Eckdaten:
Für die 118. Sitzung der 20. Gesetzgebungsperiode des österreichischen Nationalrats haben wir 665 Zwischenrufe gefunden. Hier findest du das offizielle Protokoll der Sitzung (Link).
überreicht vom Abgeordneten Mag. Dr. Josef Höchtl
Petition betreffend „Zukunft der Waldorfschulen in Österreich“ (Ordnungsnummer 41) (überreicht vom Abgeordneten Mag. Dr. Josef Höchtl)
überreicht von den Abgeordneten Sophie Bauer, Josef Edler, Heinz Gradwohl, Franz Hums, Dr. Günther Kräuter, Ludmilla Parfuss und Heidrun Silhavy
Petition betreffend „Gegen den Ausverkauf steirischer Schienenwege“ (Ordnungsnummer 42) (überreicht von den Abgeordneten Sophie Bauer, Josef Edler, Heinz Gradwohl, Franz Hums, Dr. Günther Kräuter, Ludmilla Parfuss und Heidrun Silhavy)
überreicht vom Abgeordneten Karlheinz Kopf
Petition betreffend „Novelle zum Berggesetz“ (Ordnungsnummer 43) (überreicht vom Abgeordneten Karlheinz Kopf)
überreicht von den Abgeordneten Gabriele Binder, Kurt Gaßner und Brigitte Tegischer
Petition betreffend „Jugendschutz- bzw. Jugendförderungsgesetze“ (Ordnungsnummer 44) (überreicht von den Abgeordneten Gabriele Binder, Kurt Gaßner und Brigitte Tegischer)
Abg. Dr. Khol: Zur Geschäftsbehandlung!
Für die heutige Sitzung als entschuldigt gemeldet sind die Abgeordneten Dkfm. Holger Bauer, Mag. Haupt und Ing. Reichhold. (Abg. Dr. Khol: Zur Geschäftsbehandlung!)
Abg. Mag. Stadler: Das ist bei der ÖVP!
†Abgeordneter Dr. Andreas Khol¦ (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Sie haben die Namen dreier Abgeordneter verlesen, die entschuldigt sind. Abgeordneter Peter Rosenstingl, der auf der Liste der Freiheitlichen Partei Österreichs gewählt ist, ist nicht entschuldigt. Der Platz, den er nach dem neuen Sitzplan einzunehmen hätte, nämlich Platz 184, ist nicht besetzt. (Abg. Mag. Stadler: Das ist bei der ÖVP!)
Heiterkeit. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Schlaumeier!
Peter Rosenstingl von der FPÖ ist also nicht anwesend. Er ist nicht entschuldigt, und wir haben Grund zu der Annahme, Herr Präsident, daß der Abgeordnete Rosenstingl auch im Verlauf des heutigen Tages nicht kommen wird. (Heiterkeit. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Ein Schlaumeier!) Es ist bekannt, daß er sich durch Flucht entzogen hat, da der Verdacht von Betrügereien an Privatfirmen, aber auch im Bereich des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender vorliegt. Da Rosenstingl Landesobmann des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender Niederösterreich war und Vizepräsident der Bundesorganisation des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, dessen Bundesobmann Abgeordneter Haigermoser von der FPÖ ist, der auch den Vorsitz im Unvereinbarkeitsausschuß innehat, ist ein politischer Zusammenhang, wie ihn der Immunitätsausschuß gestern festgestellt hat, sehr wohl gegeben.
Abg. Dr. Kostelka: Herr Präsident, die Wortmeldungen sind abgegeben!
Bitte, Herr Abgeordneter Khol. Redezeit: 5 Minuten. (Abg. Dr. Kostelka: Herr Präsident, die Wortmeldungen sind abgegeben!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei den Grünen.
Ich glaube, daß wir im Hohen Haus ein wirklich begründetes Interesse daran haben, daß im Sinne des Ansehens dieses Parlaments dem Abgeordneten Rosenstingl das Mandat so schnell wie möglich durch den Verfassungsgerichtshof aberkannt wird. (Beifall bei ÖVP und SPÖ sowie bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Gepfändet!
Meine Damen und Herren! Der Abgeordnete Rosenstingl erhält bis zur Aberkennung des Mandats durch den Verfassungsgerichtshof monatlich den im Bezügegesetz vorgesehenen Betrag von 100 000 S (Abg. Mag. Stadler: Gepfändet!), der gepfändet ist. Es ist interessant, Herr Abgeordneter Stadler, daß Sie das jetzt wissen. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe Zeitung gelesen!) Ich finde, das hätten Sie schon etwas früher wissen und etwas früher darauf reagieren sollen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Ich habe Zeitung gelesen!
Meine Damen und Herren! Der Abgeordnete Rosenstingl erhält bis zur Aberkennung des Mandats durch den Verfassungsgerichtshof monatlich den im Bezügegesetz vorgesehenen Betrag von 100 000 S (Abg. Mag. Stadler: Gepfändet!), der gepfändet ist. Es ist interessant, Herr Abgeordneter Stadler, daß Sie das jetzt wissen. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe Zeitung gelesen!) Ich finde, das hätten Sie schon etwas früher wissen und etwas früher darauf reagieren sollen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Abgeordnete Rosenstingl erhält bis zur Aberkennung des Mandats durch den Verfassungsgerichtshof monatlich den im Bezügegesetz vorgesehenen Betrag von 100 000 S (Abg. Mag. Stadler: Gepfändet!), der gepfändet ist. Es ist interessant, Herr Abgeordneter Stadler, daß Sie das jetzt wissen. (Abg. Mag. Stadler: Ich habe Zeitung gelesen!) Ich finde, das hätten Sie schon etwas früher wissen und etwas früher darauf reagieren sollen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Graf: Sie haben die Exekutionsordnungs-Novelle beschlossen!
Auch unser Klub hat einen Klubkassier, und zwar in der Person des Abgeordneten Georg Schwarzenberger, und ich muß Ihnen sagen, als Klubobmann bin ich wirklich froh, daß er nicht gepfändet wird. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Graf: Sie haben die Exekutionsordnungs-Novelle beschlossen!) Ich glaube, meine Damen und Herren von der freiheitlichen Fraktion, das Ganze ist kein Anlaß zur Heiterkeit. (Abg. Ing. Reichhold: Ihre Rede stimmt uns heiter!)
Abg. Ing. Reichhold: Ihre Rede stimmt uns heiter!
Auch unser Klub hat einen Klubkassier, und zwar in der Person des Abgeordneten Georg Schwarzenberger, und ich muß Ihnen sagen, als Klubobmann bin ich wirklich froh, daß er nicht gepfändet wird. (Beifall bei der ÖVP. – Ironische Heiterkeit bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Graf: Sie haben die Exekutionsordnungs-Novelle beschlossen!) Ich glaube, meine Damen und Herren von der freiheitlichen Fraktion, das Ganze ist kein Anlaß zur Heiterkeit. (Abg. Ing. Reichhold: Ihre Rede stimmt uns heiter!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Herr Rosenstingl wurde von Ihnen in dieses Parlament vorgeschlagen und gewählt, er war ein prominenter freiheitlicher Funktionär. Und es ist den Bürgern dieses Landes nicht zuzumuten, daß sie einem flüchtigen Defraudanten Steuermittel in Höhe von monatlich 100 000 S zur Verfügung stellen. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Schieder: Oder eine normale Sitzung!
Wir müssen nach Ablauf der ersten 30-Tage-Frist eine Sondersitzung abhalten (Abg. Schieder: Oder eine normale Sitzung!) – oder eine normale Sitzung, jedenfalls zum erstmöglichen Termin –, um die zweite 30-Tage-Frist sofort einzuleiten, auch wenn diese Sitzung an einem Tag stattfinden muß, an dem es uns allen nicht gelegen kommt. Wir müssen vor Ende der Sessionsperiode im Juli das Verfahren beim Verfassungsgerichtshof einleiten, damit der Verfassungsgerichtshof nach Möglichkeit schon im Juli entscheiden kann – also ohne Säumigkeit und schnell.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Und wenn Herr Rosenstingl uns irgendwo über irgendein Satellitenprogramm jetzt zusieht, dann möchte ich ihm sagen: Es sind noch alle Defraudanten verhaftet worden! Es ist nichts so fein gesponnen, daß es nicht kommt an das Licht der Sonnen. Auch er wird verhaftet werden, und auch er wird noch für seine Taten zur Verantwortung gezogen werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren! Wir müssen uns als Parlament, als Nationalrat unserer Republik, der öffentlichen Diskussion stellen. Wir müssen uns fragen: Wie konnte das alles passieren? Wurden nicht Warnzeichen ignoriert? Was hat im Jahre 1994 ein FPÖ-Funktionär aus Amstetten dem Parteiobmann der Freiheitlichen Partei gesagt? Was hat der Parteiobmann der Freiheitlichen Partei 1994 daraufhin veranlaßt? Was hat Herr Abgeordneter Haigermoser, Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, getan, um zu verhindern, daß dieser Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender um bis jetzt 2 Millionen Schilling betrogen wurde? Und wir müssen uns die Frage stellen, was der Kompagnon des Herrn Rosenstingl (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), nämlich Herr Schreiner, noch in ...
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
†Abgeordneter Dr. Andreas Khol¦ (fortsetzend): Meine Damen und Herren! Eile tut not. Das Mandat muß so schnell wie möglich aberkannt werden. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.
Meine Damen und Herren! In meiner ersten Rede zu dieser Causa möchte ich jedoch sagen: Damit ist die Frage der Verantwortung nicht erledigt! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Dr. Van der Bellen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sie von der Freiheitlichen Partei werden in diesem Zusammenhang noch in vollem Umfang Rede und Antwort zu stehen haben. Denn die Freiheitliche Partei war jenes Biotop, in dem – und darüber wird heute noch mehrfach zu diskutieren sein – die Vermengung von Politik und privatem Geschäft nicht eines, sondern mehrerer Abgeordneter der Freiheitlichen Partei überhaupt gedeihen konnte. Rosenstingl ist flüchtig. Er wird in wenigen Monaten diesem Haus nicht mehr angehören. Aber diejenigen, die mit ihm Geschäfte gemacht haben, die sitzen nach wie vor hier – wenn sie geruhen, in den Plenarsaal zu kommen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Öllinger.
Seine Freunde sind noch hier. Und wir werden am heutigen Tage sehr, sehr genau beobachten, wie sie mit dieser Situation umgehen. Wir werden Ihnen sehr, sehr genau zuhören, denn das, meine Damen und Herren von der freiheitlichen Fraktion, was wir bisher von Ihnen zu hören bekommen haben, war nur weinerliches Selbstmitleid und die freche Politik des Rufes: „Haltet den Dieb! Die anderen sind schuld und nicht wir!“ (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Öllinger.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Mag. Barmüller.
Sie haben die Verantwortung zu übernehmen! Sie haben Handlungsbedarf! Bisher haben Sie es verabsäumt, die Justiz zu unterstützen, Sachverhaltsdarstellungen zu übermitteln und Anzeigen zu erstatten. Was Sie sonst in Stunden erledigen, haben Sie diesmal in Wochen nicht zustande gebracht. Ich fordere Sie daher am Beginn dieser heutigen Debatte mit allem Nachdruck auf: Beginnen Sie jetzt damit, die Bemühungen der Justiz zu unterstützen! Legen Sie hier und heute alles offen! Erklären Sie, worin eine Mitschuld der Freiheitlichen Partei besteht! Lassen Sie sich das nicht erst nachweisen, sondern haben Sie den Anstand und bekennen Sie sich zu Ihrer Mitschuld in diesem Zusammenhang! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie des Abg. Mag. Barmüller.)
Abg. Dr. Haider: Was ist mit Ihren 30 Millionen, Sie Schwätzer?!
Meine Damen und Herren von der freiheitlichen Fraktion! Beginnen Sie in Ihrem unmittelbaren Bereich. Sie haben mehr als eine Woche gebraucht, um Herrn Rosenstingl aus Ihrer Fraktion auszuschließen und ihn damit wohl auch als Ihren Klubkassier abzuberufen. Bis heute herrscht in der Öffentlichkeit noch nicht Klarheit darüber, ob die Klubkassa tatsächlich die einzige war, in die Herr Rosenstingl nicht gegriffen hat. Das ist doch zumindest auffällig, da er sonst überall hineingegriffen hat. Nur bei Ihnen soll er das nicht getan haben? (Abg. Dr. Haider: Was ist mit Ihren 30 Millionen, Sie Schwätzer?!)
Abg. Dr. Haider: Zugedeckt haben Sie Ihre 30 Millionen! Keine Prüfung!
Herr Kollege Haider! Seien Sie beruhigt: Bei uns prüfen unabhängige Wirtschaftsprüfer die widmungsgemäße Verwendung der Gelder. (Abg. Dr. Haider: Zugedeckt haben Sie Ihre 30 Millionen! Keine Prüfung!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum und bei den Grünen.
Lassen Sie einen Wirtschaftsprüfer in Ihren Klub! Legen Sie endlich die Klubfinanzen offen! Das sind Sie dem Hause schuldig, und Sie sind es den Österreichern schuldig! (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum und bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.
