Eckdaten:
Für die 202. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 1175 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Angerer.
Selbst wenn man die Energiepreise außen vor lässt und sich sozusagen die Kerninflation anschaut, sieht man, dass diese in Österreich deutlich höher liegt als im Euroraum. Die Bundesregierung zieht – so funktioniert die Gießkanne – den Steuerzahlern das Steuergeld auf der einen Seite aus der Tasche und gibt es ihnen auf der anderen Seite gnädigst in Form von Förderungen zurück, wofür man hübsch dankbar sein muss. Das befeuert die Inflation, und zwar in einem ungeheuren Ausmaß. Ein viertel Kilogramm Butter ist in Österreich um 25 Prozent teurer als in Deutschland. Das ist das Ergebnis Ihrer völlig verfehlten Krisenmanagementpolitik! (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Angerer.)
Beifall bei den NEOS.
Die Steuer- und Abgabenlast auf Arbeit, auf Löhne und Einkommen, ist in Österreich so hoch wie in kaum einem anderen Land. Wenn Sie arbeiten gehen, dann kommt der Staat und nimmt Ihnen – aufgrund von Steuern und Abgaben in Höhe von 48 Prozent – von dem, was Sie verdient haben, 48 Prozent einfach so weg und verteilt das dann in einem intransparenten, bürokratischen und bisweilen sogar strukturell korrupten Umverteilungsapparat um. Aber wie gesagt, liebe Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, dafür müssen Sie hübsch dankbar sein. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Lukas Hammer: Wo ist die Lebensqualität am höchsten? Wollen Sie uns mit Ungarn vergleichen?!
Ungarn werden weniger Steuern gezahlt, in Finnland werden weniger Steuern gezahlt, in Österreich aber muss man 48 Prozent abgeben. (Abg. Lukas Hammer: Wo ist die Lebensqualität am höchsten? Wollen Sie uns mit Ungarn vergleichen?!)
Beifall bei den NEOS.
Nimmt man dieses Niveau der Abgabenbelastung – natürlich inklusive Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und so weiter – des Herrn Müller aus dem Jahr 1975 her und vergleicht man das anhand einer Person, das ist Herr Meier, die heute über der Höchstbemessungsgrundlage ist, so zeigt sich, dass Herr Müller im Vergleich zu Herrn Meier 15 000 Euro weniger an Steuern gezahlt hat. Oder anders gesagt: Wenn die Steuerbelastung so wäre wie 1975, würden jedem, der über der Höchstbemessungsgrundlage ist, heuer 15 000 Euro mehr netto übrig bleiben. (Beifall bei den NEOS.) 15 000 Euro pro Jahr! Damit ist ein Kredit in Höhe von 300 000 Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren durchaus möglich. Es ist ja kein Wunder, dass die Menschen sagen: Ich kann mir mit meiner eigenen Leistung nichts mehr aufbauen, weil sich das nicht auszahlt!
Abg. Disoski: Gießkanne! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Zur Teilzeitdebatte: Sie wollen Teilzeit arbeitende Menschen bestrafen. Wir halten das für den falschen Ansatz, zumal davon auch Frauen betroffen sind, die gar nicht anders können. Was wäre zu tun? – Vollzeitarbeit muss belohnt werden. Deshalb werden wir heute einen Antrag für einen Vollzeitbonus einbringen. Das ist eine steuerliche Gutschrift im Ausmaß von 100 Euro pro Monat für alle, die Vollzeit arbeiten. Das sind 1 200 Euro pro Jahr. (Abg. Disoski: Gießkanne! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.) Das ist ein Beitrag dazu, dass die enorme Steuer- und Abgabenlast in Österreich gesenkt wird.
Abg. Disoski: Wie finanzieren Sie das?
Was braucht es noch? (Abg. Disoski: Wie finanzieren Sie das?) – Das ist keine Gießkanne, es geht ja um die eigenen Steuern, das sind ja keine Förderungen. Wissen Sie, wir sind ja nicht die Grünen, die gerade jetzt eine Förderung für Elektrofalträder auflegen. Der Arbeiter in einem Industriebetrieb, der Hackler kann also jetzt für den Bobo im 7. Bezirk, der die Grünen wählt, das Elektrofaltrad zahlen. (Beifall bei den NEOS.) Danke vielmals! Das ist Umverteilungspolitik von unten nach oben, liebe Grüne!
Beifall bei den NEOS.
Was braucht es noch? (Abg. Disoski: Wie finanzieren Sie das?) – Das ist keine Gießkanne, es geht ja um die eigenen Steuern, das sind ja keine Förderungen. Wissen Sie, wir sind ja nicht die Grünen, die gerade jetzt eine Förderung für Elektrofalträder auflegen. Der Arbeiter in einem Industriebetrieb, der Hackler kann also jetzt für den Bobo im 7. Bezirk, der die Grünen wählt, das Elektrofaltrad zahlen. (Beifall bei den NEOS.) Danke vielmals! Das ist Umverteilungspolitik von unten nach oben, liebe Grüne!
Beifall bei den NEOS.
Gute Politik investiert gerade jetzt, gerade in solch einer Krise, in flächendeckende, ganzjährige, ganztägige hochqualitative und am besten kostenlose Kinderbetreuung mit einem Rechtsanspruch ab dem ersten Geburtstag. (Beifall bei den NEOS.) So lassen wir keine Frau zurück, so lassen wir keine Familie zurück, so lassen wir kein Kind zurück, damit ermöglichen wir auch den Kindern alle Chancen.
Beifall bei den NEOS.
Es geht darum, dass die arbeitenden Menschen wieder das Gefühl haben müssen, eine Regierung zu haben, einen Staat zu haben, der sagt: Ich wertschätze das, was du machst! Ich lasse dir auch genug, dass du dir mit deiner eigenen Leistung etwas aufbauen kannst! Ich verspreche dir, dass ich dafür sorge, dass du die besten Leistungen des Staates bekommst und wir niemanden – niemanden! – zurücklassen! – Es ist nämlich eine Schande, dass in einem reichen Land wie Österreich 36 Prozent der Einelternhaushalte – davon sind meistens alleinerziehende Frauen betroffen – armutsgefährdet sind. Das ist auch ein Ergebnis Ihrer Gießkannenpolitik. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: 1,8!
Ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde auch die Idee, dass jemand mehr bekommt, wenn er mehr arbeitet, gut. Vom Vollzeitbonus bin ich jetzt noch nicht ganz überzeugt. Überschlagen wir es kurz: Die 100 Euro pro Monat würden Kosten von 4 Milliarden Euro ergeben. (Abg. Meinl-Reisinger: 1,8!) Wenn man dann gleichzeitig auch die Steuern senken möchte, weiß ich nicht, wie man das zustande bringen kann, aber ich bin bereit, über alles zu diskutieren. Ich glaube, es ist unser gemeinsames Ziel und Anliegen, dass wir es schaffen, Österreich als Land mit hohem Wohlstand und hohem sozialen Standard aufrechtzuerhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde auch die Idee, dass jemand mehr bekommt, wenn er mehr arbeitet, gut. Vom Vollzeitbonus bin ich jetzt noch nicht ganz überzeugt. Überschlagen wir es kurz: Die 100 Euro pro Monat würden Kosten von 4 Milliarden Euro ergeben. (Abg. Meinl-Reisinger: 1,8!) Wenn man dann gleichzeitig auch die Steuern senken möchte, weiß ich nicht, wie man das zustande bringen kann, aber ich bin bereit, über alles zu diskutieren. Ich glaube, es ist unser gemeinsames Ziel und Anliegen, dass wir es schaffen, Österreich als Land mit hohem Wohlstand und hohem sozialen Standard aufrechtzuerhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dafür ist die Arbeitsmarktpolitik aufgrund der demografischen Entwicklung ein zentraler Schlüssel – aber eben nicht nur, es geht wie gesagt zum Beispiel auch um Gesundheitspolitik und Bildungspolitik. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Loacker: Schweiz! – Abg. Meinl-Reisinger: Schweden, Dänemark, Finnland, Deutschland! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Was ich eingangs schon sagen möchte, weil auch die Inflation im Vergleich zu anderen Ländern angesprochen wurde: Also ich möchte das nicht vergleichen. Das sind zwar Länder, die auch einen guten Standard haben, aber in Österreich herrscht sicher ein höherer Lebensstandard als in Spanien, in südosteuropäischen Ländern oder in unserem Nachbarland Ungarn. (Abg. Loacker: Schweiz! – Abg. Meinl-Reisinger: Schweden, Dänemark, Finnland, Deutschland! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir haben sicher einen höheren Lebensstandard. Wir haben im vergangenen Jahr 5 Prozent Wachstum gehabt, wir haben Rekordbeschäftigung. Die Situation in unserem Land ist also gut und nicht so, wie sie da dargestellt und mit anderen verglichen wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Also seid dankbar, dass ihr ... Steuern zahlt!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Also seid dankbar, dass ihr ... Steuern zahlt!
Was ich eingangs schon sagen möchte, weil auch die Inflation im Vergleich zu anderen Ländern angesprochen wurde: Also ich möchte das nicht vergleichen. Das sind zwar Länder, die auch einen guten Standard haben, aber in Österreich herrscht sicher ein höherer Lebensstandard als in Spanien, in südosteuropäischen Ländern oder in unserem Nachbarland Ungarn. (Abg. Loacker: Schweiz! – Abg. Meinl-Reisinger: Schweden, Dänemark, Finnland, Deutschland! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wir haben sicher einen höheren Lebensstandard. Wir haben im vergangenen Jahr 5 Prozent Wachstum gehabt, wir haben Rekordbeschäftigung. Die Situation in unserem Land ist also gut und nicht so, wie sie da dargestellt und mit anderen verglichen wird. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Also seid dankbar, dass ihr ... Steuern zahlt!)
Ruf bei der SPÖ: Kinderbetreuung ausbauen!
Zur Teilzeit möchte ich Folgendes sagen: Ich war sieben Jahre lang Betriebsratsobmann. Es wurden Stellen über Jahrzehnte nur in Teilzeit ausgeschrieben, und viele Menschen haben sich auch bewusst für diese Teilzeitarbeit entschieden. (Ruf bei der SPÖ: Kinderbetreuung ausbauen!) – Ja, dort, wo es Betreuungspflichten gibt, muss man Rücksicht nehmen, ja, man muss die Kinderbetreuung ausbauen, das ist keine Frage – das ist eine Aufgabe von Gemeinden, Ländern und dem Bund gemeinsam, je nachdem, wo die Zuständigkeiten liegen –, aber es gibt viele Menschen, die sich bewusst für eine Teilzeitbeschäftigung entschieden haben. Ich kann das als langjähriger Betriebsrats-
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Und ihr wollt sie bewusst benachteiligen!
obmann sagen: Gerade im Bereich von Gesundheit und Pflege gibt es Zigtausende – vor allem – Mitarbeiterinnen, die sich bewusst für Teilzeitarbeit entschieden haben. Die Wahlfreiheit werden wir den Menschen wohl noch geben können. Sie entscheiden ganz bewusst, wie sie arbeiten wollen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Und ihr wollt sie bewusst benachteiligen!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich möchte aber schon auch ein Argument dafür bringen, dass es sich nach wie vor auszahlt, Vollzeit zu arbeiten. Ja, es ist richtig, wenn man mehr verdient, zahlt man höhere Steuern und Abgaben. Wir haben die Steuern aber massiv gesenkt. Wir haben den Eingangssteuersatz von 25 auf 20 Prozent, den Steuersatz der zweiten Stufe von 35 auf 30 Prozent und jenen der dritten Stufe von 42 auf 40 Prozent gesenkt und wir haben die kalte Progression abgeschafft – zur Gänze: zwei Drittel im Tarif, und das letzte Drittel ist heuer auch im Tarif angepasst. Wir haben die kalte Progression also vollständig abgeschafft. Das kommt bei den Menschen an, meine Damen und Herren, und das spüren sie auch. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Da müsst ihr die Kinderbetreuung auch ausbauen! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ein Beispiel: Wenn jemand, der ein Kind hat, 3 000 Euro brutto verdient – Vollzeit –, dann hat er ein Jahresnetto von 32 000 Euro – die Steuerentlastungsmaßnahmen inklusive der Abschaffung der kalten Progression und natürlich auch des Familienbonus eingepreist. Das ist auch ein Ansatz, um zu erreichen, dass die Menschen wieder Ja zum Kind sagen, dass wir wieder Menschen dazu bewegen, sich für Kinder zu entscheiden. Das ist eigentlich die Grundlage dafür, dass unser gesamtes System funktioniert. (Abg. Meinl-Reisinger: Da müsst ihr die Kinderbetreuung auch ausbauen! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP.
Nur wenn wir die Menschen wieder dazu bewegen können, dass sich auch die Nachkommenschaft so gestaltet, dass wieder jemand einzahlt und auch in die Arbeit geht, wird unser System auch weiter funktionieren. Der Familienbonus ist eine Erfolgsgeschichte. 2 000 Euro netto pro Jahr pro Kind: Wo gibt es das auf der Welt, meine Damen und Herren? (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinacker: Stimmt!
Mit diesen 3 000 Euro hat man mit einem Kind – alle Entlastungsmaßnahmen eingerechnet – ein Jahresnetto von 32 000 Euro. Mit 1 500 Euro, also wenn man die Hälfte arbeitet, 20 Stunden, hat man ein Jahresnetto von 17 700 Euro. Also es ist netto nicht ganz das Doppelte, aber man hat deutlich – über 80 Prozent – mehr. (Abg. Steinacker: Stimmt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Aber auch noch nie so viele Belastungen! Schulden! – Abg. Scherak: Das ist nach mehr als 30 Jahren ÖVP-Regierung auch notwendig!
Frau Kollegin Meinl-Reisinger, wir können gerne über weitere Entlastungsmaßnahmen reden, aber ich würde einmal sagen, es hat keine Regierung in den letzten 20 Jahren gegeben, die derart viel an Entlastung beschlossen hat wie diese Bundesregierung. Das möchte ich schon auch festhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Aber auch noch nie so viele Belastungen! Schulden! – Abg. Scherak: Das ist nach mehr als 30 Jahren ÖVP-Regierung auch notwendig!)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Was wir den Menschen hinsichtlich Pensionen auch sagen müssen, ist: Wenn man länger arbeitet, erhält man deutlich mehr Pension. Das ist wichtig. Man muss es einfach auch dazusagen: Wenn man länger arbeitet, bekommt man deutlich mehr Pension. Wenn man zum Beispiel statt mit 62 Jahren erst mit 63 Jahren in die Korridorpension geht, bekommt man zwischen 150 und 200 Euro mehr Pension pro Monat. Das sind die Dinge, die wir sagen müssen. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Präsident, letzter Satz, zur Viertagewoche: Die Kollektivvertragspartner haben es in der Hand. Es gibt die volle Flexibilität. Wir haben viele Kollektivverträge, im Rahmen derer unter 38,5 Stunden gearbeitet wird. Man braucht es nur zu tun. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei den Grünen: Oje!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Die Inflation ist aktuell wieder auf einen Rekordwert von 11,2 Prozent gestiegen. Was machen Sie als Bundesregierung? – Sie streiten. (Ruf bei den Grünen: Oje!) Sie streiten wochenlang über eine längst überfällige Mietpreisbremse, die wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit mehr als einem Jahr für alle Mieterinnen und Mieter fordern. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Ein kritischer Diskurs ist nicht von vornherein ein Streit!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Ein kritischer Diskurs ist nicht von vornherein ein Streit!
Abgeordnete Dr. Pamela Rendi-Wagner, MSc (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Die Inflation ist aktuell wieder auf einen Rekordwert von 11,2 Prozent gestiegen. Was machen Sie als Bundesregierung? – Sie streiten. (Ruf bei den Grünen: Oje!) Sie streiten wochenlang über eine längst überfällige Mietpreisbremse, die wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit mehr als einem Jahr für alle Mieterinnen und Mieter fordern. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: Ein kritischer Diskurs ist nicht von vornherein ein Streit!)
Abg. Hörl: Wer streitet? Die SPÖ! – Ruf bei der ÖVP: Was macht Wiener Wohnen? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Genau wegen dieser Uneinigkeit, wegen dieses Koalitionsstreites, ist die nächste Mieterhöhung mit 1. April für Hunderttausende Mieterinnen und Mieter fix (Abg. Hörl: Wer streitet? Die SPÖ! – Ruf bei der ÖVP: Was macht Wiener Wohnen? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), mehr als 8 Prozent mehr Miete, zusätzlich zu all dem, was sonst in den letzten zwölf Monaten für die Menschen gestiegen ist. (Abg. Loacker: Es geht in der Aktuellen Stunde gerade nicht um die Miete!)
Abg. Loacker: Es geht in der Aktuellen Stunde gerade nicht um die Miete!
Genau wegen dieser Uneinigkeit, wegen dieses Koalitionsstreites, ist die nächste Mieterhöhung mit 1. April für Hunderttausende Mieterinnen und Mieter fix (Abg. Hörl: Wer streitet? Die SPÖ! – Ruf bei der ÖVP: Was macht Wiener Wohnen? – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), mehr als 8 Prozent mehr Miete, zusätzlich zu all dem, was sonst in den letzten zwölf Monaten für die Menschen gestiegen ist. (Abg. Loacker: Es geht in der Aktuellen Stunde gerade nicht um die Miete!)
Abg. Leichtfried: Der Herr Oberlehrer ...!
Sehr geehrte Bundesregierung (Abg. Leichtfried: Der Herr Oberlehrer ...!), Sie verwehren sich seit Monaten gegen jeden Vorschlag (Zwischenruf bei der FPÖ), gegen alle Vorschläge der Opposition, um die Preise, um die Inflation nachhaltig, nicht nur einmalig oder zweimalig, in den Griff zu bekommen. (Abg. Belakowitsch: Ich gehe davon aus, der Herr Bürgermeister wird das ...!)
Zwischenruf bei der FPÖ
Sehr geehrte Bundesregierung (Abg. Leichtfried: Der Herr Oberlehrer ...!), Sie verwehren sich seit Monaten gegen jeden Vorschlag (Zwischenruf bei der FPÖ), gegen alle Vorschläge der Opposition, um die Preise, um die Inflation nachhaltig, nicht nur einmalig oder zweimalig, in den Griff zu bekommen. (Abg. Belakowitsch: Ich gehe davon aus, der Herr Bürgermeister wird das ...!)
Abg. Belakowitsch: Ich gehe davon aus, der Herr Bürgermeister wird das ...!
Sehr geehrte Bundesregierung (Abg. Leichtfried: Der Herr Oberlehrer ...!), Sie verwehren sich seit Monaten gegen jeden Vorschlag (Zwischenruf bei der FPÖ), gegen alle Vorschläge der Opposition, um die Preise, um die Inflation nachhaltig, nicht nur einmalig oder zweimalig, in den Griff zu bekommen. (Abg. Belakowitsch: Ich gehe davon aus, der Herr Bürgermeister wird das ...!)
Abg. Steinacker: Milliarden sind keine Almosen! – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Was Sie aber gemacht haben, ist, Milliarden an Steuergeld auszugeben – für Einmalzahlungen, Almosen, die allesamt die Preise in Österreich um keinen Cent gesenkt haben. (Abg. Steinacker: Milliarden sind keine Almosen! – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Belakowitsch: Ja, ... ich hab’s auch gekriegt ...!
gen und Boni selbst bekommen (Abg. Belakowitsch: Ja, ... ich hab’s auch gekriegt ...!), obwohl keiner und keine hier herinnen diese Unterstützung in Zeiten wie diesen so sehr braucht wie Tausende, Hunderttausende, Millionen von Menschen in Österreich. (Beifall der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Beifall der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
gen und Boni selbst bekommen (Abg. Belakowitsch: Ja, ... ich hab’s auch gekriegt ...!), obwohl keiner und keine hier herinnen diese Unterstützung in Zeiten wie diesen so sehr braucht wie Tausende, Hunderttausende, Millionen von Menschen in Österreich. (Beifall der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Abg. Belakowitsch: ... Wien Energie ...!
Es sind Einmalzahlungen und Boni, die, wenn überhaupt, nur sehr kurz geholfen haben. Gerade jetzt – Klubobfrau Meinl-Reisinger hat es erwähnt –, wenn die Menschen ihre Strom- und Gasrechnungen bekommen, die sich verdreifacht, vervierfacht haben (Abg. Belakowitsch: ... Wien Energie ...!), wissen viele einfach nicht mehr, wie sie diese Rechnungen bezahlen sollen, wie sie die Miete bezahlen sollen. Da helfen ihnen die Einmalzahlungen von vor ein paar Wochen und Monaten sicher auch nicht. All das ist das Ergebnis Ihrer verfehlten, gescheiterten Politik der Einmalzahlungen. All das ist das Ergebnis Ihres planlosen Geldausgebens. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Es sind Einmalzahlungen und Boni, die, wenn überhaupt, nur sehr kurz geholfen haben. Gerade jetzt – Klubobfrau Meinl-Reisinger hat es erwähnt –, wenn die Menschen ihre Strom- und Gasrechnungen bekommen, die sich verdreifacht, vervierfacht haben (Abg. Belakowitsch: ... Wien Energie ...!), wissen viele einfach nicht mehr, wie sie diese Rechnungen bezahlen sollen, wie sie die Miete bezahlen sollen. Da helfen ihnen die Einmalzahlungen von vor ein paar Wochen und Monaten sicher auch nicht. All das ist das Ergebnis Ihrer verfehlten, gescheiterten Politik der Einmalzahlungen. All das ist das Ergebnis Ihres planlosen Geldausgebens. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Tanja Graf: Was hat das alles mit ...?
So, und jetzt gibt es noch ein Problem, Herr Bundesminister: Nicht nur dass die Preise nicht sinken, nicht nur dass die Inflation in Österreich steigt, während sie in anderen Ländern gesunken ist – Sie haben damit auch einen enormen Schuldenberg in Österreich aufgebaut. (Abg. Tanja Graf: Was hat das alles mit ...?) Schon jetzt wollen Sie das Geld und die Almosen, die Sie gerade falsch verteilt haben, den Menschen wieder wegnehmen. Just bei denen, die jetzt schon nicht wissen, wie sie sich das Leben leisten können, wollen Sie beginnen, Ihr Budget zu sanieren.
Abg. Haubner: So ein Schmarrn! Das stimmt ja nicht! – Abg. Ottenschläger: Wider besseres Wissen! – Abg. Wöginger: Das ist unseriös! – Abg. Haubner: Wer hat Ihnen Ihre Rede geschrieben? – Abg. Wöginger: Was ist das für eine Rede? Ihr wärt die Ersten, die sagen würden, ...! – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist die bittere Wahrheit! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Sie sind offenbar der Erste, Herr Arbeitsminister, der vorgeschickt wurde, um Teilzeitkräften, vor allem Frauen, ernsthaft anzudrohen, ihnen Familienleistungen zu streichen. (Abg. Haubner: So ein Schmarrn! Das stimmt ja nicht! – Abg. Ottenschläger: Wider besseres Wissen! – Abg. Wöginger: Das ist unseriös! – Abg. Haubner: Wer hat Ihnen Ihre Rede geschrieben? – Abg. Wöginger: Was ist das für eine Rede? Ihr wärt die Ersten, die sagen würden, ...! – Abg. Heinisch-Hosek: Das ist die bittere Wahrheit! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ
Gerade jene Gruppe, die ohnehin schon aufgrund der Teilzeitfalle durch niedrigere Pensionen bestraft ist: Sie haben ernsthaft die Idee, dort mit Einsparungen anzufangen. Offenbar hat Sie nur eines abgehalten, Herr Bundesminister, nämlich die Wucht des Widerstandes – die hat Sie überrascht (Beifall bei der SPÖ) –, der Widerstand der Gewerkschaften in Österreich, der Widerstand der Opposition. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
Gerade jene Gruppe, die ohnehin schon aufgrund der Teilzeitfalle durch niedrigere Pensionen bestraft ist: Sie haben ernsthaft die Idee, dort mit Einsparungen anzufangen. Offenbar hat Sie nur eines abgehalten, Herr Bundesminister, nämlich die Wucht des Widerstandes – die hat Sie überrascht (Beifall bei der SPÖ) –, der Widerstand der Gewerkschaften in Österreich, der Widerstand der Opposition. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Abg. Tanja Graf: An Peinlichkeit nicht zu überbieten!
Ich sage Ihnen etwas, Herr Arbeitsminister, und das können Sie gerne dem Bundeskanzler, dem Vizekanzler und dem Rest der Bundesregierung ausrichten: Wenn Sie weiter ernsthaft die Idee haben, dass Sie für Ihre verfehlte Schuldenpolitik Frauen, Kinder und arbeitende Menschen in Österreich (Abg. Tanja Graf: An Peinlichkeit nicht zu überbieten!), von denen viele nicht wissen, wie sie sich das Leben jetzt leisten können, zur Kassa bitten (Zwischenruf des Abg. Hörl), dann sage ich Ihnen, dass das, was Sie jetzt an Widerstand erlebt haben, ein kleines Lüfterl war gegen den Sturm, den Sie erleben werden, wenn Sie als Bundesregierung das wirklich machen. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist politisch falsch, das ist ohne Anstand, und es ist ohne jegliche Moral.
Zwischenruf des Abg. Hörl
Ich sage Ihnen etwas, Herr Arbeitsminister, und das können Sie gerne dem Bundeskanzler, dem Vizekanzler und dem Rest der Bundesregierung ausrichten: Wenn Sie weiter ernsthaft die Idee haben, dass Sie für Ihre verfehlte Schuldenpolitik Frauen, Kinder und arbeitende Menschen in Österreich (Abg. Tanja Graf: An Peinlichkeit nicht zu überbieten!), von denen viele nicht wissen, wie sie sich das Leben jetzt leisten können, zur Kassa bitten (Zwischenruf des Abg. Hörl), dann sage ich Ihnen, dass das, was Sie jetzt an Widerstand erlebt haben, ein kleines Lüfterl war gegen den Sturm, den Sie erleben werden, wenn Sie als Bundesregierung das wirklich machen. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist politisch falsch, das ist ohne Anstand, und es ist ohne jegliche Moral.
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen etwas, Herr Arbeitsminister, und das können Sie gerne dem Bundeskanzler, dem Vizekanzler und dem Rest der Bundesregierung ausrichten: Wenn Sie weiter ernsthaft die Idee haben, dass Sie für Ihre verfehlte Schuldenpolitik Frauen, Kinder und arbeitende Menschen in Österreich (Abg. Tanja Graf: An Peinlichkeit nicht zu überbieten!), von denen viele nicht wissen, wie sie sich das Leben jetzt leisten können, zur Kassa bitten (Zwischenruf des Abg. Hörl), dann sage ich Ihnen, dass das, was Sie jetzt an Widerstand erlebt haben, ein kleines Lüfterl war gegen den Sturm, den Sie erleben werden, wenn Sie als Bundesregierung das wirklich machen. (Beifall bei der SPÖ.) Das ist politisch falsch, das ist ohne Anstand, und es ist ohne jegliche Moral.
Abg. Steinacker: Hinschauen, da gibt’s doch Zahlen!
Was ich aber erwartet hätte, Herr Minister, ist, dass Sie brauchbare Vorschläge machen und den Frauen echte Chancen geben, von Teilzeit auf Vollzeit zu wechseln. Die meisten sind nämlich nicht freiwillig Teilzeitkräfte: Es fehlen die Möglichkeiten und Chancen. (Abg. Steinacker: Hinschauen, da gibt’s doch Zahlen!) Es braucht Zehntausende, Hunderttausende Kindergartenplätze, ganztägig, ganzjährig und kostenfrei ab dem ersten Lebensjahr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ich aber erwartet hätte, Herr Minister, ist, dass Sie brauchbare Vorschläge machen und den Frauen echte Chancen geben, von Teilzeit auf Vollzeit zu wechseln. Die meisten sind nämlich nicht freiwillig Teilzeitkräfte: Es fehlen die Möglichkeiten und Chancen. (Abg. Steinacker: Hinschauen, da gibt’s doch Zahlen!) Es braucht Zehntausende, Hunderttausende Kindergartenplätze, ganztägig, ganzjährig und kostenfrei ab dem ersten Lebensjahr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es braucht Ganztagsschulen in ganz Österreich. Das hilft den Kindern, das hilft den Frauen, das hilft der Gesellschaft, und das hilft der Wirtschaft gegen den Arbeitskräftemangel, Herr Wirtschaftsminister. Das hätte ich, hätten wir von Ihnen erwartet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Erwin Angerer (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Minister! Geschätzte Damen und Herren! Die NEOS haben nach der Bildung das Thema Leistung entdeckt, jetzt ist auf einmal Leistung das Thema. Es wäre aber natürlich auch in der Bildung einmal wieder Leistung gefragt – also dass man unseren jungen Leuten wieder Lesen, Schreiben und Rechnen beibringt und dass Leistung auch in der Schule wieder etwas zählt und nicht die ideologische Gleichmache. Das wäre einmal wichtig. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
Jetzt zu dem, was heute das Thema sein soll: Leistung muss sich in diesem Land wieder lohnen. Ja, aber dieser – sage ich jetzt einmal – herbeiregierte Wohlstandsraub, der zurzeit in unserem Land stattfindet, hat Ursachen. Die Ursachen sind eine verfehlte Politik: Sie haben eine Coronadiktatur aufgezogen, Sie haben eine Klimahysterie erzeugt (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), Sie haben uns in eine Energiekrise geführt. Sie führen uns mit Sanktionen gegen Russland in die nächste Krise, Sie geben die Neutralität auf, und mit der illegalen Migration belasten Sie unser Land und auch den Arbeitsmarkt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kassegger: Das ist ein bissl viel auf einmal!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kassegger: Das ist ein bissl viel auf einmal!
Jetzt zu dem, was heute das Thema sein soll: Leistung muss sich in diesem Land wieder lohnen. Ja, aber dieser – sage ich jetzt einmal – herbeiregierte Wohlstandsraub, der zurzeit in unserem Land stattfindet, hat Ursachen. Die Ursachen sind eine verfehlte Politik: Sie haben eine Coronadiktatur aufgezogen, Sie haben eine Klimahysterie erzeugt (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger), Sie haben uns in eine Energiekrise geführt. Sie führen uns mit Sanktionen gegen Russland in die nächste Krise, Sie geben die Neutralität auf, und mit der illegalen Migration belasten Sie unser Land und auch den Arbeitsmarkt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kassegger: Das ist ein bissl viel auf einmal!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Erasim.
Sie betätigen sich gemeinsam mit Ihrem Bundeskanzler Karl dem Großen und den Landesfürsten – in Kärnten ist es Kaiser Peter – als Raubritter, die durch die Wohnzimmer der Österreicherinnen und Österreicher ziehen und dort auch noch die letzte Sparkasse plündern. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf der Abg. Erasim.)
Beifall bei der FPÖ.
Das ist Politik à la ÖVP und Grüne, unterstützt von allen anderen. Die Einzigen, die da dagegenhalten, sind wir Freiheitliche. Das heißt, die Wahlentscheidung bei den nächsten Wahlen ist ganz einfach: Es gibt zwei Parteien – die Freiheitlichen und den Rest. (Beifall bei der FPÖ.) Also Sie draußen können sich entscheiden, wer für die Zukunft gewählt werden soll.
Abg. Erasim: Herr Präsident, das lässt man normalerweise nicht zu!
Es gibt natürlich auch Gewinner bei dem Ganzen. (Abg. Erasim: Herr Präsident, das lässt man normalerweise nicht zu!) Wo es Verlierer gibt, gibt es Gewinner. Die großen Gewinner sind die USA – die sind die großen Gewinner –, sind die Chinesen. (Abg. Leichtfried: Wie war das in Graz mit den 700 000 Euro? Das seids ihr, ja!) Die reiben sich die Hände, weil wir unsere Industrie dorthin treiben. (Abg. Leichtfried: Der Klubdirektor in Graz hat sich auch die Hände gerieben!) Wir sind die großen Verlierer in Österreich.
Abg. Leichtfried: Wie war das in Graz mit den 700 000 Euro? Das seids ihr, ja!
Es gibt natürlich auch Gewinner bei dem Ganzen. (Abg. Erasim: Herr Präsident, das lässt man normalerweise nicht zu!) Wo es Verlierer gibt, gibt es Gewinner. Die großen Gewinner sind die USA – die sind die großen Gewinner –, sind die Chinesen. (Abg. Leichtfried: Wie war das in Graz mit den 700 000 Euro? Das seids ihr, ja!) Die reiben sich die Hände, weil wir unsere Industrie dorthin treiben. (Abg. Leichtfried: Der Klubdirektor in Graz hat sich auch die Hände gerieben!) Wir sind die großen Verlierer in Österreich.
Abg. Leichtfried: Der Klubdirektor in Graz hat sich auch die Hände gerieben!
Es gibt natürlich auch Gewinner bei dem Ganzen. (Abg. Erasim: Herr Präsident, das lässt man normalerweise nicht zu!) Wo es Verlierer gibt, gibt es Gewinner. Die großen Gewinner sind die USA – die sind die großen Gewinner –, sind die Chinesen. (Abg. Leichtfried: Wie war das in Graz mit den 700 000 Euro? Das seids ihr, ja!) Die reiben sich die Hände, weil wir unsere Industrie dorthin treiben. (Abg. Leichtfried: Der Klubdirektor in Graz hat sich auch die Hände gerieben!) Wir sind die großen Verlierer in Österreich.
Abg. Wöginger: Weil so viele arbeiten!
Der nächste Gewinner ist der Herr Finanzminister. Kollege Wöginger sagt: Wir haben die Menschen entlastet, letztes Jahr gab es 10 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen! (Abg. Wöginger: Weil so viele arbeiten!) – Ja, das ist super, wenn ich ihnen auf der einen Seite ein paar Groschen gebe, aufgrund der Streichung der, der - - (Abg. Wöginger: Kalten Progression!), der kalten Progression – danke, Herr Kollege! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Wöginger: Kalten Progression!
Der nächste Gewinner ist der Herr Finanzminister. Kollege Wöginger sagt: Wir haben die Menschen entlastet, letztes Jahr gab es 10 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen! (Abg. Wöginger: Weil so viele arbeiten!) – Ja, das ist super, wenn ich ihnen auf der einen Seite ein paar Groschen gebe, aufgrund der Streichung der, der - - (Abg. Wöginger: Kalten Progression!), der kalten Progression – danke, Herr Kollege! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Der nächste Gewinner ist der Herr Finanzminister. Kollege Wöginger sagt: Wir haben die Menschen entlastet, letztes Jahr gab es 10 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen! (Abg. Wöginger: Weil so viele arbeiten!) – Ja, das ist super, wenn ich ihnen auf der einen Seite ein paar Groschen gebe, aufgrund der Streichung der, der - - (Abg. Wöginger: Kalten Progression!), der kalten Progression – danke, Herr Kollege! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Kassegger: Das sind doch Taschenspielertricks!
Auf der anderen Seite aber ziehen Sie mit den steigenden Energiekosten (Abg. Kassegger: Das sind doch Taschenspielertricks!), mit den explodierenden Mieten, den Menschen das Geld aus der Tasche, und der Finanzminister nimmt 10 Milliarden Euro mehr ein. (Abg. Wöginger: ... Eingangssteuersatz!) Dann redet ihr von Entlastung – das ist ja eine Verhöhnung der Bevölkerung draußen (Abg. Wöginger: Nein, nein, nein!), das kann ja keiner mehr ernst nehmen, was ihr da von euch gebt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: ... Eingangssteuersatz!
Auf der anderen Seite aber ziehen Sie mit den steigenden Energiekosten (Abg. Kassegger: Das sind doch Taschenspielertricks!), mit den explodierenden Mieten, den Menschen das Geld aus der Tasche, und der Finanzminister nimmt 10 Milliarden Euro mehr ein. (Abg. Wöginger: ... Eingangssteuersatz!) Dann redet ihr von Entlastung – das ist ja eine Verhöhnung der Bevölkerung draußen (Abg. Wöginger: Nein, nein, nein!), das kann ja keiner mehr ernst nehmen, was ihr da von euch gebt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Nein, nein, nein!
Auf der anderen Seite aber ziehen Sie mit den steigenden Energiekosten (Abg. Kassegger: Das sind doch Taschenspielertricks!), mit den explodierenden Mieten, den Menschen das Geld aus der Tasche, und der Finanzminister nimmt 10 Milliarden Euro mehr ein. (Abg. Wöginger: ... Eingangssteuersatz!) Dann redet ihr von Entlastung – das ist ja eine Verhöhnung der Bevölkerung draußen (Abg. Wöginger: Nein, nein, nein!), das kann ja keiner mehr ernst nehmen, was ihr da von euch gebt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Auf der anderen Seite aber ziehen Sie mit den steigenden Energiekosten (Abg. Kassegger: Das sind doch Taschenspielertricks!), mit den explodierenden Mieten, den Menschen das Geld aus der Tasche, und der Finanzminister nimmt 10 Milliarden Euro mehr ein. (Abg. Wöginger: ... Eingangssteuersatz!) Dann redet ihr von Entlastung – das ist ja eine Verhöhnung der Bevölkerung draußen (Abg. Wöginger: Nein, nein, nein!), das kann ja keiner mehr ernst nehmen, was ihr da von euch gebt. (Beifall bei der FPÖ.)
Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Strompreise explodieren, Kelag-Vorstände kassieren! Monatsgehalt Kelag-Vorstand 46.567 Euro“ vor sich auf das Redner:innenpult. – Abg. Pfurtscheller: Mein Gott, jetzt kommt die Neiddebatte, wie schön!
Dann gibt es die weiteren großen Gewinner: Das sind die Konzerne und deren Manager. Schauen wir uns einmal die Gehälter dieser Manager an! (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Strompreise explodieren, Kelag-Vorstände kassieren! Monatsgehalt Kelag-Vorstand 46.567 Euro“ vor sich auf das Redner:innenpult. – Abg. Pfurtscheller: Mein Gott, jetzt kommt die Neiddebatte, wie schön!) Ein Manager in Kärnten bei der Kelag (Abg. Belakowitsch: SPÖ!) – und das ist das Monatsgehalt von dem Herrn Vorstand bei der Kelag –, verdient 46 000 Euro. (Abg. Wurm: Frechheit!) Sechs Millionen Menschen verdienen im Jahr weniger als dieser Kelag-Vorstand in Kärnten, einem von der SPÖ geführten Bundesland. Die werden dafür belohnt, dass sie den Menschen mit explodierenden Strompreisen das Geld aus der Tasche ziehen. (Abg. Belakowitsch: Sehr sozial!) Das ist schäbig gegenüber der eigenen Bevölkerung – und dann wird hier von einer Leistungsgesellschaft geredet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: SPÖ!
Dann gibt es die weiteren großen Gewinner: Das sind die Konzerne und deren Manager. Schauen wir uns einmal die Gehälter dieser Manager an! (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Strompreise explodieren, Kelag-Vorstände kassieren! Monatsgehalt Kelag-Vorstand 46.567 Euro“ vor sich auf das Redner:innenpult. – Abg. Pfurtscheller: Mein Gott, jetzt kommt die Neiddebatte, wie schön!) Ein Manager in Kärnten bei der Kelag (Abg. Belakowitsch: SPÖ!) – und das ist das Monatsgehalt von dem Herrn Vorstand bei der Kelag –, verdient 46 000 Euro. (Abg. Wurm: Frechheit!) Sechs Millionen Menschen verdienen im Jahr weniger als dieser Kelag-Vorstand in Kärnten, einem von der SPÖ geführten Bundesland. Die werden dafür belohnt, dass sie den Menschen mit explodierenden Strompreisen das Geld aus der Tasche ziehen. (Abg. Belakowitsch: Sehr sozial!) Das ist schäbig gegenüber der eigenen Bevölkerung – und dann wird hier von einer Leistungsgesellschaft geredet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Frechheit!
Dann gibt es die weiteren großen Gewinner: Das sind die Konzerne und deren Manager. Schauen wir uns einmal die Gehälter dieser Manager an! (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Strompreise explodieren, Kelag-Vorstände kassieren! Monatsgehalt Kelag-Vorstand 46.567 Euro“ vor sich auf das Redner:innenpult. – Abg. Pfurtscheller: Mein Gott, jetzt kommt die Neiddebatte, wie schön!) Ein Manager in Kärnten bei der Kelag (Abg. Belakowitsch: SPÖ!) – und das ist das Monatsgehalt von dem Herrn Vorstand bei der Kelag –, verdient 46 000 Euro. (Abg. Wurm: Frechheit!) Sechs Millionen Menschen verdienen im Jahr weniger als dieser Kelag-Vorstand in Kärnten, einem von der SPÖ geführten Bundesland. Die werden dafür belohnt, dass sie den Menschen mit explodierenden Strompreisen das Geld aus der Tasche ziehen. (Abg. Belakowitsch: Sehr sozial!) Das ist schäbig gegenüber der eigenen Bevölkerung – und dann wird hier von einer Leistungsgesellschaft geredet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Sehr sozial!
Dann gibt es die weiteren großen Gewinner: Das sind die Konzerne und deren Manager. Schauen wir uns einmal die Gehälter dieser Manager an! (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Strompreise explodieren, Kelag-Vorstände kassieren! Monatsgehalt Kelag-Vorstand 46.567 Euro“ vor sich auf das Redner:innenpult. – Abg. Pfurtscheller: Mein Gott, jetzt kommt die Neiddebatte, wie schön!) Ein Manager in Kärnten bei der Kelag (Abg. Belakowitsch: SPÖ!) – und das ist das Monatsgehalt von dem Herrn Vorstand bei der Kelag –, verdient 46 000 Euro. (Abg. Wurm: Frechheit!) Sechs Millionen Menschen verdienen im Jahr weniger als dieser Kelag-Vorstand in Kärnten, einem von der SPÖ geführten Bundesland. Die werden dafür belohnt, dass sie den Menschen mit explodierenden Strompreisen das Geld aus der Tasche ziehen. (Abg. Belakowitsch: Sehr sozial!) Das ist schäbig gegenüber der eigenen Bevölkerung – und dann wird hier von einer Leistungsgesellschaft geredet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann gibt es die weiteren großen Gewinner: Das sind die Konzerne und deren Manager. Schauen wir uns einmal die Gehälter dieser Manager an! (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Strompreise explodieren, Kelag-Vorstände kassieren! Monatsgehalt Kelag-Vorstand 46.567 Euro“ vor sich auf das Redner:innenpult. – Abg. Pfurtscheller: Mein Gott, jetzt kommt die Neiddebatte, wie schön!) Ein Manager in Kärnten bei der Kelag (Abg. Belakowitsch: SPÖ!) – und das ist das Monatsgehalt von dem Herrn Vorstand bei der Kelag –, verdient 46 000 Euro. (Abg. Wurm: Frechheit!) Sechs Millionen Menschen verdienen im Jahr weniger als dieser Kelag-Vorstand in Kärnten, einem von der SPÖ geführten Bundesland. Die werden dafür belohnt, dass sie den Menschen mit explodierenden Strompreisen das Geld aus der Tasche ziehen. (Abg. Belakowitsch: Sehr sozial!) Das ist schäbig gegenüber der eigenen Bevölkerung – und dann wird hier von einer Leistungsgesellschaft geredet. (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Taschner
Für die Wähler und für die Bevölkerung draußen – damit alle wissen, was sie am Sonntag in Kärnten tun (Heiterkeit des Abg. Taschner) –: Abwählen, bitte, FPÖ ankreuzeln! Am 24. ist dann in Salzburg die nächste Gelegenheit, diese Politik abzuwählen (die Abgeordneten Haubner und Wöginger: Am 23.!), und dann kommt die Nationalratswahl – das ist so wie Weihnachten, wenn man auf Weihnachten wartet. Ihr könnt euch auf euren Sesseln festkleben, aber mit jedem Mal schlafen kommt man einen Tag näher an die nächste Nationalratswahl. Wir freuen uns schon darauf, die Wähler auch, und dann wird abgerechnet. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Abg. Belakowitsch: Ausgezeichnete Rede!)
die Abgeordneten Haubner und Wöginger: Am 23.!
Für die Wähler und für die Bevölkerung draußen – damit alle wissen, was sie am Sonntag in Kärnten tun (Heiterkeit des Abg. Taschner) –: Abwählen, bitte, FPÖ ankreuzeln! Am 24. ist dann in Salzburg die nächste Gelegenheit, diese Politik abzuwählen (die Abgeordneten Haubner und Wöginger: Am 23.!), und dann kommt die Nationalratswahl – das ist so wie Weihnachten, wenn man auf Weihnachten wartet. Ihr könnt euch auf euren Sesseln festkleben, aber mit jedem Mal schlafen kommt man einen Tag näher an die nächste Nationalratswahl. Wir freuen uns schon darauf, die Wähler auch, und dann wird abgerechnet. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Abg. Belakowitsch: Ausgezeichnete Rede!)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Abg. Belakowitsch: Ausgezeichnete Rede!
Für die Wähler und für die Bevölkerung draußen – damit alle wissen, was sie am Sonntag in Kärnten tun (Heiterkeit des Abg. Taschner) –: Abwählen, bitte, FPÖ ankreuzeln! Am 24. ist dann in Salzburg die nächste Gelegenheit, diese Politik abzuwählen (die Abgeordneten Haubner und Wöginger: Am 23.!), und dann kommt die Nationalratswahl – das ist so wie Weihnachten, wenn man auf Weihnachten wartet. Ihr könnt euch auf euren Sesseln festkleben, aber mit jedem Mal schlafen kommt man einen Tag näher an die nächste Nationalratswahl. Wir freuen uns schon darauf, die Wähler auch, und dann wird abgerechnet. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wurm. – Abg. Belakowitsch: Ausgezeichnete Rede!)
Abg. Holzleitner: ... Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung!
Abgeordneter Mag. Markus Koza (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! In der Aktuellen Stunde geht es heute – man würde es nach den Vorredner:innen nicht glauben – um das Thema Teilzeit, Vollzeit, Problemlagen, Problemstellungen: Wie sieht die Situation der Betroffenen aus, und wie kann man die Situation der Betroffenen verbessern? – Das ist eigentlich das Thema. (Abg. Holzleitner: ... Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung!)
Beifall bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, fangen wir einmal mit den Zahlen, Daten und Fakten in diesem Land zum Phänomen Teilzeitbeschäftigung an, das längst kein Phänomen mehr ist, sondern für wahnsinnig viele Menschen in diesem Land, vor allem für viele Frauen, ganz einfach alltägliche berufliche Realität und Normalität! Das muss man vielleicht einmal zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
sehr geehrten Damen und Herren, dieses sogenannte Normalarbeitsverhältnis war vielleicht in den Siebziger-, Achtzigerjahren einmal normal! Dieses Normalarbeitsverhältnis war ausschließlich für die Männer normal, für die Frauen ist in Wirklichkeit das normal, was über weite Strecken ihre Realität ist, und das ist für die meisten inzwischen Teilzeit. Das bitte auch einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Man darf ja eines nicht vergessen – der Herr Minister hat es ohnehin erwähnt –: Die Beschäftigungszuwächse der letzten Jahrzehnte, die immer wieder gefeiert wurden – worauf gingen die zurück? – Das war der Anstieg der Frauenbeschäftigung, das war der Anstieg von Teilzeit! Diese Entwicklung, der Anstieg von Teilzeit, ist in Österreich mit einem relativ konservativen Familienbild einhergegangen – man darf ja nicht vergessen, erst seit 1975 dürfen Frauen überhaupt ohne die Zustimmung ihrer Männer arbeiten! Man hat gesagt: Ja, Frauen, geht bitte schon arbeiten, die Frage der Kinderbetreuung aber, die Frage der Pflege, das ist schon eure Angelegenheit, also macht es bitte in Teilzeit! – Und jetzt auf einmal soll diese Teilzeit so furchtbar böse, so furchtbar hemmend für die Wirtschaft sein? Nein, das ist eine ausgesprochen unfaire Diskussion, das ist eine unehrliche Diskussion! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
die gerechtere Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Männern und Frauen reden! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Wurm.
Es gibt aber auch andere Ansätze. Schauen wir in andere Länder in Europa: Frankreich zum Beispiel hat eine gesetzliche Mindestarbeitszeit von 24 Wochenstunden, in Dänemark beispielsweise gibt es in Kollektivverträgen teilweise Mindestarbeitszeiten von 18 Wochenstunden. Was haben diese beiden Länder noch gemacht? – Sie haben auch die Arbeitszeit verkürzt; und wenn ich die Arbeitszeit unten anhebe und oben verkürze, dann schließt sich natürlich auch die Einkommenslücke und die Zeitlücke besser. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) – Kollege Wurm lacht, denn Kollege Wurm lacht viel, lacht gerne, es sei ihm gegönnt, dass er lacht, er ist ein fröhlicher Mensch, das ist ganz toll. (Abg. Wurm: Das ist das ...stechen der Grünen, natürlich! Eins plus eins ist sechs, oder? – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Das Wunderbare in Dänemark – das hat sich schön gezeigt – war: Dort hat sich auch der Anteil von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Männern und Frauen gerechter verteilt. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wurm: Das ist das ...stechen der Grünen, natürlich! Eins plus eins ist sechs, oder? – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Es gibt aber auch andere Ansätze. Schauen wir in andere Länder in Europa: Frankreich zum Beispiel hat eine gesetzliche Mindestarbeitszeit von 24 Wochenstunden, in Dänemark beispielsweise gibt es in Kollektivverträgen teilweise Mindestarbeitszeiten von 18 Wochenstunden. Was haben diese beiden Länder noch gemacht? – Sie haben auch die Arbeitszeit verkürzt; und wenn ich die Arbeitszeit unten anhebe und oben verkürze, dann schließt sich natürlich auch die Einkommenslücke und die Zeitlücke besser. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) – Kollege Wurm lacht, denn Kollege Wurm lacht viel, lacht gerne, es sei ihm gegönnt, dass er lacht, er ist ein fröhlicher Mensch, das ist ganz toll. (Abg. Wurm: Das ist das ...stechen der Grünen, natürlich! Eins plus eins ist sechs, oder? – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Das Wunderbare in Dänemark – das hat sich schön gezeigt – war: Dort hat sich auch der Anteil von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Männern und Frauen gerechter verteilt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt aber auch andere Ansätze. Schauen wir in andere Länder in Europa: Frankreich zum Beispiel hat eine gesetzliche Mindestarbeitszeit von 24 Wochenstunden, in Dänemark beispielsweise gibt es in Kollektivverträgen teilweise Mindestarbeitszeiten von 18 Wochenstunden. Was haben diese beiden Länder noch gemacht? – Sie haben auch die Arbeitszeit verkürzt; und wenn ich die Arbeitszeit unten anhebe und oben verkürze, dann schließt sich natürlich auch die Einkommenslücke und die Zeitlücke besser. (Heiterkeit des Abg. Wurm.) – Kollege Wurm lacht, denn Kollege Wurm lacht viel, lacht gerne, es sei ihm gegönnt, dass er lacht, er ist ein fröhlicher Mensch, das ist ganz toll. (Abg. Wurm: Das ist das ...stechen der Grünen, natürlich! Eins plus eins ist sechs, oder? – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Das Wunderbare in Dänemark – das hat sich schön gezeigt – war: Dort hat sich auch der Anteil von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Männern und Frauen gerechter verteilt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Steinacker und Wöginger.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, man kann einiges tun, man kann auch bei Abgaben und Steuern etwas tun. Es geht immer um die gerechte Verteilung von Arbeit. Packen wir es an, im Sinne der Frauen, im Sinne der Männer, im Sinne aller in Österreich! – Danke. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Steinacker und Wöginger.)
Beifall bei den NEOS.
Nehmen wir den Durchschnittsangestellten her, den Durchschnittsangestellten in Vollzeit, der ein bisschen mehr als 3 000 Euro verdient! Wenn dieser auf 60 Prozent Teilzeit zurückgeht, dann behält er 70 Prozent von seinem Netto. Jetzt wird es aber interessant: Jetzt kann er um Wohnbauhilfe ansuchen, um Heizkostenzuschuss ansuchen. Und das ist der Punkt, warum sich arbeiten nicht rentiert: Wenn er Vollzeit arbeitet, dann muss er buckeln für das, was er sonst alimentiert bekäme. Das ist der Fehler! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wir bringen daher einen Antrag für einen Vollzeitbonus von 100 Euro monatlich ein; und es müssen Überstunden günstiger werden! Wenn sich jemand anstrengt, wenn jemand mehr arbeitet, soll ihm der Staat das nicht abschöpfen, sondern er soll dann etwas davon haben! (Beifall bei den NEOS.) Daher muss auch der Steuerfreibetrag für die Überstunden massiv angehoben werden, und zwar der Eurobetrag und nicht nur die Zahl der Stunden.
Abg. Wurm: ... Wahrheit ...! Was finanzieren wir denn alles, Gerald?
ist der Grund, warum die Menschen vom Arbeiten nichts haben: weil wir alle möglichen Abgaben haben, mit denen wir Dinge finanzieren, denen nicht ausreichend Leistung gegenübersteht. (Abg. Wurm: ... Wahrheit ...! Was finanzieren wir denn alles, Gerald?)
Abg. Wurm: Ha, ha, ha!
Das ist aber in Wirklichkeit das Konzept von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen (Abg. Wurm: Ha, ha, ha!): die Menschen in Abhängigkeit vom Staat zu halten, sie mit einer hohen Abgabenlast zu drücken und ihnen nachher gnädig irgendwelche Zuschüsse und Boni und Ersatzzahlungen und Hilfszahlungen zu geben. Stattdessen wäre es richtig, den Menschen netto mehr von ihrem sauer verdienten Geld zu lassen, damit sie aus eigener Kraft weiterkommen können. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Ihr wollt jetzt auch einen Bonus verteilen!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Ihr wollt jetzt auch einen Bonus verteilen!
Das ist aber in Wirklichkeit das Konzept von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen (Abg. Wurm: Ha, ha, ha!): die Menschen in Abhängigkeit vom Staat zu halten, sie mit einer hohen Abgabenlast zu drücken und ihnen nachher gnädig irgendwelche Zuschüsse und Boni und Ersatzzahlungen und Hilfszahlungen zu geben. Stattdessen wäre es richtig, den Menschen netto mehr von ihrem sauer verdienten Geld zu lassen, damit sie aus eigener Kraft weiterkommen können. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Ottenschläger: Ihr wollt jetzt auch einen Bonus verteilen!)
Beifall bei der ÖVP.
Was mich in dieser Situation besonders verwundert, ist, dass die SPÖ, obwohl wir zu wenige Leute haben, wieder mit ihrem Kassenschlager einer Viertagewoche, also eigentlich einer Arbeitszeitreduktion, daherkommt. Da muss ich mich ganz ehrlich fragen, ob ihr es nicht verstanden habt. Vielleicht habe ich es nicht verstanden, aber: Wie soll denn das bitte gehen? Man kann ja nicht in einem kürzeren Zeitraum produktiver sein. Der Kellner kann nicht in 32 Stunden 40 Stunden lang Gäste bedienen, und bei der Krankenschwester, die sich um die Patienten kümmert, ist es dasselbe, so wie auch das Band in der Produktion, das 100 Prozent der Zeit läuft, nicht nur zu 80 Prozent bedient werden kann. Das geht sich einfach nicht aus. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Wurm: Na, na, na, der ... andere Diskussion!
Meine Damen und Herren, wir sollten also nicht darüber reden, wie wir weniger arbeiten können, sondern darüber, wie wir es schaffen, wie wir es ermöglichen und beanreizen, dass die Leute mehr arbeiten und dass sich, und das ist natürlich wichtig, Leistung auch lohnt. Genau das ist die Diskussion, die Bundesminister Kocher auch führen möchte (Abg. Wurm: Na, na, na, der ... andere Diskussion!), aber objektiv, emotionslos und auch ehrlich.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Jeder Dritte in Österreich arbeitet in Teilzeit. Das ist sicherlich auch kulturell bedingt, aber es ist in vielerlei Hinsicht ein Problem. Ich sage Ihnen auch, warum: einerseits – und das habe ich schon erwähnt – wegen des Arbeits- und Fachkräftemangels, andererseits ist aber unser Sozialsystem in Gefahr, denn wir haben nun einmal ein System, für das wir die Leute, die arbeiten, brauchen – für das wir mehr Leute brauchen, die arbeiten, für das wir fast alle Leute brauchen, die arbeiten. Die Pensionsbeiträge der Erwerbstätigen finanzieren die Pensionen der Pensionisten. Und drittens, das muss auch einmal ganz klar und deutlich gesagt werden: Wenn man weniger arbeitet, hat man später eine geringere Pension, dann ist ihre – und es ist meistens ihre – oder seine Pension geringer. Die Gefahr der Altersarmut steigt da massiv, und das trifft leider vor allem Frauen, und da müssen wir etwas tun. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Jahren gefordert; viele Regierungen haben es versprochen, wir haben es getan! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Meinl-Reisinger: Auf Steuern? Das ist ein Absetzbetrag ..., eigene ... Steuerlast, das ist ja keine Förderung!
Meine Bitte daher: Führen wir eine ehrliche Diskussion mit produktiven, sinnvollen Vorschlägen! Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass der Vollzeitbonus da die richtige Variante ist. Warum soll ich, die gerne freiwillig Vollzeit arbeitet, einen Bonus auf Steuerkosten bekommen? Es ist wieder einmal die Gießkanne, die ihr so oft kritisiert. Auch wenn ihr sagt, es ist keine Gießkanne, ist es aber eine Gießkanne. (Abg. Meinl-Reisinger: Auf Steuern? Das ist ein Absetzbetrag ..., eigene ... Steuerlast, das ist ja keine Förderung!)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Bitte daher: Führen wir diese Diskussion sachlich, unemotional, nicht angriffig, aber – und da schaue ich in Richtung SPÖ hinsichtlich des Vorschlages der Viertagewoche – führen wir sie auch ehrlich und vor allem sinnvoll! – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Herr Bundesminister, Sie haben das heute zurückgenommen. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das ist gut, aber dann lassen wir uns doch auf eine sehr fachliche Debatte ein und schauen uns die verschiedenen Gruppen der Teilzeitbeschäftigten etwas näher an.
Beifall bei der SPÖ.
meldepflichtig: über das Ausmaß der Arbeitszeit, über den Arbeitsort, und jede Veränderung muss gemeldet werden. – So wird Politik gemacht, wenn wir verhindern wollen, dass Teilzeit missbraucht wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Genau dort müssen wir ansetzen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir brauchen da, gerade für die Frauen, auch ein klares gesellschaftspolitisches Zeichen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Wir müssen darauf schauen, dass die Frauen nicht wieder zu den Verlierern zählen – wie wegen der Abschaffung der Blockzeiten bei der Altersteilzeit, bei der Anhebung der Alterspension, mit Nichtwertschätzung von Kinder- und Betreuungszeiten; das haben sich Frauen nicht verdient. Deswegen brauchen wir diese Ganztagskinderbetreuungsplätze. Das, was 2017 nicht die ÖVP, aber Bundeskanzler Kurz verhindert hat, das hätten wir jetzt schon erledigt gehabt. Wir brauchen unbedingt diese Maßnahmen, um auch dieses Problem zu lösen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch. Besprechen wir diese offen, fachlich und auf Augenhöhe, dann können wir auch da ein Stück weiterkommen! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Zuseher! Ja, es ist eigentlich ein Offenbarungseid, den wir heute hier erleben, und daher noch einmal die Frage: Warum diskutieren wir heute diesen Vorschlag der ÖVP und der Grünen über eine Kürzung der Sozialleistungen für Teilzeitkräfte? Warum diskutieren wir das? – Da, glaube ich, kann man schon einmal eindeutig sagen - - (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Ja, es ist klar, es ist ja euer Vorschlag, ihr seid ja eine Regierung; noch seid ihr, glaube ich, eine Regierung. (Abg. Schallmeiner: Differenzieren war noch nie deine Stärke, gell, Peter?! – Abg. Pfurtscheller: Welcher Vorschlag, bitte?)
Abg. Schallmeiner: Differenzieren war noch nie deine Stärke, gell, Peter?! – Abg. Pfurtscheller: Welcher Vorschlag, bitte?
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Zuseher! Ja, es ist eigentlich ein Offenbarungseid, den wir heute hier erleben, und daher noch einmal die Frage: Warum diskutieren wir heute diesen Vorschlag der ÖVP und der Grünen über eine Kürzung der Sozialleistungen für Teilzeitkräfte? Warum diskutieren wir das? – Da, glaube ich, kann man schon einmal eindeutig sagen - - (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Ja, es ist klar, es ist ja euer Vorschlag, ihr seid ja eine Regierung; noch seid ihr, glaube ich, eine Regierung. (Abg. Schallmeiner: Differenzieren war noch nie deine Stärke, gell, Peter?! – Abg. Pfurtscheller: Welcher Vorschlag, bitte?)
Beifall bei der FPÖ.
Warum aber poppt dieses Thema auf? – Da darf ich schon die anderen vier Parteien jetzt einmal ins Boot holen: Es ist das eingetreten, was wir Ihnen seit Jahrzehnten prophezeien – was Sie halt ungern zugeben, auch heute nicht –, nämlich dass unser Sozialsystem in Österreich kollabiert ist. Jetzt kommt die Frage nach dem Warum, und da weichen vier Parteien halt immer sehr gerne aus. – Das ist das Ergebnis einer unqualifizierten Zuwanderung über Jahrzehnte, diese lässt unser Sozialsystem kollabieren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Das ist dermaßen an den Haaren herangezogener Blödsinn!
Jetzt kommen Sie ernsthaft auf die Idee, dass die alleinerziehende Mutter in Teilzeit quasi die Asylanten mitfinanzieren soll. Ja, das ist das Ergebnis: Die alleinerziehende Mutter in Teilzeit soll jetzt quasi die Gesundheitsversorgung und die Mindestsicherung von Asylanten finanzieren. Das ist eure Idee – kurz zusammengefasst, für die Bevölkerung einfach zu verstehen. (Abg. Pfurtscheller: Das ist dermaßen an den Haaren herangezogener Blödsinn!)
Abg. Ribo: Das ist ja peinlich! Peinlich!
Ich sage es noch einmal: 60 Prozent der Sozialhilfeempfänger sind nicht Österreicher, ein Drittel jener beim AMS sind nicht Österreicher, 60 Prozent der Gefängnisinsassen sind nicht Österreicher. (Abg. Ribo: Das ist ja peinlich! Peinlich!) Ich könnte die Liste für Sie jetzt fortsetzen, fortsetzen, fortsetzen. Das kostet Milliarden! Diese Milliarden hat das Sozialsystem nicht! (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Bitte keine Aufregung von den Grünen, es ist die reine Wahrheit, es ist alles nachvollziehbar.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich sage es noch einmal: 60 Prozent der Sozialhilfeempfänger sind nicht Österreicher, ein Drittel jener beim AMS sind nicht Österreicher, 60 Prozent der Gefängnisinsassen sind nicht Österreicher. (Abg. Ribo: Das ist ja peinlich! Peinlich!) Ich könnte die Liste für Sie jetzt fortsetzen, fortsetzen, fortsetzen. Das kostet Milliarden! Diese Milliarden hat das Sozialsystem nicht! (Zwischenrufe bei den Grünen.) – Bitte keine Aufregung von den Grünen, es ist die reine Wahrheit, es ist alles nachvollziehbar.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Ich sage es noch einmal: Diese Bundesregierung macht heuer ein geplantes Defizit von 18 Milliarden Euro – 18 Milliarden Euro Defizit! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Und da tauchen Traumtänzereien darüber auf, was ihr alles machen wollt. Wir haben das Geld ja schlichtweg über Jahre schon nicht mehr. Gesamtverschuldung: 360 Milliarden Euro in Österreich. Auch die Idee der Sozialdemokratie: bitte jetzt auf 32 Stunden!, und die Grünen, das ist ja Traumtänzerei, bitte schön! (Abg. Koza: Von 48 auf 40 Stunden ist auch Traumtänzerei, oder?) – Wo lebt ihr, bitte schön? Das geht sich ja alles hinten und vorne nicht mehr aus. (Abg. Koza: Von 70 Stunden auf 40 Stunden war auch Traumtänzerei, oder? Peter, für eine 70-Stunden-Woche, oder was?)
Abg. Koza: Von 48 auf 40 Stunden ist auch Traumtänzerei, oder?
Ich sage es noch einmal: Diese Bundesregierung macht heuer ein geplantes Defizit von 18 Milliarden Euro – 18 Milliarden Euro Defizit! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Und da tauchen Traumtänzereien darüber auf, was ihr alles machen wollt. Wir haben das Geld ja schlichtweg über Jahre schon nicht mehr. Gesamtverschuldung: 360 Milliarden Euro in Österreich. Auch die Idee der Sozialdemokratie: bitte jetzt auf 32 Stunden!, und die Grünen, das ist ja Traumtänzerei, bitte schön! (Abg. Koza: Von 48 auf 40 Stunden ist auch Traumtänzerei, oder?) – Wo lebt ihr, bitte schön? Das geht sich ja alles hinten und vorne nicht mehr aus. (Abg. Koza: Von 70 Stunden auf 40 Stunden war auch Traumtänzerei, oder? Peter, für eine 70-Stunden-Woche, oder was?)
Abg. Koza: Von 70 Stunden auf 40 Stunden war auch Traumtänzerei, oder? Peter, für eine 70-Stunden-Woche, oder was?
Ich sage es noch einmal: Diese Bundesregierung macht heuer ein geplantes Defizit von 18 Milliarden Euro – 18 Milliarden Euro Defizit! (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Und da tauchen Traumtänzereien darüber auf, was ihr alles machen wollt. Wir haben das Geld ja schlichtweg über Jahre schon nicht mehr. Gesamtverschuldung: 360 Milliarden Euro in Österreich. Auch die Idee der Sozialdemokratie: bitte jetzt auf 32 Stunden!, und die Grünen, das ist ja Traumtänzerei, bitte schön! (Abg. Koza: Von 48 auf 40 Stunden ist auch Traumtänzerei, oder?) – Wo lebt ihr, bitte schön? Das geht sich ja alles hinten und vorne nicht mehr aus. (Abg. Koza: Von 70 Stunden auf 40 Stunden war auch Traumtänzerei, oder? Peter, für eine 70-Stunden-Woche, oder was?)
Abg. Leichtfried: Haben Ihnen das die Russen erzählt? Ist das das letzte Mail aus Moskau gewesen, wo das drinsteht?
Ich weiß schon, dass das keiner gerne hört. Die Töpfe sind leer, die habt ihr geleert, ihr vier Parteien gemeinsam, und darüber will halt keiner gerne diskutieren. (Abg. Leichtfried: Haben Ihnen das die Russen erzählt? Ist das das letzte Mail aus Moskau gewesen, wo das drinsteht?)
Abg. Leichtfried: Also was die Russen so alles sagen, ist interessant! Und Sie geben das einfach so weiter!
Bitte schön, noch einmal: Bitte lasst die Teilzeitkräfte in Österreich in Ruhe! (Abg. Leichtfried: Also was die Russen so alles sagen, ist interessant! Und Sie geben das einfach so weiter!) Es gibt sehr, sehr viele gute Gründe, warum Leute in Österreich Teilzeit arbeiten, nämlich weil sie es wegen Betreuungsaufgaben müssen, teilweise weil sie es auch gesundheitlich gar nicht schaffen, 40 Stunden zu arbeiten. Eigentlich bräuchten wir diese berühmten Helden der Arbeit (Abg. Leichtfried: Ja, „Helden der Arbeit“, kommt auch aus Russland, ich weiß!), die über 45 Jahre fleißig arbeiten, aber, liebe ÖVP und Grüne sowieso, die habt ihr bestraft. Ihr habt die Hacklerpension abgeschafft. Das waren die Helden der
Abg. Leichtfried: Ja, „Helden der Arbeit“, kommt auch aus Russland, ich weiß!
Bitte schön, noch einmal: Bitte lasst die Teilzeitkräfte in Österreich in Ruhe! (Abg. Leichtfried: Also was die Russen so alles sagen, ist interessant! Und Sie geben das einfach so weiter!) Es gibt sehr, sehr viele gute Gründe, warum Leute in Österreich Teilzeit arbeiten, nämlich weil sie es wegen Betreuungsaufgaben müssen, teilweise weil sie es auch gesundheitlich gar nicht schaffen, 40 Stunden zu arbeiten. Eigentlich bräuchten wir diese berühmten Helden der Arbeit (Abg. Leichtfried: Ja, „Helden der Arbeit“, kommt auch aus Russland, ich weiß!), die über 45 Jahre fleißig arbeiten, aber, liebe ÖVP und Grüne sowieso, die habt ihr bestraft. Ihr habt die Hacklerpension abgeschafft. Das waren die Helden der
Beifall und Bravoruf des Abg. Hörl.
Eines ist klar: Ohne Fleiß kein Preis! (Beifall und Bravoruf des Abg. Hörl.) Aber, und jetzt kommt das große Aber, wir brauchen auch soziale Gerechtigkeit. Es kann nicht sein, dass wir die ganze Welt mitfinanzieren. Ich sage es noch einmal: Ukrainekrieg, Waffenlieferungen, EU (Abg. Belakowitsch: Klimabonus!) – das sind Milliarden, die wir eh nicht haben, die ihr links, rechts ausgebt.
Abg. Belakowitsch: Klimabonus!
Eines ist klar: Ohne Fleiß kein Preis! (Beifall und Bravoruf des Abg. Hörl.) Aber, und jetzt kommt das große Aber, wir brauchen auch soziale Gerechtigkeit. Es kann nicht sein, dass wir die ganze Welt mitfinanzieren. Ich sage es noch einmal: Ukrainekrieg, Waffenlieferungen, EU (Abg. Belakowitsch: Klimabonus!) – das sind Milliarden, die wir eh nicht haben, die ihr links, rechts ausgebt.
Zwischenruf bei der ÖVP
Wir stehen auf dem Standpunkt – da sind wir die einzige Partei –: Wir wollen Österreicherinnen und Österreichern helfen, und dem Rest, bitte schön, wenn Geld übrig ist. Es ist aber kein Geld übrig, liebe Kollegen (Zwischenruf bei der ÖVP), das ist nicht übrig. Ihr fangt jetzt an, die Idee zu forcieren, bei den Teilzeitkräften die Sozialleistungen zu kürzen. (Abg. Hörl: Hast du nicht zugehört? Du musst zuhören!) Das kann man keinem vernünftigen Menschen mehr erklären! Und wenn ein Asylant aber eine Operation irgendwo an der Uniklinik Innsbruck hat, zahlt das der Steuerzahler. Bitte schön, seid ihr irre? (He Rufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Herr Präsident!) Das ist nicht mehr nachvollziehbar.
Abg. Hörl: Hast du nicht zugehört? Du musst zuhören!
Wir stehen auf dem Standpunkt – da sind wir die einzige Partei –: Wir wollen Österreicherinnen und Österreichern helfen, und dem Rest, bitte schön, wenn Geld übrig ist. Es ist aber kein Geld übrig, liebe Kollegen (Zwischenruf bei der ÖVP), das ist nicht übrig. Ihr fangt jetzt an, die Idee zu forcieren, bei den Teilzeitkräften die Sozialleistungen zu kürzen. (Abg. Hörl: Hast du nicht zugehört? Du musst zuhören!) Das kann man keinem vernünftigen Menschen mehr erklären! Und wenn ein Asylant aber eine Operation irgendwo an der Uniklinik Innsbruck hat, zahlt das der Steuerzahler. Bitte schön, seid ihr irre? (He Rufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Herr Präsident!) Das ist nicht mehr nachvollziehbar.
He Rufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Herr Präsident!
Wir stehen auf dem Standpunkt – da sind wir die einzige Partei –: Wir wollen Österreicherinnen und Österreichern helfen, und dem Rest, bitte schön, wenn Geld übrig ist. Es ist aber kein Geld übrig, liebe Kollegen (Zwischenruf bei der ÖVP), das ist nicht übrig. Ihr fangt jetzt an, die Idee zu forcieren, bei den Teilzeitkräften die Sozialleistungen zu kürzen. (Abg. Hörl: Hast du nicht zugehört? Du musst zuhören!) Das kann man keinem vernünftigen Menschen mehr erklären! Und wenn ein Asylant aber eine Operation irgendwo an der Uniklinik Innsbruck hat, zahlt das der Steuerzahler. Bitte schön, seid ihr irre? (He Rufe bei der ÖVP. – Abg. Hörl: Herr Präsident!) Das ist nicht mehr nachvollziehbar.
Beifall bei der FPÖ.
Noch einmal: Wir brauchen soziale Gerechtigkeit für Österreicherinnen und Österreicher – das brauchen wir. Wir brauchen keine Wundertüte für die ganze Welt. Auch hier noch einmal an die Sozialdemokratie: Bitte setzt euch wieder für die arbeitenden Menschen in Österreich ein! Das wäre wichtig. Die FPÖ, wir Freiheitlichen sind die Einzigen, die das über Jahre ganz klar formuliert haben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Ich darf Sie aus der Putin-Propagandastunde des Kollegen Wurm wieder in die Realität des österreichischen Nationalrats zurückholen. (Beifall und Bravoruf bei den Grünen sowie Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Rauch: Sinnerfassend zuhören! – Abg. Belakowitsch: Hat der Minister gesagt! – Abg. Wurm: Seid ihr nicht mehr zusammen?
Ich finde es ja lustig, dass es der FPÖ nicht peinlich ist, sich hierherzustellen und zu sagen, es gäbe Pläne zur Kürzung von Sozialleistungen dieser Bundesregierung. (Abg. Rauch: Sinnerfassend zuhören! – Abg. Belakowitsch: Hat der Minister gesagt! – Abg. Wurm: Seid ihr nicht mehr zusammen?) Die Einzigen, die immer dann, wenn sie in Regierungsverantwortung sind, Sozialleistungen kürzen, seid ihr. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Ich erinnere an Sozialministerin Hartinger-Klein, die gemeint hat, dass man von 150 Euro monatlich leben kann. Also bitte, das ist einfach peinlich, was ihr macht, hört auf damit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich finde es ja lustig, dass es der FPÖ nicht peinlich ist, sich hierherzustellen und zu sagen, es gäbe Pläne zur Kürzung von Sozialleistungen dieser Bundesregierung. (Abg. Rauch: Sinnerfassend zuhören! – Abg. Belakowitsch: Hat der Minister gesagt! – Abg. Wurm: Seid ihr nicht mehr zusammen?) Die Einzigen, die immer dann, wenn sie in Regierungsverantwortung sind, Sozialleistungen kürzen, seid ihr. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Ich erinnere an Sozialministerin Hartinger-Klein, die gemeint hat, dass man von 150 Euro monatlich leben kann. Also bitte, das ist einfach peinlich, was ihr macht, hört auf damit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich finde es ja lustig, dass es der FPÖ nicht peinlich ist, sich hierherzustellen und zu sagen, es gäbe Pläne zur Kürzung von Sozialleistungen dieser Bundesregierung. (Abg. Rauch: Sinnerfassend zuhören! – Abg. Belakowitsch: Hat der Minister gesagt! – Abg. Wurm: Seid ihr nicht mehr zusammen?) Die Einzigen, die immer dann, wenn sie in Regierungsverantwortung sind, Sozialleistungen kürzen, seid ihr. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Ich erinnere an Sozialministerin Hartinger-Klein, die gemeint hat, dass man von 150 Euro monatlich leben kann. Also bitte, das ist einfach peinlich, was ihr macht, hört auf damit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Ich möchte in meiner Rede ausführen, weshalb wir aus frauenpolitischer und auch aus verteilungspolitischer Sicht diesem Vorschlag ganz klar eine Absage erteilen müssen. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Ich möchte eingangs die
Abg. Loacker: Für die Arbeitenden! – Abg. Meinl-Reisinger: Für alle, die arbeiten!
Wenn die NEOS heute, an diesem Equal-Care-Day, für ihre Aktuelle Stunde den Titel „Der Beitrag der arbeitenden Menschen in Österreich muss sich wieder lohnen“ wählen, dann frage ich mich schon: Ja für wen denn, für wen soll sich das lohnen? (Abg. Loacker: Für die Arbeitenden! – Abg. Meinl-Reisinger: Für alle, die arbeiten!)
Abg. Meinl-Reisinger: Genau, deshalb Kinderbetreuung!
Deklinieren wir einmal diesen Vorschlag durch: Eine alleinerziehende Mutter (Abg. Meinl-Reisinger: Genau, deshalb Kinderbetreuung!), nennen wir sie Sophie, erhält in Teilzeitarbeit ein Bruttomonatseinkommen von 1 600 Euro – damit ist sie lohnsteuerpflichtig. Sophie hat eine siebenjährige Tochter, nennen wir sie Anna. Die beiden wohnen in Oberösterreich in einer kleinen Gemeinde: ganztägige Kinderbetreuung? – Totale Fehlanzeige. (Abg. Scherak: Das musst aber deinem Koalitionspartner sagen, Meri!) – Die letzte Ibizakoalition im Bundesland hat dafür keine Sorge getragen. Sophie hat damit keine Chance auf eine bezahlte Vollzeittätigkeit, und was sonst in Kinderbildungs-, in Kinderbetreuungseinrichtungen von bezahltem und dafür ausgebildetem Personal übernommen werden würde, muss Sophie selber machen. In Kombination mit dieser Teilzeitanstellung arbeitet sie wöchentlich viel mehr als Patrick, der Programmierer ist, Vollzeit tätig ist und keine Betreuungspflicht hat.
Abg. Scherak: Das musst aber deinem Koalitionspartner sagen, Meri!
Deklinieren wir einmal diesen Vorschlag durch: Eine alleinerziehende Mutter (Abg. Meinl-Reisinger: Genau, deshalb Kinderbetreuung!), nennen wir sie Sophie, erhält in Teilzeitarbeit ein Bruttomonatseinkommen von 1 600 Euro – damit ist sie lohnsteuerpflichtig. Sophie hat eine siebenjährige Tochter, nennen wir sie Anna. Die beiden wohnen in Oberösterreich in einer kleinen Gemeinde: ganztägige Kinderbetreuung? – Totale Fehlanzeige. (Abg. Scherak: Das musst aber deinem Koalitionspartner sagen, Meri!) – Die letzte Ibizakoalition im Bundesland hat dafür keine Sorge getragen. Sophie hat damit keine Chance auf eine bezahlte Vollzeittätigkeit, und was sonst in Kinderbildungs-, in Kinderbetreuungseinrichtungen von bezahltem und dafür ausgebildetem Personal übernommen werden würde, muss Sophie selber machen. In Kombination mit dieser Teilzeitanstellung arbeitet sie wöchentlich viel mehr als Patrick, der Programmierer ist, Vollzeit tätig ist und keine Betreuungspflicht hat.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Deshalb Kinderbetreuung ausbauen! Habe Mut, Meri! Macht einmal was!
Wenn ich das, was die NEOS hier unter dem Titel Vollzeitbonus vorschlagen, durchdekliniere, wird das für Sophie bedeuten, dass sie von diesem Bonus nicht nur absolut nichts hat, es wird verteilungspolitisch bedeuten, dass die alleinerziehende Mutter Sophie, die lohnsteuerpflichtige Sophie – Alleinerzieherin! –, den Lohnsteuergutschriftbetrag in Höhe von 100 Euro für einen gut verdienenden alleinstehenden Mann mitfinanziert. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Meinl-Reisinger: Deshalb Kinderbetreuung ausbauen! Habe Mut, Meri! Macht einmal was!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller, Reiter und Tanda. – Abg. Wurm: Bei der ÖVP haben jetzt zwei geklatscht!
Was diese heutige Debatte und die im Vorfeld in den vergangenen Tagen und Wochen auch medial und politisch geführte Diskussion rund um das Thema Teilzeit gezeigt hat, war ein Grundtenor, der mir gar nicht gefällt: Frauen arbeiten nicht genug; Frauen sollten mehr Vollzeit arbeiten; wer Teilzeit arbeitet, ist selber schuld oder faul. All diese Diskussionen haben einen Common Ground: Sie sehen den Mann quasi als Maßstab des arbeitenden Menschen, einen Mann ohne Betreuungspflichten. Das ist so rückständig, dass ich mich wirklich fragen muss: Was außer Frauenshaming sollen denn bitte solche Diskussionen bewirken? (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller, Reiter und Tanda. – Abg. Wurm: Bei der ÖVP haben jetzt zwei geklatscht!)
Abg. Meinl-Reisinger: Es wäre schön, wenn ihr in der Regierung wärt!
wird. Männer sollen nicht einfach mithelfen, sie sollen endlich einfach ihren Teil übernehmen. Ich bin es wirklich leid, dass diese Vereinbarkeitsfragen immer als Frauenthema genannt werden. (Abg. Meinl-Reisinger: Es wäre schön, wenn ihr in der Regierung wärt!) – Es wäre schön, wenn die NEOS in Wien in der Regierung wären, Kollegin Beate Meinl-Reisinger! Ich glaube, das werden wir anderswo diskutieren.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller und Strasser.
Ich komme zum Schluss, Herr Präsident: Wir leben in einem Land, in dem Steuern primär über Arbeit und Konsum, aber kaum über Vermögen generiert werden. Wer Arbeit wirklich entlasten will, der darf bei der Gegenfinanzierung klarerweise auch nicht auf der Bremse stehen und muss auch über Vermögensteuern nachdenken. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Pfurtscheller und Strasser.)
Abg. Wöginger: Was für ein Problem?
Abgeordnete Mag. Julia Seidl (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste und Besucher:innen im Saal und jene, die online und vor den Fernsehbildschirmen dabei sind! Ich habe jetzt den Rednern vor allen Dingen der ÖVP, aber auch der SPÖ sehr gut zugehört, und es entsteht der Eindruck, dass man als ÖVP in den letzten 50 Jahren nicht Teil des Problems war. (Abg. Wöginger: Was für ein Problem?) Sie sind seit quasi immer in der Bundesregierung, das gilt auch für die SPÖ, mit einigen Ausnahmen, und Sie haben jahrelang nichts dagegen getan, dass die Kosten für Arbeit steigen, die Abgabenquote eskaliert und den Menschen immer weniger übrig bleibt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordnete Mag. Julia Seidl (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste und Besucher:innen im Saal und jene, die online und vor den Fernsehbildschirmen dabei sind! Ich habe jetzt den Rednern vor allen Dingen der ÖVP, aber auch der SPÖ sehr gut zugehört, und es entsteht der Eindruck, dass man als ÖVP in den letzten 50 Jahren nicht Teil des Problems war. (Abg. Wöginger: Was für ein Problem?) Sie sind seit quasi immer in der Bundesregierung, das gilt auch für die SPÖ, mit einigen Ausnahmen, und Sie haben jahrelang nichts dagegen getan, dass die Kosten für Arbeit steigen, die Abgabenquote eskaliert und den Menschen immer weniger übrig bleibt. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Obernosterer: Gibt es aber mehrere Hotels! – Abg. Pfurtscheller: So schlimm ist das doch auch nicht, oder?!
Ich war vor ein paar Wochen in einem Tiroler Hotel, dort hat man sich selbst eine Kinderbetreuung eingerichtet, weil man gar nicht anders konnte. (Abg. Obernosterer: Gibt es aber mehrere Hotels! – Abg. Pfurtscheller: So schlimm ist das doch auch nicht, oder?!) – Natürlich gibt es mehr Hotels, die das machen, das ist auch gut so. (Abg. Obernosterer: Kooperation mit der Gemeinde!)
Abg. Obernosterer: Kooperation mit der Gemeinde!
Ich war vor ein paar Wochen in einem Tiroler Hotel, dort hat man sich selbst eine Kinderbetreuung eingerichtet, weil man gar nicht anders konnte. (Abg. Obernosterer: Gibt es aber mehrere Hotels! – Abg. Pfurtscheller: So schlimm ist das doch auch nicht, oder?!) – Natürlich gibt es mehr Hotels, die das machen, das ist auch gut so. (Abg. Obernosterer: Kooperation mit der Gemeinde!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Ein Betriebskindergarten ist Job der Bundesregierung! Das ist ja abenteuerlich! – Abg. Pfurtscheller: Das ist eine unternehmerische Entscheidung!
der Gemeinde, in der sie angesiedelt sind, das Angebot nicht verfügbar ist. Sie tun es auch deswegen, weil sie den Job der Bundesregierung machen. Es ist aber nicht Aufgabe der Unternehmer:innen, den Job der Bundesregierung zu machen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Ein Betriebskindergarten ist Job der Bundesregierung! Das ist ja abenteuerlich! – Abg. Pfurtscheller: Das ist eine unternehmerische Entscheidung!) Es ist der Job der Bundesregierung, Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Und wenn Betriebe Betriebskindergärten machen, um als Arbeitgeber attraktiv zu werden, dann ist das eine Sache, wenn sie das aber machen müssen, weil sie keine anderen Betreuungsangebote in der Region haben, dann ist das eine andere Sache. Das ist das, was ich meine. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
der Gemeinde, in der sie angesiedelt sind, das Angebot nicht verfügbar ist. Sie tun es auch deswegen, weil sie den Job der Bundesregierung machen. Es ist aber nicht Aufgabe der Unternehmer:innen, den Job der Bundesregierung zu machen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Wöginger: Ein Betriebskindergarten ist Job der Bundesregierung! Das ist ja abenteuerlich! – Abg. Pfurtscheller: Das ist eine unternehmerische Entscheidung!) Es ist der Job der Bundesregierung, Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Und wenn Betriebe Betriebskindergärten machen, um als Arbeitgeber attraktiv zu werden, dann ist das eine Sache, wenn sie das aber machen müssen, weil sie keine anderen Betreuungsangebote in der Region haben, dann ist das eine andere Sache. Das ist das, was ich meine. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit der Rednerin
Was hat die Bundesregierung letztes Jahr gemacht? – Sie hat ein Programm aufgelegt, das Leuchtturmprojekt mit 2 Millionen Euro dotiert, sodass Betriebe im Tourismus Kinderbetreuungskonzepte erstellen und einreichen können. Das ist (Heiterkeit der Rednerin) eine ganz großartige Idee gewesen, denn was ist passiert? – Gestern ist bekannt geworden, dass es zu wenig Einreichungen gegeben hat und deswegen das Programm verlängert werden muss. Warum passiert das? – Weil es nicht darum geht, Konzepte zu fördern. Es geht darum, da die Betriebe diese Modelle alle schon haben, den Betrieben dabei zu helfen, dass sie sie umsetzen können und dass sie sie betreiben können. Es geht nicht darum, den Betrieben zu sagen: Erstellt einmal ein Konzept und reicht es dann ein! Betriebe haben keine Zeit dafür, Betriebe machen nämlich etwas, Unternehmerinnen und Unternehmer machen etwas, was die Bundesregierung nicht so gerne tut: sie arbeiten, sie machen, sie setzen um.
