Eckdaten:
Für die 115. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 856 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Uwe Scheuch
Petition betreffend „Errichtung einer Facharztstelle für Augenheilkunde und Errichtung einer Facharztstelle für Gynäkologie im Oberen Mölltal“ (Ordnungsnummer 65) (überreicht vom Abgeordneten Dipl.-Ing. Uwe Scheuch)
überreicht von den Abgeordneten Klaus Wittauer und Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer
Petition betreffend „Verbot des direkten Verkaufs von Frettchen in Tierhandlungen“ (Ordnungsnummer 66) (überreicht von den Abgeordneten Klaus Wittauer und Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer)
Abg. Parnigoni: Steiermark!
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Aktuelle Stunde mit dem Thema „Wirtschaftspolitik für Österreichs Regionen“ gibt Gelegenheit, die einzelnen Bundesländer ein wenig zu betrachten. Und es ist in diesem Zusammenhang interessant, einmal die Arbeitsmarktdaten heranzuziehen. (Abg. Parnigoni: Steiermark!)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist aber nicht lustig!
Ich darf dazu einmal die Wiener Arbeitsmarktdaten heranziehen. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: Das ist aber nicht lustig!) – Lachen Sie nicht! Sie sollten froh sein, dass in Wien im Juni zwar weniger Arbeitslose gemeldet waren, nämlich
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Den Herrn Bundesminister geht das alles nichts an!
Ein Schelm wäre, der denkt, dass auf Grund der bevorstehenden Wahlen die Anzahl der in Schulung Befindlichen etwas erhöht wurde. Zufälligerweise ist auch im Burgenland eine ähnliche Entwicklung feststellbar. Die Sozialdemokraten im Burgenland und die Sozialdemokraten in Wien versuchen, sich mittels Schulungen aus der Arbeitslosenstatistik zu flüchten. Das hat die Steiermark nicht notwendig, dort ist das nicht der Fall. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Den Herrn Bundesminister geht das alles nichts an!)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni
Lassen Sie mich aber auch darauf hinweisen, dass Wien in den letzten Jahren, seit 1999, mehr als 21 000 Arbeitsplätze verloren hat. Es liegt eine Prognose – ich versuche mich nur auf Studien zu stützen – des Forschungsinstituts Synthesis vor, aus der hervorgeht (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), dass, unter Zugrundelegung, dass das Wirtschaftswachstum zwischen den Jahren 2005 und 2008 1,9 Prozent betragen wird (Abg. Parnigoni: Totale Einsparung der Regierung!), in Wien die Beschäftigung, das Beschäftigungsniveau nicht zu halten sein wird. Im Gegenteil: Wien verliert weiter an Arbeitsplätzen, alle anderen Bundesländer werden zulegen. Österreich wird insgesamt 116 000 Arbeitsplätze mehr erhalten, nur in Wien werden wir bis 2008 5 500 Arbeitsplätze verlieren. (Abg. Riepl: Der Schuldige sitzt hinter Ihnen!) Das heißt, die Zahl der Arbeitslosen wird in Wien weiter steigen. (Abg. Parnigoni: Ein Versagen dieser Bundesregierung! Ein schweres Versagen!)
Abg. Parnigoni: Totale Einsparung der Regierung!
Lassen Sie mich aber auch darauf hinweisen, dass Wien in den letzten Jahren, seit 1999, mehr als 21 000 Arbeitsplätze verloren hat. Es liegt eine Prognose – ich versuche mich nur auf Studien zu stützen – des Forschungsinstituts Synthesis vor, aus der hervorgeht (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), dass, unter Zugrundelegung, dass das Wirtschaftswachstum zwischen den Jahren 2005 und 2008 1,9 Prozent betragen wird (Abg. Parnigoni: Totale Einsparung der Regierung!), in Wien die Beschäftigung, das Beschäftigungsniveau nicht zu halten sein wird. Im Gegenteil: Wien verliert weiter an Arbeitsplätzen, alle anderen Bundesländer werden zulegen. Österreich wird insgesamt 116 000 Arbeitsplätze mehr erhalten, nur in Wien werden wir bis 2008 5 500 Arbeitsplätze verlieren. (Abg. Riepl: Der Schuldige sitzt hinter Ihnen!) Das heißt, die Zahl der Arbeitslosen wird in Wien weiter steigen. (Abg. Parnigoni: Ein Versagen dieser Bundesregierung! Ein schweres Versagen!)
Abg. Riepl: Der Schuldige sitzt hinter Ihnen!
Lassen Sie mich aber auch darauf hinweisen, dass Wien in den letzten Jahren, seit 1999, mehr als 21 000 Arbeitsplätze verloren hat. Es liegt eine Prognose – ich versuche mich nur auf Studien zu stützen – des Forschungsinstituts Synthesis vor, aus der hervorgeht (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), dass, unter Zugrundelegung, dass das Wirtschaftswachstum zwischen den Jahren 2005 und 2008 1,9 Prozent betragen wird (Abg. Parnigoni: Totale Einsparung der Regierung!), in Wien die Beschäftigung, das Beschäftigungsniveau nicht zu halten sein wird. Im Gegenteil: Wien verliert weiter an Arbeitsplätzen, alle anderen Bundesländer werden zulegen. Österreich wird insgesamt 116 000 Arbeitsplätze mehr erhalten, nur in Wien werden wir bis 2008 5 500 Arbeitsplätze verlieren. (Abg. Riepl: Der Schuldige sitzt hinter Ihnen!) Das heißt, die Zahl der Arbeitslosen wird in Wien weiter steigen. (Abg. Parnigoni: Ein Versagen dieser Bundesregierung! Ein schweres Versagen!)
Abg. Parnigoni: Ein Versagen dieser Bundesregierung! Ein schweres Versagen!
Lassen Sie mich aber auch darauf hinweisen, dass Wien in den letzten Jahren, seit 1999, mehr als 21 000 Arbeitsplätze verloren hat. Es liegt eine Prognose – ich versuche mich nur auf Studien zu stützen – des Forschungsinstituts Synthesis vor, aus der hervorgeht (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), dass, unter Zugrundelegung, dass das Wirtschaftswachstum zwischen den Jahren 2005 und 2008 1,9 Prozent betragen wird (Abg. Parnigoni: Totale Einsparung der Regierung!), in Wien die Beschäftigung, das Beschäftigungsniveau nicht zu halten sein wird. Im Gegenteil: Wien verliert weiter an Arbeitsplätzen, alle anderen Bundesländer werden zulegen. Österreich wird insgesamt 116 000 Arbeitsplätze mehr erhalten, nur in Wien werden wir bis 2008 5 500 Arbeitsplätze verlieren. (Abg. Riepl: Der Schuldige sitzt hinter Ihnen!) Das heißt, die Zahl der Arbeitslosen wird in Wien weiter steigen. (Abg. Parnigoni: Ein Versagen dieser Bundesregierung! Ein schweres Versagen!)
Abg. Parnigoni: Das wird Ihnen im Wahlkampf nichts nützen!
Lassen Sie mich noch einen internationalen Vergleich heranziehen. Es gibt seitens des WAFF, des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, eine Studie, einen Ländervergleich, bei dem Wien, Amsterdam, Bratislava, Hamburg und Helsinki verglichen wurden. Dabei wurde festgestellt, dass einzig und allein Wien die höchste Zahl an Arbeitslosen (Abg. Parnigoni: Das wird Ihnen im Wahlkampf nichts nützen!) und gleichzeitig einen Rückgang der Anzahl der Betriebe um 7 Prozent im Zeitraum von 1995 bis 2002 zu verzeichnen hatte. (Abg. Silhavy: Ein Versagen des Wirtschaftsministers!)
Abg. Silhavy: Ein Versagen des Wirtschaftsministers!
Lassen Sie mich noch einen internationalen Vergleich heranziehen. Es gibt seitens des WAFF, des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, eine Studie, einen Ländervergleich, bei dem Wien, Amsterdam, Bratislava, Hamburg und Helsinki verglichen wurden. Dabei wurde festgestellt, dass einzig und allein Wien die höchste Zahl an Arbeitslosen (Abg. Parnigoni: Das wird Ihnen im Wahlkampf nichts nützen!) und gleichzeitig einen Rückgang der Anzahl der Betriebe um 7 Prozent im Zeitraum von 1995 bis 2002 zu verzeichnen hatte. (Abg. Silhavy: Ein Versagen des Wirtschaftsministers!)
Abg. Parnigoni: Machen Sie sich nicht lächerlich!
Ich sage Ihnen: Es gibt eine Reihe von Beobachtern, die heute schon davon sprechen, dass angesichts der Prosperität Bratislavas, des boomenden Trends in Bratislava Wien zur Schlafstadt von Bratislava werden kann. (Abg. Parnigoni: Machen Sie sich nicht lächerlich!) Das ist aber dann Ihre Verantwortung, meine sehr geehrten Damen und Herren der Sozialdemokratie und insbesondere der Wiener Sozialdemokratie. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Ich sage Ihnen: Es gibt eine Reihe von Beobachtern, die heute schon davon sprechen, dass angesichts der Prosperität Bratislavas, des boomenden Trends in Bratislava Wien zur Schlafstadt von Bratislava werden kann. (Abg. Parnigoni: Machen Sie sich nicht lächerlich!) Das ist aber dann Ihre Verantwortung, meine sehr geehrten Damen und Herren der Sozialdemokratie und insbesondere der Wiener Sozialdemokratie. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Parnigoni: Das tun Sie aber!
langweilen, aber er hat im ... (Abg. Parnigoni: Das tun Sie aber!) Dann werde ich Ihnen das nicht vorlesen, sondern komme zu den Fakten, Herr Kollege. Er hat alleine sieben Pressekonferenzen gemacht, wobei er nicht zurückschreckt, einige falsche Zahlen zu verwenden. (Abg. Parnigoni: Ihre eigene Fraktion hat schon ein schmerzverzerrtes Gesicht!) In Wirklichkeit müsste er Herrn Bundesminister Bartenstein dankbar sein, denn es ist jene Organisation des Wirtschaftsministeriums, nämlich die Austrian Business Agency, die, wenn Betriebe kommen, diese Betriebe nach Wien holt und sicherlich nicht der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds.
Abg. Parnigoni: Ihre eigene Fraktion hat schon ein schmerzverzerrtes Gesicht!
langweilen, aber er hat im ... (Abg. Parnigoni: Das tun Sie aber!) Dann werde ich Ihnen das nicht vorlesen, sondern komme zu den Fakten, Herr Kollege. Er hat alleine sieben Pressekonferenzen gemacht, wobei er nicht zurückschreckt, einige falsche Zahlen zu verwenden. (Abg. Parnigoni: Ihre eigene Fraktion hat schon ein schmerzverzerrtes Gesicht!) In Wirklichkeit müsste er Herrn Bundesminister Bartenstein dankbar sein, denn es ist jene Organisation des Wirtschaftsministeriums, nämlich die Austrian Business Agency, die, wenn Betriebe kommen, diese Betriebe nach Wien holt und sicherlich nicht der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds.
Abg. Riepl: Arbeitslose macht die Bundesregierung!
Während die Bundesregierung eine Steuerreform, eine Verwaltungsreform und eine Pensionsreform durchgeführt hat (Abg. Riepl: Arbeitslose macht die Bundesregierung!), hat die Wiener SPÖ wild dagegen polemisiert und das abgelehnt. Sie haben die Steuerreform abgelehnt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Während die Bundesregierung eine Steuerreform, eine Verwaltungsreform und eine Pensionsreform durchgeführt hat (Abg. Riepl: Arbeitslose macht die Bundesregierung!), hat die Wiener SPÖ wild dagegen polemisiert und das abgelehnt. Sie haben die Steuerreform abgelehnt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Die höchste Abgabenquote!
Was macht Kollege Matznetter? – Er macht ein Wirtschaftsprogramm der Steuererhöhung. Er träumt von Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, spricht von der Maschinensteuer (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Die höchste Abgabenquote!), redet womöglich noch von der Vermögensteuer und von der Erbschaftssteuer. Alle diese Dinge stehen innerhalb der Wiener SPÖ zur Diskussion. Und da wundern Sie sich, dass die Investoren nachdenken, ob Wien wirklich der geeignete Platz ist?! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Was macht Kollege Matznetter? – Er macht ein Wirtschaftsprogramm der Steuererhöhung. Er träumt von Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, spricht von der Maschinensteuer (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Die höchste Abgabenquote!), redet womöglich noch von der Vermögensteuer und von der Erbschaftssteuer. Alle diese Dinge stehen innerhalb der Wiener SPÖ zur Diskussion. Und da wundern Sie sich, dass die Investoren nachdenken, ob Wien wirklich der geeignete Platz ist?! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Sburny: Was ist eigentlich das Thema? Österreichische Regionen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Angesichts des Themas, was die Bundesregierung erreicht hat, und der Tatsache, dass die Leistung der Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung im Ausland toll gefunden wird (Abg. Sburny: Was ist eigentlich das Thema? Österreichische Regionen!), bleibt nur eine kurze Zusammenfassung über, die lautet: Die Regierung rennt, die Wiener Stadtregierung pennt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Angesichts des Themas, was die Bundesregierung erreicht hat, und der Tatsache, dass die Leistung der Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung im Ausland toll gefunden wird (Abg. Sburny: Was ist eigentlich das Thema? Österreichische Regionen!), bleibt nur eine kurze Zusammenfassung über, die lautet: Die Regierung rennt, die Wiener Stadtregierung pennt. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Ich möchte Ihnen aus eigenem Erleben erzählen: Der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds hat eine Präsentation Wiens in Brüssel gemacht. Es waren alle hochrangigen Damen und Herren in Brüssel dabei, ich war zufällig in Brüssel und habe mir gedacht, das muss ich mir ansehen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Lassen Sie mich das kurz erzählen, Sie sollten das auch wissen, vielleicht können Sie uns helfen, dass wir da ein bisschen etwas ändern, damit das Ganze effizienter und auch transparenter wird.
Heiterkeit bei der ÖVP.
Ich habe mit dem Herrn Bürgermeister nachher gesprochen und ihn gefragt, wie es ihm dabei gegangen ist. Er hat gesagt: Na so ein ...! Nachdem ich hier im Hohen Haus bin und mir einen Ordnungsruf ersparen möchte, muss ich das so umschreiben: Wenn Mütter von Babys sprechen, die Verdauungsstörungen haben, reden sie von einem Buh. Also der Herr Bürgermeister hat zu dem Ganzen gesagt: Na so ein ...! Sie wissen schon. (Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Bauer: Was macht die Regierung?
Erinnern Sie sich: Es hat einmal die Zentralsparkasse gegeben, meine Damen und Herren, es hat die Länderbank gegeben und die Creditanstalt Bankverein. Alles ist weg! Jetzt wird in Mailand darüber befunden, und das ist das Werk des Herrn Bürgermeisters. Und da fragt niemand: Was ist denn da los? Da schlafen Sie in der Pendeluhr und wundern sich nicht?! (Abg. Dr. Bauer: Was macht die Regierung?) Das ärgste Desaster der Wirtschaftspolitik dieses Jahrhunderts wird vom Herrn Bürgermeister Häupl zu verantworten sein, und Sie schweigen und sagen, da kann man nichts machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Erinnern Sie sich: Es hat einmal die Zentralsparkasse gegeben, meine Damen und Herren, es hat die Länderbank gegeben und die Creditanstalt Bankverein. Alles ist weg! Jetzt wird in Mailand darüber befunden, und das ist das Werk des Herrn Bürgermeisters. Und da fragt niemand: Was ist denn da los? Da schlafen Sie in der Pendeluhr und wundern sich nicht?! (Abg. Dr. Bauer: Was macht die Regierung?) Das ärgste Desaster der Wirtschaftspolitik dieses Jahrhunderts wird vom Herrn Bürgermeister Häupl zu verantworten sein, und Sie schweigen und sagen, da kann man nichts machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Jetzt gibt es viele, die meinen, Wien ist toll und Wien funktioniert toll. Ich bin auch dieser Meinung, nur leider Gottes kostet alles sehr viel Geld, und es ist alles sehr teuer, und das ist hausgemacht. (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen für den sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Dr. Ferdinand Maier.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter, wir haben in der Präsidialkonferenz einen Schlusssatz vereinbart. Diesen haben Sie gesprochen. Ihre Redezeit ist beendet! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen für den sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Dr. Ferdinand Maier.)
Beifall bei der ÖVP.
Lassen Sie mich einleitend feststellen: Ich weiß jetzt nicht ganz genau, mit welchen Argumenten Wien in Brüssel beworben wurde und ob – ich fände das schade – die wirklichen Assets Österreichs, zum Beispiel die steuerliche Entlastung der Unternehmungen und unsere Standortqualitäten, ausreichend präsentiert wurden. Aber im Großen und Ganzen funktioniert die Zusammenarbeit zwischen dem Bund und den Ländern in Sachen gemeinsamer Wirtschaftspolitik ganz ausgezeichnet. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Abgeordneter Maier hat etwas angesprochen, was in Österreich Tatsache ist: Es gibt ein Gefälle am Arbeitsmarkt, es gibt Länder wie Oberösterreich mit De-facto-Vollbeschäftigung, das industrielle Kernland Österreichs. (Beifall bei der ÖVP.) Es ist dies ein Land mit exzellent aufgestellter mittelständischer Wirtschaft, ein Land mit gesundeter großer, früher verstaatlichter Wirtschaft, ein Land mit gesunder und guter Wirtschaftspolitik und ein Land mit einer Exportquote von weit über 25 Prozent. Vollbeschäftigung ist dort die Folge. (Abg. Dr. Matznetter: Wie ist das mit der Steiermark?)
Abg. Dr. Matznetter: Wie ist das mit der Steiermark?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Abgeordneter Maier hat etwas angesprochen, was in Österreich Tatsache ist: Es gibt ein Gefälle am Arbeitsmarkt, es gibt Länder wie Oberösterreich mit De-facto-Vollbeschäftigung, das industrielle Kernland Österreichs. (Beifall bei der ÖVP.) Es ist dies ein Land mit exzellent aufgestellter mittelständischer Wirtschaft, ein Land mit gesundeter großer, früher verstaatlichter Wirtschaft, ein Land mit gesunder und guter Wirtschaftspolitik und ein Land mit einer Exportquote von weit über 25 Prozent. Vollbeschäftigung ist dort die Folge. (Abg. Dr. Matznetter: Wie ist das mit der Steiermark?)
Beifall bei der ÖVP.
Während Oberösterreich – Herr Klubobmann, du kommst von dorther – im gesamten Land 51 Langzeitarbeitslose hat – das sind jene Personen, die mehr als ein Jahr arbeitslos sind –, ist es in Wien innerhalb nur eines Jahres mit viel Arbeit und Geld gelungen, die Langzeitarbeitslosenrate um mehr als zwei Drittel, nämlich um 71 Prozent, zu reduzieren. Und das ist der Erfolg des Bundes-AMS. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Heute ist die Steiermark ein weiteres blühendes industrielles Kernland Österreichs, ein Land, in welchem die Mur-Mürz-Furche nicht nur für eine tote, absterbende, von Arbeitslosigkeit gekennzeichnete Industrieregion steht, sondern, wie das Claus Raidl, einer der Topmanager dieses Landes, vor einigen Tagen in Bad Aussee gesagt hat, dafür, dass man da von Weltklasse zu Weltklasse gehen kann: Zeltweg: die Weichen, Donawitz: die Schienen, Kapfenberg und weiters Edelstahl-Topunternehmungen. Wo waren die vor einigen Jahren? – Da ist es gelungen, gemeinsam mit dem Bund die notwendigen strukturellen Maßnahmen zu setzen, um insgesamt aus einer Problemregion eine Industrieregion von Weltklassegeltung zu machen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Anderswo in der Steiermark, und zwar nicht so sehr mit dem Schwerpunkt Mur-Mürz-Furche, sondern mit dem Schwerpunkt Graz: die Entwicklung des Autoclusters. Da war vor 15 Jahren nichts. Vor elf Jahren hat man begonnen, Autocluster zu entwickeln – mein Kollege Herbert Paierl, Landeshauptmann Waltraud Klasnic, die Mütter und Väter dieses Autoclusters. Heute gibt es dadurch 44 000 Jobs, die es sonst nicht gäbe. Der Umsatz beträgt 6,8 Milliarden €. Der Autocluster Steiermark ist etwas, wovon man in Detroit, in den automotiven Zentren Japans und anderswo spricht. Er ist eine besonders bemerkenswerte industriepolitische Aktivität, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
In Sachen Wachstum – wir haben diese Zahlen vor einigen Wochen gelesen – kann auf Grund industrieller Strukturierung gesagt werden, dass die größte regionale Wirtschaftskraft in diesem Bundesland lag, das vor 15, 20 Jahren wirklich sehr problembehaftet war. Jetzt gibt es ein Plus von 3,8 Prozent, fast das Doppelte dessen, was wir bundes- und europaweit zusammengebracht haben. – Ich gratuliere Steiermark! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
schauen, dass in den Jahren 2005 und 2006, auch deswegen, weil ab 2007 erstens „Ziel 1“ doch mit einem Fragezeichen zu versehen ist und weil zweitens insgesamt die Förderlandschaft ab 2007 eine andere sein wird, das Burgenland und auch wir Mittel mobilisieren, die dann vielleicht gar nicht mehr ausgegeben werden können, dann sage ich: Herr Landeshauptmann-Stellvertreter, wir werden das sehr, sehr genau prüfen, und wir werden in den nächsten Wochen zu einem Ergebnis kommen in Bezug auf das100 Millionen €-Paket, das Franz Steindl für das Burgenland in den letzten Tagen bei mir eingefordert hat. Das ist eine sinnvolle Sache, die ich gerne unterstütze, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
So gesehen eine Wirtschaftspolitik des Bundes für Österreichs Bundesländer, um die Stärken der Regionen Österreichs zu stärken und um Schwächen wegzubringen, wenn es geht, um Probleme zu lösen, und das mit einem hohen Maß an Gemeinsamkeit. Das geschieht an Verhandlungstischen, an denen Parteipolitik überhaupt keine Rolle spielt, und da arbeiten wir mit allen Bundesländern sehr, sehr gut zusammen, ich möchte da keines vor den Vorhang ziehen. Die Ergebnisse sind da und dort manchmal unterschiedlich, aber stolz darauf bin ich, dass diese Zusammenarbeit eine gute ist. Und wenn dann Wien in Brüssel auch gut über Österreichs Standortpolitik redet, dann wird mich das noch mehr freuen, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Werner Amon, MBA (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wenn wir heute über die regionale Wirtschaft diskutieren, dann ist, glaube ich, schon einleitend zu sagen, dass Österreich insgesamt ein hervorragender Wirtschaftsstandort ist, und dazu ist der Bundesregierung zu gratulieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Das ist ja lächerlich, wenn Sie da sagen: Abkoppeln von Deutschland! 70 Prozent der Exporte gehen nach Deutschland! Was soll das?!
Es ist mit einer konsequenten Budgetpolitik gelungen, den Spielraum dafür zu schaffen, über den Weg einer Steuerreform den Standort Österreich attraktiv zu machen. Weil ich den Herrn Botschafter hier auf der Galerie sehe, möchte ich bemerken – Sie verzeihen, dass ich das sage –: Es ist gelungen, die österreichische Wirtschaft von der deutschen abzukoppeln. Es ist gelungen, die Erweiterung zu nützen. Jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich, meine Damen und Herren, hängt heute direkt oder indirekt vom Export ab. Und das ist ein großer Erfolg! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Eder: Das ist ja lächerlich, wenn Sie da sagen: Abkoppeln von Deutschland! 70 Prozent der Exporte gehen nach Deutschland! Was soll das?!)
neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ
Aber es gibt in Österreich natürlich Unterschiede bei den Standorten (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ) – ich weiß schon, dass Sie das aufregt –, der Herr Bundesminister hat darauf schon verwiesen. Sehen wir uns einmal das Wirtschaftswachstum an! (Der Redner hält eine Graphik in die Höhe mit der Überschrift: „Konjunktur 2004 nach Bundesländern“.) Das hier sind schon ganz wichtige Daten, die man zur Hand nehmen muss. So können wir zum Beispiel sehen, dass die Steiermark mit einem Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent deutlich an der Spitze liegt. Das ist ein großer Erfolg der steirischen Landesregierung unter der Führung von Landeshauptmann Waltraud Klasnic! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Aber es gibt in Österreich natürlich Unterschiede bei den Standorten (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ) – ich weiß schon, dass Sie das aufregt –, der Herr Bundesminister hat darauf schon verwiesen. Sehen wir uns einmal das Wirtschaftswachstum an! (Der Redner hält eine Graphik in die Höhe mit der Überschrift: „Konjunktur 2004 nach Bundesländern“.) Das hier sind schon ganz wichtige Daten, die man zur Hand nehmen muss. So können wir zum Beispiel sehen, dass die Steiermark mit einem Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent deutlich an der Spitze liegt. Das ist ein großer Erfolg der steirischen Landesregierung unter der Führung von Landeshauptmann Waltraud Klasnic! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
allem Länder, die von Sozialdemokraten regiert werden. Wien ist da zu finden mit einem Wirtschaftswachstum von bedauerlicherweise nur 0,6 Prozent. Und das Burgenland liegt mit einer Wachstumsrate von nur 0,5 Prozent am Ende dieser Skala. Das ist bedauerlich, meine Damen und Herren. – Da bin ich ganz der Meinung des Spitzenkandidaten der Wiener ÖVP: Wien kann mehr, meine Damen und Herren, als das, was hier geboten wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Die braucht den Kopf nicht in den Sand zu stecken, denn die steckt als Ganzes im Sand!
Noch etwas – ich möchte das hier ansprechen, weil es wirklich notwendig ist, Politik mit Herz und Kompetenz zu machen; das ist gefragt, meine Damen und Herren! –: Unsere Landeshauptmann Waltraud Klasnic hat auch in ganz, ganz schwierigen Situationen gezeigt, wie man es macht: Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern für das Land Tag und Nacht arbeiten. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Kogler: Die braucht den Kopf nicht in den Sand zu stecken, denn die steckt als Ganzes im Sand!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy hält eine Tasche mit der Abbildung einer Hand, die mit zwei Fingern ein „V“ bildet, und mit der Aufschrift „Vorwärts! Voves! SPÖ“ in die Höhe.
In ganz dramatischen Krisensituationen, etwa beim Grubenunglück in Lassing, aber auch bei wirtschaftspolitischen Problemen, zum Beispiel, als es kurzfristig so ausgesehen hat, als würde das Projekt Spielberg nicht zustande kommen, konnten Sie es erleben: Nicht den Kopf in den Sand stecken, Tag und Nacht für das Land arbeiten, und dann gibt es auch ein positives Ergebnis, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy hält eine Tasche mit der Abbildung einer Hand, die mit zwei Fingern ein „V“ bildet, und mit der Aufschrift „Vorwärts! Voves! SPÖ“ in die Höhe.)
Demonstrativer Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Gut, dass Sie das herzeigen! Viele werden das nicht wissen: Der Erste Landeshauptmann-Stellvertreter in der Steiermark heißt Voves; daher dieses „V“ von Ihnen. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dieses „V“ hat auch schon Viktor Klima verwendet, und das hat ihm nicht gut getan, meine Damen und Herren! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Gut, dass Sie das herzeigen! Viele werden das nicht wissen: Der Erste Landeshauptmann-Stellvertreter in der Steiermark heißt Voves; daher dieses „V“ von Ihnen. (Demonstrativer Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Dieses „V“ hat auch schon Viktor Klima verwendet, und das hat ihm nicht gut getan, meine Damen und Herren! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ
Wahlen gewinnt man dann, wenn man für das Land arbeitet. Der Erste Landeshauptmann-Stellvertreter in der Steiermark ist für vieles bekannt, so zum Beispiel dafür, dass er 98 Prozent aller Regierungsbeschlüsse mitträgt, sie jedoch hinterher kritisiert. Er ist weiters dafür bekannt, einmal ein ganz guter Eishockeyspieler gewesen zu sein (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ), und er ist auch dafür bekannt, dass er Probleme mit Millionen hat, die in der von der SPÖ geführten Gemeinde Frohnleiten verschwunden sind, aber für eines ist er wirklich nicht bekannt: dass er viel arbeiten würde. Dafür ist er nicht bekannt! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Wie war das? Wer hat die Aufsicht gehabt in Frohnleiten?)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Wie war das? Wer hat die Aufsicht gehabt in Frohnleiten?
Wahlen gewinnt man dann, wenn man für das Land arbeitet. Der Erste Landeshauptmann-Stellvertreter in der Steiermark ist für vieles bekannt, so zum Beispiel dafür, dass er 98 Prozent aller Regierungsbeschlüsse mitträgt, sie jedoch hinterher kritisiert. Er ist weiters dafür bekannt, einmal ein ganz guter Eishockeyspieler gewesen zu sein (neuerliche Zwischenrufe bei der SPÖ), und er ist auch dafür bekannt, dass er Probleme mit Millionen hat, die in der von der SPÖ geführten Gemeinde Frohnleiten verschwunden sind, aber für eines ist er wirklich nicht bekannt: dass er viel arbeiten würde. Dafür ist er nicht bekannt! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Wie war das? Wer hat die Aufsicht gehabt in Frohnleiten?)
Abg. Mag. Kogler: Für diesen Schrott, den Sie erzählen, treffen wir uns im Nationalrat?!
Wenn jetzt mit dem Projekt Spielberg 150 Millionen € in das Obere Murtal fließen, wenn durch die Absicherung ... (Abg. Mag. Kogler: Für diesen Schrott, den Sie erzählen, treffen wir uns im Nationalrat?!)
Abg. Silhavy: Ihre Zeit ist zu Ende!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! – Wenn durch die Absicherung des Standortes Zeltweg nunmehr mehr als 10 Millionen € in diese Region fließen, wenn Sie sich die gewaltige wirtschaftliche Entwicklung im Oberen Murtal durch den Holzcluster beziehungsweise den Autocluster anschauen (Abg. Silhavy: Ihre Zeit ist zu Ende!), dann wissen Sie (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – Herr Präsident, das ist mein Schlusssatz! –, dass das Regierungsteam mit Waltraud Klasnic an der Spitze, mit Hermann Schützenhöfer und Gerald Schöpfer (Zwischenrufe bei der SPÖ), mit Hans Seitinger und Kristina Edlinger-Ploder (Abg. Silhavy: Oje! Oje!) eine hervorragende Mannschaft ist (Rufe bei der SPÖ: Die Redezeit ist aus!), die dem Land gut tut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Das war eine echte Verzweiflungsrede! – Abg. Parnigoni: Der Hirschmann droht!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Abgeordneter Werner Amon, MBA (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! – Wenn durch die Absicherung des Standortes Zeltweg nunmehr mehr als 10 Millionen € in diese Region fließen, wenn Sie sich die gewaltige wirtschaftliche Entwicklung im Oberen Murtal durch den Holzcluster beziehungsweise den Autocluster anschauen (Abg. Silhavy: Ihre Zeit ist zu Ende!), dann wissen Sie (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – Herr Präsident, das ist mein Schlusssatz! –, dass das Regierungsteam mit Waltraud Klasnic an der Spitze, mit Hermann Schützenhöfer und Gerald Schöpfer (Zwischenrufe bei der SPÖ), mit Hans Seitinger und Kristina Edlinger-Ploder (Abg. Silhavy: Oje! Oje!) eine hervorragende Mannschaft ist (Rufe bei der SPÖ: Die Redezeit ist aus!), die dem Land gut tut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Das war eine echte Verzweiflungsrede! – Abg. Parnigoni: Der Hirschmann droht!)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Werner Amon, MBA (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! – Wenn durch die Absicherung des Standortes Zeltweg nunmehr mehr als 10 Millionen € in diese Region fließen, wenn Sie sich die gewaltige wirtschaftliche Entwicklung im Oberen Murtal durch den Holzcluster beziehungsweise den Autocluster anschauen (Abg. Silhavy: Ihre Zeit ist zu Ende!), dann wissen Sie (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – Herr Präsident, das ist mein Schlusssatz! –, dass das Regierungsteam mit Waltraud Klasnic an der Spitze, mit Hermann Schützenhöfer und Gerald Schöpfer (Zwischenrufe bei der SPÖ), mit Hans Seitinger und Kristina Edlinger-Ploder (Abg. Silhavy: Oje! Oje!) eine hervorragende Mannschaft ist (Rufe bei der SPÖ: Die Redezeit ist aus!), die dem Land gut tut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Das war eine echte Verzweiflungsrede! – Abg. Parnigoni: Der Hirschmann droht!)
Abg. Silhavy: Oje! Oje!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! – Wenn durch die Absicherung des Standortes Zeltweg nunmehr mehr als 10 Millionen € in diese Region fließen, wenn Sie sich die gewaltige wirtschaftliche Entwicklung im Oberen Murtal durch den Holzcluster beziehungsweise den Autocluster anschauen (Abg. Silhavy: Ihre Zeit ist zu Ende!), dann wissen Sie (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – Herr Präsident, das ist mein Schlusssatz! –, dass das Regierungsteam mit Waltraud Klasnic an der Spitze, mit Hermann Schützenhöfer und Gerald Schöpfer (Zwischenrufe bei der SPÖ), mit Hans Seitinger und Kristina Edlinger-Ploder (Abg. Silhavy: Oje! Oje!) eine hervorragende Mannschaft ist (Rufe bei der SPÖ: Die Redezeit ist aus!), die dem Land gut tut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Das war eine echte Verzweiflungsrede! – Abg. Parnigoni: Der Hirschmann droht!)
Rufe bei der SPÖ: Die Redezeit ist aus!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! – Wenn durch die Absicherung des Standortes Zeltweg nunmehr mehr als 10 Millionen € in diese Region fließen, wenn Sie sich die gewaltige wirtschaftliche Entwicklung im Oberen Murtal durch den Holzcluster beziehungsweise den Autocluster anschauen (Abg. Silhavy: Ihre Zeit ist zu Ende!), dann wissen Sie (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – Herr Präsident, das ist mein Schlusssatz! –, dass das Regierungsteam mit Waltraud Klasnic an der Spitze, mit Hermann Schützenhöfer und Gerald Schöpfer (Zwischenrufe bei der SPÖ), mit Hans Seitinger und Kristina Edlinger-Ploder (Abg. Silhavy: Oje! Oje!) eine hervorragende Mannschaft ist (Rufe bei der SPÖ: Die Redezeit ist aus!), die dem Land gut tut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Das war eine echte Verzweiflungsrede! – Abg. Parnigoni: Der Hirschmann droht!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Das war eine echte Verzweiflungsrede! – Abg. Parnigoni: Der Hirschmann droht!
Abgeordneter Werner Amon, MBA (fortsetzend): Danke, Herr Präsident! – Wenn durch die Absicherung des Standortes Zeltweg nunmehr mehr als 10 Millionen € in diese Region fließen, wenn Sie sich die gewaltige wirtschaftliche Entwicklung im Oberen Murtal durch den Holzcluster beziehungsweise den Autocluster anschauen (Abg. Silhavy: Ihre Zeit ist zu Ende!), dann wissen Sie (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) – Herr Präsident, das ist mein Schlusssatz! –, dass das Regierungsteam mit Waltraud Klasnic an der Spitze, mit Hermann Schützenhöfer und Gerald Schöpfer (Zwischenrufe bei der SPÖ), mit Hans Seitinger und Kristina Edlinger-Ploder (Abg. Silhavy: Oje! Oje!) eine hervorragende Mannschaft ist (Rufe bei der SPÖ: Die Redezeit ist aus!), die dem Land gut tut, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Silhavy: Das war eine echte Verzweiflungsrede! – Abg. Parnigoni: Der Hirschmann droht!)
der Redner wendet sich an den auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dr. Bartenstein
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Schönen Guten Morgen an die Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernsehapparaten zu Hause! – Herr Präsident! Hohes Haus! Hinter mir (der Redner wendet sich an den auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dr. Bartenstein) sehen Sie den Minister der Rekorde: Er ist der Minister für Rekordarbeitslosigkeit, und er ist der Minister für Rekordpleiten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Johann Moser (SPÖ): Schönen Guten Morgen an die Zuschauerinnen und Zuschauer vor den Fernsehapparaten zu Hause! – Herr Präsident! Hohes Haus! Hinter mir (der Redner wendet sich an den auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dr. Bartenstein) sehen Sie den Minister der Rekorde: Er ist der Minister für Rekordarbeitslosigkeit, und er ist der Minister für Rekordpleiten. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Hornek: Weil sie so hoch ist!
Wenn man vorher sozusagen die beiden ÖVP-Kampfredner hier gehört hat, die über Wien und die Steiermark gesprochen haben, so muss ich dazu sagen: Da gibt es schon einiges zu korrigieren! Ich habe mir die Arbeitslosenstatistiken angeschaut und kann sagen: Wien ist das einzige Bundesland, in dem im Juni die Arbeitslosigkeit zurückgegangen ist, und zwar um 2,3 Prozentpunkte. (Abg. Hornek: Weil sie so hoch ist!)
Abg. Parnigoni: Das ist skandalös!
Wissen Sie, in welchen Bundesländern die Arbeitslosenrate am höchsten gestiegen ist? – In Vorarlberg, in Tirol und in der Steiermark. In diesen drei Bundesländern ist die Arbeitslosenrate im Juni am höchsten gestiegen! Das ist die Realität! (Abg. Parnigoni: Das ist skandalös!) Sie von der ÖVP sprechen immer von der Vergangenheit – wir von der SPÖ hingegen sprechen von der Zukunft. (Abg. Parnigoni: Danke, Frau Klasnic!)
Abg. Parnigoni: Danke, Frau Klasnic!
Wissen Sie, in welchen Bundesländern die Arbeitslosenrate am höchsten gestiegen ist? – In Vorarlberg, in Tirol und in der Steiermark. In diesen drei Bundesländern ist die Arbeitslosenrate im Juni am höchsten gestiegen! Das ist die Realität! (Abg. Parnigoni: Das ist skandalös!) Sie von der ÖVP sprechen immer von der Vergangenheit – wir von der SPÖ hingegen sprechen von der Zukunft. (Abg. Parnigoni: Danke, Frau Klasnic!)
Beifall bei der SPÖ.
Laut einer Eurostat-Statistik über die reichsten Regionen Europas liegt Wien an siebenter Stelle in Europa. – Also ich weiß nicht: War das jetzt die Floridsdorfer-Perspektive, die Sie von der ÖVP hier zum Besten gegeben haben, also eine eingeschränkte Perspektive von Wien, oder war das eine gleichfalls eingeschränkte steirische Perspektive? Jedenfalls war das nicht die Wahrheit! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
In Erinnerung rufen möchte ich, Herr Bundesminister Bartenstein: Sie sind verantwortlich für 211 000 Arbeitslose im Juni in Österreich! Das sind um 8 000 mehr als im Vorjahr! Wissen Sie, wieviel 8 000 Arbeitslose mehr sind? – Das ist ungefähr in der Größenordnung der Einwohnerzahl meiner Geburtstadt Weiz! 8 000 mehr als im Vorjahr! 8 000 Menschen mehr haben keinen Arbeitsplatz – und Sie sind dafür verantwortlich, Herr Bundesminister! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Und wissen Sie, was die Ursache für diese Pleiten war und ist? – Sie von dieser Bundesregierung treiben Arbeitslose in die Selbständigkeit; mehr als ein Viertel dieser Neugründungen werden von Arbeitslosen übernommen, und genau diese gehen dann oft Pleite! Sie treiben diese Menschen also nicht nur in die Arbeitslosigkeit, weiters in die Selbständigkeit, sondern dann auch noch in eine persönliche Schuldenfalle! Das ist Ihre Politik, die den Österreicherinnen und Österreichern auf den Kopf fällt! Das ist verantwortungslos, Herr Minister! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Sie von den Koalitionsparteien versprechen uns seit 2000, dass die Wirtschaft wachsen werde, jedoch: Dieses Wachstum kommt nicht, gibt es nicht! Erst vergangenen Freitag haben die wichtigsten Institute die Wirtschaftsprognosen wiederum zurückgenommen (Zwischenrufe bei der ÖVP), und zwar von 2 auf 1,7 Prozent korrigiert. (Abg. Amon: Ist das kein Wachstum?) Das liegt also im langjährigen Durchschnitt. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Amon: Ist das kein Wachstum?
Sie von den Koalitionsparteien versprechen uns seit 2000, dass die Wirtschaft wachsen werde, jedoch: Dieses Wachstum kommt nicht, gibt es nicht! Erst vergangenen Freitag haben die wichtigsten Institute die Wirtschaftsprognosen wiederum zurückgenommen (Zwischenrufe bei der ÖVP), und zwar von 2 auf 1,7 Prozent korrigiert. (Abg. Amon: Ist das kein Wachstum?) Das liegt also im langjährigen Durchschnitt. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sie von den Koalitionsparteien versprechen uns seit 2000, dass die Wirtschaft wachsen werde, jedoch: Dieses Wachstum kommt nicht, gibt es nicht! Erst vergangenen Freitag haben die wichtigsten Institute die Wirtschaftsprognosen wiederum zurückgenommen (Zwischenrufe bei der ÖVP), und zwar von 2 auf 1,7 Prozent korrigiert. (Abg. Amon: Ist das kein Wachstum?) Das liegt also im langjährigen Durchschnitt. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Sie wollen Betriebe, die keine Dividende ausschütten? Das ist interessant!
Ich habe mir das ausgerechnet. Der Generaldirektor der Erste Bank, Treichl, kassiert eine Jahresgage in Höhe von 4,5 Millionen €. (Abg. Mag. Molterer: Sie wollen Betriebe, die keine Dividende ausschütten? Das ist interessant!) Wissen Sie überhaupt, meine Damen und Herren von der ÖVP, wie lange beispielsweise eine Kassierin bei der Ersten dafür arbeiten müsste? – 120 Jahre lang, um ein Einkommen wie das Jahresgehalt ihres Generaldirektors zu erzielen, übrigens ein ehemaliger ÖVP-Kassier! Finden Sie das gerecht? (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Unserer Überzeugung nach ist das nicht gerecht! So etwas können wir Sozialdemokraten nicht vertreten! (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe mir das ausgerechnet. Der Generaldirektor der Erste Bank, Treichl, kassiert eine Jahresgage in Höhe von 4,5 Millionen €. (Abg. Mag. Molterer: Sie wollen Betriebe, die keine Dividende ausschütten? Das ist interessant!) Wissen Sie überhaupt, meine Damen und Herren von der ÖVP, wie lange beispielsweise eine Kassierin bei der Ersten dafür arbeiten müsste? – 120 Jahre lang, um ein Einkommen wie das Jahresgehalt ihres Generaldirektors zu erzielen, übrigens ein ehemaliger ÖVP-Kassier! Finden Sie das gerecht? (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Unserer Überzeugung nach ist das nicht gerecht! So etwas können wir Sozialdemokraten nicht vertreten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich habe mir das ausgerechnet. Der Generaldirektor der Erste Bank, Treichl, kassiert eine Jahresgage in Höhe von 4,5 Millionen €. (Abg. Mag. Molterer: Sie wollen Betriebe, die keine Dividende ausschütten? Das ist interessant!) Wissen Sie überhaupt, meine Damen und Herren von der ÖVP, wie lange beispielsweise eine Kassierin bei der Ersten dafür arbeiten müsste? – 120 Jahre lang, um ein Einkommen wie das Jahresgehalt ihres Generaldirektors zu erzielen, übrigens ein ehemaliger ÖVP-Kassier! Finden Sie das gerecht? (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Unserer Überzeugung nach ist das nicht gerecht! So etwas können wir Sozialdemokraten nicht vertreten! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Steibl.
Abgeordneter Mag. Johann Moser (fortsetzend): Da heute hier die Bundesländer schon so stark strapaziert wurden: In der Steiermark wurden 33 Postämter geschlossen; ebenso 25 Gendarmerieposten. Weiters: Werkschließungen durch den Verkauf beispielsweise des Austria Tabakwerkes in Fürstenfeld; der Verkauf der VA Tech droht, sodass der Standort Weiz massiv darunter zu leiden hat. (Zwischenruf der Abg. Steibl.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
braucht, um von Wien nach Graz mit dem Zug zu fahren – mehr als zweieinhalb Stunden! Von Wien nach Linz nur eine Stunde vierzig! (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Sie leben auf dem Mond! Die Strompreise sind gesenkt worden!
In der Steiermark gibt es die höchsten Strompreise! Lesen Sie die Zeitungen: Herr Generaldirektor Draxler von der RHI hat gesagt, er werde in der Steiermark nicht mehr investieren, weil es dort die höchsten Strompreise gibt! Das ist Ihre Politik! Das ist regionalpolitische Kindesweglegung – und dafür sind Sie verantwortlich! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Steibl: Sie leben auf dem Mond! Die Strompreise sind gesenkt worden!)
Abg. Großruck: Ein Musterland in Europa!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das, was wir hier in unserem Lande beobachten, können wir nur als Schmalspur-Ökonomie bezeichnen (Abg. Großruck: Ein Musterland in Europa!), Schmalspur-Ökonomie eben, bei der sowohl die Zahl der Arbeitslosen als auch die der Rekordpleiten steigt, bei der die Regionen wirtschaftlich ausgedünnt werden! Die Leute haben keine Perspektiven mehr! Und dafür sind wiederum Sie verantwortlich!
Abg. Steibl: Warum ist die SPÖ gegen alles? Warum tut die SPÖ nur quatschen?
Wenn wir heute wieder über ein Konjunkturpaket diskutieren, dann frage ich Sie: Warum haben die bisherigen Konjunkturpakete nicht gegriffen? – Weil Sie lediglich Klientelpolitik für Großkonzerne, für Großgrundbesitzer und für Ihr bäuerliches Klientel gemacht haben! (Abg. Steibl: Warum ist die SPÖ gegen alles? Warum tut die SPÖ nur quatschen?)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das kommt nicht der Mehrzahl der Österreicherinnen und Österreicher zugute – und das werden Sie bei den nächsten Wahlen spüren! – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wenn ich kurz Bezug nehme auf den Redebeitrag des Kollegen Moser, dann muss ich schon feststellen: Kollege Moser lebt offensichtlich in einer anderen Welt. Viele Realitäten gehen offensichtlich spurlos an ihm vorüber. Er merkt überhaupt nicht, wie Österreich international positioniert ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Österreich ist, wie ich meine, gut positioniert. Dies hängt mit der konsequenten Umsetzung der im Regierungsprogramm festgelegten Vorhaben vor. Das hat Auswirkungen auf unsere Abgabenquote, die mittlerweile auf 41,5 Prozent reduziert werden konnte, das hat Auswirkungen auf die Kaufkraftparitäten. All die Erfolge, die in den österreichischen Regionen zu verzeichnen sind, resultieren einerseits aus Initiativen der jeweiligen Regionen und andererseits aus der konsequenten Wirtschafts- und Standortpolitik dieser Bundesregierung, die hiefür ideale Bedingungen schafft. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Das ist bei Ihnen nichts Neues!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich bin einigermaßen verwundert über die Debattenbeiträge (Abg. Scheibner: Das ist bei Ihnen nichts Neues!), die hier zum Teil abgeliefert wurden. Das Thema dieser „Aktuellen Stunde“, eingebracht von der ÖVP, heißt – ich habe es mir extra noch einmal herausgesucht –: „Wirtschaftspolitik für Österreichs Regionen“. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Genau!)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Genau!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich bin einigermaßen verwundert über die Debattenbeiträge (Abg. Scheibner: Das ist bei Ihnen nichts Neues!), die hier zum Teil abgeliefert wurden. Das Thema dieser „Aktuellen Stunde“, eingebracht von der ÖVP, heißt – ich habe es mir extra noch einmal herausgesucht –: „Wirtschaftspolitik für Österreichs Regionen“. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Genau!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
mit Sie begründen werden, was Sie damit für die österreichischen Regionen tun, irgendetwas in dieser Art. – Aber nichts davon kommt! Das, was Sie da machen, ist nicht einmal mehr Landtagswahlkampf im Parlament, denn Wahlkampf wäre ja noch irgendwie positiv, das hat noch etwas. Aber nicht einmal das ist es mehr. Blanker Populismus ist das, was Sie hier verbreiten, und das finde ich wirklich letztklassig! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Die Spitze in dieser Sache hat Kollege Amon in seinen Ausführungen erreicht. Das beginnt damit, dass er sagt: Es ist uns gelungen, uns von der Politik Deutschlands abzukoppeln. Also da frage ich mich wirklich: Haben Sie eigentlich eine Ahnung, wohin unsere Exporte gehen? Haben Sie eine Ahnung? – Zirka 70 Prozent unserer Exporte – wir streiten nicht um einzelne Prozente – gehen nach Deutschland! Und da reden Sie von Abkoppelung? Das ist doch wirklich skurril. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Amon.
Zweiter Punkt: Die Steiermark, behaupten Sie, ist ein Spitzenreiter wirtschaftlicher Art. – Ja wenn man ganz hinten ist, ist es leicht, ein bisschen nach vorne zu kommen. Faktum ist aber auch, dass, wenn Sie sich anschauen ... (Zwischenruf des Abg. Amon.) Sie können auch andere Zahlen zum Vergleich heranziehen. Nehmen Sie das BIP pro Kopf, hier liegt die Steiermark nach wie vor weit hinten im Österreichschnitt, an dritt- oder viertletzter Stelle. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.) Das heißt, mit Zahlen lässt sich einiges machen. Sie können alles Mögliche in den Raum stellen – es stimmt nur nicht!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.
Zweiter Punkt: Die Steiermark, behaupten Sie, ist ein Spitzenreiter wirtschaftlicher Art. – Ja wenn man ganz hinten ist, ist es leicht, ein bisschen nach vorne zu kommen. Faktum ist aber auch, dass, wenn Sie sich anschauen ... (Zwischenruf des Abg. Amon.) Sie können auch andere Zahlen zum Vergleich heranziehen. Nehmen Sie das BIP pro Kopf, hier liegt die Steiermark nach wie vor weit hinten im Österreichschnitt, an dritt- oder viertletzter Stelle. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Amon.) Das heißt, mit Zahlen lässt sich einiges machen. Sie können alles Mögliche in den Raum stellen – es stimmt nur nicht!
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Mit der Novelle für die erneuerbaren Energien, die jetzt ansteht und die nach wie vor nicht beschlossen ist, ist es Ihnen gelungen, bereits ein halbes Jahr lang eine völlige Blockade für neue Anlagen zu erreichen. Auf Grund dessen, dass Sie Pingpong spielen zwischen dem Bund und den Ländern und dieses Spiel nie zu Ende bringen, kann seit einem halben Jahr keine neue Anlage im Bereich der erneuerbaren Energien genehmigt werden. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Und da reden Sie von regionaler Wirtschaft?! (Abg. Mag. Molterer: Und warum werden dann so viele gebaut?)
Abg. Mag. Molterer: Und warum werden dann so viele gebaut?
Mit der Novelle für die erneuerbaren Energien, die jetzt ansteht und die nach wie vor nicht beschlossen ist, ist es Ihnen gelungen, bereits ein halbes Jahr lang eine völlige Blockade für neue Anlagen zu erreichen. Auf Grund dessen, dass Sie Pingpong spielen zwischen dem Bund und den Ländern und dieses Spiel nie zu Ende bringen, kann seit einem halben Jahr keine neue Anlage im Bereich der erneuerbaren Energien genehmigt werden. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) Und da reden Sie von regionaler Wirtschaft?! (Abg. Mag. Molterer: Und warum werden dann so viele gebaut?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Erkundigen Sie sich, Sie haben ja keine Ahnung!
Sie investieren lieber in Ölimporte – 80 Milliarden im Jahr fließen in Österreich in Ölimporte –, anstatt zu schauen, wie diese Wertschöpfung nach Österreich gebracht werden könnte. Das wäre mit Anlagen, mit kleinen Anlagen für erneuerbare Energien sehr gut möglich. Dazu müssten Sie nur aus Ihrer Blockadepolitik einmal herauskommen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Erkundigen Sie sich, Sie haben ja keine Ahnung!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Klingt ja gut, nur: Zugleich haben Sie dieselben Mittel einem Grazer Projekt, das bereits läuft, nämlich dem Grazer Projekt „FiT – Frauen in Technik“ gestrichen! – Und das nennen Sie dann „Investition“! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
„Warum Österreich Spitze ist. Weniger Arbeitslose, mehr Wirtschaftswachstum, bessere Stimmung.“ – Zitatende. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Riepl: Warum haben wir dann immer mehr Arbeitslose?
Unsere Wirtschaftspolitik beschäftigt sich natürlich schwerpunktmäßig mit der Unterstützung der Regionen. Als Burgenländerin kann ich das bestimmt und ganz genau sagen. Da wurden durch Initiativen und mutige Reformen der Bundesregierung Strukturen aufgebrochen und wichtige Weichenstellungen in die Wege geleitet. (Abg. Riepl: Warum haben wir dann immer mehr Arbeitslose?)
Beifall bei der ÖVP.
Eines muss klar und deutlich festgehalten werden: Ein wichtiger Partner des Burgenlandes ist nun einmal die Republik Österreich, ist der Bund. Allein im Jahr 2004 hat der Bund das Land Burgenland mit insgesamt 581 Millionen € unterstützt, und das ist großartig. Dadurch sind viele Projekte möglich geworden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich kann Landeshauptmann Niessl und der SPÖ im Burgenland im Wissen, dass die Kassen leer sind, nur raten, den Konfrontationskurs mit der Bundesregierung zu beenden und endlich konstruktive Politik zu betreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Im Burgenland gibt es viele Herausforderungen, um die man sich kümmern sollte. (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.) Beispielsweise ist die Pendlerquote noch immer unverändert. Jeder dritte Burgenländer muss pendeln, die meisten davon nach Wien. Das BIP pro Einwohner liegt um 30 Prozent unter dem Österreichschnitt. Aber auch bei der Kaufkraft ist das Burgenland noch immer Schlusslicht. Und – und das muss man
Abg. Reheis: Das ist Ihre Bundespolitik! – Abg. Dr. Jarolim: Dem Schüssel und dem Bartenstein sagen Sie das!
Welche Projekte wollen wir damit in Angriff nehmen? – Es soll eine Aktion geben, um für junge Menschen Arbeitsplätze zu schaffen. Es soll eine Aktion geben, um Unternehmern Anreize zu bieten, Lehrlinge einzustellen. Sie wissen gar nicht, wie schwierig es für junge Menschen im Burgenland ist, eine Lehrstelle zu finden oder gar einen ordentlichen Beruf und eine Arbeitsstelle. (Abg. Reheis: Das ist Ihre Bundespolitik! – Abg. Dr. Jarolim: Dem Schüssel und dem Bartenstein sagen Sie das!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Das war ja erschütternd!
Die Vorschläge der ÖVP-Burgenland, meine sehr geehrten Damen und Herren, liegen auf dem Tisch. Wir wollen arbeiten – die SPÖ will das nicht! Die SPÖ im Burgenland drückt sich vor der Verantwortung, hat frühzeitig Wahlen ausgerufen. Ich sage: Wer nicht arbeiten will, der soll es bleiben lassen. – Wir sind auf jeden Fall bereit! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Das war ja erschütternd!)
Beifall bei der SPÖ.
Zuerst zu Ihnen, Herr Bundesminister Bartenstein, der Sie die Zusatzförderung angesprochen haben. Ich meine, wir können uns einig darin sein, dass das kein Geschenk von Bartenstein an Steindl ist. – Es ist Ihre Pflicht, die Nachteile, die das Burgenland durch die Erweiterung erleidet, mit Steuergeld auszugleichen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Bruttoregionalprodukt ist seit dem Jahr 1996 jährlich um 4,5 Prozent gestiegen – ein Wert, den es österreichweit sonst nicht gibt. Es gibt eine massive Erweiterung der Förderung für die kleinen und mittleren Unternehmen – wie schon erwähnt: 9 000 Jobs zusätzlich in den letzten zehn Jahren –, 15 Prozent mehr Ausgaben für Spitäler, 20 Prozent mehr Betreuungseinrichtungen. Ich könnte diese Liste noch lange so fortsetzen. – Das alles, meine Damen und Herren, bei fünf Budgets in Serie ohne Neuverschuldung! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Lentsch
Ich bin sicher, dass der Burgenland-Fonds der SPÖ diese gute Politik für die Zukunft sichern wird. Er wird einen Beitrag dazu leisten, dass wir die Wirtschaft im Burgenland stärken und Arbeitsplätze im Burgenland schaffen können. Ganz im Gegensatz dazu verhält es sich mit dem Zukunftsfonds der ÖVP, der nur zum Ziel hat, die Wohnbauförderung zu verkaufen – mit dem Ergebnis (Zwischenruf der Abg. Lentsch), dass man den Häuselbauern das Geld nimmt und 11 000 Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe gefährdet, Frau Kollegin.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Eine gute Wirtschaftspolitik brauchen Sie nicht erst zu erfinden – schauen Sie ins Burgenland! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser
Die Wirtschaft und das Investieren in einem Land haben, sehr geehrte Damen und Herren, auch mit Psychologie zu tun. Und psychologisch betrachtet muss man sagen, dass nur in einem Land investiert wird, in dem auch die Stimmung gut ist. Und wenn es dann in diesem Land Kräfte gibt, die alles schlecht machen, alles herunterreden, dann ist es für Investoren um vieles schwieriger, in diesem Land wirklich zu investieren (Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser), wenn Kollegen wie Sie zum Beispiel immer wieder sagen, es sei alles so furchtbar, es sei alles so schlecht in diesem Land. Es ist eindeutig, dass wir erreicht haben, dass Österreich besser dasteht als Deutschland,
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.
nämlich dahin gehend, dass wir eine bürgerliche Regierung haben, die sich für die Unternehmen und die Wirtschaft einsetzt. In Deutschland hat eine rot-grüne Regierung zu viel mehr Arbeitslosigkeit geführt und zu einer Schlechterstellung der Wirtschaft. Das muss immer wieder laut gesagt werden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Johann Moser.) – Warten Sie, wir kommen noch zu Kärnten.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Einzelne Bundesländer nutzen diese Standortfaktoren, diese guten Rahmenbedingungen bestens und optimal, damit sie in ihrem Land viel erreichen. So hat Kärnten viel Geld in die Hand genommen, hat die Hypobank kapitalisiert und hat jährlich 100 Millionen € zusätzlich, um Investitionen vorzunehmen. Und da gibt es dann große Unternehmen, die in Kärnten investieren, wie zum Beispiel Magna, und nicht mehr sagen: Bleiben wir in der Steiermark!, sondern sie machen dann in Kärnten etwas. Mir als Steirerin tut das Leid, den Kärntnern ist zu gratulieren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Murauer.
