Eckdaten:
Für die 49. Sitzung der 25. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 723 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Dr. Reinhard Eugen Bösch
Petition betreffend „Einführung der dualen Lehrausbildung im Sozial- und Pflegebereich“ (Ordnungsnummer 31) (überreicht vom Abgeordneten Dr. Reinhard Eugen Bösch)
überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner
Petition betreffend „Klima- und Energiewende 2014“ (Ordnungsnummer 32) (überreicht von der Abgeordneten Mag. Christiane Brunner)
überreicht vom Abgeordneten Norbert Sieber
Petition betreffend „Einführung der dualen Lehrausbildung im Sozial- und Pflegebereich“ (Ordnungsnummer 33) (überreicht vom Abgeordneten Norbert Sieber)
Beifall bei den Grünen.
Über all das kann man diskutieren, aber der Teil gegen Umweltschutz, gegen Klimaschutz, für Fracking bedeutet im Wesentlichen eine Strategie für Österreich, für Europa, die da heißt: billige, dreckige Energie – und die Zukunft ist uns wurscht! Das wollen wir nicht und deswegen führen wir mit Ihnen heute auch diese Auseinandersetzung. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Wir hatten das in den siebziger Jahren, den Mythos, Umwelt und Wirtschaft wären nicht vereinbar. Die österreichische Erfolgsgeschichte im Bereich der Umwelttechnik belegt das glatte Gegenteil. Denken wir an die Filtertechnologien, denken wir an die Abfallwirtschaft, die in Osteuropa extrem erfolgreich war, und denken wir an unsere erneuerbaren Energien, an die Solarpower, an die Kesselhersteller, an die Erfolge in all diesen Bereichen! Mit diesem Standortpapier gefährden Sie Tausende von Arbeitsplätzen, wenn das tatsächlich die Strategie für Österreich wird. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Abg. Fekter: Wer sagt das?
Ich beginne mit dem Mythos, erneuerbare Energien könnten wir uns nicht leisten, das sei alles viel zu teuer, Ökostromförderungen et cetera. (Abg. Fekter: Wer sagt das?) Das haben Sie sicher schon öfters gehört, das sind alles Aussagen der CEOs der Leitbetriebe. (Abg. Fekter: Haben wir noch nie !) Das Gegenteil ist wahr: Weltweit macht die Förderung fossiler Energie – also Kohle, Öl, Gas und Atom – das Fünffache der Förderungen für erneuerbare Energien aus, das Fünffache (Abg. Haubner: Weltweit!), weltweit. In der Europäischen Union ist es immer noch das Doppelte, und ich sage Ihnen eines: Wenn man sagt, der Speck muss weg, dann ist es hier bei der Förderung. Das sind Steuergelder, also das zahlen die Bürgerinnen und Bürger nach wie vor für Öl, für Kohle, für Gas und für weitere atomare Kraftwerke in Europa – und damit muss einmal Schluss sein, und mit dem Angriff auf die Erneuerbaren! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Fekter: Haben wir noch nie !
Ich beginne mit dem Mythos, erneuerbare Energien könnten wir uns nicht leisten, das sei alles viel zu teuer, Ökostromförderungen et cetera. (Abg. Fekter: Wer sagt das?) Das haben Sie sicher schon öfters gehört, das sind alles Aussagen der CEOs der Leitbetriebe. (Abg. Fekter: Haben wir noch nie !) Das Gegenteil ist wahr: Weltweit macht die Förderung fossiler Energie – also Kohle, Öl, Gas und Atom – das Fünffache der Förderungen für erneuerbare Energien aus, das Fünffache (Abg. Haubner: Weltweit!), weltweit. In der Europäischen Union ist es immer noch das Doppelte, und ich sage Ihnen eines: Wenn man sagt, der Speck muss weg, dann ist es hier bei der Förderung. Das sind Steuergelder, also das zahlen die Bürgerinnen und Bürger nach wie vor für Öl, für Kohle, für Gas und für weitere atomare Kraftwerke in Europa – und damit muss einmal Schluss sein, und mit dem Angriff auf die Erneuerbaren! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Haubner: Weltweit!
Ich beginne mit dem Mythos, erneuerbare Energien könnten wir uns nicht leisten, das sei alles viel zu teuer, Ökostromförderungen et cetera. (Abg. Fekter: Wer sagt das?) Das haben Sie sicher schon öfters gehört, das sind alles Aussagen der CEOs der Leitbetriebe. (Abg. Fekter: Haben wir noch nie !) Das Gegenteil ist wahr: Weltweit macht die Förderung fossiler Energie – also Kohle, Öl, Gas und Atom – das Fünffache der Förderungen für erneuerbare Energien aus, das Fünffache (Abg. Haubner: Weltweit!), weltweit. In der Europäischen Union ist es immer noch das Doppelte, und ich sage Ihnen eines: Wenn man sagt, der Speck muss weg, dann ist es hier bei der Förderung. Das sind Steuergelder, also das zahlen die Bürgerinnen und Bürger nach wie vor für Öl, für Kohle, für Gas und für weitere atomare Kraftwerke in Europa – und damit muss einmal Schluss sein, und mit dem Angriff auf die Erneuerbaren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich beginne mit dem Mythos, erneuerbare Energien könnten wir uns nicht leisten, das sei alles viel zu teuer, Ökostromförderungen et cetera. (Abg. Fekter: Wer sagt das?) Das haben Sie sicher schon öfters gehört, das sind alles Aussagen der CEOs der Leitbetriebe. (Abg. Fekter: Haben wir noch nie !) Das Gegenteil ist wahr: Weltweit macht die Förderung fossiler Energie – also Kohle, Öl, Gas und Atom – das Fünffache der Förderungen für erneuerbare Energien aus, das Fünffache (Abg. Haubner: Weltweit!), weltweit. In der Europäischen Union ist es immer noch das Doppelte, und ich sage Ihnen eines: Wenn man sagt, der Speck muss weg, dann ist es hier bei der Förderung. Das sind Steuergelder, also das zahlen die Bürgerinnen und Bürger nach wie vor für Öl, für Kohle, für Gas und für weitere atomare Kraftwerke in Europa – und damit muss einmal Schluss sein, und mit dem Angriff auf die Erneuerbaren! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich denke, wir sind uns einig, dass es in Europa ganz andere Voraussetzungen gibt – es ist sehr viel dichter besiedelt, die Vorkommen liegen alle unter 3 000 Meter – und dass der Ansatz, das hier in Europa zu machen, völlig verkehrt ist. Diese Haltung wünsche ich mir auch von einem Wirtschafts- und Energieminister. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Pock.
Wir haben jetzt sehr viel über die sogenannte Abwanderung, die sogenannte Abwanderungsgefahr von Standorten in Österreich, in Europa in andere Teile der Welt gehört. Schauen wir uns das aber auch einmal genauer an! Auch hier haben wir es nicht mit belegbaren Behauptungen zu tun. Seit 14 Jahren, also seit 2000, 2002, haben wir in Österreich alleine fast 2 000 Neuansiedelungen von Betrieben. Gerade auch die energieintensiven, die Betriebe der Chemieindustrie haben sich in den letzten Jahren extrem positiv entwickelt, mit Wachstum genauso wie alle anderen Wirtschaftsbranchen. Standortverlagerungen gibt es in dem Sinne nicht, es gibt Standorte in anderen Teilen der Welt. Es ist aber auch gut so, dass österreichische Betriebe, die international agieren, auch Standtorte in Asien haben und auch dort sozusagen den Markt bedienen. Beenden wir also diesen Mythos mit der Standortverlagerung und konzentrieren wir uns auf das, was die Betriebe wirklich brauchen, nämlich Innovation, Bildung und Ausbildung! (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Pock.)
Beifall bei den Grünen.
Eines wünsche ich mir viel intensiver: Wenn man sich fragt, was in Österreich die wichtigste Bank ist, dann muss man sagen, es ist nicht die Raika, die Erste Bank, die Hypo oder vielleicht die Regierungsbank, sondern es ist die Schulbank, es ist die Ausbildungsbank. (Beifall bei den Grünen.) Und das ist etwas, das mir viel zu kurz kommt bei dieser Standortstrategie, die Sie hier haben ausarbeiten lassen.
Beifall bei den Grünen.
Ein Letztes noch: Ich glaube nicht, dass Sie mit Vorgaben wie „keine Effizienzziele, keine Erneuerbaren-Ziele“ Europa einen Gefallen tun. Im Gegenteil: Wenn sich Österreich da auf die Seite der Bremser stellt, gefährden Sie Innovation und wirtschaftliche Chancen in ganz Europa – und das hat Österreich gemacht, das haben Sie als Energieminister nachweislich gemacht, das war die Position der österreichischen Bundesregierung betreffend Klimaschutzziele in Europa. Ich sage Ihnen auch noch einmal, warum: Alleine der kleine, feine Unterschied, ob man sich für 27 Prozentpunkte erneuerbare Energie am Stromanteil ausspricht oder für 30 Prozentpunkte, alleine dieser kleine Unterschied, diese 3 Prozentpunkte machen 20 AKW à la Hinkley Point aus. Also wenn Sie sich nicht für höhere Erneuerbare-Ziele einsetzen, rollen Sie der Atomwirtschaft in Europa den roten Teppich aus. Das ist doppelbödig und das wollen wir nicht. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Kogler.
voll, Punkt. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Also wenn irgendetwas volkswirtschaftlich sinnvoll ist, dann ist es Energieeffizienz, und da zitiere ich Sie selbst: Sie sagen immer, die billigste Stunde Energieversorgung sei jene, die gar nicht erst verbraucht wird.
Beifall bei den Grünen.
Sie können mir aber gerne heute das Gegenteil beweisen, und ich würde mir wünschen, dass Sie zu dieser Standortstrategie auch wirklich Klartext reden. Wird das die Strategie sein, die Österreich verfolgt – also billige, dreckige Energie, Fracking in Europa, gegen Reduktionsziele, gegen Energieeffizienz, gegen erneuerbare Energie –, oder gehen Sie einen Weg ins 20. Jahrhundert? Dabei helfen wir gerne mit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: ... mit der ÖVP geredet, mit dem Wirtschaftsminister!
Ich finde, die Formulierung, die Sie da gewählt haben, ist etwas widersprüchlich, also nicht ganz klar erkennbar. „Die Standortlüge: Ohne Umwelt keine Zukunft“ ist irgendwie eine dreifache Verneinung, von Lüge möchte ich gar nicht reden, denn die Frage ist: Wer lügt in diesem Zusammenhang? Ich glaube schon – ich möchte gar nicht darauf eingehen, sondern auf die Inhalte –, dass Sie sich teilweise etwas vormachen, nämlich, dass Sie in den Themenbereichen Umwelt und Wirtschaft uns, nämlich meiner Partei, sagen, wo es langgeht. (Abg. Glawischnig-Piesczek: ... mit der ÖVP geredet, mit dem Wirtschaftsminister!)
Zwischenruf bei den Grünen.
Haben Sie schon einmal vom Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft gehört? (Zwischenruf bei den Grünen.) Da haben wir gerade „25 Jahre“ gefeiert. (Beifall bei der ÖVP.) Meine Damen und Herren, zu der Zeit waren Sie noch gar nicht im Parlament, als wir schon Umweltpolitik realisiert haben. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Der Pilz gehört zum Inventar !)
Beifall bei der ÖVP.
Haben Sie schon einmal vom Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft gehört? (Zwischenruf bei den Grünen.) Da haben wir gerade „25 Jahre“ gefeiert. (Beifall bei der ÖVP.) Meine Damen und Herren, zu der Zeit waren Sie noch gar nicht im Parlament, als wir schon Umweltpolitik realisiert haben. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Der Pilz gehört zum Inventar !)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Der Pilz gehört zum Inventar !
Haben Sie schon einmal vom Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft gehört? (Zwischenruf bei den Grünen.) Da haben wir gerade „25 Jahre“ gefeiert. (Beifall bei der ÖVP.) Meine Damen und Herren, zu der Zeit waren Sie noch gar nicht im Parlament, als wir schon Umweltpolitik realisiert haben. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei den Grünen. – Abg. Wöginger: Der Pilz gehört zum Inventar !)
Zwischenruf des Abg. Auer.
Ich möchte Ihnen anhand dreier Beispiele zeigen, dass das stimmt. Einerseits ist da die Linie, die wir in Österreich haben, und die Linie im Haus. (Zwischenruf des Abg. Auer.) In Österreich haben wir die Linie, dass wir Umweltpolitik eigentlich sehr, sehr ernst nehmen. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Klimaschutz!) Woran merken Sie das? – Schauen Sie einmal, wo wir bei den Zielen liegen, die beispielsweise mit der erneuerbaren Energie verbunden sind. Wir haben 32 Prozent erneuerbare Energie, da liegen wir an vierter Stelle in Europa. Ich bedanke mich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Klimaschutz!
Ich möchte Ihnen anhand dreier Beispiele zeigen, dass das stimmt. Einerseits ist da die Linie, die wir in Österreich haben, und die Linie im Haus. (Zwischenruf des Abg. Auer.) In Österreich haben wir die Linie, dass wir Umweltpolitik eigentlich sehr, sehr ernst nehmen. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Klimaschutz!) Woran merken Sie das? – Schauen Sie einmal, wo wir bei den Zielen liegen, die beispielsweise mit der erneuerbaren Energie verbunden sind. Wir haben 32 Prozent erneuerbare Energie, da liegen wir an vierter Stelle in Europa. Ich bedanke mich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte Ihnen anhand dreier Beispiele zeigen, dass das stimmt. Einerseits ist da die Linie, die wir in Österreich haben, und die Linie im Haus. (Zwischenruf des Abg. Auer.) In Österreich haben wir die Linie, dass wir Umweltpolitik eigentlich sehr, sehr ernst nehmen. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Klimaschutz!) Woran merken Sie das? – Schauen Sie einmal, wo wir bei den Zielen liegen, die beispielsweise mit der erneuerbaren Energie verbunden sind. Wir haben 32 Prozent erneuerbare Energie, da liegen wir an vierter Stelle in Europa. Ich bedanke mich! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kogler.
Herr Kogler, Frau Herlitschka oder Frau Strauß als Altherrenpartie abzutun, das finde ich einfach etwas herabwürdigend. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Das passt einfach nicht in eine seriöse Diskussion. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.
Herr Kogler, Frau Herlitschka oder Frau Strauß als Altherrenpartie abzutun, das finde ich einfach etwas herabwürdigend. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Das passt einfach nicht in eine seriöse Diskussion. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Steht da drin!
Frau Glawischnig, ich weiß, es ist beliebt, aus dem Aufgreifen des Themas Fracking die Idee und die Entwicklung abzuleiten, die ÖVP, wir wollen schon wieder Fracking in Österreich. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Steht da drin!) – Nein! Ich sage Ihnen, Sie haben eben nicht genau zitiert. Wir haben das Problem, dass in Amerika Gas in etwa ein Viertel dessen kostet, was es in Österreich kostet. Daher muss sich Europa überlegen, welche Strategie es entwickelt.
Abg. Glawischnig-Piesczek: „Clean Fracking“ ist wie „saubere Atomkraft“!
Unsere Betriebe haben sich Folgendes überlegt und formuliert, nämlich die Erarbeitung eines Konzeptes – Konzeptes, ja! – zur Schiefergasförderung in Europa und zur Forcierung von Forschung und Entwicklung im Bereich von Clean Fracking, um die Potenziale dieser Energiereserven im Sinne einer Versorgungsdiversifikation erschließen zu können. (Abg. Glawischnig-Piesczek: „Clean Fracking“ ist wie „saubere Atomkraft“!)
Ruf bei den Grünen: Was die ÖVP früher zu Atomkraft gesagt hat!
Clean Fracking ist genau das (Ruf bei den Grünen: Was die ÖVP früher zu Atomkraft gesagt hat!), was Herr Professor Hofstätter in Leoben macht, um einfach chemisch saubere Substanzen zu entwickeln und Fracking zu ermöglichen – es ist noch nicht fertig. Aber es ist etwas anderes, wenn Sie (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) – Bitte? (Abg. Pirklhuber: Was soll daran clean sein, wenn Sie ! – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Clean Fracking ist genau das (Ruf bei den Grünen: Was die ÖVP früher zu Atomkraft gesagt hat!), was Herr Professor Hofstätter in Leoben macht, um einfach chemisch saubere Substanzen zu entwickeln und Fracking zu ermöglichen – es ist noch nicht fertig. Aber es ist etwas anderes, wenn Sie (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) – Bitte? (Abg. Pirklhuber: Was soll daran clean sein, wenn Sie ! – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Pirklhuber: Was soll daran clean sein, wenn Sie ! – Zwischenruf bei der ÖVP.
Clean Fracking ist genau das (Ruf bei den Grünen: Was die ÖVP früher zu Atomkraft gesagt hat!), was Herr Professor Hofstätter in Leoben macht, um einfach chemisch saubere Substanzen zu entwickeln und Fracking zu ermöglichen – es ist noch nicht fertig. Aber es ist etwas anderes, wenn Sie (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) – Bitte? (Abg. Pirklhuber: Was soll daran clean sein, wenn Sie ! – Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Da sind wir eh einer Meinung!
Zur Frage der EU-Ebene: Meine Damen und Herren, es ist doch selbstverständlich, dass ich betreffend CO2-Ziele nicht 40 Prozent machen kann, ohne Verbindung mit der Wirtschaft. (Abg. Kogler: Da sind wir eh einer Meinung!) Ich brauche dann doch die Vermeidung von Carbon Leakage – und das machen wir. Warum ist das gut? Warum ist das positiv? – Na weil ich nichts davon habe, wenn die Industriebetriebe nicht mehr in Europa stehen.
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kogler.
unserem Konzept mitgearbeitet hat, als „Kräfte auf einem Retrotrip, Fossilköpfe mit Betonmauern vor Augen“, und so weiter, zu bezeichnen, also ich weiß nicht (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kogler.) Ehrlich: Ich habe Verständnis dafür, dass man Themen braucht. Ich habe aber kein Verständnis dafür, wie Sie mit unseren Industriebetrieben, die die Arbeitsplätze sichern, umgehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lopatka: Unglaublich! – Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Kogler und Rädler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lopatka: Unglaublich! – Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Kogler und Rädler.
unserem Konzept mitgearbeitet hat, als „Kräfte auf einem Retrotrip, Fossilköpfe mit Betonmauern vor Augen“, und so weiter, zu bezeichnen, also ich weiß nicht (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kogler.) Ehrlich: Ich habe Verständnis dafür, dass man Themen braucht. Ich habe aber kein Verständnis dafür, wie Sie mit unseren Industriebetrieben, die die Arbeitsplätze sichern, umgehen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Lopatka: Unglaublich! – Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Kogler und Rädler.)
Abg. Kogler: Eben!
Nun zur Praxis: Sie erzählen, wir fahren da irgendwohin und hätten lauter Einflüsterer, die uns etwas Falsches sagen! – Wir waren gerade in China. China ist immer im Verdacht, nicht ganz vorne zu sein bei der Umweltpolitik. (Abg. Kogler: Eben!) Es ist aber im Umdenken. Wir haben 25 Wissenschaftler mitgenommen. (Zwischenruf der Abg. Brunner. – Abg. Glawischnig-Piesczek: CO2-Reduktion!) Wissen Sie, was uns dort die Chinesen erzählt haben? Wir haben die Firma AT&S besucht. Was sagt uns die? – Wir haben Umweltstandards, die sind eigentlich genauso hoch wie in Österreich, und die Entwicklung geht dynamisch voran. Wir brauchen entsprechende Technologie aus Europa, aus Österreich.
Zwischenruf der Abg. Brunner. – Abg. Glawischnig-Piesczek: CO2-Reduktion!
Nun zur Praxis: Sie erzählen, wir fahren da irgendwohin und hätten lauter Einflüsterer, die uns etwas Falsches sagen! – Wir waren gerade in China. China ist immer im Verdacht, nicht ganz vorne zu sein bei der Umweltpolitik. (Abg. Kogler: Eben!) Es ist aber im Umdenken. Wir haben 25 Wissenschaftler mitgenommen. (Zwischenruf der Abg. Brunner. – Abg. Glawischnig-Piesczek: CO2-Reduktion!) Wissen Sie, was uns dort die Chinesen erzählt haben? Wir haben die Firma AT&S besucht. Was sagt uns die? – Wir haben Umweltstandards, die sind eigentlich genauso hoch wie in Österreich, und die Entwicklung geht dynamisch voran. Wir brauchen entsprechende Technologie aus Europa, aus Österreich.
Abg. Kogler: Genau!
Also das Thema Green Technology ist ein Thema, das wir leben: der Umweltminister, wir, unsere Betriebe. Und Sie schreiben uns vor oder wollen uns vormachen, wir hätten das Thema nicht erkannt, wir hätten falsche Einflüsterer?! (Abg. Kogler: Genau!) – Da sind Sie weit, weit zurück. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Also das Thema Green Technology ist ein Thema, das wir leben: der Umweltminister, wir, unsere Betriebe. Und Sie schreiben uns vor oder wollen uns vormachen, wir hätten das Thema nicht erkannt, wir hätten falsche Einflüsterer?! (Abg. Kogler: Genau!) – Da sind Sie weit, weit zurück. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Kogler: Aha!
Daher: Wir wollen eine Win-win-Situation! Wir wollen die Technologie, unsere Chancen unserer Betriebe. Warum fahren Andritz und andere Betriebe immer mit uns mit auf den internationalen Reisen? – Weil wir die Chancen längst erkannt haben. Wir tun das in der Praxis, was Sie in der Theorie noch gar nicht erkennen. (Abg. Kogler: Aha!)
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Jarolim. – Abg. Kogler: Ja ja!
Daher: Win-win-Situation! Es gibt viel zu tun, aber an dem arbeiten wir. Das brauchen wir nicht mehr neu zu diskutieren, da haben Sie das Thema irgendwo verfehlt. – Danke. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall des Abg. Jarolim. – Abg. Kogler: Ja ja!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Kogler. – Ruf: Das war ein Eigentor!
Präsidentin Doris Bures: Ich mache darauf aufmerksam, dass die Redezeit aller weiteren Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der Aktuellen Stunde laut § 97a Abs. 6 der Geschäftsordnung 5 Minuten nicht überschreiten darf. (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP sowie des Abg. Kogler. – Ruf: Das war ein Eigentor!)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dr. Christoph Matznetter (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Ich möchte damit beginnen, Frau Klubobfrau Dr. Nachbaur einmal herzlich zu gratulieren. Das zählt zu den viel wichtigeren Dingen als vieles, was hier passiert! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Jarolim: Das ist ja schon fast vorweihnachtlich!
Das sind die schönsten Geschenke, die man auf Erden bekommen kann. Kein politischer Erfolg kann das jemals einholen, und in diesem Sinne: alles Liebe! (Abg. Jarolim: Das ist ja schon fast vorweihnachtlich!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Das ist keine Meinungsbefragung. Das ist kein: Wie fühle ich mich heute oder morgen? – Das ist der Beweis, dass es ein österreichisches Produkt ist, das wegen der Relation Qualität und Preis gekauft wird, anstelle eines anderen von irgendwo anders auf der Welt. Und das ist ein Beweis, der zeigt, dass dieser Standort ein guter Standort ist. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Pirklhuber: Aber noch nicht sehr gut! Gut ja, aber nicht sehr gut!
Wenn der Herr Vizekanzler sagt, wir liegen an vierter Stelle bei der Energieeffizienz, dann zeigt das, dass wir wirklich gut in dem Bereich unterwegs sind. (Abg. Pirklhuber: Aber noch nicht sehr gut! Gut ja, aber nicht sehr gut!) Jede Wirtschaftsdelegation – fahren Sie mit dem Herrn Bundespräsidenten mit! – besteht zu einem Drittel aus österreichischen Unternehmen, die dort sagen: Wir haben zu Hause eine Technologie, die bei euch Einsparungen von 50 Prozent und noch mehr ermöglichen würde! Du bist dort und erzählst, wie in Wien gehandhabt wird, dass der gesamte Abfall wiederverwertet wird, dass wir die thermische Energie daraus komplett wiederverwerten und damit
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.
Wenn du denen erzählst, du hast selbst eine Tochter mit 15 Jahren, die um elf in der Nacht allein nach Hause fahren kann, weil es eine sichere Stadt ist, dann zeigst du, dass so ein Gesamtkonzept der Politik ein lebenswertes Land gestaltet hat. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenruf bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Standort passt ! Stimmt ja nicht! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Das muss man redlich machen. Ich habe öffentlich im Fernsehen auch den Generaldirektor Eder kritisiert für dieses – er könnte schon fast hier sitzen – Danebenformulieren und etwas anderes stehen lassen. Er tut so, als hätte die voest in Texas, in Corpus Christi, deswegen investiert, weil bei uns der Standort nicht mehr passt. (Ruf bei der FPÖ: Standort passt ! Stimmt ja nicht! – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Stahlbetriebe!
Er hat uns verschwiegen, dass wir einen Hochseehafen brauchen, um Eisenschwamm-Produktion zu machen – und er hat das Fracking direkt dahinter. Das Problem ist: Österreich hat seit 1918 keinen Hochseehafen mehr, und das hätte niemals in Österreich stattfinden können! Es ist vernünftig, dass er dort investiert, und es ist vernünftig, dass er in Linz investiert, weil sich bei uns die effizienteste Stahlerzeugung der Welt befindet, und darauf sind wir stolz. Wir wollen Stahl weiterhin produzieren, auch wenn die Grünen es nicht wollen, weil es zu viel Energie braucht. Wir leben auch von dieser Industrie und bekennen uns zu dieser. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Stahlbetriebe!)
Abg. Kogler: Bitte?! Ha, ha! – Abg. Glawischnig-Piesczek: Hypo?! Hallo?!
Abgeordneter Mag. Josef Lettenbichler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Herr Vizekanzler! Geschätzte Damen und Herren! Das ist für mich heute der schlecht gelungene Versuch der Grünen, bei einen Thema Fuß zu fassen, bei dem sie null Kompetenz haben – das ist das Thema Wirtschaft. (Abg. Kogler: Bitte?! Ha, ha! – Abg. Glawischnig-Piesczek: Hypo?! Hallo?!)
Beifall bei der ÖVP.
Was Sie heute an Anschüttungen und Verallgemeinerungen – nicht nur heute, sondern auch in Ihrer Aussendung am Freitag, Herr Kollege Kogler – von sich gegeben haben, das weise ich aufs Schärfste zurück, das ist Retropolitik im wahrsten Sinne des Wortes. Die Frau Kollegin Glawischnig hat heute gesagt, sie will den Weg ins 20. Jahrhundert gehen. – Entschuldigung, wir sind schon seit einigen Jahren im 21. Jahrhundert. Das, was Sie hier machen, ist Retropolitik in Reinkultur. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Von der Retropolitik erst geredet !
Frau Glawischnig, ich will Ihnen da gar nichts unterstellen, vielleicht wissen Sie auch über diese „Retroindustrie“ – wie Kollegin Brunner das sagt –, über die Bedeutung der energieintensiven Industrie gar nicht Bescheid. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Von der Retropolitik erst geredet !) Ich darf Ihnen hier einige Zahlen nennen und darf Sie auch ersuchen, sich diese zu merken.
Abg. Brosz: nach Texas verlegt!
Im Bereich der Zementindustrie ist Österreich Vorreiter. Zement ist ein allgemeines Gut, das kennt man, das braucht man. Wenn man jetzt aber nicht will, dass die österreichische Zementindustrie um 15 Prozent weniger CO2-Emissionen bei der Produktion verursacht als im EU-Durchschnitt, 20 Prozent weniger als im weltweiten Durchschnitt und sogar um 33 Prozent weniger als in den USA emittiert, dann müssen Sie das den Leuten sagen. (Abg. Brosz: nach Texas verlegt!) Dann gehen wir gern hinaus in die Betriebe, gemeinsam mit Kollegen von der SPÖ, mit Betriebsräten, und Sie sagen den Beschäftigten in der Gießereiindustrie, in der Zementindustrie, Zellstoffindustrie, Papierindustrie, Keramik, Glas und anderen Grundlagenstoffen, dass Sie diese Betriebe in Österreich nicht wollen.
Abg. Kogler: Was? Wer fordert Reindustrialisierung? keine Ahnung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber und Brosz.
Und wenn der Kollege Kogler am Freitag in seiner Presseaussendung noch schreibt, er hält nichts von einer Reindustrialisierung, dann ist das eine gefährliche Drohung. (Abg. Kogler: Was? Wer fordert Reindustrialisierung? keine Ahnung! – Zwischenrufe der Abgeordneten Pirklhuber und Brosz.) Und ich sage: Seien wir doch froh, dass wir eine Industrialisierungsquote von mehr als 20 Prozent haben. Wir liegen hier deutlich über dem EU-Durchschnitt, und Sie wissen auch, dass Staaten, die eine hohe Industriequote haben, die Krise in den Jahren 2008, 2009, 2010 – und leider hält sie teilweise noch an – besser überstanden haben als Staaten wie Portugal, Griechenland, auch Frankreich mit 12 Prozent.
Abg. Kogler: Ja, eh! Aber welche?
Wir brauchen nicht weniger Industrie – wie Sie fordern: keine Reindustrialisierung –, sondern wir brauchen mehr als 20 Prozent, nicht nur in Österreich. (Abg. Kogler: Ja, eh! Aber welche?) – Lesen Sie Ihre Presseaussendung durch! Wir lassen uns auch nicht von Ihnen ausspielen, teilen in eine gute Industrie und eine weniger gute Industrie. (Abg. Kogler: Ich rede von Ihren Beratern, lesen Sie einmal sinnerfassend! Das ist ja unglaublich!)
Abg. Kogler: Ich rede von Ihren Beratern, lesen Sie einmal sinnerfassend! Das ist ja unglaublich!
Wir brauchen nicht weniger Industrie – wie Sie fordern: keine Reindustrialisierung –, sondern wir brauchen mehr als 20 Prozent, nicht nur in Österreich. (Abg. Kogler: Ja, eh! Aber welche?) – Lesen Sie Ihre Presseaussendung durch! Wir lassen uns auch nicht von Ihnen ausspielen, teilen in eine gute Industrie und eine weniger gute Industrie. (Abg. Kogler: Ich rede von Ihren Beratern, lesen Sie einmal sinnerfassend! Das ist ja unglaublich!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.
Aber ich bin Ihnen dankbar, dass Sie dieses Thema der Leitbetriebsstrategie heute angesprochen haben, weil es mir die Möglichkeit gibt, dem Herrn Bundesminister Mitterlehner zu danken, weil er offensiv an dieses Thema herangegangen ist und nicht so wie Sie die Augen verschließt vor dem, was in der Welt passiert. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Weninger.)
Abg. Kogler: Die Briten haben überhaupt keine Industrie mehr gehabt!
Schauen Sie in die USA, da findet eine massive Reindustrialisierungswelle statt, da gibt es ein sogenanntes Jobwunder. Natürlich ist nicht alles zu begrüßen, was dort passiert. Nur: Die Amerikaner fahren die massivere Reindustrialisierung, wie zum Beispiel auch die Briten. (Abg. Kogler: Die Briten haben überhaupt keine Industrie mehr gehabt!)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Das ist ein Papier des Ministeriums, da ist das Logo drauf!
Wir brauchen mehr Industrie, und ich lobe mir diesen Prozess, wie er hier eingeleitet wurde, mit dieser Standortstrategie, in den mehr als 40 CEOs ihre Gedanken und Vorschläge eingebracht haben, welche nun geprüft und möglichst auch umgesetzt werden. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Das ist ein Papier des Ministeriums, da ist das Logo drauf!) Auf diese Leitbetriebsstrategie darf ich auch hinweisen: Diese Leitbetriebe sind für die österreichische Volkswirtschaft unverzichtbar. (Abg. Kogler: Ja natürlich! Ja selbstverständlich!) Wir brauchen große, kleine, Einzelpersonenunternehmen, aber natürlich auch die Leitbetriebsstrategie, denn diese Leitbetriebe hängen in einer sogenannten Schicksalsgemeinschaft mit vielen, vielen hunderten KMU-Betrieben zusammen und generieren durch ihr Dasein das Zwei- bis Dreifache an Wertschöpfung, Beschäftigung und Wohlstan
Abg. Kogler: Ja natürlich! Ja selbstverständlich!
Wir brauchen mehr Industrie, und ich lobe mir diesen Prozess, wie er hier eingeleitet wurde, mit dieser Standortstrategie, in den mehr als 40 CEOs ihre Gedanken und Vorschläge eingebracht haben, welche nun geprüft und möglichst auch umgesetzt werden. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Das ist ein Papier des Ministeriums, da ist das Logo drauf!) Auf diese Leitbetriebsstrategie darf ich auch hinweisen: Diese Leitbetriebe sind für die österreichische Volkswirtschaft unverzichtbar. (Abg. Kogler: Ja natürlich! Ja selbstverständlich!) Wir brauchen große, kleine, Einzelpersonenunternehmen, aber natürlich auch die Leitbetriebsstrategie, denn diese Leitbetriebe hängen in einer sogenannten Schicksalsgemeinschaft mit vielen, vielen hunderten KMU-Betrieben zusammen und generieren durch ihr Dasein das Zwei- bis Dreifache an Wertschöpfung, Beschäftigung und Wohlstan
Abg. Kogler: Ja, auf den beziehen wir uns ja!
Abschließend, sehr geehrte Damen und Herren von den Grünen, darf ich eine Veranstaltung der Tiroler Landesregierung von Anfang Oktober in Erinnerung rufen, die unter dem Titel „Tirol 2050: Zukunft Effizienz“ abgehalten wurde. Als Diskutanten waren damals die beiden Landeshauptmann-Stellvertreterinnen und -Stellvertreter der Grünen und der ÖVP ebenso anwesend wie der Keynote-Speaker Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker, der Ihnen sicherlich etwas sagt. (Abg. Kogler: Ja, auf den beziehen wir uns ja!)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter. – Abg. Kogler: Ja, eh, natürlich, aber welche? Das ist ein Wahnsinn! Ungeheuerlich! Das ist das Niveau der sechziger und siebziger Jahre! Ihr seid ja wirklich retro! – Ruf bei der ÖVP: Was? – Abg. Kogler: Ur-retro! – Ruf bei der ÖVP: Schau in den Spiegel! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Auer und Lopatka.
In der anschließenden Diskussion war die Conclusio von ihm – und jetzt hören Sie mir bitte zu, Herr Kollege Kogler! –: Die Industrie ist nicht das Problem, sondern die Industrie ist die Lösung. – Beherzigen Sie das! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Matznetter. – Abg. Kogler: Ja, eh, natürlich, aber welche? Das ist ein Wahnsinn! Ungeheuerlich! Das ist das Niveau der sechziger und siebziger Jahre! Ihr seid ja wirklich retro! – Ruf bei der ÖVP: Was? – Abg. Kogler: Ur-retro! – Ruf bei der ÖVP: Schau in den Spiegel! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Auer und Lopatka.)
Abg. Brunner: Das ist eine politische Entscheidung, die Österreich getroffen hat! Man hätte das auch anders machen können!
Wir haben ein System, wo man anderen Ländern um teures Geld Zertifikate abkauft. Das erhöht natürlich die Inputkosten für den Standort Österreich. (Abg. Brunner: Das ist eine politische Entscheidung, die Österreich getroffen hat! Man hätte das auch anders machen können!) Das große Pech ist nur, dass die Amerikaner und die Chinesen da eben nicht mitmachen. Diese beiden lachen sich ins Fäustchen, und die europäische Industrie wandert in diese Länder ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben ein System, wo man anderen Ländern um teures Geld Zertifikate abkauft. Das erhöht natürlich die Inputkosten für den Standort Österreich. (Abg. Brunner: Das ist eine politische Entscheidung, die Österreich getroffen hat! Man hätte das auch anders machen können!) Das große Pech ist nur, dass die Amerikaner und die Chinesen da eben nicht mitmachen. Diese beiden lachen sich ins Fäustchen, und die europäische Industrie wandert in diese Länder ab. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kogler: Das sind Erweiterungsinvestitionen!
Was wird denn das Ergebnis sein? – Da braucht man kein großer Hellseher zu sein: Am Ende werden wir es schaffen, dass sich zum Beispiel Leitbetriebe wie die voest ein neues Werk in den USA bauen und eben nicht in Österreich. Was bedeutet das? – Das bedeutet Hunderte, ja Tausende Arbeitsplätze in den USA und eben nicht in Österreich. Das bedeutet Wertschöpfung in den USA und eben nicht in Österreich. (Abg. Kogler: Das sind Erweiterungsinvestitionen!)
Abg. Kogler: Natürlich nicht! Was denn sonst?
Und dann wird womöglich der dort produzierte Stahl nach Europa verkauft. Und wenn wir uns querlegen und sagen, das wollen wir nicht, weil der nicht umweltfreundlich hergestellt wurde, dann wird über TTIP ein privates Schiedsgericht angerufen und dann können wir einpacken. Wollen Sie das wirklich? (Abg. Kogler: Natürlich nicht! Was denn sonst?) – Wir wollen das nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Und dann wird womöglich der dort produzierte Stahl nach Europa verkauft. Und wenn wir uns querlegen und sagen, das wollen wir nicht, weil der nicht umweltfreundlich hergestellt wurde, dann wird über TTIP ein privates Schiedsgericht angerufen und dann können wir einpacken. Wollen Sie das wirklich? (Abg. Kogler: Natürlich nicht! Was denn sonst?) – Wir wollen das nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir Freiheitlichen sind der Meinung, dass das brennendste Problem, das wir heute haben, das Problem der explodierenden Arbeitslosigkeit ist. Wir Freiheitlichen wollen eine Politik machen, deren oberstes Ziel es ist, die Schaffung und den Erhalt von wertschöpfenden Arbeitsplätzen sicherzustellen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (fortsetzend): Es kann nicht sein, dass Europa da die Last alleine trägt. Da müssen alle mitmachen, insbesondere auch die USA und China. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kogler –: Der Wirtschaftsexperte! – Abg. Auer: Der Wirtschaftsweise!
Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Kogler. Ich erteile es ihm. (Ruf bei der ÖVP – in Richtung des sich zum Rednerpult begebenden Abg. Kogler –: Der Wirtschaftsexperte! – Abg. Auer: Der Wirtschaftsweise!)
Abg. Lopatka: Wir nehmen Sie noch ernst! Noch nehmen wir Sie ernst!
Abgeordneter Mag. Werner Kogler (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Vizekanzler! Wir sind ja einigermaßen beeindruckt, wie ausführlich und wortwörtlich Sie unsere Pressekonferenzen und die darauf folgenden Meldungen studieren und dann auch kommentieren. (Abg. Lopatka: Wir nehmen Sie noch ernst! Noch nehmen wir Sie ernst!)
Abg. Lopatka: Keine Beleidigungen!
Wenn Sie es allerdings – vor allem auch der Vorredner von der ÖVP – ausreichend und sinnerfassend zu Ende gelesen hätten, dann hätten Sie vermutlich das verstanden (Abg. Lopatka: Keine Beleidigungen!), was ich Ihnen jetzt noch einmal zu erklären versuche, und allen anderen auch, nämlich – wobei es hier im Übrigen um ein Angebot an die Regierungsspitze geht (Rufe bei der ÖVP: Oje! Oje!), auch an den Kanzler Faymann und an Sie (in Richtung Vizekanzler Mitterlehner) –, dass nämlich Sie, Herr Bundesminister und Vizekanzler, nur dauernd von den falschen Beratern umzingelt sind und sich offensichtlich auch gerne umzingeln lassen. (Abg. Lopatka: Das ist aber nett formuliert, freundlich !)
Rufe bei der ÖVP: Oje! Oje!
Wenn Sie es allerdings – vor allem auch der Vorredner von der ÖVP – ausreichend und sinnerfassend zu Ende gelesen hätten, dann hätten Sie vermutlich das verstanden (Abg. Lopatka: Keine Beleidigungen!), was ich Ihnen jetzt noch einmal zu erklären versuche, und allen anderen auch, nämlich – wobei es hier im Übrigen um ein Angebot an die Regierungsspitze geht (Rufe bei der ÖVP: Oje! Oje!), auch an den Kanzler Faymann und an Sie (in Richtung Vizekanzler Mitterlehner) –, dass nämlich Sie, Herr Bundesminister und Vizekanzler, nur dauernd von den falschen Beratern umzingelt sind und sich offensichtlich auch gerne umzingeln lassen. (Abg. Lopatka: Das ist aber nett formuliert, freundlich !)
in Richtung Vizekanzler Mitterlehner
Wenn Sie es allerdings – vor allem auch der Vorredner von der ÖVP – ausreichend und sinnerfassend zu Ende gelesen hätten, dann hätten Sie vermutlich das verstanden (Abg. Lopatka: Keine Beleidigungen!), was ich Ihnen jetzt noch einmal zu erklären versuche, und allen anderen auch, nämlich – wobei es hier im Übrigen um ein Angebot an die Regierungsspitze geht (Rufe bei der ÖVP: Oje! Oje!), auch an den Kanzler Faymann und an Sie (in Richtung Vizekanzler Mitterlehner) –, dass nämlich Sie, Herr Bundesminister und Vizekanzler, nur dauernd von den falschen Beratern umzingelt sind und sich offensichtlich auch gerne umzingeln lassen. (Abg. Lopatka: Das ist aber nett formuliert, freundlich !)
Abg. Lopatka: Das ist aber nett formuliert, freundlich !
Wenn Sie es allerdings – vor allem auch der Vorredner von der ÖVP – ausreichend und sinnerfassend zu Ende gelesen hätten, dann hätten Sie vermutlich das verstanden (Abg. Lopatka: Keine Beleidigungen!), was ich Ihnen jetzt noch einmal zu erklären versuche, und allen anderen auch, nämlich – wobei es hier im Übrigen um ein Angebot an die Regierungsspitze geht (Rufe bei der ÖVP: Oje! Oje!), auch an den Kanzler Faymann und an Sie (in Richtung Vizekanzler Mitterlehner) –, dass nämlich Sie, Herr Bundesminister und Vizekanzler, nur dauernd von den falschen Beratern umzingelt sind und sich offensichtlich auch gerne umzingeln lassen. (Abg. Lopatka: Das ist aber nett formuliert, freundlich !)
Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner
Denn diese Standortstrategie, von der Sie ja geredet haben (Zwischenbemerkung von Vizekanzler Mitterlehner) – da sind sicher gute dabei, na selbstverständlich, darauf kommen wir noch zu sprechen –, trägt nämlich mittlerweile das Logo Ihres Ministeriums. (Der Redner hält ein Schriftstück mit dem Titel „Standortstrategie Leitbetriebe“ in die Höhe.) Das ist einmal das Erste. Da kann man nicht so tun, als ob das alles irgendwo von fremd daherkäme. Wer da alles dabei ist, darauf werden wir gleich eingehen. Aber zunächst zur ÖVP und auch zu Ihnen, Herr Bundesminister, denn Sie haben ja selbst die Parteipolitik – die vorgebliche zumindest – der ÖVP hier von der Regierungsbank aus mit hereingebracht und noch einmal die Erfindung der ökosozialen Marktwirtschaft für sich reklamiert und so weiter und so fort.
Abg. Fekter: Richtig! – Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Schauen Sie, man hat ja den Eindruck, dass diese Fraktion hier nur mehr aus Hainburg-Kämpferinnen und Hainburg-Kämpfern besteht, dass sie alle immer schön alles genau gewusst haben. Es ist mit Sicherheit so, dass die ÖVP in den Siebzigerjahren immer schon kapiert hat, dass Atomenergie der falsche Weg ist. (Abg. Fekter: Richtig! – Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es war mit Sicherheit so, dass Sie in der Hainburg-Auseinandersetzung schon längst alles begriffen gehabt haben – ganz genau, mit Sicherheit! Wir haben ja den Eindruck, der ganze ÖVP-Klub ist ein einziger Kameradschaftsbund der Hainburg-Vereinigung. Das können Sie sich mit sich selber ausmachen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Schauen Sie, man hat ja den Eindruck, dass diese Fraktion hier nur mehr aus Hainburg-Kämpferinnen und Hainburg-Kämpfern besteht, dass sie alle immer schön alles genau gewusst haben. Es ist mit Sicherheit so, dass die ÖVP in den Siebzigerjahren immer schon kapiert hat, dass Atomenergie der falsche Weg ist. (Abg. Fekter: Richtig! – Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Es war mit Sicherheit so, dass Sie in der Hainburg-Auseinandersetzung schon längst alles begriffen gehabt haben – ganz genau, mit Sicherheit! Wir haben ja den Eindruck, der ganze ÖVP-Klub ist ein einziger Kameradschaftsbund der Hainburg-Vereinigung. Das können Sie sich mit sich selber ausmachen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Da komme ich nur einmal kurz auf Ihre unmittelbaren Einflussbereiche zu sprechen: Wir haben immer noch den Herrn Siegfried Wolf an der Spitze der ÖIAG. Sagen Sie jetzt nicht, dass die Bundesregierung oder die SPÖ-ÖVP-Mehrheit im Nationalrat damit nichts zu tun hat! Wenn Sie den einmal über erneuerbare Energien reden hören, dann sind wir im Kasperlland. Und das ist der Vorsitzende der österreichischen öffentlichen Industrie! Es ist eine Schande, dass Sie es noch nicht zustande gebracht haben, dass dieser Mann dort schon längst weg ist! – Das sind alles Ihre industriepolitischen Einflüsse! (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Strache: Dafür zahlen sie 25 Millionen € Strafpönale! Strafpönale für die umweltfreundlichste Stahlproduktion!
Drehen wir doch den Spieß einmal um, weil Sie den Herrn Eder von der voest genannt haben. Ja, die voest ist eine Erfolgsgeschichte! Sie wurde vom Rechnungshof über Jahre und Jahrzehnte begleitet. Die produzieren effizient! Die produzieren umweltfreundlich, soweit es eben gerade geht in dieser Branche, na selbstverständlich. Das ist ja nicht der Punkt. (Abg. Strache: Dafür zahlen sie 25 Millionen € Strafpönale! Strafpönale für die umweltfreundlichste Stahlproduktion!) Wir können in Oberösterreich ja schauen, wie sich die Politik von Rudi Anschober auswirkt. Da geht es eben um eine Vorwärtsindustrialisierung – und nicht um eine Re-Industrialisierung, wie Sie immer sagen. Das ist genau der Unterschied: Vorwärts statt rückwärts! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Drehen wir doch den Spieß einmal um, weil Sie den Herrn Eder von der voest genannt haben. Ja, die voest ist eine Erfolgsgeschichte! Sie wurde vom Rechnungshof über Jahre und Jahrzehnte begleitet. Die produzieren effizient! Die produzieren umweltfreundlich, soweit es eben gerade geht in dieser Branche, na selbstverständlich. Das ist ja nicht der Punkt. (Abg. Strache: Dafür zahlen sie 25 Millionen € Strafpönale! Strafpönale für die umweltfreundlichste Stahlproduktion!) Wir können in Oberösterreich ja schauen, wie sich die Politik von Rudi Anschober auswirkt. Da geht es eben um eine Vorwärtsindustrialisierung – und nicht um eine Re-Industrialisierung, wie Sie immer sagen. Das ist genau der Unterschied: Vorwärts statt rückwärts! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ähnlich haben wir es in deutschen Bundesländern, siehe Baden-Württemberg: Baden- Württemberg ist grün regiert und macht die modernste Industriepolitik von ganz Europa. Und da wollen Sie uns mit Ihren Retro-Beratern und leider auch Retro-Abgeordneten erklären, wo es langgeht?! – Nein, die Grünen sind diejenigen – die Einzigen offensichtlich in diesem Haus –, die dafür eintreten, kämpfen und auch die Sachkompetenz haben, dass Umwelt und Wirtschaft unter einen Hut gehen. Darum geht es in Zukunft – oder es wird keine Zukunft geben! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Österreich ist Gott sei Dank immer noch ein ganz starker Industriestandort, wenngleich leider immer mehr Firmen, insbesondere die großen, die es sich leisten können, anderswohin gehen, weil hier erstens die Arbeitskosten einfach viel zu hoch sind, zweitens auch die Umweltauflagen immer höher und komplizierter werden und auch die Energiekosten zu hoch sind. Unsere Industriellen fürchten sicherlich zu Recht, durch zu ambitionierte Klimaziele der EU und Österreichs im weltweiten Wettbewerb auf der Strecke zu bleiben. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Österreich ist hier Vorreiter. Immer wenn es um Vorschriften seitens der EU geht, sind wir richtige Musterschüler mit Übereifer, die alle Vorschriften der EU erfüllen. Ich glaube, es ist wichtig, sich bewusst zu werden, dass unsere Regierung in erster Linie das österreichische Volk repräsentiert und wir erst in zweiter Linie EU-Mitglieder sind. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach.
Dabei ist gerade unsere heimische Industrie so vorbildlich. Viele der Betriebe sind Hightech und geradezu ein Motor für umweltfreundliches Wachstum und modernste, saubere Technologien. Die Entwicklungen, die aus unserem Land kommen, von unseren Industriellen, helfen auch Firmen in anderen Ländern, umweltfreundlich und nachhaltig zu produzieren, und darauf können wir in Österreich sehr, sehr stolz sein. (Beifall beim Team Stronach.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.
Ich möchte diese Gelegenheit auch dazu nützen, den vielen Industriellen zu danken, die hier investieren, die hier umweltfreundlich produzieren, die hier nachhaltige Lösungen entwickeln und so vorbildlich agieren. Danke! (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
um 10 Prozent weniger CO2 geben – nämlich um jene 10 Prozent, die aus Europa kommen –, aber mit großer Sicherheit ist es dann letztendlich viel mehr, wenn anderswo produziert wird. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich komme gerne zum Schlusssatz: Umweltverschmutzung ist ein globales Problem, das muss global gelöst werden. Was niemandem hilft, ist, die Produktion nach China oder anderswohin zu verlagern, wo sie noch viel umweltschädlicher weitergeführt wird. Wo produziert wird, fallen Späne: In Österreich sind diese Gott sei Dank sehr sauber – das weiß jeder, der etwas von Wirtschaft versteht, Herr Kogler, auch der Herr Wolf. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Lopatka: Sie verwechseln uns mit den NEOS!
