Eckdaten:
Für die 76. Sitzung der 26. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 964 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Zwischenruf bei der SPÖ
Etwas, was mir ganz wichtig ist: Wenn wir von Gewalt gegen Frauen sprechen, dann dürfen wir eine Komponente nicht außer Acht lassen, nämlich jene Gewalt, die von Personen ausgeht, die aus fremden Kulturkreisen zu uns kommen (Zwischenruf bei der SPÖ) und die auch einen völlig anderen Zugang zum Thema Mann-Frau-Beziehung haben und von denen sehr, sehr oft die Frau als Eigentum des Mannes interpretiert wird. Also ich glaube, dass es notwendig ist, diesbezüglich auch bei den Integrationsmaßnahmen strenger vorzugehen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Etwas, was mir ganz wichtig ist: Wenn wir von Gewalt gegen Frauen sprechen, dann dürfen wir eine Komponente nicht außer Acht lassen, nämlich jene Gewalt, die von Personen ausgeht, die aus fremden Kulturkreisen zu uns kommen (Zwischenruf bei der SPÖ) und die auch einen völlig anderen Zugang zum Thema Mann-Frau-Beziehung haben und von denen sehr, sehr oft die Frau als Eigentum des Mannes interpretiert wird. Also ich glaube, dass es notwendig ist, diesbezüglich auch bei den Integrationsmaßnahmen strenger vorzugehen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Schülerinnen und Schüler der NMS Hitzendorf recht herzlich in unserem Hohen Haus begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Das Innenministerium gab damals zum Beispiel im „Kurier“ bekannt, dass 41 Prozent der Abgeschobenen strafrechtlich verurteilt sind und dass die Zahl der Außerlandesbringungen und der Abschiebungen im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent gestiegen ist. Wenn wir unser Anfragerecht als Parlamentarier ausüben und Ihnen in einer schriftlichen Anfrage eine Frage mit zehn Unterfragen zu diesem Thema stellen und Sie uns auf sechs dieser Fragen die Antwort geben, dass bei Ihnen im Innenministerium keine entsprechende Statistik geführt wird, dann muss ich Sie schon fragen: Herr Minister, sollen wir in Zukunft die Anfragen an den „Kurier“ stellen? (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Abg. Lindner: Das können wir ja noch machen! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Danke, Frau Abgeordnete, für diese Frage, die eigentlich Gegenstand für eine Besprechung einer Anfragebeantwortung gewesen wäre – wenn Sie es schon genau wissen wollen (Abg. Lindner: Das können wir ja noch machen! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) –, aber wenn Sie jetzt die Gelegenheit dafür nützen wollen, erkläre ich es Ihnen auch hier gerne.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sie sehen, es gibt eine ziemlich große Zahl von Komponenten, die in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen sind. Und das ist der Grund dafür, dass die Anfragebeantwortung so ausgesehen hat, wie sie aussieht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Nichtsdestotrotz erlaube ich mir, eine weitere Frage zu stellen; speziell als Obfrau des Innenausschusses muss ich auch auf die heutige mediale Berichterstattung eingehen: „Nur 41 Minuten vor der Hausdurchsuchung löschte Sellner seine Mails“. Ich frage: Was wissen Sie im Innenministerium, wurde Herr Sellner vor einer Hausdurchsuchung gewarnt? Wie kann es das geben, dass er 41 Minuten vor der Hausdurchsuchung Mails mit dem Christchurch-Attentäter gelöscht hat? (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: ... das festzustellen und nicht Sie! – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Zunächst einmal stelle ich fest, dass die Frage, die Sie hier stellen, keinen Bezug zu Ihrer Hauptfrage hat und damit eigentlich sozusagen nicht Gegenstand dieser Fragestunde ist. (Abg. Meinl-Reisinger: ... das festzustellen und nicht Sie! – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Nur, ich habe es schon gestern gesagt: Worum geht es denn bei dieser ganzen Ermittlung im Zusammenhang mit Herrn Sellner? – Es geht darum, dass die Ermittlungsbehörden jetzt möglichst unaufgeregt und ohne permanente Kommentare der Öffentlichkeit ihre Ermittlungsarbeit machen können. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist der Punkt, um den es geht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Zunächst einmal stelle ich fest, dass die Frage, die Sie hier stellen, keinen Bezug zu Ihrer Hauptfrage hat und damit eigentlich sozusagen nicht Gegenstand dieser Fragestunde ist. (Abg. Meinl-Reisinger: ... das festzustellen und nicht Sie! – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Nur, ich habe es schon gestern gesagt: Worum geht es denn bei dieser ganzen Ermittlung im Zusammenhang mit Herrn Sellner? – Es geht darum, dass die Ermittlungsbehörden jetzt möglichst unaufgeregt und ohne permanente Kommentare der Öffentlichkeit ihre Ermittlungsarbeit machen können. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist der Punkt, um den es geht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Zunächst einmal stelle ich fest, dass die Frage, die Sie hier stellen, keinen Bezug zu Ihrer Hauptfrage hat und damit eigentlich sozusagen nicht Gegenstand dieser Fragestunde ist. (Abg. Meinl-Reisinger: ... das festzustellen und nicht Sie! – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Nur, ich habe es schon gestern gesagt: Worum geht es denn bei dieser ganzen Ermittlung im Zusammenhang mit Herrn Sellner? – Es geht darum, dass die Ermittlungsbehörden jetzt möglichst unaufgeregt und ohne permanente Kommentare der Öffentlichkeit ihre Ermittlungsarbeit machen können. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist der Punkt, um den es geht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Drozda
Ich habe natürlich vernommen, dass es einzelne Abgeordnete gibt – das sind ohnehin immer die gleichen (Heiterkeit des Abg. Drozda) –, die angeblich irgendwelche Informationen darüber haben, dass irgendwo etwas geleakt worden sein soll oder Informationen weitergegeben worden sein sollen. Mir ist diesbezüglich nichts bekannt. Ich fordere aber diesen Abgeordneten auf, entweder diese sogenannten Sachverhalte oder seine Beweise für diese Behauptungen den Ermittlungsbehörden vorzulegen – das wäre nämlich ein wesentlicher Beitrag zur Aufklärungsarbeit –, und wenn er das nicht tut oder wenn er das nicht tun kann, dann wäre es vernünftiger, er würde schweigen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe natürlich vernommen, dass es einzelne Abgeordnete gibt – das sind ohnehin immer die gleichen (Heiterkeit des Abg. Drozda) –, die angeblich irgendwelche Informationen darüber haben, dass irgendwo etwas geleakt worden sein soll oder Informationen weitergegeben worden sein sollen. Mir ist diesbezüglich nichts bekannt. Ich fordere aber diesen Abgeordneten auf, entweder diese sogenannten Sachverhalte oder seine Beweise für diese Behauptungen den Ermittlungsbehörden vorzulegen – das wäre nämlich ein wesentlicher Beitrag zur Aufklärungsarbeit –, und wenn er das nicht tut oder wenn er das nicht tun kann, dann wäre es vernünftiger, er würde schweigen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Der dritte Vorteil ist, dass mit der finanziellen Unterstützung für diese Leute eine Rückkehr in ihre Heimat in Würde möglich ist und sie sich dort eine kleine Existenz aufbauen können. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir drehen also an allen Schrauben, wo dies möglich ist, um sozusagen Straffällige schneller außer Landes zu bringen, damit sie uns nicht neben dem Schaden, den sie angerichtet haben, auch noch auf der Tasche liegen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Zunächst ist zur aktuellen Lage, was die Asylanträge betrifft, zu sagen: Ich freue mich – die Richtung stimmt, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Mir ist es wichtig, mit meinen Partnern auf europäischer Ebene – mit den Westbalkanstaaten und mit den europäischen Ländern, die die Leistungsfähigkeit und das Problembewusstsein haben – energisch gegen diese Fehlentwicklungen aufzutreten, einen Verbund zu schaffen, damit wir das Problem möglichst dort halten, wo es ist, nämlich außerhalb der Grenzen der Europäischen Union. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ausreisezentren, die auch heftig diskutiert worden sind – ein Beitrag dazu, die Missstände von 2015 nie mehr zu wiederholen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Frau Abgeordnete, bevor ich Ihnen ein paar Zahlen nenne, möchte ich Ihnen zunächst einmal sagen, dass wir es mit einem sehr komplexen Gebilde zu tun haben und diese Fluchtroute über den Balkan nur eine von mehreren Varianten ist, mit denen Schlepper versuchen, ihre Leute nach Europa – insbesondere auch nach Österreich – zu bringen. (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Abg. Meinl-Reisinger: Eine Belehrung, jö! – Abg. Rosenkranz: ... Fragestunde! ... antworten!
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Frau Abgeordnete, erlauben Sie mir zunächst einleitend nur einen kurzen Hinweis, weil das viele nicht wissen. (Abg. Meinl-Reisinger: Eine Belehrung, jö! – Abg. Rosenkranz: ... Fragestunde! ... antworten!) – Na, einen kleinen historischen Exkurs, Frau Abgeordnete!
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Es ist nämlich so, dass es dieses Treffen seit Beginn der Fünfzigerjahre gibt. Ich habe mir das genau angeschaut, in Kärnten haben seither drei politische Farben beziehungsweise Parteien den Landeshauptmann gestellt: Einmal war es die SPÖ, über einen ziemlich langen Zeitraum, dann hat es eine freiheitliche Periode gegeben, dann hat es einen ÖVP-Landeshauptmann gegeben. Wissen Sie, was das Interessante ist?! – Dieses Treffen ist erst seit dem Jahr 2018 ein Problem, seitdem ich Innenminister bin. Das ist doch irgendwo eine gewisse Auffälligkeit. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: ... die Eurocopter, oder?
Ich weiß nicht, ob es die Kollegen von der SPÖ freut oder ob wir das dürfen: Es wäre auch vorgesehen, dass wir einen Hubschrauber zum Einsatz bringen, um die entsprechenden Verkehrsströme im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung beobachten zu können. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: ... die Eurocopter, oder?)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Nach unserer Rechtsordnung ist es so, dass die Entscheidung die Behörde, in diesem Fall der Bezirkshauptmann, trifft; er hat übrigens eine sehr, sehr langjährige Erfahrung im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung. Die Entscheidung trifft also die zuständige Behörde und nicht der Gutachter. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Ich bedanke mich für diese Information; ich werde dieser dann gleich nach dieser Veranstaltung, wenn mich das Hohe Haus entlässt, nachgehen. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Schwarze Pädagogik! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meinung. (Abg. Heinisch-Hosek: Schwarze Pädagogik! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Problem, mit dem wir ein wenig kämpfen, ist, dass manche Eltern eine gewisse Scheu davor haben, wenn die Schule ihrer Kinder die Polizei zur Gewaltprävention holt, weil sie offensichtlich einen gewissen Imageschaden befürchten, weil sie meinen, es entstehe dadurch in der Öffentlichkeit das Bild, dass an dieser Schule eben eine gewisse Gewaltgefährdung besteht. Ich glaube, da müssten wir vielleicht auch ein bisserl bewusstseinsbildend wirken, dahin gehend, dass es nicht darum geht, zu reagieren, sondern dass die Intention dieser Unternehmungen ist, Gewalt von vornherein zu verhindern. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: ... hat schon begonnen!
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Ein Satz zu Ihrer einleitenden Bemerkung: Ich glaube, diese Situation, die Sie sehr treffend beschrieben haben, ist das Ergebnis, wenn man sozusagen einem falschen pädagogischen Konzept anhängt und dann politisch weg- statt hinschaut; dann kommt das heraus, was Sie jetzt in Zahlen und in Statistiken präsentiert haben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Heinisch-Hosek: ... hat schon begonnen!) Es ist ja wohl auch kein Zufall, dass die Probleme dort am gehäuftesten auftreten, wo die Folgen einer Massenzuwanderung auch im Schulsystem am deutlichsten spürbar sind.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Was haben Sie gegen die Uniform? – Abg. Neubauer: Was haben Sie gegen eine Uniform? – Abg. Belakowitsch: Haben Sie ein Problem mit der Polizei?
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Guten Morgen, Herr Bundesminister! Gestatten Sie mir vor der Frage eine Anmerkung: Es beruhigt mich schon, dass Sie im Gegensatz zum Ministerrat zumindest im Hohen Haus noch nicht in Uniform auftreten! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Was haben Sie gegen die Uniform? – Abg. Neubauer: Was haben Sie gegen eine Uniform? – Abg. Belakowitsch: Haben Sie ein Problem mit der Polizei?)
Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Herr Abgeordneter, Sie verzeihen mir, dass ich jetzt vielleicht etwas schnippisch antworte (Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), aber die Frage und die damit im Zusammenhang stehende Kompetenzzuordnung zeigt mir, dass Sie sich da genauso wenig auskennen wie im Bereich der Uniformen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Herr Abgeordneter, Sie verzeihen mir, dass ich jetzt vielleicht etwas schnippisch antworte (Zwischenrufe bei der SPÖ – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), aber die Frage und die damit im Zusammenhang stehende Kompetenzzuordnung zeigt mir, dass Sie sich da genauso wenig auskennen wie im Bereich der Uniformen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: ... Ministerrat! Ministerrat!
Das, was ich getragen habe, ist nämlich keine Uniform, sondern eine Einsatzjacke. Ich würde Ihnen raten, dass Sie in der Präsidentschaftskanzlei anrufen, wenn der Bundespräsident eine Einsatzjacke trägt, wenn er zu den Soldaten geht (Rufe bei der SPÖ: ... Ministerrat! Ministerrat!), und dass Sie Ihre Landeshauptleute kontaktieren, wenn sie bei Feuerwehrübungen auftreten und dort eine Feuerwehruniform tragen, ohne Mitglied der Feuerwehr zu sein – da haben wir es nämlich wirklich mit Uniformen zu tun. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das, was ich getragen habe, ist nämlich keine Uniform, sondern eine Einsatzjacke. Ich würde Ihnen raten, dass Sie in der Präsidentschaftskanzlei anrufen, wenn der Bundespräsident eine Einsatzjacke trägt, wenn er zu den Soldaten geht (Rufe bei der SPÖ: ... Ministerrat! Ministerrat!), und dass Sie Ihre Landeshauptleute kontaktieren, wenn sie bei Feuerwehrübungen auftreten und dort eine Feuerwehruniform tragen, ohne Mitglied der Feuerwehr zu sein – da haben wir es nämlich wirklich mit Uniformen zu tun. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn Sie meine persönliche Meinung hören wollen: Der sicherste Weg zur Beantragung einer Wahlkarte ist der persönliche Weg zur Gemeinde, denn dann bekommt man sie gleich in die Hand. Es ist nämlich leider auch möglich, dass eine solche Karte auf dem Postweg verloren geht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Vielen Dank, Herr Innenminister! Wenn Sie eine Einsatzjacke im Ministerrat für notwendig halten, ist das natürlich Ihre Entscheidung. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Die Zusatzfrage: Warum haben Sie im Rahmen dieser EU-Wahl die österreichischen Haushalte das erste Mal nicht durch eine Postsendung über die Möglichkeit informiert, an der Europawahl 2019 auch mittels Briefwahl teilzunehmen? (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Herr Abgeordneter, ich kann Sie beruhigen: Eine Einsatzjacke zum Themenbereich Krisen- und Katastrophenschutz trage ich nur an den Tagen, an denen wir im Zusammenhang mit dem Ministerrat eine Krisen- und Katastrophenschutzübung durchführen; ansonsten ist es nicht meine Absicht. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Deshalb habe ich das gestern so gehandhabt, und es freut mich, dass auch Sie einen Beitrag dazu leisten, dieser Jacke und damit der Intention der Übung öffentliche Aufmerksamkeit zu verleihen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Herr Abgeordneter, ich kann Sie beruhigen: Eine Einsatzjacke zum Themenbereich Krisen- und Katastrophenschutz trage ich nur an den Tagen, an denen wir im Zusammenhang mit dem Ministerrat eine Krisen- und Katastrophenschutzübung durchführen; ansonsten ist es nicht meine Absicht. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.) Deshalb habe ich das gestern so gehandhabt, und es freut mich, dass auch Sie einen Beitrag dazu leisten, dieser Jacke und damit der Intention der Übung öffentliche Aufmerksamkeit zu verleihen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rosenkranz: Das ist ziemlich nach hinten losgegangen, Herr Kollege Leichtfried!
Ich glaube also, der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist im Sinne der Zweckmäßigkeit und der Sparsamkeit sowie im Interesse eines geregelten Wahlbetriebs vernünftig. Wir ersparen uns damit im Übrigen auch über 500 000 Euro. (Abg. Rosenkranz: Das ist ziemlich nach hinten losgegangen, Herr Kollege Leichtfried!)
Beifall bei der FPÖ.
Was mir noch wichtig ist: Für alle, die bei diesen Wahlen Wahlbeisitzer, Wahlzeugen oder Vertrauenspersonen sind, bietet die Homepage des Innenministeriums ein entsprechendes E-Learning-Tool, mit dem man sich Schritt für Schritt mit Aufgabenstellungen, einem Frage-und-Antwort-Spiel durch diese Aufgabe durcharbeiten und sich am Ende ein Zertifikat verdienen kann. Ich glaube, dass das eine ganz, ganz gute Handlungsanleitung für diejenigen ist, die diese hohe Verantwortung übernehmen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Werner Herbert (FPÖ): Herr Bundesminister, erlauben Sie mir eingangs eine Feststellung zu den Animositäten des Kollegen Leichtfried in Bezug auf das Tragen Ihrer Jacke: Ich darf Ihnen mitteilen, dass bei den Polizeibediensteten der Auftritt mit der Einsatzjacke sehr, sehr positiv angekommen ist. Das zeigt einmal mehr Ihre Verbundenheit mit den Bediensteten Ihres Ressorts. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bevor wir zur 8. Anfrage kommen, darf ich die zweite Gruppe der NMS Hitzendorf recht herzlich bei uns begrüßen. Es ist eine große Gruppe. – Herzlich willkommen im Hohen Haus! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Den Werbewert daran zu messen, ob bei dieser Veranstaltung dann genau diese eine Person geworben wird, ist eine verkürzte Sicht der Dinge. Da war ich viel zu lange in diesem Bereich der Wahlwerbung unterwegs, um nicht zu wissen, dass Sie da mit dem falschen Maß messen, Frau Abgeordnete. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Ich glaube, im Zusammenhang mit einer EU-Ratspräsidentschaft Österreichs, die uns beide wahrscheinlich politisch nicht mehr treffen wird – außer Sie wollen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag hier im Nationalrat bleiben, Frau Abgeordnete, aber es wird eine Zeit lang dauern, bis wir wieder an der Reihe sind –, wird es bis dorthin Leute geben, die dann genau definieren können, wo sie noch Einsparungspotenziale sehen. Wir wissen nicht, welche Entwicklung die Europäische Union nehmen wird, ob das alles in dieser Art überhaupt weitergeht. Also das ist eine seltsame Frage, die Sie mir da stellen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben, noch einmal in Wien, eine Konferenz zu Werten, Freiheit und Sicherheit abgehalten, weil ich nämlich glaube, dass wir nicht immer nur eine technische Diskussion rund um die Sicherheit führen müssen, sondern dass es auch einmal eine Auseinandersetzung mit dem ideellen Moment, mit der ideellen Komponente, mit dem Wertebewusstsein braucht. Was sind denn eigentlich die Werte in der Europäischen Union, die wir als solche verteidigen wollen, die wir als solche schützen wollen? Da werden wir sehr, sehr schnell sehen, dass ein gehöriges Bedrohungspotenzial aus anderen Regionen dieser Welt auf uns zukommt, einfach deshalb, weil man dort anderen Menschen- und Gesellschaftsbildern anhängt, als wir das tun. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Plessl: Ich glaube, diese Frage war vorbereitet! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Gegenruf des Abg. Plessl.
stellen. (Abg. Plessl: Ich glaube, diese Frage war vorbereitet! – Heiterkeit bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Gegenruf des Abg. Plessl.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Also wir bemühen uns darum, Ihnen alles zu liefern, was sich sozusagen statistisch generieren lässt, woraus wir aber auch einen internen Steuerungsnutzen haben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scherak: Das haben Sie ja auch immer gesagt!
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Frau Abgeordnete! Ich muss zunächst eines richtigstellen: Ich glaube, es ist ein bisschen ein falscher Ausdruck, wenn man hier von einer Spionagesoftware spricht, das hat so ein bisschen einen anrüchigen Touch, möchte ich fast sagen. (Abg. Scherak: Das haben Sie ja auch immer gesagt!) Das bringt eine notwendige Ermittlungsmaßnahme ein bisschen ins schiefe Licht.
Abg. Plessl: Budgetmittel?!
Nichtsdestoweniger werden wir die Bemühungen dahin gehend in Gang setzen, dass wir das Ziel erreichen, nämlich die Sicherheit der österreichischen Bevölkerung in diesem Bereich zu gewährleisten – und dass die Frage, wer dann dafür zuständig sein wird, eine zweitrangige sein wird. Wir werden dieses Projekt aber dann ohnehin noch im Parlament diskutieren. (Abg. Plessl: Budgetmittel?!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Na ja, Frau Abgeordnete, Teile dieses Berichts haben mich ja tatsächlich in Erstaunen versetzt, weil ich bislang nicht gewusst habe – und ich glaube, ich bin da sozusagen auch in guter Gesellschaft, wenn ich das behaupte –, dass Regelungen, die auf dem Boden des europäischen Rechts stehen, nicht gegen internationales Recht verstoßen können. Das ist aber eines der Ergebnisse, das in cumulo in diesem UNHCR-Bericht entsprechend zum Ausdruck gebracht wird. Ich weiß nicht, manchmal habe ich fast den Eindruck, dass das von einer NGO geschrieben sein könnte, so tendenziös ist das. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich glaube, wenn die UNO betreffend den ganzen Gedanken des Flüchtlingswesens einen positiven Beitrag leisten möchte, dann sollte man dort hinschauen, wo es wirklich Probleme gibt. In der arabischen Welt würde ich diese zuhauf verorten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rosenkranz: Richtig!
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Frau Abgeordnete, auch auf die Gefahr hin, dass ich Ihnen das schon einmal gesagt habe (Abg. Rosenkranz: Richtig!): Eine unrichtige Behauptung wird nicht dadurch richtig, dass man sie permanent wiederholt. Das gilt genau für das, was Sie jetzt gesagt haben (Beifall bei FPÖ und ÖVP), weil ganz einfach das, was hier in der öffentlichen Kommunikation immer wieder als Aufhebung eines Bescheids interpretiert wird, nicht die Aufhebung eines Bescheids ist; das, was in die Statistik hineingezählt wird, ist jedwede kleine Abänderung in einem Bescheid.
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Frau Abgeordnete, auch auf die Gefahr hin, dass ich Ihnen das schon einmal gesagt habe (Abg. Rosenkranz: Richtig!): Eine unrichtige Behauptung wird nicht dadurch richtig, dass man sie permanent wiederholt. Das gilt genau für das, was Sie jetzt gesagt haben (Beifall bei FPÖ und ÖVP), weil ganz einfach das, was hier in der öffentlichen Kommunikation immer wieder als Aufhebung eines Bescheids interpretiert wird, nicht die Aufhebung eines Bescheids ist; das, was in die Statistik hineingezählt wird, ist jedwede kleine Abänderung in einem Bescheid.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Hans-Jörg Jenewein, MA (FPÖ): Geehrter Herr Bundesminister! Die vorliegende aktuelle Polizeistatistik für das Jahr 2018 zeigt den niedrigsten Stand an angezeigten Delikten, dafür auf der anderen Seite den höchsten Stand bezüglich Aufklärungsquote seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen im Jahr 2000. Ich denke, das ist auch einmal der richtige Ort, um sich bei den Polizeibeamten in diesem Land, die teilweise unter Einsatz ihrer Integrität und ihres Lebens dafür sorgen, dass die Sicherheit in Österreich gewährleistet ist, zu bedanken. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Bundesminister für Inneres Herbert Kickl: Herr Abgeordneter, vielen Dank für diese faktengetreue Darstellung der Kriminalstatistik und vielen Dank auch für das Lob, das Sie den Polizistinnen und Polizisten dieses Landes ausgesprochen haben (Beifall bei FPÖ und ÖVP), denn wie Sie zu Recht gesagt haben, die Tatsache, dass wir uns über diese positiven Zahlen sozusagen freuen dürfen, dass wir uns in Sicherheit fühlen dürfen, ist ausschließlich deren Verdienst.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sie sehen also, diese Dinge sind fest in ausländischer Hand. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Danke. – Es sind alle Anfragen zum Aufruf gelangt. Ich darf mich bei Bundesminister Kickl recht herzlich bedanken. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, das ist für uns nicht nachvollziehbar. Wenn ich weniger Asylanträge habe, dann sinken die Kosten von selbst, und das kann ich nicht automatisch in die Kostenrechnung so miteinbeziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das bedeutet nun, dass wir zwar den Abänderungsanträgen der anderen Fraktionen zustimmen, dem Gesetz aber letztendlich keine Zustimmung geben werden. Es ist nämlich letztlich die Ausschaltung der NGOs, es ist ein Eingriff in bestehende Rechte, der Rechtsanspruch wird eingeschränkt, und die bisher betrauten juristischen Personen werden von ihren Unterlagen sozusagen befreit. Es ist daher keine Verbesserung in meinen Augen, Sie zerstören ein gut funktionierendes System. Wir werden diesem Gesetz daher nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Greiner.
logen und sonstige Sozialwissenschaftler waren, wo man Leute wirtschaftlich versorgen konnte. Meine sehr geehrten Damen und Herren, mit diesem Unwesen wird jetzt Schluss gemacht! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Greiner.) Was ich sage, kann ich auch belegen. So ist es ja nicht! Ich belege es auch.
Abg. Hafenecker: Unglaublich!
Ich möchte nur daran erinnern, dass im Jahr 2015 das sogenannte „Südwind Magazin“ – vielleicht kennen es einige von Ihnen; es ist aber nicht so wichtig, es zu kennen – in seiner Ausgabe 6/2015 in einem Drei-Punkte-Plan dargelegt hat, wie es möglich ist, Abschiebungen bestmöglich zu verhindern. (Abg. Hafenecker: Unglaublich!) Im letzten Satz steht dann, dass ab dem Zeitpunkt, zu dem die Flugzeugtüre geschlossen wird, der Pilot schlussendlich darüber entscheidet, ob jemand mitgenommen werden kann oder ob jemand nicht mitgenommen wird. Man braucht also nur laut genug zu schreien, um dann im Endeffekt eine Abschiebung zu verhindern.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich stehe hier nicht an, mich auch beim Innenminister für diese Initiative zu bedanken, weil ich der Ansicht bin, dass das ein ganz wesentlicher Schritt in Richtung Rechtsstaatlichkeit, aber auch in Richtung Rechtssicherheit ist. Wir haben hier oft Gesetzesmaterien, die in ihrer Komplexität und in ihrer Auswirkung erst Monate oder Jahre später greifbar oder begreifbar werden, weil es einfach so lang dauert, bis sich gewisse Systeme verändern. Hier haben wir heute wirklich ein Gesetz am Tisch liegen, das eine konkrete Veränderung zeigt, eine konkrete Veränderung zum Positiven, und ich freue mich sehr, dass wir diesem Gesetz hier mit schöner Mehrheit zustimmen werden und dass diese Bundesregierung zeigt, dass ihr die Interessen der eigenen Bevölkerung wichtiger sind, als das in der Vergangenheit mitunter der Fall war. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Deimek: Richtig! Ja, das ist so! Sie kommen ja aus diesem Bereich, Sie haben ja Erfahrung!
Sie werden jetzt natürlich behaupten, Sie lassen Ihren Worten nun Taten folgen; Sie von der FPÖ sprechen ja durchgehend von der Asylindustrie, die bei den Asylverfahren vermeintlich so viel verdient. (Abg. Deimek: Richtig! Ja, das ist so! Sie kommen ja aus diesem Bereich, Sie haben ja Erfahrung!)
Beifall bei den NEOS.
Ihre neue Systematik der BBU lehnen wir strikt ab. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Karl Mahrer, BA (ÖVP): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Eines gleich vorweg, meine Damen und Herren: Mit der neuen Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen setzen wir tatsächlich einen weiteren Schritt in die richtige Richtung: Asylpolitik, die sowohl den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit entspricht als auch internationale menschenrechtliche Vorgaben berücksichtigt, und – das ist uns besonders wichtig – Rechtssicherheit für alle, Frau Abgeordnete Krisper, bei schnelleren und fairen Verfahren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
In vielen Fällen wurde von Vertretern einzelner NGOs der Eindruck erweckt, dass am Ende eines mehrstufigen Verfahrens jedenfalls das Bleiberecht steht – auch bei offenkundiger Aussichtslosigkeit. Damit hat man jahrelang Unsicherheit bei den Betroffenen zugelassen, und das Ergebnis, meine Damen und Herren, kennen Sie: Das war oft bittere Enttäuschung, Fassungslosigkeit bei den Betroffenen, weil sie ja völlig anders beraten worden sind. – Eine Vorgehensweise, die meines Erachtens menschenunwürdig ist und die wir nun ändern. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Zwei Ministerien, nämlich das Bundesministerium für Inneres und das Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz haben Rahmenbedingungen ausgearbeitet, die den Grundsätzen der Rechtsstaatlichkeit zu 100 Prozent entsprechen. Das war unser höchstes Ziel. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte mich daher abschließend bei Bundesminister Herbert Kickl, seinen Experten und auch für die Zusammenarbeit mit dem Justizminister sehr herzlich bedanken. Ich sehe durch die Schaffung der neuen Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen den neuerlichen Beweis auch in diesem Fall erbracht: Diese Bundesregierung und diese Regierungsparteien halten, was sie versprechen – im Sinne der Menschen in Österreich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei JETZT sowie der Abg. Meinl-Reisinger.
Das inhaltlich größere Problem ist, dass Rechtsberater im Gesetz flugs zu Rechtsvertretern werden. Man kann, so wie Kollege Jenewein das heute schon gesagt hat, durchaus darüber reden, dass Rechtsberatung objektiv sein soll. Rechtsvertretung aber kann – ich bitte um Verständnis, da schlägt mein Herz als Anwalt – nicht objektiv sein, sondern muss sich ausschließlich am Interesse der Vertretenen orientieren. Alles andere lässt ja den Verdacht hochkommen, dass man diese Rechtsvertretung dann nicht ernst meint. (Beifall bei JETZT sowie der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei JETZT.
Danke. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! Das ist nur ein Beispiel von vielen, bei denen NGOs Asylwerber beraten und in ihnen falsche Hoffnungen wecken – auf Kosten der Steuerzahler und in vielen Fällen auch auf Kosten der Sicherheit der eigenen Bevölkerung. Und das gilt es abzustellen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Frau Kollegin Krisper, davon profitiert auch die Asylindustrie. Ich werde es Ihnen dann auch näher erläutern. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Loacker: Geh! Ich erwarte eine Entschuldigung!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, vor allem der SPÖ, der NEOS und der Liste JETZT! Es ist schon klar, dass Sie als ehemalige Willkommensklatscher diesem Gesetz nicht zustimmen können. (Abg. Loacker: Geh! Ich erwarte eine Entschuldigung!) – Nein, schauen Sie, Ihr Fokus liegt ja ganz woanders. (Abg. Haider: Wofür? Reg dich nicht künstlich auf! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Während die Regierung und Minister Kickl alles Mögliche tun, um die illegale Migration zu unterbinden und illegal aufhältige Personen wieder zurückzuführen, tun Sie auch alles Mögliche, um genau jenen Personen – das sehen wir immer wieder –, die illegal hier sind, den weiteren Aufenthalt zu ermöglichen. Das ist auch ein Fakt, und das soll man nicht vergessen. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Höbart: So ist es! Die Kultur des Willkommensklatschens ist vorbei! – Abg. Loacker: Jetzt reiß dich einmal zusammen! – Abg. Rosenkranz: Keine Nervosität!)
Abg. Haider: Wofür? Reg dich nicht künstlich auf! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, vor allem der SPÖ, der NEOS und der Liste JETZT! Es ist schon klar, dass Sie als ehemalige Willkommensklatscher diesem Gesetz nicht zustimmen können. (Abg. Loacker: Geh! Ich erwarte eine Entschuldigung!) – Nein, schauen Sie, Ihr Fokus liegt ja ganz woanders. (Abg. Haider: Wofür? Reg dich nicht künstlich auf! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Während die Regierung und Minister Kickl alles Mögliche tun, um die illegale Migration zu unterbinden und illegal aufhältige Personen wieder zurückzuführen, tun Sie auch alles Mögliche, um genau jenen Personen – das sehen wir immer wieder –, die illegal hier sind, den weiteren Aufenthalt zu ermöglichen. Das ist auch ein Fakt, und das soll man nicht vergessen. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Höbart: So ist es! Die Kultur des Willkommensklatschens ist vorbei! – Abg. Loacker: Jetzt reiß dich einmal zusammen! – Abg. Rosenkranz: Keine Nervosität!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Höbart: So ist es! Die Kultur des Willkommensklatschens ist vorbei! – Abg. Loacker: Jetzt reiß dich einmal zusammen! – Abg. Rosenkranz: Keine Nervosität!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, vor allem der SPÖ, der NEOS und der Liste JETZT! Es ist schon klar, dass Sie als ehemalige Willkommensklatscher diesem Gesetz nicht zustimmen können. (Abg. Loacker: Geh! Ich erwarte eine Entschuldigung!) – Nein, schauen Sie, Ihr Fokus liegt ja ganz woanders. (Abg. Haider: Wofür? Reg dich nicht künstlich auf! – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Während die Regierung und Minister Kickl alles Mögliche tun, um die illegale Migration zu unterbinden und illegal aufhältige Personen wieder zurückzuführen, tun Sie auch alles Mögliche, um genau jenen Personen – das sehen wir immer wieder –, die illegal hier sind, den weiteren Aufenthalt zu ermöglichen. Das ist auch ein Fakt, und das soll man nicht vergessen. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Höbart: So ist es! Die Kultur des Willkommensklatschens ist vorbei! – Abg. Loacker: Jetzt reiß dich einmal zusammen! – Abg. Rosenkranz: Keine Nervosität!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.
Meine Damen und Herren! Herr Minister, Sie haben zugesagt, alle Kabinettsmitarbeiter durch das BVT zu überprüfen. Jetzt stellt sich die Frage: Hat diese Prüfung nicht funktioniert? Hat die Kontrolle nicht funktioniert, oder passiert es in Ihrem Wissen? Wissen Sie, welche Leute dort arbeiten? (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten von JETZT.)
Abg. Rosenkranz: Keine!
Ich denke, es ist heute eine gute Gelegenheit, auch dazu Stellung zu nehmen, wo noch immer Identitäre in den FPÖ-Kabinetten herumsitzen. (Abg. Rosenkranz: Keine!)
Abg. Rosenkranz: Das stimmt nicht! – Abg. Deimek: Das ist nicht wahr!
Einrichtungen erfolgte, aber viel, viel wichtiger war, dass durch sie eine unabhängige Rechtsberatung erfolgte. Unabhängige Rechtsberater, meist von NGOs, haben diese Unabhängigkeit gewährleistet. Genau diese Unabhängigkeit streichen und eliminieren Sie jetzt. (Abg. Rosenkranz: Das stimmt nicht! – Abg. Deimek: Das ist nicht wahr!)
Beifall bei der SPÖ.
Begründet wird all das mit mehr Effizienz – es stimmt nur nicht. Es wird teurer, es wird viel teurer! Es kostet im ersten Schritt schon 10 Millionen Euro mehr. Das ist die Effizienz, die Sie offenbar meinen. Es kostet mehr, und dann soll es auf wundersame Art und Weise plötzlich viel billiger werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Es geht eh nicht!
Ja, meine Damen und Herren, wie soll denn das funktionieren? (Abg. Leichtfried: Es geht eh nicht!) Was ist der Hintergrund zu diesem Gesetz, worum geht es denn? – Sie wissen zwar schon, wie viele Dolmetscher Sie österreichweit brauchen – 15, das ist eine total utopisch niedrige Zahl –, aber Sie wissen noch nicht, wie viele Geschäftsführer Sie einstellen werden. Herr Minister, worum geht es wirklich? – Es geht um Jobs, Jobs, Jobs für die FPÖ-Funktionäre! Das ist offenbar der Grund für dieses Gesetz. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Rosenkranz: Was sind das für Töne aus der SPÖ? Arbeitsplatzfeindlich!)
Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Rosenkranz: Was sind das für Töne aus der SPÖ? Arbeitsplatzfeindlich!
Ja, meine Damen und Herren, wie soll denn das funktionieren? (Abg. Leichtfried: Es geht eh nicht!) Was ist der Hintergrund zu diesem Gesetz, worum geht es denn? – Sie wissen zwar schon, wie viele Dolmetscher Sie österreichweit brauchen – 15, das ist eine total utopisch niedrige Zahl –, aber Sie wissen noch nicht, wie viele Geschäftsführer Sie einstellen werden. Herr Minister, worum geht es wirklich? – Es geht um Jobs, Jobs, Jobs für die FPÖ-Funktionäre! Das ist offenbar der Grund für dieses Gesetz. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Abg. Rosenkranz: Was sind das für Töne aus der SPÖ? Arbeitsplatzfeindlich!)
Beifall bei SPÖ und JETZT. – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Abg. Schimanek: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
Meine Damen und Herren, wenn man sich die FPÖ anschaut, kann man sich ja nur die Frage stellen, wer uns denn als Geschäftsführer erwartet. Ist es ein FPÖler mit identitärem Hintergrund oder einer, der recht gut Liedertexte aus Liederbüchern aus Niederösterreich singen kann? (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Zwischenruf des Abg. Lausch. – Abg. Schimanek: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
In Summe kann man zusammenfassen: Sie reduzieren die Qualität der Asylverfahren, Sie erhöhen die Kosten! Das Einzige, was Sie tun: Sie schaffen ein Feld für fragwürdige Personalbestellungen. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Abg. Jarolim: Da muss ihm jetzt einmal eine Antwort einfallen! – Abg. Lausch: Hannes! Der Landesvorsitzende Schnabl tät’ uns gleich einfallen! – Abg. Rosenkranz: Ist das der 007?
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Nikolaus Prinz. – Bitte. (Abg. Jarolim: Da muss ihm jetzt einmal eine Antwort einfallen! – Abg. Lausch: Hannes! Der Landesvorsitzende Schnabl tät’ uns gleich einfallen! – Abg. Rosenkranz: Ist das der 007?)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
wird damit verantwortungsvoll und menschenrechtskonform gehandelt, und sie ist keine gewinnorientierte Einrichtung. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Einwallner: Ja!
Herr Kollege Einwallner, haben Sie schon einmal mit einem Asylwerber gesprochen, der seit dreieinhalb Jahren in Österreich ist, x-mal durch die Berufung gegangen ist und keine positive Erledigung bekommt? Ein persönliches Gespräch? (Abg. Einwallner: Ja!) Das ist nicht so angenehm. Ich kenne solche Situationen. Ich glaube, es ist besser, wenn man diesen Menschen relativ bald sagt, dass es keine Chance gibt, als wenn irgendwelche Organisationen, Rechtsanwälte oder wer auch immer vielleicht zwei Jahre damit gutes Geld verdienen, diese Menschen Hoffnungen haben, die nicht zu erfüllen sind und letztlich dann doch in den Irak oder nach Afghanistan zurückkehren müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.) Daher ist eine objektive Rechts- und Rückkehrberatung sinnvoll und ein wesentlicher Schritt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.
Herr Kollege Einwallner, haben Sie schon einmal mit einem Asylwerber gesprochen, der seit dreieinhalb Jahren in Österreich ist, x-mal durch die Berufung gegangen ist und keine positive Erledigung bekommt? Ein persönliches Gespräch? (Abg. Einwallner: Ja!) Das ist nicht so angenehm. Ich kenne solche Situationen. Ich glaube, es ist besser, wenn man diesen Menschen relativ bald sagt, dass es keine Chance gibt, als wenn irgendwelche Organisationen, Rechtsanwälte oder wer auch immer vielleicht zwei Jahre damit gutes Geld verdienen, diese Menschen Hoffnungen haben, die nicht zu erfüllen sind und letztlich dann doch in den Irak oder nach Afghanistan zurückkehren müssen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Einwallner.) Daher ist eine objektive Rechts- und Rückkehrberatung sinnvoll und ein wesentlicher Schritt.
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Man könnte jetzt noch viel darüber reden, aber was wir mit dem heutigen Beschluss machen, ist jedenfalls eine wesentliche Verbesserung bei der Objektivität. Wir streuen den Menschen nicht sozusagen Sand in die Augen, sondern gehen objektiv und ehrlich mit ihnen um. Das ist viel eher menschenrechtskonform, als Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben und Hoffnungen zu wecken, die nie erfüllt werden können. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Sie wären gut damit beraten, mitzustimmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Man könnte jetzt noch viel darüber reden, aber was wir mit dem heutigen Beschluss machen, ist jedenfalls eine wesentliche Verbesserung bei der Objektivität. Wir streuen den Menschen nicht sozusagen Sand in die Augen, sondern gehen objektiv und ehrlich mit ihnen um. Das ist viel eher menschenrechtskonform, als Entscheidungen auf die lange Bank zu schieben und Hoffnungen zu wecken, die nie erfüllt werden können. (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Sie wären gut damit beraten, mitzustimmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und JETZT. – Abg. Belakowitsch: Das ist aber sachlich! – Abg. Hafenecker: Es gibt ja eine Asylindustrie!
Abgeordnete Dr. Irmgard Griss (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Ich finde es sehr schade, dass es so schwierig ist, über ein für viele Menschen so wichtiges Thema sachlich zu diskutieren, denn Ausdrücke wie Asylindustrie und Willkommensklatscher bringen uns da nicht weiter. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und JETZT. – Abg. Belakowitsch: Das ist aber sachlich! – Abg. Hafenecker: Es gibt ja eine Asylindustrie!)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Mein Vorredner hat gefragt, ob der Herr Kollege schon einmal mit einem Asylwerber gesprochen hat. Ich habe schon mit einigen gesprochen. Man erlebt, wie diese Menschen unter dieser Unsicherheit leiden, die sich über Jahre hindurch erstreckt, und zwar nicht nur deshalb, weil sie viele Rechtsmittel einbringen, sondern, weil es oft bis zum Erstinterview Jahre dauert und sie nicht wissen, ob sie bleiben können oder gehen müssen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das heißt, es wäre ganz wichtig, die Verfahren zu beschleunigen.
Abg. Rosenkranz: Nein! Stimmt ja nicht!
Der wichtigste Punkt wäre, das Asyl- und Fremdenrecht zu vereinfachen. Der Kommentar zum Asyl- und Fremdenrecht, der im Verlag Österreich erscheint, hat 2 456 Seiten. 2 456 Seiten! Natürlich ist das mühsam, das ist viel Arbeit, wenn man das wirklich vereinfachen will. Darauf verzichtet man, man versucht es mit der Verstaatlichung der Rechtsberatung. (Abg. Rosenkranz: Nein! Stimmt ja nicht!) Eine Rechtsberatung, die von Bediensteten jener Institution gemacht wird, gegen die ein Anspruch möglicherweise geltend gemacht wird oder geltend gemacht werden soll, ist ein Widerspruch in sich. Diese Bediensteten wollen ja vielleicht auch weiterkommen, die wollen ja nicht ihr ganzes Leben Berater bleiben. Wovon wird sich der Berater dann in der Beratung leiten lassen? – Doch auch von dem, was sein Dienstgeber will, und der Dienstgeber will, dass die Menschen möglichst rasch ausreisen, zurückkehren sollen. Das ist also keine Beratung, die die Interessen desjenigen wahrnimmt, der beraten wird.
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und JETZT.
Das heißt, Herr Bundesminister, tun Sie etwas, damit die Behörden entsprechend ausgestattet sind, die dann entscheiden müssen! Tun Sie etwas, setzen Sie sich dafür ein, dass wir ein Asyl- und Fremdenrecht haben, das auch wirklich gut angewendet werden kann! – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und JETZT.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wenn Sie eine lange Verfahrensdauer beklagen, so können Sie nicht uns und nicht das BFA damit meinen, denn die durchschnittliche Verfahrensdauer im BFA liegt in der Zwischenzeit bei drei Monaten, und beim Fast-Track-Verfahren sind wir bei 28 Tagen. Es wird unseren Beamtinnen und Beamten, die dort sehr, sehr akribisch arbeiten, gelingen, diese Zeiten weiter zu verkürzen. Wie Sie hier von besonders langen Verfahren reden können, erschließt sich mir nicht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das Zweite ist etwas, was Ihnen eigentlich nicht widerfahren sollte, dass man nämlich die Bereiche der Rechtsberatung und der Rechtsvertretung entweder miteinander verwechselt oder bewusst miteinander vermanscht. Wir halten beides sauber auseinander, und die Kritik ist nur gerechtfertigt, wenn man Ihre Vorgangsweise als die richtige annimmt – allein sie ist es nicht. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Ein wenig geplagt hat sich heute auch die Prangerrednerin der SPÖ, Frau Abgeordnete Lueger. Sie hat schon einen langen Exkurs in die Geschichte machen und sich zur Verteidigerin der Privatwirtschaft aufschwingen müssen. Ich bin ohnehin froh, dass solche Worte auch einmal aus der SPÖ kommen, dass man auch der Privatwirtschaft noch etwas abgewinnen kann. Die jungen Genossen sehen die Dinge ja bekanntlich anders. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Ich glaube, eine differenzierte Zugangsweise ist die richtige. Es gibt Dinge, die in privaten Händen besser aufgehoben sind, und dann gibt es Dinge, die in die hoheitliche Verwaltung gehören. Ich bin der Meinung, dass der Bereich der Flüchtlingsberatung und der Flüchtlingsbetreuung eine hoheitliche Aufgabe darstellt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Wittmann.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Wittmann.
Ein wenig geplagt hat sich heute auch die Prangerrednerin der SPÖ, Frau Abgeordnete Lueger. Sie hat schon einen langen Exkurs in die Geschichte machen und sich zur Verteidigerin der Privatwirtschaft aufschwingen müssen. Ich bin ohnehin froh, dass solche Worte auch einmal aus der SPÖ kommen, dass man auch der Privatwirtschaft noch etwas abgewinnen kann. Die jungen Genossen sehen die Dinge ja bekanntlich anders. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Ich glaube, eine differenzierte Zugangsweise ist die richtige. Es gibt Dinge, die in privaten Händen besser aufgehoben sind, und dann gibt es Dinge, die in die hoheitliche Verwaltung gehören. Ich bin der Meinung, dass der Bereich der Flüchtlingsberatung und der Flüchtlingsbetreuung eine hoheitliche Aufgabe darstellt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Greiner und Wittmann.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Liebe Beamtinnen und Beamte in Österreich, denken Sie also daran, wie hier vonseiten einer Opposition, die aus ideologischen Gründen gegen dieses Projekt ist, mit Ihnen umgegangen wird! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.
Dieses Regierungsvorhaben ist einfach auf den Punkt zu bringen: Wir wollen ein krisenfestes Asylsystem umsetzen, das sehr genau zwischen denjenigen, die bei uns tatsächlich Schutz verdienen, und denjenigen, die aus ganz anderen Motiven aus aller Herren Länder den Weg nach Österreich suchen und die wir möglichst rasch wieder außer Landes zu bringen haben, weil sie eben kein Recht auf unseren Schutz haben, unterscheidet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: ... andere Nulllinie!
Weil Herr Abgeordneter Einwallner gemeint hat, es wird alles viel, viel teurer werden: Ich weiß nicht, von welchen Szenarien Sie ausgehen oder was Sie sich für die Zukunft wünschen, aber das Projekt, an dem wir arbeiten, geht davon aus, dass wir die Asylantragszahlen weiter Schritt für Schritt nach unten bringen. Ich habe es schon einmal gesagt, mein Ziel ist die Nulllinie, einfach deshalb, weil Österreich nur von sicheren Drittstaaten umgeben ist. Da wollen wir hin – ihr Projekt ist ein anderes. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Jarolim: ... andere Nulllinie!)
Zwischenruf bei der SPÖ
Wenn Sie glauben und denken, Sie können besser rechnen (Zwischenruf bei der SPÖ), als unsere Experten das können, die die Zahlen und die Erfahrungswerte an der Hand haben – was Ihnen offenbar alles fehlt –, dann kann Ihr Berechnungsmodell nur das Ergebnis jener sozialistischen Mathematik sein, die bei Ihnen am 1. Mai bei der Zählung der Kundgebungsteilnehmer am Rathausplatz zum Ausdruck gekommen ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn Sie glauben und denken, Sie können besser rechnen (Zwischenruf bei der SPÖ), als unsere Experten das können, die die Zahlen und die Erfahrungswerte an der Hand haben – was Ihnen offenbar alles fehlt –, dann kann Ihr Berechnungsmodell nur das Ergebnis jener sozialistischen Mathematik sein, die bei Ihnen am 1. Mai bei der Zählung der Kundgebungsteilnehmer am Rathausplatz zum Ausdruck gekommen ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich jedenfalls sage, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir mit diesem Gesetzesbeschluss einen weiteren wichtigen Schritt (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ) auf einer langen und durchaus mühsamen Reise machen, die wir mit dem ersten Tag, an dem ich dieses Amt übernommen habe, angetreten haben. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Ich jedenfalls sage, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir mit diesem Gesetzesbeschluss einen weiteren wichtigen Schritt (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ) auf einer langen und durchaus mühsamen Reise machen, die wir mit dem ersten Tag, an dem ich dieses Amt übernommen habe, angetreten haben. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sie können da viele Zwischenstationen nennen: eine Senkung der Zahl der Asylanträge – das habe ich schon gesagt –, eine schärfere Vorgangsweise bei Missbrauch – das habe ich auch schon angesprochen –, eine starke Initiative, wenn es um die Frage der Aberkennung von einem Schutzstatus wie der Asylberechtigung oder des subsidiären Schutzes geht oder die ebenfalls bereits angesprochene und heute diskutierte Installation von Ausreisezentren, weil das schlicht und ergreifend notwendig ist und diese Benennung dem Charakter dessen entspricht, was sich für sehr, sehr viele schon im Zulassungsverfahren abspielt, nämlich dass wir sehr schnell feststellen, dass keine Gründe für einen Schutz vorliegen und deswegen, ohne Zeit dazwischen zu verlieren, unmittelbar zur Rückführung übergehen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Es ist deshalb positiv, weil wir natürlich Kosteneinsparungen erzielen werden, wenn wir das nun selber machen, was bisher Firmen, die logischerweise gewinnorientiert gearbeitet haben, gemacht haben. Auch die NGOs haben selbstverständlich ihre Geschäftsinteressen verfolgt, was ja auch der Grund dafür ist, warum sich die eine oder die andere besonders laut und umso unqualifizierter zu Wort meldet. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Es ist auch deshalb ein Schritt in eine positive Ära, weil wir mit diesem neuen System auch die Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten in den Händen des Staates halten, nämlich dort, wo es aus meiner Sicht hingehört. Ich war von Anfang an der Überzeugung, dass der Bereich der Flüchtlingsbetreuung und der Flüchtlingsberatung eine hoheitliche Aufgabe ist und kein Feld, bei dem man Geschäftsinteressen verwirklichen kann. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar
Überdies setzen wir damit eine Ankündigung des Regierungsprogrammes um. Ich habe Frau Abgeordnete Lueger schon zitiert, die ja einen Ausflug in die Geschichte unternommen hat. Das kann man durchaus machen, aber in der Geschichte gibt es, glaube ich, in den letzten Jahren eine große Zäsur – das war das Jahr 2015. Frau Abgeordnete, Sie müssen die Zeit in ein vor 2015 und ein nach 2015 unterteilen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar), denn nach diesem Jahr 2015 waren wir sehr, sehr schnell um viele unangenehme Erfahrungen reicher. (Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Zwischenruf der Abg. Lueger.
Überdies setzen wir damit eine Ankündigung des Regierungsprogrammes um. Ich habe Frau Abgeordnete Lueger schon zitiert, die ja einen Ausflug in die Geschichte unternommen hat. Das kann man durchaus machen, aber in der Geschichte gibt es, glaube ich, in den letzten Jahren eine große Zäsur – das war das Jahr 2015. Frau Abgeordnete, Sie müssen die Zeit in ein vor 2015 und ein nach 2015 unterteilen (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Duzdar), denn nach diesem Jahr 2015 waren wir sehr, sehr schnell um viele unangenehme Erfahrungen reicher. (Zwischenruf der Abg. Lueger.)
Zwischenruf des Abg. Vogl
Heute will keiner mehr dafür verantwortlich sein (Zwischenruf des Abg. Vogl), dass Menschenmassen auf völlig unkontrollierte Art und Weise in dieses Land gelassen worden sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Lueger.) Diesen Rucksack haben wir nun mühsam abgearbeitet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Lueger.
Heute will keiner mehr dafür verantwortlich sein (Zwischenruf des Abg. Vogl), dass Menschenmassen auf völlig unkontrollierte Art und Weise in dieses Land gelassen worden sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Lueger.) Diesen Rucksack haben wir nun mühsam abgearbeitet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Heute will keiner mehr dafür verantwortlich sein (Zwischenruf des Abg. Vogl), dass Menschenmassen auf völlig unkontrollierte Art und Weise in dieses Land gelassen worden sind. (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Lueger.) Diesen Rucksack haben wir nun mühsam abgearbeitet. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Das ist kein Alleingang des Innenministers, wie manche vielleicht glauben (Zwischenruf bei der SPÖ), obwohl ich durchaus eines zugebe: Sie dürfen mich als treibende Kraft hinter diesem Projekt bezeichnen, weil es mir wirklich ein Anliegen gewesen ist, dieser Erwartungshaltung der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Asylbetreuung und ‑beratung auch gerecht zu werden. (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) Die Bevölkerung hat nämlich kein Verständnis dafür, dafür zu zahlen, dass ihr auf der Nase herumgetanzt wird – diese Einschätzung teile ich zu 100 Prozent. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.
Das ist kein Alleingang des Innenministers, wie manche vielleicht glauben (Zwischenruf bei der SPÖ), obwohl ich durchaus eines zugebe: Sie dürfen mich als treibende Kraft hinter diesem Projekt bezeichnen, weil es mir wirklich ein Anliegen gewesen ist, dieser Erwartungshaltung der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Asylbetreuung und ‑beratung auch gerecht zu werden. (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) Die Bevölkerung hat nämlich kein Verständnis dafür, dafür zu zahlen, dass ihr auf der Nase herumgetanzt wird – diese Einschätzung teile ich zu 100 Prozent. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist kein Alleingang des Innenministers, wie manche vielleicht glauben (Zwischenruf bei der SPÖ), obwohl ich durchaus eines zugebe: Sie dürfen mich als treibende Kraft hinter diesem Projekt bezeichnen, weil es mir wirklich ein Anliegen gewesen ist, dieser Erwartungshaltung der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Asylbetreuung und ‑beratung auch gerecht zu werden. (Neuerlicher Zwischenruf bei der SPÖ.) Die Bevölkerung hat nämlich kein Verständnis dafür, dafür zu zahlen, dass ihr auf der Nase herumgetanzt wird – diese Einschätzung teile ich zu 100 Prozent. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Einwallner
Weil ich höre, dass wir einen Geschäftsführer ganz ohne Ausschreibungsverfahren bekommen: Das dient einzig und allein dieser Anschubphase, damit wir in die Gänge kommen (Zwischenruf des Abg. Einwallner), denn, meine sehr geehrten Damen und
Zwischenruf der Abg. Duzdar
Herren insbesondere aus dem Bereich der Sozialdemokratie (Zwischenruf der Abg. Duzdar), wir haben in diesem Bereich keine Zeit mehr zu verlieren. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Sie haben schon viel zu viel Zeit vergeudet und viel zu viel Zeit verbraucht, die uns nun fehlt, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Das ist der Grund dafür, warum wir in dieser ersten Phase so arbeiten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Herren insbesondere aus dem Bereich der Sozialdemokratie (Zwischenruf der Abg. Duzdar), wir haben in diesem Bereich keine Zeit mehr zu verlieren. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Sie haben schon viel zu viel Zeit vergeudet und viel zu viel Zeit verbraucht, die uns nun fehlt, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Das ist der Grund dafür, warum wir in dieser ersten Phase so arbeiten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.
Herren insbesondere aus dem Bereich der Sozialdemokratie (Zwischenruf der Abg. Duzdar), wir haben in diesem Bereich keine Zeit mehr zu verlieren. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) Sie haben schon viel zu viel Zeit vergeudet und viel zu viel Zeit verbraucht, die uns nun fehlt, um die Dinge in Ordnung zu bringen. Das ist der Grund dafür, warum wir in dieser ersten Phase so arbeiten. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.)
Zwischenruf des Abg. Einwallner
Sie haben sich ja im Ausschuss auch darüber aufgeregt (Zwischenruf des Abg. Einwallner), dass im Aufsichtsrat so viele Personen sind: Ja, sollen wir auf den Betriebsrat verzichten, Herr Abgeordneter von der SPÖ? (Zwischenruf des Abg. Krist.) Das wäre doch eine seltsame Angelegenheit, wenn Sie das von uns fordern würden! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krist.)
Zwischenruf des Abg. Krist.
Sie haben sich ja im Ausschuss auch darüber aufgeregt (Zwischenruf des Abg. Einwallner), dass im Aufsichtsrat so viele Personen sind: Ja, sollen wir auf den Betriebsrat verzichten, Herr Abgeordneter von der SPÖ? (Zwischenruf des Abg. Krist.) Das wäre doch eine seltsame Angelegenheit, wenn Sie das von uns fordern würden! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krist.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krist.
Sie haben sich ja im Ausschuss auch darüber aufgeregt (Zwischenruf des Abg. Einwallner), dass im Aufsichtsrat so viele Personen sind: Ja, sollen wir auf den Betriebsrat verzichten, Herr Abgeordneter von der SPÖ? (Zwischenruf des Abg. Krist.) Das wäre doch eine seltsame Angelegenheit, wenn Sie das von uns fordern würden! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krist.)
Zwischenruf des Abg. Krist
Wir haben einen Geschäftsführer, den wir einsetzen werden (Zwischenruf des Abg. Krist) – wenn ich an die unseligen Zeiten von Rot-Schwarz denke, dann würden schon mindestens zwei im Gesetz stehen (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Einwallner), denn so hat dieser rot-schwarze Proporz dauernd funktioniert. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Einwallner
Wir haben einen Geschäftsführer, den wir einsetzen werden (Zwischenruf des Abg. Krist) – wenn ich an die unseligen Zeiten von Rot-Schwarz denke, dann würden schon mindestens zwei im Gesetz stehen (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Einwallner), denn so hat dieser rot-schwarze Proporz dauernd funktioniert. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wir haben einen Geschäftsführer, den wir einsetzen werden (Zwischenruf des Abg. Krist) – wenn ich an die unseligen Zeiten von Rot-Schwarz denke, dann würden schon mindestens zwei im Gesetz stehen (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Einwallner), denn so hat dieser rot-schwarze Proporz dauernd funktioniert. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Duzdar
Noch etwas ist mir ein wichtiges Anliegen (Zwischenruf der Abg. Duzdar), nämlich dass diese BBU in allen Bereichen den Grundherausforderungen und den Grundvorgaben des europäischen Rechts voll und ganz entspricht (Abg. Wittmann: Vielleicht war der Sobotka ...!), weil immer so getan wird, als ob das nicht der Fall wäre. Doch, doch: Auf Punkt und Beistrich erfüllen wir die Vorgaben des europäischen Rechts. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Eines aber machen wir nicht mehr, und zwar übererfüllen wir diese Dinge nicht, wir tun nicht mehr, als notwendig ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wittmann: Vielleicht war der Sobotka ...!
Noch etwas ist mir ein wichtiges Anliegen (Zwischenruf der Abg. Duzdar), nämlich dass diese BBU in allen Bereichen den Grundherausforderungen und den Grundvorgaben des europäischen Rechts voll und ganz entspricht (Abg. Wittmann: Vielleicht war der Sobotka ...!), weil immer so getan wird, als ob das nicht der Fall wäre. Doch, doch: Auf Punkt und Beistrich erfüllen wir die Vorgaben des europäischen Rechts. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Eines aber machen wir nicht mehr, und zwar übererfüllen wir diese Dinge nicht, wir tun nicht mehr, als notwendig ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Noch etwas ist mir ein wichtiges Anliegen (Zwischenruf der Abg. Duzdar), nämlich dass diese BBU in allen Bereichen den Grundherausforderungen und den Grundvorgaben des europäischen Rechts voll und ganz entspricht (Abg. Wittmann: Vielleicht war der Sobotka ...!), weil immer so getan wird, als ob das nicht der Fall wäre. Doch, doch: Auf Punkt und Beistrich erfüllen wir die Vorgaben des europäischen Rechts. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Eines aber machen wir nicht mehr, und zwar übererfüllen wir diese Dinge nicht, wir tun nicht mehr, als notwendig ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Noch etwas ist mir ein wichtiges Anliegen (Zwischenruf der Abg. Duzdar), nämlich dass diese BBU in allen Bereichen den Grundherausforderungen und den Grundvorgaben des europäischen Rechts voll und ganz entspricht (Abg. Wittmann: Vielleicht war der Sobotka ...!), weil immer so getan wird, als ob das nicht der Fall wäre. Doch, doch: Auf Punkt und Beistrich erfüllen wir die Vorgaben des europäischen Rechts. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Eines aber machen wir nicht mehr, und zwar übererfüllen wir diese Dinge nicht, wir tun nicht mehr, als notwendig ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Wieso kritisieren Sie dauernd den Sobotka?
Daraus ergeben sich gewisse Korrekturen, die aus meiner Sicht notwendig sind, denn da im Sinne einer Übererfüllung von entsprechenden Dingen herzugehen (Abg. Leichtfried: Wieso kritisieren Sie dauernd den Sobotka?) und quasi eine Serviceleistung anzubieten, die unter dem Strich zu einem negativen Ergebnis führt und für alle nur Kosten und mühsame Umstände produziert (Abg. Wittmann: So schlecht war Sobotka auch nicht!), das ist nicht mein Verständnis von effizienter Asylpolitik. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Abg. Wittmann: So schlecht war Sobotka auch nicht!
Daraus ergeben sich gewisse Korrekturen, die aus meiner Sicht notwendig sind, denn da im Sinne einer Übererfüllung von entsprechenden Dingen herzugehen (Abg. Leichtfried: Wieso kritisieren Sie dauernd den Sobotka?) und quasi eine Serviceleistung anzubieten, die unter dem Strich zu einem negativen Ergebnis führt und für alle nur Kosten und mühsame Umstände produziert (Abg. Wittmann: So schlecht war Sobotka auch nicht!), das ist nicht mein Verständnis von effizienter Asylpolitik. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
Daraus ergeben sich gewisse Korrekturen, die aus meiner Sicht notwendig sind, denn da im Sinne einer Übererfüllung von entsprechenden Dingen herzugehen (Abg. Leichtfried: Wieso kritisieren Sie dauernd den Sobotka?) und quasi eine Serviceleistung anzubieten, die unter dem Strich zu einem negativen Ergebnis führt und für alle nur Kosten und mühsame Umstände produziert (Abg. Wittmann: So schlecht war Sobotka auch nicht!), das ist nicht mein Verständnis von effizienter Asylpolitik. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Zwischenruf der Abg. Duzdar
Meine sehr geehrten Damen und Herren (Zwischenruf der Abg. Duzdar), noch ein Wort zu diesem Themenbereich Rechtsberatung, weil da Horrorszenarien an die Wand gemalt werden, als ob es keine Rechtsberatung mehr gebe (Zwischenruf des Abg. Wittmann): Nein, es gibt weiterhin verpflichtende Teile der Rechtsberatung (Zwischenrufe bei der SPÖ), so wie es die europäischen Regelungen vorgeben (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) – alles in bester Ordnung. Wir bieten aber keine All-inclusive-Leistung mehr an. Ich glaube, dass das auch ein wesentliches Signal an die Asylwerberinnen und Asylwerber ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Leichtfried), dass das nicht die in Österreich vorherrschende Mentalität ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was kann der arme Sobotka dafür ...!)
Zwischenruf des Abg. Wittmann
Meine sehr geehrten Damen und Herren (Zwischenruf der Abg. Duzdar), noch ein Wort zu diesem Themenbereich Rechtsberatung, weil da Horrorszenarien an die Wand gemalt werden, als ob es keine Rechtsberatung mehr gebe (Zwischenruf des Abg. Wittmann): Nein, es gibt weiterhin verpflichtende Teile der Rechtsberatung (Zwischenrufe bei der SPÖ), so wie es die europäischen Regelungen vorgeben (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) – alles in bester Ordnung. Wir bieten aber keine All-inclusive-Leistung mehr an. Ich glaube, dass das auch ein wesentliches Signal an die Asylwerberinnen und Asylwerber ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Leichtfried), dass das nicht die in Österreich vorherrschende Mentalität ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was kann der arme Sobotka dafür ...!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Meine sehr geehrten Damen und Herren (Zwischenruf der Abg. Duzdar), noch ein Wort zu diesem Themenbereich Rechtsberatung, weil da Horrorszenarien an die Wand gemalt werden, als ob es keine Rechtsberatung mehr gebe (Zwischenruf des Abg. Wittmann): Nein, es gibt weiterhin verpflichtende Teile der Rechtsberatung (Zwischenrufe bei der SPÖ), so wie es die europäischen Regelungen vorgeben (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) – alles in bester Ordnung. Wir bieten aber keine All-inclusive-Leistung mehr an. Ich glaube, dass das auch ein wesentliches Signal an die Asylwerberinnen und Asylwerber ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Leichtfried), dass das nicht die in Österreich vorherrschende Mentalität ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was kann der arme Sobotka dafür ...!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Meine sehr geehrten Damen und Herren (Zwischenruf der Abg. Duzdar), noch ein Wort zu diesem Themenbereich Rechtsberatung, weil da Horrorszenarien an die Wand gemalt werden, als ob es keine Rechtsberatung mehr gebe (Zwischenruf des Abg. Wittmann): Nein, es gibt weiterhin verpflichtende Teile der Rechtsberatung (Zwischenrufe bei der SPÖ), so wie es die europäischen Regelungen vorgeben (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) – alles in bester Ordnung. Wir bieten aber keine All-inclusive-Leistung mehr an. Ich glaube, dass das auch ein wesentliches Signal an die Asylwerberinnen und Asylwerber ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Leichtfried), dass das nicht die in Österreich vorherrschende Mentalität ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was kann der arme Sobotka dafür ...!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Leichtfried
Meine sehr geehrten Damen und Herren (Zwischenruf der Abg. Duzdar), noch ein Wort zu diesem Themenbereich Rechtsberatung, weil da Horrorszenarien an die Wand gemalt werden, als ob es keine Rechtsberatung mehr gebe (Zwischenruf des Abg. Wittmann): Nein, es gibt weiterhin verpflichtende Teile der Rechtsberatung (Zwischenrufe bei der SPÖ), so wie es die europäischen Regelungen vorgeben (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) – alles in bester Ordnung. Wir bieten aber keine All-inclusive-Leistung mehr an. Ich glaube, dass das auch ein wesentliches Signal an die Asylwerberinnen und Asylwerber ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Leichtfried), dass das nicht die in Österreich vorherrschende Mentalität ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was kann der arme Sobotka dafür ...!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was kann der arme Sobotka dafür ...!
Meine sehr geehrten Damen und Herren (Zwischenruf der Abg. Duzdar), noch ein Wort zu diesem Themenbereich Rechtsberatung, weil da Horrorszenarien an die Wand gemalt werden, als ob es keine Rechtsberatung mehr gebe (Zwischenruf des Abg. Wittmann): Nein, es gibt weiterhin verpflichtende Teile der Rechtsberatung (Zwischenrufe bei der SPÖ), so wie es die europäischen Regelungen vorgeben (Zwischenruf des Abg. Leichtfried) – alles in bester Ordnung. Wir bieten aber keine All-inclusive-Leistung mehr an. Ich glaube, dass das auch ein wesentliches Signal an die Asylwerberinnen und Asylwerber ist (Zwischenrufe der Abgeordneten Duzdar und Leichtfried), dass das nicht die in Österreich vorherrschende Mentalität ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Leichtfried: Was kann der arme Sobotka dafür ...!)
Abg. Wittmann: Sobotka war schlecht, aber nicht so schlecht!
Jedenfalls ist es so, dass bereits jetzt im bestehenden BFA-VG geregelt ist, dass die Rechtsberatung unabhängig und weisungsfrei ist (Abg. Wittmann: Sobotka war schlecht, aber nicht so schlecht!) und objektiv zu erfolgen hat. Genauso wird es in der neuen Konstruktion auch sein, genauso.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
eine Entscheidung, von der man weiß, dass sie kommen wird, hinauszuschieben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein Modell, das nur Verlierer kennt, wir aber wollen ein Modell (Ruf bei der SPÖ: Rechtsstaat!), das nur Gewinner kennt. Ich glaube, das ist gut so.
Ruf bei der SPÖ: Rechtsstaat!
eine Entscheidung, von der man weiß, dass sie kommen wird, hinauszuschieben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist ein Modell, das nur Verlierer kennt, wir aber wollen ein Modell (Ruf bei der SPÖ: Rechtsstaat!), das nur Gewinner kennt. Ich glaube, das ist gut so.
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Weil es angesprochen wurde: Ja, wir orientieren uns dabei an anderen Ländern. Es muss doch einen Grund haben, warum in der Schweiz die Quote jener, die in die Instanz gehen, bei unter 20 Prozent liegt und warum sie bei uns bei 75 bis 80 Prozent liegt. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Das hat genau damit zu tun, dass man den Leuten sagt: Probiere es halt! Du hast zwar keine Aussichten auf Erfolg, aber probiere es und wir werden versuchen, dieses ganze Ding so lange in die Länge zu ziehen (Zwischenruf des Abg. Wittmann), bis wir dann durch die Hintertür mit dem Verfestigungsargument kommen und sagen können, nun ist so viel Zeit vergangen, dass wir dich nicht mehr aus dem Land hinausbringen.
Zwischenruf des Abg. Wittmann
Weil es angesprochen wurde: Ja, wir orientieren uns dabei an anderen Ländern. Es muss doch einen Grund haben, warum in der Schweiz die Quote jener, die in die Instanz gehen, bei unter 20 Prozent liegt und warum sie bei uns bei 75 bis 80 Prozent liegt. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Das hat genau damit zu tun, dass man den Leuten sagt: Probiere es halt! Du hast zwar keine Aussichten auf Erfolg, aber probiere es und wir werden versuchen, dieses ganze Ding so lange in die Länge zu ziehen (Zwischenruf des Abg. Wittmann), bis wir dann durch die Hintertür mit dem Verfestigungsargument kommen und sagen können, nun ist so viel Zeit vergangen, dass wir dich nicht mehr aus dem Land hinausbringen.