Beifall bei den NEOS.
Das würde ich mir wünschen: dass die Bundesregierung in die Gänge kommt, damit auch Frauen die Chance haben, überhaupt Vollzeit arbeiten zu können, wenn sie es wollen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Jahr 2043 ist die heimische Industrie hoch spezialisiert und bietet Zigtausenden Menschen sichere Jobs – auch da ist uns der Ausstieg aus fossilen Energieträgern gelungen –, heimisch produziertes Biogas und grüner Wasserstoff ersetzen klimaschädliches Erdgas und sorgen für eine saubere Luft. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
hin zu erneuerbaren Energien. Damit das gelingt, muss uns allen klar sein: Die großen Herausforderungen von morgen sind ganz sicher nicht mehr mit den gescheiterten Lösungen von vorgestern zu meistern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Spätestens seit Putins brutalem Angriffskrieg auf die Ukraine und den massiven Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte ist der Traum vom billigen russischen Gas ein für alle Mal ausgeträumt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Viel mehr noch, auch wenn es manche hier herinnen nicht glauben wollen: Er hat sich als teurer Albtraum entpuppt, in wirtschaftlicher wie in sicherheitspolitischer Hinsicht. Auch auf lange Sicht führen fossile Energieträger uns immer weiter in die Sackgasse, egal, woher sie kommen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir Grüne haben deshalb eine Transformationsoffensive für die heimische Industrie gestartet, mit der wir die Kehrtwende in Gang setzen. Rund 5,7 Milliarden Euro haben wir dafür langfristig im Budget verankert, an die 3 Milliarden Euro stehen beispielsweise bis 2030 für den Aufbau von klimafreundlichen Produktionsanlagen bereit; Öl und Gas werden dort endgültig abgelöst durch saubere Energieträger wie Ökostrom, grünen Wasserstoff und Biogas. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Biogas ist ein wichtiger Baustein, den wir gezielt in der Industrie einsetzen können, wo es keine anderen Alternativen zu Gas gibt. Bei der Raumwärme gibt es mit Wärmepumpen oder Fernwärme effizientere Alternativen, auf sie müssen wir beim Ausstieg von Öl und Gas gezielt setzen. Mit Rekordförderungen konnten wir in den letzten Jahren das Tempo massiv erhöhen. Mit dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz können wir auch da den klaren Fahrplan zum endgültigen Ausstieg von Gasheizungen fixieren – mit dem notwendigen Willen und einer Zweidrittelmehrheit. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Beim Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie haben wir die Trendwende eingeleitet. In drei Jahren mit grüner Regierungsbeteiligung ist mehr beim Ausbau der Sonnenenergie weitergegangen als unter allen anderen Regierungen in den Jahren davor. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben im Rekordjahr 2022 neue Sonnenstromanlagen mit rund 1 300 Gigawatt an Leistung installiert, wir haben damit erstmals die wichtige Grenze von 1 000 Gigawatt überschritten. Aber auf diesem Erfolg können wir uns natürlich nicht ausruhen. Wir müssen jedes Jahr zum Rekordjahr machen, bis wir unser Ziel von 100 Prozent erneuerbarem Strom aus heimischer Produktion erreicht haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Hörl: Die ÖVP!
eine Wahl statt, die in Kärnten schon nächstes Wochenende, und da ist klar: Auch Kärnten braucht die Windkraft, braucht den Wechsel zu erneuerbaren Energien. Wer ist Garant für Klimaschutz? (Abg. Hörl: Die ÖVP!) Wer ist Garant für keine Schwurbelei, die wir möglicherweise bei der gestrigen Spitzenkandidatenrunde gehört haben, bei der vom Landeshauptmann gemeint wurde: Na ja, wir brauchen keine fixe Zahl für Windräder, sondern wir machen halt irgendwas!? – Natürlich brauchen wir eine fixe Zahl! Olga Voglauer ist die Garantin dafür, dass der Klimaschutz in Kärnten in den Landtag einzieht, möglicherweise auch wieder in die Landesregierung, und auch dafür, dass Windräder auch in Kärnten gebaut werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das wollt ihr von oben herab anordnen, das könnt ihr aber nicht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das wollt ihr von oben herab anordnen, das könnt ihr aber nicht!
eine Wahl statt, die in Kärnten schon nächstes Wochenende, und da ist klar: Auch Kärnten braucht die Windkraft, braucht den Wechsel zu erneuerbaren Energien. Wer ist Garant für Klimaschutz? (Abg. Hörl: Die ÖVP!) Wer ist Garant für keine Schwurbelei, die wir möglicherweise bei der gestrigen Spitzenkandidatenrunde gehört haben, bei der vom Landeshauptmann gemeint wurde: Na ja, wir brauchen keine fixe Zahl für Windräder, sondern wir machen halt irgendwas!? – Natürlich brauchen wir eine fixe Zahl! Olga Voglauer ist die Garantin dafür, dass der Klimaschutz in Kärnten in den Landtag einzieht, möglicherweise auch wieder in die Landesregierung, und auch dafür, dass Windräder auch in Kärnten gebaut werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Kassegger: Das wollt ihr von oben herab anordnen, das könnt ihr aber nicht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Heute bringen wir mit dem notwendigen gemeinsamen Willen im Rahmen dieses Plenums auch diese Projekte auf die Überholspur, nämlich mit einer Novelle des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes, mit der unter anderem unnötige und langwierige Doppelprüfungen entfallen. Damit beschleunigen wir den Ausbau neuer Windkraftanlagen um bis zu drei Jahre und erarbeiten uns einen wertvollen Vorsprung. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Denn: Jedes einzelne Windrad macht uns unabhängiger von teuren und schmutzigen Energieimporten, das ist uns allen klar.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Halten wir uns noch einmal kurz das Bild vom Jahr 2043 vor Augen, das ich vorhin versucht habe zu zeichnen: Wir sind alle alt, haben Kinder und Enkelkinder. Wir können dieses Ziel aus eigener Kraft erreichen, dafür müssen wir das alte Denken ablegen, das uns viel zu lange in die falsche Richtung geführt hat. Wer an einen vermeintlichen kurzfristigen Gewinn und nicht an die kommenden Generationen denkt, kann nur verlieren. Selbstverständlich kosten die notwendigen Investitionen in den Klimaschutz viel Geld, aber noch viel, viel, viel, viel teurer ist es, wenn wir unser Klima nicht mit aller Kraft retten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wer jetzt nicht handelt, verursacht nicht wiedergutzumachende Schäden an unserer Umwelt auf Kosten der Lebensqualität unserer Kinder und Enkelkinder und letztlich auch auf Kosten der Wirtschaft in Europa. Wir Grüne wissen aus der Erfahrung der letzten Jahre: Der Weg in eine lebenswerte Zukunft ist nicht der Weg des geringsten Widerstandes, aber wir werden ihn beharrlich weitergehen und auch diese Widerstände überwinden. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin sehr froh, dass wir heute über diese Dimension des Klimaschutzes diskutieren, auch im europäischen Kontext diskutieren, denn wir dürfen die Augen nicht davor verschließen: In diesem Wettkampf, in diesem Wettlauf haben uns die USA und China in den vergangenen Monaten, in den vergangenen Jahren große Brocken vorgelegt, und darauf müssen wir reagieren, die müssen wir ernst nehmen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Klimaschutz ist aber nicht nur für unser menschliches Überleben eine sprichwörtliche Überlebensfrage, Klimaschutz ist auch eine entscheidende Überlebensfrage für die europäische Industrieproduktion und für die europäische Technologieführerschaft. Wenn wir diese Aufgabe nicht bewältigen, wenn wir da nicht investieren, wenn wir da nicht in unsere Stärken investieren, dann verlieren wir diesen Wettkampf, und das gilt es zu vermeiden, weil das eine Gefahr für die wirtschaftliche Zukunft dieses Kontinents ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir müssen in dieser Frage einen Anspruch haben. Wir sind in Europa gefordert, diese Entwicklung nicht einfach mitzumachen oder ihr hinterherzuhoppeln. Wir müssen in Europa einen Anspruch haben: Unsere Unternehmen sollen diese Entwicklung gestalten, vorantreiben, unsere Unternehmen sollen festlegen, wie eine klimafitte, eine grüne Wirtschaft aussieht. Sie müssen die Standards der klimafreundlichen Produktion definieren und dafür sorgen, dass andere Staaten sich an uns orientieren und nicht umgekehrt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir müssen und wir können den Klimaschutz zu unserem Wettbewerbsvorteil machen. Noch können wir das Rennen gegen China und die USA gewinnen. Beide Staaten investieren gerade sehr viel Zeit, sehr viel Geld, und die Zeit, die wir haben, ist knapp. Die USA fordern uns mit dem größten Klimainvestitionspaket, das dieses Land je gesehen hat, heraus, schaffen damit eine enorme Sogwirkung auf Unternehmen, auf europäische Expertise. China hat sich in manchen für uns strategisch wichtigen Wertschöpfungsketten eine dominierende Rolle erarbeitet. Wir erleben gerade sehr schmerzlich, was einseitige strategische Abhängigkeit bedeutet, aber wir haben es in der Hand, dem etwas entgegenzusetzen, und wir werden das in der Europäischen Union zu einem zentralen Thema in diesem Jahr machen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, es geht um die ganze Wertschöpfungskette, und ja, wir haben Optimierungsbedarf in den Projekten, auch da braucht es schnellere Verfahren, aber ja, wir sehen, wir können viel bewegen, wenn wir zusammenarbeiten und uns in Bezug auf strategisch wichtige Wertschöpfungsketten, wie die Batterieproduktion eine ist, zusammenreißen und gemeinsam diese PS und wirtschaftliche Stärke auch auf Schiene bringen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Um zusammenzufassen: Was brauchen wir? – Wir müssen in den Klimaschutz investieren, das tun wir mit der Transformationsoffensive in der Industrie mit fast 3 Milliarden Euro; wir müssen das auch EU-weit entsprechend tun. Wir müssen grüne Innovation fördern – das bedeutet bei uns: 210 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung für eine klimaneutrale Industrie. Wir müssen unsere Finanzströme grün gestalten – das heißt: raus aus den fossilen Altlasten, rein in Investitionen in umwelt- und klimafreundliche Anlagen. Dabei hilft eine glaubwürdige Taxonomie, dafür kämpfen wir auch auf europäischer Ebene. Ausbeutung von Mensch und Natur darf sich nicht lohnen, ganz im Gegenteil: Wenn wir Lieferketten zurück nach Europa holen, brauchen wir einheitliche Sozial- und Umweltstandards. Wir müssen die Energiewende weiter vorantreiben: rein in die Erneuerbaren, raus aus dreckigem Öl und Gas und damit auch wieder rein in günstige Energiepreise. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schnabel.
Produktionsweisen sein, unsere Stärke müssen die Erneuerbaren und die Zusammenarbeit mit einer Vielfalt von Importpartnern für Energie statt einseitigen Abhängigkeiten sein. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Schnabel.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir müssen einseitige Abhängigkeiten in der Produktion abbauen. Der Chips Act auf europäischer Ebene war ein Schritt. Vielleicht brauchen wir auch einen Heat-Pump-Act oder einen PV Act für die Fotovoltaik, um dem etwas entgegenzusetzen. Wir müssen Infrastruktur bauen und sie auf unsere neuen Bedürfnisse ausrichten. Und ja, bei all dem brauchen die Unternehmen Planbarkeit, aber ich kann allen sagen: Das mit dem Klimaschutz, das geht nicht mehr weg, das bleibt – das bleibt in Österreich, das bleibt in Europa, das bleibt global. Entweder wir stellen unsere Wirtschaft darauf ein und entsprechend um oder wir werden abgehängt, und das gilt es zu verhindern. Es gilt alle Weichen dafür zu stellen, dass es uns gelingt, uns da auch an die Spitze zu stellen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
sind wir vorne, und das dürfen wir uns nicht nehmen lassen. Das wirtschaftliche Rennen um Net-Zero Industry hat begonnen. Stehenbleiben und Zögern sind keine Option. Jetzt ist die Zeit, Entscheidungen zu treffen, und zwar in den Unternehmen und in der Politik. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Damit uns das gelingt, sehr geehrte Damen und Herren, braucht es Mut, braucht es Entschlossenheit, und die sollte uns in Europa gerade jetzt nicht fehlen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter Joachim Schnabel (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher im Parlament! Da das meine erste Rede im neuen Haus ist, begrüße ich Sie auf der Galerie ganz besonders, vor allem die Gäste aus der Südsteiermark: Herzlich willkommen in Wien! Es freut mich, dass Sie hier sind. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Abg. Kassegger: Zweiteres! Zweiteres, wenn ihr so weitertut!
Das Thema der Aktuellen Europastunde ist: „Grüne Energie und Technologie für einen modernen Industriestandort Europa“. Über dieses Thema heute zu diskutieren ist deshalb so wichtig, weil im Jänner dieses Jahres die Temperatur in Österreich 3 Grad über dem langjährigen Durchschnitt lag. Es ist auch deshalb wichtig, darüber zu diskutieren, weil vor allem der Ukrainekrieg eine Zäsur bedeutet hat und die Abhängigkeit von fossiler Energie sowie deren Preisinstabilität aufgezeigt hat. Es ist auch deshalb so wichtig, jetzt darüber zu diskutieren, weil nun viele Entscheidungen gefallen sind und fallen werden, nämlich auf europäischer Ebene. Wir sind jetzt an einer Kreuzung angelangt, was die europäische Industrie betrifft: Gelingt es Europa, industrialisiert zu bleiben, sich vielleicht auch zu reindustrialisieren, oder – wenn es falsch gemacht wird – läuft Europa Gefahr, sich zu deindustrialisieren? (Abg. Kassegger: Zweiteres! Zweiteres, wenn ihr so weitertut!)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Es zeigt sich in vielen Studien und Unterlagen, dass es, damit wir in Zukunft eine nachhaltige wettbewerbsfähige Industrie in Europa haben, drei Komponenten braucht: einen massiven Ausbau – die Frau Ministerin hat das schon mehrfach genannt – der erneuerbaren Stromproduktion, Wasserstoff – rein oder auch weiterverarbeitet (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP) – und Geschwindigkeit.
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Wichtig ist aber vor allem die Geschwindigkeit, und da muss ich den deutschen Wirtschaftsminister Habeck zitieren, der sagte: In den USA geht „alles rasend schnell, während wir“ noch dreimal „prüfen, ob wir auch alles richtig beantragt haben“. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) – Das ist schon ein Auftrag für Europa. Liebe Frau Ministerin, nehmen Sie das mit, dass wir unsere Bürokratie verschlanken müssen, um da mit entsprechender Geschwindigkeit dabei sein zu können. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wichtig ist aber vor allem die Geschwindigkeit, und da muss ich den deutschen Wirtschaftsminister Habeck zitieren, der sagte: In den USA geht „alles rasend schnell, während wir“ noch dreimal „prüfen, ob wir auch alles richtig beantragt haben“. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) – Das ist schon ein Auftrag für Europa. Liebe Frau Ministerin, nehmen Sie das mit, dass wir unsere Bürokratie verschlanken müssen, um da mit entsprechender Geschwindigkeit dabei sein zu können. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich muss es ansprechen – wir haben es auch schon im Umweltausschuss besprochen –, ich kann den Ausdruck meines Unverständnisses nicht zurückhalten, wenn es darum geht, wie die Europäische Union, in diesem Fall die Europäische Kommission, grünen Wasserstoff definiert. Die Additionalität bedeutet, dass grüner Wasserstoff nur quasi aus zusätzlichem grünem Strom produziert werden kann – oder aus Atomstrom, und das ist leider eine große Fehlentwicklung. Es gibt nämlich auch noch eine gebietsweise Einschränkung. Durch diesen Produktionsvorgang, diese Deklarierung ist Österreich klar benachteiligt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.
Jetzt nehme ich zum Schluss Frau Blimlinger als Beispiel und nehme auch einen Satz heraus: kein Klimaschutz ohne Wasserstoff! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Rössler und Schwarz.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kaniak.
Nehmen wir nur das Beispiel Medikamente her: In Österreich waren zu Beginn des heurigen Jahres – heuer, im Jänner 2023 – mehr als 500 Medikamente nicht mehr oder nur mehr eingeschränkt verfügbar, weil sie nicht mehr geliefert wurden. Da geht es bitte um Medikamente, da dürfen wir nicht abhängig sein, da müssen wir uns selbst versorgen können! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kaniak.)
Abg. Kassegger: Genau!
Wenn wir heute über Klimaschutzpolitik sprechen, dann gilt dasselbe: Woher kommen die Solarpaneele, die wir auf unsere Dächer montieren? (Abg. Kassegger: Genau!) – Hauptsächlich aus China. Woher kommen die Rohstoffe, die wir dafür brauchen? – Aus der ganzen Welt. Deshalb gilt auch, Frau Ministerin: Wenn wir über erneuerbare Energie sprechen, dann müssen wir sagen, es gibt Rohstoffe, die dafür unabdingbar sind – Lithium, Kobalt, Mangan, Nickel (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?), seltene Erden und so weiter und so fort (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?) –, und da besteht jetzt schon eine hohe Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen (Abg. Kassegger – nickend –: Richtig!), nach denen der Bedarf mit zunehmender Elektrifizierung ja noch zunehmen wird. (Abg. Kassegger: Richtig!) Wir müssen jetzt über strategische Rohstoffreserven sprechen – jetzt, bevor es zu spät ist – und dürfen nicht wieder auf die nächste Krise warten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: ... eine neue Abhängigkeit!)
Abg. Kassegger: Wo kommt das her?
Wenn wir heute über Klimaschutzpolitik sprechen, dann gilt dasselbe: Woher kommen die Solarpaneele, die wir auf unsere Dächer montieren? (Abg. Kassegger: Genau!) – Hauptsächlich aus China. Woher kommen die Rohstoffe, die wir dafür brauchen? – Aus der ganzen Welt. Deshalb gilt auch, Frau Ministerin: Wenn wir über erneuerbare Energie sprechen, dann müssen wir sagen, es gibt Rohstoffe, die dafür unabdingbar sind – Lithium, Kobalt, Mangan, Nickel (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?), seltene Erden und so weiter und so fort (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?) –, und da besteht jetzt schon eine hohe Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen (Abg. Kassegger – nickend –: Richtig!), nach denen der Bedarf mit zunehmender Elektrifizierung ja noch zunehmen wird. (Abg. Kassegger: Richtig!) Wir müssen jetzt über strategische Rohstoffreserven sprechen – jetzt, bevor es zu spät ist – und dürfen nicht wieder auf die nächste Krise warten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: ... eine neue Abhängigkeit!)
Abg. Kassegger: Wo kommt das her?
Wenn wir heute über Klimaschutzpolitik sprechen, dann gilt dasselbe: Woher kommen die Solarpaneele, die wir auf unsere Dächer montieren? (Abg. Kassegger: Genau!) – Hauptsächlich aus China. Woher kommen die Rohstoffe, die wir dafür brauchen? – Aus der ganzen Welt. Deshalb gilt auch, Frau Ministerin: Wenn wir über erneuerbare Energie sprechen, dann müssen wir sagen, es gibt Rohstoffe, die dafür unabdingbar sind – Lithium, Kobalt, Mangan, Nickel (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?), seltene Erden und so weiter und so fort (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?) –, und da besteht jetzt schon eine hohe Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen (Abg. Kassegger – nickend –: Richtig!), nach denen der Bedarf mit zunehmender Elektrifizierung ja noch zunehmen wird. (Abg. Kassegger: Richtig!) Wir müssen jetzt über strategische Rohstoffreserven sprechen – jetzt, bevor es zu spät ist – und dürfen nicht wieder auf die nächste Krise warten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: ... eine neue Abhängigkeit!)
Abg. Kassegger – nickend –: Richtig!
Wenn wir heute über Klimaschutzpolitik sprechen, dann gilt dasselbe: Woher kommen die Solarpaneele, die wir auf unsere Dächer montieren? (Abg. Kassegger: Genau!) – Hauptsächlich aus China. Woher kommen die Rohstoffe, die wir dafür brauchen? – Aus der ganzen Welt. Deshalb gilt auch, Frau Ministerin: Wenn wir über erneuerbare Energie sprechen, dann müssen wir sagen, es gibt Rohstoffe, die dafür unabdingbar sind – Lithium, Kobalt, Mangan, Nickel (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?), seltene Erden und so weiter und so fort (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?) –, und da besteht jetzt schon eine hohe Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen (Abg. Kassegger – nickend –: Richtig!), nach denen der Bedarf mit zunehmender Elektrifizierung ja noch zunehmen wird. (Abg. Kassegger: Richtig!) Wir müssen jetzt über strategische Rohstoffreserven sprechen – jetzt, bevor es zu spät ist – und dürfen nicht wieder auf die nächste Krise warten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: ... eine neue Abhängigkeit!)
Abg. Kassegger: Richtig!
Wenn wir heute über Klimaschutzpolitik sprechen, dann gilt dasselbe: Woher kommen die Solarpaneele, die wir auf unsere Dächer montieren? (Abg. Kassegger: Genau!) – Hauptsächlich aus China. Woher kommen die Rohstoffe, die wir dafür brauchen? – Aus der ganzen Welt. Deshalb gilt auch, Frau Ministerin: Wenn wir über erneuerbare Energie sprechen, dann müssen wir sagen, es gibt Rohstoffe, die dafür unabdingbar sind – Lithium, Kobalt, Mangan, Nickel (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?), seltene Erden und so weiter und so fort (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?) –, und da besteht jetzt schon eine hohe Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen (Abg. Kassegger – nickend –: Richtig!), nach denen der Bedarf mit zunehmender Elektrifizierung ja noch zunehmen wird. (Abg. Kassegger: Richtig!) Wir müssen jetzt über strategische Rohstoffreserven sprechen – jetzt, bevor es zu spät ist – und dürfen nicht wieder auf die nächste Krise warten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: ... eine neue Abhängigkeit!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: ... eine neue Abhängigkeit!
Wenn wir heute über Klimaschutzpolitik sprechen, dann gilt dasselbe: Woher kommen die Solarpaneele, die wir auf unsere Dächer montieren? (Abg. Kassegger: Genau!) – Hauptsächlich aus China. Woher kommen die Rohstoffe, die wir dafür brauchen? – Aus der ganzen Welt. Deshalb gilt auch, Frau Ministerin: Wenn wir über erneuerbare Energie sprechen, dann müssen wir sagen, es gibt Rohstoffe, die dafür unabdingbar sind – Lithium, Kobalt, Mangan, Nickel (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?), seltene Erden und so weiter und so fort (Abg. Kassegger: Wo kommt das her?) –, und da besteht jetzt schon eine hohe Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen (Abg. Kassegger – nickend –: Richtig!), nach denen der Bedarf mit zunehmender Elektrifizierung ja noch zunehmen wird. (Abg. Kassegger: Richtig!) Wir müssen jetzt über strategische Rohstoffreserven sprechen – jetzt, bevor es zu spät ist – und dürfen nicht wieder auf die nächste Krise warten. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kassegger: ... eine neue Abhängigkeit!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir das tun, dann brauchen wir endlich faire Lieferketten. Es muss die Einhaltung der Menschenrechte, es muss die Einhaltung der Umweltrechte entlang der gesamten Lieferkette endlich garantiert werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen dazu zwingt, dass entlang der gesamten Lieferkette – vom Abbau der Rohstoffe bis hin zum Recycling – die gesamte Lieferkette in Ordnung sein muss. Es hat nämlich gar nichts mit Umweltschutz zu tun, wenn für den Abbau von seltenen Erden, die wir dann in unseren Batterien, in unseren Akkus verwenden, ganze Landstriche in Afrika verwüstet werden. Es hat überhaupt nichts mit Klimaschutz zu tun, wenn für den Abbau von Lithium in Südamerika ganze Regionen austrocknen und vor Ort dann an Wasserknappheit gelitten wird. Wir können keine bessere Industrie aufbauen, wenn sie auf der Ausbeutung von Mensch und Natur in anderen Regionen dieser Welt basiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gewessler.
Frau Ministerin – ich habe Ihnen aufmerksam zugehört –, wenn wir diese modernen Technologien schaffen wollen, dann muss uns natürlich auch klar sein, dass die nicht länger auf fossiler Energie beruhen dürfen. Wir müssen uns so schnell wie möglich aus der Abhängigkeit von Gas, von Öl und von Kohle befreien. Aber dafür muss auch Österreich seine Hausaufgaben machen. Das Energieeffizienzgesetz: 800 Tage ausständig! Das Klimaschutzgesetz: 800 Tage ausständig! Wir warten immer noch auf Verordnungen zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gewessler.) Das haben wir vor eineinhalb Jahren beschlossen und die Verordnungen sind immer noch nicht da! (Zwischenruf bei den Grünen.) Es braucht endlich einen wirklichen Turbo, was den Ausbau der erneuerbaren Energien betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei den Grünen.
Frau Ministerin – ich habe Ihnen aufmerksam zugehört –, wenn wir diese modernen Technologien schaffen wollen, dann muss uns natürlich auch klar sein, dass die nicht länger auf fossiler Energie beruhen dürfen. Wir müssen uns so schnell wie möglich aus der Abhängigkeit von Gas, von Öl und von Kohle befreien. Aber dafür muss auch Österreich seine Hausaufgaben machen. Das Energieeffizienzgesetz: 800 Tage ausständig! Das Klimaschutzgesetz: 800 Tage ausständig! Wir warten immer noch auf Verordnungen zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gewessler.) Das haben wir vor eineinhalb Jahren beschlossen und die Verordnungen sind immer noch nicht da! (Zwischenruf bei den Grünen.) Es braucht endlich einen wirklichen Turbo, was den Ausbau der erneuerbaren Energien betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin – ich habe Ihnen aufmerksam zugehört –, wenn wir diese modernen Technologien schaffen wollen, dann muss uns natürlich auch klar sein, dass die nicht länger auf fossiler Energie beruhen dürfen. Wir müssen uns so schnell wie möglich aus der Abhängigkeit von Gas, von Öl und von Kohle befreien. Aber dafür muss auch Österreich seine Hausaufgaben machen. Das Energieeffizienzgesetz: 800 Tage ausständig! Das Klimaschutzgesetz: 800 Tage ausständig! Wir warten immer noch auf Verordnungen zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. (Zwischenbemerkung von Bundesministerin Gewessler.) Das haben wir vor eineinhalb Jahren beschlossen und die Verordnungen sind immer noch nicht da! (Zwischenruf bei den Grünen.) Es braucht endlich einen wirklichen Turbo, was den Ausbau der erneuerbaren Energien betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Für all diese Maßnahmen, auf die wir jetzt schon so lange warten, braucht es auch die Arbeiter und Arbeiterinnen, die diese Energiewende tatsächlich auf den Boden bringen können. Wir sprechen immer von mutigen Zielen: Welche Fachkräfte sollen denn all das umsetzen? Wer soll denn die Fotovoltaikanlage aufs Dach bringen? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Arbeitskräfte fehlen derzeit. Wir als SPÖ haben einen Plan für 20 000 Klimaarbeitsplätze, den wir sofort angehen könnten, vorgelegt. Bitte setzen Sie ihn endlich um! Wir brauchen die Fachkräfte, die die Energiewende tatsächlich auf den Boden bringen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Mitglied des Europäischen Parlaments Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Offensichtlich findet die österreichische Linke inzwischen Gefallen daran, sich beim Thema Energiepolitik zu blamieren. Bei der europapolitischen Stunde vor einem Monat war die SPÖ auf der Suche nach irgendwelchen dubiosen Energiespekulanten, weil sie die unangenehme Wahrheit zu den Preissteigerungen einfach nicht hören wollte – weil die Preissteigerungen hausgemacht sind und die SPÖ überall mitgestimmt hat (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), bei den Sanktionen, beim EU-CO2-Zertifikatehandel, beim EU-Förderverbot für Biomasseanlagen und bei der österreichischen CO2-Steuer. Das sind auch die wahren Gründe für die Preissteigerungen; und natürlich nicht zu vergessen die rot-schwarze Packelei bei den österreichischen Energieversorgern, bei der EVN und der Wien Energie! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Mitglied des Europäischen Parlaments Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Offensichtlich findet die österreichische Linke inzwischen Gefallen daran, sich beim Thema Energiepolitik zu blamieren. Bei der europapolitischen Stunde vor einem Monat war die SPÖ auf der Suche nach irgendwelchen dubiosen Energiespekulanten, weil sie die unangenehme Wahrheit zu den Preissteigerungen einfach nicht hören wollte – weil die Preissteigerungen hausgemacht sind und die SPÖ überall mitgestimmt hat (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), bei den Sanktionen, beim EU-CO2-Zertifikatehandel, beim EU-Förderverbot für Biomasseanlagen und bei der österreichischen CO2-Steuer. Das sind auch die wahren Gründe für die Preissteigerungen; und natürlich nicht zu vergessen die rot-schwarze Packelei bei den österreichischen Energieversorgern, bei der EVN und der Wien Energie! (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Kassegger: Das ist ein Oxymoron!
beantragt. (Abg. Kassegger: Das ist ein Oxymoron!) Na ja, meine Damen und Herren von den grünen Windradfetischisten, da werden Sie sich entscheiden müssen: entweder moderne Industrie oder grüne Technologie. – Entweder oder, meine Damen und Herren, beides zusammen wird es nämlich nicht spielen!
Beifall bei der FPÖ.
Es ist überhaupt keine Frage, es wär eine tolle Sache, wenn wir unseren Energiebedarf völlig mit erneuerbaren Energien decken könnten. Ich selbst heize mein Haus seit 24 Jahren mit einer Wärmepumpe, mir war die Umwelt immer schon viel wert. 100 Prozent aus erneuerbaren Energien wären fein – wären, Konjunktiv, das spielt es nämlich nicht, das funktioniert leider nicht. Genauso wenig, wie man mit Genderwahn die Gesetze der Biologie außer Kraft setzen kann, genauso wenig kann man mit Klimawahn die Gesetze der Physik außer Kraft setzen. Allein mit Solar- und Windenergie werden wir unsere Stromnetze nicht aufrechterhalten können. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Bayr – erheitert –: Der war gut!
15 Prozent der heimischen Stromerzeugung kommen aus Gaskraftwerken, zu Spitzenzeiten sind es sogar 40 Prozent. Die brauchen wir leider. Mir wäre es auch anders lieber, aber ich bin halt Realist und nicht ideologisch verblendet. (Abg. Bayr – erheitert –: Der war gut!) Und wenn Sie ganz Europa mit Windrädern zupflastern: Darüber kommen auch Sie nicht hinweg. Inzwischen hat das ja sogar Frau Thunberg erkannt, die jetzt gerade in Norwegen gegen – gegen! – einen Windpark demonstriert. Sogar die ist inzwischen schon weiter als die österreichischen Grünen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
15 Prozent der heimischen Stromerzeugung kommen aus Gaskraftwerken, zu Spitzenzeiten sind es sogar 40 Prozent. Die brauchen wir leider. Mir wäre es auch anders lieber, aber ich bin halt Realist und nicht ideologisch verblendet. (Abg. Bayr – erheitert –: Der war gut!) Und wenn Sie ganz Europa mit Windrädern zupflastern: Darüber kommen auch Sie nicht hinweg. Inzwischen hat das ja sogar Frau Thunberg erkannt, die jetzt gerade in Norwegen gegen – gegen! – einen Windpark demonstriert. Sogar die ist inzwischen schon weiter als die österreichischen Grünen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz
Im Gegensatz zu Ihnen bin ich nicht bereit, Europa wegen eines ideologischen Wahns zu deindustrialisieren. Ich bin nicht bereit, wegen dieses Wahns Europas wirtschaftliche Grundlagen zu vernichten (Zwischenruf des Abg. Schwarz), nur damit dann die Chinesen mit ihren 200 – 200! – neuen Kohlekraftwerken (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz) dankend die europäische Produktion übernehmen. Das wird nämlich das Resultat Ihrer Klimapolitik und Ihrer Energiepolitik sein. Wir werden in Zukunft Produkte aus schmutzigen chinesischen Fabriken kaufen, die mit Kohlestrom versorgt werden. So schaut es aus! (Abg. Kassegger: Das tun wir jetzt schon!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz
Im Gegensatz zu Ihnen bin ich nicht bereit, Europa wegen eines ideologischen Wahns zu deindustrialisieren. Ich bin nicht bereit, wegen dieses Wahns Europas wirtschaftliche Grundlagen zu vernichten (Zwischenruf des Abg. Schwarz), nur damit dann die Chinesen mit ihren 200 – 200! – neuen Kohlekraftwerken (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz) dankend die europäische Produktion übernehmen. Das wird nämlich das Resultat Ihrer Klimapolitik und Ihrer Energiepolitik sein. Wir werden in Zukunft Produkte aus schmutzigen chinesischen Fabriken kaufen, die mit Kohlestrom versorgt werden. So schaut es aus! (Abg. Kassegger: Das tun wir jetzt schon!)
Abg. Kassegger: Das tun wir jetzt schon!
Im Gegensatz zu Ihnen bin ich nicht bereit, Europa wegen eines ideologischen Wahns zu deindustrialisieren. Ich bin nicht bereit, wegen dieses Wahns Europas wirtschaftliche Grundlagen zu vernichten (Zwischenruf des Abg. Schwarz), nur damit dann die Chinesen mit ihren 200 – 200! – neuen Kohlekraftwerken (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schwarz) dankend die europäische Produktion übernehmen. Das wird nämlich das Resultat Ihrer Klimapolitik und Ihrer Energiepolitik sein. Wir werden in Zukunft Produkte aus schmutzigen chinesischen Fabriken kaufen, die mit Kohlestrom versorgt werden. So schaut es aus! (Abg. Kassegger: Das tun wir jetzt schon!)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, welche Auswirkungen Ihre desaströse Energiepolitik noch hat? – Die Renaissance der Atomkraft in Europa. Das ist das Werk der angeblichen grünen Umweltschützer. Sie führen Europa quasi in eine strahlende Atomzukunft – gratuliere recht herzlich, die Atomlobby dankt schön und reibt sich die Hände. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schwarz: Da bin ich jetzt gespannt ...!
Worum geht es denn den Grünen wirklich? (Abg. Schwarz: Da bin ich jetzt gespannt ...!) Man muss da nur ein bisschen tiefer graben, dann merkt man ganz schnell, worum es den Grünen wirklich geht. Den Grünen geht es nicht um einen modernen Industriestandort Europa, aber wo! Die Beraterin von Frau Ministerin Gewessler, Frau Katja Diehl aus Deutschland, hat es vor Kurzem ja ganz offen und ehrlich ausgesprochen: Wir nehmen den Deutschen den Traum vom Eigenheim und vom eigenen Auto!
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Ja, Frau Minister, da muss man Ihrer Beraterin ja durchaus dankbar sein, die lässt die Maske fallen, die versteckt sich nicht hinter Phrasen vom modernen Industriestandort. Die sagt es ganz klar und deutlich: kein Auto, kein Eigenheim mehr! Die spricht ganz offen aus, was Sie sich offensichtlich insgeheim denken. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Eines ist jedenfalls klar: Werden diese grünen Wahnideen umgesetzt, gibt es keinen modernen Industriestandort Europa mehr, dann gibt es überhaupt keinen Industriestandort. Sie arbeiten in Wahrheit daran, dass es keinen Industriestandort mehr gibt. Ihre Politik ist umweltfeindlich, Ihre Politik ist innovationsfeindlich und Ihre Politik ist wirtschaftsfeindlich, und aus diesem Grund ist Ihre Politik auch bürgerfeindlich! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Leichtfried.)
Abg. Leichtfried: Was ein Ausflug nach Moskau für Erkenntnisse bringt!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Götze. – Bitte sehr, Frau Abgeordnete. (Abg. Leichtfried: Was ein Ausflug nach Moskau für Erkenntnisse bringt!)
Abg. Steger: Da hat sich nichts geändert!
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer hier – besonders viele sind heute hier, das ist sehr erfreulich – und auch zu Hause! PsP – nein, ich meine nicht die Spielkonsole, ich zitiere einen Slogan der Grünen von 2008 –: „Pellets statt Putin“. – 15 Jahre ist das her. Damals wurden wir als wirtschaftlich ahnungslos belächelt, wir hätten keine Ahnung von der Wirtschaft. Aber es hat sich bewahrheitet: Schon damals wollten wir raus aus dieser Abhängigkeit von Putins Gas (Abg. Steger: Da hat sich nichts geändert!) und rein in die erneuerbaren Energien (Abg. Kassegger: Hat sich nichts geändert!) und damit eine Transformation der Wirtschaft hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kassegger: Hat sich nichts geändert!
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer hier – besonders viele sind heute hier, das ist sehr erfreulich – und auch zu Hause! PsP – nein, ich meine nicht die Spielkonsole, ich zitiere einen Slogan der Grünen von 2008 –: „Pellets statt Putin“. – 15 Jahre ist das her. Damals wurden wir als wirtschaftlich ahnungslos belächelt, wir hätten keine Ahnung von der Wirtschaft. Aber es hat sich bewahrheitet: Schon damals wollten wir raus aus dieser Abhängigkeit von Putins Gas (Abg. Steger: Da hat sich nichts geändert!) und rein in die erneuerbaren Energien (Abg. Kassegger: Hat sich nichts geändert!) und damit eine Transformation der Wirtschaft hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer hier – besonders viele sind heute hier, das ist sehr erfreulich – und auch zu Hause! PsP – nein, ich meine nicht die Spielkonsole, ich zitiere einen Slogan der Grünen von 2008 –: „Pellets statt Putin“. – 15 Jahre ist das her. Damals wurden wir als wirtschaftlich ahnungslos belächelt, wir hätten keine Ahnung von der Wirtschaft. Aber es hat sich bewahrheitet: Schon damals wollten wir raus aus dieser Abhängigkeit von Putins Gas (Abg. Steger: Da hat sich nichts geändert!) und rein in die erneuerbaren Energien (Abg. Kassegger: Hat sich nichts geändert!) und damit eine Transformation der Wirtschaft hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben in den letzten Jahren hier vieles umgesetzt und holen auf. Ja, wir leiden noch unter Abhängigkeiten. Ich erwähne nur den OMV-Deal, mit dem wir möglicherweise noch viele Jahre an Russland gebunden sind – das sind Altlasten. Aber nichtsdestotrotz: Wir lösen uns durch die richtigen Schritte von dieser Abhängigkeit, beispielsweise den Transformationsfonds. Wir investieren 3 Milliarden Euro in eine CO2-neutrale Produktion, Technologie in Österreich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
sagen: Oje, jetzt droht von dort Gefahr! – Ich sage: Ganz im Gegenteil, wir haben eine Mitstreiterin in den USA im Kampf gegen diese Klimakrise. Das ist wirklich zu begrüßen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Besserer, rascherer Zugang zu Finanzmitteln: Das ist etwas, das mir – zum Beispiel im Rahmen der Ipceis – immer wieder zugetragen wurde, auch da sollen Verbesserungen kommen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zum Abschluss: Wir sind in Österreich nicht auf einer Insel der Seeligen. Wir können das nur gemeinsam mit der EU, im Rahmen der EU schaffen. Gemeinsam sind wir stärker. Das hat in den vergangenen 30 Jahren – seit 1995 sind wir in der EU, aber 30 Jahre im europäischen Binnenmarkt – für Österreich wirklich eine tolle Entwicklung bedeutet. Im Rahmen dieser EU können wir auch die Herausforderungen der Klimakrise meistern und in Bezug auf die Bekämpfung der Klimakrise mit Innovationen, Technologien an die Spitze kommen – und das wollen wir. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Ein besonders herzlicher Gruß auch an die NEOS-Gruppe aus Oberösterreich! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Der Titel dieser heutigen Europastunde „Grüne Energie und Technologie für einen modernen Industriestandort Europa“ betrifft wirklich einen besonders wichtigen Punkt. Ich bedanke mich auch tatsächlich, dass Sie das aufs Tapet gebracht haben. Es ist ein ganz wichtiges Thema.
Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Schnabel. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Und bei der FPÖ weiß man, ehrlich gesagt, gar nicht mehr, wo man anfangen soll. Es ist ja wirklich spannend, was Kollege Haider mit „ideologisch verblendet“ bezeichnet, also ich weiß es nicht. Ich finde es tatsächlich ideologisch verblendet, wenn Abgeordnete – jetzt sehe ich Kollegen Kassegger gerade nicht, vorhin ist er noch in der ersten Reihe gesessen – 2016 noch auf die Krim reisen und dort sozusagen für russische wirtschaftliche Zuständigkeiten und Vereinigungen kämpfen. Also das finde ich wirklich ideologisch verblendet und nichts anderes. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Schnabel. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Litschauer.
Dass sich die Bundesregierung jetzt seit drei Jahren nicht auf ein Bundes-Energieeffizienzgesetz oder auf ein Klimaschutzgesetz einigen kann, auch dafür kann tatsächlich die Europäische Union nichts. Dazu möchte ich – weil Sie, Frau Ministerin, gesagt haben, wie wichtig die Batterieproduktion in Österreich ist – noch einen Punkt sagen: Ja, das ist sie. Wenn wir aber dann Umweltschutzorganisationen haben, die sich zum Beispiel dagegen wehren, dass in Kärnten Lithium abgebaut wird – essenziell für Batterien –, dann haben wir natürlich ein Problem. Also de facto müssen wir schon auch einmal wirklich definieren, was wir in Österreich wollen und ob wir tatsächlich etwas machen wollen. Wenn wir es machen wollen, nämlich unabhängig werden, dann müssen wir zum Beispiel diese seltenen Erden in Österreich abbauen können, sonst wird es halt nicht funktionieren. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Litschauer.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Steger: ... Realitätsverweigerung! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
nichts dafür. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Steger: ... Realitätsverweigerung! – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den NEOS.
Ich möchte als letzten Satz vielleicht noch sagen, weil Frau Klubobfrau Maurer –ich sehe sie jetzt gerade nicht – diese Vision gezeichnet hat, wo wir 2040 stehen wollen: Die Vision teilen wir, aber tatsächlich muss man sie halt auf den Boden bringen, und dazu muss man halt einfach etwas tun. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hörl: Vizepräsident ist er, Frau Präsidentin!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster ist der Abgeordnete des Europaparlaments Othmar Karas zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Hörl: Vizepräsident ist er, Frau Präsidentin!)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Digitalisierung und der Telekommunikation nicht einen weiteren zukunftsträchtigen Markt an die USA oder an China verlieren dürfen. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Einige der Lösungen für diese Herausforderungen haben wir ja bereits gefunden, aber leider noch nicht konsequent genug umgesetzt: auf der einen Seite den Binnenmarkt und auf der anderen Seite die ökosoziale Marktwirtschaft. Der Binnenmarkt wird mittlerweile als Selbstverständlichkeit angesehen, obwohl wir es in 30 Jahren nicht geschafft haben, ihn fertig zu bauen. Ich denke jetzt nur an die Energiepolitik, an die Infrastruktur, an Schengen, an Forschung, Sicherheit, Verteidigung, Soziales oder Gesundheit. Die ökosoziale Marktwirtschaft auf der anderen Seite findet sich als Leitmotiv auch im Vertrag von Lissabon, wobei die Debatte, was ökosozial eigentlich bedeutet, nämlich, dass der Markt auch eine Verantwortung für Mensch und Natur hat, viel zu kurz kommt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Wir werden all das aber nur gemeinsam, geeint und entschlossen schaffen, und die Parlamente spielen dabei eine große Rolle. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Schlimme ist, dass es auch einige EU-Vertragsverletzungsverfahren gibt, aufgrund derer Kosten in Millionenhöhe auf uns zukommen. Diese Gelder könnten wir viel besser etwa in Kindergärten stecken. Auch betreffend Erneuerbare-Wärme-Gesetz haben wir sehr viel Zeit verloren. Türkis und Grün können sich noch immer nicht einigen. Zwei Jahre Stillstand heißt auch zwei Jahre Schaden für den Industrie- und Hightechstandort Österreich. Das ist Gift für Innovationen und für die Standortpolitik. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
erstaunlich, wie Sie ständig – auch heute wieder – versuchen, Ihre absolut irrationale, sündhaft teure, ideologiegetriebene Klimapolitik, die absolut nichts mehr mit einer verantwortungsvollen Umwelt- und Energiepolitik zu tun hat – wie wir uns das zum Beispiel vorstellen würden –, als absolut alternativlos darzustellen oder sogar noch als große Chance zu verkaufen, während Sie in Wahrheit jedoch nichts anderes machen, als unsere Energieversorgung, Wettbewerbsfähigkeit und Industrie und damit auch Hunderttausende Arbeitsplätze komplett zu zerstören, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wofür das Ganze? – Für eine CO2-Einsparung von weit unter 1 Prozent! Die EU hat lediglich einen Anteil von 8 Prozent am weltweiten CO2-Ausstoß, davon macht der Verkehrssektor 15 Prozent aus. Das wären gerade einmal 1,2 Prozent. Und zieht man die Verbrenner ab, die noch länger fahren werden, liegen wir bei weit unter 1 Prozent Einsparung. Diese Einsparung gibt es auch nur dann, wenn die Energie für E-Autos sauber sein sollte. Ich weiß, das blenden Sie immer gerne aus, doch das geht sich schlicht und ergreifend nicht aus. Von all den Umweltschäden, die bei der Produktion von E-Auto-Batterien anfallen, möchte ich gar nicht zu sprechen anfangen. Ihre Politik ist schlichtweg irrational, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Sie müssen nicht alles vorlesen!
Sehr geehrte Damen und Herren! Hören Sie endlich auf mit dieser irrationalen, wohlstandsvernichtenden Klimapolitik! Kehren Sie zurück zu einer vernünftigen Umwelt-, Industrie- und Standortpolitik! Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, dann seien Sie zumindest so anständig und treten Sie zurück! (Ruf bei der ÖVP: Sie müssen nicht alles vorlesen!) Machen Sie den Weg frei für Neuwahlen! Am besten nehmen Sie all die EU-Utopisten und Moralisten auf EU-Ebene gleich mit: Das wäre eine sinnvolle Standortpolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hören Sie endlich auf mit dieser irrationalen, wohlstandsvernichtenden Klimapolitik! Kehren Sie zurück zu einer vernünftigen Umwelt-, Industrie- und Standortpolitik! Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, dann seien Sie zumindest so anständig und treten Sie zurück! (Ruf bei der ÖVP: Sie müssen nicht alles vorlesen!) Machen Sie den Weg frei für Neuwahlen! Am besten nehmen Sie all die EU-Utopisten und Moralisten auf EU-Ebene gleich mit: Das wäre eine sinnvolle Standortpolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Monika Vana (Grüne): Frau Vorsitzende! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Nur eine kurze Bemerkung zu meinen Vorredner:innen der FPÖ: Heute zeigt die FPÖ wieder einmal als Fossilenergiekleberpartei, dass sie auch bei der Energiepolitik ihrem Markenkern der Ewiggestrigen treu bleibt und vollkommen an der Realität vorbeiagiert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
steht für uns Grüne außer Frage – müssen zusammengehen und sind untrennbar miteinander verbunden. Niemand darf auf diesem Weg zurückgelassen werden. Mit der Klima- und Energiewende braucht es auch eine Wende zu sozialer Nachhaltigkeit. Grün, sozial und gerechte Verteilung – das geht zusammen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen
Bei unserer letzten Plenartagung in Straßburg waren wir Grüne auch die einzige Fraktion, die geschlossen für die Resolution des Europaparlaments zum Green Deal Industrial Plan der Kommission gestimmt hat: Förderung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit, des Handels und hochwertiger Arbeitsplätze – genau darum geht es (Beifall bei Abgeordneten der Grünen); Energieunabhängigkeit, Unabhängigkeit von Autokraten und fossilen Energieträgern, massive finanzielle Investitionen und – ich habe es schon erwähnt – begleitende sozial- und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, damit der Green Deal auch ein guter Deal für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen wird und zur Reduzierung von Ungleichheiten beiträgt. Existenzsichernde Arbeitsplätze, aktive Arbeitsmarktpolitik, Zugang zu Bildung und natürlich Geschlechtergleichstellung sind auch wesentliche Kernpunkte des European Year of Skills, das wir 2023 begehen.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Die europäische Industrie für grüne und soziale Ziele in die Verantwortung zu nehmen, das ist das Ziel dieser Resolution des Europaparlaments. Die Industrie bekommt damit auch Verbündete für den grünen und sozialen Transformationsprozess. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Jetzt hat die europäische Industrie die Chance, den Grünen Deal umzusetzen, um keine Getriebene zu sein, sondern selbst Treiber und Treiberinnen für Umwelt- und Klimaschutz und Gestalter einer klimafitten Zukunft zu sein.
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
enthalten ist: für den Ausbau Erneuerbarer, für die Produktion von Windturbinen, Wärmepumpen (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen), Solarpanels, Batterien und grünem Wasserstoff inklusive einer Strategie für benachteiligte Regionen, um Ungleichheiten zu vermeiden.
Beifall bei den Grünen.
Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Monika Vana (fortsetzend): Lassen Sie uns den Green Deal gemeinsam so rasch wie möglich umsetzen, mit Mut und Entschlossenheit! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
gemeinsam geprellt. Wir haben über unsere Netzabgaben den Netzausbau finanziert, es ist aber nichts passiert. Wir haben keine Information darüber, wann, was, wo ausgebaut wird, und wir sind – und das ist jetzt keine Neuigkeit, die Klimakrise gibt es nicht erst seit gestern, die erneuerbaren Energien gibt es nicht seit gestern – jetzt in dieser Transformation. Ja, es ist viel ausgebaut worden, aber wir können die Energien nicht einspeisen. Wir können sie gar nicht zur Industrie bringen, weil uns die Landesenergieversorger – und das natürlich in einer gewissen rot-schwarzen Kooperation – über Jahrzehnte hinweg alle geprellt haben! Das müssen wir heute ändern! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Der dritte Punkt, Frau Ministerin: Was Sie nicht gesagt haben – es haben alle Fraktionen vorhin schon aufgezählt, aber wir müssen das als NEOS auch machen, weil es wirklich schlimm ist –, ist, dass uns das Energieeffizienzgesetz fehlt. Es fehlt uns das Klimaschutzgesetz, es fehlt uns das Erneuerbares-Gas-Gesetz, es fehlt uns die Novelle des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes. Selbst Andrä Rupprechter hat mehr geliefert als die grüne Klima- und Energieministerin. Das ist echt ein Drama. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Beifall bei den NEOS.
Am Sonntag ist eine Wahl in Kärnten. Dort gibt es ein Angebot für diesen Gamechanger, für erneuerbare Energie. Wir bitten um Unterstützung für unseren Janos Juvan und die NEOS. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Shetty: ... relativ!
Ich freue mich ja, dass vorhin auch ein Lob für einen ehemaligen ÖVP-Minister, nämlich Andrä Rupprechter, gekommen ist, dafür, dass er im Umweltschutz auch einiges vorangebracht hat (Abg. Shetty: ... relativ!), denn das zeigt, dass wir auf einem guten Pfad sind und dass wir vor allem mit den Grünen gemeinsam ja noch viel mehr zustande bringen – und es bleibt uns ja noch einige Zeit, um vieles zu tun.
Beifall bei der ÖVP.
Vor ein paar Tagen erfolgte erst der Beschluss des Europäischen Parlaments zum Verbrennerverbot ab 2035 bei Pkws, eine durchaus umstrittene Entscheidung, die auch noch viel Diskussion braucht, vor allem: Wie weit geht das? Sagt man generell: Weg mit dem Verbrenner!, oder lässt man zumindest jene Verbrenner zu, die mit erneuerbaren oder synthetischen Treibstoffen betrieben werden? Da haben wir nämlich auch enormes Potenzial, Wertschöpfung in Europa zu generieren, mit einer bewährten Technologie zu arbeiten und nebenbei neue Technologien zu entwickeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sehen es ja auch beim Stromnetz, und es ist, glaube ich, zu einem gewissen Teil auch ungerecht, den Energieversorgern vorzuhalten, dass sie zu spät mit dem Ausbau der Netze begonnen haben und zu langsam sind. Natürlich braucht es jetzt enormen Aufwand und das muss mit mehr und mehr Geschwindigkeit erfolgen. Wir hatten bisher nur eine zentrale Versorgung und kommen jetzt zu einer dezentralen Produktion, im Rahmen derer wir unseren Bürgerinnen und Bürgern mit all den Maßnahmen – Fotovoltaik und darüber hinaus – Stromproduktion ermöglichen, daher müssen wir diese Netze auch bauen. Und ich glaube, die Technologie gibt uns da auch die richtigen Werkzeuge an die Hand, sodass wir mit Digitalisierung und Automatisierung sehr, sehr viel zustande bringen und die Stromnetze der Zukunft neu managen sowie neu gestalten können. Daher brauchen wir auch davor keine Angst zu haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
für brauchen wir Infrastruktur: um diese Produktion in Europa zu erhalten – Energie und Lebensmittel als Lebenserhalter für unsere Bevölkerung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ
Mit dem europäischen Green Deal haben wir begonnen, den europäischen In-dustriestandort abzusichern. Wir wollen Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent machen, wir wollen die biologische Vielfalt schützen, wir wollen eine Kreislaufwirtschaft aufbauen, wir wollen die Umweltverschmutzung verringern – immer mit dem Ziel vor Augen, dass die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gestärkt werden muss (Beifall bei der SPÖ) und dass es einen gerechten Übergang braucht: einen gerechten Übergang für die Regionen, vor allem aber auch einen gerechten Übergang für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein Green Deal muss immer auch ein Social Deal sein, denn nur, wenn die Arbeitnehmer:innen diesen Weg mit uns gemeinsam gehen, können wir diese nachhaltige Zukunftsvision umsetzen.
Beifall bei der SPÖ.
Unsere europäischen Unternehmen sind jetzt gefragt. Sie müssen alle Chancen nutzen, sie müssen die Dekarbonisierung angehen, denn ganz klar ist: Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit gehen Hand in Hand. Das ist entscheidend, damit die Industrie in Europa eine international führende Rolle spielen kann, damit wir in der EU strategisch eigenständig bleiben können, sein können und vor allem, damit es hochwertige Arbeitsplätze für Bürgerinnen und Bürger geben kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen also große Investments: in die Zukunft, in die Forschung, in die Infrastruktur; denn nur so können wir diese Zukunftsvisionen umsetzen. Wir müssen Forschungsprogramme und Förderungen einem Zukunftscheck unterziehen. Ganz, ganz wichtig ist, dass die Energie in Österreich, in Europa nicht nur grün sein soll, sondern vor allem auch leistbar und unabhängig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: China vor allem, oder?
Wir brauchen die Unabhängigkeit von autoritären Mächten. (Abg. Wurm: China vor allem, oder?) Die Energiekrise, die horrende Inflation, die Tatsache, wie viel Erdgas wir aus Russland beziehen, importieren, sollten uns zu denken geben. Das fordert uns einmal mehr auf, rasch zu handeln. Wir müssen uns auch überlegen, wenn die Technologiepolitik besprochen wird, dass Sonnen- und Windenergie nicht auf Knopfdruck zur Verfügung stehen, eine Priorität daraus machen, uns Gedanken darüber machen, wie wir die gewonnene Energie langfristig und in großem Umfang speichern.
Abg. Wurm: Gute Frage!
Jetzt liegt es also auf der Hand, was zu tun ist, und trotzdem bleibt eine Frage noch unbeantwortet, und zwar: Wie wollen wir diese Investitionen bezahlen? Wie wollen wir diese Investitionen umsetzen? (Abg. Wurm: Gute Frage!)
Beifall bei der SPÖ.
Denn selbst wenn die EZB den Leitzins wieder senkt, selbst wenn die Investitionsfreudigkeit steigt, wird der private Sektor diese Lücke nicht schließen. Das heißt, gerade in Zeiten hoher Inflation dürfen wir nicht den Fehler begehen und die Kosten der Energiewende auf die kleinen und mittleren Einkommen und Unternehmen abschieben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Damit der Green Deal finanziert werden kann, damit die Klimaziele erreicht werden können, brauchen wir eine progressive europäische Steuer auf große Vermögen bei Konzernen und im Privaten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Klimafrage werden wir nur lösen, wenn wir Energiepolitik, Investitionspolitik und Sozialpolitik in einer gemeinsamen europäischen Lösung denken und indem wir Solidarität von jenen einfordern, die auch am meisten von der europäischen Infrastruktur profitiert haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Frau Präsidentin! Bevor ich mit meiner Rede beginne, ist es mir eine besondere Ehre und Freude, eine Delegation des Pfarrgemeinderats der Streitkräfte hier bei uns im Parlament begrüßen zu dürfen. Ich danke meinem Schwager, Oberst Andreas Triebl, dass er den Besuch organisiert hat. Wir sehen uns nachher noch in unserem neuen Restaurant hier im Parlament. – Herzlich willkommen! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Abg. Wurm: Hat keine Antwort gegeben!
Ursula von der Leyen lizitiert hinauf: 20 Prozent Einsparung an Treibhausgasemissionen, 55 Prozent Green Deal, wunderbar, 750 Milliarden Euro. Wer zahlt es? Die Kollegin hat es eh schon angedeutet: Wer zahlt es? (Abg. Wurm: Hat keine Antwort gegeben!) – Höhere progressive Steuern der bösen Konzerne und der Reichen. Also das ist ja alles nicht mehr erträglich, ganz ehrlich! (Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.)
Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.
Ursula von der Leyen lizitiert hinauf: 20 Prozent Einsparung an Treibhausgasemissionen, 55 Prozent Green Deal, wunderbar, 750 Milliarden Euro. Wer zahlt es? Die Kollegin hat es eh schon angedeutet: Wer zahlt es? (Abg. Wurm: Hat keine Antwort gegeben!) – Höhere progressive Steuern der bösen Konzerne und der Reichen. Also das ist ja alles nicht mehr erträglich, ganz ehrlich! (Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.)
Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.
anstatt permanent diese Märchen zu erzählen und Luftschlösser zu bauen. Das wäre aufrichtig! (Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.)
Abg. Schwarz: Günstig, weil wir einen Deckel drauf haben! ... Preisdeckel!
Sie erzählen uns auch, dass wir mit einer Reduktion der CO2-Emissionen – wie gesagt, von der Leyen: minus 55 Prozent – irgendetwas für das globale Klima bewirken. – Das stimmt nicht, wir bewirken gar nichts, rein gar nichts, weil die Chinesen in derselben Zeit – das ist heute auch schon gesagt worden – 200 Kohlekraftwerke bauen, weil die Inder mittlerweile günstigstes Öl und Gas aus Russland bekommen (Abg. Schwarz: Günstig, weil wir einen Deckel drauf haben! ... Preisdeckel!), weil die Amerikaner Frackinggas produzieren. 8 Prozent emittieren wir, 8 Prozent! Wir bewirken gar nichts. (Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.)
Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.
Sie erzählen uns auch, dass wir mit einer Reduktion der CO2-Emissionen – wie gesagt, von der Leyen: minus 55 Prozent – irgendetwas für das globale Klima bewirken. – Das stimmt nicht, wir bewirken gar nichts, rein gar nichts, weil die Chinesen in derselben Zeit – das ist heute auch schon gesagt worden – 200 Kohlekraftwerke bauen, weil die Inder mittlerweile günstigstes Öl und Gas aus Russland bekommen (Abg. Schwarz: Günstig, weil wir einen Deckel drauf haben! ... Preisdeckel!), weil die Amerikaner Frackinggas produzieren. 8 Prozent emittieren wir, 8 Prozent! Wir bewirken gar nichts. (Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.)
Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.
Wenn Sie mir nicht glauben, dann glauben Sie bitte Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, den ich jetzt zitieren möchte. Ich zitiere: Wir machen unsere Industrie kaputt, und es bewirkt nichts, rein gar nichts. Das kann doch wohl nicht sein, irgendwas machen wir doch falsch – bloß für ein gutes moralisches Gefühl, ein gutes Gefühl in der Magengegend: ,Wir sind jetzt die Retter der Welt!‘ oder so. Und kommen Sie mir bitte nicht mit dem Argument, wir hätten dann billige grüne Energien und würden Wettbewerbsvorteile haben, und die Welt wird das alles nachmachen! Das ist alles Propaganda, das hat keine wirkliche Basis. – Zitatende. (Beifall bei der FPÖ sowie des MEP Haider.)
Beifall bei der FPÖ.
Wachen Sie auf, werden Sie realistisch! Kommen Sie runter von der Märchengeschichte Klimapolitik, kommen Sie runter von dem Märchen, dass uns die Welt folgen würde! Werden Sie realistisch! Erkennen Sie, dass Europa in einem globalen Wettbewerb steht, dass uns die Chinesen und Amerikaner, wenn wir so weitermachen, um die Ohren fahren werden, dass wir mit Ihrer Politik Tausende Millionen Arbeitsplätze vernichten. Bitte wachen Sie auf, werden Sie vernünftig und werden Sie realistisch! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: ... Zubau!
Ein Stahlwerk in Oberösterreich ist ein Stahlwerk, bleibt ein Stahlwerk, auch wenn aus dem Material, das dort gemacht wird, Windräder gebaut werden und keine Gasturbinen. (Abg. Wurm: ... Zubau!) Ein Autozulieferer in Kärnten bleibt ein Autozulieferer, auch wenn damit Elektroautos und nicht fossile Autos gebaut werden. Ein Anlagenbauunternehmen bleibt ein Anlagenbauunternehmen, wenn damit keine Gasturbinen gebaut werden, sondern Windräder. Wir reden von Industrie, und es gibt nur Industrie und einen Industriestandort. Ein Elektriker bleibt ein Elektriker, wenn jetzt die grüne Transformation kommt, und eine Mechanikerin bleibt auch eine Mechanikerin, wenn sie ein Elektroauto und nicht die alten fossilen Kraxen repariert – das müssen wir den Leuten einmal
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was die Leute bewegt, ist die Teuerung, die Jobsicherheit, dass sie Jobs haben, der Wohlstand, und der wird nur so gesichert werden können. Wenn jemand um 6 Uhr in der Früh in den Supermarkt geht, um dort Regale einzuräumen, dann wird die Technologie, die ihn hinbringt, die Technologie, die seinen:ihren Job sichert, eine grüne oder gar keine sein. Das müssen wir einmal so sagen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Richtig!
Das gehört in dieser Deutlichkeit den Leuten vermittelt, und es gibt zwei Länder, die das im letzten Jahr sehr deutlich kapiert haben: Das sind die USA und China, die massive Investitionsprogramme fahren, um diese Technologien jetzt schnell so umzustellen, denn wir sehen, wohin uns die fossile Teuerung im letzten Jahr geführt hat. Europa wird jetzt mithalten müssen oder es wird kein Industriestandort mehr sein. Wir werden mit den USA und mit China mithalten müssen oder wir werden unseren Wohlstand verlieren. (Abg. Kassegger: Richtig!)
Abg. Wurm: Na bravo!
Wir werden das machen, wir werden das auf allen Ebenen machen. (Abg. Wurm: Na bravo!) Auf der europäischen Ebene beginnt dieses Investitionsprogramm, auf der österreichischen Ebene machen wir es als Regierung – wir werden heute hier den leichteren Ausbau der Windkraft beschließen – und wir müssen es auch auf lokaler Ebene machen.
Beifall bei den Grünen.
Ich habe vom Autozulieferer in Kärnten gesprochen. Unsere lokale Industrie werden wir mit lokaler Politik schützen müssen. In Kärnten geht es am Sonntag darum, das Rennen um den ersten Platz ist eh schon gesichert. Jetzt geht es darum, dass wir den Klimaschutz auch dort hineinbringen und dass dort Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden. Gemma! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wurm: Ätschi, bätschi!
Da die letzte aufgerufene kurze Debatte auf Verlangen von Abgeordneten des freiheitlichen Klubs länger zurückliegt als jene auf Verlangen von Abgeordneten des sozialdemokratischen Klubs, gelangt die von Abgeordneten des freiheitlichen Klubs verlangte kurze Debatte zum Aufruf, und zwar im Anschluss an die Behandlung des Dringlichen Antrages. (Abg. Wurm: Ätschi, bätschi!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Weil dieser Tagesordnungspunkt ja ganz die Jugend im Blick hat, möchte ich an dieser Stelle auch eine Delegation aus der JVP Graz auf der Besuchergalerie begrüßen. – Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.) Es ist wahrscheinlich hier auch angenehmer als im kommunistischen Rathaus bei euch zu Hause. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Herr: Was?)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Herr: Was?
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Weil dieser Tagesordnungspunkt ja ganz die Jugend im Blick hat, möchte ich an dieser Stelle auch eine Delegation aus der JVP Graz auf der Besuchergalerie begrüßen. – Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.) Es ist wahrscheinlich hier auch angenehmer als im kommunistischen Rathaus bei euch zu Hause. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Abg. Herr: Was?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte an dieser Stelle auch unbedingt einmal die Initiatoren dieses Volksbegehrens, allen voran Carina Reithmaier mit dem ganzen Team, dazu beglückwünschen, dass sie wirklich ein solch enorm wichtiges Thema in diesem Volksbegehren kanalisieren konnten und es ganz prominent auf die Tagesordnung, auch zum Beispiel bei der heutigen Sitzung, gebracht haben. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Ich habe gedacht, der Herr Bundeskanzler möchte die Aussöhnung! Haben Sie das schon gehört? ...!
versachlichen und auch konstruktiv mit uns als Politik zusammenzuarbeiten, um zu Lösungen zu kommen. (Abg. Belakowitsch: Ich habe gedacht, der Herr Bundeskanzler möchte die Aussöhnung! Haben Sie das schon gehört? ...!) Das war damals viel wichtiger und viel notwendiger, als es das Gott sei Dank heute ist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
versachlichen und auch konstruktiv mit uns als Politik zusammenzuarbeiten, um zu Lösungen zu kommen. (Abg. Belakowitsch: Ich habe gedacht, der Herr Bundeskanzler möchte die Aussöhnung! Haben Sie das schon gehört? ...!) Das war damals viel wichtiger und viel notwendiger, als es das Gott sei Dank heute ist. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin aber sehr froh, dass wir das Soforthilfepaket einstimmig, einhellig, mit Einverständnis auch der Vertreter:innen des Volksbegehrens zustande gebracht haben. Ich freue mich sehr, dass wir dieses Signal heute aussenden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ und Grünen.
Das hat das Mental-Health-Jugendvolksbegehren aufzubrechen versucht. Ich denke, es ist den Proponent:innen auch ein Stück weit gelungen. – Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist an der Zeit, alles zu tun, um die psychische Gesundheit in den Fokus zu rücken, durch die Bank zu heben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir wissen auch, dass ökonomische Engpässe dazu führen können, dass die psychische Gesundheit leidet. Egal, ob der Mental Load bei Frauen oder Kinderarmut: Es sind reale Probleme, mit denen wir in Österreich konfrontiert sind. Wir sehen zu wenige Lösungsansätze, um diese Probleme zu bekämpfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Neben dem flächendeckenden niederschwelligen Angebot und Anlaufstellen zur Unterstützung braucht es den flächendeckenden Ausbau von Therapieplätzen, verstärkte Einsätze von Schulpsycholog:innen, und diese müssen auch langfristig finanziell abgesichert sein. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist höchst an der Zeit, da zu handeln, werte Bundesregierung, werte Kolleginnen und Kollegen von den Regierungsfraktionen. Bisher ist zu wenig geschehen, das zeigen uns die Zahlen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Gerald Hauser. – Bitte. (Zwischenrufe bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Abg. Leichtfried: Aber nicht mit Begeisterung! – Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „865.000 geschädigte Kinder und Jugendliche!“ auf das Redner:innenpult.
den Fraktionen begrüßt. (Abg. Leichtfried: Aber nicht mit Begeisterung! – Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „865.000 geschädigte Kinder und Jugendliche!“ auf das Redner:innenpult.)
Abg. Loacker: Weil wir dich so oft anhören mussten!
Kollege Marchetti, es war wirklich keine lustige Zeit. Wieso war das keine lustige Zeit? (Abg. Loacker: Weil wir dich so oft anhören mussten!) – Weil ihr, nämlich die Einheitspartei aus ÖVP, SPÖ, Grünen, NEOS, nachweislich 865 000 Kinder und Jugendliche durch eure faktenwidrige Coronapolitik über drei Jahre massiv geschädigt habt. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Das ist das Resultat eurer Politik, über das wir heute reden. Natürlich sind wir froh, dass es das Volksbegehren gegeben hat, sodass das Thema überhaupt einmal zum Thema gemacht wird, aber dieser Kollateralschaden mit 865 000 Kindern und Jugendlichen, die durch eure Politik geschädigt wurden, ist das wirkliche Problem, und das ist ein echtes Desaster. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kucher.
Kollege Marchetti, es war wirklich keine lustige Zeit. Wieso war das keine lustige Zeit? (Abg. Loacker: Weil wir dich so oft anhören mussten!) – Weil ihr, nämlich die Einheitspartei aus ÖVP, SPÖ, Grünen, NEOS, nachweislich 865 000 Kinder und Jugendliche durch eure faktenwidrige Coronapolitik über drei Jahre massiv geschädigt habt. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Das ist das Resultat eurer Politik, über das wir heute reden. Natürlich sind wir froh, dass es das Volksbegehren gegeben hat, sodass das Thema überhaupt einmal zum Thema gemacht wird, aber dieser Kollateralschaden mit 865 000 Kindern und Jugendlichen, die durch eure Politik geschädigt wurden, ist das wirkliche Problem, und das ist ein echtes Desaster. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Marchetti, es war wirklich keine lustige Zeit. Wieso war das keine lustige Zeit? (Abg. Loacker: Weil wir dich so oft anhören mussten!) – Weil ihr, nämlich die Einheitspartei aus ÖVP, SPÖ, Grünen, NEOS, nachweislich 865 000 Kinder und Jugendliche durch eure faktenwidrige Coronapolitik über drei Jahre massiv geschädigt habt. (Zwischenruf des Abg. Kucher.) Das ist das Resultat eurer Politik, über das wir heute reden. Natürlich sind wir froh, dass es das Volksbegehren gegeben hat, sodass das Thema überhaupt einmal zum Thema gemacht wird, aber dieser Kollateralschaden mit 865 000 Kindern und Jugendlichen, die durch eure Politik geschädigt wurden, ist das wirkliche Problem, und das ist ein echtes Desaster. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
faktenwidrigen Coronapolitik, und das ist wirklich unfassbar! Deswegen ist es wichtig und notwendig, dass wir das Thema heute aufgreifen und das aufzeigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Für nix?!
Ihr habt das wider besseres Wissen gemacht. Wir als Freiheitliche Partei haben unzählige Initiativen und Anträge eingebracht, ich erwähne nur einige wenige: Wir haben eine komplette Rückkehr zum Präsenzunterricht gefordert. Wir waren immer gegen Schulschließungen. Wir wurden ausgelacht. (Abg. Michael Hammer: Für nix?!) Wir haben eine sichere Präsenzschule ohne Masken-, Test- und Impfzwang eingefordert. Wir haben Initiativen gegen den Maskenzwang im Unterricht eingebracht und auch gefordert, dass das Budget für die sündhaft teuren Covid-Tests, bisher 4,3 Milliarden Euro, für Fördermaßnahmen ausgegeben wird. Wisst ihr, was passiert ist? – Wir wurden hier am Rednerpult stehend ausgelacht, unsere Initiativen wurden abgelehnt. (Abg. Wurm: Ja, genau! – Abg. Belakowitsch: Stimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Ja, genau! – Abg. Belakowitsch: Stimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ihr habt das wider besseres Wissen gemacht. Wir als Freiheitliche Partei haben unzählige Initiativen und Anträge eingebracht, ich erwähne nur einige wenige: Wir haben eine komplette Rückkehr zum Präsenzunterricht gefordert. Wir waren immer gegen Schulschließungen. Wir wurden ausgelacht. (Abg. Michael Hammer: Für nix?!) Wir haben eine sichere Präsenzschule ohne Masken-, Test- und Impfzwang eingefordert. Wir haben Initiativen gegen den Maskenzwang im Unterricht eingebracht und auch gefordert, dass das Budget für die sündhaft teuren Covid-Tests, bisher 4,3 Milliarden Euro, für Fördermaßnahmen ausgegeben wird. Wisst ihr, was passiert ist? – Wir wurden hier am Rednerpult stehend ausgelacht, unsere Initiativen wurden abgelehnt. (Abg. Wurm: Ja, genau! – Abg. Belakowitsch: Stimmt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Covid-19-Pandemie: Vergleich Österreich/Schweden“ und einer Tabelle mit zwei Spalten auf das Redner:innenpult. – Abg. Disoski: Das kann keiner lesen!
Ich habe x-mal den Vergleich Österreich – Schweden gebracht. (Der Redner stellt eine Tafel mit der Aufschrift „Covid-19-Pandemie: Vergleich Österreich/Schweden“ und einer Tabelle mit zwei Spalten auf das Redner:innenpult. – Abg. Disoski: Das kann keiner lesen!) Dieser Vergleich Österreich – Schweden hat euch auch nicht interessiert. Mit diesem Vergleich haben wir, habe ich im österreichischen Parlament aufgezeigt, dass Schweden keinen einzigen Lockdown hatte, während wir in Österreich bis Dezember 2021 152 Schulschließungstage hatten. – 152! Zur selben Zeit waren die Grundschule und die Sekundarstufe eins in Holland nie geschlossen. Wisst ihr, was das bedeutet? – Einen massiven Bildungsverlust für unsere Kinder und Jugendlichen, der die Kinder und Jugendlichen bis zur Pensionierung begleiten wird; ganz abgesehen von den vielen, vielen Kollateralschäden, die ihr verursacht habt.
Ruf bei der ÖVP: Ach Gott!
and Mortality Weekly Report“ auf das Redner:innenpult stellend) –: Spätestens seit dem 6. August 2021, als die amerikanische CDC, die größte Seuchenbehörde der Welt, publiziert haben – das ist nachzulesen, bitte –, dass Geimpfte den Virus nicht nur aufgreifen, sondern auch übertragen können, war klar, dass eure Politik mit den Lockdowns, mit den Schulschließungen, mit den Testungen völlig faktenwidrig war. Das haben die CDC am 6. August 2021 aufgezeigt. (Ruf bei der ÖVP: Ach Gott!) Spätestens da hättet ihr in euch gehen und sagen müssen: Unsere Politik ist falsch.
Abg. Belakowitsch: Gezwungen!
Was ist denn der Klassiker? – Drei Mal geimpft, drei Mal Corona. Wir wissen das mittlerweile. Und was habt ihr getan? – Ihr habt die Kinder, die Jugendlichen in die Impfung hineingetrieben (Abg. Belakowitsch: Gezwungen!), mit dem Argument: Die Kinder müssen geimpft werden, damit die alten Leute sicher sind. Spätestens seit 6. August 2021 hättet ihr wissen müssen, dass auch geimpfte Personen den Virus weitergeben können, denn das haben die CDC festgestellt. Ihr wart aber weiterhin mit Vollgas faktenwidrig in die völlig falsche Richtung unterwegs. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ist denn der Klassiker? – Drei Mal geimpft, drei Mal Corona. Wir wissen das mittlerweile. Und was habt ihr getan? – Ihr habt die Kinder, die Jugendlichen in die Impfung hineingetrieben (Abg. Belakowitsch: Gezwungen!), mit dem Argument: Die Kinder müssen geimpft werden, damit die alten Leute sicher sind. Spätestens seit 6. August 2021 hättet ihr wissen müssen, dass auch geimpfte Personen den Virus weitergeben können, denn das haben die CDC festgestellt. Ihr wart aber weiterhin mit Vollgas faktenwidrig in die völlig falsche Richtung unterwegs. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Fakenewsfabrik!
Ihr macht weiterhin Politik für die Werbung: Herr Gesundheitsminister, der aktuelle Impffolder – ich zitiere auch daraus – ist auch wieder faktenwidrig. In diesem Folder, der aktuell unterwegs ist, steht (Abg. Michael Hammer: Fakenewsfabrik!): „Die Impfung wirkt. Sie kann eine Ansteckung nicht immer verhindern,“ – ja, CDC, seit 6. August 2021 klar, wurde vorher bestritten – „schützt aber nachweislich vor einem schweren COVID-19-Verlauf.“ (Ruf bei den Grünen: Und so ist es auch!) – Das ist faktenwidrig und das ist falsch.
Ruf bei den Grünen: Und so ist es auch!
Ihr macht weiterhin Politik für die Werbung: Herr Gesundheitsminister, der aktuelle Impffolder – ich zitiere auch daraus – ist auch wieder faktenwidrig. In diesem Folder, der aktuell unterwegs ist, steht (Abg. Michael Hammer: Fakenewsfabrik!): „Die Impfung wirkt. Sie kann eine Ansteckung nicht immer verhindern,“ – ja, CDC, seit 6. August 2021 klar, wurde vorher bestritten – „schützt aber nachweislich vor einem schweren COVID-19-Verlauf.“ (Ruf bei den Grünen: Und so ist es auch!) – Das ist faktenwidrig und das ist falsch.
Ruf bei der SPÖ: Die Redezeit ist aus!
So, was fordert die Freiheitliche Partei? Das haben wir auch schon im Ausschuss eingefordert (Ruf bei der SPÖ: Die Redezeit ist aus!), wir haben gesagt: Macht doch Schluss mit dem Geldverschwenden. Das (eine Tafel mit dem Logo des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie einem Zitat aus der Budgetrede zum Budget 2023 auf das Redner:innenpult stellend) ist ein Zitat zum aktuellen Budget, aus der aktuellen Budgetrede des Finanzministers: Es sind für dieses Jahr, für 2023, weitere 1,2 Milliarden Euro
Abg. Michael Hammer: Unglaublich!
im Budget unter anderem für die Finanzierung und Beschaffung von Impfstoff enthalten, und das, obwohl wir noch 19 Millionen Impfstoffdosen haben. 26 Millionen Dosen haben wir bereits verschenkt. Dieses Jahr kaufen wir um mehr als 300 Millionen Euro noch weiteren Impfstoff, nur weil Ursula von der Leyen in einem persönlichen, privaten Deal (Abg. Michael Hammer: Unglaublich!) mit Pfizer-Chef Bourla Unmengen von Impfstoff im Wert von 35 Milliarden Euro eingekauft hat. Sie hat 1,8 Milliarden Impfstoffdosen ohne Rücksprache mit dem Europäischen Parlament eingekauft und zwingt die EU-Länder zu fixen Abnahmeverträgen, so auch Österreich. Geld wird nicht mit zwei Händen aus dem Fenster hinausgeschmissen, sondern mit zehn Händen.
Rufe bei der ÖVP: Redezeit! – Abg. Leichtfried: Wo ist das Taferl? Das Taferl ist weg!
Wir stellen daher unseren Antrag (Rufe bei der ÖVP: Redezeit! – Abg. Leichtfried: Wo ist das Taferl? Das Taferl ist weg!):
Beifall bei der FPÖ.
Es wäre eigentlich grundanständig, diesen Antrag heute einstimmig anzunehmen. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Wurm: Was heißt da „grindig“! – Abg. Belakowitsch: „Grindig“ ist aber bitte, seien Sie mir nicht böse - -! Was soll denn das?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Kollege Hauser, es ist schlichtweg einfach nur grindig, wenn Sie ein Volksbegehren zur mentalen Gesundheit von jungen Menschen für Ihre total skurrile Coronashow mit Tafeln, die schon vor zwei Jahren faktenwidrig waren, zu instrumentalisieren versuchen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Abg. Wurm: Was heißt da „grindig“! – Abg. Belakowitsch: „Grindig“ ist aber bitte, seien Sie mir nicht böse - -! Was soll denn das?! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Nein, respektlos wart ihr, ihr habt sie ja aus der Schule rausgesperrt! Das ist respektlos gewesen! Ganz einfach, es war ...! – Abg. Amesbauer: Ihr seid ja schuld! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das ist nicht nur peinlich, das ist extrem respektlos. Es ist respektlos gegenüber den jungen Menschen, die diesem wichtigen Thema mittels Volksbegehren Aufmerksamkeit geben. (Abg. Belakowitsch: Nein, respektlos wart ihr, ihr habt sie ja aus der Schule rausgesperrt! Das ist respektlos gewesen! Ganz einfach, es war ...! – Abg. Amesbauer: Ihr seid ja schuld! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist extrem respektlos denjenigen gegenüber, die von diesem Thema betroffen sind, und es ist extrem respektlos, dass Sie ein solch wichtiges Thema zu instrumentalisieren versuchen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Sagen Sie einfach, es war falsch! – Abg. Deimek: ... die Gesundheit von jungen Kindern! – Abg. Amesbauer: Eine grindige Rede! – Rufe bei den Grünen: Hallo! – Abg. Leichtfried: Also der Einzige, der da grindig ist, seid ihr! – Abg. Amesbauer: Sie hat es ja zuerst gesagt!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Sagen Sie einfach, es war falsch! – Abg. Deimek: ... die Gesundheit von jungen Kindern! – Abg. Amesbauer: Eine grindige Rede! – Rufe bei den Grünen: Hallo! – Abg. Leichtfried: Also der Einzige, der da grindig ist, seid ihr! – Abg. Amesbauer: Sie hat es ja zuerst gesagt!
Das ist nicht nur peinlich, das ist extrem respektlos. Es ist respektlos gegenüber den jungen Menschen, die diesem wichtigen Thema mittels Volksbegehren Aufmerksamkeit geben. (Abg. Belakowitsch: Nein, respektlos wart ihr, ihr habt sie ja aus der Schule rausgesperrt! Das ist respektlos gewesen! Ganz einfach, es war ...! – Abg. Amesbauer: Ihr seid ja schuld! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es ist extrem respektlos denjenigen gegenüber, die von diesem Thema betroffen sind, und es ist extrem respektlos, dass Sie ein solch wichtiges Thema zu instrumentalisieren versuchen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Belakowitsch: Sagen Sie einfach, es war falsch! – Abg. Deimek: ... die Gesundheit von jungen Kindern! – Abg. Amesbauer: Eine grindige Rede! – Rufe bei den Grünen: Hallo! – Abg. Leichtfried: Also der Einzige, der da grindig ist, seid ihr! – Abg. Amesbauer: Sie hat es ja zuerst gesagt!)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
wie es beispielsweise beim Lucky-Girl-Syndrome propagiert wird. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Bei diesem Tiktok-Trend wollen sich vor allem junge Frauen mit Mantras und positiven Gedanken einreden, dass ihnen das Glück einfach zufliegt. Ich halte das für höchst problematisch.
Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Himmelbauer und Schmuckenschlager.
An Optimismus ist nichts verkehrt, das kann ich als unverbesserliche Optimistin auch im politischen Kontext sagen. Allein durch die Kraft der Gedanken kommt man aber nicht zu mehr Glück oder zu einem besseren Leben. Mit dieser toxischen Positivität unterdrücken wir etwas sehr Wichtiges, und das sind negative Erfahrungen und negative Gefühle. Es ist nicht so, dass immer alles toll sein muss. Es braucht negative Erfahrungen, es braucht Fehler, damit man daran wachsen kann. Wir müssen kein künstliches von Glück verfolgtes Selbst schaffen, es ist ganz okay so, wie man ist, auch mit den negativen Episoden, an denen man wächst. (Beifall bei den Grünen sowie der Abgeordneten Himmelbauer und Schmuckenschlager.)
Abg. Belakowitsch: Da müsst ihr die Schulen offen lassen!
Ich glaube, wir alle sind gefordert, dass wir psychische Probleme nicht kleinreden. Wir hier herinnen sind gefordert, dass wir Strukturen schaffen, damit alle die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Wir alle hier wissen, dass wir aufgrund großen Reformstaus in der Vergangenheit massive Defizite haben. Wir sind dabei, dieses kränkelnde, unterfinanzierte System auf sichere Beine zu bekommen, mit wichtigen Punkten – der Kollege von der ÖVP hat es schon angesprochen – wie eben auch, dass mentale Gesundheit ab dem Schuljahr 2023/24 als Unterrichtskompetenz in allen Schulformen in allen Lehrplänen verankert wird (Abg. Belakowitsch: Da müsst ihr die Schulen offen lassen!), dass das Supportpersonal aufgestockt wird, die Finanzierungsvereinbarung fixiert wird und – das freut mich ganz besonders – dass das Erfolgsprojekt Gesund aus der Krise, das wir wieder mit 20 Millionen Euro aufgestockt haben, fortgeführt wird, durch das sich wirklich jeder und jede anonym niederschwellig Hilfe holen kann, die er oder sie braucht. Da bekommt man wirklich Psychotherapie, unabhängig vom Geldbörsl.