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Frau Präsident! Lieber Herr Vizekanzler! Lieber Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin durchaus beeindruckt: Sie haben ja einiges vor, vor allem vonseiten der Fraktion der ÖVP. Wenn man Ihr geschlossenes Klatschen hört, könnte man vor Angst erstarren, ist das durchaus beeindruckend. (Abg. Lopatka: Sie verwechseln uns mit den NEOS!)
Beifall bei den NEOS.
Es gibt Unternehmen, die sagen: Wir haben nur mehr Maturanten und finden keine Lehrlinge mehr. – Warum ist das so? Wie gehen Sie dem auf den Grund? Welche Ansätze geben Sie? Sie haben eigentlich in dieser Hinsicht nichts außer einer Planlosigkeit und einer Vertagungskultur. So kann es in dieser Standortdiskussion nicht weitergehen! – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Die Hypo hat uns halt so beschäftigt!
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Hohes Haus! Es ist ja grundsätzlich einmal erfreulich, mit den Grünen wieder einmal über ein Umweltthema diskutieren zu können. Das war ja in den letzten Monaten nicht unbedingt das zentrale Thema der ehemaligen Umweltpartei. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Die Hypo hat uns halt so beschäftigt!)
Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Aber ich möchte doch gern auf das Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung verweisen. Ich gebe es Ihnen gerne! (Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.) Ja, aber das ist das Arbeitsprogramm der Bundesregierung, und im Umweltkapitel ist nachhaltiges Wirtschaften zentral formuliert. Auf Seite 35 findet man zehn ganz konkrete Projekte, deren Umsetzung sich diese Bundesregierung für diese Periode zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes durch nachhaltiges Wirtschaften vorgenommen hat. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Brosz: Wie viele haben Sie denn schon umgesetzt?)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Brosz: Wie viele haben Sie denn schon umgesetzt?
Aber ich möchte doch gern auf das Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung verweisen. Ich gebe es Ihnen gerne! (Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.) Ja, aber das ist das Arbeitsprogramm der Bundesregierung, und im Umweltkapitel ist nachhaltiges Wirtschaften zentral formuliert. Auf Seite 35 findet man zehn ganz konkrete Projekte, deren Umsetzung sich diese Bundesregierung für diese Periode zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes durch nachhaltiges Wirtschaften vorgenommen hat. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Brosz: Wie viele haben Sie denn schon umgesetzt?)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Ein weiteres Beispiel sind Investitionen in Bulgarien, nämlich 37 Klimaschutzprojekte im Bereich der thermischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden und Projekte für die Biogasnutzung in Bulgarien. Das sind Exporterfolge, und dem folgen weitere Aufträge, womit österreichische Arbeitsplätze langfristig im Inland gesichert sind. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich würde mich freuen, wenn die Grünen diesen Weg mit uns gemeinsam gehen würden! Ich erinnere an Jürgen Trittin im Deutschen Bundestag, der sich konsequent hinstellt und sagt: Wenn wir die Energiewende wollen, dann bekennen wir uns zum Ausbau der erneuerbaren Energie auch vor Ort, wo vielleicht Bürgerinitiativen kritisch gegenüber Windparks und Biogasanlagen sind! Und Jürgen Trittin sagt auch: Wir bekennen uns auch zum Leitungsausbau. Wer die Energiewende will, muss sie völlig umsetzen. Die Sozialdemokratie lädt Sie ein, diesen Weg mitzugehen! – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
und Schülerinnen der vierten Klasse der Neuen Mittelschule aus Frankenmarkt, die heute bei uns zu Gast sind, begrüßen. (Allgemeiner Beifall.)
Zwischenruf des Abg. Kogler.
Nicht zuletzt durch Ihre überzogenen Forderungen haben wir einen wichtigen Wirtschaftsbereich verloren. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Die Putenproduktion in Österreich ist nicht mehr selbstversorgend, sie deckt nicht einmal mehr die Hälfte dessen ab, was wir verbrauchen, sondern wir liegen bei der Selbstversorgung momentan unter 40 Prozent. Diese überzogenen Forderungen und Auflagen haben nämlich dazu geführt, dass der Deckungsgrad – und dieser wird gemessen in Kilogramm der gehaltenen Tiere im Vergleich zu den Quadratmetern in Österreich – weitaus geringer sind als in unseren Nachbarländern, in der Europäischen Union oder sogar im Rest der Welt. (Abg. Kogler: Welche Gesetze haben Sie denn dafür beschlossen?)
Abg. Kogler: Welche Gesetze haben Sie denn dafür beschlossen?
Nicht zuletzt durch Ihre überzogenen Forderungen haben wir einen wichtigen Wirtschaftsbereich verloren. (Zwischenruf des Abg. Kogler.) Die Putenproduktion in Österreich ist nicht mehr selbstversorgend, sie deckt nicht einmal mehr die Hälfte dessen ab, was wir verbrauchen, sondern wir liegen bei der Selbstversorgung momentan unter 40 Prozent. Diese überzogenen Forderungen und Auflagen haben nämlich dazu geführt, dass der Deckungsgrad – und dieser wird gemessen in Kilogramm der gehaltenen Tiere im Vergleich zu den Quadratmetern in Österreich – weitaus geringer sind als in unseren Nachbarländern, in der Europäischen Union oder sogar im Rest der Welt. (Abg. Kogler: Welche Gesetze haben Sie denn dafür beschlossen?)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Verlierer auf allen Seiten! Dieses Beispiel zeigt: Es wird weder der Pute Gutes getan, wir importieren jetzt Puten aus Polen, aus der Ukraine, aus Israel, aus dem Fernen Osten, aus der ganzen Welt, noch wird der Arbeitsplatzsituation und dem Wirtschaftsstandort oder auch der Klimapolitik Genüge getan, denn jetzt karren wir diese Produkte quer durch die Welt. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: Wie wäre es mit europaweiten Tierschutzstandards?
Im Hinblick darauf sagen wir: Wir brauchen eine Anpassung an die Nachbarländer und an die europäischen Normen. (Abg. Glawischnig-Piesczek: Wie wäre es mit europaweiten Tierschutzstandards?)
Beifall bei der ÖVP.
Und jetzt sind wir bei dem Punkt, über den wir heute diskutieren: Es geht auch um eine Frage der Ausgewogenheit, wie wir gemeinsam den Klimazielen, dem Umweltgedanken, aber auch dem Wirtschaftsstandort und der Arbeitsmarktpolitik entsprechen können. Ich denke, der Herr Vizekanzler hat heute sehr gut skizziert, wie dieser Weg ausschauen und wie diese Lösung funktionieren wird. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn man von Themenverfehlung spricht – und ich höre immer wieder das Wort „Eigentor“ – dann möchte ich schon sagen: Das Wort „Eigentor“ passt in gewisser Weise zu diesem Antrag, aber es ist dies ein Eigentor für die Natur, denn, werte Kollegen, wir brauchen die Natur, die Natur braucht uns aber überhaupt nicht, und das sollte man auch bedenken, wenn man solche Anträge generell ablehnt! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Da Kollegin Glawischnig gemeint hat, Fracking sei einer der Punkte, die sie an diesem Strategievorschlag überhaupt nicht mag, die Arbeitszeitverschiebung sei aber sehr wohl noch akzeptabel und diskutabel, dann möchte ich da einhaken und sagen: Das glaube ich weniger! Ich für mich würde auch nicht akzeptieren können, dass man über eine Höchstarbeitszeit von 60 Stunden unter dem Motto: Na ja, wir arbeiten halt dann, wenn Arbeit vorhanden ist! diskutiert. Das Gleiche gilt dafür, dass „Wochenendruhezeit“ plötzlich in „Wochenruhe“ umbenannt wird, was bedeutet, dass die Wochenruhe mit 0.00 Uhr am Sonntagmorgen beginnt. Das heißt nämlich, dass somit Samstag ein absoluter Arbeitstag wird. Das kann man ganz einfach nicht akzeptieren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Irgendwie kommt mir dieses Konzept – auch wenn es noch nicht beschlossen ist, aber es wird ja höchstwahrscheinlich sehr wohl in irgendeiner Form kommen – wie der kleine Bruder des TTIP vor. Wie sind die Prognosen im Hinblick auf das TTIP? – Uns wird prognostiziert – und diese Idee ist nicht von mir, sondern aus einem Artikel aus der „Presse“ –, dass in Europa 600 000 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2025 verloren gehen werden und dass jeder einen höchstpersönlichen Einkommensverlust von 165 € bis 5 000 € zu verzeichnen haben wird. Also: Industrie ist okay und schön und gut, aber das kann nicht der Ansatz sein, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hammer. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Der Ansatz ist meiner Meinung nach eine ökologische Kreislaufwirtschaft statt plumpem purem Wirtschaftswachstum. Das ist der Ansatz! (Zwischenruf des Abg. Hammer. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Werte Kollegen von der ÖVP! Ich nehme Ihre Proteste sehr gern zur Kenntnis! Ich möchte Ihnen eine Sekunde meiner kostbaren Zeit zur Verfügung stellen und möchte Ihnen eine Frage stellen: Kennen Sie das „Denk-mal-Prinzip“? – Zuerst denken und dann reden! Aber viele stehen halt unter „Denk-mal-Schutz“. (Beifall bei der FPÖ. – Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu den Grünen gewandt mein letzter Satz: David Rockefeller war auch derjenige, der sich für Feminismus und Gender eingesetzt hat, und von David Rockefeller stammt auch dieses Gedankengut des Genderns und der Investition in die Wirtschaft. – Meine sehr geehrten Damen und Herren! Das wollen wir einfach nicht! Wir sehen, dass das ein verzweifelter Versuch ist, das Wirtschaftswachstum zu generieren. Und das gibt es einfach nicht, denn in einer endlichen Welt kann es kein unendliches Wirtschaftswachstum geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Zuseherinnen und Zuseher hier im Haus und auch zu Hause! Bei aller Diskussion um Standorte, Schwierigkeiten und Probleme, die es gibt, ist es, glaube ich, einmal wichtig, in dieser Debatte etwas festzuhalten: Der Klimawandel findet statt und Klimaschutz ist notwendig. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zuletzt haben auch der Weltklimarat, die Internationale Energieagentur, die keine Umweltschutzorganisation ist, und die Weltbank davor gewarnt, dass wir beim Klimaschutz alles andere als auf Zielkurs liegen. Niemand könne sich ausmalen, wie sich die Welt verändern wird, wenn wir die Klimaziele nicht erreichen, und es könne sich auch niemand ausmalen, was uns all das kosten wird. Und das ist kein Alarmismus, das sind Fakten! Vielmehr ist es Alarmismus, wenn gerade in solch schwierigen Zeiten, wenn es darum geht, diese Probleme in den Griff zu bekommen, mit Arbeitslosigkeit oder Abwanderung gedroht und versucht wird, die Menschen zu verunsichern. – Ich finde, das ist eine völlige Falschdarstellung! Deswegen haben wir diese Aktuelle Stunde verlangt, weil wir hier vor Weichenstellungen stehen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hammer.
Ich möchte das auch noch einmal für die Bevölkerung klarstellen: Es ist kein einziger Betrieb wegen zu viel Klimaschutz abgewandert. Carbon Leakage gibt es nicht! Es gibt internationale Unternehmen, die in anderen Ländern Standorte haben, aber wenn man einen internationalen Standort hat, ist das ja keine Abwanderung. Ich meine, diesen Unterschied sollte eine Wirtschaftspartei kennen! (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf des Abg. Hammer.)
Zwischenruf der Abg. Fekter.
Es verhält sich sogar – im Gegenteil – so, dass gerade die Industrie von sinkenden Strompreisen, die durch die Energiewende entstanden sind, profitiert hat und die Industrie von vielen Auflagen ausgenommen wurde – Stichwort: Zertifikate –, also im Zusammenhang mit Klimaschutzverpflichtungen durchaus auch profitiert hat. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass es auch Schwierigkeiten geben kann – Carbon Leakage wurde angesprochen –, aber dann reden wir über diese Schwierigkeiten! Die Antwort kann nicht sein, dass wir keinen Klimaschutz machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es verhält sich sogar – im Gegenteil – so, dass gerade die Industrie von sinkenden Strompreisen, die durch die Energiewende entstanden sind, profitiert hat und die Industrie von vielen Auflagen ausgenommen wurde – Stichwort: Zertifikate –, also im Zusammenhang mit Klimaschutzverpflichtungen durchaus auch profitiert hat. (Zwischenruf der Abg. Fekter.) Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass es auch Schwierigkeiten geben kann – Carbon Leakage wurde angesprochen –, aber dann reden wir über diese Schwierigkeiten! Die Antwort kann nicht sein, dass wir keinen Klimaschutz machen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Wenn man sich die Fakten anschaut – und ich finde es fahrlässig, davor die Augen zu verschließen, insbesondere im Hinblick auf die Menschen, die jetzt quasi schon ums Überleben kämpfen –, dann wird man sehen: Die Welt verändert sich. Wir leben im 21. Jahrhundert. Es wird massive Veränderungen geben, und Veränderungen können immer etwas Negatives, aber auch etwas Positives haben. Daher ist es an uns – gerade an uns als Entscheidungsträgern –, zu entscheiden: Lassen wir es geschehen, und reagieren wir dann irgendwie hinterher auf die Folgen, oder agieren wir und gestalten wir diese Veränderungen aktiv? (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich erlebe oft bei Klimakonferenzen – und es wurde angesprochen, welche Chancen auch die österreichische Industrie hat –, dass es gerade dort auch Chancen für die österreichische Industrie, für österreichische Betriebe gibt, dass oft auf Beispiele geachtet wird. Meine Sorge und unsere Sorge ist es, dass wir dort diese Vorreiterrolle verlieren und damit auch Chancen für unsere Wirtschaft, für unsere Industrie verlieren. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Österreich ist auf keinen Fall mehr ein Vorreiter, das zeigt nicht nur die Verfehlung der Klimaziele, sondern auch das traurige Kapitel Klimafinanzierung. Jeder, der sich mit einem Weltklimaabkommen beschäftigt hat, weiß, dass Klimafinanzierung der Dealbreaker für ein Klimaabkommen ist. Und die österreichische Bundesregierung steht derzeit auf dem Standpunkt, ihr Versprechen nicht einzuhalten, Zusagen an Entwicklungsländer, an die Ärmsten, an diejenigen, die vom Klimawandel betroffen sind, den die Industrienationen verursacht haben, nicht einzuhalten und Gelder dorthin nicht zu überweisen, die diese Länder bräuchten, um sich vor dem Klimawandel schützen und gleichzeitig auch Klimaschutz machen zu können. Diese Zahlungen verweigert Österreich. Und damit nimmt die österreichische Bundesregierung in Kauf, dass ein Weltklimaabkommen nicht zustande kommt. Das finde ich fahrlässig, verantwortungslos, und es ist eine Schande. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Und ich rufe Sie auf – und ich hoffe, Herr Vizekanzler, Sie tragen das weiter an die Bundesregierung, es ist die Verantwortung der ganzen Bundesregierung –, dass der Umweltminister bis zur Klimakonferenz in Lima ein Mandat bekommt, diese Gelder zusagen zu können. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Team Stronach und Grünen.
Herr Minister, vielleicht auch kurz ein paar Worte zu Ihnen. Sie haben es angesprochen: Sie haben sich dem Wunsch der Bevölkerung ein bisschen gebeugt und sagen, Fracking ist jetzt kein Thema mehr. Aber Sie schwenken jetzt zu Clean Fracking um. Auch Clean Fracking ist keine Möglichkeit für die Zukunft, denn wo liegt der Sinn darin, die letzten Ressourcen aus der Erde herauszuquetschen? Es gibt viele, viele andere Möglichkeiten, die eigentlich auf der Hand liegen. Clean Fracking ist demnach absolut abzulehnen. (Beifall bei Team Stronach und Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Also: Der Schulterschluss von Wirtschaft und Umwelt muss die Herausforderung sein. Das heißt für die Regierung, dafür passende Rahmenbedingungen ambitioniert zu fördern. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn wir, wie wir wissen – und da geht es nicht um Industrie, sondern da geht es klassisch um den ländlichen Raum –, täglich 31 Fußballfelder verbauen oder versiegeln, dann bedeutet das erhöhte Anschlusskosten im Bereich Energie, im Bereich Mobilität, die der Steuerzahler und die Steuerzahlerin auch zu tragen haben. Das sind alles Bereiche, die Sie im Kleinen Schritt für Schritt umsetzen könnten. Aber da fehlt der Wille und da fehlt auch der Kampfgeist gegenüber den Bundesländern. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Das funktioniert. Die Wirtschaft steht nicht gesondert da. Das ist ein wesentlicher Punkt, den auch Sie anerkennen müssen. Und wir NEOS sind trotzdem nicht die Vertreter der Konzerne, sondern der klein- und mittelständischen Betriebe. Es kann nicht angehen, dass hier stetig ein Konflikt politisch produziert wird, den es in der Realität nicht gibt. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Um die Wirtschaft jetzt anzukurbeln, gibt es neue Programme seitens der EZB, nämlich Ramschpapiere anzukaufen. Es handelt sich um sogenannte Asset Backed Securities, das sind genau diese kompliziert verpackten Giftpapiere, die die Finanzkrise 2008 ausgelöst haben. Da frage ich mich schon: Haben die Verantwortlichen überhaupt nichts gelernt? – Die gießen jetzt Öl ins Feuer. Das Ärgste dabei ist, mit dem Ankauf dieser Schrottpapiere werden die Großbanken zulasten der Steuerzahler von Risiken befreit. Das ist untragbar! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Neuerlicher Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Der Ankauf solch dubioser Papiere ist nichts anderes als die nächste Eskalationsstufe einer völlig verfehlten Geldpolitik. Dies ist nicht Aufgabe der EZB. Sie mutiert mit solchen Maßnahmen zur Bad Bank. (Neuerlicher Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Alle unverkäuflichen Kredite und Schrottpapiere der Immobilienblase in Südeuropa und anderswo werden jetzt der EZB umgehängt, das heißt uns Steuerzahlern. Die EZB darf nicht auf Kosten der Steuerzahler Ramschpapiere kaufen! (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Der nächste skurrile Vorschlag, den ich hier zitieren möchte, stammt von Christine Lagarde vom IWF. Sie schlägt vor, die Höchstgrenze der Staatsverschuldung, die jetzt bei 60 Prozent festgeschrieben ist, einfach an die Realität anzupassen und auf 95 Prozent anzuheben. Was für eine geniale Idee ist das? – Man hebe einfach den vertraglich festgelegten maximalen Schuldenstand an die tatsächlichen Gegebenheiten an. Das ist doch völlig absurd! Das geht doch nicht! Man kann doch auch nicht für jeden Europäer 100 000 € drucken und ihm diese dann überreichen, ohne dass das Geld gleichzeitig an Wert verliert. Wir dürfen unser hart erarbeitetes Geld nicht einfach so entwerten lassen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Der dritte skurrile Plan stammt von Emmanuel Macron, das ist der französische Wirtschaftsminister. Macron sagt, 50 Milliarden € an Budgeteinsparungen in Frankreich und dafür soll es 50 Milliarden € an Investitionen seitens der Deutschen geben. – Das ist jetzt wohl so zu verstehen, dass die Franzosen dann gerne sparen, wenn ihnen die Deutschen dafür ihre Autos abkaufen oder so ähnlich. Aber wieso sollten sie? Die meisten Leute, glaube ich, mögen französischen Käse und französischen Wein. Aber ganz ehrlich, das hat schon einen Grund, warum sich Peugeot und Renault wesentlich schlechter verkaufen als deutsche Autos. Und auch ein französischer Wirtschaftspolitiker kann die Gesetze des Marktes nicht austricksen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Jetzt gibt es diesen unerschütterlichen Glauben innerhalb der EU, dass billiges Geld zu höherer Kreditvergabe der Banken führt, dann zu höheren Investitionen, zu mehr Arbeitsplätzen, zu mehr Ausgaben – dieses altbekannte keynesianische Geschwurbel. Aber genau dieser Zirkelschluss ist ja das Problem. Wenn man es nicht besser weiß, macht man einfach immer weiter. Aber nur mit einer stabilen Haushaltpolitik schafft man ein Umfeld, in dem Investitionen und Beschäftigung entstehen können. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Auf Pump kann man keinen Wohlstand erwirtschaften und auf Pump kann man keine Arbeitsplätze schaffen. Wenn das ginge, dann bräuchten wir ja nur zu schauen, dass möglichst in jeder Stadt in Österreich ein Skylink-Flughafen errichtet wird – und schwuppdiwupp sind bald sehr viele Menschen beschäftigt. Aber jeder vernünftige Mensch weiß, dass das nicht funktioniert. Wir brauchen mehr Markt und weniger staatliche Intervention! (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Das, was wir sicher nicht brauchen, ist ein 300-Milliarden-€-Paket aus Brüssel, wo auch keiner weiß, woher das Geld kommen soll. Herr Juncker hat eben angekündigt, solch ein 300-Milliarden-€-Paket starten zu wollen, und soweit wir wissen, ist da wieder ein neues, sogenanntes Special Purpose Vehicle im Spiel. Das ist eine ganz besondere Finanzkonstruktion, auch der ESM ist nach dieser Konstruktion gebaut: undurchschaubar, unkontrollierbar und hochspekulativ. Außerdem sind all diese Dinge in Luxemburg angesiedelt, und Luxemburg und Herr Juncker waren ja in den letzten Tagen sehr präsent, aber nicht aufgrund ihres unermüdlichen Einsatzes für die „kleinen“ Sparer und fleißig arbeitenden Menschen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Strache.
Ich frage mich schon: Soll mit diesem neuen Investitionsprogramm hier ein neuer Steuertopf finanziert, ein Topf nach dem Vorbild des ESM errichtet werden, und wenn ja, welche Mitwirkungen wird der Nationalrat haben, oder werden wir da außen vor gelassen? – Das würde mich eigentlich nicht wundern, denn das scheint das Schicksal des österreichischen Steuerzahlers geworden zu sein: Hände falten, Gosch’n halten und zahlen! (Beifall beim Team Stronach. – Zwischenruf des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir brauchen in Österreich endlich die Diskussion über „too big to fail“. Wir sagen, dass keine Bank jemals so groß werden darf, dass der Steuerzahler für sie erpressbar wird. Es ist nicht Aufgabe des Steuerzahlers, marode Banken zu retten. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.
Auch müssen die Bürger zwischen Spekulations- und Geschäftsbanken, die die Realwirtschaft unterstützen, unterscheiden können. Spekulationsbanken sollten ihr Geschäft mit viel mehr Eigenkapital unterlegen müssen und sollten keinesfalls, egal, wie groß sie sind, vom Steuerzahler gerettet werden. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strache.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.
unser noch friedliches Europa in sich. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Strache: Ja, ja, eine Erfolgsgeschichte der Eurozone!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es ist äußerst fraglich, ob es die Eurozone ohne die stabilisierenden Maßnahmen der EZB überhaupt noch gäbe. (Abg. Strache: Ja, ja, eine Erfolgsgeschichte der Eurozone!) Ich glaube, das ist schon ein sehr wichtiger Ansatzpunkt dafür, dass wir diese Maßnahmen überlegen, überlegt und eingebracht haben. Natürlich ist es so, dass auch Österreich ein Profiteur dieser Schutzmaßnahmen, die auch gegenüber den Staaten gesetzt wurden, war.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Wir sind international vernetzt, und wenn man davon ausgeht, dass sechs von zehn Euro unseres Bruttoinlandsprodukts durch Export und Tourismus generiert werden, dann zeigt das, wie diese internationale Vernetzung wirkt und wie wichtig es ist, dass wir über die Maßnahmen, die in Europa gemeinsam gesetzt werden, diese Stabilität auch herstellen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strolz.
Glauben Sie mir, mir als Finanzminister tut es auch weh, dass ich im Budget mehr Mittel für die Begleichung von Ausgaben aus der Vergangenheit bewilligen muss, als ich für notwendige und kluge Zukunftsinvestitionen zur Verfügung stellen kann. Daher führt am Weg der Stabilisierung der Haushalte und der Konsolidierung der Budgets nichts vorbei. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Strolz.)
Zwischenruf der Abg. Nachbaur.
uneingeschränkt Papiere gekauft werden. Es sind Asset Backed Securities, die in einem engmaschigen Risikofilter gefahren werden müssen, das ist die Bedingung. Es handelt sich um einfach strukturierte Verbriefungen, die mit Krediten an die Realwirtschaft besichert sind. Solch simple und transparente ABS haben selbst während der Krise kaum Ausfallraten verzeichnet, und die Papiere, die von der EZB gekauft werden, sind nur die sicheren Senior-Tranchen und nicht die Eigenkapitaltranchen. (Zwischenruf der Abg. Nachbaur.)
Abg. Nachbaur: Schauen Sie sich an, was Ratingagenturen sagen!
Ich möchte auf Folgendes hinweisen: Sie mögen ja in Ihren Argumenten recht haben, das mag ja alles sein, ich bestreite das gar nicht, aber bleiben wir bitte bei der Realität und der Wahrheit, und betreiben Sie nicht eine völlig ungefilterte Verunsicherung in die Richtung, dass die EZB zu einer Bad Bank wird. (Abg. Nachbaur: Schauen Sie sich an, was Ratingagenturen sagen!) Nehmen Sie zur Kenntnis, dass hier Regeln von den Gouverneuren, auch von Österreich, eingebracht wurden. In sehr klaren Spielregeln wird festhalten, was gemacht werden darf und was nicht. Es ist einfach falsch, und wenn Sie es fünfmal behaupten, ist es nicht richtiger, dass uneingeschränkt gekauft werden kann. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich möchte auf Folgendes hinweisen: Sie mögen ja in Ihren Argumenten recht haben, das mag ja alles sein, ich bestreite das gar nicht, aber bleiben wir bitte bei der Realität und der Wahrheit, und betreiben Sie nicht eine völlig ungefilterte Verunsicherung in die Richtung, dass die EZB zu einer Bad Bank wird. (Abg. Nachbaur: Schauen Sie sich an, was Ratingagenturen sagen!) Nehmen Sie zur Kenntnis, dass hier Regeln von den Gouverneuren, auch von Österreich, eingebracht wurden. In sehr klaren Spielregeln wird festhalten, was gemacht werden darf und was nicht. Es ist einfach falsch, und wenn Sie es fünfmal behaupten, ist es nicht richtiger, dass uneingeschränkt gekauft werden kann. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Daher glaube ich, dass die Politik, die die EZB betrieben hat, geholfen hat. Es gibt durchaus Maßnahmen, die vielleicht zu spät gekommen sind, das mag auch sein, vielleicht hätte man die eine oder andere Maßnahme früher setzen sollen, aber insgesamt betrachtet muss man davon ausgehen, dass der österreichischen Wirtschaft die Maßnahmen, die von der EZB gesetzt wurden, genützt haben. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Nachbaur: Ich habe gesagt, der Sarrazin sagt das!
Sie kommen hier heraus und sagen, die im Süden hätten im Winter kein Holz gebraucht und deswegen nicht gelernt zu sparen (Abg. Nachbaur: Ich habe gesagt, der Sarrazin sagt das!), hingegen würden es die im Norden tun. Jetzt habe ich mir die zuletzt verfügbaren Sparquoten von Eurostat angesehen, was im Internet sehr schnell geht: Portugal: Sparquote 12 Prozent; Österreich: 12,6; Niederlande: 10,7; Italien: 11,6; Frankreich: 15,2; Spanien: 10,4. Erklären Sie mir, wo aufgrund der Sparquoten die Linie zwischen Süd- und Nordeuropa verläuft? – Das, was Sie sagen, hat nichts mit der Realität zu tun! (Abg. Nachbaur: Es ist unbestritten, dass die südlichen Länder Inflation brauchen und wir nicht!)
Abg. Nachbaur: Es ist unbestritten, dass die südlichen Länder Inflation brauchen und wir nicht!
Sie kommen hier heraus und sagen, die im Süden hätten im Winter kein Holz gebraucht und deswegen nicht gelernt zu sparen (Abg. Nachbaur: Ich habe gesagt, der Sarrazin sagt das!), hingegen würden es die im Norden tun. Jetzt habe ich mir die zuletzt verfügbaren Sparquoten von Eurostat angesehen, was im Internet sehr schnell geht: Portugal: Sparquote 12 Prozent; Österreich: 12,6; Niederlande: 10,7; Italien: 11,6; Frankreich: 15,2; Spanien: 10,4. Erklären Sie mir, wo aufgrund der Sparquoten die Linie zwischen Süd- und Nordeuropa verläuft? – Das, was Sie sagen, hat nichts mit der Realität zu tun! (Abg. Nachbaur: Es ist unbestritten, dass die südlichen Länder Inflation brauchen und wir nicht!)
Zwischenruf des Abg. Stefan
Wenn Sie es anschauen, stellen Sie fest: Es gibt einen Unterschied zwischen Ost und West. In Osteuropa sind die Sparquoten deutlich geringer und deutlich fluktuierender als in Westeuropa (Zwischenruf des Abg. Stefan), wo sie relativ stabil sind. Zwischen Nord- und Südeuropa werden Sie kaum Unterschiede bei der Sparquote bemerken, zumindest dann, wenn Sie sich die Mühe machen, nicht nur irgendetwas zu behaupten, sondern das auch wirklich mit der Realität zu vergleichen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Nachbaur: Das Argument ist ein anderes: Der Süden braucht Inflation und wir nicht!)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Nachbaur: Das Argument ist ein anderes: Der Süden braucht Inflation und wir nicht!
Wenn Sie es anschauen, stellen Sie fest: Es gibt einen Unterschied zwischen Ost und West. In Osteuropa sind die Sparquoten deutlich geringer und deutlich fluktuierender als in Westeuropa (Zwischenruf des Abg. Stefan), wo sie relativ stabil sind. Zwischen Nord- und Südeuropa werden Sie kaum Unterschiede bei der Sparquote bemerken, zumindest dann, wenn Sie sich die Mühe machen, nicht nur irgendetwas zu behaupten, sondern das auch wirklich mit der Realität zu vergleichen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Nachbaur: Das Argument ist ein anderes: Der Süden braucht Inflation und wir nicht!)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Es ist ja nicht so, dass wir das erste Mal eine Krise haben, dass es in der Vergangenheit so etwas noch nicht gegeben hätte. Viele, so glaubt man, hätten aus Krisen gelernt – zum Beispiel aus der Krise der dreißiger Jahre – und erkannt, dass der Grundsatz: Ist doch egal, wenn eine Bank pleitegeht, das betrifft uns alle nicht!, nicht der richtige Weg ist. Der Wirtschaftseinbruch in den dreißiger Jahren war wesentlich größer, wesentlich schärfer, wesentlich nachhaltiger als die wirtschaftliche Situation, die wir heute haben. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Nachbaur: Es soll überhaupt gar keine systemrelevanten Banken geben!
als einfach die Banken pleitegehen zu lassen. (Abg. Nachbaur: Es soll überhaupt gar keine systemrelevanten Banken geben!) Das noch Bessere ist das System, das jetzt aufgebaut wird, wobei von Anfang an bei der Bankenregulierung darauf geachtet wird, dass der Steuerzahler erst möglichst spät zahlen muss und vorher andere ihr Geld auf den Tisch legen müssen, es aber trotzdem nicht zur Pleite einer Bank kommt, weil wir eben aus der Vergangenheit gelernt haben, dass es nicht lustig ist, Pleitebanken zu haben, dass der Konkurs von Banken nicht egal ist, sondern ganz, ganz negative Auswirkungen hat. (Abg. Nachbaur: Da haben Sie gar nichts gelernt aus der Krise!)
Abg. Nachbaur: Da haben Sie gar nichts gelernt aus der Krise!
als einfach die Banken pleitegehen zu lassen. (Abg. Nachbaur: Es soll überhaupt gar keine systemrelevanten Banken geben!) Das noch Bessere ist das System, das jetzt aufgebaut wird, wobei von Anfang an bei der Bankenregulierung darauf geachtet wird, dass der Steuerzahler erst möglichst spät zahlen muss und vorher andere ihr Geld auf den Tisch legen müssen, es aber trotzdem nicht zur Pleite einer Bank kommt, weil wir eben aus der Vergangenheit gelernt haben, dass es nicht lustig ist, Pleitebanken zu haben, dass der Konkurs von Banken nicht egal ist, sondern ganz, ganz negative Auswirkungen hat. (Abg. Nachbaur: Da haben Sie gar nichts gelernt aus der Krise!)
Abg. Nachbaur: Wer hat hier fast 14 000 Arbeitsplätze geschaffen? Haben Sie auch welche geschaffen?
Der zweite große Punkt ist die Steuerpolitik. Über die gibt es in Europa – das haben Sie ja gesagt – Diskussionen, vollkommen zu Recht. Das, was wir in den letzten Jahren erlebt haben, ist ein Steuerwettbewerb, der einen Vorteil für Personen gebracht hat, die sehr, sehr reich sind wie Ihr Vorgänger auf diesem Sessel. Der zahlt dann halt in der Schweiz seine Steuern und damit natürlich weniger hier. (Abg. Nachbaur: Wer hat hier fast 14 000 Arbeitsplätze geschaffen? Haben Sie auch welche geschaffen?)
Abg. Nachbaur: Haben Sie auch einen Arbeitsplatz geschaffen? – Abg. Steinbichler: Ein ganz primitiver ...!
Das Zweite ist, dass Konzerne, die in mehreren Ländern tätig sind, Steuern in einer Höhe bezahlt haben, die gegen null tendiert, oder halt 1 oder 2 Prozent Gewinnsteuern. Nur, weil einige ihre Steuern in Österreich nicht zahlen, wie Ihr Vorgänger auf diesem Sessel oder wie manche Konzerne (Abg. Nachbaur: Haben Sie auch einen Arbeitsplatz geschaffen? – Abg. Steinbichler: Ein ganz primitiver ...!), heißt das aber nicht, dass die Schulen, die Spitäler oder die Pensionen deswegen billiger wären, sondern es muss jemand anderer zahlen, nämlich die, die nicht flüchten können, die, die nicht einfach in die Schweiz gehen können, jene Firmen, die ihre Steuern nicht in Luxemburg oder in Irland zahlen können, sondern in Österreich zahlen müssen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steinbichler und Lugar.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Steinbichler und Lugar.
Das Zweite ist, dass Konzerne, die in mehreren Ländern tätig sind, Steuern in einer Höhe bezahlt haben, die gegen null tendiert, oder halt 1 oder 2 Prozent Gewinnsteuern. Nur, weil einige ihre Steuern in Österreich nicht zahlen, wie Ihr Vorgänger auf diesem Sessel oder wie manche Konzerne (Abg. Nachbaur: Haben Sie auch einen Arbeitsplatz geschaffen? – Abg. Steinbichler: Ein ganz primitiver ...!), heißt das aber nicht, dass die Schulen, die Spitäler oder die Pensionen deswegen billiger wären, sondern es muss jemand anderer zahlen, nämlich die, die nicht flüchten können, die, die nicht einfach in die Schweiz gehen können, jene Firmen, die ihre Steuern nicht in Luxemburg oder in Irland zahlen können, sondern in Österreich zahlen müssen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steinbichler und Lugar.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Strache: Das war jetzt eine Brandrede für Vermögenssteuer und für Erbschaftssteuer!
Deswegen ist es wichtig, international zu kooperieren, sodass alle ihren fairen Beitrag leisten. Ich meine, auch in Österreich müssen wir darauf achten, dass jene, die heute keinen vernünftigen Beitrag zahlen, sondern zu wenig, mehr Steuern zahlen – Stichwort Millionenerbschaften, Millionenvermögen –, und dass auf der anderen Seite die Steuern für jene, die heute zu viel zahlen, nämlich die Arbeitnehmer, gesenkt werden. – Danke. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Strache: Das war jetzt eine Brandrede für Vermögenssteuer und für Erbschaftssteuer!)
Abg. Strache: Ein Hellseher! Ein richtiger Magier!
Wir sind natürlich nach wie vor damit befasst, die Krise, die 2008 europa- und weltweit zu massiven Turbulenzen geführt hat, zu bewältigen. Da gibt es die einen, die die Aufgabe der Politik darin sehen, Mut zu machen – berechtigten Mut zu machen! –, und die anderen, die politisches Kleingeld gewinnen wollen, indem sie Ängste schüren. Das wird man auch bei dem Redner, der nach mir zu Wort kommt, nämlich beim Klubobmann der Freiheitlichen, wieder deutlich sehen. (Abg. Strache: Ein Hellseher! Ein richtiger Magier!) – Nein, nein, ich kenne Sie mittlerweile. (Abg. Stefan: Weil Sie Ängste geschürt haben! Sie haben Ängste geschürt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Stefan: Weil Sie Ängste geschürt haben! Sie haben Ängste geschürt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir sind natürlich nach wie vor damit befasst, die Krise, die 2008 europa- und weltweit zu massiven Turbulenzen geführt hat, zu bewältigen. Da gibt es die einen, die die Aufgabe der Politik darin sehen, Mut zu machen – berechtigten Mut zu machen! –, und die anderen, die politisches Kleingeld gewinnen wollen, indem sie Ängste schüren. Das wird man auch bei dem Redner, der nach mir zu Wort kommt, nämlich beim Klubobmann der Freiheitlichen, wieder deutlich sehen. (Abg. Strache: Ein Hellseher! Ein richtiger Magier!) – Nein, nein, ich kenne Sie mittlerweile. (Abg. Stefan: Weil Sie Ängste geschürt haben! Sie haben Ängste geschürt! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Doppler.
Euro“, einen „Nord-Euro“ brauchen. Das ist genau das, was Sie auch heute hier wieder machen, nämlich den Euro schlechtreden. (Zwischenrufe der Abgeordneten Neubauer und Doppler.)
Abg. Nachbaur: Sie hat die Gesetze gebrochen!
Sie gehen dann in Formulierungen über, denen ich absolut nicht folgen kann, indem Sie der EZB unterstellen, dass sie unseren Wohlstand zerstören möchte – so Ihre Formulierung heute hier in der Aktuellen Europastunde. – Die EZB hat das Gegenteil getan – das sagen alle Fachleute –, sie hat zur Stabilisierung beigetragen, sage ich Ihnen. (Abg. Nachbaur: Sie hat die Gesetze gebrochen!) Die Phase, in der man den Untergang des Euros gesehen hat, ist vorbei. (Abg. Nachbaur: Sie haben die fundamentalen Gesetze gebrochen!) – Das ist der entscheidende Punkt.
Abg. Nachbaur: Sie haben die fundamentalen Gesetze gebrochen!
Sie gehen dann in Formulierungen über, denen ich absolut nicht folgen kann, indem Sie der EZB unterstellen, dass sie unseren Wohlstand zerstören möchte – so Ihre Formulierung heute hier in der Aktuellen Europastunde. – Die EZB hat das Gegenteil getan – das sagen alle Fachleute –, sie hat zur Stabilisierung beigetragen, sage ich Ihnen. (Abg. Nachbaur: Sie hat die Gesetze gebrochen!) Die Phase, in der man den Untergang des Euros gesehen hat, ist vorbei. (Abg. Nachbaur: Sie haben die fundamentalen Gesetze gebrochen!) – Das ist der entscheidende Punkt.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Nachbaur: Schauen Sie einmal die Zeitungen in Deutschland an! Die Merkel ...!
Diese Weltuntergangsstimmung mag bei Ihnen in der Partei vorherrschen, aber in Europa und beim Euro haben wir diese Stimmung wirklich nicht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Nachbaur: Schauen Sie einmal die Zeitungen in Deutschland an! Die Merkel ...!)
Der Redner hält eine Seite der „Neuen Freien Zeitung“ mit dem Titel „HC Strache: ‚Wir brauchen ein rot-weiß-rotes Rettungsboot!‘“ in die Höhe, auf der ein Bild eines sinkenden, der „Titanic“ ähnlichen Schiffes mit der Aufschrift: „Europa – Brüssel“ und „Eurolines“ abgebildet ist.
Sie dürfen nicht vom Innenleben Ihrer Partei auf die Europäische Union schließen. (Der Redner hält eine Seite der „Neuen Freien Zeitung“ mit dem Titel „HC Strache: ‚Wir brauchen ein rot-weiß-rotes Rettungsboot!‘“ in die Höhe, auf der ein Bild eines sinkenden, der „Titanic“ ähnlichen Schiffes mit der Aufschrift: „Europa – Brüssel“ und „Eurolines“ abgebildet ist.)
Abg. Stefan: Alles bestens! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Klubobmann Strache hat uns von Ibiza aus am 23. August 2012 mitgeteilt: „Wir brauchen ein rot-weiß-rotes Rettungsboot.“ Die „Euro-Titanic“ stehe unmittelbar vor dem Untergang, raus aus dem sinkenden Schiff! Das Bild hat es gezeigt. – Nur, wie lange sinken wir jetzt schon? Seit dem 23. August 2012? – Also so einen Schiffsuntergang habe ich noch nie miterlebt, sage ich Ihnen! (Abg. Stefan: Alles bestens! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Darmann: Die österreichische Bevölkerung kann das nicht ... machen!
Gott sei Dank ist das Gegenteil von dem der Fall, was Sie uns damals, im August 2012, schon prophezeit haben, als Ihre Schlagzeile eben geheißen hat: „Raus aus der sinkenden Euro-Titanic!“ (Abg. Darmann: Die österreichische Bevölkerung kann das nicht ... machen!) – Raus, haben Sie gesagt, und dass wir den Mut haben müssen, in das rot-weiß-rote Rettungsboot mit dem Schilling einzusteigen.
Abg. Belakowitsch-Jenewein: „Hohes Beschäftigungsniveau!“ – Abg. Stefan: ... in der Schweiz geht es den Bach runter!
Ich sage Ihnen: Wenn wir sechs von zehn Euro durch den Export und durch den Tourismus verdienen, dann ist dieser Euro für eine kleine, exportorientierte Volkswirtschaft wie jene Österreichs von enormer Bedeutung. Ihr Weg würde wirklich zum Untergang führen, nämlich zum Untergang des hohen Beschäftigungsniveaus, das wir in Österreich haben, und der hohen Exportquote. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: „Hohes Beschäftigungsniveau!“ – Abg. Stefan: ... in der Schweiz geht es den Bach runter!) – Völlig falsch, was Sie hier vertreten, sage ich Ihnen. Völlig falsch! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich sage Ihnen: Wenn wir sechs von zehn Euro durch den Export und durch den Tourismus verdienen, dann ist dieser Euro für eine kleine, exportorientierte Volkswirtschaft wie jene Österreichs von enormer Bedeutung. Ihr Weg würde wirklich zum Untergang führen, nämlich zum Untergang des hohen Beschäftigungsniveaus, das wir in Österreich haben, und der hohen Exportquote. (Abg. Belakowitsch-Jenewein: „Hohes Beschäftigungsniveau!“ – Abg. Stefan: ... in der Schweiz geht es den Bach runter!) – Völlig falsch, was Sie hier vertreten, sage ich Ihnen. Völlig falsch! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenrufe beim Team Stronach.
Kollegin Nachbaur nimmt ihre Aktuelle Europastunde so ernst, dass sie den Saal noch nicht ganz verlassen hat, aber sie zieht sich schon zurück zu ihrem Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar. (Zwischenrufe beim Team Stronach.) Würden wir den Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar und Kickl folgen, dann wären wir wirklich dem Untergang nahe. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Daher möchte ich Ihnen schon noch eines mitgeben: Sie haben ja nach diesen Irrlichtern hinsichtlich „Nord-Euro“ und „Alpen-Euro“, die da von Frank Stronach in die Welt gesetzt wurden, in der Sendung „Im Zentrum“ – übrigens eins zu eins wie die Freiheitlichen – gemeint, die Frage sei nicht, wie man diese Währung nennt, ob das dann ein österreichischer Euro oder der Schilling sei. – So Ihre Formulierung am 22. September 2013. (Abg. Nachbaur: Hauptsache, es ist eine harte Währung!)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Kollegin Nachbaur nimmt ihre Aktuelle Europastunde so ernst, dass sie den Saal noch nicht ganz verlassen hat, aber sie zieht sich schon zurück zu ihrem Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar. (Zwischenrufe beim Team Stronach.) Würden wir den Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar und Kickl folgen, dann wären wir wirklich dem Untergang nahe. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Daher möchte ich Ihnen schon noch eines mitgeben: Sie haben ja nach diesen Irrlichtern hinsichtlich „Nord-Euro“ und „Alpen-Euro“, die da von Frank Stronach in die Welt gesetzt wurden, in der Sendung „Im Zentrum“ – übrigens eins zu eins wie die Freiheitlichen – gemeint, die Frage sei nicht, wie man diese Währung nennt, ob das dann ein österreichischer Euro oder der Schilling sei. – So Ihre Formulierung am 22. September 2013. (Abg. Nachbaur: Hauptsache, es ist eine harte Währung!)
Abg. Nachbaur: Hauptsache, es ist eine harte Währung!
Kollegin Nachbaur nimmt ihre Aktuelle Europastunde so ernst, dass sie den Saal noch nicht ganz verlassen hat, aber sie zieht sich schon zurück zu ihrem Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar. (Zwischenrufe beim Team Stronach.) Würden wir den Wirtschafts- und Finanzexperten Lugar und Kickl folgen, dann wären wir wirklich dem Untergang nahe. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Daher möchte ich Ihnen schon noch eines mitgeben: Sie haben ja nach diesen Irrlichtern hinsichtlich „Nord-Euro“ und „Alpen-Euro“, die da von Frank Stronach in die Welt gesetzt wurden, in der Sendung „Im Zentrum“ – übrigens eins zu eins wie die Freiheitlichen – gemeint, die Frage sei nicht, wie man diese Währung nennt, ob das dann ein österreichischer Euro oder der Schilling sei. – So Ihre Formulierung am 22. September 2013. (Abg. Nachbaur: Hauptsache, es ist eine harte Währung!)
Abg. Nachbaur: Genau das haben wir ja ...!
dern, nämlich kein Wirtschaftswachstum zu bekommen und einen ganz, ganz hohen Schuldenstand beizubehalten. (Abg. Nachbaur: Genau das haben wir ja ...!) – Genau das gilt es zu verhindern. (Abg. Strache: Nur, dass es Japan besser geht als uns!) – Wissen Sie, dass die amerikanische Notenbank, die Fed, genau das gemacht hat, und zwar früher als die EZB? (Abg. Nachbaur: Die haben Schiefergas, die können sich alles leisten!) Die Fed hat genau das gemacht, was jetzt die EZB macht, nur Jahre früher. Und wie jetzt die USA unterwegs sind, das ist wirtschaftspolitisch und für den Arbeitsmarkt nicht schlecht.
Abg. Strache: Nur, dass es Japan besser geht als uns!
dern, nämlich kein Wirtschaftswachstum zu bekommen und einen ganz, ganz hohen Schuldenstand beizubehalten. (Abg. Nachbaur: Genau das haben wir ja ...!) – Genau das gilt es zu verhindern. (Abg. Strache: Nur, dass es Japan besser geht als uns!) – Wissen Sie, dass die amerikanische Notenbank, die Fed, genau das gemacht hat, und zwar früher als die EZB? (Abg. Nachbaur: Die haben Schiefergas, die können sich alles leisten!) Die Fed hat genau das gemacht, was jetzt die EZB macht, nur Jahre früher. Und wie jetzt die USA unterwegs sind, das ist wirtschaftspolitisch und für den Arbeitsmarkt nicht schlecht.
Abg. Nachbaur: Die haben Schiefergas, die können sich alles leisten!
dern, nämlich kein Wirtschaftswachstum zu bekommen und einen ganz, ganz hohen Schuldenstand beizubehalten. (Abg. Nachbaur: Genau das haben wir ja ...!) – Genau das gilt es zu verhindern. (Abg. Strache: Nur, dass es Japan besser geht als uns!) – Wissen Sie, dass die amerikanische Notenbank, die Fed, genau das gemacht hat, und zwar früher als die EZB? (Abg. Nachbaur: Die haben Schiefergas, die können sich alles leisten!) Die Fed hat genau das gemacht, was jetzt die EZB macht, nur Jahre früher. Und wie jetzt die USA unterwegs sind, das ist wirtschaftspolitisch und für den Arbeitsmarkt nicht schlecht.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: ... die Herren Draghi ... von dort kommen, die können alles machen! – Abg. Nachbaur: ... nicht Ramschpapiere aufgekauft! – Zwischenruf des Abg. Krainer.
Daher sage ich Ihnen: Das Entscheidende ist die Stabilisierung der Haushalte, wie es der Finanzminister gesagt hat. Wir brauchen diese Haushaltsdisziplin und gleichzeitig offensive Maßnahmen für die Wirtschaft. Und die EZB ist dafür ein Garant, dass dieser Euro eine starke, harte Währung bleibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Strache: ... die Herren Draghi ... von dort kommen, die können alles machen! – Abg. Nachbaur: ... nicht Ramschpapiere aufgekauft! – Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Abg. Lopatka: Das Schiff geht schon seit zwei Jahren unter!
Abgeordneter Heinz-Christian Strache (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Finanzminister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Herr Lopatka hat sich gerade sozusagen als Prophet hier ans Rednerpult gestellt und wollte uns doch wirklich in aller Ernsthaftigkeit weismachen: Alles ist super, alles ist bestens! Wahnsinn! Wir haben überhaupt keine Probleme. Wir haben keine Arbeitslosigkeit im Land. Wir haben keine Abgaben- und Steuerbelastung im Land. Wir haben keine Schulden in Österreich. Und wir haben überhaupt keine Währungskrise seit dem Jahr 2008. Nein, alles bestens! Alles super! Wir bewegen uns ja wahrscheinlich gar nicht in Richtung Rezession, wie prognostiziert, nämlich dass es kaum Wirtschaftswachstum geben wird. Die Rezession leugnet der Herr Lopatka! (Abg. Lopatka: Das Schiff geht schon seit zwei Jahren unter!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka: Aber Ihren Untergang haben wir auch nicht!
Er leugnet die Währungskrise, die Inflationsentwicklung, die Enteignung der Sparer, die seit Jahren gezielt stattfindet, wo der Herr Finanzminister sich auf Kosten der Steuerzahler permanent freut und die kalte Progression nicht ausgleicht. Alles super, alles bestens, Herr Lopatka! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Lopatka: Aber Ihren Untergang haben wir auch nicht!)
