Syrien, aus Afghanistan oder die Kinder aus Moria kommen zu uns, werden straffällig und kommen dann ins Gefängnis – da stellt sich die Bevölkerung ein strenges Gefängnis vor –, und dort erwartet sie auf Steuerzahlerkosten: Fußballspielen mit Prominenten, dort erwartet sie ein Flatscreen in jeder Zelle, ein Radio und eine Playstation, sehr geehrte Damen und Herren – eine Playstation gibt es nicht in jeder Zelle, aber in der Justizanstalt Josefstadt zum Beispiel vier an der Zahl – und die neuesten Spiele. (Bundesministerin Zadić greift sich erheitert und kopfschüttelnd an die Stirn.) – Frau Ministerin, Sie brauchen nicht zu lachen. Das sind die Sachen, die sich viele Kinder und viele Familien privat wegen der Teuerung nicht mehr leisten können. Für die Häftlinge und für die Straftäter haben wir das Ganze als Belohnung – so absurd ist das. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Blimlinger. – Abg. Neßler macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Blimlinger. – Abg. Neßler macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.
Das weiß ja die Bevölkerung gar nicht: Da kommt jemand aus Syrien, aus Afghanistan oder die Kinder aus Moria kommen zu uns, werden straffällig und kommen dann ins Gefängnis – da stellt sich die Bevölkerung ein strenges Gefängnis vor –, und dort erwartet sie auf Steuerzahlerkosten: Fußballspielen mit Prominenten, dort erwartet sie ein Flatscreen in jeder Zelle, ein Radio und eine Playstation, sehr geehrte Damen und Herren – eine Playstation gibt es nicht in jeder Zelle, aber in der Justizanstalt Josefstadt zum Beispiel vier an der Zahl – und die neuesten Spiele. (Bundesministerin Zadić greift sich erheitert und kopfschüttelnd an die Stirn.) – Frau Ministerin, Sie brauchen nicht zu lachen. Das sind die Sachen, die sich viele Kinder und viele Familien privat wegen der Teuerung nicht mehr leisten können. Für die Häftlinge und für die Straftäter haben wir das Ganze als Belohnung – so absurd ist das. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Blimlinger. – Abg. Neßler macht die sogenannte Scheibenwischerbewegung.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Dass die Grünen so sind, das wissen wir. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die schützen und hätscheln lieber die Täter, anstatt die Opfer zu schützen. (Ruf bei den Grünen: Stimmt nicht!) Ich weiß aber auch, dass die Österreichische Volkspartei so eigentlich nicht ist. – Ich weiß, dass viele von Ihnen so nicht sind,
Ruf bei den Grünen: Stimmt nicht!
Dass die Grünen so sind, das wissen wir. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Die schützen und hätscheln lieber die Täter, anstatt die Opfer zu schützen. (Ruf bei den Grünen: Stimmt nicht!) Ich weiß aber auch, dass die Österreichische Volkspartei so eigentlich nicht ist. – Ich weiß, dass viele von Ihnen so nicht sind,
Beifall bei der FPÖ.
darum sage ich Ihnen auch eines: Wir haben eine Mehrheit im Nationalrat. Dieses Problem hat durchaus etwas mit Zuwanderung und mit Migration zu tun. Sie können, ohne dass Sie den Koalitionsvertrag brechen, wenn Sie wollen, heute hier mit uns den ersten Schritt in Richtung Sicherheit gehen, den ersten Schritt zurück Richtung Politik mit Hausverstand gehen und endlich dafür Sorge tragen, dass nicht die Täter beschützt und verhätschelt werden, sondern dass das Augenmerk wieder auf die Opfer gelegt wird. Das wird heute Ihre Nagelprobe sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Du hast kein Herz! – Abg. Lukas Hammer: Welches Herz?!
Ich bitte Sie, ich bitte Sie aus tiefstem Herzen: Gehen wir gemeinsam den ersten Schritt, um diesem Wahnsinn endlich ein Ende zu bereiten! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Voglauer: Du hast kein Herz! – Abg. Lukas Hammer: Welches Herz?!)
Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Ruf bei den Grünen: Das Herz von Kollegen Schnedlitz ist ...!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Prammer. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Matznetter. – Ruf bei den Grünen: Das Herz von Kollegen Schnedlitz ist ...!)
Abg. Schnedlitz: Ich gebe Ihnen die Telefonnummer von der Mutter von der Manuela, dann rufen Sie sie einmal an und sagen ihr das, aber dazu sind Sie nicht mutig genug! – Ruf bei den Grünen: Zuhören!
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! – Alles ruhig, danke schön. Schön, dass wir jetzt wieder ein bisschen beruhigt sind, denn: Worum geht es? Es ist auch für uns so – selbstverständlich ist es so! –, dass jedes Opfer eines zu viel ist. Wir sehen das ganz genauso so. (Abg. Schnedlitz: Ich gebe Ihnen die Telefonnummer von der Mutter von der Manuela, dann rufen Sie sie einmal an und sagen ihr das, aber dazu sind Sie nicht mutig genug! – Ruf bei den Grünen: Zuhören!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Aber auch jeder Täter ist einer zu viel – das ist genau der Punkt, bei dem man ansetzen muss. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Dafür hat unser Gesetzesantrag die richtigen Vorkehrungen. Es ist nämlich nicht so, dass Kinder einfach groß werden, bis sie 14 sind, und dann, wenn sie etwas angestellt haben, vor den Strafrichter kommen, sondern es ist sehr wohl so, dass der Staat dort, wo die Eltern bei der Erziehung auslassen, eine Verantwortlichkeit hat und diese
Rufe bei der FPÖ: Nein, nein! Zwangsmaßnahmen! – Abg. Deimek: Was ist mit der afghanischen Jugendbehörde?!
Verantwortlichkeit auch wahrnimmt. Diese Verantwortlichkeit liegt bei der Kinder- und Jugendhilfe. (Rufe bei der FPÖ: Nein, nein! Zwangsmaßnahmen! – Abg. Deimek: Was ist mit der afghanischen Jugendbehörde?!) Dort liegt die Verantwortlichkeit dafür und dort liegen auch sämtliche Kompetenzen, Erziehungsmaßnahmen wahrzunehmen, denn Kinder muss man erziehen, Kinder sperrt man nicht ein.
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Bogner-Strauß. – Abg. Kickl: Ach, und heraußen passiert das nicht? ... waren alle vorher eingesperrt, bevor sie vergewaltigt haben? Das gibt’s ja nicht!
Wissen Sie auch, warum? Wissen Sie, warum? – Wenn man Kinder einsperrt, wenn man kleine Kriminelle einsperrt, kommen große Kriminelle wieder raus – das ist nämlich das Prinzip. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Bogner-Strauß. – Abg. Kickl: Ach, und heraußen passiert das nicht? ... waren alle vorher eingesperrt, bevor sie vergewaltigt haben? Das gibt’s ja nicht!) Wenn man aber dafür sorgt, dass diejenigen, die irgendwo einmal anfangen, falsch abzubiegen, wieder in die richtige Richtung gehen (Ruf bei der FPÖ: Genau!), dann haben wir gewonnen als gesamte Gesellschaft. (Ruf bei der FPÖ: Ja!) Was glauben Sie denn, mit welcher Kompetenz diese Kinder, wenn sie erwachsen sind, einmal ihre eigenen Kinder erziehen werden? (Abg. Deimek: Afghanen können in Afghanistan erwachsen werden! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Gar nicht!) Das vervielfältigt das Problem.
Ruf bei der FPÖ: Genau!
Wissen Sie auch, warum? Wissen Sie, warum? – Wenn man Kinder einsperrt, wenn man kleine Kriminelle einsperrt, kommen große Kriminelle wieder raus – das ist nämlich das Prinzip. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Bogner-Strauß. – Abg. Kickl: Ach, und heraußen passiert das nicht? ... waren alle vorher eingesperrt, bevor sie vergewaltigt haben? Das gibt’s ja nicht!) Wenn man aber dafür sorgt, dass diejenigen, die irgendwo einmal anfangen, falsch abzubiegen, wieder in die richtige Richtung gehen (Ruf bei der FPÖ: Genau!), dann haben wir gewonnen als gesamte Gesellschaft. (Ruf bei der FPÖ: Ja!) Was glauben Sie denn, mit welcher Kompetenz diese Kinder, wenn sie erwachsen sind, einmal ihre eigenen Kinder erziehen werden? (Abg. Deimek: Afghanen können in Afghanistan erwachsen werden! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Gar nicht!) Das vervielfältigt das Problem.
Ruf bei der FPÖ: Ja!
Wissen Sie auch, warum? Wissen Sie, warum? – Wenn man Kinder einsperrt, wenn man kleine Kriminelle einsperrt, kommen große Kriminelle wieder raus – das ist nämlich das Prinzip. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Bogner-Strauß. – Abg. Kickl: Ach, und heraußen passiert das nicht? ... waren alle vorher eingesperrt, bevor sie vergewaltigt haben? Das gibt’s ja nicht!) Wenn man aber dafür sorgt, dass diejenigen, die irgendwo einmal anfangen, falsch abzubiegen, wieder in die richtige Richtung gehen (Ruf bei der FPÖ: Genau!), dann haben wir gewonnen als gesamte Gesellschaft. (Ruf bei der FPÖ: Ja!) Was glauben Sie denn, mit welcher Kompetenz diese Kinder, wenn sie erwachsen sind, einmal ihre eigenen Kinder erziehen werden? (Abg. Deimek: Afghanen können in Afghanistan erwachsen werden! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Gar nicht!) Das vervielfältigt das Problem.
Abg. Deimek: Afghanen können in Afghanistan erwachsen werden! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Gar nicht!
Wissen Sie auch, warum? Wissen Sie, warum? – Wenn man Kinder einsperrt, wenn man kleine Kriminelle einsperrt, kommen große Kriminelle wieder raus – das ist nämlich das Prinzip. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abg. Bogner-Strauß. – Abg. Kickl: Ach, und heraußen passiert das nicht? ... waren alle vorher eingesperrt, bevor sie vergewaltigt haben? Das gibt’s ja nicht!) Wenn man aber dafür sorgt, dass diejenigen, die irgendwo einmal anfangen, falsch abzubiegen, wieder in die richtige Richtung gehen (Ruf bei der FPÖ: Genau!), dann haben wir gewonnen als gesamte Gesellschaft. (Ruf bei der FPÖ: Ja!) Was glauben Sie denn, mit welcher Kompetenz diese Kinder, wenn sie erwachsen sind, einmal ihre eigenen Kinder erziehen werden? (Abg. Deimek: Afghanen können in Afghanistan erwachsen werden! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Gar nicht!) Das vervielfältigt das Problem.
Abg. Kickl: Von welchen Werten reden Sie denn überhaupt? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Wenn man jetzt ordentlich ansetzt, dort ansetzt, wo wir noch die Chance haben, Kinder ordentlich zu erziehen, sie entsprechend unserer Werte, unserer Kultur (Abg. Kickl: Von welchen Werten reden Sie denn überhaupt? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), unserer Rechtsordnung in eine ordentliche Richtung zu bringen, dann haben wir eine Chance. Wenn wir das nicht machen – und ich sage Ihnen, das passiert im Moment viel zu wenig –, wenn wir das verabsäumen (Abg. Amesbauer: Das haben Sie schon verabsäumt!), dann haben wir als gesamte Gesellschaft verloren. So viele Gefängnisse können wir gar nicht bauen, wie wir dann Menschen einsperren müssten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lausch: Wer soll das machen ...? – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Das haben Sie schon verabsäumt!
Wenn man jetzt ordentlich ansetzt, dort ansetzt, wo wir noch die Chance haben, Kinder ordentlich zu erziehen, sie entsprechend unserer Werte, unserer Kultur (Abg. Kickl: Von welchen Werten reden Sie denn überhaupt? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), unserer Rechtsordnung in eine ordentliche Richtung zu bringen, dann haben wir eine Chance. Wenn wir das nicht machen – und ich sage Ihnen, das passiert im Moment viel zu wenig –, wenn wir das verabsäumen (Abg. Amesbauer: Das haben Sie schon verabsäumt!), dann haben wir als gesamte Gesellschaft verloren. So viele Gefängnisse können wir gar nicht bauen, wie wir dann Menschen einsperren müssten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lausch: Wer soll das machen ...? – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lausch: Wer soll das machen ...? – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.
Wenn man jetzt ordentlich ansetzt, dort ansetzt, wo wir noch die Chance haben, Kinder ordentlich zu erziehen, sie entsprechend unserer Werte, unserer Kultur (Abg. Kickl: Von welchen Werten reden Sie denn überhaupt? – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), unserer Rechtsordnung in eine ordentliche Richtung zu bringen, dann haben wir eine Chance. Wenn wir das nicht machen – und ich sage Ihnen, das passiert im Moment viel zu wenig –, wenn wir das verabsäumen (Abg. Amesbauer: Das haben Sie schon verabsäumt!), dann haben wir als gesamte Gesellschaft verloren. So viele Gefängnisse können wir gar nicht bauen, wie wir dann Menschen einsperren müssten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lausch: Wer soll das machen ...? – Weiterer Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Und was machen die? – Nix! ...!
