Eckdaten:
Für die 35. Sitzung der 22. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 856 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bismarck hat einmal gesagt: Man kann vieles ändern in der Diplomatie, aber man kann die Geographie nicht ändern. – Die wirtschaftlichen, kulturellen und geographischen Voraussetzungen sind dazu angetan, dass wir eine Kooperation haben können. Und ich muss Ihnen sagen: Gott sei Dank habe ich vorausgedacht – sie ist in bester Fahrt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Die Regionale Partnerschaft spielt hier eine ganz wesentliche Rolle. Schon im Vorfeld, im Konvent, hat es eine Gruppierung gegeben, die zwar nicht nur die Regionale Partnerschaft, aber diese als Kern, Interessen gemeinsam gefördert hat. Und Sie sehen: Bei der Frage der Zusammensetzung der Europäischen Kommission sind wir auf gutem Wege, das zu haben, was uns alle interessiert, nämlich einen Kommissar pro Mitgliedstaat mit Stimmrecht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Oh-Rufe bei der SPÖ.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Grundsätzlich sind wir natürlich daran interessiert, diese Abkommen einzubringen, aber wir müssen auch auf die österreichische Arbeitsmarktlage Bedacht nehmen, und diese ist derzeit nicht sehr gut. (Oh-Rufe bei der SPÖ.) Ich glaube, wir haben Zeit genug, das in der Zukunft noch zu tun.
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Frau Bundesministerin! Sie waren schon sehr erfolgreich bei der Regierungskonferenz, und Sie werden es auch noch sein. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) Wir freuen uns besonders darüber, auch wenn die Kollegen von der SPÖ diese Freude nicht teilen.
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Diese Entscheidung wird so sicherlich nicht notwendig sein. Es wird für einen Kommissar pro Land eine gute Entwicklung geben, aber wir haben selbstverständlich bereits jetzt schriftlich eingebracht, dass wir für Euratom sind, und zwar für eine Revisionskonferenz, die ein Jahr nach Beendigung der Regierungskonferenz stattfinden soll. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Ich darf dazu sagen, dass mir in der Entwicklungspolitik die Kohärenz ein wichtiges Anliegen ist. Ich habe beim neuen Entwicklungszusammenarbeitsgesetz im Jahr 2002 großen Wert auf die Kohärenzklausel gelegt, die besagt: Der Bund berücksichtigt die Ziele und Prinzipien der Entwicklungspolitik bei den von ihm verfolgten Politikbereichen, die die Entwicklungsländer berühren können. – Hiebei handelt es sich also um eine Bindung für die Bundesverwaltung. Der Privatbesitz von Aktien unterliegt nicht dieser Gesetzesbestimmung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Ich sage es noch einmal: Jeder Staatsbürger ist grundsätzlich berechtigt, selbst Aktien zu haben. Er unterliegt einfach all den Gesetzen, die da sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Großruck: Das ist ja hanebüchen!
Abgeordnete Petra Bayr (SPÖ): Frau Bundesministerin! Das Halten von Aktien wie etwa von Konzernen, die in Nicaragua, einem Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, Gold schürfen und dabei Arbeiter ausbeuten (Abg. Großruck: Das ist ja hanebüchen!), gerechte Löhne vorenthalten und damit zu sozialen Unruhen beitragen, ist ganz sicher nicht – das haben Sie auch bestätigt – im Sinne einer kohärenten Entwicklungszusammenarbeit. (Abg. Großruck: Dann geben Sie sofort den Goldring zurück, den Sie haben!) Jetzt gibt es schon seit längerem auch ethische Aktienfonds, ...
Abg. Großruck: Dann geben Sie sofort den Goldring zurück, den Sie haben!
Abgeordnete Petra Bayr (SPÖ): Frau Bundesministerin! Das Halten von Aktien wie etwa von Konzernen, die in Nicaragua, einem Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, Gold schürfen und dabei Arbeiter ausbeuten (Abg. Großruck: Das ist ja hanebüchen!), gerechte Löhne vorenthalten und damit zu sozialen Unruhen beitragen, ist ganz sicher nicht – das haben Sie auch bestätigt – im Sinne einer kohärenten Entwicklungszusammenarbeit. (Abg. Großruck: Dann geben Sie sofort den Goldring zurück, den Sie haben!) Jetzt gibt es schon seit längerem auch ethische Aktienfonds, ...
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Ich kann nur sagen: Heute spielt sich die Nahostpolitik zum Ersten innerhalb der Europäischen Union ab – Sie wissen das –, zum Zweiten aber nicht nur innerhalb der Europäischen Union, sondern auch gemeinsam mit den Vereinigten Staaten von Amerika, Russland und den Vereinten Nationen. Aber trotzdem halte ich die jetzige NGO-Initiative oder Initiative von politischen Parteien, die derzeit nicht Regierungsverantwortung tragen, für eine sehr, sehr gute und hoffe, dass sie in Zukunft irgendwann zu diesem Friedensprozess mit beitragen kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
les Anliegen der österreichischen Außenpolitik, und ich habe mich schon lange selbstverständlich dafür eingesetzt. Ich glaube, ganz besonders die Entschädigungsleistungen, die von Österreich, und zwar von dieser Regierung gemacht wurden, haben dazu beigetragen, aber auch meine sehr ausgewogene Nahostpolitik. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Zum Ersten darf ich Ihnen sagen, es ist keineswegs eine Politik des Zwischen-den-Stühlen-Sitzens, sondern es ist eine Politik, in der europäischen Mitte voranzugehen. Wir haben in dieser Frage dem UNO-Generalsekretär, der weltweit anerkannt ist – und Gott sei Dank auch in Österreich –, und vor allem der griechischen Präsidentschaft Folge geleistet, und ich glaube, wir haben gut daran getan. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Schieder: Die zweite wäre an Sie zu richten wegen der Regierungsbank!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Cap, das waren natürlich zwei Fragen, die Sie gestellt haben, statt einer, aber: allegria! (Abg. Schieder: Die zweite wäre an Sie zu richten wegen der Regierungsbank!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
aber viele mittlere und kleine Länder haben dieselbe Politik verfolgt. Aber ich darf Ihnen sagen, dass in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 25. September auch eine sehr interessante Meldung zur Haltung der deutschen Bundesregierung in der Irakfrage jetzt festgeschrieben war. Dort hieß es: Gleichwohl sieht sich die Bundesregierung jetzt offenbar in einer Position der Mitte, möglicherweise auch des Mittlers zwischen Washington und Paris. – Wir waren schon dort! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Das war nicht die Frau Minister, das war der Herr Cap!
Abgeordnete Dr. Evelin Lichtenberger (Grüne): Frau Ministerin! Sie haben von dieser Politik mitten zwischen allen Stühlen gesprochen und eine Bestätigung aus einem Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ abgeleitet. (Abg. Großruck: Das war nicht die Frau Minister, das war der Herr Cap!) Ich frage Sie: Woraus leiten Sie eine Bestätigung der österreichischen Haltung der so genannten Mitte ab?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Frau Abgeordnete Lichtenberger! Sie haben nicht ganz genau zugehört. Ich habe nicht die „Süddeutsche“, sondern die „Frankfurter Allgemeine“ zitiert, und ich habe auch gesagt, dass ich keine Politik des „Zwischen-den-Stühlen-Sitzens“ für richtig halte, sondern eine Politik der europäischen Mitte als etwas Positives ansehe. Nehmen Sie das bitte zur Kenntnis! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich habe mich auf zwei Themenkreise konzentriert: Der eine betraf Kinder in bewaffneten Konflikten. Wir wissen, wie Kinder missbraucht werden. Ich habe hier eine Initiative für ein Curriculum of Monitoring herausgebracht. Zweitens habe ich die Frage der Menschenrechtserziehung angesprochen und dabei ein Handbuch zur Menschenrechtserziehung, das für die ganze Welt geeignet ist, auf den Tisch gelegt. Ich freue mich, dass dieses bereits in 1 500 Exemplaren in der ganzen Welt aufliegt und sehr positiv angenommen wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Abgesehen von der theoretischen Grundlage und den Grundlagen, die wir geliefert haben, die bereits auch in die Europäische Union Eingang gefunden haben, habe ich persönlich ein Zentrum für kriegstraumatisierte Kinder zusammen mit Slowenien und Jordanien aufgebaut. Ich habe selber mit einem Flug Kinder herausgeholt, und zwar über Kuwait, die zum Teil in Österreich beste medizinische Versorgung erhalten haben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Noch ein bisschen tiefer!
Der Leiter der österreichischen Delegation, Fragesteller Fasslabend, hat es vorgezogen, dort touristische Aktivitäten zu unternehmen, und ist nicht zu diesem Treffen gegangen. (Abg. Dr. Fekter: Noch ein bisschen tiefer!) Frau Ministerin! Warum haben Sie ihn nicht beauftragt, in Ihrem Sinne – mehr Sicherheit gerade für Kinder in Kriegsregionen und für die Zivilbevölkerung – gegen Landminen vorzugehen? Warum haben Sie ihn nicht beauftragt, an diesem Treffen teilzunehmen?
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Rufe bei der ÖVP und Gegenrufe bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Geht es noch ein bisschen tiefer?
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Ich kann nur sagen: Es liegt wohl in der Freiheit jedes Parlamentariers, seine Tätigkeit so auszuführen, wie er es für gut hält. Ich bin sicher, dass er an diesem Treffen in der einen oder anderen Form teilgenommen hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Rufe bei der ÖVP und Gegenrufe bei den Grünen. – Abg. Dr. Fekter: Geht es noch ein bisschen tiefer?)
Beifall bei der ÖVP.
Zweitens: Die Genfer Flüchtlingskonvention wird in keiner Weise vom Asylgesetz betroffen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
denke, das war eine Luftbrücke der Barmherzigkeit, und wir waren das einzige nicht-moslemische Land, das so etwas tun konnte. Ich glaube, wir haben dadurch sowohl im Irak als auch für die Bevölkerung etwas Großes getan. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ruf bei der ÖVP: Schrecklich!
Frau Ministerin! Hätten Sie es nicht auch für sinnvoller gehalten, dieses Geld im Irak selbst für eine Basisgesundheitsversorgung auszugeben und damit viel mehr Kindern helfen zu können? (Ruf bei der ÖVP: Schrecklich!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Ich habe kein Verständnis für diese Fragestellung. Ich sage Ihnen eines: Man konnte nicht in den Irak hinein, es gab keine Möglichkeit, Hilfe zu leisten. Diese Kinder und Jugendlichen wären zum Teil gestorben, und ich glaube nicht, dass Sie das hätten verantworten können. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir sie hierher bringen konnten. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Ziemlich daneben!
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Frau Bundesminister! Halten Sie das Abbilden von kranken Kindern mit Politikerinnen oder Politikern für einen Eingriff in die Unverletzlichkeit und Integrität von kranken Menschen? (Abg. Dr. Fekter: Ziemlich daneben!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Herr Abgeordneter! Ich kann nur sagen, die Kinder sind so abgebildet worden, dass man nur wenig von den schweren Verletzungen gesehen hat. Ich glaube, in einer solchen Form ist es wohl möglich, der österreichischen Bevölkerung zu zeigen, was die österreichische Bundesregierung – vertreten durch mich – gemacht hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Darüber hinaus werden wir dieses Zentrum für kriegstraumatisierte Kinder zusammen mit Slowenien und Jordanien, das ich schon erwähnt habe, wieder aufbauen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
gebeten, hier wieder so aktiv mitzuarbeiten, wie das Österreich auch in der Vergangenheit gemacht hat. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich bin selbstverständlich zur möglichsten Transparenz hier bereit und muss Ihnen sagen, ich bedauere sehr, dass die Novelle zum Entwicklungszusammenarbeitsgesetz 2002 nicht von allen Parteien des Parlaments beschlossen wurde, denn ich denke, es wäre eine schöne Chance für einen parlamentarischen Konsens gewesen, trotz sehr positiven Echos von vielen NGOs. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Frau Abgeordnete, ich habe einen Termin im November genannt – dieser wurde vom Parlament nicht akzeptiert. Es werden weitere Termine mit den Klubs auszumachen versucht, aber Sie kennen auch meinen Terminplan. Vor allem bin ich in der Regierungskonferenz, ich habe sehr, sehr viele zusätzliche Termine einzuschieben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Frau Abgeordnete Lunacek! Sie wissen, dass die ADA nur eine Umsetzungs- und Implementierungsorganisation ist. Wir haben nicht das Gesetz über die Entwicklungszusammenarbeit hier noch einmal neu zu diskutieren, das erst 2002 beschlossen wurde, nachdem es zehn Jahre hindurch besprochen und verhandelt wurde. Ich denke, wir haben hier einen sehr schönen Kohärenzparagraphen, den ich übrigens vorher zitiert habe, drinnen. Es sind ja auch schon sehr viele Dinge im Kohärenzbereich tatsächlich zustande gebracht worden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Bundesministerin für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benita Ferrero-Waldner: Frau Abgeordnete! Gerade Sie wissen, dass man bei einem konsolidierten Budget, in dem ich vor allem der Entwicklungszusammenarbeit – auch in den schwierigsten Jahren der Konsolidierung – immer Vorrang gegeben habe, nicht alle Organisationen der Vereinten Nationen in gleicher Weise betrauen konnte. Aber im Jahre 2004 wird auch für diese Organisationen mehr Geld vorgesehen sein, so wie es im Budget schon vorgegeben ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Fragestunde ist beendet, und zwar 8 Minuten vor der Zeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Das ist in meiner 23-jährigen parlamentarischen Tätigkeit das erste Mal. Ich muss auch sagen, dass wir uns im Stil an die englische Praxis des Pingpong angleichen. Das heißt, es wird viel flotter und ist, wie ich glaube, auch für die Zuseherinnen und Zuseher wesentlich interessanter zu verfolgen.
Abg. Mag. Posch platziert auf dem Rednerpult einen Pappaufsteller, auf dem ein verkleinertes Plakat der „Volkshilfe“ mit dem Konterfei Bruno Kreiskys angebracht ist, unter dem zu lesen steht: „Flüchtling, 1938: überlebt, 2003: ?“
Als erster Debattenredner hat sich Herr Abgeordneter Mag. Posch zu Wort gemeldet. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Mag. Posch platziert auf dem Rednerpult einen Pappaufsteller, auf dem ein verkleinertes Plakat der „Volkshilfe“ mit dem Konterfei Bruno Kreiskys angebracht ist, unter dem zu lesen steht: „Flüchtling, 1938: überlebt, 2003: ?“)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Das vorliegende Plakat von Bruno Kreisky soll verdeutlichen, dass Kreisky 1938 ein Flüchtling war, der vor den Nationalsozialisten geflüchtet ist, in Kopenhagen um politisches Asyl angesucht und zu den Leuten dort gesagt hat: Wenn Sie mich jetzt zurückschicken, liefern Sie mich den Leuten aus, denen ich gerade entkommen bin. – Das möchte ich vorausschicken, weil niemand, wie es in dieser Aktion der Volkshilfe heißt, leichtfertig seine Heimat verlässt, niemand sich gerne von seiner Familie trennt und niemand gerne freiwillig Flüchtling ist. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher sind wir gemeinsam mit den NGOs der Meinung, dass die Beschleunigung und Straffung der Verfahren nur mit einer Aufstockung des Personals zu bewerkstelligen ist, und daher wird sich schon in wenigen Jahren zeigen, dass mit diesem Gesetz keineswegs eine Beschleunigung eingetreten ist, sondern dass – ganz im Gegenteil! – die Bundesverfassung und die völkerrechtlichen Verpflichtungen Österreichs auf diese Art und Weise verletzt wurden. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Die Betreuung von Asylwerbern hat in der Vergangenheit auch nur deshalb halbwegs reibungslos funktioniert, weil die Länder und die Zivilgesellschaft Geld und Unterkünfte zur Verfügung gestellt haben. Volkshilfe, Rotes Kreuz, Evangelische Diakonie, Caritas: Sie alle verdienen in Wahrheit öffentliches Lob und Anerkennung! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.) – Sie danken diesen Organisationen auf Ihre Weise, nämlich indem Sie deren Ansprüche mit dem Bundesbetreuungsgesetz rückwirkend enteignen.
Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Professor Heinz Mayer hat das vor dem Sommer in einem „Standard“-Interview sehr, sehr treffend formuliert. Er hat erklärt, dass wieder einmal die Effektivität und die Effizienz von Asylverfahren gesteigert werden sollen, dass allerdings die Sparsamkeit des Staates nicht Selbstzweck sein soll, sondern der Staat in erster Linie dafür zu sorgen hat, dass die Menschen ihre Interessengegensätze nicht hemmungslos, sondern geordnet austragen, wie es die völkerrechtlichen Verpflichtungen, die Verfassung und die übrigen Rechtsregeln gebieten. – So ist es. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wir haben heute eine sensible Materie zu behandeln – durchaus richtig –, und wir als Volkspartei bekennen uns auch dazu, dass Österreich seiner Tradition als Asylland auch in Zukunft gerecht werden muss. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.
Meine Damen und Herren! Wir wollen aber gleichzeitig, dass wir im Asylland Österreich wieder darauf zurückkommen, was Asyl eigentlich bedeutet. Ich darf in diesem Zusammenhang allen in Erinnerung rufen – das ist gemeinsamer Konsens von uns allen –: Wer aus politischen Gründen, aus rassischen Gründen und wegen seiner religiösen Einstellung in seinem Heimatland verfolgt wird, der soll bei uns für jenen Zeitraum Aufenthalt finden, in dem dies in seinem Heimatland als Tatsache zu werten ist. – Das ist Asyl, meine sehr geschätzten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Dr. Jarolim.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich möchte mich aber schon von den Sozialdemokraten unterscheiden!
umfangreiche Dokumentation mit – in dieser Frage an Gesetzesnovellen eingebracht hat, das, was er an öffentlichen Stellungnahmen für die Sozialdemokratische Partei abgegeben hat, das, meine Damen und Herren von der SPÖ, ist die Politik von heute. Ich halte es daher für einen Etikettenschwindel, wenn Sie uns heute hier vorgeben, ganz anderer Meinung zu sein. – Nein, meine Damen und Herren, da unterscheiden wir uns nicht von den Sozialdemokraten! Sie versuchen nur, es anders darzustellen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich möchte mich aber schon von den Sozialdemokraten unterscheiden!)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Ich darf Herrn Kollegem Posch empfehlen, einmal mit seinem Genossen Verzetnitsch zu reden, ihn zu fragen, ob er es sich getraut hätte, das, was Sie heute gesagt haben, auf seinem Gewerkschaftskongress als Position der SPÖ darzustellen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Meine Damen und Herren! Ich bin überzeugt davon, dass Kollegem Verzetnitsch die Trillerpfeifen der Genossen entgegengeschallt wären und nicht unserem Fritz Neugebauer, dem hier für sein Engagement ungerechtfertigterweise in schädlicher und schändlicher Weise so etwas widerfahren ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf Herrn Kollegem Posch empfehlen, einmal mit seinem Genossen Verzetnitsch zu reden, ihn zu fragen, ob er es sich getraut hätte, das, was Sie heute gesagt haben, auf seinem Gewerkschaftskongress als Position der SPÖ darzustellen. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Meine Damen und Herren! Ich bin überzeugt davon, dass Kollegem Verzetnitsch die Trillerpfeifen der Genossen entgegengeschallt wären und nicht unserem Fritz Neugebauer, dem hier für sein Engagement ungerechtfertigterweise in schädlicher und schändlicher Weise so etwas widerfahren ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Jakob Auer: Wie viele sind es in Deutschland?
Diese Zahl können wir auch zum Vergleich mit unseren Nachbarstaaten heranziehen. Wenn wir vergleichen, wie viele Asylanträge auf 1 000 Einwohner gestellt werden – bei uns fast fünf auf 1 000 Einwohner –, dann sehen wir, dass da ein großes Ungleichgewicht zu unseren Nachbarländern herrscht. In Deutschland sind es 0,9 Anträge auf tausend Einwohner, in Italien sind es 0,1, meine Damen und Herren! Insgesamt wurden im Jahre 2002 in Italien von 7 000 Personen Asylanträge gestellt, bei uns von 40 000 Personen! (Abg. Jakob Auer: Wie viele sind es in Deutschland?)
Zwischenruf der Abg. Silhavy.
Das zeigt, dass Österreich als Fokusland für Schlepperbanden ausgewählt wurde. Über Internet laufen Informationen, dass man nach Österreich kommen muss, wenn man einen Asylantrag stellen will. – Das, meine Damen und Herren, erfordert, dass wir reagieren. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Wenn Deutschland, ein Land mit einer ebenso nach Osten befindlichen Grenze wie wir, 0,9 Asylanträge pro tausend Einwohner zu verzeichnen hat, dann zeigt das, dass da nicht mit gleichem Maß gemessen wird. Daher müssen wir reagieren, sehr geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Das zeigt, dass Österreich als Fokusland für Schlepperbanden ausgewählt wurde. Über Internet laufen Informationen, dass man nach Österreich kommen muss, wenn man einen Asylantrag stellen will. – Das, meine Damen und Herren, erfordert, dass wir reagieren. (Zwischenruf der Abg. Silhavy.) Wenn Deutschland, ein Land mit einer ebenso nach Osten befindlichen Grenze wie wir, 0,9 Asylanträge pro tausend Einwohner zu verzeichnen hat, dann zeigt das, dass da nicht mit gleichem Maß gemessen wird. Daher müssen wir reagieren, sehr geschätzte Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wenn Herr Kollege Posch gleich von vornherein meint, diese Gesetzesnovelle sei verfassungswidrig, so kann ich ihm nur antworten: Es gibt nur einen, der das feststellen kann, nämlich den Verfassungsgerichtshof, und nicht irgendjemand anderen! – Eine Diskussion so begonnen, kann nicht gut enden, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Weshalb sollte denn jemand, der seine Heimat verlassen muss, weil er verfolgt wird, der Behörde nicht erklären, wieso das der Fall ist? Können Sie mir erklären, was das wirklich für Gründe sein sollen? Oder steht dahinter vielleicht die Vermutung, man probiert es halt in einer Instanz so und in einer anderen Instanz so. – Das kann nicht Gegenstand von Asylverfahren sein! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Letztlich entscheidet ein Höchstgericht darüber, ob etwas verfassungswidrig ist oder nicht, aber nicht Sie im Vorfeld und auch nicht NGO-Organisationen. Das bedarf einer Prüfung, aber die Gesetzesvorlage ist in einer Weise vorbereitet, dass man guten Gewissens sagen kann, dass darin rechtsstaatliche Grundsätze sehr wohl berücksichtigt sind. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
40 000 Asylanträge in Österreich mit einer Anerkennungsquote, die sehr gering ist, zeigen, dass da Handlungsbedarf besteht. Wir reagieren auf diesem Handlungsbedarf und bekennen uns dazu, dass Österreich für jene, die Hilfe brauchen, ein Asylland bleiben wird. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ein sicheres Drittland!
Wissen Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, wie viele Asylverfahren im Jahr 2002 in der Slowakei positiv abgeschlossen wurden? (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ein sicheres Drittland!) – 19! 19 Menschen haben im Jahr 2002 in der Slowakei Asyl bekommen. Zehntausende haben einen Antrag gestellt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wissen Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, wie viele Asylverfahren im Jahr 2002 in der Slowakei positiv abgeschlossen wurden? (Abg. Dr. Fasslabend: Das ist ein sicheres Drittland!) – 19! 19 Menschen haben im Jahr 2002 in der Slowakei Asyl bekommen. Zehntausende haben einen Antrag gestellt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Heimatland, nicht die Durchgangsstaaten!
Die Frage ist, ob – und das ist einer meiner Hauptkritikpunkte an dieser Asylgesetz-Novelle – das Festschreiben von so genannten sicheren Drittstaaten überhaupt möglich ist. Um Ihnen, geschätzte KollegInnen, zu erklären, was das ist: Sicherer Drittstaat ist ein Ausdruck aus der Juristensprache und bedeutet, dass jemand, der in einem bestimmten Land einen Asylantrag stellt, über die Grenze in jenen Staat, aus dem er gerade gekommen ist, wieder zurückgeschoben wird, weil das ja ein sicherer Drittstaat für ihn sei. Es gibt ein Prinzip des Asylrechtes in der Genfer Flüchtlingskonvention, wonach niemand, der Schutz vor Verfolgung sucht, dorthin zurückgeschoben werden darf, woher er geflohen ist, weil er eben Schutz vor Verfolgung braucht. (Abg. Scheibner: Heimatland, nicht die Durchgangsstaaten!) Wenn man nun die Menschen ohne lange Prüfung einfach in so genannte sichere Drittstaaten zurückschiebt, so laufen sie Gefahr, durch eine weitere Kettenabschiebung wieder dort zu landen, woher sie gekommen sind. (Abg. Scheibner: Wenn ein Mitgliedsland der Europäischen Union kein sicheres Drittland ist, dann ist etwas falsch gelaufen!)
Abg. Scheibner: Wenn ein Mitgliedsland der Europäischen Union kein sicheres Drittland ist, dann ist etwas falsch gelaufen!
Die Frage ist, ob – und das ist einer meiner Hauptkritikpunkte an dieser Asylgesetz-Novelle – das Festschreiben von so genannten sicheren Drittstaaten überhaupt möglich ist. Um Ihnen, geschätzte KollegInnen, zu erklären, was das ist: Sicherer Drittstaat ist ein Ausdruck aus der Juristensprache und bedeutet, dass jemand, der in einem bestimmten Land einen Asylantrag stellt, über die Grenze in jenen Staat, aus dem er gerade gekommen ist, wieder zurückgeschoben wird, weil das ja ein sicherer Drittstaat für ihn sei. Es gibt ein Prinzip des Asylrechtes in der Genfer Flüchtlingskonvention, wonach niemand, der Schutz vor Verfolgung sucht, dorthin zurückgeschoben werden darf, woher er geflohen ist, weil er eben Schutz vor Verfolgung braucht. (Abg. Scheibner: Heimatland, nicht die Durchgangsstaaten!) Wenn man nun die Menschen ohne lange Prüfung einfach in so genannte sichere Drittstaaten zurückschiebt, so laufen sie Gefahr, durch eine weitere Kettenabschiebung wieder dort zu landen, woher sie gekommen sind. (Abg. Scheibner: Wenn ein Mitgliedsland der Europäischen Union kein sicheres Drittland ist, dann ist etwas falsch gelaufen!)
Abg. Scheibner: ... Das ist ja ungeheuerlich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen
Die unabhängige zweite Instanz in österreichischen Asylverfahren, der so genannte Unabhängige Bundesasylsenat, kurz: UBAS, hat in mehreren Entscheidungen festgestellt, dass die Slowakei kein sicherer Drittstaat für Asylwerber ist, weil diese, werden sie in die Slowakei abgeschoben, Gefahr laufen (Abg. Scheibner: ... Das ist ja ungeheuerlich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), wieder dorthin zurückgeschickt zu werden, woher sie gekommen sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Dann stellen wir gleich die Ratifizierung der EU-Erweiterung zurück!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Dann stellen wir gleich die Ratifizierung der EU-Erweiterung zurück!
Die unabhängige zweite Instanz in österreichischen Asylverfahren, der so genannte Unabhängige Bundesasylsenat, kurz: UBAS, hat in mehreren Entscheidungen festgestellt, dass die Slowakei kein sicherer Drittstaat für Asylwerber ist, weil diese, werden sie in die Slowakei abgeschoben, Gefahr laufen (Abg. Scheibner: ... Das ist ja ungeheuerlich! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen), wieder dorthin zurückgeschickt zu werden, woher sie gekommen sind. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: Dann stellen wir gleich die Ratifizierung der EU-Erweiterung zurück!)
Abg. Scheibner: Bei der Aufnahme sind wir aber immer noch Spitze!
Wir laufen – und damit wiederhole ich auch die Kritik der nationalen und internationalen Experten – dadurch Gefahr, wieder einmal in einer Materie europäisches Schlusslicht zu werden (Abg. Scheibner: Bei der Aufnahme sind wir aber immer noch Spitze!), in diesem Fall was den Schutz von Flüchtlingen, was die Aufnahme von Flüchtlingen und was die Betreuung von Flüchtlingen angeht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... Missbrauch!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... Missbrauch!
Wir laufen – und damit wiederhole ich auch die Kritik der nationalen und internationalen Experten – dadurch Gefahr, wieder einmal in einer Materie europäisches Schlusslicht zu werden (Abg. Scheibner: Bei der Aufnahme sind wir aber immer noch Spitze!), in diesem Fall was den Schutz von Flüchtlingen, was die Aufnahme von Flüchtlingen und was die Betreuung von Flüchtlingen angeht. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Scheibner: ... Missbrauch!)
Abg. Mag. Mainoni: Dafür wird das Gesetz ja geschaffen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! In der nun schon seit Monaten laufenden Diskussion gab es in einem Punkt eine Übereinstimmung aller vier Parlamentsfraktionen untereinander sowie mit dem Herrn Innenminister, nämlich über die Tatsache, dass die Dauer der österreichischen Asylverfahren so lang ist, dass es an Rechtsverweigerung stößt, was Flüchtlingen in ihrem Begehr, Asyl in Österreich zu erhalten, widerfährt. Es ist fast Asylverweigerung, wenn jemand über Jahre darauf warten muss, dass sein Verfahren endlich definitiv abgeschlossen ist. (Abg. Mag. Mainoni: Dafür wird das Gesetz ja geschaffen!) Daher gab es Übereinstimmung darüber, dass etwas zu geschehen habe, dass die Asylverfahren in Österreich beschleunigt werden müssten.
Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht!
Sie haben es erhalten, wir haben es erhalten. Sie haben es eiskalt ignoriert! (Abg. Kößl: Das stimmt ja nicht!) Sie haben das gemacht, was Ihre Zeit als Innenminister
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ
und damit auch als Verantwortlicher für das Asylwesen kennzeichnet: Sie verweigern den Dialog! Sie verweigern nicht nur den Dialog mit der Opposition, durch den man zu einem konstruktiven Abschluss der Verfahrensbeschleunigung kommen könnte, sondern Sie verweigern vor allem den Dialog mit jenen Organisationen (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ), die sich in Österreich seit Jahren für jene Flüchtlinge und Asylwerber einsetzen, die vom Staat auf die Straße gestellt, obdachlos gemacht werden, denen keine Unterstützung zuteil wird, obwohl der Staat die Verpflichtung dazu hätte, und zwar kirchliche Organisationen wie die Caritas und die Diakonie, aber auch die NGOs im Flüchtlingsbereich wie die „Volkshilfe“ und zahlreiche kleine Organisationen.
Abg. Scheibner: ... keinen einzigen Vorschlag von Ihnen, wie man das verbessern und den Missbrauch verhindern kann!
Sie hören nicht auf jene, die über Jahre Kompetenz dafür entwickelt haben, die Ihnen Vorschläge machen. Nein! Sie gehen Ihren Weg, stur geradeaus, weder rechts noch links schauend – und das im wahrsten Sinne des Wortes; wenn Sie schauen, dann, inhaltlich betrachtet, nach rechts –, und setzen hier diese Dinge durch. (Abg. Scheibner: ... keinen einzigen Vorschlag von Ihnen, wie man das verbessern und den Missbrauch verhindern kann!)
Abg. Kößl: Das stimmt doch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Minister! Ich muss sagen, ich habe harte Zeiten als Menschenrechtssprecherin der Grünen erlebt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten unter Löschnak, ich erinnere mich auch an die schon erwähnten Zeiten und harten Auseinandersetzungen mit Schlögl, aber diese Art des sich Nicht-Auseinandersetzens, des Ignorierens, des sich Darüber-Hinwegsetzens (Abg. Kößl: Das stimmt doch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) endet damit, dass bewusst und willentlich die österreichische Verfassung gebrochen wird, indem man sich per Gesetz von der Verpflichtung befreien will, jenen Organisationen die Mittel zu erstatten, die sie für den Staat quasi im Voraus eingesetzt haben. (Ruf bei der ÖVP: Ungeheuerlich!) Das ist Ihr Stil, den haben Sie geprägt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Ruf bei der ÖVP: Ungeheuerlich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Minister! Ich muss sagen, ich habe harte Zeiten als Menschenrechtssprecherin der Grünen erlebt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten unter Löschnak, ich erinnere mich auch an die schon erwähnten Zeiten und harten Auseinandersetzungen mit Schlögl, aber diese Art des sich Nicht-Auseinandersetzens, des Ignorierens, des sich Darüber-Hinwegsetzens (Abg. Kößl: Das stimmt doch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) endet damit, dass bewusst und willentlich die österreichische Verfassung gebrochen wird, indem man sich per Gesetz von der Verpflichtung befreien will, jenen Organisationen die Mittel zu erstatten, die sie für den Staat quasi im Voraus eingesetzt haben. (Ruf bei der ÖVP: Ungeheuerlich!) Das ist Ihr Stil, den haben Sie geprägt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Minister! Ich muss sagen, ich habe harte Zeiten als Menschenrechtssprecherin der Grünen erlebt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten unter Löschnak, ich erinnere mich auch an die schon erwähnten Zeiten und harten Auseinandersetzungen mit Schlögl, aber diese Art des sich Nicht-Auseinandersetzens, des Ignorierens, des sich Darüber-Hinwegsetzens (Abg. Kößl: Das stimmt doch nicht! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) endet damit, dass bewusst und willentlich die österreichische Verfassung gebrochen wird, indem man sich per Gesetz von der Verpflichtung befreien will, jenen Organisationen die Mittel zu erstatten, die sie für den Staat quasi im Voraus eingesetzt haben. (Ruf bei der ÖVP: Ungeheuerlich!) Das ist Ihr Stil, den haben Sie geprägt! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich kann daher nur festhalten – zu Ihrer Information: das ist mein letzter Satz –: In einem Staat, der in den ersten neun Monaten dieses Jahres gemäß seinem Flüchtlingsgesetz 700 Menschen Asyl gewährt hat, besteht Handlungsbedarf, aber in die andere Richtung, als Sie es tun! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé (Freiheitliche): Sehr geehrte Damen und Herren! Zunächst ein Wort zu Ihnen, Frau Abgeordnete Stoisits: Wenn Sie so am Rechtssystem der zukünftigen EU-Mitgliedsländer zweifeln, dann müssten Sie konsequenterweise gegen deren Beitritt sein! (Die Abgeordneten der Grünen stellen neuerlich große Schaubilder auf ihre Pulte, auf denen die Porträts verschiedener ehemaliger Migrantinnen und Migranten zu sehen sind.) Ich erwarte mir also insbesondere auch von Ihren Vertretern in der EU eine entsprechende Haltung. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger – auf das vor ihm stehende Bild von Anna Freud weisend –: Kommt Ihnen dazu eine Erinnerung? Fällt Ihnen dazu etwas ein?
Im Jahre 1951 wurde eine internationale Vereinbarung abgeschlossen, die später auch in das österreichische Recht übernommen worden ist (Abg. Öllinger – auf das vor ihm stehende Bild von Anna Freud weisend –: Kommt Ihnen dazu eine Erinnerung? Fällt Ihnen dazu etwas ein?), nämlich die so genannte Genfer Flüchtlingskonvention, die noch heute gilt. (Abg. Mag. Stoisits – auf das vor ihm stehende Bild von Margarete Schütte-Lihotzky weisend –: Wissen Sie, wer das war?) Die Genfer Flüchtlingskonven-
Abg. Mag. Stoisits – auf das vor ihm stehende Bild von Margarete Schütte-Lihotzky weisend –: Wissen Sie, wer das war?
Im Jahre 1951 wurde eine internationale Vereinbarung abgeschlossen, die später auch in das österreichische Recht übernommen worden ist (Abg. Öllinger – auf das vor ihm stehende Bild von Anna Freud weisend –: Kommt Ihnen dazu eine Erinnerung? Fällt Ihnen dazu etwas ein?), nämlich die so genannte Genfer Flüchtlingskonvention, die noch heute gilt. (Abg. Mag. Stoisits – auf das vor ihm stehende Bild von Margarete Schütte-Lihotzky weisend –: Wissen Sie, wer das war?) Die Genfer Flüchtlingskonven-
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Na ja-Rufe bei den Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Meine Fraktion, ich selbst und unsere gesamte Partei, wir stehen auf dem Boden der Genfer Flüchtlingskonvention! Jeder, der wirklich verfolgt wird, muss Hilfe bekommen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Na ja-Rufe bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Österreich zeigt mit seiner Politik – es tat dies auch immer in der Vergangenheit –, dass es die Grundsätze der Genfer Konvention ernst nimmt und jene Menschen, die wirklich, und zwar aus den genannten Gründen, verfolgt werden, großzügig aufnimmt. Allerdings tritt meine Fraktion allen Missbräuchen des Asylrechts entschieden entgegen, und das im Interesse aller Österreicher! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Diese Missbräuche zu leugnen, hieße, einen falschen Realitätssinn an den Tag zu legen. Im vergangenen Jahr, also 2002, sind über 39 000 Asylsuchende nach Österreich gekommen, es sind also fast 40 000 Asylansuchen gestellt worden, aber nur 10 Prozent von ihnen haben wirklich Asylgründe namhaft machen können. Der Rest hat seine Heimat verlassen, um hier eine bessere Lebensgrundlage zu finden. Ich gebe zu, der Großteil kommt aus Ländern, in denen es wirklich katastrophale Zustände gibt. Nur, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wir Österreicher können nicht die Armutsproblematik der ganzen Welt mit unserem Asylgesetz regeln, das muss uns einmal klar sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Gaál: Das stimmt ja nicht!
Wenn UNHCR, Caritas und alle anderen NGOs im Ausschuss und auch in der Öffentlichkeit dramatisch gegen dieses Gesetz agitieren und behaupten, derjenige, der in Österreich abgewiesen wird, werde der Folter ausgeliefert, der Verfolgung, dem gewaltsamen Tod in seinem Land zugeführt, so stellen sie damit die Situation einfach – und ich behaupte absichtlich – falsch dar! (Abg. Gaál: Das stimmt ja nicht!) – Na zumindest gefärbt; wenn schon nicht absichtlich falsch dargestellt, dann gefärbt.
Abg. Mag. Stoisits: Wir auch!
Meine Fraktion war mit dem FPÖ-Klubobmann in Traiskirchen. (Abg. Mag. Stoisits: Wir auch!) Im ersten Zimmer, das wir betreten haben, war ein Armenier, den wir gefragt haben, warum er hier in Österreich ist. Er hat gesagt, die Gesundheit sei nicht gut in seinem Land, er müsse sich hier operieren lassen. Im zweiten Zimmer war eine Frau, die aus dem ehemaligen Russland gekommen ist. (Abg. Dr. Einem: „Ehemaliges Russland“ gibt es nicht!) Frage: Warum sind Sie hier? – Die Antwort lautete: Keine Arbeit in Russland! Im dritten Zimmer kam die Antwort: Österreich ist ein schönes Land, deshalb sind wir hier!
Abg. Dr. Einem: „Ehemaliges Russland“ gibt es nicht!
Meine Fraktion war mit dem FPÖ-Klubobmann in Traiskirchen. (Abg. Mag. Stoisits: Wir auch!) Im ersten Zimmer, das wir betreten haben, war ein Armenier, den wir gefragt haben, warum er hier in Österreich ist. Er hat gesagt, die Gesundheit sei nicht gut in seinem Land, er müsse sich hier operieren lassen. Im zweiten Zimmer war eine Frau, die aus dem ehemaligen Russland gekommen ist. (Abg. Dr. Einem: „Ehemaliges Russland“ gibt es nicht!) Frage: Warum sind Sie hier? – Die Antwort lautete: Keine Arbeit in Russland! Im dritten Zimmer kam die Antwort: Österreich ist ein schönes Land, deshalb sind wir hier!
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
brauch einen Riegel vorschieben! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Rufe bei der SPÖ: Was? Was?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bedauere wirklich, dass weder UNHCR noch Caritas und all die anderen NGOs die Realität zugeben und – auch im Interesse derjenigen, die wirklich verfolgt werden und die wirklich Asyl brauchen – mit uns gemeinsam an einer Lösung der Frage arbeiten, wie dem Asylmissbrauch entgegengetreten werden kann. Nein, ganz im Gegenteil: Manche der Vertreter der NGOs oder auch des UNHCR beschmutzen Österreich! (Rufe bei der SPÖ: Was? Was?) So hat beispielsweise der Vertreter von amnesty international, Herr Dr. Patzelt, gesagt, er werde an die internationale Öffentlichkeit gehen und sagen, dass Österreich kein sicherer Drittstaat mehr sei! (Abg. Scheibner: Das ist ungeheuerlich!) Das ist wirklich ein Skandal!
Abg. Scheibner: Das ist ungeheuerlich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bedauere wirklich, dass weder UNHCR noch Caritas und all die anderen NGOs die Realität zugeben und – auch im Interesse derjenigen, die wirklich verfolgt werden und die wirklich Asyl brauchen – mit uns gemeinsam an einer Lösung der Frage arbeiten, wie dem Asylmissbrauch entgegengetreten werden kann. Nein, ganz im Gegenteil: Manche der Vertreter der NGOs oder auch des UNHCR beschmutzen Österreich! (Rufe bei der SPÖ: Was? Was?) So hat beispielsweise der Vertreter von amnesty international, Herr Dr. Patzelt, gesagt, er werde an die internationale Öffentlichkeit gehen und sagen, dass Österreich kein sicherer Drittstaat mehr sei! (Abg. Scheibner: Das ist ungeheuerlich!) Das ist wirklich ein Skandal!
Abg. Mag. Wurm: Das war bis 13 Uhr! Von 9 bis 13 Uhr!
Frau Abgeordnete Stoisits hat gemeint, dass Parlament oder der Innenminister hätte die Diskussion verweigert. Bitte, das stimmt doch überhaupt nicht! – Frau Abgeordnete Stoisits! Waren Sie bei dem ganztägigen Expertenhearing nicht dabei? (Abg. Mag. Wurm: Das war bis 13 Uhr! Von 9 bis 13 Uhr!) Sie wissen doch ganz genau, dass die Vertreter der NGOs überall eingebunden waren. Es hat auch Vorgespräche gegeben. (Abg. Mag. Stoisits: Sie hören nicht auf sie!) Sie beschmutzen ebenfalls die österreichische Innenpolitik, wenn Sie behaupten, dass es keine Diskussion darüber gegeben hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stoisits: Sie hören nicht auf sie!
Frau Abgeordnete Stoisits hat gemeint, dass Parlament oder der Innenminister hätte die Diskussion verweigert. Bitte, das stimmt doch überhaupt nicht! – Frau Abgeordnete Stoisits! Waren Sie bei dem ganztägigen Expertenhearing nicht dabei? (Abg. Mag. Wurm: Das war bis 13 Uhr! Von 9 bis 13 Uhr!) Sie wissen doch ganz genau, dass die Vertreter der NGOs überall eingebunden waren. Es hat auch Vorgespräche gegeben. (Abg. Mag. Stoisits: Sie hören nicht auf sie!) Sie beschmutzen ebenfalls die österreichische Innenpolitik, wenn Sie behaupten, dass es keine Diskussion darüber gegeben hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Abgeordnete Stoisits hat gemeint, dass Parlament oder der Innenminister hätte die Diskussion verweigert. Bitte, das stimmt doch überhaupt nicht! – Frau Abgeordnete Stoisits! Waren Sie bei dem ganztägigen Expertenhearing nicht dabei? (Abg. Mag. Wurm: Das war bis 13 Uhr! Von 9 bis 13 Uhr!) Sie wissen doch ganz genau, dass die Vertreter der NGOs überall eingebunden waren. Es hat auch Vorgespräche gegeben. (Abg. Mag. Stoisits: Sie hören nicht auf sie!) Sie beschmutzen ebenfalls die österreichische Innenpolitik, wenn Sie behaupten, dass es keine Diskussion darüber gegeben hat, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Auf die Straße schicken, das ist Ihr Rezept! – Abg. Hagenhofer: Aber Saisonniers holen!
Ich sehe ein, dass die NGOs und auch der UNHCR das ganze Problem von ihrer Warte aus sehen, also völlig einseitig, nämlich nur im Interesse jener Leute, mit denen sie es tagtäglich zu tun haben, aber wir als österreichische Politiker müssen Lösungen finden, die auch für die Österreicher verträglich sind, wir können nicht nur einseitig handeln, sondern müssen auch einen Interessenausgleich vornehmen. (Abg. Öllinger: Auf die Straße schicken, das ist Ihr Rezept! – Abg. Hagenhofer: Aber Saisonniers holen!)
Abg. Öllinger: Sie wollen den Rechtsstaat ... aus den Angeln heben!
Deshalb, damit die Verfahren nicht endlos verzögert werden können, haben wir das Neuerungsverbot eingeführt. Bitte verschließen wir uns doch nicht den Tatsachen! (Abg. Öllinger: Sie wollen den Rechtsstaat ... aus den Angeln heben!) Sehen wir doch ein, dass dringender Handlungsbedarf gegeben ist, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb, damit die Verfahren nicht endlos verzögert werden können, haben wir das Neuerungsverbot eingeführt. Bitte verschließen wir uns doch nicht den Tatsachen! (Abg. Öllinger: Sie wollen den Rechtsstaat ... aus den Angeln heben!) Sehen wir doch ein, dass dringender Handlungsbedarf gegeben ist, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Woher wissen Sie das?
Eine SPÖ-Abgeordnete hat im Ausschuss gemeint, es sei schon möglich, dass es Missbräuche gebe, aber diese ein, zwei Missbräuche könnten wir uns schon leisten, wenn dadurch verhindert werde, dass einer zu Unrecht abgelehnt wird. – Ja, wenn es nur ein, zwei Missbräuche sind, dann okay, Frau Abgeordnete Wurm, aber das stimmt ja nicht, wir haben tausende Missbräuche! Darum geht es! (Abg. Öllinger: Woher wissen Sie das?) Das habe ich schon anhand der Zahlen dargestellt.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Gerade Ihnen, meine Damen und Herren von der SPÖ, möchte ich sagen: Die hohen Kosten, die dem österreichischen Staat durch diese Missbräuche entstehen, müssen auch aus den Steuerleistungen jener Menschen in Österreich getragen werden, die ein niedriges Einkommen haben, von denen Sie immer sagen, dass sie an die Armutsgrenze abrutschen. Das muss man auch einmal in Betracht ziehen! Wie kommen diese Menschen dazu, Leuten, die in Wirklichkeit gar keine Asylgründe haben, über ihre Steuern die Verpflegung zu bezahlen, den Aufenthalt zu bezahlen, das Verfahren zu bezahlen? (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das glauben wir! Das glauben wir!
Noch eine Schlussbemerkung zur Kritik, dass wir das schärfste Asylgesetz hätten: Erstens einmal stimmt das überhaupt nicht. Die Niederlande haben ein sehr scharfes Asylgesetz, Dänemark und Großbritannien ebenfalls; Frankreich verschärft jetzt sein Asylgesetz. Aber sei es: Ich bekenne mich dazu, das schärfste Asylgesetz zu haben (Abg. Öllinger: Das glauben wir! Das glauben wir!), angesichts der Asylwerber, mit denen Österreich zu tun hat! Kein anderes Land in Europa hat einen solchen Zustrom von Asylwerbern wie Österreich. Ich habe schon gesagt, die Zahl explodiert – im Jahre 2002 waren es fast 40 000, vor zehn Jahren waren es noch 4 700 –, weil die organisierte Kriminalität sich auch dieses Problems bemächtigt hat und Schlepper dafür sorgen, dass der Zustrom nicht abreißt.
Abg. Gradwohl: Hören Sie auf damit! – weitere Rufe bei der SPÖ: Hören Sie auf!
Ich bitte Sie – das ist mein Schlusssatz –, ich fordere Sie auf, nicht politische Polemik aus diesem ganzen Problem zu machen (Abg. Gradwohl: Hören Sie auf damit! – weitere Rufe bei der SPÖ: Hören Sie auf!), sondern gemeinsam für Österreich eine Lösung zu finden! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich bitte Sie – das ist mein Schlusssatz –, ich fordere Sie auf, nicht politische Polemik aus diesem ganzen Problem zu machen (Abg. Gradwohl: Hören Sie auf damit! – weitere Rufe bei der SPÖ: Hören Sie auf!), sondern gemeinsam für Österreich eine Lösung zu finden! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: ... Polemik einstellen! Das ist doch der größte Blödsinn, was Sie da sagen!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zum Wort gelangt als Nächster der Herr Bundesminister für Inneres. Die Redezeit ist auch für die Wortmeldung von der Regierungsbank mit 10 Minuten vorgesehen. – Bitte, Herr Minister. (Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung SPÖ –: ... Polemik einstellen! Das ist doch der größte Blödsinn, was Sie da sagen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
All diese Zahlen, meine sehr geehrten Damen und Herren, zeigen sehr klar: Wir müssen das österreichische Asylgesetz diesen Herausforderungen anpassen, und wir brauchen eine im europäischen Bereich gemeinsame Vorgangsweise, um harmonische Asylsysteme zu verwirklichen. Das ist die Aufgabe, vor der wir stehen! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Das ist die Situation in Frankreich – und das ist leider, und noch stärker, derzeit auch die Situation in Österreich, und deshalb müssen wir reagieren, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir haben uns bei der Arbeit an diesem neuen österreichischen Asylsystem vorgenommen, dass jeder Mensch, der nach dem derzeitigen Gesetz und nach dem derzeitigen Asylsystem Asyl bekommt, dieses auch in Zukunft bekommen soll und wird – und wir wollen das –, allerdings wesentlich schneller, als es bisher bei diesen Verfahren der Fall gewesen ist. – Das ist der Unterschied zum jetzigen Asylsystem! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Darf ich auch Folgendes in aller Deutlichkeit ansprechen: Nach dem derzeit gültigen Asylsystem hätten große österreichische oder internationale Persönlichkeiten – sei es Anna Freud, sei es Sigmund Freud, sei es Madeleine Albright, sei es Bruno Kreisky – länger warten müssen, bis sie Asyl in ihrem Land bekommen hätten, als das nach dem neuen Asylsystem der Fall sein wird. Das ist der Unterschied, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
So ist zum Beispiel die Liste sicherer Drittstaaten ein ganz wichtiger Punkt. Liebe Frau Abgeordnete Stoisits, ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass die Slowakei nicht auf der Liste sicherer Drittstaaten steht, die hier im Parlament zur Diskussion und zur Beschlussfassung steht. Es stehen zwei Länder auf der Liste sicherer Drittstaaten, und das sind Liechtenstein und die Schweiz. – Das ist unsere Liste der sicheren Drittstaaten, und ich glaube, dass jeder Staatsbürger und auch jeder Rechtsprofessor unterschreiben kann, dass es sich bei diesen Staaten um sichere Drittstaaten im Namen des Gesetzes handelt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Asylsystem Verbesserungen für Familienangehörige. – Das sind die Fortschritte, die wir für Asylsuchende, die es brauchen, auch im Gesetz verankert haben, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber natürlich gibt es Gründe, die hier Ausnahmen bedingen und Ausnahmen erforderlich machen: Ich denke da an die Opfer von Folter und Vergewaltigungen. Ich denke auch, dass es Zulässigkeiten selbstverständlich dann geben muss, wenn es im ersten Verfahren zu Fehlern kommt. Über die Zulässigkeit bei Neuerungen entscheidet nicht irgendeine Behörde, nicht ein weisungsgebundener Beamter, sondern ausschließlich der Richter des Unabhängigen Bundesasylsenats. Das ist der entscheidende Unterschied, der auch gewährleisten soll, dass nur dann keine Zulassung erfolgt, wenn das auch wirklich im Sinne des Gesetzes und der Konvention statthaft ist, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Auch das Thema Bundesbetreuung ist heftig diskutiert worden, und ich möchte in gebotener Kürze sagen, dass wir darauf eingegangen sind, dass wir – und ich bedanke mich herzlich dafür – ein sehr, sehr konstruktives Gespräch mit den Präsidenten der Non-profit-Organisationen, mit der Caritas, mit der Diakonie, mit dem Roten Kreuz und mit der „Volkshilfe“ geführt haben und dass wir gemeinsam übereingekommen sind, dass das Bundesministerium für Inneres alle Kosten für Asylwerber und Flüchtlinge, die nach diesem Gesetz als solche gesehen werden sollen, übernehmen wird und dass wir anstreben, dass alle Menschen, die nicht asylfremde Gründe angeben, so rasch wie möglich eine Betreuung erhalten sollen. „So rasch wie möglich“ heißt für mich: möglichst vor diesem Winter, damit niemand, der Schutz und Hilfe sucht und Schutz und Hilfe braucht, im Winter draußen sein muss. Das ist unsere Absicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
die Republik Österreich für diese Arbeit herzlich bedanken! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich möchte aber Folgendes klar sagen – und das ist mein Schlusssatz –: Österreich ist und bleibt ein offenes Haus für Menschen, die Asyl suchen, aber kein Scheunentor für schäbige Geschäfte der Schleppermafia, und wir dürfen auch nicht zu einer europäischen Hintertür für jene Menschen werden, die „Asyl“ sagen, aber in Wirklichkeit etwas anderes wollen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Dann stimmt zu! – Abg. Dr. Stummvoll: Stimmt zu!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Selbstverständlich sind auch wir dagegen, dass Schlepperbanden (Rufe bei der ÖVP: Dann stimmt zu! – Abg. Dr. Stummvoll: Stimmt zu!) Menschen nach Österreich bringen. Gegen diese Schlepper muss man auch vorgehen! (Abg. Großruck: Dann müsst ihr zustimmen! – Abg. Scheibner: Es gibt aber kaum einen Flüchtling, hinter dem nicht ein Schlepper steht!) Aber, meine Damen und Herren, mit dem in Diskussion stehenden Asyl- und Bundesbetreuungsgesetz legt der Bundesminister den restriktivsten Entwurf in Europa vor, was ja auch der UNHCR bestätigt hat. (Ruf: Stimmt ja nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht einmal das stimmt!)
Abg. Großruck: Dann müsst ihr zustimmen! – Abg. Scheibner: Es gibt aber kaum einen Flüchtling, hinter dem nicht ein Schlepper steht!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Selbstverständlich sind auch wir dagegen, dass Schlepperbanden (Rufe bei der ÖVP: Dann stimmt zu! – Abg. Dr. Stummvoll: Stimmt zu!) Menschen nach Österreich bringen. Gegen diese Schlepper muss man auch vorgehen! (Abg. Großruck: Dann müsst ihr zustimmen! – Abg. Scheibner: Es gibt aber kaum einen Flüchtling, hinter dem nicht ein Schlepper steht!) Aber, meine Damen und Herren, mit dem in Diskussion stehenden Asyl- und Bundesbetreuungsgesetz legt der Bundesminister den restriktivsten Entwurf in Europa vor, was ja auch der UNHCR bestätigt hat. (Ruf: Stimmt ja nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht einmal das stimmt!)
Ruf: Stimmt ja nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht einmal das stimmt!
Abgeordneter Rudolf Parnigoni (SPÖ): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Selbstverständlich sind auch wir dagegen, dass Schlepperbanden (Rufe bei der ÖVP: Dann stimmt zu! – Abg. Dr. Stummvoll: Stimmt zu!) Menschen nach Österreich bringen. Gegen diese Schlepper muss man auch vorgehen! (Abg. Großruck: Dann müsst ihr zustimmen! – Abg. Scheibner: Es gibt aber kaum einen Flüchtling, hinter dem nicht ein Schlepper steht!) Aber, meine Damen und Herren, mit dem in Diskussion stehenden Asyl- und Bundesbetreuungsgesetz legt der Bundesminister den restriktivsten Entwurf in Europa vor, was ja auch der UNHCR bestätigt hat. (Ruf: Stimmt ja nicht! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Nicht einmal das stimmt!)
Abg. Großruck: Meinen Sie auch den Schlögl damals? Meinen Sie auch Ihren Genossen Schlögl?
Damit haben Sie, Herr Bundesminister, einen Paradigmenwechsel im Umgang mit den Menschen, die Asyl suchen, eingeleitet. Es ist, Hohes Haus, eine Schande, wie Sie hier vorgehen, es ist eine Schande für das einstmals beispielgebende Zufluchtsland Österreich! (Abg. Großruck: Meinen Sie auch den Schlögl damals? Meinen Sie auch Ihren Genossen Schlögl?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja eh heute auch noch! – Aber Sie führen sich ja selbst ad absurdum! – Abg. Murauer: Was waren denn das für Leute? Parnigoni, sag uns: Was waren denn das für Menschen, die damals zu uns gekommen sind?
1956, 1968 und auch danach, als Österreich ein armes Land war, haben wir in Tausenden Fällen den Menschen, die aus religiösen und aus politischen Gründen flüchten mussten, geholfen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja eh heute auch noch! – Aber Sie führen sich ja selbst ad absurdum! – Abg. Murauer: Was waren denn das für Leute? Parnigoni, sag uns: Was waren denn das für Menschen, die damals zu uns gekommen sind?) Heute, wo wir ein reiches Land sind, wollen Sie, Herr Bundesminister, diese Menschen in Länder abschieben, die noch ärmer sind, als wir es damals waren – und das ist wirklich skandalös, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
1956, 1968 und auch danach, als Österreich ein armes Land war, haben wir in Tausenden Fällen den Menschen, die aus religiösen und aus politischen Gründen flüchten mussten, geholfen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ja eh heute auch noch! – Aber Sie führen sich ja selbst ad absurdum! – Abg. Murauer: Was waren denn das für Leute? Parnigoni, sag uns: Was waren denn das für Menschen, die damals zu uns gekommen sind?) Heute, wo wir ein reiches Land sind, wollen Sie, Herr Bundesminister, diese Menschen in Länder abschieben, die noch ärmer sind, als wir es damals waren – und das ist wirklich skandalös, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Parnigoni, erzähl uns das, aus welchen Gründen die zu uns gekommen sind!
Das ist nicht nur verfassungswidrig, das ist auch beschämend! (Abg. Murauer: Parnigoni, erzähl uns das, aus welchen Gründen die zu uns gekommen sind!) Herr Bundesminister, ich frage Sie: Wo ist Ihre christliche Gesinnung geblieben? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie die „christliche Gesinnung“ weg!) Wieso, Herr Bundesminister, haben Sie Ihre christlichen Werte über Bord geworfen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sonst wollen Sie von der christlichen Gesinnung nie was hören!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie die „christliche Gesinnung“ weg!
Das ist nicht nur verfassungswidrig, das ist auch beschämend! (Abg. Murauer: Parnigoni, erzähl uns das, aus welchen Gründen die zu uns gekommen sind!) Herr Bundesminister, ich frage Sie: Wo ist Ihre christliche Gesinnung geblieben? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie die „christliche Gesinnung“ weg!) Wieso, Herr Bundesminister, haben Sie Ihre christlichen Werte über Bord geworfen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sonst wollen Sie von der christlichen Gesinnung nie was hören!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sonst wollen Sie von der christlichen Gesinnung nie was hören!
Das ist nicht nur verfassungswidrig, das ist auch beschämend! (Abg. Murauer: Parnigoni, erzähl uns das, aus welchen Gründen die zu uns gekommen sind!) Herr Bundesminister, ich frage Sie: Wo ist Ihre christliche Gesinnung geblieben? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie die „christliche Gesinnung“ weg!) Wieso, Herr Bundesminister, haben Sie Ihre christlichen Werte über Bord geworfen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sonst wollen Sie von der christlichen Gesinnung nie was hören!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: „Peitschen“? – Mit Experten geredet!
Hohes Haus! Die Entstehung des Asylgesetzes ist nicht so, wie sie der Herr Bundesminister dargestellt hat, sondern sie war von eklatanten Säumigkeiten und Nachlässigkeiten begleitet, denn schließlich war es doch so, dass Sie zuerst versucht haben, diesen Entwurf vor dem Sommer durch das Parlament zu peitschen (Abg. Dr. Partik-Pablé: „Peitschen“? – Mit Experten geredet!), ohne dass der Innenausschuss die Gelegenheit gehabt hätte, mit NGOs oder mit Verfassungsexperten und den Betroffenen darüber zu reden.
ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
Sie haben, Herr Bundesminister, die Novelle zu spät ins Parlament gebracht (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), und wir mussten Sie erst dazu zwingen (Abg. Wattaul: Der Märchenonkel!), dass die Parlamentarier die Gelegenheit bekamen, mit Verfassungsexperten und mit den betroffenen NGOs über dieses Gesetz zu reden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind ja überhaupt nicht mehr in der Lage, den Vorsitz im Ausschuss zu führen! Sie werden ja immer lächerlicher!) Dabei hat sich herausgestellt, dass es in diesem Asylgesetzentwurf zu eklatanten Mängeln gekommen ist. Statt dass Sie, Herr Minister, die massive Kritik des UNHCR, der NGOs und der Verfassungsexperten aufgenommen hätten, sich diese zu Herzen genommen hätten, versuchten Sie im Innenausschuss am 14. Oktober, ohne ein Begutachtungsverfahren, ohne dass Sie wiederum die Experten gehört hätten, eine Änderung des Bundesbetreuungsgesetzes hineinzuschmuggeln, und zwar eine Änderung, die schlussendlich die Entscheidungen des OGH ausgehebelt hätte und die zu einer kalten, rückwirkenden Enteignung der NGOs und der Länder geführt hat. Das ist in Wirklichkeit eine ungeheuerliche Vorgangsweise dieses Ministers! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Mainoni, ironisch lachend: Künstliche Aufregung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Legen Sie den Ausschussvorsitz zurück! Sie sind ja nicht in der Lage, diese Funktion auszuüben!)
Abg. Wattaul: Der Märchenonkel!
Sie haben, Herr Bundesminister, die Novelle zu spät ins Parlament gebracht (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), und wir mussten Sie erst dazu zwingen (Abg. Wattaul: Der Märchenonkel!), dass die Parlamentarier die Gelegenheit bekamen, mit Verfassungsexperten und mit den betroffenen NGOs über dieses Gesetz zu reden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind ja überhaupt nicht mehr in der Lage, den Vorsitz im Ausschuss zu führen! Sie werden ja immer lächerlicher!) Dabei hat sich herausgestellt, dass es in diesem Asylgesetzentwurf zu eklatanten Mängeln gekommen ist. Statt dass Sie, Herr Minister, die massive Kritik des UNHCR, der NGOs und der Verfassungsexperten aufgenommen hätten, sich diese zu Herzen genommen hätten, versuchten Sie im Innenausschuss am 14. Oktober, ohne ein Begutachtungsverfahren, ohne dass Sie wiederum die Experten gehört hätten, eine Änderung des Bundesbetreuungsgesetzes hineinzuschmuggeln, und zwar eine Änderung, die schlussendlich die Entscheidungen des OGH ausgehebelt hätte und die zu einer kalten, rückwirkenden Enteignung der NGOs und der Länder geführt hat. Das ist in Wirklichkeit eine ungeheuerliche Vorgangsweise dieses Ministers! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Mainoni, ironisch lachend: Künstliche Aufregung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Legen Sie den Ausschussvorsitz zurück! Sie sind ja nicht in der Lage, diese Funktion auszuüben!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind ja überhaupt nicht mehr in der Lage, den Vorsitz im Ausschuss zu führen! Sie werden ja immer lächerlicher!
Sie haben, Herr Bundesminister, die Novelle zu spät ins Parlament gebracht (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), und wir mussten Sie erst dazu zwingen (Abg. Wattaul: Der Märchenonkel!), dass die Parlamentarier die Gelegenheit bekamen, mit Verfassungsexperten und mit den betroffenen NGOs über dieses Gesetz zu reden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind ja überhaupt nicht mehr in der Lage, den Vorsitz im Ausschuss zu führen! Sie werden ja immer lächerlicher!) Dabei hat sich herausgestellt, dass es in diesem Asylgesetzentwurf zu eklatanten Mängeln gekommen ist. Statt dass Sie, Herr Minister, die massive Kritik des UNHCR, der NGOs und der Verfassungsexperten aufgenommen hätten, sich diese zu Herzen genommen hätten, versuchten Sie im Innenausschuss am 14. Oktober, ohne ein Begutachtungsverfahren, ohne dass Sie wiederum die Experten gehört hätten, eine Änderung des Bundesbetreuungsgesetzes hineinzuschmuggeln, und zwar eine Änderung, die schlussendlich die Entscheidungen des OGH ausgehebelt hätte und die zu einer kalten, rückwirkenden Enteignung der NGOs und der Länder geführt hat. Das ist in Wirklichkeit eine ungeheuerliche Vorgangsweise dieses Ministers! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Mainoni, ironisch lachend: Künstliche Aufregung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Legen Sie den Ausschussvorsitz zurück! Sie sind ja nicht in der Lage, diese Funktion auszuüben!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Mainoni, ironisch lachend: Künstliche Aufregung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Legen Sie den Ausschussvorsitz zurück! Sie sind ja nicht in der Lage, diese Funktion auszuüben!