Anhaltender Beifall bei der FPÖ, Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dönmez.
So funktioniert das Spiel, und dieses Spiel ist eines zulasten der österreichischen Bevölkerung. Da schauen wir nicht mehr tatenlos zu, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Anhaltender Beifall bei der FPÖ, Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Dönmez.)
Zwischenruf der Abg. Duzdar.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin der festen Überzeugung – meine Regierungskolleginnen und -kollegen teilen diese Ansicht –, dass das das richtige Instrument ist und dass nun der richtige Zeitpunkt ist, diese Agentur auf den Weg zu bringen. Ich darf Sie darum ersuchen, vielleicht Ihre eigene Skepsis noch einmal skeptisch zu hinterfragen – das ist dann der vollendete Skeptizismus, Frau Abgeordnete Griss. (Zwischenruf der Abg. Duzdar.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.
Für mich, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist diese hohe Erwartungshaltung der Bevölkerung, was eine restriktive Asylpolitik betrifft, auf jeden Fall das Maß der Dinge und mein politischer Auftrag. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.)
Abg. Jarolim: Was hat Sobotka so schlecht ...? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Markus Vogl zu Wort gemeldet. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Jarolim: Was hat Sobotka so schlecht ...? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Drei!
Ich berichtige tatsächlich: Herr Bundesminister Stöger hat in seiner Regierungszeit in der Ages die Zahl der Geschäftsführer von zwei auf einen reduziert (Rufe bei der FPÖ: Drei!) und Frau Bundesministerin Köstinger hat nun wieder von einem auf zwei erhöht.
Abg. Belakowitsch: Das ist keine Köstinger-Berichtigung!
(Abg. Belakowitsch: Das ist keine Köstinger-Berichtigung!) Auch Bundesminister Löger hat in der Bundesrechnungsagentur von einem auf zwei Geschäftsführer erhöht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
(Abg. Belakowitsch: Das ist keine Köstinger-Berichtigung!) Auch Bundesminister Löger hat in der Bundesrechnungsagentur von einem auf zwei Geschäftsführer erhöht. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall sowie Beifall in Gebärdensprache bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Ich möchte auf der Galerie des Sitzungssaales die Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums für hörbeeinträchtigte, gehörlose, AVWS und hörende Kinder ganz herzlich willkommen heißen. (Allgemeiner Beifall sowie Beifall in Gebärdensprache bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Also so viel Kritik hat Sobotka nicht verdient! – Abg. Rosenkranz: Er macht ja eh einen tadellosen ...! – Ruf bei der SPÖ: Das hat man eh gestern gesehen! – Abg. Rosenkranz: Was soll jetzt diese Kritik? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Christian Ries zu Wort. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Also so viel Kritik hat Sobotka nicht verdient! – Abg. Rosenkranz: Er macht ja eh einen tadellosen ...! – Ruf bei der SPÖ: Das hat man eh gestern gesehen! – Abg. Rosenkranz: Was soll jetzt diese Kritik? – Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Abgeordneter Christian Ries (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Damen und Herren Abgeordnete, vor allem liebe SPÖ! Heute geht es um Reverstaatlichung, das ist doch eigentlich Ihr Thema, da hätten Sie die Chance, sich anzuschließen. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Liebe SPÖ, Sie dürfen hier heute verstaatlichen, und zwar ohne, dass wir einen wirtschaftlichen Bauchfleck befürchten müssen. Daher, werte Abgeordnete, ersuchen wir Sie um Ihre Unterstützung, diese Aufgabe zurück in staatliche Hände zu geben, dorthin, wo sie auch hingehört! – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
in Richtung Bundesminister Kickl
Abgeordnete Dr. Alma Zadić, LL.M. (JETZT): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Sie haben vorhin das Schweizer Asylsystem als Beispiel dafür genommen (in Richtung Bundesminister Kickl), wie es gut funktioniert. Sie haben es auch als Beispiel angeführt, an das Sie unser System annähern wollen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Kickl.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Kickl.
Abgeordnete Dr. Alma Zadić, LL.M. (JETZT): Frau Präsidentin! Geschätzter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Sie haben vorhin das Schweizer Asylsystem als Beispiel dafür genommen (in Richtung Bundesminister Kickl), wie es gut funktioniert. Sie haben es auch als Beispiel angeführt, an das Sie unser System annähern wollen. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Kickl.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich habe mir erlaubt, mir das kurz anzuschauen. Seit April 2019 gilt ein neues Asylgesetz, und das sieht einen Rechtsschutz vor, der eine Rechtsberatung und eine Rechtsvertretung beinhaltet. Die Akteure, die genannt werden, sind sehr wohl Vertreter von NGOs, denn ich habe zum Beispiel die Caritas als eine der aufgezählten Organisationen gesehen, die Rechtsberatung und Rechtsvertretung durchführen. Vielleicht planen Sie das ja noch, in die neue BBU auch die Caritas und andere NGOs einzuladen, um da als Rechtsvertreter und Rechtsberater mitzuwirken. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittmann: Herr Minister, hören Sie bitte zu! – Abg. Leichtfried – in Richtung Bundesminister Kickl, der mit Abg. Herbert und einem Mitarbeiter spricht –: Herr Minister, könnten Sie vielleicht zuhören und die Privatgespräche einstellen!
Jedes faire Verfahren benötigt einen unabhängigen Richter und setzt Waffengleichheit voraus. (Abg. Wittmann: Herr Minister, hören Sie bitte zu! – Abg. Leichtfried – in Richtung Bundesminister Kickl, der mit Abg. Herbert und einem Mitarbeiter spricht –: Herr Minister, könnten Sie vielleicht zuhören und die Privatgespräche einstellen!) Waffengleichheit können wir nur gewährleisten, wenn die Rechtsberatung und die Rechtsvertretung unabhängig sind und ausschließlich im Interesse des Anzeigers beziehungsweise des Betroffenen erfolgen.
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Laut den Erläuterungen soll die Rechtsberatung durch die Bundesagentur einen gleichwertigen Ersatz für die Verfahrenshilfe durch Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte darstellen. Wesensgehalt des Anwaltsberufes sind anwaltliche Treue- und Interessenswahrungspflichten. Anwälte dienen ausschließlich dem Interesse ihrer KlientInnen. Wenn die Rechtsberatung und insbesondere die Rechtsvertretung durch diese Bundesagentur also einen gleichwertigen Ersatz bieten sollen, dann sind Unabhängigkeit, Vertraulichkeit und Parteilichkeit unabdingbare Voraussetzungen. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Vorsitzende! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Freiheit ist wirklich ein ganz zentraler europäischer Wert, Frau Kollegin Zadić, vor allen Dingen auch die Freiheit, Gleichheit und Gleichberechtigung der Frau und auch die Freiheit junger Mädchen, sich ohne Kopftuchzwang in Kindergärten und Volksschulen zu bewegen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Keiner von Ihnen hat gestern mitgestimmt. Die Frau Oppositionschefin Rendi-Wagner und die ehemalige Frau Frauenministerin Heinisch-Hosek waren nicht einmal im Plenarsaal – so wichtig ist ihnen also die Freiheit von Frauen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (FPÖ): Frau Vorsitzende! Herr Minister! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Freiheit ist wirklich ein ganz zentraler europäischer Wert, Frau Kollegin Zadić, vor allen Dingen auch die Freiheit, Gleichheit und Gleichberechtigung der Frau und auch die Freiheit junger Mädchen, sich ohne Kopftuchzwang in Kindergärten und Volksschulen zu bewegen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.) Keiner von Ihnen hat gestern mitgestimmt. Die Frau Oppositionschefin Rendi-Wagner und die ehemalige Frau Frauenministerin Heinisch-Hosek waren nicht einmal im Plenarsaal – so wichtig ist ihnen also die Freiheit von Frauen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Der Chef der Volkshilfe, die zur Arge Rechtsberatung dazugehört, die auch noch aufrechte Verträge mit dem Innenministerium hat, hetzt – muss man sagen – ständig gegen Maßnahmen der Bundesregierung und natürlich auch gegen diese neue Bundesagentur. Da muss man fragen: Macht er das wirklich aus Nächstenliebe, oder hat er dabei nicht ganz handfeste eigene Interessen, nämlich dass er schlichtweg um seinen Verdienst fürchtet. Ein bisschen ideologisch gefärbt wird es auch sein, er war ja schließlich im Stiftungsrat unseres öffentlich-rechtlichen Rundfunks Leiter der SPÖ-Freundschaftsgruppe. Unsere Frau Außenministerin hat einmal gesagt, die NGOs der Achtzigerjahre haben ihre Unschuld verloren. – Damit hat sie unter anderem das gemeint. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rosenkranz: Wer sonst?
Auf der Homepage der Asylkoordination Österreich steht: Der Innenminister „plant die totale Kontrolle über den Asylbereich“. – Mit Verlaub, er ist nach der Verfassung dafür zuständig. (Abg. Rosenkranz: Wer sonst?) Das steht auch in dem Kodex, den Frau Abgeordnete Zadić dem Herrn Innenminister gegeben hat. Das ist etwa so, als würde ich sagen, der Bürgermeister einer Gemeinde maße sich die totale Kontrolle im Bauverfahren an. – Er ist einfach dafür zuständig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Auf der Homepage der Asylkoordination Österreich steht: Der Innenminister „plant die totale Kontrolle über den Asylbereich“. – Mit Verlaub, er ist nach der Verfassung dafür zuständig. (Abg. Rosenkranz: Wer sonst?) Das steht auch in dem Kodex, den Frau Abgeordnete Zadić dem Herrn Innenminister gegeben hat. Das ist etwa so, als würde ich sagen, der Bürgermeister einer Gemeinde maße sich die totale Kontrolle im Bauverfahren an. – Er ist einfach dafür zuständig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Zum Abschluss: „Die offene Aufnahme von Flüchtlingen unter gleichzeitiger Förderung der Willkommenskultur wird den sozialen inneren Frieden stärken“. – Was zu beweisen war. Der innere soziale Frieden hat in Österreich, in Deutschland und in Schweden, die wir alle so viele aufgenommen haben, seit 2015 wirklich einen großen Sprung gemacht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Rosenkranz: Bar jeder Ideologie!
Sie erzählen uns, dass diese Stellen und Organisationen, diese NGOs objektiv gearbeitet haben, effizient, unabhängig, nicht von eigenen Interessen geleitet. – Also bitte! (Abg. Rosenkranz: Bar jeder Ideologie!) Bei jeder dieser Äußerungen von NGOs sind persönliche Motive im Spiel, Eigeninteressen. Sie sind staatlich finanziert und zum Großteil interessengefärbt. Die Gehälter für diese Jobs, Jobs, Jobs müssen bezahlt werden; die werden nicht von Luft und Liebe, nicht aus Nächstenliebe, nicht vom Regierungsbashing, nicht vom Heiligenschein, sondern vom österreichischen Steuerzahler bezahlt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Sie erzählen uns, dass diese Stellen und Organisationen, diese NGOs objektiv gearbeitet haben, effizient, unabhängig, nicht von eigenen Interessen geleitet. – Also bitte! (Abg. Rosenkranz: Bar jeder Ideologie!) Bei jeder dieser Äußerungen von NGOs sind persönliche Motive im Spiel, Eigeninteressen. Sie sind staatlich finanziert und zum Großteil interessengefärbt. Die Gehälter für diese Jobs, Jobs, Jobs müssen bezahlt werden; die werden nicht von Luft und Liebe, nicht aus Nächstenliebe, nicht vom Regierungsbashing, nicht vom Heiligenschein, sondern vom österreichischen Steuerzahler bezahlt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Herbert: Unglaublich!
Zum Abschluss: Das Ganze wird vom EuGH noch flankiert. Man hat ja da auch seinen internationalen Überbau. Vor einigen Tagen wurde das aktuelle Erkenntnis des EuGH bekannt, wonach die Abschiebung von Schwerstkriminellen weiterhin verunmöglicht wird. Bitte, es geht hier um die Klage von Schwerstverbrechern, natürlich unterstützt von NGOs. Ein Herr aus der Elfenbeinküste hat in Belgien ein Kind vergewaltigt. Der EuGH stellt fest: Seine kriminellen Handlungen sind irrelevant, er ist nicht abzuschieben, weil ihn in seinem Heimatland eine unfreundliche, erniedrigende Behandlung erwartet. – Das muss man sich vorstellen! (Abg. Herbert: Unglaublich!) Im zweiten Fall, betreffend einen Herrn aus Kongo, der sich einen Diebstahl mit Todesfolge – das steht so da –, für das Opfer natürlich, hat zuschulden kommen lassen: Irrelevant! Er darf bleiben.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Da kann man nur mit Roman Herzog, dem ehemaligen deutschen Bundespräsidenten, sagen: Stoppt den EuGH! Schon 2008 hat er nach einer eingehenden Analyse der Judikatur festgestellt, dass der EuGH seiner Aufgabe nicht nachkommt. Er spricht nicht Recht, er macht Politik. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz: Das war sehr gut!
Zurück zum Thema, Fazit: Die Rechtsberatung und Flüchtlingsbetreuung durch die NGOs bisher war parteiisch, sie war teuer, verdammt teuer für den Steuerzahler, sie war seitens der NGOs gewinnorientiert, und sie war ineffizient. Es wird jetzt um Welten besser werden, im Interesse der Asylwerber, nämlich derjenigen, die einen Asylgrund haben, und im Interesse der österreichischen Steuerzahler. Sie wird objektiv, korrekt und neutral, so wie unsere Vollziehung eben arbeiten soll. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Rosenkranz: Das war sehr gut!)
Abg. Rosenkranz: Das würde nicht gehen!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren, würden Sie, wenn Sie mit Ihrem Dienstgeber Probleme haben, seinen Rechtsberater als Auskunftsperson nehmen oder sich von seinem Rechtsanwalt vertreten lassen? (Abg. Rosenkranz: Das würde nicht gehen!) Würden Sie, wenn Sie Probleme mit Ihrem Vermieter haben, den Anwalt der Hausverwaltung nehmen? (Abg. Rosenkranz: Das geht ja gar nicht! Das ist standesrechtlich verboten!) – Das ist verboten, genau! (Abg. Rosenkranz: Standesrechtlich verboten! Das geht gar nicht! Was wollen Sie uns sagen?)
Abg. Rosenkranz: Das geht ja gar nicht! Das ist standesrechtlich verboten!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren, würden Sie, wenn Sie mit Ihrem Dienstgeber Probleme haben, seinen Rechtsberater als Auskunftsperson nehmen oder sich von seinem Rechtsanwalt vertreten lassen? (Abg. Rosenkranz: Das würde nicht gehen!) Würden Sie, wenn Sie Probleme mit Ihrem Vermieter haben, den Anwalt der Hausverwaltung nehmen? (Abg. Rosenkranz: Das geht ja gar nicht! Das ist standesrechtlich verboten!) – Das ist verboten, genau! (Abg. Rosenkranz: Standesrechtlich verboten! Das geht gar nicht! Was wollen Sie uns sagen?)
Abg. Rosenkranz: Standesrechtlich verboten! Das geht gar nicht! Was wollen Sie uns sagen?
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren, würden Sie, wenn Sie mit Ihrem Dienstgeber Probleme haben, seinen Rechtsberater als Auskunftsperson nehmen oder sich von seinem Rechtsanwalt vertreten lassen? (Abg. Rosenkranz: Das würde nicht gehen!) Würden Sie, wenn Sie Probleme mit Ihrem Vermieter haben, den Anwalt der Hausverwaltung nehmen? (Abg. Rosenkranz: Das geht ja gar nicht! Das ist standesrechtlich verboten!) – Das ist verboten, genau! (Abg. Rosenkranz: Standesrechtlich verboten! Das geht gar nicht! Was wollen Sie uns sagen?)
Abg. Belakowitsch: Das ist der falsche Minister, Frau Yılmaz!
neralsekretär die Weisung gegeben, dass das Eurofighter-Verfahren eingestellt werden soll? (Abg. Belakowitsch: Das ist der falsche Minister, Frau Yılmaz!) – Das macht ja nichts! (Beifall bei der SPÖ.) Ich kann es Ihnen ja sagen, Sie stellen ja die Regierung. Ich will eine Erklärung haben, warum der Korruptionsstaatsanwalt den Generalsekretär anzeigt. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte, sprechen Sie zur Tagesordnung! – Abg. Deimek: Zu welchem Thema reden Sie jetzt?) – Na, Sie haben schon verstanden, wozu ich rede. Es geht um Vertrauen, um weisungsgebundene Beamte, die anscheinend einfach angewiesen werden, Verfahren einstellen zu lassen. (Abg. Martin Graf: Die Freimaurer ...!)
Beifall bei der SPÖ.
neralsekretär die Weisung gegeben, dass das Eurofighter-Verfahren eingestellt werden soll? (Abg. Belakowitsch: Das ist der falsche Minister, Frau Yılmaz!) – Das macht ja nichts! (Beifall bei der SPÖ.) Ich kann es Ihnen ja sagen, Sie stellen ja die Regierung. Ich will eine Erklärung haben, warum der Korruptionsstaatsanwalt den Generalsekretär anzeigt. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte, sprechen Sie zur Tagesordnung! – Abg. Deimek: Zu welchem Thema reden Sie jetzt?) – Na, Sie haben schon verstanden, wozu ich rede. Es geht um Vertrauen, um weisungsgebundene Beamte, die anscheinend einfach angewiesen werden, Verfahren einstellen zu lassen. (Abg. Martin Graf: Die Freimaurer ...!)
Abg. Belakowitsch: Geh bitte, sprechen Sie zur Tagesordnung! – Abg. Deimek: Zu welchem Thema reden Sie jetzt?
neralsekretär die Weisung gegeben, dass das Eurofighter-Verfahren eingestellt werden soll? (Abg. Belakowitsch: Das ist der falsche Minister, Frau Yılmaz!) – Das macht ja nichts! (Beifall bei der SPÖ.) Ich kann es Ihnen ja sagen, Sie stellen ja die Regierung. Ich will eine Erklärung haben, warum der Korruptionsstaatsanwalt den Generalsekretär anzeigt. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte, sprechen Sie zur Tagesordnung! – Abg. Deimek: Zu welchem Thema reden Sie jetzt?) – Na, Sie haben schon verstanden, wozu ich rede. Es geht um Vertrauen, um weisungsgebundene Beamte, die anscheinend einfach angewiesen werden, Verfahren einstellen zu lassen. (Abg. Martin Graf: Die Freimaurer ...!)
Abg. Martin Graf: Die Freimaurer ...!
neralsekretär die Weisung gegeben, dass das Eurofighter-Verfahren eingestellt werden soll? (Abg. Belakowitsch: Das ist der falsche Minister, Frau Yılmaz!) – Das macht ja nichts! (Beifall bei der SPÖ.) Ich kann es Ihnen ja sagen, Sie stellen ja die Regierung. Ich will eine Erklärung haben, warum der Korruptionsstaatsanwalt den Generalsekretär anzeigt. (Abg. Belakowitsch: Geh bitte, sprechen Sie zur Tagesordnung! – Abg. Deimek: Zu welchem Thema reden Sie jetzt?) – Na, Sie haben schon verstanden, wozu ich rede. Es geht um Vertrauen, um weisungsgebundene Beamte, die anscheinend einfach angewiesen werden, Verfahren einstellen zu lassen. (Abg. Martin Graf: Die Freimaurer ...!)
Abg. Deimek: Leider Gottes!
Sie sprechen von gemeinnützigen Vereinen, NGOs, die seit Jahrzehnten ein Teil dieser Republik sind. (Abg. Deimek: Leider Gottes!) Wie würde die Republik von der Altenpflege bis zur Kinderbetreuung ohne Caritas, Diakonie und so weiter dastehen? (Beifall bei SPÖ und JETZT.) Wie können Sie diese NGOs derart diskreditieren, nur weil Sie auch Asylwerberinnen und Asylwerber betreuen?! Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel Menschenverachtung eigentlich in der Abgeordneten Fürst steckt. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Heiterkeit und Oh-Rufe bei der FPÖ.) Wie viel Hass tragen Sie eigentlich in sich, dass Sie sich herstellen und Derartiges von sich geben? (Abg. Herbert: Das sind einfach die Fakten! – Abg. Rosenkranz: Der Vorwurf ist immer Menschenverachtung und Hass! Na gut!)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
Sie sprechen von gemeinnützigen Vereinen, NGOs, die seit Jahrzehnten ein Teil dieser Republik sind. (Abg. Deimek: Leider Gottes!) Wie würde die Republik von der Altenpflege bis zur Kinderbetreuung ohne Caritas, Diakonie und so weiter dastehen? (Beifall bei SPÖ und JETZT.) Wie können Sie diese NGOs derart diskreditieren, nur weil Sie auch Asylwerberinnen und Asylwerber betreuen?! Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel Menschenverachtung eigentlich in der Abgeordneten Fürst steckt. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Heiterkeit und Oh-Rufe bei der FPÖ.) Wie viel Hass tragen Sie eigentlich in sich, dass Sie sich herstellen und Derartiges von sich geben? (Abg. Herbert: Das sind einfach die Fakten! – Abg. Rosenkranz: Der Vorwurf ist immer Menschenverachtung und Hass! Na gut!)
Beifall bei SPÖ und JETZT. – Heiterkeit und Oh-Rufe bei der FPÖ.
Sie sprechen von gemeinnützigen Vereinen, NGOs, die seit Jahrzehnten ein Teil dieser Republik sind. (Abg. Deimek: Leider Gottes!) Wie würde die Republik von der Altenpflege bis zur Kinderbetreuung ohne Caritas, Diakonie und so weiter dastehen? (Beifall bei SPÖ und JETZT.) Wie können Sie diese NGOs derart diskreditieren, nur weil Sie auch Asylwerberinnen und Asylwerber betreuen?! Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel Menschenverachtung eigentlich in der Abgeordneten Fürst steckt. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Heiterkeit und Oh-Rufe bei der FPÖ.) Wie viel Hass tragen Sie eigentlich in sich, dass Sie sich herstellen und Derartiges von sich geben? (Abg. Herbert: Das sind einfach die Fakten! – Abg. Rosenkranz: Der Vorwurf ist immer Menschenverachtung und Hass! Na gut!)
Abg. Herbert: Das sind einfach die Fakten! – Abg. Rosenkranz: Der Vorwurf ist immer Menschenverachtung und Hass! Na gut!
Sie sprechen von gemeinnützigen Vereinen, NGOs, die seit Jahrzehnten ein Teil dieser Republik sind. (Abg. Deimek: Leider Gottes!) Wie würde die Republik von der Altenpflege bis zur Kinderbetreuung ohne Caritas, Diakonie und so weiter dastehen? (Beifall bei SPÖ und JETZT.) Wie können Sie diese NGOs derart diskreditieren, nur weil Sie auch Asylwerberinnen und Asylwerber betreuen?! Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel Menschenverachtung eigentlich in der Abgeordneten Fürst steckt. (Beifall bei SPÖ und JETZT. – Heiterkeit und Oh-Rufe bei der FPÖ.) Wie viel Hass tragen Sie eigentlich in sich, dass Sie sich herstellen und Derartiges von sich geben? (Abg. Herbert: Das sind einfach die Fakten! – Abg. Rosenkranz: Der Vorwurf ist immer Menschenverachtung und Hass! Na gut!)
Beifall bei der FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, Sie können uns wirklich nicht versichern, dass das unabhängig und rechtlich einwandfrei vonstattengehen wird, denn das Ziel des Herrn Ministers – er hat es schon gesagt – ist: null Asylwerber. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
Wie soll er das regeln können? Sie können das auch nicht! Man kann sich die Asylwerber nicht aussuchen. Das glauben Sie, und das wollen Sie uns weismachen. Wir können das nicht! Wir können nur sehr faire Verfahren anbieten und durchführen. Diese Rechtsstaatlichkeit brauchen wir, von der leben wir. Das bedeutet Vertrauen auch für mich, auch wenn ich kein Asyl brauche. Sie möchten das echt zerschlagen? Das tut mir sehr, sehr leid. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Jede Unterstellung, die Sie hier – und da darf ich mich Innenminister Kickl anschließen – gegenüber unseren Beamten und Vertragsbediensteten, gegenüber allen öffentlichen Bediensteten in dieser mittlerweile langen Diskussion um die Regierungsvorlage permanent vorbringen, darf ich auf das Entschiedenste zurückweisen. Unsere Beamten, unsere öffentlich Bediensteten leisten hervorragende Arbeit und haben es nicht verdient, dass sie permanent von der Opposition kollektiv ins Unrecht gestellt werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Das darzulegen ist mir jedenfalls wichtig.
Abg. Greiner: Das machen wir sicher! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich lade Sie ein, sobald wir den ersten Rechnungshofbericht zu dieser neuen Agentur vorliegen haben, nochmals eine Diskussionen darüber zu führen (Abg. Greiner: Das machen wir sicher! – weitere Zwischenrufe bei der SPÖ), inwieweit tatsächlich diese von Ihnen befürchteten Kosten eintreten oder ein negativer Kostenansatz vorliegt; vielleicht können wir dies im positiven Sinne, nämlich dass dies nicht vorliegt, abklären.
Abg. Zinggl: Das sagen Sie!
Frau Kollegin Zadić, da Sie die Reisefreiheit oder die Freiheitswerte in der Europäischen Union angesprochen haben, darf ich Ihnen folgenden Rat geben: Sagen Sie das doch einmal den vielen Asylwerbern, nämlich jenen, die auf Kosten der Steuerzahler kreuz und quer durch die Europäische Union reisen, um sich dann schlussendlich jenes Destinationsland auszusuchen, in welchem sie auf Staatskosten die besten sozialen Leistungen in Anspruch nehmen können! (Abg. Zinggl: Das sagen Sie!) Das ist das, was wir nicht wollen. Aus diesem Grund bin ich Herrn Innenminister Kickl sehr dankbar dafür, dass er nicht nur das im Regierungsprogramm festgelegte Konzept der Betreuungsagentur umsetzt, sondern einmal mehr die Interessen der österreichischen Bevölkerung wahrnimmt, die im Mittelpunkt unser aller Wirken hier im Hohen Haus stehen sollten, und nicht so sehr jene Interessen, wonach man den Asylwerbern jedenfalls jeden finanziellen Vorteil gönnen sollte.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
In diesem Sinne darf ich Sie einladen, dieses Gesetz zu unterstützen, und hoffe auf breite Zustimmung. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
Vorwegschicken möchte ich: Niemand von der Opposition und schon gar nicht von der SPÖ hat irgendwann einmal in diesem Zusammenhang die Beamten in die Kritik genommen oder hegt ein Misstrauen gegen die Beamten, die dort tätig sind. Wir haben Misstrauen hinsichtlich der Tätigkeit, die Sie ausüben, der Art, wie Sie sie sehen, und der Verantwortung, wie Sie sie wahrnehmen. Da sind wir sehr kritisch. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Bundesminister Kickl: Schon!
Herr Bundesminister, Sie haben das Thema des Aufsichtsrates angesprochen, und ich möchte Ihnen sagen: Was Sie gesagt haben, ist nicht richtig. Wir haben nicht die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder kritisiert (Bundesminister Kickl: Schon!), sondern wir haben kritisiert, wie viele Aufsichtsräte das Bundesministerium für Inneres stellt. Sie wissen, zwölf Mitglieder gibt es im Aufsichtsrat, sechs davon stellt allein das Bundesministerium für Inneres, eines stellt das Bundesministerium für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz, ein Mitglied das Bundesministerium für Finanzen, und vier werden innerbetrieblich gestellt. Als wir Kritik daran geübt haben, wie viele Sie stellen, haben Sie gesagt, wir wollen die innerbetrieblichen nicht. – Das stimmt nicht, das stimmt überhaupt nicht! Diese wollen wir schon. Wir sehen es aber kritisch, wenn sechs aus Ihrem Ministerium kommen und diese weisungsgebunden sind – weisungsgebunden in einer klaren Linie von oben nach unten.
Zwischenrufe bei der FPÖ
Sie haben im Ausschuss ganz klar gesagt, dass sie weisungsgebunden sein werden. Sie haben gesagt, Sie suchen sich die Mitglieder aus, Sie bestellen die Mitglieder, Sie bestellen den Geschäftsführer. Das heißt, es gibt in diesem Bereich auch eine Durchgängigkeit in der Weisungskette. Weiters wird dort mit einfacher Mehrheit und einem Dirimierungsrecht beschlossen (Zwischenrufe bei der FPÖ), das heißt, der Vorsitzende entscheidet bei Stimmengleichheit die Abstimmung; das heißt, das Bundesministerium für Inneres wird bei Stimmengleichheit die Entscheidung treffen. Der Vorsitzende ist Ihnen ebenfalls weisungsgebunden unterstellt.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Stefan und Wurm.
Lieber Herr Bundesminister, dass Sie nur einen Geschäftsführer stellen, ist einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass sich die ÖVP offensichtlich über den Tisch hat ziehen lassen und nicht mitbekommen hat, dass Sie nur einen bestellen wollen und nicht mehrere. Das brauchen Sie uns nicht vorzuwerfen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Stefan und Wurm.)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
Ich sage Ihnen etwas: Sie haben gesagt, Frau Abgeordnete Lueger sei eine „Prangerrednerin“. Da geben ich Ihnen recht, dass sie das angeprangert hat, was Sie damit vorhaben und was Sie, liebe Regierungsparteien, heute beschließen werden. Ja, das hat sie zu Recht angeprangert. Ihre Rede aber, Herr Bundesminister, und das sage ich Ihnen schon zum Abschluss, erinnert mich nicht an eine kompetente Rede eines Bundesministers, sondern eher an eine Büttenrede dieser Regierung. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter David Lasar (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eines möchte ich zur Rede von Herrn Maurice schon sagen (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ): Ihr wärt natürlich froh, wenn Ihr je einen Bundesminister gehabt hättet, der das zuwege bringt, was Herr Bundesminister Kickl zusammenbringt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.) Da spricht natürlich wieder einmal der pure Neid. (Abg. Leichtfried: Wir haben halt den Sobotka gehabt!) Das ist euer Problem. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Danke, Herr Bundesminister! Weiter so, bitte! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.
Abgeordneter David Lasar (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eines möchte ich zur Rede von Herrn Maurice schon sagen (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ): Ihr wärt natürlich froh, wenn Ihr je einen Bundesminister gehabt hättet, der das zuwege bringt, was Herr Bundesminister Kickl zusammenbringt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.) Da spricht natürlich wieder einmal der pure Neid. (Abg. Leichtfried: Wir haben halt den Sobotka gehabt!) Das ist euer Problem. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Danke, Herr Bundesminister! Weiter so, bitte! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Wir haben halt den Sobotka gehabt!
Abgeordneter David Lasar (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eines möchte ich zur Rede von Herrn Maurice schon sagen (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ): Ihr wärt natürlich froh, wenn Ihr je einen Bundesminister gehabt hättet, der das zuwege bringt, was Herr Bundesminister Kickl zusammenbringt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.) Da spricht natürlich wieder einmal der pure Neid. (Abg. Leichtfried: Wir haben halt den Sobotka gehabt!) Das ist euer Problem. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Danke, Herr Bundesminister! Weiter so, bitte! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter David Lasar (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eines möchte ich zur Rede von Herrn Maurice schon sagen (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ): Ihr wärt natürlich froh, wenn Ihr je einen Bundesminister gehabt hättet, der das zuwege bringt, was Herr Bundesminister Kickl zusammenbringt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.) Da spricht natürlich wieder einmal der pure Neid. (Abg. Leichtfried: Wir haben halt den Sobotka gehabt!) Das ist euer Problem. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Danke, Herr Bundesminister! Weiter so, bitte! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter David Lasar (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eines möchte ich zur Rede von Herrn Maurice schon sagen (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ): Ihr wärt natürlich froh, wenn Ihr je einen Bundesminister gehabt hättet, der das zuwege bringt, was Herr Bundesminister Kickl zusammenbringt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Heiterkeit und Widerspruch bei der SPÖ.) Da spricht natürlich wieder einmal der pure Neid. (Abg. Leichtfried: Wir haben halt den Sobotka gehabt!) Das ist euer Problem. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Danke, Herr Bundesminister! Weiter so, bitte! (Beifall bei der FPÖ.)
Rufe und Gegenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Jetzt zum eigentlichen Thema, meine Damen und Herren! (Rufe und Gegenrufe bei SPÖ und FPÖ.) In diesem Gesetz geht es um die Schaffung einer Bundesagentur im Bereich der Grundversorgung, der Betreuung von Asylwerbern, der Rechtsberatung sowie der Übersetzungs- und Dolmetschleistungen für Asylwerber und sonstige Fremde.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich kann mich abschließend beim Herrn Bundesminister und bei seinem ganzen Team nur noch einmal für diese hervorragende Arbeit bedanken und sagen: Herr Bundesminister, bitte machen Sie weiter so! Für diesen Schritt sind keine Siebenmeilenstiefel angebracht, bitte machen Sie Schritt für Schritt weiter! – Danke vielmals. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Abgeordneter Konrad Antoni (SPÖ): Herr Abgeordneter Lasar, ich darf Ihnen kurz mitteilen: Unsere Fraktion ist glücklich und stolz darauf, noch nie so einen Bundesminister wie den jetzigen in unseren Reihen gehabt zu haben. (Beifall bei der SPÖ. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.)
Abg. Zanger: Na no na net!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ein sogenannter Dauerbrenner der Regierung, um nicht zu sagen, überhaupt das Lieblingsthema der Regierungsparteien, ist das Thema Asyl, das seit den letzten Wahlen mittlerweile auch im Repertoire der türkisen Fraktion ist. Wenn man den vorliegenden Entwurf des Bundesgesetzes genauer durchforstet, wird einem sehr schnell eines klar: Mit dieser Gesetzesänderung wird der Weg fortgesetzt, den die Regierung seit Amtsantritt verfolgt (Abg. Zanger: Na no na net!): Umbauen, umstrukturieren, und das auf Kosten der Steuerzahler, koste es dem Steuerzahler und der Steuerzahlerin, was es wolle! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ein sogenannter Dauerbrenner der Regierung, um nicht zu sagen, überhaupt das Lieblingsthema der Regierungsparteien, ist das Thema Asyl, das seit den letzten Wahlen mittlerweile auch im Repertoire der türkisen Fraktion ist. Wenn man den vorliegenden Entwurf des Bundesgesetzes genauer durchforstet, wird einem sehr schnell eines klar: Mit dieser Gesetzesänderung wird der Weg fortgesetzt, den die Regierung seit Amtsantritt verfolgt (Abg. Zanger: Na no na net!): Umbauen, umstrukturieren, und das auf Kosten der Steuerzahler, koste es dem Steuerzahler und der Steuerzahlerin, was es wolle! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
In der Begründung werden immer wieder „Einsparungen“, „Optimierung“, „Kosteneffizienz“, „Qualitätssicherung auf hohem Niveau“ angeführt; ob es jetzt bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung aber tatsächlich billiger wird, ist mehr als fraglich. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Viele der Vorredner heute haben ja bereits angeführt, dass wir anlässlich der Einführung dieser Bundesagentur mit deutlichen Mehrkosten in Höhe von 10 Millionen Euro rechnen müssen; daher bezweifle ich, dass es billiger wird. Ich bezweifle auch, dass es für die Betroffenen besser wird, und ich bezweifle vor allem, dass es zu einer Qualitätssteigerung kommen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In der Begründung werden immer wieder „Einsparungen“, „Optimierung“, „Kosteneffizienz“, „Qualitätssicherung auf hohem Niveau“ angeführt; ob es jetzt bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung aber tatsächlich billiger wird, ist mehr als fraglich. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Viele der Vorredner heute haben ja bereits angeführt, dass wir anlässlich der Einführung dieser Bundesagentur mit deutlichen Mehrkosten in Höhe von 10 Millionen Euro rechnen müssen; daher bezweifle ich, dass es billiger wird. Ich bezweifle auch, dass es für die Betroffenen besser wird, und ich bezweifle vor allem, dass es zu einer Qualitätssteigerung kommen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Bezüglich der Qualitätssteigerung möchte ich eines anmerken: Ausschreibungsverfahren dienen auch der Qualitätssicherung und der Qualitätssteigerung, weil sich in diesen Verfahren die Besten um diese Positionen bewerben können. Ein solches Verfahren fällt jetzt einmal weg, weil ja die Verantwortungsträger in der Bundesagentur sowie die Geschäftsführer nicht im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens, sondern durch den Innenminister bestellt werden. So stellt sich natürlich die Frage, Herr Innenminister: Ist das die Qualitätsverbesserung, die Sie meinen? Ist es das? – Das bedeutet also, Sie bestellen in Ihrem Sinne Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer und sind der Meinung, dass dadurch die Qualität verbessert wird. Ich muss einen anderen Schluss ziehen: Ich sehe nur eine Verbesserung, nämlich eine Verbesserung für Sie, aber keine Verbesserung in der Sache. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Das ist ja ein Wahnsinn! – Abg. Belakowitsch: Sicher, der Innenminister ist verantwortlich!
Zum Abschluss möchte ich noch eines anmerken: Wozu es führen kann, wenn nicht ausgeschrieben wird, wie zum Beispiel bei den Generalsekretären, zeigt sehr klar und deutlich die heutige mediale Berichterstattung; ich verweise auf die Homepage des ORF. Dort kann jeder nachlesen, dass hochrangige Justizbeamte, darunter auch der Generalsekretär im Justizministerium, von eigenen Kollegen angezeigt wurden. Der Grund dafür ist der Verdacht der Anstiftung zum Amtsmissbrauch in der Causa Eurofighter. (Abg. Leichtfried: Das ist ja ein Wahnsinn! – Abg. Belakowitsch: Sicher, der Innenminister ist verantwortlich!) Das ist ein weiterer trauriger Baustein dieser Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Die Rede hat mich umgehaut!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Die Rede hat mich umgehaut!
Zum Abschluss möchte ich noch eines anmerken: Wozu es führen kann, wenn nicht ausgeschrieben wird, wie zum Beispiel bei den Generalsekretären, zeigt sehr klar und deutlich die heutige mediale Berichterstattung; ich verweise auf die Homepage des ORF. Dort kann jeder nachlesen, dass hochrangige Justizbeamte, darunter auch der Generalsekretär im Justizministerium, von eigenen Kollegen angezeigt wurden. Der Grund dafür ist der Verdacht der Anstiftung zum Amtsmissbrauch in der Causa Eurofighter. (Abg. Leichtfried: Das ist ja ein Wahnsinn! – Abg. Belakowitsch: Sicher, der Innenminister ist verantwortlich!) Das ist ein weiterer trauriger Baustein dieser Bundesregierung. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Belakowitsch: Die Rede hat mich umgehaut!)
Beifall des Abg. Stefan.
Abgeordneter Efgani Dönmez, PMM (ohne Klubzugehörigkeit): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehbildschirmen! Für mich ist die Entscheidung, dass die Rechtsberatung und auch die Betreuung wieder in die Hände des Bundes gelegt wird, ein ganz logischer Schritt und auch absolut nachvollziehbar. (Beifall des Abg. Stefan.)
Abg. Leichtfried: Was heißt „unter anderem“?
Ich bin unter anderem Sozialarbeiter und komme aus der Flüchtlings- und MigrantInnenarbeit. (Abg. Leichtfried: Was heißt „unter anderem“?) – Ich habe auch etwas anderes gelernt. (Abg. Rosenkranz: Das steht auf der Homepage! – Abg. Leichtfried: Er kann ja sagen, was anderes! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) In Oberösterreich habe ich die Jugendwohnhäuser für unbegleitete minderjährige Fremde aufgebaut und geleitet. Ich habe über die Jahre beobachtet, dass sich große Teile der Behörden, der Beamten, der NGOs und der Funktionäre dort nicht auf Augenhöhe partnerschaftlich, zum Wohle der betroffenen Leute ausgetauscht haben, sondern dass ein Klima des Misstrauens und der gegenseitigen Feindseligkeiten vorhanden war. Dass sich das über die Jahre zuspitzt und auch Konsequenzen nach sich zieht, war für jemanden, der ein bisschen über den Tellerrand hinausblickt, eigentlich absehbar.
Abg. Rosenkranz: Das steht auf der Homepage! – Abg. Leichtfried: Er kann ja sagen, was anderes! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
Ich bin unter anderem Sozialarbeiter und komme aus der Flüchtlings- und MigrantInnenarbeit. (Abg. Leichtfried: Was heißt „unter anderem“?) – Ich habe auch etwas anderes gelernt. (Abg. Rosenkranz: Das steht auf der Homepage! – Abg. Leichtfried: Er kann ja sagen, was anderes! – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) In Oberösterreich habe ich die Jugendwohnhäuser für unbegleitete minderjährige Fremde aufgebaut und geleitet. Ich habe über die Jahre beobachtet, dass sich große Teile der Behörden, der Beamten, der NGOs und der Funktionäre dort nicht auf Augenhöhe partnerschaftlich, zum Wohle der betroffenen Leute ausgetauscht haben, sondern dass ein Klima des Misstrauens und der gegenseitigen Feindseligkeiten vorhanden war. Dass sich das über die Jahre zuspitzt und auch Konsequenzen nach sich zieht, war für jemanden, der ein bisschen über den Tellerrand hinausblickt, eigentlich absehbar.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
zusammenkehren, also insofern können wir schon Danke sagen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
Präsidentin Doris Bures: Ich möchte auf der Galerie eine Gruppe des Pensionistenverbandes aus Haugsdorf und Pernersdorf recht herzlich begrüßen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Leichtfried: Wieder gegen den Sobotka ...!
Zu Wort gemeldet ist Herr Klubobmann Dr. Walter Rosenkranz. – Bitte. (Abg. Leichtfried: Wieder gegen den Sobotka ...!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.
Abgeordneter Dr. Walter Rosenkranz (FPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzte Damen und Herren! Ein paar Dinge zum Zurechtrücken und zum Auf-der-Zunge-zergehen-Lassen: Ja, Innenminister Herbert Kickl möchte, dass es in Zukunft null Asylanträge in Österreich geben wird. Warum? – Weil es erstens unter Umständen notwendig sein wird, dass auf der ganzen Welt generell überhaupt niemand Asyl braucht, und weil wir zweitens – und das ist das, was Österreich betrifft – rundum von sicheren Drittstaaten umgeben sind. Grundsätzlich hätte in Österreich niemand die rechtliche Möglichkeit, einen Asylantrag zu stellen, außer er kommt illegal über unsere Grenze – daher ist der Grenzschutz wichtig. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein Asylwerber kann nur dann legal nach Österreich kommen, wenn er über einen der Flughäfen, in erster Linie über Schwechat, mit einem gültigen Reisedokument einreist; das ist natürlich eine Situation, in der man im Rahmen unseres Rechtsstaates selbstverständlich das Asylverfahren anbietet und die auch die positive Eigenschaft hat, dass man ein Reisedokument der betreffenden Person bekommt. Dann haben wir idealerweise vielleicht ein oder zwei Asylverfahren in einem Jahr zu bewältigen. Alle anderen müssten, sobald sie hier sind, sofort in das Land zurück, aus dem sie hergekommen sind – sei es, dass sie direkt in ihr Heimatland kommen, sei es, dass sie in eines unserer Nachbarländer, in einen sicheren Drittstaat kommen. So gesehen hat Herbert Kickl recht: null Asylwerber in Österreich. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall der Abg. Steinacker. – Ruf bei der FPÖ: Sie lügen!
Ein paar Dinge, um die Aussagen – bitte, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen! – in Erinnerung zu rufen: Frau Yılmaz stand hier und behauptete, es werden dort weisungsgebundene Beamte entscheiden. – Was steht im Gesetz? Diese Beamten sind weisungsfrei. (Beifall der Abg. Steinacker. – Ruf bei der FPÖ: Sie lügen!) Jetzt frage ich mich: Was ist das dann? (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Jetzt die nächste Frage: Herr Kollege Androsch hat gemeint, die Aufsichtsräte sind dort weisungsgebunden. – Der Aufsichtsrat ist nicht weisungsgebunden.
Zwischenruf der Abg. Yılmaz.
Ein paar Dinge, um die Aussagen – bitte, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen! – in Erinnerung zu rufen: Frau Yılmaz stand hier und behauptete, es werden dort weisungsgebundene Beamte entscheiden. – Was steht im Gesetz? Diese Beamten sind weisungsfrei. (Beifall der Abg. Steinacker. – Ruf bei der FPÖ: Sie lügen!) Jetzt frage ich mich: Was ist das dann? (Zwischenruf der Abg. Yılmaz.) Jetzt die nächste Frage: Herr Kollege Androsch hat gemeint, die Aufsichtsräte sind dort weisungsgebunden. – Der Aufsichtsrat ist nicht weisungsgebunden.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Langsam drängt sich mir – im Zuge der letzten, gestrigen Sitzung zur Frage der Sozialhilfe, der Armutsbekämpfung – Folgendes auf, da diese Regierung daran arbeitet, denjenigen Hilfe zu gewähren, die sich nicht selbst helfen können: Ich werde heute mit dem Regierungspartner ÖVP in ein Gespräch eintreten, wie man dieser SPÖ helfen kann, denn sie kann sich nicht mehr selbst helfen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was soll denn das? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es sind die NGOs angesprochen worden: die Altenbetreuung – sehr verdienstvoll; die Kinderbetreuung – sehr verdienstvoll; Palliativeinrichtungen – sehr verdienstvoll. Hier geht es aber nicht um all das, sondern um das, was sich bei den NGOs etabliert hat, um das zu machen, was manche Menschen, vor allem in Wien, als die Häupl-Doktrin anerkennen und sehen: Wenn die sozialistischen Politiker vom Volk abgewählt werden, dann muss man eben den echten Wiener durch ein anderes Volk austauschen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was soll denn das? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das ist
Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben es nicht verstanden!
In der letzten Zeit ist ein Ausdruck verwendet worden, der immer ganz besonders auf Kritik gestoßen ist. Ich habe den Ausdruck gefunden, den Ihre Reichshälfte dafür verdient – und dafür werden Sie mich ja doch nicht schelten wollen –: Der Leiter der Wiener Festwochen sagte anlässlich der Eröffnung – er steht nicht in Verdacht, ein Rechtsextremist zu sein – auf der Bühne: „Eine Stadt, die offen ist für wechselnde Identitäten“ – vielleicht kommt das mit Aliasnamen auch im Asylverfahren dann manchmal vor (Abg. Heinisch-Hosek: Sie haben es nicht verstanden!) – „und eine Bevölkerung im Wandel“.
Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.
Ja, Bevölkerung im Wandel – das wollen Sie. Und ich sage Ihnen: Wir wollen das nicht. (Beifall bei FPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dönmez.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wer stimmt dem zu? – Der Gesetzentwurf ist somit auch in dritter Lesung angenommen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Erwin Preiner (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseherinnen und Zuseher auf der Galerie und zu Hause vor den Fernsehapparaten! Das nationale Weingesetz wird heute aufgrund einer Regierungsvorlage ohne Not und Notwendigkeit mit Stimmenmehrheit novelliert und beschlossen werden – und das, obwohl wir weltweit eines der besten Weingesetze haben. Ich bedanke mich daher explizit sehr herzlich bei allen Winzern, auch bei den kleinen Winzerbetrieben, für ihre Arbeit im Weingarten, für ihre Arbeit im Weinkeller und auch für ihre Arbeit, was Vermarktung und Marketing betrifft. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Singer spricht mit Bundesministerin Köstinger an der Regierungsbank
Kolleginnen und Kollegen! Im Rahmen der Begutachtung hat auch die Landwirtschaftskammer Österreich eine Stellungnahme abgegeben. Das geht aus dem Protokoll der Ausschusssitzung hervor. Nur findet man keine Inhalte dieser Stellungnahme. Frau Ministerin! Ich frage Sie, wenn Sie Ihr Zwiegespräch beendet haben (Abg. Singer spricht mit Bundesministerin Köstinger an der Regierungsbank): Wo sind die diesbezüglichen Unterlagen, diese Stellungnahme der Landwirtschaftskammer Österreich, oder haben Sie irgendetwas zu verbergen, zu verheimlichen?
Abg. Rosenkranz: Einstimmig!
Kolleginnen und Kollegen! Dieses DAC-Gesetz ist ein Anschlag auf die kleinen bäuerlichen Winzerfamilien, Winzerbetriebe, Frau Ministerin, ein Anschlag dezidiert auf die Nebenerwerbslandwirte, auch ein Anschlag auf die Direktvermarktung, auf die Regionalität. Es wird einfach in Zukunft verboten, wenn die regionalen Weinkomitees wollen (Abg. Rosenkranz: Einstimmig!), dass der Gemeindename und auch die Riedbezeichnung auf der Etikette einer verkauften Flasche aufscheinen dürfen (Abg. Rosenkranz: Einstimmig!) – selbstverständlich, ich habe überhaupt kein Problem, Herr Kollege Rosenkranz, mit dem Wort einstimmig (Abg. Gödl: Aha! Schon was von Basisdemokratie gehört?) –, denn diese kleinen Winzerbetriebe und Nebenerwerbslandwirte haben ja ohnehin kein Stimmrecht in den regionalen Weinkomitees. (Abg. Rosenkranz: Das stimmt ja nicht! Geh!) – Selbstverständlich!
Abg. Rosenkranz: Einstimmig!
Kolleginnen und Kollegen! Dieses DAC-Gesetz ist ein Anschlag auf die kleinen bäuerlichen Winzerfamilien, Winzerbetriebe, Frau Ministerin, ein Anschlag dezidiert auf die Nebenerwerbslandwirte, auch ein Anschlag auf die Direktvermarktung, auf die Regionalität. Es wird einfach in Zukunft verboten, wenn die regionalen Weinkomitees wollen (Abg. Rosenkranz: Einstimmig!), dass der Gemeindename und auch die Riedbezeichnung auf der Etikette einer verkauften Flasche aufscheinen dürfen (Abg. Rosenkranz: Einstimmig!) – selbstverständlich, ich habe überhaupt kein Problem, Herr Kollege Rosenkranz, mit dem Wort einstimmig (Abg. Gödl: Aha! Schon was von Basisdemokratie gehört?) –, denn diese kleinen Winzerbetriebe und Nebenerwerbslandwirte haben ja ohnehin kein Stimmrecht in den regionalen Weinkomitees. (Abg. Rosenkranz: Das stimmt ja nicht! Geh!) – Selbstverständlich!
Abg. Gödl: Aha! Schon was von Basisdemokratie gehört?
Kolleginnen und Kollegen! Dieses DAC-Gesetz ist ein Anschlag auf die kleinen bäuerlichen Winzerfamilien, Winzerbetriebe, Frau Ministerin, ein Anschlag dezidiert auf die Nebenerwerbslandwirte, auch ein Anschlag auf die Direktvermarktung, auf die Regionalität. Es wird einfach in Zukunft verboten, wenn die regionalen Weinkomitees wollen (Abg. Rosenkranz: Einstimmig!), dass der Gemeindename und auch die Riedbezeichnung auf der Etikette einer verkauften Flasche aufscheinen dürfen (Abg. Rosenkranz: Einstimmig!) – selbstverständlich, ich habe überhaupt kein Problem, Herr Kollege Rosenkranz, mit dem Wort einstimmig (Abg. Gödl: Aha! Schon was von Basisdemokratie gehört?) –, denn diese kleinen Winzerbetriebe und Nebenerwerbslandwirte haben ja ohnehin kein Stimmrecht in den regionalen Weinkomitees. (Abg. Rosenkranz: Das stimmt ja nicht! Geh!) – Selbstverständlich!
Abg. Rosenkranz: Das stimmt ja nicht! Geh!
Kolleginnen und Kollegen! Dieses DAC-Gesetz ist ein Anschlag auf die kleinen bäuerlichen Winzerfamilien, Winzerbetriebe, Frau Ministerin, ein Anschlag dezidiert auf die Nebenerwerbslandwirte, auch ein Anschlag auf die Direktvermarktung, auf die Regionalität. Es wird einfach in Zukunft verboten, wenn die regionalen Weinkomitees wollen (Abg. Rosenkranz: Einstimmig!), dass der Gemeindename und auch die Riedbezeichnung auf der Etikette einer verkauften Flasche aufscheinen dürfen (Abg. Rosenkranz: Einstimmig!) – selbstverständlich, ich habe überhaupt kein Problem, Herr Kollege Rosenkranz, mit dem Wort einstimmig (Abg. Gödl: Aha! Schon was von Basisdemokratie gehört?) –, denn diese kleinen Winzerbetriebe und Nebenerwerbslandwirte haben ja ohnehin kein Stimmrecht in den regionalen Weinkomitees. (Abg. Rosenkranz: Das stimmt ja nicht! Geh!) – Selbstverständlich!
Beifall bei der SPÖ.
Dieses DAC-Gesetz, Kolleginnen und Kollegen, ist auch ein Anschlag auf das freie Bauerntum. Das lehnen wir Sozialdemokraten ab. Daher werden wir dieser Novelle des Weingesetzes nicht unsere Zustimmung erteilen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Preiner: Ohne Not und Notwendigkeit!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich (ÖVP): Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Herr Kollege Preiner! Man kann Ihnen nicht einen Sinn für Dramatik absprechen, hier von einem Anschlag zu sprechen. Sie propagieren ja geradezu den Untergang des christlichen Abendlandes in der Weinwirtschaft. Also ernsthaft: Befassen Sie sich mehr mit der Materie, dann könnten Sie hier vernünftigere Aussagen treffen, als derartig zu dramatisieren! – Ehrlich! (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Preiner: Ohne Not und Notwendigkeit!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir haben vor Jahren eingeführt, dass die Winzer selber bestimmen, wohin die Entwicklung gehen soll. Deswegen wurden damals Regionale Weinkomitees geschaffen, die Sie hier zu Unrecht kritisieren, denn in diesen Regionalen Weinkomitees sind genau die Vertreter der Weinwirtschaft drinnen: die Winzerinnen, die Winzer, die Genossenschaften, der Weinhandel, also die gesamte Branche. Diese fragen sich: Was machen wir jetzt im Weinviertel? Wie können wir gemeinsam mit der Österreich Wein Marketing die Märkte besser bearbeiten? Das definieren die Winzer selber und sie treten dann mit den Vorschlägen an die Politik, an das Ministerium oder an den Nationalrat heran. Wenn das Sinn ergibt, beschließen wir das. Das hat den Effekt, dass wir in der Weinwirtschaft extrem erfolgreich sind. Wir sind als kleines weinbautreibendes Land Österreich auf allen Märkten der Welt mit unseren Weinen vertreten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Einstimmig!
Jetzt geht es bei dieser Novelle eben darum, dass in der Südsteiermark, in den drei steirischen DAC-Regionen Südsteiermark, Vulkanland Steiermark und Weststeiermark, gewollt wird, dass die Weine, die nicht daran teilnehmen, eben nur die Bezeichnung Steiermark tragen dürfen. Ja, das ist ein Eingriff, aber der Punkt ist, dass die Regionalen Weinkomitees das entscheiden. (Abg. Rosenkranz: Einstimmig!) Bisher waren das immer Dreiviertelmehrheiten und Mehrheitsentscheidungen, und wir haben erreicht, dass man das einstimmig treffen muss.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Abschließend: Wir haben mittlerweile in etwa 13 DAC-Regionen, und die zeigen vor – wie ich schon erwähnt habe –, wie erfolgreich wir auf den Märkten sind. Das, was unser Anliegen sein muss, ist, dass wir unseren Winzerinnen und Winzern das Rüstzeug geben, dass sie die Märkte im Inland bearbeiten – und danke an die Konsumentinnen und Konsumenten, rund 75 Prozent des Heimmarktes konnten wir in einem international enormen Weinangebot verteidigen – und auch auf den Exportmärkten erfolgreich sind. Daher werden wir dieser Novelle auch zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Strasser: Da geht’s um Qualität!
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (JETZT): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Na ja, man kann das Gesetz natürlich schönreden, das geht immer, aber diese Novelle ist schon ein Eingriff in die Freiheit der Weinbauern. Das muss Ihnen klar sein. Wenn ein Weinbauer das DAC-Siegel nicht haben möchte, aus welchen Gründen immer, zum Beispiel aus Kostengründen (Abg. Strasser: Da geht’s um Qualität!) – ein kleiner Weinbauer kann es sich oder will es sich vielleicht nicht leisten –, und trotzdem einen Qualitätswein produziert, dann wird ihm jetzt ein Korsett vorgeschrieben, in das er hineingezwängt wird. Wenn er sich dem Korsett nämlich nicht beugt, darf er in Zukunft auf dem Etikett nicht mehr angeben, aus welchem Weinbaugebiet sein Qualitätswein ist (Abg. Rosenkranz: Wenn es einstimmig beschlossen wird! – Zwischenrufe der Abgeordneten Berlakovich und Strasser), und das, meine Damen und Herren, würde ich sagen, ist ein völlig unnötiger Wettbewerbsnachteil.
Abg. Rosenkranz: Wenn es einstimmig beschlossen wird! – Zwischenrufe der Abgeordneten Berlakovich und Strasser
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (JETZT): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Na ja, man kann das Gesetz natürlich schönreden, das geht immer, aber diese Novelle ist schon ein Eingriff in die Freiheit der Weinbauern. Das muss Ihnen klar sein. Wenn ein Weinbauer das DAC-Siegel nicht haben möchte, aus welchen Gründen immer, zum Beispiel aus Kostengründen (Abg. Strasser: Da geht’s um Qualität!) – ein kleiner Weinbauer kann es sich oder will es sich vielleicht nicht leisten –, und trotzdem einen Qualitätswein produziert, dann wird ihm jetzt ein Korsett vorgeschrieben, in das er hineingezwängt wird. Wenn er sich dem Korsett nämlich nicht beugt, darf er in Zukunft auf dem Etikett nicht mehr angeben, aus welchem Weinbaugebiet sein Qualitätswein ist (Abg. Rosenkranz: Wenn es einstimmig beschlossen wird! – Zwischenrufe der Abgeordneten Berlakovich und Strasser), und das, meine Damen und Herren, würde ich sagen, ist ein völlig unnötiger Wettbewerbsnachteil.
Abg. Rosenkranz: Na Sie sagen es nicht dazu!
Ja, Kollegen Rosenkranz (Abg. Rosenkranz: Na Sie sagen es nicht dazu!), Strasser und Berlakovich, das stimmt schon (Abg. Rosenkranz: Das stimmt!), bei Einstimmigkeit des Weinkomitees – aber wer sitzt denn im Weinkomitee? Das stimmt ja nicht, was Herr Berlakovich sagt, dass da jeder kleine Weinbauer drinnen sitzt! (Abg. Rosenkranz: Gehen Sie durch, von Wachau bis Weinviertel! Gehen Sie durch!) Da ist die Landwirtschaftskammer drinnen. Das kann doch jeder von Ihnen jederzeit jetzt auf Google nachschauen, wer da drinnen sitzt. Das ist doch eine Vortäuschung, und in Wirklichkeit kann der - - (Abg. Rosenkranz: Da haben Sie nicht sehr stark nachgeschaut!) – Na, ich habe da ganz genau nachgeschaut! (Abg. Rosenkranz: Na, na! – Zwischenrufe der Abgeordneten Berlakovich und Strasser.)
Abg. Rosenkranz: Das stimmt!
Ja, Kollegen Rosenkranz (Abg. Rosenkranz: Na Sie sagen es nicht dazu!), Strasser und Berlakovich, das stimmt schon (Abg. Rosenkranz: Das stimmt!), bei Einstimmigkeit des Weinkomitees – aber wer sitzt denn im Weinkomitee? Das stimmt ja nicht, was Herr Berlakovich sagt, dass da jeder kleine Weinbauer drinnen sitzt! (Abg. Rosenkranz: Gehen Sie durch, von Wachau bis Weinviertel! Gehen Sie durch!) Da ist die Landwirtschaftskammer drinnen. Das kann doch jeder von Ihnen jederzeit jetzt auf Google nachschauen, wer da drinnen sitzt. Das ist doch eine Vortäuschung, und in Wirklichkeit kann der - - (Abg. Rosenkranz: Da haben Sie nicht sehr stark nachgeschaut!) – Na, ich habe da ganz genau nachgeschaut! (Abg. Rosenkranz: Na, na! – Zwischenrufe der Abgeordneten Berlakovich und Strasser.)
Abg. Rosenkranz: Gehen Sie durch, von Wachau bis Weinviertel! Gehen Sie durch!
Ja, Kollegen Rosenkranz (Abg. Rosenkranz: Na Sie sagen es nicht dazu!), Strasser und Berlakovich, das stimmt schon (Abg. Rosenkranz: Das stimmt!), bei Einstimmigkeit des Weinkomitees – aber wer sitzt denn im Weinkomitee? Das stimmt ja nicht, was Herr Berlakovich sagt, dass da jeder kleine Weinbauer drinnen sitzt! (Abg. Rosenkranz: Gehen Sie durch, von Wachau bis Weinviertel! Gehen Sie durch!) Da ist die Landwirtschaftskammer drinnen. Das kann doch jeder von Ihnen jederzeit jetzt auf Google nachschauen, wer da drinnen sitzt. Das ist doch eine Vortäuschung, und in Wirklichkeit kann der - - (Abg. Rosenkranz: Da haben Sie nicht sehr stark nachgeschaut!) – Na, ich habe da ganz genau nachgeschaut! (Abg. Rosenkranz: Na, na! – Zwischenrufe der Abgeordneten Berlakovich und Strasser.)
Abg. Rosenkranz: Da haben Sie nicht sehr stark nachgeschaut!
Ja, Kollegen Rosenkranz (Abg. Rosenkranz: Na Sie sagen es nicht dazu!), Strasser und Berlakovich, das stimmt schon (Abg. Rosenkranz: Das stimmt!), bei Einstimmigkeit des Weinkomitees – aber wer sitzt denn im Weinkomitee? Das stimmt ja nicht, was Herr Berlakovich sagt, dass da jeder kleine Weinbauer drinnen sitzt! (Abg. Rosenkranz: Gehen Sie durch, von Wachau bis Weinviertel! Gehen Sie durch!) Da ist die Landwirtschaftskammer drinnen. Das kann doch jeder von Ihnen jederzeit jetzt auf Google nachschauen, wer da drinnen sitzt. Das ist doch eine Vortäuschung, und in Wirklichkeit kann der - - (Abg. Rosenkranz: Da haben Sie nicht sehr stark nachgeschaut!) – Na, ich habe da ganz genau nachgeschaut! (Abg. Rosenkranz: Na, na! – Zwischenrufe der Abgeordneten Berlakovich und Strasser.)
Abg. Rosenkranz: Na, na! – Zwischenrufe der Abgeordneten Berlakovich und Strasser.
Ja, Kollegen Rosenkranz (Abg. Rosenkranz: Na Sie sagen es nicht dazu!), Strasser und Berlakovich, das stimmt schon (Abg. Rosenkranz: Das stimmt!), bei Einstimmigkeit des Weinkomitees – aber wer sitzt denn im Weinkomitee? Das stimmt ja nicht, was Herr Berlakovich sagt, dass da jeder kleine Weinbauer drinnen sitzt! (Abg. Rosenkranz: Gehen Sie durch, von Wachau bis Weinviertel! Gehen Sie durch!) Da ist die Landwirtschaftskammer drinnen. Das kann doch jeder von Ihnen jederzeit jetzt auf Google nachschauen, wer da drinnen sitzt. Das ist doch eine Vortäuschung, und in Wirklichkeit kann der - - (Abg. Rosenkranz: Da haben Sie nicht sehr stark nachgeschaut!) – Na, ich habe da ganz genau nachgeschaut! (Abg. Rosenkranz: Na, na! – Zwischenrufe der Abgeordneten Berlakovich und Strasser.)
Beifall bei JETZT.
Noch etwas: Die einzig wirklich interessante Stellungnahme in der Begutachtung ist vom Rechnungshof gekommen, und zwar sagt der Rechnungshof und weist mit wenigen Zeilen trocken darauf hin: Novellierung des Weingesetzes ja, sowieso, ist schon längst fällig, aber nicht um die Weinbauern in ein Korsett zu zwingen, sondern um das Weinmarketing und die Finanzierung des Weinmarketings endlich transparent zu machen. Das ist nämlich schon seit Jahren fällig. Meine Frage an Sie, Frau Ministerin, lautet daher: Wann kommt die Novellierung in Richtung Transparentmachen der Finanzierung des Weinmarketings? Warum ist das jetzt nicht dabei? – Ich danke sehr. (Beifall bei JETZT.)
Abg. Zinggl: Die großen!
Ich habe gesagt, im Regionalen Weinkomitee sind die Vertreter der Weinwirtschaft drinnen, die Winzer (Abg. Zinggl: Die großen!), die Genossenschaften, der Weinhandel, die relevanten Partner aus der Weinregion. (Abg. Zinggl: Ja, die relevanten, großen! – Abg. Rosenkranz: Na! Ich lade Sie nicht in die Wachau ein, weil das - -! – Abg. Scherak: In Krems ist alles super!)
Abg. Zinggl: Ja, die relevanten, großen! – Abg. Rosenkranz: Na! Ich lade Sie nicht in die Wachau ein, weil das - -! – Abg. Scherak: In Krems ist alles super!
Ich habe gesagt, im Regionalen Weinkomitee sind die Vertreter der Weinwirtschaft drinnen, die Winzer (Abg. Zinggl: Die großen!), die Genossenschaften, der Weinhandel, die relevanten Partner aus der Weinregion. (Abg. Zinggl: Ja, die relevanten, großen! – Abg. Rosenkranz: Na! Ich lade Sie nicht in die Wachau ein, weil das - -! – Abg. Scherak: In Krems ist alles super!)
Heiterkeit des Abg. Strasser.
Wie hat der alte Goethe schon sinngemäß gesagt: Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen! (Heiterkeit des Abg. Strasser.) Die Steirer machen das im Sinne dieses Gesetzes und werden sich qualitativ noch weiterentwickeln. In diesem Sinn werden wir dem auch zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Prost!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Prost!
Wie hat der alte Goethe schon sinngemäß gesagt: Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen! (Heiterkeit des Abg. Strasser.) Die Steirer machen das im Sinne dieses Gesetzes und werden sich qualitativ noch weiterentwickeln. In diesem Sinn werden wir dem auch zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Prost!)
Abg. Rosenkranz: Ja!
Wir waren im Ausschuss, ich sage es auch ganz offen, sehr, sehr skeptisch, weil wir einfach sicherstellen wollten, dass nicht jene benachteiligt werden, die eben nicht auf dieses DAC-Modell setzen, beziehungsweise wollten wir auch nicht den Markteintritt von anderen Weinen erschweren. Wir haben im Anschluss dann sehr, sehr viel und sehr gut, wie ich glaube, mit vielen Experten, mit Betroffenen diskutiert und haben uns – weil es für die Weinbauregion so wichtig ist und weil mit diesem Gesetz, das den DAC-Begriff noch unterstützt, diese Schärfung des Profils erfolgen kann – letztendlich entschieden, hier mitzugehen. (Abg. Rosenkranz: Ja!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
In diesem Sinne: herzlichen Dank und zum Wohl! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Es freut mich daher besonders, dass mit dieser Novelle des Weingesetzes ein weiterer wichtiger Schritt für die heimischen Weinbauern gesetzt werden kann. Qualität und Herkunft werden in Zukunft noch klarer miteinander verknüpft – wenn die Region das so im Weinkomitee einstimmig beschließt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Preiner: Habt ihr gemacht!
Da trifft es nicht ganz zu, wenn die SPÖ meint und Herr Agrarsprecher Preiner in einer Aussendung sogar schreibt, ich zitiere: „Und wieder stellt die türkis-blaue Bundesregierung Konzerninteressen an die Spitze ihrer politischen Arbeit.“ (Abg. Preiner: Habt ihr gemacht!)
Zwischenruf des Abg. Preiner.
Das muss ich jetzt schon etwas erläutern – und es ist sehr gut, dass Herr Muchitsch neben dir sitzt –: Einer der größten Weinbauern aus der Region, der in dem Weinkomitee sitzt, ist ein gewisser Herr Schneeberger. Und es war Beppo Muchitsch im Februar 2017, der mit dem damaligen Bundeskanzler Kern genau jenem Weinbauern einen Besuch abgestattet hat, also genau jenem Konzern, der in Ihrem Jargon ein Weinkonzern ist, er ist nämlich einer der größten in der Region. Ihn diffamieren Sie auf diese Weise, indem Sie behaupten, Bauern wie er würden nicht im Interesse der Region arbeiten, sondern nur ihre Eigeninteressen im Blick haben. (Zwischenruf des Abg. Preiner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.
Wir haben sehr viele Kleinerzeuger, die auch im Weinkomitee sitzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.) Die Mehrheit der Weinbauernvertreter im Regionalen Weinkomitee sind Kleinerzeuger, und wir haben sehr viele Kleinerzeuger. (Zwischenruf des Abg. Muchitsch.) Selbst der Geschäftsführer der Wein Steiermark, Ing. Luttenberger, hat, glaube ich, nur knapp 1 oder 2 Hektar Weinbaufläche. (Zwischenruf des Abg. Preiner.) Also wir vereinen dort sehr, sehr viele kleine Weinbauern in einem sehr zukunftsweisenden Marketing.
Zwischenruf des Abg. Muchitsch.
Wir haben sehr viele Kleinerzeuger, die auch im Weinkomitee sitzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.) Die Mehrheit der Weinbauernvertreter im Regionalen Weinkomitee sind Kleinerzeuger, und wir haben sehr viele Kleinerzeuger. (Zwischenruf des Abg. Muchitsch.) Selbst der Geschäftsführer der Wein Steiermark, Ing. Luttenberger, hat, glaube ich, nur knapp 1 oder 2 Hektar Weinbaufläche. (Zwischenruf des Abg. Preiner.) Also wir vereinen dort sehr, sehr viele kleine Weinbauern in einem sehr zukunftsweisenden Marketing.
Zwischenruf des Abg. Preiner.
Wir haben sehr viele Kleinerzeuger, die auch im Weinkomitee sitzen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.) Die Mehrheit der Weinbauernvertreter im Regionalen Weinkomitee sind Kleinerzeuger, und wir haben sehr viele Kleinerzeuger. (Zwischenruf des Abg. Muchitsch.) Selbst der Geschäftsführer der Wein Steiermark, Ing. Luttenberger, hat, glaube ich, nur knapp 1 oder 2 Hektar Weinbaufläche. (Zwischenruf des Abg. Preiner.) Also wir vereinen dort sehr, sehr viele kleine Weinbauern in einem sehr zukunftsweisenden Marketing.
Abg. Preiner: 15 Prozent können zugekauft werden!