Wenn es Ihnen unbedingt darum geht, dass man irgendwo zusperrt, dann kann ich Ihnen sagen: Das ist jetzt schon möglich, im Übrigen mit richterlicher Anordnung. Nur ist es jetzt so, dass unsere Gesetzgebung die Zuständigkeit so regelt, dass für die Antragstellung die Kinder- und Jugendhilfe zuständig ist und dass für den Ausspruch solcher Maßnahmen der Familienrichter zuständig ist. (Abg. Deimek: Und was machen die? – Nix! ...!) Das ändert aber nichts an dem Prinzip, dass das gemacht werden muss. Das kann nur dann gemacht werden, wenn man diese Institutionen mit ausreichenden Mitteln ausstattet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn es Ihnen unbedingt darum geht, dass man irgendwo zusperrt, dann kann ich Ihnen sagen: Das ist jetzt schon möglich, im Übrigen mit richterlicher Anordnung. Nur ist es jetzt so, dass unsere Gesetzgebung die Zuständigkeit so regelt, dass für die Antragstellung die Kinder- und Jugendhilfe zuständig ist und dass für den Ausspruch solcher Maßnahmen der Familienrichter zuständig ist. (Abg. Deimek: Und was machen die? – Nix! ...!) Das ändert aber nichts an dem Prinzip, dass das gemacht werden muss. Das kann nur dann gemacht werden, wenn man diese Institutionen mit ausreichenden Mitteln ausstattet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Amesbauer: Und wenn sie dann Täter sind ... nichts mehr! – Ruf bei der FPÖ: Ihr lebt ja alle in einer Traumwelt!
Ich sage Ihnen das, weil ich es aus eigener Erfahrung weiß: Sprechen Sie einmal mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, die für die Kinder- und Jugendhilfe tätig sind. Die wissen gar nicht, wie sie diesen Mangel am besten verwalten sollten. Es gibt zig Familien, in die sie reinmüssten, bei denen es wichtig wäre, frühzeitig einzugreifen, denn ich sage es Ihnen noch einmal: Natürlich wollen wir nicht, dass Menschen Opfer werden, aber wir wollen auch nicht, dass Menschen Täter werden, und da muss man frühzeitig eingreifen – nur so kann man Straftaten verhindern. (Abg. Amesbauer: Und wenn sie dann Täter sind ... nichts mehr! – Ruf bei der FPÖ: Ihr lebt ja alle in einer Traumwelt!)
Abg. Lausch: Aber es gibt 11 000 Opfer! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Wie lange sind Sie in der Regierung? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Sich hinterher um Opfer zu kümmern, ist wichtig und richtig, aber in Wirklichkeit ist es wichtiger, dass es gar keine Opfer gibt. (Abg. Lausch: Aber es gibt 11 000 Opfer! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Wie lange sind Sie in der Regierung? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das kann ich eben nur verhindern, wenn ich verhindere, dass Menschen zu Tätern werden. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Wöginger.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Wöginger.
Sich hinterher um Opfer zu kümmern, ist wichtig und richtig, aber in Wirklichkeit ist es wichtiger, dass es gar keine Opfer gibt. (Abg. Lausch: Aber es gibt 11 000 Opfer! – Weiterer Ruf bei der FPÖ: Wie lange sind Sie in der Regierung? – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das kann ich eben nur verhindern, wenn ich verhindere, dass Menschen zu Tätern werden. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Bogner-Strauß und Wöginger.)
Abg. Amesbauer: Das versteht ja kein Mensch, was Sie hier reden! – Abg. Voglauer: Na, wir schon! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Normen und Werte verdeutlicht. (Abg. Amesbauer: Das versteht ja kein Mensch, was Sie hier reden! – Abg. Voglauer: Na, wir schon! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Ruf bei der FPÖ: Sagen Sie das den 11 000 Opfern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Das ist genau das, was wir machen müssen. (Ruf bei der FPÖ: Sagen Sie das den 11 000 Opfern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das ist genau das, was die Länder endlich machen müssten – wenn ich es richtig in Erinnerung habe, sind Sie in drei Ländern in der Regierungsverantwortung –; die Länder müssten diese Verantwortung endlich einmal wahrnehmen und die Kinder- und Jugendhilfe mit ausreichenden Mitteln ausstatten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das ist genau das, was wir machen müssen. (Ruf bei der FPÖ: Sagen Sie das den 11 000 Opfern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Das ist genau das, was die Länder endlich machen müssten – wenn ich es richtig in Erinnerung habe, sind Sie in drei Ländern in der Regierungsverantwortung –; die Länder müssten diese Verantwortung endlich einmal wahrnehmen und die Kinder- und Jugendhilfe mit ausreichenden Mitteln ausstatten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Das passiert aber!
Ich bin vollkommen der Meinung, dass es nicht passieren darf, dass Kinder mit zehn, zwölf Jahren Verbrechen begehen (Abg. Kassegger: Das passiert aber!), schon gar nicht schwere Verbrechen. (Abg. Amesbauer: Das passiert aber am laufenden Band!) Das darf nicht passieren, und das können wir uns als Gesellschaft weder leisten (Ruf bei der FPÖ: 10 000 Mal passiert es!), noch dürfen wir es tolerieren. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Das passiert aber am laufenden Band!
Ich bin vollkommen der Meinung, dass es nicht passieren darf, dass Kinder mit zehn, zwölf Jahren Verbrechen begehen (Abg. Kassegger: Das passiert aber!), schon gar nicht schwere Verbrechen. (Abg. Amesbauer: Das passiert aber am laufenden Band!) Das darf nicht passieren, und das können wir uns als Gesellschaft weder leisten (Ruf bei der FPÖ: 10 000 Mal passiert es!), noch dürfen wir es tolerieren. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: 10 000 Mal passiert es!
Ich bin vollkommen der Meinung, dass es nicht passieren darf, dass Kinder mit zehn, zwölf Jahren Verbrechen begehen (Abg. Kassegger: Das passiert aber!), schon gar nicht schwere Verbrechen. (Abg. Amesbauer: Das passiert aber am laufenden Band!) Das darf nicht passieren, und das können wir uns als Gesellschaft weder leisten (Ruf bei der FPÖ: 10 000 Mal passiert es!), noch dürfen wir es tolerieren. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich bin vollkommen der Meinung, dass es nicht passieren darf, dass Kinder mit zehn, zwölf Jahren Verbrechen begehen (Abg. Kassegger: Das passiert aber!), schon gar nicht schwere Verbrechen. (Abg. Amesbauer: Das passiert aber am laufenden Band!) Das darf nicht passieren, und das können wir uns als Gesellschaft weder leisten (Ruf bei der FPÖ: 10 000 Mal passiert es!), noch dürfen wir es tolerieren. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: O ja, es schützt!
Deshalb müssen wir dort ansetzen, wo wir die Maßnahmen schon an der Hand haben. Eine Verlagerung in die Justiz bringt überhaupt nichts. Das bringt überhaupt nichts (Abg. Lausch: O ja, es schützt!), und schon gar nicht in der Art (Abg. Amesbauer: Was bringt was? Zusehen?!), in der Sie es im Antrag ausgeführt haben: einfach eine Zahl durch eine andere zu ersetzen (Abg. Amesbauer: Machen wir eine Demo gegen rechts, das wird helfen!), ohne irgendwelche Maßnahmen zu beschließen, ohne das mit irgendwelchen Mitteln auszustatten, sich einfach nur hinzustellen und zu sagen: Oh, das kommt gerade gut an, wir machen das, und dann haben wir etwas gemacht! (Abg. Lausch: ... jetzt schon zwei Jahre!)
Abg. Amesbauer: Was bringt was? Zusehen?!
Deshalb müssen wir dort ansetzen, wo wir die Maßnahmen schon an der Hand haben. Eine Verlagerung in die Justiz bringt überhaupt nichts. Das bringt überhaupt nichts (Abg. Lausch: O ja, es schützt!), und schon gar nicht in der Art (Abg. Amesbauer: Was bringt was? Zusehen?!), in der Sie es im Antrag ausgeführt haben: einfach eine Zahl durch eine andere zu ersetzen (Abg. Amesbauer: Machen wir eine Demo gegen rechts, das wird helfen!), ohne irgendwelche Maßnahmen zu beschließen, ohne das mit irgendwelchen Mitteln auszustatten, sich einfach nur hinzustellen und zu sagen: Oh, das kommt gerade gut an, wir machen das, und dann haben wir etwas gemacht! (Abg. Lausch: ... jetzt schon zwei Jahre!)
Abg. Amesbauer: Machen wir eine Demo gegen rechts, das wird helfen!
Deshalb müssen wir dort ansetzen, wo wir die Maßnahmen schon an der Hand haben. Eine Verlagerung in die Justiz bringt überhaupt nichts. Das bringt überhaupt nichts (Abg. Lausch: O ja, es schützt!), und schon gar nicht in der Art (Abg. Amesbauer: Was bringt was? Zusehen?!), in der Sie es im Antrag ausgeführt haben: einfach eine Zahl durch eine andere zu ersetzen (Abg. Amesbauer: Machen wir eine Demo gegen rechts, das wird helfen!), ohne irgendwelche Maßnahmen zu beschließen, ohne das mit irgendwelchen Mitteln auszustatten, sich einfach nur hinzustellen und zu sagen: Oh, das kommt gerade gut an, wir machen das, und dann haben wir etwas gemacht! (Abg. Lausch: ... jetzt schon zwei Jahre!)
Abg. Lausch: ... jetzt schon zwei Jahre!
Deshalb müssen wir dort ansetzen, wo wir die Maßnahmen schon an der Hand haben. Eine Verlagerung in die Justiz bringt überhaupt nichts. Das bringt überhaupt nichts (Abg. Lausch: O ja, es schützt!), und schon gar nicht in der Art (Abg. Amesbauer: Was bringt was? Zusehen?!), in der Sie es im Antrag ausgeführt haben: einfach eine Zahl durch eine andere zu ersetzen (Abg. Amesbauer: Machen wir eine Demo gegen rechts, das wird helfen!), ohne irgendwelche Maßnahmen zu beschließen, ohne das mit irgendwelchen Mitteln auszustatten, sich einfach nur hinzustellen und zu sagen: Oh, das kommt gerade gut an, wir machen das, und dann haben wir etwas gemacht! (Abg. Lausch: ... jetzt schon zwei Jahre!)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.
Es ist doch so einfach: Sie können sich wieder zu Wort melden, dann müssen Sie nicht permanent stören. Es ist einfach so nicht wirklich zu handhaben. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Abg. Lausch: Beim Hauser war’s wurscht, gestern! – Zwischenruf des Abg. Hauser.
Das ist eine ernste Diskussion, melden Sie sich an, gehen Sie heraus! (Abg. Lausch: Beim Hauser war’s wurscht, gestern! – Zwischenruf des Abg. Hauser.) – Ich appelliere an alle, ich habe keine Partei genannt. (Ruf: ... in Ruhe reden!)
Ruf: ... in Ruhe reden!
Das ist eine ernste Diskussion, melden Sie sich an, gehen Sie heraus! (Abg. Lausch: Beim Hauser war’s wurscht, gestern! – Zwischenruf des Abg. Hauser.) – Ich appelliere an alle, ich habe keine Partei genannt. (Ruf: ... in Ruhe reden!)
Abg. Amesbauer: Tut er aber nicht!
Wie gesagt: Es ist uns wichtig, dass es keine Opfer gibt, es ist uns genauso wichtig, dass es keine Täter gibt. Der Staat muss seine Verantwortung in diesem Punkt wahrnehmen (Abg. Amesbauer: Tut er aber nicht!), er hat alle Mittel in der Hand, um das zu machen. Man muss es nur tun. – Danke. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Hanger und Wöginger.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Hanger und Wöginger.
Wie gesagt: Es ist uns wichtig, dass es keine Opfer gibt, es ist uns genauso wichtig, dass es keine Täter gibt. Der Staat muss seine Verantwortung in diesem Punkt wahrnehmen (Abg. Amesbauer: Tut er aber nicht!), er hat alle Mittel in der Hand, um das zu machen. Man muss es nur tun. – Danke. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ sowie der Abgeordneten Hanger und Wöginger.)
Abg. Amesbauer: Paralleluniversum! – Abg. Matznetter: ... sinnlos, das sind Hassprediger ...!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Steinacker. – Bitte. (Abg. Amesbauer: Paralleluniversum! – Abg. Matznetter: ... sinnlos, das sind Hassprediger ...!)
Ruf bei der FPÖ: Diskutieren, okay, tun wir diskutieren!
Wir müssen darüber diskutieren (Ruf bei der FPÖ: Diskutieren, okay, tun wir diskutieren!), wie wir der steigenden Jugendkriminalität, des Nichtverantwortens der eigenen Taten Herr werden können. Wir müssen darüber nachdenken und besprechen: Sind junge Menschen heute, die zwölf Jahre alt sind und jemanden vergewaltigen, zur Rechenschaft zu ziehen, und wenn sie zur Rechenschaft gezogen werden sollen, in welcher Form?
Ruf bei der FPÖ: Ja, wenn es sein muss, ja!