Sie haben, Herr Bundesminister, die Novelle zu spät ins Parlament gebracht (ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), und wir mussten Sie erst dazu zwingen (Abg. Wattaul: Der Märchenonkel!), dass die Parlamentarier die Gelegenheit bekamen, mit Verfassungsexperten und mit den betroffenen NGOs über dieses Gesetz zu reden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind ja überhaupt nicht mehr in der Lage, den Vorsitz im Ausschuss zu führen! Sie werden ja immer lächerlicher!) Dabei hat sich herausgestellt, dass es in diesem Asylgesetzentwurf zu eklatanten Mängeln gekommen ist. Statt dass Sie, Herr Minister, die massive Kritik des UNHCR, der NGOs und der Verfassungsexperten aufgenommen hätten, sich diese zu Herzen genommen hätten, versuchten Sie im Innenausschuss am 14. Oktober, ohne ein Begutachtungsverfahren, ohne dass Sie wiederum die Experten gehört hätten, eine Änderung des Bundesbetreuungsgesetzes hineinzuschmuggeln, und zwar eine Änderung, die schlussendlich die Entscheidungen des OGH ausgehebelt hätte und die zu einer kalten, rückwirkenden Enteignung der NGOs und der Länder geführt hat. Das ist in Wirklichkeit eine ungeheuerliche Vorgangsweise dieses Ministers! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Mainoni, ironisch lachend: Künstliche Aufregung! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Legen Sie den Ausschussvorsitz zurück! Sie sind ja nicht in der Lage, diese Funktion auszuüben!)
ironische Heiterkeit des Abg. Wattaul
Herr Bundesminister! Ich möchte mich – und ich meine das ganz ehrlich (ironische Heiterkeit des Abg. Wattaul) – an dieser Stelle bei den engagierten Menschen der Zivilgesellschaft herzlich für ihre Tätigkeit bedanken, aber auch bei den Ländern und Gemeinden, die Ihre Versäumnisse abgefedert haben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.
Herr Bundesminister! Ich möchte mich – und ich meine das ganz ehrlich (ironische Heiterkeit des Abg. Wattaul) – an dieser Stelle bei den engagierten Menschen der Zivilgesellschaft herzlich für ihre Tätigkeit bedanken, aber auch bei den Ländern und Gemeinden, die Ihre Versäumnisse abgefedert haben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Mandak.)
Abg. Großruck: „...verachtend“ – das wissen wir alles!
Diese Regierungsvorlage ist nicht nur menschenrechtswidrig (Abg. Großruck: „...verachtend“ – das wissen wir alles!), verstößt gegen die Genfer Konvention und ist verfassungswidrig, sondern sie wird auch zu einem massiv erhöhten Verwaltungsaufwand führen, und es wird nicht zu einer Verkürzung des Verfahrens, sondern zu einer Verlängerung der Verfahren kommen, und das steht im Gegensatz zu dem, was wir eigentlich anstreben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Regierungsvorlage ist nicht nur menschenrechtswidrig (Abg. Großruck: „...verachtend“ – das wissen wir alles!), verstößt gegen die Genfer Konvention und ist verfassungswidrig, sondern sie wird auch zu einem massiv erhöhten Verwaltungsaufwand führen, und es wird nicht zu einer Verkürzung des Verfahrens, sondern zu einer Verlängerung der Verfahren kommen, und das steht im Gegensatz zu dem, was wir eigentlich anstreben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Großruck: Ach so!
Meine Damen und Herren! Die einzige zielführende Maßnahme wäre, dass man die Zahl der Mitarbeiter beim Bundesasylamt und beim Bundesasylsenat, aber auch bei der Fremdenpolizei entsprechend erhöht (Abg. Großruck: Ach so!), denn so wie im Bereich der Sicherheit gilt auch da eines: Man kann nicht mit weniger Personal, mit weniger Mitarbeitern mehr Sicherheit erzeugen, und man kann nicht mit weniger Personal, mit weniger Mitarbeitern Verfahren beschleunigen! Das ist eindeutig!
Abg. Großruck: „Davor“ heißt es, nicht „davon“!
Hohes Haus! Der Bundesminister schlittert sehenden Auges in ein neues Rechtsfiasko, und wir wollen Sie davon bewahren, Herr Bundesminister. (Abg. Großruck: „Davor“ heißt es, nicht „davon“!) Wir wollen Sie davor bewahren – danke herzlich! –, und wir werden daher einen Antrag gemäß § 73 Abs. 3 Z 2 GOG stellen, nämlich dass diese in Diskussion stehende Novelle des Bundesbetreuungsgesetzes und des Asylgesetzes an den Ausschuss rückverwiesen wird. Wir werden vor allem den Kollegen von der ÖVP die Gelegenheit geben, ihre christliche Gesinnung zu beweisen, und werden daher eine namentliche Abstimmung verlangen.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Glauben Sie, dass Sie uns schrecken können damit, dass Sie eine namentliche Abstimmung machen? Wir bekennen uns dazu!
Die SPÖ fühlt sich in dieser Vorgangsweise durch ein Schreiben des Caritas-Präsidenten Küberl voll bestärkt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Glauben Sie, dass Sie uns schrecken können damit, dass Sie eine namentliche Abstimmung machen? Wir bekennen uns dazu!) Ich lese Ihnen nur einige Sätze daraus vor:
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Dieser Entwurf zum Bundesbetreuungsgesetz ist ein Affront gegen Länder und Hilfsorganisationen, die jahrelang versucht haben, den Bund bei der Erfüllung seiner Pflichten zu unterstützen. Zudem wird durch eine derart rüde Vorgangsweise der Abschluss eines Artikel-15a-Vertrages zur Grundversorgung, über den jahrelang verhandelt wurde und der in den wesentlichen Eckpunkten ausverhandelt ist, in Frage gestellt. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) – Ich komme schon zum Schlusssatz, Herr Präsident.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Handeln Sie danach! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Günter Kößl (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren des Hohen Hauses! Zurück zur Sachpolitik, weg von Polemik und Tatsachenverdrehung. Ich möchte klarstellen: Österreich ist ein Asylland mit einem ordentlichen und einem rechtsstaatlichen Asylverfahren – und das wird es auch mit dem neuen Asylgesetz bleiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Krainer: Personal aufstocken!
Was ist Faktum? – Faktum ist, dass wir ein Asylgesetz haben, das auf rund 14 000 Asylanträge im Jahr ausgerichtet ist. Es ist heute schon angeführt worden, es gibt eine rasante Entwicklung bei den Asylanträgen (Abg. Krainer: Personal aufstocken!): vom Jahre 1998 bis zum Jahre 2002 von 13 800 auf rund 39 000 Asylanträge. (Abg. Krainer: Wieso haben Sie das Personal nicht aufgestockt?) Faktum ist, dass von diesen 39 000 Asylanträgen rund 80 Prozent der Asylwerber nicht aus tatsächlichen Asylgründen nach Österreich kommen, sondern aus wirtschaftlichen Überlegungen. Faktum ist aber auch, dass auf Grund des bestehenden Gesetzes dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet ist. Es ermöglicht Kettenanträge mit Berufungen in Folge und somit eine Verschleppung des Verfahrens über Jahre.
Abg. Krainer: Wieso haben Sie das Personal nicht aufgestockt?
Was ist Faktum? – Faktum ist, dass wir ein Asylgesetz haben, das auf rund 14 000 Asylanträge im Jahr ausgerichtet ist. Es ist heute schon angeführt worden, es gibt eine rasante Entwicklung bei den Asylanträgen (Abg. Krainer: Personal aufstocken!): vom Jahre 1998 bis zum Jahre 2002 von 13 800 auf rund 39 000 Asylanträge. (Abg. Krainer: Wieso haben Sie das Personal nicht aufgestockt?) Faktum ist, dass von diesen 39 000 Asylanträgen rund 80 Prozent der Asylwerber nicht aus tatsächlichen Asylgründen nach Österreich kommen, sondern aus wirtschaftlichen Überlegungen. Faktum ist aber auch, dass auf Grund des bestehenden Gesetzes dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet ist. Es ermöglicht Kettenanträge mit Berufungen in Folge und somit eine Verschleppung des Verfahrens über Jahre.
Abg. Krainer: Zu wenig Personal!
Faktum ist weiters, dass auf Grund verschiedener Rechtsunsicherheiten die Asylverfahren zu lange dauern. (Abg. Krainer: Zu wenig Personal!) Das bedeutet, dass sich Menschen, die berechtigt um Asyl ansuchen und rasche Hilfe bräuchten, langen Verfahren gegenübersehen und oft erst nach Monaten eine Entscheidung in Händen haben.
Abg. Krainer: Das ist das Neuerungsverbot! Sie haben sich selbst geirrt!
Da es immer wieder Andeutungen gibt, das wäre verfassungswidrig, weil es keine Berufungsmöglichkeit gibt, stelle ich fest: Das stimmt nicht. Es wird auch künftig eine Berufungsmöglichkeit geben, und zwar dann, wenn sich der Sachverhalt gegenüber der ersten Instanz wesentlich geändert hat, wenn das Verfahren in erster Instanz mangelhaft war (Abg. Krainer: Das ist das Neuerungsverbot! Sie haben sich selbst geirrt!), wenn dem Asylwerber Beweismittel im Verfahren erster Instanz noch nicht zugänglich waren sowie wegen Traumatisierung und Folterung. (Abg. Krainer: Sie haben sich in der Zeile geirrt!) Die Anwendung und Auslegung dieser Bestimmung wird den unabhängigen Mitgliedern des Bundesasylamtes obliegen.
Abg. Krainer: Sie haben sich in der Zeile geirrt!
Da es immer wieder Andeutungen gibt, das wäre verfassungswidrig, weil es keine Berufungsmöglichkeit gibt, stelle ich fest: Das stimmt nicht. Es wird auch künftig eine Berufungsmöglichkeit geben, und zwar dann, wenn sich der Sachverhalt gegenüber der ersten Instanz wesentlich geändert hat, wenn das Verfahren in erster Instanz mangelhaft war (Abg. Krainer: Das ist das Neuerungsverbot! Sie haben sich selbst geirrt!), wenn dem Asylwerber Beweismittel im Verfahren erster Instanz noch nicht zugänglich waren sowie wegen Traumatisierung und Folterung. (Abg. Krainer: Sie haben sich in der Zeile geirrt!) Die Anwendung und Auslegung dieser Bestimmung wird den unabhängigen Mitgliedern des Bundesasylamtes obliegen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jetzt zur Bundesbetreuung. Unter Innenminister Dr. Ernst Strasser wurde die Zahl der Bundesbetreuungsplätze vom Jahr 1999 von unter 3 000, nämlich von 2 800 auf rund 8 800 erhöht, das heißt, mehr als verdreifacht. Wenn hier jemand sagt, dass es von Seiten der Bundesregierung und des Bundesministeriums für Inneres eine Politik der Kälte gibt, dann glaube ich, dass hier die Tatsachen ganz massiv verdreht werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Eines möchte ich auch klar zum Ausdruck bringen: Im Parlament wurde im Jahre 1991 beschlossen, dass es keinen Rechtsanspruch auf Bundesbetreuung gibt. Im Jahre 1997 wurde das bestätigt. Und jetzt wird das auf einmal auch von Seiten der SPÖ, die das im Jahre 1991 mitbestimmt hat, gefordert. Das ist keine ehrliche und offene Politik. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich bedanke mich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Wir weisen solche Unterstellungen zurück!
Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Wer hat das gesagt?) – Ihre Abgeordnete. (Abg. Scheibner: Wir weisen solche Unterstellungen zurück!)
Ironische Heiterkeit des Abg. Wattaul.
Ich möchte zweitens eine persönliche Entschuldigung gegenüber amnesty international anbringen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Wattaul.) Ich glaube nicht, dass sich diese Organisation, die renommiert ist und international anerkannt arbeitet, für eine sachlich begründete und mit großem Bedauern vorgebrachte Kritik den Vorwurf der Beschmutzung Österreichs gefallen lassen muss. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigen Sie sich bei amnesty, ich nicht! Entschuldigen Sie sich dafür, dass er Österreich beschmutzt! Das hat er gesagt, der Herr Patzelt!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigen Sie sich bei amnesty, ich nicht! Entschuldigen Sie sich dafür, dass er Österreich beschmutzt! Das hat er gesagt, der Herr Patzelt!
Ich möchte zweitens eine persönliche Entschuldigung gegenüber amnesty international anbringen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Wattaul.) Ich glaube nicht, dass sich diese Organisation, die renommiert ist und international anerkannt arbeitet, für eine sachlich begründete und mit großem Bedauern vorgebrachte Kritik den Vorwurf der Beschmutzung Österreichs gefallen lassen muss. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Entschuldigen Sie sich bei amnesty, ich nicht! Entschuldigen Sie sich dafür, dass er Österreich beschmutzt! Das hat er gesagt, der Herr Patzelt!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Ich würde – im Gegenteil! – amnesty sowie den anderen Organisationen ganz herzlich für die geleistete Arbeit in Österreich danken, nämlich der Caritas, der Diakonie, dem Roten Kreuz und den vielen anderen, die die Versäumnisse der österreichischen Asylpolitik durch Menschlichkeit wettzumachen versuchen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, das, was in den Äußerungen meiner Vorredner und Vorrednerinnen relativ deutlich sichtbar wurde, ist, dass es einen grundlegenden Unterschied gibt, wie man Asylrecht und Asylpolitik betrachten kann. Man kann wie Herr Abgeordneter Spindelegger oder Herr Minister Strasser von 0,9 oder 4,6 Personen sprechen. Meine sehr geehrten Herren! Es gibt nicht 0,9 Menschen. Es gibt einen Menschen, der vor einer Behörde steht und Schutz vor Verfolgung sucht. Mit diesen Menschen haben wir uns in einem fairen, durchaus strengen, aber fairen und seriösen Verfahren im Einzelfall auseinander zu setzen und nicht zu sagen: 4,6 ist uns zu viel. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Murauer: Wie schreiben Sie ein Gesetz? Erklären Sie uns das!
Genauso widersprechen zwei Elemente, die Sie in dieser Asylgesetz-Novelle beschließen wollen – eine angeblich christlich-soziale Partei will das ebenfalls –, jedenfalls internationalen Standards, nämlich der Genfer Flüchtlingskonvention und der Menschenrechtserklärung. Das eine ist das Neuerungsverbot und das andere ist ein Abschieben bei laufendem Verfahren. Das klingt jetzt ein wenig technisch, aber das ist genau diese durchaus kühle bis eiskalte Technokratensprache, wie sie vom Minister gepflogen wird und die sein Zugang ist. (Abg. Murauer: Wie schreiben Sie ein Gesetz? Erklären Sie uns das!)
Abg. Dr. Spindelegger: Stimmt nicht! Falsch!
Halten Sie sich vor Augen, was ein Neuerungsverbot konkret bedeutet! Sie haben einen Menschen, der nach schwierigsten Umständen – vielleicht sogar von einem Schlepper geschleppt, weil das die einzige Chance war, politischer Verfolgung zu entgehen – in einer Ersteinvernahme sitzt, womöglich zehn, 14 Tage sehr schlimme Erfahrungen hinter sich hat, vollkommen geschockt und der Sprache nicht mächtig ist, die Rechtssituation nicht kennt, und für den heißt es: Hopp oder tropp, wenn du jetzt nicht das Richtige sagst, kannst du hundert Mal triftige Asylgründe haben – es ist zu spät! (Abg. Dr. Spindelegger: Stimmt nicht! Falsch!)
Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Nein!
Lassen Sie mich fertig reden, bevor die Emotionen gar zu hoch gehen! Offensichtlich haben Sie diesbezüglich ein ziemlich schlechtes Gewissen, würde ich einmal anmerken. (Beifall bei den Grünen. – Rufe bei der ÖVP: Nein!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Das ist nicht wahr!
Zur gegenwärtigen Situation eine einzige Zahl: Schon heute gibt es eine Vielzahl an Berufungen. Von diesen Berufungen ist ein Fünftel legitim, das heißt, von fünf Menschen, die in einem Asylverfahren eine Beschwerde, eine Berufung einlegen, weil sie sich ungerecht behandelt fühlen, bekommt einer Recht. Und genau das werden Sie in Zukunft verhindern, und das ist auch das implizite Ziel dieser Novelle: möglichst rasch weg! „Speed kills“ könnte bitterer Ernst für Einzelschicksale werden. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Brinek: Das ist nicht wahr!)
Abg. Murauer: Sind ausgeschlossen! Das dürfen Sie schon noch sagen!
Lassen Sie mich ganz kurz auf Ihre „tollen“ Neuerungen eingehen! Traumatische Gründe (Abg. Murauer: Sind ausgeschlossen! Das dürfen Sie schon noch sagen!), bei diesen gibt es kein Neuerungsverbot, allerdings nur dann, wenn der Betroffene am besten gleich mit einem medizinischen Attest kommt.
Abg. Dr. Partik-Pablé: ...! Sie sagen, die Frauen sind genauso betroffen davon – im positiven Sinn!
Ich möchte daher für eine Gruppe von Menschen eine gesonderte Behandlung vorschlagen, nämlich die Frauen, die derzeit der „blinde Fleck“ dieser Asylgesetz-Novelle sind. Ich darf dazu einen Entschließungsantrag einbringen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: ...! Sie sagen, die Frauen sind genauso betroffen davon – im positiven Sinn!) Wir wollen erreichen, dass Frauen auf Grund geschlechtsspezifischer Verfolgung Asyl bekommen können. Das ist in der heutigen Praxis in den seltensten Fällen der Fall und durch das Gesetz überhaupt nicht geregelt.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sorgen Sie in diesen Ländern dafür, dass es keine Genitalverstümmelung und Witwenverbrennung gibt! Das ist wichtig!
Wir schlagen daher vor, dass eigens ein Kriterienkatalog erarbeitet wird, was in Österreich als geschlechtsspezifische Verfolgung zu gelten hat. Ich gehe davon aus, dass erstens jedenfalls Genitalverstümmelung, Zwangsehe, Witwenverbrennung oder Vergewaltigung dazu gehören müssen und dass zweitens das Verfahren dahin gehend überprüft wird, wie geschlechtsspezifisch agiert wird, ob es Frauen ermöglicht, eine rechtzeitige Geltendmachung von sexueller Verfolgung anerkannt zu bekommen. Die Frage ist, ob im Vollzug des Asylgesetzes, des Bundesbetreuungsgesetzes tatsächlich Frauen und Männer gleiche Chancen und gleiche Möglichkeiten haben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sorgen Sie in diesen Ländern dafür, dass es keine Genitalverstümmelung und Witwenverbrennung gibt! Das ist wichtig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich würde Sie im Interesse der Frauen, die ja ebenfalls legitime Fluchtgründe auf Grund ihrer spezifischen Situation haben können, ersuchen, diesem Antrag zuzustimmen. In Summe würde ich Sie ersuchen – wenn auch vergeblich, das ist mir vorab schon klar –, der Novelle nicht zuzustimmen, weil sie von vornherein einen geplanten und offenen Verfassungs- und Menschenrechtsbruch darstellt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ich halte es für zynisch, wenn ein Minister hier sagt: Mir ist es egal, wenn international anerkannte Organisationen, wenn Verfassungsrechtler Kritik üben und sagen, das sei verfassungswidrig, das sei menschenrechtswidrig, das solle der VfGH prüfen, in zwei, drei Jahren reden wir weiter. Wer weiß, ob ich dann noch Minister bin, ist vielleicht der stille Hintergedanke. – Letzteres wäre vielleicht ein Hoffnungsschimmer, aber nicht für die Menschen in diesen zwei, drei Jahren, die kein Asyl bekommen haben, obwohl sie es verdient hätten. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Damen und Herren Abgeordneten, wenn Sie dieser Novelle zustimmen, heute auf jeden Fall verlassen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
kommen und nicht „Konventionsflüchtlinge“ sind, sondern andere Gründe haben. Es mögen soziale Gründe sein, es sind vor allem aber wirtschaftliche Gründe. Vor dem dürfen wir uns hier nicht verschließen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Welche?
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ein Wort zu den so genannten Flüchtlingshilfsorganisationen. Manche von ihnen haben eine sehr fragwürdige Rolle – ich spreche das bewusst an. Man sollte hier im Hohen Haus diese Dinge offen ansprechen können und dürfen, man muss sie auch offen ansprechen. Verschließen Sie denn alle die Augen, oder wissen Sie nicht, was Sie tun, meine Damen und Herren? – So manche dieser Organisationen sollte man eher als „Einwanderungsverein“ bezeichnen. (Abg. Öllinger: Welche?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Was wollen Sie damit sagen?
Ich frage Sie, ich frage die Caritas, ich frage amnesty international: Lesen Sie diesen Scheinasylanten auch Artikel 2 der Genfer Flüchtlingskonvention vor, der nämlich heißt – ich zitiere –: „Jeder Flüchtling hat gegenüber dem Land, in dem er sich befindet, Pflichten, zu denen insbesondere die Verpflichtung gehört, die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften sowie die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffenen Maßnahmen zu beachten.“ – Ich hoffe, dass das geschieht, dass Artikel 2 auch vorgelesen wird, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Öllinger: Was wollen Sie damit sagen?)
Abg. Gaál: Das sind Ausnahmen!
Das ist die Realität, meine sehr geehrten Damen und Herren! Und angesichts dessen frage ich Sie schon, insbesondere Sie von der Opposition: Wie ehrlich kann es denn ein so genannter Asylwerber meinen, der zuerst illegal über die Grenze kommt und dann sofort abtaucht? Ist er wirklich schutzbedürftig? Zeigt er, dass er schutzbedürftig ist, wenn er sofort abtaucht? Wie ehrlich ist es, wenn er in Österreich einen Asylantrag stellt und dann sofort in ein anderes Land weiterreist? Wie schutzbedürftig ist er wirklich? – Er kommt doch nicht nach Österreich, um Schutz zu suchen, sondern er reist sofort in ein anderes Land weiter. (Abg. Gaál: Das sind Ausnahmen!)
Abg. Öllinger: Warum verfallen sie in die Kriminalität?
ein Teil der hier illegal Aufhältigen und derer, die glauben, hier um Asyl ansuchen zu können, in die Kriminalität verfällt. (Abg. Öllinger: Warum verfallen sie in die Kriminalität?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Aber das Gesetz soll auch ein Signal dahin gehend sein, dass Österreich kein Einwanderungsland ist, schon gar nicht für Personen, die falsche Angaben machen, die einfach untertauchen oder die gar in Österreich Verbrechen begehen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Inneres Dr. Ernst Strasser: Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Leider muss ich die Zahlen des Herrn Abgeordneten Mainoni bestätigen. Ein Teil der Menschen, die – sehr oft leider auch illegal – zu uns kommen, bewirbt sich um Asyl und begeht dann strafbare Handlungen. Es muss daher Aufgabe der österreichischen Sicherheitsexekutive und auch der österreichischen Bundesregierung sein, alles dazu beizutragen, dass wir auf der einen Seite sehr genau und redlich darauf schauen, dass jene, die Asyl brauchen, es rascher bekommen als bisher, dass wir aber auch sehr konsequent gegen jene vorgehen, die ein wichtiges Recht, ein wichtiges Menschenrecht für andere als Asylzwecke missbrauchen. Das muss in aller Klarheit festgestellt werden, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Murauer: Das ist doch das falsche Signal! Das ist unchristlich!
in Verdacht, dass seit Anfang des Jahres 2003 bis zu 4 000 Personen, vorwiegend Tschetschenen, vor allem über den Raum Gmünd nach Österreich hereingeschleppt zu haben. Pro Schleppung nach Österreich sollen bis zu 1 000 € verlangt worden sein, was einen Gesamtumsatz von 2,5 Millionen € bedeuten würde. (Abg. Murauer: Das ist doch das falsche Signal! Das ist unchristlich!)
Abg. Dr. Trinkl: Er war schon lange nicht daheim!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das sind die Zahlen! Und deshalb verstehe ich nicht, dass Herr Abgeordneter Parnigoni, der die Situation im Waldviertel kennen müsste (Abg. Dr. Trinkl: Er war schon lange nicht daheim!), der die Situation in seinem Wahlkreis kennt und weiß, wie die Menschen an der Grenze mit diesem Problem leben müssen (Abg. Scheibner: Dort redet er anders!), die Exekutive und auch diese Gesetzesinitiative nicht unterstützt, mit der dafür gesorgt wird, dass jene Asyl bekommen, die es tatsächlich brauchen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Trinkl: Wider besseres Wissen!)
Abg. Scheibner: Dort redet er anders!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das sind die Zahlen! Und deshalb verstehe ich nicht, dass Herr Abgeordneter Parnigoni, der die Situation im Waldviertel kennen müsste (Abg. Dr. Trinkl: Er war schon lange nicht daheim!), der die Situation in seinem Wahlkreis kennt und weiß, wie die Menschen an der Grenze mit diesem Problem leben müssen (Abg. Scheibner: Dort redet er anders!), die Exekutive und auch diese Gesetzesinitiative nicht unterstützt, mit der dafür gesorgt wird, dass jene Asyl bekommen, die es tatsächlich brauchen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Trinkl: Wider besseres Wissen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Trinkl: Wider besseres Wissen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das sind die Zahlen! Und deshalb verstehe ich nicht, dass Herr Abgeordneter Parnigoni, der die Situation im Waldviertel kennen müsste (Abg. Dr. Trinkl: Er war schon lange nicht daheim!), der die Situation in seinem Wahlkreis kennt und weiß, wie die Menschen an der Grenze mit diesem Problem leben müssen (Abg. Scheibner: Dort redet er anders!), die Exekutive und auch diese Gesetzesinitiative nicht unterstützt, mit der dafür gesorgt wird, dass jene Asyl bekommen, die es tatsächlich brauchen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Trinkl: Wider besseres Wissen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dieses Beispiel zeigt auch klar, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass es leider keine Möglichkeit gibt, dieses Problem allein in Österreich zu lösen, denn dieses Problem entsteht dadurch, dass in den Herkunftsländern, also in jenen Ländern, aus denen Menschen zu uns strömen, Terror, Gewalt, politische Willkür, Verfolgung wegen religiöser Einstellung, Hautfarbe und Geschlecht herrschen. Daher muss es eine österreichische europäische Aufgabe sein, mitzuhelfen, dass in diesen Ländern bessere Lebensbedingungen für die Menschen entstehen. Dann könnten sie sich nämlich zuhause, in ihrer Heimat, etwas aufbauen, was sie lieber machen würden, als fortzugehen. Daher ist das auch ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Aber ich möchte vor dem Hohen Haus auch noch Folgendes sagen: Wir können diese Quartiere nicht ausstatten, weil wir große Sorgen, Ängste und da und dort auch Widerstände in der Bevölkerung gegen diese Bestrebungen erleben. Ich möchte hier auch sehr offen sagen: Ich habe unsere Beamten angewiesen, dass gegen den Willen des Bürgermeisters nirgendwo in Österreich ein Quartier errichtet wird, weil ich keine zusätzlichen Spannungen in kleinen Gemeinden haben will, weil ich nicht will, dass durch das Zusammenleben von bestimmten Gruppen, durch das es zu Störungen kommen kann, vielleicht sogar eine falsche Tendenz in Richtung Fremdenfeindlichkeit entstehen könnte. Wir brauchen in dieser Frage ein Miteinander und kein Gegeneinander, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Bedanken Sie sich bei der Bevölkerung von Traiskirchen!
Ich möchte mich bei einer Gemeinde in Österreich ganz besonders bedanken, in der das hervorragend funktioniert, in der vorbildhaft gearbeitet wird, in der Bevölkerung, Bürgermeister, Schule und Fremde gut zusammenarbeiten. Es ist dies die Gemeinde Sankt Johann im Pongau. Ich möchte mich hier vor dem Hohen Haus für die Arbeit bedanken, die diese Gemeinde leistet, insbesondere bei Herrn Bürgermeister Mitterer und seinem Gemeinderat, bei Hauptschuldirektor Andreas Egger und bei der Familie Egger, die in vorbildhafter Art und Weise eine Betreuungseinrichtung neben einem Viersternhotel führt – und das in großer Übereinstimmung mit der Bevölkerung. Das sollten wir uns zum Vorbild nehmen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Parnigoni: Bedanken Sie sich bei der Bevölkerung von Traiskirchen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie sollten einmal mit dem Bürgermeister reden, dann würden Sie anders argumentieren! Er sagt nämlich etwas ganz anderes!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Minister Strasser! Es ist schade, dass Sie sich nicht auch bei Bürgermeister Knotzer und der Gemeinde Traiskirchen bedanken, die nämlich die größte Belastung hat. Im Moment sind fast 2 000 Flüchtlinge in Traiskirchen. Daher könnten Sie sich auch einmal bei diesen Menschen bedanken. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Sie sollten einmal mit dem Bürgermeister reden, dann würden Sie anders argumentieren! Er sagt nämlich etwas ganz anderes!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Glauben Sie, dass die Polizisten stehlen?
Wenn Sie die Zahlen, die Kollege Mainoni hier genannt hat, bestätigen, dann ist das in Wirklichkeit auch ein Eingeständnis des Versagens in der Sicherheitspolitik. Sie wollen ja den Sicherheitsbericht hier im Haus gar nicht diskutieren. Der Grund, warum die Kriminalität im Osten explodiert, liegt bei Gott nicht bei den Asylwerbern, sondern das hängt damit zusammen, dass Sie alleine in Wien 1 000 Polizisten weggenommen haben. Das ist einer der vielen Gründe! Deswegen explodiert die Unsicherheit im Osten! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Glauben Sie, dass die Polizisten stehlen?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist paradox, was Sie sagen!
Kollegin Pablé! Unterhalten Sie sich einmal mit Ihrem Kollegen Strache! Aus seinen Presseaussendungen können Sie das zitieren, was ich jetzt hier gesagt habe. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist paradox, was Sie sagen!)
Abg. Mag. Mainoni: Die sichere Drittstaatenregelung!
Meine Damen und Herren! 1968 wurde in diesem Haus die Todesstrafe endgültig abgeschafft. Aber es gibt noch immer ein Gesetz, das über Leben und Tod entscheidet, und das ist das Asylgesetz. Es gibt, so glaube ich, keine schwierigere Frage als die über Leben und Tod. (Abg. Mag. Mainoni: Die sichere Drittstaatenregelung!)
Abg. Großruck: In Liechtenstein und in der Schweiz gibt es keine Todesstrafe! Das sind sichere Drittstaaten!
Diese Entscheidung ist vor allem auch deswegen so schwierig, weil sie endgültig ist, weil man diese Entscheidung nicht wieder gutmachen kann. (Abg. Großruck: In Liechtenstein und in der Schweiz gibt es keine Todesstrafe! Das sind sichere Drittstaaten!) Wir sollten uns deswegen auch überlegen, ob wir mit diesem Asylgesetz einen möglichst hohen Schutz, eine möglichst hohe Rechtsstaatlichkeit und eine möglichst hohe Qualität erreichen wollen oder ob wir das machen wollen, was die kleine Koalition hier vorschlägt, nämlich bewusst in Kauf zu nehmen, dass Menschen abgeschoben werden – in Länder, in denen der Tod auf sie wartet. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Entscheidung ist vor allem auch deswegen so schwierig, weil sie endgültig ist, weil man diese Entscheidung nicht wieder gutmachen kann. (Abg. Großruck: In Liechtenstein und in der Schweiz gibt es keine Todesstrafe! Das sind sichere Drittstaaten!) Wir sollten uns deswegen auch überlegen, ob wir mit diesem Asylgesetz einen möglichst hohen Schutz, eine möglichst hohe Rechtsstaatlichkeit und eine möglichst hohe Qualität erreichen wollen oder ob wir das machen wollen, was die kleine Koalition hier vorschlägt, nämlich bewusst in Kauf zu nehmen, dass Menschen abgeschoben werden – in Länder, in denen der Tod auf sie wartet. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Solche Vergleiche sind wirklich ungeheuerlich!
Wenn dieses Gesetz hier heute beschlossen wird, hat in Österreich jeder Falschparker mehr Möglichkeit, sich gegen eine ungerechte Geldstrafe zu wehren, als eine Asylwerberin vor der Abschiebung. Das ist das Ergebnis dieses Gesetzes. Bei diesem Gedanken wird mir angst und bang. Ich denke nur daran, dass durch dieses Gesetz Menschen wie Bruno Kreisky vor ihrer sicheren Auslieferung in den Tod, vor der sie gestanden sind, nicht ausreichend geschützt wären. (Abg. Scheibner: Solche Vergleiche sind wirklich ungeheuerlich!) Kollege Guido Zernatto von Ihrer Fraktion zum Beispiel wäre genau so betroffen gewesen, oder Sigmund Freud et cetera. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es ist eine Schande, dass Sie dieses Leiberl tragen, auf dem Kreisky ist! Sie schaden der Sache mit Ihrer Argumentation! Das ist lächerlich!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Es ist eine Schande, dass Sie dieses Leiberl tragen, auf dem Kreisky ist! Sie schaden der Sache mit Ihrer Argumentation! Das ist lächerlich!
Wenn dieses Gesetz hier heute beschlossen wird, hat in Österreich jeder Falschparker mehr Möglichkeit, sich gegen eine ungerechte Geldstrafe zu wehren, als eine Asylwerberin vor der Abschiebung. Das ist das Ergebnis dieses Gesetzes. Bei diesem Gedanken wird mir angst und bang. Ich denke nur daran, dass durch dieses Gesetz Menschen wie Bruno Kreisky vor ihrer sicheren Auslieferung in den Tod, vor der sie gestanden sind, nicht ausreichend geschützt wären. (Abg. Scheibner: Solche Vergleiche sind wirklich ungeheuerlich!) Kollege Guido Zernatto von Ihrer Fraktion zum Beispiel wäre genau so betroffen gewesen, oder Sigmund Freud et cetera. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Es ist eine Schande, dass Sie dieses Leiberl tragen, auf dem Kreisky ist! Sie schaden der Sache mit Ihrer Argumentation! Das ist lächerlich!)
Ruf bei den Freiheitlichen: Teppichhändler?
Ein Mann aus Indien, aus Kaschmir, kommt nach Österreich und stellt einen Asylantrag. (Ruf bei den Freiheitlichen: Teppichhändler?) Zwei Tage später wird er einvernommen, dabei aber nicht so sehr nach seinen Fluchtgründen befragt – diese interessieren die Behörde nicht –, sondern nach Städtenamen, nach Bezirksnamen und nach Distriktnamen geprüft. Die Behörde überprüft diese Angaben anhand einer Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist. (Abg. Scheibner: Hat er Papiere gehabt?) Diese Karte stammt aus der Zeit vor dem Krieg um Kaschmir zwischen Indien und Pakistan, bevor ein Teil von Kaschmir von Pakistan annektiert wurde, bevor der Bundesstaat Kaschmir, aber auch viele Bezirke in zwei Teile gerissen wurden. (Abg. Mag. Mainoni: Wo waren seine Papiere?) Diese Bezirke, diese Distrikte tragen nunmehr seit mehr als 50 Jahren einen anderen Namen. Doch die Behörde glaubt dem Mann aus Indien nicht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?) Sie glaubt ihrer eigenen Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist, und lehnt den Asylantrag mit dem Hinweis, er müsse lügen, ab. Es sei offensichtlich ein unbegründeter Asylantrag, denn er könne keinen einzigen Distriktnamen richtig nennen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?)
Abg. Scheibner: Hat er Papiere gehabt?
Ein Mann aus Indien, aus Kaschmir, kommt nach Österreich und stellt einen Asylantrag. (Ruf bei den Freiheitlichen: Teppichhändler?) Zwei Tage später wird er einvernommen, dabei aber nicht so sehr nach seinen Fluchtgründen befragt – diese interessieren die Behörde nicht –, sondern nach Städtenamen, nach Bezirksnamen und nach Distriktnamen geprüft. Die Behörde überprüft diese Angaben anhand einer Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist. (Abg. Scheibner: Hat er Papiere gehabt?) Diese Karte stammt aus der Zeit vor dem Krieg um Kaschmir zwischen Indien und Pakistan, bevor ein Teil von Kaschmir von Pakistan annektiert wurde, bevor der Bundesstaat Kaschmir, aber auch viele Bezirke in zwei Teile gerissen wurden. (Abg. Mag. Mainoni: Wo waren seine Papiere?) Diese Bezirke, diese Distrikte tragen nunmehr seit mehr als 50 Jahren einen anderen Namen. Doch die Behörde glaubt dem Mann aus Indien nicht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?) Sie glaubt ihrer eigenen Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist, und lehnt den Asylantrag mit dem Hinweis, er müsse lügen, ab. Es sei offensichtlich ein unbegründeter Asylantrag, denn er könne keinen einzigen Distriktnamen richtig nennen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?)
Abg. Mag. Mainoni: Wo waren seine Papiere?
Ein Mann aus Indien, aus Kaschmir, kommt nach Österreich und stellt einen Asylantrag. (Ruf bei den Freiheitlichen: Teppichhändler?) Zwei Tage später wird er einvernommen, dabei aber nicht so sehr nach seinen Fluchtgründen befragt – diese interessieren die Behörde nicht –, sondern nach Städtenamen, nach Bezirksnamen und nach Distriktnamen geprüft. Die Behörde überprüft diese Angaben anhand einer Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist. (Abg. Scheibner: Hat er Papiere gehabt?) Diese Karte stammt aus der Zeit vor dem Krieg um Kaschmir zwischen Indien und Pakistan, bevor ein Teil von Kaschmir von Pakistan annektiert wurde, bevor der Bundesstaat Kaschmir, aber auch viele Bezirke in zwei Teile gerissen wurden. (Abg. Mag. Mainoni: Wo waren seine Papiere?) Diese Bezirke, diese Distrikte tragen nunmehr seit mehr als 50 Jahren einen anderen Namen. Doch die Behörde glaubt dem Mann aus Indien nicht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?) Sie glaubt ihrer eigenen Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist, und lehnt den Asylantrag mit dem Hinweis, er müsse lügen, ab. Es sei offensichtlich ein unbegründeter Asylantrag, denn er könne keinen einzigen Distriktnamen richtig nennen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?
Ein Mann aus Indien, aus Kaschmir, kommt nach Österreich und stellt einen Asylantrag. (Ruf bei den Freiheitlichen: Teppichhändler?) Zwei Tage später wird er einvernommen, dabei aber nicht so sehr nach seinen Fluchtgründen befragt – diese interessieren die Behörde nicht –, sondern nach Städtenamen, nach Bezirksnamen und nach Distriktnamen geprüft. Die Behörde überprüft diese Angaben anhand einer Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist. (Abg. Scheibner: Hat er Papiere gehabt?) Diese Karte stammt aus der Zeit vor dem Krieg um Kaschmir zwischen Indien und Pakistan, bevor ein Teil von Kaschmir von Pakistan annektiert wurde, bevor der Bundesstaat Kaschmir, aber auch viele Bezirke in zwei Teile gerissen wurden. (Abg. Mag. Mainoni: Wo waren seine Papiere?) Diese Bezirke, diese Distrikte tragen nunmehr seit mehr als 50 Jahren einen anderen Namen. Doch die Behörde glaubt dem Mann aus Indien nicht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?) Sie glaubt ihrer eigenen Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist, und lehnt den Asylantrag mit dem Hinweis, er müsse lügen, ab. Es sei offensichtlich ein unbegründeter Asylantrag, denn er könne keinen einzigen Distriktnamen richtig nennen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?
Ein Mann aus Indien, aus Kaschmir, kommt nach Österreich und stellt einen Asylantrag. (Ruf bei den Freiheitlichen: Teppichhändler?) Zwei Tage später wird er einvernommen, dabei aber nicht so sehr nach seinen Fluchtgründen befragt – diese interessieren die Behörde nicht –, sondern nach Städtenamen, nach Bezirksnamen und nach Distriktnamen geprüft. Die Behörde überprüft diese Angaben anhand einer Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist. (Abg. Scheibner: Hat er Papiere gehabt?) Diese Karte stammt aus der Zeit vor dem Krieg um Kaschmir zwischen Indien und Pakistan, bevor ein Teil von Kaschmir von Pakistan annektiert wurde, bevor der Bundesstaat Kaschmir, aber auch viele Bezirke in zwei Teile gerissen wurden. (Abg. Mag. Mainoni: Wo waren seine Papiere?) Diese Bezirke, diese Distrikte tragen nunmehr seit mehr als 50 Jahren einen anderen Namen. Doch die Behörde glaubt dem Mann aus Indien nicht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?) Sie glaubt ihrer eigenen Karte, die mehr als 50 Jahre alt ist, und lehnt den Asylantrag mit dem Hinweis, er müsse lügen, ab. Es sei offensichtlich ein unbegründeter Asylantrag, denn er könne keinen einzigen Distriktnamen richtig nennen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum hat er seine Papiere weggeworfen?)
Abg. Schöls: Warum hat ein Innenminister Löschnak, warum hat ein Innenminister Einem, warum hat ein Innenminister Schlögl keine neue Karte gegeben?
Der Asylwerber beruft dagegen. Der UBAS, die zweite Instanz, hebt dieses Urteil selbstverständlich auf – allerdings nach vier Wochen, weil sich der UBAS die Zeit nimmt und aktuelle Karten organisieren kann. Und siehe da: Alle Angaben, die der Asylwerber gemacht hat, jeder Städtename, jeder Distriktname, jeder Bezirksname – alle Namen waren richtig. (Abg. Schöls: Warum hat ein Innenminister Löschnak, warum hat ein Innenminister Einem, warum hat ein Innenminister Schlögl keine neue Karte gegeben?) Alle Sprachen, die er genannt hat, waren richtig. Er bekommt dann natürlich ein ordentliches Verfahren, beginnend wieder in der ersten Instanz. Erstmals nach vielen Wochen kümmert sich die erste Instanz um die wichtige Frage, ob dieser Mensch ein Flüchtling nach der Genfer Konvention ist oder nicht!
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ist der Inder ein Flüchtling? – Ich weiß es nicht. Aber ich will nicht, dass Menschen aus meinem Heimatland abgeschoben werden, bevor diese Frage ernsthaft geprüft wurde. Und so etwas passiert jedoch nach Ihrem Verfahren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.
Deswegen sage ich Folgendes: Wir sollten heute dieses Gesetz nicht beschließen, sondern es an den Innenausschuss rückverweisen, damit wir den Einsprüchen und Bedenken des Roten Kreuzes, der Caritas, der „Volkshilfe“, der Verfassungsexperten Mayer, Öhlinger, Funk, auch von Ihrem ehemaligen Klubobmann Neisser – das ist Ihr Parteifreund, der sagt ebenfalls, dass das verfassungswidrig ist, das sagen nicht nur wir! – Rechnung tragen können. (Zwischenruf des Abg. Dr. Trinkl.)
Abg. Dr. Trinkl: Aber!
Nehmen wir diese Bedenken ernst! Ich ersuche Sie nicht nur, ich bitte Sie geradezu, diese Rückverweisung und nicht dieses Gesetz heute zu beschließen. Schauen wir uns das gemeinsam an! Wir sind auch für die Beschleunigung von Asylverfahren, natürlich wollen wir das (Abg. Dr. Trinkl: Aber!), aber nicht auf Kosten der Rechtsstaatlichkeit und nicht auf Kosten der Verfassung. Das, was der Minister bereits seit Jahren machen könnte, ist, mehr Beamte einzustellen, die besser geschult und dann auch in der Lage sind, diese vielen Asylanträge in einem ordentlichen, rechtsstaatlichen Verfahren abzuhandeln. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Nehmen wir diese Bedenken ernst! Ich ersuche Sie nicht nur, ich bitte Sie geradezu, diese Rückverweisung und nicht dieses Gesetz heute zu beschließen. Schauen wir uns das gemeinsam an! Wir sind auch für die Beschleunigung von Asylverfahren, natürlich wollen wir das (Abg. Dr. Trinkl: Aber!), aber nicht auf Kosten der Rechtsstaatlichkeit und nicht auf Kosten der Verfassung. Das, was der Minister bereits seit Jahren machen könnte, ist, mehr Beamte einzustellen, die besser geschult und dann auch in der Lage sind, diese vielen Asylanträge in einem ordentlichen, rechtsstaatlichen Verfahren abzuhandeln. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Mag. Wurm: So lange, bis Sie gekommen sind!
Abgeordneter Matthias Ellmauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Österreich blickt als Asylland auf eine lange Tradition zurück und kann stolz darauf sein. Unser Land hat seine Grenzen für Flüchtlinge immer wieder großzügig geöffnet. (Abg. Mag. Wurm: So lange, bis Sie gekommen sind!) Wir haben zum Beispiel Hunderttausende Ungarn und Tschechen aufgenommen, als diese ihr Heimatland verlassen mussten. Ebenso haben wir während des Bosnienkrieges mehr als 90 000 Bosniern Asyl gewährt und 60 000 davon in unsere Gesellschaft integriert. Kein anderes europäisches Land kann auf eine solche Großzügigkeit in der Asylpolitik verweisen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abgeordneter Matthias Ellmauer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! Österreich blickt als Asylland auf eine lange Tradition zurück und kann stolz darauf sein. Unser Land hat seine Grenzen für Flüchtlinge immer wieder großzügig geöffnet. (Abg. Mag. Wurm: So lange, bis Sie gekommen sind!) Wir haben zum Beispiel Hunderttausende Ungarn und Tschechen aufgenommen, als diese ihr Heimatland verlassen mussten. Ebenso haben wir während des Bosnienkrieges mehr als 90 000 Bosniern Asyl gewährt und 60 000 davon in unsere Gesellschaft integriert. Kein anderes europäisches Land kann auf eine solche Großzügigkeit in der Asylpolitik verweisen. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zur Kritik des UNHCR, der Weltzentrale aus Genf, muss man sagen, dass diese zu einem Zeitpunkt kam, da der Abänderungsantrag zu diesem Gesetz, das wir heute diskutieren, noch nicht einmal konzipiert war! (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.) – Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, hören Sie bitte auf, unser Land, unser Heimatland Österreich, laufend schlecht zu reden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zur Kritik des UNHCR, der Weltzentrale aus Genf, muss man sagen, dass diese zu einem Zeitpunkt kam, da der Abänderungsantrag zu diesem Gesetz, das wir heute diskutieren, noch nicht einmal konzipiert war! (Zwischenruf des Abg. Dr. Niederwieser.) – Meine sehr geehrten Damen und Herren von der Opposition, hören Sie bitte auf, unser Land, unser Heimatland Österreich, laufend schlecht zu reden! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Den negativen Stimmen, die wir heute wieder rund um das Neuerungsverbot gehört haben, kann entgegengehalten werden: Rasche Verfahren sind im Sinne derer, die Hilfe brauchen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das neue Asylgesetz wird also ein weiterer Bestandteil der Geschichte unseres Landes als erfolgreiches, sehr gutes und sicheres Asylland sein. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Nehmen Sie das zurück! Das sind doch alles Unterstellungen!
Das heißt genau das, was ich sage, Kollege Scheibner! Die Plakate der Freiheitlichen in Wien sehe ich noch ganz genau vor mir, als es darum ging, Stimmung zu machen gegen Ausländer, gegen Menschen, die nach Österreich gekommen sind, um hier um Asyl anzusuchen. Das war Ihre Politik, und zwar über Jahre hinweg! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Scheibner: Nehmen Sie das zurück! Das sind doch alles Unterstellungen!)
Abg. Scheibner: Es ist Zeit, dass euch das langsam klar wird! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Sagen muss man in diesem Zusammenhang aber auch, dass es damals eine Bundesregierung von SPÖ und ÖVP gegeben hat, die dem Druck, den die FPÖ relativ stark gemacht hat, nachgegeben hat, zumindest in Teilen. Wir von den Grünen haben damals schwere Auseinandersetzungen mit den Innenministern Löschnak und Schlögl geführt. Es waren also immer SPÖ/ÖVP-Regierungen, die da nachgegeben haben – und das haben wir massiv kritisiert. Ich nehme aber zur Kenntnis, dass es bei den KollegInnen von den Sozialdemokraten jetzt auch klar ist, dass es da eine Neuorientierung gibt und dass, insbesondere was das Asylrecht betrifft, von ihnen auch klar Kritik kommt. (Abg. Scheibner: Es ist Zeit, dass euch das langsam klar wird! – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Die Politik der ÖVP ist genau das Gegenteil: Sie segelt weiter mit in dem Wind, den die FPÖ gemacht hat – und für Österreich halte ich das für extrem bedauerlich. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Mainoni: Haben Sie den Rauschgifthandel auch gesehen?
Kommen wir zu Traiskirchen. Ich habe wahrscheinlich mehr Bezug zu Traiskirchen als die meisten hier in diesem Saal: Ich komme nicht nur aus dieser Gegend – ich wohne fünf Kilometer von Traiskirchen entfernt –, sondern habe immerhin auch elf Monate lang Zivildienst in der Flüchtlingsbetreuungsstelle Vorderbrühl, einer Außenstelle von Traiskirchen, geleistet. (Abg. Mag. Mainoni: Haben Sie den Rauschgifthandel auch gesehen?)
Bundesminister Dr. Strasser: Weil es einen Vertrag gibt?
Wenn Bundesminister Strasser sagt, er werde nirgendwo eine Flüchtlingsbetreuungsstelle errichten, wo die Bürgermeister dagegen sind, dann muss ich Sie schon fragen: Warum setzen Sie denn Maßnahmen dort, wo es Betreuungsstellen gibt, die massiv gegen den Willen der Bürgermeister und die Interessen der Bevölkerung gerichtet sind? (Bundesminister Dr. Strasser: Weil es einen Vertrag gibt?) – Ja, den Vertrag gibt es schon, aber den Vertrag, den Sie mit European Homecare geschlossen haben, hat Ihnen niemand „aufs Auge gedrückt“, sondern das war eine Entscheidung, die die Bundesregierung getroffen hat. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.
Wenn Bundesminister Strasser sagt, er werde nirgendwo eine Flüchtlingsbetreuungsstelle errichten, wo die Bürgermeister dagegen sind, dann muss ich Sie schon fragen: Warum setzen Sie denn Maßnahmen dort, wo es Betreuungsstellen gibt, die massiv gegen den Willen der Bürgermeister und die Interessen der Bevölkerung gerichtet sind? (Bundesminister Dr. Strasser: Weil es einen Vertrag gibt?) – Ja, den Vertrag gibt es schon, aber den Vertrag, den Sie mit European Homecare geschlossen haben, hat Ihnen niemand „aufs Auge gedrückt“, sondern das war eine Entscheidung, die die Bundesregierung getroffen hat. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.)
Abg. Scheibner: Deshalb schauen wir, dass eben wirklich Asylanten Unterstützung bekommen! – Weiterer Zwischenruf bei den Freiheitlichen.
Zu den Auswirkungen dieses Wechsels. Wir waren ja auch in Traiskirchen, und da gibt es durchaus Dinge, die uns missfallen, insbesondere die Situation im Flüchtlingslager, in der Flüchtlingsbetreuungsstelle, und wir haben auch schon lange argumentiert und gefordert, dass man da neue Wege gehen sollte, dass ein Flüchtlingslager in der Größe jenes von Traiskirchen einfach nicht tragbar ist, dass die Zustände dort nicht tragbar sind und dass es wesentlich kleinere Einheiten geben sollte. (Abg. Scheibner: Deshalb schauen wir, dass eben wirklich Asylanten Unterstützung bekommen! – Weiterer Zwischenruf bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Nur: Auf der einen Seite kleinere Einheiten zu verhindern – und an anderer Stelle dann zu schreien, welche Probleme wir in Traiskirchen haben und die Schuld daran den Flüchtlingen zu geben, das kann ich nur als Politik bezeichnen, die ich einfach nicht für fair halte, um das hier einmal sehr milde auszudrücken. (Beifall bei den Grünen.)
Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt nicht! – Abg. Öllinger: Das stimmt!
Wir haben dann gefragt, wie das ist, und da wurde uns seitens European Homecare erklärt: Ja, das Fleisch muss aus Deutschland gebracht werden, und zwar mit der Begründung, dass es ja strenge Hygienevorschriften gibt, so nach dem Motto: Offenbar bringen es wir in Österreich nicht zusammen, hygienisch einwandfreies Fleisch nach Traiskirchen zu liefern. Das Fleisch für 1 000 Menschen pro Tag kommt jetzt in Lastwagen aus Deutschland, wird angeliefert in Tiefkühlern ... (Bundesminister Dr. Strasser: Das stimmt nicht! – Abg. Öllinger: Das stimmt!)
Beifall bei den Grünen.
Die Situation ist die: In den Schulen gibt es für Dutzende Kinder keine Unterstützung, die in Traiskirchen in die Pflichtschulen gehen: keine StützlehrerInnen, keine zusätzlichen Lehrkräfte. Und das ist auch ein Problem, über das man dann einmal reden sollte, wenn man davon ausgeht, dass man Traiskirchen helfen will – und dort nicht darauf setzt, Stimmung zu machen und AsylwerberInnen in den Mittelpunkt des Problems zu rücken. Das ist das, was wir kritisieren! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Situation in Traiskirchen spricht für sich selbst!
Es gibt jetzt Resolutionen in Traiskirchen. Wir Grünen haben ja mit der SPÖ dort vor Ort nach wie vor unsere Probleme. Ich kann mich gut erinnern an den Gemeinderatswahlkampf von vor drei Jahren – blaue Plakate von der FPÖ, und zwar des Inhalts: 44 Jahre Flüchtlingslager sind genug! Dementsprechend wurde auch Politik gemacht: Aufheizung der Situation et cetera. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Die Situation in Traiskirchen spricht für sich selbst!) Und jetzt haben wir halt Resolutionen, die gemeinsam von allen Parteien – außer den Grünen – getragen werden, in denen steht: 47 Jahre Flüchtlingslager sind genug!
Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.
Bei aller Problematik, die es sicherlich gibt: Wozu das in Traiskirchen führen wird, kann man sich ausrechnen; wohin das gerückt wird und welche Probleme damit aufgemacht werden. (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Nichts als Unterstellungen! – Abg. Scheibner: Bringen Sie Ihren Schlusssatz! Ihre Redezeit ist zu Ende! – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
Kollege Mainoni, wenn Sie sagen, Sie empfangen Flüchtlinge mit offenen Armen, dann würde ich diesen empfehlen, einen großen Bogen um Sie zu machen. Ihre „offenen Arme“ würde ich keinem Flüchtling in Österreich wahrzunehmen empfehlen! (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Nichts als Unterstellungen! – Abg. Scheibner: Bringen Sie Ihren Schlusssatz! Ihre Redezeit ist zu Ende! – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Gott sei Dank!
Aber das Gleiche gilt auch für die ÖVP. Nach der Rede der Kollegin Partik-Pablé, die ja hier wirklich einige Ungeheuerlichkeiten von sich gegeben hat, habe ich mir das ganz genau angeschaut: geradezu donnernder Applaus in den Reihen der ÖVP. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie damals Kritik seitens der ÖVP gekommen ist; damals war auch die ÖVP noch ein Gegner dieser Ausländer- und Asylpolitik, die die FPÖ gefordert hat. – Jetzt sind Sie von der ÖVP sozusagen „mitten im Boot“. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Gott sei Dank!)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Ruf: Es ist gescheiter, Sie hören auf!
Als Kollegin Stoisits gesagt hat, 19 Asylanträge, genehmigt in der Slowakei, ich glaube, das war im letzten Jahr ... (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Ruf: Es ist gescheiter, Sie hören auf!) Das ist schon mein Schlusssatz, Herr Präsident: Kollegin Stoisits meinte also, man solle einmal nachdenken, um welche Situation es sich da handelt. Und da ist in den hinteren Reihen der ÖVP hier die Bemerkung gefallen: Endlich! Da sieht man, wie es in anderen Ländern gemacht wird!, quasi als Vorbild für Österreich. – Das, meine Damen und Herren, sollte kein Vorbild für Österreich sein! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Als Kollegin Stoisits gesagt hat, 19 Asylanträge, genehmigt in der Slowakei, ich glaube, das war im letzten Jahr ... (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen. – Ruf: Es ist gescheiter, Sie hören auf!) Das ist schon mein Schlusssatz, Herr Präsident: Kollegin Stoisits meinte also, man solle einmal nachdenken, um welche Situation es sich da handelt. Und da ist in den hinteren Reihen der ÖVP hier die Bemerkung gefallen: Endlich! Da sieht man, wie es in anderen Ländern gemacht wird!, quasi als Vorbild für Österreich. – Das, meine Damen und Herren, sollte kein Vorbild für Österreich sein! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Abgeordneter Dr. Reinhard Eugen Bösch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Kollege Brosz, wir Freiheitlichen haben in den letzten Jahren zum Thema Asylrecht und Fremdenrecht die Dinge beim Namen genannt. Das war keine Hetze, sondern ein notwendiges Aufzeigen der Realitäten in diesen Bereichen! Und dazu werden wir auch weiterhin stehen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Öllinger: Und was ist mit Tschetschenien?
Meine Damen und Herren! Gerade die historischen Beispiele, die Sie hier heute im Rahmen der Debatte erwähnt haben – Bruno Kreisky, Sigmund Freud, auch der Ungarnaufstand im Jahre 1956 beziehungsweise der in der Tschechoslowakei im Jahre 1968 –, sind doch Beweise dafür (Abg. Öllinger: Und was ist mit Tschetschenien?), dass dieses neue Asylgesetz, das wir heute beschließen, besser ist als das alte, weil all diese Menschen jetzt schneller Asyl bekämen, als das mit dem alten Gesetz der Fall war. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Gerade die historischen Beispiele, die Sie hier heute im Rahmen der Debatte erwähnt haben – Bruno Kreisky, Sigmund Freud, auch der Ungarnaufstand im Jahre 1956 beziehungsweise der in der Tschechoslowakei im Jahre 1968 –, sind doch Beweise dafür (Abg. Öllinger: Und was ist mit Tschetschenien?), dass dieses neue Asylgesetz, das wir heute beschließen, besser ist als das alte, weil all diese Menschen jetzt schneller Asyl bekämen, als das mit dem alten Gesetz der Fall war. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Fragen Sie den Minister, warum es nicht mehr Personal gibt! – Weitere Zwischenrufe des Abg. Krainer.
Meine Damen und Herren von der Opposition, Sie betreiben Realitätsverweigerung! Gerade Sie von der SPÖ sollten sich an die Zahlen der Realität halten und sich im Klaren darüber sein, dass vor vier oder fünf Jahren noch etwa 10 000 bis 15 000 Asylwerber hier in Österreich waren, ab dem Jahre 2002 schon zirka 40 000 Personen. (Abg. Krainer: Fragen Sie den Minister, warum es nicht mehr Personal gibt! – Weitere Zwischenrufe des Abg. Krainer.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Lesen Sie sich die Reden von Löschnak und Schlögl durch! Die Leute in Traiskirchen wollen nicht mehr Personal, sondern dass dort zugesperrt wird! – Gegenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, Sie hätten Ihre Vorschläge, die Sie heute in dieser Debatte gemacht haben, Ihren SPÖ-Innenministern Löschnak und Schlögl machen sollen! Diese hätten Sie vom Tisch gewischt! Warum? – Weil das Männer waren, die auch die Realität erkannt haben, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Scheibner – in Richtung SPÖ –: Lesen Sie sich die Reden von Löschnak und Schlögl durch! Die Leute in Traiskirchen wollen nicht mehr Personal, sondern dass dort zugesperrt wird! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Da Sie hier behauptet haben, Österreich werde mit diesem neuen Asylgesetz das diesbezügliche Schlusslicht in Europa: Das Gegenteil ist der Fall! Österreich wird mit diesem neuen Asylgesetz wiederum Vorreiter in einer wichtigen Frage. (Ironische Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es geht also nicht darum, die Genfer Flüchtlingskonvention zu untergraben, sondern darum, sicherzustellen, dass diese auch weiterhin handhabbar ist. Und das ist ein europaweites Problem, nicht nur eines, das wir Österreicher haben. EU-weit muss dieses Problem angepackt und gelöst werden! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Krainer: Da steht kein Wort davon da drin! Das ist doch lächerlich!
Die Menschenrechte sind ein wichtiges Gut; wir Freiheitlichen bekennen uns dazu! Aber es gibt auch Bürgerrechte. Und der Spruch „Hütet euch vor den Philanthropen, denn sie umarmen die Welt, aber sie verachten den Nachbarn!“, der trifft hier zu. Wir haben uns auch um unsere Bürger zu kümmern! Wir haben Traiskirchen als ein Beispiel zu nehmen; wir haben die gesamte Problematik, die mit dem Asylmissbrauch in Zusammenhang steht, anzusprechen – und dazu zählt auch die Schlepperei, meine Damen und Herren! Das versuchen jedoch Sie von der Opposition zu ignorieren. (Abg. Krainer: Da steht kein Wort davon da drin! Das ist doch lächerlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.
Durch die bisherige Asylrechtssituation, Herr Kollege, ist Österreich sozusagen erst ein Markt für das Schlepperverbrechen geworden. Und wir wollen diesen „Markt“ mit dem neuen Asylgesetz austrocknen; Sie hingegen offensichtlich nicht! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
schleppten zu Fuß weiter. Und dafür setzen diese Menschen in ihren Heimatländern ihre Existenz aufs Spiel, verkaufen all ihr Hab und Gut, um sich von diesen Verbrechern hierher schleppen zu lassen. Und warum werden sie hierher geschleppt? – Weil jeder hier bei uns Asyl bekommen kann! Und das darf nicht mehr sein! Hinkünftig kann nur mehr Asyl bekommen, wer wirklich einen Grund dafür vorgeben kann. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Dieses neue Gesetz, das wir heute beschließen – wir Freiheitlichen tun das gerne – stellt die Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention auch in Zukunft in Österreich sicher und stellt einen weiteren wirksamen Schritt gegen die Kriminalität der Schlepperei dar. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Das ist doch ungeheuerlich! Unerhört! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen sowie SPÖ.
Abgeordnete Mag. Gisela Wurm (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Heute ist ein trauriger Tag für die Menschlichkeit in Österreich – und Sie, Herr Bundesminister Strasser, haben sich „ausgezeichnet“: Sie sind der Minister mit dem kalten Herzen! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Das ist doch ungeheuerlich! Unerhört! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von ÖVP und Freiheitlichen sowie SPÖ.)
Bundesminister Dr. Strasser: Kein Einziger!
300 Wissenschafter haben sich in einem Appell an Sie gewandt, Herr Bundesminister (Bundesminister Dr. Strasser: Kein Einziger!), haben gesagt, dass Sie dieses Gesetz in dieser Form zurücknehmen sollen. (Bundesminister Dr. Strasser: Ich habe keinen einzigen Brief bekommen!)
Bundesminister Dr. Strasser: Ich habe keinen einzigen Brief bekommen!
300 Wissenschafter haben sich in einem Appell an Sie gewandt, Herr Bundesminister (Bundesminister Dr. Strasser: Kein Einziger!), haben gesagt, dass Sie dieses Gesetz in dieser Form zurücknehmen sollen. (Bundesminister Dr. Strasser: Ich habe keinen einzigen Brief bekommen!)
Abg. Krainer: ÖVP-Mitglieder! – Gegenrufe bei der ÖVP.
Es wurde heute schon erwähnt: Der ehemalige Minister und ÖVP-Klubobmann Neisser ist da dabei; das Völkerrechtsbüro, Manfred Nowak, Ulrich Körtner, Max Friedrich, Anton Pelinka, Erika Weinzierl – und, und, und. – Sie jedoch, Herr Minister Strasser, zeigen sich uneinsichtig! (Abg. Krainer: ÖVP-Mitglieder! – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Widerspruch bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Mit diesem Gesetz, das in vielen Bereichen verfassungswidrig und nicht menschenrechtskonform ist – und teilweise völkerrechtswidrig, so sagen uns die Experten –, haben Sie uns wirklich eine Hypothek auferlegt! (Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich verstehe Sie nicht, Herr Bundesminister Strasser. Sie, der Sie einmal angetreten sind mit dem Slogan: Ich bin der Innenminister für alle Österreicher, ich mache Politik in Rot-Weiß-Rot!, haben sich von Ihren Werten verabschiedet. Es ist an dieser Vorgangsweise nichts mehr christlich, es ist daran nichts mehr sozial, und es ist auch nicht menschlich, wie Sie hier vorgehen! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Kößl: Sie haben zuerst nicht richtig zugehört!
Zuerst haben Sie, Herr Minister Strasser, das Innenministerium sozusagen eingeschwärzt, jetzt machen Sie eine unmenschliche Asylpolitik – und ganz nebenbei ist Ihre Politik auch noch dafür verantwortlich, dass die Kriminalität in diesem Land steigt und die Aufklärungsquote sinkt. Auch das ist Ihr „Verdienst“, Herr Innenminister! (Abg. Kößl: Sie haben zuerst nicht richtig zugehört!)
Abg. Kößl: Eine wesentliche Rolle spielt die Kriminalitätsentwicklung durch die Asylantenkriminalität! – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé sowie Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.
Ich habe genau zugehört, Herr Abgeordneter Kollege Kößl. (Abg. Kößl: Eine wesentliche Rolle spielt die Kriminalitätsentwicklung durch die Asylantenkriminalität! – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé sowie Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.) Ich sage Ihnen: Hören Sie bitte zu! Sie haben die Möglichkeit gehabt, zu reden, und auch ich möchte gerne diese Möglichkeit ergreifen.
Abg. Kößl: Das stimmt doch nicht! Diese Verträge kommen!
Sicher ist: Was Sie geschafft haben, ist eigentlich nur, der Zivilgesellschaft den Kampf anzusagen. Sie bewegen sich mit vielen Bestimmungen, so sagen Experten und Expertinnen, am Rande der Rechtsstaatlichkeit – Artikel 18, Artikel 11. Sie machen hier Politik auf Kosten der Flüchtlinge. Und ganz nebenbei enteignen Sie außerdem nicht nur die NGOs, sondern auch die Länder und Gemeinden. Sie sprechen immer von Artikel-15a-Verträgen darüber, wie man das mit den Ländern dann regeln sollte, aber es ist davon weit und breit nichts in Sicht. (Abg. Kößl: Das stimmt doch nicht! Diese Verträge kommen!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Folgen Sie, die diesen Abänderungsantrag auch eingebracht haben, jenen Organisationen, die uns geschrieben haben. Sie haben auch zum Beispiel den Brief von Herrn Dr. Küberl bekommen, auch den Appell, dass dieses Gesetz noch zurückgestellt werden soll bis zu dem Zeitpunkt, zu dem diese Verträge und Vereinbarungen mit den Ländern endlich abgeschlossen sind! Dann können wir darüber reden. Aber es reicht nicht, nur Versprechungen zu machen – und nichts kommt dabei heraus! (Beifall bei der SPÖ.)