Zu dem Jubel: Hurra, wir haben ein Projekt von 150 Millionen in Spielberg!, kann ich nur sagen: Das ist besser als nichts, aber vergessen wir bitte nicht, dass es dort ein Projekt in der Höhe von 500 Millionen gegeben hätte! (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Das muss man ja auch aufzeigen, dass in der Obersteiermark 500 Millionen investiert worden wären, dass für die Obersteiermark eine extra Ausbildungsschiene angedacht war. Die Menschen in dieser Region hätten das wirklich gebraucht, denn dort gibt es wenig Arbeitsplätze, von dort wandern unheimlich viele Unternehmen ab, dort ist die Stimmung ganz, ganz schlecht. Die Menschen dort hätten ein größeres, ein besseres Projekt verdient, aber dieses wurde – auch das wissen wir – eindeutig in der Landesregierung durch ÖVP-Landesräte verschludert. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Das schreibe ich Ihnen ins Stammbuch, reden Sie nicht alles schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Zu dem Jubel: Hurra, wir haben ein Projekt von 150 Millionen in Spielberg!, kann ich nur sagen: Das ist besser als nichts, aber vergessen wir bitte nicht, dass es dort ein Projekt in der Höhe von 500 Millionen gegeben hätte! (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Das muss man ja auch aufzeigen, dass in der Obersteiermark 500 Millionen investiert worden wären, dass für die Obersteiermark eine extra Ausbildungsschiene angedacht war. Die Menschen in dieser Region hätten das wirklich gebraucht, denn dort gibt es wenig Arbeitsplätze, von dort wandern unheimlich viele Unternehmen ab, dort ist die Stimmung ganz, ganz schlecht. Die Menschen dort hätten ein größeres, ein besseres Projekt verdient, aber dieses wurde – auch das wissen wir – eindeutig in der Landesregierung durch ÖVP-Landesräte verschludert. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Das schreibe ich Ihnen ins Stammbuch, reden Sie nicht alles schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Zu dem Jubel: Hurra, wir haben ein Projekt von 150 Millionen in Spielberg!, kann ich nur sagen: Das ist besser als nichts, aber vergessen wir bitte nicht, dass es dort ein Projekt in der Höhe von 500 Millionen gegeben hätte! (Zwischenruf des Abg. Murauer.) Das muss man ja auch aufzeigen, dass in der Obersteiermark 500 Millionen investiert worden wären, dass für die Obersteiermark eine extra Ausbildungsschiene angedacht war. Die Menschen in dieser Region hätten das wirklich gebraucht, denn dort gibt es wenig Arbeitsplätze, von dort wandern unheimlich viele Unternehmen ab, dort ist die Stimmung ganz, ganz schlecht. Die Menschen dort hätten ein größeres, ein besseres Projekt verdient, aber dieses wurde – auch das wissen wir – eindeutig in der Landesregierung durch ÖVP-Landesräte verschludert. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Das schreibe ich Ihnen ins Stammbuch, reden Sie nicht alles schön. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Der Anschluss von Regionen an hochrangige Verkehrsnetze bewirkt keinen Entwicklungsschub für die Region, sondern – im Gegenteil – er wertet die Zentralräume auf. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Die Kluft wird größer – angesichts dieser Tatsache mutet es sonderbar an (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), dass sich hier die einzelnen Bundesländer ein Match liefern, wer etwas weniger Zuwachs an Arbeitslosen hat und wer etwas besser auf die Abwanderung ...
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer (fortsetzend): – ja, danke, Herr Präsident – aus den ländlichen Regionen reagiert hat. Wir müssen die Regionen ermutigen, solche Beispiele wie Oberösterreich mit gentechnikfreien Regionen zu geben, weil das die Regionen wirklich stärkt. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.
Gerade beim Thema Türkei zeigt sich, wie richtig eigentlich die österreichische Linie war. Wir haben von Anfang an, noch im Dezember, als die Entscheidung für den Verhandlungsbeginn gefallen ist, immer darauf gedrängt, dass wir Alternativen brauchen, dass es nicht nur eine Automatik in Richtung Vollbeitritt, Artikel 57, geben kann, sondern dass auch andere Optionen ernsthaft geprüft und von uns auch prioritär in Überlegung gezogen werden sollen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Gabriela Moser.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben immer darauf bestanden, dass es offene Verhandlungen sein müssen mit einem offenen Ziel, dass gleichzeitig die harten Bedingungen – gemeinsame Werte, wie sie in den Kopenhagener Kriterien festgelegt sind – erfüllt werden müssen und erfüllt sein müssen, dass aber genauso auch die Aufnahmefähigkeit der Europäischen Union selbst eines der entscheidensten Aufnahmekriterien für ein neues Land von einer Größe wie die Türkei sein muss. Und wir haben Recht behalten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber auch das bedeutet natürlich, dass wir Verhandlungen beginnen sollen, denn eines ist klar: Es ist in unserem Interesse, wenn sich die Türkei selbst Maßstäbe zugrunde legt, die in Richtung Bewahrung und Erhöhung der Menschenrechtsstandards abzielen, wenn dort Good Governance, rechtsstaatliche Sicherheit, Aufbau der Institutionen im europäischen Sinn stattfindet. Das ist gut für die Türkei selbst – sie machen es ja nicht uns zuliebe –, es ist aber auch gut für uns, weil damit der Raum der Sicherheit, der Freiheit und der Menschenrechte deutlich erweitert wird, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich habe dieses Zitat deswegen gebracht, weil es doch zum Nachdenken anregen soll. Ich teile nicht in allem diese Analyse, aber es ist wichtig, dass wir eine offene und ehrliche Debatte ohne Tabus führen, denn die Idee, die Vision, der Traum eines vereinigten Europas ist so wichtig, dass wir sorgsam und aufmerksam hinhören müssen, wenn solch intellektuelle und überzeugte Europäer ein solches Votum formulieren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist meiner Meinung nach ein gefährlicher Trend, wenn wir darauf falsch reagieren, etwa mit dem Ruf „Zugbrücke hoch!“, „die Festung Europa schließen!“ oder „Stopptaste drücken“. Meine Damen und Herren! Weder mit der hochgezogenen Zugbrücke noch mit der Stopptaste werden Sie diese Sorgen und Ängste der Menschen ausreichend entkräften können, sondern nur mit aktivem Handeln, mit Zupacken, mit Ernstnehmen und mit praktischen, konkreten politischen Ergebnissen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
sen zwar innehalten und nachdenken, wie wir agieren, aber wir müssen handeln. Das ist das wichtigste Gebot gerade in der heutigen Zeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und ich sage noch etwas dazu, weil das ja von manchen jetzt auch in Frage gestellt wird. Ich denke, noch immer ist die soziale Marktwirtschaft, ergänzt um die Nachhaltigkeitskomponente als ökosoziale Marktwirtschaft, weltweit das beste Wirtschaftssystem, das die Menschheit – bisher jedenfalls – erfunden hat. Und das soll auch gesagt werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Denn Fortschritt kommt aus dem Wettbewerb, und nur Wettbewerb schafft letztlich Fortschritt.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Blair und die Briten haben natürlich in manchem Recht, das sei ganz offen gesagt. Europa muss sich reformieren, wenn wir im internationalen Wettbewerb standhalten wollen. Und natürlich sind Wachstum und Arbeitsplätze die größten Aufmerksamkeitsnehmer in der jetzigen Situation. Wir müssen auf europäischer und österreichischer Ebene den Fokus auf Wachstum und Arbeitsplätze richten. Sozial ist, meine Damen und Herren, was Arbeit schafft! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage aber auch ganz offen dazu, ich halte es für grundfalsch, die Agrarpolitik und die Politik für den ländlichen Raum zum alleinigen Sündenbock der europäischen Entwicklung zu machen. Das sei hier ganz klar festgestellt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und das stellt uns nicht irgendjemand zur Verfügung, das kann man nicht im internationalen Welthandel kaufen. Da hilft uns die WTO gar nichts. Das muss hier erzeugt werden, in Europa, in Österreich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Er hat zusätzlich etwas vorgeschlagen, was wir nachhaltig unterstützt hätten, nämlich Obergrenzen für Großbetriebe, für die Agroindustrie. Und wer hat es abgelehnt? Auch das sei hinterfragt. Es haben bestimmte Regierungschefs in Deutschland und in Großbritannien, Sozialdemokraten, dies abgelehnt. Da kann man aufbauen. Und wenn ich diesen Gesamtkonsens habe, Fischler-Modell plus Obergrenze, dann sind wir weit. Aber dann hören Sie auf, die Forderung aufzustellen: 20 Prozent für den ländlichen Raum und die Agrarpolitik!, denn das heißt Halbierung der Einkommen im gesamten ländlichen Raum für Hunderttausende in Österreich und Millionen in Europa. Und das wollen wir nicht, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich beginne bei mir selber im Europäischen Rat und meine Kollegen betreffend. Wir sollten aufhören, mit zum Teil halblustigen Bemerkungen einander schlecht zu reden! Ich sage das ganz offen: Wir müssen eine gewisse Würde und Respekt voreinander bewahren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Der Mann hat Recht: Friede, Freiheit, der Fall der Grenzbalken, der Fall der unterschiedlichen Währungen, die Zusammenarbeit auf diesem Kontinent, der in seiner Geschichte genug geblutet hat, sind nicht selbstverständlich. Machen wir daher dieses Selbstverständliche auch zur Zukunft von Morgen! (Lebhafter Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Viel richtiger wäre, zu sagen: Wir stellen den europapolitischen Grundkonsens außer Streit, aber wir sind streitbar und diskussionsfähig, was die Entwicklung der europäischen Politik betrifft, denn diese muss genauso demokratisch diskutiert werden wie die österreichische Innenpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn man sagt, es handelt sich um eine europäische Verfassung oder um einen europäischen Verfassungsvertrag, wäre der einzig richtige Weg gewesen, das aus der Innenpolitik herauszuheben, auf eine europäische Ebene zu bringen und eine europäische Volksabstimmung darüber durchzuführen. Das wäre bedeutend klüger gewesen als dieser Fleckerlteppich von Abstimmungen, den wir gehabt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Lebhafter Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Ich bin für einen fairen Wettbewerb, aber einen Wettbewerb mit Kinderarbeit, mit Zwangsarbeit und ohne Arbeitsrecht, einen solchen Wettbewerb wollen wir als Europäer und als Österreicher bei uns nicht haben! (Lebhafter Beifall bei der SPÖ und den Grünen sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
So aber fehlt es hier an Glaubwürdigkeit, weil die Maßnahmen zu einem eigenständigen, starken Auftreten Europas in der Welt bisher leider nicht gesetzt wurden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Hier geht es aber immerhin um einen Bereich der Dienstleistung, um eine der modernsten, eine der wissenschaftsträchtigsten Industrien, wenn man will, wo eine Chance in der Zukunft liegt. Und wenn sich Europa erneut dafür entscheidet, nicht auf der Seite der mittelständischen Unternehmungen, nicht auf der Seite der Vielfalt zu stehen, sondern auf der Seite der Konzerne, dann ist das erneut ein Schlag gegen europäische Arbeitsplätze und gegen die europäische Eigenständigkeit, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Widerspruch des Abg. Grillitsch.
Meine Damen und Herren, seien wir doch ganz ehrlich: Die hohen EU-Agrarförderungen haben in den letzten Jahren das Bauernsterben nicht verhindert. Und sie haben in vielen Teilen Europas auch nicht verhindert, dass es zu einer Verödung der Landschaften gekommen ist. Was vielfach eigenständige Produktion und ländliche Entwicklung gesichert hat, das war eben teilweise das, was wir aus nationalen Ko-Förderungen leisten. (Widerspruch des Abg. Grillitsch.)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: Aber 50 Prozent weg, Herr Gusenbauer!
Sie, Herr Grillitsch, wissen genau, dass Österreich eines der Länder ist, das aus dem eigenen – österreichischen – Budget zusätzlich zur EU-Agrarpolitik am meisten ausgibt, weil wir wollen, dass es Bergbauern gibt, weil wir wollen, dass es Biobauern gibt, weil wir wollen, dass es eine Entwicklung des ländlichen Raumes gibt. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: Aber 50 Prozent weg, Herr Gusenbauer!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Lentsch: Das glaubt Ihnen ja niemand! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Aber die Finanzierung der europäischen Agrarindustrie geht an 90 Prozent der österreichischen Bauern völlig vorbei, und das ist der falsche Weg! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Lentsch: Das glaubt Ihnen ja niemand! – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Lebhafter Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Gusenbauer begibt sich zur Regierungsbank und reicht dem dort sitzenden Staatssekretär Dr. Winkler die Hand.
Ich komme zum Schlusssatz, Herr Präsident. Schade, dass ich heute so wenig Zeit habe, aber lassen Sie mich abschließend noch eines sagen: Ich verstehe vollkommen, dass es einen Staatssekretär für EU-Fragen gibt, weil es wichtig ist, die Präsidentschaft erfolgreich durchzuführen. Ich glaube, dass Hans Winkler das hervorragend machen kann, weil er ein guter Diplomat ist. Aber warum er zusätzlich kommt und nicht statt eines anderen, das bleibt unerklärlich. (Lebhafter Beifall bei der SPÖ sowie Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Gusenbauer begibt sich zur Regierungsbank und reicht dem dort sitzenden Staatssekretär Dr. Winkler die Hand.)
Allgemeiner Beifall.
Ich möchte ihm daher namens meiner Fraktion alles Gute für seine Aufgabe wünschen, die er sicherlich in hervorragender Weise wahrnehmen wird! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Grillitsch: Zickzack!
Geschätzte Damen und Herren! Es war schon sonderbar, wenn man Herrn Dr. Gusenbauer heute zuhörte und hier die 25. Auflage der Europapolitik präsentiert bekam. (Abg. Grillitsch: Zickzack!) Denn, meine Damen und Herren, es gibt einmal die Richtung des Dr. Gusenbauer, so wie heute, wo er vielfach auf Schüssel-Kurs fährt, was wir durchaus begrüßen. Ich freue mich, wenn Sie mit unserem Bundeskanzler und seiner Politik übereinstimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Es war schon sonderbar, wenn man Herrn Dr. Gusenbauer heute zuhörte und hier die 25. Auflage der Europapolitik präsentiert bekam. (Abg. Grillitsch: Zickzack!) Denn, meine Damen und Herren, es gibt einmal die Richtung des Dr. Gusenbauer, so wie heute, wo er vielfach auf Schüssel-Kurs fährt, was wir durchaus begrüßen. Ich freue mich, wenn Sie mit unserem Bundeskanzler und seiner Politik übereinstimmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das sind eben die unterschiedlichen Meinungen in dieser Partei. Nur: Das hat mit Staatsverantwortung eigentlich nichts mehr zu tun. (Beifall bei der ÖVP. – Widerspruch bei der SPÖ.)
Zwischenrufe des Abg. Dr. Bauer.
Meine Damen und Herren! Europapolitik, wie wir sie meinen, muss anders aussehen, denn Europapolitik, wie wir sie meinen, die heißt in dieser Situation, dass man zur Kenntnis nehmen muss, dass zwei Volksabstimmungen über die Europäische Verfassung negativ ausgegangen sind. (Zwischenrufe des Abg. Dr. Bauer.)
Abg. Dr. Niederwieser: Was hat die Volkspartei so besonders profitiert?
Das ist Demokratie, und jeder aufrechte Demokrat muss eben auch zur Kenntnis nehmen, wenn eine Mehrheit Nein sagt. Aber daraus darf nicht resultieren, dass man eine Krise des gesamten Europa-Projektes herbeiredet. Ich halte das für verantwortungslos und gefährlich, denn wir alle, meine Damen und Herren, haben profitiert von diesem Europa-Projekt, und wir als Volkspartei insbesondere. (Abg. Dr. Niederwieser: Was hat die Volkspartei so besonders profitiert?)
Beifall bei der ÖVP.
Wir halten auch fest an der Linie, dass das Europa-Projekt ein erfolgreiches ist, ein Projekt, das ausgebaut werden muss. Das möchte ich besonders unterstreichen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Eder: Bei der ASFINAG stehen wir an der Grenze!
Ich darf das gerade zu Beginn der Urlaubszeit mit ein paar Beispielen untermauern: Jetzt fahren alle auf Urlaub, viele sogar mit dem Auto. Wer kann sich heute noch vorstellen, dass man am Walserberg oder am Brenner an der Grenze steht und den Reisepass zeigen muss? (Abg. Eder: Bei der ASFINAG stehen wir an der Grenze!) Schengen hat gebracht, dass wir Reisefreiheit innerhalb Europas haben, aber dass auch die Sicherheit nach außen hin gestiegen ist. Ich glaube, das ist ein positives Beispiel, was Europa gebracht hat, das jeder nachvollziehen kann.
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, das ist schon ein guter Gradmesser dafür, dass Europa uns allen, jedem Bürger, auch Wohlstand gesichert, Wohlstand gebracht hat, und das ist gut so, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich möchte das besonders scharf deshalb sagen, weil, Gott sei Dank, in der SPÖ auch vernünftige Kräfte vorhanden sind, die diesen Kurs eines Dr. Cap, eines Dr. Gusenbauer, der vielleicht nach dem Motto handelt: An jedem Ort das gewünschte Wort, heute so und morgen so!, nicht mittragen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
scheinen, sondern besinnen Sie sich Ihrer staatstragenden Rolle, die Sie über Jahre hinweg eingenommen haben. Das wäre meine große Bitte an Sie, auch an diesem Tag, an dem wir eine Europa-Debatte im Nationalrat führen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, es hat mich auch erschüttert, dass gerade der Vorsitzende der SPÖ, Dr. Alfred Gusenbauer, sich hier zum Handlanger von Tony Blair macht. Das ist unfassbar deshalb, weil man doch nicht, indem man Agrarsubventionen kürzen will, mit einem Federstrich 500 000 Österreichern die Hälfte des Einkommens entziehen und dann für ein soziales Europa eintreten kann. Das ist unfassbar, meine Damen und Herren, und da sind wir absolut nicht einer Meinung, Herr Dr. Gusenbauer! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren, ich möchte zum Schluss kommen und sagen, was wir insgesamt wollen. Was wir wollen, das ist eine offene Diskussion in Österreich, eine faire Beteiligung der Bürger, aber nicht ein In-Frage-Stellen des Projekts Europa. Dazu ist dieses Projekt zu wertvoll, und ich glaube, eine Zukunft ohne Europa ist für Österreich nicht vorstellbar. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Ein dramatisches Beispiel!
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Staatssekretär Dr. Winkler, willkommen im Parlament! Die Grünen haben Ihre Ernennung ausdrücklich begrüßt. Das soll nicht heißen, dass man die anderen Staatssekretäre jetzt vergisst, aber ich bin absolut zuversichtlich, Herr Staatssekretär Dr. Winkler, dass Sie nicht in die Verlegenheit kommen werden, lediglich als Weißwäscher für Ihren Minister beziehungsweise Ihre Ministerin in die Geschichte einzugehen, wie das zum Beispiel Staatssekretär Finz passiert ist (Abg. Dr. Jarolim: Ein dramatisches Beispiel!), und ich bin auch absolut zuversichtlich, dass Sie nicht in die Geschichte eingehen als jener Staatssekretär, den kein Mensch kennt, wie das zum Beispiel ... – Na, lassen wir das! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne): Herr Staatssekretär Dr. Winkler, willkommen im Parlament! Die Grünen haben Ihre Ernennung ausdrücklich begrüßt. Das soll nicht heißen, dass man die anderen Staatssekretäre jetzt vergisst, aber ich bin absolut zuversichtlich, Herr Staatssekretär Dr. Winkler, dass Sie nicht in die Verlegenheit kommen werden, lediglich als Weißwäscher für Ihren Minister beziehungsweise Ihre Ministerin in die Geschichte einzugehen, wie das zum Beispiel Staatssekretär Finz passiert ist (Abg. Dr. Jarolim: Ein dramatisches Beispiel!), und ich bin auch absolut zuversichtlich, dass Sie nicht in die Geschichte eingehen als jener Staatssekretär, den kein Mensch kennt, wie das zum Beispiel ... – Na, lassen wir das! (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Zurück zu Ihnen, Herr Dr. Winkler. Ihre Ernennung steht selbstverständlich im Zusammenhang mit der Vorbereitung der österreichischen Präsidentschaft nächstes Jahr. Diese Entscheidung ist gut, wir halten das für richtig und wichtig, insbesondere angesichts Ihrer Erfahrung und Ihrer Reputation auf außenpolitischem Gebiet. Was die technisch-organisatorische Abwicklung der österreichischen Präsidentschaft betrifft, ist damit, finde ich, ein wesentlicher weiterer Schritt getan, und ich denke, auf dieser Ebene wird die österreichische Präsidentschaft schon funktionieren. Alles andere wäre eine Überraschung, und schließlich macht das Außenministerium das ja auch nicht zum ersten Mal, sondern zum zweiten Mal. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Aber, Herr Staatssekretär Dr. Winkler, Frau Außenministerin, wir brauchen mehr als eine funktionierende technisch-organisatorische Abwicklung der Präsidentschaft. Ich denke, wir brauchen vor allem Politiker, die mit dem Gejammer über die Europäische Union aufhören. Wir brauchen nicht Politiker, die alles, was gut im eigenen Land läuft – und damit meine ich auch Österreich – sich selber zuschreiben und alles, was schief läuft, daran ist dann natürlich das anonyme Brüssel schuld – als ob die eigenen Politiker, welchen Landes der EU-25 auch immer, nie selbst in Brüssel gewesen wären, als ob sie nicht an den Ratssitzungen teilnehmen würden, als ob sie nicht die Entscheidungen, sei es in dieser oder auch in jeder anderen Angelegenheit, mittragen würden. Mit diesem Gejammer und mit diesem diffusen – ich komme dann noch darauf zurück – Ansprechen von Ängsten ist niemandem gedient. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP
Ich habe es zum Beispiel gründlich satt, in Diskussionen zu hören, die EU-Erweiterung um die EU-10 und die kommenden Erweiterungen seien ein Problem. – Was ist da das Problem? Im Gegenteil: Die bisherige Erweiterung von den EU-15 auf die EU-25 ist die Erfolgsstory der Europäischen Union schlechthin, in meinen Augen zumindest (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP), und dies noch mehr, Herr Bundeskanzler – weil Sie das in einem Atemzug genannt haben –, als die Einführung des Euro. Der Euro war auch eine gute Sache, aber er stand von Anfang an unter der schweren Hypothek des so genannten Stabilitäts- und Wachstumspaktes, der weder zur Stabilität geschweige denn zum Wachstum in Europa etwas beiträgt.
Abg. Scheibner: Sie haben sich über Überfremdung aufgeregt?
Bemerkenswert finde ich auch, dass österreichische Firmen in diesen EU-10 absolut willkommen sind. Das sollte für uns auch ein Beispiel sein. Was haben wir uns nicht immer aufgeregt über Überfremdung, fremdes Kapital und so weiter (Abg. Scheibner: Sie haben sich über Überfremdung aufgeregt?), ohne zu fragen, ob der eine oder andere Einwanderer auf Firmenebene nicht vielleicht in Österreich willkommen sein sollte.
Abg. Scheibner: Aber das eine geht halt nicht ohne das andere!
Die EU-Erweiterung ist eine beispiellose Erfolgsstory – auch die kommende EU-Erweiterung um Bulgarien, Rumänien, Kroatien. Hier sollten wir nicht kleinlich sein, hier sollten wir auf Tempo drücken, insbesondere was Kroatien betrifft. Österreichische Firmen sind in diesen Ländern schon hervorragend vertreten, aber sie gehen ein Risiko ein: Sie haben natürlich darauf gebaut, dass diese Länder nicht früher oder später, sondern sehr bald Mitglied der Europäischen Union sein werden. Und das betrifft auch die noch ausständigen Länder des so genannten Westbalkans. Giuliano Amato, der Vorsitzende der internationalen Balkankommission, hat kürzlich gesagt, die Bürger wissen gar nicht, wie viele Soldaten wir auf dem Balkan stationieren müssen – betroffen ist natürlich in erster Linie Bosnien – und wie viel wir für die dortigen Friedensmissionen bezahlen; vernünftiger wäre es, dieses Geld in Wirtschaftsentwicklung und eine EU-Integration Südosteuropas zu investieren. – Vollkommen richtig! Es kostet ein „Schweinegeld“, dort die Truppen zu stationieren, die mit Mühe und Not den Frieden aufrechterhalten, und es wäre viel besser, dieses Geld für die Integration dieser Länder – wenn sie es wollen – in die Europäische Union zu investieren. (Abg. Scheibner: Aber das eine geht halt nicht ohne das andere!)
Abg. Scheibner: Na sicher!
Die Finanzfrage. – Also ich finde es schon etwas eigenartig, Herr Spindelegger: Zuerst wettern Sie über die SPÖ – da konnte ich Ihnen ja innerlich zustimmen, was Ihre Kritik an der Kleinkrämerei hinsichtlich der österreichischen Beiträge betrifft –, und dann bringen Sie einen Antrag ein, der haargenau das Gleiche macht! Was soll das? In Ihrem ersten Punkt verlangen Sie von der Bundesregierung, weiterhin nachdrücklich für die Interessen Österreichs als Nettozahler einzutreten (Abg. Scheibner: Na sicher!), insbesondere 1 Prozent und so weiter.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.
Wissen Sie, was meine Meinung dazu ist? – Hören wir auf mit dieser Kleinkrämerei! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.) Seien wir doch stolz darauf, dass Österreich in einer Nettozahlerposition ist, Kruzitürken! (Abg. Scheibner: Das ist aber jetzt ...!) Wäre Ihnen vielleicht lieber, dass Österreich in einer Nettoempfängerposition wäre, weil die wirtschaftliche Situation Österreichs so miserabel ist? Nein, wir sind ein wohlhabendes Land, wir sind stolz darauf, viele von uns haben dafür etwas geleistet, und deswegen werden wir auch bereit sein, etwas zu zahlen!
Abg. Scheibner: Das ist aber jetzt ...!
Wissen Sie, was meine Meinung dazu ist? – Hören wir auf mit dieser Kleinkrämerei! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Eder.) Seien wir doch stolz darauf, dass Österreich in einer Nettozahlerposition ist, Kruzitürken! (Abg. Scheibner: Das ist aber jetzt ...!) Wäre Ihnen vielleicht lieber, dass Österreich in einer Nettoempfängerposition wäre, weil die wirtschaftliche Situation Österreichs so miserabel ist? Nein, wir sind ein wohlhabendes Land, wir sind stolz darauf, viele von uns haben dafür etwas geleistet, und deswegen werden wir auch bereit sein, etwas zu zahlen!
Beifall bei den Grünen.
Ich persönlich habe viel mehr Sympathie mit dem Kommissionsvorschlag, den 1,2 Prozent des BIP, als mit den 1,0 Prozent, auf die sich die Volkspartei anscheinend jetzt wieder einschwört, nachdem Bundeskanzler Schüssel selbst vor wenigen Tagen, vor wenigen Wochen noch bereit war, auf rund 1,1 Prozent zu gehen. Ich finde das kleinkrämerisch. Selbstverständlich ist am Budget Verschiedenes zu ändern, selbstverständlich wünschen wir uns eine Strukturveränderung innerhalb des europäischen Budgets zugunsten des ländlichen Raums – ja! –, zugunsten von Forschung und Entwicklung und ganz generell zugunsten einer stärkeren Wachstumsorientierung unter Berücksichtigung der ökologischen Nachhaltigkeit, so wie es in Lissabon vorgezeichnet ist. Aber was dieses Herumeiern wegen 0,1, 0,001 Prozent des BIP zugunsten – oder, in dem Fall muss man sagen: zum Nachteil der europäischen Sache betrifft, da ist die ÖVP mit diesem Punkt 1 des heutigen Antrags um kein Haar weniger kleinkrämerisch als die SPÖ. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Staatssekretär! Für die kommenden zwölf Monate wünschen wir Ihnen alles Gute. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Werte Mitglieder der Bundesregierung! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Van der Bellen, Sie haben sich jetzt gewundert, warum man auf der einen Seite die in manchen Bereichen erfolgten Statements der SPÖ – nicht die heutige Rede von Kollegem Gusenbauer, aber vorherige Statements der SPÖ – als vordergründig bezeichnen kann und auf der anderen Seite einen gemeinsamen Entschließungsantrag der Regierungsparteien einbringt, der eine Verhandlungsposition festlegt, der die Interessen Österreichs auch entsprechend im Auge behält. Und das ist es, Herr Kollege Van der Bellen: Wir glauben, dass man für Europa sein kann, aber trotzdem – und gerade in Europa und gegenüber Europa und der Europäischen Union – die Interessen Österreichs und der Bevölkerung Österreichs im Auge behalten kann und auch muss. Denn das ist doch auch ein Grund für die Europaskepsis vieler Bürger: dass man das Gefühl hat, dass Brüssel über die Interessen der Menschen drüberfährt, dass in Europa die Bürokraten regieren, dass die Institutionen regieren und nicht für die Menschen gearbeitet wird. Und wir als österreichische Parlamentarier, als österreichische Bundesregierung haben natürlich auch ein Interesse daran, dass man die Interessen Österreichs und der Österreicher in der Europäischen Union vertritt. Das ist nicht gegen Europa, das ist nicht kleinkariert, sondern das ist für Europa, denn dieses Europa muss ein Europa der Menschen sein – und damit auch der Menschen in Österreich, Herr Kollege Van der Bellen und meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist schon viel über diese Frage diskutiert worden, auch, selbstverständlich, was diesen „Fleckerlteppich“ an nationalen Volksabstimmungen betrifft. Das war aber eben auch ein Mangel an diesen Ideen, an den gemeinsamen Ideen in dieser Europäischen Union. Das war eine der Ursachen für die problematische Situation – und das wäre auch jetzt eine Chance für die Präsidentschaft Österreichs: dass wir diese Idee einer europaweiten Volksabstimmung über derartig wichtige Projekte wie die europäische Verfassung wiederbeleben und einen Rahmen dafür schaffen können, um dann möglicherweise in einem europaweiten Referendum doch noch zu einer wichtigen, guten, richtigen und notwendigen europäischen Verfassung zu kommen. Eine wichtige Aufgabe für die österreichische Präsidentschaft! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Und es wäre auch interessant, bei den Finanzen natürlich die Strukturen auch der Subventionen zu überdenken. Da muss man ja nicht gleich die gesamten Agrarsubventionen in Frage stellen, man sollte sich aber auch nicht der Diskussion verschließen. Warum ist es denn möglich, dass etwa die britische Königin eine der größten SubventionsempfängerInnen bei Agrarsubventionen darstellt – und wir auf der anderen Seite nach wie vor Probleme bei der klein- und mittelständischen Struktur haben, dass wir diese Betriebe erhalten können – und dass die Agrarfabriken in Holland, die Agrarfabriken in Großbritannien oder in Deutschland hier subventioniert werden? (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – Es muss doch möglich sein, und es ist auch notwendig, diese Strukturen zu diskutieren und hier eine Veränderung herbeizuführen, die auf der anderen Seite auch die Haushalte entlastet. Und es muss auch möglich sein, darüber zu diskutieren, ob nicht auf der anderen Seite mehr – nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch auf europäischer Ebene – für Zukunftsentwicklungen, etwa bei Forschung und bei neuen Technologien, investiert werden kann und investiert werden muss, denn das schafft auch Arbeitsplätze, das schafft Fortschritt, das schafft auch Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Staaten, der europäischen Betriebe in einer globalisierten Welt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Und es wäre auch interessant, bei den Finanzen natürlich die Strukturen auch der Subventionen zu überdenken. Da muss man ja nicht gleich die gesamten Agrarsubventionen in Frage stellen, man sollte sich aber auch nicht der Diskussion verschließen. Warum ist es denn möglich, dass etwa die britische Königin eine der größten SubventionsempfängerInnen bei Agrarsubventionen darstellt – und wir auf der anderen Seite nach wie vor Probleme bei der klein- und mittelständischen Struktur haben, dass wir diese Betriebe erhalten können – und dass die Agrarfabriken in Holland, die Agrarfabriken in Großbritannien oder in Deutschland hier subventioniert werden? (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – Es muss doch möglich sein, und es ist auch notwendig, diese Strukturen zu diskutieren und hier eine Veränderung herbeizuführen, die auf der anderen Seite auch die Haushalte entlastet. Und es muss auch möglich sein, darüber zu diskutieren, ob nicht auf der anderen Seite mehr – nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch auf europäischer Ebene – für Zukunftsentwicklungen, etwa bei Forschung und bei neuen Technologien, investiert werden kann und investiert werden muss, denn das schafft auch Arbeitsplätze, das schafft Fortschritt, das schafft auch Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Staaten, der europäischen Betriebe in einer globalisierten Welt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Geh bitte! ... netto! Das ist doch ein Blödsinn!
Herr Kollege Van der Bellen, auch das ist, glaube ich, wichtig: dass man die Interessen Österreichs hier vertritt – denn so ist es ja nicht, dass das irgendwelche Zehntelprozent sind, die halt nach Brüssel abgeführt werden müssen, sondern das sind Eurobeträge in Milliardenhöhe, die der Steuerzahler aufzubringen hat! (Abg. Dr. Van der Bellen: Geh bitte! ... netto! Das ist doch ein Blödsinn!) Und mit diesem Geld haben wir sorgfältig umzugehen, und wir haben auch dafür zu sorgen, dass Österreich in der Lage ist, möglichst viel auch an Förderungen und Subventionen aus der Europäischen Union
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
wieder herauszubekommen, um es den österreichischen Betrieben, um es den Strukturen und den Menschen in Österreich zukommen zu lassen. Das ist unsere Aufgabe als österreichische Bundesregierung! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, eh!
Und, Herr Kollege Van der Bellen – daran sehen Sie: ich höre Ihnen immer sehr gut zu –, auch da bin ich nur halb Ihrer Meinung: Selbstverständlich gehört zu diesem Friedensprojekt der Europäischen Union auch die Unterstützung von Krisenregionen im wirtschaftlichen Bereich, beim Wiederaufbau, in Fragen der Justizstrukturen, bei Demokratiestrukturen! Keine Frage, das ist ein wichtiger Verantwortungsbereich auch für die Europäische Union. Aber gleich wichtig ist es auch, Sicherheit in diesen Ländern zu garantieren. (Abg. Dr. Van der Bellen: Ja, eh!) Und deshalb ist es auch wichtig, eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik, und zwar auch mit militärischen Strukturen aufrechtzuerhalten: keine Europa-Armee, wie das etwa die Sozialdemokraten wollen, sondern eine Zusammenarbeit der nationalen Armeen, um auch diese Aufgaben außerhalb Europas wahrzunehmen, nämlich Sicherheit zu gewährleisten, um dadurch überhaupt die Möglichkeit zu schaffen, einen Wiederaufbau und zivile Strukturen zu unterstützen. Das ist auch eine europäische Verantwortung. Und auch in Hinsicht auf diese Sicherheitspolitik wird, hoffe ich, die österreichische Präsidentschaft Initiativen setzen.
Abg. Parnigoni: Das ist eine krasse Fehleinschätzung!
Die anderen Staatssekretäre, meine Damen und Herren, sind alle beschäftigt. (Abg. Parnigoni: Das ist eine krasse Fehleinschätzung!) Ich glaube nämlich, Europa ist wichtig, aber die Behindertenpolitik ist genauso wichtig, die Forschungspolitik ist genauso wichtig, die Kunstpolitik ist genauso wichtig, der Sport ist genauso wichtig – und in der Verkehrspolitik ginge das auch nicht.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir werden diese zusätzliche Aufgabe der EU-Präsidentschaft wahrnehmen, selbstverständlich sehr aktiv wahrnehmen. Aber alle anderen Aufgaben im Interesse Österreichs dürfen in diesem halben Jahr nicht vernachlässigt werden! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Parnigoni: Geschäftsführender Vizekanzler!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Als Nächster gelangt Herr Vizekanzler Gorbach zu Wort. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte, Herr Vizekanzler. (Abg. Parnigoni: Geschäftsführender Vizekanzler!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Herr Botschafter! Sie werden als neuer Staatssekretär nicht nur die Außenministerin in der Vorbereitung und vor allem in der Durchführung der EU-Präsidentschaft unterstützen, sondern die gesamte Bundesregierung – und damit die Republik Österreich! Dazu wünsche ich Ihnen von Herzen recht viel Erfolg! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Eine „wegweisende“ Rede!
Meine geschätzten Damen und Herren! Meine Rede im Plenum vor knapp zwei Monaten, und zwar am 11. Mai, als wir hier über den Verfassungsvertrag diskutiert haben (Abg. Mag. Kogler: Eine „wegweisende“ Rede!), habe ich mit folgender Feststellung begonnen: „Man kann viele Entwicklungen im Bereich der Europäischen Union, in denen man eben nicht nur Chancen, sondern auch Risken sieht, auch kritisch hinterfragen.“ Die Entwicklungen, die wir alle seit damals verfolgen konnten, werden von vielen als Krise, als Rückschlag, als Reaktion auf die zu rasche Erweiterung, als Rückwirkung auf die Bürgerferne dieser Europäischen Union et cetera bezeichnet.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine ganze Überzeugung in diesem Zusammenhang gilt einem Punkt, den auch Klubobmann Scheibner gerade aufgezeigt hat, nämlich: Der Grundgedanke der europäischen Integration war und ist Sicherung von Friede und Stabilität auf diesem Kontinent, der unsere Heimat ist! – Und das sollten wir immer wieder erwähnen. Friede und Stabilität sind etwas, das man nicht mit Geld messen kann, nicht mit Euro abwägen kann, nicht mit: „Wie viel hineinbezahlen und herausbekommen?“ Das ist ein unbezahlbares Gut, für das wir jeden Tag kämpfen müssen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
ratives Abstimmungsverfahren, weil die europäische Bevölkerung natürlich ein Recht darauf hat, über ihre Verfassung abzustimmen – und zwar europaweit, in ganz Europa und nicht nur in einzelnen Ländern, wie das fälschlicherweise angegangen wurde! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Parnigoni
Wir brauchen, kurz gesagt, ein Europa der Bürger und ein Europa mit mehr direkter Demokratie, ebenso ein Europa mit weniger Bürokratie. Ich glaube, das ist ein Punkt, der nicht nur in Sonntagsreden vorkommen sollte (Zwischenruf des Abg. Parnigoni), sondern zu dem wir alle, alle einzelnen Mitgliedsländer, überlegen sollten, was wir auf welcher Ebene beitragen können, um diese Bürokratie abzubauen. Eigenverantwortung und Renationalisierung sind, wie ich meine, wichtige Bereiche, um die gemeinsame Idee eines geeinten Europa unter starker Einbindung und Akzeptanz der Bevölkerung auf eine funktionierende Basis zu bringen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir sollten es noch intensiver diskutieren, und zwar positiv kritisch, nicht unkritisch diskutieren, aber insgesamt als das darstellen, was es ist: mehr als eine Vision, eine Zukunftsidee, für die es sich lohnt, jeden Tag zu kämpfen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neudeck
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Einleitend – und in Fortsetzung dessen, was Dr. Gusenbauer vorhin angemerkt hat – sei zur Bestellung des Herrn Staatssekretärs gesagt: Es ist durchaus verständlich, dass man, wenn man qualifizierte Diplomaten im Haus hat, ihnen auch die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen der Regierung tätig zu sein. Ich verstehe auch: Sie wollen sich dann 2006 mehr den Wahlkampfengagements widmen. Ich nehme an, dass dann Herr Staatssekretär Winkler die eigentliche Arbeit machen wird (Zwischenruf des Abg. Neudeck), Sie hingegen werden von einem Fototermin zum anderen hetzen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sehen Sie, Sie bestätigen eigentlich meine Vermutung, denn die ausgemachte Empörung bei Ihnen ist ja nur eine Bestätigung dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Einleitend – und in Fortsetzung dessen, was Dr. Gusenbauer vorhin angemerkt hat – sei zur Bestellung des Herrn Staatssekretärs gesagt: Es ist durchaus verständlich, dass man, wenn man qualifizierte Diplomaten im Haus hat, ihnen auch die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen der Regierung tätig zu sein. Ich verstehe auch: Sie wollen sich dann 2006 mehr den Wahlkampfengagements widmen. Ich nehme an, dass dann Herr Staatssekretär Winkler die eigentliche Arbeit machen wird (Zwischenruf des Abg. Neudeck), Sie hingegen werden von einem Fototermin zum anderen hetzen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sehen Sie, Sie bestätigen eigentlich meine Vermutung, denn die ausgemachte Empörung bei Ihnen ist ja nur eine Bestätigung dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Josef Cap (SPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Einleitend – und in Fortsetzung dessen, was Dr. Gusenbauer vorhin angemerkt hat – sei zur Bestellung des Herrn Staatssekretärs gesagt: Es ist durchaus verständlich, dass man, wenn man qualifizierte Diplomaten im Haus hat, ihnen auch die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen der Regierung tätig zu sein. Ich verstehe auch: Sie wollen sich dann 2006 mehr den Wahlkampfengagements widmen. Ich nehme an, dass dann Herr Staatssekretär Winkler die eigentliche Arbeit machen wird (Zwischenruf des Abg. Neudeck), Sie hingegen werden von einem Fototermin zum anderen hetzen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Sehen Sie, Sie bestätigen eigentlich meine Vermutung, denn die ausgemachte Empörung bei Ihnen ist ja nur eine Bestätigung dafür. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Neudeck: Wie ist das denn bei zwei Klubobleuten?
So hat halt jeder Staatssekretär seine Aufgabe. Bei Herrn Gorbach hat er dafür zu sorgen, dass, während Herr Gorbach nicht im Hause ist, wenn er seine vielen Auslandsreisen absolviert, die Arbeit weitergeht. (Abg. Neudeck: Wie ist das denn bei zwei Klubobleuten?) Andere Staatssekretäre sind, wie ich gelesen habe, bloß virtuell anwesend. Es sind sieben Staatssekretäre – wie gesagt: So viele sind es schon! Auch ich habe bereits den Überblick verloren, es werden immer mehr und mehr. In der Öffentlichkeit wurde auch heftig kritisiert, dass diese Zahl so groß ist. (Abg. Neudeck: Wie ist das mit Cap und Gusenbauer als Klubobleute?)
Abg. Neudeck: Wie ist das mit Cap und Gusenbauer als Klubobleute?
So hat halt jeder Staatssekretär seine Aufgabe. Bei Herrn Gorbach hat er dafür zu sorgen, dass, während Herr Gorbach nicht im Hause ist, wenn er seine vielen Auslandsreisen absolviert, die Arbeit weitergeht. (Abg. Neudeck: Wie ist das denn bei zwei Klubobleuten?) Andere Staatssekretäre sind, wie ich gelesen habe, bloß virtuell anwesend. Es sind sieben Staatssekretäre – wie gesagt: So viele sind es schon! Auch ich habe bereits den Überblick verloren, es werden immer mehr und mehr. In der Öffentlichkeit wurde auch heftig kritisiert, dass diese Zahl so groß ist. (Abg. Neudeck: Wie ist das mit Cap und Gusenbauer als Klubobleute?)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Der zweite Punkt unserer Kritik dieser neoliberalen Konzeption der Europäischen Union betraf die Dienstleistungsrichtlinie, die bedeutet hätte, dass kleine und mittlere Unternehmen, zum Beispiel aus Lettland, aus Estland, von wo auch immer, nach Österreich kommen und ihre Dienstleistung zu den Preisen und Bedingungen ihres Herkunftslandes hätten anbieten können. Das hätte aber eine wirkliche Gefährdung der Existenz vieler kleiner und mittlerer Unternehmen – und damit der Arbeitsplätze der hunderttausend Beschäftigten dort! – bedeutet! (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Abg. Dr. Fasslabend: Das stimmt nicht! ... Schröder ...!
Das ist einer der vielen Gründe, warum es diese Skepsis gibt, warum es diese Kritik gibt: weil viele Menschen den Eindruck haben – auch hier in Österreich –, dass die Regierungschefs, die Minister, wenn sie nach Brüssel fahren – abgesehen davon, dass sie, wie ein Kommentator in den „Salzburger Nachrichten“ geschrieben hat, dort „mit gespaltener Zunge sprechen“ – dort keinen Beitrag leisten, damit den Interessen der Menschen in Europa auch wirklich entsprochen wird, dem Bedürfnis nach Beschäftigung, nach sozialer Sicherheit, nach einer Wachstumspolitik, die wichtig ist, damit die Sozialstaatsstrukturen in Europa weiter existieren können. (Abg. Dr. Fasslabend: Das stimmt nicht! ... Schröder ...!) – Jawohl, Herr Fasslabend, die Menschen erwarten sich auch von der Europäischen Union einen gewissen Schutz davor, dass der Globalisierungsdruck nicht 1 : 1 weitergegeben wird; sie erwarten sich, dass die Europäische Union dafür sorgt, dass es einmal so etwas wie eine soziale Union wird. (Abg. Dr. Fasslabend: So ist es!) – Ja! Aber die neoliberale Konzeption besagt: Es genügt, wenn es ein liberales Binnenmarktkonzept gibt; es genügt, wenn es eine bloße Wirtschaftsunion ist mit Standortkonkurrenz, mit natürlich Steuerkonkurrenz – was wir ebenfalls kritisieren!
Abg. Dr. Fasslabend: So ist es!
Das ist einer der vielen Gründe, warum es diese Skepsis gibt, warum es diese Kritik gibt: weil viele Menschen den Eindruck haben – auch hier in Österreich –, dass die Regierungschefs, die Minister, wenn sie nach Brüssel fahren – abgesehen davon, dass sie, wie ein Kommentator in den „Salzburger Nachrichten“ geschrieben hat, dort „mit gespaltener Zunge sprechen“ – dort keinen Beitrag leisten, damit den Interessen der Menschen in Europa auch wirklich entsprochen wird, dem Bedürfnis nach Beschäftigung, nach sozialer Sicherheit, nach einer Wachstumspolitik, die wichtig ist, damit die Sozialstaatsstrukturen in Europa weiter existieren können. (Abg. Dr. Fasslabend: Das stimmt nicht! ... Schröder ...!) – Jawohl, Herr Fasslabend, die Menschen erwarten sich auch von der Europäischen Union einen gewissen Schutz davor, dass der Globalisierungsdruck nicht 1 : 1 weitergegeben wird; sie erwarten sich, dass die Europäische Union dafür sorgt, dass es einmal so etwas wie eine soziale Union wird. (Abg. Dr. Fasslabend: So ist es!) – Ja! Aber die neoliberale Konzeption besagt: Es genügt, wenn es ein liberales Binnenmarktkonzept gibt; es genügt, wenn es eine bloße Wirtschaftsunion ist mit Standortkonkurrenz, mit natürlich Steuerkonkurrenz – was wir ebenfalls kritisieren!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: ... Biobauern ...?
Weiters gibt es kaum eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und jetzt auch noch einen Streit um die Finanzvorschau, wobei es meiner Meinung nach legitim ist, dass darüber nachgedacht wird, was mit 40 Prozent des EU-Budgets im Landwirtschaftsbereich passiert. Man soll das ruhig einmal reflektieren! Da hat Tony Blair Recht! Und es waren die Vorschläge von Dr. Gusenbauer meiner Meinung nach auch sehr berechtigt, darüber einmal ernsthaft nachzudenken, vor allem, wenn der Großteil, nämlich 90 Prozent, an den österreichischen Bauern vorübergeht – ein wichtiger Punkt! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Grillitsch: ... Biobauern ...?)
Beifall bei der SPÖ.
Daher ist es, denke ich, so wichtig, dass man den Menschen in der Sprache und auch in den Taten nicht bloß vermittelt, staatsmännisches Geschick ist gefragt, es handelt sich um eine Führungsproblematik – nein, das politische Projekt Europa muss ein politisches, soziales, aber auch wirtschaftliches und kulturelles sein. Und wenn man das nicht argumentieren kann, wird es das Misstrauen der Bevölkerung auch weiterhin geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren, es ist eine Banalität – ich spreche es aber trotzdem aus –: Die Zukunft Europas wird in hohem Maße davon abhängen, wie hoch die politisch-emotionale Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger Europas ist. Das wird die Zukunft Europas sein, meine Damen und Herren, und danach müssen wir auch handeln. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Aber die andere Seite der EU, meine Damen und Herren, ist eine faszinierende, eine strahlende Seite: Es gibt keine Alternative zum Friedensprojekt Europa. Es gibt keine Alternative zum Sicherheitsprojekt Europa. Es gibt keine Alternative zum Stabilitätsprojekt Europa! Es gibt keine Alternative zu gemeinsamen Wachstums- und Beschäftigungsstrategien in Europa. Und es gibt auch keine Alternative zu gemeinsamen Strategien zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Cap: Soziales!
Meine Damen und Herren, ich will es jetzt nicht vereinfachen, aber für mich besteht die Lösung darin, dass die EU, wirtschaftlich formuliert, sich auf ihre Kernkompetenzen besinnt, denn diese Kernkompetenzen Frieden, Sicherheit, Stabilität, Wirtschaft und Wachstum und so weiter (Abg. Dr. Cap: Soziales!), auch die soziale Komponente, haben zweifellos eine gewaltige Mehrheit der europäischen Bevölkerung hinter sich. Das ist der wahre Kern, und das ist jenes Modell Europa und jenes europäische Lebensmodell, das wahrscheinlich bei jeder Volksabstimmung eine überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger hinter sich hätte.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
gestiegen. Es ist eine faszinierende Aufgabe, Europapolitik mitgestalten zu können. Sicherheit, Freiheit und Frieden sind auf einem sicheren Fundament. Das ist der Vorteil einer Mitgliedschaft Österreichs in der EU, meine Damen und Herren. Die Bevölkerung hat vor zehn Jahren richtig entschieden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Van der Bellen: Aber die 1 Prozent sind nicht netto!
Meine Damen und Herren, wie soll es weitergehen? – Wir haben heute einen Entschließungsantrag eingebracht zur Frage Finanzvorschau der EU. Was sind hier die strategischen Interessen unseres Landes? Wir haben vor wenigen Tagen auch im EU-Ausschuss darüber diskutiert. Natürlich erstens als Nettozahler, dass wir schauen werden, dass möglichst der 1-Prozent-Beitrag beibehalten werden kann. Ob es jetzt 1,0 oder 1,05 oder 1,06 sind, ist meines Erachtens belanglos. (Abg. Dr. Van der Bellen: Aber die 1 Prozent sind nicht netto!) – Herr Kollege Van der Bellen, ich kann mir denken, welcher Zwischenruf jetzt kommt.
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte eines auch sagen: Ich möchte dem Herrn Bundeskanzler und der Frau Außenministerin gratulieren zu den bisherigen Verhandlungserfolgen, denn der Ausgangspunkt waren bitte 1,24 Prozent, und derzeit stehen wir bei 1,06 Prozent – ein gewaltiger Erfolg! – Herr Bundeskanzler, Frau Außenministerin, herzliche Gratulation dazu! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Kollege Cap hat es heute unglücklicherweise wieder getan, diese berühmte Punze 40 Prozent angesprochen. – Herr Kollege Cap, lassen Sie mich eines sagen: Nach Adam Riese gilt Folgendes: Die EU hat ein Budget von ungefähr 1 Prozent des Sozialproduktes. Nach Adam Riese sind 40 Prozent von 1 Prozent 0,4 Prozent, und 0,4 Prozent des europäischen Sozialproduktes sollen uns gesunde Lebensmittel, ein gesundes Wasser, eine gute Kulturlandschaft einfach wert sein. So simpel ist das, Herr Kollege Cap! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zum Abschluss, meine Damen und Herren, der Schlusssatz von mir lautet: Wir brauchen zweifellos mehr Europa im Bereich der Sicherheit, mehr Europa im Bereich der Stabilität, mehr Europa im Bereich gemeinsamer Strategien für Wachstum und Beschäftigung. Wir brauchen aber weniger Europa in den Bereichen Bürokratie, Reglementierung, Geheimdiplomatie und Bürgerferne. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
und Herr Staatssekretär auf der Regierungsbank! Lassen Sie mich zu Beginn meiner Ausführungen auch im Namen der Grünen Herrn Botschafter Dr. Winkler zu dieser Funktion, die er jetzt als Staatssekretär für die österreichische EU-Präsidentschaft übernommen hat, herzlich gratulieren! Ich kenne Sie als einen sehr erfahrenen, ausgezeichneten Diplomaten, als einen sehr geschätzten Völkerrechtler, und ich möchte Ihnen hier sowohl persönlich als auch für diese Funktion sehr viel Erfolg wünschen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Beispiel zur Dienstleistungsrichtlinie, die heute auch schon erwähnt worden ist. Es hat Monate gedauert, bis dem Wunsch der Grünen, das endlich auch im Nationalrat zu debattieren, nachgekommen worden ist. Es ist der Bevölkerung, aber auch uns völlig unverständlich, wie vertretbar sein soll, dass Menschen aus anderen EU-Staaten in Österreich zu niedrigeren Standards als in Österreich üblich beschäftigt werden sollen und dadurch österreichische Arbeitskräfte verdrängen. Diese Art von Dumping im Sozialbereich – im Umweltbereich gibt es das auch –, von Dumping bei den Standards, für die Europa bekannt ist, das kann es nicht sein, das brauchen wir nicht für dieses gemeinsame Europa! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Bundeskanzler Dr. Schüssel: Etwa!
Da kann ich nur sagen: Der Entschließungsantrag, der vom Kollegen Spindelegger eingebracht wurde, in dem Sie schreiben, Sie wollen weiterhin nur 1 Prozent des Bruttonationalproduktes zahlen ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Etwa!) – Herr Bundeskanzler, Sie haben jetzt „etwa“ geflüstert. In diesem Antrag steht dezidiert „1 Prozent“ – keinen Cent mehr! Gleichzeitig wollen Sie aber viel mehr herausbekommen. Wie das gehen soll, das frage ich mich schon. Das ist tatsächlich Kleinkrämerei, europäische Kleinkrämerei, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da kann ich nur sagen: Der Entschließungsantrag, der vom Kollegen Spindelegger eingebracht wurde, in dem Sie schreiben, Sie wollen weiterhin nur 1 Prozent des Bruttonationalproduktes zahlen ... (Bundeskanzler Dr. Schüssel: Etwa!) – Herr Bundeskanzler, Sie haben jetzt „etwa“ geflüstert. In diesem Antrag steht dezidiert „1 Prozent“ – keinen Cent mehr! Gleichzeitig wollen Sie aber viel mehr herausbekommen. Wie das gehen soll, das frage ich mich schon. Das ist tatsächlich Kleinkrämerei, europäische Kleinkrämerei, Herr Bundeskanzler! (Beifall bei den Grünen.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
zahlen!? (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) Wir sind eines der reichsten Länder der Europäischen Union, und deswegen ist das Modell „weniger zahlen, aber mehr herausholen“ nicht europäisch gedacht. Wir und diese Bundesregierung sind dieses Europa, und das heißt auch mehr zahlen.
Abg. Mag. Lunacek: Das war schon mein Schlusssatz! – Abg. Neudeck: Das waren ja schon drei Schlusssätze! – Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Mag. Lunacek.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Frau Abgeordnete, Ihre Redezeit ist leider bereits überzogen. Einen Schlusssatz lasse ich noch zu. (Abg. Mag. Lunacek: Das war schon mein Schlusssatz! – Abg. Neudeck: Das waren ja schon drei Schlusssätze! – Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Mag. Lunacek.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die EU-Politik befindet sich in einer Krise. Wir sollten das nicht wegdiskutieren, wir sollten das akzeptieren. Wir sollten auch klar sehen, dass alle Politikbereiche neu auf die Waagschale der europäischen Politik geworfen werden müssen. Über alle Politikbereiche muss in den nächsten Monaten neu und grundsätzlich diskutiert werden. Dazu zählt auch die Finanzierung. Es ist deshalb gut, dass die österreichische Bundesregierung hier ein klares Ziel hat, nämlich diese einprozentige Belastung in Bezug auf die Nettozahlung beizubehalten. Wir Freiheitlichen unterstützen das und hoffen, dass auch die österreichische Bundesregierung in diesen Bereichen Erfolg haben wird. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es wird noch im Laufe des Sommers ein Rat für Allgemeine Angelegenheiten stattfinden, der dieses Procedere noch einmal behandeln wird. Ich ersuche Sie, dafür einzutreten, dass sich die Europäische Union dessen bewusst wird, dass die Republik Türkei noch nicht reif dafür ist, dass man mit ihr in Beitrittsverhandlungen eintritt. Ich ersuche Sie, diesbezüglich klare Schritte zu setzen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Die Ankündigung, eine Volksabstimmung über einen allfälligen Beitritt der Türkei abzuhalten, ist ja gut und recht – ich unterstütze das auch –, aber es ist, so glaube ich, nicht der richtige Weg, dass man, wenn man mit einem Land über viele Jahre hinweg Verhandlungen führt, ihm sozusagen die Karotte vor die Nase hält, es aber, wenn es dann so weit sein soll, in einigen nationalen Volksabstimmungen zu einer Ablehnung kommt. Ehrlicher und fairer wäre es, wenn die Europäische Union a priori sagte: Die Türkei kann nicht Mitglied der Union werden! Wir bekennen uns dazu und wir sagen das offen und ehrlich! (Beifall der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Glaser.