Wenn Sie schon sonst in diesem Zusammenhang offensichtlich nichts bewegen kann, dann möchte ich Sie auffordern: Denken Sie nicht nur an Ihre eigenen Funktionäre, Herr Haider, von denen Sie gestern so viel geredet haben, sondern denken Sie endlich auch an diejenigen, die von Rosenstingl und seinen Hintermännern um gutes erspartes Geld gebracht worden sind! Ihnen gilt unser Mitleid, und Sie haben aufzuklären. (Beifall bei SPÖ und ÖVP sowie bei Abgeordneten der Grünen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Mag. Johann Ewald Stadler¦ (Freiheitliche) (zur Geschäftsbehandlung): Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Es ist rührend, wie Kollege Khol sich bemüht, den Freiheitlichen ein weiteres Mandat zu verschaffen. Das machen Sie schon seit zwölf Jahren, Herr Kollege Khol! Sie verschaffen uns ein Mandat nach dem anderen. Wir danken Ihnen dafür, daß Sie uns helfen wollen, so rasch wie möglich das Rosenstingl-Mandat zurückzubekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
heftiger Widerspruch
Der „wilde“ Abgeordnete Rosenstingl, der nicht mehr unser Fall ist (heftiger Widerspruch) – mit Gaunern haben wir nichts zu tun, im Gegensatz zu Ihnen, Herr Kollege Khol –, wird dieses Mandat zum ehestmöglichen Zeitpunkt freimachen müssen. Wir danken Ihnen dafür, daß Sie eine Sondersitzung zu diesem Thema beantragt haben. (Anhaltende ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.)
Anhaltende ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.
Der „wilde“ Abgeordnete Rosenstingl, der nicht mehr unser Fall ist (heftiger Widerspruch) – mit Gaunern haben wir nichts zu tun, im Gegensatz zu Ihnen, Herr Kollege Khol –, wird dieses Mandat zum ehestmöglichen Zeitpunkt freimachen müssen. Wir danken Ihnen dafür, daß Sie eine Sondersitzung zu diesem Thema beantragt haben. (Anhaltende ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Kollege Khol hat vorhin gesagt, das sei ein so ernstes Thema, daß man darüber nicht lachen dürfe. Dabei hat er jetzt den ganzen Marizzi-Chor versammelt, um Beifall zu johlen. Sie und Ihresgleichen haben nicht das Recht, sich hier zum Sittenrichter aufzuspielen, glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Sie und Ihresgleichen sollten sich hier nicht in dieser Weise aufspielen, Sie, die Sie in Ihren Reihen Leute wie den Kollegen Marizzi haben oder den anderen Peter, den „roten“ Peter. Meine Damen und Herren! 33 Millionen hat er veruntreut, sagt seine eigene Bundesgeschäftsstelle. (Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ.) 33 Millionen hat dieser Mann veruntreut, und dann setzt er sich hier herein und spielt den Sittenrichter der Nation! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Unruhe im Saal.)
Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Kollege Khol hat vorhin gesagt, das sei ein so ernstes Thema, daß man darüber nicht lachen dürfe. Dabei hat er jetzt den ganzen Marizzi-Chor versammelt, um Beifall zu johlen. Sie und Ihresgleichen haben nicht das Recht, sich hier zum Sittenrichter aufzuspielen, glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Sie und Ihresgleichen sollten sich hier nicht in dieser Weise aufspielen, Sie, die Sie in Ihren Reihen Leute wie den Kollegen Marizzi haben oder den anderen Peter, den „roten“ Peter. Meine Damen und Herren! 33 Millionen hat er veruntreut, sagt seine eigene Bundesgeschäftsstelle. (Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ.) 33 Millionen hat dieser Mann veruntreut, und dann setzt er sich hier herein und spielt den Sittenrichter der Nation! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Unruhe im Saal.)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Unruhe im Saal.
Meine Damen und Herren! Kollege Khol hat vorhin gesagt, das sei ein so ernstes Thema, daß man darüber nicht lachen dürfe. Dabei hat er jetzt den ganzen Marizzi-Chor versammelt, um Beifall zu johlen. Sie und Ihresgleichen haben nicht das Recht, sich hier zum Sittenrichter aufzuspielen, glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Sie und Ihresgleichen sollten sich hier nicht in dieser Weise aufspielen, Sie, die Sie in Ihren Reihen Leute wie den Kollegen Marizzi haben oder den anderen Peter, den „roten“ Peter. Meine Damen und Herren! 33 Millionen hat er veruntreut, sagt seine eigene Bundesgeschäftsstelle. (Lebhafter Widerspruch bei der SPÖ.) 33 Millionen hat dieser Mann veruntreut, und dann setzt er sich hier herein und spielt den Sittenrichter der Nation! (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Unruhe im Saal.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Der Abgeordnete Rosenstingl war auch für unseren Herrn Präsidenten ein besonderes Problem. Seit Oktober ist bekannt, daß ein Betrag von 25 Millionen Schilling hier im Haus gepfändet wird, eine Forderung, zugestellt als Exekutionstitel an die Parlamentsdirektion, an deren Spitze unser Herr Präsident sitzt. Der Herr Präsident hatte nicht ein einziges Mal die Schneid’, meinen Klub zu verständigen oder den Herrn Rosenstingl zu sich zu holen. Er hat gestern gesagt, er könne sich nicht um Unterhaltsforderungen irgendeiner geschiedenen Gattin kümmern. Herr Präsident! 25 Millionen sind keine Unterhaltsforderungen einer geschiedenen Gattin, glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Sie sind als Drittschuldner mitverantwortlich dafür, daß der Herr Rosenstingl seit Oktober des vergangenen Jahres sein Unwesen treiben konnte! (Neuerlicher lebhafter Widerspruch bei der SPÖ.)
Neuerlicher lebhafter Widerspruch bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Der Abgeordnete Rosenstingl war auch für unseren Herrn Präsidenten ein besonderes Problem. Seit Oktober ist bekannt, daß ein Betrag von 25 Millionen Schilling hier im Haus gepfändet wird, eine Forderung, zugestellt als Exekutionstitel an die Parlamentsdirektion, an deren Spitze unser Herr Präsident sitzt. Der Herr Präsident hatte nicht ein einziges Mal die Schneid’, meinen Klub zu verständigen oder den Herrn Rosenstingl zu sich zu holen. Er hat gestern gesagt, er könne sich nicht um Unterhaltsforderungen irgendeiner geschiedenen Gattin kümmern. Herr Präsident! 25 Millionen sind keine Unterhaltsforderungen einer geschiedenen Gattin, glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Sie sind als Drittschuldner mitverantwortlich dafür, daß der Herr Rosenstingl seit Oktober des vergangenen Jahres sein Unwesen treiben konnte! (Neuerlicher lebhafter Widerspruch bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Grabner: Das ist typisch Stadler! Das ist typisch freiheitlich!
Meine Damen und Herren von der SPÖ! Der ganze Chor der „Marizzis“ regt sich jetzt auf. Seinerzeit hat Herr Kostelka gesagt, Marizzi müsse zurücktreten. Aber er hatte gar nicht die Möglichkeit dazu, ihn zum Rücktritt zu bewegen, weil er selbst mit seinen Klubfinanzen Probleme hat. Das ist der Grund! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Grabner: Das ist typisch Stadler! Das ist typisch freiheitlich!)
Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.
Ihnen fehlt die moralische Kompetenz, uns etwas auszurichten, weil Sie nicht einmal in der Lage sind, die moralische Kompetenz in Ihrem eigenen Klub durchzubringen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie sollten heute lieber ganz zerknirscht in sich gehen und zur Kenntnis nehmen, daß wir Ihnen bei der Erledigung eines Falles, des Falles Rosenstingl, Abgeordneter Nr. 184, neue moralische Vorgaben geben. Die werden Sie nicht überspringen, weil Sie seit Jahren eine Partei, und zwar unisono Rot und Schwarz, eine Einheitspartei der Zudecker und Vertuscher sind – und sonst nichts, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ihnen fehlt die moralische Kompetenz, uns etwas auszurichten, weil Sie nicht einmal in der Lage sind, die moralische Kompetenz in Ihrem eigenen Klub durchzubringen. (Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ.) Sie sollten heute lieber ganz zerknirscht in sich gehen und zur Kenntnis nehmen, daß wir Ihnen bei der Erledigung eines Falles, des Falles Rosenstingl, Abgeordneter Nr. 184, neue moralische Vorgaben geben. Die werden Sie nicht überspringen, weil Sie seit Jahren eine Partei, und zwar unisono Rot und Schwarz, eine Einheitspartei der Zudecker und Vertuscher sind – und sonst nichts, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sonst wäre es nicht möglich, daß die schwersten Kriminalfälle der Republik, bei denen der Steuerzahler in Milliardenhöhe geschädigt wurde, wie beim Bauskandal, den der Herr Pilz und unser Parteiobmann Haider aufgedeckt haben, in Ihre Ära fallen, und daß dieser Bauskandal von Ihnen weiter zugedeckt wird. Sie haben sich seit Jahrzehnten auf Kosten der Steuerzahler bedient, wo Sie nur konnten. Sie sollten sich nicht darum kümmern, wie wir mit einem Fall Rosenstingl umgehen, denn den werden wir beispielhaft, und zwar heute noch – das werden Sie erleben –, erledigen. Sie werden sich das zum Maßstab nehmen können. Solange Herr Marizzi und Herr Kostelka hier herinnen sitzen, meine Damen und Herren, sollten Sie sich nur das freiheitliche Erledigungsbeispiel als Muster nehmen, und sonst gar nichts. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Sie haben vor drei Jahren versucht, uns die Bomben-Causa in die Schuhe zu schieben und uns damit aufzuhalten. Das ist Ihnen mißglückt, aber es war einer der schäbigsten Vorgänge. Heute versuchen Sie, uns mit einem gewöhnlichen Gauner wie dem Herrn Rosenstingl aufzuhalten. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das wird Ihnen nicht gelingen. Auch ein gewöhnlicher Gauner wie der Herr Rosenstingl wird das freiheitliche Reformprojekt nicht zum Stoppen bringen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Sie haben vor drei Jahren versucht, uns die Bomben-Causa in die Schuhe zu schieben und uns damit aufzuhalten. Das ist Ihnen mißglückt, aber es war einer der schäbigsten Vorgänge. Heute versuchen Sie, uns mit einem gewöhnlichen Gauner wie dem Herrn Rosenstingl aufzuhalten. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei der SPÖ.) Das wird Ihnen nicht gelingen. Auch ein gewöhnlicher Gauner wie der Herr Rosenstingl wird das freiheitliche Reformprojekt nicht zum Stoppen bringen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Haider: So wie der Rosenstingl ist auch er angezeigt! – Abg. Dr. Nowotny: Das ist ein Unterschied! – Abg. Dr. Haider: Täter bleibt Täter! 33 Millionen sind angezeigt!
Drittens möchte ich den Herrn Abgeordneten Stadler zur Ordnung rufen, wenn er einem hier anwesenden Mitglied des Hohen Hauses einfach den Vorwurf einer strafbaren Handlung macht. So geht das nicht, und ich fange lieber gleich einen Konflikt an in dem Bemühen, die Sitzung ordentlich über die Bühne zu bringen, als daß so etwas hier einreißt. (Abg. Dr. Haider: So wie der Rosenstingl ist auch er angezeigt! – Abg. Dr. Nowotny: Das ist ein Unterschied! – Abg. Dr. Haider: Täter bleibt Täter! 33 Millionen sind angezeigt!)
Anhaltende Rufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Dr. Schmidt. (Anhaltende Rufe zwischen Abgeordneten der Freiheitlichen und der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen
†Abgeordnete Mag. Dr. Heide Schmidt¦ (Liberales Forum) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich glaube, das Ausmaß an Charakterlosigkeit und Skrupellosigkeit, das wir hier gerade erlebt haben, ist ein unüberbietbares (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen), und ich muß Ihnen ganz offen sagen, es ist mir zutiefst zuwider, mich in eine Auseinandersetzung mit diesem Herrn einzulassen.
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
Ich halte es für eine Ungeheuerlichkeit, zu welchen Mitteln hier gegriffen wird und wie leichtfertig jemandem strafrechtliche Tatbestände unterstellt werden. Ich würde das in dieser Form nicht einmal dem Herrn Rosenstingl gegenüber tun, weil für mich die Unschuldsvermutung gilt. Allerdings ist ein Vergleich zwischen dem Herrn Rosenstingl und irgendeinem anderen Abgeordneten in diesem Hause an und für sich schon eine Ungeheuerlichkeit, und diejenigen, die das sagen, wissen das auch. (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Abg. Dr. Graf: Sie haben es ja schon getan!
Ich habe dennoch nicht die Absicht, mich jetzt auf diese Sache einzulassen, und zwar aus einem anderen Grund (Abg. Dr. Graf: Sie haben es ja schon getan!): Ich halte Geschäftsordnungsdebatten für mißbräuchlich angewendet, wenn sie zu inhaltlichen Debatten werden. Ich will mich daher in diese Debatte aus dem jetzigen Anlaß nicht einlassen, sondern auf die Form eingehen, die der Abgeordnete Khol angesprochen hat. (Abg. Dr. Graf: Sie sind schon darauf eingegangen! – Abg. Dr. Petrovic – in Richtung des Abg. Dr. Graf –: Jetzt halten Sie doch den Mund!) – Nein, ich habe reagiert. Ich habe reagiert auf jemanden, der dieses Haus beleidigt, denn eine solche Vorgangsweise und eine solche Art zu reden ist eine Beleidigung dieses Hauses, und das wollte ich nicht widerspruchslos hinnehmen.