Bundesminister Dr. Strasser: Ja, christdemokratisch!
Herr Bundesminister Strasser, ein letzter Appell noch einmal an Sie: Überlegen Sie es sich und besinnen Sie sich darauf, wie Sie einmal angetreten sind: als christlich-sozialer Minister (Bundesminister Dr. Strasser: Ja, christdemokratisch!), der versprochen hat, eine Politik für Rot-Weiß-Rot zu machen und für die Menschen in diesem Lande! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister Strasser, ein letzter Appell noch einmal an Sie: Überlegen Sie es sich und besinnen Sie sich darauf, wie Sie einmal angetreten sind: als christlich-sozialer Minister (Bundesminister Dr. Strasser: Ja, christdemokratisch!), der versprochen hat, eine Politik für Rot-Weiß-Rot zu machen und für die Menschen in diesem Lande! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Also mehr – und nicht weniger!
Vielmehr stimmt: Im Innenressort wird, seit Ernst Strasser dort arbeitet, hausgehalten und gespart, vor allem im Innendienstbereich und in der Verwaltung. Aber mit den Vergleichsdaten 1. Jänner 2000 und 11. Juli 2003 – vorher Schlögl, jetzt Strasser – verrichten im Bereich der BPD Wien allein in der Sicherheitswache und im Kriminaldienst 140 Exekutivdienstbeamte mehr als vorher ihren Dienst. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Also mehr – und nicht weniger!)
Abg. Dr. Einem: Aber lediglich der Form und nicht dem Inhalt nach! – Gegenrufe bei der ÖVP.
Präsident Dr. Andreas Khol: Das war für einmal eine korrekte tatsächliche Berichtigung. (Abg. Dr. Einem: Aber lediglich der Form und nicht dem Inhalt nach! – Gegenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.
Abgeordneter Karl Freund (ÖVP): Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! In der Nachkriegsgeschichte hat sich Österreich gegenüber Flüchtlingen immer als hilfsbereites Land ausgezeichnet. Ich wehre mich dagegen, dass wir jetzt auf Grund der bevorstehenden Asylgesetz-Novelle als fremdenfeindlich und unsozial dargestellt werden, wie das heute von Rot und Grün gekommen ist! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Einem.)
Abg. Dr. Einem: Das ist wieder unrichtig ...!
Ich bin natürlich für eine menschliche Asylpolitik, ich bin dafür, dass wir Menschen, die in schwere Not geraten sind und in ihrem Heimatland verfolgt werden, aufnehmen und ihnen Hilfestellung bieten. Wir können aber nicht jeden aufnehmen, es gibt auch irgendwo Grenzen! Uns geht es darum, dass Asylverfahren schneller abgewickelt werden und mehr Rechtssicherheit gegeben ist. (Abg. Dr. Einem: Das ist wieder unrichtig ...!)
Beifall bei der ÖVP
Auf noch ein Problem möchte ich an dieser Stelle hinweisen. Es gibt Asylwerber, die in Österreich straffällig werden, sei es durch ein Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz, sei es durch eine Gewalttat oder durch Diebstahl. Menschen, die nach dem Suchtmittelgesetz verurteilt wurden, können nach dem Gesetz abgeschoben werden, ein Asylantrag verhindert das aber. Bei der Gesetzesnovelle geht es nun darum, einen Missbrauch des Gesetzes zu verhindern und den richtigen Mittelweg zu finden (Beifall bei der ÖVP): diejenigen herauszufinden, welche wirklich einen Grund für die Gewährung von Asyl vorweisen können, und diejenigen herauszufinden, die tatsächlich Wirtschaftsflüchtlinge sind.
Ruf bei der SPÖ: Bravo!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Wie ich zu Beginn gesagt habe, bin ich für ein humanes und schnelles Asylverfahren. Die Menschenrechte dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden. (Ruf bei der SPÖ: Bravo!) Aber alles muss sich in Grenzen halten, um die heimische Bevölkerung nicht zu überfordern. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Wie ich zu Beginn gesagt habe, bin ich für ein humanes und schnelles Asylverfahren. Die Menschenrechte dürfen dabei nicht außer Acht gelassen werden. (Ruf bei der SPÖ: Bravo!) Aber alles muss sich in Grenzen halten, um die heimische Bevölkerung nicht zu überfordern. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Otto Pendl (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Abgeordneter Freund ist ja teilweise wirklich ein Freund, zu dem man nur sagen kann: Bravo! (Demonstrativer Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Pendl möchte doch zustimmen!
Meine Damen und Herren! Es ist auch klar, dass von den Experten zum Ausdruck gebracht wurde, dass das alte Asylgesetz – wie ich es jetzt schon nennen muss – gut wäre und nur in einigen Bereichen zu adaptieren wäre. Es ist ja nur eine Frage des Wie! Was jetzt hier vorgelegt wird, eignet sich eigentlich nicht. (Abg. Mag. Molterer: Pendl möchte doch zustimmen!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Und die SPÖ hat uns die Schulden hinterlassen! Eure Finanzminister haben uns nur Schulden hinterlassen! – Gegenrufe bei der SPÖ.
Herr Minister, Sie haben heute Kollegen Parnigoni zitiert. – Nicht nur Parnigoni steht zur Exekutive, sondern die gesamte sozialdemokratische Fraktion! Da könnt ihr uns noch so oft erzählen, dass der Innendienst hinausgeht – ihr habt den Personalstand herunter „systemisiert“, und nicht die Opposition, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Und die SPÖ hat uns die Schulden hinterlassen! Eure Finanzminister haben uns nur Schulden hinterlassen! – Gegenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich unterstreiche die Ausführungen des Abgeordneten Freund. Niederösterreich, Oberösterreich, das Burgenland und Wien erfüllen die Quoten, alle anderen sind in Deckung, meine sehr geehrten Damen und Herren! Niederösterreich erfüllt sie ausschließlich mit Traiskirchen, und das ist unsolidarisch, im Interesse der Flüchtlinge, aber auch im Interesse der örtlichen Bevölkerung. Das muss einmal in aller Klarheit festgestellt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gestern hatten wir dort einen Stand von 1 393 Personen. Ich glaube, dass wir im 21. Jahrhundert bei Großeinrichtungen weder das Wort „Lager“ verwenden sollten und schon gar nicht ein Lagerdenken an den Tag legen sollten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, ich kann der österreichischen Exekutive nur dazu gratulieren, dass diese Festnahmen durchgeführt wurden. Aber wir alle wissen, Herr Minister, dass an der tschechisch-österreichischen Grenze bei Gmünd 500 Damen und Herren auf den Transport nach Traiskirchen warten. Auch hier wird Traiskirchen wieder allein gelassen. Ich glaube, dass die Traiskirchnerinnen und Traiskirchner genauso wie jene ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Hilfe brauchen, unserer gemeinsamen Solidarität bedürfen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Daher appelliere ich im Sinne einer funktionierenden Betreuungsstelle Traiskirchen an den Bürgermeister von Traiskirchen: Geben Sie die Baugenehmigung, damit wir auch in diesem einen Teil der Betreuungsstelle menschenwürdige Unterkünfte schaffen können! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eines ist schon interessant: Kaum schaltet der Österreichische Rundfunk seine Direktübertragung aus, ist das Interesse der Opposition plötzlich auf fast null geschwunden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Meine Damen und Herren, sich vorher hier aufzuregen und so zu tun, als ob es kein wichtigeres Thema gäbe, als hier für die Flüchtlinge das Wort zu ergreifen – und kaum sind die Medien weg, ist dieses Interesse bei Ihnen auf null gesunken! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abgeordneter Herbert Scheibner (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eines ist schon interessant: Kaum schaltet der Österreichische Rundfunk seine Direktübertragung aus, ist das Interesse der Opposition plötzlich auf fast null geschwunden. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Meine Damen und Herren, sich vorher hier aufzuregen und so zu tun, als ob es kein wichtigeres Thema gäbe, als hier für die Flüchtlinge das Wort zu ergreifen – und kaum sind die Medien weg, ist dieses Interesse bei Ihnen auf null gesunken! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Schauen Sie sich einmal meine Fraktion an: Uns geht es wirklich um die Sache. Daran können Sie sich ein Beispiel nehmen, meine Damen und Herren von der SPÖ und vor allem von den Grünen, die hier überhaupt nur noch rudimentär vorhanden sind. (Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald
Meine Damen und Herren! Ich bitte Sie auch, einmal zu bedenken, ob es richtig ist, was Sie bei solchen Themen tun (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald) – ja, auch Sie in der letzten Reihe, die Sie hier herausschreien –: hier in mit Spendengeldern einer karitativen Organisation finanzierten Leiberln zu sitzen und politische Agitation zu betreiben. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Es fragt sich auch, meine Damen und Herren, ob es wirklich in Ordnung ist, dass Sie dauernd die Opfer einer auch hier in Österreich wirklich dunklen Zeit heranziehen, um in diesem Land Parteipolitik zu machen. Das sollten Sie sich einmal überlegen, wenn es hier darum geht, sachliche Diskussionen abzuführen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren! Ich bitte Sie auch, einmal zu bedenken, ob es richtig ist, was Sie bei solchen Themen tun (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald) – ja, auch Sie in der letzten Reihe, die Sie hier herausschreien –: hier in mit Spendengeldern einer karitativen Organisation finanzierten Leiberln zu sitzen und politische Agitation zu betreiben. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Es fragt sich auch, meine Damen und Herren, ob es wirklich in Ordnung ist, dass Sie dauernd die Opfer einer auch hier in Österreich wirklich dunklen Zeit heranziehen, um in diesem Land Parteipolitik zu machen. Das sollten Sie sich einmal überlegen, wenn es hier darum geht, sachliche Diskussionen abzuführen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Ich bitte Sie auch, einmal zu bedenken, ob es richtig ist, was Sie bei solchen Themen tun (Zwischenruf des Abg. Dr. Puswald) – ja, auch Sie in der letzten Reihe, die Sie hier herausschreien –: hier in mit Spendengeldern einer karitativen Organisation finanzierten Leiberln zu sitzen und politische Agitation zu betreiben. (Widerspruch bei der SPÖ und den Grünen.) Es fragt sich auch, meine Damen und Herren, ob es wirklich in Ordnung ist, dass Sie dauernd die Opfer einer auch hier in Österreich wirklich dunklen Zeit heranziehen, um in diesem Land Parteipolitik zu machen. Das sollten Sie sich einmal überlegen, wenn es hier darum geht, sachliche Diskussionen abzuführen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir lassen es auch nicht zu, dass Sie Österreich permanent schlecht machen – auch in der Flüchtlingspolitik! Wir stehen dazu, dass wir in der Vergangenheit vorbildhaft waren, es in der Gegenwart sind und es auch in Zukunft sein werden, wenn es darum geht, Kriegsflüchtlinge und wirklich politisch oder religiös verfolgte Menschen zu unterstützen und ihnen jede Anerkennung und Förderung zu geben, die sie verdienen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Einem: Das wird eh abgelehnt!
Meine Damen und Herren! Es wird ja sogar offen zugegeben, dass man keinen Asylgrund hat. Das ist ja in der Diskussion schon erwähnt worden: Die Leute sagen im Verfahren ganz offen, dass sie wirtschaftliche, gesundheitliche oder andere Gründe dafür haben, hier um Asyl anzusuchen. (Abg. Dr. Einem: Das wird eh abgelehnt!) Trotzdem gibt es wochen-, ja sogar monatelange Verfahren! (Abg. Krainer: Jahrelange!) – Ja, und jahrelange! Genau! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Auf Kosten der Österreicher! Weil sie immer neue Gründe bringen! Nicht wegen der Beamten! – Zwischenruf des Abg. Krainer.) Na endlich sind wir uns einmal darüber einig, dass man sofort zwischen jenen, die eine Chance auf einen positiven Abschluss haben, und jenen, die augenscheinlich keine Chance haben, weil sie ganz einfach wirtschaftliche oder andere Gründe vorbringen, unterscheiden muss.
Abg. Krainer: Jahrelange!
Meine Damen und Herren! Es wird ja sogar offen zugegeben, dass man keinen Asylgrund hat. Das ist ja in der Diskussion schon erwähnt worden: Die Leute sagen im Verfahren ganz offen, dass sie wirtschaftliche, gesundheitliche oder andere Gründe dafür haben, hier um Asyl anzusuchen. (Abg. Dr. Einem: Das wird eh abgelehnt!) Trotzdem gibt es wochen-, ja sogar monatelange Verfahren! (Abg. Krainer: Jahrelange!) – Ja, und jahrelange! Genau! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Auf Kosten der Österreicher! Weil sie immer neue Gründe bringen! Nicht wegen der Beamten! – Zwischenruf des Abg. Krainer.) Na endlich sind wir uns einmal darüber einig, dass man sofort zwischen jenen, die eine Chance auf einen positiven Abschluss haben, und jenen, die augenscheinlich keine Chance haben, weil sie ganz einfach wirtschaftliche oder andere Gründe vorbringen, unterscheiden muss.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Auf Kosten der Österreicher! Weil sie immer neue Gründe bringen! Nicht wegen der Beamten! – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Meine Damen und Herren! Es wird ja sogar offen zugegeben, dass man keinen Asylgrund hat. Das ist ja in der Diskussion schon erwähnt worden: Die Leute sagen im Verfahren ganz offen, dass sie wirtschaftliche, gesundheitliche oder andere Gründe dafür haben, hier um Asyl anzusuchen. (Abg. Dr. Einem: Das wird eh abgelehnt!) Trotzdem gibt es wochen-, ja sogar monatelange Verfahren! (Abg. Krainer: Jahrelange!) – Ja, und jahrelange! Genau! (Abg. Dr. Partik-Pablé: Auf Kosten der Österreicher! Weil sie immer neue Gründe bringen! Nicht wegen der Beamten! – Zwischenruf des Abg. Krainer.) Na endlich sind wir uns einmal darüber einig, dass man sofort zwischen jenen, die eine Chance auf einen positiven Abschluss haben, und jenen, die augenscheinlich keine Chance haben, weil sie ganz einfach wirtschaftliche oder andere Gründe vorbringen, unterscheiden muss.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn sie aber andererseits Mitglied sind, dann müssen wir davon ausgehen, dass es dort auch im Asylrecht rechtsstaatliche Verfahren gibt. Deshalb ist diese Sichere-Drittstaaten-Klausel für uns von ganz besonderer Bedeutung. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Krainer: 0,01 Prozent!
Dass es – Frau Kollegin Stoisits hat es einmal bestritten, aber es ist Tatsache! – überhaupt möglich ist, dass Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Kanadas oder der Schweiz Asylanträge in Österreich stellen und in das Verfahren zugelassen werden (Abg. Krainer: 0,01 Prozent!) – das ist egal, Herr Kollege, aber dass das möglich ist, zeigt doch, dass dieses System falsch und reparaturbedürftig ist! (Abg. Dr. Einem: Nein! Das zeigt es nicht!) Das werden Sie doch wirklich zugeben müssen.
Abg. Dr. Einem: Nein! Das zeigt es nicht!
Dass es – Frau Kollegin Stoisits hat es einmal bestritten, aber es ist Tatsache! – überhaupt möglich ist, dass Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Kanadas oder der Schweiz Asylanträge in Österreich stellen und in das Verfahren zugelassen werden (Abg. Krainer: 0,01 Prozent!) – das ist egal, Herr Kollege, aber dass das möglich ist, zeigt doch, dass dieses System falsch und reparaturbedürftig ist! (Abg. Dr. Einem: Nein! Das zeigt es nicht!) Das werden Sie doch wirklich zugeben müssen.
Abg. Hagenhofer: Geh!
Es ist sehr viel über Traiskirchen gesprochen worden, daher noch ein Punkt – das ist eine Sache, in der die freiheitliche Fraktion mit dem Herrn Innenminister nicht ganz einig ist (Abg. Hagenhofer: Geh!) –: Wir sind dafür, dass es diese Erstaufnahmestellen gibt, aber wir glauben nicht, dass ein Ort wie etwa Traiskirchen in einer ohnehin schon leidgeprüften Gemeinde die richtige Lokation ist. Wir wollen diese Erstaufnahmestellen in Grenznähe organisieren, damit diese Verfahren wirklich auch gleich an der Grenze – selbstverständlich mit ausreichend vielen Beamten – durchgeführt werden können. Dadurch können wir auch die Bevölkerung, die jetzt unter den Zuständen leidet, entlasten. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es ist sehr viel über Traiskirchen gesprochen worden, daher noch ein Punkt – das ist eine Sache, in der die freiheitliche Fraktion mit dem Herrn Innenminister nicht ganz einig ist (Abg. Hagenhofer: Geh!) –: Wir sind dafür, dass es diese Erstaufnahmestellen gibt, aber wir glauben nicht, dass ein Ort wie etwa Traiskirchen in einer ohnehin schon leidgeprüften Gemeinde die richtige Lokation ist. Wir wollen diese Erstaufnahmestellen in Grenznähe organisieren, damit diese Verfahren wirklich auch gleich an der Grenze – selbstverständlich mit ausreichend vielen Beamten – durchgeführt werden können. Dadurch können wir auch die Bevölkerung, die jetzt unter den Zuständen leidet, entlasten. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Bei diesem Asylgesetz haben wir eine gute Lösung gefunden; vielleicht können wir dann auch bei der Durchführung und auch bei der Frage, wo diese Erstaufnahmezentren eingerichtet werden, gemeinsam eine gute Lösung finden. Ich kann Ihnen nur sagen: Österreich wird auch weiterhin ein sicheres Land für wirkliche Asylwerber sein. Wir werden selbstverständlich auch weiterhin unsere Verantwortung für Kriegsflüchtlinge wahrnehmen. Aber genau um das zu können, ist es notwendig, in Zukunft den Missbrauch dieses wichtigen Asylrechts zu verhindern. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Mainoni: Die „Leiberl-Berichtigung“!
Sie stellen bitte den richtigen Sachverhalt dem zu berichtigenden gegenüber und enthalten sich der politischen Wertung. – Bitte. (Abg. Mag. Mainoni: Die „Leiberl-Berichtigung“!)
Rufe bei der ÖVP: Das ist auch so! Stimmt!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Danke für die Belehrung, Herr Präsident! – Bundesminister Strasser hat soeben gemeint, der Bürgermeister von Traiskirchen, Knotzer, würde die Sanierungsmaßnahmen im Lager in Traiskirchen blockieren. (Rufe bei der ÖVP: Das ist auch so! Stimmt!) – Das ist nicht wahr!
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Genau das hat er gesagt! – Abg. Dr. Fekter: Eine tatsächliche Bejahung! – Abg. Mag. Mainoni: Eine tatsächliche Bestätigung!
Wahr ist vielmehr, dass er das vom Gesetz her gar nicht kann. Der Bürgermeister hat überhaupt kein Mitspracherecht. Es geht nur um einen weiteren Ausbau, und diesen blockiert er aus den bekannten Gründen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Lentsch: Genau das hat er gesagt! – Abg. Dr. Fekter: Eine tatsächliche Bejahung! – Abg. Mag. Mainoni: Eine tatsächliche Bestätigung!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Und glauben Sie, dass das ein Gewinn ist für die Volkshilfe? Aus Spendengeldern! Ist das eine richtige Investition?
Abgeordnete Katharina Pfeffer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Klubobmann Scheibner! Ich habe für mein T-Shirt 15 € bezahlt, und ich unterstütze die Aktion der Volkshilfe gerne. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Scheibner: Und glauben Sie, dass das ein Gewinn ist für die Volkshilfe? Aus Spendengeldern! Ist das eine richtige Investition?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: 15 € ist nicht kostendeckend! Da wird der Rest aus Spendengeldern bezahlt!
Meine Damen und Herren! Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgungen Asyl zu suchen und zu genießen. – Das steht im Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte vom 10. Dezember 1948. (Abg. Dr. Partik-Pablé: 15 € ist nicht kostendeckend! Da wird der Rest aus Spendengeldern bezahlt!) – Regen Sie sich bitte nicht so auf, Frau Partik-Pablé! (Abg. Dr. Bleckmann: Da muss man sich aber aufregen!)
Abg. Dr. Bleckmann: Da muss man sich aber aufregen!
Meine Damen und Herren! Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgungen Asyl zu suchen und zu genießen. – Das steht im Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte vom 10. Dezember 1948. (Abg. Dr. Partik-Pablé: 15 € ist nicht kostendeckend! Da wird der Rest aus Spendengeldern bezahlt!) – Regen Sie sich bitte nicht so auf, Frau Partik-Pablé! (Abg. Dr. Bleckmann: Da muss man sich aber aufregen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Da geht sie Spenden sammeln, die „Volkshilfe“! Bei den ärmsten Leuten!
Mit dieser heutigen Regierungsvorlage wird es künftig für Flüchtlinge und Mitarbeiter der Asylbehörden noch schwieriger werden, Schutz zu erhalten beziehungsweise Schutz zu gewähren. Diese Gesetzesvorlage entfernt sich weiter vom EU-Standard, obwohl Sie, Herr Bundesminister, immer wieder betonten, nach den EU-Richtlinien zu handeln. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da geht sie Spenden sammeln, die „Volkshilfe“! Bei den ärmsten Leuten!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Laut selbst ernannter Verfassungsrechtlerin Pfeffer!
Experten kritisieren diese Vorlage als menschenrechtswidrig, da Österreich nach dieser Vorlage kein sicherer Drittstaat mehr sein wird. Dieser Antrag ist auch legistisch eine „Meisterleistung“ und strotzt vor Verfassungsbrüchen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Laut selbst ernannter Verfassungsrechtlerin Pfeffer!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie doch das „christlich-sozial“!
Interessant ist dabei die Rolle der ÖVP. Sie hat sich in dieser Frage gänzlich von ihren christlich-sozialen Werten verabschiedet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie doch das „christlich-sozial“!) Meine Damen und Herren! „Christlich-sozial“ bedeutet für mich auch Nächstenliebe. Wissen Sie eigentlich, wie viele erschütternde Begebenheiten sich Jahr für Jahr abspielen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen ja nicht einmal, was das ist, „christlich-sozial“!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen ja nicht einmal, was das ist, „christlich-sozial“!
Interessant ist dabei die Rolle der ÖVP. Sie hat sich in dieser Frage gänzlich von ihren christlich-sozialen Werten verabschiedet. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie doch das „christlich-sozial“!) Meine Damen und Herren! „Christlich-sozial“ bedeutet für mich auch Nächstenliebe. Wissen Sie eigentlich, wie viele erschütternde Begebenheiten sich Jahr für Jahr abspielen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen ja nicht einmal, was das ist, „christlich-sozial“!)
Abg. Neudeck: Bei dem, was Sie sagen, greift sich der Kreisky auf den Kopf!
Ich lebe an der Grenze zu Ungarn und der Slowakei. (Abg. Neudeck: Bei dem, was Sie sagen, greift sich der Kreisky auf den Kopf!) Bei einer Begutachtung – bitte hören Sie mir jetzt zu, ich spreche von Tatsachen! –, wie und wo die Flüchtlinge von ihren Schleppern ausgesetzt wurden, fanden wir Babywäsche, kleine Schuhe und so weiter, die auf der Flucht verloren wurden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen nur, was „sozialistisch“ ist!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen nur, was „sozialistisch“ ist!
Ich lebe an der Grenze zu Ungarn und der Slowakei. (Abg. Neudeck: Bei dem, was Sie sagen, greift sich der Kreisky auf den Kopf!) Bei einer Begutachtung – bitte hören Sie mir jetzt zu, ich spreche von Tatsachen! –, wie und wo die Flüchtlinge von ihren Schleppern ausgesetzt wurden, fanden wir Babywäsche, kleine Schuhe und so weiter, die auf der Flucht verloren wurden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen nur, was „sozialistisch“ ist!)
Abg. Scheibner: Aber um das geht es gar nicht!
Meine Damen und Herren! Mir ist die Gänsehaut über den Rücken gelaufen, und ich musste daran denken, wie ich selbst als fünfjähriges Kind den Ungarnaufstand 1956 miterlebt habe. (Abg. Scheibner: Aber um das geht es gar nicht!) – Hören Sie mir zu! (Abg. Neudeck: Der Kreisky greift sich auf den Kopf bei Ihren Aussagen!) – Ungarische Flüchtlinge haben damals beim Einmarsch der russischen Soldaten den Eisernen Vorhang gestürmt und sind mit dem, was sie am Leib hatten, nach Österreich in die Grenzorte geflüchtet.
Abg. Neudeck: Der Kreisky greift sich auf den Kopf bei Ihren Aussagen!
Meine Damen und Herren! Mir ist die Gänsehaut über den Rücken gelaufen, und ich musste daran denken, wie ich selbst als fünfjähriges Kind den Ungarnaufstand 1956 miterlebt habe. (Abg. Scheibner: Aber um das geht es gar nicht!) – Hören Sie mir zu! (Abg. Neudeck: Der Kreisky greift sich auf den Kopf bei Ihren Aussagen!) – Ungarische Flüchtlinge haben damals beim Einmarsch der russischen Soldaten den Eisernen Vorhang gestürmt und sind mit dem, was sie am Leib hatten, nach Österreich in die Grenzorte geflüchtet.
Abg. Scheibner: So ist es!
Meine Damen und Herren! Unsere Familien hatten damals selbst sehr wenig zum Leben und haben diese Menschen unbürokratisch aufgenommen, weil man gespürt hat, dass hier Hilfe gebraucht wird. (Abg. Scheibner: So ist es!) Wer nicht in den Familien Aufnahme fand, hat in den umliegenden Gasthäusern auf Stroh geschlafen. Ich werde das nicht vergessen. Wir haben einen kleinen Buben in meinem Alter beherbergt. Ich habe ihm meine ersten Winterstieferl gegeben, und meine Mutter musste mir erklären, warum es ärmere Kinder als mich gab.
Abg. Neudeck: Non-profit-Organisationen sollen auch kein Eigentum haben!
Meine Damen und Herren! Mit diesem Gesetz werden auch die karitativen Organisationen enteignet. Eine zusätzliche tragische Auswirkung ist, dass die Vertrauensbasis zwischen den NGOs und dem Staat total zerstört wird. (Abg. Neudeck: Non-profit-Organisationen sollen auch kein Eigentum haben!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen doch nicht einmal, was „christlich-sozial“ ist! – Abg. Gaál: Das ist ja unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Herr Bundesminister! Wo ist die christlich-soziale ÖVP? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie wissen doch nicht einmal, was „christlich-sozial“ ist! – Abg. Gaál: Das ist ja unerhört! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) – Ich weiß es, Frau Partik-Pablé! Ich weiß es! Wenn Sie von Ihren eigenen Institutionen wie Caritas und Diakonie kritisiert werden, gibt Ihnen das nicht zu denken? Gilt für Sie die Erklärung der Menschenrechte nicht?
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Herr Bundesminister! Ich möchte nicht glauben, dass bei Ihnen dort, wo wir ein Herz haben, ein Stein sitzt! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Zuhören!
Präsident Dr. Andreas Khol: Zu einer weiteren tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Mag. Hoscher zu Wort gemeldet. – Herr Abgeordneter, Sie kennen die gesetzlichen Regelungen. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen. – Abg. Krainer: Zuhören!)
Abg. Scheibner: Dass ihr die Opfer da missbraucht für eure Parteipolitik!
Abgeordneter Mag. Dietmar Hoscher (SPÖ): Sehr geehrter Präsident! Herr Klubobmann Scheibner (Abg. Scheibner: Dass ihr die Opfer da missbraucht für eure Parteipolitik!) – dessen Zwischenruf ich noch abwarten darf – hat vorher behauptet, ich würde ein von einer karitativen Organisation subventioniertes Leibchen tragen.
Abg. Dr. Partik-Pablé: 15 €!
Ich berichtige tatsächlich: Selbstverständlich ist dieses Leibchen bezahlt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: 15 €!) Der Kaufpreis liegt – wie Sie wissen dürften – erheblich über den Produktionskosten. Daher ist die Subvention umgekehrt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Von wem? Wer hat es vorfinanziert? Wer hat es drucken lassen? – Abg. Scheibner: Ist es die Aufgabe der „Volkshilfe“, für euch Leiberl zu produzieren? – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Von wem? Wer hat es vorfinanziert? Wer hat es drucken lassen? – Abg. Scheibner: Ist es die Aufgabe der „Volkshilfe“, für euch Leiberl zu produzieren? – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Ich berichtige tatsächlich: Selbstverständlich ist dieses Leibchen bezahlt. (Abg. Dr. Partik-Pablé: 15 €!) Der Kaufpreis liegt – wie Sie wissen dürften – erheblich über den Produktionskosten. Daher ist die Subvention umgekehrt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Von wem? Wer hat es vorfinanziert? Wer hat es drucken lassen? – Abg. Scheibner: Ist es die Aufgabe der „Volkshilfe“, für euch Leiberl zu produzieren? – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Abg. Neudeck: Die neuen Leiberl macht mit Kapuzen, das passt euch besser! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dr. Andreas Khol: Nunmehr gelangt Frau Abgeordnete Stadler zu Wort. Redezeit: 4 Minuten. – Bitte. (Abg. Neudeck: Die neuen Leiberl macht mit Kapuzen, das passt euch besser! – Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen. – Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.) Ich bitte um Aufmerksamkeit für die Rednerin!
Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Krainer und Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Astrid Stadler (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrter Herr Bundesminister! Geschätzte Damen und Herren im Hohen Haus! (Rufe und Gegenrufe zwischen Abg. Krainer und Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe der Empörung bei der SPÖ.
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Krainer! Sie sitzen auf einem Platz, der nicht der Ihrige ist, und Sie stören die Rednerin. – Ich erteile Ihnen einen Ordnungsruf. (Rufe der Empörung bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Das wird sich ändern!
Frau Pfeffer! Asyl geben heißt – wenn ich das so sagen darf – auch für uns, Schutz gewähren, wenn das Leben von Flüchtlingen bedroht ist. Das wird sich nach dem neuen Asylgesetz nicht ändern (Abg. Krainer: Das wird sich ändern!), ganz im Gegenteil: Wir werden dafür sorgen, dass jene Menschen, die Schutz brauchen, schnellen und wirklichen Schutz bekommen. (Abg. Öllinger: Das glauben Sie!)
Abg. Öllinger: Das glauben Sie!
Frau Pfeffer! Asyl geben heißt – wenn ich das so sagen darf – auch für uns, Schutz gewähren, wenn das Leben von Flüchtlingen bedroht ist. Das wird sich nach dem neuen Asylgesetz nicht ändern (Abg. Krainer: Das wird sich ändern!), ganz im Gegenteil: Wir werden dafür sorgen, dass jene Menschen, die Schutz brauchen, schnellen und wirklichen Schutz bekommen. (Abg. Öllinger: Das glauben Sie!)
Abg. Pfeffer: Ja, das denke ich mir!
Sie erzählen hier, dass Menschen aufgenommen werden, und es ist richtig so. Warum sagen Sie, wir haben Steine statt Herzen? (Abg. Pfeffer: Ja, das denke ich mir!) – Warum? Sie müssen mir bitte erklären, warum! Was soll ich jenen Menschen sagen? Ich kann Ihnen auch über Fälle von gewalttätigen Flüchtlingen erzählen. Ich glaube aber nicht, dass es richtig ist, mit Menschen Parteipolitik zu betreiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie erzählen hier, dass Menschen aufgenommen werden, und es ist richtig so. Warum sagen Sie, wir haben Steine statt Herzen? (Abg. Pfeffer: Ja, das denke ich mir!) – Warum? Sie müssen mir bitte erklären, warum! Was soll ich jenen Menschen sagen? Ich kann Ihnen auch über Fälle von gewalttätigen Flüchtlingen erzählen. Ich glaube aber nicht, dass es richtig ist, mit Menschen Parteipolitik zu betreiben. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall des Abg. Scheibner.
Wir hier in Österreich sind ein Asylland, aber wir sind kein Einwanderungsland. (Beifall des Abg. Scheibner.) Mit dieser Asylgesetz-Novelle senden wir die Botschaft auch jenen Männern, die von den Schlepperbanden ausgebeutet werden. Es ist nicht christlich-sozial, wenn man solchen Schlepperbanden ein Fundament gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gaál.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gaál.
Wir hier in Österreich sind ein Asylland, aber wir sind kein Einwanderungsland. (Beifall des Abg. Scheibner.) Mit dieser Asylgesetz-Novelle senden wir die Botschaft auch jenen Männern, die von den Schlepperbanden ausgebeutet werden. Es ist nicht christlich-sozial, wenn man solchen Schlepperbanden ein Fundament gibt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gaál.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Meine Redezeit geht zu Ende. Ich darf zum Schluss vielleicht noch Folgendes sagen: Ich glaube und bin davon überzeugt, dass unsere Beamten, unsere politischen Vertreter auf Bundesebene und unsere politischen Vertreter in den Bundesländern gemeinsam mit den Hilfsorganisationen große Verantwortung tragen und diese sehr ernst nehmen und dass wir dafür zu sorgen haben, dass Schutz und Betreuung all jenen Menschen zugute kommt, die es wirklich notwendig haben! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Das ist trotzdem nicht Aufgabe einer karitativen Organisation, für euch die Werbemittel zu finanzieren!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen des Nationalrates! Auch ich habe mein Leibchen gekauft; es ist mir nicht geschenkt worden. (Abg. Scheibner: Das ist trotzdem nicht Aufgabe einer karitativen Organisation, für euch die Werbemittel zu finanzieren!)
Abg. Lentsch: Die kriegen sie auch! – Abg. Schöls: Die bekommen sie ja!
Ich höre immer nur von Asylmissbrauch, von Schlepperbanden, ich höre von kriminellen Fremden, aber ich habe in sehr wenigen Redebeiträgen etwas über die Schicksale der Menschen gehört, die in Österreich Schutz suchen. Ich denke, diese Diskussion müsste auch einmal geführt werden, sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Lentsch: Die kriegen sie auch! – Abg. Schöls: Die bekommen sie ja!)
Beifall bei der SPÖ.
Das Gesetz wird aller Wahrscheinlichkeit nach – wir haben das heute schon gehört – vor dem Verfassungsgericht nicht halten, aber auch das ist Ihnen egal. Bei diesem Gesetz kommt aber erschwerend hinzu, dass, wenn es dann vielleicht vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben wird, schon Menschen abgeschoben worden sind und diese großen Schaden erleiden. Ich frage mich, ob Sie das wirklich wollen, und ich frage mich, ob Sie das auch verantworten können. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Halten Sie sich ein bisschen zurück!
Auch ich möchte an die christlich-sozialen Wurzeln der Damen und Herren von der ÖVP appellieren, und ich ersuche Sie: Überdenken Sie diesen heutigen Beschluss! Bei der FPÖ sind wir fremdenfeindliche Aussagen ja schon gewöhnt. (Abg. Scheibner: Halten Sie sich ein bisschen zurück!) Sie haben ja Ihre Haltung schon des Öfteren in den Wahlkämpfen bewiesen. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Trotzdem appelliere ich auch an Sie: Überdenken Sie diesen Beschluss! Es gibt auch noch einige Tatsachen, die Sie ebenfalls ignorieren ... (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Auch ich möchte an die christlich-sozialen Wurzeln der Damen und Herren von der ÖVP appellieren, und ich ersuche Sie: Überdenken Sie diesen heutigen Beschluss! Bei der FPÖ sind wir fremdenfeindliche Aussagen ja schon gewöhnt. (Abg. Scheibner: Halten Sie sich ein bisschen zurück!) Sie haben ja Ihre Haltung schon des Öfteren in den Wahlkämpfen bewiesen. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Trotzdem appelliere ich auch an Sie: Überdenken Sie diesen Beschluss! Es gibt auch noch einige Tatsachen, die Sie ebenfalls ignorieren ... (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Auch ich möchte an die christlich-sozialen Wurzeln der Damen und Herren von der ÖVP appellieren, und ich ersuche Sie: Überdenken Sie diesen heutigen Beschluss! Bei der FPÖ sind wir fremdenfeindliche Aussagen ja schon gewöhnt. (Abg. Scheibner: Halten Sie sich ein bisschen zurück!) Sie haben ja Ihre Haltung schon des Öfteren in den Wahlkämpfen bewiesen. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Trotzdem appelliere ich auch an Sie: Überdenken Sie diesen Beschluss! Es gibt auch noch einige Tatsachen, die Sie ebenfalls ignorieren ... (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Scheibner: Wir werden der Fremdenfeindlichkeit bezichtigt! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir werden doch dauernd als fremdenfeindlich beschimpft!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Scheibner! Ich bitte auch Sie, dass Sie die Rednerin nicht stören! (Abg. Scheibner: Wir werden der Fremdenfeindlichkeit bezichtigt! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir werden doch dauernd als fremdenfeindlich beschimpft!) Sie können sich dann zu Wort melden!
Beifall bei der SPÖ.
Wir seitens der SPÖ stehen für Beschleunigung der Asylverfahren, und wir stehen auch dafür, dass man die Schlepperbanden bekämpfen muss. Wir stehen aber nicht dafür, dass man die Menschen, die zu uns kommen, bekämpft – die Schlepperbanden dagegen sehr wohl. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sollten Sie das seit der Terrorismusdiskussion nicht wissen, sind Sie wirklich am falschen Platz!
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich frage mich allen Ernstes, was die wirklichen Beweggründe für Sie sind, ein derartig restriktives Asylgesetz zu beschließen, das keineswegs die Zustimmung der EU findet und das von so vielen im Vorfeld angezweifelt wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sollten Sie das seit der Terrorismusdiskussion nicht wissen, sind Sie wirklich am falschen Platz!) Ich frage mich: Warum können Sie Argumente von Experten nicht gelten lassen? Warum können Sie keine Diskussion führen, in der Sie auch einmal unsere Argumente hören? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie müssten einmal unsere Argumente anhören!) – Ich finde das bedauerlich. Sie laden immer ein zur Diskussion, zum Mitreden, aber Sie hören unsere Argumente nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie müssten einmal unsere Argumente anhören!
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich frage mich allen Ernstes, was die wirklichen Beweggründe für Sie sind, ein derartig restriktives Asylgesetz zu beschließen, das keineswegs die Zustimmung der EU findet und das von so vielen im Vorfeld angezweifelt wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sollten Sie das seit der Terrorismusdiskussion nicht wissen, sind Sie wirklich am falschen Platz!) Ich frage mich: Warum können Sie Argumente von Experten nicht gelten lassen? Warum können Sie keine Diskussion führen, in der Sie auch einmal unsere Argumente hören? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie müssten einmal unsere Argumente anhören!) – Ich finde das bedauerlich. Sie laden immer ein zur Diskussion, zum Mitreden, aber Sie hören unsere Argumente nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich frage mich allen Ernstes, was die wirklichen Beweggründe für Sie sind, ein derartig restriktives Asylgesetz zu beschließen, das keineswegs die Zustimmung der EU findet und das von so vielen im Vorfeld angezweifelt wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sollten Sie das seit der Terrorismusdiskussion nicht wissen, sind Sie wirklich am falschen Platz!) Ich frage mich: Warum können Sie Argumente von Experten nicht gelten lassen? Warum können Sie keine Diskussion führen, in der Sie auch einmal unsere Argumente hören? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie müssten einmal unsere Argumente anhören!) – Ich finde das bedauerlich. Sie laden immer ein zur Diskussion, zum Mitreden, aber Sie hören unsere Argumente nicht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bin aber wie Kollegin Stoisits eine Optimistin bis zum Schluss, und ich appelliere deshalb an Sie: Geben wir heute der Menschlichkeit eine Chance, und stimmen Sie unserem Rückverweisungsantrag zu! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Wenn er hören könnte, was Sie so sagen!
Abgeordnete Mares Rossmann (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Mein Kollege hat mich gerade gefragt: Warum hast du kein Kreisky-Leiberl an? Ich muss sagen, als Erstwählerin war ich Wählerin des damaligen Bundeskanzlers Kreisky, und er würde sich im Grab umdrehen, wenn er sehen könnte, was aus seiner Partei geworden ist. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Reheis: Wenn er hören könnte, was Sie so sagen!) Er war nämlich noch Patriot, er war mit Leib und Seele Österreicher, und Sie sind heute so weit, dass Sie Österreich verleugnen, dass Sie die Schwierigkeiten
Abg. Gaál: Bitte ein bisschen mehr intellektuelles Niveau!
und die Probleme in Österreich verleugnen. (Abg. Gaál: Bitte ein bisschen mehr intellektuelles Niveau!)
Abg. Reheis: Das stimmt nicht!
Meine Vorrednerin hat es ja klargelegt, als sie sagte, wir befassten uns nicht mit den Schicksalen der Menschen. – Sie befassen sich nicht mit den Schicksalen der Menschen, auch der Arbeitslosen in Österreich, die durch einen beinharten Verdrängungswettbewerb mittlerweile ihren Arbeitsplatz verlieren, nämlich durch einen beinharten Verdrängungswettbewerb seitens Illegaler und Asylsuchender, die einfach untergetaucht sind und am Schwarzmarkt verfügbar sind. (Abg. Reheis: Das stimmt nicht!) – Das nehmen Sie zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Vorrednerin hat es ja klargelegt, als sie sagte, wir befassten uns nicht mit den Schicksalen der Menschen. – Sie befassen sich nicht mit den Schicksalen der Menschen, auch der Arbeitslosen in Österreich, die durch einen beinharten Verdrängungswettbewerb mittlerweile ihren Arbeitsplatz verlieren, nämlich durch einen beinharten Verdrängungswettbewerb seitens Illegaler und Asylsuchender, die einfach untergetaucht sind und am Schwarzmarkt verfügbar sind. (Abg. Reheis: Das stimmt nicht!) – Das nehmen Sie zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Beim Mittagessen!
Symptomatisch ist – ich habe mir die Rednerliste angesehen –: Es befindet sich kein Gewerkschafter auf der Rednerliste. Das ist doch auch symptomatisch! Wo ist denn die Gewerkschaft, die hier auch massiv genau diese Anliegen vertreten müsste? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Beim Mittagessen!) Vielleicht beim Mittagessen, wobei ich das bei dieser wichtigen Debatte nicht unterstellen würde. Tatsache ist aber: Die Gewerkschaft befindet sich nicht auf der Rednerliste, und das ist schon symptomatisch!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen wir verhindern!
Die in Graz Verhafteten haben meistens ein strafrechtliches Vorleben in Deutschland, der Schweiz oder in Frankreich. Dort ist ihnen der Boden zu heiß geworden, und sie sind nach Graz gekommen. Und viele von ihnen sind Asylwerber, die um Asyl in Österreich angesucht haben. – Zitatende. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen wir verhindern!) – Und genau das wollen wir mit diesem Gesetz verhindern! Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die in Graz Verhafteten haben meistens ein strafrechtliches Vorleben in Deutschland, der Schweiz oder in Frankreich. Dort ist ihnen der Boden zu heiß geworden, und sie sind nach Graz gekommen. Und viele von ihnen sind Asylwerber, die um Asyl in Österreich angesucht haben. – Zitatende. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das wollen wir verhindern!) – Und genau das wollen wir mit diesem Gesetz verhindern! Nehmen Sie das zur Kenntnis! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Gaál: Das sind doch Behauptungen!
Aus einer Studie wissen wir auch ganz genau – Kollege Mainoni hat das heute auch zitiert –, dass 80 Prozent der Drogendelikte in Österreich von Asylanten begangen werden. (Abg. Gaál: Das sind doch Behauptungen!) Ein Großteil davon wird von Asylanten verübt, die mittlerweile untergetaucht sind und sich dem Verfahren gar nicht mehr stellen. Sie kennen auch die Problematik, dass an den Grenzen oft die Identität im wahrsten Sinne des Wortes weggeworfen wird. Es gibt keine Ausweispapiere mehr, oft wird nicht einmal mehr das Alter festgestellt. Man kann diese Menschen nicht mehr in ein Heimatland zurückschicken, weil man gar nicht weiß, woher sie gekommen sind.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Alle jene, die aus wirklich berechtigten Gründen um Asyl ansuchen, werden ihr Asyl auch erhalten – und dies jetzt rascher als bisher! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Frau Kollegin, wir von der SPÖ verleugnen die Realität nicht, auch wir wissen, dass nicht jeder, der kommt, automatisch einen Anspruch auf Asyl hat. Aber – und das ist der feine Unterschied –: Jeder, der kommt – und dafür stehen wir – hat Anspruch auf ein schnelles, faires und vor allen Dingen rechtsstaatliches Verfahren. Das sind wir dem Rechtsstaat und auch den Menschen schuldig. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Bundesminister Dr. Strasser: Das darf ich nicht!
Herr Bundesminister, Sie haben mir mit Ihrem Dank an eine Gemeinde eigentlich ein Stichwort gegeben. Ich meine, Ihr ÖVP-Kollege Bürgermeister Franz Manglberger aus Franking wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie bereits in dieser Bundesbetreuungsgesetz-Novelle – und nicht erst in einer Artikel-15a-Vereinbarung, die es ja noch nicht gibt – die Gastschulbeiträge, die für in Bundesbetreuung Befindliche – und in Franking sind Flüchtlinge in Bundesbetreuung – zu entrichten sind, dieser Gemeinde abnehmen würden. (Bundesminister Dr. Strasser: Das darf ich nicht!) Ich könnte mir schon denken, dass Sie das dürfen, wenn Sie das wollen, Herr Minister! Es ist eine Verhandlungsfrage.
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.
Wenn schon Asylrecht und Bundesbetreuungsgesetz auf neue Beine gestellt werden, dann hätten solche Dinge Priorität, würde ich meinen. Das reicht auch bis dorthin, Herr Bundesminister, dass endlich die Quotenerfüllung durch jene Länder wie Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten und Steiermark erreicht wird, die auch Asylwerber oder Flüchtlinge aufnehmen sollten, aber ihre Quoten offensichtlich nicht erfüllen. Das würde sehr viel zur Entspannung in einzelnen Gemeinden beitragen, wenn eine weitere Verteilung möglich wäre. Und genau darum würde ich Sie bitten. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Strasser.)
Abg. Dr. Mitterlehner: Wie schauen denn die Spielregeln aus?
das Fußballspiel steht in der Halbzeit 2 : 0 für die Schüler. Die Lehrer wollen sich das natürlich nicht gefallen lassen, daher kommt der Schiedsrichter nach der Halbzeit heraus und sagt: Das 2 : 0 für die Schüler anerkennen wir nicht, denn wir haben in der Zwischenzeit die Spielregeln geändert. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wie schauen denn die Spielregeln aus?) – Dieses im Hearing gebrachte Beispiel zeigt die Situation in dieser Sache sehr plastisch auf. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
das Fußballspiel steht in der Halbzeit 2 : 0 für die Schüler. Die Lehrer wollen sich das natürlich nicht gefallen lassen, daher kommt der Schiedsrichter nach der Halbzeit heraus und sagt: Das 2 : 0 für die Schüler anerkennen wir nicht, denn wir haben in der Zwischenzeit die Spielregeln geändert. (Abg. Dr. Mitterlehner: Wie schauen denn die Spielregeln aus?) – Dieses im Hearing gebrachte Beispiel zeigt die Situation in dieser Sache sehr plastisch auf. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Herr Bundesminister! Ich denke nicht, dass in erster Linie die ÖVP Vorreiter im Hinblick auf solche Maßnahmen ist; ich meine vielmehr, dass Sie hier der Koalitionspartner sehr stark treibt und Sie sozusagen in derartige Situationen zwingt. Ich würde daher Sie von der ÖVP bitten, unserem Rückverweisungsantrag beizutreten und diese Novelle nicht zu beschließen, denn das, Herr Bundesminister, hat ein Land wie Österreich nicht nötig. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diese Novelle orientiert sich an Faktischem. Flüchtlingen, die tatsächlich verfolgt werden, wird hinkünftig rascher und effizienter geholfen und vor allem ein faires und schnelles Verfahren garantiert. Wir schließen aber auch Lücken, und darum geht es auch. Verfolgte, Verjagte, Gefolterte sollen zu uns kommen und auf unsere Hilfe vertrauen dürfen. Als reiche und humanistisch geprägte Gesellschaft sind wir dazu verpflichtet; das ist human. Aber inhuman, unmenschlich wäre, Hoffnungen zu wecken, die nicht erfüllbar sind, die nicht erfüllt werden können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
So ist dieses erstinstanzliche Verfahren, das nun geschaffen wird, so gut organisiert, dass akzeptable Entscheidungen sehr wohl möglich sind und getroffen werden können. So ist diese Gesetzesnovelle Garant für ein schnelles, effizientes und vor allem exekutierbares Verfahren. Sie kann somit der Praxis gerecht werden. Sie bringt für Asylwerber ebenso wie für Entscheider Rechtssicherheit – und damit schlussendlich auch für uns alle: Wir haben die Sicherheit, dass tatsächlich Verfolgten in unserem Land Österreich weiterhin Asyl gewährt wird, aber gleichzeitig der so notwendige Schutz vor Missbrauch besteht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Ihre Zwischenrufe haben damit zu tun! – Abg. Scheibner: Zurückhalten!
Abgeordneter Anton Gaál (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Bis auf die letzten zwei, drei Sätze kann ich meinem Vorredner schon in vielem Recht geben, aber was Frau Kollegin Rossmann in ihrer Rede von sich gegeben hat, das hat schon etwas mit Menschenverachtung zu tun. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Fekter: Ihre Zwischenrufe haben damit zu tun! – Abg. Scheibner: Zurückhalten!)
Abg. Dr. Fekter: Das hat sie nicht gesagt!
Bei allem Verständnis für das, was uns trennt, Frau Rossmann, aber Asylwerber so generell als Drogendealer, als kriminelle Ausländer hinzustellen, das ist wirklich nicht in Ordnung. (Abg. Dr. Fekter: Das hat sie nicht gesagt!) – Ich habe sehr genau zugehört und konnte ihrem intellektuellen Niveau sehr wohl folgen. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bei allem Verständnis für das, was uns trennt, Frau Rossmann, aber Asylwerber so generell als Drogendealer, als kriminelle Ausländer hinzustellen, das ist wirklich nicht in Ordnung. (Abg. Dr. Fekter: Das hat sie nicht gesagt!) – Ich habe sehr genau zugehört und konnte ihrem intellektuellen Niveau sehr wohl folgen. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Man muss dieses Thema differenziert darstellen, und ich meine, dass dieses Gesetz kein geeignetes Instrument ist, um das Drogenproblem zu bekämpfen. Wenn Sie etwas damit bekämpfen können, dann sind es die Asylwerber. Die schrecken wir nämlich ab und treiben sie in die Hände von Schlepperbanden. Diese haben Zulauf, und denen sichern wir damit in erster Linie den Job, liebe Frau Kollegin. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Man darf den Experten, den NGOs das ehrliche Bemühen nicht absprechen und ihnen auch nicht eine gewisse Einseitigkeit vorwerfen. Eine solche ist höchstens im positiven Sinne des Wortes gegeben, weil sie sich für den Menschen als solchen einsetzen und rund um die Uhr im Dienste des Nächsten ehrenamtlich tätig sind. Und deshalb verunglimpft, beleidigt und diskriminiert man sie? – Man muss Ihnen Dank dafür sagen, dass sie diesen Job tun, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
ter Höchstrichter, der im Hearing hinter mir gesessen ist, sehr deutlich und mit großer Sorge, Herr Bundesminister, darauf hingewiesen hat, dass das Gesetz Verfassungswidrigkeiten enthält. Ich habe es mir sogar wörtlich aufgeschrieben. Er sagte, er befürchtet eine Verletzung der Grundrechte und der völkerrechtlichen Verpflichtungen. Natürlich hat er gebeten, dass man das bei der Gesetzwerdung auch dementsprechend beachtet. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Scheibner: Aber das sind ja EU-Staaten, Kollege!
Kollege Scheibner, mein lieber Freund, du hast heute hier die Drittstaatregelung angesprochen. Du wirst wissen, dass die Drittstaatregelung, die ihr heute hier beschließt, europaweit nicht konsensfähig ist (Abg. Scheibner: Aber das sind ja EU-Staaten, Kollege!) und vom EU-Parlament abgelehnt worden ist. Das neue verschärfte Asylgesetz, lieber Freund, taugt nicht für ein europäisches Asylsystem. (Abg. Scheibner: Deine Favoritner wollen das!) Es geht allen zu weit, es geht zu Lasten der Asylwerber, und daher ein entschiedenes Nein zu diesem Gesetz. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Frag deine Favoritner!)
Abg. Scheibner: Deine Favoritner wollen das!
Kollege Scheibner, mein lieber Freund, du hast heute hier die Drittstaatregelung angesprochen. Du wirst wissen, dass die Drittstaatregelung, die ihr heute hier beschließt, europaweit nicht konsensfähig ist (Abg. Scheibner: Aber das sind ja EU-Staaten, Kollege!) und vom EU-Parlament abgelehnt worden ist. Das neue verschärfte Asylgesetz, lieber Freund, taugt nicht für ein europäisches Asylsystem. (Abg. Scheibner: Deine Favoritner wollen das!) Es geht allen zu weit, es geht zu Lasten der Asylwerber, und daher ein entschiedenes Nein zu diesem Gesetz. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Frag deine Favoritner!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Frag deine Favoritner!
Kollege Scheibner, mein lieber Freund, du hast heute hier die Drittstaatregelung angesprochen. Du wirst wissen, dass die Drittstaatregelung, die ihr heute hier beschließt, europaweit nicht konsensfähig ist (Abg. Scheibner: Aber das sind ja EU-Staaten, Kollege!) und vom EU-Parlament abgelehnt worden ist. Das neue verschärfte Asylgesetz, lieber Freund, taugt nicht für ein europäisches Asylsystem. (Abg. Scheibner: Deine Favoritner wollen das!) Es geht allen zu weit, es geht zu Lasten der Asylwerber, und daher ein entschiedenes Nein zu diesem Gesetz. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Scheibner: Frag deine Favoritner!)
Abg. Dr. Niederwieser: Es spricht der Herr Oberlehrer!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Uwe Scheuch (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Minister! Meine geschätzten Damen und Herren! Sage und schreibe 24 Redner und Rednerinnen haben sich jetzt mit diesem Gesetz beschäftigt. Es waren nach meiner Einschätzung zwölf sachlich-kritische Redner dabei (Abg. Dr. Niederwieser: Es spricht der Herr Oberlehrer!), die sich sehr wohl der Tragweite dieses Gesetzes bewusst waren, die sich sehr wohl der Bedeutung dieses Gesetzes bewusst waren, die vielleicht manchmal ein bisschen hart in der Argumentation waren, aber immer im Interesse der Republik gesprochen haben. Auf der anderen Seite gab es zwölf polemische Redner und Rednerinnen, die über weite Strecken, so glaube ich, auch unsachlich argumentiert haben, deren Reden von Aktionismus geprägt waren, denn wenn man beobachtet hat, dass der Zwischenruf des Kollegen Scheibner über die Finanzierung der T-Shirts für
Abg. Reheis: Halt! Da ist Vorsicht geboten!
mehr Aufruhr gesorgt hat als das ganze Gesetz, dann kann man sich ja ausmalen, wie bedeutungsvoll es für Sie ist. Wenn Sie dann noch, meine geschätzten Damen und Herren, schauen, was auf Ihr Leiberl gedruckt ist, dann wird sogar Kreisky sich die Haare raufen über diesen ... (Abg. Reheis: Halt! Da ist Vorsicht geboten!) Ich möchte nicht sagen, was Sie hier von sich geben. Aber das ist Ihre Sachpolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Bleib sachlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Bleib sachlich!
mehr Aufruhr gesorgt hat als das ganze Gesetz, dann kann man sich ja ausmalen, wie bedeutungsvoll es für Sie ist. Wenn Sie dann noch, meine geschätzten Damen und Herren, schauen, was auf Ihr Leiberl gedruckt ist, dann wird sogar Kreisky sich die Haare raufen über diesen ... (Abg. Reheis: Halt! Da ist Vorsicht geboten!) Ich möchte nicht sagen, was Sie hier von sich geben. Aber das ist Ihre Sachpolitik. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Öllinger: Bleib sachlich!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deshalb ganz klar: Wir werden diesem Gesetz zustimmen. Wir werden mit diesem Gesetz erreichen, mittelfristig die Schwarzarbeit und die Kriminalität in den Griff zu bekommen, und wir werden damit auch einen Schritt in die Richtung setzen, dass Österreich sicherer wird. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Der Klub!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Der Kollege Scheibner hat sich vorhin beschwert, dass wir nur rudimentär vorhanden seien. Also ich war die ganze Zeit über ganzheitlich da uns nicht rudimentär (Abg. Scheibner: Der Klub!), und ich kann Ihnen nur eines sagen: Die Debatte am Vormittag zu verfolgen, war unheimlich anstrengend (Abg. Dr. Partik-Pablé: Für uns auch!), körperlich anstrengend, weil Sie zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal so ganz alte Gräben aufgerissen und gezeigt hat, wo Ihre Wurzeln wirklich sind (Abg. Mag. Mainoni: Moment! Wir reißen keine Gräben auf! Wir sprechen die Dinge an!), wo wirklich wieder diese alte Fremdenfeindlichkeit der Freiheitlichen aufgetaucht ist. (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!) Leider! Leider! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Für uns auch!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Der Kollege Scheibner hat sich vorhin beschwert, dass wir nur rudimentär vorhanden seien. Also ich war die ganze Zeit über ganzheitlich da uns nicht rudimentär (Abg. Scheibner: Der Klub!), und ich kann Ihnen nur eines sagen: Die Debatte am Vormittag zu verfolgen, war unheimlich anstrengend (Abg. Dr. Partik-Pablé: Für uns auch!), körperlich anstrengend, weil Sie zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal so ganz alte Gräben aufgerissen und gezeigt hat, wo Ihre Wurzeln wirklich sind (Abg. Mag. Mainoni: Moment! Wir reißen keine Gräben auf! Wir sprechen die Dinge an!), wo wirklich wieder diese alte Fremdenfeindlichkeit der Freiheitlichen aufgetaucht ist. (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!) Leider! Leider! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Mag. Mainoni: Moment! Wir reißen keine Gräben auf! Wir sprechen die Dinge an!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Der Kollege Scheibner hat sich vorhin beschwert, dass wir nur rudimentär vorhanden seien. Also ich war die ganze Zeit über ganzheitlich da uns nicht rudimentär (Abg. Scheibner: Der Klub!), und ich kann Ihnen nur eines sagen: Die Debatte am Vormittag zu verfolgen, war unheimlich anstrengend (Abg. Dr. Partik-Pablé: Für uns auch!), körperlich anstrengend, weil Sie zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal so ganz alte Gräben aufgerissen und gezeigt hat, wo Ihre Wurzeln wirklich sind (Abg. Mag. Mainoni: Moment! Wir reißen keine Gräben auf! Wir sprechen die Dinge an!), wo wirklich wieder diese alte Fremdenfeindlichkeit der Freiheitlichen aufgetaucht ist. (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!) Leider! Leider! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Der Kollege Scheibner hat sich vorhin beschwert, dass wir nur rudimentär vorhanden seien. Also ich war die ganze Zeit über ganzheitlich da uns nicht rudimentär (Abg. Scheibner: Der Klub!), und ich kann Ihnen nur eines sagen: Die Debatte am Vormittag zu verfolgen, war unheimlich anstrengend (Abg. Dr. Partik-Pablé: Für uns auch!), körperlich anstrengend, weil Sie zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal so ganz alte Gräben aufgerissen und gezeigt hat, wo Ihre Wurzeln wirklich sind (Abg. Mag. Mainoni: Moment! Wir reißen keine Gräben auf! Wir sprechen die Dinge an!), wo wirklich wieder diese alte Fremdenfeindlichkeit der Freiheitlichen aufgetaucht ist. (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!) Leider! Leider! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ungeheuerlich!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ungeheuerlich!
Abgeordnete Sabine Mandak (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Der Kollege Scheibner hat sich vorhin beschwert, dass wir nur rudimentär vorhanden seien. Also ich war die ganze Zeit über ganzheitlich da uns nicht rudimentär (Abg. Scheibner: Der Klub!), und ich kann Ihnen nur eines sagen: Die Debatte am Vormittag zu verfolgen, war unheimlich anstrengend (Abg. Dr. Partik-Pablé: Für uns auch!), körperlich anstrengend, weil Sie zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal so ganz alte Gräben aufgerissen und gezeigt hat, wo Ihre Wurzeln wirklich sind (Abg. Mag. Mainoni: Moment! Wir reißen keine Gräben auf! Wir sprechen die Dinge an!), wo wirklich wieder diese alte Fremdenfeindlichkeit der Freiheitlichen aufgetaucht ist. (Abg. Scheibner: Das ist ja ungeheuerlich!) Leider! Leider! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist ungeheuerlich!)
Abg. Scheibner: Warum verleugnen Sie die Realität?
Ja, es war sehr viel von Missbrauch die Rede, von Drogenkriminalität, von Drogenhandel, von Untertauchen. (Abg. Scheibner: Warum verleugnen Sie die Realität?) Es war sehr wenig die Rede von Menschenrechten, von Grundrechten, davon, dass es wesentlich auch darum geht, Menschen, die bei uns Asyl suchen, jenen Schutz zu gewähren, den sie brauchen. Darum geht es hier vorrangig! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das haben wir immer gesagt! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben wieder einmal nicht zugehört! – Abg. Scheibner: Sie hören sehr selektiv zu! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wahrscheinlich ist vor allem das Zuhören so anstrengend für Sie!)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das haben wir immer gesagt! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben wieder einmal nicht zugehört! – Abg. Scheibner: Sie hören sehr selektiv zu! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wahrscheinlich ist vor allem das Zuhören so anstrengend für Sie!
Ja, es war sehr viel von Missbrauch die Rede, von Drogenkriminalität, von Drogenhandel, von Untertauchen. (Abg. Scheibner: Warum verleugnen Sie die Realität?) Es war sehr wenig die Rede von Menschenrechten, von Grundrechten, davon, dass es wesentlich auch darum geht, Menschen, die bei uns Asyl suchen, jenen Schutz zu gewähren, den sie brauchen. Darum geht es hier vorrangig! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ. – Abg. Scheibner: Das haben wir immer gesagt! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie haben wieder einmal nicht zugehört! – Abg. Scheibner: Sie hören sehr selektiv zu! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wahrscheinlich ist vor allem das Zuhören so anstrengend für Sie!)
Beifall bei den Grünen.
Sie erklären immer wieder, wie wichtig Ihnen die Familie ist, aber all diesen Tausenden Menschen verwehren Sie dieses Recht. Sie haben auch in diesem Bereich vom Verfassungsgerichtshof eine ganz klare Rüge erteilt bekommen. Er hat Ihre derzeitige Handhabung bei der Familienzusammenführung als verfassungswidrig erkannt. Also auch da liegt ein krasser Missbrauch der Menschenrechte vor, und das ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Sie in Wirklichkeit mit all jenen umgehen, bei welchen Sie nach außen hin so tun, als seien Ihnen die Familien so viel wert in diesem Land. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.
Ich möchte Sie auch darauf hinweisen, dass wir derzeit in Österreich die Situation haben, dass 7 000 Kinder illegal bei uns leben, die sozusagen U-Boote sind, die keine Rechte haben, die Gott sei Dank derzeit noch in die Schule gehen können, weil es dafür keinen Meldezettel braucht. Bitte denken Sie daran, auch da gibt es Menschen in unserem Land, die dringend eine rechtliche Klarstellung brauchen, die eine rechtliche Anerkennung brauchen, sonst haben Sie in Kürze Menschen, die keinen Arbeitsplatz finden können, weil sie keine Arbeitsgenehmigung bekommen können, weil es sie hier offenbar überhaupt nicht gibt und nicht geben darf. Das ist ebenfalls ein untragbarer Zustand, für den dringender Änderungsbedarf besteht. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Mag. Wurm.)
Abg. Großruck: Weil das, was der Minister sagt, von uns ernst genommen wird!