Ich meine, dass es wichtig ist, dass Österreich diese Präsidentschaft im ersten Halbjahr des nächsten Jahres führt. Ich hoffe, dass wir in allen diesen Bereichen, Herr Bundeskanzler, nämlich im Bereich der Finanzierung, im Bereich der Maßnahmen gegen die schrankenlose Globalisierung, im Bereich des Stopps der Erweiterung, aber auch im Bereich der Volksabstimmung in Bezug auf einen neuen Verfassungsvertrag wirklich klare und bürgernahe Akzente setzen. (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Glaser.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Ursula Plassnik: Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Herr Staatssekretär! Hohes Haus! Ich freue mich, dass das Team an der Spitze des Außen- und Europaministeriums mit Staatssekretär Winkler verstärkt wurde. Uns beide verbindet eine jahrelange, ja jahrzehntelange Zusammenarbeit, ein Vertrauensverhältnis und bei mir auch das Wissen, dass Staatssekretär Winkler der Bundesregierung, und zwar der gesamten Bundesregierung, Unterstützung für eine rot-weiß-rote Präsidentschaft in der Europäischen Union geben wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Präsidentschaft – das habe ich immer gesagt, auch in diesem Haus – ist ein Dienst, den wir an unsere Partner in Europa und in der Welt erbringen. Eine EU-Präsidentschaft ist ganz besonders nicht eine Bühne zur Selbstdarstellung, sie ist auch kein Repräsentationsanlass – das ist lächerlich – und schon gar nicht eine Wahlkampfveranstaltung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir sind in der Sache gut vorbereitet. Österreich hat sich im Inneren nicht um die notwendigen Reformen gedrückt. Österreich ist ein engagierter, ein glaubwürdiger europäischer Partner. Wir haben jetzt die Chance, zu zeigen, dass wir unsere Vorteile als mittelgroßes, erfolgreiches Land einbringen werden, und zwar im Interesse des europäischen Einigungswerkes. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sollten es ernst nehmen, dass auch die Bevölkerung und die gewählten Volksvertreter dieser Länder eine Chance haben, ihre Bewertung des europäischen Verfassungsvertrages zum Ausdruck zu bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen sowie des Abg. Schieder.
Mein Ministerium, gemeinsam mit Staatssekretär Winkler, wird bemüht sein, in allen Sachfragen, auch in der Organisation, in der Logistik dieser vor uns stehenden Präsidentschaft das Bestmögliche zu tun, österreichische Interessen wirksam einzubringen und Europa zu verbessern – Tag für Tag, Schritt für Schritt in der Alltagsarbeit! – Danke, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP, den Freiheitlichen sowie des Abg. Schieder.)
Allgemeiner Beifall sowie Beifall des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Dr. Winkler.
Abgeordneter Peter Schieder (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Hohe Regierungsbank! Herr Bundeskanzler! Es war sehr schön, Ernst Sucharipa zu erwähnen, sein Tod hat uns alle getroffen, er fehlt uns allen sehr. (Allgemeiner Beifall sowie Beifall des auf der Regierungsbank sitzenden Staatssekretärs Dr. Winkler.)
Allgemeiner Beifall.
Zum neuen Staatssekretär: Ich kenne Hans Winkler sehr lange, ich schätze ihn sehr, er ist erfahren, professionell und fleißig. Er hat mit dem EU-Parlament in Straßburg, aber auch im Nationalrat mit dem Außenpolitischen Ausschuss sehr gut zusammengearbeitet. Wir wünschen ihm für seine Aufgabe alles, alles Gute! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wie ist das im Finanzministerium?
Es ist richtig, dass aus Anlass des EU-Vorsitzes ein Staatssekretär im Außenamt bestellt wird, noch richtiger wäre es gewesen, einen anderen Staatssekretär einzusparen. Am besten wäre es gewesen – die Frau Außenministerin hat ja vom Signal des Professionalismus gesprochen –, aus Anlass der Bestellung eines Fachstaatssekretärs gleich mit dem System zu brechen, das aus der Vergangenheit stammt, das auch meine Partei früher angewendet hat, dass es nämlich Staatssekretäre gibt, die in Wirklichkeit aus Proporzgründen oder zur gegenseitigen Kontrolle von Regierungsparteien installiert werden. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Wie ist das im Finanzministerium?)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und ÖVP.
Zur Erweiterung der EU: Ich bin nicht auf der Linie derer, die hier einen Quasistopp wollen. Ich glaube, dass Bulgarien und Rumänien auf gutem Wege sind, die Bedingungen für einen Beitritt wirklich zu erfüllen, ich bin auch für die Heranführung der anderen Staaten Südosteuropas an die Europäische Union mit Kroatien als nächstem Erweiterungsschritt. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und der ÖVP.
Das liegt nicht nur im Interesse dieser Länder und der Stabilität am Balkan, sondern auch im Interesse Österreichs, unserer Sicherheit und unserer Wirtschaft. Neben diesen Ländern selbst wird unser Land zu den größten Nutznießern eines solchen Prozesses zählen. (Beifall bei der SPÖ und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dinge in der EU zu ändern. Da haben sich auch der Rat selbst und die Kommission an der Nase zu nehmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Abschließend, meine Damen und Herren: Die Regierungsparteien haben einen Entschließungsantrag eingebracht. Unsere Zustimmung scheint ihnen so wichtig zu sein, dass sie ihn uns nicht einmal vorher gezeigt haben. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Neudeck: Das geht aber nicht!
Ich bringe daher einen eigenen Entschließungsantrag ein (Abg. Neudeck: Das geht aber nicht!) und erkläre ihn in seinen Grundzügen dahin gehend (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen), dass es jener Entschließungsantrag ist, der dem Unterausschuss vorgelegt worden ist. Wenn Sie ihm zustimmen, dann wird es gut für Österreich und für die Union sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schieder dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Staatssekretär Dr. Winkler die Hand.)
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Ich bringe daher einen eigenen Entschließungsantrag ein (Abg. Neudeck: Das geht aber nicht!) und erkläre ihn in seinen Grundzügen dahin gehend (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen), dass es jener Entschließungsantrag ist, der dem Unterausschuss vorgelegt worden ist. Wenn Sie ihm zustimmen, dann wird es gut für Österreich und für die Union sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schieder dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Staatssekretär Dr. Winkler die Hand.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schieder dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Staatssekretär Dr. Winkler die Hand.
Ich bringe daher einen eigenen Entschließungsantrag ein (Abg. Neudeck: Das geht aber nicht!) und erkläre ihn in seinen Grundzügen dahin gehend (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen), dass es jener Entschließungsantrag ist, der dem Unterausschuss vorgelegt worden ist. Wenn Sie ihm zustimmen, dann wird es gut für Österreich und für die Union sein. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Schieder dreht sich zur Regierungsbank um und reicht Staatssekretär Dr. Winkler die Hand.)
Abg. Neudeck: Das kann nicht sein! Er bringt mit dem Schlusssatz einen Antrag ein!
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Der von Herrn Abgeordnetem Schieder eingebrachte Entschließungsantrag wurde schriftlich überreicht. Ich habe ihn wegen seines Umfanges gemäß § 53 Abs. 4 GOG zur Verteilung bringen lassen. (Abg. Neudeck: Das kann nicht sein! Er bringt mit dem Schlusssatz einen Antrag ein!)
Abg. Gradwohl: Dass das nicht der Wahrheit entspricht, Fritz, weißt du viel besser!
Ich denke, es ist daher nicht ganz korrekt, wenn Sie sagen: Ich bin für Biobauern, ich bin für Bergbauern, ich bin für umweltgerechte Landwirtschaft! – So weit, so gut. Aber wenn Sie dann dazusagen: Jetzt müssen wir diese Bereiche um 40 oder 50 Prozent kürzen!, dann sage ich Ihnen: Sie gefährden damit in Wahrheit genau diese Bauern, nämlich die Biobauern, die Bergbauern und den ländlichen Raum insgesamt! (Abg. Gradwohl: Dass das nicht der Wahrheit entspricht, Fritz, weißt du viel besser!) – Herr Kollege Gradwohl, manchmal ist es besser, wenn man zuhört!
Abg. Gradwohl: Wer hat dagegen gestimmt? Wilhelm Molterer! Auf keinen Fall passiert das, hat er gesagt!
Weiters möchte ich an die Agenda 2000 erinnern. Wer hat denn damals, im Jahr 1999 in Berlin, eine Betriebsgrößendegression vorgeschlagen? – Es waren Wolfgang Schüssel und Wilhelm Molterer. Und wer hat sie abgelehnt? – Das waren die Herren Blair und Schröder. (Abg. Gradwohl: Wer hat dagegen gestimmt? Wilhelm Molterer! Auf keinen Fall passiert das, hat er gesagt!)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ich sehe das nicht nur aus der Sicht der Bauern (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich komme schon zum Schluss, Frau Präsidentin! –, sondern man muss das auch aus der Sicht der Konsumenten sehen! Mit der 50-prozentigen Kürzung gefährden Sie in Wahrheit Lebensmittelsicherheit, umweltgerechte Produktion, tiergerechte Produktion, Landschaftsoffenhaltung als wesentliche Grundlage für den Tourismus (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) und letztlich
Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen
Ich sehe das nicht nur aus der Sicht der Bauern (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) – ich komme schon zum Schluss, Frau Präsidentin! –, sondern man muss das auch aus der Sicht der Konsumenten sehen! Mit der 50-prozentigen Kürzung gefährden Sie in Wahrheit Lebensmittelsicherheit, umweltgerechte Produktion, tiergerechte Produktion, Landschaftsoffenhaltung als wesentliche Grundlage für den Tourismus (Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen) und letztlich
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Ziemlich unsinnig war das!
auch die Arbeitsplätze von 530 000 Österreicherinnen und Österreichern. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Ziemlich unsinnig war das!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Da hat er Recht! – Abg. Neugebauer: Das war eh ein Scherz! – Abg. Lentsch: Wunschträume! – Heiterkeit bei der ÖVP.
Mir wäre es durchaus wichtig, darüber nachzudenken, ob man nicht den einen oder die andere MinisterIn einsparen könnte. Immerhin haben wir einige Minister, die reif für den Rücktritt wären, meine sehr geehrten Damen und Herren! Das wäre schon eine Überlegung wert! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Parnigoni: Da hat er Recht! – Abg. Neugebauer: Das war eh ein Scherz! – Abg. Lentsch: Wunschträume! – Heiterkeit bei der ÖVP.) – Jetzt aber zum Ernst.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Aber bitte sehr, Herr Bundeskanzler (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), dann muss das auch innerhalb der Europäischen Union gelebt werden. Dann kann es nicht durch Grenzen, durch Verbote, durch Rigiditäten gelebt werden, sondern nur durch Kooperation. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Aber bitte sehr, Herr Bundeskanzler (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), dann muss das auch innerhalb der Europäischen Union gelebt werden. Dann kann es nicht durch Grenzen, durch Verbote, durch Rigiditäten gelebt werden, sondern nur durch Kooperation. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In der Regierung Sinowatz hatten Sie insgesamt 24 Regierungsposten, in der Regierung Vranitzky I hatten Sie 22 Regierungsposten, in der Regierung Vranitzky II – da weiß ich nicht, was passiert ist – waren es nur noch 17 Regierungsposten, aber in der Regierung Vranitzky III waren es wieder 20 Regierungsposten, und in der Regierung Vranitzky IV waren es 21 Regierungsposten. In diesen Regierungen gab es immer mehr Minister als derzeit, und wir wissen alle: Minister kosten mehr Geld als Staatssekretäre. Kehren Sie vor der eigenen Tür, bevor Sie anfangen, diese Regierung zu kritisieren, wenn es um Posten geht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek
Ich bin froh darüber, dass sich die Bundesregierung für Prozentpunkte einsetzt und darauf achtet, dass es bezüglich der Nettobeiträge für Österreich auch um wenige Prozentpunkte besser aussieht als vorher (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek), und wir uns für eine Verbesserung diesbezüglich einsetzen. Ich danke der Bundesregierung dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich bin froh darüber, dass sich die Bundesregierung für Prozentpunkte einsetzt und darauf achtet, dass es bezüglich der Nettobeiträge für Österreich auch um wenige Prozentpunkte besser aussieht als vorher (Zwischenruf der Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek), und wir uns für eine Verbesserung diesbezüglich einsetzen. Ich danke der Bundesregierung dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Fragen Sie bei Ihrem Parteiobmann an! Jörg Haider!
Es ist weiters wichtig, dass es keine Skandale wegen Geldverschwendungen gibt. (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Fragen Sie bei Ihrem Parteiobmann an! Jörg Haider!) Auch das ist ein Punkt, der sehr viel zur Unzufriedenheit innerhalb der EU beigetragen hat.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Es gilt auch, Antworten auf die Angst vor der Globalisierung zu geben. Die Menschen haben davor Angst, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Diesbezüglich muss die EU Aktivitäten setzen. Der Arbeitslosigkeit muss in gemeinsamen Zielen entgegengewirkt werden. Es darf nicht sein, dass es in manchen Ländern der EU Produkte gibt, die billiger sind als in anderen EU-Ländern, weil sie so produziert werden, wie das zum Beispiel in Asien der Fall ist, wo es keine ökologischen (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) und keine sozialen Standards gibt. Daher müssen wir auch innerhalb der EU Maßnahmen und Fakten setzen, um dies zu verbessern. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es gilt auch, Antworten auf die Angst vor der Globalisierung zu geben. Die Menschen haben davor Angst, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Diesbezüglich muss die EU Aktivitäten setzen. Der Arbeitslosigkeit muss in gemeinsamen Zielen entgegengewirkt werden. Es darf nicht sein, dass es in manchen Ländern der EU Produkte gibt, die billiger sind als in anderen EU-Ländern, weil sie so produziert werden, wie das zum Beispiel in Asien der Fall ist, wo es keine ökologischen (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen) und keine sozialen Standards gibt. Daher müssen wir auch innerhalb der EU Maßnahmen und Fakten setzen, um dies zu verbessern. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Meine erste Reise als Staatssekretär wird mich in wenigen Tagen nach Dubrovnik zu einem informellen Ministertreffen der südosteuropäischen Staaten führen. Es wird sich dort für mich als Staatssekretär, der die gesamten Agenden der Zuständigkeit des Außenministeriums abdeckt, die Gelegenheit bieten, mit den Außenministern der Region, die für Österreich schon in der Vergangenheit wichtig waren und es in Zukunft und vor allem auch während unserer Präsidentschaft sein werden, Kontakt aufzunehmen und unser fortgesetztes Interesse zum Ausdruck zu bringen. In diesem Sinne ist es zu begrüßen, dass der Europäische Rat festgestellt und bekräftigt hat, dass die Staaten dieser Region eine europäische Perspektive haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was mir aber besonders wesentlich erscheint, ist, das Sensorium aller, die mit der Durchführung und Planung dieser schwierigen Aufgabe betraut sind, zu schärfen, sie für diesen Dienst an Europa im Interesse der Menschen nicht nur professionell einzustimmen und vorzubereiten, sondern auch ein Gefühl der Begeisterung und der europäischen Solidarität zu vermitteln. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Allgemeiner Beifall.
Ich hoffe, dass ich diese Begeisterung mitbringen werde. – Danke schön, Frau Präsidentin. (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Schieder begibt sich zum Präsidium und spricht dort mit Präsidentin Mag. Prammer. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Abgeordnete Csörgits, Sie sind am Wort. (Abg. Schieder begibt sich zum Präsidium und spricht dort mit Präsidentin Mag. Prammer. – Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Das bedeutet, dass jene Errungenschaften, die wir als Österreicher und Österreicherinnen, insbesondere die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie erkämpft haben, unterwandert werden. Man schafft damit zwei Klassen von Arbeitnehmern! Das, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist nicht sozial – und das verstehe ich nicht unter einer sozialen Dimension in Europa! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Da, Herr Bundeskanzler, möchte ich schon auch feststellen, dass der Herr Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft in seinem Wirtschaftsbericht 2005 darauf hinweist, dass für ihn eine Dienstleistungsrichtlinie nur dann Wirkung habe, wenn das Herkunftslandprinzip enthalten ist. Ich unterschreibe das schon, Herr Bundeskanzler, wenn Sie sagen: Wettbewerb bedeutet Fortschritt!, möchte allerdings für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen fairen Wettbewerb haben! Wir sollten uns nicht nach den Kriterien jener Länder richten, wo die Menschen noch nicht so gute Arbeitsbedingungen haben! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Was heißt „Scharfmacher“? Was ist ein „Scharfmacher“ in der Union?
Das zweite Beispiel: die Arbeitszeitrichtlinie der Europäischen Union. Ganz kurz: Für den Bereich der Europäischen Union möchte man alle Regeln bezüglich Höchstgrenze aufheben. Bedauerlicherweise ist da die österreichische Bundesregierung – und da ganz besonders Herr Bundesminister Bartenstein – ein Scharfmacher in Europa. (Abg. Mag. Molterer: Was heißt „Scharfmacher“? Was ist ein „Scharfmacher“ in der Union?)
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Meine Damen und Herren! Wenn wir haben wollen, dass unsere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen nicht gezwungen werden, rund um die Uhr zu arbeiten – und das Opting Out bietet diese Möglichkeit –, dann bedeutet das auch bei dieser Dienstleistungsrichtlinie und bei der Arbeitszeitrichtlinie: Zurück an den Start!, und zwar im Sinne der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Das ist eine Kernkompetenz. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) So kann ein soziales Europa aussehen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wenn wir haben wollen, dass unsere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen nicht gezwungen werden, rund um die Uhr zu arbeiten – und das Opting Out bietet diese Möglichkeit –, dann bedeutet das auch bei dieser Dienstleistungsrichtlinie und bei der Arbeitszeitrichtlinie: Zurück an den Start!, und zwar im Sinne der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Das ist eine Kernkompetenz. (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.) So kann ein soziales Europa aussehen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dr. Werner Fasslabend (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Herr Vizekanzler! Frau Bundesminister! Meine Herren Staatssekretäre! Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich mich sehr freue, dass wir einen neuen Staatssekretär im Außenministerium haben – und dass ich mich auch ganz besonders freue, dass dieser Staatssekretär Hans Winkler heißt. Ich sage das nicht nur als Europasprecher des ÖVP-Klubs, sondern auch ganz persönlich, weil ich Hans Winkler schon seit meiner Jugendzeit kenne: Hans Winkler war nicht nur mein Schul-, sondern auch mein Klassenkollege; wir haben miteinander maturiert, und ich kann nur sagen: Ich habe Hans Winkler damals bereits als eine Persönlichkeit kennen gelernt, die nicht nur kompetent und kommunikativ, sondern auch kollegial und absolut verlässlich ist. – Frau Bundesminister, ich kann Ihnen zu dieser Wahl nur herzlich gratulieren! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Eder: Nein! Zwei!
Was ich allerdings nicht ganz verstehe – das möchte ich auch sagen –, ist, dass sofort von der Opposition dazu Kritik sowie die Bemerkung, da müsste ein anderer Staatssekretär weg, gekommen sind. (Abg. Eder: Nein! Zwei!) – Das Gegenteil ist der Fall, da Österreich gerade in einer EU-Präsidentschaft nicht auch nur auf eine Regierungstätigkeit verzichten kann! Das liegt doch im Interesse Österreichs! Das Interesse Österreichs darf durch unsere Präsidentschaft nicht zum Handkuss kommen!
Rufe bei der SPÖ: Bei den Geburtstagsfeiern für Morak! – Abg. Dr. Kräuter: Morak! Finz! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Jetzt sagen Sie mir doch, wo Sie von der Opposition denn gerne einsparen wollen! (Rufe bei der SPÖ: Bei den Geburtstagsfeiern für Morak! – Abg. Dr. Kräuter: Morak! Finz! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sollen wir weniger für Soziales oder in der Behindertenpolitik machen? Sollen wir weniger für die Sportförderung machen? Sollen wir im Forschungs- und Entwicklungsbereich auf die Akzente verzichten, oder sollen wir etwa in der Verwaltungsreform zurückschrauben – oder im großen Kulturland Österreich vielleicht auf den Kunst-Staatssekretär verzichten? Völlig falsch! (Abg. Dr. Kräuter: Finz! Grasser ...!)
Abg. Dr. Kräuter: Finz! Grasser ...!
Jetzt sagen Sie mir doch, wo Sie von der Opposition denn gerne einsparen wollen! (Rufe bei der SPÖ: Bei den Geburtstagsfeiern für Morak! – Abg. Dr. Kräuter: Morak! Finz! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sollen wir weniger für Soziales oder in der Behindertenpolitik machen? Sollen wir weniger für die Sportförderung machen? Sollen wir im Forschungs- und Entwicklungsbereich auf die Akzente verzichten, oder sollen wir etwa in der Verwaltungsreform zurückschrauben – oder im großen Kulturland Österreich vielleicht auf den Kunst-Staatssekretär verzichten? Völlig falsch! (Abg. Dr. Kräuter: Finz! Grasser ...!)
Rufe bei der SPÖ: Finz und Grasser ...!
Ganz im Gegenteil: Wir können nicht nur froh sein, dass wir dort bereits sehr kompetente und erfahrene Mitarbeiter der Minister haben, sondern man muss auch dazusagen: Es sind das durchwegs unterstützende Persönlichkeiten für den Minister oder die Ministerin, und zwar ohne dass das eine „Aufpasserfunktion“ für eine andere Partei bedeuten würde, wie das oft darzustellen versucht wird. (Rufe bei der SPÖ: Finz und Grasser ...!) Fünf der sieben Staatssekretäre sind eben nicht einem Minister beigegeben, der der anderen Regierungspartei angehört, sondern befinden sich in einem Ressort, dem ein Angehöriger der gleichen Partei vorsteht. Ich glaube, das sollte man einmal zur Kenntnis nehmen!
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Was ich aber nicht ganz verstanden habe und was mich etwas erstaunt hat, war, warum plötzlich Tony Blair das große Vorbild für Alfred Gusenbauer ist. Kollegin Csörgits, die vor mir gesprochen hat, möchte ich schon fragen: War es nicht der rote, neoliberale Tony Blair, der unbedingt die Dienstleistungsrichtlinie durchsetzen wollte? War es nicht der rote, neoliberale Tony Blair, der die Übergangsbestimmungen für die neuen EU-Mitglieder nicht haben wollte? Ist es nicht der rote, neoliberale Tony Blair, der unbedingt die Türkei, und zwar in allerkürzester Zeit, als Vollmitglied in der EU haben möchte? (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Und ist es nicht auch der rote, neoliberale Tony Blair, der ein gemeinsames Auftreten der Europäer im globalen Kontext bisher verhindert hat?
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Ich traue Tony Blair durchaus zu, dass auch er eine leichte Kehrtwendung nimmt und vielleicht eine andere Linie einschlägt, aber ich glaube, wir sollten durchaus diesen Ansatz differenziert betrachten – und vor allem sollten wir versuchen, gemeinsam alles daranzusetzen, Europa zu stärken (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), denn Europa hat ganz große Bedeutung für die Zukunft, auch Österreichs. Und da sollte es eine gemeinsame Linie von Regierung und Opposition geben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich traue Tony Blair durchaus zu, dass auch er eine leichte Kehrtwendung nimmt und vielleicht eine andere Linie einschlägt, aber ich glaube, wir sollten durchaus diesen Ansatz differenziert betrachten – und vor allem sollten wir versuchen, gemeinsam alles daranzusetzen, Europa zu stärken (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), denn Europa hat ganz große Bedeutung für die Zukunft, auch Österreichs. Und da sollte es eine gemeinsame Linie von Regierung und Opposition geben. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Frau Außenministerin! Meine Herren auf der Regierungsbank! Herr Staatssekretär Winkler! Wir Grünen stehen ja positiv im Verdacht, Verschwendungen dieser Regierung aller Arten aufzuzeigen; manche sagen „anzuprangern“. Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass mich manches irritiert hat, was dazu an kleinlichen Bemerkungen gekommen ist, denn: Ein Staatssekretariat für Europafragen ist eigentlich schon überfällig gewesen, jetzt war es erst recht sinnvoll – und es ist das eine nützliche Investition. Es kann eine herausragende Investition werden, jedenfalls aber ist es eine nützliche Investition. (Beifall bei den Grünen und der ÖVP sowie bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Heiterkeit.
Wenn das eine nützliche Investition ist, kann man sich jedoch wahrscheinlich nicht die Bemerkung verkneifen, wo eigentlich der Nutzen der anderen Staatssekretäre ist. – Der ist vermutlich in gewisser Weise noch im Verborgenen. (Heiterkeit.) Sei’s drum: Schluss mit der Groschenklauberei, wenden wir uns den wirklichen Dingen zu!
Zwischenruf bei der ÖVP.
Kommen wir zur gegenständlichen Erklärung des Herrn Bundeskanzlers. Dieser hat – nicht ganz zu Unrecht – die Frage des Wirtschaftssystems ins Zentrum seiner Ausführungen gestellt; soziale, ökosoziale Marktwirtschaft hat er wieder vordekliniert, das „Mantra“ der ÖVP. – Okay. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Nächster Punkt: die Frage Verkehr, eine zentrale Frage in der Wirtschaftspolitik. Wir bräuchten uns viel weniger Gedanken machen um regionale Wirtschaftspolitiken oder Ähnliches mehr, wenn der LKW-Güterverkehr auch nur annähernd jene Kosten tragen würde, die er in Wirklichkeit verursacht. Aber nein: Die Europäische Union samt ihren Mitgliedsstaaten ist Vorreiter dafür, dass dem LKW-Verkehr nur ja nicht jene Kosten, die er verursacht, angelastet werden, und zwar in der Gegenwart gegen die Umwelt und auf Kosten zukünftiger Generationen! Eine gigantische Fehlsteuerung, die Europa, die die Europäische Union mitzuverantworten hat! – Zeit also zum Gegensteuern, wenn wir schon von Wirtschaftspolitik reden. (Beifall bei den Grünen.) – Dass sich die Beiträge Österreichs dazu eher in bescheidenem Maße ausgewirkt haben, nur als Randbemerkung.
Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen
Österreich ist da nicht Opfer dieses Vorganges, sondern Österreich ist da Täter geworden (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), und da muss man einfach einmal den Finger auf diese Wunde legen. Da gilt es, gegenzusteuern. (Beifall bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Danke, Frau Präsidentin! Mein Schlusssatz lautet ...
Beifall bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Österreich ist da nicht Opfer dieses Vorganges, sondern Österreich ist da Täter geworden (Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen), und da muss man einfach einmal den Finger auf diese Wunde legen. Da gilt es, gegenzusteuern. (Beifall bei den Grünen. – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.) – Danke, Frau Präsidentin! Mein Schlusssatz lautet ...
Beifall bei den Grünen für den sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Mag. Kogler.
(Beifall bei den Grünen für den sich zu seinem Sitzplatz begebenden Abg. Mag. Kogler.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
In diesem Sinne wünsche ich der Bundesregierung eine hoffentlich arbeitsintensive Zeit in der Europäischen Union und hoffentlich einen Vorsitz, mit dem sie sehr gut umgehen kann und im Interesse der Österreicherinnen und Österreicher etwas bewegt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich persönlich glaube, dass wir dieses starke, soziale Europa nicht nur schaffen sollen, sondern dazu im Sinne einer Vorbildregion in der globalisierten Welt geradezu verpflichtet sind. Das bedeutet, dass sich dieses Europa auch immer mehr zu einem sozialen Europa entwickeln muss und damit letztlich ein Europa der Bürgerinnen und Bürger wird. In dem Sinne, Herr Staatssekretär Winkler: Viel Erfolg bei Ihrem zukünftigen Wirken im Interesse Österreichs und im Interesse Europas! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Staatssekretär Dr. Winkler, Ihnen wünsche ich viel Kraft und Erfolg! Ich wünsche Ihnen auch das Sensorium, das Sie angesprochen haben, und dass Sie es gegenüber den Staats- und Regierungschefs dann ansprechen, wenn es in Richtungen geht, die sich nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Wirtschaft schlecht auswirken. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Krise ist sicherlich auch eine Chance: eine Chance, sich darauf zu besinnen, was die wirklich wichtigen Fragen sind und was die wirklichen Anliegen der Menschen sind. Es geht um ein starkes Europa, um ein handlungsfähiges Europa, und das ist für diesen Kontinent, für seine Weiterentwicklung und auch für seine Konkurrenzfähigkeit eine absolute Notwendigkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Franz Fischler ist voriges Jahr mit seinen Reformvorschlägen leider nicht durchgedrungen, weil auch die österreichischen ÖVP-Vertreter diese Reformvorschläge so nicht akzeptieren wollten; das möchte ich hier noch kurz in Erinnerung rufen und ihnen auch vorwerfen. Ich glaube, es ist an der Zeit, diese Debatte zu führen. Es ist an der Zeit, diese Debatte ohne Vorbehalte im österreichischen Parlament, im Europäischen Parlament und auf Regierungsebene zu realisieren. Denn ich glaube, dass es Europa nötig hat, eine neue Ausrichtung seiner Finanzpolitik vorzunehmen und eine offensivere Strategie der Entwicklungspolitik zu verfolgen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Die Schulmaterie findet sich in den Schulgesetzen!
Im Bildungsbereich zum Beispiel ist die Integration an den österreichischen Schulen zwar gesetzlich geregelt, doch schaut die Ausgestaltung der Integration von Bundesland zu Bundesland verschieden aus. Hier gibt es sehr große Barrieren. Dazu gibt es in diesem Behindertengleichstellungsgesetz kein einziges Wort, und das ist sehr schade. Sie haben hier eine Chance versäumt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Die Schulmaterie findet sich in den Schulgesetzen!)
Abg. Dr. Brinek: Das stimmt so nicht! Es geht darum, dass das bis dahin spätestens erledigt sein soll! Es geht um eine stufenweise Umsetzung!
Wie schaut es mit dem Abbau von Barrieren, von räumlichen Barrieren in unserer Gesellschaft aus? – Es geht um die Erreichbarkeit von Bankomaten, von Geschäften, von Einrichtungen, von Ämtern und des Internets. Die Zugänge müssen für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, für blinde Menschen, für gehörlose Menschen unterschiedlich gestaltet werden. Hier ist sehr viel Know-how, Fingerspitzengefühl und Initiative erforderlich. Im Gleichstellungsgesetz haben Sie zwar festgeschrieben, dass der Abbau von Barrieren ermöglicht werden soll, zugleich aber auch, dass das erst an einem sehr fernen Tage im Jahr 2015 passieren soll. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt so nicht! Es geht darum, dass das bis dahin spätestens erledigt sein soll! Es geht um eine stufenweise Umsetzung!) Hier haben Sie die Kraft nicht gehabt.
Abg. Dr. Brinek: Das stimmt auch nicht! Das stimmt nicht!
Ein weiterer Punkt unserer Kritik betrifft die Verbandsklage. Behinderte Menschen haben keine große Lobby, haben auch meistens keine sehr großen Portemonnaies, mit denen sie sich Recht verschaffen und Juristen engagieren können. Die Verbandsklage gibt Vereinen die Möglichkeit, behinderte Menschen zu unterstützen. Hier haben Sie eine so komplizierte Formulierung eingebaut, dass der Weg aufs Salzamt für behinderte Menschen wahrscheinlich leichter wird als der Weg über die Verbandsklage. (Abg. Dr. Brinek: Das stimmt auch nicht! Das stimmt nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren der Regierungsfraktionen, ich gestehe Ihnen zu, dass sich Ihr Kollege, Dr. Huainigg, sicher sehr stark bemüht hat, aber die Kraft Ihrer beiden Regierungsfraktionen hat nicht dazu gereicht, dass behinderte Menschen in Österreich wirklich gleichgestellt werden. Unterstützen Sie unseren Antrag! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Franz-Joseph Huainigg (ÖVP): Herr Präsident! Frau Minister! Hohes Haus! Ich finde, es ist ein Tag der Freude für behinderte Menschen. Es ist ein historischer Moment, dass wir heute eine jahrzehntelange Forderung behinderter Menschen mit dem Gleichstellungsgesetz und der Anerkennung der Gebärdensprache umsetzen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das Parlament hat ja durch den Gebärdensprachkurs schon einiges mitbekommen, was Gebärdensprache ist, und es ist eine tolle Sprache, die endlich anerkannt wird. Endlich wird nun nicht mehr gesagt, dass gewisse Menschen taubstumm sind, sondern wir geben ihnen ihre Sprache zurück: die Gebärdensprache. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte auf der Galerie auch Mitglieder des Vereins „equalizent“ begrüßen, ein Arbeitsprojekt von gehörlosen und hörenden Mitarbeitern, das zeigt, wie fortschrittlich Berufsausbildung auch sein kann. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mit dem Behindertengleichstellungsgesetz vollziehen wir einen Paradigmenwechsel – weg von Almosen und Mitleid hin zu Selbstbestimmung, Integration und einer inklusiven Gesellschaft. Dass man das einer konservativen Regierung nicht zugesteht ist sehr traurig. (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Gleichstellungsgesetz beinhaltet Barrierefreiheit. Alles, was neu ist, muss mit In-Kraft-Treten des Gesetzes sofort barrierefrei gestaltet sein. Es gibt natürlich Übergangsfristen. Das braucht es auch. Man kann nicht mit einem Fingerschnippen über Nacht die Welt verändern. Aber Gleichstellung ist ein Weg. Diesen Weg gehen wir konsequent. Ich scheue mich nicht, diesen Weg auch als neuen ADA zu bezeichnen, nämlich den Austrians with Disabilities Act. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Lapp: Es fehlt ihm die Verfassungskompetenz dazu!
Von der Opposition wurde in den vergangenen Tagen sehr viel Unsicherheitspolitik betrieben, auch heute wieder, nämlich dahin gehend, dass zum Beispiel der Behindertenanwalt nicht weisungsfrei wäre. Das stimmt nicht. Er ist weisungsfrei, er hat Kompetenzen. (Abg. Mag. Lapp: Es fehlt ihm die Verfassungskompetenz dazu!) Er wird über alle Schlichtungsverfahren informiert. Er hat Sitz und Stimme im Bundesbehindertenbeirat, der übrigens seinen Sitz beim Stubentor hat. Ich weiß nicht, wo das
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Restaurant im ersten Bezirk!
„Salzamt“ ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: Das ist ein Restaurant im ersten Bezirk!)
Beifall sowie Gebärdenbeifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Und zur Auffrischung das Wort „Sondersitzung“. – Danke. (Beifall sowie Gebärdenbeifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Staatssekretär! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Dass das Thema Behindertengleichstellung überhaupt ins Parlament gekommen ist, dafür sind die Grünen verantwortlich – und sonst niemand! Das möchte ich einmal klarstellen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Großruck: Und den Huainigg gibt es nicht!?
Wir Grünen und auch meine Person haben, so meine ich, das Wesentlichste dazu beigetragen, dass Sie endlich kapiert haben, dass man Menschen mit Behinderungen nicht einfach, weil es lustig ist, diskriminieren darf. (Abg. Großruck: Und den Huainigg gibt es nicht!?) Wir, meine sehr geehrten Damen und Herren, fordern seit 1997 ein Behindertengleichstellungsgesetz, das seinen Namen auch verdient. Aber das, was heute zur Beschlussfassung vorliegt, verdient seinen Namen nicht, und das ist traurig. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Das ist nicht richtig!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Das ist nicht richtig!
Wir Grünen und auch meine Person haben, so meine ich, das Wesentlichste dazu beigetragen, dass Sie endlich kapiert haben, dass man Menschen mit Behinderungen nicht einfach, weil es lustig ist, diskriminieren darf. (Abg. Großruck: Und den Huainigg gibt es nicht!?) Wir, meine sehr geehrten Damen und Herren, fordern seit 1997 ein Behindertengleichstellungsgesetz, das seinen Namen auch verdient. Aber das, was heute zur Beschlussfassung vorliegt, verdient seinen Namen nicht, und das ist traurig. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Brinek: Das ist nicht richtig!)
Beifall bei den Grünen.
heute jemand einen Diskriminierungstatbestand setzt, dann setzt er ihn. Er kann ihn aufrechterhalten, er muss ihn nicht beseitigen. Das haben wir nicht gewollt. Wir wollten Diskriminierungen verhindern und nicht aufrechterhalten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Natürlich!
Ich möchte einmal beim Bereich der Barrierefreiheit anfangen. Barrierefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für Menschen mit Behinderungen, damit sie sich im öffentlichen Raum bewegen können. Aber was Barrierefreiheit sein muss, meine sehr geehrten Damen und Herren, das haben Sie verweigert, hier in dieses Gesetz hineinzuschreiben, denn Barrierefreiheit heißt: nach dem letzten Stand der Technik. Das wäre maßgeblich. Das steht aber in diesem Gesetz nicht drinnen. Herr Scheibner! Ich weiß nicht, ob Sie es kennen. (Abg. Scheibner: Natürlich!) Schauen Sie es sich an! Diskutieren wir nicht! Sie brauchen nur nachzuschauen.
Abg. Scheibner: Da ist ja alles gemeint! Das kann man doch nicht alles einzeln aufzählen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zur Gleichstellung behinderter Menschen gehört, dass sie in allen Bereichen des Lebens gleichgestellt werden – vom Kindergarten bis ins hohe Alter, ja sagen wir, bis zum Sterben. Dazu finden Sie hier drinnen nichts. Es ist der Kindergarten nicht erwähnt, es ist die Schule nicht erwähnt. Nichts finden Sie hier! Das nennen Sie einklagbare Rechte für Menschen mit Behinderungen, wenn im Gesetz gar nichts darüber steht? (Abg. Scheibner: Da ist ja alles gemeint! Das kann man doch nicht alles einzeln aufzählen!)
Abg. Scheibner: Das ist nur der Versuch, nicht zustimmen zu müssen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es gibt keine Beweislastumkehr. Wesentliche Punkte, die behinderte Menschen brauchen, um auch klagen zu können, gibt es nicht. Wir behinderte Menschen müssen uns, wenn wir klagen wollen, um eine Sammelklage machen zu können, das mehr oder weniger vom Bundesbehindertenbeirat legitimieren lassen, dass wir eine Klage einbringen dürfen. Welches andere Gesetz in Österreich gibt es noch, das vorsieht, dass bei einer Sammelklage eine vorgeordnete Institution entscheidet, ob eine Klage eingebracht werden darf oder nicht? Nirgends! Das hat man nur bei uns gemacht, um eben zu verhindern, dass es überhaupt zu Klagen kommen kann. (Abg. Scheibner: Das ist nur der Versuch, nicht zustimmen zu müssen!)
Abg. Scheibner: Na, geh, geh, geh!
Ohne diesen Abänderungsantrag, meine Damen und Herren, hat das Gesetz diese Zähne nicht, und dann würden wir auch nicht zustimmen, weil wir nicht zu denen gehören, die den behinderten Menschen etwas vormachen (Abg. Scheibner: Na, geh, geh, geh!), ihnen sagen, was sie in Zukunft nicht alles für Rechte haben, wenn dann unter dem Strich nichts herausschaut. Das machen wir nicht. Das haben wir nie gemacht, das werden wir auch nicht machen, sondern wir werden unseren behinderten Menschen immer reinen Wein einschenken, und wir müssen es auch heute tun.
Abg. Großruck: Das ist eine Abstimmung gegen die Behinderten, wenn Sie nicht zustimmen!
Wir werden dieses Gesetz, wie es jetzt vorliegt, nicht mit vertreten (Abg. Großruck: Das ist eine Abstimmung gegen die Behinderten, wenn Sie nicht zustimmen!), aber eines, meine sehr geehrten Damen und Herren, werden wir tun: Wir werden dafür
Beifall bei den Grünen.
Wir hätten uns erwartet, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir heute ein Gesetz beschließen, das wir nicht spätestens ab 1. Jänner 2006 bekämpfen müssen, sondern wir hätten uns erwartet, dass wir heute ein Gesetz beschließen, das uns ab 1. Jänner 2006 Rechte gibt, einklagbare Rechte, ein Rückgrat, damit wir endlich in dieser Gesellschaft gleichgestellt werden. Aber das bringt dieses Gesetz nicht. Schade drum! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsparteien, auch da können Sie sich warm anziehen! Wir werden weiter dafür kämpfen. Wir werden nicht zulassen, dass man behinderten Menschen sagt, wie gut sie es haben, wenn es gar nicht stimmt. Wir brauchen Rechte, Frau Partik-Pablé, wir brauchen einklagbare Rechte, und diese Forderung werde ich niemals aufgeben, auch wenn Sie mir hundertmal unterstellen, ich sei verbittert. Ich bin nicht verbittert, ich bin eine Menschenrechtskämpferin, ich kämpfe für unsere Rechte und das werde ich auch in Zukunft so halten. Wenn Sie es als Verbitterung ansehen, dann ist das Ihre Sache. Ich bleibe dabei! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Nach jahrelangen oder sogar nach jahrzehntelangen Debatten, Diskussionen, Gesprächen ist es endlich gelungen, dass die Gebärdensprache als Sprache anerkannt wird. Die Ursache, warum das nicht schon früher passiert ist, sind Meinungsunterschiede, ein Methodenstreit, eine Konkurrenz zwischen Lautsprache und Gebärdensprache. Deshalb, finde ich, ist es besonders großartig, dass wir uns jetzt durchgesetzt haben und die Gebärdensprache als gleichwertige Sprache in Österreich anerkennen. Das freut mich wirklich sehr. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Also ich freue mich sehr und lasse mir das durch die Worte der Frau Haidlmayr nicht schlechtmachen. Ich glaube, alle Gehörlosen können sich ebenfalls darüber freuen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Das war überhaupt kein Vorwurf an Sie. Ich meine, gestalten Sie Ihr Leben, wie Sie es gestalten wollen. Ich bewundere, wie Sie Ihr Leben meistern, Frau Abgeordnete Haidlmayr. Ich für meine Person habe eben gesagt, ich bin oft verbittert und ich wünsche mir, dass die Gesellschaft viel, viel mehr hilft. Ich finde, dass die Gesellschaft auch dazu verpflichtet ist, behinderten Menschen zu helfen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Nicht mit Gewalt!
Ich kann auch Ihre Kritik ebenso wie die der Frau Abgeordneten Lapp nicht nachvollziehen und finde es eigentlich schade, dass Sie alles heruntermachen, was wir hier tun. Mit Gewalt suchen Sie Kritikpunkte. (Abg. Öllinger: Nicht mit Gewalt!) So haben beispielsweise sowohl die Frau Abgeordnete Lapp als auch die Frau Abgeordnete Haidlmayr den Behindertenanwalt kritisiert, der jetzt ins Leben gerufen wird. Warum soll er kein starker Anwalt sein, Frau Abgeordnete Lapp? Warum sagen Sie das jetzt im Vorhinein? Er ist noch nicht einmal installiert, wird es aber sein, und Sie sagen schon jetzt, er wird kein starker Anwalt sein, weil er nicht verfassungsmäßig weisungsfrei gestellt ist.
Abg. Mandak: Dann kann man es ja im Gesetz verankern!
Die Frau Bundesministerin hat uns garantiert, dass es keine Weisungen an diesen Anwalt geben wird. Und warum soll er Weisungen entgegennehmen? Er wird für die Belange der Behinderten kämpfen, deshalb ist er ja der Behindertenombudsmann oder der Behindertenanwalt. Glauben Sie doch auch ein bisschen und nehmen Sie nicht immer alles Schlechte an (Abg. Mandak: Dann kann man es ja im Gesetz verankern!), sagen Sie doch nicht immer, das ist alles nichts! Seien wir doch froh über diese Schritte, die hier gemacht worden sind.
Abg. Haidlmayr macht eine wegwerfende Handbewegung.
Oder die Verbandsklage mit dem vorgeschalteten Bundesbehindertenbeirat. Der Bundesbehindertenbeirat soll ja nur ein Schlichtungsgremium sein. (Abg. Haidlmayr macht eine wegwerfende Handbewegung.) Frau Abgeordnete Haidlmayr, Sie machen es gleich so, da sieht man, wie Sie auf Argumente anderer eingehen.
demonstrativer Beifall bei den Grünen sowie Beifall des Abg. Mag. Haupt
Ich sehe auch nicht ein – das muss ich schon sagen –, dass die Wirtschaft so lange Übergangszeiten zugestanden erhalten hat (demonstrativer Beifall bei den Grünen sowie Beifall des Abg. Mag. Haupt), denn die Wirtschaft weiß nicht erst seit heute, dass es behinderte Menschen gibt, sondern die Wirtschaft weiß das seit Jahrzehnten oder seit ewig. Wenn einer ein Geschäft eröffnet, weiß er, dass es behinderte Menschen gibt, die sein Geschäft vielleicht frequentieren werden. Oder öffentliche Einrichtungen, der Bund, die Länder und die Gemeinden – jeder weiß, es gibt behinderte Menschen, die hineinwollen. Deshalb möchte ich auch, dass wir vielleicht in einem zweiten Schritt noch Maßnahmen setzen, damit eben diese Barrierefreiheit besser gestaltet wird.
Abg. Mag. Lapp – in der ersten Reihe sitzend –: Oh ja! Hier!
Frau Abgeordnete Lapp – sie ist jetzt leider nicht da (Abg. Mag. Lapp – in der ersten Reihe sitzend –: Oh ja! Hier!), danke – hat im Ausschuss gesagt und auch heute wieder, man braucht Initiative und man braucht auch Gehirnschmalz. Frau Abgeordnete Lapp, da haben Sie vollkommen Recht. Deshalb würde ich Sie auch wirklich um Ihre Unterstützung in Wien bitten.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Die Urania ist umgebaut worden, ist ganz großartig umgebaut worden. Ich war vor einer Woche mit meiner Tochter dort mit dem Rollstuhl. Wir haben den Rollstuhleingang nicht gefunden. Bei glühender Hitze sind wir um das ganze Gebäude herumgelaufen, weil nirgendwo steht, wo ein behinderter Mensch hinein kann. Kein Portier war da, niemand war da. Dann sind wir in den mittleren Saal gekommen. Alles ist wunderbar neu gestaltet. Dort gibt es aber keine Möglichkeit, dass ein Behinderter in einer Reihe Platz nehmen kann. Er kann nur ganz hinten stehen, das ist am Ende, ich weiß nicht, der 20. Reihe. Es gibt keine Möglichkeit, dass man mit einem Rollstuhl die Stiegen im Saal herunterkommen kann. Das Behindertenklo gibt es zwar, aber es ist so versperrt, dass niemand hinein kann. Das ist die Urania, das ist die Stadt Wien. Bitte, ich flehe Sie an, schauen Sie, dass die dort Gehirnschmalz anwenden und Initiativen setzen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mandak: Aber die anderen Bundesländer genauso!
alles Gesetze, die gerade das Land Wien betreffen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mandak: Aber die anderen Bundesländer genauso!)
Abg. Mandak: Dann verbringen Sie einmal zwei Tage in Vorarlberg oder in Tirol! Es ist überall das gleiche Problem!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Mandak, wissen Sie was, ich würde Sie einladen, verbringen Sie einmal zwei Tage mit mir und meinem Kind im Rollstuhl in Wien. (Abg. Mandak: Dann verbringen Sie einmal zwei Tage in Vorarlberg oder in Tirol! Es ist überall das gleiche Problem!) Dann werden Sie Ihre Grün-Fraktion aufrütteln, dann werden Sie sagen, was alles notwendig ist, und werden nicht hier in meine Rede hineinschreien. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mandak: In jedem Bundesland gibt es das!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mandak: In jedem Bundesland gibt es das!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Mandak, wissen Sie was, ich würde Sie einladen, verbringen Sie einmal zwei Tage mit mir und meinem Kind im Rollstuhl in Wien. (Abg. Mandak: Dann verbringen Sie einmal zwei Tage in Vorarlberg oder in Tirol! Es ist überall das gleiche Problem!) Dann werden Sie Ihre Grün-Fraktion aufrütteln, dann werden Sie sagen, was alles notwendig ist, und werden nicht hier in meine Rede hineinschreien. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP. – Abg. Mandak: In jedem Bundesland gibt es das!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Frau Abgeordnete Haidlmayr – ich komme schon zum Schluss, denn ich habe gar nicht so viel Redezeit – hat gesagt: Wir schenken reinen Wein ein. Bitte, schenken Sie reinen Wein, aber verwässern Sie ihn nicht mit Unwahrheiten, sondern bleiben Sie bei der Wahrheit, bleiben Sie bei der Korrektheit! Sagen Sie, was gut ist, und verteufeln Sie nicht alles. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Haidlmayr: Die bleiben auch in Zukunft erhalten!
Bundesministerin für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz Ursula Haubner: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Herren Staatssekretäre! Hohes Haus! Der ungeteilte Anspruch auf ein chancengleiches und chancengerechtes Leben ist das Fundament unserer Sozialpolitik. Dass es bisher immer noch, gerade für Menschen mit Behinderungen, Ausgrenzungen und Diskriminierungen gegeben hat und gibt, haben wir ganz klar auch an den Beispielen der Frau Abgeordneten Partik-Pablé gehört. (Abg. Haidlmayr: Die bleiben auch in Zukunft erhalten!) Daher ist es unsere Aufgabe, in Hinkunft derartigen Diskriminierungen und Schwierigkeiten von Menschen mit Behinderungen eine ganz klare Absage zu erteilen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Da möchte ich besonders meinem Vorgänger, Herbert Haupt, danken, der damals auch in den Verhandlungen sehr, sehr großen Wert darauf gelegt hat, dass dieses Behindertengleichstellungsgesetz nicht nur schriftlich festgehalten wird, sondern auch in die Umsetzung kommt. Er hat damals auch die meiste Arbeit in Verhandlungen, in Gesprächen, in Vorarbeiten, in Diskussionen geleistet. Also ich denke, es ist heute auch ein schöner Tag für Bundesminister a.D. Herbert Haupt. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neudeck: Bravo, Sigi!
Ich möchte mich aber auch sehr herzlich bei allen Ressorts bedanken, die daran mitgewirkt haben, denn wir wollen ja ein Gesetz haben, das in der Umsetzung lebt und das auch anwendbar ist. Daher mussten sich alle einbringen, und das ist in den vergangenen Wochen und Monaten auch geschehen. Hier hat sich vor allem auch mein Staatssekretär Sigisbert Dolinschek sehr stark eingebracht und diese Gespräche hervorragend geführt. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Neudeck: Bravo, Sigi!)
Abg. Haidlmayr: Überhaupt nicht! Acht wesentliche Bereiche sind nicht erfüllt worden!
Ich möchte mich aber auch bei allen Behindertenorganisationen und Interessenvertretungen bedanken, deren Wünsche und Forderungen ganz konkret eingebracht wurden. Viele konnten wir erfüllen in diesem Gesetz, natürlich nicht 100 Prozent. (Abg. Haidlmayr: Überhaupt nicht! Acht wesentliche Bereiche sind nicht erfüllt worden!) Ohne jetzt jemanden zu vereinnahmen, möchte ich ein herzliches Danke sagen für die gute Diskussion und auch für die gute Beratung, wodurch letztendlich dieses Gesetz zustande gebracht werden konnte.
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Dass das ein guter und richtiger Schritt ist, zeigt sich daran, dass wir mit diesem Gesetz weit über das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz hinaus gehen. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.) Wir sorgen nicht nur im Bereich der beruflichen Tätigkeit für Gleichbehandlung und Gleichstellung, sondern es ist vor allem erstmals neben dem öffentlichen Bereich auch der private Bereich mit einbezogen. – Das ist, glaube ich, das Wesentliche, denn solange der private Bereich ausgeklammert ist, fehlt ein wesentlicher Lebensbereich und ist das Gesetz daher nicht vollständig.
Abg. Öllinger: Sie machen das immer!
Das haben wir hier geschafft. Wenn man die Situation mit der bei unserem Nachbarn Deutschland vergleicht, den wir ja sehr gerne für Vergleiche heranziehen (Abg. Öllinger: Sie machen das immer!), und in diesem Zusammenhang passt das eigentlich auch, dann wird man feststellen, dass in Deutschland das Gleichstellungsgesetz seit 2002 in Kraft ist, dass sich dieses aber ausschließlich auf den öffentlichen und nicht auf den privaten Bereich bezieht. (Abg. Haidlmayr: Das ist auch kein gutes Gesetz! Das hat niemand gesagt!)
Abg. Haidlmayr: Das ist auch kein gutes Gesetz! Das hat niemand gesagt!
Das haben wir hier geschafft. Wenn man die Situation mit der bei unserem Nachbarn Deutschland vergleicht, den wir ja sehr gerne für Vergleiche heranziehen (Abg. Öllinger: Sie machen das immer!), und in diesem Zusammenhang passt das eigentlich auch, dann wird man feststellen, dass in Deutschland das Gleichstellungsgesetz seit 2002 in Kraft ist, dass sich dieses aber ausschließlich auf den öffentlichen und nicht auf den privaten Bereich bezieht. (Abg. Haidlmayr: Das ist auch kein gutes Gesetz! Das hat niemand gesagt!)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Wichtig ist auch, dass wir bei unserem Gesetz nicht nur die Diskriminierung der Betroffenen abstellen wollen, sondern der Diskriminierungsschutz auch auf Angehörige übertragen wird. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.) Das ist auch etwas, was sehr, sehr wichtig ist und was es bisher noch in keinem Gesetz auf europäischen Ebene gegeben hat.
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Zu den sensibelsten Themen, die wir im Ausschuss diskutiert haben, gehören außerdem die verschiedenen Übergangsregelungen bezüglich der Barrierefreiheit. Es ist einfach nicht richtig, wenn manchmal behauptet wird, dass bis 2015 nichts gemacht wird. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.) Ich möchte noch einmal ganz klar hier feststellen: Für alles, was neu errichtet wird, und vor allem auch für das, was generalsaniert wird, gilt mit Inkrafttreten dieses Gesetzes mit sofortiger Wirkung, dass Barrierefreiheit geschaffen werden muss. (Abg. Haidlmayr: Das gilt nicht!)
Abg. Haidlmayr: Das gilt nicht!
Zu den sensibelsten Themen, die wir im Ausschuss diskutiert haben, gehören außerdem die verschiedenen Übergangsregelungen bezüglich der Barrierefreiheit. Es ist einfach nicht richtig, wenn manchmal behauptet wird, dass bis 2015 nichts gemacht wird. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.) Ich möchte noch einmal ganz klar hier feststellen: Für alles, was neu errichtet wird, und vor allem auch für das, was generalsaniert wird, gilt mit Inkrafttreten dieses Gesetzes mit sofortiger Wirkung, dass Barrierefreiheit geschaffen werden muss. (Abg. Haidlmayr: Das gilt nicht!)
Abg. Haidlmayr: Soll, aber nicht muss!
zum Jahresende 2006 vorgelegt werden muss, in welchem genau aufgelistet ist, wie rasch und wie konsequent man hier Barrieren beseitigen kann und beseitigen soll. (Abg. Haidlmayr: Soll, aber nicht muss!)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Drittens komme ich auf den Behindertenanwalt zu sprechen, weil dieser auch immer wieder erwähnt wird. – Ich sage noch einmal: Der Behindertenanwalt ist weisungsfrei. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.) Frau Kollegin Haidlmayr, in Abschnitt II b § 13 c Abs. 1 heißt es:
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich habe zuerst schon gesagt, dass wir mit dem Behindertengleichstellungsgesetz einen guten Schritt und einen großen Fortschritt gemacht, aber noch keinen Schlussstrich gezogen haben. Dass wir Letzteres ernst nehmen, zeigt auch, dass wir einen nächsten Schritt schon für kommenden Herbst geplant haben. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Andererseits wird insofern kein Schlussstrich gezogen, als wir im Rahmen der Materiengesetze der einzelnen Ressorts die Fälle von Benachteiligungen für behinderte Menschen sammeln und vorschlagen werden, wie wir diese Beeinträchtigungen beziehungsweise Benachteiligungen beseitigen können. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.) Auch das ist ein ganz wichtiger und notwendiger Schritt.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich freue mich natürlich sehr, dass erstmals im Zusammenhang mit der Gebärdensprache ganz klare Kriterien und ganz klare Regeln geschaffen wurden und diese nun als selbständige und vollwertige Sprache gilt, was heute auch beschlossen werden soll, und ich meine, es war höchst an der Zeit, das wirklich zu tun. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Es wäre schön, wenn alle mitgegangen wären! Trotzdem ist es für uns und für mich als Sozialministerin heute ein schöner Tag! – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sagen Sie einmal: Wer hat Ihnen denn diese Rede geschrieben?
Meine Damen und Herren! Recht haben und Recht bekommen ist nicht immer dasselbe. Die Hürden, eingeräumte Rechte auch wirklich durchzusetzen, sind oft zu groß, um überwunden zu werden. Auch dieses Gesetz läuft nämlich Gefahr, zwar plakativ Rechte zu gewähren, die Betroffenen aber dann im Netz der Bürokratie hängen zu lassen, wenn sie sich tatsächlich auf diese Rechte berufen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sagen Sie einmal: Wer hat Ihnen denn diese Rede geschrieben?)
Zwischenruf des Abg. Scheibner.
für eine unterschiedliche Behandlung ausschlaggebend gewesen seien. Wo man hier behinderten Menschen entgegenkommt, konnte im Ausschuss auch von den PflichtverteidigerInnen dieses Gesetzes jedenfalls nicht erklärt werden, und auch die Frau Ministerin ist heute leider die Antwort schuldig geblieben. (Zwischenruf des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Behindert ist, wer behindert wird, und dieses Gesetz behindert die Betroffenen an der Durchsetzung ihrer Rechte. Die Mängel wurden von Kollegin Haidlmayr und von Kollegin Lapp schon sehr deutlich dargestellt, und mit diesen Mängeln fügt sich das Behindertengleichstellungsgesetz nahtlos in die Reihe jener Gesetze ein, mit welchen EU-Richtlinien nicht nur zu spät, sondern auch fehlerhaft umgesetzt werden. Und das ist beschämend, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesminister! Meine sehr geehrten Herren Staatssekretäre! Sehr geehrte Damen und Herren! Bevor ich auf die Ausführungen meiner Vorrednerin eingehe, die mir viel Anlass gegeben hat, einiges dazu festzustellen, möchte ich meinem Kollegen, unserem Chefverhandler Franz-Joseph Huainigg, meinen Respekt dafür ausdrücken, wie er dieses Gesetz verhandelt hat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich habe ihn in der letzten Zeit unterstützen dürfen, und ich sage wirklich „dürfen“, weil ich gesehen habe, welche Energie, welches Engagement und welche Unermüdlichkeit er in die Durchsetzung dieser Interessen der Behinderten gesetzt hat. Das nötigt mir tiefsten Respekt ab, und das möchte ich dir ausdrücklich hier sagen, lieber Franz-Joseph! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Haidlmayr: Es geht um die Bundesgebäude!