Abg. Dr. Graf: Sie sind schon darauf eingegangen! – Abg. Dr. Petrovic – in Richtung des Abg. Dr. Graf –: Jetzt halten Sie doch den Mund!
Ich habe dennoch nicht die Absicht, mich jetzt auf diese Sache einzulassen, und zwar aus einem anderen Grund (Abg. Dr. Graf: Sie haben es ja schon getan!): Ich halte Geschäftsordnungsdebatten für mißbräuchlich angewendet, wenn sie zu inhaltlichen Debatten werden. Ich will mich daher in diese Debatte aus dem jetzigen Anlaß nicht einlassen, sondern auf die Form eingehen, die der Abgeordnete Khol angesprochen hat. (Abg. Dr. Graf: Sie sind schon darauf eingegangen! – Abg. Dr. Petrovic – in Richtung des Abg. Dr. Graf –: Jetzt halten Sie doch den Mund!) – Nein, ich habe reagiert. Ich habe reagiert auf jemanden, der dieses Haus beleidigt, denn eine solche Vorgangsweise und eine solche Art zu reden ist eine Beleidigung dieses Hauses, und das wollte ich nicht widerspruchslos hinnehmen.
Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident! Die Frau Schmidt ist auch nicht mehr unsere Abgeordnete!
Wenn es aber um die Wortmeldung des Herrn Abgeordneten Khol zur Geschäftsordnung geht, so kann man ihm nur zustimmen, daß es selbstverständlich das Interesse dieses Hauses sein muß, das erwähnte Verfahren so schnell wie möglich in Gang zu setzen. Offensichtlich ist dies nicht das Interesse der Freiheitlichen Partei, deren Abgeordneter der Herr Abgeordnete Rosenstingl ist, denn sonst hätte die Freiheitliche Partei die Gelegenheit zu einer Wortmeldung ergriffen. Denn eine Partei (Abg. Mag. Stadler: Herr Präsident! Die Frau Schmidt ist auch nicht mehr unsere Abgeordnete!) – das ist wohl richtig –, der es wirklich darum geht, Dinge klarzustellen, hätte sich heute durch ihre Abgeordneten zu Wort melden müssen, um den Fristenlauf in Gang zu setzen – wie gesagt, wenn diese Partei tatsächlich an einer Klärung interessiert ist.
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
Wie die Abgeordneten im übrigen diese Sache zu beurteilen haben oder beurteilen, wird im Zuge der Debatte über den Bericht des Immunitätsausschusses festzustellen sein und nicht in einer Geschäftsordnungsdebatte. Ich möchte nämlich keinen unterschiedlichen Maßstab anlegen in Angelegenheiten, die ich zwar vom Inhalt her für richtig halte, bei denen aber die Form nicht stimmt. (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Abg. Dr. Ofner: Die Grünen haben dagegen gestimmt! – Abg. Mag. Stadler: Sie haben dagegen gestimmt! Sie haben ihn nicht ausliefern wollen!
Und es ist wirklich bezeichnend: Der Herr Abgeordnete Stadler selbst hat sich ja gestern im Immunitätsausschuß, zwar nicht ganz freiwillig, sondern gedrängt, weil alles andere eine schlechte Optik erzeugen würde, schließlich doch der einhelligen Meinung des Ausschusses angeschlossen, daß es einen politischen Zusammenhang gibt. (Abg. Dr. Ofner: Die Grünen haben dagegen gestimmt! – Abg. Mag. Stadler: Sie haben dagegen gestimmt! Sie haben ihn nicht ausliefern wollen!)
Beifall bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum.
Herr Abgeordneter Ofner! Es gibt einen politischen Zusammenhang. Was heißt das aber, daß es einen politischen Zusammenhang gibt? – Es heißt: Das ist keine Affäre Rosenstingl, das ist eine Affäre Freiheitliche Partei Österreichs! (Beifall bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum.)
Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.
Es stellt sich schon die Frage, mit welchem Tempo und mit welchen Instrumenten Sie an die Aufklärung von Skandalen oder an die Abwicklung von Konflikten gehen. Ist es nicht so, Herr Abgeordneter Haider, daß Sie dann schnell und entschlossen und tatkräftig agieren, wenn es Ihrem persönlichen Vorteil dient, wenn es darum geht, parteiinterne Kritiker mundtot zu machen, wenn es darum geht, ganze Landesparteien auszuschalten und dann zu einer demütigenden Entschuldigung zu verhalten? – Da zeigen Sie ja, daß Sie offensichtlich in der Lage sind, in dieser Partei durchzugreifen. Warum denn nicht jetzt? Warum denn nicht hier, wo es darum geht, eine für dieses Haus wirklich schädliche Affäre aufzuklären? (Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.)
Abg. Dr. Haider: Entschuldigen Sie, daß ich in Taipeh war!
Und, Herr Abgeordneter Stadler, wo ist denn das Beispielhafte, wie Sie es nannten, Ihrer Vorgangsweise? – Herr Abgeordneter Stadler! Die Chancen wurden bereits verpaßt, und zwar heute morgen. Und wie war es denn, als Sie Kenntnis von diesen Umständen erlangt haben? – Und dabei reden wir gar nicht über 1994 oder über den Oktober oder den Dezember 1997, sondern wir reden von der Gegenwart, von hier und heute. Wo war denn der Parteiobmann, nachdem er Kenntnis von den Umständen erlangt hatte? Wäre es nicht zumindest notwendig gewesen, diesem Haus und dem österreichischen Volk sofort Rede und Antwort zu stehen? (Abg. Dr. Haider: Entschuldigen Sie, daß ich in Taipeh war!)
Heiterkeit bei der SPÖ.
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (fortsetzend): ..., um die „sozialistische Mißwirtschaft in unserem schönen Österreich abzustellen“. (Heiterkeit bei der SPÖ.) – Der Abgeordnete Rosenstingl hat dieses schöne Österreich verlassen. Die, die mit ihm in einem politischen Zusammenhang agiert haben, sind weiter hier (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) und offenbar nicht an einer Aufklärung interessiert. (Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (fortsetzend): ..., um die „sozialistische Mißwirtschaft in unserem schönen Österreich abzustellen“. (Heiterkeit bei der SPÖ.) – Der Abgeordnete Rosenstingl hat dieses schöne Österreich verlassen. Die, die mit ihm in einem politischen Zusammenhang agiert haben, sind weiter hier (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) und offenbar nicht an einer Aufklärung interessiert. (Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie beim Liberalen Forum.
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (fortsetzend): ..., um die „sozialistische Mißwirtschaft in unserem schönen Österreich abzustellen“. (Heiterkeit bei der SPÖ.) – Der Abgeordnete Rosenstingl hat dieses schöne Österreich verlassen. Die, die mit ihm in einem politischen Zusammenhang agiert haben, sind weiter hier (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen) und offenbar nicht an einer Aufklärung interessiert. (Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Abg. Mag. Stadler: Die Frau Gräfin! Wo ist der Mensdorff-Pouilly?
†Präsident Dr. Heinz Fischer¦: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Rauch-Kallat. – Gleiche Redezeit. (Abg. Mag. Stadler: Die Frau Gräfin! Wo ist der Mensdorff-Pouilly?)
Abg. Mag. Stadler: Was macht Ihr Gatte? – Abg. Haigermoser: Wie läuft das Waffengeschäft?
†Abgeordnete Maria Rauch-Kallat¦ (ÖVP) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Fall Rosenstingl ist sicherlich in seiner Dimension einmalig in der Geschichte des österreichischen Parlaments, aber bei den Freiheitlichen offensichtlich kein Einzelfall, obwohl sie uns das gerne glauben machen möchten. (Abg. Mag. Stadler: Was macht Ihr Gatte? – Abg. Haigermoser: Wie läuft das Waffengeschäft?)
Abg. Mag. Stadler: Was macht das Waffengeschäft?
Der Verkehrssprecher der Freiheitlichen gaukelte den Banken eine Bonität vor, die er nicht besaß. (Abg. Mag. Stadler: Was macht das Waffengeschäft?) – Ich hoffe, Sie (in Richtung Parlamentsstenographen) protokollieren diese Zwischenrufe, sie sind alle klagbar! (Ruf bei den Freiheitlichen: Überhaupt nichts ist klagbar!) Der Verkehrssprecher der Freiheitlichen gaukelte den Banken eine Bonität vor, die er nicht besaß, unterzeichnete zweifelhafte Wechsel, die reihenweise platzten, und zweigte Millionensummen auf Konten ins Ausland ab. Der Verkehrssprecher der Freiheitlichen wird politisch gesucht wegen des Verdachts der Veruntreuung von bisher 200 Millionen Schilling. – Eine wahrhaft ehrenwerte Gesellschaft, Herr Haider, in der Sie sich da befinden! (Beifall bei der ÖVP.)
Ruf bei den Freiheitlichen: Überhaupt nichts ist klagbar!
Der Verkehrssprecher der Freiheitlichen gaukelte den Banken eine Bonität vor, die er nicht besaß. (Abg. Mag. Stadler: Was macht das Waffengeschäft?) – Ich hoffe, Sie (in Richtung Parlamentsstenographen) protokollieren diese Zwischenrufe, sie sind alle klagbar! (Ruf bei den Freiheitlichen: Überhaupt nichts ist klagbar!) Der Verkehrssprecher der Freiheitlichen gaukelte den Banken eine Bonität vor, die er nicht besaß, unterzeichnete zweifelhafte Wechsel, die reihenweise platzten, und zweigte Millionensummen auf Konten ins Ausland ab. Der Verkehrssprecher der Freiheitlichen wird politisch gesucht wegen des Verdachts der Veruntreuung von bisher 200 Millionen Schilling. – Eine wahrhaft ehrenwerte Gesellschaft, Herr Haider, in der Sie sich da befinden! (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei der ÖVP.
Der Verkehrssprecher der Freiheitlichen gaukelte den Banken eine Bonität vor, die er nicht besaß. (Abg. Mag. Stadler: Was macht das Waffengeschäft?) – Ich hoffe, Sie (in Richtung Parlamentsstenographen) protokollieren diese Zwischenrufe, sie sind alle klagbar! (Ruf bei den Freiheitlichen: Überhaupt nichts ist klagbar!) Der Verkehrssprecher der Freiheitlichen gaukelte den Banken eine Bonität vor, die er nicht besaß, unterzeichnete zweifelhafte Wechsel, die reihenweise platzten, und zweigte Millionensummen auf Konten ins Ausland ab. Der Verkehrssprecher der Freiheitlichen wird politisch gesucht wegen des Verdachts der Veruntreuung von bisher 200 Millionen Schilling. – Eine wahrhaft ehrenwerte Gesellschaft, Herr Haider, in der Sie sich da befinden! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Was macht Ihr Gatte?
Herr Haider! Sie können sich nicht einfach abputzen an Ihrem Vorgänger oder an Ihrem Landesparteiobmann! (Abg. Mag. Stadler: Was macht Ihr Gatte?) Peter Rosenstingl ist seit 1990 Abgeordneter – da waren Sie schon vier Jahre lang Bundesparteiobmann, Herr Haider! (Beifall bei der ÖVP.) Er hat wichtige Parteifunktionen: Er ist Landesparteiobmann-Stellvertreter des Niederösterreichischen Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, er ist Rechnungprüfer des Freiheitlichen Klubs und er ist Verkehrssprecher der Freiheitlichen Partei. (Abg. Mag. Stadler: Frau Gräfin, was macht der Waffenhandel?) Verehrter Herr Stadler! Ein Sprecher einer Partei ist gleichzeitig auch Mitglied des sogenannten Schattenkabinetts. Ein ehrenwerter Verkehrsminister im Schattenkabinett Haider!
Beifall bei der ÖVP.
Herr Haider! Sie können sich nicht einfach abputzen an Ihrem Vorgänger oder an Ihrem Landesparteiobmann! (Abg. Mag. Stadler: Was macht Ihr Gatte?) Peter Rosenstingl ist seit 1990 Abgeordneter – da waren Sie schon vier Jahre lang Bundesparteiobmann, Herr Haider! (Beifall bei der ÖVP.) Er hat wichtige Parteifunktionen: Er ist Landesparteiobmann-Stellvertreter des Niederösterreichischen Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, er ist Rechnungprüfer des Freiheitlichen Klubs und er ist Verkehrssprecher der Freiheitlichen Partei. (Abg. Mag. Stadler: Frau Gräfin, was macht der Waffenhandel?) Verehrter Herr Stadler! Ein Sprecher einer Partei ist gleichzeitig auch Mitglied des sogenannten Schattenkabinetts. Ein ehrenwerter Verkehrsminister im Schattenkabinett Haider!
Abg. Mag. Stadler: Frau Gräfin, was macht der Waffenhandel?