Abg. Auer: Wie ist das zu verstehen? – Heiterkeit bei der ÖVP.
Der Herr Lopatka stellt sich ans Rednerpult und sagt: Spitze! Wir haben keine Inflations- und Deflationsentwicklung! – Na wir haben in Wirklichkeit beides! Wenn man heute ein Produkt braucht, dann ist es teuer, wenn man es nicht braucht, ist es billig. In Wirklichkeit haben wir heute beides! (Abg. Auer: Wie ist das zu verstehen? – Heiterkeit bei der ÖVP.) Wir haben ein Problem, Herr Lopatka, und wenn Sie meinen, dass seit dem Beginn der Währungskrise 2008 alles happy peppy ist und diese abgewendet wäre, dann, muss ich sagen, sind Sie wirklich verantwortungslos, denn dann zeigen Sie, dass Sie weder kompetent noch ernsthaft noch verantwortungsbewusst sind. – Und genau darum geht es. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Herr Lopatka stellt sich ans Rednerpult und sagt: Spitze! Wir haben keine Inflations- und Deflationsentwicklung! – Na wir haben in Wirklichkeit beides! Wenn man heute ein Produkt braucht, dann ist es teuer, wenn man es nicht braucht, ist es billig. In Wirklichkeit haben wir heute beides! (Abg. Auer: Wie ist das zu verstehen? – Heiterkeit bei der ÖVP.) Wir haben ein Problem, Herr Lopatka, und wenn Sie meinen, dass seit dem Beginn der Währungskrise 2008 alles happy peppy ist und diese abgewendet wäre, dann, muss ich sagen, sind Sie wirklich verantwortungslos, denn dann zeigen Sie, dass Sie weder kompetent noch ernsthaft noch verantwortungsbewusst sind. – Und genau darum geht es. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Lopatka: Verschwörungstheorien! Weltuntergangs- und Verschwörungstheorien!
kanischer Interessenlagen und Dollar-Interessenlagen. (Abg. Lopatka: Verschwörungstheorien! Weltuntergangs- und Verschwörungstheorien!) Da vermisse ich europäische Politik! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
kanischer Interessenlagen und Dollar-Interessenlagen. (Abg. Lopatka: Verschwörungstheorien! Weltuntergangs- und Verschwörungstheorien!) Da vermisse ich europäische Politik! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kogler: Oja, sehr viel!
Was erleben wir? – Wir erleben genau das, was heute Frau Nachbaur gesagt hat, dass heute die Europäische Zentralbank jene Banken kontrolliert, deren Überschuldung sie durch den Kauf von faulen Papieren finanziert hat. Das ist doch Unsinn! Wir haben es damit zu tun, dass Ramschpapiere aufgekauft werden. Das heißt, wir haben eine Entwicklung, die letztlich jemand wie Sahra Wagenknecht von der Partei Die Linke aus Deutschland – keine Freundin von mir, mit der verbindet mich überhaupt nichts (Abg. Kogler: Oja, sehr viel!) – sehr gut auf den Punkt gebracht hat. Sie bringt folgenden Vergleich im „Standard“ vom 13. November: „Das ist wie eine Lebensmittelaufsicht, die den Restaurants Gammelfleisch abkauft und ihnen dann den Persilschein ausstellt.“
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: ... Dänemark! Wir sind hier in Österreich!
Sie als Marxist, Herr Krainer, sollten da endlich einmal sagen: Da ist doch etwas faul im Staate Dänemark – wenn Sie schon „Das Kapital“ so gerne zitieren, aber dann permanent den Superkapitalisten in dieser Entwicklung die Mauer machen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Krainer: ... Dänemark! Wir sind hier in Österreich!) Da stimmt doch etwas nicht!
Zwischenruf des Abg. Krainer
Die EZB entfernt sich immer weiter von der Aufgabe einer Notenbank (Zwischenruf des Abg. Krainer), für die Stabilität einer Währung zu sorgen. Offenbar sehen die Europäische Zentralbank und die Oesterreichische Nationalbank letztlich auch ihre Hauptaufgabe in der Stützung maroder Staaten und Banken (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer) auf Kosten der heimischen Steuerzahler. Genau darum geht es. Jetzt diskutiert man sogar schon über Minuszinsen für die Supersparer, die fleißig waren und Geld angelegt haben. Sie dürfen in Zukunft auch noch zahlen, wenn das Geld auf der Bank liegt und nicht ausgegeben wird. Sogar das wird schon andiskutiert.
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer
Die EZB entfernt sich immer weiter von der Aufgabe einer Notenbank (Zwischenruf des Abg. Krainer), für die Stabilität einer Währung zu sorgen. Offenbar sehen die Europäische Zentralbank und die Oesterreichische Nationalbank letztlich auch ihre Hauptaufgabe in der Stützung maroder Staaten und Banken (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Krainer) auf Kosten der heimischen Steuerzahler. Genau darum geht es. Jetzt diskutiert man sogar schon über Minuszinsen für die Supersparer, die fleißig waren und Geld angelegt haben. Sie dürfen in Zukunft auch noch zahlen, wenn das Geld auf der Bank liegt und nicht ausgegeben wird. Sogar das wird schon andiskutiert.
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Krainer.
Natürlich haben wir ein Problem mit dieser Eurozone, auf das wir von Beginn an hingewiesen haben: Unterschiedliche Volkswirtschaften in ein Währungssystem zusammenzupressen konnte nicht funktionieren. Darauf haben wir von Beginn an hingewiesen. Und sogar – wie heute schon zitiert – der amerikanische US-Zentralbank-Kritiker Allan Meltzer sagt in einem Interview für die „Welt“, es braucht eine Teilung der Eurozone. Das haben wir von Beginn an gefordert, und Sie schieben es leider Gottes immer wieder beiseite, nämlich starke europäische Volkswirtschaften in eine Währungszone zu pressen und schwache in eine andere. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Krainer.) Das wäre die mögliche Rettung vor dieser Krise, wie wir sie heute haben. Und genau darum geht es. Dann könnten die Italiener und die Franzosen und auch die Griechen wieder abwerten, denn die haben keine Chance, aus diesem negativen System herauszukommen.
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen
Wir reden heute auch permanent von den Niedrigzinsen. Super! Wer kann sich denn heute einen Kredit darum kaufen, wenn er von den Banken trotz Niedrigzinsen keinen bekommt? Leider Gottes! Und da müssen wir auch noch über die Volksbank und einige andere Banken in Österreich reden, bei denen leider im Raum steht (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen), dass Bilanzfälschungen stattgefunden haben und andere Probleme noch auf uns zukommen werden.
Anhaltender Beifall bei der FPÖ.
daher gar nicht investieren, gar nicht wettbewerbsfähig für die Zukunft bleiben. Und wenn wir hoffentlich irgendwann einmal aus der Rezessionsentwicklung herauskommen, können sie dann nicht einmal vom Wirtschaftswachstum profitieren. (Anhaltender Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Podgorschek: Das ist wie bei der Hypo Alpe-Adria: Je länger man zuwartet, desto teurer wird es!
passiert; das kriegt man ohne Kosten sehr schwer auseinander. (Abg. Podgorschek: Das ist wie bei der Hypo Alpe-Adria: Je länger man zuwartet, desto teurer wird es!)
Abg. Lopatka: Der EZB!
Aber wenn wir schon beim anstehenden Problem mit Spanien und Italien im Frühjahr/Sommer 2012 sind: Ich glaube, es war weniger die Einrichtung des ESM damals (Abg. Lopatka: Der EZB!), der das Ganze relativ positiv über die Bühne gebracht hat, jedenfalls entlang normaler wirtschaftspolitischer Indikatoren, sondern es war vor allem die Ankündigungspolitik der EZB in jener Zeit – die haben vieles ja dann nicht einmal gemacht. Also man sieht, es ist alles ein bisschen vertrackter und komplizierter.
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
In Österreich und speziell in Europa gäbe es noch genug zu investieren. Es geschieht aber kaum, und das hat sicher nichts mehr mit den Zinsen zu tun, sondern auch mit den Erwartungen der Investoren. Insofern, glaube ich, wäre auch das Team Stronach gut beraten, sich diesen Teil der keynesianischen Analyse einmal anzuschauen. Da hilft es nämlich jetzt auch nichts mehr, wenn man mit den Zinsen noch weiter hinuntergeht. Die Investoren brauchen Vertrauen, dass etwas weitergeht. Da ist natürlich der Handlungsrahmen der Politik gefragt. Und zu tun gäbe es genug in diesem Europa. Es braucht uns nicht fad zu werden am Arbeits- und Investitionsmarkt. Wenn wir besonders die notwendige ökologische Umsteuerung anschauen: Was ist nicht alles sinnvoll und auch notwendig in den südlichen Ländern Europas? Aber bis zu diesen Investitionen kommen wir gar nicht. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den Grünen.
Und wenn ich Ihnen als Nachtrag zum vorhin Gesagten abschließend noch sagen darf, wie wichtig es wäre, in der Energie- und Umweltpolitik umzusteuern, dann darf ich – Herr Präsident, letztes Argument – auf den World Energy Outlook verweisen, weil das auch mit diesen Themen hier zusammenhängt, der gerade erst stolz in Wien präsentiert wurde. Daraus geht hervor, dass die Subventionen in die fossile Energie ein Vierfaches von jenen in die erneuerbare Energie ausmachen. Also Umsteuerungsvolumen für reale Investitionen in die richtige Richtung gäbe es genug, auch noch in der realen Wirtschaft, wenn das mit der Geldwirtschaft schon so kompliziert ist. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Podgorschek: Die können nicht antworten!
Abgeordneter Ing. Robert Lugar (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Fernsehzuschauer! Wir haben heute viel gehört, viele Fachbegriffe wie EZB und ABS-Papiere, und ich glaube, dass sich viele gar nicht viel darunter vorstellen können. Jetzt möchte ich mich gerne einmal an die Fernsehzuschauer wenden und die Frage stellen, ob nicht viele von Ihnen in letzter Zeit (Abg. Podgorschek: Die können nicht antworten!) – oder die Älteren vielleicht auch schon die letzten Jahrzehnte – das Gefühl haben, dass sich die Dinge einfach nicht mehr so ausgehen wie früher.
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir heute schon bei der Wahrheit sind, Herr Minister, dann sagen Sie, woran das liegt! Es liegt an der Inflation. Jetzt werden viele sagen, die Inflation ist wie eine Krankheit, die fängt man sich ein. Da hat man keine große Freude, aber da kann man nichts machen, da muss man einfach durch. – Das stimmt schon, die Inflation ist eine Krankheit, aber sie ist eine bewusst gemachte Krankheit. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Genau das ist der Punkt, warum heute immer wieder gesagt wird, die Inflation sei ja gut, sie sei für alle gut. Aber für wen ist das gut? Erklären Sie mir das einmal! Für wen ist die Inflation gut? Für die Bürger? Glauben Sie, dass ein Bürger ein Problem damit hätte, wenn einmal ausnahmsweise Obst und Gemüse billiger werden? – Man erzählt ja immer wieder, man soll fünf Mal am Tag Obst und Gemüse essen. Wenn das endlich einmal billiger werden würde, dann könnte man vielleicht fünf Mal am Tag Obst und Gemüse essen. Aber es wird nicht billiger. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Lichtenecker: Ist das eine versteckte Werbung?
Die Deflation ist, wenn man sie im Griff hat, nicht schlecht, denn dann wird es endlich einmal billiger. Viele sagen: Die Wirtschaft, die arme Wirtschaft! – Ich nenne Ihnen jetzt ein Bespiel, woran man sieht, dass das Schwachsinn ist. In ungefähr drei Wochen kommt das neue Handy von Samsung heraus, das Galaxy Note 4. Es wird ungefähr 700 € kosten. (Abg. Lichtenecker: Ist das eine versteckte Werbung?) In einem Jahr wird es 350 € kosten – ich bin kein Hellseher –, das heißt, die Hälfte, also Deflation. Rechnen Sie einmal aus, was das für eine Deflation ist, um wie viel dann die Waren billiger werden! Wissen Sie, wann Samsung am meisten verkauft? – Wenn das Gerät herauskommt – und nicht nach einem Jahr! Erklären Sie mir einmal, warum jemand mit seinen Investitionen warten soll, weil es eine ein-, zweiprozentige Deflation gibt! – Das ist Schwachsinn, niemand wird warten!
Beifall beim Team Stronach.
zu stecken. Darum geht es! Das ist der Hintergrund, und das traut sich niemand zu sagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir heute schon bei der Wahrheit sind, dann sollten wir diese Wahrheit endlich einmal ansprechen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten der NEOS.
Ich komme schon zum Schluss und möchte noch kurz auf die angekündigte Steuerreform von 5 Milliarden € verweisen. Das ist zu unambitioniert, das ist zu wenig. Das kompensiert maximal die kalte Progression seit 2009. Da muss man stärker entlasten, da muss man die Haushalte stärker entlasten, da muss man die Unternehmen stärker entlasten, dann werden Investitionen getätigt, dann werden Arbeitsplätze geschaffen, dann werden auch die Bürger in diesem Land wieder konsumieren. Da ist die Bundesregierung aufgefordert, endlich zu handeln. – Danke. (Beifall bei Abgeordneten der NEOS.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Mag. Karin Greiner (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf eingangs die Schülerinnen und Schüler aus dem Gymnasium Sachsenbrunn aus dem Bezirk Neunkirchen auf der Besuchergalerie herzlich begrüßen – willkommen im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Abg. Nachbaur: ! Das ist typisch sozialistisch! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Was nämlich beim Sparbuch geringe Zinsen bedeutet, bedeutet beim Kredit günstigere Raten. Das bedeutet, Investoren werden ermuntert, Kredite in Anspruch zu nehmen, und genau das brauchen wir. (Abg. Nachbaur: ! Das ist typisch sozialistisch! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Wir brauchen sowohl öffentliche als auch private Investitionen, und der Wendepunkt ist, laut Mitteilungen der EZB der letzten Tage, überschritten, es werden bereits wieder Kredite konsumiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was nämlich beim Sparbuch geringe Zinsen bedeutet, bedeutet beim Kredit günstigere Raten. Das bedeutet, Investoren werden ermuntert, Kredite in Anspruch zu nehmen, und genau das brauchen wir. (Abg. Nachbaur: ! Das ist typisch sozialistisch! – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Wir brauchen sowohl öffentliche als auch private Investitionen, und der Wendepunkt ist, laut Mitteilungen der EZB der letzten Tage, überschritten, es werden bereits wieder Kredite konsumiert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.
Mir liegt eine Statistik des „Economic Policy Viewpoint“ vor – ich darf daraus zitieren –; sie beschäftigt sich mit der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit in den Jahren 2007 bis 2013. In Irland hat sich die Jugendarbeitslosigkeit verdreifacht, von 9 auf 27 Prozent. In Griechenland ist sie von 23 auf 58 Prozent gestiegen, und in Spanien von 18 auf 56 Prozent. Investitionen in Wachstum und in Beschäftigung sind sinnvoll, und sinnvoll ist auch eine Industriepolitik mit dem Schwerpunkt auf Green Jobs in Kombination mit Investitionen in Forschung und Entwicklung, denn genau das sind Maßnahmen, die speziell gegen die Jugendarbeitslosigkeit wirken können. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Auer.)
Beifall bei der SPÖ.
Welche Lösungsmöglichkeiten haben wir noch? – Wir brauchen auf europäischer Ebene eine gemeinsame, eine akkordierte Vorgangsweise, um zum Beispiel eine Finanztransaktionssteuer durchzusetzen. Wir brauchen strenge Regeln für den Kapitalmarkt, wir brauchen eine starke Bankenaufsicht. Die Finanztransaktionssteuer ist ein Mittel, um Einnahmen für den Staatshaushalt zu lukrieren. Sie ist ein Mittel gegen Spekulationen, sie ist ein Mittel dafür, dass die Verursacher der Finanzkrise 2008 auch ihren Beitrag zum Abbau des Schuldenberges zu leisten haben und sie sorgt für höhere Stabilität im Finanzbereich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Darmann: Nicht reden, sondern handeln!
Jetzt komme ich zu Österreich. Was kann Österreich tun? – Österreich kann lobbyieren, Österreich kann in Brüssel Reformen einfordern und mit einer Steuerentlastung für ArbeitnehmerInnen vorangehen, nämlich insofern, als Einkommen entlastet werden, sodass den arbeitenden Menschen wieder mehr in der Geldtasche bleibt. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Darmann: Nicht reden, sondern handeln!) Es ist höchste Zeit, dass die soziale Unausgewogenheit, damit meine ich die hohe Belastung von Arbeitseinkommen und die niedrige Belastung von Vermögen, Kapital und Kapitalerträge, ausgeglichen wird.
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen
Die sozialdemokratische Fraktion tritt entschieden für die Besteuerung von Vermögen ein, und ich meine da nicht Besitzer eines Hauses oder einer Wohnung (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen), ich meine damit wirklich die obersten Prozent der Bevölkerung – es ist höchste Zeit, dass diese einen Beitrag leisten.
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Gehen wir diese gemeinsamen Herausforderungen auch wirklich gemeinsam und konstruktiv an! – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordnete Dr. Angelika Winzig (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Finanzminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich darf im Namen meiner niederösterreichischen Kollegen auch ganz herzlich die Gäste aus Gmünd begrüßen. Herzlich willkommen im Parlament! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der ÖVP.
somit auch nicht auf europäischer Ebene einbringen kann und will, dann leidet meines Erachtens schon ihre Glaubwürdigkeit und Kompetenz in Wirtschafts- und sonstigen Europafragen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Neubauer: Wie stellen Sie sich das vor?
Zweifelsohne befindet sich die Wirtschaft in den einzelnen Mitgliedstaaten in einer herausfordernden Phase – Märkte schwächeln und die geopolitischen Krisen sind auch zusätzlich kontraproduktiv für Wachstum. Fakt ist jedoch schon: Wer Europa verneint und wer den Euro verneint, verweigert die globale Realität. Wir haben gestern in der Europa-Veranstaltung gehört, dass die Bevölkerung in Europa schrumpft – wir sind nur mehr ein kleiner Anteil, gemessen an der Weltbevölkerung. Das Dramatische ist auch, dass das Sozialprodukt sinkt, im Vergleich zum globalen Sozialprodukt, und darum muss uns schon der Hausverstand sagen, dass wir alles tun müssen, um eine europäische Integration voranzutreiben, denn als Einzelstaat würde sich unsere Bedeutung im Promillebereich bewegen. (Abg. Neubauer: Wie stellen Sie sich das vor?) Wir haben die Wahl, entweder mit Europa oben zu schwimmen oder ohne Europa unterzugehen.
Abg. Hübner: Warum ist das so? – Zwischenruf des Abg. Höbart.
Vielmehr stellt sich für mich die Frage, ob es wirklich ein sinnvolles Instrument für die Stabilisierung der Wirtschaft ist. Das alleine wird nicht reichen, denn Fakt ist: Solange die Unternehmerinnen und Unternehmer keine Zuversicht hinsichtlich der Zukunft haben, werden sie weiterhin ihre Investitionen zurückhalten, und da nützt es auch wenig, dieses Volumen auszudehnen. (Abg. Hübner: Warum ist das so? – Zwischenruf des Abg. Höbart.) Da sind vor allem auch Sie von den Oppositionsparteien gefordert, die Unternehmerinnen und Unternehmer, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht weiter mit Verunsicherungen zu belasten, sondern zu einem stimmungsmäßigen Turnaround beizutragen, denn neben der EZB-Geldpolitik brauchen wir eine positive Aufbruchsstimmung für die wirtschaftliche Belebung und natürlich auch – das hat der Finanzminister schon angeschnitten – strukturpolitische Maßnahmen in den Ländern.
Beifall bei der ÖVP.
Eine wachstumsorientierte Defizitreduzierung ist die Herausforderung und die Aufgabe für alle Mitgliedstaaten. Und auch wenn das finanzielle „Wünsch dir was!“ zu allen Themen der Oppositionsparteien kontraproduktiv für unsere Haushaltskonsolidierung ist, ist unsere Regierung auf einem guten, lösungsorientierten Weg, sowohl der Herr Finanzminister im Hinblick auf die Steuerstrukturreform als auch unser Wirtschaftsminister mit seinem Impulsprogramm zur Konjunkturbelebung. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich gebe dazu vielleicht einen Tipp. Die Politik der EZB, wie sie der Finanzminister auch verteidigt hat, ist dann richtig, wenn ich die wirtschaftspolitischen Maximen in einem Kodex zusammenfasse, der nur einen Paragraphen hat. Und der heißt: Wichtigstes Ziel unserer Politik ist die Erhaltung des Euro. – Dann stimmt’s. Dann stimme ich auch dem Herrn Minister zu. Wenn ich das aber nicht tue, wenn ich sage, wichtigstes Ziel unserer Wirtschaftspolitik, unseres wirtschaftspolitischen Handelns ist das Interesse der Volkswirtschaften und damit das Interesse der Bürger und Steuerzahler, dann stimmt es nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Ob das der Sinn der Sache ist, weiß ich nicht. Erfreulicherweise hat ja der Herr Minister selbst zumindest durchscheinen lassen, dass er hinter dem, was er zur Verteidigung der Politik gesagt hat, nicht so ganz steht. Er hat immerhin gesagt, dass diese Nullzinspolitik, die wir machen, die Situation verschleiert und Reformen verschleppt. – Vollkommen richtig! Sie führt nämlich zu dem, was der Kollege Lopatka sehr richtig „Japanisierung“ genannt hat. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) – Ich bin schon fertig! – Und diese Japanisierung verhindern wir nicht mit dieser Politik, sondern die machen wir.
Beifall bei der FPÖ.
Wenn ich nur erinnern darf – damit bin ich fertig –: Japans Staatsverschuldung 1996: 63 Prozent, 2014: 249 Prozent, Deflation und Stagnation. Ist das der Weg, den wir gehen wollen? Nein! – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Richtig!
Und wenn es um Steuern und Europa geht, dann gibt es den größten Handlungsbedarf bei der Besteuerung der großen Konzerne. Ja, Amazon, Google, Ikea und wie sie alle heißen, die richten sich die Welt, die finden Steuerschlupflöcher. Und das ist eine Verhöhnung aller klein- und mittelständischen Unternehmungen, die tüchtig und engagiert arbeiten. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Kogler: Richtig!)
Beifall bei den Grünen.
Wenn es heute um Geldpolitik geht, um Zinsen und Finanzierung der Unternehmungen, dann ist die große Herausforderung, endlich auch entsprechend gute Rahmenbedingungen für Crowdfunding- und Crowdinvestment-Modelle zu schaffen. Hier sind wir in Österreich seit Jahren im Verzug, weit abgeschlagen im internationalen Vergleich. Meine Damen und Herren, wir wissen genau, dass die Finanzierung für die Unternehmungen ein großer Stolperstein ist, der in jedem Fall möglichst schnell beseitigt werden muss. In diesem Sinn, Herr Minister: Mut, Zuversicht, Handeln – das ist jetzt gefordert. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
lem von den Regierungsparteien, eingehen. Denn wenn man diesen zuhört – hier genannt: Krainer und Lopatka –, dann kann man den Eindruck gewinnen, dass die sich schon im vorzeitigen Winterschlaf befinden, wenn sie hier so quasi heraustaumeln. Der eine sagt: Es gibt gar keine Krise, es ist alles super und wunderbar. Und beide erlauben sich dann auch, Frank Stronach zu kritisieren, der hier in Österreich viel investiert hat, viele Arbeitsplätze geschaffen hat und auch Verantwortung trägt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Diese Verantwortung würde ich mir von den Abgeordneten der Regierungsparteien und auch von den Mitgliedern der Bundesregierung erwarten. Denn: Wir wären sicher besser dran in Österreich, wenn wir mehr Unternehmer und mehr Wirtschaftsfachleute wie Frank Stronach hätten und weniger politische Sesselkleber, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Worum geht es hier? – Der Ankauf wurde gestartet, meine Vorredner haben das auch schon ausgeführt, die Laufzeit ist jetzt einmal auf zwei Jahre festgelegt. Das Volumen dieses Ankaufs wurde heute aber auch noch nicht erwähnt. Es handelt sich hier um eine Billion Euro. Diese Summe muss man sich einmal vor Augen halten, wie viel Geld hier von der EZB in die Hand genommen wird, um unter anderem auch Ramsch-Papiere anzukaufen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Schelling: kann ja unabhängig agieren, und !
Ich möchte auf die zwei deutschen Experten eingehen, die ich eingangs schon erwähnt habe, nämlich den Chef der Deutschen Bundesbank, Weidmann, und Hans-Werner Sinn, den Chef des ifo Institutes, die sich beide gegen diese EZB-Ankaufspläne aussprechen. Der Präsident der Deutschen Bundesbank Weidmann hat auch gemeinsam mit dem Präsidenten der Oesterreichischen Nationalbank Nowotny gegen dieses Ankaufsvorhaben der EZB gestimmt. Herr Minister, Sie sind in Ihrer Stellungnahme aber mit keinem Wort darauf eingegangen, dass Herr Nowotny und Herr Weidmann gegen dieses EZB-Vorhaben gestimmt haben. (Beifall beim Team Stronach. – Bundesminister Schelling: kann ja unabhängig agieren, und !)
Beifall beim Team Stronach.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Ankauf dieser Ramsch-Papiere ist aus unserer Sicht wirklich das Schlechteste, was gemacht werden kann, und wir werden da weiterhin auf der Seite der österreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bleiben. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Weil die Kollegin Winzig gesagt hat, Reformen sind das Gebot der Stunde, frage ich mich schon, welche Partei hier eigentlich seit 28 Jahren in der Regierung sitzt und den Schutthaufen zu verantworten hat, vor dem wir hier stehen. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Neos.
Wir ziehen den Bürgern 100 € aus der linken Tasche und geben ihnen 50 € in die rechte Tasche wieder hinein – und den Rest verbrät erfolgreich die Bürokratie. Das ist unverantwortlich! Wir brauchen weniger Staat, weniger Bürokratie, weniger Steuern und schaffen damit mehr Einkommen, mehr Entscheidungsfreiheit und vor allem mehr finanzielle Freiheit. (Beifall bei den Neos.)
Beifall bei der FPÖ.
Hier wird eine Rechtsschutzlücke geschlossen. Das ist sehr erfreulich, weil das dem Verfassungsgerichtshof eine weitere Möglichkeit bietet, verfassungswidrige Gesetze zu prüfen, und damit eben auch dem Einzelnen die Möglichkeit, diesen Rechtsschutz zu wählen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es gibt auch noch ein paar andere Punkte. Trotzdem muss man festhalten, dass es bisher bei allen Verfahren nicht möglich war, den Verfassungsgerichtshof anzurufen. Obwohl es jetzt vielleicht ein bisschen zu viele Ausnahmen gibt, ist es immer noch eine deutliche Verbesserung und daher ausschließlich positiv zu beurteilen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Alles in allem muss ich feststellen, ich bin sehr froh, dass wir diesen Weg gefunden haben. Das bedeutet eine deutliche Verbesserung des Rechtsschutzes und der Transparenz, und es bleibt natürlich auch die Befriedigung, dass das letztlich auf unsere Initiative zurückgeht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
gelung gekommen sind – das in einer sehr schwierigen Materie, weil die Gesetzesbeschwerde ja auch zu einer heftigen Kontroverse zwischen den Höchstgerichten geführt hat. Wenn man sich nur die öffentliche Auseinandersetzung in Artikeln des Obersten Gerichtshofes mit dem Verfassungsgerichtshof in Erinnerung ruft, dann weiß man, dass das keine leichte Geburt war – und dafür ein Dankeschön an alle Beteiligten! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Insofern ersuche ich, dass wir auch diesbezüglich in Gespräche eintreten und uns anschauen, wie man auch dieses Verfahren transparenter gestalten kann. Das würde sicher das Vertrauen in den Rechtsschutz und in die Rechtssicherheit heben. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Ruf bei der SPÖ: ... Innenausbau!
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich denke, das Rechtsschutzhaus, das wir vor einem Jahr im Rohbau aufgestellt haben, richten wir heute fertig ein. (Ruf bei der SPÖ: ... Innenausbau!) Es ist ein wunderschönes Rechtsschutzhaus für die Österreicherinnen und Österreicher, in dem sie sich frei bewegen können, in dem sie alle Rechte wahrnehmen können, in dem der Rechtsstaat gesichert wird: Das ist das große Haus, das wir hier zusammengebracht haben, und dafür möchte ich mich bei allen Oppositionsparteien, bei allen Regierungsparteien und bei allen, die daran mitgewirkt haben, ganz besonders bedanken. Es ist ein tolles Beispiel für Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) – Ja, man darf applaudieren!
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Wolfgang Gerstl (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Ich denke, das Rechtsschutzhaus, das wir vor einem Jahr im Rohbau aufgestellt haben, richten wir heute fertig ein. (Ruf bei der SPÖ: ... Innenausbau!) Es ist ein wunderschönes Rechtsschutzhaus für die Österreicherinnen und Österreicher, in dem sie sich frei bewegen können, in dem sie alle Rechte wahrnehmen können, in dem der Rechtsstaat gesichert wird: Das ist das große Haus, das wir hier zusammengebracht haben, und dafür möchte ich mich bei allen Oppositionsparteien, bei allen Regierungsparteien und bei allen, die daran mitgewirkt haben, ganz besonders bedanken. Es ist ein tolles Beispiel für Österreich. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.) – Ja, man darf applaudieren!
Abg. Moser: ... ein neues Mietrecht!
Es ist ein ganz, ganz wesentlicher Schritt, dass der Verfassungsgerichtshof als Hüter unserer Verfassung in Zukunft eine noch stärkere Rolle bekommt, und ich glaube, es liegt jetzt nur mehr an uns, dass wir die Verfassung auch in dem Sinne so ausgestalten, wie wir sie wollen für das Zusammenleben der Österreicherinnen und Österreicher in der Gesellschaft und für den Staat. Und auch da gibt es meines Erachtens noch einiges zu tun, denn die österreichische Bundesverfassung stammt aus dem Jahr 1920. (Abg. Moser: ... ein neues Mietrecht!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das Hohe Haus kann diesen heutigen Tag feiern, und ich bedanke mich dafür, dass diese große Verfassungsgesetz-Novelle, diese große Rechtsschutz-Novelle heute ausgestaltet werden kann und die Diskussion darüber zu Beginn der Tagesordnung abgehalten wurde. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Diese Transparenz gilt nicht nur für Politiker, nicht nur für Abgeordnete – auch wir legen offen, sollten noch mehr offenlegen –, sondern gilt selbstverständlich auch für HöchstrichterInnen und sorgt dafür, dass es eben kein Misstrauen gibt, weil transparent dargelegt wird, in welchen Bereichen Richterinnen und Richter des Verfassungsgerichtshofs tätig sind. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Jarolim.
Was ich auch gerne sage: Wir müssen, bei aller Liebe zur Transparenz, ebenfalls bedenken, dass zur Freiheit eben auch Intimität gehört. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Jarolim.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Noch einmal betonen möchte ich, weil es so ein hölzernes und so ein technisches Thema ist: Das, was es da ab dem nächsten Jahr geben wird, ist ein ganz wesentlicher Bestandteil des Grundrechtsschutzes in Österreich. Das ist etwas, worauf wir hier alle gemeinsam stolz sein können, weil es den Bürger und die Bürgerin und seine beziehungsweise ihre einzelnen fundamentalen Rechte in den Mittelpunkt stellt. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Ich bedanke mich auch beim Verfassungsdienst, bei Herrn Sektionschef Dr. Hesse, der dieses ganze Projekt, das so lange gedauert hat, ganz intensiv begleitet und dazu auch legistische Vorschläge gemacht hat, die jetzt auch eine breite oder einhellige Zustimmung finden. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Nochmals: Vielen herzlichen Dank für die intensive Diskussion und dass das Ganze jetzt zu einem so guten Ende geführt werden kann. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren! Ich darf eingangs nur kurz darauf hinweisen, dass die Stadt St. Pölten als Zeichen der Wertschätzung für das gegenständliche Thema zwei Klassen nach Wien geschickt hat, und wir begrüßen die HLW St. Pölten mit einem herzlichen Applaus. Danke fürs Kommen! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich freue mich über dieses Gesetz – eine wirklich epochale Weiterentwicklung! Nochmals herzliche Gratulation an alle, die daran mitgewirkt haben. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall. – Abg. Jarolim: Das ist symbolisch: St. Pölten und Linz und wir hier!
Das ist aber auch die Herausforderung bei diesem Thema: dass oft so rechtstechnisch komplizierte Dinge diskutiert werden, die der Bürger nicht versteht! Daher ist es gut, wenn viele Menschen zuhören, zuschauen und wenn viele hier anwesend sind. Da darf ich auch eine Schulklasse begrüßen, und zwar die Schüler des Peuerbach-Gymnasiums aus Linz. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall. – Abg. Jarolim: Das ist symbolisch: St. Pölten und Linz und wir hier!) – Na ja, wir denken aber auch an andere Bundesländer, und es geht ja letztlich bei dieser Normenkontrolle auch um alle Bürger dieses Staates.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Damit schließe ich und meine, dass dadurch positiverweise die Bürgerrechte ausgebaut werden, dass also unsere Bürgerinnen und Bürger ein zeitgemäßes Werkzeug in die Hand bekommen, um innerhalb unserer Demokratie direkter als bisher zu ihrem Recht zu kommen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.
Ich denke, dass das ein guter Erfolg ist. Natürlich werden vielleicht Anpassungen nötig sein, aber das ist der richtige Schritt in die richtige Richtung für unsere Bürgerinnen und Bürger. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist natürlich zu erwarten, dass diese Novelle einen Mehraufwand für den Verfassungsgerichtshof nach sich ziehen wird, aber ich bin überzeugt davon, dass dieser Aufwand auf jeden Fall im Sinne der Rechtsstaatlichkeit, des Rechtsschutzes und der Bürgernähe unseres Landes gerechtfertigt ist. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Hier haben wir schon mehrfach Anträge eingebracht. Leider wurden diese nicht berücksichtigt, sehr zu unserem Missfallen. Da gibt es ein Missverhältnis zwischen den Milchbauern und den Rübenbauern: Hier wird die Quote verlängert mit der Begründung, dass der Preis gehalten wird; bei der Milchquote wird er abgeschafft. Das ist ei- ne massive Schädigung der heimischen Milchbauern! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben die Wiedereinführung der Rückvergütung der Steuer auf Agrardiesel verlangt, aber nicht, damit die Landwirte wieder mehr Förderungen erhalten, sondern hier geht es um Wettbewerbsgerechtigkeit, denn in sieben anderen europäischen Ländern gibt es keine Mineralölsteuer auf Diesel für Landwirte. Hier fordern wir eine Rückvergütung, so wie wir sie im Vorfeld gehabt haben, einfach um die Wettbewerbsgleichheit zwischen österreichischen Landwirten und anderen europäischen Landwirten herzustellen. Auch das wurde leider abgelehnt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir haben, grob geschätzt, vier Millionen Einzelbäume und -sträucher, -büsche und -hecken digitalisiert, ohne dass die Landwirte etwas davon wissen. Wir glauben, dass wir mit dieser Maßnahme, mit dieser Einzelbaum- und -strauch-Digitalisierung, wieder das produzieren, was wir bei den Almen in den letzten Jahren produziert haben. Hier fordern wir Sie auf, tätig zu werden, das einzuschränken und vor allem Klarheit für die Bauern zu schaffen, denn bis jetzt weiß noch niemand, wie sich das auswirken wird, ob dann diese Einzelbäume und -sträucher als Landschaftselemente entfernt werden dürfen und mit welchen Sanktionen zu rechnen ist. Wie gesagt, hier brauchen die Landwirte dringend Aufklärung! Darum ersuche ich Sie auch heute, die Landwirte endlich darüber aufzuklären. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In Zahlen ausgedrückt heißt das: Von 120 000 Betrieben erhalten 70 000 Betriebe weniger als 10 000 € direkte Unterstützung aus beiden Programmen, aus der Direktzahlung und aus dem Umweltprogramm. Und es gibt in Österreich 300 Betriebe – von 120 000 –, die durchschnittlich 450 000 € an Förderungen pro Jahr erhalten! Hier haben wir eine Förderobergrenze gefordert und fordern sie nach wie vor, um etwas Gerechtigkeit in dieses ganze Förderprogramm zu bringen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Eßl: Das haben Sie aber letztes Mal schon vorgelesen!
Wir haben die Stiftung Fürst Liechtenstein ... (Abg. Eßl: Das haben Sie aber letztes Mal schon vorgelesen!) Das habe ich letztes Mal schon vorgelesen. Aber es wird nicht weniger richtig, wenn ich es heute noch einmal präzisiere.
Abg. Eßl: Wie viel kriegen die Gebrüder Scheuch?
Die Betriebe, die in diesem Antrag aufgelistet sind, sind nur exemplarisch aus der Transparenzdatenbank. Sie können dort viele, viele mehr finden (Abg. Eßl: Wie viel kriegen die Gebrüder Scheuch?), aber Sie können es nicht verantworten, diese Großsummen an Förderungen einzeln auszuzahlen! (Abg. Eßl: Wie viel kriegen die Gebrüder Scheuch?)
Abg. Eßl: Wie viel kriegen die Gebrüder Scheuch?
Die Betriebe, die in diesem Antrag aufgelistet sind, sind nur exemplarisch aus der Transparenzdatenbank. Sie können dort viele, viele mehr finden (Abg. Eßl: Wie viel kriegen die Gebrüder Scheuch?), aber Sie können es nicht verantworten, diese Großsummen an Förderungen einzeln auszuzahlen! (Abg. Eßl: Wie viel kriegen die Gebrüder Scheuch?)
Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Zu den Brüdern Scheuch kann ich auch etwas sagen. Sie sind zwar nicht meine politischen Freunde, wenn du das weißt, und das weißt du ja. (Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.) Lieber Kollege Eßl, die Brüder Scheuch haben meiner Ansicht nach – das ist nicht einmal in der Transparenzdatenbank drinnen, denn dort sind nur Gesellschaften und Stiftungen angeführt – 90 000 € an Förderungen erhalten. Ich wiederhole: 90 000 € an Förderungen im Jahr 2002.
Beifall bei der FPÖ.
Es geht mir gar nicht darum, hier Einzelne bloßzustellen, sondern da geht es um Gesellschaften und Stiftungen! Die einzelnen privaten Landwirte werden nicht aufgelistet, aber um die Gesellschaften und Stiftungen geht es. Es werden Hunderttausende Euro hinausgezahlt, meiner Ansicht nach ohne einen sozialen Nutzen und ohne soziale Gerechtigkeit. Sechs Arbeitsplätze: 780 000 € pro Jahr mal sechs macht 4,5 Millionen in fünf Jahren! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Wir schreiben gar keine genaue Summe hinein, damit wir die Möglichkeit haben, in Verhandlungen noch einmal eine Grenze festzulegen. Darum ersuche ich Sie, und ich ersuche auch Sie, Herr Minister, diesem Förderwahnsinn für einzelne, ganz wenige Große einen Riegel vorzuschieben. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Aber zuerst darf ich einen besonderen Dank aussprechen, nämlich an die Bäuerinnen und Bauern, die zu diesem Nachschlagewerk die Daten und Fakten liefern, als auch an die Beamten, die diesen Bericht erstellen, denn es ist ein übersichtliches, exzellentes Nachschlagewerk! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.
Eine Preisschleuderei im Lebensmittelhandel mit diesen Aktionen (im Verlauf der folgenden Ausführungen hält der Redner nacheinander mehrere Schilder in die Höhe, auf denen Lebensmittelpreise angegeben sind): Ich frage mich: Welche Wertschätzung, welche Akzeptanz und Einstellung bringt man einer hart arbeitenden Bevölkerungsgruppe entgegen, die an jedem Sonn- und Feiertag das Tier zu betreuen hat? Hier sehe ich eine Schweinefleischaktion: Schnitzel minus 50 Prozent, € 4,99. € 4,99, meine Damen und Herren, und gleichzeitig Katzenfutter um € 5,33! Da frage ich mich schön langsam: Welche Wertschätzung bringt man der wirklich professionell, nachhaltig, in sorgsamem Umgang mit Tieren wirtschaftenden Berufsgruppe der Bauern entgegen? (Beifall bei ÖVP, SPÖ, FPÖ und Team Stronach.)
Beifall bei der ÖVP.
Frischmilchaktion: € 0,49 oder € 0,54, verschiedene Marken, auch beworben bis zum Gehtnichtmehr. Der Liter Wasser kostet bereits € 0,79 und – das ist wirklich eine Zumutung – der Liter Katzenmilch € 4,75! Der Liter Katzenmilch € 4,75, da frage ich die Verantwortlichen in diesen Kaufhausketten, in den Handelsketten, welche Verantwortung sie übernehmen und welche Wertschätzung sie den Bäuerinnen und Bauern entgegenbringen! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.
Dabei ist gerade die Landwirtschaft eine der wichtigsten Berufsgruppen: Lebensmittel, nachwachsende Energie, 80 Prozent der Gestaltung unseres Landes durch die Landschaftsgestaltung, 530 000 Beschäftigte in den vor- und nachgelagerten Bereichen – und dann manches Mal beschimpft zu werden als Massentierhalter, Agrarfabriken, organisierte Tierquäler, Billig-Massenware, das hat sich diese Berufsgruppe nicht verdient! (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Preiner.
und Bauern haben es sich verdient, analog den anderen Gesellschaftsschichten an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben zu können. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Preiner.)
Beifall bei den Grünen.
Es ist doch unglaublich, dass ein Landwirt mit diesem Rechtsinstrument, mit dieser Sonderrichtlinie zur ländlichen Entwicklung gezwungen wird, nach Beendigung der Förderperiode – das heißt im Jahr 2020 – noch zehn Jahre die Unterlagen aufzubewahren. Herr Minister, wo leben wir denn? Was ist denn das für ein Zustand? (Bundesminister Rupprechter: In Österreich!) – Ja, Sie haben recht. Wir leben in Österreich, in einem Land, wo solche Zustände möglich sind, dass Grundrechte so missachtet werden. Denn es ist auch ein Grundrecht der Bäuerinnen und Bauern, dass sie gleich wie jeder andere Wirtschaftstreibende in diesem Land behandelt werden. (Beifall bei den Grünen.) Und da gibt es eine Aufbewahrungspflicht von sieben Jahren für Aufzeichnungen, und nicht für zehn und noch mehr, für 17 und mehr Jahre.
Beifall bei den Grünen.
haben. Das war eine Perspektive, um ihn als Leitbild in Österreich vorzusehen und damit auch wirklich zum Vorreiter in Europa zu werden, für eine Landwirtschaft, die konsumentenfreundlich ist, die zukunftsorientiert ist und auch bäuerliche Arbeitsplätze sichert. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ganz kurz noch zum Entschließungsantrag der FPÖ: Wir wissen, dass wir bei den Direktzahlungsansprüchen was die Marktordnung „erste Säule“ betrifft, eine Obergrenze von 150 000 € eingezogen haben, zu 100 Prozent unter Berücksichtigung der Lohnkosten, weil uns seitens der Sozialdemokratie jeder Arbeitsplatz – und nicht nur die sechs, die vorhin genannt wurden – in den ländlichen Regionen, auch in den strukturschwächeren ländlichen Regionen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wichtig ist. Dafür treten wir ein. Das ist kein Lippenbekenntnis, dazu stehen wir, zu jeder Zeit. Daher werden wir auch diesen Entschließungsantrag namentlich ablehnen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche den Landwirten mit dem neuen Programm Ländliche Entwicklung 2015 bis 2020 alles Gute in der Umsetzung. (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ.
Ich muss sagen, der Grüne Bericht ist im Gegensatz zu vielen anderen vorgelegten Jahresberichten tatsächlich eine sehr umfassende Zusammenfassung, und auch eine lesenswerte Zusammenfassung. Wir wurden vom Herrn Minister kritisiert – und das hat er auch im Ausschuss kritisiert –, dass wir dem nicht zustimmen können. Wir können deswegen nicht zustimmen, weil das Daten aus 2013 sind, obwohl hier 2014 draufsteht. (Ironische Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ.) – Wir waren damals noch nicht dabei und sind aus diesen Gründen auch nicht dabei.
Zwischenruf des Abg. Eßl.
In diesem Zusammenhang darf ich auch noch einmal auf den Wegfall des Milchkontingents kommen. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) – Ich vertue mich sicher nicht, da brauchen Sie überhaupt keine Angst zu haben, aber ich will solche Diskussionen über die Katzenmilch nicht haben, weil das der falsche Ansatz ist. Glaubt mir das! Ihr gebt jetzt dem Handel die Schuld, dass die Kontingente wegfallen, und gleichzeitig müsst ihr euch darüber Gedanken machen.
Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.
Ihr habt auf das falsche Pferd beziehungsweise auf die falsche Kuh gesetzt. Ihr wolltet mit den Großen mitspielen und stattdessen habt ihr vergessen, die Fokussierung auf den Feinkostenladen Österreich zu setzen. Das betrifft auch die Bioproduktion und die kleine Strukturiertheit. Auch ihr habt völlig auf das falsche Pferd beziehungsweise auf die falsche Kuh gesetzt. (Beifall bei NEOS, Grünen und Team Stronach.)
Abg. Eßl: Warum ist das ein Problem?
Was tun wir dagegen? (Abg. Eßl: Warum ist das ein Problem?) – Weil auch die Holzindustrie mit ihren über 10 000 Arbeitnehmern ein Problem hat. Man versucht, Papierindustrie und Holzindustrie gegeneinander auszuspielen. Das, denke ich, ist auch der falsche Weg.
Beifall bei den NEOS.
Im gleichen Zusammenhang noch einmal, Herr Minister, Sie können uns gerne kritisieren. Auf der anderen Seite freut uns, dass Sie alle zu Ihrer Exportoffensive einladen. Die ist auch löblich zu erwähnen, das muss man auch sagen, auch, was Sie mit Südkorea beim Wegfall von Russland gemacht haben. Ich finde auch großartig – und das zeugt auch von Offenheit und Transparenz in dieser Hinsicht –, dass Sie auch alle aus dem Landwirtschaftsausschuss nach China mitnehmen wollen. Aber gleichzeitig muss ich Ihnen sagen: Wir können deshalb nicht zustimmen, weil es eben Daten sind, die vor unserer Zeit waren. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrter Herr Kollege Schellhorn, Sie sollten bei der Wahrheit bleiben! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Pirklhuber: Richtig!
sive für die Landwirtschaft bedeutet, dann würde ich einmal fragen, ob deine Kollegen wie der Herr Minister Mitterlehner, der heute Vormittag hier gesessen ist, dich da nicht unterstützen können. (Abg. Pirklhuber: Richtig!) Das ist nämlich genau die Fehlentscheidung. Zuerst brauchen wir ein Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern, damit sie überhaupt leben können. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.
sive für die Landwirtschaft bedeutet, dann würde ich einmal fragen, ob deine Kollegen wie der Herr Minister Mitterlehner, der heute Vormittag hier gesessen ist, dich da nicht unterstützen können. (Abg. Pirklhuber: Richtig!) Das ist nämlich genau die Fehlentscheidung. Zuerst brauchen wir ein Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern, damit sie überhaupt leben können. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Obernosterer: Die kommen aber vom Meer, nicht vom Bauern!
Die Fakten: Ich habe mich gewundert über den Kollegen Obernosterer, der über die Hotellerie und Gastronomie gesprochen hat. Da kommt noch ein eigener Antrag, morgen beim Tourismusbericht. Dass im Umkreis von 30 Kilometern investiert und gekauft wird, das ist mir klar, das ist die nächste Großmarktzentrale, egal, wen man da nennt. Aber wo die Produkte dann herkommen, glaube ich, sieht man ganz klar: Das sind die sogenannten heimischen Fische, zwischen Kabeljau und Pangasiusfilet. (Abg. Obernosterer: Die kommen aber vom Meer, nicht vom Bauern!) Und das ist das neueste Steak, frisch aus Argentinien, Herr Kollege, du kannst es kaufen. Wenn du willst, gebe ich dir gleich die Firmennummer, damit du es frisch geliefert bekommst, nämlich frisch aus Argentinien.
Beifall beim Team Stronach.
Das sind die neuen Verteilerzentren! Die größte Kühllogistik wird gerate in Sattledt am Voralpenkreuz eröffnet. Je mehr wir von „regional“ reden, desto weiter werden die Transportwege. Ich habe es mir ausdrucken lassen. (Der Redner zeigt eine Karte, die den Weg von Argentinien nach Europa darstellt.) Argentinien ist ja gleich ums Eck, 12 800 Kilometer – herrlich! Also mehr wird nirgendwo gelogen. Da ist die Hypo Alpe-Adria ein Lercherlschas gegen den Betrug, der da bei den Lebensmitteln abgeht. Auch das darf man in aller Deutlichkeit sagen! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.
logramm 56 Packungen! Das Kilogramm Katzenkabanossi kostet 56 €! Das ist eine halbe Sau, Freunde, und wir reden über die Lebensmittelkosten! Das ist ein Skandal! Wir müssen über die Wahrheit reden, das ist das Entscheidende. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Heiterkeit der Abg. Schenk.
Es ist angesprochen worden, und das ist ein nächstes Beispiel: Wenn die Bierpreise erhöht werden, nämlich um sensationelle 2,5 Prozent, und die damit argumentieren, dass die Löhne gestiegen sind sowie mit der zunehmenden Fokussierung auf heimische Rohstoffe, dann rechnen die einfach anders als wir, Herr Kollege. Denn angeblich sind die heimischen Rohstoffe billiger geworden, aber man benützt das und sagt bei den Wirten, wir tun jetzt mehr Österreich hinein, daher wird das Bier teurer – super. (Heiterkeit der Abg. Schenk.)
Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Aber jetzt den Bauern zu signalisieren: Freut euch, wenn die Quote weg ist, weil dann ist die Superabgabe weg!, das ist die größte Lüge. (Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.) Sagt den Bauern die Wahrheit! Es gibt eine Berner Studie, lieber Wolfgang Pirklhuber, dass beim Fall des Milchkontingentes der Milchpreis um 33 Prozent sinken wird.