Vielleicht könnte behauptet werden, die Hürde ist zu hoch, als dass kleine Weinbauern in dieses DAC-System einsteigen können. – Nein, die Hürde ist gar nicht hoch. Die Hürde beträgt 80 Euro pro Hektar Mitgliedsbeitrag, um in dieses Marketing-, Werbe- und Herkunftssystem einzusteigen. Und es soll schon unverwechselbar sein, denn was schreiben zum Beispiel diese drei DAC-Gebiete in der Steiermark jetzt vor? Zum Beispiel dürfen Weine nur aus jenen Trauben gewonnen werden, die von Hand gelesen wurden – eine ganz große Qualitätsschiene. (Abg. Preiner: 15 Prozent können zugekauft werden!) Diese Qualitätsschiene soll eben auch mit den Ortsbegriffen, mit den Gebietsbegriffen, mit den Riedenbegriffen abgesichert werden. Daher, sehr geehrte Damen und Herren, ist es wirklich gut, dass wir dies hier ermöglichen. Beschlossen werden die Dinge vor Ort, nämlich noch dazu einstimmig. Es müssen alle dafür sein. Es ist also gut, wenn wir diese Dinge ermöglichen.
Abg. Zinggl: Nicht laut Rechnungshof!
Ich möchte noch etwas anführen, weil Herr Zinggl auch gesagt hat, es sei nicht transparent, was mit den Weinmarketingbeiträgen passiert: Herr Zinggl, da irren Sie! (Abg. Zinggl: Nicht laut Rechnungshof!) Es ist sehr wohl transparent, denn es gibt jedes Jahr einen Bericht der Österreich Wein Marketing, und jeder Winzerbetrieb, der in dieses Weinmarketing einzahlt, bekommt mit der Vorschreibung seines Beitrages immer auch diesen Bericht zugesandt und kann nachvollziehen, was mit diesen Geldern der Weinbauerinnen und Weinbauern und der Weinwirtschaft passiert. Also wir haben ein sehr, sehr gut funktionierendes System.
Zwischenruf des Abg. Preiner
Mit dieser kleinen Gesetzesnovelle – vielleicht für alle Zuhörerinnen und Zuhörer: es werden ja nur zwei Sätze in das Weingesetz eingefügt, um eben mehr Gestaltungsspielraum zu ermöglichen (Zwischenruf des Abg. Preiner) – stärken wir den regionalen Weinbau, stärken wir diese sehr gute Strategie der österreichischen Weinwirtschaft und stärken wir auch das Herkunftssystem Districtus Austriae Controllatus. (Ruf bei der SPÖ: Nein!) – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Nein!
Mit dieser kleinen Gesetzesnovelle – vielleicht für alle Zuhörerinnen und Zuhörer: es werden ja nur zwei Sätze in das Weingesetz eingefügt, um eben mehr Gestaltungsspielraum zu ermöglichen (Zwischenruf des Abg. Preiner) – stärken wir den regionalen Weinbau, stärken wir diese sehr gute Strategie der österreichischen Weinwirtschaft und stärken wir auch das Herkunftssystem Districtus Austriae Controllatus. (Ruf bei der SPÖ: Nein!) – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Mit dieser kleinen Gesetzesnovelle – vielleicht für alle Zuhörerinnen und Zuhörer: es werden ja nur zwei Sätze in das Weingesetz eingefügt, um eben mehr Gestaltungsspielraum zu ermöglichen (Zwischenruf des Abg. Preiner) – stärken wir den regionalen Weinbau, stärken wir diese sehr gute Strategie der österreichischen Weinwirtschaft und stärken wir auch das Herkunftssystem Districtus Austriae Controllatus. (Ruf bei der SPÖ: Nein!) – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Wir gehen davon aus, dass aufgrund dieser Anbaugebiete, die jetzt in Form von DAC-Gebieten gesetzlich verankert werden, aufgrund dieses Qualitätsmerkmals unsere Weine auf dem internationalen Markt als wesentlich hochwertiger angepriesen werden können. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
In diesem Sinne, Frau Bundesminister: Es freut mich ganz besonders, dass wir dieses Gesetz gemeinsam auf den Weg bringen konnten und auch von unserer Seite die Zustimmung erteilen dürfen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und JETZT.
Abgeordneter Karl Schmidhofer (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Besucher auf der Galerie und zu Hause vor den Bildschirmen! Bevor ich in die Thematik einsteige – es ist meine erste Rede hier –, ein paar persönliche Worte des Dankes dafür, wie ich hier im Parlament aufgenommen wurde. Ich darf zur Zusammenarbeit einladen, intensiv, aber gut und konstruktiv zum Wohle unserer Republik. (Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ und JETZT.)
Abg. Riemer hält einen Daumen hoch
Der steirische Wein ist auch eng mit der Erfolgsgeschichte des Tourismus verbunden. Wir schreiben in einer Zeitreihe von mehr als 20 Jahren immer wieder Pluszahlen in der Steiermark, und das Weinland ist ein Garant für Gemütlichkeit, für Kulinarik – unser Kernöl und unsere Spezialitäten (Abg. Riemer hält einen Daumen hoch), hinten gibt es
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Ich bin guter Dinge, dass der steirische Wein seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben wird. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Belakowitsch: Berichtigen Sie sich selbst?
Abgeordneter Mag. Dr. Wolfgang Zinggl (JETZT): Abgeordneter Zinggl hat irrtümlicherweise gesagt, dass das Regionale Weinkomitee aus Mitgliedern der Landwirtschaftskammer besteht. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Belakowitsch: Berichtigen Sie sich selbst?)
Beifall bei JETZT.
Tatsache ist, dass im Nationalen Weinkomitee auch Mitglieder der Landwirtschaftskammer vertreten sind, dass aber die Regionalen Weinkomitees von der Landwirtschaftskammer und der Wirtschaftskammer vorgeschlagen werden und dort daher lauter große Weinbauern vertreten sind, mit dem Gütesiegel DAC. – Ich danke sehr. (Beifall bei JETZT.)
Abg. Vogl: Man kann keine tatsächliche Berichtigung berichtigen!
Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager (ÖVP): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Tatsächliche Berichtigung: Die Landwirtschaftskammer und die Wirtschaftskammer entsenden in die regionalen Komitees und in das nationale Komitee. Es werden Vertreter von allen größeren Genossenschaften und Betrieben entsendet, auch von den verschiedensten Organisationen. (Abg. Vogl: Man kann keine tatsächliche Berichtigung berichtigen!)
Abg. Schmuckenschlager: Das ist eine tatsächliche Berichtigung, weil auch eines ist: Das sind alles ehrenamtliche - -!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Herr Abgeordneter, das ist keine tatsächliche Berichtigung! (Abg. Schmuckenschlager: Das ist eine tatsächliche Berichtigung, weil auch eines ist: Das sind alles ehrenamtliche - -!)
Ruf bei der SPÖ: Fünf, setzen! – Abg. Krainer: Vielleicht könnte der ÖVP-Klub eine Schulung machen!
Es ist leider keine tatsächliche Berichtigung. (Ruf bei der SPÖ: Fünf, setzen! – Abg. Krainer: Vielleicht könnte der ÖVP-Klub eine Schulung machen!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Eine Zukunft für landwirtschaftliche Produkte gibt es, genauso wie beim Wein, nur mit Qualität und mit nachvollziehbaren Kriterien. Und eines, liebe Kolleginnen und Kollegen, aus der Praxis: Wir betreiben zu Hause einen Gasthof, mit einer Auswahl von verschiedensten Weinsorten, aber von den Kunden wird der DAC-Wein wesentlich öfter bestellt als anderer Wein, auch wenn er aus demselben Gebiet kommt, von derselben Traube ist und dieselbe Qualität hat. Aus der Praxis kann ich sagen: Es ist heute schon so, und ich glaube, dass das der richtige Weg für die Steiermark ist. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Scherak: Einmal kannst du’s noch probieren! – Abg. Schmuckenschlager – auf dem Weg zum Rednerpult –: Zweiter Versuch!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Herr Abgeordneter Schmuckenschlager hat sich noch einmal zu Wort gemeldet. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Scherak: Einmal kannst du’s noch probieren! – Abg. Schmuckenschlager – auf dem Weg zum Rednerpult –: Zweiter Versuch!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Natürlich werden alle Gruppen in die regionalen und nationalen Komitees entsendet, das heißt: Traubenproduzenten, Fassweinproduzenten, Flaschenweinproduzenten. Es sind auch Fachexperten mit enormem Wissen mit in diesen Komitees, und ich möchte von dieser Stelle aus diesen Persönlichkeiten danken, die diese Arbeit für die Weinwirtschaft ehrenamtlich durchführen und damit auch die Sicherheit für den Qualitätswein in Österreich gewährleisten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin! Sie sind zuständig für die Landwirtschaft, für die Umwelt. Genau das Gegenteil tun Sie bis jetzt, nämlich nichts. Sie unternehmen absolut nichts, damit zum Beispiel die Verwendung von Glyphosat und Chlorpyrifos gestoppt wird. Sie sind auf nationaler Ebene zuständig und dafür verantwortlich, dass diese Mittel in Verkehr gebracht werden, daher: Schieben Sie dem endlich einmal einen Riegel vor! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kühberger
Kolleginnen und Kollegen! Wenn die Regierungsparteien die Debatte ernst nehmen, dann lade ich Sie ein, unserem Antrag zuzustimmen. Wir wollen eines ganz klar: eine gerechtere, eine faire und auch eine sozialere Mittelverwendung in der kommenden GAP insofern, als wir natürlich auch dafür eintreten, dass beide Säulen erhalten bleiben, als wir dafür eintreten, dass die Direktförderung in der ersten Säule auf 25 000 Euro gedeckelt wird, dass es für die ersten 20 Hektar pro Hektar 100 Euro mehr an Förderung gibt (Zwischenruf des Abg. Kühberger), dass auch die Arbeitskräfteeinsätze im Vergleich zur Flächenbewirtschaftung intensiver gefördert werden.
Abg. Kühberger: Sie wollen diesen Bereich kürzen!
Wir treten für den Bienenschutz und für mehr Nachhaltigkeit ein. Die UNO-Studie vor einigen Tagen hat ergeben, dass sich eine Million Arten von acht Millionen bei Vögeln und Insekten auf Nimmerwiedersehen von diesem Globus, von dieser Erde verabschiedet haben. Sie tun nichts dagegen. (Abg. Kühberger: Sie wollen diesen Bereich kürzen!)
in Richtung der mit Abg. Riemer sprechenden Bundesministerin Köstinger
der Abgeordneten Erwin Preiner, Kolleginnen und Kollegen zum Bericht des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft – (in Richtung der mit Abg. Riemer sprechenden Bundesministerin Köstinger) Frau Ministerin, ich glaube, das könnte Sie interessieren; wenn Sie Ihr Geschwätz beenden, könnten Sie mir vielleicht Ihr linkes Ohr leihen (Zwischenruf des Abg. Strasser) –, zum Bericht des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft über den Antrag 774/A(E) betreffend „Erhalt von kleinen und mittleren Familienbetrieben und Nebenerwerbsbetrieben, für mehr Regionalität und Direktvermarktung durch die GAP 2020+“
Zwischenruf des Abg. Strasser
der Abgeordneten Erwin Preiner, Kolleginnen und Kollegen zum Bericht des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft – (in Richtung der mit Abg. Riemer sprechenden Bundesministerin Köstinger) Frau Ministerin, ich glaube, das könnte Sie interessieren; wenn Sie Ihr Geschwätz beenden, könnten Sie mir vielleicht Ihr linkes Ohr leihen (Zwischenruf des Abg. Strasser) –, zum Bericht des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft über den Antrag 774/A(E) betreffend „Erhalt von kleinen und mittleren Familienbetrieben und Nebenerwerbsbetrieben, für mehr Regionalität und Direktvermarktung durch die GAP 2020+“
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin! Nehmen Sie sich ernsthaft vor, diesen Antrag, den ich hier eingebracht habe, umzusetzen, dann haben Sie uns als Partner. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Preiner: Das ist eine bodenlose Unterstellung!
Was Sie immer wieder behaupten, ist ein Schlag in das Gesicht jener Menschen, die sich bemühen, im Rahmen der gesetzlichen Regelungen und der guten betrieblichen Praxis ordentliche Lebensmittel in Österreich herzustellen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Preiner: Das ist eine bodenlose Unterstellung!)
Abg. Preiner: Das Gegenteil!
Wir reden heute über die Gemeinsame Agrarpolitik. Was sind denn die Ziele dabei? Wir wollen Lebensmittel höchster Qualität erzeugen, und wir wollen angemessene Familieneinkommen erwirtschaften. Der Grüne Bericht ist ein Beweis dafür, dass da noch viel Luft nach oben ist. Die Gemeinsame Agrarpolitik ist in Österreich eine Erfolgsgeschichte. (Abg. Preiner: Das Gegenteil!)
Abg. Preiner: ... Glyphosat, ...! Was brauchst denn ...?
So gesehen darf ich, Herr Kollege Preiner, darauf hinweisen – Sie haben ja gefehlt –, dass wir im letzten Ausschuss im Anschluss an unsere Beratungen Leute aus der Ages und aus der Baes dagehabt haben; zwei Institutionen unter einem Dach, die unabhängig arbeiten und als Grundlage die gesetzliche und die wissenschaftliche Basis haben. Wir haben von diesen erfahren, dass die Regeln der Humanmedizin und höchste Sicherheitsstandards angewendet werden, wenn es um die Genehmigung von Pflanzenschutzmitteln geht (Abg. Preiner: ... Glyphosat, ...! Was brauchst denn ...?), und dass wir in Österreich die besten Lebensmittel im Vergleich zu europäischen Qualitäten und im Vergleich zu internationalen Werten haben. Daher an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ages und der Baes für ihre ordentliche Arbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
So gesehen darf ich, Herr Kollege Preiner, darauf hinweisen – Sie haben ja gefehlt –, dass wir im letzten Ausschuss im Anschluss an unsere Beratungen Leute aus der Ages und aus der Baes dagehabt haben; zwei Institutionen unter einem Dach, die unabhängig arbeiten und als Grundlage die gesetzliche und die wissenschaftliche Basis haben. Wir haben von diesen erfahren, dass die Regeln der Humanmedizin und höchste Sicherheitsstandards angewendet werden, wenn es um die Genehmigung von Pflanzenschutzmitteln geht (Abg. Preiner: ... Glyphosat, ...! Was brauchst denn ...?), und dass wir in Österreich die besten Lebensmittel im Vergleich zu europäischen Qualitäten und im Vergleich zu internationalen Werten haben. Daher an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ages und der Baes für ihre ordentliche Arbeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Preiner.
Was braucht es in Summe? – In Summe sind die aktuellen Vorschläge der Europäischen Kommission aus finanzieller Hinsicht absolut unzureichend. Es braucht einfachere Programme, und wir brauchen keine nationalen Alleingänge. Das sage ich in aller Deutlichkeit. So etwas, was uns bei den Erdäpfeln oder bei der Putenproduktion in den letzten Jahren passiert ist, darf es nie wieder geben. (Zwischenruf des Abg. Preiner.) Wir fahren mit den Standards rauf, die nationale Produktion geht runter und wir importieren dann minderwertige Lebensmittel aus anderen Ländern dieser Erde. Ich bin Konsum- und Lebensmittelpatriot und ich möchte auch haben, dass in Österreich das ganze Jahr über der Erdäpfelsalat und das Putenfleisch aus österreichischer Produktion kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Was braucht es in Summe? – In Summe sind die aktuellen Vorschläge der Europäischen Kommission aus finanzieller Hinsicht absolut unzureichend. Es braucht einfachere Programme, und wir brauchen keine nationalen Alleingänge. Das sage ich in aller Deutlichkeit. So etwas, was uns bei den Erdäpfeln oder bei der Putenproduktion in den letzten Jahren passiert ist, darf es nie wieder geben. (Zwischenruf des Abg. Preiner.) Wir fahren mit den Standards rauf, die nationale Produktion geht runter und wir importieren dann minderwertige Lebensmittel aus anderen Ländern dieser Erde. Ich bin Konsum- und Lebensmittelpatriot und ich möchte auch haben, dass in Österreich das ganze Jahr über der Erdäpfelsalat und das Putenfleisch aus österreichischer Produktion kommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.
Unser Ziel ist somit, in diesem Land gesunde Lebensmittel zu erzeugen, von den Almen bis ins Ackerbaugebiet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.) Ich ersuche Sie, Kolleginnen und Kollegen: Lassen Sie uns Bäuerinnen und Bauern unsere Arbeit machen, dann werden wir auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für dieses Land sein! – Danke schön. Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Unser Ziel ist somit, in diesem Land gesunde Lebensmittel zu erzeugen, von den Almen bis ins Ackerbaugebiet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.) Ich ersuche Sie, Kolleginnen und Kollegen: Lassen Sie uns Bäuerinnen und Bauern unsere Arbeit machen, dann werden wir auch in Zukunft ein verlässlicher Partner für dieses Land sein! – Danke schön. Alles Gute! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Die zweite Geschichte, die aber wahrscheinlich noch dramatischer ist, ist, dass es in diesem Vorschlag so gut wie keine Maßnahmen zur Ökologisierung der GAP gibt. Das ist eine Fußnote und das ist aus unserer Sicht wirklich, wirklich gefährlich. Es spricht da keiner von einer gemeinsamen Strategie zum chemischen Pflanzenschutz, Biodiversität ist kein Thema, das alles soll sozusagen irgendwie den Ländern überlassen werden. Da stellen wir uns natürlich massiv dagegen, denn das sollte der zentrale Inhalt in der GAP sein. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Frau Bundesministerin! Ich glaube Ihnen Ihr aufrichtiges Bemühen, um die finanzielle Existenz in der Landwirtschaft abzugelten. Das glaube ich Ihnen, ich glaube aber auch, dass wir da sehr viel mehr Vision und Schwung nach vorne brauchen. Wir brauchen etwas anderes, wir brauchen nämlich eine richtige Reform der GAP. Wir brauchen eine Ökologisierung der GAP, wir brauchen einen Wandel in der ersten Säule, und wir brauchen einfach einen richtig guten Plan, damit wir offensiv in die Verhandlungen nach Brüssel gehen können und nicht als kleiner Bittsteller zaudernd daherkommen, damit wir da wirklich nachhaltig etwas ändern können und die Landwirtschaftspolitik in Österreich im 21. Jahrhundert ankommen lassen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine geschätzten Damen und Herren! 110 Millionen Euro weniger für Direktzahlungen und 110 Millionen Euro weniger für die ländliche Entwicklung, das kann so nicht hingenommen werden, denn die Landwirtschaft bringt wirklich riesengroße Leistungen, und ich glaube, es kann nicht sein, dass wir für diese Leistungen noch bestraft werden. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Das Thema Nahrungsmittelsicherheit, die Pflege der Kulturlandschaft auch als Freizeitgebiet – der Tourismus lebt heute, dazu ist gerade eine Studie herausgekommen, vom Sport, von der Bewegung in der freien Natur und von unseren Genussmitteln –, ich glaube, das sind Bereiche, an die wir uns immer wieder erinnern müssen, und deshalb wird es ganz wichtig sein, in Brüssel massiv zu verhandeln und zu fordern. Diejenigen, die bei der Auftaktveranstaltung zur Gemeinsamen Agrarpolitik dabei waren, haben selbst erlebt, mit welch energischen Forderungen die Frau Minister bei dieser Veranstaltung klargestellt hat, wie wichtig es ist, dass die Landwirtschaft nicht unter die Räder kommt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ziel muss es sein, zur Absicherung der bäuerlichen Landwirtschaft genügend Mittel zu haben, die Lebensmittelproduktion weiterhin auf höchstem Niveau aufrechtzuerhalten und weiterhin – lieber Kollege Preiner, ich sage: weiterhin! – diesen sorgsamen Umgang der Landwirte mit der Natur, mit der Landschaft und mit den Tieren zu gewährleisten. Ich bitte, nicht herzugehen und zu sagen, das ist alles schlecht. Wir haben eine hohe Qualität, wir erbringen eine hohe Leistung und wir müssen weiterhin so ausgestattet sein, dass wir diese erbringen können. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Vor allem ist eines wichtig: Wir müssen wirtschaftlich lebensfähig und konkurrenzfähig bleiben – ich möchte das sogar infrage stellen und sagen: werden, denn derzeit ist das manchmal sogar infrage gestellt. Ich vertraue darauf, dass wir in Brüssel entsprechende Erfolge erzielen, und ich vertraue darauf, dass die Landwirtschaft in dieser Form weiterarbeiten kann. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Knapp vor der EU-Wahl soll gezeigt werden, wie bemüht die Landwirtschaftsministerin agiert. Zwei Abgeordnete stellen den Antrag, die Ministerin möge alles unternehmen, damit die EU auch weiterhin die Landwirtschaft so finanziert wie bisher. Solche Anträge kenne ich, die habe ich schon oft gehabt, aber neu berichten kann ich Folgendes: Ich bin jetzt 15 Jahre dabei, ich war in vielen Ausschüssen, aber das, was ich da im Ausschuss erlebt habe, das habe ich noch nicht erlebt. Der Antrag richtet sich an die Ministerin, wird aber von der Ministerin vorgestellt und erläutert. Die Antragsteller durften sich später auch zu Wort melden und es war ihnen nicht einmal peinlich. – Mir war es schon peinlich. (Zwischenruf des Abg. Hauser.)
Beifall bei JETZT.
Wofür die Gelder verteilt werden – das sind die Anträge der Opposition, die immer vertagt oder abgelehnt werden –, das sind die interessanteren Themen. – Danke. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der Vorschlag sieht in der ersten Säule, den Direktzahlungen, Kürzungen von 4 Prozent vor, in der zweiten Säule Kürzungen von 15 Prozent. Vor allem die Kürzungen in dieser zweiten Säule, bei den Förderungen für die ländliche Entwicklung, dem Herzstück unserer heimischen Landwirtschaft, sind wie ein Schlag ins Gesicht. Als Folge dieser Kürzungen würden mehr landwirtschaftliche Betriebe aufhören, somit auch der Strukturwandel gefördert werden, dadurch würden Betriebe aus dem Agrarumweltprogramm aussteigen und das würde einen negativen Effekt für die Umwelt und die Natur bedeuten. Eines muss uns klar sein: Dieser Vorschlag bedeutet mehr Leistungen und weniger Geld. Das kann und darf nicht sein und ist für uns nicht akzeptierbar. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Letzten Endes sind die Gelder aus der ländlichen Entwicklung nichts anderes als eine Abgeltung von erbrachten Leistungen. Wir werden uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass wir diese beibehalten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Frau Bundesministerin und an den Herrn Bundeskanzler und die Bundesregierung, die sich tatkräftig für unsere Bäuerinnen und Bauern einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der Antrag der SPÖ geht genau in die andere Richtung, nämlich zu 50 Prozent Kürzung der ländlichen Entwicklung. Da würden wir genau bei diesen Kernelementen einsparen, und das kann es nicht sein. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Der bisherige Weg im Agrarumweltprogramm zeigt, dass die Maßnahmen, die freiwillige Teilnahme, greifen. Damit wir da einen erfolgreichen Weg für die nachhaltige Landwirtschaft weitergehen können, braucht es eine Weiterentwicklung, eine Anpassung dieses Programms. Die Devise heißt Evolution statt Revolution. Wir sollten nicht alles auf den Kopf stellen, sondern Vereinfachungen, Maßnahmen für eine nachhaltige Bewirtschaftung und somit eine flächendeckende, eine wettbewerbsfähige und eine nachhaltige Landwirtschaft sicherstellen. Basis dafür sind unsere bäuerlichen Familienbetriebe. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
An dieser Stelle, zum Schluss, ein herzliches Dankeschön, verbunden mit der großen Wertschätzung jeder einzelnen Person, die dazu einen Beitrag leistet. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Aber nach wie vor lassen Sie als Ministerin zu, dass Substanzen wie Glyphosat und Chlorpyrifos, die nachweislich schwerste gesundheitliche Schäden anrichten, auf unseren Wiesen und Feldern ausgebracht werden (Beifall bei der SPÖ), wissend, dass damit das Artensterben beschleunigt wird, wissend, dass gesundheitliche Schäden bei Mensch und Tier die Folge sind. Frau Ministerin, verhindern Sie – denn Sie können es verhindern –, dass diese Pestizide weiterhin eingesetzt werden! Bayer ist gerade dieser Tage zu Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe verurteilt worden, da das Gericht Glyphosat als krebserregend eingestuft hat.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es ist nicht nachvollziehbar, warum sämtliche Anträge zum Sofortverbot von Glyphosat durch die türkis-blaue Regierung permanent vertagt werden, und dass die Machbarkeitsstudie für ein Verbot immer noch nicht abgeschlossen ist, liegt ebenfalls in Ihrer Verantwortung. Frau Ministerin, wenn Sie anführen, dass die Verzögerung aufgrund der nachgereichten Fragen aus den Bundesländern zustande gekommen ist, dann möchte ich schon daran erinnern, dass die Fragen ausschließlich aus drei ÖVP-dominierten Bundesländern, nämlich der Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich, gekommen sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, setzen wir doch gemeinsam ein Zeichen und stimmen wir gemeinsam diesem Antrag zu! Wir haben uns alle eine pestizidfreie, gesunde Zukunft verdient. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Plessl: Warum ist das so?
Sie wissen ja, ich komme selbst aus einem Berggebiet, dem wunderschönen Osttirol, Defereggental, und wir wissen, wie schwer es unsere Bergbauern dort Tag für Tag haben, ihre Felder, ihre Wiesen, ihre Höfe zu bestellen. Daher setze ich mich sehr intensiv für diese Bergbauernbetriebe ein. Wenn man sich die Zahlen des Grünen Berichtes anschaut – diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2017, betreffen also noch die alte Periode, der Grüne Bericht aus dem Jahr 2018 kann ja nur auf die Zahlen von 2017 zurückgreifen –, die ich jetzt gerne vortragen werde, weiß man, dass gerade Bergbauernbetriebe der Gruppe 3 und speziell der Gruppe 4 mit ihrem Einkommen weit, weit unter den durchschnittlichen landwirtschaftlichen Einkommen liegen. (Abg. Plessl: Warum ist das so?) – Ihr wart in der Regierung, die Frage müsst ihr beantworten, stellt also die Frage an euch selbst. Diese Zahlen betreffen das Jahr 2017, also geht in euch, schaut nach! Möglicherweise war die Förderpolitik nicht die richtige (Zwischenruf des Abg. Plessl), und ich werde auch Vorschläge zur Änderung dieser Förderpolitik machen.
Zwischenruf des Abg. Plessl
Sie wissen ja, ich komme selbst aus einem Berggebiet, dem wunderschönen Osttirol, Defereggental, und wir wissen, wie schwer es unsere Bergbauern dort Tag für Tag haben, ihre Felder, ihre Wiesen, ihre Höfe zu bestellen. Daher setze ich mich sehr intensiv für diese Bergbauernbetriebe ein. Wenn man sich die Zahlen des Grünen Berichtes anschaut – diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2017, betreffen also noch die alte Periode, der Grüne Bericht aus dem Jahr 2018 kann ja nur auf die Zahlen von 2017 zurückgreifen –, die ich jetzt gerne vortragen werde, weiß man, dass gerade Bergbauernbetriebe der Gruppe 3 und speziell der Gruppe 4 mit ihrem Einkommen weit, weit unter den durchschnittlichen landwirtschaftlichen Einkommen liegen. (Abg. Plessl: Warum ist das so?) – Ihr wart in der Regierung, die Frage müsst ihr beantworten, stellt also die Frage an euch selbst. Diese Zahlen betreffen das Jahr 2017, also geht in euch, schaut nach! Möglicherweise war die Förderpolitik nicht die richtige (Zwischenruf des Abg. Plessl), und ich werde auch Vorschläge zur Änderung dieser Förderpolitik machen.
Zwischenruf des Abg. Preiner.
Das durchschnittliche Einkommen aller Betriebe liegt im Jahr 2017 bei 31 133 Euro. Bei Nichtbergbauernbetrieben liegt der Durchschnitt bei 36 476 Euro und der Durchschnitt der Bergbauernbetriebe liegt bei 25 912 Euro, also schon eklatant weniger. Und schaut man sich jetzt im Konkreten die Bergbauernbetriebe der Gruppe 3 an, mit einem durchschnittlichen Einkommen von 21 789 Euro, sind das um 30 Prozent weniger als der Durchschnitt der Einkommen aller Betriebe und um 40 Prozent weniger als das durchschnittliche Einkommen der Nichtbergbauernbetriebe. (Zwischenruf des Abg. Preiner.)
Zwischenruf des Abg. Preiner.
Noch krasser schaut das für die Bergbauernbetriebe der Gruppe 4 aus. Die durchschnittlichen Einkommen liegen bei 16 679 Euro, im Gegensatz zu 31 133 Euro bei allen Betrieben. Das sind minus 46 Prozent. (Zwischenruf des Abg. Preiner.) Und setzt man diese Zahl in Relation zu den Nichtbergbauernbetrieben, dann ist das ein Minus von 54 Prozent. Diese Betriebe der Zone 4 waren jene Betriebe, die im Jahr 2017 als einzige Betriebe überhaupt ein Einkommensminus in Höhe von 5 Prozent mitnehmen mussten, während alle anderen Betriebe, Gott sei Dank, auf ein Plus verweisen können.
Zwischenrufe der Abgeordneten Wittmann und Preiner
Was heißt das? – Ich sage noch einmal, es geht um unseren Siedlungsraum (Zwischenrufe der Abgeordneten Wittmann und Preiner), es geht um die Talschaften, es geht um den Tourismus, es geht um die Sicherheit. Das müssen wir ernst nehmen! Und wenn wir das ernst nehmen – und dafür steht die Freiheitliche Partei mit voller Kraft –, dann müssen wir schauen, dass wir diese Bergbauernbetriebe der Zone 3 und 4, generell die Bergbauernbetriebe stärken (Beifall bei der FPÖ), und das kann nur sein, indem wir die öffentlichen Mittel für diese Betriebe erhöhen.
Beifall bei der FPÖ
Was heißt das? – Ich sage noch einmal, es geht um unseren Siedlungsraum (Zwischenrufe der Abgeordneten Wittmann und Preiner), es geht um die Talschaften, es geht um den Tourismus, es geht um die Sicherheit. Das müssen wir ernst nehmen! Und wenn wir das ernst nehmen – und dafür steht die Freiheitliche Partei mit voller Kraft –, dann müssen wir schauen, dass wir diese Bergbauernbetriebe der Zone 3 und 4, generell die Bergbauernbetriebe stärken (Beifall bei der FPÖ), und das kann nur sein, indem wir die öffentlichen Mittel für diese Betriebe erhöhen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Die öffentlichen Gelder für die Bergbauernbetriebe der Gruppe 4 betrugen 30 Prozent vom Ertrag, und von diesen 30 Prozent betrug circa 50 Prozent die Ausgleichszulage, die diese Ertragsunterschiede wettmacht. Das heißt, wir müssen schauen, dass diese Ausgleichszulage für die extremen Bergbauernbetriebe der Zone 4, der Zone 3 erhöht wird, wenn wir unseren Anspruch ernst nehmen, unseren ländlichen Raum erhalten zu wollen, unsere Regionen lebenswert erhalten zu wollen. Das ist unser Auftrag und dafür werden wir mit voller Kraft kämpfen müssen. – Ich bedanke mich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Ja, so ist es!
Abgeordnete Cornelia Ecker (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Geschätzte ZuseherInnen! Meinem Vorredner Hauser von der FPÖ kann ich ans Herz legen: Setzen Sie sich mit dem früheren Agrarsprecher Jannach zusammen, der hat noch eine vertretbare Agrarpolitik gemacht, die uns allen gefallen hat! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Ja, so ist es!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strasser: Sie waren aber schon bei der Arge-Präsentation dabei?
Zum Kollegen Strasser von der ÖVP: Sie stellen sich hier heraus, vor das österreichische Parlament, und sagen, die neue GAP hat das Ziel – ich zitiere Sie –, gesunde Lebensmittel zu produzieren. Wieso verbieten Sie dann nicht das krebserregende Totalherbizid Glyphosat? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strasser: Sie waren aber schon bei der Arge-Präsentation dabei?) Wieso verbieten Sie es nicht endlich? Ich fordere Sie auf, beweisen Sie Mut! Sie stellen sich hier heraus und fordern als Ziel eine ordentliche Entlohnung unserer Bäuerinnen und Bauern. Wieso verteilen Sie dann die Förderungen nicht gerecht? (Abg. Strasser: Sie wollen uns die Mittel streichen, Frau Kollegin! Lesen Sie Ihre Aussendung!) Wieso lassen Sie dieses Bauernsterben zu? Seit Jahrzehnten arbeiten Sie an den Zielen vorbei. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strasser: Sie wollen uns die Mittel streichen, Frau Kollegin! Lesen Sie Ihre Aussendung!
Zum Kollegen Strasser von der ÖVP: Sie stellen sich hier heraus, vor das österreichische Parlament, und sagen, die neue GAP hat das Ziel – ich zitiere Sie –, gesunde Lebensmittel zu produzieren. Wieso verbieten Sie dann nicht das krebserregende Totalherbizid Glyphosat? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strasser: Sie waren aber schon bei der Arge-Präsentation dabei?) Wieso verbieten Sie es nicht endlich? Ich fordere Sie auf, beweisen Sie Mut! Sie stellen sich hier heraus und fordern als Ziel eine ordentliche Entlohnung unserer Bäuerinnen und Bauern. Wieso verteilen Sie dann die Förderungen nicht gerecht? (Abg. Strasser: Sie wollen uns die Mittel streichen, Frau Kollegin! Lesen Sie Ihre Aussendung!) Wieso lassen Sie dieses Bauernsterben zu? Seit Jahrzehnten arbeiten Sie an den Zielen vorbei. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Kollegen Strasser von der ÖVP: Sie stellen sich hier heraus, vor das österreichische Parlament, und sagen, die neue GAP hat das Ziel – ich zitiere Sie –, gesunde Lebensmittel zu produzieren. Wieso verbieten Sie dann nicht das krebserregende Totalherbizid Glyphosat? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Strasser: Sie waren aber schon bei der Arge-Präsentation dabei?) Wieso verbieten Sie es nicht endlich? Ich fordere Sie auf, beweisen Sie Mut! Sie stellen sich hier heraus und fordern als Ziel eine ordentliche Entlohnung unserer Bäuerinnen und Bauern. Wieso verteilen Sie dann die Förderungen nicht gerecht? (Abg. Strasser: Sie wollen uns die Mittel streichen, Frau Kollegin! Lesen Sie Ihre Aussendung!) Wieso lassen Sie dieses Bauernsterben zu? Seit Jahrzehnten arbeiten Sie an den Zielen vorbei. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Zarits: Das ist ein Wahnsinn!
Und nun zur GAP: Die Europäische Union ist seit ihrer Gründung (Abg. Zarits: Das ist ein Wahnsinn!) – es würde mich auch nervös machen, ich habe durchaus Verständnis (Beifall bei der SPÖ – Abg. Zarits: Die Rede ist ein Wahnsinn!) – für den Bereich der Landwirtschaft zuständig. Rund 55 Milliarden Euro gibt der Staatenbund jährlich für den Agrarbereich aus. Man kann also ohne schlechtes Gewissen behaupten, kein anderer Bereich hat so viel Einfluss auf die EU wie die Landwirtschaft. Für mich ist es unverständlich, dass von diesen Geldmitteln zum Großteil leider nur die industrielle Landwirtschaft profitiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ – Abg. Zarits: Die Rede ist ein Wahnsinn!
Und nun zur GAP: Die Europäische Union ist seit ihrer Gründung (Abg. Zarits: Das ist ein Wahnsinn!) – es würde mich auch nervös machen, ich habe durchaus Verständnis (Beifall bei der SPÖ – Abg. Zarits: Die Rede ist ein Wahnsinn!) – für den Bereich der Landwirtschaft zuständig. Rund 55 Milliarden Euro gibt der Staatenbund jährlich für den Agrarbereich aus. Man kann also ohne schlechtes Gewissen behaupten, kein anderer Bereich hat so viel Einfluss auf die EU wie die Landwirtschaft. Für mich ist es unverständlich, dass von diesen Geldmitteln zum Großteil leider nur die industrielle Landwirtschaft profitiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und nun zur GAP: Die Europäische Union ist seit ihrer Gründung (Abg. Zarits: Das ist ein Wahnsinn!) – es würde mich auch nervös machen, ich habe durchaus Verständnis (Beifall bei der SPÖ – Abg. Zarits: Die Rede ist ein Wahnsinn!) – für den Bereich der Landwirtschaft zuständig. Rund 55 Milliarden Euro gibt der Staatenbund jährlich für den Agrarbereich aus. Man kann also ohne schlechtes Gewissen behaupten, kein anderer Bereich hat so viel Einfluss auf die EU wie die Landwirtschaft. Für mich ist es unverständlich, dass von diesen Geldmitteln zum Großteil leider nur die industrielle Landwirtschaft profitiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wer viel Land besitzt, wer entsprechend viele Tiere hält, der erhält üppige EU-Subventionen. Dabei ist es egal, ob tonnenweise Pestizide ausgebracht werden, dabei ist es egal, ob man Tiere mit Antibiotika vollpumpt, das ist alles egal. Aber genau diese Agrochemie, werte Kolleginnen und Kollegen, ist schuld an diesem Massensterben. Und ja, es ist ein Wahnsinn, denn schon Einstein hatte behauptet: Gibt es die Bienen nicht mehr, gibt es unsere Menschheit nicht mehr! – Das sollte bei Ihnen nicht in Vergessenheit geraten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strasser: Die Biobauern!
Das Traurige ist, dass in diesem System jene Bauern, die sich um die Umwelt sorgen, die nachhaltig produzieren, momentan von der Förderpolitik eigentlich benachteiligt sind. (Abg. Strasser: Die Biobauern!) – Danke, Sie haben es schon erkannt, Biolandwirtschaft, gratuliere! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Traurige ist, dass in diesem System jene Bauern, die sich um die Umwelt sorgen, die nachhaltig produzieren, momentan von der Förderpolitik eigentlich benachteiligt sind. (Abg. Strasser: Die Biobauern!) – Danke, Sie haben es schon erkannt, Biolandwirtschaft, gratuliere! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Preiner: Habt ihr keine Ziele?
Abgeordneter Andreas Kühberger (ÖVP): Geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Meine Vorrednerin – ist sie noch da? Ah! –, Kollegin Ecker, aber auch Herr Preiner, der Agrarsprecher der SPÖ, sprechen von Zielen. Ich habe ein anderes Ziel gehabt, habe eine Rede geschrieben, aber ich möchte jetzt auf die Ziele der SPÖ eingehen. Im Speziellen, wo liegen die Ziele – Anträge Tagesordnungspunkt 3 und 4 –, wo sind diese Ziele? (Abg. Preiner: Habt ihr keine Ziele?) Die wurden nicht erklärt.
Beifall bei der ÖVP
Halbierung unserer Agrargelder und Umschichtung in soziale Bereiche, das tut einem weh (Beifall bei der ÖVP), vor allem, wenn ich mich in die Lage unserer Bäuerinnen und Bauern versetze, die diese Debatte heute über die Bildschirme zu Hause mitverfolgen. Welches Bild hat die SPÖ mit Ihren Anträgen überhaupt von diesen Menschen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Preiner und Plessl.) Sind das Arbeitstiere, sind das gläserne Lebensmittelproduzenten? Ich komme noch zu diesen Anträgen. (Abg. Duzdar: Was ist das für eine Unterstellung?) – Das ist keine Unterstellung. Kennen Sie Ihre Anträge? (Abg. Ecker: Lesen Sie unsere Anträge!) – Ich kenne Ihre Anträge, ich werde diese Anträge jetzt auch genau erklären.
Zwischenrufe der Abgeordneten Preiner und Plessl.
Halbierung unserer Agrargelder und Umschichtung in soziale Bereiche, das tut einem weh (Beifall bei der ÖVP), vor allem, wenn ich mich in die Lage unserer Bäuerinnen und Bauern versetze, die diese Debatte heute über die Bildschirme zu Hause mitverfolgen. Welches Bild hat die SPÖ mit Ihren Anträgen überhaupt von diesen Menschen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Preiner und Plessl.) Sind das Arbeitstiere, sind das gläserne Lebensmittelproduzenten? Ich komme noch zu diesen Anträgen. (Abg. Duzdar: Was ist das für eine Unterstellung?) – Das ist keine Unterstellung. Kennen Sie Ihre Anträge? (Abg. Ecker: Lesen Sie unsere Anträge!) – Ich kenne Ihre Anträge, ich werde diese Anträge jetzt auch genau erklären.
Abg. Duzdar: Was ist das für eine Unterstellung?
Halbierung unserer Agrargelder und Umschichtung in soziale Bereiche, das tut einem weh (Beifall bei der ÖVP), vor allem, wenn ich mich in die Lage unserer Bäuerinnen und Bauern versetze, die diese Debatte heute über die Bildschirme zu Hause mitverfolgen. Welches Bild hat die SPÖ mit Ihren Anträgen überhaupt von diesen Menschen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Preiner und Plessl.) Sind das Arbeitstiere, sind das gläserne Lebensmittelproduzenten? Ich komme noch zu diesen Anträgen. (Abg. Duzdar: Was ist das für eine Unterstellung?) – Das ist keine Unterstellung. Kennen Sie Ihre Anträge? (Abg. Ecker: Lesen Sie unsere Anträge!) – Ich kenne Ihre Anträge, ich werde diese Anträge jetzt auch genau erklären.
Abg. Ecker: Lesen Sie unsere Anträge!
Halbierung unserer Agrargelder und Umschichtung in soziale Bereiche, das tut einem weh (Beifall bei der ÖVP), vor allem, wenn ich mich in die Lage unserer Bäuerinnen und Bauern versetze, die diese Debatte heute über die Bildschirme zu Hause mitverfolgen. Welches Bild hat die SPÖ mit Ihren Anträgen überhaupt von diesen Menschen? (Zwischenrufe der Abgeordneten Preiner und Plessl.) Sind das Arbeitstiere, sind das gläserne Lebensmittelproduzenten? Ich komme noch zu diesen Anträgen. (Abg. Duzdar: Was ist das für eine Unterstellung?) – Das ist keine Unterstellung. Kennen Sie Ihre Anträge? (Abg. Ecker: Lesen Sie unsere Anträge!) – Ich kenne Ihre Anträge, ich werde diese Anträge jetzt auch genau erklären.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich musste heute, und Sie, Frau Kollegin Ecker, und Sie, Herr Kollege Preiner, nicht um 5 Uhr aufstehen, um in den Stall zu gehen. Wir mussten auch nicht aufstehen, um den Acker zu bestellen. Wir mussten auch nicht aufstehen, um in die Obstkultur zu fahren. Nein, das machen Hunderttausende Bäuerinnen und Bauern hier in Österreich tagtäglich, 365 Tage im Jahr, und produzieren hochwertige Lebensmittel. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir hier im Saal – liebe Frau Kollegin und Herr Kollege –, wir haben das Privileg, wir haben uns heute in Wien ausschlafen können, wir haben in unseren Hotels gefrühstückt und haben dort ein ordentliches Frühstück bekommen. Und dieses üppige Frühstücksbuffet in unseren Hotels, ja, das spiegelt heute den globalen Markt. Da sind hochwertige Lebensmittel aus Österreich dabei, da sind aber auch verschiedene Lebensmittel aus aller Welt, und das ist die Herausforderung. Wir haben sehr hohe Umweltstandards in Österreich, wir haben strenge Tierschutzgesetze, zum Wohle unserer Tiere. Das ist auch gut so, das wollen wir auch, aber wenn ich hohe Standards habe, dann habe ich auch hohe Produktionskosten. Und die müssen ausgeglichen werden und die werden mit diesen Ausgleichszahlungen ausgeglichen, die Sie kürzen möchten, meine Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Plessl: Wer schichtet um?
Plessl: Das stimmt ja nicht!) Wir haben die Leader-Projekte laufen, da haben wir Gelder, die umgeschichtet werden, und die kommen bei den Leader-Projekten auch gut an. (Abg. Plessl: Wer schichtet um?) Wir haben Arbeiten, die bezahlt werden müssen.
Abg. Plessl: Das stimmt nicht, was du sagst!
Diese sogenannte zweite Säule, das sind die Gelder, die für besondere Leistungen bei unseren Betrieben ankommen. Und jetzt kommt es: Der Herr Kollege Preiner hat vorhin von Tierschutz, von Umweltschutz und von den ländlichen Regionen gesprochen. Ich sage, die wollen Sie kürzen. (Abg. Plessl: Das stimmt nicht, was du sagst!) Sie wollen weniger Tierschutz, Sie wollen weniger Umweltauflagen, denn das sind genau die Gelder, die unsere bäuerlichen Familienbetriebe auf ihren Höfen bekommen, um solche Leistungen zu erbringen, um Insektenschutz zu garantieren (Beifall bei ÖVP und FPÖ), indem Blühstreifen, Ökostreifen angelegt werden.
Beifall bei ÖVP und FPÖ
Diese sogenannte zweite Säule, das sind die Gelder, die für besondere Leistungen bei unseren Betrieben ankommen. Und jetzt kommt es: Der Herr Kollege Preiner hat vorhin von Tierschutz, von Umweltschutz und von den ländlichen Regionen gesprochen. Ich sage, die wollen Sie kürzen. (Abg. Plessl: Das stimmt nicht, was du sagst!) Sie wollen weniger Tierschutz, Sie wollen weniger Umweltauflagen, denn das sind genau die Gelder, die unsere bäuerlichen Familienbetriebe auf ihren Höfen bekommen, um solche Leistungen zu erbringen, um Insektenschutz zu garantieren (Beifall bei ÖVP und FPÖ), indem Blühstreifen, Ökostreifen angelegt werden.
Abg. Plessl: Das ist der wahre Grund, warum Sie das sagen! Jetzt wissen wir es!
Als ich in dieses Haus gekommen bin, habe ich mir gedacht, es gibt keinen Klassenkampf. Aber das ist reiner Klassenkampf. Hier wird ein Spalt in die Gesellschaft, vor allem in die ländlichen Regionen getrieben. Aber ich verspreche euch, unsere Regierungsparteien werden für diesen ländlichen Raum, für diese bäuerlichen Familienbetriebe kämpfen und werden für diese Gas geben. Wir haben noch zehn Tage bis zur EU-Wahl, wir haben das wahre Gesicht der SPÖ gesehen. (Abg. Plessl: Das ist der wahre Grund, warum Sie das sagen! Jetzt wissen wir es!) Die ländlichen Räume vertretet ihr schon lange nicht mehr, denn deren Gelder wollt ihr kürzen. Ihr wollt weniger Umweltschutz mit diesen Anträgen, weniger Tierschutz und auch weniger für die ländlichen Regionen. Wir stehen dazu! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Als ich in dieses Haus gekommen bin, habe ich mir gedacht, es gibt keinen Klassenkampf. Aber das ist reiner Klassenkampf. Hier wird ein Spalt in die Gesellschaft, vor allem in die ländlichen Regionen getrieben. Aber ich verspreche euch, unsere Regierungsparteien werden für diesen ländlichen Raum, für diese bäuerlichen Familienbetriebe kämpfen und werden für diese Gas geben. Wir haben noch zehn Tage bis zur EU-Wahl, wir haben das wahre Gesicht der SPÖ gesehen. (Abg. Plessl: Das ist der wahre Grund, warum Sie das sagen! Jetzt wissen wir es!) Die ländlichen Räume vertretet ihr schon lange nicht mehr, denn deren Gelder wollt ihr kürzen. Ihr wollt weniger Umweltschutz mit diesen Anträgen, weniger Tierschutz und auch weniger für die ländlichen Regionen. Wir stehen dazu! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Als Steirer sei es mir erlaubt, gerade in Zeiten, in denen die SPÖ für die ländlichen Regionen sicher nicht wählbar ist: Wir in der Steiermark haben eine tolle Spitzenkandidatin, Simone Schmiedtbauer, die braucht viele Vorzugsstimmen, um für den ländlichen Raum eine starke Stimme zu sein. – Danke. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Haubner: Das wird jetzt was werden!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Frau Abgeordnete Ecker zu Wort gemeldet. – Bitte schön, Frau Abgeordnete. (Abg. Haubner: Das wird jetzt was werden!)
Ruf bei der SPÖ: Hört, hört!
Sie behaupteten, ich wüsste nicht, was es heißt, in der Früh aufzustehen und sich um die Kühe zu kümmern, sie zu füttern, die Ernte einzubringen. Da darf ich Sie berichtigen: Ich bin Kind eines Biobauern. Ich weiß, was das heißt, ich habe das alles erlebt. Ich kenne viele Kolleginnen und Kollegen in meinem Bundesland (Ruf bei der SPÖ: Hört, hört!) und ich weiß, wie schwer sie es haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie behaupteten, ich wüsste nicht, was es heißt, in der Früh aufzustehen und sich um die Kühe zu kümmern, sie zu füttern, die Ernte einzubringen. Da darf ich Sie berichtigen: Ich bin Kind eines Biobauern. Ich weiß, was das heißt, ich habe das alles erlebt. Ich kenne viele Kolleginnen und Kollegen in meinem Bundesland (Ruf bei der SPÖ: Hört, hört!) und ich weiß, wie schwer sie es haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.
Er hat unter anderem auch behauptet, die SPÖ stehe nicht für Tierschutz. Ich kann Sie einladen, es gibt gerade ganz aktuell eine Petition des Kollegen Maurice Androsch zum Tierschutz. Ich lade Sie ein, unterschreiben Sie diese! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jenewein: Das ist aber auch keine tatsächliche Berichtigung!
Dann möchte ich auch noch berichtigen, denn das haben Sie noch nicht verstanden: Der ländliche Raum hört nicht beim Bauernhof auf! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Jenewein: Das ist aber auch keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Lindinger: Das steht aber im Antrag!
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Kühberger, die SPÖ setzt sich nicht für Kürzungen ein (Abg. Lindinger: Das steht aber im Antrag!), sondern für eine Umverteilung, für eine gerechte Verteilung der Förderungen, weg von der Agrarindustrie, hin zur Aufrechterhaltung einer sozialen Infrastruktur. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Sie wollen, dass die Bauern Sozialhilfeempfänger werden!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Sie wollen, dass die Bauern Sozialhilfeempfänger werden!
Abgeordnete Petra Wimmer (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Herr Kollege Kühberger, die SPÖ setzt sich nicht für Kürzungen ein (Abg. Lindinger: Das steht aber im Antrag!), sondern für eine Umverteilung, für eine gerechte Verteilung der Förderungen, weg von der Agrarindustrie, hin zur Aufrechterhaltung einer sozialen Infrastruktur. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Eßl: Sie wollen, dass die Bauern Sozialhilfeempfänger werden!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren, die Gründe für die Abwanderung junger Frauen sind bekannt. Mehrere Studien der Universität für Bodenkultur zeigen diese. Für viele Frauen gibt es schlichtweg keine Beschäftigungsmöglichkeiten, die auch ihrer Ausbildung entsprechen. Frauen, die einen höheren Bildungsabschluss anstreben, finden oftmals keine entsprechenden Ausbildungsstätten, die in einer halbwegs bewältigbaren Distanz zu ihrer Heimatgemeinde sind. Frauen mit Kinder haben ganz andere Anforderungen an ihr kommunales Umfeld, sie kritisieren auch, dass die alternden Gemeinden vorwiegend Politik für Ältere machen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich lade die Abgeordneten von ÖVP und FPÖ hiermit nochmals ein, unserem Antrag im Sinne der ländlichen Bevölkerung zuzustimmen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Kürzungen in der GAP bedeuten für Österreich bei den Direktzahlungen ein Minus von 28 Millionen Euro pro Jahr. Die Kürzungen betreffend ländliche Entwicklung würden weitere 82 Millionen Euro im Jahr ausmachen. Dieser Vorschlag ist schlichtweg inakzeptabel, die Bauern stehen mit dem Rücken zur Wand. Sollte dieser Vorschlag durchgehen, würde dies den Strukturwandel weiter vorantreiben und befeuern. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Die Bundesregierung wird daher ersucht, alle Mittel auszuschöpfen, um in den Verhandlungen in Bezug auf die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2020 gute Ergebnisse für die Bäuerinnen und Bauern zu erzielen. Wir brauchen eine Sicherstellung der Mittel der Gemeinsamen Agrarpolitik, die Erhaltung einer flächendeckenden, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft auf Basis unserer Familienbetriebe, mehr Subsidiarität und weniger Bürokratie, den Erhalt der Zwei-Säulen-Struktur der GAP – mit den wesentlichen Elementen der Direktzahlungen und der ländlichen Entwicklung – und die Sicherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen für den Agrarsektor im Binnenmarkt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Was wir auch brauchen, ist eine rechtzeitige Vorbereitung der Übergangsphase für die reformierte GAP, um die Planungssicherheit für unsere Bäuerinnen und Bauern sicherzustellen. Wir alle sind stolz auf unser Land und unsere tolle Kulturlandschaft. Damit das so bleibt, müssen wir dafür sorgen, dass unsere Bauern und Bäuerinnen von ihrer harten Arbeit auch leben können. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Unsere Agrarexpertin! – Abg. Vogl: Jetzt wird es wieder ein bisschen lebendiger!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Gruber. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Unsere Agrarexpertin! – Abg. Vogl: Jetzt wird es wieder ein bisschen lebendiger!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Renate Gruber (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Frau Bundesministerin! Geschätzte Abgeordnete! Bauern und Bäuerinnen sind immer verlässliche Partner, und ich darf Herrn Abgeordneten Strasser ansprechen, der als Bauernbundpräsident mit Sicherheit auch bei den Verhandlungen betreffend die zukünftige Förderperiode maßgeblich dabei ist. Es liegt in seiner Hand, dass die Agrarindustrie nicht in diesem Ausmaß gefördert wird, sondern kleinere Betriebe, die für den ländlichen Raum und die Gemeinden von enormer Wichtigkeit sind und natürlich auch für die regionalen Produkte verantwortlich sind. Die gehören entsprechend gefördert, und es ist eine Notwendigkeit, dies auch zu tun, sonst stirbt der ländliche Raum. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Prinz: Aber richtig!
Herr Abgeordneter Kühberger hat hier vorne sehr emotional gesprochen (Abg. Prinz: Aber richtig!), aber der ländliche Raum ist nicht nur der Bauernhof alleine – gerade du
Abg. Kühberger: Nein, nein! Ich habe davon gesprochen!
als Bürgermeister weißt das auch. (Abg. Kühberger: Nein, nein! Ich habe davon gesprochen!) Ich hoffe, dass du dich dafür einsetzt, das auch zu tun, weil gerade Familienbetriebe, kleinstrukturierte Familienbetriebe für eine Gemeinde unerlässlich sind. Man sollte auch immer die Gesamtheit betrachten, und das ist, glaube ich, von enormer Wichtigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
als Bürgermeister weißt das auch. (Abg. Kühberger: Nein, nein! Ich habe davon gesprochen!) Ich hoffe, dass du dich dafür einsetzt, das auch zu tun, weil gerade Familienbetriebe, kleinstrukturierte Familienbetriebe für eine Gemeinde unerlässlich sind. Man sollte auch immer die Gesamtheit betrachten, und das ist, glaube ich, von enormer Wichtigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir alle haben mittlerweile auch gehört, dass die Gemeinsame Agrarpolitik 2021/2022 auf EU-Ebene verhandelt werden soll. Wir fordern, dass in der nächsten Förderperiode alle Menschen im ländlichen Raum vom Programm für die ländliche Entwicklung profitieren müssen. Die Gelder der GAP müssen zum Aufschwung des ländlichen Raumes beitragen. Im Übrigen müssen in der nächsten Periode der GAP die Agrarförderungen gerechter verteilt werden. Das aktuelle europäische Agrarmodell unterstützt die Massenproduktion zulasten der Ressourcen. Es ist erfreulich, dass auch Frau Minister Köstinger dies klar artikuliert hat. Wir müssen weg von dem Modell, wonach Betriebe mit den höchsten Einkommen die höchsten Subventionen erhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin Köstinger! Meine Damen und Herren Mitglieder von der Bundesregierung! Der ländliche Raum ist weit mehr als die Landwirtschaft. Setzen Sie sich daher auf EU-Ebene dafür ein, dass in der nächsten Periode, ab 2021, ein deutlich höherer Anteil des Budgets vom Mitgliedstaat für soziale Dienste verwendet werden muss. Die Entwicklung des ländlichen Raumes hängt maßgeblich von den Rahmenbedingungen für Frauen ab. – Wandern die Frauen ab, stirbt die Region. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Vogl: Das behauptet kein Mensch!
Das ist deswegen besonders hervorzustreichen, weil es uns in Europa zurzeit in so vielen Bereichen nicht gelingt, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Vielleicht würde uns das heute in der Landwirtschaftspolitik auch nicht mehr gelingen, weil wir einfach viel zu viele unterschiedliche Interessen haben und weil – ich glaube, das konnten wir auch heute wieder verfolgen – die Forderungen oft sehr inkohärent sind. Auf der einen Seite wird permanent gefordert, bäuerliche Familienbetriebe und Kleinbetriebe vorne hinzustellen, und auf der anderen Seite wird gesagt, es muss weniger Förderungen geben. Das geht sich schlichtweg nicht aus. (Abg. Vogl: Das behauptet kein Mensch!) Das geht sich vor allem nicht aus, wenn man gleichzeitig auch mehr Umweltleistungen haben will; das alles können unsere Familienbetriebe unter dem derzeitigen Preisdruck nicht leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das ist deswegen besonders hervorzustreichen, weil es uns in Europa zurzeit in so vielen Bereichen nicht gelingt, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Vielleicht würde uns das heute in der Landwirtschaftspolitik auch nicht mehr gelingen, weil wir einfach viel zu viele unterschiedliche Interessen haben und weil – ich glaube, das konnten wir auch heute wieder verfolgen – die Forderungen oft sehr inkohärent sind. Auf der einen Seite wird permanent gefordert, bäuerliche Familienbetriebe und Kleinbetriebe vorne hinzustellen, und auf der anderen Seite wird gesagt, es muss weniger Förderungen geben. Das geht sich schlichtweg nicht aus. (Abg. Vogl: Das behauptet kein Mensch!) Das geht sich vor allem nicht aus, wenn man gleichzeitig auch mehr Umweltleistungen haben will; das alles können unsere Familienbetriebe unter dem derzeitigen Preisdruck nicht leisten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Auch da braucht es wirklich eine Änderung. Diesbezüglich können wir unserem Spitzenkandidaten auf europäischer Ebene, Manfred Weber, nur zustimmen, wenn er fordert, dass die EU-Kommission die Gesetzesmaterien durchleuchten und schauen soll, wo wir unnötige Bürokratie streichen können. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Bundesregierung steht klar hinter den bäuerlichen Familienbetrieben, und wir werden das vor allem auch in den kommenden Verhandlungen zum Ausdruck bringen. Das Entscheidende für uns ist aber natürlich der Mehrjährige Finanzrahmen. Die Kürzungen, die ins Haus stehen, sind absolut inakzeptabel. Wer heute in der ländlichen Entwicklung kürzt, kürzt Agrarumweltprogramme, kürzt Bioförderungen, kürzt Investitionsförderungen, kürzt die Förderungen im Berggebiet, und das kann von uns so nicht unterstützt werden und ist inakzeptabel. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Preiner: Wie schaut’s bei der Kinderbetreuung und Pflege aus?
Zwei Drittel dieses Paketes betreffen vor allem auch die Familienbetriebe bis zu einem Einheitswert von 30 000 Euro. Es betrifft vor allem auch den Bereich der Pensionistinnen und Pensionisten. Es wurde angesprochen, dass die Gemeinsame Agrarpolitik sozialen Dienstleistungen zugutekommen muss. Diese Bundesregierung macht das bereits heute, indem sie die Mindestpensionen anhebt. Das ist echte Sozialpolitik, wie es sie in dieser Art und Weise in dem Land noch nicht gegeben hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Preiner: Wie schaut’s bei der Kinderbetreuung und Pflege aus?)
Abg. Loacker: Zwischen euch zwei gibt es wirklich keine ideologischen Gräben! – Ruf bei der FPÖ: Weil wir sachlich orientiert sind!
ziehen. Es werden keine ideologischen Gräben ausgehoben, sondern es stehen wirklich die bäuerlichen Familienbetriebe im Zentrum der Entlastung. (Abg. Loacker: Zwischen euch zwei gibt es wirklich keine ideologischen Gräben! – Ruf bei der FPÖ: Weil wir sachlich orientiert sind!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Das Zweite – und auch das ist ein ganz zentraler Punkt –: Wenn man Landwirtschaftspolitik und Lebensmittelpolitik diskutiert, müssen natürlich auch der Konsument und die Konsumentin miteinbezogen werden. In letzter Konsequenz entscheidet jeder Einzelne vor dem Regal, welche Art der Landwirtschaft er unterstützt. Ist es die billige, anonyme Massenproduktion, wo die Lebensmittel unter dem Preishammer im Centbereich verschleudert werden, oder greift man zu Produkten regionaler Herkunft, greift man zu heimischen Produkten, die saisonal produziert werden? Genau da trägt jeder einzelne wirklich Verantwortung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wie bei Sonntagsreden am Rednerpult zu stehen und auf der einen Seite bäuerliche Produktion zu fordern, auf der anderen Seite aber auch immer wieder zu sagen, dass die Lebensmittel in Österreich zu teuer sind, geht sich schlichtweg nicht aus. Das sei auch einmal ganz klar gesagt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Preiner: Das ist aber nicht Ihr Verdienst!
Wir dürfen an dieser Stelle allen Bäuerinnen und Bauern, die dieses Land zu einem der lebenswertesten Europas machen (Abg. Preiner: Das ist aber nicht Ihr Verdienst!), die im höchsten Maße biologisch produzieren, im Berggebiet produzieren, mit höchsten Standards produzieren und all das den Konsumentinnen und Konsumenten trotzdem zu einem leistbaren Preis zur Verfügung stellen, ein herzliches Dankeschön aussprechen. Sie sind das Herz und das Rückgrat unseres Landes. Wir werden alles dazu beitragen, dass sie auch in eine gute Zukunft schauen können. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir dürfen an dieser Stelle allen Bäuerinnen und Bauern, die dieses Land zu einem der lebenswertesten Europas machen (Abg. Preiner: Das ist aber nicht Ihr Verdienst!), die im höchsten Maße biologisch produzieren, im Berggebiet produzieren, mit höchsten Standards produzieren und all das den Konsumentinnen und Konsumenten trotzdem zu einem leistbaren Preis zur Verfügung stellen, ein herzliches Dankeschön aussprechen. Sie sind das Herz und das Rückgrat unseres Landes. Wir werden alles dazu beitragen, dass sie auch in eine gute Zukunft schauen können. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Für wen war die Vorzugsstimme?
Abgeordneter Peter Gerstner (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Minister! Werte Kollegen und Kolleginnen! Sehr geehrte Besucher und Zuseher! (Ruf bei der SPÖ: Für wen war die Vorzugsstimme?) Zum Antrag der Kolleginnen und Kollegen der SPÖ betreffend „europaweite Erhöhung der Tierschutzstandards durch tierwohlgerechten Einsatz der öffentlichen Fördermittel der Gemeinsamen Agrarpolitik“, kurz GAP, muss gleich vorweg festgehalten werden, dass wir alle hier, natürlich auch insbesondere meine Person, mit Sicherheit am Wohlergehen der Tiere, speziell an artgerechter Haltung der Nutztiere und am Tierschutz generell, in all seiner Form und in all seinen Facetten, interessiert sind.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Klar ist jedenfalls, dass die österreichische Bundesregierung weiterhin dafür kämpfen wird, dass unsere Landwirtinnen und Landwirte ihre Höfe erhalten können und auch gedeihlich arbeiten können. Das beinhaltet selbstverständlich auch das Wohlergehen unserer Tiere. Unter der FPÖ-ÖVP-Regierung wird nicht nur geredet und es werden keine Berichte zerpflückt, sondern es wird gearbeitet, gehandelt und umgesetzt. – Danke schön. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Gerstner! Ihr habt diesen Antrag im Ausschuss in der ersten Runde vertagt und jetzt abgelehnt. Und dann höre ich auf der anderen Seite von der Regierungspartei ÖVP, von Kollegen Kühberger: Wir wollen weniger Tierschutz in der Europäischen Union haben, wir wollen weniger Tierschutz durch die GAP haben. – Dann hat er das nicht verstanden, was wir eingebracht haben, sage ich ganz offen. (Beifall bei der SPÖ.) Wir wollen mehr Tierschutz und wir wollen einen besseren und zielgerechten Einsatz dieser Fördermittel.
Beifall bei der SPÖ.
beschäftigen, und auch diesem haben die Regierungsparteien nicht zugestimmt, sondern ihn vertagt. Also wer ist jetzt für mehr Tierschutz, wer ist für weniger Tierschutz? – Da können Sie sich jetzt ein Bild machen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und JETZT.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn Sie unsere Bauern und wenn Sie die Landwirtschaft unterstützen wollen, dann setzen Sie sich auch dafür ein, dass wir höhere Tierschutzstandards in ganz Europa haben. – Danke schön. (Beifall bei SPÖ und JETZT.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.
Was ist jetzt zu tun? – Auf der einen Seite verstehe ich die Sorgen der Bäuerinnen und Bauern, denn es sind ja oft vor allem Kleinbauern, die betroffen sind. Natürlich müssen sie unterstützt werden, natürlich braucht es für sie entsprechende Beratungsmaßnahmen, und es braucht auch Abschlagszahlungen für Verluste, die sie erlitten haben, das ist auch klar. Auf der anderen Seite zeigen diese Zahlen aber auch: Lassen wir die Kirche im Dorf! (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.) Lernen wir aus der Vergangenheit, lernen wir von den Best-Practice-Beispielen, die jetzt schon gelaufen sind, aber lernen wir vor allem auch von anderen Ländern, die höhere Besatzdichten haben! Dort gibt es ja Erfahrung. Lernen wir davon und schauen wir uns etwas ab! Rütteln wir nicht gleich am Artenschutz und greifen wir nicht gleich zum Gewehr! Das braucht es
Beifall bei der SPÖ.
wirklich nicht. Schauen wir hin, helfen wir den Bauern, die Verluste zu vermelden haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ
Warum die Landwirtschaftsministerin allerdings die gut etablierte, länderübergreifende Koordinierungsstelle jetzt einfach links liegen lässt, beiseiteschiebt und ein neues Österreichzentrum aus dem Hut zaubert, obwohl sie mir trotz mehrfachem Nachfragen im Ausschuss nicht sagen konnte, was dieses Österreichzentrum jetzt besser kann als die Länderkoordinierungsstelle, die seit 22 Jahren arbeitet, das ist schon die Frage. – Es bleibt jetzt eigentlich nur mehr eine Interpretation übrig: Es gibt wieder einmal einen neuen Job zu vergeben für die Türkis-Blauen (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), und das bleibt als Interpretation jetzt einmal im Raum stehen. – So viel zum Sparen im System, liebe Frau Ministerin! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.
Warum die Landwirtschaftsministerin allerdings die gut etablierte, länderübergreifende Koordinierungsstelle jetzt einfach links liegen lässt, beiseiteschiebt und ein neues Österreichzentrum aus dem Hut zaubert, obwohl sie mir trotz mehrfachem Nachfragen im Ausschuss nicht sagen konnte, was dieses Österreichzentrum jetzt besser kann als die Länderkoordinierungsstelle, die seit 22 Jahren arbeitet, das ist schon die Frage. – Es bleibt jetzt eigentlich nur mehr eine Interpretation übrig: Es gibt wieder einmal einen neuen Job zu vergeben für die Türkis-Blauen (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ), und das bleibt als Interpretation jetzt einmal im Raum stehen. – So viel zum Sparen im System, liebe Frau Ministerin! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Zinggl.)
Abg. Keck: Hören Sie doch auf ...!
In Österreich gibt es eben Konflikte in Siedlungsgebieten. Wir haben 2016 ein Wolfsrudel am Truppenübungsplatz in Allentsteig gehabt, mittlerweile sind zwei weitere Rudel dazugekommen. Ich kann von zwei Gemeinden in meinem Heimatbundesland, nämlich Langschlag und Bad Großpertholz, berichten, dass voriges Jahr 28 Schafe gerissen worden sind; und zwar ist auch nachgewiesen, dass das wirklich Wölfe waren. Nun ist dort die Angst natürlich sehr groß. Den Wölfen fehlt die Scheu vor Gebieten, wo sich Menschen aufhalten, und daher haben bei uns die Kinder im ländlichen Raum, in unserer Gegend, in entlegenen Gebieten Angst auf ihrem Schulweg, Angst, wenn sie in der Früh zu den Bussen gehen müssen – und die Eltern fürchten sich mit. (Abg. Keck: Hören Sie doch auf ...!) – Wenn Sie es nicht glauben, dann sprechen Sie mit den Betroffenen dort! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In Österreich gibt es eben Konflikte in Siedlungsgebieten. Wir haben 2016 ein Wolfsrudel am Truppenübungsplatz in Allentsteig gehabt, mittlerweile sind zwei weitere Rudel dazugekommen. Ich kann von zwei Gemeinden in meinem Heimatbundesland, nämlich Langschlag und Bad Großpertholz, berichten, dass voriges Jahr 28 Schafe gerissen worden sind; und zwar ist auch nachgewiesen, dass das wirklich Wölfe waren. Nun ist dort die Angst natürlich sehr groß. Den Wölfen fehlt die Scheu vor Gebieten, wo sich Menschen aufhalten, und daher haben bei uns die Kinder im ländlichen Raum, in unserer Gegend, in entlegenen Gebieten Angst auf ihrem Schulweg, Angst, wenn sie in der Früh zu den Bussen gehen müssen – und die Eltern fürchten sich mit. (Abg. Keck: Hören Sie doch auf ...!) – Wenn Sie es nicht glauben, dann sprechen Sie mit den Betroffenen dort! (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?