Herr Haider! Sie können sich nicht einfach abputzen an Ihrem Vorgänger oder an Ihrem Landesparteiobmann! (Abg. Mag. Stadler: Was macht Ihr Gatte?) Peter Rosenstingl ist seit 1990 Abgeordneter – da waren Sie schon vier Jahre lang Bundesparteiobmann, Herr Haider! (Beifall bei der ÖVP.) Er hat wichtige Parteifunktionen: Er ist Landesparteiobmann-Stellvertreter des Niederösterreichischen Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, er ist Rechnungprüfer des Freiheitlichen Klubs und er ist Verkehrssprecher der Freiheitlichen Partei. (Abg. Mag. Stadler: Frau Gräfin, was macht der Waffenhandel?) Verehrter Herr Stadler! Ein Sprecher einer Partei ist gleichzeitig auch Mitglied des sogenannten Schattenkabinetts. Ein ehrenwerter Verkehrsminister im Schattenkabinett Haider!
Abg. Mag. Stadler: Haben Sie vom Waffenhandel Ihres Gatten gewußt?
Und Herr Haider hat nichts gewußt. Der selbsternannte Kontrollor der Nation ist offensichtlich nicht in der Lage, seine eigene Partei zu kontrollieren – oder er will nichts wissen (Abg. Mag. Stadler: Haben Sie vom Waffenhandel Ihres Gatten gewußt?), ganz nach dem Motto der chinesischen Affen: nichts hören, nichts sehen, nichts wissen. (Abg. Haigermoser: Sie sollten öfter Ihren Blutdruck messen lassen!) Sehr sauber, Herr Haider! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Was haben Sie vom Waffenhandel Ihres Mannes gewußt?)
Abg. Haigermoser: Sie sollten öfter Ihren Blutdruck messen lassen!
Und Herr Haider hat nichts gewußt. Der selbsternannte Kontrollor der Nation ist offensichtlich nicht in der Lage, seine eigene Partei zu kontrollieren – oder er will nichts wissen (Abg. Mag. Stadler: Haben Sie vom Waffenhandel Ihres Gatten gewußt?), ganz nach dem Motto der chinesischen Affen: nichts hören, nichts sehen, nichts wissen. (Abg. Haigermoser: Sie sollten öfter Ihren Blutdruck messen lassen!) Sehr sauber, Herr Haider! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Was haben Sie vom Waffenhandel Ihres Mannes gewußt?)
Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Was haben Sie vom Waffenhandel Ihres Mannes gewußt?
Und Herr Haider hat nichts gewußt. Der selbsternannte Kontrollor der Nation ist offensichtlich nicht in der Lage, seine eigene Partei zu kontrollieren – oder er will nichts wissen (Abg. Mag. Stadler: Haben Sie vom Waffenhandel Ihres Gatten gewußt?), ganz nach dem Motto der chinesischen Affen: nichts hören, nichts sehen, nichts wissen. (Abg. Haigermoser: Sie sollten öfter Ihren Blutdruck messen lassen!) Sehr sauber, Herr Haider! (Beifall bei ÖVP und SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Was haben Sie vom Waffenhandel Ihres Mannes gewußt?)
Abg. Mag. Stadler: Ihr Gatte ist nicht bei der FPÖ!
Aber Rosenstingl ist kein Einzelfall bei den Freiheitlichen. Da gibt es den freiheitlichen Abgeordneten Meischberger – vielleicht Sportminister im Kabinett Haider –, verwickelt in dubiose Finanzgeschäfte, in erster Instanz wegen Steuerhinterziehung von 3 Millionen Schilling verurteilt. – Eine wahrhaft ehrenwerte Gesellschaft, Herr Haider, die Sie da um sich versammeln! (Abg. Mag. Stadler: Ihr Gatte ist nicht bei der FPÖ!)
Abg. Mag. Stadler: Wovon lebt denn Ihr Mann heute?
Aber auch das ist kein Einzelfall. Da gibt es den freiheitlichen Landesrat Schnell – vielleicht freiheitlicher Gesundheitsminister im Schattenkabinett Haider –, dessen Mitarbeiter Daten geklaut haben, der die Salzburger „F“ ins Chaos gestürzt hat, im Auftrag Haiders von den „Rittern mit der seidenen Schnur“ aller Ämter enthoben und nach einer besonders peinlichen Unterwerfungsgeste vom Führer persönlich wieder huldvoll aufgenommen wurde. Kein Wunder! Auch er ist in der Zwischenzeit vom angesehenen Salzburger Arzt zum freiheitlichen Sozialfall geworden. Er hat keine bürgerliche Existenz mehr, er ist abhängig von der Politik (Abg. Mag. Stadler: Wovon lebt denn Ihr Mann heute?) und damit abhängig von seinem Führer. Er hat Schulden bei der Landespartei, ein gebrochener Mann. (Abg. Böhacker: Das stimmt nicht! Das ist falsch!)
Abg. Böhacker: Das stimmt nicht! Das ist falsch!
Aber auch das ist kein Einzelfall. Da gibt es den freiheitlichen Landesrat Schnell – vielleicht freiheitlicher Gesundheitsminister im Schattenkabinett Haider –, dessen Mitarbeiter Daten geklaut haben, der die Salzburger „F“ ins Chaos gestürzt hat, im Auftrag Haiders von den „Rittern mit der seidenen Schnur“ aller Ämter enthoben und nach einer besonders peinlichen Unterwerfungsgeste vom Führer persönlich wieder huldvoll aufgenommen wurde. Kein Wunder! Auch er ist in der Zwischenzeit vom angesehenen Salzburger Arzt zum freiheitlichen Sozialfall geworden. Er hat keine bürgerliche Existenz mehr, er ist abhängig von der Politik (Abg. Mag. Stadler: Wovon lebt denn Ihr Mann heute?) und damit abhängig von seinem Führer. Er hat Schulden bei der Landespartei, ein gebrochener Mann. (Abg. Böhacker: Das stimmt nicht! Das ist falsch!)
Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und Gegenrufe bei ÖVP und SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Eine wahrhaft ehrenwerte Gesellschaft, Herr Haider, die Sie da um sich versammeln! (Lebhafte Zwischenrufe bei den Freiheitlichen und Gegenrufe bei ÖVP und SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Das ist aber kein Einzelfall. Da gibt es Haiders Mann fürs Grobe, Gernot Rumpold – wahrscheinlich designierter Innenminister in Haiders Schattenkabinett. Rumpold steht morgen in Oberösterreich vor Gericht, beschuldigt eines tätlichen Angriffs und, da Männer fürs Grobe nicht zimperlich sind, wohl mehr als einer sexuellen Belästigung. Eine wahrhaft ehrenwerte Gesellschaft, Herr Haider, die Sie da um sich versammeln! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Frau Gräfin! Aber Bankrott hat er nicht gemacht! Ihr Gatte schon! Ihr Gatte hat Bankrott gemacht!
Und wer weiß, was die Abgeordneten Schreiner und Haigermoser noch alles wissen, was diesem Haus noch nicht bekannt ist?! – Eine wahrhaft ehrenwerte Gesellschaft, Herr Haider, die Sie da um sich versammeln! (Abg. Mag. Stadler: Frau Gräfin! Aber Bankrott hat er nicht gemacht! Ihr Gatte schon! Ihr Gatte hat Bankrott gemacht!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Man darf Sie nicht nur den „Ziehvater des rechtsextremen Terrorismus“ nennen, man kann Sie ruhig auch den „Ziehvater dubioser politischer Figuren“ nennen. – Und damit wollen Sie in Österreich die Macht ergreifen, Herr Haider?! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
†Abgeordnete Maria Rauch-Kallat¦ (fortsetzend): ..., ob Sie nicht endlich das wahrmachen wollen, was Sie seit Wochen ankündigen, nämlich die politische Verantwortung zu übernehmen und zurückzutreten. Das wäre ein Akt politischen Anstands! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Freiheitlichen und der ÖVP.
Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Peter Schieder. – Bitte. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Freiheitlichen und der ÖVP.)
Abg. Dr. Ofner: Da hat er recht!
Das, was aber in dieser Debatte geschieht, ist teilweise einzigartig und beschämend. (Abg. Dr. Ofner: Da hat er recht!) Abgeordneter Stadler – damit habe ich tatsächlich recht, Herr Kollege – erwähnte den Fall, daß einem Abgeordneten dieses Hauses (Abg. Dr. Graf: Marizzi?), einem FPÖ-Mandatar, der Klubkassier der Freiheitlichen war (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler) – zur Zeit der Tat, wenn er sie begangen hat, war er es –, unterstellt wird – und dieser Verdacht besteht –, grobe Delikte begangen zu haben. Im Immunitätsausschuß können nicht einmal die freiheitlichen Abgeordneten umhin, teilweise politische Zusammenhänge zu bestätigen. (Abg. Mag. Stadler: Sie haben dagegen gestimmt! Herr Schieder! Sie haben dagegen gestimmt!)
Abg. Dr. Graf: Marizzi?
Das, was aber in dieser Debatte geschieht, ist teilweise einzigartig und beschämend. (Abg. Dr. Ofner: Da hat er recht!) Abgeordneter Stadler – damit habe ich tatsächlich recht, Herr Kollege – erwähnte den Fall, daß einem Abgeordneten dieses Hauses (Abg. Dr. Graf: Marizzi?), einem FPÖ-Mandatar, der Klubkassier der Freiheitlichen war (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler) – zur Zeit der Tat, wenn er sie begangen hat, war er es –, unterstellt wird – und dieser Verdacht besteht –, grobe Delikte begangen zu haben. Im Immunitätsausschuß können nicht einmal die freiheitlichen Abgeordneten umhin, teilweise politische Zusammenhänge zu bestätigen. (Abg. Mag. Stadler: Sie haben dagegen gestimmt! Herr Schieder! Sie haben dagegen gestimmt!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler
Das, was aber in dieser Debatte geschieht, ist teilweise einzigartig und beschämend. (Abg. Dr. Ofner: Da hat er recht!) Abgeordneter Stadler – damit habe ich tatsächlich recht, Herr Kollege – erwähnte den Fall, daß einem Abgeordneten dieses Hauses (Abg. Dr. Graf: Marizzi?), einem FPÖ-Mandatar, der Klubkassier der Freiheitlichen war (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler) – zur Zeit der Tat, wenn er sie begangen hat, war er es –, unterstellt wird – und dieser Verdacht besteht –, grobe Delikte begangen zu haben. Im Immunitätsausschuß können nicht einmal die freiheitlichen Abgeordneten umhin, teilweise politische Zusammenhänge zu bestätigen. (Abg. Mag. Stadler: Sie haben dagegen gestimmt! Herr Schieder! Sie haben dagegen gestimmt!)
Abg. Mag. Stadler: Sie haben dagegen gestimmt! Herr Schieder! Sie haben dagegen gestimmt!
Das, was aber in dieser Debatte geschieht, ist teilweise einzigartig und beschämend. (Abg. Dr. Ofner: Da hat er recht!) Abgeordneter Stadler – damit habe ich tatsächlich recht, Herr Kollege – erwähnte den Fall, daß einem Abgeordneten dieses Hauses (Abg. Dr. Graf: Marizzi?), einem FPÖ-Mandatar, der Klubkassier der Freiheitlichen war (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler) – zur Zeit der Tat, wenn er sie begangen hat, war er es –, unterstellt wird – und dieser Verdacht besteht –, grobe Delikte begangen zu haben. Im Immunitätsausschuß können nicht einmal die freiheitlichen Abgeordneten umhin, teilweise politische Zusammenhänge zu bestätigen. (Abg. Mag. Stadler: Sie haben dagegen gestimmt! Herr Schieder! Sie haben dagegen gestimmt!)
Abg. Mag. Stadler: Wie der Rudas! Ich zitiere Rudas!
Er geht sogar so weit, daß er andere beschuldigt – ungerechterweise beschuldigt – und sagt (Abg. Mag. Stadler: Wie der Rudas! Ich zitiere Rudas!): Möglicherweise sind alle schuld, alle in diesem Haus, der Präsident, die Parlamentsdirektion, nur eine Gruppe ist unschuldig, nämlich die Freiheitliche Partei, aus der er stammt, in der er Funktionär war, und der freiheitliche Klub, in dem er die Funktion des Klubkassiers bekleidet hat. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: So ist es!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: So ist es!
Er geht sogar so weit, daß er andere beschuldigt – ungerechterweise beschuldigt – und sagt (Abg. Mag. Stadler: Wie der Rudas! Ich zitiere Rudas!): Möglicherweise sind alle schuld, alle in diesem Haus, der Präsident, die Parlamentsdirektion, nur eine Gruppe ist unschuldig, nämlich die Freiheitliche Partei, aus der er stammt, in der er Funktionär war, und der freiheitliche Klub, in dem er die Funktion des Klubkassiers bekleidet hat. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: So ist es!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wir haben noch ein Gewissen, Sie nicht!
Herr Abgeordneter Stadler! Ihre Angriffe, Ihre Ausfälle, ja selbst Ihre Zwischenrufe verraten Sie, denn jeder Satz, jedes Wort, jeder Buchstabe sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, daß Sie ein schlechtes Gewissen haben. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wir haben noch ein Gewissen, Sie nicht!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Ofner: Sagen Sie es doch! Erläutern Sie es!