Beifall beim Team Stronach.
Ich sage immer, wenn die Leute glauben, es muss überall so gut riechen wie am Golfplatz, dann müssen sie sich überlegen, wo da der Dünger herkommt. Und wenn es noch stinkt, dann haben wir, Gott sei Dank, noch eine Kreislaufwirtschaft. Dort gibt es noch den Kreislauf Pflanze – Tier – Dünger. Wir müssen auch da wieder ein bisschen die Normalität in die Diskussionsrunden zurückholen. (Beifall beim Team Stronach.)
Der Redner hält eine Dose in die Höhe. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es gäbe dazu natürlich vieles zu sagen. Ich habe mir einiges aufgehoben für unsere Dringliche mit den Arbeitsplätzen. Ich glaube, das steht in engem Zusammenhang mit der Agrarpolitik im ländlichen Raum. Ich darf trotzdem noch ein Thema erwähnen – ein altes Produkt, aber immer noch aktuell –, betreffend die Substitute in der Landwirtschaft, bitte sehr. (Der Redner hält eine Dose in die Höhe. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Deshalb bringe ich einen Entschließungsantrag ein, damit wir diese Missstände zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten, zum Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft beenden, nämlich mit einem Qualitätsgütesiegel-Gesetz. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Schaut, das ist euer Problem, dass ihr nämlich immer am Nebenschauplatz unterwegs seid, und dann wisst ihr wieder nicht, was diskutiert und geredet worden ist. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist das Problem.
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Deshalb bringe ich einen Entschließungsantrag ein, damit wir diese Missstände zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten, zum Schutz der bäuerlichen Landwirtschaft beenden, nämlich mit einem Qualitätsgütesiegel-Gesetz. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Schaut, das ist euer Problem, dass ihr nämlich immer am Nebenschauplatz unterwegs seid, und dann wisst ihr wieder nicht, was diskutiert und geredet worden ist. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist das Problem.
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Ich bitte um Unterstützung und Zustimmung. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir bitten darum – ich glaube, da können wir gemeinsam gehen, Herr Präsident Schultes und alle Landwirtschaftskammerpräsidenten –, dass dort, wo Österreich draufsteht, endlich Österreich drinnen ist. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Ich bitte um Unterstützung und Zustimmung. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.) Wir bitten darum – ich glaube, da können wir gemeinsam gehen, Herr Präsident Schultes und alle Landwirtschaftskammerpräsidenten –, dass dort, wo Österreich draufsteht, endlich Österreich drinnen ist. – Danke sehr. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Pirklhuber: Inklusive Sozialversicherungsbeträge!
Im Durchschnitt aller Betriebe lag das Einkommen demnach bei 25 698 €, auf die Arbeitskraft umgelegt lag es bei 20 236 €. (Abg. Pirklhuber: Inklusive Sozialversicherungsbeträge!) Im Vergleich zum Dreijahresmittel stellte das ein Minus von 4 Prozent dar. Es ist tatsächlich so, wie es in der Debatte dargelegt wurde, dass es 2014 leider wenig Anlass zur Hoffnung gibt, dass es zu einer Trendumkehr kommt. Insbesondere die Wirtschaftsentwicklung und die Marktentwicklung aufgrund der Russland-Krise tragen ihren Teil dazu bei.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.
Ich kann Ihnen heute darüber berichten, dass Kommissar Hogan mich gestern angerufen und nur mitgeteilt hat, dass das österreichische Programm, so wie es letzte Woche von uns eingereicht worden ist, noch vor Weihnachten als eines von insgesamt sechs Programmen aus einem Topf von insgesamt 118 eingereichten Programmen genehmigt werden wird und wir eines der ersten nationalen Programme sein werden, die genehmigt werden. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Pirklhuber.)
Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Pirklhuber.
Wir schaffen eine Ausgleichszulage, wo wir sogar gegenüber der Vorperiode, wenn man die Top-ups, die nunmehr bis zu einem Ausmaß von 35 Millionen € durch die Bundesländer möglich sind, mit berücksichtigen, ein Programmvolumen für die benachteiligten Gebiete und Berggebiete erzielen, das sogar größer ist als im Vorjahr. Wir haben es hier realisiert, mit weniger Mitteln mehr zu erreichen und tatsächlich mehr Mittel bei den Bäuerinnen und Bauern und Bergbäuerinnen und Bergbauern anzubringen. (Anhaltende Zwischenrufe des Abg. Pirklhuber.)
Abg. Pirklhuber: Für die Wirtschaft effizient, aber nicht für die Bäuerinnen und Bauern!
Wir haben das Investitionsvolumen ausgeweitet. Das ist richtig, weil das die effizientesten Maßnahmen sind. (Abg. Pirklhuber: Für die Wirtschaft effizient, aber nicht für die Bäuerinnen und Bauern!) 1 € löst Projekte und Wertschöpfung im Ausmaß von 4 €
Beifall bei der ÖVP.
aus. Wir haben daher ganz bewusst hier eine Aufstockung des Mittelvolumens um fast ein Viertel vorgesehen. Und was mir ganz besonders wichtig ist: Die Unterstützung der Jungbauern wurde sowohl in der ersten als auch in der zweiten Säule fast verdoppelt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP. – Rufe bei der FPÖ: Das ist ja gar nicht wahr!
Ich appelliere an Sie: Überdenken Sie das noch einmal! Jene, die diesem Bericht nicht zustimmen, schätzen die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern gering, jene, die nicht zustimmen, schätzen die Arbeit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gering und führen die Arbeit ihrer Abgeordneten und Experten in der §-7-Kommission ad absurdum. Sie erweisen damit den Bäuerinnen und Bauern einen sehr schlechten Dienst und sie erweisen damit dem österreichischen Parlamentarismus einen Bärendienst. (Beifall bei der ÖVP. – Rufe bei der FPÖ: Das ist ja gar nicht wahr!)
Ruf bei der FPÖ: Ungeheuerlich!
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir, die österreichische Bundesregierung und die Mehrheit im österreichischen Nationalrat (Ruf bei der FPÖ: Ungeheuerlich!), haben die richtigen Schlussfolgerungen getroffen, die richtigen Rahmenbedingungen in einem schwierigen Umfeld geschaffen und damit Verantwortung für die Zukunft unserer Bäuerinnen und Bauern in einem lebensfähigen ländlichen Raum wahrgenommen – für ein lebenswertes Österreich! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wir, die österreichische Bundesregierung und die Mehrheit im österreichischen Nationalrat (Ruf bei der FPÖ: Ungeheuerlich!), haben die richtigen Schlussfolgerungen getroffen, die richtigen Rahmenbedingungen in einem schwierigen Umfeld geschaffen und damit Verantwortung für die Zukunft unserer Bäuerinnen und Bauern in einem lebensfähigen ländlichen Raum wahrgenommen – für ein lebenswertes Österreich! – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kogler: Geht sich gar nicht aus in 2 Minuten!
Abgeordneter Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Pirklhuber (Grüne): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Das habe ich schon lange nicht mehr erlebt, dass ein Minister so viel Anlass gibt, eine tatsächliche Berichtigung durchzuführen. (Abg. Kogler: Geht sich gar nicht aus in 2 Minuten!) Ich versuche im ersten Teil der tatsächlichen Berichtigung zu erklären, welchen Teil der Ausführungen des Ministers ich berichtigen möchte.
Zwischenruf des Abg. Eßl.
Ich berichtige tatsächlich, dass all dies nicht der Fall ist. Ich habe ganz klar Art. 8 Abs. 1 Z 3 des Landwirtschaftsgesetzes zitiert, der vorsieht, Herr Bundesminister, dass jene §-7-Kommission in die Erarbeitung der Förderrichtlinien eingebunden werden muss. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) In diesem Bericht wird mit keinem Wort auf diese Mitwirkungsrechte Bezug genommen. Kein Wort dazu! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Das ist der Grund für die Ablehnung des Grünen Berichtes, alles andere ist Ihre Interpretation, entspricht aber nicht den Tatsachen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Ruf: Ja, aber das war eine Wertung !)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.
Ich berichtige tatsächlich, dass all dies nicht der Fall ist. Ich habe ganz klar Art. 8 Abs. 1 Z 3 des Landwirtschaftsgesetzes zitiert, der vorsieht, Herr Bundesminister, dass jene §-7-Kommission in die Erarbeitung der Förderrichtlinien eingebunden werden muss. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) In diesem Bericht wird mit keinem Wort auf diese Mitwirkungsrechte Bezug genommen. Kein Wort dazu! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Das ist der Grund für die Ablehnung des Grünen Berichtes, alles andere ist Ihre Interpretation, entspricht aber nicht den Tatsachen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Ruf: Ja, aber das war eine Wertung !)
Beifall bei den Grünen. – Ruf: Ja, aber das war eine Wertung !
Ich berichtige tatsächlich, dass all dies nicht der Fall ist. Ich habe ganz klar Art. 8 Abs. 1 Z 3 des Landwirtschaftsgesetzes zitiert, der vorsieht, Herr Bundesminister, dass jene §-7-Kommission in die Erarbeitung der Förderrichtlinien eingebunden werden muss. (Zwischenruf des Abg. Eßl.) In diesem Bericht wird mit keinem Wort auf diese Mitwirkungsrechte Bezug genommen. Kein Wort dazu! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Eßl.) Das ist der Grund für die Ablehnung des Grünen Berichtes, alles andere ist Ihre Interpretation, entspricht aber nicht den Tatsachen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen. – Ruf: Ja, aber das war eine Wertung !)
Abg. Eßl: auf die Redezeit angerechnet!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu einer tatsächlichen Berichtigung hat sich Herr Abgeordneter Schellhorn zu Wort gemeldet. Ich mache noch einmal auf die besonderen Bestimmungen der Geschäftsordnung dazu aufmerksam. (Abg. Eßl: auf die Redezeit angerechnet!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Auer: keine tatsächliche Berichtigung!
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Minister! Auch ich mache eine tatsächliche Berichtigung: Wenn wir dem nicht zustimmen, dann heißt das in keinem Fall, dass wir damit Geringschätzung gegenüber den Mitarbeitern und Geringschätzung gegenüber der bäuerlichen Bevölkerung ausdrücken, und das heißt auch nicht, dass wir die Maßnahmen nicht mittragen. Es handelt sich ganz alleine um die Daten und Fakten. Die von 2013 sind im Bericht von 2014 – das war bekanntlich vor der Zeit der NEOS. Jetzt geht es ein bisschen anders, und jetzt gehen die Uhren anders. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Auer: keine tatsächliche Berichtigung!)
Abg. Eßl: Redezeit angerechnet!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Meine Damen und Herren! Ich darf Sie noch einmal ersuchen, sich die Geschäftsordnung sehr genau anzusehen, was tatsächliche Berichtigungen anlangt. (Abg. Eßl: Redezeit angerechnet!)
Ruf bei der ÖVP: Schellhorn, Ballhorn! – Abg. Kogler: Das ist ja wie bei Ludwig XIV. ! – Abg. Eßl: Jetzt habt ihr eh so viel Redezeit !
Zu Wort gelangt nun Herr Abgeordneter Rauch. – Bitte. (Ruf bei der ÖVP: Schellhorn, Ballhorn! – Abg. Kogler: Das ist ja wie bei Ludwig XIV. ! – Abg. Eßl: Jetzt habt ihr eh so viel Redezeit !)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Abgeordneter Walter Rauch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Zu Beginn möchte ich ganz besonders die Besuchergruppe aus meinem Heimatbezirk Südoststeiermark begrüßen. – Danke für euer Kommen, und ich wünsche euch noch einen schönen Aufenthalt hier in Wien! (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Ruf bei der ÖVP: Haben wir schon gehört heute!
Bei der Finanz müssen Unterlagen, Buchhaltungsunterlagen, sieben Jahre aufbewahrt werden. (Ruf bei der ÖVP: Haben wir schon gehört heute!) – Das ist auch gut so! Vielleicht sollten Sie es noch einmal hören, denn Sie wissen es noch immer nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Bei der Finanz müssen Unterlagen, Buchhaltungsunterlagen, sieben Jahre aufbewahrt werden. (Ruf bei der ÖVP: Haben wir schon gehört heute!) – Das ist auch gut so! Vielleicht sollten Sie es noch einmal hören, denn Sie wissen es noch immer nicht. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Pirklhuber.
Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Pirklhuber.)
Abg. Walter Rauch – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ist korrekt!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, es muss „Verpflichtungszeitraum“ statt „Prüfungszeitraum“ heißen, ist das korrekt? (Abg. Walter Rauch – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Ist korrekt!)
Beifall bei der ÖVP.
Die neuen Entwicklungen, die neue Gemeinsame Agrarpolitik und die Maßnahmen für die Förderung der ländlichen Entwicklung sind mittlerweile ausdiskutiert. Herr Bundesminister, ich darf dir an dieser Stelle sehr herzlich gratulieren. Es ist dir gelungen, als Erster unter den europäischen Kollegen ein Programm vorzulegen. Wir wissen, dass das Programm so weit ausverhandelt ist, dass wir mit den Inhalten, die wir jetzt kennen, durchaus in die Arbeit gehen können. Dir und deinen Mitarbeitern ein herzliches Dankeschön für die großartige Arbeit, die da geleistet wurde! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Steinbichler: Herr Kollege, wie hast denn du gestimmt? Hast du mit einem Ja oder Nein gestimmt?
Wir müssen auch bei den Kosten etwas zustande bringen. Wir wissen ganz genau, dass in den letzten Jahren die Agrardieselbesteuerung in den umliegenden Ländern erhöht wurde und es der Wettbewerb nötig gemacht hat (Abg. Steinbichler: Herr Kollege, wie hast denn du gestimmt? Hast du mit einem Ja oder Nein gestimmt?), diese Agrardieselbesteuerung auch in Österreich (Abg. Steinbichler: Hast du mit Ja oder Nein gestimmt bei der Abstimmung?) – Leo, ich habe dir auch zugehört. – Es war notwendig, in Loipersdorf die Agrardieselvergütung rückgängig zu machen.
Abg. Steinbichler: Hast du mit Ja oder Nein gestimmt bei der Abstimmung?
Wir müssen auch bei den Kosten etwas zustande bringen. Wir wissen ganz genau, dass in den letzten Jahren die Agrardieselbesteuerung in den umliegenden Ländern erhöht wurde und es der Wettbewerb nötig gemacht hat (Abg. Steinbichler: Herr Kollege, wie hast denn du gestimmt? Hast du mit einem Ja oder Nein gestimmt?), diese Agrardieselbesteuerung auch in Österreich (Abg. Steinbichler: Hast du mit Ja oder Nein gestimmt bei der Abstimmung?) – Leo, ich habe dir auch zugehört. – Es war notwendig, in Loipersdorf die Agrardieselvergütung rückgängig zu machen.
Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.
Wir wissen aber, dass in Deutschland und in Tschechien mittlerweile die Agrardieselvergütung wieder eingeführt wurde; das ist erst geschehen. Daher sehen wir jetzt im Wettbewerb, dass wir diejenigen mit dem teuersten Agrardiesel Europas sind. Selbstverständlich ist eine Forderung unserer Bauernvertretung – seit längerer Zeit –, dass auch dieses Thema wieder diskutiert werden muss und die Agrardieselvergütung zur Herstellung der Wettbewerbsgerechtigkeit für die produzierenden Betriebe kommen muss. (Beifall bei der ÖVP sowie des Abg. Steinbichler.) Ich freue mich, wenn andere Fraktionen das unterstützen wollen.
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Meine Damen und Herren! Die österreichische Landwirtschaft hat bewiesen, dass sie Produkte höchster Qualität bieten kann. Diese Produkte in Weltmarktspitzenqualität wird es nicht geben, wenn man nur billige Preise dafür zahlen kann. Daher appelliere ich an alle, das Theater um die billigen Preise endlich aufzugeben und wertschätzende Preise für Qualitätslebensmittel auch zu fordern und zuzulassen. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Beifall bei der ÖVP.
Deswegen das Angebot der Landwirtschaft: Wir werden Ihnen weiterhin die besten Produkte bieten, aber zahlen Sie auch Preise, von denen man leben kann! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Ich blende zurück zur Sitzung des Landwirtschaftsausschusses von vergangener Woche. Es war kurz vor dem „Tag des Apfels“. Der Minister hat stolz erzählt, dass seine Aktion, nämlich dass die Österreicherinnen und Österreicher viele Äpfel essen sollen, weil diese gesund und ein Protest seien, weil Putin Sanktionen verhängt hat, ein Erfolg war, weil sie zu stärkerem inländischen Apfelabsatz geführt habe. (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Minister, Ihre Apfelaktion war ein voller Erfolg. Sie haben auch zu Recht darauf hingewiesen, dass das ein Beispiel für regionale Wege, für regionale Landwirtschaft, für kurze Wege ist. Kurzum, das ist die Vorstellung von Landwirtschaft, die Sie haben. (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Dann habe ich eingewendet: Ja, aber, Herr Minister, ist es gescheit, in Zeiten der Klimakatastrophe Schweinefleisch aus Österreich bis ans andere Ende der Welt zu schicken? (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Seine Antwort war: Ja, denn die Schweine in Österreich werden nachhaltig erzeugt (Ruf bei der FPÖ: „Erzeugt“?!), und es ist besser, als würden diese woanders nicht-nachhaltig erzeugt und diese nicht-nachhaltigen Schweine dann nach Korea oder China geschickt. (Abg. Steinbichler: Das ist eine Kompensation !)
Ruf bei der FPÖ: „Erzeugt“?!
Dann habe ich eingewendet: Ja, aber, Herr Minister, ist es gescheit, in Zeiten der Klimakatastrophe Schweinefleisch aus Österreich bis ans andere Ende der Welt zu schicken? (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Seine Antwort war: Ja, denn die Schweine in Österreich werden nachhaltig erzeugt (Ruf bei der FPÖ: „Erzeugt“?!), und es ist besser, als würden diese woanders nicht-nachhaltig erzeugt und diese nicht-nachhaltigen Schweine dann nach Korea oder China geschickt. (Abg. Steinbichler: Das ist eine Kompensation !)
Abg. Steinbichler: Das ist eine Kompensation !
Dann habe ich eingewendet: Ja, aber, Herr Minister, ist es gescheit, in Zeiten der Klimakatastrophe Schweinefleisch aus Österreich bis ans andere Ende der Welt zu schicken? (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Seine Antwort war: Ja, denn die Schweine in Österreich werden nachhaltig erzeugt (Ruf bei der FPÖ: „Erzeugt“?!), und es ist besser, als würden diese woanders nicht-nachhaltig erzeugt und diese nicht-nachhaltigen Schweine dann nach Korea oder China geschickt. (Abg. Steinbichler: Das ist eine Kompensation !)
Abg. Auer: Derzeit nicht!
Wir alle wissen, Herr Minister, Sie sind in einem Monat in Lima bei der Weltklimakonferenz. Wissen Sie, wie die österreichischen Bauern Schweine produzieren? – Österreich importiert 600 000 Tonnen Sojaschrot aus Argentinien, primär aus Brasilien, 90 Prozent davon gentechnisch verändert. Das karren wir also um die halbe Welt in unser Land. Dann züchten unsere Bauern brav Schweine. Und wenn das Schweinderl dann das Schlachtgewicht hat, was, glaubt ihr, kostet dann 1 Kilo Schweinefleisch? (Der Redner packt aus einer Stofftasche ein Stück Fleisch aus und hält es in die Höhe.) Dafür kriegt der Bauer – das steht im Bericht drinnen, Seite 50 – im Durchschnitt 1,75 €. (Abg. Auer: Derzeit nicht!) – Noch weniger. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Und der Deckungsbeitrag von einem Schwein für den Bauern sind laut Grünem Bericht 18 €. Das heißt, der Bauer füttert und macht alles und bekommt dafür 18 €.
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Wir alle wissen, Herr Minister, Sie sind in einem Monat in Lima bei der Weltklimakonferenz. Wissen Sie, wie die österreichischen Bauern Schweine produzieren? – Österreich importiert 600 000 Tonnen Sojaschrot aus Argentinien, primär aus Brasilien, 90 Prozent davon gentechnisch verändert. Das karren wir also um die halbe Welt in unser Land. Dann züchten unsere Bauern brav Schweine. Und wenn das Schweinderl dann das Schlachtgewicht hat, was, glaubt ihr, kostet dann 1 Kilo Schweinefleisch? (Der Redner packt aus einer Stofftasche ein Stück Fleisch aus und hält es in die Höhe.) Dafür kriegt der Bauer – das steht im Bericht drinnen, Seite 50 – im Durchschnitt 1,75 €. (Abg. Auer: Derzeit nicht!) – Noch weniger. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.) Und der Deckungsbeitrag von einem Schwein für den Bauern sind laut Grünem Bericht 18 €. Das heißt, der Bauer füttert und macht alles und bekommt dafür 18 €.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.
Da haben wir also dieses Schweinefleisch mit Sojaschrot, gentechnisch verändert, aus Brasilien produziert und exportieren es dann dank unseres Ministers nach China und Korea. Das ergibt einen ökologischen Fußabdruck, das ist ein Wahnsinn! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten des Teams Stronach.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir haben heute Früh hier herinnen Vizekanzler Mitterlehner erlebt, der in Richtung der Grünen gesagt hat: Ihr sagt uns nicht, wo es langgeht, das wissen wir selbst, denn wir sind die Vertreter der ökosozialen Marktwirtschaft! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.) Wo ist die ökosoziale Marktwirtschaft? Was ist daran ökologisch,
Abg. Steinbichler: Biogas !
wenn wir 600 000 Tonnen gentechnisch veränderten Sojaschrot – um die halbe Welt – importieren und dann so produzierte Schweine – wieder um die halbe Welt – nach China und Korea exportieren?! Was ist da ökologisch? Und was ist sozial, wenn dem Bauern für ein Schwein 18 € bleiben?! (Abg. Steinbichler: Biogas !) Das ist doch alles Wahnsinn! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.
wenn wir 600 000 Tonnen gentechnisch veränderten Sojaschrot – um die halbe Welt – importieren und dann so produzierte Schweine – wieder um die halbe Welt – nach China und Korea exportieren?! Was ist da ökologisch? Und was ist sozial, wenn dem Bauern für ein Schwein 18 € bleiben?! (Abg. Steinbichler: Biogas !) Das ist doch alles Wahnsinn! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister, genau aus diesem Grund lehnen wir Ihren Grünen Bericht ab, denn er spiegelt diese Widersprüchlichkeit der Agrarpolitik in Österreich wider. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer
Der Grüne Bericht 2014, eigentlich 2013 (Zwischenruf des Abg. Neubauer), zeigt uns allerdings, dass das Einkommen der Bergbauernbetriebe stagniert oder immer noch weit nachhinkt. (Zwischenruf des Abg. Doppler.) Er zeigt auch, dass die Bergbauern inklusive der Förderung von Steilflächen und Erschwerniszulage und so weiter gegenüber den sogenannten Gunstlagen weit nachhinken, nämlich um zirka 20 Prozent beim Einkommen.
Zwischenruf des Abg. Doppler.
Der Grüne Bericht 2014, eigentlich 2013 (Zwischenruf des Abg. Neubauer), zeigt uns allerdings, dass das Einkommen der Bergbauernbetriebe stagniert oder immer noch weit nachhinkt. (Zwischenruf des Abg. Doppler.) Er zeigt auch, dass die Bergbauern inklusive der Förderung von Steilflächen und Erschwerniszulage und so weiter gegenüber den sogenannten Gunstlagen weit nachhinken, nämlich um zirka 20 Prozent beim Einkommen.
Beifall bei der SPÖ.
Immer noch bekommt zirka ein Drittel aller Betriebe im Durchschnitt zirka 2 100 € und damit 6 Prozent vom Gesamtfördervolumen, während auf der anderen Seite nur 2 Prozent der Betriebe, also die am oberen Ende des Durchschnitts, zirka 75 000 € bekommen, das sind 12 Prozent der Fördermittel. Die Umverteilung von oben nach unten ist also gefordert. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
in A, sich durch Qualität statt Masse auszeichnen. – Danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei FPÖ und Grünen.
Abgeordneter Josef A. Riemer (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Vorweg bitte: Also das, was wir heute hören mussten, war schon ein Foul, ein Tiefgang! Etwa: Wer dem Bericht nicht zustimmt, der schätzt die Bauern nicht, und so weiter! – Wie tief muss man demokratiepolitisch sinken, um solche Äußerungen zu machen? Ich verwahre mich auf das Schärfste dagegen! (Beifall bei FPÖ und Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und weiter sagen Sie, wir müssen die Schlüsse ziehen, die Probleme aufgreifen. – Ja, Problemstellungen haben wir, aber wo sind denn die Angebote, die Lösungen? – Null. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
72 000 Betriebe würden einer Stadt wie Leoben, Bregenz, Leibnitz, Eisenstadt entsprechen. Und wenn man das mal zwei, mal drei rechnet, dann kommen wir auf 200 000 bis 250 000 Einwohner. Das bedeutet einen Druck auf den Arbeitsmarkt. Das bedeutet auch einen Druck auf die ländlichen Regionen. Da hilft es nicht, Regionalprogramme zu machen. Wir machen wahnsinnig viele Programme, zahlen hochdotierte Studien, und dabei haben wir gar keine Räume mehr, wo noch Leute sind, wo noch Schulen sind. Das ist ein Wahnsinn, bitte! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Und dazu brauchen wir den Finanzminister und den Wirtschaftsminister. Jeder sagt: ökosoziale Marktwirtschaft, ökosoziale Finanzwirtschaft, ökosoziale Landwirtschaft. Bitte, was heißt denn das? Für wen denn? – Wir haben ja keine Bauern mehr. (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
von reden wir nicht. Wohl aber sollte man über Folgendes reden: Wir müssen den Bauern endlich von der Leibeigenschaft befreien, aus dem ganzen Förderdschungel rausholen! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Heiterkeit bei Bundesminister Rupprechter.
Ein wesentlicher Faktor ist natürlich auch drinnen, nämlich diese Empfehlung der §-7-Kommission. Der Herr Bundesminister hat zu Recht – Ich schätze ihn ja auch sehr, darum war ich heute so erschrocken, ich werde auch noch nachhaltig leiden, ich kenne Sie so nicht. (Heiterkeit bei Bundesminister Rupprechter.) Wie wichtig sind für Sie da die nächsten Wahlen? (Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Zwischenruf der Abg. Schimanek.
Ein wesentlicher Faktor ist natürlich auch drinnen, nämlich diese Empfehlung der §-7-Kommission. Der Herr Bundesminister hat zu Recht – Ich schätze ihn ja auch sehr, darum war ich heute so erschrocken, ich werde auch noch nachhaltig leiden, ich kenne Sie so nicht. (Heiterkeit bei Bundesminister Rupprechter.) Wie wichtig sind für Sie da die nächsten Wahlen? (Zwischenruf der Abg. Schimanek.)
Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
Eines ist schon richtig: Sie haben ein Thema nicht so richtig geschlossen, nämlich die Pflanzenschutzthematik. Da würde ich nämlich auch gerne mehr wissen. Ich weiß, das tut den Bauern weh, aber reden müssen wir darüber, denn damit hängen ja unser Wasser, die Lebensmittel, alles hängt damit zusammen. 2013 haben wir nämlich 10 728 Tonnen Pflanzenschutzmittel verstreut. Das ist gegenüber 2012 ein Plus von 337 Tonnen. Ich weiß, das tut den Bauern weh. Ich weiß, es tut unserer Region weh, aber wir müssen darüber nachdenken und reden – keine Vorverurteilung, aber reden müssen wir, was wir da machen. Und das bei weniger Betrieben! (Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Ich sage Ihnen eines: In diesem Bericht steht schon drinnen, dass der Kleinbauer gestorben ist. Kleinbäuerliche Struktur in Österreich, quo vadis? Halten wir zusammen, dass wir sie überhaupt überleben lassen, denn nächstes Jahr steht das Gleiche drinnen: Minus, Minus, Minus. Und übernächstes Jahr? – Minus, Minus, Minus. Da brauche ich kein Prophet zu sein. – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Ich sage das trotz dieser Diskussion, die Sie hier miterleben müssen, trotz dieser politischen Diskussion. Ich bin in Wirklichkeit enttäuscht, weil ich nach der letzten Sitzung im Landwirtschaftsausschuss gemeint habe, alle Fraktionen hier in diesem Haus hätten erkannt, dass es die Bauern nicht verdient haben, ständig als Giftspritzer, als Tierquäler, als Steuerprivilegierte oder als Förderungsempfänger hingestellt zu werden. Das war im Ausschuss so, meine Damen und Herren. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Abg. Brunner: Nicht gegen die Bauern!
Aber die Diskussion hier: Kaum ist das Fernsehen dabei, fühlen sich viele Vertreter schon wieder bemüßigt, polemisch gegen die Bauern zu polarisieren! (Abg. Brunner: Nicht gegen die Bauern!) Hören Sie damit auf! Die Bäuerinnen und Bauern haben das nicht verdient, meine Damen und Herren! Lassen wir die Bäuerinnen und Bauern arbeiten! Schaffen wir Rahmenbedingungen, damit sie mit Freude ihre Höfe bewirtschaften, damit sie mit Freude hochqualitative Lebensmittel produzieren können, die Sie dann tagtäglich genießen können! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Aber die Diskussion hier: Kaum ist das Fernsehen dabei, fühlen sich viele Vertreter schon wieder bemüßigt, polemisch gegen die Bauern zu polarisieren! (Abg. Brunner: Nicht gegen die Bauern!) Hören Sie damit auf! Die Bäuerinnen und Bauern haben das nicht verdient, meine Damen und Herren! Lassen wir die Bäuerinnen und Bauern arbeiten! Schaffen wir Rahmenbedingungen, damit sie mit Freude ihre Höfe bewirtschaften, damit sie mit Freude hochqualitative Lebensmittel produzieren können, die Sie dann tagtäglich genießen können! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Neubauer.
Die Bäuerinnen und Bauern zeigen tagtäglich für 18 Millionen Tiere Verantwortung und Kompetenz, und hier werden sie ständig als Tierquäler hingestellt. Hören wir auf mit diesen verunsichernden Diskussionen! (Zwischenruf des Abg. Neubauer.)
Abg. Pirklhuber: Ja, bin eh da!
Herr Kollege Willi, Herr Kollege Pirklhuber (Abg. Pirklhuber: Ja, bin eh da!), Sie haben heute hier unseren Vizekanzler Mitterlehner angesprochen und gesagt (Abg. Pirklhuber: Minus 10 Prozent Einkommen bei den Bauern!), ökosoziale Marktwirtschaft hätten wir nicht verstanden. – Sehr wohl, wir leben die ökosoziale Marktwirtschaft, seit 25 Jahren! (Abg. Pirklhuber: Sagen Sie das den 100 000 Bauern ! – Zwischenruf des Abg. Riemer.) Wir sorgen nämlich dafür – und das gilt auch für die Bäuerinnen und Bauern –, wirtschaftlich starke Betriebe zu haben, damit wir uns dann die beiden weiteren Säulen, nämlich die soziale und die ökologische, auch leisten können. Das ist ökosoziale Agrarpolitik, das ist ökosoziale Wirtschaftspolitik! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pirklhuber: Sag das den Milchbauern in der Steiermark, Grillitsch, aus deiner Isolation! – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Abg. Pirklhuber: Minus 10 Prozent Einkommen bei den Bauern!
Herr Kollege Willi, Herr Kollege Pirklhuber (Abg. Pirklhuber: Ja, bin eh da!), Sie haben heute hier unseren Vizekanzler Mitterlehner angesprochen und gesagt (Abg. Pirklhuber: Minus 10 Prozent Einkommen bei den Bauern!), ökosoziale Marktwirtschaft hätten wir nicht verstanden. – Sehr wohl, wir leben die ökosoziale Marktwirtschaft, seit 25 Jahren! (Abg. Pirklhuber: Sagen Sie das den 100 000 Bauern ! – Zwischenruf des Abg. Riemer.) Wir sorgen nämlich dafür – und das gilt auch für die Bäuerinnen und Bauern –, wirtschaftlich starke Betriebe zu haben, damit wir uns dann die beiden weiteren Säulen, nämlich die soziale und die ökologische, auch leisten können. Das ist ökosoziale Agrarpolitik, das ist ökosoziale Wirtschaftspolitik! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pirklhuber: Sag das den Milchbauern in der Steiermark, Grillitsch, aus deiner Isolation! – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Abg. Pirklhuber: Sagen Sie das den 100 000 Bauern ! – Zwischenruf des Abg. Riemer.
Herr Kollege Willi, Herr Kollege Pirklhuber (Abg. Pirklhuber: Ja, bin eh da!), Sie haben heute hier unseren Vizekanzler Mitterlehner angesprochen und gesagt (Abg. Pirklhuber: Minus 10 Prozent Einkommen bei den Bauern!), ökosoziale Marktwirtschaft hätten wir nicht verstanden. – Sehr wohl, wir leben die ökosoziale Marktwirtschaft, seit 25 Jahren! (Abg. Pirklhuber: Sagen Sie das den 100 000 Bauern ! – Zwischenruf des Abg. Riemer.) Wir sorgen nämlich dafür – und das gilt auch für die Bäuerinnen und Bauern –, wirtschaftlich starke Betriebe zu haben, damit wir uns dann die beiden weiteren Säulen, nämlich die soziale und die ökologische, auch leisten können. Das ist ökosoziale Agrarpolitik, das ist ökosoziale Wirtschaftspolitik! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pirklhuber: Sag das den Milchbauern in der Steiermark, Grillitsch, aus deiner Isolation! – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pirklhuber: Sag das den Milchbauern in der Steiermark, Grillitsch, aus deiner Isolation! – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Herr Kollege Willi, Herr Kollege Pirklhuber (Abg. Pirklhuber: Ja, bin eh da!), Sie haben heute hier unseren Vizekanzler Mitterlehner angesprochen und gesagt (Abg. Pirklhuber: Minus 10 Prozent Einkommen bei den Bauern!), ökosoziale Marktwirtschaft hätten wir nicht verstanden. – Sehr wohl, wir leben die ökosoziale Marktwirtschaft, seit 25 Jahren! (Abg. Pirklhuber: Sagen Sie das den 100 000 Bauern ! – Zwischenruf des Abg. Riemer.) Wir sorgen nämlich dafür – und das gilt auch für die Bäuerinnen und Bauern –, wirtschaftlich starke Betriebe zu haben, damit wir uns dann die beiden weiteren Säulen, nämlich die soziale und die ökologische, auch leisten können. Das ist ökosoziale Agrarpolitik, das ist ökosoziale Wirtschaftspolitik! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Pirklhuber: Sag das den Milchbauern in der Steiermark, Grillitsch, aus deiner Isolation! – Zwischenrufe bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Steinbichler.
Sie wollen ständig kapieren, meine Damen und Herren der Grünen, aber das Problem ist: Sie haben die ökosoziale Marktwirtschaft noch nicht kapiert, meine Damen und Herren, das ist die Wahrheit! Lassen Sie sich das sagen! (Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.
ben ein Problem, wenn es darum geht, gerechte Preise zu bekommen. Daher bitte ich Sie und appelliere an alle hier in diesem Haus: Helfen wir mit, dass nicht nur einige wenige ständig Gewinne und Umsätze maximieren, sondern dass es in der Wertschöpfungskette einen fairen Ausgleich sowohl für den Bauern als auch für den Konsumenten gibt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Schieder und Steinbichler.
Abgeordneter Rupert Doppler (FPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Liebe Abgeordnete! Grüner Bericht 2014: Ich darf hier ganz, ganz herzlich den Bauern, den Bäuerinnen, der ländlichen Jugend für ihren Einsatz, für ihr Engagement und für die Bewirtschaftung ihrer Höfe danken, liebe Freunde. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Schieder und Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Steinbichler und Singer.
Der Bauer weiß nicht mehr, ob er dort noch einen Zaun aufstellen kann, ob er ein Austragshaus errichten kann. Liebe Damen und Herren, solche Machenschaften lehnen wir von der FPÖ entschieden ab. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Steinbichler und Singer.)
Zwischenruf der Abg. Wurm.
Wenn man sich das Alter anschaut, so erkennt man, dass der Anteil der Betriebsleiterinnen mit zunehmendem Alter ansteigt. In der Altersklasse ab 40 steigt die Zahl kontinuierlich an, zwischen 40 und 50 erreicht die Zahl sogar 36 Prozent und zwischen 50 und 60 schon 44 Prozent. (Zwischenruf der Abg. Wurm.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Doppler und Köchl.
Anhand dieser Zahlen wird verdeutlicht, dass Frauen nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch vermehrt in der nach außen von Männern dominierten Landwirtschaft in verantwortlicher Position tätig sind. Ich getraue mich auch zu sagen, dass ohne das Engagement von Frauen die Landwirtschaft mit Sicherheit nicht so gut funktionieren wür- de. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Doppler und Köchl.)
Beifall bei der SPÖ.
3 Prozent dieser sogenannten ELER-Mittel – das sind, das hat auch vorhin schon der Herr Minister erwähnt, 118,3 Millionen € – werden sozialen Diensten wie Kinderbetreuung, Bildung, Gesundheit, aber auch Pflege zufließen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.
Zusammenfassend kann man sagen, dass sich im letzten Jahrzehnt das Bild der Frauen in der Landwirtschaft stark verändert hat und die Landwirtschaft immer mehr zur Frauensache wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Diesner-Wais.)
Beifall bei der FPÖ.
Nur ist die Entwicklung der Landwirtschaft natürlich unmittelbar verbunden mit dem ländlichen Raum ganz generell, denn die Landwirtschaft ist der ländliche Raum. Und wenn man bedenkt, dass zwei Drittel der Bevölkerung im ländlichen Raum leben, dass im ländlichen Raum 35 Prozent der Bruttowertschöpfung erzielt werden, dass der ländliche Raum auch ein Wachstumsmotor ganz generell ist, dass im ländlichen Raum hochwertige Lebensmittel produziert werden und so weiter, dann stellt sich die Wichtigkeit und Notwendigkeit des ländlichen Raumes klipp und klar dar. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Steinbichler und Königsberger-Ludwig.
So, was ist zu tun? – Vieles wurde heute schon angesprochen. Ich glaube, wir haben große Chancen, wenn wir die Kooperation zwischen der Landwirtschaft und dem Tourismus intensivieren. Österreich verzeichnet pro Jahr 140 Millionen Übernachtungen – ein unglaubliches Potenzial. Hier muss man alles unternehmen, damit man die Direktvermarktung zwischen Landwirtschaft und Tourismus forciert, natürlich auch erleichtert und nicht durch bürokratische Hemmnisse erschwert. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Steinbichler und Königsberger-Ludwig.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Der Finanzausgleich wird ja neu verhandelt. Und, Herr Minister, wenn ich zum Beispiel von Bundeskanzler Faymann höre, dass man bei einem zukünftigen Belastungspaket versucht, 1 Milliarde € über den Finanzausgleich einzusparen, bedeutet das, dass 1 Milliarde € weniger in den Ländern und in den Gemeinden ankommt. Das ist genau jener Betrag, der über die Ländliche Entwicklung herausverhandelt wurde. Das heißt, auf der einen Seite kommen über die Ländliche Entwicklung 1,1 Milliarden € herein, die der Herr Bundeskanzler dann wieder einsparen will, womit er natürlich den ländlichen Raum unglaublich schwächt. Das darf und das kann es überhaupt nicht sein! (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.
Das ist notwendig und wichtig, wenn wir sicherstellen wollen, dass der ländliche Raum nicht noch weiter ausgedünnt wird. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordneter Ing. Manfred Hofinger (ÖVP): Geschätzte Damen und Herren! Ich möch- te meine Gäste und Freunde aus dem Innviertel recht herzlich begrüßen! (Beifall bei der ÖVP.) – Geschätzter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Bäuerinnen und Bauern! Geschätzte Konsumenten! Es ist im Grünen Bericht wieder hervorgekommen: Den Landwirten geht es nicht gut. Wir haben 6 Prozent Einkommenseinbußen. Wir haben im Durchschnitt 20 236 € Einkommen pro Landwirt. Der durchschnittliche Österreicher verdient 25 373 €. Das sollte uns zu denken geben.
Beifall bei der ÖVP.
Ja, die heimischen Lebensmittel sind bester Qualität, sie stammen aus unserer Region und sie erhalten natürlich auch Arbeitsplätze in unserer Region. Dafür, glaube ich, müssen wir unseren Bäuerinnen und Bauern recht herzlichen Dank aussprechen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher: Regionale Wertschöpfung, höhere Wertschätzung von Lebensmitteln, höhere Wertschätzung der Landwirtschaft sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum, sichern die Eigenversorgung Österreichs und machen uns unabhängig von Billigimporten von Lebensmitteln, die oft unter ganz anderen Pflanzen- und Tierschutzstandards produziert werden. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.
Das gibt mir Gelegenheit, noch einmal zum Ausdruck zu bringen, wie wichtig die Bildung in den ländlichen Regionen ist und wie wichtig mir diese unterschiedlichen Schulen sind, und deswegen formuliere ich auch ein klares Bekenntnis zur Ausfinanzierung des landwirtschaftlichen Schulwesens, gemeinsam mit den Bundesländern – dazu stehe ich und das ist mir sehr wichtig für die Zukunft. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und Team Stronach.)
Abg. Doppler: Wo ist der Bescheid?
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Jannach! Zum Thema Almen – auch Abgeordneter Doppler hat sich dazu zu Wort gemeldet – nur so viel: Wir haben das Almenproblem weitestgehend entschärft. Es sind auf der Grundlage der Beschlüsse des Marktordnungsgesetzes hier im Hohen Haus noch vor dem Sommer in der Zwischenzeit 12 Millionen € an Sanktionszahlungen an die Bäuerinnen und Bauern rücküberwiesen worden. Gerade gestern ist mit der Herbstauszahlung die größte Tranche, nämlich 5,3 Millionen €, rücküberwiesen worden, und wir haben mit dem neuen Modell die Almförderung für die Zukunft auf eine vernünftige Grundlage gestellt, die eben diese Wertschätzung gegenüber den Almbäuerinnen und Almbauern zum Ausdruck bringt. (Abg. Doppler: Wo ist der Bescheid?)
Abg. Pirklhuber: Wo bleibt die Initiative von Ihrem Haus?
Herr Abgeordneter Rauch und Herr Abgeordneter Jannach! Sie haben das angesprochen: Was die Aufbewahrungsfristen anbelangt, haben wir Einvernehmen; es war eine fraktionsübergreifende Einschätzung, dass diese Aufbewahrungsfristen angepasst werden müssen. (Abg. Pirklhuber: Wo bleibt die Initiative von Ihrem Haus?) Ich werde diese Initiative auch aufnehmen, und ich glaube, darüber gab es im Ausschuss eine wirklich einvernehmliche Einschätzung. (Abg. Pirklhuber: Im Bericht steht kein Wort dazu! Kein Wort!)
Abg. Pirklhuber: Im Bericht steht kein Wort dazu! Kein Wort!
Herr Abgeordneter Rauch und Herr Abgeordneter Jannach! Sie haben das angesprochen: Was die Aufbewahrungsfristen anbelangt, haben wir Einvernehmen; es war eine fraktionsübergreifende Einschätzung, dass diese Aufbewahrungsfristen angepasst werden müssen. (Abg. Pirklhuber: Wo bleibt die Initiative von Ihrem Haus?) Ich werde diese Initiative auch aufnehmen, und ich glaube, darüber gab es im Ausschuss eine wirklich einvernehmliche Einschätzung. (Abg. Pirklhuber: Im Bericht steht kein Wort dazu! Kein Wort!)
Abg. Pirklhuber: Jetzt kommt das wieder!
Nun zu Ihnen, Herr Abgeordneter Pirklhuber. Weil Sie die Mitwirkung beim Programm für Ländliche Entwicklung bemängelt haben: Ende Juli hat uns die Europäische Kommission 176 Fragen zugesandt, die wir in der Zwischenzeit abgearbeitet haben. Ich habe am Tag, an dem diese Mitteilung der Europäischen Kommission eingelangt ist, die Agrarsprecher aller Fraktionen eingeladen, zwei Mal – Ende Juli, Anfang August, glaube ich, war es, und Anfang September. (Abg. Pirklhuber: Jetzt kommt das wieder!) Wer war nicht dabei? Wer hat nicht mitgewirkt? – Sie, Herr Abgeordneter Pirklhuber. (Abg. Pirklhuber – den Grünen Bericht in die Höhe haltend –: Das ist der Bericht, den wir heute verhandeln! Sie reden von etwas völlig anderem!) Wo waren Sie, als es darum ging, mitzuwirken? (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Pirklhuber – den Grünen Bericht in die Höhe haltend –: Das ist der Bericht, den wir heute verhandeln! Sie reden von etwas völlig anderem!
Nun zu Ihnen, Herr Abgeordneter Pirklhuber. Weil Sie die Mitwirkung beim Programm für Ländliche Entwicklung bemängelt haben: Ende Juli hat uns die Europäische Kommission 176 Fragen zugesandt, die wir in der Zwischenzeit abgearbeitet haben. Ich habe am Tag, an dem diese Mitteilung der Europäischen Kommission eingelangt ist, die Agrarsprecher aller Fraktionen eingeladen, zwei Mal – Ende Juli, Anfang August, glaube ich, war es, und Anfang September. (Abg. Pirklhuber: Jetzt kommt das wieder!) Wer war nicht dabei? Wer hat nicht mitgewirkt? – Sie, Herr Abgeordneter Pirklhuber. (Abg. Pirklhuber – den Grünen Bericht in die Höhe haltend –: Das ist der Bericht, den wir heute verhandeln! Sie reden von etwas völlig anderem!) Wo waren Sie, als es darum ging, mitzuwirken? (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Nun zu Ihnen, Herr Abgeordneter Pirklhuber. Weil Sie die Mitwirkung beim Programm für Ländliche Entwicklung bemängelt haben: Ende Juli hat uns die Europäische Kommission 176 Fragen zugesandt, die wir in der Zwischenzeit abgearbeitet haben. Ich habe am Tag, an dem diese Mitteilung der Europäischen Kommission eingelangt ist, die Agrarsprecher aller Fraktionen eingeladen, zwei Mal – Ende Juli, Anfang August, glaube ich, war es, und Anfang September. (Abg. Pirklhuber: Jetzt kommt das wieder!) Wer war nicht dabei? Wer hat nicht mitgewirkt? – Sie, Herr Abgeordneter Pirklhuber. (Abg. Pirklhuber – den Grünen Bericht in die Höhe haltend –: Das ist der Bericht, den wir heute verhandeln! Sie reden von etwas völlig anderem!) Wo waren Sie, als es darum ging, mitzuwirken? (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Pirklhuber: Wo ist Ihre Maßnahme? Das ist der Tagesordnungspunkt! – Der Kollege von der Regierungsbank ist besonders originell! Der weiß nicht, wovon die Rede ist! Das ist auf der Tagesordnung! Das ist das, was auf der Tagesordnung ist!
Also nehmen Sie bitte den Mund hier nicht so voll! (Abg. Pirklhuber: Wo ist Ihre Maßnahme? Das ist der Tagesordnungspunkt! – Der Kollege von der Regierungsbank ist besonders originell! Der weiß nicht, wovon die Rede ist! Das ist auf der Tagesordnung! Das ist das, was auf der Tagesordnung ist!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Abgeordneter Schellhorn, die Begründung, dass Sie dem Grünen Bericht nicht zustimmen, weil „2014“ draufsteht, ist nur fadenscheinig. Das ist die genaue Umlegung des Wortlautes des § 9 des Landwirtschaftsgesetzes. Das ist es. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Auer: Hoffentlich!
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zu Beginn sagen, dass ich der Meinung bin, dass wir alle, die wir hier sitzen, die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern würdigen – davon bin ich überzeugt – aufgrund der hohen Qualität, die die Bäuerinnen und Bauern liefern, und auch aufgrund der Tatsache, dass sie unsere Kulturlandschaft, auf die wir alle so stolz sind, in einem wirklich superschönen Zustand halten. Ich möchte schon betonen, dass das nicht das Monopol der ÖVP und des Bauernbundes ist, sondern dass wir alle diese Leistungen schätzen (Abg. Auer: Hoffentlich!), aber es müssen auch Kritik und kritische Auseinandersetzung mit dem Grünen Bericht erlaubt sein. Das möchte ich zu Beginn schon sagen. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.
Abgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): Geschätzter Herr Präsident! Geschätzter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zu Beginn sagen, dass ich der Meinung bin, dass wir alle, die wir hier sitzen, die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern würdigen – davon bin ich überzeugt – aufgrund der hohen Qualität, die die Bäuerinnen und Bauern liefern, und auch aufgrund der Tatsache, dass sie unsere Kulturlandschaft, auf die wir alle so stolz sind, in einem wirklich superschönen Zustand halten. Ich möchte schon betonen, dass das nicht das Monopol der ÖVP und des Bauernbundes ist, sondern dass wir alle diese Leistungen schätzen (Abg. Auer: Hoffentlich!), aber es müssen auch Kritik und kritische Auseinandersetzung mit dem Grünen Bericht erlaubt sein. Das möchte ich zu Beginn schon sagen. (Beifall bei Abgeordneten von FPÖ und Grünen.)
Abg. Auer: Frau Kollegin, wissen Sie, wie viel wir verbetonieren?
Herr Kollege Auer, das ist nicht nur ein österreichisches Phänomen, es ist auch ein EU-Phänomen. Es gibt auch auf europäischer Ebene 20 Prozent weniger Betriebe als im Jahr 2003, und das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen (Abg. Auer: Frau Kollegin, wissen Sie, wie viel wir verbetonieren?), weil wir ja auf unsere Familienbetriebe wirklich stolz sind und weil wir wissen, dass die Familienbetriebe einen Großteil unserer Kulturlandschaft und auch der landwirtschaftlichen Flächen bewirtschaften, und deswegen denke ich mir schon, dass wir alle gefordert sind, in diese Richtung zu arbeiten.
Beifall bei der SPÖ.
