Eckdaten:
Für die 23. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 756 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Richter, die nichts anderes gemacht haben, als im Sinne der Sache zu argumentieren, auf eine Art und Weise bestraft werden, die aus meiner Sicht schlicht verfassungswidrig wäre. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Gaál: Das ist ungeheuerlich!
Auf der anderen Seite – man kann es ja den jüngsten Medienberichten wieder entnehmen – wird Geld wirklich beim Fenster hinausgeschmissen, indem ein Vorhaben umgesetzt wird, das keiner, der sich mit der Materie befasst, als sinnvoll erachtet. Das Gerichtsgebäude Riemergasse, das erst vor kurzem – Kollege Trinkl weiß das – um 112 Millionen Schilling, sage ich jetzt, renoviert wurde, das denkmalgeschützt ist und daher für nichts anderes als als Gerichtsgebäude verwendet werden kann, soll an die BIG zurückgegeben werden. Die Richterschaft und das nichtrichterliche Personal müssen in den neuen Justiztower übersiedeln, das will tatsächlich niemand. Das Gebäude wird also leer stehen. Letztlich war in den Medien zu lesen, dass der sattsam bekannte Immobilienhändler Plech eine Provision von 600 000 € bekommen hat. (Abg. Gaál: Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Amon: Stimmt ja nicht!
Ich kann nur sagen, dies zieht sich durch wie ein roter Faden, durch das Innenministerium, durch das Bildungsministerium. Wenn allen Ernstes – Herr Minister, ich weiß nicht, ob Ihnen das bekannt ist – Ministerin Gehrer – ich sage das nur, um zu zeigen, welch Blumenstrauß das ist, den Sie der Bevölkerung präsentieren – den Englischunterricht in einer Zeit der Internationalisierung einschränkt (Abg. Amon: Stimmt ja nicht!), dann kann man daran erkennen, dass Sie offensichtlich jedes Augenmaß für sinnvolle Maßnahmen und für das, was dem Land gerade noch zumutbar ist, völlig verloren haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich kann nur sagen, dies zieht sich durch wie ein roter Faden, durch das Innenministerium, durch das Bildungsministerium. Wenn allen Ernstes – Herr Minister, ich weiß nicht, ob Ihnen das bekannt ist – Ministerin Gehrer – ich sage das nur, um zu zeigen, welch Blumenstrauß das ist, den Sie der Bevölkerung präsentieren – den Englischunterricht in einer Zeit der Internationalisierung einschränkt (Abg. Amon: Stimmt ja nicht!), dann kann man daran erkennen, dass Sie offensichtlich jedes Augenmaß für sinnvolle Maßnahmen und für das, was dem Land gerade noch zumutbar ist, völlig verloren haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Den macht aber der Staatsanwalt!
Was steckt dahinter? – Die Argumentation lautet: Es gibt zu wenig außergerichtlichen Tatausgleich am Jugendgerichtshof. (Abg. Dr. Fekter: Den macht aber der Staatsanwalt!) Meine Damen und Herren! Jetzt frage ich Sie: Wer soll denn den außergerichtlichen Tatausgleich tatsächlich durchsetzen? – Die Staatsanwaltschaft natürlich. Und die Staatsanwaltschaft – Kollegin Fekter, das haben Sie richtig erkannt, wenigstens das (Zwischenrufe bei der ÖVP) – liegt in den Händen – Sie entschuldigen – des Bundesministers. Und der Bundesminister hat es in der Hand, die Staatsanwaltschaft anzuweisen, dass sie den außergerichtlichen Tatausgleich einfach durchsetzt. Aber nein,
Zwischenrufe bei der ÖVP
Was steckt dahinter? – Die Argumentation lautet: Es gibt zu wenig außergerichtlichen Tatausgleich am Jugendgerichtshof. (Abg. Dr. Fekter: Den macht aber der Staatsanwalt!) Meine Damen und Herren! Jetzt frage ich Sie: Wer soll denn den außergerichtlichen Tatausgleich tatsächlich durchsetzen? – Die Staatsanwaltschaft natürlich. Und die Staatsanwaltschaft – Kollegin Fekter, das haben Sie richtig erkannt, wenigstens das (Zwischenrufe bei der ÖVP) – liegt in den Händen – Sie entschuldigen – des Bundesministers. Und der Bundesminister hat es in der Hand, die Staatsanwaltschaft anzuweisen, dass sie den außergerichtlichen Tatausgleich einfach durchsetzt. Aber nein,
Abg. Dr. Fekter: Da ist Ihre Argumentation falsch!
es wird keine Weisung gegeben, sondern der Gerichtshof wird aufgelöst. (Abg. Dr. Fekter: Da ist Ihre Argumentation falsch!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren! Wenn Sie bei all diesen Unsinnigkeiten – und es sind justizpolitische Unsinnigkeiten – wirklich noch jemandem in die Augen schauen und sagen können, Sie stehen zu dem, dann, muss ich Ihnen sagen, ist es um die Geschicke dieses Landes wirklich sehr schlecht bestellt! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Scheibner: Wunschdenken!
Ich komme zum Schluss: Das, was Sie geboten haben, ist wirklich bedauerlich. Ich nenne als Beispiel nur noch das Urheberrechtsgesetz, womit Sie die Konsumenten-, die Künstlerinteressen völlig ignorieren. Ich glaube, es wird wirklich ein Aufatmen durch dieses Land gehen, wenn es von dieser Art der Regierungsführung wieder befreit ist. Insofern sollten wir uns auf diesen Zeitpunkt freuen. (Abg. Scheibner: Wunschdenken!) – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich komme zum Schluss: Das, was Sie geboten haben, ist wirklich bedauerlich. Ich nenne als Beispiel nur noch das Urheberrechtsgesetz, womit Sie die Konsumenten-, die Künstlerinteressen völlig ignorieren. Ich glaube, es wird wirklich ein Aufatmen durch dieses Land gehen, wenn es von dieser Art der Regierungsführung wieder befreit ist. Insofern sollten wir uns auf diesen Zeitpunkt freuen. (Abg. Scheibner: Wunschdenken!) – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter (ÖVP): Danke, Herr Präsident, für die Worterteilung. – Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Wissen Sie, Herr Kollege Jarolim, wenn Sie damit beginnen, dass sozusagen der Jugendgerichtshof übersiedelt ist, weil man Einfluss auf die Rechtsprechung nimmt, und ich dann in einem Zwischenruf sage, dass der außergerichtliche Tatausgleich ja von der Staatsanwaltschaft gemacht wird und mit der Rechtsprechung diesbezüglich nichts zu tun hat, dann meine ich, Ihre Argumentation ist einfach schlichtweg falsch gewesen und ins Leere gelaufen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So ein System in Kombination beispielsweise von Geldbuße und gemeinnütziger Arbeit könnte ich mir auch für unseren Strafenkatalog vorstellen. Dies würde beispielsweise die Kurzzeithaft ersetzen. Es ist allemal gescheiter, wenn diese Menschen für die Allgemeinheit arbeiten, als wenn man sie nur für ein paar Monate hinter Gittern steckt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Im Regierungsübereinkommen steht auch, dass wir uns bezüglich der Haftentlassenen Gedanken machen müssen. Ich bin dafür, dass man sie bedingt entlässt mit Anordnung von Bewährungshilfe, unter Erteilung von Weisungen und Auflagen. Bedauerlicherweise wird dieses Instrument viel zu wenig angewandt. Es gibt nur die freiwillige Haftentlassenenbetreuung, aber ganz selten die Anordnung der Bewährungshilfe durch das Gericht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Es kommt darauf an, was man unter Zukunft versteht!
Kollege Jarolim hat gemeint, es gebe im Justizbereich überhaupt keinen zukunftsträchtigen Ausblick. (Abg. Dr. Jarolim: Es kommt darauf an, was man unter Zukunft versteht!) – Lieber Herr Kollege Jarolim, passen Sie auf, ich gebe Ihnen einen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Kollege Jarolim hat gemeint, es gebe im Justizbereich überhaupt keinen zukunftsträchtigen Ausblick. (Abg. Dr. Jarolim: Es kommt darauf an, was man unter Zukunft versteht!) – Lieber Herr Kollege Jarolim, passen Sie auf, ich gebe Ihnen einen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
gar keine Ahnung davon haben, was läuft, dann kann ich Ihnen nur raten: Das Justizressort hat eine hervorragende Homepage, schauen Sie hinein, dann wissen Sie, was zukunftsträchtige Ausblicke sind! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, das Reformtempo des Justizbereiches, das wir seit drei Jahren eingeschlagen haben, verlangsamt sich nicht, es wird fortgesetzt. Herr Minister! Wir werden Sie dabei unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Der Minister kooperiert auch gut!
Abgeordnete Mag. Terezija Stoisits (Grüne): Dobro jutro, poštovane dame i gospodo! Guten Morgen, Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Darf ich, wie bei jeder Budgetdebatte zum Kapitel „Justiz“, meine ersten Worte an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Justizressorts richten und wieder unseren Dank und unsere Zufriedenheit über die Kooperation mit der Fraktion der Grünen, also namentlich mit jenen, die sich mit Justizthemen beschäftigen, die uns von Seiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ressorts widerfährt, aussprechen. Es klappt nicht immer alles so nahtlos, wie es sich die Opposition wünscht, aber das liegt im Wesen des Konstruktes, dass dem so ist. Trotzdem herzlichen Dank, wir hoffen, dass dieser Stil, der, zumindest seit ich dabei bin, gepflogen wird, auch ungebrochen in Zukunft herrschen wird. Ich hoffe, wir können darauf vertrauen, dass es so weitergeht, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Der Minister kooperiert auch gut!)
Abg. Dr. Fekter: Das glauben alle, dass sie anders sind!
Meine Damen und Herren! Im Gegensatz zu anderen Ressorts ist es so, dass der gesamte Bereich der Justiz ein anderer ist als beispielsweise das Sozialressort oder das Unterrichtsressort (Abg. Dr. Fekter: Das glauben alle, dass sie anders sind!), weil die Justiz die dritte Staatsgewalt repräsentiert und weil es sonst nirgendwo darum geht, die Unabhängigkeit eines Teiles der Ressortangehörigen sicherzustellen. Darum sind alle Fragen, bei denen es um Personaleinsparungen, aber auch um Einsparungen im Sachaufwand geht, Fragen, bei denen es auch unmittelbar um die Unabhängigkeit der Rechtsprechung gehen kann, denn die Unabhängigkeit der Rechtsprechung, Herr Bundesminister, meine Damen und Herren, hat etwas mit dem Mitteleinsatz zu tun.
Abg. Mag. Molterer: Auf der Welt!
Herr Minister, wir haben das jetzt schon einige Male diskutiert: Sie wissen, dass sich die Grünen schon seit vielen Jahren – da waren Sie noch lange nicht (Abg. Mag. Molterer: Auf der Welt!) da, da habe ich Ihren Namen noch gar nicht gekannt – für die Reform des strafprozessualen Vorverfahrens eingesetzt haben. Diese Diskussion liegt also viele Jahre zurück, ist wahrlich eine über Jahrhunderte gehende Diskussion, nämlich vom 20. in das 21. Jahrhundert, und ist ein das 19. Jahrhundert betreffendes Gesetz. (Abg. Scheibner: Warst du da auch schon auf der Welt?) – Nein, da war ich noch nicht auf der Welt, Herbert Scheibner, aber während des Studiums musste ich mich damit beschäftigen.
Abg. Scheibner: Warst du da auch schon auf der Welt?
Herr Minister, wir haben das jetzt schon einige Male diskutiert: Sie wissen, dass sich die Grünen schon seit vielen Jahren – da waren Sie noch lange nicht (Abg. Mag. Molterer: Auf der Welt!) da, da habe ich Ihren Namen noch gar nicht gekannt – für die Reform des strafprozessualen Vorverfahrens eingesetzt haben. Diese Diskussion liegt also viele Jahre zurück, ist wahrlich eine über Jahrhunderte gehende Diskussion, nämlich vom 20. in das 21. Jahrhundert, und ist ein das 19. Jahrhundert betreffendes Gesetz. (Abg. Scheibner: Warst du da auch schon auf der Welt?) – Nein, da war ich noch nicht auf der Welt, Herbert Scheibner, aber während des Studiums musste ich mich damit beschäftigen.
Beifall bei den Grünen.
Sie haben die Chance, es zu dementieren, nur die Zahlen des Budgets sprechen eine andere Sprache. Die Vorsorge für die Umsetzung Ihrer eigenen Regierungsvorlage ist, was das Budget angeht, keineswegs gegeben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das ist ein Prozess, der einer Legislaturperiode-Vorschau bedarf. Deshalb sind heute die Maßnahmen notwendig. Man kann nicht sagen, nein, das hat eine Legisvakanz von drei Jahren, vielleicht sogar noch länger, wir werden sehen, aber drei Jahre sind vorgesehen, und dann schauen wir, wo die Staatsanwälte herkommen. Das ist fahrlässiges Vorgehen, das gefährdet tatsächlich den Ruf der österreichischen Gesetzgebung, in diesem Fall der Rechtsprechung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage jetzt mit der gesamten Tragweite dessen, was diese Umschichtung oder Verlagerung des monetären Volumens bedeutet, wer trägt wo, wie viel und welche Kosten zu den Parteien und damit in die Hände der Anwälte, die damit verdienen, Folgendes: Das ist etwas, was seit Ihrer Ministerschaft evident ist. Sie sind eben Rechtsanwalt, und ich nehme Ihnen Ihren Lobbyismus nicht übel, aber bitte, Herr Minister, hören Sie auf, so damit zu übertreiben, weil irgendwann einmal ist die Grenze der Peinlichkeit erreicht, und sie droht auch überschritten zu werden. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Natürlich schlägt sich das auch auf die einzelnen Bereiche, auch auf das Justizressort durch, aber trotzdem – das muss man schon sagen, Frau Abgeordnete Stoisits – ist das Niveau der Justiz im Allgemeinen – damit meine ich alle Bereiche – in Österreich sehr hoch. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir stehen mit unserer gesamten Justizpolitik an der Spitze Europas, und ich glaube, das sollte man schon einmal sagen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Zu den Ausführungen von Frau Abgeordneter Fekter möchte ich sagen: Sie hat Vorschläge dahin gehend gemacht, wie man Gerichtsverfahren vereinfachen kann. Dazu möchte ich Folgendes sagen: In den letzten Jahren sind ungeheuer viele neue Gesetzesvorhaben durchgeführt worden, und ich finde, man sollte jetzt einmal ein bisschen stoppen und sich auf die innere Neuorganisation der Gerichte und der Staatsanwaltschaften beschränken, denn da gibt es noch sehr viele alte Strukturen, die älter sind als so manche Gesetze, mit denen wir jetzt noch arbeiten müssen. Ich glaube, das wäre zwar eine sehr anstrengende Arbeit, vielleicht anstrengender, als ein neues Gesetz zu schaffen, aber eine sehr lohnende Aufgabe. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube auch, dass Herr Innenminister Strasser da maßgeblich beteiligt war!
Richtig ist natürlich, dass es überhaupt keinen Druck auf Richter und auch keine Rache gegenüber Richtern geben darf. (Abg. Dr. Jarolim: Ich glaube auch, dass Herr Innenminister Strasser da maßgeblich beteiligt war!) Richter müssen selbstverständlich unversetzbar bleiben, die Unabhängigkeit ist auf alle Fälle zu sichern.
Abg. Dr. Jarolim: Unzweckmäßig!
Wir haben ja hier schon lange darüber diskutiert, warum es notwendig oder zweckmäßig war, den Jugendgerichtshof zu verlagern. (Abg. Dr. Jarolim: Unzweckmäßig!) Es gab dort Zellen mit 9 m² für zwei Personen. Muten Sie einem Jugendlichen oder zwei Jugendlichen wirklich zu, einen ganzen Tag auf 9 m² zu verbringen? Wir haben gehört, zwischen den WCs hat es nur einen Vorhang gegeben. Es waren überhaupt keine modernen sanitären Einrichtungen vorhanden. Sie haben sich auf der einen Seite darüber aufgeregt, dass es in der Korrekturzelle, die jetzt anders heißt, Toiletten wie in Italien gibt, aber auf der anderen Seite wollen Sie zulassen, dass im Jugendgerichtshof solche veraltete Einrichtungen bestehen bleiben.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Außerdem sind tausende Quadratmeter im Landesgericht für Strafsachen frei gewesen. Lassen wir die Kirche bitte im Dorf und beurteilen wir die Dinge auch objektiv! Ich sehe aber auch ein, dass es sehr schwierig ist, von der Parteipolitik völlig loszukommen, wenn es um die Justiz geht. Ein bisschen objektiv darf man jedoch wohl sein, wenn man hier Abgeordneter ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Im Übrigen hoffe ich auch, so wie meine Vorrednerinnen, dass es weiterhin eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Justizressort und dem Parlament geben wird. Aber das setze ich ja eigentlich schon als selbstverständlich voraus. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei den Grünen: Ihre!
Ich möchte deshalb sofort zur Frage des Jugendgerichtshofes Stellung nehmen, weil so viele Jugendliche hier sind, die die falsche Information gehört haben. Ich möchte die Gelegenheit nützen, dass dieselben Jugendlichen die richtige Information bekommen. (Rufe bei den Grünen: Ihre!) Das ist mir ganz wichtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte deshalb sofort zur Frage des Jugendgerichtshofes Stellung nehmen, weil so viele Jugendliche hier sind, die die falsche Information gehört haben. Ich möchte die Gelegenheit nützen, dass dieselben Jugendlichen die richtige Information bekommen. (Rufe bei den Grünen: Ihre!) Das ist mir ganz wichtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die Jugendrichter sind nunmehr auch für die 20- und 21-Jährigen tätig, was auch ein Privileg gegenüber den Erwachsenen ist, die sich straffällig gemacht haben. – Dies nur zum Jugendgerichtshof. Sollten noch weitere Argumente kommen, gehe ich gerne darauf ein. Auf die restlichen werde ich später eingehen. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Doch!
Abgeordnete Doris Bures (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte mich den lobenden Worten für die Arbeit der Beamtinnen und Beamten des Justizministeriums gerne anschließen, möchte aber auch dazusagen, Herr Bundesminister: Diese lobenden Worte finde ich für Sie natürlich nicht – und es gibt kaum jemanden im Land, der diese lobenden Worte für Ihre Tätigkeit findet. (Abg. Scheibner: Doch!) Sie gehören zu Recht zu jenen Ministern, die im Kreuzfeuer öffentlicher Kritik stehen.
Abg. Mag. Donnerbauer: Das ist keine besondere Leistung! Sie können jede Woche einen stellen! – Abg. Dr. Fekter: Die haben keine Mehrheit gefunden!
(Abg. Mag. Donnerbauer: Das ist keine besondere Leistung! Sie können jede Woche einen stellen! – Abg. Dr. Fekter: Die haben keine Mehrheit gefunden!)
Abg. Mag. Mainoni: Wo und wie? Was für eine „Expertenfeindlichkeit“?
Ich denke, man kann auch sagen, warum das stattgefunden hat: Im Justizbereich, wo es vor allem um Diskursbereitschaft geht, in so einem sensiblen Bereich, wo es um konsensuale Politik geht, genau da, Herr Justizminister, machen Sie das Gegenteil. Ihre Justizpolitik ist gekennzeichnet von Expertenfeindlichkeit (Abg. Mag. Mainoni: Wo und wie? Was für eine „Expertenfeindlichkeit“?), Ihre Justizpolitik ist gekennzeichnet von Diskursverweigerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, man kann auch sagen, warum das stattgefunden hat: Im Justizbereich, wo es vor allem um Diskursbereitschaft geht, in so einem sensiblen Bereich, wo es um konsensuale Politik geht, genau da, Herr Justizminister, machen Sie das Gegenteil. Ihre Justizpolitik ist gekennzeichnet von Expertenfeindlichkeit (Abg. Mag. Mainoni: Wo und wie? Was für eine „Expertenfeindlichkeit“?), Ihre Justizpolitik ist gekennzeichnet von Diskursverweigerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Donnerbauer: Es gibt auch andere Themen als den Jugendgerichtshof!
Ich greife das Wo gerne auf. Ein gutes Beispiel dafür ist die Zerschlagung des Jugendgerichtshofes, auf die Sie ja vorhin eingegangen sind. (Abg. Mag. Donnerbauer: Es gibt auch andere Themen als den Jugendgerichtshof!) Herr Bundesminister, es geht nicht um die Übersiedlung des Jugendgerichtshofes, sondern es geht darum, dass Sie ein bewährtes System zerschlagen haben. Ich finde es eigentlich ungeheuerlich, dass Sie sich heute hier herstellen und sagen: Man musste dort wegsiedeln, weil die Haftbedingungen so furchtbar waren.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Denkmalschutz gibt es beim Jugendgerichtshof! Da können Sie nicht machen, was Sie wollen!
Herr Bundesminister! Die Haftbedingungen im Jugendgerichtshof waren deshalb so furchtbar, weil Sie drei Jahre lang die Mittel gesperrt haben, um dort notwendige Arbeiten vornehmen zu lassen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Denkmalschutz gibt es beim Jugendgerichtshof! Da können Sie nicht machen, was Sie wollen!) Sie sind schuld daran, dass die Haftbedingungen für junge Menschen schlecht waren, stellen sich aber jetzt hier her und sagen: Mir ist nichts anderes übrig geblieben – Das ist ungeheuerlich, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Die Haftbedingungen im Jugendgerichtshof waren deshalb so furchtbar, weil Sie drei Jahre lang die Mittel gesperrt haben, um dort notwendige Arbeiten vornehmen zu lassen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Denkmalschutz gibt es beim Jugendgerichtshof! Da können Sie nicht machen, was Sie wollen!) Sie sind schuld daran, dass die Haftbedingungen für junge Menschen schlecht waren, stellen sich aber jetzt hier her und sagen: Mir ist nichts anderes übrig geblieben – Das ist ungeheuerlich, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch ein Beispiel betreffend die Zerschlagung des Jugendgerichtshofes: Die Ausbildungsbedingungen, die Arbeitsbedingungen der jungen Menschen haben sich massiv durch Ihre Maßnahmen verschlechtert. Seit gestern wissen wir ja auch aus einem Brief, dass diesen Menschen selbst so wichtige Programme wie ein Anti-Aggressionstraining von Ihnen gestrichen werden, weil es nicht notwendig sei. – Das ist kein guter Umgang mit dieser Materie. Sie haben die Zerschlagung des Jugendgerichtshofes entgegen allen Expertenmeinungen und entgegen alle Vernunft durchgeführt. Das ist Ihre Expertenfeindlichkeit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auch die Novelle zum Außerstreitgesetz steht konträr zu jener Maßnahme, die wir hier im Mai einstimmig beschlossen haben, nämlich der Mediation. Sie gehen hier einen völlig falschen Weg; gerade in Wohnrechtsfragen wird das zu massiven Verschlechterungen des Rechtszuganges führen. Da gibt es ebenfalls keinen ersichtlichen Grund dafür, warum Sie ein bewährtes System, nämlich das Außerstreitsystem, bei dem es eben darum geht, allen ohne hohe Kosten den Rechtszugang unbürokratisch und unabhängig von ihrem Einkommen zu gewähren, verändern wollen – außer Sie betreiben Lobbyingpolitik für die Rechtsanwälte. Das geht auf Kosten der Bürger, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der SPÖ: Ein Skandal!
Und wer ist der Profiteur? Ich möchte Ihnen in Erinnerung rufen, dass, als es darum gegangen ist, diesen Mietvertrag abzuschließen, Ihr Ressort bereits im Juni 2001 mit dem Errichtungsunternehmen Kontakt hatte, alles unter Dach und Fach gebracht hat und plötzlich im September 2001 – also drei Monate später – tauchte ein Ministerfreund, nämlich der Immobilientreuhänder Plech auf, der sich als Makler – es war aber nichts mehr zu makeln, denn der Vertrag war unter Dach und Fach – noch 607 476 € auf Kosten der Steuerzahler in die Tasche steckte. (Ruf bei der SPÖ: Ein Skandal!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Daher brauchen Sie sich wirklich nicht zu wundern, dass Sie der Minister des Misstrauens sind und als solcher in die Geschichte eingehen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap – auf das Mikrophon am Rednerpult weisend –: Höher stellen! Man hört schlecht!
Abgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! (Abg. Dr. Cap – auf das Mikrophon am Rednerpult weisend –: Höher stellen! Man hört schlecht!) Wenn man sich die bisherigen Debattenbeiträge der Opposition – auch Ihre, Herr Kollege Cap – gestern und heute angehört hat, so fordern Sie praktisch zu allen bisher diskutierten Bereichen mehr Geld als vorgesehen und auch mehr Geld als vorhanden. (Abg. Dr. Cap: Schlechter Text!)
Abg. Dr. Cap: Schlechter Text!
Abgeordneter Mag. Heribert Donnerbauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! (Abg. Dr. Cap – auf das Mikrophon am Rednerpult weisend –: Höher stellen! Man hört schlecht!) Wenn man sich die bisherigen Debattenbeiträge der Opposition – auch Ihre, Herr Kollege Cap – gestern und heute angehört hat, so fordern Sie praktisch zu allen bisher diskutierten Bereichen mehr Geld als vorgesehen und auch mehr Geld als vorhanden. (Abg. Dr. Cap: Schlechter Text!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie sollten das Wort „Opposition“ nicht allzu wörtlich nehmen. Im Sinne unseres Landes sollte man Opposition so verstehen, dass auch eine konstruktive Zusammenarbeit und eine Anerkennung gelungener und gemeinsam umgesetzter Projekte möglich sein sollten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Wurm: Sie haben sich nicht zu Wort gemeldet!
Ihr Beitrag war Polemik, Ihre Beiträge waren Geschäftsordnungsdebatten und keine inhaltlichen Beiträge. Bei diesen Unterausschüssen zur Strafprozessordnung (Abg. Mag. Wurm: Sie haben sich nicht zu Wort gemeldet!) – lassen Sie mich ausreden! – ist sehr konstruktiv mit sehr vielen Experten gesprochen worden. Das Resümee war keineswegs, wie es Herr Kollege Jarolim sehr einseitig im Gedächtnis hat, dass das eine Rückkehr in das Zeitalter der Inquisition wäre, sondern dass für eine Regelung des vorprozessualen Verfahrens dringender, auch juristischer Handlungsbedarf besteht und dass mit den Vorschlägen, die vorliegen, im Prinzip der richtige Weg beschritten wird, wenngleich vielleicht in einigen Bereichen Abänderungen notwendig sind und auch die Meinung der Experten mit einfließen soll. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ihr Beitrag war Polemik, Ihre Beiträge waren Geschäftsordnungsdebatten und keine inhaltlichen Beiträge. Bei diesen Unterausschüssen zur Strafprozessordnung (Abg. Mag. Wurm: Sie haben sich nicht zu Wort gemeldet!) – lassen Sie mich ausreden! – ist sehr konstruktiv mit sehr vielen Experten gesprochen worden. Das Resümee war keineswegs, wie es Herr Kollege Jarolim sehr einseitig im Gedächtnis hat, dass das eine Rückkehr in das Zeitalter der Inquisition wäre, sondern dass für eine Regelung des vorprozessualen Verfahrens dringender, auch juristischer Handlungsbedarf besteht und dass mit den Vorschlägen, die vorliegen, im Prinzip der richtige Weg beschritten wird, wenngleich vielleicht in einigen Bereichen Abänderungen notwendig sind und auch die Meinung der Experten mit einfließen soll. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich hoffe – und ich darf die Kolleginnen und Kollegen von der Opposition dazu aufrufen –, dass Sie zu dem in den früheren Jahren bewährten Weg einer gemeinsamen konstruktiven Arbeit im Justizbereich zurückkehren. Anstatt hier reine Polemik zu betreiben, sollten Sie gemeinsam mit uns an den notwendigen Reformen arbeiten. Unser Land und seine Bürger würden es Ihnen danken. – Danke sehr. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Kollegin Fekter, ist meiner Meinung nach die Entwicklung des Aufwands für Personal im Verhältnis zur Entwicklung des Aufwands für Sachkosten äußerst bedenklich. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Trinkl: Beide sind vorhanden!
Da handelt es sich nicht nur um die Qualität der Rechtsprechung, sondern auch um das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat als solchen. (Abg. Dr. Trinkl: Beide sind vorhanden!) Ja! – Wenn das aufs Spiel gesetzt wird, wenn wir aus Einsparungsgründen bei den Rechtsstellen sehr knausrig umgehen (Abg. Dr. Fekter: Steigerung um 9,6 Prozent!), dann hat das zur Folge, dass insgesamt der gesellschaftliche Zustand im Hinblick auf die Rechtssicherheit und das Vertrauen in den Rechtsstaat nicht mehr in der Qualität gewährleistet ist, in der wir es uns als achtreichstes Land der Welt – ich betone: als achtreichstes Land! – leisten müssen. – Das nur vorneweg. (Abg. Dr. Fekter: Leisten wir uns auch!)
Abg. Dr. Fekter: Steigerung um 9,6 Prozent!
Da handelt es sich nicht nur um die Qualität der Rechtsprechung, sondern auch um das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat als solchen. (Abg. Dr. Trinkl: Beide sind vorhanden!) Ja! – Wenn das aufs Spiel gesetzt wird, wenn wir aus Einsparungsgründen bei den Rechtsstellen sehr knausrig umgehen (Abg. Dr. Fekter: Steigerung um 9,6 Prozent!), dann hat das zur Folge, dass insgesamt der gesellschaftliche Zustand im Hinblick auf die Rechtssicherheit und das Vertrauen in den Rechtsstaat nicht mehr in der Qualität gewährleistet ist, in der wir es uns als achtreichstes Land der Welt – ich betone: als achtreichstes Land! – leisten müssen. – Das nur vorneweg. (Abg. Dr. Fekter: Leisten wir uns auch!)
Abg. Dr. Fekter: Leisten wir uns auch!
Da handelt es sich nicht nur um die Qualität der Rechtsprechung, sondern auch um das Vertrauen der Bevölkerung in den Rechtsstaat als solchen. (Abg. Dr. Trinkl: Beide sind vorhanden!) Ja! – Wenn das aufs Spiel gesetzt wird, wenn wir aus Einsparungsgründen bei den Rechtsstellen sehr knausrig umgehen (Abg. Dr. Fekter: Steigerung um 9,6 Prozent!), dann hat das zur Folge, dass insgesamt der gesellschaftliche Zustand im Hinblick auf die Rechtssicherheit und das Vertrauen in den Rechtsstaat nicht mehr in der Qualität gewährleistet ist, in der wir es uns als achtreichstes Land der Welt – ich betone: als achtreichstes Land! – leisten müssen. – Das nur vorneweg. (Abg. Dr. Fekter: Leisten wir uns auch!)
Beifall bei den Grünen.
Ich darf dafür drei Beispiele nennen: Die Anforderungen steigen, wie Sie, Herr Minister, es selbst gesagt haben, und es sind Gesetze in Vorbereitung, die erhöhten Aufwand nach sich ziehen, und zwar auch personeller Natur. Das gilt für die gesamte Frage der Strafprozessreform. Da haben wir für 2006, ein Jahr, in welchem zusätzliche Richterstellen und Staatsanwaltsposten notwendig sind, noch nicht vorgesorgt. Ohne das wird es zu einer reinen Verpolizeilichung kommen, und das ist ein Rückfall sondergleichen gegenüber dem Status quo. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Diese Eingangsbemerkungen sind als ein großes Plädoyer – ein juridisches Wort – zu sehen, und zwar für eine bessere Dotierung jenseits irgendwelcher Sparvolumina, jenseits der Argumentation von Frau Partik-Pablé in Richtung Schuldenabbau. In der Justiz geht es nicht um Schuldenabbau, sondern um den Aufbau und um die Erhaltung von rechtsstaatlichen Prinzipien. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister! Sie geben das Geld auf der einen Seite freigiebig beziehungsweise mit vollen Händen aus. Das ist in Schilling ausgedrückt ein Millionenbetrag. Sie zahlen einen Millionenbetrag für eine Vermittlungstätigkeit, und dann antworten Sie mir auf meine Anfrage, das sei billig gewesen, weil es nur 1,5 Monatsmieten seien, was normalerweise Maklern bei diesem Mietenvolumen zustehe. – Das stimmt, vergleichsweise war es billig, nur war es völlig überflüssig! Doch das verschweigen Sie. Völlig überflüssig war das! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, da sind Sie uns mehr als eine Antwort schuldig, da sind Sie uns eine Rechtfertigung schuldig, und ich glaube, die bleiben Sie uns auch schuldig. Gerade angesichts dessen, was sich sonst an Sparmaßnahmen im Justizressort abspielt, vor Ort in den Gefängnissen abspielt, vor Ort in den Landes- und Bezirksgerichten abspielt, ist das nicht nur eine blanke Verhöhnung, sondern meiner Meinung nach – und dazu stehe ich – sogar ein justizpolitischer Skandal. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Dann hat es zahllose Besprechungen ... (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.) Sie haben es falsch interpretiert! – Dann haben wir eine Reihe von Besprechungen durchgeführt, und die Mietvertragsunterzeichnung erfolgte am 22. Feber 2002. Das heißt, es war im Rahmen eines Alleinauftrages die Zusammenarbeit mit dem Makler notwendig, richtig und letztlich auch erfolgreich.
Zwischenruf der Abg. Bures
Aber ich sage Ihnen eines: Man muss die Maklerprovision auch anders sehen, nämlich so wie der Oberste Gerichtshof. Dieser sagt, dass eine Maklerprovision nur bei einer erfolgreichen Vermittlung (Zwischenruf der Abg. Bures) – darf ich ausreden?! – zu bezahlen ist und gleichzeitig – das sagt der Oberste Gerichtshof – eine Entschädigung für viele andere fehlgeschlagene Vermittlungsversuche darstellt. Das ist nicht eine Zahlung wie bei einem Arzt oder bei einem Rechtsanwalt, die man auf jeden Fall für geleistete Arbeit, auch wenn sie nicht erfolgreich ist, leisten muss, sondern das ist eine andere Form der Abrechnung. Das ist nun einmal im System so, daran kann der Justizminister und niemand anderer etwas ändern. Diese Provision wurde im gegenständlichen Fall halbiert. Aber trotzdem ist diese Summe – ich gebe das zu – hoch. Aber ich kann es nicht ändern. Ich kann nicht die Gesetze außer Kraft setzen, wenn es notwendig ist, eine solche Provision zu bezahlen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Aber ich sage Ihnen eines: Man muss die Maklerprovision auch anders sehen, nämlich so wie der Oberste Gerichtshof. Dieser sagt, dass eine Maklerprovision nur bei einer erfolgreichen Vermittlung (Zwischenruf der Abg. Bures) – darf ich ausreden?! – zu bezahlen ist und gleichzeitig – das sagt der Oberste Gerichtshof – eine Entschädigung für viele andere fehlgeschlagene Vermittlungsversuche darstellt. Das ist nicht eine Zahlung wie bei einem Arzt oder bei einem Rechtsanwalt, die man auf jeden Fall für geleistete Arbeit, auch wenn sie nicht erfolgreich ist, leisten muss, sondern das ist eine andere Form der Abrechnung. Das ist nun einmal im System so, daran kann der Justizminister und niemand anderer etwas ändern. Diese Provision wurde im gegenständlichen Fall halbiert. Aber trotzdem ist diese Summe – ich gebe das zu – hoch. Aber ich kann es nicht ändern. Ich kann nicht die Gesetze außer Kraft setzen, wenn es notwendig ist, eine solche Provision zu bezahlen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das Baujahr des neuen Gebäudes ist 2003, und das Gebäude ist daher entsprechend modern. Wir haben in der Endphase mitgeplant. Es gibt Sicherheitseinrichtungen für Untergeschoße, eine Tiefgarage, acht Liftanlagen, klimatisierte Räume und eine entsprechende Beleuchtung – das bei einer in etwa gleich hohen Miete pro Quadratmeter. Ich bitte Sie zu akzeptieren, dass dieses Projekt in höchstem Maße wirtschaftlich sinnvoll war und ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Überhaupt nicht! Das ist eben im Geschäftsleben so! Aber wenn Sie, Frau Dr. Moser, davon keine Ahnung haben, so kann ich Ihnen leider nicht helfen. Der Herr Justizminister hat das eindeutig dargelegt. Dass sich durch diese Umsiedelung eine Verbesserung ergibt, entspricht völlig dem Ansinnen Ihrer Vorrednerin Stoisits, die sagt, die Justiz sei, was die Räumlichkeiten betrifft, völlig veraltet, man fühle sich in das 19. Jahrhundert versetzt. Jetzt kommen neue Räumlichkeiten, aber jetzt passen die neuen Räumlichkeiten auch nicht, obwohl die Miete gleich hoch ist. Sie sehen selbst: Das geht alles ins Leere beziehungsweise Sie widersprechen sich selbst! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Zur Justiz!
Es scheint überhaupt ein gestörtes Verhältnis zwischen den Grünen (Abg. Dr. Partik-Pablé: Zur Justiz!) und dem Herrn Justiminister zu geben, denn es gab bisher von Seiten der Grünen sieben Misstrauensanträge gegen ihn. Zählen Sie mir einmal auf, welche die sieben Gründe dafür sind! Sie bekommen keine zwei zusammen, das garantiere ich Ihnen. So ist es in Wirklichkeit!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn man heute Politik zu machen versucht, indem man einfach eines der wichtigsten und stärksten Instrumentarien hier in diesem Hohes Haus, nämlich den Misstrauensantrag, ständig anwendet, nur weil einem etwas nicht passt, weil der Herr Justizminister, der übrigens ein Parteifreier ist, ein Bekannter von Jörg Haider ist oder sein Rechtsanwalt war oder von den Freiheitlichen nominiert wurde, wenn man dies als Grund dafür hernimmt, sieben Misstrauensanträge zu stellen – sie gingen übrigens alle ins Leere, sie hatten inhaltlich nicht wirklich etwas zu bieten –, dann zeugt das von einem gestörten Verhältnis. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim: Glauben Sie, dass auch das Sperren der Kommissariate gut ist? Das Sperren der Kommissariate durch Strasser – ein Wort dazu!
Überhaupt nichts war daran skandalös. Die Zusammenlegung der Gerichte war sehr sinnvoll. Es gibt natürlich das Beharrungsvermögen so mancher, das ist ganz klar, und jede Neuerung wird zuerst etwas skeptisch beobachtet. Aber ich höre nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von den Richtern, dass die Zusammenlegung der Gerichte eine sehr sinnvolle Maßnahme ist. Heute ist alles in Ordnung, doch vor einigen Jahren wurde das skandalisiert, als ob das den Zusammenbruch der Justiz bedeuten würde. (Abg. Dr. Jarolim: Glauben Sie, dass auch das Sperren der Kommissariate gut ist? Das Sperren der Kommissariate durch Strasser – ein Wort dazu!)
Abg. Dr. Jarolim: Warum sperrt Strasser die Kommissariate?
Sehr geehrte Damen und Herren! Natürlich kosten mehr Häftlinge mehr Geld. Aber das Faktum, dass es steigende Haftzahlen gibt, ist für mich nichts Negatives. Es ist einfach ein Faktum, das es auf Grund der offenen Grenzen gibt. Von den neuen Häftlingen sind bereits die Hälfte Ausländer. Dass gerade in der Drogenpolitik und vor allem auch in der vom Innenministerium geleiteten Drogenfahndung immer wieder Erfolge erzielt werden, führt dazu, dass die Haftzahlen steigen. (Abg. Dr. Jarolim: Warum sperrt Strasser die Kommissariate?) Wenn sie steigen, dann brauchen wir eben ein neues Gefängnis. Das bedeutet auch keinen Zusammenbruch, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Abg. Mag. Wurm: Das sagen wir die ganze Zeit!
Es ist natürlich der gesellschaftspolitische Spiegel. Wenn man weiß, dass 20 bis 25 Prozent der Häftlinge drogenabhängig sind, muss man sich Gedanken machen. (Abg. Mag. Wurm: Das sagen wir die ganze Zeit!)
Abg. Mag. Wurm: Wir haben das nicht gesagt!
Ich wende mich da wieder an die Grünen, aber auch an Teile der Sozialdemokraten! Ich kann mich noch daran erinnern, als Sie am Anfang des Wahlkampfs für die Freigabe der Drogen waren. (Abg. Mag. Wurm: Wir haben das nicht gesagt!) Bitte, wenn 20 bis 25 Prozent der Häftlinge drogenabhängig sind, dann ist doch klar, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Drogenabhängigkeit und Straffälligkeit gibt. Darüber muss man sich Gedanken machen! Das ist wichtig, und da ist eben diese „Hasch-aus-der-Tabaktrafik-Ideologie“, die Sie vertreten, wohl wirklich nicht die richtige. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich wende mich da wieder an die Grünen, aber auch an Teile der Sozialdemokraten! Ich kann mich noch daran erinnern, als Sie am Anfang des Wahlkampfs für die Freigabe der Drogen waren. (Abg. Mag. Wurm: Wir haben das nicht gesagt!) Bitte, wenn 20 bis 25 Prozent der Häftlinge drogenabhängig sind, dann ist doch klar, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Drogenabhängigkeit und Straffälligkeit gibt. Darüber muss man sich Gedanken machen! Das ist wichtig, und da ist eben diese „Hasch-aus-der-Tabaktrafik-Ideologie“, die Sie vertreten, wohl wirklich nicht die richtige. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Ein Wegwurf!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Strafprozessordnungsreform wird sicherlich ein großer Wurf werden. (Abg. Dr. Cap: Ein Wegwurf!) Der Justizminister ist ein Reformminister, er greift heiße Eisen an. Ich bin der Ansicht, dass unsere Justiz einen hervorragenden Ruf genießt. Denken wir doch an den Ruf der Justiz in Staaten wie Belgien oder in Italien. Die österreichische Justiz genießt einen hervorragenden Ruf, und es wird sicherlich so bleiben und durch die Reformen auch noch verbessert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Strafprozessordnungsreform wird sicherlich ein großer Wurf werden. (Abg. Dr. Cap: Ein Wegwurf!) Der Justizminister ist ein Reformminister, er greift heiße Eisen an. Ich bin der Ansicht, dass unsere Justiz einen hervorragenden Ruf genießt. Denken wir doch an den Ruf der Justiz in Staaten wie Belgien oder in Italien. Die österreichische Justiz genießt einen hervorragenden Ruf, und es wird sicherlich so bleiben und durch die Reformen auch noch verbessert werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja! Das können Sie nicht abstreiten!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Minister! Meine Damen und Herren! Mein Vorredner hat gleich in seinen Eingangssätzen behauptet, ich skandalisiere. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja! Das können Sie nicht abstreiten!) – Das widerspricht dem Sachverhalt! (Abg. Mag. Molterer: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Der Herr Minister selbst hat in seinen Ausführungen dargestellt, dass es keine Vermittlungstätigkeit war, aber sehr wohl Vermittlungsprovision gezahlt wurde.
Abg. Mag. Molterer: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Abgeordnete Dr. Gabriela Moser (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Minister! Meine Damen und Herren! Mein Vorredner hat gleich in seinen Eingangssätzen behauptet, ich skandalisiere. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ja! Das können Sie nicht abstreiten!) – Das widerspricht dem Sachverhalt! (Abg. Mag. Molterer: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!) Der Herr Minister selbst hat in seinen Ausführungen dargestellt, dass es keine Vermittlungstätigkeit war, aber sehr wohl Vermittlungsprovision gezahlt wurde.
Beifall bei den Grünen.
Herr Kollege, Ihre Aussage ist falsch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
grenze! – möglich sind, und die hat Ihr Freund Plech zur Gänze ausgeschöpft. Bleiben Sie bei der Wahrheit, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Bures: Sie haben behauptet, drei Monatsmieten wären ihm zugestanden, das war die Unwahrheit!
Bundesminister für Justiz Dr. Dieter Böhmdorfer: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren des Hohen Hauses! Erstens, Frau Abgeordnete Bures: Er – Kommerzialrat Plech – hat eineinhalb Monatsmieten an Provision bekommen, das ist ein Faktum. Also auf jeden Fall weniger, als ihm zugestanden wäre. Darüber sind wir uns jetzt einig. (Abg. Bures: Sie haben behauptet, drei Monatsmieten wären ihm zugestanden, das war die Unwahrheit!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Herr Bundesminister Böhmdorfer, Sie haben die Justiz wirklich ins Gerede gebracht. Ihre Justizpolitik ist von zwei Merkmalen gekennzeichnet – ich habe es Ihnen schon einmal gesagt –, von Zusperren und Einsperren. Zugesperrt haben Sie die Bezirksgerichte, zugesperrt haben Sie den Jugendgerichtshof! (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.) Sehr viele Bezirksgerichte wurden zugesperrt, und es wurde der Jugendgerichtshof zugesperrt.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil Haftgründe vorhanden sind! Fluchtgefahr! 50 Prozent Ausländer!
Und zum Einsperren: Im „profil“ stand vor kurzem: „Weniger Täter, mehr Häftlinge“ – Sie wissen ganz genau (Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil Haftgründe vorhanden sind! Fluchtgefahr! 50 Prozent Ausländer!), Sie, die sich mit der Strafrechtspolitik befassen, müssten wissen, wie dramatisch die Zahl der Häftlinge im letzten Jahr angestiegen ist. Das ist ein dramatischer Zustand, weil es sich natürlich um ein Spiegelbild der Gesellschaft handelt! Wie viele Menschen eingesperrt werden, das sagt etwas über das Bild der Gesellschaft aus. (Abg. Dr. Partik-Pablé: 50 Prozent Ausländer!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: 50 Prozent Ausländer!
Und zum Einsperren: Im „profil“ stand vor kurzem: „Weniger Täter, mehr Häftlinge“ – Sie wissen ganz genau (Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil Haftgründe vorhanden sind! Fluchtgefahr! 50 Prozent Ausländer!), Sie, die sich mit der Strafrechtspolitik befassen, müssten wissen, wie dramatisch die Zahl der Häftlinge im letzten Jahr angestiegen ist. Das ist ein dramatischer Zustand, weil es sich natürlich um ein Spiegelbild der Gesellschaft handelt! Wie viele Menschen eingesperrt werden, das sagt etwas über das Bild der Gesellschaft aus. (Abg. Dr. Partik-Pablé: 50 Prozent Ausländer!)
Abg. Mag. Mainoni: Doch, Frau Dr. Pittermann, daran kann ich mich sehr wohl erinnern! Sie war sehr liberal eingestellt!
Ich möchte auch zu Ihnen, Herr Abgeordneter Mainoni, etwas sagen, weil Sie wieder mit der Gräuelpropaganda, mit dieser Keule gekommen sind: „Haschisch in Trafiken“. – Das hat nie jemand gefordert! (Abg. Mag. Mainoni: Doch, Frau Dr. Pittermann, daran kann ich mich sehr wohl erinnern! Sie war sehr liberal eingestellt!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja vorhanden!
Was aber sehr wichtig und notwendig wäre: Sie haben selbst gesagt, dass sehr viele Suchtmittelabhängige in den Gefängnissen sitzen. Deshalb wäre es eben sehr wichtig und notwendig gewesen, das Prinzip, mit dem wir in Österreich sehr gut gefahren sind, nämlich das Prinzip „Therapie statt Strafe“ weiter auszubauen und entsprechende Maßnahmen zu setzen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja vorhanden!) Dann wären die Gefängnisse vielleicht nicht ganz so voll. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was aber sehr wichtig und notwendig wäre: Sie haben selbst gesagt, dass sehr viele Suchtmittelabhängige in den Gefängnissen sitzen. Deshalb wäre es eben sehr wichtig und notwendig gewesen, das Prinzip, mit dem wir in Österreich sehr gut gefahren sind, nämlich das Prinzip „Therapie statt Strafe“ weiter auszubauen und entsprechende Maßnahmen zu setzen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja vorhanden!) Dann wären die Gefängnisse vielleicht nicht ganz so voll. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Mainoni: Wenn es notwendig ist! Soll man sie alle laufen lassen?
Die Gefängnisse sind voll. Und wie lautet Ihre Antwort darauf? Im „profil“ ist zu lesen: „Der Justizminister plant ein neues Gefängnis für 400 Häftlinge.“ – Das ist Ihre Antwort! (Abg. Mag. Mainoni: Wenn es notwendig ist! Soll man sie alle laufen lassen?) Keine Resozialisierungsmaßnahmen, keine Hilfe, keine Änderungen, damit dieser Zustand ein anderer wird. Das ist tragisch, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Gefängnisse sind voll. Und wie lautet Ihre Antwort darauf? Im „profil“ ist zu lesen: „Der Justizminister plant ein neues Gefängnis für 400 Häftlinge.“ – Das ist Ihre Antwort! (Abg. Mag. Mainoni: Wenn es notwendig ist! Soll man sie alle laufen lassen?) Keine Resozialisierungsmaßnahmen, keine Hilfe, keine Änderungen, damit dieser Zustand ein anderer wird. Das ist tragisch, Herr Bundesminister. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da jetzt schon so viele junge Menschen eingesperrt werden, so viele junge kranke, weil süchtige Menschen in den Gefängnissen sitzen, reden Sie einmal mit den Justizwachebeamten, Frau Dr. Partik-Pablé. Sie haben gute Kontakte auch zu den Justizwachebeamten. Herr Abgeordneter Pendl wird dazu noch einiges zu sagen haben. Die Justizwachebeamten erklären uns immer wieder: Wir können den Maßnahmenvollzug nicht mehr so durchführen, wie es sich gehören würde! Wir haben die Personalressourcen nicht dazu, wir können nur noch zusperren, wir können keinen Maßnahmenvollzug mehr machen, wie es sich gehören würde. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Mainoni: Das ist halt eine Haftanstalt! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann müssen Sie das Radl abstellen, den Radl-Dienst, das wollen Sie aber nicht! Fragen Sie Herrn Kollegen Pendl, ob er das Radl abstellen will!
Drittens: Ihnen geht es nicht nur ums Zusperren, nicht nur ums Einsperren, sondern auch ums Wegsperren: Bei sehr vielen jungen Menschen wird nämlich schon ab 16 Uhr zugesperrt! (Abg. Mag. Mainoni: Das ist halt eine Haftanstalt! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann müssen Sie das Radl abstellen, den Radl-Dienst, das wollen Sie aber nicht! Fragen Sie Herrn Kollegen Pendl, ob er das Radl abstellen will!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn Sie schon für eine Einsperrpolitik, für eine Law-and-Order-Politik eintreten, Herr Bundesminister, sehr geehrte Damen und Herren von den Freiheitlichen, dann sollten Sie zumindest für die entsprechenden Personalressourcen sorgen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Edlinger hätte nicht so hohe Schulden hinterlassen sollen, dann würde es uns besser gehen, Frau Abgeordnete! – Abg. Dr. Jarolim – in Richtung der Abg. Dr. Partik-Pablé –: Bleiben Sie sachlich, Frau Kollegin!