Herr Minister Strasser, Sie haben werbewirksam während der Fernsehzeit dann doch noch den NGOs für ihre Arbeit gedankt. Interessanterweise war, als Kollege Posch das getan hat, hier völlige Ruhe, da hat niemand geklatscht. Das war offenbar nicht so gut. Als der Minister das getan hat, haben Sie ganz eifrig mitgeklatscht (Abg. Großruck: Weil das, was der Minister sagt, von uns ernst genommen wird!) und dabei vergessen, dass das Ganze ein recht zynischer Akt war. Der Minister hat zwar den NGOs für ihre Arbeit gedankt, gleichzeitig verwehrt er ihnen aber das Geld für die Arbeit, die sie leisten, wiewohl er als Innenminister den gesetzlichen Auftrag hätte, dafür zu sorgen, dass die Betreuung der Asylsuchenden gewährleistet ist. Das verweigert er. Nur in der Fernsehzeit herzlich zu danken, Herr Minister, darauf kann man dann auch verzichten. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Herr Minister Strasser, Sie haben werbewirksam während der Fernsehzeit dann doch noch den NGOs für ihre Arbeit gedankt. Interessanterweise war, als Kollege Posch das getan hat, hier völlige Ruhe, da hat niemand geklatscht. Das war offenbar nicht so gut. Als der Minister das getan hat, haben Sie ganz eifrig mitgeklatscht (Abg. Großruck: Weil das, was der Minister sagt, von uns ernst genommen wird!) und dabei vergessen, dass das Ganze ein recht zynischer Akt war. Der Minister hat zwar den NGOs für ihre Arbeit gedankt, gleichzeitig verwehrt er ihnen aber das Geld für die Arbeit, die sie leisten, wiewohl er als Innenminister den gesetzlichen Auftrag hätte, dafür zu sorgen, dass die Betreuung der Asylsuchenden gewährleistet ist. Das verweigert er. Nur in der Fernsehzeit herzlich zu danken, Herr Minister, darauf kann man dann auch verzichten. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ausfluss dieser Absicht dieser Bundesregierung ist es, dass wir den Rucksack, den wir übernommen haben, als wir in die Regierung eingetreten sind, inzwischen massiv abgebaut, ja halbiert haben. Wir haben darüber hinaus die höchste Quote an Familienzusammenführungen, seit es die Quote überhaupt gibt. Das ist die Arbeit dieser Bundesregierung und des Innenministeriums! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Noch ein Letztes zur Fernsehzeit oder Nichtfernsehzeit: Egal, ob Fernsehzeit oder Nichtfernsehzeit, die Arbeit der Non-profit-Organisationen ist uns wichtig und teuer, und wir bedanken uns in aller Form für diese Arbeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Des Weiteren: Dieser hier diskutierte Gesetzentwurf, der in einigen Minuten zur Abstimmung gelangt, gibt zum ersten Mal in der Geschichte des Bundesbetreuungsgesetzes einen Rechtsanspruch für NGOs bei gewissen Leistungen, die sie erbringen. Das ist der qualitative Unterschied gegenüber der früheren Rechtssituation, liebe Frau Abgeordnete! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
wir heute gemeinschaftlich festgelegt haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Ellmauer: Er kann das nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet hat sich Herr Abgeordneter Dr. Einem. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Ellmauer: Er kann das nicht! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Stoisits: So ist es! Ja!
Richtig ist, dass die Familienzusammenführungsquote in den Jahre 1995 und 1996 doppelt so hoch war wie jetzt. Das sollten Sie wissen! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Stoisits: So ist es! Ja!)
Abg. Parnigoni: Bei dieser Regierung!
Asyl bedeutet, jemandem Schutz vor Verfolgung zu geben, jemanden vor Folter zu schützen, jemanden vor Beleidigung zu schützen und jemanden vor menschenverachtender Behandlung zu schützen. (Abg. Parnigoni: Bei dieser Regierung!) Asyl ist bei uns das Einreise- und Aufenthaltsrecht, das Österreich den Fremden nach den Bestimmungen unseres Asylgesetzes gewährt. Die Betonung liegt auf „gewährt“.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Diese Rahmenbedingungen wollen wir nun noch einmal präzisieren – zum Wohle der Betroffenen, aber auch zum Schutz von Österreicherinnen und Österreichern vor missbräuchlicher Verwendung des Begriffes Asyl. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Gaál: Sie müssen nur mehr Beamte einsetzen!
Die Grundidee des Asylgesetzes lautet, dass alle hilfsbedürftigen Asylwerber, wenn sie zum Beispiel aus rassistischen, religiösen oder politischen Gründen verfolgt werden, Schutz bekommen sollen. Diese Aufgabe wird auch weiterhin erfüllt werden. Wir haben jedoch im Moment ein Gesetz, das auf höchstens 15 000 Asylanträge ausgerichtet ist. In den letzten Jahren haben wir allerdings eine dramatische Steigerung der Zahl der Asylanträge feststellen müssen, die im Vorjahr mit fast 40 000 sicherlich einen historischen Höhepunkt erreicht hat. (Abg. Gaál: Sie müssen nur mehr Beamte einsetzen!) Wir alle wissen aber, dass viele dieser Anträge eigentlich keine echten Anträge sind, sondern Anträge von so genannten Wirtschaftsflüchtlingen. Wenn wir jetzt noch bedenken, dass die Anerkennungsquote bei diesen Anträgen bei gerade einmal 20 Prozent liegt, dann sehen wir, wie dringend es notwendig ist, hier eine Novellierung durchzuführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Grundidee des Asylgesetzes lautet, dass alle hilfsbedürftigen Asylwerber, wenn sie zum Beispiel aus rassistischen, religiösen oder politischen Gründen verfolgt werden, Schutz bekommen sollen. Diese Aufgabe wird auch weiterhin erfüllt werden. Wir haben jedoch im Moment ein Gesetz, das auf höchstens 15 000 Asylanträge ausgerichtet ist. In den letzten Jahren haben wir allerdings eine dramatische Steigerung der Zahl der Asylanträge feststellen müssen, die im Vorjahr mit fast 40 000 sicherlich einen historischen Höhepunkt erreicht hat. (Abg. Gaál: Sie müssen nur mehr Beamte einsetzen!) Wir alle wissen aber, dass viele dieser Anträge eigentlich keine echten Anträge sind, sondern Anträge von so genannten Wirtschaftsflüchtlingen. Wenn wir jetzt noch bedenken, dass die Anerkennungsquote bei diesen Anträgen bei gerade einmal 20 Prozent liegt, dann sehen wir, wie dringend es notwendig ist, hier eine Novellierung durchzuführen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, vor allem jene von der SPÖ und von den Grünen! Wenn Sie heute gegen die hier vorliegende Novelle des Asylgesetzes stimmen, stimmen Sie letztlich gegen eine rasche und umfassende Hilfe für hilfsbedürftige Menschen, denen wir ja eigentlich Hilfe geben wollen. Also, meine lieben Kollegen, sagen Sie „ja“ zu dieser Novelle und bekennen Sie sich zu einem offenen, hilfsbereiten und barmherzigen Österreich, das sich aber auf gar keinen Fall ausnützen lassen wird. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn Herr Universitätsprofessor Matscher den Entwurf des Herrn Innenministers lobt, verteidigt, dann betreibt er nicht Parteipolitik. Wenn Universitätsprofessor Funk den Entwurf kritisiert, dann betreibt er Parteipolitik. Wenn Universitätsprofessor Neisser den Entwurf kritisiert, dann betreibt er Parteipolitik. Wenn Universitätsprofessor Öhlinger den Entwurf kritisiert, dann betreibt er Parteipolitik. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn Universitätsprofessor Mayer den Entwurf kritisiert, dann betreibt er auch Parteipolitik. Wenn die karitativen Organisationen den Entwurf kritisieren, dann betreiben sie Parteipolitik, werden andererseits natürlich vom Herrn Innenminister gelobt – er sagt; Ja, sie machen gute Arbeit! –; gleichzeitig werden sie ihrer Ansprüche enteignet und in ihrer Kritik nicht ernst genommen. – So schaut es aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordneter Karl Öllinger (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Wenn Herr Universitätsprofessor Matscher den Entwurf des Herrn Innenministers lobt, verteidigt, dann betreibt er nicht Parteipolitik. Wenn Universitätsprofessor Funk den Entwurf kritisiert, dann betreibt er Parteipolitik. Wenn Universitätsprofessor Neisser den Entwurf kritisiert, dann betreibt er Parteipolitik. Wenn Universitätsprofessor Öhlinger den Entwurf kritisiert, dann betreibt er Parteipolitik. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn Universitätsprofessor Mayer den Entwurf kritisiert, dann betreibt er auch Parteipolitik. Wenn die karitativen Organisationen den Entwurf kritisieren, dann betreiben sie Parteipolitik, werden andererseits natürlich vom Herrn Innenminister gelobt – er sagt; Ja, sie machen gute Arbeit! –; gleichzeitig werden sie ihrer Ansprüche enteignet und in ihrer Kritik nicht ernst genommen. – So schaut es aus, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich glaube nicht einmal, dass Sie selbst das ernst nehmen. Ich habe während der Debatte sehr wohl aufgepasst, auch die differenzierten Positionen, die in Nuancen durchgekommen sind, wahrgenommen. Frau Kollegin Stadler, natürlich habe ich auch bei Ihren Ausführungen aufgepasst, und mir ist aufgefallen, dass Ihr Gefühl durchaus von einer bestimmten Sympathie, einer Verantwortung, einem Mitgefühl für jene, die ins Land kommen, getragen ist. Aber, Frau Kollegin Stadler, wissen Sie, was Sie gemacht haben? – In Ihrer Argumentation haben Sie all das aufgezählt, was die Freiheitlichen vorgemacht haben: „nicht Parteipolitik betreiben“, „bei den Ausländern gibt es so viele Kriminelle“. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – O ja! Es gibt auch kriminelle AusländerInnen, haben Sie gesagt.
Abg. Ellmauer: Belehren Sie nicht vom Rednerpult aus die Abgeordneten! Seien Sie nicht so überheblich!
Ich kenne den Unterschied – ich habe ja versucht, das herauszuhören – zwischen Ihrer Argumentation oder dem, wie Sie sich präsentiert haben, und dem, wie sich freiheitliche Abgeordnete präsentiert haben. Aber passen Sie, Frau Kollegin Stadler, bitte auf mit dieser Argumentation! (Abg. Ellmauer: Belehren Sie nicht vom Rednerpult aus die Abgeordneten! Seien Sie nicht so überheblich!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil es so viele sind!
Ich bringe Ihnen ein Beispiel, aber zunächst noch eine Frage: Warum wird in einer Debatte über Asyl sofort und immer wieder von „kriminellen AusländerInnen“ gesprochen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil es so viele sind!) Gibt es denn nicht – wenn wir über Kriminalität sprächen, würden wir das zugeben – kriminelle InländerInnen genauso wie kriminelle AusländerInnen? (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Ja eh!) Was ist
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Ja eh!
Ich bringe Ihnen ein Beispiel, aber zunächst noch eine Frage: Warum wird in einer Debatte über Asyl sofort und immer wieder von „kriminellen AusländerInnen“ gesprochen? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil es so viele sind!) Gibt es denn nicht – wenn wir über Kriminalität sprächen, würden wir das zugeben – kriminelle InländerInnen genauso wie kriminelle AusländerInnen? (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Ja eh!) Was ist
Abg. Mag. Mainoni: Dass die illegal da sind!
das Besondere, meine sehr geehrten Damen und Herren, von kriminellen AusländerInnen? (Abg. Mag. Mainoni: Dass die illegal da sind!) – Ganz sicher nicht, Herr Kollege! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
das Besondere, meine sehr geehrten Damen und Herren, von kriminellen AusländerInnen? (Abg. Mag. Mainoni: Dass die illegal da sind!) – Ganz sicher nicht, Herr Kollege! (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Zwischenruf der Abg. Rossmann
Ich bringe Ihnen ein Beispiel: Frau Kollegin Rossmann bringt hier das Beispiel, das Sie von irgendeinem Grazer Drogenexperten hat (Zwischenruf der Abg. Rossmann) – dass er ein Experte ist, muss man ja dazusagen, damit das dann etwas gilt –, sie sagt glatt, ohne sich das zu überlegen: 80 Prozent der Drogendelikte werden von „Asylanten“ – unter Anführungszeichen – begangen. (Die Abgeordneten Dr. Partik-Pablé und Rossmann: Da gibt es eine Statistik dazu!) – Ich würde Sie ersuchen, den Begriff „Asylant“ durch „Asylsuchenden“ zu ersetzen und über das Beispiel nachzudenken, denn wenn tatsächlich 80 Prozent aller Drogendelikte von Asylsuchenden begangen würden, dann hätten wir kein Drogenproblem bei den Österreicherinnen und Österreichern, denn dann blieben nämlich nur 20 Prozent übrig. Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? – Schon vom rein logischen Denken her kann das, wenn man es umrechnet, nicht stimmen. (Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Die Abgeordneten Dr. Partik-Pablé und Rossmann: Da gibt es eine Statistik dazu!
Ich bringe Ihnen ein Beispiel: Frau Kollegin Rossmann bringt hier das Beispiel, das Sie von irgendeinem Grazer Drogenexperten hat (Zwischenruf der Abg. Rossmann) – dass er ein Experte ist, muss man ja dazusagen, damit das dann etwas gilt –, sie sagt glatt, ohne sich das zu überlegen: 80 Prozent der Drogendelikte werden von „Asylanten“ – unter Anführungszeichen – begangen. (Die Abgeordneten Dr. Partik-Pablé und Rossmann: Da gibt es eine Statistik dazu!) – Ich würde Sie ersuchen, den Begriff „Asylant“ durch „Asylsuchenden“ zu ersetzen und über das Beispiel nachzudenken, denn wenn tatsächlich 80 Prozent aller Drogendelikte von Asylsuchenden begangen würden, dann hätten wir kein Drogenproblem bei den Österreicherinnen und Österreichern, denn dann blieben nämlich nur 20 Prozent übrig. Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? – Schon vom rein logischen Denken her kann das, wenn man es umrechnet, nicht stimmen. (Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Zwischenruf des Abg. Kößl.
Ich bringe Ihnen ein Beispiel: Frau Kollegin Rossmann bringt hier das Beispiel, das Sie von irgendeinem Grazer Drogenexperten hat (Zwischenruf der Abg. Rossmann) – dass er ein Experte ist, muss man ja dazusagen, damit das dann etwas gilt –, sie sagt glatt, ohne sich das zu überlegen: 80 Prozent der Drogendelikte werden von „Asylanten“ – unter Anführungszeichen – begangen. (Die Abgeordneten Dr. Partik-Pablé und Rossmann: Da gibt es eine Statistik dazu!) – Ich würde Sie ersuchen, den Begriff „Asylant“ durch „Asylsuchenden“ zu ersetzen und über das Beispiel nachzudenken, denn wenn tatsächlich 80 Prozent aller Drogendelikte von Asylsuchenden begangen würden, dann hätten wir kein Drogenproblem bei den Österreicherinnen und Österreichern, denn dann blieben nämlich nur 20 Prozent übrig. Haben Sie darüber schon einmal nachgedacht? – Schon vom rein logischen Denken her kann das, wenn man es umrechnet, nicht stimmen. (Zwischenruf des Abg. Kößl.)
Abg. Scheibner: Redezeit!
Die Realität, Frau Kollegin Rossmann, schaut so aus – und da merkt man, wie billig und demagogisch Sie Politik machen wollen!; ich lese Ihnen jetzt aus dem Kriminalitätsbericht 2002 vor, und da hätte ich mir gewünscht, dass der Herr Innenminister, der sonst immer seinen Computer betätigt, sofort die Zahlen entdeckt, die es zu berichtigen gilt; da hat er es nicht gemacht, da hat er geschwiegen (Abg. Scheibner: Redezeit!) –: Nach dem Suchtmittelgesetz – Frau Kollegin Rossmann, passen Sie bitte auf, Sie könnten die Zahlen mitschreiben! – hat es im Jahre 2002 21 649 Drogendelikte gegeben. Davon wurden von Fremden – zwischen Klammern: Ausländerinnen, Ausländer inklusive Asylsuchende – 4 293 verübt. (Abg. Scheibner: Und wie viele von den schweren Drogendelikten? Nehmen Sie einmal die schweren Drogendelikte her! Nehmen Sie einmal den Rauschgifthandel her!) – Es ist exakt umgekehrt: 20 Prozent aller Drogendelikte im Jahre 2002 wurden von Ausländerinnen und Ausländern verübt!
Abg. Scheibner: Und wie viele von den schweren Drogendelikten? Nehmen Sie einmal die schweren Drogendelikte her! Nehmen Sie einmal den Rauschgifthandel her!
Die Realität, Frau Kollegin Rossmann, schaut so aus – und da merkt man, wie billig und demagogisch Sie Politik machen wollen!; ich lese Ihnen jetzt aus dem Kriminalitätsbericht 2002 vor, und da hätte ich mir gewünscht, dass der Herr Innenminister, der sonst immer seinen Computer betätigt, sofort die Zahlen entdeckt, die es zu berichtigen gilt; da hat er es nicht gemacht, da hat er geschwiegen (Abg. Scheibner: Redezeit!) –: Nach dem Suchtmittelgesetz – Frau Kollegin Rossmann, passen Sie bitte auf, Sie könnten die Zahlen mitschreiben! – hat es im Jahre 2002 21 649 Drogendelikte gegeben. Davon wurden von Fremden – zwischen Klammern: Ausländerinnen, Ausländer inklusive Asylsuchende – 4 293 verübt. (Abg. Scheibner: Und wie viele von den schweren Drogendelikten? Nehmen Sie einmal die schweren Drogendelikte her! Nehmen Sie einmal den Rauschgifthandel her!) – Es ist exakt umgekehrt: 20 Prozent aller Drogendelikte im Jahre 2002 wurden von Ausländerinnen und Ausländern verübt!
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Das ist die Realität, Frau Rossmann, die Sie zur Kenntnis nehmen sollten. Sie sollten hier nicht mit falschen Zahlen billige Politik, demagogische Politik auf Kosten von Asylsuchenden machen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Sie alle wissen um die Absurdität dieser Behauptung. Wenn ein Innenminister derartige Beispiele verwendet, bei denen selbst der damalige FPÖ-Spitzenkandidat Reichhold gesagt hat: Dieser Innenminister überholt uns in der Ausländerpolitik rechts!, sollten Sie etwas darüber nachdenken. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführer Dr. Trinkl und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführer Dr. Trinkl und Jakob Auer werfen die Abgeordneten die Stimmzettel in die Urne.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich danke unserer Frau Außenministerin ganz besonders dafür, dass sie sich in der Frage des Transits so intensiv für die Interessen der Alpenbewohner – nicht nur der Tiroler, der Salzburger, sondern auch der betroffenen Bevölkerung in der Schweiz und in Frankreich – einsetzt, und ich glaube, dass es mit diesem Sekretariat gelingen wird, hier eine noch stärkere Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen den betroffenen Regionen innerhalb dieser Länder zustande zu bringen. Daran werden wir alle arbeiten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich bitte alle hier im Hohen Haus, auch dieses Anliegen zu unterstützen, weil das die Grundlage dafür ist, dass wir Umweltschutz in den Berggebieten weiterhin nachhaltig vertreten können. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.
Ich möchte hier als Vorsitzender der EUREGIO-Südmähren, Westslowakei und Weinviertel erwähnen, dass wir die einzige EUREGIO sind – abgesehen davon, dass wir auch die älteste sind; wir sind schon seit 1995 im Sinne der nachbarschaftlichen Entwicklung tätig –, die auch die Jugend sehr stark einbezogen hat, nämlich durch das erste Jugendparlament in einer EUREGIO. Wir haben heuer das dritte Jugendparlament abgewickelt. Beim ersten Jugendparlament in Břeclav kamen die Jugendlichen noch etwas zögerlich. Beim zweiten war es schon viel besser, und heuer kamen mehr, als wir eingeladen haben. Das ist ein gutes Zeichen! (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.)
Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.
Ich glaube, dass das Beiträge zu einem besseren Verstehen, zu einem Zusammenwachsen und damit zur Ausgestaltung von Lebensräumen sind. Dieses Zusatzprotokoll gibt eine gute Gelegenheit, über Institutionen und Behörden diese Beziehungen noch zu verbessern. – Ich danke. (Beifall bei Abgeordneten aller Fraktionen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Mit diesem Abkommen wird Innsbruck als Hauptstadt der Alpen einen zentralen Platz in Europa einnehmen. Dafür möchte ich unserer Außenministerin Benita Ferrero-Waldner meinen ausdrücklichen Dank aussprechen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Grundsteine für die Implementierung sind durch Inkrafttreten der Durchführungsprotokolle am 18. Dezember 2002 in Österreich, Deutschland und in Liechtenstein gelegt. Unser heutiger Beschluss wird ein weiterer Grundstein dafür sein. Die nächsten notwendigen Schritte sind das Abschließen der noch ausstehenden Ratifizierungsprozesse in den anderen Vertragsstaaten, der Wiedereinstieg der EU als aktiver Vertragspartner sowie die Inangriffnahme einer gemeinsamen nachweislich spürbaren Politik für den Alpenraum. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Faul: Auch bei der ÖVP!
Genau aus diesem Grund, meine Damen und Herren, haben wir uns entschlossen, uns mit diesen Themen, die uns auch wichtig erscheinen, heute auseinander zu setzen, um zu sehen, welche Alternativen die Opposition zu bieten hat, aber auch um zu sehen, welches Interesse Herr Dr. Gusenbauer und seine Kolleginnen und Kollegen an diesem spannenden Thema haben. Ich sehe, es ist ausgesprochen beschränkt, es ist ausgesprochen reduziert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Faul: Auch bei der ÖVP!) – Herr Kollege, verweisen Sie nicht auf die andere Seite, sondern
Abg. Faul: Schauen Sie einmal in die ÖVP-Reihen!
schauen Sie einmal in die eigenen Reihen! (Abg. Faul: Schauen Sie einmal in die ÖVP-Reihen!)
Der Redner bemerkt, dass Abg. Dr. Gusenbauer den Sitzungssaal betreten hat.
Sie haben diesen internationalen Vergleich gestern bemüht. Sie haben gesagt, Österreich sei im Bereich des Wirtschaftswachstums in Gefahr, an die letzte Stelle zu geraten. Daher sollten wir uns dem internationalen Vergleich stellen und uns anhand dieser Indikatoren vor Augen führen, wo wir stehen. Ich würde das Ganze nicht überbewerten, meine Damen und Herren, ... (Der Redner bemerkt, dass Abg. Dr. Gusenbauer den Sitzungssaal betreten hat.) – Ich begrüße Sie, Herr Dr. Gusenbauer! Wir nehmen jetzt genau die Themen auf, hinsichtlich deren Sie gestern eine Auseinandersetzung angeregt haben, und stellen uns diesen Themen.
Abg. Dr. Gusenbauer: „Politisch unrichtig“!? Das heißt sachlich!
Dazu muss ich Ihnen sagen, Sie haben erstens nicht ganz vollständig und außerdem auch unrichtig, zumindest politisch unrichtig, zitiert. Es ist zwar richtig, dass die Durchschnittspensionen ... (Abg. Dr. Gusenbauer: „Politisch unrichtig“!? Das heißt sachlich!) – Ja, politisch unrichtig in der Bewertung. – Es ist zwar formal richtig, dass in Deutschland die Durchschnittspensionen höher sind. Es sind aber auch die Lebenshaltungskosten in Deutschland wesentlich höher. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Dazu muss ich Ihnen sagen, Sie haben erstens nicht ganz vollständig und außerdem auch unrichtig, zumindest politisch unrichtig, zitiert. Es ist zwar richtig, dass die Durchschnittspensionen ... (Abg. Dr. Gusenbauer: „Politisch unrichtig“!? Das heißt sachlich!) – Ja, politisch unrichtig in der Bewertung. – Es ist zwar formal richtig, dass in Deutschland die Durchschnittspensionen höher sind. Es sind aber auch die Lebenshaltungskosten in Deutschland wesentlich höher. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Für all das, Herr Dr. Gusenbauer, haben Sie nichts gefunden in Ihren Vergleichen. Daher, wenn Sie einen Vergleich bemühen: Der Vergleich macht sicher – aber nur der vollständige Vergleich! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sie wissen, Wirtschaft beruht zum Großteil auf Vorwegnahme von Stimmungen, auf Erwartungshaltungen, und wenn Sie den Investoren international ausrichten, Österreich liegt nächstes Jahr ganz hinten, dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn sich diese jede Investitionsentscheidung dreimal überlegen. Sie schaden dem Standort Österreich mit Ihrer Vorgangsweise! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.
Ich muss Ihnen sagen, in Abwesenheit von Dr. Matznetter, auch die Vorgangsweise ist nicht seriös. Sie haben eine Statistik zitiert, die von der Statistik Austria kommt. (Zwischenruf des Abg. Dr. Gusenbauer.) – Ich merke, Sie werden jetzt irgendwie nervös, ich weiß, es ist nicht einfach. – Sie haben also eine Statistik der Statistik Austria zitiert. Und es gibt eine Parteiaussendung dazu, ich glaube, vom 26. September beziehungsweise vom 10. Oktober, Sie haben das ja fortgesetzt gemacht.
Abg. Scheibner: So etwas gibt es doch gar nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Amateur!
Was aber jetzt kommt, ist etwas, was ich mir von einem Experten eigentlich nicht vorstellen kann: Es wird die Wifo-Statistik mit der OECD-Statistik vermischt. Das ist unsauber, das ist statistisch und fachlich unsauber! (Abg. Scheibner: So etwas gibt es doch gar nicht! – Abg. Dr. Stummvoll: Amateur!)
Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum der Haupt gesagt hat, dass die Koalition in der Wirtschaftspolitik gescheitert ist!
junkturaufschwung nicht mehr ergeben. (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum der Haupt gesagt hat, dass die Koalition in der Wirtschaftspolitik gescheitert ist!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Haupt sagt, Sie sind in der Wirtschaftspolitik gescheitert!
Es wird daher auch nächstes Jahr bedauerlicherweise in Deutschland ein niedriges Wachstum geben. Wir bedauern das, weil wir abhängig sind, aber wir sehen das nicht als Ebene, auf der man billige Vergleiche in der Öffentlichkeit ziehen kann. Diese Ebene sollten Sie in Zukunft nicht betreten! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Haupt sagt, Sie sind in der Wirtschaftspolitik gescheitert!)
Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum der Haupt sagt, dass Sie gescheitert sind in der Wirtschaftspolitik!
Meine Damen und Herren! Damit sind wir auch in der Situation angesichts dieser international nicht erfreulichen Konstellation ... (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum der Haupt sagt, dass Sie gescheitert sind in der Wirtschaftspolitik!) – Herr Dr. Wittmann, ein bisschen leiser, ich höre sonst nicht ganz genau, was ich selber sage, wenn Sie so schreien! (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eh nicht so wichtig!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eh nicht so wichtig!
Meine Damen und Herren! Damit sind wir auch in der Situation angesichts dieser international nicht erfreulichen Konstellation ... (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum der Haupt sagt, dass Sie gescheitert sind in der Wirtschaftspolitik!) – Herr Dr. Wittmann, ein bisschen leiser, ich höre sonst nicht ganz genau, was ich selber sage, wenn Sie so schreien! (Abg. Dr. Gusenbauer: Das ist eh nicht so wichtig!)
Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum der Haupt sagt, dass Sie in der Wirtschaftspolitik gescheitert sind!
Für Sie, Herr Dr. Gusenbauer, und für Dr. Wittmann wäre es schön langsam schon wichtig, einmal aufzupassen und sich mit den Fakten auseinander zu setzen. Es ist Ihnen unangenehm, gut. (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum der Haupt sagt, dass Sie in der Wirtschaftspolitik gescheitert sind!) Sagen Sie es einmal, und erklären Sie, auch die nächsten Wortmeldungen sind dieselben, dann ist es erledigt!
Abg. Dr. Wittmann: Ihr Koalitionspartner war das, der gesagt hat, dass Sie gescheitert sind!
Damit, meine Damen und Herren, möchte ich wieder zur Sache zurückkehren. (Abg. Dr. Wittmann: Ihr Koalitionspartner war das, der gesagt hat, dass Sie gescheitert sind!) – Geh, bitte! Ich sage Ihnen ehrlich, dass das von der Akustik her störend ist. Setzen Sie sich nach hinten, wo Sie normalerweise sitzen, dann hört man Ihr Schreien wahrscheinlich etwas leiser! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Damit, meine Damen und Herren, möchte ich wieder zur Sache zurückkehren. (Abg. Dr. Wittmann: Ihr Koalitionspartner war das, der gesagt hat, dass Sie gescheitert sind!) – Geh, bitte! Ich sage Ihnen ehrlich, dass das von der Akustik her störend ist. Setzen Sie sich nach hinten, wo Sie normalerweise sitzen, dann hört man Ihr Schreien wahrscheinlich etwas leiser! (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Sie sind mit Ihrer Wirtschaftspolitik gescheitert! Der Haupt hat das gesagt!
Meine Damen und Herren! Daher ist eigentlich genau jetzt der Zeitpunkt richtig, dass wir uns mit der Frage auseinander setzen: Waren die Maßnahmen, die wir im Konjunkturprogramm zweimal gesetzt haben, und zwar in Stufen, richtig oder falsch? (Abg. Dr. Wittmann: Sie sind mit Ihrer Wirtschaftspolitik gescheitert! Der Haupt hat das gesagt!) Ich sage Ihnen, schauen Sie sich eine Wifo-Expertise aus den ... (Abg. Dr. Wittmann: Sie sind gescheitert!) – Herr Präsident, könnten Sie einmal den Herrn etwas weiter nach hinten bemühen!
Abg. Dr. Wittmann: Sie sind gescheitert!
Meine Damen und Herren! Daher ist eigentlich genau jetzt der Zeitpunkt richtig, dass wir uns mit der Frage auseinander setzen: Waren die Maßnahmen, die wir im Konjunkturprogramm zweimal gesetzt haben, und zwar in Stufen, richtig oder falsch? (Abg. Dr. Wittmann: Sie sind mit Ihrer Wirtschaftspolitik gescheitert! Der Haupt hat das gesagt!) Ich sage Ihnen, schauen Sie sich eine Wifo-Expertise aus den ... (Abg. Dr. Wittmann: Sie sind gescheitert!) – Herr Präsident, könnten Sie einmal den Herrn etwas weiter nach hinten bemühen!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Allgemeine Heiterkeit.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Sie sind so wortgewaltig, Herr Abgeordneter, Sie packen das leicht! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Allgemeine Heiterkeit.)
Abg. Dr. Wittmann: Sie sind gescheitert!
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (fortsetzend): Den einen reißt es mit, den anderen weniger! Das ist so. – Meine Damen und Herren! Ich war dabei, Ihnen darzustellen ... (Abg. Dr. Wittmann: Sie sind gescheitert!) Ich weiß, Sie sind jedenfalls nicht daran interessiert, zu hören, wie erfolgreich das Konjunkturprogramm war, dass wir im Jahr 2002 einen Rückgang bei den Ausrüstungsinvestitionen von minus 9 Prozent, bei den Bauinvestitionen von minus 0,5 Prozent hatten. Schauen Sie sich die Zahlen vom Jahr 2003 an: Wir haben bei den Ausrüstungsinvestitionen eine Steigerung um 2 Prozent und bei den Bauinvestitionen um 1,4 Prozent zu verzeichnen. (Abg. Dr. Wittmann: Haupt hat Ihnen gesagt, dass Sie gescheitert sind!)
Abg. Dr. Wittmann: Haupt hat Ihnen gesagt, dass Sie gescheitert sind!
Abgeordneter Dr. Reinhold Mitterlehner (fortsetzend): Den einen reißt es mit, den anderen weniger! Das ist so. – Meine Damen und Herren! Ich war dabei, Ihnen darzustellen ... (Abg. Dr. Wittmann: Sie sind gescheitert!) Ich weiß, Sie sind jedenfalls nicht daran interessiert, zu hören, wie erfolgreich das Konjunkturprogramm war, dass wir im Jahr 2002 einen Rückgang bei den Ausrüstungsinvestitionen von minus 9 Prozent, bei den Bauinvestitionen von minus 0,5 Prozent hatten. Schauen Sie sich die Zahlen vom Jahr 2003 an: Wir haben bei den Ausrüstungsinvestitionen eine Steigerung um 2 Prozent und bei den Bauinvestitionen um 1,4 Prozent zu verzeichnen. (Abg. Dr. Wittmann: Haupt hat Ihnen gesagt, dass Sie gescheitert sind!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Ihr eigener Koalitionspartner glaubt Ihnen das nicht mehr!
In diesem Zusammenhang gibt es eine Wifo-Studie, aber auch eine IHS-Darstellung, die bestätigt, dass das Konjunkturprogramm richtig war, dass es konjunkturstimulierend gewirkt hat – und, was noch wichtiger ist, es war auch in Bezug auf die Wirtschaftsstrukturen die richtige Maßnahme. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Ihr eigener Koalitionspartner glaubt Ihnen das nicht mehr!)
Abg. Dr. Matznetter: Investieren heißt Werte schaffen, Herr Kollege!
wenn der Aufschwung kommt, am Aufschwung zu partizipieren, und laufen nicht Gefahr, das tun zu müssen, was Sie, Herr Dr. Wittmann, in solchen Fällen immer vorschlagen: Da müssten wir eigentlich ein Verschuldungspaket und ein Infrastrukturpaket schnüren – mit viel ausgeliehenem Geld! – Das wollen wir nicht, keinen Rückfall in die alte Verschuldungspolitik! Da unterscheiden wir uns ganz, ganz gravierend von Ihnen. (Abg. Dr. Matznetter: Investieren heißt Werte schaffen, Herr Kollege!) – Zum „Werte schaffen“ kommen wir noch! Schauen Sie sich einmal Ihre Vorgangsweise in Sachen Statistik an, und dann reden Sie bitte weiter! Sie kommen sicherlich noch zu Wort.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
In diesem Zusammenhang wirken diese Maßnahmen, die gesetzt worden sind, genau in die richtige Richtung. Es ist jetzt die Frage, auch an die Bundesregierung, zu stellen, ob man hier nicht fortsetzen könnte: Verlängerung und auch Steigerung beispielsweise im Prämienbereich, frisches Geld – und hier ist einiges schon in Vorbereitung – im Rahmen einer Stiftung, um genau diese Vorgangsweise positiv zu unterstützen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.) Frisches Geld für Investitionen – ein positiver Anreiz, sichert in dem Zusammenhang Arbeitsplätze.
Abg. Dr. Wittmann: Welches Unternehmen haben Sie, Herr Kollege?
Sie haben immer verlangt – und es kommt auch von anderen; durchaus verständlich –: Wir müssen die Steuerreform vorziehen und jetzt machen! Ein Aspekt wurde schon beschlossen und wirkt konsumsteigernd und damit arbeitsplatzsichernd. Die zweite Frage ist eine, würde ich sagen, standortpolitische Frage. Es gibt in den Erweiterungsländern KöSt-Steuersätze von 19 bis 24 Prozent bis 2006. Und es besteht natürlich die Gefahr, dass die Unternehmer, wenn wir nichts tun, nicht mehr über den Standort reden, sondern möglicherweise sagen: Mein Unternehmen stand dort, nämlich in Österreich. – Das wollen wir nicht. Daher ist es wichtig, dass eine entsprechende Steuerreform beschlossen wird, um eine Orientierung für den Investor zu geben. (Abg. Dr. Wittmann: Welches Unternehmen haben Sie, Herr Kollege?)
Beifall bei der ÖVP.
Die Frage ist aber nicht, ob das schon nächstes Jahr gelten muss oder übernächstes Jahr, sondern der Rahmen geht bis 2006. Investoren agieren langfristig, und wenn sie den richtigen Rahmen vorfinden, wenn sie die richtigen Leitlinien haben, werden sie nach Österreich kommen oder in Österreich bleiben. Deswegen finde ich auch unsere Vorgangsweise mit der Steuerreform vom Zeitpunkt her ausgesprochen richtig. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Schauen Sie auch auf die Steuerquote! 6,8 Prozent weniger Steuerquote!
Meine Damen und Herren! Damit sind wir auch bei der entscheidenden Frage: Was hat uns diese sorgsame Vorgangsweise gebracht? Schauen Sie auf das Budget, schauen Sie nach Deutschland, lesen Sie das, was heute in einer APA-Aussendung veröffentlicht worden ist: über 4 Prozent Nettodefizit, schauen Sie auf unser Budget! (Abg. Dr. Matznetter: Schauen Sie auch auf die Steuerquote! 6,8 Prozent weniger Steuerquote!) Ich höre keine Statistik, Herr Dr. Matznetter, die Sie verbreiten und die belegt, wie erfolgreich in den letzten drei Jahren gewirtschaftet wurde.
Abg. Öllinger: Falsch!
Herr Öllinger! Wir haben Auseinandersetzungen darüber geführt, ob das richtig oder falsch ist. (Abg. Öllinger: Falsch!) Sie haben vehement Aussendungen dagegen gemacht. Schauen Sie sich Deutschland an, so falsch wird es nicht sein! (Abg. Dr. Wittmann: Das ist noch immer falsch!)
Abg. Dr. Wittmann: Das ist noch immer falsch!
Herr Öllinger! Wir haben Auseinandersetzungen darüber geführt, ob das richtig oder falsch ist. (Abg. Öllinger: Falsch!) Sie haben vehement Aussendungen dagegen gemacht. Schauen Sie sich Deutschland an, so falsch wird es nicht sein! (Abg. Dr. Wittmann: Das ist noch immer falsch!)
Abg. Dr. Wittmann: Das war keine gute Rede!
Meines Erachtens sind das Vorschläge, die einigermaßen Zwangscharakter haben. Deswegen finde ich, dass es wesentlich besser ist, den Weg zu gehen, den wir auf Sozialpartnerebene und in Verhandlungen mit dem Ministerium derzeit prüfen und verdichten wollen, nämlich Anreize zu schaffen, um die Effizienz zu steigern und den Langzeitarbeitslosen dazu zu bewegen, eine Vermittlung schneller anzunehmen. (Abg. Dr. Wittmann: Das war keine gute Rede!) – Herr Wittmann, da müssen Sie einmal Ihre Reden lesen! Da sind Sie dann schneller beim Schluss. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.) Wir wollen diese Problematik mit den richtigen Maßnahmen in den Griff bekommen.
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.
Meines Erachtens sind das Vorschläge, die einigermaßen Zwangscharakter haben. Deswegen finde ich, dass es wesentlich besser ist, den Weg zu gehen, den wir auf Sozialpartnerebene und in Verhandlungen mit dem Ministerium derzeit prüfen und verdichten wollen, nämlich Anreize zu schaffen, um die Effizienz zu steigern und den Langzeitarbeitslosen dazu zu bewegen, eine Vermittlung schneller anzunehmen. (Abg. Dr. Wittmann: Das war keine gute Rede!) – Herr Wittmann, da müssen Sie einmal Ihre Reden lesen! Da sind Sie dann schneller beim Schluss. (Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP.) Wir wollen diese Problematik mit den richtigen Maßnahmen in den Griff bekommen.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben nur mehr 3 Minuten, um zu erklären, was dringlich ist!
Damit bin auch bei dem Punkt, den Sie gestern angesprochen haben: Was ist mit den Lehrlingen, Herr Dr. Gusenbauer? Da würde ich auch sagen: Bitte gehen Sie einmal differenziert vor und sehen Sie: Wir haben letztes Jahr die Lehrlingsprämie beschlossen – wozu hat die Lehrlingsprämie geführt? Wir haben heuer zum 30. September 43 186 neue Lehrverträge. Das ist um 1,4 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben nur mehr 3 Minuten, um zu erklären, was dringlich ist!)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich sage Ihnen abschließend: Der Vergleich mit anderen löst nicht unsere Probleme, der Vergleich mit anderen befreit uns nicht von eigenen Aktivitäten, aber der Vergleich mit anderen, Herr Dr. Gusenbauer, macht uns sicher, in einer schwierigen Situation das Maximum für unsere Bürger gemacht zu haben. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Gusenbauer: Selten war eine Dringliche so schwach! Jetzt haben Sie es leichter, Herr Minister!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Zur Beantwortung der Anfrage hat sich der Herr Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit zu Wort gemeldet. Die Redezeit soll 20 Minuten nicht überschreiten. – Bitte, Herr Bundesminister. (Abg. Dr. Gusenbauer: Selten war eine Dringliche so schwach! Jetzt haben Sie es leichter, Herr Minister!)
Abg. Dr. Wittmann: Der Haupt hat das gesagt!
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Herr Abgeordneter Mitterlehner hat schon Recht: Der Vergleich macht uns sicher, was die Qualität des Standortes Österreich anlangt. Da geht es jetzt nicht so sehr darum, was Herr Kollege Matznetter da oder dort sagt, sondern wer am letzten Sonntag ZDF geschaut hat ... (Abg. Dr. Wittmann: Der Haupt hat das gesagt!) – Sie können mit Ihren Zwischenrufen ruhig weitermachen, mich beflügeln Zwischenrufe, mir tun nur die Parlamentsstenographen Leid, die das ja alles mitprotokollieren müssen, sehr geehrter Kollege Wittmann! (Abg. Mag. Molterer: Was der Wittmann sagt?)
Abg. Mag. Molterer: Was der Wittmann sagt?
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein: Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren des Hohen Hauses! Herr Abgeordneter Mitterlehner hat schon Recht: Der Vergleich macht uns sicher, was die Qualität des Standortes Österreich anlangt. Da geht es jetzt nicht so sehr darum, was Herr Kollege Matznetter da oder dort sagt, sondern wer am letzten Sonntag ZDF geschaut hat ... (Abg. Dr. Wittmann: Der Haupt hat das gesagt!) – Sie können mit Ihren Zwischenrufen ruhig weitermachen, mich beflügeln Zwischenrufe, mir tun nur die Parlamentsstenographen Leid, die das ja alles mitprotokollieren müssen, sehr geehrter Kollege Wittmann! (Abg. Mag. Molterer: Was der Wittmann sagt?)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
reich hat laut Wifo-Prognose immerhin 0,7 Prozent zu erwarten. – Diesen Vergleich lasse ich mir schmecken, dieser Vergleich, meine sehr geehrten Damen und Herren, macht mich sicher! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Matznetter: Was ist der europäische Durchschnitt, Herr Minister? Was ist Durchschnitt in Europa? – Abg. Großruck: Matznetter, gib endlich Ruh’!
Herr Matznetter, Budgetsprecher der SPÖ, schauen wir uns doch die Budgetzahlen an! Die deutsche Bundesregierung hat heute konzediert, dass das Defizit in diesem Jahr bei über 4 Prozent liegen wird. (Abg. Dr. Matznetter: Was ist der europäische Durchschnitt, Herr Minister? Was ist Durchschnitt in Europa? – Abg. Großruck: Matznetter, gib endlich Ruh’!) Bei 1,3 Prozent liegen die Prognosen für Österreich; über 4 Prozent durch Rot-Grün in Deutschland!
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Was das Jahr 2002 anlangt, kann ich nur sagen: Wir wurden bestätigt, und Minister Grasser wurde bestätigt mit einem de facto ausgeglichenen Haushalt im Jahre 2002. Deutschland: 3,5 Prozent Budgetdefizit! – Herr Matznetter, da helfen noch so viele Zwischenrufe nichts, rot-grüne Budgetpolitik bedeutet: massive Defizite, massive Verschuldung! Das lassen wir nicht zu. Unsere nächsten Generationen schützen wir vor einer Budgetpolitik wie der Ihren. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Warum sagt Haupt dann, dass Sie gescheitert sind?
Dazu kommt, dass wir in Sachen Lohnstückkosten, in Sachen jährlicher Arbeitszeit, in Sachen Feiertage und Urlaub deutlich standortgünstiger liegen als die Deutschen, sodass es kein Wunder ist, dass immer mehr deutsche Unternehmungen nach Österreich kommen, hier investieren. (Abg. Dr. Wittmann: Warum sagt Haupt dann, dass Sie gescheitert sind?) Obwohl ich eines sagen muss: Niemand ist in größerer Sorge um die Entwicklung in Deutschland als ich (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt kommen gleich die Krokodilstränen!), denn – noch einmal – uns schadet unter dem Strich die miserable Performance des Standortes Deutschland mehr, als sie uns nützt.
Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt kommen gleich die Krokodilstränen!
Dazu kommt, dass wir in Sachen Lohnstückkosten, in Sachen jährlicher Arbeitszeit, in Sachen Feiertage und Urlaub deutlich standortgünstiger liegen als die Deutschen, sodass es kein Wunder ist, dass immer mehr deutsche Unternehmungen nach Österreich kommen, hier investieren. (Abg. Dr. Wittmann: Warum sagt Haupt dann, dass Sie gescheitert sind?) Obwohl ich eines sagen muss: Niemand ist in größerer Sorge um die Entwicklung in Deutschland als ich (Abg. Dr. Gusenbauer: Jetzt kommen gleich die Krokodilstränen!), denn – noch einmal – uns schadet unter dem Strich die miserable Performance des Standortes Deutschland mehr, als sie uns nützt.
Abg. Dr. Matznetter: Oja! Sehr nahe!
Deshalb kann ich der deutschen Bundesregierung nur wünschen, dass sie mit Hilfe der CDU/CSU und vielleicht auch anderer endlich beginnt, jene Reformen zu verwirklichen, die, meine sehr geehrten Damen und Herren, unsere bürgerliche Regierung unter Kanzler Schüssel, die seit dem Jahre 2000 in Österreich Verantwortung trägt, mit dem Jahr 2000 begonnen hat zu verwirklichen. Wir sind noch nicht am Ende (Abg. Dr. Matznetter: Oja! Sehr nahe!), aber wir haben jedenfalls damit angefangen, und das mit Erfolg, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Deshalb kann ich der deutschen Bundesregierung nur wünschen, dass sie mit Hilfe der CDU/CSU und vielleicht auch anderer endlich beginnt, jene Reformen zu verwirklichen, die, meine sehr geehrten Damen und Herren, unsere bürgerliche Regierung unter Kanzler Schüssel, die seit dem Jahre 2000 in Österreich Verantwortung trägt, mit dem Jahr 2000 begonnen hat zu verwirklichen. Wir sind noch nicht am Ende (Abg. Dr. Matznetter: Oja! Sehr nahe!), aber wir haben jedenfalls damit angefangen, und das mit Erfolg, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Das machen Sie gerade in Ihrem Budgetbegleitgesetz für 2004!
Was ist denn das, wenn man die Beiträge der Rentner um knapp 1 Prozent erhöht? Was ist denn das, wenn man eine Erhöhung aussetzt? Ist das eine strukturelle Reform, Herr Abgeordneter Matznetter, oder ist das Abcashen bei den Älteren? (Abg. Dr. Matznetter: Das machen Sie gerade in Ihrem Budgetbegleitgesetz für 2004!) Also nicht einmal strukturell sind sie eingestiegen in die Rentenreform, sondern erste, reine Einsparungsschritte sind gesetzt. Deutschland liegt somit drei Jahre hinter uns, und wir wollen diesen Vorsprung halten.
Abg. Dr. Matznetter: Heuer!
Noch einmal: Österreich hat im Jahr 2002 (Abg. Dr. Matznetter: Heuer!) ein Wachstum von 1,4 Prozent verzeichnen können, in der Euro-Zone sind es 0,9 Prozent. Wir liegen somit um ein halbes Prozent über dem EU-Schnitt. (Abg. Dr. Matznetter: Das ist Vergangenheit! Das ist SPÖ-Leistung, das können Sie vergessen!)
Abg. Dr. Matznetter: Das ist Vergangenheit! Das ist SPÖ-Leistung, das können Sie vergessen!
Noch einmal: Österreich hat im Jahr 2002 (Abg. Dr. Matznetter: Heuer!) ein Wachstum von 1,4 Prozent verzeichnen können, in der Euro-Zone sind es 0,9 Prozent. Wir liegen somit um ein halbes Prozent über dem EU-Schnitt. (Abg. Dr. Matznetter: Das ist Vergangenheit! Das ist SPÖ-Leistung, das können Sie vergessen!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Diesen Vergleich lasse ich mir schmecken, dieser Vergleich macht uns sicher, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Matznetter: Oja!
Wir werden – und jeder Zwischenruf von Ihnen, Herr Abgeordneter Matznetter, macht mich noch sicherer – diesen Reformweg auf den Pfaden der sozialen Marktwirtschaft weitergehen. Es gibt dazu keine Alternative. (Abg. Dr. Matznetter: Oja!) Schauen Sie einmal deutsche Fernsehsendungen an, lesen Sie deutsche Zeitungen, lesen Sie französische Zeitungen! (Abg. Großruck: Er kann nur die „Prawda“ lesen!) Diese müssen all das machen, was wir seit dem Jahr 2000 sozialverträglich gemacht haben – unter Ihrer massiven Kritik! Wir wissen das, Sie haben es damals nicht eingesehen, Sie sehen es aber auch heute noch nicht ein, und das ist schlimm genug, sehr geehrter Herr Abgeordneter Matznetter! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Großruck: Er kann nur die „Prawda“ lesen!
Wir werden – und jeder Zwischenruf von Ihnen, Herr Abgeordneter Matznetter, macht mich noch sicherer – diesen Reformweg auf den Pfaden der sozialen Marktwirtschaft weitergehen. Es gibt dazu keine Alternative. (Abg. Dr. Matznetter: Oja!) Schauen Sie einmal deutsche Fernsehsendungen an, lesen Sie deutsche Zeitungen, lesen Sie französische Zeitungen! (Abg. Großruck: Er kann nur die „Prawda“ lesen!) Diese müssen all das machen, was wir seit dem Jahr 2000 sozialverträglich gemacht haben – unter Ihrer massiven Kritik! Wir wissen das, Sie haben es damals nicht eingesehen, Sie sehen es aber auch heute noch nicht ein, und das ist schlimm genug, sehr geehrter Herr Abgeordneter Matznetter! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir werden – und jeder Zwischenruf von Ihnen, Herr Abgeordneter Matznetter, macht mich noch sicherer – diesen Reformweg auf den Pfaden der sozialen Marktwirtschaft weitergehen. Es gibt dazu keine Alternative. (Abg. Dr. Matznetter: Oja!) Schauen Sie einmal deutsche Fernsehsendungen an, lesen Sie deutsche Zeitungen, lesen Sie französische Zeitungen! (Abg. Großruck: Er kann nur die „Prawda“ lesen!) Diese müssen all das machen, was wir seit dem Jahr 2000 sozialverträglich gemacht haben – unter Ihrer massiven Kritik! Wir wissen das, Sie haben es damals nicht eingesehen, Sie sehen es aber auch heute noch nicht ein, und das ist schlimm genug, sehr geehrter Herr Abgeordneter Matznetter! (Neuerlicher Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Haupt gesagt hat, dass Sie gescheitert sind!
Eine Wachstumspolitik, die strukturell richtig ist, die nicht auf Nachfrage, sondern auf Angebot abstellt, die kein Deficit spending und damit keine neuen Schulden bringt, eine Abgabenquote, die wir kontinuierlich reduzieren – ich bin positiv überrascht, dass wir jetzt schon bei unter 44 Prozent sind (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Haupt gesagt hat, dass Sie gescheitert sind!) –, das macht mich noch sicherer, dass wir das Zwischenziel von 43 Prozent (Abg. Dr. Matznetter: Wo ist Deutschland? Das traut er sich nicht zu sagen!) – im Norden von uns – erreichen und dass wir im Jahre 2010 bei 40 Prozent liegen werden.
Abg. Dr. Matznetter: Wo ist Deutschland? Das traut er sich nicht zu sagen!
Eine Wachstumspolitik, die strukturell richtig ist, die nicht auf Nachfrage, sondern auf Angebot abstellt, die kein Deficit spending und damit keine neuen Schulden bringt, eine Abgabenquote, die wir kontinuierlich reduzieren – ich bin positiv überrascht, dass wir jetzt schon bei unter 44 Prozent sind (Abg. Dr. Wittmann: Jetzt weiß ich, warum Haupt gesagt hat, dass Sie gescheitert sind!) –, das macht mich noch sicherer, dass wir das Zwischenziel von 43 Prozent (Abg. Dr. Matznetter: Wo ist Deutschland? Das traut er sich nicht zu sagen!) – im Norden von uns – erreichen und dass wir im Jahre 2010 bei 40 Prozent liegen werden.
Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.
Ein ausgeglichener Haushalt ... (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Präsident, ich bin sehr dafür, dass wir die Reden von der Regierungsbank aus in Zukunft in Dialoge umfunktionieren. Man müsste eine Art Wechselrede erfinden, dem Herrn Matznetter ein Mikrophon geben, denn so ist das ein Duell mit ungleichen Waffen: Ich habe das Mikro – er hat keines, ich habe die Argumente für mich – er hat keine! (Heiterkeit und Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Er wollte die Werte von Deutschland ...!) – Ich wollte Ihnen sagen, Herr Abgeordneter Matznetter, dass die Anzahl Ihrer Zwischenrufe umgekehrt proportional zur Qualität Ihrer Argumente ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben noch immer nicht die Fragen beantwortet!)
Heiterkeit und Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Er wollte die Werte von Deutschland ...!
Ein ausgeglichener Haushalt ... (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Präsident, ich bin sehr dafür, dass wir die Reden von der Regierungsbank aus in Zukunft in Dialoge umfunktionieren. Man müsste eine Art Wechselrede erfinden, dem Herrn Matznetter ein Mikrophon geben, denn so ist das ein Duell mit ungleichen Waffen: Ich habe das Mikro – er hat keines, ich habe die Argumente für mich – er hat keine! (Heiterkeit und Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Er wollte die Werte von Deutschland ...!) – Ich wollte Ihnen sagen, Herr Abgeordneter Matznetter, dass die Anzahl Ihrer Zwischenrufe umgekehrt proportional zur Qualität Ihrer Argumente ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben noch immer nicht die Fragen beantwortet!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben noch immer nicht die Fragen beantwortet!
Ein ausgeglichener Haushalt ... (Neuerliche Zwischenrufe des Abg. Dr. Matznetter.) – Herr Präsident, ich bin sehr dafür, dass wir die Reden von der Regierungsbank aus in Zukunft in Dialoge umfunktionieren. Man müsste eine Art Wechselrede erfinden, dem Herrn Matznetter ein Mikrophon geben, denn so ist das ein Duell mit ungleichen Waffen: Ich habe das Mikro – er hat keines, ich habe die Argumente für mich – er hat keine! (Heiterkeit und Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Herr Präsident! Er wollte die Werte von Deutschland ...!) – Ich wollte Ihnen sagen, Herr Abgeordneter Matznetter, dass die Anzahl Ihrer Zwischenrufe umgekehrt proportional zur Qualität Ihrer Argumente ist. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Gusenbauer: Sie haben noch immer nicht die Fragen beantwortet!)
Abg. Dr. Gusenbauer: Beantworten Sie auch einmal irgendeine Frage? Es sind zwölf!
Herr Abgeordneter Mitterlehner, Sie haben die Investitionszuwachsprämie angesprochen – sie hat sich offensichtlich bewährt. Billig ist sie nicht, über 200 Millionen € wurden bei Karl-Heinz Grasser in der Himmelpfortgasse schon abgeholt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Beantworten Sie auch einmal irgendeine Frage? Es sind zwölf!) Aber gut investiertes Geld sollte man jetzt nicht unbedingt aussetzen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Haupt hat die richtige Beurteilung dieser Wirtschaftspolitik abgegeben: Sie sind gescheitert!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Haupt hat die richtige Beurteilung dieser Wirtschaftspolitik abgegeben: Sie sind gescheitert!
Herr Abgeordneter Mitterlehner, Sie haben die Investitionszuwachsprämie angesprochen – sie hat sich offensichtlich bewährt. Billig ist sie nicht, über 200 Millionen € wurden bei Karl-Heinz Grasser in der Himmelpfortgasse schon abgeholt. (Abg. Dr. Gusenbauer: Beantworten Sie auch einmal irgendeine Frage? Es sind zwölf!) Aber gut investiertes Geld sollte man jetzt nicht unbedingt aussetzen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Wittmann: Haupt hat die richtige Beurteilung dieser Wirtschaftspolitik abgegeben: Sie sind gescheitert!)
Abg. Dr. Matznetter: Zu spät! Zu langsam!
Wir werden den Weg weitergehen, strukturell das Richtige zu tun und in Bildung und Forschung zu investieren. Es war richtig, den Freibetrag in Sachen Forschung auszubauen. Es war richtig, eine Prämie zu installieren. Es war richtig, erstmals einen Bildungsfreibetrag zu etablieren, auch eine Prämie zu stellen und auch innerbetriebliche Bildung zu fördern. (Abg. Dr. Matznetter: Zu spät! Zu langsam!) Das bestätigen uns die Wirtschaftsforscher, Sie nicht, Herr Matznetter, aber beides beruhigt mich ausgesprochen, denn eine Bestätigung Ihrerseits würde mich irritieren.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Hohes Haus! Wir werden den Weg der Entlastung weitergehen. Mit 1. Jänner 2004 gibt es einen signifikanten Schritt zur Lohnnebenkostensenkung für Ältere: minus 200 Millionen € – das ist nicht wenig Geld zur Entlastung einer Zielgruppe, die es auf dem Arbeitsmarkt etwas schwieriger hat. Aber freuen wir uns doch darüber, dass bei allen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt – mir ist jeder Arbeitslose einer zu viel –, dass bei allen Problemen die über 50-Jährigen jetzt keine steigenden Arbeitslosenraten mehr aufweisen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wir werden den Weg der steuerlichen Entlastung gehen, die Maßnahmen zum 1. Jänner 2004 stehen im Bundesgesetzblatt. Wir werden bis etwa Ende Jänner/Mitte Februar politische Klarheit darüber haben, welchen Weg der Entlastung wir gehen wollen – mit der größten steuerlichen Reform seit dem Zweiten Weltkrieg, seit dem Bestehen der Zweiten Republik, nämlich mit 2,5 Milliarden €, um die wir Österreichs Wirtschaft und Bürger entlasten wollen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Der Koalitionspartner bezeichnet diese Politik als gescheitert!
Hier darf ich Ihnen in Erinnerung rufen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass der Rat für Forschung und Technologieentwicklung das Jahr 2002 zum bisher besten Jahr für Forschung und Entwicklung in Österreich erklärt hat. – Das müssen Sie zur Kenntnis nehmen! Das waren nicht wir, das war der Rat. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Wittmann: Der Koalitionspartner bezeichnet diese Politik als gescheitert!)
Abg. Dr. Wittmann: Der Koalitionspartner bezeichnet diese Politik als gescheitert!
Im Jahr 2002 haben wir mit 1,4 Milliarden € nicht weniger als 19 Prozent mehr als im Jahr 2000 für Forschung und Entwicklung ausgegeben. (Abg. Dr. Wittmann: Der Koalitionspartner bezeichnet diese Politik als gescheitert!) Und Sie wissen, dass wir zurzeit daran arbeiten, eine Nationalstiftung für Forschung und Technologie zu etablieren und zu errichten, Mittel aus dem ERP-Fonds, Mittel aus der OeNB sollen dafür herangezogen werden.
Beifall bei der ÖVP.
Wir wollen eine noch stärkere Stellung für den Rat für Forschung und Technologieentwicklung. Es soll aufwärts gehen mit der Forschung. Bis jetzt hatten wir das Ziel 2,5 Prozent im Jahr 2006, jetzt beschreiben wir den Weg zur Erreichung dieses Ziels. Der Reformdialog am 5. November wird Sie davon überzeugen, kommen Sie hin, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: Das war jetzt Wirtschaftslyrik!
In Sachen Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft wissen Sie, dass jeder zweite Arbeitsplatz direkt oder indirekt vom Export abhängt, daher: 100 Millionen € für die Internationalisierung der österreichischen Wirtschaft, davon 50 Millionen € vom Bund, in zwei Jahren zusätzliches Geld. Das ist der Samen, aus dem dann die Frucht Exportzuwachs gedeihen kann, wie im Jahre 2002 in der Höhe von 4,3 Prozent. (Abg. Öllinger: Das war jetzt Wirtschaftslyrik!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Trotz dieser Regierung! Nicht mit fremden Federn schmücken!
Herr Abgeordneter Matznetter, Sie wissen: Wir waren damit Europameister innerhalb der Europäischen Union. Kein zweites EU-Land hatte im letzten Jahr einen derartigen Exportzuwachs. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Matznetter: Trotz dieser Regierung! Nicht mit fremden Federn schmücken!)
Abg. Dr. Matznetter: Ja, aber seit 20 Jahren!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Österreich weist im europäischen Vergleich eine relativ niedrige Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent aus; die drittniedrigste – wir wissen das. (Abg. Dr. Matznetter: Ja, aber seit 20 Jahren!) Ich wiederhole: Jeder
Abg. Dr. Matznetter: Warum tun Sie dann nichts dagegen?
Arbeitslose ist einer zu viel, und die steigende Arbeitslosigkeit bereitet uns allen Sorge. (Abg. Dr. Matznetter: Warum tun Sie dann nichts dagegen?)
Beifall bei der ÖVP.
Budgetpolitik: Die Budgetkennzahlen habe ich Ihnen referiert, sie sind bekannt, sie sind exzellent. – Dank und Gratulation an unseren hervorragenden Finanzminister. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Wittmann: Der Haupt ist ein gescheiter Mensch! Er hat ihn als gescheitert bezeichnet!
Die Bildung nimmt in der Arbeit dieser Bundesregierung einen besonders wichtigen Rang ein, und zwar ganz vorne und unter anderem auch deswegen, weil nach wie vor gilt: Je weniger qualifiziert Menschen sind, desto größer ist ihr Risiko, aus dem Arbeitsmarkt herauszufallen; auch deshalb AMS-Mittel, aktive Arbeitsmarktpolitik zu zwei Dritteln für Qualifizierungsmaßnahmen. (Abg. Dr. Wittmann: Der Haupt ist ein gescheiter Mensch! Er hat ihn als gescheitert bezeichnet!)
Abg. Dr. Matznetter: Die ist nicht von mir!
Zur Frage 11, sehr geehrter Herr Abgeordneter Matznetter (Abg. Dr. Matznetter: Die ist nicht von mir!), zur Frage der Verkehrsinfrastruktur laut Generalverkehrsplan:
Abg. Dr. Matznetter: Noch immer zu wenig!
Dieser Generalverkehrsplan stellt ein umfassendes Programm für die Verkehrsträger Straße, Schiene und Donau dar. Das ist natürlich mit einer Stärkung des Standortes verbunden. Es wird Sie interessieren, Herr Abgeordneter Matznetter, dass dieser Generalverkehrsplan bis zum Jahre 2012 Investitionen in der Höhe von nicht weniger als 17,3 Milliarden € vorsieht. (Abg. Dr. Matznetter: Noch immer zu wenig!) – Ihnen zu wenig? (Abg. Dr. Stummvoll: Immer zu wenig, alles zu wenig!) Ihnen kann man es
Abg. Dr. Stummvoll: Immer zu wenig, alles zu wenig!
Dieser Generalverkehrsplan stellt ein umfassendes Programm für die Verkehrsträger Straße, Schiene und Donau dar. Das ist natürlich mit einer Stärkung des Standortes verbunden. Es wird Sie interessieren, Herr Abgeordneter Matznetter, dass dieser Generalverkehrsplan bis zum Jahre 2012 Investitionen in der Höhe von nicht weniger als 17,3 Milliarden € vorsieht. (Abg. Dr. Matznetter: Noch immer zu wenig!) – Ihnen zu wenig? (Abg. Dr. Stummvoll: Immer zu wenig, alles zu wenig!) Ihnen kann man es
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
nicht recht machen – weder die Bilanzen von YLine noch die Verkehrsinfrastrukturpolitik dieser Bundesregierung. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.) Die Bilanzen von YLine waren den Aktionären ja auch nicht recht, das habe ich vergessen.
Abg. Dr. Matznetter: Wieder einmal zu spät!
Die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt – die große Reform kommt mit 1. Jänner 2005. (Abg. Dr. Matznetter: Wieder einmal zu spät!) – Ich danke. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt – die große Reform kommt mit 1. Jänner 2005. (Abg. Dr. Matznetter: Wieder einmal zu spät!) – Ich danke. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Wittmann: Haupt hat doch Recht, Sie sind gescheitert mit dieser Wirtschaftspolitik! – Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie gleich, dass ...!
Als nächster Redner zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Dipl.-Ing. Hofmann. (Abg. Dr. Wittmann: Haupt hat doch Recht, Sie sind gescheitert mit dieser Wirtschaftspolitik! – Abg. Mag. Kogler: Sagen Sie gleich, dass ...!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Geschätzte Damen und Herren! Wesentlich ist für uns die künftige Entwicklung, und dieser sollten wir uns widmen. Da geht es mir nicht nur darum, Prognosen zu stellen, sondern diese Maßnahmen, die für eine weitere positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Österreich erforderlich sind, auch tatsächlich darzustellen und auch Maßnahmen zu setzen, die diese Wirkung verstärken. Es geht um die Sicherung des Wirtschafts- und Industriestandortes, es geht um den Arbeitsmarkt, um die Arbeitsplätze in Österreich, es geht um den Ausbau des Wohlstandes, und es geht auch darum, soziale Verantwortung künftig in ausreichendem Maße wahrnehmen zu können. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich weiß jedenfalls die zu treffenden Maßnahmen durch diese schwarz-blaue Regierungskoalition von politischer Seite in den besten Händen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des an seinen Platz zurückkehrenden Abg. Dipl.-Ing. Hofmann –: War das nicht eine Spur zu „emotional“? – Heiterkeit.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Gusenbauer zu Wort gemeldet. – Bitte. (Abg. Dr. Jarolim – in Richtung des an seinen Platz zurückkehrenden Abg. Dipl.-Ing. Hofmann –: War das nicht eine Spur zu „emotional“? – Heiterkeit.)
Abg. Mag. Molterer: Wir haben eine gute Wirtschaftspolitik!
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nach der Anfrage durch Kollegen Mitterlehner und der Beantwortung durch Herrn Bundesminister Bartenstein weiß jetzt wirklich jeder hier im Hohen Haus (Abg. Mag. Molterer: Wir haben eine gute Wirtschaftspolitik!), was Herbert Haupt gemeint hat, als er sagte: Die Wirtschaftspolitik dieser Regierung ist gescheitert! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Abgeordneter Dr. Alfred Gusenbauer (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nach der Anfrage durch Kollegen Mitterlehner und der Beantwortung durch Herrn Bundesminister Bartenstein weiß jetzt wirklich jeder hier im Hohen Haus (Abg. Mag. Molterer: Wir haben eine gute Wirtschaftspolitik!), was Herbert Haupt gemeint hat, als er sagte: Die Wirtschaftspolitik dieser Regierung ist gescheitert! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Abg. Grillitsch: Wer ist „er“?