Es ist nicht Sinn dieser Debatte, alles aufzuklären. Ich hoffe nur, daß Sie nicht fortsetzen werden, zu sagen: Das hat nichts mit uns zu tun!, sondern bereit sind, auch als Partei, auch als Klub bei der Aufklärung dieses großen, ungeheuerlichen und furchtbaren Falles mitzuhelfen. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Ofner: Sagen Sie es doch! Erläutern Sie es!)
Abg. Mag. Stadler: Gestatten Sie ein Lob?
Tun Sie nicht so, als ob Sie nichts damit zu tun hätten! Der Klubobmann und Parteiobmann Haider hat gestern davon gesprochen ... (Abg. Mag. Stadler: Gestatten Sie ein Lob?) – Nein, ich gestatte Ihnen gar nichts in diesem Zusammenhang! (Beifall bei der SPÖ.) Der Klubobmann und Abgeordnete und Parteivorsitzende Haider hat in diesem Zusammenhang davon gesprochen, daß er eine gläserne Partei schaffen wird. – Das paßt, denn im Glashaus sitzt er bereits. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie sind ein guter Redner! Ihr Klubobmann ist ein schwacher Redner! – Ruf bei den Freiheitlichen: Es war eine gute Rede, gut aufgebaut, gut rübergebracht!)
Beifall bei der SPÖ.
Tun Sie nicht so, als ob Sie nichts damit zu tun hätten! Der Klubobmann und Parteiobmann Haider hat gestern davon gesprochen ... (Abg. Mag. Stadler: Gestatten Sie ein Lob?) – Nein, ich gestatte Ihnen gar nichts in diesem Zusammenhang! (Beifall bei der SPÖ.) Der Klubobmann und Abgeordnete und Parteivorsitzende Haider hat in diesem Zusammenhang davon gesprochen, daß er eine gläserne Partei schaffen wird. – Das paßt, denn im Glashaus sitzt er bereits. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie sind ein guter Redner! Ihr Klubobmann ist ein schwacher Redner! – Ruf bei den Freiheitlichen: Es war eine gute Rede, gut aufgebaut, gut rübergebracht!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie sind ein guter Redner! Ihr Klubobmann ist ein schwacher Redner! – Ruf bei den Freiheitlichen: Es war eine gute Rede, gut aufgebaut, gut rübergebracht!
Tun Sie nicht so, als ob Sie nichts damit zu tun hätten! Der Klubobmann und Parteiobmann Haider hat gestern davon gesprochen ... (Abg. Mag. Stadler: Gestatten Sie ein Lob?) – Nein, ich gestatte Ihnen gar nichts in diesem Zusammenhang! (Beifall bei der SPÖ.) Der Klubobmann und Abgeordnete und Parteivorsitzende Haider hat in diesem Zusammenhang davon gesprochen, daß er eine gläserne Partei schaffen wird. – Das paßt, denn im Glashaus sitzt er bereits. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Sie sind ein guter Redner! Ihr Klubobmann ist ein schwacher Redner! – Ruf bei den Freiheitlichen: Es war eine gute Rede, gut aufgebaut, gut rübergebracht!)
ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP
†Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé¦ (Freiheitliche) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrte Damen und Herren! Angesichts der bisherigen Diskussion fällt es mir sehr schwer, sachlich zu bleiben (ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP) – insbesondere, wenn ich an die Ausführungen der Frau Rauch-Kallat denke. Ich möchte es nicht, aber Sie fordern mich quasi dazu heraus, Ihnen auch einmal eine Liste jener ehrenwerten Gesellschaft vorzulegen, in der Sie sich befinden. Sie distanzieren sich zum Beispiel völlig von den Waffengeschäften Ihres Mannes. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé¦ (Freiheitliche) (zur Geschäftsbehandlung): Sehr geehrte Damen und Herren! Angesichts der bisherigen Diskussion fällt es mir sehr schwer, sachlich zu bleiben (ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP) – insbesondere, wenn ich an die Ausführungen der Frau Rauch-Kallat denke. Ich möchte es nicht, aber Sie fordern mich quasi dazu heraus, Ihnen auch einmal eine Liste jener ehrenwerten Gesellschaft vorzulegen, in der Sie sich befinden. Sie distanzieren sich zum Beispiel völlig von den Waffengeschäften Ihres Mannes. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich verweise darauf, daß Herr Höchtl jahrelang, jahrzehntelang, jeden Monat 30 000 S kassiert hat, ein arbeitsloses Einkommen, das machte Millionen Schilling aus. Herr Kohlmaier hat ein Doppeleinkommen in der Höhe von 200 000 S bezogen. Und diese Liste könnte ich fortsetzen. Aber Sie reden von der ehrenwerten Gesellschaft! – Das finde ich tatsächlich paradox, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Wo? Wann? Wie? Wo? Wann? Wie?
Ich möchte sehr sachlich sein, das können Sie mir glauben! Ich scheue mich nicht, hier einzugestehen, daß es mich sehr tief betroffen gemacht hat, daß ein Kollege, den wir in unserer Fraktion hatten, vermutlich eine strafbare Handlung begangen hat. Alle von uns hat das getroffen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich sage aber, es betrifft einen Kollegen, den wir in unserer Fraktion hatten. Denn wir haben das gemacht, was man in solch einer Situation tut: Wir haben sofort gehandelt! (Abg. Dr. Kostelka: Wo? Wann? Wie? Wo? Wann? Wie?) Wir haben offengelegt, wir haben kontrolliert, wir haben die Strafanzeige erstattet, und wir haben das ehemalige Mitglied aus der Partei ausgeschlossen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich möchte sehr sachlich sein, das können Sie mir glauben! Ich scheue mich nicht, hier einzugestehen, daß es mich sehr tief betroffen gemacht hat, daß ein Kollege, den wir in unserer Fraktion hatten, vermutlich eine strafbare Handlung begangen hat. Alle von uns hat das getroffen, meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich sage aber, es betrifft einen Kollegen, den wir in unserer Fraktion hatten. Denn wir haben das gemacht, was man in solch einer Situation tut: Wir haben sofort gehandelt! (Abg. Dr. Kostelka: Wo? Wann? Wie? Wo? Wann? Wie?) Wir haben offengelegt, wir haben kontrolliert, wir haben die Strafanzeige erstattet, und wir haben das ehemalige Mitglied aus der Partei ausgeschlossen, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Die Justiz war es, die dann säumig war. Die Staatsanwaltschaft hat erst jetzt die Auslieferung beantragt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Der Herr Justizminister kommt heute noch, und Sie können ihn fragen, warum es eine Woche lang gedauert hat, bis endlich die Auslieferungsunterlagen gekommen sind.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Noch eines, Herr Abgeordneter Khol: Sie rennen bei uns offene Türen ein, wenn Sie meinen, das Aberkennungsverfahren solle heute beginnen. Aber Sie sind doch ein derart guter Jurist, Sie müssen doch wissen, daß nicht Ihre Geschäftsordnungsdebatte oder Ihr Geschäftsordnungsantrag dazu führt, daß die 30-Tage-Frist zu laufen beginnt, sondern ipso iure beginnt heute die 30-Tage-Frist zu laufen. Das, was Sie hier machen, ist eine Fleißaufgabe, die Sie nur aus politischer Geschäftemacherei angezettelt haben, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Nachlesen! Nachlesen in der Geschäftsordnung! § 2!
Genauso leicht ist es zu durchschauen, warum Sie eine Sondersitzung nach dem Ablauf der 30 Tage brauchen. Nötig ist sie nicht, denn nach der Geschäftsordnung beginnen heute diese 30 Tage zu laufen, und diese Frist endet nach 30 Tagen, aber nicht erst dann, wenn Sie eine Sondersitzung beantragen. (Abg. Dr. Kostelka: Nachlesen! Nachlesen in der Geschäftsordnung! § 2!) Aber ich weiß schon, Sie wollen gerne den Schmutz zu uns „kübeln“, weil Sie das als die einzige Möglichkeit sehen. (Heftige Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Es ist doch ganz klar, Sie wollen aus dieser Causa Rosenstingl, die in Wahrheit eine isolierte Causa ist, politisches Kapital schlagen.
Heftige Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.
Genauso leicht ist es zu durchschauen, warum Sie eine Sondersitzung nach dem Ablauf der 30 Tage brauchen. Nötig ist sie nicht, denn nach der Geschäftsordnung beginnen heute diese 30 Tage zu laufen, und diese Frist endet nach 30 Tagen, aber nicht erst dann, wenn Sie eine Sondersitzung beantragen. (Abg. Dr. Kostelka: Nachlesen! Nachlesen in der Geschäftsordnung! § 2!) Aber ich weiß schon, Sie wollen gerne den Schmutz zu uns „kübeln“, weil Sie das als die einzige Möglichkeit sehen. (Heftige Zwischenrufe bei ÖVP und SPÖ.) Es ist doch ganz klar, Sie wollen aus dieser Causa Rosenstingl, die in Wahrheit eine isolierte Causa ist, politisches Kapital schlagen.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gaál.
Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Khol! Sie brauchen auch keine Sorge zu haben, daß das Einkommen des Herrn Rosenstingl irgend jemandem in seinem Dunstkreis zukommt, denn wie Sie heute schon gehört haben, ist sein Gehalt gepfändet. Herr Präsident Fischer hat das gewußt, wir haben es leider nicht gewußt, denn es ist nicht die Pflicht eines Klubobmannes, in die privaten Finanzen eines Abgeordneten einzugreifen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Gaál.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich kann mir schon vorstellen, daß es nicht in Ihr Konzept paßt, daß wir diesbezüglich ganz schnell Ordnung gemacht haben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist überhaupt nichts zum Lachen, sondern ich sage Ihnen etwas: Wir lassen uns von Ihnen in unserer Sauberkeitslinie nicht beeinträchtigen! Wir lassen uns nicht von Ihnen beschmutzen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich kann mir schon vorstellen, daß es nicht in Ihr Konzept paßt, daß wir diesbezüglich ganz schnell Ordnung gemacht haben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Das ist überhaupt nichts zum Lachen, sondern ich sage Ihnen etwas: Wir lassen uns von Ihnen in unserer Sauberkeitslinie nicht beeinträchtigen! Wir lassen uns nicht von Ihnen beschmutzen! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das wird ihnen nicht gelingen! Ihre Behauptungen, Ihre Angriffe sind zu fadenscheinig und zu oberflächlich, als daß sie uns wirklich einen Schaden zufügen könnten. Wir sind nicht eine Partei, die „aussitzt“ und abmauert, sondern wir sind eine Partei, die offenlegt, wenn in ihren Reihen etwas passiert. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Mit welchem Recht Herr Klubobmann Kostelka von einem „Biotop“ redet, das bei der Freiheitlichen Partei angesiedelt sein und in dem Mißbrauch gedeihen soll, das frage ich mich wirklich! Denn in Wahrheit ist ein solches „Biotop“ bei Ihnen, bei der SPÖ, zu finden – aber das ist kein Biotop mehr, sondern das ist tatsächlich schon ein Sumpf, meine sehr geehrten Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordnete Dr. Helene Partik-Pablé¦ (fortsetzend): In der Vergangenheit hat sich schon manchmal die halbe SPÖ-Fraktion vor dem Strafrichter befunden. – So schaut es nämlich bei Ihnen aus! Das ist der tiefste Sumpf, den es überhaupt gibt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: Warum haben Sie gestern gegen die Auslieferung gestimmt? Warum haben Sie gestern gegen die Auslieferung gestimmt?
Meine Damen und Herren! Damit hat er sicher recht. Denn in der FPÖ ist es ein Problem, wie mit „gewöhnlichen Gaunern“ oder mit „gewöhnlichen Straftätern“ umgegangen wird. Ich möchte die Terminologie „Gauner“ nicht verwenden, denn auch für Rosenstingl gilt die Unschuldsvermutung. (Abg. Mag. Stadler: Warum haben Sie gestern gegen die Auslieferung gestimmt? Warum haben Sie gestern gegen die Auslieferung gestimmt?)
Abg. Mag. Stadler: Im Gesetz nachlesbar! Exekutionsordnung! § 301! Lesen Sie die Exekutionsordnung!
Herr Abgeordneter Stadler! Das, was Sie hier heute Herrn Präsident Fischer unterstellt haben, nämlich quasi Mitwisser, Mitschuldiger zu sein (Abg. Mag. Stadler: Im Gesetz nachlesbar! Exekutionsordnung! § 301! Lesen Sie die Exekutionsordnung!), zeigt genau jene Vorgangsweise, woran Sie, Herr Stadler, scheitern werden, woran die FPÖ scheitern wird. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Die ÖVP scheitert schon seit Jahren!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Die ÖVP scheitert schon seit Jahren!
Herr Abgeordneter Stadler! Das, was Sie hier heute Herrn Präsident Fischer unterstellt haben, nämlich quasi Mitwisser, Mitschuldiger zu sein (Abg. Mag. Stadler: Im Gesetz nachlesbar! Exekutionsordnung! § 301! Lesen Sie die Exekutionsordnung!), zeigt genau jene Vorgangsweise, woran Sie, Herr Stadler, scheitern werden, woran die FPÖ scheitern wird. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Die ÖVP scheitert schon seit Jahren!)
Abg. Haigermoser: Du solltest Herbert Fux fragen, was da los ist!