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Leichtfried.
Danke nochmals an die Initiatoren und Initiatorinnen für das Wachrütteln, nicht nur politisch, sondern auch dafür, dass sie diesem Thema gesellschaftlich die Aufmerksamkeit gebracht haben, die es dringend braucht! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Leichtfried.)
Abg. Stögmüller: Sehr gut!
Präsidentin Doris Bures: Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete, ich würde Sie ersuchen, dass wir im weiteren Verlauf der Debatte den Ausdruck „grindig“ wieder aus unserem Wortschatz streichen. (Abg. Stögmüller: Sehr gut!)
Beifall bei den NEOS.
Liebe Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung, es reicht vorne und hinten nicht aus, wenn man sich an einem nichtssagenden, nicht verbindlichen Entschließungsantrag festklammert, während Jugendliche leiden und die Zahlen immer erschreckender werden, obwohl sie nicht mehr im medialen Fokus stehen. Sie sollten weniger reden und Sie müssen endlich mehr handeln! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Abschluss, klar ist – ich muss es auf diesen Punkt bringen –: Ohne Psychotherapie als Leistung der Krankenkasse bleibt das alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Eine gebrochene Seele muss von der Krankenkasse endlich genauso behandelt werden wie ein gebrochener Haxen. Bitte handeln Sie endlich! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Abschluss, klar ist – ich muss es auf diesen Punkt bringen –: Ohne Psychotherapie als Leistung der Krankenkasse bleibt das alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Eine gebrochene Seele muss von der Krankenkasse endlich genauso behandelt werden wie ein gebrochener Haxen. Bitte handeln Sie endlich! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
ist euch gelungen, meine ich, gerade auch im Kreis junger Menschen, eine Situation herzustellen, dass darüber gesprochen wird und es kein Tabuthema mehr darstellt. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
in Richtung Abg. Shetty
Dazu gehört allerdings auch eine ausreichende psychosoziale Versorgung im niederschwelligen Bereich. Das Projekt Gesund aus der Krise ist angesprochen worden. Dazu muss ich jetzt ein paar Sätze sagen, weil die Initiatoren und Initiatorinnen, die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und Psycholog:innen gestern bei mir waren und mir berichtet haben, dass sie mit diesem Projekt inzwischen europaweit nachgefragt werden, modellhaft als Best-Practice-Beispiel herumgereicht werden. Nachgefragt wird: Wie macht ihr das? Wie habt ihr das aufgesetzt? – Sie (in Richtung Abg. Shetty) können den Kopf schütteln, aber es ist eine Tatsache, wir sind damit Frontrunner in Europa. Es ist Ihnen vielleicht unangenehm, aber es ist so. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gödl.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gödl.
Dazu gehört allerdings auch eine ausreichende psychosoziale Versorgung im niederschwelligen Bereich. Das Projekt Gesund aus der Krise ist angesprochen worden. Dazu muss ich jetzt ein paar Sätze sagen, weil die Initiatoren und Initiatorinnen, die Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und Psycholog:innen gestern bei mir waren und mir berichtet haben, dass sie mit diesem Projekt inzwischen europaweit nachgefragt werden, modellhaft als Best-Practice-Beispiel herumgereicht werden. Nachgefragt wird: Wie macht ihr das? Wie habt ihr das aufgesetzt? – Sie (in Richtung Abg. Shetty) können den Kopf schütteln, aber es ist eine Tatsache, wir sind damit Frontrunner in Europa. Es ist Ihnen vielleicht unangenehm, aber es ist so. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gödl.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wird von Schweden bis Spanien als Pilotprojekt herumgereicht, und es wird gesagt: Wir wollen das auch haben! – Wir sind gerade dabei, den Know-how-Transfer in dieser Frage zustande zu bringen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Unsinn!
Ihr, möchte ich auch sagen, ihr jungen Menschen, die ihr diese Initiative gestartet habt, verkörpert damit das genaue Gegenteil von manchen Redebeiträgen hier, die von einem Blick zurück getragen sind, von einer Verdrehung der Tatsachen und von einem völlig falschen Weltbild. Prototypisch dafür ist Abgeordneter Hauser, der so tut, als hätte die Pandemie nicht stattgefunden, als wäre Putin möglicherweise ein Kandidat für den Friedensnobelpreis (Abg. Michael Hammer: Unsinn!) und als wäre die Erde eine Scheibe. Das ist schlicht und einfach nicht wahr. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ihr, möchte ich auch sagen, ihr jungen Menschen, die ihr diese Initiative gestartet habt, verkörpert damit das genaue Gegenteil von manchen Redebeiträgen hier, die von einem Blick zurück getragen sind, von einer Verdrehung der Tatsachen und von einem völlig falschen Weltbild. Prototypisch dafür ist Abgeordneter Hauser, der so tut, als hätte die Pandemie nicht stattgefunden, als wäre Putin möglicherweise ein Kandidat für den Friedensnobelpreis (Abg. Michael Hammer: Unsinn!) und als wäre die Erde eine Scheibe. Das ist schlicht und einfach nicht wahr. – Danke schön. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Shetty.
Umso wichtiger ist es, dass wir enttabuisieren, dass wir ein Bewusstsein schaffen und dass wir Betroffene unterstützen. Um das schaffen zu können, ist aber jeder Einzelne von uns gefragt. Und wenn wir darüber reden, dass jeder Einzelne von uns gefragt ist, möchte ich gerne noch einmal auf Kollegen Hauser von der FPÖ eingehen. Er hat nämlich gesagt, er habe im Internet recherchiert. Da möchte ich nur darauf hinweisen, dass es im Internet eine Vielzahl an Fakten sowie auch sehr viele Fakenews gibt. Man ist gut beraten, sich genau anzuschauen, was man als Fakt übernimmt, und nicht nach dem Motto: Widdewiddewitt, ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt!, vorzugehen – gerade auch aus Respekt gegenüber den Initiatoren des Jugendvolksbegehrens. Ich finde das nicht in Ordnung, das so zu instrumentalisieren! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
und gemeinsam mit Minister Rauch die Umsetzung und auch die Aufstockung dieses Projektes so vorangetrieben hat. Ich glaube, Frau Claudia Plakolm hat das sehr treffend formuliert. Sie hat gesagt: „Psychische Gesundheit darf kein Tabu-Thema sein – weder am Esstisch noch im Arbeitsprogramm der Regierung“, und das, glaube ich, trifft es bezüglich der Schritte, die wir im letzten Jahr gemacht haben, doch sehr gut. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es gibt keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit. Mit dem Fokus auf Früherkennung und Prävention können wir da ansetzen, wo man wirklich frühzeitig helfen kann, wo man auch schon viel vermeiden kann. Nur so kann man, glaube ich, auch Perspektiven schaffen und Hoffnung bieten. Das hat schon Shakespeare gewusst. Er hat nämlich geschrieben: Der Kummer, der nicht spricht, nagt leise an dem Herzen, bis es bricht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Ich möchte zu Beginn meiner Rede im Namen der Abgeordneten Karin Greiner eine Besuchergruppe aus Graz-Umgebung sehr herzlich im Hohen Haus begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Ja, sehr geehrte Damen und Herren, wir haben es bereits sehr eindringlich von meinen Vorrednerinnen und Vorrednern gehört: Das Mental-Health-Jugendvolksbegehren ist ein wichtiges Volksbegehren. Es wurde von jungen Menschen eingebracht, um auf die vielfachen Problemlagen unserer Jugend hinzuweisen. Darum können wir auch nach dieser Debatte nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, es ist ein Arbeitsauftrag an uns, kontinuierlich und konsequent für unsere Jugendlichen zu arbeiten. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Sehr geehrte Damen und Herren, 120 000 Euro sind angesichts von 368 000 armuts- und ausgrenzungsgefährdeten Kindern in Österreich nicht ausreichend, um das Leben dieser Kinder nachhaltig zu verbessern. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen Maßnahmen. Wir brauchen konkrete Maßnahmen, armutsfeste Sozialleistungen und endlich eine Unterhaltsgarantie. Auch Alleinerziehende und deren Kinder sollen in Österreich nicht in Armut leben müssen. (Beifall bei der SPÖ.) Wir brauchen ein kostenfreies Mittagessen, denn in Österreich darf es nicht so sein, dass ein Kind hungrig in der Schule sitzt.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.
Ich ersuche um breite Zustimmung im Sinne unserer Kinder. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Shetty.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Vorneweg möchte ich mich daher bei euch bedanken, nicht nur, dass ihr das zum Thema gemacht habt, auch die extrem offene und vor allem sehr konstruktive Art und Weise, in dieser Sache das Gespräch, den Diskurs mit uns allen – mit der Politik, mit all den Stakeholdern – zu suchen, war bemerkenswert. Das sollte uns allen hier herinnen ein Vorbild sein, wie wir in Zukunft mit solchen Themen umgehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Shetty: ... Sofortmaßnahme?
Was haben wir daher als Sofortmaßnahme während der Pandemie umgesetzt? (Abg. Shetty: ... Sofortmaßnahme?) Zum einen ist das das schon mehrfach erwähnte Projekt Gesund aus der Krise, gemeinsam mit den Berufsverbänden der klinischen Psychologinnen und Psychologen auf der einen Seite und den Psychotherapeutinnen und -therapeuten auf der anderen Seite: niederschwellige und schnelle Hilfe für alle Kinder und Jugendlichen, die für die Betroffenen natürlich auch kostenlos sein muss und auch ist. Es ist schnelle Hilfe, die gut angenommen wurde und immer noch wird, und – der Minister hat es gerade ausgeführt – es ist vor allem auch ein Vorzeigeprojekt im europäischen Kontext.
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Reicht das? – Sicher nicht! Deswegen haben wir im Familienausschuss einen Entschließungsantrag beschlossen, in dem es darum geht, einen Pfad, weitere Maßnahmen aufzuzeigen und zu zeigen, dass die Regierung natürlich nicht untätig bleibt, sondern – ganz im Gegenteil – dieses zentrale Thema auch als das behandelt, was es ist: nämlich ein zentrales Thema. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nehmen wir diese Menschen ernst, nehmen wir deren Expertise ernst und schauen wir, dass wir in Zukunft psychische Gesundheit so in den Fokus rücken, dass sie auch wirklich greifbar ist und sich Verbesserungen für die Kinder und Jugendlichen ergeben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Fischer.
Wer Veränderung haben will, der muss auch selbst mitanpacken und kann so seine Zukunft selbst mitgestalten, und das haben die Initiatoren in so jungem Alter schon geschafft. Es ist schön zu sehen, dass weit über 100 000 Menschen – Menschen aller Generationen – in ganz Österreich, in allen Regionen, das Jugendvolksbegehren so unterstützen und dass aufgrund der Ausschusssitzung von vor zwei Wochen nun sogar ein von allen Parteien unterstützter Entschließungsantrag einstimmig verabschiedet wird. Das ist der beste Beweis für gelebte Demokratie, die in diesem Fall von der jungen Generation ausgeht. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Fischer.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Gesund aus der Krise vor wenigen Monaten auch selbst überzeugen können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Diese hohe Nachfrage, die wir durch dieses Projekt geschaffen haben, zeigt uns, dass wir genau den richtigen Nerv getroffen haben, dass wir genau den richtigen Weg eingeschlagen haben, und diesen müssen wir auch konsequent weitergehen. Deswegen haben wir bei den Budgetverhandlungen im vergangenen Herbst das Projekt Gesund aus der Krise nicht einfach nur verlängert, sondern wir haben es auch finanziell aufgestockt und können somit auch in Zukunft mehr professionelle Betreuung für junge Menschen garantieren. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Lassen Sie uns alle gemeinsam daran arbeiten, dass Kindern und Jugendlichen die Unterstützung zuteilwird, die sie dringend brauchen! Bitte helfen Sie mit, dass wir offen über mentale Gesundheit sprechen, dass wir dieses Tabu sowohl im Freundeskreis als auch in der Familie und ganz besonders in der Politik brechen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die psychische Belastung der Jugendlichen ist derzeit eigentlich eine vierfache. Es wurde den Kindern und Jugendlichen in der Pandemie tatsächlich vieles abverlangt, und es wurde ihnen zum Schutz von Älteren, zum Schutz von vulnerablen Gruppen abverlangt. Dafür möchte ich den Kindern und Jugendlichen einmal ein aufrichtiges Danke sagen, das ist keine Selbstverständlichkeit gewesen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wir kümmern uns um vieles, was in diesem Volksbegehren gefordert wird; manches ist schon umgesetzt, einiges auf dem Weg, etliches wird noch dazukommen. Ich glaube aber, wir können noch mehr tun, wir können nämlich auch etwas zur Psychohygiene beitragen und zu dem, was wir den jungen Menschen vorleben. Wir sind derzeit verantwortlich für die Gestaltung der Welt, die Welt der Kinder und Jugendlichen, wir werden sie ihnen übergeben, und dabei soll sie in möglichst gutem Zustand sein. Wir müssen ihnen vorleben, dass wir in der Lage sind, Probleme zu erkennen, aufzugreifen und gemeinsam an konstruktiven Lösungen zu arbeiten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Krisper: Oh mein Gott!
Diese Welt, die wir übergeben, ist eine Welt, die euch, liebe Kinder und Jugendliche, unendlich viele Chancen bietet. Es wird sehr an euch liegen, wie ihr sie weiterentwickelt. Es gibt zwei Zitate, die da meines Erachtens gut hineinpassen; das eine Zitat ist: Die beste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu schaffen. Das zweite Zitat stammt von Mahatma Gandhi: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ (Abg. Krisper: Oh mein Gott!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Liebe Initiatorinnen und Initiatoren, ihr lasst die Zukunft nicht passiv auf euch zukommen, nein, ihr greift die Herausforderung auf. Ihr lasst euch ein, ihr gestaltet die Zukunft. Dazu möchte ich euch ermutigen und dafür möchte ich euch danken. Alles Gute! (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Strasser – in Richtung Abg. Krisper –: Frau Kollegin! Flügel! Flügel! Breitet eure Flügel aus! Die Botschaften kennen die NEOS! Bäume umarmen!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Christian Oxonitsch. – Bitte. (Abg. Strasser – in Richtung Abg. Krisper –: Frau Kollegin! Flügel! Flügel! Breitet eure Flügel aus! Die Botschaften kennen die NEOS! Bäume umarmen!)
Beifall bei der SPÖ.
Man muss auch sagen, es hätten sich schon aus dem Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern ganz klare Handlungsnotwendigkeiten ergeben. Da geht es im § 1 schlicht und ergreifend darum, dass es natürlich ein Recht des Kindes auf bestmögliche Entwicklung und Entfaltung und die Wahrung seiner Interessen gibt und dass das Wohl des Kindes eine vorrangige Erwägung sein muss. Davon ist natürlich abzuleiten, dass gerade im Bereich der gesundheitlichen Versorgung auch Maßnahmen gesetzt werden müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Und ja, natürlich ist Gesund aus der Krise ein ganz wesentlicher Schritt in diesem Bereich gewesen. Aber wenn man sich nicht nur international umhört – ja, dafür mag es Lob geben, zu Recht, es ist auch eine gute Maßnahme –, wenn man mit vielen Psycholog:innen, klinischen Psychologen et cetera spricht, weiß man, nach wie vor sind die Wartezeiten für den überwiegenden Teil von Patientinnen und Patienten sehr, sehr lange. Gerade die Kinder- und Jugendhilfe weist darauf auch immer wieder hin. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen mehr niederschwellige Angebote, wir brauchen endlich auch multiprofessionelle Gesundheitsteams an den Schulen, mit entsprechenden Psychologen, Kinderärzten, Sozialarbeitern. Ich glaube, das ist das Gebot der Stunde. Nehmen wir den Auftrag wahr, hoffentlich können wir dann im Rahmen der Debatte über den Bericht des Kinderrechte-Volksbegehrens hier schon über weitere Umsetzungsschritte diskutieren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Herr – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Na ja!
Ich darf mitteilen, dass ich gebeten habe, die Temperatur im Saal ein bisschen herunterzuschrauben. Ich hoffe, das ist auch in Ihrem Interesse. Oder ist jemandem kalt? (Abg. Herr – auf dem Weg zum Redner:innenpult –: Na ja!) Soll man sie nicht senken? Na dann - -
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Julia Elisabeth Herr (SPÖ): Herr Präsident! Auch ich darf mich bei den Vertreter:innen des Volksbegehrens bedanken, weil die Frage: Wie geht es jungen Menschen in Österreich?, eine ist, die wir viel zu selten diskutieren. Und auch die Antwort darauf ist wahrlich wirklich schockierend: Fast 60 Prozent der über 14-Jährigen haben depressive Symptome, Angstsymptome und Schlafstörungen haben sich in den letzten Jahren verfünf- bis verzehnfacht, 16 Prozent haben suizidale Gedanken. Wir können so, wie es jetzt ist, nicht weitermachen, das muss klar sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Angesichts dessen, was wir jungen Menschen abverlangt haben, auch während der Zeit der Pandemie, muss es jetzt möglich sein, diesen jungen Menschen etwas zurückzugeben. Auch vor der Pandemie war es schon so, dass 50 Prozent aller Schüler und Schülerinnen gesagt haben, sie finden den Leistungsdruck in der Schule zu hoch, es ist ihnen zu viel, es geht ihnen damit nicht gut. Das sind bitte jede zweite Schülerin und jeder zweite Schüler. Da braucht es jetzt ganz dringend, akut Hilfsmaßnahmen, es braucht an jeder Schule Schulsozialarbeiter, es braucht mindestens eine Schulpsychologin, einen Schulpsychologen an jeder Schule – jetzt, akut, dass man sich, wenn man ein Problem hat, an jemanden wenden kann. Das brauchen wir ganz dringend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber darüber hinaus fehlen 70 000 Therapieplätze – 70 000 Therapieplätze! – für junge Menschen. Der Punkt ist: Wenn man viel Geld hat, wird man wahrscheinlich einen Therapieplatz bekommen; wenn man aus einer Familie kommt, die nicht viel Geld hat, wartet man teilweise monatelang auf einen Therapieplatz. Es gibt ein gutes Zitat, das besagt: „Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat“. Wir müssen die Dinge beim Namen nennen. Wir brauchen nicht davor zu warnen, wir leben bereits jetzt teilweise in einem Zweiklassengesundheitssystem. Wie kann es sein, dass die Gesundheitsversorgung von jungen Menschen von der Geldbörse der Eltern abhängt?! Das darf ganz einfach nicht sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Armut macht aber auch psychisch krank. In jedem Haushalt, der von Armut bedroht ist, sind natürlich genauso die Kinder betroffen, die sich um die Eltern Sorgen machen, die sich Sorgen machen, ob es sich bis zum Ende des Monats ausgeht. Wenn irgendjemand hier herinnen sitzt und glaubt, dass, wenn eine Familie von Armut bedroht ist, das nicht auch die kleinsten Kinder schon mitbekommen und spüren, dann muss ich ihm sagen, er irrt. Armut macht physisch und psychisch krank! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Somit komme ich jetzt ganz bewusst zum Schluss: Wer gute Sozialpolitik macht, macht auch gute Gesundheitspolitik. So einfach ist das. (Beifall bei der SPÖ.) Wer sich jetzt gegen die Inflation wehrt und nicht akzeptiert, dass sie bei über 11 Prozent liegt, der tut auch den Kindern und Jugendlichen in diesem Land etwas Gutes.
Beifall bei der SPÖ.
Als Allerletztes zum Schluss: Viele sozialdemokratische Länder in Europa zeigen es vor, wie man die Inflation nach unten bringt. Nehmen Sie sich daran ein Beispiel, auch für die Kinder und Jugendlichen in diesem Land. 11 Prozent sind nicht akzeptabel! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
und diese Zeit, hier zu reagieren, war eigentlich schon gestern. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
wird und praxisorientiertere Gesetze kommen, die in der Realität auch umsetzbar sind und nicht wieder eine künstliche Verknappung schaffen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich rufe Sie entschieden auf: Überdenken Sie das, überprüfen Sie das, schauen Sie sich einmal genau an, was da in dieser Verordnung Ihres Ministeriums drinnen steht, und beenden Sie das! – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kaniak: Umgekehrt ist es! Umgekehrt ist es!
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher hier im Haus auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Sehr geehrter Herr Minister! Ich glaube ja, dass dieser Aufruf zur europäischen Solidarität vom Kollegen Kaniak gerade eher ein bisschen profitgetrieben war und weniger etwas mit dem Gedanken von Solidarität untereinander zu tun hat – soll so sein. (Abg. Kaniak: Umgekehrt ist es! Umgekehrt ist es!) Ich möchte jetzt aber auf das Thema selber, eben auf das MPG, das wir hier heute novellieren, eingehen. (Abg. Rauch: Das kann nur von einem Grünen kommen!)
Abg. Rauch: Das kann nur von einem Grünen kommen!
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Zuseherinnen und Zuseher hier im Haus auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Sehr geehrter Herr Minister! Ich glaube ja, dass dieser Aufruf zur europäischen Solidarität vom Kollegen Kaniak gerade eher ein bisschen profitgetrieben war und weniger etwas mit dem Gedanken von Solidarität untereinander zu tun hat – soll so sein. (Abg. Kaniak: Umgekehrt ist es! Umgekehrt ist es!) Ich möchte jetzt aber auf das Thema selber, eben auf das MPG, das wir hier heute novellieren, eingehen. (Abg. Rauch: Das kann nur von einem Grünen kommen!)
Zwischenruf des Abg. Kaniak.
Dem heutigen Beschluss vorausgegangen ist eine Regierungsvorlage, die entsprechend in Begutachtung war und die überwiegend positive Resonanzen hervorgerufen hat. Ich möchte da schon noch einmal auf die Kritik vom Kollegen Kaniak eingehen, wir haben ja auch im Gesundheitsausschuss darüber diskutiert: Der Gesundheitsminister hat ja dann genau diese ganzen datenschutzrechtlichen Bedenken in die Novelle mitaufgenommen, hat diese nochmals erläutert und hat auch aufgezeigt, dass diesen durchaus gerecht wurde. Sich also hier hinzustellen und zu behaupten, das wurde nicht aufgenommen, das wurde nicht berücksichtigt, ist schlicht und ergreifend falsch – aus meiner Sicht zumindest. (Zwischenruf des Abg. Kaniak.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Feststeht: Dieser Beschluss hebt nicht nur die Sicherheit der Patientinnen und Patienten in unserem Gesundheitswesen, sondern sichert ihnen auch mehr Rechte zu. Damit kann Vertrauen hergestellt werden – Vertrauen, ohne das unser Gesundheitswesen nicht existieren kann und nicht existieren soll. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schallmeiner: Ich habe gesagt aus Profitinteresse! Wenn du das persönlich machst: deine Sache!
Des Weiteren hat Abgeordneter Schallmeiner behauptet, meine Kritik am Exportverbot in Österreich käme aus rein persönlichen, wirtschaftlichen Interessen. (Abg. Schallmeiner: Ich habe gesagt aus Profitinteresse! Wenn du das persönlich machst: deine Sache!)
Abg. Lukas Hammer: Alles noch eine tatsächliche Berichtigung, Herr Präsident?– Abg. Schallmeiner: Ist das noch eine tatsächliche Berichtigung?
Ich korrigiere: Bis vergangenen Winter war der Großteil der tatsächlich bestehenden Lieferengpässe aus wirtschaftlichen Gründen (Abg. Lukas Hammer: Alles noch eine tatsächliche Berichtigung, Herr Präsident?– Abg. Schallmeiner: Ist das noch eine tatsächliche Berichtigung?) durch aktive Kontingentierung vonseiten des Herstellers verursacht und nicht durch einen tatsächlichen Mangel. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rauch: Sachlicher und korrekter geht es ja gar nicht! Das war eine Blamage für die Regierung! ... Schallmeiner ist ...!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rauch: Sachlicher und korrekter geht es ja gar nicht! Das war eine Blamage für die Regierung! ... Schallmeiner ist ...!
Ich korrigiere: Bis vergangenen Winter war der Großteil der tatsächlich bestehenden Lieferengpässe aus wirtschaftlichen Gründen (Abg. Lukas Hammer: Alles noch eine tatsächliche Berichtigung, Herr Präsident?– Abg. Schallmeiner: Ist das noch eine tatsächliche Berichtigung?) durch aktive Kontingentierung vonseiten des Herstellers verursacht und nicht durch einen tatsächlichen Mangel. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Rauch: Sachlicher und korrekter geht es ja gar nicht! Das war eine Blamage für die Regierung! ... Schallmeiner ist ...!)
Allgemeiner Beifall.
auf der Galerie begrüßen. (Allgemeiner Beifall.) Ich begrüße auch gleichzeitig alle Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie. Meine Damen und Herren, wir verhandeln hier und heute das Medizinproduktegesetz, das geändert wird.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Das heißt, wir beschließen hier jetzt ein Gesetz, das für alle Österreicherinnen und Österreicher, die davon betroffen sind, sehr notwendig ist. – Ich danke allen, die dieser Gesetzesvorlage hier in diesem Haus zustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dann gibt es auch noch Details, bei denen ich sage, da habe ich ganz besonderen Respekt vor der Arbeit der Legistinnen und Legisten. Zum Beispiel wird eine Phrase geändert: Wo bisher stand: „die dem Medizinprodukt beiliegenden Informationen“, steht jetzt: die „mit dem Medizinprodukt gelieferten Informationen“. Da denkt man: Was soll das? – Das hat eine wesentliche Bedeutung, weil es ja schon viele digitale Gesundheitsanwendungen gibt, die auch Medizinprodukte sind, denen aber halt kein Beipackzettel beiliegt, sondern da ist die Information am Bildschirm abzulesen. – Allein das ist wieder ein Zeichen, wie gründlich da gearbeitet werden muss und auch gearbeitet wird. Ich sage einmal: ein Dank an die Legistik! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich freue mich über eine möglichst breite Zustimmung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Vielleicht funktioniert das Ganze im Gesundheitsbereich auch ein bisschen besser als im Bereich Tierschutz, wo wir noch immer auf die Übermittlung des Vorschlags, des Entwurfs für die Verordnung warten. Ich meine, die Oppositionsparteien haben das Ganze noch immer nicht bekommen, der Kleintierzuchtverband in Niederösterreich aber sehr wohl. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Lindner: Es gescheit ist!
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren hier im Haus auf der Galerie beziehungsweise zu Hause vor den Bildschirmen! Sehr geehrter Herr Minister! Beim gegenständlichen Tagesordnungspunkt behandeln wir grosso modo das Thema Prävention in der Gesundheitsvorsorge. Der Anlassfall, wenn man so möchte, ist ein Entschließungsantrag der Kollegin Fiedler von den NEOS, dem wir im Gesundheitsausschuss auch zugestimmt haben. Wir haben das deshalb gemacht, weil zum einen dieser Antrag ein zentrales Anliegen betreffend bessere Präventionsangebote in Österreich aufgreift und zum anderen weil (Abg. Lindner: Es gescheit ist!) wir an anderen Staaten, insbesondere in Skandinavien, sehr gut erkennen können, wie sich Investitionen in den Präventionsbereich dann auch auswirken.
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Heuer haben wir eine gute Chance dazu. Mit den Verhandlungen zum Finanzausgleich ist die Möglichkeit gegeben, dass wir da auch in der Systematik etwas verändern. Ich gehe einmal davon aus, dass das auch genau das ist, was der Herr Bundesminister möchte; zumindest hat er es schon mehrfach so angekündigt. (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Und sei es drum: Angesichts der Krisen, in denen unser Gesundheitssystem steckt, ist jede Anstrengung im Präventionsbereich wichtig. Deshalb haben wir als SPÖ diesem Antrag auch zugestimmt. Jede Erkrankung, die vermieden werden kann, ist ein Erfolg, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ihnen, Herr Gesundheitsminister, kann ich die volle Zusammenarbeit in diesem Thema anbieten. Bringen wir die kostenfreie PrEP endlich auch in Österreich auf den Weg, denn sexuelle Gesundheit und Gesundheit ganz im Allgemeinen dür-fen niemals eine Frage des Einkommens sein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Vorbeugen ist besser als Heilen. Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. – Diese beiden Gedanken kann ich zu 100 Prozent unterschreiben. Ich glaube auch, dass diese Gedanken Leitgedanken für eine sinnvolle, innovative und zukunftsträchtige Gesundheitspolitik sein könnten. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend noch einmal ein Spruch, nach dem man leben sollte: Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
aber auch für die Menschen im Gesundheitsbereich – im Sinne eines präventiven Gesundheitssystems weiterentwickeln können. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf Kollegin Fiedler wirklich doppelt und dreifach gratulieren, und zwar nicht nur zu diesem Antrag, den wir heute einstimmig beschließen werden. Ihr ist nämlich etwas ganz, ganz Seltenes gelungen. Die Kolleginnen und Kollegen, die nicht im Gesundheitsausschuss sind, werden das nicht wissen, aber es gibt wahrscheinlich keinen Ausschuss hier im Parlament, in dem derart viel und leidenschaftlich vertagt wird wie im Gesundheitsausschuss. (Zwischenrufe bei ÖVP und Grünen.) Im letzten Gesundheitsausschuss sind 25 Anträge der Oppositionsparteien vertagt worden. Kennen Sie andere Ausschüsse, in denen ähnlich viel vertagt wird?
Ruf bei der ÖVP: Lei-lei!
Jetzt könnte man sagen – wie es uns Grüne und ÖVP immer wieder weismachen wollen –: Die Gesundheit in Österreich ist Weltklasse unterwegs, man braucht nichts zu tun, wir haben keinen Ärztemangel, in der Pflege gibt es überhaupt keine Probleme (Ruf bei der ÖVP: Lei-lei!), im Bereich der Prävention brauchen wir nichts zu tun. – Zumindest da haben wir heute einen ersten kleinen Schritt gemacht.
Abg. Zarits: Fasching ist vorbei, Philip!
Wenn man sich die Herangehensweise der Regierung ansieht, könnte man glauben, dass alles, das die Opposition einfordert, in Wahrheit nicht notwendig ist, weil das österreichische Gesundheitssystem wirklich so Weltklasse unterwegs ist. (Abg. Zarits: Fasching ist vorbei, Philip!) 25 vertagte Anträge – ein spannender Zugang!
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Die SPÖ auch! – Abg. Haubner: Deine Vorgänger haben immer vertagt! – Ruf: Sie haben sogar verachtet!
So geht es nicht! Die Opposition wird immer wieder irgendwie abgekanzelt, ihre Anträge werden nicht einmal zur Abstimmung gebracht, 25 Anträge wurden vertagt, und das nach einer riesengroßen Gesundheitskrise, die wir alle miteinander erleben mussten. Das zeugt davon, dass ihr die Lehren, die wir alle aus der Coronakrise ziehen sollten, nicht gezogen habt. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Die SPÖ auch! – Abg. Haubner: Deine Vorgänger haben immer vertagt! – Ruf: Sie haben sogar verachtet!)
Beifall bei der SPÖ.
mehr leisten können. Da gibt es auch aus gesundheitspolitischer Sicht sehr viel beizutragen. Menschen, die in Armut leben, sterben früher, sind deutlich häufiger von Krankheiten betroffen, und ich glaube, es ist eine wichtige Aufgabe hier, dass wir nicht nur Anträge produzieren, sondern dass auch der Gesundheitsminister in seiner Funktion als Sozialminister im Bereich der Armutsbekämpfung aktiver wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Und was kommt nach Rendi-Wagner?
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach dem Frühling kommt der Sommer, nach dem Sonntag der Montag und nach dem Regen scheint wieder die Sonne. (Ruf bei der ÖVP: Und was kommt nach Rendi-Wagner?) Aber eines, liebe Kolleginnen und Kollegen, kommt in Österreich sicher nicht: ein echtes Bestellerprinzip bei der Maklerprovision. (Beifall bei der SPÖ.) Die ÖVP will es nicht und die Grünen können es nicht. (Abg. Maurer: Das ist einfach paktwidriger Schmarrn! Das ist doch ein bissel peinlich! – Abg. Lukas Hammer: Und das von einem Politikneuling! Seit 1988 ist sie Abgeordnete!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach dem Frühling kommt der Sommer, nach dem Sonntag der Montag und nach dem Regen scheint wieder die Sonne. (Ruf bei der ÖVP: Und was kommt nach Rendi-Wagner?) Aber eines, liebe Kolleginnen und Kollegen, kommt in Österreich sicher nicht: ein echtes Bestellerprinzip bei der Maklerprovision. (Beifall bei der SPÖ.) Die ÖVP will es nicht und die Grünen können es nicht. (Abg. Maurer: Das ist einfach paktwidriger Schmarrn! Das ist doch ein bissel peinlich! – Abg. Lukas Hammer: Und das von einem Politikneuling! Seit 1988 ist sie Abgeordnete!)
Abg. Maurer: Das ist einfach paktwidriger Schmarrn! Das ist doch ein bissel peinlich! – Abg. Lukas Hammer: Und das von einem Politikneuling! Seit 1988 ist sie Abgeordnete!
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nach dem Frühling kommt der Sommer, nach dem Sonntag der Montag und nach dem Regen scheint wieder die Sonne. (Ruf bei der ÖVP: Und was kommt nach Rendi-Wagner?) Aber eines, liebe Kolleginnen und Kollegen, kommt in Österreich sicher nicht: ein echtes Bestellerprinzip bei der Maklerprovision. (Beifall bei der SPÖ.) Die ÖVP will es nicht und die Grünen können es nicht. (Abg. Maurer: Das ist einfach paktwidriger Schmarrn! Das ist doch ein bissel peinlich! – Abg. Lukas Hammer: Und das von einem Politikneuling! Seit 1988 ist sie Abgeordnete!)
Beifall bei der SPÖ.
Im Strafrecht ist es anders, da gilt das Prinzip, dass jeder unschuldig ist, bis seine Schuld bewiesen ist. Für die Mieter in Österreich gilt das nicht, da muss der Mieter die Provision bezahlen, bis seine Unschuld bewiesen ist. In Deutschland muss der Vermieter beweisen, dass der Mieter den Auftrag gegeben hat. In Österreich muss der Mieter beweisen, dass der Vermieter den Auftrag gegeben hat. Wie kann er das beweisen? Im Bautenausschuss haben Sie, Frau Justizministerin dazu erklärt, dass es eine Dokumentationspflicht gibt und dass es Auffangbestimmungen dazu gibt. Ich sage Ihnen aber: Ein Gesetz, das schon im Vorhinein mit Dokumentationspflicht und Inkrafttreten von Auffangbestimmungen lebt, ist eigentlich ein kaputtes Gesetz. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammengefasst kann man sagen: Wer die Mieter:innen in Österreich entlasten möchte, beschließt ein Bestellerprinzip, und wer die Mieter:innen verschaukeln möchte, erfindet das Erstauftraggeberprinzip. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Justizministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Kollegin Becher, ich schätze Sie sehr, Sie sind seit über 20 Jahren Abgeordnete und immer eine ausgesprochen empathische Rednerin und Wohnpolitikerin, aber das hier, es tut mir leid, das kann ich einfach nicht glauben. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Kassegger: Eine Wende um 360 Grad!
Wir Grüne haben in dieser Bundesregierung das durchgesetzt, was viele, viele Jahre rote und von der Sozialdemokratie geführte Bundesregierungen nicht zustande gebracht haben, nämlich die Abschaffung der Maklergebühren. (Abg. Kassegger: Eine Wende um 360 Grad!) Ich verstehe schon die Rolle der Opposition und so, aber ich finde es schade, wie sehr man hier Haare in der Suppe zu finden versucht. Warum kann man bei aller Kritik nicht einfach sagen: Es ist gut, dass in Zukunft die Mieterinnen und Mieter keine Makler:innengebühren mehr zahlen, weil in Zukunft der zahlt, der bestellt?! Das finde ich schade, insbesondere angesichts Ihrer Vita. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Dann wird halt alles teurer!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Dann wird halt alles teurer!
Wir Grüne haben in dieser Bundesregierung das durchgesetzt, was viele, viele Jahre rote und von der Sozialdemokratie geführte Bundesregierungen nicht zustande gebracht haben, nämlich die Abschaffung der Maklergebühren. (Abg. Kassegger: Eine Wende um 360 Grad!) Ich verstehe schon die Rolle der Opposition und so, aber ich finde es schade, wie sehr man hier Haare in der Suppe zu finden versucht. Warum kann man bei aller Kritik nicht einfach sagen: Es ist gut, dass in Zukunft die Mieterinnen und Mieter keine Makler:innengebühren mehr zahlen, weil in Zukunft der zahlt, der bestellt?! Das finde ich schade, insbesondere angesichts Ihrer Vita. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Dann wird halt alles teurer!)
Heiterkeit der Rednerin sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Was soll denn das? Was ist da so lustig?
Eltern. (Heiterkeit der Rednerin sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS. – Abg. Belakowitsch: Was soll denn das? Was ist da so lustig?)
Abg. Kassegger: Eine typische Baerbock-Rede!
Ich kann mich beispielsweise noch gut an mein erstes WG-Zimmer in Wien erinnern. Das war nicht groß, es hatte nur 8 Quadratmeter und einen Wandverbau und ein Klappbett. Das Problem bei dem Klappbett war, dass man es nicht mehr zurückklappen konnte, das heißt, ein Teil der Fläche wurde vom Bett verbraucht. (Abg. Kassegger: Eine typische Baerbock-Rede!) Die Dusche war in der Küche, aber es ist mir trotzdem toll vorgekommen, denn es war damals halt mein erstes Zimmer in Wien. (Abg. Belakowitsch: Entschuldigung, könnten Sie auch etwas zum Thema sagen? – Abg. Matznetter: Und heute müssen Sie mit der ÖVP zusammenleben!)
Abg. Belakowitsch: Entschuldigung, könnten Sie auch etwas zum Thema sagen? – Abg. Matznetter: Und heute müssen Sie mit der ÖVP zusammenleben!
Ich kann mich beispielsweise noch gut an mein erstes WG-Zimmer in Wien erinnern. Das war nicht groß, es hatte nur 8 Quadratmeter und einen Wandverbau und ein Klappbett. Das Problem bei dem Klappbett war, dass man es nicht mehr zurückklappen konnte, das heißt, ein Teil der Fläche wurde vom Bett verbraucht. (Abg. Kassegger: Eine typische Baerbock-Rede!) Die Dusche war in der Küche, aber es ist mir trotzdem toll vorgekommen, denn es war damals halt mein erstes Zimmer in Wien. (Abg. Belakowitsch: Entschuldigung, könnten Sie auch etwas zum Thema sagen? – Abg. Matznetter: Und heute müssen Sie mit der ÖVP zusammenleben!)
Abg. Kassegger: Die Zeit ist aus, Frau Kollegin! – Abg. Belakowitsch: Gott sei Dank blinkt es!
Was damals wie auch heute immer noch eine große Rolle spielt, ist, dass auch bei der Vermittlung solcher Substandardwohnungen oder kleiner WG-Zimmer Maklerinnen und Makler ihre Arbeit machen und Provision gezahlt werden muss. Das war damals so und das ist heute so. Das kann natürlich für Mieter:innen sehr viel Geld ausmachen, insbesondere für junge Menschen und Menschen mit niedrigem Einkommen. Man kennt das, man schaut 1 000 Anzeigen auf den Plattformen durch, dann findet man etwas, dann bekommt man einen Slot, in dem man die Wohnung besichtigen kann. Der Makler oder die Maklerin sperrt die Tür auf und sagt: Das ist die Wohnung! (Abg. Kassegger: Die Zeit ist aus, Frau Kollegin! – Abg. Belakowitsch: Gott sei Dank blinkt es!) Und dann zahlt man für diese Leistung eine hohe Gebühr, dann zahlt man zwei Monatsmieten, manchmal mehr, um diese Wohnung zu bekommen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir machen damit jetzt Schluss. In Zukunft zahlt die Maklergebühr die Person, die den Makler oder die Maklerin beauftragt, und das ist in der Regel der Vermieter oder die Vermieterin. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sorgen mit dem Makler:innengesetz für starke Entlastung. Man spart sich künftig bis zu zwei Monatsmieten an Provision, wenn man einen neuen Mietvertrag abschließt, insgesamt bringt das eine finanzielle Entlastung von mehr als 55 Millionen Euro pro Jahr. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Oder höhere Mieten!
Wir haben in die Gesetzesvorlage einen umfassenden und strengen Umgehungsschutz eingebaut. Wir wollen eben nicht, dass Mieter:innen nach der Abschaffung der für sie unfairen Makler:innengebühr stattdessen über Umwege trotzdem wieder Zahlungen bei Vertragsabschluss leisten müssen, wie etwa durch Vereinbarungen, die Mieter:innen zwingen, Zahlungen an die Vormieter, die Makler:innen oder an andere Dritte zu leisten. (Abg. Kassegger: Oder höhere Mieten!) Die werden mit dem neuen Gesetz unwirksam.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine lieben Damen und Herren! Mit dieser Neuregelung des Makler:innengesetzes schaffen wir mehr Gerechtigkeit am Wohnungsmarkt. Das ist eine ganz, ganz langjährige Forderung. Das ist eine massive Entlastung für alle jungen Menschen, die von daheim, von ihren Eltern ausziehen, aber auch für alle anderen, die umziehen, in eine andere Stadt, in eine andere Wohnung ziehen, in eine neue Lebenssituation geraten et cetera. Und wir räumen mit dieser jahrzehntelangen Ungerechtigkeit auf. Wer bestellt, der zahlt: Eine Entlastung für alle Wohnungssuchenden wird damit Realität. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Maximilian Lercher (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Frau Klubobfrau! Jawohl, wir sehen die Intention – das ist sehr, sehr gut gemeint –, aber was wir noch stärker sehen, ist die sehr, sehr schlechte Umsetzung in diesem Gesetzentwurf. Deswegen hat Kollegin Becher auch recht mit ihrer Kritik. Ihre jahrelange Erfahrung überzeugt sie nämlich, da nicht zuzustimmen, weil sie weiß, welche Auswirkungen da auf die Mieterinnen und Mieter noch zukommen werden. Deswegen ist auch die Sozialdemokratie dagegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wissen Sie, Frau Klubobfrau, wenn Sie sagen, Wohnen ist ein Grundbedürfnis, dann haben Sie definitiv recht. Genau deswegen wäre es jetzt umso wichtiger, nicht ein schlecht umgesetztes Gesetz zu präsentieren, sondern mit der ÖVP eine Mietpreisbremse einzuführen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
So, so viele Menschen in diesem Land erwarten diese, und die Grünen – das weiß ich – kämpfen auch für diese Mietpreisbremse. Geschätzte Damen und Herren von der ÖVP, ich bitte Sie, verlegen Sie den Streit auf ein anderes Thema. Es geht um Schicksale in diesem Land und nicht um Parteipolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.
Bitte geben Sie sich einen Ruck und gehen Sie in dieser Frage zum Wohle der Österreicherinnen und Österreicher mit – die Grünen haben ohnehin nicht oft recht, aber in dieser Frage haben sie recht. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.) Es wäre wichtig, dass Sie da etwas zusammenbringen. Die Sozialdemokratie hält Ihnen ihre ausgestreckte Hand entgegen, wir wären dabei, heute noch, damit wir etwas für die Mieterinnen und Mieter in diesem Land weiterbringen, für jene, die sich das Wohnen nicht mehr leisten können. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Den Mietsprung, der jetzt kommt, den müssen Sie verhindern. Ich bitte Sie inständig! Parteipolitik ist da nicht angebracht.
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Bitte geben Sie sich einen Ruck und gehen Sie in dieser Frage zum Wohle der Österreicherinnen und Österreicher mit – die Grünen haben ohnehin nicht oft recht, aber in dieser Frage haben sie recht. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.) Es wäre wichtig, dass Sie da etwas zusammenbringen. Die Sozialdemokratie hält Ihnen ihre ausgestreckte Hand entgegen, wir wären dabei, heute noch, damit wir etwas für die Mieterinnen und Mieter in diesem Land weiterbringen, für jene, die sich das Wohnen nicht mehr leisten können. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Den Mietsprung, der jetzt kommt, den müssen Sie verhindern. Ich bitte Sie inständig! Parteipolitik ist da nicht angebracht.
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage Ihnen ganz offen, wenn wir schon dabei sind: Nutzen Sie angesichts dieser Krise die Instrumente, die Ihnen der Sozialstaat gibt! Die Menschen in diesem Land, die Bürgerinnen und Bürger, zahlen hohe Steuern. Sie erwarten sich im Gegenzug Schutz und Hilfe in Zeiten der Krise. Der Sozialstaat hat die Instrumente, es liegt an Ihnen, sie zu nutzen. Sie wollen es aus Parteikalkül nicht. Ich bitte Sie trotzdem darum, zum Wohle der Mieterinnen und Mieter in diesem Land. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde es bedauerlich, dass Sie sogar beim Abschreiben scheitern. Wenn Sie das richtig machen würden, dann hätten wir einen Gesetzentwurf, der keine Umgehungskonstruktionen ermöglicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir hätten einen Gesetzentwurf, der wirklich ein Bestellerprinzip vorsehen würde, und vor allem hätten wir eines: eine Beweislastumkehr. Das ist etwas, das wirklich ausdrückt, wie Sie ticken: Bei Ihrem Gesetz muss der Mieter beweisen und nicht der Vermieter, und das drückt aus, worum es Ihnen geht. Wenn es Ihnen wirklich um die Mieterinnen und Mieter gehen würde, dann wäre das anders. Ich fordere Sie auf, das noch zu reparieren, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: Stimmt ja nicht! Das ist ja ein Blödsinn!
weil das bedeuten würde – wenn das stimmt –, dass es über kurz oder lang keine Gemeinnützigkeit (Abg. Steinacker: Stimmt ja nicht! Das ist ja ein Blödsinn!) mehr im Wohnbau in Österreich geben wird. (Abg. Disoski: Das stimmt nicht! Das ist ein Blödsinn!) Das wäre ein Riesenskandal, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Disoski: Das stimmt nicht! Das ist ein Blödsinn!
weil das bedeuten würde – wenn das stimmt –, dass es über kurz oder lang keine Gemeinnützigkeit (Abg. Steinacker: Stimmt ja nicht! Das ist ja ein Blödsinn!) mehr im Wohnbau in Österreich geben wird. (Abg. Disoski: Das stimmt nicht! Das ist ein Blödsinn!) Das wäre ein Riesenskandal, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
weil das bedeuten würde – wenn das stimmt –, dass es über kurz oder lang keine Gemeinnützigkeit (Abg. Steinacker: Stimmt ja nicht! Das ist ja ein Blödsinn!) mehr im Wohnbau in Österreich geben wird. (Abg. Disoski: Das stimmt nicht! Das ist ein Blödsinn!) Das wäre ein Riesenskandal, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Steinacker: Das lassen wir auch nicht zu!
Ich sage es Ihnen ganz ehrlich, wenn das stimmt (Abg. Steinacker: Das lassen wir auch nicht zu!), was jetzt noch debattiert werden wird – und da hat der Kollege recht –, dann wird es eine vereinte Opposition dagegen geben. Die Grünen sind aufgefordert, nachzufragen und sehr, sehr gut aufzupassen, was geplant wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sage es Ihnen ganz ehrlich, wenn das stimmt (Abg. Steinacker: Das lassen wir auch nicht zu!), was jetzt noch debattiert werden wird – und da hat der Kollege recht –, dann wird es eine vereinte Opposition dagegen geben. Die Grünen sind aufgefordert, nachzufragen und sehr, sehr gut aufzupassen, was geplant wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Schrangl in Richtung Bundesministerin Zadić.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächster Redner ist Mag. Philipp Schrangl. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Zwischenruf des sich zum Redner:innenpult begebenden Abg. Schrangl in Richtung Bundesministerin Zadić.)
Abg. Steinacker: Man kann auch Angst machen!
Man will im ÖVP-Wirtschaftsministerium, dass Anleger, Spekulanten, Banken und Versicherungen den gemeinnützigen Wohnbau aufkaufen. Leistbare Wohnungen gibt es dann nur noch für Investoren, nicht aber für Mieter. (Abg. Steinacker: Man kann auch Angst machen!) Wenn es nach Martin Kocher und leitenden Mitarbeitern seines Hauses geht, dann dürfen Investoren Sozialwohnungen zum Sozialtarif kaufen und sie dann frei an die Menschen vermieten. Da hilft auch die Abschaffung der Maklergebühr nicht. (Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht! Das stimmt nicht!)
Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht! Das stimmt nicht!
Man will im ÖVP-Wirtschaftsministerium, dass Anleger, Spekulanten, Banken und Versicherungen den gemeinnützigen Wohnbau aufkaufen. Leistbare Wohnungen gibt es dann nur noch für Investoren, nicht aber für Mieter. (Abg. Steinacker: Man kann auch Angst machen!) Wenn es nach Martin Kocher und leitenden Mitarbeitern seines Hauses geht, dann dürfen Investoren Sozialwohnungen zum Sozialtarif kaufen und sie dann frei an die Menschen vermieten. Da hilft auch die Abschaffung der Maklergebühr nicht. (Abg. Steinacker: Das stimmt ja nicht! Das stimmt nicht!)
Zwischenruf bei den NEOS
So sieht die Lage jetzt aus. Das ist Wohnpolitik gegen die Menschen. Das ist Wohnpolitik für Superreiche. Das ist ein Gesetzesputsch (Zwischenruf bei den NEOS) gegen den gemeinnützigen Wohnbau. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Steinacker: Du kennst dich besser aus!) Das ist ein politisches Geschenk an jene, die in Krisenzeiten enorme Gelder gewinnbringend veranlagen wollen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Steinacker: Du kennst dich besser aus!
So sieht die Lage jetzt aus. Das ist Wohnpolitik gegen die Menschen. Das ist Wohnpolitik für Superreiche. Das ist ein Gesetzesputsch (Zwischenruf bei den NEOS) gegen den gemeinnützigen Wohnbau. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Steinacker: Du kennst dich besser aus!) Das ist ein politisches Geschenk an jene, die in Krisenzeiten enorme Gelder gewinnbringend veranlagen wollen.
Abg. Steinacker: Also schön langsam Themaverfehlung! – Abg. Disoski: Schön langsam, ja!
verscherbelt wird. (Abg. Steinacker: Also schön langsam Themaverfehlung! – Abg. Disoski: Schön langsam, ja!)
Abg. Haubner: Eine neue Achse tut sich auf!
Vor den Folgen dieser unsozialen und verantwortungslosen Politik, dieses wohnpolitischen Raubzugs mahne aber nicht nur ich. Vor den Folgen warnen die Sozialpartner in Gestalt der Arbeiter- und der Wirtschaftskammer. Bitte bei der ÖVP einmal nachlesen, was die Wirtschaftskammer letzte Woche für eine Aussendung herausgegeben hat! Der genossenschaftliche Dachverband, GBV, fordert rasche gesetzliche Gegenmaßnahmen. Die SPÖ-Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál kritisiert die Regelung. Oberösterreichs FPÖ-Wohnbaulandesrat Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner kritisiert die Regelung und ruft den Gesetzgeber zum Handeln gegen Anlegerwohnungen in der Wohnungsgemeinnützigkeit auf. (Abg. Haubner: Eine neue Achse tut sich auf!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Fürlinger und Jachs
Und es kann nicht sein, dass hier im Nationalrat Unwahrheiten verbreitet werden, wonach die WGG-Novelle 2022 (Zwischenrufe der Abgeordneten Fürlinger und Jachs) dem Schutz vor Spekulation dienen soll. Leider ist das Gegenteil wahr. Das belegt beispielsweise auch ein Fachbeitrag; dessen Autor schreibt ganz klar, dass seit der WGG-Novelle 2022 Wohnungen im Neubau ohne Selbstnutzung im Hauptgeschäft an Dritte veräußert werden können.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich komme zum Schluss. Ich appelliere vor allem an die ÖVP: Bitte hören Sie auf, den Falschen Glauben zu schenken! Hören Sie auf Verfassungsrichter, die Sozialpartner, den genossenschaftlichen Dachverband, Ihren eigenen Landesrat in Niederösterreich, alle sagen dasselbe! Machen Sie es schnell, denn sonst wird es zu spät sein! Über 700 000 Wohnungen sind in Gefahr. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf daher nur kurz eine Klarstellung zu den Äußerungen des Kollegen Schrangl anbringen: Die ÖVP hat eine klare Haltung zu diesen Themen, nämlich dass wir die Anlegerwohnungen ablehnen, dass wir zur Gemeinnützigkeit stehen, dass wir das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz für ein wesentliches Gesetz für die Wohnungslandschaft in Österreich halten, dass wir froh sind, dass es die Gemeinnützigkeit gibt und dass ich niemanden kenne, weder auf der politischen Ebene noch auf der fachlichen Ebene, der diese Form, die von Kollegen Schrangl vorgetragen wurde, gutheißt. (Beifall bei der ÖVP.) Daher eine
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
insbesondere für junge Wohnungssuchende eine spürbare Entlastung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm: Hoffnung! Hoffnung ist das richtige Wort!
Der zweite Punkt, den wir kritisch sehen, ist die Evaluierung dieser Novelle, die Sie mit 2027 angesetzt haben, wenn Sie und auch diese Bundesregierung aller Wahrscheinlichkeit oder aller Hoffnung nach (Abg. Wurm: Hoffnung! Hoffnung ist das richtige Wort!) nicht mehr im Amt sein werden, also ein doch recht langer Zeitraum. Eine Evaluierung wäre früher notwendig, um auch zu sehen, ob die Entwicklungen ähnlich sind wie in Deutschland, also ob der Markt intransparenter wird, und vor allem, ob die Mieten dadurch steigen.
Beifall bei den NEOS.
Deswegen wäre unser Wunsch, dass Sie weniger mit der Gießkanne arbeiten, sich weniger auf Nebenschauplätzen aufhalten, sondern sich dem widmen, dem man sich eigentlich widmen müsste, nämlich den großen Brocken und nicht dem Klein-Klein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP
Wie Sie alle wissen, ist die übliche, gelebte Praxis so, dass diejenigen, die eine Wohnung suchen, oft zur Zahlung der Provision verpflichtet werden, obwohl sie stundenlang damit verbracht haben, eine Wohnung zu suchen, Inserate durchzusehen, sich Termine auszumachen – und trotzdem müssen sie dann für eine Leistung zahlen, die sie selbst erbracht haben. Sie müssen dem Makler, der Maklerin die Provision des Maklers oder der Maklerin zahlen, obwohl sie diese Leistung, die ein Makler oder eine Maklerin zu erbringen hat, selbst erbracht haben. Mit dieser Umsetzung des Besteller:innenprinzips räumen wir endlich mit dieser jahrzehntelangen Ungerechtigkeit auf. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Endlich – endlich! – gilt auch bei den Mieten das, was überall sonst im Dienstleistungssektor gilt: Wenn man eine Leistung bestellt, dann bezahlt man sie und wälzt das nicht auf jemand anderen ab, in diesem Fall den Mieter. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
diesen auch bezahlen. Das ist nach wie vor möglich. Was uns diese Reform aber zeigt und warum diese Reform so wichtig ist, veranschaulicht ein Blick auf den österreichischen Wohnungsmarkt: Jeder dritte Mieter, jede dritte Mieterin hat einen befristeten Mietvertrag und erhält dann keine Verlängerung. Das heißt, die Mieterinnen und Mieter sind gezwungen, einen teuren Wohnungswechsel in Kauf zu nehmen, und das bedeutet für viele, viele junge Menschen, für Menschen mit geringem Einkommen, auch für Familien mit geringem Einkommen, dass das einfach sehr teuer wird; das kann bis zu einige Tausend Euro kosten, denn es müssen die Umzugskosten, die Wohnungsausstattung und so weiter bezahlt werden und zusätzlich auch die Makler:innenprovision, die bis zu zwei Bruttomonatsmieten betragen kann, und das ist viel. Viele können sich das schlicht und ergreifend nicht leisten, aber sie brauchen eine Wohnung. Sie müssen eine Wohnung haben und müssen das teuer bezahlen. Damit machen wir endlich Schluss und sorgen für Gerechtigkeit in diesem Bereich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ja, viele glauben, dass das jetzt nicht ausreichend ist, aber ich kann Ihnen versichern, das ist ausreichend, weil wir diese Auffangklauseln haben. Das Gesetz lebt von Auffangklauseln, damit nicht mehr irgendwelche Scheinverträge vorkommen können. Das ist genau der Grund, warum ich auch der festen Überzeugung bin, dass wir eine sehr, sehr gute Regelung haben, einen sehr guten Umgehungsschutz. Das wird sich in den nächsten Jahren weisen, weil wir auch eine Evaluierung vorgesehen haben, nämlich 2027, damit man wirklich sieht, wie sich das auf den Markt ausgewirkt hat. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Argument ist heute auch noch gefallen: Das bringe ja nichts, weil die Mieten dadurch höher werden, weil die Provision von den Vermietern auf die Mieten aufgeschlagen werde. – Ich kann Ihnen sagen, ich habe mich mit der deutschen Justizministerin dazu ausgetauscht. Die Deutschen haben eine umfassende Evaluierung vorgenommen und haben festgestellt, dass sich die Einführung des Bestellerprinzips nicht auf die Höhe der Mieten ausgewirkt hat. Insofern habe ich ein gutes Gewissen dabei, zu sagen, dass das bei uns in Österreich auch nicht der Fall sein wird. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin der festen Überzeugung, dass das eine große Entlastung für viele Wohnungssuchende in Österreich ist und dass wir damit mit einer jahrzehntelangen Ungerechtigkeit endlich Schluss machen. Ich freue mich wirklich, dass wir als Bundesregierung diese jahrzehntelange Forderung endlich im Sinne der Mieterinnen und Mieter umgesetzt haben, und hoffe sehr auf eine breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Mag. Nina Tomaselli (Grüne): Herr Präsident! Ja, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich glaube, heute ist ein wunderbarer Tag, ein wunderbarer Tag vor allem für die Mieterinnen und Mieter. Ich freue mich sehr über diese wohnpolitische Errungenschaft, dass wir die Abschaffung der unfairen Maklergebühren heute über die Ziellinie bringen und heute in diesem Haus beschließen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Worüber ich mich weniger freue – ich glaube, so gut kennen Sie mich alle, ich bin sehr, sehr offen für Kritik, aber ich bin vor allem offen für sachliche Kritik –: Das, was Sie machen, liebe Kolleginnen und Kollegen von der Sozialdemokratie, halte ich für eine unzulässige Verunsicherung der Mieterinnen und Mieter. Wenn ich mir das so anhöre, dass Sie sagen: Nein, Mieterinnen und Mieter müssen zukünftig, wenn es um einen Maklervertrag geht, das Gericht aufsuchen!, dann muss ich sagen, das ist einfach die absolute Unwahrheit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
es darum geht, dass man die Mieterinnen und Mieter, die sonst potenziell zwei Bruttomonatsmieten plus Umsatzsteuer zahlen würden, tatsächlich entlastet – das, was Sie bitte jahrelang nicht hinbekommen haben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Matznetter: Beweislastumkehr, Frau Kollegin!
Sie operieren da mit Schlagworten, sagen, Sie wollen ein echtes Bestellerprinzip, und sind dabei aber alle Antworten einfach schuldig geblieben. (Abg. Matznetter: Beweislastumkehr, Frau Kollegin!) Am besten sieht man das an Ihrem eigenen Maklergesetz, das Sie eingebracht haben. Das ist ja auch schon Teil der parlamentarischen Debatte gewesen. Das (einen querformatigen Ausdruck in die Höhe haltend) ist das ganze Absätzlein. Das ist die Mühe, die Sie sich für die Mieterschutzinteressen gegeben haben (Zwischenruf des Abg. Kollross) – kurzer Absatz, keinerlei Überlegungen zu Umgehungskonstruktionen, keinerlei Schutzschirm für die Mieter, einfach nur ein hingefetzter Absatz (Abg. Matznetter: Das ist schäbig!) – und das soll bitte ein echtes Bestellerprinzip sein? – Nein, wirklich nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kollross
Sie operieren da mit Schlagworten, sagen, Sie wollen ein echtes Bestellerprinzip, und sind dabei aber alle Antworten einfach schuldig geblieben. (Abg. Matznetter: Beweislastumkehr, Frau Kollegin!) Am besten sieht man das an Ihrem eigenen Maklergesetz, das Sie eingebracht haben. Das ist ja auch schon Teil der parlamentarischen Debatte gewesen. Das (einen querformatigen Ausdruck in die Höhe haltend) ist das ganze Absätzlein. Das ist die Mühe, die Sie sich für die Mieterschutzinteressen gegeben haben (Zwischenruf des Abg. Kollross) – kurzer Absatz, keinerlei Überlegungen zu Umgehungskonstruktionen, keinerlei Schutzschirm für die Mieter, einfach nur ein hingefetzter Absatz (Abg. Matznetter: Das ist schäbig!) – und das soll bitte ein echtes Bestellerprinzip sein? – Nein, wirklich nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Matznetter: Das ist schäbig!
Sie operieren da mit Schlagworten, sagen, Sie wollen ein echtes Bestellerprinzip, und sind dabei aber alle Antworten einfach schuldig geblieben. (Abg. Matznetter: Beweislastumkehr, Frau Kollegin!) Am besten sieht man das an Ihrem eigenen Maklergesetz, das Sie eingebracht haben. Das ist ja auch schon Teil der parlamentarischen Debatte gewesen. Das (einen querformatigen Ausdruck in die Höhe haltend) ist das ganze Absätzlein. Das ist die Mühe, die Sie sich für die Mieterschutzinteressen gegeben haben (Zwischenruf des Abg. Kollross) – kurzer Absatz, keinerlei Überlegungen zu Umgehungskonstruktionen, keinerlei Schutzschirm für die Mieter, einfach nur ein hingefetzter Absatz (Abg. Matznetter: Das ist schäbig!) – und das soll bitte ein echtes Bestellerprinzip sein? – Nein, wirklich nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sie operieren da mit Schlagworten, sagen, Sie wollen ein echtes Bestellerprinzip, und sind dabei aber alle Antworten einfach schuldig geblieben. (Abg. Matznetter: Beweislastumkehr, Frau Kollegin!) Am besten sieht man das an Ihrem eigenen Maklergesetz, das Sie eingebracht haben. Das ist ja auch schon Teil der parlamentarischen Debatte gewesen. Das (einen querformatigen Ausdruck in die Höhe haltend) ist das ganze Absätzlein. Das ist die Mühe, die Sie sich für die Mieterschutzinteressen gegeben haben (Zwischenruf des Abg. Kollross) – kurzer Absatz, keinerlei Überlegungen zu Umgehungskonstruktionen, keinerlei Schutzschirm für die Mieter, einfach nur ein hingefetzter Absatz (Abg. Matznetter: Das ist schäbig!) – und das soll bitte ein echtes Bestellerprinzip sein? – Nein, wirklich nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Wen meinst du jetzt da, Nina?
Da sieht man, was für ein schlechtes Schauspiel das eigentlich ist. Ich glaube, Sie tun sich damit keinen Gefallen. Es gibt eine Partei in diesem Haus, die seit über 30 Jahren Populismus macht. Deshalb werden Sie die Wählerinnen und Wähler von dort wirklich nicht zurückgewinnen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Wen meinst du jetzt da, Nina?)
Beifall bei den Grünen.
Liebe Wohnungssuchende, ich verstehe wirklich Ihr Ärgernis, das Sie bisher hatten, indem Sie einfach stundenlang Inserate durchforstet haben, zu vielen Besichtigungen gegangen sind, Besichtigungen gemacht haben, bei denen ein Makler, eine Maklerin nur die Tür aufgemacht hat und Sie dann trotzdem 2 000 Euro oder noch mehr an Kosten haben tragen müssen. Dieses Ärgernis ist tatsächlich vorbei, denn in Zukunft gilt auch bei den Maklergebühren: Wer anschafft, muss auch zahlen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Krainer: Was ist jetzt mit der Mietpreisbremse?!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Mag. Ruth Becher zu Wort gemeldet. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Krainer: Was ist jetzt mit der Mietpreisbremse?!)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist aber tatsächlich das Erstauftraggeberprinzip, das wir beschließen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen. – Abg. Krainer: Ist das eine Parteiorganisation? Ist das jetzt eine Parteiorganisation oder eine gemeinnützige?
sind! (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und Grünen. – Abg. Krainer: Ist das eine Parteiorganisation? Ist das jetzt eine Parteiorganisation oder eine gemeinnützige?)
Abg. Matznetter: Wo ist der Mietpreisdeckel?!
einmal kurz erklären: Heute Vormittag und auch jetzt sind immer wieder Kolleginnen und Kollegen der SPÖ ans Rednerpult getreten, die lauthals leistbares Wohnen fordern. Jetzt, am frühen Nachmittag, haben wir einen Punkt auf der Tagesordnung, mit dem wir Mieterinnen und Mieter wirklich entlasten, im Schnitt um 55 Millionen Euro pro Jahr. (Abg. Matznetter: Wo ist der Mietpreisdeckel?!) Das beschließen wir von der ÖVP, von den Grünen, die FPÖ und die NEOS sind dabei, nur die SPÖ ist dagegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Haubner: ... in sich gehen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Haubner: ... in sich gehen!
einmal kurz erklären: Heute Vormittag und auch jetzt sind immer wieder Kolleginnen und Kollegen der SPÖ ans Rednerpult getreten, die lauthals leistbares Wohnen fordern. Jetzt, am frühen Nachmittag, haben wir einen Punkt auf der Tagesordnung, mit dem wir Mieterinnen und Mieter wirklich entlasten, im Schnitt um 55 Millionen Euro pro Jahr. (Abg. Matznetter: Wo ist der Mietpreisdeckel?!) Das beschließen wir von der ÖVP, von den Grünen, die FPÖ und die NEOS sind dabei, nur die SPÖ ist dagegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Haubner: ... in sich gehen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Aber sicher nicht! – Abg. Matznetter: ... Mieterinnen und Mieter mit dem Zynismus der Frau Kollegin Jachs ...!
Heute in der Früh ist auch Frau Klubobfrau Rendi-Wagner hier heraußen gestanden und hat uns vom Rednerpult aus ausgerichtet, wir sollen den Menschen das Leben doch nicht noch schwerer machen, als es ist. Ich sage Ihnen: Machen Sie, liebe SPÖ, sich das Leben nicht schwerer, als es ist, und stimmen Sie heute der Entlastung der Mieterinnen und Mieter doch einfach zu! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Leichtfried: Aber sicher nicht! – Abg. Matznetter: ... Mieterinnen und Mieter mit dem Zynismus der Frau Kollegin Jachs ...!)
Ruf bei der SPÖ: Sehr oft ist das nicht!
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Zuseher und Zuseherinnen! Immer dann im Gemeinderat, wenn wir als ÖVP und Grüne etwas besonders Gutes beschließen (Ruf bei der SPÖ: Sehr oft ist das nicht!), spuckt uns verbal die SPÖ in die Suppe und sagt: Das ist nichts Gescheites, das hätten wir viel besser gemacht (Abg. Krainer: Im Gemeinderat?!), früher, als wir noch Bürgermeister waren, das können wir besser. (Abg. Lindner: Absolut richtig!)
Abg. Krainer: Im Gemeinderat?!
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Zuseher und Zuseherinnen! Immer dann im Gemeinderat, wenn wir als ÖVP und Grüne etwas besonders Gutes beschließen (Ruf bei der SPÖ: Sehr oft ist das nicht!), spuckt uns verbal die SPÖ in die Suppe und sagt: Das ist nichts Gescheites, das hätten wir viel besser gemacht (Abg. Krainer: Im Gemeinderat?!), früher, als wir noch Bürgermeister waren, das können wir besser. (Abg. Lindner: Absolut richtig!)
Abg. Lindner: Absolut richtig!
Abgeordnete Mag. Ulrike Fischer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Zuseher und Zuseherinnen! Immer dann im Gemeinderat, wenn wir als ÖVP und Grüne etwas besonders Gutes beschließen (Ruf bei der SPÖ: Sehr oft ist das nicht!), spuckt uns verbal die SPÖ in die Suppe und sagt: Das ist nichts Gescheites, das hätten wir viel besser gemacht (Abg. Krainer: Im Gemeinderat?!), früher, als wir noch Bürgermeister waren, das können wir besser. (Abg. Lindner: Absolut richtig!)
Abg. Krainer: Wir sind hier aber nicht im Gemeinderat, ich sag’s nur!
Für das, was wir heute beschließen, möchte ich herzlich Danke sagen an die Verhandler:innen der Grünen (Abg. Krainer: Wir sind hier aber nicht im Gemeinderat, ich sag’s nur!), der ÖVP und natürlich an unsere Justizministerin. Es wird keinen so teuren Wohnungswechsel für Mieterinnen und Mieter mehr geben. Heute machen wir gescheiten Konsumentenschutz für uns alle. Wenn junge Menschen sich eine Wohnung leisten möchten, dann suchen sie sich eine Wohnung, für die sie keine Provision zahlen, für die sie keine Ablöse zahlen, und das wird in Zukunft besser möglich sein. Das heißt, wir machen den Wohnungsmarkt besser und schneller. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Für das, was wir heute beschließen, möchte ich herzlich Danke sagen an die Verhandler:innen der Grünen (Abg. Krainer: Wir sind hier aber nicht im Gemeinderat, ich sag’s nur!), der ÖVP und natürlich an unsere Justizministerin. Es wird keinen so teuren Wohnungswechsel für Mieterinnen und Mieter mehr geben. Heute machen wir gescheiten Konsumentenschutz für uns alle. Wenn junge Menschen sich eine Wohnung leisten möchten, dann suchen sie sich eine Wohnung, für die sie keine Provision zahlen, für die sie keine Ablöse zahlen, und das wird in Zukunft besser möglich sein. Das heißt, wir machen den Wohnungsmarkt besser und schneller. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Weil hier wieder irgendwelche Dinge vermischt werden: Wir entlasten die Mieter:innen, indem sie eben nicht bis zu zwei Monatsmieten Provision bezahlen müssen. Eine langjährige Ungerechtigkeit wird heute hier beseitigt. Das schaffen wir, das schaffen wir gemeinsam. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ob wir jetzt sagen, es ist der Ersteinschreiter, ob wir es das Bestellerprinzip nennen, ist doch letztendlich egal – eine Leistung soll einmal bezahlt werden. Wenn der Unternehmer, der Vermieter, bezahlt, dann soll der Konsument, der Mieter, nicht mehr zahlen. Das ist richtig und gescheit so. Die teure Wohnungssuche schaffen wir somit ab, und die SPÖ kann zustimmen, wenn sie verstanden hat, dass es sogar besser wird als in Deutschland. Was wir heute hier machen, ist das beste Maklergesetz, das es in Europa gibt. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Harald Troch (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Bundesministerin! Wohnen ist im Nationalrat ein Thema, das ist auch gut so, denn Wohnen ist ja nicht nur ein Thema des Parlaments, für die SPÖ ist Wohnen ein Menschenrecht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In diesem Sinn kann ich auch das neue Volksbegehren Recht auf Wohnen begrüßen, das wir in den nächsten Monaten hier im Hohen Haus behandeln werden. Danke auch an alle Engagierten des Volksbegehrens, denn die ÖVP muss man zwingen, das Thema Wohnen hier zu behandeln. Die ÖVP muss man vor allem zwingen, das Thema leistbares Wohnen und den Mieterschutz hier zu thematisieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Tomaselli: Und nicht umgesetzt!
Heute geht es aber um das Maklergesetz. Bisher war es so: Die Maklergebühren haben im Wesentlichen die Mieter, die Wohnungssuchenden, getragen. Die Makler sind ja meist von den Vermietern oder Hausbesitzern bestellt worden, aber fast immer von den Mietern und Mieterinnen bezahlt worden. Das ist eigentlich ungewöhnlich. Es war die einzige Branche, wo bisher nicht das Bestellerprinzip zur Anwendung gekommen ist, und das ist nicht nur ungewöhnlich, es ist auch unfair gewesen. Gut, die SPÖ hat das Bestellerprinzip ja seit Jahren, seit vielen Jahren gefordert. (Abg. Tomaselli: Und nicht umgesetzt!)
Zwischenruf der Abg. Disoski.
Eigentlich war es eine schwere Geburt. Im März 2022 ist schon eine Einigung – auch von Ihnen, Frau Bundesministerin – mit Vertreter:innen der ÖVP bekannt gegeben worden. Das Gesetz ging in Begutachtung und dann war Funkstille. Funkstille! Die ÖVP lief Sturm, heißt es von der grünen Fraktion intern, die ÖVP lief Sturm gegen das Bestellerprinzip. Das Gesetz wäre zu mieterfreundlich gewesen. (Zwischenruf der Abg. Disoski.) Jetzt tritt das Gesetz erst am 1. Juli mit einer 15-monatigen Verzögerung in Kraft.
in Richtung der mit Bundesministerin Zadić sprechenden Abg. Maurer
Frau Klubvorsitzende (in Richtung der mit Bundesministerin Zadić sprechenden Abg. Maurer), wir haben uns darauf geeinigt, dass wir vor allem dann, wenn die Fachministerin betroffen ist, zwar kurze, aber keine längeren Gespräche führen, wenn das irgendwie möglich wäre. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Abg. Strasser: Jetzt habt ihr was zum Klatschen!)
Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Abg. Strasser: Jetzt habt ihr was zum Klatschen!
Frau Klubvorsitzende (in Richtung der mit Bundesministerin Zadić sprechenden Abg. Maurer), wir haben uns darauf geeinigt, dass wir vor allem dann, wenn die Fachministerin betroffen ist, zwar kurze, aber keine längeren Gespräche führen, wenn das irgendwie möglich wäre. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Abg. Strasser: Jetzt habt ihr was zum Klatschen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Maurer: Warum hat es die Sozialdemokratie nie gemacht, unter einem roten Bundeskanzler? – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Einfach das deutsche Gesetz abschreiben – so einfach wäre es gewesen –, aber das schaffen ÖVP und Grüne nicht oder sie wollen es nicht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Maurer: Warum hat es die Sozialdemokratie nie gemacht, unter einem roten Bundeskanzler? – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Disoski. – Abg. Maurer: Tolle Rede, Herr Kollege!
Für die SPÖ ist Wohnen ein Menschenrecht, und dabei bleiben wir. Daher sagen wir zu diesem Pfusch auf Kosten der Mieter ein klares Nein. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Disoski. – Abg. Maurer: Tolle Rede, Herr Kollege!)
Abg. Wöginger: Ich hätte geglaubt, die Blauen stimmen mit! – Abg. Kassegger: Wart einmal!
Ich bitte jene Mitglieder des Hohen Hauses, die hiefür sind, um ein zustimmendes Zeichen. – Das ist die Mehrheit, angenommen. (Abg. Wöginger: Ich hätte geglaubt, die Blauen stimmen mit! – Abg. Kassegger: Wart einmal!)
Abg. Maurer: Die SPÖ stimmt nicht mit! – Abg. Leichtfried: Wenn die NEOS mit euch stimmen, wäre ich vorsichtig! – Abg. Wöginger: Wie in Wien! In Wien haben sie Rot-Rot!
Ich bitte jene Damen und Herren, die dem vorliegenden Gesetzentwurf auch in dritter Lesung ihre Zustimmung erteilen, um ein diesbezügliches Zeichen. – Das ist die Mehrheit. Der Gesetzentwurf ist somit auch in dritter Lesung angenommen. (Abg. Maurer: Die SPÖ stimmt nicht mit! – Abg. Leichtfried: Wenn die NEOS mit euch stimmen, wäre ich vorsichtig! – Abg. Wöginger: Wie in Wien! In Wien haben sie Rot-Rot!)
Beifall bei den Grünen. – Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Dagegen, sehr geehrte Damen und Herren, hilft nur radikale Transparenz. Deshalb haben wir bereits letztes Jahr Anpassungen gemacht und machen jetzt weitere Anpassungen im Heizkostenabrechnungsgesetz. (Beifall bei den Grünen. – Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Diese Anpassungen sind im Sinne des Konsumentenschutzes und bedeuten auch Kostenersparnis. Wir haben letztes Jahr bereits integriert, dass es eine Möglichkeit der Selbstablesung gibt. Sie können seit letztem Jahr alle zwei Jahre selbst ablesen. Das sorgt dafür, dass Sie sich Kosten sparen können. Weil es noch nicht ganz gut angenommen wird, haben wir jetzt in dieser Novelle eine weitere Verbesserung integriert: Die Firmen müssen ab sofort ganz transparent ausweisen, wie hoch die Kosten sind. Sie werden sehen, die Kosten für die Ablesung an sich sind sehr, sehr hoch. Wenn Sie selbst ablesen, können Sie sich das alles sparen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Stögmüller: Ihre Kamera ist an!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Es ist ein paar Sekunden vor 15 Uhr, und ich darf die Verhandlungen zu Tagesordnungspunkt 5 damit unterbrechen. – Jetzt ist es genau 15 Uhr. (Abg. Stögmüller: Ihre Kamera ist an!)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, Sie schlafen auf der einen Seite in der Pendeluhr, bringen beim ORF-Gesetz nichts weiter und machen auf der anderen Seite wieder einmal einen festen grün-schwarzen Griff in die Taschen der österreichischen Steuerzahler, Frau Bundesminister, und das geht so nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitliche sagen zu dieser ORF-Steuer – denn nichts anderes ist diese Haushaltsabgabe – deswegen auch ein klares Nein, und wir sind damit nicht allein. Laut einer aktuellen Unique-Research-Umfrage sind 58 Prozent der Bürger gegen diese Haushaltsabgabe. Auch im „Standard“ gibt es eine ähnliche Umfrage. Dort heißt es, dass sogar 63 Prozent der Bürger in diesem Land gegen Ihre politischen Verirrungen sind, Frau Bundesminister. Das sollten Sie auch zur Kenntnis nehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
wenn Sie kurz Zeit haben – nicht besonders ins Gewicht. Ich würde da eher von einem Zwergenaufstand in Minimundus sprechen. Ich hoffe tatsächlich, dass irgendwann einmal Schluss damit ist, dass der grüne Schwanz mit der ganzen Republik wedelt. Ich glaube, das haben wir uns alle verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe mir aber trotzdem darüber Gedanken gemacht, warum die Anhänger der Grünen zumindest mit einer geringen Mehrheit für die Haushaltsabgabe sind, und dann ist mir eingefallen: Das hat ja einen Grund: Es sind ja doch ein paar Politikwissenschaftsabbrecher in den Reihen der Grünen, die dann auch irgendwo einen Job brauchen und ihre verqueren Gedankenspiele vielleicht auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kundtun wollen. Ich glaube, das ist der Grund. Also Sie sind dafür, damit Sie Ihre Powi-Abbrecher auch irgendwo unterbringen und damit halt ein bisschen Sozialpolitik machen können oder – ich möchte es eigentlich eher so sagen – damit Sie Ihren Ökomarxismus entsprechend an Mann und Frau bringen können und vielleicht noch ein bisschen herumgendern können. Das ist doch der Grund, warum Sie das als so wichtig für sich erachten, meine Damen und Herren von den Grünen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Das ist aber schon was anderes!
Genau das, meine sehr geehrten Damen und Herren, war der Grund, warum wir uns immer für ein Aus der GIS-Gebühren ausgesprochen haben. Wir sind damit, wie gesagt, auch nicht allein. Es gab erst kürzlich ein sehr, sehr erfolgreiches Volksbegehren, das erfolgreichste in diesem Bereich. 360 000 Menschen haben die Mühe auf sich genommen, sind auf die Gemeindeämter und Magistrate gegangen und wollten ihre Meinung einmal kundtun. Auch ich habe dieses Volksbegehren unterschätzt, ah, unterstützt – Verzeihung! (Abg. Leichtfried: Das ist aber schon was anderes!) – und möchte mich ganz ausdrücklich bei den Herrschaften bedanken, die das initiiert haben und die sich auch gegen den medialen Gegenwind gestellt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Genau das, meine sehr geehrten Damen und Herren, war der Grund, warum wir uns immer für ein Aus der GIS-Gebühren ausgesprochen haben. Wir sind damit, wie gesagt, auch nicht allein. Es gab erst kürzlich ein sehr, sehr erfolgreiches Volksbegehren, das erfolgreichste in diesem Bereich. 360 000 Menschen haben die Mühe auf sich genommen, sind auf die Gemeindeämter und Magistrate gegangen und wollten ihre Meinung einmal kundtun. Auch ich habe dieses Volksbegehren unterschätzt, ah, unterstützt – Verzeihung! (Abg. Leichtfried: Das ist aber schon was anderes!) – und möchte mich ganz ausdrücklich bei den Herrschaften bedanken, die das initiiert haben und die sich auch gegen den medialen Gegenwind gestellt haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was ist aber passiert? – Es gibt im ORF so etwas wie kommunizierende Gefäße. Auf der einen Seite sind die Zuschauerzahlen geschwunden, auf der anderen Seite sind die GIS-Gebühren erhöht worden. Das ist das, womit man das ORF-Budget in den letzten Jahren immer irgendwie drübergebracht hat. Ich glaube, da sollte man doch einmal ansetzen und schauen: Wo liegt eigentlich das wirkliche Problem im ORF? Warum laufen dort die Leute davon? Warum finden die Menschen, dass das Programm so mies ist? Warum ärgern sich die Leute so über oberlehrerhafte Moderatoren im ORF? Warum ärgern sich die Menschen über Personen im ORF, die eigene politische Agenden verfolgen? Warum ärgern sich die Menschen in diesem Land – ich glaube, auch darüber sollte man wirklich einmal reden; der Herr Bundeskanzler hat das irgendwann in Aussicht gestellt, ich glaube es ihm nur nicht – auch über die Coronaberichterstattung, die in dieser Art und Weise stattgefunden hat und für die sich seitens des ORF bis heute niemand bei der ständig beschimpften Bevölkerung entschuldigt hat? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was macht der ORF? – Er lernt nichts aus der eigenen Situation und versucht halt ständig, irgendwelche Finanzlücken zu schließen. Das ist ja mittlerweile schon im Monatstakt passiert. Wenn er das Geld nicht bekommt oder wenn es nicht leicht geht, dann wird der ORF besonders dreist: Dann geht er nämlich selbst zum Verfassungsgerichtshof und weist darauf hin, dass es unter Umständen Menschen gibt, die über Streaminggeräte ORF-Programme empfangen könnten, und dass das gegen den Gleichheitsgrundsatz sei, dass die dafür nichts bezahlen müssen, und baut sich damit gleich selbst die Haushaltsabgabe, um den eigenen Privilegienstadel wieder von vorne bis hinten durchzufinanzieren. Das ist schon eine Vorgehensweise, bei der man wirklich sagen muss: Also schäbiger geht es eigentlich nicht mehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kucher: Auf welche denn? Was ist der konkrete Vorschlag?
Es gibt aber auch eine andere Lösung. Die Lösung ist nicht zwangsläufig, Frau Bundesminister, eine Haushaltsabgabe, sondern die Lösung könnte auch sein, die Zwangsgebühren für alle abzuschaffen. Das ist das, was wir Freiheitliche schon seit Jahren fordern und was auch ein Zugang wäre. Man muss halt einfach den ORF auf andere Beine stellen, was seine Finanzierung betrifft. (Abg. Kucher: Auf welche denn? Was ist der konkrete Vorschlag?) Aber aus dem Erkenntnis zu schließen, dass man jetzt alle Menschen mit einer Haushaltsabgabe beglücken muss, kommt dem gleich, als würde man jedem Grünen sagen, er müsse jetzt grundsätzlich Kfz-Steuer zahlen, obwohl die Grünen bekanntermaßen ja nur Fahrrad fahren und gar keine Autos haben. (Abg. Kucher: Gibt es auch einen konkreten Vorschlag der FPÖ?)
Abg. Kucher: Gibt es auch einen konkreten Vorschlag der FPÖ?
Es gibt aber auch eine andere Lösung. Die Lösung ist nicht zwangsläufig, Frau Bundesminister, eine Haushaltsabgabe, sondern die Lösung könnte auch sein, die Zwangsgebühren für alle abzuschaffen. Das ist das, was wir Freiheitliche schon seit Jahren fordern und was auch ein Zugang wäre. Man muss halt einfach den ORF auf andere Beine stellen, was seine Finanzierung betrifft. (Abg. Kucher: Auf welche denn? Was ist der konkrete Vorschlag?) Aber aus dem Erkenntnis zu schließen, dass man jetzt alle Menschen mit einer Haushaltsabgabe beglücken muss, kommt dem gleich, als würde man jedem Grünen sagen, er müsse jetzt grundsätzlich Kfz-Steuer zahlen, obwohl die Grünen bekanntermaßen ja nur Fahrrad fahren und gar keine Autos haben. (Abg. Kucher: Gibt es auch einen konkreten Vorschlag der FPÖ?)
Beifall bei der FPÖ.
Also das ist das, was jetzt Seite passiert: Für Ihre grünen Thematiken und Ihre grüne Gesellschaftspolitik, die im ORF immer mehr überhandnimmt, müssen jetzt auch Leute bezahlen, die den ORF gar nicht mehr sehen wollen, die sich schon längst bei der GIS abgemeldet haben. Sie sehen also: Auch das entspricht nicht dem Gleichheitsgrundsatz. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Maurer
Ich möchte einmal ein paar Zahlen vorlesen, sodass man einfach sieht, was man sich dort im Hinblick auf Teuerung und so weiter alles gönnt. Es gibt dort die Managermillionen in Hülle und Fülle. 400 000 Euro ist das Jahresgehalt für einen ORF-Generaldirektor. Frau Kollegin Maurer – ich will Sie jetzt eh nicht aufwecken (Zwischenruf der Abg. Maurer) –, nicht, dass ich das Gehalt des Herrn Bundespräsidenten in irgendeiner Art und Weise rechtfertigen möchte – da ist jeder Euro zu viel (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner) –, aber selbst der Bundespräsident hat nicht so viel wie der ORF-Generaldirektor. Das muss man sich einmal anschauen, das ist hochinteressant.