Offen gestanden habe ich mich die ganze Zeit gefragt: Was kommt jetzt? Wann wird es endlich dringlich in der Anfragestellung des Kollegen Mitterlehner? Wann wird es wirklich dringlich, damit diese Anfrage gerechtfertigt ist? – Er hat uns das 20 Minuten lang nicht erklären können, sondern hat im Wesentlichen nur einige Interpretationen von Statistiken gebracht und gemeint ... (Abg. Grillitsch: Wer ist „er“?) – Kollege Mitterlehner, von dem ich gerade spreche. (Rufe bei der ÖVP: Ah so!) Sie brauchen nur aufzupassen, dann bekommen Sie das schon mit – falls Sie da Probleme haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Rufe bei der ÖVP: Ah so!
Offen gestanden habe ich mich die ganze Zeit gefragt: Was kommt jetzt? Wann wird es endlich dringlich in der Anfragestellung des Kollegen Mitterlehner? Wann wird es wirklich dringlich, damit diese Anfrage gerechtfertigt ist? – Er hat uns das 20 Minuten lang nicht erklären können, sondern hat im Wesentlichen nur einige Interpretationen von Statistiken gebracht und gemeint ... (Abg. Grillitsch: Wer ist „er“?) – Kollege Mitterlehner, von dem ich gerade spreche. (Rufe bei der ÖVP: Ah so!) Sie brauchen nur aufzupassen, dann bekommen Sie das schon mit – falls Sie da Probleme haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Offen gestanden habe ich mich die ganze Zeit gefragt: Was kommt jetzt? Wann wird es endlich dringlich in der Anfragestellung des Kollegen Mitterlehner? Wann wird es wirklich dringlich, damit diese Anfrage gerechtfertigt ist? – Er hat uns das 20 Minuten lang nicht erklären können, sondern hat im Wesentlichen nur einige Interpretationen von Statistiken gebracht und gemeint ... (Abg. Grillitsch: Wer ist „er“?) – Kollege Mitterlehner, von dem ich gerade spreche. (Rufe bei der ÖVP: Ah so!) Sie brauchen nur aufzupassen, dann bekommen Sie das schon mit – falls Sie da Probleme haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Er hat aber eine bemerkenswerte Aussage gemacht, als er meinte, aber der Minister setze dann ohnedies fort, wo er selber aufhöre. (Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Es ist ein ganz neues Stilmittel, dass ein Minister die Dringliche Anfrage, die an ihn gerichtet ist, in der Fragestellung an sich selbst fortsetzt. Ich gratuliere, das ist
Neuerliche Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.
Ihnen wirklich gelungen! (Neuerliche Heiterkeit bei der SPÖ und den Grünen.) Die neue Form von Dringlichen Anfragen besteht darin, dass der Minister sich selbst weiter befragt.
Abg. Großruck: Die geringste in Europa!
Aber nicht nur der Minister fragt sich, es fragen sich auch die Österreicherinnen und Österreicher, wann endlich dieser Minister, der für die höchste Arbeitslosigkeit seit 1945 verantwortlich ist (Abg. Großruck: Die geringste in Europa!), Maßnahmen ergreift und nicht nur hier von der Regierungsbank aus Stehsätze von sich gibt, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Was wird denn der Michael Häupl dazu sagen?)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Was wird denn der Michael Häupl dazu sagen?
Aber nicht nur der Minister fragt sich, es fragen sich auch die Österreicherinnen und Österreicher, wann endlich dieser Minister, der für die höchste Arbeitslosigkeit seit 1945 verantwortlich ist (Abg. Großruck: Die geringste in Europa!), Maßnahmen ergreift und nicht nur hier von der Regierungsbank aus Stehsätze von sich gibt, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Was wird denn der Michael Häupl dazu sagen?)
Abg. Mag. Molterer: Der Michael Häupl hat in Wien etwas zu tun! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es wäre nämlich in der Tat dringlich gewesen, Herr Kollege Molterer, endlich Maßnahmen zu ergreifen und nicht dieselbe Wirtschaftslyrik hier abzuhandeln, wie dies bereits seit Monaten geschieht. (Abg. Mag. Molterer: Der Michael Häupl hat in Wien etwas zu tun! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Seit Monaten hören wir, dass Sie in der Lehrlingsfrage etwas tun. (Abg. Mag. Molterer: In Wien haben wir ein Problem!) – Ihre flachen Argumente werden durch die Lautstärke nicht besser. Merken Sie sich das, Herr Klubobmann Molterer! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: In Wien haben wir ein Problem!
Es wäre nämlich in der Tat dringlich gewesen, Herr Kollege Molterer, endlich Maßnahmen zu ergreifen und nicht dieselbe Wirtschaftslyrik hier abzuhandeln, wie dies bereits seit Monaten geschieht. (Abg. Mag. Molterer: Der Michael Häupl hat in Wien etwas zu tun! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Seit Monaten hören wir, dass Sie in der Lehrlingsfrage etwas tun. (Abg. Mag. Molterer: In Wien haben wir ein Problem!) – Ihre flachen Argumente werden durch die Lautstärke nicht besser. Merken Sie sich das, Herr Klubobmann Molterer! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es wäre nämlich in der Tat dringlich gewesen, Herr Kollege Molterer, endlich Maßnahmen zu ergreifen und nicht dieselbe Wirtschaftslyrik hier abzuhandeln, wie dies bereits seit Monaten geschieht. (Abg. Mag. Molterer: Der Michael Häupl hat in Wien etwas zu tun! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Seit Monaten hören wir, dass Sie in der Lehrlingsfrage etwas tun. (Abg. Mag. Molterer: In Wien haben wir ein Problem!) – Ihre flachen Argumente werden durch die Lautstärke nicht besser. Merken Sie sich das, Herr Klubobmann Molterer! (Beifall bei der SPÖ.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.
Seit Monaten hören wir von der angeblichen Aktivität in der Lehrlingsfrage. Was ist geschehen? – Absolut nichts! Dann stellt sich Herr Mitterlehner her und sagt: Eine Abgabe, ein Lehrlingsfonds bringt nichts! – Herr Kollege Mitterlehner! Ich würde Sie ersuchen: Sie als Oberösterreicher, unternehmen Sie doch einmal ... (Anhaltende Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Geben Sie Frieden!
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Unternehmen Sie einmal eine Reise nach Vorarlberg! Schauen Sie sich an, wie dort nicht die Wirtschaftsbürokraten, sondern die Industriellen einen Lehrlingsfonds realisiert haben, der dazu führt, dass es in Vorarlberg kein Lehrlingsproblem gibt. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nehmen Sie sich an Vorarlberg ein Beispiel, Herr Kollege Mitterlehner! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Zweytick.) – Für Sie wäre es auch nicht schlecht, eine Bildungsreise nach Vorarlberg zu machen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Es ist auch von der Steiermark aus nicht so weit, Herr Kollege Zweytick. Auch für Sie wäre das ganz in Ordnung! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Zweytick.
Unternehmen Sie einmal eine Reise nach Vorarlberg! Schauen Sie sich an, wie dort nicht die Wirtschaftsbürokraten, sondern die Industriellen einen Lehrlingsfonds realisiert haben, der dazu führt, dass es in Vorarlberg kein Lehrlingsproblem gibt. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nehmen Sie sich an Vorarlberg ein Beispiel, Herr Kollege Mitterlehner! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Zweytick.) – Für Sie wäre es auch nicht schlecht, eine Bildungsreise nach Vorarlberg zu machen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Es ist auch von der Steiermark aus nicht so weit, Herr Kollege Zweytick. Auch für Sie wäre das ganz in Ordnung! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei der SPÖ.
Unternehmen Sie einmal eine Reise nach Vorarlberg! Schauen Sie sich an, wie dort nicht die Wirtschaftsbürokraten, sondern die Industriellen einen Lehrlingsfonds realisiert haben, der dazu führt, dass es in Vorarlberg kein Lehrlingsproblem gibt. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nehmen Sie sich an Vorarlberg ein Beispiel, Herr Kollege Mitterlehner! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Zweytick.) – Für Sie wäre es auch nicht schlecht, eine Bildungsreise nach Vorarlberg zu machen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Es ist auch von der Steiermark aus nicht so weit, Herr Kollege Zweytick. Auch für Sie wäre das ganz in Ordnung! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Unternehmen Sie einmal eine Reise nach Vorarlberg! Schauen Sie sich an, wie dort nicht die Wirtschaftsbürokraten, sondern die Industriellen einen Lehrlingsfonds realisiert haben, der dazu führt, dass es in Vorarlberg kein Lehrlingsproblem gibt. (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Nehmen Sie sich an Vorarlberg ein Beispiel, Herr Kollege Mitterlehner! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Mag. Donnerbauer und Zweytick.) – Für Sie wäre es auch nicht schlecht, eine Bildungsreise nach Vorarlberg zu machen. (Heiterkeit bei der SPÖ.) Es ist auch von der Steiermark aus nicht so weit, Herr Kollege Zweytick. Auch für Sie wäre das ganz in Ordnung! (Neuerlicher Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: ... Vorarlberg ...!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ja, ich weiß. In Anbetracht dessen, dass vorhin hier von der Regierungsbank und von diesem Rednerpult aus die schlechtesten Propagandareden dieser Regierung in den letzten drei Jahren gehalten worden sind, müssen Sie besonders nervös sein. Und Sie, Herr Klubobmann Molterer, sind offenbar verantwortlich dafür, dass die schwächste Dringliche Anfrage der gesamten letzten Jahre heute hier debattiert wird. Da nützt auch Ihre volle Lautstärke nichts mehr! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Molterer: ... Vorarlberg ...!)
Abg. Ellmauer: Falsch, völlig falsch! Anders müsste es sein!
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Immer wieder wird hier der Vergleich Deutschland auf der einen Seite, Österreich auf der anderen Seite gezogen. – Herr Minister Bartenstein! Wenn Sie schon dauernd Deutschland zum Vergleich heranziehen, dann sagen Sie doch dazu, dass bei all den von Ihnen referierten „Grausamkeiten“ der rot-grünen Regierung in Deutschland Ihre Parteifreunde von der CDU der Meinung sind, all das sei noch viel zu wenig! Noch viel grausamer müsste es sein! Das ist nämlich der Diskurs, der in Deutschland geführt wird. (Abg. Ellmauer: Falsch, völlig falsch! Anders müsste es sein!) Wenn Sie hier Ihre Parteikollegin Merkel zitieren, dann kann ich Ihnen dazu nur sagen (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein):
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Immer wieder wird hier der Vergleich Deutschland auf der einen Seite, Österreich auf der anderen Seite gezogen. – Herr Minister Bartenstein! Wenn Sie schon dauernd Deutschland zum Vergleich heranziehen, dann sagen Sie doch dazu, dass bei all den von Ihnen referierten „Grausamkeiten“ der rot-grünen Regierung in Deutschland Ihre Parteifreunde von der CDU der Meinung sind, all das sei noch viel zu wenig! Noch viel grausamer müsste es sein! Das ist nämlich der Diskurs, der in Deutschland geführt wird. (Abg. Ellmauer: Falsch, völlig falsch! Anders müsste es sein!) Wenn Sie hier Ihre Parteikollegin Merkel zitieren, dann kann ich Ihnen dazu nur sagen (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein):
Rufe bei der ÖVP: Fragen Sie die Wähler!
Dieser CDU/CSU-Kurs sollte uns in Österreich erspart bleiben (Rufe bei der ÖVP: Fragen Sie die Wähler!), denn der bedeutet noch viel dramatischere Eingriffe als das,
Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: 25 Prozent!
was in Deutschland ohnehin schon stattfindet, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: 25 Prozent!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein
Da Sie schon über Vergleichszahlen reden – ich weiß, Sie kennen sich mit Zahlen nicht aus, das brauchen Sie nicht erneut zu belegen –: Hätten wir in Österreich dieselbe Steuer- und Abgabenrate wie in Deutschland, dann würde ein Budgetdefizit der Sonderklasse klaffen. Oder, umgekehrt formuliert: Müssten die Deutschen so viele Steuer zahlen wie nach dem Grasser-Steuerregime, hätten sie schon lange kein Budgetdefizit mehr, sondern einen Überschuss! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein) – Auch das gehört zur Wahrheit dazu, Herr Minister! Aber es ist eine Wahrheit, die Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, eben nicht gerne hören wollen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Die „Gusenbauer-Prawda“ ist das!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Die „Gusenbauer-Prawda“ ist das!
Da Sie schon über Vergleichszahlen reden – ich weiß, Sie kennen sich mit Zahlen nicht aus, das brauchen Sie nicht erneut zu belegen –: Hätten wir in Österreich dieselbe Steuer- und Abgabenrate wie in Deutschland, dann würde ein Budgetdefizit der Sonderklasse klaffen. Oder, umgekehrt formuliert: Müssten die Deutschen so viele Steuer zahlen wie nach dem Grasser-Steuerregime, hätten sie schon lange kein Budgetdefizit mehr, sondern einen Überschuss! (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein) – Auch das gehört zur Wahrheit dazu, Herr Minister! Aber es ist eine Wahrheit, die Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, eben nicht gerne hören wollen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck: Die „Gusenbauer-Prawda“ ist das!)
Die Abgeordneten Dr. Trinkl und Dr. Mitterlehner: Was sind Ihre Vorschläge?
Faktum ist: Sie haben heute wieder keinen Vorschlag gemacht, wie Sie die Lehrlingsproblematik lösen wollen. Sie haben erneut keine Vorschläge gebracht, wie das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden soll. (Die Abgeordneten Dr. Trinkl und Dr. Mitterlehner: Was sind Ihre Vorschläge?) Und Sie bleiben nach wie vor der erfolgloseste Arbeitsminister, den es in der Geschichte unseres Landes gegeben hat! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Vorschläge!)
Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Vorschläge!
Faktum ist: Sie haben heute wieder keinen Vorschlag gemacht, wie Sie die Lehrlingsproblematik lösen wollen. Sie haben erneut keine Vorschläge gebracht, wie das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden soll. (Die Abgeordneten Dr. Trinkl und Dr. Mitterlehner: Was sind Ihre Vorschläge?) Und Sie bleiben nach wie vor der erfolgloseste Arbeitsminister, den es in der Geschichte unseres Landes gegeben hat! (Beifall bei der SPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Vorschläge!)
Rufe bei der SPÖ: Humanic!
Aber vielleicht wäre es besser gewesen, Ihre Parteikollegen hätten die Anfrage an Sie anders formuliert. Wenn ich das morgige „Format“ lese, so dürften Ihre Fähigkeiten ja in einem ganz anderen Bereich liegen. (Rufe bei der SPÖ: Humanic!) Ihre Kollegen hätten Sie zum Beispiel fragen können: Herr Minister Bartenstein! Wann haben Sie die Aktien der Brau AG gekauft? Und von wem haben Sie gehört, dass die Brau AG unter Umständen verkauft wird und daher im Zuge dieses Verkaufes ein großer Kursgewinn möglich ist? Vielleicht hätten Ihnen die Kollegen diese Anfrage stellen sollen, dann hätte das Hohe Haus von Ihrem möglichen Insider-Wissen profitieren können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre in der Tat eine Dringliche Anfrage gewesen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Werfen Sie mir Insiderhandel vor? Bitte!)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber vielleicht wäre es besser gewesen, Ihre Parteikollegen hätten die Anfrage an Sie anders formuliert. Wenn ich das morgige „Format“ lese, so dürften Ihre Fähigkeiten ja in einem ganz anderen Bereich liegen. (Rufe bei der SPÖ: Humanic!) Ihre Kollegen hätten Sie zum Beispiel fragen können: Herr Minister Bartenstein! Wann haben Sie die Aktien der Brau AG gekauft? Und von wem haben Sie gehört, dass die Brau AG unter Umständen verkauft wird und daher im Zuge dieses Verkaufes ein großer Kursgewinn möglich ist? Vielleicht hätten Ihnen die Kollegen diese Anfrage stellen sollen, dann hätte das Hohe Haus von Ihrem möglichen Insider-Wissen profitieren können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre in der Tat eine Dringliche Anfrage gewesen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Werfen Sie mir Insiderhandel vor? Bitte!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Werfen Sie mir Insiderhandel vor? Bitte!
Aber vielleicht wäre es besser gewesen, Ihre Parteikollegen hätten die Anfrage an Sie anders formuliert. Wenn ich das morgige „Format“ lese, so dürften Ihre Fähigkeiten ja in einem ganz anderen Bereich liegen. (Rufe bei der SPÖ: Humanic!) Ihre Kollegen hätten Sie zum Beispiel fragen können: Herr Minister Bartenstein! Wann haben Sie die Aktien der Brau AG gekauft? Und von wem haben Sie gehört, dass die Brau AG unter Umständen verkauft wird und daher im Zuge dieses Verkaufes ein großer Kursgewinn möglich ist? Vielleicht hätten Ihnen die Kollegen diese Anfrage stellen sollen, dann hätte das Hohe Haus von Ihrem möglichen Insider-Wissen profitieren können. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das wäre in der Tat eine Dringliche Anfrage gewesen, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Bundesminister Dr. Bartenstein: Werfen Sie mir Insiderhandel vor? Bitte!)
Zwischenrufe bei der ÖVP – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Minister Bartenstein hat auf die Regierung gemünzt in seiner Rede resümierend gemeint (Zwischenrufe bei der ÖVP – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein): Wir sind noch nicht am Ende. – Ich sage dazu: aber bald! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Herr Minister Bartenstein hat auf die Regierung gemünzt in seiner Rede resümierend gemeint (Zwischenrufe bei der ÖVP – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein): Wir sind noch nicht am Ende. – Ich sage dazu: aber bald! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das wird sich noch herausstellen, ob es Insiderhandel ist!
Abgeordneter Dr. Ferdinand Maier (ÖVP): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! So eine Dringliche Anfrage bietet natürlich die Möglichkeit, die Wirtschaftspolitik zu diskutieren, sonstige Hinweise zu machen, wie soeben Kollege Gusenbauer. Er hätte ja gleich von Insiderhandel reden können, wenn er dem Minister schon diesen Aktienbesitz vorwirft. Das hat er sich aber nicht getraut, weil er genau weiß, dass es nicht stimmt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Gusenbauer: Das wird sich noch herausstellen, ob es Insiderhandel ist!)
Abg. Dr. Bauer: Wir haben da genauso mitgestimmt wie ihr!
Konjunkturpakete, die insbesondere in jenem Bereich, wo voriges Jahr das Hochwasser war, enorm geholfen haben. Aber da hören Sie weg, weil das wahlstrategisch eine Rolle spielen könnte! (Abg. Dr. Bauer: Wir haben da genauso mitgestimmt wie ihr!)
Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.
Wissen Sie, meine Damen und Herren, so eine Dringliche Anfrage lässt ja auch ein wenig nachdenken, und sie hat mich zum Schluss kommen lassen, dass es offenbar ein bisschen ein schlechtes Gewissen gibt. Und das muss auch der Grund dafür sein, dass das eine oder andere Mal sehr komische Ideen entwickelt werden. Ich meine ganz konkret die Werbekampagne der Wiener Sozialdemokratie, die seit einigen Wochen versucht, mit irgendwelchen Erinnerungszettelchen Themen wie Lehrstellen oder auch die Sicherheit zu kampagnisieren. (Präsident Dr. Khol übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.
Manche haben schon vergessen, dass der gesamte Wahlkampf ein Wahlkampf aus dem Container war. Und die Ideen und Strategien, die Sie hier dann und wann präsentieren, sind offensichtlich auch Produkte aus diesem Container. Der Wähler hat Ihnen allerdings an diesem 24. November gezeigt, was er von Produkten aus so einem Container hält. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Im Hinblick darauf glaube ich, dass das natürlich auch ein gewisses Ablenkungsmanöver von der gescheiterten Politik der sozialdemokratischen Stadtverwaltung in Wien ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Manche haben schon vergessen, dass der gesamte Wahlkampf ein Wahlkampf aus dem Container war. Und die Ideen und Strategien, die Sie hier dann und wann präsentieren, sind offensichtlich auch Produkte aus diesem Container. Der Wähler hat Ihnen allerdings an diesem 24. November gezeigt, was er von Produkten aus so einem Container hält. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Mag. Wurm.) Im Hinblick darauf glaube ich, dass das natürlich auch ein gewisses Ablenkungsmanöver von der gescheiterten Politik der sozialdemokratischen Stadtverwaltung in Wien ist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Es ist ein Faktum, dass Wien leider Gottes die höchste Arbeitslosenquote hat, und es ist leider ein Faktum, dass wir hier die längste Verweildauer in der Arbeitslosigkeit haben, nämlich 135 Tage. In Österreich insgesamt sind es 102 Tage. Hätten wir diese hohe Quote in Wien nicht, dann wären wir im österreichischen Durchschnitt deutlich unter 100 Tagen. Wir haben die geringsten Zuwächse bei den Beschäftigten, meine sehr geehrten Damen und Herren, und wir haben die miserabelste Situation bei den Lehrstellen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.)
Abg. Mag. Molterer: Wo ist er denn?
Schau mir in die Augen! – Gusenbauer ist nicht da. Er hat vorhin gerade die Lehrlingsproblematik beklagt: Ich empfehle, ein wenig in der heutigen „Presse“ zu lesen! In der „Presse“ lesen wir, dass der für „Euroteam“ – das war einmal Ihr Rezept gegen die Lehrlingsproblematik! – zuständige „SP-Günstling“, wie er in dem Artikel genannt wird, auf der Flucht ist. (Abg. Mag. Molterer: Wo ist er denn?) Was mich als Wiener dabei natürlich auch betroffen macht – und das sollte Sie noch viel mehr betroffen machen –, ist, dass die sozialdemokratische Bezirksvorsteherin aus dem 14. Bezirk, Frau Andrea Kalchbrenner, wegen falscher Zeugenaussage vor Gericht landen wird. Außerdem steht heute auch in der Zeitung, dass auch Jan Klima – der Arme, für seinen Vater kann er nichts! – noch einmal vor Gericht muss. (Abg. Großruck: Ach so?)
Abg. Großruck: Ach so?
Schau mir in die Augen! – Gusenbauer ist nicht da. Er hat vorhin gerade die Lehrlingsproblematik beklagt: Ich empfehle, ein wenig in der heutigen „Presse“ zu lesen! In der „Presse“ lesen wir, dass der für „Euroteam“ – das war einmal Ihr Rezept gegen die Lehrlingsproblematik! – zuständige „SP-Günstling“, wie er in dem Artikel genannt wird, auf der Flucht ist. (Abg. Mag. Molterer: Wo ist er denn?) Was mich als Wiener dabei natürlich auch betroffen macht – und das sollte Sie noch viel mehr betroffen machen –, ist, dass die sozialdemokratische Bezirksvorsteherin aus dem 14. Bezirk, Frau Andrea Kalchbrenner, wegen falscher Zeugenaussage vor Gericht landen wird. Außerdem steht heute auch in der Zeitung, dass auch Jan Klima – der Arme, für seinen Vater kann er nichts! – noch einmal vor Gericht muss. (Abg. Großruck: Ach so?)
Abg. Dr. Bauer: Das kommt auch daher, dass viele Niederösterreicher in Wien arbeiten!
Wenn man sich einzelne Kennziffern für die Stadt Wien ansieht, dann sollte man sich auch einmal das Bruttoregionalprodukt anschauen – also jene Kennziffern, welche die Wertschöpfung vor Ort darstellen. Auch in diesem Bereich ist Wien das Schlusslicht. Als einziges Bundesland – Hand aufs Herz – hatte Wien im Jahr 2001 eine Rezession, und momentan haben wir hier einen Beschäftigtenstand wie im Jahr 1965. Während in Österreich – und vor allem in Niederösterreich, Herr Kollege Bauer! – ein Zuwachs bis zu 32 Prozent zu verzeichnen war, gab es in Wien die ganze Zeit über eine Stagnation. (Abg. Dr. Bauer: Das kommt auch daher, dass viele Niederösterreicher in Wien arbeiten!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Jetzt lade ich Sie ein: Erinnern Sie sich einmal kurz zurück! Wir hatten betreffend die Forschungs- und Entwicklungsausgaben intensive Diskussionen mit der Stadt Wien. Kein Geringerer als der damalige Finanzstadtrat und Vizebürgermeister Mayr ist allerdings einen anderen Weg gegangen: Er hat die „Wienerwald“-Kette gekauft. Manche von Ihnen werden sich noch erinnern können: Hans Mayr hat die Hendlbraterei „Wienerwald“ in ganz Österreich gekauft. Er hat einen dreistelligen Millionenbetrag dafür aufgewendet, anstatt diesen Betrag in einen Forschungs- und Entwicklungsfonds dieser Stadt einzubringen. Und entsprechend schaut es jetzt aus! Schauen wir uns doch an, was aus dieser Investition geworden ist! – Wo ist „Wienerwald“ denn heute? Wir haben zwar Gott sei Dank noch den Wiener Wald rund um Wien, aber die Hendlkette gibt es nicht mehr! In diese aber hatte die Wiener Sozialdemokratie Geld investiert! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Eder: Schauen wir uns doch den „Mausi-Markt“ an!
Schauen Sie sich die Wirtschaftspolitik dieser Stadt heute an, nehmen Sie punktuell nur einige Bereiche heraus! Schauen Sie sich den Zustand der Märkte an! Ihr Herr Klubobmann ist ja gleichzeitig Bezirksparteiobmann von Hernals. Er könnte sich den Dornermarkt anschauen! (Abg. Eder: Schauen wir uns doch den „Mausi-Markt“ an!) Dort ist eine halbe Million € „vergraben“ worden. André Heller durfte um viel Geld – Steuergeld natürlich! – noch ein kleines Spielchen hinstellen. Nun ist das Ganze eine Betonwüste, die Lieblosigkeit schlechthin! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) – Kollege Eder kommt aus Floridsdorf: Er soll sich den Floridsdorfer Markt anschauen!
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.
Schauen Sie sich die Wirtschaftspolitik dieser Stadt heute an, nehmen Sie punktuell nur einige Bereiche heraus! Schauen Sie sich den Zustand der Märkte an! Ihr Herr Klubobmann ist ja gleichzeitig Bezirksparteiobmann von Hernals. Er könnte sich den Dornermarkt anschauen! (Abg. Eder: Schauen wir uns doch den „Mausi-Markt“ an!) Dort ist eine halbe Million € „vergraben“ worden. André Heller durfte um viel Geld – Steuergeld natürlich! – noch ein kleines Spielchen hinstellen. Nun ist das Ganze eine Betonwüste, die Lieblosigkeit schlechthin! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eder.) – Kollege Eder kommt aus Floridsdorf: Er soll sich den Floridsdorfer Markt anschauen!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Manche von Ihnen kennen die Dame nicht, die dafür zuständig ist: Zuständig für Märkte ist Stadträtin Brauner, die wahrscheinlich noch ihren jugendlichen Juso-Ideen nachhängt. So schaut die Nahversorgung in dieser Stadt aus, dabei könnte es Wirtschaftsimpulse geben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.
Sie zeichnen für die Lieblosigkeit, Phantasielosigkeit und mangelnde Kreativität in dieser Stadt verantwortlich! Entsprechend schauen auch die Wirtschaftsdaten aus. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) – Herr Kollege Bauer! Ich lade Sie ein: Gehen Sie über den Schwarzenbergplatz! Er ist nicht weit von da entfernt. Gehen Sie über den Schwarzenbergplatz! Es ist dies ein zubetonierter neuer Platz, eine Schande für die Stadt! Ich verlange in Wirklichkeit schon heute einen Rückbau dieses Platzes! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie zeichnen für die Lieblosigkeit, Phantasielosigkeit und mangelnde Kreativität in dieser Stadt verantwortlich! Entsprechend schauen auch die Wirtschaftsdaten aus. (Zwischenruf des Abg. Dr. Bauer.) – Herr Kollege Bauer! Ich lade Sie ein: Gehen Sie über den Schwarzenbergplatz! Er ist nicht weit von da entfernt. Gehen Sie über den Schwarzenbergplatz! Es ist dies ein zubetonierter neuer Platz, eine Schande für die Stadt! Ich verlange in Wirklichkeit schon heute einen Rückbau dieses Platzes! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Verzetnitsch: Reden Sie bitte zum Thema!
Sie sagen immer, dass die Bundespolitik dafür verantwortlich ist, dass die Wirtschaftsdaten in Wien so schlecht sind. (Abg. Verzetnitsch: Reden Sie bitte zum Thema!) – Dieses Argument kommt aber doch immer wieder! – Schauen Sie sich die Zahl der fertig gestellten Wohnungen in Wien an. Die fertig gestellten Wohnungen ... (Abg. Mag. Kogler: Wir sind doch kein Kabarett!) – Das ist kein Kabarett, sondern das ist höchst notwendig angesichts der Wohnsituation in Wien, Herr Kogler! Aber Sie wissen ja nicht, wovon Sie reden!
Abg. Mag. Kogler: Wir sind doch kein Kabarett!
Sie sagen immer, dass die Bundespolitik dafür verantwortlich ist, dass die Wirtschaftsdaten in Wien so schlecht sind. (Abg. Verzetnitsch: Reden Sie bitte zum Thema!) – Dieses Argument kommt aber doch immer wieder! – Schauen Sie sich die Zahl der fertig gestellten Wohnungen in Wien an. Die fertig gestellten Wohnungen ... (Abg. Mag. Kogler: Wir sind doch kein Kabarett!) – Das ist kein Kabarett, sondern das ist höchst notwendig angesichts der Wohnsituation in Wien, Herr Kogler! Aber Sie wissen ja nicht, wovon Sie reden!
Zwischenruf des Abg. Eder.
Ich lade Sie im Hinblick darauf zu einem Krisengipfel ein! Gehen wir doch gemeinsam ins Rathaus hinüber und fragen wir einmal, was los ist! (Zwischenruf des Abg. Eder.) Das läge an sich in Ihrer Verantwortung als zuständiger Abgeordneter für die Stadt Wien. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich lade Sie im Hinblick darauf zu einem Krisengipfel ein! Gehen wir doch gemeinsam ins Rathaus hinüber und fragen wir einmal, was los ist! (Zwischenruf des Abg. Eder.) Das läge an sich in Ihrer Verantwortung als zuständiger Abgeordneter für die Stadt Wien. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Lassen Sie mich noch ein Letztes sagen, weil ich jetzt auch Präsident Verzetnitsch hier sehe: Die Wiener Stadtverwaltung – und auch da wiederum Frau Stadträtin Brauner – hat sich natürlich bei den Streiks hervorgetan. Die Wiener Linien haben gestreikt, Wienstrom und Wiengas haben gestreikt, die Freiwillige Feuerwehr, die Berufsfeuerwehr und überhaupt alle haben gestreikt! Vor der Bundesparteizentrale der ÖVP wurden Schaumteppiche aufgelegt und was weiß ich noch alles! – Herr Präsident Verzetnitsch! Das Ganze hatte aber in Wirklichkeit folgenden Effekt: Wenn Sie bei Betriebsansiedlungsgesprächen heute mit internationalen Investoren reden, kommt die Frage: Gibt es in Wien auch schon italienische Verhältnisse? – Dafür sind Sie zuständig! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Deshalb ist es eben notwendig, dass eine Wirtschaftspolitik à la Bartenstein und à la Grasser diesen Dilettantismus in Wien überlagert! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Wien ist ein Bundesland!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Sie haben offenbar die falsche Türe erwischt, Herr Abgeordneter Maier! Ich kann eventuell auch „Kollege“ sagen. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie jetzt im Parlament und nicht im Wiener Rathaus sind. Ich meine, wir sollten jetzt wieder zu dem zurückkehren, was die Bundespolitik betrifft. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Wien ist ein Bundesland!) – Richtig! Wien ist ein Bundesland. Es gibt auch etliche Bundesländer, die schwarz regiert sind, und trotzdem sieht die Wirtschaftspolitik bundesweit so aus! (Abg. Neudeck: Insgesamt schaut es besser aus!)
Abg. Neudeck: Insgesamt schaut es besser aus!
Abgeordnete Michaela Sburny (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Sie haben offenbar die falsche Türe erwischt, Herr Abgeordneter Maier! Ich kann eventuell auch „Kollege“ sagen. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie jetzt im Parlament und nicht im Wiener Rathaus sind. Ich meine, wir sollten jetzt wieder zu dem zurückkehren, was die Bundespolitik betrifft. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Wien ist ein Bundesland!) – Richtig! Wien ist ein Bundesland. Es gibt auch etliche Bundesländer, die schwarz regiert sind, und trotzdem sieht die Wirtschaftspolitik bundesweit so aus! (Abg. Neudeck: Insgesamt schaut es besser aus!)
Abg. Neudeck: Wir sind jetzt bei der Dringlichen!
Meine Kollegin Brigid Weinzinger hat in diesem Zusammenhang auf eine besondere Gruppe der AsylwerberInnen hingewiesen, die unter Ihrem heute beschlossenen Asylgesetz besonders leiden beziehungsweise auf der Strecke bleiben wird, nämlich auf die Gruppe jener Frauen, die vergewaltigt wurden, Genitalverstümmelungen zum Opfer gefallen sind oder Witwenverbrennungen zu befürchten haben. Und auch im Hinblick auf diese Gruppe von Frauen meinen Sie, dass wir es uns wirtschaftlich nicht leisten können, ein ehrliches, faires Asylverfahren durchzuführen! (Abg. Neudeck: Wir sind jetzt bei der Dringlichen!)
Abg. Neudeck: Zum Thema bitte!
Ich möchte das jetzt einmal thematisieren, weil das immer wieder zwischen den Reihen der Regierungsfraktionen und der Grünen hin und her geht: Ich finde es absolut unerträglich, dass es jedes Mal, wenn es um die Ungleichbehandlung von Frauen oder – wie in dem Fall des Asyls – um Gewalt gegen Frauen geht, sexistische Äußerungen von Ihrer Seite gibt. (Abg. Neudeck: Zum Thema bitte!) Es ist mir jetzt egal, welches Thema! Sie nehmen jedes Thema zum Anlass für sexistische Äußerungen in Richtung weiblicher Abgeordneter! (Abg. Neudeck: Sagen Sie bitte einen Satz zur Wirtschaft!)
Abg. Neudeck: Sagen Sie bitte einen Satz zur Wirtschaft!
Ich möchte das jetzt einmal thematisieren, weil das immer wieder zwischen den Reihen der Regierungsfraktionen und der Grünen hin und her geht: Ich finde es absolut unerträglich, dass es jedes Mal, wenn es um die Ungleichbehandlung von Frauen oder – wie in dem Fall des Asyls – um Gewalt gegen Frauen geht, sexistische Äußerungen von Ihrer Seite gibt. (Abg. Neudeck: Zum Thema bitte!) Es ist mir jetzt egal, welches Thema! Sie nehmen jedes Thema zum Anlass für sexistische Äußerungen in Richtung weiblicher Abgeordneter! (Abg. Neudeck: Sagen Sie bitte einen Satz zur Wirtschaft!)
Abg. Rädler: Das ist doch nicht sexistisch!
Damit Sie es einmal hören, zitiere ich die diesbezügliche öffentliche Äußerung des Kollegen Wattaul bei einer Rede der Kollegin Weinzinger: „Ich möchte wissen, was die Weinzinger für einen Frust hat, dass sie sich immer so aufführt!“ (Abg. Rädler: Das ist doch nicht sexistisch!) – Das ist Sexismus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Sagen Sie doch endlich etwas zum Thema!) – Ja, ich werde auch etwas zum Thema sagen! (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben aber wirklich ein Problem! Sie sind wirklich arm!) – Ich hoffe, das steht im Protokoll! Kollege Mainoni sagt, dass ich wirklich ein Problem habe. (Abg. Neudeck: Mehrere!) – Kollege Neudeck sagt, dass ich mehrere Probleme habe. Das mag auch sein! (Abg. Neudeck: Wissen Sie nichts zur Debatte?) – Ich weiß schon etwas zur Debatte. Aber es muss einmal thematisiert werden, wie Sie mit den Abgeordneten der Oppositionsparteien und speziell mit den Frauen umgehen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.) Sie können das, wie ich hoffe, auch im Protokoll nachlesen. Ich möchte jetzt, dass das einmal öffentlich abgehandelt wird! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Sagen Sie doch endlich etwas zum Thema!
Damit Sie es einmal hören, zitiere ich die diesbezügliche öffentliche Äußerung des Kollegen Wattaul bei einer Rede der Kollegin Weinzinger: „Ich möchte wissen, was die Weinzinger für einen Frust hat, dass sie sich immer so aufführt!“ (Abg. Rädler: Das ist doch nicht sexistisch!) – Das ist Sexismus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Sagen Sie doch endlich etwas zum Thema!) – Ja, ich werde auch etwas zum Thema sagen! (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben aber wirklich ein Problem! Sie sind wirklich arm!) – Ich hoffe, das steht im Protokoll! Kollege Mainoni sagt, dass ich wirklich ein Problem habe. (Abg. Neudeck: Mehrere!) – Kollege Neudeck sagt, dass ich mehrere Probleme habe. Das mag auch sein! (Abg. Neudeck: Wissen Sie nichts zur Debatte?) – Ich weiß schon etwas zur Debatte. Aber es muss einmal thematisiert werden, wie Sie mit den Abgeordneten der Oppositionsparteien und speziell mit den Frauen umgehen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.) Sie können das, wie ich hoffe, auch im Protokoll nachlesen. Ich möchte jetzt, dass das einmal öffentlich abgehandelt wird! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Mainoni: Sie haben aber wirklich ein Problem! Sie sind wirklich arm!
Damit Sie es einmal hören, zitiere ich die diesbezügliche öffentliche Äußerung des Kollegen Wattaul bei einer Rede der Kollegin Weinzinger: „Ich möchte wissen, was die Weinzinger für einen Frust hat, dass sie sich immer so aufführt!“ (Abg. Rädler: Das ist doch nicht sexistisch!) – Das ist Sexismus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Sagen Sie doch endlich etwas zum Thema!) – Ja, ich werde auch etwas zum Thema sagen! (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben aber wirklich ein Problem! Sie sind wirklich arm!) – Ich hoffe, das steht im Protokoll! Kollege Mainoni sagt, dass ich wirklich ein Problem habe. (Abg. Neudeck: Mehrere!) – Kollege Neudeck sagt, dass ich mehrere Probleme habe. Das mag auch sein! (Abg. Neudeck: Wissen Sie nichts zur Debatte?) – Ich weiß schon etwas zur Debatte. Aber es muss einmal thematisiert werden, wie Sie mit den Abgeordneten der Oppositionsparteien und speziell mit den Frauen umgehen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.) Sie können das, wie ich hoffe, auch im Protokoll nachlesen. Ich möchte jetzt, dass das einmal öffentlich abgehandelt wird! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Mehrere!
Damit Sie es einmal hören, zitiere ich die diesbezügliche öffentliche Äußerung des Kollegen Wattaul bei einer Rede der Kollegin Weinzinger: „Ich möchte wissen, was die Weinzinger für einen Frust hat, dass sie sich immer so aufführt!“ (Abg. Rädler: Das ist doch nicht sexistisch!) – Das ist Sexismus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Sagen Sie doch endlich etwas zum Thema!) – Ja, ich werde auch etwas zum Thema sagen! (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben aber wirklich ein Problem! Sie sind wirklich arm!) – Ich hoffe, das steht im Protokoll! Kollege Mainoni sagt, dass ich wirklich ein Problem habe. (Abg. Neudeck: Mehrere!) – Kollege Neudeck sagt, dass ich mehrere Probleme habe. Das mag auch sein! (Abg. Neudeck: Wissen Sie nichts zur Debatte?) – Ich weiß schon etwas zur Debatte. Aber es muss einmal thematisiert werden, wie Sie mit den Abgeordneten der Oppositionsparteien und speziell mit den Frauen umgehen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.) Sie können das, wie ich hoffe, auch im Protokoll nachlesen. Ich möchte jetzt, dass das einmal öffentlich abgehandelt wird! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Neudeck: Wissen Sie nichts zur Debatte?
Damit Sie es einmal hören, zitiere ich die diesbezügliche öffentliche Äußerung des Kollegen Wattaul bei einer Rede der Kollegin Weinzinger: „Ich möchte wissen, was die Weinzinger für einen Frust hat, dass sie sich immer so aufführt!“ (Abg. Rädler: Das ist doch nicht sexistisch!) – Das ist Sexismus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Sagen Sie doch endlich etwas zum Thema!) – Ja, ich werde auch etwas zum Thema sagen! (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben aber wirklich ein Problem! Sie sind wirklich arm!) – Ich hoffe, das steht im Protokoll! Kollege Mainoni sagt, dass ich wirklich ein Problem habe. (Abg. Neudeck: Mehrere!) – Kollege Neudeck sagt, dass ich mehrere Probleme habe. Das mag auch sein! (Abg. Neudeck: Wissen Sie nichts zur Debatte?) – Ich weiß schon etwas zur Debatte. Aber es muss einmal thematisiert werden, wie Sie mit den Abgeordneten der Oppositionsparteien und speziell mit den Frauen umgehen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.) Sie können das, wie ich hoffe, auch im Protokoll nachlesen. Ich möchte jetzt, dass das einmal öffentlich abgehandelt wird! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.
Damit Sie es einmal hören, zitiere ich die diesbezügliche öffentliche Äußerung des Kollegen Wattaul bei einer Rede der Kollegin Weinzinger: „Ich möchte wissen, was die Weinzinger für einen Frust hat, dass sie sich immer so aufführt!“ (Abg. Rädler: Das ist doch nicht sexistisch!) – Das ist Sexismus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Sagen Sie doch endlich etwas zum Thema!) – Ja, ich werde auch etwas zum Thema sagen! (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben aber wirklich ein Problem! Sie sind wirklich arm!) – Ich hoffe, das steht im Protokoll! Kollege Mainoni sagt, dass ich wirklich ein Problem habe. (Abg. Neudeck: Mehrere!) – Kollege Neudeck sagt, dass ich mehrere Probleme habe. Das mag auch sein! (Abg. Neudeck: Wissen Sie nichts zur Debatte?) – Ich weiß schon etwas zur Debatte. Aber es muss einmal thematisiert werden, wie Sie mit den Abgeordneten der Oppositionsparteien und speziell mit den Frauen umgehen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.) Sie können das, wie ich hoffe, auch im Protokoll nachlesen. Ich möchte jetzt, dass das einmal öffentlich abgehandelt wird! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Damit Sie es einmal hören, zitiere ich die diesbezügliche öffentliche Äußerung des Kollegen Wattaul bei einer Rede der Kollegin Weinzinger: „Ich möchte wissen, was die Weinzinger für einen Frust hat, dass sie sich immer so aufführt!“ (Abg. Rädler: Das ist doch nicht sexistisch!) – Das ist Sexismus! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neudeck: Sagen Sie doch endlich etwas zum Thema!) – Ja, ich werde auch etwas zum Thema sagen! (Abg. Mag. Mainoni: Sie haben aber wirklich ein Problem! Sie sind wirklich arm!) – Ich hoffe, das steht im Protokoll! Kollege Mainoni sagt, dass ich wirklich ein Problem habe. (Abg. Neudeck: Mehrere!) – Kollege Neudeck sagt, dass ich mehrere Probleme habe. Das mag auch sein! (Abg. Neudeck: Wissen Sie nichts zur Debatte?) – Ich weiß schon etwas zur Debatte. Aber es muss einmal thematisiert werden, wie Sie mit den Abgeordneten der Oppositionsparteien und speziell mit den Frauen umgehen! (Zwischenruf des Abg. Mag. Mainoni.) Sie können das, wie ich hoffe, auch im Protokoll nachlesen. Ich möchte jetzt, dass das einmal öffentlich abgehandelt wird! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé. – Zwischenruf des Abg. Scheibner. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir können uns doch von den Grünen nicht ununterbrochen beschmutzen lassen! Die Grünen dürfen sagen, was sie wollen, wir aber nicht!
Abgeordnete Michaela Sburny (fortsetzend): Danke. – Ich möchte nun zur Dringlichen Anfrage kommen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir können uns doch von den Grünen nicht ununterbrochen beschmutzen lassen! Die Grünen dürfen sagen, was sie wollen, wir aber nicht!) – Sie dürfen es eh sagen! Ich habe es nur hier laut wiederholt! Wenn Sie das so stört, dann sagen Sie es halt nächstes Mal nicht mehr! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordnete Michaela Sburny (fortsetzend): Danke. – Ich möchte nun zur Dringlichen Anfrage kommen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir können uns doch von den Grünen nicht ununterbrochen beschmutzen lassen! Die Grünen dürfen sagen, was sie wollen, wir aber nicht!) – Sie dürfen es eh sagen! Ich habe es nur hier laut wiederholt! Wenn Sie das so stört, dann sagen Sie es halt nächstes Mal nicht mehr! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Quote noch nie so hoch war. Sie müssen also bei Ihren Statistiken auch dazusagen, dass unsere Arbeitslosenquote im EU-Bereich oder auch im OECD-Bereich zwar immer noch relativ niedrig ist, vergleichsweise aber schneller steigt als in anderen Bereichen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Binder.
Zweitens: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sind auch immer wieder ein Thema. Ich möchte jetzt nicht dasselbe sagen, was ich gestern schon gesagt habe. Sie kennen die Daten. Herr Minister! Wenn Sie sagen, dass 2002 das beste aller Jahre für Forschung und Entwicklung war, dann kann ich nur sagen: 1,94 Prozent Forschungsquote liegen unter jenem Zielergebnis, das Sie sich selber gesteckt haben. Wenn das das Beste ist, was Sie erreichen können, dann können wir uns unschwer vorstellen, wie das bis zum Ende der Regierungsperiode ausschauen wird! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Binder.)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Was die Unternehmen allerdings sehr dringend brauchen würden, ist eine Senkung der Einkommensteuer und eine steuerliche Entlastung der untersten Einkommen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das heißt: Sie sollten sich auch einmal die diesbezüglichen Zahlen der Wirtschaftskammer und der Unternehmen anschauen und nicht immer nur in die Luft bauen! – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Was die Unternehmen allerdings sehr dringend brauchen würden, ist eine Senkung der Einkommensteuer und eine steuerliche Entlastung der untersten Einkommen. (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Das heißt: Sie sollten sich auch einmal die diesbezüglichen Zahlen der Wirtschaftskammer und der Unternehmen anschauen und nicht immer nur in die Luft bauen! – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Auf jeden Fall steigen wir bei der Betrachtung der Entwicklung der österreichischen Wirtschaft im internationalen Vergleich, wenn man nur etwas über die Grenze beziehungsweise wenn man – von Grenze kann man ja nicht mehr sprechen – nach Deutschland blickt, hervorragend aus. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Frau Kollegin Sburny, Sie haben beklagt, dass das Wirtschaftswachstum in Österreich mit 1,4 Prozent recht minimal ist. – Diese Zahl stimmt, sie ist aber um das Siebenfache höher als in Deutschland. Das müssen Sie auch zur Kenntnis nehmen! Solche Vergleiche sollten Sie anstellen! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Um noch einmal auf die Beschäftigungszahlen zurückzukommen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Herr Kollege Brosz! In Österreich haben wir zurzeit den höchsten Beschäftigtenstand: Im Vergleich zum Vorjahr sind es um 27 820 Beschäftigte mehr. Jetzt werden einige sagen, dass es sich hiebei um Teilzeitbeschäftigte oder geringfügig Beschäftigte handelt, aber auch das brauchen wir in Österreich! Ein solches Einkommen allein reicht zwar nicht aus zum Leben, aber um Familie und Beruf vereinbaren zu können, ist diese Möglichkeit für viele enorm wichtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Um noch einmal auf die Beschäftigungszahlen zurückzukommen. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Herr Kollege Brosz! In Österreich haben wir zurzeit den höchsten Beschäftigtenstand: Im Vergleich zum Vorjahr sind es um 27 820 Beschäftigte mehr. Jetzt werden einige sagen, dass es sich hiebei um Teilzeitbeschäftigte oder geringfügig Beschäftigte handelt, aber auch das brauchen wir in Österreich! Ein solches Einkommen allein reicht zwar nicht aus zum Leben, aber um Familie und Beruf vereinbaren zu können, ist diese Möglichkeit für viele enorm wichtig. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Da beklagt wird, dass die Arbeitslosigkeit in Österreich gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent angestiegen ist: Es gibt Bundesländer, die wesentlich besser abschneiden, wie zum Beispiel Kärnten mit 2,2 Prozent weniger Arbeitslosen, Oberösterreich mit 2,8 Prozent und auch die Steiermark mit 0,5 Prozent weniger. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Hingegen ist in Wien die Arbeitslosigkeit enorm angestiegen, nämlich um 11,2 Prozent. – Herr Kollege Gusenbauer, fragen Sie bei Bürgermeister Häupl nach, was er dagegen unternehmen wird! Es wäre für Sie wahrscheinlich ratsam, öfter mit dem Kärntner Landeshauptmann zu einem Spargelessen zusammenzutreffen, denn dort könnten Sie gewisse Anleihen nehmen, wenn es darum geht, wie man die Beschäftigtenzahl in die Höhe treibt, wie man der Jugendarbeitslosigkeit entgegentritt, wie man bei den Beschäftigtenzahlen positive Zahlen schreibt, die Jugendarbeitslosigkeit abbaut und mehr für die Jugendbeschäftigung tut. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das stimmt überhaupt nicht!
Die SPÖ-Propaganda sagt immer wieder, Kärnten sei Schlusslicht (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das stimmt überhaupt nicht!) und Wien ist Spitze. – Wien ist Spitze bei den Arbeitslosenzahlen! Kärnten ist auf jeden Fall Vorbild bei der Jugendbeschäftigung! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie Bravoruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie Bravoruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.
Die SPÖ-Propaganda sagt immer wieder, Kärnten sei Schlusslicht (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Das stimmt überhaupt nicht!) und Wien ist Spitze. – Wien ist Spitze bei den Arbeitslosenzahlen! Kärnten ist auf jeden Fall Vorbild bei der Jugendbeschäftigung! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie Bravoruf des Abg. Dipl.-Ing. Scheuch.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Reheis.
Wir haben in Kärnten Beschäftigtenzahlen, die besser sind als je zuvor. Im August 2003 erreichte mein Bundesland hinter Oberösterreich das zweitbeste Ergebnis, bei der Arbeitslosigkeit und vor allem bei der Jugendausbildung waren wir vorbildhaft. Man hat Maßnahmen gesetzt, damit es mehr Lehrbetriebe, mehr offene Stellen und weniger Lehrstellensuchende gibt. Man hat in Abstimmung zwischen dem Land und den Sozialpartnern Maßnahmen dahin gehend gesetzt, dass man im ersten Lehrjahr den Betrieben die Berufsschulzeit ersetzt. Das sind eben positive Aspekte, wodurch man dann positive Zahlen schreibt. Das wird sich dann auch in den Wahlen entsprechend niederschlagen. (Ironische Heiterkeit des Abg. Reheis.)
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Zum Abschluss noch ein Wort zur Steuerreform: Eine Steuerreform ist notwendig! Wir werden sie auch durchziehen, um eine massive Entlastung der unteren und mittleren Einkommen zu gewährleisten. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.) 14 500 € steuerfrei mit einer Einschleifregelung auf 21 800 € – das wird kommen. Ich habe in den letzten Tagen von einem Manager der Kaufhauskette „Quelle“ gelesen, dort kaufen sicherlich sehr viele Leute mit kleinen und mittleren Einkommen ein. Er sagt, wir müssen die Kaufkraft in Österreich stärken! – Schreiben Sie sich das hinter die Ohren! Das ist wichtig, damit in Österreich alles gut weitergeht. Diese Bundesregierung tut ihr Möglichstes dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Zum Abschluss noch ein Wort zur Steuerreform: Eine Steuerreform ist notwendig! Wir werden sie auch durchziehen, um eine massive Entlastung der unteren und mittleren Einkommen zu gewährleisten. (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen.) 14 500 € steuerfrei mit einer Einschleifregelung auf 21 800 € – das wird kommen. Ich habe in den letzten Tagen von einem Manager der Kaufhauskette „Quelle“ gelesen, dort kaufen sicherlich sehr viele Leute mit kleinen und mittleren Einkommen ein. Er sagt, wir müssen die Kaufkraft in Österreich stärken! – Schreiben Sie sich das hinter die Ohren! Das ist wichtig, damit in Österreich alles gut weitergeht. Diese Bundesregierung tut ihr Möglichstes dafür! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben wir ja schon gemacht! – Abg. Rossmann: Da habt ihr nicht zugestimmt!
Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Kollege Dolinschek, „Kaufkraft stärken“? – Warum machen wir nicht sofort eine Steuerreform? Warum warten wir denn und machen es nur in Etappen? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben wir ja schon gemacht! – Abg. Rossmann: Da habt ihr nicht zugestimmt!) Hätten wir die Regierung Schüssel I noch (Abg. Rossmann: Da habt ihr nicht zugestimmt!) – nicht aufregen! –, dann hätten wir doch heuer nach Ihren Versprechungen die „größte Steuerreform aller Zeiten“!
Abg. Rossmann: Da habt ihr nicht zugestimmt!
Abgeordneter Friedrich Verzetnitsch (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Kollege Dolinschek, „Kaufkraft stärken“? – Warum machen wir nicht sofort eine Steuerreform? Warum warten wir denn und machen es nur in Etappen? (Abg. Dipl.-Ing. Scheuch: Haben wir ja schon gemacht! – Abg. Rossmann: Da habt ihr nicht zugestimmt!) Hätten wir die Regierung Schüssel I noch (Abg. Rossmann: Da habt ihr nicht zugestimmt!) – nicht aufregen! –, dann hätten wir doch heuer nach Ihren Versprechungen die „größte Steuerreform aller Zeiten“!
Beifall bei der SPÖ.
Wo ist sie denn? – Verschoben auf 2004, zizerlweise auf 2005. – Das ist keine Stärkung der Kaufkraft, sondern das ist ein Hintanhalten der Kaufkraft in Österreich, was Sie betreiben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Sehr spät! Zu spät! Viel zu spät!
Wenn Herr Abgeordneter Maier den Wienern vorwirft, dass sie nichts tun, dann muss ich sagen: Herr Abgeordneter Maier, Sie müssten es doch in Wirklichkeit besser wissen! Sie könnten hier am Rednerpult zum Beispiel auch darüber berichten, dass Wien die Wirtschaftsförderung gegenüber dem vergangenen Jahr verdoppelt hat (Abg. Dr. Fasslabend: Sehr spät! Zu spät! Viel zu spät!), dass Ihr Handelskammerpräsident Nettig die Stadt Wien öffentlich dafür lobt, dass sie die Unternehmen so sehr unterstützt. Sie können festhalten, dass Wien die Nummer 1 ist, was Betriebsansiedelungen betrifft. (Ruf bei der SPÖ: Bravo!) Sie könnten, was die internationalen Ansiedelungen in Österreich betrifft, festhalten, dass mehr als die Hälfte dieser Ansiedelungen in Wien erfolgt. (Ruf bei der ÖVP: Könnte noch viel besser sein!) Das könnten Sie festhalten, dann würden Sie mehr Zustimmung finden als mit Ihrer Polemik, vor allem auch dann, wenn es um den Arbeitsmarkt geht.
Ruf bei der SPÖ: Bravo!
Wenn Herr Abgeordneter Maier den Wienern vorwirft, dass sie nichts tun, dann muss ich sagen: Herr Abgeordneter Maier, Sie müssten es doch in Wirklichkeit besser wissen! Sie könnten hier am Rednerpult zum Beispiel auch darüber berichten, dass Wien die Wirtschaftsförderung gegenüber dem vergangenen Jahr verdoppelt hat (Abg. Dr. Fasslabend: Sehr spät! Zu spät! Viel zu spät!), dass Ihr Handelskammerpräsident Nettig die Stadt Wien öffentlich dafür lobt, dass sie die Unternehmen so sehr unterstützt. Sie können festhalten, dass Wien die Nummer 1 ist, was Betriebsansiedelungen betrifft. (Ruf bei der SPÖ: Bravo!) Sie könnten, was die internationalen Ansiedelungen in Österreich betrifft, festhalten, dass mehr als die Hälfte dieser Ansiedelungen in Wien erfolgt. (Ruf bei der ÖVP: Könnte noch viel besser sein!) Das könnten Sie festhalten, dann würden Sie mehr Zustimmung finden als mit Ihrer Polemik, vor allem auch dann, wenn es um den Arbeitsmarkt geht.
Ruf bei der ÖVP: Könnte noch viel besser sein!
Wenn Herr Abgeordneter Maier den Wienern vorwirft, dass sie nichts tun, dann muss ich sagen: Herr Abgeordneter Maier, Sie müssten es doch in Wirklichkeit besser wissen! Sie könnten hier am Rednerpult zum Beispiel auch darüber berichten, dass Wien die Wirtschaftsförderung gegenüber dem vergangenen Jahr verdoppelt hat (Abg. Dr. Fasslabend: Sehr spät! Zu spät! Viel zu spät!), dass Ihr Handelskammerpräsident Nettig die Stadt Wien öffentlich dafür lobt, dass sie die Unternehmen so sehr unterstützt. Sie können festhalten, dass Wien die Nummer 1 ist, was Betriebsansiedelungen betrifft. (Ruf bei der SPÖ: Bravo!) Sie könnten, was die internationalen Ansiedelungen in Österreich betrifft, festhalten, dass mehr als die Hälfte dieser Ansiedelungen in Wien erfolgt. (Ruf bei der ÖVP: Könnte noch viel besser sein!) Das könnten Sie festhalten, dann würden Sie mehr Zustimmung finden als mit Ihrer Polemik, vor allem auch dann, wenn es um den Arbeitsmarkt geht.
Abg. Dr. Brinek: Und wo sind die Ergebnisse? – Abg. Dr. Fasslabend: Und die Lehrlingszahlen?
Warum kommen Sie nicht heraus und sagen, dass die Stadt Wien 35 Millionen € zusätzlich in die Arbeitsmarktförderung hineinpumpt, weil der Bund zu wenig tut? (Abg. Dr. Brinek: Und wo sind die Ergebnisse? – Abg. Dr. Fasslabend: Und die Lehrlingszahlen?) Wie ist es denn mit dem Ansinnen des Wiener Landtages, vertreten durch den Vizebürgermeister, der sagt: Schaffen wir doch Lehrlingsstiftungen, damit wir das Jugendbeschäftigungsproblem in den Griff bekommen!? – Was ist die Antwort des Bundes? – Schweigen! Oder eine andere Antwort, die ich Ihnen jetzt gerne vorlese. Auf die Frage an die Bundesregierung, wie viele Lehrlinge sie einstellt – denn sie wirbt ja immer für Lehrstellen –, antwortet der Finanzminister:
Abg. Dr. Fasslabend: Und was tut Wien? Was tut Wien?
Das ist die Antwort des Bundes – der gleichzeitig dafür wirbt, dass die Jugendlichen Lehrstellen bekommen. (Abg. Dr. Fasslabend: Und was tut Wien? Was tut Wien?) Wer hindert denn den Bund daran, dass er so wie in der Vergangenheit Verwaltungslehrlinge aufnimmt? – Es ist der Stellenplan, der dazu führt, dass die entsprechenden Dienststellen sagen (Abg. Dr. Fasslabend: Was tut Wien aber?): Wir müssen den Stellenplan erfüllen, wir nehmen keine Lehrlinge!, und es ist vor allem das Vollzeitäquivalent, das hier eingeführt wird. Wenn Sie das lockern, haben wir sofort Lehrstellen auch im Bund, so wie die Stadt Wien tausend Lehrlinge beschäftigt und jetzt seit vergangener Woche zusätzlich noch 50 beschäftigt. (Abg. Dr. Fasslabend: Nur die Hälfte von dem, was wir haben könnten!) – Das sind meiner Meinung nach die richtigen Antworten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Was tut Wien aber?
Das ist die Antwort des Bundes – der gleichzeitig dafür wirbt, dass die Jugendlichen Lehrstellen bekommen. (Abg. Dr. Fasslabend: Und was tut Wien? Was tut Wien?) Wer hindert denn den Bund daran, dass er so wie in der Vergangenheit Verwaltungslehrlinge aufnimmt? – Es ist der Stellenplan, der dazu führt, dass die entsprechenden Dienststellen sagen (Abg. Dr. Fasslabend: Was tut Wien aber?): Wir müssen den Stellenplan erfüllen, wir nehmen keine Lehrlinge!, und es ist vor allem das Vollzeitäquivalent, das hier eingeführt wird. Wenn Sie das lockern, haben wir sofort Lehrstellen auch im Bund, so wie die Stadt Wien tausend Lehrlinge beschäftigt und jetzt seit vergangener Woche zusätzlich noch 50 beschäftigt. (Abg. Dr. Fasslabend: Nur die Hälfte von dem, was wir haben könnten!) – Das sind meiner Meinung nach die richtigen Antworten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Nur die Hälfte von dem, was wir haben könnten!
Das ist die Antwort des Bundes – der gleichzeitig dafür wirbt, dass die Jugendlichen Lehrstellen bekommen. (Abg. Dr. Fasslabend: Und was tut Wien? Was tut Wien?) Wer hindert denn den Bund daran, dass er so wie in der Vergangenheit Verwaltungslehrlinge aufnimmt? – Es ist der Stellenplan, der dazu führt, dass die entsprechenden Dienststellen sagen (Abg. Dr. Fasslabend: Was tut Wien aber?): Wir müssen den Stellenplan erfüllen, wir nehmen keine Lehrlinge!, und es ist vor allem das Vollzeitäquivalent, das hier eingeführt wird. Wenn Sie das lockern, haben wir sofort Lehrstellen auch im Bund, so wie die Stadt Wien tausend Lehrlinge beschäftigt und jetzt seit vergangener Woche zusätzlich noch 50 beschäftigt. (Abg. Dr. Fasslabend: Nur die Hälfte von dem, was wir haben könnten!) – Das sind meiner Meinung nach die richtigen Antworten! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Das ist die Antwort des Bundes – der gleichzeitig dafür wirbt, dass die Jugendlichen Lehrstellen bekommen. (Abg. Dr. Fasslabend: Und was tut Wien? Was tut Wien?) Wer hindert denn den Bund daran, dass er so wie in der Vergangenheit Verwaltungslehrlinge aufnimmt? – Es ist der Stellenplan, der dazu führt, dass die entsprechenden Dienststellen sagen (Abg. Dr. Fasslabend: Was tut Wien aber?): Wir müssen den Stellenplan erfüllen, wir nehmen keine Lehrlinge!, und es ist vor allem das Vollzeitäquivalent, das hier eingeführt wird. Wenn Sie das lockern, haben wir sofort Lehrstellen auch im Bund, so wie die Stadt Wien tausend Lehrlinge beschäftigt und jetzt seit vergangener Woche zusätzlich noch 50 beschäftigt. (Abg. Dr. Fasslabend: Nur die Hälfte von dem, was wir haben könnten!) – Das sind meiner Meinung nach die richtigen Antworten! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Da sind sie froh! – Abg. Grillitsch: Die sind froh, dass es diese Regierung gibt!
Was denkt sich denn die Bevölkerung Österreichs, wenn sie dieser Debatte mit Vergleichen mit Deutschland folgt? (Abg. Dr. Fasslabend: Da sind sie froh! – Abg. Grillitsch: Die sind froh, dass es diese Regierung gibt!) Was denken sich 208 000 Arbeitslose im gesamten Bundesgebiet? (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank leben wir in Österreich!) Ist das die Antwort, die ihnen zusteht, oder wäre es nicht viel wichtiger, dass wir im Hinblick auf Investitionen wesentlich mehr Druck ausüben, dass wir verstärkt Investitionen durchführen?
Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank leben wir in Österreich!
Was denkt sich denn die Bevölkerung Österreichs, wenn sie dieser Debatte mit Vergleichen mit Deutschland folgt? (Abg. Dr. Fasslabend: Da sind sie froh! – Abg. Grillitsch: Die sind froh, dass es diese Regierung gibt!) Was denken sich 208 000 Arbeitslose im gesamten Bundesgebiet? (Ruf bei der ÖVP: Gott sei Dank leben wir in Österreich!) Ist das die Antwort, die ihnen zusteht, oder wäre es nicht viel wichtiger, dass wir im Hinblick auf Investitionen wesentlich mehr Druck ausüben, dass wir verstärkt Investitionen durchführen?
Beifall bei der SPÖ.
Herr Abgeordneter Maier, wenn Sie monieren, es werde zu wenig neu gebaut, dann muss ich Ihnen hier wohl eine alte Binsenweisheit in Erinnerung rufen: Renovieren und erneuern schafft wesentlich mehr Arbeitsplätze als neu bauen! – Und das findet in Wien und in den Bundesländern meiner Meinung nach statt. Daher: Noch viel stärker in energiesparende Maßnahmen im Wohnbau investieren, noch viel stärkere Anreize dafür schaffen, dass in der Renovierung des alten Wohnhausbestandes mehr geschieht – das würde Arbeitsplätze schaffen! –, und nicht dauernd Hinweise geben, die in die falsche Richtung zielen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fasslabend: Mehr Geld für Investitionen!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Was denkt sich denn die Bevölkerung, wenn sie in den Tageszeitungen liest: 30 000 Beamte beim Bund weniger, 12 000 bei der Eisenbahn; eine kleine Niederlassung – 50 Mitarbeiter – am vergangenen Freitag von einem amerikanischen Konzern aus Wien abgezogen, weil die Löhne in Prag billiger sind? – Was ist die Antwort darauf? (Abg. Dr. Fasslabend: Mehr Geld für Investitionen!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner
Durchschnitt mehr an Einkommen ermöglicht hat (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner) und gleichzeitig durch Maßnahmen des Bundes von den knapp 200 € nur mehr 100 € übrig bleiben, weil die Passgebühr erhöht wird, weil wir rundum verschiedene Tariferhöhungen erlebt haben, dann nützt es überhaupt nichts, wenn sich der Finanzminister hinstellt und sagt, wir haben das Nulldefizit geschafft. – Bezahlt haben es die Menschen mit einer geringeren Kaufkraft, und das müsste Ihnen zu denken geben!