Ihre ehemaligen Kollegen von der Richterschaft zum Beispiel sind gestern an die Öffentlichkeit gegangen. Ihre Kollegen der Richterschaft von Salzburg, von der Steiermark haben gesagt: Wir haben Angst, wir befürchten Qualitätseinbußen im Justizsystem, wenn die Kürzungen, die vorgesehen sind, tatsächlich eintreten, nämlich Kürzungen in der Höhe von 10 Prozent, wie es für 2003/2004 im Budget verankert ist. Und das ist ein Problem, weil ein weiteres Problem innerhalb der Justiz und vor allem für die rechtssuchende Bevölkerung längere Verfahrensdauern sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Edlinger hätte nicht so hohe Schulden hinterlassen sollen, dann würde es uns besser gehen, Frau Abgeordnete! – Abg. Dr. Jarolim – in Richtung der Abg. Dr. Partik-Pablé –: Bleiben Sie sachlich, Frau Kollegin!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich schließe mich der Aussage von Herrn Dr. Schröder an. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Umblättern, Frau Kollegin!
Zur Kostenersparnis. Es hat sich gezeigt, dass die Betreuung während der Probezeit durch einen Bewährungshelfer täglich Kosten von nur knapp 10 € verursacht. (Abg. Dr. Cap: Umblättern, Frau Kollegin!) Im Gegensatz dazu wird für die Betreuung und Bewachung in Gefängnissen pro Häftling das Zehnfache aufgewendet, nämlich genau 100 €. Dies ist ein gutes Beispiel für eine deutliche Kostenersparnis, und auch die Qualität kommt nicht zu kurz, denn ein Bewährungshelfer verurteilt den Klienten nicht, sondern bietet ihm Vertrauen, Halt und Unterstützung.
Beifall bei der ÖVP.
Im Jahre 2002 wurde im Verein „Neustart“ in knapp 1 300 Fällen vermittelt, wobei in 70 Prozent der Fälle die Leistungen der Verdächtigen positiv abgeschlossen wurden. Gemeinnützige Leistungen zu erbringen bedeutet eine Chance für den Tatverdächtigen, aber dies ist auch eine Chance für unsere Gesellschaft. Leider wird diese diversielle Maßnahme noch viel zu wenig praktiziert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister Böhmdorfer hat vorhin dazu Stellung genommen. Meine Kollegin Terezija Stoisits hat das an dieser Stelle bereits ausführlich kritisiert. Tatsache ist aber, dass sicherlich nicht das Aufstellen von Stockbetten in den Zellen der maßgebende Grund für die Schließung war. Ich denke, dass der Grund vielmehr darin zu suchen ist, dass es einen sehr kritischen, sehr unangenehmen, sehr visionären und sich immer wieder zu Wort meldenden Präsidenten Jesionek gegeben hat, der immer wieder auf die Missstände hingewiesen und immer wieder eine visionäre Rechtsprechung und einen entsprechenden Strafvollzug gerade auch für Jugendliche eingefordert hat. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
dass man Personal aufstockt, was notwendig wäre, weil ja die Aufgaben der Jugendwohlfahrt ständig steigen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind überlastet. Sie sollten sich verstärkt um Gewalt in Familien kümmern, aber auch um Fragen des sexuellen Missbrauchs. All das braucht Zeit. Diese Zeit haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber nicht. Da wären sehr wohl Möglichkeiten gegeben, um Verbesserungen zu erreichen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein weiterer Bereich, wo es an Geld mangelt, sind die Einrichtungen für Jugendliche mit Problemen. Ich spreche von therapeutischen Wohngruppen, Wohngemeinschaften, Tagesbetreuung. Auch diese Einrichtungen kämpfen um jeden Euro. Genau in diesem Bereich könnte verhindert werden, dass Jugendliche überhaupt straffällig werden und in den Gefängnissen landen. Investieren Sie statt in die Neuerrichtung von Gefängnissen bitte in präventive Maßnahmen, Herr Bundesminister! Dadurch ersparen Sie sich Ihre Gefängnisplätze. (Beifall bei den Grünen.)
Lebhafter Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Miedl: So ein Blödsinn! So ein Blödsinn! – Abg. Steibl: Ein Skandal!
Noch ein letztes Wort, weil es mir ein besonderes Anliegen ist, aus meiner Erfahrung als Mutter, als Frau, die aus Vorarlberg kommt, an der Schweizer Grenze: Bitte entkriminalisieren Sie endlich Cannabis und ziehen Sie damit eine klare, saubere Grenze zwischen der Droge Cannabis und anderen Drogen! (Lebhafter Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Miedl: So ein Blödsinn! So ein Blödsinn! – Abg. Steibl: Ein Skandal!) Das wäre ein wichtiger Schritt, um im Justizbereich Verbesserungen herbeizuführen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Noch ein letztes Wort, weil es mir ein besonderes Anliegen ist, aus meiner Erfahrung als Mutter, als Frau, die aus Vorarlberg kommt, an der Schweizer Grenze: Bitte entkriminalisieren Sie endlich Cannabis und ziehen Sie damit eine klare, saubere Grenze zwischen der Droge Cannabis und anderen Drogen! (Lebhafter Widerspruch bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Miedl: So ein Blödsinn! So ein Blödsinn! – Abg. Steibl: Ein Skandal!) Das wäre ein wichtiger Schritt, um im Justizbereich Verbesserungen herbeizuführen. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Murauer: Ich habe auch nichts gehört! – Abg. Dr. Trinkl: Wir haben auch nichts gehört!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Donnerbauer! Das Wort „Blödsinn“ habe ich aber nicht gehört! (Abg. Murauer: Ich habe auch nichts gehört! – Abg. Dr. Trinkl: Wir haben auch nichts gehört!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Die Jugendkriminalität – und das will ich sehr ernst nehmen – sollte die Opposition ernst nehmen. Die Regierungsparteien nehmen sie ernst, denn meiner Meinung nach ist jeder Jugendliche in einer Haftanstalt genau ein Jugendlicher zu viel. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Erlauben Sie mir, mich bei den Bediensteten der Justiz als Ganzes und vor allem auch speziell bei den Damen und Herren Ihres Hauses, Herr Minister, für die gute Zusammenarbeit namens meiner Fraktion sehr herzlich zu bedanken. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir brauchen dringend eine Diskussion, wahrscheinlich eine Neubeschließung des Unterbringungsgesetzes. Es kann nicht – und ich ende damit, womit ich begonnen habe – der Weisheit letzter Schluss sein, dass man straffällig Gewordene einsperrt. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, ob es nicht im Interesse sowohl der Betroffenen als auch des Budgets – um Ihre Worte zu gebrauchen – kreativere Ansätze gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Jetzt ist es wie abgerissen, gelt!
es waren sieben Misstrauensanträge, die dem Minister in der letzten Gesetzgebungsperiode beschieden wurden. (Abg. Neudeck: Jetzt ist es wie abgerissen, gelt!)
Abg. Mag. Wurm: 18!
Sehr geehrte Damen und Herren von der SPÖ, Sie haben kritisiert, dass ein Ansteigen der Zahl der Häftlinge zu verzeichnen ist. Nehmen wir als Beispiel die Jugendgerichtsbarkeit und die jugendlichen Häftlinge. Der Justizminister hat dargestellt, dass die Privilegien ausgeweitet wurden, nämlich auf Grund der Tatsache, dass das Alter für jugendliche Straftäter von 19 auf 21 erhöht wurde (Abg. Mag. Wurm: 18!), von 18 auf 21 erhöht wurde. Dass dies zu einem Anstieg bei der Häftlingszahl führt, ist Ihnen, Frau Kollegin Wurm, auch klar. Im Übrigen waren Sie es, die diese Anfrage im Budgetausschuss gestellt hat, und Sie haben, wie ich meine, eine vernünftige Antwort darauf bekommen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Zu wenig Personal, hat man gesagt!
Sie unterstellen dem Justizminister, dass unter seiner Führung dieses Ressorts dessen Unabhängigkeit nicht gewährleistet oder sogar gefährdet wäre. Ich kann Ihnen sagen, dass die Präsidentin der Richtervereinigung, Frau Barbara Helige, dem Justizminister bescheinigt, dass es in seinem Ressort eine objektive Personalpolitik gibt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Wurm: Zu wenig Personal, hat man gesagt!)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Dies ist zurückzuführen auf die offenen Grenzen, die wir haben, und auch die Notwendigkeit, dafür zu sorgen, dass jene, die Straftaten begangen haben, nicht irgendwo untertauchen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Sburny: Mandak und entkriminalisieren!
Ein Viertel der Straftäter – auch das wurde bereits gesagt – sind drogenabhängig. Insofern wundert es mich, dass von den Grünen immer wieder die Forderung erhoben wird, dass Cannabis freigegeben werden soll; auch heute wieder von Kollegin Rest-Hinterseer. (Abg. Sburny: Mandak und entkriminalisieren!) Das ist nicht die Politik, die wir uns wünschen, sehr geehrte Damen und Herren!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir stehen für Reformen, wir stehen für Veränderungen, die notwendig sind, um den Anforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden. Dieser Bundesminister, der in der letzten Gesetzgebungsperiode bereits bewiesen hat, dass er für Reformen ist, dass er nicht nur davon spricht, sondern diese auch umsetzt, hat ein sehr reiches Arbeitsprogramm vor sich – wir werden ihn bei seinen Reformen bestmöglich unterstützen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck.
Das kann auch mit sehr hohen Kosten verbunden sein, zum Beispiel bei einem gewöhnlichen §-18-Verfahren, also wenn ein Haus renoviert wird. Bei 1 000 Quadratmetern, bei 4 € Mietanhebung, bei zwei Rechtsanwaltsstunden kann das Kostenrisiko bis zu 12 000 € ausmachen. (Zwischenruf des Abg. Neudeck.) Der Richter entscheidet dann. Es steht, nach Billigkeit ist zu entscheiden, und da ist ein Prozessausgang immer offen. Jedenfalls ist das wirklich eine Schweinerei!
Abg. Neudeck: ... Gemeinde Wien? – Zwischenruf der Abg. Bures. – Abg. Neudeck: Das werden Sie lange suchen!
Als Antwort haben Sie einen Fall einer Betriebskostenabrechnung geschildert, wie es sie zu Tausenden gibt, weil sehr, sehr viele Betriebskostenabrechnungen falsch sind. (Abg. Neudeck: ... Gemeinde Wien? – Zwischenruf der Abg. Bures. – Abg. Neudeck: Das werden Sie lange suchen!) Sie haben gesagt, der Hauseigentümer mit einer falschen Betriebskostenabrechnung sollte die Anwaltskosten des Antragstellers übernehmen, das wäre gerecht.
Beifall bei der SPÖ.
Dass dann dieser Hauseigentümer mit der Bezahlung möglicherweise nur einer Anwaltsstunde davonkommen soll, ist fast lächerlich! Ich kann auch nicht in ein Geschäft gehen und einen Fernseher stehlen und ihn, wenn man mich dabei erwischt, einfach nur zurückgeben, ohne dass ich mit Konsequenzen zu rechnen hätte. Diesen Vergleich würde ich hier anstellen, wenn das mit Absicht, nachweisbar mit Absicht geschieht. Es ist hier also eine Änderung angesagt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber ein Unrecht mit einem anderen zu beantworten, das ist nicht richtig. Das Außerstreitgesetz, diese Regelung ist meines Erachtens ein Damoklesschwert. Sie bringt ein Kostenrisiko mit sich und stellt eine Rechtsbarriere für all jene dar, die sich das nicht leisten können. Ich bitte daher darum, dass das in dieser Form noch einmal überdacht wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Für das Protokoll ...!
Weiters ist hier anzumerken, dass diejenigen, die sich in dieses Gericht begeben – ob als Kläger, als Beklagte oder als Anwälte –, jetzt einen wesentlich besseren Zugang haben, weil eine U-Bahn in der Nähe ist. Wer die Parkraumnot ... – Willst du klatschen? (In Richtung eines Abgeordneten der Freiheitlichen.) Dann bitte! Oder soll ich schon aufhören? (Abg. Scheibner: Für das Protokoll ...!) – Wer die Parkraumnot in der Riemergasse kennt, wird froh sein, dass die Übersiedelung jetzt im September stattfinden wird! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Weiters ist hier anzumerken, dass diejenigen, die sich in dieses Gericht begeben – ob als Kläger, als Beklagte oder als Anwälte –, jetzt einen wesentlich besseren Zugang haben, weil eine U-Bahn in der Nähe ist. Wer die Parkraumnot ... – Willst du klatschen? (In Richtung eines Abgeordneten der Freiheitlichen.) Dann bitte! Oder soll ich schon aufhören? (Abg. Scheibner: Für das Protokoll ...!) – Wer die Parkraumnot in der Riemergasse kennt, wird froh sein, dass die Übersiedelung jetzt im September stattfinden wird! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Maier –: Sag, was Sache ist!
Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Mag. Maier. Redezeit: 5 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Maier –: Sag, was Sache ist!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Das ist kein Vorwurf der Opposition, sondern das ist eine klare, einstimmige Aussage der RichterInnen und StaatsanwältInnen des Landes Salzburg, und das gilt für ganz Österreich. Daher können wir, Herr Bundesminister, Ihr Budget nicht akzeptieren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Fehlende Budgetausstattung, Einsparungen beim Personal können das gesamte Justizsystem ins Wanken bringen, meine sehr verehrten Damen und Herren, und zwar insbesondere bei Großverfahren, aber auch bei Kleinverfahren, bei zivilrechtlichen Verfahren. Ich weiß aus persönlichen Gesprächen, dass Richter nicht mehr wissen, wann sie Termine ansetzen sollen; sie sind bis Oktober ausgelastet, Herr Bundesminister, und damit wird der Rechtszugang der Bevölkerung erschwert. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Wurm: Das ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft!
„Doch die Haft wird einigen Managern sehr erleichtert, die nach der Milliarden-Affäre insgesamt 44 Jahre Haft erhielten. ,Ein Steuerberater, der eigentlich im Gefängnis wäre, lädt in Wien sogar Bekannte zum Tennis Spielen ein‘, ...“ – (Abg. Mag. Wurm: Das ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, ich glaube nicht, dass das mit der mangelnden Personalausstattung im Justizbereich zusammenhängt. Ich halte das für einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, und ich frage mich: Wo bleibt hier die Gleichheit vor dem Gesetz? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist aber schon sehr aufklärungsbedürftig, Jacky! – Herr Bundesminister, bitte um ein Wort!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Lösen wir die Probleme beim Strafrechtlichen Entschädigungsgesetz! Herr Bundesminister Böhmdorfer, setzen Sie sich gegen Bundesminister Grasser durch! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: Das ist aber schon sehr aufklärungsbedürftig, Jacky! – Herr Bundesminister, bitte um ein Wort!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Gestatten Sie mir, zunächst eine Frage an Herrn Minister Böhmdorfer zu richten. Da wir ja gestern brandaktuell erfahren haben, dass die Jugendgerichtshilfe förmlich um Hilfe geschrien und mitgeteilt hat, sie könne sich das Antiaggressionstraining für die Jugendlichen, die sich in Haft befinden, nicht mehr leisten, frage ich Sie, Herr Bundesminister: Was gedenken Sie zu tun, um diese finanziellen Mittel sicherzustellen? Ich denke, das kann es doch nicht sein, dass die Jugendlichen jetzt nur mehr weggesperrt werden, und damit ist dann Schluss! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen, der ÖVP und der Freiheitlichen.
Dennoch, ich habe es irgendwie geschafft, und mein Ziel ist es jetzt, anderen Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind, zu helfen. – Dass ich es nicht so schlecht gemacht habe, beweist unter anderem der gestrige Tag. Da hat nämlich meine Tochter ihre Matura mit gutem Erfolg bestanden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen, der ÖVP und der Freiheitlichen.) Ich bin sehr stolz darauf und wollte das auch einmal in dieser Form zum Ausdruck bringen.
Abg. Dr. Fekter: Das geht ja gar nicht! Sie braucht ja nur einen Antrag zu stellen!
Es kann doch nicht im Sinne der Erfinder gewesen sein, dass genau dieses Gesetz jetzt so ausgelegt wird, dass es noch im Scheidungsverfahren als „Joker“, als Druckmittel verwendet wird, wenn es um die Unterhaltszahlungen geht. (Abg. Dr. Fekter: Das geht ja gar nicht! Sie braucht ja nur einen Antrag zu stellen!) Diese Fälle gibt es, dass der Rechtsanwalt seinem Mandanten sagt: Wir nehmen die gemeinsame Obsorge als „Joker“! Das heißt, der Mann sagt: Ich verzichte auf die gemeinsame Obsorge, und dafür bezahle ich dir weniger Unterhalt. (Abg. Dr. Fekter: Es ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!) – Diese Fälle gibt es, diese Fälle liegen auf dem Tisch, wir hören sie tagtäglich (Abg. Dr. Fekter: Die gemeinsame Obsorge ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!), und es kann doch nicht in Ihrem Sinne gewesen sein, dass Sie dieses Gesetz deshalb gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Abg. Dr. Fekter: Es ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!
Es kann doch nicht im Sinne der Erfinder gewesen sein, dass genau dieses Gesetz jetzt so ausgelegt wird, dass es noch im Scheidungsverfahren als „Joker“, als Druckmittel verwendet wird, wenn es um die Unterhaltszahlungen geht. (Abg. Dr. Fekter: Das geht ja gar nicht! Sie braucht ja nur einen Antrag zu stellen!) Diese Fälle gibt es, dass der Rechtsanwalt seinem Mandanten sagt: Wir nehmen die gemeinsame Obsorge als „Joker“! Das heißt, der Mann sagt: Ich verzichte auf die gemeinsame Obsorge, und dafür bezahle ich dir weniger Unterhalt. (Abg. Dr. Fekter: Es ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!) – Diese Fälle gibt es, diese Fälle liegen auf dem Tisch, wir hören sie tagtäglich (Abg. Dr. Fekter: Die gemeinsame Obsorge ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!), und es kann doch nicht in Ihrem Sinne gewesen sein, dass Sie dieses Gesetz deshalb gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Abg. Dr. Fekter: Die gemeinsame Obsorge ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!
Es kann doch nicht im Sinne der Erfinder gewesen sein, dass genau dieses Gesetz jetzt so ausgelegt wird, dass es noch im Scheidungsverfahren als „Joker“, als Druckmittel verwendet wird, wenn es um die Unterhaltszahlungen geht. (Abg. Dr. Fekter: Das geht ja gar nicht! Sie braucht ja nur einen Antrag zu stellen!) Diese Fälle gibt es, dass der Rechtsanwalt seinem Mandanten sagt: Wir nehmen die gemeinsame Obsorge als „Joker“! Das heißt, der Mann sagt: Ich verzichte auf die gemeinsame Obsorge, und dafür bezahle ich dir weniger Unterhalt. (Abg. Dr. Fekter: Es ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!) – Diese Fälle gibt es, diese Fälle liegen auf dem Tisch, wir hören sie tagtäglich (Abg. Dr. Fekter: Die gemeinsame Obsorge ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!), und es kann doch nicht in Ihrem Sinne gewesen sein, dass Sie dieses Gesetz deshalb gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
Es kann doch nicht im Sinne der Erfinder gewesen sein, dass genau dieses Gesetz jetzt so ausgelegt wird, dass es noch im Scheidungsverfahren als „Joker“, als Druckmittel verwendet wird, wenn es um die Unterhaltszahlungen geht. (Abg. Dr. Fekter: Das geht ja gar nicht! Sie braucht ja nur einen Antrag zu stellen!) Diese Fälle gibt es, dass der Rechtsanwalt seinem Mandanten sagt: Wir nehmen die gemeinsame Obsorge als „Joker“! Das heißt, der Mann sagt: Ich verzichte auf die gemeinsame Obsorge, und dafür bezahle ich dir weniger Unterhalt. (Abg. Dr. Fekter: Es ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!) – Diese Fälle gibt es, diese Fälle liegen auf dem Tisch, wir hören sie tagtäglich (Abg. Dr. Fekter: Die gemeinsame Obsorge ist ein Erfolgsrezept, und das wollt ihr nicht wahrhaben!), und es kann doch nicht in Ihrem Sinne gewesen sein, dass Sie dieses Gesetz deshalb gemacht haben. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Beifall bei der SPÖ.
Erlauben Sie mir, zur Obsorge noch etwas zu sagen: Ich hoffe doch, Herr Dr. Böhmdorfer, dass Sie sich dazu entschließen können, dieses Gesetz noch vor 2005 zu evaluieren. Ich denke, wenn es so massive Auswirkungen für Frauen, für Kinder und für Väter hat, dann sollten wir uns das Gesetz schon vorher ansehen und nicht erst 2005, wie Sie im Ausschuss angekündigt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.
Die zweite massive Verschlechterung betrifft die Situation rund um den Vorschuss von Unterhaltszahlungen. Wir wissen, dass es in den letzten Jahren wirklich Verschlechterungen gegeben hat, weil nur dann Unterhaltsvorschuss gewährt wird, wenn man davon ausgeht, dass der Vater auch wirklich zahlen kann. Kann er es nicht, gibt es auch keinen Unterhaltsvorschuss. So gesehen ist Ihre Aussage, wonach jedes Kind in Österreich, das Unterhaltsvorschuss benötigt, ihn auch bekommt, schlicht und einfach falsch, denn wenn man davon ausgeht, dass es sich der Vater nicht leisten kann, dann gibt auch der Staat kein Geld her. Das ist ein großes Problem, weil hier Kinder allein gelassen werden und der Staat sich seiner Verantwortung nicht stellt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.
All diese Vereine und Organisationen leisten ganz, ganz wertvolle Unterstützung, und ich hoffe, dass wir für sie auch in Zukunft genügend finanzielle Mittel zur Verfügung haben werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm
Unrichtig ist die Auffassung der Frau Abgeordneten Stoisits, dass keine personelle Vorsorge für die StPO-Vorverfahrensreform getroffen worden wäre. Wir planen diese Vorsorge sehr wohl, sie wird auch zur Verfügung stehen, nur: Wir kennen den endgültigen Gesetzestext noch nicht. Ich bitte, das nicht zu übersehen. Erst dann, wenn das Ausmaß der Rechtsmittelmöglichkeiten – und das ist der Kernbereich dieses Themas – feststeht, können wir den Mehraufwand an Arbeit kalkulieren (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), und erst dann können wir kalkulieren, wie viel zusätzliches Personal wir benötigen – es geht nicht anders! Die Schreckensmeldungen aus Deutschland, dass wir 200 zusätzliche Staatsanwälte brauchen, sind Phantasieziffern, die aus meiner Sicht nicht seriös sind, weil wir sie noch nicht genau berechnen können. (Zwischenruf der Abg. Mag. Stoisits.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Stoisits.
Unrichtig ist die Auffassung der Frau Abgeordneten Stoisits, dass keine personelle Vorsorge für die StPO-Vorverfahrensreform getroffen worden wäre. Wir planen diese Vorsorge sehr wohl, sie wird auch zur Verfügung stehen, nur: Wir kennen den endgültigen Gesetzestext noch nicht. Ich bitte, das nicht zu übersehen. Erst dann, wenn das Ausmaß der Rechtsmittelmöglichkeiten – und das ist der Kernbereich dieses Themas – feststeht, können wir den Mehraufwand an Arbeit kalkulieren (Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm), und erst dann können wir kalkulieren, wie viel zusätzliches Personal wir benötigen – es geht nicht anders! Die Schreckensmeldungen aus Deutschland, dass wir 200 zusätzliche Staatsanwälte brauchen, sind Phantasieziffern, die aus meiner Sicht nicht seriös sind, weil wir sie noch nicht genau berechnen können. (Zwischenruf der Abg. Mag. Stoisits.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
haben durchschnittlich fünf Ausbrüche pro Jahr; vor zehn Jahren waren es noch zirka 55. Das ist unserer großartigen Justizwache und der großartigen Arbeit, die sie leistet, zu verdanken. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich sage ganz offen: Ich glaube, dass man in schwierigen Zeiten 1,5 Prozent an Mehrarbeit, begleitet und unterstützt durch Rationalisierungsmaßnahmen, sehr wohl verlangen kann! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wird irrtümlich ein zu geringer Kindesunterhalt festgesetzt, können Sie am nächsten Tag zu Gericht gehen und eine Erhöhung beantragen. Wenn Sie als Ehegattin irrtümlich auf den eigenen Unterhalt verzichten, ist das ein Fehler, den Sie nie mehr gut machen können! Und das geschieht oft deshalb, weil Frauen in Scheidungsfällen vor Gericht häufig unvertreten sind. Das ist mein einziges Motiv für diese Maßnahme: Ich bin für eine bessere Vertretung dieser Frauen in Scheidungsangelegenheiten! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.
Im Übrigen bedanke ich mich für die Zusammenarbeit im Justizausschuss und freue mich über das Lob für unsere Beamten, sie haben es wirklich verdient! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.)
Abg. Wittauer – in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch –: Uwe, Uwe! Dein Feind ist draußen! – Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Herr Präsident! (Abg. Wittauer – in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch –: Uwe, Uwe! Dein Feind ist draußen! – Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Bundesminister Dr. Böhmdorfer, Sie haben mich jüngst anlässlich meines an Sie gerichteten Rücktrittsverlangens aufgefordert, dieses näher zu begründen – als ob es nicht schon reichen würde, was wir von Ihnen im Zusammenhang mit der Abschaffung des Jugendgerichtshofes sehen und erleben durften, als ob es nicht genügen würde, Ihre eigene Anfragebeantwortung im Zusammenhang mit der City-Tower-Geschichte zu zitieren! (Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Wittauer.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Wittauer.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Herr Präsident! (Abg. Wittauer – in Richtung des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch –: Uwe, Uwe! Dein Feind ist draußen! – Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Herr Bundesminister Dr. Böhmdorfer, Sie haben mich jüngst anlässlich meines an Sie gerichteten Rücktrittsverlangens aufgefordert, dieses näher zu begründen – als ob es nicht schon reichen würde, was wir von Ihnen im Zusammenhang mit der Abschaffung des Jugendgerichtshofes sehen und erleben durften, als ob es nicht genügen würde, Ihre eigene Anfragebeantwortung im Zusammenhang mit der City-Tower-Geschichte zu zitieren! (Zwischenrufe der Abgeordneten Großruck und Wittauer.)
Abg. Wittauer: Christian, du hast die falsche Rede genommen!
Und da möchte ich Sie korrigieren, Herr Justizminister! Ich gehe davon aus, dass Sie als gelernter Rechtsanwalt sehr genau wissen, was Sie schreiben. (Abg. Wittauer: Christian, du hast die falsche Rede genommen!) Und Sie haben die Anfrage wie folgt beantwortet – ich zitiere –:
Bundesminister Dr. Böhmdorfer: ... von einem Makler!
„Der City Tower Vienna wurde – unter dieser Bezeichnung – dem Bundesministerium für Justiz als Mietobjekt für das Handelsgericht Wien“ und so weiter „erstmals im Juli 2001 bekannt. Die Fa. PORR stellte dem Bundesministerium für Justiz das Mietobjekt in einer Präsentation am 31.7.2001 näher vor.“ (Bundesminister Dr. Böhmdorfer: ... von einem Makler!) – Von einem Makler ist da keine Rede!
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Und wenn Sie jetzt den Makler hineinreklamieren, obwohl Sie auf der nächsten Seite schreiben, dass Sie den Makler „erstmals im September 2001“ involviert gesehen haben, dann ist das, was Sie jetzt einzufügen versuchen, für mich etwas, was üblicherweise als unwahre Schutzbehauptung qualifiziert wird. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Böhmdorfer.
Seien Sie versichert, Herr Justizminister: Die Sozialdemokraten werden diesen Verdachtsmomenten weiter nachgehen und auch den Rechnungshof damit befassen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Böhmdorfer.)
Beifall bei der SPÖ.
Also wenn diese Verschwendung von Steuergeldern nicht nach einem Rücktritt verlangt, dann weiß ich nicht, was sonst! (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen einerseits und Abgeordneten der SPÖ andererseits.
Wenn Sie darüber hinaus bedenken, dass Ihre Sparmaßnahmen dazu führen, dass die Justiz, die ohnedies schon überfordert ist, weiterhin eingeschränkt wird, noch weitere Stellen abgebaut werden sollen, trotzdem schon jetzt die Richter überfordert sind, Rechtssuchende nicht mehr rechtzeitig zu ihren Entscheidungen kommen, wo keine Verfahrensbeschleunigung mehr etwas bewirken kann, weil die Richter überfordert sind, trotzdem Mütter Unterhaltsbeträge nicht mehr festgesetzt bekommen, weil das Verfahren nicht beschleunigt wird – dann wissen Sie, dass Ihre Politik völlig ins Leere geht! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen einerseits und Abgeordneten der SPÖ andererseits.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich habe dem im Moment nichts hinzuzufügen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Kollege Murauer, das dynamische Energiebündel (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), kommt heute ausnahmsweise nach mir zum Einsatz! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Kollege Murauer, das dynamische Energiebündel (demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP), kommt heute ausnahmsweise nach mir zum Einsatz! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Fragen Sie den Rudolf Edlinger, warum!
Bei näherer Betrachtung der Budgetzahlen muss man sagen, dass man mit der Entwicklung des Budgets und den damit verbundenen Aussichten betreffend die Zukunft des österreichischen Bundesheeres nicht zufrieden sein kann, denn Faktum ist, dass das Heeresbudget seit Amtsantritt dieser Bundesregierung von Jahr zu Jahr immer kleiner wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Fragen Sie den Rudolf Edlinger, warum!) Da helfen auch die im Budget zusätzlich veranschlagten 70 Millionen € nichts, denn viele offene Rechnungen sind zu begleichen, und diese Steigerung wird natürlich von vielen Faktoren mehr als neutralisiert. Man muss daher seriöserweise von einem Nullsummenspiel sprechen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Assistenzeinsatz an der Grenze. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) – Dazu wären rund 50 Millionen € notwendig. Es gab die Zusage, dass dies gesondert abgegolten werde. Das gilt nun nicht mehr, obwohl im Ministerratsvortrag vom 1. Oktober 2002 – ich habe ihn hier – klar und deutlich ausgeführt ist, dass die zusätzlichen Ausgaben für den Assistenzeinsatz zur Verfügung zu stellen sind. Wieder einmal ist der Herr Finanzminister wortbrüchig geworden. In Zukunft muss das Heer diese Aufwendungen aus dem laufenden Budget bedecken.
Abg. Dr. Jarolim: Eine Schande ist das!
Im Budget, Herr Bundesminister, ist davon nichts ersichtlich! (Abg. Dr. Jarolim: Eine Schande ist das!) Auch diese Festlegungen hat der Finanzminister nicht berücksichtigt, nicht beachtet. Es wird alles komplett verschleiert, es ist keine wie immer geartete substanzielle Entwicklung festzustellen. Ich muss festhalten: Auch da hat der Herr Finanzminister seine Verpflichtungen missachtet, auch da ist er wortbrüchig geworden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Budget, Herr Bundesminister, ist davon nichts ersichtlich! (Abg. Dr. Jarolim: Eine Schande ist das!) Auch diese Festlegungen hat der Finanzminister nicht berücksichtigt, nicht beachtet. Es wird alles komplett verschleiert, es ist keine wie immer geartete substanzielle Entwicklung festzustellen. Ich muss festhalten: Auch da hat der Herr Finanzminister seine Verpflichtungen missachtet, auch da ist er wortbrüchig geworden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Das war jetzt ein bisschen stark!
Es ist aber ein Problem, wenn ein Finanzminister nicht einmal mehr Ministerratsbeschlüsse beachtet! Und wenn wir uns seine gestrige Vorstellung, seine gestrige Darbietung in Erinnerung rufen, meine Damen und Herren: Also wenn ein sozialdemokratischer Finanzminister zur Selbstdarstellung Millionen Euro verwendet hätte, ihr hättet die Himmelpfortgasse gesperrt! Aber der Herr läuft heute noch frei herum! (Abg. Murauer: Das war jetzt ein bisschen stark!)
Abg. Scheibner: Das stimmt ja alles nicht, das weißt du ganz genau!
Herr Bundesminister, noch einmal zurückkommend auf die Eurofighter. Ich kann Ihnen nur sagen: Sie bekommen die Flugzeuge, die Sie bestellt haben, die von Ihrer Bewertungskommission bewertet worden sind – mit 4 : 1 hat man sich dafür entschieden –, nicht, denn es gibt sie nicht, sie sind nicht serienfertig! Was da ist, ist ein Eurofighter der Tranche 1, also ein Eurofighter im Testeinsatz, der nur für Trainingszwecke geeignet ist und nicht den österreichischen Bedürfnissen entspricht. Das steht in krassem Widerspruch zu den Ausschreibungskriterien, zu den Vergaberichtlinien! (Abg. Scheibner: Das stimmt ja alles nicht, das weißt du ganz genau!)
Beifall bei der SPÖ.
Die Soldaten des österreichischen Bundesheeres, die Offiziere und Unteroffiziere, Chargen und Grundwehrdiener leisten viel für unser Land. Daher muss man vor allem den Finanzminister, aber auch Sie ersuchen: Geben Sie dem Bundesheer jene Mittel, die es braucht, damit es seine Aufgaben erfüllen kann, und investieren Sie nicht in Luxuskampfjets, die niemand braucht, die sicherheitspolitisch nicht notwendig sind und budgetpolitisch eine Katastrophe darstellen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Uns geht es darum, dass sich die Menschen in diesem Land wohl und sicher fühlen. Und dafür wollen wir arbeiten! Der vorliegende Budgetentwurf ist dafür wenig hilfreich und findet daher nicht unsere Zustimmung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Unser gemeinsames Ziel, das Ziel des Verteidigungsministers Platter war und ist es, das Budget zumindest ein wenig zu erhöhen. Und es ist ihm dankenswerterweise gelungen, das Budget um 70 Millionen € aufzustocken! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Besonders hervorgehoben werden muss, dass mit den zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln nicht irgendetwas gemacht wird, sondern der Herr Minister hat den Schwerpunkt auf die Ausstattung und Beschaffung für die Truppe gelegt, und das ist meiner Meinung nach ein ganz besonders wichtiger Akzent. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ja; genau!
Meine Damen und Herren! Gestern hat sich Bürgermeister Gaßner selbst entlarvt, als er gemeint hat: Ihr werdet schon noch sehen, irgendetwas bleibt an den Fliegern schon hängen! So nach dem Motto: Wir schütten einmal den Schmutz drauf, und dann sagen wir: Schaut euch an, wie dreckig, wie schmutzig die sind! (Abg. Dr. Stummvoll: Ja; genau!) Dieses Motto haben Sie sowohl bei der Pensionssicherung ... (Abg. Mag. Kogler: Selbstbefleckung war das!) – Bleiben Sie ein bisschen da, es ist für Sie auch wichtig, damit Sie gewarnt sind! – Dieses Motto haben Sie nicht nur bei der Pensionssicherungsreform angewandt, sondern auch bei den Abfangjägern.
Abg. Mag. Kogler: Selbstbefleckung war das!
Meine Damen und Herren! Gestern hat sich Bürgermeister Gaßner selbst entlarvt, als er gemeint hat: Ihr werdet schon noch sehen, irgendetwas bleibt an den Fliegern schon hängen! So nach dem Motto: Wir schütten einmal den Schmutz drauf, und dann sagen wir: Schaut euch an, wie dreckig, wie schmutzig die sind! (Abg. Dr. Stummvoll: Ja; genau!) Dieses Motto haben Sie sowohl bei der Pensionssicherung ... (Abg. Mag. Kogler: Selbstbefleckung war das!) – Bleiben Sie ein bisschen da, es ist für Sie auch wichtig, damit Sie gewarnt sind! – Dieses Motto haben Sie nicht nur bei der Pensionssicherungsreform angewandt, sondern auch bei den Abfangjägern.
Oh-Rufe bei der ÖVP
Ich lese Ihnen jetzt etwas dazu vor, dass Sie, meine Damen und Herren Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, zu 420 000 S verurteilt worden sind (Oh-Rufe bei der ÖVP), und zwar rechtskräftig verurteilt worden sind. (Abg. Amon: Zu wie viel?) Zu
Abg. Amon: Zu wie viel?
Ich lese Ihnen jetzt etwas dazu vor, dass Sie, meine Damen und Herren Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, zu 420 000 S verurteilt worden sind (Oh-Rufe bei der ÖVP), und zwar rechtskräftig verurteilt worden sind. (Abg. Amon: Zu wie viel?) Zu
Abg. Dr. Stummvoll: Wer wurde verurteilt?
420 000 S, das sind 30 000 €. (Abg. Dr. Stummvoll: Wer wurde verurteilt?) Die Sozialdemokratie.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, passen Sie auf – weil Sie Ihre Finanzen weitgehend in „Ordnung“ haben, wie wir wissen, können Sie sich diese halbe Million selbstverständlich leisten –: Die SPÖ muss wegen Korruptionsvorwürfen im Rahmen eines Massen-E-Mails, in dem sie behauptet hat, die „FPÖ-Regierungsmitglieder“ würden „für die Kampfflieger-Entscheidung belohnt“, Schadenersatz leisten. Das Verfahren wurde verloren, und jetzt zahlen Sie von der SPÖ das! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich warne Sie, auch Sie von den Grünen: Hören Sie bitte mit diesen allgemeinen, pauschalen Verurteilungen, Ungereimtheiten und Schiebungsvorwürfen auf, es zahlt sich nicht aus! Ehrlichkeit setzt sich durch, auch bei der Fliegerbeschaffung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer
Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass im Jahr 2002 weltweit 50 Millionen Menschen auf der Flucht waren, allein in Europa gab es 6 Millionen Vertriebene. Seit 1989 hat sich das Risiko geändert, ist aber nicht kleiner geworden zwischen den beiden Machtblöcken Warschauer Pakt und NATO (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer) – Kollege Kummerer, vielleicht ein bisschen später, aber du kannst das auch nachlesen! –, sondern unsere Welt ist instabiler geworden. Das Problem sind die Berechenbarkeit und die Kalkulierbarkeit der Risken und der Bedrohungen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Für einen Kleinstaat wie Österreich ist es notwendig, dass wir europäische und internationale Zusammenarbeit, Kooperation suchen, dass wir die internationale Solidarität befürworten und dass wir uns einbringen in die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, mit den Vereinten Nationen, mit der OSZE, mit der NATO, mit der WEU kooperieren, um unsere Sicherheit, aber auch die Sicherheit Europas mitzugestalten und mitzuverantworten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Das steht auch in der Sicherheitsdoktrin!
Die angesprochene Beistandspflicht, zu der es in nächster Zeit kommen sollte, auch in Europa, dient unserer Sicherheit, meine Damen und Herren, und wir haben daraus abzuleiten, dass wir primär für unsere nationale Sicherheit zu sorgen haben und dass wir nicht dem falschen Argument, der falschen Überlegung unterliegen dürfen: Wir sind umzingelt von NATO-Staaten, wir sind umzingelt von Freunden, wer sollte uns Österreichern etwas tun?! (Abg. Mag. Lunacek: Das steht auch in der Sicherheitsdoktrin!) – Da haben Sie aber eine andere gelesen, als wir beschlossen haben. Bitte noch einmal nachlesen, vielleicht verstehen Sie es dann besser. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die angesprochene Beistandspflicht, zu der es in nächster Zeit kommen sollte, auch in Europa, dient unserer Sicherheit, meine Damen und Herren, und wir haben daraus abzuleiten, dass wir primär für unsere nationale Sicherheit zu sorgen haben und dass wir nicht dem falschen Argument, der falschen Überlegung unterliegen dürfen: Wir sind umzingelt von NATO-Staaten, wir sind umzingelt von Freunden, wer sollte uns Österreichern etwas tun?! (Abg. Mag. Lunacek: Das steht auch in der Sicherheitsdoktrin!) – Da haben Sie aber eine andere gelesen, als wir beschlossen haben. Bitte noch einmal nachlesen, vielleicht verstehen Sie es dann besser. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit für die Assistenzeinsätze des Bundesheeres sehr herzlich bedanken, für die Katastropheneinsätze und für den Einsatz an der Grenze. Herzlichen Dank für Ihren beispielhaften Einsatz bei Hochwasser, bei Sturm, bei Erdbeben, zur Trinkwasserversorgung – international und national! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das Bundesheer ist ein zuverlässiger Partner in jeder Krisensituation! Das soll unterstrichen und in der heutigen Budgetdebatte hervorgehoben werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die Richtung der Sicherheitspolitik für unser Land ist die gemeinsame europäische Sicherheitspolitik, ist die Sicherheitspolitik, die europäische Solidarität verlangt, ist aber auch, in Österreich weiterhin ein professionelles Bundesheer zur Verfügung zu stellen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Die SPÖ hat den Prozess verloren! Aufpassen, Kogler!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Kogler. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 7 Minuten. – Bitte. (Abg. Großruck: Die SPÖ hat den Prozess verloren! Aufpassen, Kogler!)
Abg. Murauer: Es ist zu niedrig?
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ja, es ist richtig: Österreich hat ein relativ niedriges Verteidigungsbudget gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Sie haben sich ja auch im Wesentlichen (Abg. Murauer: Es ist zu niedrig?) – nein, nein, lassen Sie mich (Abg. Scheibner: Das wäre einmal etwas Gescheites, das Sie sagen!) – an die SPÖ gewandt, dass das das gemeinsame Ziel sein kann.
Abg. Scheibner: Das wäre einmal etwas Gescheites, das Sie sagen!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Staatssekretär! Meine Damen und Herren! Ja, es ist richtig: Österreich hat ein relativ niedriges Verteidigungsbudget gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Sie haben sich ja auch im Wesentlichen (Abg. Murauer: Es ist zu niedrig?) – nein, nein, lassen Sie mich (Abg. Scheibner: Das wäre einmal etwas Gescheites, das Sie sagen!) – an die SPÖ gewandt, dass das das gemeinsame Ziel sein kann.
Beifall bei den Grünen.
Ich sage Ihnen: Wir nehmen diesbezüglich eine klare Haltung ein – das haben Sie uns ja nie abgesprochen –: Man kann auch dann, wenn die Rüstungsausgaben auf einem relativ niedrigen Niveau sind, die Meinung vertreten, dass man sie nicht mit Gewalt auf Grund von Vergleichen in die Höhe bringen muss. Das ist unsere Haltung. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Das geschieht ja natürlich: korrekt und sorgsam geplant!
Es ist jetzt an der Zeit, dass wir uns den budgetären Fragen zuwenden, denn auch 0,78 Prozent – oder seien es irgendwann 0,88 Prozent; wie ich meine, vielleicht immer noch zu viel – des Bruttoinlandsprodukts verdienen es, dass man korrekt und sorgsam plant (Ruf bei der ÖVP: Das geschieht ja natürlich: korrekt und sorgsam geplant!) und auch im Verteidigungsressort einmal gescheite Budgetpolitik betreibt.
Beifall bei den Grünen.
Ich möchte das nicht Minister Platter vorwerfen, aber ich erinnere mich an mittlerweile Dutzende Passagen in mehreren Rechnungshofberichten, in denen genau auf diesen Umstand hingewiesen wird, nämlich darauf, dass es bei der Planung des Budgets des Verteidigungsministeriums massiv hapert, und zwar immer wieder und grundsätzlich genau bei jenen Dingen, die uns auch heute beschäftigen, nämlich bei den größeren Beschaffungsvorgängen. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der ÖVP: Was hat das mit dem Bundesheer zu tun?
Sie haben gegen § 45 verstoßen (Ruf bei der ÖVP: Was hat das mit dem Bundesheer zu tun?), weil Sie in diesem Punkt nicht die gesamten Kosten dieses Beschaffungsvorganges ausweisen. (Abg. Großruck: Kogler, aufpassen, die SPÖ ist verurteilt worden!) Ja wegen so etwas! Sie können mich doch nicht schrecken mit irgendwelchen Drohungen. (Abg. Brosz: Das ist ein Parlament! Das ist ein Parlament!) Wir haben schon genug Verhandlungen gewonnen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.)
Abg. Großruck: Kogler, aufpassen, die SPÖ ist verurteilt worden!
Sie haben gegen § 45 verstoßen (Ruf bei der ÖVP: Was hat das mit dem Bundesheer zu tun?), weil Sie in diesem Punkt nicht die gesamten Kosten dieses Beschaffungsvorganges ausweisen. (Abg. Großruck: Kogler, aufpassen, die SPÖ ist verurteilt worden!) Ja wegen so etwas! Sie können mich doch nicht schrecken mit irgendwelchen Drohungen. (Abg. Brosz: Das ist ein Parlament! Das ist ein Parlament!) Wir haben schon genug Verhandlungen gewonnen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.)
Abg. Brosz: Das ist ein Parlament! Das ist ein Parlament!
Sie haben gegen § 45 verstoßen (Ruf bei der ÖVP: Was hat das mit dem Bundesheer zu tun?), weil Sie in diesem Punkt nicht die gesamten Kosten dieses Beschaffungsvorganges ausweisen. (Abg. Großruck: Kogler, aufpassen, die SPÖ ist verurteilt worden!) Ja wegen so etwas! Sie können mich doch nicht schrecken mit irgendwelchen Drohungen. (Abg. Brosz: Das ist ein Parlament! Das ist ein Parlament!) Wir haben schon genug Verhandlungen gewonnen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.
Sie haben gegen § 45 verstoßen (Ruf bei der ÖVP: Was hat das mit dem Bundesheer zu tun?), weil Sie in diesem Punkt nicht die gesamten Kosten dieses Beschaffungsvorganges ausweisen. (Abg. Großruck: Kogler, aufpassen, die SPÖ ist verurteilt worden!) Ja wegen so etwas! Sie können mich doch nicht schrecken mit irgendwelchen Drohungen. (Abg. Brosz: Das ist ein Parlament! Das ist ein Parlament!) Wir haben schon genug Verhandlungen gewonnen. (Zwischenrufe bei der ÖVP und den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Punkt ist, dass wir auf das Bundeshaushaltsrecht rekurrieren, und es sollte Sie als Abgeordneten interessieren, ob diesem entsprochen wurde oder nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Aber ist ja nicht wahr!
Ich sage Ihnen: Diese Vorgangsweise verstößt gegen § 45 des Bundeshaushaltsrechts. (Abg. Scheibner: Aber ist ja nicht wahr!) Da hilft es Ihnen überhaupt nichts, wenn Sie, Herr Kollege Platter, sagen: Zuerst muss der zweite Schritt gemacht werden. Kaufen wir einmal die Eurofighter, und dann machen wir den ersten Schritt und schauen uns nach einer Übergangslösung um! (Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter Kogler! Man kann das wiederholen, wiederholen, wiederholen, es wird nicht wahrer! Die Unwahrheit bleibt die Unwahrheit!) – Es wird immer wahrer (Abg. Scheibner: Das ist nicht möglich, denn die Unwahrheit kann nicht wahrer werden!), beruhigen Sie sich!
Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter Kogler! Man kann das wiederholen, wiederholen, wiederholen, es wird nicht wahrer! Die Unwahrheit bleibt die Unwahrheit!
Ich sage Ihnen: Diese Vorgangsweise verstößt gegen § 45 des Bundeshaushaltsrechts. (Abg. Scheibner: Aber ist ja nicht wahr!) Da hilft es Ihnen überhaupt nichts, wenn Sie, Herr Kollege Platter, sagen: Zuerst muss der zweite Schritt gemacht werden. Kaufen wir einmal die Eurofighter, und dann machen wir den ersten Schritt und schauen uns nach einer Übergangslösung um! (Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter Kogler! Man kann das wiederholen, wiederholen, wiederholen, es wird nicht wahrer! Die Unwahrheit bleibt die Unwahrheit!) – Es wird immer wahrer (Abg. Scheibner: Das ist nicht möglich, denn die Unwahrheit kann nicht wahrer werden!), beruhigen Sie sich!
Abg. Scheibner: Das ist nicht möglich, denn die Unwahrheit kann nicht wahrer werden!
Ich sage Ihnen: Diese Vorgangsweise verstößt gegen § 45 des Bundeshaushaltsrechts. (Abg. Scheibner: Aber ist ja nicht wahr!) Da hilft es Ihnen überhaupt nichts, wenn Sie, Herr Kollege Platter, sagen: Zuerst muss der zweite Schritt gemacht werden. Kaufen wir einmal die Eurofighter, und dann machen wir den ersten Schritt und schauen uns nach einer Übergangslösung um! (Abg. Wittauer: Herr Abgeordneter Kogler! Man kann das wiederholen, wiederholen, wiederholen, es wird nicht wahrer! Die Unwahrheit bleibt die Unwahrheit!) – Es wird immer wahrer (Abg. Scheibner: Das ist nicht möglich, denn die Unwahrheit kann nicht wahrer werden!), beruhigen Sie sich!
Abg. Wittauer: Ich kann nichts dafür, wenn Sie es nicht lesen können!
Es ist klar, dass diese Kosten Bestandteil dieses Vorgangs sind, aber Sie haben sie herausreklamiert, und zwar nicht nur aus den öffentlichen Darstellungen, sondern auch gegen die Intentionen des Bundeshaushaltsgesetzes, und das mache ich Ihnen zum Vorwurf. Deshalb entspricht Artikel 69 des Budgetbegleitgesetzes, den Sie beschlossen haben, nicht dem Bundeshaushaltsgesetz. (Abg. Wittauer: Ich kann nichts dafür, wenn Sie es nicht lesen können!)
Abg. Scheibner: Die waren nie drinnen, Herr Kollege!
Die Erläuterungen verschweigen gegen die Intentionen des Gesetzes – zumindest gegen die Intentionen, wenn nicht gegen die genauen Buchstaben des Gesetzes – die Kosten, die mit dieser Beschaffung im Zusammenhang stehen; das sind wieder jene der Übergangslösung. Und das sind dann – da kommen wir zu den Betriebskosten, die Sie auch aus der Bewertung herausreklamiert haben, was den Vergabeakt betrifft ... (Abg. Scheibner: Die waren nie drinnen, Herr Kollege!) – Das ist ja der Fehler, den wir Ihnen zum Vorwurf machen. (Abg. Scheibner: Wieso? Die stehen ja nicht fest! Wie wollen Sie etwas bewerten, was nicht feststeht? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Scheibner: Wieso? Die stehen ja nicht fest! Wie wollen Sie etwas bewerten, was nicht feststeht? – Weitere Zwischenrufe.
Die Erläuterungen verschweigen gegen die Intentionen des Gesetzes – zumindest gegen die Intentionen, wenn nicht gegen die genauen Buchstaben des Gesetzes – die Kosten, die mit dieser Beschaffung im Zusammenhang stehen; das sind wieder jene der Übergangslösung. Und das sind dann – da kommen wir zu den Betriebskosten, die Sie auch aus der Bewertung herausreklamiert haben, was den Vergabeakt betrifft ... (Abg. Scheibner: Die waren nie drinnen, Herr Kollege!) – Das ist ja der Fehler, den wir Ihnen zum Vorwurf machen. (Abg. Scheibner: Wieso? Die stehen ja nicht fest! Wie wollen Sie etwas bewerten, was nicht feststeht? – Weitere Zwischenrufe.)
Abg. Scheibner: „Mit Anlauf“? Was heißt „mit Anlauf“?