Sie rufen immer nach einfachen Methoden. Wenn es ein Problem gibt, dann ist sofort der Holzhammer in die Hand zu nehmen. Sie hatten zum Beispiel in Salzburg ein Problem. Folge: Die gesamte Partei wurde entlassen. Oder: Sie haben jetzt in Niederösterreich ein Problem. (Abg. Haigermoser: Du solltest Herbert Fux fragen, was da los ist!) – Herr Haigermoser glaubt, endlich einmal differenziert argumentieren zu können, indem er sagt: Man sieht es einem Gauner im Gesicht nicht an, daß er ein Gauner ist.
Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.
Bisher haben Sie anders geredet. Bisher haben Sie anders vereinfacht, meine Damen und Herren von den Freiheitlichen. Herr Haigermoser! Sie werden nicht durch kleine Gauner gestoppt werden, denn davon wird es in Ihrer Partei noch mehrere geben. Sie werden durch die historische Lüge und durch die historischen Unwahrheiten, die Sie jeden Tag in diesem Haus und in der Öffentlichkeit auftischen, gestoppt werden. Das wird Ihr Schicksal sein! (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind so lächerlich in Ihrer Argumentation! Sie sind so lächerlich in Ihrer Argumentation!
Meine Damen und Herren! Ich verstehe schon, ich habe auch ein furchtbares Unbehagen, wenn Personen an diesem Rednerpult stehen und mit einer gewissen Schadenfreude der FPÖ – zu Recht – einen Spiegel vorhalten. Aber die Frage ist eine strukturelle: Wie reagiert eine autoritäre Partei? Sitzt sie ein Thema aus, oder wie reagiert sie? – Ich sage Ihnen, die FPÖ sitzt nicht aus. Der eine flüchtet mit dem Geldkoffer, und der andere geht nach Taiwan, um ein Thema nicht in Angriff nehmen zu müssen, weil er es nicht mehr beherrschen kann. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind so lächerlich in Ihrer Argumentation! Sie sind so lächerlich in Ihrer Argumentation!)
Abg. Mag. Stadler: Warum haben Sie gegen die Auslieferung gestimmt? Warum haben Sie gegen die Auslieferung gestimmt?
Die FPÖ hat ein strukturelles Problem und nicht ein Einzelproblem. Das haben gestern Herr Kollege Stadler und Herr Kollege Ofner und die anderen Mitglieder des Immunitätsausschusses auch klar und deutlich festgestellt. (Abg. Mag. Stadler: Warum haben Sie gegen die Auslieferung gestimmt? Warum haben Sie gegen die Auslieferung gestimmt?)
Abg. Dr. Graf: Sie haben dagegen gestimmt, das haben wir festgestellt! – Abg. Dr. Ofner: Das erklären Sie mir! Was war gestern? Wie haben Sie gestimmt?
Es gibt einen politischen Zusammenhang mit Ihrem Thema, Herr Kollege Stadler! (Abg. Dr. Graf: Sie haben dagegen gestimmt, das haben wir festgestellt! – Abg. Dr. Ofner: Das erklären Sie mir! Was war gestern? Wie haben Sie gestimmt?) – Herr Kollege Ofner! Es ist so müßig, wenn eine Person die Unwahrheit zum politischen Stilmittel macht (Abg. Dr. Ofner: Was war gestern?), wenn eine politische Partei die Unwahrheit zum politischen Stilmittel macht. Ich weiß, daß alle Parteien und alle Menschen manchmal an der Wahrheit „vorbeischrammen“. Sie aber befinden sich mitten in der Lüge. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Ofner: Was war gestern?
Es gibt einen politischen Zusammenhang mit Ihrem Thema, Herr Kollege Stadler! (Abg. Dr. Graf: Sie haben dagegen gestimmt, das haben wir festgestellt! – Abg. Dr. Ofner: Das erklären Sie mir! Was war gestern? Wie haben Sie gestimmt?) – Herr Kollege Ofner! Es ist so müßig, wenn eine Person die Unwahrheit zum politischen Stilmittel macht (Abg. Dr. Ofner: Was war gestern?), wenn eine politische Partei die Unwahrheit zum politischen Stilmittel macht. Ich weiß, daß alle Parteien und alle Menschen manchmal an der Wahrheit „vorbeischrammen“. Sie aber befinden sich mitten in der Lüge. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es gibt einen politischen Zusammenhang mit Ihrem Thema, Herr Kollege Stadler! (Abg. Dr. Graf: Sie haben dagegen gestimmt, das haben wir festgestellt! – Abg. Dr. Ofner: Das erklären Sie mir! Was war gestern? Wie haben Sie gestimmt?) – Herr Kollege Ofner! Es ist so müßig, wenn eine Person die Unwahrheit zum politischen Stilmittel macht (Abg. Dr. Ofner: Was war gestern?), wenn eine politische Partei die Unwahrheit zum politischen Stilmittel macht. Ich weiß, daß alle Parteien und alle Menschen manchmal an der Wahrheit „vorbeischrammen“. Sie aber befinden sich mitten in der Lüge. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Aumayr: Was ist jetzt mit der Lüge?
†Präsident Dr. Heinz Fischer¦: Weitere Wortmeldungen dazu liegen mir nicht vor. Die Debatte ist daher geschlossen. (Abg. Aumayr: Was ist jetzt mit der Lüge?) – Schauen Sie sich bitte genau das Protokoll an, dann werden Sie feststellen, daß Herr Abgeordneter Wabl – ich habe mir das notiert – nicht eine Person als „Lügner“ bezeichnet hat, sondern von einer „historischen Lüge“ gesprochen hat. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
†Präsident Dr. Heinz Fischer¦: Weitere Wortmeldungen dazu liegen mir nicht vor. Die Debatte ist daher geschlossen. (Abg. Aumayr: Was ist jetzt mit der Lüge?) – Schauen Sie sich bitte genau das Protokoll an, dann werden Sie feststellen, daß Herr Abgeordneter Wabl – ich habe mir das notiert – nicht eine Person als „Lügner“ bezeichnet hat, sondern von einer „historischen Lüge“ gesprochen hat. (Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Stadler: O ja!
Peter Pilz hat eine Lawine losgetreten, von deren Ausmaß er wahrscheinlich selbst überrascht ist. Ich erwähne das deswegen, weil Kollege Stadler vorhin versucht hat, auch Herrn Dr. Haider ein gewisses Maß an „Copyright“ an der Aufdeckung dieser Bauaffären einzuräumen. Das ist sicherlich nicht korrekt, Herr Mag. Stadler. (Abg. Mag. Stadler: O ja!) Herr Haider hat sich zwar ein bißchen „draufgesetzt“, aber in nächster Zeit wird er andere Sachen zu tun haben, nämlich die Aufdeckung in eigenen Reihen.
Abg. Dr. Gredler: Ein tüchtiger Mann!
Sechstens: Wenn der Konzentrationsprozeß in der Branche so weitergeht, werden wir in Österreich zwei Gruppen haben: eine Gruppe ist der Baukonzern der Bank Austria, die andere Gruppe ist der Baukonzern des Kollegen Haselsteiner. (Abg. Dr. Gredler: Ein tüchtiger Mann!) Wie sind Sie darauf vorbereitet, Herr Minister? Glauben Sie, daß das bisherige Kartellrecht und die jetzige Vergabepraxis die richtigen Antworten auf diese neue Situation sind?
Abg. Haigermoser: Hat der alles dem Unvereinbarkeitsausschuß gemeldet, der Haselsteiner? Das muß ich ja alles wissen laut Khol! Nach Khol muß ich das wissen!
Meine Damen und Herren! Der Eindruck, der entsteht, ist, daß über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte illegale Praktiken geduldet wurden im Dunstkreis einer Bauwirtschaft, die sich in der Vergangenheit einerseits auf den roten Einflußbereich – Länderbank, Bank Austria –, andererseits auf den schwarzen Einflußbereich – Creditanstalt – bezog. Das einzige, was in meinen Augen neu ist, sind zwei Dinge: daß sich neben den rot-schwarzen Baukonzernen ein dritter etabliert, in Zukunft wahrscheinlich der zweite große Baukonzern, nämlich der Konzern Haselsteiner, wobei noch zu klären ist, ob sich dessen Firmen in der Vergangenheit anders verhalten haben als die schon genannten. (Abg. Haigermoser: Hat der alles dem Unvereinbarkeitsausschuß gemeldet, der Haselsteiner? Das muß ich ja alles wissen laut Khol! Nach Khol muß ich das wissen!)
Abg. Haigermoser: Hat Haselsteiner alles gemeldet – Fragezeichen –?
Das, was neu ist, ist – das ist möglicherweise ein „Verdienst“ der Freiheitlichen; „Verdienst“ selbstverständlich zwischen Anführungszeichen –, daß die Geschichten rund um Herrn Rosenstingl die Frage nahelegen, ob nicht auch im Hochbau die gleichen Praktiken eingerissen sind wie im Tiefbau. (Abg. Haigermoser: Hat Haselsteiner alles gemeldet – Fragezeichen –?)
Abg. Haigermoser: Hat Bartenstein alles gemeldet? – Ist auch die Frage!
Die Verwicklung von Abgeordneten der Freiheitlichen in Wohnbaugenossenschaften, Herr Haigermoser, bleibt noch zu aufklären. Es bleibt zu klären, ob sich der Landesvorsitzende der niederösterreichischen Freiheitlichen von freiheitlichen Wohnbaugenossenschaften ein Haus errichten läßt. (Abg. Haigermoser: Hat Bartenstein alles gemeldet? – Ist auch die Frage!) Herr Haigermoser zieht es vor, nicht zuzuhören, was ich gut verstehen kann. (Abg Haigermoser: Ich frage nur! – Abg. Dr. Haselsteiner – in Richtung des Abg. Haigermoser –: Die Fragen sind so dumm! Sie müssen intelligenter fragen! – Abg. Haigermoser – in Richtung des Abg. Dr. Haselsteiner –: Alle sind dumm außer Ihnen! Wissen Sie, was Sie sind? – Sie sind gerissen, Herr Haselsteiner!)
Abg Haigermoser: Ich frage nur! – Abg. Dr. Haselsteiner – in Richtung des Abg. Haigermoser –: Die Fragen sind so dumm! Sie müssen intelligenter fragen! – Abg. Haigermoser – in Richtung des Abg. Dr. Haselsteiner –: Alle sind dumm außer Ihnen! Wissen Sie, was Sie sind? – Sie sind gerissen, Herr Haselsteiner!
Die Verwicklung von Abgeordneten der Freiheitlichen in Wohnbaugenossenschaften, Herr Haigermoser, bleibt noch zu aufklären. Es bleibt zu klären, ob sich der Landesvorsitzende der niederösterreichischen Freiheitlichen von freiheitlichen Wohnbaugenossenschaften ein Haus errichten läßt. (Abg. Haigermoser: Hat Bartenstein alles gemeldet? – Ist auch die Frage!) Herr Haigermoser zieht es vor, nicht zuzuhören, was ich gut verstehen kann. (Abg Haigermoser: Ich frage nur! – Abg. Dr. Haselsteiner – in Richtung des Abg. Haigermoser –: Die Fragen sind so dumm! Sie müssen intelligenter fragen! – Abg. Haigermoser – in Richtung des Abg. Dr. Haselsteiner –: Alle sind dumm außer Ihnen! Wissen Sie, was Sie sind? – Sie sind gerissen, Herr Haselsteiner!)
Beifall bei den Grünen.
Herr Minister Farnleitner! Ich glaube, das sind genug Fragen für eine erste Runde. Sie als zuständiger Bundesminister werden tätig werden müssen. – Danke schön. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Dr. Haider: Schaut aber nicht so aus!
†Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten Dr. Hannes Farnleitner¦: Herr Präsident! Hohes Haus! Ich freue mich selbstverständlich, zu den hier gestellten Fragen Stellung nehmen zu können (Abg. Dr. Haider: Schaut aber nicht so aus!), bitte aber, im Hinblick auf das Bundesministeriengesetz und die allen Abgeordneten bekannten Zuständigkeiten darauf hinweisen zu dürfen, daß für das Vergabewesen das Bundeskanzleramt, für das Kartellrecht und dessen Umsetzung der Bundesminister für Justiz und für die meisten im inkriminierten Fall angezogenen Sachverhalte als Eigentümer wieder ein anderer Minister zuständig ist. Ich spreche aber gerne zu diesem Thema, da es aus mehreren Gründen ein für uns sehr wichtiger Bereich der Politik ist.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Daher insgesamt: Es ist ein tägliches Bemühen – zumindest in den Bereichen, für die ich verantwortlich bin –, der Versuchung zu widerstehen, sich die Dinge zu richten und richten zu lassen. Ich glaube aber nicht, daß man generelle Schlüsse ziehen kann. Mein Eindruck aus der zweijährigen Tätigkeit im Haus ist, daß wir durch größere Vorsicht bei den vergebenden Beamten und durch die von mir angeführten Begleitkontrollen eine Stimmung erzeugt haben, bei der man nicht davon reden kann – siehe Preisindex der Bauwirtschaft, siehe Ergebnisse der Bauwirtschaft –, daß der öffentliche Bau eine „Bonanza“ geworden ist, bei der man sich bedienen kann, sondern es ist eben die private Nachfragekomponente schwächer geworden, in der mit extrem niedrigen Margen gearbeitet wird. – Soweit meine Antwort, Herr Präsident, Hohes Haus! Danke. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
†Abgeordnete Dr. Gabriela Moser¦ (fortsetzend): Daß das geht, beweisen Ihnen Körperschaften wie zum Beispiel die Stadt Linz, wo, seit solche Machenschaften aufgeflogen sind, ganz korrekte Ausschreibungen laufen (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), die Bieterlisten geheimgehalten werden, das Angebot nicht öffentlich, sondern nur unter Beisein von drei Magistratsstellen geöffnet wird.