Lassen Sie mich nun ein paar Worte zu den Vorwürfen sagen, die meine Vorrednerin hier geäußert hat, dass es uns nicht darum gehe, Behinderten das Leben zu erleichtern. Genau das Gegenteil ist der Fall, Frau Kollegin! Mit Ihren Behauptungen, dass durch das Behindertengleichstellungsgesetz nicht die Möglichkeit gegeben wird, Rechte durchzusetzen, haben Sie nicht Recht. Ganz im Gegenteil! Allerdings ist die Verankerung des von Ihnen und auch von Frau Kollegin Haidlmayr immer monierten Rechts auf Unterlassung nicht so ohne weiteres möglich, wie wir Ihnen mehrfach zu erklären versucht haben. Es gibt in diesem Zusammenhang verfassungsrechtliche Hürden zu überwinden, deren Beseitigung jedoch längere Zeit beanspruchen wird, da es in der Verantwortung der Bundesländer liegt, ihre Bauordnungen entsprechend zu ändern. (Abg. Haidlmayr: Es geht um die Bundesgebäude!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Betreffend Bauordnungen haben wir die Frau Bundesministerin in einem Antrag gebeten, mit den Ländern Verhandlungen zu führen, um in absehbarer Zeit auch in den Bauordnungen einen barrierefreien Zugang zu den einzelnen Gebäuden und Gebäudeteilen zu ermöglichen, und ich glaube, dass das der einzig richtige Weg ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Dass das für uns noch nicht der Endpunkt ist, haben wir auch deutlich klar zu machen versucht. In absehbarer Zeit werden wir eine Evaluierung vornehmen, worauf wir extra hingewiesen haben und was wir auch im Gesetz verankert haben. Erst dann können wir wirklich beurteilen, ob dieser für uns wichtige und richtige Schritt der Endpunkt war – was ich nicht annehme – beziehungsweise in welche Richtung es weitergehen wird. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten überlegen, was Sie sagen! Das ist eine Unerhörtheit!
Frau Haidlmayr! Ich würde mir von Ihnen wünschen, dass Sie uns in diesem Anliegen unterstützen und uns nicht immer vorwerfen, dass wir überhaupt nichts machen wollen, wie Sie das auch im Ausschuss getan haben. Sie überziehen dermaßen, dass wir immer wieder das Gefühl haben, dass die Ernsthaftigkeit, in entsprechenden Schritten zu denken, eigentlich von Ihnen leider nicht gegeben ist. (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten überlegen, was Sie sagen! Das ist eine Unerhörtheit!) Unser Wunsch, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, besteht aber ungebrochen, und ich freue mich und hoffe, dass wir in Zukunft gemeinsam etwas machen können! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das, was Sie gesagt haben, ist disqualifizierend für Sie! Sollen wir das ernst nehmen? Das ist ja beschämend!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das, was Sie gesagt haben, ist disqualifizierend für Sie! Sollen wir das ernst nehmen? Das ist ja beschämend!
Frau Haidlmayr! Ich würde mir von Ihnen wünschen, dass Sie uns in diesem Anliegen unterstützen und uns nicht immer vorwerfen, dass wir überhaupt nichts machen wollen, wie Sie das auch im Ausschuss getan haben. Sie überziehen dermaßen, dass wir immer wieder das Gefühl haben, dass die Ernsthaftigkeit, in entsprechenden Schritten zu denken, eigentlich von Ihnen leider nicht gegeben ist. (Abg. Dr. Jarolim: Sie sollten überlegen, was Sie sagen! Das ist eine Unerhörtheit!) Unser Wunsch, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, besteht aber ungebrochen, und ich freue mich und hoffe, dass wir in Zukunft gemeinsam etwas machen können! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Jarolim: Das, was Sie gesagt haben, ist disqualifizierend für Sie! Sollen wir das ernst nehmen? Das ist ja beschämend!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich frage mich: Wie?!
Zweiter Punkt: Genau das, was Sie geschildert haben, wäre doch auch mit weiter gehenden rechtlichen Möglichkeiten und Regelungen zu verändern gewesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich frage mich: Wie?!) Ja, wie? – Indem Sie genau die Frage der Unterlassung und Beseitigung in das Gesetz mit hineinnehmen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.) Jetzt können Sie mir drei Mal erklären, dass die Urania renoviert wird und dass das, was dort als schlimm bezeichnet wird, stimmt!
Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Zweiter Punkt: Genau das, was Sie geschildert haben, wäre doch auch mit weiter gehenden rechtlichen Möglichkeiten und Regelungen zu verändern gewesen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich frage mich: Wie?!) Ja, wie? – Indem Sie genau die Frage der Unterlassung und Beseitigung in das Gesetz mit hineinnehmen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.) Jetzt können Sie mir drei Mal erklären, dass die Urania renoviert wird und dass das, was dort als schlimm bezeichnet wird, stimmt!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Als Antwort kommt dann glatt daher: Es gibt ja Internate für Körperbehinderte in Wien, in die man dann hingehen kann. – Das soll Gleichstellung sein? Ist das Gleichstellung, dass Menschen, die im Rollstuhl sitzen, sich entscheiden können, in ein Internat zu gehen, wenn sie eine Handelsakademie besuchen wollen, und wenn sie nicht in ein Internat gehen wollen, keine Möglichkeit haben? Das ist Gleichstellung für Sie? Das ist Bundesgesetz, und hier sind Sie nach wie vor säumig! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Haidlmayr: Nein!
Ich frage Sie ganz konkret – ich zitiere noch einmal Frau Helene Jarmer aus der APA –, welche Punkte denn hier jetzt geändert werden. Haben mit dieser Verankerung gehörlose Menschen jetzt das Recht, in österreichischen Schulen in der Gebärdensprache unterrichtet zu werden – ja oder nein? (Abg. Haidlmayr: Nein!) – Nein, sie haben das Recht nicht! Haben sie das Recht, eine Führerscheinprüfung in der Gebärdensprache abzulegen: ja oder nein? (Abg. Haidlmayr: Nein!) – Sie haben das Recht nach wie vor nicht.
Abg. Haidlmayr: Nein!
Ich frage Sie ganz konkret – ich zitiere noch einmal Frau Helene Jarmer aus der APA –, welche Punkte denn hier jetzt geändert werden. Haben mit dieser Verankerung gehörlose Menschen jetzt das Recht, in österreichischen Schulen in der Gebärdensprache unterrichtet zu werden – ja oder nein? (Abg. Haidlmayr: Nein!) – Nein, sie haben das Recht nicht! Haben sie das Recht, eine Führerscheinprüfung in der Gebärdensprache abzulegen: ja oder nein? (Abg. Haidlmayr: Nein!) – Sie haben das Recht nach wie vor nicht.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Marizzi.
Wenn Sie hier von Gleichheit, von Gleichstellung sprechen und alle substanziellen Rechte verwehren und wenn diese Fragen mit nein zu beantworten sind, dann werden Sie – und das richte ich jetzt besonders auch an Dr. Huainigg, den ich bislang immer sehr geschätzt habe, weil er sehr differenzierte Reden gehalten hat; mittlerweile sagt er aber auch schon, dass die Opposition Panikmache betreibe – doch zugestehen müssen, dass die Substanz des Gesetzes fehlt und dringender Handlungsbedarf gegeben ist. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Marizzi.)
Abg. Neudeck: Europas!
Es ist auch eine nicht unwesentliche Tatsache, dass noch immer die Gemeinde Wien der größte Wohnungseigentümer in Österreich ist (Abg. Neudeck: Europas!), seit 1970 – seit 1970! – behindertengerechte Wohnbau-Verordnungen hat, aber keine solchen Wohnungen baut.
Abg. Dr. Jarolim: Ist Haberzettl Vorstand?
Daher ist manches, was von Seiten der Opposition kommt (Abg. Dr. Jarolim: Ist Haberzettl Vorstand?), zwar schön für die Debatte, aber in der Praxis habe ich erlebt, wo es sich tatsächlich spießt und warum manches, was Sie als Parlamentarier hier vortragen, von anderen Repräsentanten Ihrer Gesinnungsgemeinschaft anders gesehen und daher verhindert wird.
Abg. Binder: Reden Sie mit Huber! Er wird alle Bahnhöfe behindertengerecht gestalten!
Ich halte es daher mit Michael Svoboda und anderen Repräsentanten der Behindertenorganisationen, die den Mut gehabt haben, das heute hier zur Beschlussfassung anstehende Gesetz (Abg. Binder: Reden Sie mit Huber! Er wird alle Bahnhöfe behindertengerecht gestalten!) als ersten wichtigen Schritt zu bezeichnen, auf dem man aufbauen kann und mit dem für die behinderten Menschen in Österreich sukzessive und langfristig eine positive Zukunft erreicht werden kann. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist erbärmlich! Das ist unseriös!)
Abg. Dr. Jarolim: Das ist erbärmlich! Das ist unseriös!
Ich halte es daher mit Michael Svoboda und anderen Repräsentanten der Behindertenorganisationen, die den Mut gehabt haben, das heute hier zur Beschlussfassung anstehende Gesetz (Abg. Binder: Reden Sie mit Huber! Er wird alle Bahnhöfe behindertengerecht gestalten!) als ersten wichtigen Schritt zu bezeichnen, auf dem man aufbauen kann und mit dem für die behinderten Menschen in Österreich sukzessive und langfristig eine positive Zukunft erreicht werden kann. (Abg. Dr. Jarolim: Das ist erbärmlich! Das ist unseriös!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Binder: Sie haben die Unwahrheit gesagt!
Herr Kollege Jarolim! Die Zwischenruferei wird Ihnen nichts nützen, die Wahrheit bleibt die Wahrheit, so ist es! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Binder: Sie haben die Unwahrheit gesagt!)
Abg. Dr. Jarolim: Dort sind sie auch!
Prüfen Sie Ihre Argumente in Richtung Vernunft, dann werden Sie nicht mehr zwischenrufen, sondern leise und andächtig (Abg. Dr. Jarolim: Dort sind sie auch!) versuchen, dieses Gesetz in Wien beziehungsweise dort, wo Sie zuständig sind, zu
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen!
verbessern, Herr Kollege Jarolim! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Jarolim: Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen!)
Abg. Dr. Jarolim: Haberzettl ist Vorstand der Bahn! So eine inhaltsleere Rede habe ich überhaupt noch nie gehört! So ein Unsinn! – Abg. Mag. Haupt: Null Verständnis! – Abg. Dr. Jarolim: Haberzettl muss herhalten! – Abg. Mag. Haupt: Es ist ja wahr! – Abg. Dr. Fekter: Das gefällt euch nicht! – Abg. Mag. Haupt: Frag’ ihn einmal, was er für eine Priorität hat! – Ruf bei der ÖVP: Die Wahrheit tut weh! – Abg. Binder: Sie verwechseln die Kompetenzen! – Abg. Neudeck: Ist er im Aufsichtsrat oder nicht!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Huainigg zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Haberzettl ist Vorstand der Bahn! So eine inhaltsleere Rede habe ich überhaupt noch nie gehört! So ein Unsinn! – Abg. Mag. Haupt: Null Verständnis! – Abg. Dr. Jarolim: Haberzettl muss herhalten! – Abg. Mag. Haupt: Es ist ja wahr! – Abg. Dr. Fekter: Das gefällt euch nicht! – Abg. Mag. Haupt: Frag’ ihn einmal, was er für eine Priorität hat! – Ruf bei der ÖVP: Die Wahrheit tut weh! – Abg. Binder: Sie verwechseln die Kompetenzen! – Abg. Neudeck: Ist er im Aufsichtsrat oder nicht!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Drittens muss ich berichtigen: Demnächst wird man den Führerschein auch in Gebärdensprache ablegen können. Man arbeitet im Ministerium bereits an einem Computerprogramm, sodass das dann möglich sein wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Herr Haupt, so werdet ihr bei der Wahl nichts reißen! Ihr seid weg!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächste Rednerin zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Heinisch-Hosek. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim: Herr Haupt, so werdet ihr bei der Wahl nichts reißen! Ihr seid weg!)
Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) In Gebärde zu dolmetschen ist sehr kraftanstrengend und erfordert hohe Konzentration. Herzlichen Dank an die Kolleginnen und den Kollegen, die das heute für uns tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! (Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ und Gegenrufe bei den Freiheitlichen. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) In Gebärde zu dolmetschen ist sehr kraftanstrengend und erfordert hohe Konzentration. Herzlichen Dank an die Kolleginnen und den Kollegen, die das heute für uns tun! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber ich würde es als eine Verbesserung dieser Verfassungsbestimmung erachten, wenn wir in Zukunft bei allen Live-Übertragungen des ORF in Gebärde dolmetschen könnten, denn dann hätten viele gehörlose Menschen in Österreich etwas davon. Heute ist es vielleicht ein Beitrag für das Parlamentsmagazin „Hohes Haus“ oder für die Tagespolitik, aber so wäre gewährleistet, dass sehr viele partizipieren könnten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich sehe das heute so wie meine Fraktion als ersten wichtigen Schritt, aber die Verbindlichkeiten müssen wir noch gemeinsam festlegen. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr
Einem Mieter oder einem Pächter eines Geschäftslokales ist es im Falle einer Verurteilung nicht möglich, gegen den Willen des Eigentümers für Barrierefreiheit zu sorgen. Und das ist das Problem dabei (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr), und deswegen haben wir davon Abstand genommen, Frau Kollegin Haidlmayr!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Ich glaube, wir können im Großen und Ganzen sehr zufrieden sein mit dem Behindertengleichstellungsgesetz, mit dem gesamten Paket und mit der Verankerung der Gebärdensprache in der österreichischen Verfassung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Jetzt können wir wetten, ob er es schafft oder nicht! – Abg. Dr. Fekter: Ich wette, er schafft es nicht!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Dr. Jarolim zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Neudeck: Jetzt können wir wetten, ob er es schafft oder nicht! – Abg. Dr. Fekter: Ich wette, er schafft es nicht!)
Abg. Neudeck: Weil Sie sonst nicht auf die Rednerliste kommen!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Haupt hat vorhin allen Ernstes erklärt (Abg. Neudeck: Weil Sie sonst nicht auf die Rednerliste kommen!), dass der Betriebsratsobmann der Bundesbahnen Haberzettl verantwortlich dafür wäre, dass es keine behindertengerechte Ausstattung bei den Bundesbahnen gebe und die Behinderten links überholt werden würden.
Abg. Neudeck: Wir werden es Haberzettl ausrichten!
Ich berichtige tatsächlich: Ausschließlich zuständig für Entscheidungen in Geschäftsführungsangelegenheiten – das ist natürlich auch die behindertengerechte Ausstattung – ist der Vorstand, und der Vorstand alleine hat diese Verantwortlichkeit und nicht ein Betriebsratsobmann. (Abg. Neudeck: Wir werden es Haberzettl ausrichten!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war erstens keine tatsächliche Berichtigung und zweitens war es falsch!
Ich bin erschüttert, Herr Kollege Haupt. Ich weiß ganz ehrlich nicht, wie man mit diesem Wissen ein Ministeramt ausüben konnte. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Neudeck: Das war erstens keine tatsächliche Berichtigung und zweitens war es falsch!)
Abg. Neudeck: Wir werden es Haberzettl ausrichten! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Jarolim und Neudeck.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Brader. – Bitte. (Abg. Neudeck: Wir werden es Haberzettl ausrichten! – Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Dr. Jarolim und Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich freue mich über den heutigen Gesetzesbeschluss; ich sehe in ihm eine Chance und eine Aufgabe zugleich. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir uns den Diskriminierungsbericht ansehen, können wir sehen, dass diese Menschen in sehr, sehr vielen Bereichen benachteiligt sind. Es ist heute schon sehr oft das Beispiel der Fahrschule gebracht worden. Auch in diesem Bericht können wir nachlesen, dass einer gehörlosen Frau von der Fahrschule beschieden wurde, keine Gebärdensprachdolmetscherin beiziehen und auch keine Computerprogramme, die Einspielungen von Gebärdensprache beinhalten, hinzuziehen zu dürfen. Diese Frau ist dann letztendlich bei der Prüfung durchgefallen, weil sie nicht ausreichend verstanden hat, was vorgetragen wurde. Daher denke ich, dass diese Schwierigkeiten, die – abgesehen von den Kosten – da entstehen, dringend behoben werden müssen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbundes meint ja, dass Gehörlose als Behinderte in einer speziellen Situation als Sprachminderheit leben, weil sie vor Barrieren stehen, und dass daher mit der Anerkennung der Gebärdensprache ein erster Schritt getan ist. Die Barrieren und Hürden für Hörbehinderte und Gehörlose für eine gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft müssen aber noch weggeräumt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Der Frau Haidlmayr möchte ich sagen: Sie will es anscheinend nicht wahrhaben, dass man so etwas zusammenbringt. Entweder sie hat dieses Gesetz nicht gelesen, oder sie stellt bewusst Verbesserungen als Verschlechterungen dar. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Eigentlich müsste sich die SPÖ bei Haupt, Haubner, Dolinschek und bei unserem Koalitionspartner bedanken für das, was sie für die Behinderten in Österreich gemacht haben. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Unter Sozialminister Haupt ist erstmals die Behindertenmilliarde in Österreich eingeführt worden. Mit dieser Behindertenmilliarde haben viele Behinderte mit Umschulungsmaßnahmen, Verbesserungen, finanzieller Unterstützung die Chance erhalten, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Die Betriebe haben eine finanzielle Unterstützung, einen Finanzzuschuss bekommen, damit sie den Arbeitsplatz so umbauen, dass auch Behinderte eingestellt werden können. Also, da muss ich wirklich sagen: Was diese Regierung für Behinderte in Österreich gemacht hat, ist beachtlich. In den 30 Jahren SPÖ-Regierung ist nicht einmal 2 Prozent dessen gemacht worden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Was die Barrierefreiheit anlangt, Frau Kollegin Haidlmayr, möchte ich Ihnen sagen, Sie haben schon Recht, dass noch mehr zu machen ist, nur: Das, was in den 30 Jahren davor nicht gemacht wurde, kann man jetzt nicht über Nacht erledigen. Wenn ich bei den Ländern nicht zuständig bin, dann kann ich dort nur mit Gesprächen und Vereinbarungen und mit Übergangsregelungen etwas verwirklichen. Sie wissen ja auch, dass ich ein Haus nicht über Nacht bauen kann, und renovieren kann ich es auch nicht über Nacht. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
und Grüne, machen Verhinderungspolitik! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Richtig ist: 1997 wurde im Artikel 7 Bundes-Verfassungsgesetz beschlossen, dass niemand auf Grund seiner Behinderung diskriminiert werden darf. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Haidlmayr – in Richtung ÖVP und Freiheitliche –: Da sieht man, wie wichtig den Koalitionsparteien das ist! – Gegenrufe bei der ÖVP.
Es ist ein großes Thema, es sind komplexe Tatbestände, die in diesem Gesetz geregelt werden. Ich glaube, all das hat heute mitgeschwungen. Allerdings hätte ich mir hier in diesem Auditorium, wenn solch eine Materie verhandelt wird, eine größere Präsenz erwartet. (Abg. Haidlmayr – in Richtung ÖVP und Freiheitliche –: Da sieht man, wie wichtig den Koalitionsparteien das ist! – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Aber eines sollte man schon auch einmal klarstellen – und ich habe schon im Ausschuss darauf hingewiesen –: Es sind alle Parteien, wie im ORF-Gesetz formuliert, im Stiftungsrat vertreten. Ich warte aber noch immer darauf, dass die Stiftungsräte von der SPÖ sowie jene von den Grünen auch im Stiftungsrat Anträge in diesem Sinne einbringen, so wie das die Abgeordnete Haidlmayr oder auch Sie, Frau Abgeordnete, getan haben. Mir sind in diesem Zusammenhang keine bekannt. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Lapp: ... Generalintendantin!
Diese Bundesregierung hat im Rahmen des ORF-Gesetzes Verbesserungen für Hörbehinderte bewirkt. Dass das weitergehen muss, ist klar, aber keiner hindert Sie daran, keiner hindert Ihre Stiftungsräte daran – wie Sie wissen, sind sie unabhängig –, dafür zu sorgen. Ich bitte Sie, gehen Sie an die Arbeit, gerade in diesem Bereich, und wirken Sie dort, wo Sie wirken können, bei den Stiftungsräten im ORF. In diesem Sinne, meine Damen und Herren, danke ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Lapp: ... Generalintendantin!)
Abg. Haidlmayr: Die sind nicht da auf der Galerie!
Abgeordnete Barbara Riener (ÖVP): Werter Herr Präsident! Sehr geehrte Staatssekretäre! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen im Hohen Haus! Einen besonderen Gruß an alle Menschen mit Behinderungen auf der Galerie und in Österreich! (Abg. Haidlmayr: Die sind nicht da auf der Galerie!)
Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.
Frau Kollegin Haidlmayr, ich glaube, dass es nicht so wichtig ist, wer etwas bei diesem Gesetz gemacht hat, für die Menschen mit Behinderung ist das Ergebnis wichtig. (Zwischenruf der Abg. Haidlmayr.) Ich weiß, Frau Kollegin, dass Sie sich leidenschaftlich für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzen, und das ist auch hervorzuheben. Allerdings braucht man, um etwas umzusetzen, Mehrheiten. Ich weiß, wovon ich spreche. Als Sozialarbeiterin habe ich in vielen Fällen für die Klienten immer wieder auf Bedürfnisse oder Missstände aufmerksam gemacht. Es erfordert viel Geduld und
Beifall bei der ÖVP.
In der Steiermark war vieles in diesem Bereich durch den Stil des Miteinander unserer Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic möglich, und dieser Stil der Sachpolitik für die Menschen mit Behinderung ist der Stil der ÖVP. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
„Behindert zu sein, ist oft nur die Folge eines kleinen Augenblicks, wie beispielsweise eine Erkrankung oder ein Unfall. Sekunden, die das Leben auf Lebzeiten prägen.“ (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Haidlmayr: Das stimmt nicht!
Ich möchte hier ganz besonders darauf hinweisen, dass das Behindertengleichstellungsgesetz in wirklich vorbildhafter Weise die Barrierefreiheit regelt. (Abg. Haidlmayr: Das stimmt nicht!) Es wird der Bund verpflichtet, bis Ende des nächsten Jahres einen Etappenplan für die Bundesbauten vorzulegen. Es geschieht also sofort etwas, und zwar mit Anhörung der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, und der Bund hat dann auch entsprechend etappenweise die Umsetzung vorzunehmen.
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Es ist von der Opposition kritisiert worden, dass das nicht generell für ganz Österreich gilt. Hohes Haus, wir wollen ja nicht die Kompetenzen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden aufheben, sondern es geht darum, wie die Frau Bundesministerin schon gesagt hat, mit einer Artikel-15a-Vereinbarung zu erreichen, dass auch die Länder und die Gemeinden dann diesem Ziel, das dieses Gesetz vorgibt, entsprechen. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe mich in meiner Tätigkeit im Wiener Landtag auch sehr viel mit der Bauordnung beschäftigt. Viele Bauordnungen enthalten schon diesbezügliche Bestimmungen, aber ich bin sicher, dass wir mit einer Artikel-15a-Vereinbarung das Ziel dieses Gesetzes, die Barrierefreiheit für alle Bereiche in ganz Österreich festzulegen, erreichen können. Damit habe ich nur noch einen Appell an die Opposition: Bitte, stimmen Sie mit! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn man Kälber und Kälbinnen und junge Kühe ... (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – So die Bezeichnung im Veterinärbericht, Herr Kollege, lesen Sie bitte nach! (Abg. Hornek: Hör auf mit dem Blödsinn, das glaubt ja keiner!) Oder lassen Sie sich von der Frau Bundesministerin belehren, welche Begriffe im Veterinärbericht verwendet werden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Nachschauen, so steht es im Bericht drinnen! (Abg. Hornek: Blödsinn!) Dann sagen Sie das der Frau Bundesministerin, wenn hier angeblich ein Blödsinn drinsteht, Herr Kollege! Ich zitiere aus dem Bericht.
Abg. Hornek: Hör auf mit dem Blödsinn, das glaubt ja keiner!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn man Kälber und Kälbinnen und junge Kühe ... (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – So die Bezeichnung im Veterinärbericht, Herr Kollege, lesen Sie bitte nach! (Abg. Hornek: Hör auf mit dem Blödsinn, das glaubt ja keiner!) Oder lassen Sie sich von der Frau Bundesministerin belehren, welche Begriffe im Veterinärbericht verwendet werden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Nachschauen, so steht es im Bericht drinnen! (Abg. Hornek: Blödsinn!) Dann sagen Sie das der Frau Bundesministerin, wenn hier angeblich ein Blödsinn drinsteht, Herr Kollege! Ich zitiere aus dem Bericht.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn man Kälber und Kälbinnen und junge Kühe ... (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – So die Bezeichnung im Veterinärbericht, Herr Kollege, lesen Sie bitte nach! (Abg. Hornek: Hör auf mit dem Blödsinn, das glaubt ja keiner!) Oder lassen Sie sich von der Frau Bundesministerin belehren, welche Begriffe im Veterinärbericht verwendet werden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Nachschauen, so steht es im Bericht drinnen! (Abg. Hornek: Blödsinn!) Dann sagen Sie das der Frau Bundesministerin, wenn hier angeblich ein Blödsinn drinsteht, Herr Kollege! Ich zitiere aus dem Bericht.
Abg. Hornek: Blödsinn!
Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wenn man Kälber und Kälbinnen und junge Kühe ... (Zwischenruf des Abg. Hornek.) – So die Bezeichnung im Veterinärbericht, Herr Kollege, lesen Sie bitte nach! (Abg. Hornek: Hör auf mit dem Blödsinn, das glaubt ja keiner!) Oder lassen Sie sich von der Frau Bundesministerin belehren, welche Begriffe im Veterinärbericht verwendet werden. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Nachschauen, so steht es im Bericht drinnen! (Abg. Hornek: Blödsinn!) Dann sagen Sie das der Frau Bundesministerin, wenn hier angeblich ein Blödsinn drinsteht, Herr Kollege! Ich zitiere aus dem Bericht.
Abg. Großruck: „Infiziert“ heißt das! „Infisziert“ sagt man als Konsumentensprecher nicht!
Stellen Sie sich vor: Infiszierte Rinder (Abg. Großruck: „Infiziert“ heißt das! „Infisziert“ sagt man als Konsumentensprecher nicht!) sind auf Grund dieser fehlenden, mangelnden Kontrollen in den Lebensmittelkreislauf gelangt! – Aus unserer Sicht ist das in keiner Weise tragbar.
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Lebensmittelsicherheit liegt allen Fraktionen dieses Hauses am Herzen. Wir haben Ihre Worte, wir haben die Worte der Vertreter der Landwirtschaft, insbesondere die Worte von Klubobmann Molterer gerade im Zusammenhang mit der Gründung der AGES noch im Ohr. Wir erwarten uns von Ihnen, Frau Bundesministerin Rauch-Kallat, aber auch von Ihnen, Frau Konsumentenschutzministerin Haubner, in dieser Frage absolute Aufklärung. Die Konsumenten, die Bauern, die Landwirtschaft haben einen Anspruch darauf, zu erfahren, wie sicher die BSE-Kontrollen in Österreich tatsächlich sind. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich kann Ihnen daher versichern, Herr Abgeordneter Maier, dass schon mein Vorgänger Herbert Haupt alle Maßnahmen ergriffen hat, um auf diesen Brief von Dr. Schuller entsprechend zu reagieren. Die Maßnahmen sind noch vor meiner Amtszeit als Gesundheitsministerin in Kraft getreten, wurden seither auch lückenlos eingehalten. Es hat sich gezeigt, dass bei dem vor kurzem eingetretenen Fall von BSE der Krisenplan lückenlos und perfekt funktioniert hat. Ich hoffe, dass das auch in Zukunft so bleiben wird und damit eine hohe Qualität und eine absolut hohe Sicherheit auch im Sinne des Konsumentenschutzes für die Österreicherinnen und Österreicher gewährleistet ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn alles in deiner Rede so gestimmt hat wie deine ersten Bemerkungen, in denen du von „Kälbinnen“ geredet hast, dann wissen wir, was wir von deiner Rede halten müssen, denn in diesem Bericht ist eindeutig und sauber aufgelistet von „Kälbern“ und „Kalbinnen“ die Rede. Das sollten die Abgeordneten im Hohen Haus auch wissen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Die wirklich zentrale Frage in diesem Zusammenhang möchte ich zur Kenntnis bringen. Ich möchte dich fragen: In welchem Land der Welt möchtest du lieber Konsument sein? In welchem Land der Erde gibt es mehr Sicherheit für die Konsumenten? Österreich ist, was Tierschutz betrifft, was Tiergesundheit betrifft, was Lebensmittelsicherheit betrifft, Weltspitze! Das kann uns jeder bestätigen. (Beifall bei der ÖVP.) Ich bin über-
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Wenn ich höre, welche Vorschläge Dr. Gusenbauer macht, dann muss ich sagen: Bei Umsetzung dieser Vorschläge hätten wir in Zukunft sehr viel weniger Bauern, hätten wir die Lebensmittel nicht mehr in dieser Güte, in dieser Qualität, mit dieser Lebensmittelsicherheit in dem Umfang zur Verfügung. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Eine solche Maßnahme würde nicht nur die Bauern, sondern den gesamten ländlichen Raum, die gesamte Bevölkerung betreffen. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Daher zum Abschluss noch einmal (Abg. Dr. Gusenbauer: Es gibt keinen ärgeren Feind der Bauern als den Bauernbund!): Gusenbauers Vorschlag ...
Abg. Dr. Gusenbauer: Es gibt keinen ärgeren Feind der Bauern als den Bauernbund!
Eine solche Maßnahme würde nicht nur die Bauern, sondern den gesamten ländlichen Raum, die gesamte Bevölkerung betreffen. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Daher zum Abschluss noch einmal (Abg. Dr. Gusenbauer: Es gibt keinen ärgeren Feind der Bauern als den Bauernbund!): Gusenbauers Vorschlag ...
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Eßl.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nein, das geht nicht, Herr Kollege! Wenn die 5 Minuten zu Ende sind, sind sie zu Ende! Das war Ihr Schlusssatz! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abg. Eßl.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
gezogen. Das ist wirklich nicht gerechtfertigt, denn wenn man weiß, dass 6 000 bis 8 000 Tiere tatsächlich ohne vorangegangene Tests in den Lebensmittelkreislauf gekommen sind, dann gibt es da wirklich nichts zu lachen! Das ist eine wirklich bedenkliche und gefährliche Situation, die in dieser Debatte angesprochen wird. (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Abg. Grillitsch: Herr Kollege!
Es stellt sich die Frage, warum man konkret bei diesem aufgetretenen Fall nicht nach dem vorliegenden Krisenplan vorgegangen ist? Aber sei es drum. (Abg. Grillitsch: Herr Kollege!) – Kollege Grillitsch, Sie können sich zu Wort melden, aber lassen Sie mich bitte das jetzt ausführen. (Abg. Grillitsch: Anscheinend sind Sie sich nicht dessen bewusst, was Sie sagen!)
Abg. Grillitsch: Anscheinend sind Sie sich nicht dessen bewusst, was Sie sagen!
Es stellt sich die Frage, warum man konkret bei diesem aufgetretenen Fall nicht nach dem vorliegenden Krisenplan vorgegangen ist? Aber sei es drum. (Abg. Grillitsch: Herr Kollege!) – Kollege Grillitsch, Sie können sich zu Wort melden, aber lassen Sie mich bitte das jetzt ausführen. (Abg. Grillitsch: Anscheinend sind Sie sich nicht dessen bewusst, was Sie sagen!)
Beifall bei der SPÖ.
men wird, denn Lebensmittelrecht steht für uns Sozialdemokraten an erster Stelle, weil wir den Konsumenten, den Landwirten, aber auch den Arbeitnehmern verpflichtet sind. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Hofmann
Wir wollen hier die österreichische Landwirtschaft schützen: Wenn etwas vorkommt, dann informieren wir selbstverständlich darüber, aber auf einen reinen Verdachtsfall hin nicht. – Da sind wir in guter Gesellschaft mit vielen anderen europäischen Ländern. Wir werden das auch weiterhin so halten (demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Hofmann), im Sinne der österreichischen Wirtschaft, der Landwirtschaft und des Konsumentenschutzes, denn das würde ja auch zu einer Verunsicherung der Konsumenten führen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir wollen hier die österreichische Landwirtschaft schützen: Wenn etwas vorkommt, dann informieren wir selbstverständlich darüber, aber auf einen reinen Verdachtsfall hin nicht. – Da sind wir in guter Gesellschaft mit vielen anderen europäischen Ländern. Wir werden das auch weiterhin so halten (demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Hofmann), im Sinne der österreichischen Wirtschaft, der Landwirtschaft und des Konsumentenschutzes, denn das würde ja auch zu einer Verunsicherung der Konsumenten führen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck – in Richtung des Abg. Wimmer –: Jetzt sitzt er da mit dem gewaschenen Hals! Wenn du so viel Blödsinn daherredest! Geschichtenerfinder!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Haupt. 5 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Großruck – in Richtung des Abg. Wimmer –: Jetzt sitzt er da mit dem gewaschenen Hals! Wenn du so viel Blödsinn daherredest! Geschichtenerfinder!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Damit hat, Herr Kollege Maier, diese Debatte vielleicht auch pro futuro für die österreichischen Bauern und für die österreichischen Konsumenten eine positive Auswirkung. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich bin gegen jede Skandalisierung in diesem Zusammenhang, um das klarzulegen. Wir sind auch froh, dass es sozusagen zu keinen Verwerfungen in der Konsumentenschaft, auf den Märkten et cetera gekommen ist, aber es wäre schon richtig, klarzulegen, worin die Änderungen bestanden haben und warum es dazu gekommen ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren! Es wäre an der Zeit, sich Gedanken über eine solche Qualitätssicherung der Zukunft zu machen (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), die in eine europäische Datenbank einmündet. – Herr Präsident! Das war mein Schlusswort. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Es wäre an der Zeit, sich Gedanken über eine solche Qualitätssicherung der Zukunft zu machen (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), die in eine europäische Datenbank einmündet. – Herr Präsident! Das war mein Schlusswort. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Besuchern auf der Galerie.
Ich glaube, wir alle sollten uns insbesondere beim Kollegen Franz-Joseph Huainigg bedanken, der mit einem Einsatz und einer Sensibilität, wie sie wohl selten vorkommt, dieses Gesetz ganz maßgeblich gestaltet hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie bei Besuchern auf der Galerie.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lieber Franz-Joseph, wir feiern dich und dieses Gesetz! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben heute mit diesem Beschluss, den wir in wenigen Minuten fassen werden, dieses Grundsatzprogramm mit Leben erfüllen können. Wir lassen uns von niemandem die Freude nehmen, die wir haben, dass wir in dieser Stunde bereits so weit sind, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter
Sie haben einen Abänderungsantrag eingebracht, es aber nicht der Mühe wert gefunden, genau das, was Sie hier kritisiert haben (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter) – das tut Ihnen jetzt weh, Kollege Kräuter; Sie nehmen wir schon lange nicht mehr ernst, aber Kollegin Lapp habe ich bis jetzt noch ernst genommen –, nämlich die Frage des Behindertenanwalts, auch nur anzusprechen. – So weit zu Ihrer Kritik, die Sie hier üben.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Hirschmann!
Meine Damen und Herren! Das alles gibt ein rundes Bild für eine soziale Politik, für eine behindertengerechte Politik, die von uns gemacht wird, wo wir glaubwürdige Vertreter haben wie Franz-Joseph Huainigg. Das fehlt Ihnen in dieser Frage: die Glaubwürdigkeit. Wir haben sie! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Hirschmann!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube, dass sich diese 800 000 behinderten Menschen auf den heutigen Tag freuen und in Zukunft leichter leben werden. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Lieber Franz-Joseph, du hast gerade in den Verhandlungen für diese Regierungsvorlage unendlichen Kämpfergeist entwickelt und uns allen gezeigt, dass es nur mit gegenseitiger Wertschätzung gelingt, einen Schritt in die richtige Richtung zu tun. Ich bin überzeugt, die Behinderten in Österreich werden stolz darauf sein, eine solche Vertretung im Nationalrat zu haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Die Herren dürfen nicht mitstimmen, denn Sie sagen immer „Damen“?
Abgeordnete Theresia Haidlmayr (Grüne): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, wir wollten wirklich heute etwas feiern, aber es gibt nichts zum Feiern, außer wenn Sie die Bereitschaft zeigen, unserem Abänderungsantrag zuzustimmen, denn nur dann, meine sehr geehrten Damen, bekommen Menschen mit Behinderungen einklagbare Rechte. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Die Herren dürfen nicht mitstimmen, denn Sie sagen immer „Damen“?)
Abg. Scheibner: Das stimmt ja nicht, was Sie da sagen! Das ist falsch!
Was, meine sehr geehrten Damen und Herren, wollen Sie denn feiern? Wollen Sie feiern, dass die Probleme, die Frau Partik-Pablé aufgezeigt hat und die ich auch tagtäglich erlebe, und diese Diskriminierungen jetzt weiterhin bestehen bleiben? Wollen Sie es abfeiern, dass Sie es geschafft haben, dass es diese Diskriminierungen weiter gibt? Denn sie werden nicht beseitigt, sie bleiben bestehen! Es gibt keine Unterlassung und Beseitigung von Barrieren. (Abg. Scheibner: Das stimmt ja nicht, was Sie da sagen! Das ist falsch!) Sie wissen es, meine sehr geehrten Damen und Herren. Sie wollen es nur nicht zur Kenntnis nehmen. Sie wollen behinderten Menschen Sand in die Augen streuen. Das tut man nicht. Hier geht es um Menschenrechte, und da ist so etwas wirklich nicht angebracht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Was, meine sehr geehrten Damen und Herren, wollen Sie denn feiern? Wollen Sie feiern, dass die Probleme, die Frau Partik-Pablé aufgezeigt hat und die ich auch tagtäglich erlebe, und diese Diskriminierungen jetzt weiterhin bestehen bleiben? Wollen Sie es abfeiern, dass Sie es geschafft haben, dass es diese Diskriminierungen weiter gibt? Denn sie werden nicht beseitigt, sie bleiben bestehen! Es gibt keine Unterlassung und Beseitigung von Barrieren. (Abg. Scheibner: Das stimmt ja nicht, was Sie da sagen! Das ist falsch!) Sie wissen es, meine sehr geehrten Damen und Herren. Sie wollen es nur nicht zur Kenntnis nehmen. Sie wollen behinderten Menschen Sand in die Augen streuen. Das tut man nicht. Hier geht es um Menschenrechte, und da ist so etwas wirklich nicht angebracht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Seien Sie bitte ehrlich, lassen Sie das beiseite und kämpfen Sie endlich einmal mit uns, damit wir Menschen mit Behinderungen – es geht um uns – unsere Menschenrechte, die alle anderen für sich selbstverständlich einfordern, auch endlich bekommen! Wir haben sie auch mit diesem Gesetz nicht! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall des Abg. Amon.
Was hier bezüglich Wirtschaftlichkeit und Leistung, auch im Verhältnis öffentlicher Dienst zu den Staatsausgaben, ausgeworfen wird, darf uns schon mit einigem Stolz erfüllen. Der öffentliche Dienst in Österreich liegt insgesamt nach Luxemburg und Japan an dritter Stelle weltweit. Darauf dürfen wir mit Recht stolz sein! (Beifall des Abg. Amon.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bedanke mich bei den öffentlich Bediensteten sehr herzlich für ihre Arbeit, die nicht nur die Rechtsstaatlichkeit in unserem Lande sichert, sondern einen wichtigen Parameter auch für die Volkswirtschaft darstellt. – Herzlichen Dank für die Zustimmung! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen, der ÖVP und der Freiheitlichen.
Es wäre zweckdienlich gewesen, bei einer derart großen Novelle des Beamten-Dienstrechtes auch die Fachhochschulakademiker von einer Regelung zu erfassen. Das ist leider nicht geschehen, und das bleibt der Wermutstropfen dieser Novelle. Trotzdem stimmen wir hier zu. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen, der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was das Bundesmitarbeitergesetz betrifft, haben wir ein Anliegen auch in einer Ausschussfeststellung zum Ausdruck gebracht, die zur Kenntnis genommen worden ist und wo wir uns darauf verständigt haben, bis zum Ende des ersten Halbjahres 2006 eine Lösung zu finden. Diese Lösung wird dann auch die Problematik, die vorhin angesprochen worden ist, beinhalten. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
chen wird, auch wenn die Gewerkschaft hier eine gewisse Verbesserung erreichen konnte. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Alles in allem, glaube ich, ist diese Dienstrechts-Novelle durchaus dazu angetan, dass im Sinne unserer Bundesmitarbeiter ein wirklich gutes Bundesmitarbeitergesetz umgesetzt werden wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ, der Grünen, der ÖVP und der Freiheitlichen.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte im Zusammenhang mit der vorliegenden BDG-Novelle eingangs gleich die Gelegenheit nutzen, um mich persönlich, aber auch namens meiner Fraktion bei den öffentlich Bediensteten für ihre Dienstleistung sehr herzlich zu bedanken. Im Speziellen möchte ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Parlamentsdirektion sehr herzlich bedanken – ich glaube, da sind wir uns ja einig, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ, der Grünen, der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir stimmen dieser Gesetzesvorlage gerne zu. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Da es eine Konsensmaterie ist, stimmen wir dem Gesetz gerne zu. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schöls und Fauland.
Meine Damen und Herren! Auch ich bedanke mich beim öffentlichen Dienst für die geleistete Arbeit. Ich glaube, mit solchen Mitarbeitern kann der Staat Österreich nur gut fahren! – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Schöls und Fauland.)
Abg. Neudeck: Er ist schon dort!
An das Rednerpult kommt jetzt Herr Abgeordneter Dr. Kräuter. (Abg. Neudeck: Er ist schon dort!) 5 Minuten Redezeit. – Bitte.
Abg. Neudeck: Nein, einer kann nicht wurln!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Wenn sich auch das Gewurl des Herrn Finanzministers dann langsam dem Ende zuneigt (Abg. Neudeck: Nein, einer kann nicht wurln!), würde ich damit beginnen, dass ich gleich mit einem abenteuerlichen Unsinn, den der Herr Bundeskanzler dieser Tage verzapft hat (lebhafte Öh-Rufe bei der ÖVP), endgültig aufräume. (Beifall bei der SPÖ.)
lebhafte Öh-Rufe bei der ÖVP
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Wenn sich auch das Gewurl des Herrn Finanzministers dann langsam dem Ende zuneigt (Abg. Neudeck: Nein, einer kann nicht wurln!), würde ich damit beginnen, dass ich gleich mit einem abenteuerlichen Unsinn, den der Herr Bundeskanzler dieser Tage verzapft hat (lebhafte Öh-Rufe bei der ÖVP), endgültig aufräume. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Wenn sich auch das Gewurl des Herrn Finanzministers dann langsam dem Ende zuneigt (Abg. Neudeck: Nein, einer kann nicht wurln!), würde ich damit beginnen, dass ich gleich mit einem abenteuerlichen Unsinn, den der Herr Bundeskanzler dieser Tage verzapft hat (lebhafte Öh-Rufe bei der ÖVP), endgültig aufräume. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe: Ja!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Kräuter, haben Sie wirklich „der abenteuerliche Unsinn des Bundeskanzlers“ gesagt? (Rufe: Ja!) Nehmen Sie das zurück?
lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Ich werde das einmal ausführen, und dann kann sich ja das Hohe Haus eine Meinung bilden (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP), ob das ein abenteuerlicher Unsinn ist oder nicht, was hier gesagt wurde. (Neuerliche Öh-Rufe bei der ÖVP.)
Neuerliche Öh-Rufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Ich werde das einmal ausführen, und dann kann sich ja das Hohe Haus eine Meinung bilden (lebhafte Zwischenrufe bei der ÖVP), ob das ein abenteuerlicher Unsinn ist oder nicht, was hier gesagt wurde. (Neuerliche Öh-Rufe bei der ÖVP.)
Abg. Fauland: Nein, Luftraumsicherung ...!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Nun, der Herr Bundeskanzler hat tatsächlich ausgeführt, dass wegen sportlicher Großveranstaltungen, was zum Beispiel die Olympia-Bewerbung von Salzburg oder die Fußball-Europameisterschaft betrifft, Eurofighter angekauft werden müssten. (Abg. Fauland: Nein, Luftraumsicherung ...!)
Abg. Öllinger: Abenteuerlich!
Man muss sich das einmal vorstellen: Da schauen die Leute jetzt in den Himmel, sehen F5-Leasing-Jets aus der Schweiz vorbeifliegen (Abg. Öllinger: Abenteuerlich!) und fragen sich: Und das soll bei einer gemeinsam mit der Schweiz ausgerichteten Europameisterschaft nicht möglich sein?
Abg. Öllinger: Das ist abenteuerlich!
Ich möchte aber auch mit der historischen Chuzpe aufräumen (Abg. Öllinger: Das ist abenteuerlich!), dass gesagt wird, dass Kreisky und Vranitzky gewusst hätten, dass Abfangjäger notwendig sind, und die heutige SPÖ das nicht wisse.
Abg. Scheibner: Aber das war ja eh verkehrt, weil das auch eine halbe Lösung war!
Meine Damen und Herren! Hat hier der Bundeskanzler übersehen, dass die Draken zu einer Zeit des Kalten Krieges angeschafft wurden? (Abg. Scheibner: Aber das war ja eh verkehrt, weil das auch eine halbe Lösung war!) Und glauben Sie wirklich, Kollege Scheibner, dass Kreisky oder Vranitzky den Luftraum Österreichs, eines Landes, das von EU-Staaten umgeben ist, mit hochgerüsteten Kampfjets malträtieren wollen? (Abg. Scheibner: Ich werde Ihnen das erklären! – Abg. Neudeck: Das ist eine martialische Ausdrucksweise!)
Abg. Scheibner: Ich werde Ihnen das erklären! – Abg. Neudeck: Das ist eine martialische Ausdrucksweise!
Meine Damen und Herren! Hat hier der Bundeskanzler übersehen, dass die Draken zu einer Zeit des Kalten Krieges angeschafft wurden? (Abg. Scheibner: Aber das war ja eh verkehrt, weil das auch eine halbe Lösung war!) Und glauben Sie wirklich, Kollege Scheibner, dass Kreisky oder Vranitzky den Luftraum Österreichs, eines Landes, das von EU-Staaten umgeben ist, mit hochgerüsteten Kampfjets malträtieren wollen? (Abg. Scheibner: Ich werde Ihnen das erklären! – Abg. Neudeck: Das ist eine martialische Ausdrucksweise!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich muss wirklich sagen, die Schildbürger haben ja Licht in ein Haus getragen, das keine Fenster hatte, aber im Vergleich zum Eurofighter-Ankauf war das noch ein High-Tech-Projekt, Kollege Scheibner! Das muss ich Ihnen wirklich sagen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Zwischenruf des Abg. Murauer.
werden, und somit kann er natürlich auch einem Rechnungshofausschuss gezeigt werden. Alles andere ist lächerlich. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger. – Zwischenruf des Abg. Murauer.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Meine Damen und Herren! Noch kurz zur Rolle des BZÖ-Obmannes Haider. Eine Rolle von ihm ist ja längst klar: Er hat als selbsternannter Robin Hood abgedankt und ist längst zum Spesenritter der Nation geworden, meine Damen und Herren vom BZÖ. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter! Auch dieses Wort entspricht nicht der Würde des Hauses. (Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.) Nehmen Sie das Wort zurück? Das wäre ansonsten der zweite Ordnungsruf.
Abg. Dr. Wittmann: Er bleibt ein Spesenritter!
Ich erteile Ihnen neuerlich einen Ordnungsruf, und Sie können Ihre Rede fortsetzen. (Abg. Dr. Wittmann: Er bleibt ein Spesenritter!)
Abg. Neudeck: Der ist erstens nicht geheim, ...!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Herr Präsident! Ich mache darauf aufmerksam: Noch heute wird der geheime Spesenvertrag des Dr. Jörg Haider bekannt werden. (Abg. Neudeck: Der ist erstens nicht geheim, ...!) Punkt 1: Die Partei finanziert dem Kärntner Landeshauptmann ein Auto zur alleinigen Verfügung. Punkt 2: Die Partei stellt Haider pro Wirtschaftsjahr einen pauschalen Betrag von 5 Millionen Schilling zur Verfügung. (Abg. Dr. Puswald: Das ist ein Spesenritter!) – Dann können sich alle Damen und Herren hier im Haus und in der Öffentlichkeit ein Bild machen, wie das zu nennen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Ein Spesenritter!)
Abg. Dr. Puswald: Das ist ein Spesenritter!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Herr Präsident! Ich mache darauf aufmerksam: Noch heute wird der geheime Spesenvertrag des Dr. Jörg Haider bekannt werden. (Abg. Neudeck: Der ist erstens nicht geheim, ...!) Punkt 1: Die Partei finanziert dem Kärntner Landeshauptmann ein Auto zur alleinigen Verfügung. Punkt 2: Die Partei stellt Haider pro Wirtschaftsjahr einen pauschalen Betrag von 5 Millionen Schilling zur Verfügung. (Abg. Dr. Puswald: Das ist ein Spesenritter!) – Dann können sich alle Damen und Herren hier im Haus und in der Öffentlichkeit ein Bild machen, wie das zu nennen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Ein Spesenritter!)
Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Ein Spesenritter!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (fortsetzend): Herr Präsident! Ich mache darauf aufmerksam: Noch heute wird der geheime Spesenvertrag des Dr. Jörg Haider bekannt werden. (Abg. Neudeck: Der ist erstens nicht geheim, ...!) Punkt 1: Die Partei finanziert dem Kärntner Landeshauptmann ein Auto zur alleinigen Verfügung. Punkt 2: Die Partei stellt Haider pro Wirtschaftsjahr einen pauschalen Betrag von 5 Millionen Schilling zur Verfügung. (Abg. Dr. Puswald: Das ist ein Spesenritter!) – Dann können sich alle Damen und Herren hier im Haus und in der Öffentlichkeit ein Bild machen, wie das zu nennen ist. (Beifall bei der SPÖ. – Ruf bei der SPÖ: Ein Spesenritter!)
Abg. Scheibner: Wer sagt das?
Abschließend sei noch erwähnt, was Herr Dr. Haider zum Eurofighter-Ankauf zu sagen hat. Auf die Frage, ob er einen Verdacht hat, dass es hier zu strafrechtlich verfolgbaren Tatbeständen gekommen ist, sagt er: „Absolut“, „absolut“! – Und er sagt: Mir fehlen die Beweise, aber irgendwer hat Vorteile gezogen. Lohnt sich Verrat? (Abg. Scheibner: Wer sagt das?)
Abg. Scheibner: Sagen Sie einmal was Neues!
Also wenn Sie, meine Damen und Herren, hier heute das einfach beerdigen wollen, die Diskussion um die Eurofighter begraben wollen (Abg. Scheibner: Sagen Sie einmal was Neues!), dann befolgen Sie offensichtlich eine Weisung des Kärntner Landeshauptmannes, hier alles zu vertuschen (Abg. Scheibner: Ein neues Argument!), und damit ist Haider nicht nur im Bereich Spesen massiv zu kritisieren, sondern auch was die Vertuschung der ganzen Eurofighter-Angelegenheit betrifft. (Abg. Scheibner: Ein neues Argument wollen wir hören!)
Abg. Scheibner: Ein neues Argument!
Also wenn Sie, meine Damen und Herren, hier heute das einfach beerdigen wollen, die Diskussion um die Eurofighter begraben wollen (Abg. Scheibner: Sagen Sie einmal was Neues!), dann befolgen Sie offensichtlich eine Weisung des Kärntner Landeshauptmannes, hier alles zu vertuschen (Abg. Scheibner: Ein neues Argument!), und damit ist Haider nicht nur im Bereich Spesen massiv zu kritisieren, sondern auch was die Vertuschung der ganzen Eurofighter-Angelegenheit betrifft. (Abg. Scheibner: Ein neues Argument wollen wir hören!)
Abg. Scheibner: Ein neues Argument wollen wir hören!
Also wenn Sie, meine Damen und Herren, hier heute das einfach beerdigen wollen, die Diskussion um die Eurofighter begraben wollen (Abg. Scheibner: Sagen Sie einmal was Neues!), dann befolgen Sie offensichtlich eine Weisung des Kärntner Landeshauptmannes, hier alles zu vertuschen (Abg. Scheibner: Ein neues Argument!), und damit ist Haider nicht nur im Bereich Spesen massiv zu kritisieren, sondern auch was die Vertuschung der ganzen Eurofighter-Angelegenheit betrifft. (Abg. Scheibner: Ein neues Argument wollen wir hören!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Kein neues Argument!
Aber seien Sie sich sicher: Dieser Vertrag wird eines Tages das Licht des Parlaments und das Licht der Öffentlichkeit erblicken! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Kein neues Argument!)
Abg. Dr. Wittmann: Aber das, was der Bundeskanzler sagt, ...! – Abg. Gaál: ... verantwortungslos! Benehmen Sie sich!
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ich glaube, abenteuerlich und verantwortungslos ist die Rede des Abgeordneten Kräuter. (Abg. Dr. Wittmann: Aber das, was der Bundeskanzler sagt, ...! – Abg. Gaál: ... verantwortungslos! Benehmen Sie sich!) Und verantwortungslos ist insgesamt, dass die Opposition beim letzten Rechnungshofausschuss ohne ersichtliche Gründe, ohne Grund ausgezogen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Hermann Gahr (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrte Herren Bundesminister! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Ich glaube, abenteuerlich und verantwortungslos ist die Rede des Abgeordneten Kräuter. (Abg. Dr. Wittmann: Aber das, was der Bundeskanzler sagt, ...! – Abg. Gaál: ... verantwortungslos! Benehmen Sie sich!) Und verantwortungslos ist insgesamt, dass die Opposition beim letzten Rechnungshofausschuss ohne ersichtliche Gründe, ohne Grund ausgezogen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist ein Unsinn!
Sie haben es versäumt, dass drei Bundesminister achteinhalb Stunden für Beratungen und Diskussionen zur Verfügung gestanden sind. Und das ist verantwortungslos, dass Sie sich dieser Diskussion nicht gestellt haben, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Wittmann: Das ist ein Unsinn!) Die Opposition hat damit ihre parlamentarischen Kontrollrechte nicht wahrgenommen. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten bei jenen, die bei dieser Ausschusssitzung dabei waren: Einerseits war es so, dass wohl einige dem Auftrag des Kollegen Pilz gefolgt sind und sich verleiten haben lassen, auszuziehen. Andererseits ist die – aus meiner Sicht ärgere – Wahrheit die, dass sie einen Grund gesucht haben, um auszuziehen. (Abg. Gaál: Unsinn!) Und ich glaube, das disqualifiziert sich von selbst! Wer nicht teilnimmt, darf nicht kritisieren!
Abg. Gaál: Unsinn!
Sie haben es versäumt, dass drei Bundesminister achteinhalb Stunden für Beratungen und Diskussionen zur Verfügung gestanden sind. Und das ist verantwortungslos, dass Sie sich dieser Diskussion nicht gestellt haben, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Wittmann: Das ist ein Unsinn!) Die Opposition hat damit ihre parlamentarischen Kontrollrechte nicht wahrgenommen. Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten bei jenen, die bei dieser Ausschusssitzung dabei waren: Einerseits war es so, dass wohl einige dem Auftrag des Kollegen Pilz gefolgt sind und sich verleiten haben lassen, auszuziehen. Andererseits ist die – aus meiner Sicht ärgere – Wahrheit die, dass sie einen Grund gesucht haben, um auszuziehen. (Abg. Gaál: Unsinn!) Und ich glaube, das disqualifiziert sich von selbst! Wer nicht teilnimmt, darf nicht kritisieren!
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Rechnungshof hat geprüft. Bitte nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gaál: Nein, der Rechnungshof ...!
Rot und Grün haben auch in diesem Ausschuss wieder bewiesen, dass sie mit ihren unsachlichen Angriffen, Spekulationen, Verdächtigungen und ihrem Stil eigentlich den Rechnungshof in Frage stellen. (Abg. Gaál: Nein, der Rechnungshof ...!) Und ich glaube, darüber sollte man auch einmal nachdenken, wo wir hier überhaupt stehen. (Abg. Dr. Wittmann: Der Vorgang! Der Vorgang – und nicht der Rechnungshof!)
Abg. Dr. Wittmann: Der Vorgang! Der Vorgang – und nicht der Rechnungshof!
Rot und Grün haben auch in diesem Ausschuss wieder bewiesen, dass sie mit ihren unsachlichen Angriffen, Spekulationen, Verdächtigungen und ihrem Stil eigentlich den Rechnungshof in Frage stellen. (Abg. Gaál: Nein, der Rechnungshof ...!) Und ich glaube, darüber sollte man auch einmal nachdenken, wo wir hier überhaupt stehen. (Abg. Dr. Wittmann: Der Vorgang! Der Vorgang – und nicht der Rechnungshof!)
Abg. Dr. Wittmann: Der Vorgang!
Den Rechnungshof in Frage zu stellen, ... (Abg. Dr. Wittmann: Der Vorgang!) – Kollege Wittmann, Sie waren nicht dabei. Sie können auch da nicht mitkritisieren. (Abg. Dr. Wittmann: Das, was der Bundeskanzler gesagt hat, war Unsinn!) Der Rechnungshofausschuss handelt nach dem Bundes-Verfassungsgesetz, nach dem Rechnungshofgesetz und nach der Geschäftsordnung. Und, Kollege Kräuter, das ist kein Untersuchungsausschuss!