Wie dem auch war, ich sage Ihnen etwas anderes: § 14 erzeugt die Notwendigkeit, zumindest in den Erläuterungen die Folgekosten auszuweisen. Das ist ein guter Paragraph. Sie aber haben mit Absicht und mit Anlauf darauf verzichtet (Abg. Scheibner: „Mit Anlauf“? Was heißt „mit Anlauf“?), Sie sind darüber hinweggegangen. Sie sind mit Anlauf in ein Becken gesprungen, werfen den anderen aber vor, Sie würden beschüttet werden. Sie hupfen mit Anlauf in den Gatsch, regen sich nachher aber auf, wenn die Flecken überall picken. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wie dem auch war, ich sage Ihnen etwas anderes: § 14 erzeugt die Notwendigkeit, zumindest in den Erläuterungen die Folgekosten auszuweisen. Das ist ein guter Paragraph. Sie aber haben mit Absicht und mit Anlauf darauf verzichtet (Abg. Scheibner: „Mit Anlauf“? Was heißt „mit Anlauf“?), Sie sind darüber hinweggegangen. Sie sind mit Anlauf in ein Becken gesprungen, werfen den anderen aber vor, Sie würden beschüttet werden. Sie hupfen mit Anlauf in den Gatsch, regen sich nachher aber auf, wenn die Flecken überall picken. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Ich habe nur gefragt, was der „Anlauf“ ist!
Das betrifft in erster Linie den Finanzminister und weniger Sie (Abg. Scheibner: Ich habe nur gefragt, was der „Anlauf“ ist!), das weiß ich schon, aber das ist der Gesamtzusammenhang, den wir uns noch lange vornehmen werden. Sie brauchen sich nicht der Hoffnung hinzugeben, dass man deshalb aufhört. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Das betrifft in erster Linie den Finanzminister und weniger Sie (Abg. Scheibner: Ich habe nur gefragt, was der „Anlauf“ ist!), das weiß ich schon, aber das ist der Gesamtzusammenhang, den wir uns noch lange vornehmen werden. Sie brauchen sich nicht der Hoffnung hinzugeben, dass man deshalb aufhört. (Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Abg. Murauer: Sie haben es bis heute nicht gemacht!
Sie sind nicht in der Lage, die Vorwürfe zu entkräften. Sie haben sogar in mehreren Passagen gegen das Bundeshaushaltsgesetz verstoßen, und jetzt wollen Sie immer noch zwischenrufen und nach dem Staatsanwalt schreien, den wir einschalten sollen. (Abg. Murauer: Sie haben es bis heute nicht gemacht!)
Ruf bei der ÖVP: Durchs Reden kommen die Leute zusammen!
Was anderes soll aufklärungsbedürftig sein, als dass sich ein Finanzminister der Republik in der Not der Beantwortung einer sehr gescheiten Dringlichen Anfrage auf der Flucht nach vorne vergaloppiert und zugegeben hat, dass er vor der so genannten Typenentscheidung Kontakte gehabt und sogar Verhandlungen, wie er gesagt hat, mit einem der Bieter – und nur mit einem der Bieter! – geführt hat. Das ist abenteuerlich! Überall anders hätte das schon längst zu einem Untersuchungsausschuss geführt, und Sie wehren sich dagegen und halten der Opposition vor, Sie würde mit Dreck um sich werfen. (Ruf bei der ÖVP: Durchs Reden kommen die Leute zusammen!) Das ist doch völlig abenteuerlich! Das ist eine Flucht nach vorne, die völlig durchschaubar ist und die immer mehr Leuten zu denken gibt.
Beifall bei den Grünen.
Dann stellte sich heraus, dass Sie nicht einmal die simpelsten Bestimmungen der gesetzlichen Vorgaben erfüllt haben, weil Sie – und da steckt etwas dahinter – die Folgekosten verschweigen wollten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn Sie schon von dem Schiebungsvorwurf nichts mehr hören wollen, hätten Sie doch wenigstens bundeshaushaltsrechtlich einigermaßen entsprechen können. Wenn Sie sich bei der Budgetdebatte darüber aufregen, dass Sie jemand darauf hinweist, dass das Bundeshaushaltsrecht mit Ihrer Gesetzesbeschlussfassung mit Füßen getreten wurde, dann zeigt das nur, dass Sie entweder keinen Plan haben oder schlechten Willens sind, jedenfalls aber, dass Sie noch genug Aufklärungsbedürftigkeit auf sich ziehen. – Gehen Sie in sich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Meine geschätzten Damen und Herren auf der Regierungsbank! Geschätzte Damen und Herren hier im Hohen Haus! Ich glaube, es ist auch von Seiten der Freiheitlichen hier einmal ganz klar und deutlich den verantwortlichen Herren und natürlich auch den verantwortlichen Damen beim Bundesheer ein Dank auszusprechen, weil all die Offiziere, Unteroffiziere, Mitarbeiter in den einzelnen Dienststellen, aber vor allem – und das möchte ich betonen – auch die Soldaten und die Grundwehrdiener jede Stunde bereit sind, für dieses Land sich zu opfern, zu kämpfen und bereit zu stehen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Lunacek: Geh bitte! Aber im Budgetbegleitgesetz haben sie schon etwas verloren! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.
Ich glaube, meine geschätzten Damen und Herren, nachdem wir jetzt wieder einen zehn- oder fünfzehnminütigen Exkurs zu den Eurofightern gehabt haben, der ja eigentlich in der Debatte zu den Budgets 2003 und 2004 nichts verloren hat, sollten wir versuchen, ein bisschen in die Thematik einzugehen. (Abg. Mag. Lunacek: Geh bitte! Aber im Budgetbegleitgesetz haben sie schon etwas verloren! – Weitere Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wofür sind diese Damen und Herren, die ihren Grundwehrdienst leisten, eigentlich verantwortlich? Sie sind Garant für eine umfassende Landesverteidigung, sowohl auf dem Boden als auch in der Luft. Sie sind auch Garant für einen Grenzeinsatz. Kollege Murauer hat es bereits gesagt. Sie machen damit unsere Landesgrenzen wirklich sicher. Sie sind aber auch ein Garant für die Durchführung von Großveranstaltungen, Olympiaden, Europameisterschaften, Weltmeisterschaften. Wann immer man sie braucht, werden sie zur Stelle sein. Last but not least sind sie auch der Garant, stets verfügbar zu sein, wenn es gilt, für zivile Hilfseinsätze bereit zu stehen, sei es Hochwasser, seien es Überschwemmungen, Vermurungen oder sonstige Katastrophen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb noch einmal: Danke für die Zigtausenden – ich habe es mir ausheben lassen –, beinahe hunderttausend Arbeitsstunden, die vom Bundesheer für die Öffentlichkeit erbracht werden. Es sind Leistungen in der Höhe von wahrscheinlich Millionen von Euro. Wenn man dies in Betracht zieht, dann kann man mit Fug und Recht behaupten, dass sich das Bundesheer ein gut Teil der zur Verfügung gestellten Mittel des Budgets eigentlich selbst erarbeitet: mit Leistungen für die Öffentlichkeit. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Lassen Sie mich noch kurz zum Grenzeinsatz zurückkommen. Ich habe es bereits erwähnt: Ich glaube, da wird ausgezeichnete Arbeit geleistet. Ich bin davon überzeugt, dass es das einzige wirksame Mittel gegen eine illegale Immigration ist. Unsere Bevölkerung, die Österreicherinnen und Österreicher, hat ein Recht darauf, ordentlich geschützt zu werden, so lange geschützt zu werden, solange es eben kein Schengen-Abkommen gibt, so lange geschützt zu werden, solange Gefahr besteht, dass diese illegale Immigration stattfindet. Deshalb erwarte ich mir auch – das möchte ich im Namen der freiheitlichen Fraktion klar sagen – von den künftigen Budgets, dass es eine klare Bedeckung für diese Einsätze gibt, denn ich glaube, diese Einsätze sind für uns in einer Zeit wie dieser, wo Europa zwar zusammenwächst, aber eben noch nicht eins ist, sehr wichtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Murauer: Selbstverständlich, das ist so vorgesehen! – Abg. Großruck: Er bürgt dafür!
Das Lob des Abgeordneten Murauer für den Herrn Bundesminister scheint berechtigt zu sein, aber – das möchte ich hier auch erwähnen – wir hoffen auch, dass die Zahlenspielereien in den Budgets dann wirklich in Euro umgewandelt werden, die zur Basis fließen, zu den Leuten fließen, die das Geld benötigen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Murauer: Selbstverständlich, das ist so vorgesehen! – Abg. Großruck: Er bürgt dafür!) Murauer bürgt für Qualität, oder?
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Seien wir doch ehrlich: Wir sind es doch eigentlich unseren Soldaten und Soldatinnen – ich bemühe mich immer, beide Geschlechter zu erwähnen – schuldig, denn sie verdienen es sich, dass ihre Ausrüstung, ihre Unterkunft, ihre Verpflegung, ihre Grundlage entsprechend gesichert sind, denn nur dann werden sie bereit sein, auch weiterhin für uns zu arbeiten und, wenn es sein muss, auch für uns zu kämpfen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Grünen.
Wenn ich noch kurz erwähnen darf: Ich glaube, das Bundesheer hat auch einen bildungspolitischen Auftrag. Ich selbst war auch Grundwehrdiener – Jägerkaserne, Türkkaserne in Spittal – , und ich muss sagen: Wenn ich es im Nachhinein betrachte, so kann ich sagen, dass es meiner Fort- und Weiterbildung nicht geschadet hat, ein paar Monate einmal unter einer sehr strengen Knute zu sein. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Na servas!
Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass viele Damen und Herren, die in diese Grundausbildung gehen, auch eine gewisse persönliche Fortbildung machen. Hier noch einmal den Dank an die Offiziere und Unteroffiziere, die auch ein bissel als Pädagogen wirken. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz: Na servas!)
Abg. Großruck: Der Puswald!
Meine Kollegen von der SPÖ! Kollege Murauer hat es bereits gebracht: diese Anklage und Schuldsprechung (Abg. Großruck: Der Puswald!) – nicht der Puswald! – im Zuge der Korruptionsvorwürfe. Ich glaube, die Korruptionsvorwürfe in der Eurofighter-Diskussion wurden hier goutiert ... (Abg. Brosz: Kommen die nicht aus der FPÖ selbst?) Nein, aus der SPÖ! 30 000 € Strafe müssen an die FPÖ bezahlt werden. In diesem Sinne bedanke ich mich im Namen des freiheitlichen Finanzreferenten für die Aufbesserung unseres Budgets. (Abg. Dr. Puswald: Sie brauchen es!) Wir können es brauchen, das wissen Sie. Sie haben es, das ist auch gut so.
Abg. Brosz: Kommen die nicht aus der FPÖ selbst?
Meine Kollegen von der SPÖ! Kollege Murauer hat es bereits gebracht: diese Anklage und Schuldsprechung (Abg. Großruck: Der Puswald!) – nicht der Puswald! – im Zuge der Korruptionsvorwürfe. Ich glaube, die Korruptionsvorwürfe in der Eurofighter-Diskussion wurden hier goutiert ... (Abg. Brosz: Kommen die nicht aus der FPÖ selbst?) Nein, aus der SPÖ! 30 000 € Strafe müssen an die FPÖ bezahlt werden. In diesem Sinne bedanke ich mich im Namen des freiheitlichen Finanzreferenten für die Aufbesserung unseres Budgets. (Abg. Dr. Puswald: Sie brauchen es!) Wir können es brauchen, das wissen Sie. Sie haben es, das ist auch gut so.
Abg. Dr. Puswald: Sie brauchen es!
Meine Kollegen von der SPÖ! Kollege Murauer hat es bereits gebracht: diese Anklage und Schuldsprechung (Abg. Großruck: Der Puswald!) – nicht der Puswald! – im Zuge der Korruptionsvorwürfe. Ich glaube, die Korruptionsvorwürfe in der Eurofighter-Diskussion wurden hier goutiert ... (Abg. Brosz: Kommen die nicht aus der FPÖ selbst?) Nein, aus der SPÖ! 30 000 € Strafe müssen an die FPÖ bezahlt werden. In diesem Sinne bedanke ich mich im Namen des freiheitlichen Finanzreferenten für die Aufbesserung unseres Budgets. (Abg. Dr. Puswald: Sie brauchen es!) Wir können es brauchen, das wissen Sie. Sie haben es, das ist auch gut so.
Abg. Wittauer: Das ist dir aber jetzt herausgerutscht, Uwe!
Aber überlegen Sie sich das! Dazu rate ich Ihnen, weil ich glaube, dass es nicht zielführend ist. Wenn es Probleme gibt, dann werden sie wahrscheinlich auch geklärt werden, und wenn es keine gibt, dann sollte man – und gerade Herr Kollege Puswald als fundierter Anwalt sollte das wissen – ein Urteil auch einmal zur Kenntnis nehmen. (Abg. Wittauer: Das ist dir aber jetzt herausgerutscht, Uwe!) Weil wir schon beim Urteil-zur-Kenntnis-Nehmen sind: Sie können in Ihrem Protokoll auch das Urteil über Ihre Aussagen zum Herrn Minister Böhmdorfer zur Kenntnis nehmen – der nicht vorhandene Applaus wird Ihnen Recht geben. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber überlegen Sie sich das! Dazu rate ich Ihnen, weil ich glaube, dass es nicht zielführend ist. Wenn es Probleme gibt, dann werden sie wahrscheinlich auch geklärt werden, und wenn es keine gibt, dann sollte man – und gerade Herr Kollege Puswald als fundierter Anwalt sollte das wissen – ein Urteil auch einmal zur Kenntnis nehmen. (Abg. Wittauer: Das ist dir aber jetzt herausgerutscht, Uwe!) Weil wir schon beim Urteil-zur-Kenntnis-Nehmen sind: Sie können in Ihrem Protokoll auch das Urteil über Ihre Aussagen zum Herrn Minister Böhmdorfer zur Kenntnis nehmen – der nicht vorhandene Applaus wird Ihnen Recht geben. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Unabhängig davon – und das möchte ich hier deutlich sagen – ist es trotzdem sehr wichtig, dass wir die territoriale Verteidigung ernst nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Da ist es natürlich eine Selbstverständlichkeit, dass Schutz und Sicherheit auf dem Boden und in der Luft gewährleistet sein muss. Heute gab es ja schon wieder eine Debatte rund um die Luftraumüberwachungsflugzeuge. Mir ist ein Beispiel eingefallen, als Abgeordneter Scheuch von der Feuerwehr geredet hat. Meine Damen und Herren! Was nützt es, wenn man in einem Haus eine hervorragende Brandmeldeanlage hat, aber die Feuerwehr nicht zur Verfügung steht? Es ist sehr wesentlich, dass beides zur Verfügung steht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zum Zweiten: Neben dieser territorialen Verteidigung ist es uns natürlich sehr wichtig, wie auch Herr Abgeordneter Scheuch gesagt hat, dass wir die Assistenzleistung an der Grenze durchführen. Diese Aufgabe wurde vom österreichischen Bundesheer in hervorragender Art und Weise erfüllt, wie man sieht, wenn man sich die Zahl der Aufgriffe anschaut. Diese Aufgabe werden wir auch in Zukunft erfüllen, bis die Schengen-Reife unserer neuen EU-Partner gegeben ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Hoffentlich brauchen wir nicht wieder eine Katastrophe!
Zum Dritten: Ein wesentlicher Aufgabenbereich ist natürlich die Hilfeleistung bei den verschiedenen Katastrophen. Ich habe dem Hohen Haus bereits einmal mitgeteilt, dass ich damals bei der schrecklichen Katastrophe in Galtür vor Ort gewesen bin und gesehen habe, wie das Bundesheer und viele andere Organisationen übermenschliche Leistungen erbracht haben. Herr Klubobmann Scheibner! Du weißt ja selber, wie das war: Danach war es kein Problem mehr, die Black Hawks anzuschaffen, weil dann jedem klar war, wie notwendig diese Anschaffungsmaßnahme ist. (Abg. Murauer: Hoffentlich brauchen wir nicht wieder eine Katastrophe!)
Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Oder ich denke auch an die Hochwasserkatastrophe in Kaprun, auch in Schwaz. Dieses unser österreichisches Bundesheer mit seinen Soldatinnen und Soldaten leistet eine hervorragende Arbeit, und wir werden sie auch weiterhin im Rahmen unserer budgetären Möglichkeiten in diesem Ausmaß leisten. (Beifall bei der ÖVP, bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Aber künftig werden natürlich internationale Solidaritätsleistungen besondere Priorität haben. Unsere Koalition hat sich klar dazu bekannt, dass das durchgeführt werden muss. Man muss sich einmal vor Augen führen – Herr Abgeordneter Fasslabend wird mir Recht geben –, was Österreich in den letzten Jahren und Jahrzehnten bei internationalen Einsätzen alles geleistet hat: In den letzten 40 Jahren haben über 50 000 Soldaten in den verschiedenen Krisenregionen der Welt hervorragende Arbeit geleistet. Dadurch hat Österreich ein hohes internationales Ansehen bekommen. Ich bedanke mich dafür. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Auf der anderen Seite sind natürlich Investitionen in den Bereichen Gerät, Ausrüstung und Bekleidung notwendig. Da werden wir ebenfalls einen sehr positiven Schritt in die richtige Richtung in den Jahren 2003 und 2004 im Rahmen unserer Budgets machen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
die hier immer wieder gemacht worden sind, sind unkorrekt! Ich weise das zurück! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Von meinem Vorgänger Herbert Scheibner ist alles ordnungsgemäß durchgeführt worden. Wir haben ja heute wieder gesehen, dass die Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen wurden, ja, die SPÖ wurde sogar dafür bestraft. Daran sieht man, dass wir sehr bemüht sind, diesen Beschaffungsvorgang, der beileibe nicht einfach ist, korrekt, einwandfrei und sauber über die Bühne zu bringen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Das ist sehr wichtig! Wir werden auch in den Bereichen Funkgeräte, Fuhrpark, PKW, LKW, Busse und dergleichen mehr ein richtiges Signal setzen. Es ist wichtig, dass wir einerseits die Luftraumüberwachung, die Luftraumsicherung ernst nehmen, aber andererseits auch diese Botschaften an die Truppe aussenden. Es ist das sehr wichtig für den Selbstwert des Bundesheeres, es ist aber auch wichtig für die Sicherheit unseres Landes. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Wann ziehen Sie den Grasser ein?
Nun ein Letztes, und zwar zum Präsenzdienst: Wir befinden uns derzeit in einer intensiven Überlegungsphase, wir wollen den jungen Leuten ein Angebot machen. (Abg. Parnigoni: Wann ziehen Sie den Grasser ein?) Es geht darum, wie wir erreichen können, dass die jungen Präsenzdiener nach Absolvierung des Wehrdienstes sagen, dass es eine sinnvolle und eine wertvolle Zeit war. Wir bemerken immer wieder bei den verschiedenen Gesprächen, dass die jungen Leute gefordert werden müssen. Sie müssen einen klaren Aufgabenbereich haben (Abg. Parnigoni: Grasser auch!), und sie müssen auch geistig gefordert werden. Ich bin der Meinung, dass auch die soziale Kompetenz im Bereich des Präsenzdienstes eine besondere Rolle spielt. Das heißt, wir müssen auch eine geistige Weiterentwicklung der jungen Leute im Rahmen des Präsenzdiensteserreichen. Das ist unser Angebot an die jungen Burschen, und ich wünsche und hoffe, dass viele den Präsenzdienst annehmen und nach dessen Ableistung sagen werden, dass es eine sinnvolle, eine sehr gute Zeit beim österreichischen Bundesheer war. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Grasser auch!
Nun ein Letztes, und zwar zum Präsenzdienst: Wir befinden uns derzeit in einer intensiven Überlegungsphase, wir wollen den jungen Leuten ein Angebot machen. (Abg. Parnigoni: Wann ziehen Sie den Grasser ein?) Es geht darum, wie wir erreichen können, dass die jungen Präsenzdiener nach Absolvierung des Wehrdienstes sagen, dass es eine sinnvolle und eine wertvolle Zeit war. Wir bemerken immer wieder bei den verschiedenen Gesprächen, dass die jungen Leute gefordert werden müssen. Sie müssen einen klaren Aufgabenbereich haben (Abg. Parnigoni: Grasser auch!), und sie müssen auch geistig gefordert werden. Ich bin der Meinung, dass auch die soziale Kompetenz im Bereich des Präsenzdienstes eine besondere Rolle spielt. Das heißt, wir müssen auch eine geistige Weiterentwicklung der jungen Leute im Rahmen des Präsenzdiensteserreichen. Das ist unser Angebot an die jungen Burschen, und ich wünsche und hoffe, dass viele den Präsenzdienst annehmen und nach dessen Ableistung sagen werden, dass es eine sinnvolle, eine sehr gute Zeit beim österreichischen Bundesheer war. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Nun ein Letztes, und zwar zum Präsenzdienst: Wir befinden uns derzeit in einer intensiven Überlegungsphase, wir wollen den jungen Leuten ein Angebot machen. (Abg. Parnigoni: Wann ziehen Sie den Grasser ein?) Es geht darum, wie wir erreichen können, dass die jungen Präsenzdiener nach Absolvierung des Wehrdienstes sagen, dass es eine sinnvolle und eine wertvolle Zeit war. Wir bemerken immer wieder bei den verschiedenen Gesprächen, dass die jungen Leute gefordert werden müssen. Sie müssen einen klaren Aufgabenbereich haben (Abg. Parnigoni: Grasser auch!), und sie müssen auch geistig gefordert werden. Ich bin der Meinung, dass auch die soziale Kompetenz im Bereich des Präsenzdienstes eine besondere Rolle spielt. Das heißt, wir müssen auch eine geistige Weiterentwicklung der jungen Leute im Rahmen des Präsenzdiensteserreichen. Das ist unser Angebot an die jungen Burschen, und ich wünsche und hoffe, dass viele den Präsenzdienst annehmen und nach dessen Ableistung sagen werden, dass es eine sinnvolle, eine sehr gute Zeit beim österreichischen Bundesheer war. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir haben selbstverständlich ein sehr knappes Budget. Wir werden in unserem Hause mit unseren Experten, mit den Offizieren und Unteroffizieren im Rahmen der budgetären Möglichkeiten das Beste machen; es geht in die richtige Richtung. Ich bedanke mich bei den Herren Offizieren, bei den Unteroffizieren, bei allen Bediensteten in unserem Haus, die in den letzten Monaten unglaubliche Leistungen erbracht haben: im Rahmen der Budgetverhandlungen, im Zusammenhang mit der Planstellensituation und den Luftraumüberwachungsflugzeugen. Das ist eine großartige Leistung, und ich bedanke mich sehr herzlich dafür. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Die Verteidigungspolitik in Österreich geht in die richtige Richtung, und ich ersuche Sie daher, diesem Budget die Zustimmung zu erteilen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Wenn er missverstanden wird, nehme ich ihn zurück!
Das ist, obwohl kein Name genannt wurde, zumindest extrem missverständlich. Ich will das gerade in einer harten Debatte nicht akzeptieren, und ich kann es auch nicht akzeptieren! Herr Kollege Gaál, ich würde Sie sehr dringend bitten, diesen Satz zurückzunehmen. (Abg. Gaál: Wenn er missverstanden wird, nehme ich ihn zurück!) Sie nehmen den Satz zurück? – Gut.
Abg. Scheibner: Nur wenn es nichts kostet, bekennen Sie sich dazu! – Zwischenrufe der Abgeordneten Wittauer und Großruck.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich werde mich nicht in einer neuerlichen Abfangjägerdebatte ergießen, auf die Debatte doch noch einmal im Hinblick darauf Bezug nehmen, dass die SPÖ hier von den Regierungsparteien denunziert wurde, indem uns unterstellt wurde, wir würden nicht zur Umfassenden Landesverteidigung stehen, wir würden uns nicht zum Bundesheer bekennen – und ich weiß nicht, was wir noch alles nicht machen würden, Herr Verteidigungsminister a.D. (Abg. Scheibner: Nur wenn es nichts kostet, bekennen Sie sich dazu! – Zwischenrufe der Abgeordneten Wittauer und Großruck.)
Abg. Großruck: Sehr geeignet! –Abg. Scheibner: Aber teuer! – Abg. Großruck: Halten Sie die Beschuldigungen aufrecht?
Ich danke für den Einwurf mit dem Urteil; den werde ich jetzt vorziehen. Als Jurist bin ich gewöhnt – und das darf ich den Nichtjuristen im Hause anempfehlen –, Urteile zu lesen, sich nach der Rechtsmaterie, auf die sie sich beziehen, zu erkundigen und vor allem die Urteilsbegründung – und nicht nur den Tenor! – zu lesen. Ich kann Ihnen eines sagen: Das Urteil, das Sie zitieren, ist nicht geeignet, irgendwelche Vorwürfe, von wem immer sie stammen mögen, zu entkräften. (Abg. Großruck: Sehr geeignet! –Abg. Scheibner: Aber teuer! – Abg. Großruck: Halten Sie die Beschuldigungen aufrecht?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie sollten wissen, dass der Rechnungshof immer nachvollziehend prüft, nicht begleitend!
In diesem Zusammenhang sage ich Ihnen, dass Sie sich auch fragen sollten, warum solche Vermutungen angestellt werden, wenn Sie, Herr Verteidigungsminister a. D., sich stolz preisen, eine Rechnungshofbegleitungskontrolle eingeführt zu haben, und schnell noch vor Abschluss dieser Prüfung vor dem 2. Juli die Beschaffung der Abfangjäger beschließen. Das alleine gibt schon Anlass zum Nachdenken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie sollten wissen, dass der Rechnungshof immer nachvollziehend prüft, nicht begleitend!)
Abg. Scheibner: Das habe nicht ich eingeführt! Das kann ich gar nicht einführen!
Herr Bundesminister a.D., Sie haben die begleitende Kontrolle eingeführt – nicht ich. Was damit zu tun ist, werden Sie beurteilen müssen. (Abg. Scheibner: Das habe nicht ich eingeführt! Das kann ich gar nicht einführen!)
Beifall bei der SPÖ – Abg. Scheibner: Aber immer, wenn es um mehr Geld geht, seid ihr dagegen!
Das Bundesheer leistet, obwohl es keine Mittel hat, Großartiges (Beifall bei der SPÖ – Abg. Scheibner: Aber immer, wenn es um mehr Geld geht, seid ihr dagegen!), und ich wünschte, die heutigen Äußerungen der Regierungsparteien dahin gehend, wie man die Leistungen des Bundesheeres noch besser fördern und budgetär unterstützen könne, würden sich nicht nur als reine Lippenbekenntnisse erweisen, sondern diesen Bekenntnissen würden auch die entsprechenden budgetären „Taten“ in Form der Zuteilung ausreichender Mittel folgen. Ich sage Ihnen, warum. (Abg. Wittauer: Das ist etwas ganz Neues! Ihr habt das Bundesheer ausgeblutet!)
Abg. Wittauer: Das ist etwas ganz Neues! Ihr habt das Bundesheer ausgeblutet!
Das Bundesheer leistet, obwohl es keine Mittel hat, Großartiges (Beifall bei der SPÖ – Abg. Scheibner: Aber immer, wenn es um mehr Geld geht, seid ihr dagegen!), und ich wünschte, die heutigen Äußerungen der Regierungsparteien dahin gehend, wie man die Leistungen des Bundesheeres noch besser fördern und budgetär unterstützen könne, würden sich nicht nur als reine Lippenbekenntnisse erweisen, sondern diesen Bekenntnissen würden auch die entsprechenden budgetären „Taten“ in Form der Zuteilung ausreichender Mittel folgen. Ich sage Ihnen, warum. (Abg. Wittauer: Das ist etwas ganz Neues! Ihr habt das Bundesheer ausgeblutet!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Freund: Wenn es um die umfassende Landesverteidigung geht, absentiert ihr euch!
Sie von den Koalitionsparteien erklären hier vollmundig, wie Sie das Bundesheer unterstützen, Sie erklären vollmundig, wie Sie Maßnahmenpakete für die Soldaten schnüren, und sagen nicht dazu, dass Sie mit 0,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes das geringste Budget zur Verfügung stellen, das es für das Bundesheer je gegeben hat! Das geringste Budget! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Freund: Wenn es um die umfassende Landesverteidigung geht, absentiert ihr euch!)
Abg. Großruck: Das wissen wir eh, was das Bundesheer leistet!
Wenn Sie sich überlegen, was das Bundesheer leistet, und wenn Sie sich überlegen, was der eigentliche Dienst an der Bevölkerung ist ... (Abg. Großruck: Das wissen wir eh, was das Bundesheer leistet!) Wenn Sie es wissen, dann sage ich Ihnen, was gerade vorher gesagt wurde, damit Sie sich auch wieder erinnern: Katastrophenschutz. Feuerwehr in jeder Form, wie der Herr Kollege Scheuch es sagt: das ist unmittelbarer Dienst an der Bevölkerung. (Abg. Großruck: Wissen wir!)
Abg. Großruck: Wissen wir!
Wenn Sie sich überlegen, was das Bundesheer leistet, und wenn Sie sich überlegen, was der eigentliche Dienst an der Bevölkerung ist ... (Abg. Großruck: Das wissen wir eh, was das Bundesheer leistet!) Wenn Sie es wissen, dann sage ich Ihnen, was gerade vorher gesagt wurde, damit Sie sich auch wieder erinnern: Katastrophenschutz. Feuerwehr in jeder Form, wie der Herr Kollege Scheuch es sagt: das ist unmittelbarer Dienst an der Bevölkerung. (Abg. Großruck: Wissen wir!)
Abg. Großruck: Aber das gehört auch dazu!
Die Umfassende Landesverteidigung, lieber Herr Kollege, ist nicht nur das Fotografieren irgendwelcher Dinge in der Luft. (Abg. Großruck: Aber das gehört auch dazu!) Es gehört nicht dazu, nicht in der Form, wie Sie es meinen. (Abg. Scheibner: Mit dem Heißluftballon!) Diese Form der Umfassenden Landesverteidigung lehnen wir Sozialdemokraten aus einem einzigen Grund ab: Man muss sich nach der Decke strecken. (Abg. Großruck: Ich habe gedacht, Sie sind Jurist! Da müssen Sie ja die Verfassung kennen!) Es gibt wichtigere Dinge – und da stimme ich mit dem Kollegen Scheuch überein –, und wir haben auf dem Boden so viel zu tun, dass wir nicht in der Luft irgendwelche Luftschlösser bauen können, lieber Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Wissen Sie, warum der letzte Sicherheitsrat einberufen wurde? – Damit wir jene Flugzeuge, die nicht identifizierbar sind, beobachten können!)
Abg. Scheibner: Mit dem Heißluftballon!
Die Umfassende Landesverteidigung, lieber Herr Kollege, ist nicht nur das Fotografieren irgendwelcher Dinge in der Luft. (Abg. Großruck: Aber das gehört auch dazu!) Es gehört nicht dazu, nicht in der Form, wie Sie es meinen. (Abg. Scheibner: Mit dem Heißluftballon!) Diese Form der Umfassenden Landesverteidigung lehnen wir Sozialdemokraten aus einem einzigen Grund ab: Man muss sich nach der Decke strecken. (Abg. Großruck: Ich habe gedacht, Sie sind Jurist! Da müssen Sie ja die Verfassung kennen!) Es gibt wichtigere Dinge – und da stimme ich mit dem Kollegen Scheuch überein –, und wir haben auf dem Boden so viel zu tun, dass wir nicht in der Luft irgendwelche Luftschlösser bauen können, lieber Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Wissen Sie, warum der letzte Sicherheitsrat einberufen wurde? – Damit wir jene Flugzeuge, die nicht identifizierbar sind, beobachten können!)
Abg. Großruck: Ich habe gedacht, Sie sind Jurist! Da müssen Sie ja die Verfassung kennen!
Die Umfassende Landesverteidigung, lieber Herr Kollege, ist nicht nur das Fotografieren irgendwelcher Dinge in der Luft. (Abg. Großruck: Aber das gehört auch dazu!) Es gehört nicht dazu, nicht in der Form, wie Sie es meinen. (Abg. Scheibner: Mit dem Heißluftballon!) Diese Form der Umfassenden Landesverteidigung lehnen wir Sozialdemokraten aus einem einzigen Grund ab: Man muss sich nach der Decke strecken. (Abg. Großruck: Ich habe gedacht, Sie sind Jurist! Da müssen Sie ja die Verfassung kennen!) Es gibt wichtigere Dinge – und da stimme ich mit dem Kollegen Scheuch überein –, und wir haben auf dem Boden so viel zu tun, dass wir nicht in der Luft irgendwelche Luftschlösser bauen können, lieber Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Wissen Sie, warum der letzte Sicherheitsrat einberufen wurde? – Damit wir jene Flugzeuge, die nicht identifizierbar sind, beobachten können!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Wissen Sie, warum der letzte Sicherheitsrat einberufen wurde? – Damit wir jene Flugzeuge, die nicht identifizierbar sind, beobachten können!
Die Umfassende Landesverteidigung, lieber Herr Kollege, ist nicht nur das Fotografieren irgendwelcher Dinge in der Luft. (Abg. Großruck: Aber das gehört auch dazu!) Es gehört nicht dazu, nicht in der Form, wie Sie es meinen. (Abg. Scheibner: Mit dem Heißluftballon!) Diese Form der Umfassenden Landesverteidigung lehnen wir Sozialdemokraten aus einem einzigen Grund ab: Man muss sich nach der Decke strecken. (Abg. Großruck: Ich habe gedacht, Sie sind Jurist! Da müssen Sie ja die Verfassung kennen!) Es gibt wichtigere Dinge – und da stimme ich mit dem Kollegen Scheuch überein –, und wir haben auf dem Boden so viel zu tun, dass wir nicht in der Luft irgendwelche Luftschlösser bauen können, lieber Herr Kollege! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Murauer: Wissen Sie, warum der letzte Sicherheitsrat einberufen wurde? – Damit wir jene Flugzeuge, die nicht identifizierbar sind, beobachten können!)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Murauer.
Weil Sie den Sicherheitsrat ansprechen: Da antworte ich Ihnen gerne. Wissen Sie, was mir gefällt? Ich möchte Ihr Bedrohungsszenario in zwei Punkten nachvollziehen. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Murauer.)
Abg. Großruck: Ja, aber wenn er’s nicht versteht! – Abg. Scheibner: Dann sollte der Murauer reden, weil der kennt sich aus!
Präsident Dr. Heinz Fischer (das Glockenzeichen gebend): Ich wollte nur den Kollegen Murauer bitten, zu beachten, dass eigentlich Kollege Dr. Puswald am Wort ist! (Abg. Großruck: Ja, aber wenn er’s nicht versteht! – Abg. Scheibner: Dann sollte der Murauer reden, weil der kennt sich aus!) Da muss er sich ein zweites Mal zu Wort melden.
Widerspruch des Abg. Großruck
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (fortsetzend): Vielleicht nur in aller Kürze, damit Ihr Bedrohungsszenario ins rechte Licht gerückt wird. – Der 11. September, den Sie so gerne zitieren, weil Ihnen die Fotografien der amerikanischen Flugzeuge keiner mehr abnimmt (Widerspruch des Abg. Großruck) – immer wieder hören wir das! –, konnte trotz der größten Luftwaffe der Welt nicht verhindert werden. Österreich wäre gut be-
Beifall bei der SPÖ.
raten, wenn es angesichts der prekären finanziellen Verhältnisse und der nicht vorhandenen Mittel in andere – nämlich diplomatische und sonstige – Bemühungen investieren und nicht irgendwelche teuren „Fotoapparate“ herumfliegen lassen würde. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Die tatsächliche Berichtigung ist jetzt auch ein abgeschlossener Vorgang! (Heiterkeit.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (fortsetzend): Ich schließe ihn ab: Ich habe den Rechnungshof ersucht, nachvollziehend diesen Beschaffungsvorgang zu überprüfen, und deshalb ist auch nichts dagegen zu sagen, dass man den Vertrag vor Abschluss dieser nachvollziehenden Überprüfung unterschreiben kann. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wie Sie wissen, bin ich jemand, der in der Wirtschaft Praktiker ist, und als solcher möchte ich dieses Doppelbudget, das uns vorliegt, ausdrücklich anerkennen – und meine Anerkennung gilt auch dem Herrn Bundesminister und der Bundesregierung –, denn mit diesem Budget wurde für die Landesverteidigung eine ganz entscheidende Turnaround-Phase eingeleitet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Frau Lunacek, Sie kommen dann ohnehin zu Wort und können dann mit mir debattieren, wer sich in der Wirtschaft besser auskennt: Sie oder ich. (Demonstrativer Beifall des Abg. Murauer.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Murauer.
Abgeordneter Mag. Peter Michael Ikrath (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wie Sie wissen, bin ich jemand, der in der Wirtschaft Praktiker ist, und als solcher möchte ich dieses Doppelbudget, das uns vorliegt, ausdrücklich anerkennen – und meine Anerkennung gilt auch dem Herrn Bundesminister und der Bundesregierung –, denn mit diesem Budget wurde für die Landesverteidigung eine ganz entscheidende Turnaround-Phase eingeleitet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Lunacek.) Frau Lunacek, Sie kommen dann ohnehin zu Wort und können dann mit mir debattieren, wer sich in der Wirtschaft besser auskennt: Sie oder ich. (Demonstrativer Beifall des Abg. Murauer.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Sie mögen sich vielleicht in der Wirtschaft auskennen, aber bei den Beschaffungsvorgängen nicht! – Abg. Dr. Cap: Wer zahlt’s? Das Christkind?
Wir haben das höchste absolute Budget, wir haben den höchsten absoluten Investitionsaufwand, und – und das ist etwas, das im Besonderen an die Adresse der SPÖ zu richten ist – der Eurofighter, der erforderliche Luftraumschutz wird außerhalb des Landesverteidigungsbudgets finanziert und nicht wie die Draken-Beschaffung voll zu Lasten des Verteidigungsbudgets. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Gradwohl: Sie mögen sich vielleicht in der Wirtschaft auskennen, aber bei den Beschaffungsvorgängen nicht! – Abg. Dr. Cap: Wer zahlt’s? Das Christkind?)
Abg. Dr. Cap: Platter, nicht Plattner!
Wissen Sie, was das bedeuten würde, wenn der Herr Minister Plattner Manager in der Privatwirtschaft wäre (Abg. Dr. Cap: Platter, nicht Plattner!), wenn es ihm gelänge, eine solche Situation im „Unternehmen Bundesheer“ herbeizuführen? – Er würde eine Supergage, Superprämien bekommen und höchste Anerkennung finden. Wahrscheinlich würde er im „trend“ noch „Manager des Jahres“ werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Er heißt Platter, nicht Plattner!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Er heißt Platter, nicht Plattner!
Wissen Sie, was das bedeuten würde, wenn der Herr Minister Plattner Manager in der Privatwirtschaft wäre (Abg. Dr. Cap: Platter, nicht Plattner!), wenn es ihm gelänge, eine solche Situation im „Unternehmen Bundesheer“ herbeizuführen? – Er würde eine Supergage, Superprämien bekommen und höchste Anerkennung finden. Wahrscheinlich würde er im „trend“ noch „Manager des Jahres“ werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Er heißt Platter, nicht Plattner!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich!
Was ich aber überhaupt nicht verstehe, was völlig inakzeptabel ist – völlig inakzeptabel! –, das ist das, was der Kollege Kogler vor ein paar Minuten hier getan hat und was der Kollege Pilz notorisch tut. – Bezeichnend ist auch, dass der Herr Kollege Pilz heute nicht einmal da ist, im Unterausschuss zur Luftraumüberwachung nur in zwei von fünf Sitzungen anwesend war, und dies nur, um diesen Unterausschuss, ebenso wie das Plenum immer wieder, als Medienplattform zu missbrauchen: für Unterstellungen, für Denunziationen und für Kriminalisierungen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Stummvoll: Unglaublich!)
Abg. Murauer: Van der Bellen ist aber nicht da! Der schämt sich!
Das ist inakzeptabel und unerträglich, und es tut mir Leid, dass Herr Professor Van der Bellen jetzt nicht da ist. (Abg. Murauer: Van der Bellen ist aber nicht da! Der schämt sich!) Er legt nämlich eine hohe Sensibilität an den Tag, wenn solche Äußerungen, wie sie gestern von einem freiheitlichen Kollegen gemacht wurden, hier abgegeben werden. Es wäre zu wünschen, besäße er die gleiche Sensibilität gegenüber der Art und Weise, in welcher Kollegen seiner eigenen, der grünen Fraktion Politik machen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Großruck: Da hätte er genug zu tun!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Großruck: Da hätte er genug zu tun!
Das ist inakzeptabel und unerträglich, und es tut mir Leid, dass Herr Professor Van der Bellen jetzt nicht da ist. (Abg. Murauer: Van der Bellen ist aber nicht da! Der schämt sich!) Er legt nämlich eine hohe Sensibilität an den Tag, wenn solche Äußerungen, wie sie gestern von einem freiheitlichen Kollegen gemacht wurden, hier abgegeben werden. Es wäre zu wünschen, besäße er die gleiche Sensibilität gegenüber der Art und Weise, in welcher Kollegen seiner eigenen, der grünen Fraktion Politik machen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Großruck: Da hätte er genug zu tun!)
Abg. Silhavy: Die „kleinen Männer“ sind bei den Freiheitlichen daheim! – Abg. Dr. Cap: Wer zahlt’s?
Zurück zum Budget. – Warum ist es so wichtig, dass wir dieses Budget, dieses Doppelbudget, haben, diese Steigerung des Budgets? Weil es dem „kleinen Mann“ dient, jenem „kleinen Mann“, den Sie so oft – ein reines Lippenbekenntnis von Ihnen! – strapazieren, nämlich dem Soldaten und dem Grundwehrdiener. (Abg. Silhavy: Die „kleinen Männer“ sind bei den Freiheitlichen daheim! – Abg. Dr. Cap: Wer zahlt’s?) Herr Kollege Cap, haben Sie etwas für den Grundwehrdiener und für den Soldaten übrig oder nicht? (Abg. Dr. Cap: Sind das kleine Soldaten und kleine Grundwehrdiener?) Es sind auch kleine Soldaten, und es sind auch GrundwehrdienerInnen. (Beifall des Abg. Murauer.) So, da sind wir uns einig.
Abg. Dr. Cap: Sind das kleine Soldaten und kleine Grundwehrdiener?
Zurück zum Budget. – Warum ist es so wichtig, dass wir dieses Budget, dieses Doppelbudget, haben, diese Steigerung des Budgets? Weil es dem „kleinen Mann“ dient, jenem „kleinen Mann“, den Sie so oft – ein reines Lippenbekenntnis von Ihnen! – strapazieren, nämlich dem Soldaten und dem Grundwehrdiener. (Abg. Silhavy: Die „kleinen Männer“ sind bei den Freiheitlichen daheim! – Abg. Dr. Cap: Wer zahlt’s?) Herr Kollege Cap, haben Sie etwas für den Grundwehrdiener und für den Soldaten übrig oder nicht? (Abg. Dr. Cap: Sind das kleine Soldaten und kleine Grundwehrdiener?) Es sind auch kleine Soldaten, und es sind auch GrundwehrdienerInnen. (Beifall des Abg. Murauer.) So, da sind wir uns einig.
Beifall des Abg. Murauer.
Zurück zum Budget. – Warum ist es so wichtig, dass wir dieses Budget, dieses Doppelbudget, haben, diese Steigerung des Budgets? Weil es dem „kleinen Mann“ dient, jenem „kleinen Mann“, den Sie so oft – ein reines Lippenbekenntnis von Ihnen! – strapazieren, nämlich dem Soldaten und dem Grundwehrdiener. (Abg. Silhavy: Die „kleinen Männer“ sind bei den Freiheitlichen daheim! – Abg. Dr. Cap: Wer zahlt’s?) Herr Kollege Cap, haben Sie etwas für den Grundwehrdiener und für den Soldaten übrig oder nicht? (Abg. Dr. Cap: Sind das kleine Soldaten und kleine Grundwehrdiener?) Es sind auch kleine Soldaten, und es sind auch GrundwehrdienerInnen. (Beifall des Abg. Murauer.) So, da sind wir uns einig.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Aber wer zahlt’s?
das stellt dieses Budget sicher! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Aber wer zahlt’s?)
Abg. Dr. Cap: Ja, aber wer zahlt die Abfangjäger?
Wir setzen also jetzt das um, was Sie immer wieder gefordert haben, immer wieder verlangen, was Sie aber, als Sie in der Regierung waren, nie umgesetzt haben. (Abg. Dr. Cap: Ja, aber wer zahlt die Abfangjäger?)
Abg. Dr. Cap: Ich will kein Zuckerl, ich will wissen, wer die Abfangjäger zahlt!
Kollege Cap! Ich habe dann noch ein Zuckerl für dich! (Abg. Dr. Cap: Ich will kein Zuckerl, ich will wissen, wer die Abfangjäger zahlt!) Das ist jetzt alles einmal im Budget enthalten.
Abg. Dr. Cap: Das wird jetzt ein drei bis vier! Ich schreibe Sie ins Klassenbuch!
Noch etwas: 30 Jahre lang hat es eine Achse SPÖ-Bundeskanzler – sozialistischer beziehungsweise sozialdemokratischer Finanzminister gegeben. 30 Jahre lang hat es diese Achse gegeben, von 1970 bis 2000. (Abg. Dr. Cap: Das wird jetzt ein drei bis vier! Ich schreibe Sie ins Klassenbuch!) Glauben Sie mir: Das war für die Landesverteidigung keine Achse des Guten! Ich betone: keine Achse des Guten! (Beifall bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Denn sie wissen nicht, warum sie applaudieren!)
Beifall bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Denn sie wissen nicht, warum sie applaudieren!
Noch etwas: 30 Jahre lang hat es eine Achse SPÖ-Bundeskanzler – sozialistischer beziehungsweise sozialdemokratischer Finanzminister gegeben. 30 Jahre lang hat es diese Achse gegeben, von 1970 bis 2000. (Abg. Dr. Cap: Das wird jetzt ein drei bis vier! Ich schreibe Sie ins Klassenbuch!) Glauben Sie mir: Das war für die Landesverteidigung keine Achse des Guten! Ich betone: keine Achse des Guten! (Beifall bei der ÖVP und bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Denn sie wissen nicht, warum sie applaudieren!)
Abg. Dr. Cap: Jetzt hebt sich das Niveau! Aber wer zahlt’s?
Ich zitiere heute (Abg. Dr. Cap: Jetzt hebt sich das Niveau! Aber wer zahlt’s?) – und das ist jetzt ein Zitat, das ich der sozialdemokratischen Verteidigungspolitik im Besonderen widme und speziell auch dem Kollegen Cap – einen österreichischen Klassiker, nämlich Grillparzer. Ich wiederhole: Weg von einer Politik, die dort wie folgt gekennzeichnet wird; zweiter Aufzug, Matthias: „Das ist der Fluch von unserm edlen Haus: Auf halben Wegen und zu halber Tat mit halben Mitteln zauderhaft zu streben“ – hin zu einer Politik des Ja oder Nein, weil hier kein Mittelweg ist! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich zitiere heute (Abg. Dr. Cap: Jetzt hebt sich das Niveau! Aber wer zahlt’s?) – und das ist jetzt ein Zitat, das ich der sozialdemokratischen Verteidigungspolitik im Besonderen widme und speziell auch dem Kollegen Cap – einen österreichischen Klassiker, nämlich Grillparzer. Ich wiederhole: Weg von einer Politik, die dort wie folgt gekennzeichnet wird; zweiter Aufzug, Matthias: „Das ist der Fluch von unserm edlen Haus: Auf halben Wegen und zu halber Tat mit halben Mitteln zauderhaft zu streben“ – hin zu einer Politik des Ja oder Nein, weil hier kein Mittelweg ist! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Mainoni: Das Besetzen des Rednerpults zum Beispiel von der Frau Haidlmayr!
Die Worte, die wir gestern vom Kollegen Scheuch gehört haben, werden Sie von einem Grünen nie hören! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Mainoni: Das Besetzen des Rednerpults zum Beispiel von der Frau Haidlmayr!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das ist unglaublich: den Umkehrschluss zu ziehen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
strafrechtlich zu verfolgen seien! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Wittauer: Das ist unglaublich: den Umkehrschluss zu ziehen! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn Sie sich aufregen, heißt das nur, dass es doch stimmt, was ich Ihnen hier vorgeworfen habe. Das ist es! Sonst würden Sie sich nicht so aufregen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wittauer: Weil wir gegen Zeitverschwendung und sinnlose Untersuchungsausschüsse sind!
Um nun zur militärischen Landesverteidigung zu kommen. – Herr Minister, Sie haben gesagt, die Vorwürfe, die auch von unserer Fraktion wegen der Beschaffung der Eurofighter hier vorgebracht wurden, seien unkorrekt, alles sei ordnungsgemäß gelaufen, die Korruptionsvorwürfe gingen ins Leere. Herr Minister! Da frage ich mich nur: Warum stimmen Ihre Regierungsfraktionen nicht einem Untersuchungsausschuss zu, wenn ohnehin alles in Ordnung ist? (Abg. Wittauer: Weil wir gegen Zeitverschwendung und sinnlose Untersuchungsausschüsse sind!) Dann geben Sie doch diesem Parlament und der Bevölkerung, die das genau wissen will, da doch diese Vorwürfe im Raum stehen, im Rahmen eines Untersuchungsausschusses Auskunft! Dann trauen Sie sich das doch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Um nun zur militärischen Landesverteidigung zu kommen. – Herr Minister, Sie haben gesagt, die Vorwürfe, die auch von unserer Fraktion wegen der Beschaffung der Eurofighter hier vorgebracht wurden, seien unkorrekt, alles sei ordnungsgemäß gelaufen, die Korruptionsvorwürfe gingen ins Leere. Herr Minister! Da frage ich mich nur: Warum stimmen Ihre Regierungsfraktionen nicht einem Untersuchungsausschuss zu, wenn ohnehin alles in Ordnung ist? (Abg. Wittauer: Weil wir gegen Zeitverschwendung und sinnlose Untersuchungsausschüsse sind!) Dann geben Sie doch diesem Parlament und der Bevölkerung, die das genau wissen will, da doch diese Vorwürfe im Raum stehen, im Rahmen eines Untersuchungsausschusses Auskunft! Dann trauen Sie sich das doch! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Sagen Sie nicht, das sei ohnehin alles in Ordnung, die Vorwürfe würden nicht stimmen! – Trauen Sie sich! Sagen Sie ja zu einem Untersuchungsausschuss! Dann können wir das dort klären, und wenn alles in Ordnung ist, dann wird das dieser Untersuchungsausschuss feststellen. Wunderbar, wenn das so ist! Aber trauen Sie sich doch! Sagen Sie ja dazu, und sagen Sie nicht nur, das seien massive Vorwürfe, die alle nicht stimmen würden! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich halte dem freiheitlichen Klubobmann Scheibner zugute, dass er zumindest gesagt hat, er habe während des Verfahrens nicht mit den Firmen gesprochen – im Gegensatz zu Finanzminister Grasser! Der Minister hat das zugegeben. Ich sage: Da ist etwas faul daran, meine Damen und Herren, und das verlangt einen Untersuchungsausschuss! Um den werden Sie nicht herumkommen! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Cap: Er wollte ja immer in den Bundestag!