Die Rednerin spricht noch einige Zeit ohne Mikrophon weiter. – Beifall bei den Grünen.
†Abgeordnete Dr. Gabriela Moser¦ (fortsetzend): Es geht, Sie müssen nur den Willen dazu haben. Und dieser Wille fehlt, Herr Bundesminister. (Die Rednerin spricht noch einige Zeit ohne Mikrophon weiter. – Beifall bei den Grünen.)
Zwischenruf des Abg. Öllinger.
†Abgeordneter Kurt Eder¦ (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Hätte vorige Woche am Donnerstag, dem 7. Mai, die grüne Fraktion den Wiener Gemeinderat nicht verlassen, sondern dort die politische Diskussion über dieses Thema geführt, dann hätten, Kollegin Moser, Ihre Kolleginnen und Kollegen all das, was Sie jetzt noch sagen wollten, locker sagen können. (Zwischenruf des Abg. Öllinger.) Aber das Verhalten der Oppositionsparteien auch im Wiener Rathaus zeigt ja schon sehr deutlich, daß es ihnen anscheinend nicht immer nur um wirkliche Aufklärung und um die Sache geht, sondern vor allem auch – das verstehe ich schon, Herr Kollege – um ein gewisses politisches Theater, das man darum herum inszenieren muß.
Abg. Öllinger: Das merkt man!
Lassen Sie mich für meine Fraktion eines sehr deutlich sagen, meine sehr geehrten Damen und Herren: Wir nehmen die Vorwürfe von Kartellabsprachen in der österreichischen Bauwirtschaft sehr, sehr ernst. (Abg. Öllinger: Das merkt man!) Sollten sich die gerichtsanhängigen Verfahren – ich sage das sehr bewußt – bestätigen, so gilt es, folgendes festzuhalten: Die Gemeinde Wien und auch der Bund wären in dieser Situation nicht Täter, sondern Opfer solcher Kartellabsprachen. Es liegt daher logischerweise völlig im Interesse der Auftraggeber – im konkreten Fall, den Sie meinen, ist das die Stadt Wien oder vielleicht auch die eine oder andere Gesellschaft, an der der Bund beteiligt ist –, daß die Vorwürfe betreffend Absprachen zwischen einzelnen Baufirmen vollständig und schonungslos aufgeklärt werden. Und dazu bekennen wir uns wirklich eindeutig.
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Kurt Eder¦ (fortsetzend): Ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an ein Wahlplakat, das ich vor vielen Monaten gesehen habe, so schön blau: „Einfach ehrlich, einfach Jörg“. (Beifall bei der SPÖ.)
Zwischenruf des Abg. Jung
Wenn Herr Rosenstingl gemeinsam mit einem anderen FPÖ-Abgeordneten Kommanditist der „Holiday Home“ ist, wenn an dieser „Holiday Home“ ein Baumeister aus dem Dunstkreis der FPÖ beteiligt ist, wenn diese „Holiday Home“ zu 25 Prozent trotz Unvereinbarkeit laut Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz für Bauunternehmen (Zwischenruf des Abg. Jung) an einer Wohnbaugenossenschaft „Freies Wohnen“ beteiligt ist, Herr Jung, und dort 75 Prozent von einer Stiftung „Freies Wohnen“ gehalten werden, wo wieder andere FPÖ-Abgeordnete im Stiftungsvorstand sitzen, dann ist niemand schuld, dann ist nur Rosenstingl schuld daran, der ein kleines Rädchen in diesem Geflecht gewesen ist. Das möchte ich erwähnt haben.
Beifall bei der ÖVP.
†Abgeordneter Dr. Walter Schwimmer¦ (fortsetzend): ... oder den Grundsatz des Wettbewerbs verstoßende Abreden getroffen haben, sind auszuscheiden. Wir haben die entsprechenden gesetzlichen Maßnahmen getroffen. Alles andere ist kriminell und muß von den Gerichten und Staatsanwälten untersucht werden. (Beifall bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (Freiheitliche): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Es ist bemerkenswert, wenn Abgeordneter Schwimmer schon die Tatsache, daß Freiheitliche in einer Wohnbaugesellschaft vertreten sein können, als einen kriminellen Akt bezeichnet, weil das den Schluß zuläßt, daß er aufgrund der schlechten Erfahrungen mit ÖVP-Wohnbaugenossenschaften wie WBO, WEB von vornherein eine kriminelle Aktivität in diesen Bereichen sieht. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich kann Sie nur auffordern, Herr Kollege Schwimmer: Ziehen Sie sich mit Ihren Mandataren endlich aus den Geschäften zurück, die Sie angeblich von vornherein für korrupt halten, dann sind Sie glaubwürdig, wenn Sie hier reden! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (Freiheitliche): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Es ist bemerkenswert, wenn Abgeordneter Schwimmer schon die Tatsache, daß Freiheitliche in einer Wohnbaugesellschaft vertreten sein können, als einen kriminellen Akt bezeichnet, weil das den Schluß zuläßt, daß er aufgrund der schlechten Erfahrungen mit ÖVP-Wohnbaugenossenschaften wie WBO, WEB von vornherein eine kriminelle Aktivität in diesen Bereichen sieht. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich kann Sie nur auffordern, Herr Kollege Schwimmer: Ziehen Sie sich mit Ihren Mandataren endlich aus den Geschäften zurück, die Sie angeblich von vornherein für korrupt halten, dann sind Sie glaubwürdig, wenn Sie hier reden! (Neuerlicher Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Haselsteiner: Du hast die letzte Rednerliste nicht!
Herr Bundesminister! Es ist ein Faktum, daß in der Bauwirtschaft selbstverständlich viele Dinge nicht in Ordnung sind. Es kommt nicht von ungefähr, warum Kollege Haselsteiner hier nicht reden darf. Das kommt nicht von ungefähr. (Abg. Dr. Haselsteiner: Du hast die letzte Rednerliste nicht!) Haben sie dich nachgemeldet, damit du dich nicht blamierst? (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Haselsteiner: Nein, nein, wir wollten dich überraschen!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Haselsteiner: Nein, nein, wir wollten dich überraschen!
Herr Bundesminister! Es ist ein Faktum, daß in der Bauwirtschaft selbstverständlich viele Dinge nicht in Ordnung sind. Es kommt nicht von ungefähr, warum Kollege Haselsteiner hier nicht reden darf. Das kommt nicht von ungefähr. (Abg. Dr. Haselsteiner: Du hast die letzte Rednerliste nicht!) Haben sie dich nachgemeldet, damit du dich nicht blamierst? (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Haselsteiner: Nein, nein, wir wollten dich überraschen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Unerhört! Das ist ein Sumpf!
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (fortsetzend): ... der jetzt in Diskussion steht, bei Aufträgen die großen Schiebereien gemacht zu haben, noch entgegen den Informationen seines Vorstandes in seiner Villa privat getroffen hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Unerhört! Das ist ein Sumpf!) Keine Konsequenzen, kein Staatsanwalt, kein Einschreiten der Wirtschaftspolizei, kein Absetzen der Vorstände, kein Auswechseln der Aufsichtsräte, weil eine rot-schwarze Eintracht beim Wiener Flughafenbau besteht! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Da geht es um Hunderte Millionen Schilling, die man auf diese Weise in falsche Kanäle hinein investiert, anstatt sie dem Steuerzahler zu ersparen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (fortsetzend): ... der jetzt in Diskussion steht, bei Aufträgen die großen Schiebereien gemacht zu haben, noch entgegen den Informationen seines Vorstandes in seiner Villa privat getroffen hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Unerhört! Das ist ein Sumpf!) Keine Konsequenzen, kein Staatsanwalt, kein Einschreiten der Wirtschaftspolizei, kein Absetzen der Vorstände, kein Auswechseln der Aufsichtsräte, weil eine rot-schwarze Eintracht beim Wiener Flughafenbau besteht! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Da geht es um Hunderte Millionen Schilling, die man auf diese Weise in falsche Kanäle hinein investiert, anstatt sie dem Steuerzahler zu ersparen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (fortsetzend): ... der jetzt in Diskussion steht, bei Aufträgen die großen Schiebereien gemacht zu haben, noch entgegen den Informationen seines Vorstandes in seiner Villa privat getroffen hat. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Unerhört! Das ist ein Sumpf!) Keine Konsequenzen, kein Staatsanwalt, kein Einschreiten der Wirtschaftspolizei, kein Absetzen der Vorstände, kein Auswechseln der Aufsichtsräte, weil eine rot-schwarze Eintracht beim Wiener Flughafenbau besteht! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Da geht es um Hunderte Millionen Schilling, die man auf diese Weise in falsche Kanäle hinein investiert, anstatt sie dem Steuerzahler zu ersparen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Rauch-Kallat und Haigermoser.
†Präsident Dr. Heinz Fischer¦: Nächster Redner ist Herr Mag. Helmut Peter. Gleiche Redezeit. (Rufe und Gegenrufe zwischen den Abgeordneten Rauch-Kallat und Haigermoser.)
Beifall beim Liberalen Forum. – Zwischenruf des Abg. Eder.
Es kommen dann immer Abgeordnete der Regierungsparteien – früher hießen sie anders, heute heißen sie Eder oder Schwimmer – hier zum Rednerpult und sagen: Es muß alles aufgeklärt werden! Selbstverständlich! Aber warum sagen Sie uns eigentlich nicht, lieber Herr Schwimmer und und lieber Herr Eder, welche Prävention Sie vorschlagen? Von Ihnen beiden vermisse ich völlig Vorschläge zur Prävention, damit in Ihrem Machtbereich, in dem die Mandatare Ihrer Parteien sitzen, nicht wieder Baukorruption möglich ist. Wo sind Ihre Vorschläge? Das ist die Frage, die ich immer stelle. (Beifall beim Liberalen Forum. – Zwischenruf des Abg. Eder.) Wenn es offensichtlich trotz Verbot zu verbrecherischen Handlungen kommt, Herr Eder, dann müssen Sie sagen, welche Präventionen Sie machen werden. Ich werde Ihnen einige vorschlagen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Schwimmer.) Wir schaffen nicht die Polizei ab, Herr Schwimmer. – So einfach kann es sich nicht einmal ein Herr Schwimmer machen, auch wenn er es sehr kleinkariert sieht, das verstehe ich schon!
Zwischenruf des Abg. Dr. Schwimmer.
Es kommen dann immer Abgeordnete der Regierungsparteien – früher hießen sie anders, heute heißen sie Eder oder Schwimmer – hier zum Rednerpult und sagen: Es muß alles aufgeklärt werden! Selbstverständlich! Aber warum sagen Sie uns eigentlich nicht, lieber Herr Schwimmer und und lieber Herr Eder, welche Prävention Sie vorschlagen? Von Ihnen beiden vermisse ich völlig Vorschläge zur Prävention, damit in Ihrem Machtbereich, in dem die Mandatare Ihrer Parteien sitzen, nicht wieder Baukorruption möglich ist. Wo sind Ihre Vorschläge? Das ist die Frage, die ich immer stelle. (Beifall beim Liberalen Forum. – Zwischenruf des Abg. Eder.) Wenn es offensichtlich trotz Verbot zu verbrecherischen Handlungen kommt, Herr Eder, dann müssen Sie sagen, welche Präventionen Sie machen werden. Ich werde Ihnen einige vorschlagen. (Zwischenruf des Abg. Dr. Schwimmer.) Wir schaffen nicht die Polizei ab, Herr Schwimmer. – So einfach kann es sich nicht einmal ein Herr Schwimmer machen, auch wenn er es sehr kleinkariert sieht, das verstehe ich schon!
Beifall beim Liberalen Forum.
†Abgeordneter Mag. Helmut Peter¦ (fortsetzend): Zur Tagesordnung können wir nicht übergehen, denn Korruption untergräbt die Sicherheit und Stabilität eines Landes, am Ende das Land selbst. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall bei den Grünen.
Herr Abgeordneter Eder! Ich frage Sie schon, ob es wirklich das Äußerste an Aufklärungswillen ist, wenn ein Wiener Bürgermeister den Baufirmen rät, sie sollen doch den Aufdecker klagen. Ich würde mir das Umgekehrte vorstellen: daß er den Baufirmen, und zwar dringend, anordnet, daß sie alle Unterlagen auf den Tisch legen und für „gläserne Kassen“ sorgen sollen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (fortsetzend): ... sehr schnell agiert, dieselbe Art von Korruption und Mißwirtschaft betreibt. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ.