Es wird immer davon gesprochen, der Wolf tut dem Menschen nichts. – Warum gibt es dann die Meldung, dass 2018 in Polen zwei Kinder angegriffen wurden? (Rufe bei der SPÖ: Wo? Wo?)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die meine Petition unterstützt haben. In Niederösterreich haben die Landwirtschaftskammer und der Bauernbund eine Unterschriftenaktion gestartet, die die Sorge um die Sicherheit der Bürger und der Bevölkerung unterstreichen soll. Es haben 60 000 Menschen unterschrieben, und ich denke, 60 000 Unterschriften kann man einfach nicht nur so hinnehmen, sondern man muss sie auch vonseiten der Politik ernst nehmen. (Zwischenruf des Abg. Keck.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Tier, vor allem Herdenschutzmaßnahmen, und Maßnahmen in Bezug auf Entschädigungszahlungen ausarbeiten wird. Dafür möchte ich mich bei dir, Frau Ministerin, herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Am 4. Dezember wurde in Niederösterreich eine Verordnung durch die Landesregierung erlassen, wonach Problemwölfe entfernt werden können; das aber nur unter besonders strengen Auflagen. Ich denke, das ist ein erster Schritt. Grundsätzlich gibt es Ausnahmeregelungen in Europa, und die sollte man auch umsetzen; ein Beispiel ist Finnland, das jetzt um eine Ausnahmeregelung zur Wolfsjagd angesucht hat. Es muss möglich sein, auch bei geschützten Arten die Bestandsdichte zu regulieren. Eine Entscheidung darüber wird in der zweiten Hälfte des Jahres fallen. Ich kann nur sagen, der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten, dort, wo die Wölfe sind, ist es einfach wichtig, dass die Bestände auch reguliert werden. (Zwischenruf des Abg. Keck.) – Sie können noch so schreien, reden Sie mit den Leuten draußen – ich habe es schon einmal angesprochen –, es herrscht Angst und sie fühlen sich teilweise sozusagen in ihren Ängsten nicht wahrgenommen!
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich hoffe, es funktioniert in Zukunft besser. Wir von den Regierungsfraktionen und auch die Frau Bundesminister werden jedenfalls auch weiter daran arbeiten, dass wir eine gute Lösung für Wolf und Mensch, für die Menschen in den betroffenen Gebieten erzielen können. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Antoni: Max, in Kärnten gibt’s keine Wölfe!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Linder. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Antoni: Max, in Kärnten gibt’s keine Wölfe!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Linder (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Frau Ministerin! Geschätzte Kollegen! Geschätzte Kolleginnen! Liebe Zuhörerinnen! Liebe Zuhörer! Liebe Kolleginnen von der SPÖ, vor allem liebe Kollegin Hammerschmid! Ganz kann ich Ihrer Logik nicht folgen. Der Wolf, der in der Natur draußen unkontrolliert unterwegs ist, sollte geschützt werden, während Ihre Kollegin, die SPÖ-Stadträtin in Wien, für alle Listenhunde einen Tötungsbefehl ausgeben will. Das müssen Sie der Bevölkerung erst einmal erklären. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Die Nutztiere, die der Wolf reißt – wenn es auch dem Landwirt wehtut –, wird man ersetzen können. Wie viel Gefahr für den Menschen geht von Wölfen wirklich aus? – Ich glaube, Gefahr ist gegeben, aber wenn wir heute keine vernünftige Weidewirtschaft mehr betreiben könnten, weil der Wolfbestand überhandnimmt, weil die Tiere verstört sind, dann wäre das, denke ich, ein Schaden, der für die Landwirtschaft wirklich katastrophal wäre. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich glaube, wir sollten wachsam sein und sollten nicht der Sozialromantik unterliegen, dass wir den Wolf schützen müssen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Was aber passiert stattdessen – man sieht das ja auch heute in dieser Diskussion schon wieder –: Es gibt die einen, die hier sagen: uralte Angst, Feindbilder, der Wolf, alles ist ganz furchtbar und ganz schlecht!, und dann gibt es die anderen, die sagen: Sozialromantik, man darf gegen den Wolf gar nichts unternehmen! Und wie es halt oft so ist: Die Wahrheit liegt in der Mitte. Es ist eine unwürdige und eine sinnbefreite Streiterei, die wir hier zu diesem Themen führen. (Beifall bei den NEOS.) – Danke sehr.
Abg. Eßl – ein Schriftstück in die Höhe haltend, auf dem ein Wolf abgebildet ist –: Frau Kollegin!
der Wolf wieder da ist, dass sie wie dereinst das Rotkäppchen vom bösen Wolf angefallen werden? (Abg. Eßl – ein Schriftstück in die Höhe haltend, auf dem ein Wolf abgebildet ist –: Frau Kollegin!) – Es ist es nicht, wie wir aus Erfahrungen aus anderen Ländern wissen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Weder in Italien noch in der Schweiz noch in Polen, wo es beträchtliche Wolfspopulationen gibt, hat es seit 1950 einen einzigen Fall gegeben – es hat keinen einzigen gegeben! (Beifall bei den NEOS.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.
der Wolf wieder da ist, dass sie wie dereinst das Rotkäppchen vom bösen Wolf angefallen werden? (Abg. Eßl – ein Schriftstück in die Höhe haltend, auf dem ein Wolf abgebildet ist –: Frau Kollegin!) – Es ist es nicht, wie wir aus Erfahrungen aus anderen Ländern wissen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Weder in Italien noch in der Schweiz noch in Polen, wo es beträchtliche Wolfspopulationen gibt, hat es seit 1950 einen einzigen Fall gegeben – es hat keinen einzigen gegeben! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
der Wolf wieder da ist, dass sie wie dereinst das Rotkäppchen vom bösen Wolf angefallen werden? (Abg. Eßl – ein Schriftstück in die Höhe haltend, auf dem ein Wolf abgebildet ist –: Frau Kollegin!) – Es ist es nicht, wie wir aus Erfahrungen aus anderen Ländern wissen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Weder in Italien noch in der Schweiz noch in Polen, wo es beträchtliche Wolfspopulationen gibt, hat es seit 1950 einen einzigen Fall gegeben – es hat keinen einzigen gegeben! (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Eßl, der besagtes Schriftstück noch in die Höhe hält.
Wenn man sich die Studien anschaut, dann kommt man zum gleichen Ergebnis: Kanada, Russland, USA, dort ist die Wolfspopulation sehr, sehr groß. (Zwischenruf des Abg. Eßl, der besagtes Schriftstück noch in die Höhe hält.) – Herzlichen Dank, Herr Kollege! – Es gab dort wirklich keine reale Gefahr für die Menschen.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ja, der Wolf wird Schafe reißen und das wird er auch weiterhin machen. Ja, der Wolf wird Wildbestände beeinflussen, und diesen Punkt müssen wir auch lösen. Und der Wolf wird womöglich nicht in jede Kulturlandschaft in Österreich passen, das heißt aber nicht unbedingt, dass wir ganze Bundesländer sofort als wolfsfrei deklarieren sollten. Wir Menschen haben Verantwortung gegenüber anderen Lebewesen, auch wenn sie uns nicht nützlich sind. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Und weil es sich halt so schön anbietet, noch ein kleines Wortspiel zum Schluss – und das ist an die Damen und Herren hier in diesem Haus gerichtet –: Der einzige Wolf, vor dem wir PolitikerInnen uns im Augenblick in Acht nehmen müssen, der heißt Armin. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Grimm. Angst machen mir aber weniger die Wölfe, sondern Angst macht mir diese Art der Diskussion und auch die Wortwahl beispielsweise in den Petitionen, wenn es da heißt: Tirol muss wolfsfrei werden!, oder so ähnlich (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), oder: „für ein wolfsfreies Tirol“ – na bitte. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Jetzt überlegen wir das einmal für andere Länder: Wie sieht das in Kenia aus? Würden Sie sagen, Kenia soll löwenfrei werden? Indien soll tigerfrei werden?
Zwischenruf bei der ÖVP.
Grimm. Angst machen mir aber weniger die Wölfe, sondern Angst macht mir diese Art der Diskussion und auch die Wortwahl beispielsweise in den Petitionen, wenn es da heißt: Tirol muss wolfsfrei werden!, oder so ähnlich (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), oder: „für ein wolfsfreies Tirol“ – na bitte. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Jetzt überlegen wir das einmal für andere Länder: Wie sieht das in Kenia aus? Würden Sie sagen, Kenia soll löwenfrei werden? Indien soll tigerfrei werden?
Zwischenruf des Abg. Scherak.
Die Parallele zur deutschen AfD ist auch gegeben, wobei die AfD noch viel harmloser argumentiert und eigentlich nur von unkontrollierter Wolfspopulation oder einer Obergrenze der Zuwanderung spricht. Sie sehen die Parallele ganz deutlich. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Und die gesamte Lächerlichkeit des Nationalismus zeigt sich beim Nationalismus in Bezug auf die Fauna, der da irgendwie auch übertragen wird, denn die Wölfe dürften eigentlich nicht an die Staatsgrenze, weil sie dort erschossen werden, nur: Die Wölfe wissen nicht, wo die Staatsgrenze ist, die haben da irgendwie keinen Plan. (Beifall bei JETZT, SPÖ und NEOS.)
Beifall bei JETZT, SPÖ und NEOS.
Die Parallele zur deutschen AfD ist auch gegeben, wobei die AfD noch viel harmloser argumentiert und eigentlich nur von unkontrollierter Wolfspopulation oder einer Obergrenze der Zuwanderung spricht. Sie sehen die Parallele ganz deutlich. (Zwischenruf des Abg. Scherak.) Und die gesamte Lächerlichkeit des Nationalismus zeigt sich beim Nationalismus in Bezug auf die Fauna, der da irgendwie auch übertragen wird, denn die Wölfe dürften eigentlich nicht an die Staatsgrenze, weil sie dort erschossen werden, nur: Die Wölfe wissen nicht, wo die Staatsgrenze ist, die haben da irgendwie keinen Plan. (Beifall bei JETZT, SPÖ und NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Im Yellowstone-Nationalpark hat sich ganz deutlich gezeigt, dass sich die Fauna und Flora deutlich erholt haben; nicht nur, weil die Wölfe gerissen haben, sondern auch, weil die Hirsche abgezogen sind, weil sie vor den Wölfen Angst haben. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Und das ist für mich die beste Art des Naturschutzes. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT.
Im Yellowstone-Nationalpark hat sich ganz deutlich gezeigt, dass sich die Fauna und Flora deutlich erholt haben; nicht nur, weil die Wölfe gerissen haben, sondern auch, weil die Hirsche abgezogen sind, weil sie vor den Wölfen Angst haben. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) Und das ist für mich die beste Art des Naturschutzes. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT.
Zum Schluss möchte ich noch eine Zahl bringen: In Europa gibt es 30 000 Wölfe – und Österreich hat 30 davon – wir brauchen nicht lange zu rechnen, wie viel das ist –, das ist 1 Promille, die Fläche beträgt aber 8 Prozent. Wir haben also noch viel Zeit, bis wir wirklich Angst haben müssen. – Danke. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Zukunft das betreffen würde, und daher habe ich diese Petition für ein wolfsfreies Tirol eingebracht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Kollege Zinggl, es ist ein Faktum, dass es in Europa 30 000 Wölfe gibt. Die Wölfe sind nicht vom Aussterben bedroht (Zwischenruf bei der SPÖ), sondern sie siedeln sich derzeit in Europa flächendeckend an und sind eben für gewisse Gebiete so nicht handelbar. Das bringt für die Almwirtschaft, für die Berglandwirtschaft, aber auch für den Tourismus durchaus Probleme und Herausforderungen, die wir gemeinsam bewältigen müssen. Da stimme ich Ihnen eindeutig zu.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aus meiner Sicht ist es ganz wichtig, dass wir die Maßnahmen, die die Frau Bundesminister diesbezüglich eingeleitet hat, begleiten, dass wir die Wiederansiedelung des Wolfes nicht offen und ungezügelt zulassen, sondern dass wir Maßnahmen entwickeln und unsere Haus- und Nutztiere schützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Der Wolf hat einen sehr strengen Schutzstatus, er hat aber keine natürlichen Feinde. Ich stelle mir daher hin und wieder die Frage: Wo bleibt da der Schutz für unsere Nutz- und Haustiere? – Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte darauf auch einmal eine Antwort haben. Man bagatellisiert und verharmlost die Dinge und betont, dass es Entschädigungszahlungen gibt. Wir sollten uns auch darauf besinnen, dass unsere Bäuerinnen und Bauern keine Entschädigungszahlungen brauchen und wollen, sondern sie wollen Weidewirtschaft betreiben, sie wollen Almwirtschaft betreiben und wollen ein friedliches Miteinander. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Dass es Ängste und Sorgen gibt, können wir einfach nicht verschweigen. In diesem Sinne geht es darum, dass wir uns mit dieser Thematik auseinandersetzen. Der Wolf ist in Europa angelangt, er ist flächendeckend vertreten. Wir sollten diese Ängste und Sorgen ernst nehmen und eine Lösung finden, durch die wir einerseits Artenschutz zulassen, aber andererseits eine geordnete, verlässliche und flächendeckende Landwirtschaft nicht gefährden. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Wolf ist Europäer und nützt spätestens seit dem Fall des Eisernen Vorhanges die europäische Reisefreiheit. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Aus diesem Grund appelliere ich an die zuständigen Entscheidungsträger und fordere von der Europäischen Union mehr regionalen Spielraum für die Abwehr von Problemwölfen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Der Wolf ist Europäer und nützt spätestens seit dem Fall des Eisernen Vorhanges die europäische Reisefreiheit. (Heiterkeit bei der FPÖ.) Aus diesem Grund appelliere ich an die zuständigen Entscheidungsträger und fordere von der Europäischen Union mehr regionalen Spielraum für die Abwehr von Problemwölfen. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Loacker. – Sie haben noch knapp 3 Minuten. Geht das? (Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Hervorragend. – Bitte. (Abg. Belakowitsch: Das geht sich locker aus für den Wolf!)
Abg. Belakowitsch: Das geht sich locker aus für den Wolf!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Loacker. – Sie haben noch knapp 3 Minuten. Geht das? (Zwischenruf des Abg. Loacker.) – Hervorragend. – Bitte. (Abg. Belakowitsch: Das geht sich locker aus für den Wolf!)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Wir haben nicht einmal einen fundierten Überblick über die Risse, die durch Wölfe überhaupt entstanden sind. Wir wissen nicht, wie viele Entschädigungszahlungen angefallen sind. Diesbezüglich schreibt die Ministerin in ihrer Anfragebeantwortung: „Entschädigungsregelungen fallen in die ausschließliche Kompetenz der Bundesländer und sind je nach Bundesland unterschiedlich gestaltet. Im Wesentlichen gibt es zwei Abgeltungsbereiche: Versicherungen der Jagdwirtschaft sowie Abgeltungen durch die Ämter der Landesregierungen. Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus hat im letzten Jahr exemplarisch die Entschädigungshöhen in einigen Bundesländern abgefragt, sie bewegen sich je nach Nutzung und Tierart zwischen rund 100 und 800 Euro je Tier. Über die tatsächlich ausgezahlten Entschädigungen gibt es im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus keinen Gesamtüberblick.“ (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von JETZT.
Man braucht weder vom bösen Wolf noch vom armen Wolf auszugehen; es geht um ein Wildtier, das seit Langem nicht mehr heimisch war, jetzt wieder heimisch ist, in Österreich und in Europa immer heimisch war. Die Rückkehr ist ein völlig normales Phänomen. – Suchen wir doch gemeinsam nach einem Management, es wäre nämlich leicht möglich! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten von JETZT.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und NEOS.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bevor ich der Begründerin das Wort erteile, darf ich auf der Besuchergalerie die Abgeordneten außer Dienst aus Oberösterreich in der Begleitung ihres Obmannes Franz Hiesl recht herzlich bei uns im Hohen Haus begrüßen. – Herzlich willkommen! (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Abg. Drozda: ... Russland sein, in Moskau!
Ich bedaure sehr, dass der Klubobmann der FPÖ, Johann Gudenus, heute nicht hier ist, denn er ist ganz vorne mit dabei; bis in die Führungsriege der FPÖ bestehen diese besten Kontakte. (Abg. Drozda: ... Russland sein, in Moskau!) – Wahrscheinlich ist er in Russland! Nein, ich möchte jetzt ehrlich gesagt keinen Witz darüber machen, weil mir das Thema wirklich sehr, sehr ernst ist.
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Stefan und Hafenecker.
Es geht um hochrangige Vertreter, die immer wieder die Nähe gesucht haben: Es geht um Ihren Parteiobmann H.-C. Strache, es geht um Herrn Klubobmann Gudenus, es geht auch um Harald Vilimsky, der da in bestem Kontakt ist. Das geht ja so weit, dass Sie mit Einiges Russland, mit der Partei von Wladimir Putin, einen Freundschaftsvertrag geschlossen haben, der im Übrigen – ich glaube, ein Jahr später war das – nahezu wortident auch mit der Lega Nord, also mit Salvini, geschlossen wurde. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Stefan und Hafenecker.)
Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
So hat es 2015 im Zuge der Bundestagswahlen einen russischen Cyberangriff gegeben, und zwar strahlten die deutsche Ausgabe von Russia Today, vor allem aber Sputniknews immer wieder eine Vielzahl von fremdenfeindlichen Beiträgen aus, in denen vor allem Angela Merkel diffamiert und die AfD gelobt wurde. (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) Kremltreue Bots – wir wissen aus Berichten von den Sankt Petersburger Trollfabriken – haben diese Geschichten dann verbreitet, ja vertausendfacht. Es geht um Millionen (Ruf bei der FPÖ: Milliarden!) solcher Postings in den sozialen Medien – ja, bei der Europawahl in Wahrheit um Milliarden! Machen Sie sich nicht lustig, da geht es tatsächlich um sehr viel! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Milliarden!
So hat es 2015 im Zuge der Bundestagswahlen einen russischen Cyberangriff gegeben, und zwar strahlten die deutsche Ausgabe von Russia Today, vor allem aber Sputniknews immer wieder eine Vielzahl von fremdenfeindlichen Beiträgen aus, in denen vor allem Angela Merkel diffamiert und die AfD gelobt wurde. (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) Kremltreue Bots – wir wissen aus Berichten von den Sankt Petersburger Trollfabriken – haben diese Geschichten dann verbreitet, ja vertausendfacht. Es geht um Millionen (Ruf bei der FPÖ: Milliarden!) solcher Postings in den sozialen Medien – ja, bei der Europawahl in Wahrheit um Milliarden! Machen Sie sich nicht lustig, da geht es tatsächlich um sehr viel! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
So hat es 2015 im Zuge der Bundestagswahlen einen russischen Cyberangriff gegeben, und zwar strahlten die deutsche Ausgabe von Russia Today, vor allem aber Sputniknews immer wieder eine Vielzahl von fremdenfeindlichen Beiträgen aus, in denen vor allem Angela Merkel diffamiert und die AfD gelobt wurde. (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) Kremltreue Bots – wir wissen aus Berichten von den Sankt Petersburger Trollfabriken – haben diese Geschichten dann verbreitet, ja vertausendfacht. Es geht um Millionen (Ruf bei der FPÖ: Milliarden!) solcher Postings in den sozialen Medien – ja, bei der Europawahl in Wahrheit um Milliarden! Machen Sie sich nicht lustig, da geht es tatsächlich um sehr viel! (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Sie haben kurz vor der Bundestagswahl auch dieses Gerücht – das wissen Sie – des Wahlbetrugs zulasten der AfD gestreut. Mit dem Hashtag #wahlbetrug wurde ein Twittersturm, der glauben machen sollte, dass die Eliten in Deutschland diese Wahl zulasten der AfD manipulieren, wirklich angelegt. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Großbritannien, die Leave-Kampagne, Brexit (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch): Mehr als 150 000 russischsprachige Twitteraccounts haben auf Englisch Zehntausende Messages zugunsten der Leave-Kampagne gepostet, so die Aufmerksamkeit auf dieses Thema gelenkt und natürlich diese Abstimmung, dieses Referendum beeinflusst.
Abg. Belakowitsch: Das war der einzige Grund, warum er gewonnen hat!
Frankreich, Präsidentschaftswahl, Hackerangriff auf das Kampagnenteam rund um Emmanuel Macron: Wir wissen, dass diese Manipulation der Präsidentschaftswahl von russischer Seite erfolgt ist. (Abg. Belakowitsch: Das war der einzige Grund, warum er gewonnen hat!) Die Gegnerin war Marine le Pen – in bestem Kontakt mit Einiges Russland, wie ich noch ausführen werde.
Zwischenruf bei der FPÖ.
Spanien: Die East StratCom Task Force und die George Washington University kamen zu dem Schluss, dass Russland eine gezielte Desinformationskampagne fuhr, um das Referendum um die Unabhängigkeit Kataloniens zu beeinflussen und die Separatisten zu stärken. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe und Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Frage ist: Wie weit geht diese Unterstützung? Es gab nach Recherchen von BBC, „Spiegel“, ZDF und „La Repubblica“ den Ansatz, auch AfD-Kandidaten finanziell - - (Ruf bei der FPÖ: Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe und Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) – Ich weiß nicht, warum Sie so lachen! Es ist zutiefst antipatriotisch, was Sie hier machen! Entschuldigen Sie, wirklich, Sie vertreten hier ganz offensichtlich nicht die Interessen Österreichs! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: ... patriotische Rede! – Aluhut! – Lupenreine Verschwörungstheorien, Frau Abgeordnete! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: ... patriotische Rede! – Aluhut! – Lupenreine Verschwörungstheorien, Frau Abgeordnete! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Die Frage ist: Wie weit geht diese Unterstützung? Es gab nach Recherchen von BBC, „Spiegel“, ZDF und „La Repubblica“ den Ansatz, auch AfD-Kandidaten finanziell - - (Ruf bei der FPÖ: Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe und Heiterkeit bei Abgeordneten der FPÖ.) – Ich weiß nicht, warum Sie so lachen! Es ist zutiefst antipatriotisch, was Sie hier machen! Entschuldigen Sie, wirklich, Sie vertreten hier ganz offensichtlich nicht die Interessen Österreichs! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Rufe bei der FPÖ: ... patriotische Rede! – Aluhut! – Lupenreine Verschwörungstheorien, Frau Abgeordnete! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Ein Darlehen! Ein Darlehen!
Sie wissen auch, dass Marine le Pen ein Darlehen bekommen hat, ihre Kampagne aus Geldern finanziert hat - - (Abg. Wurm: Ein Darlehen! Ein Darlehen!) – Schauen Sie, Sie können sich über alles lustig machen! (Abg. Rosenkranz: Über alles nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich finde es nicht lustig, wenn man ganz offensichtlich nationale Interessen in Richtung Ultranationalisten in Russland verrät. Das ist nämlich nicht patriotisch. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Wer ist denn die Oligarchenpartei in diesem Haus? Das sind doch Sie!)
Abg. Rosenkranz: Über alles nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Sie wissen auch, dass Marine le Pen ein Darlehen bekommen hat, ihre Kampagne aus Geldern finanziert hat - - (Abg. Wurm: Ein Darlehen! Ein Darlehen!) – Schauen Sie, Sie können sich über alles lustig machen! (Abg. Rosenkranz: Über alles nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich finde es nicht lustig, wenn man ganz offensichtlich nationale Interessen in Richtung Ultranationalisten in Russland verrät. Das ist nämlich nicht patriotisch. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Wer ist denn die Oligarchenpartei in diesem Haus? Das sind doch Sie!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Wer ist denn die Oligarchenpartei in diesem Haus? Das sind doch Sie!
Sie wissen auch, dass Marine le Pen ein Darlehen bekommen hat, ihre Kampagne aus Geldern finanziert hat - - (Abg. Wurm: Ein Darlehen! Ein Darlehen!) – Schauen Sie, Sie können sich über alles lustig machen! (Abg. Rosenkranz: Über alles nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich finde es nicht lustig, wenn man ganz offensichtlich nationale Interessen in Richtung Ultranationalisten in Russland verrät. Das ist nämlich nicht patriotisch. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Wer ist denn die Oligarchenpartei in diesem Haus? Das sind doch Sie!)
Abg. Hafenecker: Hat der Haselsteiner in Russland Geld verdient? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir wissen, dass H.-C. Strache zum Beispiel im Oktober 2008 öffentlich gesagt hat, dass Russland im Krieg mit Georgien nicht als Angreifer agiert habe und EU-Staaten ihre Meinung nicht von den USA übernehmen sollten; das wurde von russischen Medien wie Sputniknews natürlich dankbar übernommen, denn es geht ja auch um das Bild nach außen. (Abg. Hafenecker: Hat der Haselsteiner in Russland Geld verdient? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stefan
Ich will jetzt nicht so weit gehen, zu sagen, dass ich es auch ziemlich blamabel finde, dass unsere Außenministerin bei ihrer Hochzeit vor Wladimir Putin einen Knicks gemacht hat (Zwischenruf des Abg. Stefan), aber eines ist schon klar: Die Russlandnähe der FPÖ in dieser Regierung (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) hilft natürlich dem Kreml – das ist völlig klar.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Ich will jetzt nicht so weit gehen, zu sagen, dass ich es auch ziemlich blamabel finde, dass unsere Außenministerin bei ihrer Hochzeit vor Wladimir Putin einen Knicks gemacht hat (Zwischenruf des Abg. Stefan), aber eines ist schon klar: Die Russlandnähe der FPÖ in dieser Regierung (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) hilft natürlich dem Kreml – das ist völlig klar.
Ruf bei der FPÖ: ... ein Blödsinn!
Und jetzt kommen wir zu etwas Wesentlichem dabei, das auch dramatisch ist – und auch das können Sie in vielen Artikeln und auch in unserem Dossier nachlesen –: Die Kontrolle der FPÖ über das Innen- und das Verteidigungsministerium hat natürlich das Vertrauen westlicher Partner in Österreich unterwandert, da sie fürchten, dass diese Ministerien kompromittiert wurden und sensible Informationen an Russland weitergeben könnten. (Ruf bei der FPÖ: ... ein Blödsinn!)
Zwischenrufe des Abg. Deimek.
Britische und niederländische Nachrichtendienste sollen deshalb bereits den Austausch von Informationen mit österreichischen Behörden pausiert haben. (Zwischenrufe des Abg. Deimek.) Eine Konsequenz dieses Misstrauens gegenüber Österreich dürfte auch gewesen sein, dass die österreichischen Behörden noch Stunden nach der furchtbaren Tat in Christchurch nicht gewusst haben, dass der Attentäter auch in Österreich war – etwas, was andere offensichtlich gewusst haben, davon ist auszugehen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Dieses Misstrauen geht sehr weit. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Sie können das auch im Bericht des amerikanischen State-Departments nachlesen; da steht: Unser Missionsziel ist die Stärkung der Rolle Österreichs als ein aktiver und verlässlicher Partner bei der Terrorismusbekämpfung und der polizeilichen Zusammenarbeit. Gleichwohl gibt die russlandfreundliche Haltung der FPÖ uns zu denken, wenn es um den Austausch gewisser Informationen geht. Wir werden den bilateralen Austausch von Informationen weiter forcieren, bei gleichzeitiger Beobachtung von Österreichs Vorgehen beim Austausch von Informationen. – Zitatende.
Ruf bei der FPÖ: Das ist ja völlig absurd, was Sie da ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Jetzt komme ich zum springenden Punkt: Für alles, was ich angesprochen habe – die Sorge im Hinblick auf Desinformationskampagnen und Cyberattacken –, sind genau diese Dienste zuständig, in die unsere Partner – unsere westlichen Partner – aufgrund der Russlandnähe der FPÖ kein Vertrauen mehr oder nur mehr wenig Vertrauen haben und nicht mehr alle Informationen teilen. (Ruf bei der FPÖ: Das ist ja völlig absurd, was Sie da ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Wer hat das geschrieben?
Wissen Sie, Sie können das alles nachlesen, Sie können das auch auf der Website nachlesen (Abg. Belakowitsch: Wer hat das geschrieben?), es ist nicht absurd. Es ist nicht absurd! Sie müssen es sich gefallen lassen (Ruf bei der FPÖ: Wir müssen uns gar nichts gefallen lassen!), und Sie sind es den Österreicherinnen und Österreichern schuldig, zu sagen, ob Sie da wirklich im Interesse Österreichs handeln. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wenn Sie noch weiter berichten, schläft der Bundeskanzler ein! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wir müssen uns gar nichts gefallen lassen!
Wissen Sie, Sie können das alles nachlesen, Sie können das auch auf der Website nachlesen (Abg. Belakowitsch: Wer hat das geschrieben?), es ist nicht absurd. Es ist nicht absurd! Sie müssen es sich gefallen lassen (Ruf bei der FPÖ: Wir müssen uns gar nichts gefallen lassen!), und Sie sind es den Österreicherinnen und Österreichern schuldig, zu sagen, ob Sie da wirklich im Interesse Österreichs handeln. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wenn Sie noch weiter berichten, schläft der Bundeskanzler ein! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wenn Sie noch weiter berichten, schläft der Bundeskanzler ein! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wissen Sie, Sie können das alles nachlesen, Sie können das auch auf der Website nachlesen (Abg. Belakowitsch: Wer hat das geschrieben?), es ist nicht absurd. Es ist nicht absurd! Sie müssen es sich gefallen lassen (Ruf bei der FPÖ: Wir müssen uns gar nichts gefallen lassen!), und Sie sind es den Österreicherinnen und Österreichern schuldig, zu sagen, ob Sie da wirklich im Interesse Österreichs handeln. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der FPÖ: Wenn Sie noch weiter berichten, schläft der Bundeskanzler ein! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Es ist eh keines, wird wieder gut!
Für die FPÖ ist das offensichtlich kein Problem. (Abg. Belakowitsch: Es ist eh keines, wird wieder gut!) Man hat aber den Eindruck, dass es leider auch für die ÖVP kein Problem ist, dass die Nachrichtendienste unter Parteieinfluss der FPÖ stehen, dass es Berichte gibt, dass Österreich nicht mehr am Austausch von Informationen teilnimmt, und dass Österreich eigentlich nichts oder wenig zur Abwehr von Cyberattacken unternimmt.
Abg. Belakowitsch: Ich glaube, das wäre für Sie wirklich notwendig gewesen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich habe mich an unsere gestrige Debatte erinnert. Wir haben hier gestern über unseren Antrag zur Stärkung der Medienkompetenz von Erwachsenen gesprochen, und da geht es genau darum, Fake News zu erkennen. (Abg. Belakowitsch: Ich glaube, das wäre für Sie wirklich notwendig gewesen! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Der Antrag wurde von den Regierungsparteien abgelehnt.
Zwischenruf bei der FPÖ.
ÖVP-Kollegin Theresia Niss hat sich hierhergestellt und hat gesagt, die NEOS hätten Fake News verbreitet, weil sie gesagt haben – das war, glaube ich, im Zusammenhang mit der Digitalisierungsapp –, dass zwei von vier Applikationen nicht funktionieren; dabei würden drei von vier Applikationen funktionieren. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Das hat mich schon empört, weil das ehrlich gesagt lächerlich ist. Darum geht es nicht! Es
Beifall bei den NEOS.
geht hier um den systematischen Angriff auf unsere demokratische Grundordnung! Das ist die Art von Fake News, die wirklich gefährlich ist, und nicht die Frage, wie viele Applikationen der App funktionieren. (Beifall bei den NEOS.) Das zeigt mir, dass Sie dieses Thema, das wirklich große Sorgen macht, nicht ernst nehmen.
Ruf bei der FPÖ: Und was ist mit dem Haselsteiner? – Abg. Herbert: Was macht denn der Herr Haselsteiner, wenn wir schon darüber reden?
Es gibt in diesem Bereich aber Maßnahmen, die vorgeschlagen werden. Es geht um eine Langzeitstrategie. Es geht tatsächlich darum, dass man als Demokratie gegen Manipulationsversuche von außen widerstandsfähig ist. Es geht um nichts weniger als unsere Werte in Europa und in Österreich. Es geht um die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Es geht um den gezielten Versuch, diese Fake News auch zu identifizieren, um mit Sachinformation dagegenzuarbeiten, und selbstverständlich geht es auch – ich weiß, das ist in Österreich ein bisschen ein Fremdwort – um echte Transparenz bei der Parteienfinanzierung, weil wir sicher sein müssen, dass hier nicht in irgendeiner Form ausländische Interessen vertreten werden. Das ist mir sehr ernst, und das ist eine ganz klare politische Empfehlung, die überall gegeben wird, nur in Österreich wird sie nicht umgesetzt. Wir befinden uns hier absolut im Blindflug, wenn es um die Finanzierung von Parteien und vor allem auch um nahestehende Organisationen geht. (Ruf bei der FPÖ: Und was ist mit dem Haselsteiner? – Abg. Herbert: Was macht denn der Herr Haselsteiner, wenn wir schon darüber reden?)
Abg. Jenewein: Von wem? Von wem?
Es geht auch um ein klares Bekenntnis zu einer wirklichen Pressefreiheit in Österreich und in ganz Europa, und auch da wissen wir, dass Österreich zuletzt im Ranking heruntergestuft wurde (Abg. Jenewein: Von wem? Von wem?), da immer wieder Angriffe auf die Pressefreiheit, auf die Freiheit der Redaktionen gefahren werden und Druck ausgeübt wird. Das ist ein Zustand, der mir wirklich große Sorge macht, wenn ich mir – und darauf möchte ich noch einmal zurückkommen – vor Augen führe, wer eigentlich ein Interesse daran hat – deshalb unsere Fragen an Sie, Herr Bundeskanzler.
Abg. Belakowitsch: So handlungsfähig wie Frankreich? Die französischen Verhältnisse wollen Sie haben?
Ein letztes Wort noch: Wenn ich mir heute das Interview – ich glaube, in der „NZZ“ – mit Steve Bannon durchlese, der ja – noch einmal: Donald Trump, seine Kampagne, durchaus auch gute Russlandkontakte –, wahrscheinlich auch gemeinsam mit Ihrer Fraktion, davon schwärmt, dass es darum geht, eine „Super Group“ im Europäischen Parlament zu haben, die dann alles blockiert – da gibt es auf der einen Seite Macron mit seiner Vision einer handlungsfähigen Union (Abg. Belakowitsch: So handlungsfähig wie Frankreich? Die französischen Verhältnisse wollen Sie haben?) und, ja, auch der Vision der Vereinigten Staaten, und Sie wollen gemeinsam mit Steve Bannon zurück zum Zerfall in die Nationalstaaten, zum Westfälischen System –, dann frage ich Sie wirklich: Ist das patriotisch, in Österreich im Interesse eines Steve Bannon, eines Donald Trump und eines Putin zu agieren und damit Europa zu schwächen? (Abg. Stefan: Wollen Sie jetzt patriotisch sein? – Abg. Rosenkranz: Einmal will man den Staat abschaffen, das andere Mal will man patriotisch sein!)
Abg. Stefan: Wollen Sie jetzt patriotisch sein? – Abg. Rosenkranz: Einmal will man den Staat abschaffen, das andere Mal will man patriotisch sein!
Ein letztes Wort noch: Wenn ich mir heute das Interview – ich glaube, in der „NZZ“ – mit Steve Bannon durchlese, der ja – noch einmal: Donald Trump, seine Kampagne, durchaus auch gute Russlandkontakte –, wahrscheinlich auch gemeinsam mit Ihrer Fraktion, davon schwärmt, dass es darum geht, eine „Super Group“ im Europäischen Parlament zu haben, die dann alles blockiert – da gibt es auf der einen Seite Macron mit seiner Vision einer handlungsfähigen Union (Abg. Belakowitsch: So handlungsfähig wie Frankreich? Die französischen Verhältnisse wollen Sie haben?) und, ja, auch der Vision der Vereinigten Staaten, und Sie wollen gemeinsam mit Steve Bannon zurück zum Zerfall in die Nationalstaaten, zum Westfälischen System –, dann frage ich Sie wirklich: Ist das patriotisch, in Österreich im Interesse eines Steve Bannon, eines Donald Trump und eines Putin zu agieren und damit Europa zu schwächen? (Abg. Stefan: Wollen Sie jetzt patriotisch sein? – Abg. Rosenkranz: Einmal will man den Staat abschaffen, das andere Mal will man patriotisch sein!)
Beifall bei den NEOS.
Deshalb mein Appell am Schluss an alle: Bitte gehen Sie zu dieser Wahl! Es geht um wirklich, wirklich viel! – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Ruf bei der FPÖ: Es stimmt ja! – Abg. Jenewein: Ich nehme den Ausdruck „Blödsinn“ zurück und ersetze ihn durch: schlecht informiert!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Jenewein, ich bitte Sie, den Ausdruck „Blödsinn“ zurückzunehmen. (Ruf bei der FPÖ: Es stimmt ja! – Abg. Jenewein: Ich nehme den Ausdruck „Blödsinn“ zurück und ersetze ihn durch: schlecht informiert!) – Danke vielmals.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte vielleicht zunächst mit dem Thema der Bedrohungen beginnen, das Sie angesprochen haben, mit der Desinformation, mit dem Einfluss von außen, mit Supermächten dieser Welt, die natürlich ihre Interessen in aller Welt haben und auch da und dort versuchen, Einfluss zu nehmen. Ich möchte mit einem Appell an uns alle beginnen: Ich glaube, die beste Antwort auf all die Gefahren, Bedrohungen und Angriffe von außen ist Zusammenhalt; Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union und auch Zusammenhalt und Miteinander in Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Die Europäische Union ist meiner Meinung nach die größte Errungenschaft des vergangenen Jahrhunderts und, um ehrlich zu sein, als jemand, der als Außenminister viel in der Welt unterwegs war, war ich bei jeder einzelnen Reise, die ich machen durfte, immer wieder dankbar, zurückkehren zu dürfen, und ich war immer wieder dankbar und bin es heute nach wie vor, dass ich in Österreich leben darf, dass ich österreichischer Staatsbürger sein darf, dass ich aber auch Teil eines vereinten Europas, einer gemeinsamen Europäischen Union sein darf. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
die Europäische Union weiterentwickelt, denn es ist entscheidend, dass nicht der Status quo erhalten bleibt, sondern dass wir stetig daran arbeiten, die Europäische Union besser zu machen! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
In all diesen Bereichen braucht es mehr Europa, mehr Tiefe, mehr Kooperation – und es gibt auch viele Bereiche, in denen Mitgliedstaaten, Regionen gut für sich alleine entscheiden können und in denen es sinnvoll ist, diese auch alleine entscheiden zu lassen, um Regulierung und Bürokratie zurückzudrängen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Vogl: Wiener Schnitzel!
Ich möchte ganz gern auch die Möglichkeit nutzen, einen Appell an Sie alle zu richten, auch selbst behutsam mit Desinformation zu sein (Abg. Vogl: Wiener Schnitzel!), denn Desinformation ist ja nicht nur etwas, was eine Bedrohung aus dem Ausland ist, sondern wir erleben ja auch immer wieder, dass gerade in Wahlkampfzeiten versucht wird (Abg. Leichtfried: Ich mein, das sagen jetzt gerade Sie, Entschuldigung! Was ist mit dem Schnitzel?), mit einer Kultur der Aufgeregtheit, mit Unterstellungen, mit Angriffen, teilweise an der Wahrheit vorbei, Stimmungen und Emotionen zu schüren und damit Politik zu machen. Insofern ein Appell an Sie alle für die letzten zehn Tage dieser Wahlauseinandersetzung: Ich glaube, je sachlicher wir die Debatte führen, je ehrlicher wir in unseren Ansätzen sind, je weniger wir auch versuchen, immer nur den anderen zu positionieren und den anderen in ein schlechtes Licht zu rücken, desto besser ist es für die demokratische Auseinandersetzung in Österreich! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Ich mein, das sagen jetzt gerade Sie, Entschuldigung! Was ist mit dem Schnitzel?
Ich möchte ganz gern auch die Möglichkeit nutzen, einen Appell an Sie alle zu richten, auch selbst behutsam mit Desinformation zu sein (Abg. Vogl: Wiener Schnitzel!), denn Desinformation ist ja nicht nur etwas, was eine Bedrohung aus dem Ausland ist, sondern wir erleben ja auch immer wieder, dass gerade in Wahlkampfzeiten versucht wird (Abg. Leichtfried: Ich mein, das sagen jetzt gerade Sie, Entschuldigung! Was ist mit dem Schnitzel?), mit einer Kultur der Aufgeregtheit, mit Unterstellungen, mit Angriffen, teilweise an der Wahrheit vorbei, Stimmungen und Emotionen zu schüren und damit Politik zu machen. Insofern ein Appell an Sie alle für die letzten zehn Tage dieser Wahlauseinandersetzung: Ich glaube, je sachlicher wir die Debatte führen, je ehrlicher wir in unseren Ansätzen sind, je weniger wir auch versuchen, immer nur den anderen zu positionieren und den anderen in ein schlechtes Licht zu rücken, desto besser ist es für die demokratische Auseinandersetzung in Österreich! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich möchte ganz gern auch die Möglichkeit nutzen, einen Appell an Sie alle zu richten, auch selbst behutsam mit Desinformation zu sein (Abg. Vogl: Wiener Schnitzel!), denn Desinformation ist ja nicht nur etwas, was eine Bedrohung aus dem Ausland ist, sondern wir erleben ja auch immer wieder, dass gerade in Wahlkampfzeiten versucht wird (Abg. Leichtfried: Ich mein, das sagen jetzt gerade Sie, Entschuldigung! Was ist mit dem Schnitzel?), mit einer Kultur der Aufgeregtheit, mit Unterstellungen, mit Angriffen, teilweise an der Wahrheit vorbei, Stimmungen und Emotionen zu schüren und damit Politik zu machen. Insofern ein Appell an Sie alle für die letzten zehn Tage dieser Wahlauseinandersetzung: Ich glaube, je sachlicher wir die Debatte führen, je ehrlicher wir in unseren Ansätzen sind, je weniger wir auch versuchen, immer nur den anderen zu positionieren und den anderen in ein schlechtes Licht zu rücken, desto besser ist es für die demokratische Auseinandersetzung in Österreich! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Drozda
Da einige vonseiten der Opposition in den letzten Tagen, 14 Tage vor der Wahl, versucht haben, so zu tun, als sei der Kurz jetzt auf einmal ein Antieuropäer, erlauben Sie mir vielleicht auch einen Satz dazu (Zwischenruf des Abg. Drozda): Ich verlange von der Europäischen Union nichts, was ich nicht selbst auch in Österreich tue. (Abg. Meinl-Reisinger: ... ernsthafte Fragen! Das ist keine Wahlkampfrede bitte!) Wenn ich davon spreche, dass ich weniger Bürokratie auf europäischer Ebene sicherstellen möchte, dann ist das genau dasselbe Ziel, das diese Regierung auch in Österreich vertritt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: ... ernsthafte Fragen! Das ist keine Wahlkampfrede bitte!
Da einige vonseiten der Opposition in den letzten Tagen, 14 Tage vor der Wahl, versucht haben, so zu tun, als sei der Kurz jetzt auf einmal ein Antieuropäer, erlauben Sie mir vielleicht auch einen Satz dazu (Zwischenruf des Abg. Drozda): Ich verlange von der Europäischen Union nichts, was ich nicht selbst auch in Österreich tue. (Abg. Meinl-Reisinger: ... ernsthafte Fragen! Das ist keine Wahlkampfrede bitte!) Wenn ich davon spreche, dass ich weniger Bürokratie auf europäischer Ebene sicherstellen möchte, dann ist das genau dasselbe Ziel, das diese Regierung auch in Österreich vertritt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Da einige vonseiten der Opposition in den letzten Tagen, 14 Tage vor der Wahl, versucht haben, so zu tun, als sei der Kurz jetzt auf einmal ein Antieuropäer, erlauben Sie mir vielleicht auch einen Satz dazu (Zwischenruf des Abg. Drozda): Ich verlange von der Europäischen Union nichts, was ich nicht selbst auch in Österreich tue. (Abg. Meinl-Reisinger: ... ernsthafte Fragen! Das ist keine Wahlkampfrede bitte!) Wenn ich davon spreche, dass ich weniger Bürokratie auf europäischer Ebene sicherstellen möchte, dann ist das genau dasselbe Ziel, das diese Regierung auch in Österreich vertritt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Leichtfried
Wir haben gleich zu Beginn unserer Tätigkeit als Bundesregierung sichergestellt, dass Tausende Gesetze, die es nicht mehr braucht, gestrichen werden. Wir haben sichergestellt, dass im Bildungsbereich Hunderte teils widersprüchliche Verordnungen für Lehrerinnen und Lehrer gestrichen werden. Und ja, ich unterstütze Manfred Weber, wenn er genau denselben Weg auf europäischer Ebene gehen möchte und tausend Regulierungen auf europäischer Ebene streichen oder zurückdrängen möchte, weil ich ein liberaler Mensch bin (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Leichtfried) und der Meinung bin, dass Freiheit und Eigenverantwortung nicht nur in Österreich, sondern auch in der Europäischen Union ein hohes Gut sein sollten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir haben gleich zu Beginn unserer Tätigkeit als Bundesregierung sichergestellt, dass Tausende Gesetze, die es nicht mehr braucht, gestrichen werden. Wir haben sichergestellt, dass im Bildungsbereich Hunderte teils widersprüchliche Verordnungen für Lehrerinnen und Lehrer gestrichen werden. Und ja, ich unterstütze Manfred Weber, wenn er genau denselben Weg auf europäischer Ebene gehen möchte und tausend Regulierungen auf europäischer Ebene streichen oder zurückdrängen möchte, weil ich ein liberaler Mensch bin (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Leichtfried) und der Meinung bin, dass Freiheit und Eigenverantwortung nicht nur in Österreich, sondern auch in der Europäischen Union ein hohes Gut sein sollten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Etwas überrascht bin ich, wie empört manchmal die Reaktionen der Opposition sind (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), aber ich habe da teilweise ein Déjà-vu. Ich kann mich ganz gut erinnern, als ich im Jahr 2015 gesagt
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
habe, wir können nicht unbegrenzt Menschen in Mitteleuropa aufnehmen, wir müssen unsere Außengrenzen schützen, alles andere führt zu einer Überforderung in Mitteleuropa. Ich bin als rechts und rechtsradikal bezeichnet worden. Ich bin diffamiert worden. Heute ist das der europäische Mainstream, und die Regierungschefs aller Fraktionen, egal ob Sozialdemokraten, Liberale oder Konservative, sprechen sich dafür aus. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Scherak: Das hat genau nichts mit der Anfrage zu tun!
Als ich vor zwei Jahren kritisiert habe, dass einige der Rettungsaktionen im Mittelmeer nicht zu weniger Toten, sondern zu mehr Toten führen (Abg. Scherak: Das hat genau nichts mit der Anfrage zu tun!) und dass es schlecht ist, wenn es keine Regeln für NGOs gibt, gab es eine Riesenaufregung und Empörung von da bis Brüssel, bis hin zum Vatikan. Heute haben sich alle Regierungschefs in der Europäischen Union dazu bereit erklärt und darauf verständigt, dass es Regeln für NGOs geben muss, und die Rettungsaktionen, die zu mehr Toten geführt haben, finden heute so nicht mehr statt – auch ein Punkt, wo die Aufregung umsonst war. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Als ich vor zwei Jahren kritisiert habe, dass einige der Rettungsaktionen im Mittelmeer nicht zu weniger Toten, sondern zu mehr Toten führen (Abg. Scherak: Das hat genau nichts mit der Anfrage zu tun!) und dass es schlecht ist, wenn es keine Regeln für NGOs gibt, gab es eine Riesenaufregung und Empörung von da bis Brüssel, bis hin zum Vatikan. Heute haben sich alle Regierungschefs in der Europäischen Union dazu bereit erklärt und darauf verständigt, dass es Regeln für NGOs geben muss, und die Rettungsaktionen, die zu mehr Toten geführt haben, finden heute so nicht mehr statt – auch ein Punkt, wo die Aufregung umsonst war. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Nein, das war nicht der erste!
Als ich vor zwei Jahren gefordert habe, dass die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abgebrochen werden müssen, gab es bei vielen eine riesige Aufregung. Einige hier haben gemeint, es sei populistisch, der erste schwere Fehler von Sebastian Kurz (Ruf bei der SPÖ: Nein, das war nicht der erste!), ein außenpolitischer Fauxpas. Heute haben wir als Europäische Volkspartei mit Manfred Weber einen Spitzenkandidaten, der verspricht, dass er, wenn er Kommissionspräsident wird, die Dienste der Europäischen Union anweisen wird, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu beenden. Auch da haben wir recht behalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Als ich vor zwei Jahren gefordert habe, dass die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abgebrochen werden müssen, gab es bei vielen eine riesige Aufregung. Einige hier haben gemeint, es sei populistisch, der erste schwere Fehler von Sebastian Kurz (Ruf bei der SPÖ: Nein, das war nicht der erste!), ein außenpolitischer Fauxpas. Heute haben wir als Europäische Volkspartei mit Manfred Weber einen Spitzenkandidaten, der verspricht, dass er, wenn er Kommissionspräsident wird, die Dienste der Europäischen Union anweisen wird, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu beenden. Auch da haben wir recht behalten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Dann wird er das Mitterlehner-Schicksal erleiden, irgendwann!
Beim Thema der Regulierung wird es genauso sein. Ich verspreche Ihnen heute: Sollten wir als Volkspartei die Wahl gewinnen, sollte es eine Kommission mit einem Kommissionspräsidenten Manfred Weber an der Spitze, der das Ziel, das er im Wahlkampf definiert hat, auch Wirklichkeit werden lassen kann, geben (Abg. Leichtfried: Dann wird er das Mitterlehner-Schicksal erleiden, irgendwann!), dann werden wir auf europäischer Ebene genauso wie in Österreich gegen Regulierung, gegen Bürokratie ankämpfen. Wir werden uns für ein Europa mit wenig Regeln, aber mit Regeln, die dafür von allen eingehalten werden müssen, für ein Maximum an Freiheit für die Bürger nach innen und für ein Maximum an Stärke der Europäischen Union nach außen einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Beim Thema der Regulierung wird es genauso sein. Ich verspreche Ihnen heute: Sollten wir als Volkspartei die Wahl gewinnen, sollte es eine Kommission mit einem Kommissionspräsidenten Manfred Weber an der Spitze, der das Ziel, das er im Wahlkampf definiert hat, auch Wirklichkeit werden lassen kann, geben (Abg. Leichtfried: Dann wird er das Mitterlehner-Schicksal erleiden, irgendwann!), dann werden wir auf europäischer Ebene genauso wie in Österreich gegen Regulierung, gegen Bürokratie ankämpfen. Wir werden uns für ein Europa mit wenig Regeln, aber mit Regeln, die dafür von allen eingehalten werden müssen, für ein Maximum an Freiheit für die Bürger nach innen und für ein Maximum an Stärke der Europäischen Union nach außen einsetzen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Leichtfried: Ja, aber wieso machen Sie es dann nicht?
Sie haben mich eingeladen, einige Fragen zu beantworten, die Sie zum Thema Cybersicherheit, Falschinformation, Fake News und Desinformationskampagnen an mich gerichtet haben. Lassen Sie mich vielleicht einleitend noch einmal festhalten, dass wir als Republik diese Bedrohungen sehr ernst nehmen sollten, denn es sind reale Gefahren. Da haben Sie vollkommen recht, Frau Klubobfrau. Was ich ergänzen möchte - - (Abg. Leichtfried: Ja, aber wieso machen Sie es dann nicht?) – Ich habe Sie ausreden lassen, vielleicht geben Sie mir auch die Möglichkeit, meine Rede zu beenden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich unterbreche Sie ja nicht! Das ist ein Zwischenruf! – Abg. Leichtfried: Sans net so wehleidig!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich unterbreche Sie ja nicht! Das ist ein Zwischenruf! – Abg. Leichtfried: Sans net so wehleidig!
Sie haben mich eingeladen, einige Fragen zu beantworten, die Sie zum Thema Cybersicherheit, Falschinformation, Fake News und Desinformationskampagnen an mich gerichtet haben. Lassen Sie mich vielleicht einleitend noch einmal festhalten, dass wir als Republik diese Bedrohungen sehr ernst nehmen sollten, denn es sind reale Gefahren. Da haben Sie vollkommen recht, Frau Klubobfrau. Was ich ergänzen möchte - - (Abg. Leichtfried: Ja, aber wieso machen Sie es dann nicht?) – Ich habe Sie ausreden lassen, vielleicht geben Sie mir auch die Möglichkeit, meine Rede zu beenden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Meinl-Reisinger: Ich unterbreche Sie ja nicht! Das ist ein Zwischenruf! – Abg. Leichtfried: Sans net so wehleidig!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Oh-Rufe bei der SPÖ.
Ich habe im Nationalratswahlkampf im Jahr 2017 selbst miterlebt, dass von der Sozialdemokratischen Partei mit Tal Silberstein mitten in Österreich versucht wurde, mit Desinformationskampagnen und Manipulation zu arbeiten. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Oh-Rufe bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Da lacht sogar der Herr Präsident! – Abg. Rosenkranz: Die Mundwinkel sind aber unten!
Ich verstehe schon, dass Sie das ungern hören (Abg. Leichtfried: Da lacht sogar der Herr Präsident! – Abg. Rosenkranz: Die Mundwinkel sind aber unten!), aber da zahlreiche Kollegen und Mitarbeiter von Tal Silberstein auch jetzt wieder für die Sozialdemokratie tätig sind, ist es mir schon ein Anliegen, noch einmal darauf hinzuweisen, mit welchen Methoden damals gearbeitet wurde. (Zwischenruf des Abg. Schieder. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schieder. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich verstehe schon, dass Sie das ungern hören (Abg. Leichtfried: Da lacht sogar der Herr Präsident! – Abg. Rosenkranz: Die Mundwinkel sind aber unten!), aber da zahlreiche Kollegen und Mitarbeiter von Tal Silberstein auch jetzt wieder für die Sozialdemokratie tätig sind, ist es mir schon ein Anliegen, noch einmal darauf hinzuweisen, mit welchen Methoden damals gearbeitet wurde. (Zwischenruf des Abg. Schieder. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Tal Silberstein hat damals im Wahlkampf für die Sozialdemokratie antisemitische und rassistische Homepages und Facebook-Seiten erstellt – ein Versuch (Zwischenrufe bei der SPÖ), sie so darzustellen, als wären es Plattformen der Freiheitlichen Partei und der Volkspartei; ein Versuch, so bei Journalistinnen und Journalisten, bei Meinungsbildnern den Eindruck zu kreieren, dass wir bewusst diese antisemitischen und rassistischen Plattformen betreiben würden. (Ruf: Schäbig!) Ich bin froh, dass es aufgedeckt wurde; ganz aufgeklärt ist es noch immer nicht.
Ruf: Schäbig!
Tal Silberstein hat damals im Wahlkampf für die Sozialdemokratie antisemitische und rassistische Homepages und Facebook-Seiten erstellt – ein Versuch (Zwischenrufe bei der SPÖ), sie so darzustellen, als wären es Plattformen der Freiheitlichen Partei und der Volkspartei; ein Versuch, so bei Journalistinnen und Journalisten, bei Meinungsbildnern den Eindruck zu kreieren, dass wir bewusst diese antisemitischen und rassistischen Plattformen betreiben würden. (Ruf: Schäbig!) Ich bin froh, dass es aufgedeckt wurde; ganz aufgeklärt ist es noch immer nicht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich glaube, genau so, wie wir die Verantwortung haben, Desinformation, Manipulation und Fake News aus dem Ausland zu bekämpfen, sollte auch jede Partei für sich selbst einen Beitrag leisten, indem sie nicht zu solchen Methoden greift. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Da waren wir schon!
Zu Ihrer 1. Frage (Ruf bei der SPÖ: Da waren wir schon!):
Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Scherak.
Das Parteiengesetz 2012 ist damals von allen Parteien als Meilenstein in der Entwicklung des politischen Systems in Österreich deklariert worden. ÖVP, SPÖ und Grüne haben es gemeinsam verhandelt und beschlossen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Scherak.) Die Regelungen sind das Ergebnis intensiver parlamentarischer Verhandlungen, und ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Frage der Parteienförderung von allen Parteien im Parlament thematisiert werden sollte.
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Die Presse- und Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter unserer Demokratie und unserer westlichen Welt. Die Politik hat generell nichts mitzureden bei Beschäftigungsverhältnissen von Journalistinnen und Journalisten in Medien und auch nicht bei der Berichterstattung. Um den freien Journalismus bestmöglich zu sichern, haben wir die journalistische Tätigkeit sogar von der DSGVO ausgenommen, was ich für richtig erachte. (Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Anhaltender Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Im Übrigen bin ich den Sicherheitsbehörden sehr dankbar für ihre Tätigkeit zum Schutz der Österreicherinnen und Österreicher. – Vielen Dank. (Anhaltender Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Fragen gekriegt, die wir gestellt haben. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Ich glaube, dass Sie jetzt mit Ihrer Anfragebeantwortung eine Ablenkung präsentiert haben, indem Sie über ganz viele andere Themen geredet haben. Über dieses konkrete Thema, über dieses wichtige Anliegen und die Gefahr, darüber haben Sie sich im Endeffekt lustig gemacht. Sie haben es heruntergeredet, indem Sie über ganz andere Dinge gesprochen haben, die mit der konkreten Gefahr von Desinformation wenig bis absolut gar nichts zu tun hatten. Das zeigt, dass dieses Thema hier von der Bundesregierung nicht ernst genommen wird. Es ist aber ein ernstes Thema, denn es betrifft unsere Demokratie. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz.
Sie haben im Übrigen ein Beispiel aus dem letzten Nationalratswahlkampf genommen, nämlich die Diskussion, die es damals gegeben hat: Wer hat die größere Dreckschleuder bei Unwahrheitsverbreitungen? Ich finde das aber deshalb auch ganz interessant, weil das natürlich stimmt, es war extrem verwerflich, was damals passiert ist. Aber was ist denn in der Zwischenzeit passiert, um so etwas zu verhindern? Hat es in der Zwischenzeit in Schulen eine groß angelegte Offensive für Medienkompetenz gegeben? – Nein. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz.) Hat es eine Erhöhung der Presse- und Medienförderung gegeben – mit Qualitätskriterien, die gezielt darauf einwirken würden, dass sich Medien darauf konzentrieren, keine Falschmeldungen zu verbreiten –, die qualitativen Journalismus unterstützt? – Nein. Hat es immer wieder klare Zurückweisungen gegenüber der FPÖ gegeben, wenn diese die Pressefreiheit angegriffen hat? – Na ja, manchmal. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Sie haben im Übrigen ein Beispiel aus dem letzten Nationalratswahlkampf genommen, nämlich die Diskussion, die es damals gegeben hat: Wer hat die größere Dreckschleuder bei Unwahrheitsverbreitungen? Ich finde das aber deshalb auch ganz interessant, weil das natürlich stimmt, es war extrem verwerflich, was damals passiert ist. Aber was ist denn in der Zwischenzeit passiert, um so etwas zu verhindern? Hat es in der Zwischenzeit in Schulen eine groß angelegte Offensive für Medienkompetenz gegeben? – Nein. (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz.) Hat es eine Erhöhung der Presse- und Medienförderung gegeben – mit Qualitätskriterien, die gezielt darauf einwirken würden, dass sich Medien darauf konzentrieren, keine Falschmeldungen zu verbreiten –, die qualitativen Journalismus unterstützt? – Nein. Hat es immer wieder klare Zurückweisungen gegenüber der FPÖ gegeben, wenn diese die Pressefreiheit angegriffen hat? – Na ja, manchmal. (Beifall bei den NEOS.)
Bundeskanzler Kurz: Aber die Partei muss es ja auch nicht machen! Es ist eine Frage des Empfängers!
Was wäre also in der Zwischenzeit anders gewesen? Was wäre heute anders? Wäre die Bevölkerung anders gewappnet gegenüber solchen Geschichten, die Sie angesprochen haben? – Nein. (Bundeskanzler Kurz: Aber die Partei muss es ja auch nicht machen! Es ist eine Frage des Empfängers!) – Herr Bundeskanzler, okay, Sie sagen, die Partei soll es nicht machen. Aber wenn wir nicht wollen, dass solche Meldungen – unabhängig davon, ob sie jetzt von einer Partei in Österreich kommen oder aus dem Ausland – unsere Wahlen beeinflussen, dann müssen wir die Bevölkerung wappnen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir müssen sie mit Information, mit Bildung wappnen.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was wäre also in der Zwischenzeit anders gewesen? Was wäre heute anders? Wäre die Bevölkerung anders gewappnet gegenüber solchen Geschichten, die Sie angesprochen haben? – Nein. (Bundeskanzler Kurz: Aber die Partei muss es ja auch nicht machen! Es ist eine Frage des Empfängers!) – Herr Bundeskanzler, okay, Sie sagen, die Partei soll es nicht machen. Aber wenn wir nicht wollen, dass solche Meldungen – unabhängig davon, ob sie jetzt von einer Partei in Österreich kommen oder aus dem Ausland – unsere Wahlen beeinflussen, dann müssen wir die Bevölkerung wappnen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.) Wir müssen sie mit Information, mit Bildung wappnen.
Beifall bei den NEOS.
Man kann sich nicht sicher sein. Wir können nicht garantieren, dass das nicht passiert, nämlich Desinformationskampagnen, ob vom Inland oder vom Ausland ausgehend; und weil wir es nicht garantieren können, muss in der Bevölkerung Resilienz da sein. Man muss resilient sein gegenüber Desinformationskampagnen, Falschmeldungen und Lügen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Das macht das letztendlich aus und das haben wir in der Zwischenzeit nicht gemacht. Dabei gebe ich Ihnen recht: Ja, es liegt vor allem in der Verantwortung von Parteien, zu sagen, wir machen das nicht. Es liegt auch in der Verantwortung eines jeden Politikers, sachlich und ehrlich zu handeln. Das sollte im Mittelpunkt stehen. Hier im Nationalrat erleben wir das aber leider immer wieder nicht. Deshalb muss die Bevölkerung resilient sein, und wir müssen dafür sorgen, dass unsere Demokratie auch hier geschützt ist. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
sehen, das unsere Klubobfrau angesprochen hat. Er hat gesagt, nach der EU-Wahl ist in Brüssel jeden Tag Stalingrad. Ich halte das für eine harte Formulierung, aber das ist die Sprache, die er spricht. Er hat auch angekündigt: Die Nationalisten werden zusammenarbeiten. Sie werden gemeinsam eine Allianz bilden, die, auch wenn sie noch keine Mehrheit haben, alles blockieren wird, was notwendig ist, um die Europäische Union weiterzubringen. Das ist die Gefahr, der wir bei dieser Wahl jetzt gegenüberstehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Jedes Jahr, in dem wir es verabsäumen, Medienkompetenz in die Schulen zu bringen, jedes Jahr, in dem wir es verabsäumen, jungen Menschen diese Instrumente in die Hand zu geben, damit sie sich im Netz als mündige, informierte Bürger bewegen können, ist ein Jahr mehr, in dem Schüler aus der Schule kommen und nicht dafür gewappnet sind. Wir werden langfristig Probleme damit haben, und ich bin mir sicher, dass wir in zehn Jahren darauf schauen und uns wirklich fragen werden: Wie hat es sein können, dass wir es nicht geschafft haben, uns darauf vorzubereiten? (Beifall bei den NEOS.) Es wird für uns alle noch ein Problem sein.
Beifall bei den NEOS.
Lüge ist. Das ist die größte Gefahr, der die europäische Demokratie jetzt gegenübersteht. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Eines muss auch einmal geklärt sein: Es geht hier nicht um das Thema Meinungsfreiheit. Es geht um Lügen. (Beifall bei den NEOS.) Eine Meinung kann man haben, wenn man auf Fakten basierend andere Schlüsse zieht. Dann hat man eine andere Meinung. Was wir aber nicht machen können, ist, zuzulassen, dass sich Menschen auf Lügen basierend vermeintlich Meinungen bilden und das dann weitergesponnen wird, um irgendeine politische Agenda zu unterstützen. Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Wir müssen die Meinungsfreiheit schützen, indem wir es verunmöglichen, dass Lügen im Internet verbreitet werden, denn das zerstört unsere Demokratie! Das ist unsere Aufgabe als österreichischer Nationalrat und das ist auch unsere Aufgabe im Hinblick auf diese Europawahl.
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lindner.
Abgeordnete Claudia Gamon, MSc (WU) (fortsetzend): Ich rufe Sie auf, zur Europawahl zu gehen, und ich rufe diese Bundesregierung auf, das Thema Desinformation ernst zu nehmen, weil es um unsere Demokratie geht. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Lindner.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren! Jetzt spricht ein Vertreter der größten proeuropäischen Partei, der Europäischen Volkspartei. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist eine richtige Information – dass nicht zu viel an Sorge und Angst bei den NEOS hier aufkommt. (Abg. Loacker: Da lacht er selber! – Abg. Leichtfried: Nicht nur bei den NEOS.) Also die proeuropäische Stimmung ist gegeben, und die Gefahr, dass diese positive Ent-
Abg. Loacker: Da lacht er selber! – Abg. Leichtfried: Nicht nur bei den NEOS.
Abgeordneter Dr. Reinhold Lopatka (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Meine Damen und Herren! Jetzt spricht ein Vertreter der größten proeuropäischen Partei, der Europäischen Volkspartei. (Beifall bei der ÖVP.) Das ist eine richtige Information – dass nicht zu viel an Sorge und Angst bei den NEOS hier aufkommt. (Abg. Loacker: Da lacht er selber! – Abg. Leichtfried: Nicht nur bei den NEOS.) Also die proeuropäische Stimmung ist gegeben, und die Gefahr, dass diese positive Ent-
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Bundespräsident Van der Bellen hat den von Ihnen dämonisierten Präsidenten Putin nach Salzburg eingeladen. Der „Kurier“ schreibt heute: „Eineinhalb Stunden sprachen die Präsidenten miteinander – länger als geplant und [...] in bestem Klima.“ – Also fürchten Sie sich nicht! Zu viel gefürchtet ist auch gestorben, sagt man bei uns in der Oststeiermark! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Woher nehmen Sie das?
Wir sehen die Gefahren, und wir wollen diese Fragen viel offensiver angehen, als Sie es tun. (Abg. Meinl-Reisinger: Woher nehmen Sie das?) Was mich bei Ihnen als proeuropäischer Partei schon wundert, ist, dass Sie so wenig Vertrauen in die Europäische Kommission in dieser Frage haben und auch so wenig Vertrauen in die einzelnen Nationalstaaten, was ihre digitale Stärke betrifft. So hintennach sind wir nicht hier in Europa! (Abg. Scherak: ... Digital Native Reinhold Lopatka! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.)
Abg. Scherak: ... Digital Native Reinhold Lopatka! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.
Wir sehen die Gefahren, und wir wollen diese Fragen viel offensiver angehen, als Sie es tun. (Abg. Meinl-Reisinger: Woher nehmen Sie das?) Was mich bei Ihnen als proeuropäischer Partei schon wundert, ist, dass Sie so wenig Vertrauen in die Europäische Kommission in dieser Frage haben und auch so wenig Vertrauen in die einzelnen Nationalstaaten, was ihre digitale Stärke betrifft. So hintennach sind wir nicht hier in Europa! (Abg. Scherak: ... Digital Native Reinhold Lopatka! – Weitere Zwischenrufe bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: Doch, bedauernswerterweise schon!
Was Österreich betrifft, hätten Sie heute Vormittag schon Innenminister Kickl zuhören können, denn da haben wir genau diese Fragen schon diskutiert, was Falschinformationen und Manipulation betrifft. Auch die jetzige Anfragebeantwortung von Bundeskanzler Sebastian Kurz war, glaube ich, sehr klar und überzeugend. Wenn es um unsere liberale Rechtsordnung geht, brauchen wir von Ihnen keine Aufforderungen. Das ist uns sehr, sehr wichtig. (Abg. Meinl-Reisinger: Doch, bedauernswerterweise schon!) – Nein, das ist uns sehr, sehr wichtig.
Ruf bei den NEOS: Unterstellen Sie uns nicht, ...!
Wir treten für eine wehrhafte Demokratie im Sinne von Karl Popper ein. Wir sehen viel früher die Gefahren. Da sind wir dann in keiner Weise tolerant – wenn Sie Intolerante unterstützen (Ruf bei den NEOS: Unterstellen Sie uns nicht, ...!), wenn unsere Grundwerte gefährdet werden. Das hat gestern Kollege Taschner sehr schön herausgearbeitet bei der Diskussion, in der es um das Kopftuch gegangen ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Wir wollen eine offene und freie Gesellschaft! Dafür treten wir ein. Wir wollen nicht, dass Frauen in Österreich aus falsch verstandener Toleranz auch nur etwas von dieser Freiheit genommen wird. (Abg. Scherak: ... am falschen Tag heute! – Ruf: Es ist Donnerstag!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Wir treten für eine wehrhafte Demokratie im Sinne von Karl Popper ein. Wir sehen viel früher die Gefahren. Da sind wir dann in keiner Weise tolerant – wenn Sie Intolerante unterstützen (Ruf bei den NEOS: Unterstellen Sie uns nicht, ...!), wenn unsere Grundwerte gefährdet werden. Das hat gestern Kollege Taschner sehr schön herausgearbeitet bei der Diskussion, in der es um das Kopftuch gegangen ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Wir wollen eine offene und freie Gesellschaft! Dafür treten wir ein. Wir wollen nicht, dass Frauen in Österreich aus falsch verstandener Toleranz auch nur etwas von dieser Freiheit genommen wird. (Abg. Scherak: ... am falschen Tag heute! – Ruf: Es ist Donnerstag!)
Abg. Scherak: ... am falschen Tag heute! – Ruf: Es ist Donnerstag!
Wir treten für eine wehrhafte Demokratie im Sinne von Karl Popper ein. Wir sehen viel früher die Gefahren. Da sind wir dann in keiner Weise tolerant – wenn Sie Intolerante unterstützen (Ruf bei den NEOS: Unterstellen Sie uns nicht, ...!), wenn unsere Grundwerte gefährdet werden. Das hat gestern Kollege Taschner sehr schön herausgearbeitet bei der Diskussion, in der es um das Kopftuch gegangen ist. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.) Wir wollen eine offene und freie Gesellschaft! Dafür treten wir ein. Wir wollen nicht, dass Frauen in Österreich aus falsch verstandener Toleranz auch nur etwas von dieser Freiheit genommen wird. (Abg. Scherak: ... am falschen Tag heute! – Ruf: Es ist Donnerstag!)
Abg. Heinisch-Hosek: Was war während der Ratspräsidentschaft?
Kollege Drozda! Viele Menschen sind enttäuscht und verärgert über die geringen Fortschritte, die die EU erreicht hat. Viele Menschen beklagen das Demokratiedefizit der EU und mangelnde Transparenz; und viele Menschen haben den Eindruck, dass sich die EU mehr mit sich selbst beschäftigt als mit den Problemen der Menschen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was war während der Ratspräsidentschaft?) – Nein, das war vor unserer Ratspräsidentschaft. (Abg. Heinisch-Hosek: Was hat er gemacht?) Das haben im berühmten Brief Gusenbauer und Faymann gesagt – das waren Ihre beiden Bundeskanzler. Das war ihr berühmter Brief an die „Kronen Zeitung“, den ich zitiert habe, wo sie all das gesagt haben. Kennen Sie die beiden nicht mehr? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Was hat er gemacht?