Wissen Sie, wer seit kurzem Chef der Abteilung im Verteidigungsministerium ist, die dafür zuständig ist? – Der frühere Abgeordnete Jung von den Freiheitlichen! Wir kennen ihn alle als einen, der nicht gerade auf dem Boden der österreichischen Nation steht. Das halte ich nicht wirklich für eine richtige Positionierung eines Beamten. Er hat sich leider dazu bekannt, dass er sich als Deutscher empfindet und dass er mit der österreichischen Nation nicht so viel zu tun hat. (Abg. Dr. Cap: Er wollte ja immer in den Bundestag!) Das wäre schon einmal ein Kritikpunkt, dass ausgerechnet so jemand für die Militärattachés zuständig ist, die Österreich im Ausland vertreten. Von wegen hohes Ansehen Österreichs im Ausland – das halte ich für sehr problematisch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wissen Sie, wer seit kurzem Chef der Abteilung im Verteidigungsministerium ist, die dafür zuständig ist? – Der frühere Abgeordnete Jung von den Freiheitlichen! Wir kennen ihn alle als einen, der nicht gerade auf dem Boden der österreichischen Nation steht. Das halte ich nicht wirklich für eine richtige Positionierung eines Beamten. Er hat sich leider dazu bekannt, dass er sich als Deutscher empfindet und dass er mit der österreichischen Nation nicht so viel zu tun hat. (Abg. Dr. Cap: Er wollte ja immer in den Bundestag!) Das wäre schon einmal ein Kritikpunkt, dass ausgerechnet so jemand für die Militärattachés zuständig ist, die Österreich im Ausland vertreten. Von wegen hohes Ansehen Österreichs im Ausland – das halte ich für sehr problematisch. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Überrascht!
Meine Damen und Herren! Wir haben im Budgetausschuss diese Fragen gestellt, und die Antwort hat mich, muss ich sagen, gefreut. (Abg. Wittauer: Überrascht!) Ich nehme erfreut zur Kenntnis, dass es jetzt so ist, dass „Die Arabische Republik Ägypten“ – ich zitiere aus der Anfragebeantwortung im Budgetausschuss – „und die Islamische Republik Iran in militärdiplomatischer Hinsicht durch den in der Arabischen Republik Syrien residierenden Militärattaché mitbetreut“ werden und eigene Attachés nicht entsendet werden. Das freut mich deswegen, weil ich den Eindruck habe, dass es hier doch möglich war, durch das Aufmerksammachen der Öffentlichkeit, eine Änderung der Position zu erreichen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Wir haben im Budgetausschuss diese Fragen gestellt, und die Antwort hat mich, muss ich sagen, gefreut. (Abg. Wittauer: Überrascht!) Ich nehme erfreut zur Kenntnis, dass es jetzt so ist, dass „Die Arabische Republik Ägypten“ – ich zitiere aus der Anfragebeantwortung im Budgetausschuss – „und die Islamische Republik Iran in militärdiplomatischer Hinsicht durch den in der Arabischen Republik Syrien residierenden Militärattaché mitbetreut“ werden und eigene Attachés nicht entsendet werden. Das freut mich deswegen, weil ich den Eindruck habe, dass es hier doch möglich war, durch das Aufmerksammachen der Öffentlichkeit, eine Änderung der Position zu erreichen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Was glauben Sie, wann wir dort sein werden?
Lassen sie mich jedoch noch ein paar grundsätzliche Dinge zu diesen österreichischen Militärattachés sagen: Wenn es also einen Militärattaché in Damaskus gibt, dann frage ich mich schon, was er dort tut. Ist er zum Beispiel dort, um den Vereinigten Staaten bei der Suche nach Massenvernichtungswaffen behilflich zu sein? Ist das ein Grund, oder was macht er sonst? Ebenso erscheint mir fragwürdig, dass es noch in zahlreichen EU-Staaten Verteidigungsattachés gibt: in Belgien, in Deutschland, in Paris, in Athen, in Rom, in London. In Zeiten, in denen ein gemeinsames diplomatisches Korps für die EU überlegt wird, frage ich mich schon, ob das noch zeitgemäß ist, meine Damen und Herren. Ich denke, dass es nicht mehr zeitgemäß ist, und in Zeiten, in denen ein gemeinsames europäisches Diplomatenkorps angedacht wird, in denen es um eine gemeinsame europäische Außenpolitik, auch Sicherheitspolitik gehen soll, sind eigene nationale Militärattachés in den EU-Ländern wohl etwas, was nur noch antiquarischen Wert hat und jedenfalls einer modernen Außen- und Sicherheitspolitik nicht entspricht. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Was glauben Sie, wann wir dort sein werden?)
Abg. Wittauer: Ich habe mir gedacht, dass wir für die Außenpolitik den Außenminister haben!
Abschließend möchte ich sagen: Es ist für mich als Außenpolitikerin nicht wirklich akzeptabel, dass im Verteidigungsbudget sehr viel Geld für die internationalen Missionen fehlt, gerade weil es hiebei auch um das hohe Ansehen Österreichs im Ausland geht. (Abg. Wittauer: Ich habe mir gedacht, dass wir für die Außenpolitik den Außenminister haben!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Na ja, das tut uns nicht weh! – Abg. Mag. Kogler: Ihnen sollte es aber wehtun!
Ich meine, dass die Verringerung der internationalen Beteiligung in den letzten Jahren diesem hohen Ansehen geschadet hat. Das alles kommt noch dazu in einer Situation, in der zugleich die finanz- und sicherheitspolitisch unsinnigen Eurofighter angeschafft werden sollen, für die das Geld nämlich da ist. Das ist nicht der wichtigste, aber es ist ein wichtiger Grund, meine Damen und Herren, warum wir diesem Budget nicht die Zustimmung geben werden. Es ist ein wichtiger Teil. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Murauer: Na ja, das tut uns nicht weh! – Abg. Mag. Kogler: Ihnen sollte es aber wehtun!)
Abg. Wittauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Freiwillige Redezeit!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Wittauer. Die Uhr ist auf 5 Minuten gestellt. – Bitte. (Abg. Wittauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Freiwillige Redezeit!) Völlig freiwillig!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Klaus Wittauer (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Wir Freiheitlichen waren auch in der Vergangenheit immer für eine ausreichende Luftraumüberwachung, auch als es ein Leichtes gewesen wäre, aus der Opposition heraus gegen den Drakenankauf zu stimmen. Auch in der Oppositionposition war uns also die Sicherheit unseres Landes wichtiger als opportunistische Politik, die Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, betreiben. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Es wäre gescheiter, du machst es nicht!
Die letzten Tage verliefen ja recht schläfrig bei Ihren Beiträgen, aber trotz allem fühle ich mich jetzt wieder einmal bemüßigt, Ihnen Unterricht zu erteilen, was den militärischen Bereich und die Luftraumüberwachung betrifft. (Abg. Gradwohl: Es wäre gescheiter, du machst es nicht!) Ich hoffe, Sie schreiben es mit, denn merken tun Sie es sich ohnehin nicht.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Verpflichtung zur Luftraumüberwachung ergibt sich zwingend aus den Rechtspflichten, die mit der immerwährenden Neutralität in Zusammenhang stehen. Diese Konstruktion war seinerzeit mit ein Motiv für die vier Großmächte, die volle Souveränität Österreichs anzuerkennen. Wer also konsequent sein will, der muss Luftraumüberwachung und -sicherung als integrierten Bestandteil der österreichischen Sicherheitspolitik verstehen und akzeptieren. Wem an einem unabhängigen und neutralen Österreich etwas liegt, der kann die Bereitschaft zum Schutz unserer Heimat nicht ein paar Meter über dem Boden enden lassen. Wer die Souveränität und Neutralität unserer Republik zum Gegenstand von Experimenten machen will, der soll dies mit offenem Visier verlangen. Über das Hintertürl des Populismus soll das nicht gehen, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mandak: Woher nehmen Sie das?
sationsgeschäfte machen es möglich, dass dieser Flieger praktisch nichts kostet. (Abg. Mandak: Woher nehmen Sie das?)
Abg. Mag. Lunacek: Das glauben Sie ja selbst nicht!
Ja, das sind Expertenmeinungen, Frau Abgeordnete. (Abg. Mag. Lunacek: Das glauben Sie ja selbst nicht!) Das sind Expertenmeinungen, ich habe mich klug gemacht, denn ich will da ja etwas sagen, was wirklich einen Hintergrund hat, und deshalb probiere ich es, auch Ihnen beizubringen, dass das so ein wesentlicher Punkt ist. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Heinz, ich komme schon noch auf dich zu sprechen.
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Ja, das sind Expertenmeinungen, Frau Abgeordnete. (Abg. Mag. Lunacek: Das glauben Sie ja selbst nicht!) Das sind Expertenmeinungen, ich habe mich klug gemacht, denn ich will da ja etwas sagen, was wirklich einen Hintergrund hat, und deshalb probiere ich es, auch Ihnen beizubringen, dass das so ein wesentlicher Punkt ist. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Heinz, ich komme schon noch auf dich zu sprechen.
Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Mainoni: Das waren rote Zitate!
Diese Reaktion von Ihnen allen hier habe ich mir erwartet, aber meine sehr geehrten Damen und Herren: Kein einziges Wort, dass ich jetzt hier gesagt habe, stammt von mir! Das hat der Charly Schweitzer auch gesagt. All diese Zitate stammen aus den Stenographischen Protokollen, aus Reden, die Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, hier in diesem Hohen Haus gehalten haben. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Mainoni: Das waren rote Zitate!) Das sind Debattenbeiträge von einem Dr. Preiß und einem Ing. Ressel, beide Sozialdemokraten. Letzterer hat, wie ich vorhin schon zitiert habe, gesagt: Die Flieger sind „ausgeflogen“, und deshalb müssen neue angeschafft werden. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Wann war das?)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Wann war das?
Diese Reaktion von Ihnen allen hier habe ich mir erwartet, aber meine sehr geehrten Damen und Herren: Kein einziges Wort, dass ich jetzt hier gesagt habe, stammt von mir! Das hat der Charly Schweitzer auch gesagt. All diese Zitate stammen aus den Stenographischen Protokollen, aus Reden, die Sie, meine Damen und Herren von den Sozialdemokraten, hier in diesem Hohen Haus gehalten haben. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Mainoni: Das waren rote Zitate!) Das sind Debattenbeiträge von einem Dr. Preiß und einem Ing. Ressel, beide Sozialdemokraten. Letzterer hat, wie ich vorhin schon zitiert habe, gesagt: Die Flieger sind „ausgeflogen“, und deshalb müssen neue angeschafft werden. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Wann war das?)
Abg. Dr. Cap: Ich habe das nie gesagt!
Oder der hier normalerweise sitzende Ex-Juso Schieder hat gesagt: Abfangjäger werden gekauft. – Herr Abgeordneter Cap, haben Sie das vergessen? Das ist der Beweis! (Abg. Dr. Cap: Ich habe das nie gesagt!) Die von Ihnen umgesetzte Wendehals-Politik sorgt auch bei mir – Hand aufs Herz! – sehr oft für Heiterkeit. (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.)
Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.
Oder der hier normalerweise sitzende Ex-Juso Schieder hat gesagt: Abfangjäger werden gekauft. – Herr Abgeordneter Cap, haben Sie das vergessen? Das ist der Beweis! (Abg. Dr. Cap: Ich habe das nie gesagt!) Die von Ihnen umgesetzte Wendehals-Politik sorgt auch bei mir – Hand aufs Herz! – sehr oft für Heiterkeit. (Zwischenruf der Abg. Hagenhofer.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Mainoni. – Abg. Mandak: Und Sie glauben das?
Die Krönung ist der Beschluss des SPÖ-Parteivorstandes, über den Sie hier im Hohen Haus berichtet haben – wörtliches Zitat –: „Warum regt Ihr euch denn auf“ – das war wahrscheinlich gegenüber den Grünen, kann ich mir vorstellen – „das kostet doch nichts, das ist doch auf Grund der Gegengeschäfte praktisch umsonst.“ (Ironische Heiterkeit des Abg. Mag. Mainoni. – Abg. Mandak: Und Sie glauben das?)
Abg. Rest-Hinterseer: Glauben Sie das wirklich?
Also das ist schon eigenartig: Das ist genau das, was Sie uns vorwerfen! (Abg. Rest-Hinterseer: Glauben Sie das wirklich?) Wir gehen das Ganze realistisch an, es ist nicht umsonst, das wissen wir, aber es gibt Gegengeschäfte und die bedeuten eine Ankurbelung für die Wirtschaft. Die Sozialdemokraten haben aber damals gesagt, es sei umsonst. (Abg. Mandak: Und was sagen Sie? Verstecken Sie sich nicht immer hinter fremden Worten!) Die Sozialdemokraten behaupten doch, Sie seien Experten in diesem Bereich. Jetzt wollen wir Ihnen glauben, und jetzt darf man das auch wieder nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Na, glauben Sie es? Glauben Sie es?)
Abg. Mandak: Und was sagen Sie? Verstecken Sie sich nicht immer hinter fremden Worten!
Also das ist schon eigenartig: Das ist genau das, was Sie uns vorwerfen! (Abg. Rest-Hinterseer: Glauben Sie das wirklich?) Wir gehen das Ganze realistisch an, es ist nicht umsonst, das wissen wir, aber es gibt Gegengeschäfte und die bedeuten eine Ankurbelung für die Wirtschaft. Die Sozialdemokraten haben aber damals gesagt, es sei umsonst. (Abg. Mandak: Und was sagen Sie? Verstecken Sie sich nicht immer hinter fremden Worten!) Die Sozialdemokraten behaupten doch, Sie seien Experten in diesem Bereich. Jetzt wollen wir Ihnen glauben, und jetzt darf man das auch wieder nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Na, glauben Sie es? Glauben Sie es?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Na, glauben Sie es? Glauben Sie es?
Also das ist schon eigenartig: Das ist genau das, was Sie uns vorwerfen! (Abg. Rest-Hinterseer: Glauben Sie das wirklich?) Wir gehen das Ganze realistisch an, es ist nicht umsonst, das wissen wir, aber es gibt Gegengeschäfte und die bedeuten eine Ankurbelung für die Wirtschaft. Die Sozialdemokraten haben aber damals gesagt, es sei umsonst. (Abg. Mandak: Und was sagen Sie? Verstecken Sie sich nicht immer hinter fremden Worten!) Die Sozialdemokraten behaupten doch, Sie seien Experten in diesem Bereich. Jetzt wollen wir Ihnen glauben, und jetzt darf man das auch wieder nicht. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Na, glauben Sie es? Glauben Sie es?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Zu guter Letzt, meine sehr geehrten Damen und Herren, möchte ich Ihnen mitteilen, was Präsident Fischer in den Regierungsverhandlungen 1999 gesagt beziehungsweise mit der ÖVP ausverhandelt hat, natürlich mit der Hoffnung – das verstehen wir alle; mit Augenzwinkern, weil wir das natürlich akzeptieren müssen –, Angehöriger der nächsten Regierung zu sein. Der ausgehandelte Satz lautet: Der Ankauf dieser Luftraumüberwachungsflugzeuge ist fixiert sowie die Refundierung von Assistenz- und Auslandseinsätzen beschlossen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Klaus Wittauer (fortsetzend): Sie sind nicht fähig, eine verantwortungsvolle Politik zu betreiben, deshalb haben Sie keinen Platz in dieser Regierung. Ihre Oppositionspolitik ist auch nicht besser, sie kostet dem Steuerzahler nur Geld. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Verteidigungsminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Her Kollege Ikrath, Sie haben gemeint, im Verteidigungsministerium sei das erste Mal im Rahmen des Budgets der Turnaround gelungen. Ich sage einmal: Das ist businessmäßig und technisch einwandfrei, doch wenn der Turnaround in Zukunft das Ziel ist, dann müsste die Konsequenz die sein, auch bei allen anderen Ministerien Sonderanschaffungen aus dem normalen Budget herauszunehmen, denn das wollten Sie damit ja sagen, aber bezahlen müssen schon die Staatsbürger. Ich denke, das darf man auch nicht verschweigen. Man kann schon von Turnaround sprechen, aber die Übersicht über den Gesamthaushalt wird bei solchen Turnarounds natürlich sehr schwierig, und das muss man auch dazusagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Mag. Ikrath: Das ist eine Altlast, die die sozialdemokratisch dominierten Regierungen hinterlassen haben!
Kollege Ikrath hat auch gemeint, der Verteidigungsminister sei der Business-Manager des Jahres. Ich stimme dem durchaus zu, denn wenn man sich das Budget ansieht – und ich denke, es war notwendig, diese 69 Millionen € zusätzlich zu geben –, dann weiß man, dass die Vorbelastungen, die dieses Budget mit sich bringt, gewaltig sind. (Abg. Mag. Ikrath: Das ist eine Altlast, die die sozialdemokratisch dominierten Regierungen hinterlassen haben!) Die Vorbelastungen allein für das Jahr 2003 machen, sofern die Zahlen stimmen, 504 Millionen € aus, und das schränkt das Gesamtbudget natürlich ohnehin schon wieder ein. Aus dieser Sicht ist auch klar, dass der Verteidigungsminister auch eine Planstellenbereinigung machen muss – das hat heute hier sogar der Verteidigungsminister schon gesagt, er hat die Planstellensituation angesprochen –, das heißt, dass er Personal abbauen muss. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Kollege Ikrath hat auch gemeint, der Verteidigungsminister sei der Business-Manager des Jahres. Ich stimme dem durchaus zu, denn wenn man sich das Budget ansieht – und ich denke, es war notwendig, diese 69 Millionen € zusätzlich zu geben –, dann weiß man, dass die Vorbelastungen, die dieses Budget mit sich bringt, gewaltig sind. (Abg. Mag. Ikrath: Das ist eine Altlast, die die sozialdemokratisch dominierten Regierungen hinterlassen haben!) Die Vorbelastungen allein für das Jahr 2003 machen, sofern die Zahlen stimmen, 504 Millionen € aus, und das schränkt das Gesamtbudget natürlich ohnehin schon wieder ein. Aus dieser Sicht ist auch klar, dass der Verteidigungsminister auch eine Planstellenbereinigung machen muss – das hat heute hier sogar der Verteidigungsminister schon gesagt, er hat die Planstellensituation angesprochen –, das heißt, dass er Personal abbauen muss. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Ich habe noch eine Frage, Herr Minister, und da muss ich sagen: Dafür wird auch Geld zu verwenden sein. Wenn, wie aus einer Anfragebeantwortung hervorgeht, 50 von 204 Soldatinnen nach der Ausbildung das Bundesheer wieder verlassen, dann stellt sich die Frage, warum das so ist. Sie haben aufgelistet, es seien Probleme in der Familie, ein falsches Berufsbild – und das jeweils zu 23,1 Prozent –, und es sei das Betriebsklima, es seien gesundheitliche Probleme, Probleme bei der Ausbildung, Probleme mit den Kommandanten, Probleme mit den Kameraden, die Körperbelastung und die psychische Belastung. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, ich frage Sie: Können gesundheitliche Probleme, physische Belastung und psychische Belastung nicht tatsächlich Folgeerscheinungen des Betriebsklimas sein? Müssen Sie darauf nicht den Daumen drücken, oder sollten Sie darauf nicht den Daumen drücken, nämlich, dass gerade in diesem Bereich darauf geachtet wird, dass wertvolle Ausbildungen nicht durch Abgänge verloren gehen. Das gibt es zwar in anderen Betrieben auch, aber wenn ein Viertel vom Personal abgeht, wenn eine Fluktuation von einem Viertel auftritt, dann muss man als Betriebsinhaber doch nachschauen und sich die Frage stellen: Worin liegen die Gründe dafür, und wo kann man finanziell ansetzen, um diese Situation zu verbessern? Daher ersuche ich Sie, Herr Minister, diesem Aspekt besonderes Augenmerk zuzuwenden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagenhofer: Ich habe nur gesagt ...!
Abgeordnete Astrid Stadler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! Frau Kollegin Hagenhofer, ich darf Sie korrigieren: Herr Bundesminister Platter hat nicht von „Planstellenabbau“ gesprochen, sondern von einer moderaten Anhebung der Anzahl der Planstellen für die Auslandseinsätze. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Hagenhofer: Ich habe nur gesagt ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Am Dienstag hat Kollegin Weinzinger behauptet: Die Luftraumüberwachung bringt den Frauen nichts. – Meine sehr geehrten Damen und Herren, für mich als Frau, aber vor allem als Mutter hat die Sicherheit meiner Kinder, die Sicherheit meiner Familie oberste Priorität! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mandak: Ich habe die Entkriminalisierung von Cannabis gefordert!
Kollegin Mandak, Sie haben heute als Mutter die Freigabe weicher Drogen gefordert. (Abg. Mandak: Ich habe die Entkriminalisierung von Cannabis gefordert!) Ich möchte das nicht! Ich möchte Priorität für die Sicherheit meiner Kinder haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kollegin Mandak, Sie haben heute als Mutter die Freigabe weicher Drogen gefordert. (Abg. Mandak: Ich habe die Entkriminalisierung von Cannabis gefordert!) Ich möchte das nicht! Ich möchte Priorität für die Sicherheit meiner Kinder haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: Bravo! – Abg. Gradwohl: ... nicht an der Gemeindegrenze abgegeben hat!
Das ist die Aufgabe von uns Abgeordneten: Die Sicherheit der Menschen im ganzen Land muss unser Anliegen sein! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: Bravo! – Abg. Gradwohl: ... nicht an der Gemeindegrenze abgegeben hat!) Die Sicherheit ist kein Thema für Polemik, sehr verehrte Damen und Herren, die Sicherheit ist viel zu ernst, als dass wir sie für parteipolitische Polemik verwenden könnten. Sie ist dafür nicht geeignet! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Das ist die Aufgabe von uns Abgeordneten: Die Sicherheit der Menschen im ganzen Land muss unser Anliegen sein! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Murauer: Bravo! – Abg. Gradwohl: ... nicht an der Gemeindegrenze abgegeben hat!) Die Sicherheit ist kein Thema für Polemik, sehr verehrte Damen und Herren, die Sicherheit ist viel zu ernst, als dass wir sie für parteipolitische Polemik verwenden könnten. Sie ist dafür nicht geeignet! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Am Ende nur mein Appell: Ich appelliere an Ihr Verantwortungsbewusstsein für alle Österreicherinnen und Österreicher! Bekennen wir uns zur Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger in großer Gemeinsamkeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Freund: Das ist dasselbe! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe die Entkriminalisierung von Cannabis gefordert, und dazu stehe ich auch. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Freund: Das ist dasselbe! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: ... mit einem hervorragenden Bürgermeister? – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordnete Beate Schasching (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Verteidigungsminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Frau Kollegin Stadler, Sie haben meinen Kollegen Reheis angesprochen. Ich kann Ihnen versichern, für niemanden aus der sozialdemokratischen Fraktion ist das Verantwortbewusstsein an der Gemeindegrenze zu Ende! Da können Sie sicher sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: ... mit einem hervorragenden Bürgermeister? – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich kann Ihnen auch sagen, ich bin in einer wunderschönen niederösterreichischen Gemeinde zu Hause – mein Bürgermeisterkollege sitzt hier – und bin dort Stadträtin für Gesundheit und Zivilschutz. Dazu möchte ich sagen, dass ich auch dort meine Verantwortung wahrnehme. Auch in dem Zusammenhang bin ich sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundesheer. Das möchte ich Ihnen ebenfalls sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich weiß ganz genau – und sicherlich ist auch Ihnen dieses Bild gut in Erinnerung –, wenn wir alle die Schiabfahrten beobachten, wie dort vorher die Grundwehrdiener stundenlang die Pisten treten müssen, um diese Veranstaltungen zu ermöglichen. So ist das auch in vielen anderen sportlichen Bereichen, und dafür ein herzliches Dankeschön! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Leider!
Ganz besonders gilt das auch für den Einsatz des Bundesheeres bei Hochwasser-katastrophen und bei allen anderen Katastrophen in der Vergangenheit. Wenn ich nur an das Hochwasser denke: 12 000 Soldaten waren damals rund um die Uhr im Einsatz! Da fällt der Blick aller Österreicherinnen und Österreicher auf dieses Bundesheer, alle sind stolz darauf und froh darüber, dass wir so eine Katastrophenschutztruppe haben. Nur – und das ist dabei das große „Nur“ – fehlen leider wichtiges Pioniergerät und wichtige Grundausstattung! Ich denke und fürchte, dass mit der Budgetvorlage, die wir jetzt haben, dieses wichtige Grundgerät, diese wichtigen Pioniergeräte nicht angeschafft werden können. (Abg. Gradwohl: Leider!) Leider, Herr Verteidigungsminister! Schon deshalb können wir diesem Budget leider auf gar keinen Fall zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz besonders gilt das auch für den Einsatz des Bundesheeres bei Hochwasser-katastrophen und bei allen anderen Katastrophen in der Vergangenheit. Wenn ich nur an das Hochwasser denke: 12 000 Soldaten waren damals rund um die Uhr im Einsatz! Da fällt der Blick aller Österreicherinnen und Österreicher auf dieses Bundesheer, alle sind stolz darauf und froh darüber, dass wir so eine Katastrophenschutztruppe haben. Nur – und das ist dabei das große „Nur“ – fehlen leider wichtiges Pioniergerät und wichtige Grundausstattung! Ich denke und fürchte, dass mit der Budgetvorlage, die wir jetzt haben, dieses wichtige Grundgerät, diese wichtigen Pioniergeräte nicht angeschafft werden können. (Abg. Gradwohl: Leider!) Leider, Herr Verteidigungsminister! Schon deshalb können wir diesem Budget leider auf gar keinen Fall zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieses Budget – und das sei Ihnen noch einmal gesagt – ist mit 0,7 Prozent des BIP das geringste Verteidigungsbudget, sehr verehrte Damen und Herren! Auch dazu kann man nur sagen: Das ist abzulehnen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Im Gegensatz dazu, dass notwendigste Grundausrüstung fehlt und dass wichtiges Pioniergerät fehlt, schaffen Sie diese unnötigen, sündteuren Kampfflugzeuge an. Das versteht kein Mensch in diesem Land! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
mit den Einschnitten im Gesundheitswesen, mit den wirklich empörenden Einschnitten im Bildungswesen zufügen, so viel Geld für unnötige Kampfflugzeuge ausgegeben wird. Kein Mensch kann das verstehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Verteidigungsminister, Sie haben es mit einem Finanzminister zu tun, der Ihnen zwar 250 Millionen € versprochen hat, aber jetzt bekommen Sie, glaube ich, gerade 70 Millionen €. Das ist eine „fesche“ Geschichte! Der Herr Finanzminister braucht sein Geld offensichtlich für ganz andere Dinge, wir haben es ja gestern gehört. Er ist ein brillanter Selbstdarsteller, und dafür gibt er viel Geld aus. Aber für die Landesverteidigung und dafür, dass Sie, Herr Verteidigungsminister, dringend mehr Geld brauchen würden, um in Zukunft all das abzufangen, was an Zusatzkosten für das Bundesheer noch auf Sie zukommen wird, macht er keinen müden zusätzlichen Euro locker. Dafür sind Sie eigentlich sehr zu bedauern, Herr Verteidigungsminister! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr verehrte Damen und Herren! Wirkliches Mitleid kann ich zwar nicht empfinden, aber eines möchte ich Ihnen noch sagen. Es ist schade darum, schade für alle Österreicherinnen und Österreicher, dieses schmähliche Budget zur Kenntnis nehmen zu müssen, und schade vor allem für die Landesverteidigung. Daher: Von der Sozialdemokratie gibt es sicher keine Zustimmung, sehr verehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kößl –: Waren Sie schon beim „Stiefelkönig“? Da können Sie mit 15 Prozent rechnen! Minister-Rabatt für alle!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr wird Herr Abgeordneter Kößl wunschgemäß 4 Minuten zum Hohen Haus sprechen. – Herr Abgeordneter, bitte ergreifen Sie die Wörter. (Abg. Dr. Cap – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kößl –: Waren Sie schon beim „Stiefelkönig“? Da können Sie mit 15 Prozent rechnen! Minister-Rabatt für alle!)
Abg. Dr. Cap: Wollen Sie das wirklich?
Geschätzte Damen und Herren, diese Einstellung ist bedauerlich! Es fehlt an staatstragender Akzeptanz, und das ist gerade im Bereich der Sicherheit äußerst verwerflich. Jede verantwortungsbewusste Regierung wird der inneren und äußeren Sicherheit eines Landes und seiner Bevölkerung einen wesentlichen Stellenwert zuerkennen. (Abg. Dr. Cap: Wollen Sie das wirklich?)
Abg. Dr. Cap: Alle sparen für den Eurofighter!
Darum ist es äußerst erfreulich – und ich gratuliere dir, Herr Minister! –, dass es heute ein Budget zu beschließen gibt, das ein deutliches Plus gegenüber dem Jahr 2002 aufweist, und zwar um 69 Millionen €. Mit dieser budgetären Ausstattung wird es möglich sein, dem Aufgabenumfang Rechnung zu tragen. Natürlich wünschen wir alle uns in allen Bereichen ein höheres Budget. (Abg. Dr. Cap: Alle sparen für den Eurofighter!)
Abg. Gaál: Schauen Sie die letzten 30 Jahre in der Sicherheitspolitik an!
auf einer Schiene steht (Abg. Gaál: Schauen Sie die letzten 30 Jahre in der Sicherheitspolitik an!), auf der ihr überhaupt nichts für eine vernünftige Sicherheitspolitik, für die Sicherheit der Bevölkerung in unserem Lande übrig habt. (Abg. Dr. Cap: Sie haben Distanz ...!)
Abg. Dr. Cap: Sie haben Distanz ...!
auf einer Schiene steht (Abg. Gaál: Schauen Sie die letzten 30 Jahre in der Sicherheitspolitik an!), auf der ihr überhaupt nichts für eine vernünftige Sicherheitspolitik, für die Sicherheit der Bevölkerung in unserem Lande übrig habt. (Abg. Dr. Cap: Sie haben Distanz ...!)
Abg. Dr. Cap: Sie mögen Ihren Text!
Wie wichtig das Bundesheer für unser Land ist – das ist heute schon mehrmals angesprochen worden –, hat der Katastropheneinsatz im vergangenen Jahr bewiesen. 800 000 Einsatzstunden wurden von Präsenzdienern und Angehörigen unseres Bundesheeres erbracht. (Abg. Dr. Cap: Sie mögen Ihren Text!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Als Sicherheitssprecher möchte ich mich ganz besonders für den schon jahrelang durchgeführten Assistenzeinsatz an der Grenze bedanken. 2 200 Einsatzkräfte des Bundesheeres erbringen an der EU-Außengrenze eine großartige Leistung und tragen wesentlich dazu bei, dass das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung entsprechend gehoben wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Abschließend: Jeder, der für Sicherheit steht, wird diesem Budget zustimmen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Kößl: Es gibt nicht „ein bisschen“ Sicherheit!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Kößl hat versucht, der SPÖ vorzuwerfen, sie handle nicht staatstragend. (Abg. Kößl: Es gibt nicht „ein bisschen“ Sicherheit!)
Abg. Kößl: Wir sind nach wie vor die Nummer eins!
Lieber Kollege Kößl, da darf ich dich an deinen Innenminister erinnern. Du musst mir einmal erklären, was an seiner Politik staatstragend ist, wenn man zum Beispiel die Kriminalstatistik anschaut, wonach die Delikte explodieren und die Aufklärungsrate dramatisch zurückgeht, sodass in Wirklichkeit die Sicherheit der Bürger und der Touristen gefährdet wird! (Abg. Kößl: Wir sind nach wie vor die Nummer eins!) Und Sie reden von staatstragendem Handeln? – Es ist ja ein Skandal, was Sie hier aufführen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Lieber Kollege Kößl, da darf ich dich an deinen Innenminister erinnern. Du musst mir einmal erklären, was an seiner Politik staatstragend ist, wenn man zum Beispiel die Kriminalstatistik anschaut, wonach die Delikte explodieren und die Aufklärungsrate dramatisch zurückgeht, sodass in Wirklichkeit die Sicherheit der Bürger und der Touristen gefährdet wird! (Abg. Kößl: Wir sind nach wie vor die Nummer eins!) Und Sie reden von staatstragendem Handeln? – Es ist ja ein Skandal, was Sie hier aufführen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kößl: Gibt es ein Plus oder nicht?
Zum Zweiten meinte Herr Abgeordneter Kößl, die SPÖ habe nichts für die Sicherheit übrig. – Lieber Kollege Kößl, dann schau dir einmal das Budget dieses Ministers mit dem Finanzminister an. Wenn ich mir den Vergleich erlauben darf ... (Abg. Kößl: Gibt es ein Plus oder nicht?) – Lass mich ausreden! Du hast ja auch unbehelligt reden können.
Abg. Kößl: Ihr absentiert euch als Oppositionspartei!
Wenn ich mir etwa das Budget des Jahres 2000 anschaue: darin belaufen sich die Verteidigungsausgaben, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, auf 0,86 Prozent. Sie, die ÖVP und die FPÖ, haben immer massiv 1,5 Prozent gefordert, davon waren Sie also im Jahr 2000 fast um die Hälfte entfernt. (Abg. Kößl: Ihr absentiert euch als Oppositionspartei!) Im Jahr 2003, Kollege Kößl, ist der Wert schon auf 0,75 Prozent gesunken. (Abg. Kößl: Ihr seid weit weg! Es gibt nicht „ein wenig“ Sicherheit!) Und im Jahr 2004 ... (Abg. Kößl: Entweder ihr steht für Sicherheit oder nicht!)
Abg. Kößl: Ihr seid weit weg! Es gibt nicht „ein wenig“ Sicherheit!
Wenn ich mir etwa das Budget des Jahres 2000 anschaue: darin belaufen sich die Verteidigungsausgaben, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, auf 0,86 Prozent. Sie, die ÖVP und die FPÖ, haben immer massiv 1,5 Prozent gefordert, davon waren Sie also im Jahr 2000 fast um die Hälfte entfernt. (Abg. Kößl: Ihr absentiert euch als Oppositionspartei!) Im Jahr 2003, Kollege Kößl, ist der Wert schon auf 0,75 Prozent gesunken. (Abg. Kößl: Ihr seid weit weg! Es gibt nicht „ein wenig“ Sicherheit!) Und im Jahr 2004 ... (Abg. Kößl: Entweder ihr steht für Sicherheit oder nicht!)
Abg. Kößl: Entweder ihr steht für Sicherheit oder nicht!
Wenn ich mir etwa das Budget des Jahres 2000 anschaue: darin belaufen sich die Verteidigungsausgaben, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, auf 0,86 Prozent. Sie, die ÖVP und die FPÖ, haben immer massiv 1,5 Prozent gefordert, davon waren Sie also im Jahr 2000 fast um die Hälfte entfernt. (Abg. Kößl: Ihr absentiert euch als Oppositionspartei!) Im Jahr 2003, Kollege Kößl, ist der Wert schon auf 0,75 Prozent gesunken. (Abg. Kößl: Ihr seid weit weg! Es gibt nicht „ein wenig“ Sicherheit!) Und im Jahr 2004 ... (Abg. Kößl: Entweder ihr steht für Sicherheit oder nicht!)
Abg. Kößl: Wir reden von einem Plus!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (fortsetzend): Kollege Kößl! Wenn man jetzt das Budget sozusagen noch bereinigt, etwa um die 30 Millionen € an Struktureffekt beim Personal, wenn man es bereinigt um die 60 Millionen des zusätzlichen Aufwands für die Heeresbauverwaltung und um die 28 Millionen der 3-prozentigen Bindung, dann kommt für das Bundesheer als Budgetansatz ein läppischer Betrag heraus! – Und Sie sagen hier, wir hätten nichts für Sicherheit übrig? (Abg. Kößl: Wir reden von einem Plus!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das höchste Militärbudget hat es unter einem sozialdemokratischen Minister gegeben! Nehmen Sie das einmal zur Kenntnis! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Umgang mit den Budgetmitteln für die Landesverteidigung ist sowieso bezeichnend für das Verständnis dieser Regierung. Es dominieren, wie man ja erkennen kann, die Großmannssucht und die Zugeständnisse an die Wirtschaftslobby. Die Arbeitsumstände – es ist wie im Innenressort – der Beschäftigten, sprich: der Soldaten und auch der Bürger, sind Ihnen in Wirklichkeit egal. Sie halten starrköpfig am Ankauf dieser sündteuren Fotoapparate-Kampfflugzeuge fest. Sie drücken brutal eine Pensionskürzung durch und meinen, Sie können damit dem Bundesheer einen guten Dienst erweisen. Mitnichten tun Sie das, in Wahrheit schaden Sie mit dieser Politik dem Bundesheer! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schöls
Meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, in Wahrheit ist es ja so: Während Sie hier in einer wenig nachvollziehbaren Art und Weise die sündteuren Abfangjäger ankaufen (Zwischenruf des Abg. Schöls), dieses Milliardengeschäft unter zwielichtigen Umständen über die Bühne bringen, wird die Infrastruktur des Militärs massiv ausgehungert. (Abg. Murauer: Wo sind sie, Parnigoni, die „zwielichtigen Umstände“? Wo sind sie? ... schlecht gemacht werden! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Wo sind sie, Parnigoni, die „zwielichtigen Umstände“? Wo sind sie? ... schlecht gemacht werden! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, in Wahrheit ist es ja so: Während Sie hier in einer wenig nachvollziehbaren Art und Weise die sündteuren Abfangjäger ankaufen (Zwischenruf des Abg. Schöls), dieses Milliardengeschäft unter zwielichtigen Umständen über die Bühne bringen, wird die Infrastruktur des Militärs massiv ausgehungert. (Abg. Murauer: Wo sind sie, Parnigoni, die „zwielichtigen Umstände“? Wo sind sie? ... schlecht gemacht werden! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Schöls: Wir werden darauf noch zu sprechen kommen, Kollege Parnigoni!
Kollege Murauer, wer so wie ich – das können Sie Kollegen Schöls fragen – im Laufe eines Jahres viele Kasernen besucht (Abg. Schöls: Wir werden darauf noch zu sprechen kommen, Kollege Parnigoni!), etwa jene in meinem Wahlkreis in Weitra, Allentsteig und Horn, und dann in Vieraugengesprächen mit den Militärs, den Offizieren und auch den Personalvertretern spricht, der hört ganz genau, wo die erheblichen Mängel etwa in der Ausrüstung, im Fuhrpark oder in der Kasernen-Infrastruktur zu finden sind.
Abg. Kößl: Populismus pur!
Das ist genauso wie im Bereich der inneren Sicherheit. Dort ist es nicht anders. Die Arbeitsumstände für die – in diesem Fall – Soldaten, im anderen Fall für Gendarmen, Polizisten und Kriminalbeamte, sind Ihnen egal. Es geht Ihnen um Prestigeobjekte, die teuer sind, die Milliarden kosten. (Abg. Kößl: Populismus pur!) Da ist Ihnen jedes Mittel recht, damit Sie Ihre Wirtschaftslobby bedienen können! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Wir werden noch auf die Truppenbesuche zu sprechen kommen! – Abg. Kößl: Es gibt nicht „ein bisschen“ Sicherheit! Entweder sind Sie für Sicherheit oder nicht!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Wir werden noch auf die Truppenbesuche zu sprechen kommen! – Abg. Kößl: Es gibt nicht „ein bisschen“ Sicherheit! Entweder sind Sie für Sicherheit oder nicht!
Das ist genauso wie im Bereich der inneren Sicherheit. Dort ist es nicht anders. Die Arbeitsumstände für die – in diesem Fall – Soldaten, im anderen Fall für Gendarmen, Polizisten und Kriminalbeamte, sind Ihnen egal. Es geht Ihnen um Prestigeobjekte, die teuer sind, die Milliarden kosten. (Abg. Kößl: Populismus pur!) Da ist Ihnen jedes Mittel recht, damit Sie Ihre Wirtschaftslobby bedienen können! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Wir werden noch auf die Truppenbesuche zu sprechen kommen! – Abg. Kößl: Es gibt nicht „ein bisschen“ Sicherheit! Entweder sind Sie für Sicherheit oder nicht!)
Abg. Kößl: Katastrophenschutz, dort hört es auf!
Ich möchte mich aber durchaus bei den Tausenden Soldaten bedanken, die im Rahmen des Hochwassereinsatzes tätig waren. Auch in meiner Gemeinde waren sie sehr erfolgreich tätig und haben ihre Aufgabe perfekt erfüllt. Daher wäre es besonders wichtig, dass in diesen beiden Budgets entsprechende Mittel vorgesehen werden, damit das Bundesheer diese Aufgaben im Katastrophenschutz, aber auch in der internationalen Verpflichtung erfüllen kann. (Abg. Kößl: Katastrophenschutz, dort hört es auf!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: So ein Blödsinn! – Abg. Murauer: Wie zum Beispiel die „Black Hawk“!
meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Kößl: So ein Blödsinn! – Abg. Murauer: Wie zum Beispiel die „Black Hawk“!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schasching: Er muss sich selbst darstellen!
Für die Anschaffung der „Black Hawk“ fehlen dem Herrn Verteidigungsminister in Wirklichkeit immer noch die 200 Millionen € vom Finanzminister. Die hat er bis heute noch nicht, also reden Sie nicht so ein Blech daher, Herr Murauer! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schasching: Er muss sich selbst darstellen!)
Abg. Kößl: Die Chance habt ihr gehabt!
Meine Damen und Herren! Ich komme zum Schluss: Ich möchte darauf hinweisen, dass Sie mit diesem Budget 2003 und 2004 dem Bundesheer in Wahrheit keinen guten Dienst erweisen und ihm mit dieser Politik die Chance nehmen, sich für die europäischen Aufgaben entsprechend vorzubereiten. (Abg. Kößl: Die Chance habt ihr gehabt!) Wir Sozialdemokraten stimmen daher diesem Budget keinesfalls zu. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Gegen die Soldaten!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Gegen die Soldaten!
Meine Damen und Herren! Ich komme zum Schluss: Ich möchte darauf hinweisen, dass Sie mit diesem Budget 2003 und 2004 dem Bundesheer in Wahrheit keinen guten Dienst erweisen und ihm mit dieser Politik die Chance nehmen, sich für die europäischen Aufgaben entsprechend vorzubereiten. (Abg. Kößl: Die Chance habt ihr gehabt!) Wir Sozialdemokraten stimmen daher diesem Budget keinesfalls zu. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schöls: Gegen die Soldaten!)
Abg. Öllinger: Die überwachen gerade den Luftraum und das, was darunter ist!
Abgeordnete Helga Machne (ÖVP): Verehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren Kollegen im Hohen Haus! Mein Thema ist noch einmal die Luftraumüberwachung. Die Kollegen Pilz und Kogler sind leider beide nicht da (Abg. Öllinger: Die überwachen gerade den Luftraum und das, was darunter ist!), aber der Kollege Öllinger. (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
Abgeordnete Helga Machne (ÖVP): Verehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Meine Damen und Herren Kollegen im Hohen Haus! Mein Thema ist noch einmal die Luftraumüberwachung. Die Kollegen Pilz und Kogler sind leider beide nicht da (Abg. Öllinger: Die überwachen gerade den Luftraum und das, was darunter ist!), aber der Kollege Öllinger. (Heiterkeit.)
Abg. Öllinger: Nein!
Die Methode, die Sie gewählt haben, nämlich Vorwürfe in den Raum zu stellen und diese laufend zu wiederholen, ist eine sehr unfaire. (Abg. Öllinger: Nein!) Die Vorwürfe werden dadurch auch nicht richtiger, aber Sie tun das offenbar nach dem Motto: Es wird schon etwas hängen bleiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Murauer: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Murauer: Jawohl!
Die Methode, die Sie gewählt haben, nämlich Vorwürfe in den Raum zu stellen und diese laufend zu wiederholen, ist eine sehr unfaire. (Abg. Öllinger: Nein!) Die Vorwürfe werden dadurch auch nicht richtiger, aber Sie tun das offenbar nach dem Motto: Es wird schon etwas hängen bleiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Murauer: Jawohl!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Prähauser.
Wie wir aber auch an dem Urteil der Sozialdemokraten gesehen haben, das wir ja heute bekommen haben, geht diese Rechnung nicht auf. Ich bin überzeugt davon, dass das alles zerplatzte, leere Luftballons sein werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Prähauser.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Osttirol hat 150 Dreitausender, viele Lawinenstriche, natürlich auch viele Wildbäche, und daher hat unser Bundesheer neben der Landesverteidigung und dem Schutz der Grenzen auch noch viele Aufgaben für die Zivilbevölkerung zu erledigen. Es gibt zum Beispiel alle Jahre wieder Murenabgänge, Überschwemmungen, Lawinen, auch Brücken werden weggerissen, und immer ist das Bundesheer hilfereich zur Stelle. Wenn man, so wie ich, viele Jahre in der Kommunalpolitik tätig war, dann kann man die Bedeutung dieses Heeres gerade auch für Osttirol besonders gut erkennen und weiß die großartigen Leistungen sehr zu schätzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In Lienz ist eine große Garnison mit 150 Personen im Kader und derzeit 400 Grundwehrdienern stationiert. Sie können sich sicher vorstellen, dass dies auch ein Wirtschaftsfaktor für unseren Bezirk ist. Ich habe mir daher vorgenommen, als Schlusswort einen Satz zu sprechen, den ich der Feuerwehr entliehen habe: Dem Nächsten zur Wehr! – Lieber Herr Verteidigungsminister! Erhalte uns nur unser Heer! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Grillitsch: Aber zugehört haben nicht viele von euch!
Abgeordnete Katharina Pfeffer (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst muss einmal festgestellt werden, dass über das Kapitel Landesverteidigung in den letzten Tagen sehr viel diskutiert wurde. – Das war schon lange nicht mehr der Fall. (Abg. Grillitsch: Aber zugehört haben nicht viele von euch!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Es soll für den Ausbildungs- und Flugbetrieb der Black-Hawk-Transporthubschrauber und der drei Herkules-Transportflugzeuge verwendet werden. Dringend notwendige Beschaffungen von LKW und Bussen sowie von Funkgeräten, Computern und so weiter sollen finanziert werden. Zusätzlich werden 10 000 Kampfanzüge und – im Hinblick auf die künftige Teilnahme Österreichs an der EU-Eingreiftruppe – auch neue ABC-Schutzanzüge angeschafft, wobei hier anzumerken wäre, dass wir weit mehr Kampfanzüge für unsere Soldatinnen und Soldaten brauchen würden, denn der Schutz und die Sicherheit unserer Soldaten muss uns schon einiges wert sein. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! In den vergangenen Jahren hat sich dieser Einsatz sehr bewährt. Vor allem den Soldaten gebührt unser Dank, denn sie sind dort einer besonderen Situation ausgesetzt, die nervlich und körperlich vollsten Einsatz erfordert. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
burgenländischen Landsleute den Soldaten und ihren Vorgesetzten für die vorbildliche Arbeit im Grenzeinsatz danken. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Ankauf der Abfangjäger ist nach wie vor eine Sache, die weiterhin für Diskussionen sorgen wird, denn unsere Bevölkerung kann nicht nachvollziehen, dass diese Kampfflugzeuge um mehr als 2 Milliarden € angeschafft werden und sie dafür zur Kasse gebeten wird. Die Mehrheit der Bevölkerung steht dem Kauf dieser sündteuren Kampfflugzeuge ablehnend gegenüber. Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Sie haben gegen diese Mehrheit entschieden. Diese Ihre Politik findet auch unsere Zustimmung nicht mehr, daher können wir diesem Budget nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Dieses Budget ist ein wichtiges Signal für die Landesverteidigung in Österreich und für die Sicherstellung der Erfüllung sowohl der gegenwärtigen als auch vor allem der zukünftigen Aufgaben des Bundesheeres. Es ist ein wichtiges Signal für alle Angehörigen des Heeres und vor allem für alle zukünftigen jungen Grundwehrdiener. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Als ehemaliger Grundwehrdiener – bei mir ist diese Zeit noch nicht so lange her – kann ich auch sagen, dass diese Budgetanhebung den Grundwehrdienern übermittelt, wie wichtig ihr Dienst für Österreich ist und wie sehr diese Bundesregierung unser Heer schätzt. Liebe Kollegen von der SPÖ! So schlecht ist die Situation bei der Ausbildung und in den Kasernen nämlich nicht. Das kann ich bestätigen, denn ich bin auch oft in den Kasernen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
einvernehmlichen Entscheidungen sind. – Danke vielmals, Herr Minister! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, ich kann Ihre Überlegungen zu einer Reform des Präsenzdienstes nur unterstützen. Die Grundwehrdiener sollten in ihrer Präsenzdienstzeit die Möglichkeit erhalten, sich auch in Sprachen, Sport und anderen Bereichen weiterzubilden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Murauer: Sehr gut!
Dies ist wichtig, damit die jungen Rekruten, die nach acht Monaten oder vielleicht in Zukunft auch nach kürzerer Zeit ihren Grundwehrdienst beendet haben, weiterhin von ihrem Dienst für Österreich, von der geistigen Landesverteidigung und von der Landesverteidigung überzeugt sein können. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Murauer: Sehr gut!)
Abg. Parnigoni: Eher „müssen“! Erleiden müssen!
Abgeordneter Stefan Prähauser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Wissen Sie, dass wir seit 20 Jahren durchgehend ÖVP- oder FPÖ-Verteidigungsminister erleben dürfen? (Abg. Parnigoni: Eher „müssen“! Erleiden müssen!)
Abg. Wittauer: Aber in der Landwirtschaft verstehe ich es! Ihr habt keine Landwirte, ich bin Landwirt!
Meine Damen und Herren! Das gröbere Problem in der Diskussion um das Bundesheer und die Landesverteidigung ist bei allen Diskussionen die ÖVP. Die ÖVP glaubt, beim Bundesheer – wie auch in der Landwirtschaft und bei den Klein- und Mittelbetrieben – das Alleinvertretungsrecht gepachtet zu haben. (Abg. Wittauer: Aber in der Landwirtschaft verstehe ich es! Ihr habt keine Landwirte, ich bin Landwirt!) – Herr Kollege Wittauer, sind Sie bei der ÖVP? Ich habe zu Ihnen auch noch ein bisschen etwas zu sagen. (Abg. Wittauer: Aber bitte hör doch auf, über Landwirtschaft zu reden! Du verstehst nichts davon!)
Abg. Wittauer: Aber bitte hör doch auf, über Landwirtschaft zu reden! Du verstehst nichts davon!
Meine Damen und Herren! Das gröbere Problem in der Diskussion um das Bundesheer und die Landesverteidigung ist bei allen Diskussionen die ÖVP. Die ÖVP glaubt, beim Bundesheer – wie auch in der Landwirtschaft und bei den Klein- und Mittelbetrieben – das Alleinvertretungsrecht gepachtet zu haben. (Abg. Wittauer: Aber in der Landwirtschaft verstehe ich es! Ihr habt keine Landwirte, ich bin Landwirt!) – Herr Kollege Wittauer, sind Sie bei der ÖVP? Ich habe zu Ihnen auch noch ein bisschen etwas zu sagen. (Abg. Wittauer: Aber bitte hör doch auf, über Landwirtschaft zu reden! Du verstehst nichts davon!)