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner
Ich möchte einmal ein paar Zahlen vorlesen, sodass man einfach sieht, was man sich dort im Hinblick auf Teuerung und so weiter alles gönnt. Es gibt dort die Managermillionen in Hülle und Fülle. 400 000 Euro ist das Jahresgehalt für einen ORF-Generaldirektor. Frau Kollegin Maurer – ich will Sie jetzt eh nicht aufwecken (Zwischenruf der Abg. Maurer) –, nicht, dass ich das Gehalt des Herrn Bundespräsidenten in irgendeiner Art und Weise rechtfertigen möchte – da ist jeder Euro zu viel (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner) –, aber selbst der Bundespräsident hat nicht so viel wie der ORF-Generaldirektor. Das muss man sich einmal anschauen, das ist hochinteressant.
Abg. Leichtfried: Aber geh!
jetzt manch böse Blicke aus der SPÖ ernte (Abg. Leichtfried: Aber geh!) – das ist auch der Grund, warum es im ORF ein Durchschnittsgehalt in der Höhe von 85 900 Euro gibt, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie. Das ist nicht – das sollten Sie wissen – der österreichische Durchschnittslohn, sondern das haben Sie Ihren linken Freunden dort zukommen lassen. Ich sage Ihnen auch eines: Das ist nicht das, was der Herr oder die Dame verdient, der oder die dort mit der Kabeltrommel durch die Gegend läuft, sondern das sind die Manager, die Sie gemeinsam mit den Grünen und mit den Schwarzen dort installiert haben. Also ich würde mich angesichts der derzeitigen Situation eigentlich dafür schämen und selbst einen Beitrag dazu leisten, diesen Privilegienstadel rückzubauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
jetzt manch böse Blicke aus der SPÖ ernte (Abg. Leichtfried: Aber geh!) – das ist auch der Grund, warum es im ORF ein Durchschnittsgehalt in der Höhe von 85 900 Euro gibt, meine sehr geehrten Damen und Herren von der Sozialdemokratie. Das ist nicht – das sollten Sie wissen – der österreichische Durchschnittslohn, sondern das haben Sie Ihren linken Freunden dort zukommen lassen. Ich sage Ihnen auch eines: Das ist nicht das, was der Herr oder die Dame verdient, der oder die dort mit der Kabeltrommel durch die Gegend läuft, sondern das sind die Manager, die Sie gemeinsam mit den Grünen und mit den Schwarzen dort installiert haben. Also ich würde mich angesichts der derzeitigen Situation eigentlich dafür schämen und selbst einen Beitrag dazu leisten, diesen Privilegienstadel rückzubauen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Wahnsinn!
Und das ist so bezeichnend für die Sozialdemokratie: Ich finde es ja interessant, dass gerade Sie darüber nachdenken, jetzt Herrn Wrabetz zu Ihrem neuen Parteichef zu machen (Abg. Wurm: Wahnsinn!), denn das würde ja im Grunde der Vranitzky-Doktrin entsprechen (Abg. Wurm: Oh!), denn wir wissen ja, seit 1986 ist der Arbeiter in der SPÖ komplett verräumt, da geht es nur noch um die Nadelstreifsozialisten. So gesehen würde er auch ganz gut ins Bild
Abg. Wurm: Oh!
Und das ist so bezeichnend für die Sozialdemokratie: Ich finde es ja interessant, dass gerade Sie darüber nachdenken, jetzt Herrn Wrabetz zu Ihrem neuen Parteichef zu machen (Abg. Wurm: Wahnsinn!), denn das würde ja im Grunde der Vranitzky-Doktrin entsprechen (Abg. Wurm: Oh!), denn wir wissen ja, seit 1986 ist der Arbeiter in der SPÖ komplett verräumt, da geht es nur noch um die Nadelstreifsozialisten. So gesehen würde er auch ganz gut ins Bild
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.
passen. Ich hoffe, Sie finden da bald eine Entscheidung. (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Leichtfried: War das wieder so ein Gschichtl aus Russland?
Die Finanzlücke beim ORF ist auch bemerkenswert (Abg. Leichtfried: War das wieder so ein Gschichtl aus Russland?): Man spricht von 340 bis 350 Millionen Euro. Wissen Sie, auch da – weil ich gerade wieder irgendwelche Misstöne aus der SPÖ höre – haben Sie sich am Küniglberg ganz tolle Geldspeicher zusammengebastelt, Herr Kollege. (Abg. Leichtfried: Was man in Russland so alles erfährt, ist unglaublich!) Die Geldspeicher können wir gerne miteinander durchgehen, aber da könntest du vielleicht auch einmal aktiv werden, vielleicht gibt es da Personen in der Sozialdemokratie, die wissen, warum gewisse Gelder wo liegen.
Abg. Leichtfried: Was man in Russland so alles erfährt, ist unglaublich!
Die Finanzlücke beim ORF ist auch bemerkenswert (Abg. Leichtfried: War das wieder so ein Gschichtl aus Russland?): Man spricht von 340 bis 350 Millionen Euro. Wissen Sie, auch da – weil ich gerade wieder irgendwelche Misstöne aus der SPÖ höre – haben Sie sich am Küniglberg ganz tolle Geldspeicher zusammengebastelt, Herr Kollege. (Abg. Leichtfried: Was man in Russland so alles erfährt, ist unglaublich!) Die Geldspeicher können wir gerne miteinander durchgehen, aber da könntest du vielleicht auch einmal aktiv werden, vielleicht gibt es da Personen in der Sozialdemokratie, die wissen, warum gewisse Gelder wo liegen.
Abg. Leichtfried: Ich sage ja: Was man alles in Russland erfährt, ist unglaublich! – Ruf bei der FPÖ: 118 Millionen!
Warum gibt es zum Beispiel 118 Millionen Euro an Pensionsrücklagen, Herr Kollege Leichtfried? Für wen sind die denn reserviert? – Das sind nicht die Mitarbeiter in der Technik, sondern das sind Ihre Direktoren, die Sie überall hingesetzt haben. (Abg. Leichtfried: Ich sage ja: Was man alles in Russland erfährt, ist unglaublich! – Ruf bei der FPÖ: 118 Millionen!) Das müssen wir einmal ganz klar sagen.
Beifall bei der FPÖ.
Frau Ministerin, ich habe da jetzt vielleicht mit meinen Rechenaufgaben auch Ihre Arbeit mitgemacht, aber schauen Sie sich einmal an, wo das Geld liegt, anstatt in irgendwelche Taschen zu greifen, in denen Sie nichts verloren haben! (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Wurm
Womit ist der ORF kürzlich aufgefallen? – Na ja, mit einem extrem miserablen Programm und mit einer Politisierung seines Programms. Da lasse ich jetzt einmal die SPÖ ein bisschen durchschnaufen (Heiterkeit des Abg. Wurm) und wende mich zur ÖVP, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Sie haben den ORF in einer Art und Weise politisiert, wie es sich bis jetzt noch keiner getraut hat. Das war der Gipfel der Schamlosigkeit.
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Womit ist der ORF kürzlich aufgefallen? – Na ja, mit einem extrem miserablen Programm und mit einer Politisierung seines Programms. Da lasse ich jetzt einmal die SPÖ ein bisschen durchschnaufen (Heiterkeit des Abg. Wurm) und wende mich zur ÖVP, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Sie haben den ORF in einer Art und Weise politisiert, wie es sich bis jetzt noch keiner getraut hat. Das war der Gipfel der Schamlosigkeit.
Beifall bei der FPÖ.
Ich denke allein an den Fall Ziegler, in dem Herr Ziegler schon sozusagen als geheimer Medienlandesrat in Niederösterreich gehandelt worden ist, der bei Frau Mikl-Leitner am Schreibtisch oder am Besprechungstisch sitzt, dort schon die Landtagswahlkampagnen mitplant und sie von der „ZIB 1“ bis zur ZIB 5 durchschaltet. Daran sieht man, dass man dort etwas falsch verstanden hat, und man sieht auch, dass es dringend nötig wäre, im ORF danach zu trachten, dass eben nicht politisch besetzt wird, wenn es um einen ORF-Direktor geht, sondern dass es der macht, der es am besten kann. Das wäre in diesem Fall wahrscheinlich nicht Herr Ziegler gewesen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schallmeiner: Ah ja!
Aber nicht nur die politische Korrumpierung ist im ORF vorangeschritten, sondern es gibt natürlich auch noch andere Dinge, bei denen man sich wirklich fragen muss, wie das eigentlich funktioniert. Wie geht das, dass im ORF eine Fernsehsendung im Dezember 2021 ausgestrahlt wird, in der den Bürgern, die noch ORF schauen, empfohlen wird, ihre eigenen Kinder impfen zu lassen? Da sagt der Moderator dazu: Das ist alles gut und wichtig!, und so weiter und so fort. (Abg. Schallmeiner: Ah ja!) Wissen Sie, Herr Kollege – hören Sie zu, was ich Ihnen jetzt sagen muss, und das erklären Sie mir dann auch vielleicht gleich, wenn Sie dann doch herauskommen –: Können Sie mir sagen, warum diese Sendung vom Impfstoffherstellerverband produziert worden ist und wie es da mit der Compliance ausschaut? (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Können Sie mir das sagen? Haben Sie den Eindruck, dass dort wirklich objektiv Bericht erstattet worden ist? Oder ist da auch noch etwas, was man sich vielleicht einmal genauer anschauen muss, vielleicht in einem Coronauntersuchungsausschuss, Herr Kollege? Das sind Dinge, die man sich anschauen muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Aber nicht nur die politische Korrumpierung ist im ORF vorangeschritten, sondern es gibt natürlich auch noch andere Dinge, bei denen man sich wirklich fragen muss, wie das eigentlich funktioniert. Wie geht das, dass im ORF eine Fernsehsendung im Dezember 2021 ausgestrahlt wird, in der den Bürgern, die noch ORF schauen, empfohlen wird, ihre eigenen Kinder impfen zu lassen? Da sagt der Moderator dazu: Das ist alles gut und wichtig!, und so weiter und so fort. (Abg. Schallmeiner: Ah ja!) Wissen Sie, Herr Kollege – hören Sie zu, was ich Ihnen jetzt sagen muss, und das erklären Sie mir dann auch vielleicht gleich, wenn Sie dann doch herauskommen –: Können Sie mir sagen, warum diese Sendung vom Impfstoffherstellerverband produziert worden ist und wie es da mit der Compliance ausschaut? (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Können Sie mir das sagen? Haben Sie den Eindruck, dass dort wirklich objektiv Bericht erstattet worden ist? Oder ist da auch noch etwas, was man sich vielleicht einmal genauer anschauen muss, vielleicht in einem Coronauntersuchungsausschuss, Herr Kollege? Das sind Dinge, die man sich anschauen muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber nicht nur die politische Korrumpierung ist im ORF vorangeschritten, sondern es gibt natürlich auch noch andere Dinge, bei denen man sich wirklich fragen muss, wie das eigentlich funktioniert. Wie geht das, dass im ORF eine Fernsehsendung im Dezember 2021 ausgestrahlt wird, in der den Bürgern, die noch ORF schauen, empfohlen wird, ihre eigenen Kinder impfen zu lassen? Da sagt der Moderator dazu: Das ist alles gut und wichtig!, und so weiter und so fort. (Abg. Schallmeiner: Ah ja!) Wissen Sie, Herr Kollege – hören Sie zu, was ich Ihnen jetzt sagen muss, und das erklären Sie mir dann auch vielleicht gleich, wenn Sie dann doch herauskommen –: Können Sie mir sagen, warum diese Sendung vom Impfstoffherstellerverband produziert worden ist und wie es da mit der Compliance ausschaut? (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) Können Sie mir das sagen? Haben Sie den Eindruck, dass dort wirklich objektiv Bericht erstattet worden ist? Oder ist da auch noch etwas, was man sich vielleicht einmal genauer anschauen muss, vielleicht in einem Coronauntersuchungsausschuss, Herr Kollege? Das sind Dinge, die man sich anschauen muss. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Wahnsinn!
hat sich in den letzten zwei Jahren aus Ihrem Klimaministerium von Frau Gewessler gleich 900 000 Euro überweisen lassen (Abg. Wurm: Wahnsinn!), und diesen marxistischen Ersatzbeirat, Klimarat oder wie auch immer das heißt (Abg. Schallmeiner: Klimamarxisten!), hat er auch noch mitorganisiert. Ich weiß schon, dass Sie auf Räte stehen, aber das ist nicht meine Meinung, meine sehr geehrten Damen und Herren. Nichtsdestotrotz hat auch das 400 000 Euro gekostet. Und dann sitzt er im ORF und greift da unter Umständen noch ins Programm ein.
Abg. Schallmeiner: Klimamarxisten!
hat sich in den letzten zwei Jahren aus Ihrem Klimaministerium von Frau Gewessler gleich 900 000 Euro überweisen lassen (Abg. Wurm: Wahnsinn!), und diesen marxistischen Ersatzbeirat, Klimarat oder wie auch immer das heißt (Abg. Schallmeiner: Klimamarxisten!), hat er auch noch mitorganisiert. Ich weiß schon, dass Sie auf Räte stehen, aber das ist nicht meine Meinung, meine sehr geehrten Damen und Herren. Nichtsdestotrotz hat auch das 400 000 Euro gekostet. Und dann sitzt er im ORF und greift da unter Umständen noch ins Programm ein.
Abg. Leichtfried: Über die Maßen! Nicht die Massen!
Wenn der Berater von Frau Gewessler mit insgesamt 1,3 Millionen Euro den Klimarat über die Maßen (das Wort wie Massen aussprechend) forciert (Abg. Leichtfried: Über die Maßen! Nicht die Massen!) und auf der anderen Seite auch Frau Gewessler über die Maßen im ORF vorkommt, dann glaube ich da auch nicht an Zufälle. Da sieht man, wie schnell Sie es geschafft haben, genauso korrupt wie die ÖVP zu werden – das kann ich Ihnen hier auch einmal sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Weratschnig: Haarsträubend! – Abg. Maurer: Man soll nicht von sich selbst auf andere schließen! – Abg. Wurm: Zwei Jahre habts gebraucht!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Weratschnig: Haarsträubend! – Abg. Maurer: Man soll nicht von sich selbst auf andere schließen! – Abg. Wurm: Zwei Jahre habts gebraucht!
Wenn der Berater von Frau Gewessler mit insgesamt 1,3 Millionen Euro den Klimarat über die Maßen (das Wort wie Massen aussprechend) forciert (Abg. Leichtfried: Über die Maßen! Nicht die Massen!) und auf der anderen Seite auch Frau Gewessler über die Maßen im ORF vorkommt, dann glaube ich da auch nicht an Zufälle. Da sieht man, wie schnell Sie es geschafft haben, genauso korrupt wie die ÖVP zu werden – das kann ich Ihnen hier auch einmal sagen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Weratschnig: Haarsträubend! – Abg. Maurer: Man soll nicht von sich selbst auf andere schließen! – Abg. Wurm: Zwei Jahre habts gebraucht!)
Heiterkeit des Abg. Schallmeiner
ganz genau, dass Sie von den Grünen nur mehr ausgebremst und missbraucht werden, weil Sie selbst aufgrund Ihrer politischen Verfasstheit nicht mehr manövrierfähig sind. Ich sage Ihnen aber eines: Noch sind Sie trotzdem Mitglied dieser Bundesregierung und noch haben Sie auch eine gewisse Verantwortung, uns vor den Grünen zu schützen, auch wenn sie Ihr Koalitionspartner sind, denn wir brauchen kein ideologisch umgebautes Staatsfernsehen wie in der DDR (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), sondern wir brauchen einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der objektiv Bericht erstattet (Abg. Schallmeiner: Genau das wollt ihr ja nicht!) und in dem irgendwelche linkssozialistischen Träumereien hintangestellt werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Genau, Hafi, bravo!)
Abg. Schallmeiner: Genau das wollt ihr ja nicht!
ganz genau, dass Sie von den Grünen nur mehr ausgebremst und missbraucht werden, weil Sie selbst aufgrund Ihrer politischen Verfasstheit nicht mehr manövrierfähig sind. Ich sage Ihnen aber eines: Noch sind Sie trotzdem Mitglied dieser Bundesregierung und noch haben Sie auch eine gewisse Verantwortung, uns vor den Grünen zu schützen, auch wenn sie Ihr Koalitionspartner sind, denn wir brauchen kein ideologisch umgebautes Staatsfernsehen wie in der DDR (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), sondern wir brauchen einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der objektiv Bericht erstattet (Abg. Schallmeiner: Genau das wollt ihr ja nicht!) und in dem irgendwelche linkssozialistischen Träumereien hintangestellt werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Genau, Hafi, bravo!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Genau, Hafi, bravo!
ganz genau, dass Sie von den Grünen nur mehr ausgebremst und missbraucht werden, weil Sie selbst aufgrund Ihrer politischen Verfasstheit nicht mehr manövrierfähig sind. Ich sage Ihnen aber eines: Noch sind Sie trotzdem Mitglied dieser Bundesregierung und noch haben Sie auch eine gewisse Verantwortung, uns vor den Grünen zu schützen, auch wenn sie Ihr Koalitionspartner sind, denn wir brauchen kein ideologisch umgebautes Staatsfernsehen wie in der DDR (Heiterkeit des Abg. Schallmeiner), sondern wir brauchen einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der objektiv Bericht erstattet (Abg. Schallmeiner: Genau das wollt ihr ja nicht!) und in dem irgendwelche linkssozialistischen Träumereien hintangestellt werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wurm: Genau, Hafi, bravo!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, da sieht man die Doppelmoral: auf der einen Seite mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen, einen großen Teil der österreichischen Bevölkerung tagtäglich in irgendwelchen spaßfreien, trotzdem zumindest humoristisch titulierten Sendungen irgendwie traktieren, aber auf der anderen Seite die Ersten sein, wenn es darum geht, Coronahilfen abzugreifen, wie zum Beispiel Herr Niavarani, der unglaublich viele Beschimpfungen in allen möglichen sozialen Medien vorgenommen hat, aber die 2,2 Millionen Euro hat er sich dann schon ausbezahlen lassen. Also da sieht man schon, mit welcher Doppelmoral da agiert wird und warum es wichtig ist, da einiges zu verändern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zum Schluss könnte man vielleicht vom ORF noch eines verlangen – in Dänemark ist es vorgezeigt worden –: Dort hatten Medien den Mut, sich für eine verfehlte Berichterstattung in der Coronazeit zu entschuldigen. – Das vermisse ich vom Küniglberg noch immer. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Das hat eh der Hafenecker schon gemacht! – Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Ich möchte heute im Nationalrat einmal mehr die Gelegenheit nutzen, um Sie alle über die Fakten in Bezug auf die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu informieren und Ihnen einfach ein aktuelles Bild zur tatsächlichen Situation zu geben. (Abg. Wurm: Das hat eh der Hafenecker schon gemacht! – Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Abg. Belakowitsch: Haben wir schon alles gehört! – Abg. Michael Hammer: Na dann braucht’s eh keine Dringliche zu machen!
Ich möchte gerne damit beginnen, Ihnen zu erklären, warum wir diese Debatte überhaupt führen, warum wir überhaupt vor der Herausforderung stehen, eine neue Finanzierungsform erstellen zu müssen. (Abg. Belakowitsch: Haben wir schon alles gehört! – Abg. Michael Hammer: Na dann braucht’s eh keine Dringliche zu machen!)
Abg. Belakowitsch: Nein, es ist eine politische!
Die derzeitige Regelung ist also verfassungswidrig. Der Gesetzgeber hat bis Ende 2023 Zeit, eine neue Regelung umzusetzen, sodass auch jene, die den ORF nicht nur über TV und Radio beziehen, sondern auch über das Handy, über das Tablet, über den Laptop, also über das Internet, dafür zahlen müssen. Das ist eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes. Es ist keine politische Entscheidung, sondern eine höchstgerichtliche Entscheidung. (Abg. Belakowitsch: Nein, es ist eine politische!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Scherak: Das hat Kurz noch ganz anders gesehen! – Abg. Leichtfried: Aber nicht nur der Kurz! – Ruf: Der besonders!
Manche politischen Mitbewerber mögen jetzt ignorieren wollen, was Höchstgerichte in Österreich entscheiden. Wir tun das nicht. Wir wollen das auch nicht tun, das ist auch nicht mein Verständnis von Demokratie, denn wir leben in einem Rechtsstaat. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Scherak: Das hat Kurz noch ganz anders gesehen! – Abg. Leichtfried: Aber nicht nur der Kurz! – Ruf: Der besonders!)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
In der Umsetzung dieses Urteils ist es für mich aber sehr wohl wichtig, dass wir eine Lösung finden, mit der wir für die Österreicherinnen und Österreicher, die mit ihrem GIS-Beitrag über viele Jahre, ja Jahrzehnte brav den ORF finanziert haben, eine spürbare finanzielle Entlastung zustande bringen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), sodass es günstiger wird. Das ist für mich eine absolute Vorbedingung in der Lösung dieser Finanzierungsfrage. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In der Umsetzung dieses Urteils ist es für mich aber sehr wohl wichtig, dass wir eine Lösung finden, mit der wir für die Österreicherinnen und Österreicher, die mit ihrem GIS-Beitrag über viele Jahre, ja Jahrzehnte brav den ORF finanziert haben, eine spürbare finanzielle Entlastung zustande bringen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), sodass es günstiger wird. Das ist für mich eine absolute Vorbedingung in der Lösung dieser Finanzierungsfrage. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Sparen müssen nur die Menschen!
Dass der ORF jetzt selbst Sparmaßnahmen setzt, ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, und wir werden uns das im Zuge der Überlegungen zu einer neuen Finanzierungsform auch genau ansehen, denn der Sparkurs ist die Grundlage dafür (Abg. Belakowitsch: Sparen müssen nur die Menschen!), dass es für die Menschen günstiger werden kann und dass es am Ende einen ORF-Rabatt für die Menschen gibt. (Abg. Belakowitsch: Was für ein ORF-Rabatt? – Abg. Kassegger: ... ORF-Rabatt gibt’s von ...!)
Abg. Belakowitsch: Was für ein ORF-Rabatt? – Abg. Kassegger: ... ORF-Rabatt gibt’s von ...!
Dass der ORF jetzt selbst Sparmaßnahmen setzt, ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, und wir werden uns das im Zuge der Überlegungen zu einer neuen Finanzierungsform auch genau ansehen, denn der Sparkurs ist die Grundlage dafür (Abg. Belakowitsch: Sparen müssen nur die Menschen!), dass es für die Menschen günstiger werden kann und dass es am Ende einen ORF-Rabatt für die Menschen gibt. (Abg. Belakowitsch: Was für ein ORF-Rabatt? – Abg. Kassegger: ... ORF-Rabatt gibt’s von ...!)
Abg. Belakowitsch: Hat er das getan?
Wo und wie der ORF sparen will, ist letztlich Sache des ORF und des ORF-Managements. Seine Aufgabe ist es, den öffentlich-rechtlichen Auftrag zu erfüllen (Abg. Belakowitsch: Hat er das getan?) und innerhalb dieses Rahmens effizient und kostengünstig sowie eben sparsam zu wirtschaften. Gerade wenn es um Steuergeld geht, ist die Sparsamkeit die oberste Prämisse. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Hört, hört!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Hört, hört!
Wo und wie der ORF sparen will, ist letztlich Sache des ORF und des ORF-Managements. Seine Aufgabe ist es, den öffentlich-rechtlichen Auftrag zu erfüllen (Abg. Belakowitsch: Hat er das getan?) und innerhalb dieses Rahmens effizient und kostengünstig sowie eben sparsam zu wirtschaften. Gerade wenn es um Steuergeld geht, ist die Sparsamkeit die oberste Prämisse. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Krisper: Hört, hört!)
Abg. Heinisch-Hosek: Ja, das zerstören Sie doch gerade!
Wenn sie mich auch als Staatsbürgerin fragen, dann wünsche ich mir einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der natürlich schlanker ist, der österreichischer ist und der auch digitaler ist, um auch die Jugend zu erreichen. (Abg. Heinisch-Hosek: Ja, das zerstören Sie doch gerade!)
Abg. Heinisch-Hosek: 300 Millionen Einsparung? – Abg. Leichtfried: Ja, und was machen Sie dafür? Bist jetzt haben Sie überhaupt nichts dafür gemacht!
Als Bundesregierung setzen wir insofern an, als der ORF sich auch im digitalen Raum weiterentwickeln können soll. (Abg. Heinisch-Hosek: 300 Millionen Einsparung? – Abg. Leichtfried: Ja, und was machen Sie dafür? Bist jetzt haben Sie überhaupt nichts dafür gemacht!) Der ORF soll künftig, natürlich unter Rücksichtnahme auf den privaten Markt, mehr Möglichkeiten im digitalen Bereich erhalten und mehr Inhalte auch online anbieten können. (Abg. Leichtfried: Ja, deswegen die blaue Seite einschränken, das ist sinnvoll! – Abg. Heinisch-Hosek: Orchester streichen!) Den dafür notwendigen gesetzlichen Rahmen werden wir mit einer sogenannten ORF-Digitalnovelle schaffen, die wir möglichst rasch auch dem Nationalrat vorlegen wollen. Ich werde dazu natürlich vertiefende Gespräche mit dem Koalitionspartner führen, die derzeit beginnen.
Abg. Leichtfried: Ja, deswegen die blaue Seite einschränken, das ist sinnvoll! – Abg. Heinisch-Hosek: Orchester streichen!
Als Bundesregierung setzen wir insofern an, als der ORF sich auch im digitalen Raum weiterentwickeln können soll. (Abg. Heinisch-Hosek: 300 Millionen Einsparung? – Abg. Leichtfried: Ja, und was machen Sie dafür? Bist jetzt haben Sie überhaupt nichts dafür gemacht!) Der ORF soll künftig, natürlich unter Rücksichtnahme auf den privaten Markt, mehr Möglichkeiten im digitalen Bereich erhalten und mehr Inhalte auch online anbieten können. (Abg. Leichtfried: Ja, deswegen die blaue Seite einschränken, das ist sinnvoll! – Abg. Heinisch-Hosek: Orchester streichen!) Den dafür notwendigen gesetzlichen Rahmen werden wir mit einer sogenannten ORF-Digitalnovelle schaffen, die wir möglichst rasch auch dem Nationalrat vorlegen wollen. Ich werde dazu natürlich vertiefende Gespräche mit dem Koalitionspartner führen, die derzeit beginnen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte gerne noch etwas Grundsätzliches sagen, weil in dieser Debatte auch immer wieder der Ruf nach einer Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu hören ist: Alle Länder in Europa haben einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und das aus gutem Grund. Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist grundsätzlich eine sinnvolle Einrichtung, auch wenn ich – und es geht sicher vielen Menschen in diesem Land genauso wie mir – nicht alles gut finde, was im ORF gemacht wird. Aber: Ein öffentlich-rechtlicher Sender stellt einen Mehrwert für unser Land dar, er ist eine ganz tragende Säule eines sogenannten dualen Medienstandortes, an dem wir eben öffentlich-rechtlichen Rundfunk und private Medien haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dafür sollte die Politik einmal ...!
Gerade in einem kleinen Land, wie wir es sind, brauchen wir regionale, österreichische Inhalte; gerade in Zeiten von Fakenews, in Zeiten von Verunsicherung brauchen wir öffentlich-rechtliche Inhalte, auf die wir uns verlassen können. Ich denke, das ist auch das, was sich viele Zuseherinnen und Zuseher wünschen: einen ORF, der sie objektiv und unabhängig informiert (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dafür sollte die Politik einmal ...!), der über Kultur und Sport in unserem Land und über die Grenzen hinaus berichtet, insbeson-
Abg. Belakowitsch: Heißt das, dass Sie ORF 1 auflösen?
dere regionale und österreichische Inhalte transportiert und nah bei den Menschen ist, bei ihrem täglichen Leben, und darüber auch berichtet. (Abg. Belakowitsch: Heißt das, dass Sie ORF 1 auflösen?)
Abg. Brandstötter: Entschuldigung, aber die Grünen haben ja schon gesagt, dass sie ganz erfreut sind über diese Finanzierungsform!
Um zum Aspekt der Finanzierung zu kommen: Dass jetzt gewisse Medien – es ist ja heute schon angeklungen – schon eine Einigung bei der Finanzierung herbeischreiben oder herbeireden, ist schlichtweg falsch. Die Gespräche mit dem Koalitionspartner haben jetzt begonnen (Abg. Brandstötter: Entschuldigung, aber die Grünen haben ja schon gesagt, dass sie ganz erfreut sind über diese Finanzierungsform!), wir sind am Anfang der Gespräche und nicht am Ende, und ja, die Variante eines neuen, günstigeren ORF-Beitrages für die Menschen liegt auf dem Tisch. (Abg. Leichtfried: Was liegt da am Tisch? Es liegt gar nichts am Tisch!) Natürlich gibt es auch noch andere Varianten, über die man reden muss. Fest steht jedenfalls, dass die derzeitige Finanzierung der GIS über TV-Geräte und Radio verfassungswidrig ist.
Abg. Leichtfried: Was liegt da am Tisch? Es liegt gar nichts am Tisch!
Um zum Aspekt der Finanzierung zu kommen: Dass jetzt gewisse Medien – es ist ja heute schon angeklungen – schon eine Einigung bei der Finanzierung herbeischreiben oder herbeireden, ist schlichtweg falsch. Die Gespräche mit dem Koalitionspartner haben jetzt begonnen (Abg. Brandstötter: Entschuldigung, aber die Grünen haben ja schon gesagt, dass sie ganz erfreut sind über diese Finanzierungsform!), wir sind am Anfang der Gespräche und nicht am Ende, und ja, die Variante eines neuen, günstigeren ORF-Beitrages für die Menschen liegt auf dem Tisch. (Abg. Leichtfried: Was liegt da am Tisch? Es liegt gar nichts am Tisch!) Natürlich gibt es auch noch andere Varianten, über die man reden muss. Fest steht jedenfalls, dass die derzeitige Finanzierung der GIS über TV-Geräte und Radio verfassungswidrig ist.
Abg. Belakowitsch: War noch nie zeitgemäß!
Ein Wort möchte ich auch gerne noch zur GIS generell sagen: Unabhängig vom Verfassungsgerichtshoferkenntnis ist die GIS aus meiner Sicht ein schlichtweg nicht mehr zeitgemäßes Modell. Dass GIS-Kontrolleure an Wohnungstüren läuten, um dort zu kontrollieren, ob Geräte im Haus oder in der Wohnung sind, ist in Wahrheit ein Wahnsinn, das ist jedenfalls nicht mehr zeitgemäß. (Abg. Belakowitsch: War noch nie zeitgemäß!) Die Österreicherinnen und Österreicher zahlen Zigmillionen Euro für dieses veraltete Kontroll- und Strafsystem, und deshalb ist es mehr als legitim, darüber nachzudenken, wie man das verändern kann.
Abg. Brandstötter – erheitert –: Ja, der Kurz war der zuständige Minister! – Abg. Loacker: Wer hat da regiert eigentlich? – Abg. Brandstötter: Ja, wer war denn Medienminister? Wer war Medienstaatssekretär? Es war der Herr Kurz!
Zum Schluss möchte ich noch zur Medienpolitik im Generellen ein paar Worte finden. Ich darf die Medienagenden nun seit einem Jahr verantworten, und es ist ein Bereich, in dem es über viele Jahre Stillstand gegeben hat. (Abg. Brandstötter – erheitert –: Ja, der Kurz war der zuständige Minister! – Abg. Loacker: Wer hat da regiert eigentlich? – Abg. Brandstötter: Ja, wer war denn Medienminister? Wer war Medienstaatssekretär? Es war der Herr Kurz!) Zehn Jahre lang gab es faktisch Stillstand, wenngleich sich die Rahmenbedingungen am Medienmarkt sehr stark geändert haben, insbesondere aufgrund der Digitalisierung. Die Geschäftsmodelle der klassischen Medien verlagern sich Schritt für Schritt in die Digitalisierung, vom Print ins Internet, was natürlich neue Fragen der Transformation und auch der Finanzierung aufwirft. Und durch den Markteintritt von Onlinegiganten wie Google und Facebook wird natürlich der Wettbewerb am österreichischen Medienmarkt auch härter. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Zum Schluss möchte ich noch zur Medienpolitik im Generellen ein paar Worte finden. Ich darf die Medienagenden nun seit einem Jahr verantworten, und es ist ein Bereich, in dem es über viele Jahre Stillstand gegeben hat. (Abg. Brandstötter – erheitert –: Ja, der Kurz war der zuständige Minister! – Abg. Loacker: Wer hat da regiert eigentlich? – Abg. Brandstötter: Ja, wer war denn Medienminister? Wer war Medienstaatssekretär? Es war der Herr Kurz!) Zehn Jahre lang gab es faktisch Stillstand, wenngleich sich die Rahmenbedingungen am Medienmarkt sehr stark geändert haben, insbesondere aufgrund der Digitalisierung. Die Geschäftsmodelle der klassischen Medien verlagern sich Schritt für Schritt in die Digitalisierung, vom Print ins Internet, was natürlich neue Fragen der Transformation und auch der Finanzierung aufwirft. Und durch den Markteintritt von Onlinegiganten wie Google und Facebook wird natürlich der Wettbewerb am österreichischen Medienmarkt auch härter. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dafür ist die ÖVP bekannt!
Eine weitere Neuerung wird es auch im Bereich der Inseratenvergabe durch die öffentliche Hand geben, denn nur durch lückenlose Transparenz und Berichtspflichten (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Dafür ist die ÖVP bekannt!) ist gewährleistet, dass das Steuergeld der Menschen richtig eingesetzt wird.
Zwischenruf des Abg. Scherak
All diese medienpolitischen Vorhaben sind jetzt bereits umgesetzt (Zwischenruf des Abg. Scherak), befinden sich derzeit in Umsetzung – mit dem Ziel der Stärkung der Meinungs- und Medienvielfalt und der Transparenz. Ich sehe das als Aufgabe einer wertvollen Medienpolitik in unserem Land, die letztlich auch einen Mehrwert für jede und jeden Einzelne:n darstellt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
All diese medienpolitischen Vorhaben sind jetzt bereits umgesetzt (Zwischenruf des Abg. Scherak), befinden sich derzeit in Umsetzung – mit dem Ziel der Stärkung der Meinungs- und Medienvielfalt und der Transparenz. Ich sehe das als Aufgabe einer wertvollen Medienpolitik in unserem Land, die letztlich auch einen Mehrwert für jede und jeden Einzelne:n darstellt. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer: Na so was! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Zuallererst möchte ich Ihnen gratulieren, Frau Bundesminister. Ich gratuliere Ihnen und mit Ihnen der gesamten schlechtesten Bundesregierung aller Zeiten (Abg. Michael Hammer: Na so was! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), da Sie nun nach der katastrophalen Performance der letzten Jahre auch noch die Verantwortung für die schlechteste ORF-Reform aller Zeiten tragen werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kassegger: Guter Einstieg! – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kassegger: Guter Einstieg! – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Zuallererst möchte ich Ihnen gratulieren, Frau Bundesminister. Ich gratuliere Ihnen und mit Ihnen der gesamten schlechtesten Bundesregierung aller Zeiten (Abg. Michael Hammer: Na so was! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), da Sie nun nach der katastrophalen Performance der letzten Jahre auch noch die Verantwortung für die schlechteste ORF-Reform aller Zeiten tragen werden. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Kassegger: Guter Einstieg! – Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Ruf bei der ÖVP: Aschermittwoch!
Sehr geehrte Damen und Herren! Das, was bisher präsentiert wurde, kann ich nur noch als absoluten Skandal (Ruf bei der ÖVP: Aschermittwoch!) und als einen Schlag ins Gesicht eines jeden Österreichers bezeichnen. (Abg. Michael Hammer: ... Aschermittwochskassette!) Der ORF wird seit Jahren massiv gegen die Wand gefahren. Die Einnahmen sinken, die Schulden steigen, es gibt immer mehr Abmeldungen, und Ihre Lösung ist es offensichtlich, ihn für diese Leistung auch noch zu belohnen – mit noch mehr Geld durch die sogenannte Haushaltsabgabe. Diese ist nichts anderes als eine ORF-Zwangssteuer, mit der Sie in Zukunft der inflationsgeplagten Bevölkerung noch mehr schamlos in die Tasche greifen wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: ... Aschermittwochskassette!
Sehr geehrte Damen und Herren! Das, was bisher präsentiert wurde, kann ich nur noch als absoluten Skandal (Ruf bei der ÖVP: Aschermittwoch!) und als einen Schlag ins Gesicht eines jeden Österreichers bezeichnen. (Abg. Michael Hammer: ... Aschermittwochskassette!) Der ORF wird seit Jahren massiv gegen die Wand gefahren. Die Einnahmen sinken, die Schulden steigen, es gibt immer mehr Abmeldungen, und Ihre Lösung ist es offensichtlich, ihn für diese Leistung auch noch zu belohnen – mit noch mehr Geld durch die sogenannte Haushaltsabgabe. Diese ist nichts anderes als eine ORF-Zwangssteuer, mit der Sie in Zukunft der inflationsgeplagten Bevölkerung noch mehr schamlos in die Tasche greifen wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Das, was bisher präsentiert wurde, kann ich nur noch als absoluten Skandal (Ruf bei der ÖVP: Aschermittwoch!) und als einen Schlag ins Gesicht eines jeden Österreichers bezeichnen. (Abg. Michael Hammer: ... Aschermittwochskassette!) Der ORF wird seit Jahren massiv gegen die Wand gefahren. Die Einnahmen sinken, die Schulden steigen, es gibt immer mehr Abmeldungen, und Ihre Lösung ist es offensichtlich, ihn für diese Leistung auch noch zu belohnen – mit noch mehr Geld durch die sogenannte Haushaltsabgabe. Diese ist nichts anderes als eine ORF-Zwangssteuer, mit der Sie in Zukunft der inflationsgeplagten Bevölkerung noch mehr schamlos in die Tasche greifen wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Mit dieser soll der ORF laut Berechnungen wie gesagt nicht weniger, sondern mehr Geld bekommen. Misswirtschaft soll sich anscheinend lohnen. Die rund 1 Milliarde Euro, die er schon jetzt zur Verfügung hat, reicht offenbar nicht aus. Verständlich, denn der Privilegienstadel, die Luxusgagen und -pensionen und die – freundlich ausgedrückt – teils realitätselastische Berichterstattung müssen natürlich ausreichend finanziert werden; natürlich auf Kosten der Bürger, und in diesem Fall vor allem auf Kosten jener Hunderttausenden, die sich in den vergangenen Jahren entweder aus Protest oder auch aus finanziellen Gründen abgemeldet haben. In Zukunft sollen also diejenigen, die sich zum Beispiel aus Protest gegen die Coronaberichterstattung abgemeldet haben, wieder für die Gagen derjenigen bezahlen, die sie beschimpft haben. Da ist Zwang ausüben natürlich leichter, als sich zu entschuldigen oder für eine ausgewogene Berichterstattung zu sorgen. Das verstehe ich schon. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
gien, den Luxuspensionen, beim teilweisen Missbrauch der ÖVP der Landesstudios für ihre Haus- und Hofberichterstattung, siehe Niederösterreich, bei der tausendsten Wiederholung von „Malcolm mittendrin“ oder sonstigen Sitcoms. Doch anstatt dafür zu sorgen, werte ÖVP, dass bei den wirklichen Baustellen gespart wird, schauen Sie tatenlos zu, wie ausgerechnet im Kernbereich des öffentlich-rechtlichen Auftrages gestrichen werden soll, nämlich bei den Sportübertragungen von Randsportarten, und das ist wirklich der falsche Weg! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Scharzenberger.
Ausgerechnet in einem Bereich, bei dem mit nur 8 Millionen Euro Kosten sowieso kaum Sparpotenzial liegt, will man einsparen. Nur zum Vergleich: 156 Millionen Euro liegen dort allein als Rückstellungen für Golden Handshakes und 180 Millionen Euro für Luxuspensionen. Sie wollen ausgerechnet in einem Bereich sparen, in dem sowieso schon jetzt ein qualitatives Minimalprogramm gefahren wird und bei dem Sie auch durch Umlagerungen auf ORF 1 oder Onlinebereiche nicht viel einsparen können; Produktionskosten gibt es sowieso. Wenn Sie sparen wollen, dann können Sie nur sparen, indem Sie tatsächlich Übertragungen streichen. Genau das haben Sie offenbar vor und genau das wäre wirklich der falsche Ansatz. (Zwischenruf der Abg. Scharzenberger.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Schlimmste ist: Sie lassen das Ganze verkünden, ohne überhaupt vorher mit dem organisierten Sport gesprochen zu haben. Deren Meinung ist Ihnen offenbar vollkommen egal. Ist das Ihre Form des respektvollen Umgangs, Frau Bundesminister? Ich halte diese konzeptlose und damit Unsicherheit schürende Streichung des Spartensenders für eine gewaltige Missachtung des österreichischen Sports. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
bekommen. Dabei geht es um österreichische Athleten und um Vereinsförderung, um die Förderung von Bewegung, Gesundheit und der so wichtigen ehrenamtlichen Tätigkeit. Und vor allem geht es auch um Heimatverbundenheit und Nationalstolz. Ich weiß, damit können die meisten hier herinnen nicht viel anfangen, aber gerade das wäre der Kernbereich des öffentlich-rechtlichen Auftrags. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Doch das Schockierende ist, dass Sie offenbar keine Ahnung haben, wie wichtig Fernsehübertragungen für den österreichischen Sport sind und welche Auswirkungen es hätte, wenn man Sportübertragungen auch nur teilweise streicht. Ich sage Ihnen eine einfache Formel: Fernsehübertragungen ist gleich Werbewert, ist gleich Sponsoren, ist gleich Überleben des Vereins – ja oder nein – oder auch internationaler Wettkämpfe – ja oder nein –, denn nur solange ein Werbewert gegeben ist, ist Sponsoring auch für Unternehmen absetzbar. Wenn Sie Übertragungen streichen, werte Kollegen, dann wird es zu massivsten finanziellen Einbußen bei den Vereinen kommen. Die Sponsoren würden reihenweise wegbrechen und mit ihnen die Vereine, Athleten und die Gesundheit. Die Bedeutung der Fernsehübertragung geht bei Randsportarten weit über die Bedeutung der Einschaltquoten hinaus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nach den Coronalockdowns, den Sportverboten für Ungeimpfte, durch die Sie zahlreiche Vereine in den Ruin getrieben haben und einer ganzen Generation de facto Bewegung abgewöhnt haben, nach der nun schon monatelangen Energie- und Inflationskrise, die die Vereine weiter ausschröpft und quält und bezüglich derer von Ihrer Seite noch immer kein einziger Cent an Hilfe geflossen ist, ist das der nächste gewaltige Schlag ins Gesicht des österreichischen Sports. Genau aus diesem Grund gehen die Sportorganisationen zu Recht auf die Barrikaden, denn da geht es um ihre Existenz, sehr geehrte Damen und Herren! Das zu ignorieren, gegen diese Pläne nicht sofort Einspruch zu erheben, kann ich nur als absolut ahnungslos abstempeln. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Vizekanzler einmal erklären, dass er auch Sportminister ist. Von ihm hat man zu dem Ganzen noch überhaupt kein Wort gehört. Er ist aber auch nicht der Einzige, auch von den Sportsprechern der anderen Parteien habe ich noch kein einziges Wort der Kritik gehört. (Zwischenruf bei der SPÖ.) Bei der Kultur dagegen ging es ziemlich schnell.
Beifall bei der FPÖ.
(Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie zumindest den Anstand, diejenigen, die Sie belasten wollen, vorher mittels Volksabstimmung oder Volksbefragung zu befragen! Doch das werden Sie wie immer nicht tun, weil Sie genau wissen, dass die Bevölkerung Ihren Plänen eine klare Absage erteilen würde. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinacker: Ich berichtige tatsächlich!
Abgeordneter Maximilian Köllner, MA (SPÖ): Frau Abgeordnete Steger hat soeben behauptet, dass sich die Sportsprecher der anderen Fraktionen noch nicht zu diesem Thema zu Wort gemeldet haben. – Ja, es ist die erste Debatte heute darüber (Abg. Steinacker: Ich berichtige tatsächlich!), aber ich berichtige tatsächlich (Abg. Steinacker: Super!): Wir haben bereits eine Presseaussendung ausgeschickt und wir haben bereits einen Antrag seitens der SPÖ eingebracht, der fordert, dass ORF Sport plus auch in Zukunft erhalten bleibt. (Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Amesbauer.)
Abg. Steinacker: Super!
Abgeordneter Maximilian Köllner, MA (SPÖ): Frau Abgeordnete Steger hat soeben behauptet, dass sich die Sportsprecher der anderen Fraktionen noch nicht zu diesem Thema zu Wort gemeldet haben. – Ja, es ist die erste Debatte heute darüber (Abg. Steinacker: Ich berichtige tatsächlich!), aber ich berichtige tatsächlich (Abg. Steinacker: Super!): Wir haben bereits eine Presseaussendung ausgeschickt und wir haben bereits einen Antrag seitens der SPÖ eingebracht, der fordert, dass ORF Sport plus auch in Zukunft erhalten bleibt. (Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Amesbauer.
Abgeordneter Maximilian Köllner, MA (SPÖ): Frau Abgeordnete Steger hat soeben behauptet, dass sich die Sportsprecher der anderen Fraktionen noch nicht zu diesem Thema zu Wort gemeldet haben. – Ja, es ist die erste Debatte heute darüber (Abg. Steinacker: Ich berichtige tatsächlich!), aber ich berichtige tatsächlich (Abg. Steinacker: Super!): Wir haben bereits eine Presseaussendung ausgeschickt und wir haben bereits einen Antrag seitens der SPÖ eingebracht, der fordert, dass ORF Sport plus auch in Zukunft erhalten bleibt. (Beifall bei der SPÖ sowie Bravoruf des Abg. Amesbauer.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Cornelia Ecker und Leichtfried.
Abgeordneter Mag. (FH) Kurt Egger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseher:innen auf der Galerie und via Livestream! Ganz besonders begrüßen darf ich eine Gruppe von Bäuerinnen aus dem Innviertel: Herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie der Abgeordneten Cornelia Ecker und Leichtfried.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Scherak: Ich habe geglaubt, der Fasching ist schon vorbei!
Herr Präsident Hofer hat vorhin gesagt, es kommt ihm ein bisschen warm vor hier im Saal. Ich glaube, das ist nicht die Heizung, sondern ich glaube, das ist die heiße Luft, die die Freiheitlichen da produzieren. Das kann man also relativ rasch abstellen. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Scherak: Ich habe geglaubt, der Fasching ist schon vorbei!)
Abg. Deimek: Es hat aber jeder aufgepasst, ...!
Worum geht es den Freiheitlichen? Sie machen viel Lärm, sie versuchen, den Menschen Sand in die Augen zu streuen (Abg. Deimek: Es hat aber jeder aufgepasst, ...!), sie versuchen, Menschen zu diffamieren (Abg. Wurm: Stimmen die Gehaltszahlen nicht?), aber sie überraschen mich auch (Abg. Belakowitsch: Wirklich?): Ich habe es sehr beachtlich gefunden, dass Frau Kollegin Steger sich hierherstellt und über die Arbeit ihres Vaters als Stiftungsratsvorsitzenden so schlecht redet (Abg. Amesbauer: Hallo!) – das finde ich schon entspannt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Abg. Wurm: Stimmen die Gehaltszahlen nicht?
Worum geht es den Freiheitlichen? Sie machen viel Lärm, sie versuchen, den Menschen Sand in die Augen zu streuen (Abg. Deimek: Es hat aber jeder aufgepasst, ...!), sie versuchen, Menschen zu diffamieren (Abg. Wurm: Stimmen die Gehaltszahlen nicht?), aber sie überraschen mich auch (Abg. Belakowitsch: Wirklich?): Ich habe es sehr beachtlich gefunden, dass Frau Kollegin Steger sich hierherstellt und über die Arbeit ihres Vaters als Stiftungsratsvorsitzenden so schlecht redet (Abg. Amesbauer: Hallo!) – das finde ich schon entspannt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Abg. Belakowitsch: Wirklich?
Worum geht es den Freiheitlichen? Sie machen viel Lärm, sie versuchen, den Menschen Sand in die Augen zu streuen (Abg. Deimek: Es hat aber jeder aufgepasst, ...!), sie versuchen, Menschen zu diffamieren (Abg. Wurm: Stimmen die Gehaltszahlen nicht?), aber sie überraschen mich auch (Abg. Belakowitsch: Wirklich?): Ich habe es sehr beachtlich gefunden, dass Frau Kollegin Steger sich hierherstellt und über die Arbeit ihres Vaters als Stiftungsratsvorsitzenden so schlecht redet (Abg. Amesbauer: Hallo!) – das finde ich schon entspannt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Abg. Amesbauer: Hallo!
Worum geht es den Freiheitlichen? Sie machen viel Lärm, sie versuchen, den Menschen Sand in die Augen zu streuen (Abg. Deimek: Es hat aber jeder aufgepasst, ...!), sie versuchen, Menschen zu diffamieren (Abg. Wurm: Stimmen die Gehaltszahlen nicht?), aber sie überraschen mich auch (Abg. Belakowitsch: Wirklich?): Ich habe es sehr beachtlich gefunden, dass Frau Kollegin Steger sich hierherstellt und über die Arbeit ihres Vaters als Stiftungsratsvorsitzenden so schlecht redet (Abg. Amesbauer: Hallo!) – das finde ich schon entspannt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.
Worum geht es den Freiheitlichen? Sie machen viel Lärm, sie versuchen, den Menschen Sand in die Augen zu streuen (Abg. Deimek: Es hat aber jeder aufgepasst, ...!), sie versuchen, Menschen zu diffamieren (Abg. Wurm: Stimmen die Gehaltszahlen nicht?), aber sie überraschen mich auch (Abg. Belakowitsch: Wirklich?): Ich habe es sehr beachtlich gefunden, dass Frau Kollegin Steger sich hierherstellt und über die Arbeit ihres Vaters als Stiftungsratsvorsitzenden so schlecht redet (Abg. Amesbauer: Hallo!) – das finde ich schon entspannt. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wurm: Genau, ja natürlich! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Und dass die Freiheitlichen, die ja von Fakenews und Echokammern leben, überhaupt kein Interesse an einem starken öffentlichen Rundfunk haben, überhaupt kein Interesse daran haben, den Medienstandort zu stärken, verstehe ich, weil das das Geschäftsmodell ist. Da werden wir dagegenhalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wurm: Genau, ja natürlich! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Heiterkeit des Abg. Wurm
für Medien- und Pressefreiheit (Heiterkeit des Abg. Wurm), deswegen versuchen wir, den Medienstandort zu stärken. Die Frau Ministerin hat ausgeführt, was wir alles auf den Weg gebracht haben – davor muss man sich nicht verstecken. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Neßler.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Neßler.
für Medien- und Pressefreiheit (Heiterkeit des Abg. Wurm), deswegen versuchen wir, den Medienstandort zu stärken. Die Frau Ministerin hat ausgeführt, was wir alles auf den Weg gebracht haben – davor muss man sich nicht verstecken. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Neßler.)
Abg. Brandstötter: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht in keinem internationalen Wettbewerb!
Der Wettbewerb – auch das wurde bereits ausgeführt – ist auch international zu sehen. Daher sind wir alle gefordert, unsere Medienhäuser und auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in diese Richtung zu unterstützen. (Abg. Brandstötter: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht in keinem internationalen Wettbewerb!) – Sie können dann reden, Frau Kollegin. (Abg. Brandstötter: Das ist ein Blödsinn! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Brandstötter: Das ist ein Blödsinn! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Der Wettbewerb – auch das wurde bereits ausgeführt – ist auch international zu sehen. Daher sind wir alle gefordert, unsere Medienhäuser und auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in diese Richtung zu unterstützen. (Abg. Brandstötter: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht in keinem internationalen Wettbewerb!) – Sie können dann reden, Frau Kollegin. (Abg. Brandstötter: Das ist ein Blödsinn! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Heinisch-Hosek.
Wir haben es uns nicht ausgesucht, dass wir uns mit der Finanzierungsfrage beschäftigen müssen, das können Sie wegdiskutieren, wie Sie wollen. Der Verfassungsgerichtshof hat uns diesen Auftrag erteilt, und dem werden wir nachkommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Heinisch-Hosek.)
Abg. Belakowitsch: Haben Sie schon gesagt!
Mit Ihrem Antrag stellen Sie ganz klar unter Beweis: Ich richte mir die Welt, wie ich sie gerne hätte! Echokammern, Fakenews (Abg. Belakowitsch: Haben Sie schon gesagt!), Alternativinformationen: immer dasselbe, einfach freiheitlich – das geht nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wurm: Die Rede verlängern, jede Minute bringt 1 Prozent für uns! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wurm: Die Rede verlängern, jede Minute bringt 1 Prozent für uns! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Mit Ihrem Antrag stellen Sie ganz klar unter Beweis: Ich richte mir die Welt, wie ich sie gerne hätte! Echokammern, Fakenews (Abg. Belakowitsch: Haben Sie schon gesagt!), Alternativinformationen: immer dasselbe, einfach freiheitlich – das geht nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Wurm: Die Rede verlängern, jede Minute bringt 1 Prozent für uns! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Brückl, Deimek und Belakowitsch.
Regionalität. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brückl, Deimek und Belakowitsch.) Sie wollen das nicht, da können Sie noch so schreien! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Regionalität. (Zwischenrufe der Abgeordneten Brückl, Deimek und Belakowitsch.) Sie wollen das nicht, da können Sie noch so schreien! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Amesbauer: Na geh, bitte! Netflix-Abo ist billiger!
Im Zusammenhang damit werden 10 000 Arbeitsplätze gesichert werden. Sie wollen das nicht. Ist auch okay, nehmen wir zur Kenntnis. (Abg. Amesbauer: Na geh, bitte! Netflix-Abo ist billiger!) 10 000 Arbeitsplätze, die Sie nicht wollen – sagen Sie es! (Abg. Belakowitsch: Beim ORF! Prekäre Verhältnisse ...! – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Belakowitsch: Beim ORF! Prekäre Verhältnisse ...! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Im Zusammenhang damit werden 10 000 Arbeitsplätze gesichert werden. Sie wollen das nicht. Ist auch okay, nehmen wir zur Kenntnis. (Abg. Amesbauer: Na geh, bitte! Netflix-Abo ist billiger!) 10 000 Arbeitsplätze, die Sie nicht wollen – sagen Sie es! (Abg. Belakowitsch: Beim ORF! Prekäre Verhältnisse ...! – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Belakowitsch: Auf ORF 1, ja, das ist Qualität!
Klar ist für uns: Wir stehen für einen starken öffentlichen Rundfunk, der zukunftsfit ist und digitaler wird, der ein vielfältiges Angebot bietet: von Nachrichten über Sport, Unterhaltung bis hin zu Kultur mit Qualität (Abg. Belakowitsch: Auf ORF 1, ja, das ist Qualität!), und österreichischer wird. Wir wollen einen schlanken und zeitgemäßen österreichischen Rundfunk und wir werden dafür sorgen, dass die Gebühren gesenkt werden. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Das kann man nur sagen, wenn einen keiner kennt, dann kann man mutig sein! – Abg. Wurm: Danke für die Rede! – Abg. Belakowitsch: Das bringt uns ein weiteres Plus!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Das kann man nur sagen, wenn einen keiner kennt, dann kann man mutig sein! – Abg. Wurm: Danke für die Rede! – Abg. Belakowitsch: Das bringt uns ein weiteres Plus!
Klar ist für uns: Wir stehen für einen starken öffentlichen Rundfunk, der zukunftsfit ist und digitaler wird, der ein vielfältiges Angebot bietet: von Nachrichten über Sport, Unterhaltung bis hin zu Kultur mit Qualität (Abg. Belakowitsch: Auf ORF 1, ja, das ist Qualität!), und österreichischer wird. Wir wollen einen schlanken und zeitgemäßen österreichischen Rundfunk und wir werden dafür sorgen, dass die Gebühren gesenkt werden. – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Deimek: Das kann man nur sagen, wenn einen keiner kennt, dann kann man mutig sein! – Abg. Wurm: Danke für die Rede! – Abg. Belakowitsch: Das bringt uns ein weiteres Plus!)
Abg. Belakowitsch: Die Gattin sitzt bei euch!
Es gibt ja die Chats von Herrn Strache zum Beispiel – dem ehemaligen Parteivorsitzenden; den kennt ihr schon noch, nehme ich an (Abg. Belakowitsch: Die Gattin sitzt bei euch!); das ist nicht wie bei der ÖVP der Herr Schmid, den keiner mehr kennt. Herr Strache also: „Deshalb braucht es ein ORF-Gesetz, wo totale Personalrochaden, Neubesetzungen möglich werden!“ – Ihr wolltet da die totale blaue Einfärbung, liebe Freundinnen und Freunde von der FPÖ. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Maurer und Weratschnig.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Maurer und Weratschnig.
Es gibt ja die Chats von Herrn Strache zum Beispiel – dem ehemaligen Parteivorsitzenden; den kennt ihr schon noch, nehme ich an (Abg. Belakowitsch: Die Gattin sitzt bei euch!); das ist nicht wie bei der ÖVP der Herr Schmid, den keiner mehr kennt. Herr Strache also: „Deshalb braucht es ein ORF-Gesetz, wo totale Personalrochaden, Neubesetzungen möglich werden!“ – Ihr wolltet da die totale blaue Einfärbung, liebe Freundinnen und Freunde von der FPÖ. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Maurer und Weratschnig.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Oder er schreibt: „Brauchen Vorschläge für loyalen top ORF-Direktor.“ – Aha, den Direktor wollen wir auch blau haben. Ja, das ist Entpolitisierung. Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Doppelmoral, geschätzte Kolleginnen und Kollegen. (Zwischenruf der Abg. Steger.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Schmidhofer.
Ja, das ist Entpolitisierung für die FPÖ. – Doppelmoral ist das, nichts anderes ist das, was ihr da von euch gebt! (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der Grünen sowie des Abg. Schmidhofer.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.
Heute stellen Sie sich wieder hierher und sagen: Haushaltsabgabe oder irgendetwas anderes; mit dem Koalitionspartner ist auch nichts ausgemacht. – Ich meine, so kann man es auch nicht machen. Sie müssen doch hierherkommen und einmal etwas Konkretes vorschlagen, Frau Bundesministerin, und nicht mit vagen Begriffen um sich werfen, die am Ende nichts heißen und nichts bedeuten und an denen auch nichts dran ist. So kann man nicht Politik machen und so kann man auch nicht Politik für den ORF machen! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Brandstötter.)
Abg. Michael Hammer: Der Haushaltsvorsitzende, wenn man weiß, wer das ist, aber bei euch ist das ja nicht so! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Wenn Sie auf dieser Haushaltsabgabe bestehen, dann würde mich interessieren: Wie schaut denn so etwas eigentlich aus? Wie ist Haushalt genau definiert? Zahlt die Villenbesitzerin gleich viel wie die Pensionistin in der Zimmer-Küche-Wohnung? (Abg. Michael Hammer: Der Haushaltsvorsitzende, wenn man weiß, wer das ist, aber bei euch ist das ja nicht so! – Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Ist das Ihre Absicht? Ich traue Ihnen das zu, deshalb frage ich Sie ja.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Sie zäumen vor allem das Pferd ja von hinten auf. Bevor man über die Finanzierung sinnvoll diskutiert, muss man ja einmal diskutieren: Was soll der ORF eigentlich können? Was ist die Aufgabe des öffentlichen Rundfunks? – Dazu habe ich von Ihnen überhaupt noch nichts gehört, außer, dass jetzt alles Mögliche eingespart werden soll, dass ORF Sport plus eingespart werden soll, dass das Orchester eingespart werden soll. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ist es das, was wir vom ORF wollen, dass alles, was interessant ist und einen gewissen öffentlich-rechtlichen Sinn macht, eingespart wird? Ist es das, was Sie wollen, Frau Bundesministerin?
Beifall bei der SPÖ.
Was ist mit dem Bildungs- und Kulturauftrag? Was ist mit der Strukturierung? Also meines Erachtens ist Medienpolitik viel mehr, als zu sagen: Ihr müsst 300 Millionen Euro einsparen, und wir machen irgendeine Abgabe, von der ich noch nicht weiß, was es ist. Das ist nicht Medienpolitik, Frau Bundesministerin, das ist Pfusch! Das sage ich Ihnen ganz offen. Das ist Pfusch in der Medienpolitik, und das ist das, was ich wirklich kritisiere. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht darum: Was muss er können? Meines Erachtens braucht es ein Finanzierungsmodell, das die Unabhängigkeit des ORF sichert – das ist Punkt eins –, das sozial verträglich ist – das ist Punkt zwei –, das den ORF auch zur Sparsamkeit verpflichtet – das ist Punkt drei –, das dem Verfassungsgerichtshofurteil entspricht – das ist Punkt vier – und das es dem ORF ermöglicht, seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag wahrzunehmen, geschätzte Damen und Herren. Das wäre Medienpolitik, wie ich sie mir von der Bundesregierung erwarten würde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: ... ihr geht immer mit der Regierung mit, Kollege Leichtfried!
Ich möchte aber auch noch zum Dringlichen Antrag der FPÖ kommen. Ich habe das Gefühl, ihr habt euch beim Verfassen dieses Antrages ein bisschen von der Aschermittwochrede des Herrn Kickl inspirieren lassen. Ich habe noch nie eine derartige unterirdische, wirre, unsachliche und – Kollegin Neßler wird wahrscheinlich sagen – grindige Begründung eines Antrages erlebt wie bei diesem Antrag. Bei so etwas geht die Sozialdemokratie sicher nicht mit, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: ... ihr geht immer mit der Regierung mit, Kollege Leichtfried!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Wenn Sie den ORF zerschlagen wollen, und das scheint offensichtlich Ihr Plan zu sein, sage ich Ihnen eines: Oligarchen-TV brauchen wir in Österreich nicht, auch wenn das anscheinend Ihr Traum in der Medienpolitik ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Loacker: ... Abo von der „Wiener Zeitung“?
Frau Bundesministerin, ich habe noch einen persönlichen Appell an Sie. Sie werden wahrscheinlich in die österreichische Mediengeschichte als die Ministerin eingehen, die dafür verantwortlich ist, dass es die älteste Tageszeitung der Welt nicht mehr geben wird. (Abg. Loacker: ... Abo von der „Wiener Zeitung“?) Ich würde Sie schon auffordern, darüber nachzudenken, ob Sie auch als die Ministerin in die Geschichte eingehen wollen, die den öffentlichen Rundfunk in Österreich auf dem Gewissen hat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin, ich habe noch einen persönlichen Appell an Sie. Sie werden wahrscheinlich in die österreichische Mediengeschichte als die Ministerin eingehen, die dafür verantwortlich ist, dass es die älteste Tageszeitung der Welt nicht mehr geben wird. (Abg. Loacker: ... Abo von der „Wiener Zeitung“?) Ich würde Sie schon auffordern, darüber nachzudenken, ob Sie auch als die Ministerin in die Geschichte eingehen wollen, die den öffentlichen Rundfunk in Österreich auf dem Gewissen hat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Maurer übernimmt – auf dem Weg zum Redner:innenpult – einen Zettel von Abg. Leichtfried. – Abg. Belakowitsch: Wie weinerlich ist das denn? Rot-grüner ORF, da seids euch wieder einig! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Klubobfrau Maurer. – Bitte. (Abg. Maurer übernimmt – auf dem Weg zum Redner:innenpult – einen Zettel von Abg. Leichtfried. – Abg. Belakowitsch: Wie weinerlich ist das denn? Rot-grüner ORF, da seids euch wieder einig! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordnete Sigrid Maurer, BA (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie, aber auch vor den Bildschirmen auf ORF III im ORF! (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wurm.
wir jetzt diskutieren, lachen oder weinen soll. Die Antwort ist aber leider eindeutig: Es gibt hier nichts zu lachen, es ist ausschließlich zum Weinen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Wurm: Reden wir wieder über Ibiza oder über was reden wir jetzt?
Die Ibiza-Partei möchte also nun auch dem ORF seine finanzielle Grundlage entziehen. Wir erinnern uns: Wie war denn das? (Abg. Wurm: Reden wir wieder über Ibiza oder über was reden wir jetzt?) Ihr Parteichef, der auch die vom Kollegen vorgelesenen SMS zur politischen Umfärbung des ORF geschrieben hat (Abg. Belakowitsch: Reden wir etwas über den Pius Strobl!), Ihr Parteichef Heinz-Christian Strache hat versucht, die größte Tageszeitung des Landes zu verscherbeln (Abg. Belakowitsch: Bleiben wir beim ORF, es geht um den ORF!) und sich Zeitungen und Medien zu kaufen. (Abg. Belakowitsch: Reden wir über den ORF!) – Ja, ich verstehe schon, dass das sehr unangenehm ist, Frau Belakowitsch. Da können Sie jetzt ganz viel dazwischenschreien.
Abg. Belakowitsch: Reden wir etwas über den Pius Strobl!
Die Ibiza-Partei möchte also nun auch dem ORF seine finanzielle Grundlage entziehen. Wir erinnern uns: Wie war denn das? (Abg. Wurm: Reden wir wieder über Ibiza oder über was reden wir jetzt?) Ihr Parteichef, der auch die vom Kollegen vorgelesenen SMS zur politischen Umfärbung des ORF geschrieben hat (Abg. Belakowitsch: Reden wir etwas über den Pius Strobl!), Ihr Parteichef Heinz-Christian Strache hat versucht, die größte Tageszeitung des Landes zu verscherbeln (Abg. Belakowitsch: Bleiben wir beim ORF, es geht um den ORF!) und sich Zeitungen und Medien zu kaufen. (Abg. Belakowitsch: Reden wir über den ORF!) – Ja, ich verstehe schon, dass das sehr unangenehm ist, Frau Belakowitsch. Da können Sie jetzt ganz viel dazwischenschreien.
Abg. Belakowitsch: Bleiben wir beim ORF, es geht um den ORF!
Die Ibiza-Partei möchte also nun auch dem ORF seine finanzielle Grundlage entziehen. Wir erinnern uns: Wie war denn das? (Abg. Wurm: Reden wir wieder über Ibiza oder über was reden wir jetzt?) Ihr Parteichef, der auch die vom Kollegen vorgelesenen SMS zur politischen Umfärbung des ORF geschrieben hat (Abg. Belakowitsch: Reden wir etwas über den Pius Strobl!), Ihr Parteichef Heinz-Christian Strache hat versucht, die größte Tageszeitung des Landes zu verscherbeln (Abg. Belakowitsch: Bleiben wir beim ORF, es geht um den ORF!) und sich Zeitungen und Medien zu kaufen. (Abg. Belakowitsch: Reden wir über den ORF!) – Ja, ich verstehe schon, dass das sehr unangenehm ist, Frau Belakowitsch. Da können Sie jetzt ganz viel dazwischenschreien.
Abg. Belakowitsch: Reden wir über den ORF!
Die Ibiza-Partei möchte also nun auch dem ORF seine finanzielle Grundlage entziehen. Wir erinnern uns: Wie war denn das? (Abg. Wurm: Reden wir wieder über Ibiza oder über was reden wir jetzt?) Ihr Parteichef, der auch die vom Kollegen vorgelesenen SMS zur politischen Umfärbung des ORF geschrieben hat (Abg. Belakowitsch: Reden wir etwas über den Pius Strobl!), Ihr Parteichef Heinz-Christian Strache hat versucht, die größte Tageszeitung des Landes zu verscherbeln (Abg. Belakowitsch: Bleiben wir beim ORF, es geht um den ORF!) und sich Zeitungen und Medien zu kaufen. (Abg. Belakowitsch: Reden wir über den ORF!) – Ja, ich verstehe schon, dass das sehr unangenehm ist, Frau Belakowitsch. Da können Sie jetzt ganz viel dazwischenschreien.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Es ist aber leider Tatsache: Man bekommt H.-C. Strache offensichtlich aus der FPÖ heraus, aber seinen Geist gibt es in der Freiheitlichen Partei nach wie vor. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Deimek.) Und dieser Geist geht gegen die Pressefreiheit und letztlich gegen die Demokratie. Das ist leider nichts Neues, aber es verschärft sich zunehmend, was man leider an diesem Dringlichen Antrag hier heute sieht.
Beifall bei den Grünen.
uns aber an den ewigen Zyklus, wie das mit den Freiheitlichen ist: Oppositionsbank, Regierungsbank, Anklagebank. (Beifall bei den Grünen.) Das ist die Geschichte der Freiheitlichen und ihrer Regierungsbeteiligungen. Wir haben nach Ibiza in zwei Ausschüssen ganz ausführlich darüber diskutiert und auch all die Chats gekriegt, die offenlegen, wie Sie mit der Demokratie, mit dem Geld der Republik, mit dem Geld der Steuerzahler:innen umgehen wollen.
Abg. Belakowitsch: Sie kommen jetzt zum Thema! Gratuliere!
Kommen wir aber zum eigentlichen Thema dieses heutigen Dringlichen Antrages! (Abg. Belakowitsch: Sie kommen jetzt zum Thema! Gratuliere!) Worum geht es hier eigentlich? Nach dem Ende der Schreckensdiktaturen von Nationalsozialismus und Faschismus sind öffentlich-rechtliche Medien, die der freien und unabhängigen Berichterstattung verpflichtet waren, ganz essenzielle Bausteine der Demokratie. (Abg. Belakowitsch: Reden Sie nicht über Demokratie!) Und es wundert mich natürlich nicht, dass die Freiheitliche Partei, die es nicht einmal geschafft hat, bei der Rede des Bundespräsidenten bei den Worten „nie wieder“ zu klatschen, diese Tradition in Europa, diese demokratische Errungenschaft nicht verteidigt und anstrebt, diese weiter zu stützen. Es ist letztlich nicht nur feindlich gegenüber der Presse-, der Medienfreiheit, es ist feindlich der Demokratie gegenüber. Das ist der wahre Geist der Freiheitlichen, er war es damals und er ist es bis heute. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: ... schlecht! Wird nicht besser!)
Abg. Belakowitsch: Reden Sie nicht über Demokratie!
Kommen wir aber zum eigentlichen Thema dieses heutigen Dringlichen Antrages! (Abg. Belakowitsch: Sie kommen jetzt zum Thema! Gratuliere!) Worum geht es hier eigentlich? Nach dem Ende der Schreckensdiktaturen von Nationalsozialismus und Faschismus sind öffentlich-rechtliche Medien, die der freien und unabhängigen Berichterstattung verpflichtet waren, ganz essenzielle Bausteine der Demokratie. (Abg. Belakowitsch: Reden Sie nicht über Demokratie!) Und es wundert mich natürlich nicht, dass die Freiheitliche Partei, die es nicht einmal geschafft hat, bei der Rede des Bundespräsidenten bei den Worten „nie wieder“ zu klatschen, diese Tradition in Europa, diese demokratische Errungenschaft nicht verteidigt und anstrebt, diese weiter zu stützen. Es ist letztlich nicht nur feindlich gegenüber der Presse-, der Medienfreiheit, es ist feindlich der Demokratie gegenüber. Das ist der wahre Geist der Freiheitlichen, er war es damals und er ist es bis heute. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: ... schlecht! Wird nicht besser!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: ... schlecht! Wird nicht besser!
Kommen wir aber zum eigentlichen Thema dieses heutigen Dringlichen Antrages! (Abg. Belakowitsch: Sie kommen jetzt zum Thema! Gratuliere!) Worum geht es hier eigentlich? Nach dem Ende der Schreckensdiktaturen von Nationalsozialismus und Faschismus sind öffentlich-rechtliche Medien, die der freien und unabhängigen Berichterstattung verpflichtet waren, ganz essenzielle Bausteine der Demokratie. (Abg. Belakowitsch: Reden Sie nicht über Demokratie!) Und es wundert mich natürlich nicht, dass die Freiheitliche Partei, die es nicht einmal geschafft hat, bei der Rede des Bundespräsidenten bei den Worten „nie wieder“ zu klatschen, diese Tradition in Europa, diese demokratische Errungenschaft nicht verteidigt und anstrebt, diese weiter zu stützen. Es ist letztlich nicht nur feindlich gegenüber der Presse-, der Medienfreiheit, es ist feindlich der Demokratie gegenüber. Das ist der wahre Geist der Freiheitlichen, er war es damals und er ist es bis heute. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: ... schlecht! Wird nicht besser!)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Nach dem Ende von NS-Zeit und Faschismus sind in ganz Europa öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten gegründet worden, die mit ihrem Bildungsauftrag und mit einer breiten und tiefgehenden Berichterstattung ein ganz wesentlicher Motor und Katalysator für die Demokratisierung waren, wie es Massenmedien ganz allgemein waren. (Zwischenruf des Abg. Wurm.) Es ist also die FPÖ, die heute erneut antritt, um diesen öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich zu beschneiden.
Abg. Amesbauer: Wo sind die?
Glücklicherweise gibt es aber in Österreich genug Menschen, die es anders sehen als die FPÖ. (Abg. Amesbauer: Wo sind die?) Jeden Tag nutzen 6,4 Millionen Menschen den ORF, 6,4 Millionen. (Abg. Wurm: Dann können die auch
Abg. Amesbauer: Ein Netflix-Abo ist günstiger!
zahlen! ... Freiwilligkeit, Frau Kollegin Maurer! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dort holt sich ein Großteil der Bevölkerung Tag für Tag seine Informationen. Der ORF besteht natürlich nicht nur aus ORF 1 und ORF 2 (Abg. Amesbauer: Ein Netflix-Abo ist günstiger!), der ORF bietet Inhalte in TV, Radio, auf orf.at und nahezu allen großen Social-Media-Plattformen.
Abg. Deimek: Das ist falsch, das wissen Sie! Das ist grundlegend falsch, aber das wissen Sie!
Durch seinen gesetzlich festgeschriebenen Auftrag hat der ORF für die Allgemeinheit Sendungen zur Information, Unterhaltung und Bildung bereitzustellen. Das unterscheidet ihn von den Privaten, die im Grunde zeigen können, was sie wollen. Die können ihr Programm in erster Linie nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gestalten. Themen wie Kunst, Kultur, Wissenschaft, Bildung, Inklusion oder auch Volksgruppen würden ohne den ORF kaum Sichtbarkeit erhalten. (Abg. Deimek: Das ist falsch, das wissen Sie! Das ist grundlegend falsch, aber das wissen Sie!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP
Da muss ich schon sagen, Frau Steger, Ihre Rede ist leider komplett – ich weiß nicht – gespalten wieder einmal. Auf der einen Seite beschweren Sie sich über den ORF im Allgemeinen und dann beschweren Sie sich über die Beschneidung der Sportberichterstattung. Also wie jetzt? Das geht sich insgesamt nicht aus. Ebenso wie es sich nicht ausgeht, dass Sie sich wieder einmal nicht auskennen, was denn überhaupt im ORF-Gesetz drinnen steht und wer denn für allfällige Sparprogramme zuständig ist. Es ist nämlich ausschließlich der Stiftungsrat und nicht die Politik (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP) – der Stiftungsrat, bei dem Sie ja einen Verwandten haben, der da eigentlich sehr viel Erfahrung hat. Gerd Bacher hat einmal den Satz gesagt: „Privatsender brauchen Programm, um Geld zu machen. Öffentlich-rechtliche Sender brauchen Geld, um Programm zu machen.“ – Der Wirtschaftsstandort braucht den ORF. Der ORF ist nicht nur der größte und wichtigste Arbeitgeber am heimischen Medienmarkt, er ist auch der wichtigste, mit Abstand der größte Kooperationspartner und Auftraggeber der heimischen Film- und Musikwirtschaft. Ohne einen starken ORF würde diesen Branchen eine wichtige Grundlage entzogen. Ich möchte ein paar Beispiele nennen.
Abg. Amesbauer: Mit Evidenz haben Sie ja nichts zu tun!
Auch die anderen Medien brauchen den ORF. Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass ein schwacher ORF den privaten Medien nutzt. Das Gegenteil ist der Fall. Es gibt sehr viel belastbare, international erhobene Evidenz, dass der Medienkonsum insgesamt stark leidet, wenn es keinen relevanten öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. (Abg. Amesbauer: Mit Evidenz haben Sie ja nichts zu tun!) Letztlich braucht es den ORF auch für die Stabilität am Werbemarkt. Große Player wie Ö3 sind unersetzlich, wenn es darum geht, das Preisniveau für Werbebuchungen zu halten. Das wissen und betonen auch private Sender wie zum Beispiel Kronehit. (Abg. Belakowitsch: Das fällt auch nur der Frau Maurer ein!)
Abg. Belakowitsch: Das fällt auch nur der Frau Maurer ein!
Auch die anderen Medien brauchen den ORF. Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass ein schwacher ORF den privaten Medien nutzt. Das Gegenteil ist der Fall. Es gibt sehr viel belastbare, international erhobene Evidenz, dass der Medienkonsum insgesamt stark leidet, wenn es keinen relevanten öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. (Abg. Amesbauer: Mit Evidenz haben Sie ja nichts zu tun!) Letztlich braucht es den ORF auch für die Stabilität am Werbemarkt. Große Player wie Ö3 sind unersetzlich, wenn es darum geht, das Preisniveau für Werbebuchungen zu halten. Das wissen und betonen auch private Sender wie zum Beispiel Kronehit. (Abg. Belakowitsch: Das fällt auch nur der Frau Maurer ein!)
Abg. Belakowitsch: Passt schon! – Abg. Amesbauer: Schauen Sie sich die Umfragen an!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist damit wohl deutlich geworden wie in vielen ganz anderen politischen Bereichen: Man sollte auch bei der Medienpolitik keinesfalls auf die Freiheitliche Partei hören. Sie konzentrieren sich lieber auf Propagandasender wie FPÖ TV, Russia Today und Fox News, wo Sie Radio Moskau rauf und runter spielen können, Ihre Propaganda, völlig faktenbefreit, wie Sie das in den letzten drei Jahren sehr deutlich gezeigt haben. (Abg. Belakowitsch: Passt schon! – Abg. Amesbauer: Schauen Sie sich die Umfragen an!)
Abg. Belakowitsch: Auch nicht, wie Sie sich das vorstellen!
Tatsache ist: Eine starke, unabhängige und freie Medienlandschaft – nicht so, wie sich das Heinz-Christian Strache in seinen SMS vorstellt – ist essenziell für eine demokratische Gesellschaft. (Abg. Belakowitsch: Auch nicht, wie Sie sich das vorstellen!) Ohne sie funktioniert es nicht, und da gehört der öffentlich-rechtliche Rundfunk dazu. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Wird Zeit, dass die Grünen wieder aus dem Parlament fliegen! Reden Sie nur weiter! – Abg. Amesbauer: Besser ein Haus im Grünen als Grüne im Haus!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Wird Zeit, dass die Grünen wieder aus dem Parlament fliegen! Reden Sie nur weiter! – Abg. Amesbauer: Besser ein Haus im Grünen als Grüne im Haus!
Tatsache ist: Eine starke, unabhängige und freie Medienlandschaft – nicht so, wie sich das Heinz-Christian Strache in seinen SMS vorstellt – ist essenziell für eine demokratische Gesellschaft. (Abg. Belakowitsch: Auch nicht, wie Sie sich das vorstellen!) Ohne sie funktioniert es nicht, und da gehört der öffentlich-rechtliche Rundfunk dazu. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Wird Zeit, dass die Grünen wieder aus dem Parlament fliegen! Reden Sie nur weiter! – Abg. Amesbauer: Besser ein Haus im Grünen als Grüne im Haus!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch: Das ist ja beim ORF ein bissel schwierig!
Ich lese Ihnen einen Satz vor, der auf auf1.tv existiert: „Die neue Weltordnung, die immer mehr mit subtiler Gewaltandrohung von den öko-kommunistischen linken Globo-Homo-Eliten durchgesetzt werden soll, beinhaltet nicht nur die Corona-Plandemie und den Klimaschwindel, sondern auch die Transgender Ideologie.“ – Gesendet werden übrigens auch Inhalte von auf1.tv auf dem steirischen Sender RTV. Bei all dem ist die FPÖ immer herzlich gerne gesehen und zu Gast. Es sind aber nur zwei von vielen Beispielen, die verdeutlichen, dass wir eine funktionierende Medienlandschaft in Österreich brauchen. Wir brauchen Qualitätsmedien, wir brauchen eine Berichterstattung, bei der wir uns darauf verlassen können, dass das stimmt, was berichtet wird. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Belakowitsch: Das ist ja beim ORF ein bissel schwierig!)
Beifall bei den NEOS.
Diese Botschaften sind fatal, weil das heißt, man kann beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen, was immer man möchte, es hat überhaupt keine Konsequenzen. Und das ist höchst irritierend. Entschuldigen Sie: Warum sollen wir alle den ORF mitfinanzieren und dieses Verhalten mit unserem Geld sponsern? Das darf einfach nicht sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Mit der Haushaltsabgabe steht jetzt einmal eine Überschrift im Raum. Alle weiterführenden Fragen bleiben unbeantwortet, außer dass Sie sagen, Frau Ministerin, es habe so einen großen Stillstand in der Medienpolitik gegeben und Sie würden jetzt diesem Stillstand entgegentreten. Ich möchte daran erinnern, dass es Sebastian Kurz war, der von 2020 bis 2021 der zuständige Medienminister war, und davor war es Blümel als Staatssekretär von 2017 bis 2019. Also ich weiß nicht, ob Sie sich gerade selbst von dieser vorherigen Regierung distanzieren. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
sagen! – Abg. Leichtfried – in Richtung Abg. Amesbauer –: Das ist ja nur ein Zitat!) Aber, liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, Sie haben ja auch einen Punkt drinnen: Es kann nicht sein, dass wir jetzt über eine ORF-Finanzierung sprechen, ohne wirklich ganz grundlegende Fragen vorher zu klären. (Beifall bei den NEOS.) Wir müssen uns die Frage stellen: Was ist denn eigentlich der öffentlich-rechtliche Auftrag im Jahr 2023 und darüber hinaus? Wie soll denn ein ORF der Zukunft aussehen?
Beifall bei den NEOS.
Wir wissen derzeit einfach nicht mehr, was die Aufgabe eines Öffentlich-Rechtlichen ist. Diese Fragestellungen werden ja eigentlich auch von den Verantwortlichen gemieden. Wir hören einfach nur ein Buzzword-Bingo von Ihnen, und das führt dann dazu, dass totales Chaos ausbricht. Im Augenblick schreien alle nur mehr durcheinander: Das RSO muss erhalten bleiben – nein, das RSO ist nur etwas für Eliten! Sport plus muss erhalten bleiben – nein, das braucht niemand! Es herrscht totales Chaos, es herrscht totale Verunsicherung und es herrscht seitens der Politik maximale Beschädigung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Zarits: Sind wir lustig heute?!
Es fehlt also jede – jede! – ernsthafte Debatte über den ORF. Das ist aber die Basis, das müssen wir klären. Wir müssen den öffentlich-rechtlichen Auftrag klären, und wenn wir das gemacht haben, dann brauchen wir eine Gremienreform. Wir müssen den ORF zwingend, umgehend und sofort entpolitisieren. Wir müssen beispielsweise das Anhörungsrecht der Landeshauptleute abschaffen. Es sitzen hier ja auch einige junge Leute: Stellt euch einmal vor, ihr bewerbt euch für einen Job, es ist ein interessantes Gespräch, und plötzlich sitzt da der Landeshauptmann und redet ein Wörtchen mit – das ist ja völlig absurd – und fragt: Na, welche Partei wählen wir denn? Passt denn das in unser Programm? (Abg. Zarits: Sind wir lustig heute?!) Das darf heute einfach nicht mehr sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es fehlt also jede – jede! – ernsthafte Debatte über den ORF. Das ist aber die Basis, das müssen wir klären. Wir müssen den öffentlich-rechtlichen Auftrag klären, und wenn wir das gemacht haben, dann brauchen wir eine Gremienreform. Wir müssen den ORF zwingend, umgehend und sofort entpolitisieren. Wir müssen beispielsweise das Anhörungsrecht der Landeshauptleute abschaffen. Es sitzen hier ja auch einige junge Leute: Stellt euch einmal vor, ihr bewerbt euch für einen Job, es ist ein interessantes Gespräch, und plötzlich sitzt da der Landeshauptmann und redet ein Wörtchen mit – das ist ja völlig absurd – und fragt: Na, welche Partei wählen wir denn? Passt denn das in unser Programm? (Abg. Zarits: Sind wir lustig heute?!) Das darf heute einfach nicht mehr sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Es gibt ja auch im ORF Menschen, die aufstehen und sich dagegen wehren, es gibt genügend Stellungnahmen seitens des Redakteursrates, aber das verfängt sich anscheinend nicht in der Politik, da agiert man planlos, und das lässt ja auch die Medienexperten und -expertinnen dieses Landes ratlos zurück. Man fragt sich schon, was denn eigentlich das Ziel dieser ganzen Übung ist, ob da nicht einfach der ORF weiterhin geschwächt werden soll, der Generaldirektor sturmreif geschossen werden soll, und dann hat man einfach noch mehr Durchgriffsrecht im Öffentlich-Rechtlichen – und das gilt es auch zu verhindern! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Thomas Spalt (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Geschätzte Abgeordnete! Hohes Haus! Vielleicht vorweg: Kollege Leichtfried hat vorhin gemeint, die FPÖ wolle den ORF zerschlagen, aber – an Sie, Kollege Leichtfried, aber auch an Kollegin Maurer – zwischen Zerschlagen und der Forderung nach objektiver Berichterstattung und Sparsamkeit ist ein riesenriesengroßer Unterschied. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Wie war das in Graz: 700 000 Euro!? Erklären Sie das einmal! – Abg. Egger: Leider ist er aus Vorarlberg!