Abg. Dr. Wittmann: Das, was der Bundeskanzler gesagt hat, war Unsinn!
Den Rechnungshof in Frage zu stellen, ... (Abg. Dr. Wittmann: Der Vorgang!) – Kollege Wittmann, Sie waren nicht dabei. Sie können auch da nicht mitkritisieren. (Abg. Dr. Wittmann: Das, was der Bundeskanzler gesagt hat, war Unsinn!) Der Rechnungshofausschuss handelt nach dem Bundes-Verfassungsgesetz, nach dem Rechnungshofgesetz und nach der Geschäftsordnung. Und, Kollege Kräuter, das ist kein Untersuchungsausschuss!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben mit dieser Eurofighter-Beschaffung Sicherheit für 30 bis 40 Jahre im Luftraum. Wir erfüllen die Anforderungen der Gegenwart und der Zukunft. Und wir haben im Auswahlverfahren klar festgestellt – und das hat der Rechnungshof ausdrücklich erwähnt –, dass der Eurofighter klar als Bestbieter hervorgegangen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Thema Gegengeschäfte: Es bringt uns über 15 Jahre Gegengeschäfte im Volumen von 4 Milliarden €. Im Jahr 2004 sind welche in der Größenordnung von 330 Millionen eingereicht und dem Prüfverfahren unterzogen worden. 104 österreichische Firmen haben bisher schon davon profitiert. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Gaßner: Nennen Sie mir ein Gegengeschäft!
Österreich hat insgesamt gut verhandelt: Wir haben insgesamt gesehen bei den Gegengeschäften mehr Volumen erreichen können als andere Länder. (Abg. Mag. Gaßner: Nennen Sie mir ein Gegengeschäft!) Österreich ist überhaupt erst deshalb, weil wir ein Hochtechnologieland sind, in der Lage, an diesen Kompensationsgeschäften
Abg. Dr. Wittmann: Das ist doch Unsinn!
teilnehmen zu dürfen. (Abg. Dr. Wittmann: Das ist doch Unsinn!) Österreich nützt ganz einfach die Nähe des europäischen Marktes.
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald
Es geht auch darum, dass wir Arbeitsplätze sichern, dass wir den österreichischen Wirtschaftraum stärken (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald); und mit diesen Eurofighter-Gegengeschäften können wir das sicher bewerkstelligen.
Abg. Reheis: Was ist es ...?
Das Eurofighter-Projekt, Kollege Kräuter, ist kein „Kriegs- und Rüstungsprojekt“ in überdimensionaler Form, es ist kein „Skandal- oder Vertuschungsprojekt“, es ist kein „Deal“ und keine „Schiebung“ und kein „Milliardengrab“, wie Sie es in unzähligen Presseaussendungen festgestellt haben. (Abg. Reheis: Was ist es ...?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Unsinn!
Gehen Sie in sich! Denken Sie darüber nach, wie ernst Sie die Sicherheit nehmen! – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Unsinn!)
Abg. Scheibner – in Richtung des sich mit einer Unterlagenmappe zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Die Argumente kennst du eh auswendig! Es sind eh immer dieselben!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. Wunschredezeit: 8 Minuten. – Ich stelle Ihnen die Uhr entsprechend ein, Herr Kollege. (Abg. Scheibner – in Richtung des sich mit einer Unterlagenmappe zum Rednerpult begebenden Abg. Mag. Kogler –: Die Argumente kennst du eh auswendig! Es sind eh immer dieselben!)
Rufe bei der ÖVP: Ja, richtig!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Herren Minister! Wenn mein Vorredner gesagt hat, Abgeordnete hätten ohne ersichtlichen Grund den Ausschuss verlassen (Rufe bei der ÖVP: Ja, richtig!), dann ist das offensichtlich (Abg. Gahr: Kindergarten!) auf die Blickdichte Ihrer politischen Gläser zurückzuführen.
Abg. Gahr: Kindergarten!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Herren Minister! Wenn mein Vorredner gesagt hat, Abgeordnete hätten ohne ersichtlichen Grund den Ausschuss verlassen (Rufe bei der ÖVP: Ja, richtig!), dann ist das offensichtlich (Abg. Gahr: Kindergarten!) auf die Blickdichte Ihrer politischen Gläser zurückzuführen.
Abg. Murauer: Was verstehen Sie unter Machinationen?
Ich sage Ihnen nur: Wenn es um Fragen wie Vertragsoffenlegung oder teilweise Einschau in Punkte, die nicht der militärischen Geheimhaltung oder besonderen geschäftlichen Geheimhaltungspflichten unterliegen, geht, wenn es darum geht, ob in dieser Republik im einzigen Gremium, wo das zurzeit stattfinden kann – weil es auf Grund Ihrer Weigerung keinen Untersuchungsausschuss gibt –, überhaupt Zeugen zu diesen Vorgängen aussagen können, wenn es darum geht, gibt es eine klare Handhabe in § 40 der Geschäftsordnung für Auskunftspersonen. Wenn jedoch all das – und zwar nicht erst jetzt, sondern seit über einem Jahr! – massiv behindert und jetzt letztlich sogar verhindert wird, dann werden Sie doch nicht erwarten, dass wir als Oppositionsabgeordnete Ihrem Beispiel folgen und diesen Machinationen der Regierung, vor allem der Mehrheit hier, noch beiwohnen (Abg. Murauer: Was verstehen Sie unter Machinationen?) – ich könnte auch sagen: Schmiere stehen! Das werden Sie doch nicht im Ernst erwarten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen nur: Wenn es um Fragen wie Vertragsoffenlegung oder teilweise Einschau in Punkte, die nicht der militärischen Geheimhaltung oder besonderen geschäftlichen Geheimhaltungspflichten unterliegen, geht, wenn es darum geht, ob in dieser Republik im einzigen Gremium, wo das zurzeit stattfinden kann – weil es auf Grund Ihrer Weigerung keinen Untersuchungsausschuss gibt –, überhaupt Zeugen zu diesen Vorgängen aussagen können, wenn es darum geht, gibt es eine klare Handhabe in § 40 der Geschäftsordnung für Auskunftspersonen. Wenn jedoch all das – und zwar nicht erst jetzt, sondern seit über einem Jahr! – massiv behindert und jetzt letztlich sogar verhindert wird, dann werden Sie doch nicht erwarten, dass wir als Oppositionsabgeordnete Ihrem Beispiel folgen und diesen Machinationen der Regierung, vor allem der Mehrheit hier, noch beiwohnen (Abg. Murauer: Was verstehen Sie unter Machinationen?) – ich könnte auch sagen: Schmiere stehen! Das werden Sie doch nicht im Ernst erwarten! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das sind keine Zeugen im Rechnungshofausschuss! – Abg. Neudeck: Das sind Auskunftspersonen!
Auf welche Vorgänge bezieht sich das? – Zum Beispiel auf die Weigerung, die Zeugen zu laden! Das ist der Punkt. (Abg. Scheibner: Das sind keine Zeugen im Rechnungshofausschuss! – Abg. Neudeck: Das sind Auskunftspersonen!) Wir haben Ihnen nämlich noch einmal die Gelegenheit gegeben, etwa den Chef der Beschaffung oder den
Abg. Scheibner: ... schon fünf Mal erklärt!
Generaltruppeninspektor und andere zu laden, die damals in einem Aktenvermerk geschrieben haben, sie seien gegen diese Entscheidung und gegen die Beschaffung dieses Produkts, und zwar wegen einer Reihe von Gründen. (Abg. Scheibner: ... schon fünf Mal erklärt!) Genau das wäre dann dort zu diskutieren gewesen.
Abg. Hornek: Ja, weil ihr hinausgegangen seid! Das war die Kontrollverweigerung!
Ich halte mich deshalb so lange damit auf, weil es um die grundsätzlich Frage geht, wie der Kontrollausschuss – so muss er wohl auch heißen – in diesem Hause arbeiten kann. Und wenn es einreißt, dass die Mehrheit, die nun einmal die Regierung stützt – so ist das richtigerweise auch –, dass diese Mehrheit überhaupt nichts mehr zulässt, und zwar entgegen früheren Gepflogenheiten, dann ist das noch einmal ein Quantensprung! Und das mündet de facto in völlige Kontrollverweigerung (Abg. Hornek: Ja, weil ihr hinausgegangen seid! Das war die Kontrollverweigerung!), deshalb erfolgte dieser Auszug. Die Fraktionen haben sich sehr wohl darum bemüht, in der Sitzungsunterbrechung zu einer gemeinsamen Vorgangsweise zu finden.
Abg. Hornek: Weil es so in der Verfassung festgeschrieben ist!
Nun komme ich auf diesen Anlassfall zurück. Natürlich kann es aus unserer Sicht nicht so bleiben, dass wenige Beamte und ein paar Minister in dieser Republik wissen, was ungefähr in diesem Vertrag steht, sonst niemand! Alle anderen sollen sich irgendwohin „verzupfen“! (Abg. Hornek: Weil es so in der Verfassung festgeschrieben ist!) – Es steht in der Verfassung, dass drei Beamte wissen dürfen, was in so einem Vertrag steht? Gehen Sie in sich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hornek: In der Verfassung steht es nicht drinnen, aber ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hornek: In der Verfassung steht es nicht drinnen, aber ...!
Nun komme ich auf diesen Anlassfall zurück. Natürlich kann es aus unserer Sicht nicht so bleiben, dass wenige Beamte und ein paar Minister in dieser Republik wissen, was ungefähr in diesem Vertrag steht, sonst niemand! Alle anderen sollen sich irgendwohin „verzupfen“! (Abg. Hornek: Weil es so in der Verfassung festgeschrieben ist!) – Es steht in der Verfassung, dass drei Beamte wissen dürfen, was in so einem Vertrag steht? Gehen Sie in sich! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hornek: In der Verfassung steht es nicht drinnen, aber ...!)
Abg. Neudeck: ... steht es ja gar nicht in diesem Bericht!
Wenn Sie schon glauben, dass das der Bestbieter gewesen sein soll (Abg. Neudeck: ... steht es ja gar nicht in diesem Bericht!), dann wenden Sie sich dem jetzt vorliegenden Rechnungshofbericht zu! Wenden Sie sich diesem Bericht zu, darin wird der Zeitraum von der so genannten Typenentscheidung bis zur Vertragsunterzeichnung behandelt. (Abg. Hornek: Du hast da einen Ausschussbericht versäumt!) Von dieser Zeitspanne sind einige Punkte, die der Rechnungshof in seinem Bericht anspricht, bis
Abg. Hornek: Du hast da einen Ausschussbericht versäumt!
Wenn Sie schon glauben, dass das der Bestbieter gewesen sein soll (Abg. Neudeck: ... steht es ja gar nicht in diesem Bericht!), dann wenden Sie sich dem jetzt vorliegenden Rechnungshofbericht zu! Wenden Sie sich diesem Bericht zu, darin wird der Zeitraum von der so genannten Typenentscheidung bis zur Vertragsunterzeichnung behandelt. (Abg. Hornek: Du hast da einen Ausschussbericht versäumt!) Von dieser Zeitspanne sind einige Punkte, die der Rechnungshof in seinem Bericht anspricht, bis
Abg. Neudeck: Man kann ja nicht erwarten, dass Sie es auch verstehen!
heute völlig offen geblieben. (Abg. Neudeck: Man kann ja nicht erwarten, dass Sie es auch verstehen!)
Abg. Scheibner: Nein!
Die Reduktion von 24 auf 18 ist – nicht, dass man das besonders betrauern müsste! –vergaberechtlich natürlich keine Kleinigkeit. Sie von den Regierungsparteien haben ja im Sommer 2002 behauptet, das Ganze sei auf Grund der so genannten Hochwasserkatastrophe erfolgt. (Abg. Scheibner: Nein!) Ich habe hier ein Dokument der Finanzprokuratur vom 1. Juli 2002 vorliegen, in dem schon damals angefragt wurde, welche Möglichkeiten bestünden, von 24 auf 18 Stück zu reduzieren, ohne die Ausschreibung zu wiederholen. So haben Sie gefuhrwerkt! Das ist doch der Punkt!
Abg. Scheibner: Stimmt ja gar nicht! Wer hat das gesagt, dass das für Hochwasser...? Völlig falsch!
Außerdem hat die Finanzprokuratur in ihrer ersten Stellungnahme rückgemeldet, dass das ohne Neuausschreibung gar nicht geht. Das haben Sie jedoch vom Tisch gewischt, anschließend hat das Hochwasser herhalten müssen. (Abg. Scheibner: Stimmt ja gar nicht! Wer hat das gesagt, dass das für Hochwasser...? Völlig falsch!) Ich behaupte nach wie vor, dass es sich um einen Missbrauch der Hochwasser-Opfer gehandelt hat, als so getan wurde, als ob deshalb irgendein Euro eingespart werden konnte. Und auch das ist beweisbar! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Außerdem hat die Finanzprokuratur in ihrer ersten Stellungnahme rückgemeldet, dass das ohne Neuausschreibung gar nicht geht. Das haben Sie jedoch vom Tisch gewischt, anschließend hat das Hochwasser herhalten müssen. (Abg. Scheibner: Stimmt ja gar nicht! Wer hat das gesagt, dass das für Hochwasser...? Völlig falsch!) Ich behaupte nach wie vor, dass es sich um einen Missbrauch der Hochwasser-Opfer gehandelt hat, als so getan wurde, als ob deshalb irgendein Euro eingespart werden konnte. Und auch das ist beweisbar! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hornek: Das ist eine Humanic-Rede!
Sie haben – und da sage ich auch wieder: Gott sei Dank! – ein Kostenkorsett vorgegeben, das nicht dazu führt, dass dann womöglich 3 Milliarden rein für die Grundbeschaffung des Eurofightersystems auszugeben wären. Sie haben, taktisch gar nicht blöd, gesagt, das müsse unter 2 Milliarden liegen – 1,9 irgendetwas, irgendein Humanic-Preis –, und so ist es dann am Schluss auch gekommen. (Abg. Hornek: Das ist eine Humanic-Rede!) Allerdings war völlig klar, dass die Firma Eurofighter gar nicht willens war, 24 Stück um diesen Preis zu liefern. Auch das ist nachvollziehbar! (Abg. Murauer: Aber nicht für jeden, nur für Sie!)
Abg. Murauer: Aber nicht für jeden, nur für Sie!
Sie haben – und da sage ich auch wieder: Gott sei Dank! – ein Kostenkorsett vorgegeben, das nicht dazu führt, dass dann womöglich 3 Milliarden rein für die Grundbeschaffung des Eurofightersystems auszugeben wären. Sie haben, taktisch gar nicht blöd, gesagt, das müsse unter 2 Milliarden liegen – 1,9 irgendetwas, irgendein Humanic-Preis –, und so ist es dann am Schluss auch gekommen. (Abg. Hornek: Das ist eine Humanic-Rede!) Allerdings war völlig klar, dass die Firma Eurofighter gar nicht willens war, 24 Stück um diesen Preis zu liefern. Auch das ist nachvollziehbar! (Abg. Murauer: Aber nicht für jeden, nur für Sie!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir aber haben nachgerechnet: Nach den Bewertungskriterien Ihrer damaligen Kommission hätte sich durch einen Mehrpreis von 75 Millionen längst schon für sämtliche Zahlungsvarianten der berühmte Bietersturz ergeben! – Deshalb haben Sie allen Grund, diese Dinge zu verheimlichen. Es dreht sich immer wieder gegen Sie. Und Sie verwenden auch immer den Rechnungshofbericht, der relativ seriös vorgeht, aber bestimmte Dinge gar nicht berechnen kann und will. Und genau das hat der Rechnungshof ja auch in diesen Bericht hineingeschrieben: Die Frage der Zwischenlösung ist nicht bewertet. Wenn Sie nach Ihrem eigenen Bewertungsschema vorgegangen wären, wäre der Eurofighter in keiner denkbaren Variante Bestbieter gewesen. Deshalb haben Sie das in jene Verdunkelung befördert, in der sich nun einmal Ihre Debatten grundsätzlich zu bewegen pflegen. Da trifft es sich dann wieder. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Pfoh!-Rufe bei der ÖVP.
Die Finanzierungskonditionen von Eurofighter waren zwar außerordentlich schlecht, aber sich jetzt hinzustellen und zu sagen, die Bundesfinanzierungsagentur soll etwas Besseres ausverhandeln – ja, Kunststück! In jener Bandbreite, die da offen blieb – und da geht es um nicht wenig Geld! –, war natürlich viel drinnen, denn die Republik bringt jetzt ihre Haftungsmasse ein, in diesem Fall zu Gunsten der BAWAG PSK. (Pfoh!-Rufe bei der ÖVP.) – Ja, das ist so. Aber es ist doch kein Kunststück, hier etwas besser auszuverhandeln! Fragen wir nach, fragen wir den Herrn Finanzminister: Hätten wir gleich auf eine direkte Finanzierung gesetzt, hätten wir uns zusätzlich noch viel mehr Geld gespart! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen sowie Abgeordneten der SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen sowie Abgeordneten der SPÖ.
Die Finanzierungskonditionen von Eurofighter waren zwar außerordentlich schlecht, aber sich jetzt hinzustellen und zu sagen, die Bundesfinanzierungsagentur soll etwas Besseres ausverhandeln – ja, Kunststück! In jener Bandbreite, die da offen blieb – und da geht es um nicht wenig Geld! –, war natürlich viel drinnen, denn die Republik bringt jetzt ihre Haftungsmasse ein, in diesem Fall zu Gunsten der BAWAG PSK. (Pfoh!-Rufe bei der ÖVP.) – Ja, das ist so. Aber es ist doch kein Kunststück, hier etwas besser auszuverhandeln! Fragen wir nach, fragen wir den Herrn Finanzminister: Hätten wir gleich auf eine direkte Finanzierung gesetzt, hätten wir uns zusätzlich noch viel mehr Geld gespart! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der ÖVP und der Freiheitlichen sowie Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Hornek: Im Jahr 4000!
Sie sehen: Es wird einen Untersuchungsausschuss brauchen, denn vorher werden Sie nicht einsichtig sein. Möglicherweise werden andere Mehrheiten diesen Untersuchungsausschuss herbeiführen. (Abg. Hornek: Im Jahr 4000!) Sie sind ja immer ganz gerne katholisch unterwegs: Gehen Sie rechtzeitig in sich, reinigen Sie rechtzeitig Ihr Gewissen, denn nachher ist es zu spät! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Sie sehen: Es wird einen Untersuchungsausschuss brauchen, denn vorher werden Sie nicht einsichtig sein. Möglicherweise werden andere Mehrheiten diesen Untersuchungsausschuss herbeiführen. (Abg. Hornek: Im Jahr 4000!) Sie sind ja immer ganz gerne katholisch unterwegs: Gehen Sie rechtzeitig in sich, reinigen Sie rechtzeitig Ihr Gewissen, denn nachher ist es zu spät! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Kräuter – in Richtung des den Vorsitz führenden Präsidenten Dr. Khol –: Darf er das so sagen? – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Das ist ja noch eine Auszeichnung!
Rednerpult steht, abspielt. Bei Kollegem Kräuter sieht man ganz klar: Er muss, was die Sicherheitspolitik betrifft, seinen Blick noch massiv schärfen, denn was da abgelaufen ist, ist eher Löwinger-Bühnen-Niveau. (Abg. Dr. Kräuter – in Richtung des den Vorsitz führenden Präsidenten Dr. Khol –: Darf er das so sagen? – Zwischenrufe bei der SPÖ. – Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Das ist ja noch eine Auszeichnung!)
Abg. Mag. Gaßner: Fliegende Fotoapparate!
Was bedeutet nun „eingeschränkt“? – Wir haben sehr oft gehört, vor allem vom Kollegen Gáal, dass das ja nur ein Kampfbomber sei, der für Boden-Luft-Einsätze ausgelegt sei. Dies wird nun durch den Rechnungshofbericht klar widerlegt, da Ausstattung und Ausrüstung dieses beschafften Flugzeuges eine Minimalvariante darstellt, die nur für Luftraumüberwachungseinsätze geeignet ist. (Abg. Mag. Gaßner: Fliegende Fotoapparate!) – Nein, diese Minimalvariante ist schon bewaffnet! Ganz so ist es nicht. (Abg. Mag. Gaßner: Ah so, schon bewaffnet!)
Abg. Mag. Gaßner: Ah so, schon bewaffnet!
Was bedeutet nun „eingeschränkt“? – Wir haben sehr oft gehört, vor allem vom Kollegen Gáal, dass das ja nur ein Kampfbomber sei, der für Boden-Luft-Einsätze ausgelegt sei. Dies wird nun durch den Rechnungshofbericht klar widerlegt, da Ausstattung und Ausrüstung dieses beschafften Flugzeuges eine Minimalvariante darstellt, die nur für Luftraumüberwachungseinsätze geeignet ist. (Abg. Mag. Gaßner: Fliegende Fotoapparate!) – Nein, diese Minimalvariante ist schon bewaffnet! Ganz so ist es nicht. (Abg. Mag. Gaßner: Ah so, schon bewaffnet!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich freue mich sehr, wenn Kollege Kräuter diese Leute dann beim AMS unterstützt, wenn sie ihre Anträge auf Arbeitslosengeld abgeben müssen. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Ein verantwortungsvoller Sicherheitspolitiker wird Ihnen sagen, dass die größte Bedrohung im 21. Jahrhundert aus der Luft kommt. Deshalb darf es keine Lücke im österreichischen Sicherheitsnetz geben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.
Daher war die Beschaffung dieser 18 Eurofighter notwendig für eine aktive Luftraumüberwachung in den nächsten 30 bis 40 Jahren. (Präsidentin Mag. Prammer übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Gaßner: Das hat er nicht gesagt! Er hat nur gesagt, dass die Schweizer ...!
Wenn Herr Abgeordneter Kräuter heute schon gesagt hat, er bezweifle, ob Luftraumüberwachungsflugzeuge überhaupt notwendig sind, werde ich Ihnen sagen warum sie notwendig sind: (Abg. Mag. Gaßner: Das hat er nicht gesagt! Er hat nur gesagt, dass die Schweizer ...!)
Abg. Dr. Kräuter: Geht das alles mit Dieselflugzeugen auch, Herr Minister?
Zum Ersten, weil wir verfassungsrechtlich zur Wahrung der Lufthoheit verpflichtet sind. Zum Zweiten sind zur Abwehr der Bedrohungen, die von der Luft ausgehen, Luftraumüberwachungsflugzeuge nötig. Zum Dritten ist es auch wichtig, dass die luftpolizeilichen Aufgaben wahrgenommen werden. (Abg. Dr. Kräuter: Geht das alles mit Dieselflugzeugen auch, Herr Minister?) Das heißt, wenn Flugzeuge illegal oder nicht angemeldet in unseren Luftraum eindringen, wird es wohl notwendig sein, dass wir Luftraumüberwachungsflugzeuge haben, die aufsteigen, Funkkontakt aufnehmen, begleiten, oder – wenn es notwendig ist – auch abfangen. (Abg. Dr. Kräuter: Geht das mit Dieselflugzeugen auch?)
Abg. Dr. Kräuter: Geht das mit Dieselflugzeugen auch?
Zum Ersten, weil wir verfassungsrechtlich zur Wahrung der Lufthoheit verpflichtet sind. Zum Zweiten sind zur Abwehr der Bedrohungen, die von der Luft ausgehen, Luftraumüberwachungsflugzeuge nötig. Zum Dritten ist es auch wichtig, dass die luftpolizeilichen Aufgaben wahrgenommen werden. (Abg. Dr. Kräuter: Geht das alles mit Dieselflugzeugen auch, Herr Minister?) Das heißt, wenn Flugzeuge illegal oder nicht angemeldet in unseren Luftraum eindringen, wird es wohl notwendig sein, dass wir Luftraumüberwachungsflugzeuge haben, die aufsteigen, Funkkontakt aufnehmen, begleiten, oder – wenn es notwendig ist – auch abfangen. (Abg. Dr. Kräuter: Geht das mit Dieselflugzeugen auch?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das geht ja mit Diesel auch!
dass wir 18 Eurofighter beschaffen. Die Frau Landeshauptfrau hat das wohlwollend zur Kenntnis genommen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Das geht ja mit Diesel auch!)
Abg. Gaál: Das wird sich bei den Landtagswahlen auswirken! Die Hälfte ist schon storniert!
Nun zur Typenentscheidung: Ich darf Sie darüber informieren, dass sich eine 33-köpfige Expertenkommission mit dieser Materie sehr intensiv auseinander gesetzt hat, und diese Kommission hat der Regierung die Empfehlung gegeben, dem Eurofighter den Zuschlag zu geben, und zwar aus folgenden Gründen: weil erstens das Preis-Leistungsverhältnis beim Eurofighter das beste war; weil zweitens der Eurofighter das einzige europäische Gerät ist – es werden in Zukunft 638 Eurofighter Teile des europäischen Luftraumes überwachen (Abg. Gaál: Das wird sich bei den Landtagswahlen auswirken! Die Hälfte ist schon storniert!); und weil es darüber hinaus ein Gerät ist, das eine europäische Zukunft hat. (Abg. Mag. Gaßner: Wer soll das glauben?)
Abg. Mag. Gaßner: Wer soll das glauben?
Nun zur Typenentscheidung: Ich darf Sie darüber informieren, dass sich eine 33-köpfige Expertenkommission mit dieser Materie sehr intensiv auseinander gesetzt hat, und diese Kommission hat der Regierung die Empfehlung gegeben, dem Eurofighter den Zuschlag zu geben, und zwar aus folgenden Gründen: weil erstens das Preis-Leistungsverhältnis beim Eurofighter das beste war; weil zweitens der Eurofighter das einzige europäische Gerät ist – es werden in Zukunft 638 Eurofighter Teile des europäischen Luftraumes überwachen (Abg. Gaál: Das wird sich bei den Landtagswahlen auswirken! Die Hälfte ist schon storniert!); und weil es darüber hinaus ein Gerät ist, das eine europäische Zukunft hat. (Abg. Mag. Gaßner: Wer soll das glauben?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die Bundesregierung hat diese Empfehlungen der 33-köpfigen Kommission ernst genommen und hat daher diese Beschaffung so beschlossen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Jetzt wird es wieder bühnenreif!
Geschätzte Damen und Herren! Was das Produkt betrifft, kann ich Ihnen sagen: Der Eurofighter ist auf Erfolgskurs! (Abg. Dr. Puswald: Jetzt wird es wieder bühnenreif!) Sie wissen, es hat ja auch bei Dringlichen Anfragen hier im Haus Debatten gegeben, dass die Leistungsfähigkeit des Eurofighters nicht in Ordnung wäre. Sie können sich alle noch erinnern, dass Aussagen getätigt wurden, dass die Eurofighter bei Minusgraden nicht fliegen können. (Abg. Murauer: So ein Blödsinn!) Wahr ist, dass in Nordschweden bei minus 32 Grad am Boden die Luftraumüberwachungsflugzeuge getestet wurden, und die Ergebnisse waren ausgezeichnet. (Abg. Dr. Puswald: Sie sind auch am Boden geblieben!)
Abg. Murauer: So ein Blödsinn!
Geschätzte Damen und Herren! Was das Produkt betrifft, kann ich Ihnen sagen: Der Eurofighter ist auf Erfolgskurs! (Abg. Dr. Puswald: Jetzt wird es wieder bühnenreif!) Sie wissen, es hat ja auch bei Dringlichen Anfragen hier im Haus Debatten gegeben, dass die Leistungsfähigkeit des Eurofighters nicht in Ordnung wäre. Sie können sich alle noch erinnern, dass Aussagen getätigt wurden, dass die Eurofighter bei Minusgraden nicht fliegen können. (Abg. Murauer: So ein Blödsinn!) Wahr ist, dass in Nordschweden bei minus 32 Grad am Boden die Luftraumüberwachungsflugzeuge getestet wurden, und die Ergebnisse waren ausgezeichnet. (Abg. Dr. Puswald: Sie sind auch am Boden geblieben!)
Abg. Dr. Puswald: Sie sind auch am Boden geblieben!
Geschätzte Damen und Herren! Was das Produkt betrifft, kann ich Ihnen sagen: Der Eurofighter ist auf Erfolgskurs! (Abg. Dr. Puswald: Jetzt wird es wieder bühnenreif!) Sie wissen, es hat ja auch bei Dringlichen Anfragen hier im Haus Debatten gegeben, dass die Leistungsfähigkeit des Eurofighters nicht in Ordnung wäre. Sie können sich alle noch erinnern, dass Aussagen getätigt wurden, dass die Eurofighter bei Minusgraden nicht fliegen können. (Abg. Murauer: So ein Blödsinn!) Wahr ist, dass in Nordschweden bei minus 32 Grad am Boden die Luftraumüberwachungsflugzeuge getestet wurden, und die Ergebnisse waren ausgezeichnet. (Abg. Dr. Puswald: Sie sind auch am Boden geblieben!)
Abg. Dr. Puswald: Sie hören eine Belangsendung von EADS! Es spricht der Herr Bundesminister!
Ich habe Ihnen schon einmal in einer Debatte gesagt, dass der Chef der amerikanischen Luftstreitkräfte, General Jumper, nach einem Flug mit dem Eurofighter gesagt hat, er sei erstaunt über die Qualität dieses Gerätes. Darüber hinaus hat er eine ganz beachtliche Aussage getätigt, nämlich dass die europäische Hochtechnologie in diesem Bereich der amerikanischen gleichwertig ist. Ich glaube, wenn das der Chef der amerikanischen Luftstreitkräfte sagt, ist das Aussage genug. (Abg. Dr. Puswald: Sie hören eine Belangsendung von EADS! Es spricht der Herr Bundesminister!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Listet man all das auf, so kann man, glaube ich, eindeutig sagen, der Eurofighter ist auf Erfolgskurs. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Faul.
Meine Damen und Herren! Was die Rechnungshofberichte – ich sage ganz bewusst: die Rechnungshofberichte – betrifft, ist Folgendes klar: Eurofighter ist zutreffend als Bestbieter ermittelt worden. Auch, wenn es hier immer wiederholt wird: Es hat keine Manipulation und Geschenkannahme gegeben. (Zwischenruf des Abg. Faul.) Alle Anzeigen – gegen Herbert Scheibner, gegen mich – sind von der Staatsanwaltschaft zurückgelegt worden.
Abg. Mag. Kogler: Das können Sie nicht behaupten!
Zum Dritten: Die Bestbieterermittlung ist schlüssig und nachvollziehbar, und es ist trotz Reduktion der Stückzahl und trotz Reduktion des Leistungsumfanges zu keinem Bietersturz gekommen. (Abg. Mag. Kogler: Das können Sie nicht behaupten!) Das hat das oberste Prüforgan der Republik Österreich festgestellt.
Abg. Dr. Kräuter: Zum Standort, zu den Widersprüchen vergessen Sie nicht, etwas zu sagen!
Selbstverständlich hat es Anregungen, Empfehlungen und auch Kritikpunkte gegeben, die wir sehr ernst nehmen. Weil heute noch keine besonderen Argumente gekommen sind, möchte ich auf zwei wesentliche Punkte eingehen, die der Rechnungshof in seinem Bericht mitgeteilt hat. (Abg. Dr. Kräuter: Zum Standort, zu den Widersprüchen vergessen Sie nicht, etwas zu sagen!)
Abg. Dr. Puswald: Heiße-Luft-Lösung!
In Österreich sind wir den Weg nach dem Prinzip der Zweckmäßigkeit, der Wirtschaftlichkeit und aber auch der Sparsamkeit gegangen. Deshalb haben wir beim Eurofighter eine Lösung gewählt, dass er die nationalen Aufgaben erfüllen kann. Durch die Reduktion von 24 auf 18 Stück wird der Eurofighter nicht international im Einsatz sein, sondern es werden nur nationale Aufgaben durchgeführt. Wir haben da die klassische Luft-Luft-Lösung gesucht, und keine Luft-Boden-Lösung. (Abg. Dr. Puswald: Heiße-Luft-Lösung!)
Abg. Neudeck: Das tut ihnen ja so weh!
Es ist wichtig, zu wissen, dass der Eurofighter für die nächsten 30 bis 40 Jahre zur aktiven Luftraumüberwachung zur Verfügung stehen wird (Abg. Neudeck: Das tut ihnen ja so weh!), dass wir aber, wenn sich die sicherheitspolitische Situation ändert, auch die Funktionalitäten erweitern können, damit alle Möglichkeiten gegeben sind. Derzeit brauchen wir es nicht, und deshalb haben wir eine sparsame Lösung gesucht. (Abg. Dr. Kräuter: Wie ist das mit den Standorten? Das sind Sie noch schuldig geblieben!)
Abg. Dr. Kräuter: Wie ist das mit den Standorten? Das sind Sie noch schuldig geblieben!
Es ist wichtig, zu wissen, dass der Eurofighter für die nächsten 30 bis 40 Jahre zur aktiven Luftraumüberwachung zur Verfügung stehen wird (Abg. Neudeck: Das tut ihnen ja so weh!), dass wir aber, wenn sich die sicherheitspolitische Situation ändert, auch die Funktionalitäten erweitern können, damit alle Möglichkeiten gegeben sind. Derzeit brauchen wir es nicht, und deshalb haben wir eine sparsame Lösung gesucht. (Abg. Dr. Kräuter: Wie ist das mit den Standorten? Das sind Sie noch schuldig geblieben!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Das ist schon etwas Besonderes ...!
Ein Letztes, was den Leistungsumfang betrifft: Alle 18 Eurofighter sind Tag und Nacht voll einsatzfähig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Mag. Gaßner: Das ist schon etwas Besonderes ...!)
Abg. Dr. Puswald: Er würde es Ihnen erklären!
Es wurde heute der Umgang mit der Offenlegung des Vertrages kritisiert, und ich möchte mich mit dieser Situation auseinander setzen. Herr Abgeordneter Kogler! Ich verstehe diese Kritik nicht. (Abg. Dr. Puswald: Er würde es Ihnen erklären!) Ich verstehe, ehrlich gesagt, auch das Verhalten nicht, das Sie im Ausschuss gezeigt haben, dass Sie sich der Diskussion verweigert haben. Wissen Sie, warum? (Abg. Dr. Puswald: Das ist Verhöhnung der Opposition, was Sie da sagen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der SPÖ und der ÖVP. – Abg. Neudeck – in Richtung des Abg. Dr. Puswald –: Zwischenrufe nur vom Platz! – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Puswald: Das ist Verhöhnung der Opposition, was Sie da sagen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der SPÖ und der ÖVP. – Abg. Neudeck – in Richtung des Abg. Dr. Puswald –: Zwischenrufe nur vom Platz! – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Es wurde heute der Umgang mit der Offenlegung des Vertrages kritisiert, und ich möchte mich mit dieser Situation auseinander setzen. Herr Abgeordneter Kogler! Ich verstehe diese Kritik nicht. (Abg. Dr. Puswald: Er würde es Ihnen erklären!) Ich verstehe, ehrlich gesagt, auch das Verhalten nicht, das Sie im Ausschuss gezeigt haben, dass Sie sich der Diskussion verweigert haben. Wissen Sie, warum? (Abg. Dr. Puswald: Das ist Verhöhnung der Opposition, was Sie da sagen! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen. – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten der SPÖ und der ÖVP. – Abg. Neudeck – in Richtung des Abg. Dr. Puswald –: Zwischenrufe nur vom Platz! – Präsidentin Mag. Prammer gibt neuerlich das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Puswald: Herzeigen und beweisen!
Meine Damen und Herren! Ich begründe Ihnen nun, warum eine Offenlegung dieses Vertrages für den Verteidigungsminister nicht machbar ist. (Abg. Dr. Puswald: Herzeigen und beweisen!) Meine Damen und Herren! Der Vertrag enthält technische Bestimmungen, deren Geheimhaltung im Interesse der umfassenden Landesverteidigung liegt, laut Art. 20 Abs. 3 des Bundes-Verfassungsgesetzes.
Abg. Dr. Kräuter: Stimmt nicht bei einem Untersuchungsausschuss!
das Ganze dann vor sich gegangen ist? Damals – unter dem Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky – hat der Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes festgehalten, dass auf Grund der Amtsverschwiegenheitsbestimmungen der Vertrag nicht offen gelegt werden kann. (Abg. Dr. Kräuter: Stimmt nicht bei einem Untersuchungsausschuss!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich habe hier die Unterlagen zur Verfügung. So wurde das dazumal entschieden – auch unter einem Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky! Das, was damals gegolten hat, wird auch heute noch gelten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Der letzte Punkt: Ich würde schon bitten, dass man das oberste Organ der Republik Österreich so ernst nimmt, dass es ausreichend ist, wenn diese Unterlagen und auch der Kaufvertrag zur Einsichtnahme vorgelegt wurden und die Prüfung durchgeführt wird und wir nun die Möglichkeit zur Debatte haben, zu welchem Ergebnis der Rechnungshof gekommen ist. Ich bitte wirklich um Verständnis dafür, dass sich ein Verteidigungsminister so zu verhalten hat, wie es die Bundesverfassung vorsieht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Was den Ausstieg aus dem Vertrag betrifft: Es wird immer wieder verlangt, aus dem Vertrag auszusteigen. Ich sage Ihnen: Ich denke nicht einmal daran! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Kaufen wir etwas Besseres, Billigeres! – Abg. Gaál: F-16!
Wissen Sie, was das bedeutet? – Aus dem Vertrag auszusteigen bedeutet Schluss mit der Luftraumüberwachung. Wollen Sie das, geschätzte Damen und Herren? Können Sie das verantworten? Ich als Verteidigungsminister und die Regierung können das mit Sicherheit nicht verantworten! (Abg. Dr. Puswald: Kaufen wir etwas Besseres, Billigeres! – Abg. Gaál: F-16!)
Abg. Dr. Kräuter: Kalter Krieg war damals! – Abg. Gaál: ÖVP Steiermark!
Lieber Kollege Gaál! Ich beschäftige mich nun mit der SPÖ. Erinnern Sie sich: Im Jahre 1985 gab es eine rot-blaue Koalition. Damals wurde die Beschaffung von Draken beschlossen, und man hat zusätzlich beschlossen, sich mit der Draken-Nachfolge zu beschäftigen. – Das war 1985. (Abg. Dr. Kräuter: Kalter Krieg war damals! – Abg. Gaál: ÖVP Steiermark!)
Abg. Scheibner: Wir sind die Einzigen, die eine gerade Linie haben!
Gehen wir weiter: In den Jahren 1996 und 1997 wurde unter der rot-schwarzen Koalition der Grundsatzbeschluss gefasst, die Planungen für das neue Luftraumüberwachungsflugzeug vorzunehmen. (Abg. Scheibner: Wir sind die Einzigen, die eine gerade Linie haben!)
Abg. Faul: Haben Sie Europa verschlafen, Herr Minister?
Im Jahre 2000, auch bei den Koalitionsverhandlungen, hat die SPÖ immer ein eindeutiges und klares Ja zu den Luftraumüberwachungsflugzeugen geäußert. Meine Damen und Herren! Was, bitte, hat sich geändert? – Seit Sie in der Opposition sind, wiederholen Sie immer wieder gebetsmühlenartig, Sie brauchen keine Luftraumüberwachungsflugzeuge, stopp, Sie möchten aus dem Vertrag aussteigen. (Abg. Faul: Haben Sie Europa verschlafen, Herr Minister?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich würde also darum bitten, dass das, was vor fünf Jahren gegolten hat, heute ebenfalls noch gelten sollte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kräuter – zwei Zeitungsartikel in die Höhe haltend –: Sagen Sie etwas über den Standort! Das haben Sie offenbar vergessen!
Zum Schluss: Mir und auch der Regierung geht es darum, dass bei der Sicherheitspolitik der Populismus beileibe nicht im Vordergrund steht. (Abg. Dr. Kräuter – zwei Zeitungsartikel in die Höhe haltend –: Sagen Sie etwas über den Standort! Das haben Sie offenbar vergessen!) Es geht darum, dass wir für die Sicherheit der Menschen in der Republik Österreich da sind. Der Kauf der Eurofighter ist ein unverzichtbares Element für die Sicherheit in Österreich. Noch einmal: Eurofighter war Bestbieter! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zum Schluss: Mir und auch der Regierung geht es darum, dass bei der Sicherheitspolitik der Populismus beileibe nicht im Vordergrund steht. (Abg. Dr. Kräuter – zwei Zeitungsartikel in die Höhe haltend –: Sagen Sie etwas über den Standort! Das haben Sie offenbar vergessen!) Es geht darum, dass wir für die Sicherheit der Menschen in der Republik Österreich da sind. Der Kauf der Eurofighter ist ein unverzichtbares Element für die Sicherheit in Österreich. Noch einmal: Eurofighter war Bestbieter! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Sie hörten eine Belangsendung von EADS. Es sprach der verlässlich zum Vertragsinhalt verschwiegene Verteidigungsminister. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Lentsch: Ihre Partei hat den Spaß nicht verstanden!
Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Verteidigungsminister! Hohes Haus! Es freut mich, dass ich Ihren wunden Punkt getroffen habe. Danke für den Beifall. (Widerspruch bei der ÖVP. – Abg. Lentsch: Ihre Partei hat den Spaß nicht verstanden!)
Abg. Scheibner: Was ist wehrtechnisch, Herr Kollege?
Nach einem finanz- und wirtschaftspolitischen und wehrtechnischen Desaster ist diese Abfangjägerbeschaffung zum demokratiepolitischen Skandal dieser Zweiten Republik schlechthin geworden. (Abg. Scheibner: Was ist wehrtechnisch, Herr Kollege?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Das ist eine Unterstellung! – Ruf bei der ÖVP: Arbeitsverweigerung!
Noch nie in der Zweiten Republik hat es den Versuch einer Bundesregierung gegeben, das Parlament in einer seiner wichtigsten Funktionen – nämlich der Kontrollfunktion – auszuschalten. Das ist ein Vorgang, der den Auszug nicht nur rechtfertigt, sondern notwendig macht, um der Öffentlichkeit zu demonstrieren, was diese Bundesregierung eigentlich vorhat, nämlich jede Kontrolle auszuschalten, sich keiner parlamentarischen Kontrolle zu stellen und laut Kollegen Gahr und Ihnen, lieber Herr Kollege Missethon, das Ganze noch als Akt christlicher Nächstenliebe zu verkaufen, mit dem Argument, die arme Opposition soll nicht so angestrengt werden. – Nein, danke! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Hornek: Das ist eine Unterstellung! – Ruf bei der ÖVP: Arbeitsverweigerung!)
Abg. Fauland: Jetzt fürchten wir uns aber!
Herr Bundesminister, dieses Desaster hat ja schon damit begonnen, dass Sie es gewagt haben, einen Vertrag über die Anschaffung zu unterfertigen, noch ehe Sie von diesem Hohen Haus dazu ermächtigt wurden. Ich gratuliere Ihnen zu diesem Schnäppchen, das Sie uns gerade dargeboten haben: Sie haben es nämlich als Privatmann gekauft, und Sie werden damit vermutlich noch in Zukunft ein Problem haben, weil zumindest unter geänderten Verhältnissen das Ganze noch Gegenstand rechtlicher Erörterungen sein wird. (Abg. Fauland: Jetzt fürchten wir uns aber!)
ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen
Herr Bundesminister, Sie fordern eine seriöse Debatte und verschweigen aber – und damit beantworte ich Ihre Frage, Herr Kollege Fauland, ich verstehe schon, dass Sie nicht den Einblick haben, und gerade deswegen sage ich es Ihnen gerne (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen) –, wo diese wehrtechnisch desaströse Entwicklung ihren Anfang genommen hat, nämlich darin, dass bei der Anbotseinholung der Ankauf von acht Stück elektrooptischen Zielerfassungseinrichtungen ausgeschrieben war. Der Kaufvertrag sah sechs vor. – Es handelt sich hiebei um eine Mussanforderung. (Abg. Fauland: Umgekehrt!)
Abg. Fauland: Umgekehrt!
Herr Bundesminister, Sie fordern eine seriöse Debatte und verschweigen aber – und damit beantworte ich Ihre Frage, Herr Kollege Fauland, ich verstehe schon, dass Sie nicht den Einblick haben, und gerade deswegen sage ich es Ihnen gerne (ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen) –, wo diese wehrtechnisch desaströse Entwicklung ihren Anfang genommen hat, nämlich darin, dass bei der Anbotseinholung der Ankauf von acht Stück elektrooptischen Zielerfassungseinrichtungen ausgeschrieben war. Der Kaufvertrag sah sechs vor. – Es handelt sich hiebei um eine Mussanforderung. (Abg. Fauland: Umgekehrt!)
lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Ich sage Ihnen: Wer einen guten Vertrag aushandelt, so wie seinerzeit Bruno Kreisky den Staatsvertrag (lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), der kann sich vor die Weltöffentlichkeit hinstellen und auf dem Balkon sagen: Das ist ein guter Vertrag! (Der Redner hebt einige Schriftstücke mit beiden Händen in die Höhe.) Wer einen schlechten aushandelt, muss ihn anpreisen wie eine Werbesendung von EADS und sich davor stellen und ihn verstecken. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen: Wer einen guten Vertrag aushandelt, so wie seinerzeit Bruno Kreisky den Staatsvertrag (lebhafte Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen), der kann sich vor die Weltöffentlichkeit hinstellen und auf dem Balkon sagen: Das ist ein guter Vertrag! (Der Redner hebt einige Schriftstücke mit beiden Händen in die Höhe.) Wer einen schlechten aushandelt, muss ihn anpreisen wie eine Werbesendung von EADS und sich davor stellen und ihn verstecken. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Sie schauen in die richtige Richtung!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Spezialisten in Angelegenheit Luftraumüberwachung! (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Sie schauen in die richtige Richtung!) Mein Vorredner ist einer der wirklichen Kenner der Luftraumüberwachung und ihrer Notwendigkeit. (Abg. Dr. Puswald: Sie haben es erkannt, Herr Kollege!) Das Hohe Haus ist begeistert von Ihren Äußerungen. (Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Sie haben es erkannt, Herr Kollege!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Spezialisten in Angelegenheit Luftraumüberwachung! (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Sie schauen in die richtige Richtung!) Mein Vorredner ist einer der wirklichen Kenner der Luftraumüberwachung und ihrer Notwendigkeit. (Abg. Dr. Puswald: Sie haben es erkannt, Herr Kollege!) Das Hohe Haus ist begeistert von Ihren Äußerungen. (Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Spezialisten in Angelegenheit Luftraumüberwachung! (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Sie schauen in die richtige Richtung!) Mein Vorredner ist einer der wirklichen Kenner der Luftraumüberwachung und ihrer Notwendigkeit. (Abg. Dr. Puswald: Sie haben es erkannt, Herr Kollege!) Das Hohe Haus ist begeistert von Ihren Äußerungen. (Neuerliche Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Steibl: Bravo!
Meine Damen und Herren! Eigentlich tut mir die Opposition, die Grünen, die Sozialdemokraten, Leid. (Abg. Steibl: Bravo!) Jetzt haben sie sich so bemüht, die Strategie war ja so angelegt, dass man zuerst die Luftraumüberwachung überhaupt anzweifelt. Manche haben es noch nicht begriffen, Kräuter zum Beispiel. Aber es gibt welche, die es mittlerweile begriffen haben. Sie zweifeln an. Mit dem sind Sie nicht durchgekommen, weil Sie gesehen haben, den Luftraum – Herr Kollege Kogler, so weit sind sogar Sie – kann man nicht unbedingt unbeobachtet, unkontrolliert lassen.
Abg. Dr. Puswald: Weil die Weisung von Minister ...!
Das ist danebengegangen, also nächster Schritt: Skandalisieren! Wir müssen die ganze Geschichte skandalisieren! – Der Staatsanwalt wurde eingeschaltet. Die Anzeige ist wieder zurückgelegt worden, weil es nichts Inkriminierendes gibt. (Abg. Dr. Puswald: Weil die Weisung von Minister ...!) – Puswald, aufpassen, denn Sie verstehen es wirklich nicht! (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Sie haben keine Ahnung! Sie reden von etwas, wovon Sie keine Ahnung haben!)
Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Sie haben keine Ahnung! Sie reden von etwas, wovon Sie keine Ahnung haben!
Das ist danebengegangen, also nächster Schritt: Skandalisieren! Wir müssen die ganze Geschichte skandalisieren! – Der Staatsanwalt wurde eingeschaltet. Die Anzeige ist wieder zurückgelegt worden, weil es nichts Inkriminierendes gibt. (Abg. Dr. Puswald: Weil die Weisung von Minister ...!) – Puswald, aufpassen, denn Sie verstehen es wirklich nicht! (Heiterkeit bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Sie haben keine Ahnung! Sie reden von etwas, wovon Sie keine Ahnung haben!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Dann kam der nächste Rechnungshofbericht, wo es darum gegangen ist, dass nur 18 statt 24 Flieger gekauft werden. Die einen sagen, das sind viel zu wenig, die nächsten sagen, das sind viel zu viel. Wir haben die Anzahl aus verschiedenen Gründen reduziert, auch nicht zuletzt wegen des Hochwassers und der zur Verfügung stehenden Mittel in unserem Staat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Dazu hat uns der Rechnungshof gesagt, dass die Reduzierung zulässig ist und dass kein Bestbietersturz damit verbunden ist.
Beifall des Abg. Neudeck.
sehr geehrte Damen und Herren im Rechnungshof! – So habt ihr alle miteinander geredet! (Beifall des Abg. Neudeck.)
Abg. Dr. Puswald: Ahnungslos, Herr Kollege! Keine Ahnung!
Und jetzt passt es euch nicht mehr in den Kram und sagt ihr: Nein, wir nehmen nicht zur Kenntnis, dass die Einsicht in den Vertrag nicht gestattet wird, dass es hier Geheimhaltung gibt, und müssen das daher unbedingt selbst kontrollieren, weil Puswald das besser versteht als der Rechnungshof! (Abg. Dr. Puswald: Ahnungslos, Herr Kollege! Keine Ahnung!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Puswald ist derjenige, der von den Sozialisten abgesandt ist, und das ist nun der Oberprüfer anstelle des Rechnungshofs. Gott schütze Österreich, hätte ich bald gesagt, aber ich sage es nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die Eurofighter sind Kosten/Nutzen-gerecht, das sagt auch der Rechnungshof. Die Eurofighter werden immer fliegen. Der Bundesminister sagt, er geht nicht zurück, er übernimmt die Verantwortung. Die Eurofighter fliegen bei Tag und Nacht, Puswald, ob es heiß ist oder kalt – das dürften Sie noch nicht wissen –, und werden unser Land schützen. Diese Regierung und die Österreichische Volkspartei lassen sich in Sachen Sicherheit nichts nehmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Nur die Grünen nicht!
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich habe schon einiges profitiert von dieser Debatte. Kollege Murauer erklärt uns, die Eurofighter werden immer fliegen. Kollege Gahr sagt, wir erfüllen die Anforderungen der Gegenwart und Zukunft. – Mit einer derart nicht zukunftsgläubigen, sondern eigentlich völlig von der Rolle seienden Regierungspartei, die sagt, es wird passen, auch in Zukunft, es wird alles fliegen, auch in Zukunft (Abg. Murauer: Nur die Grünen nicht!), der Eurofighter ist unsterblich, mit dieser Grundhaltung, Herr Kollege Murauer und Herr Kollege Gahr, werden Sie natürlich alle Konstellationen überleben – nur, ob das der Republik gut tut, das wage ich zu bezweifeln.
Abg. Dr. Fasslabend: Na sicher!
Zweites Argument von Ihnen war: Wir brauchen den Eurofighter für Sportveranstaltungen. – Das ist ein Argument für den Eurofighter? Sie als Verteidigungsminister werden doch die Güte haben, uns gegenüber hauptsächlich militärisch zu argumentieren, und das haben Sie im dritten Argument versucht. Sie haben gesagt: Der Eurofighter – das hat Le Bourget bewiesen – fliegt von Paris bis Singapur. – Spannend. Nur frage ich Sie, Herr Bundesminister, ein Eurofighter, der von Paris bis Singapur fliegen kann, ist das wirklich das Luftraumüberwachungsgerät, das die Republik braucht? (Abg. Dr. Fasslabend: Na sicher!)
Abg. Scheibner: Das wissen Sie ja nicht, wenn Sie den Vertrag nicht kennen!
Sie berufen sich auf eine Amtsverschwiegenheit, die nur in einem Teil und zu Recht dort besteht, wo es um die militärischen Belange geht. Ja, aber die sind nicht tangiert! (Abg. Scheibner: Das wissen Sie ja nicht, wenn Sie den Vertrag nicht kennen!) Artikel 20 Abs. 3 B-VG sagt nämlich: „Die Amtsverschwiegenheit besteht für die von einem allgemeinen Vertretungskörper bestellten Funktionäre nicht gegenüber diesem Vertretungskörper, wenn er derartige Auskünfte ausdrücklich verlangt.“
Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!
In diesem einen Punkt, Herr Bundesminister, kann ich meinem Kollegen Werner Kogler ausnahmsweise nicht ganz Recht geben. Es war schon in der Vergangenheit nicht einfach, die Regierungsmehrheit in diesem Haus zur Kontrolle zu bewegen, aber es war ein bisschen besser. Aber so weit sind die Regierungsparteien nicht einmal in Zeiten der großen Koalition gegangen, dass sie die Ladung von Auskunftspersonen verweigert haben (Abg. Scheibner: Das stimmt nicht!), dass geladene Auskunftspersonen unter Hinweis auf die Amtsverschwiegenheit Auskünfte verweigert haben, so wie Sie es hier jetzt getan haben, Herr Bundesminister. So weit sind sie nicht gegangen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
trolle, und dafür tragen Sie die Verantwortung! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Dr. Christian Puswald (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Präsident des Rechnungshofes! Sehr geehrte Minister! Hohes Haus! Herr Kollege Murauer sagte, die SPÖ hat den Puswald abgestellt als obersten Prüfer. – Diese Tatsachenbehauptung ist unwahr! (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das ist keine tatsächliche Berichtigung! – Präsidentin Mag. Prammer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Neudeck: Denn den Puswald kann man nicht abstellen!
Richtig ist, dass die SPÖ den Puswald nicht abgestellt hat (Abg. Neudeck: Denn den Puswald kann man nicht abstellen!), auch nicht als obersten Prüfer. Für die SPÖ ist der Rechnungshof und der geschätzte Präsident ...
Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Dr. Puswald: Das war eine tatsächliche Berichtigung! Ich bin nicht abgestellt worden von der Partei! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Präsidentin Mag. Barbara Prammer: Herr Abgeordneter, ich glaube nicht, dass ich Ihnen noch extra mitteilen muss, dass das keine tatsächliche Berichtigung war. (Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Dr. Puswald: Das war eine tatsächliche Berichtigung! Ich bin nicht abgestellt worden von der Partei! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Murauer – in Richtung des Abg. Gaál –: Toni, das hast du dir auch nicht verdient! – Heiterkeit bei der ÖVP.
Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Neudeck. Wunschredezeit: 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Murauer – in Richtung des Abg. Gaál –: Toni, das hast du dir auch nicht verdient! – Heiterkeit bei der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Frau Präsidentin! Herr Rechnungshofpräsident! Meine Herren Minister! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich muss mich ein bissel distanzieren von einer Aussage, die mein Salzburger Kollege Fauland gemacht hat. Er hat die Rede des Kollegen Kräuter mit der Löwinger-Bühne verglichen. Als Wiener muss ich feststellen, das hat sich die Löwinger-Bühne nicht verdient. (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Natürlich, es gibt Kritikpunkte, das ist bei einer derartigen Beschaffung logisch, und wir stehen auch zu dieser Kritik des Rechnungshofs. Darüber kann man durchaus diskutieren. Diskutieren wir darüber, aber skandalisieren wir es nicht! (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Aussitzen muss ich den Eurofighter nicht, ich bin kein Pilot, ich würde nicht hineinpassen, Kollege. (Heiterkeit.)
Heiterkeit.
Meine Damen und Herren! Natürlich, es gibt Kritikpunkte, das ist bei einer derartigen Beschaffung logisch, und wir stehen auch zu dieser Kritik des Rechnungshofs. Darüber kann man durchaus diskutieren. Diskutieren wir darüber, aber skandalisieren wir es nicht! (Zwischenruf bei der SPÖ.) – Aussitzen muss ich den Eurofighter nicht, ich bin kein Pilot, ich würde nicht hineinpassen, Kollege. (Heiterkeit.)
Abg. Dr. Puswald: Wir sind ja nicht die FPÖ!
Die SPÖ hat jetzt eine ganz klasse Taktik und sagt: opponieren und kassieren! (Abg. Dr. Puswald: Wir sind ja nicht die FPÖ!) Die Finanzierung wird immer von den Grünen und von der SPÖ so sehr skandalisiert, da habe ich mir gedacht, da ist Raiffeisen, Erste oder irgendwer sonst in dieser Richtung am Werk gewesen. Nein, ich habe dann
Abg. Dr. Puswald: Behaupten und beweisen, lieber Kollege Neudeck!
im Ausschuss gehört, es ist die PSK, die der BAWAG gehört, und die Gewerkschaft kassiert natürlich. Wenn Sie noch dazu sagen, das ist eine ertragreiche Finanzierung, dann kann man davon ausgehen, dass die Gewerkschaft sehr viel kassiert. Also: opponieren und kassieren. – So weit zu Ihrer Kritik. (Abg. Dr. Puswald: Behaupten und beweisen, lieber Kollege Neudeck!)
Abg. Dr. Puswald: Ich brauche ihn gar nicht zu interpretieren, der Herr Bundesminister hat sich selbst entlarvt!