Kollege Drozda! Viele Menschen sind enttäuscht und verärgert über die geringen Fortschritte, die die EU erreicht hat. Viele Menschen beklagen das Demokratiedefizit der EU und mangelnde Transparenz; und viele Menschen haben den Eindruck, dass sich die EU mehr mit sich selbst beschäftigt als mit den Problemen der Menschen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was war während der Ratspräsidentschaft?) – Nein, das war vor unserer Ratspräsidentschaft. (Abg. Heinisch-Hosek: Was hat er gemacht?) Das haben im berühmten Brief Gusenbauer und Faymann gesagt – das waren Ihre beiden Bundeskanzler. Das war ihr berühmter Brief an die „Kronen Zeitung“, den ich zitiert habe, wo sie all das gesagt haben. Kennen Sie die beiden nicht mehr? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollege Drozda! Viele Menschen sind enttäuscht und verärgert über die geringen Fortschritte, die die EU erreicht hat. Viele Menschen beklagen das Demokratiedefizit der EU und mangelnde Transparenz; und viele Menschen haben den Eindruck, dass sich die EU mehr mit sich selbst beschäftigt als mit den Problemen der Menschen. (Abg. Heinisch-Hosek: Was war während der Ratspräsidentschaft?) – Nein, das war vor unserer Ratspräsidentschaft. (Abg. Heinisch-Hosek: Was hat er gemacht?) Das haben im berühmten Brief Gusenbauer und Faymann gesagt – das waren Ihre beiden Bundeskanzler. Das war ihr berühmter Brief an die „Kronen Zeitung“, den ich zitiert habe, wo sie all das gesagt haben. Kennen Sie die beiden nicht mehr? (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Professor Taschner hätte jetzt gesagt, damnatio memoriae ist das, was hier bei der SPÖ betrieben wird. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Ja, die kennen Sie beide nicht mehr.
Abg. Heinisch-Hosek: ..., seine Ratspräsidentschaft hat nichts gebracht!
Wir sind da viel offensiver als Sie. Diese Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm festgeschrieben, dass wir ein verlässlicher und aktiver Partner der EU sind (Abg. Heinisch-Hosek: ..., seine Ratspräsidentschaft hat nichts gebracht!), und es nicht so jämmerlich formuliert, wie das Ihre beiden Bundeskanzler, als Sie noch den Bundeskanzler gestellt haben, getan haben. Da sind Sie weit weg von dem, was diese Bundesregierung für Europa leistet. Wir bleiben nicht im Jammern stecken! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Wir sind da viel offensiver als Sie. Diese Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm festgeschrieben, dass wir ein verlässlicher und aktiver Partner der EU sind (Abg. Heinisch-Hosek: ..., seine Ratspräsidentschaft hat nichts gebracht!), und es nicht so jämmerlich formuliert, wie das Ihre beiden Bundeskanzler, als Sie noch den Bundeskanzler gestellt haben, getan haben. Da sind Sie weit weg von dem, was diese Bundesregierung für Europa leistet. Wir bleiben nicht im Jammern stecken! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Zwischenruf des Abg. Drozda
Unser Ansatz ist ein positiver, aber es ist so, wie Bundeskanzler Kurz gesagt hat: Wir müssen diese Europäische Union näher zu den Menschen bringen, damit eben die Menschen bereit sind, auch an Wahlen teilzunehmen, und das gelingt uns nur, wenn wir menschennahe Regelungen treffen. Dort, wo die Gemeinde eine Lösung findet, braucht es nicht den Landeshauptmann dazu (Zwischenruf des Abg. Drozda), dort, wo die Bundesländer das schaffen, braucht es nicht die Bundesregierung dazu – und wir brauchen dort nicht Europa, wo wir zuständig sind!
Abg. Leichtfried: Ja, aber wer ...? – Zwischenruf des Abg. Drozda.
Im Jahr 2000 hatten wir in Europa 16 Verordnungen – da können wir nicht mitreden – und 34 Richtlinien – wenn Richtlinien richtig abgefasst sind, haben wir noch Möglichkeiten, hier mitzureden. Das hat sich auf den Kopf gestellt: Wir haben jetzt jedes Jahr über 50 solch neue Verordnungen, neue Gesetze, und nur mehr 14 Richtlinien. (Abg. Leichtfried: Ja, aber wer ...? – Zwischenruf des Abg. Drozda.)
Abg. Meinl-Reisinger: Also das ist ...!
Daher sage ich Ihnen, ich bin den NEOS dankbar für diese Dringliche Anfrage. (Abg. Meinl-Reisinger: Also das ist ...!) Bundeskanzler Kurz konnte sehr klar darstellen, wofür diese Bundesregierung steht. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Daher sage ich Ihnen, ich bin den NEOS dankbar für diese Dringliche Anfrage. (Abg. Meinl-Reisinger: Also das ist ...!) Bundeskanzler Kurz konnte sehr klar darstellen, wofür diese Bundesregierung steht. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Meinl-Reisinger: Sie relativieren das ...! Sie relativieren! Einmal mehr ...!
Sie wird sich nur dann gut weiterentwickeln, wenn sie auf das Grundprinzip der Subsidiarität Rücksicht nimmt – ein Grundprinzip, das schon die Gründungsväter der Europäischen Union für ganz, ganz wichtig erachtet haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie relativieren das ...! Sie relativieren! Einmal mehr ...!) Und das vergessen Sie immer mehr, wir nicht, was notwendig ist! Wir brauchen die Einbindung aller Ebenen, damit sich Europa gut weiterentwickelt. Es darf kein Kopfprojekt werden, es muss ein Projekt der Menschen bleiben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Das war absurdes Theater!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Das war absurdes Theater!
Sie wird sich nur dann gut weiterentwickeln, wenn sie auf das Grundprinzip der Subsidiarität Rücksicht nimmt – ein Grundprinzip, das schon die Gründungsväter der Europäischen Union für ganz, ganz wichtig erachtet haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie relativieren das ...! Sie relativieren! Einmal mehr ...!) Und das vergessen Sie immer mehr, wir nicht, was notwendig ist! Wir brauchen die Einbindung aller Ebenen, damit sich Europa gut weiterentwickelt. Es darf kein Kopfprojekt werden, es muss ein Projekt der Menschen bleiben. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Wittmann: Das war absurdes Theater!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf die Gäste der Präsidentin Kitzmüller recht herzlich bei uns auf der Galerie begrüßen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: ... Silberstein ...!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Ruf bei der SPÖ: ... Silberstein ...!) Geschätzte Damen und Herren auf der Galerie, zu Hause – wo immer Sie zusehen oder zuhören! Ich wollte mich eigentlich nicht auf dieses Niveau begeben, Herr Bundeskanzler, aber jetzt möchte ich auf dem gleichen wie Sie bleiben: Jemand, der einen Aprilscherz der „Presse“ entweder missversteht oder verwendet, um mit dem Wiener Schnitzel Europapolitik zu betreiben, sollte beim Thema Desinformation vielleicht eher ruhig sein, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! (Ruf bei der SPÖ: ... Silberstein ...!) Geschätzte Damen und Herren auf der Galerie, zu Hause – wo immer Sie zusehen oder zuhören! Ich wollte mich eigentlich nicht auf dieses Niveau begeben, Herr Bundeskanzler, aber jetzt möchte ich auf dem gleichen wie Sie bleiben: Jemand, der einen Aprilscherz der „Presse“ entweder missversteht oder verwendet, um mit dem Wiener Schnitzel Europapolitik zu betreiben, sollte beim Thema Desinformation vielleicht eher ruhig sein, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Es war die österreichische Erfolgsgeschichte als neutrales Land, eingebettet in die Werte des Westens – Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Pressefreiheit, Kampf gegen Rechtsextremismus –, was die Katastrophe des 20. Jahrhunderts zu einem solchen Erfolgsweg für unser Land gemacht hat und wodurch wir Freiheit und Wohlstand erlangt haben, geschätzte Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Bundeskanzler Kurz blickt auf sein Handy.
Und leider waren es Sie, Herr Bundeskanzler - - (Bundeskanzler Kurz blickt auf sein Handy.) – Diesmal ist es nicht Candy Crush (Bundeskanzler Kurz: Ich höre Sie!), es ist etwas anderes. (Abg. Schwarz: Er kann Multitasking, im Unterschied zu vielen anderen!) Haben wir den letzten Highscore erledigt, und jetzt sind wir wieder da, nicht? (Abg. Neubauer: Die Rede ist eh nicht so interessant, dass ...! – Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Sie, Herr Bundeskanzler, haben die Diskussion (Ruf: Hast du dir keine Rede vorbereitet?), ob wir diesen Weg weiter beschreiten (Abg. Neubauer: Er kann ja nicht einmal herunterlesen!) oder ob diese Auseinandersetzung wieder bei uns stattfindet, wieder nach Wien gebracht.
Bundeskanzler Kurz: Ich höre Sie!
Und leider waren es Sie, Herr Bundeskanzler - - (Bundeskanzler Kurz blickt auf sein Handy.) – Diesmal ist es nicht Candy Crush (Bundeskanzler Kurz: Ich höre Sie!), es ist etwas anderes. (Abg. Schwarz: Er kann Multitasking, im Unterschied zu vielen anderen!) Haben wir den letzten Highscore erledigt, und jetzt sind wir wieder da, nicht? (Abg. Neubauer: Die Rede ist eh nicht so interessant, dass ...! – Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Sie, Herr Bundeskanzler, haben die Diskussion (Ruf: Hast du dir keine Rede vorbereitet?), ob wir diesen Weg weiter beschreiten (Abg. Neubauer: Er kann ja nicht einmal herunterlesen!) oder ob diese Auseinandersetzung wieder bei uns stattfindet, wieder nach Wien gebracht.
Abg. Schwarz: Er kann Multitasking, im Unterschied zu vielen anderen!
Und leider waren es Sie, Herr Bundeskanzler - - (Bundeskanzler Kurz blickt auf sein Handy.) – Diesmal ist es nicht Candy Crush (Bundeskanzler Kurz: Ich höre Sie!), es ist etwas anderes. (Abg. Schwarz: Er kann Multitasking, im Unterschied zu vielen anderen!) Haben wir den letzten Highscore erledigt, und jetzt sind wir wieder da, nicht? (Abg. Neubauer: Die Rede ist eh nicht so interessant, dass ...! – Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Sie, Herr Bundeskanzler, haben die Diskussion (Ruf: Hast du dir keine Rede vorbereitet?), ob wir diesen Weg weiter beschreiten (Abg. Neubauer: Er kann ja nicht einmal herunterlesen!) oder ob diese Auseinandersetzung wieder bei uns stattfindet, wieder nach Wien gebracht.
Abg. Neubauer: Die Rede ist eh nicht so interessant, dass ...! – Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Und leider waren es Sie, Herr Bundeskanzler - - (Bundeskanzler Kurz blickt auf sein Handy.) – Diesmal ist es nicht Candy Crush (Bundeskanzler Kurz: Ich höre Sie!), es ist etwas anderes. (Abg. Schwarz: Er kann Multitasking, im Unterschied zu vielen anderen!) Haben wir den letzten Highscore erledigt, und jetzt sind wir wieder da, nicht? (Abg. Neubauer: Die Rede ist eh nicht so interessant, dass ...! – Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Sie, Herr Bundeskanzler, haben die Diskussion (Ruf: Hast du dir keine Rede vorbereitet?), ob wir diesen Weg weiter beschreiten (Abg. Neubauer: Er kann ja nicht einmal herunterlesen!) oder ob diese Auseinandersetzung wieder bei uns stattfindet, wieder nach Wien gebracht.
Ruf: Hast du dir keine Rede vorbereitet?
Und leider waren es Sie, Herr Bundeskanzler - - (Bundeskanzler Kurz blickt auf sein Handy.) – Diesmal ist es nicht Candy Crush (Bundeskanzler Kurz: Ich höre Sie!), es ist etwas anderes. (Abg. Schwarz: Er kann Multitasking, im Unterschied zu vielen anderen!) Haben wir den letzten Highscore erledigt, und jetzt sind wir wieder da, nicht? (Abg. Neubauer: Die Rede ist eh nicht so interessant, dass ...! – Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Sie, Herr Bundeskanzler, haben die Diskussion (Ruf: Hast du dir keine Rede vorbereitet?), ob wir diesen Weg weiter beschreiten (Abg. Neubauer: Er kann ja nicht einmal herunterlesen!) oder ob diese Auseinandersetzung wieder bei uns stattfindet, wieder nach Wien gebracht.
Abg. Neubauer: Er kann ja nicht einmal herunterlesen!
Und leider waren es Sie, Herr Bundeskanzler - - (Bundeskanzler Kurz blickt auf sein Handy.) – Diesmal ist es nicht Candy Crush (Bundeskanzler Kurz: Ich höre Sie!), es ist etwas anderes. (Abg. Schwarz: Er kann Multitasking, im Unterschied zu vielen anderen!) Haben wir den letzten Highscore erledigt, und jetzt sind wir wieder da, nicht? (Abg. Neubauer: Die Rede ist eh nicht so interessant, dass ...! – Beifall bei FPÖ und ÖVP.) Sie, Herr Bundeskanzler, haben die Diskussion (Ruf: Hast du dir keine Rede vorbereitet?), ob wir diesen Weg weiter beschreiten (Abg. Neubauer: Er kann ja nicht einmal herunterlesen!) oder ob diese Auseinandersetzung wieder bei uns stattfindet, wieder nach Wien gebracht.
Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz
Als ich Sie kennengelernt habe, Herr Bundeskanzler, habe ich bei allen inhaltlichen Unterschieden, die uns politisch trennen, und vielleicht bei allen Unterschieden, wie wir unsere Arbeit erledigen, schon gemeint, dass wir bei diesen fundamentalen Fragen auf der gleichen Seite stehen (Zwischenbemerkung von Bundeskanzler Kurz), also
Beifall bei der SPÖ.
Demokratie, Rechtsstaatlichkeit. Ich habe jetzt massive Zweifel. – Meinen Sie nicht, dass wir auf der gleichen Seite stehen, Herr Bundeskanzler? Ich nehme das zur Kenntnis. Danke schön, Herr Bundeskanzler. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hauser: Die Wähler ...!
Es waren nämlich Sie, der die FPÖ mit dem Innenministerium betraut hat. Es waren Sie, der die FPÖ mit dem Verteidigungsministerium betraut hat. Es sind Sie, der jetzt als Bundeskanzler am Ende die Verantwortung dafür trägt (Abg. Hauser: Die Wähler ...!), dass westliche Staaten Informationen nur mehr teilweise oder gar nicht mehr mit uns teilen, und das ist extrem gefährlich für unser Land, Herr Bundeskanzler. Das ist Ihre Verantwortung! (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.
Es waren nämlich Sie, der die FPÖ mit dem Innenministerium betraut hat. Es waren Sie, der die FPÖ mit dem Verteidigungsministerium betraut hat. Es sind Sie, der jetzt als Bundeskanzler am Ende die Verantwortung dafür trägt (Abg. Hauser: Die Wähler ...!), dass westliche Staaten Informationen nur mehr teilweise oder gar nicht mehr mit uns teilen, und das ist extrem gefährlich für unser Land, Herr Bundeskanzler. Das ist Ihre Verantwortung! (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.)
Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.
Wenn wir diese Informationen nicht bekommen, ist das schlecht für die Terrorbekämpfung. Wenn wir diese Informationen nicht mehr haben, ist das schlecht, wenn wir Destabilisierungsversuche bekämpfen wollen. Wenn wir diese Informationen nicht mehr haben, ist das schlecht, wenn wir Wahlbeeinflussung, wie es die Klubobfrau der NEOS angemerkt hat, bekämpfen wollen. Und der Grund dafür ist relativ leicht nachvollziehbar: Das sind die Kontakte und Informationsflüsse Ihres Regierungspartners einerseits zu den Rechtsextremen und andererseits nach Russland. Das war der Grund für diese Entwicklung, Herr Bundeskanzler, und auch das haben Sie zu verantworten! (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Es ist doch kein Zufall, dass das Erste, was passiert ist, als die FPÖ in Regierungsbeteiligung gekommen ist, war, dass gerade jene Behörde, die beides verhindern sollte, mit einer illegalen Razzia ausgeschaltet worden ist. Das war kein Zufall, Herr Bundeskanzler, nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Ruf: Die Neutralität wollen die NEOS abschaffen!
Sie haben mit der FPÖ eine Partei in die Regierungsverantwortung geholt, die scheinbar nicht nur unsere Zugehörigkeit zum westlichen Wertesystem, zur gelebten Neutralität (Ruf: Die Neutralität wollen die NEOS abschaffen!), zum Kampf gegen den Rechtsextremismus nicht wirklich vor sich trägt, Sie haben eine Sicherheitsrisikopartei, Sie haben das blaue Trojanische Pferd der Frau Le Pen und des Herrn Putin in die Regierung geholt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist Ihre Verantwortung, für die wir lange die Folgen tragen werden, Herr Bundeskanzler. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Sie haben mit der FPÖ eine Partei in die Regierungsverantwortung geholt, die scheinbar nicht nur unsere Zugehörigkeit zum westlichen Wertesystem, zur gelebten Neutralität (Ruf: Die Neutralität wollen die NEOS abschaffen!), zum Kampf gegen den Rechtsextremismus nicht wirklich vor sich trägt, Sie haben eine Sicherheitsrisikopartei, Sie haben das blaue Trojanische Pferd der Frau Le Pen und des Herrn Putin in die Regierung geholt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist Ihre Verantwortung, für die wir lange die Folgen tragen werden, Herr Bundeskanzler. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.
Sie haben mit der FPÖ eine Partei in die Regierungsverantwortung geholt, die scheinbar nicht nur unsere Zugehörigkeit zum westlichen Wertesystem, zur gelebten Neutralität (Ruf: Die Neutralität wollen die NEOS abschaffen!), zum Kampf gegen den Rechtsextremismus nicht wirklich vor sich trägt, Sie haben eine Sicherheitsrisikopartei, Sie haben das blaue Trojanische Pferd der Frau Le Pen und des Herrn Putin in die Regierung geholt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Das ist Ihre Verantwortung, für die wir lange die Folgen tragen werden, Herr Bundeskanzler. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Zadić.)
Abg. Meinl-Reisinger: Die rechtswidrig war! Rechtswidrig! – Weitere Zwischenrufe.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Leichtfried, ich ersuche Sie, den Ausdruck „illegale Razzia“ zurückzunehmen, weil es keine illegale Razzia war, sondern eine Hausdurchsuchung aufgrund der staatsanwaltlichen Anordnung. (Abg. Meinl-Reisinger: Die rechtswidrig war! Rechtswidrig! – Weitere Zwischenrufe.) – Dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf dafür. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schieder: Skandal!) – Bitte?
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schieder: Skandal!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Leichtfried, ich ersuche Sie, den Ausdruck „illegale Razzia“ zurückzunehmen, weil es keine illegale Razzia war, sondern eine Hausdurchsuchung aufgrund der staatsanwaltlichen Anordnung. (Abg. Meinl-Reisinger: Die rechtswidrig war! Rechtswidrig! – Weitere Zwischenrufe.) – Dann erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf dafür. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schieder: Skandal!) – Bitte?
Abg. Pilz: Das ist eine wirkliche Sauerei! – Weitere Zwischenrufe.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (fortsetzend): Ich wollte es gerade zurücknehmen. (Abg. Pilz: Das ist eine wirkliche Sauerei! – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Wittmann: Eine Sauerei!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Pilz, ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf. (Abg. Wittmann: Eine Sauerei!) Ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf, merken Sie sich das, bitte!
Der Redner dreht sich zu Präsident Sobotka.
Ich nehme es zurück und sage es so: eine Hausdurchsuchung, die nachträglich als rechtswidrig erkannt wurde. (Der Redner dreht sich zu Präsident Sobotka.) – Aber jetzt ist der Ordnungsruf auch weg, oder? (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Schieder: Was heißt rechtswidrig auf Latein, nur einmal so gefragt? Illegal! – Abg. Rosenkranz: Kollege Schieder, ungesetzlich und rechtswidrig sind auch zwei verschiedene Dinge!)
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Schieder: Was heißt rechtswidrig auf Latein, nur einmal so gefragt? Illegal! – Abg. Rosenkranz: Kollege Schieder, ungesetzlich und rechtswidrig sind auch zwei verschiedene Dinge!
Ich nehme es zurück und sage es so: eine Hausdurchsuchung, die nachträglich als rechtswidrig erkannt wurde. (Der Redner dreht sich zu Präsident Sobotka.) – Aber jetzt ist der Ordnungsruf auch weg, oder? (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Schieder: Was heißt rechtswidrig auf Latein, nur einmal so gefragt? Illegal! – Abg. Rosenkranz: Kollege Schieder, ungesetzlich und rechtswidrig sind auch zwei verschiedene Dinge!)
Oh-Rufe bei der FPÖ
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Wenn man dem Kollegen Leichtfried zuhört, fragt man sich, warum die SPÖ dann nach der letzten Wahl die FPÖ förmlich angewinselt und angefleht hat, dass sie mit ihr in eine Koalition geht (Oh-Rufe bei der FPÖ), damit die SPÖ ihren Bundeskanzler halten kann. Das ist ja wirklich lächerlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Mag. Roman Haider (FPÖ): Herr Präsident! Wenn man dem Kollegen Leichtfried zuhört, fragt man sich, warum die SPÖ dann nach der letzten Wahl die FPÖ förmlich angewinselt und angefleht hat, dass sie mit ihr in eine Koalition geht (Oh-Rufe bei der FPÖ), damit die SPÖ ihren Bundeskanzler halten kann. Das ist ja wirklich lächerlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Schieder
Und weil in dieser Dringlichen Anfrage - - Aber nein, ich muss bei der SPÖ bleiben: Es ist schon sehr interessant, weil uns hier vorgeworfen wurde, die Freiheitlichen hätten Verbindungen zu russischen Parteien, und das ist ganz schlimm und ganz schrecklich und so weiter, und da erinnere ich an Folgendes, weil ich gerade Herrn Schieder hier sitzen sehe, der ja auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats ist – sein eigener Vater war ja auch Präsident dieser Versammlung (Zwischenruf des Abg. Schieder) –: Interessanterweise war der Ultranationalist Schirinowski von der LDP Russlands damals (erheitert) Mitglied der sozialistischen Fraktion im Europarat. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Das sind eure Freunde! (Beifall bei der FPÖ.) Und Herr Sluzki, der Nachfolger von Herrn Schirinowski in der Schirinowski-Partei im Europarat, war sogar (erheitert) stellvertretender Fraktionsvorsitzender bei den Sozialisten im Europarat. (Ruf bei der FPÖ: Ui!) So viel also dazu! (Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen! Wahnsinn!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Und weil in dieser Dringlichen Anfrage - - Aber nein, ich muss bei der SPÖ bleiben: Es ist schon sehr interessant, weil uns hier vorgeworfen wurde, die Freiheitlichen hätten Verbindungen zu russischen Parteien, und das ist ganz schlimm und ganz schrecklich und so weiter, und da erinnere ich an Folgendes, weil ich gerade Herrn Schieder hier sitzen sehe, der ja auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats ist – sein eigener Vater war ja auch Präsident dieser Versammlung (Zwischenruf des Abg. Schieder) –: Interessanterweise war der Ultranationalist Schirinowski von der LDP Russlands damals (erheitert) Mitglied der sozialistischen Fraktion im Europarat. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Das sind eure Freunde! (Beifall bei der FPÖ.) Und Herr Sluzki, der Nachfolger von Herrn Schirinowski in der Schirinowski-Partei im Europarat, war sogar (erheitert) stellvertretender Fraktionsvorsitzender bei den Sozialisten im Europarat. (Ruf bei der FPÖ: Ui!) So viel also dazu! (Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen! Wahnsinn!)
Beifall bei der FPÖ.
Und weil in dieser Dringlichen Anfrage - - Aber nein, ich muss bei der SPÖ bleiben: Es ist schon sehr interessant, weil uns hier vorgeworfen wurde, die Freiheitlichen hätten Verbindungen zu russischen Parteien, und das ist ganz schlimm und ganz schrecklich und so weiter, und da erinnere ich an Folgendes, weil ich gerade Herrn Schieder hier sitzen sehe, der ja auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats ist – sein eigener Vater war ja auch Präsident dieser Versammlung (Zwischenruf des Abg. Schieder) –: Interessanterweise war der Ultranationalist Schirinowski von der LDP Russlands damals (erheitert) Mitglied der sozialistischen Fraktion im Europarat. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Das sind eure Freunde! (Beifall bei der FPÖ.) Und Herr Sluzki, der Nachfolger von Herrn Schirinowski in der Schirinowski-Partei im Europarat, war sogar (erheitert) stellvertretender Fraktionsvorsitzender bei den Sozialisten im Europarat. (Ruf bei der FPÖ: Ui!) So viel also dazu! (Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen! Wahnsinn!)
Ruf bei der FPÖ: Ui!
Und weil in dieser Dringlichen Anfrage - - Aber nein, ich muss bei der SPÖ bleiben: Es ist schon sehr interessant, weil uns hier vorgeworfen wurde, die Freiheitlichen hätten Verbindungen zu russischen Parteien, und das ist ganz schlimm und ganz schrecklich und so weiter, und da erinnere ich an Folgendes, weil ich gerade Herrn Schieder hier sitzen sehe, der ja auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats ist – sein eigener Vater war ja auch Präsident dieser Versammlung (Zwischenruf des Abg. Schieder) –: Interessanterweise war der Ultranationalist Schirinowski von der LDP Russlands damals (erheitert) Mitglied der sozialistischen Fraktion im Europarat. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Das sind eure Freunde! (Beifall bei der FPÖ.) Und Herr Sluzki, der Nachfolger von Herrn Schirinowski in der Schirinowski-Partei im Europarat, war sogar (erheitert) stellvertretender Fraktionsvorsitzender bei den Sozialisten im Europarat. (Ruf bei der FPÖ: Ui!) So viel also dazu! (Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen! Wahnsinn!)
Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen! Wahnsinn!
Und weil in dieser Dringlichen Anfrage - - Aber nein, ich muss bei der SPÖ bleiben: Es ist schon sehr interessant, weil uns hier vorgeworfen wurde, die Freiheitlichen hätten Verbindungen zu russischen Parteien, und das ist ganz schlimm und ganz schrecklich und so weiter, und da erinnere ich an Folgendes, weil ich gerade Herrn Schieder hier sitzen sehe, der ja auch Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats ist – sein eigener Vater war ja auch Präsident dieser Versammlung (Zwischenruf des Abg. Schieder) –: Interessanterweise war der Ultranationalist Schirinowski von der LDP Russlands damals (erheitert) Mitglied der sozialistischen Fraktion im Europarat. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) Das sind eure Freunde! (Beifall bei der FPÖ.) Und Herr Sluzki, der Nachfolger von Herrn Schirinowski in der Schirinowski-Partei im Europarat, war sogar (erheitert) stellvertretender Fraktionsvorsitzender bei den Sozialisten im Europarat. (Ruf bei der FPÖ: Ui!) So viel also dazu! (Ruf bei der FPÖ: Um Gottes willen! Wahnsinn!)
Abg. Rosenkranz: Jö!
Ganz kurz zu dieser wirklich befremdlichen, komischen Dringlichen Anfrage der NEOS: Ja, wir als FPÖ haben Kontakte zu Parteien aus anderen Ländern. (Abg. Rosenkranz: Jö!) Wir suchen patriotische, freiheitsliebende Kräfte, um mit ihnen in der EU, im Europarat oder in der Parlamentarischen Versammlung der OSZE jene Politik voranzutreiben, die patriotische und freiheitsliebende Kräfte eben machen möchten, und ihr zum Durchbruch zu verhelfen. Jawohl, das machen wir. Das ist auch in Ordnung. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ganz kurz zu dieser wirklich befremdlichen, komischen Dringlichen Anfrage der NEOS: Ja, wir als FPÖ haben Kontakte zu Parteien aus anderen Ländern. (Abg. Rosenkranz: Jö!) Wir suchen patriotische, freiheitsliebende Kräfte, um mit ihnen in der EU, im Europarat oder in der Parlamentarischen Versammlung der OSZE jene Politik voranzutreiben, die patriotische und freiheitsliebende Kräfte eben machen möchten, und ihr zum Durchbruch zu verhelfen. Jawohl, das machen wir. Das ist auch in Ordnung. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Nein! Das gibt es doch gar nicht!
Wir pflegen aber nicht nur Parteikontakte, nein, Verteidigungsminister Mario Kunasek war kürzlich beim amerikanischen Verteidigungsminister (Ruf bei der FPÖ: Nein! Das gibt es doch gar nicht!) und hat dort tatsächlich eine Kooperation Österreichs mit der amerikanischen Armee abgeschlossen. (Ruf bei der SPÖ: Mit der Steinschleuder oder was?) Ein freiheitlicher Minister hat mit dem US-Militär eine Kooperation Österreichs vereinbart.
Ruf bei der SPÖ: Mit der Steinschleuder oder was?
Wir pflegen aber nicht nur Parteikontakte, nein, Verteidigungsminister Mario Kunasek war kürzlich beim amerikanischen Verteidigungsminister (Ruf bei der FPÖ: Nein! Das gibt es doch gar nicht!) und hat dort tatsächlich eine Kooperation Österreichs mit der amerikanischen Armee abgeschlossen. (Ruf bei der SPÖ: Mit der Steinschleuder oder was?) Ein freiheitlicher Minister hat mit dem US-Militär eine Kooperation Österreichs vereinbart.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Nein!
Also merken Sie jetzt schon langsam, wie Ihr Feindbild mit Russland und den Freiheitlichen ins Wanken gerät? Merken Sie selbst die Absurdität Ihrer Argumentation? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Nein!) Sind Sie da überhaupt nicht einsichtig? (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Also merken Sie jetzt schon langsam, wie Ihr Feindbild mit Russland und den Freiheitlichen ins Wanken gerät? Merken Sie selbst die Absurdität Ihrer Argumentation? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Nein!) Sind Sie da überhaupt nicht einsichtig? (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das können Sie sich als FPÖ ...!
Wichtig ist Folgendes: Jede Großmacht, jede weltbeeinflussende Macht – USA, China, Russland – hat natürlich ihre eigenen Interessen und verfolgt diese selbstverständlich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das können Sie sich als FPÖ ...!) Gerade den NEOS sollte bekannt sein, dass solche Bestrebungen von jeder dieser Weltmächte natürlich auch strategisch und zielgerichtet durchgeführt werden.
Abg. Meinl-Reisinger: Haben Sie einen Kooperationsvertrag ...? Wo ist die Äquidistanz?
Österreich vertritt seit Kreisky – genauso wie die Freiheitlichen – eine Politik des Ausgleichs zwischen Ost und West. Wir verstehen Österreich als neutrales Land, als Brückenbauer zwischen Ost und West. Wir bewahren immer auch unsere Äquidistanz zu den großen Mächten außerhalb der EU. (Abg. Meinl-Reisinger: Haben Sie einen Kooperationsvertrag ...? Wo ist die Äquidistanz?)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Gerade unsere Frau Außenminister Kneissl hat ja noch im Dezember vorigen Jahres gemeinsam mit dem amerikanischen Außenminister Pompeo einen strategischen Dialog initiiert. Es entbehrt also wirklich jeglicher Grundlage, dieser Bundesregierung da auch nur irgendetwas vorzuwerfen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Meinl-Reisinger.
Frau Klubobfrau, da können Sie motschgern, wie Sie wollen: Ich erinnere Sie nur an Herrn Strolz, Ihren eigenen Parteigründer und Vorgänger. Er hat sich im Zuge des letzten EU-Wahlkampfs hingestellt und gesagt – ich glaube, das habe ich sogar hierher mitgenommen (den entsprechenden Artikel der „Presse“ in die Höhe haltend) –, er sieht Russland langfristig als Mitglied der EU. Was haben Sie also auf einmal gegen Russland? Wir können nur miteinander und durch Dialog für uns alle das Beste herausholen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Hafenecker: Die NEOS sind eh desinformiert! Das stimmt ja!
Aber ich verstehe es schon: Desinformation und Einflussnahme sind ja Themen Ihrer Dringlichen Anfrage. (Abg. Hafenecker: Die NEOS sind eh desinformiert! Das stimmt ja!)
Abg. Meinl-Reisinger: Sie reden einfach irgendwas! Das ist Ihnen so unangenehm ...!
Meine lieben Damen und Herren von den NEOS, wir sehen jetzt, wie Einflussnahme wirklich ausschaut, denn eure Fraktion ist da ganz munter dabei. Ihr solltet euch vielleicht selbst einmal über die Einflussnahme von Großmächten in eurer eigenen Fraktion Gedanken machen (Abg. Meinl-Reisinger: Sie reden einfach irgendwas! Das ist Ihnen so unangenehm ...!), bevor ihr noch weiteren Schaden in Österreich und auch in Europa anrichtet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine lieben Damen und Herren von den NEOS, wir sehen jetzt, wie Einflussnahme wirklich ausschaut, denn eure Fraktion ist da ganz munter dabei. Ihr solltet euch vielleicht selbst einmal über die Einflussnahme von Großmächten in eurer eigenen Fraktion Gedanken machen (Abg. Meinl-Reisinger: Sie reden einfach irgendwas! Das ist Ihnen so unangenehm ...!), bevor ihr noch weiteren Schaden in Österreich und auch in Europa anrichtet. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist das beste Argument für eine souveräne Verteidigungspolitik! Genau das ist das beste Argument für eine souveräne Europäische Union, das stimmt!
Damit komme ich auch langsam zum Schluss. Es wundert mich ohnehin nicht: Zehn Tage vor der Europawahl kommt man als NEOS mit den Orchideenthemen Vereinigte Staaten von Europa und europäische Armee halt nicht weiter, da muss man schauen, dass man andere irgendwie anpatzt. Wenn 21 europäische Staaten Nato-Mitglieder sind, zu glauben, da wäre irgendwie noch etwas mit den Vereinigten Staaten von Europa zu machen?! Wenn das bei 21 europäischen Nato-Mitgliedstaaten passiert, wissen Sie, was dann ist? – Dann können wir uns als 51. USA-Bundesstaat anmelden, denn dann kommen die Befehle direkt aus Washington. So schaut das aus. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist das beste Argument für eine souveräne Verteidigungspolitik! Genau das ist das beste Argument für eine souveräne Europäische Union, das stimmt!) Das scheint offensichtlich eure Strategie zu sein.
Beifall bei der FPÖ.
Völlig klar ist auch: Derjenige, dem Österreich egal ist, hat die Wahl aus fünf Zentralisiererparteien. Der, dem Österreich wichtig ist und der Österreich liebt, der wird bei dieser Wahl nur die FPÖ wählen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Welche Zeitung war denn das? Damit ich nachschauen kann!
Vor Kurzem hat eine Tageszeitung die FPÖ als Trojanisches Pferd Russlands bezeichnet, auch Abgeordneter Leichtfried hat die FPÖ als Trojanisches Pferd bezeichnet. (Abg. Rosenkranz: Welche Zeitung war denn das? Damit ich nachschauen kann!) Ich muss dem leider widersprechen, denn der Vergleich hinkt. Bei einem Trojanischen Pferd wissen wir nämlich nicht, was dahintersteckt, aber bei der FPÖ wissen wir sehr wohl, dass Putin immer wieder Versuche unternimmt und die FPÖ auch dazu verwendet, in der österreichischen Politik Fuß zu fassen. (Abg. Rosenkranz: Aber in der Sage war der Odysseus an sich der Gute, gell?) Das ist ja auch belegt, es gibt ja einen Freundschaftsvertrag zwischen der FPÖ und Putins Partei Einiges Russland. Dieser Freundschaftsvertrag aus dem Jahr 2016 wurde auch unterzeichnet von den Herren Strache, Hofer, Vilimsky und Gudenus.
Abg. Rosenkranz: Aber in der Sage war der Odysseus an sich der Gute, gell?
Vor Kurzem hat eine Tageszeitung die FPÖ als Trojanisches Pferd Russlands bezeichnet, auch Abgeordneter Leichtfried hat die FPÖ als Trojanisches Pferd bezeichnet. (Abg. Rosenkranz: Welche Zeitung war denn das? Damit ich nachschauen kann!) Ich muss dem leider widersprechen, denn der Vergleich hinkt. Bei einem Trojanischen Pferd wissen wir nämlich nicht, was dahintersteckt, aber bei der FPÖ wissen wir sehr wohl, dass Putin immer wieder Versuche unternimmt und die FPÖ auch dazu verwendet, in der österreichischen Politik Fuß zu fassen. (Abg. Rosenkranz: Aber in der Sage war der Odysseus an sich der Gute, gell?) Das ist ja auch belegt, es gibt ja einen Freundschaftsvertrag zwischen der FPÖ und Putins Partei Einiges Russland. Dieser Freundschaftsvertrag aus dem Jahr 2016 wurde auch unterzeichnet von den Herren Strache, Hofer, Vilimsky und Gudenus.
Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried.
Russland wünscht sich auch einen zweiten Punkt – und da ist Russland wahrscheinlich mit den Großmächten nicht allein –: Geopolitisch ist es weder in Russlands Interesse noch im Interesse der USA, dass wir ein starkes Europa haben. Und Europa ist nur dann stark, wenn es gemeinsam mit einer Stimme in allen außenpolitischen Fragen spricht. (Beifall bei JETZT sowie des Abg. Leichtfried.)
Abg. Höbart: Die Geostrategin Alma Zadić!
Russland übt einen gewissen Einfluss auf Europa aus. (Abg. Höbart: Die Geostrategin Alma Zadić!) Es macht das mit den Freundschaftsverträgen, die ich eingangs erwähnt habe; diese Freundschaftsverträge gibt es ja auch mit anderen Parteien. Es gibt sie mit der Lega Nord, es gibt sie auch mit Le Pens Partei. (Abg. Höbart: Die ist eine richtige Geostrategin, die Frau Kollegin!)
Abg. Höbart: Die ist eine richtige Geostrategin, die Frau Kollegin!
Russland übt einen gewissen Einfluss auf Europa aus. (Abg. Höbart: Die Geostrategin Alma Zadić!) Es macht das mit den Freundschaftsverträgen, die ich eingangs erwähnt habe; diese Freundschaftsverträge gibt es ja auch mit anderen Parteien. Es gibt sie mit der Lega Nord, es gibt sie auch mit Le Pens Partei. (Abg. Höbart: Die ist eine richtige Geostrategin, die Frau Kollegin!)
Beifall bei JETZT. – Abg. Höbart: Was ist denn das gemeinsame europäische Ziel?
All das, meine Damen und Herren, ist eine Taktik, eine Taktik, um Europa zu schwächen, um das gemeinsame europäische Ziel zu schwächen. (Beifall bei JETZT. – Abg. Höbart: Was ist denn das gemeinsame europäische Ziel?) – Ein starkes Europa.
Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das alles ist sehr beunruhigend und macht uns allen zu Recht Angst. Daher fordere ich auch den Bundeskanzler auf, hier wirklich genau zu schauen und darauf zu achten, dass Österreich nicht dem politischen Einfluss Russlands unterliegt und dass wir Europa vor russischem Einfluss schützen. – Vielen Dank. (Beifall bei JETZT und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Es ging aber heute weiter: Der Herr Bundeskanzler hat zu meinem Erstaunen eigentlich nicht über das Thema Fake News geredet, sondern hier nur eine Wahlrede gehalten. Es ist schön und gut, dass ihm die Europawahl wichtig ist, aber ich glaube, dass unsere Demokratie noch etwas viel, viel Wichtigeres ist und wir diese gemeinsam schützen müssen und das im Vordergrund stehen sollte. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Hafenecker: Wahlen sind ein starkes Element der Demokratie! Das sollte man auch nicht vergessen!
und abschließend hat er auch eine Wahlkampfrede gehalten. Auch da stelle ich die Frage: Ist Ihnen nicht unsere Demokratie wichtiger? (Abg. Hafenecker: Wahlen sind ein starkes Element der Demokratie! Das sollte man auch nicht vergessen!)
Abg. Lopatka: Was ist in Österreich passiert bei Fake News? Nennen Sie mir ein Beispiel! Nennen Sie mir ein Beispiel!
Die Rede des Herrn Kollegen Lopatka hat mich wirklich erschüttert, weil sie gezeigt hat, dass Sie, Herr Kollege, entweder die Anfrage nicht gelesen haben oder null Ahnung vom Thema Fake News haben. (Abg. Lopatka: Was ist in Österreich passiert bei Fake News? Nennen Sie mir ein Beispiel! Nennen Sie mir ein Beispiel!) – Ich nenne Ihnen nachher ein Beispiel. Es gibt ständig Angriffe auf unsere Demokratie, und es ist der ÖVP einfach egal. Es ist der ÖVP einfach egal! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lopatka: Nennen Sie mir ein Beispiel!) – Ich nenne Ihnen nachher eines, warten Sie! (Abg. Hafenecker: Wahlergebnisse, wo die FPÖ gewinnt, das ist ein Angriff auf die Demokratie!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Lopatka: Nennen Sie mir ein Beispiel!
Die Rede des Herrn Kollegen Lopatka hat mich wirklich erschüttert, weil sie gezeigt hat, dass Sie, Herr Kollege, entweder die Anfrage nicht gelesen haben oder null Ahnung vom Thema Fake News haben. (Abg. Lopatka: Was ist in Österreich passiert bei Fake News? Nennen Sie mir ein Beispiel! Nennen Sie mir ein Beispiel!) – Ich nenne Ihnen nachher ein Beispiel. Es gibt ständig Angriffe auf unsere Demokratie, und es ist der ÖVP einfach egal. Es ist der ÖVP einfach egal! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lopatka: Nennen Sie mir ein Beispiel!) – Ich nenne Ihnen nachher eines, warten Sie! (Abg. Hafenecker: Wahlergebnisse, wo die FPÖ gewinnt, das ist ein Angriff auf die Demokratie!)
Abg. Hafenecker: Wahlergebnisse, wo die FPÖ gewinnt, das ist ein Angriff auf die Demokratie!
Die Rede des Herrn Kollegen Lopatka hat mich wirklich erschüttert, weil sie gezeigt hat, dass Sie, Herr Kollege, entweder die Anfrage nicht gelesen haben oder null Ahnung vom Thema Fake News haben. (Abg. Lopatka: Was ist in Österreich passiert bei Fake News? Nennen Sie mir ein Beispiel! Nennen Sie mir ein Beispiel!) – Ich nenne Ihnen nachher ein Beispiel. Es gibt ständig Angriffe auf unsere Demokratie, und es ist der ÖVP einfach egal. Es ist der ÖVP einfach egal! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Lopatka: Nennen Sie mir ein Beispiel!) – Ich nenne Ihnen nachher eines, warten Sie! (Abg. Hafenecker: Wahlergebnisse, wo die FPÖ gewinnt, das ist ein Angriff auf die Demokratie!)
Abg. Lopatka: Das sind Fake News!
Wenn wir über die Bekämpfung reden, sind das Einzige, das von der Regierung kommt, Maßnahmen, die meistens an Zensur erinnern. Es gab die Geschichte aus dem Innenministerium – Sie werden sich möglicherweise erinnern –: Der Innenminister hat damals E-Mails geschrieben beziehungsweise Mitarbeiter aus seinem Kabinett, dass man bitte nicht mehr mit den Medien reden soll. (Abg. Lopatka: Das sind Fake News!) Das sind ganz klassische Beispiele von ersten Schritten in die Zensur.
Abg. Rosenkranz: Das betreiben Sie auch, die Zensur: keine Inserate für „Wochenblick“!
Der zweite Punkt ist diese großartige Möglichkeit, die Sie versucht haben zu schaffen - - (Abg. Rosenkranz: Das betreiben Sie auch, die Zensur: keine Inserate für „Wochenblick“!) – Hören Sie mir zu, Herr Klubobmann! Ich höre Ihnen auch immer zu. – Das Zweite, was Sie gemacht haben: Jetzt versuchen Sie Online-Portale mit diesem Identitätsnachweis zu schützen. Abgesehen davon, dass das aus meiner Sicht verfassungsrechtlich sehr zu hinterfragen ist, wenn man für die Meinungsfreiheit irgendeine Grundbedingung erfüllen muss, abgesehen davon ist es ja so, dass wir nachweislich wissen, dass das nicht funktioniert. Schauen wir uns Südkorea an: In Südkorea gab es eine ähnliche Maßnahme, das hat dort nicht funktioniert und hat sogar zu etwas anderem geführt, nämlich dazu, dass 30 Millionen Datensätze gestohlen wurden, die jetzt auf dem Schwarzmarkt zur Verfügung stehen, wo ganz persönliche Daten von der Bevölkerung abrufbar sind.
Abg. Belakowitsch: Das ist gelungen, so viel Angst, wie Sie haben!
Desinformationskampagnen zielen grundsätzlich immer auf die Gesellschaft ab und wollen die Gesellschaft in einem gewissen Zugang vielleicht sogar zerstören, auf jeden Fall wollen sie Ängste und Unsicherheit schüren und das Vertrauen in die Gesellschaft zerstören. (Abg. Belakowitsch: Das ist gelungen, so viel Angst, wie Sie haben!)
Beifall bei den NEOS.
Wie wichtig diese Erwachsenenbildung ist, sehen wir auch am Vizekanzler und am Kanzler. Ich habe im vorletzten Plenum, glaube ich, vor eineinhalb Monaten circa, diese Schnitzelgeschichte angesprochen, dass das am Ende des Tages ein Aprilscherz war, auf den der Vizekanzler 2015 reingefallen ist. Und jetzt, ein paar Jahre später, fällt der Herr Bundeskanzler noch einmal darauf rein und kommt plötzlich mit den Fake News vom Aprilscherz der „Presse“ daher. Das zeigt uns, wie wichtig es ist, endlich Medienkompetenz in den Bereich Erwachsenenbildung hineinzubekommen. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Nein, wir nicht! Ihr redet dauernd von Angst! – Abg. Rosenkranz: Sie haben dauernd Angst!
Ich habe während der ganzen Debatte das Gefühl gehabt, insbesondere bei der Rede von Frau Beate Meinl-Reisinger, unserer Klubobfrau, die FPÖ hat Angst davor, sie schreit die ganze Zeit unqualifiziert dazwischen – und die ÖVP sitzt still in der Ecke und macht nichts. (Abg. Belakowitsch: Nein, wir nicht! Ihr redet dauernd von Angst! – Abg. Rosenkranz: Sie haben dauernd Angst!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Rosenkranz: Sie haben die Fakenewsophobie! – Ruf bei der ÖVP: Ihr Beispiel sind Sie schuldig geblieben! – Abg. Zarits: Wo war das Beispiel? – Weitere Rufe bei der ÖVP: Das Beispiel! Wo ist das Beispiel? – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Schnitzel!
Am Ende des Tages – vergessen Sie das nicht! – geht es um unsere Demokratie. Wir müssen hier dringend handeln und dürfen nicht mehr zuschauen, was Sie als Regierung die ganze Zeit machen! (Beifall bei den NEOS. – Abg. Rosenkranz: Sie haben die Fakenewsophobie! – Ruf bei der ÖVP: Ihr Beispiel sind Sie schuldig geblieben! – Abg. Zarits: Wo war das Beispiel? – Weitere Rufe bei der ÖVP: Das Beispiel! Wo ist das Beispiel? – Abg. Hoyos-Trauttmansdorff: Schnitzel!)
Abg. Neubauer: Wo ist die überhaupt? – Abg. Hafenecker: Die ist weniger da als der Kern!
Da drängt sich mir die Frage auf, wieso die Sozialdemokratische Partei Österreichs unter der Vorsitzenden Rendi-Wagner (Abg. Neubauer: Wo ist die überhaupt? – Abg. Hafenecker: Die ist weniger da als der Kern!) bis heute nicht die Zusammenarbeit mit dem Silberstein-Mitarbeiter einstellt, der im Wahlkampf 2017 die antisemitischen und rassistischen Inhalte ins Internet gestellt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Jarolim: Soll ich jetzt den Katalog aufmachen mit den Mitarbeitern?) Ich habe das gestern schon mit Kollegen Leichtfried diskutiert und weiß, dass ihm das selbst auch unangenehm ist, aber es gibt von eurer Fraktion, es gibt von eurer Partei kein klares Bekenntnis, diese Taten einzustellen, denn wenn man den Mann weiterbeschäftigt, der dafür verantwortlich ist, dann ist das unglaubwürdig. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Jarolim: Soll ich jetzt den Katalog aufmachen mit den Mitarbeitern?
Da drängt sich mir die Frage auf, wieso die Sozialdemokratische Partei Österreichs unter der Vorsitzenden Rendi-Wagner (Abg. Neubauer: Wo ist die überhaupt? – Abg. Hafenecker: Die ist weniger da als der Kern!) bis heute nicht die Zusammenarbeit mit dem Silberstein-Mitarbeiter einstellt, der im Wahlkampf 2017 die antisemitischen und rassistischen Inhalte ins Internet gestellt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Jarolim: Soll ich jetzt den Katalog aufmachen mit den Mitarbeitern?) Ich habe das gestern schon mit Kollegen Leichtfried diskutiert und weiß, dass ihm das selbst auch unangenehm ist, aber es gibt von eurer Fraktion, es gibt von eurer Partei kein klares Bekenntnis, diese Taten einzustellen, denn wenn man den Mann weiterbeschäftigt, der dafür verantwortlich ist, dann ist das unglaubwürdig. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Da drängt sich mir die Frage auf, wieso die Sozialdemokratische Partei Österreichs unter der Vorsitzenden Rendi-Wagner (Abg. Neubauer: Wo ist die überhaupt? – Abg. Hafenecker: Die ist weniger da als der Kern!) bis heute nicht die Zusammenarbeit mit dem Silberstein-Mitarbeiter einstellt, der im Wahlkampf 2017 die antisemitischen und rassistischen Inhalte ins Internet gestellt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Jarolim: Soll ich jetzt den Katalog aufmachen mit den Mitarbeitern?) Ich habe das gestern schon mit Kollegen Leichtfried diskutiert und weiß, dass ihm das selbst auch unangenehm ist, aber es gibt von eurer Fraktion, es gibt von eurer Partei kein klares Bekenntnis, diese Taten einzustellen, denn wenn man den Mann weiterbeschäftigt, der dafür verantwortlich ist, dann ist das unglaubwürdig. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Heiterkeit des Abg. Knes.
Nein, stattdessen wird hier herausgegangen und wieder die moralische Keule geschwungen. Ich bin ja schon neugierig auf Kollegen Drozda, auf das, was er sagen wird, denn er ist der Bundesgeschäftsführer. Du hast es in der Hand, das Vertragsverhältnis sofort zu beenden, es liegt nur an dir! Nützen wir den heutigen Tag, nehmen wir uns ernst in dem, was wir betreffend Parlamentarismus tun! (Heiterkeit des Abg. Knes.) Du kannst heute hier herausgehen und sagen, ich beende die Zusammenarbeit mit Pöchhacker, der antisemitische und rassistische Inhalte auf Facebook gestellt hat! Das wäre tatsächlich ehrliche Politik. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist nur eine Frage der Umsetzung. – Leider können Sie das zu Hause vor den Fernsehgeräten jetzt nicht hören: Die SPÖ raunt und sagt, das sei alles nicht so, der Nehammer könne nichts anderes, als über Silberstein zu reden. Hören Sie sich die Zwischenrufe an oder lesen Sie sie nach, sie zeigen auch das parlamentarische Verständnis des SPÖ-Klubs! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Nein, stattdessen wird hier herausgegangen und wieder die moralische Keule geschwungen. Ich bin ja schon neugierig auf Kollegen Drozda, auf das, was er sagen wird, denn er ist der Bundesgeschäftsführer. Du hast es in der Hand, das Vertragsverhältnis sofort zu beenden, es liegt nur an dir! Nützen wir den heutigen Tag, nehmen wir uns ernst in dem, was wir betreffend Parlamentarismus tun! (Heiterkeit des Abg. Knes.) Du kannst heute hier herausgehen und sagen, ich beende die Zusammenarbeit mit Pöchhacker, der antisemitische und rassistische Inhalte auf Facebook gestellt hat! Das wäre tatsächlich ehrliche Politik. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist nur eine Frage der Umsetzung. – Leider können Sie das zu Hause vor den Fernsehgeräten jetzt nicht hören: Die SPÖ raunt und sagt, das sei alles nicht so, der Nehammer könne nichts anderes, als über Silberstein zu reden. Hören Sie sich die Zwischenrufe an oder lesen Sie sie nach, sie zeigen auch das parlamentarische Verständnis des SPÖ-Klubs! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Nein, stattdessen wird hier herausgegangen und wieder die moralische Keule geschwungen. Ich bin ja schon neugierig auf Kollegen Drozda, auf das, was er sagen wird, denn er ist der Bundesgeschäftsführer. Du hast es in der Hand, das Vertragsverhältnis sofort zu beenden, es liegt nur an dir! Nützen wir den heutigen Tag, nehmen wir uns ernst in dem, was wir betreffend Parlamentarismus tun! (Heiterkeit des Abg. Knes.) Du kannst heute hier herausgehen und sagen, ich beende die Zusammenarbeit mit Pöchhacker, der antisemitische und rassistische Inhalte auf Facebook gestellt hat! Das wäre tatsächlich ehrliche Politik. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist nur eine Frage der Umsetzung. – Leider können Sie das zu Hause vor den Fernsehgeräten jetzt nicht hören: Die SPÖ raunt und sagt, das sei alles nicht so, der Nehammer könne nichts anderes, als über Silberstein zu reden. Hören Sie sich die Zwischenrufe an oder lesen Sie sie nach, sie zeigen auch das parlamentarische Verständnis des SPÖ-Klubs! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Knes.
Warum beenden Sie die Zusammenarbeit nicht? (Zwischenruf des Abg. Knes.) – Weil es die SPÖ, glaube ich, einfach schon verinnerlicht hat, dass Propaganda, dass Falschinformation zum politischen Geschäft gehört. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der SPÖ-Klub, dem ihr als Mandatarinnen und Mandatare angehörig seid, betreibt den sogenannten Kontrast-Blog. Der Kontrast-Blog deklariert sich aber nicht als SPÖ-Propagandainstrument, sondern auf Facebook steht neben kontrast.at „Tageszeitung“, um den Konsumentinnen und Konsumenten den Eindruck zu vermitteln, dass dort objektive Information verbreitet wird. Das Gegenteil ist der Fall! Es wird ganz brutal SPÖ-Politik verbreitet, es wird ganz brutal Unsicherheit geschürt, es wird Angst gemacht. Der Kontrast-Blog ist ein Instrumentarium, um Angst zu schüren und das Land zu spalten. Das werdet ihr wohl auch nicht beenden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Warum beenden Sie die Zusammenarbeit nicht? (Zwischenruf des Abg. Knes.) – Weil es die SPÖ, glaube ich, einfach schon verinnerlicht hat, dass Propaganda, dass Falschinformation zum politischen Geschäft gehört. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der SPÖ-Klub, dem ihr als Mandatarinnen und Mandatare angehörig seid, betreibt den sogenannten Kontrast-Blog. Der Kontrast-Blog deklariert sich aber nicht als SPÖ-Propagandainstrument, sondern auf Facebook steht neben kontrast.at „Tageszeitung“, um den Konsumentinnen und Konsumenten den Eindruck zu vermitteln, dass dort objektive Information verbreitet wird. Das Gegenteil ist der Fall! Es wird ganz brutal SPÖ-Politik verbreitet, es wird ganz brutal Unsicherheit geschürt, es wird Angst gemacht. Der Kontrast-Blog ist ein Instrumentarium, um Angst zu schüren und das Land zu spalten. Das werdet ihr wohl auch nicht beenden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Warum beenden Sie die Zusammenarbeit nicht? (Zwischenruf des Abg. Knes.) – Weil es die SPÖ, glaube ich, einfach schon verinnerlicht hat, dass Propaganda, dass Falschinformation zum politischen Geschäft gehört. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der SPÖ-Klub, dem ihr als Mandatarinnen und Mandatare angehörig seid, betreibt den sogenannten Kontrast-Blog. Der Kontrast-Blog deklariert sich aber nicht als SPÖ-Propagandainstrument, sondern auf Facebook steht neben kontrast.at „Tageszeitung“, um den Konsumentinnen und Konsumenten den Eindruck zu vermitteln, dass dort objektive Information verbreitet wird. Das Gegenteil ist der Fall! Es wird ganz brutal SPÖ-Politik verbreitet, es wird ganz brutal Unsicherheit geschürt, es wird Angst gemacht. Der Kontrast-Blog ist ein Instrumentarium, um Angst zu schüren und das Land zu spalten. Das werdet ihr wohl auch nicht beenden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Und abschließend meine Aufforderung an die SPÖ: Nehmen Sie teil an einem lebendigen demokratischen Austausch, aber verzichten Sie auf Fake News und Falschinformation! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Höbart – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Drozda –: Sind Sie für kontrast.at verantwortlich? – Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Drozda. – Bitte. (Abg. Höbart – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Drozda –: Sind Sie für kontrast.at verantwortlich? – Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Abg. Rosenkranz: Mit Ihrer Burgtheater-Erfahrung kann man das leicht beurteilen! – Abg. Hafenecker: Hat der Herr Bundeskanzler die Anfrage an sich selbst gestellt?
Abgeordneter Mag. Thomas Drozda (SPÖ): Ja, das ist natürlich ein dramaturgisch ganz toller Nachmittag, den der Herr Bundeskanzler da inszeniert hat (Abg. Rosenkranz: Mit Ihrer Burgtheater-Erfahrung kann man das leicht beurteilen! – Abg. Hafenecker: Hat der Herr Bundeskanzler die Anfrage an sich selbst gestellt?), indem er seinen Zentralsekretär zu sich gebeten und gesagt hat: Geh unbedingt vor dem Drozda raus und sag: Silberstein, Silberstein, Silberstein! – Keine Sorge, ich werde auch dazu etwas sagen. (Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Mag. Thomas Drozda (SPÖ): Ja, das ist natürlich ein dramaturgisch ganz toller Nachmittag, den der Herr Bundeskanzler da inszeniert hat (Abg. Rosenkranz: Mit Ihrer Burgtheater-Erfahrung kann man das leicht beurteilen! – Abg. Hafenecker: Hat der Herr Bundeskanzler die Anfrage an sich selbst gestellt?), indem er seinen Zentralsekretär zu sich gebeten und gesagt hat: Geh unbedingt vor dem Drozda raus und sag: Silberstein, Silberstein, Silberstein! – Keine Sorge, ich werde auch dazu etwas sagen. (Unruhe im Saal. – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Selbsterkenntnis, gell?
Bevor ich aber dazu etwas sage, erlaubt mir, dass ich jemanden zitiere, der mir wesentlicher erscheint als Karl Nehammer, es ist Hannah Arendt: „Wenn jeder dich immerzu anlügt, dann ist die Folge nicht, dass du die Lügen glaubst, sondern vielmehr, dass keiner mehr irgendetwas glaubt.“ – Dieser Satz von Hannah Arendt bekommt in diesen Tagen besorgniserregende Aktualität. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Selbsterkenntnis, gell?)
Abg. Nehammer: Das ist eine Selbstbeschreibung!
Wenn wir diesem Satz folgen – und es spricht alles dafür, dass sie recht hat –, dann geht es jenen, die lügen (Abg. Nehammer: Das ist eine Selbstbeschreibung!), wissentlich und vorsätzlich lügen, nicht darum, zu lügen oder zu betrügen, sondern darum, jeglichen Glauben – und damit komme ich zu Ihnen, meine Damen und Herren, mehr Herren als Damen – an etwas zu zerstören. Das ist die Idee; denn wer am Ende nichts mehr glaubt, dem fehlt die Kraft und Fähigkeit, zu denken, zu urteilen, und letztlich seine Chance, zu handeln. Hannah Arendt sagt: Mit einem solchen Volk kannst du dann tun, was du willst. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stefan. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stefan. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Wenn wir diesem Satz folgen – und es spricht alles dafür, dass sie recht hat –, dann geht es jenen, die lügen (Abg. Nehammer: Das ist eine Selbstbeschreibung!), wissentlich und vorsätzlich lügen, nicht darum, zu lügen oder zu betrügen, sondern darum, jeglichen Glauben – und damit komme ich zu Ihnen, meine Damen und Herren, mehr Herren als Damen – an etwas zu zerstören. Das ist die Idee; denn wer am Ende nichts mehr glaubt, dem fehlt die Kraft und Fähigkeit, zu denken, zu urteilen, und letztlich seine Chance, zu handeln. Hannah Arendt sagt: Mit einem solchen Volk kannst du dann tun, was du willst. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Stefan. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Deshalb gibt es auch sozialistische Bildungspolitik, um Unwissenheit zu erzeugen!
Das ist die Absicht und die Idee von Fake News, Herr Abgeordneter. (Abg. Rosenkranz: Deshalb gibt es auch sozialistische Bildungspolitik, um Unwissenheit zu erzeugen!) Es geht nicht darum, dass jemand die Lüge glaubt, es geht darum, die Wahrheit zu diskreditieren. (Ruf: Wer die Lüge setzt!) Das ist die Idee. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Silberstein! SPÖ fragen! – Rufe bei der FPÖ: Silberstein! Silberstein! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Rosenkranz.)
Ruf: Wer die Lüge setzt!
Das ist die Absicht und die Idee von Fake News, Herr Abgeordneter. (Abg. Rosenkranz: Deshalb gibt es auch sozialistische Bildungspolitik, um Unwissenheit zu erzeugen!) Es geht nicht darum, dass jemand die Lüge glaubt, es geht darum, die Wahrheit zu diskreditieren. (Ruf: Wer die Lüge setzt!) Das ist die Idee. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Silberstein! SPÖ fragen! – Rufe bei der FPÖ: Silberstein! Silberstein! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Rosenkranz.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Silberstein! SPÖ fragen! – Rufe bei der FPÖ: Silberstein! Silberstein! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Rosenkranz.
Das ist die Absicht und die Idee von Fake News, Herr Abgeordneter. (Abg. Rosenkranz: Deshalb gibt es auch sozialistische Bildungspolitik, um Unwissenheit zu erzeugen!) Es geht nicht darum, dass jemand die Lüge glaubt, es geht darum, die Wahrheit zu diskreditieren. (Ruf: Wer die Lüge setzt!) Das ist die Idee. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Stefan: Silberstein! SPÖ fragen! – Rufe bei der FPÖ: Silberstein! Silberstein! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Rosenkranz.)
Rufe bei der FPÖ: SPÖ! Silberstein! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Wer heute wissen will, wie man professionell Fake News erzeugt, muss nicht nach Amerika schauen. (Rufe bei der FPÖ: SPÖ! Silberstein! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Holzleitner.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka (das Glockenzeichen gebend): Ich bitte, trotz der Emotionalität den Redner ausreden zu lassen. Es kann sich jeder zu Wort melden. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) – Bitte, keine Zwischenrufe, Frau Abgeordnete! (Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.) – Können wir auch die Zwischenrufe zwischen den Fraktionen einstellen?! Hören Sie zu, und dann können Sie argumentieren.
Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka (das Glockenzeichen gebend): Ich bitte, trotz der Emotionalität den Redner ausreden zu lassen. Es kann sich jeder zu Wort melden. (Zwischenruf der Abg. Holzleitner.) – Bitte, keine Zwischenrufe, Frau Abgeordnete! (Weitere Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.) – Können wir auch die Zwischenrufe zwischen den Fraktionen einstellen?! Hören Sie zu, und dann können Sie argumentieren.
Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
Russland – die NEOS haben das heute angesprochen –: Es sind die Netzwerke von Sputnik, Russia Today und News Front, die seit Jahren vorzeigen, wie man Meinungen manipuliert, wie man die Wahrheit verzerrt und wie man Gerüchte so lange streut, bis nur mehr Zweifel und Skepsis übrig bleiben. Anstatt sich aber klar auf die Seite der aufgeklärten, freien, liberalen Demokratie zu stellen, finden diese Methoden Nachahmer. Sie sitzen in Polen, in Ungarn und bei den rechten Parteien Europas; es sind der Front National, die Lega Nord, die AfD und selbstverständlich auch die FPÖ. (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.)
Abg. Hafenecker: Auf die Knie!
Die Menschen hier in Österreich haben ein Recht, zu wissen, wessen Interessen Sie vertreten, weshalb die Außenministerin der Republik vor Wladimir Putin auf die Knie geht (Abg. Hafenecker: Auf die Knie!), weshalb zu Weihnachten Delegationen der FPÖ am Roten Platz auftauchen (Abg. Stefan: Am Roten Platz, das war der Gusenbauer! – Zwischenrufe der Abg. Schimanek – Ruf bei der FPÖ: Nordkorea!) und warum unzensuriert.at und „Wochenblick“ ihren russischen Vorbildern genauso ähnlich sehen, wie die Ableger der AfD und anderer.
Abg. Stefan: Am Roten Platz, das war der Gusenbauer! – Zwischenrufe der Abg. Schimanek – Ruf bei der FPÖ: Nordkorea!
Die Menschen hier in Österreich haben ein Recht, zu wissen, wessen Interessen Sie vertreten, weshalb die Außenministerin der Republik vor Wladimir Putin auf die Knie geht (Abg. Hafenecker: Auf die Knie!), weshalb zu Weihnachten Delegationen der FPÖ am Roten Platz auftauchen (Abg. Stefan: Am Roten Platz, das war der Gusenbauer! – Zwischenrufe der Abg. Schimanek – Ruf bei der FPÖ: Nordkorea!) und warum unzensuriert.at und „Wochenblick“ ihren russischen Vorbildern genauso ähnlich sehen, wie die Ableger der AfD und anderer.
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Nehammer: Das ist ein super Hinweis!
Auch hier im Parlament sitzen Experten, die ein bisschen mehr zur Aufklärung der Verbindung beitragen könnten und sollten. Heute sitzt Herr Abgeordneter Gudenus ja leider nicht hier. Ich frage einmal in die Reihen der ÖVP oder ich frage den Herrn Bundeskanzler: Haben Sie auch eine russische Mailadresse? Ist es normal, russische Mailadressen zu haben? Wer von Ihnen hat russische Mailadressen, und wozu bedarf es russischer Mailadressen? Ich lasse die Passwörter einmal aus. (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Nehammer: Das ist ein super Hinweis!)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Eine Bemerkung zur Pressefreiheit, weil der Herr Bundeskanzler das heute angesprochen hat (Zwischenruf des Abg. Neubauer): Wir wissen um das Problem, dass Österreich im Ranking betreffend Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen um fünf Plätze auf den 16. Platz abgerutscht ist. (Abg. Neubauer: Was ihr da aufführt!) Das basiert auf einer objektiven Untersuchung. (Abg. Neubauer: Wie spät ist es auf deiner Rolex?) – Du, ehrlich gesagt, die Rolex-Dichte im FPÖ-Klub ist höher als irgendwo sonst, das wissen wir alle! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wenn du dich auf diesem Niveau bewegen möchtest, können wir auch diese Diskussion führen; dann halten wir alle unsere Uhren in die Höhe und schauen einmal, wie es im FPÖ-Klub ausschaut. Das ist ja lächerlich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Alle Rolex zusammen kosten weniger als deine Uhr! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Was ihr da aufführt!
Eine Bemerkung zur Pressefreiheit, weil der Herr Bundeskanzler das heute angesprochen hat (Zwischenruf des Abg. Neubauer): Wir wissen um das Problem, dass Österreich im Ranking betreffend Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen um fünf Plätze auf den 16. Platz abgerutscht ist. (Abg. Neubauer: Was ihr da aufführt!) Das basiert auf einer objektiven Untersuchung. (Abg. Neubauer: Wie spät ist es auf deiner Rolex?) – Du, ehrlich gesagt, die Rolex-Dichte im FPÖ-Klub ist höher als irgendwo sonst, das wissen wir alle! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wenn du dich auf diesem Niveau bewegen möchtest, können wir auch diese Diskussion führen; dann halten wir alle unsere Uhren in die Höhe und schauen einmal, wie es im FPÖ-Klub ausschaut. Das ist ja lächerlich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Alle Rolex zusammen kosten weniger als deine Uhr! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Neubauer: Wie spät ist es auf deiner Rolex?
Eine Bemerkung zur Pressefreiheit, weil der Herr Bundeskanzler das heute angesprochen hat (Zwischenruf des Abg. Neubauer): Wir wissen um das Problem, dass Österreich im Ranking betreffend Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen um fünf Plätze auf den 16. Platz abgerutscht ist. (Abg. Neubauer: Was ihr da aufführt!) Das basiert auf einer objektiven Untersuchung. (Abg. Neubauer: Wie spät ist es auf deiner Rolex?) – Du, ehrlich gesagt, die Rolex-Dichte im FPÖ-Klub ist höher als irgendwo sonst, das wissen wir alle! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wenn du dich auf diesem Niveau bewegen möchtest, können wir auch diese Diskussion führen; dann halten wir alle unsere Uhren in die Höhe und schauen einmal, wie es im FPÖ-Klub ausschaut. Das ist ja lächerlich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Alle Rolex zusammen kosten weniger als deine Uhr! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Eine Bemerkung zur Pressefreiheit, weil der Herr Bundeskanzler das heute angesprochen hat (Zwischenruf des Abg. Neubauer): Wir wissen um das Problem, dass Österreich im Ranking betreffend Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen um fünf Plätze auf den 16. Platz abgerutscht ist. (Abg. Neubauer: Was ihr da aufführt!) Das basiert auf einer objektiven Untersuchung. (Abg. Neubauer: Wie spät ist es auf deiner Rolex?) – Du, ehrlich gesagt, die Rolex-Dichte im FPÖ-Klub ist höher als irgendwo sonst, das wissen wir alle! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wenn du dich auf diesem Niveau bewegen möchtest, können wir auch diese Diskussion führen; dann halten wir alle unsere Uhren in die Höhe und schauen einmal, wie es im FPÖ-Klub ausschaut. Das ist ja lächerlich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Alle Rolex zusammen kosten weniger als deine Uhr! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Alle Rolex zusammen kosten weniger als deine Uhr! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Eine Bemerkung zur Pressefreiheit, weil der Herr Bundeskanzler das heute angesprochen hat (Zwischenruf des Abg. Neubauer): Wir wissen um das Problem, dass Österreich im Ranking betreffend Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen um fünf Plätze auf den 16. Platz abgerutscht ist. (Abg. Neubauer: Was ihr da aufführt!) Das basiert auf einer objektiven Untersuchung. (Abg. Neubauer: Wie spät ist es auf deiner Rolex?) – Du, ehrlich gesagt, die Rolex-Dichte im FPÖ-Klub ist höher als irgendwo sonst, das wissen wir alle! (Heiterkeit bei der SPÖ.) Wenn du dich auf diesem Niveau bewegen möchtest, können wir auch diese Diskussion führen; dann halten wir alle unsere Uhren in die Höhe und schauen einmal, wie es im FPÖ-Klub ausschaut. Das ist ja lächerlich. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hafenecker: Alle Rolex zusammen kosten weniger als deine Uhr! – Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Wie schaut es denn mit deiner Bildergalerie aus?