Dass gerade objektive Berichterstattung und Sparsamkeit nicht unbedingt die Topsteckenpferde der Sozialdemokratie und der Grünen sind, das wissen wir auch hier in diesem Haus. (Abg. Leichtfried: Wie war das in Graz: 700 000 Euro!? Erklären Sie das einmal! – Abg. Egger: Leider ist er aus Vorarlberg!)
Abg. Leichtfried: Der Klubdirektor zahlt 700 000 Euro präventiv zurück? Das ist auch sehr sparsam! – Heiterkeit des Abg. Egger.
Geschätzte Damen und Herren! Die Bundesregierung versucht wieder und wieder, den schwarz-grünen Belastungsstrick enger und enger um den Hals der österreichischen Bevölkerung zu spannen. (Abg. Leichtfried: Der Klubdirektor zahlt 700 000 Euro präventiv zurück? Das ist auch sehr sparsam! – Heiterkeit des Abg. Egger.) Wir haben es heute schon gehört: Rund 676 Millionen Euro wird der ORF im Jahr 2023 einnehmen – 676 Millionen Euro, geschätzte Damen und Herren, bei denen sich der österreichische Bürger zu Recht fragt: Warum soll ich das bezahlen?
Zwischenruf des Abg. Zorba
eine Sache, die ja sowieso jedem ohne jegliches Zutun zugutekommt, mit Steuergeld Werbung im ORF geschalten wird (Zwischenruf des Abg. Zorba) – wobei vielleicht „zugutekommt“ da nicht ganz richtig ist, denn eigentlich müsste die Werbeeinschaltung lauten: Tausche kalte Progression gegen Inflation, Ihre Bundesregierung!
Beifall bei der FPÖ.
Zum einen gibt es da seit Jahren eine bestimmte Berichterstattungskultur, die sich beim ORF etabliert hat. Gerade in den letzten Jahren, insbesondere zum Thema Pandemie und Impfpflicht, vermissen viele Österreicher eine neutrale Berichterstattung, wie sie einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk anstehen würde. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Belakowitsch – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Spalt –: Du musst uns auch klatschen lassen! Du musst auch manchmal Pausen machen!
Geschätzte Damen und Herren! Wir Freiheitlichen sagen ganz klar Nein zu dieser neuen geplanten Zwangsabgabe. Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung, gehen Sie noch einmal in sich! Hören Sie auf die österreichische Bevölkerung! Hören Sie auf die österreichischen Steuerzahler und nehmen Sie Abstand von der Einführung dieser neuen ORF-Zwangsgebühr! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Belakowitsch – in Richtung des sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Spalt –: Du musst uns auch klatschen lassen! Du musst auch manchmal Pausen machen!)
Beifall bei der ÖVP.
dahinsagen, dass man ein wichtiges Orchester einsparen will; auch kein Generaldirektor des ORF – das weiß man. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: War das nicht eure Idee?
Der ORF muss bestimmt sparen (Abg. Leichtfried: War das nicht eure Idee?), aber ich glaube, nicht in der Kultur – weder beim Orchester noch, wie ich finde, bei ORF III. Er muss eine langfristige und stabile Lösung für dieses wunderbare Orchester finden, denn diese Diskussion, die immer wieder kommt, kann man eigentlich vernachlässigen. Es wurde schon einmal die ORF-Bigband eingespart, es gab auch einmal einen ORF-Chor. Notabene: Der ARD hat im Übrigen 16 Ensembles und Orchester.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Weil im Zusammenhang mit dem ORF auch immer wieder die Stichworte Digitalisierung und Streaming fallen: Ich sage, in einer digitalen Welt brauchen wir auch stark das Analoge, das ist extrem wichtig. Da muss ich auch wieder meinen Lieblingssatz hervorholen: Kunst ist wie Küssen, das muss man auch spüren, live und echt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Zum Schluss: Beim Einzug hier ins neu renovierte Parlament ist mir eine historische Abbildung untergekommen, auf der zu sehen ist, wie Abgeordnete im Bundesversammlungssaal Obstruktion, also Störung, mit Musikinstrumenten verüben. Herr ORF-Generaldirektor! Ich habe jetzt aufgrund der Dringlichkeit dieser Debatte leider heute hier kein Instrument parat, aber ich glaube, einige Abgeordnete und auch die versammelte Kultur Österreichs haben Ihnen in den letzten Tagen ziemlich den Marsch geblasen, und ich hoffe, Sie haben das auch gehört. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
nicht genau, was gemeint ist, denn gleichzeitig sagen Sie – Ihre Äußerungen waren ein bisschen gespalten–, dass die Qualität erhalten bleiben muss, nein, noch gesteigert werden sollte und dass wir den ORF in die Zukunft führen müssen. Also ganz kenne ich mich nicht aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.
Wir brauchen den ORF als multimediales Plattformunternehmen, und dafür braucht es schon eine gute Absicherung. Das Radio-Symphonieorchester ist ja nicht zum ersten Mal genannt worden, die Frau Kollegin hat es jetzt auch sehr ausführlich von der Bedeutung her erwähnt. Ja, wir haben einen Antrag formuliert, ich bin ja gerne dazu bereit, wenn wir alle einen Antrag auf Erhalt des Radio-Symphonieorchesters unterschreiben können, ihn gemeinsam einzubringen und im nächsten Kulturausschuss zu diskutieren. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Weratschnig.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Radio-Symphonieorchester ist mir genauso wichtig wie zum Beispiel die österreichische Filmwirtschaft. Wir sind so stolz auf den österreichischen Film, und ja, es gibt jetzt Zusatzgelder, aber trotzdem hängen daran Tausende Arbeitsverhältnisse, und die offenen Briefe von Film Austria, der offene Aufruf von mindestens jetzt schon 800 Künstlerinnen und Künstlern an die Bundesregierung, aber auch eine Petition zum Erhalt des RSO mit 77 000 Unterschriften sprechen ja schon auch eine sehr deutliche Sprache, nämlich dafür, dass wir endlich ins Reden und Diskutieren darüber kommen, wie wir uns den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Zukunft vorstellen, unter Einbindung möglichst vieler, die ihn auch konsumieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
öffentlichen Auftrages weiterzuentwickeln. Das ist unsere Aufgabe. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Heinisch-Hosek.
Pult, und auch Gratulation an ihr gesamtes Team! (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Heinisch-Hosek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Werte Zuseherinnen und Zuseher vor den Bildschirmen und hier im Haus! Das, was uns lieb geworden ist – und das festzuhalten ist, glaube ich, ganz wichtig, weil wir heute so einige Beiträge der FPÖ gehört haben –, will die FPÖ zerschlagen. Das muss man hier ganz deutlich auch zur Sprache bringen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das, was unserer Heimat guttut, was unsere Heimat ausmacht, wollt ihr verscherbeln, will die FPÖ auf Grundlage von Kooperationen, von spendenfreudigen Firmen verscherbeln und diesen öffentlichen Auftrag unterminieren. – Das wollen wir nicht!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wir unterstützen diesen öffentlichen Auftrag. Solange es Grüne in der Regierung gibt, wird es auch ein klares Ziel für uns Grüne sein, diesen öffentlichen Auftrag des unabhängigen ORF zu erhalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Sind die großartig!
Werte Abgeordnete, der ORF hat gespart, der ORF hat in den letzten fünf Jahren gespart: circa eine halbe Milliarde Euro, 200 Millionen Euro beim Personalaufwand – niedrigster Lohnabschluss (Abg. Belakowitsch: Sind die großartig!); in den letzten 15 Jahren wurden 25 Prozent der Mitarbeiter:innen nicht mehr nachbesetzt. Es wurde da viel getan, das muss man ganz klar und deutlich sagen. (Abg. Belakowitsch: Bei den jetzigen prekären Verhältnissen arbeiten ...!) Natürlich gibt es auch weitere Potenziale, und ich glaube auch, dass wir über Gagen und Strukturen im ORF auch transparent und öffentlich diskutieren und reden müssen.
Abg. Belakowitsch: Bei den jetzigen prekären Verhältnissen arbeiten ...!
Werte Abgeordnete, der ORF hat gespart, der ORF hat in den letzten fünf Jahren gespart: circa eine halbe Milliarde Euro, 200 Millionen Euro beim Personalaufwand – niedrigster Lohnabschluss (Abg. Belakowitsch: Sind die großartig!); in den letzten 15 Jahren wurden 25 Prozent der Mitarbeiter:innen nicht mehr nachbesetzt. Es wurde da viel getan, das muss man ganz klar und deutlich sagen. (Abg. Belakowitsch: Bei den jetzigen prekären Verhältnissen arbeiten ...!) Natürlich gibt es auch weitere Potenziale, und ich glaube auch, dass wir über Gagen und Strukturen im ORF auch transparent und öffentlich diskutieren und reden müssen.
Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Aber die politische Verantwortung heißt ...!
Hoyos-Trauttmansdorff, Krisper und Scherak), aber trotzdem braucht es eine politische Verantwortung – eine politische Verantwortung in einem öffentlichen Auftrag. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Aber die politische Verantwortung heißt ...!) Das ist keine alleinige Expertenfrage, sondern das ist eine politische Aufgabe, genauso wie auch die Finanzierung letztendlich eine politische Aufgabe ist. (Abg. Scherak: Wo ist ... eine politische Aufgabe?)
Abg. Scherak: Wo ist ... eine politische Aufgabe?
Hoyos-Trauttmansdorff, Krisper und Scherak), aber trotzdem braucht es eine politische Verantwortung – eine politische Verantwortung in einem öffentlichen Auftrag. (Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Aber die politische Verantwortung heißt ...!) Das ist keine alleinige Expertenfrage, sondern das ist eine politische Aufgabe, genauso wie auch die Finanzierung letztendlich eine politische Aufgabe ist. (Abg. Scherak: Wo ist ... eine politische Aufgabe?)
Abg. Deimek: Und zahlen auch gerne für die ...!
Entweder budgetfinanziert oder auf der Grundlage einer Haushaltsabgabe, wie auch die Ministerin heute bereits erwähnt hat: fair, günstiger, einfach und für alle. Wir leben auch alle hier in Österreich, und das tun wir gerne, das tun wir mit Freude (Abg. Deimek: Und zahlen auch gerne für die ...!) und auch mit ein wenig Stolz auf unser Land der Kulturen, auf unsere Künstler:innen und Sportler:innen. Auf jeden Fall: Glück auf – auf einen öffentlichen, rechtlich unabhängigen ORF! Ich wünsche ihm das Allerbeste, und wir alle sind gefordert, alles daranzusetzen, dass wir den ORF auch dementsprechend erhalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Entweder budgetfinanziert oder auf der Grundlage einer Haushaltsabgabe, wie auch die Ministerin heute bereits erwähnt hat: fair, günstiger, einfach und für alle. Wir leben auch alle hier in Österreich, und das tun wir gerne, das tun wir mit Freude (Abg. Deimek: Und zahlen auch gerne für die ...!) und auch mit ein wenig Stolz auf unser Land der Kulturen, auf unsere Künstler:innen und Sportler:innen. Auf jeden Fall: Glück auf – auf einen öffentlichen, rechtlich unabhängigen ORF! Ich wünsche ihm das Allerbeste, und wir alle sind gefordert, alles daranzusetzen, dass wir den ORF auch dementsprechend erhalten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Wah-Rufe bei den Grünen
Kollegen! Wir haben bei der Rede von Kollegen Weratschnig gerade wunderbar die Doppelmoral der Grünen gesehen (Wah-Rufe bei den Grünen), in einer Art und Weise, wie man das selten sieht. Bei den Grünen ist es nämlich immer so: Wenn die anderen etwas machen, dann ist es ganz, ganz böse, wenn man es aber selber macht – wie beispielsweise Herrn Lockl in einem Sideletter zum Vorsitzenden beim ORF zu machen –, dann ist das ganz normal und dann ist das natürlich redlich, denn wir sind ja die Grünen und wir wissen es besser und machen es besser. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Kollegen! Wir haben bei der Rede von Kollegen Weratschnig gerade wunderbar die Doppelmoral der Grünen gesehen (Wah-Rufe bei den Grünen), in einer Art und Weise, wie man das selten sieht. Bei den Grünen ist es nämlich immer so: Wenn die anderen etwas machen, dann ist es ganz, ganz böse, wenn man es aber selber macht – wie beispielsweise Herrn Lockl in einem Sideletter zum Vorsitzenden beim ORF zu machen –, dann ist das ganz normal und dann ist das natürlich redlich, denn wir sind ja die Grünen und wir wissen es besser und machen es besser. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Darüber hinaus, Herr Kollege Weratschnig: Sie haben gesagt, es gibt eine politische Verantwortung und eine politische Aufgabe. Jetzt erklären Sie mir einmal, wo im unabhängigen Journalismus die politische Verantwortung und wo die politische Aufgabe ist! Wie geht das für Sie zusammen? Wie geht es für Sie zusammen, dass ein ORF-Landeschef von einem Landeshauptmann mitausgewählt wird? Das ist nämlich genau das, was die politische Verantwortung macht. Das ist genau die Nichtunabhängigkeit des ORF, die eben ein Problem ist, wobei die Grünen hier leider nicht hilfreich sind. Und das sehen wir regelmäßig. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Steger: Der Haselsteiner war vorher auch ganz unabhängig!
Die einzige Stiftungsrätin, die unabhängig bestellt wurde, ist die von NEOS. Da hat es eine Ausschreibung gegeben, und wir haben hier eine international renommierte Expertin gefunden (Abg. Steger: Der Haselsteiner war vorher auch ganz unabhängig!), die gesagt hat, sie will das machen. Die ist nicht Parteimitglied und hat auch darüber hinaus mit uns nichts zu tun. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Die einzige Stiftungsrätin, die unabhängig bestellt wurde, ist die von NEOS. Da hat es eine Ausschreibung gegeben, und wir haben hier eine international renommierte Expertin gefunden (Abg. Steger: Der Haselsteiner war vorher auch ganz unabhängig!), die gesagt hat, sie will das machen. Die ist nicht Parteimitglied und hat auch darüber hinaus mit uns nichts zu tun. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das ist, glaube ich, der Weg, den wir gehen müssen, um den ORF zu entpolitisieren. Sonst passiert das, was wir in der letzten Koalition zwischen Schwarz und Blau gesehen haben. Die Sache mit Strache wurde schon angesprochen. Wir haben damals an vielen Beispielen gesehen, wie die schwarz-blaue Regierung in den ORF hineinregiert hat, aber ein besonderes Zuckerl war das Fitnessprogramm, das H.-C. Strache präsentiert hat. Wo ist bitte der Mehrwert im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wenn der Vizekanzler zeigt, wie er ins Fitnessstudio geht, und dafür 15 Minuten zur besten Sendezeit bekommt? Das kann nur politisch beauftragt sein. Genau so hat die FPÖ damals in der Zeit agiert. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch – erheitert –: ...unabhängig und äquidistant zu allen Parteien!
Parteien herausbringen; denn – und das ist der Fehler, den wir teilweise auch hier in der Debatte hören – es ist nicht das Problem der ORF an sich, es sind nicht die Journalisten (Abg. Belakowitsch – erheitert –: ...unabhängig und äquidistant zu allen Parteien!), sondern das Problem des ORF sind rein die parteipolitischen Einflussnahmen, die wir über die letzten Jahrzehnte gesehen haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Parteien herausbringen; denn – und das ist der Fehler, den wir teilweise auch hier in der Debatte hören – es ist nicht das Problem der ORF an sich, es sind nicht die Journalisten (Abg. Belakowitsch – erheitert –: ...unabhängig und äquidistant zu allen Parteien!), sondern das Problem des ORF sind rein die parteipolitischen Einflussnahmen, die wir über die letzten Jahrzehnte gesehen haben. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das sind die Dinge, Frau Bundesministerin, die Sie als Erstes angehen müssen, bevor wir über die Finanzierung reden. Besonders wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass endlich die Politik raus aus diesem ORF kommt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Beim ORF gibt es Luxuspensionen. Es gibt Luxuspensionsvereinbarungen, allerdings nur für die selbsternannte Anchor-Elite. Der Kollege von den Grünen hat vorhin gesagt, es ist viel an Personal eingespart worden. Das mag ja gut klingen, aber gleichzeitig gibt es dann Leistungen, die von außen erbracht werden, von Personen, die in prekären Verhältnissen arbeiten müssen. Das lehnen wir zutiefst ab! Wir wollen keinen Dreiklassen-ORF haben, bestehend aus einer selbsternannten Elite mit den Millionengagen, aus ein paar Mitarbeitern aus dem Altbestand, und der Rest arbeitet in prekären Verhältnissen. Das ist nicht der ORF der Zukunft! Das ist nicht der ORF, wie wir ihn uns vorstellen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
heutigen Tag kein Mensch aus der ORF-Riege dafür entschuldigt hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben heute überhaupt nichts gesagt, was irgendwie ernst zu nehmen war. Sie sind mit ein paar Floskeln hergekommen: Der ORF soll österreichischer werden, dafür stehen Sie, und Sie möchten jetzt, dass der ORF spart, weil die GIS-Gebühr wegfällt. Dafür machen wir eine Haushaltsabgabe, und in den Medien wird kolportiert, die soll in etwa 16,50 Euro betragen. 16,50 Euro werden dann monatlich automatisch abgezogen. Bei rund vier Millionen Haushalten würde das eine Summe von 792 Millionen Euro pro Jahr ausmachen. Frau Bundesminister, das sind 130 Millionen Euro mehr, die Sie dann jährlich dem ORF und Ihrem neuen Generaldirektor Weißmann geben werden. Und da muss ich Ihnen sagen: Das haben die Österreicher nicht verdient, dass sie von Ihnen auch noch hinters Licht geführt werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Steinacker: In Wien gibt es das auch! Und auch in Kärnten!
Ich hätte mir nach all den Skandalen, die wir im ORF in den letzten Monaten erlebt haben, mehr erwartet. Ich erinnere nur an den ORF-Niederösterreich, Herrn Ziegler, der auf Bestellung Programm geliefert hat und weich gefallen ist - - (Abg. Steinacker: In Wien gibt es das auch! Und auch in Kärnten!) Da mögen Sie schon recht haben, Frau Kollegin aus Niederösterreich, wenn Sie sagen, das gibt es in Wien auch. Ja, ganz bestimmt! Aber Herr Ziegler ist halt jetzt vor der Landtagswahl in Niederösterreich aufgefallen, und das müssen Sie sich halt auch gefallen lassen. Es tut mir leid für Sie, dass das jetzt gerade in Wien nicht aufgepoppt ist, aber in Niederösterreich eben sehr wohl. Damit müssen Sie leben.
Beifall bei der FPÖ.
Frau Bundesministerin, Sie sind dafür verantwortlich! Sie sind dafür verantwortlich, mit den Skandalen im ORF adäquat umzugehen, die auch aufzuklären. Es ist nicht Ihre Aufgabe, diese Skandale zuzudecken. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was ist im ersten Schritt für die ÖVP wichtig? – Erstens dass der ORF Einsparungspotenzial im eigenen Bereich erkennt und nach Gesprächen und Verhandlungen konsensual umsetzt und dass, zweitens, wie auch immer die Finanzierungsform in Zukunft aussehen wird, es für den bisherigen GIS-Beitragszahler billiger wird. Angesichts dessen, dass weder die Koalition noch die Bundesregierung Leitlinien vorgestellt haben, wird mit Behauptungen und Annahmen spekuliert, die jeglicher sachlicher Grundlage entbehren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Was wir haben, sind einzelne durchgesickerte ORF-Sparvorschläge von Roland Weißmann, die vom Radio-Symphonieorchester bis zum Sportkanal reichen. Das ist für mich persönlich nicht vorstellbar, weder, was das RSO anbelangt, noch Sport plus, der für die heimische Sportszene und deren Sponsoring von immenser Bedeutung ist. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die große Mehrheit der Österreicher will einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und sagt Ja zum ORF. Der ORF ist eine nationale identitätsstiftende Medieninstitution mit einem eindeutigen gesetzlichen Auftrag. Ja, es wäre verlockend, Anmerkungen zu diesem Gesetzesauftrag zu machen, ob der ORF ihn auch im Sinne von Information, Kultur, Sport und der anderen gesellschaftlichen Bereiche ausübt. Als täglicher ORF-Konsument kann ich sagen, dass da bei der Ausgewogenheit der Berichterstattung, beim Respekt mancher Redakteure, bei der Transparenz noch viel Luft nach oben ist, um nur einige Beispiele zu nennen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ja zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, weil ich keine rein privatisierte Medienwelt möchte, deren einzige Parameter Unterhaltung mit „Tutti Frutti“, dem „Bachelor“ oder dem „Dschungelcamp“ sind, oder keine Nachrichten à la FPÖ-Fernsehen, demgegenüber Grimms Märchen als reine Sachbücher erscheinen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe FPÖ, bei aller Kritik, die man an einer GIS-Gebühr oder an einer geplanten Haushaltsabgabe üben kann: Eines geht aus Ihrem Antrag nicht hervor, nämlich wie Sie den ORF finanzieren wollen; das steht nirgends. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Bildungsauftrag erfüllen. Fakt ist auch: Es gibt ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes, nach dem das Onlinestreaming auch kostenpflichtig sei. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das heißt, schon alleine aus diesen Gründen müssen wir über die Finanzierung des ORF sprechen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Bildungsauftrag erfüllen. Fakt ist auch: Es gibt ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes, nach dem das Onlinestreaming auch kostenpflichtig sei. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Das heißt, schon alleine aus diesen Gründen müssen wir über die Finanzierung des ORF sprechen. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Genau wie es der Zufall möchte, und da tut mir als Sportsprecher auch das Herz weh, hört man in dieser Diskussion plötzlich von der geplanten Streichung des Spartensenders ORF Sport plus. Dass da natürlich die Sportwelt in Aufruhr ist, wird Ihnen, glaube ich, auch bewusst sein. Ich möchte es aber gleich ganz kurz machen. Wer auch immer diese Schnapsidee gehabt hat, das zu streichen: Vergessen Sie diese Idee bitte gleich wieder! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Skifahrer wären wichtig!
Schauen wir uns an, was das überhaupt bedeutet: Mit einer Streichung des ORF Sport plus lassen Sie ja ausgerechnet jene von der Bildfläche verschwinden, die ohnehin kaum Werbepräsenz haben. Wer ist das? – Das sind die Randsportarten, das sind die Breitensportler und Behindertensportler. Da geht es nicht um den Fußball, um Skifahren, um das, wo das große Geld daheim ist. (Abg. Hörl: Skifahrer wären wichtig!) Da geht es um jene Sportlerinnen und Sportler, die eben nicht das Sponsoring haben, das sie bräuchten, um erfolgreich in ihrem Sport zu sein, um auch eine Bühne zu bekommen.
Beifall bei der SPÖ.
Was Sport für die Gesundheit einer Gesellschaft, für die Volkswirtschaft bedeutet, brauche ich, glaube ich, heute nicht mehr sonderlich lange zu erklären. Eines ist jedoch gewiss: Diesen Angriff wird sich der organisierte österreichische Sport sicherlich nicht gefallen lassen. (Beifall bei der SPÖ.) Im Sport wird nämlich der Zusammenhalt gelebt.
Ruf: Scherben bringen Glück!
Frau Kollegin Steger, ich finde das auch sehr interessant - - (Ein Wasserglas fällt vom Präsidium und zerbricht am Boden.) – Hoppla! Ich finde das auch sehr interessant - - (Ruf: Scherben bringen Glück!) – Scherben bringen Glück: Ich hoffe, das trägt dazu bei, dass der ORF-Sportsender erhalten bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Steger, ich finde das auch sehr interessant - - (Ein Wasserglas fällt vom Präsidium und zerbricht am Boden.) – Hoppla! Ich finde das auch sehr interessant - - (Ruf: Scherben bringen Glück!) – Scherben bringen Glück: Ich hoffe, das trägt dazu bei, dass der ORF-Sportsender erhalten bleibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Steger.
Frau Kollegin Steger, sich einerseits als die Retterin des Sports hierherzustellen und andererseits gleichzeitig die Abschaffung von Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu fordern geht sich, glaube ich, ganz einfach nicht aus – das hatscht ein bissl. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Steger.)
Beifall bei der SPÖ.
Was wir brauchen, ist ein neues Finanzierungsmodell für den ORF, das zum einen die Unabhängigkeit des Mediums sichert und sozial ausgewogen ist und das zum anderen dem öffentlich-rechtlichen Auftrag nachkommt, auch die Vielfalt des österreichischen Sports abzubilden. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kaniak.
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe eigentlich erwartet, dass das jetzt eine relativ spektakuläre Dringliche wird. Populismus können Sie von der FPÖ ja an und für sich, aber das ist jetzt schon eine sehr fade und zache Gschicht, die Sie da präsentieren. (Zwischenruf des Abg. Kaniak.) Wahnsinnig viel ist da nicht gekommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Michel Reimon, MBA (Grüne): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe eigentlich erwartet, dass das jetzt eine relativ spektakuläre Dringliche wird. Populismus können Sie von der FPÖ ja an und für sich, aber das ist jetzt schon eine sehr fade und zache Gschicht, die Sie da präsentieren. (Zwischenruf des Abg. Kaniak.) Wahnsinnig viel ist da nicht gekommen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steger
sich ja auch nicht, na gut. Wenn Sie das nicht fordern, dann hätte ich erwartet, dass Sie dann vielleicht eine Finanzierung über die GIS und die Beibehaltung der GIS fordern (Zwischenruf der Abg. Steger), wurscht was der Verfassungsgerichtshof sagt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das trauen Sie sich aber auch nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie fordern ja überhaupt nichts. Sie sagen einfach nur, was nicht passieren soll. Das, sorry, kann jeder. Dafür, dass Sie hier eigentlich gar nichts fordern und damit eine Dringliche machen, kassieren Sie ziemlich viel Geld. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
sich ja auch nicht, na gut. Wenn Sie das nicht fordern, dann hätte ich erwartet, dass Sie dann vielleicht eine Finanzierung über die GIS und die Beibehaltung der GIS fordern (Zwischenruf der Abg. Steger), wurscht was der Verfassungsgerichtshof sagt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das trauen Sie sich aber auch nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie fordern ja überhaupt nichts. Sie sagen einfach nur, was nicht passieren soll. Das, sorry, kann jeder. Dafür, dass Sie hier eigentlich gar nichts fordern und damit eine Dringliche machen, kassieren Sie ziemlich viel Geld. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
sich ja auch nicht, na gut. Wenn Sie das nicht fordern, dann hätte ich erwartet, dass Sie dann vielleicht eine Finanzierung über die GIS und die Beibehaltung der GIS fordern (Zwischenruf der Abg. Steger), wurscht was der Verfassungsgerichtshof sagt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das trauen Sie sich aber auch nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie fordern ja überhaupt nichts. Sie sagen einfach nur, was nicht passieren soll. Das, sorry, kann jeder. Dafür, dass Sie hier eigentlich gar nichts fordern und damit eine Dringliche machen, kassieren Sie ziemlich viel Geld. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
sich ja auch nicht, na gut. Wenn Sie das nicht fordern, dann hätte ich erwartet, dass Sie dann vielleicht eine Finanzierung über die GIS und die Beibehaltung der GIS fordern (Zwischenruf der Abg. Steger), wurscht was der Verfassungsgerichtshof sagt. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das trauen Sie sich aber auch nicht. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie fordern ja überhaupt nichts. Sie sagen einfach nur, was nicht passieren soll. Das, sorry, kann jeder. Dafür, dass Sie hier eigentlich gar nichts fordern und damit eine Dringliche machen, kassieren Sie ziemlich viel Geld. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Berlakovich.
Man muss den Leuten schon auch sagen: Das, was Sie jetzt machen, dass Sie andere Finanzierungen weghaben wollen, bedeutet natürlich, dass die Leute, zum Beispiel Pensionist:innen, die jetzt eine GIS-Gebühr zahlen und den ORF jetzt im Fernsehen schauen, weiterhin zahlen würden, wenn Sie bei dem bleiben wollen, während die jungen Leute, die im Internet streamen und einen Job haben, mit dem sie das finanzieren können, ausgelassen sind. Mit der jetzigen Lösung zahlen die jungen Leute für den ORF mit, und die Pensionistinnen und Pensionisten müssen weniger zahlen. Den Leuten wird Geld erspart, und genau dagegen protestiert die FPÖ, wenn sie hergeht und sagt, das soll nicht passieren. Ich muss sagen, ich verstehe, dass Sie sich nicht laut zu sagen trauen, dass Sie das haben wollen. Das würde ich an Ihrer Stelle auch nicht sagen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Berlakovich.)
Zwischenruf des Abg. Amesbauer
Dann etwas, das nicht langweilig ist und das mir bis jetzt zu wenig betont worden ist – ich glaube, darauf muss ich schon hinaus –: Dieser Entschließungsantrag, den Sie da bringen, ist in der Begründung in Wahrheit ein Skandal. Ich kann mich nicht erinnern, dass schon einmal eine Parlamentspartei in einem Antrag einzelne Journalisten und Journalistinnen namentlich für ihre Berichterstattung kritisiert und den Antrag (Zwischenruf des Abg. Amesbauer) quasi zur Verurteilung von Journalist:innen verwendet hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) So etwas habe ich eigentlich überhaupt noch nicht gesehen. (Abg. Amesbauer: ... kritisieren uns ja auch! – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Dann etwas, das nicht langweilig ist und das mir bis jetzt zu wenig betont worden ist – ich glaube, darauf muss ich schon hinaus –: Dieser Entschließungsantrag, den Sie da bringen, ist in der Begründung in Wahrheit ein Skandal. Ich kann mich nicht erinnern, dass schon einmal eine Parlamentspartei in einem Antrag einzelne Journalisten und Journalistinnen namentlich für ihre Berichterstattung kritisiert und den Antrag (Zwischenruf des Abg. Amesbauer) quasi zur Verurteilung von Journalist:innen verwendet hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) So etwas habe ich eigentlich überhaupt noch nicht gesehen. (Abg. Amesbauer: ... kritisieren uns ja auch! – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Abg. Amesbauer: ... kritisieren uns ja auch! – Zwischenruf der Abg. Steger.
Dann etwas, das nicht langweilig ist und das mir bis jetzt zu wenig betont worden ist – ich glaube, darauf muss ich schon hinaus –: Dieser Entschließungsantrag, den Sie da bringen, ist in der Begründung in Wahrheit ein Skandal. Ich kann mich nicht erinnern, dass schon einmal eine Parlamentspartei in einem Antrag einzelne Journalisten und Journalistinnen namentlich für ihre Berichterstattung kritisiert und den Antrag (Zwischenruf des Abg. Amesbauer) quasi zur Verurteilung von Journalist:innen verwendet hat. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) So etwas habe ich eigentlich überhaupt noch nicht gesehen. (Abg. Amesbauer: ... kritisieren uns ja auch! – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Belakowitsch.
Jetzt sage ich Ihnen etwas: Man muss sich als Politiker vor den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stellen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Belakowitsch.) Man muss sagen (ein Exemplar des Antrages in die Höhe haltend und zerreißend): Eine Parlamentspartei, die Journalist:innen im Parlament ausrichten möchte, was sie zu berichten haben, ist untragbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Antrag ist inakzeptabel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen etwas: Man muss sich als Politiker vor den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stellen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Belakowitsch.) Man muss sagen (ein Exemplar des Antrages in die Höhe haltend und zerreißend): Eine Parlamentspartei, die Journalist:innen im Parlament ausrichten möchte, was sie zu berichten haben, ist untragbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Antrag ist inakzeptabel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen etwas: Man muss sich als Politiker vor den öffentlich-rechtlichen Rundfunk stellen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wurm und Belakowitsch.) Man muss sagen (ein Exemplar des Antrages in die Höhe haltend und zerreißend): Eine Parlamentspartei, die Journalist:innen im Parlament ausrichten möchte, was sie zu berichten haben, ist untragbar. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Antrag ist inakzeptabel. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Sie haben Journalist:innen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht auszurichten (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), wie sie in einer Sendung zu reden haben, welche Fragen sie zu stellen haben oder sonst etwas. Sie haben sich um das alles gar nicht zu kümmern. (Abg. Wurm: Da haben Sie jetzt das wahre Gesicht gezeigt!) Das geht Sie nichts an. Da hat man sich vor den ORF zu stellen. (Abg. Wurm: Die Diktatur der Grünen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Da haben Sie jetzt das wahre Gesicht gezeigt!
Sie haben Journalist:innen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht auszurichten (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), wie sie in einer Sendung zu reden haben, welche Fragen sie zu stellen haben oder sonst etwas. Sie haben sich um das alles gar nicht zu kümmern. (Abg. Wurm: Da haben Sie jetzt das wahre Gesicht gezeigt!) Das geht Sie nichts an. Da hat man sich vor den ORF zu stellen. (Abg. Wurm: Die Diktatur der Grünen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Die Diktatur der Grünen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Sie haben Journalist:innen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht auszurichten (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), wie sie in einer Sendung zu reden haben, welche Fragen sie zu stellen haben oder sonst etwas. Sie haben sich um das alles gar nicht zu kümmern. (Abg. Wurm: Da haben Sie jetzt das wahre Gesicht gezeigt!) Das geht Sie nichts an. Da hat man sich vor den ORF zu stellen. (Abg. Wurm: Die Diktatur der Grünen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ
Wenn es Ihnen wirklich darum gehen würde, etwas zu verbessern, wenn Sie wirklich von Geld reden würden (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ): Es gibt noch etwas, das wirklich ein Thema sein müsste, damit man die Berichterstattung verbessert. Sie schreiben über alte Verträge von ORF-Mitarbeitern, die wahnsinnig viel Geld bekommen haben, weil sie ihre Verträge vor Jahrzehnten abgeschlossen haben. Das stimmt, und man kann kritisieren, dass
Abg. Wurm: Ah! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
das vor Jahrzehnten passiert ist. (Abg. Wurm: Ah! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Was Sie thematisieren sollten, was thematisiert gehört und was ich thematisieren möchte, ist, dass so etwas überhaupt nicht mehr passiert. Im ORF arbeiten Journalistinnen und Journalisten seit Jahren prekär, mittlerweile seit zehn Jahren, zwölf Jahren (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), verdienen kaum etwas, haben keine Chance auf eine feste Anstellung, haben keine Chance darauf, sich diesen Job langfristig abzusichern, eine Familie zu haben. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das gehört geändert.
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Was Sie thematisieren sollten, was thematisiert gehört und was ich thematisieren möchte, ist, dass so etwas überhaupt nicht mehr passiert. Im ORF arbeiten Journalistinnen und Journalisten seit Jahren prekär, mittlerweile seit zehn Jahren, zwölf Jahren (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), verdienen kaum etwas, haben keine Chance auf eine feste Anstellung, haben keine Chance darauf, sich diesen Job langfristig abzusichern, eine Familie zu haben. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Das gehört geändert.
Zwischenruf des Abg. Wurm
Wenn es Ihnen um eine seriöse Finanzierung des ORF gehen würde, um eine seriöse Entpolitisierung, um eine seriöse Berichterstattung (Zwischenruf des Abg. Wurm), dann würden Sie sich darum kümmern, dass Journalist:innen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sauber bezahlt werden, sauber angestellt sind, abgesichert sind und sauberen Journalismus machen können (Zwischenruf des Abg. Deimek – Abg. Belakowitsch: Herr Strobl ...!), dass sie dann keinerlei Sorgen haben müssen, ob, wenn eine Parlamentspartei Anträge stellt, um ihnen in die Berichterstattung reinzureden, solche Leute je wieder in die Regierung kommen und aus dem ORF ein Russia Today machen wollen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf des Abg. Deimek – Abg. Belakowitsch: Herr Strobl ...!
Wenn es Ihnen um eine seriöse Finanzierung des ORF gehen würde, um eine seriöse Entpolitisierung, um eine seriöse Berichterstattung (Zwischenruf des Abg. Wurm), dann würden Sie sich darum kümmern, dass Journalist:innen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sauber bezahlt werden, sauber angestellt sind, abgesichert sind und sauberen Journalismus machen können (Zwischenruf des Abg. Deimek – Abg. Belakowitsch: Herr Strobl ...!), dass sie dann keinerlei Sorgen haben müssen, ob, wenn eine Parlamentspartei Anträge stellt, um ihnen in die Berichterstattung reinzureden, solche Leute je wieder in die Regierung kommen und aus dem ORF ein Russia Today machen wollen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Wenn es Ihnen um eine seriöse Finanzierung des ORF gehen würde, um eine seriöse Entpolitisierung, um eine seriöse Berichterstattung (Zwischenruf des Abg. Wurm), dann würden Sie sich darum kümmern, dass Journalist:innen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sauber bezahlt werden, sauber angestellt sind, abgesichert sind und sauberen Journalismus machen können (Zwischenruf des Abg. Deimek – Abg. Belakowitsch: Herr Strobl ...!), dass sie dann keinerlei Sorgen haben müssen, ob, wenn eine Parlamentspartei Anträge stellt, um ihnen in die Berichterstattung reinzureden, solche Leute je wieder in die Regierung kommen und aus dem ORF ein Russia Today machen wollen. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was ich absurd finde, ist, dass die meisten meiner Vorredner hier, insbesondere von der ÖVP, den Grünen, aber auch von der SPÖ, begonnen haben, die Fragen der FPÖ zu delegitimieren und so zu tun, als ob diese Probleme gar nicht da wären und sie gar nicht das Interesse hätten, sich damit zu beschäftigen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Kickl: Professor Scherak!
Was aber passiert ist, ist, dass von Regierungsseite so getan wird, als ob keine Probleme da wären, dass es strukturell beim ORF nicht irgendwo knarzt, dass man da gar nichts machen muss, dass die parteipolitische Einflussnahme auf den ORF gar nicht existiert, dass es das noch nie gegeben hat. Und das ist doch skurril. Jetzt haben wir die Chance, über die Finanzierung des ORF zu reden, und anstatt vorgelagert darüber zu diskutieren, was wir denn in der Struktur des ORF ändern müssen, tun Sie so, als ob nichts zu tun wäre. Das ist genau das Problem, der Grund, wieso die FPÖ in Umfragen kontinuierlich steigt: weil Sie diese Probleme, die zu Recht von der FPÖ angesprochen werden, für die die FPÖ aber keine Lösungen hat, negieren. So funktioniert – politikwissenschaftlich untersucht – regelmäßig der Aufstieg von rechtspopulistischen Parteien. (Abg. Kickl: Professor Scherak!) Das können Sie sich selbst zuschreiben, weil Sie keine Antworten zur Lösung wichtiger Probleme geben können. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was aber passiert ist, ist, dass von Regierungsseite so getan wird, als ob keine Probleme da wären, dass es strukturell beim ORF nicht irgendwo knarzt, dass man da gar nichts machen muss, dass die parteipolitische Einflussnahme auf den ORF gar nicht existiert, dass es das noch nie gegeben hat. Und das ist doch skurril. Jetzt haben wir die Chance, über die Finanzierung des ORF zu reden, und anstatt vorgelagert darüber zu diskutieren, was wir denn in der Struktur des ORF ändern müssen, tun Sie so, als ob nichts zu tun wäre. Das ist genau das Problem, der Grund, wieso die FPÖ in Umfragen kontinuierlich steigt: weil Sie diese Probleme, die zu Recht von der FPÖ angesprochen werden, für die die FPÖ aber keine Lösungen hat, negieren. So funktioniert – politikwissenschaftlich untersucht – regelmäßig der Aufstieg von rechtspopulistischen Parteien. (Abg. Kickl: Professor Scherak!) Das können Sie sich selbst zuschreiben, weil Sie keine Antworten zur Lösung wichtiger Probleme geben können. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Ich glaube, diese Fragen müssen wir zuerst beantworten, bevor wir über die Finanzierung reden. Solange diese Fragen nicht beantwortet werden und solange noch nicht einmal eine Diskussion darüber zugelassen wird, halte ich es für einigermaßen müßig, über die Finanzierung des ORF zu diskutieren. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Deimek: ...! ... zur Kenntnis nehmen!
Aufgabe von uns allen, ein Gesetz zu ändern. Es ist nicht die Aufgabe, ein FPÖ-TV zu machen oder den ORF zum FPÖ-TV zu machen, sondern es ist die Aufgabe, einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem Informationsauftrag (Abg. Deimek: ...! ... zur Kenntnis nehmen!), mit einem Kulturauftrag und mit einem Sportauftrag auch in Zukunft sicherzustellen. Das ist unser Job, das ist unsere Aufgabe. Dazu ermuntere ich Sie und bitte Sie, daran mitzuwirken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Aufgabe von uns allen, ein Gesetz zu ändern. Es ist nicht die Aufgabe, ein FPÖ-TV zu machen oder den ORF zum FPÖ-TV zu machen, sondern es ist die Aufgabe, einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem Informationsauftrag (Abg. Deimek: ...! ... zur Kenntnis nehmen!), mit einem Kulturauftrag und mit einem Sportauftrag auch in Zukunft sicherzustellen. Das ist unser Job, das ist unsere Aufgabe. Dazu ermuntere ich Sie und bitte Sie, daran mitzuwirken. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Kickl: Bist du Team Rendi oder - -? – Abg. Leichtfried: Du bist auf jeden Fall Team Putin!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Philip Kucher. – Bitte. (Abg. Kickl: Bist du Team Rendi oder - -? – Abg. Leichtfried: Du bist auf jeden Fall Team Putin!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin ja ein bisschen neugierig und mich hat interessiert, Herr Klubobmann Kickl: Waren Sie in diesen Whatsapp-Gruppen mit H.-C. Strache drinnen, in denen es darum gegangen ist, die Posten im ORF untereinander aufzuteilen? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: ... bei Rot-Schwarz hat es so was ...! – Abg. Kickl: Bei euch, Philip, gibt es nur Pfostenschacher! Pfostenschacher!
Also all die Fragen, zu denen wir jetzt in Sonntagsreden gehört haben, wie wichtig ein unpolitischer und entpolitisierter ORF ist, genau diese Fragen sind offengeblieben. (Abg. Belakowitsch: ... bei Rot-Schwarz hat es so was ...! – Abg. Kickl: Bei euch, Philip, gibt es nur Pfostenschacher! Pfostenschacher!)
Abg. Schallmeiner: Hast du nicht Wahlkampf zu führen?
Frau Kollegin Belakowitsch, ich tu mich jetzt schwer (ein Blatt Papier in die Höhe haltend), anhand dieser kleinen Fotos nachzuvollziehen, ob Sie da auch dabei sind. Ich erkenne, glaube ich, Herrn Vilimsky, der ist aufgrund der Frisur eindeutig auszumachen. Ich weiß nicht, ob Sie da in diesen Chatnachrichten auch dabei sind. (Abg. Schallmeiner: Hast du nicht Wahlkampf zu führen?) Ich möchte nur gern wissen: Wer von der FPÖ ist in diesen Whatsapp-Gruppen gewesen? Was ist da herausgekommen? Was hat man im ORF gemacht? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Kollegin Belakowitsch, ich tu mich jetzt schwer (ein Blatt Papier in die Höhe haltend), anhand dieser kleinen Fotos nachzuvollziehen, ob Sie da auch dabei sind. Ich erkenne, glaube ich, Herrn Vilimsky, der ist aufgrund der Frisur eindeutig auszumachen. Ich weiß nicht, ob Sie da in diesen Chatnachrichten auch dabei sind. (Abg. Schallmeiner: Hast du nicht Wahlkampf zu führen?) Ich möchte nur gern wissen: Wer von der FPÖ ist in diesen Whatsapp-Gruppen gewesen? Was ist da herausgekommen? Was hat man im ORF gemacht? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kickl: Es darf spekuliert werden!
Herr Kickl, ich glaube, Sie waren auf Ibiza nicht dabei, das ist inzwischen belegt, auf den Videos habe ich Sie nicht erkannt. Ich würde nur gern wissen – vielleicht kann man das Ganze noch aufklären –: Wer war in diesen Whatsapp-Gruppen? Was hat die FPÖ gemeinsam mit Kurz zur Zukunft des ORF geplant? – Diese Fragen sind nach 2 Stunden an Reden offengeblieben. Wir wissen alle nicht: War Herr Kickl in der Whatsapp-Gruppe? Wer war da dabei? – Das wären doch die Fragen gewesen, die spannend gewesen wären (Abg. Kickl: Es darf spekuliert werden!), die man hier in dieser Debatte auch einmal hätte beantworten können. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kickl, ich glaube, Sie waren auf Ibiza nicht dabei, das ist inzwischen belegt, auf den Videos habe ich Sie nicht erkannt. Ich würde nur gern wissen – vielleicht kann man das Ganze noch aufklären –: Wer war in diesen Whatsapp-Gruppen? Was hat die FPÖ gemeinsam mit Kurz zur Zukunft des ORF geplant? – Diese Fragen sind nach 2 Stunden an Reden offengeblieben. Wir wissen alle nicht: War Herr Kickl in der Whatsapp-Gruppe? Wer war da dabei? – Das wären doch die Fragen gewesen, die spannend gewesen wären (Abg. Kickl: Es darf spekuliert werden!), die man hier in dieser Debatte auch einmal hätte beantworten können. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber, Frau Bundesministerin, Sie hätten natürlich als Medienministerin auch offen das Wort ergreifen können, da wir vor wenigen Tagen wieder einmal schwarz auf weiß belegt gekriegt haben: die teuerste Regierung aller Zeiten. Das heißt, im Journalismus, bei der Presse, bei der unabhängigen Presse sozusagen, da wird eingespart, da sagt die Medienministerin, es muss gespart werden, aber im Politapparat von ÖVP und Grünen explodieren die Kosten. Da gibt es inzwischen mehr als 100 Pressesprecherinnen und Pressesprecher allein im Bundeskanzleramt. Da spielt Geld keine Rolle, da gibt es Rekordausgaben – 54 Millionen Euro allein für Inserate! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Deshalb wehrt ihr euch auch. Wenn wir sagen: Entwickeln wir die Presseförderung in Österreich weiter hin zu einer Medienförderung, stärken wir den unabhängigen Journalismus in Österreich!, dann sagt die Medienministerin gar nichts. Die Kosten explodieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Noch nie hat es in der Geschichte Österreichs eine derartig teure Bundesregierung gegeben. (Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer.) Je schlechter die Politik der Bundesregierung, desto mehr Pressesprecher, das merkt man ganz stark bei den Grünen und auch bei der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer.
Deshalb wehrt ihr euch auch. Wenn wir sagen: Entwickeln wir die Presseförderung in Österreich weiter hin zu einer Medienförderung, stärken wir den unabhängigen Journalismus in Österreich!, dann sagt die Medienministerin gar nichts. Die Kosten explodieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Noch nie hat es in der Geschichte Österreichs eine derartig teure Bundesregierung gegeben. (Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer.) Je schlechter die Politik der Bundesregierung, desto mehr Pressesprecher, das merkt man ganz stark bei den Grünen und auch bei der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb wehrt ihr euch auch. Wenn wir sagen: Entwickeln wir die Presseförderung in Österreich weiter hin zu einer Medienförderung, stärken wir den unabhängigen Journalismus in Österreich!, dann sagt die Medienministerin gar nichts. Die Kosten explodieren. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Noch nie hat es in der Geschichte Österreichs eine derartig teure Bundesregierung gegeben. (Heiterkeit des Abg. Lukas Hammer.) Je schlechter die Politik der Bundesregierung, desto mehr Pressesprecher, das merkt man ganz stark bei den Grünen und auch bei der ÖVP. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: 2,15 Meter!
Hochbezahlte Generalsekretäre, die politischen Büros, Pressesprecher sozusagen, die größer sind als jede Redaktion dieses Landes (Abg. Michael Hammer: 2,15 Meter!): Da steht eine Armada an Pressesprechern, und dann heißt es, im Journalismus muss eingespart werden. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Es ist doch bitte kein ehrlicher Zugang, dass wir in Österreich darüber diskutieren, dass die Kontrolle, genauso wie wir es in der Justiz erleben, und die unabhängigen Medien bei der Medienministerin um das Geld betteln müssen, und im eigenen Politapparat spielt Geld keine Rolle, wenn es um die Pressesprecher und um die Inserate geht.
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Hochbezahlte Generalsekretäre, die politischen Büros, Pressesprecher sozusagen, die größer sind als jede Redaktion dieses Landes (Abg. Michael Hammer: 2,15 Meter!): Da steht eine Armada an Pressesprechern, und dann heißt es, im Journalismus muss eingespart werden. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Es ist doch bitte kein ehrlicher Zugang, dass wir in Österreich darüber diskutieren, dass die Kontrolle, genauso wie wir es in der Justiz erleben, und die unabhängigen Medien bei der Medienministerin um das Geld betteln müssen, und im eigenen Politapparat spielt Geld keine Rolle, wenn es um die Pressesprecher und um die Inserate geht.
Abg. Schallmeiner: Vergleich einmal ... mit der Stadt Wien! – Gegenruf der Abg. Erasim.
keine Rolle, wenn es um die Eigenwerbung der Regierung geht. (Abg. Schallmeiner: Vergleich einmal ... mit der Stadt Wien! – Gegenruf der Abg. Erasim.)
Ruf bei der ÖVP: Und einen blauen Teppich!
Das Ganze haben wir leider – so hat es ja begonnen – schon mit der FPÖ erlebt. Herbert Kickl sitzt da. Ich darf das nur sagen: Es hat noch nie einen Politiker in Österreich gegeben, der ein derartig aufgeblasenes politisches Büro gehabt hat: 54 Mitarbeiter als Innenminister im eigenen Apparat. Da hat man sozusagen auch ordentlich zugegriffen. (Ruf bei der ÖVP: Und einen blauen Teppich!) In Wahrheit aber, wenn es dann darum geht, die Medien in Österreich zu stärken, feilscht man dann um jeden Euro. Herr Kickl, Sie können das gerne nachlesen, im Vergleich zu Ihnen ist Minister Karner ein Sparefroh. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Ganze haben wir leider – so hat es ja begonnen – schon mit der FPÖ erlebt. Herbert Kickl sitzt da. Ich darf das nur sagen: Es hat noch nie einen Politiker in Österreich gegeben, der ein derartig aufgeblasenes politisches Büro gehabt hat: 54 Mitarbeiter als Innenminister im eigenen Apparat. Da hat man sozusagen auch ordentlich zugegriffen. (Ruf bei der ÖVP: Und einen blauen Teppich!) In Wahrheit aber, wenn es dann darum geht, die Medien in Österreich zu stärken, feilscht man dann um jeden Euro. Herr Kickl, Sie können das gerne nachlesen, im Vergleich zu Ihnen ist Minister Karner ein Sparefroh. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Erzähl das einmal einem Ludwig in Wien! Was der raushaut! – Abg. Ottenschläger: Wien gibt mehr aus als alle Bundesländer zusammen!
Die Zahlen liegen offen auf dem Tisch: 54 Mitarbeiter im politischen Büro von Herbert Kickl. Wir können das gerne noch miteinander diskutieren, aber wenn das Geld in den eigenen Politapparaten de facto abgeschafft ist, kann man nicht wie die Medienministerin anfangen, bei Journalistinnen und Journalisten, die es eh schwer haben, das Geld herunterzustreichen. Das ist keine faire Debatte. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Erzähl das einmal einem Ludwig in Wien! Was der raushaut! – Abg. Ottenschläger: Wien gibt mehr aus als alle Bundesländer zusammen!)
Abg. Steinacker: An Selbstvertrauen nicht zu übertreffen, der Philipp!
Schade ist, dass leider im Gegensatz zum letzten Bautenausschuss Bundesminister Kocher nicht anwesend ist – auch wenn ich mich freue, dass Sie heute da sind, Frau Staatssekretärin, lieber hätte ich gesehen, dass Herr Bundesminister Kocher da wäre, weil er die Anfragebeantwortung unterschrieben hat beziehungsweise der Kopf Ihres Hauses ist, und auch deswegen, weil er im Bautenausschuss am 23. Februar wiederum falsche Dinge wiederholt hat, von denen ich ihm schon eindeutig nachgewiesen habe, dass das nicht so ist. Ich habe es auch hier ausgedruckt (ein Schriftstück in die Höhe haltend), ich werde es Ihnen dann übergeben, Sie können es ihm mitnehmen. (Abg. Steinacker: An Selbstvertrauen nicht zu übertreffen, der Philipp!) – Frau Kollegin Steinacker, auch Sie sind in der Gemeinnützigkeit verankert (Abg. Steinacker: Ja, sicher!), Sie wissen es, und Sie kennen auch ganz sicher den Kommentar zu § 7, zu dem Verfassungsrichter Holoubek eindeutig festhält, dass es dem Gesetz widerspricht, was in den Erläuterungen steht, und dass es überschießend ist.
Abg. Steinacker: Ja, sicher!
Schade ist, dass leider im Gegensatz zum letzten Bautenausschuss Bundesminister Kocher nicht anwesend ist – auch wenn ich mich freue, dass Sie heute da sind, Frau Staatssekretärin, lieber hätte ich gesehen, dass Herr Bundesminister Kocher da wäre, weil er die Anfragebeantwortung unterschrieben hat beziehungsweise der Kopf Ihres Hauses ist, und auch deswegen, weil er im Bautenausschuss am 23. Februar wiederum falsche Dinge wiederholt hat, von denen ich ihm schon eindeutig nachgewiesen habe, dass das nicht so ist. Ich habe es auch hier ausgedruckt (ein Schriftstück in die Höhe haltend), ich werde es Ihnen dann übergeben, Sie können es ihm mitnehmen. (Abg. Steinacker: An Selbstvertrauen nicht zu übertreffen, der Philipp!) – Frau Kollegin Steinacker, auch Sie sind in der Gemeinnützigkeit verankert (Abg. Steinacker: Ja, sicher!), Sie wissen es, und Sie kennen auch ganz sicher den Kommentar zu § 7, zu dem Verfassungsrichter Holoubek eindeutig festhält, dass es dem Gesetz widerspricht, was in den Erläuterungen steht, und dass es überschießend ist.
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Fakt, meine sehr verehrten Damen und Herren – und das ist auch mein Schlusssatz –, ist jedenfalls, dass es durch die WGG-Novelle 2022 zur entsprechenden Öffnung kam. Exemplarische Auszüge aus der Literatur habe ich Ihnen bereits übergeben. Damit ist auch diese Antwort bereits falsifiziert. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen. – Zwischenruf der Abg. Steinacker.)
Beifall bei der FPÖ.
Festzuhalten bleibt: Es kann nicht sein, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass Beamte Politik machen und nicht wir hier im Hohen Haus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abschließend möchte ich festhalten, dass es in der Natur der Sache liegt, dass zahlreiche unterschiedliche Rechtsansichten zu Normen bestehen, deren Auslegung ausschließlich der unabhängigen Justiz zusteht. Im Bereich des gemeinnützigen Wohnbaus kann ich Ihnen jedoch versichern, dass für Spekulation kein Platz ist. – Ich danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
niemanden aus der Politik, der so einen Verkauf forciert. Warum? – Damit würde die Gemeinnützigkeit in den Grundlagen infrage gestellt werden, und das will niemand. Die gemeinnützige Wohnungswirtschaft ist ein wesentliches Standbein der österreichischen Wohnungslandschaft. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Schrangl: Stimmt!
Warum ist diese Diskussion entstanden? – Weil die Interpretation der Erläuterungen der Novelle zum Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz 2022 in Expertenkreisen zu unterschiedlichen Auffassungen geführt hat. Ich betone, es geht nicht um Gesetzestexte, sondern um Erläuterungen. (Abg. Schrangl: Stimmt!) Normalerweise wird so eine Situation in Expertenkreisen diskutiert, und wenn es notwendig ist, werden Klarstellungen gemacht. (Abg. Schrangl: Dann machen wir die, bitte!)
Abg. Schrangl: Dann machen wir die, bitte!
Warum ist diese Diskussion entstanden? – Weil die Interpretation der Erläuterungen der Novelle zum Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz 2022 in Expertenkreisen zu unterschiedlichen Auffassungen geführt hat. Ich betone, es geht nicht um Gesetzestexte, sondern um Erläuterungen. (Abg. Schrangl: Stimmt!) Normalerweise wird so eine Situation in Expertenkreisen diskutiert, und wenn es notwendig ist, werden Klarstellungen gemacht. (Abg. Schrangl: Dann machen wir die, bitte!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend noch einmal: Ich sehe in der Politik und auch im Wirtschaftsministerium niemanden, der den Verkauf von Anlegerwohnungen will und forciert. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Also haben wir recht gehabt!
Wie oft waren Vertreter Ihrer Partei hier heraußen und haben sich über die Auslaufannuitäten beschwert? Auslaufannuitäten bedeuten, dass die gemeinnützigen Bauträger mit den Mieteinnahmen die Kredite für die Wohnungen abbezahlen und dann, wenn die Kredite ausgelaufen und abbezahlt sind, diese Miete unverändert weiter hoch vorschreiben dürfen. Was haben die Abgeordneten der FPÖ hier gewettert, dass die gemeinnützigen Bauträger sich eine goldene Nase verdienen würden. Es waren die Sozialdemokraten, die mit der WGG-Reform 2016 die Auslaufannuitäten abgeschafft haben. (Abg. Kassegger: Also haben wir recht gehabt!) Für alle abbezahlten Wohnungen durfte man dann nur mehr 1,80 Euro plus Erhaltung und Betriebskosten verlangen. (Abg. Steinacker: Da waren wir aber schon auch dabei! – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Steinacker: Da waren wir aber schon auch dabei! – Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wie oft waren Vertreter Ihrer Partei hier heraußen und haben sich über die Auslaufannuitäten beschwert? Auslaufannuitäten bedeuten, dass die gemeinnützigen Bauträger mit den Mieteinnahmen die Kredite für die Wohnungen abbezahlen und dann, wenn die Kredite ausgelaufen und abbezahlt sind, diese Miete unverändert weiter hoch vorschreiben dürfen. Was haben die Abgeordneten der FPÖ hier gewettert, dass die gemeinnützigen Bauträger sich eine goldene Nase verdienen würden. Es waren die Sozialdemokraten, die mit der WGG-Reform 2016 die Auslaufannuitäten abgeschafft haben. (Abg. Kassegger: Also haben wir recht gehabt!) Für alle abbezahlten Wohnungen durfte man dann nur mehr 1,80 Euro plus Erhaltung und Betriebskosten verlangen. (Abg. Steinacker: Da waren wir aber schon auch dabei! – Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Schrangl: Für einen Sanierungsbeitrag!
Das ist bis heute so, das sind die günstigsten Wohnungen, aber die FPÖ hat 2019 de facto die Auslaufannuitäten wieder eingeführt. (Abg. Schrangl: Für einen Sanierungsbeitrag!) De facto zahlen das die Mieterinnen und Mieter, und Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen durch Eigenmittelvorlagen der GBV, der Gemeinnützigen, verlängern die Weiterzahlung der bisherigen Miete beliebig lang. (Abg. Schrangl: Aber dass Sozialwohnungen von Anlegern verscherbelt werden, findest du gut?) Das kostet die Mieter bares Geld, und das ist mein Appell an Sie, an die FPÖ: Finger weg von der Wohnungsgemeinnützigkeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Schrangl: Aber dass Sozialwohnungen von Anlegern verscherbelt werden, findest du gut?
Das ist bis heute so, das sind die günstigsten Wohnungen, aber die FPÖ hat 2019 de facto die Auslaufannuitäten wieder eingeführt. (Abg. Schrangl: Für einen Sanierungsbeitrag!) De facto zahlen das die Mieterinnen und Mieter, und Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen durch Eigenmittelvorlagen der GBV, der Gemeinnützigen, verlängern die Weiterzahlung der bisherigen Miete beliebig lang. (Abg. Schrangl: Aber dass Sozialwohnungen von Anlegern verscherbelt werden, findest du gut?) Das kostet die Mieter bares Geld, und das ist mein Appell an Sie, an die FPÖ: Finger weg von der Wohnungsgemeinnützigkeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist bis heute so, das sind die günstigsten Wohnungen, aber die FPÖ hat 2019 de facto die Auslaufannuitäten wieder eingeführt. (Abg. Schrangl: Für einen Sanierungsbeitrag!) De facto zahlen das die Mieterinnen und Mieter, und Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen durch Eigenmittelvorlagen der GBV, der Gemeinnützigen, verlängern die Weiterzahlung der bisherigen Miete beliebig lang. (Abg. Schrangl: Aber dass Sozialwohnungen von Anlegern verscherbelt werden, findest du gut?) Das kostet die Mieter bares Geld, und das ist mein Appell an Sie, an die FPÖ: Finger weg von der Wohnungsgemeinnützigkeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
einen Gesetzesantrag einbringen. Der wird gerade finalisiert, und sobald die Gesetzesvorlage vorliegt, werden wir sie auch einbringen. Dann können Sie und die Grünen zeigen, auf welcher Seite Sie stehen, auf Seite der Buwog-Privatisierer oder auf Seite der arbeitenden Bevölkerung und der Mieterinnen und Mieter. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Jetzt bin ich neugierig!
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Christian Ragger. – Bitte. (Ruf bei der SPÖ: Jetzt bin ich neugierig!)
Beifall bei der FPÖ.
Es wird sicherlich keine Parlamentsfraktion Interesse haben, nur irgendwie an der Gemeinnützigkeit zu zweifeln oder diese abzuschaffen. Faktum ist aber, dass sich derzeit gemeinnützige Wohnbauvereinigungen damit bedienen, dass sie theoretisch drei Wohneinheiten verkaufen können; und das sukzessive. Das lässt diese Erläuterung zu, und daher bedienen sie sich dieser Geschichte. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall des Abg. Loacker
Man weiß heute genau, dass natürlich die Wohnungsgemeinnützigkeitsgenossenschaften Kolosse sind und der eigene Revisionsverband, der aus eigenen Revisoren aus der Wohnungsgemeinnützigkeit besteht, diese prüft. Es kann doch nicht sein, dass ein Eigener in der Revision (Beifall des Abg. Loacker), der dort drinnen ist, auch überprüft, was die einzelnen Gemeinnützigen angestellt haben. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also das ist ja unfassbar. Daher ist es wichtig, in dieser Novellierung mitzudenken, dass man Externe nimmt, die das überprüfen, weil die alle auf Millionenbeträgen sitzen.
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Man weiß heute genau, dass natürlich die Wohnungsgemeinnützigkeitsgenossenschaften Kolosse sind und der eigene Revisionsverband, der aus eigenen Revisoren aus der Wohnungsgemeinnützigkeit besteht, diese prüft. Es kann doch nicht sein, dass ein Eigener in der Revision (Beifall des Abg. Loacker), der dort drinnen ist, auch überprüft, was die einzelnen Gemeinnützigen angestellt haben. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Also das ist ja unfassbar. Daher ist es wichtig, in dieser Novellierung mitzudenken, dass man Externe nimmt, die das überprüfen, weil die alle auf Millionenbeträgen sitzen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Also hören Sie mir damit auf, dass unter der sozialistischen Wohnungsgemeinnützigkeitspolitik alles so supersauber ist! Faktum ist, dass dort ein riesiger, stinkender Haufen drinnen ist, der letztendlich auch einmal zusammengepackt werden kann, weil dort über Jahrzehnte hinweg auch Schindluder getrieben worden ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP.
Österreich null. Sie schaffen es, in Mailand elfstöckige Wohnhäuser aus Holz zu bauen, aber wir schaffen es in einem Holzland wie Österreich nicht, diese Wohnbauformen – in der Gemeinnützigkeit, aber auch im Wohnungswesen – zu etablieren. (Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und NEOS.
Danke. (Beifall bei FPÖ und NEOS.)
Ruf bei der FPÖ: So ist es!
Beim vorliegenden Thema, das Kollege Schrangl ja seit Monaten verfolgt – und Kollege Singer hat es erklärt –, geht es nicht konkret um eine Gesetzesänderung im letzten Jahr, sondern um die Änderung von erläuternden Bemerkungen zu einer Gesetzesnovelle. (Ruf bei der FPÖ: So ist es!) Tatsächlich – auch ich habe mein Ohr in der Fachbranche – hat das offenbar dazu geführt, dass ein Interpretationsspielraum geöffnet wurde.
Abg. Schrangl: Drei pro Person pro Anlage! Also Sie können auch 60 Wohnungen kaufen!
Zur Erklärung: Es geht nicht um eine zweite Buwog, sondern es geht in diesen erläuternden Bemerkungen darum, dass eine Person auf einen Schlag drei Wohnungen kaufen kann. (Abg. Schrangl: Drei pro Person pro Anlage! Also Sie können auch 60 Wohnungen kaufen!) Wenn man jetzt davon ausgeht, dass man selber ja nur eine Wohnung nutzen kann, dann sieht man, dass umgekehrt die restlichen zwei selbstverständlich Investoren- oder Anlegerwohnungen sind, weil man sie eben nicht selber nutzen kann.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn es da Unklarheiten gibt, die tatsächlich missbraucht werden könnten, dann sind wir selbstverständlich dafür, dass man da eine Klarstellung macht. Ich habe in der letzten Ausschusssitzung den zuständigen Minister Kocher auch so verstanden, dass er sich dieses Problems sehr gerne annimmt, und freue mich sehr auf den runden Tisch, zu dem er alle Bautensprecherinnen und Bautensprecher eingeladen hat, um dort diese Problematik zu besprechen und allenfalls – und dafür werde ich mich einsetzen – eine Lösung zu finden. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schrangl.
Ich bin Kollegen Schrangl sehr, sehr dankbar dafür, dass er dieses Thema aufgegriffen hat, weil wir hier in diesem Hohen Haus hinsichtlich dieser Thematik sehr, sehr wachsam bleiben müssen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Schrangl.)
Abg. Michael Hammer: Die SPÖ ist eh geschlossen, was tuts ihr in der Öffentlichkeit so?
Ich bitte jene Damen und Herren, die sich für deren Nichtkenntnisnahme aussprechen, um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit, abgelehnt. (Abg. Michael Hammer: Die SPÖ ist eh geschlossen, was tuts ihr in der Öffentlichkeit so?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: ... Mantel des Schweigens darüber!
eine Wohnbaugenossenschaft ins Leben zu rufen, nach relativ kurzer Zeit im Konkurs gelandet ist, und es war bisher die einzige Wohnbaugenossenschaft in der Geschichte der Zweiten Republik, die in Konkurs gegangen ist. – Nur so viel zu diesem Thema. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steinacker: ... Mantel des Schweigens darüber!)
Beifall bei der SPÖ.
Das wäre eine wirkliche Verbesserung. Das, was wir jetzt zu beschließen haben, ist eine kleine Verbesserung. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kollross: Keine Wohnbaugenossenschaft!
unter SPÖ-Beteiligung schon alles in Konkurs gegangen ist (Abg. Kollross: Keine Wohnbaugenossenschaft!): Konsum, Bawag, Kommunalkredit und so weiter und so fort. (Abg. Becher: ... Rosenstingl ...!) Also da wäre ich vorsichtig. Ich glaube, da könnte jede Partei der anderen etwas vorhalten und etwas nennen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: ... die meisten!)
Abg. Becher: ... Rosenstingl ...!
unter SPÖ-Beteiligung schon alles in Konkurs gegangen ist (Abg. Kollross: Keine Wohnbaugenossenschaft!): Konsum, Bawag, Kommunalkredit und so weiter und so fort. (Abg. Becher: ... Rosenstingl ...!) Also da wäre ich vorsichtig. Ich glaube, da könnte jede Partei der anderen etwas vorhalten und etwas nennen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: ... die meisten!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: ... die meisten!
unter SPÖ-Beteiligung schon alles in Konkurs gegangen ist (Abg. Kollross: Keine Wohnbaugenossenschaft!): Konsum, Bawag, Kommunalkredit und so weiter und so fort. (Abg. Becher: ... Rosenstingl ...!) Also da wäre ich vorsichtig. Ich glaube, da könnte jede Partei der anderen etwas vorhalten und etwas nennen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Michael Hammer: ... die meisten!)
Abg. Kollross: Ja, aber das ist eine andere ..., da geht’s jetzt nicht ums Wohnen!
Der Grund aber, warum ich mich zu Wort gemeldet habe, ist die Wohnbauförderung in Niederösterreich. Wohnen wird immer teurer, speziell in Niederösterreich. – Dazu hätte ich mir von dir als Bürgermeister mehr erwartet, lieber Andi Kollross, dass du da ein bisschen mehr darauf eingehst (Abg. Kollross: Ja, aber das ist eine andere ..., da geht’s jetzt nicht ums Wohnen!) – Ja, aber trotzdem kann man das schon erwähnen, die Belastung der Bürger durch die Teuerung ist absolut ein Thema, und ich glaube, das ist auch wichtig. Da hat Niederösterreich unter Wolfgang Sobotka – dem jetzigen Nationalratspräsidenten; als langjähriger Landesrat für Finanzen in Niederösterreich verantwortlich – natürlich schon kläglich versagt.
Zwischenruf bei der ÖVP.
Da ist Niederösterreich, muss ich sagen, kein Ruhmesblatt, und es ist das Versagen dieser Österreichischen Volkspartei, bei der ja der Name schon gänzlich falsch ist. Volkspartei – ich frage mich, was in dieser Partei noch Volk ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da muss man einfach sagen: Es ist gut, dass bei der Landtagswahl die Lehren gezogen wurden und ihr deftigst verloren habt. Die Bürgerinnen und Bürger erkennen schon, wer für die Bürger und wer gegen die Bürger arbeitet – das seid ihr, mit eurem Präsidenten Wolfgang Sobotka, langjähriger Finanzlandesrat in Niederösterreich. Er hat die Wohnbauförderung in Niederösterreich buchstäblich zu Grabe getragen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da ist Niederösterreich, muss ich sagen, kein Ruhmesblatt, und es ist das Versagen dieser Österreichischen Volkspartei, bei der ja der Name schon gänzlich falsch ist. Volkspartei – ich frage mich, was in dieser Partei noch Volk ist. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da muss man einfach sagen: Es ist gut, dass bei der Landtagswahl die Lehren gezogen wurden und ihr deftigst verloren habt. Die Bürgerinnen und Bürger erkennen schon, wer für die Bürger und wer gegen die Bürger arbeitet – das seid ihr, mit eurem Präsidenten Wolfgang Sobotka, langjähriger Finanzlandesrat in Niederösterreich. Er hat die Wohnbauförderung in Niederösterreich buchstäblich zu Grabe getragen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lausch: Es hat keiner ... Kredite nehmen ...!
Natürlich kann es sein – und ja, das ist ein Problem –, dass, wenn Kredite nicht fix verzinst vergeben worden sind und Teil einer Wohnbauförderung sind, jetzt durch die steigenden Kreditzinsen diese Mietzinszahlungen – Sie wissen, nach dem WGG haben wir ja das Kostendeckungsprinzip – entsprechend teurer werden. Man hat natürlich die Vorteile einer niedrigen Verzinsung vorher auch gerne genommen (Abg. Lausch: Es hat keiner ... Kredite nehmen ...!) und
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lausch.
Ich kann dir versichern, Kollege Lausch, im Land Niederösterreich arbeiten viele Experten – echte Experten – daran, um da für die Menschen im Land Lösungen zu suchen. Das ist, wie wir in Niederösterreich Politik machen, und nicht nur mit Polemik. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Was die Novelle bringt? – Ein deutliches Plus an Transparenz. Ich glaube, es ist für die Endabnehmer ganz wichtig im Sinne eines ausgewogenen Konsumentenschutzes, dass da vollumfänglich Offenheit herrscht. In diesem Sinne verstehe ich nicht, dass die FPÖ dieser tollen Maßnahme nicht zustimmen wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Wohngesetze aufeinander abgestimmt so novellieren, dass es eben jedem in Österreich ermöglicht wird, effizient, nachhaltig und klimaschonend zu heizen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber ein kurzer Switch zur Gemeindepolitik: Dort haben wir auch immer wieder Probleme gehabt, aber da gibt es derzeit eine sehr konstruktive Zusammenarbeit. Daher würde ich meinen, dass wir in einer Teuerungswelle und in einer Zeit, in der so viele Probleme anstehen, nicht immer das Haar in der Suppe suchen, sondern einfach im Sinne des Konsumentenschutzes, im Sinne der Bürgerinnen und Bürger besser zusammenarbeiten sollten. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schmidhofer: Wir sind im Nationalrat und nicht in Kärnten!
Ich sehe jetzt Erwin Angerer nicht. Wo ist Erwin? Er hat heute – und darauf möchte ich eingehen, weil wir ja am Sonntag Landtagswahlen in Kärnten haben – hier in diesem Hohen Haus gesagt, dass Peter Kaiser, unser Landeshauptmann, den Leuten in Kärnten das Geld aus der Tasche zieht. – Da möchte ich ihn schon daran erinnern, dass wir in den letzten zehn Jahren in Kärnten unter diesem Landeshauptmann Peter Kaiser eine Politik gemacht haben, über die die Menschen sehr, sehr froh sind. (Abg. Schmidhofer: Wir sind im Nationalrat und nicht in Kärnten!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben eine menschliche Politik gemacht, wir haben geschaut, dass wir in Kärnten gemeinsam arbeiten, um den Schuldenberg aufzuarbeiten, den die Freiheitliche Partei in Kärnten mit dem Hypo-Desaster angerichtet hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kassegger: ... jeden Tag ...!
Heute herzugehen und jeden Tag eine Aschermittwochrede zu halten, wie sie Herbert Kickl hält - - (Abg. Kassegger: ... jeden Tag ...!) – Ihr könnt Herbert Kickl schon runterschicken, damit er dort jeden Tag eine Aschermittwochrede hält, aber die Kärntnerinnen und Kärntner werden euch nicht vergessen, was ihr bei der Hypo angerichtet habt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Heute herzugehen und jeden Tag eine Aschermittwochrede zu halten, wie sie Herbert Kickl hält - - (Abg. Kassegger: ... jeden Tag ...!) – Ihr könnt Herbert Kickl schon runterschicken, damit er dort jeden Tag eine Aschermittwochrede hält, aber die Kärntnerinnen und Kärntner werden euch nicht vergessen, was ihr bei der Hypo angerichtet habt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kassegger: Hör auf mit deinen ...!
Das ist für mich einmal das eine, das ist einmal ganz klar, und ich kann das auch beweisen. (Abg. Kassegger: Hör auf mit deinen ...!)
Abg. Lausch: Das merkt man eh gerade!
Wie man gut zusammenarbeitet, kann ich euch jetzt auch noch sagen: Das ist das Kinderstipendium, das wir gemacht haben. Trotz Wahlkampf ist es uns in Kärnten gelungen, mit allen Fraktionen, mit allen Parteien zusammenzuarbeiten, gemeinsam zu arbeiten (Abg. Lausch: Das merkt man eh gerade!) und ein Kindergartengesetz auf den Weg zu bringen, durch das kein Kind mehr für den Kindergarten etwas bezahlt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wie man gut zusammenarbeitet, kann ich euch jetzt auch noch sagen: Das ist das Kinderstipendium, das wir gemacht haben. Trotz Wahlkampf ist es uns in Kärnten gelungen, mit allen Fraktionen, mit allen Parteien zusammenzuarbeiten, gemeinsam zu arbeiten (Abg. Lausch: Das merkt man eh gerade!) und ein Kindergartengesetz auf den Weg zu bringen, durch das kein Kind mehr für den Kindergarten etwas bezahlt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Wir sind eh in der Landesregierung
Eigentlich erwarte ich mir das in Wirklichkeit letztendlich auch von der ÖVP (Abg. Michael Hammer: Wir sind eh in der Landesregierung): dass ihr endlich auch die Opposition, uns hier im Parlament, ernst nehmt, mit uns gemeinsam etwas ausarbeitet, um eben gemeinsam für die Menschen hier tätig zu sein.
Abg. Lausch: Du bist ein Brückenbauer!
Ich bin davon überzeugt (Abg. Lausch: Du bist ein Brückenbauer!), dass die Menschen in Kärnten der SPÖ und Landeshauptmann Peter Kaiser am Sonntag, dem 5. März, ihre volle Zustimmung geben werden. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abg. Lausch: Erst drischt er hin und dann will er zusammenarbeiten! Ein sonderbarer Mensch! – Ruf: Das ist beim Doskozil besser!)
Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abg. Lausch: Erst drischt er hin und dann will er zusammenarbeiten! Ein sonderbarer Mensch! – Ruf: Das ist beim Doskozil besser!
Ich bin davon überzeugt (Abg. Lausch: Du bist ein Brückenbauer!), dass die Menschen in Kärnten der SPÖ und Landeshauptmann Peter Kaiser am Sonntag, dem 5. März, ihre volle Zustimmung geben werden. (Beifall und Bravoruf bei der SPÖ. – Abg. Lausch: Erst drischt er hin und dann will er zusammenarbeiten! Ein sonderbarer Mensch! – Ruf: Das ist beim Doskozil besser!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Nun zurück zum Heiz- und Kältekostenabrechnungsgesetz, das heute mit breiter Mehrheit beschlossen wird: Vielen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Michael Hammer – erheitert –: Team Dosko!
Präsidentin Doris Bures: Nun gelangt Herr Abgeordneter Maximilian Köllner zu Wort. – Bitte. (Abg. Michael Hammer – erheitert –: Team Dosko!)
Abg. Obernosterer: 25 Prozent Jugendarbeitslosigkeit!
Dabei ist für uns klar, dass diese Novelle nur ein erster Schritt sein kann, aber an den ganz grundlegenden Problemen ändert diese Novelle auch nichts. Wir haben nach wie vor horrende Preise für Energie und Lebensmittel. Wir liegen mit einer Teuerungsrate von nach wie vor unverändert über 11 Prozent im europäischen Spitzenfeld. Das sind keine Zahlen, auf die man stolz sein kann. Und da frage ich mich schon: Warum schaffen es Länder wie Spanien und Portugal, die Teuerung am Wohnungsmarkt zu stoppen? Warum schafft das unsere Regierung nicht? (Abg. Obernosterer: 25 Prozent Jugendarbeitslosigkeit!) Vor allem: Warum müssen bei uns im April die Mieten erneut um 8,6 Prozent steigen?
Beifall bei der SPÖ.
Die Menschen in Österreich brauchen dringend diese Mietpreisbremse, und ich glaube, das ist Ihnen noch immer nicht bewusst. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker
Sie brauchen sie deshalb, weil sich die Menschen von der Reibungshitze, die ÖVP und Grüne hier miteinander erzeugen, nicht wärmen können; das geht sich einfach nicht aus. Ich weiß schon, dass das für die Großspender der ÖVP, für ihre Kernklientel, leicht zu verkraften ist – denen wird das wurscht sein, während sie im warmen Wohnzimmer sitzen und auf das nächste Steuergeschenk von Ihnen warten –, aber das ist nicht das Abbild unserer Bevölkerung (Zwischenruf der Abg. Steinacker), meine sehr geehrten Damen und Herren! Das ist nicht das Abbild unserer Bevölkerung.
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Was ist mit einer durchschnittlichen österreichischen Familie? Was ist mit dieser? – Mitten im Winter muss diese vielleicht die Heizung ausschalten, weil sie sich das Heizen nicht mehr leisten kann. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das kann es doch, bitte, in einem wohlhabenden Land wie Österreich nicht sein! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Sie schreien da rein (Ruf bei der ÖVP: Du schreist ja auch heraus!), aber ich frage mich wirklich, wie Sie nachts noch gut schlafen können. Wie können Sie noch mit ruhigem Gewissen schlafen? (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.
Was ist mit einer durchschnittlichen österreichischen Familie? Was ist mit dieser? – Mitten im Winter muss diese vielleicht die Heizung ausschalten, weil sie sich das Heizen nicht mehr leisten kann. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das kann es doch, bitte, in einem wohlhabenden Land wie Österreich nicht sein! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Sie schreien da rein (Ruf bei der ÖVP: Du schreist ja auch heraus!), aber ich frage mich wirklich, wie Sie nachts noch gut schlafen können. Wie können Sie noch mit ruhigem Gewissen schlafen? (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Du schreist ja auch heraus!
Was ist mit einer durchschnittlichen österreichischen Familie? Was ist mit dieser? – Mitten im Winter muss diese vielleicht die Heizung ausschalten, weil sie sich das Heizen nicht mehr leisten kann. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das kann es doch, bitte, in einem wohlhabenden Land wie Österreich nicht sein! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Sie schreien da rein (Ruf bei der ÖVP: Du schreist ja auch heraus!), aber ich frage mich wirklich, wie Sie nachts noch gut schlafen können. Wie können Sie noch mit ruhigem Gewissen schlafen? (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was ist mit einer durchschnittlichen österreichischen Familie? Was ist mit dieser? – Mitten im Winter muss diese vielleicht die Heizung ausschalten, weil sie sich das Heizen nicht mehr leisten kann. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das kann es doch, bitte, in einem wohlhabenden Land wie Österreich nicht sein! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der ÖVP.) – Sie schreien da rein (Ruf bei der ÖVP: Du schreist ja auch heraus!), aber ich frage mich wirklich, wie Sie nachts noch gut schlafen können. Wie können Sie noch mit ruhigem Gewissen schlafen? (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ
Machen Sie es nicht für uns, machen Sie es nicht für sich selbst, sondern machen Sie es für die Menschen da draußen in unserem Land (Beifall bei der SPÖ), die sich dringend Unterstützung erwarten und Entlastung benötigen! Und wenn nicht, dann seien Sie wenigstens so fair und machen Sie Platz für andere. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Zarits.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Zarits.
Machen Sie es nicht für uns, machen Sie es nicht für sich selbst, sondern machen Sie es für die Menschen da draußen in unserem Land (Beifall bei der SPÖ), die sich dringend Unterstützung erwarten und Entlastung benötigen! Und wenn nicht, dann seien Sie wenigstens so fair und machen Sie Platz für andere. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hörl und Zarits.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Wir werden es ihr ausrichten!
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Es ist nur zu hoffen, dass die Frauenministerin sich dieser Debatte im Hohen Haus auch noch anschließen wird. Wir sind es zwar gewohnt, dass im Gleichbehandlungsausschuss von den Regierungsparteien nur noch Minimalkompromisse vorgelegt werden, wie dieser Tagesordnungspunkt zeigt, aber wir würden uns wirklich wünschen, dass sich die zuständige Ministerin zumindest bei diesen Minimalkompromissen auch hier im Haus die Debatte anhört. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Wir werden es ihr ausrichten!) – Ja, richten Sie ihr das aus, Herr Kollege Hammer! (Abg. Heinisch-Hosek: Skandal! Typisch Hammer! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Skandal! Typisch Hammer! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Es ist nur zu hoffen, dass die Frauenministerin sich dieser Debatte im Hohen Haus auch noch anschließen wird. Wir sind es zwar gewohnt, dass im Gleichbehandlungsausschuss von den Regierungsparteien nur noch Minimalkompromisse vorgelegt werden, wie dieser Tagesordnungspunkt zeigt, aber wir würden uns wirklich wünschen, dass sich die zuständige Ministerin zumindest bei diesen Minimalkompromissen auch hier im Haus die Debatte anhört. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Wir werden es ihr ausrichten!) – Ja, richten Sie ihr das aus, Herr Kollege Hammer! (Abg. Heinisch-Hosek: Skandal! Typisch Hammer! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steinacker.
Das Haus hier beschließt Dinge wie zum Beispiel diesen Antrag zur Stärkung älterer Frauen, in dem nichts drinnen steht, und heute lesen wir in der Zeitung, dass es eine Projektausschreibung für ältere Frauen geben wird, obwohl das Haus den Beschluss noch nicht einmal gefällt hat. So gehen Sie mit diesem Haus um, so gehen Sie mit dem Parlament um! (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Bevor Beschlüsse gefällt werden, in denen de facto eigentlich nichts drinnen steht, kommt schon die Presseaussendung. Das ist wirklich beschämend! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Haus hier beschließt Dinge wie zum Beispiel diesen Antrag zur Stärkung älterer Frauen, in dem nichts drinnen steht, und heute lesen wir in der Zeitung, dass es eine Projektausschreibung für ältere Frauen geben wird, obwohl das Haus den Beschluss noch nicht einmal gefällt hat. So gehen Sie mit diesem Haus um, so gehen Sie mit dem Parlament um! (Zwischenruf der Abg. Steinacker.) Bevor Beschlüsse gefällt werden, in denen de facto eigentlich nichts drinnen steht, kommt schon die Presseaussendung. Das ist wirklich beschämend! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hörl: Entschuldigen Sie sich jetzt!
Was aber steht in dem Antrag? (Bundesministerin Raab nimmt auf der Regierungsbank Platz.) – Ich begrüße nun auch die Frau Ministerin bei uns. (Abg. Hörl: Entschuldigen Sie sich jetzt!) – Nein, ich entschuldige mich nicht. 1 Minute meiner Redezeit ist schon vorbei, die Tagesordnung des Nationalrates ist im Internet für alle jederzeit abrufbar, die Zeiten sind planbar (Beifall bei der SPÖ), eine Entschuldigung ist daher nicht notwendig.