Obwohl Sie diesen Vertrag nicht kennen, interpretieren Sie ihn so, wie Sie ihn interpretieren. (Abg. Dr. Puswald: Ich brauche ihn gar nicht zu interpretieren, der Herr Bundesminister hat sich selbst entlarvt!) Ich möchte hören, was Sie erst sagen würden, wenn Sie den Vertrag kennen würden. Sie reden über Sachen in diesem Vertrag und kennen ihn gar nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Aber natürlich, Sie haben sehr viel über den Vertrag gesagt. Sie haben ja auch gesagt, dass Kreisky den Staatsvertrag verhandelt und hergezeigt hat. Das war nicht Kreisky, das war Figl! Das ist vielleicht in Ihrem Geschichtsbuch von der Jungen Generation oder wie das heißt so drinnen, aber in den österreichischen Geschichtsbüchern ist das, glaube ich, noch immer der Figl, der auf dem Balkon steht, und nicht der Kreisky. (Abg. Dr. Puswald: Man muss die Bilder genauer anschauen, Herr Kollege! Da sieht man, wer auf dem Balkon steht!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Obwohl Sie diesen Vertrag nicht kennen, interpretieren Sie ihn so, wie Sie ihn interpretieren. (Abg. Dr. Puswald: Ich brauche ihn gar nicht zu interpretieren, der Herr Bundesminister hat sich selbst entlarvt!) Ich möchte hören, was Sie erst sagen würden, wenn Sie den Vertrag kennen würden. Sie reden über Sachen in diesem Vertrag und kennen ihn gar nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Aber natürlich, Sie haben sehr viel über den Vertrag gesagt. Sie haben ja auch gesagt, dass Kreisky den Staatsvertrag verhandelt und hergezeigt hat. Das war nicht Kreisky, das war Figl! Das ist vielleicht in Ihrem Geschichtsbuch von der Jungen Generation oder wie das heißt so drinnen, aber in den österreichischen Geschichtsbüchern ist das, glaube ich, noch immer der Figl, der auf dem Balkon steht, und nicht der Kreisky. (Abg. Dr. Puswald: Man muss die Bilder genauer anschauen, Herr Kollege! Da sieht man, wer auf dem Balkon steht!)
Abg. Dr. Puswald: Man muss die Bilder genauer anschauen, Herr Kollege! Da sieht man, wer auf dem Balkon steht!
Obwohl Sie diesen Vertrag nicht kennen, interpretieren Sie ihn so, wie Sie ihn interpretieren. (Abg. Dr. Puswald: Ich brauche ihn gar nicht zu interpretieren, der Herr Bundesminister hat sich selbst entlarvt!) Ich möchte hören, was Sie erst sagen würden, wenn Sie den Vertrag kennen würden. Sie reden über Sachen in diesem Vertrag und kennen ihn gar nicht. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Aber natürlich, Sie haben sehr viel über den Vertrag gesagt. Sie haben ja auch gesagt, dass Kreisky den Staatsvertrag verhandelt und hergezeigt hat. Das war nicht Kreisky, das war Figl! Das ist vielleicht in Ihrem Geschichtsbuch von der Jungen Generation oder wie das heißt so drinnen, aber in den österreichischen Geschichtsbüchern ist das, glaube ich, noch immer der Figl, der auf dem Balkon steht, und nicht der Kreisky. (Abg. Dr. Puswald: Man muss die Bilder genauer anschauen, Herr Kollege! Da sieht man, wer auf dem Balkon steht!)
Abg. Dr. Puswald: Das ist doch nicht wahr! Wir haben absolute Verschwiegenheit angeboten!
Sie haben die Öffentlichkeit für einen geheimen Vertrag beantragt, den Sie einsehen wollten. (Abg. Dr. Puswald: Das ist doch nicht wahr! Wir haben absolute Verschwiegenheit angeboten!) Das ist ja schon einmal ein Widerspruch: Ich will einen geheimen Vertrag sehen und möchte dann die Öffentlichkeit beiziehen. Das haben wir Ihnen mit unserer Mehrheit nicht zugestanden, Kollege Kräuter.
Abg. Dr. Kräuter hält dem Redner ein Schriftstück mit dem Bild Jörg Haiders entgegen.
Mir ist aber dann nach einer oder eineinhalb Stunden klar geworden ... (Abg. Dr. Kräuter hält dem Redner ein Schriftstück mit dem Bild Jörg Haiders entgegen.) Wieso zeigen Sie mir da den Jörg Haider? (Abg. Dr. Kräuter: Die Zitate von Haider zu dem Ganzen ...!) – Die haben Sie ja schon hier heraußen erzählt, deswegen werden sie ja ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Ja, ist aber alles eingestellt. Man kann ja durchaus einmal seine Meinung ändern, wenn die Gerichte es auch tun.
Abg. Dr. Kräuter: Die Zitate von Haider zu dem Ganzen ...!
Mir ist aber dann nach einer oder eineinhalb Stunden klar geworden ... (Abg. Dr. Kräuter hält dem Redner ein Schriftstück mit dem Bild Jörg Haiders entgegen.) Wieso zeigen Sie mir da den Jörg Haider? (Abg. Dr. Kräuter: Die Zitate von Haider zu dem Ganzen ...!) – Die haben Sie ja schon hier heraußen erzählt, deswegen werden sie ja ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Ja, ist aber alles eingestellt. Man kann ja durchaus einmal seine Meinung ändern, wenn die Gerichte es auch tun.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Mir ist aber dann nach einer oder eineinhalb Stunden klar geworden ... (Abg. Dr. Kräuter hält dem Redner ein Schriftstück mit dem Bild Jörg Haiders entgegen.) Wieso zeigen Sie mir da den Jörg Haider? (Abg. Dr. Kräuter: Die Zitate von Haider zu dem Ganzen ...!) – Die haben Sie ja schon hier heraußen erzählt, deswegen werden sie ja ... (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) Ja, ist aber alles eingestellt. Man kann ja durchaus einmal seine Meinung ändern, wenn die Gerichte es auch tun.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
was wir im Rechnungshofausschuss arbeiten. So geht es nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Die Formulierung ist falsch! „Zutreffend“ steht da!
Wenn ich mir die drei Berichte ansehe, dann ist meine Interpretation, dass als ganz wesentlicher Punkt festgestellt wurde, dass der Eurofighter als Bestbieter zu Recht ermittelt worden ist. Und dann denke ich auch, dass man durchaus vorsichtig zum ... (Abg. Mag. Kogler: Die Formulierung ist falsch! „Zutreffend“ steht da!) – Ich lese es Ihnen dann gern vor, weil das ein wichtiger Punkt ist, auf den man noch einmal eingehen sollte.
Abg. Faul: Gegengeschäfte ...!
Ich habe mich gefragt: Wie würde denn eine Oppositionskritik ausfallen, wenn es eine Bundesregierung gewagt hätte, gegen eine Bewertungskommission zu entscheiden, die festgelegt hat, dass der Eurofighter Bestbieter ist? – Aber damals ist das passiert, meine Damen und Herren! Da bitte ich auch, das zu sehen, dass wir offensichtlich ... (Abg. Faul: Gegengeschäfte ...!) – Die Gegengeschäfte sind heute dramatisch höher als damals, Herr Abgeordneter! (Abg. Dr. Kräuter: Sie wollen überhaupt keine ...!) Sie wissen, dass die Gegengeschäfte damals irgendwo das Ausmaß von 100, 120 Prozent hatten, jetzt machen sie 200 Prozent des Kaufpreises aus, nämlich 4 Milliarden €! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kräuter: Sie wollen überhaupt keine ...!
Ich habe mich gefragt: Wie würde denn eine Oppositionskritik ausfallen, wenn es eine Bundesregierung gewagt hätte, gegen eine Bewertungskommission zu entscheiden, die festgelegt hat, dass der Eurofighter Bestbieter ist? – Aber damals ist das passiert, meine Damen und Herren! Da bitte ich auch, das zu sehen, dass wir offensichtlich ... (Abg. Faul: Gegengeschäfte ...!) – Die Gegengeschäfte sind heute dramatisch höher als damals, Herr Abgeordneter! (Abg. Dr. Kräuter: Sie wollen überhaupt keine ...!) Sie wissen, dass die Gegengeschäfte damals irgendwo das Ausmaß von 100, 120 Prozent hatten, jetzt machen sie 200 Prozent des Kaufpreises aus, nämlich 4 Milliarden €! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe mich gefragt: Wie würde denn eine Oppositionskritik ausfallen, wenn es eine Bundesregierung gewagt hätte, gegen eine Bewertungskommission zu entscheiden, die festgelegt hat, dass der Eurofighter Bestbieter ist? – Aber damals ist das passiert, meine Damen und Herren! Da bitte ich auch, das zu sehen, dass wir offensichtlich ... (Abg. Faul: Gegengeschäfte ...!) – Die Gegengeschäfte sind heute dramatisch höher als damals, Herr Abgeordneter! (Abg. Dr. Kräuter: Sie wollen überhaupt keine ...!) Sie wissen, dass die Gegengeschäfte damals irgendwo das Ausmaß von 100, 120 Prozent hatten, jetzt machen sie 200 Prozent des Kaufpreises aus, nämlich 4 Milliarden €! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.
Das heißt, hier sieht man, dass wir offensichtlich wesentlich besser, umsichtiger und vorsichtiger vorgegangen sind. (Weiterer Zwischenruf bei der SPÖ.) – Lesen Sie den Bericht! Da steht Interessantes drinnen.
Abg. Dr. Kräuter: Wir wissen gar nicht, wer den Vertrag unterschrieben hat!
Der Rechnungshof führte damals beispielsweise aus, dass für die entscheidenden Sitzungen die Protokolle fehlen – die gab es damals nicht! –, dass die Anwesenheitslisten fehlen, dass nicht ersichtlich ist, welche Personen auf beamteter Ebene welche Entscheidungen getroffen haben. – Das heißt, die Dokumentation war damals auch nicht vorhanden! (Abg. Dr. Kräuter: Wir wissen gar nicht, wer den Vertrag unterschrieben hat!)
Abg. Dr. Kräuter: Das ist nicht wahr!
Bei uns ist für Sie die gesamte Dokumentation im Detail nachvollziehbar (Abg. Dr. Kräuter: Das ist nicht wahr!): Mengengerüste, Punktwert-Modelle und so weiter! Ich sage nur: Damals war das nicht der Fall, heute ist das selbstverständlich der Fall. Ich glaube, dass das ein wichtiger Punkt für eine transparente und korrekte Vorgangsweise ist.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn ich heute den aktuellen Rechnungshofbericht lese und der Rechnungshof sagt, dass es gelungen sei, den Ankaufspreis von 2,8 Milliarden € auf 1,959 Milliarden € herunterzuverhandeln, ihn also um 843 Millionen € durch Leistungskürzungen, aber auch durch kaufmännisches Geschick in den Verhandlungen zu reduzieren, dann muss ich sagen: Meine Damen und Herren, es ist völlig klar, dass das wirklich ein beachtliches Ergebnis in den kaufmännischen Verhandlungen war, das uns gemeinsam gelungen ist. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puswald: Dafür braucht man einen Vertrag!
Noch ein wichtiger Punkt. Es hat ja heute nur noch wenige Argumente gegeben. Ich darf hier auch Folgendes festhalten: Ich habe letzte Woche, als ich in den Rechnungshofausschuss gekommen bin, nicht gewusst beziehungsweise erst kurz vorher erfahren, dass die Opposition ausgezogen ist. Ich hätte mir gewünscht – ich darf das wirklich wertfrei feststellen –, dass man im Ausschuss sachlich, tief gehend und im Detail diskutieren kann. (Abg. Dr. Puswald: Dafür braucht man einen Vertrag!) Ich hätte es mir besonders gewünscht, weil mir Abgeordnete der Opposition im Rahmen von Misstrauensanträgen und Dringlichen Anfragen eine ganze Fülle von Unterstellungen gemacht haben. Dann sitzt man im Ausschuss, nimmt sich von 19 Uhr bis 22.30 Uhr Zeit, und die Opposition ist nicht da, um diese vertiefende Debatte in der Sache, im Argument zu führen. (Abg. Dr. Puswald: Das ist eine ...!)
Abg. Dr. Puswald: Das ist eine ...!
Noch ein wichtiger Punkt. Es hat ja heute nur noch wenige Argumente gegeben. Ich darf hier auch Folgendes festhalten: Ich habe letzte Woche, als ich in den Rechnungshofausschuss gekommen bin, nicht gewusst beziehungsweise erst kurz vorher erfahren, dass die Opposition ausgezogen ist. Ich hätte mir gewünscht – ich darf das wirklich wertfrei feststellen –, dass man im Ausschuss sachlich, tief gehend und im Detail diskutieren kann. (Abg. Dr. Puswald: Dafür braucht man einen Vertrag!) Ich hätte es mir besonders gewünscht, weil mir Abgeordnete der Opposition im Rahmen von Misstrauensanträgen und Dringlichen Anfragen eine ganze Fülle von Unterstellungen gemacht haben. Dann sitzt man im Ausschuss, nimmt sich von 19 Uhr bis 22.30 Uhr Zeit, und die Opposition ist nicht da, um diese vertiefende Debatte in der Sache, im Argument zu führen. (Abg. Dr. Puswald: Das ist eine ...!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Man kann nicht die Opposition so behandeln und dann ...!
Ich muss Ihnen sagen, ich war enttäuscht, weil ich glaube, dass der Ausschuss nicht das Forum für politischen Aktionismus ist, sondern dass man dort in der Sache über Inhalte diskutieren soll. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Puswald: Man kann nicht die Opposition so behandeln und dann ...!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.
Sie, Herr Abgeordneter Kogler, stellen sich dann heute noch her und behaupten abermals – ich kenne Sie sonst in manchen Fragen als sachlichen und seriösen Gesprächspartner –, dass die Typenentscheidung durch die Wahl der Finanzierungsvariante von Seiten des Finanzministeriums beeinflusst worden ist. Dazu darf ich Ihnen erstens Folgendes vorlesen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald.) Ich lese das vor, Seite 16 des Rechnungshofberichts, Herr Abgeordneter Puswald. Und das war auch die zentrale Argumentation des Abgeordneten Pilz, dass wir im Finanzministerium die 18 Halbjahresraten-Variante gewählt haben und nur deswegen sei der Eurofighter bei der Entscheidung herausgekommen. Der Rechnungshof schreibt in seinem aktuellen Bericht auf Seite 16 – ich zitiere –:
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Mir ist einfach wichtig zu sagen: Dieses zentrale Argument, das Sie angeführt haben, ist durch diesen dritten Rechnungshofbericht aus meiner Sicht völlig in sich zusammengebrochen. Hiemit ist erwiesen, dass es klar eine Entscheidung für den Bestbieter gegeben hat, und zwar sowohl aus kaufmännischer als auch aus militärischer Sicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gabriela Moser: Das stimmt ja gar nicht! Haftungsrahmen!
Es wurde mehrfach gesagt – und zwar auch zu Unrecht –, dass es sich hiebei um die größte Beschaffung in der Geschichte der Zweiten Republik und um die größte Investition überhaupt handle. Ich meine, das ist jetzt ein wenig ein Streit um des Kaisers Bart, aber ich bitte hier auch um die Seriosität des Arguments. Sie sehen, dass wir auf der einen Seite eine Einmalinvestition von 1,959 Milliarden € tätigen – viel Geld, überhaupt keine Frage! –, aber auf der anderen Seite ist erkennbar, dass wir zum Beispiel in die Österreichischen Bundesbahnen jedes Jahr – jedes Jahr, laufend! – in Summe 4,4 Milliarden € investieren. Das zeigt ein wenig die Dimension: einmal 1,959 Milliarden im Vergleich zu jedes Jahr 4,4 Milliarden! (Abg. Dr. Gabriela Moser: Das stimmt ja gar nicht! Haftungsrahmen!)
Abg. Eder: Das ist Unsinn, was Sie erzählen!
Schauen Sie sich Infrastrukturprojekte an: Brenner-Basistunnel: mehr als 5 Milliarden €! Schauen Sie sich die Koralmbahn mit 3,8 Milliarden € an! (Abg. Eder: Das ist Unsinn, was Sie erzählen!) Eine Fülle von Projekten, Straßenbaufinanzierungen, Schienenbaufinanzierungen, wo sehr klar relativiert wird, welche Dimension dieses Projekt hat. (Abg. Eder: Herr Finanzminister, bleiben Sie seriös!)
Abg. Eder: Herr Finanzminister, bleiben Sie seriös!
Schauen Sie sich Infrastrukturprojekte an: Brenner-Basistunnel: mehr als 5 Milliarden €! Schauen Sie sich die Koralmbahn mit 3,8 Milliarden € an! (Abg. Eder: Das ist Unsinn, was Sie erzählen!) Eine Fülle von Projekten, Straßenbaufinanzierungen, Schienenbaufinanzierungen, wo sehr klar relativiert wird, welche Dimension dieses Projekt hat. (Abg. Eder: Herr Finanzminister, bleiben Sie seriös!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Im Jahre 2002 hat mir die Sozialdemokratische Partei betreffend Abfangjäger vorgeworfen, Bundesminister Grasser würde für die Kampfflieger-Entscheidung belohnt werden. – Wenn man das als Minister vorgeworfen bekommt, kann man sich das nicht gefallen lassen, sondern hat sich entsprechend zur Wehr zu setzen! Ich darf hier auch anfügen: Die Sozialdemokratische Partei wurde damals vom Landesgericht für Strafsachen in Wien zur Zahlung einer Entschädigung, zur Urteilsveröffentlichung und zum Ersatz sämtlicher Kosten verpflichtet und für diese Aussage entsprechend verurteilt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Pilz: Ja, zum richtigen Zeitpunkt!
Wenn heute Herr Abgeordneter Pilz fehlt, so ist das ein bisschen symptomatisch für die Debatte – ah, er ist gerade gekommen. Sie kommen gerade zum richtigen Zeitpunkt, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Pilz: Ja, zum richtigen Zeitpunkt!) – Zum richtigen Zeitpunkt. Im Jahr 2003 hat mir Herr Abgeordneter Peter Pilz Schiebung vorgeworfen und
Abg. Dr. Pilz: Sie sind auch ein Schieber!
hat davon gesprochen, dass es auch die Beweise dafür gäbe. (Abg. Dr. Pilz: Sie sind auch ein Schieber!)
Abg. Dr. Fekter: Schau, schau!
Herr Abgeordneter Pilz ist im Jahr 2003 vom Landesgericht für Strafsachen für diese Behauptungen verurteilt worden. Sie, Herr Abgeordneter Pilz, wurden zur Zahlung einer Entschädigung, zur Urteilsveröffentlichung und zu Kostenersatz verurteilt. Sie wurden im Jahr 2004 in einem Verfahren vor dem Handelsgericht Wien auch zivilgerichtlich dazu verurteilt, dass Sie derartige Aussagen unterlassen müssen und sie nicht mehr in der Öffentlichkeit wiederholen dürfen. (Abg. Dr. Fekter: Schau, schau!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So viel, nur um hier auf den Tisch zu legen, mit welcher Seriosität Sie solch eine Debatte führen. Ich wünsche mir eine sachliche Debatte, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, wir können sagen, wir haben gut verhandelt. Wenn der Rechnungshof in seinem Bericht anführt, dass wir den Ankaufspreis um 843 Millionen € reduzieren konnten, und wenn man dann noch weiß, dass es Martin Bartenstein gelungen ist, Gegengeschäfte in der Höhe von 4 Milliarden € zu vereinbaren, dann wird auch das ein beachtlicher Beitrag für Wachstum und Beschäftigung in unserem Land sein. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Kräuter – in Richtung von Bundesminister Mag. Grasser –: So viel zu Ihrer Seriosität!
Abgeordnete Mag. Christine Lapp (SPÖ): Frau Präsidentin! Die Herren Minister! Herr Rechnungshofpräsident! Ich kann mich noch daran erinnern, als Herr Finanzminister Grasser davon gesprochen hat, dass man eigentlich keine Kampfflugzeuge ankaufen soll und dass er sich mit all seiner persönlichen Kraft dagegen wehren wird, dass dieser Ankauf durchgeführt wird. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Kräuter – in Richtung von Bundesminister Mag. Grasser –: So viel zu Ihrer Seriosität!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Ich möchte dieses Lächerlich-Machen und das höhnische Erwähnen, wie sich Oppositionsabgeordnete hier in diesem Haus verhalten, zurückweisen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Man merkt Ihr schlechtes Gewissen, wenn Sie sich so aufregen. Deshalb war es sehr wichtig, dass ich das sage. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Ich möchte dieses Lächerlich-Machen und das höhnische Erwähnen, wie sich Oppositionsabgeordnete hier in diesem Haus verhalten, zurückweisen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) – Man merkt Ihr schlechtes Gewissen, wenn Sie sich so aufregen. Deshalb war es sehr wichtig, dass ich das sage. (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn uns der Herr Verteidigungsminister heute erzählt, dass die Sicherheit dieses Flugzeuges gewährleistet ist, denn es wurde bei minus 32 Grad in Schweden am Boden getestet, so habe ich eine Frage, Herr Verteidigungsminister: Flugzeuge sollten fliegen und nicht am Boden getestet werden. Und wenn Sie sagen, dass der Eurofighter die Strecke von Großbritannien nach Singapur, hin und zurück, zurücklegen kann, dann merkt man, dass Sie ganz einfach sehr an diesem Beschaffungsvorgang hängen und keine Transparenz aufweisen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Lapp: Das müssen Sie noch nachweisen!
Abgeordnete Astrid Stadler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Herren Bundesminister! Herr Rechnungshofpräsident! Geschätzte Damen und Herren! Liebe Kollegin Lapp, der vorliegende Rechnungshofbericht, auch wenn Sie es anders haben wollen, zeigt ganz klar und deutlich, dass allen Unkenrufen von Ihnen, von der Opposition zum Trotz der Beschaffungsvorgang nach den Grundsätzen der Zweckmäßigkeit, der Sparsamkeit und der Wirtschaftlichkeit abgewickelt wurde. (Abg. Mag. Lapp: Das müssen Sie noch nachweisen!)
Ruf: Die teuersten!
Die Draken, die seit 1958 in Schweden und seit 1988 in Österreich im Einsatz sind, haben das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und befinden sich bereits in der Ausphasung. Mit der Beschaffung von 18 Eurofightern erwirbt die Republik einen der modernsten und besten Jets der Welt – nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft. (Ruf: Die teuersten!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Mit der österreichischen Ausstattung der 18 Luftraumüberwachungsflugzeuge werden alle nationalen Aufgaben erfüllbar sein. Die Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten sind so gestaltet, dass auch etwaige Entwicklungen in der sicherheitspolitischen Lage abgedeckt werden können. Somit wird die Sicherheit im Luftraum und damit die Sicherheit der Menschen in unserem Land durch ein zukunftsorientiertes Projekt gewährleistet sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: 40 Jahre!
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Das Thema Eurofighter wird uns mit Sicherheit noch Monate, wenn nicht Jahre beschäftigen (Abg. Neudeck: 40 Jahre!), einerseits weil wir nicht ruhen werden, die zum Teil dubiosen Vorgänge beim Ankauf aufzudecken, und andererseits weil vor allem kommende Regierungen, der ja Sie nicht mehr angehören werden, und vor allem auch das Bundesheer sehr hart an diesen finanziellen Belastungen würgen werden. (Abg. Neudeck: Was meinen Sie jetzt damit?)
Abg. Neudeck: Was meinen Sie jetzt damit?
Abgeordneter Hermann Krist (SPÖ): Geschätzte Frau Präsidentin! Mitglieder der Bundesregierung! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Das Thema Eurofighter wird uns mit Sicherheit noch Monate, wenn nicht Jahre beschäftigen (Abg. Neudeck: 40 Jahre!), einerseits weil wir nicht ruhen werden, die zum Teil dubiosen Vorgänge beim Ankauf aufzudecken, und andererseits weil vor allem kommende Regierungen, der ja Sie nicht mehr angehören werden, und vor allem auch das Bundesheer sehr hart an diesen finanziellen Belastungen würgen werden. (Abg. Neudeck: Was meinen Sie jetzt damit?)
Abg. Fauland: Weil sie 25 Minuten ... braucht!
Warum zum Beispiel wurde – und diese Frage ist bis heute nicht wirklich beantwortet, und wir werden sie noch öfters stellen, bis eine Antwort kommt – das erfolgreichste und am besten erprobte Abfangjägerflugzeug der Welt, die F-16, ausgeschieden? (Abg. Fauland: Weil sie 25 Minuten ... braucht!) Warum ist die F-16 zu schlecht für Österreich, wenn dieser Flieger in mehreren europäischen Staaten erfolgreich im Einsatz ist und dies noch mindestens 20 Jahre sein wird? – Das ist die Auskunft hochrangiger Militärs. – Warum wurde die sehr interessante und kostengünstige Leasingvariante dieser F-16 abgelehnt? (Abg. Scheibner: Welche F-16 meinen Sie? Welche meinen Sie?)
Abg. Scheibner: Welche F-16 meinen Sie? Welche meinen Sie?
Warum zum Beispiel wurde – und diese Frage ist bis heute nicht wirklich beantwortet, und wir werden sie noch öfters stellen, bis eine Antwort kommt – das erfolgreichste und am besten erprobte Abfangjägerflugzeug der Welt, die F-16, ausgeschieden? (Abg. Fauland: Weil sie 25 Minuten ... braucht!) Warum ist die F-16 zu schlecht für Österreich, wenn dieser Flieger in mehreren europäischen Staaten erfolgreich im Einsatz ist und dies noch mindestens 20 Jahre sein wird? – Das ist die Auskunft hochrangiger Militärs. – Warum wurde die sehr interessante und kostengünstige Leasingvariante dieser F-16 abgelehnt? (Abg. Scheibner: Welche F-16 meinen Sie? Welche meinen Sie?)
Abg. Scheibner: Herr Kollege! Welche F-16 meinen Sie?
Warum haben Sie, Herr Minister, zum Beispiel nicht auf die von EADS vertraglich zugesagte Flugerprobung noch vor Vertragsabschluss gedrängt? Warum kaufen Sie teure Geräte, ohne zu wissen, ob sie überhaupt funktionieren? (Abg. Scheibner: Herr Kollege! Welche F-16 meinen Sie?)
Abg. Fauland: Geh bitte! So ein Blödsinn!
Herr Minister Platter, Sie haben noch vor Vertragsunterzeichnung – auch nachzulesen im Rechnungshofbericht – eine ausführliche Erprobung des Fluggerätes in Österreich abgelehnt. Die Frage ist wohl: warum? – Ganz einfach: weil es gar nicht funktioniert. (Abg. Fauland: Geh bitte! So ein Blödsinn!)
Beifall bei der SPÖ.
Wir werden Ihnen unsere Unterstützung für solche Vorgänge auf gar keinen Fall geben! Wir werden weiter an der Aufklärung arbeiten. Wir werden die nebulosen Geldflüsse aufdecken und die Bevölkerung von der größten Schulden- und Steuergeldverschwendungsaktion dieser Bundesregierung informieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Wenigstens haben wir es geschafft, dass Herr Abgeordneter Pilz zumindest kurz wieder einmal zu uns kommt, wenn auch etwas verspätet. Willkommen! Er wird ja hoffentlich auch noch reden. Vielleicht schafft er es wenigstens, dass man sich noch ein bisschen über das eine oder andere Argument ärgert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) – Ja, das kommt schon noch, Herr Kollege Kräuter. Dass Sie der Erstredner in so einer Debatte sind, zeigt ja auch, welche Qualitätsstandards man bei Ihrer Fraktion an dieses Thema legt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Sie kommen heute noch später dran!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Sie kommen heute noch später dran!
Wenigstens haben wir es geschafft, dass Herr Abgeordneter Pilz zumindest kurz wieder einmal zu uns kommt, wenn auch etwas verspätet. Willkommen! Er wird ja hoffentlich auch noch reden. Vielleicht schafft er es wenigstens, dass man sich noch ein bisschen über das eine oder andere Argument ärgert. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.) – Ja, das kommt schon noch, Herr Kollege Kräuter. Dass Sie der Erstredner in so einer Debatte sind, zeigt ja auch, welche Qualitätsstandards man bei Ihrer Fraktion an dieses Thema legt. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kräuter: Sie kommen heute noch später dran!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie können ...!
Wir hätten uns wenigstens einmal ein neues Argument gewünscht! (Abg. Dr. Matznetter: Sie können ...!) Wissen Sie, ich beteilige mich so gerne an diesen Debatten, aber wenigstens ein neues Argument, bei dem man nachdenken muss, hätte ich mir gewünscht! – Herr Kollege Gaál! Gott sei Dank! Wenigstens ein Experte sitzt hier am richtigen Platz in dieser Debatte, würde ich einmal sagen. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Er hätte vielleicht noch ein Argument bringen können! (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Wir hätten uns wenigstens einmal ein neues Argument gewünscht! (Abg. Dr. Matznetter: Sie können ...!) Wissen Sie, ich beteilige mich so gerne an diesen Debatten, aber wenigstens ein neues Argument, bei dem man nachdenken muss, hätte ich mir gewünscht! – Herr Kollege Gaál! Gott sei Dank! Wenigstens ein Experte sitzt hier am richtigen Platz in dieser Debatte, würde ich einmal sagen. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Er hätte vielleicht noch ein Argument bringen können! (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir hätten uns wenigstens einmal ein neues Argument gewünscht! (Abg. Dr. Matznetter: Sie können ...!) Wissen Sie, ich beteilige mich so gerne an diesen Debatten, aber wenigstens ein neues Argument, bei dem man nachdenken muss, hätte ich mir gewünscht! – Herr Kollege Gaál! Gott sei Dank! Wenigstens ein Experte sitzt hier am richtigen Platz in dieser Debatte, würde ich einmal sagen. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.) Er hätte vielleicht noch ein Argument bringen können! (Heiterkeit bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Gradwohl: Bei der Olympiade in Salzburg ...! – Abg. Dr. Kräuter: Sie sind nicht in der Lage, Antwort zu geben!
ten! (Abg. Gradwohl: Bei der Olympiade in Salzburg ...! – Abg. Dr. Kräuter: Sie sind nicht in der Lage, Antwort zu geben!) – Herr Kollege, bei Sportveranstaltungen! Das finden Sie alles so lächerlich. Das ist ganz einfach eine Tatsache. Es ist nur ein Segment des Aufgabenbereichs der Luftraumüberwachung, dass es in Zukunft keine Großveranstaltungen internationaler Art mehr geben wird, wo nicht das Erfordernis einer aktiven Luftraumsicherung und -überwachung für die Zuschlagserteilung gegeben ist. Es ist ganz einfach eine Tatsache. Ihre Bürgermeister wissen es, Sie wissen es auch, nur sagen Sie halt wieder etwas ganz anderes.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wenn dann wieder die Draken-Anschaffung zur Sprache kommt, dann sagen Sie: Das war damals eine andere sicherheitspolitische Lage und das war ja ganz anders und der Kreisky hat ja ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Natürlich war es eine andere sicherheitspolitische Lage, nur, lieber Herr Kollege – Herr Kollege Gaál wird dir das dann vielleicht bestätigen können –: Bezüglich der sicherheitspolitischen Lage von damals, als das einzig mögliche Szenario eines bewaffneten Konfliktes der Dritte Weltkrieg gewesen wäre, als der Warschauer Pakt mit seiner Luftarmada gegen die NATO mit ihren Potentialen aufgetreten wäre, sagen Sie, es war die richtige Entscheidung, 24 Draken aus den sechziger Jahren, bestückt mit einer Bordkanone, anzuschaffen. – Ich überlasse es Ihrer sicherheitspolitischen Kompetenz, das so zu behaupten.
Abg. Neudeck: Sicherheitsdefizit! Die SPÖ ...!
Nicht die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen waren der Grund für den Drakenankauf, sondern man hat gesagt: Wir haben ein Defizit, wir können das jetzt nicht hundertprozentig beseitigen, aber wir nehmen sozusagen das Training im Überschallbereich auf und Mitte der neunziger Jahre steigen wir dann in das neueste Konzept ein. (Abg. Neudeck: Sicherheitsdefizit! Die SPÖ ...!)
Abg. Gaál: Der Finanzminister hat es vorgeschlagen!
Dann sagt mein Vorredner – ich freue mich immer über so kompetente Beiträge –: Ja, die F-16, das beste Flugzeug! – Es wundert mich, dass wir jetzt plötzlich für die Amerikaner einstehen. – Da frage ich mich: Welches Projekt F-16 meinen Sie, Herr Kollege? Ist er noch da? – Ja, da oben. Er ist etwas abgelenkt; das ist in Ordnung. Welches Projekt F-16 meint er, das so toll und interessant gewesen wäre? (Abg. Gaál: Der Finanzminister hat es vorgeschlagen!)
Abg. Gaál: Er ist der teuerste Umfaller! – Abg. Dr. Matznetter: Sie haben etwas bestellt, das nicht geliefert wird!
Das ist richtig! Damit widersprichst du ja den Vorhaltungen, dass der Herr Finanzminister immer nur für den Eurofighter gewesen sei. Er hat gesagt, die billigste Lösung ist Gebrauchtgerät. Ich habe damals gesagt – und dazu stehe ich –: Das wäre wieder eine Übergangslösung! (Abg. Gaál: Er ist der teuerste Umfaller! – Abg. Dr. Matznetter: Sie haben etwas bestellt, das nicht geliefert wird!) Wir wollen ein modernes Gerät zur Verfügung haben, das die Luftraumüberwachung in Österreich über 30 oder 40 Jahre garantiert. (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt ja gar nicht!) Gott sei Dank haben wir uns für dieses Konzept entschlossen, meine Damen und Herren. F-16-Geräte gebraucht anzuschaffen, die irgendwo in der Wüste von Nevada abgestellt gewesen sind, und sie dann teuer und langzeitig upzugraden, wäre wirklich sinnlos. (Abg. Dr. Matznetter: Die sind wenigstens flugtauglich!)
Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt ja gar nicht!
Das ist richtig! Damit widersprichst du ja den Vorhaltungen, dass der Herr Finanzminister immer nur für den Eurofighter gewesen sei. Er hat gesagt, die billigste Lösung ist Gebrauchtgerät. Ich habe damals gesagt – und dazu stehe ich –: Das wäre wieder eine Übergangslösung! (Abg. Gaál: Er ist der teuerste Umfaller! – Abg. Dr. Matznetter: Sie haben etwas bestellt, das nicht geliefert wird!) Wir wollen ein modernes Gerät zur Verfügung haben, das die Luftraumüberwachung in Österreich über 30 oder 40 Jahre garantiert. (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt ja gar nicht!) Gott sei Dank haben wir uns für dieses Konzept entschlossen, meine Damen und Herren. F-16-Geräte gebraucht anzuschaffen, die irgendwo in der Wüste von Nevada abgestellt gewesen sind, und sie dann teuer und langzeitig upzugraden, wäre wirklich sinnlos. (Abg. Dr. Matznetter: Die sind wenigstens flugtauglich!)
Abg. Dr. Matznetter: Die sind wenigstens flugtauglich!
Das ist richtig! Damit widersprichst du ja den Vorhaltungen, dass der Herr Finanzminister immer nur für den Eurofighter gewesen sei. Er hat gesagt, die billigste Lösung ist Gebrauchtgerät. Ich habe damals gesagt – und dazu stehe ich –: Das wäre wieder eine Übergangslösung! (Abg. Gaál: Er ist der teuerste Umfaller! – Abg. Dr. Matznetter: Sie haben etwas bestellt, das nicht geliefert wird!) Wir wollen ein modernes Gerät zur Verfügung haben, das die Luftraumüberwachung in Österreich über 30 oder 40 Jahre garantiert. (Abg. Dr. Matznetter: Das stimmt ja gar nicht!) Gott sei Dank haben wir uns für dieses Konzept entschlossen, meine Damen und Herren. F-16-Geräte gebraucht anzuschaffen, die irgendwo in der Wüste von Nevada abgestellt gewesen sind, und sie dann teuer und langzeitig upzugraden, wäre wirklich sinnlos. (Abg. Dr. Matznetter: Die sind wenigstens flugtauglich!)
Abg. Dr. Matznetter: Sie wollen der NATO beitreten?
Dass die Amerikaner Österreich nicht die modernste Version der neuen F-16 angeboten haben, weil wir nicht NATO-Mitglied sind, ist eine andere Geschichte. (Abg. Dr. Matznetter: Sie wollen der NATO beitreten?) So könnte man über alle Dinge argumentieren, und gerne werden wir alle Argumente auch weiterhin austauschen.
Abg. Dr. Pilz: Geh, Herbert!
Sie haben gesagt, man hätte noch gerne mit Spinka und allen Möglichen diskutiert. Soweit ich weiß, hat er ja im Ausschuss gesagt: Wie wäre denn die Entscheidung ausgegangen, hätte der Minister anders entschieden? Was hätten Sie denn dann behauptet? – Und Sie wissen ganz genau, dass die Sorge im Ressort und auch meine Sorge gewesen ist, dass die Zusatzkosten für diesen Abfangjäger das Ressort zu tragen hat. (Abg. Dr. Pilz: Geh, Herbert!) Es war die Garantie des Finanzministers – und die ist auch jederzeit einzumahnen –, dass selbstverständlich alle Zusatzkosten für den Eurofighter zusätzlich budgetiert werden. (Abg. Dr. Pilz: Also, Herbert! Geh, bitte!)
Abg. Dr. Pilz: Also, Herbert! Geh, bitte!
Sie haben gesagt, man hätte noch gerne mit Spinka und allen Möglichen diskutiert. Soweit ich weiß, hat er ja im Ausschuss gesagt: Wie wäre denn die Entscheidung ausgegangen, hätte der Minister anders entschieden? Was hätten Sie denn dann behauptet? – Und Sie wissen ganz genau, dass die Sorge im Ressort und auch meine Sorge gewesen ist, dass die Zusatzkosten für diesen Abfangjäger das Ressort zu tragen hat. (Abg. Dr. Pilz: Geh, Herbert!) Es war die Garantie des Finanzministers – und die ist auch jederzeit einzumahnen –, dass selbstverständlich alle Zusatzkosten für den Eurofighter zusätzlich budgetiert werden. (Abg. Dr. Pilz: Also, Herbert! Geh, bitte!)
Abg. Dr. Pilz: Der Finanzminister?
Wenn er Ihnen zu wenig bewaffnet ist: wunderbar. Diskutieren wir darüber! (Abg. Dr. Pilz: Der Finanzminister?) – Nicht der Finanzminister! Ich weiß nicht, wie er bewaffnet ist. Die Eurofighter selbstverständlich! Wenn es Ihnen zu wenig sind, wenn wir sie auch im Ausland einsetzen können, dann wäre das wunderbar und vernünftig. Es kostet halt ein bisschen mehr Geld. Beschließen wir das gemeinsam! Aber mit diesen 18 Eurofightern – zumindest solange die Saab 105 noch im Dienst ist – ist die Luftraumüberwachung darstellbar. Alles, was darüber hinausgeht, wird man diskutieren müssen. (Abg. Gaál: Wo ist das Finanzierungskonzept, Herbert?)
Abg. Gaál: Wo ist das Finanzierungskonzept, Herbert?
Wenn er Ihnen zu wenig bewaffnet ist: wunderbar. Diskutieren wir darüber! (Abg. Dr. Pilz: Der Finanzminister?) – Nicht der Finanzminister! Ich weiß nicht, wie er bewaffnet ist. Die Eurofighter selbstverständlich! Wenn es Ihnen zu wenig sind, wenn wir sie auch im Ausland einsetzen können, dann wäre das wunderbar und vernünftig. Es kostet halt ein bisschen mehr Geld. Beschließen wir das gemeinsam! Aber mit diesen 18 Eurofightern – zumindest solange die Saab 105 noch im Dienst ist – ist die Luftraumüberwachung darstellbar. Alles, was darüber hinausgeht, wird man diskutieren müssen. (Abg. Gaál: Wo ist das Finanzierungskonzept, Herbert?)
Abg. Gaál: Der sagt schon jahrelang nichts, der Herr!
Herr Kollege Gaál, das Finanzierungskonzept ist Aufgabe des Finanzministers! (Abg. Gaál: Der sagt schon jahrelang nichts, der Herr!) – Herr Kollege Gaál, vielleicht kommst du doch noch heraus, denn du bist ja einer der ... (Abg. Gaál: Ich darf nicht!) – Was, du darfst nicht, sagst du? (Abg. Gaál: Nein!) – Dann war das nur ein falscher Zwischenruf. Gut, das will ich nicht näher kommentieren.
Abg. Gaál: Ich darf nicht!
Herr Kollege Gaál, das Finanzierungskonzept ist Aufgabe des Finanzministers! (Abg. Gaál: Der sagt schon jahrelang nichts, der Herr!) – Herr Kollege Gaál, vielleicht kommst du doch noch heraus, denn du bist ja einer der ... (Abg. Gaál: Ich darf nicht!) – Was, du darfst nicht, sagst du? (Abg. Gaál: Nein!) – Dann war das nur ein falscher Zwischenruf. Gut, das will ich nicht näher kommentieren.
Abg. Gaál: Nein!
Herr Kollege Gaál, das Finanzierungskonzept ist Aufgabe des Finanzministers! (Abg. Gaál: Der sagt schon jahrelang nichts, der Herr!) – Herr Kollege Gaál, vielleicht kommst du doch noch heraus, denn du bist ja einer der ... (Abg. Gaál: Ich darf nicht!) – Was, du darfst nicht, sagst du? (Abg. Gaál: Nein!) – Dann war das nur ein falscher Zwischenruf. Gut, das will ich nicht näher kommentieren.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Jedenfalls ist sichergestellt, dass die Luftraumüberwachung – und die wird in der Zukunft immer bedeutender werden – mit diesem Eurofighter auf 30 bis 40 Jahre dargestellt ist. Es ist alles überprüft. Sie werden weiterhin Ihre Debatten führen. Wunderbar! Wir werden weiter mit Ihnen darüber diskutieren, aber Sie werden keinen Anhaltspunkt finden, dass irgendetwas unkorrekt abgelaufen ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Das waren 13 Stunden!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Gahr war entsetzt, dass die Sozialdemokraten und auch die Grünen die letzte Ausschusssitzung unter Protest verlassen haben. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Wir haben die Sitzung verlassen müssen, als wir erkennen mussten, dass es sinnlos war, weiterzudiskutieren, weil Sie nicht bereit waren, uns die Auskunft zu geben, die wir gerne gehabt hätten. Ich erinnere: Einige Sitzungen vorher ist die Koalition ausgezogen. Nachdem wir uns zwölf Stunden lang die Mühe gemacht hatten, Ihnen unsere Probleme näher zu bringen, haben Sie es damit belohnt. (Abg. Neudeck: Das waren 13 Stunden!)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Kollege Neudeck! Sie waren zwar auch dabei, haben sich aber eher um etwas anderes gekümmert. Sie haben uns dort ohne Kommentar stehen gelassen. Diesen Vorwurf darf ich dem Herrn Kollegen Gahr zurückgeben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Wo haben Sie das gehört? – Abg. Fauland: Der war zu alt!
Wir haben weiters vom damaligen Verteidigungsminister Scheibner gehört, der Gripen wäre auserkoren, er wäre das geeignete Flugzeug. (Abg. Scheibner: Wo haben Sie das gehört? – Abg. Fauland: Der war zu alt!) – Das war nachzulesen, kein Problem. Wir haben gleichzeitig vom Finanzminister gehört, solche Flugzeuge seien Kriegsspielzeug, das bräuchten wir nicht. – Das Ergebnis dieser Symbiose war dann der Eurofighter. Unser Problem ist folgendes: Wir sind nicht in der Lage, zu durchblicken, wie es so kurzfristig zu diesem Sinneswandel kommen konnte.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wir werden es ihm ausrichten! Der wird sich freuen!
Meine Damen und Herren! Wir machen uns Sorgen um Ihren Koalitionspartner, um sein Wohlergehen, und Sie verwehren uns letztendlich die Einsicht! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wir werden es ihm ausrichten! Der wird sich freuen!) – Das freut mich auch, dass Sie das so feststellen, Kollege Scheibner.
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, Sie führen immer wieder an, die Sozialdemokraten hätten im Jahr 2000 bei den Koalitionsverhandlungen einem Flugzeugkauf zugestimmt. Ich darf sagen: mit der Ergänzung der Maßgabe des Budgets. Das heißt etwas anderes. Das heißt: zuerst den finanziellen Haushalt in Ordnung bringen, nicht die Finanzschraube anziehen, um Geld hereinzubringen, sondern dann an die Verteidigung denken, wenn wir es uns auch leisten können. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Herren Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister für Landesverteidigung! Ich mache es ungern, aber ich muss Sie leicht korrigieren. Sie haben in Ihren Ausführungen über die Airpower gesagt: Der Eurofighter ist auf gutem Kurs. – Ich möchte das korrigieren und sagen: Nicht nur der Eurofighter ist auf gutem Kurs, sondern diese Bundesregierung ist auf gutem Kurs (Zwischenrufe bei der SPÖ) und die Verteidigungspolitik dieser Bundesregierung ist auf gutem Kurs! (Beifall bei der ÖVP.) Denn während wir, meine sehr geschätzten Damen und Herren, hier ernsthaft über Fragen der Luftraumüberwachung diskutieren, benutzen Sie diese Diskussion wieder einmal, um diese ernst zu nehmende Frage hinwegzublödeln.
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Alfred Schöls (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine Herren Bundesminister! Hohes Haus! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Herr Bundesminister für Landesverteidigung! Ich mache es ungern, aber ich muss Sie leicht korrigieren. Sie haben in Ihren Ausführungen über die Airpower gesagt: Der Eurofighter ist auf gutem Kurs. – Ich möchte das korrigieren und sagen: Nicht nur der Eurofighter ist auf gutem Kurs, sondern diese Bundesregierung ist auf gutem Kurs (Zwischenrufe bei der SPÖ) und die Verteidigungspolitik dieser Bundesregierung ist auf gutem Kurs! (Beifall bei der ÖVP.) Denn während wir, meine sehr geschätzten Damen und Herren, hier ernsthaft über Fragen der Luftraumüberwachung diskutieren, benutzen Sie diese Diskussion wieder einmal, um diese ernst zu nehmende Frage hinwegzublödeln.
Abg. Gradwohl: Was war das jetzt? – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald
Kollege Puswald versteigt sich zu einer Geschichtsfälschung (Abg. Gradwohl: Was war das jetzt? – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald), indem er versucht, uns einzureden, dass Bruno Kreisky den Staatsvertrag verhandelt hätte. Kollegin Lapp erklärt uns, dass der Verteidigungsminister gesagt hat, die Flieger könnten nicht fliegen. All diese Dinge können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Ihnen nicht um die Sache geht. (Abg. Dr. Pilz: Das ist enttäuschend!) Das haben Sie auch in der letzten Sitzung des Rechnungshofausschusses wieder bewiesen. (Abg. Gaál: Schöls übertreibt! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Pilz: Das ist enttäuschend!
Kollege Puswald versteigt sich zu einer Geschichtsfälschung (Abg. Gradwohl: Was war das jetzt? – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald), indem er versucht, uns einzureden, dass Bruno Kreisky den Staatsvertrag verhandelt hätte. Kollegin Lapp erklärt uns, dass der Verteidigungsminister gesagt hat, die Flieger könnten nicht fliegen. All diese Dinge können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Ihnen nicht um die Sache geht. (Abg. Dr. Pilz: Das ist enttäuschend!) Das haben Sie auch in der letzten Sitzung des Rechnungshofausschusses wieder bewiesen. (Abg. Gaál: Schöls übertreibt! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Gaál: Schöls übertreibt! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Kollege Puswald versteigt sich zu einer Geschichtsfälschung (Abg. Gradwohl: Was war das jetzt? – Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald), indem er versucht, uns einzureden, dass Bruno Kreisky den Staatsvertrag verhandelt hätte. Kollegin Lapp erklärt uns, dass der Verteidigungsminister gesagt hat, die Flieger könnten nicht fliegen. All diese Dinge können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Ihnen nicht um die Sache geht. (Abg. Dr. Pilz: Das ist enttäuschend!) Das haben Sie auch in der letzten Sitzung des Rechnungshofausschusses wieder bewiesen. (Abg. Gaál: Schöls übertreibt! – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Gaál: Deine Zeit ist abgelaufen!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe schon Verständnis, dass Ihnen vielleicht die Überwachung des Luftraumes beim Katholikentag nicht wirklich ein Anliegen ist. Ich habe auch Verständnis dafür, dass Ihnen vielleicht die Überwachung des Luftraumes bei Großraumsportveranstaltungen kein Anliegen ist. (Abg. Gaál: Deine Zeit ist abgelaufen!) Aber das Bedrohungsszenario bilden heute nicht mehr die kriegsführenden Mächte – wie das Herr Kollege Kräuter am Beginn seiner Rede gesagt hat –, sondern der Angriff auf das World Trade Center und andere Dinge. (Abg. Gradwohl: Genau! Die Amerikaner!)
Abg. Gradwohl: Genau! Die Amerikaner!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich habe schon Verständnis, dass Ihnen vielleicht die Überwachung des Luftraumes beim Katholikentag nicht wirklich ein Anliegen ist. Ich habe auch Verständnis dafür, dass Ihnen vielleicht die Überwachung des Luftraumes bei Großraumsportveranstaltungen kein Anliegen ist. (Abg. Gaál: Deine Zeit ist abgelaufen!) Aber das Bedrohungsszenario bilden heute nicht mehr die kriegsführenden Mächte – wie das Herr Kollege Kräuter am Beginn seiner Rede gesagt hat –, sondern der Angriff auf das World Trade Center und andere Dinge. (Abg. Gradwohl: Genau! Die Amerikaner!)
Abg. Dr. Pilz: Die Bundesregierung!
Herr Kollege Pilz hat ja aus den Diskussionen der letzten Tage auch Erfahrungen, wo Bedrohungsbilder entstehen: Das sind nicht die Staaten! (Abg. Dr. Pilz: Die Bundesregierung!) Daher haben wir als Republik die Verantwortung auch für die Luftraumüberwachung zu übernehmen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ihr Verhalten hat wieder zwei Dinge gezeigt: Es geht Ihnen nicht um die Sache, und es geht – das hat die Diskussion im Rechnungshofausschuss, die wir fortgesetzt haben, gezeigt – in dieser Republik auch ohne Sie! Passen Sie nur auf, dass das nicht auch der Wähler bei der nächsten Nationalratswahl merkt! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das ist ein kleiner Unterschied!
Abgeordneter Christian Faul (SPÖ): Sehr verehrte Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Herr Bundesminister! Ich hätte eigentlich gerne den Herrn Finanzminister etwas ganz Persönliches gefragt. Ich hätte ihn gerne gefragt, was er seinerzeit als leitender Angestellter der Firma Magna mit einem Mitarbeiter gemacht hätte, Herr Kollege Scheibner, den er beauftragt hätte, ein Bestbieterangebot für ein Firmenauto zu erstellen (Abg. Scheibner: Das ist ein kleiner Unterschied!), und der
Beifall bei der SPÖ.
Mitarbeiter wäre gekommen und hätte gesagt: Herr Grasser, klasse, ich habe das erwischt! Ich weiß zwar nicht, was das Beste ist, aber in 18 Monatsraten hätten wir den Typ B! Das wäre doch toll! – Wissen Sie, was er gemacht hätte? Wenn Grasser ihn nicht hinausgeworfen hätte, dann hätte Onkel Frank diesen Mitarbeiter mit dem nassen Fetzen verjagt und ihm gesagt: Wissen Sie, was? Ich will einmal einen Preis wissen! Ich möchte meinen Nettopreis haben! (Beifall bei der SPÖ.) Und nach diesem Nettopreis werden wir uns über die Finanzierung schon unterhalten.
Zwischenruf des Abg. Fauland.
In Wirklichkeit sind wir auch der Meinung, dass Sie diese 18 Eurofighter zum Preis von den 24 Stück eingekauft haben. Ich beweise Ihnen auch, warum: Zu diesen reinen Kosten kommen noch die Kosten der Übergangsflugzeuge, das sind 75 Millionen €. 200 Millionen € – Herr Bundesminister, weil Sie so groß reden, was die Finanzierung betrifft – haben Sie dadurch in den Sand gesetzt, dass Sie die Ratenzahlungen später durchführen! Und da wollen Sie uns erzählen, was finanzieren heißt?! – Das passt nicht ganz. Die Zielerfassungen kosten 8,4 Millionen €, der Selbstschutz kostet 44,6 Millionen €, die Bedrohungsbilddarstellung kostet wieder 34 Millionen €, also Summen, Summen, Summen. Und die Pilotenausbildung ist da gar nicht dabei! (Zwischenruf des Abg. Fauland.)
Abg. Fauland: Ja, entwickelt haben sie ihn!
Herr Bundesminister! Deutschland hat große Nachlässe durch geschicktes Verhandeln erreicht! Das ist nicht mehr gegangen, weil Sie sich in Österreich frühzeitig festgebissen haben, und da steckt halt auch etwas dahinter. Die Deutschen haben den gleichen Eurofighter um 25 Millionen pro Stück billiger gekauft als die Österreicher. (Abg. Fauland: Ja, entwickelt haben sie ihn!) Das ist wirklich die Tatsache.
Abg. Scheibner: Aber es lacht keiner!
Und zu den Gegengeschäften: Herr Minister Bartenstein, das ist ja wirklich das größte Märchenbuch! Das gehört zu einer Faschingszeitung umgewandelt, was Sie uns hier immer präsentieren und was Gegengeschäfte gewesen sein sollen. Das waren nahezu alles angebahnte Geschäfte! Auf die Geschäfte mit den Universitäten und den Lehrstunden, die Sie uns darbieten, möchte ich gar nicht eingehen, das ist wirklich mehr als lachhaft. (Abg. Scheibner: Aber es lacht keiner!)
Abg. Scheibner: Sie sollten beim Vergleich mit dem Auto bleiben!
tag bei 28 000 € pro Flugstunde wahrscheinlich nicht leisten können. (Abg. Scheibner: Sie sollten beim Vergleich mit dem Auto bleiben!)
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist rosarot!
Die rote Karte für eure Entscheidung! (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist rosarot!)
Abg. Mag. Gaßner: Mehr kann man dazu nicht sagen!
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein: Frau Präsidentin! Meine geschätzten Kollegen auf der Regierungsbank! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Die Gegengeschäfte sind von Herrn Abgeordnetem Faul gerade kurz, aber doch angesprochen worden: „Märchen“ ... (Abg. Mag. Gaßner: Mehr kann man dazu nicht sagen!) Doch, hören Sie mir zu. Ich sage ein bisschen mehr dazu, und auch etwas in der Sache. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein: Frau Präsidentin! Meine geschätzten Kollegen auf der Regierungsbank! Herr Präsident des Rechnungshofes! Hohes Haus! Die Gegengeschäfte sind von Herrn Abgeordnetem Faul gerade kurz, aber doch angesprochen worden: „Märchen“ ... (Abg. Mag. Gaßner: Mehr kann man dazu nicht sagen!) Doch, hören Sie mir zu. Ich sage ein bisschen mehr dazu, und auch etwas in der Sache. (Zwischenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Abg. Dr. Kräuter: Schon vor der Typenentscheidung ...!
Herr Abgeordneter, ich gehe davon aus, dass Ihnen geläufig ist, dass Airbus Industries eine Tochtergesellschaft von EADS ist, ebenso wie Eurofighter, und dass diese zusammengehören, und zwar im Rahmen des bei weitem größten Luft- und Raumfahrt- und dementsprechend Technologiekonzerns, den es in Europa gibt. Wenn dort investiert wird – noch einmal: aus Ihrem engeren politischen Umfeld! – und Hunderte Jobs geschaffen werden auf Grund der Tatsache, dass man sich weitere Zulieferaufträge erwartet, zum Beispiel zum Airbus A 350, so hat das weder etwas mit Lachhaftigkeit (Abg. Dr. Kräuter: Schon vor der Typenentscheidung ...!) noch mit Fasching, noch mit Märchen zu tun, sondern mit Jobs in der Steiermark. Dass Ihnen, Herr Abgeordneter Kräuter, das relativ gleichgültig ist, wissen wir schon länger. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: ... gegen jede positive Entwicklung, der Herr Kräuter!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: ... gegen jede positive Entwicklung, der Herr Kräuter!
Herr Abgeordneter, ich gehe davon aus, dass Ihnen geläufig ist, dass Airbus Industries eine Tochtergesellschaft von EADS ist, ebenso wie Eurofighter, und dass diese zusammengehören, und zwar im Rahmen des bei weitem größten Luft- und Raumfahrt- und dementsprechend Technologiekonzerns, den es in Europa gibt. Wenn dort investiert wird – noch einmal: aus Ihrem engeren politischen Umfeld! – und Hunderte Jobs geschaffen werden auf Grund der Tatsache, dass man sich weitere Zulieferaufträge erwartet, zum Beispiel zum Airbus A 350, so hat das weder etwas mit Lachhaftigkeit (Abg. Dr. Kräuter: Schon vor der Typenentscheidung ...!) noch mit Fasching, noch mit Märchen zu tun, sondern mit Jobs in der Steiermark. Dass Ihnen, Herr Abgeordneter Kräuter, das relativ gleichgültig ist, wissen wir schon länger. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Grillitsch: ... gegen jede positive Entwicklung, der Herr Kräuter!)
Abg. Dr. Kräuter: ... nicht so sagen ...! – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Ja, das kann man!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sie reden das Land kaputt, und Sie wollen alles hinunterziehen, Herr Abgeordneter Kräuter. Aber das ist ja nicht neu. Das wissen auch Ihre steirischen Parteigenossen (Abg. Dr. Kräuter: ... nicht so sagen ...! – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Ja, das kann man!), und sie haben sich schon daran gewöhnt, ebenso wie auch wir. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Bei dir kann man das so sagen, Herr Kräuter, weil das stimmt! – Gegenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Bei dir kann man das so sagen, Herr Kräuter, weil das stimmt! – Gegenruf des Abg. Dr. Kräuter.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Sie reden das Land kaputt, und Sie wollen alles hinunterziehen, Herr Abgeordneter Kräuter. Aber das ist ja nicht neu. Das wissen auch Ihre steirischen Parteigenossen (Abg. Dr. Kräuter: ... nicht so sagen ...! – Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Ja, das kann man!), und sie haben sich schon daran gewöhnt, ebenso wie auch wir. (Abg. Dipl.-Ing. Missethon: Bei dir kann man das so sagen, Herr Kräuter, weil das stimmt! – Gegenruf des Abg. Dr. Kräuter.)