Wenn Kollege Lausch meint, wir können ja inhaftieren – es muss nicht sein, aber wir können Zwölfjährige inhaftieren (Ruf bei der FPÖ: Ja, wenn es sein muss, ja!) –, dann antworte ich: Das kann nicht die Lösung sein. Kann es die Lösung sein, einen Zwölfjährigen durch Senkung der Strafmündigkeit in die Verantwortung zu nehmen? – Ja, reden wir darüber (Abg. Lausch: Aber wenn Sie das senken - -!), aber reden wir über begleitende Maßnahmen – aber dieser Antrag allein ist zu wenig. (Abg. Amesbauer: Sagen Sie das den Grünen!) Es geht um Kinder und Jugendliche. (Abg. Lausch: Aber wenn Sie senken ...! – Abg. Schnedlitz: Auch bei den Opfern, Frau Kollegin, auch bei den Opfern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Lausch: Aber wenn Sie das senken - -!
Wenn Kollege Lausch meint, wir können ja inhaftieren – es muss nicht sein, aber wir können Zwölfjährige inhaftieren (Ruf bei der FPÖ: Ja, wenn es sein muss, ja!) –, dann antworte ich: Das kann nicht die Lösung sein. Kann es die Lösung sein, einen Zwölfjährigen durch Senkung der Strafmündigkeit in die Verantwortung zu nehmen? – Ja, reden wir darüber (Abg. Lausch: Aber wenn Sie das senken - -!), aber reden wir über begleitende Maßnahmen – aber dieser Antrag allein ist zu wenig. (Abg. Amesbauer: Sagen Sie das den Grünen!) Es geht um Kinder und Jugendliche. (Abg. Lausch: Aber wenn Sie senken ...! – Abg. Schnedlitz: Auch bei den Opfern, Frau Kollegin, auch bei den Opfern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Amesbauer: Sagen Sie das den Grünen!
Wenn Kollege Lausch meint, wir können ja inhaftieren – es muss nicht sein, aber wir können Zwölfjährige inhaftieren (Ruf bei der FPÖ: Ja, wenn es sein muss, ja!) –, dann antworte ich: Das kann nicht die Lösung sein. Kann es die Lösung sein, einen Zwölfjährigen durch Senkung der Strafmündigkeit in die Verantwortung zu nehmen? – Ja, reden wir darüber (Abg. Lausch: Aber wenn Sie das senken - -!), aber reden wir über begleitende Maßnahmen – aber dieser Antrag allein ist zu wenig. (Abg. Amesbauer: Sagen Sie das den Grünen!) Es geht um Kinder und Jugendliche. (Abg. Lausch: Aber wenn Sie senken ...! – Abg. Schnedlitz: Auch bei den Opfern, Frau Kollegin, auch bei den Opfern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Lausch: Aber wenn Sie senken ...! – Abg. Schnedlitz: Auch bei den Opfern, Frau Kollegin, auch bei den Opfern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Wenn Kollege Lausch meint, wir können ja inhaftieren – es muss nicht sein, aber wir können Zwölfjährige inhaftieren (Ruf bei der FPÖ: Ja, wenn es sein muss, ja!) –, dann antworte ich: Das kann nicht die Lösung sein. Kann es die Lösung sein, einen Zwölfjährigen durch Senkung der Strafmündigkeit in die Verantwortung zu nehmen? – Ja, reden wir darüber (Abg. Lausch: Aber wenn Sie das senken - -!), aber reden wir über begleitende Maßnahmen – aber dieser Antrag allein ist zu wenig. (Abg. Amesbauer: Sagen Sie das den Grünen!) Es geht um Kinder und Jugendliche. (Abg. Lausch: Aber wenn Sie senken ...! – Abg. Schnedlitz: Auch bei den Opfern, Frau Kollegin, auch bei den Opfern! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Kickl: Redet darüber, ja!
Wir müssen darüber reden (Abg. Kickl: Redet darüber, ja!), wenn einer vorgeschickt wird. Wir müssen aber auch mit Experten, mit Medizinern reden: Wo ist die geistige Reife? (Ruf bei der FPÖ: Mit Experten reden!) Warum haben Elternhäuser, Schulen, Erziehungsberechtigte vom Kindergarten an versagt? (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Warum sind die Kinder nicht in der Lage, Unrecht zu erkennen?
Ruf bei der FPÖ: Mit Experten reden!
Wir müssen darüber reden (Abg. Kickl: Redet darüber, ja!), wenn einer vorgeschickt wird. Wir müssen aber auch mit Experten, mit Medizinern reden: Wo ist die geistige Reife? (Ruf bei der FPÖ: Mit Experten reden!) Warum haben Elternhäuser, Schulen, Erziehungsberechtigte vom Kindergarten an versagt? (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Warum sind die Kinder nicht in der Lage, Unrecht zu erkennen?
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Wir müssen darüber reden (Abg. Kickl: Redet darüber, ja!), wenn einer vorgeschickt wird. Wir müssen aber auch mit Experten, mit Medizinern reden: Wo ist die geistige Reife? (Ruf bei der FPÖ: Mit Experten reden!) Warum haben Elternhäuser, Schulen, Erziehungsberechtigte vom Kindergarten an versagt? (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.) Warum sind die Kinder nicht in der Lage, Unrecht zu erkennen?
Beifall bei ÖVP und Grünen
Man versucht, ihnen beizubringen, dass Konfliktlösung im Dialog passieren kann, dass das Messer, die Waffe, die Gewalt, das Machtausüben gegenüber Frauen nicht die Lösung ist, sondern reden, reden, so wie ich es meinen Kindern beigebracht habe (Beifall bei ÖVP und Grünen): Löst Konflikte, reden wir darüber! Was
Abg. Amesbauer: Kollegin, Fahren Sie nach Favoriten und reden Sie mit den Afghanen! Machen S’ das!
ist dein Problem? Wohin kannst du dich wenden? (Abg. Amesbauer: Kollegin, Fahren Sie nach Favoriten und reden Sie mit den Afghanen! Machen S’ das!)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Wir haben zum Thema Gewaltschutz in den letzten Wochen und Monaten schon so viel gemacht. Schauen Sie sich die Gesetze, schauen Sie sich unser Budget an. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Es ist nicht genug, das ist uns klar. Wir sprechen mit dem Koalitionspartner über dieses Thema. (Abg. Lausch: Jessas na!) Unser Zugang ist, diejenigen in die Verantwortung zu bringen, die dafür in einer geistigen Reife und in einer körperlichen Reife schon in der Lage sind.
Abg. Lausch: Jessas na!
Wir haben zum Thema Gewaltschutz in den letzten Wochen und Monaten schon so viel gemacht. Schauen Sie sich die Gesetze, schauen Sie sich unser Budget an. (Zwischenruf des Abg. Lausch.) Es ist nicht genug, das ist uns klar. Wir sprechen mit dem Koalitionspartner über dieses Thema. (Abg. Lausch: Jessas na!) Unser Zugang ist, diejenigen in die Verantwortung zu bringen, die dafür in einer geistigen Reife und in einer körperlichen Reife schon in der Lage sind.
Abg. Kickl: Das ist wie immer! Das ist wie immer!
Damit brauchen wir diesen Antrag heute nicht, der so einseitig und so einfach ist. Kollege Stefan hat gesagt: Nehmen Sie doch den einfachen Antrag und stimmen Sie zu! – Nein, das können wir heute nicht. (Abg. Kickl: Das ist wie immer! Das ist wie immer!) Was wir tun, ist, den Diskurs zu führen – mit Experten, mit den betroffenen Ministerien, mit den Menschen, mit den Experten aus der Jugendfürsorge, aus der Wohlfahrt, auch mit den Betroffenen, NGO-Gruppen, die helfen, dass Jugendliche den richtigen Weg finden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Lausch.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Lausch.
Damit brauchen wir diesen Antrag heute nicht, der so einseitig und so einfach ist. Kollege Stefan hat gesagt: Nehmen Sie doch den einfachen Antrag und stimmen Sie zu! – Nein, das können wir heute nicht. (Abg. Kickl: Das ist wie immer! Das ist wie immer!) Was wir tun, ist, den Diskurs zu führen – mit Experten, mit den betroffenen Ministerien, mit den Menschen, mit den Experten aus der Jugendfürsorge, aus der Wohlfahrt, auch mit den Betroffenen, NGO-Gruppen, die helfen, dass Jugendliche den richtigen Weg finden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Lausch.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Für uns ist wichtig, dass diese Jugendlichen so wie alle einen Anspruch haben, in diesem Land gut und sicher zu leben, dass sie aber auch verstehen, was liberale Demokratie bedeutet. Sie bedeutet Meinungsfreiheit, in einem Rechtsstaat zu leben, Sicherheit zu haben, Ausbildung zu genießen, aber dafür auch Pflichten zu haben. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Abg. Lausch: Wie lange noch? Wie lange noch? Seit zwei Jahren!
Um diese Pflichten geht es. Das geht nicht einfach, indem ich ein Gesetz ohne Begleitmaßnahmen mache. Wir werden uns überlegen, welche Maßnahmen die Absenkung des Strafalters begleiten müssen. (Abg. Lausch: Wie lange noch? Wie lange noch? Seit zwei Jahren!) Du weißt genau, dass dieser Diskurs aufgrund der Vergewaltigung des 12-jährigen Mädchens begonnen hat und in einer Dynamik aufgenommen wurde. (Ruf bei der FPÖ: Das ist ein langer Diskurs! – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Erinnere dich bitte an die Diskussionen im Justizausschuss. (Abg. Lausch: Seit Jahren! – Präsident Sobotka gibt das
Ruf bei der FPÖ: Das ist ein langer Diskurs! – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Um diese Pflichten geht es. Das geht nicht einfach, indem ich ein Gesetz ohne Begleitmaßnahmen mache. Wir werden uns überlegen, welche Maßnahmen die Absenkung des Strafalters begleiten müssen. (Abg. Lausch: Wie lange noch? Wie lange noch? Seit zwei Jahren!) Du weißt genau, dass dieser Diskurs aufgrund der Vergewaltigung des 12-jährigen Mädchens begonnen hat und in einer Dynamik aufgenommen wurde. (Ruf bei der FPÖ: Das ist ein langer Diskurs! – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Erinnere dich bitte an die Diskussionen im Justizausschuss. (Abg. Lausch: Seit Jahren! – Präsident Sobotka gibt das
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Das ist schwurbeln! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Jetzt kommt er, der Vokaki!
Wir sind bereits am Arbeiten, wir warten nicht mehr zu, die Experten sind dabei. Schauen wir einmal – ihr habt gesagt, wir haben nur mehr wenig Zeit, auch wir wissen das –, ob wir zu Lösungen kommen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Das ist schwurbeln! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Jetzt kommt er, der Vokaki!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Warum ist zuhören zynisch? Was ist das für eine Logik?
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Damen und Herren! Den Redebeiträgen von Grün und ÖVP zuzuhören – das ist zynisch. Das ist zynisch gegenüber den Opfern. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Warum ist zuhören zynisch? Was ist das für eine Logik?)
Abg. Steinacker: Mit den Medizinern! Ich habe es eh aufgezählt!
Von Ihnen, Kollegin Steinacker von der ÖVP, hört man nur: Reden wir darüber, diskutieren wir darüber, denken wir darüber nach! – Ja, was wollen Sie noch nachdenken, was wollen Sie noch reden, mit wem wollen Sie denn diskutieren? Mit den Afghanen in Favoriten, die die Straftaten - - (Abg. Steinacker: Mit den Medizinern! Ich habe es eh aufgezählt!) – Fahren Sie hin, Frau Steinacker, fahren Sie nach Favoriten und bilden Sie einen Arbeitskreis mit den Syrern und Afghanen! Das schaue ich mir an, was da rauskommt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Mit euch nicht, weil ihr versteht es nicht!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Mit euch nicht, weil ihr versteht es nicht!
Von Ihnen, Kollegin Steinacker von der ÖVP, hört man nur: Reden wir darüber, diskutieren wir darüber, denken wir darüber nach! – Ja, was wollen Sie noch nachdenken, was wollen Sie noch reden, mit wem wollen Sie denn diskutieren? Mit den Afghanen in Favoriten, die die Straftaten - - (Abg. Steinacker: Mit den Medizinern! Ich habe es eh aufgezählt!) – Fahren Sie hin, Frau Steinacker, fahren Sie nach Favoriten und bilden Sie einen Arbeitskreis mit den Syrern und Afghanen! Das schaue ich mir an, was da rauskommt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: Mit euch nicht, weil ihr versteht es nicht!)