Beifall bei der SPÖ
Was aber steht in dem Antrag? (Bundesministerin Raab nimmt auf der Regierungsbank Platz.) – Ich begrüße nun auch die Frau Ministerin bei uns. (Abg. Hörl: Entschuldigen Sie sich jetzt!) – Nein, ich entschuldige mich nicht. 1 Minute meiner Redezeit ist schon vorbei, die Tagesordnung des Nationalrates ist im Internet für alle jederzeit abrufbar, die Zeiten sind planbar (Beifall bei der SPÖ), eine Entschuldigung ist daher nicht notwendig.
Beifall bei der SPÖ.
Für uns ist klar: Ältere Frauen, die jetzt schon in Pension sind, brauchen zum Beispiel eine bessere Anrechenbarkeit der Kindererziehungszeiten. Unzählige Anträge haben wir hier im Parlament dazu schon eingebracht – vertagt, abgelehnt, vertagt, abgelehnt; keine Stärkung von älteren Frauen durch die Regierungsparteien also. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Zotter.
Was heißt das noch? – Ein Veto gegen die Lohntransparenz von Arbeits- und Wirtschaftsminister Kocher auf europapolitischer Ebene – dass Frauen nach wie vor nicht das gleiche Gehalt bekommen, das ihnen bei gleicher Qualifikation zusteht. Das macht der Arbeits- und Wirtschaftsminister zur Stärkung der Frauen: nicht die Lohntransparenz unterstützen! (Zwischenruf der Abg. Zotter.)
Beifall bei der SPÖ.
Was passiert noch? – Die langfristige Budgetanalyse des Finanzministeriums besagt, dass es, wenn man nichts tut, noch 2060 eine Pensionslücke zwischen Männern und Frauen geben wird – 2060 wird es noch eine Pensionslücke geben! Ist das die Stärkung der älteren Frauen? – Ich kann sie mir so nicht vorstellen, denn die Pensionslücke ist zu schließen, und zwar schleunigst! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Dazu brauchen wir die Lohntransparenz, dazu brauchen wir einen Rechtsanspruch auf Kinderbildung und dazu brauchen wir die bessere Anrechenbarkeit der Kindererziehungszeiten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das wären Maßnahmen, mit denen Sie ältere Frauen unterstützen würden, und nicht mit einem solchen Larifariantrag und dann irgendeiner Projektausschreibung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dazu brauchen wir die Lohntransparenz, dazu brauchen wir einen Rechtsanspruch auf Kinderbildung und dazu brauchen wir die bessere Anrechenbarkeit der Kindererziehungszeiten. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Das wären Maßnahmen, mit denen Sie ältere Frauen unterstützen würden, und nicht mit einem solchen Larifariantrag und dann irgendeiner Projektausschreibung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Ribo.
Wir haben in Österreich einen ausgezeichneten Seniorenbund, der von einer wirklich tollen Frau geleitet wird, von Ingrid Korosec – Ihnen allen bekannt. Frau Korosec ist ein echtes Rolemodel für Frauen, für ältere Frauen, 60-plus-Frauen, auf die wir auch sehr stolz sind. Der Seniorenbund hat ganz genau zusammengestellt, was zum Beispiel eine Pensionistin mit Ausgleichszulage im vergangenen Jahr mehr an Geld von uns erhalten hat. Die Entlastungen für solch eine Pensionistin betrugen letztes Jahr 1 948 Euro. Das sind fast zwei Mindestpensionsmonatsbeträge, und das ist nicht nichts. Ich glaube, damit können wir auch beweisen, wie wichtig uns die Pensionistinnen sind. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Disoski und Ribo.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Die ältere Frau ist unsichtbar – das ist eine traurige Tatsache in unserer Gesellschaft, die so sehr auf Jugendlichkeit ausgerichtet ist –, obwohl Frauen über 60 eben eine zentrale gesellschaftspolitische Rolle spielen. Sie leisten wesentliche Beiträge, zum Beispiel in der Pflege, in der Kinderbetreuung oder im Ehrenamt. Trotzdem werden ihre Leistungen in der Öffentlichkeit oft nicht wahrgenommen, und sie werden vor allem auch nicht honoriert. Daher ist es umso wichtiger, dass wir den Fokus auf die Bedürfnisse von älteren Frauen richten, und das ist auch der Grund, warum wir unseren Antrag eingebracht haben. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Auch der Frauengesundheitsbericht, der erst kürzlich veröffentlicht worden ist, zeigt, dass wir die Frauen, die älteren Frauen, stärker adressieren müssen. Es gibt zum Beispiel das Tabuthema Gewalterfahrungen von älteren Frauen. Da gibt es noch einen blinden Fleck, da müssen wir genauer hinschauen. Ich möchte allen Frauen dieser Generation ans Herz legen, die Frauen- und Mädchenberatungsstellen in Anspruch zu nehmen, das möchte ich betonen. Diese stehen ihnen genauso zur Verfügung wie jüngeren Frauen und Mädchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Unsere Ministerin, unsere Frauenministerin, hat diesen Antrag von uns, Frauen weiter zu stärken, sofort aufgenommen und eben heute diesen Fördercall, den sie für die Stärkung von älteren Frauen ins Leben gerufen hat, präsentiert. Es geht dabei darum, Projekte ins Leben zu rufen, die ältere Frauen stärken, die deren gesellschaftliche Teilhabe stärken und die mehr Bewusstsein für die Bedürfnisse von älteren Frauen in Österreich schaffen sollen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der FPÖ.
im Niedriglohnsektor in atypischen und informellen Bereichen. Das führt zur Erschöpfung der Frauen. Dieses Thema füllt ein Buch. Carearbeit ist unsichtbar, nichts wert, nicht in der politischen Diskussion, nicht in der gesellschaftlichen Diskussion – ach ja, außer es ist Corona, dann klatschen alle. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Frauen sicherer fühlen können. Wir brauchen Maßnahmen, damit Frauen ordentlich bezahlt werden und am Ende des Tages in der Pension den Betrag für die geleistete Arbeit erhalten, der ihnen auch zusteht. Und wir brauchen Maßnahmen, damit Frauen bis zur Erreichung des Pensionsantrittsalters in Beschäftigung sind und die Pensionslücke nicht noch größer wird, als sie sowieso schon ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das, Frau Minister, würde Frauen wirklich unterstützen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Frau Kollegin, das müssen Sie der ÖVP erklären! Das müssen Sie der ÖVP erklären!
Gerade Frauen, die Carearbeit verrichten, müssen oft aufgrund dessen Teilzeit arbeiten. Wir haben heute bereits in der Aktuellen Stunde über das Thema Vollzeit versus Teilzeit diskutiert. Es hieß oft, die Teilzeit sei zu attraktiv. Für wen denn bitte? Vielleicht für die Männer, deren Frauen eben Teilzeit arbeiten, damit die Frauen ein bisschen etwas dazuverdienen und sich trotzdem noch um die Kinder, um den Haushalt und um die Angehörigen kümmern können? (Abg. Wurm: Frau Kollegin, das müssen Sie der ÖVP erklären! Das müssen Sie der ÖVP erklären!) Für uns Frauen ist Teilzeit nicht attraktiv! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Gerade Frauen, die Carearbeit verrichten, müssen oft aufgrund dessen Teilzeit arbeiten. Wir haben heute bereits in der Aktuellen Stunde über das Thema Vollzeit versus Teilzeit diskutiert. Es hieß oft, die Teilzeit sei zu attraktiv. Für wen denn bitte? Vielleicht für die Männer, deren Frauen eben Teilzeit arbeiten, damit die Frauen ein bisschen etwas dazuverdienen und sich trotzdem noch um die Kinder, um den Haushalt und um die Angehörigen kümmern können? (Abg. Wurm: Frau Kollegin, das müssen Sie der ÖVP erklären! Das müssen Sie der ÖVP erklären!) Für uns Frauen ist Teilzeit nicht attraktiv! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Wurm – erheitert –: Was soll man da jetzt machen? – Abg. Pfurtscheller: Überleben bitte schön!
Und die Rechnung dafür, dass sie nicht attraktiv ist, bekommen wir spätestens in der Pension, im Alter. Laut vielen Statistiken leben wir Frauen zwar länger, man würde meinen, darüber müssten wir uns ja freuen, in Würde altern, was auch immer das für jeden Einzelnen bedeuten mag, die Realität aber ist eine ganz andere. Wir leben länger, werden älter, haben aber weniger Geld im Alter. Ein Leben lang gearbeitet – und trotzdem geht sich nur eine Mindestpension aus! Weiters sind Frauen im Alter einsamer als Männer. Wir leben länger, deswegen sterben uns die Partner früher weg. (Abg. Wurm – erheitert –: Was soll man da jetzt machen? – Abg. Pfurtscheller: Überleben bitte schön!) Kurz gesagt, wir Frauen verschwinden mit der Zeit von der Bildfläche.
Abg. Wurm: Wir haben nur den Bundespräsidenten gemeint!
Apropos Bildfläche, weil ich Kollegen Wurm hier vor mir sehe: Wenn sogar unser Bundespräsident von einem hochrangigen Politiker öffentlich als „Mumie“ und als „senil“ bezeichnet wird, dann ist ganz klar, welchen Stellenwert ältere Menschen in dieser Partei haben. Ich bin nicht überrascht, dass Sie auch diesem Antrag nicht zustimmen. (Abg. Wurm: Wir haben nur den Bundespräsidenten gemeint!)
Abg. Wurm: Dann müsst ihr unseren Anträgen zustimmen, Frau Kollegin!
Leider, muss ich sagen, geht generell die Tendenz eher in die Richtung, dass ältere Menschen, in dem Fall auch ältere Frauen, als eine Belastung für die Gesellschaft gesehen werden, als ein Kostenfaktor bei der Pflege, bei der Pension. Man redet viel zu wenig darüber, wie viele Beiträge ältere Menschen in unserer Gesellschaft leisten, wie viele wertvolle Beiträge sie leisten. (Abg. Wurm: Dann müsst ihr unseren Anträgen zustimmen, Frau Kollegin!) Ich muss ganz ehrlich sagen: Das sind wirklich viele Ressourcen, die ältere Menschen für unsere Gesellschaft bereitstellen.
Abg. Wurm: Ganz genau!
Glaubt mir: Hinter vielen erfolgreichen Menschen, egal, ob Mann oder Frau, steckt oft eine Mama oder eine Schwiegermama, die oft die Kinder abholt, die manchmal kocht (Abg. Wurm: Ganz genau!), die im Haushalt mithilft oder die einfach gut zuredet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: Bravo!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: Bravo!
Glaubt mir: Hinter vielen erfolgreichen Menschen, egal, ob Mann oder Frau, steckt oft eine Mama oder eine Schwiegermama, die oft die Kinder abholt, die manchmal kocht (Abg. Wurm: Ganz genau!), die im Haushalt mithilft oder die einfach gut zuredet. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Wurm: Bravo!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir wissen, dass die Weltbevölkerung und natürlich auch die Bevölkerung in Österreich immer älter werden. Weiters wissen wir, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Männer einfach im Vorteil sind. Das ist nichts Neues, das ist einfach ein Faktum. Da gibt es eine Schieflage, und an dieser Schieflage müssen wir alle gemeinsam arbeiten, wir als Gesellschaft, wir hier als Politikerinnen und Politiker, in der Familie, in den Medien, denn nur gemeinsam schaffen wir es, dass wir Frauen, auch ältere Frauen, in den Fokus rücken, sie sichtbar machen – und dieser Antrag ist ein guter Anfang. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
reden, über die Möglichkeit, sich gegen Altersdiskriminierung im Beruf zu wehren, wir müssen über den Ausbau der Kinderbetreuung reden, damit Frauen, die mehr arbeiten wollen, auch tatsächlich mehr arbeiten können, sonst wird das auch mit der Schließung des Pensionsgaps nie etwas werden. Damit Frauen tatsächlich gestärkt werden, braucht es mehr als irgendwelche netten Förderprogramme, die dann an irgendwelche ÖVP-Kollegen vergeben werden. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Keine Gruppe ist in den letzten Jahren bei den Abgaben- und Steuernachlässen so vernachlässigt worden wie die Gruppe der Vollzeitbeschäftigten, und daher sollen die Männer und die Frauen auch von der Vollzeitarbeit profitieren. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Bundesministerin für Frauen, Familie, Integration und Medien im Bundeskanzleramt MMag. Dr. Susanne Raab: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Gerade ältere Frauen nehmen eine ganz zentrale Rolle innerhalb der Familie und natürlich auch innerhalb der Gesellschaft ein. Sie sind Trägerinnen eines enormen Erfahrungsschatzes, den sie an die nächste und die übernächste Generation weitergeben. Ob jetzt im Beruf, in der Familie oder natürlich in der Unterstützung bei der Kindererziehung, aber auch im Ehrenamt: Frauen der Generation 60 plus leisten Großartiges für unsere Gesellschaft, für unsere Familien und unser Gemeinwohl. Und ich glaube, da sind wir uns einig: Diesen Beitrag wollen wir sichtbar machen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Es ist auch unsere Aufgabe, neben politischen Maßnahmen, zu denen ich gleich kommen werde, unsere Wertschätzung für diese Leistung und für dieses Engagement auszudrücken und einfach auch Danke zu sagen, Danke an die Generation meiner Eltern, auch unserer Großeltern für alles, was sie leisten. Auch ich selbst erfahre das tagtäglich innerhalb meiner Familie, dass meine Eltern, meine Schwiegereltern uns in der Erziehung unseres Kindes aushelfen, besonders wenn es einmal krank ist und die Kinderbetreuungseinrichtung nicht besuchen kann. Ich denke, so geht es vielen, auch in diesem Raum, und dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Wurm: Welche? Welche, Frau Minister?
Deshalb ist der Entschließungsantrag auch so richtig und wichtig. Auch mir als Frauenministerin ist es ein ganz besonderes Anliegen, dass wir insbesondere ältere Frauen vor den Vorhang holen und sie umfassend stärken. Wir haben bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt, die speziell ältere Frauen unterstützen (Abg. Wurm: Welche? Welche, Frau Minister?), egal ob jetzt im Bereich des Gewaltschutzes, wo wir besonders auch Projekte unterstützen, die sich an ältere Frauen richten, egal ob beim Ausbau der Barrierefreiheit oder natürlich auch durch Projektförderungen, insbesondere wenn es um die Frauengesundheit geht.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
So werde auch ich einen neuen Förderaufruf starten, der sich konkret Projekten zur Stärkung und zur Sichtbarmachung älterer Frauen widmet. Ich will, dass die Teilhabe von älteren Frauen an unserer Gesellschaft gelebt und gestärkt wird. Ich will, dass wir die positiven Vorbilder sichtbar machen und natürlich ein besonderes Bewusstsein für die Bedürfnisse von älteren Frauen schaffen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Bitte, Frau Minister, wo denn?
Aber eben nicht nur in meinem Verantwortungsbereich haben wir zentrale Maßnahmen gesetzt, sondern auch in anderen. Mit der aktuellen Pensionserhöhung wurde angesichts der Teuerung ein zusätzlicher, wichtiger Schritt gesetzt. Etwa durch die Anhebung der Ausgleichszulage sowie die Einführung des Frühstarter:innenbonus haben wir insbesondere Frauenpensionen im unteren Drittel eine deutliche und dringend notwendige Aufwertung erfahren lassen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Bitte, Frau Minister, wo denn?)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Weiters darf ich, sehr geehrte Damen und Herren, an das Pflegepaket erinnern. Frauen stellen – und das wissen wir alle – die Mehrheit des Pflegepersonals und der pflegenden Angehörigen dar. Das Pflegepaket entlastet beide Stützen dieses Systems, sowohl die pflegenden Angehörigen als auch die Pflegekräfte. Es ist daher ein ganz wesentlicher Schritt zur Stärkung der Frauen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Für pflegende Angehörige gibt es seit 2023 den Angehörigenbonus und einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz für einen Zeitraum von drei Monaten. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Weiters darf ich, sehr geehrte Damen und Herren, an das Pflegepaket erinnern. Frauen stellen – und das wissen wir alle – die Mehrheit des Pflegepersonals und der pflegenden Angehörigen dar. Das Pflegepaket entlastet beide Stützen dieses Systems, sowohl die pflegenden Angehörigen als auch die Pflegekräfte. Es ist daher ein ganz wesentlicher Schritt zur Stärkung der Frauen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Für pflegende Angehörige gibt es seit 2023 den Angehörigenbonus und einen Rechtsanspruch auf Pflegekarenz für einen Zeitraum von drei Monaten. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Und wer bekommt den, Frau Minister? Wie bekomme ich den?
Regelfall wird auch diese Maßnahme Frauen zugutekommen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Wurm: Und wer bekommt den, Frau Minister? Wie bekomme ich den?)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich will, dass jede Frau frei von Gewalt leben kann. Ich will, dass jede Frau selbstbestimmt leben kann. Ich will, dass Frauen fair entlohnt werden, denn es ist inakzeptabel, wenn Frauen mit gleicher Qualifikation bei gleicher Tätigkeit nicht den gleichen Lohn erhalten. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Sie müssen sich einmischen, das ist alles! – Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein!
Sehr geehrte Damen und Herren! Das alles zu erreichen ist wie gesagt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden, aber auch jede und jeder Einzelne muss dazu einen Beitrag leisten. Ja, wir im Frauenministerium machen Frauenpolitik. Es wäre aber falsch, zu glauben, dass Frauenpolitik nur Sache des Frauenressorts ist und sonst niemanden etwas angeht. Frauenpolitik geht uns alle an, und das leben wir in der Bundesregierung mehr denn je. (Abg. Heinisch-Hosek: Sie müssen sich einmischen, das ist alles! – Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Heinisch-Hosek: Nein!)
Abg. Heinisch-Hosek: Aber es geht nichts weiter! – Abg. Becher: Was ist das Ergebnis?
Noch niemals gab es zwischen allen Ministerien einen solch starken Schulterschluss zur Stärkung der Frauen in allen Lebensbereichen. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber es geht nichts weiter! – Abg. Becher: Was ist das Ergebnis?) Das ist der Grund, weshalb wir in den letzten drei Jahren so viel erreicht haben.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Einige Beispiele: Frauenpolitik heißt im Bereich des Gewaltschutzes natürlich auch Sicherheitspolitik, denn nur wenn Frauen auf unseren Straßen und auch in den eigenen vier Wänden sicher sind, können sie selbstbestimmt leben und frei entscheiden. Gemeinsam mit dem Innen-, Justiz- und Sozialministerium haben wir in den beiden letzten Jahren das größte Gewaltschutzpaket in der Zweiten Republik mit einem Volumen von 25 Millionen Euro geschnürt. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Wir haben den Opferschutz weiter gestärkt; wir haben die Präventionsbeamt:innen massiv aufgestockt; wir haben verpflichtende Täterarbeit eingeführt; wir haben die sicherheitspolizeilichen Fallkonferenzen deutlich erhöht und mit mehreren Förderaufrufen und der Stärkung des Budgets die Ausfinanzierung aller Gewaltschutzzentren sichergestellt. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Natürlich ist für viele Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein ganz zentraler Lebensbereich. Es muss natürlich eine familiäre Aufgabe sein, aber Tatsache ist, dass wir besonders die Frauen stärken müssen. Diese Bundesregierung hat den Familienbonus von 1 500 auf 2 000 Euro erhöht. Wir haben den Kindermehrbetrag auf 550 Euro deutlich erhöht und wir haben besonders bei den Alleinerzieher:innen angesetzt, indem nun der Bezieher:innenkreis des Kindermehrbetrags auf alle Erwerbstätigen ausgedehnt wurde. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Ich darf erinnern, dass wir nun erstmals die Familienleistungen automatisch inflationsangepasst haben. Das betrifft die Familienbeihilfe, den Mehrkindzuschlag, das Kinderbetreuungsgeld, den Kinderabsetzbetrag, das Schulstartgeld. All das wird in Zeiten der Teuerung jährlich erhöht und an die Inflation angepasst. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
und dazu braucht es ein flächendeckendes Angebot. Deshalb haben wir mit einer Bund-Länder-Vereinbarung für die kommenden Jahre ein zusätzliches Investitionsvolumen von 1 Milliarde Euro. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Abg. Stöger: Zur Sache, Herr Präsident!
Ich möchte auch noch etwas zum Arbeitsmarkt sagen. Es gilt zunächst, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Frauen auch in atypische Berufe einsteigen können, damit wir die Rollenklischees durchbrechen. Dazu braucht es auch Vorbilder und Anreize. Ich habe deshalb im letzten Jahr einen neuen Fonds gegründet – LEA, Let’s empower Austria –, der sich genau diesem Thema widmet und bewusst junge Mädchen erreicht. (Abg. Stöger: Zur Sache, Herr Präsident!) Wir gehen nun mit großartigen Rolemodels – insbesondere auch aus technischen Berufen, aus Digitalisierungsbereichen – in die Schulen, um eben besonders Mädchen vielleicht für eine atypische Berufswahl zu begeistern. (Abg. Kuntzl: Was hat das jetzt mit älteren Frauen zu tun?) Außerdem werden Frauen aus dem AMS-Budget überproportional gefördert.
Abg. Kuntzl: Was hat das jetzt mit älteren Frauen zu tun?
Ich möchte auch noch etwas zum Arbeitsmarkt sagen. Es gilt zunächst, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Frauen auch in atypische Berufe einsteigen können, damit wir die Rollenklischees durchbrechen. Dazu braucht es auch Vorbilder und Anreize. Ich habe deshalb im letzten Jahr einen neuen Fonds gegründet – LEA, Let’s empower Austria –, der sich genau diesem Thema widmet und bewusst junge Mädchen erreicht. (Abg. Stöger: Zur Sache, Herr Präsident!) Wir gehen nun mit großartigen Rolemodels – insbesondere auch aus technischen Berufen, aus Digitalisierungsbereichen – in die Schulen, um eben besonders Mädchen vielleicht für eine atypische Berufswahl zu begeistern. (Abg. Kuntzl: Was hat das jetzt mit älteren Frauen zu tun?) Außerdem werden Frauen aus dem AMS-Budget überproportional gefördert.
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
All das zeigt Wirkung, sehr geehrte Damen und Herren. Wir haben mit Stand Februar dieses Jahres die seit 2013 niedrigste absolute Zahl an arbeitslosen Frauen. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Zu guter Letzt darf ich schon noch einmal erinnern, dass wir es als Regierung geschafft haben, nach vielen Jahren eines stagnierenden Frauenbudgets erstmalig das Frauenbudget zu erhöhen und in den letzten drei Jahren mehr als zu verdoppeln. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) All das Geld wird in Projekte und in eine flächendeckende Struktur zur Stärkung der Frauen – von jung bis alt –in Österreich investiert.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bereichen als Vorbild. Darauf können wir auch stolz sein. Bei all dem Handlungsbedarf, den wir noch vor uns haben, gibt es auch viel Positives, das wir auf den Weg gebracht haben, und ich freue mich, Österreich da vertreten zu dürfen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich darf die Vertreter der Komturei Burgenland des St. Georgs-Ordens sehr herzlich hier im Hohen Haus willkommen heißen. – Herzlich willkommen! (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
An dieser Stelle möchte ich aber nicht unerwähnt lassen, was ältere Frauen auch nach ihrer Erwerbstätigkeit alles leisten: unglaublich viele ehrenamtliche Tätigkeiten, Unterstützung ihrer Familien, Betreuung ihrer Enkelkinder. Sie leisten alle einen ungemein großen Beitrag für unsere Gesellschaft. Machen wir diese Frauen noch sichtbarer! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In unserer politischen Arbeit haben wir unter anderem einen Fokus auf die Stärkung von Frauen gelegt. Ich erinnere an die Maßnahmen der Bundesregierung, die auch armutsgefährdete Frauen unterstützen. Die Frau Minister hat es schon erwähnt: Pflegepaket, viele Entlastungsmaßnahmen, Ausgleichszulagen, aber auch die Valorisierung der Sozialleistungen – eine ganz wichtige, notwendige Maßnahme. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die Hälfte der Bevölkerung in Österreich sind Frauen, und jede Einzelne ist einzigartig. Machen wir Frauen noch sichtbarer und stärker, und zwar in jedem Alter! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wurm.
Abgeordnete Mag. Dr. Petra Oberrauner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuschauer und Zuschauerinnen auf der Galerie! Die Lebenssituation älterer Frauen in Österreich muss dringend verbessert werden. Vielen Frauen droht die Altersarmut – wir haben die Gründe bereits gehört. Angesichts der Ernsthaftigkeit dieser Situation ist der vorliegende Antrag eine Farce. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Wurm.)
Beifall bei der SPÖ sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Wurm. – Ah-Ruf der Abg. Ribo.
Er enthält keinen konkreten Vorschlag, wie ältere Frauen gestärkt werden könnten und wie ihre Lebenssituation verbessert werden kann. Er ist ein Ausdruck der Lust- und Ideenlosigkeit der Regierungsparteien. (Beifall bei der SPÖ sowie Beifall und Bravoruf des Abg. Wurm. – Ah-Ruf der Abg. Ribo.)
Abg. Ribo: Pflegereform!
Das, was Sie hier machen und was vorgelegt wird (Abg. Ribo: Pflegereform!), ist angesichts des Ernstes der Situation für ältere Frauen in Österreich zynisch. Dem können wir nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das, was Sie hier machen und was vorgelegt wird (Abg. Ribo: Pflegereform!), ist angesichts des Ernstes der Situation für ältere Frauen in Österreich zynisch. Dem können wir nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ah-Rufe der Abgeordneten Disoski und Ribo.
Betreffend den Unterschied zwischen dieser Politik und der Kärntner Politik möchte ich sagen: In Kärnten geben wir den Menschen ein Recht auf Finanzierung. (Ah-Rufe der Abgeordneten Disoski und Ribo.) Wir haben das Kinderstipendium, wir haben den Kärntenbonus, wir haben den Heizkostenzuschuss (Abg. Disoski: Kärnten ist so toll!), wir haben den Energiebonus (Abg. Pfurtscheller: Den gibt’s nur in Kärnten!), wir haben die Wohnbeihilfe (Zwischenruf des Abg. Ragger) und wir haben die Pflegebeihilfe (Ruf bei den Grünen: Wo Milch und Honig fließt!), und zwar als Recht der Frauen und der Bevölkerung und nicht als Almosen oder Projekt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Amen! – Abg. Ribo: Amen! – Abg. Disoski: Lang lebe der Kaiser!)
Abg. Disoski: Kärnten ist so toll!
Betreffend den Unterschied zwischen dieser Politik und der Kärntner Politik möchte ich sagen: In Kärnten geben wir den Menschen ein Recht auf Finanzierung. (Ah-Rufe der Abgeordneten Disoski und Ribo.) Wir haben das Kinderstipendium, wir haben den Kärntenbonus, wir haben den Heizkostenzuschuss (Abg. Disoski: Kärnten ist so toll!), wir haben den Energiebonus (Abg. Pfurtscheller: Den gibt’s nur in Kärnten!), wir haben die Wohnbeihilfe (Zwischenruf des Abg. Ragger) und wir haben die Pflegebeihilfe (Ruf bei den Grünen: Wo Milch und Honig fließt!), und zwar als Recht der Frauen und der Bevölkerung und nicht als Almosen oder Projekt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Amen! – Abg. Ribo: Amen! – Abg. Disoski: Lang lebe der Kaiser!)
Abg. Pfurtscheller: Den gibt’s nur in Kärnten!
Betreffend den Unterschied zwischen dieser Politik und der Kärntner Politik möchte ich sagen: In Kärnten geben wir den Menschen ein Recht auf Finanzierung. (Ah-Rufe der Abgeordneten Disoski und Ribo.) Wir haben das Kinderstipendium, wir haben den Kärntenbonus, wir haben den Heizkostenzuschuss (Abg. Disoski: Kärnten ist so toll!), wir haben den Energiebonus (Abg. Pfurtscheller: Den gibt’s nur in Kärnten!), wir haben die Wohnbeihilfe (Zwischenruf des Abg. Ragger) und wir haben die Pflegebeihilfe (Ruf bei den Grünen: Wo Milch und Honig fließt!), und zwar als Recht der Frauen und der Bevölkerung und nicht als Almosen oder Projekt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Amen! – Abg. Ribo: Amen! – Abg. Disoski: Lang lebe der Kaiser!)
Zwischenruf des Abg. Ragger
Betreffend den Unterschied zwischen dieser Politik und der Kärntner Politik möchte ich sagen: In Kärnten geben wir den Menschen ein Recht auf Finanzierung. (Ah-Rufe der Abgeordneten Disoski und Ribo.) Wir haben das Kinderstipendium, wir haben den Kärntenbonus, wir haben den Heizkostenzuschuss (Abg. Disoski: Kärnten ist so toll!), wir haben den Energiebonus (Abg. Pfurtscheller: Den gibt’s nur in Kärnten!), wir haben die Wohnbeihilfe (Zwischenruf des Abg. Ragger) und wir haben die Pflegebeihilfe (Ruf bei den Grünen: Wo Milch und Honig fließt!), und zwar als Recht der Frauen und der Bevölkerung und nicht als Almosen oder Projekt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Amen! – Abg. Ribo: Amen! – Abg. Disoski: Lang lebe der Kaiser!)
Ruf bei den Grünen: Wo Milch und Honig fließt!
Betreffend den Unterschied zwischen dieser Politik und der Kärntner Politik möchte ich sagen: In Kärnten geben wir den Menschen ein Recht auf Finanzierung. (Ah-Rufe der Abgeordneten Disoski und Ribo.) Wir haben das Kinderstipendium, wir haben den Kärntenbonus, wir haben den Heizkostenzuschuss (Abg. Disoski: Kärnten ist so toll!), wir haben den Energiebonus (Abg. Pfurtscheller: Den gibt’s nur in Kärnten!), wir haben die Wohnbeihilfe (Zwischenruf des Abg. Ragger) und wir haben die Pflegebeihilfe (Ruf bei den Grünen: Wo Milch und Honig fließt!), und zwar als Recht der Frauen und der Bevölkerung und nicht als Almosen oder Projekt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Amen! – Abg. Ribo: Amen! – Abg. Disoski: Lang lebe der Kaiser!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Amen! – Abg. Ribo: Amen! – Abg. Disoski: Lang lebe der Kaiser!
Betreffend den Unterschied zwischen dieser Politik und der Kärntner Politik möchte ich sagen: In Kärnten geben wir den Menschen ein Recht auf Finanzierung. (Ah-Rufe der Abgeordneten Disoski und Ribo.) Wir haben das Kinderstipendium, wir haben den Kärntenbonus, wir haben den Heizkostenzuschuss (Abg. Disoski: Kärnten ist so toll!), wir haben den Energiebonus (Abg. Pfurtscheller: Den gibt’s nur in Kärnten!), wir haben die Wohnbeihilfe (Zwischenruf des Abg. Ragger) und wir haben die Pflegebeihilfe (Ruf bei den Grünen: Wo Milch und Honig fließt!), und zwar als Recht der Frauen und der Bevölkerung und nicht als Almosen oder Projekt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Disoski: Amen! – Abg. Ribo: Amen! – Abg. Disoski: Lang lebe der Kaiser!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Mag. Elisabeth Scheucher-Pichler (ÖVP): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich finde es schade – auch an meine Vorrednerin aus Kärnten gerichtet –, dass dieser Antrag eigentlich nur abwertend und negativ gesehen wird. Gerade wenn es um Frauenthemen geht, vermisse ich wieder einmal den Zusammenhalt und die Seilschaft der Frauen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Auch die Opposition hat in diesen letzten Jahrzehnten viele Frauenminister:innen gestellt. Sie hätten all das umsetzen können. Wir haben ein Regierungsprogramm mit vielen Maßnahmen für Frauen, die wir jetzt Stück für Stück umsetzen, und darüber freue ich mich. Gott sei Dank ist das so, und wir machen das auch weiter. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Frau Bundesministerin, danke für diesen Förderaufruf für Projekte zur Stärkung älterer Frauen! Die Diskussion im Ausschuss war ja auch der Frau Bundesministerin schon bekannt. Ich glaube, das ist genau das richtige Signal für diesen Antrag. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Die ältere Generation hat dieses Land groß gemacht, und daran haben gerade Frauen einen sehr, sehr großen Anteil. Sie haben oft lebenslange Mehrbelastungen, vergessen dabei sehr oft, auch an sich zu denken. Dafür gilt es, ein Bewusstsein zu schaffen. Sehen wir, was Frauen im Alter noch leisten! Das wollen wir mit diesem Antrag unterstreichen, auch Danke sagen, wie es die Frau Bundesministerin auch getan hat, und eben auch Bewusstsein für dieses Thema schaffen. Ich glaube, das alleine verleiht diesem Antrag Wert. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Stärkung der Frauen ist nicht nur wichtig für die Frauen selbst, sondern sie ist vor allem auch wichtig für die Gesellschaft insgesamt! – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ja, Frau Ministerin, ich habe Ihnen vorhin zugehört: Es ist wichtig, dass wir Frauen auch in technische Berufe bringen. Das allein wird aber nicht helfen. Wir müssen Frauenbranchen und Berufe in Frauenbranchen nicht nur beklatschen, wir müssen sie auch besser bezahlen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Anstatt aber gerade in dieser Situation einer enormen Teuerung Maßnahmen zu setzen, die nachhaltig wirken, die die Preise senken und nicht nur einmalige Kostenabfederungen sind, schürt der Arbeitsminister die Unsicherheit auch noch, indem er vorschlägt, dass jene, die Teilzeit arbeiten, dann auch noch weniger Sozialleistungen erhalten sollen. Das ist wirklich zynisch den Frauen gegenüber, und, Frau Ministerin, ich hätte mir da eine ganz klare Positionierung von Ihnen erwartet, eine Positionierung, die ein klares Nein zu diesem Vorschlag von Minister Kocher ist! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was ist das? Was ist ein Call um 1 Million?
Stattdessen aber diskutieren wir heute wieder einmal einen nichtssagenden Antrag der Regierungsparteien. Oder, Frau Ministerin, brauchen Sie tatsächlich die Aufforderung aus dem Parlament, um sich als Frauenministerin auch für ältere Frauen einzusetzen? – Ich glaube nicht; und dass Sie heute diesen Call in Höhe von 1 Million Euro für ältere Frauen präsentiert haben, das zeigt ja, dass Sie diese Aufforderung nicht brauchen. Ich hätte mir aber konkrete Maßnahmen erwartet. Wo sind die konkreten Maßnahmen? (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist das? Was ist ein Call um 1 Million?) Die sind in diesem Antrag nicht drinnen. Die sind Sie uns schuldig geblieben, und die sind Sie auch in Ihrem Redebeitrag hier schuldig geblieben. Wo sind die konkreten Maßnahmen, die jetzt ältere Frauen tatsächlich stärken? (Abg. Heinisch-Hosek: Genau! – Abg. Ribo: Das wurde genannt!) Bitte werden Sie aktiv und geben Sie uns das bekannt! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Genau! – Abg. Ribo: Das wurde genannt!
Stattdessen aber diskutieren wir heute wieder einmal einen nichtssagenden Antrag der Regierungsparteien. Oder, Frau Ministerin, brauchen Sie tatsächlich die Aufforderung aus dem Parlament, um sich als Frauenministerin auch für ältere Frauen einzusetzen? – Ich glaube nicht; und dass Sie heute diesen Call in Höhe von 1 Million Euro für ältere Frauen präsentiert haben, das zeigt ja, dass Sie diese Aufforderung nicht brauchen. Ich hätte mir aber konkrete Maßnahmen erwartet. Wo sind die konkreten Maßnahmen? (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist das? Was ist ein Call um 1 Million?) Die sind in diesem Antrag nicht drinnen. Die sind Sie uns schuldig geblieben, und die sind Sie auch in Ihrem Redebeitrag hier schuldig geblieben. Wo sind die konkreten Maßnahmen, die jetzt ältere Frauen tatsächlich stärken? (Abg. Heinisch-Hosek: Genau! – Abg. Ribo: Das wurde genannt!) Bitte werden Sie aktiv und geben Sie uns das bekannt! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Stattdessen aber diskutieren wir heute wieder einmal einen nichtssagenden Antrag der Regierungsparteien. Oder, Frau Ministerin, brauchen Sie tatsächlich die Aufforderung aus dem Parlament, um sich als Frauenministerin auch für ältere Frauen einzusetzen? – Ich glaube nicht; und dass Sie heute diesen Call in Höhe von 1 Million Euro für ältere Frauen präsentiert haben, das zeigt ja, dass Sie diese Aufforderung nicht brauchen. Ich hätte mir aber konkrete Maßnahmen erwartet. Wo sind die konkreten Maßnahmen? (Abg. Heinisch-Hosek: Was ist das? Was ist ein Call um 1 Million?) Die sind in diesem Antrag nicht drinnen. Die sind Sie uns schuldig geblieben, und die sind Sie auch in Ihrem Redebeitrag hier schuldig geblieben. Wo sind die konkreten Maßnahmen, die jetzt ältere Frauen tatsächlich stärken? (Abg. Heinisch-Hosek: Genau! – Abg. Ribo: Das wurde genannt!) Bitte werden Sie aktiv und geben Sie uns das bekannt! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Disoski: Von den Männern Frauenpolitik erklären lassen, ich liebe das! –Abg. Ribo: Wir lassen uns von Männern sehr gern die Welt erklären!
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Herr Präsident! Frau Minister! Werte Zuseher! Ja, man muss zu dieser Märchenstunde der ÖVP und der Grünen bei diesem Thema jetzt doch einmal einige Sätze sagen und ein paar Dinge zur Sprache bringen. (Abg. Disoski: Von den Männern Frauenpolitik erklären lassen, ich liebe das! –Abg. Ribo: Wir lassen uns von Männern sehr gern die Welt erklären!) Auslöser dieser jetzigen Diskussion ist natürlich die klare Ansage der Regierung, bei den Teilzeitkräften, sprich bei über einer Million Frauen, offensichtlich Sozialleistungen kürzen zu wollen.
Abg. Ribo: Wer sagte, man kann von 150 Euro pro Monat leben?
Jetzt kommt von der Regierung, von Grünen und ÖVP, dieser nette Antrag betreffend „Stärkung von älteren Frauen“. (Abg. Ribo: Wer sagte, man kann von 150 Euro pro Monat leben?) Doch die Katze ist aus dem Sack, Sie werden das Thema nicht mehr einfangen können. Eine Million Frauen, die in Teilzeit arbeiten, haben erkannt, was diese Regierung will; und Sie stärken eben nicht die Frauen. Das ist genau das Gegenteil von Frauenpolitik. (Abg. Ribo: Die FPÖ stärkt die Frauen!)
Abg. Ribo: Die FPÖ stärkt die Frauen!
Jetzt kommt von der Regierung, von Grünen und ÖVP, dieser nette Antrag betreffend „Stärkung von älteren Frauen“. (Abg. Ribo: Wer sagte, man kann von 150 Euro pro Monat leben?) Doch die Katze ist aus dem Sack, Sie werden das Thema nicht mehr einfangen können. Eine Million Frauen, die in Teilzeit arbeiten, haben erkannt, was diese Regierung will; und Sie stärken eben nicht die Frauen. Das ist genau das Gegenteil von Frauenpolitik. (Abg. Ribo: Die FPÖ stärkt die Frauen!)
Abg. Ribo: Ja!
Ich sage es noch einmal, ich habe es auch am Vormittag erklärt: Sehr, sehr viele Frauen sind auch in der Pflege in Teilzeit beschäftigt, im Krankenhaus (Abg. Ribo: Ja!), in Altersheimen (Abg. Ribo: Ja!) und in sonstiger Form – und das ist ein massiver Angriff, den Minister Kocher in Zusammenarbeit mit Ihren Fraktionen, den Grünen und der ÖVP, da gestartet hat. (Abg. Ribo: Die Grünen waren hier nicht dabei!)
Abg. Ribo: Ja!
Ich sage es noch einmal, ich habe es auch am Vormittag erklärt: Sehr, sehr viele Frauen sind auch in der Pflege in Teilzeit beschäftigt, im Krankenhaus (Abg. Ribo: Ja!), in Altersheimen (Abg. Ribo: Ja!) und in sonstiger Form – und das ist ein massiver Angriff, den Minister Kocher in Zusammenarbeit mit Ihren Fraktionen, den Grünen und der ÖVP, da gestartet hat. (Abg. Ribo: Die Grünen waren hier nicht dabei!)
Abg. Ribo: Die Grünen waren hier nicht dabei!
Ich sage es noch einmal, ich habe es auch am Vormittag erklärt: Sehr, sehr viele Frauen sind auch in der Pflege in Teilzeit beschäftigt, im Krankenhaus (Abg. Ribo: Ja!), in Altersheimen (Abg. Ribo: Ja!) und in sonstiger Form – und das ist ein massiver Angriff, den Minister Kocher in Zusammenarbeit mit Ihren Fraktionen, den Grünen und der ÖVP, da gestartet hat. (Abg. Ribo: Die Grünen waren hier nicht dabei!)
Abg. Heinisch-Hosek: Wer sagt das? – Abg. Lindner: Das ist eine Unterstellung!
demokraten, weil Sie halt dieses Frauenbild, dass Frauen Kinder bekommen, nicht haben wollen. (Abg. Heinisch-Hosek: Wer sagt das? – Abg. Lindner: Das ist eine Unterstellung!) – Ja, Frau Kollegin, wir wollten das immer höher bewertet haben. (Abg. Heinisch-Hosek: ... wollen es bei der Pension aufgewertet haben, bei der Pension!) Noch einmal: Diese Anrechnung wollten wir höher bewertet haben! (Abg. Heinisch-Hosek: 50 Euro im Monat mehr ...! –Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das ist die Umverteilung von unten nach oben!) Bitte gehen Sie da mit uns mit, weil das die Frauen am besten gegen eine schlechte Pension absichert! Das wäre relativ einfach zu machen.
Abg. Heinisch-Hosek: ... wollen es bei der Pension aufgewertet haben, bei der Pension!
demokraten, weil Sie halt dieses Frauenbild, dass Frauen Kinder bekommen, nicht haben wollen. (Abg. Heinisch-Hosek: Wer sagt das? – Abg. Lindner: Das ist eine Unterstellung!) – Ja, Frau Kollegin, wir wollten das immer höher bewertet haben. (Abg. Heinisch-Hosek: ... wollen es bei der Pension aufgewertet haben, bei der Pension!) Noch einmal: Diese Anrechnung wollten wir höher bewertet haben! (Abg. Heinisch-Hosek: 50 Euro im Monat mehr ...! –Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das ist die Umverteilung von unten nach oben!) Bitte gehen Sie da mit uns mit, weil das die Frauen am besten gegen eine schlechte Pension absichert! Das wäre relativ einfach zu machen.
Abg. Heinisch-Hosek: 50 Euro im Monat mehr ...! –Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das ist die Umverteilung von unten nach oben!
demokraten, weil Sie halt dieses Frauenbild, dass Frauen Kinder bekommen, nicht haben wollen. (Abg. Heinisch-Hosek: Wer sagt das? – Abg. Lindner: Das ist eine Unterstellung!) – Ja, Frau Kollegin, wir wollten das immer höher bewertet haben. (Abg. Heinisch-Hosek: ... wollen es bei der Pension aufgewertet haben, bei der Pension!) Noch einmal: Diese Anrechnung wollten wir höher bewertet haben! (Abg. Heinisch-Hosek: 50 Euro im Monat mehr ...! –Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das ist die Umverteilung von unten nach oben!) Bitte gehen Sie da mit uns mit, weil das die Frauen am besten gegen eine schlechte Pension absichert! Das wäre relativ einfach zu machen.
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt: Bitte schön nicht hier einen Pro-forma-Antrag einbringen, während Sie in Wahrheit die Frauen vor allem im Alter im Stich lassen! Diesbezüglich war die Aussage von Kocher ja ganz eindeutig: Er will diesen über einer Million Frauen, die in Teilzeit arbeiten, offensichtlich Leistungen streichen, und da sind wir Freiheitliche strikt dagegen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: War was falsch an meinen Aussagen, Frau Kollegin? Was war falsch? Was war falsch?
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher, die Sie hier auf der Galerie oder vor dem Bildschirm die Sitzung noch mitverfolgen! Herr Kollege Wurm, ich habe es heute Vormittag schon einmal gesagt: Ich finde es ja echt erstaunlich, dass euch das nicht peinlich ist, als FPÖ darüber zu lavieren und dieser Bundesregierung vorzuwerfen (Abg. Wurm: War was falsch an meinen Aussagen, Frau Kollegin? Was war falsch? Was war falsch?), sie würde in irgendeiner Form Sozialabbau betreiben wollen. Ihr seid diejenigen, die das machen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Meri Disoski (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher, die Sie hier auf der Galerie oder vor dem Bildschirm die Sitzung noch mitverfolgen! Herr Kollege Wurm, ich habe es heute Vormittag schon einmal gesagt: Ich finde es ja echt erstaunlich, dass euch das nicht peinlich ist, als FPÖ darüber zu lavieren und dieser Bundesregierung vorzuwerfen (Abg. Wurm: War was falsch an meinen Aussagen, Frau Kollegin? Was war falsch? Was war falsch?), sie würde in irgendeiner Form Sozialabbau betreiben wollen. Ihr seid diejenigen, die das machen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
schäftigt, eure Steine aufzuklauben und auch den Dreck, den ihr sozialpolitisch hinterlassen habt, aufzuräumen – und das machen wir. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Ruf bei der SPÖ: Immer dieselbe Rede! – Abg. Heinisch-Hosek: Es ist immer die gleiche Rede! – Abg. Ribo: Aber es ist immer noch wahr!
Kollegin Oberrauner, Sie haben diesen Antrag, den wir gerade debattieren, als Farce bezeichnet. Wissen Sie, was wirklich eine Farce ist, Kollegin Oberrauner? – Es ist eine Farce, dass beispielsweise Sie als Abgeordnete der SPÖ sich hier herausstellen und all jene Maßnahmen einfordern – und beklagen, dass nichts passiert –, zu deren Umsetzung Sie jahrelang, jahrzehntelang als Kanzlerpartei, als Frauenministerinpartei die Möglichkeit gehabt hätten. (Ruf bei der SPÖ: Immer dieselbe Rede! – Abg. Heinisch-Hosek: Es ist immer die gleiche Rede! – Abg. Ribo: Aber es ist immer noch wahr!) Sie haben es aber halt nicht gemacht. Sie haben es nicht gemacht – und wir machen es. (Abg. Kucher: Diese Rede kennen wir schon! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Diese Rede kennen wir schon! –Abg. Kucher: Es wird ja nicht wahrer! Es wird nicht wahrer!)
Abg. Kucher: Diese Rede kennen wir schon! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Diese Rede kennen wir schon! –Abg. Kucher: Es wird ja nicht wahrer! Es wird nicht wahrer!
Kollegin Oberrauner, Sie haben diesen Antrag, den wir gerade debattieren, als Farce bezeichnet. Wissen Sie, was wirklich eine Farce ist, Kollegin Oberrauner? – Es ist eine Farce, dass beispielsweise Sie als Abgeordnete der SPÖ sich hier herausstellen und all jene Maßnahmen einfordern – und beklagen, dass nichts passiert –, zu deren Umsetzung Sie jahrelang, jahrzehntelang als Kanzlerpartei, als Frauenministerinpartei die Möglichkeit gehabt hätten. (Ruf bei der SPÖ: Immer dieselbe Rede! – Abg. Heinisch-Hosek: Es ist immer die gleiche Rede! – Abg. Ribo: Aber es ist immer noch wahr!) Sie haben es aber halt nicht gemacht. Sie haben es nicht gemacht – und wir machen es. (Abg. Kucher: Diese Rede kennen wir schon! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Diese Rede kennen wir schon! –Abg. Kucher: Es wird ja nicht wahrer! Es wird nicht wahrer!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich verstehe, es gibt jetzt Aufregung im Sektor der Sozialdemokratie. Ich verstehe diese Aufregung, ich verstehe euren Schmerz. Es ist sehr wahr, und deswegen regt ihr euch so auf: weil ihr einfach nichts weitergebracht habt. Und wir machen das! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Sowohl die Frauenministerin als auch die Kolleginnen von den Regierungsparteien haben das kursorisch schon aufgezeigt: das höchste Frauenbudget in der Geschichte der Zweiten Republik, das größte Gewaltschutzpaket. Wir haben es geschafft, dass wir die Familien- und Sozialleistungen aufgewertet haben: Sie werden automatisch angepasst. Das ist jahrelang gefordert worden, nie hat es jemand umgesetzt – wir machen es! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scheucher-Pichler.
Wir haben den Ausbau der Kinderbetreuung auf den Weg gebracht, wir haben eine feministische Pflegereform auf den Weg gebracht. Das sind lauter Maßnahmen, die jahrelang, jahrzehntelang versprochen worden sind, aber es hat halt keiner gemacht – und jetzt machen wir es. Es ist gut so, es ist wichtig so, und es war, verdammt noch mal, auch an der Zeit, das zu tun. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Scheucher-Pichler.)
Abg. Wurm: 3 Euro oder wie pro Monat, Frau Kollegin?
Dann wäre die Einführung des Frühstarter:innenbonus zu erwähnen, auch darauf hat die Ministerin schon hingewiesen. (Abg. Wurm: 3 Euro oder wie pro Monat, Frau Kollegin?) – Nein, ich sage es Ihnen gleich, Herr Wurm (Abg. Wurm: 3 Euro!), 3 Euro wären es vielleicht gewesen, wenn es die FPÖ gemacht hätte. (Abg. Wurm: 3 Euro!) Der Frühstarter:innenbonus hat im ersten Jahr seit der Einführung 51 000 Personen geholfen. (Abg. Wurm: 3 Euro pro Monat!) 51 000 Personen haben davon profitiert, und sie haben im Durchschnitt 610 Euro jährlich bekommen, Kollege Wurm. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Die Hacklerpension hat sich ...!) 57 Prozent derjenigen, die davon profitiert haben, waren Frauen.
Abg. Wurm: 3 Euro!
Dann wäre die Einführung des Frühstarter:innenbonus zu erwähnen, auch darauf hat die Ministerin schon hingewiesen. (Abg. Wurm: 3 Euro oder wie pro Monat, Frau Kollegin?) – Nein, ich sage es Ihnen gleich, Herr Wurm (Abg. Wurm: 3 Euro!), 3 Euro wären es vielleicht gewesen, wenn es die FPÖ gemacht hätte. (Abg. Wurm: 3 Euro!) Der Frühstarter:innenbonus hat im ersten Jahr seit der Einführung 51 000 Personen geholfen. (Abg. Wurm: 3 Euro pro Monat!) 51 000 Personen haben davon profitiert, und sie haben im Durchschnitt 610 Euro jährlich bekommen, Kollege Wurm. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Die Hacklerpension hat sich ...!) 57 Prozent derjenigen, die davon profitiert haben, waren Frauen.
Abg. Wurm: 3 Euro!
Dann wäre die Einführung des Frühstarter:innenbonus zu erwähnen, auch darauf hat die Ministerin schon hingewiesen. (Abg. Wurm: 3 Euro oder wie pro Monat, Frau Kollegin?) – Nein, ich sage es Ihnen gleich, Herr Wurm (Abg. Wurm: 3 Euro!), 3 Euro wären es vielleicht gewesen, wenn es die FPÖ gemacht hätte. (Abg. Wurm: 3 Euro!) Der Frühstarter:innenbonus hat im ersten Jahr seit der Einführung 51 000 Personen geholfen. (Abg. Wurm: 3 Euro pro Monat!) 51 000 Personen haben davon profitiert, und sie haben im Durchschnitt 610 Euro jährlich bekommen, Kollege Wurm. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Die Hacklerpension hat sich ...!) 57 Prozent derjenigen, die davon profitiert haben, waren Frauen.
Abg. Wurm: 3 Euro pro Monat!
Dann wäre die Einführung des Frühstarter:innenbonus zu erwähnen, auch darauf hat die Ministerin schon hingewiesen. (Abg. Wurm: 3 Euro oder wie pro Monat, Frau Kollegin?) – Nein, ich sage es Ihnen gleich, Herr Wurm (Abg. Wurm: 3 Euro!), 3 Euro wären es vielleicht gewesen, wenn es die FPÖ gemacht hätte. (Abg. Wurm: 3 Euro!) Der Frühstarter:innenbonus hat im ersten Jahr seit der Einführung 51 000 Personen geholfen. (Abg. Wurm: 3 Euro pro Monat!) 51 000 Personen haben davon profitiert, und sie haben im Durchschnitt 610 Euro jährlich bekommen, Kollege Wurm. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Die Hacklerpension hat sich ...!) 57 Prozent derjenigen, die davon profitiert haben, waren Frauen.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Die Hacklerpension hat sich ...!
Dann wäre die Einführung des Frühstarter:innenbonus zu erwähnen, auch darauf hat die Ministerin schon hingewiesen. (Abg. Wurm: 3 Euro oder wie pro Monat, Frau Kollegin?) – Nein, ich sage es Ihnen gleich, Herr Wurm (Abg. Wurm: 3 Euro!), 3 Euro wären es vielleicht gewesen, wenn es die FPÖ gemacht hätte. (Abg. Wurm: 3 Euro!) Der Frühstarter:innenbonus hat im ersten Jahr seit der Einführung 51 000 Personen geholfen. (Abg. Wurm: 3 Euro pro Monat!) 51 000 Personen haben davon profitiert, und sie haben im Durchschnitt 610 Euro jährlich bekommen, Kollege Wurm. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wurm: Die Hacklerpension hat sich ...!) 57 Prozent derjenigen, die davon profitiert haben, waren Frauen.
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Frau Ministerin, da freuen wir uns auch auf die Vorschläge, die es von Ihnen und von den anderen Regierungsmitgliedern geben wird. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Wurm: Können Sie immer machen, Frau Kollegin!
Herr Kollege Wurm, wenn wir jedes Mal herausgehen würden, um etwas richtigzustellen, was Sie oder einer Ihrer Kollegen wissentlich (Abg. Wurm: Können Sie immer machen, Frau Kollegin!) immer wieder falsch vorbringen, würden wir fast schon unsere ganze Redezeit dafür verwenden müssen (Beifall bei ÖVP und Grünen – Abg. Wurm: Können Sie immer machen! Was war falsch? – Abg. Strasser – in Richtung Abg. Wurm –: Zuhören!), aber heute gebe ich mir einmal die 3 Minuten. (Abg. Wurm: Was war jetzt falsch? – Abg. Strasser: Zuhören!)
Beifall bei ÖVP und Grünen – Abg. Wurm: Können Sie immer machen! Was war falsch? – Abg. Strasser – in Richtung Abg. Wurm –: Zuhören!
Herr Kollege Wurm, wenn wir jedes Mal herausgehen würden, um etwas richtigzustellen, was Sie oder einer Ihrer Kollegen wissentlich (Abg. Wurm: Können Sie immer machen, Frau Kollegin!) immer wieder falsch vorbringen, würden wir fast schon unsere ganze Redezeit dafür verwenden müssen (Beifall bei ÖVP und Grünen – Abg. Wurm: Können Sie immer machen! Was war falsch? – Abg. Strasser – in Richtung Abg. Wurm –: Zuhören!), aber heute gebe ich mir einmal die 3 Minuten. (Abg. Wurm: Was war jetzt falsch? – Abg. Strasser: Zuhören!)
Abg. Wurm: Was war jetzt falsch? – Abg. Strasser: Zuhören!
Herr Kollege Wurm, wenn wir jedes Mal herausgehen würden, um etwas richtigzustellen, was Sie oder einer Ihrer Kollegen wissentlich (Abg. Wurm: Können Sie immer machen, Frau Kollegin!) immer wieder falsch vorbringen, würden wir fast schon unsere ganze Redezeit dafür verwenden müssen (Beifall bei ÖVP und Grünen – Abg. Wurm: Können Sie immer machen! Was war falsch? – Abg. Strasser – in Richtung Abg. Wurm –: Zuhören!), aber heute gebe ich mir einmal die 3 Minuten. (Abg. Wurm: Was war jetzt falsch? – Abg. Strasser: Zuhören!)
Abg. Wurm: Hat er das nicht gesagt oder was?
Herr Kollege Wurm, Ihre Behauptung, dass Herr Minister Kocher Teilzeitbeschäftigte strafen will (Abg. Wurm: Hat er das nicht gesagt oder was?) oder ihnen etwas wegnehmen will, ist falsch. (Abg. Wurm: Weil?) Der Herr Minister war heute da und hat ganz genau erklärt, wie er es gemeint hat. Er hat es auch schon des Öfteren in den Medien richtiggestellt, und es würde Ihnen gut anstehen, Dinge, die der Herr Minister richtiggestellt hat, dann auch so aufzunehmen und nicht fälschlicherweise danach wieder das Falsche zu behaupten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Wurm: Weil?
Herr Kollege Wurm, Ihre Behauptung, dass Herr Minister Kocher Teilzeitbeschäftigte strafen will (Abg. Wurm: Hat er das nicht gesagt oder was?) oder ihnen etwas wegnehmen will, ist falsch. (Abg. Wurm: Weil?) Der Herr Minister war heute da und hat ganz genau erklärt, wie er es gemeint hat. Er hat es auch schon des Öfteren in den Medien richtiggestellt, und es würde Ihnen gut anstehen, Dinge, die der Herr Minister richtiggestellt hat, dann auch so aufzunehmen und nicht fälschlicherweise danach wieder das Falsche zu behaupten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Herr Kollege Wurm, Ihre Behauptung, dass Herr Minister Kocher Teilzeitbeschäftigte strafen will (Abg. Wurm: Hat er das nicht gesagt oder was?) oder ihnen etwas wegnehmen will, ist falsch. (Abg. Wurm: Weil?) Der Herr Minister war heute da und hat ganz genau erklärt, wie er es gemeint hat. Er hat es auch schon des Öfteren in den Medien richtiggestellt, und es würde Ihnen gut anstehen, Dinge, die der Herr Minister richtiggestellt hat, dann auch so aufzunehmen und nicht fälschlicherweise danach wieder das Falsche zu behaupten. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Ruf: Haben wir es einmal falsch gesagt?
Falsches nicht wiederholt. (Ruf: Haben wir es einmal falsch gesagt?) – Das ist das Erste.
Abg. Wurm: Bitte höflich bleiben, Frau Kollegin!
Und das Zweite, Herr Kollege Wurm, weil ich jetzt schon heraußen stehe und noch ein bisschen Zeit habe: Sie stellen sich als FPÖler hierher (Abg. Wurm: Bitte höflich bleiben, Frau Kollegin!) und wollen den Menschen (Abg. Wurm: Höflich bleiben, nicht FPÖler!), den älteren Menschen, der älteren Generation - - (Abg. Wurm: Da kann ich schon sagen, ihr seid ÖVPler, bitte schön! – Abg. Strasser – in Richtung Abg. Wurm –: Zuhören! Jetzt hör einmal zu! – Ruf bei der FPÖ: Ist ja wahr! Der hält ja nichts aus!) – Jetzt lassen Sie mich einmal ausreden und dann können Sie sich wieder melden! (Abg. Steinacker: – in Richtung Abg. Wurm –: Pscht! – Ruf bei der ÖVP: Lassen Sie sie ausreden, wirklich! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Sehr geehrte Damen und Herren, ich tu mir jetzt ein bisschen schwer, weil der Herr Kollege Wurm so hereinschreit.
Abg. Wurm: Höflich bleiben, nicht FPÖler!
Und das Zweite, Herr Kollege Wurm, weil ich jetzt schon heraußen stehe und noch ein bisschen Zeit habe: Sie stellen sich als FPÖler hierher (Abg. Wurm: Bitte höflich bleiben, Frau Kollegin!) und wollen den Menschen (Abg. Wurm: Höflich bleiben, nicht FPÖler!), den älteren Menschen, der älteren Generation - - (Abg. Wurm: Da kann ich schon sagen, ihr seid ÖVPler, bitte schön! – Abg. Strasser – in Richtung Abg. Wurm –: Zuhören! Jetzt hör einmal zu! – Ruf bei der FPÖ: Ist ja wahr! Der hält ja nichts aus!) – Jetzt lassen Sie mich einmal ausreden und dann können Sie sich wieder melden! (Abg. Steinacker: – in Richtung Abg. Wurm –: Pscht! – Ruf bei der ÖVP: Lassen Sie sie ausreden, wirklich! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Sehr geehrte Damen und Herren, ich tu mir jetzt ein bisschen schwer, weil der Herr Kollege Wurm so hereinschreit.
Abg. Wurm: Da kann ich schon sagen, ihr seid ÖVPler, bitte schön! – Abg. Strasser – in Richtung Abg. Wurm –: Zuhören! Jetzt hör einmal zu! – Ruf bei der FPÖ: Ist ja wahr! Der hält ja nichts aus!
Und das Zweite, Herr Kollege Wurm, weil ich jetzt schon heraußen stehe und noch ein bisschen Zeit habe: Sie stellen sich als FPÖler hierher (Abg. Wurm: Bitte höflich bleiben, Frau Kollegin!) und wollen den Menschen (Abg. Wurm: Höflich bleiben, nicht FPÖler!), den älteren Menschen, der älteren Generation - - (Abg. Wurm: Da kann ich schon sagen, ihr seid ÖVPler, bitte schön! – Abg. Strasser – in Richtung Abg. Wurm –: Zuhören! Jetzt hör einmal zu! – Ruf bei der FPÖ: Ist ja wahr! Der hält ja nichts aus!) – Jetzt lassen Sie mich einmal ausreden und dann können Sie sich wieder melden! (Abg. Steinacker: – in Richtung Abg. Wurm –: Pscht! – Ruf bei der ÖVP: Lassen Sie sie ausreden, wirklich! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Sehr geehrte Damen und Herren, ich tu mir jetzt ein bisschen schwer, weil der Herr Kollege Wurm so hereinschreit.
Abg. Steinacker: – in Richtung Abg. Wurm –: Pscht! – Ruf bei der ÖVP: Lassen Sie sie ausreden, wirklich! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Und das Zweite, Herr Kollege Wurm, weil ich jetzt schon heraußen stehe und noch ein bisschen Zeit habe: Sie stellen sich als FPÖler hierher (Abg. Wurm: Bitte höflich bleiben, Frau Kollegin!) und wollen den Menschen (Abg. Wurm: Höflich bleiben, nicht FPÖler!), den älteren Menschen, der älteren Generation - - (Abg. Wurm: Da kann ich schon sagen, ihr seid ÖVPler, bitte schön! – Abg. Strasser – in Richtung Abg. Wurm –: Zuhören! Jetzt hör einmal zu! – Ruf bei der FPÖ: Ist ja wahr! Der hält ja nichts aus!) – Jetzt lassen Sie mich einmal ausreden und dann können Sie sich wieder melden! (Abg. Steinacker: – in Richtung Abg. Wurm –: Pscht! – Ruf bei der ÖVP: Lassen Sie sie ausreden, wirklich! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Sehr geehrte Damen und Herren, ich tu mir jetzt ein bisschen schwer, weil der Herr Kollege Wurm so hereinschreit.
Abg. Wurm: Ja klar, ja sowieso!
Herr Wurm, Sie stellen sich hierher und wollen wirklich den Eindruck vermitteln, dass Ihre Partei eine Sympathie für die ältere Generation hat (Abg. Wurm: Ja klar, ja sowieso!), und Ihr Herr Kickl, der heute übrigens den ganzen Tag nicht da ist (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt nicht, er war da! – weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), hat doch wirklich die Frechheit und stellt sich bei seiner Aschermittwochsrede hin und nennt den Herrn Bundespräsidenten (Abg. Wurm: Genau!), der genau dieser älteren Generation angehört, die sich deutlich mehr Respekt verdient hat, die wirklich sehr viel für unser Land geleistet hat, diesen Herrn Bundespräsidenten, der von uns gewählt worden ist (Abg. Wurm: Na von mir nicht! – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ – Abg. Ribo: Von der Mehrheit!) – ja, von uns, von der Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen –, eine Mumie, und er hat sich bis jetzt noch nicht dafür entschuldigt!
Ruf bei der FPÖ: Das stimmt nicht, er war da! – weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ
Herr Wurm, Sie stellen sich hierher und wollen wirklich den Eindruck vermitteln, dass Ihre Partei eine Sympathie für die ältere Generation hat (Abg. Wurm: Ja klar, ja sowieso!), und Ihr Herr Kickl, der heute übrigens den ganzen Tag nicht da ist (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt nicht, er war da! – weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), hat doch wirklich die Frechheit und stellt sich bei seiner Aschermittwochsrede hin und nennt den Herrn Bundespräsidenten (Abg. Wurm: Genau!), der genau dieser älteren Generation angehört, die sich deutlich mehr Respekt verdient hat, die wirklich sehr viel für unser Land geleistet hat, diesen Herrn Bundespräsidenten, der von uns gewählt worden ist (Abg. Wurm: Na von mir nicht! – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ – Abg. Ribo: Von der Mehrheit!) – ja, von uns, von der Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen –, eine Mumie, und er hat sich bis jetzt noch nicht dafür entschuldigt!
Abg. Wurm: Genau!
Herr Wurm, Sie stellen sich hierher und wollen wirklich den Eindruck vermitteln, dass Ihre Partei eine Sympathie für die ältere Generation hat (Abg. Wurm: Ja klar, ja sowieso!), und Ihr Herr Kickl, der heute übrigens den ganzen Tag nicht da ist (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt nicht, er war da! – weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), hat doch wirklich die Frechheit und stellt sich bei seiner Aschermittwochsrede hin und nennt den Herrn Bundespräsidenten (Abg. Wurm: Genau!), der genau dieser älteren Generation angehört, die sich deutlich mehr Respekt verdient hat, die wirklich sehr viel für unser Land geleistet hat, diesen Herrn Bundespräsidenten, der von uns gewählt worden ist (Abg. Wurm: Na von mir nicht! – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ – Abg. Ribo: Von der Mehrheit!) – ja, von uns, von der Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen –, eine Mumie, und er hat sich bis jetzt noch nicht dafür entschuldigt!
Abg. Wurm: Na von mir nicht! – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ – Abg. Ribo: Von der Mehrheit!
Herr Wurm, Sie stellen sich hierher und wollen wirklich den Eindruck vermitteln, dass Ihre Partei eine Sympathie für die ältere Generation hat (Abg. Wurm: Ja klar, ja sowieso!), und Ihr Herr Kickl, der heute übrigens den ganzen Tag nicht da ist (Ruf bei der FPÖ: Das stimmt nicht, er war da! – weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), hat doch wirklich die Frechheit und stellt sich bei seiner Aschermittwochsrede hin und nennt den Herrn Bundespräsidenten (Abg. Wurm: Genau!), der genau dieser älteren Generation angehört, die sich deutlich mehr Respekt verdient hat, die wirklich sehr viel für unser Land geleistet hat, diesen Herrn Bundespräsidenten, der von uns gewählt worden ist (Abg. Wurm: Na von mir nicht! – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ – Abg. Ribo: Von der Mehrheit!) – ja, von uns, von der Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen –, eine Mumie, und er hat sich bis jetzt noch nicht dafür entschuldigt!
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie brauchen der älteren Generation nicht zu erzählen, dass Sie Achtung vor ihr haben! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) Ihr Herr Kollege Kickl hat die Würde der älteren Generation mit dieser Aussage mit
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Füßen getreten! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Und weitergebracht haben sie nichts!
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Barbara Prammer, Gabriele Heinisch-Hosek, Doris Bures, Sabine Oberhauser, Pamela Rendi-Wagner und Johanna Dohnal, was haben diese Frauen gemeinsam? – Sie alle waren beeindruckende Frauenministerinnen der Zweiten Republik, sie haben sich für die Frauen in diesem Land eingesetzt und sie kommen und kamen von der Sozialdemokratie. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Und weitergebracht haben sie nichts!) – Willst du jetzt irgendwie sagen, dass Johanna Dohnal in diesem Land nichts zusammengebracht hat? Schämen Sie sich, Herr Kollege! Johanna Dohnal war eine der Vorreiterinnen der Frauenbewegung in diesem Land! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mario Lindner (SPÖ): Herr Präsident! Frau Ministerin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Barbara Prammer, Gabriele Heinisch-Hosek, Doris Bures, Sabine Oberhauser, Pamela Rendi-Wagner und Johanna Dohnal, was haben diese Frauen gemeinsam? – Sie alle waren beeindruckende Frauenministerinnen der Zweiten Republik, sie haben sich für die Frauen in diesem Land eingesetzt und sie kommen und kamen von der Sozialdemokratie. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Und weitergebracht haben sie nichts!) – Willst du jetzt irgendwie sagen, dass Johanna Dohnal in diesem Land nichts zusammengebracht hat? Schämen Sie sich, Herr Kollege! Johanna Dohnal war eine der Vorreiterinnen der Frauenbewegung in diesem Land! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wenn ich mir anschaue, was in einzelnen Ausschüssen passiert, dann ist es manchmal wirklich nicht einfach, die Würde dieses Hauses zu wahren. Denn, seid mir nicht böse, die Art und Weise, wie die Regierungsfraktionen im Gleichbehandlungsausschuss mit Themen umgehen, das grenzt an eine Frotzelei und an nichts anderes. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Beifall bei SPÖ und NEOS sowie des Abg. Stögmüller.
Das Problem ist nur: Dieser Erlass löst keines der vielen, vielen Probleme, die wir in diesem Bereich haben. Statt einer echten Lösung für sexuelle Bildung in Schulen, bekommen wir ein zahnloses, intransparentes Bewertungsverfahren. Es gibt weder ausreichend Geld noch regelmäßige Qualitätskontrollen. Fakt ist: Der Verein Teenstar kann und wird durch diesen Erlass wieder in unsere Klassenzimmer kommen, und das ist inakzeptabel, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei SPÖ und NEOS sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
(Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Während Sie Ihre Arbeit in der Regierung nicht machen, berichtet die „Kleine Zeitung“ letzte Woche darüber, wie solche Konversionstherapien in der Praxis ausschauen. Wenn zum Beispiel in Graz unter dem Deckmantel einer Hagiotherapie Menschen therapiert werden und dort lernen, Homosexualität sei eine Krankheit, die man heilen muss, dann geht das einfach nicht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, machen Sie endlich Ihre Arbeit und setzen Sie die Beschlüsse des Nationalrates ohne Parteispielchen um! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Abg. Heinisch-Hosek: Na, nicht Frauenministerin, hallo! Nein, nein!
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Kollege Lindner, wenn man schon die Geschichte strapaziert: Die erste weibliche Ministerin hat die ÖVP nominiert (Abg. Heinisch-Hosek: Na, nicht Frauenministerin, hallo! Nein, nein!), Grete Rehor, die hat als Arbeits- und Sozialpolitikerin Dinge umgesetzt (Abg. Lindner: Wir haben von der Frauenministerin geredet! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir sprachen von der Frauenministerin! Bleiben Sie korrekt!), von denen wir heute noch zehren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lindner: Dann sag wenigstens das, was ich wirklich gesagt habe!)
Abg. Lindner: Wir haben von der Frauenministerin geredet! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir sprachen von der Frauenministerin! Bleiben Sie korrekt!
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Kollege Lindner, wenn man schon die Geschichte strapaziert: Die erste weibliche Ministerin hat die ÖVP nominiert (Abg. Heinisch-Hosek: Na, nicht Frauenministerin, hallo! Nein, nein!), Grete Rehor, die hat als Arbeits- und Sozialpolitikerin Dinge umgesetzt (Abg. Lindner: Wir haben von der Frauenministerin geredet! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir sprachen von der Frauenministerin! Bleiben Sie korrekt!), von denen wir heute noch zehren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lindner: Dann sag wenigstens das, was ich wirklich gesagt habe!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lindner: Dann sag wenigstens das, was ich wirklich gesagt habe!
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Kollege Lindner, wenn man schon die Geschichte strapaziert: Die erste weibliche Ministerin hat die ÖVP nominiert (Abg. Heinisch-Hosek: Na, nicht Frauenministerin, hallo! Nein, nein!), Grete Rehor, die hat als Arbeits- und Sozialpolitikerin Dinge umgesetzt (Abg. Lindner: Wir haben von der Frauenministerin geredet! – Abg. Heinisch-Hosek: Wir sprachen von der Frauenministerin! Bleiben Sie korrekt!), von denen wir heute noch zehren. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lindner: Dann sag wenigstens das, was ich wirklich gesagt habe!)
Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das ist kein Akkreditierungssystem! – Abg. Lindner: Es ist kein Akkreditierungssystem!
Dieser Tagesordnungspunkt ist tatsächlich – man kann es kaum glauben – zu einem ganz anderen Thema, zum Akkreditierungssystem zu sexueller Bildung. Ich möchte diesen Ball gleich aufgreifen. (Abg. Heinisch-Hosek: Nein, das ist kein Akkreditierungssystem! – Abg. Lindner: Es ist kein Akkreditierungssystem!) Ich möchte nämlich dazusagen, dass wir gerade aufgefordert wurden, Dinge umzusetzen. Das ist ein gutes Beispiel, dass wir es auch tun, weil wir tatsächlich das diesen Tagesordnungspunkt Betreffende umgesetzt haben.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bin sehr froh, dass wir das so sachlich umgesetzt haben. Gerade weil Sexualpädagogik so ein emotionales, hoch ideologisches Thema ist, ist es umso wichtiger, dass es qualitätsgesichert und auch unter transparenten Bedingungen stattfindet. Ich bin sehr froh, dass die Bundesregierung diesen Punkt umgesetzt hat. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Na, da bin ich jetzt gespannt!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Lindner. – Bitte schön. (Ruf bei der ÖVP: Na, da bin ich jetzt gespannt!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Herr Kollege Marchetti, Sie können das in meiner schriftlichen Anfrage nachlesen, die der Herr Bundesminister beantwortet hat. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Es hat also fast vier Jahre gebraucht, bis diese Regierung eine Verordnung vorgelegt hat, in der sie Kriterien für externe Vereine im Bereich der Sexualpädagogik aufgestellt hat. Diese Verordnung, die vorgelegt wurde, folgt einem Muster – wie die türkis-grüne Regierung arbeitet. Die hat, wenn man so will, das türkis-grüne Regierungsgütesiegel. Zuerst wird blockiert. Zuerst blockieren Sie es, dann verzögern Sie es und dann legen Sie ein schlechtes Gesetz und eine schlechte Verordnung vor, und das sehen wir auch in diesem Fall. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei NEOS und SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Weil gerade Kollegin Kugler hereinkommt, die ja immer wieder gesagt hat, sie kann sich nicht vorstellen, dass es so etwas in Österreich noch gibt: Ich weiß nicht, ob Sie sich noch erinnern, Sie waren ganz außer sich, dass es so etwas in Österreich gibt. Ich empfehle Ihnen die Lektüre der „Kleinen Zeitung“ vom letzten Wochenende, die in einer ausführlichen Reportage dargelegt hat, dass mitten in Graz – Kollege Lindner hat es gesagt – ein sogenanntes Hagiotherapiezentrum tätig ist, das genau solche Therapien durchführt. Das ist der beste Beweis dafür, dass es solch ein Verbot endlich braucht. (Beifall bei NEOS und SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Jetzt würde man sich denken, okay, wir haben das Problem erkannt und jetzt müsste nur noch der Gesetzgeber tätig werden beziehungsweise bräuchten wir irgendeinen Vorschlag. Seit 2021 ist Frau Justizministerin Alma Zadić vom Parlament verpflichtet – mit Entschließungsantrag dazu verpflichtet! –, eine Regierungsvorlage vorzulegen. Sie hat das bis zum Jahr 2022 nicht gemacht. Da wurde es dem Koalitionspartner übermittelt, und das Parlament hat immer noch nichts davon gesehen. Das verstehe ich nicht. Unabhängig vom Inhalt: Es gibt einen Entschließungsantrag, und der ist umzusetzen. Ich sehe nicht ein, warum das immer noch nicht auf dem Tisch liegt. (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Und vor allem: Warum verspricht die Frau Justizministerin, dass es kommt, und bricht ihr Versprechen regelmäßig? Das ist nicht einzusehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei NEOS und SPÖ.
Nehmen Sie diesen Entschließungsantrag an! Legen Sie einen Entwurf vor und beschließen wir gemeinsam endlich ein Verbot dieser Therapien! (Beifall bei NEOS und SPÖ.)
Abg. Eßl: Was sagt der dazu?
Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Hermann Brückl. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Eßl: Was sagt der dazu?)
Beifall bei der FPÖ – Abg. Lindner: Wer soll das denn dann sonst machen?
Auch darum wird sich viel zu wenig gekümmert. Für all diese Punkte bräuchte es einen Aktionsplan, einen groß angelegten Aktionsplan. Aber einen Aktionsplan dafür, dass schulfremde Personen und Vereine an unseren Schulen unterrichten können – denn genau das ist ja das Hauptanliegen des Antrages der SPÖ –, genau das wollen wir als Freiheitliche nicht. Wir unterstützen diesen Antrag daher auch nicht (Beifall bei der FPÖ – Abg. Lindner: Wer soll das denn dann sonst machen?), im Gegensatz zur ÖVP, die da in gewohnter Manier wieder umgefallen ist.
Abg. Heinisch-Hosek: Dafür brauchen sie Sexualbildung von außen!
Hohes Haus, für uns als Freiheitliche steht fest, dass eine ideologiefreie Sexualerziehung am besten durch an der Schule wirkende Pädagoginnen und Pädagogen gewährleistet und sichergestellt werden kann. Es ist Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass unsere Kinder und unsere Jugendlichen die besten Bedingungen an den Schulen vorfinden. (Abg. Heinisch-Hosek: Dafür brauchen sie Sexualbildung von außen!)
Beifall bei der FPÖ.
müssen wir unseren Kindern zukommen lassen – und dafür stehen wir Freiheitliche auch. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen und SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.
Noch immer gibt es in 64 UN-Mitgliedstaaten ein Verbot von gleichgeschlechtlicher Liebe und in 20 gar eine Kriminalisierung von Transpersonen. All das ist nicht so weit von Österreich weg. Noch vor 50 Jahren ist man als Homosexueller, als Homosexuelle unter Umständen in den Kerker gekommen, Werbung für gleichgeschlechtliche Unzucht war in Österreich bis 1996 verboten. Das heißt, es ist zum Teil schändlich, dass wir im 21. Jahrhundert in Europa noch immer darüber diskutieren müssen, dass Menschen aufgrund ihrer Identität oder sexuellen Orientierung wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. (Beifall bei Grünen und SPÖ sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Lindner.
Und ja, da gibt es tatsächlich auch in Österreich noch einiges zu tun, wir arbeiten das auch Schritt für Schritt ab. Wichtig ist mir auch, zu sagen, dass sich alle Beschlüsse, die hier im Parlament gefasst worden sind, nicht nur in Umsetzung befinden, sondern es konkrete Vorschläge dazu gibt und wir deshalb, wenn es auch natürlich manchmal ein Marathon ist, nicht nur in der Zielgeraden sind, sondern es bald auch ein Finale geben wird, vor allem beim Verbot der Konversionstherapie. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Lindner.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Alles in allem: Es braucht Qualität, es braucht Standards – diese Verordnung gibt das her. In Zukunft werden Vereine, die irgendetwas anderes behaupten, an Schulen so etwas nicht mehr verbreiten können. – Vielen Dank und danke an alle, die diese Verordnung möglich gemacht haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic.
Liebe Ewa, ich habe dir ganz genau zugehört, und ich stimme deinen Ausführungen zu. Was mich jedoch wirklich verwirrt, ist Folgendes: Alles, was du sagst, ist richtig, aber alles, was du sagst, steht nicht in der Verordnung drinnen. (Zwischenruf der Abg. Ernst-Dziedzic.) Alles, was du sagst, steht nicht in den Erläuterungen zur Verordnung drinnen.
Beifall bei der SPÖ.
Weißt du, wo du das nachlesen kannst? – Lies dir die Beantwortung meiner Anfrage noch einmal durch, nämlich das, was mir das Ministerium geantwortet hat! Kollegin Hamann von deiner Fraktion hat beim letzten Mal gesagt: Es steht eh alles in der Anfragebeantwortung an Abgeordneten Lindner drinnen. – Was heißt denn das jetzt? Sollen wir die Anfragebeantwortung jetzt an alle Schulen schicken, dass die Lehrerinnen und Lehrer und Direktoren draußen wissen, was sie tun sollen? Also bitte schreib, was du sagst – was auch alles richtig ist – in die Verordnung rein! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu Kollegen Brückl: Worum bei einer qualitätsvollen sexuellen Bildung schon auch geht, ist, dass man Lebensrealitäten abbilden muss, auch im Schulbereich. Genau das macht ihr nicht, ihr vergesst immer eine Gruppe von Menschen, bei der wir von circa 10 Prozent reden. Wenn wir das auf Österreich umlegen, dann reden wir von über 900 000 Menschen in diesem Land, und die sind euch einfach – nein, das darf ich jetzt nicht sagen – egal. Dafür sollte sich die FPÖ wirklich schämen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Seit fünf Jahren ...!
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Ich wende mich jetzt an alle Kolleginnen und Kollegen, die behaupten, an Lösungen interessiert zu sein. Ich habe es im Ausschuss genau erklärt: Wenn wir jetzt, wie ihr das sagt, die Stopptaste drücken, alle Vereine durch ein Akkreditierungsverfahren laufen lassen – das sind Hunderte –, dann steht die komplette Sexualpädagogik mindestens für zwei Jahre (Abg. Heinisch-Hosek: Seit fünf Jahren ...!), und ich bin gespannt, wie ihr das dann den Vereinen, die ihr unterstützen wollt, erklären wollt. (Abg. Lindner: Seit 2018 reden wir drüber!)
Abg. Lindner: Seit 2018 reden wir drüber!
Abgeordneter Nico Marchetti (ÖVP): Ich wende mich jetzt an alle Kolleginnen und Kollegen, die behaupten, an Lösungen interessiert zu sein. Ich habe es im Ausschuss genau erklärt: Wenn wir jetzt, wie ihr das sagt, die Stopptaste drücken, alle Vereine durch ein Akkreditierungsverfahren laufen lassen – das sind Hunderte –, dann steht die komplette Sexualpädagogik mindestens für zwei Jahre (Abg. Heinisch-Hosek: Seit fünf Jahren ...!), und ich bin gespannt, wie ihr das dann den Vereinen, die ihr unterstützen wollt, erklären wollt. (Abg. Lindner: Seit 2018 reden wir drüber!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lindner: Seit 2018 wissen wir es!
Augen-Streuen, nur damit man billige Punkte macht, ist wirklich überhaupt nicht der Sache dienlich. Und dass ihr das dann noch unter diesem Deckmantel so darstellt, finde ich unerträglich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Lindner: Seit 2018 wissen wir es!)
Beifall bei der FPÖ.
Im Gesetzestext steht interessanterweise auch das Ziel dieser ganzen Maßnahme – jetzt bitte ich ein bisschen um Aufmerksamkeit –: Ziel ist es, die Bereitschaft zur Bereitstellung von Unterkünften aufrechtzuerhalten beziehungsweise – und jetzt kommt es – „die notwendige Schaffung neuer Quartiere [...] zu unterstützen“. Das heißt, diese Bundesregierung rechnet mit einem weiteren Anstieg der Asylzahlen und mit einem weiteren Bedarf an dementsprechenden Unterkünften. Deshalb werden diese Geldgeschenke jetzt gemacht. Das ist eigentlich eine Frechheit in Zeiten wie diesen, meine Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.) Das ist ein Schlag ins Gesicht der Österreicher, die fleißig arbeiten und nicht mehr über die Runden kommen, weil am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig bleibt, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Abg. Krisper: Grundversorgung!
Ich habe mir auch den Zehnjahresschnitt ausgerechnet, also den Mittelwert der Asylantragszahlen im Jänner der letzten zehn Jahre. Er liegt bei 2 740. (Abg. Krisper: Grundversorgung!) Das sind heuer im Jänner um 58 Prozent mehr Asylanträge als im Zehnjahresschnitt, und die ÖVP erzählt uns dann ein Märchen von einem starken Rückgang und einer Asylbremse, die angeblich wirkt. Das ist eine Schmähpartie, mehr ist das nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krisper: Wie viele ...?) – Frau Kollegin Krisper, ich weiß nicht, warum Sie da jetzt die Regierung verteidigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krisper: Wie viele ...?
Ich habe mir auch den Zehnjahresschnitt ausgerechnet, also den Mittelwert der Asylantragszahlen im Jänner der letzten zehn Jahre. Er liegt bei 2 740. (Abg. Krisper: Grundversorgung!) Das sind heuer im Jänner um 58 Prozent mehr Asylanträge als im Zehnjahresschnitt, und die ÖVP erzählt uns dann ein Märchen von einem starken Rückgang und einer Asylbremse, die angeblich wirkt. Das ist eine Schmähpartie, mehr ist das nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krisper: Wie viele ...?) – Frau Kollegin Krisper, ich weiß nicht, warum Sie da jetzt die Regierung verteidigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe mir auch den Zehnjahresschnitt ausgerechnet, also den Mittelwert der Asylantragszahlen im Jänner der letzten zehn Jahre. Er liegt bei 2 740. (Abg. Krisper: Grundversorgung!) Das sind heuer im Jänner um 58 Prozent mehr Asylanträge als im Zehnjahresschnitt, und die ÖVP erzählt uns dann ein Märchen von einem starken Rückgang und einer Asylbremse, die angeblich wirkt. Das ist eine Schmähpartie, mehr ist das nicht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krisper: Wie viele ...?) – Frau Kollegin Krisper, ich weiß nicht, warum Sie da jetzt die Regierung verteidigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Wie überall bei den großen Themen machen das die Regierungsparteien im Verbund mit den NEOS, im Verbund mit der SPÖ. Das zeigt wieder: In diesem Land gibt es zwei politische Kräfte – die Freiheitliche Partei und alle anderen, die sogenannte Einheitspartei, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der FPÖ.
wir dringendst woanders brauchen, für dieses falsche und nicht funktionierende Asylsystem zu verschwenden, bei dem sich die Quartierbetreiber eine goldene Nase verdienen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS sowie des Abg. Bürstmayr.
