Eckdaten:
Für die 121. Sitzung der 27. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 960 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Andreas Kollross
Petition betreffend „Schaffung einer bundesgesetzlichen Rechtsgrundlage für die Beseitigung der Verunreinigungen durch Schwemm- und Treibholz“ (Ordnungsnummer 69) (überreicht vom Abgeordneten Andreas Kollross)
überreicht vom Abgeordneten Christian Hafenecker, MA
Petition betreffend „JA zur Traisental Schnellstraße S34 und B334“ (Ordnungsnummer 70) (überreicht vom Abgeordneten Christian Hafenecker, MA)
Allgemeiner Beifall sowie Beifall in Gebärdensprache bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.
Wir feiern morgen den Internationalen Tag der Gebärdensprache (in Übersetzung durch eine Gebärdensprachdolmetscherin, die am Präsidium steht), darum steht die Gebärdensprachdolmetscherin hinter mir. Ich darf das zum Anlass nehmen, mich ganz, ganz herzlich, auch im Namen aller unserer 183 Mandatare und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bei Ihnen zu bedanken, die Sie Dutzende Sitzungen, Hunderte Stunden an Reden übersetzen, um den Gehörlosen die Möglichkeit zu geben, die Sitzungen zu verfolgen. – Vielen herzlichen Dank für Ihre Arbeit! Ich kann nur empfehlen, das Museum Hands Up im Untergeschoß des Schottenklosters zu besuchen. Dort wird man darin eingeführt, wie es für Gehörlose letzten Endes eine Möglichkeit gibt, zu kommunizieren – mit Gestik, mit Körpersprache, mit Mimik. (Eine entsprechende Geste ausführend:) Das heißt Danke schön. (In Richtung Gebärdensprachdolmetscherin:) Danke vielmals. (Allgemeiner Beifall sowie Beifall in Gebärdensprache bei ÖVP, SPÖ, Grünen und NEOS.) – Perfekt.
Abg. Mag. Julia Seidl leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“.
(Abg. Mag. Julia Seidl leistet die Angelobung mit den Worten „Ich gelobe“.)
Allgemeiner Beifall.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Vielen herzlichen Dank. – Seien Sie begrüßt in unserer Mitte! (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei der FPÖ.
Zwischen dem heutigen Tag und dem 22.9.2020 liegt erstens circa eine Verdoppelung der Coronainfektionszahlen im Tagesvergleich, zweitens ein Anstieg der Hospitalisierten von 315 auf 683 und der Intensivpatienten von 75 auf 214 im Tagesvergleich und drittens ein Anstieg der Todeszahlen von 770 auf über 10 000 – in einem Jahr! –, und, meine sehr geehrten Damen und Herren, all das trotz Dauerlockdowns, trotz Maskenzwang, trotz Schulschließungen, trotz Bezirkssperren, trotz 3G-Theaters und so weiter und so weiter, und trotz einer Impfquote von 60 Prozent in der österreichischen Bevölkerung – da haben Sie die Menschen durch falsche Versprechungen, durch falsche Anreize und durch einen Haufen von Mogeleien hineingebracht und beginnen jetzt, mit Druck und Repressalien zu arbeiten. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Und jetzt bin ich bei Ihnen, Herr Innenminister, denn genau diese Komponenten, die ich angesprochen habe, sind auch Charakteristika Ihrer Asyl- und Migrationspolitik. Der nächste Faktencheck: Anfang 2020 sind Sie Innenminister dieser Republik geworden. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Ende 2020 haben wir folgendes Ergebnis: den größten Zuwachs an neuen Asylanträgen seit 2015, dem Katastrophenjahr in der österreichischen Asylpolitik, für das SPÖ und ÖVP damals in Kombination verantwortlich gewesen sind.
Beifall bei der FPÖ.
Das heißt, während der Zeit, in der Sie die österreichische Bevölkerung unter Missbrauch der Polizei, so würde ich das nennen, eingesperrt haben, in der Sie die österreichische Bevölkerung in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt haben, in der Sie sie karnifelt und mit Strafverfügungen verfolgt haben, hat an der Grenze eine ganz andere Losung gegolten, nämlich offenbar 365 Tage im Jahr: Nur hereinspaziert!, für illegale Migranten – das ist die Wirklichkeit, wenn die ÖVP von Asylstopp spricht. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Herr Innenminister, Sie haben im letzten Jahr gesagt: Bei uns kommt kein Asylwerber über die Grenze, der nicht ein gültiges Gesundheitszeugnis hat! Ich habe es noch genau im Ohr, wir alle haben es noch genau im Ohr. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Ich hätte jetzt eine Bitte an Sie: Sie haben ja sicher ein paar Mitarbeiter, ein paar Beamte aus dem Innenministerium mit. Schicken Sie bitte schnell jemanden hinüber in die Herrengasse,
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren! Genau das ist es. Sie haben die Bevölkerung belogen, genau so, wie es der Bundeskanzler laufend getan hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Zarits: Er ist doch da!
Und um es mit Ihren eigenen Worten zu sagen: Sie haben lauter Gesundheitsgefährder nach Österreich importiert. Aber es kommt ja alles noch viel schlimmer: Heuer werden es 30 000 Illegale sein. Das haben Sie vor Kurzem, wieder ein Faktencheck, bei einer Polizeikonferenz in Berlin gesagt. Wöginger ist nicht da (Abg. Zarits: Er ist doch da!), der führt wahrscheinlich Wahlkampf bei sich zu Hause im Innviertel – na, dann kann er das den Leuten gleich erklären: 30 000 – Syrer, Afghanen, Afrikaner, Somalier, woher auch immer, auf jeden Fall in Summe mehr Leute als in Vöcklabruck und in Ried wohnen! Ich glaube, dass das ganz interessant für die Bevölkerung ist. 30 000 haben Sie uns versprochen.
Beifall bei der FPÖ.
Nach Brüssel wird gebuckelt, gegen die eigene Bevölkerung wird getreten – umgekehrt müsste es sein, meine sehr geehrten Damen und Herren. Umgekehrt müsste es sein! (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hörl: Das gilt für den Kickl auch!
So schaut sie aus, die strenge Asyl- und Sicherheitspolitik der österreichischen Volkspartei! Und wissen Sie was, Herr Minister: Gar nichts ist alternativlos, sowohl im Zusammenhang mit Corona als auch im Zusammenhang mit Asyl- und Sicherheitsfragen. (Abg. Hörl: Das gilt für den Kickl auch!)
Beifall bei der FPÖ.
Ein Faktencheck zeigt auch etwas ganz anderes: Wir Freiheitliche haben nämlich vor wenigen Monaten im Parlament einen Zehnpunkteplan eingebracht. Das sind Vorschläge, die in Wahrheit Experten Ihres Hauses erarbeitet haben, zehn Punkte, die genau dafür sorgen, dass die österreichische Bevölkerung, dass unsere Frauen und Mädchen geschützt werden, dass endlich Schluss mit dem Asylmissbrauch ist. Es bräuchte eigentlich nur eine Sache, um diese zehn Punkte umzusetzen: Mut, Herr Innenminister, Mut, und das ist genau das, was Sie nicht haben. Sie haben den Mut nicht, sich mit der Europäischen Union anzulegen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die ÖVP hat dieses Sicherheitspaket und dieses Schutzpaket abgelehnt, Hand in Hand mit den Grünen, Hand in Hand mit den NEOS, Hand in Hand mit der SPÖ, Hand in Hand mit den Linken und Hand in Hand mit all diesen NGOs, die sich zu einer Menschenkette eingehängt haben, um die Welt zu retten und dabei die eigene Bevölkerung zu vergessen. Sie sind mittendrin statt nur dabei in dieser unheiligen Allianz, der die eigene Bevölkerung gar nichts wert ist. (Beifall bei der FPÖ.)
He-Rufe bei der FPÖ
Es ist traurig, aber wahr, Herr Innenminister: Die tote Leonie, die tote Michelle, die tote Manuela, um nur drei Namen von Mädchen zu nennen, die Opfer geworden sind und die übrigens der Präsident dieses Hauses noch immer nicht mit einer Gedenkminute gewürdigt hat (He-Rufe bei der FPÖ), weil ihm das offenbar alles nicht so wichtig ist, diese drei Mädchen und viele andere sind offenbar noch nicht Opfer genug, dass Sie endlich kapieren, dass es so in diesem Land nicht weitergeht. Gar nichts haben Sie kapiert, statt kapiert haben Sie kapituliert und sind zu einem Strategiewechsel nicht in der Lage. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Es ist traurig, aber wahr, Herr Innenminister: Die tote Leonie, die tote Michelle, die tote Manuela, um nur drei Namen von Mädchen zu nennen, die Opfer geworden sind und die übrigens der Präsident dieses Hauses noch immer nicht mit einer Gedenkminute gewürdigt hat (He-Rufe bei der FPÖ), weil ihm das offenbar alles nicht so wichtig ist, diese drei Mädchen und viele andere sind offenbar noch nicht Opfer genug, dass Sie endlich kapieren, dass es so in diesem Land nicht weitergeht. Gar nichts haben Sie kapiert, statt kapiert haben Sie kapituliert und sind zu einem Strategiewechsel nicht in der Lage. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der FPÖ.
Wissen Sie, was das ist? Es ist eine Verhöhnung der österreichischen Bevölkerung und eine Verhöhnung der Opfer. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Meine Damen und Herren, so viel Doppelzüngigkeit und so viel Betrug an der eigenen Bevölkerung, wie sie die ÖVP da betreiben, kann man nicht mehr überbieten. Ich sage Ihnen ganz ehrlich, das gilt für Corona genauso wie es für die Asylpolitik gilt. Es wird Zeit, dass Ihnen die Wähler in diesem Land endlich das Handwerk legen. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: Wir sind ..., Herr Präsident!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Für den Ausdruck „Sie haben die Bevölkerung belogen“ erteile ich Ihnen einen Ordnungsruf. (Ruf bei der FPÖ: Wir sind ..., Herr Präsident!)
Abg. Kickl: Willkommen im Klub!
Bundesminister für Inneres Karl Nehammer, MSc: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Aktuelle Stunde hatte laut Überschrift ja ursprünglich ein anderes Thema, aber ich repliziere sehr gerne auf die Ausführungen des ehemaligen Innenministers und jetzigen Klubobmanns. Ich sage hier auch klar – und ich sage es jetzt hier bewusst so, wie ich es sage –: Herr Klubobmann, ich entziehe Ihnen somit unser Duwort, das wir gegenseitig gerne gepflogen haben. (Abg. Kickl: Willkommen im Klub!) Ihre Ausführungen zum Thema Corona sind letztklassig. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Aha!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Aha!
Bundesminister für Inneres Karl Nehammer, MSc: Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Aktuelle Stunde hatte laut Überschrift ja ursprünglich ein anderes Thema, aber ich repliziere sehr gerne auf die Ausführungen des ehemaligen Innenministers und jetzigen Klubobmanns. Ich sage hier auch klar – und ich sage es jetzt hier bewusst so, wie ich es sage –: Herr Klubobmann, ich entziehe Ihnen somit unser Duwort, das wir gegenseitig gerne gepflogen haben. (Abg. Kickl: Willkommen im Klub!) Ihre Ausführungen zum Thema Corona sind letztklassig. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Aha!)
Abg. Hauser: Du musst dich einmal mit der Wissenschaft beschäftigen! Ihr müsst euch einmal mit der Wissenschaft beschäftigen, mit der wirklichen!
Ich habe aber auch gelernt, es gibt eine Kicklʼsche Welt, die er sich baut. (Abg. Hauser: Du musst dich einmal mit der Wissenschaft beschäftigen! Ihr müsst euch einmal mit der Wissenschaft beschäftigen, mit der wirklichen!) In der Kicklʼschen Welt, da ist die Doppelmoral offensichtlich sehr gut zu Hause, denn wie ich Medienberichten entnehmen durfte, hussen Sie zwar öffentlich gegen Impfen, Abstandhalten, Handhygiene, Aufeinanderaufpassen (Widerspruch bei der FPÖ), aber hinter den Kulissen hat sich die Spitze der FPÖ fest geimpft. Diese Doppelmoral kann nicht Maßstab einer verantwortungsvollen Politik sein. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Widerspruch bei der FPÖ
Ich habe aber auch gelernt, es gibt eine Kicklʼsche Welt, die er sich baut. (Abg. Hauser: Du musst dich einmal mit der Wissenschaft beschäftigen! Ihr müsst euch einmal mit der Wissenschaft beschäftigen, mit der wirklichen!) In der Kicklʼschen Welt, da ist die Doppelmoral offensichtlich sehr gut zu Hause, denn wie ich Medienberichten entnehmen durfte, hussen Sie zwar öffentlich gegen Impfen, Abstandhalten, Handhygiene, Aufeinanderaufpassen (Widerspruch bei der FPÖ), aber hinter den Kulissen hat sich die Spitze der FPÖ fest geimpft. Diese Doppelmoral kann nicht Maßstab einer verantwortungsvollen Politik sein. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich habe aber auch gelernt, es gibt eine Kicklʼsche Welt, die er sich baut. (Abg. Hauser: Du musst dich einmal mit der Wissenschaft beschäftigen! Ihr müsst euch einmal mit der Wissenschaft beschäftigen, mit der wirklichen!) In der Kicklʼschen Welt, da ist die Doppelmoral offensichtlich sehr gut zu Hause, denn wie ich Medienberichten entnehmen durfte, hussen Sie zwar öffentlich gegen Impfen, Abstandhalten, Handhygiene, Aufeinanderaufpassen (Widerspruch bei der FPÖ), aber hinter den Kulissen hat sich die Spitze der FPÖ fest geimpft. Diese Doppelmoral kann nicht Maßstab einer verantwortungsvollen Politik sein. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Schnedlitz: Das würde dir auch nicht schaden!
Bleiben wir in der Herbert Kickl’schen Welt, die er gerade gezeichnet hat: Corona ist also nicht gefährlich, man soll sich nicht impfen lassen. Ich habe gehört, der Generalsekretär hat sich auch angeschlossen: besser frische Luft als impfen. (Abg. Schnedlitz: Das würde dir auch nicht schaden!) Wissen Sie, was erbärmlich ist, Herr Klubobmann und ehemaliger Innenminister? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Das gilt auch für jene, die gerade herausgerufen haben. Ich glaube, es war Kollege Lausch, der schreit immer so gerne, oder vielleicht auch nicht. (Abg. Lausch: Ja, aber richtig! Parteitag sage ich nur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schau! Das wirklich Erbärmliche ist – führen Sie die Gespräche mit den Patienten auf den Intensivstationen, hören Sie denen zu (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ), hören Sie Ihrem eigenen Landesobmann in Oberösterreich zu, der gesagt hat, dass die Krankheit eine seiner schlimmsten Erfahrungen war! –, sich hierherzustellen, zu sagen, dass das alles Lug und Trug sei, denn das wird weder den Opfern dieses schrecklichen Viruses (Abg. Bösch: Virus!) gerecht, die daran gestorben sind, noch ihren Angehörigen noch den Menschen, die an den Langzeitfolgen von Covid leiden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist dieses Hauses unwürdig – und das sage ich als Minister. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Ruf bei der FPÖ: Sie!
Bleiben wir in der Herbert Kickl’schen Welt, die er gerade gezeichnet hat: Corona ist also nicht gefährlich, man soll sich nicht impfen lassen. Ich habe gehört, der Generalsekretär hat sich auch angeschlossen: besser frische Luft als impfen. (Abg. Schnedlitz: Das würde dir auch nicht schaden!) Wissen Sie, was erbärmlich ist, Herr Klubobmann und ehemaliger Innenminister? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Das gilt auch für jene, die gerade herausgerufen haben. Ich glaube, es war Kollege Lausch, der schreit immer so gerne, oder vielleicht auch nicht. (Abg. Lausch: Ja, aber richtig! Parteitag sage ich nur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schau! Das wirklich Erbärmliche ist – führen Sie die Gespräche mit den Patienten auf den Intensivstationen, hören Sie denen zu (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ), hören Sie Ihrem eigenen Landesobmann in Oberösterreich zu, der gesagt hat, dass die Krankheit eine seiner schlimmsten Erfahrungen war! –, sich hierherzustellen, zu sagen, dass das alles Lug und Trug sei, denn das wird weder den Opfern dieses schrecklichen Viruses (Abg. Bösch: Virus!) gerecht, die daran gestorben sind, noch ihren Angehörigen noch den Menschen, die an den Langzeitfolgen von Covid leiden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist dieses Hauses unwürdig – und das sage ich als Minister. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Lausch: Ja, aber richtig! Parteitag sage ich nur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Bleiben wir in der Herbert Kickl’schen Welt, die er gerade gezeichnet hat: Corona ist also nicht gefährlich, man soll sich nicht impfen lassen. Ich habe gehört, der Generalsekretär hat sich auch angeschlossen: besser frische Luft als impfen. (Abg. Schnedlitz: Das würde dir auch nicht schaden!) Wissen Sie, was erbärmlich ist, Herr Klubobmann und ehemaliger Innenminister? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Das gilt auch für jene, die gerade herausgerufen haben. Ich glaube, es war Kollege Lausch, der schreit immer so gerne, oder vielleicht auch nicht. (Abg. Lausch: Ja, aber richtig! Parteitag sage ich nur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schau! Das wirklich Erbärmliche ist – führen Sie die Gespräche mit den Patienten auf den Intensivstationen, hören Sie denen zu (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ), hören Sie Ihrem eigenen Landesobmann in Oberösterreich zu, der gesagt hat, dass die Krankheit eine seiner schlimmsten Erfahrungen war! –, sich hierherzustellen, zu sagen, dass das alles Lug und Trug sei, denn das wird weder den Opfern dieses schrecklichen Viruses (Abg. Bösch: Virus!) gerecht, die daran gestorben sind, noch ihren Angehörigen noch den Menschen, die an den Langzeitfolgen von Covid leiden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist dieses Hauses unwürdig – und das sage ich als Minister. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ
Bleiben wir in der Herbert Kickl’schen Welt, die er gerade gezeichnet hat: Corona ist also nicht gefährlich, man soll sich nicht impfen lassen. Ich habe gehört, der Generalsekretär hat sich auch angeschlossen: besser frische Luft als impfen. (Abg. Schnedlitz: Das würde dir auch nicht schaden!) Wissen Sie, was erbärmlich ist, Herr Klubobmann und ehemaliger Innenminister? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Das gilt auch für jene, die gerade herausgerufen haben. Ich glaube, es war Kollege Lausch, der schreit immer so gerne, oder vielleicht auch nicht. (Abg. Lausch: Ja, aber richtig! Parteitag sage ich nur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schau! Das wirklich Erbärmliche ist – führen Sie die Gespräche mit den Patienten auf den Intensivstationen, hören Sie denen zu (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ), hören Sie Ihrem eigenen Landesobmann in Oberösterreich zu, der gesagt hat, dass die Krankheit eine seiner schlimmsten Erfahrungen war! –, sich hierherzustellen, zu sagen, dass das alles Lug und Trug sei, denn das wird weder den Opfern dieses schrecklichen Viruses (Abg. Bösch: Virus!) gerecht, die daran gestorben sind, noch ihren Angehörigen noch den Menschen, die an den Langzeitfolgen von Covid leiden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist dieses Hauses unwürdig – und das sage ich als Minister. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Bösch: Virus!
Bleiben wir in der Herbert Kickl’schen Welt, die er gerade gezeichnet hat: Corona ist also nicht gefährlich, man soll sich nicht impfen lassen. Ich habe gehört, der Generalsekretär hat sich auch angeschlossen: besser frische Luft als impfen. (Abg. Schnedlitz: Das würde dir auch nicht schaden!) Wissen Sie, was erbärmlich ist, Herr Klubobmann und ehemaliger Innenminister? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Das gilt auch für jene, die gerade herausgerufen haben. Ich glaube, es war Kollege Lausch, der schreit immer so gerne, oder vielleicht auch nicht. (Abg. Lausch: Ja, aber richtig! Parteitag sage ich nur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schau! Das wirklich Erbärmliche ist – führen Sie die Gespräche mit den Patienten auf den Intensivstationen, hören Sie denen zu (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ), hören Sie Ihrem eigenen Landesobmann in Oberösterreich zu, der gesagt hat, dass die Krankheit eine seiner schlimmsten Erfahrungen war! –, sich hierherzustellen, zu sagen, dass das alles Lug und Trug sei, denn das wird weder den Opfern dieses schrecklichen Viruses (Abg. Bösch: Virus!) gerecht, die daran gestorben sind, noch ihren Angehörigen noch den Menschen, die an den Langzeitfolgen von Covid leiden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist dieses Hauses unwürdig – und das sage ich als Minister. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Bleiben wir in der Herbert Kickl’schen Welt, die er gerade gezeichnet hat: Corona ist also nicht gefährlich, man soll sich nicht impfen lassen. Ich habe gehört, der Generalsekretär hat sich auch angeschlossen: besser frische Luft als impfen. (Abg. Schnedlitz: Das würde dir auch nicht schaden!) Wissen Sie, was erbärmlich ist, Herr Klubobmann und ehemaliger Innenminister? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Das gilt auch für jene, die gerade herausgerufen haben. Ich glaube, es war Kollege Lausch, der schreit immer so gerne, oder vielleicht auch nicht. (Abg. Lausch: Ja, aber richtig! Parteitag sage ich nur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schau! Das wirklich Erbärmliche ist – führen Sie die Gespräche mit den Patienten auf den Intensivstationen, hören Sie denen zu (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ), hören Sie Ihrem eigenen Landesobmann in Oberösterreich zu, der gesagt hat, dass die Krankheit eine seiner schlimmsten Erfahrungen war! –, sich hierherzustellen, zu sagen, dass das alles Lug und Trug sei, denn das wird weder den Opfern dieses schrecklichen Viruses (Abg. Bösch: Virus!) gerecht, die daran gestorben sind, noch ihren Angehörigen noch den Menschen, die an den Langzeitfolgen von Covid leiden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist dieses Hauses unwürdig – und das sage ich als Minister. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Bleiben wir in der Herbert Kickl’schen Welt, die er gerade gezeichnet hat: Corona ist also nicht gefährlich, man soll sich nicht impfen lassen. Ich habe gehört, der Generalsekretär hat sich auch angeschlossen: besser frische Luft als impfen. (Abg. Schnedlitz: Das würde dir auch nicht schaden!) Wissen Sie, was erbärmlich ist, Herr Klubobmann und ehemaliger Innenminister? (Ruf bei der FPÖ: Sie!) – Das gilt auch für jene, die gerade herausgerufen haben. Ich glaube, es war Kollege Lausch, der schreit immer so gerne, oder vielleicht auch nicht. (Abg. Lausch: Ja, aber richtig! Parteitag sage ich nur! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Schau! Das wirklich Erbärmliche ist – führen Sie die Gespräche mit den Patienten auf den Intensivstationen, hören Sie denen zu (anhaltende Zwischenrufe bei der FPÖ), hören Sie Ihrem eigenen Landesobmann in Oberösterreich zu, der gesagt hat, dass die Krankheit eine seiner schlimmsten Erfahrungen war! –, sich hierherzustellen, zu sagen, dass das alles Lug und Trug sei, denn das wird weder den Opfern dieses schrecklichen Viruses (Abg. Bösch: Virus!) gerecht, die daran gestorben sind, noch ihren Angehörigen noch den Menschen, die an den Langzeitfolgen von Covid leiden. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das ist dieses Hauses unwürdig – und das sage ich als Minister. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Bösch: Wider besseres Wissen!
In der gleichen Tonalität geht es auch noch um eine andere wichtige Frage, nämlich um die Frage der Asyl- und Migrationspolitik. Da haben Sie als ehemaliger Innenminister der Republik auch das getan, was Sie jetzt wieder tun: Sie haben politisch, strategisch erkannt, dass es für Sie als FPÖ interessant ist, sich sozusagen auf die Impfgegner zu konzentrieren und daher – das glaube ich persönlich – wider besseren Wissens (Abg. Bösch: Wider besseres Wissen!) die Menschen falsch zu informieren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.) Sie surfen somit auf einer Welle des Protests, damit die Freiheitliche Partei sich offensichtlich wieder erholt. Das Gleiche haben Sie auch als Innenminister getan, denn Sie haben recht: Die Zahl der Grenzübertritte in die Europäischen Union sind damals insgesamt zurückgegangen. Auf dieser Welle sind Sie mitgesurft. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Aber Sie surfen jetzt nicht auf der Welle!) Als Surfer dieser Welle gab es dann eine wirklich sinnvolle Maßnahme in der Zeit Herbert Kickls, in seiner Welt: Er fuhr zum Aufnahmelager Traiskirchen und hat das Schild dort ummontiert. (Ruf bei der FPÖ: Ist der Kollege Hanger ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das war die einzige effiziente Maßnahme Herbert Kickls zum Thema Kampf gegen irreguläre Migration. (Ruf bei der FPÖ: Was ist Ihre? – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Steger.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.
In der gleichen Tonalität geht es auch noch um eine andere wichtige Frage, nämlich um die Frage der Asyl- und Migrationspolitik. Da haben Sie als ehemaliger Innenminister der Republik auch das getan, was Sie jetzt wieder tun: Sie haben politisch, strategisch erkannt, dass es für Sie als FPÖ interessant ist, sich sozusagen auf die Impfgegner zu konzentrieren und daher – das glaube ich persönlich – wider besseren Wissens (Abg. Bösch: Wider besseres Wissen!) die Menschen falsch zu informieren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.) Sie surfen somit auf einer Welle des Protests, damit die Freiheitliche Partei sich offensichtlich wieder erholt. Das Gleiche haben Sie auch als Innenminister getan, denn Sie haben recht: Die Zahl der Grenzübertritte in die Europäischen Union sind damals insgesamt zurückgegangen. Auf dieser Welle sind Sie mitgesurft. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Aber Sie surfen jetzt nicht auf der Welle!) Als Surfer dieser Welle gab es dann eine wirklich sinnvolle Maßnahme in der Zeit Herbert Kickls, in seiner Welt: Er fuhr zum Aufnahmelager Traiskirchen und hat das Schild dort ummontiert. (Ruf bei der FPÖ: Ist der Kollege Hanger ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das war die einzige effiziente Maßnahme Herbert Kickls zum Thema Kampf gegen irreguläre Migration. (Ruf bei der FPÖ: Was ist Ihre? – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Steger.)
Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Aber Sie surfen jetzt nicht auf der Welle!
In der gleichen Tonalität geht es auch noch um eine andere wichtige Frage, nämlich um die Frage der Asyl- und Migrationspolitik. Da haben Sie als ehemaliger Innenminister der Republik auch das getan, was Sie jetzt wieder tun: Sie haben politisch, strategisch erkannt, dass es für Sie als FPÖ interessant ist, sich sozusagen auf die Impfgegner zu konzentrieren und daher – das glaube ich persönlich – wider besseren Wissens (Abg. Bösch: Wider besseres Wissen!) die Menschen falsch zu informieren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.) Sie surfen somit auf einer Welle des Protests, damit die Freiheitliche Partei sich offensichtlich wieder erholt. Das Gleiche haben Sie auch als Innenminister getan, denn Sie haben recht: Die Zahl der Grenzübertritte in die Europäischen Union sind damals insgesamt zurückgegangen. Auf dieser Welle sind Sie mitgesurft. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Aber Sie surfen jetzt nicht auf der Welle!) Als Surfer dieser Welle gab es dann eine wirklich sinnvolle Maßnahme in der Zeit Herbert Kickls, in seiner Welt: Er fuhr zum Aufnahmelager Traiskirchen und hat das Schild dort ummontiert. (Ruf bei der FPÖ: Ist der Kollege Hanger ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das war die einzige effiziente Maßnahme Herbert Kickls zum Thema Kampf gegen irreguläre Migration. (Ruf bei der FPÖ: Was ist Ihre? – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Steger.)
Ruf bei der FPÖ: Ist der Kollege Hanger ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
In der gleichen Tonalität geht es auch noch um eine andere wichtige Frage, nämlich um die Frage der Asyl- und Migrationspolitik. Da haben Sie als ehemaliger Innenminister der Republik auch das getan, was Sie jetzt wieder tun: Sie haben politisch, strategisch erkannt, dass es für Sie als FPÖ interessant ist, sich sozusagen auf die Impfgegner zu konzentrieren und daher – das glaube ich persönlich – wider besseren Wissens (Abg. Bösch: Wider besseres Wissen!) die Menschen falsch zu informieren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.) Sie surfen somit auf einer Welle des Protests, damit die Freiheitliche Partei sich offensichtlich wieder erholt. Das Gleiche haben Sie auch als Innenminister getan, denn Sie haben recht: Die Zahl der Grenzübertritte in die Europäischen Union sind damals insgesamt zurückgegangen. Auf dieser Welle sind Sie mitgesurft. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Aber Sie surfen jetzt nicht auf der Welle!) Als Surfer dieser Welle gab es dann eine wirklich sinnvolle Maßnahme in der Zeit Herbert Kickls, in seiner Welt: Er fuhr zum Aufnahmelager Traiskirchen und hat das Schild dort ummontiert. (Ruf bei der FPÖ: Ist der Kollege Hanger ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das war die einzige effiziente Maßnahme Herbert Kickls zum Thema Kampf gegen irreguläre Migration. (Ruf bei der FPÖ: Was ist Ihre? – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Steger.)
Ruf bei der FPÖ: Was ist Ihre? – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Steger.
In der gleichen Tonalität geht es auch noch um eine andere wichtige Frage, nämlich um die Frage der Asyl- und Migrationspolitik. Da haben Sie als ehemaliger Innenminister der Republik auch das getan, was Sie jetzt wieder tun: Sie haben politisch, strategisch erkannt, dass es für Sie als FPÖ interessant ist, sich sozusagen auf die Impfgegner zu konzentrieren und daher – das glaube ich persönlich – wider besseren Wissens (Abg. Bösch: Wider besseres Wissen!) die Menschen falsch zu informieren. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.) Sie surfen somit auf einer Welle des Protests, damit die Freiheitliche Partei sich offensichtlich wieder erholt. Das Gleiche haben Sie auch als Innenminister getan, denn Sie haben recht: Die Zahl der Grenzübertritte in die Europäischen Union sind damals insgesamt zurückgegangen. Auf dieser Welle sind Sie mitgesurft. (Heiterkeit bei der FPÖ. – Abg. Kickl: Aber Sie surfen jetzt nicht auf der Welle!) Als Surfer dieser Welle gab es dann eine wirklich sinnvolle Maßnahme in der Zeit Herbert Kickls, in seiner Welt: Er fuhr zum Aufnahmelager Traiskirchen und hat das Schild dort ummontiert. (Ruf bei der FPÖ: Ist der Kollege Hanger ...! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das war die einzige effiziente Maßnahme Herbert Kickls zum Thema Kampf gegen irreguläre Migration. (Ruf bei der FPÖ: Was ist Ihre? – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Steger.)
Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?
Wir sind jetzt tatsächlich damit konfrontiert, dass wir allesamt in Europa mit einer völlig neuen Form, einer Welle der illegalen, irregulären Migration konfrontiert sind. (Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?) Das beginnt im Norden Europas. Weißrussland macht gerade Druck auf Litauen und Polen (Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!), und bei uns ist es so, dass wir über die Balkanroute auch wieder durch irreguläre Migration massiv Druck spüren. (Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?) Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn wir tatsächlich gegen irreguläre Migration erfolgreich sein wollen, dann hilft es nicht, mit Drohgebärden durch die Gegend zu laufen, wissend, dass man die Drohungen nicht umsetzen kann, aber damit schnell die Emotionen der Menschen trifft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.) Die Emotionen der Menschen verstehe ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!) Das, was wir aber tun, ist: Wir suchen Verbündete in Europa (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), denn Sie haben recht: Aus meiner Sicht ist das Asylprojekt, die Asylpolitik der Europäischen Union genauso gescheitert. (Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es braucht jetzt neue Allianzen in Europa – das stimmt! –, um tatsächlich dagegen vorgehen zu können. (Abg. Kickl: Der Orbán ...!) – Weil Klubobmann Kickl herausgeschrien hat, wir sind da sozusagen allein auf weiter Flur: Nein, das stimmt nicht. Verbündete Österreichs sind Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Litauen, Estland, die baltischen Staaten insgesamt, um genau diese Politik zu ändern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.)
Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!
Wir sind jetzt tatsächlich damit konfrontiert, dass wir allesamt in Europa mit einer völlig neuen Form, einer Welle der illegalen, irregulären Migration konfrontiert sind. (Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?) Das beginnt im Norden Europas. Weißrussland macht gerade Druck auf Litauen und Polen (Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!), und bei uns ist es so, dass wir über die Balkanroute auch wieder durch irreguläre Migration massiv Druck spüren. (Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?) Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn wir tatsächlich gegen irreguläre Migration erfolgreich sein wollen, dann hilft es nicht, mit Drohgebärden durch die Gegend zu laufen, wissend, dass man die Drohungen nicht umsetzen kann, aber damit schnell die Emotionen der Menschen trifft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.) Die Emotionen der Menschen verstehe ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!) Das, was wir aber tun, ist: Wir suchen Verbündete in Europa (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), denn Sie haben recht: Aus meiner Sicht ist das Asylprojekt, die Asylpolitik der Europäischen Union genauso gescheitert. (Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es braucht jetzt neue Allianzen in Europa – das stimmt! –, um tatsächlich dagegen vorgehen zu können. (Abg. Kickl: Der Orbán ...!) – Weil Klubobmann Kickl herausgeschrien hat, wir sind da sozusagen allein auf weiter Flur: Nein, das stimmt nicht. Verbündete Österreichs sind Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Litauen, Estland, die baltischen Staaten insgesamt, um genau diese Politik zu ändern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.)
Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?
Wir sind jetzt tatsächlich damit konfrontiert, dass wir allesamt in Europa mit einer völlig neuen Form, einer Welle der illegalen, irregulären Migration konfrontiert sind. (Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?) Das beginnt im Norden Europas. Weißrussland macht gerade Druck auf Litauen und Polen (Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!), und bei uns ist es so, dass wir über die Balkanroute auch wieder durch irreguläre Migration massiv Druck spüren. (Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?) Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn wir tatsächlich gegen irreguläre Migration erfolgreich sein wollen, dann hilft es nicht, mit Drohgebärden durch die Gegend zu laufen, wissend, dass man die Drohungen nicht umsetzen kann, aber damit schnell die Emotionen der Menschen trifft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.) Die Emotionen der Menschen verstehe ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!) Das, was wir aber tun, ist: Wir suchen Verbündete in Europa (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), denn Sie haben recht: Aus meiner Sicht ist das Asylprojekt, die Asylpolitik der Europäischen Union genauso gescheitert. (Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es braucht jetzt neue Allianzen in Europa – das stimmt! –, um tatsächlich dagegen vorgehen zu können. (Abg. Kickl: Der Orbán ...!) – Weil Klubobmann Kickl herausgeschrien hat, wir sind da sozusagen allein auf weiter Flur: Nein, das stimmt nicht. Verbündete Österreichs sind Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Litauen, Estland, die baltischen Staaten insgesamt, um genau diese Politik zu ändern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.
Wir sind jetzt tatsächlich damit konfrontiert, dass wir allesamt in Europa mit einer völlig neuen Form, einer Welle der illegalen, irregulären Migration konfrontiert sind. (Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?) Das beginnt im Norden Europas. Weißrussland macht gerade Druck auf Litauen und Polen (Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!), und bei uns ist es so, dass wir über die Balkanroute auch wieder durch irreguläre Migration massiv Druck spüren. (Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?) Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn wir tatsächlich gegen irreguläre Migration erfolgreich sein wollen, dann hilft es nicht, mit Drohgebärden durch die Gegend zu laufen, wissend, dass man die Drohungen nicht umsetzen kann, aber damit schnell die Emotionen der Menschen trifft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.) Die Emotionen der Menschen verstehe ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!) Das, was wir aber tun, ist: Wir suchen Verbündete in Europa (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), denn Sie haben recht: Aus meiner Sicht ist das Asylprojekt, die Asylpolitik der Europäischen Union genauso gescheitert. (Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es braucht jetzt neue Allianzen in Europa – das stimmt! –, um tatsächlich dagegen vorgehen zu können. (Abg. Kickl: Der Orbán ...!) – Weil Klubobmann Kickl herausgeschrien hat, wir sind da sozusagen allein auf weiter Flur: Nein, das stimmt nicht. Verbündete Österreichs sind Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Litauen, Estland, die baltischen Staaten insgesamt, um genau diese Politik zu ändern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!
Wir sind jetzt tatsächlich damit konfrontiert, dass wir allesamt in Europa mit einer völlig neuen Form, einer Welle der illegalen, irregulären Migration konfrontiert sind. (Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?) Das beginnt im Norden Europas. Weißrussland macht gerade Druck auf Litauen und Polen (Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!), und bei uns ist es so, dass wir über die Balkanroute auch wieder durch irreguläre Migration massiv Druck spüren. (Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?) Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn wir tatsächlich gegen irreguläre Migration erfolgreich sein wollen, dann hilft es nicht, mit Drohgebärden durch die Gegend zu laufen, wissend, dass man die Drohungen nicht umsetzen kann, aber damit schnell die Emotionen der Menschen trifft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.) Die Emotionen der Menschen verstehe ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!) Das, was wir aber tun, ist: Wir suchen Verbündete in Europa (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), denn Sie haben recht: Aus meiner Sicht ist das Asylprojekt, die Asylpolitik der Europäischen Union genauso gescheitert. (Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es braucht jetzt neue Allianzen in Europa – das stimmt! –, um tatsächlich dagegen vorgehen zu können. (Abg. Kickl: Der Orbán ...!) – Weil Klubobmann Kickl herausgeschrien hat, wir sind da sozusagen allein auf weiter Flur: Nein, das stimmt nicht. Verbündete Österreichs sind Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Litauen, Estland, die baltischen Staaten insgesamt, um genau diese Politik zu ändern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.)
Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Wir sind jetzt tatsächlich damit konfrontiert, dass wir allesamt in Europa mit einer völlig neuen Form, einer Welle der illegalen, irregulären Migration konfrontiert sind. (Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?) Das beginnt im Norden Europas. Weißrussland macht gerade Druck auf Litauen und Polen (Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!), und bei uns ist es so, dass wir über die Balkanroute auch wieder durch irreguläre Migration massiv Druck spüren. (Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?) Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn wir tatsächlich gegen irreguläre Migration erfolgreich sein wollen, dann hilft es nicht, mit Drohgebärden durch die Gegend zu laufen, wissend, dass man die Drohungen nicht umsetzen kann, aber damit schnell die Emotionen der Menschen trifft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.) Die Emotionen der Menschen verstehe ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!) Das, was wir aber tun, ist: Wir suchen Verbündete in Europa (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), denn Sie haben recht: Aus meiner Sicht ist das Asylprojekt, die Asylpolitik der Europäischen Union genauso gescheitert. (Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es braucht jetzt neue Allianzen in Europa – das stimmt! –, um tatsächlich dagegen vorgehen zu können. (Abg. Kickl: Der Orbán ...!) – Weil Klubobmann Kickl herausgeschrien hat, wir sind da sozusagen allein auf weiter Flur: Nein, das stimmt nicht. Verbündete Österreichs sind Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Litauen, Estland, die baltischen Staaten insgesamt, um genau diese Politik zu ändern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.)
Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir sind jetzt tatsächlich damit konfrontiert, dass wir allesamt in Europa mit einer völlig neuen Form, einer Welle der illegalen, irregulären Migration konfrontiert sind. (Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?) Das beginnt im Norden Europas. Weißrussland macht gerade Druck auf Litauen und Polen (Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!), und bei uns ist es so, dass wir über die Balkanroute auch wieder durch irreguläre Migration massiv Druck spüren. (Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?) Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn wir tatsächlich gegen irreguläre Migration erfolgreich sein wollen, dann hilft es nicht, mit Drohgebärden durch die Gegend zu laufen, wissend, dass man die Drohungen nicht umsetzen kann, aber damit schnell die Emotionen der Menschen trifft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.) Die Emotionen der Menschen verstehe ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!) Das, was wir aber tun, ist: Wir suchen Verbündete in Europa (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), denn Sie haben recht: Aus meiner Sicht ist das Asylprojekt, die Asylpolitik der Europäischen Union genauso gescheitert. (Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es braucht jetzt neue Allianzen in Europa – das stimmt! –, um tatsächlich dagegen vorgehen zu können. (Abg. Kickl: Der Orbán ...!) – Weil Klubobmann Kickl herausgeschrien hat, wir sind da sozusagen allein auf weiter Flur: Nein, das stimmt nicht. Verbündete Österreichs sind Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Litauen, Estland, die baltischen Staaten insgesamt, um genau diese Politik zu ändern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.)
Abg. Kickl: Der Orbán ...!
Wir sind jetzt tatsächlich damit konfrontiert, dass wir allesamt in Europa mit einer völlig neuen Form, einer Welle der illegalen, irregulären Migration konfrontiert sind. (Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?) Das beginnt im Norden Europas. Weißrussland macht gerade Druck auf Litauen und Polen (Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!), und bei uns ist es so, dass wir über die Balkanroute auch wieder durch irreguläre Migration massiv Druck spüren. (Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?) Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn wir tatsächlich gegen irreguläre Migration erfolgreich sein wollen, dann hilft es nicht, mit Drohgebärden durch die Gegend zu laufen, wissend, dass man die Drohungen nicht umsetzen kann, aber damit schnell die Emotionen der Menschen trifft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.) Die Emotionen der Menschen verstehe ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!) Das, was wir aber tun, ist: Wir suchen Verbündete in Europa (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), denn Sie haben recht: Aus meiner Sicht ist das Asylprojekt, die Asylpolitik der Europäischen Union genauso gescheitert. (Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es braucht jetzt neue Allianzen in Europa – das stimmt! –, um tatsächlich dagegen vorgehen zu können. (Abg. Kickl: Der Orbán ...!) – Weil Klubobmann Kickl herausgeschrien hat, wir sind da sozusagen allein auf weiter Flur: Nein, das stimmt nicht. Verbündete Österreichs sind Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Litauen, Estland, die baltischen Staaten insgesamt, um genau diese Politik zu ändern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.
Wir sind jetzt tatsächlich damit konfrontiert, dass wir allesamt in Europa mit einer völlig neuen Form, einer Welle der illegalen, irregulären Migration konfrontiert sind. (Abg. Hafenecker: Sind Sie jetzt auch schon Kabarettist?) Das beginnt im Norden Europas. Weißrussland macht gerade Druck auf Litauen und Polen (Abg. Kickl: Komisch, dass die Zahlen woanders nicht so steigen!), und bei uns ist es so, dass wir über die Balkanroute auch wieder durch irreguläre Migration massiv Druck spüren. (Abg. Kickl: War die nicht geschlossen?) Jetzt kommt ein wichtiger Punkt: Wenn wir tatsächlich gegen irreguläre Migration erfolgreich sein wollen, dann hilft es nicht, mit Drohgebärden durch die Gegend zu laufen, wissend, dass man die Drohungen nicht umsetzen kann, aber damit schnell die Emotionen der Menschen trifft. (Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Schnedlitz.) Die Emotionen der Menschen verstehe ich. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist genau eure Politik!) Das, was wir aber tun, ist: Wir suchen Verbündete in Europa (Ruf bei der FPÖ: Ja, genau! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ), denn Sie haben recht: Aus meiner Sicht ist das Asylprojekt, die Asylpolitik der Europäischen Union genauso gescheitert. (Abg. Kassegger: ... Verteilungsmanagement! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Es braucht jetzt neue Allianzen in Europa – das stimmt! –, um tatsächlich dagegen vorgehen zu können. (Abg. Kickl: Der Orbán ...!) – Weil Klubobmann Kickl herausgeschrien hat, wir sind da sozusagen allein auf weiter Flur: Nein, das stimmt nicht. Verbündete Österreichs sind Deutschland, Dänemark, Belgien, die Niederlande, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Polen, Litauen, Estland, die baltischen Staaten insgesamt, um genau diese Politik zu ändern. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Schnedlitz.)
Abg. Kickl: ... Taferln ummontieren würden!
Das bedeutet das Bohren harter Bretter und nicht nur das Ummontieren von Taferln – und sich dabei wohlfühlen. Das heißt eben, dass man in dieser Allianz zweierlei versucht (Abg. Kickl: ... Taferln ummontieren würden!): Das eine ist die Außengrenze, der Schutz der Außengrenze funktioniert nicht (Abg. Kickl: Ja, der österreichischen, das stimmt!), sonst hätten wir nicht so viele irreguläre Migranten in Österreich. Das ist der Grund, warum Österreich in seiner Dreisicherheitsnetzstrategie die eigene Grenze mit mittlerweile mehr als 1 800 Polizistinnen und Polizisten, Soldatinnen und Soldaten schützt. (Abg. Belakowitsch: Wo genau ...?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Kassegger.) Das ist auf der anderen Seite der Grund, warum wir die Plattform gegen illegale Migration gegründet haben, um am Balkan eine Stabilität zu erzeugen und bereits vor der EU-Außengrenze zu beginnen, irreguläre Migranten zurückzuführen. Das ist aktive Politik und das Gegenteil von dem, was Sie behaupten. Zuschauen und Taferln abmontieren – das nutzt nämlich nichts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Ja, der österreichischen, das stimmt!
Das bedeutet das Bohren harter Bretter und nicht nur das Ummontieren von Taferln – und sich dabei wohlfühlen. Das heißt eben, dass man in dieser Allianz zweierlei versucht (Abg. Kickl: ... Taferln ummontieren würden!): Das eine ist die Außengrenze, der Schutz der Außengrenze funktioniert nicht (Abg. Kickl: Ja, der österreichischen, das stimmt!), sonst hätten wir nicht so viele irreguläre Migranten in Österreich. Das ist der Grund, warum Österreich in seiner Dreisicherheitsnetzstrategie die eigene Grenze mit mittlerweile mehr als 1 800 Polizistinnen und Polizisten, Soldatinnen und Soldaten schützt. (Abg. Belakowitsch: Wo genau ...?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Kassegger.) Das ist auf der anderen Seite der Grund, warum wir die Plattform gegen illegale Migration gegründet haben, um am Balkan eine Stabilität zu erzeugen und bereits vor der EU-Außengrenze zu beginnen, irreguläre Migranten zurückzuführen. Das ist aktive Politik und das Gegenteil von dem, was Sie behaupten. Zuschauen und Taferln abmontieren – das nutzt nämlich nichts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Belakowitsch: Wo genau ...?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Kassegger.
Das bedeutet das Bohren harter Bretter und nicht nur das Ummontieren von Taferln – und sich dabei wohlfühlen. Das heißt eben, dass man in dieser Allianz zweierlei versucht (Abg. Kickl: ... Taferln ummontieren würden!): Das eine ist die Außengrenze, der Schutz der Außengrenze funktioniert nicht (Abg. Kickl: Ja, der österreichischen, das stimmt!), sonst hätten wir nicht so viele irreguläre Migranten in Österreich. Das ist der Grund, warum Österreich in seiner Dreisicherheitsnetzstrategie die eigene Grenze mit mittlerweile mehr als 1 800 Polizistinnen und Polizisten, Soldatinnen und Soldaten schützt. (Abg. Belakowitsch: Wo genau ...?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Kassegger.) Das ist auf der anderen Seite der Grund, warum wir die Plattform gegen illegale Migration gegründet haben, um am Balkan eine Stabilität zu erzeugen und bereits vor der EU-Außengrenze zu beginnen, irreguläre Migranten zurückzuführen. Das ist aktive Politik und das Gegenteil von dem, was Sie behaupten. Zuschauen und Taferln abmontieren – das nutzt nämlich nichts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Das bedeutet das Bohren harter Bretter und nicht nur das Ummontieren von Taferln – und sich dabei wohlfühlen. Das heißt eben, dass man in dieser Allianz zweierlei versucht (Abg. Kickl: ... Taferln ummontieren würden!): Das eine ist die Außengrenze, der Schutz der Außengrenze funktioniert nicht (Abg. Kickl: Ja, der österreichischen, das stimmt!), sonst hätten wir nicht so viele irreguläre Migranten in Österreich. Das ist der Grund, warum Österreich in seiner Dreisicherheitsnetzstrategie die eigene Grenze mit mittlerweile mehr als 1 800 Polizistinnen und Polizisten, Soldatinnen und Soldaten schützt. (Abg. Belakowitsch: Wo genau ...?! – Zwischenrufe der Abgeordneten Kickl und Kassegger.) Das ist auf der anderen Seite der Grund, warum wir die Plattform gegen illegale Migration gegründet haben, um am Balkan eine Stabilität zu erzeugen und bereits vor der EU-Außengrenze zu beginnen, irreguläre Migranten zurückzuführen. Das ist aktive Politik und das Gegenteil von dem, was Sie behaupten. Zuschauen und Taferln abmontieren – das nutzt nämlich nichts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Es braucht eine Kursänderung in der Europäischen Union, und es braucht eine Kommission, die begreift, dass diese Politik, so wie sie bisher war, falsch ist, die falschen Signale aussendet. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wenn die litauische Innenministerin mich um Hilfe ersucht, weshalb wir die Cobra an die Grenze schicken, um Litauen zu unterstützen, und gleichzeitig berichtet, dass die Innenkommissarin Johansson zwar bereit ist, Geld zu geben, aber nicht für den Grenzzaun, den Litauen aufbauen will und muss, sondern für Aufnahmezentren, dann kommen wir schon langsam zum Kern des Problems der falschen Politik. (Abg. Kickl: Ja, weiß das der Herr Karas auch ...? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Ja, weiß das der Herr Karas auch ...? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Es braucht eine Kursänderung in der Europäischen Union, und es braucht eine Kommission, die begreift, dass diese Politik, so wie sie bisher war, falsch ist, die falschen Signale aussendet. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wenn die litauische Innenministerin mich um Hilfe ersucht, weshalb wir die Cobra an die Grenze schicken, um Litauen zu unterstützen, und gleichzeitig berichtet, dass die Innenkommissarin Johansson zwar bereit ist, Geld zu geben, aber nicht für den Grenzzaun, den Litauen aufbauen will und muss, sondern für Aufnahmezentren, dann kommen wir schon langsam zum Kern des Problems der falschen Politik. (Abg. Kickl: Ja, weiß das der Herr Karas auch ...? – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger.
Genau dafür sucht Österreich Verbündete: um diese Politik zu ändern, um Einfluss auf die Kommission zu nehmen und den Weg Österreichs fortzusetzen. Was bedeutet der Weg Österreichs? (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger.) – Der Weg Österreichs bedeutet auf der einen Seite einen starken, effizienten Grenzschutz und gleichzeitig, die Zahl der Rückführungen deutlich zu erhöhen und diese zu beschleunigen (Abg. Kickl: Schön für die Menschen am Semmering! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – und sich da auch nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.
Abg. Kickl: Schön für die Menschen am Semmering! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Genau dafür sucht Österreich Verbündete: um diese Politik zu ändern, um Einfluss auf die Kommission zu nehmen und den Weg Österreichs fortzusetzen. Was bedeutet der Weg Österreichs? (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger.) – Der Weg Österreichs bedeutet auf der einen Seite einen starken, effizienten Grenzschutz und gleichzeitig, die Zahl der Rückführungen deutlich zu erhöhen und diese zu beschleunigen (Abg. Kickl: Schön für die Menschen am Semmering! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – und sich da auch nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.
Es gilt, auch da Verbündete zu finden und Abschiebungen und Rückführungen notfalls alleine vorzunehmen – entsprechend den Rechtsgrundlagen des europäischen Rechts. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe der Abgeordneten Kassegger und Kickl.)
Abg. Kickl: Das machen Sie doch jeden Tag, nur gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Eines wissen Sie als ehemaliger Innenminister der Republik: Auch Sie können, dürfen und durften Recht nicht beugen oder verletzen. (Abg. Kickl: Das machen Sie doch jeden Tag, nur gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir müssen uns in der Europäischen Union darauf konzentrieren, dass wir vor allem den Kern der Genfer Flüchtlingskonvention wiederbeleben. Der Kern der Genfer Flüchtlingskonvention sieht vor (Zwischenruf des Abg. Kickl) – und da bin ich anderer Meinung, als Kollege Amesbauer gestern in der Pressekonferenz ausgeführt hat –, dass, wenn Schutz gebraucht wird, dieser auch im nächsten sicheren Land gefunden wird. An diesen Grundsatz hat sich Österreich immer gehalten: Ungarnkrise, Tschechenkrise, Zerfall Jugoslawiens – Österreich war immer da, um Menschen zu helfen. (Abg. Hafenecker: 2015 ist aber ...! – Abg. Kassegger: ... warum sind dann überhaupt Afghanen bei uns?) Die Genfer Flüchtlingskonvention sieht nicht vor, so wie es heute gelebt wird, de facto mit einer globalisierten Asyl- und Migrationspolitik konfrontiert zu sein. Die Signale, die die Kommission derzeit aussendet, sind genau das Falsche, nämlich Asyl und Migration zu vermischen, indem nur das Wort Asyl schon dazu reicht, einen Aufenthaltstitel in der Europäischen Union zu bekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: ... auch Herr Karas sendet diese Signale! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Eines wissen Sie als ehemaliger Innenminister der Republik: Auch Sie können, dürfen und durften Recht nicht beugen oder verletzen. (Abg. Kickl: Das machen Sie doch jeden Tag, nur gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir müssen uns in der Europäischen Union darauf konzentrieren, dass wir vor allem den Kern der Genfer Flüchtlingskonvention wiederbeleben. Der Kern der Genfer Flüchtlingskonvention sieht vor (Zwischenruf des Abg. Kickl) – und da bin ich anderer Meinung, als Kollege Amesbauer gestern in der Pressekonferenz ausgeführt hat –, dass, wenn Schutz gebraucht wird, dieser auch im nächsten sicheren Land gefunden wird. An diesen Grundsatz hat sich Österreich immer gehalten: Ungarnkrise, Tschechenkrise, Zerfall Jugoslawiens – Österreich war immer da, um Menschen zu helfen. (Abg. Hafenecker: 2015 ist aber ...! – Abg. Kassegger: ... warum sind dann überhaupt Afghanen bei uns?) Die Genfer Flüchtlingskonvention sieht nicht vor, so wie es heute gelebt wird, de facto mit einer globalisierten Asyl- und Migrationspolitik konfrontiert zu sein. Die Signale, die die Kommission derzeit aussendet, sind genau das Falsche, nämlich Asyl und Migration zu vermischen, indem nur das Wort Asyl schon dazu reicht, einen Aufenthaltstitel in der Europäischen Union zu bekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: ... auch Herr Karas sendet diese Signale! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Abg. Hafenecker: 2015 ist aber ...! – Abg. Kassegger: ... warum sind dann überhaupt Afghanen bei uns?
Eines wissen Sie als ehemaliger Innenminister der Republik: Auch Sie können, dürfen und durften Recht nicht beugen oder verletzen. (Abg. Kickl: Das machen Sie doch jeden Tag, nur gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir müssen uns in der Europäischen Union darauf konzentrieren, dass wir vor allem den Kern der Genfer Flüchtlingskonvention wiederbeleben. Der Kern der Genfer Flüchtlingskonvention sieht vor (Zwischenruf des Abg. Kickl) – und da bin ich anderer Meinung, als Kollege Amesbauer gestern in der Pressekonferenz ausgeführt hat –, dass, wenn Schutz gebraucht wird, dieser auch im nächsten sicheren Land gefunden wird. An diesen Grundsatz hat sich Österreich immer gehalten: Ungarnkrise, Tschechenkrise, Zerfall Jugoslawiens – Österreich war immer da, um Menschen zu helfen. (Abg. Hafenecker: 2015 ist aber ...! – Abg. Kassegger: ... warum sind dann überhaupt Afghanen bei uns?) Die Genfer Flüchtlingskonvention sieht nicht vor, so wie es heute gelebt wird, de facto mit einer globalisierten Asyl- und Migrationspolitik konfrontiert zu sein. Die Signale, die die Kommission derzeit aussendet, sind genau das Falsche, nämlich Asyl und Migration zu vermischen, indem nur das Wort Asyl schon dazu reicht, einen Aufenthaltstitel in der Europäischen Union zu bekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: ... auch Herr Karas sendet diese Signale! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: ... auch Herr Karas sendet diese Signale! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Eines wissen Sie als ehemaliger Innenminister der Republik: Auch Sie können, dürfen und durften Recht nicht beugen oder verletzen. (Abg. Kickl: Das machen Sie doch jeden Tag, nur gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir müssen uns in der Europäischen Union darauf konzentrieren, dass wir vor allem den Kern der Genfer Flüchtlingskonvention wiederbeleben. Der Kern der Genfer Flüchtlingskonvention sieht vor (Zwischenruf des Abg. Kickl) – und da bin ich anderer Meinung, als Kollege Amesbauer gestern in der Pressekonferenz ausgeführt hat –, dass, wenn Schutz gebraucht wird, dieser auch im nächsten sicheren Land gefunden wird. An diesen Grundsatz hat sich Österreich immer gehalten: Ungarnkrise, Tschechenkrise, Zerfall Jugoslawiens – Österreich war immer da, um Menschen zu helfen. (Abg. Hafenecker: 2015 ist aber ...! – Abg. Kassegger: ... warum sind dann überhaupt Afghanen bei uns?) Die Genfer Flüchtlingskonvention sieht nicht vor, so wie es heute gelebt wird, de facto mit einer globalisierten Asyl- und Migrationspolitik konfrontiert zu sein. Die Signale, die die Kommission derzeit aussendet, sind genau das Falsche, nämlich Asyl und Migration zu vermischen, indem nur das Wort Asyl schon dazu reicht, einen Aufenthaltstitel in der Europäischen Union zu bekommen. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: ... auch Herr Karas sendet diese Signale! – Zwischenruf des Abg. Kassegger.)
Abg. Kickl: Hilfe am Semmering!
Daher ist es geboten, den konsequenten Weg dieser Bundesregierung fortzusetzen: Hilfe vor Ort, die Menschen in der Region belassen, vor Ort helfen (Abg. Kickl: Hilfe am Semmering!) – und das tun wir aktiv. Gleichzeitig ist dafür Sorge zu tragen, dass wir mit internationalen Organisationen Zukunftsprojekte fördern und (Abg. Kickl: Bla, bla, bla, bla!) damit erreichen, dass die Menschen in der Region bleiben. (Abg. Schnedlitz hebt die linke Hand und bewegt Daumen und die Finger mehrmals hintereinander schnell zusammen.)
Abg. Kickl: Bla, bla, bla, bla!
Daher ist es geboten, den konsequenten Weg dieser Bundesregierung fortzusetzen: Hilfe vor Ort, die Menschen in der Region belassen, vor Ort helfen (Abg. Kickl: Hilfe am Semmering!) – und das tun wir aktiv. Gleichzeitig ist dafür Sorge zu tragen, dass wir mit internationalen Organisationen Zukunftsprojekte fördern und (Abg. Kickl: Bla, bla, bla, bla!) damit erreichen, dass die Menschen in der Region bleiben. (Abg. Schnedlitz hebt die linke Hand und bewegt Daumen und die Finger mehrmals hintereinander schnell zusammen.)
Abg. Schnedlitz hebt die linke Hand und bewegt Daumen und die Finger mehrmals hintereinander schnell zusammen.
Daher ist es geboten, den konsequenten Weg dieser Bundesregierung fortzusetzen: Hilfe vor Ort, die Menschen in der Region belassen, vor Ort helfen (Abg. Kickl: Hilfe am Semmering!) – und das tun wir aktiv. Gleichzeitig ist dafür Sorge zu tragen, dass wir mit internationalen Organisationen Zukunftsprojekte fördern und (Abg. Kickl: Bla, bla, bla, bla!) damit erreichen, dass die Menschen in der Region bleiben. (Abg. Schnedlitz hebt die linke Hand und bewegt Daumen und die Finger mehrmals hintereinander schnell zusammen.)
Abg. Kickl: Bla, bla, bla, bla!
Weil Herbert Kickl jetzt (Abg. Kickl: Bla, bla, bla, bla!) in seiner unglaublich verantwortungsvollen Art von „Bla, bla, bla“ redet oder Herr Schnedlitz in der letzten Reihe gestikuliert (Abg. Schnedlitz hebt neuerlich die linke Hand und bewegt Daumen und die Finger mehrmals hintereinander schnell zusammen) – vielleicht kann die Kamera das einfangen –, das ist würdiges Verhalten von Abgeordneten, diese Gestikulation des Herrn Abgeordneten Schnedlitz, dadurch bekommt er jetzt kurz Bekanntheit.
Abg. Schnedlitz hebt neuerlich die linke Hand und bewegt Daumen und die Finger mehrmals hintereinander schnell zusammen
Weil Herbert Kickl jetzt (Abg. Kickl: Bla, bla, bla, bla!) in seiner unglaublich verantwortungsvollen Art von „Bla, bla, bla“ redet oder Herr Schnedlitz in der letzten Reihe gestikuliert (Abg. Schnedlitz hebt neuerlich die linke Hand und bewegt Daumen und die Finger mehrmals hintereinander schnell zusammen) – vielleicht kann die Kamera das einfangen –, das ist würdiges Verhalten von Abgeordneten, diese Gestikulation des Herrn Abgeordneten Schnedlitz, dadurch bekommt er jetzt kurz Bekanntheit.
Abg. Belakowitsch: Sie haben nichts zu sagen, das ist das Problem!
Wissen Sie, was das wahre Problem ist? (Abg. Belakowitsch: Sie haben nichts zu sagen, das ist das Problem!) – Abgeordneter Kickl sagt jetzt: Wir sollen Asylwerber nicht aufnehmen. Denken wir zu Ende, was das heißt: Herbert Kickl, in seiner Welt lebend, ruft zum Rechtsbruch auf, führt Rechtsbruch durch (Abg. Kickl: Ach Gott!) und findet es auch noch gut. (Abg. Kassegger: Rechtsbruch?!) Herbert Kickl als Klubobmann dieses Hauses und Parteiobmann einer Partei ruft also zu Rechtsbruch und Staatsverweigerung auf – eigentlich das, was er früher den Linken vorgeworfen hat. (Abg. Steger: Das ist aber sehr absurd! – Heiterkeit des Abg. Kickl. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Ach Gott!
Wissen Sie, was das wahre Problem ist? (Abg. Belakowitsch: Sie haben nichts zu sagen, das ist das Problem!) – Abgeordneter Kickl sagt jetzt: Wir sollen Asylwerber nicht aufnehmen. Denken wir zu Ende, was das heißt: Herbert Kickl, in seiner Welt lebend, ruft zum Rechtsbruch auf, führt Rechtsbruch durch (Abg. Kickl: Ach Gott!) und findet es auch noch gut. (Abg. Kassegger: Rechtsbruch?!) Herbert Kickl als Klubobmann dieses Hauses und Parteiobmann einer Partei ruft also zu Rechtsbruch und Staatsverweigerung auf – eigentlich das, was er früher den Linken vorgeworfen hat. (Abg. Steger: Das ist aber sehr absurd! – Heiterkeit des Abg. Kickl. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Rechtsbruch?!
Wissen Sie, was das wahre Problem ist? (Abg. Belakowitsch: Sie haben nichts zu sagen, das ist das Problem!) – Abgeordneter Kickl sagt jetzt: Wir sollen Asylwerber nicht aufnehmen. Denken wir zu Ende, was das heißt: Herbert Kickl, in seiner Welt lebend, ruft zum Rechtsbruch auf, führt Rechtsbruch durch (Abg. Kickl: Ach Gott!) und findet es auch noch gut. (Abg. Kassegger: Rechtsbruch?!) Herbert Kickl als Klubobmann dieses Hauses und Parteiobmann einer Partei ruft also zu Rechtsbruch und Staatsverweigerung auf – eigentlich das, was er früher den Linken vorgeworfen hat. (Abg. Steger: Das ist aber sehr absurd! – Heiterkeit des Abg. Kickl. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Steger: Das ist aber sehr absurd! – Heiterkeit des Abg. Kickl. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wissen Sie, was das wahre Problem ist? (Abg. Belakowitsch: Sie haben nichts zu sagen, das ist das Problem!) – Abgeordneter Kickl sagt jetzt: Wir sollen Asylwerber nicht aufnehmen. Denken wir zu Ende, was das heißt: Herbert Kickl, in seiner Welt lebend, ruft zum Rechtsbruch auf, führt Rechtsbruch durch (Abg. Kickl: Ach Gott!) und findet es auch noch gut. (Abg. Kassegger: Rechtsbruch?!) Herbert Kickl als Klubobmann dieses Hauses und Parteiobmann einer Partei ruft also zu Rechtsbruch und Staatsverweigerung auf – eigentlich das, was er früher den Linken vorgeworfen hat. (Abg. Steger: Das ist aber sehr absurd! – Heiterkeit des Abg. Kickl. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Kickl: Jessas na! Jessas na! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Genau diese Form der Politik ist eine Luftblasen- und Seifenblasenpolitik, weil sie gar keine Substanz hat. (Abg. Kickl: Jessas na! Jessas na! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das Entscheidende aber ist: Dieses hämische Gelächter der freiheitlichen Fraktion (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) wird der echten, ernsten Situation, dem Kampf gegen irreguläre Migration, dem Kampf gegen Schlepperei, dem Kampf gegen organisierte Kriminalität nicht gerecht. (Abg. Kickl: Kein einziges Instrument in der Hand ...!) Wir werden ihn konsequent weiterführen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Genau diese Form der Politik ist eine Luftblasen- und Seifenblasenpolitik, weil sie gar keine Substanz hat. (Abg. Kickl: Jessas na! Jessas na! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das Entscheidende aber ist: Dieses hämische Gelächter der freiheitlichen Fraktion (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) wird der echten, ernsten Situation, dem Kampf gegen irreguläre Migration, dem Kampf gegen Schlepperei, dem Kampf gegen organisierte Kriminalität nicht gerecht. (Abg. Kickl: Kein einziges Instrument in der Hand ...!) Wir werden ihn konsequent weiterführen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Kein einziges Instrument in der Hand ...!
Genau diese Form der Politik ist eine Luftblasen- und Seifenblasenpolitik, weil sie gar keine Substanz hat. (Abg. Kickl: Jessas na! Jessas na! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das Entscheidende aber ist: Dieses hämische Gelächter der freiheitlichen Fraktion (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) wird der echten, ernsten Situation, dem Kampf gegen irreguläre Migration, dem Kampf gegen Schlepperei, dem Kampf gegen organisierte Kriminalität nicht gerecht. (Abg. Kickl: Kein einziges Instrument in der Hand ...!) Wir werden ihn konsequent weiterführen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP.
Genau diese Form der Politik ist eine Luftblasen- und Seifenblasenpolitik, weil sie gar keine Substanz hat. (Abg. Kickl: Jessas na! Jessas na! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Das Entscheidende aber ist: Dieses hämische Gelächter der freiheitlichen Fraktion (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) wird der echten, ernsten Situation, dem Kampf gegen irreguläre Migration, dem Kampf gegen Schlepperei, dem Kampf gegen organisierte Kriminalität nicht gerecht. (Abg. Kickl: Kein einziges Instrument in der Hand ...!) Wir werden ihn konsequent weiterführen. (Anhaltender Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Könnte man dem Herrn Minister mehr Redezeit geben, dass er was zum Thema sagt? – Abg. Hafenecker: Der Ständestaat muss weg! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf darauf hinweisen, dass die nächsten Redner 5 Minuten Redezeit zur Verfügung haben. (Abg. Kickl: Könnte man dem Herrn Minister mehr Redezeit geben, dass er was zum Thema sagt? – Abg. Hafenecker: Der Ständestaat muss weg! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.) Es wäre vielleicht angebracht, den Fernsehzusehern ein besseres Bild zu bieten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Auch in anderen Parlamenten ist es üblich, einander ausreden zu lassen und die Redner nicht ständig zu stören.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Ich darf darauf hinweisen, dass die nächsten Redner 5 Minuten Redezeit zur Verfügung haben. (Abg. Kickl: Könnte man dem Herrn Minister mehr Redezeit geben, dass er was zum Thema sagt? – Abg. Hafenecker: Der Ständestaat muss weg! – Der Präsident gibt das Glockenzeichen.) Es wäre vielleicht angebracht, den Fernsehzusehern ein besseres Bild zu bieten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Auch in anderen Parlamenten ist es üblich, einander ausreden zu lassen und die Redner nicht ständig zu stören.
Abg. Belakowitsch: Oje! – Abg. Kickl: Erzählen Sie uns einmal, welche Asylverschärfungen Sie vorgenommen haben! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Mahrer gelangt zu Wort. – Bitte. (Abg. Belakowitsch: Oje! – Abg. Kickl: Erzählen Sie uns einmal, welche Asylverschärfungen Sie vorgenommen haben! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger.
Abgeordneter Karl Mahrer (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Wer die Rede des Herbert Kickl gehört hat, spürt: Wir haben es hier mit einem Dilemma, ja, ich würde fast sagen, mit einem Trauma zu tun. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Kassegger.) Herbert Kickl ist nicht mehr Innenminister und das kann er offensichtlich nicht verwinden.
Abg. Lausch: Geh bitte! So ein Unsinn! – Zwischenruf der Abg. Steger
Herr Kickl, da Sie sich mit Ihrem Kampf gegen die Coronaimpfung offensichtlich bei Ihren Parteispitzen auch nicht mehr durchsetzen (Abg. Lausch: Geh bitte! So ein Unsinn! – Zwischenruf der Abg. Steger), bezeichnen Sie unseren Innenminister als Asylbetrüger, bezichtigen den Bundeskanzler, Lügen auszusprechen, und all das machen Sie bei all Ihren skurrilen Auftritten eigentlich nur in einer Absicht (Abg. Kickl: So skurril wie Sie war ich noch nie!): Sie wollen die Menschen verunsichern, Sie wollen die Menschen polarisieren und Sie wollen die Gesellschaft in Österreich spalten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Herr Kickl, das tun Sie für ein paar Wählerstimmen. Das tun Sie in der größten Gesundheitskrise der letzten 100 Jahre. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Und das, Herr Kickl, ist verantwortungslos. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Was Sie machen, ist verantwortungslos!)
Abg. Kickl: So skurril wie Sie war ich noch nie!
Herr Kickl, da Sie sich mit Ihrem Kampf gegen die Coronaimpfung offensichtlich bei Ihren Parteispitzen auch nicht mehr durchsetzen (Abg. Lausch: Geh bitte! So ein Unsinn! – Zwischenruf der Abg. Steger), bezeichnen Sie unseren Innenminister als Asylbetrüger, bezichtigen den Bundeskanzler, Lügen auszusprechen, und all das machen Sie bei all Ihren skurrilen Auftritten eigentlich nur in einer Absicht (Abg. Kickl: So skurril wie Sie war ich noch nie!): Sie wollen die Menschen verunsichern, Sie wollen die Menschen polarisieren und Sie wollen die Gesellschaft in Österreich spalten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Herr Kickl, das tun Sie für ein paar Wählerstimmen. Das tun Sie in der größten Gesundheitskrise der letzten 100 Jahre. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Und das, Herr Kickl, ist verantwortungslos. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Was Sie machen, ist verantwortungslos!)
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Herr Kickl, da Sie sich mit Ihrem Kampf gegen die Coronaimpfung offensichtlich bei Ihren Parteispitzen auch nicht mehr durchsetzen (Abg. Lausch: Geh bitte! So ein Unsinn! – Zwischenruf der Abg. Steger), bezeichnen Sie unseren Innenminister als Asylbetrüger, bezichtigen den Bundeskanzler, Lügen auszusprechen, und all das machen Sie bei all Ihren skurrilen Auftritten eigentlich nur in einer Absicht (Abg. Kickl: So skurril wie Sie war ich noch nie!): Sie wollen die Menschen verunsichern, Sie wollen die Menschen polarisieren und Sie wollen die Gesellschaft in Österreich spalten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Herr Kickl, das tun Sie für ein paar Wählerstimmen. Das tun Sie in der größten Gesundheitskrise der letzten 100 Jahre. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Und das, Herr Kickl, ist verantwortungslos. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Was Sie machen, ist verantwortungslos!)
Zwischenruf des Abg. Hauser.
Herr Kickl, da Sie sich mit Ihrem Kampf gegen die Coronaimpfung offensichtlich bei Ihren Parteispitzen auch nicht mehr durchsetzen (Abg. Lausch: Geh bitte! So ein Unsinn! – Zwischenruf der Abg. Steger), bezeichnen Sie unseren Innenminister als Asylbetrüger, bezichtigen den Bundeskanzler, Lügen auszusprechen, und all das machen Sie bei all Ihren skurrilen Auftritten eigentlich nur in einer Absicht (Abg. Kickl: So skurril wie Sie war ich noch nie!): Sie wollen die Menschen verunsichern, Sie wollen die Menschen polarisieren und Sie wollen die Gesellschaft in Österreich spalten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Herr Kickl, das tun Sie für ein paar Wählerstimmen. Das tun Sie in der größten Gesundheitskrise der letzten 100 Jahre. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Und das, Herr Kickl, ist verantwortungslos. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Was Sie machen, ist verantwortungslos!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Was Sie machen, ist verantwortungslos!
Herr Kickl, da Sie sich mit Ihrem Kampf gegen die Coronaimpfung offensichtlich bei Ihren Parteispitzen auch nicht mehr durchsetzen (Abg. Lausch: Geh bitte! So ein Unsinn! – Zwischenruf der Abg. Steger), bezeichnen Sie unseren Innenminister als Asylbetrüger, bezichtigen den Bundeskanzler, Lügen auszusprechen, und all das machen Sie bei all Ihren skurrilen Auftritten eigentlich nur in einer Absicht (Abg. Kickl: So skurril wie Sie war ich noch nie!): Sie wollen die Menschen verunsichern, Sie wollen die Menschen polarisieren und Sie wollen die Gesellschaft in Österreich spalten. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) Herr Kickl, das tun Sie für ein paar Wählerstimmen. Das tun Sie in der größten Gesundheitskrise der letzten 100 Jahre. (Zwischenruf des Abg. Hauser.) Und das, Herr Kickl, ist verantwortungslos. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Kickl: Was Sie machen, ist verantwortungslos!)
Zwischenruf des Abg. Ragger.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wahr ist, dass Sie sich während Ihrer Amtszeit als Innenminister in Europa nicht durchsetzen konnten. Sie waren ja völlig isoliert. (Zwischenruf des Abg. Ragger.) Sie konnten in Europa mit den anderen Innenministern keine Gespräche über gemeinsame Linien finden. (Abg. Lausch: Das spricht nicht für Europa!) Innenminister Karl Nehammer, die Bundesregierung und Bundeskanzler Sebastian Kurz (Abg. Hauser: Sie bestätigen die Unfähigkeit Europas!) haben es im Gegensatz zu Ihnen sehr wohl geschafft – und der Innenminister hat es deutlich gesagt –, die Meinung vieler Mitgliedsländer völlig neu zu gestalten.
Abg. Lausch: Das spricht nicht für Europa!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wahr ist, dass Sie sich während Ihrer Amtszeit als Innenminister in Europa nicht durchsetzen konnten. Sie waren ja völlig isoliert. (Zwischenruf des Abg. Ragger.) Sie konnten in Europa mit den anderen Innenministern keine Gespräche über gemeinsame Linien finden. (Abg. Lausch: Das spricht nicht für Europa!) Innenminister Karl Nehammer, die Bundesregierung und Bundeskanzler Sebastian Kurz (Abg. Hauser: Sie bestätigen die Unfähigkeit Europas!) haben es im Gegensatz zu Ihnen sehr wohl geschafft – und der Innenminister hat es deutlich gesagt –, die Meinung vieler Mitgliedsländer völlig neu zu gestalten.
Abg. Hauser: Sie bestätigen die Unfähigkeit Europas!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wahr ist, dass Sie sich während Ihrer Amtszeit als Innenminister in Europa nicht durchsetzen konnten. Sie waren ja völlig isoliert. (Zwischenruf des Abg. Ragger.) Sie konnten in Europa mit den anderen Innenministern keine Gespräche über gemeinsame Linien finden. (Abg. Lausch: Das spricht nicht für Europa!) Innenminister Karl Nehammer, die Bundesregierung und Bundeskanzler Sebastian Kurz (Abg. Hauser: Sie bestätigen die Unfähigkeit Europas!) haben es im Gegensatz zu Ihnen sehr wohl geschafft – und der Innenminister hat es deutlich gesagt –, die Meinung vieler Mitgliedsländer völlig neu zu gestalten.
Abg. Kickl: Sie haben doch gerade wieder zugestimmt im EU-Parlament, der Karas und Ihre Fraktion! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Wir sind weg von der Umverteilungsdiskussion und konzentrieren uns auf die wirklichen Herausforderungen in Europa. (Abg. Kickl: Sie haben doch gerade wieder zugestimmt im EU-Parlament, der Karas und Ihre Fraktion! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir konzentrieren uns auf Hilfe vor Ort, auf die europäische Außengrenzschutzsicherung und auf den Kampf gegen Schlepperei und Terrorismus. Der Unterschied zu Ihnen, Herr Kickl, ist: Sie schreien herum (Abg. Belakowitsch: ... endlich eine Pressekonferenz?), Sie fordern es, und die Bundesregierung und unser Innenminister, die tun es, weil der Innenminister in Europa nicht isoliert ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: ... endlich eine Pressekonferenz?
Wir sind weg von der Umverteilungsdiskussion und konzentrieren uns auf die wirklichen Herausforderungen in Europa. (Abg. Kickl: Sie haben doch gerade wieder zugestimmt im EU-Parlament, der Karas und Ihre Fraktion! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir konzentrieren uns auf Hilfe vor Ort, auf die europäische Außengrenzschutzsicherung und auf den Kampf gegen Schlepperei und Terrorismus. Der Unterschied zu Ihnen, Herr Kickl, ist: Sie schreien herum (Abg. Belakowitsch: ... endlich eine Pressekonferenz?), Sie fordern es, und die Bundesregierung und unser Innenminister, die tun es, weil der Innenminister in Europa nicht isoliert ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Wir sind weg von der Umverteilungsdiskussion und konzentrieren uns auf die wirklichen Herausforderungen in Europa. (Abg. Kickl: Sie haben doch gerade wieder zugestimmt im EU-Parlament, der Karas und Ihre Fraktion! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Wir konzentrieren uns auf Hilfe vor Ort, auf die europäische Außengrenzschutzsicherung und auf den Kampf gegen Schlepperei und Terrorismus. Der Unterschied zu Ihnen, Herr Kickl, ist: Sie schreien herum (Abg. Belakowitsch: ... endlich eine Pressekonferenz?), Sie fordern es, und die Bundesregierung und unser Innenminister, die tun es, weil der Innenminister in Europa nicht isoliert ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Wie erklären Sie dann die Zahlen? Dann erklären Sie uns die Zahlen!
Innenminister Karl Nehammer – er hat es teilweise ausgeführt – hat aktive Beiträge zur Hilfe vor Ort und zur Grenzsicherung gesetzt. (Abg. Kickl: Wie erklären Sie dann die Zahlen? Dann erklären Sie uns die Zahlen!) Von Griechenland über die Balkanstaaten bis hin nach Litauen (Abg. Kickl: Erklären Sie uns den Anstieg!), vom Personaleinsatz bis zur finanziellen Unterstützung (Abg. Belakowitsch: 30 000, Herr Mahrer! 30 000!), von den Hilfsgüterlieferungen bis zum politischen Flankenschutz: Dieser Innenminister
Abg. Kickl: Erklären Sie uns den Anstieg!
Innenminister Karl Nehammer – er hat es teilweise ausgeführt – hat aktive Beiträge zur Hilfe vor Ort und zur Grenzsicherung gesetzt. (Abg. Kickl: Wie erklären Sie dann die Zahlen? Dann erklären Sie uns die Zahlen!) Von Griechenland über die Balkanstaaten bis hin nach Litauen (Abg. Kickl: Erklären Sie uns den Anstieg!), vom Personaleinsatz bis zur finanziellen Unterstützung (Abg. Belakowitsch: 30 000, Herr Mahrer! 30 000!), von den Hilfsgüterlieferungen bis zum politischen Flankenschutz: Dieser Innenminister
Abg. Belakowitsch: 30 000, Herr Mahrer! 30 000!
Innenminister Karl Nehammer – er hat es teilweise ausgeführt – hat aktive Beiträge zur Hilfe vor Ort und zur Grenzsicherung gesetzt. (Abg. Kickl: Wie erklären Sie dann die Zahlen? Dann erklären Sie uns die Zahlen!) Von Griechenland über die Balkanstaaten bis hin nach Litauen (Abg. Kickl: Erklären Sie uns den Anstieg!), vom Personaleinsatz bis zur finanziellen Unterstützung (Abg. Belakowitsch: 30 000, Herr Mahrer! 30 000!), von den Hilfsgüterlieferungen bis zum politischen Flankenschutz: Dieser Innenminister
Abg. Lausch: Jessas na!
und unser Bundeskanzler Sebastian Kurz (Abg. Lausch: Jessas na!), die tun es wirklich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Jessas na!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Jessas na!
und unser Bundeskanzler Sebastian Kurz (Abg. Lausch: Jessas na!), die tun es wirklich. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Jessas na!)
Abg. Kickl: Die Leute am Semmering freuen sich auch!
Auch was die Unterstützungen betrifft: Sie wissen ganz genau, die Entwicklungszusammenarbeit, der Auslandskatastrophenfonds, die Mittel sind verzehnfacht worden. (Abg. Kickl: Die Leute am Semmering freuen sich auch!) Das ist richtig und gut so, weil wir in den Ländern helfen wollen, weil wir die Fluchtursachen bekämpfen wollen und die Menschen hier in Europa nicht auch unglücklich machen wollen. (Abg. Kickl: Der Herr Karas sieht das anders!)
Abg. Kickl: Der Herr Karas sieht das anders!
Auch was die Unterstützungen betrifft: Sie wissen ganz genau, die Entwicklungszusammenarbeit, der Auslandskatastrophenfonds, die Mittel sind verzehnfacht worden. (Abg. Kickl: Die Leute am Semmering freuen sich auch!) Das ist richtig und gut so, weil wir in den Ländern helfen wollen, weil wir die Fluchtursachen bekämpfen wollen und die Menschen hier in Europa nicht auch unglücklich machen wollen. (Abg. Kickl: Der Herr Karas sieht das anders!)
Abg. Belakowitsch: Na Gott sei Dank verstehen Sie das, Herr Mahrer!