Abg. Wittauer: Minister Fasslabend war selbst nicht beim Bundesheer!
Die ÖVP glaubt ihre Ziele in der Personalbesetzung durchkreuzt, wenn sie Zugeständnisse an andere Parteien machen muss. Dass die Freiheitliche Partei da jetzt brav mitgeht und der ÖVP die Mehrheit gibt, die sie mit 42 Prozent nicht hat, ist ihre eigene Angelegenheit. Herr Wittauer! Sie wissen ja: Frischenschlager, Krünes und Ihr Kollege Scheibner, der jetzige Klubobmann, waren ja Minister, die entsprechend mitgestalten durften. Nach Lichal und Fasslabend hat jetzt eben Platter die Geschicke in der Hand. (Abg. Wittauer: Minister Fasslabend war selbst nicht beim Bundesheer!) Und unsere Aufgabe ist es, zu kontrollieren, was diese Herren zum Wohle des Bundesheeres tun. (Abg. Schöls: Das ist eine gefährliche Drohung!)
Abg. Schöls: Das ist eine gefährliche Drohung!
Die ÖVP glaubt ihre Ziele in der Personalbesetzung durchkreuzt, wenn sie Zugeständnisse an andere Parteien machen muss. Dass die Freiheitliche Partei da jetzt brav mitgeht und der ÖVP die Mehrheit gibt, die sie mit 42 Prozent nicht hat, ist ihre eigene Angelegenheit. Herr Wittauer! Sie wissen ja: Frischenschlager, Krünes und Ihr Kollege Scheibner, der jetzige Klubobmann, waren ja Minister, die entsprechend mitgestalten durften. Nach Lichal und Fasslabend hat jetzt eben Platter die Geschicke in der Hand. (Abg. Wittauer: Minister Fasslabend war selbst nicht beim Bundesheer!) Und unsere Aufgabe ist es, zu kontrollieren, was diese Herren zum Wohle des Bundesheeres tun. (Abg. Schöls: Das ist eine gefährliche Drohung!)
Abg. Amon: Bei der Nationalratswahl 1999 ...!
Allerdings gibt es ein paar kleine Beispiele, die unbedingt angesprochen werden müssen: Der Herr Minister hat gesagt, er wünsche sich viele Präsenzdiener. – Da bin ich mit ihm einer Meinung – im Gegensatz zu einer Meldung aus seinen Parteikreisen. Bei seinem Antritt wurde noch nicht von einer Halbierung des Bundesheeres und von der Abschaffung der Wehrpflicht gesprochen. – Wir stehen bis dato wenigstens zur allgemeinen Wehrpflicht, das darf ich hier nochmals garantieren. (Abg. Amon: Bei der Nationalratswahl 1999 ...!)
Abg. Wittauer: Das habe ich gesehen, wie oft ihr in der Vergangenheit eure Meinung geändert habt!
Herr Kollege, wir haben nicht 1999, sondern 2003. Falls Sie es noch nicht begriffen haben: Die Zeit schreitet voran, die ÖVP bleibt hintendran. (Abg. Wittauer: Das habe ich gesehen, wie oft ihr in der Vergangenheit eure Meinung geändert habt!) Ich kann Ihnen nur sagen: Wir haben andere Ziele! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege, wir haben nicht 1999, sondern 2003. Falls Sie es noch nicht begriffen haben: Die Zeit schreitet voran, die ÖVP bleibt hintendran. (Abg. Wittauer: Das habe ich gesehen, wie oft ihr in der Vergangenheit eure Meinung geändert habt!) Ich kann Ihnen nur sagen: Wir haben andere Ziele! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: So gut wie die Sozialdemokraten kann man gar nicht sein: Ihr habt gesagt, die Abfangjäger sind gratis!
Der Herr Wirtschaftsminister soll ins Verteidigungsministerium wechseln. – Er könnte durch sein Verhandlungsgeschick da noch etwas für uns herausholen, damit für das Bundesheer noch etwas übrig bleibt. (Abg. Wittauer: So gut wie die Sozialdemokraten kann man gar nicht sein: Ihr habt gesagt, die Abfangjäger sind gratis!) – Und der Herr Finanzminister, Herr Kollege Wittauer, könnte in seiner eloquenten Art und Weise der Bevölkerung die „Wirtschaftsplattform“ verkaufen, die der Herr Bundeskanzler in den Raum gestellt hat, deren Existenz aber nicht feststellbar ist.
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe dem Herrn Finanzminister in seiner letzten Rede hier zugehört und muss sagen: Er ist zu allerhand in der Lage und kann der Bevölkerung mit PR-Gags einiges einreden. – Uns wird er es allerdings nicht einreden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Das, was Sie dem Bundesheer nicht gegeben haben! Das ist die Wahrheit!
Herr Verteidigungsminister, Sie haben uns an Ihrer Seite, wenn es darum geht, dafür Mittel aufzubringen und wenn es glaubwürdig vorgetragen wird. (Abg. Wittauer: Das, was Sie dem Bundesheer nicht gegeben haben! Das ist die Wahrheit!) – Herr Kollege, was Sie uns hier erzählt haben, möchte ich gar nicht kommentieren. Ich will Sie ja nicht kompromittieren oder gar beleidigen, aber Sie haben keine Ahnung von dem, was Sie reden! Sie haben wieder einmal bewiesen, dass Sie auf der falschen Hochzeit tanzen!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Haben Sie das damals gesagt oder nicht?
Diesem Gesetz können wir jedenfalls nicht zustimmen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Haben Sie das damals gesagt oder nicht?)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Franz Xaver Böhm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sicherheit in der Luft und auf dem Boden ist uns allen ein großes Bedürfnis. Die Sicherheit eines Staates kann nur gewährleistet werden, wenn eine gute Landesverteidigung in Koordination mit einer hochqualitativen Luftverteidigung vorhanden ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Landessicherheit hört nicht zwei Meter über dem Boden auf, wie wir in den letzten Wochen schon des Öfteren gehört haben. Wir von der ÖVP haben dieses Problem erkannt, und ich bedanke mich beim Bundeskanzler und bei den entsprechenden Ministern dafür, dass sie für die Sicherheit unseres Landes Sorge tragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Zweig der Wirtschaft wird gestützt und erlebt eine neue Blüte, der wie viele andere auf Grund der letzten weltwirtschaftlichen Entwicklungen zum Restrukturieren verurteilt war. Jetzt bekommen wir wieder eine Chance, uns weiterzuentwickeln, abgesehen von der Möglichkeit, die vorhandenen Arbeitsplätze zu erhalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Sie reden zu schnell! Man versteht ja kaum, was Sie sagen! Das ist eine schlechte Lesung, was Sie da machen!
Es gibt also unzählige Betriebe, die direkt oder indirekt vom Ankauf profitieren. Mehr als 4 Milliarden € an Gegengeschäften werden lukriert. Als Salzburger Unternehmer ziehe ich meinen Hut vor dieser großartigen wirtschaftlichen Leistung. (Abg. Parnigoni: Sie reden zu schnell! Man versteht ja kaum, was Sie sagen! Das ist eine schlechte Lesung, was Sie da machen!)
Beifall bei der ÖVP.
Folgendes haben uns die Sozialdemokraten in den vielen Ausschüssen und Unterausschüssen wieder bewiesen: Vom Wirtschaften und Entwickeln von Ideen, geschweige denn von deren Umsetzung zum Machbaren haben Sie wirklich keine Ahnung! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich schon heute darauf, wenn die ersten Luftraumüberwachungsgeräte in unser Land einfliegen. Sie bedeuten Sicherheit und Schutz für alle Österreicherinnen und Österreicher. In diesem Sinne: Auf ein gesichertes Österreich am Boden und in der Luft! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
das Verteidigungsbudget etwas höher dotiert werden sollte, ist sozusagen eine positive Botschaft für das österreichische Bundesheer und eine positive Botschaft für die Landesverteidigung. (Beifall bei der ÖVP.) Trotzdem ist immer wieder feststellbar, dass die einen sagen, es ist zu wenig, und die anderen sagen, es ist zu viel, daher werden wir nicht so besonders schlecht liegen.
Abg. Dr. Gabriela Moser: Was soll in so einem Fall ein Eurofighter?
Wir haben um 12.55 Uhr einen Alpha-Einsatz durchgeführt, also zwei Minuten später. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Was soll in so einem Fall ein Eurofighter?) – Sie wollen das vermutlich nicht hören. Mir ist es aber sehr wichtig, Frau Abgeordnete, dass wir die Sicherung des Luftraumes durchführen. Dafür haben wir die Verantwortung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber was hätte da ein Eurofighter genützt? – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber was hätte da ein Eurofighter genützt? – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben um 12.55 Uhr einen Alpha-Einsatz durchgeführt, also zwei Minuten später. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Was soll in so einem Fall ein Eurofighter?) – Sie wollen das vermutlich nicht hören. Mir ist es aber sehr wichtig, Frau Abgeordnete, dass wir die Sicherung des Luftraumes durchführen. Dafür haben wir die Verantwortung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber was hätte da ein Eurofighter genützt? – Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber was machen Sie da mit einem Eurofighter? – Lebhafte Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Um 12.55 Uhr, zwei Minuten danach, sind die Draken aufgestiegen. Sie sind fünf Minuten später bei diesem Flugzeug gewesen. Man hat wiederum nicht feststellen können, um was es sich handelt. Kein Funkkontakt war möglich. Die beiden Draken haben schlussendlich dieses Flugzeug bis zur Grenze begleitet, und dort ist es übergeben worden, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Gabriela Moser: Aber was machen Sie da mit einem Eurofighter? – Lebhafte Gegenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
dass das nicht notwendig ist. Wir, die Koalition, ist der Meinung, dass es absolut richtig und notwendig ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Alle, die aufmerksam zugehört haben, werden mir sicherlich Recht geben. Daher: Gehen Sie von dieser Position ab! Gehen Sie weg von diesem sicherheitspolitischen Irrweg und versuchen Sie, den richtigen Weg zu gehen: im Interesse der Sicherheit Österreichs! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.
Es wird die Bundesheer-Reformkommission eingesetzt, und wir werden mit dem Entwurf der Teilstrategie genaue Überlegungen auf breiter Basis durchführen. Sie alle sind eingeladen worden, bei dieser Kommission mitzutun, und ich gehe davon aus, dass wir einen breiten Konsens erreichen können, einerseits darüber, was die Zielsetzung der Verteidigungspolitik ist, und andererseits darüber, was die Aufgabenstellung des österreichischen Bundesheeres ist, damit wir Schutz und Sicherheit in der Luft und am Boden für die Bevölkerung von Österreich gewährleisten können. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rossmann.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Aber andere Kollegen von Ihnen haben etwas anderes gesagt!
Abgeordnete Bettina Stadlbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Da Sie, Herr Minister, jetzt sinngemäß gemeint haben, dass alle gesagt haben, sie sind froh darüber, dass es nun mehr Geld für die Landesverteidigung gibt, möchte ich Ihre Euphorie gleich ein bisschen stoppen. Zum einen gab es von unseren Abgeordneten sicherlich die Botschaft: Mehr Geld ja, aber das Geld, das vorhanden ist, sinnvoll einsetzen. Und zum Zweiten möchte ich Sie fragen, wie Sie denn das argumentieren, dass Sie zwar per Ministerratsvortrag schon Beschlüsse über Neuanschaffungen in der Höhe von 250 Millionen € haben – zum Beispiel der Assistenzeinsatz, zum Beispiel das Antiterrorpaket, zum Beispiel die Kräfte für internationale Einsätze –, in Wirklichkeit aber im Budget jetzt für zusätzliche Aktivitäten nur 70 Millionen € zur Verfügung stehen. Das heißt, der Finanzminister hat Sie um 180 Millionen € über den Tisch gezogen, und das kann man nicht wirklich als Erfolg verkaufen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Amon: Aber andere Kollegen von Ihnen haben etwas anderes gesagt!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, ich hoffe, dass in Ihrer Reformkommission Schritte zum Besseren gesetzt werden. Dazu gehört zum einen, dass Frauen in der Reformkommission vertreten sein werden, und zum anderen, dass auch ernsthaft überlegt wird, wie die Situation der Frauen verbessert werden kann. (Beifall bei der SPÖ.) Im Budgetausschuss, in dem es um die Landesverteidigung gegangen ist, haben Sie meine diesbezüglichen Fragen nicht einmal ignoriert.
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.
sind auch sehr gute Ausbildner. Sie sind jedem männlichen Ausbildner zumindest ebenbürtig.“ – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mag. Stoisits.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Hans Langreiter (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich darf sehr herzlich auch eine Delegation aus meinem Wahlkreis begrüßen, die sich ebenfalls intensiv mit der Abfangjägerbeschaffung auseinander gesetzt hat, und zwar mit durchaus unterschiedlichen Meinungen. Aber der Vorfall, den der Herr Bundesminister gerade geschildert hat, beweist, wie richtig es ist, dass wir einem Sicherheitspaket die Zustimmung erteilen, auch wenn die Opposition das nicht tut. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Dann gute Nacht, Sicherheit!
Ich darf noch einmal die aktuelle APA-Meldung in Erinnerung rufen, wonach die SPÖ freiheitlichen Spitzenpolitikern als Abgeltung für Korruptionsvorwürfe insgesamt 30 000 € Schadenersatz zahlen muss. – Wenn das Ihre Art von Sicherheitspolitik ist, dass Sie Angehörige einer Regierung vernadern, dann (Abg. Murauer: Dann gute Nacht, Sicherheit!) gute Nacht, Sicherheitspolitik! – Danke, Herr Abgeordneter. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf noch einmal die aktuelle APA-Meldung in Erinnerung rufen, wonach die SPÖ freiheitlichen Spitzenpolitikern als Abgeltung für Korruptionsvorwürfe insgesamt 30 000 € Schadenersatz zahlen muss. – Wenn das Ihre Art von Sicherheitspolitik ist, dass Sie Angehörige einer Regierung vernadern, dann (Abg. Murauer: Dann gute Nacht, Sicherheit!) gute Nacht, Sicherheitspolitik! – Danke, Herr Abgeordneter. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Um diesen subjektiven Angstgefühlen der Österreicherinnen und Österreicher entgegenzutreten, ist es geradezu notwendig, die Mittel dafür aufzubringen, die das Landesverteidigungsbudget braucht, um ein sicheres Österreich zu gewährleisten. Ich kann Bundesminister Platter wirklich dazu gratulieren, dass er es in der Kürze seiner Amtszeit zuwege gebracht hat, sogar eine Aufbesserung zu bekommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Und es geht auch um internationale Einsätze. Ich finde, das ist auch friedenserhaltend und durchaus eine soziale Maßnahme, etwa dann, wenn sich das Bundesheer bemüht, Trinkwasseraufbereitungsanlagen anzukaufen und in Krisenregionen damit auszuhelfen. Das Heer hilft Menschen, so ist es! Diese Investitionen lohnen sich. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erkennungsfrequenzen. Das ist eine Investition, die sich lohnt. Das ist eine Investition in die Zukunft, für die Sicherheit unserer Österreicher. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich darf auch sehr herzlich gratulieren, Herr Kommandant unseres Bundesheeres, dass die Luftraumüberwachung ihr 40-jähriges Bestandsjubliäum gefeiert hat. Herzliche Gratulation! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Letztendlich, meine Damen und Herren, stehen an den Schalthebeln der Sicherheit Österreicherinnen und Österreicher, denen wir Politiker sehr verpflichtet sein müssen. Daher mein Dank an alle Jungmänner, die ihren staatsbürgerlichen Pflichten nachkommen, an alle Unteroffiziere, Chargen und Offiziere, die hoch qualifiziert sind. Mein Dank natürlich auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesverteidigungsministeriums und vor allem unserem Herrn Bundesminister Platter. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wieso zweite? Ich habe heute noch nicht gesprochen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Herr Abgeordneter Öllinger zu uns, und zwar in seiner zweiten Wortmeldung am heutigen Tag. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Öllinger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Wieso zweite? Ich habe heute noch nicht gesprochen!) – Pardon: erste Wortmeldung.
Abg. Broukal: Im Arabischen Golf war das, während des 1. Golfkrieges! Ein arabisches Passagierflugzeug!
Herr Bundesminister, denken wir doch ein bisschen weiter. Was hätte passieren können – beziehungsweise, was ist in anderen Ländern passiert? Ich weiß jetzt nicht mehr genau, welches Land es war, aber ich kann mich an einen Vorfall erinnern, bei dem ein nicht oder falsch identifiziertes Personenflugzeug abgeschossen wurde; 200 oder 300 Personen waren in diesem. (Abg. Broukal: Im Arabischen Golf war das, während des 1. Golfkrieges! Ein arabisches Passagierflugzeug!) – Danke. Wie ich gerade gehört habe, war das während des 1. Golfkrieges. (Abg. Murauer: Deshalb wollten Sie Raketen statt Abfangjäger kaufen, um das Flugzeug gleich abzuschießen? Das war doch damals ein Kostelka-Vorschlag! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Deshalb wollten Sie Raketen statt Abfangjäger kaufen, um das Flugzeug gleich abzuschießen? Das war doch damals ein Kostelka-Vorschlag! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, denken wir doch ein bisschen weiter. Was hätte passieren können – beziehungsweise, was ist in anderen Ländern passiert? Ich weiß jetzt nicht mehr genau, welches Land es war, aber ich kann mich an einen Vorfall erinnern, bei dem ein nicht oder falsch identifiziertes Personenflugzeug abgeschossen wurde; 200 oder 300 Personen waren in diesem. (Abg. Broukal: Im Arabischen Golf war das, während des 1. Golfkrieges! Ein arabisches Passagierflugzeug!) – Danke. Wie ich gerade gehört habe, war das während des 1. Golfkrieges. (Abg. Murauer: Deshalb wollten Sie Raketen statt Abfangjäger kaufen, um das Flugzeug gleich abzuschießen? Das war doch damals ein Kostelka-Vorschlag! – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Ruf: Kein Passagierflugzeug!
Es gab aber noch einen zweiten Vorfall. – Ich glaube, niemand – auch Sie nicht, wenn Sie eine solche Entscheidung zu treffen hätten – würde sich für einen Abschuss einsetzen und diesen verantworten wollen. Was kann daher alles passieren? (Ruf: Kein Passagierflugzeug!)
Abg. Hornek: Das nächste Mal könnte es kein Passagierflugzeug sein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Denken wir an die andere Situation: Es ist tatsächlich ein Flugzeug, von dem österreichische Behörden, Militärs annehmen müssen, dass da etwas vorgeht, möglicherweise eine terroristische Aktion. – Da gibt es auch Erfahrungen aus den USA, aus den tragischen Ereignissen vom 11. September. Und: Niemand, auch kein amerikanischer Präsident, würde in dieser Situation die Entscheidung dafür treffen, ein Passagierflugzeug mit 100 oder 250 Personen an Bord, in dem möglicherweise auch Terroristen sind, abzuschießen. (Abg. Hornek: Das nächste Mal könnte es kein Passagierflugzeug sein! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Natürlich!
Also, was wollten Sie uns, Herr Bundesminister Platter, mit diesem Beispiel eigentlich sagen? Dass wir Abfangjäger brauchen (Abg. Murauer: Natürlich!), um ein Flugzeug, das sich nicht meldet, an die österreichische Grenze begleiten zu können? (Abg. Murauer: Um es zu identifizieren!) Das kann es doch nicht gewesen sein, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Murauer: Um es zu identifizieren!
Also, was wollten Sie uns, Herr Bundesminister Platter, mit diesem Beispiel eigentlich sagen? Dass wir Abfangjäger brauchen (Abg. Murauer: Natürlich!), um ein Flugzeug, das sich nicht meldet, an die österreichische Grenze begleiten zu können? (Abg. Murauer: Um es zu identifizieren!) Das kann es doch nicht gewesen sein, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Also, was wollten Sie uns, Herr Bundesminister Platter, mit diesem Beispiel eigentlich sagen? Dass wir Abfangjäger brauchen (Abg. Murauer: Natürlich!), um ein Flugzeug, das sich nicht meldet, an die österreichische Grenze begleiten zu können? (Abg. Murauer: Um es zu identifizieren!) Das kann es doch nicht gewesen sein, Herr Bundesminister! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hornek: Deswegen ist es gut, dass wir an der Regierung sind und nicht ihr!
Ich hätte mir von Ihrer Seite, meine Damen und Herren von der ÖVP, schon erwartet (Abg. Hornek: Deswegen ist es gut, dass wir an der Regierung sind und nicht ihr!), dass Sie nicht im Jahre 2003 mit Zitaten aus dem Jahre 1986, in dem es ganz andere Bedrohungsszenarien gegeben hat, Abfangjäger zu rechtfertigen versuchen!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Murauer: Alle Länder irren – und nur Sie haben Recht!
Inzwischen gibt es tatsächlich andere Bedrohungsszenarien! Egal, welches Land auf der Welt – von den USA bis zum kleinen Österreich –: Auf diese neuen Bedrohungsszenarien eine militärische Antwort zu finden, wird nicht ausreichen. Keines dieser Länder kommt mit militärischen Antworten auf diese Bedrohungsszenarien zurecht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Murauer: Alle Länder irren – und nur Sie haben Recht!)
Abg. Hornek: Wie schauen denn diese Ihrer Ansicht nach aus?
Ich hätte mir gewünscht, dass wir uns einmal gemeinsam diese Bedrohungsszenarien ansehen (Abg. Hornek: Wie schauen denn diese Ihrer Ansicht nach aus?): ob das Terrorismus ist, ob das nicht-staatliche Kriegsführung ist (Zwischenrufe des Abg. Murauer) – hören Sie vielleicht zu, Herr Murauer! –, ob das das Problem asymmetrischer Kriegsführung ist. Da braucht es neue Antworten! Wir werden mit einem Hoch- oder Aufrüsten sicher keine Antwort auf diese Bedrohungsbilder finden können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Murauer.)
Zwischenrufe des Abg. Murauer
Ich hätte mir gewünscht, dass wir uns einmal gemeinsam diese Bedrohungsszenarien ansehen (Abg. Hornek: Wie schauen denn diese Ihrer Ansicht nach aus?): ob das Terrorismus ist, ob das nicht-staatliche Kriegsführung ist (Zwischenrufe des Abg. Murauer) – hören Sie vielleicht zu, Herr Murauer! –, ob das das Problem asymmetrischer Kriegsführung ist. Da braucht es neue Antworten! Wir werden mit einem Hoch- oder Aufrüsten sicher keine Antwort auf diese Bedrohungsbilder finden können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Murauer.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Murauer.
Ich hätte mir gewünscht, dass wir uns einmal gemeinsam diese Bedrohungsszenarien ansehen (Abg. Hornek: Wie schauen denn diese Ihrer Ansicht nach aus?): ob das Terrorismus ist, ob das nicht-staatliche Kriegsführung ist (Zwischenrufe des Abg. Murauer) – hören Sie vielleicht zu, Herr Murauer! –, ob das das Problem asymmetrischer Kriegsführung ist. Da braucht es neue Antworten! Wir werden mit einem Hoch- oder Aufrüsten sicher keine Antwort auf diese Bedrohungsbilder finden können. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Murauer.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Murauer und Hornek.
Das, Herr Murauer, sollte man doch zuletzt auch aus dem 2. Irak-Krieg als Konsequenz ziehen können! Glauben Sie – Sie glauben es auch nicht, nehme ich an –, dass der militärische Einsatz in den USA tatsächlich den Terrorismus im Nahen oder Mittleren Osten bekämpfen geholfen hat! Glauben Sie das? Ich mit Sicherheit nicht! (Zwischenrufe der Abgeordneten Murauer und Hornek.)
Abg. Hornek: Was ist denn Ihre Strategie? – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.
Kommen wir wieder auf das vorherige Thema zurück: Was macht da einer unserer 18 neuen österreichischen Abfangjäger?! – Was ich aus dem, wie die Entscheidung um den Abfangjäger-Kauf gelaufen ist, schlussfolgern kann: Unsere Abfangjägerflotte – das „Flöttchen“ von 18 Abfangjägern – dient der Testphase. Österreich und die 18 Abfangjäger beziehungsweise die vier oder sechs, die zunächst einmal ins Land kommen, werden als Testobjekte eingesetzt, aus denen EADS und vermutlich auch andere europäische Länder einiges lernen werden, denn in keinem anderen europäischen Land findet vor dem Einsatz in Österreich der Einsatz dieser Abfangjäger statt. Reicht das aus, um den Einsatz von Abfangjägern und eine militärische Anschaffung in der Höhe von mehreren Milliarden Euro zu rechtfertigen? (Abg. Hornek: Was ist denn Ihre Strategie? – Weiterer Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Immer die gleiche Leier!
so feig und verweigern Sie sich nicht einem Untersuchungsausschuss! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Immer die gleiche Leier!)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Koalitionsparteien: Wenn Sie wirklich davon überzeugt sind, dass es da nichts zu finden gibt, dann können Sie doch kein Problem mit einem Untersuchungsausschuss haben! (Zwischenruf des Abg. Amon.)
Abg. Amon: Es gibt schon eine rechtskräftige Entscheidung!
Ich habe in der Vergangenheit immer wieder folgende Argumentation gehört: Wir können die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses darüber so lange nicht verantworten, solange nicht die strafrechtliche Seite geklärt ist. (Abg. Amon: Es gibt schon eine rechtskräftige Entscheidung!)
Abg. Hornek: Wollen Sie vielleicht den Jarolim mit den Eurofightern gleichstellen?
Das war damals die eine Argumentation. – Eine solche hat man von Ihrer Seite verwendet, auch seitens der SPÖ, bis zur Causa „Euroteam“. Dazu durften wir dann einen Untersuchungsausschuss machen, bevor noch die strafrechtliche Relevanz der Vorwürfe, die wir damals erhoben haben, geklärt war. (Abg. Hornek: Wollen Sie vielleicht den Jarolim mit den Eurofightern gleichstellen?)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Untersuchungsausschuss hat jenseits der strafrechtlichen Relevanz – diese ist ja noch immer nicht geklärt bei „Euroteam“ – einiges gefunden! (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Murauer.
Und das ist der Punkt, meine Damen und Herren: Es geht gar nicht nur um einen möglichen strafrechtlich relevanten Verdacht, sondern beispielsweise auch darum, dass sich Herr Bundesminister Grasser – entgegen vergaberechtlicher Richtlinien, entgegen vergaberechtlichen Normen – in einer Phase des Vergabeprozesses mit EADS-Vertretern getroffen hat, denn dann hat er auf alle Fälle einen Verstoß gegen die Normen begangen. Und da hat er ein politisches Problem! Wir wissen ja auch aus der Vergangenheit, dass bei so etwas immer die meisten Verstöße zu finden waren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hornek und Murauer.)
Ruf bei der ÖVP: Ja, „zusammenreimen!“
Wenn Sie von den Koalitionsparteien sich einem Untersuchungsausschuss verweigern, werden Sie sich gefallen lassen müssen, dass wir hier, aber auch außerhalb des Hauses, die für uns offen stehenden Fakten interpretieren, zusammenreimen, wenn Sie so wollen (Ruf bei der ÖVP: Ja, „zusammenreimen!“) – und zu dem Ergebnis kommen müssen, dass Sie etwas zu verbergen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wenn Sie von den Koalitionsparteien sich einem Untersuchungsausschuss verweigern, werden Sie sich gefallen lassen müssen, dass wir hier, aber auch außerhalb des Hauses, die für uns offen stehenden Fakten interpretieren, zusammenreimen, wenn Sie so wollen (Ruf bei der ÖVP: Ja, „zusammenreimen!“) – und zu dem Ergebnis kommen müssen, dass Sie etwas zu verbergen haben. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Ing. Norbert Kapeller (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Militärausgaben in Österreich betragen mit 1,7 Milliarden € nicht ganz 0,78 Prozent des BIP. Das ist im europäischen Vergleich relativ wenig; dieser liegt bei 2 Prozent. Daraus kann man erkennen, dass im Ressort des Herrn Bundesministers Platter sparsam und effizient mit Steuergeldern umgegangen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und das ist der Unterschied zu Ihnen, meine Damen und Herren von den Oppositionsparteien! Einiges in der SPÖ verstehe ich ja überhaupt nicht: Wenn Sie regieren, sind Sie dafür, wenn Sie nicht regieren, sind Sie dagegen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
In Ergänzung zur Grenzgendarmerie haben seit 1990 etwa 250 000 Soldaten, vor allem an der EU-Außengrenze, und da vor allem im Burgenland, über 67 000 illegale Grenzgänger aufgegriffen. So steht unser Bundesheer im Dienste der inneren Sicherheit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Bei Elementarereignissen, wo Exekutive, Feuerwehr und Rettung nicht mehr helfen können, da sie an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen, hilft unser Heer, etwa bei Naturkatastrophen wie vergangenes Jahr beim Hochwasser, bei Lawinenunglücken, Erdbeben und anderen Großereignissen und Ausnahmefällen, und zwar national wie international. Und dafür gebührt dem österreichischen Bundesheer der Dank dieses Hauses. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So „nebenbei“ hat unser Heer aber auch noch eine verfassungsgesetzliche Aufgabe, nämlich die Landesverteidigung. Das ist eigentlich die Uraufgabe, die Kernaufgabe unseres Heeres. Da teilen sich jedoch die politischen Meinungen, auch die Meinungen bei Ihnen von der SPÖ. Trotzdem behaupte ich: Das eine ist ohne das andere nicht möglich, ja denkunmöglich. Daher müssen eben auch gewisse Gerätschaften und Ausrüstungsgegenstände zum Zwecke der Landesverteidigung angeschafft werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Beste Ausrüstung also für beste Arbeit – und das eingebettet in ein sparsames Budget! Ich gratuliere unserem Verteidigungsminister hiezu! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Rasinger: „Rapid-Viertelstunde!“
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Schöls. 4 Minuten Redezeit wird gewünscht. – Herr Abgeordneter, Sie sind am Wort. (Abg. Dr. Rasinger: „Rapid-Viertelstunde!“)
Heiterkeit bei der ÖVP
Regierungsverantwortung in dieser Republik hatte (Heiterkeit bei der ÖVP), hier heraus und moderiert – die Abrüster mögen mir jetzt nicht böse sein! – in der Art eines Abrüsters, der sich auf die Einladung zum nächsten Veteranentreffen freut, über verteidigungspolitische Grundsätze. (Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP.)
Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP.
Regierungsverantwortung in dieser Republik hatte (Heiterkeit bei der ÖVP), hier heraus und moderiert – die Abrüster mögen mir jetzt nicht böse sein! – in der Art eines Abrüsters, der sich auf die Einladung zum nächsten Veteranentreffen freut, über verteidigungspolitische Grundsätze. (Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Kollegin Schasching von der SPÖ – sie ist leider jetzt nicht im Saal – hat sich einerseits bedankt für den Einsatz des österreichischen Bundesheeres bei der Naturkatastrophe im August vergangenen Jahres, als die Soldaten aller Dienstgrade im Einsatz waren, was sie von manchem Funktionsträger in unserer Republik unterschieden hat; sie haben nämlich sehr wohl ihren Urlaub unterbrochen, um bei dieser Hochwasser-Katastrophe zum Einsatz zu kommen, jedoch gleichzeitig behauptet Kollegin Schasching, das österreichische Bundesheer habe nicht das nötige Pioniergerät. – Wo ist eigentlich Kollegin Schasching? (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich lade Kollegin Schasching ein, nach Melk zu den Pionieren zu fahren, sich dort die Pionierbrücke 2000 anzuschauen! Ich lade sie ein, mit dem Militärkommandanten von Niederösterreich Kontakt aufzunehmen, welche – auch privaten – Verbindungen er genutzt hat, damit entsprechend geholfen werden konnte! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Kollege Parnigoni, den ich sehr schätze, ist hier herausgegangen und hat sich bei den Soldaten des österreichischen Bundesheeres bedankt, sich jedoch gleichzeitig sozusagen von jeglicher Verantwortung abgeputzt. Und da muss ich Kollegen Parnigoni schon fragen: Wer hat denn, lieber Rudi – auch er ist im Moment leider nicht hier; aber vielleicht kann er mich hören –, die Finanzierung der Panzerwerkstätte bei den „Neunern“ in Horn finanziert?! – Der sozialistische Finanzminister Edlinger hat diese finanziellen Mittel nicht zur Verfügung gestellt!, sondern unter Verteidigungsminister Herbert Scheibner und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel haben wir die Finanzierung für die Panzerwerkstätte bei den „Neunern“ bekommen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So etwas haben unsere Soldaten, die im Inland und im Ausland im Einsatz sind, nicht nötig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Grasser sagt das!
Den Kolleginnen und Kollegen von der „Verdachtschöpfer-Fraktion“ würde ich raten, sich über Folgendes im Klaren zu sein – weil jetzt gerade Herr Klubobmann Cap hier herein kommt –: Auf der einen Seite wird hier von Ihrer Fraktion vom Rednerpult aus von „Kampfflugzeugen“, von „Kriegsflugzeugen“ gesprochen (Abg. Dr. Cap: Grasser sagt das!), und auf der anderen Seite macht es beispielsweise Herr Abgeordneter Puswald so, dass er sich hier herstellt und geradezu eine Fotoapparat-Werbung im Zusammenhang mit diesen Geräten macht! – Entweder kaufen wir Ihrer Ansicht nach „Fotoapparate“ oder „Kampfflugzeuge!“
Beifall bei der ÖVP.
Kollege Gaál, ich lade dich als Abrüster ein: Mach noch einmal einen Schulungskurs mit deiner Fraktion, bring sie auf Linie und sag, was tatsächlich Sache ist und worum es bei der Landesverteidigung geht! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Bundesminister, ich bedanke mich bei dir! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Broukal: Vom Feinsten, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Als letzter Redner in der Diskussion zum Kapitel militärische Angelegenheiten gelangt Herr Abgeordneter Amon zu Wort und spricht 4 Minuten – zumindest hat er sich das vorgenommen wie Abgeordneter Schöls, der uns aber mit 6 Minuten beglückt hat. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Broukal: Vom Feinsten, Herr Präsident!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zunächst möchte ich mich jenen anschließen, die Ihnen, Herr Bundesminister, zu dem Ergebnis, das Sie mit dem Finanzminister ausverhandelt haben, gratulieren. Ich glaube, dass das durchaus ein Budget ist, das man herzeigen kann, vor allem in einer Zeit, in der es alles andere als einfach ist, ausreichend Budgetmittel für wichtige Dinge zur Verfügung zu haben. Es ist Ihnen gelungen, immerhin 70 Millionen € mehr für das österreichische Bundesheer und für die Nachbeschaffung dringend notwendiger Ausrüstungen zu bekommen. Sie tragen damit auch Sorge für die Verbesserungen im Bereich der Mannesausrüstung und der Frauenausrüstung, und das ist, so glaube ich, etwas sehr Positives. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
minister, ebenfalls Anerkennung für dieses Budget gezollt haben und anerkannt haben, dass für wichtige Maßnahmen im Bereich der Nachbeschaffung budgetäre Mittel ausgegeben werden. Umso bedauerlicher ist es aber dann, wenn es andere gibt, die entgegen jenen, die ich jetzt erwähnt habe, zum Teil ein Mehr an Budget verlangt haben. Ich bin gespannt, ob es von der SPÖ, wenn wir dann das Budget beschließen, einen Abänderungsantrag in Richtung Ausweitung des Budgets für die Landesverteidigung geben wird, denn phasenweise hat man den Eindruck gewinnen können, eigentlich hätten Sie gerne ein deutlich höheres Budget für die Landesverteidigung. Wir werden bei der Abstimmung darauf warten und schauen, ob Sie auch tatsächlich einen diesbezüglichen Antrag eingebracht haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Enttäuschend sind hingegen andere, die fast wieder abgeglitten sind in den Bereich des Versuchs, im Zusammenhang mit der Nachbeschaffung der Luftraumüberwachungsflugzeuge zu kriminalisieren. Es sollte der SPÖ schon zu denken geben, dass sie nunmehr verurteilt ist, und zwar in mehreren Verfahren. Es wurde eingangs der Debatte schon gesagt, dass Sie 30 000 € Strafe an FPÖ-Repräsentanten und Regierungsmitglieder zu zahlen hat, weil Sie unlautere Behauptungen aufgestellt haben, die die Gerichte offenbar nicht nachvollziehen konnten. Daher versuchen Sie jetzt auf parlamentarischer Ebene – manche jedenfalls –, dieses Spiel fortzusetzen. Ich möchte Sie wirklich ersuchen, diesem Spiel ein Ende zu setzen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Kollege Öllinger hat festgestellt, dass sich das Bedrohungsbild verändert hat. – Das ist zweifelsohne richtig. Das Bedrohungsbild hat sich deutlich verändert. Sie geben aber keine Antwort auf das geänderte Bedrohungsbild! Ihre Antwort auf das geänderte Bedrohungsbild, das wir haben, ist keine, und keine Antwort, meine Damen und Herren, ist zweifelsohne eine Antwort, die nicht im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher liegen kann. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Schöls: Die Wahrheit gesagt!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Minister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Minister Platter hat von einer sachlichen Diskussion über das Kapitel Landesverteidigung gesprochen. Man müsste dies eigentlich fast tatsächlich berichtigen, Herr Minister, nach den Ausführungen des lieben Kollegen Schöls. Aber du hast natürlich aus Erfahrung gesprochen (Abg. Schöls: Die Wahrheit gesagt!): auf Linie bringen – diesbezüglich bist du in den letzten Tagen à jour, denn du weißt, wie das geht, jemanden auf Linie zu bringen und im Stehen umzufallen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Meine Herren Minister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Minister Platter hat von einer sachlichen Diskussion über das Kapitel Landesverteidigung gesprochen. Man müsste dies eigentlich fast tatsächlich berichtigen, Herr Minister, nach den Ausführungen des lieben Kollegen Schöls. Aber du hast natürlich aus Erfahrung gesprochen (Abg. Schöls: Die Wahrheit gesagt!): auf Linie bringen – diesbezüglich bist du in den letzten Tagen à jour, denn du weißt, wie das geht, jemanden auf Linie zu bringen und im Stehen umzufallen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Was?
Kollege Murauer, es ist dir ein Freudscher Versprecher passiert, der aber vielleicht doch typisch ist. Ich habe es wörtlich mitgeschrieben: Risiko zwischen WAPA und NATO ist nicht kleiner geworden. (Abg. Murauer: Was?) – Das hast du gesagt, aber nicht so gemeint, das ist mir klar. (Abg. Murauer: Sag es noch einmal!) Aber ihr lebt in der Vergangenheit! Du hast gesagt: Das Risiko zwischen dem Warschauer Pakt und der NATO ist nicht kleiner geworden. – Das kannst du im Stenographischen Protokoll nachlesen!
Abg. Murauer: Sag es noch einmal!
Kollege Murauer, es ist dir ein Freudscher Versprecher passiert, der aber vielleicht doch typisch ist. Ich habe es wörtlich mitgeschrieben: Risiko zwischen WAPA und NATO ist nicht kleiner geworden. (Abg. Murauer: Was?) – Das hast du gesagt, aber nicht so gemeint, das ist mir klar. (Abg. Murauer: Sag es noch einmal!) Aber ihr lebt in der Vergangenheit! Du hast gesagt: Das Risiko zwischen dem Warschauer Pakt und der NATO ist nicht kleiner geworden. – Das kannst du im Stenographischen Protokoll nachlesen!
Abg. Murauer: Das kann ich mir nicht vorstellen, dass ich das gesagt habe!
Aber ihr lebt mit eurer Argumentation hauptsächlich in der Vergangenheit. (Abg. Murauer: Das kann ich mir nicht vorstellen, dass ich das gesagt habe!) Das heißt, ihr nehmt nicht zur Kenntnis, was sich in Europa alles geändert hat. Schauen wir uns eure politische Linie an: für den Beitritt zur WEU, die es heute nicht mehr gibt (Abg. Murauer: Du kannst mir glauben, dass ich das sicher nicht gesagt habe!), für die Neutralität, die ihr in Frage gestellt habt. Ich erinnere an den Tabernakel des Herrn Präsidenten, und ich erinnere an den Herrn Bundeskanzler und seinen Vergleich mit den Lipizzanern und den Mozartkugeln. – Dieselben „Lipizzaner“ und „Mozartkugeln“ müssen heute als Begründung für den Ankauf der Eurofighter herhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Du kannst mir glauben, dass ich das sicher nicht gesagt habe!
Aber ihr lebt mit eurer Argumentation hauptsächlich in der Vergangenheit. (Abg. Murauer: Das kann ich mir nicht vorstellen, dass ich das gesagt habe!) Das heißt, ihr nehmt nicht zur Kenntnis, was sich in Europa alles geändert hat. Schauen wir uns eure politische Linie an: für den Beitritt zur WEU, die es heute nicht mehr gibt (Abg. Murauer: Du kannst mir glauben, dass ich das sicher nicht gesagt habe!), für die Neutralität, die ihr in Frage gestellt habt. Ich erinnere an den Tabernakel des Herrn Präsidenten, und ich erinnere an den Herrn Bundeskanzler und seinen Vergleich mit den Lipizzanern und den Mozartkugeln. – Dieselben „Lipizzaner“ und „Mozartkugeln“ müssen heute als Begründung für den Ankauf der Eurofighter herhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber ihr lebt mit eurer Argumentation hauptsächlich in der Vergangenheit. (Abg. Murauer: Das kann ich mir nicht vorstellen, dass ich das gesagt habe!) Das heißt, ihr nehmt nicht zur Kenntnis, was sich in Europa alles geändert hat. Schauen wir uns eure politische Linie an: für den Beitritt zur WEU, die es heute nicht mehr gibt (Abg. Murauer: Du kannst mir glauben, dass ich das sicher nicht gesagt habe!), für die Neutralität, die ihr in Frage gestellt habt. Ich erinnere an den Tabernakel des Herrn Präsidenten, und ich erinnere an den Herrn Bundeskanzler und seinen Vergleich mit den Lipizzanern und den Mozartkugeln. – Dieselben „Lipizzaner“ und „Mozartkugeln“ müssen heute als Begründung für den Ankauf der Eurofighter herhalten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte Sie, Herr General (in Richtung Galerie), den Soldatinnen und Soldaten des österreichischen Bundesheeres den Dank der Sozialdemokratie für ihre Leistungen auszusprechen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Stummvoll: Sie meinen die Bank Austria?
Abgeordneter Mag. Hans Moser (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Wenn man die wirtschaftliche Landesverteidigung betrachtet und darunter vielleicht die Ausverkaufspolitik Österreichs meint, dann gebe ich diese Kompetenzfrage an einen meiner Vorredner zurück, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Dr. Stummvoll: Sie meinen die Bank Austria?)
Abg. Dr. Stummvoll: Welche Statistik ist das?
Diesbezüglich schaut es in Österreich zurzeit leider nicht so rosig aus. Wenn man die jüngsten Berichte des World Competitiveness Yearbook von der Lausanner Institution betrachtet, so muss man sagen, dass Österreich im Standort-Ranking vom achten auf den zehnten Platz zurückgefallen ist. Das ist natürlich interpretierbar, wir wissen das, aber es ist ein Hinweis, ob man besser oder schlechter wird. Wir sind in diesem Zusammenhang schlechter geworden. (Abg. Dr. Stummvoll: Welche Statistik ist das?) – Vom Lausanner IMD. (Abg. Dr. Stummvoll: Da sind wir besser geworden!) Laut World Competitiveness Yearbook 2003 ist Österreich vom achten auf den zehnten Platz zurückgefallen. Ich kann es Ihnen gerne geben, Herr Stummvoll, das ist nachzulesen. – Bitte. (Der Redner überreicht Abg. Dr. Stummvoll ein Schriftstück.)
Abg. Dr. Stummvoll: Da sind wir besser geworden!
Diesbezüglich schaut es in Österreich zurzeit leider nicht so rosig aus. Wenn man die jüngsten Berichte des World Competitiveness Yearbook von der Lausanner Institution betrachtet, so muss man sagen, dass Österreich im Standort-Ranking vom achten auf den zehnten Platz zurückgefallen ist. Das ist natürlich interpretierbar, wir wissen das, aber es ist ein Hinweis, ob man besser oder schlechter wird. Wir sind in diesem Zusammenhang schlechter geworden. (Abg. Dr. Stummvoll: Welche Statistik ist das?) – Vom Lausanner IMD. (Abg. Dr. Stummvoll: Da sind wir besser geworden!) Laut World Competitiveness Yearbook 2003 ist Österreich vom achten auf den zehnten Platz zurückgefallen. Ich kann es Ihnen gerne geben, Herr Stummvoll, das ist nachzulesen. – Bitte. (Der Redner überreicht Abg. Dr. Stummvoll ein Schriftstück.)
Der Redner überreicht Abg. Dr. Stummvoll ein Schriftstück.
Diesbezüglich schaut es in Österreich zurzeit leider nicht so rosig aus. Wenn man die jüngsten Berichte des World Competitiveness Yearbook von der Lausanner Institution betrachtet, so muss man sagen, dass Österreich im Standort-Ranking vom achten auf den zehnten Platz zurückgefallen ist. Das ist natürlich interpretierbar, wir wissen das, aber es ist ein Hinweis, ob man besser oder schlechter wird. Wir sind in diesem Zusammenhang schlechter geworden. (Abg. Dr. Stummvoll: Welche Statistik ist das?) – Vom Lausanner IMD. (Abg. Dr. Stummvoll: Da sind wir besser geworden!) Laut World Competitiveness Yearbook 2003 ist Österreich vom achten auf den zehnten Platz zurückgefallen. Ich kann es Ihnen gerne geben, Herr Stummvoll, das ist nachzulesen. – Bitte. (Der Redner überreicht Abg. Dr. Stummvoll ein Schriftstück.)
Abg. Dr. Stummvoll: Ein Spitzenmann!
Was ich bezüglich der Internationalisierung nicht verstehe, ist, dass es im Wirtschaftsministerium die Implementierung einer strategischen Stabsstelle mit drei Personen gibt. Wofür diese zuständig ist, weiß ich nicht genau. Es gibt den ehemaligen Botschafter und Industriellen-Generalsekretär Dr. Ceska, der sicherlich viele Verdienste in der Vergangenheit erworben hat (Abg. Dr. Stummvoll: Ein Spitzenmann!) und ein Spitzenmann ist, aber die Frage ist: Welche Aufgabe bekleidet er in dieser Situation?
Beifall bei der SPÖ.
Auch diese beiden Budgets lassen solch offensive Ansätze nicht erkennen. Daher bitte ich Sie wirklich inständig, von Ihrer regressiven Politik abzukehren und zu versuchen, dass Sie die österreichische Wirtschaft wieder ins Spitzenfeld zurückbringen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Aber das, was ich gestern bei Ihnen als Linie gesehen habe, ist irgendwie hinterfragungswürdig. (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) Warum? – Einerseits haben Sie, siehe gestern, Forderungen wie Pflegevorsorge, Behinderte, Pensionen, neue Leistungen. Das fordern Sie, also Leistungsverbesserungen. – In Ordnung. Andererseits bringen Sie jedoch, was Effizienzsteigerung anlangt, absolut keine Vorschläge ein, sondern sagen: Nein, das brauchen wir jetzt nicht, das muss man verschieben. Und Sie kommen dann, zum Dritten, und beklagen, dass wir jetzt eine Steuerreform brauchen,
Abg. Silhavy: Das ist der größte ...!
Dann sagt Ihnen Professor Kramer: Weil Sie im Zusammenhang mit der Pensionsreform so verunsichert haben, steigt die Sparquote. – Das heißt, Ihr politisches Kalkül wird nicht aufgehen, aber das wirtschaftspolitische Kalkül, das Sie damit angezogen haben, ist für unseren Standort ausgesprochen problematisch. Sie riskieren eine Nachfrageschwäche, weil Sie in dieser Form problematisieren und emotionalisieren. (Abg. Silhavy: Das ist der größte ...!) Das ist der falsche Weg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dann sagt Ihnen Professor Kramer: Weil Sie im Zusammenhang mit der Pensionsreform so verunsichert haben, steigt die Sparquote. – Das heißt, Ihr politisches Kalkül wird nicht aufgehen, aber das wirtschaftspolitische Kalkül, das Sie damit angezogen haben, ist für unseren Standort ausgesprochen problematisch. Sie riskieren eine Nachfrageschwäche, weil Sie in dieser Form problematisieren und emotionalisieren. (Abg. Silhavy: Das ist der größte ...!) Das ist der falsche Weg. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Hans Moser.
Die andere Frage ist, ob wir jetzt, eingebunden in die internationalen Bemühungen, den richtigen Weg gehen. (Zwischenruf des Abg. Mag. Hans Moser.) Da gibt es die entsprechenden Guidelines der EU, diese betreffen die Pensionen, den Arbeitsmarkt, Forschung und Entwicklung und Innovationen.
Abg. Dr. Puswald: Wer kann sich auf die Frühpension vorbereiten, wenn er krank ist?
Kollege Lackner, in diesem Zusammenhang Folgendes: Ich habe im November gesagt, die Abschaffung der Frühpensionen würde dem Vertrauensschutz widersprechen. Das war zum damaligen Zeitpunkt richtig, denn da war geplant: 2004 bis 2009. Dieser Zeitraum wurde mittlerweile erstreckt, man kann sich ausreichend vorbereiten, die Zeiten und die Maßnahmen haben sich mittlerweile geändert. (Abg. Dr. Puswald: Wer kann sich auf die Frühpension vorbereiten, wenn er krank ist?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Der Härteausgleichsfonds mit 1 €!
Da ist in einem Bereich ausreichend Vorsorge getroffen, den die EU auch für ganz wichtig hält. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Der Härteausgleichsfonds mit 1 €!) Herr Kollege, Sie werden es nie wahrhaben wollen, aber nichts zu tun und abzuwarten, ist ein Weg, der ganz sicher schief geht. Man muss etwas tun und die richtigen Maßnahmen setzen. (Abg. Dr. Puswald: Dass man was tun muss, schon – aber was, ist die Frage!)
Abg. Dr. Puswald: Dass man was tun muss, schon – aber was, ist die Frage!
Da ist in einem Bereich ausreichend Vorsorge getroffen, den die EU auch für ganz wichtig hält. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Der Härteausgleichsfonds mit 1 €!) Herr Kollege, Sie werden es nie wahrhaben wollen, aber nichts zu tun und abzuwarten, ist ein Weg, der ganz sicher schief geht. Man muss etwas tun und die richtigen Maßnahmen setzen. (Abg. Dr. Puswald: Dass man was tun muss, schon – aber was, ist die Frage!)
Abg. Dr. Puswald: Fragen Sie Professor Van der Bellen, was er davon hält! Leere Worte!