Abg. Prammer: Gibt es ja! Die Strafen gibt es ja!
muss es ordentliche Sanktionen geben. (Abg. Prammer: Gibt es ja! Die Strafen gibt es ja!) Wenn Sie diskutieren wollen, dann diskutieren wir zum Beispiel über die Möglichkeit eines Bootcamps für solche Herrschaften, damit sie sich zusammenreißen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
muss es ordentliche Sanktionen geben. (Abg. Prammer: Gibt es ja! Die Strafen gibt es ja!) Wenn Sie diskutieren wollen, dann diskutieren wir zum Beispiel über die Möglichkeit eines Bootcamps für solche Herrschaften, damit sie sich zusammenreißen. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir brauchen aber im Strafrecht wirksame Instrumente, um des Ganzen Herr zu werden. Wer alt genug ist, um zu vergewaltigen oder auch zu morden, der ist auch alt genug, die Sanktionen dafür in Kauf zu nehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Das heißt noch immer Bundeskanzler! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Der wichtigste Schritt, den wir neben der Senkung der Strafmündigkeit setzen müssen, ist eine totale Schubumkehr in der Asylpolitik. Wenn wir diese Leute aus Syrien und Afghanistan und aus anderen kulturfremden Regionen, die sich nicht an unsere Gesetze und unsere Werte halten, die kulturell einfach nicht zu uns passen, die hier nichts verloren haben, nicht zigtausendfach ins Land lassen, dann können diese Taten gar nicht passieren, und das wird nur stattfinden, wenn wir eine Trendumkehr schaffen, und die gibt es nur mit der Freiheitlichen Partei und einem Volkskanzler Herbert Kickl. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Steinacker: Das heißt noch immer Bundeskanzler! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Krainer: Ein Drittel der FPÖ-Fraktion hat nicht mit „Ja“ gestimmt!
Der Zusatz- beziehungsweise Abänderungsantrag der Abgeordneten Kickl, Kolleginnen und Kollegen ist somit abgelehnt. (Abg. Krainer: Ein Drittel der FPÖ-Fraktion hat nicht mit „Ja“ gestimmt!)
Ruf bei der SPÖ: Gar so wichtig war das jetzt nicht, liebe FPÖ! – Abg. Krainer: Nur zwei Drittel der FPÖ stimmten mit!
Gemäß § 66 Abs. 8 der Geschäftsordnung werden die Namen der Abgeordneten unter Angabe des Abstimmungsverhaltens in das Stenographische Protokoll aufgenommen. (Ruf bei der SPÖ: Gar so wichtig war das jetzt nicht, liebe FPÖ! – Abg. Krainer: Nur zwei Drittel der FPÖ stimmten mit!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Lukas Brandweiner (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Jugendstaatssekretärin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher hier auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Zunächst darf ich eine Gruppe begrüßen, und zwar den Seniorenbund Sankt Ruprecht an der Raab. Mein Kollege Christoph Stark freut sich sehr. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Besonders erfreulich ist aus meiner Sicht, dass über 80 Prozent der Jugendlichen eine wirklich hohe Lebenszufriedenheit haben, lediglich 17 Prozent haben eine eher schlechte oder ganz schlechte Zufriedenheit. Unsere Aufgabe hier herinnen ist es natürlich, diesen Wert weiter zu reduzieren und bestmögliche Voraussetzungen zu schaffen, damit die Jugend von heute eine gute Zukunftsperspektive hat. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kucharowits: Bitte, so weit von der Lebensrealität entfernt!
Wir als Volkspartei versuchen natürlich, die Familien weiterhin bestmöglich zu unterstützen. Wir haben in dieser Legislaturperiode vieles schon geschafft. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir die Kinderbetreuungsoffensive weiter vorantreiben, aber auch mit dem gestern beschlossenen Wohnpaket setzen wir die richtigen Signale für die jungen Menschen, damit sie eine Familie gründen und sich Eigentum und Wohnraum schaffen können. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kucharowits: Bitte, so weit von der Lebensrealität entfernt!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Prammer und Lukas Hammer.
Diese Zuversicht strahlt auch unsere Jugendstaatssekretärin aus. Ich möchte mich wirklich für die Arbeit, die du leistest, bedanken. Ich würde sagen: Packen wir es an, arbeiten wir weiter für die Jugend in unserem Land! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Prammer und Lukas Hammer.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher ist es für mich schon etwas verwunderlich, das muss ich schon ganz ehrlich sagen, dass im Jugendbericht das Thema psychische Gesundheit nur sehr spärlich angerissen wurde, denn jeder Fall, dass ein junger Mensch suizidale Gedanken hat oder gar Suizid begeht, ist einer zu viel. Diesem Thema müssen wir viel stärker unsere Aufmerksamkeit schenken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Genau da aber haben Sie und Ihre Kollegen in der Bundesregierung zu wenig getan. Das heißt, anstatt den Jungen die Last von den Schultern zu nehmen, haben Sie durch das Nichtstun den Druck sogar noch erhöht. Wir brauchen keine Politik, mit der Herausforderungen ausgesessen werden, sondern endlich eine Politik, mit der der Sozialstaat eingreift, fördert und hilft. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bogner-Strauß: Wohnbaupaket!
Solch ein Thema ist eben das Thema Wohnen (Abg. Bogner-Strauß: Wohnbaupaket!), das möchte ich noch einmal kurz herausnehmen. Sie reden auch immer davon, dass sich junge Menschen den Traum vom Eigenheim leisten möchten. Natürlich, no na, würde ich sagen, wollen sich Junge diesen Traum vom Eigenheim erfüllen, aber bei derart hohen Mietpreisen, wie sie zurzeit sind, und wenn man nichts dagegen unternimmt, ist das ganz einfach nicht möglich, außer man ist auf die Butterseite gefallen und hat von den Eltern ein Erbe erhalten.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Das heißt, die Lobhudelei des Kollegen Brandweiner auf Sie und Ihre Bundesregierung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich würde eher vorschlagen, dass Sie Ihre Eigen-PR ein bisschen hintanhalten und zu handeln beginnen (Zwischenrufe bei der ÖVP), denn die Jugendlichen in unserem Land haben sich sicher etwas Besseres verdient. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Burgenland hast gemeint!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Burgenland hast gemeint!
Das heißt, die Lobhudelei des Kollegen Brandweiner auf Sie und Ihre Bundesregierung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich würde eher vorschlagen, dass Sie Ihre Eigen-PR ein bisschen hintanhalten und zu handeln beginnen (Zwischenrufe bei der ÖVP), denn die Jugendlichen in unserem Land haben sich sicher etwas Besseres verdient. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zarits: Burgenland hast gemeint!)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Die Lebenswelten haben sich verändert. Junge Menschen gehen heute anders mit ihren Befindlichkeiten um. Früher hatten Jugendliche weniger – sehr viele von Ihnen hier im Saal werden sich daran erinnern –, aber früher hatten Jugendliche auch das Gefühl und eigentlich die Sicherheit, dass sie sich etwas aufbauen können. Heute fehlt ihnen diese Zuversicht. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenrufe bei Grünen und NEOS. – Abg. Schwarz: Schauts einmal ... eigenen Leute!
Frau Staatssekretärin, es ist sehr schade, dass Sie beim vorhergegangenen Punkt nicht durchgehend anwesend waren, denn Sie haben sich ja auch für eine Senkung der Strafmündigkeit ausgesprochen – und Ihr ÖVP-Klub hat gerade gegen diese Forderung gestimmt. (Zwischenrufe bei Grünen und NEOS. – Abg. Schwarz: Schauts einmal ... eigenen Leute!) Ich gebe Ihnen allerdings mit dem folgenden Entschließungsantrag noch eine Chance, das vielleicht wieder zurechtzurücken.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Ecker.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Staatssekretärin! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Ich wollte eigentlich nicht darauf eingehen, aber die FPÖ hat wieder den Antrag eingebracht. (Zwischenruf der Abg. Ecker.) Nur so viel dazu: Der jüngste Fall ist extrem erschütternd, und es stellt einem alle Haare auf, wenn man davon liest. Es ist unvorstellbar – und es muss alles dafür getan werden, um aufzuklären, wie es dazu kommen konnte. Wenn Jugendliche und Kinder Straftaten begehen, dann muss das Konsequenzen haben – und dafür gibt es Gesetze.
Beifall bei den Grünen.
Sie wissen also ganz genau, das Sie mit Ihren Forderungen keinen einzigen Fall verhindern werden. Es wird keinen einzigen Fall weniger geben – aber darum geht es euch auch nicht. Es geht hier nicht darum, Lösungen zu finden, sondern euch geht es nur darum, diese Fälle grindig zu instrumentalisieren; um mehr geht es euch nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Brandstötter: Ja?!
Nun zum Jugendbericht: Die Herausforderungen von der Klimakrise über die Wirtschaftskrise bis hin zum Krieg in Europa, all diese Krisen gehen nicht spurlos an unseren jungen Menschen, an uns allen vorbei. Das macht etwas mit uns, und viele Menschen erzählen mir, dass sie sich erschöpft fühlen, weil ihre Lebensgrundlage aufgrund der Klimakrise bedroht ist, weil globale Krisenherde lichterloh in Brand stehen, weil lang erkämpfte Rechte gegenwärtig immer mehr abgebaut werden. Wirklich viele denken sich im Grunde: What the (leiser sprechend) fuck! (Abg. Brandstötter: Ja?!)
Abg. Kassegger: ... sagen, wo konkret wir jetzt demokratiefeindlich sind! Konkret!
Gerade in letzter Zeit, im weltweiten sozusagen Superwahljahr nehme ich verstärkt die Sorge um unsere Demokratie wahr – und das zeigt auch der Bericht. Unsere Demokratie hat uns Frieden und Wohlstand gebracht. – Und ja, wir stehen tatsächlich dieses Jahr an einem Scheideweg. Trump, Putin, Orbán, Kickl – es sind Männer rund um die Welt, die demokratiefeindlich, frauenfeindlich, mit Leugnen der Klimakrise und weiterem Irrsinn bereits in der Regierung sind oder nach der Macht greifen. (Abg. Kassegger: ... sagen, wo konkret wir jetzt demokratiefeindlich sind! Konkret!) Das Muster ist immer das gleiche: Es geht darum, Ängste zu instrumentalisieren, es geht darum, dass Medien oder demokratische Instanzen brutal angegriffen werden, und für komplexe Probleme gibt es dann einfache Lösungen, die so nicht funktionieren.
Beifall bei den Grünen.
Der Bericht zeigt aber auch eines, und zwar den positiven Trend hin zur Gemeinschaft. Obwohl die Jugend so stark von den Krisen betroffen ist, bleibt sie trotzdem optimistisch und lässt sich nicht unterkriegen, und ich glaube, das ist der wichtigste Punkt. Dieses Pflänzchen des Optimismus müssen wir zum Gedeihen bringen. Das heißt, es bringt nichts, nur darüber zu sprechen, dass man die Jugend ernst nehmen muss, und es reicht auch nicht, nur zu sagen, was alles nicht geht – das ist nicht die Politik, die sich unsere Jugend verdient hat, und das ist nicht die Politik, die wir brauchen. Was wir brauchen, ist politischer Dünger, um das Pflänzchen des Optimismus zu einem stabilen Baum wachsen zu lassen, der Stabilität und vor allem wieder Lust auf Zukunft macht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der dritte Punkt ist, die Klimakrise endlich ernst zu nehmen – wie im Jugendbericht auch ausführlich dargestellt wird. Wenn es um tatsächliche Maßnahmen geht, dann stehen wir Grüne oft immer noch allein da und müssen um jede einzelne Maßnahme kämpfen, obwohl die Bekämpfung der Klimakrise der Job von allen Parteien ist, nicht nur von einer. Das heißt, es muss endlich Schluss mit der Betonromantik und mit dem alten Denken sein – denn eines muss uns klar sein: Mit jedem Moment des Zögerns nehmen wir den jungen Menschen ein Stück Zukunft. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Ein so ein Blödsinn! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Ein Kind zu bekommen ist für sehr viele junge Menschen, für Jungfamilien, für junge Paare mittlerweile zu einer echten finanziellen Frage geworden, unter anderem deswegen, weil die Kinderbetreuung gerade im ländlichen Raum, gerade dort, wo die ÖVP regiert, teilweise grottenschlecht ausgebaut ist. (Abg. Michael Hammer: Ein so ein Blödsinn! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) Gleichzeitig steigt aber die Steuerbelastung weiter – für alle Menschen, aber die jungen Menschen betrifft das insbesondere. (Abg. Michael Hammer: Keine Ahnung!) Entgegen Ihrem Versprechen für das Jahr 2024 – das hätte nämlich bedeutet, dass es unterm Strich zu einer Steuerentlastung von 4 000 Euro für ein junges Paar kommt; Sie haben dieses Versprechen nicht gehalten – haben Sie die Steuer- und Abgabenquote nicht unter 40 Prozent gebracht. Wenn Sie sagen, es soll die Pflicht von einem jungen Menschen sein, unter 30 ein Kind zu zeugen, dann glaube ich nicht, dass Sie aus der finanziellen Perspektive die richtigen Rahmenbedingungen dafür geschaffen haben.
Abg. Michael Hammer: Keine Ahnung!