Abgeordneter Mag. Ernst Gödl (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist schon bemerkenswert, wenn mein Vorredner von der Freiheitlichen Partei zum Thema Grundversorgung spricht und kein einziges Mal - kein einziges Mal! – den Ukrainekrieg erwähnt. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS sowie des Abg. Bürstmayr.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Lieber Herr Kollege Amesbauer, ich weiß nicht, ob dir bewusst ist, dass in der Grundversorgung in Österreich derzeit circa 56 000 Menschen aus der Ukraine untergebracht sind. Sie sind deswegen untergebracht, weil einer, dem Sie oft das positive Wort reden, nämlich ein gewisser Herr Putin, in der Ukraine einmarschiert ist und dort die Leute massakriert. Deswegen sind die Menschen geflüchtet und sie sind auch zu uns geflüchtet, weil wir Nachbarn sind und weil wir uns dazu committet haben, sie aufzunehmen und ihnen eine Grundversorgung anzubieten. Mit keinem einzigen Wort, Herr Amesbauer, hast du das erwähnt. Das ist wirklich eine Schande der Sonderklasse für einen Parlamentarier. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit des Abg. Schwarz.
Ich darf vorlesen, wie es im Art. 1 Abs. 1 dieser Vereinbarung heißt: „Ziel der Vereinbarung ist die bundesweite Vereinheitlichung der Gewährleistung der vorübergehenden Grundversorgung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde, die im Bundesgebiet sind“. – Diesen Passus haben die Freiheitlichen beschlossen. Kurioserweise haben übrigens die Grünen nicht mitgestimmt, aber alle anderen im Parlament waren dafür. (Heiterkeit des Abg. Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.
Mit diesem Gesetz wollen wir klarstellen, dass wir die Quartiergeber – die Länder, aber indirekt die Quartiergeber – unterstützen, wenn sie bereit sind, Quartiere für jene Menschen, die vertrieben worden sind oder die bei uns um Asyl ansuchen oder die nicht abgeschoben werden können, zur Verfügung zu stellen, damit diese auch menschenwürdig untergebracht sind. Dazu stehen wir als Republik Österreich und dafür beschließen wir jetzt auch diese Gesetzesnovelle. Ich bin froh, dass zumindest vier der fünf Parteien diesen Konsens pflegen. Es wäre sehr schön, wenn Sie von der FPÖ – und Herr Kassegger, der jetzt dann auch ans Rednerpult kommt – zumindest diesen Grundkonsens herstellen, dass jene Menschen aus unserer Nachbarschaft, die zu uns vertrieben werden, auch dementsprechend versorgt werden. Darum würde ich wirklich herzlich bitten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Amesbauer.)
Abg. Gödl: Ja!
sicherzustellen. (Abg. Gödl: Ja!) Dazu stehen wir, dazu standen wir und dazu werden wir auch stehen.
Abg. Gödl: Putin lässt grüßen!
Kollege Amesbauer hat es auch schon gesagt: Sie rechnen ja mit noch höheren Zahlen, wenn Sie sagen: „notwendige Schaffung neuer Quartiere“. – Sie sind also nicht in der Lage - - (Abg. Gödl: Putin lässt grüßen!) –Jetzt hör einmal mit dem Putin-Blödsinn auf! (Abg. Gödl: Ja sicher, Putin lässt grüßen! Euer Freund!) Also, wenn euch sonst nichts mehr einfällt, bin ich beruhigt, denn dann habt ihr überhaupt keine Argumente, sondern nur: Putin, Putin, Putin! – Das wird schon langweilig. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: 60 000 ...!)
Abg. Gödl: Ja sicher, Putin lässt grüßen! Euer Freund!
Kollege Amesbauer hat es auch schon gesagt: Sie rechnen ja mit noch höheren Zahlen, wenn Sie sagen: „notwendige Schaffung neuer Quartiere“. – Sie sind also nicht in der Lage - - (Abg. Gödl: Putin lässt grüßen!) –Jetzt hör einmal mit dem Putin-Blödsinn auf! (Abg. Gödl: Ja sicher, Putin lässt grüßen! Euer Freund!) Also, wenn euch sonst nichts mehr einfällt, bin ich beruhigt, denn dann habt ihr überhaupt keine Argumente, sondern nur: Putin, Putin, Putin! – Das wird schon langweilig. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: 60 000 ...!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: 60 000 ...!
Kollege Amesbauer hat es auch schon gesagt: Sie rechnen ja mit noch höheren Zahlen, wenn Sie sagen: „notwendige Schaffung neuer Quartiere“. – Sie sind also nicht in der Lage - - (Abg. Gödl: Putin lässt grüßen!) –Jetzt hör einmal mit dem Putin-Blödsinn auf! (Abg. Gödl: Ja sicher, Putin lässt grüßen! Euer Freund!) Also, wenn euch sonst nichts mehr einfällt, bin ich beruhigt, denn dann habt ihr überhaupt keine Argumente, sondern nur: Putin, Putin, Putin! – Das wird schon langweilig. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Gödl: 60 000 ...!)
Abg. Gödl: Putin-Freunde, es ist unglaublich! Die Putin-Versteher!
Das ist ein Totalversagen von Ihnen (Abg. Gödl: Putin-Freunde, es ist unglaublich! Die Putin-Versteher!), der Europäischen Union, der Eliten in Brüssel, der Eliten in der Bundesregierung, ein vollkommener Realitätsverlust, die eigenen kleinen Leute außer Augen lassend, eine vollkommen verfehlte – wir haben es am Vormittag gehabt – Energiepolitik, die uns noch sehr, sehr teuer zu stehen kommen wird, eine vollkommen verfehlte Finanz- und Budgetpolitik, eine vollkommen verfehlte Sanktionspolitik und in Wahrheit auch ein Totalversagen in der Migrationspolitik. Sie lösen überhaupt keine Probleme. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Brückl.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Brückl.
Das ist ein Totalversagen von Ihnen (Abg. Gödl: Putin-Freunde, es ist unglaublich! Die Putin-Versteher!), der Europäischen Union, der Eliten in Brüssel, der Eliten in der Bundesregierung, ein vollkommener Realitätsverlust, die eigenen kleinen Leute außer Augen lassend, eine vollkommen verfehlte – wir haben es am Vormittag gehabt – Energiepolitik, die uns noch sehr, sehr teuer zu stehen kommen wird, eine vollkommen verfehlte Finanz- und Budgetpolitik, eine vollkommen verfehlte Sanktionspolitik und in Wahrheit auch ein Totalversagen in der Migrationspolitik. Sie lösen überhaupt keine Probleme. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Brückl.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Bürstmayr: Ja, es ist sehr deutlich geworden! Unmissverständlich!
Wir werden sehen, ob er wieder eine Kehrtwendung macht und es im Jahr 2023 dann doch möglich sein wird. Glaubwürdigkeit schaut anders aus. Ich hoffe, ich habe jetzt einigermaßen gut erläutert, warum wir nicht mitgehen können – ohne Putin. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Bürstmayr: Ja, es ist sehr deutlich geworden! Unmissverständlich!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Kollege Gödl hat die Beträge schon genannt, um die es da geht. Es geht um 50 Euro für Einzelpersonen und um 100 Euro für Familien, die rückerstattet werden. Das Einzige, das wir dabei sagen: Warum braucht es da diese Befristung? Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: Ich glaube, die Teuerungseffekte werden auch darüber hinaus noch wirksam sein. Wenn wir gerade den privaten Unterkunftgebern nachhaltige Sicherheit geben wollen und wenn wir das haben wollen, dann macht diese Befristung aus meiner Sicht keinen Sinn. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Das Problem, das wir aber grundsätzlich in diesem Bereich haben, ist – Herr Amesbauer und auch Sie, Herr Kassegger, haben es jetzt angesprochen, Sie sprechen ja die gesamte Asylproblematik an –, und davon bin ich felsenfest überzeugt, dass diese nicht mit nationalen Maßnahmen zu lösen ist, sondern da braucht es internationale Maßnahmen, da braucht es europäische Lösungen. Diese brauchen wir ganz, ganz dringend. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Was heißt „könnte“?
Weil Sie es ja so darstellen, als ob die FPÖ das Problem lösen könnte (Abg. Amesbauer: Was heißt „könnte“?): Nein, ihr könnt es nicht. Ihr habt unter Kickl bewiesen, dass ihr es nicht könnt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Schau dir die Zahlen an!) Als Kickl Innenminister war, wie hoch waren da die Zahlen in der Grundversorgung? Wie hoch waren die Zahlen in der Grundversorgung? – 62 000 Menschen waren in der Grundversorgung. Also tut nicht immer so, als würdet ihr ein Problem lösen können! (Abg. Amesbauer: Wir haben sozialistische Politik aufarbeiten müssen, so schaut’s aus!) Ihr könnt es natürlich nicht, denn das Problem kann man nicht national lösen, das Problem kann man nur europäisch lösen – und das müssen wir angehen.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Schau dir die Zahlen an!
Weil Sie es ja so darstellen, als ob die FPÖ das Problem lösen könnte (Abg. Amesbauer: Was heißt „könnte“?): Nein, ihr könnt es nicht. Ihr habt unter Kickl bewiesen, dass ihr es nicht könnt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Schau dir die Zahlen an!) Als Kickl Innenminister war, wie hoch waren da die Zahlen in der Grundversorgung? Wie hoch waren die Zahlen in der Grundversorgung? – 62 000 Menschen waren in der Grundversorgung. Also tut nicht immer so, als würdet ihr ein Problem lösen können! (Abg. Amesbauer: Wir haben sozialistische Politik aufarbeiten müssen, so schaut’s aus!) Ihr könnt es natürlich nicht, denn das Problem kann man nicht national lösen, das Problem kann man nur europäisch lösen – und das müssen wir angehen.
Abg. Amesbauer: Wir haben sozialistische Politik aufarbeiten müssen, so schaut’s aus!
Weil Sie es ja so darstellen, als ob die FPÖ das Problem lösen könnte (Abg. Amesbauer: Was heißt „könnte“?): Nein, ihr könnt es nicht. Ihr habt unter Kickl bewiesen, dass ihr es nicht könnt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amesbauer: Schau dir die Zahlen an!) Als Kickl Innenminister war, wie hoch waren da die Zahlen in der Grundversorgung? Wie hoch waren die Zahlen in der Grundversorgung? – 62 000 Menschen waren in der Grundversorgung. Also tut nicht immer so, als würdet ihr ein Problem lösen können! (Abg. Amesbauer: Wir haben sozialistische Politik aufarbeiten müssen, so schaut’s aus!) Ihr könnt es natürlich nicht, denn das Problem kann man nicht national lösen, das Problem kann man nur europäisch lösen – und das müssen wir angehen.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Eines sage ich Ihnen auch – weil wir heute hier stehen –: Letzte Woche hat sich wieder eine humanitäre Katastrophe im Mittelmeer ereignet, und die Europäische Union schaut leider zu. Sie schaut leider zu! Im Mittelmeer sterben Tausende Menschen, tagtäglich passiert dort eine humanitäre Katastrophe, und die Europäische Union schafft es nicht, dieses Problem zu lösen. Ein Teil des Problems, Herr Bundesminister, ist natürlich auch die österreichische Bundesregierung, weil sie auf europäischer Ebene nicht auf Lösungen drängt, sondern auf der Bremse steht. Das ist das Problem, das wir tatsächlich haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Das wird es nicht geben!
Wir brauchen ein couragiertes, ein engagiertes Auftreten, dass wir endlich eine Lösung auf europäischer Ebene schaffen. Es braucht eben ein einheitliches Asyl-und Migrationssystem für Europa, es braucht einen funktionierenden Grenzschutz in Europa (Ruf bei der FPÖ: Das wird es nicht geben!) und es
Abg. Kassegger: Eh klar, Pseudoopposition!
Wir stimmen diesem Antrag zu. (Abg. Kassegger: Eh klar, Pseudoopposition!) Ich glaube, dass die Befristung falsch ist, aber die Maßnahme passt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir stimmen diesem Antrag zu. (Abg. Kassegger: Eh klar, Pseudoopposition!) Ich glaube, dass die Befristung falsch ist, aber die Maßnahme passt. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Da springen tatsächlich immer noch kleine Organisationen und Private ein, weil es im bisherigen System einfach noch nicht abgebildet ist. Diesen Organisationen und Einzelpersonen – stellvertretend darf ich hier Train of Hope und Tanja Maier nennen – möchte ich ausdrücklich danken. (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Abg. Amesbauer: Das hat der Herr Minister gefordert!
Zu Ihnen, meine Damen und Herren von der FPÖ, noch ein kurzes Wort: Sie verlangen in einem Entschließungsantrag, dass Österreich Abschiebungen nach Afghanistan wieder durchführen möge (Abg. Amesbauer: Das hat der Herr Minister gefordert!), egal ob Männer oder Frauen, Sie differenzieren nicht einmal danach. Wissen Sie eigentlich, wer in Afghanistan seit anderthalb Jahren regiert? – Eine islamistische Terroristenbande, die von keinem vernünftigen Staat der Welt anerkannt wird. (Abg. Amesbauer: Das hat der Innenminister gefordert!) Mit dieser Terroristenbande wollen Sie einen Vertrag über Abschiebungen schließen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. –Ruf bei der FPÖ: Zuhören!) Es ist jede einzelne afghanische Frau, die sich derzeit in Europa befindet, asylberechtigt, weil sie verfolgungsgefährdet ist (Abg. Amesbauer: 85 Prozent Männer!), und die wollen Sie abschieben. – Danke! (Abg. Deimek: ... verdienen Sie an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: Das hat der Innenminister gefordert!
Zu Ihnen, meine Damen und Herren von der FPÖ, noch ein kurzes Wort: Sie verlangen in einem Entschließungsantrag, dass Österreich Abschiebungen nach Afghanistan wieder durchführen möge (Abg. Amesbauer: Das hat der Herr Minister gefordert!), egal ob Männer oder Frauen, Sie differenzieren nicht einmal danach. Wissen Sie eigentlich, wer in Afghanistan seit anderthalb Jahren regiert? – Eine islamistische Terroristenbande, die von keinem vernünftigen Staat der Welt anerkannt wird. (Abg. Amesbauer: Das hat der Innenminister gefordert!) Mit dieser Terroristenbande wollen Sie einen Vertrag über Abschiebungen schließen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. –Ruf bei der FPÖ: Zuhören!) Es ist jede einzelne afghanische Frau, die sich derzeit in Europa befindet, asylberechtigt, weil sie verfolgungsgefährdet ist (Abg. Amesbauer: 85 Prozent Männer!), und die wollen Sie abschieben. – Danke! (Abg. Deimek: ... verdienen Sie an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. –Ruf bei der FPÖ: Zuhören!
Zu Ihnen, meine Damen und Herren von der FPÖ, noch ein kurzes Wort: Sie verlangen in einem Entschließungsantrag, dass Österreich Abschiebungen nach Afghanistan wieder durchführen möge (Abg. Amesbauer: Das hat der Herr Minister gefordert!), egal ob Männer oder Frauen, Sie differenzieren nicht einmal danach. Wissen Sie eigentlich, wer in Afghanistan seit anderthalb Jahren regiert? – Eine islamistische Terroristenbande, die von keinem vernünftigen Staat der Welt anerkannt wird. (Abg. Amesbauer: Das hat der Innenminister gefordert!) Mit dieser Terroristenbande wollen Sie einen Vertrag über Abschiebungen schließen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. –Ruf bei der FPÖ: Zuhören!) Es ist jede einzelne afghanische Frau, die sich derzeit in Europa befindet, asylberechtigt, weil sie verfolgungsgefährdet ist (Abg. Amesbauer: 85 Prozent Männer!), und die wollen Sie abschieben. – Danke! (Abg. Deimek: ... verdienen Sie an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Amesbauer: 85 Prozent Männer!
Zu Ihnen, meine Damen und Herren von der FPÖ, noch ein kurzes Wort: Sie verlangen in einem Entschließungsantrag, dass Österreich Abschiebungen nach Afghanistan wieder durchführen möge (Abg. Amesbauer: Das hat der Herr Minister gefordert!), egal ob Männer oder Frauen, Sie differenzieren nicht einmal danach. Wissen Sie eigentlich, wer in Afghanistan seit anderthalb Jahren regiert? – Eine islamistische Terroristenbande, die von keinem vernünftigen Staat der Welt anerkannt wird. (Abg. Amesbauer: Das hat der Innenminister gefordert!) Mit dieser Terroristenbande wollen Sie einen Vertrag über Abschiebungen schließen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. –Ruf bei der FPÖ: Zuhören!) Es ist jede einzelne afghanische Frau, die sich derzeit in Europa befindet, asylberechtigt, weil sie verfolgungsgefährdet ist (Abg. Amesbauer: 85 Prozent Männer!), und die wollen Sie abschieben. – Danke! (Abg. Deimek: ... verdienen Sie an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: ... verdienen Sie an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Zu Ihnen, meine Damen und Herren von der FPÖ, noch ein kurzes Wort: Sie verlangen in einem Entschließungsantrag, dass Österreich Abschiebungen nach Afghanistan wieder durchführen möge (Abg. Amesbauer: Das hat der Herr Minister gefordert!), egal ob Männer oder Frauen, Sie differenzieren nicht einmal danach. Wissen Sie eigentlich, wer in Afghanistan seit anderthalb Jahren regiert? – Eine islamistische Terroristenbande, die von keinem vernünftigen Staat der Welt anerkannt wird. (Abg. Amesbauer: Das hat der Innenminister gefordert!) Mit dieser Terroristenbande wollen Sie einen Vertrag über Abschiebungen schließen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. –Ruf bei der FPÖ: Zuhören!) Es ist jede einzelne afghanische Frau, die sich derzeit in Europa befindet, asylberechtigt, weil sie verfolgungsgefährdet ist (Abg. Amesbauer: 85 Prozent Männer!), und die wollen Sie abschieben. – Danke! (Abg. Deimek: ... verdienen Sie an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: Sie verdienen an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen noch etwas: Sie haben nicht nur der Republik Österreich die unverbrüchliche Treue gelobt und in diesem Haus 70 Anträge zugunsten der Russischen Föderation gestellt, sondern Sie verlangen seit Wochen und Monaten von diesem Pult aus auch, dass österreichische Beamte und Minister Gesetze brechen. (Abg. Deimek: Sie verdienen an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie haben die stete und volle Beobachtung der Verfassungsgesetze und aller anderen Gesetze gelobt. (Ruf bei der FPÖ: Horchen Sie sich einmal den Bundeskanzler an!) Sie brechen Ihren Eid! – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Horchen Sie sich einmal den Bundeskanzler an!
Ich sage Ihnen noch etwas: Sie haben nicht nur der Republik Österreich die unverbrüchliche Treue gelobt und in diesem Haus 70 Anträge zugunsten der Russischen Föderation gestellt, sondern Sie verlangen seit Wochen und Monaten von diesem Pult aus auch, dass österreichische Beamte und Minister Gesetze brechen. (Abg. Deimek: Sie verdienen an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie haben die stete und volle Beobachtung der Verfassungsgesetze und aller anderen Gesetze gelobt. (Ruf bei der FPÖ: Horchen Sie sich einmal den Bundeskanzler an!) Sie brechen Ihren Eid! – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sage Ihnen noch etwas: Sie haben nicht nur der Republik Österreich die unverbrüchliche Treue gelobt und in diesem Haus 70 Anträge zugunsten der Russischen Föderation gestellt, sondern Sie verlangen seit Wochen und Monaten von diesem Pult aus auch, dass österreichische Beamte und Minister Gesetze brechen. (Abg. Deimek: Sie verdienen an den Menschen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie haben die stete und volle Beobachtung der Verfassungsgesetze und aller anderen Gesetze gelobt. (Ruf bei der FPÖ: Horchen Sie sich einmal den Bundeskanzler an!) Sie brechen Ihren Eid! – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Von der Regierung heißt es aber, es würden noch weitere Maßnahmen überlegt werden, nach dieser seltsamen befristeten Aktion heute. Es gäbe bereits eine Schablone für zusätzliche Entlastungsmaßnahmen. Wann aber kommen diese? Ich wiederhole den Appell von Tag eins des Krieges: Sie haben versprochen, Sie helfen wirklich. Entlasten Sie zumindest die Österreicherinnen und Österreicher, die helfen wollen, und alle Menschen, die bei uns generös ihre Türen geöffnet und ihre Sofas bereitgestellt haben! Diese befristete Aktion heute ist ein kleiner Schritt, und die FPÖ dreht Ihnen ohnehin aus allem einen Strick. Helfen Sie wirklich, stehen Sie dazu, lösen Sie Ihr Versprechen ein und zeigen Sie Anstand! – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Hohes Haus! Ich weiß, es ist für Ministerinnen und Minister nicht üblich, sich am Beginn der Debatte als Erste zu melden. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich tue das aber zum einen, weil Sie schon einen langen Tag hinter sich haben, und zum anderen, weil jetzt gerade eine Abstimmung war und ich hoffe, dass möglichst viele im Raum bleiben (Abg. Wurm: Ja! Ja!), denn es geht um ein sehr, sehr wichtiges Thema. Es geht um den Umsetzungsbericht 2022 zur Nationalen Strategie gegen Antisemitismus (den Bericht in die Höhe haltend), das ist der zweite Umsetzungsbericht, den ich
Abg. Wurm: Ja! Ja!
Bundesministerin für EU und Verfassung im Bundeskanzleramt Mag. Karoline Edtstadler: Herr Präsident! Geschätzte Damen und Herren Abgeordnete! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Hohes Haus! Ich weiß, es ist für Ministerinnen und Minister nicht üblich, sich am Beginn der Debatte als Erste zu melden. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich tue das aber zum einen, weil Sie schon einen langen Tag hinter sich haben, und zum anderen, weil jetzt gerade eine Abstimmung war und ich hoffe, dass möglichst viele im Raum bleiben (Abg. Wurm: Ja! Ja!), denn es geht um ein sehr, sehr wichtiges Thema. Es geht um den Umsetzungsbericht 2022 zur Nationalen Strategie gegen Antisemitismus (den Bericht in die Höhe haltend), das ist der zweite Umsetzungsbericht, den ich
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte ein bisschen allgemeiner anfangen: mit Zahlen, Daten, Fakten. Der Antisemitismusbericht der IKG Wien hat für das erste Halbjahr 2022 einen Rückgang antisemitischer Vorfälle um rund ein Drittel gezeigt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Bayr.
An dieser Stelle möchte ich mich auch einmal bei meinem Haus bedanken, insbesondere beim Leiter der Stabsstelle, Dr. Antonio Martino, aber auch bei meinem Team im Kabinett – Leo Czernin ist heute hier anwesend –, die wirklich unermüdlich mit allen Ressorts zusammenarbeiten, um das zusammenzubringen. Das ist viel Arbeit, und da ist auch viel passiert. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Bayr.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Warum machen wir das? – Weil der beste Kampf gegen Antisemitismus ein pulsierendes, blühendes jüdisches Leben mitten in unserer Gesellschaft ist. Das ist mein Ziel, und dafür werde ich kämpfen, denn eines dürfen wir nicht vergessen: Wir werden immer weniger Überlebende haben, die in der Lage sind, auch der jüngeren Generation authentisch von ihren Erlebnissen zu berichten. Daher braucht es auch Kreativität, wenn es darum geht, wie wir die Generationen jetzt und auch danach über diese dunkelsten Kapitel informieren und wie wir daraus lernen und in eine bessere Zukunft gehen. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich komme damit zum Schluss und möchte festhalten: So gut diese Strategie auch ist, so wichtig auch die Umsetzung dieser Maßnahmen ist, so sehr kann es nicht ein gesamtgesellschaftliches Ändern der Einstellung ersetzen. Es gilt für jeden Einzelnen und jede Einzelne in dieser Gesellschaft, aufzustehen, wenn Antisemitismus irgendwo spürbar wird, ruchbar wird, wenn ein blöder Witz erzählt wird, aufzustehen, dagegen anzukämpfen, es auch sichtbar zu machen. Ich habe die Vision von einer Gesellschaft frei von Antisemitismus. Das ist ein erster Schritt, aber nur gemeinsam können wir dieses Ziel erreichen. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Mitarbeit. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
ein herzliches Dankeschön. Ich glaube, man könnte fast sagen, es ist ein historisches Verdienst, das da hinzukommt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Insgesamt finde ich es auch sehr wichtig, dass wir uns nicht nur auf den Kampf gegen Antisemitismus beschränken, sondern eben auch, wie du das mehrmals gesagt hast, auf den Erhalt und die Förderung jüdischen Lebens hinwirken. Ein früherer Präsident der jüdischen Gemeinde hat einmal zu einem Bundeskanzler gesagt: Wissen Sie, wenn Sie wissen wollen, wie es einem Land geht, dann schauen Sie sich an, wie es der jüdischen Gemeinde geht! Ich glaube, das war ein sehr kluges Wort. Ich glaube, der jüdischen Gemeinde geht es heute in Österreich sehr, sehr gut, ich glaube, besser als je zuvor. Sie ist gut ausgestattet, hat die volle Unterstützung der Regierung und von dir als Ministerin. In dem Sinne, glaube ich, können wir wirklich von einem guten Bericht und von einer guten Zeit sprechen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS. – Ruf bei den Grünen: Nicht überraschend, dass eine Fraktion nicht klatscht! – Ruf bei den Grünen: Welche wohl? – Abg. Fischer: Die auf einem Auge blind ist!
Es ist – und ich sage wirklich: leider – in der Zeit der Pandemie nicht besser, sondern schlimmer geworden. Antisemitische Taten und auch – Sie haben es erwähnt, Frau Ministerin – insbesondere physische Angriffe haben zugenommen und nicht abgenommen. Was mich wirklich entsetzt hat – und ich sage das ganz offen –, war, dass bei den Coronademonstrationen Judensterne mit der Aufschrift „Ungeimpft“ getragen wurden und Zeichnungen mit dem Text „Impfen macht frei“ zu sehen waren. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, diese Verharmlosung ist brandgefährlich, und das sollte von allen von uns in diesem Parlament so gesehen werden. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS. – Ruf bei den Grünen: Nicht überraschend, dass eine Fraktion nicht klatscht! – Ruf bei den Grünen: Welche wohl? – Abg. Fischer: Die auf einem Auge blind ist!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.
Auch wenn jetzt die Fälle zumindest etwas zurückgehen, muss man auch berücksichtigen, dass das noch nicht so lange so gemessen wird, und daher, meine ich, ist es unbedingt notwendig, weiter wachsam zu bleiben und vielleicht noch wachsamer zu werden. Wenn Menschen angegriffen werden, wenn jüdische Einrichtungen bewacht werden müssen, dann ist das nicht nur ein Problem für unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern dann ist das ein gemeinsames Problem von uns allen, wo wir uns stärker anstrengen müssen, damit diese Dinge in Zukunft nicht mehr geschehen, denn das hat in Österreich keinen Platz, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.
Ich möchte in diesem Zusammenhang noch ein Thema ansprechen, Frau Bundesministerin, von dem Sie wissen, dass es für mich ein wirklich großes Anliegen ist, und betreffend dieses ich Sie ersuche, weiterzumachen: Es ist auch inakzeptabel, dass im Jahr 2023 die posthume Aberkennung von Ehrenzeichen für NS-Verbrecher immer noch nicht möglich ist. Das ist wirklich absolut überfällig, und ich glaube, wir sollten gemeinsam raschest dafür sorgen, dass das bald möglich ist. – Herzlichen Dank, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
kritisiert wird, dass wir in Wirklichkeit natürliche Verbündete sind, weil wir von Anfang an darauf hingewiesen haben, welche Entwicklung es nimmt, wenn man die Zuwanderung gerade aus dem muslimischen Raum – junge Männer, die kommen, die radikalisiert sind, und so weiter – einfach so gleiten lässt, aus ideologischer Verblendung, Gutmenschentum oder was auch immer die Augen verschließt und glaubt, man kann das wegreden. Das Problem ist vorhanden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Zweite, das uns noch viel mehr gestört hat, war, dass immer wieder – das ist heute auch schon kurz angesprochen worden – dieser Konnex hergestellt wurde, dass die Coronademonstranten, die aus berechtigter Sorge und berechtigter Kritik an den überbordenden und sinnlosen, evidenzbefreiten Maßnahmen in der Coronazeit demonstrieren gegangen sind, als Antisemiten diskreditiert wurden. (Beifall bei der FPÖ.) Das haben wir immer wieder betont, und wir haben das daher als völlig fehlgeleitete Vermengung gesehen und es so empfunden, dass dieses berechtigte Vorgehen gegen Antisemitismus politisch dazu missbraucht wurde, dass man im Windschatten andere Kritik anbringen konnte.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
daher überwiegt jetzt eindeutig das Positive, und wir stimmen daher heute dem Antisemitismusbericht zu und hoffen natürlich auch, dass er in Zukunft ohne diese politischen Verquickungen auskommt. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wurm: Freundlich bleiben! Freundlich bleiben! ...! – Abg. Leichtfried: Geh, Wurm, gib einmal eine Ruhe!
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! (Abg. Wurm: Freundlich bleiben! Freundlich bleiben! ...! – Abg. Leichtfried: Geh, Wurm, gib einmal eine Ruhe!) Der Bericht, von dem wir heute sprechen, behandelt unter anderem die Umsetzung der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus (einen Ausdruck der genannten Strategie in die Höhe haltend), wie sie Anfang 2021 beschlossen worden ist. Das ist ein ziemlich dickes Werk mit rund 150 Seiten geworden, mit mehreren ganz verschiedenen Kapiteln: Bildung, Ausbildung und Forschung; Effektive Strafverfolgung; Sicherheit und Schutz jüdischer Gemeinden, Gemeinschaften und Einrichtungen. – Es ist schlimm genug, dass das in Österreich überhaupt ein Kapitel sein muss, aber solange das so ist, wird besonders Österreich all seinen Verpflichtungen gegenüber jüdischen Gemeinschaften und jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern nachkommen.
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Krisper.
Das ist ein Phänomen, das es nicht nur in Österreich, nicht nur in Mitteleuropa, sondern weltweit gibt. (Der Redner hält erneut den Ausdruck der zuvor erwähnten Strategie in die Höhe.) Ich würde nichts lieber tun, als heute von dieser Stelle aus zu verkünden: Wir sind mit der Umsetzung dieser Strategie fertig, es ist uns alles gelungen, es gibt keinen Antisemitismus mehr! Das ist aber nicht wahr, und solange das nicht so ist, werden wir alles dafür tun, dass wir ernsthaft sagen können: Nie wieder! – Danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Krisper.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
kommt auf dieser Meldehomepage, die es gibt, zu wenig deutlich zum Ausdruck. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.
In diesem Sinne bleibt nach wie vor viel zu tun. Es geht wirklich darum, dass wir dieses Ziel erreichen müssen, dieses Nie-mehr-wieder. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Krisper.
Gott sei Dank gibt es in Österreich eine aktive, eine wachsende, eine schöne und für uns auch so unendlich wichtige jüdische Gemeinde. Ich bin stolz darauf, dass es die gibt, und dankbar, dass nicht alle den Weg aus Österreich gewählt haben, denn sie bereichern unser Leben. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Krisper.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Meine Damen und Herren, man muss dankbar sein, dass Jüdinnen und Juden heute noch Teil Europas sind, dass sie Teil der österreichischen Geschichte sind. Ich bin dankbar dafür, dass sie einen Weg der Versöhnung und des Verzeihens mit uns gehen. Und da ein Bild mehr sagt als tausend Worte, möchte ich Sie bitten, gelegentlich im Umsetzungsbericht auf die Seite 97 zu schauen, denn das Bild, das hier abgebildet ist – unsere Ministerin mit einer Holocaustüberlebenden (die genannte Seite des Berichts in die Höhe haltend) –, zeugt von Respekt, von Liebe sowie von gegenseitigem Verzeihen und von Wertschätzung. Dieses Bild ist für mich Maßstab für die Zukunft. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Engelberg.
Abgeordnete Sabine Schatz (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren! Der vorliegende Bericht, den wir hier diskutieren, und auch Ihr Redebeitrag, Frau Bundesministerin, zeigen, wie breit und vielschichtig die gemeinsam beschlossene Strategie gegen Antisemitismus in Österreich in den letzten zwei Jahren und besonders auch im Jahr 2022 umgesetzt worden ist; und ja, es ist mir wirklich ein Anliegen, mich bei allen, die dazu beigetragen haben, auf unterschiedlichen Ebenen, wirklich zu bedanken. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Engelberg.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
dieser Arbeit entsprechend unterstützen können. Es heißt auch, Ressourcen und die Förderung des jüdischen Lebens und der jüdischen Kultur in der Gegenwart, im Hier und Jetzt sicherzustellen, und dafür haben wir gemeinsam das Österreichisch-Jüdische Kulturerbegesetz auf den Weg gebracht, um jüdische Kultur entsprechend sichtbar und zu einem Teil der aktuellen Gegenwart zu machen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Seit Jahren beobachten wir zudem ein extremes Hoch an antisemitischen Vorfällen – Frau Ministerin, Sie haben darauf hingewiesen. Die Israelitische Kultusgemeinde sammelt diese Vorfälle, und auch wenn wir im ersten Halbjahr 2022 einen Rückgang verspüren konnten, dürfen wir uns in keiner Art und Weise irgendwie zurücklehnen, sondern im Gegenteil: Wir müssen Antisemitismus, ganz egal, aus welcher ideologischen Ecke er kommt, aktiv und gemeinsam bekämpfen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, jeder einzelne antisemitische Vorfall ist einer zu viel, und jeder einzelne antisemitische Übergriff muss für uns Auftrag sein, die gemeinsamen Strategien gegen Antisemitismus zu evaluieren, zu untersuchen und, wenn notwendig, zu schärfen und zu verbessern sowie gemeinsam dagegen vorzugehen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Verlieren wir bitte dieses Thema nicht aus den Augen! Frau Ministerin, bitte gehen Sie auf den Innenminister zu und schauen wir hier auch entsprechend, dass wir gemeinsam diesen Nationalen Aktionsplan auf den Weg bekommen – mit Berücksichtigung auch des Themas Antisemitismus, denn da ist bis jetzt leider noch nichts passiert! Da müssen wir entsprechend aktiv werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Engelberg und Stögmüller.
Konsens zusammenbringen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Engelberg und Stögmüller.)
Die Abgeordneten Schwarz und Bernhard – erheitert –: Die „tatsächliche“!
Was ist die tatsächliche Sichtweise? (Die Abgeordneten Schwarz und Bernhard – erheitert –: Die „tatsächliche“!) Diese Subventionen, die man da so darstellt, sind ja im Endeffekt notwendig, notwendig vor allem für den ländlichen Raum, notwendig für die, die nicht in den Bobo-Bezirken wie dem 7. Bezirk leben und vor der Haustür eine Straßenbahn oder eine U-Bahn haben. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Darum geht es hier: dass das im Endeffekt linkslinke Fantasien sind. Wir werden deshalb diesem Antrag auch nicht zustimmen. (Abg. Lukas Hammer: Das ist kein Antrag! Ich kann dich beruhigen, das ist nur ein Bericht!)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Was ist die tatsächliche Sichtweise? (Die Abgeordneten Schwarz und Bernhard – erheitert –: Die „tatsächliche“!) Diese Subventionen, die man da so darstellt, sind ja im Endeffekt notwendig, notwendig vor allem für den ländlichen Raum, notwendig für die, die nicht in den Bobo-Bezirken wie dem 7. Bezirk leben und vor der Haustür eine Straßenbahn oder eine U-Bahn haben. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Darum geht es hier: dass das im Endeffekt linkslinke Fantasien sind. Wir werden deshalb diesem Antrag auch nicht zustimmen. (Abg. Lukas Hammer: Das ist kein Antrag! Ich kann dich beruhigen, das ist nur ein Bericht!)
Abg. Lukas Hammer: Das ist kein Antrag! Ich kann dich beruhigen, das ist nur ein Bericht!
Was ist die tatsächliche Sichtweise? (Die Abgeordneten Schwarz und Bernhard – erheitert –: Die „tatsächliche“!) Diese Subventionen, die man da so darstellt, sind ja im Endeffekt notwendig, notwendig vor allem für den ländlichen Raum, notwendig für die, die nicht in den Bobo-Bezirken wie dem 7. Bezirk leben und vor der Haustür eine Straßenbahn oder eine U-Bahn haben. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Darum geht es hier: dass das im Endeffekt linkslinke Fantasien sind. Wir werden deshalb diesem Antrag auch nicht zustimmen. (Abg. Lukas Hammer: Das ist kein Antrag! Ich kann dich beruhigen, das ist nur ein Bericht!)
Abg. Michael Hammer: ... was sagen die Chinesen?
Damit sind wir in China, das hört man in China, in Nordkorea, in diesen Staaten, aber ich glaube, das ist für Österreich nicht sehr zukunftsträchtig. (Abg. Michael Hammer: ... was sagen die Chinesen?) Also ich frage mich wirklich, Frau Bundesminister: Woher nehmen Sie diese Dame? Was ist deren Expertise, oder aufgrund welcher Grundlage ziehen Sie diese Dame als Ihre Beraterin heran?
Zwischenruf des Abg. Brandweiner.
Ich finde es ja spannend, weil sehr, sehr viele ÖVP-Abgeordnete jetzt sehr verdattert schauen. (Zwischenruf des Abg. Brandweiner.) Ich frage mich wirklich: Warum schauen Sie diesem Treiben zu? Warum schauen Sie diesem gesamten munteren Treiben der grünen Fraktion und der Frau Bundesminister zu?
Beifall bei der FPÖ.
Die einzige Maßnahme hier sind strengere Strafen, damit dieses tägliche Schauspiel in der Früh in Wien aufhört. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Es gibt zwei Bereiche der heimischen Wirtschaft, die die größten Summen an Fördergeldern für klimaschädliche Maßnahmen bekommen. Das ist einerseits der Energiebereich und andererseits der Verkehrssektor. Gerade diese beiden Sparten sind essenziell für die Erreichung unserer Klimaziele, denn sie zählen zu den größten Verursachern der klimaschädlichen Emissionen. Anstatt den Istzustand mit Milliarden an Steuergeldern zu erhalten, sollte die Bundesregierung Initiativen setzen, um klimaschädliche Subventionen abzubauen, und, wie es die Klimawissenschaft fordert, die dadurch frei werdenden Mittel in sozial gerechte Klimaschutz- und Energiesparmaßnahmen einfließen lassen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schwarz.)
Abg. Weratschnig: Das ist ja unglaublich!
In der Entschließung betreffend Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimavolksbegehren ist deshalb auch klar von einem „verträglichen Aufhebungspfad“ die Rede. Es gibt ihn aber leider nicht, Frau Ministerin, und wir würden uns wünschen, dass Sie diesen Pfad endlich vorlegen. Die größten Versäumnisse sehen wir schon in Ihrem Ressort, Frau Ministerin. Wie können Sie es als Grüne verantworten, dass Ihr Ressort, welches mehr oder minder Verkehr und Energie beinhaltet – in diese Bereiche fließen 99 Prozent aller klimaschädlichen Subventionen und Förderungen –, dem Parlament keine Lösungsvorschläge präsentiert? (Abg. Weratschnig: Das ist ja unglaublich!)
Abg. Hörl: Auch!
Die Studie zeigt auch klar, wo der Hebel zum Ansetzen ist. Es sind nämlich nicht sehr oft die Pendlerinnen und Pendler oder die Häuslbauer. (Abg. Hörl: Auch!) Der Schlüssel liegt ganz klar woanders (Abg. Lukas Hammer: Du hättest es lesen sollen!): Zwei Drittel der klimaschädlichen Subventionen laufen in die Unternehmen. Was es jetzt braucht, sind massive finanzielle Anreizsysteme und klare Zielvorgaben, um den Umstieg in eine klimafreundliche Arbeits- und Produktionsweise zu gewährleisten.
Abg. Lukas Hammer: Du hättest es lesen sollen!
Die Studie zeigt auch klar, wo der Hebel zum Ansetzen ist. Es sind nämlich nicht sehr oft die Pendlerinnen und Pendler oder die Häuslbauer. (Abg. Hörl: Auch!) Der Schlüssel liegt ganz klar woanders (Abg. Lukas Hammer: Du hättest es lesen sollen!): Zwei Drittel der klimaschädlichen Subventionen laufen in die Unternehmen. Was es jetzt braucht, sind massive finanzielle Anreizsysteme und klare Zielvorgaben, um den Umstieg in eine klimafreundliche Arbeits- und Produktionsweise zu gewährleisten.
Beifall bei der SPÖ.
Für mich als Mitglied des Umweltausschusses ist diese Analyse des Wifo ein Startschuss für eine ehrliche Diskussion im Ausschuss und auch für Transparenz. Ich denke, das ist jetzt nur einmal eine Kerze, die wir anzünden, um Licht ins Dunkel zu bringen; da braucht es noch viel, viel mehr. Es hat uns auch der Jahreswechsel 2022/23 gezeigt, wie weit fortgeschritten der menschengemachte Klimawandel in Europa bereits ist. Wir hatten Rekordtemperaturen, der Rekord wurde gesprengt. Das macht uns natürlich alle nachdenklich, und deshalb müssen wir jetzt in die Gänge kommen, Frau Ministerin. Ich bitte Sie auch an dieser Stelle: Legen Sie endlich das Klimaschutzgesetz vor! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Weratschnig: Ich glaube auch, dass die Landwirtschaft nichts damit zu tun hat!
Subventionen sind vor allem der Verkehr sowie die Energieerzeugung. (Abg. Weratschnig: Ich glaube auch, dass die Landwirtschaft nichts damit zu tun hat!) Der Verkehr erhält mit 61 Prozent der Förderungen knapp 4 Milliarden Euro. Davon entfallen rund drei Viertel auf den Straßenverkehr und ein weiteres Viertel auf Luft- und Schifffahrt. Auf die Energieerzeugung entfallen mit rund 1,6 Milliarden Euro 38 Prozent der Subventionen. Da werden übrigens großteils diejenigen gefördert, die dafür verantwortlich sind, dass unsere Österreicherinnen und Österreicher bei den Stromkosten abgezockt werden.
Abg. Bernhard: Ihr seids auch nur 2 Prozent!
Nur 1 Prozent dieser Förderungen entfällt auf die Landwirtschaft (Abg. Bernhard: Ihr seids auch nur 2 Prozent!), und trotzdem heißt es immer: Die Landwirtschaft ist der große Förderungsempfänger, die Landwirtschaft bekommt zu viel! – Offensichtlich ist es aber doch anders. Wie schädlich die Tierhaltung ist und dass wir sie einschränken müssen, wie schädlich die Landwirtschaft für den Klimawandel ist und dass sie an der Klimaveränderung schuld ist, hören wir auch täglich in den Nachrichten. (Abg. Bernhard: Ich glaube, das ist die falsche Rede!) Die Landwirtschaft ist kein Klimasünder, sondern sie macht viel für die Umwelt, und sie ist die einzige Branche, die tatsächlich CO2 binden kann. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Abg. Bernhard: Ich glaube, das ist die falsche Rede!
Nur 1 Prozent dieser Förderungen entfällt auf die Landwirtschaft (Abg. Bernhard: Ihr seids auch nur 2 Prozent!), und trotzdem heißt es immer: Die Landwirtschaft ist der große Förderungsempfänger, die Landwirtschaft bekommt zu viel! – Offensichtlich ist es aber doch anders. Wie schädlich die Tierhaltung ist und dass wir sie einschränken müssen, wie schädlich die Landwirtschaft für den Klimawandel ist und dass sie an der Klimaveränderung schuld ist, hören wir auch täglich in den Nachrichten. (Abg. Bernhard: Ich glaube, das ist die falsche Rede!) Die Landwirtschaft ist kein Klimasünder, sondern sie macht viel für die Umwelt, und sie ist die einzige Branche, die tatsächlich CO2 binden kann. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.
Nur 1 Prozent dieser Förderungen entfällt auf die Landwirtschaft (Abg. Bernhard: Ihr seids auch nur 2 Prozent!), und trotzdem heißt es immer: Die Landwirtschaft ist der große Förderungsempfänger, die Landwirtschaft bekommt zu viel! – Offensichtlich ist es aber doch anders. Wie schädlich die Tierhaltung ist und dass wir sie einschränken müssen, wie schädlich die Landwirtschaft für den Klimawandel ist und dass sie an der Klimaveränderung schuld ist, hören wir auch täglich in den Nachrichten. (Abg. Bernhard: Ich glaube, das ist die falsche Rede!) Die Landwirtschaft ist kein Klimasünder, sondern sie macht viel für die Umwelt, und sie ist die einzige Branche, die tatsächlich CO2 binden kann. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei der FPÖ.
Weratschnig: Das sagt der Richtige!) Sie zerstören die Wirtschaft! Sie machen die Menschen arm! (Beifall bei der FPÖ.)
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Lukas Hammer: Ist dir der Blödsinn selber eingefallen?
Gerade deswegen ist ein Klimawandel in der Politik längst notwendig und überflüssig. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Lukas Hammer: Ist dir der Blödsinn selber eingefallen?) Frau Ministerin, fangen Sie an, bei sich selbst zu sparen, und greifen Sie nicht den Menschen in die Taschen! Schauen wir, dass wir für unsere österreichischen Bürger endlich etwas weiterbringen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gerade deswegen ist ein Klimawandel in der Politik längst notwendig und überflüssig. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Lukas Hammer: Ist dir der Blödsinn selber eingefallen?) Frau Ministerin, fangen Sie an, bei sich selbst zu sparen, und greifen Sie nicht den Menschen in die Taschen! Schauen wir, dass wir für unsere österreichischen Bürger endlich etwas weiterbringen! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Shetty: Da musst du ja selber lachen dabei!
Nun ist die Frage: Ist diese Studie tatsächlich eine Handlungsanleitung? – Da möchte ich gleich sagen: Ja, das ist von vornherein eine Gratwanderung (Abg. Shetty: Da musst du ja selber lachen dabei!), denn die Stoßrichtung des Berichts ist klar: Es ist eine ökologische Betrachtung, eine prinzipiell ökologische Betrachtung des Problems.
Zwischenruf des Abg. Kollross.
Deswegen, meine Damen und Herren, möchte ich hier schon auch einen exakteren Fokus auf diesen Bericht legen. Ich war ein bisschen überrascht über die etwas eindimensionale Rede der SPÖ-Vertreterin. Julia Herr, die heute offensichtlich nicht mehr da ist, hat das im Ausschuss nämlich etwas anders formuliert. Wir müssen ein ganz genaues Augenmerk auch auf die sozialpolitische Komponente im Klimaschutz legen. Nehmen wir den Punkt der Pendlerförderung heraus: Die Pendlerförderung ist eine wichtige sozialpolitische Maßnahme, um gerade den ländlichen Raum lebendig zu erhalten. Ich komme aus diesem ländlichen Raum, ich komme aus einem Bereich, wo es einfach nicht möglich ist, seine Verkehrswege nur mit dem öffentlichen Verkehr zu erledigen. Das heißt, wir brauchen auch in Zukunft einen Individualverkehr. (Zwischenruf des Abg. Kollross.)
Beifall bei der ÖVP.
Da ist es erfreulich, dass viele Menschen bereits im positiven Sinne mitgenommen sind, nämlich mitmachen. Es gab vor einigen Tagen eine Erfolgsmeldung aus der Steiermark: Im Vorjahr, im Jahr 2022, wurden so viele neue PV-Anlagen installiert wie noch nie zuvor – konkret 6 671 neue Anlagen in einem Jahr mit einer Gesamtleistung von 110 Megawatt. Das brauchen wir: motivierte Menschen, die diese Transformation mittragen, und nicht Klimapolitik, die quasi mit Strafen und teurem Alltagsleben zu Lösungen zu kommen versucht. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sprit noch teurer macht, sondern die Transformation voranzutreiben, dann werden wir auch die Bekämpfung des Klimawandels schaffen. Ich bin davon überzeugt, um auch ein Bonmot aus einem anderen politischen Bereich zu verwenden: „Wir schaffen das!“ Wir schaffen das in einer gemeinsamen Anstrengung, gegen den Klimawandel anzukämpfen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Michael Hammer: Ein ganz ein witziges Kerlchen!
Über ein Klimaschutzgesetz reden Sie ja gar nicht mehr. Ich glaube, das haben Sie aufgegeben, das Projekt ist irgendwie ad acta gelegt. Das Einzige, das man von der Regierung in den letzten Wochen hört, ist die Aufregung rund um die Klimakleber. Jetzt kann man schon darüber diskutieren, wir machen das ja auch rauf und runter in den letzten Wochen, aber mittlerweile haben, glaube ich, schon sehr viele Österreicherinnen und Österreicher verstanden, dass die wahren Klimakleber, die wahren Klimachaoten in der Bundesregierung kleben, die nämlich wirklich den Fortschritt in der Klimapolitik blockiert. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Michael Hammer: Ein ganz ein witziges Kerlchen!)
Abg. Zarits: Nein, bitte nicht! Bitte nicht!
Ich verstehe den Frust der jungen Menschen. Ich verstehe den Frust der jungen Menschen, ich sage Ihnen ehrlich, ich würde mich auch am liebsten hier am Rednerpult festkleben, bis ein Klimaschutzgesetz kommt (Abg. Zarits: Nein, bitte nicht! Bitte nicht!), aber ich erspare Ihnen das aus Nächstenliebe. Ich mache das nicht, weil es ja vermutlich auch nicht viel bringen würde. Aber ich klebe Ihnen hier etwas anderes her (der Redner klebt ein Plakat mit der Aufschrift
Abg. Wöginger: Aber so etwas haben wir auch noch nicht gehabt, Herr Präsident! – Abg. Lopatka: Der Chaot sind Sie selbst!
„Die wahren Klima-Chaoten kleben in der Regierung / Klimaschutzgesetz jetzt!“ und den Abbildungen von Bundeskanzler Nehammer, Bundesministerin Gewessler und Staatssekretärin Plakolm auf die Stirnseite der Präsidiumsbank – Abg. Wöginger: Na geh! – Abg. Gödl: Sachbeschädigung!), dass Sie vielleicht nicht vergessen, wer die wahren schwarzen Schafe in der Klimapolitik sind. (Abg. Wöginger: Aber so etwas haben wir auch noch nicht gehabt, Herr Präsident! – Abg. Lopatka: Der Chaot sind Sie selbst!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Michael Hammer: Die eigene Fraktion schämt sich schon! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Schande! Schäm dich! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Frau Bundesministerin, legen Sie bitte endlich ein Klimaschutzgesetz vor, eine Klimaschutzministerin ohne Klimaschutzgesetz ist wie ein Verkehrsminister ohne Straßenverkehrsordnung. Beenden Sie endlich diesen klimapolitischen Blindflug! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Michael Hammer: Die eigene Fraktion schämt sich schon! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Schande! Schäm dich! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Ist das normal, Herr Präsident? (Abgeordnete der ÖVP – auf das Plakat deutend –: Ist das normal? – Abg. Wöginger: Nein, es ist auch das nicht normal, Herr Kollege Shetty! – Abg. Gödl: Respektlosigkeit! Das ist respektlos!) Ja, Herr Klubobmann Wöginger, wir sollten hier mehr über das Klimaschutzgesetz diskutieren, wir diskutieren hier aber auch den Bericht über klimaschädliche Subventionen, und der ist mindestens genauso beschämend für die Bundesregierung.
Abgeordnete der ÖVP – auf das Plakat deutend –: Ist das normal? – Abg. Wöginger: Nein, es ist auch das nicht normal, Herr Kollege Shetty! – Abg. Gödl: Respektlosigkeit! Das ist respektlos!
Frau Bundesministerin, legen Sie bitte endlich ein Klimaschutzgesetz vor, eine Klimaschutzministerin ohne Klimaschutzgesetz ist wie ein Verkehrsminister ohne Straßenverkehrsordnung. Beenden Sie endlich diesen klimapolitischen Blindflug! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Michael Hammer: Die eigene Fraktion schämt sich schon! – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Schande! Schäm dich! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.) – Ist das normal, Herr Präsident? (Abgeordnete der ÖVP – auf das Plakat deutend –: Ist das normal? – Abg. Wöginger: Nein, es ist auch das nicht normal, Herr Kollege Shetty! – Abg. Gödl: Respektlosigkeit! Das ist respektlos!) Ja, Herr Klubobmann Wöginger, wir sollten hier mehr über das Klimaschutzgesetz diskutieren, wir diskutieren hier aber auch den Bericht über klimaschädliche Subventionen, und der ist mindestens genauso beschämend für die Bundesregierung.
Bundesministerin Gewessler: Macherin!
Der Klimaschutz braucht keine Plauscher, der Klimaschutz braucht Macher, und das sind Sie nicht. (Bundesministerin Gewessler: Macherin!) – Nein, Sie sind auch keine Macherin, Frau Ministerin, es scheitert nicht nur am Gendern, sondern es scheitert tatsächlich an den fehlenden Maßnahmen.
Rufe bei den Grünen: Hallo!
Was sagt denn dieser Bericht inhaltlich? – Dieser Bericht sagt, dass wir ungefähr bis zu 6 Milliarden Euro jährlich für sogenannte klimaschädliche Subventionen ausgeben, und dem gegenüber stehen 3,6 Milliarden Euro, die wir in den Klimaschutz investieren. Darunter fällt beispielsweise auch die Klimabonusgießkanne. Das heißt, wir schütten 4 Milliarden Euro für den Klimaschutz jährlich aus und stecken 6 Milliarden Euro in klimaschädliche Subventionen. Man braucht keinen Wissenschaftsnobelpreis zu haben, um zu sehen, dass das eine bescheuerte Art der Politik ist. (Rufe bei den Grünen: Hallo!)
Beifall bei den NEOS.
Also legen Sie bitte endlich ein Klimaschutzgesetz vor, legen Sie einen Fahrplan zur Abschaffung der umweltschädlichen Subventionen vor und reden Sie weniger über Klimaschutz, sondern handeln Sie endlich schneller, besser und effektiver! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wöginger – aufzeigend –: Herr Präsident!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Danke. (Abg. Wöginger – aufzeigend –: Herr Präsident!) – Bitte, zur Geschäftsordnung, Herr Klubobmann Wöginger. (Abg. Loacker: Bist ein bissel empfindlich, Gust?)
Abg. Loacker: Bist ein bissel empfindlich, Gust?
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Danke. (Abg. Wöginger – aufzeigend –: Herr Präsident!) – Bitte, zur Geschäftsordnung, Herr Klubobmann Wöginger. (Abg. Loacker: Bist ein bissel empfindlich, Gust?)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter August Wöginger (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Nein, ich bin nicht empfindlich! – Herr Präsident! Hohes Haus! Mir geht es nur darum: Das hat es so noch nicht gegeben. Wir haben Taferl zugelassen, aber jetzt wird die Wand beklebt. Was ist das Nächste? Kommt einer mit der Sprühdose und sprüht etwas rauf? Das geht so nicht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Ich erwarte mir, dass das auch in der nächsten Präsidialkonferenz besprochen wird. Wir sind hier kein Kasperltheater, das ist das Hohe Haus, das ist der Nationalrat, das ist das Parlament (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), und ich fordere ein, dass wir auch so damit umgehen, der Würde des Hauses entsprechend. Und das war es nicht, Herr Kollege Shetty, das ist einmal hundertprozentig, ja. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gödl: Eine Respektlosigkeit! Ohne Manieren!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gödl: Eine Respektlosigkeit! Ohne Manieren!
Ich erwarte mir, dass das auch in der nächsten Präsidialkonferenz besprochen wird. Wir sind hier kein Kasperltheater, das ist das Hohe Haus, das ist der Nationalrat, das ist das Parlament (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), und ich fordere ein, dass wir auch so damit umgehen, der Würde des Hauses entsprechend. Und das war es nicht, Herr Kollege Shetty, das ist einmal hundertprozentig, ja. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gödl: Eine Respektlosigkeit! Ohne Manieren!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Hoch geschätzte Frau Minister! Also das war wieder der lebende Beweis dafür, dass NEOS mit vielem etwas zu tun haben, nur mit Wirtschaft sicher nicht. Mit Anstand und Moral? – Vielleicht auch noch zu hinterfragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Reduzierte Umsatzsteuer: Da bin ich sogar mit den Ausführungen von Kollegen Schmiedlechner einverstanden. Die Umsatzsteuer auf Fleisch, Milch, Butter zu erhöhen würde ja nur zu höheren Kosten führen. Und eines soll auch einmal festgehalten werden: Unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft ist alles andere als klimaschädlich. Eine Kuh aus Argentinien hat einen viermal so hohen CO2-Ausstoß wie eine Kuh bei uns. Unsere Kühe sind kein Schaden fürs Klima, sondern maximal vom Wolf gefährdet, Frau Bundesminister. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Also insgesamt halte ich fest: In Bezug auf die Abschaffung dieser sogenannten klimakontraproduktiven Subventionen – Herr Shetty, hören Sie zu! – gilt ein Grundsatz, nämlich den Wohlstand, die Lebensbedingungen, die Ausbildungs- und Karrierechancen, das soziale Umfeld aller Österreicher und Österreicherinnen, egal ob am Land oder in der Stadt, zu erhalten beziehungsweise zu verbessern, und dazu braucht es materiellen Ausgleich. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS. – Heiterkeit bei der FPÖ.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren, die uns zusehen! Ich möchte zuerst auf den Antrag von Kollegen Rauch von der FPÖ eingehen, der härtere Strafen für – ich zitiere – „Klimakleber“ fordert. Da würde ich gerne unseren Kollegen, den Generalsekretär der Wirtschaftskammer, zitieren: Das sind einfach „ideologiegetriebene Bestrafungsfantasien“, die Sie da haben und die wir natürlich ablehnen werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der NEOS. – Heiterkeit bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Ist die Welt untergegangen! Ja, ja!
Lieber Kollege Rauch und liebe Kollegen von der FPÖ, die Sie immer und immer wieder die Klimakrise verharmlosen und in Abrede stellen! In 30 Jahren (Abg. Belakowitsch: Ist die Welt untergegangen! Ja, ja!): Wird man uns danach fragen, ob wir Klimaaktivist:innen härter bestraft haben oder noch härter
Beifall bei den Grünen.
Es wurde schon erwähnt: 4 bis 5,6 Milliarden Euro macht das im Jahr aus, und wir können uns aus klimaschutzpolitischer Sicht, aber auch aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht leisten, dass wir weiterhin in beide Richtungen arbeiten. Deswegen bin ich der Meinung, wir müssen diese klimakontraproduktiven Subventionen sozial verträglich abschaffen, nach und nach. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Das sichert sicher viele Arbeitsplätze!
Oder: Bei der NoVA kritisieren die Studienautor:innen, dass wir da einige Ausnahmen machen. Wir haben bei der ökosozialen Steuerreform die NoVA angepasst und zu einem Klimaschutzinstrument gemacht. Wir haben auch Schlupflöcher gestopft. Wenn man jetzt einen SUV kauft, zahlt man sehr viel Geld. (Abg. Belakowitsch: Das sichert sicher viele Arbeitsplätze!) Ich kann Ihnen ein Beispiel bringen: Früher hat man für einen Dodge Ram – Sie kennen das, das ist so ein großer Pick-up – 0 Euro NoVA beim Kauf gezahlt. Nächstes Jahr zahlt man nicht 0, sondern 26 000 Euro für diese CO2-Schleuder.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Kollege Shetty! Weil Sie sich immer so als Vorkämpfer für die Abschaffung klimakontraproduktiver Subventionen präsentieren: Sie wollen diese NoVA abschaffen. Sie wollen auch die motorbezogene Versicherungssteuer abschaffen. Sie wollen die Autobahnmaut abschaffen. Sie wollen neue klimakontraproduktive Subventionen schaffen. Das ist die Wahrheit. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Das ist eine neoliberale Klimapolitik, wie wir sie bei der FDP haben. Sie kommen daher, picken irgendetwas an die Wand, Sie gehen am Freitag mit, gerieren sich da als Klimaschützer. Sie vertreten so wie die FDP in Deutschland eine neoliberale Politik im Sinne der Autoproduzenten, wo es sich lohnt, riesige Dreckschleudern zu kaufen, weil man sich die NoVA erspart. So viel kann man gar nicht fahren, dass dann die höheren CO2-Preise, die Sie einführen wollen, dafür sorgen würden, dass das während der Lebensdauer dieses Autos jemals wieder hereingebracht wird.
Beifall bei den Grünen.
als ernsthafte Grundlage für weitere Diskussionen über die Reform und Abschaffung von klimakontraproduktiven Subventionen! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Lukas Hammer: Seid ihr für die Abschaffung der NoVA – ja oder nein?
Worum geht es bei diesem Tagesordnungspunkt? – Es geht um zwei Punkte. Den einen Punkt hat Kollege Shetty richtigerweise angesprochen: Wir warten seit 800 Tagen auf ein Klimaschutzgesetz. Seit 800 Tagen warten wir auf ein Klimaschutzgesetz, das uns mehrfach versprochen worden ist. Es mag sein, dass es der Ministerin schon wehtut, dass sie es nicht liefern kann, aus welchen Gründen auch immer. (Abg. Lukas Hammer: Seid ihr für die Abschaffung der NoVA – ja oder nein?) Herr Kollege Shetty hat sich aus Rücksicht auf unsere Abendplanung nicht hier festgeklebt. Das ist ja schon einmal einen Dank wert. (Hallo-Rufe bei der ÖVP.) Das Wesentlichere ist aber, wir warten auf dieses Klimaschutzgesetz, darüber haben wir diskutiert.
Hallo-Rufe bei der ÖVP.
Worum geht es bei diesem Tagesordnungspunkt? – Es geht um zwei Punkte. Den einen Punkt hat Kollege Shetty richtigerweise angesprochen: Wir warten seit 800 Tagen auf ein Klimaschutzgesetz. Seit 800 Tagen warten wir auf ein Klimaschutzgesetz, das uns mehrfach versprochen worden ist. Es mag sein, dass es der Ministerin schon wehtut, dass sie es nicht liefern kann, aus welchen Gründen auch immer. (Abg. Lukas Hammer: Seid ihr für die Abschaffung der NoVA – ja oder nein?) Herr Kollege Shetty hat sich aus Rücksicht auf unsere Abendplanung nicht hier festgeklebt. Das ist ja schon einmal einen Dank wert. (Hallo-Rufe bei der ÖVP.) Das Wesentlichere ist aber, wir warten auf dieses Klimaschutzgesetz, darüber haben wir diskutiert.
Beifall bei den NEOS.
Wenn Sie jetzt hergehen und den Diskurs zerstören, indem Sie sagen: Wir sind, anders als Sie, keine ernst zu nehmenden Klimaschützer, dann beschädigen Sie die Sache mehr, als Sie sich vorstellen können. In dem Fall erwarte ich tatsächlich, dass wir an einem Strang ziehen, dass wir schauen, dass wir die Staatsausgaben ökologisieren, dass wir Strafzahlungen abwenden, und dass Sie nicht so einen Unfug erzählen, wie Sie es jetzt gerade gemacht haben. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Krainer: Es wurde eine namentliche Abstimmung verlangt! – Weitere Rufe: Namentliche Abstimmung! Namentliche!
Wer dafür ist, den bitte ich um ein dementsprechendes - - (Abg. Krainer: Es wurde eine namentliche Abstimmung verlangt! – Weitere Rufe: Namentliche Abstimmung! Namentliche!) – Danke für den Hinweis. (Ruf bei der SPÖ: Es ist wirklich schon spät!)
Ruf bei der SPÖ: Es ist wirklich schon spät!
Wer dafür ist, den bitte ich um ein dementsprechendes - - (Abg. Krainer: Es wurde eine namentliche Abstimmung verlangt! – Weitere Rufe: Namentliche Abstimmung! Namentliche!) – Danke für den Hinweis. (Ruf bei der SPÖ: Es ist wirklich schon spät!)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Steinacker und Ecker werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerinnen Steinacker und Ecker werfen die Abgeordneten den Stimmzettel in die Wahlurne.)
Beifall bei der FPÖ.
Der zweite Punkt ist nicht nur der Ausbau der Straßen, sondern es müssen auch Wälder gerodet werden. Es müssen auch Wälder gerodet werden! Das ist also kontraproduktiv, ist genau konträr zu dem, was Sie in allen Bereichen bis jetzt gefordert haben – und das möchten Sie in Kärnten 140 Mal umsetzen. Na gute Nacht, Frau Bundesminister, gute Nacht! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer – erheitert –: Sogar der Wind kommt aus China!
Wenn wir bei der Technologie sind, dann ist ja auch Folgendes spannend: Sie verurteilen und kritisieren die Abhängigkeit von russischem Gas. Sie kritisieren dieses System, dieses totalitäre System in Russland und dass wir aus diesem Bereich Gas beziehen. Jetzt frage ich mich aber: Wo kommen die Rohstoffe für diese Windräder her? – Aus China! Und das soll ein besseres System sein? (Abg. Lukas Hammer – erheitert –: Sogar der Wind kommt aus China!) Sie wiegen das eine gegenüber dem anderen auf, und im Endeffekt begeben Sie sich
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: ... kommt der Wind sogar aus Afrika!
von einer Abhängigkeit in die andere, das ist das Hauptproblem. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lukas Hammer: ... kommt der Wind sogar aus Afrika!)
Heiterkeit der Abgeordneten Lukas Hammer und Schallmeiner
Das Thema ist: Es fehlt Ihnen in diesem Bereich der Zusammenhang (Heiterkeit der Abgeordneten Lukas Hammer und Schallmeiner), und das ist das Hauptproblem. Es wird natürlich in dieser Art und Weise schwierig, darüber sachlich und auch effizient mit Ihnen zu diskutieren, weil es eine rein ideologisch getriebene Diskussion ist (Ruf bei den Grünen: Moskau! Moskau!), und das macht das Ganze natürlich schwierig.
Ruf bei den Grünen: Moskau! Moskau!
Das Thema ist: Es fehlt Ihnen in diesem Bereich der Zusammenhang (Heiterkeit der Abgeordneten Lukas Hammer und Schallmeiner), und das ist das Hauptproblem. Es wird natürlich in dieser Art und Weise schwierig, darüber sachlich und auch effizient mit Ihnen zu diskutieren, weil es eine rein ideologisch getriebene Diskussion ist (Ruf bei den Grünen: Moskau! Moskau!), und das macht das Ganze natürlich schwierig.
Abg. Lukas Hammer: Redest du von der Grazer FPÖ, oder?
Weil wir aber beim UVP-Verfahren sind – schade, dass Herr Kollege Leichtfried nicht da ist –: Es gibt ja in der Steiermark einen sehr, sehr spannenden Skandal betreffend die UVP-Verfahren, und Herr Kollege Leichtfried war ja einmal in der Steiermark als Landesrat für Umwelt zuständig. Er hat sich heute hier am Rednerpult so als Moralapostel aufgestellt, aber er sollte einmal vor seiner eigenen Haustür kehren, denn in diesem Bereich, in dieser Abteilung, wo er einmal als Landesrat zuständig war, haben der nächste Landesrat, der jetzige Landeshauptmannstellvertreter Lang, und jetzt Frau Landesrätin Lackner, alle von der SPÖ-Fraktion, einen massiven Skandal (Abg. Lukas Hammer: Redest du von der Grazer FPÖ, oder?) mit bezahlten UVP-Verfahren, mit einer Geschichte, die in der steirischen Landesverwaltung ihresgleichen sucht – das hat es noch nie gegeben, ein Sauhaufen ohne Ende. Ich hoffe, dass auch dort die SPÖ einmal vor ihrer eigenen Haustüre kehrt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Weil wir aber beim UVP-Verfahren sind – schade, dass Herr Kollege Leichtfried nicht da ist –: Es gibt ja in der Steiermark einen sehr, sehr spannenden Skandal betreffend die UVP-Verfahren, und Herr Kollege Leichtfried war ja einmal in der Steiermark als Landesrat für Umwelt zuständig. Er hat sich heute hier am Rednerpult so als Moralapostel aufgestellt, aber er sollte einmal vor seiner eigenen Haustür kehren, denn in diesem Bereich, in dieser Abteilung, wo er einmal als Landesrat zuständig war, haben der nächste Landesrat, der jetzige Landeshauptmannstellvertreter Lang, und jetzt Frau Landesrätin Lackner, alle von der SPÖ-Fraktion, einen massiven Skandal (Abg. Lukas Hammer: Redest du von der Grazer FPÖ, oder?) mit bezahlten UVP-Verfahren, mit einer Geschichte, die in der steirischen Landesverwaltung ihresgleichen sucht – das hat es noch nie gegeben, ein Sauhaufen ohne Ende. Ich hoffe, dass auch dort die SPÖ einmal vor ihrer eigenen Haustüre kehrt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bernhard. – Zwischenruf des Abg. Angerer.
Da zeigt sich der starke Bezug zur Energieraumplanung, und da muss ich noch einmal das von Kollegen Rauch Gesagte in Erinnerung rufen: Das Thema Windkraft löst man natürlich durch eine fachlich fundierte Energieraumplanung und nicht durch beliebige Zahlen, die irgendwo durch die Luft schwirren; das ist das Wesen von Energieraumplanung. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bernhard. – Zwischenruf des Abg. Angerer.) Da werden natürlich nicht die Almen, die Berge und die Schutzgebiete geopfert. Das hat eine fachliche Basis – vielleicht auch dort, wo der Wind weht, denn das wäre gut, wenn man das bei der Windkraft dazunimmt –, es gibt eine Zonierungsplanung mit Vorrangflächen, mit Ausschlusszonen, das wird klug geplant und muss auch gut erreichbar sein. Und es wird nicht in 3 000 Meter Höhe irgendwo ein Windrad geplant werden. Das lässt sich also lösen, lieber Kollege Rauch. (Abg. Angerer: Aber genau dort werden sie geplant ...!)
Abg. Angerer: Aber genau dort werden sie geplant ...!
Da zeigt sich der starke Bezug zur Energieraumplanung, und da muss ich noch einmal das von Kollegen Rauch Gesagte in Erinnerung rufen: Das Thema Windkraft löst man natürlich durch eine fachlich fundierte Energieraumplanung und nicht durch beliebige Zahlen, die irgendwo durch die Luft schwirren; das ist das Wesen von Energieraumplanung. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bernhard. – Zwischenruf des Abg. Angerer.) Da werden natürlich nicht die Almen, die Berge und die Schutzgebiete geopfert. Das hat eine fachliche Basis – vielleicht auch dort, wo der Wind weht, denn das wäre gut, wenn man das bei der Windkraft dazunimmt –, es gibt eine Zonierungsplanung mit Vorrangflächen, mit Ausschlusszonen, das wird klug geplant und muss auch gut erreichbar sein. Und es wird nicht in 3 000 Meter Höhe irgendwo ein Windrad geplant werden. Das lässt sich also lösen, lieber Kollege Rauch. (Abg. Angerer: Aber genau dort werden sie geplant ...!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bernhard.
gemacht werden? Das ist ein großer Hebel für den Klimaschutz. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das heißt, wir haben hier eine wunderbare Novelle zum Beschluss vorliegen, sie sorgt für eine Beschleunigung der Verfahren und schreibt die Verpflichtung zum Bodenschutz in all diesen großen Verfahren fest. Ein großer Dank nicht nur an die Frau Bundesministerin, sondern auch an das großartige Team aus der Umweltabteilung – Waltraud Petek ist heute hier, das freut mich besonders –, ein Supersuperteam mit so viel Erfahrung und Expertise. Das macht richtig Freude, so ein Gesetz heute hier zu beschließen. Großer Dank! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler, BA: Herzlichen Dank, da kann ich wirklich gleich nahtlos anschließen. Wir diskutieren in diesem Haus ja regelmäßig Klimaschutzgesetze. Viele haben wir schon beschlossen, manche verhandeln Sie gerade – eine Zweidrittelmehrheit für das Energieeffizienzgesetz, das Erneuerbare-Wärme-Gesetz –, und es ist jedes Mal ein großer Grund zur Freude, wenn ich hier stehen kann und um Ihre Zustimmung werben darf. Heute ist es wirklich auch ein ganz besonderer Grund zur Freude, weil dieses Gesetz ein freudiger Anlass für alle ist, die die Energiewende vorantreiben wollen (Zwischenruf bei der SPÖ), und – nicht zu vergessen – für alle, denen der Bodenschutz am Herzen liegt.
Abg. Erasim: Aber der schickt noch 40 Jahre lang Rechnungen!
Wir können das ändern, indem wir Energie selbst erzeugen, indem wir Sonne, Wind, Wasser, Biomasse in unserem Land nützen und daraus Strom erzeugen, weil uns damit niemand erpressen kann. Die Sonne schickt uns keine Rechnung, der Wind schickt uns keine Rechnung. Wladimir Putin tut das, er schickt uns eine teure Rechnung. (Abg. Erasim: Aber der schickt noch 40 Jahre lang Rechnungen!) Deswegen hat die Energiewende Priorität (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim) und deswegen müssen wir sie auch so schnell wie möglich umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim
Wir können das ändern, indem wir Energie selbst erzeugen, indem wir Sonne, Wind, Wasser, Biomasse in unserem Land nützen und daraus Strom erzeugen, weil uns damit niemand erpressen kann. Die Sonne schickt uns keine Rechnung, der Wind schickt uns keine Rechnung. Wladimir Putin tut das, er schickt uns eine teure Rechnung. (Abg. Erasim: Aber der schickt noch 40 Jahre lang Rechnungen!) Deswegen hat die Energiewende Priorität (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim) und deswegen müssen wir sie auch so schnell wie möglich umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir können das ändern, indem wir Energie selbst erzeugen, indem wir Sonne, Wind, Wasser, Biomasse in unserem Land nützen und daraus Strom erzeugen, weil uns damit niemand erpressen kann. Die Sonne schickt uns keine Rechnung, der Wind schickt uns keine Rechnung. Wladimir Putin tut das, er schickt uns eine teure Rechnung. (Abg. Erasim: Aber der schickt noch 40 Jahre lang Rechnungen!) Deswegen hat die Energiewende Priorität (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Erasim) und deswegen müssen wir sie auch so schnell wie möglich umsetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sollen und sie können mitreden, aber gerade die Vorreiterinnen und Vorreiter, egal ob es die Gemeinden sind, ob es die Länder sind, haben es sich verdient, dass nicht ein paar Einzelne die Energiewende blockieren können, denn dafür fehlt ihnen das Verständnis, dafür fehlt mir das Verständnis, dafür fehlt uns allen die Zeit, und mit diesem Gesetz ist das in Zukunft auch nicht mehr möglich. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Alle, die mitgestalten wollen, alle, die sich konstruktiv einbringen, alle, die an einer erneuerbaren Stromzukunft bauen, profitieren von diesem Gesetz, profitieren von dieser Überholspur. Den einzelnen Wenigen, die das verhindern wollen, nehmen wir die Blockadeinstrumente aus der Hand, denn es geht dabei um uns alle, es geht um den Schutz unseres Klimas, es geht um günstige Energiepreise durch heimischen Ökostrom, es geht um unsere Unabhängigkeit, um unseren Wirtschaftsstandort, um unsere Versorgungssicherheit, und genau darum braucht es diese Novelle. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich möchte auch noch die Verbesserungen im Bereich Bodenschutz hervorheben, denn es ist tatsächlich so, dass uns in Österreich der Schutz von unversiegelten Flächen vor riesige Herausforderungen stellt. Es gibt noch immer eine viel zu hohe Flächeninanspruchnahme, damit verschwinden nicht nur wertvolle Grünflächen, sondern im Fall von Versiegelung verschwinden auch Versickerungsflächen als Schutz vor Hochwasserereignissen. Vor allem dienen natürlich auch alle unversiegelten Flächen und Grünflächen der Lebensmittelproduktion oder als Naherholungsgebiete, einfach als Lebensraum für Menschen, für Tiere, für Pflanzen. Darum wird bei Großprojekten ab sofort auf eine möglichst geringe Versiegelung geachtet. Das wird in den Fokus gerückt, und das geschieht eben am besten schon in der Planungsphase – wenn man sich in der Planungsphase von Projekten überlegt, wie man den Bodenschutz in diesem Projekt wirklich ernst nehmen kann. Deswegen braucht jedes neue Projekt ein Bodenschutzkonzept, das einen möglichst geringen Bodenverbrauch sicherstellt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich hoffe sehr, dass es mit breiter Zustimmung belohnt wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Lukas Hammer: ... ein bisschen mutiger als ihr!
Ein Punkt sei schon noch erwähnt: Frau Bundesminister, haben Sie ein Problem mit Gesetzen und der Verfassung? Glauben Sie, dass sich die Bundesländer das gefallen lassen, dass Sie denen vom Bund aus in ihre Bereiche reinregieren, sei es im Umweltschutz, im Naturschutz oder sei es in der Raumplanung, die Sie von oben her overrulen wollen? (Abg. Lukas Hammer: ... ein bisschen mutiger als ihr!) Ich „freue“ mich – unter Anführungszeichen – auf die Verfahren, die da noch auf Ihr Ministerium und auf Sie zukommen. Und ganz ehrlich gesagt: So stellen wir uns Umweltpolitik nicht vor. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Punkt sei schon noch erwähnt: Frau Bundesminister, haben Sie ein Problem mit Gesetzen und der Verfassung? Glauben Sie, dass sich die Bundesländer das gefallen lassen, dass Sie denen vom Bund aus in ihre Bereiche reinregieren, sei es im Umweltschutz, im Naturschutz oder sei es in der Raumplanung, die Sie von oben her overrulen wollen? (Abg. Lukas Hammer: ... ein bisschen mutiger als ihr!) Ich „freue“ mich – unter Anführungszeichen – auf die Verfahren, die da noch auf Ihr Ministerium und auf Sie zukommen. Und ganz ehrlich gesagt: So stellen wir uns Umweltpolitik nicht vor. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Bernhard: Kannst du es ein bisschen größer machen? Ich sehe nichts!
Noch ein Wort zur Frau Kollegin Rössler: Nein, auf 3 000 Meter wird jetzt gar nichts gemacht! Ich zeige Ihnen etwas: Kärnten, Lavanttal, 1 450 Meter. (Der Redner hält die vergrößerte Kopie eines Fotos in die Höhe, auf der ein im Bau befindliches Windrad in einem Wald zu sehen ist.) Sehen Sie, wie klein die Menschen, die Autos sind? (Abg. Bernhard: Kannst du es ein bisschen größer machen? Ich sehe nichts!) Interessant auch für Herrn Landeshauptmann Kaiser. Da wird gebaut – mit schweren Eingriffen in die Natur, mit schweren Eingriffen, die irreversibel sind, aber all das natürlich von der Frau Umweltministerin unterstützt.
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, so stellen wir uns eine Gesetzwerdung nicht vor, so stellen wir uns nicht vor, dass Natur und Umwelt geschützt werden. Wir brauchen schnellere Verfahren, wir brauchen eine vernünftige Umweltpolitik. Wir wollen keine Kleberkrawalle und wir wollen keinen Verfassungsbruch. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die vorliegende UVP-Gesetzesnovelle ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Wir werden dabei auf ein verbindliches, effizientes, nachvollziehbares und wirkungsvolles Klimaschutzgesetz pochen und darauf Wert legen. Das fehlende Klimaschutzgesetz ist nicht nur ein Wermutstropfen, es ist eine Schande, weil es den ökologischen Fortschritt Österreichs hemmt. Unsere Energiezukunft in die Hand zu nehmen und nachhaltig auszubauen ist jetzt geboten, meine Damen und Herren! Tempo ist wahrlich angesagt, die Klimauhr tickt unerbittlich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Oft wird kritisiert, dass wir in Österreich kein Klimaschutzgesetz haben. Vorhin haben wir es auch in einer Debatte gehört: Der weltweite Klimastreik findet statt, weil es in Österreich kein Klimaschutzgesetz gibt. Also das ist ein bisschen eine Übertreibung, würde ich fast sagen. Wir sehen ja mit den Einzelmaßnahmen, die wir umsetzen, wie viel wir machen. Wir haben hier wirklich auch eine Vorreiterrolle innerhalb Europas, aber auch darüber hinaus. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, wir müssen aber auch all diese Themen genau betrachten und uns ansehen: Was steckt dahinter? Wo gehen wir in welche Richtung? Welche Verantwortung haben auch viele Proponenten all dieser Bewegungen? Ich denke da an Greta Thunberg, die in der jüngeren Vergangenheit mit ein paar fragwürdigen Auftritten pro Atom, einer Aktion gegen Windräder und einer sehr medienwirksamen, eigenartigen Aktion in Lützerath in Deutschland aufgefallen ist, wozu ich sage, das ist der Sache nicht immer dienlich, denn wir müssen die gesamte Frage des Klimawandels, Reduktion von CO2, hin zu erneuerbaren Energien absolut technologieoffen diskutieren und dürfen hier wirklich nichts ausschließen, um die Ziele letztendlich zu erreichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Angerer.
große Angst ist, wie viele Bäume geschlagen wurden, damit da ein Windrad stehen kann: Na bitte, dann machen wir das nicht, dann machen wir weiter so, aber dann darf ich Sie recht herzlich einladen, wenn Sie seitens der freiheitlichen Fraktion eine solche Sorge um den Wald haben, kommen Sie ins Waldviertel, schauen Sie sich das Klimaopfer Wald im Waldviertel an, wo wir mit dem Borkenkäfer Kalamitäten aufgrund des Klimawandels, enorme Einbußen in einem gesamten Landstrich haben. Das geht bis ins Mühlviertel hinauf. (Zwischenruf des Abg. Angerer.) Dort sind schon mehr Bäume gefallen, als jemals durch ein Windrad fallen werden, also bitte, bleiben Sie doch realistisch! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
große Angst ist, wie viele Bäume geschlagen wurden, damit da ein Windrad stehen kann: Na bitte, dann machen wir das nicht, dann machen wir weiter so, aber dann darf ich Sie recht herzlich einladen, wenn Sie seitens der freiheitlichen Fraktion eine solche Sorge um den Wald haben, kommen Sie ins Waldviertel, schauen Sie sich das Klimaopfer Wald im Waldviertel an, wo wir mit dem Borkenkäfer Kalamitäten aufgrund des Klimawandels, enorme Einbußen in einem gesamten Landstrich haben. Das geht bis ins Mühlviertel hinauf. (Zwischenruf des Abg. Angerer.) Dort sind schon mehr Bäume gefallen, als jemals durch ein Windrad fallen werden, also bitte, bleiben Sie doch realistisch! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Angerer: Das haben wir ja bei Corona gesehen!
Es wird oft, wenn die vernünftigeren Kräfte in diesem Parlament gemeinsam etwas beschließen, von Einheitspartei gesprochen. Ich würde es eher umdrehen: Wer meistens dagegen ist, wenn es um die Zukunft geht, ist die Einheitspartei der Freiheitlichen (Abg. Angerer: Das haben wir ja bei Corona gesehen!), denn Sie stellen sich gegen den Fortschritt, Sie stellen sich gegen die Bevölkerung, und das ist etwas, wozu ich Ihnen ganz ehrlich sagen muss: Populismus ist immer eine kurzlebige Sache. Freuen Sie sich über den Zuspruch, den Sie jetzt haben, aber ich sage Ihnen ganz ehrlich: Nachhaltig ist diese Politik nicht. (Beifall bei
Ruf bei der ÖVP: Wird’s schwierig!
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Immer wenn man nach Kollegen Schmuckenschlager ans Rednerpult kommt (Ruf bei der ÖVP: Wird’s schwierig!), ist man geneigt, gleich einmal eine kleine Korrektur vorzunehmen. Herr Kollege Schmuckenschlager, wenn Sie jetzt daherkommen und sagen, Sie sind plötzlich der Frontrunner, der Gipfelstürmer des Klimaschutzes und ganz vorne mit dabei (Abg. Obernosterer: Ja, richtig, so ist es! –weiterer Ruf bei der ÖVP: Ist ja so!), dann muss man das ein bisschen in Relation setzen.
Abg. Obernosterer: Ja, richtig, so ist es! –weiterer Ruf bei der ÖVP: Ist ja so!
Abgeordneter Michael Bernhard (NEOS): Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher! Immer wenn man nach Kollegen Schmuckenschlager ans Rednerpult kommt (Ruf bei der ÖVP: Wird’s schwierig!), ist man geneigt, gleich einmal eine kleine Korrektur vorzunehmen. Herr Kollege Schmuckenschlager, wenn Sie jetzt daherkommen und sagen, Sie sind plötzlich der Frontrunner, der Gipfelstürmer des Klimaschutzes und ganz vorne mit dabei (Abg. Obernosterer: Ja, richtig, so ist es! –weiterer Ruf bei der ÖVP: Ist ja so!), dann muss man das ein bisschen in Relation setzen.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.