Abg. Gradwohl: Herr Minister, der Worte sind genug gesprochen! Lassen Sie endlich Taten folgen!
bare ... (Abg. Gradwohl: Herr Minister, der Worte sind genug gesprochen! Lassen Sie endlich Taten folgen!)
Abg. Dr. Kräuter: Das war ja schon vorher abgeschlossen, Herr Minister! 14 Jahre ...!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Als ich das damals gelesen habe – „Eintrittsticket in den Klub der europäischen Hochtechnologie“ –, da war ich der Meinung, das ist eine Zukunftsperspektive, und es wird nicht einfach sein, das zu erbringen. Ich war zwar optimistisch, dass es gelingen würde, während der gesamten 15 Jahre Verträge im Gegenwert von 4 Milliarden € abzuschließen; aber es wäre kaum zu glauben gewesen, meine sehr verehrten Damen und Herren, hätten Sie mir gesagt, dass wir letztlich auf der Basis der Eurofighter-Beschaffung und der Offsets ganz signifikante und erfreuliche Zulieferungen für das modernste Passagierflugzeug der Welt, nämlich für den Airbus A 380, bekommen werden. (Abg. Dr. Kräuter: Das war ja schon vorher abgeschlossen, Herr Minister! 14 Jahre ...!)
Abg. Dr. Kräuter: Lesen Sie nach!
Reden Sie mit Herrn Stephan! Das ist der Geschäftsführer des Herrn Androsch bei FACC. Da helfen auch noch so nervöse Handbewegungen nichts, Herr Kräuter (Abg. Dr. Kräuter: Lesen Sie nach!), das ist das schlechte Gewissen oder Ihre Unwissenheit oder eine Kombination von beidem. Herr Androsch, FACC und ich, wir wissen es besser! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Reden Sie mit Herrn Stephan! Das ist der Geschäftsführer des Herrn Androsch bei FACC. Da helfen auch noch so nervöse Handbewegungen nichts, Herr Kräuter (Abg. Dr. Kräuter: Lesen Sie nach!), das ist das schlechte Gewissen oder Ihre Unwissenheit oder eine Kombination von beidem. Herr Androsch, FACC und ich, wir wissen es besser! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Kräuter: Wenn wir im Ausland ...!
Aber noch einmal: Airbus A 380, das klang schon ganz gut, etwa 700 Millionen € war das Vertragsvolumen. Als dann vor einigen Monaten noch MAN-Militärtrucks für die British Army dazukamen, auch auf der Basis von Gegengeschäften, ein Volumen, das nominal noch höher liegt, aber ... (Abg. Dr. Kräuter: Wenn wir im Ausland ...!) War auch schon früher? – Was Sie nicht alles wissen, sehr geehrter Herr Abgeordneter. (Abg. Murauer: Walter glauben wir nicht, gell! – Abg. Schopf: Vorher abgeschlossen war das! – Abg. Scheibner: Nicht einmal sich selber glaubt er!)
Abg. Murauer: Walter glauben wir nicht, gell! – Abg. Schopf: Vorher abgeschlossen war das! – Abg. Scheibner: Nicht einmal sich selber glaubt er!
Aber noch einmal: Airbus A 380, das klang schon ganz gut, etwa 700 Millionen € war das Vertragsvolumen. Als dann vor einigen Monaten noch MAN-Militärtrucks für die British Army dazukamen, auch auf der Basis von Gegengeschäften, ein Volumen, das nominal noch höher liegt, aber ... (Abg. Dr. Kräuter: Wenn wir im Ausland ...!) War auch schon früher? – Was Sie nicht alles wissen, sehr geehrter Herr Abgeordneter. (Abg. Murauer: Walter glauben wir nicht, gell! – Abg. Schopf: Vorher abgeschlossen war das! – Abg. Scheibner: Nicht einmal sich selber glaubt er!)
Beifall bei der ÖVP.
nicht etwa nach der Hälfte dieser 15 Jahre, sondern in Wirklichkeit schon ein oder zwei Jahre, nachdem die Entscheidungen gefallen sind! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Kräuter blättert in einer Broschüre
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Was Herr Abgeordneter Gahr sehr schön herausgearbeitet hat, ist: Es sind nicht nur die Großen, die MANs und die FACCs, sondern es sind auch die Mittelständler in Tirol, in der Steiermark, in Niederösterreich, überhaupt in ganz Österreich, die abgeschlossen haben. Ich kann Ihnen sagen, dass von den 87 Unternehmungen – es interessiert Sie auch das nicht, Herr Abgeordneter Kräuter (Abg. Dr. Kräuter blättert in einer Broschüre), ich weiß das, aber ich sage es Ihnen trotzdem (Abg. Dr. Kräuter: Wie kommen Sie darauf?) –, dass von den 87 Unternehmungen, deren Gegengeschäfte mit Eurofighter und EADS wir für die erste Jahrestranche zum 30. Mai 2003 anerkannt haben, 47 KMUs – mittelständische Unternehmungen, Herr Abgeordneter Stummvoll – sind, und 40 andere im Regelfall größere. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo!) Und das bei einem anerkannten Volumen von 190 Millionen €! Das ist schon abgearbeitet, das sind erfüllte Verträge, und das ist schon ein bemerkenswerter Anfang gewesen.
Abg. Dr. Kräuter: Wie kommen Sie darauf?
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Was Herr Abgeordneter Gahr sehr schön herausgearbeitet hat, ist: Es sind nicht nur die Großen, die MANs und die FACCs, sondern es sind auch die Mittelständler in Tirol, in der Steiermark, in Niederösterreich, überhaupt in ganz Österreich, die abgeschlossen haben. Ich kann Ihnen sagen, dass von den 87 Unternehmungen – es interessiert Sie auch das nicht, Herr Abgeordneter Kräuter (Abg. Dr. Kräuter blättert in einer Broschüre), ich weiß das, aber ich sage es Ihnen trotzdem (Abg. Dr. Kräuter: Wie kommen Sie darauf?) –, dass von den 87 Unternehmungen, deren Gegengeschäfte mit Eurofighter und EADS wir für die erste Jahrestranche zum 30. Mai 2003 anerkannt haben, 47 KMUs – mittelständische Unternehmungen, Herr Abgeordneter Stummvoll – sind, und 40 andere im Regelfall größere. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo!) Und das bei einem anerkannten Volumen von 190 Millionen €! Das ist schon abgearbeitet, das sind erfüllte Verträge, und das ist schon ein bemerkenswerter Anfang gewesen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Was Herr Abgeordneter Gahr sehr schön herausgearbeitet hat, ist: Es sind nicht nur die Großen, die MANs und die FACCs, sondern es sind auch die Mittelständler in Tirol, in der Steiermark, in Niederösterreich, überhaupt in ganz Österreich, die abgeschlossen haben. Ich kann Ihnen sagen, dass von den 87 Unternehmungen – es interessiert Sie auch das nicht, Herr Abgeordneter Kräuter (Abg. Dr. Kräuter blättert in einer Broschüre), ich weiß das, aber ich sage es Ihnen trotzdem (Abg. Dr. Kräuter: Wie kommen Sie darauf?) –, dass von den 87 Unternehmungen, deren Gegengeschäfte mit Eurofighter und EADS wir für die erste Jahrestranche zum 30. Mai 2003 anerkannt haben, 47 KMUs – mittelständische Unternehmungen, Herr Abgeordneter Stummvoll – sind, und 40 andere im Regelfall größere. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Stummvoll: Bravo!) Und das bei einem anerkannten Volumen von 190 Millionen €! Das ist schon abgearbeitet, das sind erfüllte Verträge, und das ist schon ein bemerkenswerter Anfang gewesen.
Abg. Gradwohl: Eingeschränkt oder transparent? Beides geht nicht! Was jetzt?
Hohes Haus! Ich fasse zusammen. (Abg. Gradwohl: Eingeschränkt oder transparent? Beides geht nicht! Was jetzt?) Ich meine, dass in dieser Perspektive – „4-Milliarden-Ticket in den Klub der europäischen Hochtechnologie“ – Österreichs Unternehmungen heute schon mehr holen können, als ich zu hoffen gewagt hätte. Das könnte und sollte in dieser Tonart weitergehen, und es ist dies ein ganz, ganz wichtiger Teil- und Nebenaspekt des militärischen Beschaffungsprojektes Eurofighter, für dieses Land, für seine
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Betriebe und vor allem für seine Arbeitsplätze! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kräuter: Zumindest keine Eurofighter!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Regierung! Herr Präsident des Rechnungshofes! Wenn ich in den letzten Wochen und Monaten den Kollegen Kräuter richtig verstanden habe, will er keine Abfangjäger. Ist das richtig, Herr Kollege Kräuter? (Abg. Dr. Kräuter: Zumindest keine Eurofighter!) – Aha, das ist ja schon einmal interessant. Es ist offensichtlich nur der falsche Typ. (Abg. Gaál: Das war immer die Position!)
Abg. Gaál: Das war immer die Position!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Hannes Missethon (ÖVP): Frau Präsidentin! Geschätzte Mitglieder der Regierung! Herr Präsident des Rechnungshofes! Wenn ich in den letzten Wochen und Monaten den Kollegen Kräuter richtig verstanden habe, will er keine Abfangjäger. Ist das richtig, Herr Kollege Kräuter? (Abg. Dr. Kräuter: Zumindest keine Eurofighter!) – Aha, das ist ja schon einmal interessant. Es ist offensichtlich nur der falsche Typ. (Abg. Gaál: Das war immer die Position!)
Abg. Dr. Kräuter: ... Leasing-Jets! Dann brauchen wir keine Eurofighter!
Aber bleiben wir einmal bei deiner Position, du hast ja die Eurofighter heftig bekämpft. (Abg. Dr. Kräuter: ... Leasing-Jets! Dann brauchen wir keine Eurofighter!) Ich denke mir, wir sollten schon einmal ernsthaft darüber diskutieren: Was hat es für Konsequenzen, wenn sich Herr Kräuter durchsetzt? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Erstens hat das die Konsequenz, dass der Luftraum nicht überwacht wird. (Abg. Dr. Kräuter: Wir haben ja Leasing-Jets!) Zum Zweiten hat es zur Konsequenz, dass wir die Gegengeschäfte im Umfang von 4 Milliarden nicht lukrieren können.
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Aber bleiben wir einmal bei deiner Position, du hast ja die Eurofighter heftig bekämpft. (Abg. Dr. Kräuter: ... Leasing-Jets! Dann brauchen wir keine Eurofighter!) Ich denke mir, wir sollten schon einmal ernsthaft darüber diskutieren: Was hat es für Konsequenzen, wenn sich Herr Kräuter durchsetzt? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Erstens hat das die Konsequenz, dass der Luftraum nicht überwacht wird. (Abg. Dr. Kräuter: Wir haben ja Leasing-Jets!) Zum Zweiten hat es zur Konsequenz, dass wir die Gegengeschäfte im Umfang von 4 Milliarden nicht lukrieren können.
Abg. Dr. Kräuter: Wir haben ja Leasing-Jets!
Aber bleiben wir einmal bei deiner Position, du hast ja die Eurofighter heftig bekämpft. (Abg. Dr. Kräuter: ... Leasing-Jets! Dann brauchen wir keine Eurofighter!) Ich denke mir, wir sollten schon einmal ernsthaft darüber diskutieren: Was hat es für Konsequenzen, wenn sich Herr Kräuter durchsetzt? (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Erstens hat das die Konsequenz, dass der Luftraum nicht überwacht wird. (Abg. Dr. Kräuter: Wir haben ja Leasing-Jets!) Zum Zweiten hat es zur Konsequenz, dass wir die Gegengeschäfte im Umfang von 4 Milliarden nicht lukrieren können.
Abg. Gradwohl: Schau, schau!
Herr Kollege Kräuter! Du bist ja quasi der Adjutant von Herrn Landeshauptmann-Stellvertreter Voves, der erste Adjutant. (Abg. Gradwohl: Schau, schau!) Ich gehe davon aus, dass deine Position, dass du die Eurofighter bekämpfst, auch einem Auftrag des Herrn Voves entspricht. Wenn die Eurofighter nicht kommen, hat das für den Standort Zeltweg die Konsequenz, dass der Standort Zeltweg tot ist. Der ist geschlossen, geschätzte Kollegen! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Tausend Jobs! – Abg. Grillitsch: Mehr! – Abg. Murauer – in Richtung SPÖ –: Das wisst’s eh!)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Tausend Jobs! – Abg. Grillitsch: Mehr! – Abg. Murauer – in Richtung SPÖ –: Das wisst’s eh!
Herr Kollege Kräuter! Du bist ja quasi der Adjutant von Herrn Landeshauptmann-Stellvertreter Voves, der erste Adjutant. (Abg. Gradwohl: Schau, schau!) Ich gehe davon aus, dass deine Position, dass du die Eurofighter bekämpfst, auch einem Auftrag des Herrn Voves entspricht. Wenn die Eurofighter nicht kommen, hat das für den Standort Zeltweg die Konsequenz, dass der Standort Zeltweg tot ist. Der ist geschlossen, geschätzte Kollegen! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Tausend Jobs! – Abg. Grillitsch: Mehr! – Abg. Murauer – in Richtung SPÖ –: Das wisst’s eh!)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist schon interessant, dass diese Forderung von der SPÖ kommt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ihr wollt – und ich muss euch das ganz konkret vorwerfen – 720 hoch qualifizierte Arbeitsplätze wegbekommen. (Abg. Murauer: Na bravo!) Nicht dazubekommen, sondern wegbekommen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Na bravo!
Es ist schon interessant, dass diese Forderung von der SPÖ kommt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ihr wollt – und ich muss euch das ganz konkret vorwerfen – 720 hoch qualifizierte Arbeitsplätze wegbekommen. (Abg. Murauer: Na bravo!) Nicht dazubekommen, sondern wegbekommen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Es ist schon interessant, dass diese Forderung von der SPÖ kommt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ihr wollt – und ich muss euch das ganz konkret vorwerfen – 720 hoch qualifizierte Arbeitsplätze wegbekommen. (Abg. Murauer: Na bravo!) Nicht dazubekommen, sondern wegbekommen! (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ
Ich sage Ihnen, was wir wollen, damit Sie auch den Unterschied sehen: Wir wollen, dass der Eurofighter kommt. Wir wollen, dass alle 18 Eurofighter nach Zeltweg kommen (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), weil dadurch gesichert ist, dass zu den bestehenden 720 Mitarbeitern im Fliegerhorst Zeltweg 200 Mitarbeiter dazukommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage Ihnen, was wir wollen, damit Sie auch den Unterschied sehen: Wir wollen, dass der Eurofighter kommt. Wir wollen, dass alle 18 Eurofighter nach Zeltweg kommen (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ), weil dadurch gesichert ist, dass zu den bestehenden 720 Mitarbeitern im Fliegerhorst Zeltweg 200 Mitarbeiter dazukommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: Sehr bescheidener Applaus!
Diese Investition sichert den Standort Zeltweg für die nächsten 30 Jahre ab, und zwar in einem Technologiefeld, das wir in Wirklichkeit ganz selten vorfinden. Das ist für die Steiermark wichtig, damit wir weiterhin das hohe Wirtschaftswachstum und die hohe F&E-Quote beibehalten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Johann Moser: Sehr bescheidener Applaus!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsfraktionen! Ich frage Sie: Wenn Bundeskanzler Schüssel sagt, man solle einen Blick auf den Vertragstext werfen und man solle darin nachlesen, wieso wehren Sie sich dann mit Händen und Füßen dagegen, dass wir Einblick in diesen Vertrag nehmen können? – Wir von der sozialdemokratischen Fraktion und auch die Grünen haben sehr großes Interesse daran, den Vertrag nicht nur zu lesen, sondern ihn auch zu studieren. Wir haben auch ein Recht darauf; davon ist ja heute auch schon ausführlich hier die Rede gewesen. (Beifall bei der SPÖ.) Wenn Sie ein reines Gewissen haben und wenn Sie so viel Wert auf Transparenz legen, dann werden Sie uns diesen Vertrag auch vorlegen können.
Beifall bei der SPÖ.
Insgesamt sind sehr viele Fragen offen geblieben, die von Ihnen nicht beantwortet worden sind, nicht zufrieden stellend beantwortet worden sind. All jene, die für die Beschaffung dieser Eurofighter aufkommen müssen, die SteuerzahlerInnen, erhalten auch keine ausreichenden Antworten. Ich bin mir aber sicher, dass Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, spätestens im Herbst 2006 die Rechnung dafür präsentiert bekommen werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Gaßner: Spitze! Eine großartige Leistung!
Im Zusammenhang mit den Ausführungen des Herrn Bundesministers für Finanzen möchte ich kurz anführen: Er hat darauf hingewiesen, dass es gerade auch im kaufmännischen Bereich, sprich: im Rahmen der Gestaltung des finanztechnischen Teiles, zu einer Reduktion des Preises gekommen ist. Ich habe es bereits erwähnt: Es betrifft dies die 126 Millionen €, verursacht durch den Einredeverzicht, durch die Deckungsklausel und durch die Haftungshöchstgrenze. Der Einredeverzicht bewirkt, dass der Finanzierungsvorgang vom eigentlich zu Grunde liegenden Beschaffungsvorgang losgelöst wird. Es ist festgelegt worden, dass die unbedingte und uneingeschränkte Zahlungsverpflichtung der Republik Österreich auch im Falle einer rechtswirksamen Aufhebung des Vertrags aus welchem Grund auch immer weiter bestehen bleibt. Das heißt in diesem Fall, dass durch den Einredeverzicht das Erfüllungsrisiko von der Firma Eurofighter an die Republik Österreich übergegangen ist, also, dass die Republik Österreich für den Mangel der Erfüllung beziehungsweise die Nichterfüllung zur Verantwortung gezogen werden kann. (Abg. Mag. Gaßner: Spitze! Eine großartige Leistung!) Das bedeutet auch, dass im Falle der Leistungsverweigerung beziehungsweise nicht vertragsgemäßer Leistung die Kaufpreisraten weiter zu bezahlen sind, aber die Republik Österreich natürlich die Möglichkeit hat, sich einen allfälligen Schaden bei der Firma Eurofighter mit Schadenersatz- beziehungsweise Bereicherungsklagen zurückzuholen.
Abg. Gaál: Gar nichts haben sie einbekannt!
Abschließend möchte ich mich bei den Regierungsmitgliedern bedanken, dass sie einbekannt haben, dass die Empfehlungen des Rechnungshofes umgesetzt werden. (Abg. Gaál: Gar nichts haben sie einbekannt!) Im Zusammenhang damit möchte ich mich auch bei den Mitarbeitern bedanken, die gerade die Prüfung dieses Beschaffungsvorgangs im Zeitraum von 1993 bis dato mit großer Intensität und großem Arbeitseinsatz erledigt haben. – Ich danke. (Allgemeiner Beifall.)
Allgemeiner Beifall.
Abschließend möchte ich mich bei den Regierungsmitgliedern bedanken, dass sie einbekannt haben, dass die Empfehlungen des Rechnungshofes umgesetzt werden. (Abg. Gaál: Gar nichts haben sie einbekannt!) Im Zusammenhang damit möchte ich mich auch bei den Mitarbeitern bedanken, die gerade die Prüfung dieses Beschaffungsvorgangs im Zeitraum von 1993 bis dato mit großer Intensität und großem Arbeitseinsatz erledigt haben. – Ich danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
Drittens zur Typenentscheidung: Es ist so, dass wir damit ein Gerät der vierten Generation beschaffen. Das heißt, es ist am letzten Stand der Technik, und das eigentlich zu einem Preis der zweiten Generation. Meines Erachtens ist es den Verhandlern wirklich gelungen, einen äußerst günstigen Preis zu erzielen. Wenn ich dann noch bedenke, dass die Gesamtanschaffung jeden österreichischen Bürger in etwa 250 € kostet, dann meine ich, dass die Sicherheit das absolut wert ist. Als Ausgleich erhält der Bürger dafür auch noch in etwa 500 € an Wertschöpfung. Ich kann also dem Entscheidungsträger für diese Beschaffung nur herzlich gratulieren. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Murauer: Ja, wahrscheinlich!
Abgeordneter Ing. Erwin Kaipel (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Präsident des Rechnungshofes! Regierungsmitglieder! Meine Damen und Herren! Mit dieser Politik des Vertuschens untergraben Sie die Funktion des Parlaments. Paradefall war zweifellos die letzte Sitzung des Rechnungshofausschusses. Die Öffentlichkeit, die von uns beantragt wurde, abzulehnen, lässt schon die Frage aufkommen, warum dies geschah. Wahrscheinlich haben Sie etwas zu verbergen, wenn Sie das ablehnen. (Abg. Murauer: Ja, wahrscheinlich!)
Abg. Scheibner: Moment! Formulieren Sie ein bissl gemäßigter!
Abgeordneter Neudeck hat gemeint, es reiche, wenn der Rechnungshof prüft. Wir schätzen die Aufgabe und die Arbeit des Rechnungshofes sehr, aber wenn das alleine reichen soll, dann haben wir schon die Frage nach der parlamentarischen Kontrolle zu stellen. Wenn Sie, Herr Neudeck, Steigbügelhalter für diese Vertuschung sein wollen, dann können Sie das sein, aber wir wollen Aufklärung. (Abg. Scheibner: Moment! Formulieren Sie ein bissl gemäßigter!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Nichts als Ungereimtheiten also, die es aufzuklären gilt. Meine Damen und Herren, wenn Sie frei von jeden Verdacht sein wollen, dann haben Sie Handlungsbedarf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Im Namen der Salzburger Wirtschaft bedanke ich mich auch für den Einsatz des Bundesministers bei den Gegengeschäften vor allem für die Firma Palfinger und die Firma Naue & Naue, die in Radstadt, an der Grenze zu Steiermark beheimatet ist und über 400 Mitarbeiter beschäftigt. Dank des Engagements des Bundesministers ist es dort geschafft worden, letztendlich auch aus den Gegengeschäften, vor allem aus dem MAN-Auftrag, für das Heer in Großbritannien Fahrzeugteile zu produzieren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schöls: Hast du es nötig, dass du dich so verstellst?
angeführt. Eine Begründung müssen Sie mir oder dem Hohen Haus noch erklären: Sie sagten, das würde gegen NATO-Secret verstoßen. Jetzt haben Sie heute erklärt, der Eurofighter ist ein europäisches Produkt. Was heißt das jetzt? Sind wir beim Kauf von Abfangjägern an NATO-Bedingungen gebunden? Warum sollten wir uns jetzt an diese Dinge halten müssen? (Abg. Schöls: Hast du es nötig, dass du dich so verstellst?) Das ist wenigstens eine Erklärung, die Sie uns schuldig sind, wenn Sie schon behaupten, Sie hätten uns bereits alles erklärt. (Abg. Schöls: Nein, dass du dich so verstellst! – Zwischenruf des Abg. Fauland.)
Abg. Schöls: Nein, dass du dich so verstellst! – Zwischenruf des Abg. Fauland.
angeführt. Eine Begründung müssen Sie mir oder dem Hohen Haus noch erklären: Sie sagten, das würde gegen NATO-Secret verstoßen. Jetzt haben Sie heute erklärt, der Eurofighter ist ein europäisches Produkt. Was heißt das jetzt? Sind wir beim Kauf von Abfangjägern an NATO-Bedingungen gebunden? Warum sollten wir uns jetzt an diese Dinge halten müssen? (Abg. Schöls: Hast du es nötig, dass du dich so verstellst?) Das ist wenigstens eine Erklärung, die Sie uns schuldig sind, wenn Sie schon behaupten, Sie hätten uns bereits alles erklärt. (Abg. Schöls: Nein, dass du dich so verstellst! – Zwischenruf des Abg. Fauland.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Herr damaliger Verteidigungsminister! Der Rechnungshof fragt, wie das mit dieser Option ausschaut. Das steht im Bericht drinnen. Wo ist diese Option geblieben? Gibt es Nebenvereinbarungen? Können wir die kaufen? Müssen wir die unter Umständen dann irgendwann einmal kaufen? Ich frage mich deswegen, ob wir sie kaufen müssen, weil im Rechnungshofbericht auch drinnen steht, dass die Regierung im Juli 2002 entschieden hat: Ja, wir kaufen diese Eurofighter! Die Entscheidungsgrundlage dafür war – wie heißt das so schön? – ein operativ-taktisches Konzept des Verteidigungsministeriums, und dieses Konzept sagt aus, dass für eine umfassende Luftraumverteidigung in Friedenszeiten 24 Maschinen notwendig sind. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Scheibner: Sie müssen wissen, was Luftraumverteidigung heißt!
Seither gibt es – das hat auch der Rechnungshof festgestellt – kein anderes Konzept. Das heißt für mich schlüssigerweise, dass mit 18 Maschinen unser Luftraum nicht sicher genug verteidigt werden kann. Ihr Konzept! Sie, Herr Scheibner, waren damals Verteidigungsminister. (Abg. Scheibner: Sie müssen wissen, was Luftraumverteidigung heißt!) Zeigen Sie uns dieses neue Konzept oder sagen Sie uns, wie Sie denn das mit diesen 18 machen wollen! Oder brauchen wir vielleicht ohnehin nur zwölf oder neun? Vielleicht genügen die, um die Olympiade zu schützen. (Abg. Scheibner: Ich habe Ihnen das erklärt! Sie hätten nur zuhören müssen!)
Abg. Scheibner: Ich habe Ihnen das erklärt! Sie hätten nur zuhören müssen!
Seither gibt es – das hat auch der Rechnungshof festgestellt – kein anderes Konzept. Das heißt für mich schlüssigerweise, dass mit 18 Maschinen unser Luftraum nicht sicher genug verteidigt werden kann. Ihr Konzept! Sie, Herr Scheibner, waren damals Verteidigungsminister. (Abg. Scheibner: Sie müssen wissen, was Luftraumverteidigung heißt!) Zeigen Sie uns dieses neue Konzept oder sagen Sie uns, wie Sie denn das mit diesen 18 machen wollen! Oder brauchen wir vielleicht ohnehin nur zwölf oder neun? Vielleicht genügen die, um die Olympiade zu schützen. (Abg. Scheibner: Ich habe Ihnen das erklärt! Sie hätten nur zuhören müssen!)
Abg. Neudeck: Platter heißt der Herr Minister!
Jetzt frage ich mich aber, was denn die folgende Aussage soll, die ich immer wieder von der Regierungsbank aus, vom Minister Plattner, vom Finanzminister und von anderen Regierungsmitgliedern, gehört habe – (Abg. Neudeck: Platter heißt der Herr Minister!) Platter; Entschuldigung, Herr Bundesminister! –: Wir haben diese Reduzierung deswegen vornehmen müssen, weil das Hochwasser gekommen ist und weil dadurch eben für die Hochwasseropfer so viel getan werden muss! (Abg. Neudeck: Von Ihnen ist das gesagt worden! – Abg. Scheibner: Wer hat das gesagt?) Sie haben es da gesagt. (Abg. Scheibner: Das hat kein Mensch gesagt!) Sie haben es hier gesagt. Platter hat es hier gesagt. Aber was stellen wir fest? – Es war gar nicht mehr möglich, 24 zu kaufen, sondern nur sechs. (Abg. Neudeck: Sechs? Sie sagen sechs? Wir kaufen 18!)
Abg. Neudeck: Von Ihnen ist das gesagt worden! – Abg. Scheibner: Wer hat das gesagt?
Jetzt frage ich mich aber, was denn die folgende Aussage soll, die ich immer wieder von der Regierungsbank aus, vom Minister Plattner, vom Finanzminister und von anderen Regierungsmitgliedern, gehört habe – (Abg. Neudeck: Platter heißt der Herr Minister!) Platter; Entschuldigung, Herr Bundesminister! –: Wir haben diese Reduzierung deswegen vornehmen müssen, weil das Hochwasser gekommen ist und weil dadurch eben für die Hochwasseropfer so viel getan werden muss! (Abg. Neudeck: Von Ihnen ist das gesagt worden! – Abg. Scheibner: Wer hat das gesagt?) Sie haben es da gesagt. (Abg. Scheibner: Das hat kein Mensch gesagt!) Sie haben es hier gesagt. Platter hat es hier gesagt. Aber was stellen wir fest? – Es war gar nicht mehr möglich, 24 zu kaufen, sondern nur sechs. (Abg. Neudeck: Sechs? Sie sagen sechs? Wir kaufen 18!)
Abg. Scheibner: Das hat kein Mensch gesagt!
Jetzt frage ich mich aber, was denn die folgende Aussage soll, die ich immer wieder von der Regierungsbank aus, vom Minister Plattner, vom Finanzminister und von anderen Regierungsmitgliedern, gehört habe – (Abg. Neudeck: Platter heißt der Herr Minister!) Platter; Entschuldigung, Herr Bundesminister! –: Wir haben diese Reduzierung deswegen vornehmen müssen, weil das Hochwasser gekommen ist und weil dadurch eben für die Hochwasseropfer so viel getan werden muss! (Abg. Neudeck: Von Ihnen ist das gesagt worden! – Abg. Scheibner: Wer hat das gesagt?) Sie haben es da gesagt. (Abg. Scheibner: Das hat kein Mensch gesagt!) Sie haben es hier gesagt. Platter hat es hier gesagt. Aber was stellen wir fest? – Es war gar nicht mehr möglich, 24 zu kaufen, sondern nur sechs. (Abg. Neudeck: Sechs? Sie sagen sechs? Wir kaufen 18!)
Abg. Neudeck: Sechs? Sie sagen sechs? Wir kaufen 18!
Jetzt frage ich mich aber, was denn die folgende Aussage soll, die ich immer wieder von der Regierungsbank aus, vom Minister Plattner, vom Finanzminister und von anderen Regierungsmitgliedern, gehört habe – (Abg. Neudeck: Platter heißt der Herr Minister!) Platter; Entschuldigung, Herr Bundesminister! –: Wir haben diese Reduzierung deswegen vornehmen müssen, weil das Hochwasser gekommen ist und weil dadurch eben für die Hochwasseropfer so viel getan werden muss! (Abg. Neudeck: Von Ihnen ist das gesagt worden! – Abg. Scheibner: Wer hat das gesagt?) Sie haben es da gesagt. (Abg. Scheibner: Das hat kein Mensch gesagt!) Sie haben es hier gesagt. Platter hat es hier gesagt. Aber was stellen wir fest? – Es war gar nicht mehr möglich, 24 zu kaufen, sondern nur sechs. (Abg. Neudeck: Sechs? Sie sagen sechs? Wir kaufen 18!)
Beifall bei der SPÖ.
sechs Flieger weniger gekauft haben. Wir können uns das nicht leisten! Und da sind Sie sehr spät draufgekommen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Dazu braucht es aber nicht die sündteuren Eurofighter! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Gaál –: Toni, aus Schaden wird man klug!
Eine der zentralen Fragen der Evaluierungskommission beim letzten Mal – sprich bei der letzten Bewerbung Salzburgs für die Olympischen Spiele – war: Können wir die Luftraumüberwachung gewährleisten, ja oder nein? Das ist tatsächlich so: Nur wenn das gewährleistet ist – danke, Herr Verteidigungsminister, danke für die Anwesenheit heute –, nur dann sagt das IOC, ja, das sind sichere Spiele. Das auch abseits von Parteitaktik und sonstigen Dingen. Es ist die Wahrheit und sonst gar nichts. – Soweit Bürgermeister Schaden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Gaál: Dazu braucht es aber nicht die sündteuren Eurofighter! – Abg. Mag. Molterer – in Richtung des Abg. Gaál –: Toni, aus Schaden wird man klug!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Fazit des Ganzen: Die Finanzierung ist kein Skandal, sondern professionelle Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Das haben wir schon viermal gehört!
Wir haben im Ausschuss den Verteidigungsminister gefragt, warum er uns den Vertrag nicht vorlegen könne, und seine Antwort war: die Amtsverschwiegenheit. (Abg. Neudeck: Das haben wir schon viermal gehört!)
Ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.
Daraufhin haben wir den Verteidigungsminister ersucht, die Geheimhaltungsklausel vorzulesen. Darauf hat der Verteidigungsminister erklärt, das könne er nicht, weil die Geheimhaltungsklausel geheim sei. (Ironische Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ.)
Abg. Gaál: Das ist geheim!
Darauf habe ich mir die Frage erlaubt, ob er wenigstens, ohne die nationale Sicherheit zu gefährden, bekannt geben könne, wer von Seiten des Verteidigungsministeriums den Vertrag unterschrieben habe. Darauf erklärte der Verteidigungsminister (Abg. Gaál: Das ist geheim!), nein, das könne er nicht, denn das unterliege der Amtsverschwiegenheit. Nicht einmal der Name des unterschreibenden oder unterschrieben habenden Beamten darf dem Nationalrat mitgeteilt werden, weil das Amt grundsätzlich verschwiegen ist. (Abg. Neudeck: Sie wollen ein Zeugenschutzprogramm!)
Abg. Neudeck: Sie wollen ein Zeugenschutzprogramm!
Darauf habe ich mir die Frage erlaubt, ob er wenigstens, ohne die nationale Sicherheit zu gefährden, bekannt geben könne, wer von Seiten des Verteidigungsministeriums den Vertrag unterschrieben habe. Darauf erklärte der Verteidigungsminister (Abg. Gaál: Das ist geheim!), nein, das könne er nicht, denn das unterliege der Amtsverschwiegenheit. Nicht einmal der Name des unterschreibenden oder unterschrieben habenden Beamten darf dem Nationalrat mitgeteilt werden, weil das Amt grundsätzlich verschwiegen ist. (Abg. Neudeck: Sie wollen ein Zeugenschutzprogramm!)
Abg. Gaál: Sehr schonend!
Trotzdem bin ich dem Herrn Präsidenten des Rechnungshofes dankbar, dass er in sehr, sehr höflicher und auf die Regierung Rücksicht nehmender Form einige Kritikpunkte hier aufgezählt hat. (Abg. Gaál: Sehr schonend!) Ich tue es eher in Oppositionsdeutsch und fasse zusammen:
Abg. Murauer: Oh ja!
Ein Allerletztes zur Frage Olympia. Wir brauchen ja offensichtlich nach der neuesten Argumentation der Bundesregierung kein Luftraumüberwachungsflugzeug mehr, sondern ein Stadionüberwachungsflugzeug. Die Frage ist, ob rein technisch der Eurofighter als Stadionüberwachungsflugzeug geeignet ist. (Abg. Murauer: Oh ja!) Er hat nämlich eine problematische Eigenschaft: Als modernstes Kampfflugzeug Europas fliegt er zu schnell für die Stadionüberwachung. (Abg. Murauer: Über ein Stadion fliegt er halt langsamer!) Da es hier um die Überwachung relativ kleiner Objekte geht, haben militärische Experten festgestellt: Wenn der Eurofighter in Stadionüberwachungsgeschwindigkeit fliegt, kommt er in eine instabile Lage und droht im Extremfall auf die
Abg. Murauer: Über ein Stadion fliegt er halt langsamer!
Ein Allerletztes zur Frage Olympia. Wir brauchen ja offensichtlich nach der neuesten Argumentation der Bundesregierung kein Luftraumüberwachungsflugzeug mehr, sondern ein Stadionüberwachungsflugzeug. Die Frage ist, ob rein technisch der Eurofighter als Stadionüberwachungsflugzeug geeignet ist. (Abg. Murauer: Oh ja!) Er hat nämlich eine problematische Eigenschaft: Als modernstes Kampfflugzeug Europas fliegt er zu schnell für die Stadionüberwachung. (Abg. Murauer: Über ein Stadion fliegt er halt langsamer!) Da es hier um die Überwachung relativ kleiner Objekte geht, haben militärische Experten festgestellt: Wenn der Eurofighter in Stadionüberwachungsgeschwindigkeit fliegt, kommt er in eine instabile Lage und droht im Extremfall auf die
Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Gaál: Der Schaden leidet Schaden!
Sportstätte zu fallen. (Heiterkeit bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Gaál: Der Schaden leidet Schaden!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Gaál: Da wird der Herr Schaden auch den Schaden haben!
Meine Damen und Herren! Das wollen wir dem olympischen Gedanken nicht zumuten. Deswegen müssen wir auch den olympischen Gedanken und einen möglichen Austragungsort Salzburg vor der Beschaffung der Eurofighter schützen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Gaál: Da wird der Herr Schaden auch den Schaden haben!)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Johann Ledolter (ÖVP): Herr Präsident! Meine Herren Bundesminister! Herr Präsident des Rechnungshofes! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nicht zuletzt durch die kabarettistische Einlage meines Vorredners, aber auch durch den Verlauf der gesamten Debatte ist wiederum einmal transparent geworden, meine Damen und Herren von der Opposition, Sie mögen diese Flugzeuge ganz einfach nicht. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Sie wissen aber ganz genau um die Notwendigkeit und Unverzichtbarkeit der Luftraumüberwachung unserer Republik. Daher versuchen Sie alles, diese Dinge schlecht zu reden, daher versuchen Sie diese Beschaffungsvorgänge schlecht zu reden.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Als Resümee, meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition: Der Eurofighter ist startklar und kann fliegen, die SPÖ kann es immer noch nicht. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Gaál: Das hat der Herr Schüssel gesagt!
Herr Kollege Gaßner! Ich habe mich damals dagegen verwahrt, und es war Ihrer Partei vorbehalten, als Erste zu sagen, jetzt muss man auf die Abfangjägerbeschaffung verzichten, weil man sonst die Hochwasseropfer nicht entschädigen kann. (Abg. Gaál: Das hat der Herr Schüssel gesagt!) Sie wissen ganz genau, dass die erste Rate für den Abfangjäger noch nicht fällig ist, bis heute nicht fällig ist, die Hochwasseropfer aber bereits entschädigt sind.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber den Vergleich und die Angstmache damals, dass man gesagt hat, die Regierung hat zwar Geld für Abfangjäger, aber nicht für die Flutopfer, diesen unhaltbaren und für mich auch wirklich zurückzuweisenden Vergleich, den haben Sie und Ihre Partei damals gemacht. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Oje-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dr. Kräuter. (Oje-Rufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Wieder nicht aufgepasst!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Einige abschließende Anmerkungen. Also Sportgroßveranstaltungen zu verknüpfen mit den Eurofightern, das ist tatsächlich blanker Unsinn. (Abg. Scheibner: Wieder nicht aufgepasst!) Vom fliegenden Gegenbeweis kann sich die Bevölkerung ja überzeugen. Es fliegen geleaste F15 im österreichischen Luftraum. Warum sollten ausgerechnet die Eurofighter notwendig sein zur Ausrichtung von Großveranstaltungen? Da können Sie zitieren, wen Sie wollen, der Beweis ist jederzeit einsehbar. (Abg. Neudeck: Eine Debatte mit Kräuter am Ende ist nicht auszuhalten!)
Abg. Neudeck: Eine Debatte mit Kräuter am Ende ist nicht auszuhalten!
Abgeordneter Dr. Günther Kräuter (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Einige abschließende Anmerkungen. Also Sportgroßveranstaltungen zu verknüpfen mit den Eurofightern, das ist tatsächlich blanker Unsinn. (Abg. Scheibner: Wieder nicht aufgepasst!) Vom fliegenden Gegenbeweis kann sich die Bevölkerung ja überzeugen. Es fliegen geleaste F15 im österreichischen Luftraum. Warum sollten ausgerechnet die Eurofighter notwendig sein zur Ausrichtung von Großveranstaltungen? Da können Sie zitieren, wen Sie wollen, der Beweis ist jederzeit einsehbar. (Abg. Neudeck: Eine Debatte mit Kräuter am Ende ist nicht auszuhalten!)
Beifall bei der SPÖ.
Damit ist klar: Es wird weitere parlamentarische Untersuchungen geben. Das ist ganz, ganz sicher, meine Damen und Herren, viel sicherer als die Frage, ob die Eurofighter überhaupt nach Österreich kommen werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen, der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Das war ja eine Ansage für die große Koalition!
In diesem Sinne darf ich – heute einer anderen Kammer als Funktionär angehörend – auch der Wirtschaftstreuhänderkammer an dieser Stelle den entsprechenden Respekt dafür zollen, hier mitgegangen zu sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen, der ÖVP und der Freiheitlichen. – Abg. Neudeck: Das war ja eine Ansage für die große Koalition!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Ich darf mich daher bei allen sehr, sehr herzlich bedanken, die dazu beigetragen haben, ohne Ideologie wirklich die Praxis entsprechend zu berücksichtigen und den Konsumenten in den Vordergrund zu rücken, der am meisten davon profitieren wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Vernünftigen Anregungen sind wir ja zugänglich!
Für das Wirtschaftstreuhandberufsgesetz gilt Ähnliches. Nachdem der Abänderungsantrag eingebracht wurde, den im Wesentlichen Kollege Matznetter formuliert hat – und er hat, das muss ich wirklich sagen, ein derart detailreiches Wissen, dass er offensichtlich sogar die Regierungsfraktionen überzeugt hat (Abg. Scheibner: Vernünftigen Anregungen sind wir ja zugänglich!) – und der wirklich sehr viel von dem behandelt und beinhaltet, was wir im Ausschuss auch diskutiert haben, glaube ich, dass es gut ist, auch dieses Gesetz gemeinsam zu beschließen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das einzige Problem, das tatsächlich offen bleibt, ist, dass es schon eine Ankündigung gibt, dass eine weitere Klage beim Verfassungsgerichtshof eingebracht werden wird, und zwar im Hinblick auf die Bilanzierungsgrenzen. Das ist ein Punkt, der weiterhin offen ist. Diese Bilanzierungsobergrenzen werden sicherlich auch noch aufgehoben werden müssen, aber das ist ja im Vergleich zu dem, was sonst derzeit vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben beziehungsweise geändert wird, sozusagen ein Klacks. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ.
Es ist etwas Gutes gelungen, und die Oppositionsrolle wurde in diesem Fall im Sinne einer vernünftigen gemeinsamen Lösung aufgegeben. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ. )
Abg. Brosz: Und wer überprüft die Autowerkstätte? – Andere Autowerkstätten?
Zuletzt möchte ich auf den Kritikpunkt der Abgeordneten Sburny eingehen. Sie haben das schon im Ausschuss gesagt, ich reagiere noch einmal drauf und nenne auch hier das Beispiel des Kraftfahrers oder der Kraftfahrerin, der oder die das Auto bei einer Werkstatt seiner oder ihrer Wahl überprüfen lassen und sich die Vignette dort holen kann, wobei das ja nicht einmal der Qualitätsprüfer ist. (Abg. Brosz: Und wer überprüft die Autowerkstätte? – Andere Autowerkstätten?) Das zu überprüfende Fahrzeug wird in einer Werkstätte nach Wahl des Eigentümers eines Autos abgestellt, und genauso
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich meine, das ist eine durchaus übliche Vorgangsweise, sodass ich Ihnen durchaus konstruktiv, aber doch sage, dass ich in diesem Punkt, sehr geehrte Frau Abgeordnete, nicht Ihrer Meinung bin, Ihnen aber für Ihre schon geäußerte Absicht, dem Gesetz zuzustimmen, danke. Außerdem richte ich noch einmal meinen Dank an alle Fraktionen für das hohe Maß an Konsens in dieser Frage. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Im Hinblick darauf kann ich nur sagen: Herzlichen Dank an alle, die sich schon im Ausschuss an einer sehr sachlichen Diskussion beteiligt haben und die die Sache heute in einer guten Verhandlung auch zu einem guten Ende bringen! – Danke sehr. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.
Wir sind hier auf dem richtigen Weg, und ich danke den Verantwortlichen nochmals für den Entschließungsantrag und dafür, dass die Sache letztlich zu einem guten Ende gebracht wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Mir ist einfach nicht klar, warum man das so vorgesehen und nicht gesagt hat, okay, es gibt eine Behörde, die prüft, und wer die Abschlussprüfer prüft, das ist dem Zufall oder der Behörde überlassen. Es ist mir einfach nicht klar, was dahinter steht, warum sich jemand beziehungsweise eine Werkstatt – sei es auch auswählend aus einem Dreiervorschlag – selbst aussuchen können soll, wer ihre Pickerlvergabe prüft. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Sburny: Wenn Sie wissen, was ich will, ist es schon gelungen!
Abgeordneter Detlev Neudeck (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Frau Kollegin Sburny! Ich weiß zwar, was Sie meinen, aber so, wie Sie es vorgetragen haben, war es ein bisschen schwierig zu verstehen. (Abg. Sburny: Wenn Sie wissen, was ich will, ist es schon gelungen!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Für mich ist besonders wichtig, dass dadurch auch das Vertrauen in den Finanzmarkt Österreich gestärkt wird, gerade in einer Zeit, in der immer mehr Vorsorgen der Bevölkerung in verschiedene Fondsformen et cetera eingebettet sind, aber auch in Aktien und Firmenbeteiligungen. Gerade da ist es besonders wichtig, dem kleinen Sparer und dem kleinen Miteigentümer einer AG, eines Fonds die Sicherheit zu geben, dass Vorkommnisse, die um Österreich und auch in den USA passiert sind, bei uns nicht mehr passieren können oder nicht passieren können. Wir haben jedenfalls Sicherheitsmechanismen eingerichtet. Und ich freue mich besonders, dass das in einem nunmehr Vier-Parteien-Konsens geschieht. – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage nur: Beim gegenständlichen Gesetz freut es mich ganz besonders, dass die Richtlinie, die umgesetzt wird, im Wege dieses Gesetzes verwirklicht wird. Es hätte auch sein können, dass eine Fülle von entsprechenden Gesetzen angepasst worden wäre und somit der Fokus nicht auf die Qualitätssicherung gelegt worden wäre. In diesem Sinne ist dem Herrn Bundesminister und allen Beamten recht herzlich zu danken, dass man die Wichtigkeit im Wege dieses zu schaffenden und heute zu beschließenden Gesetzes darstellt. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Insgesamt sind das wichtige Maßnahmen für die Wirtschaft zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, zur Erhöhung der Attraktivität der gewerblichen Buchhalter in ihrer Funktion als Partner und Dienstleister für die Unternehmungen in diesem Lande. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir schließen uns daher auch vor dem Hintergrund dieser Überlegung dem Verfassungsgerichtshoferkenntnis an, wonach diese Grenzwerte von ursprünglich 1 000 m² auf 300 m² reduziert werden. In der ursprünglichen Regierungsvorlage war die Größe 600 m² vorgesehen. Bei 600 m² hätten wir noch mitgehen können, aber nachdem es um keinen Kompromiss geht, lehnen wir diese Novelle ab. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Im Frühjahr wurde das Regionenranking von CONTOR-REGIO präsentiert. Dabei wurden alle europäischen Regionen der alten wie der neuen Mitgliedstaaten bewertet. Für Österreich sehr erfreulich ist, dass sich allein im Bereich Hochtechnologie gleich fünf Regionen aus Österreich unter den ersten 20 befanden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die heutige Novelle der Gewerbeordnung ist ein weiterer Mosaikstein im Einsatz für Wachstum und Beschäftigung. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Steibl: Sie werden das wissen! Die Kollegin ist eine Unternehmerin! Sie nicht! Sie werden das nicht wissen!
Wir beschließen heute hier eine Sammelnovelle. Es sind mehrere ... (Abg. Steibl: Sie werden das wissen! Die Kollegin ist eine Unternehmerin! Sie nicht! Sie werden das nicht wissen!) – Ich bin Tochter eines Wirtshausbesitzers. Ich weiß, wie das mit Nachbarn bei einem Wirtshaus ist. Das ist genau dasselbe.
Beifall bei den Grünen.
Der Unterschied bei der Verfahrensdauer in Wien beträgt zwischen 55 und 42 Tagen. Ich finde, diese paar Tage sollten es uns wert sein, mit den Nachbarn einen ordentlich ausverhandelten Rechtsfrieden zu haben. Das ist meine Meinung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zur Umsetzung der EU-Richtlinie noch einige Sätze: Es ist signifikant, dass es eine deutliche Asymmetrie gibt zwischen dem Betreiber von Anlagen und den jetzt auch berechtigten NGOs und Bürgerinitiativen, die nämlich nicht zu den Höchstgerichten gehen können. Ich halte das für nicht fair. Man sollte diese beiden Seiten gleich behandeln. Eine Asymmetrie beim Rechtsschutz bringt mittelfristig nur Unfrieden und das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollen, nämlich verbesserte Verfahren und dadurch auch qualitativ verbesserte Anlagen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wochen schneller!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Maximilian Hofmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Diese Gewerberechtsnovelle ist letztlich eine Folge, eine Auswirkung der im Rahmen des Reformdialoges am 1. Mai dieses Jahres beschlossenen Maßnahmen. Aus den bisherigen Debattenbeiträgen ist schon deutlich geworden, dass es darum geht, den Schwellenwert für ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für Betriebe in der Größe von 300 m² auf 800 m² anzuheben. Wir haben auch die Information darüber, dass es rund 1 000 Betriebe sein werden (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek: Wochen schneller!), die auf Grund dieser neuen Regelung in den Bereich des vereinfachten Genehmigungsverfahrens fallen würden. Ich gehe auch davon aus, dass es positive Auswirkungen auf die Arbeitsplatzsituation in Österreich, auf den Arbeitsmarkt und natürlich auch den Wirtschaftsstandort Österreich haben wird.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Geschätzte Damen und Herren! Betroffen davon sind kleine und mittlere Unternehmungen. Es geht also sicherlich nicht um die Errichtung von Einkaufszentren. Angemerkt sei auch, dass die Rechte der Öffentlichkeit bei Genehmigungsverfahren vor allem betreffend Umweltauflagen ausgebaut werden. Gleichzeitig mit dem Anheben des Schwellenwertes hinsichtlich der Fläche soll beziehungsweise wird auch eine Anhebung des Anschlusswertes von 100 kW auf 300 kW erfolgen. Dies ist in Anbetracht der Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich und der Abwicklung schneller Verfahren durchaus zu begrüßen und wird sich positiv auf den Wirtschaftsstandort Österreich auswirken. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek spricht mit Abgeordneter Sburny, die hinter ihr sitzt
Wenn Sie es als Wahn bezeichnen, alles zu deregulieren und zu verkürzen, dann muss ich Ihnen sagen: Mit diesem Wahn kann ich schon leben, aber, sehr geehrte Frau Abgeordnete, die Sie mir jetzt offensichtlich und auch demonstrativ nicht zuhören, weil Sie sich von mir weg gewendet haben (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek spricht mit Abgeordneter Sburny, die hinter ihr sitzt), vielleicht sollte man einmal überlegen, ob man – auch jetzt hören Sie mir noch nicht zu; das macht nichts, es wäre umgekehrt aber eine grobe Missachtung und Verhöhnung und so weiter –, also man sollte sich einmal überlegen, ob man das nicht von „red tape“, wie Überbürokratisieren im englischen Sprachgebrauch bezeichnet wird, schön langsam in „green tape“ unbenennen sollte. – Danke, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wenn Sie es als Wahn bezeichnen, alles zu deregulieren und zu verkürzen, dann muss ich Ihnen sagen: Mit diesem Wahn kann ich schon leben, aber, sehr geehrte Frau Abgeordnete, die Sie mir jetzt offensichtlich und auch demonstrativ nicht zuhören, weil Sie sich von mir weg gewendet haben (Abg. Dr. Glawischnig-Piesczek spricht mit Abgeordneter Sburny, die hinter ihr sitzt), vielleicht sollte man einmal überlegen, ob man – auch jetzt hören Sie mir noch nicht zu; das macht nichts, es wäre umgekehrt aber eine grobe Missachtung und Verhöhnung und so weiter –, also man sollte sich einmal überlegen, ob man das nicht von „red tape“, wie Überbürokratisieren im englischen Sprachgebrauch bezeichnet wird, schön langsam in „green tape“ unbenennen sollte. – Danke, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben darin angeführt, dass Änderungen von derartigen Betriebsanlagen in der Praxis vielfach zur Vorschreibung von zusätzlichen Auflagen führen, welche unter Umständen dann die Betriebe dazu zwingen, aus wirtschaftlichen Erwägungen ihre Tätigkeit einzustellen, obwohl von der Änderung der Betriebsanlagen selbst keine wesentlichen zusätzlichen Beeinträchtigungen ausgehen. Das ist insbesondere im Zusammenhang mit Betriebsübergaben problematisch. Gerade in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft stehen in den nächsten Jahren in vielen dieser Betriebe Übergaben an, und daher würde ich vorschlagen, dass wir diesen Antrag demnächst im Wirtschaftsausschuss doch – auch entgegen den Gepflogenheiten der Regierungsparteien – auf die Tagesordnung stellen und ihn nicht gleich vertagen, sondern inhaltlich diskutieren. Es sollen ja auch noch Zeichen und Wunder in diesem Hohen Haus geschehen. Daher lade ich Sie ein, auch diesen Antrag im Ausschuss zu diskutieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesminister Bartenstein sagte heute in der Aktuellen Stunde: „Von nichts kommt nichts.“ – Ich sage noch dazu: Man muss arbeiten, investieren, entwickeln und entscheiden. Nur so wurde der Wirtschaftsstandort Österreich hervorragend aufgestellt. Dies gilt auch für das Bundesland Steiermark. Ich möchte nicht aufzählen, was alles in den letzten Jahren geschehen ist – dank Landeshauptmann Waltraud Klasnic, dank der Unterstützung unseres Ministers in Wien. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Der Abänderungsantrag der Abgeordneten Mitterlehner, Hofmann, Matznetter erweitert diese Kompetenzen noch im Bereich der elektronischen Akteneinsicht. Das ist ein Punkt, den wir auf jeden Fall befürworten, und dem werden wir in getrennter Abstimmung auch zustimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Des Weiteren ist zu sagen: Im § 84 Absatz 1 ist in den Bestimmungen zur Verhütung schwerer Unfälle mit gefährlichen Stoffen meiner Auffassung nach zu wenig Regelung gegeben. Ähnlich sehe ich das beim § 359, wo ich glaube, dass auch die Einbeziehung des Arbeitsinspektorates notwendig ist, und zwar in der Richtung, dass die Übermittlung des gesamten Verhandlungsprotokolls gesichert ist, denn ich sehe nicht ein, warum das Arbeitsinspektorat nicht den vollen Umfang der Verhandlungen kennen soll. Man sollte überhaupt darauf achten, dass das Arbeitsinspektorat voll einbezogen ist, um nicht im Nachhinein Korrekturen bei den Investitionen machen zu müssen. – Ich danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Silhavy
Abgeordneter Johannes Schweisgut (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich bedauere es, dass selbst bei der Abstimmung nur die Hälfte der Opposition anwesend war und daher jetzt die andere Hälfte der Opposition dem Erstredner nicht folgen kann (Zwischenruf der Abg. Silhavy), weil sie schon bei der Abstimmung nicht da war. Nichtsdestotrotz möchte ich einige Ausführungen machen.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Für einen erfolgreichen Sommertourismus ist das alpine Naherholungsgebiet sicherlich notwendig, und die Konsequenz daraus ist, dass wir auch in ökologischer Sicht die Schutzhütten sanieren und die Wanderwege instand halten müssen, und dazu brauchen wir ein entsprechendes Konzept. Ich bedanke mich für die Vier-Parteien-Unterstützung in diesem Fall. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Dietmar Hoscher (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Im Wesentlichen kann ich mich den Ausführungen meines Vorredners anschließen. Das Thema „alpine Schutzhütten“ ist ja in der Tat untrennbar verbunden mit dem Thema „alpine Vereine“. Gerade die Marke „wanderbares Österreich“ als eine wesentliche Grundlage des heimischen Sommertourismus, wie soeben erwähnt wurde, wäre ohne die Arbeit der unzähligen ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den alpinen Vereinen schlichtweg unmöglich. Ich meine daher, dass es angebracht ist, hier von dieser Stelle aus einmal diesen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen dafür Dank zu sagen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich glaube daher, in Wertschätzung der Arbeit der alpinen Vereine und im Hinblick auf die große Bedeutung des alpinen Raumes auch für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft sollte der gegenständliche Entschließungsantrag auch in Bezug auf die Finanzierungsfrage nicht nur ein Lippenbekenntnis sein. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass es eine so breit angelegte Initiative gibt, und nehme das als Anlass, dem heurigen Sommertourismus alles Gute zu wünschen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen finden wir es sehr gut, dass in diesem Antrag zuerst drinnen gestanden ist, dass das Schutzhütten-Sanierungsprogramm besonders der ökologischen Optimierung dienen soll. Wer selbst in den Bergen unterwegs ist, weiß, wie kompliziert das manchmal ist, weiß – als Beispiel angeführt sei hier das Arthur-Haus auf dem Hochkönig, das so ausgesetzt ist, dass dort überhaupt nichts in der Landschaft aufgebracht werden kann, alles wieder ins Tal transportiert werden muss –, wie teuer diese Abfallentsorgung kommt und dass deswegen mit zum Teil extremen Mitteln das Auslangen gefunden werden muss. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Gradwohl.
Es ist ländlicher Raum, dort wie da: dort, wo Bauern arbeiten, und auch dort, wo vielleicht weniger Bauern und mehr Touristen unterwegs sind. Auch dort sind es letztlich die Bauern, die die Bewirtschaftung der Almen aufrechterhalten. Man muss dazusagen, das sind Idealisten; das sind wirklich Idealisten und viele dazu auch ehrenamtlich. Und es ist nichts schlechter, als dass man aus der Verantwortung der Politik heraus solchen Idealisten einfach mitteilt, man werde in Zukunft die Budgets, die ihre Existenzsicherung gewährleisten, kürzen. Das erzeugt nur Depressionen. (Zwischenruf des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Man soll in der Gesellschaft keine Unterscheidungen zwischen einzelnen Regionen des ländlichen Raumes, zwischen Menschen da und Menschen dort vornehmen. – Das ist nicht unser Stil, das ist auch nicht die Ideologie der Österreichischen Volkspartei, und ich hoffe, auch in der SPÖ wird diesbezüglich in Zukunft ein Umdenken stattfinden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Der vorliegende Entschließungsantrag findet selbstverständlich unsere Zustimmung. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Tatsache ist, dass 2,4 Millionen Wanderer jährlich das „Hüttenhüpfen“ betreiben. Ich wünsche dazu weiterhin viel Spaß und möchte auch nicht verabsäumen, Dank zu sagen den alpinen Vereinen, den vielen Idealisten und Ehrenamtlichen, vor allem aber auch der Regierung und unserem Bundesminister für die Unterstützung dieser Freiwilligen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich stelle auch fest, dass der alpine Bereich natürlich eine entsprechende Bedeutung für den österreichischen Tourismus hat. Dem soll man mit diesem Entschließungsantrag gerecht werden, indem man die Finanzierung sicherstellt. – Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Anliegen sind nicht berücksichtigt worden, daher werden wir dem Entwurf zum Ausländerbeschäftigungsgesetz insgesamt nicht die Zustimmung erteilen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Silhavy: Zuhören!