In diese Richtung sollten wir gemeinsam, Herr Kollege Auer, arbeiten, auch im Ausschuss und in der Politik. (Beifall bei der SPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.
Der Grüne Bericht zeigt, dass das bäuerliche Einkommen im Jahr 2013 um 6 Prozent je Betrieb gesunken ist. Gerade die ländliche Entwicklung ist das Herzstück der Agrarpolitik, denn nur so kann der weitere Ausbau der gesamten ländlichen Region erfolgen. (Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Als Bäuerin möchte ich mich natürlich auch mit der Frage Frauen in der Landwirtschaft beschäftigen. Wir haben schon gehört: 36 Prozent jener, die landwirtschaftliche Betriebe führen, sind Frauen. Und darauf bin ich sehr stolz. Denn gerade die Frauen sind als Betriebsführerinnen in jenen Betrieben tätig, die vielleicht vom Flächenausmaß her nicht so groß sind und in Berg- und benachteiligten Gebieten liegen. Aber sie sind es, die mit viel Energie, viel Kompetenz Ideenreichtum und Vielfalt, also Großes in die Landwirtschaft einbringen. Ich als einzige Bäuerin hier im Nationalrat möchte wirklich heute besonders den Bäuerinnen für ihren Einsatz danken. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Besonders möchte ich aber im Namen aller Österreicherinnen und Österreicher den Bäuerinnen und Bauern dafür danken, dass sie unseren Tisch tagtäglich mit gesunden Nahrungsmitteln decken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Ähnliches gilt natürlich auch bezüglich des Einsatzes von Totalherbiziden wie zum Beispiel Glyphosat. Für diese darf kein Platz in den neuen agrarischen Umweltprogrammen bleiben. Und ich bin froh, dass wir hier diesbezüglich einen ersten Schritt nach vorne gemacht haben. Im Erstentwurf des Programmes für ländliche Entwicklung wäre im Umweltprogramm die Anwendung von Totalherbiziden erlaubt gewesen. Es scheint nun so zu sein, dass nunmehr die Verwendung dieser Herbizide nicht mehr erlaubt ist, wenn man an den Umweltmaßnahmen teilnehmen und daraus Förderungen abrufen möchte. Das ist ein Erfolg der SPÖ, die wiederholt darauf hingewiesen hat, dass der Einsatz von Totalherbiziden in einem Umweltprogramm nicht vorkommen darf. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Auf meine Region umgelegt bedeutet das: Wenn die Bienen sterben, stirbt letztendlich die natürliche Basis einer ganzen Nationalparkregion. Das darf nicht passieren! Dafür müssen wir uns einsetzen. Herr Bundesminister, unsere Unterstützung haben Sie. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Regierung ist das Management-Team eines Landes, das hat Frank Stronach sehr oft betont. Und dieses Team muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Wirtschaft floriert, Arbeitsplätze entstehen und mehr Wohlstand im Land geschaffen werden kann. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Wasser bis zum Hals, sie stehen wegen der unklaren Steuergesetze – und das wiegt eigentlich noch viel schwerer – mit einem Fuß im Kriminal, und man macht munter weiter. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Zwischenrufe.
Unternehmer und Selbständige stehen unter Generalverdacht, während der Vater, der seine kleine Tochter zu Tode verbrüht hat, immer noch frei herumläuft. (Zwischenrufe.) Das ist jetzt eine Bemerkung ganz abseits des Hauptthemas, aber die Strafgesetzgebung ist höchst reformbedürftig. Delikte gegen Leib und Leben werden im Vergleich zu Vermögensdelikten unverhältnismäßig sanft bestraft. Jeder normale Mensch ballt die Hand im Hosensack, wenn er an diese Geschichte denkt. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.
Unternehmer und Selbständige stehen unter Generalverdacht, während der Vater, der seine kleine Tochter zu Tode verbrüht hat, immer noch frei herumläuft. (Zwischenrufe.) Das ist jetzt eine Bemerkung ganz abseits des Hauptthemas, aber die Strafgesetzgebung ist höchst reformbedürftig. Delikte gegen Leib und Leben werden im Vergleich zu Vermögensdelikten unverhältnismäßig sanft bestraft. Jeder normale Mensch ballt die Hand im Hosensack, wenn er an diese Geschichte denkt. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Die echte Grenzbelastung von Arbeitseinkommen – wenn man nämlich Steuern, Abgaben und auch die sogenannten Arbeitgeberbeiträge mit einkalkuliert – beträgt schon über 60 Prozent des Bruttolohns, und dazu kommt noch die Gebührenorgie. Den Menschen so viel wegzunehmen, das ist eigentlich schon unmoralisch. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dass bei den Menschen zu wenig ankommt, haben mittlerweile sogar die dafür verantwortlichen Linksparteien erkannt und rufen einmal mehr lautstark nach sozialer Gerechtigkeit. Das ist meiner Meinung nach eine gefährliche Drohung, denn es ist ein ideologischer Kampfbegriff geworden, der beliebig einsetzbar ist und einfach Menschen gegeneinander aufwiegelt. Er lenkt davon ab, dass es ja sie selbst waren, die unser Land derart heruntergewirtschaftet haben, dass Österreich ein Höchststeuerland werden musste, damit sich das Budget irgendwie ausgeht. (Beifall beim Team Stronach.)
Zwischenruf des Abg. Krainer.
Wir brauchen weniger von Ihren fragwürdigen Gerechtigkeitskonzepten, denn die funktionieren erfahrungsgemäß nicht, sondern mehr Hausverstand in der Politik, mehr Leute, die etwas von Wirtschaft und vom Wirtschaften verstehen. (Zwischenruf des Abg. Krainer.)
Beifall beim Team Stronach.
Dabei ist die Schuldenpolitik das wirklich Ungerechte. Der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel von der SPD gibt das sogar mittlerweile zu. Er sagt wortwörtlich: „An hohen Staatsschulden verdienen nur große Banken. Staatsverschuldung ist unsozial.“ (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Dieses Uraltkonzept, Arbeitsplätze auf Pump zu schaffen, hat versagt. Wir haben einen gewaltigen Schuldenberg und so viele Arbeitslose wie noch nie. Die Regierung ist hier klar auf dem Holzweg. Wir brauchen weniger und nicht mehr Steuern. Wir brauchen keine neuen Steuern. Wir brauchen ein ganz einfaches Steuersystem ohne Schlupflöcher, ohne Privilegien, einen schlanken Staat mit einer effizienten Verwaltung. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Was die Verteilungsgerechtigkeit anlangt, wissen wir: Vermögen sind ungleicher verteilt als Einkommen. Daher fordert das Team Stronach: Die Arbeitnehmer müssen am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden! Mitarbeiterbeteiligung am Gewinn! (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Es muss in diesem Land einfach wieder möglich werden, dass man durch Fleiß und durch harte Arbeit ein kleines Vermögen aufbaut. Dann gibt es auch mehr Leute, die ein kleines Vermögen haben, und das ist dann nicht so ungerecht verteilt, wie Sie sagen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Aber dagegen wehren sich ja genau Sie, vor allem die Damen und Herren aus der Gewerkschaft, die in der SPÖ mittlerweile den Ton angeben, mit Händen und Füßen. Es ist ja kein Wunder, da fürchten Sie um Ihre Daseinsberechtigung. Wenn die Mitarbeiter zu Mitunternehmern werden und unternehmerisch denken, welche Rechtfertigung haben Sie dann noch, als dritte Partei zu kommen und die Arbeiter gegen das Management oder die Eigentümer aufzuwiegeln? (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Jetzt möchte ich einmal vorrechnen: Wenn jemand, der ziemlich gut verdient, es schafft, im Monat 800 € auf die Seite zu legen, dann spart er im Jahr knapp 10 000 €. Da es ja – dank der verfehlten Zinspolitik der EZB – keine Zinsen gibt, braucht er zehn Jahre, bis er 100 000 € angespart hat. Das wäre die Anzahlung für ein kleines Haus. Danach braucht er wahrscheinlich weitere 25 Jahre, bis er den Kredit abgestottert hat, und dann kommen Sie daher und wollen ihm aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit noch sein Hab und Gut besteuern. Fragen Sie einmal den Häuslbauer, wie gerecht das ist! Der findet das sicher nicht gerecht. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP
muss jeder Politiker wieder hinaus in die freie Wirtschaft (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP) und mit den Gesetzen, die er mit beschlossen hat, die er gemacht hat, leben. Österreich braucht weniger Umverteiler, weniger Ideologen mit den gleichen falschen Rezepten. Wir brauchen weniger Berufspolitiker wie Sie, sondern wir brauchen mehr Hausverstand in der Politik. (Beifall beim Team Stronach. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
muss jeder Politiker wieder hinaus in die freie Wirtschaft (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP) und mit den Gesetzen, die er mit beschlossen hat, die er gemacht hat, leben. Österreich braucht weniger Umverteiler, weniger Ideologen mit den gleichen falschen Rezepten. Wir brauchen weniger Berufspolitiker wie Sie, sondern wir brauchen mehr Hausverstand in der Politik. (Beifall beim Team Stronach. – Weitere Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Regierung sollte sich auch fragen, ob die richtigen Anreizsysteme da sind, damit die Menschen intensiv nach Arbeit suchen. Derzeit gibt es bei den Geringverdienern kaum einen Unterschied zwischen Arbeiten und Nicht-Arbeiten. Gerade im Bereich der niedrig Qualifizierten ist der Unterschied zwischen Grundsicherung und Arbeitseinkommen wirklich zu wenig motivierend. Da kommen viele Leute in Österreich mit Grundsicherung und Pfuschen schon weiter als mit Arbeiten. Das ist nicht richtig, aber wenn die Regierung keine Anreize bietet, dass sich Arbeiten auch lohnt, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, dass die Leute in ihrer Not erfinderisch werden. Es gilt zu verhindern, dass es überhaupt so weit kommt. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Schieder: Wo gehören Sie jetzt dazu, Frau Abgeordnete?
Wir sind in Österreich zu einer Zweiklassengesellschaft verkommen: auf der einen Seite die politische Kaste mit all ihren politischen Günstlingen und auf der anderen Seite die normalen Leute, die schauen können, wie sie mit ihrem kleinen Einkommen – mit ihrem „Taschengeld“ – nach Abzug der Rekordsteuern, nach Abzug aller Abgaben, nach dem Bezahlen der Gebühren auskommen können. (Abg. Schieder: Wo gehören Sie jetzt dazu, Frau Abgeordnete?)
Beifall beim Team Stronach.
Unternehmer, die in Österreich investieren, die hier Arbeitsplätze schaffen, die hier aktiv sind, sollen deutlich weniger Steuern zahlen, und selbst die sollen sie an die Mitarbeiter ausschütten. Wir wollen Mitarbeiterbeteiligung am Gewinn. (Beifall beim Team Stronach.)
Ruf bei der SPÖ: Machen Sie den ersten Schritt!
Ganz wichtig: Runter mit den Schulden! Schulden sind unsozial, sie dienen nur den großen Banken und nicht den Menschen. Weg mit dieser aufgeblasenen Bürokratie, wir brauchen weniger Politiker, wir brauchen weniger Gesetze, und dann brauchen wir auch weniger Verwaltung. (Ruf bei der SPÖ: Machen Sie den ersten Schritt!) Es sitzen zu viele Leute in den Apparaten, das ist eine große Kostenbelastung für die Bürger.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Schwacher Applaus!
Wir müssen schauen, dass wir möglichst viele Investoren anlocken, die hier in Österreich Firmen aufbauen, die hier investieren, anstatt sie durch neue Besteuerungsideen zu vertreiben. Die Devise muss ganz einfach sein: Wohlstand schaffen!, und nicht: Wohlstand umverteilen und verwässern. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Schwacher Applaus!)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.
Wir haben es durchrechnen lassen: Man könnte über fünf Jahre eine schrittweise Senkung jeder Progressionsstufe um jährlich 3 Prozent vornehmen, ohne dass dadurch das Sozialsystem leiden würde. Das würde bis 2019 eine Gesamtentlastung von 15 Milliarden € ausmachen – eine echte Entlastung für arbeitende Menschen, deren Familien und Unternehmer. (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Strolz.)
Ruf bei der SPÖ: Aber jetzt ist es genug!
Auch was die Ladenöffnungszeiten anlangt: Das, was wir hier derzeit haben, ist überhaupt nicht zeitgemäß. Die Familienunternehmen müssen doch selbst wissen, wie sie ihre Ladenöffnungszeiten gestalten wollen, die können doch eigenverantwortlich sagen, wann sie aufsperren und wann sie zusperren. (Ruf bei der SPÖ: Aber jetzt ist es genug!) Trauen Sie den Menschen etwas zu! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Jetzt haben Sie es schon sehr oft gesagt!)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Jetzt haben Sie es schon sehr oft gesagt!
Auch was die Ladenöffnungszeiten anlangt: Das, was wir hier derzeit haben, ist überhaupt nicht zeitgemäß. Die Familienunternehmen müssen doch selbst wissen, wie sie ihre Ladenöffnungszeiten gestalten wollen, die können doch eigenverantwortlich sagen, wann sie aufsperren und wann sie zusperren. (Ruf bei der SPÖ: Aber jetzt ist es genug!) Trauen Sie den Menschen etwas zu! (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Lopatka: Jetzt haben Sie es schon sehr oft gesagt!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lopatka.
Größere Firmen sollten, wenn 60 Prozent der Mitarbeiter dafür sind, auch am Wochenende oder abends offen halten können. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Lopatka.) Das entfesselt und belebt die Wirtschaft, nicht Ihre Steuer- und Schuldenpolitik.
Abg. Lopatka: Was ist jetzt Ihr Anliegen?
Mit neuen Steuern und weiteren Schulden schafft man weder Arbeitsplätze, noch entfesselt oder belebt man die Wirtschaft. (Abg. Lopatka: Was ist jetzt Ihr Anliegen?) Das, was wir brauchen, ist ein schlanker Staat (Abg. Lopatka: „Schlanker Staat!“), weniger Steuern (Abg. Lopatka: „Weniger Steuern!“), einfache Steuern, die jeder versteht, weniger Schulden, eine liberale Wirtschaftspolitik, weniger Klassenkampf, aufgewiegelt durch Gewerkschaften, die sich mehr um sich selbst als um die Arbeitnehmer kümmern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Lopatka: „Schlanker Staat!“
Mit neuen Steuern und weiteren Schulden schafft man weder Arbeitsplätze, noch entfesselt oder belebt man die Wirtschaft. (Abg. Lopatka: Was ist jetzt Ihr Anliegen?) Das, was wir brauchen, ist ein schlanker Staat (Abg. Lopatka: „Schlanker Staat!“), weniger Steuern (Abg. Lopatka: „Weniger Steuern!“), einfache Steuern, die jeder versteht, weniger Schulden, eine liberale Wirtschaftspolitik, weniger Klassenkampf, aufgewiegelt durch Gewerkschaften, die sich mehr um sich selbst als um die Arbeitnehmer kümmern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Lopatka: „Weniger Steuern!“
Mit neuen Steuern und weiteren Schulden schafft man weder Arbeitsplätze, noch entfesselt oder belebt man die Wirtschaft. (Abg. Lopatka: Was ist jetzt Ihr Anliegen?) Das, was wir brauchen, ist ein schlanker Staat (Abg. Lopatka: „Schlanker Staat!“), weniger Steuern (Abg. Lopatka: „Weniger Steuern!“), einfache Steuern, die jeder versteht, weniger Schulden, eine liberale Wirtschaftspolitik, weniger Klassenkampf, aufgewiegelt durch Gewerkschaften, die sich mehr um sich selbst als um die Arbeitnehmer kümmern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Mit neuen Steuern und weiteren Schulden schafft man weder Arbeitsplätze, noch entfesselt oder belebt man die Wirtschaft. (Abg. Lopatka: Was ist jetzt Ihr Anliegen?) Das, was wir brauchen, ist ein schlanker Staat (Abg. Lopatka: „Schlanker Staat!“), weniger Steuern (Abg. Lopatka: „Weniger Steuern!“), einfache Steuern, die jeder versteht, weniger Schulden, eine liberale Wirtschaftspolitik, weniger Klassenkampf, aufgewiegelt durch Gewerkschaften, die sich mehr um sich selbst als um die Arbeitnehmer kümmern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Krainer: Und wer beurteilt das? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Gewerkschaften haben traditionell und historisch gesehen ganz große Verdienste, aber es ist einfach nicht zeitgemäß, eine Gewerkschaft zu sein, die aufwiegelt, anstatt eine Gewerkschaft zu sein, die sich dafür einsetzt, dass die Mitarbeiter am Gewinn beteiligt sind. (Abg. Krainer: Und wer beurteilt das? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber Sie wollen das ja nicht, das kratzt an Ihrem Machtgefüge. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Gewerkschaften haben traditionell und historisch gesehen ganz große Verdienste, aber es ist einfach nicht zeitgemäß, eine Gewerkschaft zu sein, die aufwiegelt, anstatt eine Gewerkschaft zu sein, die sich dafür einsetzt, dass die Mitarbeiter am Gewinn beteiligt sind. (Abg. Krainer: Und wer beurteilt das? – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Aber Sie wollen das ja nicht, das kratzt an Ihrem Machtgefüge. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.
Die Zusammenfassung ist ganz klar: Der fette Staat muss auf Diät gesetzt werden, dafür sollen aber die Geldtascherln der Menschen wieder schön dick werden, aber nicht durch Inflation, sondern dadurch, dass sich fleißiges Arbeiten bezahlt macht. – Danke. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten von FPÖ und NEOS.)
Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Lopatka: Eins zu null!
Bundeskanzler Werner Faymann: Sehr verehrte Frau Präsidentin! Verehrte Mitglieder der Regierung! Hochverehrte Abgeordnete! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Frau Nachbaur, Sie haben gesagt, die Gewerkschaft hat historische Verdienste. Dazu kann man sagen: Das ist jedenfalls mehr, als das Team Stronach hat. (Heiterkeit und Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Lopatka: Eins zu null!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Und in der Gegenwart und in der Zukunft verlasse ich mich auch darauf, dass die Gewerkschaft als Interessenvertreterin in Zeiten stark bleibt, in denen so viele prekäre Arbeitsplätze entstehen, wo Menschen, die hart arbeiten, oft zu wenig verdienen, um davon leben zu können. Das wünsche ich mir auch für die Gegenwart und für die Zukunft. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Nachbaur: Aber wir sind das einzige Land, das die Bankenkrise bis heute nicht gelöst hat!
nicht gelungen, wenn (Abg. Nachbaur: Aber wir sind das einzige Land, das die Bankenkrise bis heute nicht gelöst hat!) – Ich habe Sie nicht ganz verstanden. (Abg. Nachbaur: Wir haben als einziges Land weltweit die Bankenkrise bis heute nicht gelöst! Einfach hinausgeschoben!)
Abg. Nachbaur: Wir haben als einziges Land weltweit die Bankenkrise bis heute nicht gelöst! Einfach hinausgeschoben!
nicht gelungen, wenn (Abg. Nachbaur: Aber wir sind das einzige Land, das die Bankenkrise bis heute nicht gelöst hat!) – Ich habe Sie nicht ganz verstanden. (Abg. Nachbaur: Wir haben als einziges Land weltweit die Bankenkrise bis heute nicht gelöst! Einfach hinausgeschoben!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wie Österreich heute wirtschaftlich dasteht, dass wir auch im Vergleich zu den anderen Ländern trotz eines europaweit geringen Wachstums in der Eurozone ein hohes BIP pro Kopf haben, dass wir einen Rekordstand an unselbständig Beschäftigten von über 3,5 Millionen Menschen haben und gemeinsam mit Deutschland im Ranking bei der Frage, wer die geringste Arbeitslosigkeit hat, immer antreten können, das zeichnet Österreich aus. Und das können doch auch Sie nicht übersehen, Frau Kollegin! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Dass Steuern einfach sein sollen, ist, wie Sie wissen, durch Ausnahmen und gewisse zielgerichtete Maßnahmen, die zu setzen sind, ein hoher Anspruch. Aber für mich ist das Einfache nicht das Problem. Wichtig ist vielmehr, dass es einfach nicht ungerecht ist. Daher brauchen wir auch Vermögensteuern, damit es einfach gerechter wird. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Der Österreichische Gewerkschaftsbund und die Arbeiterkammer haben über alle Parteigrenzen hinweg mehr als 880 000 Unterschriften gesammelt, um dieser wichtigen politischen Forderung Nachdruck zu verleihen. Ich stehe nicht an, mich hier insbesondere beim Gewerkschaftsbund, bei der Arbeiterkammer und bei all jenen, die hier unterschrieben haben, zu bedanken. Es ist ein Gebot der Stunde, eine Steuerentlastung für die Menschen in diesem Lande durchzusetzen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Es ist ein Sand-in-die-Augen-Streuen, wenn man den Menschen sagt, dass man, wenn man die Effizienz in den Spitälern verbessert, dann auf einmal 3 Milliarden € weniger für den Gesundheitsbereich braucht. Nein, denn man wird diese 3 Milliarden € für weitere Qualitätsverbesserungen in der gesundheitlichen Versorgung und für die Pflege einsetzen. Einfach Gelder zu streichen und zu kürzen hieße, den Menschen, die sich heute in Österreich auf eine optimale Gesundheitsversorgung verlassen können, die Möglichkeit zu nehmen, unabhängig von ihrer Brieftasche die bestmögliche Leistung zu erhalten. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer.
Das Öffnungszeitengesetz sieht jetzt schon eine Sonderregelungsmöglichkeit für Wochenenden und Feiertage mittels Verordnung des Landeshauptmanns nach Anhörung der zuständigen Interessenvertretungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer für Verkaufstätigkeiten vor, sofern besonderer regionaler Bedarf besteht. Mit der Aussage, man gehe da rücksichtslos vor und übergehe die Interessen der Beschäftigten, der Menschen, die in diesem Bereich tätig sind, werden Sie bei uns nichts erreichen, weil wir für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas übrig haben. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Aubauer.)
Abg. Nachbaur: Deshalb wollen wir ja, dass die Mitarbeiter mitverdienen können!
Zur Sozialpartnerschaft, die Sie ansprechen: Der Dialog zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Österreich ist etwas – ich weiß, hier besteht ein Unterschied zu Ihrer Haltung –, worauf ich sehr stolz bin, weil ich überzeugt davon bin, dass mit Demonstrationen, Gegendemonstrationen, Streiks und Aussperrungen, mit einer Radikalisierung, wo man das miteinander Reden verlernt hat, keine guten Ergebnissen erzielt werden können. Sie können das in vielen Ländern – auch in Europa – täglich sehen. Wo der Respekt fehlt, der notwendig ist, um auf Augenhöhe Interessen zu besprechen und auszureden, wo man – und das werden Sie in vielen Ländern sehr genau merken – auf diese Gesprächsebene, diesen Dialog, diesen Respekt, diese Einbindung, diese Herangehensweise, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, verzichtet, hat man die schlechtesten Ergebnisse in der Politik. Daher bin ich dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ... (Abg. Nachbaur: Deshalb wollen wir ja, dass die Mitarbeiter mitverdienen können!) Beteiligungen gibt es ja, da gibt es ja in der voest und anderen Unternehmen Modelle, die Sie gut kennen. (Abg. Nachbaur: Da müssen Sie Anreize schaffen ...!)
Abg. Nachbaur: Da müssen Sie Anreize schaffen ...!
Zur Sozialpartnerschaft, die Sie ansprechen: Der Dialog zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Österreich ist etwas – ich weiß, hier besteht ein Unterschied zu Ihrer Haltung –, worauf ich sehr stolz bin, weil ich überzeugt davon bin, dass mit Demonstrationen, Gegendemonstrationen, Streiks und Aussperrungen, mit einer Radikalisierung, wo man das miteinander Reden verlernt hat, keine guten Ergebnissen erzielt werden können. Sie können das in vielen Ländern – auch in Europa – täglich sehen. Wo der Respekt fehlt, der notwendig ist, um auf Augenhöhe Interessen zu besprechen und auszureden, wo man – und das werden Sie in vielen Ländern sehr genau merken – auf diese Gesprächsebene, diesen Dialog, diesen Respekt, diese Einbindung, diese Herangehensweise, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, verzichtet, hat man die schlechtesten Ergebnisse in der Politik. Daher bin ich dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ... (Abg. Nachbaur: Deshalb wollen wir ja, dass die Mitarbeiter mitverdienen können!) Beteiligungen gibt es ja, da gibt es ja in der voest und anderen Unternehmen Modelle, die Sie gut kennen. (Abg. Nachbaur: Da müssen Sie Anreize schaffen ...!)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP
Es gibt auch Vorschläge, das zu verstärken. Aber ich muss Ihnen sagen, wenn wir die Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitermodelle verstärken, dann heißt das nicht, dass wir deshalb die Sozialpartnerschaft nicht brauchen (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP), und dann heißt das auch nicht, dass wir deshalb diesen gegenseitigen Respekt, den ich einfordern möchte, nicht brauchen, denn ich sehe da einen gewissen Unterschied, und die Demokratie ist dazu da, diese Unterschiede auch auszudiskutieren. Daher lege ich großen Wert darauf, dass dieser partnerschaftliche Umgang auch die Zukunft Österreichs auszeichnet. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Nachbaur: Das müssen die Arbeiter dann entscheiden!)
Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Nachbaur: Das müssen die Arbeiter dann entscheiden!
Es gibt auch Vorschläge, das zu verstärken. Aber ich muss Ihnen sagen, wenn wir die Mitarbeiterinnen- und Mitarbeitermodelle verstärken, dann heißt das nicht, dass wir deshalb die Sozialpartnerschaft nicht brauchen (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP), und dann heißt das auch nicht, dass wir deshalb diesen gegenseitigen Respekt, den ich einfordern möchte, nicht brauchen, denn ich sehe da einen gewissen Unterschied, und die Demokratie ist dazu da, diese Unterschiede auch auszudiskutieren. Daher lege ich großen Wert darauf, dass dieser partnerschaftliche Umgang auch die Zukunft Österreichs auszeichnet. (Anhaltender Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Nachbaur: Das müssen die Arbeiter dann entscheiden!)
Beifall beim Team Stronach. – Oh-Rufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Ing. Waltraud Dietrich (STRONACH): Geschätzte Frau Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Meine geschätzten Damen und Herren! Hohes Haus! Herr Bundeskanzler! Sie haben vollkommen recht. Wir vom Team Stronach haben keine historischen Verdienste, aber wir haben sehr wohl Verdienste um die Zukunft Österreichs, wenn es uns gelingt, unser Programm hier umzusetzen und den Stillstand zu beenden. (Beifall beim Team Stronach. – Oh-Rufe bei der SPÖ.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir stehen für ein Ende der Schuldenpolitik, für Verwaltungs- und Bürokratieabbau und für ein faires Pensionssystem. Herr Bundeskanzler, Ihr Vergleich mit Deutschland, muss ich Ihnen ehrlich sagen, hinkt. Ständig sagen Sie, wir sind ja gleichauf mit Deutschland. Aber Sie haben Folgendes vergessen: Deutschland hat die Wiedervereinigung hinter sich, und die hat 2 Billionen € gekostet. Für uns wäre das umgerechnet eine Mehrbelastung von 200 Milliarden €. Und diese Mehrbelastung hat Ihre Regierung, die rot-schwarze Regierung, verursacht. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Meine geschätzten Damen und Herren, Sie haben auch recht, wenn Sie meinen, die Gewerkschaft hat historische Verdienste errungen. – Sicherlich, das wird niemand bezweifeln. Aber ich glaube, in wirtschaftlich so schwierigen Zeiten, in denen viele Unternehmer keinen Nachfolger mehr haben, kann das Motto nicht gegeneinander, sondern nur miteinander lauten. Es geht darum, miteinander einen Weg zu finden, sodass die Unternehmen und die Mitarbeiter eine Zukunft haben. (Beifall beim Team Stronach.)
Rufe bei der SPÖ: Hallo, hallo!
Zu Ihrem Thema Steuerreform: Da bin ich vollkommen bei Ihnen: Mehr Netto vom Brutto – unbedingt! Die Leute haben kein Geld mehr, die Kaufkraft ist verloren gegangen. Die Leute können sich nichts mehr leisten, und das ist eine wirklich schwierige Situation. Aber anzunehmen, dass die Vermögenssteuer eine Lösung ist, ist aus unserer Sicht der falsche Weg, wenn es um Eigentumswohnungen, um Häuslbauer oder um Ersparnisse geht (Rufe bei der SPÖ: Hallo, hallo!), aber sehr wohl der richtige Weg, wenn es um Ihre Politfunktionäre geht, die Privilegienpensionen haben: ein Arbeiterkammerpräsident, der 15 000 € im Monat hat – mit den Pflichtmitgliedsbeiträgen seiner Pflichtmitglieder!
Abg. Weninger: Das war der alte FPÖ-...!
Meine geschätzten Damen und Herren, diese Unfairness gehört abgeschafft. Da bin ich für Vermögenssteuer, und zwar mehr denn je – je mehr, desto besser. (Abg. Weninger: Das war der alte FPÖ-...!)
Beifall beim Team Stronach.
schaftspolitik verabsäumt worden, rechtzeitig Maßnahmen dafür zu setzen, dass Unternehmen existieren können, dass Industrien nicht abwandern. Auch für die hohe Arbeitslosigkeit hat die Regierung maßgeblich Verantwortung. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Schieder: Warum sagen Sie es, wenn Sie sich eh entschuldigen?
Herr Bundeskanzler, mich wundert nur Folgendes: Wenn Professor Schuh vom Institut EcoAustria am 3. Jänner 2014 gesagt hat, ihm kommt vor, dass das, was Sie im Regierungsprogramm planen, die Maßnahmen, Aktionen und Ansätze, reine Alibiaktionen sind, weil sie nicht ausreichend umfasst und dotiert sind, dann frage ich mich: Wo ist Ihre Verantwortung gewesen? Warum sind Sie dem nicht nachgegangen? Warum haben Sie nicht geschaut, Arbeitsplätze für Österreich zu sichern? Warum waren Sie in Ihrer – Entschuldigung! – Selbstherrlichkeit unfähig und untätig und haben nicht versucht, Arbeitsplätze für die Bevölkerung abzusichern? (Abg. Schieder: Warum sagen Sie es, wenn Sie sich eh entschuldigen?)
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Nur fürs Protokoll: Es wird immer weniger Applaus! Nur, dass das protokolliert wird!
Deshalb ist diese Arbeitslosigkeit aus meiner Sicht hausgemacht, und der Verursacher ist eine rot-schwarze Regierung, eine rot-schwarze Regierungskoalition, die den Stillstand der letzten Zeit verlängert hat. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Schieder: Nur fürs Protokoll: Es wird immer weniger Applaus! Nur, dass das protokolliert wird!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schieder
Noch ein Punkt: Wenn Sie meinen, Österreich ist ein Musterschüler, dann muss ich sagen: Auch dieser Vergleich hinkt. Die EU wird 2015 wirtschaftlich um 1,9 Prozent wachsen, Herr Kollege Schieder (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schieder), Österreich im selben Zeitraum um 1,2 Prozent. Ich weiß nicht, wie die SPÖ rechnet (Abg. Kitzmüller: Gar nicht!), aber für mich ist nicht ersichtlich, wer da der Musterschüler sein soll.
Abg. Kitzmüller: Gar nicht!
Noch ein Punkt: Wenn Sie meinen, Österreich ist ein Musterschüler, dann muss ich sagen: Auch dieser Vergleich hinkt. Die EU wird 2015 wirtschaftlich um 1,9 Prozent wachsen, Herr Kollege Schieder (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schieder), Österreich im selben Zeitraum um 1,2 Prozent. Ich weiß nicht, wie die SPÖ rechnet (Abg. Kitzmüller: Gar nicht!), aber für mich ist nicht ersichtlich, wer da der Musterschüler sein soll.
Beifall beim Team Stronach.
Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass wir in diesem Land endlich Reformen angehen, dass wir ein einfaches Steuersystem schaffen, dass wir für Betriebe Anreize schaffen, hier im Inland zu investieren, dass wir Arbeitsplätze absichern und dass wir – heute ist dieser Terminus schon gefallen – eine Reindustrialisierung herbeiführen und den Industriestandort wieder stärken. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
In diesem Sinne, glaube ich, haben wir sehr viel zu tun. Bitte krempeln Sie die Ärmel nicht nur am Parteitag auf, sondern auch danach, um für die Leute in diesem Lande etwas weiterzubringen. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Karlsböck – in Richtung Bundesminister Brandstetter –: Herr Minister!
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Karlsböck – in Richtung Bundesminister Brandstetter –: Herr Minister!) Das Thema ist ernster als die Dringliche Anfrage Qualität hat. Deswegen möchte ich mich anfänglich einmal den inhaltlichen Fragestellungen widmen. Wir haben 2009 mit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise ein Wachstum von minus 3,6 Prozent gehabt, das heißt, fast 4 Prozent weniger Wirtschaftsleistung, was natürlich auch massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gehabt hat. Auch im heurigen Jahr haben uns die Wirtschaftsforscher im März noch 1,7 Prozent Wachstum vorhergesagt, im September hat sich die Wachstumssituation auf 0,8 eingetrübt. (Abg. Peter Wurm: Das war eine Falschmeldung!) Das ist eine internationale, europäische Situation.
Abg. Peter Wurm: Das war eine Falschmeldung!
Abgeordneter Mag. Andreas Schieder (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Karlsböck – in Richtung Bundesminister Brandstetter –: Herr Minister!) Das Thema ist ernster als die Dringliche Anfrage Qualität hat. Deswegen möchte ich mich anfänglich einmal den inhaltlichen Fragestellungen widmen. Wir haben 2009 mit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise ein Wachstum von minus 3,6 Prozent gehabt, das heißt, fast 4 Prozent weniger Wirtschaftsleistung, was natürlich auch massive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gehabt hat. Auch im heurigen Jahr haben uns die Wirtschaftsforscher im März noch 1,7 Prozent Wachstum vorhergesagt, im September hat sich die Wachstumssituation auf 0,8 eingetrübt. (Abg. Peter Wurm: Das war eine Falschmeldung!) Das ist eine internationale, europäische Situation.
Abg. Peter Wurm: 1,7 Prozent anzunehmen, war im März schon fahrlässig!
Und die Folge davon ist natürlich auch eine ... (Abg. Peter Wurm: 1,7 Prozent anzunehmen, war im März schon fahrlässig!) Ich habe nicht verstanden, was Sie ... (Abg. Peter Wurm: Es war im März schon fahrlässig, das anzunehmen! Das hat da jeder schon gewusst!) – Ja, aber das waren die Wirtschaftsforscher. Ich weiß nicht, was Sie
Abg. Peter Wurm: Es war im März schon fahrlässig, das anzunehmen! Das hat da jeder schon gewusst!
Und die Folge davon ist natürlich auch eine ... (Abg. Peter Wurm: 1,7 Prozent anzunehmen, war im März schon fahrlässig!) Ich habe nicht verstanden, was Sie ... (Abg. Peter Wurm: Es war im März schon fahrlässig, das anzunehmen! Das hat da jeder schon gewusst!) – Ja, aber das waren die Wirtschaftsforscher. Ich weiß nicht, was Sie
Zwischenrufe bei der FPÖ.
annehmen. Rufen Sie die Wirtschaftsforscher an und sagen Sie, dass Sie gescheiter sind. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich weiß nicht, ob sie es Ihnen dann glauben. Ich zitiere nur, was das WIFO und das IHS prognostiziert haben, auch wenn es der FPÖ nicht recht ist, dass es in Österreich Wirtschaftsforscher gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
annehmen. Rufen Sie die Wirtschaftsforscher an und sagen Sie, dass Sie gescheiter sind. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich weiß nicht, ob sie es Ihnen dann glauben. Ich zitiere nur, was das WIFO und das IHS prognostiziert haben, auch wenn es der FPÖ nicht recht ist, dass es in Österreich Wirtschaftsforscher gibt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Schatz.
Lassen Sie mich trotzdem noch auf das eingehen, was hier auch Kollegin Nachbaur vom Team Stronach angesprochen hat, nämlich die Gewinnbeteiligung. Ich sage Ihnen, die beste Form von Gewinnbeteiligung sind höhere Lohnabschlüsse, und dafür kämpfen die Gewerkschaften in Österreich. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Schatz.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nachbaur: Dann ist man völlig unabhängig von der Konjunktur?
Und da ist auch das Gute, dass man nicht vom Goodwill des Onkel Frank abhängig ist. Ich weiß, dass das in Ihrer Partei ein Gefühl ist, das Sie gerne haben, dass Sie von Onkel Frank abhängig sind. Wir wollen, dass die Arbeitnehmer in diesem Land nicht von Frank und seinem Willen, sondern von ihrer Leistung und vom Arm der kollektiven Verhandlung in Form von Gewerkschaften abhängig sind. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nachbaur: Dann ist man völlig unabhängig von der Konjunktur?)
Abg. Nachbaur: Ja!
Und wenn Sie hier am Rednerpult sagen, es braucht Förderungen dort, wo es die Menschen wirklich brauchen (Abg. Nachbaur: Ja!): Haben Sie schon Onkel Frank angerufen und ihn gefragt, was mit den 185 Millionen € ist, die er an Förderungen kassiert hat, obwohl er Milliarden an Gewinnen macht, die er noch dazu am Fiskus vorbei im Ausland nur geringer versteuert? (Abg. Nachbaur: Das war nicht er! Er hat 150 Millionen €
Beifall bei der SPÖ.
an Sozialspenden in dieses Land gegeben, und das kann die ganze SPÖ zusammen niemals!) Das ist nicht die Form von Förderung, wie ich sie mir vorstelle. Ich würde mir erwarten, dass der Onkel Frank einmal seine 200 Millionen Förderungen zurückzahlt. Das wäre das Richtige, denn dann könnten wir das Geld jenen geben, die es dringender als Herr Stronach brauchen. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Nachbaur: Er hat 15 000 Arbeitsplätze geschaffen! Zollen Sie dem Respekt!
Und wir sind auch dafür, dass wir Steuerbetrug, egal, ob er legal ... (Abg. Nachbaur: Er hat 15 000 Arbeitsplätze geschaffen! Zollen Sie dem Respekt!) – Ich bin auch für die Bekämpfung von Steuerbetrug. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Warum hat denn Herr Stronach im Jahr 1994, vor 20 Jahren schon, seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt? Dann gibt es noch das Problem mit dem kanadischen und dem österreichischen Steuersystem, das dazu geführt hat, dass er sich letztlich auch vom Parlament verabschiedet hat, weil er die notwendige Anwesenheit in Österreich nicht zusammengebracht hat. (Abg. Nachbaur: Er zahlt mehr Steuern in Österreich als Ihre ganze Fraktion zusammen!) Solche Leute und Parteien, die von solchen Leuten finanziert werden, brauchen hier nicht über Steuergerechtigkeit und Steuerehrlichkeit zu reden. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Brosz.
Und wir sind auch dafür, dass wir Steuerbetrug, egal, ob er legal ... (Abg. Nachbaur: Er hat 15 000 Arbeitsplätze geschaffen! Zollen Sie dem Respekt!) – Ich bin auch für die Bekämpfung von Steuerbetrug. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Warum hat denn Herr Stronach im Jahr 1994, vor 20 Jahren schon, seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt? Dann gibt es noch das Problem mit dem kanadischen und dem österreichischen Steuersystem, das dazu geführt hat, dass er sich letztlich auch vom Parlament verabschiedet hat, weil er die notwendige Anwesenheit in Österreich nicht zusammengebracht hat. (Abg. Nachbaur: Er zahlt mehr Steuern in Österreich als Ihre ganze Fraktion zusammen!) Solche Leute und Parteien, die von solchen Leuten finanziert werden, brauchen hier nicht über Steuergerechtigkeit und Steuerehrlichkeit zu reden. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Nachbaur: Er zahlt mehr Steuern in Österreich als Ihre ganze Fraktion zusammen!
Und wir sind auch dafür, dass wir Steuerbetrug, egal, ob er legal ... (Abg. Nachbaur: Er hat 15 000 Arbeitsplätze geschaffen! Zollen Sie dem Respekt!) – Ich bin auch für die Bekämpfung von Steuerbetrug. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Warum hat denn Herr Stronach im Jahr 1994, vor 20 Jahren schon, seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt? Dann gibt es noch das Problem mit dem kanadischen und dem österreichischen Steuersystem, das dazu geführt hat, dass er sich letztlich auch vom Parlament verabschiedet hat, weil er die notwendige Anwesenheit in Österreich nicht zusammengebracht hat. (Abg. Nachbaur: Er zahlt mehr Steuern in Österreich als Ihre ganze Fraktion zusammen!) Solche Leute und Parteien, die von solchen Leuten finanziert werden, brauchen hier nicht über Steuergerechtigkeit und Steuerehrlichkeit zu reden. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.
Und wir sind auch dafür, dass wir Steuerbetrug, egal, ob er legal ... (Abg. Nachbaur: Er hat 15 000 Arbeitsplätze geschaffen! Zollen Sie dem Respekt!) – Ich bin auch für die Bekämpfung von Steuerbetrug. (Zwischenruf des Abg. Brosz.) Warum hat denn Herr Stronach im Jahr 1994, vor 20 Jahren schon, seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt? Dann gibt es noch das Problem mit dem kanadischen und dem österreichischen Steuersystem, das dazu geführt hat, dass er sich letztlich auch vom Parlament verabschiedet hat, weil er die notwendige Anwesenheit in Österreich nicht zusammengebracht hat. (Abg. Nachbaur: Er zahlt mehr Steuern in Österreich als Ihre ganze Fraktion zusammen!) Solche Leute und Parteien, die von solchen Leuten finanziert werden, brauchen hier nicht über Steuergerechtigkeit und Steuerehrlichkeit zu reden. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ.)
Abg. Nachbaur: Ja!
Dann schreiben Sie in Ihrer Anfrage auch noch, dass es Besserungsmaßnahmen im Bereich Lesen, Schreiben und Rechnen braucht. (Abg. Nachbaur: Ja!) Ich habe mir das sehr genau durchgelesen. Sie schreiben auch: Wo Österreich draufsteht, muss auch Österreich drinnen sein. Wenn man bedenkt, dass bei Stronach ein bisschen mehr Kanada als Österreich drinnen ist, dann frage ich mich, ob das richtig ist, dass gerade Sie das so formulieren. Abgesehen von den vielen Rechtschreibfehlern, die sich in dieser Anfrage finden – und ich könnte jetzt einige herausgreifen –, möchte ich auf eines besonders hinweisen, nämlich auf das, was Sie als steuerpolitische Maßnahmen fordern. „Konkret streben wir für die nächsten 5 Jahre eine stufenweise Senkung jeder Steuerprogressionsstufe um jährlich 3 Prozent an (...).“
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Nachbaur. – Abg. Weninger: Wer weiß, wer das geschrieben hat? – Heiterkeit bei der SPÖ.
Die Senkung der Steuerprogressionsstufe bedeutet, dass die Einkommensgrenze, ab wann man Steuer zahlen muss, niedriger ist. Das heißt, das ist eine Steuererhöhung. Wenn Sie das wirklich wollen, dann ist es gut, dass es jetzt aufgedeckt worden ist, wenn nicht, dann besteht die von Pisa festgestellte Rechenschwäche bei Ihnen. Und dann würde ich Sie bitten, zuerst einen Kurs in Ihrem Klub abzuhalten, bevor Sie uns hier belästigen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf der Abg. Nachbaur. – Abg. Weninger: Wer weiß, wer das geschrieben hat? – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Abg. Nachbaur: Vielleicht haben Sie das abgeschrieben! – Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ.
Abgeordneter Peter Haubner (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Herr Minister! Frau Staatssekretärin! Danke, Frau Kollegin Nachbaur! Ich kann einigen Punkten, die Sie angeführt haben, durchaus einiges abgewinnen, denn ich glaube, Sie haben aus dem Wirtschaftsbundprogramm die Themen Steuern und Reformen abgeschrieben. Also von dem her bin ich da mit Ihnen sicher einer Meinung. (Abg. Nachbaur: Vielleicht haben Sie das abgeschrieben! – Zwischenrufe bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Ich möchte allerdings sagen, beim Rechnen gebe ich Kollegen Schieder recht. Wenn nämlich bei Ihnen 20 Prozent der Pflichtschulabgänger „jeder vierte Schüler“ ist, dann würde ich sagen, bei uns in Österreich ist das jeder fünfte Schüler. Aber das nur zu diesem Thema. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.) Das war nur eine ganz kurze Anmerkung meinerseits.
Beifall bei ÖVP und Team Stronach.
Was ich schon anmerken möchte: Dieser Schmäh von der Millionärssteuer, der da immer herumgeistert, glaube ich, bewegt sich auf ziemlich dünnem Eis. Die Millionäre gehen beziehungsweise fliegen, wie wir wissen, und zurück bleibt der Mittelstand, der diese neuen Steuern zahlen muss. Deshalb sage ich gleich: Keine neuen Steuern! – Da sind wir sicher auch einer Meinung, denn neue Steuern sind Gift für den Standort, für die Arbeitsplätze und für die Unternehmer, meine Damen und Herren! (Beifall bei ÖVP und Team Stronach.)
Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie beim Team Stronach.
Faktum ist, in der EU ist es genauso: Die Wachstumsprognosen gehen nach unten, die Arbeitslosenzahlen gehen nach oben. Deshalb müssen wir Folgendes machen: Der Schlüssel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit kann nur die Stärkung der Unternehmen sein, denn die Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und nicht die Politik. Damit wir Arbeitsplätze schaffen können, brauchen wir hier Impulsmaßnahmen und vor allem keine neuen Steuern. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP sowie beim Team Stronach.)
Zwischenruf der Abg. Nachbaur.
Bezüglich der Ladenöffnungszeiten, Frau Kollegin Nachbaur, haben wir eine gute Lösung in Österreich. In den Tourismuszonen funktioniert das bestens. Wenn wir es brauchen, sperren wir auf, wenn wir es nicht brauchen, dann gibt es nichts. (Zwischenruf der Abg. Nachbaur.) Das ist für die Arbeitgeber und auch für die Arbeitnehmer eine gute Lösung. Das ist in beiderseitigem Einvernehmen schon viele Jahre Usus.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Der unternehmerische Mittelstand – das haben Sie ohnehin heute schon gesagt – ist wichtig. Der Mittelstand, Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind damit beschäftigt, die richtigen Maßnahmen zu setzen. Das ist der richtige Weg. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Team Stronach und NEOS
Abgeordneter Elmar Podgorschek (FPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Bundesminister! Frau Staatssekretärin! Ich glaube, über eines sind wir uns hier im Hohen Haus alle sehr einig: dass die Steuerbelastung für die Bevölkerung viel zu hoch ist (Beifall bei der FPÖ sowie bei Abgeordneten von SPÖ, ÖVP, Team Stronach und NEOS), nämlich die Steuerbelastung für alle Teile der Bevölkerung, für die Arbeitnehmer, für die Gewerbetreibenden und auch für die Bauern – wie wir heute schon in der Diskussion gehört haben.
Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Scherak.
Aber in einem gebe ich Bundesminister Schelling recht: Wir haben kein Einnahmenproblem, sondern ein ausgesprochenes Ausgabenproblem. (Beifall bei der FPÖ, bei Abgeordneten von ÖVP und Team Stronach sowie des Abg. Scherak.)
Abg. Schieder: „Mangelnder Reformstau“?!
Ich bin jetzt das fünfte Jahr hier in diesem Hohem Haus. Ich bin sofort als Finanzsprecher meines Parlamentsklubs installiert worden und seit fünf Jahren weise ich auf diesen mangelnden Reformstau hin. (Abg. Schieder: „Mangelnder Reformstau“?!) – Mangel an Reformen. Danke, Herr Professor Schieder. Sie haben wenigstens aufgepasst. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schieder: Wieso „wenigstens“?!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schieder: Wieso „wenigstens“?!
Ich bin jetzt das fünfte Jahr hier in diesem Hohem Haus. Ich bin sofort als Finanzsprecher meines Parlamentsklubs installiert worden und seit fünf Jahren weise ich auf diesen mangelnden Reformstau hin. (Abg. Schieder: „Mangelnder Reformstau“?!) – Mangel an Reformen. Danke, Herr Professor Schieder. Sie haben wenigstens aufgepasst. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Schieder: Wieso „wenigstens“?!)
Abg. Riemer: 20 Jahre Zeit gehabt!
Im Gesundheitsbereich hat Präsident Leitl schon erkannt, was es da an Einsparungsmöglichkeiten durch die Zusammenlegung von Krankenkassen gäbe. Leider wird es nur bei leeren Worten bleiben. Ich gehe davon aus, dass auch in den kommenden Jahren keine Änderungen vorgenommen werden. (Abg. Riemer: 20 Jahre Zeit gehabt!)
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, eine Reform, wie sie jetzt angekündigt wurde, die am Ende des Tages nicht dafür sorgt, dass jene mit niedrigen und mittleren Einkommen mehr in der Tasche haben, wird keine Reform sein. Eine reine Umschichtung – und anders wird es wahrscheinlich ohne Reformen nicht gehen – ist nur eine Blendung der Bevölkerung, und ich glaube, dass der Wähler und die Wählerin das sehr bald erkennen werden. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Das Ziel muss daher nach wie vor sein: Runter mit der Steuer- und Abgabenquote, aber auch runter mit den Sozialausgaben, wie Professor Aiginger das schon angesprochen hat, weil die Sozialausgaben sogar bei den unteren Einkommen greifen! Es gibt diese Beispiele von Präsidenten Leitl, wonach es da durchaus Einsparungsmöglichkeiten gäbe. Das Ziel muss es sein, und zwar ohne die Sozialleistungen zu schmälern – nicht dass die Sozialdemokraten wieder zum Aufheulen anfangen –, dass wir in Zukunft einen schlankeren Staat haben, damit den Menschen mehr in der Tasche bleibt. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wöginger: Das hätte uns auch gewundert!
Abgeordnete Mag. Birgit Schatz (Grüne): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Anders als Kollege Haubner kann ich nicht viele Gemeinsamkeiten bei dem entdecken, was Sie zur Bekämpfung der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftskrise vorschlagen. (Abg. Wöginger: Das hätte uns auch gewundert!)
Beifall bei den Grünen.