Beifall bei der SPÖ.
Schauen wir, dass wir ein Europa-Abkommen II bekommen, damit die Angst vor der Erweiterung zurückgeht! Wir haben das beim ersten Europa-Abkommen, so glaube ich, trefflich geschafft. Hören wir auf, über die KIAB zu reden, machen wir endlich das Schwarzunternehmerbekämpfungsgesetz! Es liegt seit 1999 hier im Haus – keine Handlung! Wir schicken Leute zum Ausforschen aus, geben ihnen aber nicht die Mittel in die Hand, die es ihnen ermöglichen, echte Schwarzunternehmer zu bekämpfen. – Das wären Maßnahmen, die Erträge in den Sozialversicherungen und bei den Steuern bringen ebenso wie ordentliche Arbeitsplätze! Das sollten Sie sich zu Herzen nehmen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.
Abgeordneter Christoph Kainz (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Die heutige Dringliche Anfrage beschäftigt sich mit dem Thema Arbeit und Wirtschaft in Österreich im internationalen Vergleich. Diesen Vergleich kann Österreich auf Grund der hervorragenden und zielstrebigen Wirtschaftspolitik dieser Bundesregierung, aber auch unseres Bundesministers Dr. Martin Bartenstein als zuständigem Wirtschafts- und Arbeitsminister in einer durchaus schwierigen Zeit mit Stolz antreten! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Bucher.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich glaube, diese Zahlen sprechen für sich. Ich glaube zwar nicht, dass wir in Jubel ausbrechen können, aber wir können stolz darauf sein, dass wir mit dieser Wirtschaftspolitik und mit diesen Maßnahmen weiter auf dem richtigen Kurs unterwegs sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Das Krankmachen ...!
Ich glaube, eine wesentliche Voraussetzung ist auch die positive Darstellung – und nicht das Krankjammern – des Wirtschaftsstandortes Österreich. (Abg. Dr. Matznetter: Das Krankmachen ...!) Das Krankjammern, das tun Sie – und da blicke ich in die
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.
Reihen der SPÖ und der Grünen – durchaus sehr bewusst. Und mir fehlen eigentlich auch die Konzepte der Sozialdemokraten. Ich glaube nicht, dass das richtige Konzept für eine engagierte Wirtschaftspolitik jenes ist, das der Parteivorsitzende Gusenbauer vor einigen Wochen präsentiert hat, nämlich die Wohnbauförderung abzuschaffen. Ich glaube, dass gerade im Bereich der Wohnbauförderung in den Bundesländern bundesweit wesentliche Impulse und Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort Österreich gesetzt wurden. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Neudeck.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine wichtige Voraussetzung für eine engagierte und gute Wirtschaftspolitik ist auch eine richtige und solide Finanzpolitik. Hier sind wir ebenfalls auf dem richtigen Weg und in die richtige Richtung unterwegs. Wir haben einen hohen Schuldenberg abgearbeitet und das Budget saniert. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Deutschland hatte 2001 ein Budgetdefizit von 2,8 Prozent und 2003 ein Minus von 3,8 Prozent. Erst heute hat Bundesminister Eichel den höchsten Schuldenstand mit 43 Milliarden € bekannt gegeben. Österreich ist um 1,6 Prozent besser als der EU-Durchschnitt. – Das sind Zahlen, auf die man aufbauen kann und die eine gute und solide Wirtschaftspolitik auch in Zukunft sicherstellen und gestalten lassen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Öllinger: „Attraktive Arbeitnehmer“? – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung des Abg. Öllinger –: ... oder ist das auch sexistisch?
Hohes Haus! Ich glaube, diese Bundesregierung und diese Koalition hat auch jene Veränderungen, auf die es zu reagieren galt, erkannt und entsprechend darauf reagiert. Wir brauchen, um den Wirtschaftsstand Österreich auch in Zukunft attraktiv zu gestalten, engagierte und attraktive Arbeitnehmer, aber auch Arbeitgeber. (Abg. Öllinger: „Attraktive Arbeitnehmer“? – Abg. Dr. Partik-Pablé – in Richtung des Abg. Öllinger –: ... oder ist das auch sexistisch?) Ich glaube, dass hier in der Vergangenheit einige Maßnahmen gesetzt wurden, die auf die Fragen dieser Zeit auch die richtigen Antworten gegeben haben. Ich nenne hier nur die Abfertigung neu. Das Rucksackmodell, das es ermöglicht, seine Ansprüche mitnehmen zu können, ist ein Beispiel, mit dem in einer partnerschaftlichen Atmosphäre zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ein neuer Schritt gesetzt wurde. Auch die Pensionssicherungsreform ebenso wie die Forschungsinitiative sind Schritte, die in Zukunft noch einiges an Veränderungen bewirken werden.
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Investitionen werden langfristig getätigt, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen und wenn auch die Berechenbarkeit des Standortes gegeben ist – und nicht durch Streikdrohungen eine Unberechenbarkeit ins Land zieht. Ich glaube, dass gerade diese Bundesregierung jener berechenbare Faktor in diesem Land ist, der gewährleistet, dass hier auch in Zukunft Investitionen in die Wirtschaft und eine engagierte Wirtschaftspolitik möglich sind. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Noch keine Koalition hat so viel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf getan wie die Bundesregierung unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel: Karenzgeld für alle, Familienhospizkarenz, Pflegegeld ab der Geburt – viele Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich machen. Und auch jetzt bin ich sehr froh, dass die Bundesregierung mit der neuen Elternteilzeit wiederum einen Schritt in die richtige Richtung gesetzt hat. Ich bin froh und stolz, dass der Ministerrat jene Punktuation beschlossen hat, auf Grund deren wieder Maßnahmen dahin gehend gesetzt werden, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Zukunft noch besser möglich sein wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Initiativen, um den Standort Österreich zu stärken und so auch unseren Menschen zukunftsorientierte Arbeit in diesem Land zu geben! (Beifall bei der ÖVP.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Kein Kabarett!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Kein Kabarett!) Kein Kabarett!, wurde soeben eingemahnt. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das war Ihr Zwischenruf!) – Ja, das war mein Zwischenruf, und ich bin wirklich immer noch irritiert – ich gebe das gerne zu (Abg. Wittauer – in der ersten Reihe Platz nehmend –: Wenn der Herr Abgeordnete Kogler spricht, muss ich ein bisschen näher kommen!) –, denn wenn solch eine Dringliche Anfrage von einer Regierungsfraktion ansteht, dann hat man zunächst ein paar ernste Verdachtsmomente, nämlich dahin gehend, dass – wie dies in der Regel der Fall ist – eine wirklich wichtige Dringliche Anfrage der Opposition vereitelt werden soll. Offensichtlich haben Sie heute alles Mögliche befürchtet, denn der Ernst dieser Dringlichen kann, trotz des ernsten Themas, von Ihnen offensichtlich nicht wirklich bestätigt werden, sonst würde Herr Kollege Maier nicht ans Rednerpult treten und hier kleingeographische Orientierungsprobleme outen (Heiterkeit bei den Grünen), wenn er das Rathaus mit dem Parlament verwechselt. (Abg. Wittauer: Da ist ja ein wichtiger Zusammenhang!) Dann rennt er am Ring eine Runde weiter und ist am Schwarzenbergplatz. – Ich finde das ganz interessant. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Wittauer: Natürlich hat er ein Recht, darüber zu reden, weil es einen Zusammenhang hat!)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das war Ihr Zwischenruf!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Kein Kabarett!) Kein Kabarett!, wurde soeben eingemahnt. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das war Ihr Zwischenruf!) – Ja, das war mein Zwischenruf, und ich bin wirklich immer noch irritiert – ich gebe das gerne zu (Abg. Wittauer – in der ersten Reihe Platz nehmend –: Wenn der Herr Abgeordnete Kogler spricht, muss ich ein bisschen näher kommen!) –, denn wenn solch eine Dringliche Anfrage von einer Regierungsfraktion ansteht, dann hat man zunächst ein paar ernste Verdachtsmomente, nämlich dahin gehend, dass – wie dies in der Regel der Fall ist – eine wirklich wichtige Dringliche Anfrage der Opposition vereitelt werden soll. Offensichtlich haben Sie heute alles Mögliche befürchtet, denn der Ernst dieser Dringlichen kann, trotz des ernsten Themas, von Ihnen offensichtlich nicht wirklich bestätigt werden, sonst würde Herr Kollege Maier nicht ans Rednerpult treten und hier kleingeographische Orientierungsprobleme outen (Heiterkeit bei den Grünen), wenn er das Rathaus mit dem Parlament verwechselt. (Abg. Wittauer: Da ist ja ein wichtiger Zusammenhang!) Dann rennt er am Ring eine Runde weiter und ist am Schwarzenbergplatz. – Ich finde das ganz interessant. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Wittauer: Natürlich hat er ein Recht, darüber zu reden, weil es einen Zusammenhang hat!)
Abg. Wittauer – in der ersten Reihe Platz nehmend –: Wenn der Herr Abgeordnete Kogler spricht, muss ich ein bisschen näher kommen!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Kein Kabarett!) Kein Kabarett!, wurde soeben eingemahnt. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das war Ihr Zwischenruf!) – Ja, das war mein Zwischenruf, und ich bin wirklich immer noch irritiert – ich gebe das gerne zu (Abg. Wittauer – in der ersten Reihe Platz nehmend –: Wenn der Herr Abgeordnete Kogler spricht, muss ich ein bisschen näher kommen!) –, denn wenn solch eine Dringliche Anfrage von einer Regierungsfraktion ansteht, dann hat man zunächst ein paar ernste Verdachtsmomente, nämlich dahin gehend, dass – wie dies in der Regel der Fall ist – eine wirklich wichtige Dringliche Anfrage der Opposition vereitelt werden soll. Offensichtlich haben Sie heute alles Mögliche befürchtet, denn der Ernst dieser Dringlichen kann, trotz des ernsten Themas, von Ihnen offensichtlich nicht wirklich bestätigt werden, sonst würde Herr Kollege Maier nicht ans Rednerpult treten und hier kleingeographische Orientierungsprobleme outen (Heiterkeit bei den Grünen), wenn er das Rathaus mit dem Parlament verwechselt. (Abg. Wittauer: Da ist ja ein wichtiger Zusammenhang!) Dann rennt er am Ring eine Runde weiter und ist am Schwarzenbergplatz. – Ich finde das ganz interessant. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Wittauer: Natürlich hat er ein Recht, darüber zu reden, weil es einen Zusammenhang hat!)
Heiterkeit bei den Grünen
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Kein Kabarett!) Kein Kabarett!, wurde soeben eingemahnt. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das war Ihr Zwischenruf!) – Ja, das war mein Zwischenruf, und ich bin wirklich immer noch irritiert – ich gebe das gerne zu (Abg. Wittauer – in der ersten Reihe Platz nehmend –: Wenn der Herr Abgeordnete Kogler spricht, muss ich ein bisschen näher kommen!) –, denn wenn solch eine Dringliche Anfrage von einer Regierungsfraktion ansteht, dann hat man zunächst ein paar ernste Verdachtsmomente, nämlich dahin gehend, dass – wie dies in der Regel der Fall ist – eine wirklich wichtige Dringliche Anfrage der Opposition vereitelt werden soll. Offensichtlich haben Sie heute alles Mögliche befürchtet, denn der Ernst dieser Dringlichen kann, trotz des ernsten Themas, von Ihnen offensichtlich nicht wirklich bestätigt werden, sonst würde Herr Kollege Maier nicht ans Rednerpult treten und hier kleingeographische Orientierungsprobleme outen (Heiterkeit bei den Grünen), wenn er das Rathaus mit dem Parlament verwechselt. (Abg. Wittauer: Da ist ja ein wichtiger Zusammenhang!) Dann rennt er am Ring eine Runde weiter und ist am Schwarzenbergplatz. – Ich finde das ganz interessant. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Wittauer: Natürlich hat er ein Recht, darüber zu reden, weil es einen Zusammenhang hat!)
Abg. Wittauer: Da ist ja ein wichtiger Zusammenhang!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Kein Kabarett!) Kein Kabarett!, wurde soeben eingemahnt. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das war Ihr Zwischenruf!) – Ja, das war mein Zwischenruf, und ich bin wirklich immer noch irritiert – ich gebe das gerne zu (Abg. Wittauer – in der ersten Reihe Platz nehmend –: Wenn der Herr Abgeordnete Kogler spricht, muss ich ein bisschen näher kommen!) –, denn wenn solch eine Dringliche Anfrage von einer Regierungsfraktion ansteht, dann hat man zunächst ein paar ernste Verdachtsmomente, nämlich dahin gehend, dass – wie dies in der Regel der Fall ist – eine wirklich wichtige Dringliche Anfrage der Opposition vereitelt werden soll. Offensichtlich haben Sie heute alles Mögliche befürchtet, denn der Ernst dieser Dringlichen kann, trotz des ernsten Themas, von Ihnen offensichtlich nicht wirklich bestätigt werden, sonst würde Herr Kollege Maier nicht ans Rednerpult treten und hier kleingeographische Orientierungsprobleme outen (Heiterkeit bei den Grünen), wenn er das Rathaus mit dem Parlament verwechselt. (Abg. Wittauer: Da ist ja ein wichtiger Zusammenhang!) Dann rennt er am Ring eine Runde weiter und ist am Schwarzenbergplatz. – Ich finde das ganz interessant. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Wittauer: Natürlich hat er ein Recht, darüber zu reden, weil es einen Zusammenhang hat!)
Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Wittauer: Natürlich hat er ein Recht, darüber zu reden, weil es einen Zusammenhang hat!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Meine Damen und Herren! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Kein Kabarett!) Kein Kabarett!, wurde soeben eingemahnt. (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das war Ihr Zwischenruf!) – Ja, das war mein Zwischenruf, und ich bin wirklich immer noch irritiert – ich gebe das gerne zu (Abg. Wittauer – in der ersten Reihe Platz nehmend –: Wenn der Herr Abgeordnete Kogler spricht, muss ich ein bisschen näher kommen!) –, denn wenn solch eine Dringliche Anfrage von einer Regierungsfraktion ansteht, dann hat man zunächst ein paar ernste Verdachtsmomente, nämlich dahin gehend, dass – wie dies in der Regel der Fall ist – eine wirklich wichtige Dringliche Anfrage der Opposition vereitelt werden soll. Offensichtlich haben Sie heute alles Mögliche befürchtet, denn der Ernst dieser Dringlichen kann, trotz des ernsten Themas, von Ihnen offensichtlich nicht wirklich bestätigt werden, sonst würde Herr Kollege Maier nicht ans Rednerpult treten und hier kleingeographische Orientierungsprobleme outen (Heiterkeit bei den Grünen), wenn er das Rathaus mit dem Parlament verwechselt. (Abg. Wittauer: Da ist ja ein wichtiger Zusammenhang!) Dann rennt er am Ring eine Runde weiter und ist am Schwarzenbergplatz. – Ich finde das ganz interessant. (Zwischenruf des Abg. Neudeck. – Abg. Wittauer: Natürlich hat er ein Recht, darüber zu reden, weil es einen Zusammenhang hat!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.
Regen Sie sich nicht auf, das wird noch ein Kompliment für Herrn Kollegen Maier! Herr Kollege Maier hat sich heute in der Früh die grüne Krawatte umgeschnallt, hat beobachtet, dass am Schwarzenbergplatz viel zu wenig Grün ist, und macht sich Sorgen, dass die Industriellenvereinigung, wenn die Funktionäre dort hinausschauen, zu wenige Bäume sieht. (Zwischenruf der Abg. Dr. Brinek.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer
Solch ein Zugang ist eigentlich aus grüner Sicht nicht unsympathisch! Das ist nicht unsympathisch. Ich finde es nur bemerkenswert, dass die ÖVP eine Dringliche an den ÖVP-Wirtschaftsminister stellt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer) und dann ein solcher Beitrag relativ rasch in eine derartige Hauptaussage mündet. Dann ist es nicht mehr nur mein Problem, wenn ich hier Kabarett diagnostiziere, sondern das ist Ihr Problem! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Solch ein Zugang ist eigentlich aus grüner Sicht nicht unsympathisch! Das ist nicht unsympathisch. Ich finde es nur bemerkenswert, dass die ÖVP eine Dringliche an den ÖVP-Wirtschaftsminister stellt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wittauer) und dann ein solcher Beitrag relativ rasch in eine derartige Hauptaussage mündet. Dann ist es nicht mehr nur mein Problem, wenn ich hier Kabarett diagnostiziere, sondern das ist Ihr Problem! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Brosz: Das freut wieder den Bartenstein!
Mir geht es ja in Wirklichkeit viel schlechter: Meine Fraktion hat erhöhten Aspirinbedarf und entsprechende Ausgaben – gerade war es wieder so –, weil ich jedes Mal bei solch einer Performance ein Aspirin zu mir nehme – und auch das ist überprüfbar. (Abg. Brosz: Das freut wieder den Bartenstein!)
Abg. Wittauer: Drei Minuten für den Abgeordneten Maier waren das!
Kommen wir aber trotzdem zur Dringlichen Anfrage – und ich bleibe noch bei den unernsten Teilen. (Abg. Wittauer: Drei Minuten für den Abgeordneten Maier waren das!)
Heiterkeit. – Abg. Wittauer kehrt zu seinem Platz zurück. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Obwohl ich den Krainer nicht sehr schätze, habe ich das als ungerecht empfunden, Herr Präsident!
Präsident Dr. Andreas Khol: Herr Abgeordneter Wittauer! Ich habe heute einem Abgeordneten, der einen Redner ständig gestört hat und am falschen Platz gesessen ist, einen Ordnungsruf erteilt. Sie rütteln an diesem Baum, Herr Kollege! (Heiterkeit. – Abg. Wittauer kehrt zu seinem Platz zurück. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Obwohl ich den Krainer nicht sehr schätze, habe ich das als ungerecht empfunden, Herr Präsident!)
Abg. Öllinger: Beim Grasser ist es ...!
Das ist aber möglicherweise deshalb nicht ganz trivial, denn hätte sich (Abg. Öllinger: Beim Grasser ist es ...!) diese Anfrage an den Herrn Finanzminister gerichtet, dann hätten wir die Erfahrung gemacht, dass zwei und zwei zunächst einmal mit Sicherheit nicht vier ist, sondern möglicherweise drei, möglicherweise 4,5 – und vielleicht beim zehnten Anlauf, nachdem man endlich richtig beraten wird (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist aber ein Kabarett!), nachdem endlich das Formular richtig vorliegt, zwei und zwei wirklich vier ist, weil zwischen Formalfehler und Formelfehler möglicherweise auch nicht so große Unterschiede sind.
Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist aber ein Kabarett!
Das ist aber möglicherweise deshalb nicht ganz trivial, denn hätte sich (Abg. Öllinger: Beim Grasser ist es ...!) diese Anfrage an den Herrn Finanzminister gerichtet, dann hätten wir die Erfahrung gemacht, dass zwei und zwei zunächst einmal mit Sicherheit nicht vier ist, sondern möglicherweise drei, möglicherweise 4,5 – und vielleicht beim zehnten Anlauf, nachdem man endlich richtig beraten wird (Bundesminister Dr. Bartenstein: Das ist aber ein Kabarett!), nachdem endlich das Formular richtig vorliegt, zwei und zwei wirklich vier ist, weil zwischen Formalfehler und Formelfehler möglicherweise auch nicht so große Unterschiede sind.
Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dr. Bartenstein.
Ja, es war nicht sehr ernst, ich gebe es zu, Herr Minister. Sie haben mich förmlich dazu eingeladen. (Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dr. Bartenstein.) Aber ich muss Ihnen ehrlich sagen: So, wie die Dringliche hier von Ihrer Fraktion – wenn ich so sagen darf, obwohl Sie Minister sind – angegangen wird, ist das vielleicht auch entschuldbar, und ich möchte mich jetzt tatsächlich den ernsteren Dingen zuwenden.
Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dr. Bartenstein.
Auch an anderer Stelle habe ich gewisse Parallelen zu Redensarten des Herrn Finanzministers festgestellt. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass Sie gut daran tun würden – auch wenn Sie Ambitionen hätten auf dieses Amt, das ja bald frei werden wird –, sich von diesen Sprüchen fern zu halten, denn die haben schon demjenigen, der dann später Ihr Vorgänger sein wird, nicht gut getan. (Beifall bei den Grünen. – Ironische Heiterkeit des Bundesministers Dr. Bartenstein.)
Abg. Neudeck: Der dritte Versuch!
Die internationale Vergleichbarkeit (Abg. Neudeck: Der dritte Versuch!) – der dritte Versuch – ist tatsächlich ein würdigenswertes Thema. Wir könnten uns darauf verständigen, dass wir nicht immer nur auf das BIP-Wachstum im aktuellen und im nächsten Jahr schauen. Das ist gerade der Ideologie und Philosophie der Grünen nicht so fremd, wie Sie wissen werden. Nur: Was Sie sich eben deshalb, so glaube ich, zu Recht von Kollegen Matznetter vorhalten lassen müssen, ist der Umstand, dass Sie selber immer so stark auf diese Kennzahlen rekurrieren und wenn es dann nicht passt, das Ganze doch noch zu retten versuchen und quasi woanders hinzudrehen.
Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.
Aber das würde insbesondere für Sie gelten, denn dieses „der Vergleich macht uns sicher“ passt nicht. Vergleichen Sie die Lage einmal mit Frankreich oder Italien! Gestern Abend ist Berlusconi aufgetreten und hat das verlangt, was die Regierung in Paris schon längst verlangt, dass man den Stabilitätspakt uminterpretiert, nämlich in den Bereichen ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Stummvoll.) – Ich halte das nicht für so wenig sinnvoll, gleichwohl es bekanntlich konservative Regierungen sind. Nicht dass man dem undifferenzierten Schuldenmachen, wie Sie sagen würden, Tür und Tor öffnet, sondern dass man zumindest den Budgetsaldo in schlechteren Wirtschaftszeiten anders oszillieren lässt als in besseren.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich würde Sie wirklich zu mehr Seriosität einladen; bei der nächsten Steuerreformdebatte darf ich diese dann schon erwarten. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Eder: „Fallende Steigerungen“? Steigende „Fallungen“!
Im Jahr 1998 waren die Arbeitslosenzahlen bei einem BIP-Wachstum von 3,5 Prozent wesentlich höher als in den Jahren der schwarz-blauen Regierung, als wir fallende Steigerungen hatten. (Abg. Eder: „Fallende Steigerungen“? Steigende „Fallungen“!) Wir hatten dann Steigerungen von 3 Prozent. (Abg. Krainer: Was ist eine „fallende Steigerung“?) – Die Steigerung ist weniger geworden, das ist eine fallende Steigerung. Aber ich erkläre es gerne. Vielleicht ziehen Sie wieder das Leiberl an, dann können Sie schneller mitdenken. – Die Steigerung ist also zurückgegangen, es sind aber die Arbeitslosenzahlen wesentlich gefallen. Da kann man durchaus sagen, dass der Vergleich sicher macht.
Abg. Krainer: Was ist eine „fallende Steigerung“?
Im Jahr 1998 waren die Arbeitslosenzahlen bei einem BIP-Wachstum von 3,5 Prozent wesentlich höher als in den Jahren der schwarz-blauen Regierung, als wir fallende Steigerungen hatten. (Abg. Eder: „Fallende Steigerungen“? Steigende „Fallungen“!) Wir hatten dann Steigerungen von 3 Prozent. (Abg. Krainer: Was ist eine „fallende Steigerung“?) – Die Steigerung ist weniger geworden, das ist eine fallende Steigerung. Aber ich erkläre es gerne. Vielleicht ziehen Sie wieder das Leiberl an, dann können Sie schneller mitdenken. – Die Steigerung ist also zurückgegangen, es sind aber die Arbeitslosenzahlen wesentlich gefallen. Da kann man durchaus sagen, dass der Vergleich sicher macht.
Abg. Eder: Ist das die Maier-Rede?
Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist bundesweit halb so hoch wie in Wien. (Abg. Eder: Ist das die Maier-Rede?) – Ich hätte von Maier noch ein paar Beispiele mitgehabt, diese habe ich schon gestrichen, damit es ein bisschen kürzer wird. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, Herr Kommerzialrat. Alles bestens!
Abg. Verzetnitsch: Schauen Sie sich die Beschäftigungsstruktur an! Was ist mit der Aufnahmesperre des Bundes?
der Steiermark um 0,5 Prozent. Im Burgenland, wo Rot regiert, gibt es ein kleines Problem. Dort ist sie wieder um 1 Prozent gestiegen. (Abg. Verzetnitsch: Schauen Sie sich die Beschäftigungsstruktur an! Was ist mit der Aufnahmesperre des Bundes?)
Abg. Mag. Stoisits: Er hat es schon längst gemacht!
Herr Kollege, Sie können nicht alles auf den Bund abwälzen. Nein! Das rechnen Sie mir einmal durch, dann schauen wir uns das an. Sie haben einen größeren Apparat – Sie haben die Gewerkschaft –, den haben wir nicht. (Abg. Mag. Stoisits: Er hat es schon längst gemacht!) – Er hat es gesagt, er hat es aber nicht untermauert. (Abg. Mag. Stoisits: Alle Bundesministerien sind in Wien! Wenn es einen Aufnahmestopp gibt ...!) – Das stimmt nicht.
Abg. Mag. Stoisits: Alle Bundesministerien sind in Wien! Wenn es einen Aufnahmestopp gibt ...!
Herr Kollege, Sie können nicht alles auf den Bund abwälzen. Nein! Das rechnen Sie mir einmal durch, dann schauen wir uns das an. Sie haben einen größeren Apparat – Sie haben die Gewerkschaft –, den haben wir nicht. (Abg. Mag. Stoisits: Er hat es schon längst gemacht!) – Er hat es gesagt, er hat es aber nicht untermauert. (Abg. Mag. Stoisits: Alle Bundesministerien sind in Wien! Wenn es einen Aufnahmestopp gibt ...!) – Das stimmt nicht.
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der SPÖ, was haben Sie uns hinterlassen? – Sie haben 1997 die Lehrlingsinitiative der Bundesregierung so gelöst, dass Sie „Euroteam“ ins Leben gerufen haben, das einige Millionen gekostet hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dessen Geschäftsführer – ich plaudere jetzt nicht aus dem „Euroteam“-Ausschuss, aber es gibt eine APA-Meldung von gestern – wird gesucht. Er war schon während des Ausschusses nicht sehr erfreut, als Auskunftsperson kommen zu müssen. Das war Ihr Lösungsansatz für die Lehrlingsproblematik. (Abg. Eder: Wo ist der Rosenstingl?)
Abg. Eder: Wo ist der Rosenstingl?
Meine Damen und Herren von der SPÖ, was haben Sie uns hinterlassen? – Sie haben 1997 die Lehrlingsinitiative der Bundesregierung so gelöst, dass Sie „Euroteam“ ins Leben gerufen haben, das einige Millionen gekostet hat. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Dessen Geschäftsführer – ich plaudere jetzt nicht aus dem „Euroteam“-Ausschuss, aber es gibt eine APA-Meldung von gestern – wird gesucht. Er war schon während des Ausschusses nicht sehr erfreut, als Auskunftsperson kommen zu müssen. Das war Ihr Lösungsansatz für die Lehrlingsproblematik. (Abg. Eder: Wo ist der Rosenstingl?)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Daher kann man sehr wohl sagen: Der Vergleich macht uns sicher! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stoisits: Teilen Sie es uns dann mit!
Herr Minister! Das ist eine Gesellschaft von Ihnen. Rufen Sie dort an und fragen Sie, warum die Unternehmen nicht mehr nach Österreich kommen! (Abg. Mag. Stoisits: Teilen Sie es uns dann mit!)
Abg. Großruck: Das sind sozialistische Verhältnisse! Das war früher!
Eine zweite Frage, die ich stellen möchte: Was sind die Gründe für den blockierten Förderungsapparat in Österreich? – Die Wirtschaftsförderung ist blockiert. Da gibt es das Austria Wirtschaftsservice. Das eine Hauptthema, mit dem es sich auseinander setzt, ist das Umsiedeln. Das zweite Hauptthema, mit dem es sich auseinander setzt, ist, wie es einen zweiten Geschäftsführer finden kann. Wie kann man sich politisch einig werden, dass man einen zweiten Geschäftsführer findet. Es werden ohnehin schon drei bezahlt, nur einer arbeitet momentan; jetzt kommt der Zweite dazu. (Abg. Großruck: Das sind sozialistische Verhältnisse! Das war früher!)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Ich glaube, das muss man hier festhalten, denn das sind die wirklichen Gründe, warum das Wirtschaftswachstum eigentlich so schwach ist. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner. – Abg. Dr. Stummvoll: Da muss der Moser selbst schmunzeln!
Daher muss ich hier feststellen: Dieser Regierung fehlt ganz einfach das Handwerkszeug. Die kann das nicht, die kann die Analysen nicht richtig machen. Sie setzen wirtschaftspolitisch die falschen Signale. (Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner. – Abg. Dr. Stummvoll: Da muss der Moser selbst schmunzeln!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist eine Milchmädchenrechnung! Wie der Androsch!
Wenn man rechnet, dass ein Arbeitsloser 20 000 € kostet, würden wir uns allein dadurch schon 600 Millionen € ersparen. Das ist ein ganz einfach Rezept, nur: Sie wollen das nicht machen! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Mitterlehner: Das ist eine Milchmädchenrechnung! Wie der Androsch!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Stoisits.
Abgeordneter Dipl.-Ing. Klaus Hubert Auer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Minister! Werte Damen und Herren des Hohen Hauses! Ich glaube, in einem verfehlt diese Dringliche Anfrage auf keinen Fall ihre Wirkung, und zwar als Lehrstunde für die Opposition, denn nur durch ständige Nachschulung wird das Wichtigste hängen bleiben, damit Sie endlich die CD wechseln und die richtigen Fakten wiedergeben können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit der Abg. Mag. Stoisits.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.
Auch ich fasse noch einmal kurz zusammen: Österreichs Wirtschaft steht international gesehen hervorragend da. Im Vergleich mit anderen EU-Staaten ist diese wirtschaftspolitische Bilanz der Bundesregierung sogar noch beeindruckender. (Zwischenruf des Abg. Mag. Kogler.) Die endgültigen Zahlen für das Budgetdefizit und das Wirtschaftswachstum des Jahres 2002, Herr Kogler, liegen seit Oktober offiziell vor – Sie können das nachlesen – und verwundern sogar unsere kritischen Wirtschaftsforscher.
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Da sollten Sie Haupt in die Nachschulung schicken!
In Wirklichkeit werden wir international um unseren tüchtigen Wirtschaftsminister und auch um unseren Finanzminister beneidet. Ihre Kollegen (in Richtung SPÖ) in Frankreich oder Deutschland sehen da wesentlich schlechter aus. Also auch bei den Ministern scheuen wir den Vergleich nicht. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Mag. Kogler: Da sollten Sie Haupt in die Nachschulung schicken!)
Abg. Dr. Matznetter: Weil die Leute Geld hatten, um sich etwas zu kaufen!
Die positive Handelsbilanz bedeutet aber, dass Österreichs Produkte die Weltmärkte erobern und unsere Wirtschaft immer wettbewerbsfähiger wird. Das Handelsbilanzdefizit betrug unter einem sozialistischen Kanzler noch 5 Milliarden € pro Jahr, heute ist es bereits verschwunden. (Abg. Dr. Matznetter: Weil die Leute Geld hatten, um sich etwas zu kaufen!) Wir haben einen Überschuss. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Die positive Handelsbilanz bedeutet aber, dass Österreichs Produkte die Weltmärkte erobern und unsere Wirtschaft immer wettbewerbsfähiger wird. Das Handelsbilanzdefizit betrug unter einem sozialistischen Kanzler noch 5 Milliarden € pro Jahr, heute ist es bereits verschwunden. (Abg. Dr. Matznetter: Weil die Leute Geld hatten, um sich etwas zu kaufen!) Wir haben einen Überschuss. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
denpolitik der SPÖ, die Koalition hat in allen Bereichen wichtige Akzente für ein modernes Österreich im 21. Jahrhundert gesetzt. Wir entwickeln uns damit vom Wohlfahrtsstaat zum Nachhaltigkeitsstaat Österreich. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir haben eine neue und moderne Gewerbeordnung, die uns immerhin einen Gründerrekord beschert hat. 20 000 Unternehmensgründungen gab es im letzten Jahr unter einem sozialistischen Kanzler, heute gibt es unter ÖVP-Führung 30 000 Unternehmensgründungen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Abschließend stelle ich daher fest, dass nicht Krankjammern der Wirtschaft hilft, sondern nur eine strategische ÖVP/FPÖ-Politik, die ständig motiviert. Wir werden die nächsten wichtigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen, wie die nächste Stufe der Konjunkturbelebung – das wurde schon erwähnt –, die Ökologisierung des Steuersystems oder die Forcierung der erneuerbaren Energie, ebenso beherzt angehen wie die bisherigen Maßnahmen. Am Ende der Legislaturperiode werden wir damit international noch besser dastehen als heute, und andere Länder werden wahrscheinlich noch immer neidvoll auf den Nachhaltigkeitsstaat Österreich mit seiner erfolgreichen ÖVP/FPÖ-Wirtschaftspolitik blicken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
durch die ÖVP und FPÖ neu motiviert werden!, richtig motiviert. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Wenn ich aber so in die Runden von ÖVP und FPÖ schaue, dann muss ich sagen, das ist kein gutes Vorzeichen, Herr Kollege Mitterlehner.
Abg. Prinz: Wo ist der Klubobmann der Grünen?
Fast wäre es mir gelungen, den Klubobmann der ÖVP kurzzeitig zu begrüßen, aber er ist nicht da, auch der Klubobmann der FPÖ ist nicht da. (Abg. Prinz: Wo ist der Klubobmann der Grünen?) Daher würde ich meinen, dass das Interesse an dieser Dringlichen oder an diesem Thema beziehungsweise die Leidenschaft bei diesem Thema nicht besonders ausgeprägt ist. (Abg. Wittauer: Wo ist Ihr Klubobmann?)
Abg. Wittauer: Wo ist Ihr Klubobmann?
Fast wäre es mir gelungen, den Klubobmann der ÖVP kurzzeitig zu begrüßen, aber er ist nicht da, auch der Klubobmann der FPÖ ist nicht da. (Abg. Prinz: Wo ist der Klubobmann der Grünen?) Daher würde ich meinen, dass das Interesse an dieser Dringlichen oder an diesem Thema beziehungsweise die Leidenschaft bei diesem Thema nicht besonders ausgeprägt ist. (Abg. Wittauer: Wo ist Ihr Klubobmann?)
Abg. Wattaul: Was du redest, ist nicht dringlich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist Ihre Dringliche! (Abg. Wattaul: Was du redest, ist nicht dringlich!) Sie betrachten dieses Thema als dringlich! (Abg. Wittauer: Du wirst doch nicht als Wirtschaftsexperte auftreten wollen! Das nimmt doch niemand ernst!) Wenn Sie von den Freiheitlichen jetzt mit den Fingern auf jemand anderen zeigen, dann kann ich nur sagen: eins, zwei, drei, vier sitzen von den Freiheitlichen herinnen. Das schaut nicht günstig aus. (Ruf: Fünf!) – Fünf! Danke! Fünf Freiheitliche sitzen hier!
Abg. Wittauer: Du wirst doch nicht als Wirtschaftsexperte auftreten wollen! Das nimmt doch niemand ernst!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist Ihre Dringliche! (Abg. Wattaul: Was du redest, ist nicht dringlich!) Sie betrachten dieses Thema als dringlich! (Abg. Wittauer: Du wirst doch nicht als Wirtschaftsexperte auftreten wollen! Das nimmt doch niemand ernst!) Wenn Sie von den Freiheitlichen jetzt mit den Fingern auf jemand anderen zeigen, dann kann ich nur sagen: eins, zwei, drei, vier sitzen von den Freiheitlichen herinnen. Das schaut nicht günstig aus. (Ruf: Fünf!) – Fünf! Danke! Fünf Freiheitliche sitzen hier!
Ruf: Fünf!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist Ihre Dringliche! (Abg. Wattaul: Was du redest, ist nicht dringlich!) Sie betrachten dieses Thema als dringlich! (Abg. Wittauer: Du wirst doch nicht als Wirtschaftsexperte auftreten wollen! Das nimmt doch niemand ernst!) Wenn Sie von den Freiheitlichen jetzt mit den Fingern auf jemand anderen zeigen, dann kann ich nur sagen: eins, zwei, drei, vier sitzen von den Freiheitlichen herinnen. Das schaut nicht günstig aus. (Ruf: Fünf!) – Fünf! Danke! Fünf Freiheitliche sitzen hier!
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.
Herr Kollege Maier! Wenn wir über Wirtschaftspolitik und über Lehrlingspolitik reden, dann hilft es relativ wenig, wenn man bei den Defiziten, die es in diesem Bereich nach wie vor gibt, mit spitzen Fingern auf das Jahr 1997 und „Euroteam“ verweist. Herr Kollege Mitterlehner! An der Ergründung der „Euroteam“-Affäre war die ÖVP nicht vorbildlich beteiligt. Kollegen Kukacka ist es gelungen, einen ganzen Untersuchungsausschuss zu diesem Thema im Nirwana zu versenken. Der Untersuchungsausschuss, der eigentlich eine sinnvolle Aufgabe hätte haben können, hat viel Geld gekostet, vermutlich genauso viel Geld, wie „Euroteam“ vorher versenkt hat. Aber Kollegen Kukacka war es wichtiger, anstatt eine sinnvolle Debatte im Untersuchungsausschuss zu führen, lieber nachzuspüren, ob irgendwelche Frauenberatungsstellen nicht doch irgendetwas Unrechtes gemacht haben, indem sie illegale Prostituierte beraten. Das war leider die Arbeit der ÖVP zu diesem Thema, leider! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Dr. Mitterlehner.)
Bundesminister Dr. Bartenstein: Was hat das mit dem Standort Österreich zu tun?
Nein, das war es noch nicht, Herr Kollege Mitterlehner, das war es noch nicht, es geht erst richtig los! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Was hat das mit dem Standort Österreich zu tun?) – Wenn Sie mich fragen, was das mit dem Standort Österreich zu tun hat, dann gebe ich diese Frage gerne an Kollegen Maier und etliche andere ÖVP-Redner volley weiter, die sich wirklich wacker abgemüht haben, das Thema zu verfehlen. (Abg. Wattaul: Ich glaube, er ist nicht vorbereitet! Er hat keine Rede!)
Abg. Wattaul: Ich glaube, er ist nicht vorbereitet! Er hat keine Rede!
Nein, das war es noch nicht, Herr Kollege Mitterlehner, das war es noch nicht, es geht erst richtig los! (Bundesminister Dr. Bartenstein: Was hat das mit dem Standort Österreich zu tun?) – Wenn Sie mich fragen, was das mit dem Standort Österreich zu tun hat, dann gebe ich diese Frage gerne an Kollegen Maier und etliche andere ÖVP-Redner volley weiter, die sich wirklich wacker abgemüht haben, das Thema zu verfehlen. (Abg. Wattaul: Ich glaube, er ist nicht vorbereitet! Er hat keine Rede!)
Abg. Wittauer: Ist das jetzt ein Dialog mit dem Herrn Minister?
Herr Bundesminister! Ich bin gleich bei Ihnen. (Abg. Wittauer: Ist das jetzt ein Dialog mit dem Herrn Minister?) Mein Kollege Kogler hat schon darauf hingewiesen, dass Sie selbst den fast schon verdächtigen Satz geprägt haben: Ich habe selbst nicht daran geglaubt, dass die Millionen Euro, die wir mit dem Konjunkturpaket ausgeben, 0,75 Prozent Wachstumsimpuls erzielen. Das Beispiel lohnt sich, noch mehr betrachtet zu werden. Da kommen wir nämlich auf eine andere Ebene, die Sie angezogen haben und die einige andere ÖVP- und FPÖ-Redner immer wieder anzuziehen versuchen, indem mit spitzen Fingern auf andere gezeigt wird: die Deutschen mit ihrem Defizit! (Abg. Wattaul: Jetzt hast du es gleich geschafft!)
Abg. Wattaul: Jetzt hast du es gleich geschafft!
Herr Bundesminister! Ich bin gleich bei Ihnen. (Abg. Wittauer: Ist das jetzt ein Dialog mit dem Herrn Minister?) Mein Kollege Kogler hat schon darauf hingewiesen, dass Sie selbst den fast schon verdächtigen Satz geprägt haben: Ich habe selbst nicht daran geglaubt, dass die Millionen Euro, die wir mit dem Konjunkturpaket ausgeben, 0,75 Prozent Wachstumsimpuls erzielen. Das Beispiel lohnt sich, noch mehr betrachtet zu werden. Da kommen wir nämlich auf eine andere Ebene, die Sie angezogen haben und die einige andere ÖVP- und FPÖ-Redner immer wieder anzuziehen versuchen, indem mit spitzen Fingern auf andere gezeigt wird: die Deutschen mit ihrem Defizit! (Abg. Wattaul: Jetzt hast du es gleich geschafft!)
Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.
Herr Bundesminister! Soweit ich informiert bin – das ist ein mageres oder schütteres Resultat dieser Debatte –, erzielen wir derzeit unsere Erfolge hauptsächlich im Export. (Zwischenbemerkung von Bundesminister Dr. Bartenstein.) – Das mögen der Euro und die Relation Euro zu Dollar mitbewirken, aber ein Punkt war oder ist doch, dass innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums gerade das Defizit der Bundesrepublik Deutschland ähnliche Wirkungen entfaltet wie das Defizit der USA, nämlich Wachstumsimpulse, egal in welchem Sektor. Ich will mich nicht über die Gründe des amerikanischen Defizits, Irak-Krieg und Ankurbelung der Rüstungsindustrie, verbreitern, aber wir können nicht auf der einen Seite sagen, schauen wir still zu, wie die einen Wachstumsimpulse setzen, und profitieren wir davon, und auf der anderen Seite mit dem Finger auf die Länder zeigen, die diese Wachstumsimpulse setzen. Es ist so, meine sehr geehrten Damen und Herren!
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir alle sollten unsere Anstrengungen intensivieren, um im Bereich der Beschäftigung und nicht nur der Ausbildung von Jugendlichen tatsächlich einen Schritt vorwärts zu kommen. Und dazu ist diese Debatte leider nicht geeignet gewesen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Öllinger: Das glaube ich!
Abgeordneter Josef Bucher (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Ich möchte die Diskussion wieder etwas versachlichen, nachdem mein Vorredner versucht hat, doch das eine oder andere ins Lächerliche zu ziehen, vor allem was die Anwesenheit der Abgeordneten betrifft, aber ich möchte mich bewusst dazu nicht äußern. (Abg. Öllinger: Das glaube ich!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wenn ich mir von Seiten der SPÖ die steuerpolitischen Vorstellungen ansehe, dann ist es einigermaßen schwierig zu verstehen, wenn Sie die Steuern um 4,5 Milliarden € senken wollen, sich aber gleichzeitig verweigern, Reformen durchzusetzen. Irgendwann werden auch Sie die Frage gestellt bekommen, auch wenn Sie sie in Opposition nicht beantworten müssen, wie Sie diese 4,5 Milliarden € finanzieren wollen, außer natürlich über eine Schuldenpolitik, die wir von Ihnen in den letzten Jahrzehnten gewohnt sind, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Nein, Herr Kollege Matznetter, ich verkünde jetzt das, was Sie heute als letzten Tagesordnungspunkt betreffend Änderung des Einkommensteuergesetzes einbringen werden. Das, was Sie heute einbringen werden, kann nur dem Gehirn eines Steuerberaters entspringen, aber nicht dem Gehirn eines Steuerzahlers, der einigermaßen nachvollziehen kann, was Sie als Berechnungsmodell hier vorschlagen. Das ist ein völliger Unsinn! (Abg. Dr. Stummvoll: Da hat Bucher Recht! – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Abg. Dr. Stummvoll: Da hat Bucher Recht! – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Wenn ich mir von Seiten der SPÖ die steuerpolitischen Vorstellungen ansehe, dann ist es einigermaßen schwierig zu verstehen, wenn Sie die Steuern um 4,5 Milliarden € senken wollen, sich aber gleichzeitig verweigern, Reformen durchzusetzen. Irgendwann werden auch Sie die Frage gestellt bekommen, auch wenn Sie sie in Opposition nicht beantworten müssen, wie Sie diese 4,5 Milliarden € finanzieren wollen, außer natürlich über eine Schuldenpolitik, die wir von Ihnen in den letzten Jahrzehnten gewohnt sind, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) – Nein, Herr Kollege Matznetter, ich verkünde jetzt das, was Sie heute als letzten Tagesordnungspunkt betreffend Änderung des Einkommensteuergesetzes einbringen werden. Das, was Sie heute einbringen werden, kann nur dem Gehirn eines Steuerberaters entspringen, aber nicht dem Gehirn eines Steuerzahlers, der einigermaßen nachvollziehen kann, was Sie als Berechnungsmodell hier vorschlagen. Das ist ein völliger Unsinn! (Abg. Dr. Stummvoll: Da hat Bucher Recht! – Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Machen Sie das Exempel: Nehmen Sie den Antrag, der heute als letzter Tagesordnungspunkt behandelt wird, und lassen Sie einem Mitarbeiter seine Einkommensteuer danach berechnen, und stellen Sie ihm nur einen Taschenrechner zur Verfügung! Das wird er niemals schaffen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Nein, das wird er niemals schaffen, das ist ein Ding der Unmöglichkeit! Mit dieser Steuerpolitik kommen Sie nicht weit! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Machen Sie das Exempel: Nehmen Sie den Antrag, der heute als letzter Tagesordnungspunkt behandelt wird, und lassen Sie einem Mitarbeiter seine Einkommensteuer danach berechnen, und stellen Sie ihm nur einen Taschenrechner zur Verfügung! Das wird er niemals schaffen! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Nein, das wird er niemals schaffen, das ist ein Ding der Unmöglichkeit! Mit dieser Steuerpolitik kommen Sie nicht weit! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir brauchen eine Steuerpolitik, die transparent ist, die einfach gestaltet ist, sodass sich jeder Steuerpflichtige in Österreich seine Steuer selbst ausrechnen kann. Das, was Sie machen, ist eine Beschäftigungspolitik für die Steuerberater und Wirtschaftsberater in Österreich, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Kogler: Weil Sie das dauernd fördern!
Es wird uns auch die schwierige Situation vor Augen geführt, dass die Sparquote extrem angestiegen ist, vor allem im letzten Quartal. Es gehen der Wirtschaft 2,1 Milliarden € ab, die in Lebensversicherungen, Pensionsversicherungen investiert wurden. (Abg. Mag. Kogler: Weil Sie das dauernd fördern!) – Darüber werden wir heute auch noch reden! – Daher ist es notwendig, dieses Konjunkturpaket, an dem wir derzeit arbeiten, auch umzusetzen.
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! In Summe ist es für den Wirtschaftsstandort Österreich nicht gut, wenn von Seiten der Opposition immer alles schlecht geredet wird, denn das fördert das Wirtschaftswachstum nicht. Dessen sollten Sie sich bewusst sein! (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Wattaul: Du möchtest die Schulden, die wir haben, verdoppeln!
Wir könnten an dem Wachstumsaufschwung partizipieren, so wie wir es drei Jahrzehnte lang gemacht haben, als einer der ersten Staaten und nicht als letzter, weil wir mit einem gescheiten Policy-mix aus Entlastung der Menschen, damit diese Nachfrage generieren, Förderung der investierenden Industrie und Schaffung öffentlicher Nachfrage starten würden. Das Problem ist nur, wir haben den Start versäumt. Sie haben ein Jahr Stillstand! Das ist das Problem. (Abg. Wattaul: Du möchtest die Schulden, die wir haben, verdoppeln!) Minister Bartenstein, der leider schon zu lange auf seinem Posten sitzt – da hat Ihr Parteiobmann Haupt Recht, wenn er ihn gemeinsam mit Kollegen Grasser als Mitgescheiterter genannt hat –, sitzt immer noch immer da. Es hat nur der Herbert mit dem Hubert gewechselt, leider hat man die Schwachstellen nicht ausgewechselt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir könnten an dem Wachstumsaufschwung partizipieren, so wie wir es drei Jahrzehnte lang gemacht haben, als einer der ersten Staaten und nicht als letzter, weil wir mit einem gescheiten Policy-mix aus Entlastung der Menschen, damit diese Nachfrage generieren, Förderung der investierenden Industrie und Schaffung öffentlicher Nachfrage starten würden. Das Problem ist nur, wir haben den Start versäumt. Sie haben ein Jahr Stillstand! Das ist das Problem. (Abg. Wattaul: Du möchtest die Schulden, die wir haben, verdoppeln!) Minister Bartenstein, der leider schon zu lange auf seinem Posten sitzt – da hat Ihr Parteiobmann Haupt Recht, wenn er ihn gemeinsam mit Kollegen Grasser als Mitgescheiterter genannt hat –, sitzt immer noch immer da. Es hat nur der Herbert mit dem Hubert gewechselt, leider hat man die Schwachstellen nicht ausgewechselt. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Sie haben Probleme! Aha!
Apropos Schwachstellen: Herr Minister, ich möchte Sie nur daran erinnern, dass Sie hier am Pult nicht der Immunität unterliegen. Falls Sie in der YLine-Frage wirklich nähere Dinge nennen wollen, würde ich vor allem den Kollegen, die aus dem Raiffeisensektor kommen, dringend empfehlen, sich einmal anzuschauen, wer denn wirklich zum Beispiel der Prüfer des Börsenprospektes war, auf dessen Basis junge Aktionäre wie der Herr Finanzminister erfolgreich 295 Stück gekauft haben. Zu diesem Zeitpunkt waren andere tätig. Ich würde mir das wirklich anschauen, und ich würde das Thema nicht allzu intensiv „kochen“. Wenn es hier nämlich intensiv „gekocht“ wird, dann habe ich damit die geringsten Probleme, da hat eine Reihe von anderen deutlich mehr Probleme. (Abg. Mag. Molterer: Sie haben Probleme! Aha!) Ich finde, wir sollten darüber reden. Aber noch unterliege ich der Verschwiegenheit. Ich werde den Tag nützen und darüber sprechen. (Abg. Mag. Molterer: Matznetter hat Probleme! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Matznetter hat Probleme! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Apropos Schwachstellen: Herr Minister, ich möchte Sie nur daran erinnern, dass Sie hier am Pult nicht der Immunität unterliegen. Falls Sie in der YLine-Frage wirklich nähere Dinge nennen wollen, würde ich vor allem den Kollegen, die aus dem Raiffeisensektor kommen, dringend empfehlen, sich einmal anzuschauen, wer denn wirklich zum Beispiel der Prüfer des Börsenprospektes war, auf dessen Basis junge Aktionäre wie der Herr Finanzminister erfolgreich 295 Stück gekauft haben. Zu diesem Zeitpunkt waren andere tätig. Ich würde mir das wirklich anschauen, und ich würde das Thema nicht allzu intensiv „kochen“. Wenn es hier nämlich intensiv „gekocht“ wird, dann habe ich damit die geringsten Probleme, da hat eine Reihe von anderen deutlich mehr Probleme. (Abg. Mag. Molterer: Sie haben Probleme! Aha!) Ich finde, wir sollten darüber reden. Aber noch unterliege ich der Verschwiegenheit. Ich werde den Tag nützen und darüber sprechen. (Abg. Mag. Molterer: Matznetter hat Probleme! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Unser Modell ist jedenfalls das richtige, es liegt zur Beschlussfassung bereit, und unser Konjunkturpaket haben wir gestern eingebracht. Beschließen Sie es, warten Sie nicht, bis die ÖVP aus dem Tiefschlaf erwacht! Das Land hat es verdient. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
wirklich Bände. Ich hoffe daher, dass wir den Tourismusbericht nicht im Ausschuss enderledigen werden, sondern ihn auch hier im Plenum ausreichend behandeln können, damit sich auch die Regierung dazu äußern kann. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
In der Restredezeit, die noch bleibt, eine kurze Replik auf den Kollegen Ferry Maier und nach Floridsdorf: Ich würde mich an deiner Stelle bei deiner eigenen Fraktion irgendwann einmal beschweren, weil dir offensichtlich beim Übertritt vom Bundesrat in den Nationalrat keiner erklärt oder keiner gesagt hat, dass du jetzt mehr Ressourcen hast, wie etwa parlamentarische Mitarbeiter, Parlamentssekretariate und so weiter. Die könnten in deine alten Wien-Beschimpfungsreden wenigstens einmal neue Zahlen einbauen, damit es vielleicht wirklich ein bisschen interessanter und spannender wäre. Aber auch die neuen Zahlen würden nicht passen. (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Weil du das Hochwasser angeführt hast, und wieder auf Floridsdorf verweisend – leider oder Gott sei Dank muss ich hier abweichen, weil du das auch getan hast –: Wenn es nach deiner Fraktion gegangen wäre, dann wäre Floridsdorf vor zwei Jahren im Hochwasser untergegangen. Ihr wart nämlich gegen den Bau der Donauinsel! (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Falsch!
Zu den Mieten, die du angeführt hast – es ist schon erstaunlich: Wenn angeblich so wenige Wohnungen in Wien gebaut werden und jetzt die große Wohnungsnot ausbricht, warum sind dann in Wien die Mieten am niedrigsten im ganzen Bundesgebiet? (Ruf bei der ÖVP: Falsch!) Das frage ich mich schon, obwohl natürlich ÖVP und FPÖ schon vor dem Sommer die Mieten erhöhen wollten (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), Kollegen Großruck und Neudeck! (Beifall bei der SPÖ.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen
Zu den Mieten, die du angeführt hast – es ist schon erstaunlich: Wenn angeblich so wenige Wohnungen in Wien gebaut werden und jetzt die große Wohnungsnot ausbricht, warum sind dann in Wien die Mieten am niedrigsten im ganzen Bundesgebiet? (Ruf bei der ÖVP: Falsch!) Das frage ich mich schon, obwohl natürlich ÖVP und FPÖ schon vor dem Sommer die Mieten erhöhen wollten (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), Kollegen Großruck und Neudeck! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Zu den Mieten, die du angeführt hast – es ist schon erstaunlich: Wenn angeblich so wenige Wohnungen in Wien gebaut werden und jetzt die große Wohnungsnot ausbricht, warum sind dann in Wien die Mieten am niedrigsten im ganzen Bundesgebiet? (Ruf bei der ÖVP: Falsch!) Das frage ich mich schon, obwohl natürlich ÖVP und FPÖ schon vor dem Sommer die Mieten erhöhen wollten (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen), Kollegen Großruck und Neudeck! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Scheibner: Das hat mit der Tschechischen Republik überhaupt nichts zu tun!
Am 21. August 2001 hat Wirtschaftsminister Bartenstein gemeinsam mit seinem damaligen Amtskollegen Špidla beide Abkommen unterzeichnet. Diese wurden dann dem Ministerrat zugeleitet, es gab in der vergangenen Legislaturperiode einen Ministerratsvortrag, und sie wurden beschlossen. Irgendwann landeten sie dann im Nationalrat und wurden dem Außenpolitischen Ausschuss zugewiesen. Eines der beiden Abkommen kam sogar auf die Tagesordnung des Außenpolitischen Ausschusses, aber dann beschloss die Regierungsmehrheit, es zu vertagen. Man wollte sich anscheinend mit der FPÖ keine Schwierigkeiten machen, gerade in den Sachen, die Tschechien betreffen. Wie wir ja wissen, gab es gerade von der freiheitlichen Fraktion massive Widerstände gegenüber der Tschechischen Republik, hier auch nur irgendetwas an Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation insbesondere der Beschäftigung in den Grenzregionen zu erwirken. (Abg. Scheibner: Das hat mit der Tschechischen Republik überhaupt nichts zu tun!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin! Sie haben einige meiner Fragen überhaupt nicht beantwortet. Zum Beispiel ging es darum, warum denn diese beiden Punkte von der Tagesordnung des Ministerrats wieder heruntergenommen wurden. Warum, Frau Ministerin, haben Sie sich nicht dafür eingesetzt, dass das abgestimmt wird, beschlossen wird und endlich dem Nationalrat zugeleitet wird? Warum, Frau Ministerin? – Ich hoffe, dass Sie mir jetzt eine Antwort darauf geben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Silhavy: Das wird zur Regel!
In der eigenen Regierungsvorlage steht also drinnen, dass das keine Schwierigkeiten am österreichischen Arbeitsmarkt bewirken wird, und Sie sagen jetzt in Ihrer Anfragebeantwortung: Das muss man alles arbeitsmarktpolitisch noch prüfen. (Abg. Silhavy: Das wird zur Regel!)
Beifall bei den Grünen.
Das ist wohl eine Täuschung, Frau Ministerin, das kann ich nur so interpretieren. Sie haben hier anscheinend wieder einen Punkt, einen letzten Punkt, an dem sich die Freiheitlichen noch anhalten und sagen, dass sie das nicht wollen, einen letzten Punkt, den Sie den Freiheitlichen vielleicht doch noch gewähren, damit es nicht wieder irgendeinen Aufruhr gibt! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Öllinger: Freiwillig!
Frau Ministerin! Ich habe eigentlich gedacht, dass durch den Wählerinnen- und Wählerschwund der Freiheitlichen seit der letzten Nationalratswahl die ÖVP nicht mehr in Geiselhaft der FPÖ ist, gerade was Tschechien betrifft. (Abg. Öllinger: Freiwillig!) Die Tatsache, dass diese beiden Abkommen noch immer nicht durch den Ministerrat gekommen sind und noch immer nicht ratifiziert sind, spricht eine deutliche Sprache dagegen. Sie halten sich noch immer an das, was die Freiheitlichen hier vorgeben. Das verbal so hoch gehaltene Herzstück Ihrer Regierung, nämlich die Erweiterung, erweist sich als eines, das einen Herzschrittmacher braucht! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: „Spärlich einsetzender Applaus der Grünen“, steht im Protokoll!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: „Spärlich einsetzender Applaus der Grünen“, steht im Protokoll!
Frau Ministerin! Ich habe eigentlich gedacht, dass durch den Wählerinnen- und Wählerschwund der Freiheitlichen seit der letzten Nationalratswahl die ÖVP nicht mehr in Geiselhaft der FPÖ ist, gerade was Tschechien betrifft. (Abg. Öllinger: Freiwillig!) Die Tatsache, dass diese beiden Abkommen noch immer nicht durch den Ministerrat gekommen sind und noch immer nicht ratifiziert sind, spricht eine deutliche Sprache dagegen. Sie halten sich noch immer an das, was die Freiheitlichen hier vorgeben. Das verbal so hoch gehaltene Herzstück Ihrer Regierung, nämlich die Erweiterung, erweist sich als eines, das einen Herzschrittmacher braucht! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: „Spärlich einsetzender Applaus der Grünen“, steht im Protokoll!)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin, wissen Sie – und ich nehme an, dass das stimmt –, was das heißt? Sie sind dafür verantwortlich! Sie als Außenministerin und diese Bundesregierung sind dafür verantwortlich, dass hier Fortschritte im Bereich der Beschäftigung in den Grenzregionen nicht geschehen, dass hier nichts weitergeht hinsichtlich der Möglichkeiten für junge Leute beim Praktikantenabkommen. Leute zwischen 18 und 35 – laut Regierungsvorlage heißt es ja: „zur sprachlichen und beruflichen Weiterbildung“ – können diese Möglichkeiten nicht nutzen, weil diese Bundesregierung nicht fähig und nicht willens ist, solche Abkommen zu ratifizieren! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Spindelegger: Stimmt auch!
Hier möchte ich gleich meinen Kollegen Spindelegger, der nach mir sprechen wird, etwas fragen. Sie haben in einem „Abendjournal“ Ende Juli behauptet, der Ministerrat habe diese beiden Abkommen schon einstimmig beschlossen. (Abg. Dr. Spindelegger: Stimmt auch!) Ich glaube, Sie haben die Legislaturperioden verwechselt; das war in der letzten Legislaturperiode. (Abg. Dr. Spindelegger: Ich habe nicht gesagt ...!) Oder wenn Sie das unabsichtlich getan haben – was ich nicht annehme, denn ich denke, Sie wissen, dass es in dieser Legislaturperiode nicht beschlossen worden ist –, dann kann ich nur sagen, das war eine eindeutige Täuschung der Zuhörerinnen und Zuhörer. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dr. Spindelegger: Ich habe nicht gesagt ...!
Hier möchte ich gleich meinen Kollegen Spindelegger, der nach mir sprechen wird, etwas fragen. Sie haben in einem „Abendjournal“ Ende Juli behauptet, der Ministerrat habe diese beiden Abkommen schon einstimmig beschlossen. (Abg. Dr. Spindelegger: Stimmt auch!) Ich glaube, Sie haben die Legislaturperioden verwechselt; das war in der letzten Legislaturperiode. (Abg. Dr. Spindelegger: Ich habe nicht gesagt ...!) Oder wenn Sie das unabsichtlich getan haben – was ich nicht annehme, denn ich denke, Sie wissen, dass es in dieser Legislaturperiode nicht beschlossen worden ist –, dann kann ich nur sagen, das war eine eindeutige Täuschung der Zuhörerinnen und Zuhörer. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.
Hier möchte ich gleich meinen Kollegen Spindelegger, der nach mir sprechen wird, etwas fragen. Sie haben in einem „Abendjournal“ Ende Juli behauptet, der Ministerrat habe diese beiden Abkommen schon einstimmig beschlossen. (Abg. Dr. Spindelegger: Stimmt auch!) Ich glaube, Sie haben die Legislaturperioden verwechselt; das war in der letzten Legislaturperiode. (Abg. Dr. Spindelegger: Ich habe nicht gesagt ...!) Oder wenn Sie das unabsichtlich getan haben – was ich nicht annehme, denn ich denke, Sie wissen, dass es in dieser Legislaturperiode nicht beschlossen worden ist –, dann kann ich nur sagen, das war eine eindeutige Täuschung der Zuhörerinnen und Zuhörer. (Präsident Dr. Khol gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin! Diese jahrelange Verzögerungstaktik ist unwürdig gegenüber der Tschechischen Republik. Ich fordere Sie auf, dass diese Abkommen tatsächlich im nächsten Ministerrat auf der Tagesordnung stehen und ratifiziert werden, um die Beschäftigungslage in den Grenzregionen tatsächlich zu verbessern. Worte allein sind zu wenig! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
zent, Slowakei 92 Prozent mit „Ja“-Stimmen – obwohl es diese Übergangsregelung gibt! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Wollen Sie etwas für die Grenzregionen machen?
In keinem der Beitrittsländer war also die Übergangsregelung überhaupt ein Thema, auch nicht in den Wahlkämpfen. (Abg. Mag. Lunacek: Wollen Sie etwas für die Grenzregionen machen?) Die endgültige, detaillierte Ausformulierung der Übergangsregelung erfolgte natürlich erst im Zeitraum 2002 bis Ende Jänner 2003. Da wurden noch besonders wichtige Aspekte finalisiert, zum Beispiel Regelungen zur Familienzusammenführung, Saisonnier-Bestimmungen oder auch Schutzklausel-Regime.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Von den bisherigen Mitgliedstaaten werden jetzt übrigens außer Deutschland und Österreich auch andere Länder wie zum Beispiel Frankreich und Finnland von diesem Übergangsregime Gebrauch machen. Auch dort – das ist bei diesen Grenzgängerabkommen schon ein springender Punkt – ist auf Grund der gegenwärtigen konjunkturellen Lage selbstverständlich ein Diskussionsprozess über die Auswirkungen der Erweiterung auf die Arbeitsmärkte im Gange. Wenn also sogar geographisch weiter entfernte EU-Mitgliedstaaten von dieser Übergangsregelung Gebrauch machen – was in der damaligen Debatte noch nicht so klar war –, so ist es doch nahe liegend, dass erst recht in Österreich ausführlich darüber recherchiert und gesprochen werden muss, wann und auf welche Art und Weise Österreich schrittweise seinen Arbeitsmarkt öffnen wird. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Unklar, wie lange das dauert!