Herr Kickl, vielleicht noch zum Schluss, weil Sie das Abstimmungsverhalten unserer Abgeordneten im Europäischen Parlament angesprochen haben: Wissen Sie, als ich mir das so angehört habe, habe ich mir gedacht: Er war Innenminister, jetzt ist er Klubobmann, aber er versteht die europäische Dimension der Themen Asyl und Migration noch immer nicht (Abg. Belakowitsch: Na Gott sei Dank verstehen Sie das, Herr Mahrer!), oder er informiert die Bevölkerung wissentlich falsch. Die Resolution des Europäischen Parlaments zur Lage in Afghanistan – schauen Sie sich die genau an! – hat die Hilfe vor Ort, den Schutz der gemeinsamen Außengrenzen sowie den Kampf gegen organisierte Schlepperei und Terrorismus zum Mittelpunkt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und fordert weitere humanitäre Hilfe im Land. (Abg. Kickl: Achtung, Sie reiten sich in die nächste Sache rein!) Das ist genau das, was wir auch wollen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Herr Kickl, vielleicht noch zum Schluss, weil Sie das Abstimmungsverhalten unserer Abgeordneten im Europäischen Parlament angesprochen haben: Wissen Sie, als ich mir das so angehört habe, habe ich mir gedacht: Er war Innenminister, jetzt ist er Klubobmann, aber er versteht die europäische Dimension der Themen Asyl und Migration noch immer nicht (Abg. Belakowitsch: Na Gott sei Dank verstehen Sie das, Herr Mahrer!), oder er informiert die Bevölkerung wissentlich falsch. Die Resolution des Europäischen Parlaments zur Lage in Afghanistan – schauen Sie sich die genau an! – hat die Hilfe vor Ort, den Schutz der gemeinsamen Außengrenzen sowie den Kampf gegen organisierte Schlepperei und Terrorismus zum Mittelpunkt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und fordert weitere humanitäre Hilfe im Land. (Abg. Kickl: Achtung, Sie reiten sich in die nächste Sache rein!) Das ist genau das, was wir auch wollen.
Abg. Kickl: Achtung, Sie reiten sich in die nächste Sache rein!
Herr Kickl, vielleicht noch zum Schluss, weil Sie das Abstimmungsverhalten unserer Abgeordneten im Europäischen Parlament angesprochen haben: Wissen Sie, als ich mir das so angehört habe, habe ich mir gedacht: Er war Innenminister, jetzt ist er Klubobmann, aber er versteht die europäische Dimension der Themen Asyl und Migration noch immer nicht (Abg. Belakowitsch: Na Gott sei Dank verstehen Sie das, Herr Mahrer!), oder er informiert die Bevölkerung wissentlich falsch. Die Resolution des Europäischen Parlaments zur Lage in Afghanistan – schauen Sie sich die genau an! – hat die Hilfe vor Ort, den Schutz der gemeinsamen Außengrenzen sowie den Kampf gegen organisierte Schlepperei und Terrorismus zum Mittelpunkt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) und fordert weitere humanitäre Hilfe im Land. (Abg. Kickl: Achtung, Sie reiten sich in die nächste Sache rein!) Das ist genau das, was wir auch wollen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Was aber die Neuansiedlung von Menschen aus Afghanistan in Europa betrifft – und da sind wir uns schon wieder einmal einig –, sind wir der Ansicht, dass die Mitgliedstaaten das nur auf freiwilliger Basis tun dürfen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), denn eine Verpflichtung halten wir für unmöglich, gerade im Lichte der Situation in Österreich, wo wir ja sehr viele Menschen aufgenommen haben und auf diesem Gebiet sehr viel geleistet haben. (Abg. Kickl: Ein Plädoyer für die Freiwilligkeit aus der ÖVP!)
Abg. Kickl: Ein Plädoyer für die Freiwilligkeit aus der ÖVP!
Was aber die Neuansiedlung von Menschen aus Afghanistan in Europa betrifft – und da sind wir uns schon wieder einmal einig –, sind wir der Ansicht, dass die Mitgliedstaaten das nur auf freiwilliger Basis tun dürfen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), denn eine Verpflichtung halten wir für unmöglich, gerade im Lichte der Situation in Österreich, wo wir ja sehr viele Menschen aufgenommen haben und auf diesem Gebiet sehr viel geleistet haben. (Abg. Kickl: Ein Plädoyer für die Freiwilligkeit aus der ÖVP!)
Abg. Belakowitsch: Das geht nicht auf Augenhöhe! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ
Herr Kickl, meine sehr geehrten Damen und Herren, es war uns daher wichtig, dass die Resolution – und bitte merken Sie sich das, Herr Kickl, damit wir auch einmal auf Augenhöhe reden können! (Abg. Belakowitsch: Das geht nicht auf Augenhöhe! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – für die Mitgliedstaaten eben keine Verpflichtung zur Aufnahme von Migranten in Europa enthält. Unsere Abgeordneten im Europäischen Parlament haben daher in den entsprechenden Einzelabstimmungen gegen all jene Bestimmungen gestimmt, die falsche Anreize für illegale und irreguläre Migration setzen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Herr Kickl, meine sehr geehrten Damen und Herren, es war uns daher wichtig, dass die Resolution – und bitte merken Sie sich das, Herr Kickl, damit wir auch einmal auf Augenhöhe reden können! (Abg. Belakowitsch: Das geht nicht auf Augenhöhe! – weitere Zwischenrufe bei der FPÖ) – für die Mitgliedstaaten eben keine Verpflichtung zur Aufnahme von Migranten in Europa enthält. Unsere Abgeordneten im Europäischen Parlament haben daher in den entsprechenden Einzelabstimmungen gegen all jene Bestimmungen gestimmt, die falsche Anreize für illegale und irreguläre Migration setzen. (Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Ein anderer! Nicht so einer wie der Ihre!
Abgeordneter Karl Mahrer (fortsetzend): Ich habe es Ihnen schon mehrfach gesagt und Sie beweisen es täglich: Mit Ihnen ist kein Staat zu machen. (Abg. Kickl: Ein anderer! Nicht so einer wie der Ihre!) Ich vertraue in Sachen Sicherheit unserem Bundeskanzler Sebastian Kurz und unserem Innenminister. Das sind die Garanten für Sicherheit in Österreich – nicht Sie! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Abgeordneter Karl Mahrer (fortsetzend): Ich habe es Ihnen schon mehrfach gesagt und Sie beweisen es täglich: Mit Ihnen ist kein Staat zu machen. (Abg. Kickl: Ein anderer! Nicht so einer wie der Ihre!) Ich vertraue in Sachen Sicherheit unserem Bundeskanzler Sebastian Kurz und unserem Innenminister. Das sind die Garanten für Sicherheit in Österreich – nicht Sie! (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Lausch.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Einwallner. – Bitte. (Zwischenruf des Abg. Lausch.)
Zwischenruf des Abg. Martin Graf.
so sensiblen Thema niemandem in der Bevölkerung nützt, weder den Menschen, die hier neu bei uns leben, noch den Österreicherinnen und Österreichern. Ich glaube, da braucht es mehr Verantwortung. (Zwischenruf des Abg. Martin Graf.)
Beifall bei der SPÖ
Herr Innenminister und Herr Klubobmann Kickl, ich weiß nicht, ob Sie sich nicht einen anderen Ort suchen sollten, um Ihre Beziehungsprobleme zu lösen (Beifall bei der SPÖ), denn es ist, glaube ich, der Bevölkerung komplett egal, ob Sie miteinander per Du sind oder nicht. Die Leute erwarten sich etwas ganz anderes von uns und nicht so ein Klein-Klein-Geplänkel.
Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren, diese typische Vermischung, die ich angesprochen habe, umfasst heute wieder mehrere Themen. Wir haben das Thema Sicherheit, das Thema Kriminalität (Unruhe im Saal – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), Klubobmann Kickl hat auch noch das Thema Corona reingebracht, und dann geht es natürlich auch um das Thema Asyl. Ich stelle gar nicht in Abrede, dass es zu all diesen Themenfeldern Handlungsbedarf gibt. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es Handlungsbedarf zu all diesen Themen gibt.
Beifall bei der SPÖ.
Ich nehme da ein Terrorismusabwehrzentrum als ein Stichwort, für das ich appelliere, und ich fordere Sie wieder auf, Herr Minister, dass Sie sich dieser Sache annehmen und diesen Punkt von uns wirklich aufgreifen. Da geht es um die personellen Fragen bei der Polizei, um Ressourcenfragen. Es nutzt nichts, überall nur neue Einheiten aus dem Boden zu stampfen, und auf der anderen Seite fehlen dann die Polizistinnen und Polizisten in den Polizeiinspektionen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, es ist erschreckend, wenn wir uns die Anzahl der Morde an Frauen in Österreich anschauen, und da reicht es nicht, nur eine Problembeschreibung zu machen – da muss gehandelt werden. (Beifall bei der SPÖ.) Es gibt ganz, ganz klare Möglichkeiten, was wir da tun können. Da braucht es eben mehr Hochsicherheitskonferenzen in allen Bundesländern, es braucht mehr Mittel für den Gewaltschutz und, und, und – da gibt es eine ganz, ganz lange Liste.
Abg. Yılmaz: Ja, bravo!
Dann komme ich noch zum Thema Asyl. Meine Damen und Herren, ich sage es hier in aller Deutlichkeit: Asyl ist keine Sicherheitsfrage. (Abg. Yılmaz: Ja, bravo!) Es wird immer als Sicherheitsfrage dargestellt. (Beifall bei der SPÖ.) Asyl ist eine Frage der Menschlichkeit, meine Damen und Herren. Ich nenne jetzt noch einen zweiten Begriff, vielleicht für die letzten schwarzen ÖVPler in den Reihen der Türkisen: Es ist auch eine Frage der Nächstenliebe, ob Asyl gewährt wird oder nicht, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei der SPÖ.
Dann komme ich noch zum Thema Asyl. Meine Damen und Herren, ich sage es hier in aller Deutlichkeit: Asyl ist keine Sicherheitsfrage. (Abg. Yılmaz: Ja, bravo!) Es wird immer als Sicherheitsfrage dargestellt. (Beifall bei der SPÖ.) Asyl ist eine Frage der Menschlichkeit, meine Damen und Herren. Ich nenne jetzt noch einen zweiten Begriff, vielleicht für die letzten schwarzen ÖVPler in den Reihen der Türkisen: Es ist auch eine Frage der Nächstenliebe, ob Asyl gewährt wird oder nicht, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Sieber.
Dann komme ich noch zum Thema Asyl. Meine Damen und Herren, ich sage es hier in aller Deutlichkeit: Asyl ist keine Sicherheitsfrage. (Abg. Yılmaz: Ja, bravo!) Es wird immer als Sicherheitsfrage dargestellt. (Beifall bei der SPÖ.) Asyl ist eine Frage der Menschlichkeit, meine Damen und Herren. Ich nenne jetzt noch einen zweiten Begriff, vielleicht für die letzten schwarzen ÖVPler in den Reihen der Türkisen: Es ist auch eine Frage der Nächstenliebe, ob Asyl gewährt wird oder nicht, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Sieber.)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Wenn wir beim Thema Asyl sind, dann schauen wir uns doch an, wo die großen Probleme oder die Kritikpunkte liegen! Es geht um zu lange Asylverfahren – ja, das ist richtig, das muss rascher werden. Es geht um diese zögerlichen Rückführungen – ja, da muss alles unternommen werden, um mehr Rückführungsabkommen zu schließen. (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Es gibt kein konsequentes Abschieben von Straffälligen, Herr Innenminister. Da muss eine Grenze sein, und da müssen wir auch rückführen und abschieben. Und ja, es gibt auch beim Thema Integration Handlungsbedarf.
Beifall bei der SPÖ.
20 Jahren tragen ÖVP und FPÖ die Verantwortung im Innenressort. (Beifall bei der SPÖ.) Es ist Ihre Verantwortung, dass die Zustände so sind, wie sie sind. (Abg. Kickl: ... was wir gemacht haben!) Für das Thema Integration ist seit Jahren die ÖVP zuständig, lange Zeit war es sogar der jetzige Bundeskanzler, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ähnlich sieht es im Justizressort aus, dort ist es ähnlich. Es ist auch so, dass wir seit vielen Jahren ein Justizressort haben, das von der ÖVP oder ÖVP-nahe geführt wird. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Ich bin der Meinung, es braucht - -
Abg. Kickl: ... was wir gemacht haben!
20 Jahren tragen ÖVP und FPÖ die Verantwortung im Innenressort. (Beifall bei der SPÖ.) Es ist Ihre Verantwortung, dass die Zustände so sind, wie sie sind. (Abg. Kickl: ... was wir gemacht haben!) Für das Thema Integration ist seit Jahren die ÖVP zuständig, lange Zeit war es sogar der jetzige Bundeskanzler, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ähnlich sieht es im Justizressort aus, dort ist es ähnlich. Es ist auch so, dass wir seit vielen Jahren ein Justizressort haben, das von der ÖVP oder ÖVP-nahe geführt wird. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Ich bin der Meinung, es braucht - -
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
20 Jahren tragen ÖVP und FPÖ die Verantwortung im Innenressort. (Beifall bei der SPÖ.) Es ist Ihre Verantwortung, dass die Zustände so sind, wie sie sind. (Abg. Kickl: ... was wir gemacht haben!) Für das Thema Integration ist seit Jahren die ÖVP zuständig, lange Zeit war es sogar der jetzige Bundeskanzler, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ähnlich sieht es im Justizressort aus, dort ist es ähnlich. Es ist auch so, dass wir seit vielen Jahren ein Justizressort haben, das von der ÖVP oder ÖVP-nahe geführt wird. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Ich bin der Meinung, es braucht - -
Zwischenruf bei der FPÖ.
20 Jahren tragen ÖVP und FPÖ die Verantwortung im Innenressort. (Beifall bei der SPÖ.) Es ist Ihre Verantwortung, dass die Zustände so sind, wie sie sind. (Abg. Kickl: ... was wir gemacht haben!) Für das Thema Integration ist seit Jahren die ÖVP zuständig, lange Zeit war es sogar der jetzige Bundeskanzler, meine Damen und Herren. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kickl.) Ähnlich sieht es im Justizressort aus, dort ist es ähnlich. Es ist auch so, dass wir seit vielen Jahren ein Justizressort haben, das von der ÖVP oder ÖVP-nahe geführt wird. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Ich bin der Meinung, es braucht - -
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren, ich glaube, dass wir bei diesem Themenkomplex und bei den Themenkomplexen, die wir heute hier in dieser Aktuellen Stunde ganz schnell anreißen und zu behandeln versuchen, mit billigem Populismus und nur national gedachten Lösungen nicht weiterkommen werden. Es wird eine gemeinsame europäische Anstrengung und vor allem – darum bitte ich – eine Versachlichung der Diskussion brauchen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf bei der SPÖ.
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordneter Amesbauer. – Bitte. (Zwischenruf bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ottenschläger: Unglaublich!
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Innenminister! Geschätzte Damen und Herren! Die Ausführungen des Herrn Nehammer haben uns ja gleich zu Beginn besonders dramatisch vor Augen geführt, welch totalitäre Gesinnung mittlerweile in dieser Bundesregierung herrscht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ottenschläger: Unglaublich!) Auf andere Meinungen und freie Entscheidungen der Menschen wird mit Hass und Drohungen reagiert. (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) Das ist nicht gut für das Klima in diesem Land. Da kann man nur sagen: SOS Demokratie in Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Zarits.)
Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Innenminister! Geschätzte Damen und Herren! Die Ausführungen des Herrn Nehammer haben uns ja gleich zu Beginn besonders dramatisch vor Augen geführt, welch totalitäre Gesinnung mittlerweile in dieser Bundesregierung herrscht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ottenschläger: Unglaublich!) Auf andere Meinungen und freie Entscheidungen der Menschen wird mit Hass und Drohungen reagiert. (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) Das ist nicht gut für das Klima in diesem Land. Da kann man nur sagen: SOS Demokratie in Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Zarits.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Zarits.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Innenminister! Geschätzte Damen und Herren! Die Ausführungen des Herrn Nehammer haben uns ja gleich zu Beginn besonders dramatisch vor Augen geführt, welch totalitäre Gesinnung mittlerweile in dieser Bundesregierung herrscht. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Ottenschläger: Unglaublich!) Auf andere Meinungen und freie Entscheidungen der Menschen wird mit Hass und Drohungen reagiert. (Zwischenruf der Abg. Pfurtscheller.) Das ist nicht gut für das Klima in diesem Land. Da kann man nur sagen: SOS Demokratie in Österreich, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Ottenschläger und Zarits.)
Abg. Michael Hammer: Hat es auch gegeben unter Kickl!
Jetzt aber zum eigentlichen Thema, zu Ihrer Asyl-PR und -Showpolitik, denn nichts anderes ist es. Was erleben wir? – Ihre ständige Propaganda, Ihre ständige Rhetorik – Sie seien der Kämpfer für eine strenge Asylpolitik –, wir erleben Rekordzuwanderung, wir haben im Vergleich mit der Zeit von Herbert Kickl jetzt doppelt so viele Asylanträge, mehr als doppelt so viele Asylanträge als noch im Jahr 2019. (Abg. Michael Hammer: Hat es auch gegeben unter Kickl!) – Unter Kickl hatten wir auch mehr Abschiebungen, sehr geehrter Herr Hammer, unter Kickl – das haben Sie lächerlich gemacht – gab es ein Ausreisezentrum. Jetzt heißt es wieder Aufnahmezentrum. (Ruf bei der FPÖ: ... Nehammer!) Ja, auch Symbolpolitik ist in der Asylpolitik wichtig – dass wir diesen Herrschaften und den Schlepperbanden aus aller Herren Länder signalisieren: Ihr seid hier nicht willkommen! Macht euch nicht auf den Weg, probiert es gar nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der FPÖ: ... Nehammer!
Jetzt aber zum eigentlichen Thema, zu Ihrer Asyl-PR und -Showpolitik, denn nichts anderes ist es. Was erleben wir? – Ihre ständige Propaganda, Ihre ständige Rhetorik – Sie seien der Kämpfer für eine strenge Asylpolitik –, wir erleben Rekordzuwanderung, wir haben im Vergleich mit der Zeit von Herbert Kickl jetzt doppelt so viele Asylanträge, mehr als doppelt so viele Asylanträge als noch im Jahr 2019. (Abg. Michael Hammer: Hat es auch gegeben unter Kickl!) – Unter Kickl hatten wir auch mehr Abschiebungen, sehr geehrter Herr Hammer, unter Kickl – das haben Sie lächerlich gemacht – gab es ein Ausreisezentrum. Jetzt heißt es wieder Aufnahmezentrum. (Ruf bei der FPÖ: ... Nehammer!) Ja, auch Symbolpolitik ist in der Asylpolitik wichtig – dass wir diesen Herrschaften und den Schlepperbanden aus aller Herren Länder signalisieren: Ihr seid hier nicht willkommen! Macht euch nicht auf den Weg, probiert es gar nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt aber zum eigentlichen Thema, zu Ihrer Asyl-PR und -Showpolitik, denn nichts anderes ist es. Was erleben wir? – Ihre ständige Propaganda, Ihre ständige Rhetorik – Sie seien der Kämpfer für eine strenge Asylpolitik –, wir erleben Rekordzuwanderung, wir haben im Vergleich mit der Zeit von Herbert Kickl jetzt doppelt so viele Asylanträge, mehr als doppelt so viele Asylanträge als noch im Jahr 2019. (Abg. Michael Hammer: Hat es auch gegeben unter Kickl!) – Unter Kickl hatten wir auch mehr Abschiebungen, sehr geehrter Herr Hammer, unter Kickl – das haben Sie lächerlich gemacht – gab es ein Ausreisezentrum. Jetzt heißt es wieder Aufnahmezentrum. (Ruf bei der FPÖ: ... Nehammer!) Ja, auch Symbolpolitik ist in der Asylpolitik wichtig – dass wir diesen Herrschaften und den Schlepperbanden aus aller Herren Länder signalisieren: Ihr seid hier nicht willkommen! Macht euch nicht auf den Weg, probiert es gar nicht! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Sieber
Was sind denn die Probleme, die wir haben? – Wir hatten heuer 21 Frauenmorde in Österreich, die Hälfte davon wurde von Ausländern begangen: der jüngste Doppelmord des Somaliers, der illegal eingereist ist und amtsbekannt war; der traurige Fall Leonie – vier Afghanen, die dieses junge Mädchen geschändet, vergewaltigt und brutalst getötet haben (Zwischenruf des Abg. Sieber), die illegal eingereist sind und amtsbekannt waren. Das ist massives Behördenversagen. Wir hatten voriges Jahr den Fall der 16-jährigen Manuela in Wiener Neustadt – von einem Asylwerber ermordet. Die Eltern dieser jungen Mädchen, dieser Opfer klagen jetzt zu Recht an, klagen auch die Republik und sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Ja, dieses Asylsystem hat unseren Mädchen das Leben gekostet. – Die Anwälte haben das auch bestätigt.
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt sage ich Ihnen noch etwas: Dieses ständige Pingpongspiel zwischen Justizministerium und Innenressort, wer jetzt woran schuld ist, kennen wir seit dem Terroranschlag. Davon haben die Menschen nichts. Wir müssen schauen, dass wir diese Leute, die hier nichts zu suchen haben, die straffällig werden, außer Landes bringen, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Sie reden die ganze Zeit, im Wochentakt, von Abschiebungen nach Afghanistan. Wieso haben Sie nicht abgeschoben, als Österreich noch ein aufrechtes Abschiebeabkommen mit Afghanistan hatte, mit der Vorgängerregierung, als die Taliban noch nicht an der Macht waren? Da ist nichts passiert, Herr Nehammer. Jetzt aber müssen österreichische Beamte nach Afghanistan fliegen, um österreichische Staatsbürger mit afghanischem Hintergrund und auch Asylberechtigte, die in dem Land, aus dem sie angeblich flüchten mussten, auf Heimaturlaub sind, unter Einsatz ihres Lebens zurückzuholen. Meine Damen und Herren! Wer Urlaub und Familienbesuche in dem Land, aus dem er angeblich flüchten musste, macht, hat dort zu bleiben, der hat in Österreich überhaupt nichts zu suchen. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Sie haben nicht zugehört, Karl Mahrer hat es vorhin erklärt!
Natürlich haben Sie da schon recht, da bin ich bei Ihnen: Ich bin froh, dass Sie jetzt auch endlich erkennen, dass wir uns mit internationalen Konventionen, wenn sie uns in Teilbereichen im Wege stehen, anlegen und uns internationale Verbündete suchen müssen, wie zum Beispiel Dänemark. Wie wollen Sie das aber machen, wenn Ihnen die eigenen Parteikollegen in den Rücken fallen und in Brüssel eine Entschließung, eine Resolution verabschieden, mit der sie die weitere Aufnahme von Flüchtlingen – auch von Afghanen – fordern, mit der sie den Stopp aller Rückführungen und die Neubewertung aller negativ entschiedener Asylverfahren fordern? (Abg. Pfurtscheller: Sie haben nicht zugehört, Karl Mahrer hat es vorhin erklärt!) Sie wollen den Rechtsstaat aushebeln, Sie wollen letztinstanzliche Entscheidungen anzweifeln und neu aufrollen – so gehen Sie damit um.
Beifall und Zwischenruf bei der FPÖ.
Wir müssen die Ursachen bekämpfen. Wir reden hier nur über die Symptombekämpfung. Wir werden die Menschen nicht mehr los, die dank Ihrer Hilfe nach Österreich gekommen sind. 2015 – wer war Innenministerin? – Mikl-Leitner. 2015 – Sebastian Kurz war Außenminister und Integrationsminister. Die waren in der ersten Reihe bei den Willkommensklatschern dabei, meine Damen und Herren. (Beifall und Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall und Zwischenruf bei der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Hannes Amesbauer, BA (fortsetzend): Machen wir die Grenzen dicht, schützen wir unser Land und geben wir endlich den Bundesheersoldaten und den Polizisten die rechtlichen Möglichkeiten in die Hand, dass sie Leute auch zurückweisen können und nicht nur als Empfangskomitee dienen! (Beifall und Zwischenruf bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: ... wenn es ums Klima geht!
Abgeordneter Mag. Georg Bürstmayr (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir führen heute die gleiche Debatte wie vor drei Monaten, und Sie, meine Damen und Herren von der FPÖ, verwenden dabei dieselben Mittel wie vor drei Monaten. Sie setzen auf Emotionen, auf Angst, auf Zorn, auf Abneigung gegen ganze Menschengruppen. (Abg. Deimek: ... wenn es ums Klima geht!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Ich habe Ihnen schon vor drei Monaten gesagt, wohin, in welche Katastrophe uns das führen kann und dass es unsere Aufgabe als Parlamentarier ist, uns nicht von unseren Emotionen hinreißen zu lassen, sondern besonnen nach Lösungen für unsere Gesellschaft zu suchen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Wir leben in einem Rechtsstaat, den die Generationen vor uns nach den entsetzlichen Erfahrungen der 1930er- und 1940er-Jahre und als Antwort auf diese Erfahrungen aufgebaut haben, in einem Staat, der Menschenrechte beachtet und der Flüchtlingen Schutz gewährt. Und Flüchtling ist und bleibt, wer nicht ohne die Gefahr der Verfolgung in sein Heimatland zurückkehren kann, egal, in welchem Land und wie weit er sich von seinem Heimatland entfernt befindet. So steht es in der Genfer Flüchtlingskonvention. Wir leben in einem Staat, der Straftäter verfolgt und bestraft, nach Prinzipien, Regeln und Gesetzen (Zwischenruf des Abg. Deimek), und diese Regeln und Gesetze stehen nicht einfach nebeneinander, sondern sie greifen ineinander, fein abgestimmt, so wie die vielen Teile eines Autos. Das funktioniert nicht immer, und manchmal, wenn so eine Maschine nicht funktioniert, ist einer oder eine tot.
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Jede zweite Woche wird in diesem Land eine Frau getötet, und jedes einzelne Mal ist das entsetzlich, und das Leid der Hinterbliebenen, der Eltern, der Kinder, der Freundinnen und der Freunde ist in Worten nicht auszudrücken. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Und immer haben die Täter eines gemeinsam: Es sind Männer.
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
das, worauf wir alle stolz sind: dass dieses Land eines der sichersten der Welt ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Kickl: Sie haben es notwendig, von Ahnung zu sprechen!
Wissen Sie, wir streiten in diesem Hohen Haus oft darüber, an welchen Stellschrauben da gedreht werden soll, ob im Strafrecht oder in der Prävention, ob es mehr Integration braucht oder mehr Polizei oder mehr Bewusstseinsarbeit oder alles zusammen, und wir sind uns da mit unserem Koalitionspartner auch nicht immer einig. Sie aber, meine Damen und Herren von der FPÖ, haben es heute wieder bewiesen: Wer so aufgebracht ist wie Sie, wer so wenig erkennt, wo die tragenden Teile sind, die man besser gar nicht angreifen sollte, wer so wenig Ahnung hat davon, nach welchen Prinzipien dieser Motor überhaupt funktioniert (Abg. Kickl: Sie haben es notwendig, von Ahnung zu sprechen!), und wer nicht verstanden hat, dass verschiedene Teile für verschiedene Funktionen da sind, und wer nur den Hammer als Werkzeug kennt (Abg. Kickl: Ramponiert die Grund- und Freiheitsrechte und führt das große Wort!), den sollte man besser nicht an sein Auto lassen und an unseren Rechtsstaat schon gar nicht. – Ich danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: Ihr wart immer aufrechte Kommunisten – auch jetzt in der Koalition!)
Abg. Kickl: Ramponiert die Grund- und Freiheitsrechte und führt das große Wort!
Wissen Sie, wir streiten in diesem Hohen Haus oft darüber, an welchen Stellschrauben da gedreht werden soll, ob im Strafrecht oder in der Prävention, ob es mehr Integration braucht oder mehr Polizei oder mehr Bewusstseinsarbeit oder alles zusammen, und wir sind uns da mit unserem Koalitionspartner auch nicht immer einig. Sie aber, meine Damen und Herren von der FPÖ, haben es heute wieder bewiesen: Wer so aufgebracht ist wie Sie, wer so wenig erkennt, wo die tragenden Teile sind, die man besser gar nicht angreifen sollte, wer so wenig Ahnung hat davon, nach welchen Prinzipien dieser Motor überhaupt funktioniert (Abg. Kickl: Sie haben es notwendig, von Ahnung zu sprechen!), und wer nicht verstanden hat, dass verschiedene Teile für verschiedene Funktionen da sind, und wer nur den Hammer als Werkzeug kennt (Abg. Kickl: Ramponiert die Grund- und Freiheitsrechte und führt das große Wort!), den sollte man besser nicht an sein Auto lassen und an unseren Rechtsstaat schon gar nicht. – Ich danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: Ihr wart immer aufrechte Kommunisten – auch jetzt in der Koalition!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: Ihr wart immer aufrechte Kommunisten – auch jetzt in der Koalition!
Wissen Sie, wir streiten in diesem Hohen Haus oft darüber, an welchen Stellschrauben da gedreht werden soll, ob im Strafrecht oder in der Prävention, ob es mehr Integration braucht oder mehr Polizei oder mehr Bewusstseinsarbeit oder alles zusammen, und wir sind uns da mit unserem Koalitionspartner auch nicht immer einig. Sie aber, meine Damen und Herren von der FPÖ, haben es heute wieder bewiesen: Wer so aufgebracht ist wie Sie, wer so wenig erkennt, wo die tragenden Teile sind, die man besser gar nicht angreifen sollte, wer so wenig Ahnung hat davon, nach welchen Prinzipien dieser Motor überhaupt funktioniert (Abg. Kickl: Sie haben es notwendig, von Ahnung zu sprechen!), und wer nicht verstanden hat, dass verschiedene Teile für verschiedene Funktionen da sind, und wer nur den Hammer als Werkzeug kennt (Abg. Kickl: Ramponiert die Grund- und Freiheitsrechte und führt das große Wort!), den sollte man besser nicht an sein Auto lassen und an unseren Rechtsstaat schon gar nicht. – Ich danke fürs Zuhören. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: Ihr wart immer aufrechte Kommunisten – auch jetzt in der Koalition!)
Abg. Kickl: Wie naiv ist das denn?!
Da bin ich beim nächsten Betrug durch die Narrative der populistischen Parteien ÖVP und FPÖ. Sie bekämpfen die Schlepperei nicht, sondern Sie tragen im Gegenteil zum florierenden Geschäft bei, insbesondere auch, weil Sie zum Beispiel nicht zulassen, dass man auch legal und sicher nach Österreich und Europa einreisen kann, wie zum Beispiel durch Resettlement. (Abg. Kickl: Wie naiv ist das denn?!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Pfurtscheller: Hat er nie behauptet! Da müssen Sie schon genau sein!
Der nächste Betrug: Die Regierung kann ja gar nicht, wie sie behauptet, nach Afghanistan abschieben und wird natürlich entgegen der Behauptung von Sebastian Kurz Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen, denn wenn Menschen die lebensgefährliche Reise über die nur illegal möglichen Wege auf sich nehmen und es schaffen, nach Österreich zu gelangen, dann hat Österreich Schutz zu gewähren. Das weiß auch ein Sebastian Kurz. Und das Gegenteil zu behaupten ist genauso ein Betrug an der Bevölkerung wie das Ausreisezentrum-Schild des Kollegen Kickl in seiner Ministerschaft. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Pfurtscheller: Hat er nie behauptet! Da müssen Sie schon genau sein!)
Abg. Hofinger: Ein Blödsinn!
Sebastian Kurz meint, Kreisky wäre sein Vorbild. Er dachte da wohl nur an die absolute Mehrheit der SPÖ unter dessen Kanzlerschaft. Die Werte wie Solidarität et cetera kann er nicht gemeint haben, denn mit diesen Werten hat sich Österreich, als sie noch gelebt wurden, auf dem europäischen, internationalen Parkett großes Renommee erworben, und gerade dieses Renommee verspielt Sebastian Kurz, dessen einziger Kompass Wählerstimmen und Macht sind. (Abg. Hofinger: Ein Blödsinn!) Da zeigt sich wieder einmal, es gehört mehr dazu, in jemandes Fußstapfen zu treten, als nur in dessen altes Büro einzuziehen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Obernosterer: Das war nicht gut!)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Obernosterer: Das war nicht gut!
Sebastian Kurz meint, Kreisky wäre sein Vorbild. Er dachte da wohl nur an die absolute Mehrheit der SPÖ unter dessen Kanzlerschaft. Die Werte wie Solidarität et cetera kann er nicht gemeint haben, denn mit diesen Werten hat sich Österreich, als sie noch gelebt wurden, auf dem europäischen, internationalen Parkett großes Renommee erworben, und gerade dieses Renommee verspielt Sebastian Kurz, dessen einziger Kompass Wählerstimmen und Macht sind. (Abg. Hofinger: Ein Blödsinn!) Da zeigt sich wieder einmal, es gehört mehr dazu, in jemandes Fußstapfen zu treten, als nur in dessen altes Büro einzuziehen. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Obernosterer: Das war nicht gut!)
Beifall bei der ÖVP.
Coronavirus erforscht hat. Jetzt ist er wieder im Parlament angelangt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Für uns ist klar, dass wir die illegale beziehungsweise irreguläre Migration in den Griff bekommen, die innere Sicherheit bewahren und gleichzeitig unseren Wohlfahrtsstaat aufrechterhalten müssen, aber – und das unterscheidet uns schon von dem, was Sie immer behaupten und ausblenden – Österreich soll auch seinen humanitären Verpflichtungen im Rahmen der internationalen Hilfe nachkommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Herr Klubobmann Kickl, unsere Politik ist die des Handelns und nicht Symbolpolitik. Das berühmte Schild in Traiskirchen, das von Ihrer Amtszeit übrig geblieben ist, wurde ausführlich beleuchtet. Der Herr Innenminister hat es gesagt: Er bildet Allianzen, wenn es darum geht, das Thema irreguläre Migration beziehungsweise Schlepperwesen in Europa in den Griff zu bekommen. Unsere Politik ist der Gamechanger, und mit Gamechangern haben Sie immer Probleme; Sie lehnen ja auch die Impfung ab, außer für die eigenen Parteifunktionäre, die lassen sich impfen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.) Sie sind kein Gamechanger, Sie sind kein Problemlöser, Sie sind ein Problemmacher, der rein auf Symbolik, leere Worthülsen und populistische Agitation setzt. Das löst keine Probleme und hilft auch den Menschen keineswegs.
Beifall bei der ÖVP.
Nähern wir uns der Problemstellung sachlich an: Ja, es ist bekannt, es gibt internationale Krisen und Problemherde – nicht zuletzt Afghanistan –, und es gibt verschiedenste Fluchtursachen und -gründe. Dieses Faktum ist einmal anzuerkennen, und die Frage ist, wie wir diese Herausforderungen lösen. Der Herr Innenminister hat es ausgeführt: Wir brauchen einen wirksamen EU-Außengrenzschutz. Zugegeben: Der funktioniert noch nicht so gut, es braucht an den Außengrenzen schnelle Asylverfahren mit Zurückweisungen, es braucht einen entschlossenen Kampf gegen die illegale Migration und das Schlepperwesen, es braucht natürlich auch klare Botschaften – und unser Innenminister sendet diese ganz klar aus: dass Schlepperei kein Geschäftsmodell ist, das wir unterstützen, und Österreich kein Zielland für illegale Migration sein wird und sein will – und vor allem die Grenzsicherung mit unserer Polizei und den vielen Soldaten an den Außengrenzen Österreichs. Danke dafür, dass diese Grenzsicherung gewährleistet wird! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Kickl: Aber weniger!
Es ist so, dass Österreich auch seinen humanitären Verpflichtungen nachkommt. Ja, es gibt Asylwerber, die zu uns kommen, und es wurden auch heuer schon Asylanträge in Österreich gestellt, auch von Menschen aus Afghanistan – und das ist auch der Grund dafür, dass wir nicht noch mehr Asylwerber aus Afghanistan aufnehmen. Jetzt wird die FPÖ wieder sagen – und Sie haben es auch gesagt –: Ein Wahnsinn, es wurden heuer Asylanträge in Österreich gestellt! – Ja, Herr Klubobmann Kickl, es wurden auch Asylanträge in Österreich gestellt, als Sie Innenminister waren (Abg. Kickl: Aber weniger!), gar nicht so wenige, das sagen Sie nie dazu. (Abg. Kickl: Weniger!) Und, Herr Ex-Innenminister Kickl, es waren mehr Leute in Grundversorgung, als Sie Innenminister waren, als jetzt. (Abg. Kickl: ... die, die ihr 2015 reingelassen habt!) Also das sind die Fakten. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Sie haben das, was Sie hier fordern, selbst nicht umgesetzt, aber das ist Ihre populistische, doppelbödige Politik. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Euren Rucksack habe ich getragen!)
Abg. Kickl: Weniger!
Es ist so, dass Österreich auch seinen humanitären Verpflichtungen nachkommt. Ja, es gibt Asylwerber, die zu uns kommen, und es wurden auch heuer schon Asylanträge in Österreich gestellt, auch von Menschen aus Afghanistan – und das ist auch der Grund dafür, dass wir nicht noch mehr Asylwerber aus Afghanistan aufnehmen. Jetzt wird die FPÖ wieder sagen – und Sie haben es auch gesagt –: Ein Wahnsinn, es wurden heuer Asylanträge in Österreich gestellt! – Ja, Herr Klubobmann Kickl, es wurden auch Asylanträge in Österreich gestellt, als Sie Innenminister waren (Abg. Kickl: Aber weniger!), gar nicht so wenige, das sagen Sie nie dazu. (Abg. Kickl: Weniger!) Und, Herr Ex-Innenminister Kickl, es waren mehr Leute in Grundversorgung, als Sie Innenminister waren, als jetzt. (Abg. Kickl: ... die, die ihr 2015 reingelassen habt!) Also das sind die Fakten. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Sie haben das, was Sie hier fordern, selbst nicht umgesetzt, aber das ist Ihre populistische, doppelbödige Politik. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Euren Rucksack habe ich getragen!)
Abg. Kickl: ... die, die ihr 2015 reingelassen habt!
Es ist so, dass Österreich auch seinen humanitären Verpflichtungen nachkommt. Ja, es gibt Asylwerber, die zu uns kommen, und es wurden auch heuer schon Asylanträge in Österreich gestellt, auch von Menschen aus Afghanistan – und das ist auch der Grund dafür, dass wir nicht noch mehr Asylwerber aus Afghanistan aufnehmen. Jetzt wird die FPÖ wieder sagen – und Sie haben es auch gesagt –: Ein Wahnsinn, es wurden heuer Asylanträge in Österreich gestellt! – Ja, Herr Klubobmann Kickl, es wurden auch Asylanträge in Österreich gestellt, als Sie Innenminister waren (Abg. Kickl: Aber weniger!), gar nicht so wenige, das sagen Sie nie dazu. (Abg. Kickl: Weniger!) Und, Herr Ex-Innenminister Kickl, es waren mehr Leute in Grundversorgung, als Sie Innenminister waren, als jetzt. (Abg. Kickl: ... die, die ihr 2015 reingelassen habt!) Also das sind die Fakten. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Sie haben das, was Sie hier fordern, selbst nicht umgesetzt, aber das ist Ihre populistische, doppelbödige Politik. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Euren Rucksack habe ich getragen!)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
Es ist so, dass Österreich auch seinen humanitären Verpflichtungen nachkommt. Ja, es gibt Asylwerber, die zu uns kommen, und es wurden auch heuer schon Asylanträge in Österreich gestellt, auch von Menschen aus Afghanistan – und das ist auch der Grund dafür, dass wir nicht noch mehr Asylwerber aus Afghanistan aufnehmen. Jetzt wird die FPÖ wieder sagen – und Sie haben es auch gesagt –: Ein Wahnsinn, es wurden heuer Asylanträge in Österreich gestellt! – Ja, Herr Klubobmann Kickl, es wurden auch Asylanträge in Österreich gestellt, als Sie Innenminister waren (Abg. Kickl: Aber weniger!), gar nicht so wenige, das sagen Sie nie dazu. (Abg. Kickl: Weniger!) Und, Herr Ex-Innenminister Kickl, es waren mehr Leute in Grundversorgung, als Sie Innenminister waren, als jetzt. (Abg. Kickl: ... die, die ihr 2015 reingelassen habt!) Also das sind die Fakten. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Sie haben das, was Sie hier fordern, selbst nicht umgesetzt, aber das ist Ihre populistische, doppelbödige Politik. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Euren Rucksack habe ich getragen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Euren Rucksack habe ich getragen!
Es ist so, dass Österreich auch seinen humanitären Verpflichtungen nachkommt. Ja, es gibt Asylwerber, die zu uns kommen, und es wurden auch heuer schon Asylanträge in Österreich gestellt, auch von Menschen aus Afghanistan – und das ist auch der Grund dafür, dass wir nicht noch mehr Asylwerber aus Afghanistan aufnehmen. Jetzt wird die FPÖ wieder sagen – und Sie haben es auch gesagt –: Ein Wahnsinn, es wurden heuer Asylanträge in Österreich gestellt! – Ja, Herr Klubobmann Kickl, es wurden auch Asylanträge in Österreich gestellt, als Sie Innenminister waren (Abg. Kickl: Aber weniger!), gar nicht so wenige, das sagen Sie nie dazu. (Abg. Kickl: Weniger!) Und, Herr Ex-Innenminister Kickl, es waren mehr Leute in Grundversorgung, als Sie Innenminister waren, als jetzt. (Abg. Kickl: ... die, die ihr 2015 reingelassen habt!) Also das sind die Fakten. (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Sie haben das, was Sie hier fordern, selbst nicht umgesetzt, aber das ist Ihre populistische, doppelbödige Politik. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Euren Rucksack habe ich getragen!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Beim Thema Flucht und Migration braucht es alle Anstrengungen. Die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher ist bei der Bundesregierung, bei unserem Innenminister in guten Händen. Wir arbeiten an der Problemlösung, Sie sind kein Gamechanger, Sie sind ein Problemmacher. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir reden hier nicht von sozialromantischen Vorstellungen, sondern davon, dass Integration nicht von oben diktiert werden kann. Integration braucht eine Vielzahl an Maßnahmen, es braucht die Möglichkeit und den Willen von beiden Seiten. In meiner Heimatstadt Wels regiert die FPÖ, dort wurden zum Beispiel Orientierungskurse und Wertekurse eingestellt, niederschwellige Deutsch- und Alphabetisierungskurse in den Stadtteilen – direkt da, wo die Menschen leben – eingestellt. Es fehlen pädagogisch geführte Kinder- und Mädchengruppen, Projekte zur Bewusstseinsbildung und Stärkung von Frauen in der Erziehung, in der Gesundheit im direkten Wohnumfeld von Zuwandererfamilien. – So funktionieren das Zusammenleben und die Integration nicht. Das funktioniert am besten, wenn Angebote möglichst gut, einfach und niederschwellig erreicht werden können, und die Regeln, die wir vorgeben, können nur eingehalten werden, wenn sie verstanden werden und wenn man sie kennt; darum müssen wir diese auch vermitteln. (Beifall bei der SPÖ.) Maßnahmen wie eine von oben verordnete Deutschpflicht und die Drohung, Sozialleistungen zu kürzen, sind keine geeigneten Maßnahmen zur Integration.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.
Werte Kolleginnen und Kollegen, es ist unsere Aufgabe, es ist die Aufgabe der Politik, diese Problematiken zu lösen, und darüber sollten wir hier sachlich diskutieren. Weniger Emotionen und mehr Sachlichkeit bei diesem Thema, das würde auch den Debatten hier im Haus guttun. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger
Aber: Das sind die Worte – und wie handeln Sie? Haben Sie Ihre ÖVP-Abgeordneten im EU-Parlament gefragt, warum sie geschlossen für genau das Gegenteil gestimmt haben? Eine Kollegin sitzt ja da, vielleicht kann sie es uns dann erklären. Es gibt eine Resolution des EU-Parlaments zur Lage in Afghanistan vom 15. September 2021 – nicht gerade lange her –, da hat die ÖVP gemeinsam mit der rot-grünen Front gestimmt: statt Außengrenzschutz und Asylverfahren außerhalb der EU Neuansiedlung von afghanischen Flüchtlingen innerhalb der EU; Verteilung der afghanischen Flüchtlinge auf die Mitgliedstaaten, Verteilung humanitärer Visa (Zwischenruf des Abg. Kassegger), statt Rückführungen Stopp aller Rückführungen und Neubewertung aller negativen Asylbescheide. Es ist nicht so, wie es Fraktionsführer Karas in Brüssel dargestellt hat, dass da nur dem speziellen Programm für verfolgte Frauen zugestimmt worden ist, nein, es steht drinnen: Stopp aller Rückführungen, Neubewertung aller negativen Asylbescheide. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Aber: Das sind die Worte – und wie handeln Sie? Haben Sie Ihre ÖVP-Abgeordneten im EU-Parlament gefragt, warum sie geschlossen für genau das Gegenteil gestimmt haben? Eine Kollegin sitzt ja da, vielleicht kann sie es uns dann erklären. Es gibt eine Resolution des EU-Parlaments zur Lage in Afghanistan vom 15. September 2021 – nicht gerade lange her –, da hat die ÖVP gemeinsam mit der rot-grünen Front gestimmt: statt Außengrenzschutz und Asylverfahren außerhalb der EU Neuansiedlung von afghanischen Flüchtlingen innerhalb der EU; Verteilung der afghanischen Flüchtlinge auf die Mitgliedstaaten, Verteilung humanitärer Visa (Zwischenruf des Abg. Kassegger), statt Rückführungen Stopp aller Rückführungen und Neubewertung aller negativen Asylbescheide. Es ist nicht so, wie es Fraktionsführer Karas in Brüssel dargestellt hat, dass da nur dem speziellen Programm für verfolgte Frauen zugestimmt worden ist, nein, es steht drinnen: Stopp aller Rückführungen, Neubewertung aller negativen Asylbescheide. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Und angesichts dieser Tatsache sprechen Sie hier von Doppelmoral der Freiheitlichen Partei? – Eine gewagte Aussage! Vor einer halben Stunde haben Sie in Ihrem Statement gesagt (Zwischenruf des Abg. Deimek), die EU-Außengrenze funktioniere nicht – stimmt! –, daher gebe es einen starken, effizienten nationalen Grenzschutz. – Schön wäre es, wir würden das unterstützen. Sie sprechen von über 1 000 Soldaten, die da Dienst machen – die machen das auch, ich habe mich mehrmals persönlich davon überzeugt, an der burgenländisch-ungarischen Grenze.
Abg. Deimek: ... gescheiten Innenminister!
Es wird dann die Polizei geholt und die Herrschaften, die irregulären Migranten, die Sie hier auch kritisieren, werden ins Flüchtlingslager gebracht. Dort sagen sie: Asyl!, und dann sind sie hier. (Abg. Deimek: ... gescheiten Innenminister!) So spielt sich der effiziente nationale Grenzschutz ab. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Es gibt da doch Verbesserungspotenzial. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Es wird dann die Polizei geholt und die Herrschaften, die irregulären Migranten, die Sie hier auch kritisieren, werden ins Flüchtlingslager gebracht. Dort sagen sie: Asyl!, und dann sind sie hier. (Abg. Deimek: ... gescheiten Innenminister!) So spielt sich der effiziente nationale Grenzschutz ab. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Es gibt da doch Verbesserungspotenzial. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Es wird dann die Polizei geholt und die Herrschaften, die irregulären Migranten, die Sie hier auch kritisieren, werden ins Flüchtlingslager gebracht. Dort sagen sie: Asyl!, und dann sind sie hier. (Abg. Deimek: ... gescheiten Innenminister!) So spielt sich der effiziente nationale Grenzschutz ab. (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Es gibt da doch Verbesserungspotenzial. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Deimek: ... strenger kontrolliert!
Das heißt, einerseits geht es um die Worte – sicher auch im Hinblick auf die Oberösterreichwahl, ich verstehe das, man will die freiheitlichen Wähler kapern –, aber andererseits geht es halt leider auch um die Taten. (Abg. Deimek: ... strenger kontrolliert!)
Abg. Kassegger: Ernsthaft?
Bei diesem Vortrag in Berlin haben Sie auch die Aussage, die ja ein bisschen im Widerspruch zur ersten steht, getätigt, Österreich müsse aber schon bis zu 30 000 irreguläre Migranten aufnehmen. Dies sei alternativlos – da stellt es mir eh schon immer alles auf (Abg. Kassegger: Ernsthaft?) –, weil diese über die EU-Außengrenze kommen, von niemandem davor aufgehalten werden und dann in Österreich landen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Bei diesem Vortrag in Berlin haben Sie auch die Aussage, die ja ein bisschen im Widerspruch zur ersten steht, getätigt, Österreich müsse aber schon bis zu 30 000 irreguläre Migranten aufnehmen. Dies sei alternativlos – da stellt es mir eh schon immer alles auf (Abg. Kassegger: Ernsthaft?) –, weil diese über die EU-Außengrenze kommen, von niemandem davor aufgehalten werden und dann in Österreich landen. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Kassegger: Bla, bla, bla!
Also man fragt sich schon auch, wie das mit den Aussagen von Herrn Bundeskanzler Kurz vereinbar ist, der ja den ganzen Sommer getourt ist und hier immer knallharte Aussagen macht, unter seiner Kanzlerschaft gäbe es keine weitere Aufnahme. Ja, zählt jetzt sein Wort nichts mehr? (Abg. Kassegger: Bla, bla, bla!) Oder rechnen Sie mit dem Ende seiner Kanzlerschaft? – Man kennt sich nicht aus! Jetzt ist er gerade in New York, macht einen Round Table zu Afghanistan – auch wieder mit knallharten Aussagen! – und hier wird alles konterkariert. Also das verstehe ich nicht. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Also man fragt sich schon auch, wie das mit den Aussagen von Herrn Bundeskanzler Kurz vereinbar ist, der ja den ganzen Sommer getourt ist und hier immer knallharte Aussagen macht, unter seiner Kanzlerschaft gäbe es keine weitere Aufnahme. Ja, zählt jetzt sein Wort nichts mehr? (Abg. Kassegger: Bla, bla, bla!) Oder rechnen Sie mit dem Ende seiner Kanzlerschaft? – Man kennt sich nicht aus! Jetzt ist er gerade in New York, macht einen Round Table zu Afghanistan – auch wieder mit knallharten Aussagen! – und hier wird alles konterkariert. Also das verstehe ich nicht. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Heiterkeit des Abg. Kickl.
Die abschließende Aussage in Berlin ist der Höhepunkt: Sie beklagen den steigenden Spannungsdruck zwischen Geimpften und Ungeimpften und beklagen, dass unsere Gesellschaft auseinanderbrechen wird. (Heiterkeit des Abg. Kickl.) Sie als Mitglied dieser Bundesregierung, die tagtäglich seit März 2020 die Leute auseinanderbringt, gegeneinander aufhetzt und viele als Lebensgefährder bezeichnet – heute wieder als Staatsverweigerer! –, die täglich Phantasien äußert, was man jetzt alles mit den Ungeimpften machen solle – die Arbeit wegnehmen, die Arbeitslose streichen, die Mindestsicherung streichen, keine medizinische Versorgung (Zwischenruf des Abg. Deimek), Lockdown für Ungeimpfte, also: Du musst draußen bleiben! –, Sie beklagen dann die Spaltung? – Hören Sie einfach damit auf, dann gibt es keine Spaltung! Also das ist letztklassig. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Deimek
Die abschließende Aussage in Berlin ist der Höhepunkt: Sie beklagen den steigenden Spannungsdruck zwischen Geimpften und Ungeimpften und beklagen, dass unsere Gesellschaft auseinanderbrechen wird. (Heiterkeit des Abg. Kickl.) Sie als Mitglied dieser Bundesregierung, die tagtäglich seit März 2020 die Leute auseinanderbringt, gegeneinander aufhetzt und viele als Lebensgefährder bezeichnet – heute wieder als Staatsverweigerer! –, die täglich Phantasien äußert, was man jetzt alles mit den Ungeimpften machen solle – die Arbeit wegnehmen, die Arbeitslose streichen, die Mindestsicherung streichen, keine medizinische Versorgung (Zwischenruf des Abg. Deimek), Lockdown für Ungeimpfte, also: Du musst draußen bleiben! –, Sie beklagen dann die Spaltung? – Hören Sie einfach damit auf, dann gibt es keine Spaltung! Also das ist letztklassig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Die abschließende Aussage in Berlin ist der Höhepunkt: Sie beklagen den steigenden Spannungsdruck zwischen Geimpften und Ungeimpften und beklagen, dass unsere Gesellschaft auseinanderbrechen wird. (Heiterkeit des Abg. Kickl.) Sie als Mitglied dieser Bundesregierung, die tagtäglich seit März 2020 die Leute auseinanderbringt, gegeneinander aufhetzt und viele als Lebensgefährder bezeichnet – heute wieder als Staatsverweigerer! –, die täglich Phantasien äußert, was man jetzt alles mit den Ungeimpften machen solle – die Arbeit wegnehmen, die Arbeitslose streichen, die Mindestsicherung streichen, keine medizinische Versorgung (Zwischenruf des Abg. Deimek), Lockdown für Ungeimpfte, also: Du musst draußen bleiben! –, Sie beklagen dann die Spaltung? – Hören Sie einfach damit auf, dann gibt es keine Spaltung! Also das ist letztklassig. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordnete Dr. Susanne Fürst (fortsetzend): ‑ - sondern sorgen Sie dafür, dass sie ihre wahre Polizeiarbeit, die sie sehr gut machen könnte, erfüllen kann! Da braucht sie halt Zeit und Ressourcen dafür, um echte Straftaten zu verhindern. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Das hat ihm nicht gefallen!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zu Wort gemeldet ist Abgeordnete Ernst-Dziedzic. – Bitte sehr. (Abg. Belakowitsch: Das hat ihm nicht gefallen!)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kollegen und Kolleginnen! Si tacuisses, philosophus mansisses! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da wir das Gleiche studiert haben, Herr Obmann Kickl, kennen Sie den Spruch sicherlich. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben! Ich komme leider nicht umhin, Sie zu enttäuschen, wenn Sie hier diese zehn Punkte zum Anlass nehmen, um Lösungen zu präsentieren. Diese zehn Punkte zeugen von Unwissen und sie zeugen wohl auch vom Unvermögen, den rechtlichen Rahmen gut abzustecken und zu wissen, was überhaupt möglich ist.
Zwischenruf des Abg. Kickl.
Abgeordnete Dr. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne): Herr Präsident! Herr Minister! Werte Kollegen und Kolleginnen! Si tacuisses, philosophus mansisses! (Zwischenruf bei der ÖVP.) Da wir das Gleiche studiert haben, Herr Obmann Kickl, kennen Sie den Spruch sicherlich. (Zwischenruf des Abg. Kickl.) Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben! Ich komme leider nicht umhin, Sie zu enttäuschen, wenn Sie hier diese zehn Punkte zum Anlass nehmen, um Lösungen zu präsentieren. Diese zehn Punkte zeugen von Unwissen und sie zeugen wohl auch vom Unvermögen, den rechtlichen Rahmen gut abzustecken und zu wissen, was überhaupt möglich ist.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Stellen wir fest: Gewalt ist kein Kavaliersdelikt, und zwar ungeachtet dessen, von wem sie ausgeht, und Femizide sind Auswüchse einer besitzergreifenden patriarchalen Gesellschaftsstruktur, die es aufzubrechen gilt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da gibt es zweifelsohne Handlungsbedarf und dafür haben Sie sich nie stark gemacht. Während mein Beileid tatsächlich allen Angehörigen der Opfer gilt, missbrauchen Sie hier einige der Fälle, um Angst zu schüren, ohne darauf Antworten zu haben.
Abg. Deimek: ... Faktencheck!
Ihre zehn Vorschläge sind schlicht unseriös. (Abg. Deimek: ... Faktencheck!) Wieso? – Sie müssen die Hoffnung, die Sie machen, eigentlich recht schnell in Enttäuschung umwandeln, denn das, was Sie fordern, ist rechtlich schlicht unmöglich. (Abg. Kickl: Aha!) – Ist es! Österreich hat völkerrechtliche und unionsrechtliche Verpflichtungen (Abg. Kickl: Was ist denn das für eine Körperschaft?), die Sie, egal, wie laut und wie oft Sie hier poltern, nicht einfach aushebeln können. (Abg. Kickl: Ich habe gedacht, wir sind die Gesetzgeber!) Das ist unser unionsrechtlicher und internationaler Rahmen.
Abg. Kickl: Aha!
Ihre zehn Vorschläge sind schlicht unseriös. (Abg. Deimek: ... Faktencheck!) Wieso? – Sie müssen die Hoffnung, die Sie machen, eigentlich recht schnell in Enttäuschung umwandeln, denn das, was Sie fordern, ist rechtlich schlicht unmöglich. (Abg. Kickl: Aha!) – Ist es! Österreich hat völkerrechtliche und unionsrechtliche Verpflichtungen (Abg. Kickl: Was ist denn das für eine Körperschaft?), die Sie, egal, wie laut und wie oft Sie hier poltern, nicht einfach aushebeln können. (Abg. Kickl: Ich habe gedacht, wir sind die Gesetzgeber!) Das ist unser unionsrechtlicher und internationaler Rahmen.
Abg. Kickl: Was ist denn das für eine Körperschaft?
Ihre zehn Vorschläge sind schlicht unseriös. (Abg. Deimek: ... Faktencheck!) Wieso? – Sie müssen die Hoffnung, die Sie machen, eigentlich recht schnell in Enttäuschung umwandeln, denn das, was Sie fordern, ist rechtlich schlicht unmöglich. (Abg. Kickl: Aha!) – Ist es! Österreich hat völkerrechtliche und unionsrechtliche Verpflichtungen (Abg. Kickl: Was ist denn das für eine Körperschaft?), die Sie, egal, wie laut und wie oft Sie hier poltern, nicht einfach aushebeln können. (Abg. Kickl: Ich habe gedacht, wir sind die Gesetzgeber!) Das ist unser unionsrechtlicher und internationaler Rahmen.
Abg. Kickl: Ich habe gedacht, wir sind die Gesetzgeber!
Ihre zehn Vorschläge sind schlicht unseriös. (Abg. Deimek: ... Faktencheck!) Wieso? – Sie müssen die Hoffnung, die Sie machen, eigentlich recht schnell in Enttäuschung umwandeln, denn das, was Sie fordern, ist rechtlich schlicht unmöglich. (Abg. Kickl: Aha!) – Ist es! Österreich hat völkerrechtliche und unionsrechtliche Verpflichtungen (Abg. Kickl: Was ist denn das für eine Körperschaft?), die Sie, egal, wie laut und wie oft Sie hier poltern, nicht einfach aushebeln können. (Abg. Kickl: Ich habe gedacht, wir sind die Gesetzgeber!) Das ist unser unionsrechtlicher und internationaler Rahmen.
Abg. Kickl: ... weiß nicht, was das ist!
Zum Zweiten: Politisch sind Ihre Vorschläge auch nicht sinnvoll, Herr Klubobmann Kickl! Es braucht nämlich bessere Koordination – das wissen wir –, bessere Kommunikation und auch bessere Kooperation zwischen all diesen staatlichen Stellen, bei denen die Schrauben, die heute schon mehrmals erwähnt worden sind, zu drehen sind, und das in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, mit den ausländischen Communities. (Abg. Kickl: ... weiß nicht, was das ist!) Natürlich braucht es genauso einen ordentlichen Gewaltschutz, echte Prävention und auch Aufklärung und vor allem Ressourcen für die Aufklärung, Investition in diese. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da sind wir dran. Es ist aber ein Versäumnis von Ihnen und findet sich auch in den zehn Punkten nicht wieder. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Zum Zweiten: Politisch sind Ihre Vorschläge auch nicht sinnvoll, Herr Klubobmann Kickl! Es braucht nämlich bessere Koordination – das wissen wir –, bessere Kommunikation und auch bessere Kooperation zwischen all diesen staatlichen Stellen, bei denen die Schrauben, die heute schon mehrmals erwähnt worden sind, zu drehen sind, und das in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, mit den ausländischen Communities. (Abg. Kickl: ... weiß nicht, was das ist!) Natürlich braucht es genauso einen ordentlichen Gewaltschutz, echte Prävention und auch Aufklärung und vor allem Ressourcen für die Aufklärung, Investition in diese. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da sind wir dran. Es ist aber ein Versäumnis von Ihnen und findet sich auch in den zehn Punkten nicht wieder. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Zum Zweiten: Politisch sind Ihre Vorschläge auch nicht sinnvoll, Herr Klubobmann Kickl! Es braucht nämlich bessere Koordination – das wissen wir –, bessere Kommunikation und auch bessere Kooperation zwischen all diesen staatlichen Stellen, bei denen die Schrauben, die heute schon mehrmals erwähnt worden sind, zu drehen sind, und das in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft, mit den ausländischen Communities. (Abg. Kickl: ... weiß nicht, was das ist!) Natürlich braucht es genauso einen ordentlichen Gewaltschutz, echte Prävention und auch Aufklärung und vor allem Ressourcen für die Aufklärung, Investition in diese. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Da sind wir dran. Es ist aber ein Versäumnis von Ihnen und findet sich auch in den zehn Punkten nicht wieder. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Amesbauer: Wenn sie nicht hereinkommen ...!
Fakt ist – und auch das ist mir wichtig, hier einmal festzustellen –: Mit Verschärfungen im Fremdenrecht kann man keine Straftaten ahnden. (Abg. Amesbauer: Wenn sie nicht hereinkommen ...!) Das sollten Sie als ehemaliger Innenminister wissen und es sollte hier unter den Parlamentariern des Hohen Hauses eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, das als Wissen vorauszusetzen. (Zwischenruf des Abg. Deimek. – Abg. Strasser: ... Blödsinn!)
Zwischenruf des Abg. Deimek. – Abg. Strasser: ... Blödsinn!
Fakt ist – und auch das ist mir wichtig, hier einmal festzustellen –: Mit Verschärfungen im Fremdenrecht kann man keine Straftaten ahnden. (Abg. Amesbauer: Wenn sie nicht hereinkommen ...!) Das sollten Sie als ehemaliger Innenminister wissen und es sollte hier unter den Parlamentariern des Hohen Hauses eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, das als Wissen vorauszusetzen. (Zwischenruf des Abg. Deimek. – Abg. Strasser: ... Blödsinn!)
Abg. Deimek: Schauen Sie einmal auf einen Flughafen und schauen Sie sich die Grenzkontrollen an! Dann müssen Sie nicht so viel sprechen!
Ein Zweites: Mit dem Abbau von Menschen- und Flüchtlingsrechten kann man auch keine Straftaten verhindern. Jede und jeder, der das verneint, verneint die Statistik, verneint die Forschung, verneint jegliche Datenlage, die wir dazu haben (Abg. Deimek: Schauen Sie einmal auf einen Flughafen und schauen Sie sich die Grenzkontrollen an! Dann müssen Sie nicht so viel sprechen!), und verneint auch das, was die Vereine, die tatsächlich in diesem Bereich arbeiten, tagtäglich aus ihrer Praxis, aus ihrer Erfahrung uns, nämlich der Politik, als Handlungsauftrag referieren.
Abg. Kickl: Sind alle locker!
Innenpolitisch müssen wir zweifelsohne an den heute schon mehrmals erwähnten Schrauben drehen. (Abg. Kickl: Sind alle locker!) Hier ist ganz, ganz wichtig festzuhalten, dass Asyl in Österreich keine Gnade ist. Es ist ein Menschenrecht. Es ist etwas, worauf unser Rechtsstaat beruht. (Abg. Deimek: Es fängt mit der Einreise an ...!) Solange wir diesen haben, wird es keine Gnade sein, sondern ein Recht bleiben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Deimek: Es fängt mit der Einreise an ...!
Innenpolitisch müssen wir zweifelsohne an den heute schon mehrmals erwähnten Schrauben drehen. (Abg. Kickl: Sind alle locker!) Hier ist ganz, ganz wichtig festzuhalten, dass Asyl in Österreich keine Gnade ist. Es ist ein Menschenrecht. Es ist etwas, worauf unser Rechtsstaat beruht. (Abg. Deimek: Es fängt mit der Einreise an ...!) Solange wir diesen haben, wird es keine Gnade sein, sondern ein Recht bleiben. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Innenpolitisch müssen wir zweifelsohne an den heute schon mehrmals erwähnten Schrauben drehen. (Abg. Kickl: Sind alle locker!) Hier ist ganz, ganz wichtig festzuhalten, dass Asyl in Österreich keine Gnade ist. Es ist ein Menschenrecht. Es ist etwas, worauf unser Rechtsstaat beruht. (Abg. Deimek: Es fängt mit der Einreise an ...!) Solange wir diesen haben, wird es keine Gnade sein, sondern ein Recht bleiben. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Kickl: Ja, ja!
Außenpolitisch besteht zweifelsohne die Notwendigkeit zu einer weltweiten Zusammenarbeit. Die UNO-Konferenz findet gerade statt, ich weiß nicht, ob Sie das verfolgen. (Abg. Kickl: Ja, ja!) Natürlich braucht es da eine bessere Kooperation und Koordination. Ohne diese werden wir als Österreich, als Europa diese Herausforderungen nicht bewältigen können. (Abg. Kickl: Die Menschen in Steinhaus sitzen gebannt vor dem Fernseher!) Was ist dabei – um auch das festzustellen – der rechtliche Rahmen? Humanität und Ordnung, gleichzeitig, beides geht sich aus. (Abg. Belakowitsch: Humanität ...!) Das eine funktioniert ohne das andere auch nicht.
Abg. Kickl: Die Menschen in Steinhaus sitzen gebannt vor dem Fernseher!
Außenpolitisch besteht zweifelsohne die Notwendigkeit zu einer weltweiten Zusammenarbeit. Die UNO-Konferenz findet gerade statt, ich weiß nicht, ob Sie das verfolgen. (Abg. Kickl: Ja, ja!) Natürlich braucht es da eine bessere Kooperation und Koordination. Ohne diese werden wir als Österreich, als Europa diese Herausforderungen nicht bewältigen können. (Abg. Kickl: Die Menschen in Steinhaus sitzen gebannt vor dem Fernseher!) Was ist dabei – um auch das festzustellen – der rechtliche Rahmen? Humanität und Ordnung, gleichzeitig, beides geht sich aus. (Abg. Belakowitsch: Humanität ...!) Das eine funktioniert ohne das andere auch nicht.
Abg. Belakowitsch: Humanität ...!
Außenpolitisch besteht zweifelsohne die Notwendigkeit zu einer weltweiten Zusammenarbeit. Die UNO-Konferenz findet gerade statt, ich weiß nicht, ob Sie das verfolgen. (Abg. Kickl: Ja, ja!) Natürlich braucht es da eine bessere Kooperation und Koordination. Ohne diese werden wir als Österreich, als Europa diese Herausforderungen nicht bewältigen können. (Abg. Kickl: Die Menschen in Steinhaus sitzen gebannt vor dem Fernseher!) Was ist dabei – um auch das festzustellen – der rechtliche Rahmen? Humanität und Ordnung, gleichzeitig, beides geht sich aus. (Abg. Belakowitsch: Humanität ...!) Das eine funktioniert ohne das andere auch nicht.
Abg. Belakowitsch: Die Zeit ist um! – Abg. Zanger: Aus!
In einem gebe ich Ihnen recht, eines stimmt nämlich tatsächlich: Die Zahl der Menschen, die gezwungen sind, ihr Zuhause zu verlassen und sich auf den Weg zu machen, steigt alarmierend und kontinuierlich. (Abg. Belakowitsch: Die Zeit ist um! – Abg. Zanger: Aus!) Nur Frieden, tatsächlich nur Frieden kann diesen Trend stoppen (Abg. Deimek: Ich finde es lässig, dass ...!), nicht nur Frieden, sondern auch Nahrung, Bildung, Empowerment für Frauen, aber vor allem auch Perspektiven. Das sind Dinge, mit denen Sie sich gar nicht beschäftigen. (Abg. Zanger: Schlusssatz!) Wir haben Kriege. Wir haben eine hohe Komplexität an globalen Herausforderungen, in denen sich Migrationsbewegungen abspielen. (Abg. Deimek: Ich freue mich schon auf Kaineder!)
Abg. Deimek: Ich finde es lässig, dass ...!
In einem gebe ich Ihnen recht, eines stimmt nämlich tatsächlich: Die Zahl der Menschen, die gezwungen sind, ihr Zuhause zu verlassen und sich auf den Weg zu machen, steigt alarmierend und kontinuierlich. (Abg. Belakowitsch: Die Zeit ist um! – Abg. Zanger: Aus!) Nur Frieden, tatsächlich nur Frieden kann diesen Trend stoppen (Abg. Deimek: Ich finde es lässig, dass ...!), nicht nur Frieden, sondern auch Nahrung, Bildung, Empowerment für Frauen, aber vor allem auch Perspektiven. Das sind Dinge, mit denen Sie sich gar nicht beschäftigen. (Abg. Zanger: Schlusssatz!) Wir haben Kriege. Wir haben eine hohe Komplexität an globalen Herausforderungen, in denen sich Migrationsbewegungen abspielen. (Abg. Deimek: Ich freue mich schon auf Kaineder!)
Abg. Zanger: Schlusssatz!
In einem gebe ich Ihnen recht, eines stimmt nämlich tatsächlich: Die Zahl der Menschen, die gezwungen sind, ihr Zuhause zu verlassen und sich auf den Weg zu machen, steigt alarmierend und kontinuierlich. (Abg. Belakowitsch: Die Zeit ist um! – Abg. Zanger: Aus!) Nur Frieden, tatsächlich nur Frieden kann diesen Trend stoppen (Abg. Deimek: Ich finde es lässig, dass ...!), nicht nur Frieden, sondern auch Nahrung, Bildung, Empowerment für Frauen, aber vor allem auch Perspektiven. Das sind Dinge, mit denen Sie sich gar nicht beschäftigen. (Abg. Zanger: Schlusssatz!) Wir haben Kriege. Wir haben eine hohe Komplexität an globalen Herausforderungen, in denen sich Migrationsbewegungen abspielen. (Abg. Deimek: Ich freue mich schon auf Kaineder!)
Abg. Deimek: Ich freue mich schon auf Kaineder!
In einem gebe ich Ihnen recht, eines stimmt nämlich tatsächlich: Die Zahl der Menschen, die gezwungen sind, ihr Zuhause zu verlassen und sich auf den Weg zu machen, steigt alarmierend und kontinuierlich. (Abg. Belakowitsch: Die Zeit ist um! – Abg. Zanger: Aus!) Nur Frieden, tatsächlich nur Frieden kann diesen Trend stoppen (Abg. Deimek: Ich finde es lässig, dass ...!), nicht nur Frieden, sondern auch Nahrung, Bildung, Empowerment für Frauen, aber vor allem auch Perspektiven. Das sind Dinge, mit denen Sie sich gar nicht beschäftigen. (Abg. Zanger: Schlusssatz!) Wir haben Kriege. Wir haben eine hohe Komplexität an globalen Herausforderungen, in denen sich Migrationsbewegungen abspielen. (Abg. Deimek: Ich freue mich schon auf Kaineder!)
Abg. Kickl: Nur zusammenbringen tut ihr nichts! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich bin sehr froh, dass es uns gelingt, abseits der FPÖ, eine sachliche, besonnene Debatte darüber zu führen, was es braucht – was Menschen auf der Flucht brauchen und was es in Österreich braucht, um Sicherheit zu garantieren. (Abg. Kickl: Nur zusammenbringen tut ihr nichts! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich fürchte, mit Ihren Beiträgen wird das aber schlicht nicht möglich sein. Insofern: Gut, dass es die Möglichkeit für andere Ausführungen gibt, schlecht für Sie, weil Sie da sozusagen keinen Beitrag leisten können. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Deimek und Zanger.) – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Deimek und Zanger.
Ich bin sehr froh, dass es uns gelingt, abseits der FPÖ, eine sachliche, besonnene Debatte darüber zu führen, was es braucht – was Menschen auf der Flucht brauchen und was es in Österreich braucht, um Sicherheit zu garantieren. (Abg. Kickl: Nur zusammenbringen tut ihr nichts! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich fürchte, mit Ihren Beiträgen wird das aber schlicht nicht möglich sein. Insofern: Gut, dass es die Möglichkeit für andere Ausführungen gibt, schlecht für Sie, weil Sie da sozusagen keinen Beitrag leisten können. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Deimek und Zanger.) – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.
Ich bin sehr froh, dass es uns gelingt, abseits der FPÖ, eine sachliche, besonnene Debatte darüber zu führen, was es braucht – was Menschen auf der Flucht brauchen und was es in Österreich braucht, um Sicherheit zu garantieren. (Abg. Kickl: Nur zusammenbringen tut ihr nichts! – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.) Ich fürchte, mit Ihren Beiträgen wird das aber schlicht nicht möglich sein. Insofern: Gut, dass es die Möglichkeit für andere Ausführungen gibt, schlecht für Sie, weil Sie da sozusagen keinen Beitrag leisten können. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch, Deimek und Zanger.) – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Kickl.)
Abg. Kickl: Sie sind zu Wort gemeldet! Um Gottes willen!
Abgeordneter Mag. Yannick Shetty (NEOS): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Minister! Lassen Sie mich vielleicht zuerst etwas Grundsätzliches sagen: Finden Sie, verehrte Zuseherinnen und Zuseher, es eigentlich überhaupt nicht verwunderlich, dass wir zufälligerweise fünf Tage vor einer Landtagswahl in Oberösterreich hier heute eine Aktuelle Stunde der FPÖ haben, in der wir ihr Lieblingsthema diskutieren? – Asyl, Ausländer, Angst. (Abg. Kickl: Sie sind zu Wort gemeldet! Um Gottes willen!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch
Sie merken, dass Sie mit Ihrer komplett destruktiven Coronapolitik komplett im Eck stehen, dass hier alle anderen Parteien gemeinsam – übrigens gemeinsam mit der Wissenschaft – einer Meinung sind (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch), nämlich dass die Impfung der Weg aus der Pandemie ist. (Abg. Kickl: ... einer Meinung ...!) Und weil Sie merken, wie die Umfragen in Oberösterreich in den Keller gehen (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil Sie merken, wie der Unmut größer wird (Beifall bei den NEOS), ziehen Sie die einzige Karte, die Sie wirklich können: Ängste schüren und spalten. (Abg. Kickl: In der DDR waren auch alle Parteien einer Meinung! – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Sie profitieren nämlich davon, wenn die Probleme groß sind und nicht die Lösungen. (Abg. Belakowitsch: Einheits...!)
Abg. Kickl: ... einer Meinung ...!
Sie merken, dass Sie mit Ihrer komplett destruktiven Coronapolitik komplett im Eck stehen, dass hier alle anderen Parteien gemeinsam – übrigens gemeinsam mit der Wissenschaft – einer Meinung sind (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch), nämlich dass die Impfung der Weg aus der Pandemie ist. (Abg. Kickl: ... einer Meinung ...!) Und weil Sie merken, wie die Umfragen in Oberösterreich in den Keller gehen (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil Sie merken, wie der Unmut größer wird (Beifall bei den NEOS), ziehen Sie die einzige Karte, die Sie wirklich können: Ängste schüren und spalten. (Abg. Kickl: In der DDR waren auch alle Parteien einer Meinung! – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Sie profitieren nämlich davon, wenn die Probleme groß sind und nicht die Lösungen. (Abg. Belakowitsch: Einheits...!)
Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen
Sie merken, dass Sie mit Ihrer komplett destruktiven Coronapolitik komplett im Eck stehen, dass hier alle anderen Parteien gemeinsam – übrigens gemeinsam mit der Wissenschaft – einer Meinung sind (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch), nämlich dass die Impfung der Weg aus der Pandemie ist. (Abg. Kickl: ... einer Meinung ...!) Und weil Sie merken, wie die Umfragen in Oberösterreich in den Keller gehen (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil Sie merken, wie der Unmut größer wird (Beifall bei den NEOS), ziehen Sie die einzige Karte, die Sie wirklich können: Ängste schüren und spalten. (Abg. Kickl: In der DDR waren auch alle Parteien einer Meinung! – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Sie profitieren nämlich davon, wenn die Probleme groß sind und nicht die Lösungen. (Abg. Belakowitsch: Einheits...!)
Beifall bei den NEOS
Sie merken, dass Sie mit Ihrer komplett destruktiven Coronapolitik komplett im Eck stehen, dass hier alle anderen Parteien gemeinsam – übrigens gemeinsam mit der Wissenschaft – einer Meinung sind (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch), nämlich dass die Impfung der Weg aus der Pandemie ist. (Abg. Kickl: ... einer Meinung ...!) Und weil Sie merken, wie die Umfragen in Oberösterreich in den Keller gehen (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil Sie merken, wie der Unmut größer wird (Beifall bei den NEOS), ziehen Sie die einzige Karte, die Sie wirklich können: Ängste schüren und spalten. (Abg. Kickl: In der DDR waren auch alle Parteien einer Meinung! – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Sie profitieren nämlich davon, wenn die Probleme groß sind und nicht die Lösungen. (Abg. Belakowitsch: Einheits...!)
Abg. Kickl: In der DDR waren auch alle Parteien einer Meinung! – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.
Sie merken, dass Sie mit Ihrer komplett destruktiven Coronapolitik komplett im Eck stehen, dass hier alle anderen Parteien gemeinsam – übrigens gemeinsam mit der Wissenschaft – einer Meinung sind (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch), nämlich dass die Impfung der Weg aus der Pandemie ist. (Abg. Kickl: ... einer Meinung ...!) Und weil Sie merken, wie die Umfragen in Oberösterreich in den Keller gehen (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil Sie merken, wie der Unmut größer wird (Beifall bei den NEOS), ziehen Sie die einzige Karte, die Sie wirklich können: Ängste schüren und spalten. (Abg. Kickl: In der DDR waren auch alle Parteien einer Meinung! – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Sie profitieren nämlich davon, wenn die Probleme groß sind und nicht die Lösungen. (Abg. Belakowitsch: Einheits...!)
Abg. Belakowitsch: Einheits...!
Sie merken, dass Sie mit Ihrer komplett destruktiven Coronapolitik komplett im Eck stehen, dass hier alle anderen Parteien gemeinsam – übrigens gemeinsam mit der Wissenschaft – einer Meinung sind (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Belakowitsch), nämlich dass die Impfung der Weg aus der Pandemie ist. (Abg. Kickl: ... einer Meinung ...!) Und weil Sie merken, wie die Umfragen in Oberösterreich in den Keller gehen (Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen), weil Sie merken, wie der Unmut größer wird (Beifall bei den NEOS), ziehen Sie die einzige Karte, die Sie wirklich können: Ängste schüren und spalten. (Abg. Kickl: In der DDR waren auch alle Parteien einer Meinung! – Präsident Sobotka gibt neuerlich das Glockenzeichen.) Sie profitieren nämlich davon, wenn die Probleme groß sind und nicht die Lösungen. (Abg. Belakowitsch: Einheits...!)
Beifall bei NEOS, ÖVP, SPÖ und Grünen.
Sie gießen Öl in tatsächlich bestehende Brandherde, aber Sie sind nicht ansatzweise daran interessiert, diese Brände zu löschen, denn das ist Ihr Geschäft: Sie leben von der Angst! Ohne Angst keine Stimmen. Sie sind also, wenn man so will, ein Brandmelder für die Brände, die es gibt, aber Sie sind keine gute Feuerwehr, weil Sie die Brände nicht löschen wollen. Sie wollen die Probleme nicht lösen, Sie wollen sie größer machen. (Beifall bei NEOS, ÖVP, SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Fürst.
Was wir brauchen, sind Politikerinnen und Politiker, die im ersten Satz die Probleme benennen, im zweiten Satz aber über die Lösungen reden; und die Lösungen werden nicht sein, wie FPÖ und ÖVP fordern: alle Ausländer raus, Stacheldraht rund um Österreich. – Na, auf komplizierte Probleme braucht es auch einmal komplexere Antworten! (Zwischenruf der Abg. Fürst.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich möchte heute aber ein explizites Angebot machen, ein Angebot von uns NEOS an Sie, verehrte Wählerinnen und Wähler, die ÖVP oder FPÖ wählen möchten, die vielleicht schon einmal ÖVP oder FPÖ gewählt haben, weil ich der Überzeugung bin, dass die allermeisten von Ihnen ja ein tatsächliches Interesse haben, dass ihnen die Ängste genommen und dass ihre Probleme gelöst werden. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch. – Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich bin überzeugt, dass Sie, wenn Sie FPÖ wählen, weil in Wels der Ausländeranteil in der Volksschule Ihrer Tochter zu hoch ist, doch wollen, dass es zu einer besseren Durchmischung kommt. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Wenn Sie ÖVP wählen, weil Sie Angst vor einer neuen Fluchtbewegung haben, dann wollen Sie doch, dass sich Österreich auf EU-Ebene für ein moderneres und sicheres Asylrecht einsetzt, und wenn Sie eine rechte Partei wählen, weil Sie wollen, dass zu uns kommende Menschen unsere Werte akzeptieren, unsere Werte leben, dann wollen Sie doch, dass Werte- und Orientierungskurse ausgebaut werden. Ich will mit Ihnen also darüber sprechen, was wir tatsächlich tun müssten, um nach Österreich geflüchtete Menschen besser zu integrieren, und ich möchte mit Ihnen darüber sprechen, was ÖVP und FPÖ in Regierungsverantwortung tatsächlich gemacht haben.
Beifall bei den NEOS.
Das waren jetzt nur drei Beispiele. Ich könnte diese Liste endlos fortführen. Sehr geehrte Damen und Herren, ich will Ihnen aufzeigen – insbesondere jenen, die ÖVP und FPÖ gewählt haben, denn ich bin der Überzeugung, dass die allermeisten wollen, dass die Probleme, die sie anprangern, gelöst werden –, dass diese Parteien nicht ansatzweise daran interessiert sind, Ihre Probleme zu lösen. Das Gegenteil ist in der Regel der Fall. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Haben wir jetzt gerade gehört ...!
Wir als NEOS stehen für eine echte, lösungsorientierte und sachliche Politik der Mitte, die nicht wegschaut, die die Probleme benennt (Abg. Belakowitsch: Haben wir jetzt gerade gehört ...!), Klartext spricht, aber diese Probleme eben auch löst, die nicht Öl ins Feuer gießt, sondern Brände stilllegt und, um in diesem Sprachbild zu bleiben, eben kein Brandbeschleuniger ist, sondern eine Feuerwehr für die Brandherde.
Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Hörl.