Wenn der Generalsekretär und Spitzenkandidat einer Partei im Interview mit Folgen droht, dann sind dies Grenzüberschreitungen in Richtung illiberale Demokratie. (Abg. Rosenkranz: Wie schaut es denn mit deiner Bildergalerie aus?) Ich zitiere Andreas Koller, angesehener Journalist, Vorstand des Kuratoriums für Journalistenausbildung: Wenn „der Bundeskanzler persönlich dem ORF-Sender Ö3 öffentlich eine ‚ultimative Form der Falschinformation‘ unterstellt“, „geht es darum, ein Medienunternehmen systematisch zu diskreditieren, zu delegitimieren – und damit sturmreif zu schießen für eine Reform, die dem ORF die letzten Reste seiner Unabhängigkeit nimmt. Beispielsweise, indem die GIS-Gebühren gestrichen werden“. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Stefan: Wenn es noch Reste gibt! – Zwischenruf des Abg. Haubner. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.)
Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Stefan: Wenn es noch Reste gibt! – Zwischenruf des Abg. Haubner. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Wenn der Generalsekretär und Spitzenkandidat einer Partei im Interview mit Folgen droht, dann sind dies Grenzüberschreitungen in Richtung illiberale Demokratie. (Abg. Rosenkranz: Wie schaut es denn mit deiner Bildergalerie aus?) Ich zitiere Andreas Koller, angesehener Journalist, Vorstand des Kuratoriums für Journalistenausbildung: Wenn „der Bundeskanzler persönlich dem ORF-Sender Ö3 öffentlich eine ‚ultimative Form der Falschinformation‘ unterstellt“, „geht es darum, ein Medienunternehmen systematisch zu diskreditieren, zu delegitimieren – und damit sturmreif zu schießen für eine Reform, die dem ORF die letzten Reste seiner Unabhängigkeit nimmt. Beispielsweise, indem die GIS-Gebühren gestrichen werden“. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Stefan: Wenn es noch Reste gibt! – Zwischenruf des Abg. Haubner. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Der Doskozil!
Beschluss gefasst haben, der in dieser Frage an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt, der die Gebührenfinanzierung ganz klar außer Streit stellt. (Unruhe im Saal.) Von den Landeshauptleuten mögen einige schwarz sein, manche mit türkiser Färbung, die anderen sind rot, aber klar ist, sie sind die Stimmen der Vernunft. Ich glaube, Sie sollten auf diese Stimmen der Vernunft hören, Herr Bundeskanzler! (Abg. Belakowitsch: Der Doskozil!)
Abg. Höbart: Rudi Fußi!
Es gibt eine weitere Stimme, die ich hier noch zitieren möchte (Abg. Höbart: Rudi Fußi!), eine Stimme, die Sie heute nicht besonders gerne hören werden, ich zitiere sie aber vielleicht genau deshalb; es ist die Stimme von Daniel Kehlmann, einem wichtiger Autor, der Ihnen möglicherweise bekannt ist. (Ah-Rufe bei ÖVP und FPÖ.) Er hat anlässlich der Verleihung des Anton-Wildgans-Preises – interessanterweise in der Industriellenvereinigung, das ist natürlich besonders peinlich, dass so etwas in der IV passiert (Abg. Rosenkranz: Wildgans ist schon gut!); daran sieht man, dass die Message Control nicht so funktioniert, wie sie sollte – folgende Worte gefunden.
Ah-Rufe bei ÖVP und FPÖ.
Es gibt eine weitere Stimme, die ich hier noch zitieren möchte (Abg. Höbart: Rudi Fußi!), eine Stimme, die Sie heute nicht besonders gerne hören werden, ich zitiere sie aber vielleicht genau deshalb; es ist die Stimme von Daniel Kehlmann, einem wichtiger Autor, der Ihnen möglicherweise bekannt ist. (Ah-Rufe bei ÖVP und FPÖ.) Er hat anlässlich der Verleihung des Anton-Wildgans-Preises – interessanterweise in der Industriellenvereinigung, das ist natürlich besonders peinlich, dass so etwas in der IV passiert (Abg. Rosenkranz: Wildgans ist schon gut!); daran sieht man, dass die Message Control nicht so funktioniert, wie sie sollte – folgende Worte gefunden.
Abg. Rosenkranz: Wildgans ist schon gut!
Es gibt eine weitere Stimme, die ich hier noch zitieren möchte (Abg. Höbart: Rudi Fußi!), eine Stimme, die Sie heute nicht besonders gerne hören werden, ich zitiere sie aber vielleicht genau deshalb; es ist die Stimme von Daniel Kehlmann, einem wichtiger Autor, der Ihnen möglicherweise bekannt ist. (Ah-Rufe bei ÖVP und FPÖ.) Er hat anlässlich der Verleihung des Anton-Wildgans-Preises – interessanterweise in der Industriellenvereinigung, das ist natürlich besonders peinlich, dass so etwas in der IV passiert (Abg. Rosenkranz: Wildgans ist schon gut!); daran sieht man, dass die Message Control nicht so funktioniert, wie sie sollte – folgende Worte gefunden.
Abg. Strasser: Was ist Ihre Meinung?
Ich darf zitieren (Abg. Strasser: Was ist Ihre Meinung?): Darum möchte ich „unseren schweigenden Kanzler“ ganz sachlich fragen, „ob er sich darüber klar ist, dass künftige Geschichtsbücher ihn als den Mann bewahren werden, der es einer rechtsextremen Partei ermöglicht hat, diesem Land in seinem äußeren Bild und seinem inneren Gefüge Schaden zuzufügen, der so bald nicht mehr in Ordnung zu bringen ist. Draußen in der Welt wird Österreich inzwischen zuverlässig neben Trumps Amerika, Orbans Ungarn und Bolsonaros Brasilien genannt.“ (Abg. Höbart: Doskozil! – Abg. Stefan: Im Burgenland! – Abg. Neubauer: Das ist das Beste!)
Abg. Höbart: Doskozil! – Abg. Stefan: Im Burgenland! – Abg. Neubauer: Das ist das Beste!
Ich darf zitieren (Abg. Strasser: Was ist Ihre Meinung?): Darum möchte ich „unseren schweigenden Kanzler“ ganz sachlich fragen, „ob er sich darüber klar ist, dass künftige Geschichtsbücher ihn als den Mann bewahren werden, der es einer rechtsextremen Partei ermöglicht hat, diesem Land in seinem äußeren Bild und seinem inneren Gefüge Schaden zuzufügen, der so bald nicht mehr in Ordnung zu bringen ist. Draußen in der Welt wird Österreich inzwischen zuverlässig neben Trumps Amerika, Orbans Ungarn und Bolsonaros Brasilien genannt.“ (Abg. Höbart: Doskozil! – Abg. Stefan: Im Burgenland! – Abg. Neubauer: Das ist das Beste!)
Abg. Haubner: Sie haben nichts mehr zu sagen?
Er würde den Kanzler gerne fragen, und ich frage jetzt für Kehlmann: „Möchten Sie wirklich der Mann sein, der das bewirkt hat? Möchten Sie tatsächlich von künftigen Historikern beschrieben werden als jener Regierungschef, der einen das parlamentarische System, den Rechtsstaat und die Pressefreiheit offen verachtenden Innenminister ermöglicht hat“ (Abg. Haubner: Sie haben nichts mehr zu sagen?) „und neben sich einen ehemaligen Neonazi als Vizekanzler geduldet hat?“ – Daniel Kehlmann – „Sie sind jung genug. Sie werden diese Geschichtsbücher noch lesen können. Wollen Sie die Farce nicht beenden?“ – Zitatende, Redeende. Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Er würde den Kanzler gerne fragen, und ich frage jetzt für Kehlmann: „Möchten Sie wirklich der Mann sein, der das bewirkt hat? Möchten Sie tatsächlich von künftigen Historikern beschrieben werden als jener Regierungschef, der einen das parlamentarische System, den Rechtsstaat und die Pressefreiheit offen verachtenden Innenminister ermöglicht hat“ (Abg. Haubner: Sie haben nichts mehr zu sagen?) „und neben sich einen ehemaligen Neonazi als Vizekanzler geduldet hat?“ – Daniel Kehlmann – „Sie sind jung genug. Sie werden diese Geschichtsbücher noch lesen können. Wollen Sie die Farce nicht beenden?“ – Zitatende, Redeende. Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von NEOS und JETZT. – Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Zitat!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Herr Abgeordneter Drozda, auch in einem Zitat jemanden als Neonazi zu bezeichnen und das darauf zurückzuführen, ist nicht statthaft. Ich würde Sie bitten, das zurückzunehmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Das ist ein Zitat!) – Auch das Zitat! Wenn Sie das Götzzitat verwendet hätten – auch wenn es von Goethe, besonderer Literatur, stammt –, wäre das hier auch nicht gestattet.
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Belakowitsch: Aber für ein Bibelzitat bekommt man einen Ordnungsruf!
Abgeordneter Mag. Thomas Drozda (fortsetzend): Ich denke nicht daran, ein Zitat eines der wichtigsten Autoren dieses Landes am Rednerpult des Parlaments zurückzunehmen. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ. – Abg. Belakowitsch: Aber für ein Bibelzitat bekommt man einen Ordnungsruf!)
Abg. Drozda: Danke schön! – Abg. Duzdar: Jetzt weiß ich, warum die SPÖ so viele Ordnungsrufe hat! – Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich erteile Ihnen dafür einen Ordnungsruf. (Abg. Drozda: Danke schön! – Abg. Duzdar: Jetzt weiß ich, warum die SPÖ so viele Ordnungsrufe hat! – Zwischenrufe bei ÖVP, SPÖ und FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schieder.
Offensichtlich ist mit diesem Zitat der Vizekanzler der Republik gemeint. Ich muss von dieser Stelle aus betonen: H.-C. Strache ist in seinem ganzen Leben nicht in irgendeiner Form wegen Wiederbetätigung oder sonst etwas strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen oder verurteilt worden. Das ist der Vorwurf einer strafbaren Handlung. Auch wenn Sie es als Zitat eines Künstlers verkaufen, bleibt es in diesem Haus schändlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Schieder.)
Abg. Martin Graf: Der schon wieder!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident (Abg. Martin Graf: Der schon wieder!), ich wollte nur Herrn Rosenkranz entgegnen: Ich glaube, es ist schlimm genug, dass man extra darauf hinweisen muss. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Schauen Sie, dass Sie endlich die Bilder zurückgeben!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Schauen Sie, dass Sie endlich die Bilder zurückgeben!
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident (Abg. Martin Graf: Der schon wieder!), ich wollte nur Herrn Rosenkranz entgegnen: Ich glaube, es ist schlimm genug, dass man extra darauf hinweisen muss. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Rosenkranz: Schauen Sie, dass Sie endlich die Bilder zurückgeben!)
Ruf bei der FPÖ: Jetzt berichtigt er den Drozda!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu einer tatsächlichen Berichtigung gelangt Herr Abgeordneter Jarolim zu Wort. – Bitte. (Ruf bei der FPÖ: Jetzt berichtigt er den Drozda!)
Abg. Nehammer: Vom SPÖ-Klub!
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Frau Bundesministerin! Herr Nehammer hat vorhin mitgeteilt, dass das renommierte Medium Kontrast (Abg. Nehammer: Vom SPÖ-Klub!) für die Benutzer nicht erkennbar machen würde, wer dahintersteckt.
Abg. Nehammer: Wie ist das bei Facebook?
Ich entgegne Ihnen (ein Schriftstück in die Höhe haltend): Es steht auf jeder Seite ausdrücklich ein Impressum, und zwar groß, erkennbar, weil das auch erkennbar sein soll. (Abg. Nehammer: Wie ist das bei Facebook?) Da steht also groß - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Nehammer.) – Wenn Sie jetzt bitte Ihren Mund halten! Es steht drinnen: „Produziert wird dieser Blog von MitarbeiterInnen des SPÖ-Parlamentsklubs.“
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Nehammer.
Ich entgegne Ihnen (ein Schriftstück in die Höhe haltend): Es steht auf jeder Seite ausdrücklich ein Impressum, und zwar groß, erkennbar, weil das auch erkennbar sein soll. (Abg. Nehammer: Wie ist das bei Facebook?) Da steht also groß - - (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Nehammer.) – Wenn Sie jetzt bitte Ihren Mund halten! Es steht drinnen: „Produziert wird dieser Blog von MitarbeiterInnen des SPÖ-Parlamentsklubs.“
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Das ist die Wahrheit! Das sind Ihre Lügengeschichten!
Auch wenn es im Auftrag des Herrn Bundeskanzlers geschieht: Mit derartigen Lügengeschichten werden Sie sicherlich nicht weiterkommen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Das ist die Wahrheit! Das sind Ihre Lügengeschichten!)
Abg. Nehammer: Tatsächliche Berichtigung!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich erteile den Abgeordneten Jarolim und Nehammer für „Lügengeschichte“ einen Ordnungsruf. (Abg. Nehammer: Tatsächliche Berichtigung!)
Rufe bei der SPÖ: Das geht ja nicht! Das ist gesetzwidrig! Nach 18 Monaten! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Nehammer zu Wort gemeldet. (Rufe bei der SPÖ: Das geht ja nicht! Das ist gesetzwidrig! Nach 18 Monaten! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sie können beruhigt sein, ich informiere mich, wie es geht. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Wittmann: Ein Präsident, der die Regeln nicht kennt! Ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Eine persönliche Erwiderung!) – Nein, melde dich noch einmal zu Wort. Du kannst eine Wortmeldung machen und dich eintragen lassen. (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich, ein Präsident, der die Geschäftsordnung nicht kennt! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Wittmann: Ein Präsident, der die Regeln nicht kennt! Ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Eine persönliche Erwiderung!
Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Nehammer zu Wort gemeldet. (Rufe bei der SPÖ: Das geht ja nicht! Das ist gesetzwidrig! Nach 18 Monaten! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sie können beruhigt sein, ich informiere mich, wie es geht. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Wittmann: Ein Präsident, der die Regeln nicht kennt! Ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Eine persönliche Erwiderung!) – Nein, melde dich noch einmal zu Wort. Du kannst eine Wortmeldung machen und dich eintragen lassen. (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich, ein Präsident, der die Geschäftsordnung nicht kennt! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Unglaublich, ein Präsident, der die Geschäftsordnung nicht kennt! – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Nehammer zu Wort gemeldet. (Rufe bei der SPÖ: Das geht ja nicht! Das ist gesetzwidrig! Nach 18 Monaten! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Sie können beruhigt sein, ich informiere mich, wie es geht. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Wittmann: Ein Präsident, der die Regeln nicht kennt! Ein Wahnsinn! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Nehammer: Eine persönliche Erwiderung!) – Nein, melde dich noch einmal zu Wort. Du kannst eine Wortmeldung machen und dich eintragen lassen. (Ruf bei der SPÖ: Unglaublich, ein Präsident, der die Geschäftsordnung nicht kennt! – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! (Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.) Nachdem ich mir die Ausführungen von Herrn Kollegen Drozda zu Gemüte geführt habe, ist mir klar geworden, warum sich Ihre Klubobfrau offenbar für Ihren Klub geniert und gar nicht mehr herkommt. Jetzt verstehe ich das. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Christian Hafenecker, MA (FPÖ): Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Werte Regierungsmitglieder! Hohes Haus! (Zwischenrufe bei SPÖ, ÖVP und FPÖ.) Nachdem ich mir die Ausführungen von Herrn Kollegen Drozda zu Gemüte geführt habe, ist mir klar geworden, warum sich Ihre Klubobfrau offenbar für Ihren Klub geniert und gar nicht mehr herkommt. Jetzt verstehe ich das. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Heinisch-Hosek: Er hat zitiert!
Wissen Sie, Herr Kollege Drozda, wenn Sie hier vorne gscheitmeiern und alle möglichen Unterstellungen machen (Abg. Heinisch-Hosek: Er hat zitiert!), rufe ich Ihnen schon in Erinnerung, dass es Herr Gusenbauer war, der den Moskauer Boden geküsst hat, dass es Herr Fischer war, der Kuba und Nordkorea besucht hat, und dass es im Übrigen Herr Kern war, der den ORF boykottiert hat, indem er nicht mehr in Sendungen gegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Es war auch Herr Kern – in dessen Regierung Sie auch waren –, der gesagt hat: Wir schalten keine Inserate mehr in „Österreich“, weil der Glaskinnvergleich ja wirklich unwahrscheinlich ist! Herr Drozda, denken Sie einmal nach, was in der eigenen Partei passiert ist, bevor Sie sich hier herausstellen und gscheitmeiern! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Greiner: Was heißt „gscheitmeiern“?! Unglaublich!)
Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Wissen Sie, Herr Kollege Drozda, wenn Sie hier vorne gscheitmeiern und alle möglichen Unterstellungen machen (Abg. Heinisch-Hosek: Er hat zitiert!), rufe ich Ihnen schon in Erinnerung, dass es Herr Gusenbauer war, der den Moskauer Boden geküsst hat, dass es Herr Fischer war, der Kuba und Nordkorea besucht hat, und dass es im Übrigen Herr Kern war, der den ORF boykottiert hat, indem er nicht mehr in Sendungen gegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Es war auch Herr Kern – in dessen Regierung Sie auch waren –, der gesagt hat: Wir schalten keine Inserate mehr in „Österreich“, weil der Glaskinnvergleich ja wirklich unwahrscheinlich ist! Herr Drozda, denken Sie einmal nach, was in der eigenen Partei passiert ist, bevor Sie sich hier herausstellen und gscheitmeiern! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Greiner: Was heißt „gscheitmeiern“?! Unglaublich!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Greiner: Was heißt „gscheitmeiern“?! Unglaublich!
Wissen Sie, Herr Kollege Drozda, wenn Sie hier vorne gscheitmeiern und alle möglichen Unterstellungen machen (Abg. Heinisch-Hosek: Er hat zitiert!), rufe ich Ihnen schon in Erinnerung, dass es Herr Gusenbauer war, der den Moskauer Boden geküsst hat, dass es Herr Fischer war, der Kuba und Nordkorea besucht hat, und dass es im Übrigen Herr Kern war, der den ORF boykottiert hat, indem er nicht mehr in Sendungen gegangen ist. (Zwischenruf des Abg. Wittmann.) Es war auch Herr Kern – in dessen Regierung Sie auch waren –, der gesagt hat: Wir schalten keine Inserate mehr in „Österreich“, weil der Glaskinnvergleich ja wirklich unwahrscheinlich ist! Herr Drozda, denken Sie einmal nach, was in der eigenen Partei passiert ist, bevor Sie sich hier herausstellen und gscheitmeiern! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Greiner: Was heißt „gscheitmeiern“?! Unglaublich!)
Abg. Meinl-Reisinger: Es ist alles wahr!
Zurück zu den NEOS: Ich bin sehr dankbar, dass Kollegin Meinl-Reisinger wieder zurück ist und uns mit einer sehr wichtigen Dringlichen Anfrage beglückt hat. Ich habe mir wirklich gedacht: Unglaublich, was da alles passiert! Wenn ich mir die Dringliche Anfrage durchlese, kommt sie mir eigentlich wie eine Zusammenfassung von mindestens fünf James-Bond-Filmen vor, ein bisschen noch mit „Der dritte Mann“ untermischt. So ist mir das in etwa vorgekommen, als ich es gelesen habe. Da gibt es dunkle Machenschaften, geheime Angriffe, Vermutungen ohne Ende; natürlich ist neben dem Kalten Krieger Russland auch die europäische Rechte eingebunden – alles in allem also ein ganz furchtbarer Mix. (Abg. Meinl-Reisinger: Es ist alles wahr!) Es ist also ganz furchtbar. (Abg. Meinl-Reisinger: Schieben Sie es nur zur Seite! Offensichtlich ist Ihnen das sehr unangenehm, wenn Sie es so wegschieben!)
Abg. Meinl-Reisinger: Schieben Sie es nur zur Seite! Offensichtlich ist Ihnen das sehr unangenehm, wenn Sie es so wegschieben!
Zurück zu den NEOS: Ich bin sehr dankbar, dass Kollegin Meinl-Reisinger wieder zurück ist und uns mit einer sehr wichtigen Dringlichen Anfrage beglückt hat. Ich habe mir wirklich gedacht: Unglaublich, was da alles passiert! Wenn ich mir die Dringliche Anfrage durchlese, kommt sie mir eigentlich wie eine Zusammenfassung von mindestens fünf James-Bond-Filmen vor, ein bisschen noch mit „Der dritte Mann“ untermischt. So ist mir das in etwa vorgekommen, als ich es gelesen habe. Da gibt es dunkle Machenschaften, geheime Angriffe, Vermutungen ohne Ende; natürlich ist neben dem Kalten Krieger Russland auch die europäische Rechte eingebunden – alles in allem also ein ganz furchtbarer Mix. (Abg. Meinl-Reisinger: Es ist alles wahr!) Es ist also ganz furchtbar. (Abg. Meinl-Reisinger: Schieben Sie es nur zur Seite! Offensichtlich ist Ihnen das sehr unangenehm, wenn Sie es so wegschieben!)
Beifall bei der FPÖ.
dann brauchen Sie sich nicht mehr zu fürchten, dann können Sie am Abend beruhigt schlafen gehen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist transparent und auf der Homepage!
Wissen Sie, Frau Kollegin, was ich gerne gewusst hätte? Sie haben ja gesagt, wir haben Connections mit den Russen, mit Oligarchen, Gelder fließen und so weiter, und so fort. Es ist aber, glaube ich, schon Herr Haselsteiner, der Ihre Partei sponsert, und ich glaube, es ist auch Herr Haselsteiner, der halb Sotschi gebaut hat. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist transparent und auf der Homepage!) Man könnte ihn jetzt als Oligarchen bezeichnen und in einem weiteren Schritt sagen, dass Sie eigentlich Russengeld, Blutgeld aus Russland in Ihrer Partei verwenden. Wäre das ein Schluss, der zulässig ist? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Jetzt reicht es aber! – Abg. Rosenkranz: Wer verdient in Sotschi?) Ich glaube, wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen. Im Gegensatz zu uns, wo kein Geld geflossen ist, haben Sie russisches Geld von Herrn Haselsteiner.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Jetzt reicht es aber! – Abg. Rosenkranz: Wer verdient in Sotschi?
Wissen Sie, Frau Kollegin, was ich gerne gewusst hätte? Sie haben ja gesagt, wir haben Connections mit den Russen, mit Oligarchen, Gelder fließen und so weiter, und so fort. Es ist aber, glaube ich, schon Herr Haselsteiner, der Ihre Partei sponsert, und ich glaube, es ist auch Herr Haselsteiner, der halb Sotschi gebaut hat. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist transparent und auf der Homepage!) Man könnte ihn jetzt als Oligarchen bezeichnen und in einem weiteren Schritt sagen, dass Sie eigentlich Russengeld, Blutgeld aus Russland in Ihrer Partei verwenden. Wäre das ein Schluss, der zulässig ist? (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: Jetzt reicht es aber! – Abg. Rosenkranz: Wer verdient in Sotschi?) Ich glaube, wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen. Im Gegensatz zu uns, wo kein Geld geflossen ist, haben Sie russisches Geld von Herrn Haselsteiner.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zurück zum Thema: Es gibt das Problem mit Fake News, nur so, wie Sie sich daran versucht haben, würde ich das nicht machen. Wissen Sie, was das Problem mit Fehlinformation und Fake News ist? – Es sind nicht russische Angriffe, sondern die Angriffe kommen meistens hier aus dem Haus. Kollege Nehammer hat bereits vom Kontrast-Blog gesprochen, der in einer unauffälligen Aufmachung daherkommt und den Eindruck erwecken soll, dass es sich dabei um objektive Berichterstattung handelt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Nein, ist es nicht!
Beifall und Zwischenruf bei der FPÖ.
Wenn man sich den Kontrast-Blog anschaut, der vom Parlamentsklub der SPÖ betrieben wird, und sich anschaut, welche Kommentare dort zugelassen werden, dann dreht sich einem der Magen um. Da steht zum Beispiel im Hinblick auf einen Minister in dieser Regierung: Fette, gierige S...! Jeder bekommt, was er verdient, bei dir ist es deine Fresse! – Das schreiben sie in Ihrem Kontrast-Blog! Ich würde mich als ehemalige staatstragende Partei schämen, das zuzulassen. (Beifall und Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Der Fußi vielleicht!
Da gibt es eine andere Seite, von der niemand weiß, wo sie herkommt, die nennt sich FPÖ-Fails. Das ist Fehlinformation! Das ist eine Seite, die sich hinter einem amerikanischen Server versteckt, wo niemand weiß, wer den sponsert, wo niemand weiß, wer das betreibt, und wo niemand weiß, in welchem Interesse hier gehandelt wird. Das sind Skandale, die wir aufarbeiten sollten! Ich bin überzeugt davon, dass die Wurzeln dafür auch hier im Haus zu finden sind. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der FPÖ: Der Fußi vielleicht!)
Zwischenruf des Abg. Plessl.
Dort gibt es wiederum Sachen zu lesen! Abgeordneter Graf ist zum Beispiel mit einem Kommentar bedacht worden, wo gesagt worden ist: Tu der Menschheit einen Gefallen, zünde dich an und hau dich auf die Gleise! – Das ist vorgestern auf FPÖ-Fails über unseren Abgeordneten Martin Graf gepostet worden. (Zwischenruf des Abg. Plessl.) – Gratulation! Sehr geschmackvoll!
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Besonders ungustiös ist aber eine Gruppe, die gar keinen Genierer hat, die einfach gleich schreibt: Wir sind die SPÖ Langenzersdorf! – Dort geht es einmal grundsätzlich um Sexismus – jeden Tag rauf und runter –, dort werden Hasstiraden geschwungen, dort findet jeden Tag Entmenschlichung sondergleichen statt, abartige Bildmontagen sind dort zu finden und vieles mehr. – Und niemand von Ihnen entschuldigt sich dafür, geschweige denn, setzt irgendwelche Konsequenzen. Ich würde mich schämen! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schieder: Arschloch darf man hier sagen?
Langenzersdorf zu finden sind. (Abg. Schieder: Arschloch darf man hier sagen?) Wie gehen Sie damit um? Was machen Sie damit? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist unglaublich, was sich die SPÖ hier leistet. Man muss sich die Frage stellen: Warum funktioniert das eigentlich so?
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Langenzersdorf zu finden sind. (Abg. Schieder: Arschloch darf man hier sagen?) Wie gehen Sie damit um? Was machen Sie damit? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es ist unglaublich, was sich die SPÖ hier leistet. Man muss sich die Frage stellen: Warum funktioniert das eigentlich so?
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Schieder regt sich auf! Das ist Kollege Schieder, der Zitate aus „Mein Kampf“ im Hinblick auf die FPÖ verwendet. Ich würde mich an Ihrer Stelle auch genieren, Herr Kollege Schieder! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Herbert: Genau! Das passt zu ihr! – Zwischenruf des Abg. Plessl.
Zurück zur SPÖ Langenzersdorf: Wissen Sie, warum Sie nichts machen? – Ich weiß es mittlerweile. Ich weiß, warum sich die SPÖ Langenzersdorf radikalisiert hat und jene Kräfte aus der Partei geworfen hat, die dem Einhalt gebieten wollten, und warum jetzt nur mehr Radikale dort fuhrwerken. Wissen Sie warum? – Weil der Studienkollege Ihrer Parteivorsitzenden, Herr Christoph Baumgärtel der Chef dieser Seite ist. Das ist ein Studienkollege von Frau Klubobfrau Rendi-Wagner. Ich weiß auch, warum sie heute nicht da ist. (Abg. Herbert: Genau! Das passt zu ihr! – Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Ruf bei der FPÖ: Die linke Partie!
Wissen Sie noch etwas? – Herr Dr. Baumgärtel war nicht nur Studienkollege von Frau Dr. Rendi-Wagner, sondern er war auch noch ihr Stellvertreter in der Rezeptpflichtkommission, und jetzt ist er in der Ages. Zufälligerweise ist er zu einem Zeitpunkt im Gesundheitsministerium aufgeschlagen, als Frau Dr. Rendi-Wagner dort auch einiges zu sagen hatte. (Ruf bei der FPÖ: Die linke Partie!) Jetzt ist mir klar, warum man sich damit schwertut, sich zu distanzieren: weil man ja mehr als nur Parteikollegen ist; ich würde sogar sagen, man ist ziemlich beste Freunde. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Nehammer.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Nehammer.
Wissen Sie noch etwas? – Herr Dr. Baumgärtel war nicht nur Studienkollege von Frau Dr. Rendi-Wagner, sondern er war auch noch ihr Stellvertreter in der Rezeptpflichtkommission, und jetzt ist er in der Ages. Zufälligerweise ist er zu einem Zeitpunkt im Gesundheitsministerium aufgeschlagen, als Frau Dr. Rendi-Wagner dort auch einiges zu sagen hatte. (Ruf bei der FPÖ: Die linke Partie!) Jetzt ist mir klar, warum man sich damit schwertut, sich zu distanzieren: weil man ja mehr als nur Parteikollegen ist; ich würde sogar sagen, man ist ziemlich beste Freunde. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Nehammer.)
Abg. Deimek: Die „ehemalige“!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Ihr ehemaliger Vorsitzender Bruno Kreisky hätte sich mittlerweile im Ehrengrab um zwei Reihen nach vorne geschraubt, wenn er sehen könnte, wie Ihre Fraktion, wie Ihre Partei momentan geführt wird. Es ist wirklich eine Schande für die ehemalige staatstragende Partei, so zu agieren. (Abg. Deimek: Die „ehemalige“!) Ich sage Ihnen eines: Erstens einmal werden wir uns das nicht mehr gefallen lassen. Die Fake News, die Sie produzieren, werden wir jetzt enttarnen, und wir werden Sie jeden Tag fragen, wo Ihre Konsequenzen bleiben. Wenn wir einen Fehler machen, setzen wir Konsequenzen. Das haben Sie noch nie getan! (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Ihr ehemaliger Vorsitzender Bruno Kreisky hätte sich mittlerweile im Ehrengrab um zwei Reihen nach vorne geschraubt, wenn er sehen könnte, wie Ihre Fraktion, wie Ihre Partei momentan geführt wird. Es ist wirklich eine Schande für die ehemalige staatstragende Partei, so zu agieren. (Abg. Deimek: Die „ehemalige“!) Ich sage Ihnen eines: Erstens einmal werden wir uns das nicht mehr gefallen lassen. Die Fake News, die Sie produzieren, werden wir jetzt enttarnen, und wir werden Sie jeden Tag fragen, wo Ihre Konsequenzen bleiben. Wenn wir einen Fehler machen, setzen wir Konsequenzen. Das haben Sie noch nie getan! (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei SPÖ und NEOS.)
Abg. Scherak: Sag einmal, jetzt reicht es aber!
Ich fordere Sie daher auf: Richten Sie bitte Ihrer Klubobfrau, die vielleicht schon beim Nachmittagsschläfchen weilt, aus (Abg. Scherak: Sag einmal, jetzt reicht es aber!), dass sie endlich Konsequenzen ziehen muss und dass diese abartigen Seiten sofort eingestellt werden müssen! (Ruf bei der SPÖ: Was soll das?) Eines gebe ich Ihnen auch noch mit auf die Reise (Zwischenrufe bei der SPÖ): Herr Kollege Schieder, Sie werden auf jeden Fall am 26. Mai vom Wähler abgestraft werden! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Was soll das?
Ich fordere Sie daher auf: Richten Sie bitte Ihrer Klubobfrau, die vielleicht schon beim Nachmittagsschläfchen weilt, aus (Abg. Scherak: Sag einmal, jetzt reicht es aber!), dass sie endlich Konsequenzen ziehen muss und dass diese abartigen Seiten sofort eingestellt werden müssen! (Ruf bei der SPÖ: Was soll das?) Eines gebe ich Ihnen auch noch mit auf die Reise (Zwischenrufe bei der SPÖ): Herr Kollege Schieder, Sie werden auf jeden Fall am 26. Mai vom Wähler abgestraft werden! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Ich fordere Sie daher auf: Richten Sie bitte Ihrer Klubobfrau, die vielleicht schon beim Nachmittagsschläfchen weilt, aus (Abg. Scherak: Sag einmal, jetzt reicht es aber!), dass sie endlich Konsequenzen ziehen muss und dass diese abartigen Seiten sofort eingestellt werden müssen! (Ruf bei der SPÖ: Was soll das?) Eines gebe ich Ihnen auch noch mit auf die Reise (Zwischenrufe bei der SPÖ): Herr Kollege Schieder, Sie werden auf jeden Fall am 26. Mai vom Wähler abgestraft werden! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ich fordere Sie daher auf: Richten Sie bitte Ihrer Klubobfrau, die vielleicht schon beim Nachmittagsschläfchen weilt, aus (Abg. Scherak: Sag einmal, jetzt reicht es aber!), dass sie endlich Konsequenzen ziehen muss und dass diese abartigen Seiten sofort eingestellt werden müssen! (Ruf bei der SPÖ: Was soll das?) Eines gebe ich Ihnen auch noch mit auf die Reise (Zwischenrufe bei der SPÖ): Herr Kollege Schieder, Sie werden auf jeden Fall am 26. Mai vom Wähler abgestraft werden! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei NEOS und JETZT sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Zwischenrufe bei der FPÖ
Abgeordnete Dr. Stephanie Krisper (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Kanzler! Frau Ministerin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Jetzt von diesem unfassbaren Whataboutism der FPÖ zurück zum Thema (Beifall bei NEOS und JETZT sowie bei Abgeordneten der SPÖ – Zwischenrufe bei der FPÖ): Versetzen Sie sich in die Situation eines Landes, das mit
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
EU-Sanktionen konfrontiert ist, das sehr groß ist und über einen Nachrichtendienst mit Tausenden Mitarbeitern verfügt! Dieser Nachrichtendienst wird analysieren, wie man diese Sanktionen loswird, wird ein Lagebild machen und sich dafür entscheiden, die nächsten Wahlen zu manipulieren, und zwar durch Desinformation auf Social Media. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS.
Die Situation ist nicht fiktiv. Es handelt sich natürlich um die Russische Föderation. Wir reden heute über Österreich, denn wir haben eine Regierung, die uns nicht vor diesen Angriffen der Desinformation hinsichtlich EU-Wahl schützen will. Die FPÖ will das natürlich nicht, weil es ihr mehr als egal ist, denn sie macht ja schließlich mit diesen Feinden der europäischen Selbstbestimmung – der Partei von Putin – gemeinsame Sache. Innenminister Kickl hat uns heute in der Fragestunde geantwortet, dass er nicht für Desinformation und deren Bekämpfung zuständig ist. Das BVT ist dafür zuständig. Was wir also von seiner Seite, Herr Lopatka, zu erwarten haben, ist klar, nämlich nichts. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger.
Wenn das von Diplomaten bereits in dieser Deutlichkeit gesagt wird, kann man sich vorstellen, wie es auf der darunterliegenden nachrichtendienstlichen Ebene ausschaut, nämlich derartig, dass sogar das russische Portal Sputniknews schon darüber berichtet, dass der niederländische Geheimdienst die Zusammenarbeit mit Österreich eingestellt hat. (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger.) In Russland freut man sich also ganz öffentlich darüber, wenn es gelingt, einen Keil zwischen die europäischen Staaten zu treiben. Dass das stimmt, wissen wir aus der „New York Times“, in der eine Aussage von BVT-Chef Gridling zitiert wurde, dass die USA, England, die Niederlande und Deutschland nicht mehr mit Österreich zusammenarbeiten. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn das von Diplomaten bereits in dieser Deutlichkeit gesagt wird, kann man sich vorstellen, wie es auf der darunterliegenden nachrichtendienstlichen Ebene ausschaut, nämlich derartig, dass sogar das russische Portal Sputniknews schon darüber berichtet, dass der niederländische Geheimdienst die Zusammenarbeit mit Österreich eingestellt hat. (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger.) In Russland freut man sich also ganz öffentlich darüber, wenn es gelingt, einen Keil zwischen die europäischen Staaten zu treiben. Dass das stimmt, wissen wir aus der „New York Times“, in der eine Aussage von BVT-Chef Gridling zitiert wurde, dass die USA, England, die Niederlande und Deutschland nicht mehr mit Österreich zusammenarbeiten. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was in Summe bleibt, symbolisiert der Kniefall unserer Außenministerin vor Putin im letzten Jahr ganz treffend, nämlich den Weg Österreichs unter der Regierung Kurz: Man lässt sich ausgerechnet von jenem Regime vor den Karren spannen, welches versucht, Europa zu destabilisieren. Dass die einstige Europapartei ÖVP bereit ist, diesen Weg mitzugehen, ist eine traurige Realität. (Beifall bei den NEOS.) Daher ersuche ich Sie, Kanzler Kurz, wachen Sie auf und bereiten Sie dieser Zäsur in der so erfolgreichen Geschichte der Zweiten Republik ein Ende – im Sinne Österreichs, im Sinne Europas! (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Zadić.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Zadić.
Was in Summe bleibt, symbolisiert der Kniefall unserer Außenministerin vor Putin im letzten Jahr ganz treffend, nämlich den Weg Österreichs unter der Regierung Kurz: Man lässt sich ausgerechnet von jenem Regime vor den Karren spannen, welches versucht, Europa zu destabilisieren. Dass die einstige Europapartei ÖVP bereit ist, diesen Weg mitzugehen, ist eine traurige Realität. (Beifall bei den NEOS.) Daher ersuche ich Sie, Kanzler Kurz, wachen Sie auf und bereiten Sie dieser Zäsur in der so erfolgreichen Geschichte der Zweiten Republik ein Ende – im Sinne Österreichs, im Sinne Europas! (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Zadić.)
Abg. Scherak: Magst du jetzt was zur Dringlichen sagen?
Abgeordneter Karl Nehammer, MSc (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Abg. Scherak: Magst du jetzt was zur Dringlichen sagen?) Das ist also die Anmutung (einen Ausdruck der Facebook-Seite von kontrast.at in die Höhe haltend) – Kollege Jarolim unterstellt mir eine Lüge (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scherak) –, dass sich der Blog kontrast.at ausreichend ausweist, wenn man auf Facebook draufklickt (Zwischenruf bei der SPÖ): Da steht „kontrast.at“, „Tageszeitung“; das Impressum findet man dann ganz, ganz unten. Die Anmutung ist aber ganz klar, als wäre das eine objektive Informationsplattform. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scherak
Abgeordneter Karl Nehammer, MSc (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Abg. Scherak: Magst du jetzt was zur Dringlichen sagen?) Das ist also die Anmutung (einen Ausdruck der Facebook-Seite von kontrast.at in die Höhe haltend) – Kollege Jarolim unterstellt mir eine Lüge (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scherak) –, dass sich der Blog kontrast.at ausreichend ausweist, wenn man auf Facebook draufklickt (Zwischenruf bei der SPÖ): Da steht „kontrast.at“, „Tageszeitung“; das Impressum findet man dann ganz, ganz unten. Die Anmutung ist aber ganz klar, als wäre das eine objektive Informationsplattform. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ
Abgeordneter Karl Nehammer, MSc (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Abg. Scherak: Magst du jetzt was zur Dringlichen sagen?) Das ist also die Anmutung (einen Ausdruck der Facebook-Seite von kontrast.at in die Höhe haltend) – Kollege Jarolim unterstellt mir eine Lüge (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scherak) –, dass sich der Blog kontrast.at ausreichend ausweist, wenn man auf Facebook draufklickt (Zwischenruf bei der SPÖ): Da steht „kontrast.at“, „Tageszeitung“; das Impressum findet man dann ganz, ganz unten. Die Anmutung ist aber ganz klar, als wäre das eine objektive Informationsplattform. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Karl Nehammer, MSc (ÖVP): Frau Präsidentin! Hohes Haus! (Abg. Scherak: Magst du jetzt was zur Dringlichen sagen?) Das ist also die Anmutung (einen Ausdruck der Facebook-Seite von kontrast.at in die Höhe haltend) – Kollege Jarolim unterstellt mir eine Lüge (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Scherak) –, dass sich der Blog kontrast.at ausreichend ausweist, wenn man auf Facebook draufklickt (Zwischenruf bei der SPÖ): Da steht „kontrast.at“, „Tageszeitung“; das Impressum findet man dann ganz, ganz unten. Die Anmutung ist aber ganz klar, als wäre das eine objektive Informationsplattform. (Neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe bei der FPÖ: Fake News! Silberstein!
Sehr geehrte Damen und Herren vor den Fernsehgeräten, könnten Sie die Zwischenrufe hören, würden Sie sich wieder ein Bild vom parlamentarischen Verständnis der SPÖ machen können. Wenn Sie selbst aber einmal auf kontrast.at schauen, werden Sie sehen, das ist nichts anderes als SPÖ-Propaganda, die verunsichert und den Menschen Angst macht. (Rufe bei der FPÖ: Fake News! Silberstein!)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Kollege Drozda, du bist mir die Antwort schuldig geblieben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Du hast unglaublich lange gesprochen und hast zitiert und zitiert und zitiert – ich bin mir fast wie bei einer literarischen Lesung vorgekommen –, aber wo ist deine Antwort? (Zwischenruf des Abg. Vogl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Warum sagst du nichts dazu, wann ihr die Zusammenarbeit mit dem Tal-Silberstein-Mitarbeiter Pöchhacker beendet? (Abg. Drozda: ... absurde Rede!)
Zwischenruf des Abg. Vogl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kollege Drozda, du bist mir die Antwort schuldig geblieben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Du hast unglaublich lange gesprochen und hast zitiert und zitiert und zitiert – ich bin mir fast wie bei einer literarischen Lesung vorgekommen –, aber wo ist deine Antwort? (Zwischenruf des Abg. Vogl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Warum sagst du nichts dazu, wann ihr die Zusammenarbeit mit dem Tal-Silberstein-Mitarbeiter Pöchhacker beendet? (Abg. Drozda: ... absurde Rede!)
Abg. Drozda: ... absurde Rede!
Kollege Drozda, du bist mir die Antwort schuldig geblieben. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Du hast unglaublich lange gesprochen und hast zitiert und zitiert und zitiert – ich bin mir fast wie bei einer literarischen Lesung vorgekommen –, aber wo ist deine Antwort? (Zwischenruf des Abg. Vogl. – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Warum sagst du nichts dazu, wann ihr die Zusammenarbeit mit dem Tal-Silberstein-Mitarbeiter Pöchhacker beendet? (Abg. Drozda: ... absurde Rede!)
Abg. Krist: Jeder vor seiner eigenen Tür!
Du bist die Antwort noch immer schuldig. Vielleicht macht es dann eine oder einer deiner Nachrednerinnen oder Nachredner. Wenn aber Kollege Jarolim so mutig herauskommt und wieder von Lüge et cetera spricht, dann sollte er sich selbst bei der Nase nehmen (Abg. Krist: Jeder vor seiner eigenen Tür!) und dich dazu ermutigen, die Zusammenarbeit mit Kollegen Pöchhacker zu beenden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Du bist die Antwort noch immer schuldig. Vielleicht macht es dann eine oder einer deiner Nachrednerinnen oder Nachredner. Wenn aber Kollege Jarolim so mutig herauskommt und wieder von Lüge et cetera spricht, dann sollte er sich selbst bei der Nase nehmen (Abg. Krist: Jeder vor seiner eigenen Tür!) und dich dazu ermutigen, die Zusammenarbeit mit Kollegen Pöchhacker zu beenden. (Beifall bei ÖVP und FPÖ. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Die Kollegin wird es dann erklären! – Ruf bei der FPÖ: Jetzt geht es dahin! – Abg. Duzdar – auf dem Weg zum Rednerpult –: Sie haben es erkannt! – Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Als Nächste ist Frau Abgeordnete Mag.a Muna Duzdar zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Hafenecker: Die Kollegin wird es dann erklären! – Ruf bei der FPÖ: Jetzt geht es dahin! – Abg. Duzdar – auf dem Weg zum Rednerpult –: Sie haben es erkannt! – Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Haubner: Warum ändert ihr es nicht? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das war keine Kiste!
Abgeordnete Mag. Muna Duzdar (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Frauen Ministerinnen! Sehr geehrte Zuseher und Zuseherinnen auf der Galerie! Herr Bundeskanzler, für mich war das so was von klar, dass Sie natürlich mit der Silberstein-Kiste daherkommen werden. (Abg. Haubner: Warum ändert ihr es nicht? – Weiterer Ruf bei der ÖVP: Das war keine Kiste!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es war für mich wirklich wie in einem Film, es war wieder einmal so ein richtiger Klassiker: Die NEOS bringen eine Dringliche Anfrage ein, in der es um die Beziehungen zwischen der FPÖ und Russland und um globale Desinformationskampagnen geht, und was machen Sie von der ÖVP, von den Türkisen? – Sie stellen sich hierher und reden nur von der SPÖ! Wissen Sie, was Sie sind? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Sie sind Meister der Ablenkung, Sie sind Meister des Ablenkungsmanövers! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Darin sind Sie wirklich ausgezeichnet: wenn es darum geht, abzulenken.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es war für mich wirklich wie in einem Film, es war wieder einmal so ein richtiger Klassiker: Die NEOS bringen eine Dringliche Anfrage ein, in der es um die Beziehungen zwischen der FPÖ und Russland und um globale Desinformationskampagnen geht, und was machen Sie von der ÖVP, von den Türkisen? – Sie stellen sich hierher und reden nur von der SPÖ! Wissen Sie, was Sie sind? (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Sie sind Meister der Ablenkung, Sie sind Meister des Ablenkungsmanövers! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Darin sind Sie wirklich ausgezeichnet: wenn es darum geht, abzulenken.
Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.
Da wir heute von Fake News reden und Sie, Kollege Nehammer, gemeint haben, wir sollen von dem reden, was in Österreich passiert: Ja, reden wir von der Desinformation, die von Ihrem ÖVP-Parlamentsklub ausgeht! (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) Sie haben in ganz Österreich plakatiert, dass die SPÖ für Atomstrom sei. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Ihr Parlamentsklub ist gerichtlich verurteilt worden. (Abg. Nehammer: Das ist ja leider so!) Über Sie ist eine Beugestrafe verhängt worden, weil Sie nicht einmal bereit waren, die Plakate runterzunehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Knes.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Da wir heute von Fake News reden und Sie, Kollege Nehammer, gemeint haben, wir sollen von dem reden, was in Österreich passiert: Ja, reden wir von der Desinformation, die von Ihrem ÖVP-Parlamentsklub ausgeht! (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) Sie haben in ganz Österreich plakatiert, dass die SPÖ für Atomstrom sei. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Ihr Parlamentsklub ist gerichtlich verurteilt worden. (Abg. Nehammer: Das ist ja leider so!) Über Sie ist eine Beugestrafe verhängt worden, weil Sie nicht einmal bereit waren, die Plakate runterzunehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Knes.)
Abg. Nehammer: Das ist ja leider so!
Da wir heute von Fake News reden und Sie, Kollege Nehammer, gemeint haben, wir sollen von dem reden, was in Österreich passiert: Ja, reden wir von der Desinformation, die von Ihrem ÖVP-Parlamentsklub ausgeht! (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) Sie haben in ganz Österreich plakatiert, dass die SPÖ für Atomstrom sei. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Ihr Parlamentsklub ist gerichtlich verurteilt worden. (Abg. Nehammer: Das ist ja leider so!) Über Sie ist eine Beugestrafe verhängt worden, weil Sie nicht einmal bereit waren, die Plakate runterzunehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Knes.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Nehammer.
Da wir heute von Fake News reden und Sie, Kollege Nehammer, gemeint haben, wir sollen von dem reden, was in Österreich passiert: Ja, reden wir von der Desinformation, die von Ihrem ÖVP-Parlamentsklub ausgeht! (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) Sie haben in ganz Österreich plakatiert, dass die SPÖ für Atomstrom sei. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Ihr Parlamentsklub ist gerichtlich verurteilt worden. (Abg. Nehammer: Das ist ja leider so!) Über Sie ist eine Beugestrafe verhängt worden, weil Sie nicht einmal bereit waren, die Plakate runterzunehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Knes.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Knes.
Da wir heute von Fake News reden und Sie, Kollege Nehammer, gemeint haben, wir sollen von dem reden, was in Österreich passiert: Ja, reden wir von der Desinformation, die von Ihrem ÖVP-Parlamentsklub ausgeht! (Zwischenruf des Abg. Rosenkranz.) Sie haben in ganz Österreich plakatiert, dass die SPÖ für Atomstrom sei. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Ihr Parlamentsklub ist gerichtlich verurteilt worden. (Abg. Nehammer: Das ist ja leider so!) Über Sie ist eine Beugestrafe verhängt worden, weil Sie nicht einmal bereit waren, die Plakate runterzunehmen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Nehammer.) Das ist die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Knes.)
Abg. Stefan: Wer macht jetzt mehr Fake News?
Herr Bundeskanzler, ich kann Ihnen daher nur sagen: Wenn Sie von Desinformationskampagnen anderer Parteien reden (Abg. Stefan: Wer macht jetzt mehr Fake News?), dann kehren Sie gefälligst vor Ihrer eigenen Haustür! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundeskanzler, ich kann Ihnen daher nur sagen: Wenn Sie von Desinformationskampagnen anderer Parteien reden (Abg. Stefan: Wer macht jetzt mehr Fake News?), dann kehren Sie gefälligst vor Ihrer eigenen Haustür! (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den NEOS. – Oh-Rufe bei der ÖVP.
Da Sie, Herr Bundeskanzler, heute so schöne Worte von sich gegeben haben – Sie haben an die Gemeinsamkeit und an den Zusammenhalt appelliert –: Wer wissen möchte, wie es der Herr Bundeskanzler dieser Republik mit der Gemeinsamkeit und dem Zusammenhalt hält, dem lege ich nahe, doch das Buch „Haltung“ von Reinhold Mitterlehner zu lesen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den NEOS. – Oh-Rufe bei der ÖVP.) Mir fallen da nämlich nicht so viele Gemeinsamkeiten oder Zusammenhalt ein. Wissen Sie, was mir da einfällt? (Abg. Rosenkranz: Ich glaube, Frau Duzdar hat ein Exemplar mit Widmung!) Da fallen mir andere Begriffe ein, etwa Rücksichtslosigkeit und Machtbesessenheit. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Rosenkranz: Ich glaube, Frau Duzdar hat ein Exemplar mit Widmung!
Da Sie, Herr Bundeskanzler, heute so schöne Worte von sich gegeben haben – Sie haben an die Gemeinsamkeit und an den Zusammenhalt appelliert –: Wer wissen möchte, wie es der Herr Bundeskanzler dieser Republik mit der Gemeinsamkeit und dem Zusammenhalt hält, dem lege ich nahe, doch das Buch „Haltung“ von Reinhold Mitterlehner zu lesen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den NEOS. – Oh-Rufe bei der ÖVP.) Mir fallen da nämlich nicht so viele Gemeinsamkeiten oder Zusammenhalt ein. Wissen Sie, was mir da einfällt? (Abg. Rosenkranz: Ich glaube, Frau Duzdar hat ein Exemplar mit Widmung!) Da fallen mir andere Begriffe ein, etwa Rücksichtslosigkeit und Machtbesessenheit. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Da Sie, Herr Bundeskanzler, heute so schöne Worte von sich gegeben haben – Sie haben an die Gemeinsamkeit und an den Zusammenhalt appelliert –: Wer wissen möchte, wie es der Herr Bundeskanzler dieser Republik mit der Gemeinsamkeit und dem Zusammenhalt hält, dem lege ich nahe, doch das Buch „Haltung“ von Reinhold Mitterlehner zu lesen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den NEOS. – Oh-Rufe bei der ÖVP.) Mir fallen da nämlich nicht so viele Gemeinsamkeiten oder Zusammenhalt ein. Wissen Sie, was mir da einfällt? (Abg. Rosenkranz: Ich glaube, Frau Duzdar hat ein Exemplar mit Widmung!) Da fallen mir andere Begriffe ein, etwa Rücksichtslosigkeit und Machtbesessenheit. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Aber wir haben unsere Bücher nicht so frisiert wie Sie!
Ich möchte jetzt zur Dringlichen Anfrage kommen: Ich bedanke mich bei den NEOS dafür, dass sie sie eingebracht haben, weil sie in der Tat in dieser Dringlichen Anfrage eine wichtige Frage aufwerfen, nämlich jene der Parteienfinanzierung. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist, aber es gibt zwei Parteien in diesem Land, die die Wahlkampfkostenobergrenze um Millionen überschritten haben, zum einen die ÖVP mit 6 Millionen Euro und zum anderen die FPÖ mit 4 Millionen Euro. (Abg. Hafenecker: Aber wir haben unsere Bücher nicht so frisiert wie Sie!) Daher ist es wirklich eine berechtigte Frage – auch in diesem Land –: Wer finanziert die ÖVP und wer finanziert die FPÖ? (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Ich möchte jetzt zur Dringlichen Anfrage kommen: Ich bedanke mich bei den NEOS dafür, dass sie sie eingebracht haben, weil sie in der Tat in dieser Dringlichen Anfrage eine wichtige Frage aufwerfen, nämlich jene der Parteienfinanzierung. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist, aber es gibt zwei Parteien in diesem Land, die die Wahlkampfkostenobergrenze um Millionen überschritten haben, zum einen die ÖVP mit 6 Millionen Euro und zum anderen die FPÖ mit 4 Millionen Euro. (Abg. Hafenecker: Aber wir haben unsere Bücher nicht so frisiert wie Sie!) Daher ist es wirklich eine berechtigte Frage – auch in diesem Land –: Wer finanziert die ÖVP und wer finanziert die FPÖ? (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Bei der ÖVP wissen wir es: Die Großkonzerne finanzieren die ÖVP, das wissen wir ja alles schon. Man zahlt einmal bei der ÖVP ein und bekommt Vielfaches heraus. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Bei der FPÖ wissen wir es aber nicht so. Wer finanziert eigentlich die FPÖ? – Ich bin der Meinung, meine sehr geehrten Damen und Herren
Ruf bei der FPÖ: Die Mitglieder!
(Ruf bei der FPÖ: Die Mitglieder!), jeder Bürger und jede Bürgerin hat das Recht, zu erfahren, von wem die politischen Parteien Gelder beziehen und ob es tatsächlich eine Auslandsfinanzierung gibt. Das ist meiner Meinung nach sehr wohl wichtig, weil es um Fragen von politischer Einflussnahme geht.
Zwischenruf bei der FPÖ
Das Um und Auf in einer Demokratie ist es, Transparenz zu schaffen, daher, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen – also mehr Kollegen – von der FPÖ (Zwischenruf bei der FPÖ): Legen Sie es doch offen, haben Sie den politischen Mut, zu sagen, woher Ihre Gelder stammen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Aber pathetischer geht es wirklich nicht! Schauspielschule!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Aber pathetischer geht es wirklich nicht! Schauspielschule!
Das Um und Auf in einer Demokratie ist es, Transparenz zu schaffen, daher, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen – also mehr Kollegen – von der FPÖ (Zwischenruf bei der FPÖ): Legen Sie es doch offen, haben Sie den politischen Mut, zu sagen, woher Ihre Gelder stammen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Haider: Aber pathetischer geht es wirklich nicht! Schauspielschule!)
Ruf bei der FPÖ: Das sagt die SPÖ!
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es nicht sein kann, dass die Überschreitung von Wahlkampfkostenobergrenzen in unserem Land ein Kavaliersdelikt ist, immerhin geht es um Gelder von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern. Daher sollen all jene, die Wahlkampfkostenobergrenzen um Millionen überschreiten, auch tatsächlich saftige Strafen bekommen, denn in Wirklichkeit muss man sehr vorsichtig mit den Geldern der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler umgehen. (Ruf bei der FPÖ: Das sagt die SPÖ!) – Danke sehr. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es nicht sein kann, dass die Überschreitung von Wahlkampfkostenobergrenzen in unserem Land ein Kavaliersdelikt ist, immerhin geht es um Gelder von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern. Daher sollen all jene, die Wahlkampfkostenobergrenzen um Millionen überschreiten, auch tatsächlich saftige Strafen bekommen, denn in Wirklichkeit muss man sehr vorsichtig mit den Geldern der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler umgehen. (Ruf bei der FPÖ: Das sagt die SPÖ!) – Danke sehr. (Lang anhaltender Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schieder.
Abgeordnete Eva-Maria Himmelbauer, BSc (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Werte Ministerinnen! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf vielleicht wieder zur Sache selbst kommen. (Zwischenruf des Abg. Schieder.) Wir haben heute ein ziemliches Sammelsurium an Themen vorgelegt bekommen. Ich darf mich vor allem auf das Thema Desinformation – Fake News, Deepfakes et cetera – konzentrieren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Sie werden sich nicht wundern, wenn auch ich auf den Nationalratswahlkampf 2017 eingehen werde. Die Kampagne Ihres Beraters Silberstein war ein Tiefpunkt in der Zweiten Republik und hat das Vertrauen vieler Wählerinnen und Wähler in die Politik massiv beeinflusst und beschädigt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Wir haben gehofft, wir würden vielleicht von Kollegin Duzdar eine Antwort bekommen, wie die SPÖ mit ihrem Silberstein-Netzwerk oder mit den ehemaligen Mitarbeitern, die in diese Silberstein-Affäre involviert waren, umgehen würde, ob sie sich distanzieren würde – auch gegenüber dem Mitarbeiter Pöchhacker –, aber wir haben nichts dazu gehört. (Ruf bei der ÖVP: Schweigen!) Abgrenzung sieht anders aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: Schweigen!
Sie werden sich nicht wundern, wenn auch ich auf den Nationalratswahlkampf 2017 eingehen werde. Die Kampagne Ihres Beraters Silberstein war ein Tiefpunkt in der Zweiten Republik und hat das Vertrauen vieler Wählerinnen und Wähler in die Politik massiv beeinflusst und beschädigt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Wir haben gehofft, wir würden vielleicht von Kollegin Duzdar eine Antwort bekommen, wie die SPÖ mit ihrem Silberstein-Netzwerk oder mit den ehemaligen Mitarbeitern, die in diese Silberstein-Affäre involviert waren, umgehen würde, ob sie sich distanzieren würde – auch gegenüber dem Mitarbeiter Pöchhacker –, aber wir haben nichts dazu gehört. (Ruf bei der ÖVP: Schweigen!) Abgrenzung sieht anders aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Sie werden sich nicht wundern, wenn auch ich auf den Nationalratswahlkampf 2017 eingehen werde. Die Kampagne Ihres Beraters Silberstein war ein Tiefpunkt in der Zweiten Republik und hat das Vertrauen vieler Wählerinnen und Wähler in die Politik massiv beeinflusst und beschädigt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.) Wir haben gehofft, wir würden vielleicht von Kollegin Duzdar eine Antwort bekommen, wie die SPÖ mit ihrem Silberstein-Netzwerk oder mit den ehemaligen Mitarbeitern, die in diese Silberstein-Affäre involviert waren, umgehen würde, ob sie sich distanzieren würde – auch gegenüber dem Mitarbeiter Pöchhacker –, aber wir haben nichts dazu gehört. (Ruf bei der ÖVP: Schweigen!) Abgrenzung sieht anders aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Vogl: Ist eh das Gleiche!
Wir müssen in diesem Bereich auf EU-Ebene zusammenarbeiten, wir tun aber auch einiges auf europ- -, also auf österreichischer Ebene. (Abg. Vogl: Ist eh das Gleiche!) Dazu möchte ich aber auch sagen, dass es nicht allein die Politik sein kann, die darüber entscheidet, was wahr oder falsch ist. Ganz im Gegenteil! Wir brauchen für eine unabhängige Faktenprüfung unabhängige Institutionen, unabhängige Medien und unabhängige Wissenschaftler.
Beifall bei der ÖVP.
Am Ende dieser Debatte kann ich feststellen, dass sie meiner Meinung nach wenig zur Sicherheit beziehungsweise zur Klarstellung für die Wählerinnen und Wählerbeigetragen hat. Ich befürchte, sie hat sogar zu mehr Unsicherheit geführt und zu Fragen, die sich betreffend 26. Mai stellen. Trotzdem sage ich aber, Gott sei Dank hat die Bundesregierung im Vorfeld viele Maßnahmen gesetzt und arbeitet daran, auch diesen 26. Mai im Sinne der Bürgerinnen und Bürger Österreichs und Europas sicher zu gestalten, sodass jeder die Möglichkeit hat, frei, demokratisch seine Stimme abzugeben. Ich kann Sie nur einladen, am 26. Mai Ihre Stimme für die ÖVP abzugeben. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Lopatka: Jeder hat eben seine Schwerpunkte!
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Ministerinnen! Mit dem ernsten Thema, zu dem wir heute eine Dringliche Anfrage gemacht haben, haben sich nur ganz wenige ernsthaft befasst. Es gib nur wenige Ausnahmen, beispielsweise Frau Kollegin Himmelbauer hat sich ganz offensichtlich mit dem Thema beschäftigt, im Gegensatz etwa zu ihrem Sitznachbarn im ÖVP-Klub, der hier eher über andere Dinge geredet hat. (Abg. Lopatka: Jeder hat eben seine Schwerpunkte!) Kollege Hafenecker hat uns gezeigt, dass die FPÖ nicht nur nicht an den Klimawandel glaubt, sondern auch nicht an die Existenz von Fake News. Kollege Nehammer hat zum wiederholten Mal versucht, sein Trauma mit Tal Silberstein irgendwie zu bearbeiten. Frau Kollegin Schimanek sagt seit einer halben Stunde in Richtung des NEOS-Parlamentsklubs: Das ist eine schwache Dringliche! Das ist eine schwache Dringliche! (Rufe bei der FPÖ: Das stimmt ja auch! Genau! – Abgeordnete der FPÖ wenden sich Abg. Schimanek zu und spenden ihr Beifall.)
Rufe bei der FPÖ: Das stimmt ja auch! Genau! – Abgeordnete der FPÖ wenden sich Abg. Schimanek zu und spenden ihr Beifall.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Ministerinnen! Mit dem ernsten Thema, zu dem wir heute eine Dringliche Anfrage gemacht haben, haben sich nur ganz wenige ernsthaft befasst. Es gib nur wenige Ausnahmen, beispielsweise Frau Kollegin Himmelbauer hat sich ganz offensichtlich mit dem Thema beschäftigt, im Gegensatz etwa zu ihrem Sitznachbarn im ÖVP-Klub, der hier eher über andere Dinge geredet hat. (Abg. Lopatka: Jeder hat eben seine Schwerpunkte!) Kollege Hafenecker hat uns gezeigt, dass die FPÖ nicht nur nicht an den Klimawandel glaubt, sondern auch nicht an die Existenz von Fake News. Kollege Nehammer hat zum wiederholten Mal versucht, sein Trauma mit Tal Silberstein irgendwie zu bearbeiten. Frau Kollegin Schimanek sagt seit einer halben Stunde in Richtung des NEOS-Parlamentsklubs: Das ist eine schwache Dringliche! Das ist eine schwache Dringliche! (Rufe bei der FPÖ: Das stimmt ja auch! Genau! – Abgeordnete der FPÖ wenden sich Abg. Schimanek zu und spenden ihr Beifall.)
Beifall bei den NEOS.
denn die Frage ist, ob wir die EU-Wahl durchsetzen und umsetzen können. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Kopf, der an der Regierungsbank mit Bundeskanzler Kurz gesprochen hat, kehrt auf seinen Sitzplatz zurück.
Auf die Frage nach der Erwachsenenbildung haben Sie auf den gestrigen Parlamentsbeschluss verwiesen, dass es im Zusammenhang mit der Medienförderung und der Medienkompetenz 5 Millionen Euro mehr geben wird. Ob das sinnvoll ist, weiß ich nicht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es sinnvoll ist, wenn der sehr geschätzte Herr Kollege Kopf jetzt den Bundeskanzler ablenkt, während ich mit ihm rede, aber das kann man ja ohne Weiteres diskutieren. (Abg. Kopf, der an der Regierungsbank mit Bundeskanzler Kurz gesprochen hat, kehrt auf seinen Sitzplatz zurück.)
Beifall bei den NEOS.
Ganz ehrlich: Man kann unterschiedlicher Meinung sein, ob die FPÖ mit Russland verbandelt ist oder nicht. Auf die relevante Frage, ob wir ausreichend auf Desinformations- und Fake-News-Kampagnen im Zusammenhang mit der Europawahl vorbereitet sind, haben wir von Ihnen, Herr Bundeskanzler, keine ausreichende Antwort bekommen. Wir hoffen alle, dass die Europawahl trotzdem gut über die Bühne gehen wird – wenn nicht, sind Sie mitverantwortlich, dass das passiert ist. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: Wo ist die Erfindung?
Abgeordneter Mag. Harald Stefan (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrte Damen der Bundesregierung! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn eine Partei die letzte Möglichkeit vor der Europawahl nützt, um eine Dringliche Anfrage einzubringen, und dann nicht wirklich ein Thema diskutiert, sondern angstbasiert Verschwörungstheorien, eine Mischung aus ein bisschen Realität und ein bisschen Erfindung auftischt und sich in erster Linie fürchtet, dann frage ich mich: Welche Bedeutung soll das haben? (Abg. Meinl-Reisinger: Wo ist die Erfindung?)
Abg. Meinl-Reisinger: Wo ist die Erfindung?
Vielleicht liegt es daran, dass Sie schon jetzt vorbauen wollen, falls die Wahlen anders ausgehen, als Sie sich das wünschen (Abg. Meinl-Reisinger: Wo ist die Erfindung?), um dann sagen zu können: Na, es war offenbar die russische Manipulation, die dazu geführt hat, dass patriotische Kräfte in Europa gewonnen haben! (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Die Wähler waren offenbar so dumm und haben sich manipulieren lassen! Da wollen Sie also offenbar schon vorbauen. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Das spricht allerdings nicht für Ihr Demokratieverständnis. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Es spricht nicht für Vertrauen in Ihre Argumente, und es spricht nicht für Ihre Selbstreflexion, ob nicht vielleicht Ihre Themen die falschen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?
Vielleicht liegt es daran, dass Sie schon jetzt vorbauen wollen, falls die Wahlen anders ausgehen, als Sie sich das wünschen (Abg. Meinl-Reisinger: Wo ist die Erfindung?), um dann sagen zu können: Na, es war offenbar die russische Manipulation, die dazu geführt hat, dass patriotische Kräfte in Europa gewonnen haben! (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Die Wähler waren offenbar so dumm und haben sich manipulieren lassen! Da wollen Sie also offenbar schon vorbauen. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Das spricht allerdings nicht für Ihr Demokratieverständnis. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Es spricht nicht für Vertrauen in Ihre Argumente, und es spricht nicht für Ihre Selbstreflexion, ob nicht vielleicht Ihre Themen die falschen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?
Vielleicht liegt es daran, dass Sie schon jetzt vorbauen wollen, falls die Wahlen anders ausgehen, als Sie sich das wünschen (Abg. Meinl-Reisinger: Wo ist die Erfindung?), um dann sagen zu können: Na, es war offenbar die russische Manipulation, die dazu geführt hat, dass patriotische Kräfte in Europa gewonnen haben! (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Die Wähler waren offenbar so dumm und haben sich manipulieren lassen! Da wollen Sie also offenbar schon vorbauen. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Das spricht allerdings nicht für Ihr Demokratieverständnis. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Es spricht nicht für Vertrauen in Ihre Argumente, und es spricht nicht für Ihre Selbstreflexion, ob nicht vielleicht Ihre Themen die falschen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?
Vielleicht liegt es daran, dass Sie schon jetzt vorbauen wollen, falls die Wahlen anders ausgehen, als Sie sich das wünschen (Abg. Meinl-Reisinger: Wo ist die Erfindung?), um dann sagen zu können: Na, es war offenbar die russische Manipulation, die dazu geführt hat, dass patriotische Kräfte in Europa gewonnen haben! (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Die Wähler waren offenbar so dumm und haben sich manipulieren lassen! Da wollen Sie also offenbar schon vorbauen. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Das spricht allerdings nicht für Ihr Demokratieverständnis. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Es spricht nicht für Vertrauen in Ihre Argumente, und es spricht nicht für Ihre Selbstreflexion, ob nicht vielleicht Ihre Themen die falschen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Vielleicht liegt es daran, dass Sie schon jetzt vorbauen wollen, falls die Wahlen anders ausgehen, als Sie sich das wünschen (Abg. Meinl-Reisinger: Wo ist die Erfindung?), um dann sagen zu können: Na, es war offenbar die russische Manipulation, die dazu geführt hat, dass patriotische Kräfte in Europa gewonnen haben! (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Die Wähler waren offenbar so dumm und haben sich manipulieren lassen! Da wollen Sie also offenbar schon vorbauen. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Das spricht allerdings nicht für Ihr Demokratieverständnis. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch?) Es spricht nicht für Vertrauen in Ihre Argumente, und es spricht nicht für Ihre Selbstreflexion, ob nicht vielleicht Ihre Themen die falschen sind. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch? Sagen Sie mir das!
Ja, Desinformation, Propaganda, Fake News, das ist sicherlich ein wichtiges Thema, aber bedeutend älter als das Internet, würde ich sagen; viel, viel älter, das gab es schon immer und ist nichts Neues. Es ist nichts Neues. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch? Sagen Sie mir das!) Propaganda, Desinformation ist nichts Neues, das Neue ist die schnelle Verbreitung. Tatsache ist auch, dass immer ein Propagandakrieg läuft, und zwar wird er zumindest einmal von allen Großmächten geführt und auch von vielen anderen Mächten. Und ja, sicherlich, Russland betreibt auch Propaganda, Russland betreibt sicherlich auch Desinformation, verbreitet sicherlich auch Fake News. (Abg. Schellhorn: Richtig!) Das tun allerdings auch die USA, das tun viele anderen Mächte; auch überwachen. Überwacht werden wir, wie wir wissen, flächendeckend von den USA, wir können uns an die Diskussion über die NSA-Überwachungsmaßnahmen erinnern – ich weiß nicht, ob Sie da schon im Haus waren –, die ja nach wie vor flächendeckend funktionieren. Es gibt ein Übereinkommen der staatlichen Behörden mit den großen US-Unternehmen, dass unmittelbar Informationen abgezogen werden. Das ist so! Das ist überhaupt nicht gut, das ist sogar sehr schlecht, da wäre Europa auch gefordert, wirklich etwas zu tun. Aber: Das findet statt, und ja, Russland macht es offensichtlich auch.
Abg. Schellhorn: Richtig!