Ich denke, wir müssen diese Auswirkungen prüfen, denn – glauben Sie mir! – ein Regierungsprogramm gilt für die gesamte Regierungsperiode. (Abg. Mag. Lunacek: Unklar, wie lange das dauert!) Wir werden also den Punkt des Regierungsprogramms betreffend Grenzgänger- und Praktikantenabkommen dann umsetzen, wenn es für Österreich vertretbar ist. Dabei werden wir selbstverständlich auch wirtschaftspolitische und arbeitsmarktpolitische Überlegungen in Betracht ziehen, denn ich glaube, das ist ja auch wichtig für unsere Österreicherinnen und Österreicher, die Sie ja wohl auch vertreten wollen. – Ich danke, Herr Präsident. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich denke, wir müssen diese Auswirkungen prüfen, denn – glauben Sie mir! – ein Regierungsprogramm gilt für die gesamte Regierungsperiode. (Abg. Mag. Lunacek: Unklar, wie lange das dauert!) Wir werden also den Punkt des Regierungsprogramms betreffend Grenzgänger- und Praktikantenabkommen dann umsetzen, wenn es für Österreich vertretbar ist. Dabei werden wir selbstverständlich auch wirtschaftspolitische und arbeitsmarktpolitische Überlegungen in Betracht ziehen, denn ich glaube, das ist ja auch wichtig für unsere Österreicherinnen und Österreicher, die Sie ja wohl auch vertreten wollen. – Ich danke, Herr Präsident. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Weil Sie es nicht wichtig finden!
Abgeordneter Dr. Michael Spindelegger (ÖVP): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Frau Abgeordnete Lunacek hat ja schon kurz nach Amtsantritt der neuen Bundesregierung nichts Wichtigeres im Sinn gehabt als diese Praktikantenabkommen. (Abg. Mag. Lunacek: Weil Sie es nicht wichtig finden!) Sie haben ja von
Abg. Mag. Lunacek: Weil Sie es die Jahre über verabsäumt haben!
Anfang an nur gefordert, dass das möglichst schnell auf die Tagesordnung kommt. (Abg. Mag. Lunacek: Weil Sie es die Jahre über verabsäumt haben!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Frau Kollegin, Sie sind sehr ungeduldig in diesen Fragen, und ich glaube, dass die Frau Bundesministerin Ihnen jetzt auch beantwortet hat, auf welch seriöse Art und Weise diese Frage behandelt wird. – Ich glaube, das ist vollkommen richtig so! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Lunacek: Sie haben getäuscht!
Zum Zweiten haben Sie ja auch jetzt wieder behauptet, ich hätte im Juli dieses Jahres in einem Radio-Interview die Unwahrheit gesagt. Frau Kollegin, wenn Sie sich das anhören, dann werden Sie wissen ... (Abg. Mag. Lunacek: Sie haben getäuscht!) – Sogar getäuscht! Ich gratuliere Ihnen! Sie steigern sich ja von Minute zu Minute. – Ich habe damals erklärt, dass diese Praktikantenabkommen von der Bundesregierung im Jahr 2001 beschlossen wurden. Stimmt das etwa nicht, Frau Kollegin? Das können Sie nachvollziehen! (Abg. Mag. Lunacek: Aber damit treten sie noch nicht in Kraft!) Aber so wie viele andere Regierungsvorlagen ist das eben mit dem Ende der Legislaturperiode verfallen – das müssen auch Sie zur Kenntnis nehmen. (Abg. Mag. Lunacek: Und warum ist es von der Tagesordnung genommen worden?)
Abg. Mag. Lunacek: Aber damit treten sie noch nicht in Kraft!
Zum Zweiten haben Sie ja auch jetzt wieder behauptet, ich hätte im Juli dieses Jahres in einem Radio-Interview die Unwahrheit gesagt. Frau Kollegin, wenn Sie sich das anhören, dann werden Sie wissen ... (Abg. Mag. Lunacek: Sie haben getäuscht!) – Sogar getäuscht! Ich gratuliere Ihnen! Sie steigern sich ja von Minute zu Minute. – Ich habe damals erklärt, dass diese Praktikantenabkommen von der Bundesregierung im Jahr 2001 beschlossen wurden. Stimmt das etwa nicht, Frau Kollegin? Das können Sie nachvollziehen! (Abg. Mag. Lunacek: Aber damit treten sie noch nicht in Kraft!) Aber so wie viele andere Regierungsvorlagen ist das eben mit dem Ende der Legislaturperiode verfallen – das müssen auch Sie zur Kenntnis nehmen. (Abg. Mag. Lunacek: Und warum ist es von der Tagesordnung genommen worden?)
Abg. Mag. Lunacek: Und warum ist es von der Tagesordnung genommen worden?
Zum Zweiten haben Sie ja auch jetzt wieder behauptet, ich hätte im Juli dieses Jahres in einem Radio-Interview die Unwahrheit gesagt. Frau Kollegin, wenn Sie sich das anhören, dann werden Sie wissen ... (Abg. Mag. Lunacek: Sie haben getäuscht!) – Sogar getäuscht! Ich gratuliere Ihnen! Sie steigern sich ja von Minute zu Minute. – Ich habe damals erklärt, dass diese Praktikantenabkommen von der Bundesregierung im Jahr 2001 beschlossen wurden. Stimmt das etwa nicht, Frau Kollegin? Das können Sie nachvollziehen! (Abg. Mag. Lunacek: Aber damit treten sie noch nicht in Kraft!) Aber so wie viele andere Regierungsvorlagen ist das eben mit dem Ende der Legislaturperiode verfallen – das müssen auch Sie zur Kenntnis nehmen. (Abg. Mag. Lunacek: Und warum ist es von der Tagesordnung genommen worden?)
Abg. Mag. Lunacek: Sie sagen was Falsches, und wir sind unwissend?!
Zum Dritten: Wenn wir einen Beschluss des Ministerrates haben, werden wir auch in diesem Haus dafür sorgen, dass diese Verfahren möglichst rasch abgeschlossen werden. Ich meine, es gibt auch inhaltlich einige Gründe dafür, solche Praktikantenabkommen zu unterstützen, wenngleich durch verschiedenste Maßnahmen, Frau Kollegin Lunacek! Da entsetzt mich schon Ihre Unwissenheit darüber, was hier derzeit vorgeht. (Abg. Mag. Lunacek: Sie sagen was Falsches, und wir sind unwissend?!) – Ja, Ihre Unwissenheit, denn Sie erklären uns hier, es gebe keinen sprachlichen Austausch, es passiere nichts in dieser Richtung.
Abg. Mag. Lunacek: Warum machen Sie dann das Abkommen nicht?
Ich lade Sie ein, einmal nach Niederösterreich zu kommen und sich bei uns zum Beispiel Schulen in Grenznähe anzuschauen, wie dort bereits im Austausch mit tschechischen Schulen der Sprachenunterricht gefördert wird und wie jetzt eine Bildungsoffensive in Niederösterreich stattfindet, um Ostsprachen zu lernen. (Abg. Mag. Lunacek: Warum machen Sie dann das Abkommen nicht?) Da werden Sie auch etwas dazulernen, nämlich dass sehr viel in Richtung Vorbereitung des Beitritts dieser Länder zur Europäischen Union passiert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich lade Sie ein, einmal nach Niederösterreich zu kommen und sich bei uns zum Beispiel Schulen in Grenznähe anzuschauen, wie dort bereits im Austausch mit tschechischen Schulen der Sprachenunterricht gefördert wird und wie jetzt eine Bildungsoffensive in Niederösterreich stattfindet, um Ostsprachen zu lernen. (Abg. Mag. Lunacek: Warum machen Sie dann das Abkommen nicht?) Da werden Sie auch etwas dazulernen, nämlich dass sehr viel in Richtung Vorbereitung des Beitritts dieser Länder zur Europäischen Union passiert. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: Letztklassig war das!
Meine Damen und Herren! Gestatten Sie mir zum Abschluss folgende Bemerkung, auch zur Frau Kollegin Lunacek: Sie sind ja heute im Austeilen schon sehr stark gewesen. Schon in der Fragestunde haben Sie einen meiner Kollegen beschuldigt, er wäre bei einer IPU-Sitzung gar nicht anwesend gewesen. – Eine nähere Recherche hat gezeigt, dass Sie die ganze Zeit nicht anwesend waren und nur am letzten Tag für zwei Stunden angereist sind, und dann soll niemand von der österreichischen Delegation da gewesen sein! (Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Fekter: Letztklassig war das!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter – in Richtung der Abg. Mag. Lunacek –: Eine niederträchtige Bemerkung war das heute!
Geschätzte Damen und Herren! Ich würde Ihnen einmal anraten: Überlegen Sie, welche Vorwürfe Sie hier in diesem Hohen Haus anderen gegenüber erheben, und kehren Sie vor Ihrer eigenen Türe! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter – in Richtung der Abg. Mag. Lunacek –: Eine niederträchtige Bemerkung war das heute!)
Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner: Selbstverständlich!
Ich denke, das, was Sie heute in der Früh gesagt haben, wird ja jetzt für Sie auch noch richtig sein. (Bundesministerin Dr. Ferrero-Waldner: Selbstverständlich!) – Dann frage ich Sie aber schon: Wie ehrlich sind denn diese regionalen Partnerschaften gemeint, wenn ein Abkommen, das vereinbart ist, das Minister Bartenstein im Jahr 2001 sozusagen ausverhandelt hat, das im Ministerrat beschlossen worden ist, nun nicht ratifiziert wird?
Abg. Zweytick: Eine völlig unverständliche Interpretation! Das ist nicht nachvollziehbar, diese Interpretation!
Frau Bundesministerin! Es ist ja geradezu eigenartig, wenn Sie sagen, das müsse man sich jetzt genau anschauen. – Sie unterstellen damit Ihrem Parteikollegen Minister Bartenstein, dass er sich das nicht genau angeschaut hat, als er das ausverhandelt hat. Wie kann er denn solch ein Abkommen ausverhandeln, wie kann das im Ministerrat beschlossen werden, wenn Sie heute im Jahr 2003 draufkommen, man müsse sich erst anschauen, wie sich das auswirkt? Das würde ja bedeuten, dass Sie sich das vorher nie angeschaut haben! – Damit stellen Sie sich ja selbst ein negatives Zeugnis aus. (Abg. Zweytick: Eine völlig unverständliche Interpretation! Das ist nicht nachvollziehbar, diese Interpretation!) – Es tut mir Leid, Kollege Zweytick! Ich kann nichts dafür, wenn Sie es nicht nachvollziehen können. Womöglich müssen Sie irgendwo Nachhilfeunterricht nehmen, dann können Sie die Dinge vielleicht nachvollziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Frau Bundesministerin! Es ist ja geradezu eigenartig, wenn Sie sagen, das müsse man sich jetzt genau anschauen. – Sie unterstellen damit Ihrem Parteikollegen Minister Bartenstein, dass er sich das nicht genau angeschaut hat, als er das ausverhandelt hat. Wie kann er denn solch ein Abkommen ausverhandeln, wie kann das im Ministerrat beschlossen werden, wenn Sie heute im Jahr 2003 draufkommen, man müsse sich erst anschauen, wie sich das auswirkt? Das würde ja bedeuten, dass Sie sich das vorher nie angeschaut haben! – Damit stellen Sie sich ja selbst ein negatives Zeugnis aus. (Abg. Zweytick: Eine völlig unverständliche Interpretation! Das ist nicht nachvollziehbar, diese Interpretation!) – Es tut mir Leid, Kollege Zweytick! Ich kann nichts dafür, wenn Sie es nicht nachvollziehen können. Womöglich müssen Sie irgendwo Nachhilfeunterricht nehmen, dann können Sie die Dinge vielleicht nachvollziehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich denke, das ist kein ehrlicher Umgang mit Partnern und Partnerinnen, wie Sie es uns heute in der Früh weismachen wollten, denn dann muss man auch zu dem, was ausverhandelt ist, stehen. Wenn es vorher nicht gut durchdacht und nicht seriös angeschaut wurde, wenn Sie sich nicht überlegt haben, welche Auswirkungen dieses Übereinkommen auf den österreichischen Arbeitsmarkt hat, dann haben Regierungsmitglieder, die auch in dieser Regierungs- und Gesetzgebungsperiode im Haus sind, wahrscheinlich auf der Regierungsbank wahrhaftig nichts verloren. Das müssen Sie dann Ihren eigenen Kollegen und Kolleginnen sagen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz – auf seine Finger zeigend –: Äh!
Ich möchte dazu Folgendes sagen: Da wird immer ein eigenes Spiel gespielt. Die Grünen zeigen immer mit dem Finger auf die anderen und vergessen ganz, dass ihre Finger selbst schmutzig sind. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Brosz – auf seine Finger zeigend –: Äh!) – Hören Sie zu, bevor Sie „äh“ schreien!
Ah-Rufe bei den Freiheitlichen.
Der Herr Abgeordnete Gaál hat zu Frau Rossmann gesagt: Ich kann Ihrem intellektuellen Niveau folgen. – Daraufhin sagt Kollege Öllinger: Das ist nicht schwer. – Na, ist das sexistisch oder ist das nicht sexistisch? (Ah-Rufe bei den Freiheitlichen.) Wissen Sie, was? – Nehmen Sie sich einmal an Ihrer eigenen Nase! Herr Abgeordneter Van der Bellen! Vielleicht können Sie einmal in Ihrer eigenen Fraktion auf Ordnung schauen, bevor Ihre Abgeordneten da immer uns Freiheitliche anpatzen wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gaál: Sie haben mich missverstanden!)
Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gaál: Sie haben mich missverstanden!
Der Herr Abgeordnete Gaál hat zu Frau Rossmann gesagt: Ich kann Ihrem intellektuellen Niveau folgen. – Daraufhin sagt Kollege Öllinger: Das ist nicht schwer. – Na, ist das sexistisch oder ist das nicht sexistisch? (Ah-Rufe bei den Freiheitlichen.) Wissen Sie, was? – Nehmen Sie sich einmal an Ihrer eigenen Nase! Herr Abgeordneter Van der Bellen! Vielleicht können Sie einmal in Ihrer eigenen Fraktion auf Ordnung schauen, bevor Ihre Abgeordneten da immer uns Freiheitliche anpatzen wollen. (Beifall bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Gaál: Sie haben mich missverstanden!)
Abg. Silhavy: Das ist ja kein Wunder bei der Bundesregierung!
Wenn Sie sagen, im Jahr 2001 ist das Regierungsübereinkommen abgeschlossen worden, dann bedenken Sie doch bitte, dass die Situation im Jahr 2001 viel besser war als jetzt und dass natürlich arbeitsmarktpolitische Überlegungen eine Rolle spielen müssen. (Abg. Silhavy: Das ist ja kein Wunder bei der Bundesregierung!) Dass Sie das überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, zeigt ja, dass Sie offensichtlich mit Wirtschaftspolitik überhaupt nichts am Hut haben. – Ich hoffe, dass diese Bemerkung nicht sexistisch ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wenn Sie sagen, im Jahr 2001 ist das Regierungsübereinkommen abgeschlossen worden, dann bedenken Sie doch bitte, dass die Situation im Jahr 2001 viel besser war als jetzt und dass natürlich arbeitsmarktpolitische Überlegungen eine Rolle spielen müssen. (Abg. Silhavy: Das ist ja kein Wunder bei der Bundesregierung!) Dass Sie das überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, zeigt ja, dass Sie offensichtlich mit Wirtschaftspolitik überhaupt nichts am Hut haben. – Ich hoffe, dass diese Bemerkung nicht sexistisch ist. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Silhavy: Es ist nicht geregelt! Das ist ein Problem, weil es keine Regelung gibt!
Frau Abgeordnete Silhavy, es sind nicht nur die Freiheitlichen, die verhindern, dass das ratifiziert wird. Sie beschweren sich ja immer wieder, dass wir nicht auf Wünsche der Opposition eingehen. – Wir sind darauf eingegangen! Der Arbeiterkammerpräsident Tumpel kritisiert, dass die Regierung 23 000 Praktikanten und Grenzgänger holt, was ja gar nicht stimmt, weil ja gar keine geholt worden sind. – Aber er hat sich schon aufgeregt. (Abg. Silhavy: Es ist nicht geregelt! Das ist ein Problem, weil es keine Regelung gibt!)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Koordinieren Sie sich besser, SPÖ, Grüne, und klatschen Sie von den Grünen nicht immer zu dem, was die SPÖ sagt, und umgekehrt, dann werden Sie auch eine bessere Politik machen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Molterer: Sie entschuldigt sich zuerst für den heutigen Morgen!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! (Abg. Mag. Molterer: Sie entschuldigt sich zuerst für den heutigen Morgen!) Zuerst einmal zur Frau Kollegin Partik-Pablé: Es gibt einfach nicht wirklich oft einen Anlass, dass wir dem zustimmen können und dem applaudieren würden, was von den Freiheitlichen kommt. Deswegen passiert das auch nicht so oft. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! (Abg. Mag. Molterer: Sie entschuldigt sich zuerst für den heutigen Morgen!) Zuerst einmal zur Frau Kollegin Partik-Pablé: Es gibt einfach nicht wirklich oft einen Anlass, dass wir dem zustimmen können und dem applaudieren würden, was von den Freiheitlichen kommt. Deswegen passiert das auch nicht so oft. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Anpatzen! Aber klar!
Lassen Sie mich zuerst zu Kollegen Spindelegger etwas sagen, der gemeint hat, ich hätte am Vormittag die Unwahrheit gesagt, was die IPU-Tagung in Chile und den Vorwurf an Herrn Kollegen Fasslabend betrifft: Wissen Sie, mir ist es nicht darum gegangen, dem Herrn Kollegen Fasslabend irgendetwas anzukreiden. (Ah-Rufe bei der ÖVP. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Anpatzen! Aber klar!) Herr Kollege Fasslabend hat der Außenministerin eine Frage zum Human Security-Netzwerk gestellt – einer Initiative, die ich für wichtig und notwendig halte – und hat so getan, als ob ihm das tatsächlich ein Anliegen wäre. Da habe ich mich daran erinnert, wie das in Chile war und dass ich von ihm als Delegationsleiter auch enttäuscht war, da er sich nicht darum gekümmert hat, dass jemand anderer von den Abgeordneten an diesem Treffen teilnimmt. Ich
Abg. Mag. Molterer: Entschuldigen Sie sich lieber! Eine Entschuldigung wäre angebracht!
denke, es wäre sehr wohl im Interesse der Außenministerin gewesen, wenn das damals stattgefunden hätte. (Abg. Mag. Molterer: Entschuldigen Sie sich lieber! Eine Entschuldigung wäre angebracht!) Ich bin dann dort hingegangen. Deswegen war es sehr wohl legitim, diesen Punkt hier einzubringen.
Abg. Mag. Molterer: Das hat sie schon beantwortet!
Meiner Meinung nach gibt es da einfach eine Inkonsistenz in Ihrer Argumentation. Sie haben mir auch keine Antwort darauf gegeben, warum das Thema von der Tagesordnung des Ministerrats genommen worden ist. (Abg. Mag. Molterer: Das hat sie schon beantwortet!) Sie haben zwar die Begründung genannt, man müsse sich die Arbeitsmarktlage genauer ansehen, aber das ist in meinen Augen eine Ausrede. Mit Ungarn gilt das nicht, in Ungarn schaut die Situation anders aus.
Beifall bei den Grünen.
Frau Ministerin! In dem Sinn kann ich nur sagen: Es tut mir Leid, aber ich glaube es Ihnen nicht. Ich kann es Ihnen nicht abnehmen. Ich nehme von Ihnen an, dass Sie sehr wohl dafür wären, dass es aber in der Regierung Kräfte gibt, die das nicht wollen. Das muss ich leider zur Kenntnis nehmen und werde Sie weiterhin fragen, wann diesbezüglich endlich etwas geschehen wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber wirklich schwer zu ertragen!
Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mag. Lunacek. – Bitte. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist aber wirklich schwer zu ertragen!)
Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Nein! Wir sind Parlamentarier!
Abgeordnete Mag. Ulrike Lunacek (Grüne): Frau Kollegin! Wenn das schwer zu ertragen ist, dann verlassen Sie bitte den Raum! Sie müssen mir nicht zuhören. (Beifall bei den Grünen. – Ruf bei den Freiheitlichen: Nein! Wir sind Parlamentarier!)
Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.
Ich denke, das ist eine Sicht, die die EU nicht vertritt. Frau Ministerin! Ich denke, auch Sie vertreten wohl die Meinung, dass das keinen Sinn macht und dass die EU gegenüber den Vereinigten Staaten eine klare Position vertreten und fordern soll, dass auch die Vereinigten Staaten diesem Gerichtshof so bald als möglich beitreten und sich nicht über bilaterale Abkommen einen Ausweg zu bahnen versuchen. (Präsident Dr. Fischer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Silhavy: Die Zustimmung wird auch nicht angenommen!
Ich bin natürlich auch dafür, dass dieses Abkommen jetzt beschlossen wird. Österreich muss da mit den anderen Ländern zusammenarbeiten und wird das auch tun. In diesem Sinne wird es die Zustimmung meiner Fraktion zu all diesen drei Punkten geben. – Danke. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Silhavy: Die Zustimmung wird auch nicht angenommen!)
Abg. Dr. Stummvoll: Kein Herz!
Was für mich aber – und jetzt hören Sie einmal zu! – besonders bedenklich ist, ist die Frage, die Sie und auch Kollege Cap an die Frau Bundesministerin betreffend ihren humanitären Einsatz im Zusammenhang mit dem Irak gestellt haben. Da muss ich schon sagen, Frau Lunacek, da verstehe ich Sie überhaupt nicht. Wenn die Frau Bundesministerin in einer absoluten Notsituation eine humanitäre Hilfsmaßnahme startet und elf Kinder, die dort dem Tode geweiht gewesen wären, nach Österreich transportieren lässt und Sie im Einklang mit Kollegem Cap das als ein politisches Schauspiel darstellen, in dem die Frau Bundesministerin sich nur profilieren möchte, dann haben Sie entweder keine Ahnung, was im Irak los ist, oder Sie betreiben billigen Populismus. (Abg. Dr. Stummvoll: Kein Herz!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Das hat Haider auch gesagt!
Fragen Sie bitte Frau Kollegin Muttonen, die vor drei Jahren mit mir im Irak war – und damals hat es noch keinen Krieg gegeben. Wir haben damals auch ein Krankenhaus besucht, Frau Lunacek. Sie haben ja argumentiert, die Frau Minister hätte Geld zur Verfügung stellen oder etwas organisieren können, damit diese Kinder im Irak behandelt hätten werden können. Wissen Sie, wie der Zustand des Krankenhauses war? – Das wissen Sie nicht, denn sonst hätten Sie diese Polemik nicht gebracht! Ein Kinderkrankenhaus war nur zu einem Viertel besetzt, weil die Medikamente gefehlt haben, weil die Ärzte nicht einmal für sich selbst Schnupfenmedikamente gehabt haben und die Kinder den Müttern reihenweise in den Händen weggestorben sind. Das war die Situation in Bagdad im Irak vor drei Jahren, die sich durch den Krieg nicht verbessert hat. Deshalb war es notwendig, deshalb war es gut und deshalb war es hervorragend, dass unsere Frau Bundesministerin sofort reagiert hat und so von Österreich aus wenigstens dieses Zeichen der humanitären Hilfe in diesem Konflikt gesetzt hat. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Das hat Haider auch gesagt!)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dass das auch international Anklang gefunden hat, meine Damen und Herren, zeigt ein Bericht in der heutigen Ausgabe der „Salzburger Nachrichten“. Darin ist die Frau Bundesministerin mit Nelson Mandela abgebildet, der Österreich besucht hat. Im Bericht steht, dass Nelson Mandela und Außenministerin Benita Ferrero-Waldner vereinbart haben, dass Österreich die Anti-AIDS-Kampagne Mandelas und Mandela seinerseits Ferrero-Waldners Engagement für irakische Kinder unterstützen wird. Nicht hier im Parlament findet das also Anerkennung, sondern seitens eines Menschenrechtskämpfers aus Südafrika. Der muss Ihnen sagen, Frau Lunacek, was unsere Frau Bundesministerin getan hat. Vielleicht glauben Sie es dem, wenn Sie es schon mir nicht glauben, dass das eine großartige humanitäre Hilfe war. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
(Heiterkeit und Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich darf sagen, dass wir hier jetzt doch auf eine beträchtliche Anzahl von Themen setzen: Tourismus, Energie, Naturschutz, Raumplanung, Berglandwirtschaft und Verkehr. Diese Vielzahl an Themen spiegelt natürlich auch die Komplexität des Lebens in einem Staat wider, dessen Staatsgebiet – und das müssen wir uns auch immer wieder vor Augen führen – zu fast zwei Dritteln aus Bergen besteht. Gleichzeitig macht dieser ganzheitliche Ansatz der Alpenkonvention und ihrer Protokolle sie zu einem der wichtigsten Instrumente für die nachhaltige Entwicklung einer gesamten Bergregion. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Lassen Sie mich abschließend sagen, dass im vorliegenden Übereinkommen vor allem die Rechtsstellung des Gerichtshofes selbst, seiner Organe sowie der sonstigen am Verfahren vor dem Gerichtshof beteiligten Personen endlich auch umfassend geregelt ist. Mit der Ratifikation dieses Übereinkommens wird dieses internationale Regime für Österreich in Kraft gesetzt und damit die Funktionsfähigkeit dieses Gerichtshofes auch in Österreich sichergestellt. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Damen und Herren! Hohes Haus! Aus den genannten Gründen ist es wichtig, dass wir dem vorliegenden Übereinkommen unsere Zustimmung geben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Murauer: Die Frau Ministerin braucht Ihre Aufforderung nicht!
Ich kenne die Schwierigkeiten, die es – gerade in Italien – mit der Umsetzung des Verkehrsprotokolls gibt, mehr als gut. Ich kenne die Aussagen der dortigen Politiker, vor allem die des Verkehrsministers, der überhaupt nicht bereit ist, auch nur auf theoretische Möglichkeiten neuer Straßenbauten im Alpenraum zu verzichten. Sie werden das selbst wissen, nehme ich an, und Sie werden auch diese harte Nuss zu bearbeiten haben. Nur: Sie müssen anfangen damit, Frau Ministerin. (Abg. Murauer: Die Frau Ministerin braucht Ihre Aufforderung nicht!) Von selbst, allein durch die Tatsache, dass es dieses Sekretariat gibt, wird nichts geschehen.
Abg. Grillitsch: Aber das stimmt ja nicht!
Bis jetzt erfolgten die Aktivitäten in erster Linie von den NGOs. (Abg. Grillitsch: Aber das stimmt ja nicht!) Die haben sich sehr intensiv eingesetzt, die haben Veranstaltungen zur Alpenkonvention abgehalten, und die propagieren die „Sensible Zone Alpen“, von der ich mir wünsche, dass Sie sie einmal besuchen (Abg. Murauer: Vielleicht öfter als Sie!), dass Sie sich genau anschauen, wie sensibel die Verkehrssituation ist, und dass ich endlich einmal mit qualitätsvolleren Argumenten als bisher konfrontiert werde, wenn es um die Frage von Fahrverboten für den Schwerverkehr auf den Straßen im Alpenraum geht. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Murauer: Vielleicht öfter als Sie!
Bis jetzt erfolgten die Aktivitäten in erster Linie von den NGOs. (Abg. Grillitsch: Aber das stimmt ja nicht!) Die haben sich sehr intensiv eingesetzt, die haben Veranstaltungen zur Alpenkonvention abgehalten, und die propagieren die „Sensible Zone Alpen“, von der ich mir wünsche, dass Sie sie einmal besuchen (Abg. Murauer: Vielleicht öfter als Sie!), dass Sie sich genau anschauen, wie sensibel die Verkehrssituation ist, und dass ich endlich einmal mit qualitätsvolleren Argumenten als bisher konfrontiert werde, wenn es um die Frage von Fahrverboten für den Schwerverkehr auf den Straßen im Alpenraum geht. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Bis jetzt erfolgten die Aktivitäten in erster Linie von den NGOs. (Abg. Grillitsch: Aber das stimmt ja nicht!) Die haben sich sehr intensiv eingesetzt, die haben Veranstaltungen zur Alpenkonvention abgehalten, und die propagieren die „Sensible Zone Alpen“, von der ich mir wünsche, dass Sie sie einmal besuchen (Abg. Murauer: Vielleicht öfter als Sie!), dass Sie sich genau anschauen, wie sensibel die Verkehrssituation ist, und dass ich endlich einmal mit qualitätsvolleren Argumenten als bisher konfrontiert werde, wenn es um die Frage von Fahrverboten für den Schwerverkehr auf den Straßen im Alpenraum geht. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Carina Felzmann (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesminister! Werte Kolleginnen und Kollegen auf den Abgeordnetenbänken! Ich darf gleich eine persönliche Meinung zu den Ausführungen der Kollegin Lichtenberger abgeben. Ich finde es eigentlich wirklich schade, dass Ihnen nie reicht, was getan wird, dass Sie die Arbeit nicht wertschätzen, dass Sie von „abfeiern“ et cetera sprechen, dass Sie die Dinge nicht wahrnehmen oder nicht sehen können. Ich persönlich bin überzeugt davon, dass unsere Außenpolitik wirklich sehr, sehr nachhaltig geplant, durchgeführt, umgesetzt wird, und ich bin eigentlich sehr, sehr stolz auf das, was in diesem Land zum Thema Außenpolitik vorgewiesen werden kann. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das Ziel dieser EU-Erweiterung ist neben der Schaffung dieses geeinten Kontinents auch, gemeinsame Werte wie politische Stabilität, wie Friede und wie selbstverständlich die Achtung der Menschenrechte zu definieren. (Beifall bei der ÖVP.) Hinzu kommt natürlich noch ein weiterer Punkt: Es wird der größte Binnenmarkt der Welt entstehen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses Zusatzprotokoll diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit in unseren Europaregionen wesentlich vereinfachen und verbessern wird. Ich persönlich bin sehr froh, dass alle Fraktionen des Hauses hier mitziehen und die Bedeutung dieser Gesetze anerkennen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Wenn ich aber Revue passieren lasse, wie sich die Opposition ständig bemüht, das Bild des Landes in den schwärzesten Farben zu zeichnen, dann wird spürbar, wie weit hier die Lippenbekenntnisse und die zur Schau gestellte Interessiertheit mit dem auseinander klaffen, was Sache ist. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang auch an den Schaden, den diese Tätigkeit während der Sanktionen gerade dem Tourismus und der Freizeitwirtschaft zugefügt hat, und als Touristiker verwehre ich mich ausdrücklich gegen diese Art von Politik und gegen das Schlechtreden unseres Heimatlandes Österreich. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich gratuliere zu diesem erfolgreichen Kulturbeitrag, liebe Frau Bundesministerin, und wünsche für die Fortsetzung dieses erfolgreichen Weges gutes Gelingen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Parnigoni: Nicht auf die Eurofighter vergessen! – Abg. Murauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Lieber Parnigoni, ich bedanke mich für den Hinweis sehr herzlich!
Präsident Dr. Heinz Fischer: Zum Wort gelangt Herr Abgeordneter Murauer. – Bitte. (Abg. Parnigoni: Nicht auf die Eurofighter vergessen! – Abg. Murauer – auf dem Weg zum Rednerpult –: Lieber Parnigoni, ich bedanke mich für den Hinweis sehr herzlich!)
Abg. Parnigoni: Ich hoffe, Sie werden sie annehmen!
Abgeordneter Walter Murauer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Hoch geschätzter Herr Kollege Parnigoni – der mir gute Ratschläge mitgibt (Abg. Parnigoni: Ich hoffe, Sie werden sie annehmen!) und sich jetzt wieder Zeit nimmt, die Zeitung zu lesen.
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Kollege Heinzl hat gemeint, wir konnten den Außenpolitischen Bericht hier im Plenum nicht diskutieren. Ich denke, dass im Ausschuss das öffentliche Interesse und das Interesse der Abgeordneten nicht unbedingt größer gewesen ist als das heute bei dieser Diskussion zu den außenpolitischen Angelegenheiten. Es war durchaus eine engagierte Diskussion über diesen Bericht, und wir konnten erfahren – und das möchte ich in Erinnerung rufen –, dass man gemeint und bestätigt hat, dass er übersichtlich sei, dass er sehr informativ sei und dass er die wesentlichen Positionen der Außenpolitik, insbesondere die Position unserer Außenministerin, sehr deutlich und umfassend gezeigt hat. Ich möchte mich dafür, Frau Bundesministerin, sehr, sehr herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Und ein Zweites, meine Damen und Herren: Frau Kollegin Lichtenberger hat mich freundlicherweise eingeladen, in die Alpen zu kommen. Ich war dort schon des Öfteren und werde natürlich auch dann und wann wieder in die Alpen kommen. Da ich im Voralpengebiet zu Hause bin, ist das nicht sehr schwierig, vor allem nicht, wenn ich eine so freundliche Einladung bekomme, wie Sie sie ausgesprochen haben. Nur eines, Frau Kollegin, möchte ich schon festhalten, da Sie gemeint haben, na ja, jetzt haben wir halt das Büro, und Trittin ist auch dafür gewesen: Man traut unserer Außenpolitik, man traut unserer zuständigen Ministerin zu, dass wir in Österreich für die Alpen ein entsprechendes Votum haben, uns entsprechend bemühen können, weil wir wissen, um welche zukunftsorientierten Maßnahmen es in den Alpen gehen kann und gehen muss. Und es ist eine Auszeichnung, weil man sagt: Jawohl, ihr Österreicher mit eurem Außenministerium, mit eurer Ministerin werdet das Beste für die Alpen tun! – Ich bin zuversichtlich, dass das auch gelingen wird, Frau Bundesministerin. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Vielen herzlichen Dank auch für das Buch zum Thema Menschenrechtserziehung, Frau Bundesminister. Wir können nicht genug tun, um für den Frieden zu arbeiten. Sie sind auf dem richtigen Weg, auch mit der Politik der Mitte, die Sie als Vermittler international sehen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Gradwohl.
Ich bedanke mich daher sehr, sehr herzlich bei Ihnen, Frau Volksanwältin Bauer, Herr Volksanwalt Mag. Stadler und Herr Volksanwalt Dr. Kostelka, für die gute Zusammenarbeit, die uns Abgeordneten von Ihrem Haus immer entgegengebracht wird. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen sowie des Abg. Gradwohl.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
sichern, die im Übrigen effizient und hervorragend arbeitet. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen und der Freiheitlichen.
Die Volksanwaltschaft braucht daher – das wurde schon gesagt – mehr Personal. Man muss aber auch hinzufügen, meine sehr geschätzten Kolleginnen und Kollegen, dass in vergleichbaren Ländern Volksanwälte mindestens 50 Prozent mehr Personal haben. Daher kann man auf die Volksanwaltschaft wirklich stolz sein, nämlich darauf, dass sie bei diesem Personalstand 14 500 Fälle abwickeln konnte. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen und der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
Zusammenfassend: Wir sind auf die Berichte der Volksanwaltschaft stolz, und ich wünsche von dieser Stelle aus namens meiner Fraktion – und, wie ich glaube, namens aller – der Volksanwaltschaft weiterhin erfolgreiche Arbeit: im Dienste unserer Gesellschaft, im Dienste unserer Republik Österreich. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Cap: Nicht so „emotional“! Mir ist das zu „emotional“! Ein bisschen „cooler“!
Die angeführten Feststellungen von Missständen sind meiner Überzeugung nach ein sehr guter Beweis, ein Beleg dafür, wie wir im Rahmen der Gesetzgebung auf bestimmte gesetzliche „Vernachlässigungen“, die es zu korrigieren gilt, reagieren können. Ein Bereich, der mir in diesem Zusammenhang besonders aufgefallen ist, betrifft die Verlängerung der Verfahrensdauer im Bereich der Justiz, also bei den Gerichtsverfahren. Ich glaube, dass da die Volksanwaltschaft unter Umständen Fristsetzungen machen könnte, um mitzuwirken, die Verfahrensdauer zu verkürzen. (Abg. Dr. Cap: Nicht so „emotional“! Mir ist das zu „emotional“! Ein bisschen „cooler“!) Ich denke, das wäre ein Punkt, über den wir diskutieren könnten, damit Verfahren im Interesse der Bürger kürzer dauern, damit es zu Verwaltungsvereinfachungen kommt, die in unser aller Interesse sein sollten, um den Bürgerinnen und Bürgern Kosten zu ersparen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Abschließend: Dank an die Volksanwaltschaft – und ich wünsche ihr auch für die zukünftige Arbeit alles Gute! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Mag. Mainoni: Viel mehr sind jetzt auch nicht hier als im Ausschuss!
derhole jetzt das, was ich schon im Ausschuss gesagt habe ... (Abg. Mag. Mainoni: Viel mehr sind jetzt auch nicht hier als im Ausschuss!) – Ja, viel mehr KollegInnen als im Ausschuss sind jetzt auch nicht da, aber es sind jetzt doch ein paar hier anwesend, die nicht im Ausschuss waren.
Beifall bei den Grünen.
habe. Aber nichtsdestotrotz werden wir, der alten Tradition folgend, die Arbeit der Volksanwaltschaft schätzend, den Berichten zustimmen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Abschließend: Ich würde mir, so wie es im Regierungsprogramm steht, auch eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Volksanwaltschaft und dem Parlament wünschen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich glaube, hier ist wirklich Eile geboten, den Anregungen der Volksanwaltschaft Folge zu leisten. Dem Herrn Bundesminister, der ja jetzt von der „Vizekanzlerei“ entbunden ist, ist zu wünschen, dass er Zeit hat, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Das wünsche ich mir, und ich danke der Volksanwaltschaft, die wieder einmal bewiesen hat, auf welcher Seite sie steht: auf der Seite der Schwächeren. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stoisits: Nobel ausgedrückt!
Frau Abgeordnete Stoisits hat in ihren Ausführungen ein bisschen – ich will nicht sagen: Zweifel gegenüber diesem Volksanwalt – Herrn Volksanwalt Stadler angesprochen und gesagt, er habe einen sehr persönlichen Zugang zu manchen Fällen und vielleicht den einen oder anderen ... (Abg. Mag. Stoisits: Nobel ausgedrückt!) – Nobel ausgedrückt? Gut, dann sage ich es konkret – ich wollte dich nicht in dieser Allgemeindebatte punzieren –: Sie hat ihm mangelnde Objektivität vorgeworfen.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
objektive und dynamische Volksvertretung haben, die sich um die Anliegen der Bevölkerung annimmt, die dann, wenn auch nicht sehr häufig, über die parlamentarische Diskussion hier wieder in die Öffentlichkeit kommen. Ich hoffe, dass wir all diese oder einen großen Teil der Begehren der Volksanwaltschaft, wenn es Begehren an den Gesetzgeber sind, auch in die Praxis umsetzen können. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit
Ich möchte aber auch noch einen anderen Bereich ansprechen, und zwar den Bereich Pflegegeld. Sehr geehrte Damen und Herren von der Staatsanwaltschaft (Heiterkeit) – pardon: Volksanwaltschaft! Auch ich bekomme jedes Monat jede Menge von Beschwerdebriefen, E-Mails, die aufzeigen, welche Ungerechtigkeiten es gibt, wenn jemand vom Aktivbezug in die Pension übergeführt wird und er oder sie gleichzeitig Pflegegeld bezogen hat. Wenn jemand im aktiven Arbeitsprozess Pflegegeld der Stufe V vom Land bekommen hat und dann in Pension geht, wird er automatisch, ohne mit der Wimper zu zucken, sofort auf Stufe III heruntergestuft – automatisch! –, weil sich die Pensionsversicherung anmaßt zu behaupten, das Land hätte falsch eingestuft. Davon gehe ich auf jeden Fall aus, denn was wäre sonst der Grund dafür, dass die PVA noch einmal eine neue Bewertung vornimmt und neu einstuft? – Dafür gibt es keine Begründung, sondern das ist wirklich eine Schikane für den Einzelnen, mit dem Ergebnis, dass sein Pflegegeld automatisch um ein bis zwei Stufen herabgesetzt wird und er dann kämpfen muss, dass er seine Pflegegeld-Stufe, die er braucht, wieder bekommt.
Abg. Mag. Molterer spricht mit den auf der Regierungsbank sitzenden Volksanwälten.
Noch ein Punkt, der mir wichtig ist, ist der Anspruch auf das Pflegegeld im Sterbemonat beziehungsweise im Antragsmonat. Es sind einige Fälle aufgeführt in diesem Bericht ... (Abg. Mag. Molterer spricht mit den auf der Regierungsbank sitzenden Volksanwälten.) – Herr Molterer! Geht es bitte, dass Sie mir die Dame und Herren Volksanwälte nicht stören? Ich habe ihnen nämlich etwas Wichtiges zu erzählen. Danke. – Es ist so, dass bei der letzten Pflegegeld-Reform mit beschlossen wurde – natürlich nicht mit den Grünen –, dass es im Antragsmonat und im Sterbemonat kein Pflegegeld mehr gibt.
Beifall bei den Grünen.
Das wäre für mich der einzig richtige Weg, dass die Assistenz- und Betreuungsleistungen, die der Einzelne bekommt, weil er sie braucht, auch in dem Monat bezahlt werden, in dem die zu pflegende Person verstirbt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Also das heißt, diese Einstufung ist völlig falsch und, wie gesagt, der Grad der Erwerbsminderung muss vom Grad der Behinderung getrennt werden, denn der Grad der Erwerbsminderung muss an den tatsächlichen Arbeitsplatz angepasst werden, denn nur dann stimmt es. Und alle anderen Zahlen sind einfach unrichtig und bringen eines: dass die Arbeitgeber noch mehr verschreckt sind, wenn sich jemand vorstellen kommt und sagt, er ist behindert, und noch dazusagen muss, mit einem Grad von 90 Prozent. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
weil das ein Beweis dafür ist, dass unser Herr Bundeskanzler mit all seinen Mitarbeitern in seinem Amt hervorragend arbeitet. Wir können uns freuen darüber, wir können stolz sein, und ich will ihm von dieser Stelle aus auch Kompliment, Dank und Anerkennung sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
recht abgeschlossen werden und der Bürger zu seinem Recht kommt. – Herzlichen Dank für Ihre Arbeit! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir machen das aber gerne, und – wir können nur unseren gesetzlichen Auftrag ausleben und nicht mehr – wir sind alle miteinander, jeder in seinem Geschäftsbereich, auch Kooperationen mit anderen Stellen eingegangen – das ist wieder der Vorteil von uns allen, die wir Kontakte haben –, damit wir wirklich alle Möglichkeiten nutzen, um Hilfestellung geben zu können und die Beschwerdeführer nicht einfach abspeisen zu müssen: Tut uns Leid, wir sind nicht zuständig! (Beifall bei der ÖVP.)
Allgemeiner Beifall.
In diesem Sinne bedanke ich mich noch einmal sehr herzlich für das Lob, das wir geerntet haben, aber auch für das Lob, das vor allem unsere Mitarbeiter geerntet haben. Ich nehme es gerne mit. – Vielen herzlichen Dank. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Reihe von Gebieten sogar ein tausendjähriges Hochwasser. Dass diese Abwicklung ohne eine einzige berechtigte Beschwerde erfolgt ist, stellt sowohl den ersten Instanzen, die das abgewickelt haben, als auch den Beschwerdekommissionen wirklich ein ganz tolles Zeugnis aus. Ich meine, das Hohe Haus sollte sich geschlossen für diese tolle Abwicklung herzlich bedanken. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir sind, gerade was diesen Punkt betrifft, auf einem guten Weg. Daher ist die Tatsache, dass wir diesem Antrag heute nicht zustimmen können, keine Ablehnung im Inhalt, sondern ich hoffe, dass wir sehr bald hier im Hohen Haus den entsprechenden Beschluss fassen können. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Abgeordnete Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ÖVP): Herr Präsident! Herr Staatssekretär! Sehr geehrte Damen und Herren! KollegInnen! Hohes Haus! Was uns jetzt zur Beschlussfassung vorliegt, ist das Kundmachungsreformgesetz. Dieses Kundmachungsreformgesetz regelt die Kundmachung von Rechtsvorschriften des Bundes im Internet. Ich meine, man kann ohne Übertreibung sagen, dass es sich dabei um einen Meilenstein im Kundmachungswesen handelt, und zwar deswegen, weil es sich um einen Wechsel von papiergebundener Kundmachung hin zu einem elektronischen System handelt. In Kraft treten soll das Ganze mit 1. Jänner 2004. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich hoffe und würde mich freuen, dass alle Fraktionen diesem Meilenstein im Kundmachungssystem zustimmen werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Mag. Walter Posch (SPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Das geplante Kundmachungsreformgesetz, das hat auch meine Vorrednerin schon gesagt, soll vor allem die Umstellung der Kundmachung von Gesetzen und Verordnungen in Papierform zu einer Kundmachung im Internet bewirken. (Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Murauer: Was schlagen denn Sie vor zur Pensionssicherung?
Das Kundmachungsreformgesetz kommt jetzt zu spät für Sie, weil, wie gesagt, das Budgetbegleitgesetz auf verfassungswidrige Art beschlossen wurde (Abg. Murauer: Was schlagen denn Sie vor zur Pensionssicherung?), was ja auch zur bekannten Reaktion des Herrn Bundespräsidenten geführt hat – mit der sanften Drohung, notfalls die Regierung entlassen zu können, und all den anderen Skurrilitäten, die es in diesem Zusammenhang gegeben hat.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Wir hoffen also, dass solche Vorgangsweisen in Zukunft unterbleiben werden, dass Sie in Zukunft in der Lage sein werden, solche Gesetze verfassungskonform einzubringen und zu beschließen. Das Kundmachungsreformgesetz, dem wir unsere grundsätzliche Zustimmung geben können, wird Ihnen dabei vielleicht eine kleine Hilfe sein. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Danke schön. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Dieser Entschließungsantrag bringt nichts anderes zum Ausdruck, als dass damit sichergestellt werden soll, dass sich die Situation für den Einzelnen und die Einzelne keinesfalls verschlechtert. Es hat schlicht und einfach nicht jeder einen Zugang zum Internet. Und da ich gehört habe, dass alle österreichischen Gemeinden Zugang zum Internet haben – daran zweifle ich nicht –, wäre es ein Einfaches, diesem Entschließungsantrag, dem Auftrag beziehungsweise der Bitte an den Bundeskanzler zu entsprechen und gleichzeitig darauf Bedacht zu nehmen, dass die Gemeinden finanziell nicht mehr belastet werden als bisher. – Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Beim Kundmachungsreformgesetz 2004 handelt es sich somit, wie wir meinen, um ein sehr ausgewogenes Gesamtpaket, durch das eine wesentliche Effizienzsteigerung, eine wesentliche Transparenzsteigerung und auch der Servicegedanke im Bereich der Verwaltung vorangetrieben werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Wir rechtsanwendenden Berufe begrüßen das natürlich ganz besonders. Bis jetzt haben wir die Bundesgesetzblätter abonniert, ein Jahr lang gesammelt, geordnet, am Ende des Jahres binden lassen und dann in einer Bibliothek deponiert. Eine größere beziehungsweise schon länger existierende Kanzlei hat, um all diese Bundesgesetzblätter zu archivieren beziehungsweise zu lagern, sogar einen eigenen Raum gebraucht. Nunmehr fällt all das weg! Das RIS ist also gerade für rechtsberatende Berufe ein enormer und positiver Fortschritt. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Ich glaube daher, dass es nicht nur zu jenen in den Erläuterungen des Bundesgesetzes genannten 400 000 € an Einsparungen kommen wird, sondern gerade auch bei den Normadressaten beziehungsweise bei den Normanwendern zusätzliche Einsparungen stattfinden werden. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Mich freut natürlich der Antrag der Kollegin Stoisits, vor allem als Bürgermeister, da wir die Kolleginnen und Kollegen in der Diskussion im Ausschuss darauf hingewiesen haben, dass es zwar überhaupt keine Frage ist, das zu machen, wenn unsere Bürgerinnen und Bürger kommen, um die Auskunft einzuholen – wir machen es ja gern! –, aber wenn wir uns schon durch das Ganze 400 000 € ersparen, dann hätte man die Gemeinden einfach mit einem Pauschalbetrag entlohnen können, würde ich meinen. Vielleicht könnten wir das jetzt noch, zu fortgeschrittener Stunde, im Interesse der österreichischen Kommunen hier einbauen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Pendl.
Und was zahlen die Gemeinden, Herr Kollege Pendl? – Den Internetausdruck! (Zwischenruf des Abg. Pendl.) Seien Sie mir nicht böse, aber die Kosten, die entstehen, wenn einmal ein Gemeindebürger kommt und tatsächlich einen Internetausdruck haben möchte, diese Kosten werden wohl noch alle Gemeinden tragen können!
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Ich wünsche mir, dass die Bundesländer diesem Beispiel des Bundes möglichst bald folgen in der Landesgesetzgebung und in deren Kundmachung. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Rufe bei der ÖVP: Nein! Nein! – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.
Ich bitte jene Damen und Herren, die für den Entschließungsantrag sind, um ein Zeichen der Zustimmung. – Es ist dies einstimmig angenommen. (Rufe bei der ÖVP: Nein! Nein! – Beifall bei Abgeordneten der SPÖ und der Grünen.) – Verzeihung! Ich habe mich geirrt. Ich war bei einer anderen Zeile.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Die Umsetzung dieses Protokolls zur Reduktion der Schwermetalle ist einer von vielen Schritten auf dem richtigen Weg. Es ist dies ein Weg, der sicheren Schrittes und mit politischem Gewicht durch unseren Umweltminister Dipl.-Ing. Josef Pröll gegangen wird. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.
Meine Damen und Herren! Österreich hat im Juni 1998 das Schwermetall-Protokoll des Übereinkommens über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung unterzeichnet. Dies wird auch deswegen besonders wichtig, da die EU-Erweiterung ins Haus steht. Sie wissen: Ab 1. Mai 2004 werden weitere zehn Länder Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Herr Bundesminister! Wir alle sind daher gefordert, unseren Beitrag zur Reduktion der klimaschädigenden Emissionen zu leisten. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Scheibner und Wittauer.
Der bisherige Trend ist alles andere als positiv. Es muss daher deutlich mehr geschehen. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Scheibner und Wittauer.)
Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.
Zum Schluss möchte ich noch kurz sagen: Ich glaube, dass es für uns alle wichtig ist, dass grenzüberschreitend gehandelt wird. Das ist ein Gebot der Stunde, gerade bei den Emissionen. Wir haben in Tirol genug Probleme; das weiß auch Abgeordneter Niederwieser. Wir werden diese Probleme hoffentlich gemeinsam bewältigen und gemeinsam in eine Zukunft gehen, in der unsere Kinder von diesen Emissionen nicht mehr krank werden. Ich hoffe, es wird uns gelingen! (Beifall bei den Freiheitlichen sowie des Abg. Dr. Niederwieser.)
Beifall bei der SPÖ.
Zwei Dinge wünsche ich mir noch: Überdenken Sie bitte die Praxis der genannten schleppenden Umsetzung für die Zukunft! Weiters muss die inhaltliche Umsetzung sehr ernst genommen werden! Anhand des genannten Problems sehen wir, dass das in Österreich nicht vorbildlich geschehen ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Herr Umweltminister hat dazu in der letzten Sitzung des Umweltausschusses gemeint, dass man in Zukunft versuchen werde, den Zeitraum zwischen Unterzeichnung und Ratifikation zu verkürzen. Gelegenheit, diesen Wahrheitsbeweis anzutreten, wird die Bundesregierung beim nächsten umzusetzenden Protokoll, dem Multikomponenten-Abkommen, haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Ich hoffe, dass dieses Beispiel zumindest insofern Schule macht, als Sie nicht weiterhin im Ausschuss sämtliche Anträge der Opposition auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertagen, sondern uns wenigstens die Gelegenheit bieten, im Plenum eine Auseinandersetzung darüber zu führen. Wir sind ja ohnedies bereits bescheiden. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hornek.
Herr Bundesminister! Zum Thema Klimaschutz gibt es ja einiges zu sagen. Es wird immer brisanter und immer drängender, nicht zuletzt deshalb, weil der internationale Beobachtungszeitraum im Jahr 2008 beginnt. Sie wissen, dass Österreich meilenweit vom Kyoto-Ziel, zu dem wir uns mittlerweile auch völkerrechtlich verpflichtet haben, entfernt ist. (Zwischenruf des Abg. Hornek.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.
Ja, Herr Kollege Hornek, meilenweit – um nicht zu sagen: tonnenweit oder Millionen Tonnen weit. Die Emissionen im CO2-Bereich steigen leider. Ich sage das nicht, weil ich irgendwie schwarz malen will, sondern es sind die nüchternen Zahlen, die diese Sprache sprechen. Wir haben leider nicht einmal die Trendwende geschafft. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hornek.) Die Emissionen sind weiterhin im Steigen begriffen, und es ist nicht wirklich ein Gegentrend zu erkennen.
Abg. Mag. Molterer: ... Klimaforum vorgeschlagen!
Sie, Herr Bundesminister, verbreiten diesbezüglich ja immer einen, ich würde fast sagen, zwanghaften Optimismus. Sie sagen immer: Das wird schon, das machen wir schon! – Auf welchen Tatsachen das wirklich beruht, ist mir nicht ganz klar. Ich halte das auch nicht für angebracht, denn wenn wir uns die finanziellen Mittel ansehen, die dem Klimaschutz tatsächlich zur Verfügung stehen, dann sehen wir – und das wissen wir schon seit längerem –, dass diese sogar hinter dem zurückbleiben, was Ihr eigenes Ressort veranschlagt hat. Die volle Summe der 90 Millionen € wird erst ab 2006 zur Verfügung stehen. Und damit ist klar, ... (Abg. Mag. Molterer: ... Klimaforum vorgeschlagen!) Ja, Sie sind dafür auch verantwortlich, Herr Kollege Molterer! Ich bin froh, dass Sie das hier so mutig herausschreien. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Die waren stolz darauf!)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Die waren stolz darauf!
Sie, Herr Bundesminister, verbreiten diesbezüglich ja immer einen, ich würde fast sagen, zwanghaften Optimismus. Sie sagen immer: Das wird schon, das machen wir schon! – Auf welchen Tatsachen das wirklich beruht, ist mir nicht ganz klar. Ich halte das auch nicht für angebracht, denn wenn wir uns die finanziellen Mittel ansehen, die dem Klimaschutz tatsächlich zur Verfügung stehen, dann sehen wir – und das wissen wir schon seit längerem –, dass diese sogar hinter dem zurückbleiben, was Ihr eigenes Ressort veranschlagt hat. Die volle Summe der 90 Millionen € wird erst ab 2006 zur Verfügung stehen. Und damit ist klar, ... (Abg. Mag. Molterer: ... Klimaforum vorgeschlagen!) Ja, Sie sind dafür auch verantwortlich, Herr Kollege Molterer! Ich bin froh, dass Sie das hier so mutig herausschreien. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Molterer: Die waren stolz darauf!)
Abg. Mag. Molterer: Nein, nein, nein!
Ob sie im Jahr 2008 und im Jahr 2012 dann auch noch darauf stolz sein werden, weiß ich nicht, denn dann werden nämlich Pönalezahlungen ins Haus stehen, wenn Österreich das Kyoto-Ziel nicht erreicht. (Abg. Mag. Molterer: Nein, nein, nein!) Ich glaube, das wird nicht so lustig sein. (Abg. Mag. Molterer: Seien Sie nicht immer so pessimistisch!) – Ich bin nicht pessimistisch, ich bin realistisch! Wenn ich nicht Recht behalte, freue ich mich. Aber ich fürchte, das wird nicht der Fall sein. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig.)
Abg. Mag. Molterer: Seien Sie nicht immer so pessimistisch!
Ob sie im Jahr 2008 und im Jahr 2012 dann auch noch darauf stolz sein werden, weiß ich nicht, denn dann werden nämlich Pönalezahlungen ins Haus stehen, wenn Österreich das Kyoto-Ziel nicht erreicht. (Abg. Mag. Molterer: Nein, nein, nein!) Ich glaube, das wird nicht so lustig sein. (Abg. Mag. Molterer: Seien Sie nicht immer so pessimistisch!) – Ich bin nicht pessimistisch, ich bin realistisch! Wenn ich nicht Recht behalte, freue ich mich. Aber ich fürchte, das wird nicht der Fall sein. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig.
Ob sie im Jahr 2008 und im Jahr 2012 dann auch noch darauf stolz sein werden, weiß ich nicht, denn dann werden nämlich Pönalezahlungen ins Haus stehen, wenn Österreich das Kyoto-Ziel nicht erreicht. (Abg. Mag. Molterer: Nein, nein, nein!) Ich glaube, das wird nicht so lustig sein. (Abg. Mag. Molterer: Seien Sie nicht immer so pessimistisch!) – Ich bin nicht pessimistisch, ich bin realistisch! Wenn ich nicht Recht behalte, freue ich mich. Aber ich fürchte, das wird nicht der Fall sein. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Dr. Glawischnig.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Daher, Herr Bundesminister, meine Aufforderung an Sie: Bleiben Sie Ihrem Versprechen treu, und machen Sie wirklich Klimaschutz mit Hausverstand! Das bringt uns allen mehr. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Dr. Glawischnig: ... eine super Statistik!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Österreich liegt laut dem Zwischenbericht der EU (Abg. Dr. Glawischnig: ... eine super Statistik!) zur Umsetzung der Lissabon-Strategie, gerade was das Kriterium Umweltschutz, die Qualität der Umweltsituation anlangt, auf Platz eins in Europa. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Abg. Mag. Sima: Beim Klimaschutz sind wir ganz hinten!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Abg. Mag. Sima: Beim Klimaschutz sind wir ganz hinten!
Abgeordneter Karlheinz Kopf (ÖVP): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Österreich liegt laut dem Zwischenbericht der EU (Abg. Dr. Glawischnig: ... eine super Statistik!) zur Umsetzung der Lissabon-Strategie, gerade was das Kriterium Umweltschutz, die Qualität der Umweltsituation anlangt, auf Platz eins in Europa. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner. – Abg. Mag. Sima: Beim Klimaschutz sind wir ganz hinten!)
Abg. Mag. Sima: Beim Klimaschutz sind wir ganz hinten!
Wenn man von dieser Situation ausgeht, kann man sich vorstellen, dass in diesem Land schon sehr viel geschehen sein muss, um diese Situation erreicht zu haben. (Abg. Mag. Sima: Beim Klimaschutz sind wir ganz hinten!) Uns wird jetzt immer nur vorgehalten, dass wir von einem sehr ambitionierten Ziel beim Klimaschutz (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist nur völkerrechtlich verbindlich und wird sehr teuer!) – um auf dieses Thema zu kommen – ein gutes Stück entfernt sind, von einem Ziel, das weit ambitionierter ist, als es sich viele andere Länder vorzunehmen getraut haben! Natürlich kann man da sagen: Schaut her, die tun sich schwer, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen! Man könnte aber vielleicht auch einmal honorieren, dass wir uns dieses Ziel vorgenommen haben, und, statt immer nur mit dem Finger auf uns zu zeigen, vielleicht einmal auf jene Länder zeigen, die sich nicht einmal das Ziel vorgenommen haben, sondern ganz im Gegenteil gesagt haben: Damit wollen wir nichts zu tun haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: War das jetzt eine USA-Kritik, oder was war das jetzt?)
Abg. Dr. Glawischnig: Das ist nur völkerrechtlich verbindlich und wird sehr teuer!
Wenn man von dieser Situation ausgeht, kann man sich vorstellen, dass in diesem Land schon sehr viel geschehen sein muss, um diese Situation erreicht zu haben. (Abg. Mag. Sima: Beim Klimaschutz sind wir ganz hinten!) Uns wird jetzt immer nur vorgehalten, dass wir von einem sehr ambitionierten Ziel beim Klimaschutz (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist nur völkerrechtlich verbindlich und wird sehr teuer!) – um auf dieses Thema zu kommen – ein gutes Stück entfernt sind, von einem Ziel, das weit ambitionierter ist, als es sich viele andere Länder vorzunehmen getraut haben! Natürlich kann man da sagen: Schaut her, die tun sich schwer, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen! Man könnte aber vielleicht auch einmal honorieren, dass wir uns dieses Ziel vorgenommen haben, und, statt immer nur mit dem Finger auf uns zu zeigen, vielleicht einmal auf jene Länder zeigen, die sich nicht einmal das Ziel vorgenommen haben, sondern ganz im Gegenteil gesagt haben: Damit wollen wir nichts zu tun haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: War das jetzt eine USA-Kritik, oder was war das jetzt?)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: War das jetzt eine USA-Kritik, oder was war das jetzt?
Wenn man von dieser Situation ausgeht, kann man sich vorstellen, dass in diesem Land schon sehr viel geschehen sein muss, um diese Situation erreicht zu haben. (Abg. Mag. Sima: Beim Klimaschutz sind wir ganz hinten!) Uns wird jetzt immer nur vorgehalten, dass wir von einem sehr ambitionierten Ziel beim Klimaschutz (Abg. Dr. Glawischnig: Das ist nur völkerrechtlich verbindlich und wird sehr teuer!) – um auf dieses Thema zu kommen – ein gutes Stück entfernt sind, von einem Ziel, das weit ambitionierter ist, als es sich viele andere Länder vorzunehmen getraut haben! Natürlich kann man da sagen: Schaut her, die tun sich schwer, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen! Man könnte aber vielleicht auch einmal honorieren, dass wir uns dieses Ziel vorgenommen haben, und, statt immer nur mit dem Finger auf uns zu zeigen, vielleicht einmal auf jene Länder zeigen, die sich nicht einmal das Ziel vorgenommen haben, sondern ganz im Gegenteil gesagt haben: Damit wollen wir nichts zu tun haben! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Glawischnig: War das jetzt eine USA-Kritik, oder was war das jetzt?)
Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber
Tatsache ist Folgendes: Sie negieren völlig (Zwischenruf des Abg. Dipl.-Ing. Pirklhuber), dass gerade diese Bundesregierung in der letzten Zeit – und so lange ist sie ja, verdammt noch einmal, noch nicht im Amt, dass man ihr Vorwürfe machen könnte, dass sie nichts getan hätte –, in dieser kurzen Zeit eine Reihe von Maßnahmen auf die
Abg. Dr. Glawischnig: Stimmt ja nicht!
Die Maßnahmen zur Ökologisierung des Steuersystems sind noch nicht einmal in Kraft getreten, und Sie fordern schon weitere Maßnahmen, die letzten Endes wieder eines nach sich ziehen würden, nämlich eine Belastung der Bevölkerung über das Steuersystem. (Abg. Dr. Glawischnig: Stimmt ja nicht!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Halleluja!
Ich sage Ihnen eines: Österreich ist das Umweltmusterland schlechthin und hat ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm wie kaum ein anderes Land in Europa. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem Programm, das Minister Pröll und auch schon sein Vorgänger, Minister Molterer, initiiert haben, dieses ambitionierte Ziel, das wir uns gesteckt haben, auch erreichen werden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen. – Abg. Dr. Cap: Halleluja!)
Abg. Kopf: 80 Millionen zusätzlich!
Abgeordnete Dr. Eva Glawischnig (Grüne): Herr Präsident! Herr Umweltminister! Hohes Haus! Geschätzter Herr Kollege Kopf! Mich wundert es immer aufs Neue, wie man gerade als Wirtschaftssprecher so wenig Phantasie aufbringen kann, wenn es darum geht, innovative Technologien, Erneuerungskraft, so etwas wie neue Chancen für ganze Wirtschaftsbereiche, die in Österreich gut angesiedelt sind, zu nützen (Abg. Kopf: 80 Millionen zusätzlich!), wie man all das völlig ignorieren und ausschließlich als Bremser auftreten kann, nach dem Motto: Ja nicht zu viel, wir sind ohnedies so super, und wir sind die Nummer eins im Umweltschutz! – Ich kann das nicht mehr hören!
Abg. Dr. Stummvoll: ... positiv!
Ich sage Ihnen: Gerade in wirtschaftspolitischer Hinsicht vergeben Sie so viele Chancen! Schauen Sie sich einmal an, was es in Österreich alles gibt: Wir haben eine hervorragende kleine Feinindustrie im Bereich erneuerbare Energien, Kesselbauer. Wir haben im Bereich Photovoltaik und Solar Errichter, die in die ganze Welt exportieren. (Abg. Dr. Stummvoll: ... positiv!) Wir haben einen wunderbaren Home Market. Wir haben Windenergie-Zulieferindustrie. (Abg. Kopf: 240 Millionen! 240 Millionen ...!) – Jetzt bin ich am Wort, Entschuldigung! – Und Sie ignorieren das völlig! (Abg. Kopf: Sie ignorieren die Maßnahmen!) Sie sagen immer nur, wir seien so super und da solle nichts mehr geschehen. – Ich finde das so etwas von ignorant und phantasielos! Nicht als Umweltsprecherin, sondern als Wirtschaftssprecherin verstehe ich das nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: 240 Millionen! 240 Millionen ...!
Ich sage Ihnen: Gerade in wirtschaftspolitischer Hinsicht vergeben Sie so viele Chancen! Schauen Sie sich einmal an, was es in Österreich alles gibt: Wir haben eine hervorragende kleine Feinindustrie im Bereich erneuerbare Energien, Kesselbauer. Wir haben im Bereich Photovoltaik und Solar Errichter, die in die ganze Welt exportieren. (Abg. Dr. Stummvoll: ... positiv!) Wir haben einen wunderbaren Home Market. Wir haben Windenergie-Zulieferindustrie. (Abg. Kopf: 240 Millionen! 240 Millionen ...!) – Jetzt bin ich am Wort, Entschuldigung! – Und Sie ignorieren das völlig! (Abg. Kopf: Sie ignorieren die Maßnahmen!) Sie sagen immer nur, wir seien so super und da solle nichts mehr geschehen. – Ich finde das so etwas von ignorant und phantasielos! Nicht als Umweltsprecherin, sondern als Wirtschaftssprecherin verstehe ich das nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: Sie ignorieren die Maßnahmen!