Ein Kind zu bekommen ist für sehr viele junge Menschen, für Jungfamilien, für junge Paare mittlerweile zu einer echten finanziellen Frage geworden, unter anderem deswegen, weil die Kinderbetreuung gerade im ländlichen Raum, gerade dort, wo die ÖVP regiert, teilweise grottenschlecht ausgebaut ist. (Abg. Michael Hammer: Ein so ein Blödsinn! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.) Gleichzeitig steigt aber die Steuerbelastung weiter – für alle Menschen, aber die jungen Menschen betrifft das insbesondere. (Abg. Michael Hammer: Keine Ahnung!) Entgegen Ihrem Versprechen für das Jahr 2024 – das hätte nämlich bedeutet, dass es unterm Strich zu einer Steuerentlastung von 4 000 Euro für ein junges Paar kommt; Sie haben dieses Versprechen nicht gehalten – haben Sie die Steuer- und Abgabenquote nicht unter 40 Prozent gebracht. Wenn Sie sagen, es soll die Pflicht von einem jungen Menschen sein, unter 30 ein Kind zu zeugen, dann glaube ich nicht, dass Sie aus der finanziellen Perspektive die richtigen Rahmenbedingungen dafür geschaffen haben.
Abg. Michael Hammer: Dazu muss man aber auch etwas können; danach schaut es bei dir auch nicht aus!
Zinslage eine Traumvorstellung. Übrig bleibt, einen Baum zu pflanzen. Das kann man schon machen (Abg. Michael Hammer: Dazu muss man aber auch etwas können; danach schaut es bei dir auch nicht aus!), aber ich glaube nicht, dass das das Versprechen sein sollte, das man als Politik jungen Menschen gibt. (Abg. Michael Hammer: Der Wiederkehr weiß nicht einmal, dass er zuständig ist!)
Abg. Michael Hammer: Der Wiederkehr weiß nicht einmal, dass er zuständig ist!
Zinslage eine Traumvorstellung. Übrig bleibt, einen Baum zu pflanzen. Das kann man schon machen (Abg. Michael Hammer: Dazu muss man aber auch etwas können; danach schaut es bei dir auch nicht aus!), aber ich glaube nicht, dass das das Versprechen sein sollte, das man als Politik jungen Menschen gibt. (Abg. Michael Hammer: Der Wiederkehr weiß nicht einmal, dass er zuständig ist!)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Ein letzter Punkt noch – wir werden beim nächsten Tagesordnungspunkt noch darüber sprechen –: Ein besonders trauriges Detail ist, dass in diesem Jugendbericht, der sage und schreibe 384 Seiten umfasst, also groß aufgeblasen ist, aber relativ wenig Inhalt hat, der Umgang mit der psychischen Gesundheit nicht einmal ein Unterkapitel wert ist, nicht einmal Erwähnung findet. Das finde ich bei den Maßnahmen, die die Regierung zulasten der jungen Menschen getroffen hat, schon besonders dramatisch. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es bräuchte in dieser Regierung dringend einen Anwalt für die Jungen – Sie, Frau Staatssekretärin, sind es leider nicht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Bitte nicht! – Abg. Leichtfried: Na, bitte nicht!
Gerade in den vergangenen Jahren hat die Bundesregierung gezeigt, was es heißt, Politik für junge Menschen zu machen. Ich betone es immer wieder: Jugendpolitik ist Querschnittsmaterie. Jede einzelne Entscheidung, jeder einzelne Beschluss, der hier im Hohen Haus gefällt wird, hat früher oder später Auswirkungen auf die nächsten Generationen. Ich könnte jetzt stundenlang darüber reden, was in den letzten Jahren umgesetzt wurde und was alles positive Auswirkungen für junge Menschen hat und was sie betrifft. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Bitte nicht! – Abg. Leichtfried: Na, bitte nicht!)
Zwischenruf des Abg. Shetty.
Erst gestern wurde hier im Hohen Haus eine ganz zentrale Maßnahme dafür beschlossen. Herr Abgeordneter, Sie hätten gestern eben genau diese Gelegenheit gehabt, dass Ihre Fraktion dem auch zustimmt, dass wir Entlastungsmaßnahmen vornehmen – Entlastungsmaßnahmen für junge Familien, Entlastungen für junge Menschen, die vorsorgen wollen, die sich eigene vier Wände schaffen wollen. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) Ihre Fraktion, die NEOS, war die einzige Partei, die hier dagegen gestimmt hat (Abg. Loacker: Es waren sechs Abstimmungen, wir waren manchmal dafür und manchmal dagegen! Bleib einmal bei der Wahrheit, oder ist das zu viel verlangt? – Ruf bei der ÖVP: Na, Herr Kollege Loacker!), als es darum gegangen ist, dass wir zwei von drei staatlichen Nebengebühren auf die ersten eigenen vier Wände streichen. (Abg. Loacker: Das ist ja kein Benehmen! – He-Rufe bei der ÖVP.) Ab April ist es dann endlich so weit, dass die Eintragungsgebühren ins Grundbuch fallen und auch die Eintragungsgebühr für das Pfandrecht. (Abg. Loacker: Unglaublich! Euer türkises Regime ist vorbei, du kannst wieder normal tun! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Es waren sechs Abstimmungen, wir waren manchmal dafür und manchmal dagegen! Bleib einmal bei der Wahrheit, oder ist das zu viel verlangt? – Ruf bei der ÖVP: Na, Herr Kollege Loacker!
Erst gestern wurde hier im Hohen Haus eine ganz zentrale Maßnahme dafür beschlossen. Herr Abgeordneter, Sie hätten gestern eben genau diese Gelegenheit gehabt, dass Ihre Fraktion dem auch zustimmt, dass wir Entlastungsmaßnahmen vornehmen – Entlastungsmaßnahmen für junge Familien, Entlastungen für junge Menschen, die vorsorgen wollen, die sich eigene vier Wände schaffen wollen. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) Ihre Fraktion, die NEOS, war die einzige Partei, die hier dagegen gestimmt hat (Abg. Loacker: Es waren sechs Abstimmungen, wir waren manchmal dafür und manchmal dagegen! Bleib einmal bei der Wahrheit, oder ist das zu viel verlangt? – Ruf bei der ÖVP: Na, Herr Kollege Loacker!), als es darum gegangen ist, dass wir zwei von drei staatlichen Nebengebühren auf die ersten eigenen vier Wände streichen. (Abg. Loacker: Das ist ja kein Benehmen! – He-Rufe bei der ÖVP.) Ab April ist es dann endlich so weit, dass die Eintragungsgebühren ins Grundbuch fallen und auch die Eintragungsgebühr für das Pfandrecht. (Abg. Loacker: Unglaublich! Euer türkises Regime ist vorbei, du kannst wieder normal tun! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Das ist ja kein Benehmen! – He-Rufe bei der ÖVP.
Erst gestern wurde hier im Hohen Haus eine ganz zentrale Maßnahme dafür beschlossen. Herr Abgeordneter, Sie hätten gestern eben genau diese Gelegenheit gehabt, dass Ihre Fraktion dem auch zustimmt, dass wir Entlastungsmaßnahmen vornehmen – Entlastungsmaßnahmen für junge Familien, Entlastungen für junge Menschen, die vorsorgen wollen, die sich eigene vier Wände schaffen wollen. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) Ihre Fraktion, die NEOS, war die einzige Partei, die hier dagegen gestimmt hat (Abg. Loacker: Es waren sechs Abstimmungen, wir waren manchmal dafür und manchmal dagegen! Bleib einmal bei der Wahrheit, oder ist das zu viel verlangt? – Ruf bei der ÖVP: Na, Herr Kollege Loacker!), als es darum gegangen ist, dass wir zwei von drei staatlichen Nebengebühren auf die ersten eigenen vier Wände streichen. (Abg. Loacker: Das ist ja kein Benehmen! – He-Rufe bei der ÖVP.) Ab April ist es dann endlich so weit, dass die Eintragungsgebühren ins Grundbuch fallen und auch die Eintragungsgebühr für das Pfandrecht. (Abg. Loacker: Unglaublich! Euer türkises Regime ist vorbei, du kannst wieder normal tun! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Loacker: Unglaublich! Euer türkises Regime ist vorbei, du kannst wieder normal tun! – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Erst gestern wurde hier im Hohen Haus eine ganz zentrale Maßnahme dafür beschlossen. Herr Abgeordneter, Sie hätten gestern eben genau diese Gelegenheit gehabt, dass Ihre Fraktion dem auch zustimmt, dass wir Entlastungsmaßnahmen vornehmen – Entlastungsmaßnahmen für junge Familien, Entlastungen für junge Menschen, die vorsorgen wollen, die sich eigene vier Wände schaffen wollen. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) Ihre Fraktion, die NEOS, war die einzige Partei, die hier dagegen gestimmt hat (Abg. Loacker: Es waren sechs Abstimmungen, wir waren manchmal dafür und manchmal dagegen! Bleib einmal bei der Wahrheit, oder ist das zu viel verlangt? – Ruf bei der ÖVP: Na, Herr Kollege Loacker!), als es darum gegangen ist, dass wir zwei von drei staatlichen Nebengebühren auf die ersten eigenen vier Wände streichen. (Abg. Loacker: Das ist ja kein Benehmen! – He-Rufe bei der ÖVP.) Ab April ist es dann endlich so weit, dass die Eintragungsgebühren ins Grundbuch fallen und auch die Eintragungsgebühr für das Pfandrecht. (Abg. Loacker: Unglaublich! Euer türkises Regime ist vorbei, du kannst wieder normal tun! – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen sowie Bravoruf des Abg. Michael Hammer.
Zudem arbeiten wir auch intensiv daran, dass kräftig in den Wohnbau investiert werden kann, dass in die Baubranche investiert wird und dass es einen Konjunkturaufschwung gibt und dass günstige Kredite für junge Menschen, für Familien auf den Weg gebracht werden. Gestern sind hier also bereits sehr zentrale Schritte beschlossen worden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen sowie Bravoruf des Abg. Michael Hammer.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
1,4 Millionen junge Menschen in Österreich im Alter von 15 bis 29 Jahren freiwillig engagieren. 1,4 Millionen junge Menschen, das ist jeder Zweite, und damit sind wir auch international absoluter Spitzenreiter, was die Beteiligung von jungen Menschen insbesondere in der außerschulischen Jugendarbeit betrifft. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Der kann ja wohl sitzen, wo er will!
Ich komme soeben von der Vollversammlung der Bundesjugendvertretung, in der eben die außerschulischen Jugendorganisationen stark vertreten sind und in der wir insbesondere im letzten Jahr viel weitergebracht haben. In den letzten beiden Jahren ist es uns gelungen, die Bundesjugendförderung erstmals seit Bestehen – seit über 20 Jahren! – um insgesamt mehr als 30 Prozent anzuheben. Ja, da geht es zum einen Teil um Wertschätzung – der Jugendsprecher der SPÖ ist mittlerweile in die hinteren Reihen zurückgerückt (Abg. Leichtfried: Der kann ja wohl sitzen, wo er will!) –, aber auch um die Anerkennung dessen, was in der außerschulischen Jugendarbeit Großartiges passiert.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.
Ein vierter Bereich aus dem Jugendbericht: Die Lebenszufriedenheit – sie wurde auch bereits angesprochen – entwickelt sich durchaus positiv. Die jungen Österreicherinnen und Österreicher sind zu über 80 Prozent trotz Krisen, trotz Unsicherheiten mit ihrem Leben zufrieden. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.
wir haben nachhaltige Maßnahmen gesetzt, um Menschen, die tagtäglich in der Früh aufstehen, arbeiten gehen und Steuern zahlen, zu entlasten – mit der Einführung der ökosozialen Steuerreform, mit der Abschaffung der kalten Progression, die jahrelang, wenn nicht sogar jahrzehntelang intensivst gefordert wurde. Wir haben das zusammengebracht. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.
Nein, das bedeutet nicht, dass wir uns zurücklehnen können, aber das Ergebnis ist eindeutig: Österreich ist ein sicheres, ein friedliches, ein wohlhabendes Land und insbesondere für junge Menschen ein zukunftsreiches Land, wenn es um die Aussichten für die nächsten Generationen geht. – Vielen lieben Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete MMag. Dr. Agnes Totter, BEd (ÖVP): Bevor ich mit meiner Rede beginne, möchte ich für meinen Kollegen Georg Strasser die 4 LWb des Francisco Josephinums Wieselburg recht herzlich begrüßen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Als Pädagogin erlebe ich an den Schulen direkt, welche Ideen, Anliegen, aber auch Nöte und Sorgen Jugendliche haben und was sie aktuell beschäftigt. Einen großen Überblick bringt nun auch der vorliegende Achte Bericht zur Lage der Jugend in Österreich. Vielen Dank an Staatssekretärin Claudia Plakolm und ihr Ressort für den detaillierten Bericht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren, der Bericht bringt auch ganz klar zum Ausdruck, dass Jugendliche die Gemeinschaft, das Miteinander als wertvolle Ressource sehen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es ist ihnen bewusst, dass jede und jeder einen Beitrag leisten muss, damit Gemeinschaft überhaupt funktionieren kann.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Es liegt an uns, der Politik, die Sorgen und Nöte der Jugendlichen ernst zu nehmen, ihnen Orientierung zu geben, ihnen Vorbilder zu sein und miteinander und nicht gegeneinander an Lösungen für Herausforderungen, die jede Generation zu bewältigen hat, zu arbeiten. Gerade diese Bundesregierung unter Bundeskanzler Karl Nehammer nimmt diese Verantwortung wahr und tut sehr viel für Kinder, Jugend und Familien. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Budget 2024 für Familie und Jugend stieg auf über 8,9 Milliarden Euro. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Diese Steigerung ist insbesondere auf erhöhte Auszahlungen bei Familienleistungen wie Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld zurückzuführen. Zudem werden all diese Zahlungen jährlich automatisch an die Inflation angepasst. All diese Maßnahmen zeigen auch Wirkung.