Eine solche Politik kann man übrigens – in diesem Wahlkampfgetöse sei mir das abschließend erlaubt zu sagen – am 26.9. in Oberösterreich erstmals in den Landtag wählen. Dort braucht es in vielen Politikbereichen einen neuen Zugang, insbesondere aber in der Integrationspolitik. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS. – Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Dazu ein paar Kennzahlen: Wir haben das fünftgrößte Wachstum in der EU mit plus 3,6 Prozent, für nächstes Jahr werden uns bis zu 5 Prozent prognostiziert. Die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück, Woche für Woche zwischen 4 000 und 5 000 Arbeitslose weniger. Wir haben mittlerweile – und das ist die gute Meldung, meine Damen und Herren – weniger Arbeitslose als vor der Krise; das ist der derzeitige Stand. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
In Tirol, Salzburg und Oberösterreich haben wir de facto Vollbeschäftigung. 120 000 offene Stellen, das hat es noch nie gegeben, das heißt, die Wirtschaft boomt, die Aufträge sind da, und wir wollen natürlich auch, dass die Menschen in die Beschäftigung kommen. In Oberösterreich, meinem Heimatbundesland, haben wir zum Beispiel 29 000 Arbeitslose und 31 000 offene Stellen. Es geht jetzt darum, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir diese Menschen in Beschäftigung bringen. Wir haben die Jobs, wir haben die offenen Stellen, und daher sagen wir: Wer gesund ist und wer arbeiten kann und wem ein zumutbarer Job angeboten wird, von dem erwarten wir auch, dass er dieser Beschäftigung nachgeht! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich bedanke mich an dieser Stelle auch bei den über 4 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und bei Zigtausenden Unternehmerinnen und Unternehmern im kleinen und mittelständischen Bereich, aber auch bei unseren Leitbetrieben, die hier hervorragende Arbeit leisten und die das Rückgrat unseres Wirtschaftsmotors in Österreich bilden. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ja, der Aufschwung ist da, meine Damen und Herren, der Wirtschafts- und Arbeitsmarkt entwickelt sich gut, aber wir haben auch eine Gefahr: Das Coronavirus ist noch immer da, es ist nicht vorbei. Wir brauchen unbedingt eine höhere Impfquote. Nur dadurch, meine Damen und Herren, können wir die Sicherheit für die Menschen in diesem Land auch gewährleisten. (Beifall bei der ÖVP.)
Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Meinl-Reisinger.
Wir haben derzeit eine Impfquote von 70 Prozent. Es ist falsch, was die FPÖ gesagt hat: Nicht 60 Prozent, sondern 70 Prozent der impfbaren Bevölkerung sind geimpft. Das ist aber zu wenig, meine Damen und Herren, wir brauchen mehr! Zum Beispiel Island, Irland und Dänemark haben Impfquoten von 90 Prozent beziehungsweise 88 Prozent. Wissen Sie, warum das so ist? (Anhaltende Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Meinl-Reisinger.) – Weil alle Parteien an einem Strang ziehen. Alle Parteien in diesen Parlamenten bekennen sich zum Impfen, und daher gibt es in diesen Ländern eine Impfquote von über 80 Prozent, ja sogar von 90 Prozent.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Meine Damen und Herren, das ist nicht nur verantwortungslos, Sie gefährden damit die Gesundheit der Menschen und Sie gefährden damit auch unseren Wirtschaftsaufschwung, den wir mühsam erarbeitet haben! (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Abg. Kickl: ... trostlos!
Was ist das Credo beziehungsweise die Doppelmoral dieser Partei? (Abg. Kickl: ... trostlos!) – Ja, frustriert bin ich, weil ihr euch so aufführt! Deswegen sind auch die Menschen in diesem Lande frustriert: weil sich die FPÖ so verhält, wie sie sich verhält. (Abg. Stefan: Unsinn, Sie frustrieren!) Aber was ist die Doppelmoral?
Abg. Stefan: Unsinn, Sie frustrieren!
Was ist das Credo beziehungsweise die Doppelmoral dieser Partei? (Abg. Kickl: ... trostlos!) – Ja, frustriert bin ich, weil ihr euch so aufführt! Deswegen sind auch die Menschen in diesem Lande frustriert: weil sich die FPÖ so verhält, wie sie sich verhält. (Abg. Stefan: Unsinn, Sie frustrieren!) Aber was ist die Doppelmoral?
Abg. Kickl: Woher wissen Sie das?
Hofer, Nepp, Fuchs, Graf, die lassen sich impfen. (Abg. Kickl: Woher wissen Sie das?) Das heißt, die Prominenz der FPÖ geht impfen. Da ist es dann egal, da lässt man sich impfen. Laut schimpfen, geheim impfen – das ist die FPÖ, die geimpfte Heimatpartei, meine Damen und Herren! (Die Abgeordneten der ÖVP halten Tafeln mit der Aufschrift „Laut schimpfen, geheim impfen! FPÖ Die soziale geimpfte Heimatpartei“ in die Höhe.) So schaut die Realität aus, und das ist es, was eigentlich hinter der gesamten Fassade steckt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Man will auf dem Wählermarkt fischen, aber sich selbst lässt man impfen, weil man ja die Sicherheit und die Gewissheit haben will.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Hofer, Nepp, Fuchs, Graf, die lassen sich impfen. (Abg. Kickl: Woher wissen Sie das?) Das heißt, die Prominenz der FPÖ geht impfen. Da ist es dann egal, da lässt man sich impfen. Laut schimpfen, geheim impfen – das ist die FPÖ, die geimpfte Heimatpartei, meine Damen und Herren! (Die Abgeordneten der ÖVP halten Tafeln mit der Aufschrift „Laut schimpfen, geheim impfen! FPÖ Die soziale geimpfte Heimatpartei“ in die Höhe.) So schaut die Realität aus, und das ist es, was eigentlich hinter der gesamten Fassade steckt. (Beifall bei ÖVP und Grünen.) Man will auf dem Wählermarkt fischen, aber sich selbst lässt man impfen, weil man ja die Sicherheit und die Gewissheit haben will.
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Stefan.
Ich verstehe das gut, dass sich die FPÖ-Prominenz impfen lässt, meine Damen und Herren, aber warum sagen Sie es denn dann nicht nach außen? Sie brauchen es ja nur zu sagen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Stefan.)
Beifall bei der ÖVP.
Rufen Sie zum Impfen auf! Dann leisten Sie einen wichtigen und wesentlichen Beitrag dazu, dass wir gemeinsam gut durch diese schwierige Zeit kommen. Wir haben dann eine höhere Impfquote, das sichert die Gesundheit der Menschen und sichert auch unseren Wohlstand und den Aufschwung, den wir uns gemeinsam hier erarbeitet haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Kickl und Gabriela Schwarz.
Das wäre das, was Sie beitragen könnten, damit wir gemeinsam aus dieser Krise kommen. Wir – diese Bundesregierung – sind nämlich gerade dabei, dass wir auch die wesentlichen Maßnahmen setzen. Wir verhandeln gerade die ökosoziale Steuerreform. Wir wollen Klimaschutz mit Hausverstand. Wir wollen die Menschen weiter entlasten, damit der Wirtschaftskreislauf in Schwung kommt. Wir sind dabei, die Pflege auf neue Beine zu stellen. Das ist ein ganz wichtiges Instrument, viele Menschen in Österreich sind indirekt oder direkt davon berührt. Wir schauen, dass der Standort und der Arbeitsmarkt sich in Österreich gut weiterentwickeln. Das geht aber nur, wenn wir gemeinsam eine vernünftige Coronapolitik machen. Daher appelliere ich noch einmal an Sie, da mitzuhelfen, damit wir die Impfquote steigern können und dass wir gemeinsam durch diese Krise kommen. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Kickl und Gabriela Schwarz.)
Zwischenruf des Abg. Stefan
Das ist der Volkspartei zu verdanken (Zwischenruf des Abg. Stefan), die seit dem Zweiten Weltkrieg den Landeshauptmann stellt und regiert. Jede Stimme für die Volkspartei ist eine Stimme für eine sichere Zukunft und für eine gute Entwicklung in diesem Land. Eine Stimme für die FPÖ ist eine verlorene Stimme, meine Damen und Herren. Daher am Sonntag: Stelzer und Volkspartei! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Das ist der Volkspartei zu verdanken (Zwischenruf des Abg. Stefan), die seit dem Zweiten Weltkrieg den Landeshauptmann stellt und regiert. Jede Stimme für die Volkspartei ist eine Stimme für eine sichere Zukunft und für eine gute Entwicklung in diesem Land. Eine Stimme für die FPÖ ist eine verlorene Stimme, meine Damen und Herren. Daher am Sonntag: Stelzer und Volkspartei! (Anhaltender Beifall bei der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Stefan – erheitert –: Na früher nicht! Es hat ja keinen Verkehr gegeben in Italien!
Der Binnenmarkt ist heute Entscheidungsgrundlage Nummer eins für viele Unternehmen. Der Warenaustausch zwischen Graz und Palermo ist genauso selbstverständlich wie der Warenaustausch zwischen Eisenstadt und Innsbruck. (Abg. Stefan – erheitert –: Na früher nicht! Es hat ja keinen Verkehr gegeben in Italien!) All das wird durch die Grundfreiheiten der Europäischen Union gewährleistet.
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Das sollte man protokollieren für die Zukunft!
Umso wichtiger war es aus meiner Sicht, dass die Europäische Union Handlungsfähigkeit bewiesen hat, als sie im Sommer letzten Jahres Next Generation EU, den Aufbau- und Resilienzfonds, beschlossen hat, nämlich mit 750 Milliarden Euro für den Aufbau nach der Coronakrise, zielgerichtet auf den digitalen und grünen Wandel. Meine sehr geehrten Damen und Herren, auch das darf ich voller Stolz hier von der Regierungsbank aus sagen: Österreich war federführend und maßgeblich daran beteiligt, dass es ganz klare Parameter gibt, wohin das Geld fließt, damit es zum Besten für uns alle eingesetzt wird. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Kickl: Das sollte man protokollieren für die Zukunft!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Hauser: Dann halten Sie sich einmal an die wissenschaftlichen Fakten!
Ich halte es für skandalös und gefährlich, wie die Politik der FPÖ hier vorgeht. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Hauser: Dann halten Sie sich einmal an die wissenschaftlichen Fakten!) Daher wende ich mich auch ganz offen an Sie, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete der FPÖ, und speziell auch an Ihren Klubobmann Herbert Kickl, der durch Verunsicherung auch Spaltung hervorruft. (Abg. Kickl: Ich glaube, Demokratie haben Sie nicht verstanden! – Ruf bei der FPÖ: Das ist nicht in der DNA ...!)
Abg. Kickl: Ich glaube, Demokratie haben Sie nicht verstanden! – Ruf bei der FPÖ: Das ist nicht in der DNA ...!
Ich halte es für skandalös und gefährlich, wie die Politik der FPÖ hier vorgeht. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Hauser: Dann halten Sie sich einmal an die wissenschaftlichen Fakten!) Daher wende ich mich auch ganz offen an Sie, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete der FPÖ, und speziell auch an Ihren Klubobmann Herbert Kickl, der durch Verunsicherung auch Spaltung hervorruft. (Abg. Kickl: Ich glaube, Demokratie haben Sie nicht verstanden! – Ruf bei der FPÖ: Das ist nicht in der DNA ...!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Sie lügen!
Sie gefährden die Gesundheit von Millionen Menschen, sehr geehrter Herr Klubobmann. Es ist eine Respektlosigkeit gegenüber denen, die im Gesundheitssystem seit fast zwei Jahren um jedes Menschenleben kämpfen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, nehmen Sie zur Kenntnis: Es ist ein Faktum, dass rund 90 Prozent derer, die mit einem schweren Verlauf im Krankenhaus oder auf der Intensivstation landen, nicht geimpft sind. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Sie lügen!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Daher appelliere ich heute an dieser Stelle an alle Abgeordneten und insbesondere an den Klubobmann: Stellen Sie diese Störfeuer ab! Nehmen Sie Ihre staatspolitische Verantwortung auch als Oppositionspartei wahr und hören Sie auf, Unwahrheiten zu verbreiten! (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wir brauchen den demokratischen Konsens.
Abg. Kickl: Sie halten die Leute offenbar für blöd! – Abg. Rauch: Mittlerweile distanzieren sich schon die Künstler von Ihnen!
Ich komme gerade aus Brüssel, wo gestern der Rat Allgemeine Angelegenheiten der Europaministerinnen und Europaminister tagte: Wissen Sie, wann es funktioniert, wann die Impfraten am höchsten sind? – Wenn alle Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, wenn insbesondere Politikerinnen und Politiker dafür eintreten, dass sich die Menschen impfen lassen, dafür eintreten, dass man ihnen die Ängste nimmt – nicht verunsichern, sondern informieren! (Abg. Kickl: Sie halten die Leute offenbar für blöd! – Abg. Rauch: Mittlerweile distanzieren sich schon die Künstler von Ihnen!) Eines sei auch ganz deutlich gesagt (Zwischenruf des Abg. Kickl): Nein, es ist keine Einschränkung der Freiheit, wenn man eine Impfung angeboten bekommt, sondern ganz im Gegenteil: Die Impfung gibt den Menschen die Freiheit wieder zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn!)
Zwischenruf des Abg. Kickl
Ich komme gerade aus Brüssel, wo gestern der Rat Allgemeine Angelegenheiten der Europaministerinnen und Europaminister tagte: Wissen Sie, wann es funktioniert, wann die Impfraten am höchsten sind? – Wenn alle Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, wenn insbesondere Politikerinnen und Politiker dafür eintreten, dass sich die Menschen impfen lassen, dafür eintreten, dass man ihnen die Ängste nimmt – nicht verunsichern, sondern informieren! (Abg. Kickl: Sie halten die Leute offenbar für blöd! – Abg. Rauch: Mittlerweile distanzieren sich schon die Künstler von Ihnen!) Eines sei auch ganz deutlich gesagt (Zwischenruf des Abg. Kickl): Nein, es ist keine Einschränkung der Freiheit, wenn man eine Impfung angeboten bekommt, sondern ganz im Gegenteil: Die Impfung gibt den Menschen die Freiheit wieder zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn!
Ich komme gerade aus Brüssel, wo gestern der Rat Allgemeine Angelegenheiten der Europaministerinnen und Europaminister tagte: Wissen Sie, wann es funktioniert, wann die Impfraten am höchsten sind? – Wenn alle Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, wenn insbesondere Politikerinnen und Politiker dafür eintreten, dass sich die Menschen impfen lassen, dafür eintreten, dass man ihnen die Ängste nimmt – nicht verunsichern, sondern informieren! (Abg. Kickl: Sie halten die Leute offenbar für blöd! – Abg. Rauch: Mittlerweile distanzieren sich schon die Künstler von Ihnen!) Eines sei auch ganz deutlich gesagt (Zwischenruf des Abg. Kickl): Nein, es ist keine Einschränkung der Freiheit, wenn man eine Impfung angeboten bekommt, sondern ganz im Gegenteil: Die Impfung gibt den Menschen die Freiheit wieder zurück. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Ruf bei der FPÖ: Blödsinn!)
Abg. Deimek: Sie wollen uns jetzt nicht erzählen, dass Sie eine Weichenstellerin sind?!
Wir als österreichische Bundesregierung stehen an der Seite der Unternehmerinnen und Unternehmer, wir stehen an der Seite der Selbstständigen, der Freiberufler, der Handwerker. Wir werden alles daransetzen, dass dieser Aufschwung auch weitergeht. Dieser Aufschwung aber – das muss uns klar sein – ist kein Selbstläufer. Wir brauchen einen nachhaltigen und dauerhaften Aufschwung. Deshalb müssen wir jetzt auch innerhalb der Europäischen Union die Weichen in die richtige Richtung stellen (Abg. Deimek: Sie wollen uns jetzt nicht erzählen, dass Sie eine Weichenstellerin sind?!), damit Wachstum, Arbeit und auch Wohlstand zukünftig abgesichert sind. Genau deshalb bereitet die österreichische Bundesregierung unter Federführung von Bundesministerin Schramböck derzeit die österreichische Standortstrategie 2040 vor. Es geht um Wertschöpfungsketten der Zukunft und wir setzen auf die Zukunftsthemen, auch und insbesondere im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern Europas, mit den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes im Rahmen der Zukunftskonferenz.
Abg. Rauch: Das zerstört die Rede komplett!
Ich möchte mit einem Zitat der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, das sie in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union genannt hat, schließen. (Abg. Rauch: Das zerstört die Rede komplett!) Sie hat nämlich gesagt: Unsere Europäische Union ist sowohl wunderschön einzigartig als auch einzigartig schön. – Zitatende. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wie viel mehr gilt das für unser wunderbares Österreich, für das es sich lohnt, jeden Tag zu kämpfen, für das es sich lohnt, auch in wirtschaftlicher Hinsicht einzutreten und Störfeuer abzustellen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Kickl: Total unauthentisch!) Ich verspreche Ihnen, die österreichische Bundesregierung wird jeden Tag zu 150 Prozent dafür eintreten. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Aufgesetzt bis zum Gehtnichtmehr!)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Ich möchte mit einem Zitat der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, das sie in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union genannt hat, schließen. (Abg. Rauch: Das zerstört die Rede komplett!) Sie hat nämlich gesagt: Unsere Europäische Union ist sowohl wunderschön einzigartig als auch einzigartig schön. – Zitatende. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wie viel mehr gilt das für unser wunderbares Österreich, für das es sich lohnt, jeden Tag zu kämpfen, für das es sich lohnt, auch in wirtschaftlicher Hinsicht einzutreten und Störfeuer abzustellen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Kickl: Total unauthentisch!) Ich verspreche Ihnen, die österreichische Bundesregierung wird jeden Tag zu 150 Prozent dafür eintreten. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Aufgesetzt bis zum Gehtnichtmehr!)
Abg. Kickl: Total unauthentisch!
Ich möchte mit einem Zitat der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, das sie in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union genannt hat, schließen. (Abg. Rauch: Das zerstört die Rede komplett!) Sie hat nämlich gesagt: Unsere Europäische Union ist sowohl wunderschön einzigartig als auch einzigartig schön. – Zitatende. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wie viel mehr gilt das für unser wunderbares Österreich, für das es sich lohnt, jeden Tag zu kämpfen, für das es sich lohnt, auch in wirtschaftlicher Hinsicht einzutreten und Störfeuer abzustellen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Kickl: Total unauthentisch!) Ich verspreche Ihnen, die österreichische Bundesregierung wird jeden Tag zu 150 Prozent dafür eintreten. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Aufgesetzt bis zum Gehtnichtmehr!)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Aufgesetzt bis zum Gehtnichtmehr!
Ich möchte mit einem Zitat der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, das sie in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union genannt hat, schließen. (Abg. Rauch: Das zerstört die Rede komplett!) Sie hat nämlich gesagt: Unsere Europäische Union ist sowohl wunderschön einzigartig als auch einzigartig schön. – Zitatende. (Zwischenruf des Abg. Hafenecker.) Wie viel mehr gilt das für unser wunderbares Österreich, für das es sich lohnt, jeden Tag zu kämpfen, für das es sich lohnt, auch in wirtschaftlicher Hinsicht einzutreten und Störfeuer abzustellen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Abg. Kickl: Total unauthentisch!) Ich verspreche Ihnen, die österreichische Bundesregierung wird jeden Tag zu 150 Prozent dafür eintreten. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Abg. Kickl: Aufgesetzt bis zum Gehtnichtmehr!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Der dritte Grund ist, meine Damen und Herren, dass wir hier den Willen hatten, die Investition nach Österreich zu holen. Das ist gelungen, Gratulation dafür! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Damen und Herren, die oberösterreichischen Unternehmen leben seit 30 Jahren die ökosoziale Marktwirtschaft, und es ist ganz wichtig, dass wir das auch in Zukunft fördern. Wir haben die sauberste Zementindustrie, wir haben die sauberste Papier-, die sauberste Kunststoffindustrie. Unser eigenes Unternehmen hat den Anspruch, Technologien für einen sauberen Planeten zur Verfügung zu stellen, zu produzieren. Das haben die anderen Unternehmen auch, und dabei unterstützt uns die Politik. Das ist wichtig und richtig. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP, Bravoruf des Abg. Hörl sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Jeder vierte Antrag für die Investitionsprämie kommt aus Oberösterreich. Wir konnten 16 Milliarden Euro an Investitionen hebeln, und diese helfen natürlich dabei, langfristig Arbeitsplätze zu schaffen. Diese helfen, in Richtung Ökologisierung und Digitalisierung zu modernisieren. Mir ist aber auch wichtig, zu sagen, dass man für eine solche Transformation in Richtung grüne Zukunft rasche Genehmigungsverfahren braucht. Auch diesbezüglich danke an die oberösterreichische Politik, dass sie uns bei dieser Forderung unterstützt. (Beifall bei der ÖVP, Bravoruf des Abg. Hörl sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Jakob Schwarz.
Zweitens, die Fachkräftethematik: Meine Damen und Herren, jedes Unternehmen, fast jedes Unternehmen sucht Arbeitskräfte – qualifizierte, mittlerweile aber auch nicht mehr qualifizierte Arbeitskräfte. Gerade im Bereich der qualifizierten Arbeitskräfte frage ich mich oft: Was würden wir denn eigentlich tun, wenn die oberösterreichische Politik nicht schon vor Jahren erkannt hätte, dass es da Bedarf gibt, dass wir da mehr Leute brauchen? – Deswegen haben wir flächendeckend HTLs. Wir haben vier exzellente FHs und wir bekommen jetzt auch eine Technische Universität nach Oberösterreich, die natürlich für den Standort wichtig ist, weil sie die Anzahl an Absolventinnen und Absolventen in Zukunft absichern soll. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abgeordneten Maurer und Jakob Schwarz.)
Beifall bei der ÖVP.
Das dritte Wichtige ist, dass die Politik das Ohr nahe an den Unternehmen und an den Mitarbeitern hat. Meine Damen und Herren, dass wir für MAN in Steyr eine zufriedenstellende Lösung, vor allem auch im Sinne der Mitarbeiter, haben, haben wir auch dem Landeshauptmann zu verdanken. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, dafür, dass sich Unternehmen in Oberösterreich angesiedelt haben und dies auch immer noch tun, dass sie bleiben, dass sie wachsen und dass sie langfristige Arbeitsplätze schaffen, bedarf es Vertrauen in den Standort. Thomas Stelzer ist wirklich eine sichere Kraft im Sinne des Landes, der Menschen, aber vor allem auch der Unternehmen. Dafür möchte ich heute auch einmal Danke sagen. (Beifall bei der ÖVP.) Nur mit solchen zuverlässigen Partnern, meine Damen und Herren, können wir in
Beifall bei der ÖVP.
eine sichere, in eine gute, aber vor allem auch in eine klimafreundliche Zukunft gehen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Pfurtscheller: Na bitte! – Abg. Sieber: Du hast den Begriff nicht gekannt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Jörg Leichtfried (SPÖ): Herr Präsident! Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Als ich das erste Mal davon gehört habe, dass die ÖVP Standortpolitik zum Thema einer Europastunde machen will, habe ich mich wirklich gefreut. Ich habe gedacht: Endlich, endlich denkt einmal irgendjemand in der ÖVP auch über Standortpolitik nach. (Abg. Pfurtscheller: Na bitte! – Abg. Sieber: Du hast den Begriff nicht gekannt! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
In Richtung Zukunft hat August Wöginger gesagt: Ja, wir schauen, dass - -! – Das, geschätzte Damen und Herren, ist nicht Standortpolitik, das ist die übliche türkise Showpolitik, die Sie hier liefern, und das ist wirklich schade in einer so wichtigen Frage. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich darf Sie daran erinnern: Zu Beginn dieser Pandemie hatten wir ein riesiges Problem, und das hieß Impfstoff. Das Problem war insbesondere, dass es keine Impfstoffproduktion in Österreich gibt. Es war schwierig, Impfstoff zu bekommen, es hat da allerhand Probleme gegeben – wir alle wissen ja, was geschehen ist. Dann hätte es eine Chance gegeben, dass ein österreichisches Start-up Impfstoff in Österreich produziert – eine innovative Firma, die versucht hat, in Österreich zu produzieren –, nur von der Bundesregierung hat es niemanden interessiert. Ihr wart wahrscheinlich drei Wochen lang damit beschäftigt, die Après-Ski-Lokale aufzusperren. Das ist auch wichtig, aber Impfstoffe sind meines Erachtens wichtiger, geschätzte Damen und Herren, und das haben Sie wieder einmal versäumt. Das ist nicht Standortpolitik, das ist auf Umfragen basierte Showpolitik und nichts anderes. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Wenn wir schon davon reden: Wo war die ÖVP, wo war der Bundeskanzler, als die Produktion vom ATB-Werk in Spielberg nach Polen verlagert wurde? – Da sind Hunderte Menschen arbeitslos geworden. Wo war da die Standortpolitik des Bundeskanzlers? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Und was MAN betrifft, Frau Kollegin: Die Türkisen sind erst dann dort aufgetaucht, als klar war, dass das Werk weiter besteht. Vorher hat sich keiner hingetraut – das ist auch keine Standortpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wenn wir schon davon reden: Wo war die ÖVP, wo war der Bundeskanzler, als die Produktion vom ATB-Werk in Spielberg nach Polen verlagert wurde? – Da sind Hunderte Menschen arbeitslos geworden. Wo war da die Standortpolitik des Bundeskanzlers? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Und was MAN betrifft, Frau Kollegin: Die Türkisen sind erst dann dort aufgetaucht, als klar war, dass das Werk weiter besteht. Vorher hat sich keiner hingetraut – das ist auch keine Standortpolitik. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Wie der Ludwig!
Was die ÖVP Oberösterreich unter Standortpolitik versteht, das kann man schön nachschauen: Wenn die ÖVP-Regierung zu Beginn der Coronakrise einem Ex-ÖVP-Wahlkampfmanager vollkommen überteuert medizinische Schutzausrüstung abkauft, wenn Menschen Geld in den Rachen geschmissen wird, die eine Eigenschaft haben, nämlich zur türkisen Familie zu gehören, dann ist das auch keine Standortpolitik, sondern das ist Vetternwirtschaft! (Abg. Wöginger: Wie der Ludwig!) Das sage ich Ihnen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Wie der Ludwig!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Wie der Ludwig!
Was die ÖVP Oberösterreich unter Standortpolitik versteht, das kann man schön nachschauen: Wenn die ÖVP-Regierung zu Beginn der Coronakrise einem Ex-ÖVP-Wahlkampfmanager vollkommen überteuert medizinische Schutzausrüstung abkauft, wenn Menschen Geld in den Rachen geschmissen wird, die eine Eigenschaft haben, nämlich zur türkisen Familie zu gehören, dann ist das auch keine Standortpolitik, sondern das ist Vetternwirtschaft! (Abg. Wöginger: Wie der Ludwig!) Das sage ich Ihnen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Wie der Ludwig!)
Abg. Kassegger: Seid ihr auch schon draufgekommen? Wieso stimmt ihr dann mit?
Wir wissen alle, dass sich die Autoindustrie massiv verändern wird. (Abg. Kassegger: Seid ihr auch schon draufgekommen? Wieso stimmt ihr dann mit?) Die Elektromobilität wird kommen. Wie reagieren wir darauf? Was ist eine Kerntechnologie der Elektromobilität? – Die Batterietechnik. Was tut diese Bundesregierung, um die Batterietechnik in Österreich zu etablieren? – Überhaupt nichts! In Deutschland werden derzeit neun Fabriken gebaut, in denen Batterien hergestellt werden, und wir schauen zu. Das ist die Standortpolitik der österreichischen Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Wir wissen alle, dass sich die Autoindustrie massiv verändern wird. (Abg. Kassegger: Seid ihr auch schon draufgekommen? Wieso stimmt ihr dann mit?) Die Elektromobilität wird kommen. Wie reagieren wir darauf? Was ist eine Kerntechnologie der Elektromobilität? – Die Batterietechnik. Was tut diese Bundesregierung, um die Batterietechnik in Österreich zu etablieren? – Überhaupt nichts! In Deutschland werden derzeit neun Fabriken gebaut, in denen Batterien hergestellt werden, und wir schauen zu. Das ist die Standortpolitik der österreichischen Bundesregierung! (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Abg. Wöginger: Das ist ein Blödsinn!
Es ist eine Schande – das sage ich Ihnen –, wie die Menschen in Österreich, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der Standort von dieser Bundesregierung im Stich gelassen werden! (Abg. Wöginger: Das ist ein Blödsinn!) Das wird uns die nächsten fünf bis 15 Jahre beschäftigen, und das wird nicht einfach, geschätzte Damen und Herren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Wer hat dir denn den Blödsinn aufgeschrieben? Unfassbar!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Wer hat dir denn den Blödsinn aufgeschrieben? Unfassbar!
Es ist eine Schande – das sage ich Ihnen –, wie die Menschen in Österreich, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der Standort von dieser Bundesregierung im Stich gelassen werden! (Abg. Wöginger: Das ist ein Blödsinn!) Das wird uns die nächsten fünf bis 15 Jahre beschäftigen, und das wird nicht einfach, geschätzte Damen und Herren. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Wöginger: Wer hat dir denn den Blödsinn aufgeschrieben? Unfassbar!)
Abg. Wöginger: Genau!
Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Minister! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Wöginger! Ich habe gedacht, dass Sie die Aktuelle Europastunde dafür nutzen werden, um sich wieder einmal als Wirtschaftspartei zu positionieren. Ich meine, das kauft Ihnen mittlerweile eh keiner mehr ab. Offenbar war aber wieder einmal Ihr einziges Ziel, Ihre Impfpropaganda weiterzuführen, Wahlkampf zu betreiben und Ihre leicht durchschaubare Schuldzuweisungspropaganda in Richtung FPÖ für Ihr eigenes Versagen zu wiederholen. (Abg. Wöginger: Genau!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Impfen, nicht schimpfen!
Wissen Sie – wenn Sie von Standortpolitik sprechen –, was wirklich die beste Standortpolitik für Österreich wäre? – Wenn Sie zurücktreten würden und endlich einmal jemanden ranlassen würden, der wirklich Ahnung von der Wirtschaft hat. Das würde den Unternehmen helfen. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Wöginger: Impfen, nicht schimpfen!)
Beifall bei der FPÖ.
Das bedeutet nichts anderes, als dass Sie zugestimmt haben, dass wir in weiterer Folge auch noch unsere Budget- und Steuerhoheit abgeben werden. Danke, ÖVP! – Bei Ihnen scheinen anscheinend nicht nur Schulden abgeschafft zu werden, sondern Sie arbeiten auch daran, Österreich Stück für Stück abzuschaffen. Da kann ich Ihnen aber jetzt schon versprechen, da werden Sie auf erbitterten Widerstand der Freiheitlichen Partei stoßen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Zurück zur Standortpolitik: Was ist die Aufgabe einer guten Standortpolitik? – Eine gute Standortpolitik soll günstige Rahmenbedingungen schaffen, um Unternehmen zur Ansiedlung zu bewegen oder von der Absiedlung abzuhalten. Was haben Sie in Österreich gemacht? – Alles, was Sie in den letzten zwei Jahren in Österreich getan haben, ist, die Unternehmen mit immer mehr Coronamaßnahmen, mit Lockdowns, mit Verordnungen zu quälen. Sie treiben sie seit zwei Jahren richtiggehend in den Ruin. Andere Länder, Länder, die eine wesentlich niedrigere Impfrate als wir haben, haben schon längst alle Coronamaßnahmen wieder aufgehoben. Hören Sie also auf mit Ihrer leicht durchschaubaren Schuldzuweisung an die Freiheitliche Partei! Das glaubt Ihnen überhaupt niemand. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Wöginger.)
Beifall bei der FPÖ.
Verboten, Steuern und Belastung! Kehren Sie endlich wieder zu einer vernünftigen, evidenzbasierten Umweltpolitik zurück, sonst sorgen Sie nicht nur für Armut und Arbeitslosigkeit, sondern dann wird es bald nicht mehr Industriestandort Österreich heißen, sondern: Industrie stand dort! Dann können Sie eine historische Nachbetrachtung machen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
In der Standortdiskussion hört man europaweit – im Europaparlament war es besonders stark, muss ich sagen – immer wieder zwei Positionen, über die diskutiert wird. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Die eine ist: Wir sind ein katastrophaler Standort – die Steuern sind zu hoch, die Sozialstandards sind zu hoch, die Umweltstandards sind zu hoch, das muss alles runter, denn das ist alles viel zu teuer. Und dann gibt es die andere Position, die man ständig erzählt bekommt: Unsere Unternehmen sind so großartig, wir sind Exportweltmeister, wir haben die besten Unternehmen, die innovativsten Unternehmen der Welt. – Das geht 30 Jahre schon so dahin, beide Positionen, und eine von beiden muss falsch sein: Entweder sind wir ein katastrophaler Standort oder wir haben keine großartigen Unternehmen, die sich weltweit durchsetzen. Und natürlich ist das Zweite richtig. Klubobmann Wöginger hat das völlig richtig gesagt, die Auftragsbücher sind voll, Jobs werden gesucht, Österreich ist derzeit, so wie es ist, ein großartiger Standort. Und das gehört ausgebaut und stärker gemacht, nicht geschwächt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wenn wir uns die Länder auf der Tabelle rund um uns herum anschauen – vor uns und knapp hinter uns –, dann sieht man, dass die Top 10 alles Länder mit einem hohen Lebensstandard, mit einem hohen Sozialstandard, mit einem hohen Umweltstandard sind. Ein guter Standort zu sein heißt, ein guter Lebensraum zu sein. Nur dann ist es attraktiv, dort zu sitzen. Das beweist schlicht und einfach die Evidenz. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Loacker: ... Begeisterung!
Das heißt, wir sollten Standards heben, nicht senken. Deswegen ist die Europäische Union auch ein guter Standort, deswegen ist die Europäische Union gegenüber anderen Standorten, die da nachhecheln, so weit voraus. Der Binnenmarkt der Europäischen Union stellt sicher, dass wir uns nicht bei einem Standort nach dem anderen nach unten konkurrenzieren und schlechter machen. Jetzt kommt zum Beispiel eine Mindestlohnrichtlinie – hoffentlich –, die dafür sorgt, dass wir nicht mit den Löhnen nach unten gehen, uns selbst als Standort, als Lebensraum schwächen, unattraktiver machen, um Unternehmen herzubekommen, sondern dass wir uns stärker machen und Mindestlöhne europaweit durchsetzen. Wir wollen in Österreich diese nicht senken, wir müssen die anderen heben. Und das ist vollkommen richtig, dass diese Standortpolitik so gemacht wird. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Loacker: ... Begeisterung!)
Beifall bei den Grünen.
Das Nächste, was kommen muss, ist ein Lieferkettengesetz. Es müssen internationale Konzerne dazu verpflichtet werden, dass in ihrer Lieferkette die Umweltstandards, die Sozialstandards und die Menschenrechte eingehalten werden, weil das alles Faktoren sind, die, wenn man sie nicht einhält, ein Kostenfaktor sind. Man kann billiger produzieren, wenn man sich nicht um das Klima kümmert, wenn man sich nicht um die Menschenrechte kümmert und wenn man sich nicht um Arbeitsstandards kümmert. Warum soll man internationalen Konzernen den Wettbewerbsvorteil geben, so billig zu produzieren und dann nach Österreich zu exportieren – beziehungsweise, aus unserer Sicht, zu importieren? Das gehört zum Schutz unseres Standorts teurer gemacht! (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Scherak.
Ich möchte als Coronabetroffener, der nach zehn Monaten noch Schwierigkeiten am Rednerpult hat, ein bissl zu Luft zu kommen, noch etwas anhängen: Ich finde es teilweise unerträglich, wie diese Diskussion geführt wird – unerträglich! Da gibt es Menschen, die seit Monaten leiden, monatelang nicht aufkommen, abgesehen von denen, die auf der Intensivstation liegen, vorgestern 22 Tote, und dann wird das verharmlost bis zum Gehtnichtmehr. (Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Der war gut!
Bittersalze, Grüntee und frische Luft sollen gegen diese tödliche Krankheit helfen! Bittersalze, Grüntee und frische Luft – das muss man einmal wirken lassen. Das ist dermaßen fokussierte Unintelligenz, dass es wehtut, wirklich. Wenn Dummheit leuchten würde, dann könnte man mit der FPÖ ein Solarkraftwerk betreiben. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Der war gut!) Das ist nicht zu glauben. Jeder einzelne Redebeitrag erneuerbare Energie – ihr seid das einzige Fossil, das das noch zusammenbringt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf: Unglaublich!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf: Unglaublich!
Bittersalze, Grüntee und frische Luft sollen gegen diese tödliche Krankheit helfen! Bittersalze, Grüntee und frische Luft – das muss man einmal wirken lassen. Das ist dermaßen fokussierte Unintelligenz, dass es wehtut, wirklich. Wenn Dummheit leuchten würde, dann könnte man mit der FPÖ ein Solarkraftwerk betreiben. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Ruf bei der ÖVP: Der war gut!) Das ist nicht zu glauben. Jeder einzelne Redebeitrag erneuerbare Energie – ihr seid das einzige Fossil, das das noch zusammenbringt. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Ruf: Unglaublich!)
Abg. Kassegger: Die traut sich was!
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Das ist heute wirklich eine lustige Themenwahl, wenn ausgerechnet die ÖVP das Thema Standortpolitik in die Aktuelle Europastunde holt. Ausgerechnet die ÖVP holt ein Thema hier heraus, das in Österreich von einem geprägt ist, nämlich von Stillstand. (Abg. Kassegger: Die traut sich was!) Also das ist wirklich originell, dazu sagt man ja sonst paradoxe Intervention. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Hohes Haus! Das ist heute wirklich eine lustige Themenwahl, wenn ausgerechnet die ÖVP das Thema Standortpolitik in die Aktuelle Europastunde holt. Ausgerechnet die ÖVP holt ein Thema hier heraus, das in Österreich von einem geprägt ist, nämlich von Stillstand. (Abg. Kassegger: Die traut sich was!) Also das ist wirklich originell, dazu sagt man ja sonst paradoxe Intervention. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Derzeit vermarktet Frau Schramböck auf einer schönen Tour durch das Land eine Standortstrategie. Ich habe in einer parlamentarischen Anfrage von ihr wissen wollen, was eigentlich der Inhalt dieser Standortstrategie ist, die sie da hat entwickeln lassen. – Das einzig Konkrete, das in der Antwort auf die parlamentarische Anfrage drin ist, sind die Kosten, die bisher angefallen sind. Also: Wir haben ein bisschen Geld für McKinsey ausgegeben, wir haben ein bisschen Geld für Ernst & Young ausgegeben. Sie hatte auch eine schöne Eröffnungsveranstaltung und sie durfte beim Forum Alpbach etwas präsentieren. – Ich gönne Frau Schramböck, dass sie auch einmal in ihr Heimatland Tirol reisen darf, aber davon hat der Wähler nichts! (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Wenn Klubobmann Wöginger hier heraußen steht und sagt: Wir haben so viele offene Stellen in Oberösterreich und wir haben mehr offene Stellen als Arbeitslose!, dann muss ich schon einmal fragen: Was sind denn das für offene Stellen und wo war die Bildungspolitik, die die Leute so qualifiziert, dass sie für diese offenen Stellen geeignet sind? Wo ist die Wirtschaftspolitik, wo ist die Zuwanderungspolitik, die uns so viel qualifizierte Zuwanderung bringt, dass Leute, die diese Qualifikation mitbringen, die die Unternehmen brauchen, schnell eine Rot-Weiß-Rot-Karte bekommen? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Wenn Sie in Österreich eine Rot-Weiß-Rot-Karte für eine Schlüsselkraft brauchen, müssen Sie mit 15 Wochen Verfahrensdauer rechnen, wenn es schnell geht. In dieser Zeit arbeitet die qualifizierte Kraft schon lange in Schweden, in Kanada oder in Australien. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wenn Klubobmann Wöginger hier heraußen steht und sagt: Wir haben so viele offene Stellen in Oberösterreich und wir haben mehr offene Stellen als Arbeitslose!, dann muss ich schon einmal fragen: Was sind denn das für offene Stellen und wo war die Bildungspolitik, die die Leute so qualifiziert, dass sie für diese offenen Stellen geeignet sind? Wo ist die Wirtschaftspolitik, wo ist die Zuwanderungspolitik, die uns so viel qualifizierte Zuwanderung bringt, dass Leute, die diese Qualifikation mitbringen, die die Unternehmen brauchen, schnell eine Rot-Weiß-Rot-Karte bekommen? (Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Wenn Sie in Österreich eine Rot-Weiß-Rot-Karte für eine Schlüsselkraft brauchen, müssen Sie mit 15 Wochen Verfahrensdauer rechnen, wenn es schnell geht. In dieser Zeit arbeitet die qualifizierte Kraft schon lange in Schweden, in Kanada oder in Australien. (Beifall bei den NEOS.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Jetzt frage ich Sie: Welche Regierung hat ein Investitionskontrollgesetz auf die Bahn geworfen, das Gold Plating galore ist und das eine extrem lange Verfahrensdauer zur Folge hat? Welche Regierung hält an einer überkommenen Gewerbeordnung fest, wobei alle internationalen Berater sagen, die gehört weg? In welchem Land der EU gelten die strengsten Vorschriften für Ladenöffnungszeiten? – Sie schimpfen über die Überregulierung, die Sie selbst fabrizieren! (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei den NEOS.
Zum Glück gibt es bei uns gute Unternehmer und gute Mitarbeiter, denn auf die Regierung ist es nicht zurückzuführen, dass wir dort sind, wo wir heute stehen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich glaube, an Chancenreich Österreich ist nichts Falsches dran, da man einmal das Hirnschmalz aller Bundesländer zusammenfasst und schaut: Wie kann es weitergehen? Wie kann es für unsere Kinder und auch für unsere Enkelkinder gut weitergehen? – Ich glaube, die Strategie ist es allemal wert, dass wir sie jetzt hier massiv unterstützen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Welchen Beitrag haben Sie dazu geleistet?
Welche Bereiche sind für unseren Wirtschaftsstandort Österreich besonders wichtig? – Das ist die Bildung, das ist Forschung und Entwicklung, das ist die Digitalisierung, das sind die Infrastruktur, Klimaschutz, Innovation, Umwelt, Lebensqualität, die Gesundheitsversorgung und Arbeitsplätze und Arbeitskräfte. Ich glaube, in all diesen Bereichen haben wir sehr großes Potenzial. Ich denke an die Bildung: Denken Sie an unser duales System, an die Lehre, denken Sie an die HTLs, die Großartiges leisten, denken Sie an die Universitäten, die auch im Ranking nach oben gekommen sind (Abg. Belakowitsch: Welchen Beitrag haben Sie dazu geleistet?), und denken Sie auch an die neue TU für Digitalisierung in Linz! Ich glaube, das ist ein richtiger Schritt, daher danke Herrn Landeshauptmann Thomas Stelzer, dass wir das zusammenbringen und dass wir in Oberösterreich eine neue TU machen können. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Welche Bereiche sind für unseren Wirtschaftsstandort Österreich besonders wichtig? – Das ist die Bildung, das ist Forschung und Entwicklung, das ist die Digitalisierung, das sind die Infrastruktur, Klimaschutz, Innovation, Umwelt, Lebensqualität, die Gesundheitsversorgung und Arbeitsplätze und Arbeitskräfte. Ich glaube, in all diesen Bereichen haben wir sehr großes Potenzial. Ich denke an die Bildung: Denken Sie an unser duales System, an die Lehre, denken Sie an die HTLs, die Großartiges leisten, denken Sie an die Universitäten, die auch im Ranking nach oben gekommen sind (Abg. Belakowitsch: Welchen Beitrag haben Sie dazu geleistet?), und denken Sie auch an die neue TU für Digitalisierung in Linz! Ich glaube, das ist ein richtiger Schritt, daher danke Herrn Landeshauptmann Thomas Stelzer, dass wir das zusammenbringen und dass wir in Oberösterreich eine neue TU machen können. (Beifall bei der ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf des Abg. Loacker
Forschung und Entwicklung, ein geplantes Wasserstoffkompetenzzentrum in Oberösterreich, Patentkaiser auch in Oberösterreich, Hagenberg als Beispiel für Topforschung im ländlichen Raum (Zwischenruf des Abg. Loacker): Ich glaube, das alles kann sich sehen lassen, und in diesem Bereich sind wir auch in ganz Österreich sehr, sehr gut unterwegs. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Forschung und Entwicklung, ein geplantes Wasserstoffkompetenzzentrum in Oberösterreich, Patentkaiser auch in Oberösterreich, Hagenberg als Beispiel für Topforschung im ländlichen Raum (Zwischenruf des Abg. Loacker): Ich glaube, das alles kann sich sehen lassen, und in diesem Bereich sind wir auch in ganz Österreich sehr, sehr gut unterwegs. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Digitalisierung ist eine Herausforderung, aber auch da gibt es jetzt mit der neuen TU mit Sicherheit starke Kompetenz. IT-Security ist ganz wichtig, wie schlussendlich auch eine schlanke digitalisierte Verwaltung und auch Behördenwege, die wir somit auch schaffen können. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: ... traditionelle Verkehrswege ...!
Im Bereich Infrastruktur sind die Stromnetze wichtig, ist Glasfaser wichtig. Es ist ganz wichtig, dass wir da schnell vorankommen – es sind jetzt unzählige Mittel zum Einsatz gekommen –, aber vergessen wir auch nicht die Verkehrswege: die traditionellen Verkehrswege auch für unsere Industrie, auch für unsere Betriebe und natürlich auch die Schiene. (Abg. Belakowitsch: ... traditionelle Verkehrswege ...!)
Beifall bei der ÖVP.
Klimaschutz und Innovation: Erneuerbare Energiequellen werden forciert – bitte, rund 80 Prozent der Stromproduktion kommen aus Wasserkraft! Auch da hat die Politik vorgedacht und auch da ist Oberösterreich an der Spitze. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Stögmüller: Aber die letzten sechs Jahre ist nicht mehr viel weitergegangen!
Europa und Österreich sind Vorreiter und nicht Nachzügler im Bereich Klimaschutz. Wir konnten die Emissionen seit 1990 deutlich reduzieren und die Energieeffizienz massiv steigern; China und Indien steigerten die Emissionen um ein Vielfaches. (Abg. Stögmüller: Aber die letzten sechs Jahre ist nicht mehr viel weitergegangen!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Denken Sie auch an die hohe Lebensqualität! Ich glaube, wichtig für einen Standort sind das touristische Angebot, das kulturelle Angebot, die Nahversorgung, die Gesundheitsversorgung, Arbeitskräfte, Arbeitsplätze – das haben wir heute schon gehört. Das ist eine Herausforderung, und wir müssen wirklich alles versuchen, um die Menschen, die bis jetzt entweder nicht die Chance dazu gehabt haben oder nicht wollen, in Beschäftigung zu bringen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
Politik mit Hausverstand, wie sie zum Beispiel unser Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Achleitner in den vergangenen Jahren in Oberösterreich praktiziert haben, wird uns in ganz Österreich helfen, im internationalen Vergleich unter die top ten Nationen zu kommen. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Belakowitsch.
Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, Sie müssen nun den Schlusssatz formulieren. – Bitte. (Zwischenrufe der Abgeordneten Loacker und Belakowitsch.)
Beifall bei der ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Michael Hammer.
Abgeordneter Laurenz Pöttinger (fortsetzend): - - die neue Technische Universität und konsequente Umsetzung einer Langzeitstrategie mit Hausverstand, damit auch unsere kommenden Generationen einer sicheren Zukunft entgegengehen können. Die ÖVP sichert ihre Zukunft. – Danke. (Beifall bei der ÖVP sowie Bravoruf des Abg. Michael Hammer.)
Abg. Zarits: Oberösterreich ist auch Europa!
Abgeordnete Eva Maria Holzleitner, BSc (SPÖ): Frau Präsidentin! Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Ich war mir bei den Reden der ÖVP-Kolleginnen und -Kollegen kurz nicht sicher, ob wir schon im Oberösterreichischen Landtag sitzen oder jetzt tatsächlich die Europastunde im Nationalrat behandeln, denn so oft, wie Thomas Stelzer, Oberösterreich und mehr oder weniger die Wahlkampfleier der ÖVP Oberösterreich vorgelesen worden sind (Abg. Zarits: Oberösterreich ist auch Europa!), habe ich das schon nicht mehr ganz auseinandersortieren können.
Beifall bei SPÖ und NEOS.
Auch betreffend die TU Oberösterreich – ich glaube, der Kollege hat sogar eines ganz richtig gesagt –: Es gibt die FH Hagenberg, die FH Oberösterreich, die Johannes-Kepler-Universität, die wirklich Supersuperforschung und Lehrbetrieb haben: Stärken wir doch die, anstatt eine neue Technische Uni in Oberösterreich zu gründen! (Beifall bei SPÖ und NEOS.) Die Johannes-Kepler-Universität und die FH Oberösterreich sind also wirklich Garanten für Forschungsleistung in Oberösterreich; zusätzlich eine Technische Uni, glaube ich, bräuchte es eigentlich nicht.
Beifall bei der SPÖ.
Eines möchte ich auch noch ganz kurz sagen: Alois Mock hätte bei der Einleitung wirklich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Wir und die anderen; es ging immer um: Wir und die anderen. Oberösterreich muss stärker als der Rest von Österreich sein, Österreich muss stärker als der Rest von Europa sein. – Das funktioniert so nicht! Wenn wir eine Europäische Union haben wollen, die auch wirklich zusammenhilft und mit der wir diese Pandemie auch besiegen, dann müssen wir zusammenstehen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Deswegen: Ja zu einem Lieferkettengesetz! Unsere Vorschläge liegen sogar schon im österreichischen Parlament am Tisch – und was wäre wunderbarer, als diese tatsächlich diskutieren und vielleicht sogar beschließen zu können? (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
auch dazu, dass man impfen gehen soll, dass man testen gehen soll, aber eigentlich ist die Schuld daran, dass es diesen parteiübergreifenden, schulterschlussartigen Impfappell braucht, jene der Bundesregierung, dass ihr niemand mehr glaubt und keiner sich mehr auskennt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abschließend: Wir werden auf jeden Fall die Bundesregierung auch bezüglich Wirtschaftsstandort an ihren Taten messen, vor allem auch beim Umgang mit den Langzeitarbeitslosen, wo auch die Eigenverantwortung nicht das Mittel zum Zweck, diese wieder ordentlich in Beschäftigung zu kriegen, sein kann. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Ottenschläger: Das stimmt ja auch!
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ja, die Debatte hier nennt sich „Aktuelle Europastunde“ und hat das Thema: „[...] Die beste Standortpolitik für Europa und Österreich“. Nachdem ich jetzt den Rednern der ÖVP, die vorher geredet haben – beginnend mit Klubobmann Wöginger – so zugehört habe, muss ich sagen: Thema verfehlt! Das Thema der Debatte sollte lauten: „Warum Oberösterreich so super ist“ (Abg. Ottenschläger: Das stimmt ja auch!), aber dann würde ich das auch in den Antrag so reinschreiben.
Abg. Stögmüller: Es ist trotzdem die gleiche FPÖ!
Ich möchte dem ja nicht einmal widersprechen, denn Oberösterreich ist tatsächlich im Bundesländervergleich gut, ich möchte nur, da jetzt 17 Mal Stelzer erwähnt wurde, vielleicht ergänzen: Wir wissen, in Oberösterreich gibt es seit sechs Jahren eine Regierung, die sehr, sehr erfolgreich für dieses Land gearbeitet hat, und ein ganz wesentlicher Teil dieser Regierung war auch die Freiheitliche Partei unter Landeshauptmannstellvertreter Haimbuchner und den Landesräten Steinkellner und Klinger. Das braucht man also nicht unter den Scheffel zu stellen (Abg. Stögmüller: Es ist trotzdem die gleiche FPÖ!): Oberösterreich ist auch deshalb so gut, weil es dort eine Regierung gegeben hat, die gut für das Land arbeitet und gearbeitet hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte dem ja nicht einmal widersprechen, denn Oberösterreich ist tatsächlich im Bundesländervergleich gut, ich möchte nur, da jetzt 17 Mal Stelzer erwähnt wurde, vielleicht ergänzen: Wir wissen, in Oberösterreich gibt es seit sechs Jahren eine Regierung, die sehr, sehr erfolgreich für dieses Land gearbeitet hat, und ein ganz wesentlicher Teil dieser Regierung war auch die Freiheitliche Partei unter Landeshauptmannstellvertreter Haimbuchner und den Landesräten Steinkellner und Klinger. Das braucht man also nicht unter den Scheffel zu stellen (Abg. Stögmüller: Es ist trotzdem die gleiche FPÖ!): Oberösterreich ist auch deshalb so gut, weil es dort eine Regierung gegeben hat, die gut für das Land arbeitet und gearbeitet hat. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
dann nach dem Gießkannenprinzip verteile, dann mag das wohl für Sie eine tolle Wirtschaftspolitik sein, für uns Freiheitliche ist das alles andere als eine tolle Wirtschaftspolitik. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Schnabel: Geh!
Es ist immer so eine Frage, wenn man Halbsätze verschweigt: Natürlich haben wir jetzt tolle Wachstumsquoten, aber bitte von wo aus? – Vom fünften Untergeschoss! (Abg. Schnabel: Geh!) Wir sind da viel, viel mehr als alle anderen Länder runtergefallen. Und wenn Sie erzählen oder August Wöginger erzählt, wir haben weniger Arbeitslose als vor der Krise, dann verschweigen Sie einfach, dass 250 000 Menschen nach wie vor in Kurzarbeit sind! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schnabel.
Es ist immer so eine Frage, wenn man Halbsätze verschweigt: Natürlich haben wir jetzt tolle Wachstumsquoten, aber bitte von wo aus? – Vom fünften Untergeschoss! (Abg. Schnabel: Geh!) Wir sind da viel, viel mehr als alle anderen Länder runtergefallen. Und wenn Sie erzählen oder August Wöginger erzählt, wir haben weniger Arbeitslose als vor der Krise, dann verschweigen Sie einfach, dass 250 000 Menschen nach wie vor in Kurzarbeit sind! (Beifall bei der FPÖ. – Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Schnabel.)
Abg. Hörl: Na, na, na, na, na!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Strategien haben wir genug. Fangen Sie bitte einmal an, in die Umsetzungsphase zu kommen! Ich weiß natürlich, dass Sie da starke außerparlamentarische Organisationen haben, die mit der Umsetzung von dynamischen, zukunftsorientierten Strategien nicht so viel am Hut haben – Stichwort Gewerbeordnung, Wirtschaftskammer. Die betonieren natürlich. Denen ist die Gewerbeordnung aus dem Jahre 1859 modern genug (Abg. Hörl: Na, na, na, na, na!), und jeder Vorschlag, der da in die Richtung einer Modernisierung geht, wird als Angriff auf unsere heilige Gewerbeordnung gesehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) Mit so einem Mindset werden wir natürlich unseren Standort nicht nach vorne bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Strategien haben wir genug. Fangen Sie bitte einmal an, in die Umsetzungsphase zu kommen! Ich weiß natürlich, dass Sie da starke außerparlamentarische Organisationen haben, die mit der Umsetzung von dynamischen, zukunftsorientierten Strategien nicht so viel am Hut haben – Stichwort Gewerbeordnung, Wirtschaftskammer. Die betonieren natürlich. Denen ist die Gewerbeordnung aus dem Jahre 1859 modern genug (Abg. Hörl: Na, na, na, na, na!), und jeder Vorschlag, der da in die Richtung einer Modernisierung geht, wird als Angriff auf unsere heilige Gewerbeordnung gesehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) Mit so einem Mindset werden wir natürlich unseren Standort nicht nach vorne bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, Strategien haben wir genug. Fangen Sie bitte einmal an, in die Umsetzungsphase zu kommen! Ich weiß natürlich, dass Sie da starke außerparlamentarische Organisationen haben, die mit der Umsetzung von dynamischen, zukunftsorientierten Strategien nicht so viel am Hut haben – Stichwort Gewerbeordnung, Wirtschaftskammer. Die betonieren natürlich. Denen ist die Gewerbeordnung aus dem Jahre 1859 modern genug (Abg. Hörl: Na, na, na, na, na!), und jeder Vorschlag, der da in die Richtung einer Modernisierung geht, wird als Angriff auf unsere heilige Gewerbeordnung gesehen. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Hörl.) Mit so einem Mindset werden wir natürlich unseren Standort nicht nach vorne bekommen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Abgeordneter MMMag. Dr. Axel Kassegger (fortsetzend): Fit for 55: Das klingt alles gut, aber in der Umsetzung ist das eine schwere Schädigung des europäischen Wirtschaftsstandortes. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Die Europäische Kommission hat 2019 den Green Deal – ein ambitioniertes Projekt – mit einer Reduktion von mindestens 55 Prozent der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 vorgestellt. Alle 27 Mitgliedstaaten haben sich dazu bekannt, dass sie sich diesem Ziel verpflichten. Und das Wichtigste, das Herzstück des Green Deal ist die Farm-to-Fork-, das ist die Landwirtschaftspolitik. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Jetzt wundere ich mich, dass ausgerechnet unser Landwirtschaftsministerium – wo wir alle doch so patriotische ÖsterreicherInnen sind und stolz sind, dass wir einen solch hohen Lebensmittelstandard haben, dass wir 23 Prozent Ökolandbau haben, wo wir weltweit damit hausieren gehen, wie gut es auf unserer kulinarischen Insel der Seligkeit ist – für eine europäische GAP stimmt, wo wiederum noch mehr Flächensubventionen, landwirtschaftliche Flächensubventionen, auf der Tagesordnung stehen, dass also wieder jenen, die viel haben, mehr gegeben wird, gerade in Österreich, wodurch eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber Kleinbauern und kleineren Betrieben zementiert wird. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
Wir wissen schon seit Tausenden Jahren durch praktische landwirtschaftliche Tätigkeit, das wissen Sie, dass wir so unsere Böden ruinieren – und das machen wir auch. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Und das österreichische Landwirtschaftsministerium ist leider und erstaunlicherweise offensichtlich nicht wirklich Freund der vielfältigen Kleinbauern und Bauern in Österreich (Abg. Michael Hammer: Hallo! Hallo!), was umso absurder ist, weil ja gerade meiner Fraktion unterstellt und gesagt wird, wir seien diejenigen, die gegen eine vielfältige bäuerliche Struktur wären.
Abg. Michael Hammer: Hallo! Hallo!
Wir wissen schon seit Tausenden Jahren durch praktische landwirtschaftliche Tätigkeit, das wissen Sie, dass wir so unsere Böden ruinieren – und das machen wir auch. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Und das österreichische Landwirtschaftsministerium ist leider und erstaunlicherweise offensichtlich nicht wirklich Freund der vielfältigen Kleinbauern und Bauern in Österreich (Abg. Michael Hammer: Hallo! Hallo!), was umso absurder ist, weil ja gerade meiner Fraktion unterstellt und gesagt wird, wir seien diejenigen, die gegen eine vielfältige bäuerliche Struktur wären.
Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
organisiert ist und gleichzeitig auch noch die Pharmakologie und die Petrochemie auf den Schultern sitzen hat. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen.
Was wir gerade jetzt brauchen, ist zuerst Transparenz bei den GAP-Verhandlungen in Österreich. Jede NGO sagt das und jeder Steuerzahler, jede Steuerzahlerin draußen möchte wissen, was mit seinem/ihrem Geld passiert. Das Mindeste an Anstand ist, dass wir diese GAP-Verhandlungen transparent machen. Das ist das Mindeste an Anstand, das wir haben müssen. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Hafenecker
Wenn wir über ein modulares System reden, dann muss der Ökoanbau natürlich ein eigenständiges, gut finanziertes Modell haben (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), sonst werden wir nicht mehr an der Spitze sein, sondern werden mit den billigsten Qualitätslebensmitteln konkurrieren müssen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn wir über ein modulares System reden, dann muss der Ökoanbau natürlich ein eigenständiges, gut finanziertes Modell haben (Zwischenruf des Abg. Hafenecker), sonst werden wir nicht mehr an der Spitze sein, sondern werden mit den billigsten Qualitätslebensmitteln konkurrieren müssen. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen
Da möchte ich noch etwas sagen: In der Farm to Fork, die ich mitverhandelt habe – das haben wir jetzt verhandelt –, gibt es eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung aller Lebensmittel, eine Erhöhung des Bioanteils und eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen) – da brauchen wir aber auch den Verarbeitungsgrad – und spannenderweise die Förderung von traditioneller Handwerkskunst in ...
Beifall bei den Grünen.
Mitglied des Europäischen Parlaments Sarah Wiener (fortsetzend): Das ist mein Schlusssatz: mit speziellen Förder- und Forschungsprogrammen, damit nämlich auch zum Beispiel die Jäger in Attnang-Puchheim wieder mit Wildfleisch aus der Warmschlachtung gute Würstel produzieren können. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Mitglied des Europäischen Parlaments Claudia Gamon, MSc (WU) (NEOS): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! So ganz sicher bin ich mir nicht, worum es heute hier in der Aktuellen Europastunde eigentlich geht, um: Danke, Herr Landeshauptmann in Oberösterreich!, oder vielleicht doch um irgendetwas mit Agrar, Pharma und Chemie oder um den Boden, auf dem wir stehen. Eigentlich würde ich aber gerne über den Wirtschaftsstandort Europa sprechen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
von Amerika. Frankreich ist brüskiert und Europa wird vollständig ignoriert. Das ist die Konsequenz unserer momentanen Reformunwilligkeit. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Nehmen wir das Beispiel Freihandel her: Anstatt dazu zu stehen, dass wir den Freihandel neu gestalten, dass wir ihn wertebasiert, dass wir ihn nachhaltig machen, verschanzen wir uns in einem Schneckenhaus und überlassen die globale Handelspolitik jenen, die den Klimawandel leugnen, den Diktatoren und den Ölscheichs dieser Welt. Das sind nämlich jene, die jetzt Freihandelspolitik machen – nicht die Europäische Union. Wir werden die Konsequenzen davon spüren. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Noch haben wir nämlich in der Union einen Binnenmarkt mit einer gewaltigen Marktmacht, die man gezielt einsetzen könnte. Noch haben wir über 400 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten, die mit ihren Kaufentscheidungen entscheiden können, ob unsere Standards an Sicherheit, was das Arbeitsrecht, aber auch den Umweltschutz und den Klimaschutz betrifft, exportiert werden können. Das können wir jetzt noch mitbestimmen, mit der Macht, die unser Binnenmarkt hat. Aber wie lange geht das noch gut? Wie lange hat die Europäische Union überhaupt noch die Möglichkeit, globale Handelspolitik und damit auch, was in anderen Ländern wie produziert wird, mitzugestalten? Wenn wir weiterhin abbauen, stetig abbauen, indem wir nicht innovationsfreundlicher werden, indem wir nicht unbürokratischer werden, indem wir nicht investitionsfreundlicher werden, werden wir auch das bald nicht mehr haben. Und dann fragt uns niemand mehr nach unserer Meinung, wie denn der globale Handel gestaltet werden soll. Dann ist das leider vorbei. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was jetzt noch ein Argument dafür ist, dass man in Europa investieren soll, ist vor allem die Sicherheit für Investoren: Es ist die Demokratie, die garantiert, dass im Moment in Europa investiert wird. Es ist die Rechtsstaatlichkeit, die garantiert, dass in Europa investiert wird. – Aber auch das ist jetzt in Gefahr. Das ist in Polen und in Ungarn in Gefahr, wo der Rechtsstaat und die Demokratie stückchenweise abgebaut und rückgebaut werden. Und was sagt unser Bundeskanzler dazu? – Er ist in einem Interview mit einer französischen Zeitung zitiert, wo er quasi den Spin dieser zwei Länder übernimmt, von Ungarn und Polen, und wie diese sagt: Ach, immer nur auf diese zwei hinhauen! Man muss schon auch schauen, dass das alles fair bleibt. – Ist das das, was sich InvestorInnen erwarten, wenn dieser wichtigste Pfeiler unserer Standortpolitik, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, nicht einmal eindeutig verteidigt und klar gesagt wird, wo hier die Probleme sind? Sie sind nämlich in Ungarn und in Polen, sie sind nicht irgendwo anders. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Ruf: So ist es!
Das erwarte ich mir auch von der türkis-grünen Bundesregierung, wenn es darum geht, Standortpolitik für Europa zu machen – andernfalls ist das nämlich überhaupt nichts wert, und dann wird man diese Sicherheit in Europa, die Investitionen bewirkt, auch nicht mehr haben. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Ruf: So ist es!)
Beifall bei der ÖVP.
Was ist in Österreich in diesem Bereich zu tun? – Vor allem einmal das Zusammenführen, das Hinwirken auf das Aufeinandertreffen von Arbeitslosen und Arbeitsplätzen. Ich glaube, da haben wir ein großes Problem. Es kann nicht sein, dass wir auf der einen Seite Arbeitslose haben – auch wenn die Zahlen zurückgehen – und auf der anderen Seite – vom Tourismus über die Industrie, selbst bis hin zu den Freiberuflern und Ärzten – Mitarbeiter gesucht werden. (Beifall bei der ÖVP.) Es ist wichtig, und in diesem Zusammenhang appelliere ich auch an die Gewerkschaft und an die Arbeiterkammer, dass wir endlich die Zumutbarkeitskriterien in das 21. Jahrhundert führen.
Beifall bei der ÖVP.
allen erneuerbaren Energien an der Spitze, und dank unseres Landeshauptmannes Thomas Stelzer schreiben wir auch Zukunftspolitik, Zukunftserfolge, denn – es wurde schon angesprochen –: die Technische Universität mit Schwerpunkt Digitalisierung, das Wasserstoffkompetenzzentrum, das sind Investitionen für die nächsten Generationen. Ich kann daher den Damen und Herren vor den Bildschirmen heute nur empfehlen, am Sonntag ÖVP und Landeshauptmann Stelzer zu wählen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.
Mitglied des Europäischen Parlaments Hannes Heide (SPÖ): Frau Präsidentin! Geschätzte Frau Bundesminister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Es ist für mich eine neue Erfahrung, hier in diesem Haus sprechen zu können und sprechen zu dürfen, es ist aber im Besonderen eine neue Erfahrung, dass es offensichtlich nicht um das geht, was schon in dem Wort Europastunde steckt, sondern darum, Wahlempfehlungen für Landtagswahlen abzugeben – obwohl man über Europa spricht. Ich glaube, die europäische Einigungsidee hat sich mehr verdient, als dass man auf dieser Ebene darüber redet, was die Europäische Union zu leisten imstande ist. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Brandstätter.)
Beifall bei der SPÖ.
Kohäsionspolitik ist eine der Kernideen der Europäischen Union und beruht auf dem Prinzip, schwache Regionen zu fördern. Ja, das ist eine Frage der Solidarität, aber vor allem der Vernunft, weil der Nutzen und der Mehrwert für alle Österreicherinnen und Österreicher klar erkennbar sind. Die Bundespolitik hat die Verantwortung, den Bürgerinnen und Bürgern klarzumachen, warum sie auch von einem Nettozahlerprinzip profitieren. Erhöhen wir die Akzeptanz der Europäischen Union, anstatt regelmäßig EU-Bashing zu betreiben! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Als Salzkammergutler ist mir noch wichtig: Vergessen wir nicht auf die Tourismuswirtschaft und auf den Kultur- und Kreativsektor! Kulturhauptstadt Europas 2024 ist im Übrigen auch eine große Chance für den Standort. Kultur und Kreativwirtschaft, Tourismuswirtschaft sind von den Auswirkungen der Covid-Krise am härtesten betroffen, sie sind es aber auch, die Österreich ausmachen. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
aber auch hinsichtlich der Einkommen. Insbesondere die niedrigen Einkommen sind sogar, aufgrund der Unterstützungszahlungen, die es gegeben hat, geringfügig gestiegen. Auch die Nachfrage ist ja wichtig für die Wirtschaft, wie wir wissen. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Investitionsprämie haben wir hier schon häufig besprochen. Noch einmal: 25 Prozent der Investitionen von Unternehmen gehen in ökologische Projekte, 20 Prozent gehen in digitale Projekte. Das heißt, wir sehen: Die Unternehmen wollen sich neu ausrichten, sind bereit, in diese Zukunft zu investieren. Das wollen wir unterstützen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die E-Mobilität ist heute noch gar nicht erwähnt worden, aber auch da stärken wir emissionsfreie Mobilität durch die Nutzung erneuerbarer Energien. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.
All das passiert nicht von alleine. Wir müssen – und das tun wir – in diesen Bereichen forschen, beispielsweise in der Mikroelektronik. Diese ist eine wichtige Voraussetzung für Green Technologies, aber auch Batterien. (Präsidentin Bures gibt das Glockenzeichen.) Wenn wir erneuerbare Energien haben, wenn wir Elektroautos haben, brauchen wir Batterien, und da ist noch viel zu tun, und da passiert auch in Österreich sehr viel Forschung.
Zwischenruf des Abg. Loacker
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (fortsetzend): - - Wirtschaft und für Klimaschutz. Ein paar Stichworte nenne ich: ökosoziale Steuerreform – kommt am 1. Jänner –, eine neue flexible Gesellschaftsform mit Beteiligung von Mitarbeitern – kommt (Zwischenruf des Abg. Loacker) –, Eigenkapitalstärkung kommt für österreichische KMUs, damit institutionelle Anleger investieren können, Lieferkettengesetz - - (Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Götze.)
Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Götze.
Abgeordnete Dr. Elisabeth Götze (fortsetzend): - - Wirtschaft und für Klimaschutz. Ein paar Stichworte nenne ich: ökosoziale Steuerreform – kommt am 1. Jänner –, eine neue flexible Gesellschaftsform mit Beteiligung von Mitarbeitern – kommt (Zwischenruf des Abg. Loacker) –, Eigenkapitalstärkung kommt für österreichische KMUs, damit institutionelle Anleger investieren können, Lieferkettengesetz - - (Beifall bei den Grünen für die das Rednerpult verlassende Abg. Götze.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wir werden dann noch im Rahmen der Ibizadebatte darüber sprechen: Es sind übrigens auch ein paar interessante Punkte enthalten, woran man sieht: Ui, möglicherweise bewegt sich Österreich auch in diese Richtung. Davor möchte ich dringend warnen. Für ein gemeinsames Europa, für ein rechtsstaatliches, demokratisches Europa! – Danke schön. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Man versteht Sie nicht!
Abgeordneter Mag. Andreas Hanger (ÖVP): Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Insbesondere möchte ich auch die beiden Verfahrensrichter, die ich heute schon im Haus gesehen habe, und die Verfahrensanwälte begrüßen: Herzlich willkommen bei uns im österreichischen Parlament! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Man versteht Sie nicht!)
Abg. Stögmüller: Hee!
Das Resümee ist aus unserer Sicht sehr, sehr eindeutig – keine Frage. Ich habe das ja schon in vielen Pressekonferenzen und vielen öffentlichen Statements gesagt: Dieser Ibiza-Untersuchungsausschuss war aus unserer Sicht kein Untersuchungsausschuss, er war leider ein Unterstellungsausschuss. (Abg. Stögmüller: Hee!) Es gab unglaublich viele Skandalisierungsversuche, unglaublich viele Vorhalte, unglaublich viel Anpatzen, und am Ende des Tages bleibt nicht wirklich viel über. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Das Resümee ist aus unserer Sicht sehr, sehr eindeutig – keine Frage. Ich habe das ja schon in vielen Pressekonferenzen und vielen öffentlichen Statements gesagt: Dieser Ibiza-Untersuchungsausschuss war aus unserer Sicht kein Untersuchungsausschuss, er war leider ein Unterstellungsausschuss. (Abg. Stögmüller: Hee!) Es gab unglaublich viele Skandalisierungsversuche, unglaublich viele Vorhalte, unglaublich viel Anpatzen, und am Ende des Tages bleibt nicht wirklich viel über. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stögmüller
Ich zitiere jetzt gar nicht unseren Fraktionsbericht. Wenn ich den sehr, sehr umfangreichen Bericht des Verfahrensrichters mit unglaublich vielen Causen hernehme, bin ich ja der Meinung, dass sich dieser Bericht des Verfahrensrichters zu 80, 85 Prozent mit unserem Fraktionsbericht deckt (neuerlicher Zwischenruf des Abg. Stögmüller), denn in vielen Causen, zum Beispiel bei der Schredderaffäre oder beim Alois-Mock-Institut, sind alle Vorhalte ausgeräumt worden. Ich will aber gar nicht näher darauf eingehen. Es gibt ein paar Themen, die wir unterschiedlich sehen, das will ich auch nicht verheimlichen, aber grosso modo bleibt ja tatsächlich nichts über.
Beifall bei der ÖVP.
Ich möchte aber die Gelegenheit nutzen, mich bei den beiden Herren, die jetzt auch persönlich hier sind, zu bedanken. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es gewesen wäre, wenn es diesen Untersuchungsausschuss ohne Verfahrensrichter, ohne Verfahrensanwälte gegeben hätte. Wir hatten sehr viele schwierige Situationen zu bewerkstelligen. Es ist mir ein großes Anliegen, Ihnen für Ihre Arbeit auch im Namen meiner Fraktion ein großes Dankeschön zu sagen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Das Resümee ist gezogen: Es war ein Unterstellungsausschuss. Es hat natürlich zu keiner Zeit politische Einflussnahme auf Ermittlungshandlungen in der Justiz gegeben. Natürlich ist auch klar, dass es keinen Gesetzeskauf gegeben hat. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Das geben die Akten sehr klar her, das gibt der Bericht des Verfahrensrichters ganz klar her.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Ich möchte auch mit der Mär aufräumen, die da immer heißt: Na ja, der Verfassungsgerichtshof hat ja quasi diesen Untersuchungsgegenstand abgesegnet. (Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Der Verfassungsgerichtshof hat nur gesagt: Es kann nicht so sein, dass die Mehrheit gegen die Minderheit einen Untersuchungsgegenstand beschließt. Er hat sich aber zu keiner Zeit dazu geäußert, ob ein abgeschlossener Vorgang vorliegt oder nicht.
Abg. Leichtfried: Das ist keine ...!
Wir haben den Begriff der abstrakten Relevanz. Da würde ich mir eine Klarstellung sehr wünschen, was man mit dem Begriff der abstrakten Relevanz meint. Derzeit ist das ein Freibrief dafür, dass alles und jedes an den Untersuchungsausschuss geliefert wird. Das kann ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein. (Abg. Leichtfried: Das ist keine ...!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Auf wessen Handys waren ...!
nicht mehr – und das ist mir ganz wichtig – so missbrauchsanfällig zu machen. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Matznetter: Auf wessen Handys waren ...!)
Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Haubner: Sehr einseitig! – Abg. Rauch: Das ist einseitig, Frau Präsidentin, aber das ist ja ein Satireprojekt, der Herr Kollege Hanger!
Präsidentin Doris Bures: Bevor ich dem nächsten Redner das Wort erteile, möchte ich nur darauf hinweisen, dass Verunglimpfungen und Herabwürdigungen natürlich nicht nur gegenüber Personen unzulässig sind, sondern auch gegenüber parlamentarischen Instrumenten, und daher würde ich für den weiteren Verlauf der Debatte ersuchen, das zu beachten. Natürlich muss inhaltliche Kritik gerade hier auch Platz haben. Das rechtfertigt aber nicht, dass zum Beispiel parlamentarische Instrumente als Unterstellungsausschüsse diffamiert werden. Das sage ich nur für den weiteren Verlauf. (Beifall bei SPÖ, Grünen und NEOS sowie bei Abgeordneten der FPÖ. – Abg. Haubner: Sehr einseitig! – Abg. Rauch: Das ist einseitig, Frau Präsidentin, aber das ist ja ein Satireprojekt, der Herr Kollege Hanger!)
Abg. Hanger: Legen Sie es endlich einmal auf den Tisch!
Abgeordneter Kai Jan Krainer (SPÖ): Frau Präsidentin! Meine sehr geehrte Damen und Herren! Kollege Hanger hat gerade den Beweis erbracht, dass es in Österreich tatsächlich Parallelgesellschaften gibt. Über Meinungen kann man diskutieren, aber wie Kollege Hanger und die ÖVP hier so tun, als ob Fakten nicht Fakten wären, ist mir ein Rätsel. (Abg. Hanger: Legen Sie es endlich einmal auf den Tisch!) Das ist aber der Beweis, dass Sie in einer Parallelgesellschaft leben, vielleicht sogar in einer Parallelwelt, in einem Paralleluniversum, aber das ist uns ja nicht neu, weil wir Sie ja schon lange aus dem Untersuchungsausschuss kennen.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller. – Abg. Hofinger: Unterstellung! – Abg. Hanger: Ja, legt endlich einmal ...!
Im Dezember 2019 hat die sozialdemokratische Parlamentsfraktion gemeinsam mit den NEOS ein Verlangen eingebracht, einen Untersuchungsausschuss über die „mutmaßliche Käuflichkeit der türkis-blauen Bundesregierung“ einzusetzen. Durch das Ibizavideo, durch diese 6 Minuten, wurde ja ein Sittenbild gezeichnet – und das haben wir alle in Österreich gesehen, und wir waren alle über die Bilder und über die Worte erschrocken, die wir gesehen und gehört haben –, dass jedenfalls Teile der Politik bereit sind, für Macht, für Einfluss alles zu verkaufen: Gesetze, das Wasser, alles. Wir wollten schauen, ob das jetzt nur Theorie war, oder ob die Kurz/Strache-Regierung auch in der Praxis käuflich war. – Das Resümee ist relativ einfach: Das Wort „mutmaßliche“ müssen wir streichen. Ja, die türkis-blaue Bundesregierung war käuflich. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller. – Abg. Hofinger: Unterstellung! – Abg. Hanger: Ja, legt endlich einmal ...!)
Abg. Hanger: Das ist eine Unterstellung, Herr Krainer! Das ist so! Es bleibt eine Unterstellung!
Auf der ÖVP-Seite gibt es eine weitaus höhere Spende, sogar zwei ganz hohe Spenden, und es gibt das E-Mail des ÖVP-Betreibers (Abg. Hanger: Das ist eine Unterstellung, Herr Krainer! Das ist so! Es bleibt eine Unterstellung!): Habe beiliegenden Gesetzentwurf mit Blümel und Löger abgestimmt!, und er wurde so beschlossen, und das hat für den ÖVP-Betreiber mehrere Millionen Euro pro Jahr (Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Herr Krainer, das stimmt ganz einfach nicht!) an zusätzlichen Mitteln aus öffentlichen Geldern bedeutet. (Abg. Gödl: Lüge! Unterstellend! – Abg. Haubner: Bleiben Sie bei der Wahrheit!) – Das sind Fakten, das ist ganz klar: Ja, sie war käuflich.
Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Herr Krainer, das stimmt ganz einfach nicht!
Auf der ÖVP-Seite gibt es eine weitaus höhere Spende, sogar zwei ganz hohe Spenden, und es gibt das E-Mail des ÖVP-Betreibers (Abg. Hanger: Das ist eine Unterstellung, Herr Krainer! Das ist so! Es bleibt eine Unterstellung!): Habe beiliegenden Gesetzentwurf mit Blümel und Löger abgestimmt!, und er wurde so beschlossen, und das hat für den ÖVP-Betreiber mehrere Millionen Euro pro Jahr (Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Herr Krainer, das stimmt ganz einfach nicht!) an zusätzlichen Mitteln aus öffentlichen Geldern bedeutet. (Abg. Gödl: Lüge! Unterstellend! – Abg. Haubner: Bleiben Sie bei der Wahrheit!) – Das sind Fakten, das ist ganz klar: Ja, sie war käuflich.
Abg. Gödl: Lüge! Unterstellend! – Abg. Haubner: Bleiben Sie bei der Wahrheit!
Auf der ÖVP-Seite gibt es eine weitaus höhere Spende, sogar zwei ganz hohe Spenden, und es gibt das E-Mail des ÖVP-Betreibers (Abg. Hanger: Das ist eine Unterstellung, Herr Krainer! Das ist so! Es bleibt eine Unterstellung!): Habe beiliegenden Gesetzentwurf mit Blümel und Löger abgestimmt!, und er wurde so beschlossen, und das hat für den ÖVP-Betreiber mehrere Millionen Euro pro Jahr (Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Herr Krainer, das stimmt ganz einfach nicht!) an zusätzlichen Mitteln aus öffentlichen Geldern bedeutet. (Abg. Gödl: Lüge! Unterstellend! – Abg. Haubner: Bleiben Sie bei der Wahrheit!) – Das sind Fakten, das ist ganz klar: Ja, sie war käuflich.
Zwischenruf des Abg. Hanger.
Ganz ehrlich: Es gibt bereits eine erstinstanzliche Verurteilung, in der schon festgestellt wurde: Ja, diese Bundesregierung war käuflich. (Zwischenruf des Abg. Hanger.) Ich
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zanger.
persönlich glaube, es werden weitere kommen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Das Zweite ist, dass dieses System Kurz, er selbst und sein Umfeld, absolute Kontrolle darüber haben will, wer in welchem Ministerium arbeitet, wer in welchem Kabinett arbeitet, was er dort macht, wer Kabinettschef ist, wer Generalsekretär ist, was in einem Gesetz drinsteht. Am Ende entscheiden Kurz und sein Umfeld alle diese Fragen. Wie er diese Parallelstrukturen über die Generalsekretäre aufgebaut hat, sehen wir auch aus dem SMS, in dem der ÖVP-Generalsekretär im Finanzministerium Schmid über seinen eigenen Minister schreibt: „sonst glaubt er, er kann Sachen selbst entscheiden“. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Er kann da nichts entscheiden, weil Schmid als ÖVP-Generalsekretär im Finanzministerium und Kurz entscheiden. Die entscheiden, und der Minister entscheidet gar nichts.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hanger.
Das sind Fakten, anhand derer wir sehen, dass die absolute Kontrolle dieses türkisen Netzwerks von Kurz und seinem Umfeld ausgeht, alle rechtsstaatlichen Institutionen einfach ausgeblendet werden und die Informationspflichten und die Art und Weise, wie diese Republik – aufgrund unserer Gesetze, die wir hier beschließen – funktionieren sollte, ausgehebelt wird. Das sind die Fakten, die man nachlesen kann – wenn man es sehen will. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Hanger.)
Abg. Hanger: Also diese Verallgemeinerung ist eine Frechheit, Herr Krainer! Das hat der Schmid geschrieben! Das ist eine unglaubliche Entgleisung schon wieder von Ihnen!
Wir sehen eine absolute Abgehobenheit dieser türkisen Clique, also: „Reisen wie der Pöbel“, sich wie die Tiere anstellen müssen beim Amt – das sind alle anderen, Sie nicht. Die türkise Clique steht über den Menschen, alle anderen stehen darunter. (Abg. Hanger: Also diese Verallgemeinerung ist eine Frechheit, Herr Krainer! Das hat der Schmid geschrieben! Das ist eine unglaubliche Entgleisung schon wieder von Ihnen!) Diese Abgehobenheit sehen wir. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Und selbst wenn sich diese Menschen treffen und auf unsere Kosten, auf Kosten der Steuerzahler, feiern, mit Gläsern auf Passanten werfen, gibt es keine Konsequenz. Die Kosten werden irgendwann vom Steuerzahler beglichen. Das ist die moralische Verfasstheit und die Abgehobenheit dieser Gruppe.
Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Wir sehen eine absolute Abgehobenheit dieser türkisen Clique, also: „Reisen wie der Pöbel“, sich wie die Tiere anstellen müssen beim Amt – das sind alle anderen, Sie nicht. Die türkise Clique steht über den Menschen, alle anderen stehen darunter. (Abg. Hanger: Also diese Verallgemeinerung ist eine Frechheit, Herr Krainer! Das hat der Schmid geschrieben! Das ist eine unglaubliche Entgleisung schon wieder von Ihnen!) Diese Abgehobenheit sehen wir. (Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) Und selbst wenn sich diese Menschen treffen und auf unsere Kosten, auf Kosten der Steuerzahler, feiern, mit Gläsern auf Passanten werfen, gibt es keine Konsequenz. Die Kosten werden irgendwann vom Steuerzahler beglichen. Das ist die moralische Verfasstheit und die Abgehobenheit dieser Gruppe.
Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema, dann hast du ein bisschen ein anderes Bild!
ans Finanzministerium: Innerhalb von 36 Stunden will ich eine genaue Liste über alle Steuerprivilegien der Kirche haben. – Dann schickt er den ÖVP-Generalsekretär dorthin, zur Kirche, damit er ihnen vorrechnet, wie viel mehr sie in Zukunft an Steuern zahlen müssen, wenn sie nicht spuren. (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema, dann hast du ein bisschen ein anderes Bild!) Was schreibt er noch vor diesem Termin? (Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Hast du ja nicht gemacht! Die Kirche ist ...!) Er schreibt: „Ja [...]. Bitte Vollgas geben.“ – Ja, bitte Vollgas geben! (Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Ja, red einmal mit ihm! Das würde ich dir dringend empfehlen!) Das sind die Worte des Herrn Kurz an den ÖVP-Generalsekretär im Finanzministerium, bevor er die Kirche einschüchtern sollte. (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema! Da könnte man die Dinge einmal klarstellen, die du seit Wochen erzählst! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Hast du ja nicht gemacht! Die Kirche ist ...!
ans Finanzministerium: Innerhalb von 36 Stunden will ich eine genaue Liste über alle Steuerprivilegien der Kirche haben. – Dann schickt er den ÖVP-Generalsekretär dorthin, zur Kirche, damit er ihnen vorrechnet, wie viel mehr sie in Zukunft an Steuern zahlen müssen, wenn sie nicht spuren. (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema, dann hast du ein bisschen ein anderes Bild!) Was schreibt er noch vor diesem Termin? (Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Hast du ja nicht gemacht! Die Kirche ist ...!) Er schreibt: „Ja [...]. Bitte Vollgas geben.“ – Ja, bitte Vollgas geben! (Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Ja, red einmal mit ihm! Das würde ich dir dringend empfehlen!) Das sind die Worte des Herrn Kurz an den ÖVP-Generalsekretär im Finanzministerium, bevor er die Kirche einschüchtern sollte. (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema! Da könnte man die Dinge einmal klarstellen, die du seit Wochen erzählst! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Ja, red einmal mit ihm! Das würde ich dir dringend empfehlen!
ans Finanzministerium: Innerhalb von 36 Stunden will ich eine genaue Liste über alle Steuerprivilegien der Kirche haben. – Dann schickt er den ÖVP-Generalsekretär dorthin, zur Kirche, damit er ihnen vorrechnet, wie viel mehr sie in Zukunft an Steuern zahlen müssen, wenn sie nicht spuren. (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema, dann hast du ein bisschen ein anderes Bild!) Was schreibt er noch vor diesem Termin? (Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Hast du ja nicht gemacht! Die Kirche ist ...!) Er schreibt: „Ja [...]. Bitte Vollgas geben.“ – Ja, bitte Vollgas geben! (Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Ja, red einmal mit ihm! Das würde ich dir dringend empfehlen!) Das sind die Worte des Herrn Kurz an den ÖVP-Generalsekretär im Finanzministerium, bevor er die Kirche einschüchtern sollte. (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema! Da könnte man die Dinge einmal klarstellen, die du seit Wochen erzählst! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema! Da könnte man die Dinge einmal klarstellen, die du seit Wochen erzählst! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
ans Finanzministerium: Innerhalb von 36 Stunden will ich eine genaue Liste über alle Steuerprivilegien der Kirche haben. – Dann schickt er den ÖVP-Generalsekretär dorthin, zur Kirche, damit er ihnen vorrechnet, wie viel mehr sie in Zukunft an Steuern zahlen müssen, wenn sie nicht spuren. (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema, dann hast du ein bisschen ein anderes Bild!) Was schreibt er noch vor diesem Termin? (Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Hast du ja nicht gemacht! Die Kirche ist ...!) Er schreibt: „Ja [...]. Bitte Vollgas geben.“ – Ja, bitte Vollgas geben! (Abg. Hanger: Red einmal mit ihm! Ja, red einmal mit ihm! Das würde ich dir dringend empfehlen!) Das sind die Worte des Herrn Kurz an den ÖVP-Generalsekretär im Finanzministerium, bevor er die Kirche einschüchtern sollte. (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka über das Thema! Da könnte man die Dinge einmal klarstellen, die du seit Wochen erzählst! – Zwischenruf des Abg. Stögmüller.)
Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka!
Und die vermeintliche Erfolgsmeldung von Herrn Schmid, nämlich: Der Kirchenvertreter war total „fertig“, zuerst war er „rot dann blass dann zittrig“: Wie kommentiert das der Bundeskanzler? – „danke vielmals!!!!“ Super gemacht! Da sehen wir, wie mit Macht umgegangen wird (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka!) und wie Macht missbraucht wird. Bis heute hat der Bundeskanzler in der Öffentlichkeit kein Wort dazu gesagt und hat nicht erklärt, was er mit „Ja [...]. Bitte Vollgas geben.“ gemeint hat. (Abg. Hanger: Du kannst es noch zehnmal erzählen, aber das ist längst ausgeräumt!) – Ich weiß, da rufen Sie dazwischen, aber das zeigt den Machtmissbrauch dieser Gruppe. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Abg. Hanger: Du kannst es noch zehnmal erzählen, aber das ist längst ausgeräumt!
Und die vermeintliche Erfolgsmeldung von Herrn Schmid, nämlich: Der Kirchenvertreter war total „fertig“, zuerst war er „rot dann blass dann zittrig“: Wie kommentiert das der Bundeskanzler? – „danke vielmals!!!!“ Super gemacht! Da sehen wir, wie mit Macht umgegangen wird (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka!) und wie Macht missbraucht wird. Bis heute hat der Bundeskanzler in der Öffentlichkeit kein Wort dazu gesagt und hat nicht erklärt, was er mit „Ja [...]. Bitte Vollgas geben.“ gemeint hat. (Abg. Hanger: Du kannst es noch zehnmal erzählen, aber das ist längst ausgeräumt!) – Ich weiß, da rufen Sie dazwischen, aber das zeigt den Machtmissbrauch dieser Gruppe. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rauch.
Und die vermeintliche Erfolgsmeldung von Herrn Schmid, nämlich: Der Kirchenvertreter war total „fertig“, zuerst war er „rot dann blass dann zittrig“: Wie kommentiert das der Bundeskanzler? – „danke vielmals!!!!“ Super gemacht! Da sehen wir, wie mit Macht umgegangen wird (Abg. Hanger: Red einmal mit dem Herrn Schipka!) und wie Macht missbraucht wird. Bis heute hat der Bundeskanzler in der Öffentlichkeit kein Wort dazu gesagt und hat nicht erklärt, was er mit „Ja [...]. Bitte Vollgas geben.“ gemeint hat. (Abg. Hanger: Du kannst es noch zehnmal erzählen, aber das ist längst ausgeräumt!) – Ich weiß, da rufen Sie dazwischen, aber das zeigt den Machtmissbrauch dieser Gruppe. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Permanent diese Unterstellungen! – Ruf: Doch, das stimmt!
Nicht nur von den Privatklinikbetreibern, aber auch von den Privatklinikbetreibern hat man die Spende genommen und hat nachher seine Dankbarkeit gezeigt. Das gehört auch zum System Kurz dazu. (Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Permanent diese Unterstellungen! – Ruf: Doch, das stimmt!) Diese Gruppe um Kurz fühlt sich auch unantastbar, will sich nicht kontrollieren lassen. Wir haben das ja alle erlebt, wie sie über 20 Monate diesen Untersuchungsausschuss versucht haben zu behindern. Begonnen hat es ja damit, dass Sie versucht haben, den Untersuchungsgegenstand zu zensurieren. (Abg. Hanger: Ja, aber der entspricht nicht der Geschäftsordnung! Zehn verschiedene Themen! Nicht erklärbar! Nicht erklärbar!) Das wurde vom Verfassungsgerichtshof übrigens abgelehnt. Die Grünen waren da leider dabei. Der Verfassungsgerichtshof – dieses Faktum ignorieren Kollege Hanger und die ÖVP sehr gerne – hat in sein Erkenntnis geschrieben, der Untersuchungsausschuss ist zur Gänze rechtlich zulässig. (Abg. Hanger: Nein! Er hat zum Untersuchungsgegenstand nichts gesagt!) Dieser Satz steht im Erkenntnis drin. (Abg. Hanger: Nein!) – Dann haben Sie es nicht gelesen. Sie leben in einem Paralleluniversum, wir wissen es. (Abg. Hanger: In der Welt lebst aber schon du! Die Juristerei ... stellst du immer so dar, da könnte ich dir zig andere Beispiele auch sagen!) Das sind die Fakten: zur Gänze zulässig.
Abg. Hanger: Ja, aber der entspricht nicht der Geschäftsordnung! Zehn verschiedene Themen! Nicht erklärbar! Nicht erklärbar!
Nicht nur von den Privatklinikbetreibern, aber auch von den Privatklinikbetreibern hat man die Spende genommen und hat nachher seine Dankbarkeit gezeigt. Das gehört auch zum System Kurz dazu. (Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Permanent diese Unterstellungen! – Ruf: Doch, das stimmt!) Diese Gruppe um Kurz fühlt sich auch unantastbar, will sich nicht kontrollieren lassen. Wir haben das ja alle erlebt, wie sie über 20 Monate diesen Untersuchungsausschuss versucht haben zu behindern. Begonnen hat es ja damit, dass Sie versucht haben, den Untersuchungsgegenstand zu zensurieren. (Abg. Hanger: Ja, aber der entspricht nicht der Geschäftsordnung! Zehn verschiedene Themen! Nicht erklärbar! Nicht erklärbar!) Das wurde vom Verfassungsgerichtshof übrigens abgelehnt. Die Grünen waren da leider dabei. Der Verfassungsgerichtshof – dieses Faktum ignorieren Kollege Hanger und die ÖVP sehr gerne – hat in sein Erkenntnis geschrieben, der Untersuchungsausschuss ist zur Gänze rechtlich zulässig. (Abg. Hanger: Nein! Er hat zum Untersuchungsgegenstand nichts gesagt!) Dieser Satz steht im Erkenntnis drin. (Abg. Hanger: Nein!) – Dann haben Sie es nicht gelesen. Sie leben in einem Paralleluniversum, wir wissen es. (Abg. Hanger: In der Welt lebst aber schon du! Die Juristerei ... stellst du immer so dar, da könnte ich dir zig andere Beispiele auch sagen!) Das sind die Fakten: zur Gänze zulässig.
Abg. Hanger: Nein! Er hat zum Untersuchungsgegenstand nichts gesagt!
Nicht nur von den Privatklinikbetreibern, aber auch von den Privatklinikbetreibern hat man die Spende genommen und hat nachher seine Dankbarkeit gezeigt. Das gehört auch zum System Kurz dazu. (Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Permanent diese Unterstellungen! – Ruf: Doch, das stimmt!) Diese Gruppe um Kurz fühlt sich auch unantastbar, will sich nicht kontrollieren lassen. Wir haben das ja alle erlebt, wie sie über 20 Monate diesen Untersuchungsausschuss versucht haben zu behindern. Begonnen hat es ja damit, dass Sie versucht haben, den Untersuchungsgegenstand zu zensurieren. (Abg. Hanger: Ja, aber der entspricht nicht der Geschäftsordnung! Zehn verschiedene Themen! Nicht erklärbar! Nicht erklärbar!) Das wurde vom Verfassungsgerichtshof übrigens abgelehnt. Die Grünen waren da leider dabei. Der Verfassungsgerichtshof – dieses Faktum ignorieren Kollege Hanger und die ÖVP sehr gerne – hat in sein Erkenntnis geschrieben, der Untersuchungsausschuss ist zur Gänze rechtlich zulässig. (Abg. Hanger: Nein! Er hat zum Untersuchungsgegenstand nichts gesagt!) Dieser Satz steht im Erkenntnis drin. (Abg. Hanger: Nein!) – Dann haben Sie es nicht gelesen. Sie leben in einem Paralleluniversum, wir wissen es. (Abg. Hanger: In der Welt lebst aber schon du! Die Juristerei ... stellst du immer so dar, da könnte ich dir zig andere Beispiele auch sagen!) Das sind die Fakten: zur Gänze zulässig.
Abg. Hanger: Nein!
Nicht nur von den Privatklinikbetreibern, aber auch von den Privatklinikbetreibern hat man die Spende genommen und hat nachher seine Dankbarkeit gezeigt. Das gehört auch zum System Kurz dazu. (Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Permanent diese Unterstellungen! – Ruf: Doch, das stimmt!) Diese Gruppe um Kurz fühlt sich auch unantastbar, will sich nicht kontrollieren lassen. Wir haben das ja alle erlebt, wie sie über 20 Monate diesen Untersuchungsausschuss versucht haben zu behindern. Begonnen hat es ja damit, dass Sie versucht haben, den Untersuchungsgegenstand zu zensurieren. (Abg. Hanger: Ja, aber der entspricht nicht der Geschäftsordnung! Zehn verschiedene Themen! Nicht erklärbar! Nicht erklärbar!) Das wurde vom Verfassungsgerichtshof übrigens abgelehnt. Die Grünen waren da leider dabei. Der Verfassungsgerichtshof – dieses Faktum ignorieren Kollege Hanger und die ÖVP sehr gerne – hat in sein Erkenntnis geschrieben, der Untersuchungsausschuss ist zur Gänze rechtlich zulässig. (Abg. Hanger: Nein! Er hat zum Untersuchungsgegenstand nichts gesagt!) Dieser Satz steht im Erkenntnis drin. (Abg. Hanger: Nein!) – Dann haben Sie es nicht gelesen. Sie leben in einem Paralleluniversum, wir wissen es. (Abg. Hanger: In der Welt lebst aber schon du! Die Juristerei ... stellst du immer so dar, da könnte ich dir zig andere Beispiele auch sagen!) Das sind die Fakten: zur Gänze zulässig.
Abg. Hanger: In der Welt lebst aber schon du! Die Juristerei ... stellst du immer so dar, da könnte ich dir zig andere Beispiele auch sagen!
Nicht nur von den Privatklinikbetreibern, aber auch von den Privatklinikbetreibern hat man die Spende genommen und hat nachher seine Dankbarkeit gezeigt. Das gehört auch zum System Kurz dazu. (Abg. Hanger: Das stimmt ganz einfach nicht! Permanent diese Unterstellungen! – Ruf: Doch, das stimmt!) Diese Gruppe um Kurz fühlt sich auch unantastbar, will sich nicht kontrollieren lassen. Wir haben das ja alle erlebt, wie sie über 20 Monate diesen Untersuchungsausschuss versucht haben zu behindern. Begonnen hat es ja damit, dass Sie versucht haben, den Untersuchungsgegenstand zu zensurieren. (Abg. Hanger: Ja, aber der entspricht nicht der Geschäftsordnung! Zehn verschiedene Themen! Nicht erklärbar! Nicht erklärbar!) Das wurde vom Verfassungsgerichtshof übrigens abgelehnt. Die Grünen waren da leider dabei. Der Verfassungsgerichtshof – dieses Faktum ignorieren Kollege Hanger und die ÖVP sehr gerne – hat in sein Erkenntnis geschrieben, der Untersuchungsausschuss ist zur Gänze rechtlich zulässig. (Abg. Hanger: Nein! Er hat zum Untersuchungsgegenstand nichts gesagt!) Dieser Satz steht im Erkenntnis drin. (Abg. Hanger: Nein!) – Dann haben Sie es nicht gelesen. Sie leben in einem Paralleluniversum, wir wissen es. (Abg. Hanger: In der Welt lebst aber schon du! Die Juristerei ... stellst du immer so dar, da könnte ich dir zig andere Beispiele auch sagen!) Das sind die Fakten: zur Gänze zulässig.
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Der Untersuchungsausschuss wurde dann vorzeitig abgedreht. Das muss man sagen. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) – Wir waren nicht fertig, nein. Jetzt würde an und für sich das große Schreddern beginnen. Die Grünen haben immer gesagt, es kommt nicht zum großen Schreddern. Ich werde heute mit meinem Kollegen Hafenecker und der Kollegin Krisper einen Antrag einbringen, um dieses große Schreddern zu verhindern (Abg. Hafenecker – in Richtung Grüne –: Wir wollen Bäume retten!), dass die Akten, die jetzt an die Ministerien zurückgestellt werden, nicht vernichtet werden dürfen, sondern die Minister aufgefordert werden, sie aufzubewahren und einem neuen Untersuchungsausschuss wieder zur Verfügung zu stellen, damit wir hier weiterarbeiten können. Das ist auch eine Nagelprobe, ob das, was die Grünen noch vor wenigen Wochen gesagt haben, auch passieren wird, nämlich ob sie dem großen Schreddern zustimmen oder es gemeinsam mit uns verhindern.
Abg. Hafenecker – in Richtung Grüne –: Wir wollen Bäume retten!
Der Untersuchungsausschuss wurde dann vorzeitig abgedreht. Das muss man sagen. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) – Wir waren nicht fertig, nein. Jetzt würde an und für sich das große Schreddern beginnen. Die Grünen haben immer gesagt, es kommt nicht zum großen Schreddern. Ich werde heute mit meinem Kollegen Hafenecker und der Kollegin Krisper einen Antrag einbringen, um dieses große Schreddern zu verhindern (Abg. Hafenecker – in Richtung Grüne –: Wir wollen Bäume retten!), dass die Akten, die jetzt an die Ministerien zurückgestellt werden, nicht vernichtet werden dürfen, sondern die Minister aufgefordert werden, sie aufzubewahren und einem neuen Untersuchungsausschuss wieder zur Verfügung zu stellen, damit wir hier weiterarbeiten können. Das ist auch eine Nagelprobe, ob das, was die Grünen noch vor wenigen Wochen gesagt haben, auch passieren wird, nämlich ob sie dem großen Schreddern zustimmen oder es gemeinsam mit uns verhindern.
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Es gibt auch das Volksbegehren, das ich unterstütze, weil die Zivilgesellschaft einfach gesehen hat, wie vor allem von der Strache-FPÖ und von der Kurz-ÖVP agiert wird, wie der Staat missbraucht wird und dass wir mehr Kontrolle brauchen, um diesem Machtmissbrauch entgegenzuwirken. (Zwischenruf des Abg. Haubner.) Es ist gut, dass es das gibt.
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Krisper.
Zum Abschluss kann ich nur eines sagen: Die Aufklärung hört nicht auf. Die Arbeit im Parlament hört nicht auf, denn nach dem Ausschuss ist vor dem Ausschuss. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der FPÖ sowie der Abg. Krisper.)
Abg. Haubner: Bist auch ein bisschen daneben, hm? Voll daneben!
Haus begrüßen, die mittlerweile darauf vergessen haben, ihre Masken zu tragen, und das, obwohl Herr Sobotka noch eine Extraverordnung herausgebracht hat und nachdem Sie uns noch vor wenigen Monaten erklärt haben, wie gefährlich wir hier nicht wären. (Abg. Haubner: Bist auch ein bisschen daneben, hm? Voll daneben!) Ich kann mich noch an den Auftritt von Frau Bundesministerin Raab erinnern, als sie mit tränenerstickter Stimme gesagt hat, die Freiheitliche Partei hier im Haus würde alle gefährden. (Abg. Sieber: Nur ihr! Sie sagen zu dem Thema gar nichts! – Abg. Haubner: Voll daneben, Kollege!) Also offensichtlich haben Sie mittlerweile umgedacht, und der Grund dafür dürfte offenbar Ihr Bussi-Bussi-Parteitag gewesen sein, nach dem aus Ihrer Sicht alle Hemmungen gefallen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Sieber: Nur ihr! Sie sagen zu dem Thema gar nichts! – Abg. Haubner: Voll daneben, Kollege!
Haus begrüßen, die mittlerweile darauf vergessen haben, ihre Masken zu tragen, und das, obwohl Herr Sobotka noch eine Extraverordnung herausgebracht hat und nachdem Sie uns noch vor wenigen Monaten erklärt haben, wie gefährlich wir hier nicht wären. (Abg. Haubner: Bist auch ein bisschen daneben, hm? Voll daneben!) Ich kann mich noch an den Auftritt von Frau Bundesministerin Raab erinnern, als sie mit tränenerstickter Stimme gesagt hat, die Freiheitliche Partei hier im Haus würde alle gefährden. (Abg. Sieber: Nur ihr! Sie sagen zu dem Thema gar nichts! – Abg. Haubner: Voll daneben, Kollege!) Also offensichtlich haben Sie mittlerweile umgedacht, und der Grund dafür dürfte offenbar Ihr Bussi-Bussi-Parteitag gewesen sein, nach dem aus Ihrer Sicht alle Hemmungen gefallen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Haus begrüßen, die mittlerweile darauf vergessen haben, ihre Masken zu tragen, und das, obwohl Herr Sobotka noch eine Extraverordnung herausgebracht hat und nachdem Sie uns noch vor wenigen Monaten erklärt haben, wie gefährlich wir hier nicht wären. (Abg. Haubner: Bist auch ein bisschen daneben, hm? Voll daneben!) Ich kann mich noch an den Auftritt von Frau Bundesministerin Raab erinnern, als sie mit tränenerstickter Stimme gesagt hat, die Freiheitliche Partei hier im Haus würde alle gefährden. (Abg. Sieber: Nur ihr! Sie sagen zu dem Thema gar nichts! – Abg. Haubner: Voll daneben, Kollege!) Also offensichtlich haben Sie mittlerweile umgedacht, und der Grund dafür dürfte offenbar Ihr Bussi-Bussi-Parteitag gewesen sein, nach dem aus Ihrer Sicht alle Hemmungen gefallen sind. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Stögmüller
Ja, ich glaube schon, dass es Ihnen jetzt zurechtkommt, den Untersuchungsausschuss abzudrehen, wie im Übrigen auch den Grünen, denn, meine sehr geehrten Damen und Herren, gerade das wäre ein Punkt gewesen, mit dem man die Saubermannpartei der Grünen vielleicht auch einmal ein bisschen näher unter die Lupe hätte nehmen können. Allem, was in der Causa Chorherr im Zusammenhang mit dem Heumarktprojekt passiert ist, wäre es doch wert gewesen, nachzugehen. Warum sind „Vassi und Chorherr“ im Wiener Landtag „brav“ gewesen? Was sind sozusagen die Bedingungen für diverse Spenden gewesen? – Auch das wäre etwas, von dem ich gerne gewusst hätte, wie damit umgegangen wird und ob es da nicht vielleicht einen Interessenkonflikt im grün geführten Justizministerium gibt (Zwischenruf des Abg. Stögmüller), um diese Dinge unter der Decke zu halten.
Abg. Stögmüller: ... Chance für einen neuen!
Das muss man leider so zur Kenntnis nehmen. (Abg. Stögmüller: ... Chance für einen neuen!)
Abg. Hanger: Nur vielleicht, ja!
der Soko Tape schlussendlich zum Chef des Bundeskriminalamts vielleicht auch ein kleines Dankeschön der türkisen Familie gewesen ist. (Abg. Hanger: Nur vielleicht, ja!) So funktioniert türkise Familienpolitik!
Abg. Hanger: Wir haben analysiert: 2 Prozent sind relevant für den Untersuchungsausschuss!
Gerade diesem Herrn Schmid müssen wir insofern dankbar sein, dass er seine Chats ebenso akribisch archiviert hat und wir dadurch zumindest ein bisschen einen Eindruck bekommen haben, wie die ÖVP intern kommuniziert hat. Kollege Hanger hat vorhin gesagt, es wären da private Chats verraten worden. Herr Kollege Hanger! Von diesen Dingen, die an die Öffentlichkeit gekommen sind, samt den Kusssmileys, die es dazu gibt, hat alles irgendeine Relevanz mit dem, was Sie in der Regierung gemacht haben, was Herr Schmid gemacht hat (Abg. Hanger: Wir haben analysiert: 2 Prozent sind relevant für den Untersuchungsausschuss!), wie er sich in die Öbag hineingebracht hat. Also all diese Dinge sind natürlich relevant gewesen.
Abg. Hanger: ... ist kein privater Chat?
Ja, auch wenn es Ihnen wehtut, mich interessiert das schon, wenn der Chef der Österreichischen Beteiligungsgesellschaft davon spricht, dass der Österreicher Pöbel ist, mit dem er dann reisen muss (Abg. Hanger: ... ist kein privater Chat?), wenn er von den Polizisten, bei denen er sich sozusagen den Reisepass holen muss, sagt, dass er nicht zu diesen Tieren will und so weiter. Wenn man liest, dass gegen die Kirche Vollgas gegeben wird, sind das zwar Dinge, die Ihnen vielleicht nicht gefallen, aber das sind alles Dinge, die im Prinzip einer amtlichen Konversation entsprungen sind. Das Thema ist, wie sie geführt wurde. Welche Meinung Sie von anderen Menschen in diesem Land haben, hat man da auch ganz klar erkennen müssen.
Beifall bei der FPÖ.
Herr Kollege Hanger, Sie haben ja gesagt, dass der Ausschuss nichts gebracht hat, aber ich möchte jetzt gerade noch einmal auf den Kollegen Schmid verweisen, der über seine Selbstkrönung gestürzt ist. Er hat sich die Öbag selbst ausgeschrieben, er hat sich den Aufsichtsrat selbst bestellt und er hat sich dann, wie seinerzeit Napoleon, selbst zum Vorstand in diesem Unternehmen gekrönt und sich Hunderttausende Euro in den eigenen Sack gesteckt. Eines gebe ich Ihnen mit, Herr Kollege Hanger – Sie rufen heute Gott sei Dank eh nicht so viel dazwischen –, das ist mein Ansatz und meine Meinung: Wenn Herr Schmid ungerechtfertigt Hunderttausende Euro aus dem Unternehmen gezogen hat und jetzt auch noch mit 200 000 Euro Abfertigung vergoldet werden soll, dann wäre es doch jedem Anstand in diesem Land geschuldet, dieses Geld restlos zurückzuzahlen und sich bei der Bevölkerung dieses Landes auch zu entschuldigen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Kollege Hanger, wenn das ein Versuch gewesen sein sollte, meinen Kollegen Hans-Jörg Jenewein mit einer Hausdurchsuchung durch einen tiefen Staat einzuschüchtern und ihm damit einen Fingerzeig zu geben: Das passiert in Österreich mit Menschen, die der ÖVP zu nahekommen!, dann haben Sie sich auch da getäuscht, denn wir werden gegen dieses Vorgehen massiv Einspruch erheben. Ich hätte mir eigentlich auch vom Präsidium des Nationalrates erwartet, dass man massiv etwas dagegen sagt, auch deshalb, weil das im Prinzip ein erster Anschlag auf den Parlamentarismus in diesem Land ist und weil das ein erster Vorläufer Ihres geplanten Ständestaates ist, meine sehr geehrten Damen und Herren von der ÖVP. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Gerstl: Ordnungsruf! – Abg. Gabriela Schwarz: Das geht aber echt zu weit! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.
Ich komme zum Ende: Das ständestaatliche System, das Sie sich da gerade zurechtzimmern wollen, werden wir nicht akzeptieren, das werden wir Ihnen auch nicht durchgehen lassen. (Abg. Gerstl: Ordnungsruf! – Abg. Gabriela Schwarz: Das geht aber echt zu weit! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) – Jetzt wird endlich einmal jemand ein bisschen munter im Sektor der ÖVP. – Im Gegenteil! Ihr ständestaatliches System werden wir in einem weiteren Ausschuss durchleuchten, und wir werden dorthin leuchten, wo es Ihnen besonders wehtut – denn, wissen Sie, eines müssen auch Sie lernen: Der Staat gehört nicht der ÖVP, der Staat gehört bestenfalls von der ÖVP befreit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich komme zum Ende: Das ständestaatliche System, das Sie sich da gerade zurechtzimmern wollen, werden wir nicht akzeptieren, das werden wir Ihnen auch nicht durchgehen lassen. (Abg. Gerstl: Ordnungsruf! – Abg. Gabriela Schwarz: Das geht aber echt zu weit! – Zwischenruf des Abg. Ottenschläger.) – Jetzt wird endlich einmal jemand ein bisschen munter im Sektor der ÖVP. – Im Gegenteil! Ihr ständestaatliches System werden wir in einem weiteren Ausschuss durchleuchten, und wir werden dorthin leuchten, wo es Ihnen besonders wehtut – denn, wissen Sie, eines müssen auch Sie lernen: Der Staat gehört nicht der ÖVP, der Staat gehört bestenfalls von der ÖVP befreit. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.
Ich komme zum Abschluss und möchte die verbleibende Redezeit noch dafür nutzen, mich ganz herzlich bei allen Mitarbeitern im Untersuchungsausschuss zu bedanken, bei meinen Fraktionskollegen, bei den Kollegen aus den anderen Fraktionen, bei den Mitarbeitern der Parlamentsdirektion, die wirklich Großartiges geleistet haben, bei den vielen guten Geistern, die dazu beigetragen haben, dass dieser Ausschuss eben nicht, wie Kollege Hanger sagt, nichts gebracht hat, sondern dass er gezeigt hat, in welcher Verfassung die Republik ist. Dafür von meiner Seite, von unserer Seite einen großen Dank an alle, die da beteiligt waren, und abschließend natürlich auch an die Medien, die über Monate hinweg sehr, sehr gut berichtet haben. (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Vor eineinhalb Jahren ist der Ibiza-Ausschuss angetreten, um wirklich in die finstersten Ecken von Türkis-Blau zu blicken, und ehrlich gesagt wir haben anfangs nicht gedacht, dass wir so viel finden würden – haben wir aber. Ich finde, man darf das durchaus mit ein bisschen Stolz sagen: Das war ausgezeichnete parlamentarische Arbeit dieses Hohen Hauses, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Damals hat das Ibizavideo die türkis-blaue Bundesregierung aus dem Amt gefegt, und das Misstrauen der Bevölkerung war so groß, dass die Bundesregierung nicht mehr von Politikerinnen und Politikern, sondern von Expertinnen und Experten geführt werden musste. Es ist mir an diesem Punkt auch wichtig, zu erwähnen – weil Sie, Kollege Hafenecker, aber auch andere Kollegen der FPÖ sich jetzt gerne als Saubermänner darstellen –: Es war die FPÖ, die bereit war, die komplette Republik an eine russische Oligarchin zu verhökern. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.
Ich habe eingangs die finsteren Ecken erwähnt. Wir haben diese finsteren Ecken ausgeleuchtet, und in diesen finsteren Ecken haben wir folgende zentrale Erkenntnis gefunden: Die türkis-blaue Bundesregierung wollte ein politisches Parallelsystem einführen, um vorbei am Parlament, vorbei an jeder Kontrolle und vor allem vorbei an den Bedürfnissen der österreichischen Bevölkerung Politik zu machen. So eine Politik, meine sehr geehrten Damen und Herren, ist mit jeder Faser des Körpers abzulehnen. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Hanger: Aber Privatsphäre gibt es schon noch, oder?!
Es ist mir schon wichtig, an diesem Punkt zu erwähnen, Kollege Hanger – ich habe Ihren Fraktionsbericht aufmerksam durchgelesen, genauso wie ich Ihnen aufmerksam zugehört habe –: Ihre künstliche Empörung zu den Persönlichkeitsrechten können Sie sich meiner Meinung nach sparen, denn Sie sind da nicht glaubwürdig. Jeder in Österreich weiß, dass Ihnen die Chats über den „Pöbel“, über die schlechte Behandlung eines Kirchenvertreters, die vielen Bussiemojis hochnotpeinlich sind. Und wenn sich ein ÖVP-Generalsekretär im Finanzministerium in seinem Machtrausch Stück für Stück ein Machtinstrument wie die Öbag inklusive selbst gebasteltem Vorstandsjob zusammenbaut, dann ist das nicht privat, dann hat die Öffentlichkeit ein Recht darauf, das zu erfahren. Das bitte ich Sie, zur Kenntnis zu nehmen! (Beifall bei den Grünen. – Abg. Hanger: Aber Privatsphäre gibt es schon noch, oder?!)
Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.
Ich bin froh, dass der Ibiza-Untersuchungsausschuss Stück für Stück freigelegt hat, was Türkis-Blau im Dunkeln lassen wollte. Das ist gut so, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen sowie des Abg. Krainer.)
Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit bei den NEOS. – Abg. Stögmüller: Glück auf!
Sei’s drum – wichtig an so einem Tag ist ja auch, Danke zu sagen: Danke an die Kolleginnen und Kollegen von der eigenen Fraktion, Danke an die Kolleginnen und Kollegen von allen anderen Fraktionen, an die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Hintergrund arbeiten, an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parlamentsdirektion, an alle Beteiligten dieses Untersuchungsausschusses – die Verfahrensrichter, die Verfahrensanwälte und an alle, die sonst noch mitgearbeitet haben. – Danke schön, es war großartig. (Beifall bei den Grünen. – Heiterkeit bei den NEOS. – Abg. Stögmüller: Glück auf!)
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Ich rede vom Unterbinden von intransparenten Geldflüssen an Parteien, von Maßnahmen gegen Postenschacher und für eine starke Korruptionsbekämpfung in diesem Land, gerade wenn die Mächtigen im Fokus sind. Seit bald zwei Jahren haben wir eine neue Bundesregierung, die zwar versprochen hat, das System von Korruption, Postenschacher und Intransparenz zu unterbinden, aber es ist nichts passiert. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei den NEOS.
Bezüglich anderer Posten in diesem Land: Was lernen denn die jungen Menschen, die sich jetzt trotz Corona bemühen, in der Schule Meter zu machen, in ihrer Ausbildung weiterzukommen, die sich für zukünftige Berufe qualifizieren wollen? – Die lernen weiterhin, wenn sie die Zeitung lesen, aus dem U-Ausschuss berichtet wird, dass nicht wichtig ist, was man kann, sondern wichtig ist, wen man kennt, und dass es wohl am besten ist, man tritt gleich der JVP bei oder erkundigt sich, wer Familie ist. – Das kann es ja nicht sein! Das würde Ihnen vielleicht gefallen, Herr Hanger, Sie lächeln ganz vergnügt, aber das ist nicht das, was wir als Fairness in diesem Land verstehen und für die nächste Generation wollen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.
Sehr wichtig ist uns daher, hier für eine starke Korruptionsbekämpfung und gegen eine Zweiklassenermittlungsgesellschaft in diesem Land zu arbeiten, um in Zukunft Korruption zu verhindern und den Rechtsstaat zu stärken. Das wird unser Fokus hier im Parlament sein, und alle draußen sind angehalten und eingeladen, das Antikorruptionsvolksbegehren zu unterschreiben, das schon viel Widerhall gefunden hat, weil viele Menschen in diesem Land zu Recht die Sorge um unseren Rechtsstaat teilen. – Danke. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Tomaselli.
,Leider habe ich im Laufe der Sitzungen erleben müssen, dass hier unsachliche und persönliche Angriffe stattgefunden haben, die auch mich mit einbezogen haben‘, meinte Huber in einer schriftlichen persönlichen Erklärung gegenüber der APA.“ (Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) „Am gestrigen Verhandlungstag sei für sie ,eine Grenze überschritten‘ worden. ,Die höchst abfällige Äußerung einer Fraktionsführerin und der darauf folgende öffentliche Diskurs sind für mich ohne Beispiel. So etwas habe ich in meiner jahrzehntelangen Laufbahn als Richterin noch nie erlebt und so etwas hätte ich auch niemals erwartet‘, zeigt sich Huber enttäuscht.“ (Ruf bei der ÖVP: Hört, hört!)
Ruf bei der ÖVP: Hört, hört!
,Leider habe ich im Laufe der Sitzungen erleben müssen, dass hier unsachliche und persönliche Angriffe stattgefunden haben, die auch mich mit einbezogen haben‘, meinte Huber in einer schriftlichen persönlichen Erklärung gegenüber der APA.“ (Zwischenruf der Abg. Tomaselli.) „Am gestrigen Verhandlungstag sei für sie ,eine Grenze überschritten‘ worden. ,Die höchst abfällige Äußerung einer Fraktionsführerin und der darauf folgende öffentliche Diskurs sind für mich ohne Beispiel. So etwas habe ich in meiner jahrzehntelangen Laufbahn als Richterin noch nie erlebt und so etwas hätte ich auch niemals erwartet‘, zeigt sich Huber enttäuscht.“ (Ruf bei der ÖVP: Hört, hört!)
Beifall bei der ÖVP.
agieren. Es wäre höchst an der Zeit gewesen, jetzt auch vorhin bei Ihrer Rede, sich für dieses Verhalten öffentlich zu entschuldigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf: Jössas!
Meine Damen und Herren! Mit Ihrem Verhalten, mit dem sehr häufig sehr respektlosen Verhalten gegenüber den Verfahrensrichtern, gegenüber den Auskunftspersonen, gegenüber den Verfahrensanwälten haben Sie dem U-Ausschuss als Institution und dem Parlament insgesamt wahrlich einen Bärendienst erwiesen. Auch all die Anwürfe an unseren sehr engagierten Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (Ruf: Jössas!), alle Anzeigen – die anonymen, auch jene von Ihnen persönlich, Frau Krisper und Herr Krainer – wurden zurückgewiesen. Es war nirgends ein Anfangsverdacht gegeben. Ihr Ansinnen, den Präsidenten zu beschädigen, hat sich völlig in Luft aufgelöst. Das sind die Methoden, die Sie angewendet haben, um hier ein schlechtes Klima zu verbreiten, und das möchten wir in aller Entschiedenheit zurückweisen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Mit Ihrem Verhalten, mit dem sehr häufig sehr respektlosen Verhalten gegenüber den Verfahrensrichtern, gegenüber den Auskunftspersonen, gegenüber den Verfahrensanwälten haben Sie dem U-Ausschuss als Institution und dem Parlament insgesamt wahrlich einen Bärendienst erwiesen. Auch all die Anwürfe an unseren sehr engagierten Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (Ruf: Jössas!), alle Anzeigen – die anonymen, auch jene von Ihnen persönlich, Frau Krisper und Herr Krainer – wurden zurückgewiesen. Es war nirgends ein Anfangsverdacht gegeben. Ihr Ansinnen, den Präsidenten zu beschädigen, hat sich völlig in Luft aufgelöst. Das sind die Methoden, die Sie angewendet haben, um hier ein schlechtes Klima zu verbreiten, und das möchten wir in aller Entschiedenheit zurückweisen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Eines stimmt mich aber trotzdem zuversichtlich, weil ich ganz sicher bin, dass jeder prinzipiell mit einer positiven Einstellung in der Politik ist. Es stimmt mich zuversichtlich, dass Sie als Opposition noch immer nicht wissen, wie und wann der nächste U-Ausschuss beginnen soll. Das sehe ich als eine Nachdenkpause. Das sehe ich auch als Hinweis, dass Sie die Aussage Ihres Kollegen Schellhorn, der das Parlament verlassen hat, mit dem „Gift [...] in der Demokratie“ und auch mit dem ausdrücklichen Dank an Finanzminister Blümel, durchaus auch zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, denn Sie spüren es wie wir alle: Diese Art von Politik – sich hier gegenseitig anzuschütten, sich hier gegenseitig Unterstellungen auszusetzen – ist bei der Bevölkerung unten durch! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Die Bevölkerung erwartet sich von uns, dass wir alles gegen Arbeitslosigkeit unternehmen, dass wir die Bildungschancen der Menschen, der Jugend erhöhen, dass wir den Klimawandel bekämpfen, und vieles mehr, und sie erwartet sich von uns einen respektvollen Umgang miteinander – einen aktiven Diskurs, aber einen respektvollen Umgang. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es stimmt mich wirklich zuversichtlich, dass Sie jetzt in einer Nachdenkpause sind. Das Instrument des U-Ausschusses ist ein wichtiges Kontrollinstrument, aber es gebührt sich einfach ein ordentliches Verhalten, ein ordentliches Benehmen, dass wir uns gegenseitig ordentlich begegnen, dass wir uns gegenseitig respektieren, dass wir auf einem guten Niveau Politik betreiben. Nur dann werden wir, so wie es Frau Tomaselli gesagt hat, das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen. Daran müssen wir arbeiten und darum bitte ich wirklich, sollte es zu einem nächsten U-Ausschuss kommen. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer
Dieses Wehklagen, schon wenn man nur zum Pult geht (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer) und irgendwie die Errungenschaften dieses Untersuchungsausschusses darlegen möchte, dieses Raunen in den Reihen der ÖVP zeigt, wie hektisch die ÖVP eigentlich ist. (Abg. Hanger: Na komplett! – Heiterkeit des Abg. Zarits.) Sie versuchen, das Instrument Untersuchungsausschuss – Präsidentin Bures hat es ja vorhin ganz klar dargelegt – schlechtzureden. (Abg. Hanger: Nein, den Umgang damit! Das ist ein bissl ein Unterschied!) Sie versuchen, das Instrument der Kontrolle schlechtzureden. Sie vertuschen, Sie decken zu. Das steht bei Ihrer Fraktion ganz klar im Vordergrund, und das ist sehr, sehr beschämend. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.) Für uns ist eines ganz klar: Ein selbstbewusstes Parlament muss hier im Vordergrund stehen, und das natürlich auch bei Untersuchungsausschüssen. (Abg. Hanger: Das geht auch respektvoll, oder?!)
Abg. Hanger: Na komplett! – Heiterkeit des Abg. Zarits.
Dieses Wehklagen, schon wenn man nur zum Pult geht (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer) und irgendwie die Errungenschaften dieses Untersuchungsausschusses darlegen möchte, dieses Raunen in den Reihen der ÖVP zeigt, wie hektisch die ÖVP eigentlich ist. (Abg. Hanger: Na komplett! – Heiterkeit des Abg. Zarits.) Sie versuchen, das Instrument Untersuchungsausschuss – Präsidentin Bures hat es ja vorhin ganz klar dargelegt – schlechtzureden. (Abg. Hanger: Nein, den Umgang damit! Das ist ein bissl ein Unterschied!) Sie versuchen, das Instrument der Kontrolle schlechtzureden. Sie vertuschen, Sie decken zu. Das steht bei Ihrer Fraktion ganz klar im Vordergrund, und das ist sehr, sehr beschämend. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.) Für uns ist eines ganz klar: Ein selbstbewusstes Parlament muss hier im Vordergrund stehen, und das natürlich auch bei Untersuchungsausschüssen. (Abg. Hanger: Das geht auch respektvoll, oder?!)
Abg. Hanger: Nein, den Umgang damit! Das ist ein bissl ein Unterschied!
Dieses Wehklagen, schon wenn man nur zum Pult geht (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer) und irgendwie die Errungenschaften dieses Untersuchungsausschusses darlegen möchte, dieses Raunen in den Reihen der ÖVP zeigt, wie hektisch die ÖVP eigentlich ist. (Abg. Hanger: Na komplett! – Heiterkeit des Abg. Zarits.) Sie versuchen, das Instrument Untersuchungsausschuss – Präsidentin Bures hat es ja vorhin ganz klar dargelegt – schlechtzureden. (Abg. Hanger: Nein, den Umgang damit! Das ist ein bissl ein Unterschied!) Sie versuchen, das Instrument der Kontrolle schlechtzureden. Sie vertuschen, Sie decken zu. Das steht bei Ihrer Fraktion ganz klar im Vordergrund, und das ist sehr, sehr beschämend. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.) Für uns ist eines ganz klar: Ein selbstbewusstes Parlament muss hier im Vordergrund stehen, und das natürlich auch bei Untersuchungsausschüssen. (Abg. Hanger: Das geht auch respektvoll, oder?!)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Dieses Wehklagen, schon wenn man nur zum Pult geht (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer) und irgendwie die Errungenschaften dieses Untersuchungsausschusses darlegen möchte, dieses Raunen in den Reihen der ÖVP zeigt, wie hektisch die ÖVP eigentlich ist. (Abg. Hanger: Na komplett! – Heiterkeit des Abg. Zarits.) Sie versuchen, das Instrument Untersuchungsausschuss – Präsidentin Bures hat es ja vorhin ganz klar dargelegt – schlechtzureden. (Abg. Hanger: Nein, den Umgang damit! Das ist ein bissl ein Unterschied!) Sie versuchen, das Instrument der Kontrolle schlechtzureden. Sie vertuschen, Sie decken zu. Das steht bei Ihrer Fraktion ganz klar im Vordergrund, und das ist sehr, sehr beschämend. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.) Für uns ist eines ganz klar: Ein selbstbewusstes Parlament muss hier im Vordergrund stehen, und das natürlich auch bei Untersuchungsausschüssen. (Abg. Hanger: Das geht auch respektvoll, oder?!)
Abg. Hanger: Das geht auch respektvoll, oder?!
Dieses Wehklagen, schon wenn man nur zum Pult geht (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer) und irgendwie die Errungenschaften dieses Untersuchungsausschusses darlegen möchte, dieses Raunen in den Reihen der ÖVP zeigt, wie hektisch die ÖVP eigentlich ist. (Abg. Hanger: Na komplett! – Heiterkeit des Abg. Zarits.) Sie versuchen, das Instrument Untersuchungsausschuss – Präsidentin Bures hat es ja vorhin ganz klar dargelegt – schlechtzureden. (Abg. Hanger: Nein, den Umgang damit! Das ist ein bissl ein Unterschied!) Sie versuchen, das Instrument der Kontrolle schlechtzureden. Sie vertuschen, Sie decken zu. Das steht bei Ihrer Fraktion ganz klar im Vordergrund, und das ist sehr, sehr beschämend. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.) Für uns ist eines ganz klar: Ein selbstbewusstes Parlament muss hier im Vordergrund stehen, und das natürlich auch bei Untersuchungsausschüssen. (Abg. Hanger: Das geht auch respektvoll, oder?!)
Abg. Haubner: Da muss man schon bei der Wahrheit bleiben!
Nun zum Thema Liveübertragungen – wenn wir schon von Respekt reden, Herr Kollege Hanger –: Ein Finanzminister Gernot Blümel konnte oder wollte sich 86 Mal nicht erinnern, ein Bundeskanzler Kurz konnte oder wollte sehr einfache Fragen zu vorgelegten Unterlagen nicht beantworten, und aktuell laufen Ermittlungen gegen den Kanzler – wir alle wissen es – aufgrund von Falschaussagen im Untersuchungsausschuss. Auf der anderen Seite: ein Parlamentspräsident, der Untersuchungsausschüsse ständig schlechtgeredet hat, ständig beispielsweise die Wahrheitspflicht in Untersuchungsausschüssen angegriffen hat, gefordert hat, dass diese abgeschafft gehört. (Abg. Haubner: Da muss man schon bei der Wahrheit bleiben!)
Zwischenruf der Abg. Baumgartner
Wenn sich die ÖVP hier herausstellt und Persönlichkeitsrechte einfordert, dann kann ich nur sagen: Her mit den Liveübertragungen! Beenden wir diesen Mythos, denn niemand interessiert sich für private Termine, private Vorhaben, private Vorlieben. Was wir aber sehr wohl wissen wollen, ist, wenn sich ein Kanzler in seiner Funktion mit Großspendern trifft, wenn sich ein Kanzler in seiner Funktion Termine abseits der Medienspektakel ausmacht und wenn ein Generalsekretär Ausschreibungen zu seinem eigenen Wohl umschreibt, persönlich daran in irgendeine Richtung herumdoktert. Warum? – Weil wir unserer Kontrollfunktion als Parlamentarierinnen und Parlamentarier nachkommen wollen, weil wir unsere Kontrollfunktion wahr- und ernst nehmen wollen – das ist uns wichtig (Zwischenruf der Abg. Baumgartner) –, weil es relevant für den Untersuchungsgegenstand und relevant für die Bevölkerung ist.
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller. – Abg. Leichtfried: Das war ein guter Antrag! – Abg. Haubner: ... Selbstlob ...!
Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller. – Abg. Leichtfried: Das war ein guter Antrag! – Abg. Haubner: ... Selbstlob ...!)
In Richtung des mit dem Rücken zur Rednerin stehenden Abg. Fürlinger:
Er war in seinen vielen Funktionen auch noch Strafverteidiger, er hat viele erfolgreiche, clamorose Fälle betreut, mit sehr engem politischen Zusammenhang. (In Richtung des mit dem Rücken zur Rednerin stehenden Abg. Fürlinger:) Auch wenn Sie mir den Rücken kehren, Kollege Fürlinger, es ist so. Er ist als VfGH-Richter auch zwischen Verfassungsgerichtshof und Justizministerium hin und her spaziert – das ist, denke ich, nicht so gut für die Optik. Er ist dann über Unterhaltungen zwischen ihm als VfGH-Richter und dem Sektionschef im Justizministerium gestolpert. Seinen Rücktritt quittierte er mit den Worten: Es ist „eine Situation eingetreten [...], in der ich dem VfGH am besten dienen kann, indem ich mich von meiner Funktion zurückziehe.“ – Dem konnten wir alle uns nur anschließen; wirklich eine weise Ansicht zum Schluss seiner beruflichen Karriere.
Beifall bei der FPÖ.
Einer der negativen Höhepunkte ist mit Sicherheit die Hausdurchsuchung bei einem Parteimitarbeiter, nämlich einem ehemaligen Fraktionsführer im BVT-Untersuchungsausschuss. Also dass man da die Handys, Laptops und sonstige elektronische Geräte eines Mitarbeiters beschlagnahmt – und da wissen wir, glaube ich, alle, worum es geht, nämlich auch um die Unterhaltungen –, dass man da an die Abgeordneten selbst heranwill, ist wirklich eine neue Qualität und äußerst bedenklich! Damit werden der Parlamentarismus und auch die Arbeit der Untersuchungsausschüsse wirklich infrage gestellt. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Zu den Aktenleaks habe ich noch nie eine wirkliche Stellungnahme gehört. Aber vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass es im grünen Megakorruptionsfall Christoph Chorherr bisher noch keine gegeben hat. Da ist die Unparteilichkeit halt ein bisschen fragwürdig. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Ruf bei der ÖVP: Kollege Stögmüller! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.
Wir sind den Aussagen von H.-C. Strache auf den Grund gegangen. Dabei sind wir nicht nur auf Chats zu Postenbesetzungen bei der Casino AG und der Öbag gestoßen, sondern auch auf die Operation Edelstein, zurückgezogene Glücksspielgesetz-Novellen und eine Änderung des Prikrafs. All das ist durch die Arbeit im Untersuchungsausschuss ans Licht gekommen. Klar, es gefällt jetzt nicht allen, vor allem den Kollegen von der ÖVP nicht. Kollege Gödl, der eh nicht so oft bei uns im Untersuchungsausschuss war, schwingt hier trotzdem große Reden. (Ruf bei der ÖVP: Kollege Stögmüller! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gerstl
Klar, dass das nicht allen Parteien hier so gut gefällt, was wir da ans Tageslicht gebracht haben. Das verstehe ich auch gut. Immerhin haben wir in vielen Kellern Staub aufgewirbelt und auch herumgewühlt. Ich erinnere nur an das (Zwischenruf des Abg. Gerstl) – ah, Kollege Gerstl ist auch da – Projekt Ballhausplatz der ÖVP. In diesem wird ganz konkret erklärt, wie die Machtübernahme von Sebastian Kurz von seinem Vorgänger Reinhold Mitterlehner als Chef der ÖVP von langer Hand geplant war.
Abg. Haubner: Die ist schon so alt, die Geschichte!
Das Projekt Ballhausplatz ist wirklich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, inklusive der Details, wer wofür zuständig ist, nämlich dafür, wie es funktioniert, eine Partei zu übernehmen. (Abg. Haubner: Die ist schon so alt, die Geschichte!)
Abg. Michael Hammer – erheitert –: Machen wir mal einen Untersuchungsausschuss!
Einer der Verbündeten aus diesem Netzwerk Marsalek – und jetzt muss man diese Verbindung wieder auffrischen – war bis März 2021 Mitglied der Soko Tape! Einer aus diesem Marsalek-Netzwerk war Mitglied der Soko Tape – das muss man sich einmal vorstellen! –, und die ehemaligen BVT-Beamten haben ihm gemeinsam mit einem ehemaligen FPÖ-Abgeordneten zur Flucht verholfen. Währenddessen ist Markus Braun, einer der Finanzvorstände, tagein, tagaus im Bundeskanzleramt gewesen und Wirecard hat lange als Vorzeigeunternehmen gegolten. Dass Wirecard nicht mehr so ein Vorzeigeunternehmen ist, hat sich ja mittlerweile gezeigt. Die Sache hat sogar zu einem der größten Finanzskandale geführt, und auch das ist noch aufklärungsbedürftig. Da gibt es noch so einiges. (Abg. Michael Hammer – erheitert –: Machen wir mal einen Untersuchungsausschuss!) – Bitte? (Abg. Michael Hammer – erheitert –: Machen wir mal einen Untersuchungsausschuss!) – Untersuchungsausschuss? Ich bin dafür, dass man Wirecard nochmals untersuchen sollte.
Abg. Michael Hammer – erheitert –: Machen wir mal einen Untersuchungsausschuss!
Einer der Verbündeten aus diesem Netzwerk Marsalek – und jetzt muss man diese Verbindung wieder auffrischen – war bis März 2021 Mitglied der Soko Tape! Einer aus diesem Marsalek-Netzwerk war Mitglied der Soko Tape – das muss man sich einmal vorstellen! –, und die ehemaligen BVT-Beamten haben ihm gemeinsam mit einem ehemaligen FPÖ-Abgeordneten zur Flucht verholfen. Währenddessen ist Markus Braun, einer der Finanzvorstände, tagein, tagaus im Bundeskanzleramt gewesen und Wirecard hat lange als Vorzeigeunternehmen gegolten. Dass Wirecard nicht mehr so ein Vorzeigeunternehmen ist, hat sich ja mittlerweile gezeigt. Die Sache hat sogar zu einem der größten Finanzskandale geführt, und auch das ist noch aufklärungsbedürftig. Da gibt es noch so einiges. (Abg. Michael Hammer – erheitert –: Machen wir mal einen Untersuchungsausschuss!) – Bitte? (Abg. Michael Hammer – erheitert –: Machen wir mal einen Untersuchungsausschuss!) – Untersuchungsausschuss? Ich bin dafür, dass man Wirecard nochmals untersuchen sollte.
Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.
Ich bin mir sicher, mit diesem Untersuchungsausschuss haben wir wieder ein Stück dazu beigetragen, dass der Selbstreinigungsprozess in der Politik und auch in der Verwaltung voranschreitet. Dennoch liegt genügend Staub im Keller, der aufgewischt gehört, und ich freue mich schon darauf und bin auch schon sehr motiviert für den nächsten Untersuchungsausschuss. Themen hätten wir genug. (Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Michael Hammer.
Zweitens möchte ich die Kolleginnen und Kollegen der ÖVP ganz persönlich fragen: Glauben Sie, jeder und jede Einzelne von Ihnen gehört zur Familie? (Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Michael Hammer.) Wir haben sehr viel erfahren: Für die Familie – Kurz, Blümel, Schmid, das kleine Umfeld – wird alles gemacht. Es gehören noch ein paar dazu. (Abg. Sieber: Familie ...!) Glauben Sie, dass Sie da alle dazugehören, dass für Sie auch eigene Jobs geschaffen werden, dass Sie sich selber etwas ausschreiben dürfen? Oder wird möglicherweise der eine oder andere von Ihnen verwendet? (Abg. Michael Hammer: ... OMV! – Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Sie brauchen mir keine Antwort zu geben, aber denken Sie einmal darüber nach!
Abg. Sieber: Familie ...!
Zweitens möchte ich die Kolleginnen und Kollegen der ÖVP ganz persönlich fragen: Glauben Sie, jeder und jede Einzelne von Ihnen gehört zur Familie? (Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Michael Hammer.) Wir haben sehr viel erfahren: Für die Familie – Kurz, Blümel, Schmid, das kleine Umfeld – wird alles gemacht. Es gehören noch ein paar dazu. (Abg. Sieber: Familie ...!) Glauben Sie, dass Sie da alle dazugehören, dass für Sie auch eigene Jobs geschaffen werden, dass Sie sich selber etwas ausschreiben dürfen? Oder wird möglicherweise der eine oder andere von Ihnen verwendet? (Abg. Michael Hammer: ... OMV! – Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Sie brauchen mir keine Antwort zu geben, aber denken Sie einmal darüber nach!
Abg. Michael Hammer: ... OMV! – Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Zweitens möchte ich die Kolleginnen und Kollegen der ÖVP ganz persönlich fragen: Glauben Sie, jeder und jede Einzelne von Ihnen gehört zur Familie? (Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Michael Hammer.) Wir haben sehr viel erfahren: Für die Familie – Kurz, Blümel, Schmid, das kleine Umfeld – wird alles gemacht. Es gehören noch ein paar dazu. (Abg. Sieber: Familie ...!) Glauben Sie, dass Sie da alle dazugehören, dass für Sie auch eigene Jobs geschaffen werden, dass Sie sich selber etwas ausschreiben dürfen? Oder wird möglicherweise der eine oder andere von Ihnen verwendet? (Abg. Michael Hammer: ... OMV! – Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Sie brauchen mir keine Antwort zu geben, aber denken Sie einmal darüber nach!
Abg. Michael Hammer: Ihre OMV-Familie!
Was mich in diesem Ausschuss am meisten bedrückt hat - - (Abg. Michael Hammer: Ihre OMV-Familie!) – Wer mit gestohlenen Daten agiert, sollte den Mund halten, Herr Kollege, danke schön! (Abg. Taschner: Ich bitte Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Taschner: Ich bitte Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Was mich in diesem Ausschuss am meisten bedrückt hat - - (Abg. Michael Hammer: Ihre OMV-Familie!) – Wer mit gestohlenen Daten agiert, sollte den Mund halten, Herr Kollege, danke schön! (Abg. Taschner: Ich bitte Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Gahr.
Was mich im Ausschuss am meisten bedrückt hat, waren die verschiedenen Sittenbilder, die gezeichnet wurden. Auch da habe ich einen kleinen Tipp: Lesen Sie – Sie können es ja heimlich machen, das müssen Sie nicht weitersagen – den Mitterlehner! (Der Redner hält das Buch „Haltung: Flagge zeigen in Leben und Politik“ von Reinhold Mitterlehner in die Höhe.) Lesen Sie sich nicht nur das Buch durch, sondern auch die Vernehmung von Reinhold Mitterlehner. (Zwischenruf des Abg. Gahr.) Das, was er erzählt hat, war ein einziges Sittenbild. Er hat erzählt – und ich kann das hier zitieren –: Herr Kurz hat immer Umfragen gemacht, ich weiß nicht, wer sie bezahlt hat. Das heißt, da sind Umfragen gemacht worden, mit diesen ist er in den Parteivorstand gegangen, der Parteivorsitzende hat sie nicht bezahlt. Er sagt das ganz deutlich.
Abg. Michael Hammer: Bei Ihnen vielleicht!
Noch etwas, Sittenbild Nummer zwei: Es ging fast immer nur um Geld. (Abg. Michael Hammer: Bei Ihnen vielleicht!) Jetzt wissen wir: Im 2017er-Wahlkampf haben Sie doppelt so viel ausgegeben, wie Sie durften. Im ganzen Projekt Ballhausplatz ging es um Geld, Geld, Geld und nicht darum, irgendetwas zu verändern. Sparen im System, haben Sie uns erzählt. – Nein, es ging immer nur um Geld. (Abg. Michael Hammer: Da redet der Richtige!) „Ich habe“ das „Budget um 35 Prozent erhöht“, hat Herr Schmid an Blümel geschrieben. „Kurz kann [...] Geld scheißen.“ Das haben wir alles gelesen. Das sind keine privaten Chats. Nein, nein, das hat er öffentlich geschrieben – also öffentlich, halböffentlich halt –, und was hat Herr Blümel zurückgeschrieben? „Mitterlehner spielt keine Rolle mehr“, der soll sich ruhig ärgern. So ist es zugegangen. Das war das Sittenbild. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Da redet der Richtige!
Noch etwas, Sittenbild Nummer zwei: Es ging fast immer nur um Geld. (Abg. Michael Hammer: Bei Ihnen vielleicht!) Jetzt wissen wir: Im 2017er-Wahlkampf haben Sie doppelt so viel ausgegeben, wie Sie durften. Im ganzen Projekt Ballhausplatz ging es um Geld, Geld, Geld und nicht darum, irgendetwas zu verändern. Sparen im System, haben Sie uns erzählt. – Nein, es ging immer nur um Geld. (Abg. Michael Hammer: Da redet der Richtige!) „Ich habe“ das „Budget um 35 Prozent erhöht“, hat Herr Schmid an Blümel geschrieben. „Kurz kann [...] Geld scheißen.“ Das haben wir alles gelesen. Das sind keine privaten Chats. Nein, nein, das hat er öffentlich geschrieben – also öffentlich, halböffentlich halt –, und was hat Herr Blümel zurückgeschrieben? „Mitterlehner spielt keine Rolle mehr“, der soll sich ruhig ärgern. So ist es zugegangen. Das war das Sittenbild. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Noch etwas, Sittenbild Nummer zwei: Es ging fast immer nur um Geld. (Abg. Michael Hammer: Bei Ihnen vielleicht!) Jetzt wissen wir: Im 2017er-Wahlkampf haben Sie doppelt so viel ausgegeben, wie Sie durften. Im ganzen Projekt Ballhausplatz ging es um Geld, Geld, Geld und nicht darum, irgendetwas zu verändern. Sparen im System, haben Sie uns erzählt. – Nein, es ging immer nur um Geld. (Abg. Michael Hammer: Da redet der Richtige!) „Ich habe“ das „Budget um 35 Prozent erhöht“, hat Herr Schmid an Blümel geschrieben. „Kurz kann [...] Geld scheißen.“ Das haben wir alles gelesen. Das sind keine privaten Chats. Nein, nein, das hat er öffentlich geschrieben – also öffentlich, halböffentlich halt –, und was hat Herr Blümel zurückgeschrieben? „Mitterlehner spielt keine Rolle mehr“, der soll sich ruhig ärgern. So ist es zugegangen. Das war das Sittenbild. (Zwischenruf bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sieber: Ein Wort zum „Kurier“ noch! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Pöttinger und Sieber.
Wenn du also einen Kirchenmann oder sonst jemanden, der gegen uns ist, fertigmachst, dann kriegst du „alles, was du willst“. Das ist das Sittenbild Nummer drei. Da hilft das Stehen mit dem Steireranzug bei der Gnadenmutter gar nichts. Die wird das nicht entschuldigen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Sieber: Ein Wort zum „Kurier“ noch! – Weitere Zwischenrufe der Abgeordneten Pöttinger und Sieber.)
Ruf bei der ÖVP: Überheblich!
Ich möchte zum Sittenbild Nummer vier kommen, das ist die Herabwürdigung des Parlaments. Auch das hat mich getroffen. So mancher Junge hat ja keine Ahnung von der österreichischen Geschichte und davon, was mit dem österreichischen Parlament einmal passiert ist. (Ruf bei der ÖVP: Überheblich!) Die Art und Weise, die wir hier erlebt haben, wie das Parlament herabgewürdigt wurde, wie Kabinettsmitarbeiter bei der Aussage einfach gesagt haben: Ich weiß nicht, ich kann mich nicht erinnern!, immer wieder dasselbe gesagt haben (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), ist eine üble Herabwürdigung.
Zwischenruf des Abg. Michael Hammer
Ich möchte zum Sittenbild Nummer vier kommen, das ist die Herabwürdigung des Parlaments. Auch das hat mich getroffen. So mancher Junge hat ja keine Ahnung von der österreichischen Geschichte und davon, was mit dem österreichischen Parlament einmal passiert ist. (Ruf bei der ÖVP: Überheblich!) Die Art und Weise, die wir hier erlebt haben, wie das Parlament herabgewürdigt wurde, wie Kabinettsmitarbeiter bei der Aussage einfach gesagt haben: Ich weiß nicht, ich kann mich nicht erinnern!, immer wieder dasselbe gesagt haben (Zwischenruf des Abg. Michael Hammer), ist eine üble Herabwürdigung.
Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Zarits.
Was hat Herr Kurz selbst gemacht? – Er hat im Ausschuss natürlich die Unwahrheit gesagt. (Zwischenrufe der Abgeordneten Sieber und Zarits.) Es ist ja nachgewiesen, dass er alles über die Besetzung Schmids wusste, obwohl er dort gesagt hat, er habe das so am Rand mitbekommen. Ich, weil ich ein hilfsbereiter Mensch bin, habe sogar unterbrochen, habe gesagt: Vorsicht, er sagt die Unwahrheit! Er hat aber weiter die Unwahrheit gesagt. Ich konnte ihm also nicht einmal helfen.
Abg. Gerstl: Selbstverleugner! – Abg. Sieber: ... verzerrte Wahrnehmung! – Abg. Michael Hammer: Es ist ja immer, wenn Sie dabei sind, ungut!
raten, das auf der Parlamentswebsite nachzulesen. Die erste Vernehmung des Herrn Kurz war ein ganz normales Hin und Her, da wurden Fragen gestellt, Fragen beantwortet. Da war keine ungute Stimmung, überhaupt nicht. Auch in diesem Punkt ist die Unwahrheit gesagt worden. (Abg. Gerstl: Selbstverleugner! – Abg. Sieber: ... verzerrte Wahrnehmung! – Abg. Michael Hammer: Es ist ja immer, wenn Sie dabei sind, ungut!)
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn! Jetzt haben Sie erst wieder nicht „Kurier“ und OMV gesagt! – Abg. Gerstl: OMV! – Zwischenrufe der Abgeordneten Stögmüller und Zarits.
Wir sehen in Wien, was passiert: Die NEOS kommen in die Regierung und machen mehr Kontrolle als vorher. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn! Jetzt haben Sie erst wieder nicht „Kurier“ und OMV gesagt! – Abg. Gerstl: OMV! – Zwischenrufe der Abgeordneten Stögmüller und Zarits.) Ich kann mir vorstellen, dass die SPÖ damit nicht ganz glücklich war, aber es passiert; deswegen komme ich darauf zurück. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Seien Sie doch froh, wenn es Kontrolle gibt!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir sehen in Wien, was passiert: Die NEOS kommen in die Regierung und machen mehr Kontrolle als vorher. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Michael Hammer: So ein Blödsinn! Jetzt haben Sie erst wieder nicht „Kurier“ und OMV gesagt! – Abg. Gerstl: OMV! – Zwischenrufe der Abgeordneten Stögmüller und Zarits.) Ich kann mir vorstellen, dass die SPÖ damit nicht ganz glücklich war, aber es passiert; deswegen komme ich darauf zurück. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Seien Sie doch froh, wenn es Kontrolle gibt!
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe heute schon von China gesprochen. Nicht alles, was Deng Xiaoping gesagt hat - - (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Die Nervosität, ich weiß, die Nervosität! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Nervosität! (Abg. Michael Hammer: ... Dreck am Stecken!)
Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich habe heute schon von China gesprochen. Nicht alles, was Deng Xiaoping gesagt hat - - (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Die Nervosität, ich weiß, die Nervosität! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Nervosität! (Abg. Michael Hammer: ... Dreck am Stecken!)
Abg. Michael Hammer: ... Dreck am Stecken!
Ich habe heute schon von China gesprochen. Nicht alles, was Deng Xiaoping gesagt hat - - (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Die Nervosität, ich weiß, die Nervosität! (Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Nervosität! (Abg. Michael Hammer: ... Dreck am Stecken!)
Zwischenruf des Abg. Gerstl.
Deswegen wollte ich zum Schluss - - Hören Sie zu! Ich will ja, dass Sie gescheiter werden! – Was hat Deng Xiaoping gesagt? – „Die Wahrheit in den Tatsachen suchen“! Wir haben leider sehr viele Tatsachen und ein schreckliches Sittenbild aufgedeckt. Wie gesagt, Reinhold Mitterlehner (das genannte Buch neuerlich in die Höhe haltend) hat es erlebt. (Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Überlegen Sie sich: Sind Sie Familie oder werden Sie verwendet, so wie es leider in diesen Chats aufgetaucht ist? (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Alles Gute! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Ein Mitleidsapplaus für die NEOS!)
Zwischenruf des Abg. Sieber.
Deswegen wollte ich zum Schluss - - Hören Sie zu! Ich will ja, dass Sie gescheiter werden! – Was hat Deng Xiaoping gesagt? – „Die Wahrheit in den Tatsachen suchen“! Wir haben leider sehr viele Tatsachen und ein schreckliches Sittenbild aufgedeckt. Wie gesagt, Reinhold Mitterlehner (das genannte Buch neuerlich in die Höhe haltend) hat es erlebt. (Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Überlegen Sie sich: Sind Sie Familie oder werden Sie verwendet, so wie es leider in diesen Chats aufgetaucht ist? (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Alles Gute! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Ein Mitleidsapplaus für die NEOS!)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Ein Mitleidsapplaus für die NEOS!
Deswegen wollte ich zum Schluss - - Hören Sie zu! Ich will ja, dass Sie gescheiter werden! – Was hat Deng Xiaoping gesagt? – „Die Wahrheit in den Tatsachen suchen“! Wir haben leider sehr viele Tatsachen und ein schreckliches Sittenbild aufgedeckt. Wie gesagt, Reinhold Mitterlehner (das genannte Buch neuerlich in die Höhe haltend) hat es erlebt. (Zwischenruf des Abg. Gerstl.) Überlegen Sie sich: Sind Sie Familie oder werden Sie verwendet, so wie es leider in diesen Chats aufgetaucht ist? (Zwischenruf des Abg. Sieber.) Alles Gute! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Michael Hammer: Ein Mitleidsapplaus für die NEOS!)
Ruf bei der SPÖ: Was soll man sonst tun?
2017, Nationalratswahl, es wird ein neuer Nationalrat konstituiert, es gibt Koalitionsverhandlungen, es gibt eine Regierung von Türkis und Blau. Dann ist 2019. Offensichtlich wollte bis dato niemand dieses Video haben. 2019 wird dieses Video veröffentlicht. Die ganze Republik hält den Atem an, lauscht den zwei Protagonisten, die auf Ibiza etwas sagen. Ein Bundeskanzler, eine Bundesregierung wird hier im Saal abgewählt. Es ist klar, wir wählen einen neuen Nationalrat. (Ruf bei der SPÖ: Was soll man sonst tun?)
Abg. Leichtfried: ... dann dagegengestimmt?!
Und dann? – Der neue Nationalrat ist konstituiert. Es ist klar, es gibt einen Untersuchungsausschuss – ganz klar, das braucht es unbedingt, es ist auch unsere Aufgabe als Parlamentarierinnen und Parlamentarier, diese Kontrolle auszuüben –: den Ibiza-Untersuchungsausschuss. (Abg. Leichtfried: ... dann dagegengestimmt?!)
Zwischenruf des Abg. Brandstätter
Dieser Ibiza-Untersuchungsausschuss – so heißt er, man könnte ja auch meinen, dass er sich dann auch mit Ibiza beschäftigt – hat 20 Monate lang getagt (Zwischenruf des Abg. Brandstätter), es wurden 2,7 Millionen Seiten an Akten geliefert, es gab 220 ergänzende Beweisverlangen und 56 Sitzungen mit 493 Stunden. 105 Auskunftspersonen wurden befragt. In diesen Befragungen hat man versucht, sich dem zu nähern, was ja der Grund des Ibiza-Untersuchungsausschusses war. Oftmals konnte ich ehrlicherweise nicht erkennen, was der eigentliche Grund war, weil sich dieser Ausschuss mit so vielen Dingen beschäftigt hat, die eigentlich keine Sekunde lang Thema hätten sein sollen.
Beifall bei der ÖVP.
Jetzt kann man sagen: Klar, die ÖVP sieht das so, das ist eh klar, und sowieso. – Nein, nicht nur wir haben das gesagt, sondern es steht auch im Bericht des Verfahrensrichters drinnen. Es ist also nicht nur unsere Feststellung, dass das so ist. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Abschließend, werte Kolleginnen und Kollegen und liebe Zuseherinnen und Zuseher zu Hause: Wir haben sehr, sehr viele Stunden mit wenig Erkenntnis hinter uns. Das aber, was auf alle Fälle vorgeworfen wurde, ist klar entkräftet worden: Es gab keine Käuflichkeit. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Schließlich möchte ich mich noch bei der Parlamentsdirektion und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, allen voran bei Helmut Brandl und unserem ÖVP-Team, ganz besonders aber auch bei den Verfahrensrichtern und auch bei den Verfahrensanwälten, denn sie waren sehr vielen persönlichen Angriffen ausgesetzt, es gab nicht nur Argumente, sondern sehr viele persönliche Angriffe, derer die Abgeordneten, die diese getätigt haben, eigentlich gar nicht würdig sind. Deswegen: Danke für Ihren Einsatz, danke für die Zeit, die Sie in diesen Ausschuss investiert haben. (Beifall bei der ÖVP.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Kollross: Aber nicht die ÖVP! – weiterer Zwischenruf bei der SPÖ
In diesem Sinne möchte ich schließen. Kontrolle ist wichtig (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Kollross: Aber nicht die ÖVP! – weiterer Zwischenruf bei der SPÖ), ich glaube aber, wir haben in der Politik viele Aufgaben und Themen, die behandelt gehören, bei denen es darum geht, dass wir uns als Österreich positiv in die Zukunft entwickeln müssen, und dies sollten wir angehen. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das Wichtigste ist immer ein guter Schlusssatz!)
Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das Wichtigste ist immer ein guter Schlusssatz!
In diesem Sinne möchte ich schließen. Kontrolle ist wichtig (Heiterkeit bei Abgeordneten der SPÖ – Abg. Kollross: Aber nicht die ÖVP! – weiterer Zwischenruf bei der SPÖ), ich glaube aber, wir haben in der Politik viele Aufgaben und Themen, die behandelt gehören, bei denen es darum geht, dass wir uns als Österreich positiv in die Zukunft entwickeln müssen, und dies sollten wir angehen. (Beifall bei der ÖVP. – Ruf bei der SPÖ: Das Wichtigste ist immer ein guter Schlusssatz!)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Andreas Kollross (SPÖ): Herr Präsident! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Kolleginnen und Kollegen! Vielleicht kann ich den Satz, den die Frau Kollegin gerade gesagt hat, so, wie ihn die ÖVP denkt, ergänzen: „Kontrolle ist wichtig“, aber ja nicht die ÖVP kontrollieren – dann ist sie auf einmal unwichtig. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Hanger: Das war nicht Regierungszeit! Initiativantrag! Fakten!
Die Justiz sieht das mittlerweile anders. Es gibt die erste, zwar noch nicht rechtskräftige Verurteilung des ehemaligen Vizekanzlers. Es ist also in Wirklichkeit, vielleicht für die ein bisschen mit Fakten Beschäftigten, schon klar: Die Käuflichkeit der schwarz-blauen Regierung hat es gegeben (Abg. Hanger: Das war nicht Regierungszeit! Initiativantrag! Fakten!), und diese Käuflichkeit wird auch noch mehr aufgezeigt werden. Die Justiz arbeitet noch, und da wird es noch sehr viel mehr Verurteilungen geben.
Abg. Michael Hammer: Ja, das sind die Manieren mancher!
Seitdem diskutiert man ja und versucht, Ablenkung en masse zu praktizieren. Da diskutiert man dann lieber, ob jemand im Untersuchungsausschuss eine Wurstsemmel isst oder nicht (Abg. Michael Hammer: Ja, das sind die Manieren mancher!), dann werden – zum Thema Anpatzen – Schmuddeldossiers angelegt – Kollege Hanger, der jetzt gerade nicht da ist –, man versucht schlicht und einfach abzulenken. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Zwischenruf des Abg. Obernosterer.
Seitdem diskutiert man ja und versucht, Ablenkung en masse zu praktizieren. Da diskutiert man dann lieber, ob jemand im Untersuchungsausschuss eine Wurstsemmel isst oder nicht (Abg. Michael Hammer: Ja, das sind die Manieren mancher!), dann werden – zum Thema Anpatzen – Schmuddeldossiers angelegt – Kollege Hanger, der jetzt gerade nicht da ist –, man versucht schlicht und einfach abzulenken. (Zwischenruf des Abg. Obernosterer.)
Zwischenruf des Abg. Haubner.
Warum aber versucht man abzulenken? – Weil eben klar ersichtlich ist, was in dieser ÖVP eigentlich los ist. Wie geht die ÖVP mit dieser Republik um? Wie viel Respektlosigkeit hat die ÖVP gegenüber dieser Republik? Es zählt nämlich ausschließlich die „Familie“, das ist ein klares Ergebnis dieses Untersuchungsausschusses. (Zwischenruf des Abg. Haubner.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haubner.
Die Älteren hier herinnen werden sich vielleicht noch erinnern: In den Achtzigerjahren hat es eine Fernsehserie gegeben, immer am Samstag um 17 Uhr, die „Die liebe Familie“ geheißen hat. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Haubner.) Da hat es den Sektionschef Lafite gegeben, jetzt gibt es halt den Sektionschef Pilnacek. In Wirklichkeit aber zeigt das nur das Sittenbild der ÖVP, wie Sie versuchen, sich das Land unter den Nagel zu reißen.
Beifall bei der SPÖ.
da teilweise in Regierungsfunktion sind und was sie von dieser Republik und von den Menschen in dieser Republik halten; denn das Ergebnis dieses Untersuchungsausschusses – ich möchte zum Beispiel nur an die Nichtaktenlieferung des Herrn Blümel erinnern – ist unter anderem auch eine schlichte und einfache Respektlosigkeit: eine Respektlosigkeit gegenüber dem Parlament, eine Respektlosigkeit gegenüber dem Rechtsstaat, eine Respektlosigkeit gegenüber den Institutionen dieser Republik, eine Respektlosigkeit gegenüber der Justiz, letztendlich eine Respektlosigkeit gegenüber der Bevölkerung. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Warum ist das eine Respektlosigkeit, und warum macht die ÖVP das? – Weil die ÖVP der Meinung ist, dass diese Republik ihr gehört. – Deshalb, liebe ÖVP: Diese Republik gehört nicht euch! Dieser Untersuchungsausschuss und die Justiz, die jetzt in vielen Bereichen ermittelt, wird noch sehr viel zutage fördern, und gerade darum ist es euch so unrecht, dass dieser Untersuchungsausschuss eben vor allen Dingen den Scheinwerfer in Richtung ÖVP gerichtet hat. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Über ein Verkaufsangebot an die ÖVP wissen wir nichts. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Merkwürdig erscheint nur, dass die ÖVP dieses Mal nicht als potenzieller Kunde von Anwalt M. erkannt wurde, zumal er der ÖVP schon 2014 ein Haarbüschel von Strache angeboten hatte, das einen Drogenkonsum hätte nachweisen sollen. (Abg. Hörl: Am Ende war der Strache gar nicht in Ibiza!)
Abg. Hörl: Am Ende war der Strache gar nicht in Ibiza!
Über ein Verkaufsangebot an die ÖVP wissen wir nichts. (Zwischenruf des Abg. Hörl.) Merkwürdig erscheint nur, dass die ÖVP dieses Mal nicht als potenzieller Kunde von Anwalt M. erkannt wurde, zumal er der ÖVP schon 2014 ein Haarbüschel von Strache angeboten hatte, das einen Drogenkonsum hätte nachweisen sollen. (Abg. Hörl: Am Ende war der Strache gar nicht in Ibiza!)
Abg. Michael Hammer: Der Reisswolf oder der Mitarbeiter?
Aber weiter: Schon am 23. Mai eilt ein junger Mitarbeiter des Kanzleramts unter falschem Namen in der Hoffnung zur Firma Reisswolf, dass die Firma Reisswolf ihrem Namen gerecht wird. Er benimmt sich laut Zeugen mehr als ungewöhnlich und verlangt, dass die fünf Festplatten nicht nur geschreddert, sondern geradezu pulverisiert werden. Danach eilt er von dannen, vergisst jedoch zu zahlen. Deshalb erstattet die Firma Reisswolf zwei Monate später, da sie diesen Mann an der Seite von Kanzler Kurz auf einem Video wiedererkennt, Anzeige. Die inzwischen gegründete Soko Tape nimmt sich im Auftrag der WKStA der Sache an. Der Reisswolf wird befragt (Abg. Michael Hammer: Der Reisswolf oder der Mitarbeiter?), und kurz darauf wird der Mitarbeiter Arno M. ausgeforscht.
Beifall bei der FPÖ.
Werte Damen und Herren, wenn auch Sie den Kopf darüber schütteln, dann verstehe ich das, mir geht es ebenso. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Hafenecker: Sie waren ja gar nicht dabei!
Abgeordnete Mag. Agnes Sirkka Prammer (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Was hat uns der Ibiza-Untersuchungsausschuss gezeigt? (Abg. Hafenecker: Sie waren ja gar nicht dabei!) – Darum sage ich „gezeigt“. Ich denke, er hat uns etwas vom Schlechtesten, aber auch etwas vom Besten in diesem Land gezeigt. Er hat uns gezeigt, wo es Mängel in den Kontrollsystemen gibt. Er hat uns gezeigt, wo es noch Möglichkeiten gibt, Kontrollsysteme zum eigenen Nutzen zu umgehen. Er hat uns gezeigt, dass eine kleine Gruppe von Menschen mit der Unterstützung reicher Gönner darauf hingearbeitet hat, unser Land für sich zu beanspruchen.
Abg. Leichtfried: Wer sind die Täter?
Der Untersuchungsausschuss hat ans Licht gebracht, dass es an entscheidenden Stellen Personen gab, die versucht haben, die Ermittlungen zu lenken, zu verzögern, zu behindern und damit Aufklärung zu verhindern. Wem hilft das? – Na, man braucht kein Sherlock Holmes zu sein, um das herauszufinden: Es hilft den Tätern. (Abg. Leichtfried: Wer sind die Täter?) Wenn die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft geschwächt wird, freuen sich korrupte PolitikerInnen und deren Freunderl.
Abg. Hafenecker: Oberstaatsanwalt Fuchs ... wieder retour!
Der Untersuchungsausschuss hat hier wertvolle Informationen geliefert, und die Justizministerin hat daraufhin umgehend reagiert. Alma Zadić hat sich nicht nur gegen alle Angriffe vor ihre StaatsanwältInnen gestellt, sie hat vor allem das System geändert. Sie stellt sicher, dass diese Beeinflussungsnetzwerke aufgelöst werden. (Abg. Hafenecker: Oberstaatsanwalt Fuchs ... wieder retour!) Der erste wichtige Schritt war die erhebliche Erhöhung des Justizbudgets. Die Arbeitsfähigkeit der Justiz konnte sichergestellt werden, das Personal konnte wesentlich aufgestockt werden, und mit einem weiteren wichtigen Schritt wurden die beiden Sektionen Einzelstrafsachen und Strafrechtslegistik getrennt. (Beifall bei den Grünen.) Warum ist genau das so wichtig? – Na, allein schon deshalb, damit nicht Beschuldigte im Strafverfahren zum obersten Beamten Kaffee trinken kommen und dann behaupten können, man habe sich ja nur unverbindlich über Gesetzesvorhaben ausgetauscht.
Beifall bei den Grünen.