Womit ich aber übereinstimme, ist, dass ich absolut nicht zufrieden bin, wie diese Bundesregierung mit der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise umgeht. Ich finde, es geschieht einfach zu wenig. Ich hatte große Hoffnungen in den Wechsel an der ÖVP-Spitze gesetzt – mit Vizekanzler Mitterlehner kam so etwas wie ein kurzfristiges Lüftchen, und man hoffte: Okay, jetzt kommt vielleicht endlich ein bisschen mehr! – Aber diese Anfangsenergie scheint mir schon wieder total verpufft. Ich vermisse ein konkretes Arbeitsmarktpaket, ich vermisse ein konkretes Investitionspaket. Beides brauchen wir absolut dringend. (Beifall bei den Grünen.)
Demonstrativer Beifall beim Team Stronach. – Abg. Franz: Stimmt! – Staatssekretärin Steßl: Das ist ja unglaublich!
Alles, was ich höre, ist ein Wischiwaschi. Jetzt kam einmal etwas vom Herrn Bundeskanzler, der übrigens schon wieder weg ist, der beim vierten Redner geht, wenn es um die Arbeitsmarktkrise geht. Ich finde die Präsenz der SPÖ und überhaupt der Regierungsparteien bei so einem wichtigen Thema ziemlich peinlich. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach. – Abg. Franz: Stimmt! – Staatssekretärin Steßl: Das ist ja unglaublich!) – Das ist nicht unglaublich! Das ist eine Dringliche Anfrage an den Herrn Bundeskanzler und nach dem vierten Redner geht er. (Staatssekretärin Steßl: Haben Sie bei Ihnen auch schon abgezählt, Frau Kollegin!?) – Na proportional sind mehr Grüne hier.
Staatssekretärin Steßl: Haben Sie bei Ihnen auch schon abgezählt, Frau Kollegin!?
Alles, was ich höre, ist ein Wischiwaschi. Jetzt kam einmal etwas vom Herrn Bundeskanzler, der übrigens schon wieder weg ist, der beim vierten Redner geht, wenn es um die Arbeitsmarktkrise geht. Ich finde die Präsenz der SPÖ und überhaupt der Regierungsparteien bei so einem wichtigen Thema ziemlich peinlich. (Demonstrativer Beifall beim Team Stronach. – Abg. Franz: Stimmt! – Staatssekretärin Steßl: Das ist ja unglaublich!) – Das ist nicht unglaublich! Das ist eine Dringliche Anfrage an den Herrn Bundeskanzler und nach dem vierten Redner geht er. (Staatssekretärin Steßl: Haben Sie bei Ihnen auch schon abgezählt, Frau Kollegin!?) – Na proportional sind mehr Grüne hier.
Beifall bei den Grünen.
Zum Ersten brauchen wir ein höheres Arbeitslosengeld. 55 Prozent des Letzteinkommens sind zu niedrig. Das Arbeitslosengeld liegt bei durchschnittlich 860 €, bei Frauen sind es 780 €. Das ist zu wenig, dabei stürzt man in eine katastrophale wirtschaftliche Situation. In kürzester Zeit bauen die betroffenen Familien Schulden auf, die sie nie wieder wegbekommen. Da brauchen wir das Soforthilfepaket für Arbeitslose, und zwar dringend. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Heinzl.
Leider gehen die Töne in der Regierung in eine völlig andere Richtung. Herr Vizekanzler Mitterlehner fordert eine Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen. Statt gegen die Arbeitslosigkeit zu kämpfen, kämpft er jetzt gegen die Arbeitslosen. – Das kann es nicht sein! Ich sage es ganz klar: Wir Grüne gehen da sicher nicht mit! Ich habe hier auch klare Worte von der SPÖ und vor allem vom Herrn Bundeskanzler – der jetzt wieder da ist, wunderbar! – vermisst. Vielleicht können Sie das nachholen. (Zwischenruf des Abg. Heinzl.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Man hört vom Herrn Bundeskanzler und auch vom Abgeordneten Schieder: Wir machen da mehr, wir machen da mehr, wir machen da mehr! – Fakt ist aber, dass wir für aktive Arbeitsmarktpolitik keinen Euro mehr zur Verfügung haben, obwohl die Arbeitslosenzahlen drastisch nach oben gehen. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das bedeutet ganz konkret, dass für den einzelnen Arbeitslosen konsequent immer weniger Geld zur Verfügung steht. Das kann es nicht sein! Wir müssen jetzt in der Krise in die Arbeitsmarktpolitik investieren, sonst fällt uns das auf den Kopf. Auch wenn das jetzt kostet, mittelfristig rentiert sich diese Investition. Meine Damen und Herren! Wir brauchen Soforthilfe für arbeitslose Menschen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Man hört vom Herrn Bundeskanzler und auch vom Abgeordneten Schieder: Wir machen da mehr, wir machen da mehr, wir machen da mehr! – Fakt ist aber, dass wir für aktive Arbeitsmarktpolitik keinen Euro mehr zur Verfügung haben, obwohl die Arbeitslosenzahlen drastisch nach oben gehen. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das bedeutet ganz konkret, dass für den einzelnen Arbeitslosen konsequent immer weniger Geld zur Verfügung steht. Das kann es nicht sein! Wir müssen jetzt in der Krise in die Arbeitsmarktpolitik investieren, sonst fällt uns das auf den Kopf. Auch wenn das jetzt kostet, mittelfristig rentiert sich diese Investition. Meine Damen und Herren! Wir brauchen Soforthilfe für arbeitslose Menschen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Doppler.
Schließlich möchte ich noch ganz kurz einen dritten Punkt ansprechen, der – das wäre im Sinne des Teams Stronach – relativ wenig Geld kostet und über den sich trotzdem niemand drübertraut. Es geht darum, die vorhandene bezahlte Arbeitslosigkeit anders zu verteilen. Wir machen in Österreich einen enormen Berg von Überstunden – 270 Millionen Überstunden im Jahr, das sind umgerechnet 150 000 Vollzeitarbeitsplätze. Ich weiß schon, dass man Überstunden nicht 1 : 1 auf Arbeitsplätze umlegen kann, aber trotzdem könnten Zigtausende Arbeitsplätze entstehen, wenn wir mit den Überstunden runterkommen würden. Die Menschen in unserem Land wollen das. Schauen Sie sich die Studien an, schauen Sie sich die Umfragen an! Die Menschen wollen weniger arbeiten. Sie wären bei den Leuten, wenn Sie endlich die Arbeitszeitverkürzungen – beginnend mit den Überstunden – angehen würden. (Zwischenruf des Abg. Doppler.)
Beifall bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Es gäbe wirklich viel zu tun. Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, werden die Krise nicht einfach aussitzen können. Die Probleme lösen sich nicht von selbst, Sie müssen in die Gänge kommen, Sie müssen etwas tun, und wir Grüne sind immer bereit, Sie mit Vorschlägen zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Schopf: Das stimmt nicht! Falsch!
Dann stellt sich natürlich die Frage: Wie kann das sein? Wie kann es sein, dass Österreich sich abkoppelt vom europäischen Trend? – Ich glaube, dass die Antworten dazu unter Expertinnen, Experten weitgehend konsistent und einheitlich sind. Österreich leidet vor allem an drei Phänomenen, nämlich erstens an parteipolitischer Verfilzung. Das schreibt beispielsweise die „Neue Zürcher Zeitung“, das habe nicht ich erfunden, aber ich erlebe es natürlich auch so: parteipolitische Verfilzung mit einem Aufplustern der Bürokratie, mit einem Durchsetzen der bewahrenden und hemmenden Kammerstrukturen, mit europaweit einzigartigen Zwangsmitteln, die in den Kammern eingehoben werden, mit europaweit einzigartig hohen Parteienförderungssummen. (Abg. Schopf: Das stimmt nicht! Falsch!) Das sind natürlich fette Apparate, die wir hier in Stellung bringen, um vor allem, sage ich einmal, die Interessen von kleinen Zirkeln, von Klientelzirkeln abzusichern.
Abg. Rädler: Wir bringen es schon über die Rampe!
Wir werden es sehen, der Lackmustest ist die Steuerreform. Ich sehe das so wie der Herr Mitterlehner: Wenn Sie die nicht entschlossen bis Ende März über die Rampe bringen, dann hat diese Regierung keine Existenzberechtigung mehr. (Abg. Rädler: Wir bringen es schon über die Rampe!) Das wird zwar die Leute nerven, dass man dann den Weg wieder freimacht für Neuwahlen, aber ich glaube, das wäre das einzig Richtige. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Da seid ihr aber weg! – Abg. Wöginger: Da gibt es euch nicht mehr!)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Da seid ihr aber weg! – Abg. Wöginger: Da gibt es euch nicht mehr!
Wir werden es sehen, der Lackmustest ist die Steuerreform. Ich sehe das so wie der Herr Mitterlehner: Wenn Sie die nicht entschlossen bis Ende März über die Rampe bringen, dann hat diese Regierung keine Existenzberechtigung mehr. (Abg. Rädler: Wir bringen es schon über die Rampe!) Das wird zwar die Leute nerven, dass man dann den Weg wieder freimacht für Neuwahlen, aber ich glaube, das wäre das einzig Richtige. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Da seid ihr aber weg! – Abg. Wöginger: Da gibt es euch nicht mehr!)
Beifall beim Team Stronach.
Abgeordneter Rouven Ertlschweiger, MSc (STRONACH): Geschätzte Frau Präsidentin! Werte Damen und Herren auf der Regierungsbank! Liebe Kolleginnen und Kollegen hier im Plenum und liebe Zuschauer und Zuschauerinnen zu Hause vor den TV-Geräten! Wir haben es heute schon gehört: öffentliche Schuldenquote: 86,5 Prozent. Wir haben real sinkende Gehälter und Konsumausgaben. Wir haben einen Mangel an Fachkräften und einen schwindenden Mittelstand, und wir haben die höchste Arbeitslosenquote in der Zweiten Republik. Das heißt de facto, 400 000 Menschen haben heuer zu Weihnachten keinen Job. Ihnen wird der Braten nicht so sehr schmecken, denn sie werden nicht wissen, wie es 2015 weitergeht. Das ist eine Tatsache, das ist Realität, und da müssen wir gegensteuern. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Wir müssen Arbeitskräfte ausbilden – Kollege Rädler, auch in Ihre Richtung –, die auf dem Arbeitsmarkt auch nachgefragt sind. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Klassen zuvor, sondern in ganz jungen Jahren gehören die Kinder schon sensibilisiert. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Hier müssen wir gegenlenken. Wir müssen nicht nur in der Bildungspolitik umdenken, sondern wir müssen auch die Wirtschaft ankurbeln. Wir müssen für die Wirtschaft, die Unternehmen, die Klein- und Mittelbetriebe und die Start-ups endlich entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, die sie wieder ermutigen, in Österreich zu investieren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Die Steigerung der Innovationskraft in der Realwirtschaft hat oberste Priorität. Alleroberste Priorität! Was wir brauchen, meine sehr verehrten Damen und Herren, sind Jobs für die Menschen in unserem Land und endlich eine spürbare Steuerentlastung und Gebührensenkung, um die Kaufkraft der Menschen wieder zu stärken. Alles andere ist irrelevant. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Nachbaur: Danke!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geschätzte Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Nachbaur, Sie haben schon verdammt tief in die Schatulle gegriffen mit Ihren Aussagen. (Abg. Nachbaur: Danke!) Jetzt wissen wir natürlich, dass so eine Diskussion hier oftmals sehr emotional geführt wird. Aber ich glaube, alles, was Sie hier gesagt haben, glauben Sie selber nicht, wie ich Sie kenne. (Abg. Nachbaur: Da täuschen Sie sich!)
Abg. Nachbaur: Da täuschen Sie sich!
Abgeordneter Rainer Wimmer (SPÖ): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Meine sehr geschätzte Frau Staatssekretärin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geschätzten Damen und Herren! Frau Abgeordnete Nachbaur, Sie haben schon verdammt tief in die Schatulle gegriffen mit Ihren Aussagen. (Abg. Nachbaur: Danke!) Jetzt wissen wir natürlich, dass so eine Diskussion hier oftmals sehr emotional geführt wird. Aber ich glaube, alles, was Sie hier gesagt haben, glauben Sie selber nicht, wie ich Sie kenne. (Abg. Nachbaur: Da täuschen Sie sich!)
Abg. Nachbaur: Als Zeuge, bitte! Das bitte dazuzusagen!
Ihr Chef und Parteiführer, der Herr Stronach, der zurzeit gern gesehener Gast in öffentlichen Gerichtsbarkeiten ist (Abg. Nachbaur: Als Zeuge, bitte! Das bitte dazuzusagen!), hat eine ganz klare Meinung. (Abg. Nachbaur: Das ist ein tiefer Kommentar, das ist ziemlich tief!) Er braucht Gewerkschaften nicht, das sagte er auch ganz klar. Wie hat er es gesagt? – Wer das Gold hat, macht die Regeln. (Abg. Nachbaur: Da haben Sie ihn nicht verstanden!)
Abg. Nachbaur: Das ist ein tiefer Kommentar, das ist ziemlich tief!
Ihr Chef und Parteiführer, der Herr Stronach, der zurzeit gern gesehener Gast in öffentlichen Gerichtsbarkeiten ist (Abg. Nachbaur: Als Zeuge, bitte! Das bitte dazuzusagen!), hat eine ganz klare Meinung. (Abg. Nachbaur: Das ist ein tiefer Kommentar, das ist ziemlich tief!) Er braucht Gewerkschaften nicht, das sagte er auch ganz klar. Wie hat er es gesagt? – Wer das Gold hat, macht die Regeln. (Abg. Nachbaur: Da haben Sie ihn nicht verstanden!)
Abg. Nachbaur: Da haben Sie ihn nicht verstanden!
Ihr Chef und Parteiführer, der Herr Stronach, der zurzeit gern gesehener Gast in öffentlichen Gerichtsbarkeiten ist (Abg. Nachbaur: Als Zeuge, bitte! Das bitte dazuzusagen!), hat eine ganz klare Meinung. (Abg. Nachbaur: Das ist ein tiefer Kommentar, das ist ziemlich tief!) Er braucht Gewerkschaften nicht, das sagte er auch ganz klar. Wie hat er es gesagt? – Wer das Gold hat, macht die Regeln. (Abg. Nachbaur: Da haben Sie ihn nicht verstanden!)
Abg. Nachbaur: Sie wollen Beiträge kassieren! Und wir wollen, dass die Arbeiter beteiligt sind!
Kolleginnen und Kollegen, das ist nicht unser Verständnis als Gewerkschaft und auch nicht als Sozialdemokratie, wenn ArbeitnehmerInneninteressen vertreten werden sollen. (Abg. Nachbaur: Sie wollen Beiträge kassieren! Und wir wollen, dass die Arbeiter beteiligt sind!) Daher lehnen wir so eine Partnerschaft, wie sie Stronach in den Betrieben lebt, ganz eindeutig ab. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Kolleginnen und Kollegen, das ist nicht unser Verständnis als Gewerkschaft und auch nicht als Sozialdemokratie, wenn ArbeitnehmerInneninteressen vertreten werden sollen. (Abg. Nachbaur: Sie wollen Beiträge kassieren! Und wir wollen, dass die Arbeiter beteiligt sind!) Daher lehnen wir so eine Partnerschaft, wie sie Stronach in den Betrieben lebt, ganz eindeutig ab. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Nachbaur: Sie haben den Inhalt nicht verstanden, denn Sie sind wahrscheinlich einer dieser Berufspolitiker !
Frau Nachbaur, Sie meinten, Frank Stronach sagt, zwei Legislaturperioden im Parlament sind genug. Ich glaube, ihr braucht eine zweite Periode gar nicht mehr. Wenn man den Meinungsumfragen glaubt, liegt ihr bei einem Prozent. Ihr werdet nach einer Periode fertig sein. Aber das ist jetzt nicht Hauptinhalt meines heutigen Anliegens. (Abg. Nachbaur: Sie haben den Inhalt nicht verstanden, denn Sie sind wahrscheinlich einer dieser Berufspolitiker !)
Abg. Nachbaur: Die Arbeitslosenzahlen gehören zu den höchsten in der EU! Der Wirtschaftsstandort ist krank! Fragen Sie einmal die Arbeitslosen! Österreich ist total krank!
Meine sehr geschätzten Damen und Herren, diese Dringliche Anfrage entspricht absolut nicht der Realität, und das wissen Sie auch ganz genau. Sie haben hier völlig überzeichnet! Sie haben den Wirtschaftsstandort krankgejammert, schlechtgeredet. Das stimmt so nicht, das ist nicht okay. (Abg. Nachbaur: Die Arbeitslosenzahlen gehören zu den höchsten in der EU! Der Wirtschaftsstandort ist krank! Fragen Sie einmal die Arbeitslosen! Österreich ist total krank!)
Abg. Nachbaur: ! Bitte recherchieren Sie!
Es gibt auch die entsprechenden Fakten dazu: Österreich ist und bleibt ein potenter Industriestandort! Das können Sie nicht wegdiskutieren. Österreich hat hervorragende Exportzahlen. Bei den Lohnstückkosten sind wir top, besser als Deutschland. (Abg. Nachbaur: ! Bitte recherchieren Sie!) Also wenn man von Konkurrenzfähigkeit spricht, wissen wir, dass die Wettbewerbsfähigkeit gegeben ist. Und vor allen Dingen, Frau Nachbaur, haben wir hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hochqualifizierte ArbeitnehmerInnen (Abg. Nachbaur: Aber trotz Ihrer Politik, nicht wegen Ihrer Politik!), die Tag und Nacht arbeiten, die Tag und Nacht ihr Bestes geben, und die sind es, die diesen hervorragenden Wirtschaftsstandort sichern, mit ihrer Leistung, mit ihrer Arbeit, und dafür müssen wir diesen Menschen einmal Danke sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nachbaur: Die machen das alles trotz Ihrer Politik!)
Abg. Nachbaur: Aber trotz Ihrer Politik, nicht wegen Ihrer Politik!
Es gibt auch die entsprechenden Fakten dazu: Österreich ist und bleibt ein potenter Industriestandort! Das können Sie nicht wegdiskutieren. Österreich hat hervorragende Exportzahlen. Bei den Lohnstückkosten sind wir top, besser als Deutschland. (Abg. Nachbaur: ! Bitte recherchieren Sie!) Also wenn man von Konkurrenzfähigkeit spricht, wissen wir, dass die Wettbewerbsfähigkeit gegeben ist. Und vor allen Dingen, Frau Nachbaur, haben wir hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hochqualifizierte ArbeitnehmerInnen (Abg. Nachbaur: Aber trotz Ihrer Politik, nicht wegen Ihrer Politik!), die Tag und Nacht arbeiten, die Tag und Nacht ihr Bestes geben, und die sind es, die diesen hervorragenden Wirtschaftsstandort sichern, mit ihrer Leistung, mit ihrer Arbeit, und dafür müssen wir diesen Menschen einmal Danke sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nachbaur: Die machen das alles trotz Ihrer Politik!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nachbaur: Die machen das alles trotz Ihrer Politik!
Es gibt auch die entsprechenden Fakten dazu: Österreich ist und bleibt ein potenter Industriestandort! Das können Sie nicht wegdiskutieren. Österreich hat hervorragende Exportzahlen. Bei den Lohnstückkosten sind wir top, besser als Deutschland. (Abg. Nachbaur: ! Bitte recherchieren Sie!) Also wenn man von Konkurrenzfähigkeit spricht, wissen wir, dass die Wettbewerbsfähigkeit gegeben ist. Und vor allen Dingen, Frau Nachbaur, haben wir hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hochqualifizierte ArbeitnehmerInnen (Abg. Nachbaur: Aber trotz Ihrer Politik, nicht wegen Ihrer Politik!), die Tag und Nacht arbeiten, die Tag und Nacht ihr Bestes geben, und die sind es, die diesen hervorragenden Wirtschaftsstandort sichern, mit ihrer Leistung, mit ihrer Arbeit, und dafür müssen wir diesen Menschen einmal Danke sagen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Nachbaur: Die machen das alles trotz Ihrer Politik!)
Beifall bei der SPÖ.
Natürlich gibt es Diskussionen über verschiedene Dinge: Arbeitszeitverkürzung zum Beispiel, Flexibilisierung – ein großes Thema. Aber wir sagen ganz klar: Zu einer Flexibilisierung ausschließlich auf Kosten der Menschen, die diese Flexibilisierung umsetzen, nämlich Tag und Nacht ohne Überstundenzuschläge zu arbeiten, müssen wir Nein sagen. Das wird es nicht geben. Es gibt Gespräche, wir sind noch nicht weiter, aber Flexibilisierung zum Nulltarif wird es nicht geben. Das sagen wir ganz deutlich, und das wird auch so bleiben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Nachbaur: Ja, warum sorgen Sie nicht dafür? Dafür sind Sie ja gewählt, oder?
Sie haben die Ladenöffnungszeiten angesprochen. Es gibt ja jetzt schon Bereiche, die bis 21 Uhr geöffnet haben. Ich denke hier an die Bahnhöfe, der Interspar am Wiener Hauptbahnhof zum Beispiel hat bis 21 Uhr geöffnet. Wir sehen auch die Probleme bei den dort Beschäftigten: keine ausreichenden Kinderbetreuungseinrichtungen (Abg. Nachbaur: Ja, warum sorgen Sie nicht dafür? Dafür sind Sie ja gewählt, oder?), das soziale Umfeld leidet. Wollen Sie wirklich, dass die Menschen Tag und Nacht, rund um die Uhr in den Geschäften arbeiten? Ist das wirklich Ihr Ziel?
Abg. Nachbaur: Das ist ja genau das Problem, es gibt keine Kinderbetreuungseinrichtungen, weil Sie für keine gesorgt haben!
Ich kann Ihnen sagen, das wird so nicht stattfinden, weil die Menschen das nicht wollen und auch gar nicht können! (Abg. Nachbaur: Das ist ja genau das Problem, es gibt keine Kinderbetreuungseinrichtungen, weil Sie für keine gesorgt haben!)
Abg. Nachbaur: Der Wirtschaftsstandort leidet, in jedem Ranking fallen wir ab! Sie träumen, entschuldigen Sie! Von was reden Sie da?
sich vor: ArbeitgeberInnen reden mit ArbeitnehmerInnen. Das ist doch klass. Letztendlich ist das auch die Ursache dafür, dass der Wirtschaftsstandort Österreich hervorragend dasteht und auch hervorragend durch die Krise geführt wurde und wird. (Abg. Nachbaur: Der Wirtschaftsstandort leidet, in jedem Ranking fallen wir ab! Sie träumen, entschuldigen Sie! Von was reden Sie da?)
Abg. Nachbaur: Nein, das haben Sie falsch gelesen! Sie können nicht lesen! Sie sind eines von den vielen Kindern, die nicht lesen können!
Sie stehen für eine rücksichtslose Anhebung des Pensionsantrittsalters. Ist heute auch schon gefallen. (Abg. Nachbaur: Nein, das haben Sie falsch gelesen! Sie können nicht lesen! Sie sind eines von den vielen Kindern, die nicht lesen können!) Das meinen Sie ja nicht wirklich ernst, nehme ich an.
Beifall bei der SPÖ.
Sie sind für eine Privatisierung der Sozialversicherungen und im Gesundheitswesen. Frau Nachbaur, der Stronach wird sich ein Spital bauen können, weil er so viel Geld hat, wenn er Grippe hat. Die Arbeitnehmer können das nicht. Verstehen Sie? Und darum brauchen wir das soziale System, das wir jetzt für unsere Kolleginnen und Kollegen haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Nachbaur: Sie haben eine Phantasie, die übersteigt die Phantasie von einem Volksschulkind! – Abg. Wittmann: Die Dringliche ist einfach schwach!
Wenn Sie Steuergeschenke für die Unternehmer auf Kosten der Arbeitnehmer vorbereiten, sagen wir ein klares Nein dazu. (Abg. Nachbaur: Sie haben eine Phantasie, die übersteigt die Phantasie von einem Volksschulkind! – Abg. Wittmann: Die Dringliche ist einfach schwach!) Da werden Sie alleine dastehen. Und wenn Sie Steuerfreiheit für die Superreichen fordern, sind Sie selber schuld! Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Ihr Vorschlag in irgendeiner Art durchgehen kann?! (Abg. Nachbaur: Sie haben eine rege Phantasie! Das steht mit keinem Satz in irgendeinem Programm! – Abg. Neubauer: Die Gewerkschaft ist aber nicht im Parlament!)
Abg. Nachbaur: Sie haben eine rege Phantasie! Das steht mit keinem Satz in irgendeinem Programm! – Abg. Neubauer: Die Gewerkschaft ist aber nicht im Parlament!
Wenn Sie Steuergeschenke für die Unternehmer auf Kosten der Arbeitnehmer vorbereiten, sagen wir ein klares Nein dazu. (Abg. Nachbaur: Sie haben eine Phantasie, die übersteigt die Phantasie von einem Volksschulkind! – Abg. Wittmann: Die Dringliche ist einfach schwach!) Da werden Sie alleine dastehen. Und wenn Sie Steuerfreiheit für die Superreichen fordern, sind Sie selber schuld! Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Ihr Vorschlag in irgendeiner Art durchgehen kann?! (Abg. Nachbaur: Sie haben eine rege Phantasie! Das steht mit keinem Satz in irgendeinem Programm! – Abg. Neubauer: Die Gewerkschaft ist aber nicht im Parlament!)
Abg. Nachbaur: Das ist eine sehr schwache Phantasierede!
Im Gegensatz zum Team Stronach wissen die Menschen draußen, wofür manche Parteien stehen. (Abg. Nachbaur: Das ist eine sehr schwache Phantasierede!)
Abg. Neubauer: Die Gewerkschaft sitzt nicht im Parlament!
Da sind wir SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen diejenigen, die sagen, wir stehen für Fairness, wir stehen für die ArbeitnehmerInnen dieses Landes. (Abg. Neubauer: Die Gewerkschaft sitzt nicht im Parlament!) Die Menschen wissen – wie ich gesagt habe –, wofür Team Stronach steht. Sie haben sich ja heute ganz massiv entlarvt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Nachbaur.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Nachbaur.
Da sind wir SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen diejenigen, die sagen, wir stehen für Fairness, wir stehen für die ArbeitnehmerInnen dieses Landes. (Abg. Neubauer: Die Gewerkschaft sitzt nicht im Parlament!) Die Menschen wissen – wie ich gesagt habe –, wofür Team Stronach steht. Sie haben sich ja heute ganz massiv entlarvt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Nachbaur.)
Abg. Nachbaur: Wir arbeiten für Österreich! Sie arbeiten für die Gewerkschaft!
Aber es gibt morgen Gelegenheit, Dinge zu verbessern und Maßnahmen zu ergreifen, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und zu verhindern. Ein Maßnahmenpaket gegen Lohn- und Sozialdumping steht morgen auf der Tagesordnung – und 30 Millionen € für Kurzarbeit. Morgen im Plenum werden Sie beweisen können, ob Sie für Österreich arbeiten oder nur irgendwelche Floskeln auf Lager haben. (Abg. Nachbaur: Wir arbeiten für Österreich! Sie arbeiten für die Gewerkschaft!) – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittmann: Das ist eine schlechte Dringliche Anfrage!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittmann: Das ist eine schlechte Dringliche Anfrage!
Aber es gibt morgen Gelegenheit, Dinge zu verbessern und Maßnahmen zu ergreifen, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und zu verhindern. Ein Maßnahmenpaket gegen Lohn- und Sozialdumping steht morgen auf der Tagesordnung – und 30 Millionen € für Kurzarbeit. Morgen im Plenum werden Sie beweisen können, ob Sie für Österreich arbeiten oder nur irgendwelche Floskeln auf Lager haben. (Abg. Nachbaur: Wir arbeiten für Österreich! Sie arbeiten für die Gewerkschaft!) – Danke. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittmann: Das ist eine schlechte Dringliche Anfrage!)
Abg. Strolz: Sie sind am Weg zum ausgeglichenen Budget und haben bessere Wachstumsprognosen gehabt!
Herr Kollege Strolz, da Sie gesagt haben, Österreich hinke hier hinterher: In Deutschland ist die Situation eine ganz andere. Das müssen Sie wissen, Sie kennen die Expertenmeinungen dazu. Die demographische Entwicklung ist in Deutschland stärker als in Österreich fortgeschritten. Das heißt, die Bevölkerung Deutschlands ist im Durchschnitt älter als die Österreichs und es befinden sich dort mehr Menschen in Pension. Das heißt, der im Bauch der Bevölkerungspyramide Dargestellten befindet sich in Deutschland zum Großteil schon in Pension. Das ist die Antwort darauf, dass wir eine andere Situation haben als zum Beispiel die Bundesrepublik zu diesem Zeitpunkt. (Abg. Strolz: Sie sind am Weg zum ausgeglichenen Budget und haben bessere Wachstumsprognosen gehabt!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz.
Na ja, was heißt bessere Ausgangssituation im Budget?! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz.) Die Staatsverschuldung in Deutschland ist höher als bei uns. Man soll schon die Daten und Fakten auch miteinander vergleichen und sie auch so lassen, wie sie sind. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strolz.) Nicht nur die Rosinen herauspicken, Herr Kollege Strolz!
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strolz.
Na ja, was heißt bessere Ausgangssituation im Budget?! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Strolz.) Die Staatsverschuldung in Deutschland ist höher als bei uns. Man soll schon die Daten und Fakten auch miteinander vergleichen und sie auch so lassen, wie sie sind. (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Strolz.) Nicht nur die Rosinen herauspicken, Herr Kollege Strolz!
Abg. Schatz: Das war kein Mehr, das war eine Umschichtung!
Zu den Langzeitarbeitslosen: Ja, es stimmt, wir haben 390 000 Menschen, die derzeit auf Arbeitssuche sind, aber wir haben 15 000 Personen, die langzeitarbeitslos sind. Das heißt, das sind diejenigen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind. Da haben wir eine massive Steigerung gegenüber dem Vorjahr. (Abg. Schatz: Das war kein Mehr, das war eine Umschichtung!)
Abg. Schatz: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist nicht mehr!
Wir haben im Frühjahr dieses Jahres 350 Millionen € in ein Arbeitsmarktpaket – insbesondere für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – investiert. (Abg. Schatz: Das stimmt überhaupt nicht! Das ist nicht mehr!) Wir haben die Lohnnebenkosten um 200 Millionen € gesenkt. Wir haben morgen das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz auf der Tagesordnung. Das ist vor allem auch für den Bereich der Bauwirtschaft eine ganz wichtige Maßnahme. Wir haben vorige Woche – Frau Kollegin Dietrich war lobenswerterweise auch anwesend – die Veranstaltung „Faire Vergaben sichern Arbeitsplätze“ gehabt. Wir wollen gemeinsam das Best- statt das Billigstbieterprinzip auf den Weg bringen. Wir haben 30 Millionen € mehr – morgen auf der Tagesordnung – für die Kurzarbeit. Die Entbürokratisierung und die Vereinfachung sind morgen ebenfalls Teil dieses Gesetzespaketes. Es geht darin um Arbeitszeitaufzeichnungen und darum, dass wir die Zahl mancher Beauftragten reduzieren beziehungsweise in den Betrieben zusammenlegen, ohne die Arbeitnehmerschutzbestimmungen zu verletzen. Weitere Anträge zur Deregulierung liegen bereits im Parlament.
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Doppler.
Meine Damen und Herren, wir brauchen Rahmenbedingungen für die Betriebe und für die Unternehmen, damit wir zusätzliche Arbeitsplätze schaffen können. Die duale Ausbildung und die Attraktivierung der Lehre müssen forciert werden. Wir müssen der Lehre und den Lehrberufen mehr Wertschätzung und Anerkennung entgegenbringen. Das ist eine Aufgabe, die uns allen – auch hier im Hohen Haus – bewusst sein sollte. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie des Abg. Doppler.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein Wort noch zur Mitarbeiterbeteiligung. – Ja, dazu stehen wir von der ÖVP. Die schwarze Sozialpartnerschaft hat einen guten Vorschlag zwischen ÖAAB und Wirtschaftsbund ausgearbeitet. Es soll eine freiwillige Erfolgsbeteiligung an Unternehmen möglich sein. Würde ein Unternehmer sagen, er schüttet zum Beispiel 1 000 € aus, dann sollen den Arbeitnehmern davon 750 € übrig bleiben und nicht das Gesamte in den Fiskus zurückkommen. Dafür stehen wir, und dieses Modell werden wir auch vorantreiben. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, wir sind auf einem guten Weg. Wir müssen Missbrauch dort, wo er im Sozialbereich betrieben wird, bekämpfen. In diesem Bereich werden wir uns noch mit der Mindestsicherung beschäftigen. Für jene, die diese Hilfe brauchen, steht diese Maßnahme zur Verfügung – das ist keine Frage –, aber nicht für jene, die das System mit Arbeitsunwilligkeit ausnützen. Das wird in der nächsten Zeit auch ein Reformansatz sein müssen, damit wir jenen Menschen, die jeden Tag in der Früh aufstehen, 40 Stunden in der Woche arbeiten und die Leistungsträger dieser Gesellschaft sind, wirklich Wertschätzung und Anerkennung entgegenbringen. Meine Damen und Herren, denen gilt unsere Aufmerksamkeit – und die ÖVP wird eine Politik in diese Richtung auch umsetzen! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Matznetter: Stimmt nicht! – Abg. Königsberger-Ludwig: Das hat niemand behauptet!
Wenn man sich die Kolleginnen und Kollegen von SPÖ und ÖVP hier im Plenum so anhört, muss man fast den Eindruck gewinnen, sie würden von einem anderen Land reden. Es sei alles in Ordnung, alles bestens, die Krise haben wir bestens überwunden. Die Opposition betreibt nur Panikmache. (Abg. Matznetter: Stimmt nicht! – Abg. Königsberger-Ludwig: Das hat niemand behauptet!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger, Wittmann und Königsberger-Ludwig.
Meine Damen und Herren, das ist für mich Realitätsverweigerung. (Zwischenrufe der Abgeordneten Wöginger, Wittmann und Königsberger-Ludwig.)
Abg. Wittmann: Ihr habt alles ruiniert!
Wenn Sie die Dinge beim besten Willen nicht mehr schönreden können, dann hört man immer wieder: Ja, das stimmt, da haben wir wirklich ein Problem, aber wir haben schon begonnen, daran zu arbeiten, und wir werden das sicherlich lösen. Da frage ich mich: Wer ist denn seit gefühlten Jahrhunderten an der Macht? Wer ist denn seit gefühlten Jahrhunderten in der Regierung? – Der Zustand unseres Landes ist ein anderer. (Abg. Wittmann: Ihr habt alles ruiniert!)
Abg. Wittmann: In fünf Jahren habt ihr alles ruiniert!
Ich zitiere auszugsweise einen Artikel aus der Tageszeitung „Der Standard“ – sicher kein FPÖ-Blatt – und kommentiere den einen oder anderen Satz aus meiner Sicht. (Abg. Wittmann: In fünf Jahren habt ihr alles ruiniert!)
Beifall bei der FPÖ.
Eine Ergänzung meinerseits: Leider können viele nach der Pflichtschule weder Lesen noch Rechnen noch Schreiben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wittmann: Ist das eine Lesestunde? Normalerweise hält man eine Rede!
„Es wäre das Zeichen einer vorausschauenden Politik, dass sie nicht erst die Krise als Chance ergreift, sondern diese schon im Vorfeld vermeidet. Die Risiken zu erkennen ist nicht so schwer: Experten von Rechnungshof und Wifo produzieren Tonnen an Papier, auf dem sie nützliche und notwendige Maßnahmen skizzieren. Diese umzusetzen erfordert jedoch mehr Mut, als einzelnen Politikern, und vor allem dem politischen Kollektiv, zu eigen ist.“ (Abg. Wittmann: Ist das eine Lesestunde? Normalerweise hält man eine Rede!)
Beifall bei FPÖ und neos. – Abg. Wittmann: Ein Redner hält eigene Reden!
So weit „Der Standard“. Das kann man nur unterschreiben. (Beifall bei FPÖ und neos. – Abg. Wittmann: Ein Redner hält eigene Reden!) – Ich kann auch zitieren, wenn die Zitate gut sind und 100 Prozent meiner Meinung entsprechen. Man muss ja das Licht nicht neu erfinden, Herr Kollege!
Abg. Wittmann: In welcher Zeitung steht das jetzt?!
Dieses Land braucht einen Ruck, der durchs Land geht. Dieses Land braucht einen großen Wurf. Dieses Land braucht grundlegende Verbesserungen. Dieses Land muss fit gemacht werden für die wirtschaftlich schwierigen Zeiten (Abg. Wittmann: In welcher Zeitung steht das jetzt?!) – das ist von mir selbst –, die auf Europa zukommen.
Beifall bei der FPÖ
Dieses Land braucht eine gelebte Kultur, in der Eigeninitiative gefordert und gefördert wird, eine Kultur, in der sich die Besten optimal entwickeln können, aber auch die Schwächeren nicht vergessen werden. Dieses Land braucht eine Kultur, die den besten Köpfen Führungspositionen ermöglicht und nicht jenen mit dem passenden Parteibuch (Beifall bei der FPÖ), eine Kultur, die die besten Köpfe des Landes im Land hält und nicht zu Tausenden auswandern lässt.
Abg. Wittmann: Wir haben das eh schon erlebt fünf Jahre lang!
Nichts von dem ist in unserem Land vorhanden, nichts von dem ist im Stimmungsbild in unserem Land erkennbar. All das haben wir derzeit nicht. Wir werden es erst bekommen, wenn sich die politische Landschaft in diesem Land grundlegend ändert. Bis dahin können wir nur hoffen, dass die drohende allgemeine Rezession (Abg. Wittmann: Wir haben das eh schon erlebt fünf Jahre lang!), die am Horizont ja schon in Richtung Europa blinzelt, nicht voll einsetzt. Österreich wird sie nämlich härter treffen als andere Länder, denn Sie haben unser Land in den letzten 30 Jahren derart geschwächt, dass wir eben nicht fit und gerüstet sind für schwierige Zeiten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Nichts von dem ist in unserem Land vorhanden, nichts von dem ist im Stimmungsbild in unserem Land erkennbar. All das haben wir derzeit nicht. Wir werden es erst bekommen, wenn sich die politische Landschaft in diesem Land grundlegend ändert. Bis dahin können wir nur hoffen, dass die drohende allgemeine Rezession (Abg. Wittmann: Wir haben das eh schon erlebt fünf Jahre lang!), die am Horizont ja schon in Richtung Europa blinzelt, nicht voll einsetzt. Österreich wird sie nämlich härter treffen als andere Länder, denn Sie haben unser Land in den letzten 30 Jahren derart geschwächt, dass wir eben nicht fit und gerüstet sind für schwierige Zeiten. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittmann: Nicht einmal richtig zitiert!
44,9 Prozent – unter dem FPÖ-Finanzminister Karl-Heinz Grasser! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wittmann: Nicht einmal richtig zitiert!)
Beifall des Abg. Vogl
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Hohes Haus! Kollegin Nachbaur, einen großen Dienst haben Sie Ihrem Anliegen heute leider nicht erwiesen! Ein bisschen mehr in die Tiefe gehen, ein bisschen weniger neoliberales Blabla und ein bisschen konkreter auf die Situation eingehen (Beifall des Abg. Vogl), das wäre schon vonnöten gewesen. Sie machen es den Vertreterinnen und Vertretern der Regierungsparteien sehr einfach, zu kontern und darauf zu verweisen, was da alles passiert. Wir stellen alle nicht in Abrede, dass es Versuche gibt, der Arbeitslosigkeit gegenzusteuern, aber – und da gebe ich Ihnen recht, das steht auch so im Titel Ihrer Dringlichen Anfrage – die notwendigen Reformen unterbleiben leider Gottes. Und ich hätte mir gewünscht, dass wir das ein bisschen konkretisieren. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.
Abgeordneter Dr. Harald Walser (Grüne): Frau Präsidentin! Herr Bundeskanzler! Hohes Haus! Kollegin Nachbaur, einen großen Dienst haben Sie Ihrem Anliegen heute leider nicht erwiesen! Ein bisschen mehr in die Tiefe gehen, ein bisschen weniger neoliberales Blabla und ein bisschen konkreter auf die Situation eingehen (Beifall des Abg. Vogl), das wäre schon vonnöten gewesen. Sie machen es den Vertreterinnen und Vertretern der Regierungsparteien sehr einfach, zu kontern und darauf zu verweisen, was da alles passiert. Wir stellen alle nicht in Abrede, dass es Versuche gibt, der Arbeitslosigkeit gegenzusteuern, aber – und da gebe ich Ihnen recht, das steht auch so im Titel Ihrer Dringlichen Anfrage – die notwendigen Reformen unterbleiben leider Gottes. Und ich hätte mir gewünscht, dass wir das ein bisschen konkretisieren. (Präsident Kopf übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den Grünen.
Diesbezüglich bewegt sich ja ein ganz klein wenig etwas, auch in der ÖVP – sogar in der ÖVP, muss ich dazusagen –, denn einzelne Landeshauptleute sind mit der Blockadehaltung nicht mehr einverstanden. Das Papier, das gestern von der Industriellenvereinigung präsentiert worden ist, weist in die richtige Richtung. Wir brauchen ganztägige Schulformen, wir brauchen eine gemeinsame Schule bis zum 14. Lebensjahr. (Beifall bei den Grünen.) Darüber hätten wir diskutieren müssen und darauf sollte man, wie ich meine, noch einmal hinweisen.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Nachbaur.
Abschließend: Kollegin Nachbaur, ich habe gehofft, dass Sie darauf hinweisen. Auf diese Fakten, auf diese Zusammenhänge hätte man eingehen sollen. Diese Chance haben Sie leider verpasst, aber zum Glück gibt es die Grünen, wir holen das gerne nach. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf der Abg. Nachbaur.)
Beifall bei den NEOS.
Ich kann Ihnen einfach nur sagen, was mir in den letzten Tagen so passiert ist, was ich so erlebt habe, denn ich habe die Klein- und Mittelbetriebe besucht. Als Unternehmer ist es mir wichtig, auch zu diesen zu gehen, dass sie nicht in die Wiedner Hauptstraße robben und kriechen müssen. Das ist der falsche Weg. Wir gehen zu ihnen, und ich kann ihnen sagen, der O-Ton von allen lautet wie folgt: Weniger, einfacher, gerechter! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Darabos: Weil sie billiger sind!
Englisch spricht. (Abg. Darabos: Weil sie billiger sind!) – Nein, nicht, weil sie billiger sind, sondern weil die Arbeitskosten, die Lohnnebenkosten am Wochenende zu hoch sind. Das meine ich mit Arbeitszeitflexibilisierung, Herr Darabos.
Zwischenruf des Abg. Rädler.
Ich denke, wir brauchen da eine ganz klare Mentalitätsreform in unserem Land. (Zwischenruf des Abg. Rädler.) Wir können Arbeitsplätze nur schaffen, wenn es weniger, einfacher und gerechter wird: Wenn man weniger Bürokratie braucht, wenn wir es einfacher machen und vor allem, wenn wir es für die Unternehmer in diesem Land gerechter machen. Das beginnt mit Bürokratieabbau, das beginnt mit niedrigeren Steuern, das fängt bei der Bildung an.
Abg. Matznetter: Welche?
Und wir brauchen, noch einmal, eine weitreichende Arbeitszeitflexibilisierung und wir brauchen die Flexibilisierung, dass wir ältere Mitarbeiter einstellen können, dass uns das leichter gemacht wird. Die wollen vielleicht gar nicht 30 oder 40 Stunden arbeiten, die wollen vielleicht nur 20 Stunden arbeiten, aber diese starre Teilzeitregelung behindert auch die Anstellung von älteren Mitarbeitern. (Abg. Matznetter: Welche?) Das müssen Sie in die Wege leiten, da brauchen wir keine Reformansätze, wie der Herr Kollege Wöginger sagt, damit können Sie sofort anfangen – jetzt, im Moment.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Herr Kollege Schellhorn, welche starre Teilzeitregelung?
Sie streiten jetzt um eine Summe von zwischen 5 und 6 Milliarden €. Das ähnelt einem Kirschkernweitspucken, nicht mehr und nicht weniger. Sie brauchen den großen Wurf, dann schaffen Sie Arbeitsplätze. Machen Sie das System einfacher! Heben Sie weniger Steuern ein und machen Sie es gerechter! – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Matznetter: Herr Kollege Schellhorn, welche starre Teilzeitregelung?)
Zwischenruf des Abg. Hammer
Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundeskanzler! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuseher auf der Galerie und an den Fernsehgeräten! Wir haben heute beim Grünen Bericht schon sehr interessante Ausführungen gehört betreffend Ausdünnung, ländlicher Raum, Folgen – und eines muss ich immer wieder feststellen, ganz besonders wenn ich nach Wien fahre (Zwischenruf des Abg. Hammer): Da fahre ich an einem Montag oder Dienstag und stehe auf der A 1 in Linz, und da fahren die Vöcklabrucker, die Gmundner, die Kirchdorfer zur Arbeit. Das sind die weiteren Folgen dieser Schließungspolitik im ländlichen Raum, dieses Verlusts der vielen wertvollen kleinen Landwirtschaften und kleinen Gewerbebetriebe.
Abg. Rädler: Das hast du heute schon einmal gezeigt!
Ich bin ja begeistert, wenn ich zum Beispiel letztens in einem Bericht über (der Redner hält ein entsprechendes Foto in die Höhe) das neue Gefrierlager höre (Abg. Rädler: Das hast du heute schon einmal gezeigt!), da werden 120 Arbeitsplätze geschaffen. (Ruf bei der ÖVP: 300!) – 120 Arbeitsplätze oder 300, aber wie viele vernichtet werden, sagt keiner, das ist doch das Sensationelle. Das ist ja wunderbar, wenn man neue Einkaufszentren baut und man diese mit der neuen Standortsicherung und der Kommunalabgabe bewirbt und nicht dazusagt, dass man mindestens das Doppelte an Arbeitsplätzen draußen im ländlichen Raum vernichtet.
Ruf bei der ÖVP: 300!
Ich bin ja begeistert, wenn ich zum Beispiel letztens in einem Bericht über (der Redner hält ein entsprechendes Foto in die Höhe) das neue Gefrierlager höre (Abg. Rädler: Das hast du heute schon einmal gezeigt!), da werden 120 Arbeitsplätze geschaffen. (Ruf bei der ÖVP: 300!) – 120 Arbeitsplätze oder 300, aber wie viele vernichtet werden, sagt keiner, das ist doch das Sensationelle. Das ist ja wunderbar, wenn man neue Einkaufszentren baut und man diese mit der neuen Standortsicherung und der Kommunalabgabe bewirbt und nicht dazusagt, dass man mindestens das Doppelte an Arbeitsplätzen draußen im ländlichen Raum vernichtet.
Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Weninger
Herr Minister – Entschuldigung! –, Herr Kanzler, ich hätte eine Bitte. Du hast gesagt (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Weninger), wir brauchen dieses Qualitätsgütesiegel nicht, dafür gibt es keine Notwendigkeit. – Das kann ich wirklich nicht nachvollziehen, und Herr Kollege, bitte, auch deine Einwendung nicht, denn genau dort geht es um Arbeitsplätze. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Weninger.) Und damit sind wir jetzt beim Thema. Was ist denn mit TTIP? Was ist denn mit CETA? Was ist denn mit TISA?
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Weninger.
Herr Minister – Entschuldigung! –, Herr Kanzler, ich hätte eine Bitte. Du hast gesagt (Heiterkeit und Zwischenruf des Abg. Weninger), wir brauchen dieses Qualitätsgütesiegel nicht, dafür gibt es keine Notwendigkeit. – Das kann ich wirklich nicht nachvollziehen, und Herr Kollege, bitte, auch deine Einwendung nicht, denn genau dort geht es um Arbeitsplätze. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Weninger.) Und damit sind wir jetzt beim Thema. Was ist denn mit TTIP? Was ist denn mit CETA? Was ist denn mit TISA?
Heiterkeit des Abg. Podgorschek.
In diesem Spannungsfeld müssen wir, denke ich, die Diskussion hier in diesem Haus führen. Ich meine, das ist auch die Verantwortung der Politik, dass man das nicht ständig zurückweist und sagt: Na ja, da haben wir ja eh die Umfragen von den Wirtschaftsforschern, da haben wir eh die Ergebnisse und die Prognosen. – Das ist meistens wie der Wetterbericht: Der Wetterbericht kommt täglich, und wenn man das Gegenteil der Vorhersage behauptet, hat man anscheinend öfter recht, als wenn man dem Wetterbericht glaubt. (Heiterkeit des Abg. Podgorschek.) Das Hauptproblem ist, glaube ich, dass man natürlich – Herr Kanzler, ich verstehe das – von Prognosen und Annahmen ausgehen muss, aber dann gibt es noch die Realität.
Ruf bei der ÖVP: Ja, und?
Herr Kollege, ich habe gestern – und jetzt bist wirklich du gefragt – eine ganz interessante Begebenheit in Vöcklabruck erlebt. Da war ein Unternehmer, in dessen Betrieb es 180 Arbeitsplätze und keinen Betriebsrat und keinen Gewerkschafter gibt. (Ruf bei der ÖVP: Ja, und?) Da hat ein Funktionär der Gewerkschaft geglaubt, er muss ihn überzeugen, wie notwendig eine Gewerkschaft ist. Wisst ihr, was die Antwort des Unternehmers war? – Er hat gesagt: Dein Gehalt zahle ich lieber meinen Mitarbeitern, denn die verdienen mir in der Firma mit ihrer Leistung mein Einkommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Herr Kollege, ich habe gestern – und jetzt bist wirklich du gefragt – eine ganz interessante Begebenheit in Vöcklabruck erlebt. Da war ein Unternehmer, in dessen Betrieb es 180 Arbeitsplätze und keinen Betriebsrat und keinen Gewerkschafter gibt. (Ruf bei der ÖVP: Ja, und?) Da hat ein Funktionär der Gewerkschaft geglaubt, er muss ihn überzeugen, wie notwendig eine Gewerkschaft ist. Wisst ihr, was die Antwort des Unternehmers war? – Er hat gesagt: Dein Gehalt zahle ich lieber meinen Mitarbeitern, denn die verdienen mir in der Firma mit ihrer Leistung mein Einkommen. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Darabos: Völlig falscher Ansatz!