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.
Meine Damen und Herren, ich möchte heute noch auf eine aktuelle Umfrage des ORF eingehen, wonach mehr als zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher mit ihrem Leben sehr oder eher zufrieden sind. Bestnoten gibt es für die eigene Wohnsituation, die Arbeit, die Ausbildung und die Gesundheit. Das Ergebnis dieser Umfrage ist eine Bestätigung, dass diese Bundesregierung auch in Krisenzeiten Verantwortung getragen und die richtigen Maßnahmen gesetzt hat. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.)
Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist um!
Es ist unsere Aufgabe, Jugendlichen Zuversicht zu geben, statt alles schlechtzureden. (Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist um!) Das, was die Opposition hier vielfach macht, nämlich richtige und wertvolle Maßnahmen schlechtzureden und damit junge Menschen zu verunsichern, ist aus meiner Sicht grob fahrlässig. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.
Es ist unsere Aufgabe, Jugendlichen Zuversicht zu geben, statt alles schlechtzureden. (Abg. Leichtfried: Die Redezeit ist um!) Das, was die Opposition hier vielfach macht, nämlich richtige und wertvolle Maßnahmen schlechtzureden und damit junge Menschen zu verunsichern, ist aus meiner Sicht grob fahrlässig. – Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Neßler und Prammer.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Die Frau Staatssekretärin hat in ihrem Redebeitrag gesagt, dass wir NEOS gestern nicht beim Wohnpaket mitgestimmt haben. – Das ist nicht richtig. Ich berichtige tatsächlich, dass es sechs Abstimmungen waren und wir bei manchen Abstimmungen dafür gestimmt haben, bei manchen Abstimmungen dagegen. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Also gilt es, da einen Schub zu machen und gerade auch für Lehrlinge die Durchlässigkeit in Richtung Matura oder einschlägiges Studium zu vereinfachen. Das wären gute Schritte für eine moderne Zukunft für die Jugend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es heißt aber auch, dass wir Forderungen, wie etwa von der Bundesjugendvertretung, in Richtung psychische Gesundheit aufnehmen, dass die Übernahme der Kosten für die Behandlung psychischer Krankheiten und auch die Vorsorge durch die Kassen endlich ermöglicht wird. (Beifall bei der SPÖ.) Es kann nicht sein, dass man immer nur tröpferlweise irgendwo ansetzt. Die Kosten für die Behandlung psychischer Krankheiten und die Vorsorge müssen von den Krankenkassen flächendeckend übernommen werden, und es müssen dafür entsprechende Kapazitäten geschaffen werden.
Beifall bei der SPÖ.
vermehrten Essstörungen von jungen Menschen einfach so hinnehmen. Da braucht es ein Bildbearbeitungsgesetz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
All das sind konstruktive Vorschläge. Ein konstruktiver Vorschlag, der aus vielen Richtungen gekommen ist, wurde im Sinne der jungen Menschen jetzt umgesetzt – das kann ein erster Schritt sein –, nämlich die Ausweitung der kostenlosen HPV-Impfung bis 30. Das ist ein wichtiges Angebot, das viele, viele junge Menschen bitte unbedingt in Anspruch nehmen sollen, junge Frauen, aber genauso Burschen. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung einer positiven Zukunft für junge Menschen, mit dem man einen guten Anreiz gesetzt hat. Diesen Weg müssen wir weitergehen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
in Richtung Staatssekretärin Plakolm
LGBTIQ-Rechte sind Menschenrechte, und es besteht Handlungsbedarf. Mehr als die Hälfte der jungen Österreicher:innen sieht laut Jugendbericht diesen Handlungsbedarf im Bereich der Gleichberechtigung von Menschen aus der Community. Gleichzeitig geht aus dem Bericht aber hervor, dass die Themen Community und Queerpolitik einem sehr hohen sogenannten Schweigedruck ausgesetzt sind – das ist die Angst bei jungen Menschen, sich zu outen, und zwar gerade am Land, gerade woher (in Richtung Staatssekretärin Plakolm) auch wir beide kommen. Das ist sehr hart, sehr schwierig und stellt einen Unterschied, einen Gegensatz zu den Städten dar.
Beifall bei den Grünen.
Das wollen wir ändern, das müssen wir ändern! Wir müssen uns für die Sichtbarkeit starkmachen, für eine Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Bekämpfung von Diskriminierung. Wir wollen eine stärkere Beteiligung und Vernetzung der LGBTIQ-Community in der Politik und der Gesellschaft. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Diesbezüglich sehe ich uns in der Verantwortung, und zwar vor allem auch in den Bundesländern, am Land draußen, etwas zu tun. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wir wollen niederschwellige Anlaufstellen für Beratung und Safe Spaces für queere Jugendliche in allen Bundesländern, in allen Ländern. Wien ist da ein Vorreiter. Gerade am Land aber haben es junge Menschen, die nicht der Cis-Hetero-Norm entsprechen, besonders schwierig. Diese jungen Menschen haben ein Recht darauf, geschützt zu werden, darauf, dass Menschen, die in einer Vorreiterrolle sind, auf ihrer Seite sind und ihnen in einer schwierigen Situation, wie es eben ein Outing ist, helfen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Wöginger und Lindner.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Wöginger und Lindner.
Diesbezüglich sehe ich uns in der Verantwortung, und zwar vor allem auch in den Bundesländern, am Land draußen, etwas zu tun. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Wir wollen niederschwellige Anlaufstellen für Beratung und Safe Spaces für queere Jugendliche in allen Bundesländern, in allen Ländern. Wien ist da ein Vorreiter. Gerade am Land aber haben es junge Menschen, die nicht der Cis-Hetero-Norm entsprechen, besonders schwierig. Diese jungen Menschen haben ein Recht darauf, geschützt zu werden, darauf, dass Menschen, die in einer Vorreiterrolle sind, auf ihrer Seite sind und ihnen in einer schwierigen Situation, wie es eben ein Outing ist, helfen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Wöginger und Lindner.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindner.
Das ist nicht selbstverständlich, das ist es nicht! Zum Teil werden bereits errungene Rechte und Freiheiten hinterfragt und sogar offen bekämpft. Hier sage ich noch einmal ganz klar: LGBTIQ-Rechte sind Menschenrechte, und die erkämpften Freiheiten und Rechte der Community werden wir verteidigen, und wir werden uns für mehr Toleranz und auch für den Schutz der jungen Menschen einsetzen. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Lindner.)
Zwischenruf des Abg. Brandweiner
Ich gratuliere Kollegen Brandweiner, dass er mit dem Sinken der Zahl der Schulabbrecher und der Ausbildungsabbrüche das Positive im Bericht gefunden hat. – Ja, das ist richtig, Tatsache ist aber auch: Es sind immer noch rund 8 Prozent (Zwischenruf des Abg. Brandweiner), also ich glaube, es ist bei Weitem kein Anlass, sich darauf auszuruhen. Ich glaube, da ist noch einiges zu tun – aber es ist positiv zu vermerken.
Beifall bei der SPÖ.
Die Zahl der Handlungsfelder wäre also riesig, und ich kann eigentlich nicht ganz nachvollziehen, dass dann in der medialen Darstellung durch die Frau Staatssekretärin überbleibt: Wir träumen vom Eigenheim und wir setzen jetzt die entsprechenden Maßnahmen. – 40 Prozent der jungen Menschen leben in Mietverhältnissen, die befristet sind, und sogar mit nur rund dreieinhalb Jahren befristet. Also da gäbe es großen Handlungsbedarf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Mein großer Appell ist, diesen Jugendbericht ernst zu nehmen, diesen Jugendbericht vergleichbar zu machen – auch für die Zukunft, das können wir dann wahrscheinlich alle für unser politisches Handeln brauchen – und die vielen Handlungsfelder, die es gibt, tatsächlich auch in Angriff zu nehmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Haubner, der zwischen den Sitzreihen der Grünen steht –: Peter! Peter! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Peter!
Wünscht die Frau Berichterstatterin ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall. (Abg. Wöginger – in Richtung Abg. Haubner, der zwischen den Sitzreihen der Grünen steht –: Peter! Peter! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Peter!)
Abg. Wöginger: Wir sind es gleich!
Wir kommen jetzt zur Abstimmung, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Abg. Wöginger: Wir sind es gleich!)
Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Schwarz: Nicht einmal die eigenen Leute sind dafür!
Wer spricht sich dafür aus? – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und Grünen. – Abg. Schwarz: Nicht einmal die eigenen Leute sind dafür!)
Beifall bei der FPÖ.
Im Übrigen, das sage ich Ihnen, wird es notwendig sein, dass wir am Ende des Tages Bildung gänzlich neu denken. Wir müssen – sonst wird das Ganze am Ende des Tages nichts mehr, und mit Minister Polaschek wird es fix nichts mehr, auch das darf ich festhalten – unseren Kindern und unseren Jugendlichen vermitteln, dass Bildung wichtig ist und dass der, der sich bildet und der leistungsbereit ist, die Möglichkeit zum persönlichen Aufstieg hat. Und wer sich bildet und wer leistungswillig und leistungsbereit ist, der trägt auch dazu bei, dass wir in unserer Gesellschaft Wohlstand schaffen – und das wird das Entscheidende und das wird das Wichtige sein. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Shetty: Na dann denkt es breiter!
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! „Mental Health Now – stärkt unsere Jugend!“, eine Petition, die bereits im Mai 2022, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, eingebracht wurde: Für uns ist das sehr wohl ein zentrales Anliegen, aber ich bin der Meinung des Vorredners, dass die Inhalte dieser Petition nur den Bildungsbereich umfassen, und ich bin auch der Meinung, dass wir das breiter denken müssen. Das ändert aber nichts daran, dass das zentrale Anliegen sind. (Abg. Shetty: Na dann denkt es breiter!) – Lassen Sie mich bitte ausreden, Herr Kollege! (Heiterkeit des Abg. Shetty.)
Heiterkeit des Abg. Shetty.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! „Mental Health Now – stärkt unsere Jugend!“, eine Petition, die bereits im Mai 2022, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, eingebracht wurde: Für uns ist das sehr wohl ein zentrales Anliegen, aber ich bin der Meinung des Vorredners, dass die Inhalte dieser Petition nur den Bildungsbereich umfassen, und ich bin auch der Meinung, dass wir das breiter denken müssen. Das ändert aber nichts daran, dass das zentrale Anliegen sind. (Abg. Shetty: Na dann denkt es breiter!) – Lassen Sie mich bitte ausreden, Herr Kollege! (Heiterkeit des Abg. Shetty.)
Beifall der Abg. Bogner-Strauß. – Abg. Shetty: Da klatscht ja nicht einmal wer bei euch!
Wir haben 2023 hier im Hohen Haus auch eine einstimmige Entschließung gefasst, in der wir uns dafür ausgesprochen haben, Jugendsozialarbeit auszubauen und zahlreiche weitere Schritte in der psychosozialen Versorgung zu setzen, und das hat diese Regierung bitte auch getan! Wir haben eine Vielzahl an Initiativen gesetzt! (Beifall der Abg. Bogner-Strauß. – Abg. Shetty: Da klatscht ja nicht einmal wer bei euch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen
Über das Psychotherapiegesetz Neu, über eine Neuordnung der psychotherapeutischen Ausbildung und das Angebot kostenfreier Psychotherapie wurde Jahre, Jahre, Jahre hindurch geredet. Wir setzen es jetzt um. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mit dazu beitragen (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), denn auch das hilft unserer Jugend, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Über das Psychotherapiegesetz Neu, über eine Neuordnung der psychotherapeutischen Ausbildung und das Angebot kostenfreier Psychotherapie wurde Jahre, Jahre, Jahre hindurch geredet. Wir setzen es jetzt um. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mit dazu beitragen (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen), denn auch das hilft unserer Jugend, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Bogner-Strauß: Die sind unsere Gegenwart!
Das Thema, das hier über diese Petition angesprochen wird, die 418 Personen unterschrieben haben, ist so wichtig, und die Maßnahmen, die gesetzt werden und wurden, können das Problem nicht ansatzweise lösen. Die Jugend ist unsere Zukunft. (Abg. Bogner-Strauß: Die sind unsere Gegenwart!) Jedes Land braucht eine hoch motivierte, hochgebildete und gesunde Jugend –und keine Jugend, die massive psychische Probleme hat, wie das hier festgestellt wird.