Der Untersuchungsausschuss hat hier wertvolle Informationen geliefert, und die Justizministerin hat daraufhin umgehend reagiert. Alma Zadić hat sich nicht nur gegen alle Angriffe vor ihre StaatsanwältInnen gestellt, sie hat vor allem das System geändert. Sie stellt sicher, dass diese Beeinflussungsnetzwerke aufgelöst werden. (Abg. Hafenecker: Oberstaatsanwalt Fuchs ... wieder retour!) Der erste wichtige Schritt war die erhebliche Erhöhung des Justizbudgets. Die Arbeitsfähigkeit der Justiz konnte sichergestellt werden, das Personal konnte wesentlich aufgestockt werden, und mit einem weiteren wichtigen Schritt wurden die beiden Sektionen Einzelstrafsachen und Strafrechtslegistik getrennt. (Beifall bei den Grünen.) Warum ist genau das so wichtig? – Na, allein schon deshalb, damit nicht Beschuldigte im Strafverfahren zum obersten Beamten Kaffee trinken kommen und dann behaupten können, man habe sich ja nur unverbindlich über Gesetzesvorhaben ausgetauscht.
Beifall bei den Grünen.
Das Wichtigste von allem ist aber: Lassen wir die Justiz in Ruhe arbeiten! (Beifall bei den Grünen.) Der Untersuchungsausschuss hat uns gezeigt (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Leichtfried), dass das Modell der schwarz-blauen Ibizakoalition gefährlich ist. Im Vordergrund wird auf Kosten von Minderheiten der Mehrheit Honig ums Maul geschmiert und es wird ihr weisgemacht, man würde sich für sie einsetzen, im Hintergrund richtet man es für sich selbst, für die eigenen Funktionäre und für die eigenen reichen Spenderinnen und Spender. (Beifall bei den Grünen.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Leichtfried
Das Wichtigste von allem ist aber: Lassen wir die Justiz in Ruhe arbeiten! (Beifall bei den Grünen.) Der Untersuchungsausschuss hat uns gezeigt (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Leichtfried), dass das Modell der schwarz-blauen Ibizakoalition gefährlich ist. Im Vordergrund wird auf Kosten von Minderheiten der Mehrheit Honig ums Maul geschmiert und es wird ihr weisgemacht, man würde sich für sie einsetzen, im Hintergrund richtet man es für sich selbst, für die eigenen Funktionäre und für die eigenen reichen Spenderinnen und Spender. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Das Wichtigste von allem ist aber: Lassen wir die Justiz in Ruhe arbeiten! (Beifall bei den Grünen.) Der Untersuchungsausschuss hat uns gezeigt (Zwischenrufe der Abgeordneten Matznetter und Leichtfried), dass das Modell der schwarz-blauen Ibizakoalition gefährlich ist. Im Vordergrund wird auf Kosten von Minderheiten der Mehrheit Honig ums Maul geschmiert und es wird ihr weisgemacht, man würde sich für sie einsetzen, im Hintergrund richtet man es für sich selbst, für die eigenen Funktionäre und für die eigenen reichen Spenderinnen und Spender. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Diesen Sonntag können wir in Österreich gleichzeitig zwei Ibizakoalitionen abwählen, einmal in Graz, einmal in Oberösterreich. Machen wir das, denn wie wichtig das ist, das hat uns dieser Untersuchungsausschuss gezeigt! – Danke. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Leichtfried: Jetzt wird der Kollege von der ÖVP aber reagieren müssen!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt nun Mag. Klaus Fürlinger. – Bitte schön, Herr Abgeordneter. (Abg. Leichtfried: Jetzt wird der Kollege von der ÖVP aber reagieren müssen!)
Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner, Leichtfried und Stögmüller.
Abgeordneter Mag. Klaus Fürlinger (ÖVP): Hohes Präsidium! Meine geschätzten Damen und Herren! Thematisch ist zu diesem Ausschuss alles gesagt und auch von jedem. (Zwischenrufe der Abgeordneten Einwallner, Leichtfried und Stögmüller.) Ich möchte Ihnen aber, besonders Ihnen zu Hause, meine Damen und Herren, vielleicht noch ein bisschen erzählen, wie es tatsächlich war und wie ich das als Abgeordneter, der so etwas zum ersten Mal gemacht hat, wahrgenommen habe.
Zwischenruf des Abg. Leichtfried
Ich hätte zwar ahnen können, was auf mich zukommt (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), als ich von dieser triefenden Unterstellung der Käuflichkeit im Einsetzungstitel gelesen habe (Abg. Stögmüller: Haben wir schon bewiesen!), aber ich war immer noch der Meinung, wir führen dort ein ordentliches Verfahren, das eines Hohen Hauses würdig ist, bis ich gesehen habe, wie mit den Menschen in diesem Ausschuss umgegangen wird, wie mit den Auskunftspersonen umgegangen wird, die keine Nähe zur Einsetzungsminderheit haben.
Abg. Stögmüller: Haben wir schon bewiesen!
Ich hätte zwar ahnen können, was auf mich zukommt (Zwischenruf des Abg. Leichtfried), als ich von dieser triefenden Unterstellung der Käuflichkeit im Einsetzungstitel gelesen habe (Abg. Stögmüller: Haben wir schon bewiesen!), aber ich war immer noch der Meinung, wir führen dort ein ordentliches Verfahren, das eines Hohen Hauses würdig ist, bis ich gesehen habe, wie mit den Menschen in diesem Ausschuss umgegangen wird, wie mit den Auskunftspersonen umgegangen wird, die keine Nähe zur Einsetzungsminderheit haben.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Nach diesem Motto, nach dieser Methode ist dieser Untersuchungsausschuss abgelaufen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), mit einer zutiefst respektlosen Kampagne gegen den Präsidenten dieses Hauses Wolfgang Sobotka, der mit Anzeigen eingedeckt und in diesem Ausschuss beflegelt worden ist. – Du hast menschlich einiges aushalten müssen; ich zolle dir tiefen Respekt, auch wenn du gerade nicht im Saal bist. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.
Nach diesem Motto, nach dieser Methode ist dieser Untersuchungsausschuss abgelaufen (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), mit einer zutiefst respektlosen Kampagne gegen den Präsidenten dieses Hauses Wolfgang Sobotka, der mit Anzeigen eingedeckt und in diesem Ausschuss beflegelt worden ist. – Du hast menschlich einiges aushalten müssen; ich zolle dir tiefen Respekt, auch wenn du gerade nicht im Saal bist. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hafenecker.)
Abg. Belakowitsch: Was heißt Respekt erwiesen?! Er war Auskunftsperson!
Wenn Sie sich an den alten Herrn Ortner erinnern, ein 76-jähriger Mann, der trotz seiner Erkrankung dem Parlament den Respekt erwiesen hat, von Innsbruck hierher zu fahren und das auf sich zu nehmen (Abg. Belakowitsch: Was heißt Respekt erwiesen?! Er war Auskunftsperson!): Dem hat doch glatt eine Abgeordnete am Schluss seiner Einvernahme hingeworfen: Na ja, Sie haben doch mit Ihrer Spende eine Aufsichtsratsposition für Ihre Tochter gekauft! (Abg. Bösch: Stimmt es so oder nicht? – Abg. Belakowitsch: Die Zufälle in der ÖVP! – Abg. Stögmüller: Na ja, eine Spende hat es gegeben! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Leichtfried.) – Der ist dagesessen und hat gesagt: Frau Abgeordnete, wissen Sie, was meine Tochter für eine Qualifikation hat? Da muss doch die Öbag dankbar sein, wenn sie ihre Expertise im Aufsichtsrat zur Verfügung stellt! (Abg. Leichtfried: Die Öbag war auch beim Schmid dankbar!)
Abg. Bösch: Stimmt es so oder nicht? – Abg. Belakowitsch: Die Zufälle in der ÖVP! – Abg. Stögmüller: Na ja, eine Spende hat es gegeben! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Leichtfried.
Wenn Sie sich an den alten Herrn Ortner erinnern, ein 76-jähriger Mann, der trotz seiner Erkrankung dem Parlament den Respekt erwiesen hat, von Innsbruck hierher zu fahren und das auf sich zu nehmen (Abg. Belakowitsch: Was heißt Respekt erwiesen?! Er war Auskunftsperson!): Dem hat doch glatt eine Abgeordnete am Schluss seiner Einvernahme hingeworfen: Na ja, Sie haben doch mit Ihrer Spende eine Aufsichtsratsposition für Ihre Tochter gekauft! (Abg. Bösch: Stimmt es so oder nicht? – Abg. Belakowitsch: Die Zufälle in der ÖVP! – Abg. Stögmüller: Na ja, eine Spende hat es gegeben! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Leichtfried.) – Der ist dagesessen und hat gesagt: Frau Abgeordnete, wissen Sie, was meine Tochter für eine Qualifikation hat? Da muss doch die Öbag dankbar sein, wenn sie ihre Expertise im Aufsichtsrat zur Verfügung stellt! (Abg. Leichtfried: Die Öbag war auch beim Schmid dankbar!)
Abg. Leichtfried: Die Öbag war auch beim Schmid dankbar!
Wenn Sie sich an den alten Herrn Ortner erinnern, ein 76-jähriger Mann, der trotz seiner Erkrankung dem Parlament den Respekt erwiesen hat, von Innsbruck hierher zu fahren und das auf sich zu nehmen (Abg. Belakowitsch: Was heißt Respekt erwiesen?! Er war Auskunftsperson!): Dem hat doch glatt eine Abgeordnete am Schluss seiner Einvernahme hingeworfen: Na ja, Sie haben doch mit Ihrer Spende eine Aufsichtsratsposition für Ihre Tochter gekauft! (Abg. Bösch: Stimmt es so oder nicht? – Abg. Belakowitsch: Die Zufälle in der ÖVP! – Abg. Stögmüller: Na ja, eine Spende hat es gegeben! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Leichtfried.) – Der ist dagesessen und hat gesagt: Frau Abgeordnete, wissen Sie, was meine Tochter für eine Qualifikation hat? Da muss doch die Öbag dankbar sein, wenn sie ihre Expertise im Aufsichtsrat zur Verfügung stellt! (Abg. Leichtfried: Die Öbag war auch beim Schmid dankbar!)
Abg. Stögmüller: Einen Beweis hat es ja gegeben! – Abg. Belakowitsch: Zufälle in der ÖVP! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.
Da sitzt Kollegin Niss: Im Zuge des gleichen Redebeitrags – nur damit Sie ein bisschen wissen, was es auch gegeben hat – fiel auch der Satz: Na ja, Herr Mitterbauer hat auch gespendet, darum sitzt seine Tochter jetzt im Nationalrat! (Abg. Stögmüller: Einen Beweis hat es ja gegeben! – Abg. Belakowitsch: Zufälle in der ÖVP! – Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Beifall bei der ÖVP.
Meine Damen und Herren, das sind diese Ungeheuerlichkeiten. Beide Damen haben übrigens Ausbildungen im technischen und wirtschaftlichen Bereich, mit denen ich mich persönlich nicht messen kann. Ich hoffe, dass all jene von Ihnen, die ein privates Unternehmen von innen noch nie gesehen haben, in der Lage sind, sich mit ihnen zu messen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: ... na schau dich an, was der Wahlkampf nicht alles bringt! Klaus Fürlinger, der Feminist! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Matznetter.
Es ist die alte Leier: Wenn die Frauen der richtigen Fraktion angehören, sind sie Frauen, wenn sie der ÖVP angehören, sind sie Töchter und Gattinnen. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: ... na schau dich an, was der Wahlkampf nicht alles bringt! Klaus Fürlinger, der Feminist! – Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Matznetter.)
Abg. Belakowitsch: Aber wo sind jetzt die Spender?
Das, meine Damen und Herren, sind die Parteien, deren Frontleute hier heraußen die Menschenrechte, die Grundrechte und die Frauenrechte ganz hoch halten und gleichzeitig aber sagen, die Rechte kommen nur den einen zu, aber nicht den anderen. (Abg. Belakowitsch: Aber wo sind jetzt die Spender?) Das ist dieses etwas pervertierte Toleranzversprechen, wie es Martin Kolozs, ein katholischer Publizist, zuletzt in der „Presse“ einmal geschrieben hat: „als Beobachter und Mitglied einer Gesellschaft, die sich nach außen hin als tolerant, vorurteilsfrei und auf die Würde und Rechte des/der Einzelnen bedacht gibt, stelle ich fest, dass das Meiste davon nur müde Versprechen, leere Worthülsen und ohne eine Gültigkeit für diejenigen ist, die auf der anderen Seite einer ideologischen Demarkationslinie stehen.“ (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Das, meine Damen und Herren, sind die Parteien, deren Frontleute hier heraußen die Menschenrechte, die Grundrechte und die Frauenrechte ganz hoch halten und gleichzeitig aber sagen, die Rechte kommen nur den einen zu, aber nicht den anderen. (Abg. Belakowitsch: Aber wo sind jetzt die Spender?) Das ist dieses etwas pervertierte Toleranzversprechen, wie es Martin Kolozs, ein katholischer Publizist, zuletzt in der „Presse“ einmal geschrieben hat: „als Beobachter und Mitglied einer Gesellschaft, die sich nach außen hin als tolerant, vorurteilsfrei und auf die Würde und Rechte des/der Einzelnen bedacht gibt, stelle ich fest, dass das Meiste davon nur müde Versprechen, leere Worthülsen und ohne eine Gültigkeit für diejenigen ist, die auf der anderen Seite einer ideologischen Demarkationslinie stehen.“ (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Stögmüller.
Das ist das, was wir in diesem Ausschuss über gut ein Jahr erlebt haben, das hatte mit Aufklärung nichts zu tun. Wenn man als Anwalt mit ein bisschen rechtlicher Vorbildung und der Logik verpflichtet in diesem Ausschuss gesessen ist, meine Damen und Herren, so zeigte sich: Die ersten drei Monate waren so etwas wie intellektuelles Waterboarding. (Zwischenrufe der Abgeordneten Hafenecker und Stögmüller.) Man hatte ständig das Gefühl, geistig in Unlogik, in Verdächtigung, in Verleumdung zu ersticken. Nach drei Monaten, meine Damen und Herren, habe ich es dann doch irgendwie geschafft, mich
Zwischenruf des Abg. Matznetter.
über diese Dinge hinwegzusetzen. Ich wollte eigentlich in der Politik nie das Gefühl haben, dass ich das tun muss: dass ich mir eine Hornhaut am Ohr zulegen muss gegen all diese Dinge, die passiert sind. (Zwischenruf des Abg. Matznetter.)
Abg. Stögmüller: Türkis-Blau hat den Schaden angerichtet, nicht der Untersuchungsausschuss! Sie haben die Koalition zu verantworten!
Und was ist passiert, meine Damen und Herren? – Am Ende, mein Gebieter, dieser Schlacht – das ist der Auftakt zur Schlusssequenz eines Stückes von Shakespeare, im Originaltitel „Much Ado About Nothing“, „Viel Lärm um Nichts“ –: Alles, was Sie gemacht haben, meine Damen und Herren, ist, dass Sie ein Jahr lang Schaden für die Politik angerichtet haben. Ich frage mich: Wo ist der Nutzen? (Abg. Stögmüller: Türkis-Blau hat den Schaden angerichtet, nicht der Untersuchungsausschuss! Sie haben die Koalition zu verantworten!) Die politische Landschaft ist nach wie vor die gleiche wie vorher. Das sagen nicht nur Umfragen, sondern das sagen uns auch die Leute.
Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Bei Ihnen werden nur Einzelne besser! Denen geht es ja nur um die Freunde!
Politik, meine Damen und Herren, darunter verstehe ich Positives und Gestalten, Politik ist nicht – und wer das zum Ziel hat, ist in der Politik fehl am Platz –, das Leben einzelner Menschen schlechter, sondern das möglichst aller besser zu machen. Dafür sollten wir arbeiten. – Danke. (Anhaltender Beifall und Bravorufe bei der ÖVP. – Abg. Stögmüller: Bei Ihnen werden nur Einzelne besser! Denen geht es ja nur um die Freunde!)
Abg. Stögmüller: War der Fürlinger auch schon immer so?
Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Nurten Yılmaz. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Stögmüller: War der Fürlinger auch schon immer so?)
Abg. Leichtfried: Der war der Schlechteste!
Abgeordnete Nurten Yılmaz (SPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Werte Kolleginnen und Kollegen! Vor mir haben 15 Rednerinnen und Redner zum Thema das Wort ergriffen, darunter vier Abgeordnete der ÖVP: Herr Gödl, Herr Hanger, Frau Kaufmann und Herr Fürlinger. (Abg. Leichtfried: Der war der Schlechteste!) Das sind die vier Abgeordneten, die überhaupt keine Einsicht in Bezug darauf gezeigt haben, was da alles falsch gelaufen ist. Die VertreterInnen der Oppositionsparteien und einer Regierungspartei haben voller Entsetzen die Erkenntnisse wiedergegeben. Die einzige Partei, die es nicht einsieht, ist die ÖVP.
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Zarits: Waren wir in Ibiza oder was? – Abg. Schmuckenschlager: Für was? – Ruf bei der ÖVP: Wer war in Ibiza?
Jetzt kann man mir vieles nachsagen und unterstellen, aber sicher keine Nähe zur FPÖ. Sehr geehrte Damen und Herren, eines muss ich hier aber schon erwähnen: Die Herren Gudenus und Strache schämen sich heute noch dafür, was sie gesagt haben, dafür, was nicht alles an die Öffentlichkeit gekommen ist, sie haben sich auch x-mal entschuldigt. Nur Sie nicht! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen. – Abg. Zarits: Waren wir in Ibiza oder was? – Abg. Schmuckenschlager: Für was? – Ruf bei der ÖVP: Wer war in Ibiza?)
Beifall bei der SPÖ.
Es ist ein Wahnsinn, was wir alles erfahren haben! Herr Fürlinger, bei der ÖVP sind ja nicht nur Töchter – das ist ja nachgewiesen –, Lebensgefährtinnen, Ehefrauen - -, aber vor allem steuerbar mussten sie sein. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt Frauen, die heute Ministerinnen sind, über die Sie den Mund aufgerissen haben. Das ist ja wirklich zum Fremdschämen! (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Gerstl
Die Zeitschrift „Profil“ hat eine Umfrage machen lassen: Ist ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss ein probates Mittel, um politische Korruption aufzudecken? – 54 Prozent der österreichischen Bevölkerung sagen Ja, aber die ÖVP will das einfach nicht einsehen. Die ÖVP sagt: Nein, da war nichts (Zwischenruf des Abg. Gerstl), Unterstellungen, Falsch- - Herr Hanger nickt, das wundert mich jetzt. (Abg. Hanger: Es sind Unterstellungen ...!) – Hören Sie: Wieso ist eigentlich Herr Pilnacek suspendiert
Abg. Hanger: Es sind Unterstellungen ...!
Die Zeitschrift „Profil“ hat eine Umfrage machen lassen: Ist ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss ein probates Mittel, um politische Korruption aufzudecken? – 54 Prozent der österreichischen Bevölkerung sagen Ja, aber die ÖVP will das einfach nicht einsehen. Die ÖVP sagt: Nein, da war nichts (Zwischenruf des Abg. Gerstl), Unterstellungen, Falsch- - Herr Hanger nickt, das wundert mich jetzt. (Abg. Hanger: Es sind Unterstellungen ...!) – Hören Sie: Wieso ist eigentlich Herr Pilnacek suspendiert
Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Hanger: Das hat nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun!
worden? Was glauben Sie? (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Hanger: Das hat nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun!) – Nein, aber es ist rausgekommen. Wieso ist Herr Schmid nicht Öbag-Generaldirektor? Wieso ist er es nicht? Unterstellungen? (Abg. Hanger: ... Pilnacek hat nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun! – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.) – Aha, das ist alles so nebenbei passiert. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) – Es ist alles nur nebenbei passiert.
Abg. Hanger: ... Pilnacek hat nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun! – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.
worden? Was glauben Sie? (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Hanger: Das hat nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun!) – Nein, aber es ist rausgekommen. Wieso ist Herr Schmid nicht Öbag-Generaldirektor? Wieso ist er es nicht? Unterstellungen? (Abg. Hanger: ... Pilnacek hat nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun! – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.) – Aha, das ist alles so nebenbei passiert. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) – Es ist alles nur nebenbei passiert.
Ruf bei der ÖVP: Ja!
worden? Was glauben Sie? (Beifall bei SPÖ und NEOS. – Abg. Hanger: Das hat nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun!) – Nein, aber es ist rausgekommen. Wieso ist Herr Schmid nicht Öbag-Generaldirektor? Wieso ist er es nicht? Unterstellungen? (Abg. Hanger: ... Pilnacek hat nichts mit dem Untersuchungsgegenstand zu tun! – Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen.) – Aha, das ist alles so nebenbei passiert. (Ruf bei der ÖVP: Ja!) – Es ist alles nur nebenbei passiert.
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist schwer, mit so trotzigen, uneinsichtigen Menschen wirklich ernsthaft zu diskutieren! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich entschuldige mich dafür, das gehört sich nicht. Ich mache mir jetzt schon Sorgen, wenn wir über die Reform der Untersuchungsausschüsse mit Ihnen diskutieren wollen. (Abg. Haubner: Ich mache mir Sorgen um die SPÖ ... Zustand!)
Abg. Haubner: Ich mache mir Sorgen um die SPÖ ... Zustand!
Sehr geehrte Damen und Herren, es ist schwer, mit so trotzigen, uneinsichtigen Menschen wirklich ernsthaft zu diskutieren! (Zwischenrufe bei der ÖVP.) – Ich entschuldige mich dafür, das gehört sich nicht. Ich mache mir jetzt schon Sorgen, wenn wir über die Reform der Untersuchungsausschüsse mit Ihnen diskutieren wollen. (Abg. Haubner: Ich mache mir Sorgen um die SPÖ ... Zustand!)
Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.
Was wirklich ganz, ganz enorm schade ist: Ab heute dürfen wir die Akten und das Nachgelieferte nicht mehr anschauen. Es ist wirklich ein Wahnsinn! Der Herr Finanzminister hat tatsächlich erfolgreich verhindert, dass wir damit noch arbeiten können. Wir haben heute schon ein Mail von der Parlamentsdirektion bekommen, dass wir das nicht mehr anschauen dürfen. Wir haben einen Antrag eingebracht, dass das, was wir bis jetzt gesehen haben, nicht geschreddert wird. Es wäre vielleicht einmal ein Beitrag der Grünen, wäre ein kleiner Beitrag der Grünen – ich meine, Sie wollen ja, dass wir weiter untersuchen –, diesen Antrag zu unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Ja, es sind Lehrjahre der Parlamentspartei der Grünen, aber wir haben nicht viel Zeit. Also jetzt müssten Sie schon wirklich wissen, mit wem Sie da koalieren. (Ruf bei den Grünen: Ja!) – Ja, ich hoffe, Sie haben verstanden, was ich meine. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Krisper und Leichtfried. – Abg. Haubner: Das war schwierig!) – Ja, das war schwierig. Nein, ich tue mir jetzt sehr schwer mit euch, ihr versteht nämlich wirklich gar nichts, aber gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Ruf bei den Grünen: Ja!
Was wirklich ganz, ganz enorm schade ist: Ab heute dürfen wir die Akten und das Nachgelieferte nicht mehr anschauen. Es ist wirklich ein Wahnsinn! Der Herr Finanzminister hat tatsächlich erfolgreich verhindert, dass wir damit noch arbeiten können. Wir haben heute schon ein Mail von der Parlamentsdirektion bekommen, dass wir das nicht mehr anschauen dürfen. Wir haben einen Antrag eingebracht, dass das, was wir bis jetzt gesehen haben, nicht geschreddert wird. Es wäre vielleicht einmal ein Beitrag der Grünen, wäre ein kleiner Beitrag der Grünen – ich meine, Sie wollen ja, dass wir weiter untersuchen –, diesen Antrag zu unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Ja, es sind Lehrjahre der Parlamentspartei der Grünen, aber wir haben nicht viel Zeit. Also jetzt müssten Sie schon wirklich wissen, mit wem Sie da koalieren. (Ruf bei den Grünen: Ja!) – Ja, ich hoffe, Sie haben verstanden, was ich meine. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Krisper und Leichtfried. – Abg. Haubner: Das war schwierig!) – Ja, das war schwierig. Nein, ich tue mir jetzt sehr schwer mit euch, ihr versteht nämlich wirklich gar nichts, aber gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Krisper und Leichtfried. – Abg. Haubner: Das war schwierig!
Was wirklich ganz, ganz enorm schade ist: Ab heute dürfen wir die Akten und das Nachgelieferte nicht mehr anschauen. Es ist wirklich ein Wahnsinn! Der Herr Finanzminister hat tatsächlich erfolgreich verhindert, dass wir damit noch arbeiten können. Wir haben heute schon ein Mail von der Parlamentsdirektion bekommen, dass wir das nicht mehr anschauen dürfen. Wir haben einen Antrag eingebracht, dass das, was wir bis jetzt gesehen haben, nicht geschreddert wird. Es wäre vielleicht einmal ein Beitrag der Grünen, wäre ein kleiner Beitrag der Grünen – ich meine, Sie wollen ja, dass wir weiter untersuchen –, diesen Antrag zu unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Ja, es sind Lehrjahre der Parlamentspartei der Grünen, aber wir haben nicht viel Zeit. Also jetzt müssten Sie schon wirklich wissen, mit wem Sie da koalieren. (Ruf bei den Grünen: Ja!) – Ja, ich hoffe, Sie haben verstanden, was ich meine. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Krisper und Leichtfried. – Abg. Haubner: Das war schwierig!) – Ja, das war schwierig. Nein, ich tue mir jetzt sehr schwer mit euch, ihr versteht nämlich wirklich gar nichts, aber gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was wirklich ganz, ganz enorm schade ist: Ab heute dürfen wir die Akten und das Nachgelieferte nicht mehr anschauen. Es ist wirklich ein Wahnsinn! Der Herr Finanzminister hat tatsächlich erfolgreich verhindert, dass wir damit noch arbeiten können. Wir haben heute schon ein Mail von der Parlamentsdirektion bekommen, dass wir das nicht mehr anschauen dürfen. Wir haben einen Antrag eingebracht, dass das, was wir bis jetzt gesehen haben, nicht geschreddert wird. Es wäre vielleicht einmal ein Beitrag der Grünen, wäre ein kleiner Beitrag der Grünen – ich meine, Sie wollen ja, dass wir weiter untersuchen –, diesen Antrag zu unterstützen. (Zwischenruf des Abg. Jakob Schwarz.) Ja, es sind Lehrjahre der Parlamentspartei der Grünen, aber wir haben nicht viel Zeit. Also jetzt müssten Sie schon wirklich wissen, mit wem Sie da koalieren. (Ruf bei den Grünen: Ja!) – Ja, ich hoffe, Sie haben verstanden, was ich meine. (Heiterkeit bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abgeordneten Krisper und Leichtfried. – Abg. Haubner: Das war schwierig!) – Ja, das war schwierig. Nein, ich tue mir jetzt sehr schwer mit euch, ihr versteht nämlich wirklich gar nichts, aber gut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.
Wir werden auf jeden Fall weiterarbeiten, und es wird noch so vieles ans Licht kommen, dass Sie sich noch warm anziehen müssen! – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS. – Heiterkeit und Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Zarits: Das sagen Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber zur Sache selber: Ich habe ja Angst, dass „Die Tagespresse“ nicht nur Kollegen Hanger, sondern möglicherweise auch andere ÖVP-Kollegen klagen könnte, nämlich mit der Aufforderung, eine Plakette mit der Aufschrift Satiriker zu tragen, wenn sie Aussagen zu diesem Thema machen. (Abg. Zarits: Das sagen Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Problem ist nur, die Sache ist leider viel zu ernst. (Abg. Zarits: Der Zustand der SPÖ ist auch ernst!) – Nein, den Zustand erkläre ich Ihnen gern, Herr Kollege. Haben Sie schon einmal nachgedacht, gegen wen derzeit als Beschuldigte ermittelt wird? Haben Sie eine Sekunde darüber nachgedacht, dass sich darunter zwei Vizekanzler befinden, zwei Finanzminister befinden – der amtierende Bundeskanzler, der amtierende Finanzminister –, und das sind die Kinkerlitzchen? (Abg. Michael Hammer: ... Doskozil! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Zarits: Der Zustand der SPÖ ist auch ernst!
Aber zur Sache selber: Ich habe ja Angst, dass „Die Tagespresse“ nicht nur Kollegen Hanger, sondern möglicherweise auch andere ÖVP-Kollegen klagen könnte, nämlich mit der Aufforderung, eine Plakette mit der Aufschrift Satiriker zu tragen, wenn sie Aussagen zu diesem Thema machen. (Abg. Zarits: Das sagen Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Problem ist nur, die Sache ist leider viel zu ernst. (Abg. Zarits: Der Zustand der SPÖ ist auch ernst!) – Nein, den Zustand erkläre ich Ihnen gern, Herr Kollege. Haben Sie schon einmal nachgedacht, gegen wen derzeit als Beschuldigte ermittelt wird? Haben Sie eine Sekunde darüber nachgedacht, dass sich darunter zwei Vizekanzler befinden, zwei Finanzminister befinden – der amtierende Bundeskanzler, der amtierende Finanzminister –, und das sind die Kinkerlitzchen? (Abg. Michael Hammer: ... Doskozil! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: ... Doskozil! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Aber zur Sache selber: Ich habe ja Angst, dass „Die Tagespresse“ nicht nur Kollegen Hanger, sondern möglicherweise auch andere ÖVP-Kollegen klagen könnte, nämlich mit der Aufforderung, eine Plakette mit der Aufschrift Satiriker zu tragen, wenn sie Aussagen zu diesem Thema machen. (Abg. Zarits: Das sagen Sie! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das Problem ist nur, die Sache ist leider viel zu ernst. (Abg. Zarits: Der Zustand der SPÖ ist auch ernst!) – Nein, den Zustand erkläre ich Ihnen gern, Herr Kollege. Haben Sie schon einmal nachgedacht, gegen wen derzeit als Beschuldigte ermittelt wird? Haben Sie eine Sekunde darüber nachgedacht, dass sich darunter zwei Vizekanzler befinden, zwei Finanzminister befinden – der amtierende Bundeskanzler, der amtierende Finanzminister –, und das sind die Kinkerlitzchen? (Abg. Michael Hammer: ... Doskozil! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Melchior.
Meine Damen und Herren! Da haben Sie in anderen Regionen dieser Welt - - – unfassbar! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Melchior.)
Zwischenruf bei der ÖVP
Wie oft – allein in dieser Debatte – Bezug genommen wird auf den Ausdruck: „Du bist Familie“, also das Originalzitat lautet ja – Blümel schreibt das Thomas Schmid im Februar 2019 auf einen Wunsch hin –: „Keine Sorge! Du bist Familie“. – Jetzt wollen wir keinen DNA-Test mit Ihnen machen, ich bezweifle die unmittelbare Verwandtschaft (Zwischenruf bei der ÖVP), sondern wir müssen uns diesem Begriff ein bisschen nähern. Staat im Staate haben einige hier gesagt. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Das war schon Spinoza, der die Frage des „imperium in imperio“ hatte, wenn man nämlich innerhalb einer Gesellschaft eine eigene Organisation aufbaut, mit dem Ziel, alle anderen zu steuern.
Zwischenruf des Abg. Stögmüller.
Wie oft – allein in dieser Debatte – Bezug genommen wird auf den Ausdruck: „Du bist Familie“, also das Originalzitat lautet ja – Blümel schreibt das Thomas Schmid im Februar 2019 auf einen Wunsch hin –: „Keine Sorge! Du bist Familie“. – Jetzt wollen wir keinen DNA-Test mit Ihnen machen, ich bezweifle die unmittelbare Verwandtschaft (Zwischenruf bei der ÖVP), sondern wir müssen uns diesem Begriff ein bisschen nähern. Staat im Staate haben einige hier gesagt. (Zwischenruf des Abg. Stögmüller.) Das war schon Spinoza, der die Frage des „imperium in imperio“ hatte, wenn man nämlich innerhalb einer Gesellschaft eine eigene Organisation aufbaut, mit dem Ziel, alle anderen zu steuern.
Abg. Hanger: Sensationelle Rede!
Wo haben wir andere Begriffe für Familie? Schauen wir in Wikipedia: „Die Familie ist dabei die Basisorganisation [...], die ein Territorium kontrolliert (eine Ortschaft, ein Gebiet von Ortschaften oder ein Stadtviertel). Die Größe der einzelnen Familien variiert stark.“ (Abg. Hanger: Sensationelle Rede!) Wissen Sie, wofür das (ein Schriftstück in die Höhe haltend) der Wikipedia-Eintrag ist? – Zum Thema Cosa Nostra. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Und ehrlich gesagt, liebe Freunde von der ÖVP, dort will ich keine einzige Partei in diesem Hause sehen (Zwischenruf des Abg. Gerstl), vor allem nicht eine, die zu jenen zählt, die an der Wiedererrichtung der Republik beteiligt waren.
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Wo haben wir andere Begriffe für Familie? Schauen wir in Wikipedia: „Die Familie ist dabei die Basisorganisation [...], die ein Territorium kontrolliert (eine Ortschaft, ein Gebiet von Ortschaften oder ein Stadtviertel). Die Größe der einzelnen Familien variiert stark.“ (Abg. Hanger: Sensationelle Rede!) Wissen Sie, wofür das (ein Schriftstück in die Höhe haltend) der Wikipedia-Eintrag ist? – Zum Thema Cosa Nostra. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Und ehrlich gesagt, liebe Freunde von der ÖVP, dort will ich keine einzige Partei in diesem Hause sehen (Zwischenruf des Abg. Gerstl), vor allem nicht eine, die zu jenen zählt, die an der Wiedererrichtung der Republik beteiligt waren.
Zwischenruf des Abg. Gerstl
Wo haben wir andere Begriffe für Familie? Schauen wir in Wikipedia: „Die Familie ist dabei die Basisorganisation [...], die ein Territorium kontrolliert (eine Ortschaft, ein Gebiet von Ortschaften oder ein Stadtviertel). Die Größe der einzelnen Familien variiert stark.“ (Abg. Hanger: Sensationelle Rede!) Wissen Sie, wofür das (ein Schriftstück in die Höhe haltend) der Wikipedia-Eintrag ist? – Zum Thema Cosa Nostra. (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Und ehrlich gesagt, liebe Freunde von der ÖVP, dort will ich keine einzige Partei in diesem Hause sehen (Zwischenruf des Abg. Gerstl), vor allem nicht eine, die zu jenen zählt, die an der Wiedererrichtung der Republik beteiligt waren.
Abg. Michael Hammer: Was ... muss raus!
Sie müssen aufpassen, wo Sie hinkommen! Damals, als dieses Projekt Ballhausplatz umgesetzt wurde – jetzt schaue ich auf die wenigen Überlebenden der schwarzen ÖVP, die es noch gibt (Abg. Michael Hammer: Was ... muss raus!), schaue ich auf die wenigen Überlebenden –, da hätte es euch schon auffallen müssen! Jemand, der nur Parteiobmann wird, wenn er bis zur Landesliste hinunter bestimmen kann, wer es wird, und dann der große Austausch stattfindet (Ruf bei der ÖVP: Das geht euch eh nichts an! –
Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.
weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – da hättet ihr euch schon erstmals Sorgen machen müssen, und zwar nicht über die Österreichische Volkspartei, sondern über das Land. (Beifall bei der SPÖ. – Neuerliche Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Und es geht immer weiter. Was wir hier sehen, ist eine Gruppe, die diesen Begriff Familie nützt; sie hat die ÖVP übernommen, sie hat das Land übernommen und sie will auf diesem Wege weitermachen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und dazu würde sie am liebsten auch die Justiz abdrehen und den Untersuchungsausschuss abdrehen und alle Instrumente abdrehen. Warum, Herr Kollege Hanger, machen Sie sich zur nützlichen Schachfigur? Emanzipieren Sie sich doch davon! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Sebastian Kurz ist nicht der Generalissimo. Und da Sie lachen: Reden Sie einmal mit Ihren Kollegen, den Republikanern, wie weit die gekommen sind, wenn eine Partei übernommen wird (Abg. Pfurtscheller: Na bitte! – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn! Geh, jetzt hör einmal auf, jetzt tut’s dann einmal! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – ob sie noch frei abstimmen können, ob das Kapitol untersucht wird.
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.
Und es geht immer weiter. Was wir hier sehen, ist eine Gruppe, die diesen Begriff Familie nützt; sie hat die ÖVP übernommen, sie hat das Land übernommen und sie will auf diesem Wege weitermachen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und dazu würde sie am liebsten auch die Justiz abdrehen und den Untersuchungsausschuss abdrehen und alle Instrumente abdrehen. Warum, Herr Kollege Hanger, machen Sie sich zur nützlichen Schachfigur? Emanzipieren Sie sich doch davon! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Sebastian Kurz ist nicht der Generalissimo. Und da Sie lachen: Reden Sie einmal mit Ihren Kollegen, den Republikanern, wie weit die gekommen sind, wenn eine Partei übernommen wird (Abg. Pfurtscheller: Na bitte! – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn! Geh, jetzt hör einmal auf, jetzt tut’s dann einmal! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – ob sie noch frei abstimmen können, ob das Kapitol untersucht wird.
Abg. Pfurtscheller: Na bitte! – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn! Geh, jetzt hör einmal auf, jetzt tut’s dann einmal! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Und es geht immer weiter. Was wir hier sehen, ist eine Gruppe, die diesen Begriff Familie nützt; sie hat die ÖVP übernommen, sie hat das Land übernommen und sie will auf diesem Wege weitermachen. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Und dazu würde sie am liebsten auch die Justiz abdrehen und den Untersuchungsausschuss abdrehen und alle Instrumente abdrehen. Warum, Herr Kollege Hanger, machen Sie sich zur nützlichen Schachfigur? Emanzipieren Sie sich doch davon! (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP.) Sebastian Kurz ist nicht der Generalissimo. Und da Sie lachen: Reden Sie einmal mit Ihren Kollegen, den Republikanern, wie weit die gekommen sind, wenn eine Partei übernommen wird (Abg. Pfurtscheller: Na bitte! – Abg. Wöginger: So ein Blödsinn! Geh, jetzt hör einmal auf, jetzt tut’s dann einmal! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP) – ob sie noch frei abstimmen können, ob das Kapitol untersucht wird.
Abg. Wöginger: Es reicht jetzt!
Fragen Sie sie einmal! Reden Sie mit den ehemaligen Parteikollegen von der Fidesz! (Abg. Wöginger: Es reicht jetzt!) Sprechen Sie mit denen! (Abg. Wöginger: Übernommen wird, ja, kannst eh ...!) – Wie sollen wir es – wenn man ein Projekt über zwei Jahre hat – denn sonst nennen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ein so ein Schwachsinn!) – Der Herr Wöginger, der nicht dabei war, als wir den Mitterlehner gehört haben (Abg. Wöginger: Ja, ja!), wie es abgelaufen ist. Fragt Reinhold Mitterlehner! Anstand und Haltung haben nicht gewonnen in der ÖVP, leider ist es das Gegenteil. (Abg. Wöginger: Das kannst in der SPÖ-Sitzung erzählen, den Quargel da! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Übernommen wird, ja, kannst eh ...!
Fragen Sie sie einmal! Reden Sie mit den ehemaligen Parteikollegen von der Fidesz! (Abg. Wöginger: Es reicht jetzt!) Sprechen Sie mit denen! (Abg. Wöginger: Übernommen wird, ja, kannst eh ...!) – Wie sollen wir es – wenn man ein Projekt über zwei Jahre hat – denn sonst nennen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ein so ein Schwachsinn!) – Der Herr Wöginger, der nicht dabei war, als wir den Mitterlehner gehört haben (Abg. Wöginger: Ja, ja!), wie es abgelaufen ist. Fragt Reinhold Mitterlehner! Anstand und Haltung haben nicht gewonnen in der ÖVP, leider ist es das Gegenteil. (Abg. Wöginger: Das kannst in der SPÖ-Sitzung erzählen, den Quargel da! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ein so ein Schwachsinn!
Fragen Sie sie einmal! Reden Sie mit den ehemaligen Parteikollegen von der Fidesz! (Abg. Wöginger: Es reicht jetzt!) Sprechen Sie mit denen! (Abg. Wöginger: Übernommen wird, ja, kannst eh ...!) – Wie sollen wir es – wenn man ein Projekt über zwei Jahre hat – denn sonst nennen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ein so ein Schwachsinn!) – Der Herr Wöginger, der nicht dabei war, als wir den Mitterlehner gehört haben (Abg. Wöginger: Ja, ja!), wie es abgelaufen ist. Fragt Reinhold Mitterlehner! Anstand und Haltung haben nicht gewonnen in der ÖVP, leider ist es das Gegenteil. (Abg. Wöginger: Das kannst in der SPÖ-Sitzung erzählen, den Quargel da! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Ja, ja!
Fragen Sie sie einmal! Reden Sie mit den ehemaligen Parteikollegen von der Fidesz! (Abg. Wöginger: Es reicht jetzt!) Sprechen Sie mit denen! (Abg. Wöginger: Übernommen wird, ja, kannst eh ...!) – Wie sollen wir es – wenn man ein Projekt über zwei Jahre hat – denn sonst nennen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ein so ein Schwachsinn!) – Der Herr Wöginger, der nicht dabei war, als wir den Mitterlehner gehört haben (Abg. Wöginger: Ja, ja!), wie es abgelaufen ist. Fragt Reinhold Mitterlehner! Anstand und Haltung haben nicht gewonnen in der ÖVP, leider ist es das Gegenteil. (Abg. Wöginger: Das kannst in der SPÖ-Sitzung erzählen, den Quargel da! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Wöginger: Das kannst in der SPÖ-Sitzung erzählen, den Quargel da! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Fragen Sie sie einmal! Reden Sie mit den ehemaligen Parteikollegen von der Fidesz! (Abg. Wöginger: Es reicht jetzt!) Sprechen Sie mit denen! (Abg. Wöginger: Übernommen wird, ja, kannst eh ...!) – Wie sollen wir es – wenn man ein Projekt über zwei Jahre hat – denn sonst nennen? (Beifall bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Wöginger: Ein so ein Schwachsinn!) – Der Herr Wöginger, der nicht dabei war, als wir den Mitterlehner gehört haben (Abg. Wöginger: Ja, ja!), wie es abgelaufen ist. Fragt Reinhold Mitterlehner! Anstand und Haltung haben nicht gewonnen in der ÖVP, leider ist es das Gegenteil. (Abg. Wöginger: Das kannst in der SPÖ-Sitzung erzählen, den Quargel da! – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Melchior
Ich wünsche der ÖVP, dass sie sich eines Tages davon befreien kann (Zwischenruf des Abg. Melchior), und zwar befreien kann, bevor sie das Schicksal der Democrazia Cristiana der Achtzigerjahre erleidet. Dort hat es auch so angefangen (Abg. Wöginger: Das kannst daheim erzählen, den Quargel da! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), da wurde auch die Justiz beschimpft und am Ende hat das Land keine DC mehr gehabt, sondern den Berlusconi. (Abg. Wöginger: Ja, ja!) Das wünsche ich mir nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Das kannst daheim erzählen, den Quargel da! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP
Ich wünsche der ÖVP, dass sie sich eines Tages davon befreien kann (Zwischenruf des Abg. Melchior), und zwar befreien kann, bevor sie das Schicksal der Democrazia Cristiana der Achtzigerjahre erleidet. Dort hat es auch so angefangen (Abg. Wöginger: Das kannst daheim erzählen, den Quargel da! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), da wurde auch die Justiz beschimpft und am Ende hat das Land keine DC mehr gehabt, sondern den Berlusconi. (Abg. Wöginger: Ja, ja!) Das wünsche ich mir nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Ja, ja!
Ich wünsche der ÖVP, dass sie sich eines Tages davon befreien kann (Zwischenruf des Abg. Melchior), und zwar befreien kann, bevor sie das Schicksal der Democrazia Cristiana der Achtzigerjahre erleidet. Dort hat es auch so angefangen (Abg. Wöginger: Das kannst daheim erzählen, den Quargel da! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), da wurde auch die Justiz beschimpft und am Ende hat das Land keine DC mehr gehabt, sondern den Berlusconi. (Abg. Wöginger: Ja, ja!) Das wünsche ich mir nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich wünsche der ÖVP, dass sie sich eines Tages davon befreien kann (Zwischenruf des Abg. Melchior), und zwar befreien kann, bevor sie das Schicksal der Democrazia Cristiana der Achtzigerjahre erleidet. Dort hat es auch so angefangen (Abg. Wöginger: Das kannst daheim erzählen, den Quargel da! – weitere Zwischenrufe bei der ÖVP), da wurde auch die Justiz beschimpft und am Ende hat das Land keine DC mehr gehabt, sondern den Berlusconi. (Abg. Wöginger: Ja, ja!) Das wünsche ich mir nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wöginger: Ja, ja, um das geht es ja!
Daher meine Bitte: Die jungen Burschen, die das übernommen haben (Abg. Wöginger: Ja, ja, um das geht es ja!), entfernen und durch Fachleute ersetzen! (Abg. Wöginger: Um das geht es ja, net!?) – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer – in Richtung SPÖ –: Passt auf, dass ihr am Sonntag nicht wieder eine am Deckel kriegt! Sonntag geht es wieder bergab mit der SPÖ!)
Abg. Wöginger: Um das geht es ja, net!?
Daher meine Bitte: Die jungen Burschen, die das übernommen haben (Abg. Wöginger: Ja, ja, um das geht es ja!), entfernen und durch Fachleute ersetzen! (Abg. Wöginger: Um das geht es ja, net!?) – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer – in Richtung SPÖ –: Passt auf, dass ihr am Sonntag nicht wieder eine am Deckel kriegt! Sonntag geht es wieder bergab mit der SPÖ!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer – in Richtung SPÖ –: Passt auf, dass ihr am Sonntag nicht wieder eine am Deckel kriegt! Sonntag geht es wieder bergab mit der SPÖ!
Daher meine Bitte: Die jungen Burschen, die das übernommen haben (Abg. Wöginger: Ja, ja, um das geht es ja!), entfernen und durch Fachleute ersetzen! (Abg. Wöginger: Um das geht es ja, net!?) – Danke, meine Damen und Herren! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Michael Hammer – in Richtung SPÖ –: Passt auf, dass ihr am Sonntag nicht wieder eine am Deckel kriegt! Sonntag geht es wieder bergab mit der SPÖ!)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prinz: Es hat aber noch keiner gesagt, dass er nicht geimpft ist! – Ruf bei der ÖVP: Na, sind Sie jetzt geimpft oder nicht?
Abgeordneter Mag. Gerhard Kaniak (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Bevor wir uns der normalen Tagesordnung zuwenden können, möchte ich an dieser Stelle schon noch meine sehr große Verwunderung gegenüber sehr vielen Abgeordneten hier herinnen und auch gegenüber dem Herrn Innenminister äußern. Hier werden Gesundheitsdaten, persönliche Daten von freiheitlichen Abgeordneten und Funktionären durch den Kakao gezogen, und es wird versucht, die politische Glaubwürdigkeit auf billigste Art und Weise zu untergraben, indem Falschaussagen aus den Medien ungeprüft wiederholt und hier coram publico veröffentlicht werden. Das ist absolut inakzeptabel, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Prinz: Es hat aber noch keiner gesagt, dass er nicht geimpft ist! – Ruf bei der ÖVP: Na, sind Sie jetzt geimpft oder nicht?)
Abg. Deimek: ... Kurz-ÖVP!
Ich möchte auch festhalten, dass es definitiv kein Skandal ist, wenn sich hohe oder nicht so hohe FPÖ-Funktionäre impfen lassen und von ihrem Recht auf eine freie Entscheidung Gebrauch machen. Ich will Ihnen aber sagen, was ein Skandal ist: Ein Skandal ist, wenn auf der einen Seite sensible Gesundheitsdaten von FPÖ-Abgeordneten veröffentlicht werden und auf der anderen Seite genau dieser Datenschutz als Ausrede dafür herhalten muss, warum das Gesundheitsministerium keine konkreten Zahlen hat und es nicht schafft, die Daten zur Bekämpfung dieser Pandemie zu verknüpfen, wie es der Rechnungshof in seinem den Medien bereits vorliegenden Rohbericht festgehalten hat. Ein Skandal ist es auch, wenn nicht nur freiheitliche Funktionäre, sondern auch freiheitliche Wähler diskreditiert werden und ihnen vorgeworfen wird, dass FPÖ-Sympathisanten an der Coronakrise schuld seien, so wie das in Oberösterreich aktuell der Fall ist. (Abg. Deimek: ... Kurz-ÖVP!) Besonders betroffen ist der Bezirk Braunau, der immer wieder in den Medien durch den Kakao gezogen wird.
Beifall bei der FPÖ
Meine sehr geehrten Damen und Herren, vielleicht sollte ich hier einmal eine Klarstellung machen: Im Bezirk Braunau gibt es 46 Gemeinden; in 35 davon herrschen ÖVP-Bürgermeister und sind verantwortlich für die Umsetzung der Gesundheitsmaßnahmen (Beifall bei der FPÖ), in sieben die SPÖ, und gerade in drei gibt es Bürgermeister von der FPÖ. Wie da eine Verantwortlichkeit der FPÖ entstehen kann, dass die Maßnahmen dort nicht so konsequent umgesetzt werden, erschließt sich mir nicht. (Abg. Deimek: Das ist die Kurz-ÖVP!)
Abg. Deimek: Das ist die Kurz-ÖVP!
Meine sehr geehrten Damen und Herren, vielleicht sollte ich hier einmal eine Klarstellung machen: Im Bezirk Braunau gibt es 46 Gemeinden; in 35 davon herrschen ÖVP-Bürgermeister und sind verantwortlich für die Umsetzung der Gesundheitsmaßnahmen (Beifall bei der FPÖ), in sieben die SPÖ, und gerade in drei gibt es Bürgermeister von der FPÖ. Wie da eine Verantwortlichkeit der FPÖ entstehen kann, dass die Maßnahmen dort nicht so konsequent umgesetzt werden, erschließt sich mir nicht. (Abg. Deimek: Das ist die Kurz-ÖVP!)
Zwischenruf der Abg. Tanda.
Es passt jedoch wie gesagt in diese Sudelkampagne, die gegen die FPÖ geführt wird, aber, meine sehr geehrten Damen und Herren, es wird Ihnen nichts nützen: Wir werden am Sonntag in Oberösterreich dennoch ein sehr respektables Ergebnis einfahren. (Zwischenruf der Abg. Tanda.)
Beifall bei der FPÖ.
Dreißiger- und Vierzigerjahren, die in unserer heutigen Zeit absolut fehl am Platz ist. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Pfurtscheller: Nein, die FPÖ ...!
Nun aber zu den Gesetzentwürfen, die hier vorliegen und heute zur Diskussion stehen, und auch da zeigt sich, dass es ohne den Druck der Freiheitlichen Partei kaum zu vernünftigen Regelungen kommen kann. In einem Punkt geht es um die Pflegefreistellung für Eltern, wenn deren Kinder zum Beispiel von Quarantänemaßnahmen betroffen sind und zu Hause bleiben müssen. Dabei geht es um eine dreiwöchige Sonderpflegefreistellung, und da hat die FPÖ erreicht (Abg. Pfurtscheller: Nein, die FPÖ ...!), dass diese nun rückwirkend ab 1. September gültig ist – eine gute und vernünftige Regelung, die da gefunden wurde und im Arbeitsrecht verankert wird. Dieser werden wir auch zustimmen.
Abg. Haubner: Aber nichts Gescheites!
Ich möchte meine Ausführungen mit dem Hinweis darauf schließen, dass vonseiten der FPÖ im Bereich der Bekämpfung der Coronapandemie absolut eine konstruktive Zusammenarbeit zu erwarten ist. Wir haben bereits mehrere Konzepte präsentiert, wie wir diese Krise ohne weitere Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte bewerkstelligen können (Abg. Haubner: Aber nichts Gescheites!), wir kämpfen allerdings ganz vehement dafür, dass unsere Bürgerinnen und Bürger frei entscheiden können, welche Maßnahmen, welche Therapien sie in Anspruch nehmen und welche nicht, und wir verbitten uns jede Form des Zwangs. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich möchte meine Ausführungen mit dem Hinweis darauf schließen, dass vonseiten der FPÖ im Bereich der Bekämpfung der Coronapandemie absolut eine konstruktive Zusammenarbeit zu erwarten ist. Wir haben bereits mehrere Konzepte präsentiert, wie wir diese Krise ohne weitere Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte bewerkstelligen können (Abg. Haubner: Aber nichts Gescheites!), wir kämpfen allerdings ganz vehement dafür, dass unsere Bürgerinnen und Bürger frei entscheiden können, welche Maßnahmen, welche Therapien sie in Anspruch nehmen und welche nicht, und wir verbitten uns jede Form des Zwangs. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Wurm
Nicht nur die Durchimpfungsrate ist in Dänemark eine andere, auch der Umgang mit der Impfung in der Öffentlichkeit ist ein anderer (Zwischenruf des Abg. Wurm), denn in Dänemark rufen alle Parlamentsfraktionen zur Impfung auf. In Dänemark stehen alle Parteien im Parlament aufseiten der Wissenschaft, ziehen also in einer derartig zentralen Frage gemeinsam an einem Strang. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Nicht nur die Durchimpfungsrate ist in Dänemark eine andere, auch der Umgang mit der Impfung in der Öffentlichkeit ist ein anderer (Zwischenruf des Abg. Wurm), denn in Dänemark rufen alle Parlamentsfraktionen zur Impfung auf. In Dänemark stehen alle Parteien im Parlament aufseiten der Wissenschaft, ziehen also in einer derartig zentralen Frage gemeinsam an einem Strang. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Nein, wir haben die Verantwortung für die Bürger!
Bei uns in Österreich ist das anders. Ich habe eingangs über Verantwortung gesprochen, und ich spreche jetzt davon, dass eine Partei dieser Verantwortung nicht gerecht wird. (Abg. Belakowitsch: Nein, wir haben die Verantwortung für die Bürger!)
Abg. Wurm: Kein Einheitsstaat, den ihr wollt!
Sehr geehrte Damen und Herren, mit der FPÖ ist kein Staat zu machen! Das ist an sich nichts Neues. (Abg. Wurm: Kein Einheitsstaat, den ihr wollt!) Es gibt ja nicht wenige in
Abg. Wurm: Ihr wollt ja den Einheitsstaat! Ein Einparteienregime wollt ihr machen!
der FPÖ, die auch auf die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder pfeifen (Abg. Wurm: Ihr wollt ja den Einheitsstaat! Ein Einparteienregime wollt ihr machen!), weil in deren kruder Weltsicht der Klimawandel, die Klimakrise auch nur ein Hype ist. (Ruf bei der FPÖ: Der nächste Blödsinn!) Sich aber in einer derartig zentralen Frage wie der Pandemiebekämpfung derartig anzustellen, das hat nochmals eine eigene Qualität. (Abg. Wurm: Endlich einmal fachlich ...!)
Ruf bei der FPÖ: Der nächste Blödsinn!
der FPÖ, die auch auf die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder pfeifen (Abg. Wurm: Ihr wollt ja den Einheitsstaat! Ein Einparteienregime wollt ihr machen!), weil in deren kruder Weltsicht der Klimawandel, die Klimakrise auch nur ein Hype ist. (Ruf bei der FPÖ: Der nächste Blödsinn!) Sich aber in einer derartig zentralen Frage wie der Pandemiebekämpfung derartig anzustellen, das hat nochmals eine eigene Qualität. (Abg. Wurm: Endlich einmal fachlich ...!)
Abg. Wurm: Endlich einmal fachlich ...!
der FPÖ, die auch auf die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder pfeifen (Abg. Wurm: Ihr wollt ja den Einheitsstaat! Ein Einparteienregime wollt ihr machen!), weil in deren kruder Weltsicht der Klimawandel, die Klimakrise auch nur ein Hype ist. (Ruf bei der FPÖ: Der nächste Blödsinn!) Sich aber in einer derartig zentralen Frage wie der Pandemiebekämpfung derartig anzustellen, das hat nochmals eine eigene Qualität. (Abg. Wurm: Endlich einmal fachlich ...!)
Abg. Belakowitsch: Wir stehen auf der Seite der Bürger!
Die FPÖ stellt sich bei der Pandemiebekämpfung nämlich nicht auf die Seite der Vernunft, nicht auf die Seite der Wissenschaft und der notwendigen gemeinsamen Anstrengungen (Abg. Belakowitsch: Wir stehen auf der Seite der Bürger!), genauso übrigens wie sich die FPÖ auch in der Klimakrise nicht auf die Seite der Wissenschaft und der Vernunft stellt.
Zwischenruf des Abg. Wurm – Abg. Belakowitsch: Aha, die Impftoten gibt’s nicht? Aha?
Für politisches Kleingeld wird die Wissenschaft auch schon einmal desavouiert, man schwadroniert lieber von Bitterstoffen und angeblich alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Man negiert die Gefahr. Man verbreitet auf der anderen Seite Behauptungen über Impftote, die es nicht gibt. Man spielt mit der Angst der Menschen (Zwischenruf des Abg. Wurm – Abg. Belakowitsch: Aha, die Impftoten gibt’s nicht? Aha?), nutzt selber aktiv Fakenews für die eigene Agenda – und die FPÖ macht das, was sie am besten kann: die Gesellschaft spalten und die Menschen gegeneinander aufhetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Die Impftoten gibt’s nicht?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Die Impftoten gibt’s nicht?
Für politisches Kleingeld wird die Wissenschaft auch schon einmal desavouiert, man schwadroniert lieber von Bitterstoffen und angeblich alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Man negiert die Gefahr. Man verbreitet auf der anderen Seite Behauptungen über Impftote, die es nicht gibt. Man spielt mit der Angst der Menschen (Zwischenruf des Abg. Wurm – Abg. Belakowitsch: Aha, die Impftoten gibt’s nicht? Aha?), nutzt selber aktiv Fakenews für die eigene Agenda – und die FPÖ macht das, was sie am besten kann: die Gesellschaft spalten und die Menschen gegeneinander aufhetzen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Die Impftoten gibt’s nicht?)
Abg. Belakowitsch: Muss? Müssen? Das würde Ihnen so gefallen!
In Oberösterreich ist die letzte Ibizakoalition des Landes an der Macht. Diese muss am kommenden Sonntag abgewählt werden (Abg. Belakowitsch: Muss? Müssen? Das würde Ihnen so gefallen!), nicht nur weil wir es in der Sache Klimaschutz den uns nachfolgenden Generationen schuldig sind, sondern auch weil wir jetzt Politikerinnen und Politiker in diesem Land brauchen, die Verantwortung übernehmen wollen. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
In Oberösterreich ist die letzte Ibizakoalition des Landes an der Macht. Diese muss am kommenden Sonntag abgewählt werden (Abg. Belakowitsch: Muss? Müssen? Das würde Ihnen so gefallen!), nicht nur weil wir es in der Sache Klimaschutz den uns nachfolgenden Generationen schuldig sind, sondern auch weil wir jetzt Politikerinnen und Politiker in diesem Land brauchen, die Verantwortung übernehmen wollen. (Zwischenruf bei der FPÖ.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Die FPÖ in Oberösterreich kann noch so oft versuchen, sich als gemäßigte bürgerliche Partei rechts der Mitte zu präsentieren, doch wer mit Kickl und Co durchs Land tingelt, der ist es nicht. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Wer mit Kickl und Co durchs Land tingelt und wider besseres Wissen gegen die Impfung polemisiert, der ist Teil einer radikalen Partei, einer Partei der Unvernunft (Abg. Belakowitsch: Ihre Sprache hat schon etwas ...!), einer Partei, die mit dieser Haltung Leben gefährdet.
Abg. Belakowitsch: Ihre Sprache hat schon etwas ...!
Die FPÖ in Oberösterreich kann noch so oft versuchen, sich als gemäßigte bürgerliche Partei rechts der Mitte zu präsentieren, doch wer mit Kickl und Co durchs Land tingelt, der ist es nicht. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.) Wer mit Kickl und Co durchs Land tingelt und wider besseres Wissen gegen die Impfung polemisiert, der ist Teil einer radikalen Partei, einer Partei der Unvernunft (Abg. Belakowitsch: Ihre Sprache hat schon etwas ...!), einer Partei, die mit dieser Haltung Leben gefährdet.
Abg. Belakowitsch: Die Einzigen, die Menschenleben gefährden, das seid ihr! Ihr Minister! ...!
Wer nicht bereit ist, die eigene Verantwortung in der Pandemiebekämpfung zu übernehmen, der ist nichts anderes als verantwortungslos und gefährdet mit dieser Haltung Menschenleben – egal ob hier im Nationalrat, bei uns in Oberösterreich, in meiner Bezirkshauptstadt Wels oder in meinem Heimatort Thalheim bei Wels. (Abg. Belakowitsch: Die Einzigen, die Menschenleben gefährden, das seid ihr! Ihr Minister! ...!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Wir übernehmen Verantwortung, die FPÖ tut es nicht – ein Beleg mehr dafür, dass gerade in Krisenzeiten mit dieser Partei kein Staat zu machen ist. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Ich stelle richtig: Selbstverständlich gibt es leider Gottes Todesfälle nach der Impfung. Ich empfehle dem Herrn Gesundheitssprecher der Grünen einen Blick zur EMA oder zur Ages, da kann er das nachlesen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ. – Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.)
Abg. Wurm: Die Wahrheit!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hohes Haus! Die Debatte zwischen Grünen und FPÖ – das war jetzt spannend –, die sich gegenseitig Unterstellungen und Kritik an den Kopf werfen (Abg. Wurm: Die Wahrheit!), bringt uns halt alle in keiner Weise weiter, dadurch wird die Krise nicht besser gemeistert.
Abg. Wurm: ... Fakten!
Dass die FPÖ jetzt gerade aus wahltaktischen Gründen einen Kurs fahren muss, den die eigenen FPÖ-Abgeordneten nicht glauben, ist, glaube ich, bekannt. (Abg. Wurm: ... Fakten!) Na, ihr wisst, glaube ich, alle sozusagen, dass ihr jetzt aus wahltaktischen Gründen Geschichterln erzählt, Angst macht und mit Fakenews arbeitet, die ihr selber nicht glaubt. Das ist natürlich eine Art und Weise, Politik zu machen, die abzulehnen ist, denn die Krise wird dadurch, dass man irgendwie Lügengeschichten und Verschwörungstheorien erzählt, nicht besser.
Beifall bei der SPÖ.
Kurz hat gesagt, für ihn ist die Krise ein Mittel der Selbstdarstellung. Ihm war es wichtiger, dass er mit Inseraten und mit Eigenwerbung sich selbst möglichst gut darstellt. Krisenmanagement und vertrauensbildende Maßnahmen aber schauen anders aus. Da kann der Gesundheitssprecher der Grünen jetzt lang und breit diskutieren, was in Dänemark besser funktioniert, aber der zentrale Punkt ist, dass man in Österreich Vertrauen vernichtet hat. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Wurm: Sie will 1 G, hat sie gesagt!
in Erinnerung rufen. (Abg. Wurm: Sie will 1 G, hat sie gesagt!) Sie hat gesagt, die wichtigste Währung in einer Krise ist das Vertrauen der Bevölkerung. (Abg. Prinz: 24 Prozent!) Wir alle hier gemeinsam haben aber miterlebt, wie Expertinnen und Experten aus dem Beraterstab des Bundeskanzlers gesagt haben, sie können dort nicht mehr mitarbeiten, weil in Wahrheit PR und Eigenmarketing wichtiger sind als Fakten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Prinz.) Dieses Vertrauen ist durch Lügengeschichten, durch Fakenews und alles Mögliche, das auch von Kurz gekommen ist, kaputtgemacht worden, und darum darf er sich jetzt nicht darüber beschweren, lieber Kollege Schallmeiner von den Grünen, dass die Menschen das Vertrauen in diese Bundesregierung verloren haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Prinz: 24 Prozent!
in Erinnerung rufen. (Abg. Wurm: Sie will 1 G, hat sie gesagt!) Sie hat gesagt, die wichtigste Währung in einer Krise ist das Vertrauen der Bevölkerung. (Abg. Prinz: 24 Prozent!) Wir alle hier gemeinsam haben aber miterlebt, wie Expertinnen und Experten aus dem Beraterstab des Bundeskanzlers gesagt haben, sie können dort nicht mehr mitarbeiten, weil in Wahrheit PR und Eigenmarketing wichtiger sind als Fakten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Prinz.) Dieses Vertrauen ist durch Lügengeschichten, durch Fakenews und alles Mögliche, das auch von Kurz gekommen ist, kaputtgemacht worden, und darum darf er sich jetzt nicht darüber beschweren, lieber Kollege Schallmeiner von den Grünen, dass die Menschen das Vertrauen in diese Bundesregierung verloren haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Prinz.
in Erinnerung rufen. (Abg. Wurm: Sie will 1 G, hat sie gesagt!) Sie hat gesagt, die wichtigste Währung in einer Krise ist das Vertrauen der Bevölkerung. (Abg. Prinz: 24 Prozent!) Wir alle hier gemeinsam haben aber miterlebt, wie Expertinnen und Experten aus dem Beraterstab des Bundeskanzlers gesagt haben, sie können dort nicht mehr mitarbeiten, weil in Wahrheit PR und Eigenmarketing wichtiger sind als Fakten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Prinz.) Dieses Vertrauen ist durch Lügengeschichten, durch Fakenews und alles Mögliche, das auch von Kurz gekommen ist, kaputtgemacht worden, und darum darf er sich jetzt nicht darüber beschweren, lieber Kollege Schallmeiner von den Grünen, dass die Menschen das Vertrauen in diese Bundesregierung verloren haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
in Erinnerung rufen. (Abg. Wurm: Sie will 1 G, hat sie gesagt!) Sie hat gesagt, die wichtigste Währung in einer Krise ist das Vertrauen der Bevölkerung. (Abg. Prinz: 24 Prozent!) Wir alle hier gemeinsam haben aber miterlebt, wie Expertinnen und Experten aus dem Beraterstab des Bundeskanzlers gesagt haben, sie können dort nicht mehr mitarbeiten, weil in Wahrheit PR und Eigenmarketing wichtiger sind als Fakten. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Prinz.) Dieses Vertrauen ist durch Lügengeschichten, durch Fakenews und alles Mögliche, das auch von Kurz gekommen ist, kaputtgemacht worden, und darum darf er sich jetzt nicht darüber beschweren, lieber Kollege Schallmeiner von den Grünen, dass die Menschen das Vertrauen in diese Bundesregierung verloren haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner
Vertrauen ist die wichtigste Währung in einer Krise, und durch Inszenierung, durch Marketing-Blabla ist das leider kaputtgemacht worden. Deswegen, bitte, Kollege Schallmeiner: Vielleicht kann man da auch mit dem Bundeskanzler einmal ein Orientierungsgespräch führen. Vielleicht hilfst du ihm auch ein bisschen weiter, bringst ihm ein paar Zeitungsartikel mit (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner) und erklärst ihm, was Dänemark besser macht. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: Wie viel Prozent Vertrauen hat denn ...?)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: Wie viel Prozent Vertrauen hat denn ...?
Vertrauen ist die wichtigste Währung in einer Krise, und durch Inszenierung, durch Marketing-Blabla ist das leider kaputtgemacht worden. Deswegen, bitte, Kollege Schallmeiner: Vielleicht kann man da auch mit dem Bundeskanzler einmal ein Orientierungsgespräch führen. Vielleicht hilfst du ihm auch ein bisschen weiter, bringst ihm ein paar Zeitungsartikel mit (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner) und erklärst ihm, was Dänemark besser macht. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Prinz: Wie viel Prozent Vertrauen hat denn ...?)
Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf: Das glaub ich wieder nicht! Das ist eine Glaubensfrage! Das weiß ich natürlich nicht, aber ich glaube es nicht!
Das ist unrichtig, Herr Kollege Kucher. Von all dem, was wir hier sagen, sind wir überzeugt. Das ist für uns keine Glaubensfrage, das ist eine Wissensfrage. (Beifall bei Abgeordneten der FPÖ. – Ruf: Das glaub ich wieder nicht! Das ist eine Glaubensfrage! Das weiß ich natürlich nicht, aber ich glaube es nicht!)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Wisst ihr, warum – Kollege Kucher, da bist du heute falsch dran –: Sie gehen nicht mehr durchs Land und sagen, Impfen ist ganz furchtbar!, sondern sie haben einen Anruf von Herrn Haimbuchner bekommen, und der hat gesagt: Stellt euch vor, die Oberösterreicher haben mittlerweile kapiert, dass Impfen wichtig ist, und deswegen wäre es gut, wenn ihr drei nicht sprechen würdet! (Beifall bei ÖVP und Grünen.) – So ist es nämlich gelaufen.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer stellt Sie das natürlich vor eine sehr große Herausforderung; der Organisationsstress bricht aus: Wie bekomme ich das jetzt organisiert? Wie kann ich das mit meinem Arbeitgeber vereinbaren? Ich habe meinen Urlaub heuer schon aufgebraucht, und meine Kinder waren im Winter einmal krank, hatten Brechdurchfall. Ich habe meine Pflegefreistellung, wenn Kinder krank sind, daher auch schon aufgebraucht. In diesem Fall greift Gott sei Dank die Sonderbetreuungszeit, die wir während der Coronakrise eingeführt haben. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Loacker: Weil die Regierung nicht in der Lage ist, eine entsprechende Impfquote zu erreichen!
Ich möchte noch gerne darauf hinweisen, dass es möglich ist, pflegebedürftige Angehörige zu versorgen, wenn die pflegende Person ausfällt, zum Beispiel die 24-Stunden-Betreuung. Das gilt für Menschen, die in Behinderteneinrichtungen betreut werden, wenn diese wegen Corona geschlossen werden, dann kann man ebenfalls Sonderbetreuungszeit in Anspruch nehmen. Ich glaube, das wissen sehr viele nicht. All diese Maßnahmen, also zum Beispiel die Sonderbetreuungszeit und andere, müssen wir leider deswegen aufrechterhalten, weil eben die Durchimpfungsquote - - (Abg. Loacker: Weil die Regierung nicht in der Lage ist, eine entsprechende Impfquote zu erreichen!) – Das sage ich ja gerade! Lass mich bitte ausreden, Herr Kollege! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.) Darf ich bitte ausreden? – Ich habe es gerade gesagt: weil wir die Durchimpfungsquote noch nicht erreicht haben, Kollege Loacker. Wenn wir so weit wären wie zum Beispiel in Dänemark – das ist vorhin auch schon gesagt worden –, dann wären wir all diese Sorgen los.
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.
Ich möchte noch gerne darauf hinweisen, dass es möglich ist, pflegebedürftige Angehörige zu versorgen, wenn die pflegende Person ausfällt, zum Beispiel die 24-Stunden-Betreuung. Das gilt für Menschen, die in Behinderteneinrichtungen betreut werden, wenn diese wegen Corona geschlossen werden, dann kann man ebenfalls Sonderbetreuungszeit in Anspruch nehmen. Ich glaube, das wissen sehr viele nicht. All diese Maßnahmen, also zum Beispiel die Sonderbetreuungszeit und andere, müssen wir leider deswegen aufrechterhalten, weil eben die Durchimpfungsquote - - (Abg. Loacker: Weil die Regierung nicht in der Lage ist, eine entsprechende Impfquote zu erreichen!) – Das sage ich ja gerade! Lass mich bitte ausreden, Herr Kollege! (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Loacker.) Darf ich bitte ausreden? – Ich habe es gerade gesagt: weil wir die Durchimpfungsquote noch nicht erreicht haben, Kollege Loacker. Wenn wir so weit wären wie zum Beispiel in Dänemark – das ist vorhin auch schon gesagt worden –, dann wären wir all diese Sorgen los.
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Vielen Dank – und wie gesagt: Jeder Einzelne, der sich impfen lässt, ist wichtig für uns. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich stelle richtig: Landeshauptmannstellvertreter Haimbuchner ist im Wahlkampf fleißig unterwegs für einen tollen Erfolg der Freiheitlichen. Sowohl die Abgeordneten Belakowitsch, Hauser als auch Wurm werden selbstverständlich zu diesem Tagesordnungspunkt sprechen. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich korrigiere tatsächlich: Die FPÖ lehnt den Zwang zu diesen Maßnahmen ab. Jeder Bürger soll frei entscheiden können, wie er sich am besten schützt und welche Maßnahmen er für sich selber für richtig empfindet. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Loacker (NEOS): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Heute ist ziemlich vieles lächerlich, nicht? Lächerlich ist, dass die FPÖ jetzt versucht, mit tatsächlichen Berichtigungen die Debatte zu zerschießen. Besonders lächerlich ist die Kurve, die die ÖVP jetzt sozusagen kratzt, indem sie es so darzustellen versucht, als sei die FPÖ an der niedrigen Impfquote schuld. Also etwas Billigeres fällt euch nicht mehr ein! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der FPÖ.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP.
Stelzer in Oberösterreich kriegt sie nicht zusammen – so schaut es aus! (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ. – Heftiger Widerspruch bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Das ist doch feige Politik, Kollege Höfinger! Stelzer hat vor einem Jahr gesagt, dass er für eine Impfpflicht ist. Dann hat er gemerkt – uh! –, dass die Stimmung nicht so glasklar ist; dann ist er zurückgerudert. Dann hat Stelzer gesagt: Natürlich bin ich dafür, dass die Tests etwas kosten. – Dann hat er wieder gemerkt – uh! –, die Stimmung ist nicht so klar; dann ist er zurückgerudert. Da spüren die Leute doch, dass er es nicht ernst meint. (Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Neuerlicher Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.
Die Leute spüren, dass Stelzer selber nicht hinter der Impfung steht, und das ist der Salat, den ihr zu verantworten habt. Weil ihr es nicht zusammenkriegt, muss man die Kinder nach Hause schicken. Man macht Pandemiebekämpfung über die Kinder, weil man es bei den Erwachsenen nicht zuwege bringt, und stiehlt den Kindern das vierte Semester in Folge – so schaut es aus! (Neuerlicher Beifall bei den NEOS sowie bei Abgeordneten von SPÖ und FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm.
Der Ärztekammerpräsident hat den Experten im Hearing gesagt, hat ausdrücklich gesagt: Die Impfung ist sicher, und sie ist nicht gefährlich. – Da müssen Sie mir auch nicht damit kommen, dass jetzt alle auf einmal anaphylaktische Schocks kriegen und umfallen, denn der Ärztekammerpräsident hat gesagt: Die Impfung ist sicher, und sie ist nicht gefährlich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm.) – Deswegen sollte man den Apotheken, wenn der Apotheker eine einschlägige Ausbildung vorweisen kann – und das ist bei 1 000 Apothekern der Fall – und wenn er die Räumlichkeit hat, das Impfen in den Apotheken erlauben, um einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Der Ärztekammerpräsident hat den Experten im Hearing gesagt, hat ausdrücklich gesagt: Die Impfung ist sicher, und sie ist nicht gefährlich. – Da müssen Sie mir auch nicht damit kommen, dass jetzt alle auf einmal anaphylaktische Schocks kriegen und umfallen, denn der Ärztekammerpräsident hat gesagt: Die Impfung ist sicher, und sie ist nicht gefährlich. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm.) – Deswegen sollte man den Apotheken, wenn der Apotheker eine einschlägige Ausbildung vorweisen kann – und das ist bei 1 000 Apothekern der Fall – und wenn er die Räumlichkeit hat, das Impfen in den Apotheken erlauben, um einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Er hat vorgelesen, wie viele Geimpfte irgendwo in einem Spital sind, und hat daraus geschlossen: Hm, wenn 50 Prozent der Spitalspatienten geimpft sind, dann ist es gleich gefährlich, wie wenn ich ungeimpft bin! – Dann hat ihm der Experte erklärt: Schauen Sie, in der Altersgruppe ist die Menge der Geimpften über 80 Prozent, natürlich schlägt sich das dann auch in den Belegszahlen nieder! (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Beifall bei den NEOS.
Also nicht jede Statistik, die Herr Hauser liest, hat er auch verstanden, und das ist der wesentliche Unterschied! Er ist ja im Expertenhearing vom Experten persönlich korrigiert worden, der Experte ist heute aber leider nicht hier. Jetzt wird Kollege Hauser nachher eine tatsächliche Berichtigung machen, die eine tatsächliche Verfälschung ist, weil er nämlich tatsächlich Statistiken vorlesen, aber nicht lesen kann. (Beifall bei den NEOS.)
Heiterkeit bei ÖVP und NEOS.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Bitte, Herr Abgeordneter Hauser, zu einer tatsächlichen Berichtigung. (Heiterkeit bei ÖVP und NEOS.)
Abg. Ottenschläger: Ist das jetzt eine Wortmeldung? – Ruf: Geschäftsordnung!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Fakt ist, dass ich eine Statistik der Ages, eine ganz aktuelle Statistik der Ages (eine Tafel, die eine Aufstellung mit der Überschrift „Impfdurchbrüche“, „AGES“ enthält, zeigend), zitiert habe, für die Kalenderwochen 33 bis 36, also von Mitte August beginnend diese drei Wochen, und die Ages hat festgestellt – Herr Kollege Loacker, schau dir diese Tafel an! –, dass in den Kalenderwochen 33 bis 36 (Abg. Ottenschläger: Ist das jetzt eine Wortmeldung? – Ruf: Geschäftsordnung!) die Anzahl der Fälle, die symptomatische Coronainfektionen hatten, bei 2 146 - - (Abg. Ottenschläger: Das ist mittlerweile eine Wortmeldung! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Ottenschläger: Das ist mittlerweile eine Wortmeldung! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Fakt ist, dass ich eine Statistik der Ages, eine ganz aktuelle Statistik der Ages (eine Tafel, die eine Aufstellung mit der Überschrift „Impfdurchbrüche“, „AGES“ enthält, zeigend), zitiert habe, für die Kalenderwochen 33 bis 36, also von Mitte August beginnend diese drei Wochen, und die Ages hat festgestellt – Herr Kollege Loacker, schau dir diese Tafel an! –, dass in den Kalenderwochen 33 bis 36 (Abg. Ottenschläger: Ist das jetzt eine Wortmeldung? – Ruf: Geschäftsordnung!) die Anzahl der Fälle, die symptomatische Coronainfektionen hatten, bei 2 146 - - (Abg. Ottenschläger: Das ist mittlerweile eine Wortmeldung! – Weitere Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, Sie sind schon lange im Parlament, bitte machen Sie eine tatsächliche Berichtigung, so wie es in der Geschäftsordnung vorgesehen ist. – Bitte schön. (Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Loacker: An die Geschäftsordnung halten!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Ich muss das einfach aufklären! (Abg. Loacker: An die Geschäftsordnung halten!) Die Aussage von Kollegen Loacker ist unwahr. (Abg. Leichtfried: Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich habe die Statistik der Ages (neuerlich die Tafel, die eine Aufstellung mit der Überschrift „Impfdurchbrüche“, „AGES“ enthält, zeigend), wie die Zuseher hier sehen können, korrekt zitiert, weil 53,45 Prozent in dieser Kalenderwoche (Abg. Leichtfried: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), die persönlich - -
Abg. Leichtfried: Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Ich muss das einfach aufklären! (Abg. Loacker: An die Geschäftsordnung halten!) Die Aussage von Kollegen Loacker ist unwahr. (Abg. Leichtfried: Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich habe die Statistik der Ages (neuerlich die Tafel, die eine Aufstellung mit der Überschrift „Impfdurchbrüche“, „AGES“ enthält, zeigend), wie die Zuseher hier sehen können, korrekt zitiert, weil 53,45 Prozent in dieser Kalenderwoche (Abg. Leichtfried: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), die persönlich - -
Abg. Leichtfried: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Ich muss das einfach aufklären! (Abg. Loacker: An die Geschäftsordnung halten!) Die Aussage von Kollegen Loacker ist unwahr. (Abg. Leichtfried: Herr Präsident! – Weitere Zwischenrufe bei der SPÖ.) Ich habe die Statistik der Ages (neuerlich die Tafel, die eine Aufstellung mit der Überschrift „Impfdurchbrüche“, „AGES“ enthält, zeigend), wie die Zuseher hier sehen können, korrekt zitiert, weil 53,45 Prozent in dieser Kalenderwoche (Abg. Leichtfried: Das ist keine tatsächliche Berichtigung!), die persönlich - -
Abg. Leichtfried: Nein, der braucht ...!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, bitte hören Sie mir kurz zu! (Abg. Leichtfried: Nein, der braucht ...!) Sie müssen sagen, Abgeordneter Loacker hat das eine behauptet, richtig ist etwas anderes. Bitte versuchen Sie es noch einmal, oder machen Sie eine Wortmeldung! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Vielleicht eine interne Schulung!)
Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Vielleicht eine interne Schulung!
Präsident Ing. Norbert Hofer: Herr Abgeordneter, bitte hören Sie mir kurz zu! (Abg. Leichtfried: Nein, der braucht ...!) Sie müssen sagen, Abgeordneter Loacker hat das eine behauptet, richtig ist etwas anderes. Bitte versuchen Sie es noch einmal, oder machen Sie eine Wortmeldung! (Beifall bei ÖVP, SPÖ und NEOS sowie bei Abgeordneten der Grünen. – Ruf bei der ÖVP: Vielleicht eine interne Schulung!)
Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (fortsetzend): Kollege Loacker hat behauptet, dass ich eine Statistik nicht lesen kann. Das ist unkorrekt. (Anhaltende Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Wurm. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt ziemlich peinlich! – Abg. Ottenschläger: ... auf die Redezeit nehmen! Das war ein Beitrag, kein guter, aber - -!
Ich berichtige, dass in den Kalenderwochen 33 bis 36 53,45 Prozent der Infizierten doppelt geimpft waren, also massive Impfdurchbrüche vorgelegen sind. – Ich danke. (Beifall bei der FPÖ. – Bravoruf des Abg. Wurm. – Abg. Leichtfried: Das war jetzt ziemlich peinlich! – Abg. Ottenschläger: ... auf die Redezeit nehmen! Das war ein Beitrag, kein guter, aber - -!)
Abg. Heinisch-Hosek: Warum nicht gleich?
Dazu kommen seit eineinhalb Jahren noch die Kinderbetreuung und zum Teil das Homeschooling. Mit der Sonderbetreuungszeit, auch mit der Rückwirkung bis 1.9. (Abg. Heinisch-Hosek: Warum nicht gleich?) – danke auch an den Arbeitsminister und unseren Sozialminister, dass das ermöglicht wurde (Abg. Heinisch-Hosek: ... vor einer Woche aber noch etwas anders!) –, bieten wir zudem ein Mindestmaß an Sicherheit in dieser sehr unsicheren Zeit.
Abg. Heinisch-Hosek: ... vor einer Woche aber noch etwas anders!