Ich glaube, man muss es auch einmal von dieser Seite sehen. (Abg. Darabos: Völlig falscher Ansatz!) – Ja, das kann schon sein, Herr Kollege. Aber das Beispiel zeigt ja: Wie schaut denn das aus mit den Erfolgen mit dem richtigen Ansatz?! Wir haben ja die
Zwischenruf der Abgeordneten Weninger und Riemer.
Ich habe überhaupt keine Freude, Herr Kollege Walser, wenn du meiner Chefin sagst, sie macht „blabla“. Das ist nämlich nicht sehr gehoben, noch dazu für einen, der im Lehramt tätig ist, sage ich einmal. (Zwischenruf der Abgeordneten Weninger und Riemer.) Da hätte ich mir ein bisschen eine qualifiziertere Aussage gewünscht.
Abg. Glawischnig-Piesczek: Wir waren nie für Mais-Monokultur!
Ich verstehe es heute noch nicht, warum damals der Landwirtschaftsminister Berlakovich ... (Abg. Glawischnig-Piesczek: Wir waren nie für Mais-Monokultur!) – Nicht?! Aber für Biogasanlagen! Dann haben Sie aber noch nicht begriffen, womit Biogasanlagen betrieben werden, Frau Kollegin. (Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.) Macht überhaupt nichts, kein Problem! Super! Es ist ja überhaupt kein Problem, man kann ja einfach gescheiter werden. Ich glaube, es war der berühmte Bundeskanzler Kreisky, der gesagt hat: Man darf ja dazulernen! – Lernen Sie also einfach dazu!
Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Ich verstehe es heute noch nicht, warum damals der Landwirtschaftsminister Berlakovich ... (Abg. Glawischnig-Piesczek: Wir waren nie für Mais-Monokultur!) – Nicht?! Aber für Biogasanlagen! Dann haben Sie aber noch nicht begriffen, womit Biogasanlagen betrieben werden, Frau Kollegin. (Beifall beim Team Stronach. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Glawischnig-Piesczek.) Macht überhaupt nichts, kein Problem! Super! Es ist ja überhaupt kein Problem, man kann ja einfach gescheiter werden. Ich glaube, es war der berühmte Bundeskanzler Kreisky, der gesagt hat: Man darf ja dazulernen! – Lernen Sie also einfach dazu!
Ruf bei der SPÖ: „Arbeitsplätze vergast“?
Man hat Tausende Arbeitsplätze vergast (Ruf bei der SPÖ: „Arbeitsplätze vergast“?) und hat gesagt, man schafft Green Jobs. – Na, bitte sehr, warum? Darf ich es erklären? – Frau Kollegin, anstatt der Biogasanlagen hätte man Kuhställe, Schweineställe, Geflügelställe bauen müssen, hätte Arbeitsplätze geschaffen, hätte gesunde Lebensmittel produziert. (Zwischenruf des Abg. Auer.) – Aber so?! – Na gut, dann holen wir sie eben aus China, ist ja kein Problem!
Zwischenruf des Abg. Auer.
Man hat Tausende Arbeitsplätze vergast (Ruf bei der SPÖ: „Arbeitsplätze vergast“?) und hat gesagt, man schafft Green Jobs. – Na, bitte sehr, warum? Darf ich es erklären? – Frau Kollegin, anstatt der Biogasanlagen hätte man Kuhställe, Schweineställe, Geflügelställe bauen müssen, hätte Arbeitsplätze geschaffen, hätte gesunde Lebensmittel produziert. (Zwischenruf des Abg. Auer.) – Aber so?! – Na gut, dann holen wir sie eben aus China, ist ja kein Problem!
Zwischenruf des Abg. Rädler
Das sind die Fakten, und deshalb würde ich bitten, dass wir das breiter diskutieren (Zwischenruf des Abg. Rädler), deshalb würde ich bitten, dass unsere Hotellerie und unsere Gastronomie – Gott sei Dank haben wir ja den Punkt morgen – endlich auch faire Partner werden, sodass wir nicht nur eine gesunde, gepflegte Landschaft herzeigen, sondern auch das, was in dieser Landschaft produziert wird, genießen können und die Produkte nicht 12 800 Kilometer weit transportieren. (Beifall beim Team Stronach.) Deshalb ist diese Thematik wichtig.
Beifall beim Team Stronach.
Das sind die Fakten, und deshalb würde ich bitten, dass wir das breiter diskutieren (Zwischenruf des Abg. Rädler), deshalb würde ich bitten, dass unsere Hotellerie und unsere Gastronomie – Gott sei Dank haben wir ja den Punkt morgen – endlich auch faire Partner werden, sodass wir nicht nur eine gesunde, gepflegte Landschaft herzeigen, sondern auch das, was in dieser Landschaft produziert wird, genießen können und die Produkte nicht 12 800 Kilometer weit transportieren. (Beifall beim Team Stronach.) Deshalb ist diese Thematik wichtig.
Abg. Auer: Das ist keine Fragestunde!
Ich bin dankbar für diese Fragestunde (Abg. Auer: Das ist keine Fragestunde!), weil mich das wahnsinnig freut – und ich möchte mit einem ganz wesentlichen Punkt schließen. Ich bin als Familiensprecher sehr stolz auf unsere Klubobfrau, dass sie sich bekannt hat zu diesem wirklich wichtigen Schritt, ein Kind zu bekommen. (Abg. Rädler: Jetzt hör auf!)
Abg. Rädler: Jetzt hör auf!
Ich bin dankbar für diese Fragestunde (Abg. Auer: Das ist keine Fragestunde!), weil mich das wahnsinnig freut – und ich möchte mit einem ganz wesentlichen Punkt schließen. Ich bin als Familiensprecher sehr stolz auf unsere Klubobfrau, dass sie sich bekannt hat zu diesem wirklich wichtigen Schritt, ein Kind zu bekommen. (Abg. Rädler: Jetzt hör auf!)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler
Ich darf Folgendes sagen – und ich habe 13 Enkel –: Ja, Frau Kollegin Glawischnig, was sagen wir – weil jetzt gerade geredet worden ist über Facharbeiter, weil gerade über Ausbildung geredet worden ist; der Kollege Walser war es, glaube ich, von Ihrem Klub (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) –, was sagen wir denn unseren Handwerkern und Handwerkerinnen draußen? Jetzt ist ja die Zeit nicht mehr ganz so lustig. Gestern haben sie bei uns daheim am Rauchfang gearbeitet, und das bei dem Wetter. – Nicht lachen! Was zeigen wir denn denen an Wertschätzung? (Zwischenruf des Abg. Knes.)
Zwischenruf des Abg. Knes.
Ich darf Folgendes sagen – und ich habe 13 Enkel –: Ja, Frau Kollegin Glawischnig, was sagen wir – weil jetzt gerade geredet worden ist über Facharbeiter, weil gerade über Ausbildung geredet worden ist; der Kollege Walser war es, glaube ich, von Ihrem Klub (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Rädler) –, was sagen wir denn unseren Handwerkern und Handwerkerinnen draußen? Jetzt ist ja die Zeit nicht mehr ganz so lustig. Gestern haben sie bei uns daheim am Rauchfang gearbeitet, und das bei dem Wetter. – Nicht lachen! Was zeigen wir denn denen an Wertschätzung? (Zwischenruf des Abg. Knes.)
Ruf bei der SPÖ: Das war nicht der von der Gewerkschaft!
Herr Kollege von der Gewerkschaft, wie können die denn leben mit 1 600 € Monatseinkommen? (Ruf bei der SPÖ: Das war nicht der von der Gewerkschaft!) Wie kann denn der eine Familie sichern, der Schichtarbeiter von der Firma Spitz, der Schichtarbeiter draußen, der eine Familie versorgen muss? Wie geht es denn denen wirklich? Haben wir hier herinnen begriffen, wie es dem Arbeitnehmer, der Arbeitnehmerin vor Ort geht? (Ruf bei der SPÖ: Wir schon!)
Ruf bei der SPÖ: Wir schon!
Herr Kollege von der Gewerkschaft, wie können die denn leben mit 1 600 € Monatseinkommen? (Ruf bei der SPÖ: Das war nicht der von der Gewerkschaft!) Wie kann denn der eine Familie sichern, der Schichtarbeiter von der Firma Spitz, der Schichtarbeiter draußen, der eine Familie versorgen muss? Wie geht es denn denen wirklich? Haben wir hier herinnen begriffen, wie es dem Arbeitnehmer, der Arbeitnehmerin vor Ort geht? (Ruf bei der SPÖ: Wir schon!)
Abg. Hammer: Die Stenographen ...!
Ich würde bitten, und das ist ganz wesentlich, dass wir wirklich von den Fakten reden, dass wir wirklich, und das ist der zweite ganz wesentliche Punkt, auch jene Personen (Abg. Hammer: Die Stenographen ...!), die mit einem Einzeleinkommen eine Familie erhalten müssen, Kinder betreuen müssen, hier herinnen berücksichtigen.
Beifall beim Team Stronach. – Abg. Weninger: Zugabe! – Ruf bei der ÖVP: Ein großer Österreicher! – Abg. Rädler: Ein großer Österreicher war das!
In diesem Sinne, Herr Kanzler, würde ich bitten, auch noch einmal über dieses Qualitätsgütesiegel-Gesetz nachzudenken, es auch aus Sicht der Arbeitsplätze zu bedenken, denn hier geht es um Arbeitsplätze in der Region. Hier geht es um die Verarbeitung, hier geht es um die Veredlung, hier geht es um den Verkauf und hier geht es um die Gesundheit und die Umwelt. In diesem Sinne bitte ich um Unterstützung. (Beifall beim Team Stronach. – Abg. Weninger: Zugabe! – Ruf bei der ÖVP: Ein großer Österreicher! – Abg. Rädler: Ein großer Österreicher war das!)
Abg. Strolz: Wachstum!
Herr Kollege Strolz hat in seiner Rede gesagt, Österreich kopple sich bei der Krisenbewältigung negativ ab. – Herr Kollege, ich höre Ihnen wirklich gerne zu, aber ich habe es nicht ganz verstanden, und ich werde es dann auch sagen, warum. (Abg. Strolz: Wachstum!) Und Kollegin Schatz hat gesagt, wir würden die Krise nur aussitzen. – Da möchte ich daran erinnern, dass wir wirklich viele Jahre hindurch, über die ganze Krisenzeit, wenn ich das so sagen darf, wirklich sehr gut durch die Krise gekommen sind, weil wir in Österreich – und das wissen Sie alle, meine Kolleginnen und Kollegen – die ganzen Jahre hindurch die niedrigste Arbeitslosigkeit gehabt haben. (Zwischenruf der Abg. Schatz.) Wir haben die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit gehabt. Jetzt liegen wir an zweiter Stelle. Beim BIP sind wir auf dem zweiten Platz in ganz Europa. Also ich merke da nicht, dass wir so schlecht abschneiden.
Zwischenruf der Abg. Schatz.
Herr Kollege Strolz hat in seiner Rede gesagt, Österreich kopple sich bei der Krisenbewältigung negativ ab. – Herr Kollege, ich höre Ihnen wirklich gerne zu, aber ich habe es nicht ganz verstanden, und ich werde es dann auch sagen, warum. (Abg. Strolz: Wachstum!) Und Kollegin Schatz hat gesagt, wir würden die Krise nur aussitzen. – Da möchte ich daran erinnern, dass wir wirklich viele Jahre hindurch, über die ganze Krisenzeit, wenn ich das so sagen darf, wirklich sehr gut durch die Krise gekommen sind, weil wir in Österreich – und das wissen Sie alle, meine Kolleginnen und Kollegen – die ganzen Jahre hindurch die niedrigste Arbeitslosigkeit gehabt haben. (Zwischenruf der Abg. Schatz.) Wir haben die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit gehabt. Jetzt liegen wir an zweiter Stelle. Beim BIP sind wir auf dem zweiten Platz in ganz Europa. Also ich merke da nicht, dass wir so schlecht abschneiden.
Beifall bei der SPÖ.
Man kann natürlich alles durch die Oppositionsbrille sehen. Ich versuche immer beide Seiten zu sehen und kann mit Sicherheit sagen, dass die Bundesregierung in den letzten Jahren gut gearbeitet hat, dass wir aufgrund der Arbeit der Bundesregierung – und ich möchte es dann ein bisschen an der Arbeitsmarktpolitik festmachen – die Krise wirklich gut bewältigt haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Strolz: Ja, da gibt es einiges Gutes!
Sie alle wissen, dass, speziell was die Jugendarbeitslosigkeit betrifft, nicht nur ein Staatschef zu uns gekommen ist, um zu sehen, wie wir es schaffen, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zu allen anderen Staaten in Europa bei uns so niedrig ist. (Abg. Strolz: Ja, da gibt es einiges Gutes!) Jeder Arbeitslose ist einer zu viel, keine Frage, aber man kann trotzdem sagen: Wir haben mit unseren Programmen und mit unseren Konzepten zur dualen Ausbildung und mit den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die gesetzt wurden, die Krise in den letzten Jahren sehr gut bewältigt. (Abg. Schatz: Bewältigt ist sie, wenn sie vorbei ist, aber es wird immer schlimmer!)
Abg. Schatz: Bewältigt ist sie, wenn sie vorbei ist, aber es wird immer schlimmer!
Sie alle wissen, dass, speziell was die Jugendarbeitslosigkeit betrifft, nicht nur ein Staatschef zu uns gekommen ist, um zu sehen, wie wir es schaffen, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zu allen anderen Staaten in Europa bei uns so niedrig ist. (Abg. Strolz: Ja, da gibt es einiges Gutes!) Jeder Arbeitslose ist einer zu viel, keine Frage, aber man kann trotzdem sagen: Wir haben mit unseren Programmen und mit unseren Konzepten zur dualen Ausbildung und mit den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die gesetzt wurden, die Krise in den letzten Jahren sehr gut bewältigt. (Abg. Schatz: Bewältigt ist sie, wenn sie vorbei ist, aber es wird immer schlimmer!)
Abg. Schatz: Steigt die Arbeitslosigkeit und schrumpft die Wirtschaft: Ja oder nein?
Ich sage es immer wieder, Frau Kollegin Schatz: Das passiert nicht einfach, das wird gemacht! Das wird durch verantwortungsvolle Politik gemacht, das wird durch verantwortungsvolle Arbeitsmarktpolitik gemacht, und das machen unsere tüchtigen Unternehmerinnen und Unternehmer, keine Frage, und natürlich auch die tüchtigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das passiert nicht einfach, sondern da steckt auch harte Arbeit dahinter. Und die Bundesregierung hat in den letzten Jahren wirklich hart daran gearbeitet, dass wir eben nicht zu den schlechtesten Ländern in der Krisenbewältigung zählen. (Abg. Schatz: Steigt die Arbeitslosigkeit und schrumpft die Wirtschaft: Ja oder nein?)
Abg. Schatz: Aber die Arbeitslosigkeit ist gestiegen!
Ich möchte Ihnen, Frau Kollegin Schatz, ein paar Zahlen in Erinnerung rufen, weil wir in der politischen Diskussion oft vergessen, die Fakten in Zahlen ausgedrückt aufzuzeigen. So wurden beispielsweise die Mittel für das Arbeitsmarktservice in den letzten zehn Jahren um 60 Prozent angehoben. 2014/2015 haben wir die höchsten Budgets, die jemals beschlossen worden sind. (Abg. Schatz: Aber die Arbeitslosigkeit ist gestiegen!) – Ja, aber es ist so, dass dagegen auch etwas gemacht wird. Ich betone: Dagegen wird ja etwas gemacht!
Abg. Schatz: Sie nehmen zwar mehr Geld in die Hand, aber Sie schichten auch um!
Ich möchte speziell bei den älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, auch die Dramatik, die es in diesem Zusammenhang gibt, aufzeigen: Auf der einen Seite ist immer davon die Rede, man müsse das Pensionsantrittsalter anheben, und auf der anderen Seite werden aber, wie wir wissen, ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer deswegen, weil sie anscheinend zu teuer sind, immer öfter – unter Anführungszeichen – „freigesetzt“. Genau auf diesen Umstand müssen wir unseren Schwerpunkt legen! Und die Bundesregierung macht das, indem sie eben für aktive Arbeitsmarktpolitik in diesem Sektor 120 Millionen € mehr zur Verfügung stellt. (Abg. Schatz: Sie nehmen zwar mehr Geld in die Hand, aber Sie schichten auch um!)
Beifall bei der SPÖ.
Ich finde es auch ganz wichtig, was Sie sehr oft im Ausschuss kritisiert haben, dass man endlich dazu übergeht, im AMS-Bereich mehr Fachkurse anzubieten, also nicht mehr so viel Bewerbungstraining, sondern eher fachspezifische Kurse anzubieten. Diese Bundesregierung erkennt diese Problematik nicht nur, sondern steuert auch tatsächlich dagegen: mit wirkungsvollen Maßnahmen, mit wirkungsvoller Arbeitsmarktpolitik, mit aktiver Arbeitsmarktpolitik. Denn: Das Schlechteste ist, wenn Menschen lange in Arbeitslosigkeit verharren. Das wissen wir alle. Das schlägt auf das Selbstbewusstsein, das mindert das Selbstwertgefühl, und das wirkt sich natürlich auch auf das Geldbörserl negativ aus. Deswegen muss man alles daransetzen, dass Menschen, die arbeitslos werden, rasch wieder in den Arbeitsprozess integriert werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.
Abgeordnete Dorothea Schittenhelm (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzter Herr Bundeskanzler! Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zuerst ganz kurz Kollegen Kassegger etwas sagen: Wir, die Volkspartei, sind keine Realitätsverweigerer! Wir sind jene Menschen, die Probleme aufgreifen und lösungsorientiert arbeiten und auch Lösungen bringen. Das haben wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch unter Beweis gestellt. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Kitzmüller.)
Beifall bei der ÖVP.
Zu den Ausführungen von Kollegen Schellhorn ganz kurz: Er hat beklagt, wie furchtbar in Kärnten alles sei, dass dort die Unternehmerinnen und Unternehmer eigentlich in ihrer Tatkraft behindert werden. Da darf ich ihn nach Niederösterreich und Oberösterreich einladen, wo wir schon längst den One-Stop-Shop haben. Dort leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Bezirkshauptmannschaften hervorragende Arbeit, geben Unterstützung, um möglichst rasch Ansiedlungen von neuen Betrieben voranzutreiben. Das belegt auch die Statistik. (Beifall bei der ÖVP.)
Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich möchte jetzt auch ganz kurz auf das Thema Frauenbeschäftigung eingehen. Wir hatten im zweiten Quartal dieses Jahres durchschnittlich insgesamt 4 222 200 Erwerbstätige, davon 2 237 400 Männer und 1 984 700 Frauen. Was sagt uns das? – Das sagt uns, dass eine Arbeitswelt ohne Frauen nicht möglich ist! (Demonstrativer Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.) Genauso ist eine Wirtschaftswelt ohne Frauen nicht möglich.
Beifall bei der ÖVP.
Klar ist – und da sind wir uns, glaube ich, alle einig –: Nur aus einer guten, florierenden Wirtschaft können wir auch etwas erwirtschaften. Und das brauchen wir, um die soziale Balance, die soziale Ausgewogenheit in unserem Land sicherzustellen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Bernhard Themessl (FPÖ): Herr Präsident! Frau Staatssekretärin! Herr Bundeskanzler! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich begrüße eine Abordnung der Freiheitlichen Jugend aus dem 15. Bezirk. Herzlich willkommen im Parlament! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Matznetter ist Wirtschaftskammer-Vizepräsident. Die Wirtschaftskammer hat die neuesten Zahlen herausgegeben, und demnach liegt die Abgabenquote in Österreich bei 45,2 Prozent. Er als Vizepräsident müsste das eigentlich wissen. Ich stelle somit fest, dass unser Abgeordneter Dr. Kassegger völlig recht damit gehabt hat, dass wir in Österreich die höchste Abgabenquote haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie sprechen von Rekordbeschäftigung. – Da haben Sie recht, wir haben über 3,5 Millionen Beschäftigte in Österreich. Sie sagen aber nicht dazu, dass über 800 000 davon sogenannte geringfügig Beschäftigte sind, Halbtagskräfte – also alles Beschäftigungsverhältnisse, die ein Einkommen gewährleisten, von dem man nicht leben kann! Und Sie stellen sich bei jeder Gelegenheit hin und sagen: Wir sind eines der reichsten Länder auf dieser Welt und in Europa! – Da müssten Sie sich eigentlich in Grund und Boden schämen, wenn Sie im Armutsbericht lesen, dass 1,2 Millionen Österreicher armutsgefährdet sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage es Ihnen noch einmal: Solange Sie sich nicht die Tatsachen wirklich zu Herzen nehmen oder auch einmal die Zahlen hinter Ihren genannten Zahlen sehen wollen, so lange wird sich in dieser Republik nichts ändern. Und wie mein Kollege Kassegger schon richtig erkannt hat: Das wird sich dann ändern, wenn sich die Kräfteverhältnisse in diesem Hohen Haus ändern. Ich kann hoffen, das wird bald sein, weil der Bevölkerung endlich die Augen aufgegangen sind. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
werden. Es gibt Länder mit ganz, ganz geringen Steuern, wo es dann aber nicht möglich ist, ohne einen Leibwächter joggen zu gehen. Das wollen wir definitiv nicht in Österreich! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Von der ÖVP kommt immer das Geschrei: Leistung, Leistung, Leistung! – Ich kann es, ehrlich gesagt, kaum mehr hören. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn es nämlich einmal konkret wird (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir hatten die Debatte, Kollege Obernosterer, ich habe dich einmal gefragt: Was ist die Leistung von Erben? Was die Leistung von Erben ist, das hast du mir bis heute nicht erklären können. Also Leistung in Form von harter Arbeit wird besteuert, und Erben wird steuerfrei gestellt – das ist ein merkwürdiger ÖVP-Ansatz! (Beifall bei den Grünen.)
Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Von der ÖVP kommt immer das Geschrei: Leistung, Leistung, Leistung! – Ich kann es, ehrlich gesagt, kaum mehr hören. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn es nämlich einmal konkret wird (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir hatten die Debatte, Kollege Obernosterer, ich habe dich einmal gefragt: Was ist die Leistung von Erben? Was die Leistung von Erben ist, das hast du mir bis heute nicht erklären können. Also Leistung in Form von harter Arbeit wird besteuert, und Erben wird steuerfrei gestellt – das ist ein merkwürdiger ÖVP-Ansatz! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Von der ÖVP kommt immer das Geschrei: Leistung, Leistung, Leistung! – Ich kann es, ehrlich gesagt, kaum mehr hören. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wenn es nämlich einmal konkret wird (Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Wir hatten die Debatte, Kollege Obernosterer, ich habe dich einmal gefragt: Was ist die Leistung von Erben? Was die Leistung von Erben ist, das hast du mir bis heute nicht erklären können. Also Leistung in Form von harter Arbeit wird besteuert, und Erben wird steuerfrei gestellt – das ist ein merkwürdiger ÖVP-Ansatz! (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Dass von blauer Seite überhaupt noch von Arbeitsplätzen geredet wird, wundert mich, denn in letzter Zeit habe ich von Ihnen immer nur von Arbeitsverboten gehört – von Arbeitsverboten, die Sie mit Zähnen und Klauen verteidigen. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Es gibt Menschen in Österreich, denen Sie die Arbeit verbieten wollen, und das sind gar nicht so wenige Menschen! (Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Bitte nicht so viele Zwischenrufe, schließlich hat die FPÖ bewiesen, wo sie Arbeitsplätze schaffen kann: in Kärnten – beim Staatsanwalt und in der Justiz! Das waren die Arbeitsplätze, die in erster Linie von der FPÖ geschaffen wurden! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Darmann: So eine Polemik haben Sie immer wieder!)
Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.
Dass von blauer Seite überhaupt noch von Arbeitsplätzen geredet wird, wundert mich, denn in letzter Zeit habe ich von Ihnen immer nur von Arbeitsverboten gehört – von Arbeitsverboten, die Sie mit Zähnen und Klauen verteidigen. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Es gibt Menschen in Österreich, denen Sie die Arbeit verbieten wollen, und das sind gar nicht so wenige Menschen! (Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Bitte nicht so viele Zwischenrufe, schließlich hat die FPÖ bewiesen, wo sie Arbeitsplätze schaffen kann: in Kärnten – beim Staatsanwalt und in der Justiz! Das waren die Arbeitsplätze, die in erster Linie von der FPÖ geschaffen wurden! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Darmann: So eine Polemik haben Sie immer wieder!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Darmann: So eine Polemik haben Sie immer wieder!
Dass von blauer Seite überhaupt noch von Arbeitsplätzen geredet wird, wundert mich, denn in letzter Zeit habe ich von Ihnen immer nur von Arbeitsverboten gehört – von Arbeitsverboten, die Sie mit Zähnen und Klauen verteidigen. (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Es gibt Menschen in Österreich, denen Sie die Arbeit verbieten wollen, und das sind gar nicht so wenige Menschen! (Beifall bei den Grünen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Bitte nicht so viele Zwischenrufe, schließlich hat die FPÖ bewiesen, wo sie Arbeitsplätze schaffen kann: in Kärnten – beim Staatsanwalt und in der Justiz! Das waren die Arbeitsplätze, die in erster Linie von der FPÖ geschaffen wurden! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Darmann: So eine Polemik haben Sie immer wieder!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Darmann.
Herr Kollege Darmann, wenn Sie wirklich glauben, Sie haben eine Referenz für gute freiheitliche Arbeitsmarktpolitik, dann schauen Sie nach Kärnten! Da haben Sie in den letzten zehn Jahren definitiv versagt. Es gab definitiv eine blaue Arbeitsmarktpolitik in Kärnten: Sie haben bei den Arbeitslosenzahlen ebenso versagt wie bei den Budgetzahlen. Weiter brauchen wir das, glaube ich, hier nicht auszuführen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Darmann.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ein weiteres Beispiel dafür, wo es aus grüner Sicht viele Arbeitsplätze gibt – und darüber können wir in Wirklichkeit nicht streiten, weil wir uns hoffentlich einig sind –: Die Menschen werden immer älter, und – der Bereich Pflege wurde heute schon angesprochen – wir müssen in den Bereich Pflege investieren. Das ist einfach so. Niemand von Ihnen wird Opa und Oma alleine zu Hause lassen können, wenn sie pflegebedürftig sind. Das ist also ein Bereich, in den wir investieren müssen. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.
Heute wurde auch schon einiges angesprochen, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das Thema Überstunden hat meine Kollegin Birgit Schatz schon erwähnt: Da brauchen wir eine Politik, mit der wir diese komische Situation (Abg. Darmann: In Kärnten seid ihr in Regierungsverantwortung ...!) – auf der einen Seite Leute mit 70, 80 Stunden am Burn-out, auf der anderen Seite Leute, die keinen Arbeitsplatz finden (Abg. Darmann: Das sind Sprechblasen!) – auflösen, mit der wir diese beiden Dinge wieder zusammenführen, auch bei den Überstunden ansetzen und Arbeitsplätze schaffen.
Abg. Darmann: In Kärnten seid ihr in Regierungsverantwortung ...!
Heute wurde auch schon einiges angesprochen, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das Thema Überstunden hat meine Kollegin Birgit Schatz schon erwähnt: Da brauchen wir eine Politik, mit der wir diese komische Situation (Abg. Darmann: In Kärnten seid ihr in Regierungsverantwortung ...!) – auf der einen Seite Leute mit 70, 80 Stunden am Burn-out, auf der anderen Seite Leute, die keinen Arbeitsplatz finden (Abg. Darmann: Das sind Sprechblasen!) – auflösen, mit der wir diese beiden Dinge wieder zusammenführen, auch bei den Überstunden ansetzen und Arbeitsplätze schaffen.
Abg. Darmann: Das sind Sprechblasen!
Heute wurde auch schon einiges angesprochen, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. (Neuerliche Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das Thema Überstunden hat meine Kollegin Birgit Schatz schon erwähnt: Da brauchen wir eine Politik, mit der wir diese komische Situation (Abg. Darmann: In Kärnten seid ihr in Regierungsverantwortung ...!) – auf der einen Seite Leute mit 70, 80 Stunden am Burn-out, auf der anderen Seite Leute, die keinen Arbeitsplatz finden (Abg. Darmann: Das sind Sprechblasen!) – auflösen, mit der wir diese beiden Dinge wieder zusammenführen, auch bei den Überstunden ansetzen und Arbeitsplätze schaffen.
Abg. Neubauer: ... sagt ihr nichts dagegen!
Es gibt aber auch mutige Vorschläge im Bereich der Gewerbeordnung; Kollege Schellhorn hat das heute auch schon erwähnt. Niemand kann mir erklären, warum wir den Wirtschaftskammerapparat, diesen Moloch in dieser Größe noch benötigen. Wir brauchen eine starke Wirtschaftskammer, eine starke Vertretung, keine Frage. Aber warum brauchen wir in jedem Bundesland eine eigene Fachvertretung der Werbeagenturen, der Schuster, der Friseure? – Sie alle haben ja ähnliche Anliegen. Niemand kann mir erklären, dass man dann in Kärnten 180 € an die Kammer zahlen muss und in Wien für das Gleiche 75 €. (Abg. Neubauer: ... sagt ihr nichts dagegen!) Da gibt es also gewaltige Baustellen, Herr Kanzler, und ich hoffe, dass Sie aktiv werden.
Beifall bei den Grünen.
Auch hat mir noch niemand erklären können, warum wir im Jahre 2014 diese Absurdität, diesen Gegensatz: Arbeiter und Angestellte nach wie vor aufrechterhalten. Können wir nicht endlich eine Beschäftigungsform schaffen, das zusammenführen und diese Retropolitik, hier Arbeiter und hier Angestellte, beenden? (Beifall bei den Grünen.) – Das wäre eine mutige Ansage.
Abg. Darmann: Ihr seid ja mit drinnen, geht es an!
Es gibt so viele Absurditäten im System – alle anzuführen würde jetzt meine Zeit überstrapazieren –: Kollege Obernosterer und liebe ÖVP, warum braucht man einen Befähigungsnachweis, wenn man Textilbekleidung näht – in der Wirtschaftskammer –, aber ohne Befähigungsnachweis darf man Fallschirme nähen? – Das ist eine Politik, die ich absurd finde, die nicht nachvollziehbar ist. (Abg. Darmann: Ihr seid ja mit drinnen, geht es an!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Dann tut etwas in Kärnten! – Abg. Wöginger: Regiert eh in Kärnten! – Weitere Zwischenrufe.
Ich kann dieses „könnte man“, „müsste man“, „sollte man“ nicht mehr hören! Setzen wir endlich diese Reformschritte im Sinne der Republik! – Danke sehr. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Neubauer: Dann tut etwas in Kärnten! – Abg. Wöginger: Regiert eh in Kärnten! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei den NEOS.
Die Bevormundung von Unternehmen in Österreich muss endlich aufhören! Unternehmer, Start-ups, EPU wissen schon selbst, ob sie eine Vertretung brauchen und ob sie dafür Beiträge bezahlen wollen. Wenn die Wirtschaftskammer leistungsorientiert arbeitet und im Sinne der Unternehmer und Start-ups auch deren Interessen politisch vertritt, dann werden diese Unternehmen – Start-ups, EPU – auch gerne dafür bezahlen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Europa befindet sich also im Wettbewerb mit Schwellenländern, im Wettbewerb mit den USA. Dieser Wettbewerb wird täglich härter. Wir vom Team Stronach wollen nicht, dass der Wirtschaftsstandort Österreich geschwächt wird. Wir wollen eine Stärkung der produzierenden Industrie. (Beifall beim Team Stronach.) Das ist nur durch die Schaffung industriefreundlicher Rahmenbedingungen möglich. Daher bitte ich um die Schaffung dieser Rahmenbedingungen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Europa befindet sich also im Wettbewerb mit Schwellenländern, im Wettbewerb mit den USA. Dieser Wettbewerb wird täglich härter. Wir vom Team Stronach wollen nicht, dass der Wirtschaftsstandort Österreich geschwächt wird. Wir wollen eine Stärkung der produzierenden Industrie. (Beifall beim Team Stronach.) Das ist nur durch die Schaffung industriefreundlicher Rahmenbedingungen möglich. Daher bitte ich um die Schaffung dieser Rahmenbedingungen. (Beifall beim Team Stronach.)
Abg. Peter Wurm: Was hat die Zahnspange mit den Arbeitslosen zu tun?
Ich darf daran erinnern, was alles passiert ist. Wir haben in Österreich das Investitionsvolumen in der Infrastruktur auch in die notwendigen Einsparungsmaßnahmen im budgetären Bereich weitergezogen. Es gab ein Arbeitsmarktpaket allein in jüngster Zeit von 550 Millionen € für ältere Arbeitnehmer, Mehrbeträge für die Versorgung der Kinder – Stichwort Tagesbetreuung – mit 400 Millionen €, Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen um 350 Millionen €, Pflegegeld/24-Stunden-Pflege mit 310 Millionen €, Pflegefonds-Verlängerung 2017/2018 mit 700 Millionen €, Wohnbauoffensive mit 180 Millionen €, Gratis-Zahnspange für 85 000 Kinder mit 80 Millionen ... (Abg. Peter Wurm: Was hat die Zahnspange mit den Arbeitslosen zu tun?)
Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.
Wenn Sie die Gesundheitsversorgung in einem Lande – Herr Kollege, ich habe oft schon Kurzsichtigkeit erlebt, aber das, was aus den Reihen der FPÖ kommt, ist ja nicht mehr zu überbieten! (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Ein Gesundheitssystem, das Menschen gesund statt krank hält, ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für einen Wirtschaftsstandort. Was stellen Sie sich vor? – Wenn Sie eine zahnkranke Bevölkerung mit kaputten Zähnen haben, werden Sie sich freuen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie waren nie Arbeitgeber und hatten nie Krankenstände zu verzeichnen. Das ist Ahnungslosigkeit, Herr Kollege! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wenn Sie die Gesundheitsversorgung in einem Lande – Herr Kollege, ich habe oft schon Kurzsichtigkeit erlebt, aber das, was aus den Reihen der FPÖ kommt, ist ja nicht mehr zu überbieten! (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Ein Gesundheitssystem, das Menschen gesund statt krank hält, ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für einen Wirtschaftsstandort. Was stellen Sie sich vor? – Wenn Sie eine zahnkranke Bevölkerung mit kaputten Zähnen haben, werden Sie sich freuen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie waren nie Arbeitgeber und hatten nie Krankenstände zu verzeichnen. Das ist Ahnungslosigkeit, Herr Kollege! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Wenn Sie die Gesundheitsversorgung in einem Lande – Herr Kollege, ich habe oft schon Kurzsichtigkeit erlebt, aber das, was aus den Reihen der FPÖ kommt, ist ja nicht mehr zu überbieten! (Zwischenruf des Abg. Peter Wurm.) Ein Gesundheitssystem, das Menschen gesund statt krank hält, ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für einen Wirtschaftsstandort. Was stellen Sie sich vor? – Wenn Sie eine zahnkranke Bevölkerung mit kaputten Zähnen haben, werden Sie sich freuen. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Sie waren nie Arbeitgeber und hatten nie Krankenstände zu verzeichnen. Das ist Ahnungslosigkeit, Herr Kollege! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Darmann: Reden Sie einmal mit einem Zahnarzt!
Wirklich, es ist unfassbar! Fragen Sie einmal nach den wirklichen Faktoren, warum Betriebe in Österreich produzieren: weil wir ein funktionierendes Gesundheitssystem haben! (Abg. Darmann: Reden Sie einmal mit einem Zahnarzt!) Zum Glück ist die FPÖ für all das nicht verantwortlich. Das wäre eine Katastrophe für das Land! (Abg. Peter Wurm: Die Zahnspange ist die Rettung Österreichs!)
Abg. Peter Wurm: Die Zahnspange ist die Rettung Österreichs!
Wirklich, es ist unfassbar! Fragen Sie einmal nach den wirklichen Faktoren, warum Betriebe in Österreich produzieren: weil wir ein funktionierendes Gesundheitssystem haben! (Abg. Darmann: Reden Sie einmal mit einem Zahnarzt!) Zum Glück ist die FPÖ für all das nicht verantwortlich. Das wäre eine Katastrophe für das Land! (Abg. Peter Wurm: Die Zahnspange ist die Rettung Österreichs!)
Abg. Peter Wurm: Die Zahnspange rettet Österreich!
Ich komme aber zurück zum Hauptpunkt. Die Summe der Maßnahmen der Bundesregierung (Abg. Peter Wurm: Die Zahnspange rettet Österreich!) hat in einer schwierigen Situation dazu geführt, dass dem Land ein deutlich höherer Anstieg an Arbeitslosigkeit erspart geblieben ist. Unsere Beschäftigungsgarantie für alle Jugendlichen bis 18 Jahre schafft einen Rahmen, dass wir bei der Jugendarbeitslosigkeit unter den Besten überhaupt sind. Warum? – Weil wir durch eine Reihe von Maßnahmen sicherstellen, dass jeder Lehrstellensuchende am Ende des Tages einen Ausbildungsplatz hat. Da sollten Sie dem Minister Hundstorfer und dem Minister Mitterlehner danke dafür sagen! Das ist eine der besten Maßnahmen, die gesetzt worden sind. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir tun etwas für die jungen Menschen! Sie kritisieren nur. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich komme aber zurück zum Hauptpunkt. Die Summe der Maßnahmen der Bundesregierung (Abg. Peter Wurm: Die Zahnspange rettet Österreich!) hat in einer schwierigen Situation dazu geführt, dass dem Land ein deutlich höherer Anstieg an Arbeitslosigkeit erspart geblieben ist. Unsere Beschäftigungsgarantie für alle Jugendlichen bis 18 Jahre schafft einen Rahmen, dass wir bei der Jugendarbeitslosigkeit unter den Besten überhaupt sind. Warum? – Weil wir durch eine Reihe von Maßnahmen sicherstellen, dass jeder Lehrstellensuchende am Ende des Tages einen Ausbildungsplatz hat. Da sollten Sie dem Minister Hundstorfer und dem Minister Mitterlehner danke dafür sagen! Das ist eine der besten Maßnahmen, die gesetzt worden sind. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir tun etwas für die jungen Menschen! Sie kritisieren nur. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich komme aber zurück zum Hauptpunkt. Die Summe der Maßnahmen der Bundesregierung (Abg. Peter Wurm: Die Zahnspange rettet Österreich!) hat in einer schwierigen Situation dazu geführt, dass dem Land ein deutlich höherer Anstieg an Arbeitslosigkeit erspart geblieben ist. Unsere Beschäftigungsgarantie für alle Jugendlichen bis 18 Jahre schafft einen Rahmen, dass wir bei der Jugendarbeitslosigkeit unter den Besten überhaupt sind. Warum? – Weil wir durch eine Reihe von Maßnahmen sicherstellen, dass jeder Lehrstellensuchende am Ende des Tages einen Ausbildungsplatz hat. Da sollten Sie dem Minister Hundstorfer und dem Minister Mitterlehner danke dafür sagen! Das ist eine der besten Maßnahmen, die gesetzt worden sind. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir tun etwas für die jungen Menschen! Sie kritisieren nur. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Eines sei Ihnen auch noch ins Stammbuch geschrieben: Sozialpartnerschaft hat dieses Land zu einem der lebenswertesten gemacht! Sie brauchen das nicht anzugreifen, das funktioniert nämlich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Da braucht es keine Zwischenrufe von der Opposition. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Dieses Land ist durch die Sozialpartnerschaft gesund geworden und ist es heute noch! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Eines sei Ihnen auch noch ins Stammbuch geschrieben: Sozialpartnerschaft hat dieses Land zu einem der lebenswertesten gemacht! Sie brauchen das nicht anzugreifen, das funktioniert nämlich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Da braucht es keine Zwischenrufe von der Opposition. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Dieses Land ist durch die Sozialpartnerschaft gesund geworden und ist es heute noch! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Nachbaur und Peter Wurm.
Interessant ist nur: Wir in Österreich haben rund 5 Prozent Arbeitslose, in Kanada sind es 7 Prozent. Interessant ist nur, meine Damen und Herren: Wir hatten im letzten Jahr ein Maastricht-Defizit von 1,5 Prozent, in Kanada waren es über 3 Prozent. (Zwischenrufe der Abgeordneten Nachbaur und Peter Wurm.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Nachbaur: ! Da haben Sie nicht zugehört!
Interessant ist nur: Der mangelnde Reformwille wird uns auch vorgehalten, und dann lese ich da, man kann ja googeln, heutzutage erhält man das sofort: Vor allem die verarbeitende Industrie hinkt in Kanada der Konkurrenz weit hinterher, was die Produktivität betrifft. – Und dann gehen Sie her und erklären uns hier die Welt. Also schauen Sie dort ein wenig nach, von wo Sie herkommen. Das wäre durchaus angebracht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Nachbaur: ! Da haben Sie nicht zugehört!)
Zwischenruf der Abg. Nachbaur.
Konjunktur ist aber auch eine Frage der Stimmung. Jetzt können wir alle durchs Land ziehen und den Untergang beschwören und alles kaputtreden. Vor einigen Jahren war die Devise: Der Euro ist kaputt, Europa ist kaputt. Es gab sogar einen Universitätsprofessor, der im März 2011 durch das Land gezogen ist – er lehrte an der Uni Linz und auch an der Uni Wien – und gemeint hat, 2011 sei das Jahr der Staatspleite, es käme so etwas wie funktionales Geld, denn der Euro sei weg. (Zwischenruf der Abg. Nachbaur.)
Abg. Darmann: Genau!
Aber interessant ist schon auch, wenn so mancher hier beklagt, dass in Kärnten manches länger dauert, dass der Herr Kollege Köchl von den Grünen nicht mehr hören kann, wir sollten, müssten und so weiter. Herr Kollege! Ihre Fraktion ist ja in der Kärntner Landesregierung. (Abg. Darmann: Genau!)
Abg. Darmann: Ja, ich höre schon zu, ich tu nur zwischenrufen!
Schauen Sie, ich zeige Ihnen etwas. – Herr Kollege, auch Sie könnten aufpassen (Abg. Darmann: Ja, ich höre schon zu, ich tu nur zwischenrufen!) Mein Bezirk Wels-Land hat mehr starke Unternehmen als das gesamte Land Kärnten – interessant. Und ich sage Ihnen noch etwas. In Oberösterreich arbeiten die Bezirkshauptmannschaften, die Beamten, die Angestellten in einer hervorragenden Art und Weise, und ich garantiere Ihnen, wenn Ihre Unterlagen als Firmengründer stimmen, haben Sie binnen 30 Tagen Ihre Bewilligung, weil hervorragende Arbeit geleistet wird. Das ist eben der Unterschied. (Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Darmann.) Es kann sein, dass Sie das ärgert. Mich freut es. Sie kann es durchaus ärgern, dass wir vielleicht durchaus noch die eine und andere Verbesserung machen sollten.
Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Darmann.
Schauen Sie, ich zeige Ihnen etwas. – Herr Kollege, auch Sie könnten aufpassen (Abg. Darmann: Ja, ich höre schon zu, ich tu nur zwischenrufen!) Mein Bezirk Wels-Land hat mehr starke Unternehmen als das gesamte Land Kärnten – interessant. Und ich sage Ihnen noch etwas. In Oberösterreich arbeiten die Bezirkshauptmannschaften, die Beamten, die Angestellten in einer hervorragenden Art und Weise, und ich garantiere Ihnen, wenn Ihre Unterlagen als Firmengründer stimmen, haben Sie binnen 30 Tagen Ihre Bewilligung, weil hervorragende Arbeit geleistet wird. Das ist eben der Unterschied. (Beifall bei der ÖVP. – Weitere Zwischenrufe des Abg. Darmann.) Es kann sein, dass Sie das ärgert. Mich freut es. Sie kann es durchaus ärgern, dass wir vielleicht durchaus noch die eine und andere Verbesserung machen sollten.
Zwischenruf der Abg. Dietrich.
Dann höre ich ständig von der Kreditklemme. Also die Banken vergeben keine Kredite mehr, die Wirtschaft bekommt keine Kredite – interessant. (Zwischenruf der Abg. Dietrich.) Ja, jene Firmen, die hin- und herschwirren wie die Bienen auf den Blumen, nicht wissen, zu wem sie eine ständige Beziehung haben, bei denen die Unterlagen nicht stimmen, haben durchaus Schwierigkeiten.
Abg. Steinhauser: Bravo, die Begeisterung ist groß!
Wenn da heute auch angeführt wurde: die Grünen zur Wirtschaftspolitik. Da bin ich immer ganz begeistert. (Abg. Steinhauser: Bravo, die Begeisterung ist groß!) Zur nachwachsenden Energie. – Hervorragend. Haben Sie das Kraftwerk Lambach schon vergessen? Meine Damen und Herren, in meiner Nachbargemeinde sind sie vor den Baggern gesessen, um die nachwachsende, erneuerbare Energie beziehungsweise das Wasserkraftwerk zu verhindern. Sie sollten sich heute noch schämen für diese Ihre Aktionen (Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Brosz) und uns hier nicht grüne Politik vorgaukeln.
Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Brosz
Wenn da heute auch angeführt wurde: die Grünen zur Wirtschaftspolitik. Da bin ich immer ganz begeistert. (Abg. Steinhauser: Bravo, die Begeisterung ist groß!) Zur nachwachsenden Energie. – Hervorragend. Haben Sie das Kraftwerk Lambach schon vergessen? Meine Damen und Herren, in meiner Nachbargemeinde sind sie vor den Baggern gesessen, um die nachwachsende, erneuerbare Energie beziehungsweise das Wasserkraftwerk zu verhindern. Sie sollten sich heute noch schämen für diese Ihre Aktionen (Beifall bei der ÖVP – Zwischenruf des Abg. Brosz) und uns hier nicht grüne Politik vorgaukeln.
Zwischenrufe bei den Grünen.
Oder, weil Sie sich manches Mal sehr kritisch zur Standortpolitik äußern: Wissen Sie, wie wichtig es war, das Land Steiermark an den oberösterreichischen Zentralraum anzubinden, nämlich durch den Ausbau der Pyhrn-Autobahn? Wer ist denn dort gesessen und hat demonstriert und verhindert? Auch Kollegen, die früher in Ihrer Fraktion tätig waren. Sie könnten sich ein bisschen daran erinnern, meine Damen und Herren, anstatt hierherzugehen und uns jetzt Beispiele aufzuzeigen. (Zwischenrufe bei den Grünen.)
Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.
Dasselbe auch bei der Landwirtschaft. Kollege Pirklhuber lässt keine Möglichkeit aus, das Investitionsprogramm der Landwirtschaft schlechtzureden. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Er sieht dieses Programm negativ, vergisst dabei aber, dass damit Arbeitsplätze für Zigtausende Menschen gesichert werden. (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) Daher: Wirtschaftspolitik ist bei der Regierung besser aufgehoben als bei Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Brosz: Wir bauen wenigstens keine Atomkraftwerke, die wir nicht in Betrieb setzen!)
Zwischenruf des Abg. Steinhauser.
Dasselbe auch bei der Landwirtschaft. Kollege Pirklhuber lässt keine Möglichkeit aus, das Investitionsprogramm der Landwirtschaft schlechtzureden. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Er sieht dieses Programm negativ, vergisst dabei aber, dass damit Arbeitsplätze für Zigtausende Menschen gesichert werden. (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) Daher: Wirtschaftspolitik ist bei der Regierung besser aufgehoben als bei Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Brosz: Wir bauen wenigstens keine Atomkraftwerke, die wir nicht in Betrieb setzen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Brosz: Wir bauen wenigstens keine Atomkraftwerke, die wir nicht in Betrieb setzen!
Dasselbe auch bei der Landwirtschaft. Kollege Pirklhuber lässt keine Möglichkeit aus, das Investitionsprogramm der Landwirtschaft schlechtzureden. (Präsident Kopf gibt das Glockenzeichen.) Er sieht dieses Programm negativ, vergisst dabei aber, dass damit Arbeitsplätze für Zigtausende Menschen gesichert werden. (Zwischenruf des Abg. Steinhauser.) Daher: Wirtschaftspolitik ist bei der Regierung besser aufgehoben als bei Ihnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Brosz: Wir bauen wenigstens keine Atomkraftwerke, die wir nicht in Betrieb setzen!)
Beifall bei den NEOS.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen von ÖVP und SPÖ, Herr Bundeskanzler, Herr Vizekanzler, hören Sie auf, von der Vergangenheit zu reden! Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr! Beginnen Sie endlich, die Zukunft zu gestalten! Und wenn Sie nicht fähig und nicht willens sind, diese Zukunft zu gestalten, dann geben Sie die Verantwortung für dieses Land ab. – Danke schön. (Beifall bei den NEOS.)
Widerspruch bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also bitte!
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Wenn ich mir das periodische Kanada- und Stronach-Bashing der Regierungsparteien hier so anhöre (Widerspruch bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also bitte!), dann fühle ich mich darin bestärkt, dass es letztes Jahr zwei Parteien gegeben hat, die es ohne Parteienförderung in dieses Haus hier geschafft haben. Zwei Parteien ohne Parteienförderung! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Abgeordneter Dr. Georg Vetter (STRONACH): Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Wenn ich mir das periodische Kanada- und Stronach-Bashing der Regierungsparteien hier so anhöre (Widerspruch bei SPÖ und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Also bitte!), dann fühle ich mich darin bestärkt, dass es letztes Jahr zwei Parteien gegeben hat, die es ohne Parteienförderung in dieses Haus hier geschafft haben. Zwei Parteien ohne Parteienförderung! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable. – Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn wir heute von einer hohen Arbeitslosigkeit sprechen, dann hat das auch seinen Grund darin, dass die Regierung glaubt: Die Leute sollen von uns abhängig sein, sie sollen Förderungen und Ähnliches bekommen und dann sagen: Danke, dass ihr das gemacht habt, danke dafür, dass ihr Geld von einer Tasche in die andere gegeben habt. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Auch wenn die vielleicht manchmal einen Blödsinn machen, aber so viel Blödsinn wie die Regierung macht, so viele sinnlose Bankenfinanzierungen und Ähnliches, das machen die Menschen nicht. Das Geld ist bei den Menschen einfach besser aufgehoben! (Beifall beim Team Stronach sowie des Abg. Hable. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall beim Team Stronach.