Zwischenruf der Abg. Reiter
Geschätzte Damen und Herren Zuhörer! Darf ich das übersetzen? – Bis zum Alter von 22 Jahren haben wir 1 730 000 Kinder und Jugendliche. Was sagt die Regierung? – Mehr als die Hälfte haben depressive Symptome, das sind hochgerechnet 865 000 Kinder und Jugendliche (Zwischenruf der Abg. Reiter), 865 000 Kinder und Jugendliche, denen geholfen werden muss. Das ist eine Dimension, das ist ein Ausmaß, das es überhaupt noch nie gegeben hat. Was mich aber brutal schockiert, ist: 260 000 Kinder und Jugendliche haben wiederkehrende Selbstmordgedanken. Um Gottes willen! Was machen denn diese Jugendlichen mit? Was hat man ihnen angetan? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Damen und Herren Zuhörer! Darf ich das übersetzen? – Bis zum Alter von 22 Jahren haben wir 1 730 000 Kinder und Jugendliche. Was sagt die Regierung? – Mehr als die Hälfte haben depressive Symptome, das sind hochgerechnet 865 000 Kinder und Jugendliche (Zwischenruf der Abg. Reiter), 865 000 Kinder und Jugendliche, denen geholfen werden muss. Das ist eine Dimension, das ist ein Ausmaß, das es überhaupt noch nie gegeben hat. Was mich aber brutal schockiert, ist: 260 000 Kinder und Jugendliche haben wiederkehrende Selbstmordgedanken. Um Gottes willen! Was machen denn diese Jugendlichen mit? Was hat man ihnen angetan? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Sieber: Wer hat als Erster den Lockdown gewollt?
die Regierung mit Unterstützung der SPÖ gemacht. (Abg. Sieber: Wer hat als Erster den Lockdown gewollt?) Die NEOS sind dann später draufgekommen, dass die Schulschließungen nicht gut sind. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) Das waren ja alles Maßnahmen von euch! Die permanenten Testungen: 5,2 Milliarden Euro nur für Tests; zwei-, dreimal die Woche: Kinder und Jugendliche, bitte testen! – Die haben Angstsymptome davongetragen. Masken im Unterricht, schlechte Luft et cetera – eine Katastrophe, was da passiert ist. Wir haben als einzige Partei im österreichischen Parlament darauf hingewiesen, dass es so nicht geht.
Zwischenruf des Abg. Shetty.
die Regierung mit Unterstützung der SPÖ gemacht. (Abg. Sieber: Wer hat als Erster den Lockdown gewollt?) Die NEOS sind dann später draufgekommen, dass die Schulschließungen nicht gut sind. (Zwischenruf des Abg. Shetty.) Das waren ja alles Maßnahmen von euch! Die permanenten Testungen: 5,2 Milliarden Euro nur für Tests; zwei-, dreimal die Woche: Kinder und Jugendliche, bitte testen! – Die haben Angstsymptome davongetragen. Masken im Unterricht, schlechte Luft et cetera – eine Katastrophe, was da passiert ist. Wir haben als einzige Partei im österreichischen Parlament darauf hingewiesen, dass es so nicht geht.
Der Redner stellt eine Tafel mit der Überschrift „Covid-19 Pandemie: Vergleich Österreich / Schweden“ auf das Redner:innenpult. – Heiterkeit der Abg. Neßler.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, vielleicht könnt ihr euch noch an diese Tafel erinnern, die ich – bitte – Ende 2021 gezeigt habe. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Überschrift „Covid-19 Pandemie: Vergleich Österreich / Schweden“ auf das Redner:innenpult. – Heiterkeit der Abg. Neßler.) Ich habe mit dieser Tafel den Vergleich Österreich – Schweden angestellt: zwei Länder, unterschiedliche Vorgangsweisen, wobei die Vorgangsweise in Schweden wesentlich besser war. (Zwischenruf der Abg. Reiter.)
Zwischenruf der Abg. Reiter.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, vielleicht könnt ihr euch noch an diese Tafel erinnern, die ich – bitte – Ende 2021 gezeigt habe. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Überschrift „Covid-19 Pandemie: Vergleich Österreich / Schweden“ auf das Redner:innenpult. – Heiterkeit der Abg. Neßler.) Ich habe mit dieser Tafel den Vergleich Österreich – Schweden angestellt: zwei Länder, unterschiedliche Vorgangsweisen, wobei die Vorgangsweise in Schweden wesentlich besser war. (Zwischenruf der Abg. Reiter.)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer
Kollege Brückl hat es schon erwähnt: In Österreich hatten wir bis Dezember 2021 152 Schulschließungstage. Ich habe diese Tafel hier im Parlament vorgezeigt (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer) und habe euch aufgefordert: Bitte schön, macht keine Schulschließungen mehr! – Es war für die Katz’, bitte, für die Katze! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Brückl hat es schon erwähnt: In Österreich hatten wir bis Dezember 2021 152 Schulschließungstage. Ich habe diese Tafel hier im Parlament vorgezeigt (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer) und habe euch aufgefordert: Bitte schön, macht keine Schulschließungen mehr! – Es war für die Katz’, bitte, für die Katze! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber, Reiter und Schwarz.
Ich wurde – bitte – ausgelacht, ich wurde vernadert, ich wurde als Schwurbler bezeichnet. (Unruhe im Saal.) Ich bedanke mich übrigens, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich bedanke mich, dass ich heute einmal frei reden darf. Das ist etwas Neues für Gerald Hauser. Normalerweise ist Geschrei hier, dass ich gar nicht durchdringe – also danke, dass ich heute einmal ausreden kann. (Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber, Reiter und Schwarz.)
Abg. Reiter: Alternative Fakten!
Wisst ihr, was uns als Freiheitlicher Partei ganz wichtig ist? (Abg. Reiter: Alternative Fakten!) Ich sage euch das jetzt und ihr wisst das doch: Es wurde beim Weltwirtschaftsforum in Davos diesen Jänner von Klaus Schwab und Co bereits angekündigt, dass die nächste große Krankheit – Bezeichnung: Krankheit X – wieder über uns hereinbrechen wird. Man weiß zwar nicht, was diese Krankheit X ist, aber – bitte bei Klaus Schwab, beim Weltwirtschaftsforum nachlesen – man hat festgestellt, dass diese Erkrankung zwanzigmal stärker sein wird als Covid. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Wisst ihr, was uns als Freiheitlicher Partei ganz wichtig ist? (Abg. Reiter: Alternative Fakten!) Ich sage euch das jetzt und ihr wisst das doch: Es wurde beim Weltwirtschaftsforum in Davos diesen Jänner von Klaus Schwab und Co bereits angekündigt, dass die nächste große Krankheit – Bezeichnung: Krankheit X – wieder über uns hereinbrechen wird. Man weiß zwar nicht, was diese Krankheit X ist, aber – bitte bei Klaus Schwab, beim Weltwirtschaftsforum nachlesen – man hat festgestellt, dass diese Erkrankung zwanzigmal stärker sein wird als Covid. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Abg. Lukas Hammer: Sag’s uns bitte!
Woher wissen sie das? Was, bitte, müssen wir jetzt schlussfolgern? (Abg. Lukas Hammer: Sag’s uns bitte!) Schlussfolgern müssen wir Folgendes: Wir dürfen die geplanten Änderungen der internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO nie umsetzen. (Ruf bei den Grünen: Jetzt kommt er!) Die würden nämlich unsere staatliche Souveränität aushöhlen (Ah-Rufe bei ÖVP und Grünen – Abg. Höfinger: Sag einmal ...! Das ist ja unglaublich! Das ist ja nimmer normal!) und die würden uns keinen Sonderweg mehr ermöglichen (Abg. Lukas Hammer: Sag mal, ist euch das nicht peinlich langsam?), weil nämlich dann der WHO-Generaldirektor Tedros die Maßnahmen vorgeben kann, mit denen die Nationalstaaten auf die Krise, die er ausruft, zu reagieren haben. (Abg. Lukas Hammer: Du glaubst auch, dass der Pinky und der Brain die Weltherrschaft übernehmen wollen! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Ein schwedischer Sonderweg, Zurückweisung dieser Änderungen, was wir als Freiheitliche Partei machen würden, wäre nach Beschlussfassung nicht mehr möglich.
Ruf bei den Grünen: Jetzt kommt er!
Woher wissen sie das? Was, bitte, müssen wir jetzt schlussfolgern? (Abg. Lukas Hammer: Sag’s uns bitte!) Schlussfolgern müssen wir Folgendes: Wir dürfen die geplanten Änderungen der internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO nie umsetzen. (Ruf bei den Grünen: Jetzt kommt er!) Die würden nämlich unsere staatliche Souveränität aushöhlen (Ah-Rufe bei ÖVP und Grünen – Abg. Höfinger: Sag einmal ...! Das ist ja unglaublich! Das ist ja nimmer normal!) und die würden uns keinen Sonderweg mehr ermöglichen (Abg. Lukas Hammer: Sag mal, ist euch das nicht peinlich langsam?), weil nämlich dann der WHO-Generaldirektor Tedros die Maßnahmen vorgeben kann, mit denen die Nationalstaaten auf die Krise, die er ausruft, zu reagieren haben. (Abg. Lukas Hammer: Du glaubst auch, dass der Pinky und der Brain die Weltherrschaft übernehmen wollen! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Ein schwedischer Sonderweg, Zurückweisung dieser Änderungen, was wir als Freiheitliche Partei machen würden, wäre nach Beschlussfassung nicht mehr möglich.
Ah-Rufe bei ÖVP und Grünen – Abg. Höfinger: Sag einmal ...! Das ist ja unglaublich! Das ist ja nimmer normal!
Woher wissen sie das? Was, bitte, müssen wir jetzt schlussfolgern? (Abg. Lukas Hammer: Sag’s uns bitte!) Schlussfolgern müssen wir Folgendes: Wir dürfen die geplanten Änderungen der internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO nie umsetzen. (Ruf bei den Grünen: Jetzt kommt er!) Die würden nämlich unsere staatliche Souveränität aushöhlen (Ah-Rufe bei ÖVP und Grünen – Abg. Höfinger: Sag einmal ...! Das ist ja unglaublich! Das ist ja nimmer normal!) und die würden uns keinen Sonderweg mehr ermöglichen (Abg. Lukas Hammer: Sag mal, ist euch das nicht peinlich langsam?), weil nämlich dann der WHO-Generaldirektor Tedros die Maßnahmen vorgeben kann, mit denen die Nationalstaaten auf die Krise, die er ausruft, zu reagieren haben. (Abg. Lukas Hammer: Du glaubst auch, dass der Pinky und der Brain die Weltherrschaft übernehmen wollen! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Ein schwedischer Sonderweg, Zurückweisung dieser Änderungen, was wir als Freiheitliche Partei machen würden, wäre nach Beschlussfassung nicht mehr möglich.
Abg. Lukas Hammer: Sag mal, ist euch das nicht peinlich langsam?
Woher wissen sie das? Was, bitte, müssen wir jetzt schlussfolgern? (Abg. Lukas Hammer: Sag’s uns bitte!) Schlussfolgern müssen wir Folgendes: Wir dürfen die geplanten Änderungen der internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO nie umsetzen. (Ruf bei den Grünen: Jetzt kommt er!) Die würden nämlich unsere staatliche Souveränität aushöhlen (Ah-Rufe bei ÖVP und Grünen – Abg. Höfinger: Sag einmal ...! Das ist ja unglaublich! Das ist ja nimmer normal!) und die würden uns keinen Sonderweg mehr ermöglichen (Abg. Lukas Hammer: Sag mal, ist euch das nicht peinlich langsam?), weil nämlich dann der WHO-Generaldirektor Tedros die Maßnahmen vorgeben kann, mit denen die Nationalstaaten auf die Krise, die er ausruft, zu reagieren haben. (Abg. Lukas Hammer: Du glaubst auch, dass der Pinky und der Brain die Weltherrschaft übernehmen wollen! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Ein schwedischer Sonderweg, Zurückweisung dieser Änderungen, was wir als Freiheitliche Partei machen würden, wäre nach Beschlussfassung nicht mehr möglich.
Abg. Lukas Hammer: Du glaubst auch, dass der Pinky und der Brain die Weltherrschaft übernehmen wollen! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Woher wissen sie das? Was, bitte, müssen wir jetzt schlussfolgern? (Abg. Lukas Hammer: Sag’s uns bitte!) Schlussfolgern müssen wir Folgendes: Wir dürfen die geplanten Änderungen der internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO nie umsetzen. (Ruf bei den Grünen: Jetzt kommt er!) Die würden nämlich unsere staatliche Souveränität aushöhlen (Ah-Rufe bei ÖVP und Grünen – Abg. Höfinger: Sag einmal ...! Das ist ja unglaublich! Das ist ja nimmer normal!) und die würden uns keinen Sonderweg mehr ermöglichen (Abg. Lukas Hammer: Sag mal, ist euch das nicht peinlich langsam?), weil nämlich dann der WHO-Generaldirektor Tedros die Maßnahmen vorgeben kann, mit denen die Nationalstaaten auf die Krise, die er ausruft, zu reagieren haben. (Abg. Lukas Hammer: Du glaubst auch, dass der Pinky und der Brain die Weltherrschaft übernehmen wollen! – Heiterkeit und weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Ein schwedischer Sonderweg, Zurückweisung dieser Änderungen, was wir als Freiheitliche Partei machen würden, wäre nach Beschlussfassung nicht mehr möglich.
Zwischenruf der Abg. Reiter.