Dazu kommen seit eineinhalb Jahren noch die Kinderbetreuung und zum Teil das Homeschooling. Mit der Sonderbetreuungszeit, auch mit der Rückwirkung bis 1.9. (Abg. Heinisch-Hosek: Warum nicht gleich?) – danke auch an den Arbeitsminister und unseren Sozialminister, dass das ermöglicht wurde (Abg. Heinisch-Hosek: ... vor einer Woche aber noch etwas anders!) –, bieten wir zudem ein Mindestmaß an Sicherheit in dieser sehr unsicheren Zeit.
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Betonen möchte ich auch, dass das eine Win-win-Situation ist, weil der Bund die vollen Kosten übernimmt. Das heißt, er unterstützt Arbeitgeber/-geberin, Arbeitnehmer/-nehmerin, und somit profitieren alle davon. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Heinisch-Hosek: Aber nur bis 31. Dezember!
Zusammengefasst kann man sagen: Mit diesen zwei Modellen sind wir wirklich gut aufgestellt. (Abg. Heinisch-Hosek: Aber nur bis 31. Dezember!)
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek
Ja, jetzt komme ich zum SPÖ-Antrag, der eingebracht wurde. Ganz ehrlich: Ich halte ihn für wenig sinnvoll. Warum? – Weil die Sonderbetreuungszeit ein Mittel zum Zweck ist und kein Selbstzweck. Natürlich könnte man jetzt hergehen und sagen: Wir verlängern sie bis zum Herbst 2022, wir verlängern sie bis zum Herbst 2023 oder 2024! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), aber wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir sagen, dass wir etwas anderes brauchen, und das ist – das ist schon angesprochen worden – eine Impfquote von 80, 90 Prozent. Das ist das, was wir brauchen! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Dann könnten wir uns diese Diskussion hier sparen, und wir könnten uns auch den Beschluss hier sparen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Vielleicht können wir das nachher noch diskutieren, Sie reden ja dann dazu.
Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ja, jetzt komme ich zum SPÖ-Antrag, der eingebracht wurde. Ganz ehrlich: Ich halte ihn für wenig sinnvoll. Warum? – Weil die Sonderbetreuungszeit ein Mittel zum Zweck ist und kein Selbstzweck. Natürlich könnte man jetzt hergehen und sagen: Wir verlängern sie bis zum Herbst 2022, wir verlängern sie bis zum Herbst 2023 oder 2024! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), aber wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir sagen, dass wir etwas anderes brauchen, und das ist – das ist schon angesprochen worden – eine Impfquote von 80, 90 Prozent. Das ist das, was wir brauchen! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Dann könnten wir uns diese Diskussion hier sparen, und wir könnten uns auch den Beschluss hier sparen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Vielleicht können wir das nachher noch diskutieren, Sie reden ja dann dazu.
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.
Ja, jetzt komme ich zum SPÖ-Antrag, der eingebracht wurde. Ganz ehrlich: Ich halte ihn für wenig sinnvoll. Warum? – Weil die Sonderbetreuungszeit ein Mittel zum Zweck ist und kein Selbstzweck. Natürlich könnte man jetzt hergehen und sagen: Wir verlängern sie bis zum Herbst 2022, wir verlängern sie bis zum Herbst 2023 oder 2024! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek), aber wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir sagen, dass wir etwas anderes brauchen, und das ist – das ist schon angesprochen worden – eine Impfquote von 80, 90 Prozent. Das ist das, was wir brauchen! (Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) Dann könnten wir uns diese Diskussion hier sparen, und wir könnten uns auch den Beschluss hier sparen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Heinisch-Hosek.) – Vielleicht können wir das nachher noch diskutieren, Sie reden ja dann dazu.
Abg. Belakowitsch: ... Kinder einfach schützen!
Dazu möchte ich noch sagen: Ich verstehe wirklich Eltern, die Sorgen haben, dass sich ihr Kind infiziert. Ich verstehe allerdings Eltern nicht, die ihr Kind zu Hause lassen, nur weil sie das Kind nicht testen wollen, wegen der Maskenpflicht und so weiter. (Abg. Belakowitsch: ... Kinder einfach schützen!) Dafür habe ich wirklich kein Verständnis. Warum? – Für ein Kind ist es kein Problem (Abg. Belakowitsch: Oh doch!), wenn es sich testen lassen muss. Für ein Kind ist es auch kein Problem, eine Maske zu tragen. Das Problem entsteht, wenn zu Hause dagegen gewettert wird und in der Schule quasi alle das machen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dann hat das Kind eine innerliche Zerrissenheit, und das ist das Problem dabei. Daher appelliere ich ganz klar: Bitte tun Sie dem Kind das nicht an! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Oh doch!
Dazu möchte ich noch sagen: Ich verstehe wirklich Eltern, die Sorgen haben, dass sich ihr Kind infiziert. Ich verstehe allerdings Eltern nicht, die ihr Kind zu Hause lassen, nur weil sie das Kind nicht testen wollen, wegen der Maskenpflicht und so weiter. (Abg. Belakowitsch: ... Kinder einfach schützen!) Dafür habe ich wirklich kein Verständnis. Warum? – Für ein Kind ist es kein Problem (Abg. Belakowitsch: Oh doch!), wenn es sich testen lassen muss. Für ein Kind ist es auch kein Problem, eine Maske zu tragen. Das Problem entsteht, wenn zu Hause dagegen gewettert wird und in der Schule quasi alle das machen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dann hat das Kind eine innerliche Zerrissenheit, und das ist das Problem dabei. Daher appelliere ich ganz klar: Bitte tun Sie dem Kind das nicht an! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Dazu möchte ich noch sagen: Ich verstehe wirklich Eltern, die Sorgen haben, dass sich ihr Kind infiziert. Ich verstehe allerdings Eltern nicht, die ihr Kind zu Hause lassen, nur weil sie das Kind nicht testen wollen, wegen der Maskenpflicht und so weiter. (Abg. Belakowitsch: ... Kinder einfach schützen!) Dafür habe ich wirklich kein Verständnis. Warum? – Für ein Kind ist es kein Problem (Abg. Belakowitsch: Oh doch!), wenn es sich testen lassen muss. Für ein Kind ist es auch kein Problem, eine Maske zu tragen. Das Problem entsteht, wenn zu Hause dagegen gewettert wird und in der Schule quasi alle das machen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dann hat das Kind eine innerliche Zerrissenheit, und das ist das Problem dabei. Daher appelliere ich ganz klar: Bitte tun Sie dem Kind das nicht an! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.
Dazu möchte ich noch sagen: Ich verstehe wirklich Eltern, die Sorgen haben, dass sich ihr Kind infiziert. Ich verstehe allerdings Eltern nicht, die ihr Kind zu Hause lassen, nur weil sie das Kind nicht testen wollen, wegen der Maskenpflicht und so weiter. (Abg. Belakowitsch: ... Kinder einfach schützen!) Dafür habe ich wirklich kein Verständnis. Warum? – Für ein Kind ist es kein Problem (Abg. Belakowitsch: Oh doch!), wenn es sich testen lassen muss. Für ein Kind ist es auch kein Problem, eine Maske zu tragen. Das Problem entsteht, wenn zu Hause dagegen gewettert wird und in der Schule quasi alle das machen. (Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Dann hat das Kind eine innerliche Zerrissenheit, und das ist das Problem dabei. Daher appelliere ich ganz klar: Bitte tun Sie dem Kind das nicht an! (Beifall bei Abgeordneten von Grünen und ÖVP.)
Abg. Belakowitsch: Dann brauchen wir keine Lehrer mehr!
Noch eines: Kinder lernen am besten von Kindern (Abg. Belakowitsch: Dann brauchen wir keine Lehrer mehr!), und nicht nur den Schulstoff, sondern auch die soziale Interaktion. Also isolieren Sie bitte Ihr Kind nicht, wenn es nicht sein muss!
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Noch einmal zurück: Ich freue mich, dass wir die Sonderbetreuungszeit mit Rechtsanspruch, voller Kostenübernahme und Rückwirkung auf den 1.9. so beschließen können. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.
Man muss auch sagen, die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind mittlerweile so kompliziert und werden ständig geändert, und wenn, dann kommen sie einen Tag vorher heraus, oder in der Nacht vor Geltungsbeginn werden Verordnungen veröffentlicht. Es kennt sich kaum noch jemand aus. Insbesondere im Handel, das möchte ich ansprechen, ist die Situation extrem frustrierend. Die Verordnung in den Einkaufszentren ist absolut nicht handelbar. Die Angestellten im Lebensmittelhandel leiden sowieso schon seit Beginn der Pandemie. Sie sind verpflichtet, immer eine FFP2-Maske zu tragen, bei ihnen kommt der 3G-Nachweis gar nicht zur Anwendung. (Präsident Sobotka übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der SPÖ.
Dazu kommt noch: Wir haben sie immer beklatscht, wir haben im Frühjahr den Coronabonus großzügig und großartig angekündigt, haben ihn im Juni beschlossen. Wir als SPÖ haben immer kritisiert, dass viel zu wenige Berufsgruppen vom Coronabonus betroffen sind – vor allem eben Handelsangestellte, vor allem jene im Lebensmittelhandel. Was ist mit dem Personal beim Krankentransportdienst? Was ist mit den Angestellten in der Behindertenbetreuung oder den OrdinationsassistentInnen oder auch dem Reinigungspersonal auf den Coronastationen? (Beifall bei der SPÖ.) Aber nicht nur, dass nur wenige Menschen theoretisch Anspruch auf den Coronabonus haben – sie haben bis jetzt keine finanzielle Unterstützung gesehen!
Beifall bei der SPÖ.
Herr Bundesminister, ich frage Sie: Wann wird denn dieser Bonus ausbezahlt? Die Leute warten auf ihr Geld. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Das ist durch Langzeitstudien widerlegt!
Ich habe gesagt: Anna, das stimmt einfach nicht. Das ist wirklich längst widerlegt. Viele Frauen, die im letzten Jahr Kinder bekommen haben, waren geimpft. (Abg. Belakowitsch: Das ist durch Langzeitstudien widerlegt!) Es gibt auch eine aktuelle Studie über mehr als 200 000 Schwangere. Eine Gruppe war geimpft, eine ungeimpft, und man hat null Unterschied gesehen. Das heißt, die Sache mit den Fehlgeburten ist ein Fake.
Abg. Wurm: ... Verantwortung als Arzt!
Dann habe ich gesagt: Ja, aber ein großes Problem sind schon Schwangere, die an Covid erkranken, denn dann kommt es zu mehr Fehlgeburten, zu mehr Frühgeburten und auch zu schweren Verläufen. (Abg. Wurm: ... Verantwortung als Arzt!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.
Ich habe gesagt: Liebe Anna, das stimmt auch nicht, auch wenn das manche nicht glauben. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Wurm.) – Man kann zu Fakten keine Meinung haben, lieber Kollege Wurm.
Abg. Belakowitsch: Na da gratuliere ich!
Dann hat Anna gesagt – das Gespräch hat natürlich länger gedauert –, sie fühle sich jetzt besser aufgeklärt, und sie hat sich dann auch impfen lassen, meine lieben Kolleginnen und Kollegen. (Abg. Belakowitsch: Na da gratuliere ich!)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Das war ein offenes Gespräch, ein ehrliches Gespräch, ich habe sie ernst genommen. Ich habe mit ihr gesprochen, habe ihr gesagt, was die Wissenschaft weiß, was Meinung ist und was Fakt ist. Das sollten wir alle versuchen: die Zögerlichen, die Unsicheren zu überzeugen. Die Kickls vergessen wir einmal. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Super!
Oder man kann es auch prosaisch machen, wie zum Beispiel ein Wiener Hotel. Dort gibt es einen Button für die Gäste, auf dem steht: Ich bin von der Impfung geküsst. – Vielleicht ist das eine Möglichkeit. (Abg. Belakowitsch: Super!) Ziehen wir gemeinsam an einem Strang, dann schaffen wir es! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Oder man kann es auch prosaisch machen, wie zum Beispiel ein Wiener Hotel. Dort gibt es einen Button für die Gäste, auf dem steht: Ich bin von der Impfung geküsst. – Vielleicht ist das eine Möglichkeit. (Abg. Belakowitsch: Super!) Ziehen wir gemeinsam an einem Strang, dann schaffen wir es! – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Gerade was die Schulen angeht, Herr Minister, gibt es massive – massive! – Verunsicherung und Unklarheit, übrigens auch gerade wieder mit den neuen Quarantänebestimmungen. Ich kann mich erinnern, als Sie am 25. August, glaube ich, eine Pressekonferenz gegeben haben, bei der Sie beschrieben haben, wie die Eingangsphase in der Schule sein soll, und die ganz entscheidende Frage, nämlich die Frage: Was passiert, wenn ein positiver Fall auftritt?, nicht beantwortet haben. – Nicht beantwortet! Ich habe damals gesagt: Aber das ist doch die entscheidende Frage! Wir sind ohnehin Pragmatiker, was sozusagen die Situation in den Schulen angeht, und sind die Letzten, die sich dagegen sträuben, dass man wieder testet, aber so, sehenden Auges in steigende Inzidenzen und eigentlich völlige Unklarheit, was passiert, wenn dann ein positiver Fall auftritt, hineinzustolpern, also das lässt doch wirklich alle nur noch ratlos zurück. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Nein!
Was ist dabei ganz zentral? – Gute Daten, Kommunikation auf Augenhöhe mit den Menschen und Transparenz. Was haben Sie gemacht? – Sie haben von oben herab Woche für Woche in Pressekonferenzen gesagt, was die Menschen zu tun haben, und, wenn sie das nicht tun, mit der Polizei gedroht, mit Angstbildern gedroht – die Polizei als Flex, die Menschen auseinanderschneidet –, aber Sie haben keine Daten auf den Tisch gelegt. Ich sage dir zwar, was du zu tun hast, ich sage dir aber nicht, warum. Wer nichts weiß, muss alles glauben. Dann wundern Sie sich über den Vertrauensverlust. In keinem anderen europäischen Land hat die Regierung übrigens während des Pandemiemanagements so dermaßen an Vertrauen eingebüßt wie in Österreich. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Nein!) – Das stimmt. Das können Sie nachlesen. (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) – Ja, das glauben Sie vielleicht nicht, aber die Vertrauenswerte können Sie nachlesen. Es ist tatsächlich erschütternd. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf der Abg. Salzmann.
Was ist dabei ganz zentral? – Gute Daten, Kommunikation auf Augenhöhe mit den Menschen und Transparenz. Was haben Sie gemacht? – Sie haben von oben herab Woche für Woche in Pressekonferenzen gesagt, was die Menschen zu tun haben, und, wenn sie das nicht tun, mit der Polizei gedroht, mit Angstbildern gedroht – die Polizei als Flex, die Menschen auseinanderschneidet –, aber Sie haben keine Daten auf den Tisch gelegt. Ich sage dir zwar, was du zu tun hast, ich sage dir aber nicht, warum. Wer nichts weiß, muss alles glauben. Dann wundern Sie sich über den Vertrauensverlust. In keinem anderen europäischen Land hat die Regierung übrigens während des Pandemiemanagements so dermaßen an Vertrauen eingebüßt wie in Österreich. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Nein!) – Das stimmt. Das können Sie nachlesen. (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) – Ja, das glauben Sie vielleicht nicht, aber die Vertrauenswerte können Sie nachlesen. Es ist tatsächlich erschütternd. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Wurm.
Was ist dabei ganz zentral? – Gute Daten, Kommunikation auf Augenhöhe mit den Menschen und Transparenz. Was haben Sie gemacht? – Sie haben von oben herab Woche für Woche in Pressekonferenzen gesagt, was die Menschen zu tun haben, und, wenn sie das nicht tun, mit der Polizei gedroht, mit Angstbildern gedroht – die Polizei als Flex, die Menschen auseinanderschneidet –, aber Sie haben keine Daten auf den Tisch gelegt. Ich sage dir zwar, was du zu tun hast, ich sage dir aber nicht, warum. Wer nichts weiß, muss alles glauben. Dann wundern Sie sich über den Vertrauensverlust. In keinem anderen europäischen Land hat die Regierung übrigens während des Pandemiemanagements so dermaßen an Vertrauen eingebüßt wie in Österreich. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Taschner: Nein!) – Das stimmt. Das können Sie nachlesen. (Zwischenruf der Abg. Salzmann.) – Ja, das glauben Sie vielleicht nicht, aber die Vertrauenswerte können Sie nachlesen. Es ist tatsächlich erschütternd. (Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Taschner: ... Verordnungen, Paragrafen ...!
Vertrauen schafft man mit offener und ehrlicher Kommunikation auf Augenhöhe und definitiv nicht mit Abgehobenheit und definitiv auch nicht mit Verordnungen oder Paragrafen, die sozusagen in wild gewordenen bürokratischen Elfenbeintürmen entstanden sein können, aber definitiv nicht nah an der Realität der Menschen, die tagtäglich damit arbeiten müssen. (Abg. Taschner: ... Verordnungen, Paragrafen ...!)
Abg. Hörl: Freut Sie das, oder wie?
Und was ist passiert? – Nichts, nichts. Gar nichts! (Abg. Hörl: Freut Sie das, oder wie?) Die Regierungsparteien, der Kanzler, der Gesundheitsminister, sie alle sind am hohen Ross sitzen geblieben. Man wird sich doch nicht in die Niederungen begeben, mit dem Parlament und der Opposition mehr als dringend notwendig arbeiten zu müssen. (Abg.
Zwischenrufe bei der ÖVP
Hörl: Freut Sie das, oder wie?) Wo ist der Kanzler jetzt eigentlich? Er meldet sich immer dann zu Wort, wenn es etwas zu verkünden gibt, hauptsächlich positiver Natur, und dann schwirrt er wieder wie ein Schmetterling auf bunten Blumenwiesen herum (Zwischenrufe bei der ÖVP) und landet vielleicht wieder einmal beim Pandemiemanagement, wo er sein sollte, denn diese Zustände, die wir in Österreich haben, sind mehr als chaotisch. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Zwischenruf des Abg. Hörl.
Hörl: Freut Sie das, oder wie?) Wo ist der Kanzler jetzt eigentlich? Er meldet sich immer dann zu Wort, wenn es etwas zu verkünden gibt, hauptsächlich positiver Natur, und dann schwirrt er wieder wie ein Schmetterling auf bunten Blumenwiesen herum (Zwischenrufe bei der ÖVP) und landet vielleicht wieder einmal beim Pandemiemanagement, wo er sein sollte, denn diese Zustände, die wir in Österreich haben, sind mehr als chaotisch. (Zwischenruf des Abg. Hörl.)
Abg. Wurm: Eine Entschuldigung wäre angebracht!
Besonders hart trifft diese Situation, das Ergebnis dieses chaotischen Pandemiemanagements und des Nichtbereitseins, zusammenzuarbeiten, die Kinder und Jugendlichen. Liebe Freiheitliche, ich habe heute den ganzen Tag den Eindruck, dass es sozusagen eine billige Taktik der Regierungsparteien ist, sich ausschließlich an euch abzuputzen und zu behaupten, dass ihr für die Durchimpfungsrate verantwortlich seid. Ich meine, ich habe euch durchaus, glaube ich, klar und deutlich gesagt, was ich davon halte, so gegen diese Impfung zu agitieren. Ich halte das für (Abg. Wurm: Eine Entschuldigung wäre angebracht!) fetzendeppert, und dabei bleibe ich auch, aber es ist sicherlich nicht eure alleinige Schuld, dass die Durchimpfungsrate so ist. (Abg. Belakowitsch: Ordnungsruf!)
Abg. Belakowitsch: Ordnungsruf!
Besonders hart trifft diese Situation, das Ergebnis dieses chaotischen Pandemiemanagements und des Nichtbereitseins, zusammenzuarbeiten, die Kinder und Jugendlichen. Liebe Freiheitliche, ich habe heute den ganzen Tag den Eindruck, dass es sozusagen eine billige Taktik der Regierungsparteien ist, sich ausschließlich an euch abzuputzen und zu behaupten, dass ihr für die Durchimpfungsrate verantwortlich seid. Ich meine, ich habe euch durchaus, glaube ich, klar und deutlich gesagt, was ich davon halte, so gegen diese Impfung zu agitieren. Ich halte das für (Abg. Wurm: Eine Entschuldigung wäre angebracht!) fetzendeppert, und dabei bleibe ich auch, aber es ist sicherlich nicht eure alleinige Schuld, dass die Durchimpfungsrate so ist. (Abg. Belakowitsch: Ordnungsruf!)
Beifall bei den NEOS.
Euch sollte schon zu denken geben, dass gerade ihr, die ihr so kritisiert, wie die Situation in den Schulen ist, ja wissen müsstet, dass es ja letztlich so ist, dass die Pandemie in Österreich auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird, dass es letztlich so ist, dass auch dank eurer Politik und der Versäumnisse von Türkis-Grün die Situation so ist, dass die Kinder und die Jugendlichen in Österreich in den Schulen täglich den Preis dafür zahlen, dass viel zu wenige Menschen, Erwachsene geimpft sind. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Wurm: Herr Präsident! Ordnungsruf! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Kinder zahlen den Preis dafür, dass so wenige Erwachsene geimpft sind. (Abg. Wurm: Herr Präsident! Ordnungsruf! – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Salzmann: Und in Wien? – Abg. Melchior: Und in Wien?
To whom it may concern: Es sollte ein Thema gemeinsamer Anstrengung sein, dass wir die Situation in den Schulen für die Kinder erleichtern. (Abg. Salzmann: Und in Wien? – Abg. Melchior: Und in Wien?) So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Anstatt da jetzt vielleicht weiter die Schuld hin- und herzuschieben, schlage ich Folgendes vor - - (Abg. Melchior: Da bin ich gespannt! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich schlage jetzt etwas vor (Abg. Salzmann: Ihr jammert doch immer!), hören Sie zu, es wird konstruktiv!
Abg. Melchior: Da bin ich gespannt! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.
To whom it may concern: Es sollte ein Thema gemeinsamer Anstrengung sein, dass wir die Situation in den Schulen für die Kinder erleichtern. (Abg. Salzmann: Und in Wien? – Abg. Melchior: Und in Wien?) So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Anstatt da jetzt vielleicht weiter die Schuld hin- und herzuschieben, schlage ich Folgendes vor - - (Abg. Melchior: Da bin ich gespannt! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich schlage jetzt etwas vor (Abg. Salzmann: Ihr jammert doch immer!), hören Sie zu, es wird konstruktiv!
Abg. Salzmann: Ihr jammert doch immer!
To whom it may concern: Es sollte ein Thema gemeinsamer Anstrengung sein, dass wir die Situation in den Schulen für die Kinder erleichtern. (Abg. Salzmann: Und in Wien? – Abg. Melchior: Und in Wien?) So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Anstatt da jetzt vielleicht weiter die Schuld hin- und herzuschieben, schlage ich Folgendes vor - - (Abg. Melchior: Da bin ich gespannt! – Präsident Sobotka gibt das Glockenzeichen.) Ich schlage jetzt etwas vor (Abg. Salzmann: Ihr jammert doch immer!), hören Sie zu, es wird konstruktiv!
Abg. Wurm: Das ist FPÖ-Linie, Frau Kollegin! Achtung!
Wir brauchen ein positives Zielbild. Wo ist denn das positive Zielbild? Ich sehe nur noch ein Jammertal Ihres Managements. Ein positives Zielbild – was könnte das denn sein? Frau Prof. van Laer spricht davon oder hat vor ein, zwei Wochen davon gesprochen, dass eine Million Menschen mehr geimpft sein müssen. Nehmen wir noch die Genesenen dazu, auf die Sie leider sehr oft vergessen. Reden wir nicht mehr von einer Durchimpfungsrate, sondern von einer Immunitätsrate. (Abg. Wurm: Das ist FPÖ-Linie, Frau Kollegin! Achtung!) Nehmen wir eine Immunitätsrate von 75 Prozent – und sagen wir einmal, das bedeutet eine Durchimpfungsrate der Erwachsenen über zwölf von 70 Prozent plus zusätzlich 5 Prozent, die aufgrund einer durchgemachten Infektion natürlich genügend Antikörper gebildet haben – als Ziel, sagen wir doch gemeinsam den Menschen in Österreich: Hey, wir schaffen das!, und bei 75 Prozent Immunitätsrate heben wir alle einschränkenden Maßnahmen in den Schulen auf. (Beifall bei den NEOS.) Das wäre ein positive Zielbild, daran könnten wir gemeinsam kraftvoll arbeiten, statt in diesem Jammertal des Herumtorkelns und ‑taumelns und Menschentriezens gefangen zu sein. (Die Abgeordneten Melchior und Salzmann: Fangt einmal in Wien an!)
Beifall bei den NEOS.
Wir brauchen ein positives Zielbild. Wo ist denn das positive Zielbild? Ich sehe nur noch ein Jammertal Ihres Managements. Ein positives Zielbild – was könnte das denn sein? Frau Prof. van Laer spricht davon oder hat vor ein, zwei Wochen davon gesprochen, dass eine Million Menschen mehr geimpft sein müssen. Nehmen wir noch die Genesenen dazu, auf die Sie leider sehr oft vergessen. Reden wir nicht mehr von einer Durchimpfungsrate, sondern von einer Immunitätsrate. (Abg. Wurm: Das ist FPÖ-Linie, Frau Kollegin! Achtung!) Nehmen wir eine Immunitätsrate von 75 Prozent – und sagen wir einmal, das bedeutet eine Durchimpfungsrate der Erwachsenen über zwölf von 70 Prozent plus zusätzlich 5 Prozent, die aufgrund einer durchgemachten Infektion natürlich genügend Antikörper gebildet haben – als Ziel, sagen wir doch gemeinsam den Menschen in Österreich: Hey, wir schaffen das!, und bei 75 Prozent Immunitätsrate heben wir alle einschränkenden Maßnahmen in den Schulen auf. (Beifall bei den NEOS.) Das wäre ein positive Zielbild, daran könnten wir gemeinsam kraftvoll arbeiten, statt in diesem Jammertal des Herumtorkelns und ‑taumelns und Menschentriezens gefangen zu sein. (Die Abgeordneten Melchior und Salzmann: Fangt einmal in Wien an!)
Die Abgeordneten Melchior und Salzmann: Fangt einmal in Wien an!
Wir brauchen ein positives Zielbild. Wo ist denn das positive Zielbild? Ich sehe nur noch ein Jammertal Ihres Managements. Ein positives Zielbild – was könnte das denn sein? Frau Prof. van Laer spricht davon oder hat vor ein, zwei Wochen davon gesprochen, dass eine Million Menschen mehr geimpft sein müssen. Nehmen wir noch die Genesenen dazu, auf die Sie leider sehr oft vergessen. Reden wir nicht mehr von einer Durchimpfungsrate, sondern von einer Immunitätsrate. (Abg. Wurm: Das ist FPÖ-Linie, Frau Kollegin! Achtung!) Nehmen wir eine Immunitätsrate von 75 Prozent – und sagen wir einmal, das bedeutet eine Durchimpfungsrate der Erwachsenen über zwölf von 70 Prozent plus zusätzlich 5 Prozent, die aufgrund einer durchgemachten Infektion natürlich genügend Antikörper gebildet haben – als Ziel, sagen wir doch gemeinsam den Menschen in Österreich: Hey, wir schaffen das!, und bei 75 Prozent Immunitätsrate heben wir alle einschränkenden Maßnahmen in den Schulen auf. (Beifall bei den NEOS.) Das wäre ein positive Zielbild, daran könnten wir gemeinsam kraftvoll arbeiten, statt in diesem Jammertal des Herumtorkelns und ‑taumelns und Menschentriezens gefangen zu sein. (Die Abgeordneten Melchior und Salzmann: Fangt einmal in Wien an!)
Abg. Wurm: Das passiert ja!
Jetzt ist es so, dass jeder Bursche, jeder junge Mann in Österreich sofort einen Brief der Stellungskommission bekommt, wenn er das entsprechende Alter erreicht. Warum bekommt ein nicht geimpfter Mensch in Österreich keinen Brief der Gesundheitskasse, der sagt: Liebe Frau XY, lieber Herr XY, wir haben gesehen, Sie sind noch nicht geimpft, wir laden Sie herzlich ein, weil die Impfung super ist und wirkt, gleich bei Ihnen um die Ecke wird in drei Tagen ein Impftermin angeboten. (Abg. Wurm: Das passiert ja!) Dann geben Sie noch ein Goodie dazu. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Was hindert Sie daran, das zu machen? Ein fixer Impftermin mit einer netten Einladung: Wir wissen aus der Verhaltensökonomie, dass das hilft.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Jetzt ist es so, dass jeder Bursche, jeder junge Mann in Österreich sofort einen Brief der Stellungskommission bekommt, wenn er das entsprechende Alter erreicht. Warum bekommt ein nicht geimpfter Mensch in Österreich keinen Brief der Gesundheitskasse, der sagt: Liebe Frau XY, lieber Herr XY, wir haben gesehen, Sie sind noch nicht geimpft, wir laden Sie herzlich ein, weil die Impfung super ist und wirkt, gleich bei Ihnen um die Ecke wird in drei Tagen ein Impftermin angeboten. (Abg. Wurm: Das passiert ja!) Dann geben Sie noch ein Goodie dazu. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Was hindert Sie daran, das zu machen? Ein fixer Impftermin mit einer netten Einladung: Wir wissen aus der Verhaltensökonomie, dass das hilft.
Abg. Melchior: ... in Wien? Fangen Sie in Wien an! – Abg. Salzmann: Das geht nicht so einfach!
Zweites Thema: Impfen in der Apotheke – na, natürlich niederschwellig. Wir wissen mittlerweile, dass Impfstraßen mangels Publikums wieder eingestellt werden. Das ist ja nicht der richtige Weg. Impfen in der Apotheke zu ermöglichen, bietet wirklich einen flächendeckenden, niederschwelligen Zugang, mit dem Sie es ermöglichen können, gerade die, die eben nicht Skeptiker oder Zweifler sind, sondern die vielleicht – und das können Sie sich vielleicht gar nicht vorstellen – nicht tagtäglich im Internet hängen und schauen: Welches Formular F17 muss ich da jetzt ausfüllen, wie muss ich mich registrieren? – Es gibt die Leute, die sagen: Ich würde ja, aber es ist so kompliziert. Die könnten Sie so einfach abholen. (Abg. Melchior: ... in Wien? Fangen Sie in Wien an! – Abg. Salzmann: Das geht nicht so einfach!) – Es geht natürlich nicht einfach. Na ja, also wenn es nicht einfacher geht, dann kapitulieren Sie ja schon von vornherein vor dieser Aufgabe. Das gibt es ja wohl bitte nicht. Natürlich geht das einfacher – also Entschuldigung, bitte. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Zweites Thema: Impfen in der Apotheke – na, natürlich niederschwellig. Wir wissen mittlerweile, dass Impfstraßen mangels Publikums wieder eingestellt werden. Das ist ja nicht der richtige Weg. Impfen in der Apotheke zu ermöglichen, bietet wirklich einen flächendeckenden, niederschwelligen Zugang, mit dem Sie es ermöglichen können, gerade die, die eben nicht Skeptiker oder Zweifler sind, sondern die vielleicht – und das können Sie sich vielleicht gar nicht vorstellen – nicht tagtäglich im Internet hängen und schauen: Welches Formular F17 muss ich da jetzt ausfüllen, wie muss ich mich registrieren? – Es gibt die Leute, die sagen: Ich würde ja, aber es ist so kompliziert. Die könnten Sie so einfach abholen. (Abg. Melchior: ... in Wien? Fangen Sie in Wien an! – Abg. Salzmann: Das geht nicht so einfach!) – Es geht natürlich nicht einfach. Na ja, also wenn es nicht einfacher geht, dann kapitulieren Sie ja schon von vornherein vor dieser Aufgabe. Das gibt es ja wohl bitte nicht. Natürlich geht das einfacher – also Entschuldigung, bitte. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Belakowitsch: Sehr solidarisch!
Dritter Vorschlag, und das ist natürlich auch ein Anreiz: ein Ende der Gratistests. Das entspricht auch unserem solidarischen Gedanken. (Abg. Belakowitsch: Sehr solidarisch!) Also ich finde Ideen wie beispielsweise Selbstbehalte für Ungeimpfte im Krankenhaus zu fordern, haarsträubend. Es ist ein Teil eines solidarischen Gesundheitssystems, dass wir sozusagen auch Kosten übernehmen, die dadurch entstehen, dass sich jemand nicht gesundheitsbewusst verhält. Wenn wir damit anfangen, wo hören wir dann auf? Aber zum Thema Gratistests: Warum eigentlich (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) muss die Allgemeinheit ewig dafür zahlen, wenn Leute nicht bereit sind, sich impfen zu lassen? Das verstehe ich nicht. Den Mut haben Sie aber halt vor der Oberösterreichwahl nicht, und so geht wieder eine Woche ins Land, in der Sie nichts tun.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Dritter Vorschlag, und das ist natürlich auch ein Anreiz: ein Ende der Gratistests. Das entspricht auch unserem solidarischen Gedanken. (Abg. Belakowitsch: Sehr solidarisch!) Also ich finde Ideen wie beispielsweise Selbstbehalte für Ungeimpfte im Krankenhaus zu fordern, haarsträubend. Es ist ein Teil eines solidarischen Gesundheitssystems, dass wir sozusagen auch Kosten übernehmen, die dadurch entstehen, dass sich jemand nicht gesundheitsbewusst verhält. Wenn wir damit anfangen, wo hören wir dann auf? Aber zum Thema Gratistests: Warum eigentlich (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) muss die Allgemeinheit ewig dafür zahlen, wenn Leute nicht bereit sind, sich impfen zu lassen? Das verstehe ich nicht. Den Mut haben Sie aber halt vor der Oberösterreichwahl nicht, und so geht wieder eine Woche ins Land, in der Sie nichts tun.
Beifall bei den NEOS.
Packen wir gemeinsam dieses Zielbild an! Schauen wir, dass wir uns gemeinsam auf ein Ziel festlegen! Unser Vorschlag ist: 75 Prozent Immunitätsquote – dann aber mit einem klaren Bekenntnis dazu, zu sagen, dann machen wir Schluss mit diesen einschränkenden Maßnahmen in den Schulen. Das wäre doch wirklich schön. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: ... Herr Präsident! Ich finde das nicht in Ordnung!
Ich sehe hier aber auch sehr viele, die trotz Impfung aus Rücksicht auf ihre Mitmenschen Masken tragen. – Vielen Dank, Sie senden damit ein wichtiges Zeichen hinaus, nämlich den Respekt vor der Gesundheit anderer Menschen. (Abg. Meinl-Reisinger: ... Herr Präsident! Ich finde das nicht in Ordnung!)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Und dann sehe ich hier aber auch Abgeordnete einer Partei, die Fakenews verbreitet, die nachweislich ein Video mit Falschinformationen produziert und verbreitet hat. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Es wurde mehrere hunderttausendmal angeklickt, tausendfach wurden etwa Informationen zu Covid-Patienten in Spitälern verbreitet, die nicht den wissenschaftlichen Fakten entsprechen. Hier wird bewusst mit der Angst der Menschen gespielt, und das ist äußerst gefährlich.
Abg. Hauser: Das hat mit Impffreiheit zu tun!
Wenn ich sehe, dass Herr Kickl im Wiener Gemeinderat mit Maske auftritt und hier bewusst nicht, dann muss jedem klar werden: Das ist nur eine Show. Wenn ich in der Zeitung lese, dass der ganze Klub der FPÖ im Wiener Rathaus geimpft ist und sich schützt und Sie dann hier herinnen so tun, als wäre das Teufelszeug, frage ich mich schon, was das mit Ehrlichkeit, mit Anstand, mit Verantwortung zu tun hat, meine Damen und Herren. (Abg. Hauser: Das hat mit Impffreiheit zu tun!) Glauben kann man Ihnen jedenfalls kein Wort. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wenn ich sehe, dass Herr Kickl im Wiener Gemeinderat mit Maske auftritt und hier bewusst nicht, dann muss jedem klar werden: Das ist nur eine Show. Wenn ich in der Zeitung lese, dass der ganze Klub der FPÖ im Wiener Rathaus geimpft ist und sich schützt und Sie dann hier herinnen so tun, als wäre das Teufelszeug, frage ich mich schon, was das mit Ehrlichkeit, mit Anstand, mit Verantwortung zu tun hat, meine Damen und Herren. (Abg. Hauser: Das hat mit Impffreiheit zu tun!) Glauben kann man Ihnen jedenfalls kein Wort. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Wurm.
noch kein breites Impfangebot gegeben hat. Das gibt es jetzt aber. Und wenn Sie von der FPÖ jetzt Menschen mit Ihrer Kommunikation und Ihrem Verhalten verunsichern und damit davon abhalten, sich diesen Schutz zu holen, dann ist das eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten von SPÖ und NEOS. – Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wir sehen ja alle, dass die Impfquote genau in den Gemeinden und Regionen besonders niedrig ist, wo die FPÖ vermehrt Anhängerinnen und Anhänger hat. Wir sehen auch international, dass in jenen Ländern, in denen alle Parteien gemeinsam in Ruhe mit sachlichen Argumenten über die Bedeutung der Impfung für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger informieren, die Impfraten höher sind. (Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Abg. Deimek: Der ist auch schuld an allem!
Wir haben eine gemeinsame Verantwortung, und Herr Kickl hätte eine besondere Verantwortung. (Abg. Deimek: Der ist auch schuld an allem!) Sie machen das Gegenteil: Es ist ein Vertrauensbruch gegenüber den Menschen, die Sie wählen, die sich an Ihnen orientieren. Es sind die Menschen, die ungeimpft sind, die keine Maske tragen, die sich dadurch einer besonderen Gefahr aussetzen. Eines ist aber sicher: Wir können diese Pandemie nur bekämpfen, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn wir den wissenschaftlichen Fakten vertrauen, wenn der Gesundheitsschutz und nicht parteipolitisches Verhalten im Vordergrund steht.
Abg. Deimek: ... Messagecontrol bei den Grünen! Sie hätten einen Besseren verdient als Minister!
Fakt ist auch, dass in den Intensivstationen mit Ausnahme von einigen Menschen mit schweren Vorerkrankungen praktisch nur Ungeimpfte liegen. Diese Menschen werden es bereuen, dass sie auf falsche und schädliche Worte gehört haben, die aus parteipolitischer Taktik gesagt wurden. (Abg. Deimek: ... Messagecontrol bei den Grünen! Sie hätten einen Besseren verdient als Minister!) Für diese Menschen wird es dann aber tragischerweise zu spät sein, und sie werden auf der Intensivstation einen mehrwöchigen Überlebenskampf führen, den sie hoffentlich gewinnen. Es gibt ein Mittel, ein einziges Mittel, um diesen Überlebenskampf, diese Verzweiflung zuverlässig zu verhindern. Dieses Mittel ist die Impfung.
Abg. Deimek: Wer schreibt eigentlich Ihre Reden?
Herr Kickl, ich war froh, zu lesen, dass es auch in Ihrer Partei Vertreter gibt, die bereits geimpft sind. Ich appelliere daher an alle hier im Raum und ganz besonders an alle Abgeordneten – und ich betone alle –: Wir haben eine gemeinsame Aufgabe über die Parteigrenzen hinweg – Bund, Länder, Gemeinden –, die Gesundheit der Menschen in Österreich bestmöglich zu schützen. (Abg. Deimek: Wer schreibt eigentlich Ihre Reden?) Niemand ist dabei perfekt, aber gemeinsam können und werden wir die Gesundheit aller schützen, Arbeitsplätze bewahren und schauen, dass unsere Betrieben gut durch diese Gesundheitskrise kommen.
Zwischenrufe bei der FPÖ.
Jetzt aber zur Beantwortung der konkreten Fragen. – Ich darf mich hinsetzen, denn ich habe Nackenschmerzen und so tue ich mir leichter. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Entschuldigen Sie bitte. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: Ist das jetzt ein neuer Spickzettel, den Sie nehmen?)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: Ist das jetzt ein neuer Spickzettel, den Sie nehmen?
Jetzt aber zur Beantwortung der konkreten Fragen. – Ich darf mich hinsetzen, denn ich habe Nackenschmerzen und so tue ich mir leichter. (Zwischenrufe bei der FPÖ.) – Entschuldigen Sie bitte. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Deimek: Ist das jetzt ein neuer Spickzettel, den Sie nehmen?)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Im Rahmen der Impfkommunikation handeln wir als Bundesregierung seit Beginn gemeinsam mit den Bundesländern. Dabei werden sogar speziell dort, wo die Impfquoten niedrig sind, eigene Impfaktionen veranstaltet. Da sind zum Beispiel Impfbusse oder Pop-up-Impfstraßen in den Gemeinden zu erwähnen. Davon konnte ich mir auch selbst ein Bild machen: Ich habe vor wenigen Wochen im Mühlviertel Impfungen durchgeführt. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Echt super! ...!
Bundesweit sind derzeit 60,06 Prozent der Gesamtbevölkerung durch zwei Impfungen vollimmunisiert. Die höchste Impfquote weist dabei das Burgenland mit 67,58 Prozent auf. Oberösterreich hat einen Wert von 55,23 Prozent Vollimmunisierter. (Abg. Belakowitsch: Echt super! ...!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Ich habe immer gesagt, dass wir bis Ende September eine Entscheidung treffen werden. Die Gespräche und Evaluierungen dazu sind derzeit noch nicht abgeschlossen. – Vielen Dank. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
herausfinden wollen, was denn da nicht funktioniert, und – das sage ich Ihnen auch – weil es ein Skandal ist, dass Sie als Gesundheitsminister, genauso wie die betreffende Landesregierung, wegen der Landtagswahl kommenden Sonntag in Oberösterreich notwendige Maßnahmen und Klarheit für die Bevölkerung unterlassen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Wissen Sie, was ich höre? – Ich bin ja – es ist kein Geheimnis, ich habe es schon gesagt – in Oberösterreich im Wahlkampf. Ich höre gerade jeden Tag das genaue Gegenteil von: Der Bund ist verantwortlich!, oder: Das Land ist verantwortlich! Ich höre von Landespolitikern: Der Gesundheitsminister ist verantwortlich! – Es ist ein Hin- und Herschieben, und nicht einmal, was die Verantwortlichkeit betrifft, kennt sich jemand aus. Ich sage Ihnen: Verantwortung gehört übernommen, und sie gehört auch benannt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Was ist eigentlich so schwer daran, den Menschen ehrlich ins Gesicht zu sagen – und zwar nicht erst am 27. September, sondern vorher –, dass Tests irgendwann einmal etwas kosten werden müssen, weil es nicht sein kann, dass die Allgemeinheit auf Dauer und ewig jenen, die sich nicht impfen lassen, obwohl sie es könnten, die Tests zahlt? (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS
Ich finde es unfassbar schamlos (Beifall bei den NEOS), wie man innerhalb der größten Krise zuallererst einmal an die eigene Partei und an die eigenen türkisen Parteifreunde denkt.
Beifall bei den NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: Bravo!
Oberösterreich ist, wenn es um die Beschaffung von überteuerter Schutzausrüstung geht, Spitzenreiter. Gleichzeitig sind wir Schlusslicht bei der Pandemiebekämpfung. Herr Gesundheitsminister, wir brauchen endlich Klarheit beim Pandemiemanagement! Für diese Klarheit stehen wir NEOS und sind wir immer gestanden – und für Transparenz. Das braucht dieses Haus, das braucht das Pandemiemanagement, und das braucht natürlich auch Oberösterreich, das am Sonntag den Landtag wählt. – Danke. (Beifall bei den NEOS. – Abg. Meinl-Reisinger: Bravo!)
Beifall bei der ÖVP.
Abgeordnete Gabriela Schwarz (ÖVP): Werter Herr Präsident! Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Sehr verehrte Damen und Herren! Ich möchte zuerst auf einiges Bezug nehmen, das die NEOS gesagt haben. Sie führen immer Oberösterreich als Negativbeispiel an – dabei hat im Osten Österreichs Wien mit Abstand die höchsten Inzidenzen und die niedrigste Impfrate. Dort sitzen die NEOS in der Stadtregierung. Es wäre auch dort an der Zeit, etwas zu unternehmen, das kann ich Ihnen mitgeben! (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Weil Kollegin Meinl-Reisinger gesagt hat, sie greift in ihrer Geschichte zurück und wiederholt, was sie schon einmal gesagt hat: Ich kann auch wiederholen, was ich gesagt habe. Vor vielen Monaten habe ich meinen Impfpass hergezeigt, mit Stolz, weil ich das erste Mal geimpft war, und ich war auch sehr beruhigt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), weil ich mich gefreut habe, besser geschützt zu sein. Mittlerweile bin ich zweimal immunisiert, habe aber leider Gottes sehr, sehr wenige Antikörper und warte auf den dritten Stich. (Abg. Belakowitsch: Ich schenke dir meinen noch dazu!)
Abg. Belakowitsch: Ich schenke dir meinen noch dazu!
Weil Kollegin Meinl-Reisinger gesagt hat, sie greift in ihrer Geschichte zurück und wiederholt, was sie schon einmal gesagt hat: Ich kann auch wiederholen, was ich gesagt habe. Vor vielen Monaten habe ich meinen Impfpass hergezeigt, mit Stolz, weil ich das erste Mal geimpft war, und ich war auch sehr beruhigt (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), weil ich mich gefreut habe, besser geschützt zu sein. Mittlerweile bin ich zweimal immunisiert, habe aber leider Gottes sehr, sehr wenige Antikörper und warte auf den dritten Stich. (Abg. Belakowitsch: Ich schenke dir meinen noch dazu!)
Ruf: Aber das stimmt ja nicht!
Ich bin schon ganz bei Ihnen, wenn Sie sagen, die Kommunikation ist extrem wichtig, was die Skepsis betrifft. Jeder und jede von uns hat die Möglichkeit, diese Aufklärungsarbeit zu leisten. (Ruf: Aber das stimmt ja nicht!) Als ich diese Rede gehalten habe, waren auf der einen Seite viele - - (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) – Ich weiß, dass Sie applaudiert haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Gute Rede!) – Es waren viele, die gesagt haben, es ist völlig in Ordnung, es waren viele dabei, die Fragen hatten, und es ist ein wahrer Shitstorm losgegangen, von Menschen, die ihre Informationen auf eine Art und Weise beziehen, die unterirdisch ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich wundere mich schon ein bisschen, dass die NEOS da die FPÖ so in Schutz nehmen und sagen, die sind nicht alleine schuld – das habe ich auch nicht behauptet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Steger.) Was ich aber schon behaupte, ist, dass es kurzsichtig ist, was die FPÖ macht, nämlich mit völlig faktenbefreiten Angaben zur Impfung, die definitiv nicht stimmen, auf die Schnelle Wählerstimmen lukrieren zu wollen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Ich bin schon ganz bei Ihnen, wenn Sie sagen, die Kommunikation ist extrem wichtig, was die Skepsis betrifft. Jeder und jede von uns hat die Möglichkeit, diese Aufklärungsarbeit zu leisten. (Ruf: Aber das stimmt ja nicht!) Als ich diese Rede gehalten habe, waren auf der einen Seite viele - - (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) – Ich weiß, dass Sie applaudiert haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Gute Rede!) – Es waren viele, die gesagt haben, es ist völlig in Ordnung, es waren viele dabei, die Fragen hatten, und es ist ein wahrer Shitstorm losgegangen, von Menschen, die ihre Informationen auf eine Art und Weise beziehen, die unterirdisch ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich wundere mich schon ein bisschen, dass die NEOS da die FPÖ so in Schutz nehmen und sagen, die sind nicht alleine schuld – das habe ich auch nicht behauptet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Steger.) Was ich aber schon behaupte, ist, dass es kurzsichtig ist, was die FPÖ macht, nämlich mit völlig faktenbefreiten Angaben zur Impfung, die definitiv nicht stimmen, auf die Schnelle Wählerstimmen lukrieren zu wollen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Meinl-Reisinger: Gute Rede!
Ich bin schon ganz bei Ihnen, wenn Sie sagen, die Kommunikation ist extrem wichtig, was die Skepsis betrifft. Jeder und jede von uns hat die Möglichkeit, diese Aufklärungsarbeit zu leisten. (Ruf: Aber das stimmt ja nicht!) Als ich diese Rede gehalten habe, waren auf der einen Seite viele - - (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) – Ich weiß, dass Sie applaudiert haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Gute Rede!) – Es waren viele, die gesagt haben, es ist völlig in Ordnung, es waren viele dabei, die Fragen hatten, und es ist ein wahrer Shitstorm losgegangen, von Menschen, die ihre Informationen auf eine Art und Weise beziehen, die unterirdisch ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich wundere mich schon ein bisschen, dass die NEOS da die FPÖ so in Schutz nehmen und sagen, die sind nicht alleine schuld – das habe ich auch nicht behauptet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Steger.) Was ich aber schon behaupte, ist, dass es kurzsichtig ist, was die FPÖ macht, nämlich mit völlig faktenbefreiten Angaben zur Impfung, die definitiv nicht stimmen, auf die Schnelle Wählerstimmen lukrieren zu wollen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich bin schon ganz bei Ihnen, wenn Sie sagen, die Kommunikation ist extrem wichtig, was die Skepsis betrifft. Jeder und jede von uns hat die Möglichkeit, diese Aufklärungsarbeit zu leisten. (Ruf: Aber das stimmt ja nicht!) Als ich diese Rede gehalten habe, waren auf der einen Seite viele - - (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) – Ich weiß, dass Sie applaudiert haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Gute Rede!) – Es waren viele, die gesagt haben, es ist völlig in Ordnung, es waren viele dabei, die Fragen hatten, und es ist ein wahrer Shitstorm losgegangen, von Menschen, die ihre Informationen auf eine Art und Weise beziehen, die unterirdisch ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich wundere mich schon ein bisschen, dass die NEOS da die FPÖ so in Schutz nehmen und sagen, die sind nicht alleine schuld – das habe ich auch nicht behauptet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Steger.) Was ich aber schon behaupte, ist, dass es kurzsichtig ist, was die FPÖ macht, nämlich mit völlig faktenbefreiten Angaben zur Impfung, die definitiv nicht stimmen, auf die Schnelle Wählerstimmen lukrieren zu wollen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Steger.
Ich bin schon ganz bei Ihnen, wenn Sie sagen, die Kommunikation ist extrem wichtig, was die Skepsis betrifft. Jeder und jede von uns hat die Möglichkeit, diese Aufklärungsarbeit zu leisten. (Ruf: Aber das stimmt ja nicht!) Als ich diese Rede gehalten habe, waren auf der einen Seite viele - - (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) – Ich weiß, dass Sie applaudiert haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Gute Rede!) – Es waren viele, die gesagt haben, es ist völlig in Ordnung, es waren viele dabei, die Fragen hatten, und es ist ein wahrer Shitstorm losgegangen, von Menschen, die ihre Informationen auf eine Art und Weise beziehen, die unterirdisch ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich wundere mich schon ein bisschen, dass die NEOS da die FPÖ so in Schutz nehmen und sagen, die sind nicht alleine schuld – das habe ich auch nicht behauptet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Steger.) Was ich aber schon behaupte, ist, dass es kurzsichtig ist, was die FPÖ macht, nämlich mit völlig faktenbefreiten Angaben zur Impfung, die definitiv nicht stimmen, auf die Schnelle Wählerstimmen lukrieren zu wollen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Ich bin schon ganz bei Ihnen, wenn Sie sagen, die Kommunikation ist extrem wichtig, was die Skepsis betrifft. Jeder und jede von uns hat die Möglichkeit, diese Aufklärungsarbeit zu leisten. (Ruf: Aber das stimmt ja nicht!) Als ich diese Rede gehalten habe, waren auf der einen Seite viele - - (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) – Ich weiß, dass Sie applaudiert haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Gute Rede!) – Es waren viele, die gesagt haben, es ist völlig in Ordnung, es waren viele dabei, die Fragen hatten, und es ist ein wahrer Shitstorm losgegangen, von Menschen, die ihre Informationen auf eine Art und Weise beziehen, die unterirdisch ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.) Ich wundere mich schon ein bisschen, dass die NEOS da die FPÖ so in Schutz nehmen und sagen, die sind nicht alleine schuld – das habe ich auch nicht behauptet. (Zwischenrufe der Abgeordneten Meinl-Reisinger und Steger.) Was ich aber schon behaupte, ist, dass es kurzsichtig ist, was die FPÖ macht, nämlich mit völlig faktenbefreiten Angaben zur Impfung, die definitiv nicht stimmen, auf die Schnelle Wählerstimmen lukrieren zu wollen. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Ich erinnere daran, was letzte Woche im Gesundheitsausschuss abgegangen ist: Da sitzt ein anerkannter Experte, Präsident Szekeres, und er wird von einem Abgeordneten dreimal der Lüge bezichtigt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Ich meine, unterirdischer geht es ja wohl nicht mehr! Das ist respektlos, und das ist anstandslos! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich erinnere daran, was letzte Woche im Gesundheitsausschuss abgegangen ist: Da sitzt ein anerkannter Experte, Präsident Szekeres, und er wird von einem Abgeordneten dreimal der Lüge bezichtigt. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.) Ich meine, unterirdischer geht es ja wohl nicht mehr! Das ist respektlos, und das ist anstandslos! (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Es ist kurzsichtig, verantwortungslos, und dazu kommt noch, dass sich in den letzten Tagen eine Verantwortungslosigkeit gezeigt hat. Das solidarische Gesundheitssystem, das oft von uns bemüht wird, ist keine Einbahnstraße. Wir haben nicht nur Rechte in dieser Republik, sondern wir haben auch Pflichten. Meine Pflicht ist, anzuerkennen, dass meine Freiheit dort endet, wo ich das Leben eines anderen gefährde. Das sei Ihnen einmal ins Stammbuch geschrieben. Auch das ist gelebte Solidarität in diesem Land. Wenn Sie das nicht machen, dann darf ich das als verantwortungslos bezeichnen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Die Zweite: Es ist nach wie vor verantwortungslos, Nachrichten zu verbreiten, die aus Diskussionsforen stammen, in denen die Wissenschaftlichkeit aber so etwas von hintangestellt ist. Heuchlerisch ist es auch, gegen die Impfung zu wettern, und das in aller Deutlichkeit: Da ist auf der einen Seite der Bitterstoffe-Herbert-Kickl, der Herr Generalsekretär, der sagt, mit Bewegung geht eh alles. Ich bin auch sehr sportlich, ich achte auf mein Immunsystem und ernähre mich vernünftig, trotzdem bin ich froh, dass ich geimpft bin, denn dann bin ich nämlich wirklich geschützt. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Steger.
Unehrlich und heuchlerisch ist es deswegen, da auf der einen Seite gegen die Impfung gewettert wird und auf der anderen Seite die Spitzenvertreter der Partei geimpft sind. Die FPÖ, das janusköpfige Wesen. Wie ist es jetzt? (Zwischenrufe der Abgeordneten Hauser und Steger.) Ist die Impfung böse oder ist sie gut? – Entscheiden Sie sich endlich! Ich sage, gegen die Impfung auftreten und heimlich geimpft sein, das geht sich für mich nicht aus.
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Ich bitte Sie alle – und alle Kolleginnen und Kollegen, die vernünftig sind – inständig, auch weiterhin auf die Menschen einzuwirken, diese Chance, aus der Pandemie herauszukommen, wahrzunehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Abg. Gabriela Schwarz: Habe keinen Namen genannt!
Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch (FPÖ): Herr Präsident! Frau Abgeordnete Schwarz hat vor mir hier herinnen behauptet, Abgeordneter Wurm hätte im letzten Gesundheitsausschuss - - (Abg. Gabriela Schwarz: Habe keinen Namen genannt!), ein Abgeordneter hätte im letzten Gesundheitsausschuss Ärztekammerpräsidenten Szekeres dreimal der Lüge bezichtigt. – Das ist unrichtig, Frau Kollegin.
Abg. Gabriela Schwarz: Ich bin daneben gesessen!
Ärztekammerpräsident Szekeres hat hier herinnen dreimal Lüge gesagt, dreimal gelogen, aber der Abgeordnete hat ihn darauf hingewiesen und das berichtigt. Das Wort Lüge stammt nur vom Herrn Präsidenten. (Abg. Gabriela Schwarz: Ich bin daneben gesessen!) Der Abgeordnete hat es nicht in den Mund genommen. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Das ist nicht wahr! Er hat Lüge gesagt! Das kann man nachschauen!)
Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Das ist nicht wahr! Er hat Lüge gesagt! Das kann man nachschauen!
Ärztekammerpräsident Szekeres hat hier herinnen dreimal Lüge gesagt, dreimal gelogen, aber der Abgeordnete hat ihn darauf hingewiesen und das berichtigt. Das Wort Lüge stammt nur vom Herrn Präsidenten. (Abg. Gabriela Schwarz: Ich bin daneben gesessen!) Der Abgeordnete hat es nicht in den Mund genommen. (Beifall bei der FPÖ. – Rufe bei der ÖVP: Das ist nicht wahr! Er hat Lüge gesagt! Das kann man nachschauen!)
Abg. Martin Graf: ... Taschenlampe vom Polizisten!
Sie waren voriges Jahr im Sommer im Dämmerschlaf und auch der Sommer 2021 wurde verschlafen. Es ist nichts passiert, trotz vollmundiger Ankündigungen des Bundeskanzlers. Ich darf sie in Erinnerung rufen. Aussage im vorigen Jahr: Wir sehen „Licht am Ende des Tunnels“. – Faktencheck: Wir sind von einem Lockdown in den nächsten geköpfelt. (Abg. Martin Graf: ... Taschenlampe vom Polizisten!) Ende Juni sind alle geimpft, die das möchten. – Faktencheck: Bei Weitem nicht alle hatten den ersten Stich, vom zweiten gar nicht zu sprechen. Bundeskanzler: „Für Geimpfte ist die Pandemie vorbei“. – Faktencheck: Wir befinden uns im Chaos.
Beifall bei der SPÖ.
Die Faktenlage war erdrückend, und trotzdem hat man nichts unternommen, schuld war die EU, schuld war ein Beamter und – das ist bedauerlich – Österreich ist eben nicht besser durch die Krise gekommen. Wir sind im Chaos, Chaos herrscht in Verordnungen und durch mangelnde Informationen. (Beifall bei der SPÖ.) Herr Bundesminister, Sie haben als Gesundheitsminister, Sie (in Richtung Bundesminister Faßmann) als Bildungsminister und der Bundeskanzler als Regierungschef das Vertrauen der ÖsterreicherInnen verspielt. Was ist die Konsequenz daraus? – Wir haben eine Durchimpfungsquote von 60 Prozent, weil die Bevölkerung der Regierung nicht vertraut. In Ländern, in denen die Bevölkerung der Regierung vertraut, gibt es mit 80 Prozent wesentlich höhere Quoten. Österreich ist das Schlusslicht unter den westeuropäischen Ländern. Das ist bedauerlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Die Faktenlage war erdrückend, und trotzdem hat man nichts unternommen, schuld war die EU, schuld war ein Beamter und – das ist bedauerlich – Österreich ist eben nicht besser durch die Krise gekommen. Wir sind im Chaos, Chaos herrscht in Verordnungen und durch mangelnde Informationen. (Beifall bei der SPÖ.) Herr Bundesminister, Sie haben als Gesundheitsminister, Sie (in Richtung Bundesminister Faßmann) als Bildungsminister und der Bundeskanzler als Regierungschef das Vertrauen der ÖsterreicherInnen verspielt. Was ist die Konsequenz daraus? – Wir haben eine Durchimpfungsquote von 60 Prozent, weil die Bevölkerung der Regierung nicht vertraut. In Ländern, in denen die Bevölkerung der Regierung vertraut, gibt es mit 80 Prozent wesentlich höhere Quoten. Österreich ist das Schlusslicht unter den westeuropäischen Ländern. Das ist bedauerlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP
Was ist mit Folgeerscheinungen durch nicht konsumierte Arztbesuche, durch aufgeschobene OPs? All das sind offene Fragen. Was ist über den Sommer passiert? – Nichts. Sie sind Antworten schuldig geblieben (Zwischenrufe bei der ÖVP), es gibt keine Infos für Eltern, die sich berechtigterweise Sorgen um ihre Kinder machen.
Beifall bei der SPÖ.
Sehr geehrte Herren Minister! Sehr geehrter Herr Bundeskanzler in Abwesenheit! Die ÖsterreicherInnen wollen Informationen, die halten, sie wollen keine Nebelgranaten, keine Ankündigungen, und sie wollen einen Gesundheitsminister, einen Bildungsminister und einen Bundeskanzler, die sich allesamt ihrer Verantwortung bewusst sind. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Eigentlich schon!
In eine Politik der Angstmache einzusteigen und Menschen, die sich aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen nicht impfen lassen wollen, Angst zu machen und Drohungen in den Raum zu stellen, das hört sich gar nicht nach Ihnen an (Abg. Belakowitsch: Eigentlich schon!), genausowenig wie plumpes FPÖ-Bashing, was wir in den letzten Wochen sonst nur aus den Reihen der ÖVP gehört haben.
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hauser.
Ich kann auch nicht glauben, dass Sie sich als Mediziner tatsächlich hinstellen und sagen, dass Menschen, die nachweislich genesen sind, weil sie einen entsprechenden Antikörperstatus haben, keinerlei Schutz genießen, da es mehrere internationale und auch nationale Studien gibt, die zeigen, dass natürlich ein Schutz, auch ein lang anhaltender Schutz besteht, der möglicherweise dem Impfschutz nicht nur gleichwertig, sondern ihm vielleicht sogar überlegen ist. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Hauser.)
Abg. Belakowitsch: Kommt auch nicht! – Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wir haben über die Problematik der Falldefinitionen gesprochen, darüber, dass wir seit November letzten Jahres durch Ihren Amtsvorgänger eine nicht WHO-konforme Falldefinition haben. Haben Sie es in der Zwischenzeit geändert? – Nein. Wir haben darüber gesprochen, dass wir in Österreich die Möglichkeit hätten, die Verstorbenen tatsächlich zu obduzieren, um transparente Zahlen zu bekommen und die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Haben Sie das umgesetzt? – Nein. Wir haben uns darüber unterhalten, dass wir in der Steuerung dieser Krise ein völliges Zahlenchaos haben, dass die Bettenzahlen, die Kapazitätszahlen nicht stimmen. Haben Sie das bislang bereinigt? – Leider Gottes noch immer nicht. (Abg. Belakowitsch: Kommt auch nicht! – Zwischenruf des Abg. Deimek.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Deimek.
Wir haben uns auch über die Testpolitik unterhalten, darüber, dass die Testungen gratis sein müssen, dass aber die Massentests und die Laientests nicht sehr sinnvoll sind. Wir haben uns über Antikörpertestungen und Immunitätstestungen und über entsprechende Studien unterhalten. Sie haben keine einzige der Anregungen aufgenommen. Wir haben uns auch über die Impfpolitik unterhalten, und ich habe Ihnen gesagt: Ganz entscheidend wird sein, dass da die Freiwilligkeit sowie Aufklärung und Beratung im Vordergrund stehen und kein Zwang. Wo sind wir heute gelandet? – Genau beim Gegenteil. Über die Maskenpflicht, die kurz nach dem damaligen Termin aufgehoben wurde und jetzt vor einer Wiedereinführung steht, brauche ich, glaube ich, gar nichts mehr zu sagen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Deimek.)
Abg. Belakowitsch: Die Beatmungsgeräte finden wir nicht mehr!
Wenn wir dann schon beim Spital sind: Im Spital hat es, zumindest nach offizieller Darstellung, auch keine Aufstockung der Behandlungskapazitäten gegeben. Wir haben in Ihrer aktuellen Verordnung als Maßzahl für die Behandlungskapazitäten im intensivmedizinischen Bereich noch immer dieselben 2 000 Betten, die Sie seit 18 Monaten propagieren. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen und ich weiß auch, dass es nicht der Realität entspricht, dass es österreichweit tatsächlich seit 18 Monaten eine intensivmedizinische Behandlungskapazität von exakt 2 000 Betten gibt und keinem einzigen mehr. Wozu haben wir denn mehrere Hundert Beatmungsgeräte gekauft? (Abg. Belakowitsch: Die Beatmungsgeräte finden wir nicht mehr!) Ich hoffe, dass innerhalb von 18 Monaten auch personelle Anpassungen durchgeführt wurden, um die Kapazitäten zu erhöhen.
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Sie haben noch etwas anderes gemacht, was im Endeffekt zur Verschlimmerung der Situation beigetragen hat: Sie haben die Personalsituation in den Spitälern, aber auch im Pflegebereich mit den geschaffenen Strukturen verschärft. Sie haben auf der einen Seite durch den indirekten Impfzwang und Testzwang, den Sie ausüben, dafür gesorgt, dass Ärzte, die im Spitalsbereich zum Beispiel zur Ableistung von Notdiensten, für Bereitschaftsdienste benötigt werden, lieber in die Impfstraßen gehen, anstatt die Grundversorgung aufrechtzuerhalten, weil sie dort mehr verdienen. Wir haben erst letzte Woche aus Kärnten die Meldung bekommen, dass keine Notärzte mehr gefunden werden konnten und teilweise ganze Dienste nicht besetzt waren. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Das ist eine direkte Konsequenz aus den Maßnahmen, die Sie getroffen haben, Herr Bundesminister.
Beifall bei der FPÖ.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, abschließend kann ich nur eines feststellen: Eine wirkungsvolle Coronapolitik mit Herz und Hirn und unter Einhaltung und Wahrung der Grund- und Freiheitsrechte kann es nur mit der FPÖ, nur mit uns geben. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Belakowitsch: Falsch! Ich habe Sie gar nicht ...!
Abgeordneter Ralph Schallmeiner (Grüne): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrter Herr Minister! Sehr geehrte Frau Minister! Sehr geehrte Damen und Herren zu Hause vor den Bildschirmen! Bevor ich zu meiner eigentlichen Rede komme, möchte ich noch kurz die Zeit nutzen und auf die tatsächliche Berichtigung der Kollegin Belakowitsch von vorhin eingehen. In ihrer tatsächlichen Berichtigung hat sie so getan, als würden wir behaupten, dass es keine Impftodesfälle gäbe. Kollegin Belakowitsch hat ja vorhin eine tatsächliche Berichtigung zu meiner Rede gehalten, sie ist herausgegangen und hat gesagt: Nein, natürlich gibt es Impftote, natürlich gibt es Nebenwirkungen. (Abg. Belakowitsch: Falsch! Ich habe Sie gar nicht ...!) – Das hat auch keiner infrage gestellt.
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Liebe Kollegin Belakowitsch, ich habe mich in meiner Rede beispielsweise auf den „Standard“ vom 21. März 2021, 16.01 Uhr (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), bezogen: „FPÖ-Politikerin Belakowitsch teilte Fake-News zu Impftodesfällen“, „Dagmar Belakowitsch teilte eine auf Telegram verbreitete Tabelle, laut der EU-weit bereits 3.963 an einer Corona-Impfung gestorben seien“. – Sorry, Frau Kollegin, ich habe Ihnen das damals schon gesagt, ich sage Ihnen das jetzt wieder: Das war falsch, das ist falsch, das ist das Verbreiten von Fakenews. Darauf habe ich mich in meiner Rede bezogen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Sie verbreiten Fakenews!)
Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Sie verbreiten Fakenews!
Liebe Kollegin Belakowitsch, ich habe mich in meiner Rede beispielsweise auf den „Standard“ vom 21. März 2021, 16.01 Uhr (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), bezogen: „FPÖ-Politikerin Belakowitsch teilte Fake-News zu Impftodesfällen“, „Dagmar Belakowitsch teilte eine auf Telegram verbreitete Tabelle, laut der EU-weit bereits 3.963 an einer Corona-Impfung gestorben seien“. – Sorry, Frau Kollegin, ich habe Ihnen das damals schon gesagt, ich sage Ihnen das jetzt wieder: Das war falsch, das ist falsch, das ist das Verbreiten von Fakenews. Darauf habe ich mich in meiner Rede bezogen. (Beifall bei Grünen und ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Sie verbreiten Fakenews!)
Zwischenruf des Abg. Stöger.
Von Anfang an war aber bei dieser ganzen Geschichte auch klar: Der Bund kümmert sich um die Impfstrategie, um die Beschaffung in Sachen Impfung, und die Länder und die Gesundheitsbehörden vor Ort kümmern sich um die Umsetzung. Das war der Deal, das war so ausgemacht. Ob mir das jetzt gefällt oder ob uns hier herinnen das gefällt, diese österreichische Realverfassung, sei dahingestellt. Wer meine Meinung kennt, weiß, dass es mir nicht gefällt. Ich hätte das auch ganz gerne anders, aber da muss man sagen, das ist halt auch dem Föderalismus in Österreich geschuldet, den werden wir leider Gottes nicht von heute auf morgen verändern. (Zwischenruf des Abg. Stöger.) – Alois Stöger, alles ist gut!
Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm.
Ein drittes Beispiel, weil es in meinem persönlichen familiären Umfeld dazu gekommen ist: Ich habe jetzt circa ein Dreivierteljahr lang wirklich wie auf ein krankes Pferd auf Familienmitglieder von mir eingeredet, dass sie sich doch bitte impfen lassen sollen – beide gehören zu absoluten Risikogruppen, beide haben sich immer wieder hingestellt und gesagt: Na ja, wir wissen nicht, und da gibt es ja diese Information, dass es die Impftoten gibt, und all das. – Ich habe immer und immer wieder aufgezeigt, dass es eben nicht so ist. Zum Schluss – ich hatte in dieser Debatte ehrlicherweise schon aufgegeben – haben sie sich vor zwei Wochen von selbst impfen lassen. Warum? – Sie waren in Bosnien-Herzegowina bei einer Hochzeit. Bei dieser Hochzeit kam es zu einem Covid-Cluster. Die Personen, die nicht geimpft waren, waren dann diejenigen, die erkrankt sind, und die Geimpften waren es eben nicht. Meine Familienangehörigen kamen zum Glück noch rechtzeitig weg, die hat es nicht erwischt, aber vom Rest dort hat es den Großteil erwischt. Das heißt, sie haben auch gesehen, dass diese Impfung funktioniert. (Zwischenrufe der Abgeordneten Belakowitsch und Wurm.)
Abg. Belakowitsch: Das war jetzt die klassische Überzeugungsarbeit!
Es sind drei Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich der Weg zu einer guten Information und zu guter Aufklärung sein kann. (Abg. Belakowitsch: Das war jetzt die klassische Überzeugungsarbeit!) Ja, es braucht Kampagnen auf Augenhöhe, ja, es braucht Kampagnen in den Sprachen, die verstanden werden, und es braucht Kampagnen in den Medien, die auch konsumiert werden. – Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, weil es vorhin gefallen ist, ein Wort noch in eure Richtung, und in diesem Fall auch ein bisschen in Richtung der NEOS: Wenn wir schon über einen gemeinsamen Schulterschluss sprechen, reden wir auch von Wien! Umgekehrt: Bitte redet mit der Wiener Landesregierung, denn seit Beginn der neuen Legislaturperiode gibt es in Wien beim Pandemiemanagement genau null Einbindung der Opposition! Das sage nicht ich, sondern das sagt unser Landtagsabgeordneter Georg Prack. (Abg. Belakowitsch: Der ist sehr glaubwürdig!)
Abg. Belakowitsch: Der ist sehr glaubwürdig!
Es sind drei Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich der Weg zu einer guten Information und zu guter Aufklärung sein kann. (Abg. Belakowitsch: Das war jetzt die klassische Überzeugungsarbeit!) Ja, es braucht Kampagnen auf Augenhöhe, ja, es braucht Kampagnen in den Sprachen, die verstanden werden, und es braucht Kampagnen in den Medien, die auch konsumiert werden. – Liebe Kolleginnen und Kollegen von der SPÖ, weil es vorhin gefallen ist, ein Wort noch in eure Richtung, und in diesem Fall auch ein bisschen in Richtung der NEOS: Wenn wir schon über einen gemeinsamen Schulterschluss sprechen, reden wir auch von Wien! Umgekehrt: Bitte redet mit der Wiener Landesregierung, denn seit Beginn der neuen Legislaturperiode gibt es in Wien beim Pandemiemanagement genau null Einbindung der Opposition! Das sage nicht ich, sondern das sagt unser Landtagsabgeordneter Georg Prack. (Abg. Belakowitsch: Der ist sehr glaubwürdig!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Hören Sie auf damit!
In diesem Zusammenhang möchte ich damit enden, dass ich sage: Helfen wir uns gegenseitig! Ich glaube, diese Anfrage heute hier ist ein guter Anlass. Ich glaube, wir können noch mehr informieren. Bekämpfen wir gemeinsam Fakenews! Dieser Schulterschluss – ich, wir als Grüne sind dazu bereit. Machen wir das, bitte schön! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Hören Sie auf damit!)
Abg. Deimek: Die werden die Entscheidung ignorieren, weil der Minister ...!
Sie sagen auf die Frage, wann die Tests kostenpflichtig werden, im September werde eine Entscheidung dazu fallen. – Also sehr lange ist der September nicht mehr. Am 26. September wählen die Oberösterreicher, und dann dauert der September noch – (mit den Fingern mitzählend:) 27., 28., 29., 30. – vier Tage. Zufällig fällt die Entscheidung nach der Oberösterreichwahl. (Abg. Deimek: Die werden die Entscheidung ignorieren, weil der Minister ...!) Man hat nicht die Courage, den Leuten gegenüber rechtzeitig, ehrlich und fair zu sagen: Wir können nicht auf Dauer den Impfverweigerern die Tests zahlen! Es gibt Leute, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, das ist etwas anderes, aber es gibt Leute, die partout nicht wollen – aber sie wollen vom Steuerzahler die Tests bezahlt bekommen. Warum sage ich, das geht nicht? – Wenn jemand sagt: Ich mache keinen Führerschein, weil mich das anzipft!, kann er ja auch nicht sagen: Jetzt will ich aber das Taxi bezahlt haben! – Genauso ist es mit dem Testen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Sie sagen auf die Frage, wann die Tests kostenpflichtig werden, im September werde eine Entscheidung dazu fallen. – Also sehr lange ist der September nicht mehr. Am 26. September wählen die Oberösterreicher, und dann dauert der September noch – (mit den Fingern mitzählend:) 27., 28., 29., 30. – vier Tage. Zufällig fällt die Entscheidung nach der Oberösterreichwahl. (Abg. Deimek: Die werden die Entscheidung ignorieren, weil der Minister ...!) Man hat nicht die Courage, den Leuten gegenüber rechtzeitig, ehrlich und fair zu sagen: Wir können nicht auf Dauer den Impfverweigerern die Tests zahlen! Es gibt Leute, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, das ist etwas anderes, aber es gibt Leute, die partout nicht wollen – aber sie wollen vom Steuerzahler die Tests bezahlt bekommen. Warum sage ich, das geht nicht? – Wenn jemand sagt: Ich mache keinen Führerschein, weil mich das anzipft!, kann er ja auch nicht sagen: Jetzt will ich aber das Taxi bezahlt haben! – Genauso ist es mit dem Testen. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Wenn jemand die Impfung nicht will, muss er sich die Tests selbst zahlen. (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Die Schweizer machen das ab 1. Oktober, und die Deutschen machen das ab 11. Oktober. Warum kann man in Österreich nicht ehrlich und fair sein? – Weil man halt politisch – wie soll man sagen? – ein Bekleidungsteil voll hat. Das finde ich bedauerlich.
Zwischenruf des Abg. Deimek.
Dann haben Sie gesagt, bei den Antikörpertests kann man nicht sagen, wie die Zuverlässigkeit ist, ob das dann schützt und so weiter. Ich frage mich: Wenn es tatsächlich so ist, dass man bei den Antikörpertests nicht sagen kann, ob das Resultat etwas zählt, warum ist dann bei der Bundesbeschaffung GmbH eine Beschaffung von Antikörpertests um 60 Millionen Euro ausgeschrieben – wenn die alle für nichts und für die Fischsind? (Zwischenruf des Abg. Deimek.) Ich weiß nicht, wer das gemacht hat, aber Sie sind ja der Minister, Sie müssten es ja wissen.
Abg. Michael Hammer: Die können zum Hausarzt gehen!
Auf die Frage, warum man in Österreich nicht in den Apotheken gegen Covid impft – in anderen Ländern schon –, haben Sie gesagt: Es kann ja jeder einen Termin buchen! – Ja, die Leute, die sich vor den Computer setzen und online einen Termin buchen, die haben wir erwischt, aber jetzt geht es um die Leute, die einfach vom Typ her nicht so sind, dass sie sich vor den Computer setzen und einen Termin buchen. (Abg. Michael Hammer: Die können zum Hausarzt gehen!) – Kollege Hammer – die Allwissenden in der ersten Reihe –, 30 Prozent der Leute in Österreich haben überhaupt keinen Hausarzt, aber jeden Tag gehen 400 000 in die Apotheke. Wenn jemand nicht so ist, dass er zu Hause sitzt, sich in den Computer hineintigert und im Dropdownmenü einen Impftermin bucht, dann wäre es gut, wenn den der Apotheker seines Vertrauens direkt anquatschen kann. (Abg. Deimek: Der kennt sich nicht mal in der eigenen Region aus!) Es gibt Länder in Europa, in denen die Apotheker sonst nicht impfen, die das aber jetzt für die Covid-Impfung ermöglicht haben. Wenn man aus Ärztekammerstandesdünkel heraus sagt, die Apotheker können es normalerweise nicht machen, dann macht man jetzt einmal eine Ausnahme, damit wir die Impfquote raufkriegen! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Deimek: Der kennt sich nicht mal in der eigenen Region aus!
Auf die Frage, warum man in Österreich nicht in den Apotheken gegen Covid impft – in anderen Ländern schon –, haben Sie gesagt: Es kann ja jeder einen Termin buchen! – Ja, die Leute, die sich vor den Computer setzen und online einen Termin buchen, die haben wir erwischt, aber jetzt geht es um die Leute, die einfach vom Typ her nicht so sind, dass sie sich vor den Computer setzen und einen Termin buchen. (Abg. Michael Hammer: Die können zum Hausarzt gehen!) – Kollege Hammer – die Allwissenden in der ersten Reihe –, 30 Prozent der Leute in Österreich haben überhaupt keinen Hausarzt, aber jeden Tag gehen 400 000 in die Apotheke. Wenn jemand nicht so ist, dass er zu Hause sitzt, sich in den Computer hineintigert und im Dropdownmenü einen Impftermin bucht, dann wäre es gut, wenn den der Apotheker seines Vertrauens direkt anquatschen kann. (Abg. Deimek: Der kennt sich nicht mal in der eigenen Region aus!) Es gibt Länder in Europa, in denen die Apotheker sonst nicht impfen, die das aber jetzt für die Covid-Impfung ermöglicht haben. Wenn man aus Ärztekammerstandesdünkel heraus sagt, die Apotheker können es normalerweise nicht machen, dann macht man jetzt einmal eine Ausnahme, damit wir die Impfquote raufkriegen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Auf die Frage, warum man in Österreich nicht in den Apotheken gegen Covid impft – in anderen Ländern schon –, haben Sie gesagt: Es kann ja jeder einen Termin buchen! – Ja, die Leute, die sich vor den Computer setzen und online einen Termin buchen, die haben wir erwischt, aber jetzt geht es um die Leute, die einfach vom Typ her nicht so sind, dass sie sich vor den Computer setzen und einen Termin buchen. (Abg. Michael Hammer: Die können zum Hausarzt gehen!) – Kollege Hammer – die Allwissenden in der ersten Reihe –, 30 Prozent der Leute in Österreich haben überhaupt keinen Hausarzt, aber jeden Tag gehen 400 000 in die Apotheke. Wenn jemand nicht so ist, dass er zu Hause sitzt, sich in den Computer hineintigert und im Dropdownmenü einen Impftermin bucht, dann wäre es gut, wenn den der Apotheker seines Vertrauens direkt anquatschen kann. (Abg. Deimek: Der kennt sich nicht mal in der eigenen Region aus!) Es gibt Länder in Europa, in denen die Apotheker sonst nicht impfen, die das aber jetzt für die Covid-Impfung ermöglicht haben. Wenn man aus Ärztekammerstandesdünkel heraus sagt, die Apotheker können es normalerweise nicht machen, dann macht man jetzt einmal eine Ausnahme, damit wir die Impfquote raufkriegen! (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Ja, das ist so lustig!
Was ich auch total süß finde – jetzt ist er leider nicht da (in Richtung des leeren Platzes von Bundesminister Mückstein), aber es wird ihm sicher jemand ausrichten –, ist, dass das Gesundheitsministerium die Impfgegner auf der eigenen Homepage über ihre skeptischen Argumente informiert. (Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Ja, das ist so lustig!) Ist das nicht herzig? (Beifall bei den NEOS.) Welcher Impfgegner geht bitte auf die Seite des Gesundheitsministeriums, um sich zu informieren? Da müsste man vielleicht auf Facebook die Ads so schalten, dass alle, die Kickl-Fans sind, Gesundheitsministerium-Ads geschaltet bekommen, dann könnte man vielleicht die Gegner erreichen, aber das ist zu viel verlangt von der Bürokratie in einem Ministerium.
Beifall bei den NEOS.
Was ich auch total süß finde – jetzt ist er leider nicht da (in Richtung des leeren Platzes von Bundesminister Mückstein), aber es wird ihm sicher jemand ausrichten –, ist, dass das Gesundheitsministerium die Impfgegner auf der eigenen Homepage über ihre skeptischen Argumente informiert. (Abg. Meinl-Reisinger – erheitert –: Ja, das ist so lustig!) Ist das nicht herzig? (Beifall bei den NEOS.) Welcher Impfgegner geht bitte auf die Seite des Gesundheitsministeriums, um sich zu informieren? Da müsste man vielleicht auf Facebook die Ads so schalten, dass alle, die Kickl-Fans sind, Gesundheitsministerium-Ads geschaltet bekommen, dann könnte man vielleicht die Gegner erreichen, aber das ist zu viel verlangt von der Bürokratie in einem Ministerium.
Beifall bei den NEOS.
Früher hätte so ein Unternehmen entweder die Leute in Zeitausgleich schicken müssen oder Urlaub vereinbaren müssen oder vielleicht jemanden abbauen müssen – der in Oberösterreich sofort woanders einen Job bekäme, weil die Leute dringend gesucht werden. Nein, der lässt sich den Mitarbeiterstand vom Steuerzahler durchfüttern, und das, weil die Regierung auch wieder nicht die Courage hat, zu sagen: So, Coronakurzarbeit ist zu Ende, jetzt gehen wir wieder zu den alten Bedingungen zurück! – Sie ruinieren den Wirtschaftsaufschwung, indem Sie das Geld dorthin schütten, wo es gar nicht gebraucht wird und wo es der Wirtschaft nicht nützt. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Jetzt wäre es halt an der Zeit, aus dem Pandemiemodus herauszukommen und den Leuten zu erklären, wann die Notmaßnahmen beendet werden. Der Bundeskanzler hat versprochen: Für die Geimpften ist die Pandemie beendet! Aber wir, die Geimpften, müssen alle überall mit einer FFP2-Maske herumlatschen. Also was ist da beendet? – Gar nix! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Und eine Maske tragen!