Sie haben sich als ÖVP hinsichtlich Klimaschutz jahrzehntelang im Bus ganz hinten hingesetzt. Sie waren so weit hinten in der Europäischen Union, als Sie eine neue Koalition eingegangen sind, dass es relativ einfach war, zu beschleunigen – denn hinter Ihnen war einfach niemand mehr. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Schmuckenschlager.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn man sich das Klimaranking anschaut, das jährlich erhoben wird, was die Maßnahmen, die Ambitionen und die Wirksamkeit der Klimapolitik betrifft: Wissen Sie, wer vor uns ist? – Das ist jetzt kein Shaming von Ländern auf anderen Kontinenten, aber: China ist vor uns. Weißrussland ist vor uns. Thailand ist vor uns. Argentinien ist vor uns. Brasilien ist vor uns. Ägypten ist vor uns. Es ist also jetzt nicht so, dass Österreich wirklich so weit vorne ist. Wenn Sie in dem Tempo weitermachen, sind Sie sogar zu langsam, um damit an die Wand zu fahren, muss man ehrlich sagen. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Das heißt, wenn Sie jetzt ordentlich Stoff geben – Gas geben sagt man ja heute nicht mehr – und entsprechend beschleunigen, dann kommen wir endlich wieder ins europäische Mittelfeld. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Deimek: Habe ich das gesagt? – Abg. Rauch: Wer hat das gesagt?
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Dann beginne ich vielleicht bei den Kollegen Rauch und Deimek: Sie haben sehr viele Wünsche. Sie wünschen sich billiges Gas. Das hat Putin – teurer und weniger – schon vor dem Krieg geliefert. (Abg. Deimek: Habe ich das gesagt? – Abg. Rauch: Wer hat das gesagt?) Sie wünschen sich billigen Strom, aber Sie wollen keine Windräder. Sie wollen generell weniger zahlen, aber ja keinen Ökostromausbau. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Rauch.) Sie agieren nach der Methode: Badet mich, aber macht mich nicht nass!, und so funktioniert es halt nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Rauch.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Dann beginne ich vielleicht bei den Kollegen Rauch und Deimek: Sie haben sehr viele Wünsche. Sie wünschen sich billiges Gas. Das hat Putin – teurer und weniger – schon vor dem Krieg geliefert. (Abg. Deimek: Habe ich das gesagt? – Abg. Rauch: Wer hat das gesagt?) Sie wünschen sich billigen Strom, aber Sie wollen keine Windräder. Sie wollen generell weniger zahlen, aber ja keinen Ökostromausbau. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Rauch.) Sie agieren nach der Methode: Badet mich, aber macht mich nicht nass!, und so funktioniert es halt nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrte Frau Ministerin! Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Dann beginne ich vielleicht bei den Kollegen Rauch und Deimek: Sie haben sehr viele Wünsche. Sie wünschen sich billiges Gas. Das hat Putin – teurer und weniger – schon vor dem Krieg geliefert. (Abg. Deimek: Habe ich das gesagt? – Abg. Rauch: Wer hat das gesagt?) Sie wünschen sich billigen Strom, aber Sie wollen keine Windräder. Sie wollen generell weniger zahlen, aber ja keinen Ökostromausbau. (Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Rauch.) Sie agieren nach der Methode: Badet mich, aber macht mich nicht nass!, und so funktioniert es halt nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Angerer: Ja, drüberfahren!
Sichtbarkeitsverordnung zu machen oder nicht aufzuheben – das trifft genauso die SPÖ, aber auch die Freiheitlichen –, einfach zu verhindern, dass Windkraftwerke in Kärnten gebaut werden, ist ein Zustand, der nicht toleriert werden kann, und daher ist es ganz gut, wenn die UVP-Novelle da ein neues Tool einführt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Angerer: Ja, drüberfahren!)
Abg. Deimek: ... Zähne ausbeißen! Verfassungsklage!
Wir haben das ja schon gesehen, als die Novelle voriges Jahr angekündigt worden ist, als klar geworden ist, die Widmungsdurchbrechung wird kommen. (Abg. Deimek: ... Zähne ausbeißen! Verfassungsklage!) Interessanterweise kam plötzlich Bewegung in allen Bundesländern in die Debatte der Raumordnung, in die Debatte der Energieraumplanung. Da sind wir jetzt noch nicht ganz fertig, da werden wir noch einiges brauchen, auch was den Netzausbau betrifft, aber die Debatte wurde durchaus beschleunigt, und wir müssen natürlich den Ökostromausbau beschleunigen, um unser Ziel 100 Prozent Ökostrom zu erreichen.
Abg. Rauch: Die Rohstoffe!
Wenn Sie, Herr Kollege Rauch, sagen, die Windkraftanlagen kommen aus China (Abg. Rauch: Die Rohstoffe!): Ich kann es nicht ganz nachvollziehen. Nach meinen Informationen kommen die im Wesentlichen aus Deutschland und aus Dänemark, mit Zulieferteilen aus Österreich, und ich kann ehrlicherweise nicht nachvollziehen, warum Sie nicht wollen, dass Österreicher für die Energiewende arbeiten, dass Österreicher Kraftwerke erzeugen und österreichischen Strom möglich machen. Warum wollen Sie das nicht? Das sind österreichische Arbeitsplätze, österreichische Wertschöpfung, und die lehnen Sie ab. (Abg. Deimek: Zuhören! Würden Sie mehr zuhören ...!) Sie haben nur nicht erklärt, warum. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Deimek: Zuhören! Würden Sie mehr zuhören ...!
Wenn Sie, Herr Kollege Rauch, sagen, die Windkraftanlagen kommen aus China (Abg. Rauch: Die Rohstoffe!): Ich kann es nicht ganz nachvollziehen. Nach meinen Informationen kommen die im Wesentlichen aus Deutschland und aus Dänemark, mit Zulieferteilen aus Österreich, und ich kann ehrlicherweise nicht nachvollziehen, warum Sie nicht wollen, dass Österreicher für die Energiewende arbeiten, dass Österreicher Kraftwerke erzeugen und österreichischen Strom möglich machen. Warum wollen Sie das nicht? Das sind österreichische Arbeitsplätze, österreichische Wertschöpfung, und die lehnen Sie ab. (Abg. Deimek: Zuhören! Würden Sie mehr zuhören ...!) Sie haben nur nicht erklärt, warum. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Sie, Herr Kollege Rauch, sagen, die Windkraftanlagen kommen aus China (Abg. Rauch: Die Rohstoffe!): Ich kann es nicht ganz nachvollziehen. Nach meinen Informationen kommen die im Wesentlichen aus Deutschland und aus Dänemark, mit Zulieferteilen aus Österreich, und ich kann ehrlicherweise nicht nachvollziehen, warum Sie nicht wollen, dass Österreicher für die Energiewende arbeiten, dass Österreicher Kraftwerke erzeugen und österreichischen Strom möglich machen. Warum wollen Sie das nicht? Das sind österreichische Arbeitsplätze, österreichische Wertschöpfung, und die lehnen Sie ab. (Abg. Deimek: Zuhören! Würden Sie mehr zuhören ...!) Sie haben nur nicht erklärt, warum. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Deimek: Ich glaube, dass Ihnen vieles nicht ganz klar ist!
Stattdessen wollen Sie lieber weiter aus Russland Energie importieren. Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. (Abg. Deimek: Ich glaube, dass Ihnen vieles nicht ganz klar ist!) Wir brauchen das, und die Widmung müssen wir jetzt natürlich auch nutzen. Die Gemeinden haben sehr viel Mitspracherecht, das wird auch nach der UVP-Novelle nach wie vor weiter so sein, das ist
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.
auch ganz wichtig. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Aber wir können auch nicht zuschauen, wie solche Projekte ständig durch Sichtbarkeitsverordnungen und andere Themen verhindert werden. Aus meiner Erfahrung binden die Windkraftbetreiber die Gemeinden sehr gut ein. Sie wollen ja die Projekte schnell umsetzen, und das geht am besten, wenn die Gemeinden eingebunden sind. Das ist auch die Erfahrung, die ich gemacht habe: Es wird im Prinzip nicht gegen den Willen der Gemeinden gearbeitet. (Abg. Angerer: Freistadt!) In diesem Sinne müssen wir weitermachen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Angerer: Freistadt!
auch ganz wichtig. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Aber wir können auch nicht zuschauen, wie solche Projekte ständig durch Sichtbarkeitsverordnungen und andere Themen verhindert werden. Aus meiner Erfahrung binden die Windkraftbetreiber die Gemeinden sehr gut ein. Sie wollen ja die Projekte schnell umsetzen, und das geht am besten, wenn die Gemeinden eingebunden sind. Das ist auch die Erfahrung, die ich gemacht habe: Es wird im Prinzip nicht gegen den Willen der Gemeinden gearbeitet. (Abg. Angerer: Freistadt!) In diesem Sinne müssen wir weitermachen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
auch ganz wichtig. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Deimek.) Aber wir können auch nicht zuschauen, wie solche Projekte ständig durch Sichtbarkeitsverordnungen und andere Themen verhindert werden. Aus meiner Erfahrung binden die Windkraftbetreiber die Gemeinden sehr gut ein. Sie wollen ja die Projekte schnell umsetzen, und das geht am besten, wenn die Gemeinden eingebunden sind. Das ist auch die Erfahrung, die ich gemacht habe: Es wird im Prinzip nicht gegen den Willen der Gemeinden gearbeitet. (Abg. Angerer: Freistadt!) In diesem Sinne müssen wir weitermachen. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf: Steht aber nicht in der Rednerliste, außer es gibt noch einen anderen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Ragger. (Ruf: Steht aber nicht in der Rednerliste, außer es gibt noch einen anderen!) – Ragger gibt es nur einen. – Bitte. (Abg. Kollross – davon ausgehend, als Nächster zu reden – begibt sich wieder zu seinem Sitzplatz.)
Abg. Kollross – davon ausgehend, als Nächster zu reden – begibt sich wieder zu seinem Sitzplatz.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Ragger. (Ruf: Steht aber nicht in der Rednerliste, außer es gibt noch einen anderen!) – Ragger gibt es nur einen. – Bitte. (Abg. Kollross – davon ausgehend, als Nächster zu reden – begibt sich wieder zu seinem Sitzplatz.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Deimek hat es angesprochen: Wir haben heute hier eine UVP-Novelle, mit der wir ein konzentriertes Verfahren auf Bundesebene etablieren und verschiedene Bereiche umsetzen wollen. Unser Kritikpunkt ist: Wir haben einen föderalistischen Ansatz, wir haben eine föderalistische Ausrichtung der Bundesländer und des Bundes haben, und wir werden es nicht zulassen– und das werden wir mit allen verfassungsmäßigen Rechten bekämpfen –, dass man heute hergeht und aufgrund einer UVP-Novelle in ein Gemeindegesetz, nämlich das Kärntner Gemeindeplanungsgesetz, eingreift. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Eines muss nämlich klargestellt sein: Sie können mit einer UVP-Novelle nicht die landesgesetzlichen Regelungen aushebeln, und das muss auch Ihre Sektionschefin zur Kenntnis nehmen. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Sie wissen selbst, dass die Raumplanung eine Querschnittsmaterie ist und dass die Raumplanung aus dem Kärntner Gemeindeplanungsgesetz abgeleitet ist. Die Windkraftstandorträume-Verordnung legt ausschließlich den Wert für die landschaftliche Beurteilung fest. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Doppelbauer.) Das hat in Kärnten bis jetzt immer funktioniert. Deswegen hat man auch das Landschaftsbild im öffentlichen Interesse höher bewertet als die Grundlage dessen, die die Windkrafträder darstellen (Abg. Lukas Hammer: Die Stadt Wien hat mehr Windräder als Kärnten!), und wir wollen keine Windkrafträder in Kärnten haben (Beifall bei der FPÖ), genauso wenig wie die Salzburger, genauso wenig wie die Tiroler und genauso wenig wie die Vorarlberger!
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Doppelbauer.
Eines muss nämlich klargestellt sein: Sie können mit einer UVP-Novelle nicht die landesgesetzlichen Regelungen aushebeln, und das muss auch Ihre Sektionschefin zur Kenntnis nehmen. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Sie wissen selbst, dass die Raumplanung eine Querschnittsmaterie ist und dass die Raumplanung aus dem Kärntner Gemeindeplanungsgesetz abgeleitet ist. Die Windkraftstandorträume-Verordnung legt ausschließlich den Wert für die landschaftliche Beurteilung fest. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Doppelbauer.) Das hat in Kärnten bis jetzt immer funktioniert. Deswegen hat man auch das Landschaftsbild im öffentlichen Interesse höher bewertet als die Grundlage dessen, die die Windkrafträder darstellen (Abg. Lukas Hammer: Die Stadt Wien hat mehr Windräder als Kärnten!), und wir wollen keine Windkrafträder in Kärnten haben (Beifall bei der FPÖ), genauso wenig wie die Salzburger, genauso wenig wie die Tiroler und genauso wenig wie die Vorarlberger!
Abg. Lukas Hammer: Die Stadt Wien hat mehr Windräder als Kärnten!
Eines muss nämlich klargestellt sein: Sie können mit einer UVP-Novelle nicht die landesgesetzlichen Regelungen aushebeln, und das muss auch Ihre Sektionschefin zur Kenntnis nehmen. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Sie wissen selbst, dass die Raumplanung eine Querschnittsmaterie ist und dass die Raumplanung aus dem Kärntner Gemeindeplanungsgesetz abgeleitet ist. Die Windkraftstandorträume-Verordnung legt ausschließlich den Wert für die landschaftliche Beurteilung fest. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Doppelbauer.) Das hat in Kärnten bis jetzt immer funktioniert. Deswegen hat man auch das Landschaftsbild im öffentlichen Interesse höher bewertet als die Grundlage dessen, die die Windkrafträder darstellen (Abg. Lukas Hammer: Die Stadt Wien hat mehr Windräder als Kärnten!), und wir wollen keine Windkrafträder in Kärnten haben (Beifall bei der FPÖ), genauso wenig wie die Salzburger, genauso wenig wie die Tiroler und genauso wenig wie die Vorarlberger!
Beifall bei der FPÖ
Eines muss nämlich klargestellt sein: Sie können mit einer UVP-Novelle nicht die landesgesetzlichen Regelungen aushebeln, und das muss auch Ihre Sektionschefin zur Kenntnis nehmen. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Sie wissen selbst, dass die Raumplanung eine Querschnittsmaterie ist und dass die Raumplanung aus dem Kärntner Gemeindeplanungsgesetz abgeleitet ist. Die Windkraftstandorträume-Verordnung legt ausschließlich den Wert für die landschaftliche Beurteilung fest. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Doppelbauer.) Das hat in Kärnten bis jetzt immer funktioniert. Deswegen hat man auch das Landschaftsbild im öffentlichen Interesse höher bewertet als die Grundlage dessen, die die Windkrafträder darstellen (Abg. Lukas Hammer: Die Stadt Wien hat mehr Windräder als Kärnten!), und wir wollen keine Windkrafträder in Kärnten haben (Beifall bei der FPÖ), genauso wenig wie die Salzburger, genauso wenig wie die Tiroler und genauso wenig wie die Vorarlberger!
Zwischenruf des Abg. Weratschnig.
Da muss man auch eines dazusagen, und da können Sie sich an der eigenen Nase nehmen: Ihr alter Landesrat Holub, der ein grüner Abgeordneter war, hat mit mir zusammen 2013 den Umweltplan umgesetzt. (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.) Und jetzt sage ich Ihnen etwas: Schauen Sie in Ihre Bundesländer, wenn Sie schon so große Töne spucken!, denn wir sind in der Umsetzung anderen Bundesländern meilenweit voraus, wir haben 85 Prozent grüne Energie. Was wollen Sie also von uns?! Sie werden Kärnten nicht dafür bestrafen können, dass Sie in den letzten Jahren in Ihren eigenen Bundesländern säumig waren! (Beifall und Bravo-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall und Bravo-Rufe bei der FPÖ.
Da muss man auch eines dazusagen, und da können Sie sich an der eigenen Nase nehmen: Ihr alter Landesrat Holub, der ein grüner Abgeordneter war, hat mit mir zusammen 2013 den Umweltplan umgesetzt. (Zwischenruf des Abg. Weratschnig.) Und jetzt sage ich Ihnen etwas: Schauen Sie in Ihre Bundesländer, wenn Sie schon so große Töne spucken!, denn wir sind in der Umsetzung anderen Bundesländern meilenweit voraus, wir haben 85 Prozent grüne Energie. Was wollen Sie also von uns?! Sie werden Kärnten nicht dafür bestrafen können, dass Sie in den letzten Jahren in Ihren eigenen Bundesländern säumig waren! (Beifall und Bravo-Rufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher, bitte: Hören Sie auf mit solchen Reden, wenn Sie nicht wissen, wovon Sie sprechen! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schallmeiner: Das 18. Jahrhundert hätte angerufen, sie wollen ihren Landeshauptmann ... zurück!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Kollross. – Bitte. (Abg. Schallmeiner: Das 18. Jahrhundert hätte angerufen, sie wollen ihren Landeshauptmann ... zurück!)
Abg. Litschauer – erheitert –: Hast du ein Loch Ness?
Abgeordneter Andreas Kollross (SPÖ): Herr Präsident! Heute fallen Sie mir schon zum zweiten Mal auf, dass Sie mich nicht zum Rednerpult lassen wollen! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Als Bürgermeister einer Gemeinde, die im August 2014 eine Volksbefragung gemacht hat, ob Windräder aufgestellt werden oder nicht, und noch im August alle diesbezüglichen Beschlüsse im Gemeinderat gefasst und dann im Herbst 2022 die Windräder wirklich aufgestellt hat, die mit Ende des Jahres erstmalig ans Netz gegangen sind – also nach mehr als acht Jahren –, kann ich einer Beschleunigung des Verfahrens natürlich sehr viel abgewinnen. Ich kann Ihnen sehr viel erzählen, was ich da alles erlebt habe und welche Tiere auf einmal in meiner Gemeinde aufgetaucht sind, die es bisher nicht gegeben hat, die auch noch immer keiner gesehen hat (Abg. Litschauer – erheitert –: Hast du ein Loch Ness?), aber trotzdem das Verfahren ein Stück verzögert haben.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Deimek.
so weiter und so fort, darüber, wie Windräder und ob Windräder aufgestellt werden. Dort, wo es einen Zonenplan gibt, nehmen Sie den Gemeinden jegliches Recht und greifen massiv in die Gemeindeautonomie ein, denn diese Gemeinden können auf Basis dieser gesetzlichen Vorgabe nicht mehr mitbestimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf der Abg. Rössler.
Das ist ein massiver Eingriff in die Gemeindeautonomie, der in Wirklichkeit abzulehnen ist. Ich gebe Kollegen Deimek recht, ich glaube auch, dass Sie sehr schnell mit einer Verfassungsklage konfrontiert sein werden und der Verfassungsgerichtshof das Gesetz auch wieder aufheben wird, weil das nicht funktionieren wird, was Sie hier mit der Gemeindeautonomie machen. (Zwischenruf der Abg. Rössler.)
Beifall bei der SPÖ
Ich möchte aber diesbezüglich noch einen Punkt anfügen, auch aus Sicht meiner Gemeinde. Die Grünen waren ja einmal eine Bürgerrechtsbewegung. Meine Mitbürgerinnen und Mitbürger haben mittels Volksbefragung abgestimmt, wie viele Windräder wo aufgestellt werden. Mit Ihrem Gesetz sagen Sie meinen Bürgern, die vor acht Jahren in einer Volksbefragung abgestimmt haben: Es ist mir wurscht, was ihr abgestimmt habt (Beifall bei der SPÖ), denn nach diesem Zonenplan, wo ihr drinnen seid, können wir jetzt so viele Windräder aufstellen, wie wir wollen! – Das muss Ihnen zumindest bewusst sein, dass das Ergebnis Ihres Gesetzes ist.
Beifall bei der SPÖ.
kommt, weil dann Ihr Gesetz zum Tragen kommt, wonach dann die Bürgermeister:innen und der Gemeinderat und die Bürger:innen nicht mehr mitentscheiden können, wie viele Windräder aufgestellt werden und wo sie aufgestellt werden. Deshalb glaube ich eben, wie ich zuerst gesagt habe, dass dieser Erneuerbaren-Turbo letztendlich zu einer Fehlzündung wird und nicht zu dem, was Sie vorhaben – was ich ja begrüßen würde, nur dass ich nicht falsch verstanden werde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf. – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Du unterstellst den Bürgermeistern ja Käuflichkeit!
Ich glaube, dass das notwendig wäre, um die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger und auch der Gemeinden zu bekommen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kopf. – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Du unterstellst den Bürgermeistern ja Käuflichkeit!)
Ruf bei der SPÖ: Aber Windradel steht dort keines, im Waldviertel!
Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben uns auf Klimaziele geeinigt, und daher bedarf es natürlich in allen Bereichen großer Anstrengungen, eines Turbos, um diese auch erreichen zu können. Es geht einerseits um die aktuellen Entwicklungen wie die Energieversorgungssicherheit, aber andererseits auch um die häufigen Katastrophen. Mein Kollege hat es schon angesprochen, gerade das Waldviertel ist ja von einem massiven Borkenkäferproblem betroffen. (Ruf bei der SPÖ: Aber Windradel steht dort keines, im Waldviertel!) Daher ist es wichtig, dass die Erzeugung erneuerbarer Energie in einem Mix aus Biomasse, Sonne und Wind forciert wird. Es darf dahin gehend keine Verzögerungen mehr geben.
Ruf bei der FPÖ: Da werden sich die schwarzen Bürgermeister freuen! – Zwischenruf des Abg. Kollross.
Zu Herrn Kollegen Kollross möchte ich schon noch etwas anmerken: Wenn Sie sagen, Flächenwidmung ist Gemeindesache, so stimmt das, aber es kann nicht sein, dass sie käuflich ist. Das mit den Zahlungen ist also, glaube ich, nicht ganz der richtige Ansatz. (Ruf bei der FPÖ: Da werden sich die schwarzen Bürgermeister freuen! – Zwischenruf des Abg. Kollross.) Frau Minister, schauen wir, dass wir das mit der Flächenwidmung in den Gemeinden noch hinbekommen, das wäre wirklich eine wichtige Sache! Ansonsten ist das Gesetz gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu Herrn Kollegen Kollross möchte ich schon noch etwas anmerken: Wenn Sie sagen, Flächenwidmung ist Gemeindesache, so stimmt das, aber es kann nicht sein, dass sie käuflich ist. Das mit den Zahlungen ist also, glaube ich, nicht ganz der richtige Ansatz. (Ruf bei der FPÖ: Da werden sich die schwarzen Bürgermeister freuen! – Zwischenruf des Abg. Kollross.) Frau Minister, schauen wir, dass wir das mit der Flächenwidmung in den Gemeinden noch hinbekommen, das wäre wirklich eine wichtige Sache! Ansonsten ist das Gesetz gut. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn wir von Versorgungssicherheit mit heimischer und sauberer Energie reden, beispielsweise mehr Wertschöpfung in der eigenen Region, Unabhängigkeit von Importen und so weiter, dann ließe sich sicher noch einiges anfügen. Persönlich geht es mir aber darum, und das ist wichtig, dass wir einen Zugang mit Hausverstand haben oder – ich sage es einmal so – dass wir Veränderungen so gestalten, dass die Mehrheit der Bevölkerung auch mitgehen kann, dass das für diese nachvollziehbar ist. Wir werden auch in Zukunft – das muss uns, glaube ich, bewusst sein, wenn wir zu uns selber ehrlich sind – einen gewissen Anteil an fossiler Energie brauchen, wir müssen aber intensiv daran arbeiten, dass dieser Anteil immer weniger wird und durch erneuerbare Energie ersetzt wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend: Die vorliegende UVP-Gesetz-Novelle ist eine gute Grundlage, um wichtige Projekte schneller realisieren zu können. Wer für nachhaltige und saubere Energie eintritt, muss heute auch zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Teurer wurde die NoVA für die Konsumenten, für die Verbraucher, für die Unternehmer, teurer wurde die motorbezogene Versicherungssteuer für die Konsumenten, für die Unternehmer, für die Verbraucher, und als Draufgabe kommt dann noch die legendäre CO2-Steuer, die Strafsteuer auf Diesel und auf Benzin. Das ist die Leistung dieser Bundesregierung. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Zwischenruf des Abg. Bernhard.
Sie gehen dann her, zahlen den Klimabonus, diese 500 Euro, an Asylwerber und Häfenbrüder – Klammer auf: verurteilte Straftäter, teilweise mit Aufenthaltsverbot, Klammer zu – aus. (Zwischenruf des Abg. Bernhard.) Ich frage Sie: Was ist deren Beitrag oder zumindest Leistung, dass sie überhaupt einen Klimabonus beziehen können oder dürfen? Was ist ihr Mehraufwand? Alle Leistungen werden vom Staat erbracht, dementsprechend übernommen, und dann bekommt man dafür, dass man in einer Justizanstalt sitzt, noch 500 Euro als Bonus draufgelegt. Und das sind nicht nur 100 oder vielleicht 500 Häftlinge, sondern wir reden von insgesamt über 10 000 Häftlingen.
Abg. Lukas Hammer: Repräsentativ? Für welche Gruppe?
Das sind jetzt nur zwei Beispiele von Hunderten, die repräsentativ sind. (Abg. Lukas Hammer: Repräsentativ? Für welche Gruppe?) Sie zeigen, auf diese Art und Weise gehen Sie mit den Steuergeldern derer um, die Sie tagtäglich mit der CO2-Steuer auf der einen Seite und mit der Erhöhung der NoVA auf der anderen Seite abzocken.
Beifall bei der FPÖ.
Auch in Ihre Richtung, liebe Kolleginnen und Kollegen von der ÖVP: Die NoVA ist ja das beste Beispiel, vor allem bei den Unternehmern, die einen Kleintransporter brauchen. Da war die Steigerung von null auf bis zu 10 000, 15 000 Euro pro Kleintransporter. Wo ist da der Aufschrei? Es hat dann vom Wirtschaftsbund eine Petition gegeben, diese NoVA zurückzunehmen. All das geht ins Leere. Im Endeffekt knicken Sie bei all diesen Themen ein und sind Sie Erfüllungsgehilfen der Grünen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Rauch.
Abgeordneter Rauch findet zwei Beispiele, bei denen er das nicht gerechtfertigt findet. Das sind wahrscheinlich 0,0000001 Prozent. Vielleicht habe ich noch eine Null vergessen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Rauch.) Das zeigt eigentlich nur, dass der Klimabonus eine sehr gute Maßnahme für den Klimaschutz war. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Rauch findet zwei Beispiele, bei denen er das nicht gerechtfertigt findet. Das sind wahrscheinlich 0,0000001 Prozent. Vielleicht habe ich noch eine Null vergessen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Rauch.) Das zeigt eigentlich nur, dass der Klimabonus eine sehr gute Maßnahme für den Klimaschutz war. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Schrangl
Die FPÖ beantragt, die CO2-Bepreisung abzuschaffen. Ich möchte jetzt gar nicht den Eindruck erwecken, als wäre ich darüber besonders schockiert. Es ist eine Maßnahme, die vor allem zukünftigen Generationen zugutekommt (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Schrangl), wenn wir unsere Emissionen reduzieren. Da sich die Emissionen in der Atmosphäre mit Emissionen von woanders vermischen, haben vielleicht sogar Menschen etwas davon, die nicht aus Österreich kommen. Das sind natürlich alles Leute, die die FPÖ nicht einmal theoretisch wählen können. Also für eine, sagen wir einmal, etwas populistisch ausgerichtete Partei ist das natürlich keine besonders interessante Maßnahme, und darum wundert es mich nicht, dass ihr dagegen seid. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Die FPÖ beantragt, die CO2-Bepreisung abzuschaffen. Ich möchte jetzt gar nicht den Eindruck erwecken, als wäre ich darüber besonders schockiert. Es ist eine Maßnahme, die vor allem zukünftigen Generationen zugutekommt (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Schrangl), wenn wir unsere Emissionen reduzieren. Da sich die Emissionen in der Atmosphäre mit Emissionen von woanders vermischen, haben vielleicht sogar Menschen etwas davon, die nicht aus Österreich kommen. Das sind natürlich alles Leute, die die FPÖ nicht einmal theoretisch wählen können. Also für eine, sagen wir einmal, etwas populistisch ausgerichtete Partei ist das natürlich keine besonders interessante Maßnahme, und darum wundert es mich nicht, dass ihr dagegen seid. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Ruf bei der FPÖ: O ja! O ja!
Da muss ich Ihren Antrag auch gleich tatsächlich berichtigen. Das ist nämlich nicht so. (Ruf bei der FPÖ: O ja! O ja!) Die CO2-Bepreisung ist so ausgestaltet, dass die Einnahmen, die aus der CO2-Bepreisung erzielt werden, direkt an die Bürgerinnen und Bürger zurückgegeben werden, sogar mehr als das. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da muss ich Ihren Antrag auch gleich tatsächlich berichtigen. Das ist nämlich nicht so. (Ruf bei der FPÖ: O ja! O ja!) Die CO2-Bepreisung ist so ausgestaltet, dass die Einnahmen, die aus der CO2-Bepreisung erzielt werden, direkt an die Bürgerinnen und Bürger zurückgegeben werden, sogar mehr als das. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: Wie viel nehmen Sie den Unternehmern ...?
Dass es dann so ist, dass die, die mehr CO2-Emissionen ausstoßen, auch quasi weniger von dieser CO2-Bepreisung haben als die, die wenig CO2 ausstoßen, ist logisch. Das ist ja auch Ziel und Zweck dieser CO2-Bepreisung: Je mehr man an Emissionen einspart, desto mehr spart man auch im Geldtascherl. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Deimek: Wie viel nehmen Sie den Unternehmern ...?)
Beifall bei den Grünen.
Darauf muss ich kurz eingehen, weil ihr Verhältnis zum CO2-Preis und auch der Beitrag des Kollegen Shetty gerade vorhin, was die umweltschädlichen Subventionen betrifft, das ja geradezu provozieren: Die NEOS sind nämlich total für den Klimaschutz, außer man muss tatsächlich irgendwelche Maßnahmen dafür setzen, die wirklich irgendetwas in der Welt verändern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Pick-ups ausgedehnt. Diese Ausnahme war eine klassische umweltschädliche Subvention. Wer hat da dagegengestimmt? – Die NEOS. Wir haben es gerichtet. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Also ich glaube, diese Beispiele zeigen: Seriöse Klimapolitik ist ein hartes Pflaster. Deshalb kann man es nicht hoch genug einschätzen, dass es diese Bundesregierung und Sie, Frau Ministerin, tatsächlich geschafft haben, diese CO2-Bepreisung echt, tatsächlich, in der echten Welt einzuführen. – Vielen Dank dafür. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Ich finde es ein bisschen verrückt, wenn die beiden Fraktionen, die sich tatsächlich ernsthaft für Klimaschutz einsetzen, sich gegenseitig ein Stück weit vorwerfen, dass sie es nicht tun, weil das eigentlich nicht das Ziel der Politik ist, die wir hier herinnen verfolgen sollten. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Kolle-
Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.
ge Shetty hat eindrucksvoll auf ein fehlendes Klimaschutzgesetz hingewiesen, und das kann man ja auch einfach einmal so hinnehmen. (Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz.
Wir haben, weil der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist, gesagt, dass es sinnvoll ist, dass wir die CO2-Besteuerung verschieben. Da ging es um wenige Monate. Wir haben gesagt, dass ein Zeitpunkt, zu dem fossile Energie wahnsinnig teuer wird, die Inflation ansteigt, vielleicht nicht gerade ideal ist, um die CO2-Bepreisung noch weiter anzuheben. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Das, was wir mit dem CO2-Preis erreichen wollten, war ja keine Strafe, sondern es ging darum, dass man Anreize schafft, auf nicht fossile Energie in der Mobilität, beim Heizen umzusteigen. (Zwischenruf des Abg. Schnabel.) Es waren unglaublich viele Anreize da. Wenn plötzlich Öl und Gas so teuer sind, dann braucht man diesen Anreiz nicht.
Zwischenruf des Abg. Schnabel.
Wir haben, weil der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist, gesagt, dass es sinnvoll ist, dass wir die CO2-Besteuerung verschieben. Da ging es um wenige Monate. Wir haben gesagt, dass ein Zeitpunkt, zu dem fossile Energie wahnsinnig teuer wird, die Inflation ansteigt, vielleicht nicht gerade ideal ist, um die CO2-Bepreisung noch weiter anzuheben. (Zwischenruf des Abg. Schwarz.) Das, was wir mit dem CO2-Preis erreichen wollten, war ja keine Strafe, sondern es ging darum, dass man Anreize schafft, auf nicht fossile Energie in der Mobilität, beim Heizen umzusteigen. (Zwischenruf des Abg. Schnabel.) Es waren unglaublich viele Anreize da. Wenn plötzlich Öl und Gas so teuer sind, dann braucht man diesen Anreiz nicht.
Abg. Schwarz: Darum sollte man die Pick-ups nicht besteuern?!
Das Beispiel mit der NoVA nehme ich aber auch gerne her: Wir haben darauf hingewiesen, dass die Novelle, die von ÖVP und Grünen vorgelegt worden ist, eine Schwachstelle hatte, nämlich diese Plug-ins, die Hybridgeschichte, Entschuldigung! Das heißt, wenn man bei den Hybridwagen nur die Möglichkeit hat, auch ein bisschen Strom aufzunehmen, dann ist die NoVA schon deutlich abgeflacht. (Abg. Schwarz: Darum sollte man die Pick-ups nicht besteuern?!) Und wir haben darauf hingewiesen, dass wir es gerne anders machen wollen.
Abg. Schwarz: ... Einkommensteuertarif ...!
Das, was wir brauchen, ist, dass die arbeitenden Menschen in Österreich entlastet werden. (Abg. Schwarz: ... Einkommensteuertarif ...!) Das ist die Debatte, die wir eigentlich führen sollten, und zwar nicht über einen Bonus und übrigens auch nicht über eine Förderung von Falträdern, die dann irgendwelchen Innenstadtbewohnern zugutekommen, sondern wir hätten gerne einerseits einen Vollzeitbonus, durch den jeder arbeitende Mensch tatsächlich netto 100 Euro mehr im Börsl hat, und zweitens eine Lohnnebenkostensenkung, damit sich Unternehmer:innen ihre Lkws in Zukunft besser leisten können. (Abg. Schwarz: Wir wollen Klima schützen! Klima schützen!) – Ja, Klimaschutz bedeutet tatsächlich ökologisieren und entlasten, denn sonst gibt es keine Akzeptanz und sonst kann sich auch keiner den Klimaschutz leisten. (Abg. Lukas Hammer: Kalte Progression abgeschafft, Tarifreform!)
Abg. Schwarz: Wir wollen Klima schützen! Klima schützen!
Das, was wir brauchen, ist, dass die arbeitenden Menschen in Österreich entlastet werden. (Abg. Schwarz: ... Einkommensteuertarif ...!) Das ist die Debatte, die wir eigentlich führen sollten, und zwar nicht über einen Bonus und übrigens auch nicht über eine Förderung von Falträdern, die dann irgendwelchen Innenstadtbewohnern zugutekommen, sondern wir hätten gerne einerseits einen Vollzeitbonus, durch den jeder arbeitende Mensch tatsächlich netto 100 Euro mehr im Börsl hat, und zweitens eine Lohnnebenkostensenkung, damit sich Unternehmer:innen ihre Lkws in Zukunft besser leisten können. (Abg. Schwarz: Wir wollen Klima schützen! Klima schützen!) – Ja, Klimaschutz bedeutet tatsächlich ökologisieren und entlasten, denn sonst gibt es keine Akzeptanz und sonst kann sich auch keiner den Klimaschutz leisten. (Abg. Lukas Hammer: Kalte Progression abgeschafft, Tarifreform!)
Abg. Lukas Hammer: Kalte Progression abgeschafft, Tarifreform!
Das, was wir brauchen, ist, dass die arbeitenden Menschen in Österreich entlastet werden. (Abg. Schwarz: ... Einkommensteuertarif ...!) Das ist die Debatte, die wir eigentlich führen sollten, und zwar nicht über einen Bonus und übrigens auch nicht über eine Förderung von Falträdern, die dann irgendwelchen Innenstadtbewohnern zugutekommen, sondern wir hätten gerne einerseits einen Vollzeitbonus, durch den jeder arbeitende Mensch tatsächlich netto 100 Euro mehr im Börsl hat, und zweitens eine Lohnnebenkostensenkung, damit sich Unternehmer:innen ihre Lkws in Zukunft besser leisten können. (Abg. Schwarz: Wir wollen Klima schützen! Klima schützen!) – Ja, Klimaschutz bedeutet tatsächlich ökologisieren und entlasten, denn sonst gibt es keine Akzeptanz und sonst kann sich auch keiner den Klimaschutz leisten. (Abg. Lukas Hammer: Kalte Progression abgeschafft, Tarifreform!)
Beifall bei den NEOS.
Aus unserer Sicht ist das tatsächlich ein Angebot, bei dem wir eben nicht über das Verbieten und Moralisieren reden, sondern über das Ermöglichen und Chancenergreifen – und darin unterscheiden wir uns tatsächlich! Wir wollen weniger Gesetze, dafür wirksame Gesetze. Wir wollen Gesetze, die versprochen sind, auch wirklich am Tisch haben, und wir wollen die Menschen entlasten. Da sind wir uns einig, da unterscheiden wir uns. – Schönen Abend. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Schwarz.
Abgeordneter Joachim Schnabel (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Ministerin! Ich habe ein Déjà-vu, denn über diesen Antrag zur Abschaffung der CO2-Bepreisung – so ist der richtige Terminus – haben wir schon im vergangenen Jahr mehrfach diskutiert, vor allem mit der FPÖ; und ich habe noch einmal ein Déjà-vu, nämlich ein Déjà-vu über dreieinhalb Jahre mit der FPÖ, denn wir hören immer nur, warum es mit diesen Maßnahmen, die wir beschließen, nicht geht. Kein einziges Klimaschutzgesetz, das in den letzten dreieinhalb Jahren beschlossen wurde, hat die Zustimmung der FPÖ gefunden. Da kann man sagen: Ja, ist ja gut!, aber wir haben in diesen dreieinhalb Jahren weder im Umweltausschuss noch hier im Hohen Haus jemals einen eigenen Vorschlag der FPÖ zum Thema Klima- und Umweltschutz gehört! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Liebe Freiheitliche Partei, Sie sagen nur: Wir brauchen Klimaschutz, der irgendwie gut passt!, oder noch besser: „Klimaschutz mit Hausverstand“. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Und den Hausverstand, den Sie für den Umweltschutz irgendwo versteckt haben (Abg. Deimek: ... ÖVP ...!) – den werden wir wahrscheinlich in einer Lebensmittelkette finden –, den finden Sie dort nicht mehr, denn Klimaschutz mit Hausverstand, das, was Sie hier in den letzten dreieinhalb Jahren gemacht haben, gibt es vonseiten der FPÖ nämlich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: ... ÖVP ...!
Liebe Freiheitliche Partei, Sie sagen nur: Wir brauchen Klimaschutz, der irgendwie gut passt!, oder noch besser: „Klimaschutz mit Hausverstand“. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Und den Hausverstand, den Sie für den Umweltschutz irgendwo versteckt haben (Abg. Deimek: ... ÖVP ...!) – den werden wir wahrscheinlich in einer Lebensmittelkette finden –, den finden Sie dort nicht mehr, denn Klimaschutz mit Hausverstand, das, was Sie hier in den letzten dreieinhalb Jahren gemacht haben, gibt es vonseiten der FPÖ nämlich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Liebe Freiheitliche Partei, Sie sagen nur: Wir brauchen Klimaschutz, der irgendwie gut passt!, oder noch besser: „Klimaschutz mit Hausverstand“. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Und den Hausverstand, den Sie für den Umweltschutz irgendwo versteckt haben (Abg. Deimek: ... ÖVP ...!) – den werden wir wahrscheinlich in einer Lebensmittelkette finden –, den finden Sie dort nicht mehr, denn Klimaschutz mit Hausverstand, das, was Sie hier in den letzten dreieinhalb Jahren gemacht haben, gibt es vonseiten der FPÖ nämlich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Stadtprogramm! Sie haben eben Ihre Wählerschicht in den Städten und Sie vergessen auf den ländlichen Raum, denn mit diesem System wird nur die Stadt bevorzugt werden, und mit Ihrem Klimaschutzmodell werden wir den ländlichen Raum ausdünnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Deimek: Das hat der steirische Wirtschaftsbund ...! Der Wirtschaftsbund ist wirklich fair ...!
Zur Abschaffung der CO2-Bepreisung: Herr Kollege Schwarz hat schon die Kompensation angesprochen, die wir in vielen Dingen geschaffen haben. Ich möchte auch noch in Erinnerung rufen, dass wir eine 50-prozentige Erhöhung der Pendlerpauschale bis Mitte des Jahres beschlossen haben, eine Vervierfachung des Pendlereuros und dass wir eben in diesem Jahr diese Kompensation auch durchführen. Wovon reden wir? – Wir haben den Preis um 2,5 Euro erhöht, das heißt, bei einer Tankfüllung von 60 Litern sind das 50 Cent, und ich glaube, von jedem Bürger und jeder Bürgerin, die das Auto betanken, kann man verlangen, dass sie 50 Cent mehr für den Klimaschutz in Österreich ausgeben, wo die Herausforderungen doch so groß sind! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Deimek: Das hat der steirische Wirtschaftsbund ...! Der Wirtschaftsbund ist wirklich fair ...!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne bleibt nur noch eines zu sagen: ohne Wasserstoff kein Klimaschutz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der FPÖ
Da sind wir schon wieder bei den Märchen beziehungsweise bei den Zehnerpotenzen, wo sich das Ganze eben nicht ausgeht (Beifall bei der FPÖ) – und da rede ich noch gar nicht über grünen Wasserstoff oder türkisen Wasserstoff, den gibt’s nämlich auch, Sie wissen das oder die Experten wissen das; er wird im Übrigen mit fossilem Gas hergestellt –, weil Sie mit den Erneuerbaren nicht einmal diese Mengen zusammenbringen.
Abg. Strasser: Nichts!
Sie haben auch erwähnt, wir hätten keine Klimapolitik oder wir würden nichts für den Klimaschutz tun. Das gibt mir die Gelegenheit, klarzustellen: Ja, wir machen (Abg. Strasser: Nichts!) keine Klimapolitik, sondern die Freiheitliche Partei macht Energiepolitik, Standortpolitik und Wirtschaftspolitik. Das haben Sie als ÖVP offensichtlich vollkommen vergessen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Für uns ist das Thema Klimaschutz kein Thema, dem alles andere unterzuordnen ist (Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer) – das ist nämlich das Begehr des Volksbegehrens, man muss dann aber zu Ende denken, was das heißt –, sondern für uns geht es um Dinge wie – und das ist etwas anderes – Naturschutz, Umweltschutz, Heimatschutz. Das ist eine andere Sache. (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Sie haben auch erwähnt, wir hätten keine Klimapolitik oder wir würden nichts für den Klimaschutz tun. Das gibt mir die Gelegenheit, klarzustellen: Ja, wir machen (Abg. Strasser: Nichts!) keine Klimapolitik, sondern die Freiheitliche Partei macht Energiepolitik, Standortpolitik und Wirtschaftspolitik. Das haben Sie als ÖVP offensichtlich vollkommen vergessen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Für uns ist das Thema Klimaschutz kein Thema, dem alles andere unterzuordnen ist (Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer) – das ist nämlich das Begehr des Volksbegehrens, man muss dann aber zu Ende denken, was das heißt –, sondern für uns geht es um Dinge wie – und das ist etwas anderes – Naturschutz, Umweltschutz, Heimatschutz. Das ist eine andere Sache. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer
Sie haben auch erwähnt, wir hätten keine Klimapolitik oder wir würden nichts für den Klimaschutz tun. Das gibt mir die Gelegenheit, klarzustellen: Ja, wir machen (Abg. Strasser: Nichts!) keine Klimapolitik, sondern die Freiheitliche Partei macht Energiepolitik, Standortpolitik und Wirtschaftspolitik. Das haben Sie als ÖVP offensichtlich vollkommen vergessen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Für uns ist das Thema Klimaschutz kein Thema, dem alles andere unterzuordnen ist (Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer) – das ist nämlich das Begehr des Volksbegehrens, man muss dann aber zu Ende denken, was das heißt –, sondern für uns geht es um Dinge wie – und das ist etwas anderes – Naturschutz, Umweltschutz, Heimatschutz. Das ist eine andere Sache. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie haben auch erwähnt, wir hätten keine Klimapolitik oder wir würden nichts für den Klimaschutz tun. Das gibt mir die Gelegenheit, klarzustellen: Ja, wir machen (Abg. Strasser: Nichts!) keine Klimapolitik, sondern die Freiheitliche Partei macht Energiepolitik, Standortpolitik und Wirtschaftspolitik. Das haben Sie als ÖVP offensichtlich vollkommen vergessen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.) Für uns ist das Thema Klimaschutz kein Thema, dem alles andere unterzuordnen ist (Beifall bei der FPÖ – Zwischenruf des Abg. Lukas Hammer) – das ist nämlich das Begehr des Volksbegehrens, man muss dann aber zu Ende denken, was das heißt –, sondern für uns geht es um Dinge wie – und das ist etwas anderes – Naturschutz, Umweltschutz, Heimatschutz. Das ist eine andere Sache. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schwarz
Ich glaube, das ist ein ziemlich klarer Standpunkt, den die Freiheitliche Partei hat. Das hat nichts damit zu tun, dass wir den Umstieg auf Erneuerbare ablehnen, sondern das Ganze – das sage ich zum hundertsten Mal – muss mit Maß und Ziel erfolgen und gleichzeitig zum einen die Versorgungssicherheit berücksichtigen (Zwischenruf des Abg. Schwarz), Stichwort Netzstabilität, und zum anderen die Wirtschaftlichkeit und Leistbarkeit. Da bin ich auch bei der sozialen Komponente. Ich meine mit Leistbarkeit sowohl die Wirtschaftlichkeit und Leistbarkeit für unsere Unternehmen, die sich im globalen Wettbewerb befinden – wo Sie gerade dabei sind, die europäischen Unternehmen, die österreichischen Unternehmen im globalen Wettbewerb schwerstens zu schädigen –, als auch die Leistbarkeit für den Bürger. Und das können Sie mir jetzt nicht erklären, dass da im letzten Jahr keine Irrsinnigkeiten passiert sind: eine Teuerungslawine, und Sie setzen mit einer CO2-Steuer noch eins drauf – Kollege Rauch hat es ja vollkommen zu Recht kritisiert –, NoVA und, und, und; Kostenbelastungen noch und nöcher.
Abg. Lausch: Taschenspielertrick!
Das heißt, Sie machen da eine ganz eigenartige Kreislaufwirtschaft, aber nicht in unserem Sinne, Sie verteilen das Geld im Kreis, indem Sie es zuerst den Menschen und den Unternehmen wegnehmen (Abg. Lausch: Taschenspielertrick!) und dann nach einem völlig ineffizienten Gießkannensystem verteilen. Kollege Rauch hat es schon gesagt: Das kriegt dann jeder Haftinsasse, jeder Asylwerber mit einem Ablehnungsbescheid et cetera. Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein, dass das der Weisheit letzter Schluss ist. Das ist eine Kreislaufwirtschaft, eine Umverteilungswirtschaft, die wir nicht haben wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, Sie machen da eine ganz eigenartige Kreislaufwirtschaft, aber nicht in unserem Sinne, Sie verteilen das Geld im Kreis, indem Sie es zuerst den Menschen und den Unternehmen wegnehmen (Abg. Lausch: Taschenspielertrick!) und dann nach einem völlig ineffizienten Gießkannensystem verteilen. Kollege Rauch hat es schon gesagt: Das kriegt dann jeder Haftinsasse, jeder Asylwerber mit einem Ablehnungsbescheid et cetera. Das kann doch wohl nicht Ihr Ernst sein, dass das der Weisheit letzter Schluss ist. Das ist eine Kreislaufwirtschaft, eine Umverteilungswirtschaft, die wir nicht haben wollen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und zweitens – eine ganz großartige Idee –: dass man sich von grundsätzlich unerlaubtem Verhalten freikaufen kann, indem man als Industrieland Österreich dann gestattet bekommt, von anderen Staaten Zertifikate zu kaufen. Am Ende werden da Hunderte Millionen ausgegeben – müssen ausgegeben werden! –, die unsere Industrieunternehmen – und da rede ich von der Eisen- und Stahlindustrie, von der mineralischen Industrie, von der Holzstoffindustrie und der Papierindustrie – zu tragen haben. Wer zahlt denn das am Ende, wenn diese Unternehmen nicht sowieso entweder in Konkurs gehen oder den Standort wechseln, das heißt Europa und Österreich verlassen? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Nein!
Also das ist eine Politik, die mir Sorgen bereitet, die die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft und Industrie schädigt. Ich hoffe nicht, dass das Sprichwort zum Tragen kommt: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Das hoffe ich nicht, aber wenn Sie so weitertun, vielleicht doch. Ich will jetzt keine Angstmacherei betreiben (Abg. Lukas Hammer: Nein!), sondern ich glaube, dass das eine ziemlich realistische Einschätzung bezüglich der Belastungen ist, die Sie da der Wirtschaft und den Menschen aufbürden. Das Ganze wird dann noch viel, viel unangenehmer werden, und das wollen wir nicht.
Beifall bei der FPÖ.
Wie gesagt: Wir wollen eine ausgewogene Energiepolitik, eine Standortpolitik, die auch die Interessen der Wirtschaft und der Menschen und die soziale Komponente berücksichtigt und nicht alles vollkommen dem Klimaschutz unterordnet – nicht mehr und nicht weniger wollen wir Freiheitliche. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lukas Hammer: Was wäre denn die Wurzel, Herr Kassegger? Was ist die Wurzel des Problems?
Dem Grunde nach stimmen wir diesem Gesetzentwurf nicht zu, weil er wiederum eine Symptombekämpfung ist und das ganze Problem nicht an der Wurzel packt (Abg. Lukas Hammer: Was wäre denn die Wurzel, Herr Kassegger? Was ist die Wurzel des Problems?) und im Übrigen auch sündteuer ist. Auf Nachfrage: Die Errichtungskosten sind 100 Millionen Euro und die zusätzlichen Kosten dann 10 Millionen Euro. Das Geld ist also sozusagen abgeschafft.
Beifall bei der FPÖ.
Kümmern Sie sich bitte um die Lösung der Probleme an der Wurzel und beenden Sie diese permanente sündteure, chaotische Symptombekämpfung! Deswegen werden wir dem Gesetzentwurf nicht zustimmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Ja natürlich!
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Ministerin! Geschätzter Staatssekretär! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Ich muss sagen, ich bin jetzt wirklich ganz erstaunt ob des Redebeitrags des Kollegen der FPÖ, von Herrn Kassegger. Einerseits steht die FPÖ immer da und sagt: Wir müssen auf den Haushalt schauen, der Haushalt ist so wichtig und die Menschen in Österreich sind so wichtig. Jetzt geht es hier um ein Thema, das die Versorgungssicherheit für Österreich darstellen soll, bei dem wir einen Schritt weiter in den geschützten Bereich gehen, und Sie stehen da und sagen: Das hat etwas mit den Sanktionen zu tun, das hat etwas mit Russland zu tun! (Abg. Kassegger: Ja natürlich!) Also ich werde den Gedanken einfach nicht los, dass Sie pro Russland sind und hier nicht für die Versorgungssicherheit Österreichs mitstimmen wollen. Es ist so wie gesagt: Sie drehen sich um 180 Grad, wie Sie es halt gerade brauchen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Ministerin! Geschätzter Staatssekretär! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Ich muss sagen, ich bin jetzt wirklich ganz erstaunt ob des Redebeitrags des Kollegen der FPÖ, von Herrn Kassegger. Einerseits steht die FPÖ immer da und sagt: Wir müssen auf den Haushalt schauen, der Haushalt ist so wichtig und die Menschen in Österreich sind so wichtig. Jetzt geht es hier um ein Thema, das die Versorgungssicherheit für Österreich darstellen soll, bei dem wir einen Schritt weiter in den geschützten Bereich gehen, und Sie stehen da und sagen: Das hat etwas mit den Sanktionen zu tun, das hat etwas mit Russland zu tun! (Abg. Kassegger: Ja natürlich!) Also ich werde den Gedanken einfach nicht los, dass Sie pro Russland sind und hier nicht für die Versorgungssicherheit Österreichs mitstimmen wollen. Es ist so wie gesagt: Sie drehen sich um 180 Grad, wie Sie es halt gerade brauchen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Doppelbauer.
Warum machen wir das? – Weil die Versorgungssicherheit und die Sicherheit der Gasanlage im Vordergrund stehen soll, und es soll niemand auf diesen Betreiber Einfluss nehmen. Darum geht es uns hier. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abg. Doppelbauer.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Die zweite Maßnahme, die wir treffen, ist eben, dass wir den geschützten Kundenkreis des Haushalts erweitern, und zwar um den Fernwärmebereich. Warum machen wir das? – Es gibt Solidaritätsabkommen mit Ländern, die die Fernwärmekunden bereits abgesichert haben, in Österreich ist die Lage so, dass unsere Gasanlagen unter anderen nicht immer direkt sind, sondern auch KWK-Anlagen, und die EU hat jetzt eben gesagt, dass wir ursprünglich nur den Strombereich abgedeckt haben, und jetzt werden wir auch den Wärmebereich abdecken. Daher werden wir die Fernwärmekunden miteinbeziehen und werden diese in den geschützten Kundenkreis aufnehmen, was wichtig und richtig ist, weil das eine Lücke war, nämlich von Haushalten, die wir nicht geschützt haben – das muss uns auch bewusst sein. Diese Lücke werden wir damit schließen, das ist wichtig für uns, für Österreich, und da bitte ich auch um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Haushalte um Ihre breite Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
von welchen Energieträgern die Kostenbelastungen kommen. Die Regierung ist im Rahmen der harten, aber fairen Verhandlungen meinen diesbezüglichen Forderungen nachgekommen, und so konnten wir als SPÖ mit Blick auf das Gesamtpaket dieser Novelle zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Fracking!
Abschließend möchte ich zu der durch das GWG hinsichtlich Versorgungssicherheit neu geregelten Fernwärme kommen. Fernwärme ist vor allem im urbanen Bereich für die Wärmeversorgung von Österreichs Haushalten zentral. Bei der Dekarbonisierung unserer Wärmeversorgung sehen Experten hohes Potenzial in der Nutzung von Fernwärme. Fernwärme wird in Zukunft durch CO2-freie Technologien, wie Geothermie, Großwärmepumpen und die Nutzung erneuerbarer Gase, bereitgestellt werden. (Ruf bei der ÖVP: Fracking!)
Bravoruf und Beifall bei der SPÖ.
Alles in allem handelt es sich bei der vorliegenden GWG-Novelle durch die sozialdemokratischen Verhandlungserfolge um eine überzeugende Anpassung ganz im Sinne aller Österreicherinnen und Österreicher. Daher erhält sie von unserer Fraktion die Zustimmung. (Bravoruf und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Rössler.
Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Lukas Hammer und Rössler.)
Ruf bei der SPÖ: Bravo, Frau Präsidentin! – Abg. Rauch: Es geht nichts über eine gute Vorsitzführung!
Dies nur, damit wir das auch so im Protokoll haben und ich jetzt sagen kann: Der Abänderungsantrag ist ordnungsgemäß eingebracht und steht mit in Verhandlung. (Ruf bei der SPÖ: Bravo, Frau Präsidentin! – Abg. Rauch: Es geht nichts über eine gute Vorsitzführung!)
Abg. Rauch: Ja, das glauben wir!
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, manchmal frage ich mich, ob ihr die Dinge, die ihr hier so erzählt, wirklich glaubt. (Abg. Rauch: Ja, das glauben wir!) Wir haben erlebt, wie die Gazprom – eure Freunde aus Russland –, die der Betreiber des zweitgrößten Gasspeichers in Österreich, nämlich Haidach, war, vor dem Krieg, bevor es europäische Sanktionen gab, nicht nur weniger Gas nach Europa geliefert hat, sondern auch aufgehört hat – als Kriegsvorbereitung –, den zweitgrößten Gasspeicher, nämlich Haidach, zu befüllen – vor dem Krieg, vor den Sanktionen! Hört auf, diese russische Propaganda hier im österreichischen Parlament zu verbreiten, dass das irgendetwas mit den europäischen Sanktionen zu tun hätte! (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Beifall bei Grünen und NEOS.
Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FPÖ, manchmal frage ich mich, ob ihr die Dinge, die ihr hier so erzählt, wirklich glaubt. (Abg. Rauch: Ja, das glauben wir!) Wir haben erlebt, wie die Gazprom – eure Freunde aus Russland –, die der Betreiber des zweitgrößten Gasspeichers in Österreich, nämlich Haidach, war, vor dem Krieg, bevor es europäische Sanktionen gab, nicht nur weniger Gas nach Europa geliefert hat, sondern auch aufgehört hat – als Kriegsvorbereitung –, den zweitgrößten Gasspeicher, nämlich Haidach, zu befüllen – vor dem Krieg, vor den Sanktionen! Hört auf, diese russische Propaganda hier im österreichischen Parlament zu verbreiten, dass das irgendetwas mit den europäischen Sanktionen zu tun hätte! (Beifall bei Grünen und NEOS.)
Abg. Kassegger: Wir glauben es wirklich!
Man muss sich schon fragen: Glaubt ihr das wirklich oder steckt da mehr dahinter? (Abg. Kassegger: Wir glauben es wirklich!) Ich weiß nicht, ob ihr Geld bekommt, ob ihr Kaviar bekommt, ob ihr irgendwelche Goldbarren bekommt, die ihr dann in Osttirol verstaut, ich weiß es nicht (Abg. Kassegger: Hör auf mit
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kassegger: Es ist nicht alles ein Traum, hör auf mit dem Blödsinn!
dem Scheiß!), es ist auf jeden Fall falsch. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kassegger: Es ist nicht alles ein Traum, hör auf mit dem Blödsinn!)
Abg. Deimek: Ist das jetzt moralisch besser?
Jetzt haben wir wieder eine neue Maßnahme, die wieder dem Ziel dient, die Versorgungssicherheit sicherzustellen. (Abg. Deimek: Ist das jetzt moralisch besser?) Kollegin Graf und Kollege Schroll haben es schon erwähnt: eine freiwillige Vereinbarung, die auch deswegen notwendig wird, weil Menschen, die Gas und Fernwärme beziehen, in Zahlungsverzug sind. Die haben jetzt die Möglichkeit bekommen, die Rechnung auch in Ratenzahlungen zu begleichen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rauch: Musst emotionaler werden, Lukas, das glaubt ja keiner mehr!
geholfen werden kann. In Österreich muss niemand frieren, und das ist gut so. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Rauch: Musst emotionaler werden, Lukas, das glaubt ja keiner mehr!)
Beifall bei den NEOS.
Sie haben, vom Klimaministerium eingesetzt, eine Kommission, bestehend aus Vertretern der Bundeswettbewerbsbehörde und der E-Control, und da fragen wir als NEOS uns jetzt schon, warum die nicht endlich tätig wird. Das Einzige, das man von der E-Control im Augenblick hört, ist, dass es keinen Blackout geben wird. Das ist schön, das finden wir auch großartig, aber tatsächlich hätte die E-Control ja auch noch eine andere Aufgabe, nämlich ganz, ganz stark zu kontrollieren. Wir haben das im ElWOG auch festgehalten, dass keine unmäßigen Erhöhungen der Preise erfolgen dürfen. Und es geht nicht nur um die Erhöhung der Preise, es geht tatsächlich auch darum, dass, wenn der Marktpreis wieder nach unten geht, diese Preise auch raschest wieder an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergegeben werden. Dann braucht es auch keine Ratenzahlungen, wenn die Preise wieder dort sind, wo sie hingehören. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Haubner: Also dafür! Sind wir einmal dafür, gell?
Noch einmal: Wir finden die Novelle gut, wir werden sie unterstützen, aber wir werden ein sehr, sehr scharfes Auge darauf haben, dass auch in diesem Bereich endlich etwas passiert, und da auch auf Maßnahmen drängen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Haubner: Also dafür! Sind wir einmal dafür, gell?)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.
Mit diesem Beschluss erweitern wir die Versorgungssicherheit auf die Fernwärmekunden. Bisher wurden all jene Kunden, die direkt ans Erdgasverteilernetz angeschlossen waren, berücksichtigt, nicht aber die Fernwärmekunden; aus meiner Sicht eine absolute Notwendigkeit, diese Gruppe ebenfalls abzusichern. Deshalb bitte ich Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, um Unterstützung bei der Abstimmung über diesen Tagesordnungspunkt. Damit tragen wir wesentlich zu einer sicheren Versorgung insbesondere auch unserer Haushaltskunden bei. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Schallmeiner.)
Beifall bei der ÖVP.
Und noch einmal sei erwähnt: Mir ist wirklich unerklärlich, warum dieser Sicherheit, die wir mit diesem Beschluss speziell den Haushalten geben, eine Fraktion hier, in dem Fall die FPÖ, nicht zustimmen kann. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir erreichen damit aber auch etwas Zweites, nämlich dass in Zukunft noch deutlich mehr Gas physisch in den österreichischen Speichern durch die Versorger eingespeichert werden wird. Denn mit der Erhöhung des Versorgungsstandards ändern wir auch den Nachweis des Standards – durch die Vorlage von Speichernutzungsverträgen sowie den Nachweis auch der tatsächlichen Befüllung der Gasspeicher durch die Versorger – und das führt dazu, dass auch die Energieversorger deutlich mehr Gas vorhalten müssen. Auch das ist ein wichtiger Aspekt in der Debatte. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
die Haushalte in unserem Land und eine schöne Ergänzung zu dieser Novelle. Ich darf auch um breite Zustimmung zu dieser Novelle bitten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das war ein wichtiger Punkt, und es sind viele Kolleginnen und Kollegen hier gestanden, auch Ministerinnen und Minister, die darauf hingewiesen haben, dass die Versorgungssicherheit in Österreich vor allem auch im Hinblick auf die Lebensmittel gewährleistet werden muss. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Die Bäuerinnen und Bauern in Österreich haben es geschafft, diese sicherzustellen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Bauern nehmen die Versorgungssicherheit ernst und sie können auch entsprechend arbeiten, wenn die Rahmenbedingungen passen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In diesem Sinne: Unterstützen wir die Landwirtschaft in Österreich, unterstützen wir die Gewährleistung der Versorgungssicherheit nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch beim Gas! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Haubner: Bravo! – Ruf bei der ÖVP: Danke!
halten. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen. – Abg. Haubner: Bravo! – Ruf bei der ÖVP: Danke!)
Beifall bei der SPÖ.
Besser wäre: Machen Sie einmal das Transparenzgesetz, zu dem sich die Regierung verpflichtet hat! Schaffen Sie die Auskunftsmöglichkeit, und schauen Sie, dass jede Bürgerin und jeder Bürger nachschauen kann, wer wie viel kassiert hat! Dann würden wir nämlich solche Dinge wie den Cofag-Unsinn in Zukunft vermeiden. – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Hallo! – Ruf bei der ÖVP: Na, stimmt ja!
Abgeordneter Christoph Zarits (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Meine geschätzten Damen und Herren! Kehren wir nach der Märchenstunde von Kollegen Matznetter zu den Fakten zurück! (Abg. Krainer: Hallo! – Ruf bei der ÖVP: Na, stimmt ja!)
Abg. Kollross: Das haben wir eh bei der Cofag gesehen!
Wenn es um Fördergelder geht, wenn es darum geht, Ausgleichszahlungen auch an Betriebe beziehungsweise auch an landwirtschaftliche Betriebe zu überweisen, dann geht es auch um Steuergeld. Ich denke, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler unbedingt die Möglichkeit haben müssen, die Wege, die das Steuergeld geht, nachzuvollziehen. (Abg. Kollross: Das haben wir eh bei der Cofag gesehen!) Es geht auch darum, dass die Steuergelder effizient eingesetzt werden. Darum geht es, und darum wurde im Jahr 2012 die Transparenzdatenbank ins Leben gerufen. Jetzt geht es darum, mit dieser Novelle diese Struktur zu modernisieren und zukunftsfit zu machen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich habe hier ein Beispiel von einer Gemeinde mit (ein Exemplar des „Transparenzbericht 2021 der Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt“ in die Höhe haltend), die in vielerlei Hinsicht Vorreiter ist, beispielsweise in der Infrastruktur, in der Kinderbetreuung, aber auch, was die Transparenz betrifft, nämlich das Beispiel der Landeshauptstadt Eisenstadt, die seit 2018 jedes Jahr einen Transparenzbericht veröffentlicht, der dann allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht. Da sind alle Förderungen abgebildet, da sind Budgetübersichten abgebildet. Ich glaube, das ist der richtige Weg. An der Landeshauptstadt Eisenstadt mit Bürgermeister Steiner könnten sich sicherlich viele Gemeinden abschauen, Transparenz genauso zu leben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abschließend möchte ich sagen: Ich bitte um Zustimmung zu dieser Novelle. Wir wollen moderne und zukunftsfitte Strukturen. Wir wollen, dass das Steuergeld effizient eingesetzt wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
in Richtung Abg. Neßler
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Zur späten Stunde: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Allem vorweg: Ich glaube, wir haben seit 2 Minuten ein Geburtstagskind. Wir wollen Barbara gratulieren (in Richtung Abg. Neßler), unserem Nesthäkchen im Nationalrat. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Schallmeiner – auf Abg. Doppelbauer deutend –: Zwei haben wir! Zwei!) – Ach so, es gibt ein zweites auch noch! Ich gratuliere. Also gibt es zwei Geburtstagskinder. Dementsprechend sollte man das vom Rednerpult aus auch machen. (Allgemeiner Beifall.) – So viel zur Transparenz: Seht ihr, wir wissen alle, wie alt ihr seid.
Allgemeiner Beifall. – Abg. Schallmeiner – auf Abg. Doppelbauer deutend –: Zwei haben wir! Zwei!
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Zur späten Stunde: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Allem vorweg: Ich glaube, wir haben seit 2 Minuten ein Geburtstagskind. Wir wollen Barbara gratulieren (in Richtung Abg. Neßler), unserem Nesthäkchen im Nationalrat. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Schallmeiner – auf Abg. Doppelbauer deutend –: Zwei haben wir! Zwei!) – Ach so, es gibt ein zweites auch noch! Ich gratuliere. Also gibt es zwei Geburtstagskinder. Dementsprechend sollte man das vom Rednerpult aus auch machen. (Allgemeiner Beifall.) – So viel zur Transparenz: Seht ihr, wir wissen alle, wie alt ihr seid.
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Mag. Christian Ragger (FPÖ): Zur späten Stunde: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Allem vorweg: Ich glaube, wir haben seit 2 Minuten ein Geburtstagskind. Wir wollen Barbara gratulieren (in Richtung Abg. Neßler), unserem Nesthäkchen im Nationalrat. (Allgemeiner Beifall. – Abg. Schallmeiner – auf Abg. Doppelbauer deutend –: Zwei haben wir! Zwei!) – Ach so, es gibt ein zweites auch noch! Ich gratuliere. Also gibt es zwei Geburtstagskinder. Dementsprechend sollte man das vom Rednerpult aus auch machen. (Allgemeiner Beifall.) – So viel zur Transparenz: Seht ihr, wir wissen alle, wie alt ihr seid.
Beifall bei der FPÖ.
In Summe waren, glaube ich, alle im Haus davon überzeugt, dass das eine weitere Optimierung und Vereinfachung ist, und daher wird auch von unserer Seite die Zustimmung erteilt werden. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Demonstrativer Beifall des Abg. Hörl.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (Grüne): Frau Vorsitzende! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Werte Kolleginnen und Kollegen! Es wurde jetzt schon einiges über die Transparenzdatenbank gesagt, und ich möchte es angesichts der späten Stunde und der zwei Geburtstagskinder relativ kurz machen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Demonstrativer Beifall des Abg. Hörl.) – Herr Hörl verlängert schon meine Rede mit diesem Applaus, aber gut.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bitte um Zustimmung. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
die Abgeordneten Fischer und Schallmeiner – erheitert –: Ich habe heute Geburtstag!
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Wir haben schon gehört (die Abgeordneten Fischer und Schallmeiner – erheitert –: Ich habe heute Geburtstag!), es geht um die Transparenzdatenbank, und natürlich sind auch wir große Fans davon, dass es jetzt auch tatsächlich zu einigen Verbesserungen bei der Transparenzdatenbank kommt. Deswegen begrüßen wir auch diese Änderung, diese Vorlage und werden da auch mitgehen.
Beifall bei den NEOS.
Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Deswegen, glaube ich, ist es durchaus gut, wenn wir Unternehmen fördern. Vielleicht kann sich der eine oder andere Abgeordnete davon verabschieden, Unternehmen unter Generalverdacht zu stellen, wenn es um Förderungen geht. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mein Appell an Sie: Stimmen Sie zu!, mein Appell an alle: Transparenz schafft Vertrauen, das wir ganz, ganz dringend brauchen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ
Ein ganz spezieller Dank geht heute wieder an Penny Bayr – ich glaube, steter Tropfen höhlt den Stein, kann man sagen –, die ganz, ganz lange dahinter war. Oft braucht es einfach ein breiteres Feld, mehr Menschen, die das dann in die Breite tragen, und irgendwann ist es so weit. Ein Dank geht auch an Astrid Rössler, an Yannick Shetty, die das so intensiv mit uns gemeinsam gelebt haben, und an alle, die sich da einbringen, ganz speziell an Josef Smolle – danke, Josef! Ein Applaus vielleicht für Josef (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und FPÖ), der sich wirklich engagiert hat und das Dreier-SDG, das Thema Gesundheit, letztes Mal mit der Gruppe gemeinsam unglaublich toll vorbereitet hat. Man konnte Untersuchungen machen, es war also erlebbar, worum es dabei geht. Genau darum geht es auch in Zukunft. Die Einladung steht: Bitte bringt euch alle auch bei den Themen ein, wir werden von Uninetz super unterstützt!
Abg. Kassegger: So hat er es sicher nicht gesagt!
Dazu muss ich jetzt eines sagen: Ein gesunder Patriotismus ist in Ordnung, den finde ich gut, aber das ist meiner Meinung einfach blinder Nationalismus, was Sie da machen: Alles, was von den Vereinten Nationen kommt, ist schlecht! (Abg. Kassegger: So hat er es sicher nicht gesagt!) – Ich meine, wir leben heutzutage in einer gemeinsamen Welt, wir sind nicht mehr allein da. Wissen Sie, Herr Kassegger, ich glaube, das wäre eine Einladung. Vielleicht gibt es doch den einen oder die andere, der oder die sich doch einbringen möchte, um bei einem Ziel mitzuarbeiten. Die Einladung steht.
Abg. Kassegger: Sicher nicht! Ich werde es Ihnen dann erklären, warum!
Das, was Sie nachhaltig tun, ist, einfach populistisch dagegen zu sein – das können Sie. Vielleicht machen Sie doch mit (Abg. Kassegger: Sicher nicht! Ich werde es Ihnen dann erklären, warum!), ich lade Sie ein, ich würde mich wirklich freuen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Das, was Sie nachhaltig tun, ist, einfach populistisch dagegen zu sein – das können Sie. Vielleicht machen Sie doch mit (Abg. Kassegger: Sicher nicht! Ich werde es Ihnen dann erklären, warum!), ich lade Sie ein, ich würde mich wirklich freuen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.
Summa summarum freue ich mich sehr. Ich habe mich auch sehr gefreut, weil es ja nicht alle Tage vorkommt, dass ein Antrag einer Oppositionsabgeordneten einfach ohne viel Trara rundherum oder vorher angenommen wird. So gesehen freue ich mich also sehr und glaube, dass wir einen echt relevanten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und damit auch in Richtung Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft, unseres Landes, unserer Erde machen. – Vielen lieben Dank für die Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP, Grünen und NEOS.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.
Daher: Es ist sehr schön, dass wir da einen Schritt weiter gekommen sind. Morgen trifft sich die Imag, wir haben morgen den nächsten Folgetermin, um auch schon ein bisschen zu brainstormen, wie dieser nächste Schritt der Umsetzung aussehen kann. Auch da gibt es schon Ideen, und ich freue mich über alle, die sich in diesen Prozess einklinken. Die Einladung an die Kollegen von der Freiheitlichen Partei steht natürlich nach wie vor, sich mit diesen 17 Zielen auseinanderzusetzen. – Danke für die Zustimmung heute zu diesem sehr, sehr schönen Antrag. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Also: Eine gute Erklärung einer Gesetzesvorlage kann den Ton in diesem Haus durchaus verbessern, auch zur Aufwertung beitragen. Daran sollten ja auch die Regierungsparteien Interesse haben, weil ja jeder irgendwann einmal in Opposition sein kann. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall des Abg. Eßl.
Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Angela Baumgartner. – Bitte. (Beifall des Abg. Eßl.)
Ruf bei der ÖVP: Meine Worte!
Diese 17 Nachhaltigkeitsziele, zum Beispiel Maßnahmen zu Klimaschutz, Gesundheit und Wohlergehen, Leben am Land, spielen bei der Bewertung und Überprüfung von Gesetzen und deren Wirkung eine wichtige Rolle. (Ruf bei der ÖVP: Meine Worte!) Wir brauchen uns da nicht zu verstecken – meine Kollegin Carmen Jeitler-Cincelli hat es schon gesagt –, im internationalen Vergleich liegt Österreich im Jahr 2022 bei der Umsetzung der Agenda 2030 weltweit an fünfter Stelle von insgesamt 163 geprüften Ländern. Auch sind wir eines der wenigen Länder, das die SDGs im Budget anführt. Unser Budgetdienst im Parlament, der hervorragende Unterlagen erarbeitet, stellt seit dem Bundesvoranschlag 2021 SDG-Landkarten des Budgets zur Verfügung, in denen die Wirkungsziele der einzelnen Budgetuntergliederungen den SDGs zugeordnet werden. Da kann wirklich einfach und transparent abgelesen werden, welche Entwicklung die einzelnen Ziele nehmen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Das System zur Berücksichtigung der SDGs soll weiter verbessert werden, das ist ganz klar. Es ist aber meines Erachtens nicht notwendig, eine reine SDG-Novelle des Bundeshaushaltsgesetzes zu machen, denn eine umfassende BHG-Novelle zur Optimierung und Steigerung der Effektivität steht an, und dort sollte dann auch die gesetzliche Anpassung und systematische Eingliederung der Nachhaltigkeitsziele erfolgen. Nur so kann ein sinnvolles Gesamtbild entstehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Axel, mach’s kurz!
Präsidentin Doris Bures: Nun ist Abgeordneter Axel Kassegger zu Wort gemeldet. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Axel, mach’s kurz!)
Abg. Höfinger – auf die leeren vorderen Bankreihen der FPÖ deutend –: Du bist heute ein Solist bei dieser Partie! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Kurz! Kurz, kurz, kurz – ich wollte mich ursprünglich nicht zu Wort melden (Abg. Höfinger – auf die leeren vorderen Bankreihen der FPÖ deutend –: Du bist heute ein Solist bei dieser Partie! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), aber: Parlament – parlare! Wir haben noch genug Restredezeit und ich ersuche darum, dass wir diese als Oppositionspartei auch allfällig ausnutzen dürfen. (Abg. Höfinger: Natürlich!)
Abg. Höfinger: Natürlich!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Kurz! Kurz, kurz, kurz – ich wollte mich ursprünglich nicht zu Wort melden (Abg. Höfinger – auf die leeren vorderen Bankreihen der FPÖ deutend –: Du bist heute ein Solist bei dieser Partie! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), aber: Parlament – parlare! Wir haben noch genug Restredezeit und ich ersuche darum, dass wir diese als Oppositionspartei auch allfällig ausnutzen dürfen. (Abg. Höfinger: Natürlich!)
Beifall bei der FPÖ
Dann: Sie sagen, Sie seien ganz stolz darauf, dass wir jetzt unter den geprüften Ländern Platz fünf einnehmen. – Also worum geht es? – Es geht um die Verbindlichkeit solcher Regeln. Für mich sind die Gesetze verbindlich, die wir als Volksvertreter der Republik Österreich hier im Parlament beschließen –grundsätzlich einmal (Beifall bei der FPÖ) –, und das geht uns schon zu sehr in eine Richtung von Recht und Verbindlichkeit, die wir ablehnen. Da gibt es dann verschiedene Ausdrücke – das ist eine Resolution. Kollege Graf hat an Ministerin Edtstadler entsprechende Anfragen gestellt. Er fragt: Sind diese SDGs völkerrechtlich verbindlich?, Sind das Gesetze?, Sind sie dem Nationalrat zur Genehmigung vorgelegt worden? Es sind ja 17 Überschriften, man muss sich das auch im Detail anschauen. (Abg. Höfinger: Kriegst du heute nach Minuten bezahlt?) – Bitte? – Nein, leider nicht! Der Kollege hat gefragt, ob ich nach Minuten bezahlt bekomme – leider nicht, sondern pauschal.
Abg. Höfinger: Kriegst du heute nach Minuten bezahlt?
Dann: Sie sagen, Sie seien ganz stolz darauf, dass wir jetzt unter den geprüften Ländern Platz fünf einnehmen. – Also worum geht es? – Es geht um die Verbindlichkeit solcher Regeln. Für mich sind die Gesetze verbindlich, die wir als Volksvertreter der Republik Österreich hier im Parlament beschließen –grundsätzlich einmal (Beifall bei der FPÖ) –, und das geht uns schon zu sehr in eine Richtung von Recht und Verbindlichkeit, die wir ablehnen. Da gibt es dann verschiedene Ausdrücke – das ist eine Resolution. Kollege Graf hat an Ministerin Edtstadler entsprechende Anfragen gestellt. Er fragt: Sind diese SDGs völkerrechtlich verbindlich?, Sind das Gesetze?, Sind sie dem Nationalrat zur Genehmigung vorgelegt worden? Es sind ja 17 Überschriften, man muss sich das auch im Detail anschauen. (Abg. Höfinger: Kriegst du heute nach Minuten bezahlt?) – Bitte? – Nein, leider nicht! Der Kollege hat gefragt, ob ich nach Minuten bezahlt bekomme – leider nicht, sondern pauschal.
Abg. Leichtfried: Es ist eh schon alles gesagt!
Jetzt hast du mich durcheinandergebracht. (Abg. Leichtfried: Es ist eh schon alles gesagt!) – Nein! (Ruf bei den Grünen: Jetzt musst du wieder von vorne anfangen!) Noch einmal: Ich betone, dass das ein wichtiges Thema ist, und ich bedauere es, dass es um 0.30 Uhr besprochen wird. Wir werden uns das ganz genau anschauen. Ich kann das jetzt abkürzen, indem ich - - (Ah-Rufe bei der ÖVP.) – Also wenn das so ist, dann rede ich jetzt noch 10 Minuten extra! (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Ruf bei den Grünen: Jetzt musst du wieder von vorne anfangen!
Jetzt hast du mich durcheinandergebracht. (Abg. Leichtfried: Es ist eh schon alles gesagt!) – Nein! (Ruf bei den Grünen: Jetzt musst du wieder von vorne anfangen!) Noch einmal: Ich betone, dass das ein wichtiges Thema ist, und ich bedauere es, dass es um 0.30 Uhr besprochen wird. Wir werden uns das ganz genau anschauen. Ich kann das jetzt abkürzen, indem ich - - (Ah-Rufe bei der ÖVP.) – Also wenn das so ist, dann rede ich jetzt noch 10 Minuten extra! (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Ah-Rufe bei der ÖVP.
Jetzt hast du mich durcheinandergebracht. (Abg. Leichtfried: Es ist eh schon alles gesagt!) – Nein! (Ruf bei den Grünen: Jetzt musst du wieder von vorne anfangen!) Noch einmal: Ich betone, dass das ein wichtiges Thema ist, und ich bedauere es, dass es um 0.30 Uhr besprochen wird. Wir werden uns das ganz genau anschauen. Ich kann das jetzt abkürzen, indem ich - - (Ah-Rufe bei der ÖVP.) – Also wenn das so ist, dann rede ich jetzt noch 10 Minuten extra! (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Jetzt hast du mich durcheinandergebracht. (Abg. Leichtfried: Es ist eh schon alles gesagt!) – Nein! (Ruf bei den Grünen: Jetzt musst du wieder von vorne anfangen!) Noch einmal: Ich betone, dass das ein wichtiges Thema ist, und ich bedauere es, dass es um 0.30 Uhr besprochen wird. Wir werden uns das ganz genau anschauen. Ich kann das jetzt abkürzen, indem ich - - (Ah-Rufe bei der ÖVP.) – Also wenn das so ist, dann rede ich jetzt noch 10 Minuten extra! (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.)
Abg. Michael Hammer: Dass die Steiermark und Niederösterreich gleich sind!
Was wir nicht wollen, ist, dass ein paar Leute in New York Regeln festlegen, die wir dann alle einzuhalten haben, insbesondere wenn man sich dann die Ziele anschaut. SDG 10: die Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern! – Also da habe ich schon einmal ein Problem mit diesem SDG 10. Was heißt das? Komplette Gleichmacherei, oder was? (Abg. Michael Hammer: Dass die Steiermark und Niederösterreich gleich sind!) Darüber sollten wir reden.
Beifall bei der FPÖ.
Im Übrigen brauchen wir meines Erachtens keine eigenen SDG-Sprecher. Wir sind der Meinung, dass alle Fachbereiche von den Fachbereichssprechern – und das war wahrscheinlich auch Inhalt des Gesprächs mit Klubdirektor Nemeth – abgedeckt sind, da brauchen wir keine Parallelstrukturen mit SDG-Sprechern. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Michael Hammer: Es war aber in der Präsidiale einstimmig!
Abgeordnete Mag. Selma Yildirim (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Werte Damen und Herren! In einem kann ich meinem Vorredner recht geben: Ich finde es auch sehr schade, dass wir über ein so wichtiges Thema nach Mitternacht diskutieren. Viel lieber wäre mir, wenn wir den zweiten Tag genützt hätten und hier in aller Ruhe darüber geredet hätten. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Michael Hammer: Es war aber in der Präsidiale einstimmig!) Dann wären Sie nicht so genervt, weil ich nach Mitternacht noch eine Rede halte, die 3 Minuten dauert, sondern hätten vielleicht mehr Interesse für ein Thema gezeigt, das ich für wirklich wichtig halte.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
mit Leben zu befüllen. – In diesem Sinne bedanke ich mich und wünsche Ihnen noch eine gute Nacht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
In diesem Sinne bitte ich alle um Zustimmung, damit wir in Zukunft gemeinsam Entscheidungen besser und zielgerichteter treffen können. Das ist ein gutes System, und es ist ein guter Vorschlag, bei dem wir alle dafür sein können. – Herzlichen Dank. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Abg. Strasser: Na geh!
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Die ÖVP träumt schon von Austeritätspolitik – das hat uns auch Minister Kocher schon gezeigt. (Abg. Strasser: Na geh!) Ich glaube, es gebührt, auch um diese Uhrzeit jeden Antrag mit vollem Ernst und auch der Würde des Hohen Hauses entsprechend zu diskutieren. (Beifall bei der SPÖ. – Ah-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Ah-Rufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Die ÖVP träumt schon von Austeritätspolitik – das hat uns auch Minister Kocher schon gezeigt. (Abg. Strasser: Na geh!) Ich glaube, es gebührt, auch um diese Uhrzeit jeden Antrag mit vollem Ernst und auch der Würde des Hohen Hauses entsprechend zu diskutieren. (Beifall bei der SPÖ. – Ah-Rufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Warum ist das wichtig? – In den vergangenen Jahren haben wir immer schon läuten gehört, dass es möglicherweise eine Zensur geben soll, dass politische Korrekturen von derartigen öffentlichen Publikationen vorgenommen werden sollen, dass Publikationen der Statistik Austria über das Kanzleramt gehen müssen, bevor sie veröffentlicht werden dürfen. Derartige politische Korrekturen, derartige Zensurbegehren müssen vom Hohen Haus immer auf das Schärfste zurückgewiesen werden, ohne Wenn und Aber. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Deshalb unterstützen wir beide Anträge auf jeden Fall, wir finden sie super und freuen uns, wenn wir im Budgetausschuss dann Spending Reviews diskutieren können. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dr. Jakob Schwarz, BA (Grüne): Frau Präsidentin! Liebes Hohes Haus! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Der Politik wird oft nachgesagt, es gehe allen immer nur um Posten und Budget. Ich finde, die vorliegenden Anträge zur Stärkung von Spending Reviews sind ein gutes, fraktionsübergreifendes Zeichen dafür, dass es in der Politik vor allem auch um etwas anderes geht, nämlich darum, politische Maßnahmen zu setzen, und um die Wirkung, die diese politischen Maßnahmen erzeugen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
schwierig nachzuvollziehen ist, wie wirksam gewisse Maßnahmen, die gesetzt werden, tatsächlich sind. Insofern ist das, glaube ich, ein sehr gutes Instrument. Ich bitte um breite Zustimmung. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Beispielsweise bei der Schulgesundheit: Da geht es um Landesschulen, Bundesschulen, da geht es um das Gesundheitsressort, das Bildungsressort. Da fließt Geld aus vielen Kanälen in viele Richtungen, und wir müssen uns anschauen, was von dem Geld etwas bewirkt und was nicht. Das soll künftig öffentlich gemacht werden, und dafür stehen wir von den NEOS: für faktenbasierte Politik, für das Verstehen, wie die Dinge funktionieren. Wenn das im Sinne der Steuerzahler auf breiter Front gemacht wird, dann haben wir alle etwas davon, denn dann bleibt am Schluss mehr Geld für die Steuerzahler übrig. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)