Abgeordneter Karl Donabauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ihr Einstieg in Ihren Debattenbeitrag, Herr Abgeordneter Leutner, war, dass dieses Ausländerbeschäftigungsgesetz, wie es jetzt vorliegt, eine Reihe von positiven Ansätzen aufzuweisen hat, und die Schlussbemerkung war, dass es keine Zustimmung Ihrerseits geben wird. Ich kann diesen Spagat nicht ganz nachvollziehen! (Abg. Silhavy: Zuhören!) Ja, ja.
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Nun konkret zu dem vorliegenden Gesetzentwurf. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Liebe Frau Silhavy, wir sind schon dort, wo die Probleme sind, wir hören sie auch, wir befassen uns nämlich auch mit den Leuten. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Liebe gnädige Frau, Sie müssen uns nicht belehren!
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Nun konkret zu dem vorliegenden Gesetzentwurf. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Liebe Frau Silhavy, wir sind schon dort, wo die Probleme sind, wir hören sie auch, wir befassen uns nämlich auch mit den Leuten. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Liebe gnädige Frau, Sie müssen uns nicht belehren!
Zwischenruf des Abg. Riepl.
Mir geht es im Wesentlichen darum, dass gerade auch für die Saisonniers in Zukunft klare Regelungen gelten. Wir brauchen dieses Kontingent, um letzten Endes die Wirtschaft in Schwung zu halten, um auch die Dienstleistungen erfüllen zu können. Die Landwirtschaft braucht vor allem das Kontingent der Erntehelfer. Ich darf Ihnen sagen, dass wir zur Einbringung der Ernte laufend Leute brauchen, aber im Inland niemand bereit ist, diese Arbeit zu tun. (Zwischenruf des Abg. Riepl.) Auch ein Thema, über das wir einmal emotionsfrei, sachlich diskutieren sollten.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Zahlt anständig, dann werden die Leute arbeiten!
Das Gesetz findet unsere Zustimmung. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Riepl: Zahlt anständig, dann werden die Leute arbeiten!)
Abg. Jakob Auer: Es genügt auch mündlich!
Ich gebe zu, es gibt eine Reihe von Verbesserungen in diesem Gesetz. – Ja, das können Sie schriftlich haben! (Abg. Jakob Auer: Es genügt auch mündlich!)
Abg. Riepl: Und einem Grenzgänger!
Können Sie noch in jedem Detail erahnen und erfassen, was der Unterschied zwischen einem Volontär, einem Praktikanten, einem Erntehelfer, einem Saisonnier und einem Au-pair-Mädchen (Abg. Riepl: Und einem Grenzgänger!) und beispielsweise einem Grenzgänger ist? – Nein, denn innerhalb dieser Gruppierungen werden wieder Unterscheidungen vorgenommen, die möglicherweise irgendeine sachliche Rechtfertigung haben, aber – wie man an dem Beispiel, das heute unter anderem im „Kurier“ beschrieben wird, klar erkennen kann – an ihre Grenzen stoßen.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn hier in Österreich Menschen – egal, ob es Erntehelfer/Erntehelferinnen oder auf Montage beschäftigte Personen sind – Stundenlöhne von 3 € oder gar 1,25 € erhalten, dann muss ich schon sagen, gerade auch dann, wenn man die besonderen Bedingungen dieser Beschäftigung auch noch in Betracht zieht, dass bei uns de facto Arbeitsverhältnisse existieren, wie wir sie sonst nur aus Ländern der Dritten Welt kennen! Es gibt solche Arbeitsverhältnisse bei uns – und das ist skandalös! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Donabauer: Missbrauch!
Da können Sie nicht hergehen, meine sehr geehrten Damen und Herren, und sagen – wie das etwa Kollege Donabauer getan hat –, dass wir den Arbeitsmarkt im Griff haben. – Nichts haben Sie im Griff! (Abg. Donabauer: Missbrauch!) In unserem Lande gibt es Tausende Menschen, die zu völlig inakzeptablen Bedingungen, jedoch legal beschäftigt sind! Im Detail wird es dann sehr schwierig – je nach Kompetenzlage; da könnte ich Ihnen auch noch allerhand erzählen, meine Redezeit ist jedoch gleich aus –, das zu klären.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich kann daher den Appell, den bereits ein Vorredner gemacht hat, nur noch einmal aufgreifen und sagen: Schauen Sie sich mit uns gemeinsam dieses Gesetz und sonstige gesetzliche Bestimmungen dazu an! Schauen wir, dass wir das vereinfachen, dass wir die Kompetenzlage klären, dass wir eine effektive Kontrolle ermöglichen, eine Kontrolle, wie sie bei den derzeit geltenden gesetzlichen Bestimmungen nicht gewährleistet ist! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir gehen damit einen Weg, der in der Schweiz und in anderen Ländern in Europa auch gang und gäbe ist, und haben damit, wie ich meine, der jahrelangen Kritik des Europarates Rechnung getragen und gleichzeitig in wirtschaftlich schwierigen Situationen jenen Arbeitskräften, die seit Jahren auf dem österreichischen Arbeitsmarkt beschäftigt sind, signalisiert, dass ihre Beschäftigung für uns und für die Zukunft Österreichs wichtig ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Den Abänderungsantrag, den Abgeordneter Haupt hier eingebracht hat, habe ich vernommen, ich habe die Interpretation des Herrn Abgeordneten gehört, und auch wir werden uns das jetzt sehr rasch ansehen. Ich verstehe die prinzipielle Absicht, die der Herr Abgeordnete in diesem Abänderungsantrag verfolgt. Soweit kann ich dem folgen, Hohes Haus. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Last but not least, weil Kollege Donabauer auch auf das eingegangen ist, was die Saisonniers anbelangt beziehungsweise die übrigen fragmentierten Beschäftigungsverhältnisse, die Teil Ihrer Arbeitsmarktpolitik sind: Es ist richtig, dass es im vorigen Jahr eine Kürzung gegeben hat, aber insgesamt hat die Zahl der Saisonniers von 1999 bis heute auf 33 600 zugenommen. Das ist ein Anstieg um 173 Prozent. Wenn Kollege Donabauer gesagt hat, es fänden sich keine Arbeitskräfte hier in Österreich, dann muss man sagen: Dann muss man sie eben besser zahlen, denn um 1 € kann man in Österreich einen solchen Arbeitsplatz nicht annehmen, wenn man bei dem Lebensstandard, der in Österreich herrscht, leben und überleben will. Darauf muss man auch einmal hinweisen. Diese Stimmungs- und Angstmache, das sollte man schon einmal entsprechend auch auseinander halten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Es werden in Zukunft einfach auch Konstellationen ausgeschlossen werden, denen zufolge ein Ausländer beziehungsweise eine Ausländerin einen dauerhaften Arbeitsmarktzugang erwerben kann, ohne über ein dauerhaftes Niederlassungsrecht zu verfügen. Dies ist gerade im Sinne der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine sehr positive Entwicklung. Ich stimme dem Gesetz daher sehr gerne zu. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Euren Abänderungsantrag hat er nicht erwähnt!
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Werter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Kollege Leutner, in deiner Rede hast du viele positive Verbesserungen dargestellt. Deshalb wundert es mich schon ein wenig, dass du hier gesagt hast, dass du dem nicht zustimmen wirst. (Abg. Silhavy: Euren Abänderungsantrag hat er nicht erwähnt!)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
auch in den Ausschüssen genau geschaut wird, was stimmt beziehungsweise was benötigt wird. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ganz wichtig ist, wie ich meine, ein erleichterter Zugang zum Arbeitsmarkt für Familienangehörige aus Drittstaaten, eine Verbesserung des Aufenthaltsrechts, aber zugleich eine genauere Kontrolle bei der Meldepflicht auf dem Arbeitsmarkt, mit der Fremdenpolizei, damit man nicht Illegale einstellt. Wichtig ist meiner Meinung auch, dass auf dem Arbeitsmarkt trotzdem Leute mit Beschäftigungsbewilligungen beziehungsweise Schlüsselkräfte, welche benötigt werden, Vorrang haben. Ich glaube, mit diesem Gesetz ist wieder eine weiterer richtiger Schritt für die Arbeitnehmer gesetzt worden. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Integration verlangt allen Ebenen des Staates, der Wirtschaft, den Zuwanderern und der Aufnahmegesellschaft viel ab. Deshalb müssen wir für alle klare Regelungen schaffen, und das haben wir hiemit getan. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
So wie schon beim Haupt-Antrag: Ich denke nicht, dass Sie damit sehr weit kommen werden. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Vereinfachungen erfolgen in dieser Novelle (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen) in der Administration durch den Wegfall der Urlaubs- und Abfertigungskarte ...
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es sollen langfristig keine Arbeitsplätze durch leichtere Finanzierbarkeit gefährdet, sondern durch gleiche Bedingungen Qualität und fairer Wettbewerb gesichert werden. Dies ist vor allem für den sozialen Frieden in einem Betrieb wichtig, ganz im Sinne des ÖAAB. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Besonders erfreut sind wir auch, dass Sie – und das ist sehr wichtig – auch unserem Abänderungsantrag nahe getreten sind, weil gerade dieser Abänderungsantrag bewirkt, dass dieses Arbeitskräfteüberlassungsgesetz auch für den von Ihnen genannten Personenkreis gilt. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Maximilian Walch (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wie meine Vorredner schon gesagt haben, ist das der Schutz für die Arbeitnehmer, die ins Ausland entsendet werden. Das ist, wie ich meine, ganz wichtig und richtig, und zwar sowohl für die Arbeitnehmer als auch für die Wirtschaft. Der Arbeitnehmer verliert dadurch das Urlaubsgeld nicht, es wird genau geregelt in der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse – dort, wo ich als Bauarbeiter auch drin bin –, und das ist, glaube ich, richtig und wichtig. Erstens einmal bekommt er die entsprechende Information, zweitens hat der Arbeitgeber die Zuschläge tageweise zusammenzurechnen, weiters gibt es eine Umstellung des Zuschlagszeitraumes von vier auf fünf Wochen. – Ich glaube, das ist ein wichtiges Gesetz im Sinne der Arbeitnehmer und auch der Wirtschaft. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Herr Präsident, das werde ich nicht ausschöpfen müssen! – Es handelt sich bei dem vorliegenden Gesetzentwurf teils um einen Nachholbedarf auf Grund der Anpassung an eine EU-Richtlinie – und insofern, Herr Kollege Walch, verstehe ich die Euphorie überhaupt nicht: Wir vollziehen hier etwas nach, was uns vorgegeben ist –, teilweise gibt es aber darüber hinausgehende nationale Bestimmungen, die wir selbstverständlich – nachdem sie ja auch sozialpartnerschaftlich akkordiert worden sind – akzeptieren. In diesem Sinn werden wir auch zustimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir begrüßen das seitens der Wirtschaft sehr. Unsere Klein- und Mittelbetriebe sind harten Wettbewerb gewohnt. Mitbewerb ist gut und wichtig, aber er muss fair sein. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Es ist dies also eine wichtige Richtlinie sowohl im Sinne unserer Betriebe als auch im Sinne der Arbeitnehmer. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Gesetzesänderung auf den Punkt gebracht bedeutet, befristete Dienstverhältnisse werden nicht zur Inanspruchnahme der Korridorpension gegen den Willen der Betroffenen führen. Ich hoffe, dass alle Parteien diesem Abänderungsantrag zustimmen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Dennoch wie gesagt wir werden noch einmal versuchen, unsere Darstellung, was wir uns tatsächlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung wünschen, in einem eigenen Abänderungsantrag zu formulieren, werden aber in Form des von der Kollegin Steibl eingebrachten Abänderungsantrages der Vorlage nun unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Insgesamt ist das ein Entwurf, der unsere Zustimmung findet, und es freut mich auch, dass es schlussendlich eine Vier-Parteien-Einigung zu diesem Thema im Sozialbereich gegeben hat. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Herr Dr. Leutner, Sie haben hinsichtlich relativ komplexer Fragestellungen, Insolvenz eines Unternehmens zum Beispiel in der Schweiz, schriftlich seit der Ausschusssitzung Stellung genommen. Ich hoffe, dass mein Haus Ihre Fragen beantworten konnte. – Herzlichen Dank! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das war die einzige kritische Anmerkung. Ansonsten können wir auch mit den vorgeschlagenen Änderungen bei der Korridorpension, obwohl sie auch unserer Meinung nach noch nicht weitgehend genug sind, leben und werden dem Vorschlag daher zustimmen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Also zwei wichtige Maßnahmen sowohl für unsere jüngeren als auch für unsere älteren Arbeitnehmer. Ich bitte daher um Ihre Zustimmung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bitte Sie, diesem Abänderungsantrag zuzustimmen, damit wir nicht in absehbarer Zeit wieder eine Reparatur dieses Gesetzes vornehmen müssen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Unsere Unternehmen bilden derzeit 120 000 Lehrlinge aus. Diese geben den jungen Menschen eine Ausbildung und damit eine Zukunft. Herzlichen Dank dafür! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Bei Zahlungsunfähigkeit der Arbeitgeber sind diese Beschäftigten nicht abgesichert. Wenn auf Grund Ihrer Arbeitsmarktpolitik die Menschen in solche prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt werden, wäre die Minimalanforderung, meine Damen und Herren, an die Regierung, dass diese Beschäftigten mindestens so abgesichert sind wie Geschäftsführer und leitende Angestellte, die ein Vielfaches von den erwähnten Personengruppen verdienen. Das ist leider nicht passiert, sollte aber künftig berücksichtigt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie der Abg. Mandak.
In Artikel 11 der Änderung des Forstgesetzes 1975 lautet die Ziffernbezeichnung betreffend die Änderung des § 105 Abs. 1a richtig „5“ statt „3“ sowie die Ziffernbezeichnung betreffend die Änderung des § 185 Abs. 3 richtig „6“ statt „4“. (Beifall bei Abgeordneten der Freiheitlichen sowie der Abg. Mandak.)
Abg. Grillitsch: Was sind das für Ausdrücke?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Korrektur durch den Berichterstatter ändert auch nichts an der Qualität des Gesetzes. Es bleibt ein Kraut-und-Rüben-Gesetz. (Abg. Grillitsch: Was sind das für Ausdrücke?) Es geht quer durch die ganze Gesetzgebung, ohne irgendeinen sachlichen Zusammenhang – wieder einmal eine Methode, um Verschleierungen durchzuführen, denn wenn man über Futtermittelgesetz, Düngemittelgesetz, Weingesetz, Forstgesetz, Dienstrechtsgesetz, Lehrergesetz und so weiter, über alles in einem verhandeln soll, dann, glaube ich, ist das nicht der richtige parlamentarische Weg. (Abg. Neudeck: Was sind jetzt die Lehrer: das Kraut oder die Rüben?)
Abg. Neudeck: Was sind jetzt die Lehrer: das Kraut oder die Rüben?
Abgeordneter Dipl.-Ing. Werner Kummerer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die Korrektur durch den Berichterstatter ändert auch nichts an der Qualität des Gesetzes. Es bleibt ein Kraut-und-Rüben-Gesetz. (Abg. Grillitsch: Was sind das für Ausdrücke?) Es geht quer durch die ganze Gesetzgebung, ohne irgendeinen sachlichen Zusammenhang – wieder einmal eine Methode, um Verschleierungen durchzuführen, denn wenn man über Futtermittelgesetz, Düngemittelgesetz, Weingesetz, Forstgesetz, Dienstrechtsgesetz, Lehrergesetz und so weiter, über alles in einem verhandeln soll, dann, glaube ich, ist das nicht der richtige parlamentarische Weg. (Abg. Neudeck: Was sind jetzt die Lehrer: das Kraut oder die Rüben?)
Abg. Neudeck: Also dass man das Wasserrechtsgesetz mit dem Weingesetz zusammenmischt, verstehe ich auch nicht!
Meine Damen und Herren! Das Wasserrechtsgesetz stammt aus dem Jahr 1959. Es ist ein Materiengesetz, das vorbildlich, brauchbar und streng war. (Abg. Neudeck: Also dass man das Wasserrechtsgesetz mit dem Weingesetz zusammenmischt, verstehe ich auch nicht!) Es gab dann in 40 Jahren 15 Novellen des Wasserrechtsgesetzes – und dann kam Blau-Schwarz, und in den Jahren 2000 bis 2005 gibt es jetzt bereits die elfte Novelle des Wasserrechtsgesetzes! (Abg. Scheibner: Da wird eben was gear-
Heiterkeit des Abg. Jakob Auer.
Meine Damen und Herren! Was passiert jetzt? – Seit Jahren unterhalten wir uns über das Nitrat. Sie suchen wieder eine Möglichkeit, die Nitrataufbringung auf die Felder zu verwässern, zu ... (Heiterkeit des Abg. Jakob Auer.) – Was heißt „ha, ha, ha“? – Wir haben jetzt auf einmal die Einführung der Grenzwerte, die wir durch Stall- und Lagerverluste aufweichen. Diese Stall- und Lagerverluste sind im Gesetz nicht definiert. Irgendwer wird sie festlegen: 10 Prozent – oder darf es ein bisschen mehr sein?
Beifall bei der SPÖ.
Die Landeslandwirtschaftskammer hat Recht: Dieses Gesetz ist eine Schande, und wir werden nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer spricht mit dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Werter Herr Bundesminister! Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein wesentlicher Punkt der Neuerungen, die im Rahmen des Agrarrechtsänderungsgesetzes erfolgen, ist die Novellierung des Wasserrechtsgesetzes (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer spricht mit dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), und ich sage Ihnen ganz ehrlich: Es geht nicht darum, jetzt eine zusätzliche Belastung für die Umwelt zu schaffen, sondern es geht darum, praktikable Lösungen für unsere Bauern im internationalen Wettbewerb anzubieten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordneter Fritz Grillitsch (ÖVP): Werter Herr Bundesminister! Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein wesentlicher Punkt der Neuerungen, die im Rahmen des Agrarrechtsänderungsgesetzes erfolgen, ist die Novellierung des Wasserrechtsgesetzes (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer spricht mit dem auf der Regierungsbank sitzenden Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), und ich sage Ihnen ganz ehrlich: Es geht nicht darum, jetzt eine zusätzliche Belastung für die Umwelt zu schaffen, sondern es geht darum, praktikable Lösungen für unsere Bauern im internationalen Wettbewerb anzubieten. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Wenn wir versuchen, im Spannungsfeld einer umweltgerechten Landwirtschaft praxisgerechte Lösungen zu finden, und Sie, Herr Kollege Kummerer, dann bei diesem Gesetz von einer „Schande“ sprechen, dann zeigt das, dass Sie nicht interessiert sind, den Bauern praktikable Lösungen zur Verfügung zu stellen. Das möchte ich heute hier auch ganz klipp und klar festhalten. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
In diesem Sinne darf ich Sie bitten: Sprechen Sie bei diesem Gesetz nicht von einer „Schande“, sondern helfen Sie mit, hier auch eine Regelung zu finden, die weniger Bürokratie für die Bauern bedeutet, wo die Bauern die Möglichkeit haben, ihren eigenen Wirtschaftsdünger einzusetzen, und nicht gezwungen werden, zusätzlich Handelsdünger zuzukaufen. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Abg. Zweytick: Er hat die Wahrheit gesagt!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Kollege Grillitsch hat hier versucht (Abg. Zweytick: Er hat die Wahrheit gesagt!), irgendwie klarzumachen, worum es geht.
Abg. Grillitsch: Eine Schande ist das, was ihr aufführt!
Herr Kollege Grillitsch, es ist eine Schande für den Grundwasserschutz in Österreich – da hat Kollege Kummerer völlig Recht –, weil die Argumentationskette (Abg. Grillitsch: Eine Schande ist das, was ihr aufführt!), die Sie da in der „Bauernzeitung“ verbreitet haben, Herr Bundesminister, einfach unglaublich ist! (Abg. Grillitsch: Herr Kollege Pirklhuber, es ist eine Schande, was ihr sagt! Eine Schande ist das, was ihr die Bauern ...!) Es ist aus fachlicher Sicht völlig unglaublich, wenn Sie davon sprechen, dass die Rinderbauern diejenigen sind, die einfach diese Erhöhungen brauchen, weil sie ja den Wirtschaftsdünger haben und, damit sie überhaupt wirtschaften können, diesen ausbringen müssen. Jeder Fachmann weiß, dass Stickstoffdünger im Grünland bei höherer Aufwandsmenge – und ich gehe davon aus, dass Rinderbauern Grünland haben – zu einer vollständigen Vereinseitigung der Flora führt. Das heißt, dass die wichtigen Leguminosen, der Klee und all das, was wichtig ist und für die Natur, für den Boden, für den Bauern gut ist, damit verdrängt werden, je mehr er düngt.
Abg. Grillitsch: Herr Kollege Pirklhuber, es ist eine Schande, was ihr sagt! Eine Schande ist das, was ihr die Bauern ...!
Herr Kollege Grillitsch, es ist eine Schande für den Grundwasserschutz in Österreich – da hat Kollege Kummerer völlig Recht –, weil die Argumentationskette (Abg. Grillitsch: Eine Schande ist das, was ihr aufführt!), die Sie da in der „Bauernzeitung“ verbreitet haben, Herr Bundesminister, einfach unglaublich ist! (Abg. Grillitsch: Herr Kollege Pirklhuber, es ist eine Schande, was ihr sagt! Eine Schande ist das, was ihr die Bauern ...!) Es ist aus fachlicher Sicht völlig unglaublich, wenn Sie davon sprechen, dass die Rinderbauern diejenigen sind, die einfach diese Erhöhungen brauchen, weil sie ja den Wirtschaftsdünger haben und, damit sie überhaupt wirtschaften können, diesen ausbringen müssen. Jeder Fachmann weiß, dass Stickstoffdünger im Grünland bei höherer Aufwandsmenge – und ich gehe davon aus, dass Rinderbauern Grünland haben – zu einer vollständigen Vereinseitigung der Flora führt. Das heißt, dass die wichtigen Leguminosen, der Klee und all das, was wichtig ist und für die Natur, für den Boden, für den Bauern gut ist, damit verdrängt werden, je mehr er düngt.
Ruf bei der ÖVP: In welchen Gebieten?
Also, Kollege Grillitsch, wenn Sie die Rinderbauern wieder einmal vorschieben, um Ausnahmegenehmigungen zu erwirken, ... (Ruf bei der ÖVP: In welchen Gebieten?) In welchen Gebieten? – Sie sprechen vom Alpenvorland: Na bitte, das sind genau die Gebiete, wo wir Grundwasserschutzmaßnahmen treffen müssen, wo wir nicht aufweichen dürfen. (Ruf bei der ÖVP: Welche Gebiete sind das?) Und eines ist ganz klar: Wir haben bisher eine Linie verfolgt, wo 90 Prozent der Flächen im österreichischen Umweltprogramm drinnen waren, und die Basis des ÖPUL in der Bewirtschaftung waren zwei Großvieheinheiten und etwa 170 Kilo Stickstoff aus Wirtschafts- und Handelsdüngern. Das ist bisher Faktum.
Ruf bei der ÖVP: Welche Gebiete sind das?
Also, Kollege Grillitsch, wenn Sie die Rinderbauern wieder einmal vorschieben, um Ausnahmegenehmigungen zu erwirken, ... (Ruf bei der ÖVP: In welchen Gebieten?) In welchen Gebieten? – Sie sprechen vom Alpenvorland: Na bitte, das sind genau die Gebiete, wo wir Grundwasserschutzmaßnahmen treffen müssen, wo wir nicht aufweichen dürfen. (Ruf bei der ÖVP: Welche Gebiete sind das?) Und eines ist ganz klar: Wir haben bisher eine Linie verfolgt, wo 90 Prozent der Flächen im österreichischen Umweltprogramm drinnen waren, und die Basis des ÖPUL in der Bewirtschaftung waren zwei Großvieheinheiten und etwa 170 Kilo Stickstoff aus Wirtschafts- und Handelsdüngern. Das ist bisher Faktum.
Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Sie reden wie der Blinde von der Farbe!
Sie schaffen mit dieser Wasserrechtsgesetznovelle eine Ausnahmegenehmigung für acht bis zehn Prozent – potentiell – der Landwirtschaft, in Wirklichkeit für ganz, ganz wenige Betriebe. Und das lehnen wir entschieden ab, meine Damen und Herren! Das ist unglaublich, das ist völlig unglaublich, was Sie hier machen! Und Sie machen das für einige wenige Bauern – und nicht für die Landwirtschaft. Das muss man ganz klar feststellen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Grillitsch: Sie reden wie der Blinde von der Farbe!)
Abg. Grillitsch: Jetzt habe ich geglaubt, das ist eine Schande!
Trotzdem, Kollege Grillitsch, werden wir nicht der Versuchung erliegen, alles in Bausch und Bogen abzulehnen. In zweiter Lesung werden wir einigen richtigen Verbesserungen, die im Agrarrechtsänderungsgesetz 2005 enthalten sind, zustimmen, wenn auch durchaus mit ein bisschen Kopfschütteln, aber in der Sache selbst gehen Sie den richtigen Weg im Hinblick auf die Öffentlichkeitsbeteiligung beim Flurverfassungsgesetz oder auch in der Frage Wald- und Weidenutzung. (Abg. Grillitsch: Jetzt habe ich geglaubt, das ist eine Schande!) Die Möglichkeiten, hier entsprechende Lösungen zu finden, dass Umweltorganisationen in Zukunft eingebunden sind, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung möglich ist und damit die Verkehrskreise, der Umweltanwalt, die Gemeinden und die Bevölkerung auch eingebunden sind, halten wir für eine praktikable Lösung. Diesem Teil werden wir in zweiter Lesung auch zustimmen.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Aber stellen Sie eines endlich ab: dass Sie gute und richtige Korrekturmaßnahmen mit ganz entscheidenden Verschlechterungen in ein Sammelgesetz hineinreklamieren! Diese Art von Sammelgesetznovellen ist einfach unzumutbar, und das sollten Sie abstellen. Eine Materie wie das Wasserrechtsgesetz gehört hier nicht mitverhandelt! – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.)
Abg. Neudeck: Wünschen tät’ er sich mehr, aber wir haben es ihm nicht gegeben!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Scheuch. 3 Minuten Wunschredezeit. (Abg. Neudeck: Wünschen tät’ er sich mehr, aber wir haben es ihm nicht gegeben!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Und drittens finde ich es noch faszinierend, wenn ich auf die Kollegen Gradwohl und Pirklhuber schaue und mich daran erinnere, wie intensiv wir im Ausschuss diskutiert haben, wie wichtig es euch gewesen wäre, diese Dinge hier in der Öffentlichkeit zu diskutieren – wir hatten ein langes, grundsätzliches Gespräch darüber, wie wichtig es wäre, hier im Plenum darüber zu diskutieren, weil da so viele Leute auf der Galerie sitzen und der Agrarpolitik lauschen würden –: Wenn ich mir die Anzahl der heute anwesenden Zuschauer anschaue, so muss ich sagen: Im Ausschuss waren mehr Mitglieder anwesend! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Eder: Wassernot in Kärnten!
aufgezeigt haben, wirklich momentan enorme Bedrohungen aufgetreten sind. Ich rede von der Schließung eines Kindergartens in Völkermarkt, ich rede von Krumpendorf und der Verseuchung der dortigen Wasserzufuhren. Und man hat festgestellt, dass Düngemittel, Fäkalien aus Tierzucht und aus der Ausbringung von Tieren in quellnahe Gebiete die Verursacher waren. (Abg. Eder: Wassernot in Kärnten!) Und ich glaube, da kann man nicht so achtlos darüber hinweggehen, sondern man sollte anhand solcher Beispiele an dem Gesetz arbeiten und über die Dinge nachdenken, Herr Minister.
Abg. Amon: Man merkt, ... „Experte“!
Und noch eine zweite Geschichte, Herr Bundesminister, in aller Kürze: Auch wenn Sie es dementiert haben, aber dieses Problem Piber ist für uns ein steirisches Problem, ich muss Ihnen das sagen. Und auch wenn Sie sagen, da kommt nichts weg, da kommen Dinge hin – ich habe mich heute mit Kollegin Grossmann wirklich intensiv unterhalten: Sie wollen das Zuchtbuch dort wegtun. Zuchtbuch weg heißt Know-how weg, Zucht weg, Fohlen weg. (Abg. Amon: Man merkt, ... „Experte“!)
Abg. Neudeck: Du solltest mit kompetenten Leuten reden!
Sie wollen dort diese Wirtschaftsbetriebe redimensionieren. (Abg. Neudeck: Du solltest mit kompetenten Leuten reden!) „Redimensionieren“ heißt – das muss man sich wirklich einmal vor Augen halten, liebe Freunde, die auch im agrarischen Bereich tätig sind –, dass man in Piber draußen den armen Leuten, die 950 € netto haben, noch den Job wegnehmen will. Bei diesen Leuten, die ohnehin schon nichts mehr herausbekommen, will man noch einsparen! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ein billiger Wahlkampfgag!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ein billiger Wahlkampfgag!
Sie wollen dort diese Wirtschaftsbetriebe redimensionieren. (Abg. Neudeck: Du solltest mit kompetenten Leuten reden!) „Redimensionieren“ heißt – das muss man sich wirklich einmal vor Augen halten, liebe Freunde, die auch im agrarischen Bereich tätig sind –, dass man in Piber draußen den armen Leuten, die 950 € netto haben, noch den Job wegnehmen will. Bei diesen Leuten, die ohnehin schon nichts mehr herausbekommen, will man noch einsparen! (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Ein billiger Wahlkampfgag!)
Zwischenruf des Abg. Grillitsch
Nein, das ist kein Wahlkampfgag, das ist euer Wahlkampf, Herr Bundesminister. Und wenn Sie heute davon sprechen, Millionen Euro hineinzupumpen (Zwischenruf des Abg. Grillitsch), dann ist das der gleiche Schmäh wie beim Semmering-Basistunnel, Fritz, das ist der gleiche Schmäh wie der Spielberg-Schmäh. Das glauben wir euch nicht mehr! Das ist ein billiger Wahlkampfgag, Herr Bundesminister. Wir sind überzeugt davon, dass bis zur Wahl überhaupt nichts geschieht und dass wir nach der Wahl das befürchten müssen, was ich Ihnen angekündigt habe. Und ich glaube, da muss man rechtzeitig vorbauen.
Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wo?
Herr Bundesminister, ich glaube, wenn man sich die Dimension der Lipizzaner in Österreich anschaut, dann muss man sagen, diese gehören an einen Standort, sie gehören nicht auseinander gezogen. Und wenn Sie sich noch so abbeuteln, vielleicht ist es nur ein Schuss vor den Bug. Wir wollen die Lipizzaner in der Steiermark behalten! (Beifall bei der SPÖ. – Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Wo?)
Abg. Murauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Freund –: Charly, sag was zu den Lipizzanern!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Freund. 2 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Murauer – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Freund –: Charly, sag was zu den Lipizzanern!)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern brauchen Rechtssicherheit. Sie sind Futtermittelproduzent und -bezieher. Im Rahmen der Änderungen des Futtermittelgesetzes werden auch die Durchführungsbestimmungen betreffend Futtermittelhygiene festgelegt. Ich werte es als sehr positiv, dass hier konkrete Ausnahmen, beispielsweise für Eigenverbrauch und Kleinmengen, angeführt werden. Unsere Bäuerinnen und Bauern arbeiten seit Jahrzehnten mit landwirtschaftlichen Produkten und wissen um die Notwendigkeit hygienischen Arbeitens. Meine sehr geschätzten Damen und Herren, was Qualität und Hygiene betrifft, können wir uns sicher auf unsere Bauern verlassen. Ich stimme diesem Agrarrechtsänderungsgesetz zu. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Rufe bei der ÖVP: Er ist eh da!
Was die Wasserrechtsgesetz-Novelle betrifft, so muss ich Kollegem Eßl, den ich jetzt nicht mehr sehe, entgegenhalten (Rufe bei der ÖVP: Er ist eh da!): Er weiß anscheinend nicht, wo es die Probleme bei der Nitratbelastung gibt. (Abg. Prinz: Nur schauen, Frau Kollegin!) – Er hat sich ein bisschen versteckt, er ist jetzt ein bisschen eingegangen.
Abg. Prinz: Nur schauen, Frau Kollegin!
Was die Wasserrechtsgesetz-Novelle betrifft, so muss ich Kollegem Eßl, den ich jetzt nicht mehr sehe, entgegenhalten (Rufe bei der ÖVP: Er ist eh da!): Er weiß anscheinend nicht, wo es die Probleme bei der Nitratbelastung gibt. (Abg. Prinz: Nur schauen, Frau Kollegin!) – Er hat sich ein bisschen versteckt, er ist jetzt ein bisschen eingegangen.
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gaál.
Im Übrigen denken wir, dass wir nicht auf der einen Seite hü und auf der anderen Seite hott sagen können, wie du, lieber Franz, als Bauer weißt. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Gaál.) Wir können nicht einerseits die Maßnahmen im Rahmen des ÖPULs, eine Unterschreitung der Werte der Richtlinien belohnen und andererseits wieder Ausreißer zulassen! Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich finde es ziemlich vermessen, dass hier eigentlich auf dem Rücken der Rinderbauern die Schweinezüchter-Anliegen ausgetragen werden, denn es ist bekannt, wer für die hohe Nitratbelastung im Bereich des Tullner Beckens, des Alpenvorlandes und in anderen Problemregionen verantwortlich ist.
Beifall bei den Grünen.
Daher können wir dem Ansinnen dieser Neuregelung nicht beitreten und werden dagegen stimmen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Na Gott sei Dank! Das hätten wir sonst nicht überstanden!
Richtig ist, dass die Lipizzaner weiterhin in Piber stationiert bleiben, so wie bisher. Richtig ist, dass in Niederösterreich ein Sommerquartier mit Lipizzanern aus der Hofreitschule eingerichtet worden ist. Und richtig ist, dass jetzt in Piber zusätzlich 1,2 Millionen € für touristische Nutzungen investiert werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Na Gott sei Dank! Das hätten wir sonst nicht überstanden!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt 200 000 Menschen, die ...!
Und drittens, das freut mich immer ganz besonders: Die ganze Welt will Österreichs Wasser, aber wenn ich hier sitze, dann höre ich nur, das ist ja so schlecht, das ist ja nicht machbar, nicht verkaufbar. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt 200 000 Menschen, die ...!) Bisher haben Sie doch immer, auch zu Recht, darauf hingewiesen, dass bei EU-Entscheidungen das Prinzip der absoluten Einstimmigkeit aufrechterhalten werden müsse, damit das österreichische Wasser ja nicht ins Ausland verscherbelt werden könne. Gleichzeitig sagen Sie uns aber hier, es ist ja so schlecht. (Abg. Dr. Pirklhuber: Diese Maßnahme ist so schlecht! Sie geht in die falsche Richtung!) Die ganze Welt will das österreichische Wasser!
Abg. Dr. Pirklhuber: Diese Maßnahme ist so schlecht! Sie geht in die falsche Richtung!
Und drittens, das freut mich immer ganz besonders: Die ganze Welt will Österreichs Wasser, aber wenn ich hier sitze, dann höre ich nur, das ist ja so schlecht, das ist ja nicht machbar, nicht verkaufbar. (Abg. Dr. Pirklhuber: Es gibt 200 000 Menschen, die ...!) Bisher haben Sie doch immer, auch zu Recht, darauf hingewiesen, dass bei EU-Entscheidungen das Prinzip der absoluten Einstimmigkeit aufrechterhalten werden müsse, damit das österreichische Wasser ja nicht ins Ausland verscherbelt werden könne. Gleichzeitig sagen Sie uns aber hier, es ist ja so schlecht. (Abg. Dr. Pirklhuber: Diese Maßnahme ist so schlecht! Sie geht in die falsche Richtung!) Die ganze Welt will das österreichische Wasser!
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
Ich meine nämlich, meine Damen und Herren, dass man sich manches Mal überlegen sollte, ob gewisse Vorlagen von Personen kommen, die Landwirtschaft haben wollen, oder von jenen kommen, die von der Landwirtschaft leben müssen. Da sollten wir uns tatsächlich das eine oder andere überlegen! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.)
Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Der Schultes soll uns aus seinem Hausbrunnen Wasser mitbringen!
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr spricht Frau Abgeordnete Schönpass. 3 Minuten Redezeit. – Bitte. (Abg. Dipl.-Ing. Kummerer: Der Schultes soll uns aus seinem Hausbrunnen Wasser mitbringen!)
Abg. Prinz: Wie schaut es in Ampflwang aus?
Schauen wir uns das am Beispiel Trinkwasser an! (Abg. Prinz: Wie schaut es in Ampflwang aus?) Unser Trinkwasser zeichnet sich prinzipiell durch hohe Qualität aus, mit einer Ausnahme: die Nitratwerte. Die vorgeschriebenen Schwellenwerte werden bereits jetzt überschritten. Das können Sie im österreichischen Wassergütebericht nachlesen, dieser kommt übrigens aus Ihrem Ressort, Herr Minister. (Abg. Jakob Auer: Dürfen wir Ihren Wasserbefund haben?)
Abg. Jakob Auer: Dürfen wir Ihren Wasserbefund haben?
Schauen wir uns das am Beispiel Trinkwasser an! (Abg. Prinz: Wie schaut es in Ampflwang aus?) Unser Trinkwasser zeichnet sich prinzipiell durch hohe Qualität aus, mit einer Ausnahme: die Nitratwerte. Die vorgeschriebenen Schwellenwerte werden bereits jetzt überschritten. Das können Sie im österreichischen Wassergütebericht nachlesen, dieser kommt übrigens aus Ihrem Ressort, Herr Minister. (Abg. Jakob Auer: Dürfen wir Ihren Wasserbefund haben?)
Abg. Prinz: Wie schaut es in Ampflwang aus?
Mit der Nitratbelastung steigt langfristig auch das Krebsrisiko für die Menschen, Herr Auer. (Abg. Prinz: Wie schaut es in Ampflwang aus?) Es tut mir Leid, aber es ist so. (Abg. Jakob Auer: Den Wasserbefund von Ampflwang, bitte!) Eine weitere Aufweichung beziehungsweise Verwässerung der Grenzwerte ist gegenüber unserer Bevölkerung nicht vertretbar. Da können Sie noch so dagegen wettern.
Abg. Jakob Auer: Den Wasserbefund von Ampflwang, bitte!
Mit der Nitratbelastung steigt langfristig auch das Krebsrisiko für die Menschen, Herr Auer. (Abg. Prinz: Wie schaut es in Ampflwang aus?) Es tut mir Leid, aber es ist so. (Abg. Jakob Auer: Den Wasserbefund von Ampflwang, bitte!) Eine weitere Aufweichung beziehungsweise Verwässerung der Grenzwerte ist gegenüber unserer Bevölkerung nicht vertretbar. Da können Sie noch so dagegen wettern.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: Kollegin Schönpass, wie schaut es in Ampflwang aus?
Daran zeigt sich wieder einmal mehr als deutlich, dass es Ihnen, sehr geehrter Herr Minister Pröll, nicht gelingt, die beiden Funktionen, die Sie bekleiden, miteinander zu vereinbaren. Ein Minister, der sowohl für Landwirtschaft als auch für Umwelt zuständig ist, muss beiden Bereichen gleichermaßen gerecht werden. Das ist bei Ihnen, sehr geehrter Herr Minister, leider nicht der Fall. Ihrem Kniefall vor der Düngemittelindustrie schließen wir uns nicht an! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: Kollegin Schönpass, wie schaut es in Ampflwang aus?)
Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist richtig, das bedaure ich auch!
unseren kurzen Redezeiten nicht viel sagen können. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist richtig, das bedaure ich auch!) Heute bin ich mit Schmerzen hier gesessen, als ich zugehört habe und erkennen musste, wie wenig Ahnung bei unseren Oppositionskollegen in diesen Fachfragen durchblitzt, wenn sie über landwirtschaftliche Fragen reden. Das tut wirklich weh! (Abg. Dr. Pirklhuber: Es tut weh, was Sie machen!)
Abg. Dr. Pirklhuber: Es tut weh, was Sie machen!
unseren kurzen Redezeiten nicht viel sagen können. (Abg. Dr. Pirklhuber: Das ist richtig, das bedaure ich auch!) Heute bin ich mit Schmerzen hier gesessen, als ich zugehört habe und erkennen musste, wie wenig Ahnung bei unseren Oppositionskollegen in diesen Fachfragen durchblitzt, wenn sie über landwirtschaftliche Fragen reden. Das tut wirklich weh! (Abg. Dr. Pirklhuber: Es tut weh, was Sie machen!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich würde Ihnen gerne – ich sage das ganz offiziell – ein Seminar zum Thema Pflanzenernährung, zum Thema Nährstoffdynamik im Boden und zum Thema „Wovon leben wir?“ anbieten. Dann könnten wir irgendwann einmal die Frage Nitrat einordnen, sodass wir wissen, es gibt Werte, und es gibt die gute Qualität unseres Wassers. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Es gibt im Grünland tatsächlich einige Regionen, und es wird vielleicht nur 500 Betriebe betreffen, vielleicht auch nur 400, denen wir mit dieser Richtlinie tatsächlich ins Eigentum eingegriffen haben. Und ohne irgendjemandem zu schaden – sondern im Gegenteil, um gesunde Betriebe aufrechtzuerhalten –, haben wir nun im Wasserrecht die Freiheit, die Werte regional angepasst auf das richtige Niveau zu bringen. Gott sei Dank gibt es diese Freiheit, und ich kann Ihnen allen nur sagen, wir beschließen ein sehr gutes Gesetz, die Fachleute sind stolz darauf. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Schultes!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Mich freut es immer, wenn Kollege Schulteis heruntergeht (Rufe bei der ÖVP: Schultes!), denn jedes Mal, wenn er hinter dem Rednerpult steht, erklärt er uns, dass er die Weisheit mit dem Löffel gegessen hat. Das hört sich immer ganz lustig und gut an, und wir haben das jetzt schon das dritte oder vierte Mal erlebt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Mich freut es immer, wenn Kollege Schulteis heruntergeht (Rufe bei der ÖVP: Schultes!), denn jedes Mal, wenn er hinter dem Rednerpult steht, erklärt er uns, dass er die Weisheit mit dem Löffel gegessen hat. Das hört sich immer ganz lustig und gut an, und wir haben das jetzt schon das dritte oder vierte Mal erlebt. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Dr. Pirklhuber.)
Abg. Jakob Auer: Ja, von wem?
Vielleicht noch eine kleine Bemerkung zu Kollegen Auer. Die ganze Welt will unser Wasser, aber nicht das Wasser aus dem Marchfeld, nicht das Wasser aus dem Eferdinger Becken, aus dem Machland oder aus dem unteren Ennstal. Lieber Kollege Auer, dazu gibt es eine vernichtende Studie, in der Brunnen untersucht wurden. (Abg. Jakob Auer: Ja, von wem?) – Von der Arbeiterkammer Oberösterreich. (Rufe bei der ÖVP: Oje! – Abg. Freund: Die ist rot eingefärbt!) Ich werde sie dir einmal zeigen: ein vernichtendes Urteil! Es ist eine gefährliche Situation, meine sehr geschätzten Damen und Herren.
Rufe bei der ÖVP: Oje! – Abg. Freund: Die ist rot eingefärbt!
Vielleicht noch eine kleine Bemerkung zu Kollegen Auer. Die ganze Welt will unser Wasser, aber nicht das Wasser aus dem Marchfeld, nicht das Wasser aus dem Eferdinger Becken, aus dem Machland oder aus dem unteren Ennstal. Lieber Kollege Auer, dazu gibt es eine vernichtende Studie, in der Brunnen untersucht wurden. (Abg. Jakob Auer: Ja, von wem?) – Von der Arbeiterkammer Oberösterreich. (Rufe bei der ÖVP: Oje! – Abg. Freund: Die ist rot eingefärbt!) Ich werde sie dir einmal zeigen: ein vernichtendes Urteil! Es ist eine gefährliche Situation, meine sehr geschätzten Damen und Herren.
Abg. Grillitsch: ... nicht verstanden, um was es geht!
Vielleicht noch zwei Sätze zur Änderung des Wasserrechtsgesetzes, das heute schon etliche Male angesprochen wurde, und es ist wirklich ein großes Problem. Kollege Grillitsch hat von einer praktikablen Lösung gesprochen. Eine praktikable Lösung kann aber nicht bedeuten, dass es in Zukunft mehr Nitrate in unserem Grundwasser gibt. Das kann es doch nicht sein! Man kann nicht eine praktikable Lösung vortäuschen, im gleichen Atemzug aber meinen, dass unser Grundwasser nitrathältiger wird. (Abg. Grillitsch: ... nicht verstanden, um was es geht!)
Beifall bei der SPÖ.
Man sieht, es ist nachweislich zu keiner Verbesserung unseres Grundwassers gekommen. Ich sage Ihnen, es ist kontraproduktiv, wenn heute dieses Gesetz so beschlossen wird, darum werden wir dem auch nicht unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Puswald: Das ist doch eine Frechheit! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Norbert Sieber (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Kollege Wimmer, ich muss Ihnen schon sagen: Wenn man Ihnen hier zugehört hat, dann kann man darauf verweisen, dass Ihnen Herr Kollege Schultes, was Information und Intelligenz betrifft, vieles voraus hat. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn der Kollege das nächste Mal an dieses Rednerpult tritt und uns einiges aus seinem reichen Erfahrungsschatz zum Besten gibt. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Dr. Puswald: Das ist doch eine Frechheit! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Dr. Puswald. – Rufe bei der ÖVP: Puswald, Ruhe!
Kolleginnen und Kollegen! Wie in der Europäischen Verordnung betreffend das Lebensmittelrecht besteht auch in der Verordnung für das Futtermittelrecht, im Speziellen in der Futtermittelhygieneverordnung, eine Meldepflicht für alle Futtermittelunternehmer. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Dr. Puswald. – Rufe bei der ÖVP: Puswald, Ruhe!) Es sind darin eine Registrierung und Zulassung, beginnend mit der Produktion über den Transport, die Lagerung und Verarbeitung bis hin zur Verfütterung durch den Tierhalter, sprich den Bauern, vorgesehen.
Abg. Dr. Puswald: ... Intelligenzler!
Ein wichtiger Punkt für die bäuerlichen Familienbetriebe ist, dass die behördlichen Meldestellen angehalten sind, auf vorhandene Daten oder Erhebungssysteme zurückzugreifen, denn jede andere Regelung würde auch für die kleinsten Tierhalter eine unzumutbare bürokratische Mehrbelastung bedeuten. (Abg. Dr. Puswald: ... Intelligenzler!)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.
Verantwortung und Hausverstand sind gefragt – wir nehmen sie wahr! (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Was war das?
treffend Intelligenz, die Sie vielleicht in der Aufregung fallen haben lassen, hier am Rednerpult zurückzunehmen, denn ich denke mir, das wäre nicht das Niveau einer Agrardebatte, wie wir sie im Ausschuss gewohnt sind. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Was war das?) – Fritz, ich komme auch noch zu dir, keine Sorge! (Abg. Grillitsch: Na entschuldige! Das ist ...!)
Abg. Grillitsch: Na entschuldige! Das ist ...!
treffend Intelligenz, die Sie vielleicht in der Aufregung fallen haben lassen, hier am Rednerpult zurückzunehmen, denn ich denke mir, das wäre nicht das Niveau einer Agrardebatte, wie wir sie im Ausschuss gewohnt sind. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Grillitsch: Was war das?) – Fritz, ich komme auch noch zu dir, keine Sorge! (Abg. Grillitsch: Na entschuldige! Das ist ...!)
Abg. Jakob Auer: -gespielt oder -gelesen?
Herr Kollege Auer, wir haben ein Nachhaltigkeitskonzept der Bundesregierung, das in dieser Legislaturperiode beschlossen wurde. Wir haben es sehr aufmerksam durchgespielt – durchgelesen, durchgearbeitet und hier im Hause auch schon diskutiert. (Abg. Jakob Auer: -gespielt oder -gelesen?) – Auch durchgespielt. (Abg. Jakob Auer: Bist ja kein guter Spieler!) Ich stehe ja zu meiner Verspieltheit. – Aber, Kollege Auer, wenn du mir erklären willst, dass die ständigen Veränderungen des Wasserrechts im Hinblick auf die Nitratbelastung eine Nachhaltigkeit darstellen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Auer), dann, lieber Kollege Auer, verstehe ich dich auch nicht mehr. Bisher war ich nämlich davon überzeugt, dass Kollege Auer tatsächlich ein Vertreter jener ist, die sagen: Das Wasser ist uns wichtig, und das müssen wir schützen! (Ruf bei der ÖVP: Ja eh, ...!)
Abg. Jakob Auer: Bist ja kein guter Spieler!
Herr Kollege Auer, wir haben ein Nachhaltigkeitskonzept der Bundesregierung, das in dieser Legislaturperiode beschlossen wurde. Wir haben es sehr aufmerksam durchgespielt – durchgelesen, durchgearbeitet und hier im Hause auch schon diskutiert. (Abg. Jakob Auer: -gespielt oder -gelesen?) – Auch durchgespielt. (Abg. Jakob Auer: Bist ja kein guter Spieler!) Ich stehe ja zu meiner Verspieltheit. – Aber, Kollege Auer, wenn du mir erklären willst, dass die ständigen Veränderungen des Wasserrechts im Hinblick auf die Nitratbelastung eine Nachhaltigkeit darstellen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Auer), dann, lieber Kollege Auer, verstehe ich dich auch nicht mehr. Bisher war ich nämlich davon überzeugt, dass Kollege Auer tatsächlich ein Vertreter jener ist, die sagen: Das Wasser ist uns wichtig, und das müssen wir schützen! (Ruf bei der ÖVP: Ja eh, ...!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Auer
Herr Kollege Auer, wir haben ein Nachhaltigkeitskonzept der Bundesregierung, das in dieser Legislaturperiode beschlossen wurde. Wir haben es sehr aufmerksam durchgespielt – durchgelesen, durchgearbeitet und hier im Hause auch schon diskutiert. (Abg. Jakob Auer: -gespielt oder -gelesen?) – Auch durchgespielt. (Abg. Jakob Auer: Bist ja kein guter Spieler!) Ich stehe ja zu meiner Verspieltheit. – Aber, Kollege Auer, wenn du mir erklären willst, dass die ständigen Veränderungen des Wasserrechts im Hinblick auf die Nitratbelastung eine Nachhaltigkeit darstellen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Auer), dann, lieber Kollege Auer, verstehe ich dich auch nicht mehr. Bisher war ich nämlich davon überzeugt, dass Kollege Auer tatsächlich ein Vertreter jener ist, die sagen: Das Wasser ist uns wichtig, und das müssen wir schützen! (Ruf bei der ÖVP: Ja eh, ...!)
Ruf bei der ÖVP: Ja eh, ...!
Herr Kollege Auer, wir haben ein Nachhaltigkeitskonzept der Bundesregierung, das in dieser Legislaturperiode beschlossen wurde. Wir haben es sehr aufmerksam durchgespielt – durchgelesen, durchgearbeitet und hier im Hause auch schon diskutiert. (Abg. Jakob Auer: -gespielt oder -gelesen?) – Auch durchgespielt. (Abg. Jakob Auer: Bist ja kein guter Spieler!) Ich stehe ja zu meiner Verspieltheit. – Aber, Kollege Auer, wenn du mir erklären willst, dass die ständigen Veränderungen des Wasserrechts im Hinblick auf die Nitratbelastung eine Nachhaltigkeit darstellen (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Jakob Auer), dann, lieber Kollege Auer, verstehe ich dich auch nicht mehr. Bisher war ich nämlich davon überzeugt, dass Kollege Auer tatsächlich ein Vertreter jener ist, die sagen: Das Wasser ist uns wichtig, und das müssen wir schützen! (Ruf bei der ÖVP: Ja eh, ...!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Kollege Schultes, du hast Recht: Es gibt auf der einen Seite die Werte und auf der anderen Seite das Wasser. Ich sage dir: Es gibt Werte in Niederösterreich und ein gutes Wasser aus der Steiermark. – Wir werden diesem Gesetz nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Dieser Ausschuss arbeitet regelmäßig Richtlinien für Pflanzenschutzgeräte aus, und damit ist untrennbar ein Name verbunden: Professor Dr. Hans Neururer, dem ich für seinen jahrelangen Einsatz für die Applikationstechnik besonders danken möchte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sehr geehrter Herr Bundesminister! Ich danke dir sehr herzlich für dieses Paket des Agrarrechtsänderungsgesetzes. Herzlichen Dank auch an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen deines Bundesministeriums. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Schieder steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Das Magisterstudium, das als viersemestriger Aufbau auf das Bakkalaureat vorgesehen ist, schließen die Studenten als Forstassistenten ab. (Abg. Dr. Schieder steht an der Regierungsbank und spricht mit Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Diese neuen und allfälligen Lehrveranstaltungen werden aber nicht im Gesetz festgeschrieben, sondern durch eine Verordnung festgelegt. Das ist sinnvoll, denn dadurch werden auch Kernkompetenzen bestimmt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das heißt, Ausbildung lohnt sich, und Ausbildung im Sinne dieser Veränderungen zahlt sich auch aus. Es macht Sinn, auch die Staatsprüfung zu verändern, und dann sind solche Gesetzesänderungen, wie wir sie hier vornehmen, ebenfalls sinnvoll. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
des und dessen nachhaltige Bewirtschaftung europaweit unterstützt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die österreichischen Winzer werden auch weiterhin die Qualität des österreichischen Weines forcieren und vor allem auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen dementsprechend mittragen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh, hör auf!
Ich stimme Ihnen in einem Punkt zu: Wahrscheinlich sind es wirklich nur 400 bis 500 Betriebe, die von dieser Ausnahmeregelung betroffen sein werden. – Meine Damen und Herren! Umso schlimmer, denn was ist das für ein Signal eines Umweltministers, für 500 Betriebe eine Ausnahmegenehmigung zu erwirken, wo andererseits immer noch Handlungsbedarf besteht!? (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Geh, hör auf!)
Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Es ist alles gesagt!
Zum Herrn Bundesminister bleibt mir heute nur eines festzuhalten: Ein Bundesminister, der Umwelt und Landwirtschaft vereint, beharrlich zu diesen kritischen Einwendungen der Opposition schweigt, dem dazu bloß ab und zu ein Lächeln entfleucht, stellt eine Verhaltensweise dar, mit dem parlamentarischen Diskurs umzugehen, die ich nicht akzeptieren werde. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Es ist alles gesagt!) Wir werden diesem Wasserrechtsgesetz nicht zustimmen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum Herrn Bundesminister bleibt mir heute nur eines festzuhalten: Ein Bundesminister, der Umwelt und Landwirtschaft vereint, beharrlich zu diesen kritischen Einwendungen der Opposition schweigt, dem dazu bloß ab und zu ein Lächeln entfleucht, stellt eine Verhaltensweise dar, mit dem parlamentarischen Diskurs umzugehen, die ich nicht akzeptieren werde. (Bundesminister Dipl.-Ing. Pröll: Es ist alles gesagt!) Wir werden diesem Wasserrechtsgesetz nicht zustimmen. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Drei Kulturarten – Reis, Weizen und Mais – decken weltweit mehr als 50 Prozent des menschlichen Nahrungsbedarfes. Nur mehr 100 Kulturpflanzenarten von 4 800 bekannten machen 90 Prozent des weltweiten Nahrungsbedarfes aus. In Lokalsorten und regionaler Produktsicherung und -entwicklung mag wohl für große Denker die Chance der Zukunft liegen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Die AGES, die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, hat seit 1992 den Index Seminum Austriae, eine sehr umfassende Gen-Datenbank aufgebaut und baut sie weiterhin auf. Damit vollzieht sie den Auftrag der EU, der 1998 während der österreichischen Präsidentschaft an die EU-Länder erging. Pflanzengenetische Ressourcen müssen erhalten bleiben und weiterhin aufgebaut werden. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
In Anbetracht der vorgeschrittenen Zeit werde ich meine Aussagen darauf beschränken. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Meine Damen und Herren! Wir werden auch beiden Vorlagen und Verträgen zustimmen, selbstverständlich. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Ich wollte nur eines kurz positiv anmerken, was vielleicht wichtig ist: dass die Möglichkeit, Saatgut nachzubauen, zu vermehren und auch zu schützen und zu pflegen, explizit festgehalten ist. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe der Bäuerinnen und Bauern auch in der Zukunft.
Allgemeiner Beifall.
Ich finde es sehr schön, dass dieser Vertrag endlich einmal ratifiziert wird. – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.
Dieses Regelwerk hilft mit, dass diese Pflanzen dann tatsächlich auch international wirtschaftlich genutzt werden können. Es gibt auch uns das Recht, woanders zuzugreifen, und es ist als Ganzes ein Regelwerk, das sehr optimistisch ist, denn es geht davon aus, dass auch dann, wenn die Landwirtschaft sich weiterentwickelt, Bauern da sein werden, die in solchen Lebensräumen diese Pflanzen hegen und pflegen, um daraus gute und gesunde Produkte herzustellen. Das wird auch dann noch der Fall sein, wenn andere glauben, dass sie den Bauern ihre Existenzgrundlage wegnehmen können. (Demonstrativer Beifall des Abg. Dipl.-Ing. Kummerer.) Wir werden alles tun, um leistungsfähig und stark bleiben zu können.
Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Esst was G’scheit’s und schlafts gut! (Allgemeine Heiterkeit sowie Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)