Geimpfte Schüler müssen PCR-Tests machen. Ich meine: Geht es eigentlich noch?! (Abg. Meinl-Reisinger: Und eine Maske tragen!) – Und Maske tragen! Das ist Schikane an den Geimpften, was da von der Bundesregierung gemacht wird. Deswegen hat Beate Meinl-Reisinger gefordert, bei einer Immunisierungsquote von 75 Prozent müssen die Maßnahmen in den Schulen enden, dass wir wieder einen wichtigen Schritt in die Normalität tun. Das würden die Leute von der Bundesregierung erwarten. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Geimpfte Schüler müssen PCR-Tests machen. Ich meine: Geht es eigentlich noch?! (Abg. Meinl-Reisinger: Und eine Maske tragen!) – Und Maske tragen! Das ist Schikane an den Geimpften, was da von der Bundesregierung gemacht wird. Deswegen hat Beate Meinl-Reisinger gefordert, bei einer Immunisierungsquote von 75 Prozent müssen die Maßnahmen in den Schulen enden, dass wir wieder einen wichtigen Schritt in die Normalität tun. Das würden die Leute von der Bundesregierung erwarten. (Beifall bei den NEOS.)
Abg. Deimek: Jetzt kommt wieder derselbe Quargel!
Abgeordnete Claudia Plakolm (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Viele behaupten jetzt oft, die FPÖ sei ja nicht gegen das Impfen per se, sondern nur für eine Wahlfreiheit. Da darf ich aber an folgendes Zitat von Herbert Kickl erinnern (Abg. Deimek: Jetzt kommt wieder derselbe Quargel!): „Wir alle haben ein intaktes Immunsystem, und ein intaktes Immunsystem macht
Zwischenruf des Abg. Loacker.
den Menschen stark gegen jede Art von Virus und all die Mutationen, die jetzt von irgendwoher neu entdeckt worden sind.“ – Zitat von Herbert Kickl bei den Coronademonstrationen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.)
Abg. Deimek: Haben Sie nichts Gescheiteres gefunden? Das ist ja peinlich! So eine große Partei und so schlechte Texte!
Ich finde, das ist eine Farce gegenüber allen, die einen schweren Coronaverlauf oder langfristige Nebenwirkungen hinnehmen mussten. Ihre Politik ist eine Farce gegenüber allen, die in Krankenhäusern arbeiten. (Abg. Deimek: Haben Sie nichts Gescheiteres gefunden? Das ist ja peinlich! So eine große Partei und so schlechte Texte!) Denken Sie vielleicht auch an Ihren Parteikollegen, wenn Sie jetzt so laut herausschreien: Manfred Haimbuchner ist in einem Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt worden. Ihre Politik ist eine Farce gegenüber allen, die mit Vorerkrankungen leben müssen und darauf angewiesen sind, dass wir eine hohe Durchimpfungsrate in Österreich haben, und eine Farce gegenüber allen, die wegen Corona Angehörige verloren haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.
Ich finde, das ist eine Farce gegenüber allen, die einen schweren Coronaverlauf oder langfristige Nebenwirkungen hinnehmen mussten. Ihre Politik ist eine Farce gegenüber allen, die in Krankenhäusern arbeiten. (Abg. Deimek: Haben Sie nichts Gescheiteres gefunden? Das ist ja peinlich! So eine große Partei und so schlechte Texte!) Denken Sie vielleicht auch an Ihren Parteikollegen, wenn Sie jetzt so laut herausschreien: Manfred Haimbuchner ist in einem Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt worden. Ihre Politik ist eine Farce gegenüber allen, die mit Vorerkrankungen leben müssen und darauf angewiesen sind, dass wir eine hohe Durchimpfungsrate in Österreich haben, und eine Farce gegenüber allen, die wegen Corona Angehörige verloren haben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Steger.
Vitamine statt Spritze, das ist ja das von der FPÖ hochgehaltene Motto, aber schön langsam lautet das Motto eher: Laut schimpfen und geheim impfen! Monatelang hat uns die FPÖ weismachen wollen, die Impfung schütze sowieso nicht, die bringe gar nix. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Steger.) Sie verbreiten wirre Verschwörungstheorien, Sie verunsichern und Sie spalten die Gesellschaft. FPÖ-Spitzenfunktionäre – wir kennen sie alle, denn sie waren in der Zeitung – lassen sich heimlich impfen, treten aber nach außen weiterhin als Coronagegner, als Coronaverharmloser und als Impfgegner auf. (Abg. Belakowitsch: Was ist eine heimliche Impfung? Was reden Sie da?) Damit gefährden Sie die Gesundheit vieler, vieler Menschen, nämlich genau derjenigen, die Ihnen vertrauen und die Sie wählen. Mit dieser Lüge gefährden Sie alle, die sich wegen Ihrer Fakenews weiterhin nicht impfen lassen. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Steger.)
Abg. Belakowitsch: Was ist eine heimliche Impfung? Was reden Sie da?
Vitamine statt Spritze, das ist ja das von der FPÖ hochgehaltene Motto, aber schön langsam lautet das Motto eher: Laut schimpfen und geheim impfen! Monatelang hat uns die FPÖ weismachen wollen, die Impfung schütze sowieso nicht, die bringe gar nix. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Steger.) Sie verbreiten wirre Verschwörungstheorien, Sie verunsichern und Sie spalten die Gesellschaft. FPÖ-Spitzenfunktionäre – wir kennen sie alle, denn sie waren in der Zeitung – lassen sich heimlich impfen, treten aber nach außen weiterhin als Coronagegner, als Coronaverharmloser und als Impfgegner auf. (Abg. Belakowitsch: Was ist eine heimliche Impfung? Was reden Sie da?) Damit gefährden Sie die Gesundheit vieler, vieler Menschen, nämlich genau derjenigen, die Ihnen vertrauen und die Sie wählen. Mit dieser Lüge gefährden Sie alle, die sich wegen Ihrer Fakenews weiterhin nicht impfen lassen. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Steger.)
Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Steger.
Vitamine statt Spritze, das ist ja das von der FPÖ hochgehaltene Motto, aber schön langsam lautet das Motto eher: Laut schimpfen und geheim impfen! Monatelang hat uns die FPÖ weismachen wollen, die Impfung schütze sowieso nicht, die bringe gar nix. (Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Steger.) Sie verbreiten wirre Verschwörungstheorien, Sie verunsichern und Sie spalten die Gesellschaft. FPÖ-Spitzenfunktionäre – wir kennen sie alle, denn sie waren in der Zeitung – lassen sich heimlich impfen, treten aber nach außen weiterhin als Coronagegner, als Coronaverharmloser und als Impfgegner auf. (Abg. Belakowitsch: Was ist eine heimliche Impfung? Was reden Sie da?) Damit gefährden Sie die Gesundheit vieler, vieler Menschen, nämlich genau derjenigen, die Ihnen vertrauen und die Sie wählen. Mit dieser Lüge gefährden Sie alle, die sich wegen Ihrer Fakenews weiterhin nicht impfen lassen. (Neuerliche Zwischenrufe der Abgeordneten Deimek und Steger.)
Abg. Deimek: Wie ist denn das in Braunau, wo die schwarzen ÖVP-Bürgermeister sind? ...!
Ich will aber nicht nur kritisieren, sondern auch mit Lösungen kommen. Es ist heute schon angesprochen worden: Dänemark ist eines der Länder mit den höchsten Durchimpfungsraten in Europa. Sie wissen auch, warum das so ist: weil dort alle Parteien an einem Strang ziehen, wirklich alle! Und ich finde es gut, dass ihr euch impfen lasst, nicht falsch verstehen – besser heimlich geimpft, als gar nicht impfen zu gehen. (Abg. Deimek: Wie ist denn das in Braunau, wo die schwarzen ÖVP-Bürgermeister sind? ...!) Ich glaube, das denken sich gerade Ihre Parteikollegen, insbesondere in Wien: Dominik Nepp, Harald Vilimsky, Norbert Hofer und sogar Martin Graf sind geimpft. Lieber heimlich geimpft als gar nicht, aber dann steht bitte auch öffentlich zur Impfung und macht euren Standpunkt klar! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich will aber nicht nur kritisieren, sondern auch mit Lösungen kommen. Es ist heute schon angesprochen worden: Dänemark ist eines der Länder mit den höchsten Durchimpfungsraten in Europa. Sie wissen auch, warum das so ist: weil dort alle Parteien an einem Strang ziehen, wirklich alle! Und ich finde es gut, dass ihr euch impfen lasst, nicht falsch verstehen – besser heimlich geimpft, als gar nicht impfen zu gehen. (Abg. Deimek: Wie ist denn das in Braunau, wo die schwarzen ÖVP-Bürgermeister sind? ...!) Ich glaube, das denken sich gerade Ihre Parteikollegen, insbesondere in Wien: Dominik Nepp, Harald Vilimsky, Norbert Hofer und sogar Martin Graf sind geimpft. Lieber heimlich geimpft als gar nicht, aber dann steht bitte auch öffentlich zur Impfung und macht euren Standpunkt klar! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenruf der Abg. Steger.
Wir können die Pandemie nur gemeinsam bewältigen, und da ist kein Platz für Politiker, die aus wahltaktischen Gründen, weil sie halt dort und da noch ein paar Stimmen abkappen wollen, Wasser predigen und dann Wein trinken. (Zwischenruf der Abg. Steger.) Ich verstehe es schon – man liest das ja auch gleich auf Seite 1 der Anfrage heraus –: Am Sonntag finden die Wahlen bei uns in Oberösterreich statt, da treten neue Mitbewerber an, und vor denen fürchtet sich die FPÖ, weil diese ihr ja sehr viele Stimmen kosten können – deswegen darf man jetzt aus Wahltaktik und Parteistrategie den Kurs ja nicht verlassen.
Abg. Deimek: Ihnen sollte man die Aufsichtspflicht entziehen!
Das geht auf Kosten unglaublich vieler Kinder und Jugendlicher, die auf einen sicheren Schulbetrieb hoffen, die sich wünschen, dass sie weiterhin im Klassenzimmer unterrichtet werden können. Dieses bewusste Schüren von Verunsicherung und Verschwörung wirkt sich auch dramatisch auf die Zahl der Schulabmeldungen aus: Knapp 6 000 Kinder sind österreichweit bereits vom Schulunterricht abgemeldet worden. Meistens werden die Kinder gar nicht erst gefragt, das machen die Eltern oft unbegründet und ganz unbürokratisch, wie das ja leider noch möglich ist. (Abg. Deimek: Ihnen sollte man die Aufsichtspflicht entziehen!)
Abg. Belakowitsch: Ja, eh, aber das machen Sie ja nicht!
Einige Parteien – und das mache ich Ihnen schon zum Vorwurf – mobilisieren gerade für diese Schulabmeldungen und machen bei den Eltern auch Werbung dafür. Umgekehrt haben aber viele Parteien – ich glaube, sogar alle da herinnen – monatelang gefordert, dass die Schulen offen bleiben müssen und der Bildungsminister und die gesamte Bundesregierung alles unternehmen müssen, dass die Schulen auch weiterhin offen bleiben. (Abg. Belakowitsch: Ja, eh, aber das machen Sie ja nicht!) Das tun wir auch: Wir sind Spitzenreiter beim Testen in den Schulen, 82 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind geimpft, es wird alles unternommen, dass der Unterricht in den Schulen weiterhin stattfinden kann. Aber, liebe FPÖ, liebe Frau Dr. Belakowitsch, dann nehmen Sie bitte auch die Pandemie ernst und verbreiten Sie nicht Verschwörungstheorien über Ihre Plattformen, denn das können wir absolut nicht brauchen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Kinder und Jugendliche brauchen das soziale Umfeld im Klassenzimmer und einen lehrplanmäßigen Unterricht durch Lehrerinnen und Lehrer und nicht irgendwelche willkürlichen Schulabmeldungen.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Einige Parteien – und das mache ich Ihnen schon zum Vorwurf – mobilisieren gerade für diese Schulabmeldungen und machen bei den Eltern auch Werbung dafür. Umgekehrt haben aber viele Parteien – ich glaube, sogar alle da herinnen – monatelang gefordert, dass die Schulen offen bleiben müssen und der Bildungsminister und die gesamte Bundesregierung alles unternehmen müssen, dass die Schulen auch weiterhin offen bleiben. (Abg. Belakowitsch: Ja, eh, aber das machen Sie ja nicht!) Das tun wir auch: Wir sind Spitzenreiter beim Testen in den Schulen, 82 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer sind geimpft, es wird alles unternommen, dass der Unterricht in den Schulen weiterhin stattfinden kann. Aber, liebe FPÖ, liebe Frau Dr. Belakowitsch, dann nehmen Sie bitte auch die Pandemie ernst und verbreiten Sie nicht Verschwörungstheorien über Ihre Plattformen, denn das können wir absolut nicht brauchen! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.) Kinder und Jugendliche brauchen das soziale Umfeld im Klassenzimmer und einen lehrplanmäßigen Unterricht durch Lehrerinnen und Lehrer und nicht irgendwelche willkürlichen Schulabmeldungen.
Abg. Deimek: Da sollten Sie mit dem Braunauer ÖVP-Bürgermeister reden, der ist nämlich dagegen!
Abschließend möchte ich noch eines festhalten: Auch ich als junge Frau bin geimpft, und ich mache das nicht wegen der Bundesregierung und schon gar nicht, weil irgendwelche Influencer in den sozialen Medien empfehlen, sich impfen zu lassen. (Abg. Deimek: Da sollten Sie mit dem Braunauer ÖVP-Bürgermeister reden, der ist nämlich dagegen!) Ich mache das für mich selbst und für mein Umfeld, für meine Familie, für meine Oma, für meine Nichte, für meine Neffen, für alle Kinder, die sich noch nicht impfen lassen können. (Abg. Belakowitsch: Und wenn Sie jetzt das Virus weitergeben? Oje!) Und ich appelliere an alle da herinnen, die noch nicht geimpft sind, und insbesondere auch an junge Frauen: Bitte redet mit euren Ärzten! Sie kennen euch, ihnen würde ich mehr vertrauen als irgendwelchen Verschwörungstheoretikern – meinem Arzt vertraue ich auch mehr als der FPÖ oder als der Dr. Belakowitsch (Beifall des Abg. Schallmeiner) –, ihnen kann man Glauben schenken, sie beraten einen ganz ernsthaft.
Abg. Belakowitsch: Und wenn Sie jetzt das Virus weitergeben? Oje!
Abschließend möchte ich noch eines festhalten: Auch ich als junge Frau bin geimpft, und ich mache das nicht wegen der Bundesregierung und schon gar nicht, weil irgendwelche Influencer in den sozialen Medien empfehlen, sich impfen zu lassen. (Abg. Deimek: Da sollten Sie mit dem Braunauer ÖVP-Bürgermeister reden, der ist nämlich dagegen!) Ich mache das für mich selbst und für mein Umfeld, für meine Familie, für meine Oma, für meine Nichte, für meine Neffen, für alle Kinder, die sich noch nicht impfen lassen können. (Abg. Belakowitsch: Und wenn Sie jetzt das Virus weitergeben? Oje!) Und ich appelliere an alle da herinnen, die noch nicht geimpft sind, und insbesondere auch an junge Frauen: Bitte redet mit euren Ärzten! Sie kennen euch, ihnen würde ich mehr vertrauen als irgendwelchen Verschwörungstheoretikern – meinem Arzt vertraue ich auch mehr als der FPÖ oder als der Dr. Belakowitsch (Beifall des Abg. Schallmeiner) –, ihnen kann man Glauben schenken, sie beraten einen ganz ernsthaft.
Beifall des Abg. Schallmeiner
Abschließend möchte ich noch eines festhalten: Auch ich als junge Frau bin geimpft, und ich mache das nicht wegen der Bundesregierung und schon gar nicht, weil irgendwelche Influencer in den sozialen Medien empfehlen, sich impfen zu lassen. (Abg. Deimek: Da sollten Sie mit dem Braunauer ÖVP-Bürgermeister reden, der ist nämlich dagegen!) Ich mache das für mich selbst und für mein Umfeld, für meine Familie, für meine Oma, für meine Nichte, für meine Neffen, für alle Kinder, die sich noch nicht impfen lassen können. (Abg. Belakowitsch: Und wenn Sie jetzt das Virus weitergeben? Oje!) Und ich appelliere an alle da herinnen, die noch nicht geimpft sind, und insbesondere auch an junge Frauen: Bitte redet mit euren Ärzten! Sie kennen euch, ihnen würde ich mehr vertrauen als irgendwelchen Verschwörungstheoretikern – meinem Arzt vertraue ich auch mehr als der FPÖ oder als der Dr. Belakowitsch (Beifall des Abg. Schallmeiner) –, ihnen kann man Glauben schenken, sie beraten einen ganz ernsthaft.
Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger – in Richtung ÖVP –: Da gibt es den nächsten Shitstorm bei der Rede!
Glauben wir an die Wissenschaft! Liebe FPÖ, bitte steigt auch auf den richtigen Kurs um! – Danke schön. (Beifall und Bravorufe bei der ÖVP sowie Beifall bei den Grünen. – Abg. Steger – in Richtung ÖVP –: Da gibt es den nächsten Shitstorm bei der Rede!)
Ruf bei der ÖVP: Na geh!
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Liebe Claudia! Liebe ÖVP Oberösterreich! Ich verstehe es überhaupt nicht, dass ihr so auf die FPÖ schimpft (Ruf bei der ÖVP: Na geh!), weil ihr in Oberösterreich gesagt habt: Es muss alles so bleiben, wie es ist! Ihr habt ja die Koalition mit den Blauen schon wieder ausgemacht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordneter Alois Stöger, diplômé (SPÖ): Liebe Claudia! Liebe ÖVP Oberösterreich! Ich verstehe es überhaupt nicht, dass ihr so auf die FPÖ schimpft (Ruf bei der ÖVP: Na geh!), weil ihr in Oberösterreich gesagt habt: Es muss alles so bleiben, wie es ist! Ihr habt ja die Koalition mit den Blauen schon wieder ausgemacht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Mitglieder der Bundesregierung! Hohes Haus! Verdammt noch einmal, es ist Zeit aufzuwachen! Bitte wacht auf! Es ist eigentlich ein Wahnsinn und man fragt sich: Wie lange kann die Bundesregierung noch schlafen? Herr Bundesminister Faßmann, seit 1945, sagen wir 1946, haben die Schulen immer im September angefangen. Das weiß man seit 1946. Und jetzt ist man nicht in der Lage, zum Schulbeginn vernünftige Coronaregelungen für die Schüler und die Eltern zu machen. Wacht endlich auf! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Heiterkeit des Abg. Michael Hammer
Es tut mir leid, ich halte das nimmer aus! Ich halte das nimmer aus, dass es keine Klarheit im Zusammenhang mit Corona gibt. Wir haben keine Klarheit für den Schulbetrieb, wir haben keine Klarheit, was auf den Arbeitsplätzen stattfindet. Entschuldigung, da sagt Herr Kocher: Ich bin nicht zuständig!, Herr Mückstein: Ich bin nicht zuständig!, die Frau Landwirtschaftsministerin oder wie sie heißt (Heiterkeit des Abg. Michael Hammer) sagt:
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.
Das sollen die Sozialpartner machen! – Ja, wer ist in der Regierung? Die Sozialpartner? – Verdammt noch einmal macht endlich euren Job! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der NEOS.)
Abg. Michael Hammer: Was brauchst denn von ihm?
Ich sage es jetzt so: Wenn ihr nicht geschlafen hättet, dann hätten die Leute Vertrauen in die Bundesregierung – überall haben die Leute Vertrauen in die Regierung –, sie hätten Vertrauen in die Impfung und sie hätten auch Vertrauen in die notwendigen Coronamaßnahmen insgesamt. Aber natürlich: Wenn man die Leute im Unklaren lässt - - Insbesondere der Bundeskanzler kann das ja wirklich, er kann Marketing machen, aber wenn man ihn bräuchte, ist er nicht da (Abg. Michael Hammer: Was brauchst denn von ihm?), wenn man ihn bräuchte, damit er endlich einmal eine Linie macht, ist er auch nicht da. Er ist nur am Marketing interessiert und nicht an dem, was die Menschen eigentlich brauchen.
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger
Wenn man dann schaut, wo er hingegriffen hat: Coronaapp – abgedreht (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger); wenn ich weitergehe: Ampel – abgedreht; wenn ich weitergehe (Zwischenruf bei der ÖVP): Tests im Dezember – nicht funktioniert; und wenn man dann zur Impfung weitergeht: die Menschen haben halt kein Vertrauen, und das kann es eigentlich nicht sein. Wenn es nicht passt, sind am Ende immer die anderen schuld: Anschober, Mückstein und wie sie alle heißen.
Zwischenruf bei der ÖVP
Wenn man dann schaut, wo er hingegriffen hat: Coronaapp – abgedreht (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger); wenn ich weitergehe: Ampel – abgedreht; wenn ich weitergehe (Zwischenruf bei der ÖVP): Tests im Dezember – nicht funktioniert; und wenn man dann zur Impfung weitergeht: die Menschen haben halt kein Vertrauen, und das kann es eigentlich nicht sein. Wenn es nicht passt, sind am Ende immer die anderen schuld: Anschober, Mückstein und wie sie alle heißen.
Abg. Michael Hammer: Wer ist denn das?
Königsberger-Ludwig hat Ihnen gezeigt, wie man es machen könnte, sie hat ein Instrument eingeführt, wie man die Leute informiert. (Abg. Michael Hammer: Wer ist denn das?) – Die Gesundheitslandesrätin in Niederösterreich, die das auch kann.
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Blimlinger, Belakowitsch und Michael Hammer.
Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenrufe der Abgeordneten Blimlinger, Belakowitsch und Michael Hammer.)
Abg. Michael Hammer: Schleierhaft!
Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Der Zusammenhang mit dem Verhandlungsgegenstand ist (Abg. Michael Hammer: Schleierhaft!) äußerst schwer herzustellen. Wir haben das letztes Mal in der Präsidiale diskutiert, und ich denke, wir sollten uns doch daran orientieren und die Entschließungsanträge mit dem Verhandlungsgegenstand einigermaßen in Zusammenhang bringen.
Abg. Prinz: Herr Präsident, lassen wir es gelten, sie können es nicht besser! – Abg. Martin Graf: Das ist ja die Aufgabe des Präsidenten, das zuzulassen!
Ich bitte aber wirklich, das nächste Mal einen Zusammenhang herzustellen; der Zusammenhang mit dem Gegenstand ist wirklich sehr, sehr schwer zu konstruieren. (Abg. Prinz: Herr Präsident, lassen wir es gelten, sie können es nicht besser! – Abg. Martin Graf: Das ist ja die Aufgabe des Präsidenten, das zuzulassen!)
Beifall bei der FPÖ.
Ich halte das im Übrigen nicht nur für verantwortungslos, ich halte es auch für wettbewerbsverzerrend. Ich weiß nicht, ob alle Ärzte in Wien so begeistert waren, denn was werden Sie machen, wenn Sie nicht mehr Minister sind? – Sie gehen zurück in Ihre Ordination, damit haben Sie also einen Wettbewerbsvorteil. Sie haben Ihre Ordination damit beworben. Sie sollten auch einmal darüber nachdenken, ob das fair ist, Herr Bundesminister, was Sie da gemacht haben, fair gegenüber allen anderen Ärzten in Wien. – Ich bin nicht dieser Meinung. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Herr Minister, ich fordere Sie auf: Kommen Sie endlich ins Handeln oder treten Sie zurück! Die Österreicher haben es verdient. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Wurm: Schwierig, gell? Schwierig, wenn es stimmt, wenn es die Wahrheit ans Licht bringt, Frau Kollegin!
Abgeordnete Mag. Sibylle Hamann (Grüne): Lieber Herr Präsident! Lieber Herr Bundesminister! Ich möchte jetzt nicht auf die Ausführungen der Kollegin Belakowitsch eingehen. (Abg. Wurm: Schwierig, gell? Schwierig, wenn es stimmt, wenn es die Wahrheit ans Licht bringt, Frau Kollegin!) Lieber möchte ich auf den Fragenkatalog dieser Dringlichen Anfrage eingehen und mich dafür bedanken. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steger und Wurm.) Das sind wichtige Fragen, gute Fragen, die ihr formuliert habt, die man immer wieder stellen muss, weil man in so einer komplexen Krise, wie wir sie im Moment haben, immer wieder nachfragen muss, immer wieder den Kurs korrigieren muss, immer wieder Verbesserungsvorschläge auch annehmen und Maßnahmen anpassen muss, weil uns ja auch das Virus ständig vor neue Herausforderungen stellt und unsere Pläne immer wieder über den Haufen wirft.
Zwischenrufe der Abgeordneten Steger und Wurm.
Abgeordnete Mag. Sibylle Hamann (Grüne): Lieber Herr Präsident! Lieber Herr Bundesminister! Ich möchte jetzt nicht auf die Ausführungen der Kollegin Belakowitsch eingehen. (Abg. Wurm: Schwierig, gell? Schwierig, wenn es stimmt, wenn es die Wahrheit ans Licht bringt, Frau Kollegin!) Lieber möchte ich auf den Fragenkatalog dieser Dringlichen Anfrage eingehen und mich dafür bedanken. (Zwischenrufe der Abgeordneten Steger und Wurm.) Das sind wichtige Fragen, gute Fragen, die ihr formuliert habt, die man immer wieder stellen muss, weil man in so einer komplexen Krise, wie wir sie im Moment haben, immer wieder nachfragen muss, immer wieder den Kurs korrigieren muss, immer wieder Verbesserungsvorschläge auch annehmen und Maßnahmen anpassen muss, weil uns ja auch das Virus ständig vor neue Herausforderungen stellt und unsere Pläne immer wieder über den Haufen wirft.
Beifall bei den Grünen.
Was ist aber in Wien passiert, zum Beispiel im Sommer? – Da waren die meisten Erwachsenen bereits geimpft, konnten sich frei bewegen, konnten ins Schwimmbad gehen, ins Kaffeehaus, ins Fußballstadion, und gleichzeitig hat man dort für die Kinder ein ganz besonders strenges Regime von Eintrittstests errichtet. Alle Kinder ab sechs Jahren – strenger als in anderen Bundesländern! – mussten sich für jeden Besuch im Schwimmbad, für jedes Fußballtraining einen aktuellen Test aus der Teststraße oder Apotheke holen. Das kann man schon verlangen, sage ich ganz offen, das kann man auch hinkriegen, wenn man gut organisierte Eltern hat, aber ich kenne ganz persönlich Familien, in denen die Eltern in den Ferien hart arbeiten, die nicht gut organisiert sind, die nicht die Zeit und nicht den Nerv dafür hatten und die schlicht und einfach überfordert waren, das zu organisieren. Ich sage Ihnen: Ich kenne Kinder, die sind im Sommer wirklich viel zu Hause vor dem Fernseher gesessen, statt ins Schwimmbad zu gehen oder ein Feriencamp zu besuchen, und ich finde das schade. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei den NEOS.
Auch da sage ich: Das kann man schon machen, wenn man besonders genau, besonders streng sein will, aber ich bringe das nicht ganz mit den Vorwürfen zusammen, die Sie gleichzeitig in dieser Anfrage an den Bundesminister richten, und mich würde interessieren, was speziell der Wiener Bildungsstadtrat darauf antworten würde, der ja immerhin von Ihrer Partei ist. (Beifall bei den Grünen. – Zwischenruf bei den NEOS.)
Abg. Meinl-Reisinger: ... weniger, Entschuldigung!
Kinder, ist. (Abg. Meinl-Reisinger: ... weniger, Entschuldigung!) Da mussten sich – wir haben es ja gehört und wir haben die Berichte gekriegt – Lehrkräfte hinsetzen und Mailkonten für Kinder oder deren Eltern einrichten, mussten das alles stundenlang in Excel-Tabellen eintragen und mit den Kameras E-Cards scannen; und es ist natürlich kein Wunder, dass die Website dann down ist, wenn Hunderttausende Leute das gleichzeitig machen.
Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.
Übrigens bin ich ziemlich sicher, dass sich das mit den Schultests in den nächsten Tagen und Wochen einspielen wird. Ich höre schon, dass es inzwischen besser läuft, denn man gewöhnt sich an Neues, man entwickelt Routinen, und irgendwann kriegt man es halbwegs hin. Sinnvoll ist es jedenfalls – wir haben in diesen Wochen viele, viele unentdeckte Infektionen und an sie angebunden Cluster in Privathaushalten gefunden. Das hat definitiv unsere Schulen zu einem sicheren Ort gemacht, und ich will mich bei allen Lehrkräften, Eltern, Kindern und Jugendlichen noch einmal ausdrücklich dafür bedanken, dass sie das ermöglicht haben. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie der Abg. Pfurtscheller.)
Beifall bei NEOS und FPÖ.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Herr Präsident! Frau Ministerin! Herr Minister! Was mich bei Ihnen, Frau Kollegin Hamann, und bei Ihren Vorrednern – auch Kollegin Neßler hat beim vorigen Tagesordnungspunkt davon begonnen – wirklich stört: dass die Kinder sich an die Maßnahmen gewöhnen, dass das dann anlaufen wird, dass es am Anfang vielleicht Fehler gibt, man sich aber an alles gewöhnt. – Nein! Wir wollen uns nicht daran gewöhnen, denn Maske, Tests et cetera, das ist kein normaler Schulunterricht, und zu diesem wollen wir wieder zurück! (Beifall bei NEOS und FPÖ.)
Beifall bei den NEOS.
Wir reden heute über das Versagen im Pandemiemanagement und ganz besonders über das große Versagen der Bundesregierung, eine hohe Impfquote zu erreichen, damit den Kindern und Jugendlichen das erspart wird! Ob sie die Maske vielleicht nicht so schlimm finden – und es gibt aber welche, die sie schon schlimm finden –, ist irrelevant. Wir wollen wieder zurück zu einem normalen Schulbetrieb, und so, wie er jetzt ist, ist er das nicht. So ist das! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
zur Einordnung, wie da mit Jugendlichen und Kindern umgegangen wird. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.
Die Unesco hat gerade eine Studie herausgebracht: Wir liegen mit den Schulschließungen im Spitzenfeld. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Andere Länder wie die Niederlande, Großbritannien, Estland et cetera haben das deutlich besser hinbekommen und haben die Schulen deutlich kürzer geschlossen gehabt. Sie waren auch digital wesentlich besser aufgestellt als wir – das ist natürlich nicht so ein großes Thema beziehungsweise nicht so ein wahnsinnig großer Erfolg, denn so schlecht wie wir war eh fast kein anderes Land aufgestellt (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger) –, aber gut. Es gibt andere Länder, die ihr Coronamanagement nicht über die Kinder und Jugendlichen ausgetragen haben. Die Schweiz beispielsweise hatte die Schulen sechs Wochen geschlossen, und da kann man nicht sagen: Die haben eine ganz andere Situation als wir! Oder die Norweger: Sie nehmen die Rechte der Kinder immer sehr, sehr ernst und haben die Einschränkungen natürlich immer als Erstes an den Schulen zurückgenommen; dort gibt es beispielsweise auch keine Maske.
Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger
Die Unesco hat gerade eine Studie herausgebracht: Wir liegen mit den Schulschließungen im Spitzenfeld. (Zwischenruf der Abg. Kirchbaumer.) Andere Länder wie die Niederlande, Großbritannien, Estland et cetera haben das deutlich besser hinbekommen und haben die Schulen deutlich kürzer geschlossen gehabt. Sie waren auch digital wesentlich besser aufgestellt als wir – das ist natürlich nicht so ein großes Thema beziehungsweise nicht so ein wahnsinnig großer Erfolg, denn so schlecht wie wir war eh fast kein anderes Land aufgestellt (Heiterkeit der Abg. Meinl-Reisinger) –, aber gut. Es gibt andere Länder, die ihr Coronamanagement nicht über die Kinder und Jugendlichen ausgetragen haben. Die Schweiz beispielsweise hatte die Schulen sechs Wochen geschlossen, und da kann man nicht sagen: Die haben eine ganz andere Situation als wir! Oder die Norweger: Sie nehmen die Rechte der Kinder immer sehr, sehr ernst und haben die Einschränkungen natürlich immer als Erstes an den Schulen zurückgenommen; dort gibt es beispielsweise auch keine Maske.
Beifall bei den NEOS.
Jetzt zur Impfung: Wir haben sie jetzt, Impfstoff ist sogar im Überfluss vorhanden, Sie haben es aber nicht geschafft, bei den Erwachsenen eine hohe Impfquote zu erreichen; und jetzt tragen Sie wieder alles über die Schülerinnen und Schüler aus. Für die Schülerinnen und Schüler hat sich de facto im Vergleich zum letzten Jahr nichts geändert, sie testen nach wie vor – das ist die meistgetestete Gruppe –, die Schulen – DirektorInnen, LehrerInnen, Kinder und Eltern – werden mit Maßnahmen und Regeln überschüttet, es kennt sich keiner aus; sogar die Geimpften und Genesenen werden getestet, und es gibt eigentlich überhaupt keine Erklärung oder Begründung, warum. Erst heute schreiben die „SN“: „Spitäler müssen weniger testen als Schulen“. – Allein das muss doch bei Ihnen irgendetwas auslösen, oder? Da kann doch in Ihrer Pandemiewelt irgendetwas nicht richtig laufen! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Gerade vorhin lese ich bei der APA: Sie haben ja diese risikoadjustierten Regelungen für die Schulen rausgegeben, wann Maske getragen werden muss und wann nicht. Jetzt ist das Burgenland offensichtlich in einer Situation, die ganz gut ist, es gibt ein geringes Risiko und es bräuchte keine Masken und Tests; Minister Faßmann aber sagt schon wieder, diese Testungen et cetera werden auch im Burgenland weitergeführt. – Da frage ich mich: Warum gibt es überhaupt diese Regelungen und diese Einteilungen, wenn Sie sich eh nicht daran halten? (Beifall bei den NEOS.) Das finden Sie vielleicht ganz witzig – ich glaube, dass die Kinder und Jugendlichen das mittlerweile alles andere als witzig finden!
Beifall bei den NEOS.
„Das Virus selbst ist für Kinder nicht so bedrohlich, wie es Schulschließungen mit all ihren sozial und bildungspolitisch schädlichen Folgen sind.“ – Dieses Zitat stammt von Volker Strenger, dem Chefinfektiologen der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde. Er kennt sich aus und weiß, wie es ist, weil er mit Kindern, weil er mit Menschen arbeitet und nicht nur Zahlen hochrechnet, rauf- und runterrechnet. Er ruft auch zu mehr Gelassenheit auf und hat eine gute Antwort parat, denn jetzt werden wieder viele sagen: Na ja, die Kinder gefährden ja die Erwachsenen, die Ungeimpften! – „,Ja‘, sagt Strenger, ,aber dafür gibt es eine einfache Lösung: Die Erwachsenen sollen sich impfen lassen. Man kann nicht Kinder einsperren, um ungeimpfte Erwachsene zu schützen.‘“ (Beifall bei den NEOS.)
Beifall und Bravoruf bei den NEOS sowie Beifall der Abg. Heinisch-Hosek.
Solange wir aber die absurde Situation haben, dass die ÖVP mit 1 300 Leuten in einer Halle singt und gleichzeitig Sportwochen abgesagt werden, nicht stattfinden, weil ein Kind – das zwar eh dreimal in der Woche getestet wird – nicht geimpft ist, dann ist doch klar, für wen hier eigentlich Politik gemacht wird. Ich verstehe das überhaupt nicht! (Beifall und Bravoruf bei den NEOS sowie Beifall der Abg. Heinisch-Hosek.)
Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.
Anstatt dass Sie sich endlich um die Jungen kümmern, gibt es kurz vor der Wahl in Oberösterreich noch das Wahlzuckerl der Pensionserhöhung und dann noch eine Universität, die beklatscht wird. Dass das das Politikverständnis der ÖVP ist, ist ja allseits bekannt, aber dass Sie Grüne da überall mitmachen und das abnicken, ist eigentlich unfassbar! (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Meinl-Reisinger: Sie hat auch Mut!
Lieber Herr Minister! Liebe Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Frau Kollegin Meinl-Reisinger hat einen Ordnungsruf für eine Beschreibung bekommen, die mir sehr gut gefällt, die ich sehr treffend finde. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie hat auch Mut!) – Sie hat auch Mut, ja, natürlich, sie ist eine mutige Frau. Auch ich würde einige Bezeichnungen finden, die mir einen doppelten Ordnungsruf einbringen würden, aber es gibt leider keinen Zustimmungsruf. Von mir kriegen Sie einen doppelten Zustimmungsruf für diese treffende Bezeichnung. (Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Lieber Herr Minister! Liebe Frau Ministerin! Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Damen und Herren! Frau Kollegin Meinl-Reisinger hat einen Ordnungsruf für eine Beschreibung bekommen, die mir sehr gut gefällt, die ich sehr treffend finde. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie hat auch Mut!) – Sie hat auch Mut, ja, natürlich, sie ist eine mutige Frau. Auch ich würde einige Bezeichnungen finden, die mir einen doppelten Ordnungsruf einbringen würden, aber es gibt leider keinen Zustimmungsruf. Von mir kriegen Sie einen doppelten Zustimmungsruf für diese treffende Bezeichnung. (Beifall bei ÖVP, Grünen und NEOS. – Neuerlicher Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Belakowitsch: Ja, aber vom Szekeres!
Zu Kollegen Wurm – ich weiß nicht, ob er jetzt hier ist –: Ich bin im Gesundheitsausschuss 2 Meter daneben gesessen und mein HNO-Arzt hat mir attestiert, dass ich noch gut höre, und ich habe das schon gehört – nur, weil da gleich eine Entgegnung war –, ich habe das Wort „Lüge“ gehört, Peter, das hast du gesagt. (Abg. Belakowitsch: Ja, aber vom Szekeres!) – Nein, ich habe es auch gehört! (Abg. Belakowitsch: Es gibt ja sogar ein Video, schaut euch das Video an! – Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Abg. Belakowitsch: Es gibt ja sogar ein Video, schaut euch das Video an! – Zwischenruf des Abg. Wurm.
Zu Kollegen Wurm – ich weiß nicht, ob er jetzt hier ist –: Ich bin im Gesundheitsausschuss 2 Meter daneben gesessen und mein HNO-Arzt hat mir attestiert, dass ich noch gut höre, und ich habe das schon gehört – nur, weil da gleich eine Entgegnung war –, ich habe das Wort „Lüge“ gehört, Peter, das hast du gesagt. (Abg. Belakowitsch: Ja, aber vom Szekeres!) – Nein, ich habe es auch gehört! (Abg. Belakowitsch: Es gibt ja sogar ein Video, schaut euch das Video an! – Zwischenruf des Abg. Wurm.)
Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.
Zu Kollegen Eypeltauer – ich sehe Felix jetzt nicht –: Kommen wir zum Kern der Debatte: Felix Eypeltauer hat die Maskenbeschaffung in Oberösterreich kritisiert und Freunderlwirtschaft unterstellt. (Präsidentin Bures übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP.
Viel Lärm um nichts also, eine SPÖ-NEOS-Schmutzkübelkampagne im oberösterreichischen Wahlkampf, Wahlkampfgetöse ohne Substanz – traurig, aber wahr! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Sehr geehrte Damen und Herren! Am Sonntag ist Landtagswahl in Oberösterreich. Ich bin ein eingefleischter Oberösterreicher, ich liebe dieses Bundesland in vielerlei Hinsicht. Landeshauptmann Stelzer und sein Team haben einige Slogans kreiert, die sie auch leben, zum Beispiel: Machen statt Krawall machen!, gefällt mir sehr gut, oder: Anpacken statt anpatzen! – Das ist nämlich unsere Devise in Oberösterreich und das sollte auch eine Devise von uns allen sein. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Bundesländer, die Gemeinden und die Schulleiterinnen und Schulleiter darüber informiert, wie der erste Schultag zu sein hatte, und dann musste man einmal alles auf die Beine stellen. – Es hat dank der hoch engagierten Pädagoginnen und Pädagogen funktioniert, aber nicht dank des Bundesministers. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Leichtfried: Da schau her!
Kollegin Hamann, noch zu Ihrer Anmerkung über die Wiener Quarantäneschulen, also zu den Klassen, die in Quarantäne sind: Man muss schon sagen, dass Herr Bundesminister Mückstein die Vorgaben betreffend die behördliche Vorgangsweise erst mit 15.9. ausgegeben hat (Abg. Leichtfried: Da schau her!) und die Schulen in Wien sich an die Vorgaben, die davor gegolten haben, gehalten haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Kollegin Hamann, noch zu Ihrer Anmerkung über die Wiener Quarantäneschulen, also zu den Klassen, die in Quarantäne sind: Man muss schon sagen, dass Herr Bundesminister Mückstein die Vorgaben betreffend die behördliche Vorgangsweise erst mit 15.9. ausgegeben hat (Abg. Leichtfried: Da schau her!) und die Schulen in Wien sich an die Vorgaben, die davor gegolten haben, gehalten haben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Dieser Antrag, der die Sicherheitsphase betrifft, betrifft die Gesundheit und die Zukunft unserer Kinder. Mein Appell an Sie ist: Nehmen Sie diesen Antrag an und stimmen Sie zu! Mein Appell an die Regierung, an den Minister ist: Nehmen Sie die Bedürfnisse der Schulen und der Kinder und Jugendlichen ernst! – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Loacker: ... doppelt so groß!
Die Tiroler Zahlen von dieser Woche, ganz aktuell: 46 Prozent auf den Normalstationen sind doppelt geimpft und 34 Prozent auf den Intensivstationen. Das heißt – nehmen Sie das bitte einfach so zur Kenntnis –, wir haben auf den Normalstationen, auf den Coronastationen jetzt in Wahrheit schon mehr doppelt Geimpfte und auf den Intensivstationen ein Drittel bis 40 Prozent. (Abg. Loacker: ... doppelt so groß!) Das schicke ich einfach voraus, damit wir über Zahlen, Daten, Fakten sprechen.
Abg. Loacker: Nur weil der Kickl nie da ist, musst du nicht davon ausgehen ...!
Frau Meinl-Reisinger, weil Sie noch hier sind (Abg. Loacker: Nur weil der Kickl nie da ist, musst du nicht davon ausgehen ...!): Was Sie gesagt haben, ist nicht so lustig. Es ist nicht so lustig, Frau Meinl-Reisinger, weil Sie sehr, sehr viele, die keine FPÖ-Wähler oder FPÖ-Mitglieder sind, damit schwerst beleidigt haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe gesagt, die Handlungen ...!) Es entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage, es entbehrt jeder Zahlen-, Daten-, Faktengrundlage, es war rein polemisch. (Abg. Stögmüller: Man muss die Zahlen, Fakten, Daten auch lesen können! Man muss sie auch lesen können!) Reflektieren Sie einfach die Zahlen, die ich Ihnen liefere, dann können wir sinnvoll diskutieren. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie sind einfach ...!)
Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe gesagt, die Handlungen ...!
Frau Meinl-Reisinger, weil Sie noch hier sind (Abg. Loacker: Nur weil der Kickl nie da ist, musst du nicht davon ausgehen ...!): Was Sie gesagt haben, ist nicht so lustig. Es ist nicht so lustig, Frau Meinl-Reisinger, weil Sie sehr, sehr viele, die keine FPÖ-Wähler oder FPÖ-Mitglieder sind, damit schwerst beleidigt haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe gesagt, die Handlungen ...!) Es entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage, es entbehrt jeder Zahlen-, Daten-, Faktengrundlage, es war rein polemisch. (Abg. Stögmüller: Man muss die Zahlen, Fakten, Daten auch lesen können! Man muss sie auch lesen können!) Reflektieren Sie einfach die Zahlen, die ich Ihnen liefere, dann können wir sinnvoll diskutieren. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie sind einfach ...!)
Abg. Stögmüller: Man muss die Zahlen, Fakten, Daten auch lesen können! Man muss sie auch lesen können!
Frau Meinl-Reisinger, weil Sie noch hier sind (Abg. Loacker: Nur weil der Kickl nie da ist, musst du nicht davon ausgehen ...!): Was Sie gesagt haben, ist nicht so lustig. Es ist nicht so lustig, Frau Meinl-Reisinger, weil Sie sehr, sehr viele, die keine FPÖ-Wähler oder FPÖ-Mitglieder sind, damit schwerst beleidigt haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe gesagt, die Handlungen ...!) Es entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage, es entbehrt jeder Zahlen-, Daten-, Faktengrundlage, es war rein polemisch. (Abg. Stögmüller: Man muss die Zahlen, Fakten, Daten auch lesen können! Man muss sie auch lesen können!) Reflektieren Sie einfach die Zahlen, die ich Ihnen liefere, dann können wir sinnvoll diskutieren. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie sind einfach ...!)
Abg. Meinl-Reisinger: Sie sind einfach ...!
Frau Meinl-Reisinger, weil Sie noch hier sind (Abg. Loacker: Nur weil der Kickl nie da ist, musst du nicht davon ausgehen ...!): Was Sie gesagt haben, ist nicht so lustig. Es ist nicht so lustig, Frau Meinl-Reisinger, weil Sie sehr, sehr viele, die keine FPÖ-Wähler oder FPÖ-Mitglieder sind, damit schwerst beleidigt haben. (Abg. Meinl-Reisinger: Ich habe gesagt, die Handlungen ...!) Es entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage, es entbehrt jeder Zahlen-, Daten-, Faktengrundlage, es war rein polemisch. (Abg. Stögmüller: Man muss die Zahlen, Fakten, Daten auch lesen können! Man muss sie auch lesen können!) Reflektieren Sie einfach die Zahlen, die ich Ihnen liefere, dann können wir sinnvoll diskutieren. (Abg. Meinl-Reisinger: Sie sind einfach ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Wenn ich das vielleicht abschließend noch sagen darf: Eine gewisse Dorothee von Laer, die ja immer von der Regierung vorangestellt wurde, hat vor 14 Tagen ein recht aussagekräftiges Interview gegeben, in dem sie zwei Dinge festgehalten hat: Sie hat erstens gesagt, dass selbstverständlich schwere Nebenwirkungen auftauchen, wenn Antikörperüberschuss da ist. Ihre zweite Aussage war ebenso interessant und selbstverständlich wissenschaftlich belegt: Die natürliche Erkrankung bringt einen besseren Immunschutz als die Impfung. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Rauch: Was reden Sie für einen Blödsinn?
Ich möchte die Impfskepsis jetzt gar nicht monokausal erklären, ich glaube, das geht auch nicht. Dass wir aber hier im Hohen Haus eine Partei haben, die nicht nur bewusst mit den Ängsten der Menschen spielt, sondern Unwahrheiten produziert, Falschnachrichten herumschickt (Abg. Rauch: Was reden Sie für einen Blödsinn?), und das nur aufgrund von Stimmenmaximierung – und das machen Sie in dem Ausmaß, dass Sie Menschen dazu bringen, sich selbst und andere nicht zu schützen –, hat eine Niveau-
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
und Verantwortungslosigkeit erreicht, die ihresgleichen suchen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Rauch: Reden wir von den Tiroler Zahlen! – Abg. Wurm: Du bist eine Tirolerin, Barbara, das sind die Zahlen in Tirol!
Da wir gerade beim Thema Niveaulosigkeit und Falschinformationen sind: Klubobmann Kickl ist jetzt nicht im Saal, aber er bringt immer ein Rechenbeispiel. Herr Wurm, Sie haben vorhin von Zahlen, Daten, Fakten gesprochen, schauen wir uns das Ganze jetzt genauer an. Herr Kickl spricht immer wieder von einer Statistik aus Israel, in der gesagt wird, dass von Mai bis August zwei Drittel derer - - (Abg. Rauch: Reden wir von den Tiroler Zahlen! – Abg. Wurm: Du bist eine Tirolerin, Barbara, das sind die Zahlen in Tirol!) – Vielleicht hört mir die FPÖ kurz zu, wir gehen es gemeinsam durch, dann müssen Sie nicht solch einen Schmarrn erzählen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Da kann man schon zuhören!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Da kann man schon zuhören!
Da wir gerade beim Thema Niveaulosigkeit und Falschinformationen sind: Klubobmann Kickl ist jetzt nicht im Saal, aber er bringt immer ein Rechenbeispiel. Herr Wurm, Sie haben vorhin von Zahlen, Daten, Fakten gesprochen, schauen wir uns das Ganze jetzt genauer an. Herr Kickl spricht immer wieder von einer Statistik aus Israel, in der gesagt wird, dass von Mai bis August zwei Drittel derer - - (Abg. Rauch: Reden wir von den Tiroler Zahlen! – Abg. Wurm: Du bist eine Tirolerin, Barbara, das sind die Zahlen in Tirol!) – Vielleicht hört mir die FPÖ kurz zu, wir gehen es gemeinsam durch, dann müssen Sie nicht solch einen Schmarrn erzählen! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Zwischenrufe bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Da kann man schon zuhören!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Leichtfried.
Die FPÖ hat gesagt, zwei Drittel derer, die von Mai bis August an Covid gestorben sind, waren doppelt geimpft. Was wollte uns Klubobmann Kickl beispielsweise in den Sommergesprächen damit mitteilen? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Leichtfried.) – Wohl nicht, dass von Anfang Mai bis Juli 2021 in Israel nur 102 Menschen gestorben sind, während es davor 6 400 waren und es allein im Jänner 2021, als die Impfkampagne erst angelaufen ist, noch 1 400 Tote waren. Mit diesem grandiosen Beispiel, wie toll die Impfung wirkt, möchte sich die FPÖ jedoch nicht beschäftigen.
Abg. Belakowitsch: So einfach ist die Welt nicht!
Kommen wir zum Mathematischen, in das auch Ihr Beispiel hineinfällt: Herr Kickl sagt: Siehe da, zwei Drittel derer, die an Covid gestorben sind, sind doppelt Geimpfte!, und damit will er belegen, dass die Impfung nicht wirkt. Machen wir ein vereinfachtes Rechenbeispiel: Wenn von 1 Million Menschen in einem Land zwei Personen nicht geimpft sind und von den beiden Ungeimpften eine Person stirbt und von den fast 1 Million Geimpften zwei sterben, dann hätten wir im Grunde das gleiche Verhältnis von zwei Dritteln geimpften Coronatoten zu einem Drittel ungeimpften (Abg. Belakowitsch: So einfach ist die Welt nicht!), aber eine Wirksamkeit des Impfstoffes von fast 100 Prozent. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Mit den Statistiken tun Sie sich schwer, glaube ich, aber es macht nichts!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Mit den Statistiken tun Sie sich schwer, glaube ich, aber es macht nichts!
Kommen wir zum Mathematischen, in das auch Ihr Beispiel hineinfällt: Herr Kickl sagt: Siehe da, zwei Drittel derer, die an Covid gestorben sind, sind doppelt Geimpfte!, und damit will er belegen, dass die Impfung nicht wirkt. Machen wir ein vereinfachtes Rechenbeispiel: Wenn von 1 Million Menschen in einem Land zwei Personen nicht geimpft sind und von den beiden Ungeimpften eine Person stirbt und von den fast 1 Million Geimpften zwei sterben, dann hätten wir im Grunde das gleiche Verhältnis von zwei Dritteln geimpften Coronatoten zu einem Drittel ungeimpften (Abg. Belakowitsch: So einfach ist die Welt nicht!), aber eine Wirksamkeit des Impfstoffes von fast 100 Prozent. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Mit den Statistiken tun Sie sich schwer, glaube ich, aber es macht nichts!)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Sie können sich auch den Impftoten stellen!
So viel zu Ihrem manipulativen Zahlenspiel, in dem bewusst Relationen und Bedingungen verschwiegen werden. So einfach ist das, so traurig ist das. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP. – Abg. Belakowitsch: Sie können sich auch den Impftoten stellen!)
Abg. Belakowitsch: Sie könnten sich auch den Impfopfern stellen!
Das, was Sie wollen, ist, dass Sie den Schutzherrn spielen von allen Verunsicherten (Abg. Belakowitsch: Sie könnten sich auch den Impfopfern stellen!), von allen Hardcoreimpfgegnern und nicht zuletzt auch von allen Rechtsextremen, die nur daran interessiert sind, unser Land zu destabilisieren. Das ist die traurige Wahrheit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das, was Sie wollen, ist, dass Sie den Schutzherrn spielen von allen Verunsicherten (Abg. Belakowitsch: Sie könnten sich auch den Impfopfern stellen!), von allen Hardcoreimpfgegnern und nicht zuletzt auch von allen Rechtsextremen, die nur daran interessiert sind, unser Land zu destabilisieren. Das ist die traurige Wahrheit! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Scherak.
erdrückend. – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Scherak.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Abgeordneter Dr. Josef Smolle (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! 20 Monate intensivstes Ringen um den besten Weg, um aus dieser Pandemie zu kommen: Das hat uns alle beseelt. Wenn man Bloomberg’s Covid Resilience Ranking anschaut, dann findet man Österreich im weltweiten Ranking auf Platz fünf, und fast alle vorderen Plätze werden von europäischen Ländern eingenommen. Wir können sagen, Österreich und auch Europa haben anscheinend vieles ziemlich richtig gemacht. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Belakowitsch: Wovor?
Meine Familie und ich, darunter ein paar weitere Ärztinnen und Ärzte, ältere Menschen, sehr junge Menschen, wir haben uns impfen lassen, sobald wir dran waren, weil wir uns schützen möchten, unsere Umgebung schützen möchten. (Abg. Belakowitsch: Wovor?) Wir möchten dazu etwas beitragen.
Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.
Heute ist schon öfter angesprochen worden, dass von den Freiheitlichen eigentlich viele geimpft sind; den Medien war zu entnehmen, dass etwa 40 Prozent der FPÖ-Anhänger geimpft sind, angeblich zahlreiche höhere Repräsentanten. Da sage ich einfach ein herzliches Danke für diese verantwortungsvolle Entscheidung und Danke, dass Sie sich von der Abschreckungspropaganda der Parteispitze nicht haben beeindrucken lassen. (Beifall bei der ÖVP sowie bei Abgeordneten von Grünen und NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich möchte aufrichtig allen danken und mich mit allen freuen, die sich schon haben impfen lassen, und ich wünsche allen, die noch nicht geimpft sind, eine gute Entscheidung. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Melchior: Ich weiß ja, was kommt!
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Herr ÖVP-Generalsekretär lächelt schon ganz freundlich. (Abg. Melchior: Ich weiß ja, was kommt!) Er ist ja ein Marketingprofi, der marketingtechnisch viel dazu beigetragen hat, dass Sebastian Kurz - - (Abg. Weidinger hält eine Tafel mit der Aufschrift „Laut schimpfen, geheim impfen! FPÖ Die soziale geimpfte Heimatpartei“ in die Höhe.) – Danke für das freiheitliche Plakat, das in den Reihen der ÖVP hochgehalten wird. „Laut schimpfen, geheim impfen!“ – Okay, danke vielmals für die Information!
Abg. Weidinger hält eine Tafel mit der Aufschrift „Laut schimpfen, geheim impfen! FPÖ Die soziale geimpfte Heimatpartei“ in die Höhe.
Abgeordneter Philip Kucher (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Der Herr ÖVP-Generalsekretär lächelt schon ganz freundlich. (Abg. Melchior: Ich weiß ja, was kommt!) Er ist ja ein Marketingprofi, der marketingtechnisch viel dazu beigetragen hat, dass Sebastian Kurz - - (Abg. Weidinger hält eine Tafel mit der Aufschrift „Laut schimpfen, geheim impfen! FPÖ Die soziale geimpfte Heimatpartei“ in die Höhe.) – Danke für das freiheitliche Plakat, das in den Reihen der ÖVP hochgehalten wird. „Laut schimpfen, geheim impfen!“ – Okay, danke vielmals für die Information!
Abg. Zarits: ... Sozialdemokratie!
Ich möchte nur ganz kurz zur Rolle der ÖVP kommen: Ihr, die ÖVP, habt euch ja monatelang immer sehr gelobt; die ÖVP hat immer wieder gesagt, wie toll das Krisenmanagement funktioniert hat, und wenn man sich den Verlauf der heutigen Sitzung ein bissel anhört, merkt man überall eine sehr resignative Stimmung. Wir alle in Österreich sind nicht zufrieden (Abg. Zarits: ... Sozialdemokratie!), und aus meiner Sicht ist es kein Naturgesetz, dass Österreich so viel schlechter durch diese Krise gekommen ist als viele, viele andere Staaten auf dieser Welt.
Zwischenruf der Abg. Salzmann
Es ist kein Naturgesetz, dass in Österreich das gesamte Krisenmanagement so viel schlechter funktioniert hat als woanders, und ich habe von Beginn der Krise an – und das wird wahrscheinlich auch die ÖVP, glaube ich, attestieren (Zwischenruf der Abg. Salzmann) – gesagt, wir müssen versuchen, miteinander Lösungen zu finden. In der ersten Phase sind wir alle hier zusammengestanden und haben zusammengehalten, haben gesagt, wir müssen miteinander gegen diese Bedrohung ankämpfen und versuchen, Lösungen zu finden. Irgendwann hat dann dieser Schulterschluss nicht mehr funktioniert. Die Pannenserien haben begonnen stärker zu werden, und die Frage ist: Ist das nur passiert, weil es eine völlig neue Herausforderung war oder weil der Regierung gewisse Dinge wichtiger waren als das Krisenmanagement? Und alle Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus werden insgeheim, wenn sie diese Frage ehrlich beantworten, auch sagen können, dass viele Dinge in Österreich nicht funktioniert haben, weil Herrn Kurz sein eigenes Ego, das Egomarketing und das Selbstdarstellen immer wichtiger waren als gutes Krisenmanagement. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Loacker.)
Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Loacker.
Es ist kein Naturgesetz, dass in Österreich das gesamte Krisenmanagement so viel schlechter funktioniert hat als woanders, und ich habe von Beginn der Krise an – und das wird wahrscheinlich auch die ÖVP, glaube ich, attestieren (Zwischenruf der Abg. Salzmann) – gesagt, wir müssen versuchen, miteinander Lösungen zu finden. In der ersten Phase sind wir alle hier zusammengestanden und haben zusammengehalten, haben gesagt, wir müssen miteinander gegen diese Bedrohung ankämpfen und versuchen, Lösungen zu finden. Irgendwann hat dann dieser Schulterschluss nicht mehr funktioniert. Die Pannenserien haben begonnen stärker zu werden, und die Frage ist: Ist das nur passiert, weil es eine völlig neue Herausforderung war oder weil der Regierung gewisse Dinge wichtiger waren als das Krisenmanagement? Und alle Kolleginnen und Kollegen hier im Hohen Haus werden insgeheim, wenn sie diese Frage ehrlich beantworten, auch sagen können, dass viele Dinge in Österreich nicht funktioniert haben, weil Herrn Kurz sein eigenes Ego, das Egomarketing und das Selbstdarstellen immer wichtiger waren als gutes Krisenmanagement. (Beifall bei der SPÖ sowie der Abgeordneten Künsberg Sarre und Loacker.)
Abg. Belakowitsch: Ihr seid mit dabei!
Wir alle kennen doch die Beispiele. Das Einzige, was Kurz rund um das Impfen wichtig war, war doch die Vorbereitung und die Marketingkampagne, dass er sagt, er möchte beim allerersten Foto dabeisein. Erinnern wir uns zurück an die ersten Interviews: Sebastian Kurz, der große Krisenmanager, der immer gesagt hat, er ist der Held, der Österreich rettet. (Abg. Belakowitsch: Ihr seid mit dabei!) Wo ist er denn jetzt? Warum versteckt er sich denn jetzt?
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.
Das ist ein bissel ein Punkt, wo ich schon sagen muss, das ist eine Charakterfrage, nämlich ob man auch dann steht, wenn der Gegenwind da ist, und ob man den Mut hat, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Sebastian Kurz ist ein Schönwetterpolitiker, der so lange das Krisenmanagement betrieben hat, solange es ihm und seinem eigenen Ego genutzt hat, und kaum ist der Gegenwind da gewesen, ist Sebastian Kurz ein Kapitän gewesen, der sich in Wahrheit versteckt hat, der unter Deck gesessen ist und das Ruder losgelassen hat. (Abg. Belakowitsch: War er vorher auch schon!)
Abg. Belakowitsch: War er vorher auch schon!
Das ist ein bissel ein Punkt, wo ich schon sagen muss, das ist eine Charakterfrage, nämlich ob man auch dann steht, wenn der Gegenwind da ist, und ob man den Mut hat, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf des Abg. Kassegger.) Sebastian Kurz ist ein Schönwetterpolitiker, der so lange das Krisenmanagement betrieben hat, solange es ihm und seinem eigenen Ego genutzt hat, und kaum ist der Gegenwind da gewesen, ist Sebastian Kurz ein Kapitän gewesen, der sich in Wahrheit versteckt hat, der unter Deck gesessen ist und das Ruder losgelassen hat. (Abg. Belakowitsch: War er vorher auch schon!)
Abg. Zarits: Besser dastehen!
Das war Sebastian Kurz, und das hat dazu geführt, dass wir in Österreich heute so dastehen. (Abg. Zarits: Besser dastehen!) Weil jetzt immer wieder auch internationale Beispiele zu hören sind: Die eigene Bevölkerung da indirekt zu beschimpfen und zu sagen, in Österreich sind wir einfach schlechter als andere, dazu muss ich schon sagen: Das ist schon auch eine Folge der Politik.
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
Wir haben heute über Dänemark diskutiert. Wenn man die Unwahrheit sagt, wenn man ganz bewusst diese Strategie wählt – da bin ich wieder bei der Messagecontrol, Herr Generalsekretär –, wenn man ganz bewusst von der ÖVP ausgibt, dass man die Unwahrheit sagen muss (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), dass man den eigenen Menschen Angst macht, dass man sagt, man muss erzählen, dass Oma und Opa sterben werden, dass man von 100 000 Toten redet, wenn man so agiert, dann darf man sich nicht wundern, wenn Vertrauen auch verlorengeht. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wir haben heute über Dänemark diskutiert. Wenn man die Unwahrheit sagt, wenn man ganz bewusst diese Strategie wählt – da bin ich wieder bei der Messagecontrol, Herr Generalsekretär –, wenn man ganz bewusst von der ÖVP ausgibt, dass man die Unwahrheit sagen muss (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch), dass man den eigenen Menschen Angst macht, dass man sagt, man muss erzählen, dass Oma und Opa sterben werden, dass man von 100 000 Toten redet, wenn man so agiert, dann darf man sich nicht wundern, wenn Vertrauen auch verlorengeht. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Das alles hier – weil wir über Marketing reden – ist doch keine Spielerei, da geht es um das Schicksal von Menschen! Wenn wir den letzten Herbst hernehmen: Da ist Österreich bei der Zahl der Neuinfektionen an der Weltspitze gelegen – an der Weltspitze! –, und den ganzen Sommer über – ihr erinnert euch sicher alle – hat es geheißen: „Licht am Ende des Tunnels“. Da hat Sebastian Kurz sich dafür feiern lassen, dass er ein solch großartiger Krisenmanager ist. (Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Belakowitsch: Ihr seid immer dabei!
Wir haben dasselbe jetzt wieder erlebt: Er lässt sich plakatieren und sagt: Wir haben die Krise gemeistert! – Tausende Schülerinnen und Schüler sitzen jetzt jedoch zu Hause, und wir alle erleben, dass Österreich leider deutlich schlechter durch diese Krise gekommen ist. (Abg. Belakowitsch: Ihr seid immer dabei!)
Abg. Belakowitsch: Immer!
So, nun kommen wir zur Rolle der FPÖ – Frau Kollegin Belakowitsch ist da heute sehr, sehr emotional unterwegs (Abg. Belakowitsch: Immer!) –: Ich finde das wirklich unterirdisch, nämlich diesen neuen Kurs von Kickl, diesen Paarlauf gemeinsam mit Kurz (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), dieses aus meiner Sicht unwürdige Aufputschen, diesen Populismus. Auf der einen Seite steht ein Kickl, der Schmähgeschichten erzählt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – ihr glaubt doch das alles selber nicht, was ihr heute den ganzen Tag dahergeredet habt! Das sind ja Dinge. Und wenn dann im Gesundheitsausschuss Expertinnen und Experten so lange befragt werden, nur weil ihr irgendwie beweisen wollt, dass das mit den Impfungen alles ein Wahnsinn ist, muss ich sagen: Bitte macht euch doch nicht selber lächerlich!
Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP
So, nun kommen wir zur Rolle der FPÖ – Frau Kollegin Belakowitsch ist da heute sehr, sehr emotional unterwegs (Abg. Belakowitsch: Immer!) –: Ich finde das wirklich unterirdisch, nämlich diesen neuen Kurs von Kickl, diesen Paarlauf gemeinsam mit Kurz (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), dieses aus meiner Sicht unwürdige Aufputschen, diesen Populismus. Auf der einen Seite steht ein Kickl, der Schmähgeschichten erzählt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – ihr glaubt doch das alles selber nicht, was ihr heute den ganzen Tag dahergeredet habt! Das sind ja Dinge. Und wenn dann im Gesundheitsausschuss Expertinnen und Experten so lange befragt werden, nur weil ihr irgendwie beweisen wollt, dass das mit den Impfungen alles ein Wahnsinn ist, muss ich sagen: Bitte macht euch doch nicht selber lächerlich!
neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch
So, nun kommen wir zur Rolle der FPÖ – Frau Kollegin Belakowitsch ist da heute sehr, sehr emotional unterwegs (Abg. Belakowitsch: Immer!) –: Ich finde das wirklich unterirdisch, nämlich diesen neuen Kurs von Kickl, diesen Paarlauf gemeinsam mit Kurz (Heiterkeit bei Abgeordneten der ÖVP), dieses aus meiner Sicht unwürdige Aufputschen, diesen Populismus. Auf der einen Seite steht ein Kickl, der Schmähgeschichten erzählt (neuerlicher Zwischenruf der Abg. Belakowitsch) – ihr glaubt doch das alles selber nicht, was ihr heute den ganzen Tag dahergeredet habt! Das sind ja Dinge. Und wenn dann im Gesundheitsausschuss Expertinnen und Experten so lange befragt werden, nur weil ihr irgendwie beweisen wollt, dass das mit den Impfungen alles ein Wahnsinn ist, muss ich sagen: Bitte macht euch doch nicht selber lächerlich!
Abg. Belakowitsch: ..., soll ich es dir weiterleiten? Soll ich dir die Mails weiterleiten?
Das ist ein Weg, der in Wahrheit doch eurer Partei nicht würdig sein kann. Das habt ihr alles nicht notwendig. (Abg. Belakowitsch: ..., soll ich es dir weiterleiten? Soll ich dir die Mails weiterleiten?)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Es ist so viel Pfusch passiert! Leider ist in Österreich so viel Pfusch passiert, dass man genug kritisieren kann, da braucht man keine Märchen zu erzählen und sich irgendwo wichtigzumachen und dann vor der Landtagswahl in Oberösterreich Gschichtln zu drucken, wie es Kickl leider macht. (Zwischenruf des Abg. Zanger.)
Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.
Es geht um Österreich, es geht um Menschenleben und es geht darum, dass wir endlich aus dieser Krise herauskommen. Deswegen: Spart euch wirklich dieses Hin und Her zwischen Blau und Türkis, das ist unwürdig! Machen wir lieber ein gutes Krisenmanagement! (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Belakowitsch.)
Abg. Kucher: Du weißt es ja selber!
in deine Richtung –, dass ihr uns immer vorwerft, wir verunsichern nur, wir verbreiten nur Fakenews. (Abg. Kucher: Du weißt es ja selber!) Das ist die Unwahrheit! Das ist die Unwahrheit! Ihr wisst es und sagt es wider besseres Wissen. Ihr wollt nur nicht, dass die eine Seite der Wahrheit auch gehört wird, und das finde ich wirklich erschreckend. Statt dass ihr hergeht und sagt: Wir beschäftigen uns tatsächlich mit den Argumenten der anderen Seite!, wird das von euch niedergebügelt.
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
So, und ich bringe jetzt, weil ich nur wenig Zeit habe, ein einziges Argument, und ich zitiere „Science“, bitte – ich zitiere „Science“. (Der Redner stellt eine Tafel mit folgender Aufschrift auf das Rednerpult: „Science AAAS; Am 15. August wurden in Israel 514 Personen mit einer schweren oder kritischen Covid-19 Infektion ins Krankenhaus eingeliefert. Von den 514 waren 59 % vollständig geimpft. 87 % der Geimpften waren 60 Jahre oder älter!“) Und da kommt schon wieder ein Lachen aus dem grünen Bereich oder woher auch immer. „Science“ ist das naturwissenschaftliche Fachmagazin. Ich bitte, das nachzulesen in „Science“, und dann die Beschwerde in Richtung „Science“ abzugeben. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Abg. Meinl-Reisinger: Verstehen Sie es nicht? Ich meine ...!
Beschäftigt euch einmal mit diesen Argumenten! (Abg. Meinl-Reisinger: Verstehen Sie es nicht? Ich meine ...!) Ihr könnt da hereinschreien, was ihr wollt. Das (auf den Text der Tafel weisend) hat „Science“ publiziert, genau das. Lest es nach! Aber ich weiß schon, ihr habt ein riesengroßes Problem, euch mit Meinungen zu beschäftigen, die eurem Weltbild, eurer Meinung nicht entsprechen.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Loacker: ... Mathematiklehrer!
So kommen wir nicht weiter, das bedauere ich sehr. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Loacker: ... Mathematiklehrer!)
Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.
Abgeordneter Mag. Gerald Hauser (FPÖ): Frau Präsidentin! Kollegin Meinl-Reisinger freut sich schon auf weitere Argumente, das finde ich sehr positiv. (Zwischenruf der Abg. Meinl-Reisinger.)
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: ... Mainstream!
Ihr wisst ja, wir sind für Impffreiheit, und ich bedanke mich bei und ich gratuliere den Initiatoren des Volksbegehrens Für Impffreiheit, die immerhin 260 000 Unterschriften erhalten haben – eine wirklich tolle Leistung, zumal uns die Initiatoren mitgeteilt haben, dass sie seitens des Mainstreams genau null Unterstützung für dieses Volksbegehren erhalten haben. Also ein großes Dankeschön an all jene, die dieses Volksbegehren unterschrieben haben. (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Meinl-Reisinger: ... Mainstream!)
Abg. Meinl-Reisinger: Nein, am besten überhaupt ...! Euch in Watte packen und ...!
Wir sind für die Freiwilligkeit, und darauf komme ich heute noch im Detail zu sprechen. Aber wissen Sie, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, was Freiwilligkeit voraussetzt? – Freiwilligkeit setzt voraus, dass kein Zwang ausgeübt wird – kein Zwang: kein direkter Zwang, kein indirekter Zwang. (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, am besten überhaupt ...! Euch in Watte packen und ...!) Das mögen Sie noch so lächerlich empfinden, aber wir sprechen mit vielen Personen draußen, die sagen: Es ist so schrecklich! Ich muss mich impfen lassen, obwohl ich das eigentlich gar nicht will, weil ich Angst habe, meinen Arbeitsplatz zu verlieren. Ich muss eine Familie ernähren. – Die Leute kommen massiv unter Druck; sie sind in einer Situation, wo sie nicht auskommen. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist so!)
Abg. Meinl-Reisinger: Das ist so!
Wir sind für die Freiwilligkeit, und darauf komme ich heute noch im Detail zu sprechen. Aber wissen Sie, Frau Kollegin Meinl-Reisinger, was Freiwilligkeit voraussetzt? – Freiwilligkeit setzt voraus, dass kein Zwang ausgeübt wird – kein Zwang: kein direkter Zwang, kein indirekter Zwang. (Abg. Meinl-Reisinger: Nein, am besten überhaupt ...! Euch in Watte packen und ...!) Das mögen Sie noch so lächerlich empfinden, aber wir sprechen mit vielen Personen draußen, die sagen: Es ist so schrecklich! Ich muss mich impfen lassen, obwohl ich das eigentlich gar nicht will, weil ich Angst habe, meinen Arbeitsplatz zu verlieren. Ich muss eine Familie ernähren. – Die Leute kommen massiv unter Druck; sie sind in einer Situation, wo sie nicht auskommen. (Abg. Meinl-Reisinger: Das ist so!)
Abg. Meinl-Reisinger: Welche fachlichen Argumente, welche?
Wissen Sie, das Problem ist, dass hier im Hohen Haus vier Parteien sitzen, die auf die fachlichen Argumente, die gegen Impfungen sprechen, überhaupt nicht eingehen. (Abg. Meinl-Reisinger: Welche fachlichen Argumente, welche?) Die Entscheidung muss ja jeder selber treffen (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, kann er eh, aber er muss halt auch die Konsequenzen tragen, ganz einfach!) – das ist ja unstrittig (Beifall bei der FPÖ) –, aber informieren Sie doch einmal die Leute korrekt und in der kompletten Breite, ohne die Leute permanent unter Druck zu bringen!
Abg. Meinl-Reisinger: Ja, kann er eh, aber er muss halt auch die Konsequenzen tragen, ganz einfach!
Wissen Sie, das Problem ist, dass hier im Hohen Haus vier Parteien sitzen, die auf die fachlichen Argumente, die gegen Impfungen sprechen, überhaupt nicht eingehen. (Abg. Meinl-Reisinger: Welche fachlichen Argumente, welche?) Die Entscheidung muss ja jeder selber treffen (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, kann er eh, aber er muss halt auch die Konsequenzen tragen, ganz einfach!) – das ist ja unstrittig (Beifall bei der FPÖ) –, aber informieren Sie doch einmal die Leute korrekt und in der kompletten Breite, ohne die Leute permanent unter Druck zu bringen!
Beifall bei der FPÖ
Wissen Sie, das Problem ist, dass hier im Hohen Haus vier Parteien sitzen, die auf die fachlichen Argumente, die gegen Impfungen sprechen, überhaupt nicht eingehen. (Abg. Meinl-Reisinger: Welche fachlichen Argumente, welche?) Die Entscheidung muss ja jeder selber treffen (Abg. Meinl-Reisinger: Ja, kann er eh, aber er muss halt auch die Konsequenzen tragen, ganz einfach!) – das ist ja unstrittig (Beifall bei der FPÖ) –, aber informieren Sie doch einmal die Leute korrekt und in der kompletten Breite, ohne die Leute permanent unter Druck zu bringen!
Abg. Taschner: O ja!
Die ÖVP hat jetzt in Dänemark ein neues Lieblingsland entdeckt. Irgendwann einmal werden wir dann all die Länder durch sein: Zuerst hat man auf Schweden geschimpft; jetzt ist es ruhig, wenn es um Schweden geht. Dann kam Israel. Israel war der „Impfweltmeister“ – unter Anführungszeichen – aus Sicht der ÖVP und wurde in den Himmel gelobt. Wissen Sie, wie die Situation in Israel ist? – Das wissen Sie! Die Impfung wirkt nicht wie versprochen (Abg. Taschner: O ja!), deswegen haben bereits drei Millionen Israelis die dritte Impfung erhalten. (Abg. Meinl-Reisinger: ... geimpft worden!) Und bei uns ist man durch die Lande gezogen – ich schaue (in Richtung Abg. Hörl weisend) in Richtung des Bezirkes Schwaz – und hat seitens der Regierung die Bevölkerung mit Lautsprechern aufgefordert, sich impfen zu lassen, und zwar mit dem Argument: Lasst euch impfen! Wenn ihr zwei Impfungen habt, dann seid ihr sicher, ihr seid durch! Alles ist vorbei, die Wintersaison ist gerettet. Das normale Leben kommt retour. – So.
Abg. Meinl-Reisinger: ... geimpft worden!
Die ÖVP hat jetzt in Dänemark ein neues Lieblingsland entdeckt. Irgendwann einmal werden wir dann all die Länder durch sein: Zuerst hat man auf Schweden geschimpft; jetzt ist es ruhig, wenn es um Schweden geht. Dann kam Israel. Israel war der „Impfweltmeister“ – unter Anführungszeichen – aus Sicht der ÖVP und wurde in den Himmel gelobt. Wissen Sie, wie die Situation in Israel ist? – Das wissen Sie! Die Impfung wirkt nicht wie versprochen (Abg. Taschner: O ja!), deswegen haben bereits drei Millionen Israelis die dritte Impfung erhalten. (Abg. Meinl-Reisinger: ... geimpft worden!) Und bei uns ist man durch die Lande gezogen – ich schaue (in Richtung Abg. Hörl weisend) in Richtung des Bezirkes Schwaz – und hat seitens der Regierung die Bevölkerung mit Lautsprechern aufgefordert, sich impfen zu lassen, und zwar mit dem Argument: Lasst euch impfen! Wenn ihr zwei Impfungen habt, dann seid ihr sicher, ihr seid durch! Alles ist vorbei, die Wintersaison ist gerettet. Das normale Leben kommt retour. – So.
in Richtung Abg. Hörl weisend
Die ÖVP hat jetzt in Dänemark ein neues Lieblingsland entdeckt. Irgendwann einmal werden wir dann all die Länder durch sein: Zuerst hat man auf Schweden geschimpft; jetzt ist es ruhig, wenn es um Schweden geht. Dann kam Israel. Israel war der „Impfweltmeister“ – unter Anführungszeichen – aus Sicht der ÖVP und wurde in den Himmel gelobt. Wissen Sie, wie die Situation in Israel ist? – Das wissen Sie! Die Impfung wirkt nicht wie versprochen (Abg. Taschner: O ja!), deswegen haben bereits drei Millionen Israelis die dritte Impfung erhalten. (Abg. Meinl-Reisinger: ... geimpft worden!) Und bei uns ist man durch die Lande gezogen – ich schaue (in Richtung Abg. Hörl weisend) in Richtung des Bezirkes Schwaz – und hat seitens der Regierung die Bevölkerung mit Lautsprechern aufgefordert, sich impfen zu lassen, und zwar mit dem Argument: Lasst euch impfen! Wenn ihr zwei Impfungen habt, dann seid ihr sicher, ihr seid durch! Alles ist vorbei, die Wintersaison ist gerettet. Das normale Leben kommt retour. – So.
Beifall bei der FPÖ.
wir informieren ja nur. Die Leute sind ja selbstständig, die denken doch selber nach. Man muss doch nicht immer seitens der vier Parteien hier im Hohen Haus die Leute als dumm hinstellen. Die Leute wissen, was sie tun! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Diese Fakten passen Ihnen nicht. Im Gesundheitsausschuss muss ich mir von Kollegen Loacker anhören, dass ich eine Statistik nicht lesen kann. Heute muss ich mir anhören, dass wir Fakenews verbreiten. Das ist eins zu eins aus dem Bericht der Ages übernommen. (Beifall bei der FPÖ.) Geschätzte Damen und Herren, liebe Zuhörer, schauen Sie sich das an! Das ist die Information des Bundes, die man Ihnen verschweigen will. (Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte, verschweigen?! Das steht auf der Homepage! Ich meine, Entschuldigung?! Verschweigen?! Sie manipulieren ...!)
Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte, verschweigen?! Das steht auf der Homepage! Ich meine, Entschuldigung?! Verschweigen?! Sie manipulieren ...!
Diese Fakten passen Ihnen nicht. Im Gesundheitsausschuss muss ich mir von Kollegen Loacker anhören, dass ich eine Statistik nicht lesen kann. Heute muss ich mir anhören, dass wir Fakenews verbreiten. Das ist eins zu eins aus dem Bericht der Ages übernommen. (Beifall bei der FPÖ.) Geschätzte Damen und Herren, liebe Zuhörer, schauen Sie sich das an! Das ist die Information des Bundes, die man Ihnen verschweigen will. (Abg. Meinl-Reisinger: Geh bitte, verschweigen?! Das steht auf der Homepage! Ich meine, Entschuldigung?! Verschweigen?! Sie manipulieren ...!)
Beifall bei der FPÖ.
Nein, das wird sie natürlich nicht tun! Sie wird genau das Gegenteil tun, sie wird sagen: So, ich bin doppelt geimpft. Ich habe den Versprechungen der Regierung geglaubt. Tut mir leid, ich bin auf die Kampagne der Regierung und aller anderen Parteien hereingefallen. – Das tut mit höllisch leid, und ich entschuldige mich wirklich in Richtung dieser Personen genau für diese Kampagne, die mit Steuergeldern, mit unser aller Geld betrieben wird, dass man den Menschen Dinge verspricht, die überhaupt nicht eingehalten werden. Das ist der totale Wahnsinn! (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Loacker.
So, und jetzt noch in aller Kürze zu meiner Person: Ich bin, ich war nicht impfkritisch. Ich habe, wie Sie wissen, eine schwere Vorerkrankung, habe diese Gott sei Dank, auch mit einer Stammzellentherapie, überstanden. Mein Immunsystem funktioniert nur zur Hälfte, ich muss vorsichtig sein, und mein behandelnder Universitätsprofessor hat mir im März mehrmals geraten, mich impfen zu lassen. Ich habe mich deswegen ein einziges Mal impfen lassen – aber ich lasse mich mit Sicherheit kein zweites Mal impfen. Wissen Sie, wieso nicht? – Ich hatte Nebenwirkungen. Die Nebenwirkungen sind dokumentiert. Ich wurde wegen dieser Nebenwirkungen behandelt. Sie aber versuchen jetzt immer, die Nebenwirkungen zu verschweigen. (Zwischenruf des Abg. Loacker.) Natürlich werde ich aufgrund meiner Erfahrungen mit der Impfung niemandem raten, sich impfen zu lassen – obwohl jeder selber tun muss, was er will.
Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Ich habe geglaubt, die erste Rede war schon schlecht! – Heiterkeit bei der SPÖ.
Unter dem Strich bleibt also: Die Covid-Impfung schützt niemanden vor einer Infektion – das haben wir aufgezeigt –, sie schützt auch nicht davor, dass Infektionen weitergegeben werden können. Sie schützt auch nicht vor Erkrankungen, sie schützt nicht vor schweren Erkrankungen, und sie schützt nicht vor Todesfällen. Und darüber möchte die Bevölkerung mit Ihnen allen diskutieren! (Beifall bei der FPÖ. – Abg. Leichtfried: Ich habe geglaubt, die erste Rede war schon schlecht! – Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei NEOS, ÖVP, SPÖ und Grünen.
Abgeordnete Mag. Martina Künsberg Sarre (NEOS): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Also, Herr Hauser, Fassungslosigkeit macht sich hier breit, angesichts dessen, was Sie da von sich geben. (Beifall bei NEOS, ÖVP, SPÖ und Grünen.) Das ist wirklich unglaublich.
Beifall bei den NEOS.
Und weil es jetzt auch immer wieder erwähnt wurde, dass so viele sich abgemeldet haben: Die Gründe kennen wir einfach nicht, weil diese nicht erhoben werden, weil das nicht vorgesehen ist. Deswegen freut es mich sehr, muss ich sagen, dass wir – das geht ja dann auch in manchen Bereichen – auf meine Initiative hin heute einen Fünfparteienantrag einbringen, mit dem der Bundesminister für Bildung beauftragt werden wird, eine Motivstudie in Auftrag zu geben, um einmal überhaupt die Gründe und Ursachen, warum Eltern ihre Kinder vom Schulunterricht abmelden, zu erfragen. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der FPÖ.