Arbeitet einmal diese ganze Situation auf! (Zwischenruf der Abg. Reiter.) Zieht die Schlussfolgerungen daraus, und bitte helfen wir den psychisch betroffenen Kindern! Bei 875 000 betroffenen Kindern und Jugendlichen sind 10 000 Betreuungsplätze einfach zu wenig. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner. – Abg. Obernosterer: Kollege Hauser, fängst du nicht an, selber zu ...!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner. – Abg. Obernosterer: Kollege Hauser, fängst du nicht an, selber zu ...!
Arbeitet einmal diese ganze Situation auf! (Zwischenruf der Abg. Reiter.) Zieht die Schlussfolgerungen daraus, und bitte helfen wir den psychisch betroffenen Kindern! Bei 875 000 betroffenen Kindern und Jugendlichen sind 10 000 Betreuungsplätze einfach zu wenig. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner. – Abg. Obernosterer: Kollege Hauser, fängst du nicht an, selber zu ...!)
Beifall bei der SPÖ.
Schüler so auszubauen, wie es notwendig wäre. Wir ersuchen um breite Zustimmung zu unserem Antrag. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Frau Präsidentin! Geschätzte Kollegen und Kolleginnen! Als Erstes darf ich das Team von SOS-Kinderdorf bei uns im Hohen Haus herzlich begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein ganz wichtiger Hebel für eine nachhaltige Verbesserung wurde gestern im Nationalrat eingebracht, und das ist das Psychotherapiegesetz. Warum ist das so wichtig? – Ganz einfach: Ohne ausreichend Therapeuten und Therapeutinnen können wir das Therapieangebot nicht weiter ausbauen. Somit ist also klar, dass diese Maßnahme jetzt nicht schon morgen wirken wird, aber mittelfristig wird das definitiv ein Gamechanger, weil, wie wir wissen, die Ausbildung bisher nur in privaten Einrichtungen möglich war und bis zu 50 000 Euro gekostet hat. Für uns ist klar, dass weder die Ausbildung noch die Therapie am Geldbörsel hängen darf. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Genauso, wie man sich bei einem gebrochenen Fuß nicht selber behandelt, sollte man das bei einer psychischen Erkrankung auch nicht tun. Das heißt, wenn jemand denkt, dass er oder sie eine psychische Erkrankung hat, sollte unbedingt Unterstützung geholt werden und er oder sie sich das professionell abklären lassen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei den Grünen – in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden und eine Tafel in der Hand haltenden Abg. Shetty –: Yannick, machst du jetzt auch auf Hauser?! – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Stögmüller: Boah!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Yannick Shetty. – Bitte. (Ruf bei den Grünen – in Richtung des sich zum Redner:innenpult begebenden und eine Tafel in der Hand haltenden Abg. Shetty –: Yannick, machst du jetzt auch auf Hauser?! – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Stögmüller: Boah!)
Heiterkeit des Redners.
Weil die ÖVP-Kollegin hier heraußen gemeint hat, wir müssten breiter denken als das: Das ist schon besonders skurril. (Heiterkeit des Redners.) Wir denken seit Jahren breiter und fordern insbesondere auch Psychotherapie auf Kasse. Es ist aber unter anderem die ÖVP, die daran mitwirkt, dass das nicht passiert, und die an den unterschiedlichen Stellen in den Sozialversicherungen dafür sorgt, dass das nicht umgesetzt wird.
Abg. Matznetter: Da hat er aber recht, der Shetty!
Ich muss ehrlich sagen, ich finde es empörend, dass seit Jahren so viel auf den Schultern der jungen Menschen ausgetragen wird – uns allen hier ist bewusst, dass die Coronapandemie viel mit den jungen Menschen gemacht hat – und dass Psychotherapie als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung immer noch nicht ermöglicht wird. Ich finde, das ist empörend. (Abg. Matznetter: Da hat er aber recht, der Shetty!)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter.
Mir ist schon klar, dass die Verantwortung bei den Sozialversicherungen liegt, aber ein Gesundheitsminister sollte sagen: Das erkläre ich zu meiner Priorität! – Im Übrigen würde ich mir das auch von ihm erwarten, weil er sich als Teil einer Bundesregierung, die extrem strenge Maßnahmen über die jungen Menschen verhängt hat, dieser Verantwortung stellen muss. Da würde ich mir von einem Gesundheitsminister erwarten, dass er sagt: Ja, ich lege alles, was ich habe, dafür ins Zeug, dass Psychotherapie als Kassenleistung endlich kommt! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Matznetter.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist nicht etwas, bei dem die Menschen Bittsteller sind, nein, denn 1992 wurden die Sozialversicherungsbeiträge mit der Begründung, dass Kosten für Psychotherapie ersetzt werden sollen, erhöht. Das heißt, die Menschen zahlen seit 1992 doppelt: höhere Sozialversicherungsbeiträge und sich selbst die Psychotherapie. Dieser Zustand muss ein Ende finden: Psychotherapie muss endlich eine Kassenleistung werden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir sehen, dass auf allen Ebenen an diesem Gesundheitsthema gearbeitet wird. Wir tun das, weil uns unsere Kinder wichtig sind. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.
Im Ausschuss hat es dazu Einstimmigkeit gegeben, und ich gehe davon aus, dass wir auch hier im Plenum dieses Abkommen einstimmig genehmigen werden. Ich bedanke mich dafür. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Prammer.)
Beifall bei der SPÖ.
Apropos Bundesheer: Es sind die loyalen, die tapferen Soldatinnen und Soldaten sowie die Zivilbediensteten im Verteidigungsministerium, die im Mittelpunkt jeder politischen Strategie stehen müssten – so wie bei uns im jüngst beschlossenen Strategiedokument der SPÖ. Darin wird unter anderem auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der uniformierten Kräfte in unserem Land gefordert, denn diese Menschen sorgen Tag für Tag dafür, dass unsere Neutralität, unsere Souveränität, unsere Freiheit und unsere demokratische Ordnung geschützt werden. Die SPÖ wird alles dafür tun, damit unsere Neutralität und die hart erkämpften demokratischen Freiheiten auch weiterhin geschützt bleiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher mein Aufruf, mein dringender Appell an die Regierung: Beenden Sie Lobbyistenkriege und kümmern Sie sich um die Sicherheit in unserem Land! Die SPÖ hilft Ihnen dabei. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Einwallner: Da klatscht nicht einmal wer! Nicht einmal dein Freund von der ÖVP klatscht da! – Heiterkeit des Abg. Lindner.
sondern mit den Gegebenheiten. Sie haben das alles jahrzehntelang verschlafen – wir haben es umgesetzt, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Einwallner: Da klatscht nicht einmal wer! Nicht einmal dein Freund von der ÖVP klatscht da! – Heiterkeit des Abg. Lindner.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Lindner.
Das ist ihnen überlassen, ob sie klatschen oder nicht, Herr Kollege, aber mir geht es um die Überzeugung. Ich rede hier nicht wegen des Klatschens, sondern bei mir geht es um die Überzeugung, dass wir ein gutes Bundesheer brauchen. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Lindner.)
Beifall bei den Grünen.
Da geht es nicht um irgendwelche Lobbyinteressen, sondern es geht darum, dass wir unabhängig vom russischen Gas werden. Diese Abhängigkeit, unter deren Auswirkungen wir jetzt alle leiden müssen, haben auch Sie uns eingebrockt. Wir müssen und wollen endlich davon wegkommen. Das hat nichts mit Lobbyinteressen zu tun, sondern das sind Realitäten. Das ist nicht nachhaltig, das hat keinen Sinn, deswegen: Weg vom russischen Gas! – Punkt. (Beifall bei den Grünen.) Das braucht es auch in einer Sicherheitsstrategie nicht.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wünschen uns noch viel mehr Abkommen, damit quasi ein viel größerer Raum abgedeckt wird, noch viel mehr europäischen Zusammenhalt in der Europäischen Union. Das ist notwendig – und nicht irgendwelche Fantasien, wonach wir uns einkapseln sollen und nur für uns selber handeln müssen. Frau Ministerin, unsere Unterstützung haben Sie dabei. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Haubner: Das hat jetzt keiner verstanden! Abg. Stögmüller: Ich habe es auch nicht verstanden, das war zu steirisch!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! David, schau, der Robert hat jetzt wenigstens die Vorlage gemacht, dass du gewusst hast, was du jetzt heraußen reden kannst. Also das war jetzt ein netter Zug von ihm. (Abg. Haubner: Das hat jetzt keiner verstanden! Abg. Stögmüller: Ich habe es auch nicht verstanden, das war zu steirisch!)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich möchte jetzt die Chance nutzen, um ein Thema aufzugreifen, das auch im letzten Landesverteidigungsausschuss auf der Tagesordnung gestanden ist: der Bericht der Parlamentarischen Bundesheerkommission. Lassen Sie mich damit beginnen, dass ich allen Mitgliedern der Kommission meinen Respekt und meinen Dank für ihre wichtige Aufgabe ausspreche – vielen herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Missstände aufgezeigt haben, meinen Respekt aussprechen. Das ist ganz persönlich nicht immer ein einfacher Schritt, aber er ist notwendig, damit wir unser Bundesheer verbessern und gegen Fehlverhalten vorgehen können. Daher gilt auch ihnen meine Anerkennung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Zu verbessern, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, gibt es in diesem Bereich genug. Der Bericht der Bundesheerkommission hat uns nämlich wieder einmal eines vor Augen geführt: Unser Heer ist ein Abbild unserer Gesellschaft – und ja, das ist auch gut so, das bedeutet aber auch, dass wir Probleme wie Sexismus, Rassismus, Homophobie und ganz einfach gesagt unangebrachtes Verhalten auch bei unseren Soldaten finden. Unsere Aufgabe als Parlament ist es, genau da den Finger in die Wunde zu legen und klarzumachen, dass abwertendes, diskriminierendes und respektloses Verhalten gerade im Bundesheer absolut keinen Platz haben darf. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn zum Beispiel ein Unteroffizier einen Rekruten als – und ich zitiere hier aus dem Bericht – „Hurenkind“ beschimpft, dann geht das nicht. Wenn Heeresangehörige auf Tiktok mit dem Wolfsgruß posieren, dann muss das geahndet werden. Wenn ein Ausbildner einen Rekruten wegen eines Knutschflecks Pädophilie und Kinderverführung unterstellt, dann hat das im Heer unserer demokratischen Republik absolut keinen Platz, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Kassegger: Was war das jetzt für ein Tagesordnungspunkt?
Wir wissen aber auch, dass viele, viel zu viele Vorfälle gar nie gemeldet werden, dass vor allem Rekruten oft lieber ruhig bleiben und durchbeißen, als sich aktiv an die Bundesheerbeschwerdekommission zu wenden. Gerade deshalb möchte ich mich abschließend besonders bei allen Heeresmitgliedern, bei allen Soldat:innen und allen Offizieren bedanken, die in ihrem Umfeld aktiv daran arbeiten, unser Bundesheer zu dem sicheren Umfeld zu machen, das es sein muss. – Schönen Abend! (Beifall bei SPÖ und Grünen. – Abg. Kassegger: Was war das jetzt für ein Tagesordnungspunkt?)
Abg. Hörl: Die Russen kommen!
Bundesministerin für Landesverteidigung Mag. Klaudia Tanner: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer hier im Saal und zu Hause an den Geräten und Bildschirmen! Es war heute um 9.51 Uhr, als bei mir am Handy aufleuchtete: Code A. (Abg. Hörl: Die Russen kommen!) Das ist ganz genau der Moment, in dem ein Flugzeug keinen Kontakt mit den zivilen Einrichtungen herstellen kann, in dem es notwendig wird, dass unsere Eurofighter aufsteigen – die Damen und Herren Abgeordneten haben das ja schon dargestellt –, um unseren Luftraum zu schützen.
Abg. Matznetter: Einen Startvorteil, dass er billiger wird, der ...?
Dieses Abkommen, für das ich Sie heute alle um Ihre Unterstützung bitte, wird uns einen Startvorteil geben, mehr Zeit geben (Abg. Matznetter: Einen Startvorteil, dass er billiger wird, der ...?), um weiterhin für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher im Luftraum zu sorgen.
Beifall bei der ÖVP.
Weil einige von Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, generell auch unser österreichisches Bundesheer und unsere Soldatinnen und Soldaten, Zivilbediensteten angesprochen haben, und insbesondere auch die großartige Arbeit unserer Parlamentarischen Bundesheerkommission: An dieser Stelle ein Dankeschön an Sie alle. Wir haben unser österreichisches Bundesheer tatsächlich hinsichtlich des Vertrauens der Österreicherinnen und Österreicher gestärkt. Wir haben dafür gesorgt, dass die budgetäre Ausstattung vorgenommen wird und dass wir einen genauen Aufbauplan haben, den wir Punkt für Punkt, einen nach dem anderen, abarbeiten, um zu einer modernen Armee zu werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bitte Sie auch weiterhin um Ihre Unterstützung – nicht nur für dieses Abkommen, sondern für unsere Mission Vorwärts für das österreichische Bundesheer, für unser aller Sicherheit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)