Diese Maßnahmen setzen wir auch im Bereich Forschung und Entwicklung, in einem ganz wichtigen Bereich, denn Experten sagen, dort ist der beste Multiplikator (Abg. Dr. Puswald: Fragen Sie Professor Van der Bellen, was er davon hält! Leere Worte!), dort werden 600 Millionen € zusätzlich zur Verfügung gestellt, dort sind aber auch strukturelle Maßnahmen wie etwa eine Nationalstiftung in Vorbereitung, zumindest in Diskussion. Ich glaube, das wäre der richtige Weg.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
steigern. Wir sind da strukturell gut unterwegs. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sehe auch die Änderung der Ladenöffnungszeiten in diesem Zusammenhang als offensive Maßnahme. Jetzt sagen noch viele, das brauchen wir nicht. Wenn aber in den benachbarten Beitrittsländern die Geschäfte bis 22 Uhr und auch am Sonntag offen halten, werden auch unsere Landeshauptleute sehen, dass es die richtigen Maßnahmen waren, die wir hier optional vorbereitet haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich möchte Sie gar nicht länger strapazieren, meine Kollegen werden Ihnen noch einige andere Beispiele präsentieren. Für den Standort Österreich wirklich wichtig ist meiner Ansicht nach, dass wir nicht alle wünschenswerten, sondern alle leistbaren Maßnahmen, die richtig, nämlich strukturell richtig, und nachhaltig sind, setzen, um mit unseren Möglichkeiten eine internationale Konjunkturbelebung zu erreichen. – Ich danke Ihnen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Das trifft eher auf die Opposition zu!
Das Interessante ist, dass Sie immer gewisse Bereiche ausklammern. Trotzdem will ich heute nicht über den sozialen Zusammenhalt reden, weil ich glaube, es ist in den letzten Tagen klar geworden, dass Sie von den Regierungsfraktionen da Ihre Verantwortung nicht hinreichend wahrnehmen. Diese Befürchtungen sind berechtigt. Ich lasse das jetzt einfach beiseite. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Das trifft eher auf die Opposition zu!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Das haben Sie geschafft!
Das vermindert die Kaufkraft, statt sie zu steigern, und dadurch können Sie auch das Wirtschaftswachstum in Österreich nicht ankurbeln! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kopf: Das haben Sie geschafft!) – Das haben Sie mit Ihren Maßnahmen geschafft!
Abg. Kopf: Sie haben die falschen Nachrichten überbracht! Sie haben nachweislich falsche Nachrichten überbracht!
Sagen Sie nicht, der Überbringer der Nachricht ist der Böse. Sie haben die Maßnahmen gesetzt (Abg. Kopf: Sie haben die falschen Nachrichten überbracht! Sie haben nachweislich falsche Nachrichten überbracht!), angesichts derer sich die Österreicherinnen und Österreicher sehr genau ausrechnen können, was auf sie zukommt.
Abg. Silhavy: Umschichtungen!
nahmen selbst ... (Abg. Silhavy: Umschichtungen!) – Ja, Umschichtungen, aber kein zusätzliches Geld.
Abg. Großruck: Sie wissen schon, wovon Sie reden?
Zweiter Bereich: Forschung und Entwicklung. Das war ein Bereich, den Kollege Mitterlehner vorhin auch angesprochen hat. Es sei so großartig, dass dort ja investiert werden müsse. Wie schaut es da ganz konkret aus? – Man kann feststellen, die Regierung hat sich eine Forschungsquote von 2,5 Prozent bis Ende der Legislaturperiode vorgenommen. Faktum ist, dass sie bereits im ersten Jahr, nämlich heuer, die erwünschte und sich selbst gesetzte Steigerungsrate nicht schafft. (Abg. Großruck: Sie wissen schon, wovon Sie reden?) Die Steigerung beträgt heuer nur 0,1 Prozent, die Quote ist von 1,95 auf 1,96 Prozent gestiegen statt auf 2,01 Prozent, wie Eurostat nachgerechnet hat.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Puswald.
Das, was für nächstes Jahr vorgesehen ist, nämlich 88 Millionen €, kann auf das Niveau, das Sie angestrebt haben, nie hinkommen. 340 Millionen € müssten Sie im nächsten Jahr investieren, um auf die Forschungsquote, die Sie sich vorgenommen haben, zu kommen. Bevor das Budget noch beschlossen ist, ist schon klar, dass das, was Sie versprochen haben, nicht gehalten werden kann. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dr. Puswald.)
Abg. Großruck: Und deshalb überlegen die Deutschen, dass sie zu uns kommen?! Die deutschen Firmen kommen nach Österreich! Massenweise!
Darüber hinaus droht im Forschungsbereich durch die Finanzierungslücke auch noch die Abwanderung verschiedener Betriebe. Im „Standard“ vom 23. April klagen sowohl Philips als auch AT&S und der Chiphersteller Infineon darüber, dass diese Förderungslücke besteht. Diese Unternehmen denken zumindest an und sprechen laut an, dass eine Abwanderung, wenn die Forschungsförderung nicht gesichert ist, durchaus im Bereich des Möglichen ist. Das ist Ihre Art von Wirtschaftspolitik und von Forschungs- und Technologieförderung. (Abg. Großruck: Und deshalb überlegen die Deutschen, dass sie zu uns kommen?! Die deutschen Firmen kommen nach Österreich! Massenweise!)
Abg. Dr. Stummvoll: So ein ...!
Sie sagen immer – und ich halte das für richtig –, dass Headquarters in Österreich bleiben sollen, das ist Ihre Politik. Aber Sie vertreiben mit Ihrer mangelnden Förderung der Forschungs- und Technologieinitiative diese Unternehmen. Fragen Sie doch die Leute selbst! (Abg. Dr. Stummvoll: So ein ...!)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
der Straße. Da kann man nur sagen: Da gehen Unsummen hinein! Es wird Sie nicht besonders verwundern, dass wir diese Art von Investition für nicht so günstig halten. Aber es geht dabei nicht so sehr darum, dass wir viele dieser Großprojekte, die Sie da fördern, ablehnen, sondern es geht vor allem darum, dass Sie die Folgekosten, so wie in anderen Bereichen auch, wie zum Beispiel bei den Abfangjägern, im Budget überhaupt nicht anführen beziehungsweise darauf nicht hinweisen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Regler: Wo steht das im Budget, bitte? Davon steht gar nichts drinnen!
Dass diese Art von fulminanter Explosion des Straßenbaus zu explosionsartigen Folgekosten führt, darüber reden Sie nicht. Minister Gorbach hat in einer Anfragebeantwortung zugegeben, dass in etwa zehn Jahren der Anteil aus dem Vermögen, der in die Erhaltung fließen wird, mehr als doppelt so hoch sein wird. Sie, meine Damen und Herren von ÖVP und FPÖ, sind diejenigen, die die zukünftige Pkw-Maut mit dieser explosionsartigen Größenordnung im Straßenbau jetzt schon planen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Regler: Wo steht das im Budget, bitte? Davon steht gar nichts drinnen!)
Abg. Dipl.-Ing. Regler: ASFINAG!
Man findet viel davon. (Abg. Dipl.-Ing. Regler: ASFINAG!) – Genau, ASFINAG! Doch es ist schwer zu eruieren, wo es herkommt, das stimmt. (Abg. Dipl.-Ing. Regler: ... das Road-Pricing!) – Okay.
Abg. Dipl.-Ing. Regler: ... das Road-Pricing!
Man findet viel davon. (Abg. Dipl.-Ing. Regler: ASFINAG!) – Genau, ASFINAG! Doch es ist schwer zu eruieren, wo es herkommt, das stimmt. (Abg. Dipl.-Ing. Regler: ... das Road-Pricing!) – Okay.
Beifall bei den Grünen.
Was wir in Österreich brauchen, ist nicht, dass die Regierung eine Atmosphäre erzeugt, in der die Leute in Ihrer Unsicherheit das Gefühl haben, sie müssten mehr sparen, in der die Kauflust der Leute noch gesenkt und die Kaufkraft weiter geschwächt wird, sondern wir brauchen konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der kleinen Unternehmen und sinnvolle Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in zukunftsträchtige Arbeitsplätze. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist also ein Erfordernis, weitere Maßnahmen zu setzen, um die Situation zu verbessern und bestehende Belastungen zurückzunehmen. Insofern halte ich es für einen wesentlichen Schritt, die seit vielen Jahren diskutierte Ungerechtigkeit, nämlich die 13. Umsatzsteuervorauszahlung, abzuschaffen. Es ist uns gelungen, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Das heißt, die 13. Umsatzsteuervorauszahlung gehört somit der Vergangenheit an. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Wir alle wissen, dass die Wirtschaft nicht nur die Universitätenternehmer sind, sondern alle Erwerbstätigen, selbständige gleichermaßen wie Universitätenselbständige Erwerbstätige, und nur durch das Zusammenspiel beider können wir davon ausgehen, dass wir wirtschaftlich erfolgreich sein werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Wie wollt Ihr das machen?
hintangehalten werden. (Abg. Silhavy: Wie wollt Ihr das machen?) – Ich werde noch darauf eingehen, aber ich kann Ihnen schon jetzt sagen: Im Unterschied zu früheren Gepflogenheiten zu Zeiten der rot-schwarzen Koalition ist es zwischen diesen Koalitionspartnern üblich, dass sie ihre Positionen darlegen, um zu einer gemeinsamen Position zu finden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
hintangehalten werden. (Abg. Silhavy: Wie wollt Ihr das machen?) – Ich werde noch darauf eingehen, aber ich kann Ihnen schon jetzt sagen: Im Unterschied zu früheren Gepflogenheiten zu Zeiten der rot-schwarzen Koalition ist es zwischen diesen Koalitionspartnern üblich, dass sie ihre Positionen darlegen, um zu einer gemeinsamen Position zu finden. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich würde es aber als nicht besonders vorteilhaft erachten, wenn diese Möglichkeit bei jedem Kleinstbahnhof gegeben wäre. Das würde dann möglicherweise so ausschauen, dass der Handelsriese dann den Bahnhof sozusagen in Form eines Einkaufszentrums errichtet, und dadurch wäre dann natürlich der Ladenöffnung auch am Sonntag Tür und Tor geöffnet. Dagegen sprechen wir Freiheitliche uns ganz entschieden aus und werden das in unseren Gesprächen verstärkt zum Ausdruck bringen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Maßnahmen wären noch besser!
Herr Bundesminister! Die Wirtschaftskammer hat sich dieser Betrachtung genähert beziehungsweise hat eine Broschüre herausgebracht, die darstellt, wie so manche Ortszentren, wie beispielsweise jenes von Horn in Niederösterreich, durch eine Ansammlung großer Handelsriesen auf der grünen Wiese veröden, deren Infrastruktur letztlich von uns allen, von jedem einzelnen Steuerzahler bezahlt wird. Ich denke, dass da entsprechende Überlegungen, auch wenn es schon reichlich spät ist, angestellt werden müssen, um dieser Entwicklung und der Verödung der Stadtzentren Einhalt zu gebieten. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Maßnahmen wären noch besser!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich möchte abschließend sagen, dass ich jene im Regierungsübereinkommen festgeschriebenen Punkte, die zu einer Erleichterung der wirtschaftlichen Situation der kleinen und mittleren Unternehmungen führen, gutheiße und dass ich mich natürlich auch dafür einsetzen werde, dass eine rasche Umsetzung derselben erfolgt. Ich bin glücklich, dass es nun, nach vielen Jahren der Belastungen insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmungen, zu einer Entlastung bei diesen kommen wird, und der Weg, auf dem wir gehen, ist sicherlich der richtige. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Sburny: Folgekosten!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Mag. Roderich Regler (ÖVP): Hohes Haus! Frau Abgeordnete Michaela Sburny hat vorhin in der Budgetdebatte von einem explosionsartig starken Anwachsen der Ausgaben für den Straßenbau gesprochen (Abg. Sburny: Folgekosten!), samt Folgekosten.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Fragen Sie Gorbach!
Richtig ist jedoch vielmehr, dass im Jahr 2002 die Gesamtausgaben für den Straßenbau im Budget noch mit 128 Millionen € beziffert wurden, und zwar einschließlich Katastrophenfonds, Straßenforschung und so weiter, und dass in den beiden Folgejahren, also heuer und nächstes Jahr, nur mehr je 18 Millionen € dafür ausgegeben werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Sburny: Fragen Sie Gorbach!)
Beifall bei der SPÖ.
Auf Grund Ihres arbeitsmarktpolitischen Nichtstuns haben wir in Österreich einen dramatischen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Allein in der Periode, in der Sie verantwortlich zeichnen, nämlich von Mai 2000 bis jetzt, ist die Jugendarbeitslosigkeit um 44,4 Prozent gestiegen. Das ist eine noch nie dagewesene Jugendarbeitslosigkeit, in Anbetracht welcher bei jedem verantwortungsbewussten Politiker sofort die Alarmglocken läuten müssten. Bei Ihnen tut sich jedoch nichts! (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Herr Bundesminister Bartenstein, offensichtlich sind Sie mit ganz anderen Dingen beschäftigt, nämlich mit Schuhrabatten. Selbst die Schuhwerbung ist schon von Ihnen inspiriert. Man kann es heute in den Zeitungen lesen, eine Schuhfirma wirbt mit dem Werbeslogan „Minister-Rabatt für alle“. (Anhaltende Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Das ist nicht lustig! Wissen Sie, was das Problem an der Sache ist? – Herr Minister, Sie haben Ihre Position missbraucht, um einen Rabatt für Schuhe zu bekommen. Es gibt einen Parteikollegen von Ihnen in Deutschland, nämlich Kurt Biedenkopf, der wegen einer ähnlichen Affäre zurückgetreten ist. Sie machen so eine abgehobene Politik, dass Sie bis jetzt nicht den Mumm hatten, hier eine Erklärung dazu abzugeben. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe und ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Walter Tancsits (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Eingangs eine kurze Antwort an Frau Kollegin Bures: Die Story von den steigenden Mieten im Wohnungsgemeinnützigkeitsbereich erzählen Sie uns seit dem Jahr 2000. Ihre Voraussagen sind nicht eingetroffen, im Gegenteil: Nach der Entlassung der Bundesgesellschaften aus der Gemeinnützigkeit wurden in den großen Gesellschaften BUWOG und WAG flächendeckende Mietensenkungen durchgeführt. – Das nur zur Orientierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
gehend von dem hohen Arbeitsmarktstandard, den wir uns selbst gesetzt haben, können wir mit diesem Wert nicht zufrieden sein. Wir werden daher alles daran setzen, um die Arbeitslosigkeit mit der sich erholenden Wirtschaft wieder entsprechend zu reduzieren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich halte diese Maßnahme für eine ganz wesentliche Änderung im Denken, weil das in einem Alter der Mitarbeiter einsetzen kann, muss und soll, wo es bisher in den Unternehmen immer nur üblich war, zu überlegen: Schicke ich diesen Mitarbeiter noch auf einen Kurs? Und auch der Arbeitnehmer hat sich gefragt: Lohnt sich das noch? – Heute haben wir einen Rechtsanspruch darauf! Ich denke, dass das eine der wesentlichsten Maßnahmen für die Verbesserung des Arbeitsmarktes für Ältere ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: „Toll“!
Wir haben ein massives Problem mit dem Wiener Arbeitsmarkt. Es ist fast niemandem bewusst, dass Wien mit einem Anteil von 19 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Mai 2003 34,6 Prozent der Arbeitslosen Österreichs gestellt hat. Das ist erschütternd, meine Damen und Herren! Auch wenn Sie diese Situation mit den Verhältnissen in einer Großstadt begründen, absolut unerklärbar ist jedenfalls, warum es in Wien von allen Bundesländern auch die längste Vermittlungsdauer für Arbeitslose gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ. – Abg. Dr. Jarolim: „Toll“!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es wird zudem notwendig sein, zu überlegen, ob die Wiener Schulpolitik weiterhin an der Ausdünnung und Abwürgung, möchte ich fast sagen, der Hauptschule festhalten soll, die der natürliche Lieferant für Lehrlinge und künftige Fachkräfte und Facharbeiter wäre. Es wird notwendig sein, in der Wiener Landespolitik, so wie in allen anderen Bundesländern auch, der Arbeitsmarktpolitik, der Betriebsansiedlung den entsprechenden Stellenwert einzuräumen, damit wir mit Wien in der Arbeitsmarktpolitik nicht jenen Klotz am Bein haben, wie es jetzt leider der Fall ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der SPÖ: Gott sei Dank!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Öllinger. (Rufe bei der SPÖ: Gott sei Dank!) – Soll ich die Uhr stellen? Macht es Sinn?
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Ellmauer: Öllinger ist witzig! Ganz was Neues!
Herr Bundesminister Bartenstein, vielleicht sagen Sie uns tatsächlich die Höhe Ihres Rabattes, denn das wäre eine Möglichkeit, wie der „Rest“ der ÖsterreicherInnen – der jetzt nämlich glaubt, der Minister-Rabatt beträgt 15 Prozent, weil die Firma „Stiefelkönig“ das einmal so offeriert hat – davon profitieren könnte. Ich würde ja meinen, Ihr Rabatt war wesentlich höher, und vielleicht gelingt es uns so, auch die Firma „Stiefelkönig“ zu veranlassen, dass sie den Rabatt von 15 auf, sagen wir einmal, 50 Prozent ausweitet. Dann hätten die übrigen Österreicherinnen und Österreicher von Ihrem Einkauf nämlich auch etwas. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen. – Abg. Ellmauer: Öllinger ist witzig! Ganz was Neues!)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Prammer.
Und jenseits der Debatte um den Pensionsantritt und um die Probleme, die daraus resultieren, fordere ich Sie auf, hier tatsächlich etwas zu tun! (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Prammer.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Sehr verehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Öllinger, ich frage mich: Wo waren Sie eigentlich im letzten halben Jahr? – Offensichtlich haben Sie das gesamte Konjunkturpaket II verschlafen. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Gerade im Konjunkturpaket II ist in der Lehrlingsförderung ein Quantensprung passiert. (Abg. Öllinger: Schauen Sie sich die Arbeitslosenstatistik an! Die Arbeitslosigkeit steigt!)
Abg. Öllinger: Schauen Sie sich die Arbeitslosenstatistik an! Die Arbeitslosigkeit steigt!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Sehr verehrter Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Kollege Öllinger, ich frage mich: Wo waren Sie eigentlich im letzten halben Jahr? – Offensichtlich haben Sie das gesamte Konjunkturpaket II verschlafen. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Gerade im Konjunkturpaket II ist in der Lehrlingsförderung ein Quantensprung passiert. (Abg. Öllinger: Schauen Sie sich die Arbeitslosenstatistik an! Die Arbeitslosigkeit steigt!)
Abg. Öllinger: Das ist doch sinnlos verpufft!
1 000 € für jeden Lehrling! 1 000 € – wenn das nicht eine Lohnnebenkostensenkung für Lehrlinge ist, dann weiß ich nicht, was das ist. Das ist die Schulgeldrückvergütung. (Abg. Öllinger: Das ist doch sinnlos verpufft!) Aber bezüglich dessen, dass die Auswirkungen teilweise noch nicht sichtbar sind und dass da noch viel passieren muss, bin ich ganz bei Ihnen.
Abg. Öllinger: Nein, nein!
Kollegin Bures! Sie haben, glaube ich, aufgrund der Pensionsdebatte und auch durch die blinde Angstmaschinerie und Hetzkampagne (Abg. Öllinger: Nein, nein!) der letzten Wochen auch von Seiten der SPÖ, übersehen, dass in den Budgetbegleitgesetzen nicht nur die Abschaffung der Ambulanzgebühr enthalten war, gegen die Sie gestimmt haben – das werden wir den Bürgern noch erzählen –, sondern es war auch ein Rechtsanspruch auf ein Fortbildungsprogramm für Jugendliche darin enthalten – also genau das, was Kollegin Bures hier eingefordert hat, nämlich ein Rechtsanspruch für Jugendliche bis zu 25 Jahren. (Abg. Öllinger: Da lachen ja die Hühner bei dieser Aussage! – Abg. Heinisch-Hosek: Facharbeiter!)
Abg. Öllinger: Da lachen ja die Hühner bei dieser Aussage! – Abg. Heinisch-Hosek: Facharbeiter!
Kollegin Bures! Sie haben, glaube ich, aufgrund der Pensionsdebatte und auch durch die blinde Angstmaschinerie und Hetzkampagne (Abg. Öllinger: Nein, nein!) der letzten Wochen auch von Seiten der SPÖ, übersehen, dass in den Budgetbegleitgesetzen nicht nur die Abschaffung der Ambulanzgebühr enthalten war, gegen die Sie gestimmt haben – das werden wir den Bürgern noch erzählen –, sondern es war auch ein Rechtsanspruch auf ein Fortbildungsprogramm für Jugendliche darin enthalten – also genau das, was Kollegin Bures hier eingefordert hat, nämlich ein Rechtsanspruch für Jugendliche bis zu 25 Jahren. (Abg. Öllinger: Da lachen ja die Hühner bei dieser Aussage! – Abg. Heinisch-Hosek: Facharbeiter!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich sehe schon, dass ist Ihre Art und Weise, Politik zu machen: Zuerst machen Sie Angst, dann stellen Sie sich hier heraus und fordern das, und dann stimmen Sie dagegen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Oberhaidinger: Da waren wir ja dabei!
Wenn wir von Geschwindigkeit und Flexibilität sprechen, dann möchte ich zum Beispiel an das konzentrierte Genehmigungsverfahren erinnern, das jetzt möglich ist. Ich möchte daran erinnern, dass wir eine allumfassende Gewerbenovelle verabschiedet haben. Ich will daran erinnern, dass es den größten Entwurf in der Strom- und Gasliberalisierung gab. Und ich will daran erinnern, dass damit ein schnellerer Zugang zum Gewerbe möglich geworden ist (Abg. Oberhaidinger: Da waren wir ja dabei!), verbunden mit weniger Bürokratie. – Aber all das wollen Sie von der SPÖ nicht hören. Was haben Sie in den letzten Jahren gemacht? (Abg. Oberhaidinger: Da waren wir dabei!)
Abg. Oberhaidinger: Da waren wir dabei!
Wenn wir von Geschwindigkeit und Flexibilität sprechen, dann möchte ich zum Beispiel an das konzentrierte Genehmigungsverfahren erinnern, das jetzt möglich ist. Ich möchte daran erinnern, dass wir eine allumfassende Gewerbenovelle verabschiedet haben. Ich will daran erinnern, dass es den größten Entwurf in der Strom- und Gasliberalisierung gab. Und ich will daran erinnern, dass damit ein schnellerer Zugang zum Gewerbe möglich geworden ist (Abg. Oberhaidinger: Da waren wir ja dabei!), verbunden mit weniger Bürokratie. – Aber all das wollen Sie von der SPÖ nicht hören. Was haben Sie in den letzten Jahren gemacht? (Abg. Oberhaidinger: Da waren wir dabei!)
Abg. Heinisch-Hosek: Was machen Sie?!
Meine Damen und Herren von der Opposition! Es ist auch viel passiert in der Aus- und Weiterbildung, ein Argument, das immer wieder von Ihrer Seite kommt. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter wird uns auch in Zukunft intensiv beschäftigen. Ich frage hier durchaus kritisch die Sozialpartner: Was haben Sie in den letzten Jahren unternommen, und was machen Sie jetzt, um den Nachwuchs bei den Facharbeitern zu sichern? (Abg. Heinisch-Hosek: Was machen Sie?!)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Molterer.
Was machen Sie konkret? – Sie haben das über Jahrzehnte hinweg verschlafen, und es ist jetzt billig, herzugehen und zu sagen: Wir brauchen weitere ausländische Arbeitskräfte! – Sie sind nicht in der Lage, die Jugendlichen von Seiten der Sozialpartner so zu betreuen und ihnen Anreize zu geben, dass man wieder mehr Facharbeiter gewinnt und ausbildet. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Mag. Molterer.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist zudem höchst an der Zeit, um den Jugendlichen den Facharbeiterberuf wieder schmackhaft zu machen, eben diesen Einstieg entsprechend zu dotieren, denn es kann nicht – wir sehen es auch an der Entwicklung im gesamten Bildungssystem – jeder Akademiker werden, es kann nicht jeder eine AHS- oder BHS- Matura haben. Es muss eine Imagekorrektur erfolgen, damit die Lehre wieder gleichwertig ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich denke, dann wird sich vieles erübrigen. In der Bildungspolitik werden viele Debatten darüber, ob die Klassen in den AHS überfüllt oder nicht überfüllt sind, nicht mehr geführt werden. Wir müssen dafür sorgen, dass die Lehre diese Imagekorrektur erfährt, damit wir in nächster Zeit wieder heimische österreichische Facharbeiter ausbilden.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Lohnnebenkostensenkung – auch das haben Sie vorgestern bei der Abstimmung versäumt. Sie haben dagegen gestimmt, dass ältere Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt auch für die Unternehmer wieder attraktiver werden, Sie haben gegen die Lohnnebenkostensenkung für ältere Arbeitnehmer gestimmt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Danke, Mares!
In diesem Sinne gehen wir im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort Österreich und die Wirtschaftspolitik in Österreich in eine optimistische Zukunft! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Danke, Mares!)
Abg. Walch: Passt gut auf!
Abgeordnete Heidrun Silhavy (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! (Abg. Walch: Passt gut auf!) – Ja, Kollege Walch, es schadet nicht, wenn ihr aufpasst! Ich möchte zu Beginn meiner Ausführungen nämlich ganz kurz Kollegen Dr. Mitterlehner, der von diesem Pult aus die vorgestern beschlossenen Reformen so großartig gewürdigt hat, zitieren.
Beifall bei der SPÖ.
Dem ist eigentlich nur zuzustimmen. Daher frage ich mich aber: Warum haben Sie vorgestern dem Budgetbegleitgesetz zugestimmt? Dadurch werden die Pensionisten nämlich auch von Ihnen geschröpft. – Genau das sind die Punkte. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Denken Sie, irgendein Mensch glaubt Ihnen das noch? Denken Sie, dass sich Menschen mit einem Einkommen von unter 1000 € noch irgendetwas werden leisten können, wenn Sie ihnen davon noch 10 Prozent wegnehmen? (Beifall bei der SPÖ.) Das ist ja wohl eine Milchmädchenrechnung, bei der man sogar schon in der Volksschule nachvollziehen kann, dass sie nicht stimmt. (Abg. Großruck: Wer nimmt denn jemandem 10 Prozent weg? Das ist ja ein Schmäh!)
Abg. Großruck: Wer nimmt denn jemandem 10 Prozent weg? Das ist ja ein Schmäh!
Denken Sie, irgendein Mensch glaubt Ihnen das noch? Denken Sie, dass sich Menschen mit einem Einkommen von unter 1000 € noch irgendetwas werden leisten können, wenn Sie ihnen davon noch 10 Prozent wegnehmen? (Beifall bei der SPÖ.) Das ist ja wohl eine Milchmädchenrechnung, bei der man sogar schon in der Volksschule nachvollziehen kann, dass sie nicht stimmt. (Abg. Großruck: Wer nimmt denn jemandem 10 Prozent weg? Das ist ja ein Schmäh!)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Es gibt noch einen interessanten Artikel, nämlich im „Standard“: „Wirtschaftsminister Bartenstein wirbt in Berlin“. Geht nach Österreich!, sagt der Herr Wirtschaftsminister. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das finde ich sehr interessant, zumal dann, wenn man die Debatten hier im Hohen Haus verfolgt, in denen Sie dauernd Deutschland erwähnen und aufzählen, was dort alles schlecht ist. Aber Ihr Minister (in Richtung ÖVP) gibt all diesen Maßnahmen seine persönliche Unterstützung. – Ich gratuliere Ihnen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Was sagt Herr Minister Bartenstein in Österreich? – Es muss alles viel flexibler werden. Wir verlängern die Öffnungszeiten. Die Menschen in Österreich sind noch immer zu wenig flexibel, sie arbeiten noch immer zu wenig. Dabei ist es der Familienpartei ÖVP vollkommen Wurscht, wie es den Beschäftigten im Handel oder ähnlichen Betrieben geht! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Es geht Ihnen auch nicht darum, meine Damen und Herren, Jobs zu fördern, die zukunftsorientiert sind, die ein entsprechendes Einkommen bieten, denn: Was haben wir seit der letzten Öffnungszeitenregelung, seit der letzten Verlängerung, Herr Bundesminister? – Die Vollzeitarbeitsplätze sind weniger und die Teilzeitarbeitsplätze mehr geworden. Ist das ein für Sie erstrebenswerter Arbeitsmarkt, dass Menschen nur mehr solche Beschäftigungen haben, von denen allein sie nicht leben können!? – Offensichtlich schon. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was sollte diese Öffnung der Wirtschaft bringen? – Das ist nämlich das Argument dafür, dass wir längere Öffnungszeiten haben sollten. – Die Antwort des Herrn Bundesministers: Das kann man leider nicht sagen, weil, wie er folgerichtig feststellt, das von mehreren Faktoren abhängt, beispielsweise von der Konjunktur, die aber dank Ihrer Politik nicht besser, sondern eher schlechter wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
genau drei Tage, und so ähnlich scheint es mit Ihren Maßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik auch zu sein. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sie sollten sich vielleicht wenigstens das zu Herzen nehmen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Das müssen Sie der ÖVP und der FPÖ erklären!
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Silhavy! Ich unterstütze das nicht nur Deutschland zuliebe, sondern Österreichs Volkswirtschaft ist derart eng mit der deutschen verflochten, dass uns die Rote-Laterne-Position Deutschlands alles andere als recht sein kann. Es wäre für Europa, aber auch für Österreich dringend notwendig, dass Europas größte Volkswirtschaft, nämlich die deutsche, bald wieder weg von dieser Rote-Laterne-Position hin zu der Position der Wachstumslokomotive käme. (Abg. Silhavy: Das müssen Sie der ÖVP und der FPÖ erklären!) Das ist wichtig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Silhavy! Ich unterstütze das nicht nur Deutschland zuliebe, sondern Österreichs Volkswirtschaft ist derart eng mit der deutschen verflochten, dass uns die Rote-Laterne-Position Deutschlands alles andere als recht sein kann. Es wäre für Europa, aber auch für Österreich dringend notwendig, dass Europas größte Volkswirtschaft, nämlich die deutsche, bald wieder weg von dieser Rote-Laterne-Position hin zu der Position der Wachstumslokomotive käme. (Abg. Silhavy: Das müssen Sie der ÖVP und der FPÖ erklären!) Das ist wichtig! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Abgeordneter Moser, Sie beispielsweise haben es gering geschätzt, dass wir im Jahr 2002 erstmals nach in Wirklichkeit Jahrzehnten eine positive Handelsbilanz aufzuweisen haben. – Sie schätzen das gering. Ich meine, das ist ein extrem schöner Erfolg für Österreichs Wirtschaft, für Österreichs Exportwirtschaft, das kann sich sehen lassen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn uns die Prognostiker des Wifo sagen, dass wir im Jahre 2003 trotz aller Probleme im Welthandel mit plus 4,3 Prozent rechnen können, und wenn wir wissen, dass wir seit 1989 – und in den nächsten Jahren wird das in derselben Tendenz weitergehen – besonders profitieren von der außenwirtschaftlichen Entwicklung in die nicht mehr Beitrittskandidatenländer, sondern – wie Abgeordneter Mitterlehner richtig gesagt hat – in die Beitrittsländer von Mittel- und Osteuropa, wenn wir darüber hinaus wissen, dass Österreich überproportional engagiert und auch erfolgreich ist in den zukünftig ebenfalls EU-Mitgliedstaaten Südosteuropas, der Western Balkans, dann kann ich mich hier nur bei der Exportwirtschaft, die in vielerlei Beziehung auch mittelständisch entwickelt und orientiert ist, bedanken. Sie ist der Träger des österreichischen Wohlstandes, sie trägt einen großen Teil zu unserer Prosperität bei, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist bisher unerwähnt geblieben, ich sage es: Wir werden diese Exportbestrebungen der österreichischen Wirtschaft noch stärker unterstützen als bisher. Dazu gehört auch die Etablierung einer strategischen Stelle für Außenwirtschaft. Selbstverständlich wird es auch um meine Unterstützung bei politischen Interventionen dort, wo sie notwendig und sinnvoll und angemessen sind, gehen. Aber wir wollen auch Geld in die Hand nehmen, und das werden 25 Millionen € pro Jahr aus Bundesmitteln und 25 Millionen € pro Jahr aus Mitteln der Wirtschaftskammer Österreich sein, die insgesamt mit einem Volumen von 50 Millionen € zusätzliche Impulse für Österreichs Export- und Außenwirtschaft geben werden. Das ist für die Jahre 2003 und 2004 fixiert, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Wenn Sie, sehr geehrter Herr Abgeordneter Moser, sagen, die Tourismusbetriebe und andere Mittelständler bräuchten eine steuerliche Entlastung, bräuchten eine Eigenkapitalstärkung, so kann ich Ihnen nur sagen: Ja! Aber ich bitte auch Sie, ja zu sagen zur steuerlichen Entlastung, die wir ins Hohe Haus eingebracht haben (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen): nicht weniger als 400 Millionen € an steuerlicher Entlastung für unsere Klein- und Mittelbetriebe, eine Halbierung des Steuersatzes bis zu Gewinnen von 100 000 €, natürlich unter der Voraussetzung, dass das Geld nicht den Unternehmern persönlich zugute kommt, sondern dass sie es für Investitionen in den Unternehmungen lassen. (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) – Herr Abgeordneter Oberhaidinger, du bist ein Energieexperte, dort sind die Strukturen im Großen und Ganzen etwas größer; sie liegen meist über 100 000 € pro Jahr. Aber das ist auch nicht so sehr unsere Zielgruppe, die OMV und die große E-Wirtschaft.
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Wenn Sie, sehr geehrter Herr Abgeordneter Moser, sagen, die Tourismusbetriebe und andere Mittelständler bräuchten eine steuerliche Entlastung, bräuchten eine Eigenkapitalstärkung, so kann ich Ihnen nur sagen: Ja! Aber ich bitte auch Sie, ja zu sagen zur steuerlichen Entlastung, die wir ins Hohe Haus eingebracht haben (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen): nicht weniger als 400 Millionen € an steuerlicher Entlastung für unsere Klein- und Mittelbetriebe, eine Halbierung des Steuersatzes bis zu Gewinnen von 100 000 €, natürlich unter der Voraussetzung, dass das Geld nicht den Unternehmern persönlich zugute kommt, sondern dass sie es für Investitionen in den Unternehmungen lassen. (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) – Herr Abgeordneter Oberhaidinger, du bist ein Energieexperte, dort sind die Strukturen im Großen und Ganzen etwas größer; sie liegen meist über 100 000 € pro Jahr. Aber das ist auch nicht so sehr unsere Zielgruppe, die OMV und die große E-Wirtschaft.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist wichtig, dass ich gestern in Deutschland unter anderem auch sagen konnte: Ja, wir haben attraktiv niedrige Unternehmenssteuern. Das haben damals Lacina und Ditz – Lacina, einer der Ihren – zustande gebracht, und das wollen wir fortsetzen. Ein Körperschaftssteuersatz, also der Steuersatz für Unternehmungen und Kapitalgesellschaften, der nicht entnommenen Gewinnen gilt, ist mit 34 Prozent nicht schlecht, aber wir wollen ihn weiter senken. Mit der Steuerreform des Jahres 2005 wollen wir zumindest 31 Prozent oder auch etwas weniger erreichen. Ich freue mich auf Ihre kommende Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Forschung und Entwicklung, Bildung, das sind Themen, über die zu reden ist und in die wir massiv investieren: 600 Millionen € zusätzlich für die Forschung, Bildungsausgaben, die höher sind als in der Vergangenheit, Minister, die außerordentlich engagiert diese in Wirklichkeit wichtigsten strukturpolitischen Aktivitäten Österreichs vorantreiben. Ich als Wirtschaftsminister sage immer: Die beste Wirtschafts-, die beste Infrastrukturpolitik ist die Bildungspolitik, ist die Investition in die jungen Menschen des Landes und deren Bildung, Ausbildung und Qualifikation, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wir haben in Österreich Arbeitskräfte, die zu den bestmotivierten zählen, die es gibt – das wird immer wieder nachgewiesen. Ich meine, wir haben in der betrieblichen Realität eine flexible Arbeitszeit, die nur zu begrüßen ist. Ich würde mir wünschen, dass wir das, was sich heute hier im Graubereich der Gesetzgebung abspielt, letztlich klären können und den Unternehmungen, den Investoren klarer als bisher sagen können, was letztlich gesetzlich erlaubt ist, wenn es dann ohnehin auf Basis kollektivvertraglicher oder betrieblicher Übereinkünfte in die Praxis umgesetzt wird. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Da wissen Sie mehr als meine Experten und Expertinnen im Ministerium! Die meinen nämlich, das Arbeitszeitgesetz sei fast unlesbar und gehöre dringendst entrümpelt, und ich bin ihrer Meinung. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Wir haben in Österreich Arbeitskräfte, die zu den bestmotivierten zählen, die es gibt – das wird immer wieder nachgewiesen. Ich meine, wir haben in der betrieblichen Realität eine flexible Arbeitszeit, die nur zu begrüßen ist. Ich würde mir wünschen, dass wir das, was sich heute hier im Graubereich der Gesetzgebung abspielt, letztlich klären können und den Unternehmungen, den Investoren klarer als bisher sagen können, was letztlich gesetzlich erlaubt ist, wenn es dann ohnehin auf Basis kollektivvertraglicher oder betrieblicher Übereinkünfte in die Praxis umgesetzt wird. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) – Da wissen Sie mehr als meine Experten und Expertinnen im Ministerium! Die meinen nämlich, das Arbeitszeitgesetz sei fast unlesbar und gehöre dringendst entrümpelt, und ich bin ihrer Meinung. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geradezu dankbar bin ich Frau Abgeordneter Bures – die nach ihren durchaus kritischen Anmerkungen jetzt leider nicht im Saal ist – für ihre Bemerkungen zum Thema Jugendarbeitslosigkeit. Die SPÖ ist nämlich – so wie sie in den letzten Monaten und Jahren oft in Sachen Energiepolitik in diesem Lande mitgegangen ist – auch diesbezüglich mitgegangen, und es gab erfreulicherweise eine sozialpartnerschaftliche Übereinstimmung, als im September 2002 ein großes Jugendbeschäftigungspaket zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit geschnürt wurde. Mehr als 100 Millionen € wurden zur Verfügung gestellt – und den Großteil dieser Gelder geben wir im heurigen Jahr 2003 aus –, um eben allen Jugendlichen, die eine Lehrstelle brauchen, entweder eine solche zu verschaffen oder zumindest einen Lehrgangsplatz zu ermöglichen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Binder.
Es gab damals eine gemeinsame Abstimmung des Hohen Hauses, eine gemeinsame Position der Sozialpartner in diesem Lande, und ich glaube, es ist eine Frage der politischen Redlichkeit, dass man sich im Juni des Jahres 2003 daran erinnert, was man im September des Jahres 2002 beschlossen hat. (Zwischenruf der Abg. Binder.) Wenn Sie es nicht tun, dann nehme ich mir die Freiheit, Sie daran zu erinnern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es gab damals eine gemeinsame Abstimmung des Hohen Hauses, eine gemeinsame Position der Sozialpartner in diesem Lande, und ich glaube, es ist eine Frage der politischen Redlichkeit, dass man sich im Juni des Jahres 2003 daran erinnert, was man im September des Jahres 2002 beschlossen hat. (Zwischenruf der Abg. Binder.) Wenn Sie es nicht tun, dann nehme ich mir die Freiheit, Sie daran zu erinnern. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Sie, dass das Wifo und Herr Mag. Guger davon sprechen, dass die Pensionssicherungsreform, dass das Phase-out für die Frühpensionen etwa 80 000 Arbeitskräfte zusätzlich in den Arbeitsmarkt bringt, und das auf 14 Jahre verteilt. Das sind, Herr Kollege Öllinger, 5 000 bis 6 000 Arbeitskräfte pro Jahr. Sie wissen, dass selbst im schwachen Wachstumsjahr 2002 8 000 zusätzliche Beschäftigte in diesem Land in den Arbeitsmarkt gebracht werden konnten und dass in durchschnittlichen Jahren 15 000 bis 20 000 neue Arbeitsplätze entstehen. Also diese 5 000 bis 6 000 Arbeitskräfte zusätzlich, die wird der Arbeitsmarkt verkraften, und deswegen ist diese Pensionssicherungsreform auch arbeitsmarktverträglich. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der Grund dafür, dass ich das heute sage, ist, weil wir natürlich bei der Umsetzung der entsprechenden Richtlinien der Europäischen Union eine Diskussion darüber zu führen haben werden, dass höhere Löhne alleine für das Älterwerden EU-rechtlich nicht gerechtfertigt sind. Wenn das mit mehr Erfahrung, mit mehr Qualifikation, mit Betriebstreue und Ähnlichem zu tun hat, dann wird das EU-rechtlich etwas anderes sein, aber allein für das Älterwerden höhere Löhne per Biennalsprünge zu bezahlen, das ist ein Aspekt einer Diskussion, der wir uns, meine sehr verehrten Damen und Herren, zu stellen haben werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren Kollegen! Österreich ist ein hervorragender nachhaltiger Wirtschaftsstandort! Ich sage auch: Unser ländlicher Raum ist ein hervorragender nachhaltiger Wirtschaftsstandort, weil es dieser Regierung immer wieder gelingt, global zu denken und lokal zu handeln (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen) und für die Menschen in diesem ländlichen Raum auch berechenbare Rahmenbedingungen zu schaffen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir haben nichts davon, wenn wir ständig hören, dieser ländliche Raum sei ein Sehnsuchtsraum, ein Hoffnungsraum. Ich sage Ihnen ganz offen: Wir brauchen diese Stabilität, damit dieser ländliche Raum auch in Zukunft ein nachhaltiger Wirtschaftsraum sein kann, wo die Menschen Arbeit finden, wo die Menschen Einkommen erwirtschaften, wo die Menschen Investitionen tätigen können und wo die Wertschöpfung in der Region bleibt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: ... Abwanderung?
Das wird ganz entscheidend dafür sein, dass dieser ländliche Raum ein Hoffnungsraum ist und sein wird. (Abg. Parnigoni: ... Abwanderung?)
Abg. Dr. Cap: Nein!
Ich möchte heute hier Ihren Blick auch auf einen anderen Aspekt lenken, Herr Kollege, weil mir Ihre Zwischenrufe und Ihre Polarisierung gegen die Bauern auffallen. (Abg. Dr. Cap: Nein!) Sehen Sie doch auch einmal, ja sehen Sie auch endlich einmal ein, dass gerade die Land- und Forstwirtschaft in diesem ländlichen Raum in Wahrheit ein Arbeitsplatz-Turbo ist (Abg. Dr. Cap: Unbestritten!), ein Arbeitsplatz-Generator ist (Abg. Dr. Cap: Unbestritten!): 448 000 Menschen – ich betone: 448 000 Menschen! – finden auf dem Agrarsektor, im vor- und nachgelagerten Bereich, Arbeit, 250 000 Menschen finden in der Forstwirtschaft und Holzindustrie Arbeit, und zwar nicht in Ballungszentren, sondern dezentral, draußen im ländlichen Raum. Ich glaube daher, dass es einfach notwendig ist, für diesen ländlichen Raum eine nachhaltige Politik zu betreiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Unbestritten!
Ich möchte heute hier Ihren Blick auch auf einen anderen Aspekt lenken, Herr Kollege, weil mir Ihre Zwischenrufe und Ihre Polarisierung gegen die Bauern auffallen. (Abg. Dr. Cap: Nein!) Sehen Sie doch auch einmal, ja sehen Sie auch endlich einmal ein, dass gerade die Land- und Forstwirtschaft in diesem ländlichen Raum in Wahrheit ein Arbeitsplatz-Turbo ist (Abg. Dr. Cap: Unbestritten!), ein Arbeitsplatz-Generator ist (Abg. Dr. Cap: Unbestritten!): 448 000 Menschen – ich betone: 448 000 Menschen! – finden auf dem Agrarsektor, im vor- und nachgelagerten Bereich, Arbeit, 250 000 Menschen finden in der Forstwirtschaft und Holzindustrie Arbeit, und zwar nicht in Ballungszentren, sondern dezentral, draußen im ländlichen Raum. Ich glaube daher, dass es einfach notwendig ist, für diesen ländlichen Raum eine nachhaltige Politik zu betreiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Unbestritten!
Ich möchte heute hier Ihren Blick auch auf einen anderen Aspekt lenken, Herr Kollege, weil mir Ihre Zwischenrufe und Ihre Polarisierung gegen die Bauern auffallen. (Abg. Dr. Cap: Nein!) Sehen Sie doch auch einmal, ja sehen Sie auch endlich einmal ein, dass gerade die Land- und Forstwirtschaft in diesem ländlichen Raum in Wahrheit ein Arbeitsplatz-Turbo ist (Abg. Dr. Cap: Unbestritten!), ein Arbeitsplatz-Generator ist (Abg. Dr. Cap: Unbestritten!): 448 000 Menschen – ich betone: 448 000 Menschen! – finden auf dem Agrarsektor, im vor- und nachgelagerten Bereich, Arbeit, 250 000 Menschen finden in der Forstwirtschaft und Holzindustrie Arbeit, und zwar nicht in Ballungszentren, sondern dezentral, draußen im ländlichen Raum. Ich glaube daher, dass es einfach notwendig ist, für diesen ländlichen Raum eine nachhaltige Politik zu betreiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte heute hier Ihren Blick auch auf einen anderen Aspekt lenken, Herr Kollege, weil mir Ihre Zwischenrufe und Ihre Polarisierung gegen die Bauern auffallen. (Abg. Dr. Cap: Nein!) Sehen Sie doch auch einmal, ja sehen Sie auch endlich einmal ein, dass gerade die Land- und Forstwirtschaft in diesem ländlichen Raum in Wahrheit ein Arbeitsplatz-Turbo ist (Abg. Dr. Cap: Unbestritten!), ein Arbeitsplatz-Generator ist (Abg. Dr. Cap: Unbestritten!): 448 000 Menschen – ich betone: 448 000 Menschen! – finden auf dem Agrarsektor, im vor- und nachgelagerten Bereich, Arbeit, 250 000 Menschen finden in der Forstwirtschaft und Holzindustrie Arbeit, und zwar nicht in Ballungszentren, sondern dezentral, draußen im ländlichen Raum. Ich glaube daher, dass es einfach notwendig ist, für diesen ländlichen Raum eine nachhaltige Politik zu betreiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben eine Reihe von Möglichkeiten – dank auch dieser mutigen Reformregierung –, auch mit der Umstellung des Steuersystems, auf der einen Seite zu entlasten und auf der anderen Seite Ressourcen und Umwelt entsprechend zu belasten. Ich sage Ihnen ganz offen: Wir haben eine Riesenchance, im Bereich erneuerbarer Energieträger in Wahrheit eine Technologieoffensive zu starten – eine Technologieoffensive, weil wir den Einsatz dieser erneuerbaren Energieträger auch brauchen, um gleichzeitig auch die Ziele, die wir uns setzen, zu erfüllen: Kyoto, Toronto und dergleichen mehr. Es wären in der nächsten Zeit in diesem Bereich der erneuerbaren Energieträger 30 000 zusätzliche Arbeitsplätze möglich, wenn wir jenen Menschen, die Mut haben, die Kraft haben, die Risikobereitschaft draußen in den Regionen zeigen, auch die notwendigen Rahmenbedingungen bieten. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Schluss möchte ich noch ein Thema ansprechen, das mir besonders am Herzen liegt, weil es auch eine große soziale Komponente in sich birgt: die Sicherstellung der Nahversorgung im ländlichen Raum. Sie ist gerade auch für ältere Menschen, die dort leben, von großer Bedeutung. Hier sind wir, glaube ich, besonders gefordert, und ich bin zuversichtlich, dass uns das dank dieser Regierung auch gelingen wird! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Warum gehen Sie dann nicht ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
ÖVP) – was das Thema erneuerbare Energien betrifft. – Danke für den Applaus! (Ruf bei der ÖVP: Warum gehen Sie dann nicht ...? – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Freund: Da sind Sie Mitfahrer!
Weil es uns zu wenig ist und falsch ansetzt, aber im Prinzip geht es ja darum, Sie zu bekehren, unseren Weg der erneuerbaren Energieträger mit zu beschreiten (Abg. Freund: Da sind Sie Mitfahrer!), weil er – da haben Sie ganz richtig argumentiert – riesige Arbeitsplatzchancen bietet, gerade draußen in den Regionen, gerade im ländlichen Raum (Abg. Freund: Da sind Sie Mitfahrer!), und weil er uns vor allem auch in technologischer Hinsicht Möglichkeiten schafft, Techniken zu entwickeln und Technologien auf den Markt zu bringen, die uns im Exportbereich voranbringen beziehungsweise einen Vorteil verschaffen.
Abg. Freund: Da sind Sie Mitfahrer!
Weil es uns zu wenig ist und falsch ansetzt, aber im Prinzip geht es ja darum, Sie zu bekehren, unseren Weg der erneuerbaren Energieträger mit zu beschreiten (Abg. Freund: Da sind Sie Mitfahrer!), weil er – da haben Sie ganz richtig argumentiert – riesige Arbeitsplatzchancen bietet, gerade draußen in den Regionen, gerade im ländlichen Raum (Abg. Freund: Da sind Sie Mitfahrer!), und weil er uns vor allem auch in technologischer Hinsicht Möglichkeiten schafft, Techniken zu entwickeln und Technologien auf den Markt zu bringen, die uns im Exportbereich voranbringen beziehungsweise einen Vorteil verschaffen.
Beifall bei den Grünen.
Ich darf in diesem Zusammenhang auf einen Aspekt hinweisen, und zwar: Sie sind in keiner Weise das, was arbeitsmarktpolitisch dringend notwendig wäre, nämlich die Senkung der Lohnnebenkosten, in dem erforderlichen Ausmaß angegangen. Das wäre sehr Arbeitsplatz schaffend, sehr Arbeitsplatz stärkend, Herr Minister, vor allem auch für den prekären Bereich der Beschäftigung von Jugendlichen und auch von Menschen, die schon älter sind und oft aus dem Arbeitsmarkt herausfallen. Nehmen Sie doch unser Rezept! Ich darf nur darauf verweisen: Unsere ökologische Steuerreform hat vor allem den Aspekt, dass wir die Einnahmen aus dem Bereich der Ökobesteuerung aufkommensneutral dann in die Senkung der Lohnnebenkosten investieren und damit Innovationsschübe herbeiführen und damit vor allem auch Arbeitsplatzsicherheit bewirken. (Beifall bei den Grünen.)
demonstrativer Beifall des Abg. Zweytick
Man kann natürlich darüber diskutieren, ob es sinnvoll ist, dass die Bundesimmobiliengesellschaft Wohnungen in dem derzeitigen Umfang besitzt. Über diese Frage kann man durchaus diskutieren, aber man muss – gerade in einer Zeit, in der Sie immer vom Schuldenabbau reden, in der Sie davon sprechen, dass wir die Einnahmensituation massiv verbessern müssen – schon darauf achten, dass wir zu einer Zeit verkaufen und in einem Ausmaß verkaufen, wo wir gute Erlöse haben! – Aber bei Ihnen kommt alles auf das Jahr 2005 an, für das Sie anscheinend die größte Steuerreform der Weltgeschichte planen (demonstrativer Beifall des Abg. Zweytick) – ich darf das ein bisschen humoristisch übertreiben –, und im Hinblick darauf ist Ihnen jedes Mittel recht, und sei es auch die Verschleuderung von wertvollem Immobilienbestand. Ich könnte Beispiele dafür anführen, aber Sie werden das in Bälde ja auch in den verschiedenen Magazinen lesen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister! Zum Schluss meiner Ausführungen noch eine kleine Bemerkung zu etwas, was Sie in Ihrer Rede angesprochen haben. Sie haben darauf hingewiesen, dass Bildung der wesentliche Faktor eines Wirtschaftsstandortes, von offensiver Wirtschaftspolitik et cetera sei. – Ich nehme Sie gerne beim Wort, ich nehme auch den Finanzminister beim Wort und weise darauf hin, dass einer der für uns bedrückendsten Aspekte dieses Budgets jener ist, dass die Erwachsenenbildung – ein Bereich, der wirtschaftspolitisch nicht unerheblich ist – von Ihnen einfach völlig gestrichen worden ist. – „Danke“ für diese anti-wirtschaftspolitische Maßnahme! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Der wird „eingeladen“?! – Ruf: Ich bin vom Präsidenten noch nie „eingeladen“ worden!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Ich darf Herrn Abgeordneten Dolinschek einladen, das Wort zu ergreifen. (Rufe bei der ÖVP: Der wird „eingeladen“?! – Ruf: Ich bin vom Präsidenten noch nie „eingeladen“ worden!)
Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Sigisbert Dolinschek (Freiheitliche): Geschätzter Herr Präsident! Ich bedanke mich für die Einladung! (Heiterkeit und Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) – Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Entwicklung auf dem österreichischen Arbeitsmarkt ist im internationalen Vergleich gesehen ganz gut: Um die Jugendarbeitslosigkeit steht es wesentlich besser als im übrigen Teil der Welt. Verbesserungen sind natürlich im Bereich der Langzeitarbeitslosen und bei der Frauenbeschäftigung notwendig. Daran wird gearbeitet – das Budget ist darauf ausgerichtet, das Budgetbegleitgesetz ebenfalls.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
sie keine Arbeit bekommen, die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen des Arbeitsmarktservice auch gerechtfertigt ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Gleiche Rede ... Schüssel ...!
Ich erinnere an die ehemalige Sozialministerin Lore Hostasch, die auf die Kritik, dass ein längerer Durchrechnungszeitraum zu Pensionsverlusten führen werde, gesagt hat – ich zitiere (Rufe bei der SPÖ: Gleiche Rede ... Schüssel ...!) –: Vergessen Sie nicht, „daß die Neupensionen über dem Durchschnitt der jetzt bestehenden Pensionen liegen werden.“ – Nun: Das ist auch da der Fall. (Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Scheibner: Hören Sie doch einmal zu, damit Sie das lernen!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Scheibner: Hören Sie doch einmal zu, damit Sie das lernen!
Ich erinnere an die ehemalige Sozialministerin Lore Hostasch, die auf die Kritik, dass ein längerer Durchrechnungszeitraum zu Pensionsverlusten führen werde, gesagt hat – ich zitiere (Rufe bei der SPÖ: Gleiche Rede ... Schüssel ...!) –: Vergessen Sie nicht, „daß die Neupensionen über dem Durchschnitt der jetzt bestehenden Pensionen liegen werden.“ – Nun: Das ist auch da der Fall. (Zwischenruf der Abg. Silhavy. – Abg. Scheibner: Hören Sie doch einmal zu, damit Sie das lernen!)
Abg. Reheis: Das ist ja doch die gleiche Rede! – Abg. Scheibner: Damit ihr es euch einmal merkt!
Frau Kollegin Silhavy, Ihre Vorgängerin als Sozialsprecherin der Sozialdemokraten, Frau Kollegin Reitsamer, hat seinerzeit auf den Vorwurf, ein 36-jähriger Beamter würde durch die Ausweitung des Durchrechnungszeitraumes auf die letzten 18 Jahre so und so viel an Prozenten weniger bekommen, gemeint – ich zitiere –: „Ich wage zu bezweifeln,“ dass man so ein Beispiel überhaupt rechnen kann. (Abg. Reheis: Das ist ja doch die gleiche Rede! – Abg. Scheibner: Damit ihr es euch einmal merkt!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Weiters: „Bei einem Alter von 36 Jahren müßte man sich das in jedem einzelnen Fall anschauen. Das gilt auch für die Privatwirtschaft. ... Und man vergißt Lohnerhöhungen, man vergißt Pensionsanpassungen.“ – Na also! Aber jetzt gibt es von Ihnen Berechnungen darüber, was wäre, wenn, ohne die Berücksichtigung von Pensionsanpassungen, ohne die Berücksichtigung von Lohnerhöhungen! (Zwischenruf der Abg. Silhavy.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Das ist ja ein Blödsinn ...! Das ist ja ein Unsinn! – Abg. Öllinger: Lächerlich! Das ist ja lächerlich! ... gegen die Einführung!
Geschätzte Damen und Herren von der SPÖ, es tut Ihnen eigentlich sehr Leid, dass Sie hier bei der Pensionsreform nicht mittun konnten. Aber ich verstehe Sie ja überhaupt nicht, Frau Kollegin Silhavy. Sie haben in der letzten Zeit immer die Ambulanzgebühr kritisiert. Jetzt ist sie abgeschafft worden, aber bei der Abschaffung dieser Ambulanzgebühr haben Sie nicht mitgestimmt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Das ist ja ein Blödsinn ...! Das ist ja ein Unsinn! – Abg. Öllinger: Lächerlich! Das ist ja lächerlich! ... gegen die Einführung!)
Ruf: Bravo!
Ich möchte am Ende meiner Ausführungen noch Folgendes erwähnen: Mit 1. Mai dieses Jahres hatten wir einen Beschäftigtenrekord in Österreich. Dies ist auf eine gute Wintersaison zurückzuführen. Für die Sommersaison glaube ich, optimistisch sein zu können, dass es auch da einen neuen Rekord geben wird. Es hat – davon bin ich überzeugt – die ehemalige Staatssekretärin, Frau Abgeordnete Rossmann, wesentlich dazu beigetragen, dass dieses Ergebnis zustande gekommen ist. (Ruf: Bravo!) – Ich danke dir, Frau Kollegin Rossmann, dass du so für unsere Wirtschaft gekämpft hast!
Abg. Reheis: So ein Blödsinn!
Angesichts der Entwicklung der Zahlen in Kärnten muss ich sagen: Noch vor vier Jahren hat der Wintertourismus 10 Prozent der Nächtigungen ausgemacht, mittlerweile ist es ein Drittel. Das kommt durch viele Events zustande. Das Harley-Davidson-Treffen, das GTI-Treffen, das Beachvolleyball-Turnier, der „Ironman“ und so weiter: All das ist unbezahlbare Werbung! Es wird zwar von Kollegen der Sozialdemokratischen Partei bei kleineren Festen, bei Feuerwehrfesten und so weiter immer wieder kritisiert, dass das eigentlich unsinnig sei (Abg. Reheis: So ein Blödsinn!), aber das ist das, wodurch das Geld ins Land kommt, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Reheis: Das muss wohl an der Hitze liegen! – Abg. Dr. Cap: Ist Ihnen auch so heiß?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Reheis: Das muss wohl an der Hitze liegen! – Abg. Dr. Cap: Ist Ihnen auch so heiß?
Angesichts der Entwicklung der Zahlen in Kärnten muss ich sagen: Noch vor vier Jahren hat der Wintertourismus 10 Prozent der Nächtigungen ausgemacht, mittlerweile ist es ein Drittel. Das kommt durch viele Events zustande. Das Harley-Davidson-Treffen, das GTI-Treffen, das Beachvolleyball-Turnier, der „Ironman“ und so weiter: All das ist unbezahlbare Werbung! Es wird zwar von Kollegen der Sozialdemokratischen Partei bei kleineren Festen, bei Feuerwehrfesten und so weiter immer wieder kritisiert, dass das eigentlich unsinnig sei (Abg. Reheis: So ein Blödsinn!), aber das ist das, wodurch das Geld ins Land kommt, geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Reheis: Das muss wohl an der Hitze liegen! – Abg. Dr. Cap: Ist Ihnen auch so heiß?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zu Österreich noch, Herr Bundesminister: Ich gratuliere! Österreich kann im Jahre 2003 neue Rekorde bei den Nächtigungen verzeichnen. Wir sind mit 1 500 € Einnahmen pro Kopf Weltmeister bei den Nächtigungen. Das ist ausgezeichnet, und ich kann sagen: Wir sind auf dem besten Weg! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Stummvoll: Eine was?
Abgeordneter Georg Oberhaidinger (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Kollege Schöls von der ÖVP – ich habe mich umgeschaut, er ist momentan nicht im Saal anwesend –, euer wackerer Landesverteidiger hat meine Fraktion eine „Verdachtschöpfer-Fraktion“ genannt. (Abg. Dr. Stummvoll: Eine was?) – Eine „Verdachtschöpfer-Fraktion“!
Beifall bei der SPÖ.
An die Adresse der großen „Schönredner-Fraktion“ in diesem Hause: In einer Zeit, in der laut AMS-Statistik, die heute auch bei euch im Postfach war, wie jetzt, mit Ende Mai, die Arbeitslosenzahlen um 3,4 Prozent und die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen um 9,9 Prozent zugenommen hat, bin ich, meine Damen und Herren von der ÖVP, viel lieber Mitglied einer „Verdachtschöpfer-Fraktion“ – denn da muss man Verdacht schöpfen, dann kann etwas nicht stimmen! – als ein Mitglied der „Schönredner-Fraktion“, der Sie angehören. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Es ist kein Geheimnis, es ist überall nachzulesen: Die Konjunktur grundelt vor sich hin. Die Zahl der Arbeitslosen festigt sich schön langsam auf europäischem Niveau. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Bauwirtschaft, ein wichtiger Motor in einer Volkswirtschaft, lahmt seit Jahren! Aber wenn ich mir Ihre Budgetansätze anschaue, dann stelle ich fest, dass diese Bundesregierung in Wirklichkeit nicht wirklich vorhat, dagegen etwas zu tun.
Abg. Wittauer: Die habt ja ihr gemacht, oder?
Dabei gebe es, Herr Bundesminister, durchaus eine Reihe von Maßnahmen, die rasch, einfach und mit verhältnismäßig wenig finanziellem Einsatz viel bewirken würden. Laut Wifo – ich ersuche Sie, das selbst nachzulesen – gibt es in Österreich zurzeit zum Beispiel 743 000 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern. Sie wurden zwischen 1945 und 1980 errichtet, und ich verrate kein großes Geheimnis, wenn ich sage, dass diese alle über eine sehr schlechte energetische Qualität verfügen, und sie wären dringend sanierungsbedürftig. (Abg. Wittauer: Die habt ja ihr gemacht, oder?)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt jedoch nur Ansätze, darüber zu reden, darüber zu verhandeln. Hier soll nicht mehr geredet, nicht mehr lange verhandelt, sondern rasch und entschlossen gehandelt werden, im Sinne unserer Wirtschaft, im Sinne unserer Beschäftigten und im Sinne unserer Umwelt! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Wieder ein Höhepunkt!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Herr Abgeordneter Dr. Stummvoll gelangt als Nächster zu Wort. Redezeit: 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Cap: Wieder ein Höhepunkt!)
Abg. Dr. Cap: Aber –!
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte kurz auf den ersten Redner der SPÖ eingehen, nämlich Mag. Moser. Im Moment ist er, glaube ich, nicht anwesend. Ich kenne ihn aus dem Finanzausschuss, schätze ihn sehr, auch deshalb, weil er ein sehr objektiv und sachlich argumentierender Abgeordneter ist. (Abg. Dr. Cap: Aber –!)
Ruf bei der ÖVP: So sind sie!
Man kann mit ihm sehr gut auf Basis von Daten und Fakten argumentieren, Herr Kollege Cap, er macht allerdings eines – und das möchte ich an zwei Beispielen seiner heutigen Rede nachweisen –: Er versucht bei noch so guten positiven Zahlen immer wieder und krampfhaft, irgendetwas Negatives daran zu finden. (Ruf bei der ÖVP: So sind sie!) Ich nenne dafür zwei Beispiele.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe mich auf Grund seiner Rede kurz bei der Wirtschaftskammer erkundigt und Folgendes erfahren: Seit vorgestern liegen die endgültigen Zahlen der Handelsbilanz vor – bisher waren es immer nur vorläufige Zahlen –, und sie lauten folgendermaßen: Steigerung der Exporte um 4,34 Prozent, Verringerung der Importe um 2,32 Prozent. – Das heißt, die Steigerung der Exporte war doppelt so groß wie die Verringerung der Importe. Das ist ein Erfolg unserer Exportwirtschaft, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Ein Wahnsinn! – Abg. Dr. Niederwieser: Ich habe gedacht, wir waren auf dem 11.?
kann feststellen: Seit 1998 haben wir unseren Platz ständig verbessert, seit 1998 sind wir vom 24. Platz auf den 13. Platz, also um elf Plätze vorgerückt. Das sagt Herr Mag. Moser aber nie, sondern er zitiert aus einer Zeitung, in der man eine bestimmte Gruppe von Ländern herausgerechnet hat, und da ergibt sich zufällig, dass sich Österreich im Jahr 2003 gegenüber dem Jahr 2002 – voraussichtlich und vielleicht – um zwei Plätze vom 8. auf den 10. Platz verschlechtert. (Abg. Dr. Cap: Ein Wahnsinn! – Abg. Dr. Niederwieser: Ich habe gedacht, wir waren auf dem 11.?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Freuen Sie sich mit uns über diese Erfolge der Regierung und schauen Sie nicht so finster drein! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Kogler: ... so stellt man sich einen „besten Redner“ vor! Das war ein „bester Redner“! – Abg. Brosz: Ein allerbester! – Abg. Mag. Kuntzl: Der teuerste! – Abg. Silhavy: Ja, der teuerste!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Frau Abgeordnete Mandak ist die nächste Rednerin. – Bitte. (Abg. Mag. Kogler: ... so stellt man sich einen „besten Redner“ vor! Das war ein „bester Redner“! – Abg. Brosz: Ein allerbester! – Abg. Mag. Kuntzl: Der teuerste! – Abg. Silhavy: Ja, der teuerste!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Uns ist beides wichtig! – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist keine Frage des Entweder-oder! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist kein Widerspruch, Frau Kollegin!
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von ÖVP und FPÖ, ich möchte Ihnen nur sagen: Sie werden sich entscheiden müssen, was Ihnen wichtiger ist, was Ihnen hier der wichtigere Wert ist: familienfreundliche Ladenöffnungszeiten oder eine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten! Entscheiden Sie sich! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Steibl: Uns ist beides wichtig! – Abg. Dr. Stummvoll: Das ist keine Frage des Entweder-oder! – Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist kein Widerspruch, Frau Kollegin!)
Abg. Scheibner: Dafür kein Applaus!
Wir halten derzeit bei 21 Uhr während der Woche und bei 18 Uhr am Samstag. Ich weiß genau, dass die Tendenz in die Richtung geht, das noch weiter zu deregulieren, noch weiter zu liberalisieren. Das hat der Finanzminister in seiner Budgetrede ganz klar betont, und Sie alle haben nach Abschluss seiner Rede über diese Worte und über diese Ansätze seiner Politik begeistert geklatscht. (Abg. Scheibner: Dafür kein Applaus!)
Abg. Dr. Mitterlehner: Wollen Sie ... zusperren, oder was?
Der dritte Punkt ist der, dass die atypischen Beschäftigungsverhältnisse durch diese Ausweitung der Ladenöffnungszeiten natürlich noch mehr steigen werden. Sie wissen genau, dass diese ohnehin ständig zunehmen. Derzeit sind es bereits 10 Prozent aller Beschäftigten – und da sind noch keine Teilzeitbeschäftigungen dabei, die noch einmal über 17 Prozent ausmachen –, die in derart atypischen Beschäftigungsverhältnissen tätig sind. Der Großteil davon sind Frauen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wollen Sie ... zusperren, oder was?) – Zusperren will ich nicht, Herr Kollege. (Abg. Dr. Mitterlehner: ..., aber was machen Sie dann?) – Es geht darum, dass Sie genau wissen, dass die Kaufkraft nicht dadurch erhöht wird, dass die Geschäfte am Samstag bis 18 Uhr geöffnet sind. Deswegen wird kein Euro mehr ausgegeben. Keiner! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Mitterlehner: ..., aber was machen Sie dann?
Der dritte Punkt ist der, dass die atypischen Beschäftigungsverhältnisse durch diese Ausweitung der Ladenöffnungszeiten natürlich noch mehr steigen werden. Sie wissen genau, dass diese ohnehin ständig zunehmen. Derzeit sind es bereits 10 Prozent aller Beschäftigten – und da sind noch keine Teilzeitbeschäftigungen dabei, die noch einmal über 17 Prozent ausmachen –, die in derart atypischen Beschäftigungsverhältnissen tätig sind. Der Großteil davon sind Frauen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wollen Sie ... zusperren, oder was?) – Zusperren will ich nicht, Herr Kollege. (Abg. Dr. Mitterlehner: ..., aber was machen Sie dann?) – Es geht darum, dass Sie genau wissen, dass die Kaufkraft nicht dadurch erhöht wird, dass die Geschäfte am Samstag bis 18 Uhr geöffnet sind. Deswegen wird kein Euro mehr ausgegeben. Keiner! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der dritte Punkt ist der, dass die atypischen Beschäftigungsverhältnisse durch diese Ausweitung der Ladenöffnungszeiten natürlich noch mehr steigen werden. Sie wissen genau, dass diese ohnehin ständig zunehmen. Derzeit sind es bereits 10 Prozent aller Beschäftigten – und da sind noch keine Teilzeitbeschäftigungen dabei, die noch einmal über 17 Prozent ausmachen –, die in derart atypischen Beschäftigungsverhältnissen tätig sind. Der Großteil davon sind Frauen. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wollen Sie ... zusperren, oder was?) – Zusperren will ich nicht, Herr Kollege. (Abg. Dr. Mitterlehner: ..., aber was machen Sie dann?) – Es geht darum, dass Sie genau wissen, dass die Kaufkraft nicht dadurch erhöht wird, dass die Geschäfte am Samstag bis 18 Uhr geöffnet sind. Deswegen wird kein Euro mehr ausgegeben. Keiner! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es ist nicht so, dass das eine freiwillige Entscheidung der MitarbeiterInnen ist, sondern sie müssen, weil sie genau wissen, dass sie sonst die Nächsten sind, die ihren Arbeitsplatz verlieren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Durch die Novellierung der Gewerbeordnung haben Sie bereits ganz ordentliche Schlupflöcher geschaffen. Dadurch wird ein gutes Mehr an Sonntagseinkaufsmöglichkeiten geschaffen. Wir müssen darauf schauen, und auch die Zivilgesellschaft wird wieder sehr achtsam sein müssen, was Ihre zukünftigen Pläne dahin gehend sind. – Danke. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Brosz: Lesen – denken – sprechen!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Walch. Ich erteile ihm das Wort. (Abg. Brosz: Lesen – denken – sprechen!)
Heiterkeit. – Abg. Öllinger: Die Alternativen sind ein bisschen ...!
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Zu meiner Vorrednerin von den Grünen: Frau Kollegin, der Sonntag wird frei sein, Sie können in die Kirche gehen oder zu Hause liegen bleiben. (Heiterkeit. – Abg. Öllinger: Die Alternativen sind ein bisschen ...!) Das wird in Österreich auch so bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Zu meiner Vorrednerin von den Grünen: Frau Kollegin, der Sonntag wird frei sein, Sie können in die Kirche gehen oder zu Hause liegen bleiben. (Heiterkeit. – Abg. Öllinger: Die Alternativen sind ein bisschen ...!) Das wird in Österreich auch so bleiben! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mandak: Du redest aber hier oft andere Sachen als draußen!
Werte Kolleginnen und Kollegen! FPÖ und ÖVP werden das nicht machen, was ihr vielleicht im Sinne habt; das sind Gedanken von euch, die wagen wir nicht einmal zu denken. (Abg. Mandak: Du redest aber hier oft andere Sachen als draußen!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.
Werte Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ! Ich muss euch sagen: Es freut mich ganz besonders, wenn ich heute in der „Presse“ lese, dass Dr. Gusenbauer meint, dass Sie, falls Sie wieder einmal in die Regierung kommen würden – er sagt es weit hinten –, dieses Pensionsreformpaket nicht mehr aufmachen würden. – Da frage ich euch: Wie erklärt Ihr das den Menschen draußen? (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Spät aber doch! Daran sieht man, dass er besondere Schwierigkeiten hat. Mir ist zu Ohren gekommen, Dr. Matznetter und Kollege Cap sägen schon fleißig an seinem Sessel. Seid vorsichtig, dass bei ihm nicht auf einmal alle Stühle weg sind! Ich weiß nicht, ob Ihr noch einmal so einen Vorsitzenden bekommt! (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Abg. Mag. Kogler: Ihr habt Entscheidungen schon ...?
Wieso hat Dr. Gusenbauer das gesagt? – Weil ihm einige in der SPÖ eingeflüstert haben, dass es besser wäre, die Privilegien zu erhalten, dass es besser wäre, 15 Prozent Abschläge zu machen, dass es besser wäre, ein Prozent Beitragserhöhungen zu machen, dass es besser wäre, die Politikerpensionen nicht so stark zu belasten, wie wir es gemacht haben! Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen! (Abg. Mag. Kogler: Ihr habt Entscheidungen schon ...?) Ich sage euch: Es freut mich ganz besonders, dass das auch vom Vorsitzenden der SPÖ so unterstützt wird. – Bitte haltet euch an euren Chef! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wieso hat Dr. Gusenbauer das gesagt? – Weil ihm einige in der SPÖ eingeflüstert haben, dass es besser wäre, die Privilegien zu erhalten, dass es besser wäre, 15 Prozent Abschläge zu machen, dass es besser wäre, ein Prozent Beitragserhöhungen zu machen, dass es besser wäre, die Politikerpensionen nicht so stark zu belasten, wie wir es gemacht haben! Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen! (Abg. Mag. Kogler: Ihr habt Entscheidungen schon ...?) Ich sage euch: Es freut mich ganz besonders, dass das auch vom Vorsitzenden der SPÖ so unterstützt wird. – Bitte haltet euch an euren Chef! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Lesen – denken!
Nächstes Jahr wird die EU-Osterweiterung stattfinden, einige Staaten in unmittelbarer Nähe Österreichs werden in das Haus EU einziehen. In diesem Zusammenhang freut es mich, dass unser Vizekanzler und Sozialminister es zusammengebracht hat, für die Freizügigkeit der Arbeitnehmer eine siebenjährige Übergangsregelung zu schaffen. (Abg. Öllinger: Lesen – denken!) Das ist sehr wichtig (Beifall bei den Freiheitlichen), denn wenn aus EU-Ländern Billigstarbeitskräfte auf den österreichischen Markt strömen, würde das Folgendes bedeuten: eine Lohnminderung für die österreichischen Arbeitnehmer, weil sie um den Kollektivvertragslohn arbeiten müssten, weiters mehr Arbeitslose, natürlich weniger Geld in der Tasche. (Abg. Öllinger: Was ist das?) – Vorausgedacht, also gut gedacht.
Beifall bei den Freiheitlichen
Nächstes Jahr wird die EU-Osterweiterung stattfinden, einige Staaten in unmittelbarer Nähe Österreichs werden in das Haus EU einziehen. In diesem Zusammenhang freut es mich, dass unser Vizekanzler und Sozialminister es zusammengebracht hat, für die Freizügigkeit der Arbeitnehmer eine siebenjährige Übergangsregelung zu schaffen. (Abg. Öllinger: Lesen – denken!) Das ist sehr wichtig (Beifall bei den Freiheitlichen), denn wenn aus EU-Ländern Billigstarbeitskräfte auf den österreichischen Markt strömen, würde das Folgendes bedeuten: eine Lohnminderung für die österreichischen Arbeitnehmer, weil sie um den Kollektivvertragslohn arbeiten müssten, weiters mehr Arbeitslose, natürlich weniger Geld in der Tasche. (Abg. Öllinger: Was ist das?) – Vorausgedacht, also gut gedacht.
Abg. Öllinger: Was ist das?
Nächstes Jahr wird die EU-Osterweiterung stattfinden, einige Staaten in unmittelbarer Nähe Österreichs werden in das Haus EU einziehen. In diesem Zusammenhang freut es mich, dass unser Vizekanzler und Sozialminister es zusammengebracht hat, für die Freizügigkeit der Arbeitnehmer eine siebenjährige Übergangsregelung zu schaffen. (Abg. Öllinger: Lesen – denken!) Das ist sehr wichtig (Beifall bei den Freiheitlichen), denn wenn aus EU-Ländern Billigstarbeitskräfte auf den österreichischen Markt strömen, würde das Folgendes bedeuten: eine Lohnminderung für die österreichischen Arbeitnehmer, weil sie um den Kollektivvertragslohn arbeiten müssten, weiters mehr Arbeitslose, natürlich weniger Geld in der Tasche. (Abg. Öllinger: Was ist das?) – Vorausgedacht, also gut gedacht.
Abg. Dr. Niederwieser: Zuerst denken, dann reden! – Zwischenruf des Abg. Öllinger.
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt: um ältere Arbeitnehmer länger in Beschäftigung zu halten: Aktion 56/58. (Abg. Dr. Niederwieser: Zuerst denken, dann reden! – Zwischenruf des Abg. Öllinger.) – Kollege Öllinger, ein bisschen aufpassen, sonst kannst du es wieder nicht erklären!
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Weiters: Rechtsanspruch auf Weiterbildung. – Das hat es früher nicht gegeben! Was war unter der SPÖ-Regierung? – Da hat man den Betreffenden einfach in der Arbeitslosigkeit gelassen, wenn er nicht krank war, hatte er keinen Anspruch auf Weiterbildung, und dann hat er die Notstandsunterstützung bekommen. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Wenn nur ein Familieneinkommen, aber mehrere Familienmitglieder da waren, dann war man eigentlich zum Verhungern verurteilt. So war es, Kollege Öllinger, das ist die Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Weiters: Rechtsanspruch auf Weiterbildung. – Das hat es früher nicht gegeben! Was war unter der SPÖ-Regierung? – Da hat man den Betreffenden einfach in der Arbeitslosigkeit gelassen, wenn er nicht krank war, hatte er keinen Anspruch auf Weiterbildung, und dann hat er die Notstandsunterstützung bekommen. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Wenn nur ein Familieneinkommen, aber mehrere Familienmitglieder da waren, dann war man eigentlich zum Verhungern verurteilt. So war es, Kollege Öllinger, das ist die Wahrheit! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: „Zukunftsmusik?“ – Ein Trauerspiel ist das!
lung für die Bauarbeiter: All das wird 2004 kommen, das ist Zukunftsmusik für die österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Öllinger: „Zukunftsmusik?“ – Ein Trauerspiel ist das!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Ruth Becher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Minister! Nur ganz kurz zu meinem Vorredner: Ich darf Ihnen versichern, dass das Gegenteil von dem der Fall ist, was Sie hier prophezeit haben, dass wir nämlich den Beschluss, der hier gefasst wurde, ganz sicher nicht zur Kenntnis nehmen und ihn revidieren würden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Manchmal gibt es Zufälle, da staunt man nur!
Zu befürchten ist, dass Direktanteile der BIG direkt an dritte Investoren verkauft werden. Es gibt ja auch schon Hinweise darauf, wer das sein könnte. In einem Zeitungsartikel vom 31. Mai wird die Immofinanz genannt, die sich dafür interessieren könnte. Wenn man da wieder die personellen Zusammenhänge kennt, weiß man, dass der Makler für die Immofinanz Herr Plech ist, der gleichzeitig im Aufsichtsrat der BUWOG sitzt. (Abg. Öllinger: Manchmal gibt es Zufälle, da staunt man nur!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Zusammenfassend ist festzuhalten: Beide Varianten sind aus unserer Sicht abzulehnen: Bei der ersten Variante würden nämlich letztendlich alle Mieter zahlen, bei der zweiten Variante würde der Bund wertvolles Familiensilber mehr oder weniger verschenken. Das einzige Ergebnis, das sich zu Buche schlagen würde, wäre, dass dieser Verkauf einen einmaligen Erlös für das Budget brächte – und das lehnen wir ab! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Wir haben uns daher alle Mühe gegeben, Vollbeschäftigung zu erreichen, und haben es in den ersten zwei Jahren dieser Regierung geschafft, die Arbeitslosenzahlen um 50 000 zu senken. In den letzten zwei Jahren sind sie wieder etwas angestiegen, liegen aber immer noch deutlich unter dem Wert von etwa 1988. Ich kann Ihnen die Zahlen gerne geben – Zahl für Zahl, Monat für Monat. (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte Ihnen gerne die sieben Hauptsünden der sozialdemokratischen Arbeitsmarktpolitik nennen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Reheis: Da haben ja Sie mitgemacht! Sie waren ja 15 Jahre mit in der Regierung!
Zweitens: Sie haben auch falsche Strukturen gestützt – etwa die Lohnkurve, wie sie Minister Bartenstein heute bereits angesprochen hat (Abg. Reheis: Da haben ja Sie mitgemacht! Sie waren ja 15 Jahre mit in der Regierung!) –, wodurch man natürlich auch die Arbeitsmarktverhältnisse in Österreich insgesamt deutlich erschwert hat.
Abg. Parnigoni: Es spricht ein Wendehals!
Sie haben es jahrzehntelang verabsäumt, ein Kernstück unserer Ausbildung, die duale Ausbildung, zu fördern. (Abg. Parnigoni: Es spricht ein Wendehals!) Wir haben in den letzten Jahren mehr Jugendarbeitsplätze, mehr Lehrlingsstellen gefördert als Sie in einem Vierteljahrhundert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie haben es jahrzehntelang verabsäumt, ein Kernstück unserer Ausbildung, die duale Ausbildung, zu fördern. (Abg. Parnigoni: Es spricht ein Wendehals!) Wir haben in den letzten Jahren mehr Jugendarbeitsplätze, mehr Lehrlingsstellen gefördert als Sie in einem Vierteljahrhundert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich!
Sie haben einen Strukturkonservativismus im AMS-Bereich aufrechterhalten, wo nur verwaltet wurde. Uns ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit die Vermittlungsdauer um einen ganzen Monat zu senken. (Abg. Reheis: Das ist ja unglaublich!) Das sind ja Leistungen!
Abg. Krainer: Und bei den Arbeitsplätzen?
einen Anteil von 19,3 Prozent an der gesamtösterreichischen Bevölkerung. Bei den Arbeitslosen sind es insgesamt über 34 Prozent. (Abg. Krainer: Und bei den Arbeitsplätzen?) Ja, bei den Arbeitslosen über 50 Jahre sind es 41 Prozent. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das kann ich Ihnen dann gleich beantworten.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
einen Anteil von 19,3 Prozent an der gesamtösterreichischen Bevölkerung. Bei den Arbeitslosen sind es insgesamt über 34 Prozent. (Abg. Krainer: Und bei den Arbeitsplätzen?) Ja, bei den Arbeitslosen über 50 Jahre sind es 41 Prozent. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Das kann ich Ihnen dann gleich beantworten.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: 200 000 Niederösterreicher pendeln täglich nach Wien ein!
Bei den Langzeitarbeitslosen sind es 55 Prozent; das bedeutet um 20 Prozent mehr als in allen anderen österreichischen Bundesländern zusammen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Eder: 200 000 Niederösterreicher pendeln täglich nach Wien ein!) – Wenn Ihnen das nicht zu denken gibt, dann weiß ich es nicht.
Abg. Eder: Das ist ein primitiver Anschlag auf Wien!
Zum Schluss meiner Ausführungen noch eine ganz kurze Bemerkung, weil heute so viel von den Schuhen von Minister Bartenstein die Rede war: Ich habe einen österreichischen Bundeskanzler gekannt – er kommt Ihnen vielleicht bekannt vor (Abg. Eder: Das ist ein primitiver Anschlag auf Wien!) –, der keine Schuhe im Kaufhaus gekauft hat, sondern nur Maßschuhe, und angeblich war sein Rabatt um vieles höher als der von Minister Bartenstein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zum Schluss meiner Ausführungen noch eine ganz kurze Bemerkung, weil heute so viel von den Schuhen von Minister Bartenstein die Rede war: Ich habe einen österreichischen Bundeskanzler gekannt – er kommt Ihnen vielleicht bekannt vor (Abg. Eder: Das ist ein primitiver Anschlag auf Wien!) –, der keine Schuhe im Kaufhaus gekauft hat, sondern nur Maßschuhe, und angeblich war sein Rabatt um vieles höher als der von Minister Bartenstein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen, um die Ruhe wieder herzustellen.
Abgeordnete Mag. Brigid Weinzinger (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Bundeskanzler! Und ganz besonders: Sehr verehrter Herr Minister Bartenstein! Sie haben es geschafft, wie es Ministern offensichtlich immer wieder gelingt, in Ihren bisherigen Ausführungen zur Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik die „Lappalie“ von 52 Prozent der Bevölkerung völlig auszuklammern. Ich darf Ihnen daher eine kleine Eselsbrücke dafür anbieten, wie es Ihnen in Zukunft vielleicht doch gelingen könnte, bei Wirtschaft ... (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen, um die Ruhe wieder herzustellen.) – Okay, ich probiere es noch einmal.
Abg. Steibl: Aber das geht jetzt nicht mehr weiter!
Ich möchte noch immer dem Herrn Minister gerne eine Eselsbrücke dafür anbieten, wie er es schaffen kann, selbst bei Themen wie Wirtschaft, Unternehmertum und Arbeitsmarkt an Frauen zu denken: Einem gängigen Klischee zufolge sind ja Frauen sehr an Schuhen interessiert. Also, Herr Minister: Wenn Sie das nächste Mal an Schuhe denken, denken Sie auch an Frauen. Schuhe – Frauen. (Abg. Steibl: Aber das geht jetzt nicht mehr weiter!) Vielleicht wirkt sich dann die Schuh-Politik positiv auf die Wirtschaft Österreichs aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte noch immer dem Herrn Minister gerne eine Eselsbrücke dafür anbieten, wie er es schaffen kann, selbst bei Themen wie Wirtschaft, Unternehmertum und Arbeitsmarkt an Frauen zu denken: Einem gängigen Klischee zufolge sind ja Frauen sehr an Schuhen interessiert. Also, Herr Minister: Wenn Sie das nächste Mal an Schuhe denken, denken Sie auch an Frauen. Schuhe – Frauen. (Abg. Steibl: Aber das geht jetzt nicht mehr weiter!) Vielleicht wirkt sich dann die Schuh-Politik positiv auf die Wirtschaft Österreichs aus! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Steibl: Das können Sie aber anscheinend nicht beurteilen! Ich bin da anderer Meinung!
Zu den wesentlichen Bereichen, wo Frauen als Unternehmerinnen betroffen sind, zählt sicher, dass Unternehmerinnen insbesondere dann, wenn sie die Startphase zu bewältigen haben, in Österreich informell nach wie vor benachteiligt sind. (Abg. Steibl: Das können Sie aber anscheinend nicht beurteilen! Ich bin da anderer Meinung!) Sie alle kennen sicher die einschlägigen Untersuchungen und Daten, die besagen, dass es für eine Unternehmerin im Regelfall schwieriger ist, Startkapital von einer Bank zu bekommen, insbesondere für die von Ihnen meistens sehr gerühmten neuen Unternehmungen, wo in kleinen Einzelinitiativen versucht wird, etwas auf die Beine zu stellen (Abg. Steibl: Wahrscheinlich war das die Bank Austria!), wo die Kreativität der Menschen zu Recht beschworen wird, wo allerdings für die Frauen, die sich kreativ unternehmerisch betätigen wollen, das Kapital oft ein Riesenproblem ist. Da gibt es
Abg. Steibl: Wahrscheinlich war das die Bank Austria!
Zu den wesentlichen Bereichen, wo Frauen als Unternehmerinnen betroffen sind, zählt sicher, dass Unternehmerinnen insbesondere dann, wenn sie die Startphase zu bewältigen haben, in Österreich informell nach wie vor benachteiligt sind. (Abg. Steibl: Das können Sie aber anscheinend nicht beurteilen! Ich bin da anderer Meinung!) Sie alle kennen sicher die einschlägigen Untersuchungen und Daten, die besagen, dass es für eine Unternehmerin im Regelfall schwieriger ist, Startkapital von einer Bank zu bekommen, insbesondere für die von Ihnen meistens sehr gerühmten neuen Unternehmungen, wo in kleinen Einzelinitiativen versucht wird, etwas auf die Beine zu stellen (Abg. Steibl: Wahrscheinlich war das die Bank Austria!), wo die Kreativität der Menschen zu Recht beschworen wird, wo allerdings für die Frauen, die sich kreativ unternehmerisch betätigen wollen, das Kapital oft ein Riesenproblem ist. Da gibt es
Beifall bei den Grünen.
Verzerrungen durch die geübte Bankenpraxis, durch Klischees und Vorurteile, die bestehen. Ich denke, dass man zumindest bewusstseinsbildend, in Wirklichkeit aber auch aktiv gegensteuernd eingreifen sollte. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich stelle fest, es sorgt für unglaubliche Unruhe hier im Saal, wenn hier eine Frau über Frauen als Unternehmerinnen spricht. Nehmen insbesondere Sie, meine Herren, zur Kenntnis, dass Wirtschaft keine reine Männerdomäne ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steibl: Ich werde Ihnen einige Beispiele liefern!
Ich schlage daher Herrn Minister Bartenstein ganz dringend vor, eine gezielte Förderung für Unternehmerinnen in Österreich zu betreiben. (Abg. Steibl: Ich werde Ihnen einige Beispiele liefern!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister! Das ist zu wenig für eine aktive Arbeitsmarktpolitik und zur Verringerung der Einkommensschere. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Lentsch: Das ist etwas „Neues“!
Ich darf Sie am Schluss meiner Ausführungen ganz dringend auffordern, sich endlich der Tatsache zu stellen, dass 52 Prozent der Bevölkerung weiblich sind, dass sie wirtschaftlich aktiv sind und nicht nur als Konsumentinnen (Abg. Lentsch: Das ist etwas „Neues“!), sondern eben sehr viel Kreativität und Potential mitbringen, das Sie allerdings entsprechend und gerecht fördern müssten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich darf Sie am Schluss meiner Ausführungen ganz dringend auffordern, sich endlich der Tatsache zu stellen, dass 52 Prozent der Bevölkerung weiblich sind, dass sie wirtschaftlich aktiv sind und nicht nur als Konsumentinnen (Abg. Lentsch: Das ist etwas „Neues“!), sondern eben sehr viel Kreativität und Potential mitbringen, das Sie allerdings entsprechend und gerecht fördern müssten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Lentsch: Mit Recht!
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Abgeordneter Fasslabend hat im Rahmen seiner Wortmeldung über eine angeblich verfehlte Arbeitsmarktpolitik der Vergangenheit gesprochen (Abg. Lentsch: Mit Recht!) und auf die SPÖ hinweisend mehrmals festgestellt: Sie haben, Sie haben, Sie haben. (Ruf: Das stimmt auch! – Abg. Mag. Mainoni: Was ist da falsch oder richtig?)
Ruf: Das stimmt auch! – Abg. Mag. Mainoni: Was ist da falsch oder richtig?
Abgeordneter DDr. Erwin Niederwieser (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Abgeordneter Fasslabend hat im Rahmen seiner Wortmeldung über eine angeblich verfehlte Arbeitsmarktpolitik der Vergangenheit gesprochen (Abg. Lentsch: Mit Recht!) und auf die SPÖ hinweisend mehrmals festgestellt: Sie haben, Sie haben, Sie haben. (Ruf: Das stimmt auch! – Abg. Mag. Mainoni: Was ist da falsch oder richtig?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Tatsache ist, dass für die Arbeitsmarktpolitik der Jahre 1986 bis 2000 eine Koalition aus SPÖ und ÖVP verantwortlich zeichnet. Da frage ich mich schon, was Sie geritten hat, dass Sie Ihre eigene Arbeit der Vergangenheit so schlecht machen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Präsident Dr. Heinz Fischer: Das, was sich ein Abgeordneter fragt, ist an sich kein Gegenstand einer tatsächlichen Berichtigung. (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Wittauer: Die Landwirte hast du vergessen! – Abg. Mag. Kogler: Bis jetzt geht es noch!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Meine geschätzten Regierungsmitglieder! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte diese Gelegenheit dazu nützen, etwas zu sagen, was in dieser Debatte noch nicht gesagt wurde, was aber meiner Überzeugung nach sehr wichtig ist: Man sollte, wenn man über Arbeit und Wirtschaftspolitik spricht, von diesem Rednerpult aus einmal jenen Hunderttausenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, den zigtausend KMUs, die das Rückgrat der Wirtschaft sind, die – egal, ob die Wirtschaftspolitik von Links oder von Rechts gemacht wird – unser Land aufrechterhalten, ganz besonders danke schön sagen. Danke schön! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Wittauer: Die Landwirte hast du vergessen! – Abg. Mag. Kogler: Bis jetzt geht es noch!) – Danke.
Abg. Mag. Weinzinger: Mit dem Zug!
Wenn ich einen Vergleich bringen darf: Mir ist es eigentlich relativ egal, ob Sie auf der Süd Autobahn nach Kärnten fahren oder auf der Murtal Schnellstraße (Abg. Mag. Weinzinger: Mit dem Zug!), wichtig ist, Sie kommen nach Kärnten! Sie können auch mit dem Zug kommen, wichtig ist, Sie kommen nach Kärnten, denn dieses Kärnten – und jetzt bin ich wieder bei der Wirtschaft – ist ein Land, wie es Kollege Grillitsch erwähnt hat: ein Land mit vielen verstreuten Tälern, ein Land, das vom Wirtschaftsstandort her sicher keinen guten Startplatz hat, und, geschätzte Damen und Herren, auch ein Land, das ähnliche Probleme hatte wie Österreich insgesamt: nämlich eine jahrzehntelange SPÖ-Regierung – Schuldenpolitik, Schuldenpolitik, Schuldenpolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn ich einen Vergleich bringen darf: Mir ist es eigentlich relativ egal, ob Sie auf der Süd Autobahn nach Kärnten fahren oder auf der Murtal Schnellstraße (Abg. Mag. Weinzinger: Mit dem Zug!), wichtig ist, Sie kommen nach Kärnten! Sie können auch mit dem Zug kommen, wichtig ist, Sie kommen nach Kärnten, denn dieses Kärnten – und jetzt bin ich wieder bei der Wirtschaft – ist ein Land, wie es Kollege Grillitsch erwähnt hat: ein Land mit vielen verstreuten Tälern, ein Land, das vom Wirtschaftsstandort her sicher keinen guten Startplatz hat, und, geschätzte Damen und Herren, auch ein Land, das ähnliche Probleme hatte wie Österreich insgesamt: nämlich eine jahrzehntelange SPÖ-Regierung – Schuldenpolitik, Schuldenpolitik, Schuldenpolitik! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni.
Wenn ich mir das anschaue, gewinne ich oft den Eindruck, die SPÖ in Kärnten hat wirklich zielstrebig und punktgenau daran gearbeitet, den letzten Platz in Österreich einzunehmen; wahrscheinlich war es eine parteipolitische Überlegung, man wollte dort unbedingt die rote Laterne bekommen. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Ich kann nur „danken“ und sagen: Wir werden es besser machen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn ich mir das anschaue, gewinne ich oft den Eindruck, die SPÖ in Kärnten hat wirklich zielstrebig und punktgenau daran gearbeitet, den letzten Platz in Österreich einzunehmen; wahrscheinlich war es eine parteipolitische Überlegung, man wollte dort unbedingt die rote Laterne bekommen. (Zwischenruf des Abg. Parnigoni.) Ich kann nur „danken“ und sagen: Wir werden es besser machen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Brosz: Leilei! – Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Wenn man dann wenigstens den Neubeginn nutzen würde, wenn man dann wenigstens sagen würde: So, jetzt gehen wir es an! Auch da erinnert mich die Bundespolitik wieder an Kärnten; ich muss noch einmal den Vergleich bringen: Sowohl in Kärnten als auch österreichweit ist es so, dass die Parteivorsitzenden eine neue Regel ins Leben gerufen haben, die neue Regel der SPÖ, die goldene Regel der drei J: Jammern, jammern, jammern! (Abg. Brosz: Leilei! – Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Ich glaube, das ist zu wenig. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
Wenn man dann wenigstens den Neubeginn nutzen würde, wenn man dann wenigstens sagen würde: So, jetzt gehen wir es an! Auch da erinnert mich die Bundespolitik wieder an Kärnten; ich muss noch einmal den Vergleich bringen: Sowohl in Kärnten als auch österreichweit ist es so, dass die Parteivorsitzenden eine neue Regel ins Leben gerufen haben, die neue Regel der SPÖ, die goldene Regel der drei J: Jammern, jammern, jammern! (Abg. Brosz: Leilei! – Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Ich glaube, das ist zu wenig. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Öllinger: Eine sehr kleine!
Weil Herr Kollege Brosz „leilei“ sagt, fällt mir wieder Kärnten ein, ich danke Ihnen für das Stichwort. Wir haben in Kärnten neue Akzente gesetzt. Wir haben den Tourismus ausgebaut. Kollege Dolinschek hat es bereits erzählt. Wir haben die Wirtschaft gestärkt. Wir haben eine Kleinunternehmeroffensive gestartet. (Abg. Öllinger: Eine sehr kleine!) Auch bundesweit wird es solche Aktivitäten geben.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Am liebsten wäre Ihnen wahrscheinlich eine Partei!
Herr Kollege Öllinger, Sie werden zur Kenntnis nehmen müssen, etwas haben wir in Kärnten zumindest geschafft: Es gibt dort drei Parteien im Landtag und nicht vier. Das ist, glaube ich, ein guter Ansatz, dass man erkennt, dass die Wirtschaftskompetenz der Grünen anscheinend doch nicht fruchtend ist. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Am liebsten wäre Ihnen wahrscheinlich eine Partei!) – Nein, das wäre mir nicht am liebsten! Ganz im Gegenteil! (Abg. Öllinger: Schauen sich eh sehr ähnlich die drei!)
Abg. Öllinger: Schauen sich eh sehr ähnlich die drei!
Herr Kollege Öllinger, Sie werden zur Kenntnis nehmen müssen, etwas haben wir in Kärnten zumindest geschafft: Es gibt dort drei Parteien im Landtag und nicht vier. Das ist, glaube ich, ein guter Ansatz, dass man erkennt, dass die Wirtschaftskompetenz der Grünen anscheinend doch nicht fruchtend ist. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Am liebsten wäre Ihnen wahrscheinlich eine Partei!) – Nein, das wäre mir nicht am liebsten! Ganz im Gegenteil! (Abg. Öllinger: Schauen sich eh sehr ähnlich die drei!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die SPÖ hat in Zeiten, in denen wirtschaftlich gesehen ein sehr starker Wind geblasen hat, nur eines getan: die Segel gestrichen und sich in den Rumpf des Schiffes zurückgezogen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Robert Rada (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Herr Bundesminister! Sehr geschätzter Herr Kollege Fasslabend, wüsste ich nicht, wo Sie wohnen, aus welchem Wahlkreis Sie kommen, dann hätte ich jetzt gesagt, Sie haben aus einer falschen Statistik zitiert. Wenn man sich die Statistiken – und diese sind noch ziemlich druckfrisch – von Ende Mai aus dem Bezirk Gänserndorf, in dem Sie ja wohnen, anschaut, wenn man sich die Pendlerstatistik anschaut, von Ihrem Wohnort Marchegg nach Wien, dann muss man sagen: Da kann man nur froh sein, dass es die Großstadt Wien an der Grenze zum Weinviertel gibt, denn ohne diese läge die Arbeitslosigkeit bei uns nicht bei 5 Prozent, sondern bei 10 Prozent. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Parnigoni: Hollabrunner zurück nach Hollabrunn!
Herr Abgeordneter Fasslabend! Das werden wir unseren Wählerinnen und Wählern im Bezirk Gänserndorf, in Hollabrunn und in Mistelbach sehr klar und deutlich sagen. (Abg. Parnigoni: Hollabrunner zurück nach Hollabrunn!)
Abg. Großruck: Das eine schließt ja das andere nicht aus!
Kollege Oberhaidinger hat heute gesagt, die Budgetansätze zum Wohnungsbau sind absolut keine wirtschaftlichen Ansätze. Es gibt ein sehr interessantes Interview des ÖVP-Bautensprechers Großruck, in dem er von Sanierungen der Wohnungen spricht, von Renovierungen, energietechnischen Instandhaltungen. Sein großes Ziel ist, Wohnungen leistbar zu machen. (Abg. Großruck: Das eine schließt ja das andere nicht aus!)
Abg. Großruck: Ihr habt immer ein Schwarzweiß-Denken! Ihr könnt nicht kombinieren, das ist euer Problem!
Geschätzte Damen und Herren! Wie können denn die Wohnungen leistbar werden mit dem, was Sie vorgestern beschlossen haben, mit der neuen Pensionsreform? Sagen Sie mir: Wie können junge Menschen zu leistbaren Wohnungen kommen, wenn ...? (Abg. Großruck: Ihr habt immer ein Schwarzweiß-Denken! Ihr könnt nicht kombinieren, das ist euer Problem!)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Großruck! Wenn Sie eine Rede halten wollen, melden Sie sich zu Wort! (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Schauen wir uns das Baugewerbe an! Es hat auch geheißen, wir hatten noch nie so viele Menschen in Beschäftigung. Es hat aber niemand von den Vorrednern der Regierungsparteien dazugesagt, in welchen Beschäftigungen diese Menschen sind. Wir hatten aber auch noch nie so viele Arbeitslose wie derzeit. (Widerspruch bei der ÖVP.) Das ist auch mit ein „Verdienst“ einer verfehlten Bauwirtschaftspolitik. Was passiert denn im Bereich der Bauwirtschaft? Es passiert hier eigentlich nichts!
Beifall bei der SPÖ.
Ein Letztes noch, Herr Bundesminister, vielleicht etwas zum Weiterleiten an den Ministerrat: Unsere Schülerinnen und Schüler im berufsbildenden Schulwesen haben Praktika zu absolvieren, müssen in den Ferien ihre Pflichtpraxis absolvieren – aber sie finden keine Plätze, Herr Bundesminister! Es ist die Wirtschaft nicht bereit, den jungen Menschen diese Praxisplätze in ausreichendem Ausmaß zur Verfügung zu stellen, die sie brauchen, um später im Berufsleben bestehen zu können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Gradwohl: Das hat sie aber nicht gesagt ...!