Ich sage Ihnen schon, meine Damen und Herren, das, was wir hier erleben, das hat es in der Geschichte der Zweiten Republik noch nicht gegeben. So etwas war noch nie da, dass man eine Bevölkerungsgruppe in einer derartigen Art und Weise brandmarkt. Kollege Saxinger träumt von irgendwelchen Buttons, die man sich dann ansteckt, ob man geimpft oder ungeimpft ist. Sagen Sie einmal: Haben Sie überhaupt nichts aus der Geschichte gelernt? Hören Sie endlich auf, in die Gesellschaft hineinzuspalten! Wir sind eine Gesellschaft, und egal, ob geimpft oder ungeimpft, jeder hat die gleichen Grundrechte in diesem Land, und die sind nicht austauschbar. Und Sie müssen Ungeimpfte nicht vor sich selbst schützen! Genau dieses Argument, das gab es nämlich schon einmal in der Geschichte. Die Mauer hat die Bürger der DDR vor sich selbst geschützt und sie hat sie vor dem bösen Westen geschützt. Wir haben geglaubt, diese Geschichte überwunden zu haben. Hören Sie auf damit und reißen Sie das nicht wieder auf! (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rauch.
Ich bin sicher kein Verteidiger der FPÖ, aber jetzt nach diesen beiden Jahren des Chaosmanagements des Bundeskanzlers der Opposition die Schuld zu geben, ist ein bissel billig, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wer hat denn die Menschen in über 200 Pressekonferenzen mit widersprüchlichen Aussagen verunsichert? – Es war der Bundeskanzler, der in der Krise nicht auf die Opposition zugegangen ist, wie das in anderen Ländern passiert ist. Es war Sebastian Kurz, dem die Beliebtheitswerte von Rudi Anschober mehr Sorgen bereitet haben als das Virus. Und er hätte wissen müssen, dass die Verunsicherung der Bevölkerung, die er selbst verursacht hat, von der FPÖ ausgenutzt wird. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Rauch.)
Abg. Wurm: Ihr seid ja aufseiten der Regierung!
Ich sage Ihnen ganz ehrlich, und das sage ich als Gewerkschafter: Wir werden es nicht zulassen, dass aufgrund der Versäumnisse dieser Regierung jetzt die Arbeitnehmer unter Druck gesetzt werden. Wir als SPÖ sind gegen eine Impfpflicht. (Abg. Wurm: Ihr seid ja aufseiten der Regierung!) Die Regierung muss die Situation in Betrieben entschärfen und nicht die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer alleine lassen, so wie Sie jetzt versuchen, die heiße Kartoffel, nämlich dass die 3G-Regel in den Betrieben gelten soll, den Sozialpartnern umzuhängen. Die Regierung ist in Verantwortung, nicht die Opposition oder die Sozialpartner.
Beifall bei der SPÖ.
Sebastian Kurz und seine Familie wollten die Macht. Sie sollen auch die Verantwortung übernehmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Seit März 2020 gibt eben für ganz viele Betreuungspflichtige, die überhaupt keine andere Möglichkeit hatten, für die es unabdingbar war, die Möglichkeit, Sonderbetreuungszeiten in Anspruch zu nehmen. Diese Unterstützung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine Betreuungsverantwortung haben, wird nun rückwirkend mit 1. September zum vierten Mal verlängert. Dafür bedanke ich mich außerordentlich bei meinen KollegInnen von den Grünen und der ÖVP und allen anderen, die daran mitgearbeitet haben. Herzlichen Dank. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.
Auch wenn 92 Prozent der zu betreuenden Personen Kinder sind, ist es ganz, ganz wichtig, dass man die Sonderfreistellung auch zur Betreuung Behinderter, pflegebedürftiger Personen haben kann. Ich weiß von vielen Fällen, in denen das auch in Anspruch genommen werden musste. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Beim ersten Stich habe ich ein bisschen Nebenwirkungen gehabt, das leugne ich nicht, das haben viele Menschen bei allen Impfungen – ich habe auch alle anderen Impfungen. Mit der Impfung senke ich aber das Risiko – und ich bitte, da wirklich meine Wortwahl zu beachten, ich senke das Risiko; das heißt nicht, dass keines mehr gegeben ist, ich senke aber das Risiko wesentlich –, dass Menschen wegen mir Sonderbetreuungszeiten in Anspruch nehmen müssen. So etwas nennt man Solidarität gegenüber Mitmenschen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
In diesem Zusammenhang richte ich Folgendes an die SPÖ, die vorhin so schön gesprochen hat: Gerade im Osten lässt die Durchimpfungsrate sehr, sehr, sehr zu wünschen übrig. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie ist die niedrigste – bei der höchsten Inzidenz.
Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.
Bevor jetzt hier alle laut werden, sei mir noch ein Satz erlaubt: Seit Beginn der Pandemie und der Möglichkeit, Sonderbetreuungszeiten in Anspruch zu nehmen, sind in den vier Phasen insgesamt 13 Millionen Euro ausbezahlt worden. Diese Kosten, und das sage ich Ihnen jetzt im betriebswirtschaftlichen Sinn, für egoistisches Verhalten tragen alle gemeinsam in der Pandemie, in den Familien und in der Wirtschaft. Das sage ich Ihnen als Betriebswirtin, denn da bin ich Fachfrau und – noch einmal an die SPÖ gerichtet – nicht Fachtochter! Fachfrau, ganz alleine, und definitiv nicht steuerbar. – Herzlichen Dank. (Beifall bei ÖVP und Grünen. – Zwischenrufe bei der SPÖ.)
Abg. Gabriela Schwarz: Wien nicht!
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und -hörer, Zuseherinnen und -seher! Der Osten ist sehr gut unterwegs (Abg. Gabriela Schwarz: Wien nicht!) – jetzt erspare ich mir eine tatsächliche Berichtigung, weil ich das in meine Rede einpreisen kann –: Das Burgenland möchte ich sehr positiv erwähnen, in Wien steigt die Impfrate. (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Oberösterreich ist ziemlich schlecht, und in Niederösterreich sind wir auch sehr gut unterwegs, das ist mein Heimatbundesland. (Abg. Michael Hammer: Was haben Sie dazu beigetragen?) Ich meine also, diese pauschale Behauptung entspricht einfach nicht der Wahrheit. Das, was ich gesagt habe, ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und -hörer, Zuseherinnen und -seher! Der Osten ist sehr gut unterwegs (Abg. Gabriela Schwarz: Wien nicht!) – jetzt erspare ich mir eine tatsächliche Berichtigung, weil ich das in meine Rede einpreisen kann –: Das Burgenland möchte ich sehr positiv erwähnen, in Wien steigt die Impfrate. (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Oberösterreich ist ziemlich schlecht, und in Niederösterreich sind wir auch sehr gut unterwegs, das ist mein Heimatbundesland. (Abg. Michael Hammer: Was haben Sie dazu beigetragen?) Ich meine also, diese pauschale Behauptung entspricht einfach nicht der Wahrheit. Das, was ich gesagt habe, ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Was haben Sie dazu beigetragen?
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und -hörer, Zuseherinnen und -seher! Der Osten ist sehr gut unterwegs (Abg. Gabriela Schwarz: Wien nicht!) – jetzt erspare ich mir eine tatsächliche Berichtigung, weil ich das in meine Rede einpreisen kann –: Das Burgenland möchte ich sehr positiv erwähnen, in Wien steigt die Impfrate. (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Oberösterreich ist ziemlich schlecht, und in Niederösterreich sind wir auch sehr gut unterwegs, das ist mein Heimatbundesland. (Abg. Michael Hammer: Was haben Sie dazu beigetragen?) Ich meine also, diese pauschale Behauptung entspricht einfach nicht der Wahrheit. Das, was ich gesagt habe, ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Abgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuhörerinnen und -hörer, Zuseherinnen und -seher! Der Osten ist sehr gut unterwegs (Abg. Gabriela Schwarz: Wien nicht!) – jetzt erspare ich mir eine tatsächliche Berichtigung, weil ich das in meine Rede einpreisen kann –: Das Burgenland möchte ich sehr positiv erwähnen, in Wien steigt die Impfrate. (Zwischenruf der Abg. Gabriela Schwarz.) Oberösterreich ist ziemlich schlecht, und in Niederösterreich sind wir auch sehr gut unterwegs, das ist mein Heimatbundesland. (Abg. Michael Hammer: Was haben Sie dazu beigetragen?) Ich meine also, diese pauschale Behauptung entspricht einfach nicht der Wahrheit. Das, was ich gesagt habe, ist die Wahrheit. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Daher ist es wichtig, dass die Sonderbetreuungszeit mit Rechtsanspruch, aber bitte über diese Zeit hinaus – ein Kollege von uns wird noch einen Antrag dazu einbringen – gewährleistet und gewährt wird, damit Eltern diesen Strohhalm, an dem sie sich anhalten, nicht wieder verlieren. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rauch: Kennen Sie den Begriff Freiwilligkeit?
Ich finde es natürlich auch gut, dass sich viele aus der FPÖ impfen lassen, auch Spitzenfunktionäre, damit wir das normale Leben wieder aufnehmen können, doch die Doppelmoral, die auch bei Spitzenfunktionären besteht – sich selbst impfen zu lassen und die anderen davon abhalten zu wollen (Abg. Rauch: Kennen Sie den Begriff Freiwilligkeit?), das ist so ähnlich wie Wasser predigen und Wein trinken –, verursacht großen Schaden in der Bevölkerung, und daher kann man das nicht gutheißen. Daher meine Bitte: Treten wir alle dafür ein und leisten wir einen Beitrag dazu, damit wir wieder in einem gesunden Österreich leben können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich finde es natürlich auch gut, dass sich viele aus der FPÖ impfen lassen, auch Spitzenfunktionäre, damit wir das normale Leben wieder aufnehmen können, doch die Doppelmoral, die auch bei Spitzenfunktionären besteht – sich selbst impfen zu lassen und die anderen davon abhalten zu wollen (Abg. Rauch: Kennen Sie den Begriff Freiwilligkeit?), das ist so ähnlich wie Wasser predigen und Wein trinken –, verursacht großen Schaden in der Bevölkerung, und daher kann man das nicht gutheißen. Daher meine Bitte: Treten wir alle dafür ein und leisten wir einen Beitrag dazu, damit wir wieder in einem gesunden Österreich leben können. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Plan des Bildungsministers, eine Sicherheitsphase einzuführen, war offensichtlich nicht ganz fertig gedacht, denn wenn man eine hohe Testfrequenz mit PCR-Tests in den ersten Schulwochen etabliert, dann muss man auch überlegen, was man mit den Kindern, die dann positiv getestet werden, macht – dass die Kinder, die positiv getestet werden, und auch die Kontaktpersonen in Quarantäne beziehungsweise in Absonderung geschickt werden, ist ja auch keine Überraschung. Darüber hat man sich aber offensichtlich den Kopf nicht mehr zerbrochen, sonst hätte es ja eigentlich schon zu Schulbeginn eine Regelung geben müssen, wer diese Kinder dann tatsächlich betreuen soll. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Abgeordneter Dr. Werner Saxinger, MSc (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Entschuldigen Sie, dass ich mich noch einmal zu Wort melde, aber manche Meldungen in der letzten Stunde waren haarsträubend und für mich als Arzt, als Hautarzt, zum aus der Haut fahren, und das halte ich fast nicht aus. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Zanger.
Liebe Kollegin Belakowitsch, Sie können beruhigt sein, ich träume noch nicht von Buttons, Impfbuttons, ich träume von konstruktiven Dialogen, von sinnvollen Dialogen, wissenschaftsbasiert und faktenbasiert. Davon träume ich. (Zwischenruf des Abg. Zanger.) Ich finde es aber charmant, wenn ein Hotel den Gästen, die geimpft sind, einen Button überreicht, auf dem eben steht: Von der Impfung geküsst. – Das habe ich gemeint.
Abg. Wurm: Dann gibt es auf den Covid-Stationen keine Patienten mehr!
Punkt zwei: Wenn man sagt, dass in Tirol 63 Prozent der Patienten auf den Covid-Stationen geimpft sind, dann sage ich Ihnen Folgendes dazu: Wenn wir 100 Prozent Geimpfte haben, und die Impfung wirkt nur zu 90 Prozent, dann sind die paar auf den Intensivstationen eben 100 Prozent Geimpfte. (Abg. Wurm: Dann gibt es auf den Covid-Stationen keine Patienten mehr!) Das heißt, wenn eine Impfung zu 90 Prozent wirkt, sind 10 Prozent da, die trotzdem schwer erkranken, und dann sind auf einer Covid-Intensiv 100 Prozent Geimpfte. Also diese Milchmädchenrechnung, zu sagen, es sind 60 Prozent Geimpfte, ist einfach völlig falsch. Das wollte ich Ihnen auch einmal erklären. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Punkt zwei: Wenn man sagt, dass in Tirol 63 Prozent der Patienten auf den Covid-Stationen geimpft sind, dann sage ich Ihnen Folgendes dazu: Wenn wir 100 Prozent Geimpfte haben, und die Impfung wirkt nur zu 90 Prozent, dann sind die paar auf den Intensivstationen eben 100 Prozent Geimpfte. (Abg. Wurm: Dann gibt es auf den Covid-Stationen keine Patienten mehr!) Das heißt, wenn eine Impfung zu 90 Prozent wirkt, sind 10 Prozent da, die trotzdem schwer erkranken, und dann sind auf einer Covid-Intensiv 100 Prozent Geimpfte. Also diese Milchmädchenrechnung, zu sagen, es sind 60 Prozent Geimpfte, ist einfach völlig falsch. Das wollte ich Ihnen auch einmal erklären. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Scherak.
Ich schließe wie immer: Bitte impfen statt verunglimpfen und schimpfen! – Danke. (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie des Abg. Scherak.)
Zwischenruf bei der ÖVP.
Abgeordneter Peter Wurm (FPÖ): Frau Präsidentin! Hohes Haus! Werte Zuseher! Vielleicht ganz kurz: Es ist schon erschütternd an einem Tag wie heute, an dem wir fast die ganze Zeit über Corona gesprochen haben, dass es – wenn Sie einmal links und rechts auf die Regierungsbank schauen – kein Mitglied unserer Regierung wert findet, uns hier im Parlament die Aufwartung zu machen und da zu sein. (Zwischenruf bei der ÖVP.) Es gibt ja auch andere Minister, Staatssekretäre, aber dass gar keiner da ist, das kann man hinterfragen.
Beifall bei der FPÖ – Heiterkeit bei der ÖVP
Vielleicht noch einmal ganz kurz auch Richtung ÖVP: Die ÖVP war ja heute vom Start weg uns gegenüber sehr, sehr aggressiv. Die Freiheitlichen seien an allem schuld, hieß es von einem Redner nach dem anderen. Da ich schon länger dabei bin, weiß ich, immer wenn die ÖVP auf die Freiheitlichen schimpft, hat das meistens zwei Gründe: erstens ein schlechtes Gewissen (Beifall bei der FPÖ – Heiterkeit bei der ÖVP) und zweitens spürt ihr, dass die Freiheitlichen recht haben. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Zarits: Na bist du narrisch! – Abg. Weidinger hält eine Tafel mit der Aufschrift „Laut schimpfen, geheim impfen!“ in die Höhe.)
Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Zarits: Na bist du narrisch! – Abg. Weidinger hält eine Tafel mit der Aufschrift „Laut schimpfen, geheim impfen!“ in die Höhe.
Vielleicht noch einmal ganz kurz auch Richtung ÖVP: Die ÖVP war ja heute vom Start weg uns gegenüber sehr, sehr aggressiv. Die Freiheitlichen seien an allem schuld, hieß es von einem Redner nach dem anderen. Da ich schon länger dabei bin, weiß ich, immer wenn die ÖVP auf die Freiheitlichen schimpft, hat das meistens zwei Gründe: erstens ein schlechtes Gewissen (Beifall bei der FPÖ – Heiterkeit bei der ÖVP) und zweitens spürt ihr, dass die Freiheitlichen recht haben. (Beifall bei der FPÖ. – Heiterkeit bei der ÖVP. – Abg. Zarits: Na bist du narrisch! – Abg. Weidinger hält eine Tafel mit der Aufschrift „Laut schimpfen, geheim impfen!“ in die Höhe.)
Zwischenruf des Abg. Wöginger.
Das war im Übrigen schon so beim Thema Asyl, Zuwanderung, Migration. Ich bin ja gespannt, wann die ÖVP dann unsere Coronaposition endgültig übernimmt. Aber ich sehe den Bundeskanzler schon stehen: Er hat Corona besiegt. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das werde ich noch erleben, wahrscheinlich, dass der Bundeskanzler sich hinstellt und sagt, er hat Corona besiegt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
Das war im Übrigen schon so beim Thema Asyl, Zuwanderung, Migration. Ich bin ja gespannt, wann die ÖVP dann unsere Coronaposition endgültig übernimmt. Aber ich sehe den Bundeskanzler schon stehen: Er hat Corona besiegt. (Zwischenruf des Abg. Wöginger.) Das werde ich noch erleben, wahrscheinlich, dass der Bundeskanzler sich hinstellt und sagt, er hat Corona besiegt. (Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Abg. Michael Hammer: Du bist eher die Tragödie.
Ich persönlich schwanke ja seit eineinhalb Jahren immer zwischen Tragödie und Komödie. (Abg. Michael Hammer: Du bist eher die Tragödie.) Die Tragödie, glaube ich, ist klar: Was hier an Verletzungen von Bürgerrechten, Verfassungsbrüchen und sonstigen Dingen passiert ist, auch, was den psychischen Schaden, vor allem bei unseren Kindern, betrifft, ist ganz dramatisch. Bei den Erwachsenen, würde ich einmal sagen,
Zwischenruf des Abg. Silvan.
Jetzt ist Folgendes passiert, und das ist schon auch dramatisch, und zwar – das geht auch in Richtung sozialdemokratischer Block – habt ihr wirklich die Arbeitnehmer in dieser Frage komplett im Stich gelassen. Das ist der Vorwurf an die Kammerfunktionäre, an die Gewerkschafter. Noch einmal: Ihr müsst ja auch diese Anrufe und Mails von Arbeitnehmern bekommen, die so unter Druck gesetzt werden, wie sie es noch nie erlebt haben. (Zwischenruf des Abg. Silvan.) Früher habt ihr euch für sie eingesetzt, jetzt sind wir Freiheitlichen die Einzigen, die versuchen, diesen Arbeitnehmern noch Hilfe anzubieten, denn wenn der Arbeitgeber sagt: Du musst das machen!, hat der Arbeitnehmer keine Chance, sich zu wehren. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Jetzt ist Folgendes passiert, und das ist schon auch dramatisch, und zwar – das geht auch in Richtung sozialdemokratischer Block – habt ihr wirklich die Arbeitnehmer in dieser Frage komplett im Stich gelassen. Das ist der Vorwurf an die Kammerfunktionäre, an die Gewerkschafter. Noch einmal: Ihr müsst ja auch diese Anrufe und Mails von Arbeitnehmern bekommen, die so unter Druck gesetzt werden, wie sie es noch nie erlebt haben. (Zwischenruf des Abg. Silvan.) Früher habt ihr euch für sie eingesetzt, jetzt sind wir Freiheitlichen die Einzigen, die versuchen, diesen Arbeitnehmern noch Hilfe anzubieten, denn wenn der Arbeitgeber sagt: Du musst das machen!, hat der Arbeitnehmer keine Chance, sich zu wehren. (Beifall bei der FPÖ.)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Silvan.
Dieser Druck, der da von der Regierung aufgebaut wird, der hat bald – und ich sage es einmal ganz deutlich, und ich bin gespannt, ob ich einen Ordnungsruf kriege – diktatorische Züge. Das hat wirklich diktatorische Züge. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Silvan.) Das kann man nicht abstreiten, denn es gibt ja keine Diskussion, man darf ja nicht einmal darüber diskutieren. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Jeder, der ein anderes Argument anführt, wird sofort hingestellt: Fakenews, alles Lüge, alles unwahr. – So kann es nicht sein!
Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.
Dieser Druck, der da von der Regierung aufgebaut wird, der hat bald – und ich sage es einmal ganz deutlich, und ich bin gespannt, ob ich einen Ordnungsruf kriege – diktatorische Züge. Das hat wirklich diktatorische Züge. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Silvan.) Das kann man nicht abstreiten, denn es gibt ja keine Diskussion, man darf ja nicht einmal darüber diskutieren. (Zwischenruf des Abg. Schallmeiner.) Jeder, der ein anderes Argument anführt, wird sofort hingestellt: Fakenews, alles Lüge, alles unwahr. – So kann es nicht sein!
Abg. Höfinger: Das ist ja eine Schmierenkomödie!
Ich möchte nur ein Beispiel erwähnen: Es wird immer von den Vollimmunisierten gesprochen; sobald einer zwei Stiche hat, ist er voll immunisiert. Es soll bitte einer hier ans Rednerpult kommen und das wissenschaftlich begründen, nach allem, was wir wissen. Da brauche ich gar nicht nach Israel zu schauen, denn die haben schon lange erkannt, dass nach zwei Stichen niemand voll immunisiert ist. (Abg. Höfinger: Das ist ja eine Schmierenkomödie!) Ihr aber kurbelt diese Lügenmaschinerie weiter und weiter an. Was mich bei diesem Zug in Richtung diktatorischer Entwicklung bedenklich stimmt, ist, dass 95 Prozent aller Journalisten und Medienmacher bei all dem mitspielen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Schallmeiner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist das Gefährliche, das Brandgefährliche, das uns die Geschichte lehrt: Wenn nicht nur die Regierung, sondern auch die Medien mitspielen, dann wird es gefährlich.
Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Schallmeiner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.
Ich möchte nur ein Beispiel erwähnen: Es wird immer von den Vollimmunisierten gesprochen; sobald einer zwei Stiche hat, ist er voll immunisiert. Es soll bitte einer hier ans Rednerpult kommen und das wissenschaftlich begründen, nach allem, was wir wissen. Da brauche ich gar nicht nach Israel zu schauen, denn die haben schon lange erkannt, dass nach zwei Stichen niemand voll immunisiert ist. (Abg. Höfinger: Das ist ja eine Schmierenkomödie!) Ihr aber kurbelt diese Lügenmaschinerie weiter und weiter an. Was mich bei diesem Zug in Richtung diktatorischer Entwicklung bedenklich stimmt, ist, dass 95 Prozent aller Journalisten und Medienmacher bei all dem mitspielen. (Zwischenrufe der Abgeordneten Baumgartner und Schallmeiner. – Weitere Zwischenrufe bei der ÖVP.) Das ist das Gefährliche, das Brandgefährliche, das uns die Geschichte lehrt: Wenn nicht nur die Regierung, sondern auch die Medien mitspielen, dann wird es gefährlich.
Abg. Gabriela Schwarz: Das war ein ...!
Noch ein kleines Beispiel: mein Ausflug letzte Woche im Gesundheitsausschuss. Nur ein einziger Journalist hat es der Mühe wert gefunden, mich am nächsten Tag zu kontaktieren und zu fragen, was wirklich vorgefallen ist. Alle anderen haben am selben Abend deckungsgleich den gleichen Text abgeschrieben, von der „Kleinen Zeitung“ über den „Kurier“, die „Presse“, den „Standard“. So wird also Politik gemacht. (Abg. Gabriela Schwarz: Das war ein ...!) Das sind ganz, ganz dramatische Entwicklungen. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Noch ein kleines Beispiel: mein Ausflug letzte Woche im Gesundheitsausschuss. Nur ein einziger Journalist hat es der Mühe wert gefunden, mich am nächsten Tag zu kontaktieren und zu fragen, was wirklich vorgefallen ist. Alle anderen haben am selben Abend deckungsgleich den gleichen Text abgeschrieben, von der „Kleinen Zeitung“ über den „Kurier“, die „Presse“, den „Standard“. So wird also Politik gemacht. (Abg. Gabriela Schwarz: Das war ein ...!) Das sind ganz, ganz dramatische Entwicklungen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenrufe bei der ÖVP.
100 Milliarden Euro – 100 Milliarden Euro! – an Geld. (Zwischenrufe bei der ÖVP.) Die Leute spüren jetzt schon, dass sie es zurückzahlen: steigende Energiepreise, steigende Lebensmittelpreise. Die Leute werden es zurückzahlen müssen. 100 Milliarden Euro – das ist aber nur das Geld, sage ich einmal. Das viel Dramatischere ist, was in der Psyche und im generellen Zusammenhalt der Bevölkerung passiert ist. Es ist eine gespaltene Bevölkerung. Man merkt das – die Trennlinie läuft zwischen Familien, zwischen Ehepartnern, und diese Entwicklung müsst ihr euch als Regierung umhängen.
Beifall bei der FPÖ.
Um versöhnlich zu bleiben, zum Abschied noch einmal: Ich habe ja verstanden, dass sich die NEOS und die Sozialdemokraten aus Machtinteresse da irgendwie eingehängt haben, das mag schon sein. Mein Rat an die Sozialdemokratie ist aber: Bitte befreit euch von der Geiselhaft eurer Vorsitzenden, die offensichtlich diesen Kurs vorgibt, denkt wieder an die Menschen, an die Arbeitnehmer, an die Angestellten, seid wieder für sie da! Bei den NEOS habe ich heute interessanterweise bei den Reden schon die ersten Anzeichen gehört, dass sie große Teile unseres Programms, unseres Coronaprogramms übernommen haben – das freut mich. Wenn Frau Meinl-Reisinger ihre unterirdische Beleidigung zurücknimmt, freue ich mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. – Danke. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.
Gestern ist in Deutschland jemand in eine Tankstelle gegangen und hat einem 20-Jährigen ins Gesicht geschossen, ihn umgebracht, weil der ihn aufgefordert hat, eine Maske aufzusetzen. Wann wollt ihr aufhören, die Gesellschaft so zu spalten? Wenn es bei uns so weit ist? (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ.)
Abg. Zanger: Hört ihr auf mit dieser Politik!
Zieht das zurück, hört mit dieser Rhetorik auf, dass da Menschenleben bedroht würden, dass man sich gegen so etwas wehren dürfte, denn sonst greifen die Leute zur Waffe und dann seid ihr schuld. (Abg. Zanger: Hört ihr auf mit dieser Politik!) Geht mit uns einen demokratischen Diskurs ein, machen wir Veranstaltungen, wo KritikerInnen an den Tisch dürfen oder sonst irgendetwas, aber bleibt im demokratischen Rahmen. (Abg. Hafenecker: ... sinnlos, mit Ihnen ...!) Wir können nicht brauchen, dass 20-Jährige
Abg. Hafenecker: ... sinnlos, mit Ihnen ...!
Zieht das zurück, hört mit dieser Rhetorik auf, dass da Menschenleben bedroht würden, dass man sich gegen so etwas wehren dürfte, denn sonst greifen die Leute zur Waffe und dann seid ihr schuld. (Abg. Zanger: Hört ihr auf mit dieser Politik!) Geht mit uns einen demokratischen Diskurs ein, machen wir Veranstaltungen, wo KritikerInnen an den Tisch dürfen oder sonst irgendetwas, aber bleibt im demokratischen Rahmen. (Abg. Hafenecker: ... sinnlos, mit Ihnen ...!) Wir können nicht brauchen, dass 20-Jährige
Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steger.
erschossen werden, weil sie um eine Maske bitten – eine Maske! (Beifall bei Grünen, ÖVP und SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Steger.)
Abg. Wurm: Was heißt Vollimmunisierung? – Heiterkeit bei der FPÖ.
Zur Verdeutlichung ein Beispiel, das uns zeigt, wie wichtig Vollimmunisierung ist und wie gut die Impfung wirkt. In Schwaz haben wir derzeit 40 aktiv positive Fälle, bei einer Vollimmunisierung für den Bezirk von 64 Prozent, sowie eine Siebentageinzidenz von 28,4. Stellen wir diese Zahlen beispielsweise in Vergleich zum Bezirk der Stadt Wels, dann haben wir in Wels – die Oberösterreicher sagen (oberösterreichischen Dialekt imitierend) „Wös“ – 217 aktiv Positive – in Schwaz 40 –, bei – und jetzt kommt er, der Zusammenhang – einer Vollimmunisierung von 51 Prozent. (Abg. Wurm: Was heißt Vollimmunisierung? – Heiterkeit bei der FPÖ.)
Zwischenruf bei der FPÖ.
Das bedeutet, Wels ist ein Bezirk, der mit einer Siebentageinzidenz von 271 im Gegensatz zu 28 in Schwaz fast an der letzten Stelle steht. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Und jetzt erzählt mir jemand, dass es da keine Zusammenhang mit der Impfung gibt, keinen Zusammenhang mit der Tatsache gibt, dass im Bezirk Schwaz und in der Stadt Schwaz alle Parteien, auch die Freiheitlichen, für eine Impfung Werbung gemacht haben. (Ruf bei der FPÖ: Schaut euch Ischgl an!) Wir haben uns dafür eingesetzt, dass geimpft wird, und haben Bewusstseinsarbeit gemacht. Wir haben in der Stadt Schwaz derzeit neun aktive Fälle, und wir sind auf einem sehr guten Weg, da weiterzuarbeiten. Werte Zuseherinnen und Zuseher (Zwischenruf des Abg. Stefan), lassen wir uns von den Freiheitlichen nicht in die Sackgasse jagen! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Ruf bei der FPÖ: Schaut euch Ischgl an!
Das bedeutet, Wels ist ein Bezirk, der mit einer Siebentageinzidenz von 271 im Gegensatz zu 28 in Schwaz fast an der letzten Stelle steht. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Und jetzt erzählt mir jemand, dass es da keine Zusammenhang mit der Impfung gibt, keinen Zusammenhang mit der Tatsache gibt, dass im Bezirk Schwaz und in der Stadt Schwaz alle Parteien, auch die Freiheitlichen, für eine Impfung Werbung gemacht haben. (Ruf bei der FPÖ: Schaut euch Ischgl an!) Wir haben uns dafür eingesetzt, dass geimpft wird, und haben Bewusstseinsarbeit gemacht. Wir haben in der Stadt Schwaz derzeit neun aktive Fälle, und wir sind auf einem sehr guten Weg, da weiterzuarbeiten. Werte Zuseherinnen und Zuseher (Zwischenruf des Abg. Stefan), lassen wir uns von den Freiheitlichen nicht in die Sackgasse jagen! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Stefan
Das bedeutet, Wels ist ein Bezirk, der mit einer Siebentageinzidenz von 271 im Gegensatz zu 28 in Schwaz fast an der letzten Stelle steht. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Und jetzt erzählt mir jemand, dass es da keine Zusammenhang mit der Impfung gibt, keinen Zusammenhang mit der Tatsache gibt, dass im Bezirk Schwaz und in der Stadt Schwaz alle Parteien, auch die Freiheitlichen, für eine Impfung Werbung gemacht haben. (Ruf bei der FPÖ: Schaut euch Ischgl an!) Wir haben uns dafür eingesetzt, dass geimpft wird, und haben Bewusstseinsarbeit gemacht. Wir haben in der Stadt Schwaz derzeit neun aktive Fälle, und wir sind auf einem sehr guten Weg, da weiterzuarbeiten. Werte Zuseherinnen und Zuseher (Zwischenruf des Abg. Stefan), lassen wir uns von den Freiheitlichen nicht in die Sackgasse jagen! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Das bedeutet, Wels ist ein Bezirk, der mit einer Siebentageinzidenz von 271 im Gegensatz zu 28 in Schwaz fast an der letzten Stelle steht. (Zwischenruf bei der FPÖ.) Und jetzt erzählt mir jemand, dass es da keine Zusammenhang mit der Impfung gibt, keinen Zusammenhang mit der Tatsache gibt, dass im Bezirk Schwaz und in der Stadt Schwaz alle Parteien, auch die Freiheitlichen, für eine Impfung Werbung gemacht haben. (Ruf bei der FPÖ: Schaut euch Ischgl an!) Wir haben uns dafür eingesetzt, dass geimpft wird, und haben Bewusstseinsarbeit gemacht. Wir haben in der Stadt Schwaz derzeit neun aktive Fälle, und wir sind auf einem sehr guten Weg, da weiterzuarbeiten. Werte Zuseherinnen und Zuseher (Zwischenruf des Abg. Stefan), lassen wir uns von den Freiheitlichen nicht in die Sackgasse jagen! (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Lassen wir uns von den Freiheitlichen nicht mit Fakenews zuschütten! Alle, die heute zusehen, können sich ein eigenes Bild davon machen. Schauen Sie sich die Fakten, Daten, Zahlen an und überzeugen Sie sich selbst bei Ihren Hausärzten, was in Zukunft zu tun ist. In Zukunft muss es so sein, dass wir ohne einen Lockdown auskommen, dass wir miteinander in Solidarität leben können, mit einer Impfung. Lassen Sie sich impfen – impfen statt verunglimpfen! – Danke. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Danke, Frau Präsident, für diesen Bericht. Ich glaube, er ist ein klarer Auftrag, und es ist in unser aller Interesse, dass wir sehen und es für uns ersichtlich wird: Wo werden öffentliche Gelder und Förderungen eingesetzt? – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ.
Warum muss man diese Kritik so ernst nehmen? – Man muss sie ernst nehmen, weil aufgrund der genannten Mängel 2 Milliarden Euro an Steuergeldern nicht eingehoben wurden. Welchen Lösungsansatz gibt es? – Der zuständige Finanzminister müsste sich endlich aufraffen und sich der Personalprobleme annehmen. Seit Jahren wird Personal abgebaut, das Gegenteil wäre aber notwendig. Es sind zum Beispiel viel zu wenige Großbetriebsprüfer im Einsatz, was erstaunlich ist. Das ist Sparen am komplett falschen Platz. Ein Finanzminister sollte eigentlich wissen, dass sich ein Großbetriebsprüfer 30-fach rechnet. Also warum er da nicht agiert, ist unverständlich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Was ist der Sukkus aus dem Bericht? – Ein Bundesfinanzgericht sollte so geführt sein, dass ein erfolgreicher Kampf gegen Steuerbetrug möglich ist, und es muss garantiert sein, dass fällige Steuern eingehoben werden können. Deswegen sollte der Herr Finanzminister diese Kritik sehr ernst nehmen. – Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Der Finanzminister muss Sorge tragen, dass das BFG die notwendigen finanziellen und personellen Mittel erhält, eine moderne IT-Architektur sollte ohnehin selbstverständlich sein, und Standortfaktoren sowie Digitalisierung dürfen nicht reine Lippenbekenntnisse sein. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Auch hat der Rechnungshof bemängelt, dass es keine Vollständigkeitserklärung seitens der Ministerien gibt. Außerdem gibt es im Bereich der Länder zwar eine gewisse Selbstverpflichtung darüber, das Leistungsangebot zu erfassen, nicht aber die Auszahlungen. Ein paar Länder melden freiwillig alle Zahlungen ein. Diese Freiwilligkeit ist halt genau der Punkt: Es hilft ja nichts, wenn die Daten nur freiwillig eingemeldet werden. Ohne vollständige Einmeldungen der Zahlungen sowohl seitens der Ministerien als auch der Länder wird es nie zu einem vollständigen Überblick kommen, das ist einfach Fakt. Diesen vollständigen Überblick brauchen wir allerdings, damit die Datenbank ihren Zweck erfüllt. Diese Empfehlungen des Rechnungshofes, so finden wir, sollten wir diskutieren, damit die Transparenzdatenbank ihren Namen auch wirklich verdient. – Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den NEOS.
Wir haben aber auch gesehen, wie wichtig die Rolle des Rechnungshofes ist, um Druck zu machen, wenn bei Dingen, die seit Jahren Thema sind – und Sie wissen alle, ich spreche da insbesondere das Thema Parteienfinanzierung an – einfach nichts weitergeht. Unter anderem durch Ibiza haben wir gesehen, welche Notwendigkeit besteht, endlich entsprechende Gesetzentwürfe zu liefern. Auch da glaube ich, dass dieses Angebot der Rechnungshofpräsidentin, in den Diskurs einzutreten und Vorschläge zu liefern, ein sehr wertvolles ist. Wir werden das auch aufgreifen und versuchen, alle Parteien an einen Tisch zu holen, um endlich konkrete Schritte zu setzen, weil das eben ein so wichtiges Thema ist. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei den NEOS.
Ich darf Ihnen, Frau Präsidentin, und Ihrem Team noch einmal recht herzlich für diese Berichte danken. Ich freue mich auch auf die kommenden Berichte, die wir in den nächsten Monaten durchgehen werden. Es ist ja schon eine Vielzahl an Terminen fixiert, und mit den vielen Berichten, die in den letzten Wochen und Monaten noch dazugekommen sind, wird uns im Rechnungshofausschuss alles andere als langweilig werden, denn es gibt noch sehr, sehr viel zu tun. Ich danke Ihnen und Ihrem Team für Ihre Arbeit! (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Mein Statement zu den Rechnungshofberichten wird heute relativ kurz ausfallen, nicht wegen geringer Wertschätzung, Frau Präsidentin, sondern weil heute mein letzter Tag hier im Nationalrat ist und ich mich bei euch allen bedanken möchte. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
In Richtung Abg. Hoyos-Trauttmansdorff:
Bei diesem Tagesordnungspunkt geht es um den Rechnungshof, und dementsprechend möchte ich für die vielen Empfehlungen Danke sagen. (In Richtung Abg. Hoyos-Trauttmansdorff:) Herr Vorsitzender, auch dir sage ich Danke, dieser Ausschuss arbeitet fachlich wirklich sehr gut. Ich durfte vieles recherchieren und berichten. Frau Präsidentin, vor allem bitte ich Sie mitzunehmen, dass Ihr gesamtes Mitarbeiterteam im Rechnungshof, das auch für Erläuterungen, künftige Ausrichtungen und Expertisen zur Verfügung steht, für unsere Arbeit als Abgeordnete sehr wertvoll ist, damit wir uns gemeinsam verbessern können.
Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.
Ich habe dieses Amt mit dem Versprechen, dass ich aus der Politik ausscheiden werde, angenommen, da ich, für mich persönlich, unbedingt die gesamte Zeit für dieses Amt brauche, um dort erfolgreich zu sein. (Präsident Hofer übernimmt den Vorsitz.)
Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.
Ich war genau 900 Tage im Nationalrat, es waren 900 Tage der Freude. Wie soll ich es zusammenfassen? – Es waren viele gute Beschlüsse, die wir zum Wohle der Wirtschaft, zum Wohle der Tourismuswirtschaft, zum Wohle des Sports umsetzen konnten, ich durfte in den Ausschüssen aktiv dabei sein und letztlich auch die Bevölkerung meiner Heimatregion Murau-Murtal in der Steiermark vertreten. Wir konnten dort unzähligen Menschen helfen und ihnen gerade in dieser besonderen Zeit während der Pandemie mit den guten Maßnahmen unserer Bundesregierung zur Seite stehen. (Beifall bei der ÖVP sowie der Abg. Maurer.)
Abg. Zanger: Auf das brauchst aber nicht stolz sein!
Ich möchte mich bei allen Fraktionen, mit denen wir zusammengearbeitet haben oder mit denen ich zusammenarbeiten durfte, bedanken, aber ganz besonders bei meiner Mannschaft in der Österreichischen Volkspartei. Wir haben wirklich eine hohe Qualität in allen Fachbereichen (Abg. Zanger: Auf das brauchst aber nicht stolz sein!), und ich konnte auch als langjähriger Unternehmer vieles mitnehmen, was ich für die Zukunft brauchen werde.
Anhaltender, teilweise stehend dargebrachter Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.
Ich freue mich auf die künftige Aufgabe und danke Ihnen allen; danke, Herr Präsident, dass ich heute vom Tagesordnungspunkt ein bisschen abschweifen durfte. Ich wünsche Ihnen und euch alles Gute, es war eine schöne Zeit im Nationalrat und ich freue mich auf meine neue Aufgabe. – Danke. (Anhaltender, teilweise stehend dargebrachter Beifall bei der ÖVP und Beifall bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.
Präsident Ing. Norbert Hofer: Sehr geehrter Herr Abgeordneter, wir dürfen Ihnen für Ihre zukünftige Aufgabe zum Wohle des heimischen Sports und zum Wohle Österreichs alles Gute wünschen! – Viel Erfolg! (Beifall bei ÖVP und Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ, FPÖ und NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Mehr Transparenz bräuchte es aber nicht nur in Bezug auf Förderungen, sondern auch, wenn es, wie in Oberösterreich, um die Beschaffung von Schutzausrüstungen geht – das hat der Landesrechnungshof ja aufgezeigt –, wenn es um die Postenbesetzungsvorgänge in der Kurz-ÖVP oder um massive Erinnerungslücken des Finanzministers geht. Transparenz ist also ein ganz wichtiger Punkt, daher danke ich dem Rechnungshof, der mit seinen Überprüfungen für viel Transparenz in unserem Land sorgt. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Du hast auch immer auf Augenhöhe operiert, und das ist etwas, das ich an dir sehr schätze und das man auch sagen darf, auch wenn das insgesamt sonst bei der ÖVP leider nicht der Fall ist. Insofern muss ich sagen: Wenn du dich zu sehr bei deiner Partie bedankst, na ja, dann würde ich schon ein bisschen aufpassen, aber, lieber Karl, alles Gute für die Zukunft. Wir sehen uns! (Beifall bei der FPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Beifall in Gebärdensprache der Abg. Voglauer.
Abgeordneter Ing. Martin Litschauer (Grüne): Sehr geehrter Herr Präsident! Frau Rechnungshofpräsidentin! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Zu Beginn möchte ich mich am heutigen Tag bei den GebärdensprachdolmetscherInnen, die auch immer wieder bereit sind, Gebärdennamen zu erarbeiten, für ihre Arbeit bedanken. Ich glaube, das ist ein sehr, sehr wertvoller Beitrag, den man auch gemeinsam anerkennen kann. – Danke! (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie Beifall in Gebärdensprache der Abg. Voglauer.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Was positiv zu erwähnen ist: Der Ankauf der Wasserkraftwerke in diesem Tauschgeschäft war das Portfolio betreffend sicher die richtige Entscheidung, wenn wir auf 100 Prozent erneuerbare Energien kommen wollen. Ich hoffe jetzt, dass der Verbund die Strategie in Österreich – nämlich 100 Prozent Ökostrom bis 2030, Klimaneutralität bis 2040 – mit voller Energie unterstützt und das Einarbeiten dieser Gesetze und dieser Strategien nicht so lange dauert, wie das in der Vergangenheit der Fall war. Wir können dabei jede Unterstützung brauchen, und da ist, glaube ich, auch der Verbund gefordert, denn Energiewende heißt natürlich nicht nur Wasserkraft ausbauen, wir brauchen den Ausbau aller Ökostrombereiche. Mein Wunsch ist, dass wir den Verbund mit voller Energie an Bord haben und die Energiewende umsetzen können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei NEOS und ÖVP sowie der Abg. Rössler.
Zum Schluss möchte auch ich noch etwas Persönliches sagen. Ist Kollege Schmidhofer noch da? – Ja! Kollege Schmidhofer, ich möchte mich im Namen meiner Fraktion ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Wir wünschen Ihnen alles, alles Gute für die Zukunft, und es tut uns sehr leid, dass Sie dieses Gremium verlassen. Alles Gute! (Beifall bei NEOS und ÖVP sowie der Abg. Rössler.)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.
Heute muss ich aber auch einen kleinen Kritikpunkt anbringen. Ich war in den letzten Tagen doch sehr verwundert über die Zeitungsberichte, die teils über heftige Kritik an der Coronapolitik berichtet haben. Natürlich kann man im Nachhinein immer noch bessere Lösungen finden und kritisieren, was besser hätte laufen können, man könnte aber auch sagen: Hätte der Rechnungshof gewusst, dass eine Pandemie ins Haus steht, dann hätte er wohl auch nicht empfohlen, die Intensivbetten zu reduzieren. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Hoyos-Trauttmansdorff.)
Beifall bei der ÖVP.
Keiner von uns hat ein Handbuch zur Bekämpfung der Krise, und umso beeindruckender ist die Studie der Boston Consulting Group, welche im Juni titelte: „Österreich steigert trotz Pandemie das Wohlergehen der Bevölkerung und belegt Platz 5 im weltweiten Ranking“. Damit hat es unsere Bundesregierung geschafft, sich trotz der Coronakrise im Vergleich zu 2019 gleich um drei Plätze zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Maßgeblich dafür verantwortlich ist unser Bundeskanzler Sebastian Kurz gemeinsam mit dem Regierungsteam. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Es ist genügend Impfstoff vorhanden – Hauptsache, Sie schützen sich und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Krise. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.
Verehrte Damen und Herren! Kolleginnen und Kollegen! Wir haben viel zu tun. Ich bin bereit und freue mich auf die Zusammenarbeit! – Herzlichen Dank. (Beifall bei NEOS, SPÖ und Grünen sowie bei Abgeordneten von ÖVP und FPÖ.)
Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Es stehen heute zwölf Berichte auf der Tagesordnung, und ich möchte mich wie schon gesagt bei allen Vorrednerinnen und Vorrednern besonders bedanken. Ich möchte aber an dieser Stelle auch noch Abgeordnetem Schmidhofer für die konstruktive Mitarbeit und für die Unterstützung der Arbeit des Rechnungshofes danken, da er jetzt aus dem Rechnungshofausschuss ausscheidet. (Beifall und Bravoruf bei der ÖVP sowie Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei ÖVP und Grünen.
Zusammenfassend möchte ich noch einmal betonen: Uneinheitliche Meldeverpflichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden sowie Meldelücken führen dazu, dass die Transparenzdatenbank insbesondere für eine gebietskörperschaftenübergreifende Kontrolle und Steuerung nur eingeschränkt nutzbar ist, sie hat aber das Potenzial – und es wurde ja auch schon in sie investiert –, weiterentwickelt zu werden. Bei weitgehend vollständiger Erfassung der Leistungen besteht die Möglichkeit, Kontrollprozesse zu verbessern und auch steuerungsrelevante Informationen zu liefern, etwa über die Verteilungswirkung von öffentlichen Leistungen. – Danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei ÖVP und Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf von unserer Seite her nur feststellen, dass die BIG und die ARE Juwelen unter den einheimischen Immobilienbetrieben sind. Ich darf hier stellvertretend auch Hans-Peter Weiss und seinen Mitarbeitern ein herzliches Dankeschön sagen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung: Wir haben die ehemalige Gendarmeriezentralschule in Mödling gemeinsam entwickelt. Ich kenne das auch vom Südstadtzentrum in Maria Enzersdorf, wo über Jahre hindurch ein gewisser Stillstand geherrscht hat. Kompliment noch einmal dem Führungsteam! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Aus aktuellem Anlass lassen Sie mich aber noch eine Bemerkung machen – die Frau Präsidentin hat es eh erwähnt –: Ein Rohbericht betreffend Coronamaßnahmen wurde den Medien zugespielt. Bei allem Respekt, als Parlamentarier habe ich mir gedacht: Wie kann das sein? Als Bürgermeister von Mödling war ich vom gesamten Volumen der Herausforderungen der Coronapandemie natürlich auch überrascht, kann aber sagen, dass es nach dem einen oder anderen kleinen Reibungsverlust hervorragend funktioniert hat. Von Chaos kann also überhaupt keine Rede sein. Meine grundsätzliche Meinung ist, dass der Rechnungshof helfen und aufzeigen soll. Der Rechnungshof ist kein Gericht und dient auch nicht als politischer Zeigefinger für irgendeine Partei hier im Hohen Haus. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Ich darf aus eigener Erfahrung auch darauf verweisen, dass der Rechnungshof damals das Krankenhaus Mödling sehr, sehr kritisiert hat. Es gäbe heute kein Mödlinger Spital, keine Krankenhausbetten, keine Intensivstation, wenn nicht Erwin Pröll, Wolfgang Sobotka und der Hansi Hintner für dieses Spital eingetreten wären. Es gibt nun einmal das Primat der politischen Entscheidungen, auch was in Zukunft mögliche Gesetzesinitiativen anbelangt. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.
Da geht es ja nicht um eine Verurteilung, da geht es um ein erwünschtes gemeinsames Aufarbeiten, und von vornherein zu sagen, die Kritik sei unangebracht, ist doch etwas erstaunlich. (Beifall bei der SPÖ sowie des Abg. Stögmüller.)
Beifall bei der SPÖ.
Gerade in der Bearbeitung komplexer Betrugsfälle bedarf es eines raschen und reibungslosen Ablaufes in der internationalen Kooperation. Der Finanzminister muss sich doch bitte endlich ernsthaft den Personalproblemen widmen. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der FPÖ.
Derartig lange Antwortzeiten sind für eine korrekte und zeitnahe Abklärung von Steuersachverhalten nicht förderlich. Dem Finanzminister obliegt die Pflicht, in Brüssel permanent auf die fiskalische Bedeutung des internationalen Informationsaustausches in Steuerangelegenheiten und dessen rasche Erledigung hinzuweisen. Es reicht nicht, wenn das lediglich auf Beamtenebene passiert, der Finanzminister muss sich diesbezüglich in Brüssel ins Zeug legen, und das ist nicht wirklich angenehm. Die Problemstaaten sind bekannt, das gehört auf EU-Ebene permanent angesprochen. Nur mit einem reibungslos funktionierenden internationalen Informationsaustausch kann der Steuerbetrug effektiv bekämpft werden, offenbar aber ist das innerhalb der Europäischen Union nicht wirklich erwünscht. – Vielen Dank. (Beifall bei der FPÖ.)
Beifall bei den Grünen.
Abgeordneter Clemens Stammler (Grüne): Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Geschätzte Zuhörerinnen und Zuhörer! Der Rechnungshof ist sehr wohl ein wichtiges Instrument, ein wichtiges Asset für politische Entscheidungen, vor allem aber auch ein Instrument, um politische Entscheidungen und deren Umsetzung zu kontrollieren und zu bewerten. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Lindinger: Das funktioniert doch nur ...!
Ein mittelfristiger Haushaltsplan ist für ein souveränes Land unabdingbar. Mindestens so wichtig wie die Höhe der ausgegebenen Mittel ist aber die Verwendung der Mittel. Am Sonntag haben die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher die Wahl: ob Oberösterreich der erste klimaneutrale Industriestandort wird (Abg. Lindinger: Das funktioniert doch nur ...!), ob wir ein innovatives Oberösterreich haben, ob wir die Expertise unserer Bürgerinnen und Bürger ausschöpfen oder ob wir ein Staat beziehungsweise ein Bundesland mit einer Industrie des vorigen Jahrtausends sind, dem bald ein scharfer Wind entgegenblasen wird; ob der von Rudi Anschober eingeläutete Plan, 30 000 Klimajobs, wieder aufgenommen wird oder ob die Politik auf Zurufe einer Konzernzentrale namens KTM reagiert; ob das Agrarland Oberösterreich und damit unsere bäuerlichen Familienbetriebe CO2-neutral unsere Kulturlandschaft prägen oder ob ihnen sprichwörtlich die Fläche vom Hof wegbetoniert wird; ob Kinder von Patchworkfamilien weiterhin die zweite Wahl bleiben und zum Beispiel keine Mehrkindunterstützung beim Musikschulwerk bekommen oder ob wir eine Familienpolitik, die unserer Lebensrealität entspricht, erhalten werden; und letztlich, ob FPÖ-Landesräte weiterhin jährlich Inserate um über 100 000 Euro schalten dürfen, in rechten Magazinen wie dem „Wochenblick“ (Abg. Stefan: A geh! Das ist ja ...!), oder ob es euch lieber ist, dass die Dächer der Feuerwehrhäuser, der Gemeindestuben eine Fotovoltaikanlage erhalten.
Abg. Stefan: A geh! Das ist ja ...!
Ein mittelfristiger Haushaltsplan ist für ein souveränes Land unabdingbar. Mindestens so wichtig wie die Höhe der ausgegebenen Mittel ist aber die Verwendung der Mittel. Am Sonntag haben die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher die Wahl: ob Oberösterreich der erste klimaneutrale Industriestandort wird (Abg. Lindinger: Das funktioniert doch nur ...!), ob wir ein innovatives Oberösterreich haben, ob wir die Expertise unserer Bürgerinnen und Bürger ausschöpfen oder ob wir ein Staat beziehungsweise ein Bundesland mit einer Industrie des vorigen Jahrtausends sind, dem bald ein scharfer Wind entgegenblasen wird; ob der von Rudi Anschober eingeläutete Plan, 30 000 Klimajobs, wieder aufgenommen wird oder ob die Politik auf Zurufe einer Konzernzentrale namens KTM reagiert; ob das Agrarland Oberösterreich und damit unsere bäuerlichen Familienbetriebe CO2-neutral unsere Kulturlandschaft prägen oder ob ihnen sprichwörtlich die Fläche vom Hof wegbetoniert wird; ob Kinder von Patchworkfamilien weiterhin die zweite Wahl bleiben und zum Beispiel keine Mehrkindunterstützung beim Musikschulwerk bekommen oder ob wir eine Familienpolitik, die unserer Lebensrealität entspricht, erhalten werden; und letztlich, ob FPÖ-Landesräte weiterhin jährlich Inserate um über 100 000 Euro schalten dürfen, in rechten Magazinen wie dem „Wochenblick“ (Abg. Stefan: A geh! Das ist ja ...!), oder ob es euch lieber ist, dass die Dächer der Feuerwehrhäuser, der Gemeindestuben eine Fotovoltaikanlage erhalten.
Beifall bei den Grünen.
Liebe Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, ihr macht am Sonntag euren Haushaltsplan, ihr habt die Wahl! (Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit der Rednerin
Abgeordnete Dipl.-Ing. Karin Doppelbauer (NEOS): Herr Präsident! Frau Präsidentin! Ich habe die Rede meines Vorredners gehört und war jetzt etwas verwundert (Heiterkeit der Rednerin) – ich habe das Thema, das gerade angesprochen wurde, gar nirgends so genau nachlesen können. Am Wochenende sind Wahlen, und dem ist das natürlich geschuldet. Ich denke, damit sollten wir uns aber wieder den Berichten widmen, die hier wirklich wieder in ausgezeichneter Art und Weise präsentiert wurden, und ich möchte mich im Namen meiner Fraktion auch ausdrücklich für die Qualität bedanken.
Beifall bei den NEOS.
Der Herr Finanzminister hat, glaube ich, im Ausschuss gesagt, dass er von den 57 Forderungen, die in diesem Bericht waren, 42 umgesetzt hat. Wir finden das gut, dass 42 umgesetzt worden sind, aber ich habe jetzt nur einige sehr, sehr wichtige Bereiche angesprochen, in denen eben noch nichts passiert ist. Mein Wunsch und auch mein Auftrag an den Finanzminister – der nicht da ist – wäre es, diese Dinge jetzt wirklich ganz konsequent anzugehen und dem österreichischen Staat, der Republik und damit natürlich dem Steuerzahler und der Steuerzahlerin etwas Gutes zu tun. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich meine, es ist Zeit, dass die Kritik des Rechnungshofes von der Regierung aufgenommen wird, die Regierung tätig wird und die ARE neu aufsetzt, damit die Menschen wieder leistbare Wohnungen zur Verfügung haben. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Jetzt gilt es also, die Empfehlungen des Rechnungshofes aufzunehmen und umzusetzen. Vor allem aber braucht das Finanzministerium in diesem Bereich entsprechende personelle Ressourcen und gute Qualität, damit diese Aufgaben dementsprechend erfüllt werden können. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Allgemeiner Beifall.
Lassen Sie mich abschließend aus gegebenem Anlass noch einmal Folgendes festhalten: Ich verurteile es grundsätzlich, wenn Spielregeln verletzt werden und wenn Rohberichte vorzeitig öffentlich werden, aber ich weise auch die Kritik an einem Bericht zurück, den Sie noch gar nicht kennen können. – Danke. (Allgemeiner Beifall.)
Beifall bei Abgeordneten der Grünen.
Ich darf mich von der Präsidentin des Rechnungshofes verabschieden. – Auf Wiedersehen! (Beifall bei Abgeordneten der Grünen.)
Abg. Kassegger: Nicht vorhanden!
Wo ist da, Herr Haubner, die Wirtschaftskompetenz der ÖVP? – Die ist nicht mehr vorhanden. (Abg. Kassegger: Nicht vorhanden!) Sie sind im Endeffekt komplett gescheitert und haben da die Bürger über den Tisch gezogen.
Beifall bei der FPÖ.
Ein weiterer Punkt der Belastungen, die im Raum stehen – Frau Bundesministerin Gewessler hat das in den Raum gestellt –, ist die Erhöhung der Mineralölsteuer. Sollten all diese Ziele, die jetzt auf europäischer Ebene gesetzt worden sind, aber natürlich überbordend in Österreich, bis 2030 nicht erreicht werden, dann gibt es eine Mineralölsteuererhöhung um 50 Prozent – um 50 Prozent! Was ist Ihr Ziel? – Wollen Sie den Standort Österreich, den Wirtschaftsstandort Österreich komplett vernichten, ja oder nein? (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Michael Hammer: Es ist niemand mehr da, falls Sie auf Applaus warten!
Ist Ihnen das bewusst? Ist Ihnen das bewusst? (Abg. Michael Hammer: Es ist niemand mehr da, falls Sie auf Applaus warten!) – Doch! Es sind einige da, Sie sind ja aufmerksam dabei. Ich hoffe, dass diese Rede auch bei Ihnen ankommt, denn das wäre ganz wichtig, vor allem in diesem Bereich für Sie als Wirtschaftspartei.
Beifall bei der FPÖ.
In der Umweltpolitik gibt es nur mehr eine rein ideologisch behaftete Thematisierung. Es geht da nicht mehr um die Fakten, um die Zahlen und Daten, sondern es ist eine rein ideologische Thematisierung und sonst nichts mehr. (Beifall bei der FPÖ.)
Abg. Kassegger: Von den Windrädern!
Wenn Sie das Ziel haben, die Verbrenner komplett zu verbannen – ob den Diesel, ob den Benziner – und alles auf die E-Mobilität zu setzen, dann frage ich auch Sie, Herr Staatssekretär: Wo werden Sie die Energie hernehmen? (Abg. Kassegger: Von den Windrädern!) Sie werden es nicht mit den Windrädern schaffen, Sie werden es nicht mit der Fotovoltaik, mit erneuerbarer Energie schaffen, sondern am Ende des Tages wird wieder die Atomkraft im Mittelpunkt stehen. Woher werden Sie im Gesamtausbau 310 Terawatt nehmen? Woher werden Sie die nehmen? (Abg. Kassegger: 310 Terawatt, nicht ...! 310 Terawatt! – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Brunner.)
Abg. Kassegger: 310 Terawatt, nicht ...! 310 Terawatt! – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Brunner.
Wenn Sie das Ziel haben, die Verbrenner komplett zu verbannen – ob den Diesel, ob den Benziner – und alles auf die E-Mobilität zu setzen, dann frage ich auch Sie, Herr Staatssekretär: Wo werden Sie die Energie hernehmen? (Abg. Kassegger: Von den Windrädern!) Sie werden es nicht mit den Windrädern schaffen, Sie werden es nicht mit der Fotovoltaik, mit erneuerbarer Energie schaffen, sondern am Ende des Tages wird wieder die Atomkraft im Mittelpunkt stehen. Woher werden Sie im Gesamtausbau 310 Terawatt nehmen? Woher werden Sie die nehmen? (Abg. Kassegger: 310 Terawatt, nicht ...! 310 Terawatt! – Zwischenbemerkung von Staatssekretär Brunner.)
Beifall bei der FPÖ.
Wie wollen Sie das mit dieser Richtlinie oder mit dieser Empfehlung, die die WHO da ins Treffen führt, umsetzen? Anscheinend ist Ihnen der Standort Österreich als Wirtschaftsstandort oder als Lebensraum sehr, sehr wenig wert, und ich glaube wirklich, es ist höchst an der Zeit, Umweltschutz und Umweltpolitik mit Hausverstand zu machen. Diesen Hausverstand, den vermisse ich, sowohl bei der ÖVP als Regierungspartei als auch bei den Grünen. (Beifall bei der FPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Rauch.
Abgeordneter Lukas Hammer (Grüne): Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, nach Kollegen Walter Rauch von der FPÖ zu sprechen ist immer eine besondere Herausforderung. (Zwischenruf des Abg. Rauch.) Ich muss sagen, ich bin schon ein bisschen enttäuscht, denn bei allen Differenzen, die wir mit der FPÖ in den letzten Jahren in der Klimapolitik hatten, war es doch immer so, dass es zumindest beim Ausbau der erneuerbaren Energie – damals noch unter einem
Abg. Rauch: Stimme ich Ihnen zu! Stimme ich Ihnen zu! Sind wir dabei! Sind wir dabei!
Umweltsprecher Norbert Hofer – immer ein gewisses Einverständnis gegeben hat, dass wir unsere Abhängigkeit von Energieimporten verringern wollen, dass wir heimische Erneuerbare ausbauen wollen. (Abg. Rauch: Stimme ich Ihnen zu! Stimme ich Ihnen zu! Sind wir dabei! Sind wir dabei!)
Abg. Rauch: Wo nehmen Sie die Energie her? Wo nehmen Sie die Energie her?
Es ist schon bemerkenswert, lieber Kollege Walter Rauch, dass unter dir die FPÖ jetzt auf einen Kurs eingeschwenkt ist, bei dem man einfach auf Biegen und Brechen die Profite von Ölscheichs und von Gasoligarchen aus Russland verteidigt und die Energiewende bekämpft. (Abg. Rauch: Wo nehmen Sie die Energie her? Wo nehmen Sie die Energie her?) Ihr seid die einzige Fraktion, die das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz nicht mitbeschlossen hat, und du redest auch jetzt wieder gegen die Energiewende. Das finde ich schon sehr erstaunlich. Weil du von Kosten gesprochen hast (Abg. Rauch: Ihr seid ja vorher schon gescheitert, bevor ihr angefangen habt! Ihr seid ja vorher schon gescheitert!): Da muss man schon sagen, dass der Gaspreis in Europa in den letzten Monaten um 250 Prozent gestiegen ist, weil Putin ein bisschen an ein paar Schrauben dreht, was unglaubliche Konsequenzen in ganz Europa hat. Das ist dir keine Silbe wert, aber wenn man ein bisschen – vielleicht 2, 3 Euro – mehr zahlt für Erneuerbare, boah, das ist eine Belastungslawine. (Abg. Rauch: 26 Prozent plus! 26 Prozent plus!)
Abg. Rauch: Ihr seid ja vorher schon gescheitert, bevor ihr angefangen habt! Ihr seid ja vorher schon gescheitert!
Es ist schon bemerkenswert, lieber Kollege Walter Rauch, dass unter dir die FPÖ jetzt auf einen Kurs eingeschwenkt ist, bei dem man einfach auf Biegen und Brechen die Profite von Ölscheichs und von Gasoligarchen aus Russland verteidigt und die Energiewende bekämpft. (Abg. Rauch: Wo nehmen Sie die Energie her? Wo nehmen Sie die Energie her?) Ihr seid die einzige Fraktion, die das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz nicht mitbeschlossen hat, und du redest auch jetzt wieder gegen die Energiewende. Das finde ich schon sehr erstaunlich. Weil du von Kosten gesprochen hast (Abg. Rauch: Ihr seid ja vorher schon gescheitert, bevor ihr angefangen habt! Ihr seid ja vorher schon gescheitert!): Da muss man schon sagen, dass der Gaspreis in Europa in den letzten Monaten um 250 Prozent gestiegen ist, weil Putin ein bisschen an ein paar Schrauben dreht, was unglaubliche Konsequenzen in ganz Europa hat. Das ist dir keine Silbe wert, aber wenn man ein bisschen – vielleicht 2, 3 Euro – mehr zahlt für Erneuerbare, boah, das ist eine Belastungslawine. (Abg. Rauch: 26 Prozent plus! 26 Prozent plus!)
Abg. Rauch: 26 Prozent plus! 26 Prozent plus!
Es ist schon bemerkenswert, lieber Kollege Walter Rauch, dass unter dir die FPÖ jetzt auf einen Kurs eingeschwenkt ist, bei dem man einfach auf Biegen und Brechen die Profite von Ölscheichs und von Gasoligarchen aus Russland verteidigt und die Energiewende bekämpft. (Abg. Rauch: Wo nehmen Sie die Energie her? Wo nehmen Sie die Energie her?) Ihr seid die einzige Fraktion, die das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz nicht mitbeschlossen hat, und du redest auch jetzt wieder gegen die Energiewende. Das finde ich schon sehr erstaunlich. Weil du von Kosten gesprochen hast (Abg. Rauch: Ihr seid ja vorher schon gescheitert, bevor ihr angefangen habt! Ihr seid ja vorher schon gescheitert!): Da muss man schon sagen, dass der Gaspreis in Europa in den letzten Monaten um 250 Prozent gestiegen ist, weil Putin ein bisschen an ein paar Schrauben dreht, was unglaubliche Konsequenzen in ganz Europa hat. Das ist dir keine Silbe wert, aber wenn man ein bisschen – vielleicht 2, 3 Euro – mehr zahlt für Erneuerbare, boah, das ist eine Belastungslawine. (Abg. Rauch: 26 Prozent plus! 26 Prozent plus!)
Abg. Rauch: Das ist ein Blödsinn, weil die erneuerbare Energie fünfmal so viel kostet wie die normale! Wer soll das zahlen, bitte? – Abg. Kassegger: Wo lebst du?
Der Ausbau der Erneuerbaren und der Umstieg auf heimische erneuerbare Energie werden die Abhängigkeit von teuren Energieimporten beenden (Abg. Rauch: Das ist ein Blödsinn, weil die erneuerbare Energie fünfmal so viel kostet wie die normale! Wer soll das zahlen, bitte? – Abg. Kassegger: Wo lebst du?) und tragen dazu bei, dass Energie weiterhin leistbar bleibt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) – Er ist faktenbefreit. (Abg. Rauch: Ihr seid gescheitert! Ihr seid ja vorher schon gescheitert, bevor ihr anfangt!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Der Ausbau der Erneuerbaren und der Umstieg auf heimische erneuerbare Energie werden die Abhängigkeit von teuren Energieimporten beenden (Abg. Rauch: Das ist ein Blödsinn, weil die erneuerbare Energie fünfmal so viel kostet wie die normale! Wer soll das zahlen, bitte? – Abg. Kassegger: Wo lebst du?) und tragen dazu bei, dass Energie weiterhin leistbar bleibt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) – Er ist faktenbefreit. (Abg. Rauch: Ihr seid gescheitert! Ihr seid ja vorher schon gescheitert, bevor ihr anfangt!)
Abg. Rauch: Ihr seid gescheitert! Ihr seid ja vorher schon gescheitert, bevor ihr anfangt!
Der Ausbau der Erneuerbaren und der Umstieg auf heimische erneuerbare Energie werden die Abhängigkeit von teuren Energieimporten beenden (Abg. Rauch: Das ist ein Blödsinn, weil die erneuerbare Energie fünfmal so viel kostet wie die normale! Wer soll das zahlen, bitte? – Abg. Kassegger: Wo lebst du?) und tragen dazu bei, dass Energie weiterhin leistbar bleibt. (Beifall bei Grünen und ÖVP.) – Er ist faktenbefreit. (Abg. Rauch: Ihr seid gescheitert! Ihr seid ja vorher schon gescheitert, bevor ihr anfangt!)
Beifall bei Grünen und ÖVP.
Wir haben gemeinsam eine jährliche Ökostrommilliarde beschlossen. Gemeinsam mit der SPÖ, mit den NEOS und der ÖVP haben wir beschlossen, dass wir bis 2030 auf 100 Prozent Erneuerbare im Strom umsteigen wollen, dass wir jedes Jahr 1 Milliarde Euro garantiert für den Ausbau der Wasserkraft, der Windenergie, der Fotovoltaik und der Biomasse zur Verfügung stellen wollen. Das ist ein ganz wichtiger Schritt, auf den wir hier im Hohen Haus stolz sein können, weil ich das wirklich für ein historisches Gesetz halte. (Beifall bei Grünen und ÖVP.)
Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.
mich auch bei den KollegInnen von der Opposition, von NEOS und SPÖ, dass wir es geschafft haben, diesen redaktionellen Fehler sehr unkompliziert und schnell zu beheben. (Beifall bei Grünen und ÖVP sowie bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Die Länder müssen ausreichend Flächen ausweisen, wo dann auch Windräder gebaut werden können, wo Fotovoltaikanlagen errichtet werden können. Es ist leider so, dass derzeit die Flächen, die jetzt ausgewiesen sind, noch nicht ausreichen. Da müssen alle Bundesländer nachziehen, ihre Klima- und Energiepläne nachschärfen, damit wir gemeinsam dieses Ziel Klimaneutralität 2040 und 100 Prozent Ökostrom 2030 erreichen können. – Danke. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ – Abg. Kassegger: Das ist euch aber nicht gelungen, gell Alois? Das ist euch nicht gelungen! – Zwischenruf des Abg. Rauch
Ja, wir, die SPÖ, stehen ganz klar zum Ziel der Energiewende für Österreich und somit zu 100 Prozent bilanzieller Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, die SPÖ steht aber vor allem auch für eine faire und gerechte Ausgestaltung der Energiewende (Beifall bei der SPÖ – Abg. Kassegger: Das ist euch aber nicht gelungen, gell Alois? Das ist euch nicht gelungen! – Zwischenruf des Abg. Rauch), denn die Energiewende ist auch eine soziale Frage. (Abg. Rauch: Ja, die können sich die Leute nicht mehr leisten, die Ökostrompauschale! 26 Prozent!)
Abg. Rauch: Ja, die können sich die Leute nicht mehr leisten, die Ökostrompauschale! 26 Prozent!
Ja, wir, die SPÖ, stehen ganz klar zum Ziel der Energiewende für Österreich und somit zu 100 Prozent bilanzieller Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie, die SPÖ steht aber vor allem auch für eine faire und gerechte Ausgestaltung der Energiewende (Beifall bei der SPÖ – Abg. Kassegger: Das ist euch aber nicht gelungen, gell Alois? Das ist euch nicht gelungen! – Zwischenruf des Abg. Rauch), denn die Energiewende ist auch eine soziale Frage. (Abg. Rauch: Ja, die können sich die Leute nicht mehr leisten, die Ökostrompauschale! 26 Prozent!)
Abg. Rauch: Und seid gescheitert!
Mein Hauptaugenmerk war und ist, dass der notwendige Ausbau von Ökostrom zu keinem Zeitpunkt zulasten der einkommensschwachen Haushalte stattfinden darf. Wir sind mit dem Anspruch in die EAG-Verhandlungen gegangen, den sozialen Aspekt auch in das Gesetzespapier zu bekommen (Abg. Rauch: Und seid gescheitert!), die soziale Handschrift ganz deutlich und ganz klar erkennbar zu machen. (Abg. Rauch: Und ihr seid gescheitert! Wie kann man als SPÖ so scheitern?)
Abg. Rauch: Und ihr seid gescheitert! Wie kann man als SPÖ so scheitern?
Mein Hauptaugenmerk war und ist, dass der notwendige Ausbau von Ökostrom zu keinem Zeitpunkt zulasten der einkommensschwachen Haushalte stattfinden darf. Wir sind mit dem Anspruch in die EAG-Verhandlungen gegangen, den sozialen Aspekt auch in das Gesetzespapier zu bekommen (Abg. Rauch: Und seid gescheitert!), die soziale Handschrift ganz deutlich und ganz klar erkennbar zu machen. (Abg. Rauch: Und ihr seid gescheitert! Wie kann man als SPÖ so scheitern?)
Abg. Rauch: Erhöht!
alle armutsgefährdeten Haushalte (Abg. Rauch: Erhöht!), und das sind 1,2 Millionen Personen, mit 75 Euro im Jahr gedeckelt. (Abg. Rauch: Erhöht habt ihr sie!) Damit zahlen sie trotz steigenden Ökostromausbaus weniger an Abgaben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rauch: Erhöht habt ihr sie!
alle armutsgefährdeten Haushalte (Abg. Rauch: Erhöht!), und das sind 1,2 Millionen Personen, mit 75 Euro im Jahr gedeckelt. (Abg. Rauch: Erhöht habt ihr sie!) Damit zahlen sie trotz steigenden Ökostromausbaus weniger an Abgaben. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
alle armutsgefährdeten Haushalte (Abg. Rauch: Erhöht!), und das sind 1,2 Millionen Personen, mit 75 Euro im Jahr gedeckelt. (Abg. Rauch: Erhöht habt ihr sie!) Damit zahlen sie trotz steigenden Ökostromausbaus weniger an Abgaben. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Rauch: Ihr seid sozial gescheitert!
Im EAG haben wir somit auch treffsichere Lösungen für das Sicherheitsnetz für einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger geschaffen. (Abg. Rauch: Ihr seid sozial gescheitert!) Nun stellt sich aber ein ganz anderes Problem dar: Die Energiepreise – du, lieber Lukas, hast es angesprochen – sind in den letzten Monaten zu rekordverdächtigen Höchstständen angestiegen und haben sich zu den Preisen der ganz normalen Endkundinnen und Endkunden durchgeschlagen. Das wird sehr, sehr dramatisch, wie sich die Preise jetzt entwickelt haben.
Abg. Haubner: Das stimmt ja nicht!
Die Großhandelspreise für Strom und Gas haben sich binnen Jahresfrist in etwa verdreifacht. Noch merkt man diesen Anstieg nicht auf der Energierechnung, aber laut E‑Control soll das spätestens im Winter sehr, sehr spürbar werden. In ganz Europa wird darüber diskutiert, wie man vor dem Winter die teils dramatischen Preisanstiege verhindern oder zumindest abmildern kann, nur in Österreich ist die Regierung zurzeit auf Tauchstation, was dieses Problem anbelangt. (Abg. Haubner: Das stimmt ja nicht!) Vielleicht liegt es ja daran, dass sich der Herr Finanzminister schon über die steigenden Einnahmen bei der Mehrwertsteuer freut. Wenn die Haushaltspreise wie die Großhandelspreise steigen, sind das nämlich gleich einmal mehr als 100 Millionen Euro an Mehreinnahmen für den Finanzminister durch die Mehrwertsteuer.
Abg. Haubner: Oje, das wird teuer!
Dass die Regierung bei sozialen Auswirkungen aber nicht so flott ist, haben wir ja auch schon in der Coronakrise gesehen, als seitens der SPÖ Druck auf die Regierung gekommen ist, den drohenden Abschaltungen von Strom und Gas entgegenzuwirken. Diese wurden dann auch Gott sei Dank ausgeglichen, und das wurde auch dementsprechend beschlossen. Wenn aber schon die Regierung keine Ideen hat: Wir haben eine Idee, geschätzten Kolleginnen und Kollegen. (Abg. Haubner: Oje, das wird teuer!) Wir brauchen Maßnahmen, die, so glauben wir, jetzt sehr, sehr rasch wirken müssen. (Abg. Rauch: Was habt ihr gekriegt fürs Zustimmen? Was war der Preis von euch?) Zum Beispiel ist eine Soforthilfe von 500 Euro pro Kunden zu beschließen, die es den Bürgerinnen und Bürgern möglich macht, ohne Angst in den kommenden Winter zu gehen, oder wir drehen befristet an der Steuerschraube und reduzieren die Abgaben auf Energie. Einfach nur abzukassieren geht sich einfach nicht mehr aus. (Abg. Rauch: Da habt ihr mitgestimmt!)
Abg. Rauch: Was habt ihr gekriegt fürs Zustimmen? Was war der Preis von euch?
Dass die Regierung bei sozialen Auswirkungen aber nicht so flott ist, haben wir ja auch schon in der Coronakrise gesehen, als seitens der SPÖ Druck auf die Regierung gekommen ist, den drohenden Abschaltungen von Strom und Gas entgegenzuwirken. Diese wurden dann auch Gott sei Dank ausgeglichen, und das wurde auch dementsprechend beschlossen. Wenn aber schon die Regierung keine Ideen hat: Wir haben eine Idee, geschätzten Kolleginnen und Kollegen. (Abg. Haubner: Oje, das wird teuer!) Wir brauchen Maßnahmen, die, so glauben wir, jetzt sehr, sehr rasch wirken müssen. (Abg. Rauch: Was habt ihr gekriegt fürs Zustimmen? Was war der Preis von euch?) Zum Beispiel ist eine Soforthilfe von 500 Euro pro Kunden zu beschließen, die es den Bürgerinnen und Bürgern möglich macht, ohne Angst in den kommenden Winter zu gehen, oder wir drehen befristet an der Steuerschraube und reduzieren die Abgaben auf Energie. Einfach nur abzukassieren geht sich einfach nicht mehr aus. (Abg. Rauch: Da habt ihr mitgestimmt!)
Abg. Rauch: Da habt ihr mitgestimmt!
Dass die Regierung bei sozialen Auswirkungen aber nicht so flott ist, haben wir ja auch schon in der Coronakrise gesehen, als seitens der SPÖ Druck auf die Regierung gekommen ist, den drohenden Abschaltungen von Strom und Gas entgegenzuwirken. Diese wurden dann auch Gott sei Dank ausgeglichen, und das wurde auch dementsprechend beschlossen. Wenn aber schon die Regierung keine Ideen hat: Wir haben eine Idee, geschätzten Kolleginnen und Kollegen. (Abg. Haubner: Oje, das wird teuer!) Wir brauchen Maßnahmen, die, so glauben wir, jetzt sehr, sehr rasch wirken müssen. (Abg. Rauch: Was habt ihr gekriegt fürs Zustimmen? Was war der Preis von euch?) Zum Beispiel ist eine Soforthilfe von 500 Euro pro Kunden zu beschließen, die es den Bürgerinnen und Bürgern möglich macht, ohne Angst in den kommenden Winter zu gehen, oder wir drehen befristet an der Steuerschraube und reduzieren die Abgaben auf Energie. Einfach nur abzukassieren geht sich einfach nicht mehr aus. (Abg. Rauch: Da habt ihr mitgestimmt!)
Abg. Kassegger: Ihr habt ja überall mitgestimmt!
Das alles sind jetzt keine weltfremden Forderungen, lieber Kollege, sondern sogar die EU-Kommission (Abg. Kassegger: Ihr habt ja überall mitgestimmt!), die sonst nicht unbedingt für ihre soziale Ader bekannt ist, hat schon letztes Wochenende zugestanden, dass die Regierungen etwas gegen die steigenden Preise machen müssen.
Abg. Rauch: Die nicht vorhanden ist! Die soziale Komponente ist nicht vorhanden!
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Am heutigen Tag sind es genau 77 Tage, seit wir das EAG hier im Hohen Haus beschlossen haben. Laut den Worten der Bundesregierung war es der große Wurf. Was aber geschah bisher? – Wir haben nach jahrlangen Streitereien der Koalitionsparteien – zuerst Türkis-Blau, dann Türkis-Grün – mit unserer Stimme die Zweidrittelmehrheit ermöglicht, weil uns neben der sozialen Komponente auch immer wichtig war (Abg. Rauch: Die nicht vorhanden ist! Die soziale Komponente ist nicht vorhanden!), der Energiebranche Sicherheit zu gewähren und dass neue Green
Beifall bei der SPÖ.
Geschätzte Damen und Herren! Mehr in die Zukunft und weniger in die Imagepflege investieren! Mein Schwerpunkt wäre eine mutige Klima- und Energiepolitik. Ich lade alle dazu ein. – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rauch.
Abgeordnete Tanja Graf (ÖVP): Herr Präsident! Geschätzter Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauer und Zuschauerinnen! Zu Kollegen Rauch darf ich nur einen Satz noch sagen: Bei Corona wird immer beschwichtigt, und wenn es um die Umweltpolitik geht, wird hysterisch reagiert. Es ist immer wieder erstaunlich bei euch, das muss ich schon sagen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen. – Zwischenruf des Abg. Rauch.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.
Meine Vorredner haben eines bereits erwähnt: die Wichtigkeit der erneuerbaren Energie, die Wichtigkeit dieses Gesetzes, die Wichtigkeit des Ausbaus und der richtigen Rahmenbedingungen, mit deren Schaffung – das haben wir auch schon gehört – dieser Erneuerbaren-Ausbau erst ermöglicht wurde. Kollege Schroll, dir darf ich mitgeben: Wenn es um die richtigen Rahmenbedingungen geht – und ich bin diesbezüglich bei dir –, um die Energiepreise zu gestalten, so ist eben ein Hebel, dass wir unsere Erneuerbaren jetzt ausbauen und schnell ausbauen, damit wir unabhängiger werden. Damit können wir auch den Energiepreis selbst bestimmen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei der ÖVP.
Um diese Energiewende auch zu schaffen, brauchen wir eines ganz klar – und das hat unser Staatssekretär im Sommer bereits erwähnt –: Wir brauchen dazu schnellere und effizientere UVP-Verfahren, um eben den Ausbau zu beschleunigen. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
uns nur dann funktionieren kann, wenn auch das Thema der Beschleunigung der UVP dabei ist. Da appelliere ich schon, muss ich sagen, vielleicht mit dem Widerspruch aufzuhören. Wir müssen klarmachen: Wer Ökostrom haben will, muss auch Ja zum Ausbau sagen, sonst funktioniert das nicht. Da drängt die Zeit: Wir haben genau neun Jahre Zeit, um diese 27 Terawattstunden auf den Markt zu bringen. – Danke. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den NEOS.
Das führt mich zu einem weiteren Punkt. Wir wissen inzwischen, dass die Republik aus dem Zertifikatehandel im Jahr 300 Millionen Euro einnimmt, und da fragt man sich: Wohin fließt dieses Geld? Es versickert nämlich im Budget. Es wäre schon zweckmäßig, solche Abgaben, die unter dem Mascherl Ökologisierung eingehoben werden, dann auch entweder für die Ökologisierung zu verwenden oder jenen Unternehmen und jenen Konsumenten zurückzugeben, die sich ökologisch sinnvoll verhalten. Im Moment aber ist es eher auf Abkassieren ausgerichtet. Das darf nicht so bleiben. (Beifall bei den NEOS.)
Zwischenrufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Was ist das jetzt?
Jene Damen und Herren, die dem Gesetzentwurf in 1025 der Beilagen auch in dritter Lesung ihre Zustimmung erteilen, bitte ich um ein entsprechendes Zeichen. (Es erheben sich die Fraktionen von SPÖ, FPÖ und NEOS, nicht aber jene von ÖVP und Grünen von ihren Sitzen.) – Das ist die Minderheit. (Zwischenrufe bei SPÖ, FPÖ und NEOS. – Abg. Wöginger: Was ist das jetzt?) – Es gibt, glaube ich, eine leichte Verwirrung.
Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.
Ich darf noch einmal darum ersuchen, dass jene Damen und Herren, die dem Gesetzentwurf in 1025 der Beilagen auch in dritter Lesung ihre Zustimmung erteilen, ein entsprechendes Zeichen geben. – Das ist einstimmig angenommen. (Anhaltende Zwischenrufe bei SPÖ und FPÖ.)