Ja, Desinformation, Propaganda, Fake News, das ist sicherlich ein wichtiges Thema, aber bedeutend älter als das Internet, würde ich sagen; viel, viel älter, das gab es schon immer und ist nichts Neues. Es ist nichts Neues. (Abg. Meinl-Reisinger: Was ist falsch? Sagen Sie mir das!) Propaganda, Desinformation ist nichts Neues, das Neue ist die schnelle Verbreitung. Tatsache ist auch, dass immer ein Propagandakrieg läuft, und zwar wird er zumindest einmal von allen Großmächten geführt und auch von vielen anderen Mächten. Und ja, sicherlich, Russland betreibt auch Propaganda, Russland betreibt sicherlich auch Desinformation, verbreitet sicherlich auch Fake News. (Abg. Schellhorn: Richtig!) Das tun allerdings auch die USA, das tun viele anderen Mächte; auch überwachen. Überwacht werden wir, wie wir wissen, flächendeckend von den USA, wir können uns an die Diskussion über die NSA-Überwachungsmaßnahmen erinnern – ich weiß nicht, ob Sie da schon im Haus waren –, die ja nach wie vor flächendeckend funktionieren. Es gibt ein Übereinkommen der staatlichen Behörden mit den großen US-Unternehmen, dass unmittelbar Informationen abgezogen werden. Das ist so! Das ist überhaupt nicht gut, das ist sogar sehr schlecht, da wäre Europa auch gefordert, wirklich etwas zu tun. Aber: Das findet statt, und ja, Russland macht es offensichtlich auch.
Abg. Rosenkranz: Kurt Krenn!
Es gibt also Propaganda und Gegenpropaganda. Sie haben völlig recht, wir sollten uns gegen Desinformation, Fake News und so weiter wappnen. Das ist etwas, was wir in unserer Partei ständig tun müssen, weil ständig Fake News verbreitet werden. Und wie macht man das? Da habe ich keine Auskunft gehört außer Bildung, Bildung, Bildung. – Na gut. Was heißt da jetzt Bildung? Wer betreibt diese Bildung? Wer entscheidet, was Fake News sind? – Da muss ich sagen, ich habe immer so ein Unbehagen, wenn mir jemand erklärt, er erklärt mir jetzt, was Fake News sind und was die Wahrheit ist. Wahrheit ist überhaupt ein sehr gefährliches Wort, habe ich heute ein paar Mal gehört. (Abg. Rosenkranz: Kurt Krenn!) Die Wahrheit soll man sagen dürfen, alles andere nicht.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Wo setzen wir jetzt an? Was sind Fake News? Was ist die Wahrheit? Wie machen Sie das? Wollen Sie eine Zensurbehörde einführen? Mir wird da ganz schwummrig, wenn ich höre, wie Sie hier verbal agieren. Die Wahrheit darf gesagt werden, alles andere nicht. Die Wahrheit bestimmen – ich weiß nicht – die NEOS, oder gibt es da jetzt so ein gewisses Meinungsspektrum, und alles, was darüber hinausgeht, muss gelöscht werden, muss zensiert werden? – Nein! In Wirklichkeit müssen die Menschen auf Problematisches aufmerksam gemacht werden, das ist völlig richtig, ja, und sie müssen natürlich kritisch sein. Die Menschen sind kritisch, sie sind, Gott sei Dank, auch den Medien in Österreich gegenüber kritisch, sonst könnte die FPÖ nie diesen Erfolg haben, wenn die Menschen in Österreich den Medien im Wesentlichen glauben würden. Gott sei Dank sind die Menschen kritisch! (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Spenden müssen jedes Jahr deklariert werden, dafür gibt es einen eigenen Bericht. Die Spenden sind nach verschiedenen Kategorien aufzuzählen, und jede Spende über 3 500 Euro muss namentlich ausgewiesen sein. Sie können also gerne nachschauen, wie viele Spenden die FPÖ bekommt, dann wissen Sie, wie wir finanziert werden. Sie können sich dann vielleicht ausrechnen, dass der Rest, der so nicht funktioniert hat, vielleicht über einen Kredit finanziert worden ist. Das ist aber bei uns transparent, und das ist das transparenteste System überhaupt. Bei anderen Parteien ist das nicht unbedingt so. Die SPÖ hat, wie wir wissen, ausgegliederte Vorfeldorganisationen, an die Spenden gehen. Es gab die sogenannte Inseratenaffäre, als Geld über Umwege letztendlich an Parteien geflossen ist, etwas mit Arbeiterkammergeld finanziert worden ist – nur als Beispiel, wir können es ja gern ausdiskutieren. Die FPÖ ist völlig transparent. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Scherak: Das ist das beste Beispiel dafür, dass es bei uns keine Abhängigkeit davon gibt!
Und die NEOS, gut, die werden weitgehend von einem Unternehmer finanziert, der im Übrigen die größte Russlandnähe hat, wie wir heute schon festgestellt haben. Er selbst hat gesagt, die Sanktionen gegen Russland sind ein Fehler, damit fördern wir das Geschäft der Amerikaner. Seiner Meinung nach sollte Russland eigentlich schon längst in der EU sein. – Ist in Ordnung! (Abg. Scherak: Das ist das beste Beispiel dafür, dass es bei uns keine Abhängigkeit davon gibt!) Das heißt aber dann, Sie werden indirekt mit Russlandgeld finanziert. Wir haben keines, wir haben reine Parteienfinanzierung, und das ist bei uns transparent. Das ist der Riesenunterschied!
Abg. Meinl-Reisinger: Dass die FPÖ gute Kontakte zu Einiges Russland hat, ist wichtig für Europa! Jetzt ernsthaft?
Sie werden hier jetzt auch nicht weiterkommen mit Ihren Theorien, mit Ihren Verschwörungstheorien, denn bei uns liegt es klar auf der Hand: Wir sind stolz darauf, dass wir gute Kontakte zu Russland haben. Wir halten es für sehr wichtig für Europa, dass es gute Kontakte gibt. Wir sind auch der Meinung, dass die Sanktionen aufgehoben werden sollten. (Abg. Meinl-Reisinger: Dass die FPÖ gute Kontakte zu Einiges Russland hat, ist wichtig für Europa! Jetzt ernsthaft?) Wir sind sehr froh darüber, denn Europa braucht in Wirklichkeit diesen engen Kontakt mit Russland. Ich nehme ja an,
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
dass Sie in Wahrheit auch nicht wirklich dagegen sind. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Die ÖVP applaudiert da auch mit!
Tatsache ist jedenfalls: Was Sie hier behaupten, geht völlig ins Leere. Die glaubwürdige Partei ist die FPÖ, deren Finanzierung offenliegt, die sich auch in der Europafrage immer eindeutig für ein selbstständiges Österreich deklariert hat und daher die beste Wahl am 26. Mai ist. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Die ÖVP applaudiert da auch mit!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Regierungsmitglieder! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Was soll ich nach dieser Debatte sagen? – Ich bin gewiss nicht der Familientherapeut der Österreichischen Volkspartei. Was Reinhold Mitterlehner in den letzten Wochen publiziert hat, haben wir alle hautnah mitbekommen, die FPÖ hat die geheimen Unterlagen von Sebastian Kurz ja bereits im letzten Wahlkampf aufgedeckt. Uns ist ja allen bekannt gewesen, wie lange Sebastian Kurz diesen Putsch – das war der Begriff, der seitens der ÖVP verwendet wurde – geplant hat. Es war deswegen doppelt spannend, dass Sebastian Kurz sich heute hier hingestellt und lang und breit über den Wahlkampf philosophiert hat, und das in der alten Manier von Sebastian Kurz: ein ganz, ganz Großer, ein Riese beim Austeilen, ein Zwerg bei der Selbstkritik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Doppelt spannend war dann, dass die Rede von Sebastian Kurz einen Kenner der Materie, nämlich den Generalsekretär der ÖVP, dazu bewogen hat, rauszugehen und die Frage zu stellen: Ja wird denn in unseren eigenen Reihen genug dafür getan, um so etwas abzuwenden? Das war doppelt spannend, weil Sebastian Kurz neben Elli Köstinger gesessen ist. 6 Millionen Euro – 6 Millionen Euro! – mehr sind von der ÖVP im letzten Wahlkampf ausgegeben worden, und wir alle wissen bis heute nicht, wo das Geld herkommt. Wo ist denn da die Transparenz? Wo bleibt denn da die Kritik, Herr Bundeskanzler? (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.
Wenn man schon immer auf alle anderen mit dem Finger zeigt: Wo sind die 6 Millionen Euro hergekommen? Wir alle haben es im letzten Wahlkampf hautnah miterlebt: Großspender aus der Immobilienwirtschaft, Großspender aus der Industrie; und wir alle haben uns die Frage gestellt: Ja, warum spenden die? Weil ihnen Sebastian Kurz so wichtig ist, weil die Projekte so wichtig sind, oder gibt es da Eigeninteressen? – Nach der Wahl wissen wir es: Es gibt Steuerzuckerl für die Großkonzerne – das können wir jetzt alles im Regierungsprogramm nachlesen: eine halbe Milliarde Euro im Bereich der Unfallversicherung –, Steuerzuckerl für Immobilienkonzerne. Was jeder kleine Häuselbauer zahlen muss, das kann man den Immobilienspekulanten nicht zumuten. Das ist Sebastian Kurz! Diese Themenbereiche haben wir alle miteinander nicht aufgeklärt. Das heißt, wenn wir schon offen miteinander reden, kann man auch selbstkritisch sein und Fehler, wenn sie passieren, eingestehen. Ich erwarte mir aber diese Aufklärung auch einmal in der Österreichischen Volkspartei. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Loacker.)
Abg. Hafenecker: Pass auf dein Herz auf, Philip!
Und dann reden wir immer wieder von Fake News. Da gibt es jede Menge Beispiele! (Abg. Hafenecker: Pass auf dein Herz auf, Philip!) Es kommt Ministerin Hartinger-Klein hierher und verspricht uns eine Patientenmilliarde, worauf der Rechnungshof sagt: Wir wissen alle nicht, woher diese Milliarde kommt, das kann man nicht nachprüfen! (Abg. Hafenecker: Dein Blutdruck!) Da ist dann Klubobmann Rosenkranz ausgeritten und hat den Rechnungshof beschimpft und beleidigt. In welcher Welt leben wir denn? Die Patientenmilliarde war Fake News, das haben wir alle hier hautnah miterlebt, weil es eben keine gleich guten Leistungen für alle gibt. Wir könnten hier noch jede Menge Beispiele darstellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hafenecker: Dein Blutdruck!
Und dann reden wir immer wieder von Fake News. Da gibt es jede Menge Beispiele! (Abg. Hafenecker: Pass auf dein Herz auf, Philip!) Es kommt Ministerin Hartinger-Klein hierher und verspricht uns eine Patientenmilliarde, worauf der Rechnungshof sagt: Wir wissen alle nicht, woher diese Milliarde kommt, das kann man nicht nachprüfen! (Abg. Hafenecker: Dein Blutdruck!) Da ist dann Klubobmann Rosenkranz ausgeritten und hat den Rechnungshof beschimpft und beleidigt. In welcher Welt leben wir denn? Die Patientenmilliarde war Fake News, das haben wir alle hier hautnah miterlebt, weil es eben keine gleich guten Leistungen für alle gibt. Wir könnten hier noch jede Menge Beispiele darstellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und dann reden wir immer wieder von Fake News. Da gibt es jede Menge Beispiele! (Abg. Hafenecker: Pass auf dein Herz auf, Philip!) Es kommt Ministerin Hartinger-Klein hierher und verspricht uns eine Patientenmilliarde, worauf der Rechnungshof sagt: Wir wissen alle nicht, woher diese Milliarde kommt, das kann man nicht nachprüfen! (Abg. Hafenecker: Dein Blutdruck!) Da ist dann Klubobmann Rosenkranz ausgeritten und hat den Rechnungshof beschimpft und beleidigt. In welcher Welt leben wir denn? Die Patientenmilliarde war Fake News, das haben wir alle hier hautnah miterlebt, weil es eben keine gleich guten Leistungen für alle gibt. Wir könnten hier noch jede Menge Beispiele darstellen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein super Beispiel ist auch der Schmäh vom Sparen im System. Wir sind jetzt durch jede Menge Anfragen der Opposition und durch Medienberichte draufgekommen, dass es im Bereich der Politapparate in den Ministerien Rekordausgaben gibt – Rekordausgaben, eine Armada an Pressesprechern, Generalsekretäre ohne Ausschreibung. Und was passiert dann? – Die „Kronen Zeitung“ hat das im letzten Jahr aufgedeckt, als wir draufgekommen sind, dass es diese Rekordausgaben gibt, geht der Generalsekretär von Sebastian Kurz her und sagt: Stellen wir das alles ein bisschen schlanker dar! Behaupten wir einfach, das gehört zum Apparat! – Ja, sind das Fake News? Ist das Transparenz? Ist das die Wahrheit? Das hat doch keine Vorbildwirkung, Herr Bundeskanzler! So kann man wirklich nicht arbeiten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte heute das zweite Zitat zum Besten geben. Karl Nehammer: Nutzen wir den heutigen Tag, um gemeinsam zu sagen: Es ist nicht Job und Aufgabe der Politik, Journalistinnen und Journalisten zu beschimpfen, die einfach nur ihren Job machen und kritisch recherchieren. Und es ist ganz gewiss normalerweise unser Job, dafür zu kämpfen, dass wir in Österreich keine amerikanischen Verhältnisse haben, dass Großspender in Österreich nicht glauben, dass sie mit irgendwelchen Großspenden Plakate und Inserate finanzieren können. Das hat in Österreich nichts zu suchen! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rossmann und Zinggl.
Wenn es heute schon einen Schulterschluss gibt und wir alle so selbstkritisch sind, dann sagen Sie doch offen, Herr Bundeskanzler: Strenge Kriterien bei der Parteienfinanzierung!, und: Wir brauchen in Österreich keine Großspender! Das ist ganz einfach. Sagen Sie: Spart euch das Geld, das Scheckheft könnt ihr euch behalten! Es ist Aufgabe der Politik, Politik für alle Menschen zu machen, und nicht nur für ein paar Großspender. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Rossmann und Zinggl.)
Abg. Kucher: Sie kennen die Bestimmungen?
Präsidentin Doris Bures: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Klubobmann Dr. Walter Rosenkranz zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Kucher: Sie kennen die Bestimmungen?)
Abg. Kucher: Die Präsidentin!
Von diesem Rednerpult aus haben Sie gesagt, ich hätte – wahrscheinlich im Zuge einer Presseaussendung – den Rechnungshof, eine wertvolle Institution (Abg. Kucher: Die Präsidentin!), oder, wie Sie jetzt auch noch sagen, die Präsidentin beschimpft und beleidigt.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich weise das tatsächlich zurück. Ich habe sachliche Kritik geäußert, aber von Beschimpfung und Beleidigung nicht die Spur! – Fake News damit richtiggestellt. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Kucher: 6 Millionen Euro! Köstinger!
Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Frau Ministerin! Lieber Kollege Philip Kucher, kommen wir trotz deines aufgeregten Auftritts doch wirklich in aller Ruhe zurück zu dem, worum es eigentlich geht. Es geht um Fake News, und es geht um die immer noch offene Frage: Was ist mit der SPÖ? Warum trennt sich die SPÖ nicht endlich von Herrn Pöchhacker (Abg. Kucher: 6 Millionen Euro! Köstinger!), der im Jahr 2017 alles andere gemacht hat, als die Wahrheit zu sagen? Er hat Fake News wirklich derartig breit verbreitet, dass es dazu keinen Vergleich gibt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Danke, Herr Bundeskanzler, für die offenen Worte für die Pressefreiheit. Ich denke, dass die Fragen wirklich hinlänglich beantwortet wurden, und ich glaube, dass das, was der Bundeskanzler für den 26. Mai angekündigt hat, im Sinne aller Österreicherinnen und Österreicher ist, und darum: ÖVP! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Ui-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Jarolim – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nur ganz kurz, Herr Bundeskanzler! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.
Präsidentin Doris Bures: Jetzt liegt noch eine Wortmeldung vor: Herr Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim. – Bitte. (Ui-Rufe bei der FPÖ. – Abg. Jarolim – auf dem Weg zum Rednerpult –: Nur ganz kurz, Herr Bundeskanzler! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von FPÖ und SPÖ.)
Abg. Nehammer: Auf den ersten Blick, ja!
Herr Kollege, vorhin haben Sie in Ihrem ersten Redebeitrag gesagt, es sei völlig unmöglich, dass man erkennt, wer hinter kontrast.at steht. (Abg. Nehammer: Auf den ersten Blick, ja!) In Ihrer zweiten Rede haben Sie festgestellt, die SPÖ, der SPÖ-Klub stehe dahinter und das sei besonders schändlich. Sie müssen schon wissen: Sagen Sie hier am Rednerpult A oder sagen Sie B?, denn ich glaube, jeder, der da zugeschaut hat, hat ganz genau gesehen, dass das nicht funktioniert, Herr Kollege (Abg. Nehammer: Wir haben Sie durchschaut!), dass Sie versuchen, den Leuten Sand in die Augen zu streuen, und es wird relativ leicht – Kollege Stefan grinst schon – als durchsichtig erkannt.
Abg. Nehammer: Wir haben Sie durchschaut!
Herr Kollege, vorhin haben Sie in Ihrem ersten Redebeitrag gesagt, es sei völlig unmöglich, dass man erkennt, wer hinter kontrast.at steht. (Abg. Nehammer: Auf den ersten Blick, ja!) In Ihrer zweiten Rede haben Sie festgestellt, die SPÖ, der SPÖ-Klub stehe dahinter und das sei besonders schändlich. Sie müssen schon wissen: Sagen Sie hier am Rednerpult A oder sagen Sie B?, denn ich glaube, jeder, der da zugeschaut hat, hat ganz genau gesehen, dass das nicht funktioniert, Herr Kollege (Abg. Nehammer: Wir haben Sie durchschaut!), dass Sie versuchen, den Leuten Sand in die Augen zu streuen, und es wird relativ leicht – Kollege Stefan grinst schon – als durchsichtig erkannt.
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde sagen, der Vizekanzler muss zurücktreten. Herr Kurz, was sagen Sie dazu? – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Das Interpellationsrecht ist meines Erachtens eines der wesentlichen Goodies (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), die Abgeordnete – danke schön für den Applaus! – (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ) in ihrer parlamentarischen Tätigkeit zur Verfügung haben. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Na, gegen das Interpellationsrecht spricht ja nichts.
Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Das Interpellationsrecht ist meines Erachtens eines der wesentlichen Goodies (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), die Abgeordnete – danke schön für den Applaus! – (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ) in ihrer parlamentarischen Tätigkeit zur Verfügung haben. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Na, gegen das Interpellationsrecht spricht ja nichts.
Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesministerin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Das Interpellationsrecht ist meines Erachtens eines der wesentlichen Goodies (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), die Abgeordnete – danke schön für den Applaus! – (Heiterkeit bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ) in ihrer parlamentarischen Tätigkeit zur Verfügung haben. (Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) – Na, gegen das Interpellationsrecht spricht ja nichts.
Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Geschäftsordnung ist Geschäftsordnung!
darüber machen; ich glaube, es war eher Herr Klubobmann Wöginger, und deshalb sind Sie heute hier, Frau Bundesministerin, sozusagen auf Anraten des Herrn Klubobmanns Wöginger. (Beifall bei der SPÖ. – Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Rosenkranz: Geschäftsordnung ist Geschäftsordnung!)
Beifall bei der SPÖ.
Das Problem dabei ist, dass die Anzahl der schlechten Beantwortungen derart hoch ist, dass wir mit diesen Kurzdebatten eigentlich nicht zurande kommen, aber ich möchte jetzt eine herausnehmen. (Beifall bei der SPÖ.) Sie ist meines Erachtens wirklich ganz exemplarisch für das, was passiert ist. Frau Bundesministerin, das betrifft eine Anfrage, die Sie beantwortet haben. Zu Ihrer Ehrenrettung muss man sagen, sie ist an die gesamte Bundesregierung ergangen, und die gesamte Bundesregierung hat sie so schlecht wie Sie beantwortet; aber Sie sind eben zuständig, und deshalb sitzen Sie heute hier.
Rufe bei der FPÖ: Bünker!
Dann kommt der 29. Jänner: Herr Bünkner (Rufe bei der FPÖ: Bünker!) – Bünker, Entschuldigung – trifft Herrn Kanzleramtsminister Blümel. Es hat am 29. Jänner ein 15-minütiges Gespräch mit Bundesminister Gernot Blümel gegeben. Beide haben sich erstaunlicherweise zufrieden gezeigt, was dieses Gespräch betrifft.
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren, es gibt zwei Möglichkeiten: Die eine Möglichkeit ist, Frau Bundesministerin, Sie haben die Unwahrheit gesagt, denn die Chronologie sagt etwas ganz anderes aus. Die zweite Möglichkeit ist, die Herren Blümel und Hofer haben Sie links liegen gelassen und Sie Ihre Verantwortung nicht wahrnehmen lassen. Frau Bundesministerin, welche dieser beiden Möglichkeiten ist wahr? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sagen Sie uns das, sagen Sie, was wahr ist, sagen Sie uns aber auch, warum Sie diese Beantwortung, die offensichtlich falsch ist, so gemacht haben, Frau Bundesministerin! Erklären Sie sich hier! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Aber das ist jetzt nicht die Frage! Die Frage war, warum es falsch beantwortet war! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Rosenkranz und Leichtfried.
EuGH-Urteil zum Karfreitag“. Es stimmt, es gibt Verfassungsrechtler, die sagen, die Lösung ist verfassungsrechtlich vielleicht zu überprüfen. Es gibt andere, die sagen, sie ist in Ordnung. Es gehört auch uneingeschränkt zu unserem Rechtsstaat, dass jedermann, jede Organisation den Verfassungsgerichtshof anrufen kann, wenn ein Gesetz mit Mehrheit beschlossen wird und man meint, dass es verfassungswidrig sei. Das ist in Ordnung. Wir als Regierungsparteien glauben angesichts der Ausgangslage, dass wir eine praktikable Lösung gefunden haben. (Abg. Leichtfried: Aber das ist jetzt nicht die Frage! Die Frage war, warum es falsch beantwortet war! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Rosenkranz und Leichtfried.)
Abg. Leichtfried: Ja, aber was ist mit der Antwort?
Dass es zu diesem Urteil gekommen ist, hat ja auch eine Geschichte (Abg. Leichtfried: Ja, aber was ist mit der Antwort?), in die Sie mit involviert sind. Die Arbeiterkammer in Wien und damit auch Sie als Komplize waren Teil dessen, dass wir überhaupt tätig werden mussten, um eine neue Regelung zu schaffen, obwohl vorher niemand ein Problem damit gehabt hat, dass die evangelischen und drei weitere Glaubensgemeinschaften einen zusätzlichen Feiertag haben.
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Herr Jörg Leichtfried, wenn Sie aber dann in Ihrer Anfrage schreiben, die Regierung habe ja wieder etwas gemacht, das gleichheitswidrig ist, und den Jom-Kippur-Tag ansprechen, im Sinne von: Hallo, warum habt ihr den nicht auch gleich mit gelöst?!, dann sage ich Ihnen, liebe SPÖ: Wer den Jom-Kippur-Tag infrage stellt, so wie Sie in Ihrer Anfragebegründung, rüttelt am Grundkonsens der Zweiten Republik. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Liebe SPÖ, mit der Vorgangsweise hinsichtlich des Falls dieser Sonderregelung für die evangelische Glaubensgemeinschaft haben Sie bereits genug angerichtet und Unfrieden gestiftet, der überhaupt nicht notwendig war, weil alle mit dieser Regelung bis dahin zufrieden waren. Hüten Sie sich jetzt bitte davor, so wie Sie in Ihrer Anfrage schreiben, jetzt womöglich noch jemanden zu suchen, um ihn zu begleiten, damit er auch noch den Jom-Kippur-Tag zu Fall bringt! Damit würden Sie einen wesentlichen Grundkonsens dieser Republik überschreiten, denn dieses Feiertagsprivileg ist ein Zugeständnis an die jüdische Glaubensgemeinschaft aufgrund des vorhandenen Unrechts. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.
Daher, meine geschätzten Damen und Herren von der SPÖ: Diese Anfrage mit dieser Begründung ist eine Schande für dieses Parlament! Schämen Sie sich dafür! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Wittmann.)
Beifall bei der SPÖ.
Seine Entgleisung an diesem Rednerpult, als er Betriebsrätinnen und Betriebsräte als „Beidl“ beschimpft hat – was dann die Gewerkschaftsjugend dazu animiert hat, zum Beispiel dieses Sujet zu verwenden (ein Plakat in die Höhe haltend) –, hat noch einmal eine zusätzliche Motivation gebracht und hat dazu geführt – und dafür möchte ich mich wirklich herzlich bedanken –, dass die FSG ein sensationelles Wahlergebnis erreicht hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was machen Sie sonst noch, um Ungleichheiten in diesem Land zu bekämpfen? Und: Was machen andere, um Ungleichheiten zu bekämpfen? Ich kann Ihnen nur sagen: Wie es richtig geht, haben die Betriebsrätinnen und Betriebsräte von Ankerbrot gemeinsam mit der Geschäftsführung gezeigt, wo über 1 000 Beschäftigten am Karfreitag freigegeben worden ist. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es fehlt uns Geld. Wir wissen, es fehlt Geld. Alle Ministerien haben sofort aufgeschrien, als gefragt worden ist: Wo nehmen wir das fehlende Geld her? Alle Ministerien haben gesagt: Stopp! Ein Ministerium hat nicht Stopp gesagt. Heißt das, dass die hart arbeitenden Menschen in diesem Land die Entlastung weniger großer Konzerne mit über 1 Milliarde Euro zahlen müssen? Ist das Ihre Antwort, Frau Ministerin, für die hart arbeitenden Menschen in diesem Land? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Ministerin, Sie werden jetzt natürlich alles aufzählen, was Sie gemacht haben, aber wissen Sie: Die Lebensrealität der Menschen ist eine andere, und diese wissen schon zu unterscheiden und merken auch tatsächlich, wer Politik für sie macht. Dass es die Menschen immer mehr kapieren, das haben die gestrigen Voest-Betriebsratswahlen gezeigt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Deimek: ...! Das hast du wieder nicht kapiert!
Gestern hat die Voest gewählt. Dass die ÖVP beim Thema ArbeitnehmerInnenvertretung nicht mehr vorkommt, das war vorher schon klar, denn die hat es davor schon nicht mehr gegeben; gestern hat es nicht einmal mehr eine Liste gegeben. Ihr (in Richtung FPÖ) seid aber immer diejenigen, die sagen: Wir sind die Vertreterinnen und Vertreter des kleinen Mannes!, ihr schickt euren Spitzenkandidaten auf Bundesebene in den Kampf. (Abg. Deimek: ...! Das hast du wieder nicht kapiert!) Was passiert? – Zwei Drittel verloren, von drei auf ein Mandat reduziert! Das ist die Antwort der hart arbeitenden Menschen auf eure Politik. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Was darf der Betriebsrat bei der Volksbank ...?)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Was darf der Betriebsrat bei der Volksbank ...?
Gestern hat die Voest gewählt. Dass die ÖVP beim Thema ArbeitnehmerInnenvertretung nicht mehr vorkommt, das war vorher schon klar, denn die hat es davor schon nicht mehr gegeben; gestern hat es nicht einmal mehr eine Liste gegeben. Ihr (in Richtung FPÖ) seid aber immer diejenigen, die sagen: Wir sind die Vertreterinnen und Vertreter des kleinen Mannes!, ihr schickt euren Spitzenkandidaten auf Bundesebene in den Kampf. (Abg. Deimek: ...! Das hast du wieder nicht kapiert!) Was passiert? – Zwei Drittel verloren, von drei auf ein Mandat reduziert! Das ist die Antwort der hart arbeitenden Menschen auf eure Politik. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Was darf der Betriebsrat bei der Volksbank ...?)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Wie schaut es bei BMW in Steyr aus?
Ich kann von dieser Stelle aus nur eines sagen: Ein herzliches Glückauf allen Betriebsrätinnen und Betriebsräten in diesem Land, die tagtäglich hervorragende Arbeit für die Kolleginnen und Kollegen machen! (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Abg. Höbart: Wie schaut es bei BMW in Steyr aus?)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Wittmann.
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Frau Präsident! Frau Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Herr Kollege Leichtfried, Sie stellen sich hier zu einer Anfragebesprechung heraus und beginnen mit den Worten: eine wahrscheinlich verfassungsrechtlich nicht haltbare Lösung, weil sie gleichheitswidrig ist. – Sie versuchen hier, das jetzt schon zu implizieren. Da ist noch kein Urteil gesprochen. Wenn sie verfassungsrechtlich nicht haltbar sein wird, dann werden das andere zu entscheiden haben, aber nicht der Klubobmann der SPÖ. – So viel einmal dazu. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Leichtfried und Wittmann.)
Abg. Wittmann: Die Rechtsmeinung ist noch frei!
Herr Kollege Leichtfried, in Wahrheit aber haben Sie sich hier auf einen Satz besonders gestürzt und ihn vorgelesen: „Die parlamentarischen Abläufe, die in der Geschäftsordnung des Nationalrates geregelt sind, sind kein Gegenstand der Geschäftsführung der Bundesregierung.“ (Abg. Wittmann: Die Rechtsmeinung ist noch frei!) Diesen Satz haben Sie hier vorgelesen und haben der Frau Minister vorgeworfen, sie würde hier die Unwahrheit sagen beziehungsweise schreiben. Herr Kollege Leichtfried, das stimmt doch! Was genau ist daran falsch? Die Geschäftsordnung des Nationalrates – da werden Sie mir doch recht geben – hat ja jetzt nichts damit - - (Abg. Wittmann: Die Unwahrheit hat sie gesagt! – Abg. Leichtfried: Die Frage ist, was sie gemacht hat! ...!) – Das haben Sie nicht gefragt. Nein, das hätten Sie halt fragen sollen. Sie haben sich hier auf diesen Satz gestürzt, der hat Sie so gestört. (Abg. Wittmann: Sie hat die Unwahrheit gesagt!)
Abg. Wittmann: Die Unwahrheit hat sie gesagt! – Abg. Leichtfried: Die Frage ist, was sie gemacht hat! ...!
Herr Kollege Leichtfried, in Wahrheit aber haben Sie sich hier auf einen Satz besonders gestürzt und ihn vorgelesen: „Die parlamentarischen Abläufe, die in der Geschäftsordnung des Nationalrates geregelt sind, sind kein Gegenstand der Geschäftsführung der Bundesregierung.“ (Abg. Wittmann: Die Rechtsmeinung ist noch frei!) Diesen Satz haben Sie hier vorgelesen und haben der Frau Minister vorgeworfen, sie würde hier die Unwahrheit sagen beziehungsweise schreiben. Herr Kollege Leichtfried, das stimmt doch! Was genau ist daran falsch? Die Geschäftsordnung des Nationalrates – da werden Sie mir doch recht geben – hat ja jetzt nichts damit - - (Abg. Wittmann: Die Unwahrheit hat sie gesagt! – Abg. Leichtfried: Die Frage ist, was sie gemacht hat! ...!) – Das haben Sie nicht gefragt. Nein, das hätten Sie halt fragen sollen. Sie haben sich hier auf diesen Satz gestürzt, der hat Sie so gestört. (Abg. Wittmann: Sie hat die Unwahrheit gesagt!)
Abg. Wittmann: Sie hat die Unwahrheit gesagt!
Herr Kollege Leichtfried, in Wahrheit aber haben Sie sich hier auf einen Satz besonders gestürzt und ihn vorgelesen: „Die parlamentarischen Abläufe, die in der Geschäftsordnung des Nationalrates geregelt sind, sind kein Gegenstand der Geschäftsführung der Bundesregierung.“ (Abg. Wittmann: Die Rechtsmeinung ist noch frei!) Diesen Satz haben Sie hier vorgelesen und haben der Frau Minister vorgeworfen, sie würde hier die Unwahrheit sagen beziehungsweise schreiben. Herr Kollege Leichtfried, das stimmt doch! Was genau ist daran falsch? Die Geschäftsordnung des Nationalrates – da werden Sie mir doch recht geben – hat ja jetzt nichts damit - - (Abg. Wittmann: Die Unwahrheit hat sie gesagt! – Abg. Leichtfried: Die Frage ist, was sie gemacht hat! ...!) – Das haben Sie nicht gefragt. Nein, das hätten Sie halt fragen sollen. Sie haben sich hier auf diesen Satz gestürzt, der hat Sie so gestört. (Abg. Wittmann: Sie hat die Unwahrheit gesagt!)
Abg. Wittmann: Es wäre Zeit, dass die Frau Ministerin etwas sagt!
Offensichtlich können Sie sich gar nicht vorstellen, dass Abgeordnete hier auch einen Initiativantrag zusammenbringen. Ich weiß nicht, wie das in Ihrer Fraktion war, aber Sie haben sich offensichtlich alles aus den Ministerien sagen lassen beziehungsweise haben es an die Abgeordneten weitergegeben, Sie waren ja in der Ministerrolle. Man hat gesehen, was herausgekommen ist; genau das war das Problem. (Abg. Wittmann: Es wäre Zeit, dass die Frau Ministerin etwas sagt!)
Abg. Wittmann: Wieso sagt die Frau Ministerin nichts? – Abg. Leichtfried: Wieso sagt sie nichts?
Jetzt haben wir Abgeordnete, die hier selber initiativ werden, die hier auch zu Lösungen kommen. Da können Lösungen dabei sein, die nicht immer gleich praktikabel sind, man kann auch erste Entwürfe verwerfen – darüber haben Sie sich auch lustig gemacht –, das alles kann im parlamentarischen Geschehen vorkommen. Wesentlich ist in meinen Augen, dass hier eine gute Lösung für die Menschen zustande gekommen ist – und das ist es ja auch. „Der Standard“ hat beispielsweise am 3. April geschrieben – das war einen Tag vor Ende der Anmeldefrist für den persönlichen Feiertag Karfreitag –, dass das praktisch nicht genutzt wird. Das heißt, das Ganze ist eine Nebelgranate, die Sie hier zu werfen versucht haben. (Abg. Wittmann: Wieso sagt die Frau Ministerin nichts? – Abg. Leichtfried: Wieso sagt sie nichts?)
Zwischenruf des Abg. Vogl.
Der Herr Kollege hat ja dann gesagt, worum es ihm eigentlich geht. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) – Wie? Nein, aber du hast dich ja hierhergestellt und hast gesagt, man hätte es ja auch in Freizeit umwandeln können. Genau darum ist es Ihnen gegangen (Abg. Vogl: ... Arbeitszeit verkürzen!), zusätzliche Feiertage, weniger Arbeitszeit, denn offensichtlich leben Sie nach dem Motto: Arbeit ist ein Leid für die Menschen, sie können sich der Arbeit gar nicht mehr erwehren, die armen Menschen sind nur geknechtet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.) Das Gegenteil ist doch der Fall, das wissen Sie; das kommt übrigens interessanterweise, wenn die Kollegin, die vor Ihnen sitzt, über Frauenrechte spricht: dass sich Frauen selbstverwirklichen und daher arbeiten gehen müssen. Nur wenn es dann um Arbeit für alle geht, dann ist Arbeit etwas Böses. (Abg. Wittmann: Wie erklären Sie sich das Wahlergebnis der Voest?)
Abg. Vogl: ... Arbeitszeit verkürzen!
Der Herr Kollege hat ja dann gesagt, worum es ihm eigentlich geht. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) – Wie? Nein, aber du hast dich ja hierhergestellt und hast gesagt, man hätte es ja auch in Freizeit umwandeln können. Genau darum ist es Ihnen gegangen (Abg. Vogl: ... Arbeitszeit verkürzen!), zusätzliche Feiertage, weniger Arbeitszeit, denn offensichtlich leben Sie nach dem Motto: Arbeit ist ein Leid für die Menschen, sie können sich der Arbeit gar nicht mehr erwehren, die armen Menschen sind nur geknechtet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.) Das Gegenteil ist doch der Fall, das wissen Sie; das kommt übrigens interessanterweise, wenn die Kollegin, die vor Ihnen sitzt, über Frauenrechte spricht: dass sich Frauen selbstverwirklichen und daher arbeiten gehen müssen. Nur wenn es dann um Arbeit für alle geht, dann ist Arbeit etwas Böses. (Abg. Wittmann: Wie erklären Sie sich das Wahlergebnis der Voest?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.
Der Herr Kollege hat ja dann gesagt, worum es ihm eigentlich geht. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) – Wie? Nein, aber du hast dich ja hierhergestellt und hast gesagt, man hätte es ja auch in Freizeit umwandeln können. Genau darum ist es Ihnen gegangen (Abg. Vogl: ... Arbeitszeit verkürzen!), zusätzliche Feiertage, weniger Arbeitszeit, denn offensichtlich leben Sie nach dem Motto: Arbeit ist ein Leid für die Menschen, sie können sich der Arbeit gar nicht mehr erwehren, die armen Menschen sind nur geknechtet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.) Das Gegenteil ist doch der Fall, das wissen Sie; das kommt übrigens interessanterweise, wenn die Kollegin, die vor Ihnen sitzt, über Frauenrechte spricht: dass sich Frauen selbstverwirklichen und daher arbeiten gehen müssen. Nur wenn es dann um Arbeit für alle geht, dann ist Arbeit etwas Böses. (Abg. Wittmann: Wie erklären Sie sich das Wahlergebnis der Voest?)
Abg. Wittmann: Wie erklären Sie sich das Wahlergebnis der Voest?
Der Herr Kollege hat ja dann gesagt, worum es ihm eigentlich geht. (Zwischenruf des Abg. Vogl.) – Wie? Nein, aber du hast dich ja hierhergestellt und hast gesagt, man hätte es ja auch in Freizeit umwandeln können. Genau darum ist es Ihnen gegangen (Abg. Vogl: ... Arbeitszeit verkürzen!), zusätzliche Feiertage, weniger Arbeitszeit, denn offensichtlich leben Sie nach dem Motto: Arbeit ist ein Leid für die Menschen, sie können sich der Arbeit gar nicht mehr erwehren, die armen Menschen sind nur geknechtet. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Vogl.) Das Gegenteil ist doch der Fall, das wissen Sie; das kommt übrigens interessanterweise, wenn die Kollegin, die vor Ihnen sitzt, über Frauenrechte spricht: dass sich Frauen selbstverwirklichen und daher arbeiten gehen müssen. Nur wenn es dann um Arbeit für alle geht, dann ist Arbeit etwas Böses. (Abg. Wittmann: Wie erklären Sie sich das Wahlergebnis der Voest?)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Vogl: Ist das jetzt eine Unterstellung? – Abg. Wittmann: He! Unglaublich! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Entgleisung!
Wenn Sie sich hierherstellen, Kollege Vogl, und erklären, wie toll die Betriebsratswahl ausgegangen ist, dann sage ich: Herzliche Gratulation an die FSG! Entscheidend wird halt aber schon sein: Wie wird denn die nächste Landtagswahl in Oberösterreich ausgehen? Wenn Sie sich erinnern, auch bei der letzten Betriebsratswahl war die FSG in der Voest extrem gut, und trotzdem haben dann die Arbeiternehmer der Voest in der Wahlzelle, wo sie geheim wählen dürfen, wo sie nicht unter Druck stehen, die FPÖ gewählt. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Vogl: Ist das jetzt eine Unterstellung? – Abg. Wittmann: He! Unglaublich! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Entgleisung!) Das ist der Unterschied. Daran wird sich erst zeigen – daran wird sich nämlich in Wahrheit erst zeigen –, wie viel dieser Sieg wert ist, ob das nicht ein reiner Pyrrhussieg ist, den Sie hier errungen haben, meine Damen und Herren.
Abg. Leichtfried: Aber eine Rechtsmeinung darf man haben?!
Hören Sie auf, hier permanent irgendetwas zu erklären! Bei der Karfreitagsregelung – wir werden das alle sehen, Sie sind kein Hellseher, ich bin kein Hellseher – sind wir der Meinung, sie wird verfassungsrechtlich halten. (Abg. Leichtfried: Aber eine Rechtsmeinung darf man haben?!) – Das ist keine Rechtsmeinung, das ist eine Vermutung. Sie haben ja gesagt: „wahrscheinlich“, und wahrscheinlich drückt für mich eine Vermutung aus. Sie wissen es nicht, Sie behaupten es einfach hier, um irgendetwas schlechtzureden.
Heiterkeit bei der SPÖ
Ich sage Ihnen, die Menschen werden sich für die FPÖ entscheiden, weil sie wissen, die FPÖ ist auf der Seite der Menschen (Heiterkeit bei der SPÖ), die FPÖ ist der Anwalt und der Vertreter der Arbeitnehmer in diesem Land und in Europa. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.
Ich sage Ihnen, die Menschen werden sich für die FPÖ entscheiden, weil sie wissen, die FPÖ ist auf der Seite der Menschen (Heiterkeit bei der SPÖ), die FPÖ ist der Anwalt und der Vertreter der Arbeitnehmer in diesem Land und in Europa. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Vogl.)
Abg. Wittmann: Na endlich! – Rufe bei der SPÖ: Hört, hört!
Präsidentin Doris Bures: Nun hat sich Frau Bundesministerin Mag.a Beate Hartinger-Klein zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Wittmann: Na endlich! – Rufe bei der SPÖ: Hört, hört!)
Abg. Leichtfried: Ja!
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ein bisschen Geduld! Erstens, Herr Kollege Leichtfried (Abg. Leichtfried: Ja!): Sämtliche Regierungsmitglieder beantworten die parlamentarischen Anfragen nach bestem Wissen und Gewissen. (Abg. Leichtfried: Ich war schon so brennend interessiert!) – Hören Sie mir bitte zu! (Abg. Rosenkranz: Zuerst reden sie, dann hören sie nicht zu!) – Ja, ich verstehe es auch nicht. Jetzt hört er mir nicht einmal zu! Herr Kollege Leichtfried, ich habe Ihnen eine Antwort gegeben und Sie hören mir nicht zu! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Wittmann: Sie sagen noch nichts!)
Abg. Leichtfried: Ich war schon so brennend interessiert!
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ein bisschen Geduld! Erstens, Herr Kollege Leichtfried (Abg. Leichtfried: Ja!): Sämtliche Regierungsmitglieder beantworten die parlamentarischen Anfragen nach bestem Wissen und Gewissen. (Abg. Leichtfried: Ich war schon so brennend interessiert!) – Hören Sie mir bitte zu! (Abg. Rosenkranz: Zuerst reden sie, dann hören sie nicht zu!) – Ja, ich verstehe es auch nicht. Jetzt hört er mir nicht einmal zu! Herr Kollege Leichtfried, ich habe Ihnen eine Antwort gegeben und Sie hören mir nicht zu! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Wittmann: Sie sagen noch nichts!)
Abg. Rosenkranz: Zuerst reden sie, dann hören sie nicht zu!
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ein bisschen Geduld! Erstens, Herr Kollege Leichtfried (Abg. Leichtfried: Ja!): Sämtliche Regierungsmitglieder beantworten die parlamentarischen Anfragen nach bestem Wissen und Gewissen. (Abg. Leichtfried: Ich war schon so brennend interessiert!) – Hören Sie mir bitte zu! (Abg. Rosenkranz: Zuerst reden sie, dann hören sie nicht zu!) – Ja, ich verstehe es auch nicht. Jetzt hört er mir nicht einmal zu! Herr Kollege Leichtfried, ich habe Ihnen eine Antwort gegeben und Sie hören mir nicht zu! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Wittmann: Sie sagen noch nichts!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Wittmann: Sie sagen noch nichts!
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz Mag. Beate Hartinger-Klein: Frau Präsidentin! Hohes Haus! Ein bisschen Geduld! Erstens, Herr Kollege Leichtfried (Abg. Leichtfried: Ja!): Sämtliche Regierungsmitglieder beantworten die parlamentarischen Anfragen nach bestem Wissen und Gewissen. (Abg. Leichtfried: Ich war schon so brennend interessiert!) – Hören Sie mir bitte zu! (Abg. Rosenkranz: Zuerst reden sie, dann hören sie nicht zu!) – Ja, ich verstehe es auch nicht. Jetzt hört er mir nicht einmal zu! Herr Kollege Leichtfried, ich habe Ihnen eine Antwort gegeben und Sie hören mir nicht zu! (Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Wittmann: Sie sagen noch nichts!)
Abg. Wittmann: Die Frage war klar!
Zweitens: Das, was Sie gesagt haben, widerspricht eigentlich dem, was Kollege Vogl gesagt hat. Da ist es um ein ganz anderes Thema als die Karfreitagssituation gegangen. Worüber wollt ihr jetzt eigentlich reden? Über Arbeitsmarktpolitik, über Sozialpolitik oder über die Karfreitagssituation? Ihr könnt euch anscheinend selber nicht einigen. (Abg. Wittmann: Die Frage war klar!)
Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Wittmann: Waren Sie jetzt verantwortlich oder nicht?
Drittens: Mir ist es wirklich sehr, sehr wichtig, eines zu sagen, nämlich dass der Grund für die Karfreitagssituation eine EuGH-Entscheidung war, die von der Arbeiterkammer unterstützt wird, die längst mein Vorgänger, Kollege Stöger, hätte reparieren können, dann wäre vieles leichter gewesen. Wir müssen laufend eure Versäumnisse korrigieren und entsprechend handeln. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried. – Abg. Wittmann: Waren Sie jetzt verantwortlich oder nicht?)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Herr Kollege Vogl, die Flexibilisierung der Arbeitszeit – und Sie wissen das ganz genau – ist seit September vorigen Jahres in Kraft. Wir haben derzeit drei Beschwerden in ganz Österreich, und diese sind, sage ich einmal, nicht haltbar. Es ist lächerlich. Die Arbeitszeitflexibilisierung ist wichtig für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und natürlich auch für die Unternehmen. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Leichtfried: Ich will nur wissen, wer es war!
Eine weitere Frage von Ihnen: Was tun Sie für die arbeitenden Menschen? – Ich kann Ihnen sagen, was wir tun: Wir entlasten sie! (Abg. Leichtfried: Ich will nur wissen, wer es war!) Die Bundesregierung entlastet sie, damit mehr Geld im Börserl bleibt. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.
Eine weitere Frage von Ihnen: Was tun Sie für die arbeitenden Menschen? – Ich kann Ihnen sagen, was wir tun: Wir entlasten sie! (Abg. Leichtfried: Ich will nur wissen, wer es war!) Die Bundesregierung entlastet sie, damit mehr Geld im Börserl bleibt. (Beifall und Bravoruf bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Das war wieder keine Beantwortung der Frage!
Dass Sie sich aufregen, dass wir gerade für die kleinen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen die Sozialversicherungsbeiträge senken, damit ihnen auch mehr Geld im Geldbörserl bleibt, das wundert mich wirklich und ist für mich unverständlich. (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Abg. Wittmann: Das war wieder keine Beantwortung der Frage!)
Heiterkeit bei der SPÖ
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Kollegin Belakowitsch hat vorhin gesagt, sie ist sich sicher, dass sich die Menschen für die FPÖ entscheiden werden. – Ich darf Ihnen mitteilen, die FPÖ hat heute Nachmittag ein Mitglied des Bundesrates verloren (Heiterkeit bei der SPÖ), weil die gesamte FPÖ Götzis aus der Partei ausgetreten ist. (Beifall und Oh-Rufe bei der SPÖ.)
Beifall und Oh-Rufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Kollegin Belakowitsch hat vorhin gesagt, sie ist sich sicher, dass sich die Menschen für die FPÖ entscheiden werden. – Ich darf Ihnen mitteilen, die FPÖ hat heute Nachmittag ein Mitglied des Bundesrates verloren (Heiterkeit bei der SPÖ), weil die gesamte FPÖ Götzis aus der Partei ausgetreten ist. (Beifall und Oh-Rufe bei der SPÖ.)
Abg. Wittmann: Aber nicht diese!
Wenn es um die Anfragebeantwortung geht: Wir hatten gestern eine, die war noch wesentlich schlanker als jene von heute. Oft ist es eine Frechheit. Man muss dem Ministerium zugutehalten: Das Sozial- und Gesundheitsministerium macht oft sehr ausführliche Anfragebeantwortungen, da könnten sich einige andere Häuser noch etwas davon abschneiden (Abg. Wittmann: Aber nicht diese!), was aber nichts daran
Beifall bei den NEOS.
ändert, dass die Regelung für den Karfreitag eine schlechte geworden ist. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wenn wir dann zu diesem Zeitpunkt anfangen, nachzudenken, dann brauchen wir nicht mehr über eine Landwirtschaft nachzudenken, die Weidewirtschaft und Almwirtschaft betreiben soll. Er hat nämlich auch ganz klar und deutlich gesagt, dass Alm- und Weidewirtschaft mit dem Vorhandensein des Wolfs nicht kompatibel ist. Deshalb müssen wir jetzt Maßnahmen setzen, um dem entgegenzuwirken, darum unterstütze ich diese Petition auch. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Es gibt ja auch ein paar wenige SPÖ-Bauern im Bundesland Salzburg. Ich würde Ihnen empfehlen, mit diesen zu sprechen, die haben nämlich in der Landwirtschaftskammer einen Antrag eingebracht, in dem sie wortwörtlich schreiben: „Wenn der Wolf bei uns heimisch werden sollte, ist eine Alm- und Weidewirtschaft, wie sie bei uns seit Jahrhunderten praktiziert wird, nicht mehr möglich.“ – Das sagen die SPÖ-Bauern im Bundesland Salzburg, und ich unterstütze sie dabei, weil sie in diesem Punkt recht haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Warum ist er aus meiner Sicht nicht notwendig? – Es gibt in Europa nahezu 30 000 Wölfe, wenn wir den europäischen Teil Russlands dazuzählen. Es ist ein günstiger Erhaltungszustand gegeben. Wir müssen folgende Änderungen vornehmen: Erstens muss es möglich sein, dass wir den günstigen Erhaltungszustand wirklich europaweit und nicht auf Ebene der Mitgliedstaaten definieren. Zum Zweiten wird es dazu notwendig sein, dass wir die FFH-Richtlinie ändern und tatsächlich wolfsfreie Zonen ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Keck.
Es ist davon gesprochen worden, dass die Bäuerinnen und die Bauern und die Wirtschaft davon profitieren könnten. – Nein! Das ist im Interesse der gesamten Bevölkerung. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Der Wolf wird auch in die Städte kommen. Ich zitiere die „Berliner Morgenpost“: Bote fotografiert Wolf mitten in der Stadt. (Abg. Loacker: ... Wissenschaftsmagazin!)
Abg. Loacker: ... Wissenschaftsmagazin!
Es ist davon gesprochen worden, dass die Bäuerinnen und die Bauern und die Wirtschaft davon profitieren könnten. – Nein! Das ist im Interesse der gesamten Bevölkerung. (Zwischenruf des Abg. Keck.) Der Wolf wird auch in die Städte kommen. Ich zitiere die „Berliner Morgenpost“: Bote fotografiert Wolf mitten in der Stadt. (Abg. Loacker: ... Wissenschaftsmagazin!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Für mich gibt es nur eines: Wir müssen hier wirklich handeln, und wir haben auch starke Verbündete in Südtirol, in Bayern, in Deutschland, in Frankreich, in Finnland, wo man jetzt überall aufgewacht ist und sagt, man muss etwas ändern. – Ich bitte darum, dass man das auch tatsächlich tut. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Keck
men haben, von der Landwirtschaft leben können; das möchte auch jeder. Jeder von uns möchte, dass wir einen funktionierenden Tourismus haben. Okay? So weit, so gut. Das eint uns, oder? Wenn uns das eint, dann müssen wir den Bauern auch die Voraussetzungen dafür geben (Zwischenruf des Abg. Keck), dass sie ihre Weiden, ihre Bergwiesen bestellen können.
Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.
Wir haben in Osttirol, im Nationalpark in Kals, zwei Jahre ein Herdenschutzprogramm geprobt. Ich bin Mitglied des Nationalparkkuratoriums und habe diesen Vorgang verfolgt, auch als persönlich Beteiligter und als Betroffener. Nach zwei Jahren wurde das Herdenschutzprogramm eingestellt. (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.) Wieso wurde das Herdenschutzprogramm eingestellt? – Weil viele Fragen rund um das Herdenschutzprogramm, rund um die Herdenschutzhunde nicht geklärt sind. Was alles ist nicht geklärt? – Die Haftung ist nicht geklärt, der Tierschutz ist nicht geklärt. (Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Zwischenruf des Abg. Plessl.
Wir haben in Osttirol, im Nationalpark in Kals, zwei Jahre ein Herdenschutzprogramm geprobt. Ich bin Mitglied des Nationalparkkuratoriums und habe diesen Vorgang verfolgt, auch als persönlich Beteiligter und als Betroffener. Nach zwei Jahren wurde das Herdenschutzprogramm eingestellt. (Zwischenruf der Abg. Hammerschmid.) Wieso wurde das Herdenschutzprogramm eingestellt? – Weil viele Fragen rund um das Herdenschutzprogramm, rund um die Herdenschutzhunde nicht geklärt sind. Was alles ist nicht geklärt? – Die Haftung ist nicht geklärt, der Tierschutz ist nicht geklärt. (Zwischenruf des Abg. Plessl.)
Zwischenruf des Abg. Keck
Kommen wir einmal zu den Herdenschutzhunden! Derzeit haben wir nicht ausreichend Herdenschutzhunde – ist klar. Diese Herdenschutzhunde müssen mit den Schafen aufwachsen. Was war das Problem in Osttirol? – Es wurden Schafe unterschiedlicher Bauern aufgetrieben, die sich nicht kennen, die nicht zusammengehören. Die Hunde kennen diese Schafe nicht, deswegen können diese Hunde diese Schafe von unterschiedlichen Bauern nicht beschützen (Zwischenruf des Abg. Keck), weil das keine Einheit ist. Das ist halt so. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir sind halt nicht in Frankreich, wo Bauern 800, 1 000 Schafe haben und sich selber einen Herdenschutz oder Herdenschutzhunde leisten können. Wir haben eine kleinstrukturierte Landwirtschaft; auch das sollte uns einen. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Wir sollten immer bei den Fakten bleiben. (Abg. Hammerschmid: Ja genau, bleiben wir bei den Fakten!) Deswegen haben die Hunde ihrer Aufgabe nicht nachkommen können. Das ist ein Faktum.
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Kommen wir einmal zu den Herdenschutzhunden! Derzeit haben wir nicht ausreichend Herdenschutzhunde – ist klar. Diese Herdenschutzhunde müssen mit den Schafen aufwachsen. Was war das Problem in Osttirol? – Es wurden Schafe unterschiedlicher Bauern aufgetrieben, die sich nicht kennen, die nicht zusammengehören. Die Hunde kennen diese Schafe nicht, deswegen können diese Hunde diese Schafe von unterschiedlichen Bauern nicht beschützen (Zwischenruf des Abg. Keck), weil das keine Einheit ist. Das ist halt so. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir sind halt nicht in Frankreich, wo Bauern 800, 1 000 Schafe haben und sich selber einen Herdenschutz oder Herdenschutzhunde leisten können. Wir haben eine kleinstrukturierte Landwirtschaft; auch das sollte uns einen. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Wir sollten immer bei den Fakten bleiben. (Abg. Hammerschmid: Ja genau, bleiben wir bei den Fakten!) Deswegen haben die Hunde ihrer Aufgabe nicht nachkommen können. Das ist ein Faktum.
Zwischenruf des Abg. Knes.
Kommen wir einmal zu den Herdenschutzhunden! Derzeit haben wir nicht ausreichend Herdenschutzhunde – ist klar. Diese Herdenschutzhunde müssen mit den Schafen aufwachsen. Was war das Problem in Osttirol? – Es wurden Schafe unterschiedlicher Bauern aufgetrieben, die sich nicht kennen, die nicht zusammengehören. Die Hunde kennen diese Schafe nicht, deswegen können diese Hunde diese Schafe von unterschiedlichen Bauern nicht beschützen (Zwischenruf des Abg. Keck), weil das keine Einheit ist. Das ist halt so. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir sind halt nicht in Frankreich, wo Bauern 800, 1 000 Schafe haben und sich selber einen Herdenschutz oder Herdenschutzhunde leisten können. Wir haben eine kleinstrukturierte Landwirtschaft; auch das sollte uns einen. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Wir sollten immer bei den Fakten bleiben. (Abg. Hammerschmid: Ja genau, bleiben wir bei den Fakten!) Deswegen haben die Hunde ihrer Aufgabe nicht nachkommen können. Das ist ein Faktum.
Abg. Hammerschmid: Ja genau, bleiben wir bei den Fakten!
Kommen wir einmal zu den Herdenschutzhunden! Derzeit haben wir nicht ausreichend Herdenschutzhunde – ist klar. Diese Herdenschutzhunde müssen mit den Schafen aufwachsen. Was war das Problem in Osttirol? – Es wurden Schafe unterschiedlicher Bauern aufgetrieben, die sich nicht kennen, die nicht zusammengehören. Die Hunde kennen diese Schafe nicht, deswegen können diese Hunde diese Schafe von unterschiedlichen Bauern nicht beschützen (Zwischenruf des Abg. Keck), weil das keine Einheit ist. Das ist halt so. (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Wir sind halt nicht in Frankreich, wo Bauern 800, 1 000 Schafe haben und sich selber einen Herdenschutz oder Herdenschutzhunde leisten können. Wir haben eine kleinstrukturierte Landwirtschaft; auch das sollte uns einen. (Zwischenruf des Abg. Knes.) Wir sollten immer bei den Fakten bleiben. (Abg. Hammerschmid: Ja genau, bleiben wir bei den Fakten!) Deswegen haben die Hunde ihrer Aufgabe nicht nachkommen können. Das ist ein Faktum.
Abg. Plessl: Die Schafe ...!
So, das nächste Faktum: Das Tierschutzgesetz hat uns betroffen. Wissen Sie, wie es mit dem Tierschutz ist? – Gemäß Tierschutzgesetz müssen bei schlechtem Wetter Unterkünfte für Hunde verfügbar sein, das heißt also, auf der Alm muss eine Unterkunft für Hunde da sein. Wenn das Wetter schlecht ist (Abg. Plessl: Die Schafe ...!), soll also der Hund in der Hütte sein – und der Wolf soll die Schafe fressen? Das funktioniert nicht! Also da müssen wir das Tierschutzgesetz ändern. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Keck.) – Na, immer dasselbe Theater mit den Sozialisten, es wird alles ins Lächerliche gezogen! Sie leben ausschließlich von Silberstein und von Fake News. Das ist das Letzte, was Sie noch aus den Stauden bringen, mehr bleibt Ihnen, linke Fraktion, nicht übrig! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Keck.
So, das nächste Faktum: Das Tierschutzgesetz hat uns betroffen. Wissen Sie, wie es mit dem Tierschutz ist? – Gemäß Tierschutzgesetz müssen bei schlechtem Wetter Unterkünfte für Hunde verfügbar sein, das heißt also, auf der Alm muss eine Unterkunft für Hunde da sein. Wenn das Wetter schlecht ist (Abg. Plessl: Die Schafe ...!), soll also der Hund in der Hütte sein – und der Wolf soll die Schafe fressen? Das funktioniert nicht! Also da müssen wir das Tierschutzgesetz ändern. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Keck.) – Na, immer dasselbe Theater mit den Sozialisten, es wird alles ins Lächerliche gezogen! Sie leben ausschließlich von Silberstein und von Fake News. Das ist das Letzte, was Sie noch aus den Stauden bringen, mehr bleibt Ihnen, linke Fraktion, nicht übrig! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
So, das nächste Faktum: Das Tierschutzgesetz hat uns betroffen. Wissen Sie, wie es mit dem Tierschutz ist? – Gemäß Tierschutzgesetz müssen bei schlechtem Wetter Unterkünfte für Hunde verfügbar sein, das heißt also, auf der Alm muss eine Unterkunft für Hunde da sein. Wenn das Wetter schlecht ist (Abg. Plessl: Die Schafe ...!), soll also der Hund in der Hütte sein – und der Wolf soll die Schafe fressen? Das funktioniert nicht! Also da müssen wir das Tierschutzgesetz ändern. (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Keck.) – Na, immer dasselbe Theater mit den Sozialisten, es wird alles ins Lächerliche gezogen! Sie leben ausschließlich von Silberstein und von Fake News. Das ist das Letzte, was Sie noch aus den Stauden bringen, mehr bleibt Ihnen, linke Fraktion, nicht übrig! (Beifall bei FPÖ und ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Keck
Noch etwas: Diese Herdenschutzhunde (Zwischenruf des Abg. Keck), die schauen nett aus, die schauen fürchterlich nett aus, die sind aber extrem scharf; und verzeihen Sie diesen Vergleich: Ich kann in Wien in den Tierpark gehen, da sind überall Zäune
Zwischenruf des Abg. Plessl
(Zwischenruf des Abg. Plessl), das ist alles lieb und nett, aber auf der Alm kann ich nicht alles einzäunen. Damit kommen wir zum dritten Problem mit den Hunden zurück. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das dritte Problem ist, dass diese Hunde nicht nur die Wölfe vertreiben, sondern diese Hunde gehen jeden an, der sich auf der Alm bewegt.
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
(Zwischenruf des Abg. Plessl), das ist alles lieb und nett, aber auf der Alm kann ich nicht alles einzäunen. Damit kommen wir zum dritten Problem mit den Hunden zurück. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das dritte Problem ist, dass diese Hunde nicht nur die Wölfe vertreiben, sondern diese Hunde gehen jeden an, der sich auf der Alm bewegt.
Abg. Keck: Sie haben keine Ahnung!
Also unterm Strich: Lösen Sie dieses Problem, und solange diese Probleme nicht gelöst sind (Abg. Keck: Sie haben keine Ahnung!), werden wir wohl den einen oder anderen Wolf entnehmen müssen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Jarolim: Aber es hat den Eindruck, dass Sie eher ein Hühnerexperte sind!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Jarolim: Aber es hat den Eindruck, dass Sie eher ein Hühnerexperte sind!
Also unterm Strich: Lösen Sie dieses Problem, und solange diese Probleme nicht gelöst sind (Abg. Keck: Sie haben keine Ahnung!), werden wir wohl den einen oder anderen Wolf entnehmen müssen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Jarolim: Aber es hat den Eindruck, dass Sie eher ein Hühnerexperte sind!)
Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS
Ich berichtige tatsächlich: Es hat ein Hearing im Rahmen der letzten Sitzung des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen stattgefunden, bei der Professor Klaus Hackländer auf die Frage, wie viele Kinder, wie viele Personen vom Wolf angefallen, ja sogar gefressen wurden – im Sinne des Märchens, der böse Wolf kommt (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS) –, klar gesagt hat: Kein einziger Fall ist bekannt, weder in Österreich noch in Europa. (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Abg. Rosenkranz: War das jetzt eine tatsächliche Berichtigung? War das eine Berichtigung, nur weil es ein anderer nicht kennt?)
Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Abg. Rosenkranz: War das jetzt eine tatsächliche Berichtigung? War das eine Berichtigung, nur weil es ein anderer nicht kennt?
Ich berichtige tatsächlich: Es hat ein Hearing im Rahmen der letzten Sitzung des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen stattgefunden, bei der Professor Klaus Hackländer auf die Frage, wie viele Kinder, wie viele Personen vom Wolf angefallen, ja sogar gefressen wurden – im Sinne des Märchens, der böse Wolf kommt (Heiterkeit bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS) –, klar gesagt hat: Kein einziger Fall ist bekannt, weder in Österreich noch in Europa. (Beifall bei SPÖ, NEOS und JETZT. – Abg. Rosenkranz: War das jetzt eine tatsächliche Berichtigung? War das eine Berichtigung, nur weil es ein anderer nicht kennt?)
Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS. – Ruf: ... eine Seilbahn!
Präsidentin Doris Bures: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Franz Hörl. – Bitte. (Zwischenrufe bei SPÖ und NEOS. – Ruf: ... eine Seilbahn!)
Abg. Jarolim: Der Wolf ist nicht so gefährlich wie die Seilbahn!
Abgeordneter Franz Hörl (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Bundesminister! Hohes Haus! Warum die Aufregung? – Ich weiß, der Wolf, ein imposantes Tier, Frau Hammerschmid, ist eigentlich harmlos für den Menschen, weil er nicht in sein Beutespektrum passt; ein Kuscheltier, ein liebes Tier – nur: das spielt es so nicht. (Abg. Jarolim: Der Wolf ist nicht so gefährlich wie die Seilbahn!)
Zwischenruf der Abg. Greiner
Ein Wolf ist, nehmen Sie das bitte zur Kenntnis, zwischen 50 und 70 Kilo schwer, geballte Muskelmasse, ein Gebiss zum Töten, ein intelligentes, lern- und anpassungsfähiges Raubtier (Zwischenruf der Abg. Greiner); das ist ein Wolf. Sie sagen, es hat keine Toten gegeben: Es gab in den letzten Jahrhunderten (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) in Europa viele Tote, mit der Ausrottung des Wolfs ging die Zahl natürlich zurück, aber es gab im letzten Jahrhundert, das ist ja noch nicht so lange her, immerhin über 270 Attacken und 22 Tote; in der letzten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, 1950 bis 2000 (Zwischenruf des Abg. Keck), gab es noch neun Tote. – Nehmen Sie das einfach zur Kenntnis!
weitere Zwischenrufe bei der SPÖ
Ein Wolf ist, nehmen Sie das bitte zur Kenntnis, zwischen 50 und 70 Kilo schwer, geballte Muskelmasse, ein Gebiss zum Töten, ein intelligentes, lern- und anpassungsfähiges Raubtier (Zwischenruf der Abg. Greiner); das ist ein Wolf. Sie sagen, es hat keine Toten gegeben: Es gab in den letzten Jahrhunderten (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) in Europa viele Tote, mit der Ausrottung des Wolfs ging die Zahl natürlich zurück, aber es gab im letzten Jahrhundert, das ist ja noch nicht so lange her, immerhin über 270 Attacken und 22 Tote; in der letzten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, 1950 bis 2000 (Zwischenruf des Abg. Keck), gab es noch neun Tote. – Nehmen Sie das einfach zur Kenntnis!
Zwischenruf des Abg. Keck
Ein Wolf ist, nehmen Sie das bitte zur Kenntnis, zwischen 50 und 70 Kilo schwer, geballte Muskelmasse, ein Gebiss zum Töten, ein intelligentes, lern- und anpassungsfähiges Raubtier (Zwischenruf der Abg. Greiner); das ist ein Wolf. Sie sagen, es hat keine Toten gegeben: Es gab in den letzten Jahrhunderten (weitere Zwischenrufe bei der SPÖ) in Europa viele Tote, mit der Ausrottung des Wolfs ging die Zahl natürlich zurück, aber es gab im letzten Jahrhundert, das ist ja noch nicht so lange her, immerhin über 270 Attacken und 22 Tote; in der letzten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, 1950 bis 2000 (Zwischenruf des Abg. Keck), gab es noch neun Tote. – Nehmen Sie das einfach zur Kenntnis!
Heiterkeit bei den NEOS
Die Zahl der Wölfe nimmt in Europa zu, das ist schon gesagt worden; 30 Prozent beträgt der Zuwachs. Shaun Ellis, ein britischer Wolfsforscher, der unter Wölfen gelebt hat, sagt, dass der Wolf den Menschen nicht mehr als Raubtier wahrnimmt, weil der Mensch aufgrund der modernen Ernährung – oft vegetarisch, vegan auch schon – anders riecht. Beim Anblick eines Wolfs hat der Mensch große Furcht und es kommt zu Schweißausbrüchen (Heiterkeit bei den NEOS), erhöhtem Herzschlag und so weiter. Das alles führt dazu, dass der Wolf uns nicht mehr als gefährlich sieht, und deshalb ist der beste Schutz für diese wilde Raubtierart, sie wild zu halten; dazu gehört auch die Bejagung und Entfernung von Tieren, die sich der Zivilisation nähern.
Abg. Riemer: Genau! Ja!
Heute wurden die Herdenschutzhunde schon angesprochen, Kollege Hauser hat das ja ganz gut ausgeführt. Das sind Hunde der Rassen Kangal und Maremmano, also schwere Hunde, die man bei den Schafen aufwachsen lässt, damit sie glauben, die Schafe sind ihre Brüder und Schwestern. Da bin ich neugierig, was passiert, wenn diese Hunde bei den Schafen sind und auf diese aufpassen und die erste Münchnerin mit einem Dackel in den unter Herdenschutz stehenden Wald hineingeht, der Herdenschutzhund den Dackel reißt (Abg. Riemer: Genau! Ja!) und sie schreiend mit der Leine ohne Hund wieder herauskommt. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Heute wurden die Herdenschutzhunde schon angesprochen, Kollege Hauser hat das ja ganz gut ausgeführt. Das sind Hunde der Rassen Kangal und Maremmano, also schwere Hunde, die man bei den Schafen aufwachsen lässt, damit sie glauben, die Schafe sind ihre Brüder und Schwestern. Da bin ich neugierig, was passiert, wenn diese Hunde bei den Schafen sind und auf diese aufpassen und die erste Münchnerin mit einem Dackel in den unter Herdenschutz stehenden Wald hineingeht, der Herdenschutzhund den Dackel reißt (Abg. Riemer: Genau! Ja!) und sie schreiend mit der Leine ohne Hund wieder herauskommt. (Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim
Ich glaube nicht, dass das ein parteipolitisches Thema ist. Ich glaube auch, die Leute in der Stadt sollen einfach einmal kapieren, dass das ein gefährliches Raubtier ist, ein faszinierendes Tier, groß und stark. Ich denke (Zwischenruf des Abg. Jarolim), wir müssen uns von vornherein entscheiden: Wollen wir die Landwirtschaft, so wie wir sie haben, mit den Almen – in Tirol über 2 800 gemischte Almen –, wollen wir das? Oder wollen wir ein Kuscheltier (Zwischenruf des Abg. Keck), das dann irgendwann einmal auch Menschen anfällt? – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Übrigens: Das Rotkäppchen hat er auch gefressen!)
Zwischenruf des Abg. Keck
Ich glaube nicht, dass das ein parteipolitisches Thema ist. Ich glaube auch, die Leute in der Stadt sollen einfach einmal kapieren, dass das ein gefährliches Raubtier ist, ein faszinierendes Tier, groß und stark. Ich denke (Zwischenruf des Abg. Jarolim), wir müssen uns von vornherein entscheiden: Wollen wir die Landwirtschaft, so wie wir sie haben, mit den Almen – in Tirol über 2 800 gemischte Almen –, wollen wir das? Oder wollen wir ein Kuscheltier (Zwischenruf des Abg. Keck), das dann irgendwann einmal auch Menschen anfällt? – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Übrigens: Das Rotkäppchen hat er auch gefressen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Übrigens: Das Rotkäppchen hat er auch gefressen!
Ich glaube nicht, dass das ein parteipolitisches Thema ist. Ich glaube auch, die Leute in der Stadt sollen einfach einmal kapieren, dass das ein gefährliches Raubtier ist, ein faszinierendes Tier, groß und stark. Ich denke (Zwischenruf des Abg. Jarolim), wir müssen uns von vornherein entscheiden: Wollen wir die Landwirtschaft, so wie wir sie haben, mit den Almen – in Tirol über 2 800 gemischte Almen –, wollen wir das? Oder wollen wir ein Kuscheltier (Zwischenruf des Abg. Keck), das dann irgendwann einmal auch Menschen anfällt? – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Wittmann: Übrigens: Das Rotkäppchen hat er auch gefressen!)