Frau Silhavy wundert sich, dass unser Wirtschaftsminister die Steuer- und Abgabenquote Österreichs in Berlin als zu hoch bezeichnet hat. Das ist richtig, aber wir haben etwas getan: Wir senken die Abgaben auf die nicht entnommenen Gewinne, stärken damit die Betriebe und vieles andere mehr. (Abg. Gradwohl: Das hat sie aber nicht gesagt ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese Budgets sind eine eindrucksvolle Zusammenfassung der Politik der letzten Wochen: Die SPÖ und mit ihr auch die kleine Oppositionspartei kritisiert und verunsichert – die ÖVP und die FPÖ handeln und gestalten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel und Bundesminister Dr. Bartenstein führen ein Gespräch.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Herr Bundeskanzler Dr. Schüssel! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Seit Stunden wird jetzt schon über Wirtschaftsdaten gesprochen und wie gut Österreich angeblich ist, wie gering die Arbeitslosigkeit ist, wie hoch die Beschäftigung ist. (Bundeskanzler Dr. Schüssel und Bundesminister Dr. Bartenstein führen ein Gespräch.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Molterer, Sie kennen auch die Statistiken und die Daten aus Steyr. Wenn Sie ehrlich sind, dann müssen Sie zugeben, dass diese Versprechen in dieser Region nicht eingehalten wurden und dass vor allem die Bilanz, wie gut Sie mit Ihrer Politik waren, zumindest für Steyr nicht zutrifft. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Es stimmt, es fehlen in diesem Bereich 30 000 Arbeitskräfte, nur, Herr Minister, wer bezahlt diese Arbeitskräfte? Dass sie fehlen, das allein ist zu wenig, es muss auch jemanden geben, der das Geld dafür hergibt, dass die Leute dort arbeiten und sich ihr Einkommen schaffen können. Aber das gibt es nicht, Herr Minister, und das geht großteils auf Kosten von Frauen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Steibl: Sie sind wirklich sehr einseitig! ...!
Herr Minister! Es genügt nicht, wenn Sie ab und zu Betriebsbesuche machen in Firmen, die vielleicht ganz gut gehen. Schauen Sie einmal wirklich in die betroffenen Städte, schauen Sie zum Beispiel einmal nach Steyr, und lassen Sie sich von den Menschen erzählen, wie es ihnen geht und unter welchen Bedingungen sie teilweise leben müssen! Sie haben keine Ahnung, wie viele Menschen in Steyr alleine deshalb die Wohnung verlieren, weil sie keinen Arbeitsplatz mehr haben und ihre Mieten nicht mehr finanzieren können. (Abg. Steibl: Sie sind wirklich sehr einseitig! ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Steibl: So eine Unterstellung!
denn bis dorthin kommen die Leute gar nicht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Steibl: So eine Unterstellung!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Als Unternehmer möchte ich sagen, Unternehmer und Arbeitnehmer gemeinsam schaffen Arbeitsplätze. Nur motivierte Unternehmer können auch Erfolg haben. Als Unternehmer sage ich Ihnen, unser wichtigstes Gut sind unsere Mitarbeiter. Kein Klassenkampf, sondern gemeinsam optimistisch in die Zukunft schauen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Aber sie frisst auch kein Futter mehr!
Wenn ich mich richtig erinnere, war die Grundintention der BIG-Gründung 1992, die Liegenschaftsverwaltung des Bundes an privatwirtschaftliche Gegebenheiten anzugleichen. Es stellt sich im konkreten Fall aber schon die Frage, ob durch eine Sonderdividende, die bei der BIG an die Substanz gehen wird, der freie Markt nicht allzu wörtlich genommen wird. Um bei einem bildlichen Vergleich zu bleiben: Wenn man eine Kuh schlachtet, wird sie mit Sicherheit keine Milch mehr geben. (Abg. Neudeck: Aber sie frisst auch kein Futter mehr!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Bund hat sich bei der Veräußerung einen Nachbesserungsanspruch gesichert. Wenn also beim Verkauf mehr als der Buchwert erzielt wird, geht die Differenz an den Finanzminister. Aber: Wie motivationssteigernd wird dieser Nachbesserungsanspruch auf die Verkaufsverhandlungen wirken? – Herzlichen Dank! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Jetzt musst du ihm alles beantworten, was er gefragt hat!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Steibl. Redezeit: 3 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Neudeck: Jetzt musst du ihm alles beantworten, was er gefragt hat!)
Abg. Mandak: Sie hört Sie sicher!
Abgeordnete Ridi Steibl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Unternehmen statt unterlassen! Schade, dass Kollegin Weinzinger jetzt nicht hier ist, denn ich hätte ihr gerne einige Erfolgsgeschichten aus der Steiermark mit auf den Weg gegeben; anscheinend ist es aber so, dass man seine Rede hält und dann kein Interesse mehr an diesem Thema hat, (Abg. Mandak: Sie hört Sie sicher!) – Unternehmen statt unterlassen: Dieser Philosophie sind im vergangenen Jahr 30 000 Österreicherinnen und Österreicher gefolgt und haben ihre eigenes Unternehmen gegründet. Das bedeutet einen neuen Junggründerrekord, und der Trend zur Selbständigkeit scheint auch in wirtschaftlich sensiblen Zeiten ungebrochen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich werte diese Zahlen als ein positives Zeichen für unser Land und auch für die österreichische Wirtschaft. Unsere Junggründer, die neuen Gründergenerationen sind diejenigen, die die österreichische Wirtschaft in Zukunft entscheidend prägen und neue Arbeitsplätze schaffen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich lade Sie ein: Tragen Sie die hervorragenden Maßnahmen unserer Bundesregierung für Wirtschaft und Arbeit mit und leisten Sie damit einen Beitrag zur Erhaltung des Wohlstandes in Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Wir Grünen wollen dem Konzept des klassischen Handels und des Freihandels den fairen Handel entgegensetzen. Beim fairen Handel gilt gegenüber den anderen Handelsformen das Kooperationsprinzip zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen. Das zentrale Handlungsmotiv ist nachhaltige Entwicklung. Nachhaltigkeit, meine Damen und Herren, ist ein Lieblingskonzept auch der ÖVP, wie ich Ihren Programmen entnehme. Aus diesem Grund wollen wir unserem Wirtschaftsminister auf die nachfolgenden Verhandlungsrunden in Cancun mitgeben, nicht den fairen Handel als eine kleine Nische zu vertreten, sondern als eine zukünftige Form für eine gedeihliche Entwicklung auf dieser Welt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Trinkl ist von der Worterteilung zu diesem Zeitpunkt überrascht.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Trinkl. Gewünschte Redezeit: 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Trinkl ist von der Worterteilung zu diesem Zeitpunkt überrascht.) – Unverhofft kommt oft! (Allgemeine Heiterkeit.)
Allgemeine Heiterkeit.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Trinkl. Gewünschte Redezeit: 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Trinkl ist von der Worterteilung zu diesem Zeitpunkt überrascht.) – Unverhofft kommt oft! (Allgemeine Heiterkeit.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Bei allen Schwächen, die wir noch zu verbessern haben, besteht absolut kein Grund dafür, Österreich krankzujammern, und noch weniger, das Land krankzubeten, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
In der Bibel steht, glaube ich, irgendwo: Freuet euch! – Der Herr Präsident freut sich, wenn wir auch diese Schriftstellen noch kennen. – Freuet euch!, denn wenn es uns nicht gut ginge, könnten wir uns den Luxus 30 Jahre sozialistischer „Verwirtschaftungspolitik“ gar nicht leisten, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Wir werden diesen erfolgreichen Weg fortsetzen. Wir haben die richtigen Maßnahmen gesetzt und werden in Zukunft die richtigen Maßnahmen setzen, beispielsweise eine Senkung, eine qualitative Senkung, der Lohnnebenkosten, und wir werden steuerliche Maßnahmen setzen, die die Wirtschaft wieder beleben. Wir werden den nicht entnommenen Gewinn entdiskriminieren, obwohl das von vielen Damen und Herren der Opposition nicht verstanden wird. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Ich sage Ihnen: Der nicht entnommene Gewinn wird zu neuen Investitionen führen.
Zwischenruf des Abg. Eder.
Und der Frau Kollegin Haidlmayr hätte ich gerne ins Stammbuch geschrieben: Arbeitsplätze wachsen nicht auf den Bäumen! (Zwischenruf des Abg. Eder.) – Herr Eder, Arbeitsplätze werden nur von wettbewerbsfähigen Betrieben dieser Republik geschaffen. Das werden auch Sie zur Kenntnis nehmen müssen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und der Frau Kollegin Haidlmayr hätte ich gerne ins Stammbuch geschrieben: Arbeitsplätze wachsen nicht auf den Bäumen! (Zwischenruf des Abg. Eder.) – Herr Eder, Arbeitsplätze werden nur von wettbewerbsfähigen Betrieben dieser Republik geschaffen. Das werden auch Sie zur Kenntnis nehmen müssen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dass wir auf dem richtigen Weg sind, beweist Ihnen ein Artikel im „FORMAT“ (der Redner hält einen Artikel mit der Überschrift „So schaffen wir den Aufschwung“ in die Höhe): Herr Lacina, Herr Christian Konrad und Herr Andreas Treichl bestätigen, dass wir mit unseren Maßnahmen sehr wohl auf dem richtigen Weg sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Wirtschaftsstandort Österreich wird es den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern danken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Freund: Zu wenig gesucht!
Abgeordnete Renate Csörgits (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Zuerst ein paar Bemerkungen zu den Ausführungen des Herrn Abgeordneten Tancsits. Sie sprechen ständig davon, dass für junge und für ältere Arbeitnehmer angeblich ein Rechtsanspruch auf Bildung bestehe. Also, ich habe diesen Rechtsanspruch nicht gefunden. – Erstens. (Abg. Freund: Zu wenig gesucht!) – Nein! Ich kann schon lesen, keine Sorge!
Beifall bei der SPÖ.
vorgesehen sind, sondern dass da Effizienzsteigerung gefragt ist und dass es zu einer Umschichtung von passiven zu aktiven Mitteln der Arbeitsmarktpolitik kommt. Im Klartext heißt das, die Kolleginnen und Kollegen im AMS dürfen dann noch mehr arbeiten und haben noch weniger Zeit für die Arbeitslosen. – So sieht Ihre Politik aus! Herzlichen Dank! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, Sie werden verstehen: Immer dann, wenn Sie sich beruflich zufrieden zeigen, läuten bei mir alle Alarmglocken, weil das für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieses Landes nichts besonders Gutes bedeuten kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Noch dazu sind im Handel mehrheitlich Frauen beschäftigt. Wie machen das die Kolleginnen, wenn sie zum Beispiel allein erziehende Mütter sind? Was tun sie denn dann mit ihren Kindern? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
So schaut das aus, meine Damen und Herren! Das ist Ihre frauenfreundliche Politik, und das ist Ihre familienfreundliche Politik! – Herzlichen Dank! Wir werden die Wählerinnen und Wähler daran erinnern. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Wurm: Frauenarbeit!
Als Tourismusvertreter tut es mir natürlich ein bisschen weh, wenn man hört, dass im Handel ja nichts bewegt werden darf, nichts passieren darf (Abg. Mag. Wurm: Frauenarbeit!), dass aber Arbeitnehmer im Tourismus, ja in allen anderen Dienstleistungsunternehmungen selbstverständlich auch zu bestimmten Zeiten an ihrem Arbeitsplatz sind, nämlich dann, wenn es der Kunde braucht.
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, dort ist in manchen Bereichen ein gewisses Umdenken notwendig, und es muss in einem Dienstleistungsunternehmen auch zu etwas mehr Kundenorientierung kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Insgesamt darf ich unserem Bundesminister für seinen Einsatz auch im Bereich des Tourismus danken. Ich weiß, wir werden gemeinsam den Tourismus auch als Arbeitsstandort in den nächsten Jahren deutlich verbessern. Der Tourismus ist ein Standbein der österreichischen Wirtschaft und wird es auch in Zukunft sein. – Ich danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
findet man zahlreichste Querverweise. Umso bedauerlicher finde ich es, wenn von einigen Abgeordneten die Arbeit des AMS speziell in Wien nicht geschätzt wird. Ich bitte Sie, reden Sie einmal mit den MitarbeiterInnen, reden Sie einmal mit den Arbeitslosen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was passiert jetzt? – Die Bundesregierung delegiert zahlreiche Maßnahmen an das AMS, darunter eben auch die Qualifizierungsmaßnahmen. Herr Dolinschek, Sie haben ursprünglich von „Recht“ gesprochen, in Ihrer letzten Rede haben Sie schon von „Pflicht“ gesprochen – ich hoffe, es wird nicht zum Zwang für die Arbeitslosen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Maßnahmen – betreffend den zu erwartenden erhöhten Zugang an Arbeitslosen und die Abwicklung von Altersteilzeit, Übergangsgeld und so weiter – sind zweifellos nur dann möglich, wenn die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wo ist das Budget dafür, Herr Minister? – 130 Planstellen fehlen jetzt schon im AMS. Zusätzlich soll das AMS noch die Rücklagen auflösen. Es besteht meinem Eindruck nach wirklich Anlass zur Sorge, dass Sie das AMS aushungern und sich vom Solidaritätsprinzip verabschieden. Arbeitslose haben bekanntlich keine Lobby! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Hans Moser: Wahnsinn!
Wir haben ausgezeichnete Gastronomiebetriebe – mein Vorredner hat das schon ausgeführt –, die Hunderte Lehrlinge ausbilden, welche dann aber auf Grund der bekannten, schwierigen Arbeitsbedingungen in andere Branchen abwandern. Herr Minister, wie lösen Sie die Beschäftigungsprobleme in der Gastronomie? – Sie haben erstens das Tourismus-Staatssekretariat abgeschafft. Sie haben die Saisonnier-Kontingente innerhalb kürzester Zeit – seit Sie in der Regierung sind – dramatisch erhöht. Ich darf Ihnen nur eine Zahl für den Winterfremdenverkehr nennen: Im Jahr 1999 waren noch 1 980 Saisonniers für die Wintersaison vorgesehen, im Jahr 2002 waren es bereits 9 220. (Abg. Mag. Hans Moser: Wahnsinn!) Insgesamt, zusammen mit der Sommersaison, hat sich das Kontingent seit dem Jahr 1999 von insgesamt 4 254 auf 16 065 Kontingentplätze erhöht.
Beifall bei der SPÖ.
Die Probleme kann man auf diese Art und Weise nicht lösen. Meine Damen und Herren, das ist keine aktive und innovative Arbeitsmarktpolitik! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir Österreicher lebten einst in einem sehr großen Land, in der Monarchie, und haben daher eine große Verantwortung für unser kulinarisches Erbgut. Das darf nicht vermischt werden. Alle Grenzen müssen geöffnet sein. Unsere Küchen und Keller zählen zu den touristischen Highlights in der ganzen Welt. Der Dank gilt daher auch den Köchen und Wirten unserer österreichischen Gastlichkeit. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Bundesminister, ich habe Sie das schon im Ausschuss gefragt, vielleicht können Sie uns heute eine Antwort darauf geben: Es gibt eine Lehrlingsstiftung der ÖBB, dort hätten im Herbst 58 Lehrlinge die Möglichkeit, eine Lehrausbildung zu beginnen. So eine überbetriebliche Lehrwerkstätte hat auch den Sinn, dass Sachen übernommen werden können, die andere Betriebe nicht leisten können. Das heißt, das muss und sollte auch eine Vorbildwirkung haben. Es bedürfte nur einer Unterschrift – einmal „Bartenstein“ –, dass so eine Lehrlingsstiftung eingerichtet werden und ab Herbst beginnen kann! Herr Bundesminister, seit Monaten liegt dieses Ansuchen auf Ihrem Schreibtisch, und Sie haben es bis heute nicht unterschrieben. Vielleicht sagen Sie uns noch, warum nicht. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.) Das heißt, die Jugendlichen können in Wirklichkeit nichts dafür, dass die Situation so ist, wie sie ist.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek überreicht dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dr. Bartenstein eine Broschüre.
(Beifall bei der SPÖ. – Abg. Heinisch-Hosek überreicht dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dr. Bartenstein eine Broschüre.)
Abg. Mandak: Aber nur, weil es einen sozialdemokratischen Bürgermeister hat!
Abgeordnete Christine Marek (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Werte Kolleginnen und Kollegen von der Opposition! Auch wenn ich der „Schönredner“-Fraktion angehöre – aber wenn man über Wien spricht, lässt sich dort selbst mit sehr viel Selbstüberwindung und Phantasie nichts schönreden. Sorry! (Abg. Mandak: Aber nur, weil es einen sozialdemokratischen Bürgermeister hat!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ein paar Fakten. – Erstens: Wien ist das einzige Bundesland, das 2002 einen Beschäftigungsrückgang zu verzeichnen hatte, nämlich um 9 776 Beschäftigte. Das sind 1,3 Prozent minus. Tolle Zahl, aber leider falsches Vorzeichen! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Riepl: Wissen Sie, wie viele Niederösterreicher in Wien arbeiten?
Zweitens: Wien hatte im vergangenen Jahr die höchste Arbeitslosenquote mit 9 Prozent. (Abg. Riepl: Wissen Sie, wie viele Niederösterreicher in Wien arbeiten?) Das sind über 2 Prozent mehr als im Österreich-Durchschnitt. (Abg. Riepl: Wissen Sie, wie viele Niederösterreicher in Wien arbeiten?) Oberösterreich hatte übrigens fast eine um die Hälfte niedrigere Arbeitslosigkeit. Aber Landeshauptmann Pühringer ist mit Sicherheit gerne bereit, ein paar Tipps nach Wien zu schicken. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Riepl: Wissen Sie, wie viele Niederösterreicher in Wien arbeiten?
Zweitens: Wien hatte im vergangenen Jahr die höchste Arbeitslosenquote mit 9 Prozent. (Abg. Riepl: Wissen Sie, wie viele Niederösterreicher in Wien arbeiten?) Das sind über 2 Prozent mehr als im Österreich-Durchschnitt. (Abg. Riepl: Wissen Sie, wie viele Niederösterreicher in Wien arbeiten?) Oberösterreich hatte übrigens fast eine um die Hälfte niedrigere Arbeitslosigkeit. Aber Landeshauptmann Pühringer ist mit Sicherheit gerne bereit, ein paar Tipps nach Wien zu schicken. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Zweitens: Wien hatte im vergangenen Jahr die höchste Arbeitslosenquote mit 9 Prozent. (Abg. Riepl: Wissen Sie, wie viele Niederösterreicher in Wien arbeiten?) Das sind über 2 Prozent mehr als im Österreich-Durchschnitt. (Abg. Riepl: Wissen Sie, wie viele Niederösterreicher in Wien arbeiten?) Oberösterreich hatte übrigens fast eine um die Hälfte niedrigere Arbeitslosigkeit. Aber Landeshauptmann Pühringer ist mit Sicherheit gerne bereit, ein paar Tipps nach Wien zu schicken. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Gaál: Und wissen Sie, dass Niederösterreich 300 000 ...!
Drittens: 2002 hatte Wien 8 040 Langzeitarbeitslose von österreichweit insgesamt 12 892. (Abg. Gaál: Und wissen Sie, dass Niederösterreich 300 000 ...!)
Abg. Gaál: 300 000 Niederösterreicher arbeiten in Wien!
Viertens: In Wien sind die Menschen am längsten arbeitslos, Kollege Gaál. (Abg. Gaál: 300 000 Niederösterreicher arbeiten in Wien!) Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Im Durchschnitt waren sie im Jahre 2002 152 Tage arbeitslos – oh! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gaál.) Ein Blick in den Westen ist auch da wieder sehr interessant. (Abg. Riepl: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?) In Tirol waren es 67 Tage, im Gesamtdurchschnitt österreichweit 106 Tage. – „Beeindruckende“ Arbeitsmarktpolitik in Wien! (Abg. Gaál: Wie kann man so einen Unsinn vorlesen? – Abg. Silhavy: In Wien ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gaál.
Viertens: In Wien sind die Menschen am längsten arbeitslos, Kollege Gaál. (Abg. Gaál: 300 000 Niederösterreicher arbeiten in Wien!) Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Im Durchschnitt waren sie im Jahre 2002 152 Tage arbeitslos – oh! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gaál.) Ein Blick in den Westen ist auch da wieder sehr interessant. (Abg. Riepl: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?) In Tirol waren es 67 Tage, im Gesamtdurchschnitt österreichweit 106 Tage. – „Beeindruckende“ Arbeitsmarktpolitik in Wien! (Abg. Gaál: Wie kann man so einen Unsinn vorlesen? – Abg. Silhavy: In Wien ...!)
Abg. Riepl: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?
Viertens: In Wien sind die Menschen am längsten arbeitslos, Kollege Gaál. (Abg. Gaál: 300 000 Niederösterreicher arbeiten in Wien!) Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Im Durchschnitt waren sie im Jahre 2002 152 Tage arbeitslos – oh! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gaál.) Ein Blick in den Westen ist auch da wieder sehr interessant. (Abg. Riepl: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?) In Tirol waren es 67 Tage, im Gesamtdurchschnitt österreichweit 106 Tage. – „Beeindruckende“ Arbeitsmarktpolitik in Wien! (Abg. Gaál: Wie kann man so einen Unsinn vorlesen? – Abg. Silhavy: In Wien ...!)
Abg. Gaál: Wie kann man so einen Unsinn vorlesen? – Abg. Silhavy: In Wien ...!
Viertens: In Wien sind die Menschen am längsten arbeitslos, Kollege Gaál. (Abg. Gaál: 300 000 Niederösterreicher arbeiten in Wien!) Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Im Durchschnitt waren sie im Jahre 2002 152 Tage arbeitslos – oh! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Gaál.) Ein Blick in den Westen ist auch da wieder sehr interessant. (Abg. Riepl: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?) In Tirol waren es 67 Tage, im Gesamtdurchschnitt österreichweit 106 Tage. – „Beeindruckende“ Arbeitsmarktpolitik in Wien! (Abg. Gaál: Wie kann man so einen Unsinn vorlesen? – Abg. Silhavy: In Wien ...!)
Abg. Gaál: 300 000 Niederösterreicher ...!
Aber das ist eben auch Oppositionspolitik. Würde man nämlich die Probleme des Wiener Arbeitsmarktes endlich in den Griff bekommen, wäre der Zielwert, der im Regierungsprogramm formuliert ist – 90 Tage Verweildauer –, bereits realisiert, meine Damen und Herren! (Abg. Gaál: 300 000 Niederösterreicher ...!)
Abg. Riepl: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Gaál, bitte lassen Sie die Rednerin reden! (Abg. Riepl: Wer hat Ihnen das aufgeschrieben?)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordnete Christine Marek (fortsetzend): Durchatmen, Herr Kollege! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich würde gerne noch die restlichen 599 Punkte meiner Liste aufzählen, aber leider ist meine Redezeit sehr begrenzt. Ich glaube jedoch, für einen Eindruck hat es gereicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Es ist sehr interessant, was Frau Abgeordnete Marek hier soeben gesagt hat. Aber sie hat nur einen Teil, nur einen Bereich angesprochen, denn im Gegensatz zum Bund passiert in Wien sehr viel. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Es ist zum Beispiel so, dass es in Wien 800 000 Beschäftigte gibt. Das ist eine höhere Beschäftigung als im Vorjahr.
Beifall bei der SPÖ.
Es ist auch so, dass es einen Rekord bei Betriebsgründungen gibt und dass insbesondere internationale Betriebe nach Wien kommen, vor allem in Bereichen wie der Biotechnologie und in anderen Bereichen, die zukunftsweisend und innovativ, aber nicht hinterwäldlerisch sind, wie das von der Bundesregierung immer dargestellt wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist auch so, dass bei Insolvenzen die Stadt einspringt, zum Beispiel bei der Firma Grundig. 670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von der Stadt Wien in dreijährige Ausbildungs- und Umschulungskurse geschickt. Solche Beispiele wären auch beim Bund notwendig, wenn es zu Pleiten kommt! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt auch Maßnahmen für verkaufte Produktionsstätten wie jene der ehemaligen ÖVP-Abgeordneten Pecher. Sie hat ja Inzersdorfer verkauft, dort würden jetzt 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Straße stehen. Wien übernimmt da den Sozialplan und achtet darauf, dass diese MitarbeiterInnen nicht im Regen stehen gelassen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Lentsch: Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
An dieser „Unternehmerin des Jahres“ und ehemaligen ÖVP-Abgeordneten sieht man eines: Wenn die ÖVP Verantwortung trägt, will sie sich sehr gerne davonstehlen und aus dieser Verantwortung schleichen. (Abg. Lentsch: Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Natürlich meine ich das im Sinn von „leise gehen“, meine Herren!
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Behinderte Jugendliche können am Arbeitsplatz, im Beruf lernen, aber sie bekommen von dieser Regierung kein Recht auf Schulausbildung. – Das ist extrem diskriminierend. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Es wird auf Bundesseite ein Gleichstellungsgesetz verhandelt, und auf der anderen Seite werden diskriminierende Maßnahmen eingebaut. Herr Minister! Ich fordere Sie auf: Ändern Sie das in diesem Entwurf! Heuer ist das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen. Tun Sie etwas! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.
Festzustellen ist, dass es leider Gottes in Wien die schleißigsten Instrumentarien für den Arbeitsmarkt gibt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.) Ich habe hier schon einmal ausgeführt, dass der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds – jener Fonds, den die Stadt Wien eingerichtet hat – im Jahre 1997 über 32 Mitarbeiter und 4,6 Millionen € verfügte. Mittlerweile verfügt er über 219 Mitarbeiter und rund 14,5 Millionen €. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die Arbeitslosigkeit ist jedoch gestiegen, und die Arbeitsplätze sind weniger geworden. – Das habe ich aber hier schon einmal gesagt.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Festzustellen ist, dass es leider Gottes in Wien die schleißigsten Instrumentarien für den Arbeitsmarkt gibt. (Zwischenruf der Abg. Mag. Lapp.) Ich habe hier schon einmal ausgeführt, dass der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds – jener Fonds, den die Stadt Wien eingerichtet hat – im Jahre 1997 über 32 Mitarbeiter und 4,6 Millionen € verfügte. Mittlerweile verfügt er über 219 Mitarbeiter und rund 14,5 Millionen €. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Die Arbeitslosigkeit ist jedoch gestiegen, und die Arbeitsplätze sind weniger geworden. – Das habe ich aber hier schon einmal gesagt.
Abg. Eder: Ich passe immer auf, Herr Kollege!
Jetzt möchte ich dazu festhalten, dass das Arbeitsmarktservice – Herr Kollege Eder, da sollten Sie aufpassen! (Abg. Eder: Ich passe immer auf, Herr Kollege!) – ja leider in einem Zustand ist, der trotz der Reform, die voriges Jahr eingeleitet wurde, gelinde gesagt verbesserungswürdig ist. In Wien ist die Verweildauer bei den Arbeitsuchenden am längsten. – Kollegin Marek hat das schon gesagt. (Abg. Eder: Immer nur auf Wien schimpfen!)
Abg. Eder: Immer nur auf Wien schimpfen!
Jetzt möchte ich dazu festhalten, dass das Arbeitsmarktservice – Herr Kollege Eder, da sollten Sie aufpassen! (Abg. Eder: Ich passe immer auf, Herr Kollege!) – ja leider in einem Zustand ist, der trotz der Reform, die voriges Jahr eingeleitet wurde, gelinde gesagt verbesserungswürdig ist. In Wien ist die Verweildauer bei den Arbeitsuchenden am längsten. – Kollegin Marek hat das schon gesagt. (Abg. Eder: Immer nur auf Wien schimpfen!)
Beifall bei der ÖVP.
Es wurde Grundig angesprochen: Was die Stadt Wien unter Finanzstadtrat Hans Mayr an Förderungen in dieses Unternehmen hineingesteckt hat, obwohl man wusste, dass diese Technologie keine Zukunft hat, haben Sie zu verantworten! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Eder, da es ja gerade aktuell ist, möchte ich auch darauf hinweisen, dass das, was wir in Wien brauchen, eine Gewerkschaft ist, die nicht für einen Streik da ist, sondern die versucht, diese Arbeitsmarktinstrumentarien effizient zu gestalten. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.
Ein Schaumteppich vor der Bundesparteizentrale ist nicht die Lösung des Arbeitsmarktproblems! (Zwischenruf des Abg. Oberhaidinger.) Es ist auch nicht die Lösung des Arbeitsmarktproblems, wenn man die Mitarbeiter von Wienstrom, Wiengas und der Wiener Linien streiken lässt und glaubt, damit bewegt man irgendetwas.
Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Eder.
Sie sollten sich einfach das heutige Inserat des ÖGB anschauen, da merken Sie dessen Qualität. (Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Eder.) Dass es Kollege Nürnberger nicht verdient hat, als „Nürnbeger“ abgedruckt zu werden, dem werden Sie ja wohl auch zustimmen. Lesen Sie sich das einmal durch! – Das ist die Qualität Ihrer Politik. Das ist in Wirklichkeit eine Kampagne – „aus dem Schmutzkübel“ darf man ja nicht mehr sagen, wie ich heute gelernt habe, aber zumindest: aus dem Container. (Abg. Eder – eine Ausgabe der „Kronen Zeitung“ in die Höhe haltend –: Das ist der Schmutzkübel! Ihr Inserat in der „Kronen Zeitung“!) Was die Politik aus dem Container für einen Erfolg hat, das haben Sie ja am 24. November erlebt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Die ganze Wiener ÖVP ist ein Schmutzkübel!)
Abg. Eder – eine Ausgabe der „Kronen Zeitung“ in die Höhe haltend –: Das ist der Schmutzkübel! Ihr Inserat in der „Kronen Zeitung“!
Sie sollten sich einfach das heutige Inserat des ÖGB anschauen, da merken Sie dessen Qualität. (Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Eder.) Dass es Kollege Nürnberger nicht verdient hat, als „Nürnbeger“ abgedruckt zu werden, dem werden Sie ja wohl auch zustimmen. Lesen Sie sich das einmal durch! – Das ist die Qualität Ihrer Politik. Das ist in Wirklichkeit eine Kampagne – „aus dem Schmutzkübel“ darf man ja nicht mehr sagen, wie ich heute gelernt habe, aber zumindest: aus dem Container. (Abg. Eder – eine Ausgabe der „Kronen Zeitung“ in die Höhe haltend –: Das ist der Schmutzkübel! Ihr Inserat in der „Kronen Zeitung“!) Was die Politik aus dem Container für einen Erfolg hat, das haben Sie ja am 24. November erlebt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Die ganze Wiener ÖVP ist ein Schmutzkübel!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Die ganze Wiener ÖVP ist ein Schmutzkübel!
Sie sollten sich einfach das heutige Inserat des ÖGB anschauen, da merken Sie dessen Qualität. (Zwischenrufe der Abgeordneten Broukal und Eder.) Dass es Kollege Nürnberger nicht verdient hat, als „Nürnbeger“ abgedruckt zu werden, dem werden Sie ja wohl auch zustimmen. Lesen Sie sich das einmal durch! – Das ist die Qualität Ihrer Politik. Das ist in Wirklichkeit eine Kampagne – „aus dem Schmutzkübel“ darf man ja nicht mehr sagen, wie ich heute gelernt habe, aber zumindest: aus dem Container. (Abg. Eder – eine Ausgabe der „Kronen Zeitung“ in die Höhe haltend –: Das ist der Schmutzkübel! Ihr Inserat in der „Kronen Zeitung“!) Was die Politik aus dem Container für einen Erfolg hat, das haben Sie ja am 24. November erlebt. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Die ganze Wiener ÖVP ist ein Schmutzkübel!)
Rufe bei der ÖVP: Ja!
Ist der Ferry Maier noch da? (Rufe bei der ÖVP: Ja!) – Sehr schön! Zu dem von dir gebrauchten Ausdruck „schleißig“:
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf hier einige Worte zur Wirtschaftsförderung in Wien sagen. Wenn wir schon beim Budget sind, sehen wir uns einmal das Wiener Budget an: 2003 gab es ein Plus von 90 Prozent bei der Wirtschaftsförderung, das bedeutet eine Steigerung auf 205 Millionen €. – Das hätte dir deine Fraktion im Wiener Landtag sagen sollen! Die Investitionsquote wurde im Budget 2003 um 12 Prozent erhöht. Es gab 6 Millionen € zusätzlich für Technologie-Innovationsförderung. Wien ist im Übrigen mit 6 500 neuen Betrieben die Nummer eins bei den Betriebsgründungen im Jahr 2002. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Zum Kollegen Mitterlehner: Kollege Kopf hat ja diese Woche schon – ebenfalls sehr „originell“ – gemeint, dass die Sozialdemokratie sozusagen schuld an der Eigenkapitalschwäche der heimischen Betriebe sei. Kollege Mitterlehner hat heute gemeint, die Sozialdemokraten seien schuld an der Nachfrageschwäche, wegen der Verunsicherung in der Pensionsreform. – Wir wollen einmal hintangestellt lassen, wer da wen verunsichert. Tatsache ist aber – und das sollte sich auch bis zur Wirtschaftskammer herumgesprochen haben –, dass die Nachfrage, der private Konsum bereits in den letzten zwei Jahren rückläufig war. Vielleicht korreliert das irgendwie mit einer Regierungsänderung im Jahr 2000? – Das sollte man sich auch einmal ein wenig überlegen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Ah-Rufe und Beifall bei der SPÖ.
Zum Kollegen Scheuch, damit wir den auch nicht vergessen: Er hat die Schuld am Schuldenstand in Kärnten in Richtung der Sozialdemokraten geschoben. Er ist ein sehr junger Abgeordneter, und es ist auch sehr verdienstvoll, dass er hier sitzt. Man sollte sich aber den Schuldenstand und die Entwicklung in Kärnten ein wenig anschauen und ein bisschen in die Geschichte zurückgehen: Der Schuldenstand in Kärnten ist meines Wissens zwischen 1989 und 1991 explodiert. – Dreimal dürfen Sie raten, wer da Landeshauptmann war! (Ah-Rufe und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Nur die Wiener Versorgungswerte!
Zum Kollegen Tancsits – damit sind wir beim Hauptpunkt: Eine Mieterhöhung stehe nicht im Raum, hat Kollege Tancsits gemeint. Da frage ich mich, wie er die Aussagen seines eigenen Bautensprechers kommentiert. (Abg. Dr. Fekter: Nur die Wiener Versorgungswerte!) – Frau Kollegin Fekter, Sie waren ja auch einmal Bautensprecherin, soweit ich mich erinnere. Tatsächlich kündigt der Bautensprecher der ÖVP Großruck am 14. Mai eine Erhöhung der Mieten für ältere Genossenschaftswohnungen zumindest im Neuvermietungsfall an, das heißt also beispielsweise bei der Weitergabe an Kinder – die ÖVP ist ja die kinderfreundlichste Partei, wie wir gehört haben. – Das ist auch in einer APA-Meldung nachzulesen, das ist also keine Erfindung.
Abg. Eder: Der kennt sich aus!
Es würden also die Mieten im Weitergabefall um rund 90 Prozent steigen, da Großruck ja meint, die 70 Prozent des burgenländischen Richtwertes, die im Moment im WGG anzuwenden sind, seien anachronistisch. Gut, Großruck meint also, Mietenbegrenzungen seien anachronistisch. (Abg. Eder: Der kennt sich aus!)
Abg. Eder: Eingebremst!
Aber nicht nur Großruck! Neudeck assistiert sofort, und zwar noch am 27. Mai, also nicht einmal zwei Wochen später, und sagt, unter gewissen Bedingungen könne man sich durchaus über Erhöhungen bei ausbezahlten Wohnungen unterhalten. – Das war noch am 27. Mai, und da hat der Kollege Großruck den Kollegen Neudeck schon wieder ein wenig über den Tisch gezogen, weil er das einen Tag später in der Presse ja schon wieder alles dementiert hat, allerdings erst, nachdem der Verein für Wohnbauförderung und auch die Arbeiterkammer das Thema aufgegriffen hatten. (Abg. Eder: Eingebremst!) Dann kommt so ein halbherziges Dementi vom Kollegen Neudeck, der da meint, vor dem Sommer bestehe keine Notwendigkeit für einen Hüftschuss. – Was heißt das? Kommt der Hüftschuss dann im Herbst, oder wie? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gradwohl: So ist es!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gradwohl: So ist es!
Aber nicht nur Großruck! Neudeck assistiert sofort, und zwar noch am 27. Mai, also nicht einmal zwei Wochen später, und sagt, unter gewissen Bedingungen könne man sich durchaus über Erhöhungen bei ausbezahlten Wohnungen unterhalten. – Das war noch am 27. Mai, und da hat der Kollege Großruck den Kollegen Neudeck schon wieder ein wenig über den Tisch gezogen, weil er das einen Tag später in der Presse ja schon wieder alles dementiert hat, allerdings erst, nachdem der Verein für Wohnbauförderung und auch die Arbeiterkammer das Thema aufgegriffen hatten. (Abg. Eder: Eingebremst!) Dann kommt so ein halbherziges Dementi vom Kollegen Neudeck, der da meint, vor dem Sommer bestehe keine Notwendigkeit für einen Hüftschuss. – Was heißt das? Kommt der Hüftschuss dann im Herbst, oder wie? (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Gradwohl: So ist es!)
Abg. Dr. Fekter: Aha! Schnellchecker!
Wer letztlich dahinter steckt – und das muss man auch einmal analysieren –, ist im Grunde genommen ja weder der Kollege Großruck noch der Kollege Neudeck, sondern das Finanzministerium, weil der Herr Finanzminister die Veräußerung der 62 000 Bundeswohnungen beziehungsweise der dahinter stehenden Gesellschaften wahrscheinlich nicht durchführen kann und nicht en bloc verkaufen kann, wenn er das WGG nicht aufmacht. (Abg. Dr. Fekter: Aha! Schnellchecker!) – Danke für das Kompliment, das nehme ich aus Ihrem Mund gerne entgegen! (Abg. Dr. Fekter: Speedy Gonzalez!)
Abg. Dr. Fekter: Speedy Gonzalez!
Wer letztlich dahinter steckt – und das muss man auch einmal analysieren –, ist im Grunde genommen ja weder der Kollege Großruck noch der Kollege Neudeck, sondern das Finanzministerium, weil der Herr Finanzminister die Veräußerung der 62 000 Bundeswohnungen beziehungsweise der dahinter stehenden Gesellschaften wahrscheinlich nicht durchführen kann und nicht en bloc verkaufen kann, wenn er das WGG nicht aufmacht. (Abg. Dr. Fekter: Aha! Schnellchecker!) – Danke für das Kompliment, das nehme ich aus Ihrem Mund gerne entgegen! (Abg. Dr. Fekter: Speedy Gonzalez!)
Abg. Großruck: Die übernehmen gerne Verantwortung! Die sind es gewohnt!
Das heißt, die Verantwortung wird von der Regierung in diesem Fall an die Bautensprecher abgeschoben. Die dürfen die Suppe dann auslöffeln. (Abg. Großruck: Die übernehmen gerne Verantwortung! Die sind es gewohnt!) Die Regierung wird sagen, sie habe die Mieten nicht erhöht, das waren die bösen Bautensprecher. In diesem Sinne noch ein guter Rat an den Kollegen Neudeck: Wenn Sie das nächste Mal mit der ÖVP über das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz reden, dann schauen Sie, dass kein Tisch im Raum ist, denn über den werden Sie wieder drübergezogen werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das heißt, die Verantwortung wird von der Regierung in diesem Fall an die Bautensprecher abgeschoben. Die dürfen die Suppe dann auslöffeln. (Abg. Großruck: Die übernehmen gerne Verantwortung! Die sind es gewohnt!) Die Regierung wird sagen, sie habe die Mieten nicht erhöht, das waren die bösen Bautensprecher. In diesem Sinne noch ein guter Rat an den Kollegen Neudeck: Wenn Sie das nächste Mal mit der ÖVP über das Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz reden, dann schauen Sie, dass kein Tisch im Raum ist, denn über den werden Sie wieder drübergezogen werden! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Eder: Nein, die kennt er nicht! – Abg. Mag. Kogler: Alaaf!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch zu Wort gemeldet. – Sie kennen die Geschäftsordnung: 2 Minuten Redezeit. (Abg. Eder: Nein, die kennt er nicht! – Abg. Mag. Kogler: Alaaf!)
Abg. Eder: Richtig!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Mein Vorredner, Herr Mag. Hoscher, hat behauptet, die Schulden in Kärnten hätten sich zwischen den Jahren 1989 und 1991 exorbitant entwickelt. (Abg. Eder: Richtig!) – Das ist unrichtig.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Das ist unrichtig! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen.
Die massivste Schuldenentwicklung in Kärnten gab es zwischen 1991 und 1998 unter dem Landeshauptmann Zernatto. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Eder: Das ist unrichtig! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ, ÖVP und Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steibl: Wir auch nicht! – Abg. Gradwohl: Was sagen Sie zu Zernatto?
Abgeordnete Herta Mikesch (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Frau Abgeordneter Weinzinger – jetzt ist sie wieder im Saal – hätte ich gerne Folgendes erzählt: Ich bin seit 17 Jahren Unternehmerin und habe in meinem Unternehmen schon sehr viele Investitionen getätigt, aber ich muss ehrlich sagen: Was Sie heute erklärt haben, dass es Schwierigkeiten für Frauen gibt, das kann ich nicht feststellen! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Steibl: Wir auch nicht! – Abg. Gradwohl: Was sagen Sie zu Zernatto?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Nein, das stimmt nicht!
Ich habe schon sehr viele Gespräche und Verhandlungen mit Banken hinter mir, aber ich musste wirklich noch nie feststellen, dass ich, weil ich eine Frau bin, einen schlechteren Zugang zu den Banken, zu Geld oder zu Sonstigem bekomme. Ich glaube ganz einfach, dass die Persönlichkeit der Unternehmerin/des Unternehmers entscheidet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mandak: Nein, das stimmt nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Vor allem aber sind die Zahlen und Daten des Unternehmens entscheidend, auf Grund deren man schließlich Geld bekommt oder eben nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Unsere Bundesregierung hat es sich jedoch zum Ziel gesetzt, die Vermittlungsdauer österreichweit auf 90 Tage zu senken, und dies wird bereits in einigen Bezirken erfolgreich umgesetzt. – Mein Heimatbezirk Melk zählt auch dazu. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn wir anhand dieses AMS-Vergleiches schwarz-blaue Arbeits- und Wirtschaftspolitik in Österreich rot-grüner Arbeits- und Wirtschaftspolitik in Deutschland gegenüberstellen, dann können wir nur sagen: Der Vergleich macht uns sicher! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Was ist denn passiert?
In der Zwischenzeit hat sich die Ausgangslage der Situation etwas verändert: Die Ostöffnung hat stattgefunden, und damit gibt es die Hoffnung, dass sich etwas zum Besseren wendet. Dennoch aber, so glaube ich, müssen hier wichtige Anstrengungen unternommen werden, damit das auch gelingt. Diese Regierung hat in den letzten Jahren diese Anstrengungen auf sich genommen und tut dies auch mit den Budgets 2003 und 2004. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Was ist denn passiert?)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Nennen Sie uns ein Beispiel!
Was Sie in den letzten 30 Jahren versäumt haben, war der Ausbau der Infrastruktur, vor allem der Verkehrswege. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Nennen Sie uns ein Beispiel!) Genau das ist es, was diese Bundesregierung sich jetzt mit dem neuen Verkehrskonzept vornimmt. Man wird die Verkehrswege Richtung Osten ausbauen, und zwar ganz massiv! Man wird weiters versuchen, nach dem tatsächlichen Beitritt der Ostländer, nach dem 1. Mai die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirte und unserer Gewerbebetriebe entlang dieser Grenzregionen durch Begleitmaßnahmen zu sichern und zu erhöhen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bereits erfolgt ist eine Stärkung der Verwaltungsebene der Bezirke und der Bezirkshauptmannschaften. – Sie wollten sie abschaffen, meine sehr geehrten Damen und Herren von der SPÖ! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben in diesem Budget höhere Mittel für den Einsatz erneuerbarer Energieträger vorgesehen und verankert. Damit werden wir in diesen Regionen Arbeitsplätze schaffen. Weiters haben wir in diesen Budgets die Leistungsabgeltung der Kraft und der Arbeit unserer Bauern vorgesehen, damit sie weiterhin flächendeckend Landwirtschaft betreiben und die Landschaftspflege aufrechterhalten können (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: In zwei Jahren wirst du sehen, dass weniger passiert ist als je zuvor!
Was wir natürlich brauchen, sind Impulse in diesen Regionen, damit wir nachhaltig Arbeitsplätze schaffen und damit die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können. (Abg. Gradwohl: In zwei Jahren wirst du sehen, dass weniger passiert ist als je zuvor!) Es gibt all diese Ansätze in den Budgets 2003 und 2004, und wir werden damit nachhaltig Arbeitsplätze in diesen Regionen sichern, die Wettbewerbskraft erhöhen und somit auch die Voraussetzung dafür schaffen, dass diese Grenzregionen nach dem Beitritt unserer Nachbarn auch weiterhin wettbewerbsfähig sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Was wir natürlich brauchen, sind Impulse in diesen Regionen, damit wir nachhaltig Arbeitsplätze schaffen und damit die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können. (Abg. Gradwohl: In zwei Jahren wirst du sehen, dass weniger passiert ist als je zuvor!) Es gibt all diese Ansätze in den Budgets 2003 und 2004, und wir werden damit nachhaltig Arbeitsplätze in diesen Regionen sichern, die Wettbewerbskraft erhöhen und somit auch die Voraussetzung dafür schaffen, dass diese Grenzregionen nach dem Beitritt unserer Nachbarn auch weiterhin wettbewerbsfähig sind. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Österreichische Volkspartei ist stets der verlässliche Ansprechpartner des österreichischen Mittelstandes. (Beifall bei der ÖVP.) Diese Verlässlichkeit spiegelt sich auch in den Maßnahmen wider, die dieser Gruppe von Unternehmen in der Steuerreform zugeordnet werden können. Durch die Einführung einer begünstigten Besteuerung nicht entnommener Gewinne für Einzelunternehmen und Personengesellschaften wird die Eigenkapitalbildung der Unternehmen gefördert. Da Österreich auch bei der Selbständigenquote insgesamt noch Verbesserungspotential aufweist, sollen Unternehmensgründer unterstützt werden. Durch Maßnahmen wie Garantien oder auch durch die Erleichterung der Unternehmensübergabe kann den Wirtschaftstreibenden geholfen werden.
Beifall bei der ÖVP.
Eine große Chance für mittelständische Unternehmen in unserem Land ist der Export, und das hat sich auch bei meinem Beispiel gezeigt. (Beifall bei der ÖVP.) Viele österreichische Exporteure tragen unseren hervorragenden Ruf in die Welt, und ich bedanke mich bei ihnen. Durch entsprechende Exportförderungen müssen die Risken abgefangen werden, die den Unternehmen entstehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die erfolgreiche Standort- und Technologiepolitik auf Landesebene – ich komme aus Oberösterreich – verhilft zur bundesweit niedrigsten Arbeitslosenquote mit nur 3,6 Prozent im Mai dieses Jahres. Das oberösterreichische Erfolgsmodell sollten wir auch auf Bundesebene weiter verfolgen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Trinkl: Das tun wir doch durch die Steuersenkung! Aber das verstehen Sie nicht!
Herr Kollege Trinkl, wenn Sie nachlesen bei denen, die Sie da angeblich oder tatsächlich zu zitieren versucht haben, werden Sie finden, dass etwa Herr Christian Konrad – kein Unbekannter in Ihren Reihen – sagen wird, dass jetzt endlich andere Signale gesetzt werden müssten und dass es gilt, „die Nachfrage im Inland anzukurbeln“. – Es gilt also, die Nachfrage im Inland anzukurbeln. (Abg. Dr. Trinkl: Das tun wir doch durch die Steuersenkung! Aber das verstehen Sie nicht!)
Abg. Eder: Nur Schmähführen!
Dass Sie Lacina mit in Ihre Rede genommen haben, hat mich ja schon gewundert, deshalb habe ich gleich nachgeschaut. Der sagt natürlich das glatte Gegenteil von dem, was Sie hier zumindest verkünden wollten. (Abg. Eder: Nur Schmähführen!) „Senkung der Steuer- und ... Abgabenleistungen ... – vor allem für niedrige Einkommen.“ – Das ist genau unser Vorschlag gewesen, dem haben Sie sich jetzt in der Debatte verweigert, dem haben Sie sich in den Regierungsverhandlungen schon verweigert. (Abg. Dr. Trinkl: Das machen wir doch! – Abg. Mag. Molterer: 14 500 € steuerfrei!)
Abg. Dr. Trinkl: Das machen wir doch! – Abg. Mag. Molterer: 14 500 € steuerfrei!
Dass Sie Lacina mit in Ihre Rede genommen haben, hat mich ja schon gewundert, deshalb habe ich gleich nachgeschaut. Der sagt natürlich das glatte Gegenteil von dem, was Sie hier zumindest verkünden wollten. (Abg. Eder: Nur Schmähführen!) „Senkung der Steuer- und ... Abgabenleistungen ... – vor allem für niedrige Einkommen.“ – Das ist genau unser Vorschlag gewesen, dem haben Sie sich jetzt in der Debatte verweigert, dem haben Sie sich in den Regierungsverhandlungen schon verweigert. (Abg. Dr. Trinkl: Das machen wir doch! – Abg. Mag. Molterer: 14 500 € steuerfrei!)
Abg. Scheibner: Sie haben dagegen gestimmt!
Die Maßnahme, bis 14 500 € steuerfrei zu stellen, ist eine Segmentmaßnahme. Das findet ja unseren Zuspruch. (Abg. Scheibner: Sie haben dagegen gestimmt!) Wir sagen nur, diejenigen, die jetzt schon keine Steuer zahlen, sollen auch profitieren, im wahrsten Sinne des Wortes, und dadurch auch eine entsprechende Nachfragesteigerung auslösen. (Abg. Scheibner: Dafür reden und dagegen stimmen!)
Abg. Scheibner: Dafür reden und dagegen stimmen!
Die Maßnahme, bis 14 500 € steuerfrei zu stellen, ist eine Segmentmaßnahme. Das findet ja unseren Zuspruch. (Abg. Scheibner: Sie haben dagegen gestimmt!) Wir sagen nur, diejenigen, die jetzt schon keine Steuer zahlen, sollen auch profitieren, im wahrsten Sinne des Wortes, und dadurch auch eine entsprechende Nachfragesteigerung auslösen. (Abg. Scheibner: Dafür reden und dagegen stimmen!)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Trinkl.
Das Resümee im „FORMAT“ zu dieser Debatte ist – ich zitiere wortwörtlich –: „Der“ – von Ihnen – „gekürzte kleine Mann verweigert den Konsum, sagen jetzt auch konservative Banker. Schüssel und Grasser müssten endlich ein positives Wirtschaftsklima schaffen.“ – So ist es! „Müssten schaffen“, nicht „haben schon geschafft“ – da finden wir uns eher wieder. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Trinkl.)
Abg. Dr. Trinkl: Hören! – Abg. Mag. Wurm: Denken!
Und wenn Sie zitieren, dann bitte richtig! Lesen, dann richtig zitieren (Abg. Dr. Trinkl: Hören! – Abg. Mag. Wurm: Denken!) und dann weiterdiskutieren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und wenn Sie zitieren, dann bitte richtig! Lesen, dann richtig zitieren (Abg. Dr. Trinkl: Hören! – Abg. Mag. Wurm: Denken!) und dann weiterdiskutieren! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Schade! Ich werde mich gleich melden!
Präsident Dr. Andreas Khol: Mir liegen keine Wortmeldungen mehr vor. (Abg. Dr. Gusenbauer: Schade! Ich werde mich gleich melden!)