Das sind nur ein paar hundert Millionen im ersten Jahr. Und dann kommen Sie bis zum Jahr 2019 zu einer zusätzlichen Ankurbelung der Wirtschaft über Investitionen und Konsum, meine Damen und Herren, und haben einen Zusatz von 130 000 Arbeitsplätzen, die wir ausrechnen haben lassen. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.
Seien Sie einfach viel mutiger! Machen Sie das, eine ordentliche Steuerreform für die Menschen! – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach und bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nicht wahr!
Das hat diese Regierung zu verantworten. Das hat die Fraktion vom Kollegen Auer mitzuverantworten. Nach 28 Regierungsjahren der ÖVP haben wir diesen Salat auf dem Arbeitsmarkt. (Beifall bei den NEOS. – Ruf bei der ÖVP: Das ist ja nicht wahr!)
Beifall bei der ÖVP.
Ich habe in diesem Zusammenhang nur eine Bitte – in der Umsetzung des Programms Ländliche Entwicklung gibt es noch einiges zu diskutieren –: soweit es möglich ist, in der Bürokratie möglichst einfache und praxisgerechte Gestaltungen vorzunehmen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Gerechte Produktpreise sind – und das ist heute schon ein paar Mal angeklungen – auch eine Verantwortung des Handels. Man kann über die Sanktionen gegenüber Russland denken, wie man will, aber beispielsweise im Sommer, wenn die burgenländischen Tomatenbauern 40 Cent auf dem Wiener Markt erhalten, durch die Russlandkrise die Holländer nicht mehr nach Russland liefern können und in Wien die Tomaten um 20 Cent erhältlich sind, dann weiß man, wie es in der Landwirtschaft ausschaut. Deshalb sind auch die Unterstützungen seitens der EU wichtig und wertvoll. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Riemer
Abschließend in aller Kürze (Zwischenruf des Abg. Riemer) – ruhig, Herr Kollege Riemer, hören Sie zu! –: Wer gesunde österreichische Lebensmittel konsumiert, leistet da-
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Riemer.
mit auch einen Beitrag zur Sicherung der bäuerlichen Landwirtschaft in Österreich. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Riemer.)
Abg. Wöginger: christlich-soziale Agrarpolitik!
Präsident Karlheinz Kopf: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Ing. Vogl. – Bitte. (Abg. Wöginger: christlich-soziale Agrarpolitik!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Pirklhuber.
Geplant ist, bis 2020 die Bioflächen um weitere 42 000 Hektar zu steigern. Damit würde ein Anteil von 22 Prozent erreicht. Fragt man die Produzentinnen und Produzenten jedoch, was sie für realistisch und möglich halten, dann gehen diese von 40 Prozent aus, wenn – und ich glaube, das ist die wichtige Herausforderung – die politischen Rahmenbedingungen passen würden. Da, denke ich mir, gibt es noch vieles zu verbessern, und es gibt auch Grund genug, sich weiterhin für die Biolandwirtschaft zu engagieren. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Pirklhuber.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Steinbichler.
Und ich kann eines aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, weil ich wöchentlich auf den Bauernmarkt einkaufen gehe: Es stimmt wirklich, die Qualität ist einfach super. – Danke. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Steinbichler.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Sie müssen sich noch bedanken bei den Bäuerinnen und Bauern! – Abg. Eßl – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Redezeit! Wenn ich 3 Minuten gehabt hätte !
Steht dazu, dass wir auch in der Zukunft für die Landwirtschaft Geld zur Verfügung haben, das kommt allen Bürgerinnen und Bürgern in Österreich zugute! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Glawischnig-Piesczek: Sie müssen sich noch bedanken bei den Bäuerinnen und Bauern! – Abg. Eßl – auf dem Weg zu seinem Sitzplatz –: Redezeit! Wenn ich 3 Minuten gehabt hätte !)
Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.
Eine Frage an die Abgeordneten der ÖVP: Sie haben jetzt immer den Handel beschworen, etwas zu machen. Da sitzt der Herr Minister; der Minister hat vor einem halben Jahr vollmundig in den Zeitungen angekündigt, er werde den Handel in die Pflicht nehmen, der Handel müsse sich beteiligen betreffend regionale Produkte der Landwirtschaft. – Geschehen ist bis dato nichts. Nicht irgendeine Sache ist geschehen, um die Bauern da zu unterstützen. (Beifall bei der FPÖ sowie des Abg. Loacker.) Das war Ankündigungspolitik pur.
Beifall bei der FPÖ.
stellt und gesagt, Sie zahlen den Bauern das Geld für die Sanktionen. Sie haben nur vergessen, dazuzusagen, dass Sie vorher ein x-Faches von diesem Geld über Ihre Behörde, die AMA, bei den Bauern einkassiert haben. Das ist Geld, das den Bauern nicht von Ihnen geschenkt wird, sondern das sie sich erarbeitet haben und das ihnen zusteht, das ihnen in einem viel größeren Maße zusteht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Preiner
Bei den Direktzahlungen gibt es eine Förderobergrenze von 150 000 € pro Betrieb. Wie viele von den 120 000 Betrieben in Österreich betrifft das? – Genau 36! 36 Betriebe wären von Kürzungen betroffen (Zwischenruf des Abg. Preiner), sind es aber nicht, weil ihr die Arbeits- und Lohnkosten dieser Betriebe hineinrechnen lässt. Wenn jetzt jemand 200 000 € an Direktzahlungen bekommt und drei Beschäftigte hat, dann bekommt er genau keine Kürzung, weil er diese Arbeitskräfte finanziert bekommt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.
Bei den Direktzahlungen gibt es eine Förderobergrenze von 150 000 € pro Betrieb. Wie viele von den 120 000 Betrieben in Österreich betrifft das? – Genau 36! 36 Betriebe wären von Kürzungen betroffen (Zwischenruf des Abg. Preiner), sind es aber nicht, weil ihr die Arbeits- und Lohnkosten dieser Betriebe hineinrechnen lässt. Wenn jetzt jemand 200 000 € an Direktzahlungen bekommt und drei Beschäftigte hat, dann bekommt er genau keine Kürzung, weil er diese Arbeitskräfte finanziert bekommt. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner.)
Zwischenruf des Abg. Preiner
Ihr geht heraus – und das ist wirklich mein Appell an die SPÖ-Abgeordneten –, redet von Reichensteuern, redet von Vermögenssteuern (Zwischenruf des Abg. Preiner) und beschließt hier gemeinsam mit der ÖVP Millionenförderungen für einzelne Betriebe aus dem Agrarbudget. Stiftung Fürst Liechtenstein – ich erwähne das noch einmal –: 1,3 Millionen € pro Jahr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner) dafür, dass die Firma nicht einmal den Sitz in Österreich hat; eine Stiftung, Agrargelder, 1,3 Millionen €. Dann gibt es ein Landgut Allacher und eine Landgut Allacher GmbH mit gleichem Sitz: sechs Arbeitsplätze – weil immer das Arbeitsplatzargument kommt –; 780 000 € Förderung (Zwischenruf des Abg. Preiner) für sechs Arbeitsplätze. Keine Einschränkung, aber herausgehen und von Verteilungsgerechtigkeit sprechen, das ist eine Schande (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!), und diesen Betrieben, diesen wenigen Betrieben so viel Geld zu geben! (Beifall bei der FPÖ.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner
Ihr geht heraus – und das ist wirklich mein Appell an die SPÖ-Abgeordneten –, redet von Reichensteuern, redet von Vermögenssteuern (Zwischenruf des Abg. Preiner) und beschließt hier gemeinsam mit der ÖVP Millionenförderungen für einzelne Betriebe aus dem Agrarbudget. Stiftung Fürst Liechtenstein – ich erwähne das noch einmal –: 1,3 Millionen € pro Jahr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner) dafür, dass die Firma nicht einmal den Sitz in Österreich hat; eine Stiftung, Agrargelder, 1,3 Millionen €. Dann gibt es ein Landgut Allacher und eine Landgut Allacher GmbH mit gleichem Sitz: sechs Arbeitsplätze – weil immer das Arbeitsplatzargument kommt –; 780 000 € Förderung (Zwischenruf des Abg. Preiner) für sechs Arbeitsplätze. Keine Einschränkung, aber herausgehen und von Verteilungsgerechtigkeit sprechen, das ist eine Schande (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!), und diesen Betrieben, diesen wenigen Betrieben so viel Geld zu geben! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Preiner
Ihr geht heraus – und das ist wirklich mein Appell an die SPÖ-Abgeordneten –, redet von Reichensteuern, redet von Vermögenssteuern (Zwischenruf des Abg. Preiner) und beschließt hier gemeinsam mit der ÖVP Millionenförderungen für einzelne Betriebe aus dem Agrarbudget. Stiftung Fürst Liechtenstein – ich erwähne das noch einmal –: 1,3 Millionen € pro Jahr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner) dafür, dass die Firma nicht einmal den Sitz in Österreich hat; eine Stiftung, Agrargelder, 1,3 Millionen €. Dann gibt es ein Landgut Allacher und eine Landgut Allacher GmbH mit gleichem Sitz: sechs Arbeitsplätze – weil immer das Arbeitsplatzargument kommt –; 780 000 € Förderung (Zwischenruf des Abg. Preiner) für sechs Arbeitsplätze. Keine Einschränkung, aber herausgehen und von Verteilungsgerechtigkeit sprechen, das ist eine Schande (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!), und diesen Betrieben, diesen wenigen Betrieben so viel Geld zu geben! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!
Ihr geht heraus – und das ist wirklich mein Appell an die SPÖ-Abgeordneten –, redet von Reichensteuern, redet von Vermögenssteuern (Zwischenruf des Abg. Preiner) und beschließt hier gemeinsam mit der ÖVP Millionenförderungen für einzelne Betriebe aus dem Agrarbudget. Stiftung Fürst Liechtenstein – ich erwähne das noch einmal –: 1,3 Millionen € pro Jahr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner) dafür, dass die Firma nicht einmal den Sitz in Österreich hat; eine Stiftung, Agrargelder, 1,3 Millionen €. Dann gibt es ein Landgut Allacher und eine Landgut Allacher GmbH mit gleichem Sitz: sechs Arbeitsplätze – weil immer das Arbeitsplatzargument kommt –; 780 000 € Förderung (Zwischenruf des Abg. Preiner) für sechs Arbeitsplätze. Keine Einschränkung, aber herausgehen und von Verteilungsgerechtigkeit sprechen, das ist eine Schande (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!), und diesen Betrieben, diesen wenigen Betrieben so viel Geld zu geben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ihr geht heraus – und das ist wirklich mein Appell an die SPÖ-Abgeordneten –, redet von Reichensteuern, redet von Vermögenssteuern (Zwischenruf des Abg. Preiner) und beschließt hier gemeinsam mit der ÖVP Millionenförderungen für einzelne Betriebe aus dem Agrarbudget. Stiftung Fürst Liechtenstein – ich erwähne das noch einmal –: 1,3 Millionen € pro Jahr (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Preiner) dafür, dass die Firma nicht einmal den Sitz in Österreich hat; eine Stiftung, Agrargelder, 1,3 Millionen €. Dann gibt es ein Landgut Allacher und eine Landgut Allacher GmbH mit gleichem Sitz: sechs Arbeitsplätze – weil immer das Arbeitsplatzargument kommt –; 780 000 € Förderung (Zwischenruf des Abg. Preiner) für sechs Arbeitsplätze. Keine Einschränkung, aber herausgehen und von Verteilungsgerechtigkeit sprechen, das ist eine Schande (Ruf bei der FPÖ: Unglaublich!), und diesen Betrieben, diesen wenigen Betrieben so viel Geld zu geben! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Willi.
nach einfach ein Skandal. Deswegen: Stimmen Sie zu, dass wir diese Förderungen beschränken, nämlich auf ein vernünftiges Ausmaß! – Danke. (Beifall bei der FPÖ sowie der Abgeordneten Pirklhuber und Willi.)
Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Musiol beziehungsweise den Schriftführer Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.
(Über Namensaufruf durch die Schriftführerin Musiol beziehungsweise den Schriftführer Buchmayr werfen die Abgeordneten ihren Stimmzettel in die Wahlurne.)
Ah-Rufe bei Grünen und FPÖ.
Der Entschließungsantrag der Abgeordneten Jannach, Kolleginnen und Kollegen betreffend gerechte Verteilung der Agrarförderungen und deren Beschränkungen ist somit abgelehnt. (Ah-Rufe bei Grünen und FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Weigerstorfer.
Daher wollen wir auch vonseiten dieses Hauses auf Linie bleiben und die Bundesregierung in ihrer Arbeit unterstützen. Daher geben wir diesem Antrag gerne unsere Zustimmung. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Weigerstorfer.)
Abg. Brosz: An- ti-Doping-Gesetz auch noch beim Arbeitsprogramm !
Abgeordneter Hannes Weninger (SPÖ): Herr Präsident! Herr Minister! Hohes Haus! Österreich wird mit allen politischen und rechtlichen Mitteln verhindern, dass in unserer unmittelbaren Grenznähe Atommüll-Endlager gebaut werden. Das Ganze fußt auf einem politischen Konsens, den wir hier im Hohen Haus, aber auch in der Bundesregierung und in allen Umweltorganisationen haben. Ich erinnere sehr gerne an das Arbeitsprogramm der österreichischen Bundesregierung, wo dezidiert steht, dass gegen grenznahe AKWs und Lagerstätten alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten zur Wahrung der österreichischen Sicherheitsinteressen wahrgenommen werden. (Abg. Brosz: An- ti-Doping-Gesetz auch noch beim Arbeitsprogramm !)
Abg. Glawischnig-Piesczek: wollten sie uns beitreten! – Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Neubauer.
Ich weiß jetzt nicht, wer der Rudi ist. Liebe Eva, herzlichen Dank für diese Information! (Abg. Glawischnig-Piesczek: wollten sie uns beitreten! – Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Neubauer.) Ich möchte nur sagen: Im Sinne des Konsenses, den wir in dieser politischen Frage haben und der von so großer umweltpolitischer Bedeutung ist, halte ich es nicht für besonders fair, wenn die Kollegin Weigerstorfer vom Team Stronach einen Antrag einbringt, wir diesen im Umweltausschuss diskutieren, einstimmig beschließen, und dann kommen die Grünen irgendwann am Tag der Sitzung drauf, da müssen wir eigentlich auch noch einen Antrag mit einbringen, damit wir auch mit dabei sind. – Wir sind alle dabei, wir beschließen das einstimmig! Liebe Grüße Eva, und liebe Grüße an den Rudi. (Beifall bei SPÖ und Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Pock. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei SPÖ und Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Pock. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.
Ich weiß jetzt nicht, wer der Rudi ist. Liebe Eva, herzlichen Dank für diese Information! (Abg. Glawischnig-Piesczek: wollten sie uns beitreten! – Zwischenrufe der Abgeordneten Brosz und Neubauer.) Ich möchte nur sagen: Im Sinne des Konsenses, den wir in dieser politischen Frage haben und der von so großer umweltpolitischer Bedeutung ist, halte ich es nicht für besonders fair, wenn die Kollegin Weigerstorfer vom Team Stronach einen Antrag einbringt, wir diesen im Umweltausschuss diskutieren, einstimmig beschließen, und dann kommen die Grünen irgendwann am Tag der Sitzung drauf, da müssen wir eigentlich auch noch einen Antrag mit einbringen, damit wir auch mit dabei sind. – Wir sind alle dabei, wir beschließen das einstimmig! Liebe Grüße Eva, und liebe Grüße an den Rudi. (Beifall bei SPÖ und Team Stronach, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Pock. – Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ sowie der Abg. Glawischnig-Piesczek.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich glaube, die Österreicherinnen und Österreicher haben großes Interesse daran, dass man tatsächlich auch in dieser Frage Transparenz walten lässt, denn wir werden unglaubwürdig, wenn wir hier als Parlament gegen Atomrestmülllager grenznaher Art sind, aber selbst in Österreich ein Atomrestmülllager betreiben, das vielleicht in der Art und Weise durchaus einem grenznahen Atomrestmülllager gleichkommt. Herr Minister, ich ersuche Sie um Aufklärung zu dieser Frage! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Die tschechische Regierung ist im Rahmen der Espoo-Konvention ja ohnehin verpflichtet, Nachbarstaaten Informationen zur Verfügung zu stellen. Ziel des Antrags, den wir hier beschließen, ist quasi, dass Tschechien eine internationale Konvention einhält. Was wir eben zusätzlich in diesem unserem Antrag wollen, ist, dass die österreichische Bundesregierung so früh wie möglich und schon vor einem UVP-Verfahren alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten auch ausnutzt. Wir haben leider schon des Öfteren erlebt, dass es hier große Bekenntnisse gibt, auch Anträge, gemeinsam beschlossene Anträge hier im Haus gegeben hat, und dann genau nichts passiert ist. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Weninger.
Ich weiß jetzt nicht, was Ihre Kritik ist. Wenn Sie eine inhaltliche Kritik haben, dann stimmen Sie gegen unseren Antrag, aber dann sollten Sie das auch argumentieren. Ich bin neugierig, wie Sie das machen werden. (Zwischenruf des Abg. Weninger.)
Beifall bei den Grünen.
Heute wäre die letzte Möglichkeit gewesen – dafür hätten wir den Beschluss im Umweltausschuss gebraucht –, noch vor Lima einen Beschluss zu fassen. Mich stimmt das extrem traurig und ich finde es extrem verantwortungslos, dass das österreichische Parlament diese Chance ausgelassen hat und damit als Signal in die Welt sendet: Es ist uns egal, ob es einen Weltklimavertrag geben wird oder nicht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Im Übrigen bin ich der Meinung, Österreich braucht ein starkes, engagiertes Umwelt-, Energie- und Klimaministerium. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Abgeordnete Ulrike Weigerstorfer (STRONACH): Herr Präsident! Herr Minister! Also ich möchte mich auch recht herzlich bedanken, und ich glaube, auch ein bisschen im Sinne der Bevölkerung, dass wir hier wirklich einstimmig einen Konsens zum Thema Atommüll gefunden haben, dass wir hier wirklich proaktiv in die Informationsarbeit hineingehen und mit Tschechien den Informationsfluss suchen. Selbst wenn der tschechische Außenminister nun Offenheit verspricht und versichert, dass Tschechien Österreich Zugriff auf alle verfügbaren Informationen gewähren werde, traue ich dem nicht ganz. Hier proaktiv zu agieren ist sicherlich im Sinne des Vorsorgeprinzips die beste Lösung. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall beim Team Stronach.
Darum finde ich es auch sehr, sehr wichtig, dass wir hier aktiv werden. Auch wenn man ihn noch so gut vergräbt, den Atommüll für eine lange Zeit in einem Endlager sicher von allem Leben abzuschirmen ist eine nahezu unlösbare Aufgabe. Wir alle wissen: Es ist möglich, dass durch Wasseradern radioaktive Stoffe an die Oberfläche gelangen. Es ist möglich, dass Erdbeben diesen radioaktiven Stoff freigeben. Daher dazu ein klares Nein. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Fazit der ganzen Geschichte ist, im Sinne der Bürger: Wir Österreicher wollen keine Atomkraft, und wir wollen auch den Müll von Atomkraftwerken nicht in unmittelbarer Nähe Österreichs. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Glawischnig-Piesczek: völkerrechtliche Klagsmöglichkeiten! Kennen Sie sich aus? Wissen Sie, wie komplex die Materie ist? mehrere Gutachten dazu!
Demnach ist der Antrag meiner Meinung nach nicht sehr zielgerichtet und beinhaltet auch Informationen, die wir schon haben und über die wir nicht informiert werden müssten. (Abg. Glawischnig-Piesczek: völkerrechtliche Klagsmöglichkeiten! Kennen Sie sich aus? Wissen Sie, wie komplex die Materie ist? mehrere Gutachten dazu!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Wir haben diesbezüglich einen Selbständigen Antrag eingebracht. Das heißt, das werden wir dann in Ruhe im Umweltausschuss diskutieren. Ich möchte nur noch ankündigen: Wir werden die Bundesregierung auffordern, hiezu Informationen auf europäischer Ebene einzuholen und mit diesen Informationen dann auch in den Umweltausschuss zu kommen, und wir werden dann, wie das bei diesem Thema üblich ist, gemeinsam weitere Schritte beraten. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
Und, Frau Abgeordnete Brunner, ich kann Ihnen versichern, dass es in Österreich ein eigenständiges, starkes Umweltressort gibt, nämlich das Ministerium für ein lebenswertes Österreich. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Groiß überreicht Bundesminister Rupprechter die Listen mit den gesammelten Unterschriften.
Ich bedanke mich aber auch bei den vielen Gemeinden, die Resolutionen verabschiedet haben, denn auch den Gemeinden ist es wichtig, sich eine lebenswerte Umwelt zu erhalten, und ich bedanke mich besonders beim Bürgermeister Hartmann von Unterstinkenbrunn, der dir, Herr Minister, heute die Resolution übergeben durfte. Und ich habe nun noch eine besondere Ehre: Ich darf dir auch 700 Unterschriften, die genau zu diesem Thema gesammelt wurden, dass es also zu keinem Endlager in der Nähe der Grenze zum Weinviertel und Waldviertel kommen soll, zu treuen Händen übergeben, auch im Sinne einer Unterstützung deiner Arbeit. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Groiß überreicht Bundesminister Rupprechter die Listen mit den gesammelten Unterschriften.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Weigerstorfer. – Abg. Darmann: Der Europäischen Union nicht!
Abgeordneter Mag. Dr. Klaus Uwe Feichtinger (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Am vergangenen Wochenende habe ich bei einer Veranstaltung ein Gespräch mit einem älteren Herrn geführt, und er hat mir erzählt, dass er – daran hat er sich sehr genau erinnert – einen Tag nach der Katastrophe in Tschernobyl in Olmütz auf einer Baustelle bei Regen gearbeitet hat. 20 Jahre später ist er an Krebs erkrankt, von dem er sich nach jahrelangem Leidensweg glücklicherweise wieder erholt hat. Es ist zwar jetzt ein unmittelbarer kausaler Zusammenhang zwischen dieser Erkrankung und dem damaligen Super-GAU nicht wirklich nachweisbar, aber dennoch bringt uns dieses persönliche Schicksal direkt zum Punkt. Seit Tschernobyl und allerspätestens seit Fukushima ist uns hoffentlich allen bewusst, dass die Nutzung der Kernenergie als Technologie aufgrund der Unbeherrschbarkeit der mit ihr verbundenen Risken keine Zukunftstechnologie darstellen kann und darf. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Weigerstorfer. – Abg. Darmann: Der Europäischen Union nicht!)
Beifall bei der SPÖ.
Der gegenständliche Antrag zielt genau darauf ab, und daher werden wir ihn, wie wir ihn bereits im Umweltausschuss unterstützt haben, auch hier im Plenum unterstützen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Fekter: Da hat es die Grünen noch gar nicht gegeben! – Abg. Glawischnig-Piesczek: Sie sind so aufgeregt, Frau Fekter, den ganzen Tag heute! – Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Fekter.
Abgeordneter Matthias Köchl (Grüne): Geschätzte Damen! Geschätzte Herren! Der Kern der Frage ist ja eigentlich: Ist es zulässig, dass man das Risiko woanders hinschiebt? – Österreich hat sich eindeutig gegen Atomkraft positioniert. Wir sind auch sehr froh und dankbar über diesen Konsens hier und heute. Wir wissen, wem Sie das unter anderem auch zu verdanken haben, schon vor 20, 30 Jahren: der grünen Partei. Also wem der Atomausstiegskonsens in Österreich ursprünglich zu verdanken ist und welche Partei sich als erste gegen Atomkraft positioniert hat, ist bekannt. (Abg. Fekter: Da hat es die Grünen noch gar nicht gegeben! – Abg. Glawischnig-Piesczek: Sie sind so aufgeregt, Frau Fekter, den ganzen Tag heute! – Neuerliche Zwischenrufe der Abg. Fekter.)
Beifall bei den Grünen.
Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Neubauer: Genau!
den die Pyramiden nicht in einem Jahr erbaut. Hier also eine Jahreszahl zu nennen ist einigermaßen unhistorisch. (Abg. Neubauer: Genau!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.
Und ich finde es exemplarisch, dass hier der Antrag einer Oppositionspartei zu einem gemeinsamen Antrag eines Ausschusses erhoben werden konnte. Das sollte beispielgebend dafür sein, das auch in anderen Fällen zu versuchen und im Vorfeld derartige Anträge zu gemeinsamen Anträgen zu machen. Ich freue mich auch über eine breite Zustimmung zu diesem Antrag. Es kann nicht sein, dass ein Land wie Österreich, das sich seit Jahrzehnten so klar und so dezidiert verhält, in seiner Nähe ein derart riskantes Endlager zulässt. Und deswegen appelliere ich an alle, sowohl an die Regierung als auch an uns, hier entsprechend aktiv zu bleiben. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist also höchst erforderlich, gegen sogenannte Endlagerstätten zu protestieren und dagegen aufzutreten und die konsequente Anti-AKW-Politik von Bundeskanzler Werner Faymann in unserer Regierung zu unterstützen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, es gehört aber auch dazugesagt, dass wir die Genehmigung der Europäischen Union für Staatshilfe und Subventionen für das geplante neue Atomkraftwerk in Großbritannien ablehnen, ein völlig falsches Signal. Zahlreiche Vorfälle in Atomkraftwerken bestätigen unsere Zweifel. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Als niederösterreichischer Abgeordneter spreche ich mich aber auch klar gegen Atommüllendlager entlang der tschechischen Grenze aus. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Und ganz aktuell: Gestern wurde Frau Maria Urban, einer Anti-Atomkämpferin der ersten Stunde, vom Land Wien für ihr Engagement in diesem Bereich das Goldene Verdienstzeichen verliehen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Position auf Bundesebene ist mit dem gemeinsamen Aktionsplan klar. Umso wichtiger ist es, dass es im konkreten Anlassfall, wie es im Entschließungsantrag auch deutlich ausgeführt wurde, auf Ebene der Staatsregierungen einen engen Informationsaustausch gibt, um Schaden und Bedrohungen in grenznahen Einrichtungen abwenden zu können. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Geschichtsträchtig scheinen mir dabei die wichtigen kommenden Finanzausgleichsverhandlungen zu sein, wo die Möglichkeit besteht, die Dinge tatsächlich neu zu konzipieren. Wir würden es brauchen, denn es gilt auch hier: Wir wollen wissen, wo das Geld hingeht und ob es möglichst effizient ankommt, in diesem Fall bei den Patienten oder bei den älteren Menschen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Koralmtunnel ist ein Zukunftsprojekt für den Ausbau der Schiene in Österreich, nachdem in den letzten Jahren relativ viel Geld in die Westbahn investiert worden ist. Es bringt uns neue Möglichkeiten in der transeuropäischen Verkehrspolitik, es bringt neue Möglichkeiten, den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, und insgesamt sind diese Verkehrsinfrastrukturprojekte der Bahn ein Beitrag dazu, den Komfort und die Qualität im Verkehrsangebot zu verbessern. Und es soll auch in Zukunft so sein, dass der Rechnungshof, gerade was die Dimension dieser Projekte betrifft, diese begleitet und prüft und damit auch auf die Kosten und die Einhaltung der Grundlagen achtet. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich danke noch einmal dem Rechnungshof. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.
In diesem Sinne muss es, denke ich – das ist auch im Rechnungshofausschuss so diskutiert worden –, eine grundsätzliche Diskussion darüber geben, ob derartige Modelle überhaupt sinnvoll sind und wie die zukünftige Struktur im öffentlichen Dienst gestaltet wird. Parallelstrukturen bringen jedenfalls nichts. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten der NEOS.)
Beifall beim Team Stronach.
Wenn es zu einem Follow-up-Bericht über die Justizbetreuungsagentur kommt, werden wir sehen, wie es dann aussieht – ich hoffe besser, als es in dem jetzt vorliegenden Bericht des Rechnungshofes dokumentiert ist, für den ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, dass die Anregungen des Rechnungshofes auch bei dem Thema Eingliederungsbeihilfe vom Sozialministerium sehr ernst genommen werden, zeigt auch, dass der Verwaltungsrat des AMS in seiner Sitzung im Juni eine neue Richtlinie zur Eingliederungsbeihilfe beschlossen hat, in die viele der 33 Schlussbemerkungen und Anregungen des Rechnungshofes aufgenommen wurden und die 2015 in Kraft treten wird. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
Natürlich, ein Unternehmen, das in wenigen Jahren von null Mitarbeitern auf 600 Mitarbeiter wächst, hat auch Organisationsentwicklungsbedarf. Man kann natürlich alles noch besser machen. Es gibt auch verschiedene Themen, die man sicher in der Zukunft noch besser organisieren kann, aber in Summe, denke ich, kann die Justizbetreuungsagentur durchaus auf ein sehr passables und respektables Ergebnis zurückblicken. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Ironische Heiterkeit des Abg. Doppler.
Dass Personalkosten als Sachaufwand deklariert werden und damit Budgets und statistische Daten geschönt werden, das war für mich als Bürgermeister schon eine neue Erfahrung. Und ich habe auch in einem anderen Bereich etwas ganz Neues kennengelernt, nämlich dass man Kredite als Rücklagen definiert. (Ironische Heiterkeit des Abg. Doppler.) Das ist etwas ganz Neues! Dass man im Budgetbereich hier so kreativ ist, habe ich nicht gewusst. Das heißt, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wie Frau Dr. Nachbaur sie immer nennt, haben jetzt in Österreich 280 Milliarden € Rücklagen. – Das sind nämlich die Schulden, die ÖVP und SPÖ in Österreich angehäuft haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dass Personalkosten als Sachaufwand deklariert werden und damit Budgets und statistische Daten geschönt werden, das war für mich als Bürgermeister schon eine neue Erfahrung. Und ich habe auch in einem anderen Bereich etwas ganz Neues kennengelernt, nämlich dass man Kredite als Rücklagen definiert. (Ironische Heiterkeit des Abg. Doppler.) Das ist etwas ganz Neues! Dass man im Budgetbereich hier so kreativ ist, habe ich nicht gewusst. Das heißt, die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wie Frau Dr. Nachbaur sie immer nennt, haben jetzt in Österreich 280 Milliarden € Rücklagen. – Das sind nämlich die Schulden, die ÖVP und SPÖ in Österreich angehäuft haben. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Dann sieht man dort einen Zettel auf der Pinnwand hängen, auf dem steht: Komplizentrennung. Das heißt, wir haben offensichtlich in unseren Gefängnissen ganze Banden sitzen, und die muss man dort trennen, weil sie immer wieder reinkommen und offensichtlich den nächsten Deal ausmachen, denn das sind alles alte Bekannte, ist mir gesagt worden. Da stellt sich für mich schon die Frage: Warum werden straffällig gewordene Ausländer in Österreich nicht konsequent abgeschoben? (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
In Zukunft würde ich mir wünschen, dass die Justizbetreuungsagentur auch wirklich ihrem Namen gerecht wird, dass man den Justizwachebeamten entsprechende Unterstützung gibt und nicht den Häftlingen, die dort drinnen sitzen, weil man sie sonst in „Häftlingsbetreuungsagentur“ umbenennen sollte. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Abgeordneter Georg Willi (Grüne): Meine Herren Präsidenten! Meine Damen und Herren! Ich finde, unsere ParlamentsstenographInnen, die geduldig den ganzen Tag protokollieren, was da an Zwischenrufen kommt und wo der Beifall herkommt, haben sich einmal einen Applaus verdient – vielen Dank. (Allgemeiner Beifall.) – Kein ganz einfacher Job, wenn es manchmal sehr lebhaft zugeht.
Beifall bei den Grünen.
Meine Bitte ist: Fangen wir damit an, beauftragen wir unseren Verkehrsminister damit, dass er beginnt, in der EU die Alpentransitbörse als das beste Verlagerungsinstrument zu verhandeln! Das brauchen wir, ich ersuche Sie um Unterstützung. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Evidenz, Transparenz und ein klares Bekenntnis dazu, Qualität zu liefern, das sind wir den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern von gestern, von heute und von morgen schuldig. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Positiv ist nicht nur die Auswirkung der Koralmbahn, positiv ist auch das vorliegende Prüfergebnis: Im Rahmenplan wird lediglich eine Abweichung von einem Prozent konstatiert und das ist eine sehr, sehr gute Bilanz. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Kofinanzierung kümmern, denn wenn wir das nicht tun, müssen wir diese Finanzen wieder an anderer Stelle einsparen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Das Justizministerium ist angehalten, die Empfehlungen des Rechnungshofes zu berücksichtigen, denn nur so kann Kosteneffizienz garantiert werden, was sich auch auf den geplanten Ausbau der Jugendgerichtshilfe kostendämpfend auswirkt. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Moser.
Ich gebe dem Rechnungshof vollkommen recht, dass es nicht angehen kann, dass wir einerseits hier im Parlament sagen, wir wollen eine kostengünstige, qualitätsvolle Betreuung im Straf- und Maßnahmenvollzug, und andererseits lässt sich nicht einmal annähernd nachvollziehen, ob diese 600 Arbeitsplätze überhaupt notwendig sind oder nicht, zumal es bis zum heutigen Tag kein entsprechendes Personaleinsatzkonzept gibt, welches auch einen sinnvollen Betreuungsschlüssel ermöglichen würde. Es wäre daher mehr als sinnvoll, die Kritik des Rechnungshofes nicht nur ernst zu nehmen, sondern eine rasche, umfassende Evaluierung einzuleiten. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abg. Moser.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Und der zweite erfreuliche Punkt ist, dass der Herr Rechnungshofpräsident im Ausschuss angekündigt hat, dass er in der Frage der Einführung eines modernen Haushaltsrechtes mit dem Finanzminister in Kontakt steht. Auch das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und Vertrauen in ein modernes Rechnungswesen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich sage abschließend noch einmal ein herzliches Danke an Sie, geschätzter Herr Präsident, und an Ihr Team. Es war wieder eine ausgezeichnete Arbeit. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich habe es schon erwähnt, ich hoffe, dass hier auch die Gerichte tätig werden, denn meiner Meinung nach ist das mehr als nur ein politischer Skandal, und ich erwarte mir die entsprechende Aufarbeitung durch die Justiz. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Also da müssen wir jetzt wirklich, jenseits unserer Bundesländerherkunft, im Sinne von Budgetwahrheit, im Sinne von Budgettransparenz, im Sinne von Vermeidung von dubiosen Spekulationsgeschäften endlich einmal zur Tat schreiten und eine Zweidrittelmehrheit herstellen, die wirklich dem einen Riegel vorschiebt, was uns hier der Rechnungshof in allen Details wirklich sehr, sehr furchterregend vor Augen hält. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Was die Länder und die Uneinigkeit bezüglich Rechnungswesen betrifft – das hat der Rechnungshof hier auch festgestellt, und es wurde heute auch schon debattiert –: Wir brauchen, um vergleichbare Ergebnisse und Transparenz zu haben, um die Budgets vergleichen zu können, ein einheitliches Rechnungswesen, und es gibt auch diesbezügliche Anstrengungen und Gespräche mit den Bundesländern. Aber auch das ist ein Punkt, wo einfach nichts geschieht, wo es zu keinen Änderungen kommt und wo immer nur geredet wird, geredet wird und geredet wird. Aber tatsächlich kommt nichts heraus, es wird nichts beschlossen, es wird nichts verändert, es geht nichts weiter, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall beim Team Stronach.
Weiters hat uns Präsident Dr. Moser auch informiert, alle neun Bundesländer hinsichtlich der Einhaltung der Haftungsobergrenzen umfassend geprüft zu haben. Dieser Bericht wird demnächst erscheinen und dem Hohen Haus auch vorgelegt. Ich bin wirklich sehr neugierig darauf und gespannt und hoffe, dass er wesentlich besser und nicht so negativ ausfällt – was auch fast nicht möglich ist – wie dieser Bericht zu Salzburg. – Danke. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei den NEOS.
Die Lehren, die wir daraus ziehen sollten, sind, dass wir jetzt konsequente, aber auch verbindliche Vorgaben brauchen, ein einheitliches Rechnungswesen für den Bund und auch ein gesetzliches Spekulationsverbot. Es gab schon einmal den Vorschlag der damaligen Finanzministerin, der dann aufgrund der erforderlichen Verfassungsmehrheit gescheitert ist. Warum können wir das jetzt nicht gemeinsam wieder aufgreifen und darüber diskutieren und auch in einem Lessons-Learned-Prozess ein Spekulationsverbot in den Verfassungsrang heben? – Danke vielmals. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin überzeugt davon, dass es der neuen Salzburger Landesregierung mit Landeshauptmann Dr. Haslauer gelingen wird, die Salzburger Finanzen wieder in Ordnung zu bringen und Salzburg wieder auf stabile und sichere finanzielle Beine zu stellen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter Rupert Doppler (FPÖ): Herr Präsident! Hohes Haus! Herr Rechnungshofpräsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zum Rechnungshofbericht, das Land Salzburg, die finanzielle Lage betreffend: Spekulationen mit öffentlichem Geld, dem Geld der Steuerzahler, gehört verboten! (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.
Hoch interessant, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist auch die Aussage des Finanzreferenten Christian Stöckl, der vor Kurzem gesagt hat, heuer könnte es sein, dass zirka 50 Millionen Überschuss zu verzeichnen sind. – Das versteht kein Mensch: Auf der einen Seite hat man 2,2 Milliarden € Schulden, und auf der anderen Seite spricht man von 50 Millionen € plus! (Präsidentin Bures übernimmt wieder den Vorsitz.)
Beifall bei der FPÖ.
Da ist dringender Handlungsbedarf gegeben, meine sehr verehrten Damen und Herren! Einen hochrangigen Beamten, den Herrn Hofrat, hat man in Pension geschickt, und eine weitere Beamtin schreibt ihr zweites Buch. – So schaut es aus, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Frage, vor allem die politische Frage, wer diese Beamten mit solch einer Vollmacht ausgestattet hat, ist noch lange nicht geklärt. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Wissen Sie, was der Herr Landeshauptmann von Niederösterreich in Einheit mit seinem Finanzlandesrat macht? Er zeigt auf den Herrn Präsidenten des Rechnungshofes und sagt: Die Erbsenzähler am Donaukanal verstehen nichts! – Das ist die politische Kultur in dem Land, die von einem der letzten Landesfürsten gelebt wird! Viele sind ja schon relativ bekehrt – das ist ein Begriff, mit dem Sie immer sehr viel anfangen können; weil sich vielleicht auch die Regierungskonstellationen geändert haben –, aber einen Landesfürsten gibt es noch verlässlich! Das gallische Dorf der schwarzen Landesfürsten ist St. Pölten. Und von dort geht nichts Gutes aus, wenn Sie so weitertun. (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.
Am besten ist das erkennbar in der Auseinandersetzung mit dem Rechnungshof. Herr Präsident, seien Sie gewiss, die meisten Abgeordneten dieses Hauses sind auf Ihrer Seite! (Beifall bei Grünen, Team Stronach und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Daher mein Appell: Nehmen wir diese Anregungen des Rechnungshofes ernst! Das ist das, was wir hier im Parlament tun können. Der Rechnungshof hat uns eine Anleitung mitgegeben, wir würden und werden gut daran tun, diese ernst zu nehmen. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Brosz.
Ich schlage vor und wünsche, dass diesem Abänderungsantrag im Sinne aller Fraktionen nahegetreten wird. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie des Abg. Brosz.)
Abg. Alm winkt dem Redner zu
Wegen einer Sache bin ich ganz, ganz froh, und zwar, weil – ich sehe zwar Niko Alm jetzt nicht (Abg. Alm winkt dem Redner zu); ach ja, da sitzt er – Niko Alm, der am Anfang für die Freigabe von Doping war, diesbezüglich auch einsichtig war und dann im Ausschuss für dieses Anti-Doping-Gesetz gestimmt hat. Und ich bedanke mich auch bei den Abgeordneten der NEOS, dass Sie da den Schwenk gemacht haben, weswegen wir das heute über alle sechs Parteien hinweg beschließen können.
in Richtung Bundesminister Klug
Mein besonderer Dank geht an die Bundessportorganisation, vor allem an die Generalsekretärin, an die NADA, natürlich an (in Richtung Bundesminister Klug) dein Ressort, aber auch an das Justiz- und das Innenressort, die fleißig mitgearbeitet haben.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Alm: Die URL dazusagen, sonst kennt sich ja keiner aus!
Ich habe aber noch einen Wunsch, und zwar, dass du, Niko Alm, deine Homepage auch den heutigen Beschlüssen anpasst. Du hast auf deiner Homepage heute um 14.33 Uhr noch folgendes Statement gehabt (der Redner hält den Ausdruck eines Screenshots in die Höhe): „Sport ist Privatsache. Doping auch.“ Ich glaube, es wäre im Sinne aller, wenn du den Artikel vielleicht von deiner Homepage herunternimmst, dann wäre nämlich das Abstimmungsverhalten deiner Partei auch so, dass es schlüssig ist. Ich glaube, wir brauchen diesen Artikel auf der Homepage nicht mehr. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Alm: Die URL dazusagen, sonst kennt sich ja keiner aus!)
Beifall bei den Grünen.
Insofern glaube ich, dass wir hier durchaus darauf schauen sollten, dass solche Vorwürfe, sagen wir es einmal so, dass da nicht mit ganz gleichem Maßstab gemessen wird, nicht mehr vorkommen und einfach ein faireres, transparenteres Kontrollsystem eingehalten wird. – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim Team Stronach.
Dies ist notwendig, denn ohne Unterstützung der Wirtschaft ist Sport heutzutage fast nicht mehr möglich. – Danke schön. (Beifall beim Team Stronach.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesminister für Landesverteidigung und Sport Mag. Gerald Klug: Sehr geschätzte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Hohes Haus! Österreich ist international für seine Vorreiterrolle im Kampf gegen Doping bekannt. Wir haben seit der letzten Novelle im Jahr 2009 eines der strengsten Anti-Doping-Gesetze der Welt. Mein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang meinem Amtsvorgänger als Sportminister Norbert Darabos für seinen unermüdlichen Einsatz. Lieber Norbert, vielen herzlichen Dank! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.
Abschließend möchte ich mich, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, bei dieser Gelegenheit sehr herzlich für die breite Unterstützung bedanken, auch für die sehr konstruktive Diskussion im Sportausschuss im Interesse des rot-weiß-roten Sports. Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Freuen wir uns auf weitere saubere sportliche Wettkämpfe, wo Sportlerinnen und Sportler keine gesundheitsschädlichen Mittel einnehmen! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Doping ist Selbstbetrug, aber er ist auch Fremdbetrug gleichermaßen und hat im Sport, wo es um Fairness, Ehrlichkeit, Freude, Spaß, Teamgeist und Solidarität geht, nichts verloren. – Danke. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn das nicht international auf dasselbe Niveau gehoben wird, auf dem sich unser Anti-Doping-Gesetz bewegt, dann hat es zwar für Österreich Bedeutung, aber den internationalen Sport wird man damit nicht dopingfrei halten können. Daher mein Appell, dass man diese Umgehungsrechtsprechung auch einmal auf europäischer Ebene anspricht, denn es kann nicht sein, dass fünf Jahre verhandelt wird und dann, wenn die Spitzensportkarriere vorbei ist, die Verurteilung und die Sperre erfolgen, wenn sie niemanden mehr treffen und auch keine spezial- oder generalpräventive Wirkung erzeugen. (Beifall und Bravorufe bei der SPÖ sowie Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich danke allen, die hier bereits eine Wortspende zu diesem so wichtigen Thema geleistet haben. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine sehr geschätzten Damen und Herren, ich denke, eine entsprechende neue Entscheidung der EU-Kommission ist nicht nur im Sinne aller EU-Mitgliedstaaten erforderlich, sondern auch im Sinne des europäischen Sports absolut notwendig. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Darabos
Werte Damen und Herren! Unsererseits ist es – zusammenfassend – natürlich zu unterstützen, wenn wir eine Verbesserung des geltenden Gesetzes zustande bringen, wenn einerseits (Zwischenruf des Abg. Darabos) ein besseres Risk Assessment im Anti-Doping-Gesetz stattfindet, Herr Kollege, und sportbezogen auch eine individuelle Risikoabschätzung in Hinkunft dazu führt, dass es eine effektivere Anti-Doping-Kontrolle in Österreich gibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Werte Damen und Herren! Unsererseits ist es – zusammenfassend – natürlich zu unterstützen, wenn wir eine Verbesserung des geltenden Gesetzes zustande bringen, wenn einerseits (Zwischenruf des Abg. Darabos) ein besseres Risk Assessment im Anti-Doping-Gesetz stattfindet, Herr Kollege, und sportbezogen auch eine individuelle Risikoabschätzung in Hinkunft dazu führt, dass es eine effektivere Anti-Doping-Kontrolle in Österreich gibt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es ist auch lustig, dass hier gerade aus dem Bereich der SPÖ amüsierte Zwischenrufe kommen bei einem Thema, das auch seitens Ihres Bundesministers mit Wertschätzung betrieben wird. Dass Sie sich dann noch über das Thema Doping lustig machen, wundert mich doch sehr, da es eine einhellige Meinungsbildung im Sportausschuss gegeben hat und diese Zwischenrufe Ihrerseits, nämlich diese abqualifizierenden Zwischenrufe, absolut nicht notwendig wären, selbst zu dieser Uhrzeit, werte Kolleginnen und Kollegen! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ
Einerseits, werte Damen und Herren, ist es die Zielstrebigkeit eines Sportlers, die dazu führt, seiner Sportart erfolgreich nachzugehen und da nicht nur den Spitzensport in neue Dimensionen zu führen, sondern auch die Vorbildwirkung für den Breitensport und insbesondere auch für unsere Jugend darzustellen (Beifall bei der FPÖ), diese Zielstrebigkeit, die zu untermauern ist mit der entsprechenden Willenskraft, mit dem entsprechenden Trainingseifer und mit der entsprechenden Fitness, dieses Ziel eines sportlichen Erfolges zu erreichen.
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Deswegen ist es für uns auch nachhaltig eine Aufgabe, Augen und Ohren offenzuhalten und alle Institutionen und alle Persönlichkeiten, die sich dem Dienst an der Sache gegen Doping und Missbrauch verschrieben haben, durch uns Gesetzgeber zu unterstützen. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Abgeordneter Josef Schellhorn (NEOS): Herr Kollege Schmuckenschlager, Sie machen sich ja besonders bemerkbar, indem Sie sich, Sie und mein Freund Rauch, immer Gedanken über die NEOS machen. Ich darf Sie darauf aufmerksam machen: Wir lassen uns den Bart wachsen, er wird lange wachsen, bis Sie endlich eine Reform einleiten! Sie haben 10 000 Tage Zeit gehabt, beim Doping-Gesetz irgendetwas zu machen. (Beifall bei den NEOS.) Sie haben 10 000 Tage Zeit gehabt, eine Reform einzuleiten. Ich spare das Wasser, denn Sie brauchen das Haargel.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Lassen Sie uns einfach in Ruhe! Macht eine gescheite Politik, statt dass ihr euch mit uns beschäftigt, das ist weit gescheiter. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Bundesminister Klug erhebt sich von der Regierungsbank.
Abgeordnete Mag. Daniela Musiol (Grüne): Frau Präsidentin! (Bundesminister Klug erhebt sich von der Regierungsbank.) – Schade, dass der Herr Minister geht, denn zumindest privat betrifft ihn das Thema. Es geht um einen Antrag zum Kinderbetreuungsgeld, und zwar zu der Frage, ob und wie man die Kindergeldvariante wechseln kann. Das ist ein Thema, das uns schon seit Längerem beschäftigt.
Beifall bei den Grünen.
Ich finde, das ist eines Landes, das sonst den Rechtsschutz hochhält, das sonst auch Fehler verbessern lässt, nicht würdig. In jedem anderen Verwaltungsverfahren gibt es die Möglichkeit, Verbesserungen vorzunehmen, wenn man einem Irrtum erlegen ist. Ich glaube, dass man das auch hier tun muss, weil das sozial nicht verträglich ist. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich glaube, dem ist nichts hinzuzufügen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber das werden wir im Ausschuss noch ausführlich diskutieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP.
In diesem Sinne freue ich mich als einziger Mann in dieser Debatte auf eine gute Diskussion im Ausschuss. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Diesen Antrag, den die Grüne Partei eingebracht hat, halte ich für einen sehr guten Antrag. Wir können uns dem sehr gut anschließen, auch wenn ich mir anhöre, dass die sozialistische Partei sagt, dass 184 Familien nicht genug seien, um etwas zu ändern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es seien ja nur 184, hat meine Vorrednerin gesagt. – Es ist jede einzelne Familie, die es betrifft, um eine zu viel, die hier um etwas umfällt, was ihr zusteht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Anneliese Kitzmüller (FPÖ): Diesen Antrag, den die Grüne Partei eingebracht hat, halte ich für einen sehr guten Antrag. Wir können uns dem sehr gut anschließen, auch wenn ich mir anhöre, dass die sozialistische Partei sagt, dass 184 Familien nicht genug seien, um etwas zu ändern. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Es seien ja nur 184, hat meine Vorrednerin gesagt. – Es ist jede einzelne Familie, die es betrifft, um eine zu viel, die hier um etwas umfällt, was ihr zusteht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
ten, dass jede Familie – egal, ob es 184 oder auch nur drei oder vier Familien sind –bessergestellt wird. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Daher findet dieser Antrag unsere Zustimmung, wiewohl ich weiß, dass es ein hartes Stück Arbeit sein wird, die Regierungsparteien davon zu überzeugen, dass wirklich Handlungsbedarf besteht, wenn es um unsere Familien und um die Zukunft unserer Kinder geht, was natürlich immer wieder berücksichtigt werden muss. (Beifall bei der FPÖ.)