Zwischenruf des Abg. Keck. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es geht also um die Wölfe. Ich habe, glaube ich, hier im Parlament selten derartige Reden und derartige Raubersgschichten erlebt wie heute. Es ist unglaublich – unglaublich! –, was wir gehört haben! (Zwischenruf des Abg. Keck. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Die Wölfe sind eine Bedrohung; jetzt haben wir gerade gehört, schuld sind die Vegetarier, die Vegetarier sind schuld, dass die Wölfe nach Österreich kommen – unglaublich! Ohne Fakten, mit Halbwahrheiten und Raubersgschichten tut ihr da Lösungen sozusagen herbeiführen. Unglaublich, was da passiert ist! (Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es geht also um die Wölfe. Ich habe, glaube ich, hier im Parlament selten derartige Reden und derartige Raubersgschichten erlebt wie heute. Es ist unglaublich – unglaublich! –, was wir gehört haben! (Zwischenruf des Abg. Keck. – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.) Die Wölfe sind eine Bedrohung; jetzt haben wir gerade gehört, schuld sind die Vegetarier, die Vegetarier sind schuld, dass die Wölfe nach Österreich kommen – unglaublich! Ohne Fakten, mit Halbwahrheiten und Raubersgschichten tut ihr da Lösungen sozusagen herbeiführen. Unglaublich, was da passiert ist! (Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
keine tödlichen Wolfsangriffe gegeben hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass deutlich mehr Menschen allein in Österreich aufgrund von Kühen gestorben sind, aber die Ableitung der ÖVP ist: Umbringen, abknallen, weg damit! Wir wissen zwar nicht, warum, aber schießen wir einfach einmal, wird schon irgendwie passen, weg mit dem Wolf! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
keine tödlichen Wolfsangriffe gegeben hat (Zwischenrufe bei der ÖVP), dass deutlich mehr Menschen allein in Österreich aufgrund von Kühen gestorben sind, aber die Ableitung der ÖVP ist: Umbringen, abknallen, weg damit! Wir wissen zwar nicht, warum, aber schießen wir einfach einmal, wird schon irgendwie passen, weg mit dem Wolf! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Das ist eure Lösung? Das passt aber perfekt in euer Schema. Die ÖVP war immer gegen den Tierschutz; alles, was in Österreich im Tierschutz weitergegangen ist, musste immer gegen die ÖVP erkämpft werden: bei den Tierversuchen, bei der brutalen Tierhaltung. Überall war die ÖVP dagegen, alles geschah immer gegen die ÖVP. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und NEOS.
Besonders spannend ist dann die FPÖ: Bei euch ist es in Wahrheit so leicht, man muss euch nur ein Würschtel vor die Nase halten, und das sind immer die Ausländer. Wir haben heute die Worte gehört – ich habe es kaum glauben können –: Der Wolf ist ein Europäer und nützt seit dem Fall des Eisernen Vorhangs die Reisefreiheit. – Das ist es! (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und NEOS.) Aus dem Ausland kommen die Wölfe rein! Aus dem Ausland kommen sie rein und schon fällt die FPÖ um!
Zwischenruf des Abg. Zanger
Ich sage euch – wenn das nicht so tragisch wäre! –, das ist unglaublich. Es gibt keine Zahlen, keine Daten, keine Fakten (Zwischenruf des Abg. Zanger), aber die ausländischen Wölfe – wir wissen zwar nicht, was passiert – gehören umgebracht, abgeknallt. – Ja, seid ihr noch bei Sinnen? – Ich kann es mir nicht vorstellen! (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich sage euch – wenn das nicht so tragisch wäre! –, das ist unglaublich. Es gibt keine Zahlen, keine Daten, keine Fakten (Zwischenruf des Abg. Zanger), aber die ausländischen Wölfe – wir wissen zwar nicht, was passiert – gehören umgebracht, abgeknallt. – Ja, seid ihr noch bei Sinnen? – Ich kann es mir nicht vorstellen! (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
He-Rufe bei der ÖVP.
Es passt auch perfekt zur Politik von Elli Köstinger! (He-Rufe bei der ÖVP.) In anderen Bereichen, wenn es zum Beispiel um Glyphosat geht, wo die großen Agrarkonzerne sagen: Elli, das darfst du nicht machen!, da sagt sie: Nein, da tun wir eh nichts! Da tun wir eh nichts! – Es kann sein, dass es giftig ist, dass es krebserregend ist, da sagt die Elli Köstinger: Nein, nein, wir tun nichts, keine Sorge! Das ist vielleicht krebserregend, aber wir machen nichts! – Aber der Wolf, der muss verfolgt werden, der muss umgebracht werden, der muss vertrieben werden! Da werden Raubersgeschichten erzählt, vom bösen Wolf, der in die Stadt kommt, und vom Rotkäppchen!
Zwischenruf der Abg. Schimanek
Was ist das für eine Debatte? – Bitte geniert euch! Kehrt zurück zu den Fakten und macht das, was der Deutsche Bundestag macht! Der hat nämlich eine Studie in Auftrag gegeben, hat die Fakten vorher eingeholt (Zwischenruf der Abg. Schimanek) und nicht nur Märchen und Raubersgschichten erzählt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Jarolim: Bravo! – Zwischenruf der Abg. Schimanek. – Abg. Kucher – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Na, es sind die ausländischen Wölfe!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Jarolim: Bravo! – Zwischenruf der Abg. Schimanek. – Abg. Kucher – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Na, es sind die ausländischen Wölfe!
Was ist das für eine Debatte? – Bitte geniert euch! Kehrt zurück zu den Fakten und macht das, was der Deutsche Bundestag macht! Der hat nämlich eine Studie in Auftrag gegeben, hat die Fakten vorher eingeholt (Zwischenruf der Abg. Schimanek) und nicht nur Märchen und Raubersgschichten erzählt. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Abg. Jarolim: Bravo! – Zwischenruf der Abg. Schimanek. – Abg. Kucher – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Na, es sind die ausländischen Wölfe!)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Ruf: Die Regierung!
Abgeordneter Ing. Mag. Volker Reifenberger (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Hohes Haus! Wer hat Angst vorm bösen Wolf? (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Ruf: Die Regierung!) Diese Frage stellt sich nicht erst seit dem berühmten Märchen der Gebrüder Grimm, „Der Wolf und die sieben Geißlein“.
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.
Deswegen unterstützen wir die vorliegenden Petitionen. Verhindern wir Schlimmeres und setzen wir uns gemeinsam gegen eine Wiederansiedlung des Wolfes in unseren heimischen Gebieten ein! Schaffen wir eine Gesetzeslage, die es uns ermöglicht, Problemwölfe rasch zu entnehmen und eine Rudelbildung zu verhindern! (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
erstens sehen, zweitens schießen, drittens schaufeln und viertens schweigen. – Zitatende. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Schellhorn: So, Franz! Jetzt ...!
Abgeordneter Franz Leonhard Eßl (ÖVP): Da uns (Abg. Schellhorn: So, Franz! Jetzt ...!) Herr Kollege Preiner vorgeworfen hat, die Unwahrheit zu verbreiten, muss ich einfach dazu Stellung nehmen. Auf der Facebook-Seite des genetischen Instituts der Universität Warschau war zu lesen – das betrifft Juli 2018 –: „Das Tier, das vergangene Woche zwei Kinder gebissen hat, war definitiv ein Wolf. [...] Der nun bestätigte Wolf stamme aus einer lokalen Population der östlichen Karpaten, berichtete das Institut auf seiner Facebookseite. [...] Neben den Kindern hat derselbe Wolf vor einigen Wochen damals bereits eine Touristin gebissen. Das Tier war in diesem Gebiet bekannt und wurde auch innerhalb der Dörfer mehrfach gesichtet.“ (Zwischenrufe der Abgeordneten Plessl und Zinggl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Plessl und Zinggl.
Abgeordneter Franz Leonhard Eßl (ÖVP): Da uns (Abg. Schellhorn: So, Franz! Jetzt ...!) Herr Kollege Preiner vorgeworfen hat, die Unwahrheit zu verbreiten, muss ich einfach dazu Stellung nehmen. Auf der Facebook-Seite des genetischen Instituts der Universität Warschau war zu lesen – das betrifft Juli 2018 –: „Das Tier, das vergangene Woche zwei Kinder gebissen hat, war definitiv ein Wolf. [...] Der nun bestätigte Wolf stamme aus einer lokalen Population der östlichen Karpaten, berichtete das Institut auf seiner Facebookseite. [...] Neben den Kindern hat derselbe Wolf vor einigen Wochen damals bereits eine Touristin gebissen. Das Tier war in diesem Gebiet bekannt und wurde auch innerhalb der Dörfer mehrfach gesichtet.“ (Zwischenrufe der Abgeordneten Plessl und Zinggl.)
Abg. Kucher: Ist ja so!
Das sollte man zur Kenntnis nehmen. Wenn Kollege Kucher der ÖVP vorwirft, wir wollen einfach weg mit dem Wolf (Abg. Kucher: Ist ja so!), dann bedeutet das: Was Kollege Kucher will und was die SPÖ will, ist, weg mit den Weidetieren, weg mit der alpenländischen Landwirtschaft und in der Folge weg mit den Bauern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kucher: Irgendwann schießt ihr die Kühe auch noch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kucher: Irgendwann schießt ihr die Kühe auch noch!
Das sollte man zur Kenntnis nehmen. Wenn Kollege Kucher der ÖVP vorwirft, wir wollen einfach weg mit dem Wolf (Abg. Kucher: Ist ja so!), dann bedeutet das: Was Kollege Kucher will und was die SPÖ will, ist, weg mit den Weidetieren, weg mit der alpenländischen Landwirtschaft und in der Folge weg mit den Bauern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Kucher: Irgendwann schießt ihr die Kühe auch noch!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
ne Rücksicht nehmen und dem Priorität einräumen sollten. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es klafft ein Loch von 1,5 Milliarden Euro auf. Es werden viele Ressorts ihre Leistungen kürzen müssen. Da frage ich mich: Wo ist das Geld für den Koralmtunnel versteckt? – Das wird es nicht geben! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Nicht interessiert!
Und was ist Sache? – Das Bundesministerium hätte die Möglichkeit, direkt zu vergeben. Da hätte es einer Fristeinhaltung bedurft, und das Ministerium hätte vorankündigen müssen, dass es direkt vergeben will. Die Frist war am 3.12.2018 zu Ende. Das ist jetzt mehr als sechs Monate her. Was ist da im Ministerium passiert? Warum wurde diese Frist nicht eingehalten? (Ruf bei der SPÖ: Nicht interessiert!) Und das Fatale dabei, sehr geehrte Damen und Herren, ist: Was heißt das in der Realität? – Das heißt, dass wir uns in Richtung europaweite Ausschreibung bewegen. Sie alle wissen: Wenn wir eine europaweite Ausschreibung durchführen, werden viele Anbieter, Mitbewerber mit Kampfpreisen in dieses Angebot gehen, und damit gefährden Sie unsere hochqualitativen einheimischen Verkehrsbetriebe, in dem Fall die ÖBB. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und was ist Sache? – Das Bundesministerium hätte die Möglichkeit, direkt zu vergeben. Da hätte es einer Fristeinhaltung bedurft, und das Ministerium hätte vorankündigen müssen, dass es direkt vergeben will. Die Frist war am 3.12.2018 zu Ende. Das ist jetzt mehr als sechs Monate her. Was ist da im Ministerium passiert? Warum wurde diese Frist nicht eingehalten? (Ruf bei der SPÖ: Nicht interessiert!) Und das Fatale dabei, sehr geehrte Damen und Herren, ist: Was heißt das in der Realität? – Das heißt, dass wir uns in Richtung europaweite Ausschreibung bewegen. Sie alle wissen: Wenn wir eine europaweite Ausschreibung durchführen, werden viele Anbieter, Mitbewerber mit Kampfpreisen in dieses Angebot gehen, und damit gefährden Sie unsere hochqualitativen einheimischen Verkehrsbetriebe, in dem Fall die ÖBB. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Deimek: Reden Sie einmal mit dem Herrn Losenicky im Bundesministerium! Der ist eh Ihre Couleur! Der wird Ihnen eine Geschichte erzählen!
zulasten der Pendlerinnen und Pendler. (Abg. Deimek: Reden Sie einmal mit dem Herrn Losenicky im Bundesministerium! Der ist eh Ihre Couleur! Der wird Ihnen eine Geschichte erzählen!) Ich appelliere an dieser Stelle an Sie: Unterstützen Sie meinen Appell! Herr Bundesminister, spielen Sie nicht mit 235 000 PendlerInnen, nicht mit mehr als 12 000 Bediensteten! Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Keine Ahnung! – Abg. Deimek: So einen Blödsinn hab ich selten gehört!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Keine Ahnung! – Abg. Deimek: So einen Blödsinn hab ich selten gehört!
zulasten der Pendlerinnen und Pendler. (Abg. Deimek: Reden Sie einmal mit dem Herrn Losenicky im Bundesministerium! Der ist eh Ihre Couleur! Der wird Ihnen eine Geschichte erzählen!) Ich appelliere an dieser Stelle an Sie: Unterstützen Sie meinen Appell! Herr Bundesminister, spielen Sie nicht mit 235 000 PendlerInnen, nicht mit mehr als 12 000 Bediensteten! Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr! (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der FPÖ: Keine Ahnung! – Abg. Deimek: So einen Blödsinn hab ich selten gehört!)
Abg. Plessl: Warum ist es noch nicht ausgeschrieben worden?
Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Rechnungshofpräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich beziehe mich auf den Tagesordnungspunkt 11, den Bericht des Rechnungshofes zu den Nachkontrollen gemäß Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 bei Bundesstraßen, Autobahnen und Schnellstraßen. Ich bedanke mich bei der Präsidentin des Rechnungshofes und bei ihren Mitarbeitern für diesen ausgezeichneten Bericht. (Abg. Plessl: Warum ist es noch nicht ausgeschrieben worden?)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.
Überprüft wurden das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus sowie die Asfinag, das Land Niederösterreich, die Stadt Wien und das Umweltbundesamt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Plessl.) Der überprüfte Zeitraum umfasst im Wesentlichen die Jahre 2009 bis 2016. Die Ziele dieser Gebarungsprüfung waren vor allem die rechtlichen Grundlagen der Nachkontrollen und die Überprüfung der Einhaltung der UVP-Auflagen.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
riums einsehbar. So wurde durch das BMVIT ein kompliziertes System ein bisschen fitter gemacht – danke dem Verkehrsminister dafür. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Cox.
Das ist aus meiner Sicht auch einer der wichtigsten Punkte – gerade auch jetzt vor der Europawahl –: dass wir nicht weniger Europa brauchen, sondern mehr Europa. Es zeigt sich insbesondere auch im Bereich Verkehr, dass wir enger zusammenarbeiten müssen. (Beifall bei den NEOS sowie der Abg. Cox.)
Abg. Plessl: Die ist ja noch gar nicht gebaut!
Als Beispiele seien aus Niederösterreich genannt – wahrscheinlich sind es die Einzelinteressen eines ehemaligen Landeshauptmannes gewesen, aber das wage ich nur als These hinzustellen –: die Weinviertler Schnellstraße, bei der Alternativen deutlich billiger gewesen wären und aufgrund der Bevölkerungsdichte und des dortigen Wirtschaftsaufkommens keine Notwendigkeit vorhanden gewesen wäre; die Traisental Schnellstraße, bei der das Kriterium 21 000 Autos pro Tag nicht erfüllt wird, sondern wo nur 11 000, nur die Hälfte, fahren und die also auch nicht notwendig gewesen wäre; auch die Marchfeld Schnellstraße, gegen die selbst die Experten des eigenen Ministeriums gewesen wären, die aber trotzdem gebaut wurde. (Abg. Plessl: Die ist ja noch gar nicht gebaut!)
Beifall bei JETZT. – Abg. Plessl: Die S 8 ist noch gar nicht gebaut, was du gesagt hast!
Verkehrspolitik ist Umweltpolitik. Ich hoffe, irgendwann einmal verstehen das alle. – Danke. (Beifall bei JETZT. – Abg. Plessl: Die S 8 ist noch gar nicht gebaut, was du gesagt hast!)
in Richtung des mit Abg. Zinggl sprechenden Abg. Plessl
Der Rechnungshof – (in Richtung des mit Abg. Zinggl sprechenden Abg. Plessl) Herr Kollege Plessl, man hört Sie gut hier heraußen, aber deswegen muss ich umso lauter sprechen – überprüfte im ersten Halbjahr 2017 wesentliche Punkte in diesem Bereich. Es geht dabei um „die Darstellung der rechtlichen Grundlagen für die Nachkontrollen und die Beurteilung der Organisation, der Abwicklung der Kontrollen in der Betriebsphase, der Überprüfung der Annahmen und Prognosen der Umweltverträglichkeitsprüfung [...], der Überprüfung der Einhaltung der UVP-Auflagen bei ausgewählten Bundesstraßen sowie der Ausgaben für Auflagen und Kontrollen in der Betriebsphase.“
Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.
Welche Institutionen überprüft wurden, hat schon Kollegin Jessi Lintl erwähnt, darauf will ich jetzt verzichten. Grundsätzlich ist festzustellen, dass die Bearbeitung der Nachkontrollen gemäß UVP-Gesetz beim BMVIT gegenüber laufenden UVP-Verfahren eher nachrangig behandelt wurde. Die Asfinag verfügte bei Einleitung der Nachkontrolle teilweise nicht vollständig über die erforderlichen Unterlagen, dies führte – wenngleich sowohl beim BMVIT als auch bei der Asfinag BMG eine zunehmende Strukturierung des Bearbeitungsprozesses festzustellen war – zu Verzögerungen in der Bearbeitung von teilweise mehreren Jahren. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass betreffend die Asfinag-Gesellschaften kein direkter Nutzen aufgrund der durchgeführten Überprüfungen festzustellen war, weil parallel dazu laufend aktuelle Daten der Dauerzählstellen zur Verfügung standen. (Präsidentin Kitzmüller übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Grundsätzlich – und das ist mein Schlusswort – täte eine bessere Koordinierung zwischen den einzelnen überprüften Stellen dringend Not. Das wurde auch an einem Beispiel sehr gut exemplarisch dargestellt. Seitens des Rechnungshofes hat man bei der S 1 Süd klar festgestellt, dass die einzelnen Institutionen, Behörden nicht miteinander kommuniziert haben. Das gilt es in Zukunft nicht nur in diesem Bereich, sondern in vielen Bereichen zu vermeiden. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wird auch Zeit, dass Umweltministerin Köstinger der Umwelt zuliebe endlich eingreift, denn es geht immer auch um die ökologische Entlastung unseres Landes. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neubauer: Ihnen fehlen die Visionen!
Es ist für die PendlerInnen ganz wichtig zu wissen, wie es weitergeht, wenn sie von der Bahn aussteigen. Die Antwort, ein Elektrofahrrad zu haben oder sich eines ausborgen zu können, ist einfach zu wenig. (Abg. Neubauer: Ihnen fehlen die Visionen!) Es braucht große Investitionen in den mikroöffentlichen Verkehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist für die PendlerInnen ganz wichtig zu wissen, wie es weitergeht, wenn sie von der Bahn aussteigen. Die Antwort, ein Elektrofahrrad zu haben oder sich eines ausborgen zu können, ist einfach zu wenig. (Abg. Neubauer: Ihnen fehlen die Visionen!) Es braucht große Investitionen in den mikroöffentlichen Verkehr. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Sie waren im Ausschuss aber nicht anwesend! – Abg. Neubauer: Das war nur heiße Luft!
Das ist leider noch nicht alles: Als Draufgabe versemmelt das von Minister Hofer geführte Ministerium noch die Ausschreibungen für den öffentlichen Verkehr. Geschätzte Damen und Herren, ich erwarte mir, dass der Minister seine Aufgabe sehr ernst nimmt und endlich von der Sprechblasenpolitik ins Arbeiten übergeht. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Zanger: Sie waren im Ausschuss aber nicht anwesend! – Abg. Neubauer: Das war nur heiße Luft!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Greiner: ... Projekte kürzt!
Ich konnte dem Redebeitrag meiner Vorrednerin nicht ganz folgen: Diese Nachhaltigkeit, genau das ist notwendig, wenn wir unsere Schieneninfrastruktur ausbauen. Der Berichtszeitraum belegt, dass wir 11,3 Milliarden Euro für die Schiene ausgegeben haben und nur 3,8 Milliarden Euro für die Straße. Das ist ein klarer Beweis dafür, dass wir uns in Österreich darauf verständigt haben, in den nachhaltigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs zu investieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Greiner: ... Projekte kürzt!)
Abg. Greiner: 2026! Zwei Jahre zu spät!
Als Steirerin möchte ich auf zwei Projekte eingehen. Zum einen auf den Ausbau in Richtung Klagenfurt: Es wird in Zukunft möglich sein, in 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt – und das natürlich auch retour – fahren zu können. Wenn man als Familie sagt, man möchte am Samstag gerne von Graz zum Wörthersee fahren, braucht man mit dem Auto eineinhalb Stunden. In Zukunft wird man in Graz am Bahnhof in den Zug einsteigen, wird mit der Familie im Familienabteil sitzen können – die Eltern werden noch einen Kaffee trinken und ein bisschen plaudern können, die Kinder werden in der Kinderecke spielen können –, wird dann in Klagenfurt aussteigen und einen herrlichen Tag am Wörthersee verbringen und am Abend wieder zurückfahren können. (Abg. Greiner: 2026! Zwei Jahre zu spät!) – 2024 wird das möglich sein, Frau Kollegin, 2024 wird das schon möglich sein. (Abg. Greiner: Falsch! – Abg. Plessl: 2026! – Abg. Greiner: Kein Budget!)
Abg. Greiner: Falsch! – Abg. Plessl: 2026! – Abg. Greiner: Kein Budget!
Als Steirerin möchte ich auf zwei Projekte eingehen. Zum einen auf den Ausbau in Richtung Klagenfurt: Es wird in Zukunft möglich sein, in 45 Minuten von Graz nach Klagenfurt – und das natürlich auch retour – fahren zu können. Wenn man als Familie sagt, man möchte am Samstag gerne von Graz zum Wörthersee fahren, braucht man mit dem Auto eineinhalb Stunden. In Zukunft wird man in Graz am Bahnhof in den Zug einsteigen, wird mit der Familie im Familienabteil sitzen können – die Eltern werden noch einen Kaffee trinken und ein bisschen plaudern können, die Kinder werden in der Kinderecke spielen können –, wird dann in Klagenfurt aussteigen und einen herrlichen Tag am Wörthersee verbringen und am Abend wieder zurückfahren können. (Abg. Greiner: 2026! Zwei Jahre zu spät!) – 2024 wird das möglich sein, Frau Kollegin, 2024 wird das schon möglich sein. (Abg. Greiner: Falsch! – Abg. Plessl: 2026! – Abg. Greiner: Kein Budget!)
Abg. Greiner: Schauen Sie sich den Finanzrahmen an, da ist nichts drinnen!
Der Herr Minister hat im Ausschuss gesagt, dass es dafür in Zukunft jährlich 2,5 Milliarden Euro geben wird. Dieses Geld ist budgetiert. (Abg. Greiner: Schauen Sie sich den Finanzrahmen an, da ist nichts drinnen!) – Keine Sorge, Frau Kollegin, diese Projekte werden möglich sein. Das gemeinsame Ziel, das wir haben, ist, den Güterverkehr und auch den Personenverkehr auf die Schiene zu bringen, und das brauchen wir in
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
einem gut ausgebauten Österreich, in einem gut ausgebauten Europa. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Der finanzielle Aufwand ist tatsächlich beträchtlich: Alleine im Jahr 2015 wurden in diese Netze 3,1 Milliarden Euro investiert, das waren 4 Prozent der Auszahlungen des gesamten Bundeshaushalts, und im Prüfzeitraum von 2011 bis 2015 flossen in den Ausbau und in die Erhaltung dieses hochrangigen Verkehrswegenetzes 15,2 Milliarden Euro, drei Viertel davon in das Schienennetz – das betrifft das ganze Schienennetz der ÖBB – und ein Viertel in den Ausbau von Autobahnen und Schnellstraßen. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Es gibt Optimierungsbedarf, und dieser besteht unserer Meinung nach in einer sehr wirksamen Auflagenverwaltung und Auflagenkontrolle in der Betriebsphase. Es ist notwendig, dass es präzise und messbare Auflagen in den Genehmigungsbescheiden gibt und dass es praktikable Systeme dazu gibt und nicht nur ein einmaliges Instrumentarium der Nachkontrolle, sondern zum geeigneten Zeitpunkt entsprechende Kontrollen der Überwachung unter Einhaltung der Umweltauflagen. – Danke schön für die Aufmerksamkeit. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Greiner: Kontraproduktiv!
deren Nachtruhe gestört wurde. Da ist natürlich Handlungsbedarf gegeben. Dem gegenüber steht aber die Absicht von Minister Hofer, das Geschwindigkeitslimit in der Nacht von 60 auf 70 km/h zu erhöhen. (Abg. Greiner: Kontraproduktiv!) Ganz klar ist, dass der Transit, der nicht nach Wien will, nicht nach Wien hineinfahren soll, sondern um Wien herumfahren soll. Das spart der Bevölkerung Stau, Frust und setzt sie weniger Abgasen aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
deren Nachtruhe gestört wurde. Da ist natürlich Handlungsbedarf gegeben. Dem gegenüber steht aber die Absicht von Minister Hofer, das Geschwindigkeitslimit in der Nacht von 60 auf 70 km/h zu erhöhen. (Abg. Greiner: Kontraproduktiv!) Ganz klar ist, dass der Transit, der nicht nach Wien will, nicht nach Wien hineinfahren soll, sondern um Wien herumfahren soll. Das spart der Bevölkerung Stau, Frust und setzt sie weniger Abgasen aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Sehr gut!
Der geplante Lobautunnel wird endlich eine Entlastung auch für die Bezirke links der Donau bringen. Die UVP ist abgeschlossen und vom Bundesverwaltungsgericht auch positiv entschieden worden. 2020 soll der Spatenstich erfolgen und damit ist auch der Lückenschluss für das Wiener Straßennetz gegeben. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Plessl: Sehr gut!) Das ist ganz wichtig, weil so der Verkehrskollaps in der Donaustadt abgewendet und verhindert werden kann.
Beifall bei der SPÖ.
Wir reden hier freilich immer noch von der Planungsphase. Ich hoffe, dass die Umsetzung der Stadtstraße im Nordosten Wiens jetzt wirklich unmittelbar – die Asfinag spricht von 2019/2020 – bevorsteht. Das würde uns enorm entlasten. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Jarolim: Jetzt wird die Straße von der anderen Seite beleuchtet!
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Plessl. – Bitte. (Abg. Jarolim: Jetzt wird die Straße von der anderen Seite beleuchtet!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir haben hier einen unterschiedlichen Zugang. Wir wollen ja nicht das Gesetz schwächen, sondern wir wollen, dass die anstehenden Bestimmungen auch dementsprechend zeitnah und rasch umgesetzt werden. Wir haben auch bemerkt, dass gerade das Einsparungspotenzial, das man bei den Sachverständigen sieht, wo man entsprechende Maßnahmen umsetzt, wesentlich dafür ist, dass eine rasche Abarbeitung gewährleistet wird. Die Aussage des Verkehrsministers, dass ein weiterer Abbau bei den Sachverständigen durchgeführt werden soll, ist eher hinderlich und führt nicht zu einer raschen Abwicklung gemäß den Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzen, die ein Grundstein und in einer Demokratie auch sehr wichtig sind, damit die Anrainerrechte gewährleistet werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zum Schluss noch eines, meine sehr geehrten Damen und Herren: Die S 8 Marchfeld Schnellstraße ist noch nicht gebaut, was vorliegt, ist erst der Bescheid, und es freut mich, dass dieser Schritt jetzt gelungen ist. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es mangelte, wie wir gehört haben, auch an der Zusammenarbeit zwischen den Ministerien, der Exekutive, aber vor allem am Personal, da es aufgrund der Einsparungen zu wenige Sachverständige gibt. Internen Sachverständigen müssen externe beigestellt werden, und deren Honorare sind natürlich wesentlich höher. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben auch mehrmals darauf hingewiesen, dass es angesichts der immer wahrscheinlicher werdenden Strafzahlungen in der Höhe von bis zu 7 Milliarden Euro wesentlich mehr Anstrengungen brauchen wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Ich meine, die Erde hat Fieber, und mit einem Zapferl werden wir das nicht mehr in den Griff kriegen. Handeln Sie endlich! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir müssen im Sinne der Bahnfahrer und der Steuerzahler die Vertriebssysteme der öffentlichen Verkehrstickets noch transparenter und noch einfacher gestalten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mit der Debatte zu den Ticketautomaten beginnen. Wir wissen – wir führen zumindest in Niederösterreich gerade eine Diskussion darüber, aber ich nehme an, es wird in vielen Bundesländern so sein –, dass immer mehr Personenkassen auf Bahnhöfen zugesperrt und durch Ticketautomaten ersetzt werden. Es ist mir bewusst, dass wir den technologischen Fortschritt natürlich nicht aufhalten können und dass aufgrund von Onlinebuchungen und anderen Maßnahmen natürlich nicht mehr auf jedem Bahnhof ein Schalter sein kann. Trotzdem glaube ich – und finde es schade, dass da vom Verkehrsminister keine klare Botschaft im Ausschuss gekommen ist –, dass wir schon eine Richtlinie brauchen und dass die Politik vorgeben sollte, ab welcher Größe, ab welcher Maßnahme es immer noch Personenschalter geben sollte, und dass man nicht ganz einfach die Ticketautomaten allein als heiliges Mittel ansehen kann. Ich glaube – wenn man vor allen Dingen an die ältere Generation denkt und wenn man auch will, dass es einen Umstieg auf den öffentlichen Verkehr geben soll –, man muss es den Menschen so leicht wie möglich machen, und in diesem Sinne ist das Buchen eines Tickets eine auch nicht unwesentliche Maßnahme. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was auch nicht zu begrüßen ist, ist die finanzielle Ausgestaltung, von der man momentan spricht. Man geht im Vergleich vom Schweizer Ticket aus. Das Schweizer Ticket kostet 3 000 Euro im Jahr. Der Minister hat im Ausschuss gesagt, er geht davon aus, dass es zumindest um ein Drittel günstiger sein wird; aber ein Drittel günstiger heißt, dass es noch immer 2 000 Euro kostet und noch immer um ein Vielfaches zu teuer ist. Deshalb glaube ich, dass es wichtig ist und dass man hier im Parlament auch die Botschaft ausgeben sollte, dass man – da man, vor allen Dingen was die Regierungsparteien betrifft, immer gerne nach Wien schaut – auch in dieser Frage nach Wien schauen sollte, nämlich auf das Öffiticket um 365 Euro im Jahr, und auch das Österreichticket in diese Richtung entwickeln sollte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, dass das ein Wahnsinn ist, wie man hier mit Hunderttausenden Pendlerinnen und Pendlern umgeht, natürlich auch mit den Beschäftigten, und dass am Ende des Tages nicht die Politik, sondern die Gerichte entscheiden werden, ob das überhaupt stattfindet oder nicht. So geht man nicht mit Menschen um und so gestaltet man nicht den öffentlichen Verkehr in Österreich. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
So können wir mehr Transparenz im Bereich der Ticketpreise schaffen und in Summe das öffentliche Verkehrsnetz für Gäste vereinfachen und besser gestalten. – Danke. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Haider: Das ist eh Sparschiene!
Was nun diese Kombination von Vorteilscardticket, Sparschienenticket, normalem Ticket betrifft, verstehe ich schon, dass die ÖBB daran interessiert sind, die Züge entsprechend auszulasten. Aber warum macht man es nicht so wie etwa in der Schweiz, wo Züge außerhalb der Stoßzeiten generell günstiger sind? (Abg. Haider: Das ist eh Sparschiene!) Dann wüsste ich sofort: Wenn ich am Abend nach 19 Uhr fahre, kostet es mich so viel, wenn ich früher fahre, kostet es mich mehr. Das wäre eine gute, übersichtliche Lösung, und ich hoffe, dass das ein Anstoß ist, sich das anzuschauen.
Heiterkeit des Abg. Drozda.
Das Zweite, das auch wichtig ist, das wir auch im Ausschuss gehört haben und das aus dem Bericht hervorgeht, ist, dass die ÖBB, die ja viele Jahre an der Entwicklung dieses Systems gearbeitet haben, davon überrascht wurden, dass sich das Smartphone so durchgesetzt hat. (Heiterkeit des Abg. Drozda.) Das war halt eine rasche Entwicklung, da sind sie nicht ganz mitgekommen, und ich finde, da müsste man schon schauen, dass man auf der Höhe der Zeit ist.
Abg. Neubauer: Nicht nur!
Natürlich hat dieses System, das ja in Vorarlberg schon erprobt wird, eine datenschutzrechtliche Schattenseite (Abg. Neubauer: Nicht nur!), weil jede Fahrt, die ich mache, registriert ist. Denken wir aber daran, wie oft wir Google Maps verwenden oder etwas nachschauen, und dann steht da: Darf Google Ihren Standort feststellen?, oder wie immer das heißt.
Beifall bei den NEOS.
Das heißt, es ist zu hoffen, dass die ÖBB zu einem System kommen, das transparent, praktisch und auf der Höhe der Zeit ist, denn der öffentliche Verkehr ist absolut notwendig und muss stark genutzt werden. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei ÖVP, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bedanke mich für die Debatte zu diesem Bericht. – Danke. (Beifall bei ÖVP, FPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir wollen die Menschen dazu bringen, die Angebote noch mehr zu nutzen, und die Infrastruktur weiter ausbauen. Im Sinne des Klimaschutzes ist es unsere Aufgabe, die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweiten und attraktiver zu machen. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Holzkraftwerke und die Biogasanlagen ebenso ganz wichtige Puzzleteile für unsere Energie- und Klimastrategie 2030 sind. Es muss uns schon bewusst sein, dass mit genau dieser Bioenergie nicht kostendeckend produziert werden kann – gegenüber Atomstrom zum Beispiel – und dass diese Förderungen daher unbedingt notwendig sind. Gott sei Dank ist es unserer Bundesministerin Köstinger gelungen, eine Möglichkeit zu schaffen, dass die Länder da eingreifen können, um die Finanzierung dieser KWK-Anlagen auf die Beine zu stellen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, das ist auch ein europäisches Thema, und im Hinblick auf die kommende Wahl ist es besonders wichtig, dass wir uns hier grenzübergreifend engagieren. Alle, die jetzt zusehen, können diese Petition gerne online unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
In diesem Sinne haben wir viele Petitionen und Bürgerinitiativen inhaltlich gut besprochen und zugewiesen, vier Petitionen haben wir zur Kenntnis genommen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
in Richtung Abg. Schimanek
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Frau Präsidentin! Ich weiß nicht, Frau Kollegin (in Richtung Abg. Schimanek), gibt es etwas zu lachen oder was? (Abg. Schimanek: Nichts! Ich habe nur gesagt, der Herr Knes kommt jetzt!) – Okay, ja, ist ja schön, nicht? (Ruf: Wir freuen uns!) Guten Morgen, am späten Abend!
Abg. Schimanek: Nichts! Ich habe nur gesagt, der Herr Knes kommt jetzt!
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Frau Präsidentin! Ich weiß nicht, Frau Kollegin (in Richtung Abg. Schimanek), gibt es etwas zu lachen oder was? (Abg. Schimanek: Nichts! Ich habe nur gesagt, der Herr Knes kommt jetzt!) – Okay, ja, ist ja schön, nicht? (Ruf: Wir freuen uns!) Guten Morgen, am späten Abend!
Ruf: Wir freuen uns!
Abgeordneter Wolfgang Knes (SPÖ): Frau Präsidentin! Ich weiß nicht, Frau Kollegin (in Richtung Abg. Schimanek), gibt es etwas zu lachen oder was? (Abg. Schimanek: Nichts! Ich habe nur gesagt, der Herr Knes kommt jetzt!) – Okay, ja, ist ja schön, nicht? (Ruf: Wir freuen uns!) Guten Morgen, am späten Abend!
Beifall bei der SPÖ.
Kollege Hofinger, du hast die Holzkraftwerke angesprochen. Warum war die SPÖ dagegen? – Weil es die ÖVP, und das muss man auch sagen, nie der Mühe wert gefunden hat, über wirkliche Strategien zu sprechen, über nachhaltige Energie, stattdessen einen Blödsinn fördert, der 17 Jahre lang schon gefördert worden ist, bei dem aber kein Geld herauskommt. Es wird lediglich das Sterben um drei Jahre verlängert. Da sind wir nicht dabei, das haben wir schon einmal gesagt! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Nehammer.
Interessant ist auch, Herr Kollege Hofinger, dass sich die ÖVP hierherstellt und sagt: Notstand für unsere Holzbauern! – Dafür habe ich sogar noch Verständnis, aber für einen Blankoscheck von 150 Millionen Euro für eine Ministerin, ohne ein dahinterstehendes Konzept, wie der Umgang mit der Energie in Zukunft ausschauen soll, wird es von der SPÖ nie die Zustimmung geben. (Zwischenruf des Abg. Nehammer.) 3 Stunden später, Herr Generalsekretär – auch von Ihrer Partei betrieben –: Kürzung der Mindestsicherung, Abschaffung der Notstandshilfe für Menschen – aber dazu fällt Ihnen nichts mehr ein, für die Zukunft! Das ist ja interessant! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zarits.
Interessant ist auch, Herr Kollege Hofinger, dass sich die ÖVP hierherstellt und sagt: Notstand für unsere Holzbauern! – Dafür habe ich sogar noch Verständnis, aber für einen Blankoscheck von 150 Millionen Euro für eine Ministerin, ohne ein dahinterstehendes Konzept, wie der Umgang mit der Energie in Zukunft ausschauen soll, wird es von der SPÖ nie die Zustimmung geben. (Zwischenruf des Abg. Nehammer.) 3 Stunden später, Herr Generalsekretär – auch von Ihrer Partei betrieben –: Kürzung der Mindestsicherung, Abschaffung der Notstandshilfe für Menschen – aber dazu fällt Ihnen nichts mehr ein, für die Zukunft! Das ist ja interessant! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zarits.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Beispiel auch noch für die ÖVP, was die Bürgerinitiativen betrifft: Wir auf Oppositionsseite nehmen die Demokratie sehr ernst. Es soll jetzt der Ausschussbericht hinsichtlich der Bürgerinitiative Nr. 55, Keine Ehe für alle!, zur Kenntnis genommen werden. Das ist ein Beispiel dafür, dass wir, wenn da eine Bürgerinitiative hereinflattert, nicht alle drei Wochen oder alle paar Monate hier ein neues Gesetz schaffen, da wir uns ja jahrzehntelang darüber unterhalten haben, wie Gleichbehandlung hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Beziehungen aussehen soll, und letztendlich ein Gesetz aufgrund eines EuGH-Urteils beschlossen haben. Dann – auch wenn hier Petitionen oder Bürgerinitiativen hereinflattern – sagen wir, wir nehmen das zur Kenntnis, und das ist damit abgeschmettert. Das ist auch gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall des Abg. Lindner. – Abg. Neubauer: Das wissen wir eh ...! Das ist nichts Neues! Erzähl uns was Neues!
So, die ÖVP glaubt aber, wie der Bezirksvorsteher von Ottakring in der Presse schreibt, die SPÖ im Bund ist für ihren Vorschlag, wenn die SPÖ beim Einholen von Stellungnahmen mitgeht. – Ja, spüren Sie sich noch richtig? Haben Sie vom Parlamentarismus überhaupt noch eine Ahnung? (Beifall des Abg. Lindner. – Abg. Neubauer: Das wissen wir eh ...! Das ist nichts Neues! Erzähl uns was Neues!)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Man kann hier eine Stellungnahme einholen, das heißt aber noch lange nicht, dass wir dafür sind. Stellungnahmen sind nämlich dazu da, Herr Abgeordneter Obernosterer – auch für Sie, Herr Oberlehrer –, damit man ein Bild von jenem Land bekommt und damit das dann eventuell auch einem Ausschuss zugeteilt werden kann; aber Sie feiern ja schon frohlockend ab: Wir haben hier gewonnen und das ist durchgesetzt! – Ich weiß nicht. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.) – Ja, Herr Kollege, Parlamentarismus schaut ein bissl anders aus – und Demokratie schon überhaupt. Also da habt ihr noch viel zu lernen!
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Ruf: Nur heiße Luft!
Auch die FPÖ möchte ich für die Zukunft aufrufen: Wir werden ja sehen, wir haben heuer noch zwei Ausschusssitzungen geplant, und wir lassen auch nicht locker; das habe ich immer versprochen. Wir werden hier die Möglichkeiten für Bürgerinitiativen ausbauen, damit die Bevölkerung noch mehr Rechte bekommt, ihre Initiativen auch entsprechend leichter einbringen kann, die dann hier in unseren Ausschüssen debattiert und diskutiert werden und das letztendlich zu einem Ziel geführt wird – aber nicht so, wie Sie es machen: abschasseln, wegwischen und, wenn es um Menschen geht, wegschauen. Das lassen wir nicht zu. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ. – Ruf: Nur heiße Luft!)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
den – aus Verantwortung von uns Menschen für unsere Tiere. Tierversuche werden auf Dauer nicht alternativlos bleiben und sind es großteils jetzt schon nicht, und deshalb nehmen wir die vorliegende Bürgerinitiative zur Kenntnis. – Vielen Dank und einen schönen Abend. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Es gäbe viele Chancen, und ich weiß, Politik ist das Bohren harter Bretter – aber es ist kein Marmor, es sollte Holz sein, in das man bohrt. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Bei dem, was wir hier an Möglichkeiten haben, nimmt keine Regierung Schaden, nimmt kein Parlament Schaden. Die Einzigen, die Schaden nehmen, wenn wir nichts tun, sind die Bürgerinnen und Bürger, weil wir die Chance, Parlament und Parlamentarismus wirklich aktiver zu leben, und die Chance, dass Menschen wahrnehmen, dass das Parlament sich um ihre Anliegen bemüht, in jedem Plenum aufs Neue vergeben, wenn wir nichts ändern.
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Daher mein Plädoyer: Lassen Sie uns gemeinsam den Petitionsausschuss reformieren! Lassen Sie uns Chancen für Bürgerinnen und Bürger, die aktiv am Parlamentarismus teilnehmen wollen, schaffen! Ich bitte um Ihre Unterstützung. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der NEOS.
Unsere gesetzlichen Regelungen sind an sich ausreichend, wenn sie konsequent und richtig umgesetzt werden, und in diesem Sinn ist diese Bürgerinitiative auch zur Kenntnis genommen worden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Jarolim: Wo ist der Herr Bundeskanzler eigentlich? – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Erasim. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Jarolim: Wo ist der Herr Bundeskanzler eigentlich? – Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Melanie Erasim, MSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich muss Abgeordnetem Jarolim recht geben: Das wären jetzt wirklich Themen, die die Bürgerinnen und Bürger interessieren, und ein Ansatz für das nächste Mal wäre vielleicht, dass sich auch Kanzler und Vizekanzler einmal um die echten Anliegen der Menschen kümmern könnten. – Danke, Herr Abgeordneter Jarolim, für den guten Vorschlag. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zurück zum Sammelbericht des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen: Ich möchte zunächst meine Freude darüber kundtun, dass wir uns betreffend die Petition, die ich einreichen konnte, „Für Verbesserungen auf der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz“, einstimmig einigen konnten, Stellungnahmen seitens des BMVIT, des Verkehrsclubs Österreich, des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung und der Bundesarbeitskammer einzuholen. Es freut mich sehr, dass dieser nächste wichtige Schritt zur Verbesserung der Lebenssituation der Pendlerinnen und Pendler im Weinviertel gesetzt wurde. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ
Ein weiteres großes Thema, das im Ausschuss behandelt wurde, sind die zwei Bürgerinitiativen, die in unterschiedlichen Abstufungen das Abtreibungsverbot zum Inhalt hatten. Wenn man in den Medien sieht – Stichwort Alabama –, wie weit es gehen kann, wenn man da nur kleine Türen öffnet, dann muss ich aus sozialdemokratischer Sicht schon sagen, dass wir hier keinen Millimeter weichen werden, wenn es um das Selbstbestimmungsrecht der Frauen geht (Beifall bei der SPÖ), wenn es darum geht, dass Frauen entscheiden können, was mit ihrem Körper passiert. Ich weiß, dass lediglich noch Stellungnahmen eingeholt werden, aber auch bei diesem Thema sehen wir als sozialdemokratische Partei es so, dass alles auf dem Tisch liegt. So, wie die momentane Gesetzeslage ist, ist es gut, und es soll im Sinne unserer Töchter und Enkeltöchter nicht mehr daran gerüttelt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Ein weiteres großes Thema, das im Ausschuss behandelt wurde, sind die zwei Bürgerinitiativen, die in unterschiedlichen Abstufungen das Abtreibungsverbot zum Inhalt hatten. Wenn man in den Medien sieht – Stichwort Alabama –, wie weit es gehen kann, wenn man da nur kleine Türen öffnet, dann muss ich aus sozialdemokratischer Sicht schon sagen, dass wir hier keinen Millimeter weichen werden, wenn es um das Selbstbestimmungsrecht der Frauen geht (Beifall bei der SPÖ), wenn es darum geht, dass Frauen entscheiden können, was mit ihrem Körper passiert. Ich weiß, dass lediglich noch Stellungnahmen eingeholt werden, aber auch bei diesem Thema sehen wir als sozialdemokratische Partei es so, dass alles auf dem Tisch liegt. So, wie die momentane Gesetzeslage ist, ist es gut, und es soll im Sinne unserer Töchter und Enkeltöchter nicht mehr daran gerüttelt werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ, ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Bernhard.
Abgeordneter Christian Lausch (FPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ganz kurz ein paar Sätze zur Rede der Kollegin Erasim: Betreffend die Petition „Für Verbesserungen auf der Nordwestbahnstrecke zwischen Stockerau und Retz“ ist noch einiges einzuholen, einiges zu erledigen. Das ist eine langjährige überparteiliche Forderung betreffend eine Pendlerstrecke. Ich denke, wir werden uns das ganz genau anschauen und dann schauen, was wir umsetzen können. Das ist eine sehr gute Sache, wäre eventuell auch für eine Bürgerinitiative interessant gewesen, aber wir nehmen das auch als Petition von Kollegin Erasim sehr ernst. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ, ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Bernhard.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Also diese Bundesregierung tut etwas, macht etwas, spart und arbeitet gut. In diesem Sinne alles Gute! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Ich würde einfach sagen, es geht uns darum: Entfärben statt umfärben! Das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt im ORF. Es ist aber auch notwendig, dass wir nicht nur eine innere Strukturreform durchführen, sondern dass wir österreichischen Content erhalten, also dass wir in unserem ORF österreichische Inhalte präsentieren können, dass wir den Bildungsauftrag erfüllen können und dass das, was Österreich ausmacht, wirklich auch über den Äther kommt. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Es gibt unterschiedliche Arten von Familien!
Ich möchte aber auch da den Initiatoren sehr, sehr danken. Ich habe gespürt, wie viel Herzblut sie hineingelegt haben, wie wichtig es ihnen ist, und ich glaube, wir alle können ihnen versichern, dass für uns ganz klar ist: Die Familie ist die Keimzelle des Staates, und wir werden immer versuchen, sie zu unterstützen und dabei auch alle Möglichkeiten für sie zu eröffnen. (Abg. Heinisch-Hosek: Es gibt unterschiedliche Arten von Familien!)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
In diesem Sinne danke ich ihnen allen – allen Initiatoren, allen Bürgerinitiativen – und freue mich auf viele, viele weitere Unterstützungserklärungen auf den Petitionen. Ich darf allen Zuseherinnen und Zusehern versichern: Wir bleiben dran! (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
In Zeiten der Digitalisierung treiben die Banken viele Österreicherinnen und Österreicher wieder zum Nachtkastlsparen. Das ist einfach unfair und eine Schande gegenüber den Kunden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein klares, ein entschiedenes Nein zu Bankomatgebühren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Gleichfalls löst das Hundetötungsgesetz der SPÖ Wien bei mir blankes Entsetzen und Betroffenheit aus. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.
Die SPÖ Wien ignoriert veterinärmedizinische Gutachten der Bundesministerin. Meine Damen und Herren von der SPÖ, was für eine weltfremde Politik machen Sie eigentlich? Was für eine unsoziale Politik machen Sie eigentlich? (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Plessl
Auf der einen Seite gibt es das Hundetötungsgesetz (Zwischenruf des Abg. Plessl), und auf der anderen Seite gibt es von Ihnen immer noch Funktionäre, die nicht wissen, wie ein Tierschutzhaus von innen ausschaut – und das ist eine traurige Sozialpolitik, die Sie, meine Damen Herren von der SPÖ, machen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auf der einen Seite gibt es das Hundetötungsgesetz (Zwischenruf des Abg. Plessl), und auf der anderen Seite gibt es von Ihnen immer noch Funktionäre, die nicht wissen, wie ein Tierschutzhaus von innen ausschaut – und das ist eine traurige Sozialpolitik, die Sie, meine Damen Herren von der SPÖ, machen. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Vogl: ... da habt ihr zuerst dagegen gestimmt, Sandra!
Abschließend möchte ich auch noch einen Blick nach Europa werfen: Jährlich finden 360 Millionen Tiertransporte statt, bei denen Rinder, Schafe, Schweine transportiert werden, vier Millionen Tiertransporte erfolgen in Drittstaaten. Wir alle haben diese schrecklichen Bilder vor unserem geistigen Auge, dass Tiere unter Qualen transportiert werden, da sie zu wenig Wasser oder zu wenig Licht bekommen, aber auch weil sie sehr lange Stehzeiten und sehr lange Fahrtzeiten auf sich nehmen müssen und auch dadurch unnötigem Leid ausgesetzt sind. (Abg. Vogl: ... da habt ihr zuerst dagegen gestimmt, Sandra!)
Beifall bei der FPÖ.
Unser Ziel muss es sein, auch auf europäischer Ebene das Leid auf den Straßen zu lindern. Gerade dafür ist auch der Europaparlamentarier Harald Vilimsky, der sich für den Tierschutz sehr stark einsetzt, wofür ich sehr dankbar bin, ein Garant. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wollt das gar nicht!
Harald Vilimsky will, dass die Transportzeiten der Tiere auf maximal 8 Stunden reduziert und begrenzt werden. (Abg. Heinisch-Hosek: Ihr wollt das gar nicht!) Er will auch ein striktes Verbot des Exports von Schlachtvieh in Drittstaaten.
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Nehammer.
Sehr geehrte Damen und Herren! Gemeinsam mit unserem Koalitionspartner werden wir uns auch in Zukunft für den vorbildlichen Umgang mit unseren Tieren einsetzen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Nehammer.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Wenn es Regionen gibt, wo Bürgermeister damit kämpfen, Infrastruktur aufrechtzuerhalten, wo die Wirtschaft sich Sorgen macht, wie sie Standorte erhalten kann, um Arbeitsplätze zu sichern, damit die Wertschöpfung in der Region bleibt, damit auch Kinder eine Zukunft in diesen ländlichen Räumen sehen können, dann sind das Themen, die man ernst nehmen muss – und nicht ins Lächerliche ziehen, so wie Sie das heute durch die Art und Weise, wie Sie argumentiert haben, manchmal getan haben. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger
Eines dieser Themen ist auch – und davor sollte man die Augen nicht verschließen – die große Sorge, die Waldbesitzer momentan aufgrund der Trockenheit und aufgrund der Borkenkäferproblematik haben, die sie in den letzten Jahren durchmachen mussten und in deren Folge Hunderttausende Festmeter Holz geschlägert werden mussten und ein enormer Schaden für einzelne Forst- und Waldbesitzer entstanden ist. Dabei ist es parallel dazu auch für die Holzkraftwerksbetreiber zu enormen Sorgen gekommen, weil diese ja das Auslaufen der Verträge vor sich hatten. Auch das wurde heute schon von Kollegen Knes mehr oder weniger angeprangert und ins Lächerliche gezogen, und ich bin ganz entsetzt, dass sich mein Kollege Klaus Feichtinger, mit dem ich in seiner Funktion als Umweltsprecher – ich war auch Umweltsprecher – lange Jahre gut zusammengearbeitet habe und der damals noch einen ganz anderen Zugang hatte, heute nicht zu Wort meldet (Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger), wenn Herr Knes so abfällig über die Holzwirtschaft, über die Verarbeitung in diesen Holzkraftwerken spricht.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger sowie Zwischenruf des Abg. Vogl
Wir wissen doch, dass diese Holzkraftwerke im ländlichen Raum und für die Energieversorgung eine große Rolle spielen, denn sie liefern Strom und Wärme in die Regionen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Klaus Uwe Feichtinger sowie Zwischenruf des Abg. Vogl), sie sichern Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region und sie leisten einen enorm wertvollen Beitrag in der aktuellen Diskussion, was die Klimapolitik betrifft. Und sie sind eben auch in Zeiten des Schadholzes Hilfe und wichtige Partner
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
In diesem Sinne würde ich euch darum ersuchen und bitten, die Problematiken im ländlichen Raum – und davon gibt es viele – wirklich ernst zu nehmen und in diesem Bereich in Zukunft Seite an Seite und in engerem Zusammenwirken mit uns vorzugehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Irene Hochstetter-Lackner (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Damen und Herren! Herr Höfinger – ich glaube, Sie haben als Redner der ÖVP vor mir gesprochen –, wenn soziale Themen bei der ÖVP auch so viel Emotion und Engagement wecken würden wie das Thema des Wolfes, dann könnten wir uns hier herinnen sehr glücklich schätzen und dann wäre ich eigentlich ganz froh, denn dann könnten wir oft besser diskutieren und bessere Dinge für die Menschen erreichen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir von Petitionen und Bürgerinitiativen sprechen, so geht es dabei um gelebte Basisdemokratie. Sie bieten jedem Menschen die Möglichkeit, sich in die Politik einzumischen, tätig zu werden und einfach etwas zu tun. Ich bin wirklich tief beeindruckt, wie viele Menschen davon Gebrauch machen, sich mit viel Engagement in das politische Geschehen einbringen, sich einfach dahintersetzen und andere Menschen von Ideen begeistern. Dafür möchte ich mich als Abgeordnete der SPÖ herzlich bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Deshalb bin ich heute schon gespannt, wie die FPÖ und ihr Minister Kickl mit der Bürgerinitiative für die Erhöhung der Polizeiplanstellen und die Wiedereröffnung der Polizeiinspektion am Villacher Bahnhof umgehen werden. Hier gilt es nicht, Ausreden zu suchen, warum etwas nicht geht – wie es halt so gerne gemacht wird –, sondern hier gilt es, Antworten zu finden, die wir gemeinsam umsetzen können, denn viele Menschen haben schon jetzt dafür unterschrieben. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sogar die FPÖ hat das gefordert, aber nur solange sie nicht selber den Minister im Bereich Inneres gestellt hat. Ich erwarte mir da, dass der Innenminister die Anliegen der Menschen ernst nimmt und entsprechende Gespräche dazu führt, denn ich glaube, das ist das Mindeste, was man von einem Minister in diesem Bereich verlangen kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kassegger: Das ist jetzt keine tatsächliche Berichtigung mehr!
Ich wundere mich (Abg. Kassegger: Das ist jetzt keine tatsächliche Berichtigung mehr!), in welchen Wertekontext Sie Ihre Haltung in diesem Zusammenhang stellen. Ich halte das für beschämend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wundere mich (Abg. Kassegger: Das ist jetzt keine tatsächliche Berichtigung mehr!), in welchen Wertekontext Sie Ihre Haltung in diesem Zusammenhang stellen. Ich halte das für beschämend. (Beifall bei der SPÖ.)
Der Redner unterbricht aufgrund eines Mikrofonausfalles seine Rede. – Abg. Vogl: Die Frau Präsidentin hat das Mikro abgeschaltet! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Weiter!
war - - (Der Redner unterbricht aufgrund eines Mikrofonausfalles seine Rede. – Abg. Vogl: Die Frau Präsidentin hat das Mikro abgeschaltet! – Weiterer Ruf bei der SPÖ: Weiter!)
Beifall bei FPÖ und ÖVP
Ein Weiterbestehen von Holz-Heizkraft- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und damit die Schaffung von Nachfolgetarifen ist von großer Bedeutung für die Erreichung der ambitionierten Energie- und Klimaziele. Daher ist es auf nationaler Ebene notwendig, Biotechnologien weiter zu unterstützen (Beifall bei FPÖ und ÖVP), so auch die Anlagen auf Basis von Biomasse, denn diese helfen als natürliche Energiespeicher, das Energieangebot zu flexibilisieren und den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen. Aus Biomasse können bedarfsgerecht sowohl Wärme, Kälte als auch Strom und nachhaltige Biokraftstoffe bereitgestellt werden. Gerade feste Biomasse leistet augenblicklich einen substanziellen Beitrag zum österreichischen Energieträgermix, dessen Fortbestand es bestmöglich sicherzustellen gilt.
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Es war daher wichtig, eine Übergangslösung für hocheffiziente Biomasseanlagen zu finden. Dies beweist einmal mehr, wir greifen die Probleme auf und schaffen Lösungen. Gott sei Dank konnten wir als Regierungsparteien eine Schadensbegrenzung erwirken, wofür ich mich im Namen der vielen Beteiligten, der vielen betroffenen Waldbesitzer und aller Mitwirkenden bedanken möchte. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Abg. Loacker erhebt sich als Einziger nicht von seinem Platz. – Allgemeine Heiterkeit.
Ich bitte jene Damen und Herren, die diesem Antrag zustimmen, um ein entsprechendes Zeichen. (Abg. Loacker erhebt sich als Einziger nicht von seinem Platz. – Allgemeine Heiterkeit.) – Das ist mehrheitlich angenommen.
Abg. Belakowitsch: Der ist ja nicht da!
Ich zähle nun natürlich sehr auf die bewährten Kräfte der FPÖ: ein Mann, ein Wort! Kollege Lausch, Kollege Schrangl (Abg. Belakowitsch: Der ist ja nicht da!) – Entschuldigung! –, die werden das alle natürlich einhalten, was sie damals schon gefordert haben. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Ich zähle nun natürlich sehr auf die bewährten Kräfte der FPÖ: ein Mann, ein Wort! Kollege Lausch, Kollege Schrangl (Abg. Belakowitsch: Der ist ja nicht da!) – Entschuldigung! –, die werden das alle natürlich einhalten, was sie damals schon gefordert haben. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Abg. Drozda: Noch gescheiter!
Wir werden ja sehen, wie sehr das hält, was die FPÖ damals lautstark hier gefordert hat. Nur nebenbei: Die SPÖ, glaube ich, können wir auch noch überzeugen, die ist gescheiter geworden. (Abg. Drozda: Noch gescheiter!) – Ungern würde ich sehen,
Zwischenrufe bei der FPÖ.
dass die FPÖ weniger gescheit geworden ist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Schauen wir einmal. (Beifall bei JETZT.)
Beifall bei JETZT.
dass die FPÖ weniger gescheit geworden ist. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Schauen wir einmal. (Beifall bei JETZT.)
Zwischenruf des Abg. Jarolim.
Präsidentin Anneliese Kitzmüller: Frau Abgeordnete Pfurtscheller gelangt als Nächste zu Wort. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Zwischenruf des Abg. Jarolim.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Mit dem Instrument der Ministeranklage muss man sehr vorsichtig und sparsam umgehen – das hat sogar Herr Kollege Noll in seinem Antrag festgehalten –, weil mit dieser Ministeranklage innerhalb ganz kurzer Zeit ein wirklich sehr großer politischer Schaden verursacht werden kann. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Die Kollegen und Kolleginnen werden es im Ausschuss gerne diskutieren. Ich bin mir ganz sicher, dass sie sensibel mit diesem Thema umgehen werden und Herr Kollege Noll noch einmal seinen Vorhalt anbringen kann. – Danke schön. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ
ganzen Sache (Zwischenrufe bei der FPÖ), weil wir damals natürlich dafür waren, das zu machen (Uh-Rufe bei der FPÖ), konnten aber aufgrund der Koalitionsvereinbarung mit der ÖVP nur dagegen stimmen, sonst hätten wir damals schon dafür gestimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Uh-Rufe bei der FPÖ
ganzen Sache (Zwischenrufe bei der FPÖ), weil wir damals natürlich dafür waren, das zu machen (Uh-Rufe bei der FPÖ), konnten aber aufgrund der Koalitionsvereinbarung mit der ÖVP nur dagegen stimmen, sonst hätten wir damals schon dafür gestimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
ganzen Sache (Zwischenrufe bei der FPÖ), weil wir damals natürlich dafür waren, das zu machen (Uh-Rufe bei der FPÖ), konnten aber aufgrund der Koalitionsvereinbarung mit der ÖVP nur dagegen stimmen, sonst hätten wir damals schon dafür gestimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich bin ja jetzt gespannt, ob Sie zu Ihrem Wort stehen können. (Unruhe im Saal.) Ich bin ja jetzt wirklich nur gespannt, wie Sie sich da herauswinden, denn Sie haben ja den Antrag eingebracht. Wir haben ihn nicht aktiv angeregt. Es war immerhin Abgeordneter Strache damals, der diesen Antrag eingebracht hat. Ich gehe einmal davon aus, dass Sie Abgeordneten Strache nicht in den Rücken fallen wollen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich bin sehr neugierig auf Ihre Art der Abstimmung und fordere Sie oder zumindest die Abgeordneten, die damals schon dafür gestimmt haben, auf, das Herz in die Hand zu nehmen und sich zu entscheiden, wieder dafür zu stimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin ja jetzt gespannt, ob Sie zu Ihrem Wort stehen können. (Unruhe im Saal.) Ich bin ja jetzt wirklich nur gespannt, wie Sie sich da herauswinden, denn Sie haben ja den Antrag eingebracht. Wir haben ihn nicht aktiv angeregt. Es war immerhin Abgeordneter Strache damals, der diesen Antrag eingebracht hat. Ich gehe einmal davon aus, dass Sie Abgeordneten Strache nicht in den Rücken fallen wollen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich bin sehr neugierig auf Ihre Art der Abstimmung und fordere Sie oder zumindest die Abgeordneten, die damals schon dafür gestimmt haben, auf, das Herz in die Hand zu nehmen und sich zu entscheiden, wieder dafür zu stimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wir haben eh keine Angst!
Ich halte es für ein vernünftiges Instrumentarium, weil es um ein schuldhaftes Fehlverhalten geht und nicht um eine politische Verantwortung. Schuldhaftes Fehlverhalten würde erst danach vom Verfassungsgerichtshof beurteilt werden. Sie brauchen also keine Angst zu haben, da ist noch die Schuld davor. (Ruf bei der FPÖ: Wir haben eh keine Angst!) Das heißt, nur wenn man vorsätzlich oder grob fahrlässig etwas macht, kommt man überhaupt in die Situation, dass das passieren könnte. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich halte es für ein vernünftiges Instrumentarium, weil es um ein schuldhaftes Fehlverhalten geht und nicht um eine politische Verantwortung. Schuldhaftes Fehlverhalten würde erst danach vom Verfassungsgerichtshof beurteilt werden. Sie brauchen also keine Angst zu haben, da ist noch die Schuld davor. (Ruf bei der FPÖ: Wir haben eh keine Angst!) Das heißt, nur wenn man vorsätzlich oder grob fahrlässig etwas macht, kommt man überhaupt in die Situation, dass das passieren könnte. (Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie haben das damals richtig erkannt. Ich hoffe, dass Sie diese damalige Weisheit beibehalten und dafür stimmen. Es wäre schade, wenn Sie in der Zwischenzeit leider durch Umstände, die jetzt irgendwie eingetreten sind, von Ihrer Überzeugung abrücken und gegen Ihren eigenen Antrag stimmen müssten. Wir sind natürlich dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Philipp Schrangl (FPÖ): Ich muss jetzt wirklich - - (Unruhe im Saal) – Nicht so laut schreien, bitte! Ich muss jetzt wirklich Herrn Kollegen Wittmann ein großes Kompliment machen. Herr Kollege, Sie sind ein ausgezeichneter Rhetoriker, wie Sie die Position der SPÖ von jener der Regierungsfraktion zu jener der Opposition total umgekehrt haben. – Ein wirklich großes Lob! (Der Redner applaudiert.) – Einmal Applaus vom Rednerpult. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Außerdem muss ich ehrlich zugeben, wir hätten den Vorschlag damals natürlich unterstützt und auch gerne durchgesetzt, dann hätte die letzte von der SPÖ geführte Regierung aber keinen einzigen Tag arbeiten können, denn wir hätten jeden Tag eine Ministeranklage einbracht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei FPÖ und ÖVP.
Ich denke, vor allem wegen des Rechtsbruchs im Jahr 2015 wäre das beim Verfassungsgerichtshof sogar durchgegangen. Damals war es leider nicht möglich. Jetzt werden wir uns im Geschäftsordnungsausschuss damit befassen und eine gute Lösung finden, die irgendwo zwischen Abschaffen und Beibehalten liegen wird. – Herzlichen Dank. (Beifall bei FPÖ und ÖVP.)
Beifall bei JETZT und SPÖ. – Abg. Rosenkranz – in Richtung des sich zum Sitzplatz begebenden Abg. Noll –: Und Sie haben damals, glaube ich, die FPÖ gewählt, aufgrund dieser Rede heute!
Ich bin gespannt, ob Sie zu Ihrem Wort stehen. Ich glaube nämlich nicht, dass Sie sich gerne – auch auf die Gefahr eines Ordnungsrufes hin –, wenn Sie zu dem nicht mehr stehen, von mir nachsagen lassen wollten, dass Sie feig und opportunistisch geworden sind. (Beifall bei JETZT und SPÖ. – Abg. Rosenkranz – in Richtung des sich zum Sitzplatz begebenden Abg. Noll –: Und Sie haben damals, glaube ich, die FPÖ gewählt, aufgrund dieser Rede heute!)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Nikolaus Scherak, MA (NEOS): Kollege Noll hat es schon richtig angesprochen: Ja, es ist momentan totes Recht aufgrund der Tatsache, dass die Rechtslage so absurd ist, denn wenn man als Regierungskoalition logischerweise die Mehrheit hier drinnen hat, wird man nicht einen Minister anklagen. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Haubner: Er hat jetzt eine andere Rolle!
Im Übrigen ist es genau das Gleiche, was die SPÖ früher auch gemacht hat, die darf man da ja nicht außen vor lassen. Auch Kollege Wittmann hat leider Gottes früher Dinge nicht vertreten, die er jetzt richtig findet. Es wäre aber alles so einfach. (Abg. Haubner: Er hat jetzt eine andere Rolle!) – Ja, er hat eine andere Rolle, aber schauen Sie, Herr Kollege Haubner, das ist eben das Problem, die Frage der Rolle. Ich sage Ihnen etwas: Ich bin überzeugt davon, dass die Ministeranklage ein Minderheitsrecht sein sollte, und falls ich einmal Abgeordneter einer Partei bin, die in der Regierung ist, werde ich die gleiche Meinung vertreten. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Haider: Keine Sorge! – Oh-Ruf des Abg. Taschner.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Haider: Keine Sorge! – Oh-Ruf des Abg. Taschner.
Im Übrigen ist es genau das Gleiche, was die SPÖ früher auch gemacht hat, die darf man da ja nicht außen vor lassen. Auch Kollege Wittmann hat leider Gottes früher Dinge nicht vertreten, die er jetzt richtig findet. Es wäre aber alles so einfach. (Abg. Haubner: Er hat jetzt eine andere Rolle!) – Ja, er hat eine andere Rolle, aber schauen Sie, Herr Kollege Haubner, das ist eben das Problem, die Frage der Rolle. Ich sage Ihnen etwas: Ich bin überzeugt davon, dass die Ministeranklage ein Minderheitsrecht sein sollte, und falls ich einmal Abgeordneter einer Partei bin, die in der Regierung ist, werde ich die gleiche Meinung vertreten. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Haider: Keine Sorge! – Oh-Ruf des Abg. Taschner.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ
Das ist total faszinierend: Das ist etwas, was offensichtlich selbst die neuen Kollegen in der ÖVP, wie Herr Kollege Taschner, der sich ja, wie ich glaube, mit hehren Motiven hier ins Parlament hat wählen lassen, sehr schnell verlernt haben. Das ist das grundlegende Problem des Parlamentarismus (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ), dass Sie Ihre Überzeugung an der Türschwelle hier abgeben und das machen, was Ihnen Ihr Parteiobmann vorsagt oder was die Koalitionsräson offensichtlich vorsieht.
Abg. Rosenkranz: Aber Kollege Taschner weiß, was ein Drittel ist und was 25 Prozent sind!
Das ist nicht mein Verständnis von Parlamentarismus, Herr Kollege Taschner (Abg. Rosenkranz: Aber Kollege Taschner weiß, was ein Drittel ist und was 25 Prozent sind!), wenn das Ihres ist, dann viel Spaß in den nächsten paar Jahren! Sie verdienen hier sehr viel Geld dafür, dass Sie Ihre Gesinnung offensichtlich vorne an der Türschwelle abgegeben haben. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.
Das ist nicht mein Verständnis von Parlamentarismus, Herr Kollege Taschner (Abg. Rosenkranz: Aber Kollege Taschner weiß, was ein Drittel ist und was 25 Prozent sind!), wenn das Ihres ist, dann viel Spaß in den nächsten paar Jahren! Sie verdienen hier sehr viel Geld dafür, dass Sie Ihre Gesinnung offensichtlich vorne an der Türschwelle abgegeben haben. (Beifall bei den NEOS sowie des Abg. Klaus Uwe Feichtinger.)
Beifall bei ÖVP und FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Taschner. – Bitte. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Hoyos-Trauttmansdorff und Loacker. – Abg. Scherak: Ich bin ein Biertrinker!
Abgeordneter Mag. Dr. Rudolf Taschner (ÖVP): Lieber Herr Kollege Scherak! Mein „Oh!“ bezieht sich nur auf meine Bewunderung Ihnen gegenüber. Ich werde eine Wette abschließen: Sobald Sie in die Regierung kommen, geht es um eine Flasche Moët & Chandon. Ich werde sehen, ob es stimmt oder nicht. (Allgemeine Heiterkeit. – Beifall bei ÖVP und FPÖ sowie der Abgeordneten Hoyos-Trauttmansdorff und Loacker. – Abg. Scherak: Ich bin ein Biertrinker!)