Ich sage Ihnen: Gerade in wirtschaftspolitischer Hinsicht vergeben Sie so viele Chancen! Schauen Sie sich einmal an, was es in Österreich alles gibt: Wir haben eine hervorragende kleine Feinindustrie im Bereich erneuerbare Energien, Kesselbauer. Wir haben im Bereich Photovoltaik und Solar Errichter, die in die ganze Welt exportieren. (Abg. Dr. Stummvoll: ... positiv!) Wir haben einen wunderbaren Home Market. Wir haben Windenergie-Zulieferindustrie. (Abg. Kopf: 240 Millionen! 240 Millionen ...!) – Jetzt bin ich am Wort, Entschuldigung! – Und Sie ignorieren das völlig! (Abg. Kopf: Sie ignorieren die Maßnahmen!) Sie sagen immer nur, wir seien so super und da solle nichts mehr geschehen. – Ich finde das so etwas von ignorant und phantasielos! Nicht als Umweltsprecherin, sondern als Wirtschaftssprecherin verstehe ich das nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich sage Ihnen: Gerade in wirtschaftspolitischer Hinsicht vergeben Sie so viele Chancen! Schauen Sie sich einmal an, was es in Österreich alles gibt: Wir haben eine hervorragende kleine Feinindustrie im Bereich erneuerbare Energien, Kesselbauer. Wir haben im Bereich Photovoltaik und Solar Errichter, die in die ganze Welt exportieren. (Abg. Dr. Stummvoll: ... positiv!) Wir haben einen wunderbaren Home Market. Wir haben Windenergie-Zulieferindustrie. (Abg. Kopf: 240 Millionen! 240 Millionen ...!) – Jetzt bin ich am Wort, Entschuldigung! – Und Sie ignorieren das völlig! (Abg. Kopf: Sie ignorieren die Maßnahmen!) Sie sagen immer nur, wir seien so super und da solle nichts mehr geschehen. – Ich finde das so etwas von ignorant und phantasielos! Nicht als Umweltsprecherin, sondern als Wirtschaftssprecherin verstehe ich das nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kopf: ... schon einmal dort gewesen sein!
Ich meine, das brauche ich Ihnen wohl nicht mehr zu zeigen: Die Situation der Pasterze 1930 und 2003. Da ist nichts mehr da! Das schwindet jedes Jahr um Kubikmeter, um Kubikkilometer mittlerweile, was die Gesamtgletschersituation in Österreich betrifft. (Abg. Kopf: ... schon einmal dort gewesen sein!) Und es wäre so eine wunderbare Möglichkeit, Wirtschafts- und Umweltpolitik zu verbinden! Selbst so konservative Insti-
Beifall bei den Grünen.
tute wie das Wirtschaftsforschungsinstitut rechnen Ihnen vor, dass Investitionen in den Klimaschutz soundsoviele Arbeitsplätze bringen und eine Frischzellenkur für die österreichische Wirtschaft sind – und Sie stellen sich hierher und sagen, dass wir alles nicht brauchen und ohnedies genug tun. – Sie sollten das wirklich einmal ernsthaft überdenken! Mich regt das auf! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das müssen Sie aber schon differenzieren!
Es ist schön und gut, dass Österreich im Bereich SO2-Reduktion, Schwefeldioxid und so weiter, saubere Seen in den letzten Jahren Großes geleistet hat – dank der Umweltbewegung, dank NGOs, wie sie auch heute wieder hier sind –, aber bei der Klimaschutzpolitik hat Österreich seit den achtziger Jahren die Klappe so weit offen gehabt – Entschuldigung für die legere Ausdrucksweise –, und wir haben nichts erreicht! Wir diskutieren schon eine Ewigkeit über Klimaschutz und haben nichts erreicht: Plus 9 Prozent statt minus 13 ist eine verheerende Bilanz! Wenn Länder wie Großbritannien oder Deutschland uns meilenweit voraus sind, sollte das doch zum Nachdenken anregen. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hornek: Das müssen Sie aber schon differenzieren!)
Abg. Hornek: Europa: 9 Prozent, Österreich: 13 Prozent, Frau Kollegin! 9 : 13 Prozent!
Schauen Sie: Letztes Jahr haben wir einen Flutkatastrophen-Sommer gehabt, heuer haben wir eine Hitzekatastrophe gehabt, jedes Jahr im Herbst kommen die Bauern und sagen: Wir hatten Dürreschäden! – Warum kann man das Problem nicht ein bisschen bei der Wurzel angreifen und sagen: Österreich ist wirklich Vorreiter, investiert wirklich in den Klimaschutz!? – Warum kann man nicht international sagen: Mit diesen lächerlichen Kyoto-Prozenten schaffen wir nie eine Trendwende, um all diese Katastrophen, auf die wir zusteuern, auch nur ansatzweise in den Griff zu bekommen!? – Warum ist Österreich nicht das erste Land, das sagt: Wir wollen noch viel mehr reduzieren und uns international auch über diese Periode hinaus als Vorreiter stark machen!? (Abg. Hornek: Europa: 9 Prozent, Österreich: 13 Prozent, Frau Kollegin! 9 : 13 Prozent!)
Abg. Hornek: Davon spricht niemand!
Und wenn Sie das nicht überzeugt: Wissen Sie, was es kosten wird, wenn wir die Kyoto-Ziele nicht erreichen? – Im Jahr 150 Millionen €. Bis zu 2 Milliarden € wird das kosten! Das ist kein Spaß mehr! (Abg. Hornek: Davon spricht niemand!) Das ist völkerrechtlich verbindlich, da gibt es Pönalien, da gibt es Sanktionen – und die Antwort der ÖVP ist: Wir sind eh so super! – Also ich bin erschüttert, muss ich sagen! (Abg. Hornek: Dann haben Sie es missverstanden!)
Abg. Hornek: Dann haben Sie es missverstanden!
Und wenn Sie das nicht überzeugt: Wissen Sie, was es kosten wird, wenn wir die Kyoto-Ziele nicht erreichen? – Im Jahr 150 Millionen €. Bis zu 2 Milliarden € wird das kosten! Das ist kein Spaß mehr! (Abg. Hornek: Davon spricht niemand!) Das ist völkerrechtlich verbindlich, da gibt es Pönalien, da gibt es Sanktionen – und die Antwort der ÖVP ist: Wir sind eh so super! – Also ich bin erschüttert, muss ich sagen! (Abg. Hornek: Dann haben Sie es missverstanden!)
Abg. Hornek: Das ist die Lösung! Sie haben es erkannt: Das ist die Lösung!
Jetzt beschließen Sie einen Entschließungsantrag, in dem genau das steht, was im Regierungsübereinkommen steht, das alle schon damals in der ersten Sitzung des Nationalrates beschlossen haben, weil sich alle davor gefürchtet haben, dass die Freiheitlichen vielleicht umfallen, wo das ganze Regierungsprogramm als Entschließungsantrag beschlossen worden ist. Genau das beschließen Sie jetzt wieder! Das ist jetzt die Lösung! (Abg. Hornek: Das ist die Lösung! Sie haben es erkannt: Das ist die Lösung!) – Und ich sage Ihnen: Das ist zu wenig, und ich bin erschüttert! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hornek: So schaut es aber gar nicht aus! – Abg. Mag. Molterer: Frau Glawischnig, sehr erschüttert wirken Sie nicht! – Abg. Dr. Glawischnig: Ja, aber es stimmt!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hornek: So schaut es aber gar nicht aus! – Abg. Mag. Molterer: Frau Glawischnig, sehr erschüttert wirken Sie nicht! – Abg. Dr. Glawischnig: Ja, aber es stimmt!
Jetzt beschließen Sie einen Entschließungsantrag, in dem genau das steht, was im Regierungsübereinkommen steht, das alle schon damals in der ersten Sitzung des Nationalrates beschlossen haben, weil sich alle davor gefürchtet haben, dass die Freiheitlichen vielleicht umfallen, wo das ganze Regierungsprogramm als Entschließungsantrag beschlossen worden ist. Genau das beschließen Sie jetzt wieder! Das ist jetzt die Lösung! (Abg. Hornek: Das ist die Lösung! Sie haben es erkannt: Das ist die Lösung!) – Und ich sage Ihnen: Das ist zu wenig, und ich bin erschüttert! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Hornek: So schaut es aber gar nicht aus! – Abg. Mag. Molterer: Frau Glawischnig, sehr erschüttert wirken Sie nicht! – Abg. Dr. Glawischnig: Ja, aber es stimmt!)
Abg. Dr. Glawischnig: Nein, alles ist „super“!
Es ist aber nicht wahr, dass die Regierungsparteien, dass die Freiheitlichen und die ÖVP die Augen verschließen und eine Klimaoffensive verhindern. (Abg. Dr. Glawischnig: Nein, alles ist „super“!) Uns ist völlig klar, dass es viel vorteilhafter ist, in den Klimaschutz zu investieren, als nachher die durch einen Klimawandel verursachten Schäden reparieren zu müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Es ist aber nicht wahr, dass die Regierungsparteien, dass die Freiheitlichen und die ÖVP die Augen verschließen und eine Klimaoffensive verhindern. (Abg. Dr. Glawischnig: Nein, alles ist „super“!) Uns ist völlig klar, dass es viel vorteilhafter ist, in den Klimaschutz zu investieren, als nachher die durch einen Klimawandel verursachten Schäden reparieren zu müssen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Die Regierung nimmt die Umweltpolitik wirklich ernst, und mit der Bereitstellung dieser Mittel haben wir gute Chancen, das Kyoto-Ziel zu erreichen. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Glawischnig: Richtig!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Glawischnig hat mir das Stichwort geliefert: Ja, wir haben im Bereich der Biomasse in unserer Industrie ein Know-how wie wenige andere Länder. (Abg. Dr. Glawischnig: Richtig!) Wir haben in der Wassertechnologie einen Riesenvorsprung gegenüber anderen Ländern. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber wir machen nichts daraus! – Abg. Dr. Glawischnig: Ja nicht zu groß werden!) Wir haben in der Abfallwirtschaft perfekte Industrieunternehmen, die auf den internationalen Märkten reüssieren. Und warum haben wir das? – Weil wir mit einer sehr energischen, zielgerichteten Umweltpolitik in den letzten Jahren diesen Unternehmen auch die Plattform in Österreich dafür geboten haben, dass sie Weltmarktführer werden können. (Abg. Dr. Glawischnig: Photovoltaik war 14 Tage nach Beschlussfassung ausverkauft!) Sie haben den Beweis dafür geliefert, dass wir bereits sehr erfolgreich Umweltpolitik gemacht haben und auch zukünftig machen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Lichtenberger: Aber wir machen nichts daraus! – Abg. Dr. Glawischnig: Ja nicht zu groß werden!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Glawischnig hat mir das Stichwort geliefert: Ja, wir haben im Bereich der Biomasse in unserer Industrie ein Know-how wie wenige andere Länder. (Abg. Dr. Glawischnig: Richtig!) Wir haben in der Wassertechnologie einen Riesenvorsprung gegenüber anderen Ländern. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber wir machen nichts daraus! – Abg. Dr. Glawischnig: Ja nicht zu groß werden!) Wir haben in der Abfallwirtschaft perfekte Industrieunternehmen, die auf den internationalen Märkten reüssieren. Und warum haben wir das? – Weil wir mit einer sehr energischen, zielgerichteten Umweltpolitik in den letzten Jahren diesen Unternehmen auch die Plattform in Österreich dafür geboten haben, dass sie Weltmarktführer werden können. (Abg. Dr. Glawischnig: Photovoltaik war 14 Tage nach Beschlussfassung ausverkauft!) Sie haben den Beweis dafür geliefert, dass wir bereits sehr erfolgreich Umweltpolitik gemacht haben und auch zukünftig machen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Glawischnig: Photovoltaik war 14 Tage nach Beschlussfassung ausverkauft!
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Glawischnig hat mir das Stichwort geliefert: Ja, wir haben im Bereich der Biomasse in unserer Industrie ein Know-how wie wenige andere Länder. (Abg. Dr. Glawischnig: Richtig!) Wir haben in der Wassertechnologie einen Riesenvorsprung gegenüber anderen Ländern. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber wir machen nichts daraus! – Abg. Dr. Glawischnig: Ja nicht zu groß werden!) Wir haben in der Abfallwirtschaft perfekte Industrieunternehmen, die auf den internationalen Märkten reüssieren. Und warum haben wir das? – Weil wir mit einer sehr energischen, zielgerichteten Umweltpolitik in den letzten Jahren diesen Unternehmen auch die Plattform in Österreich dafür geboten haben, dass sie Weltmarktführer werden können. (Abg. Dr. Glawischnig: Photovoltaik war 14 Tage nach Beschlussfassung ausverkauft!) Sie haben den Beweis dafür geliefert, dass wir bereits sehr erfolgreich Umweltpolitik gemacht haben und auch zukünftig machen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Dipl.-Ing. Josef Pröll: Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Glawischnig hat mir das Stichwort geliefert: Ja, wir haben im Bereich der Biomasse in unserer Industrie ein Know-how wie wenige andere Länder. (Abg. Dr. Glawischnig: Richtig!) Wir haben in der Wassertechnologie einen Riesenvorsprung gegenüber anderen Ländern. (Abg. Dr. Lichtenberger: Aber wir machen nichts daraus! – Abg. Dr. Glawischnig: Ja nicht zu groß werden!) Wir haben in der Abfallwirtschaft perfekte Industrieunternehmen, die auf den internationalen Märkten reüssieren. Und warum haben wir das? – Weil wir mit einer sehr energischen, zielgerichteten Umweltpolitik in den letzten Jahren diesen Unternehmen auch die Plattform in Österreich dafür geboten haben, dass sie Weltmarktführer werden können. (Abg. Dr. Glawischnig: Photovoltaik war 14 Tage nach Beschlussfassung ausverkauft!) Sie haben den Beweis dafür geliefert, dass wir bereits sehr erfolgreich Umweltpolitik gemacht haben und auch zukünftig machen werden. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Mir würde schon reichen: dem Grasser seine Beratungskosten für den Klimaschutz! Das wäre schon super!
Was haben wir vor? – 2004: plus 30 Millionen €, 2005: 60 Millionen € Plus, ab 2006: 90 Millionen € für den Klimaschutz. Das sind 180 Millionen € bis ins Jahr 2006 – eine Summe, die in wenigen anderen Bereichen gewährt wird, und dies zusätzlich zu sonst sehr hohen Umweltförderungen! –, die wir ausschließlich in Klimaschutzmaßnahmen investieren werden. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Glawischnig: Mir würde schon reichen: dem Grasser seine Beratungskosten für den Klimaschutz! Das wäre schon super!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.
Sie dürfen eines nicht vergessen: Wir haben in den letzten Jahren schon unglaublich viel in den Klimaschutz investiert: 187 Millionen € – und auch hier spannt sich der Bogen von der Umweltpolitik zur Wirtschaftspolitik – an zugesagten Fördermitteln im Inland mit einer CO2-Reduktion von knapp 2,5 Millionen Tonnen. Und wir haben durch diese 187 Millionen € Fördermittel eine Investitionssumme von 940 Millionen € ausgelöst – auch das kann sich sehen lassen! –, unmittelbar klimarelevant, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.
Wir werden dieses Ziel sicher erreichen, obwohl das von vielen als träumerisch bezeichnet wird. Es wird 2004 Realität werden, und wir werden damit auch einen spürbaren Beitrag zum Ersatz von fossiler Energie und damit für den Klimaschutz leisten können, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Scheibner.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Zweitens: Ich werde in den nächsten Wochen mit einer Artikel-15a-Vereinbarung gemeinsam mit den Bundesländern im Bereich der Wohnbauförderung Mindeststandards in Begutachtung bringen, damit wir auch in der Wohnbauförderung bei der Raumwärme Energie sparen, neue Heizmethoden und neue Methoden in der Energieaufbringung diskutieren. Diese Mindeststandards werden seitens der Länder einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass wir unser – zugegebenermaßen ambitioniertes – Ziel von minus 13 Prozent zwischen 2008 und 2012 erreichen können. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Abg. Wittauer: Das haben wir auch Ihnen mit dem Transitvertrag zu verdanken!
Wie Herr Minister Pröll selbst vor wenigen Wochen, und zwar am 22. September, in einer Aussendung zugegeben hat, sind und bleiben das zentrale Problem die CO2-Emissionen aus dem Verkehr. Die Emissionsinventur 2001 zeigt da ein Plus von 8 bis 9 Prozent CO2-Ausstoß gegenüber dem Jahr 2000. (Abg. Wittauer: Das haben wir auch Ihnen mit dem Transitvertrag zu verdanken!)
Abg. Mag. Molterer: Da muss er selber lachen!
Gorbach torpedieren ihn bei seinen Bemühungen, indem sie sich bei ihrem „Kreuzzug“ in die ÖBB festbeißen, festkrallen und jede vernünftige und zukunftsweisende Verkehrspolitik blockieren. (Abg. Mag. Molterer: Da muss er selber lachen!)
Beifall bei der SPÖ.
Sehr verehrte Damen und Herren! Vor allem muss Schluss mit jenem Vorurteil sein, das leider immer noch herumgeistert, dass nämlich Umwelt- und Klimaschutz Arbeitsplätze vernichtet. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Es ist notwendig und wichtig – und die Zahlen liegen auf dem Tisch –, dass wir uns ins Bewusstsein rufen, dass mittlerweile über 208 000 Österreicherinnen und Österreicher Arbeit suchen. Es suchen, wie wir alle wissen, über 7 000 junge Menschen, Mädchen und Burschen mit 15, 16 Jahren, in dieser Republik mittlerweile einen Lehrplatz. Es ist daher notwendig und wichtig, in diesen Bereich zu investieren und alles daranzusetzen, dass wir in diesem Bereich zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Minister, Sie selbst gaben zu, dass bislang keine Trendumkehr beim Ausstoß klimaschädigender Gase in Österreich erreicht worden ist. – Im Gegenteil: Die CO2-Emissionen steigen weiter. Es ist also höchste Eisenbahn, die Trendumkehr endlich entschieden anzugehen. Worte alleine reichen schon lange nicht mehr. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Kopf: Maßnahmen, die Geld kosten!
Es wurde ja schon gesagt: Wir bewegen uns zurzeit davon weg. Also auch wenn wir die 13 Prozent im Jahr 2013 erreichen, werden wir immer noch eine ordentliche Pönalezahlung leisten müssen. Daher frage ich mich, ob es nicht gescheiter ist, schon jetzt darüber nachzudenken, ordentlich zu budgetieren, um die Maßnahmen eben jetzt und nicht zu spät zu setzen. (Abg. Kopf: Maßnahmen, die Geld kosten!) – Natürlich, sie kosten uns ja ohnehin Geld. Daher sollten wir Maßnahmen setzen, die bereits jetzt das Kyoto-Ziel erreichen helfen, und sollten nicht warten, bis wir ohnehin ein Pönale leisten müssen. Ich hoffe, ich bin nicht missverstanden worden. (Abg. Kopf: Ökostromgesetz! – Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Ja, das werden wir leisten müssen, Kollege Großruck. Ich würde dich bitten, schau dir das einmal genau an! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck. Das ist falsch!)
Abg. Kopf: Ökostromgesetz! – Zwischenruf des Abg. Großruck.
Es wurde ja schon gesagt: Wir bewegen uns zurzeit davon weg. Also auch wenn wir die 13 Prozent im Jahr 2013 erreichen, werden wir immer noch eine ordentliche Pönalezahlung leisten müssen. Daher frage ich mich, ob es nicht gescheiter ist, schon jetzt darüber nachzudenken, ordentlich zu budgetieren, um die Maßnahmen eben jetzt und nicht zu spät zu setzen. (Abg. Kopf: Maßnahmen, die Geld kosten!) – Natürlich, sie kosten uns ja ohnehin Geld. Daher sollten wir Maßnahmen setzen, die bereits jetzt das Kyoto-Ziel erreichen helfen, und sollten nicht warten, bis wir ohnehin ein Pönale leisten müssen. Ich hoffe, ich bin nicht missverstanden worden. (Abg. Kopf: Ökostromgesetz! – Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Ja, das werden wir leisten müssen, Kollege Großruck. Ich würde dich bitten, schau dir das einmal genau an! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck. Das ist falsch!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck. Das ist falsch!
Es wurde ja schon gesagt: Wir bewegen uns zurzeit davon weg. Also auch wenn wir die 13 Prozent im Jahr 2013 erreichen, werden wir immer noch eine ordentliche Pönalezahlung leisten müssen. Daher frage ich mich, ob es nicht gescheiter ist, schon jetzt darüber nachzudenken, ordentlich zu budgetieren, um die Maßnahmen eben jetzt und nicht zu spät zu setzen. (Abg. Kopf: Maßnahmen, die Geld kosten!) – Natürlich, sie kosten uns ja ohnehin Geld. Daher sollten wir Maßnahmen setzen, die bereits jetzt das Kyoto-Ziel erreichen helfen, und sollten nicht warten, bis wir ohnehin ein Pönale leisten müssen. Ich hoffe, ich bin nicht missverstanden worden. (Abg. Kopf: Ökostromgesetz! – Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Ja, das werden wir leisten müssen, Kollege Großruck. Ich würde dich bitten, schau dir das einmal genau an! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Großruck. Das ist falsch!)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, daher unterstützen auch wir den Antrag der Kollegin Glawischnig, um in den Jahren 2004 und 2005 wirklich in diesem Sinne budgetieren zu können. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wittauer: Man hat das Gefühl, es sind nur Sozialdemokraten im Parlament!
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Bayr. – Bitte. (Abg. Wittauer: Man hat das Gefühl, es sind nur Sozialdemokraten im Parlament!)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn ich mir die Regierungsvertreterinnen und -vertreter anhöre, dann muss ich leider sagen, dass es so ausschaut, als ob sich auch weiterhin nichts bewegen würde. Es wird sich meiner Meinung nach auch nichts bewegen, weil Ihnen offensichtlich jede Motivation fehlt, im Klimaschutzbereich wirklich etwas zu tun und aktiv zu werden. Sie empfinden den Klimaschutz offensichtlich als eine Bürde, eine Mühsal, eine lästige Verpflichtung und verschließen die Augen vor der eigentlichen großen Chance, die der Klimaschutz hätte. Das sind Chancen für den Arbeitsmarkt, Chancen für eine inländische Wertschöpfung, Chancen für den Wirtschaftsstandort, für die Umwelt, für die Luftqualität und für die Ankurbelung des öffentlichen Verkehrs – lauter Chancen, die uns entgehen, denn durch Krankjammern, den Kopf-in-den-Sand-Stecken und Lippenbekenntnisse ist noch kein einziges Gramm CO2 reduziert worden, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ein Biomassekraftwerk wird es ab 2006 geben, das bringt ein Minus von 144 000 Tonnen CO2. Darüber hinaus ist das Programm mit Projekten und Initiativen für Wiener Firmen mit Umweltmanagementsystemen innerhalb des Magistrats und mit der Ökologisierung des öffentlichen Beschaffungswesens und vielem anderen mehr garniert. Auch im Verkehr runden die Maßnahmen das KliP-Wien ab und beweisen einmal mehr, dass die wirkliche Klimamusterstadt die Gemeinde Wien ist. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Der Geräuschpegel im Sitzungssaal ist sehr hoch. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Beim vorliegenden Gesetzesantrag geht es um die Verbesserung der Anlegerschutzbestimmungen in Österreich. (Der Geräuschpegel im Sitzungssaal ist sehr hoch. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Wir meinen, dass diese Anlegerschutzbestimmungen einerseits nicht dem europäischen Standard entsprechen und andererseits in Österreich insbesondere gegenüber dem Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch nachhinken.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren! Dieser Gesetzesvorschlag soll einerseits verhindern, dass Gauner auf dem Kapitalmarkt auftreten können, und andererseits auch klarstellen, dass Anleger Rechte haben, und zwar dieselben Rechte wie Wirtschaftstreibende, so wie die Rechte im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt sind. Ich darf Sie einladen, diesem Antrag zuzustimmen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe einmal vorgeschlagen, dass man, wenn zu später Stunde diskutiert wird, die Argumente dem Protokoll beilegen kann, um Redezeit zu sparen. Das werde ich bei dieser Gelegenheit das erste Mal tun. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Kollege Maier, Folgendes muss klargestellt werden: Die Zukunftsvorsorge ist eine Erfolgsstory. Dass Sie das ein bisschen irritiert, weil Ihre Fraktion dagegen war, steht auf einem anderen Blatt Papier, aber das machen wir uns dann im Ausschuss aus. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Natürlich liegt auch uns der Schutz der Anleger am Herzen, und wir haben darüber nachzudenken und zu diskutieren, wie wir einen noch effizienteren Schutz garantieren können. Uns kommt es darauf an – das sage ich auch dazu –, eine Balance zwischen den Emittenten und den Anlegern zu erreichen und keine Verunsicherung auf dem Kapitalmarkt entstehen zu lassen, weil uns – ich nehme an, das trifft auch auf die SPÖ zu – an einem schwungvollen Börsenmarkt und vor allem an einer guten Entwicklung des Börsemarktes in Österreich sehr viel liegt. Deshalb gehe ich sehr hoffnungsvoll in die Ausschusssitzungen, im Rahmen welcher wir in nächster Zeit Ihre Anregungen beraten werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen.
Dass etwa die Bestimmungen in diesem Bereich hinter die Haftungsregelung des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches zurückfallen, das finde ich schon bedenklich. Gerade Sie wollen ja mit Ihren Maßnahmen auch öffentliche Gelder für bestimmte Investments in diesem Bereich einsetzen. Das wollen Sie fördern und unterstützen. Daher verstehe ich es nicht ganz, weshalb Sie gerade in diesem Bereich für nicht mehr Anlegerschutz eintreten. Es sind ganz einfach Dinge dabei, wie zum Beispiel die Erweiterung der Prospektpflicht in ihrer Aussagekraft. Das scheint mir doch sehr kompatibel zu sein mit den Anliegen, die Sie vertreten. Aber das ist jetzt entgegen Ihren Ausführungen offensichtlich nicht mehr nachvollziehbar. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher gibt es unseren Antrag, der besagt, dass auch die Möglichkeit besteht, auf etwas Bewährtes, das es in Österreich schon gibt, zurückzugreifen, nämlich die Wahlmöglichkeit einer Rentenversicherung im Rahmen einer Lebensversicherung. Es muss sowieso in solch einem Fall eine Betriebsvereinbarung stattfinden, das heißt, Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen sich einigen. Wenn dem so ist, dann lassen Sie die Menschen in eine andere Form wechseln. In diesem Bereich haben wir ebenfalls Beiträge auf dem Kapitalmarkt und gute Erfolge, und ich hoffe, dass wir damit zu einem Gesetz kommen werden. – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Das ist ein leeres Versprechen!
Lassen Sie mich zum Schluss kommen. (Abg. Dr. Khol: Das ist ein leeres Versprechen!) Ich hoffe, all das ist den Kollegen im Hohen Haus von der sozialistischen Fraktion mehr wert, als es den Kollegen der SPÖ in Wien wert ist.
Abg. Dr. Khol: Kein Mensch hört dir zu!
Ich lese vorgestern in der Zeitung, dass man jetzt allen Gemeindebediensteten ermöglicht, künftig Online Banking während der Dienstzeit durchzuführen, allerdings nur mit einer einzigen Bank, und zwar mit der Bank Austria. (Abg. Dr. Khol: Kein Mensch hört dir zu!) – So weit zum Wettbewerbsbekenntnis, so weit zur Wahlfreiheit. Frau Brauner begründet es damit – und damit schließe ich mein Statement (Abg. Dr. Khol: Das ist das dritte Mal, dass du den Schluss versprichst!) –, dass man verhindern wollte, dass Mitarbeiter der Gemeinde über den Firmen-PC in Kontakt mit unseriösen Geldinstituten
Abg. Dr. Khol: Das ist das dritte Mal, dass du den Schluss versprichst!
Ich lese vorgestern in der Zeitung, dass man jetzt allen Gemeindebediensteten ermöglicht, künftig Online Banking während der Dienstzeit durchzuführen, allerdings nur mit einer einzigen Bank, und zwar mit der Bank Austria. (Abg. Dr. Khol: Kein Mensch hört dir zu!) – So weit zum Wettbewerbsbekenntnis, so weit zur Wahlfreiheit. Frau Brauner begründet es damit – und damit schließe ich mein Statement (Abg. Dr. Khol: Das ist das dritte Mal, dass du den Schluss versprichst!) –, dass man verhindern wollte, dass Mitarbeiter der Gemeinde über den Firmen-PC in Kontakt mit unseriösen Geldinstituten
Beifall bei der ÖVP.
kommen. Zitat: Immerhin haben wir Dienstnehmer, die jünger als 18 Jahre sind, und diese Regelung hängt alleine mit der Fürsorgepflicht als Dienstgeber zusammen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das ist Paternalismus in Reinkultur! Das soll etwas mit Mündigkeit zu tun haben? – Das sagt die dieselbe Partei, die den 16-Jährigen wählen lassen will. Die Frage, ob das Wahlrecht weniger anspruchsvoll ist als die Entscheidung, mit welcher Bank ich mich in Verbindung setzen will, stelle ich an Sie und an die SPÖ der Gemeinde Wien. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Das heißt, alles, was Sie hier sagen, inklusive dessen, was Kollege Matznetter eingebracht wurde, scheint zunächst einmal sehr gut und vernünftig zu sein, aber es ist nicht die Perspektive, mit der wir sichere Produkte für die zweite und dritte Säule herstellen oder konservieren können, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Das ist eine gute konservative Zeitung!
Da ich ein begeisterter Leser der „Neuen Zürcher Zeitung“ bin und darin auch studieren kann, was auf diesem Sektor los ist (Abg. Dr. Fekter: Das ist eine gute konservative Zeitung!), kann ich Ihnen nur sagen: Vorsicht, Herr Kollege Stummvoll beziehungsweise Herr Kollege Matznetter! Momentan sind die konservativen Instrumente, die angedacht sind, gut, aber da gibt es auch eine ordentliche Baisse. (Abg. Dr. Fekter: Die ist schon vorbei seit März!) – Nicht bei den konservativen Instrumenten, bei den Obligationen. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Das ist nur eine Anmerkung dazu.
Abg. Dr. Fekter: Die ist schon vorbei seit März!
Da ich ein begeisterter Leser der „Neuen Zürcher Zeitung“ bin und darin auch studieren kann, was auf diesem Sektor los ist (Abg. Dr. Fekter: Das ist eine gute konservative Zeitung!), kann ich Ihnen nur sagen: Vorsicht, Herr Kollege Stummvoll beziehungsweise Herr Kollege Matznetter! Momentan sind die konservativen Instrumente, die angedacht sind, gut, aber da gibt es auch eine ordentliche Baisse. (Abg. Dr. Fekter: Die ist schon vorbei seit März!) – Nicht bei den konservativen Instrumenten, bei den Obligationen. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Das ist nur eine Anmerkung dazu.
Zwischenruf des Abg. Großruck.
Da ich ein begeisterter Leser der „Neuen Zürcher Zeitung“ bin und darin auch studieren kann, was auf diesem Sektor los ist (Abg. Dr. Fekter: Das ist eine gute konservative Zeitung!), kann ich Ihnen nur sagen: Vorsicht, Herr Kollege Stummvoll beziehungsweise Herr Kollege Matznetter! Momentan sind die konservativen Instrumente, die angedacht sind, gut, aber da gibt es auch eine ordentliche Baisse. (Abg. Dr. Fekter: Die ist schon vorbei seit März!) – Nicht bei den konservativen Instrumenten, bei den Obligationen. (Zwischenruf des Abg. Großruck.) – Das ist nur eine Anmerkung dazu.
Beifall bei den Grünen.
Im Prinzip hat Kollege Ikrath völlig richtig erkannt, dass wir, egal, welche Produkte Sie für den zweiten oder dritten Kapitalmarkt preisen, darin keine Perspektive für die Lösung der Altersvorsorgung sehen und man sich hüten sollte, auch wenn man es für notwendig hält, für die Altersvorsorge in solche Instrumente zu investieren und sie von politischer Seite als sicher zu kennzeichnen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Scheibner: Das ist ein anderer ...!
Aber jetzt zum zweiten Antrag: Dieser ist immerhin schon am 12. August 2003 eingebracht worden, und am 12. August 2003 wurde er – das sage ich gleich dazu – nicht zum ersten Mal eingebracht. Wir haben diesen Antrag auf Senkung der Steuern mit einer Senkung im Bereich der kleinen Einkommen, des unteren Drittels, um 1 Milliarde € (Abg. Scheibner: Das ist ein anderer ...!) und für den Mittelstand um 1 Milliarde € bereits im April 2004 eingebracht (Heiterkeit bei der ÖVP – demonstrativer Beifall des Abg. Ellmauer), ich korrigiere: 2002 mit Wirksamkeit auch für 2003 eingebracht. (Abg. Scheibner: Wann jetzt?) Wir haben dadurch eine Diskussion mit ausgelöst, die in Knittelfeld geendet hat. (Abg. Scheibner: War das der mit der Steuererhöhung?) – Sie waren damals noch Bundesminister, das hat sich ja dann erübrigt, Herr Kollege Scheibner.
Heiterkeit bei der ÖVP – demonstrativer Beifall des Abg. Ellmauer
Aber jetzt zum zweiten Antrag: Dieser ist immerhin schon am 12. August 2003 eingebracht worden, und am 12. August 2003 wurde er – das sage ich gleich dazu – nicht zum ersten Mal eingebracht. Wir haben diesen Antrag auf Senkung der Steuern mit einer Senkung im Bereich der kleinen Einkommen, des unteren Drittels, um 1 Milliarde € (Abg. Scheibner: Das ist ein anderer ...!) und für den Mittelstand um 1 Milliarde € bereits im April 2004 eingebracht (Heiterkeit bei der ÖVP – demonstrativer Beifall des Abg. Ellmauer), ich korrigiere: 2002 mit Wirksamkeit auch für 2003 eingebracht. (Abg. Scheibner: Wann jetzt?) Wir haben dadurch eine Diskussion mit ausgelöst, die in Knittelfeld geendet hat. (Abg. Scheibner: War das der mit der Steuererhöhung?) – Sie waren damals noch Bundesminister, das hat sich ja dann erübrigt, Herr Kollege Scheibner.
Abg. Scheibner: Wann jetzt?
Aber jetzt zum zweiten Antrag: Dieser ist immerhin schon am 12. August 2003 eingebracht worden, und am 12. August 2003 wurde er – das sage ich gleich dazu – nicht zum ersten Mal eingebracht. Wir haben diesen Antrag auf Senkung der Steuern mit einer Senkung im Bereich der kleinen Einkommen, des unteren Drittels, um 1 Milliarde € (Abg. Scheibner: Das ist ein anderer ...!) und für den Mittelstand um 1 Milliarde € bereits im April 2004 eingebracht (Heiterkeit bei der ÖVP – demonstrativer Beifall des Abg. Ellmauer), ich korrigiere: 2002 mit Wirksamkeit auch für 2003 eingebracht. (Abg. Scheibner: Wann jetzt?) Wir haben dadurch eine Diskussion mit ausgelöst, die in Knittelfeld geendet hat. (Abg. Scheibner: War das der mit der Steuererhöhung?) – Sie waren damals noch Bundesminister, das hat sich ja dann erübrigt, Herr Kollege Scheibner.
Abg. Scheibner: War das der mit der Steuererhöhung?
Aber jetzt zum zweiten Antrag: Dieser ist immerhin schon am 12. August 2003 eingebracht worden, und am 12. August 2003 wurde er – das sage ich gleich dazu – nicht zum ersten Mal eingebracht. Wir haben diesen Antrag auf Senkung der Steuern mit einer Senkung im Bereich der kleinen Einkommen, des unteren Drittels, um 1 Milliarde € (Abg. Scheibner: Das ist ein anderer ...!) und für den Mittelstand um 1 Milliarde € bereits im April 2004 eingebracht (Heiterkeit bei der ÖVP – demonstrativer Beifall des Abg. Ellmauer), ich korrigiere: 2002 mit Wirksamkeit auch für 2003 eingebracht. (Abg. Scheibner: Wann jetzt?) Wir haben dadurch eine Diskussion mit ausgelöst, die in Knittelfeld geendet hat. (Abg. Scheibner: War das der mit der Steuererhöhung?) – Sie waren damals noch Bundesminister, das hat sich ja dann erübrigt, Herr Kollege Scheibner.
Abg. Großruck: Ihre Schulden ...!
Das wäre eigentlich jener Zeitpunkt gewesen, zu dem gerade Sie – jetzt sind bei der FPÖ keine Damen mehr hier, o doch, Frau Kollegin Partik-Pablé – nachdenken sollten, wieso Sie die Gelegenheit nicht genutzt haben, durch Herabsetzung der Steuern, wie es versprochen war, mit 1. Jänner 2003, inklusive einer Verdoppelung der Negativsteuer für diejenigen, die auch schon vor dem Budgetbegleitgesetz keine Steuer gezahlt haben, also die überwiegende Mehrheit jener 2,4 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, in deren Namen Sie sich jetzt immer brüsten für die „tolle“ Senkung zum 1. Jänner 2004. Deswegen wäre es schon heuer notwendig gewesen, weil hier Kaufkraft entstanden wäre und weil wir dann heuer nicht in der Bredouille wären, dass wir nur 0,7 Prozent an Wachstum haben (Abg. Großruck: Ihre Schulden ...!), sondern dann hätte sich der Herr Finanzminister nächstes Jahr brüsten können, dass es doch so hoch wirksam war – so, wie er es beim Konjunkturpaket gemacht hat. (Abg. Scheibner: Er stimmt sogar wieder dagegen!) Das wurde versäumt, weil Sie bei den Dingen, die Sie richtigerweise gefordert haben, immer wieder nicht die Mehrheit gesucht haben – die hätten wir gehabt –, sondern Ihnen die Menschen egal waren und die Regierungssitze wichtiger waren.
Abg. Scheibner: Er stimmt sogar wieder dagegen!
Das wäre eigentlich jener Zeitpunkt gewesen, zu dem gerade Sie – jetzt sind bei der FPÖ keine Damen mehr hier, o doch, Frau Kollegin Partik-Pablé – nachdenken sollten, wieso Sie die Gelegenheit nicht genutzt haben, durch Herabsetzung der Steuern, wie es versprochen war, mit 1. Jänner 2003, inklusive einer Verdoppelung der Negativsteuer für diejenigen, die auch schon vor dem Budgetbegleitgesetz keine Steuer gezahlt haben, also die überwiegende Mehrheit jener 2,4 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, in deren Namen Sie sich jetzt immer brüsten für die „tolle“ Senkung zum 1. Jänner 2004. Deswegen wäre es schon heuer notwendig gewesen, weil hier Kaufkraft entstanden wäre und weil wir dann heuer nicht in der Bredouille wären, dass wir nur 0,7 Prozent an Wachstum haben (Abg. Großruck: Ihre Schulden ...!), sondern dann hätte sich der Herr Finanzminister nächstes Jahr brüsten können, dass es doch so hoch wirksam war – so, wie er es beim Konjunkturpaket gemacht hat. (Abg. Scheibner: Er stimmt sogar wieder dagegen!) Das wurde versäumt, weil Sie bei den Dingen, die Sie richtigerweise gefordert haben, immer wieder nicht die Mehrheit gesucht haben – die hätten wir gehabt –, sondern Ihnen die Menschen egal waren und die Regierungssitze wichtiger waren.
Ruf bei der ÖVP: 39!
Ich sehe schon die Vorschläge der ÖVP kommen: Spitzensteuersatz auf 42 Prozent senken (Ruf bei der ÖVP: 39!), auf 39 herabsetzen. (Ruf bei der ÖVP: 35!) – Ja, wunderbar! Das zeigt nämlich den Menschen, was für Volksvertreter Sie sind: Fürs eigene Geldtaschl wollen Sie sich möglichst viel an Steuersenkung herausholen. (Abg. Scheibner: Mit den Zahlen haben Sie es heute, Herr Kollege!) Das ist eine Politik, für die Sie sich schämen sollten! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Ruf bei der ÖVP: 35!
Ich sehe schon die Vorschläge der ÖVP kommen: Spitzensteuersatz auf 42 Prozent senken (Ruf bei der ÖVP: 39!), auf 39 herabsetzen. (Ruf bei der ÖVP: 35!) – Ja, wunderbar! Das zeigt nämlich den Menschen, was für Volksvertreter Sie sind: Fürs eigene Geldtaschl wollen Sie sich möglichst viel an Steuersenkung herausholen. (Abg. Scheibner: Mit den Zahlen haben Sie es heute, Herr Kollege!) Das ist eine Politik, für die Sie sich schämen sollten! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Scheibner: Mit den Zahlen haben Sie es heute, Herr Kollege!
Ich sehe schon die Vorschläge der ÖVP kommen: Spitzensteuersatz auf 42 Prozent senken (Ruf bei der ÖVP: 39!), auf 39 herabsetzen. (Ruf bei der ÖVP: 35!) – Ja, wunderbar! Das zeigt nämlich den Menschen, was für Volksvertreter Sie sind: Fürs eigene Geldtaschl wollen Sie sich möglichst viel an Steuersenkung herausholen. (Abg. Scheibner: Mit den Zahlen haben Sie es heute, Herr Kollege!) Das ist eine Politik, für die Sie sich schämen sollten! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich sehe schon die Vorschläge der ÖVP kommen: Spitzensteuersatz auf 42 Prozent senken (Ruf bei der ÖVP: 39!), auf 39 herabsetzen. (Ruf bei der ÖVP: 35!) – Ja, wunderbar! Das zeigt nämlich den Menschen, was für Volksvertreter Sie sind: Fürs eigene Geldtaschl wollen Sie sich möglichst viel an Steuersenkung herausholen. (Abg. Scheibner: Mit den Zahlen haben Sie es heute, Herr Kollege!) Das ist eine Politik, für die Sie sich schämen sollten! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Neudeck: Aber das Defizit haben wir von Ihnen übernommen!
Durch Gebührenerhöhungen, die Sie zu verantworten haben, durch Ausgliederung und nachfolgende Erhöhung der Entgelte in nach Maastricht-Regelung nicht relevanten Teilen der öffentlichen Leistungen, durch Nichtabgeltung von Steuererhöhungen bei jenen Menschen, die mit 1 000 € auskommen müssen (Abg. Neudeck: Aber das Defizit haben wir von Ihnen übernommen!) – dadurch wurde hier abgezockt, wurde ein Budget finanziert, wie das der deutsche Finanzminister nicht getan hat! Ich verstehe Ihre Aufregung, denn das ist ein Problem: Hier regieren Sie gegen die Mehrheit! Was wir brauchen, ist, dass für die Menschen etwas getan wird, aber nicht für ein paar Spitzenverdiener, wie auch wir als Politiker es sind. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.
Durch Gebührenerhöhungen, die Sie zu verantworten haben, durch Ausgliederung und nachfolgende Erhöhung der Entgelte in nach Maastricht-Regelung nicht relevanten Teilen der öffentlichen Leistungen, durch Nichtabgeltung von Steuererhöhungen bei jenen Menschen, die mit 1 000 € auskommen müssen (Abg. Neudeck: Aber das Defizit haben wir von Ihnen übernommen!) – dadurch wurde hier abgezockt, wurde ein Budget finanziert, wie das der deutsche Finanzminister nicht getan hat! Ich verstehe Ihre Aufregung, denn das ist ein Problem: Hier regieren Sie gegen die Mehrheit! Was wir brauchen, ist, dass für die Menschen etwas getan wird, aber nicht für ein paar Spitzenverdiener, wie auch wir als Politiker es sind. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Öllinger.)
Abg. Rädler: Zum sozialistischen System!
Jetzt komme ich zum System, weil Kollege Bucher vorhin gemeint hat, dass man das nicht rechnen kann. (Abg. Rädler: Zum sozialistischen System!) Die Anträge hier erfordern, dass man die Klammerrechnung beherrscht, Multiplikation, Addition und Division. Das ist Volksschulstoff der vierten Klasse – wunderbar, das wird Kollege Bucher auch schaffen, und ich denke, auch alle anderen. (Abg. Neudeck: Herr Oberlehrer, wir haben keine Zeit ...!) – Wir haben genug Zeit, kein Problem!
Abg. Neudeck: Herr Oberlehrer, wir haben keine Zeit ...!
Jetzt komme ich zum System, weil Kollege Bucher vorhin gemeint hat, dass man das nicht rechnen kann. (Abg. Rädler: Zum sozialistischen System!) Die Anträge hier erfordern, dass man die Klammerrechnung beherrscht, Multiplikation, Addition und Division. Das ist Volksschulstoff der vierten Klasse – wunderbar, das wird Kollege Bucher auch schaffen, und ich denke, auch alle anderen. (Abg. Neudeck: Herr Oberlehrer, wir haben keine Zeit ...!) – Wir haben genug Zeit, kein Problem!
Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Wir kommen aber jetzt zum Hauptproblem, meine Damen und Herren! Das ist eine Frage der Verteilungs- ... (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Wir kommen zur Frage der Verteilungsgerechtigkeit in Österreich. (Ruf bei der ÖVP: Wollen Sie gerne verteilen?) Ich möchte Ihnen zu bedenken geben, dass wir in der Reallohnentwicklung dem Durchschnitt der Europäischen Union seit mehreren Jahren um 0,5 Prozent, 0,75 Prozent, über 1 Prozent nachhinken. (Abg. Scheibner: ... Gusenbauer die Rede gehalten, das wäre gescheiter gewesen!) Wir hinken nach, weil diese Regierung kaltherzig, aber auch falsch für die Volkswirtschaft kein Augenmerk darauf richtet, dass die Menschen wieder Kaufkraft bekommen, auch jene, die unter dem Medianeinkommen von 2001 liegen. Ich weiß schon, dass Sie das nicht gerne hören, aber Ihnen sei es ins Stammbuch geschrieben: Das Medianeinkommen betrug damals laut letztem Einkommensbericht des Rechnungshofes 1 510 €.
Ruf bei der ÖVP: Wollen Sie gerne verteilen?
Wir kommen aber jetzt zum Hauptproblem, meine Damen und Herren! Das ist eine Frage der Verteilungs- ... (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Wir kommen zur Frage der Verteilungsgerechtigkeit in Österreich. (Ruf bei der ÖVP: Wollen Sie gerne verteilen?) Ich möchte Ihnen zu bedenken geben, dass wir in der Reallohnentwicklung dem Durchschnitt der Europäischen Union seit mehreren Jahren um 0,5 Prozent, 0,75 Prozent, über 1 Prozent nachhinken. (Abg. Scheibner: ... Gusenbauer die Rede gehalten, das wäre gescheiter gewesen!) Wir hinken nach, weil diese Regierung kaltherzig, aber auch falsch für die Volkswirtschaft kein Augenmerk darauf richtet, dass die Menschen wieder Kaufkraft bekommen, auch jene, die unter dem Medianeinkommen von 2001 liegen. Ich weiß schon, dass Sie das nicht gerne hören, aber Ihnen sei es ins Stammbuch geschrieben: Das Medianeinkommen betrug damals laut letztem Einkommensbericht des Rechnungshofes 1 510 €.
Abg. Scheibner: ... Gusenbauer die Rede gehalten, das wäre gescheiter gewesen!
Wir kommen aber jetzt zum Hauptproblem, meine Damen und Herren! Das ist eine Frage der Verteilungs- ... (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Wir kommen zur Frage der Verteilungsgerechtigkeit in Österreich. (Ruf bei der ÖVP: Wollen Sie gerne verteilen?) Ich möchte Ihnen zu bedenken geben, dass wir in der Reallohnentwicklung dem Durchschnitt der Europäischen Union seit mehreren Jahren um 0,5 Prozent, 0,75 Prozent, über 1 Prozent nachhinken. (Abg. Scheibner: ... Gusenbauer die Rede gehalten, das wäre gescheiter gewesen!) Wir hinken nach, weil diese Regierung kaltherzig, aber auch falsch für die Volkswirtschaft kein Augenmerk darauf richtet, dass die Menschen wieder Kaufkraft bekommen, auch jene, die unter dem Medianeinkommen von 2001 liegen. Ich weiß schon, dass Sie das nicht gerne hören, aber Ihnen sei es ins Stammbuch geschrieben: Das Medianeinkommen betrug damals laut letztem Einkommensbericht des Rechnungshofes 1 510 €.
Beifall bei der SPÖ.
Darüber nachzudenken, wie man den Spitzensteuersatz für 4,4 Prozent der Steuerpflichtigen um Budgetkosten von bis zu 1 Milliarde € senkt, ist etwas, was den Zusammenhalt Österreichs gefährdet und wir in dieser Kaltherzigkeit noch nie gehabt haben! Wir werden uns dagegen wehren, wir werden dagegen kämpfen und uns für Entlastungen unserer Art einsetzen, weil wir für die Menschen und nicht für Ihr Brieftaschl stehen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Stummvoll (ÖVP): Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte mich – im Gegensatz zu meinem Vorredner – nur auf einige Daten und Fakten konzentrieren. (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.) Wir werden zwar heute diesen Antrag erst dem Finanzausschuss zuweisen, aber es lässt sich, bei aller Vorsicht vor Prognosen,
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Erster Grund: Schon die Begründung ist falsch. Die Begründung besagt, wir brauchen diesen Antrag, weil wir einen historischen Höchststand bei der Abgabenquote haben. – Wahr ist vielmehr, dass die Abgabenquote heuer 43,9 Prozent betragen wird, in Vergleich zu 44,4 Prozent unter Finanzminister Edlinger und Bundeskanzler Klima! Die Differenz von 0,5 Prozent heißt in Schilling: Herr und Frau Österreicher zahlen heute um 15 Milliarden Schilling weniger Steuern und Abgaben als unter Finanzminister Edlinger und Bundeskanzler Klima. Das sind die harten Daten und Fakten, Herr Kollege! (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.
Dies ist keine geeignete Grundlage für eine Diskussion im Finanzausschuss. (Beifall bei der ÖVP und den Freiheitlichen.)
Beifall des Abg. Dr. Stummvoll.
Du hast ein bisschen ein Problem mit den Statistiken: Du nimmst immer alte Statistiken her. Bitte nimm die neuesten her! (Beifall des Abg. Dr. Stummvoll.) Du hast heute von der Statistik Austria vom Frühjahr 2003 geredet, wonach zum Beispiel das Wirtschaftswachstum in Österreich bei 0,7 Prozent liegt (Abg. Dr. Matznetter: Heuer ist das!) – heuer, ja. Du hast aber – ich werde dich gleich berichtigen – vom Frühjahr geredet, und da hast du behauptet, dass das Wirtschaftswachstum in Italien 1 Prozent beträgt, in Frankreich 1,1 Prozent und in Dänemark 0,4 Prozent. Ich berichtige dich, es gibt auch neueste Werte nicht nur vom Frühjahr, sondern vom September 2003. Danach beträgt das Wirtschaftswachstum in Deutschland 0,0 Prozent, in Frankreich 0,5 Prozent, in Italien 0,5 Prozent und in Österreich 0,7 Prozent.
Abg. Dr. Matznetter: Heuer ist das!
Du hast ein bisschen ein Problem mit den Statistiken: Du nimmst immer alte Statistiken her. Bitte nimm die neuesten her! (Beifall des Abg. Dr. Stummvoll.) Du hast heute von der Statistik Austria vom Frühjahr 2003 geredet, wonach zum Beispiel das Wirtschaftswachstum in Österreich bei 0,7 Prozent liegt (Abg. Dr. Matznetter: Heuer ist das!) – heuer, ja. Du hast aber – ich werde dich gleich berichtigen – vom Frühjahr geredet, und da hast du behauptet, dass das Wirtschaftswachstum in Italien 1 Prozent beträgt, in Frankreich 1,1 Prozent und in Dänemark 0,4 Prozent. Ich berichtige dich, es gibt auch neueste Werte nicht nur vom Frühjahr, sondern vom September 2003. Danach beträgt das Wirtschaftswachstum in Deutschland 0,0 Prozent, in Frankreich 0,5 Prozent, in Italien 0,5 Prozent und in Österreich 0,7 Prozent.
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Wir haben es auch deiner Partei zu verdanken, dass das Wirtschaftswachstum nicht so ist, wie wir alle es uns vorstellen: Weil ihr uns einen Schuldenberg hinterlassen habt, für den wir um vieles mehr an Zinsen zahlen müssen! (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Ich lese dir aus eurem Antrag vor: Du willst Einkommen bis zu einer Steuerbemessungsgrundlage von 10 000 € jährlich steuerfrei stellen. Aber du hast vergessen, was wir heuer im Juni hier in diesem Haus abgestimmt haben: Nicht 10 000 € sind steuerfrei, sondern 14 500 €! Lesen – denken – sprechen!, heißt die Devise! (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Matznetter: Herr Walch!
Nächste Situation: Die Steuern, wie du sie vorgibst, würden für die Österreicherinnen und Österreicher bei einem gewissen Einkommen wieder solche Steuerkurven bedeuten. (Der Redner hält eine Graphik in die Höhe.) Wenn ich um 1 € mehr habe, habe ich gleich 32 Prozent, umgekehrt bin ich bei 1 € weniger womöglich wieder auf 20 Prozent. (Abg. Dr. Matznetter: Herr Walch!) Ich kann dir nur sagen, Herr Kollege Matznetter – jetzt bin ich am Wort –: Dieses Steuerprogramm von uns Freiheitlichen – es heißt Flat-Tax, flache Steuern – kommt jedem Arbeitnehmer, der Wirtschaft, allen zugute.
Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen
Kollege Matznetter, wenn ich mir das anschaue, hast du ja gar keine Zeit! Es wäre ein Problem, wenn du Finanzminister wärst, weil du dir dann drei Wochen Urlaub nehmen müsstest, um all die Firmen bekannt zu geben, an denen du beteiligt bist (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen): Bundesfinanzreferent, Gesellschafter, Gesellschafter, Vorstand, Vorstand, Aufsichtsrat, eine Werbeartikel-GesmbH, Gesellschafter, Gesellschafter, Gesellschafter, Prokurist, Aufsichtsrat, Prokurist, Aufsichtsrat, Gesellschafter – 20 habe ich hier zusammengezählt, ich weiß nicht, wie viele du noch hast! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Du hast ja gar keine Zeit, es ist verzeihlich. Ich verzeihe dir das auch: Man kann nicht überall sein, und man kann auch nicht so genau lesen, das ist ja klar!
Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.
Kollege Matznetter, wenn ich mir das anschaue, hast du ja gar keine Zeit! Es wäre ein Problem, wenn du Finanzminister wärst, weil du dir dann drei Wochen Urlaub nehmen müsstest, um all die Firmen bekannt zu geben, an denen du beteiligt bist (Heiterkeit und Beifall bei den Freiheitlichen): Bundesfinanzreferent, Gesellschafter, Gesellschafter, Vorstand, Vorstand, Aufsichtsrat, eine Werbeartikel-GesmbH, Gesellschafter, Gesellschafter, Gesellschafter, Prokurist, Aufsichtsrat, Prokurist, Aufsichtsrat, Gesellschafter – 20 habe ich hier zusammengezählt, ich weiß nicht, wie viele du noch hast! (Zwischenruf des Abg. Dr. Matznetter.) Du hast ja gar keine Zeit, es ist verzeihlich. Ich verzeihe dir das auch: Man kann nicht überall sein, und man kann auch nicht so genau lesen, das ist ja klar!
Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.
Aber ich sage euch, diese Regierung – mit den Freiheitlichen voran, mit unserer Flat-Tax, wobei jetzt auch schon der Koalitionspartner auf unseren Zug aufspringt – wird eine Steuerentlastung machen: 2,5 Milliarden € in nächster Zeit! Österreicherinnen und Österreicher werden wieder mehr im Geldtaschl haben. Was ihr ihnen jahrzehntelang weggenommen habt, geben wir ihnen wieder zurück! – Danke. (Beifall bei den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.
Präsident Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn: Als nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler zu Wort gemeldet. (Unruhe im Saal. – Präsident Dipl.-Ing. Prinzhorn gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Hier liegt etwas vor, und ich fände es in der Tat wert, dass man sich näher damit auseinander setzt; ich weiß aber auch, dass es spät ist, und deshalb werde ich Ihnen eine lange Auseinandersetzung ohnehin ersparen. Aber sich hier herzustellen und zu sagen, das sei überhaupt nur negativ – das ist ja Fundamental-Regierungsablehnung, was Sie da betreiben! Ich verstehe diesen Zugang nicht, hoffe aber, dass Sie im Ausschuss Ihre Meinung revidieren werden, damit wir wenigstens ein bisschen darüber diskutieren können. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Zu den aufgeworfenen Eingangszahlen, wieder einmal: Herr Kollege Stummvoll, es ist richtig, dass jetzt die Abgabenquote zu sinken beginnt. Das bedeutet allerdings, dass die Abgabenbelastung, absolut am Bruttoinlandsprodukt gemessen, in dieser Proportion zurückgegangen ist. Aber wenn Sie sich herstellen, die Prozente ausrechnen, wie stark das wieder zurückgegangen ist, und dann sagen: um diese Millionen oder Milliarden würde weniger an Steuern bezahlt werden, dann ist das absoluter Unsinn, weil in absoluten Beträgen natürlich mehr Steuern als vorher bezahlt werden; in gewisser Weise sage ich: Gott sei Dank, denn wo würden wir mit unserem Budget sonst stehen! Also da geht mir schon etwas ab: entweder die Ernsthaftigkeit oder die Befähigung zu diesen Auseinandersetzungen! (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Der Unterschied ist nur der: Diese Maßnahme betrifft nicht einmal 200 000 Personen – das ist zwar auch gut und viel –, doch Sie reden immer von 2,5 Millionen. Das muss man Ihnen einfach entgegenhalten: 2,5 Millionen minus 200 000, das sind immer noch 2,3 Millionen, können von Ihren Maßnahmen, und zwar mit Ihrer eigenen Argumentation jetzt am Schluss, ausschließlich negativ betroffen sein, weil sie zwar die Mehrbelastung „konsumieren“ müssen – wenn der Ausdruck überhaupt sinnvoll ist –, jedenfalls aber bei Ihren Maßnahmen nichts bekommen. Das ist doch das Problem, das wir hier zu diskutieren haben! Aber das wollen Sie entweder nicht verstehen, oder Sie wollen es irgendwie wegwischen. Das wird aber nicht durchgehen, und wir werden das immer wieder richtig stellen. Selbst in Ihre Gesetzesunterlagen haben Sie diesen Unsinn hineingeschrieben. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
gewisse Kurve in das System hineinzubringen. Das gelingt zwar nicht endgültig, weil das österreichische System schon so kompliziert ist, dass man dies nicht völlig kontinuierlich durchbringen kann, aber was Sie hier vorgezeigt haben, ist ein absoluter Nonsens. Ich weiß gar nicht, wo Sie das her haben. Haben Sie sich auch schon vom Finanzminister beraten lassen, oder wie? (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.) So wird hier polemisiert. Ich komme tatsächlich nicht umhin, dies zurückzuweisen.
Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen
Wenn Sie daraufhin – das ist jetzt das letzte Argument – selbst von der Flat-Tax reden, dann sind wir bei den wirklichen Unterschieden der Zugangsweise. Ich weiß nicht, warum Sie sich als Arbeitnehmervertreter ausgeben, da muss irgendein Missverständnis aufgeklärt werden. Wenn Sie glauben, dass die Flat-Tax für sich genommen ein Segen für die Arbeitnehmer ist, dann zeigt das nur, dass sich entweder Herr Haider jetzt nicht mehr auskennt, denn er redet vor allem von Absetzbeträgen (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen) – meines Erachtens zu Recht, wenn es darum geht, die Kleineren positiv zu treffen, weil es anders gar nicht mehr geht. Aber mit der Flat-Tax erreichen Sie in diesem Einkommensbereich überhaupt niemanden mehr. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.
Wenn Sie daraufhin – das ist jetzt das letzte Argument – selbst von der Flat-Tax reden, dann sind wir bei den wirklichen Unterschieden der Zugangsweise. Ich weiß nicht, warum Sie sich als Arbeitnehmervertreter ausgeben, da muss irgendein Missverständnis aufgeklärt werden. Wenn Sie glauben, dass die Flat-Tax für sich genommen ein Segen für die Arbeitnehmer ist, dann zeigt das nur, dass sich entweder Herr Haider jetzt nicht mehr auskennt, denn er redet vor allem von Absetzbeträgen (Rufe und Gegenrufe zwischen Abgeordneten von SPÖ und Freiheitlichen) – meines Erachtens zu Recht, wenn es darum geht, die Kleineren positiv zu treffen, weil es anders gar nicht mehr geht. Aber mit der Flat-Tax erreichen Sie in diesem Einkommensbereich überhaupt niemanden mehr. (Präsident Dr. Khol übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Scheibner: 23!
Wenn wir hergehen und alle nur noch – Hausnummer – 30 Prozent zahlen, egal, für welche Einkommensstufe (Abg. Scheibner: 23!) – oder 23 Prozent –, dann wird man zumindest genötigt sein – ich werde diese Idee jetzt nicht verteufeln –, unten eine sehr hohe Freibetragsgrenze einzuziehen, weil Sie sonst völlig im Ungerechtigkeits-Nirwana sind, wenn der erste Euro und der letzte Euro gleich besteuert werden sollen. Aber Sie dürfen sich nicht daran vorbeischwindeln, dass das der Grundgedanke der Flat-Tax ist und dass Sie das wieder nur mit diesen Zusatzmaßnahmen wegbekommen, die Sie sonst gerne kritisieren. (Abg. Scheibner: Aber nicht in dem System, das wir anstreben!)
Abg. Scheibner: Aber nicht in dem System, das wir anstreben!
Wenn wir hergehen und alle nur noch – Hausnummer – 30 Prozent zahlen, egal, für welche Einkommensstufe (Abg. Scheibner: 23!) – oder 23 Prozent –, dann wird man zumindest genötigt sein – ich werde diese Idee jetzt nicht verteufeln –, unten eine sehr hohe Freibetragsgrenze einzuziehen, weil Sie sonst völlig im Ungerechtigkeits-Nirwana sind, wenn der erste Euro und der letzte Euro gleich besteuert werden sollen. Aber Sie dürfen sich nicht daran vorbeischwindeln, dass das der Grundgedanke der Flat-Tax ist und dass Sie das wieder nur mit diesen Zusatzmaßnahmen wegbekommen, die Sie sonst gerne kritisieren. (Abg. Scheibner: Aber nicht in dem System, das wir anstreben!)
Beifall bei den Grünen.
Daher müssen Sie sich erst einmal mit sich selbst darüber einig werden, wo Sie Ihren „kleinen Mann“ – ich möchte den Ausdruck selbst nicht unbedingt verwenden und gebe ihn hier nur wieder – noch aufspüren, wo Sie ihn identifizieren, wo Sie ihm allenfalls noch etwas Gutes tun wollen. Ich glaube, Sie haben ihn aus dem Auge verloren, aber er wird ohnehin nichts mehr von Ihnen wissen wollen. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Posch: Aber nicht alle!
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Herr Präsident! Ich nehme Wortmeldungen in diesem Hause sehr ernst. (Abg. Mag. Posch: Aber nicht alle!) Ich lese: „Steuerreform verabschiedet“ – „Steuerliche Entlastungen für niedrigere Einkommen, Personengesellschaften, Studenten und die Anschaffung neuer Technologien sowie eine deutliche Verteuerung von Energie: ...“ (Abg. Mag. Molterer: Das ist kein parlamentarisches Protokoll!) – Nein, das ist ein Ausschnitt aus der „Presse“ vom 12. Juni. So weit zu: „Lesen – denken – sprechen!“ (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Molterer: Das ist kein parlamentarisches Protokoll!
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Herr Präsident! Ich nehme Wortmeldungen in diesem Hause sehr ernst. (Abg. Mag. Posch: Aber nicht alle!) Ich lese: „Steuerreform verabschiedet“ – „Steuerliche Entlastungen für niedrigere Einkommen, Personengesellschaften, Studenten und die Anschaffung neuer Technologien sowie eine deutliche Verteuerung von Energie: ...“ (Abg. Mag. Molterer: Das ist kein parlamentarisches Protokoll!) – Nein, das ist ein Ausschnitt aus der „Presse“ vom 12. Juni. So weit zu: „Lesen – denken – sprechen!“ (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Marianne Hagenhofer (SPÖ): Herr Präsident! Ich nehme Wortmeldungen in diesem Hause sehr ernst. (Abg. Mag. Posch: Aber nicht alle!) Ich lese: „Steuerreform verabschiedet“ – „Steuerliche Entlastungen für niedrigere Einkommen, Personengesellschaften, Studenten und die Anschaffung neuer Technologien sowie eine deutliche Verteuerung von Energie: ...“ (Abg. Mag. Molterer: Das ist kein parlamentarisches Protokoll!) – Nein, das ist ein Ausschnitt aus der „Presse“ vom 12. Juni. So weit zu: „Lesen – denken – sprechen!“ (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und den Grünen.
Herr Kollege Stummvoll, ich freue mich, wenn wir diesen Antrag im Finanzausschuss diskutieren. Vielleicht können wir dann genauer darüber sprechen, und vielleicht findet er dann bei Ihnen mehr Verständnis, denn eine Steuerreform ab 1. Jänner 2004 ist, so denke ich, dringend notwendig. Man darf nicht auf eine Konjunkturerholung warten, um Steuern zu senken, sondern man muss in der Rezession die Steuern senken und in der Konjunktur zulangen, um die Staatskassen zu füllen. – Ich freue mich auf die Diskussion im Finanzausschuss. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und den Grünen.)