Ich möchte mit allem Nachdruck festhalten: Herr Abgeordneter Haider hat einem anerkannten Mitarbeiter des Finanzministeriums, Herrn Sektionschef Dr. Nolz, strafbare Handlungen unterstellt. Ich weise diese Unterstellung mit aller Entschiedenheit und mit allem Nachdruck zurück. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Mag. Johann Maier¦ (fortsetzend): ... Schutz des seriösen Mitbewerbers, Schutz des Steuerzahlers und der österreichischen Konsumenten. Dafür werden wir uns einsetzen! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Was ist am Rosenstingl lieb?
†Abgeordneter Dkfm. Dr. Günter Puttinger¦ (ÖVP): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir befinden uns eigentlich in einer sehr merkwürdigen politischen Konstellation: Einerseits gibt es den sogenannten obersten Aufdecker der Nation, den – unter Anführungszeichen – „lieben“ Jörg, dem wiederum einer seiner Erfüllungsgehilfen, der „liebe“ Rosenstingl, verlorengegangen ist – wie so viele andere. Er ist nun voll damit beschäftigt, die vielen Scherben – seien sie finanzieller oder organisatorischer Natur – aufzuräumen. (Abg. Mag. Stadler: Was ist am Rosenstingl lieb?)
Beifall bei der ÖVP.
Ich verstehe es ja, daß die Grünen hinter einem neuen Thema her sind – auf Bundesebene wahrscheinlich genauso wie in Salzburg –, weil ihnen die Umweltthemen anscheinend ausgegangen sind. Wenn ich bedenke, daß der grüne Klubsekretär namens Sams in Salzburg zu den Beamten geht und nachfragt, welche Umweltprobleme es denn gäbe, denn man müßte sich ja parteiintern mit den Problemen auseinandersetzen, die in Zukunft anstünden, dann muß ich sagen: Es braucht die grüne Fraktion ein Thema, und so ist sie halt auf dieses Thema „hinaufgehüpft“, und daher haben wir heute hier dieses Thema zu behandeln. (Beifall bei der ÖVP.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Peter.
Sie sollten eigentlich das Ohr an Ihrer Basis haben und sich dort Anregungen holen, meine sehr verehrten Damen und Herren! (Zwischenruf des Abg. Mag. Peter.) Zu Ihnen komme ich noch, Herr Peter.
Beifall bei der ÖVP.
Sie, sehr geehrte Damen und Herren von den Grünen und von den Freiheitlichen, haben ja selbst den Herrn Minister verdächtigt, da nicht korrekt gehandelt zu haben. Doch das kann bitte nicht der Sinn der heutigen Debatte sein, das kann nicht der Sinn Ihres heutigen Schaustellens sein, das Sie hier wieder produzieren. Sie benützen ja das Parlament wieder als politische Schaubühne. Sie wollen anscheinend die Übertragung im ORF wieder zur Stimmungsmache benützen. Das kann nicht Aufgabe des Parlaments sein! (Beifall bei der ÖVP.)
Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.
Verurteilen und beschuldigen wir nicht, bevor wir nicht wissen, ob überhaupt etwas passiert ist! Das entspricht meiner Rechtsauffassung, meinem Rechtsempfinden und, wie ich meine, auch dem Rechtsempfinden der Österreicher. Vorverurteilungen hat es in Österreich schon zur Genüge gegeben. Das sei den Grünen und den Freiheitlichen hinter die Ohren geschrieben; auch Ihnen, Herr Wabl, auch wenn man bei Ihnen nicht so schnell da hinkommt. (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Petrovic: Wir wollen nichts abschaffen!
Nach strengeren Kontrollen zu rufen, nach strengeren Gesetzen zu rufen, lieber Herr Peter, ich glaube, das ist nicht unbedingt die Situation, in der wir uns befinden. Denn ich kann die Schule nicht abschaffen, weil ein Schüler schwindelt, ich kann das Telefon nicht abschaffen, nur weil damit ein Verbrechen begangen wird. (Abg. Dr. Petrovic: Wir wollen nichts abschaffen!) So einfach kann es sich die Politik nicht machen, sehr geehrter Herr Peter! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Petrovic: Wir wollen nicht die Bauwirtschaft abschaffen, nur die Korruption! – Abg. Wabl: Wir wollen sie nicht abschaffen!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Petrovic: Wir wollen nicht die Bauwirtschaft abschaffen, nur die Korruption! – Abg. Wabl: Wir wollen sie nicht abschaffen!
Nach strengeren Kontrollen zu rufen, nach strengeren Gesetzen zu rufen, lieber Herr Peter, ich glaube, das ist nicht unbedingt die Situation, in der wir uns befinden. Denn ich kann die Schule nicht abschaffen, weil ein Schüler schwindelt, ich kann das Telefon nicht abschaffen, nur weil damit ein Verbrechen begangen wird. (Abg. Dr. Petrovic: Wir wollen nichts abschaffen!) So einfach kann es sich die Politik nicht machen, sehr geehrter Herr Peter! (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Dr. Petrovic: Wir wollen nicht die Bauwirtschaft abschaffen, nur die Korruption! – Abg. Wabl: Wir wollen sie nicht abschaffen!)
Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Haselsteiner.
Zu dem, was Sie zu den Oligopolen und zu den Monopolen gesagt haben, muß ich Ihnen schon sagen, daß ich dabei an Ihren Kollegen Haselsteiner denke, der in seiner marktbeherrschenden Stellung sicher noch nie in seinem Leben eine Preisabsprache gemacht hat und in dieser marktbeherrschenden Stellung auch nie machen wird. Selbstverständlich, Herr Peter! Das würde ich mit einfließen lassen in die Überlegungen. (Beifall bei der ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Dr. Haselsteiner.)
Abg. Wabl: Sie dürfen auch weiter in die Schule gehen, aber gegen die Kontrolle dürfen Sie nicht sein!
Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grünen! Ich warne Sie schon ein bißchen. (Abg. Wabl: Sie dürfen auch weiter in die Schule gehen, aber gegen die Kontrolle dürfen Sie nicht sein!) Bei den Blauen ist von den Saubermännern heute nur mehr ein Dobermann übriggeblieben. Aufgrund der heutigen Debatte, in der Sie von Verwaltungsaufblähung, von Veränderungen des Kontrollsystems reden, immer mehr Verwaltung fordern, glaube ich, daß aus Ihren Reihen, meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grünen, daß aus den Reihen der neuen selbsternannten Saubermänner (Abg. Wabl: Was heißt „neu“?) letzten Endes auch nur mehr Dobermänner übriggeblieben sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Herr Puttinger, gehen Sie in die Schule!)
Abg. Wabl: Was heißt „neu“?
Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grünen! Ich warne Sie schon ein bißchen. (Abg. Wabl: Sie dürfen auch weiter in die Schule gehen, aber gegen die Kontrolle dürfen Sie nicht sein!) Bei den Blauen ist von den Saubermännern heute nur mehr ein Dobermann übriggeblieben. Aufgrund der heutigen Debatte, in der Sie von Verwaltungsaufblähung, von Veränderungen des Kontrollsystems reden, immer mehr Verwaltung fordern, glaube ich, daß aus Ihren Reihen, meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grünen, daß aus den Reihen der neuen selbsternannten Saubermänner (Abg. Wabl: Was heißt „neu“?) letzten Endes auch nur mehr Dobermänner übriggeblieben sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Herr Puttinger, gehen Sie in die Schule!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Herr Puttinger, gehen Sie in die Schule!
Meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grünen! Ich warne Sie schon ein bißchen. (Abg. Wabl: Sie dürfen auch weiter in die Schule gehen, aber gegen die Kontrolle dürfen Sie nicht sein!) Bei den Blauen ist von den Saubermännern heute nur mehr ein Dobermann übriggeblieben. Aufgrund der heutigen Debatte, in der Sie von Verwaltungsaufblähung, von Veränderungen des Kontrollsystems reden, immer mehr Verwaltung fordern, glaube ich, daß aus Ihren Reihen, meine sehr verehrten Damen und Herren von den Grünen, daß aus den Reihen der neuen selbsternannten Saubermänner (Abg. Wabl: Was heißt „neu“?) letzten Endes auch nur mehr Dobermänner übriggeblieben sind. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Wabl: Herr Puttinger, gehen Sie in die Schule!)
Abg. Wabl: Jetzt kommt die erste Runde! – Abg. Dr. Haselsteiner: Das ist ja peinlich! – Abg. Koppler: Ein niederösterreichischer FPÖ-Abgeordneter!
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Zu Wort gelangt jetzt Herr Abgeordneter Mag. Firlinger. 5 Minuten Redezeit. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Wabl: Jetzt kommt die erste Runde! – Abg. Dr. Haselsteiner: Das ist ja peinlich! – Abg. Koppler: Ein niederösterreichischer FPÖ-Abgeordneter!)
Abg. Dr. Haselsteiner: Wie wär’s mit dem Verkehrsminister?
†Abgeordneter Mag. Reinhard Firlinger¦ (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eigentlich müßten heute hier zwei weitere Minister vertreten sein und uns die Ehre geben, nämlich der Herr Justizminister und der Herr Finanzminister. Und dies aus gutem Grund. (Abg. Dr. Haselsteiner: Wie wär’s mit dem Verkehrsminister?) Auf Ihre unqualifizierten Zwischenrufe möchte ich jetzt gar nicht eingehen, denn ich habe nicht so viel Redezeit, Herr Kollege Haselsteiner und Herr Kollege Wabl! (Abg. Dr. Haselsteiner: Meine Zwischenrufe sind eine Ehre für Sie!)
Abg. Dr. Haselsteiner: Meine Zwischenrufe sind eine Ehre für Sie!
†Abgeordneter Mag. Reinhard Firlinger¦ (Freiheitliche): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Eigentlich müßten heute hier zwei weitere Minister vertreten sein und uns die Ehre geben, nämlich der Herr Justizminister und der Herr Finanzminister. Und dies aus gutem Grund. (Abg. Dr. Haselsteiner: Wie wär’s mit dem Verkehrsminister?) Auf Ihre unqualifizierten Zwischenrufe möchte ich jetzt gar nicht eingehen, denn ich habe nicht so viel Redezeit, Herr Kollege Haselsteiner und Herr Kollege Wabl! (Abg. Dr. Haselsteiner: Meine Zwischenrufe sind eine Ehre für Sie!)
Abg. Wabl: Wir haben es getan!
Herr Bundesminister! Sie haben gesagt, in Ihrem Bereich gebe es, was den Bundeshochbau betrifft, einige Unschönheiten, aber im wesentlichen sei alles paletti. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen: Lesen Sie einmal den letzten Rechnungshofbericht über den Bundeshochbau, über den Liegenschaftsbesitz! (Abg. Wabl: Wir haben es getan!) Wenn Sie den korrekt durchlesen, müssen Sie eigentlich zu einer ganz anderen Auffassung kommen. (Abg. Dr. Petrovic: Haben Sie auch ein Haus in Niederösterreich?) Bitte, machen Sie sich die Mühe und lesen Sie darin nach! Lesen Sie auch zwischen den Zeilen, was der Rechnungshof dazu sagt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Petrovic: Haben Sie auch ein Haus in Niederösterreich?
Herr Bundesminister! Sie haben gesagt, in Ihrem Bereich gebe es, was den Bundeshochbau betrifft, einige Unschönheiten, aber im wesentlichen sei alles paletti. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen: Lesen Sie einmal den letzten Rechnungshofbericht über den Bundeshochbau, über den Liegenschaftsbesitz! (Abg. Wabl: Wir haben es getan!) Wenn Sie den korrekt durchlesen, müssen Sie eigentlich zu einer ganz anderen Auffassung kommen. (Abg. Dr. Petrovic: Haben Sie auch ein Haus in Niederösterreich?) Bitte, machen Sie sich die Mühe und lesen Sie darin nach! Lesen Sie auch zwischen den Zeilen, was der Rechnungshof dazu sagt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Bundesminister! Sie haben gesagt, in Ihrem Bereich gebe es, was den Bundeshochbau betrifft, einige Unschönheiten, aber im wesentlichen sei alles paletti. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen: Lesen Sie einmal den letzten Rechnungshofbericht über den Bundeshochbau, über den Liegenschaftsbesitz! (Abg. Wabl: Wir haben es getan!) Wenn Sie den korrekt durchlesen, müssen Sie eigentlich zu einer ganz anderen Auffassung kommen. (Abg. Dr. Petrovic: Haben Sie auch ein Haus in Niederösterreich?) Bitte, machen Sie sich die Mühe und lesen Sie darin nach! Lesen Sie auch zwischen den Zeilen, was der Rechnungshof dazu sagt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Koppler: Wo ist der Rosenstingl?
Den Herrn Justizminister hätte ich gerne hier (Abg. Koppler: Wo ist der Rosenstingl?), denn er hat Erklärungsbedarf, meine Damen und Herren. Er hat erhöhten Erklärungsbedarf – Abgeordneter Haider hat es schon ganz klar gesagt –, warum eine Anzeige, die ein Kleinaktionär am Flughafen Wien im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten bei Bauausschreibungen erstattet hat, in der Republik Österreich regelrecht versandet ist. Jawohl, versandet ist! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Da hat Justizminister Michalek Aufklärungsbedarf.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Den Herrn Justizminister hätte ich gerne hier (Abg. Koppler: Wo ist der Rosenstingl?), denn er hat Erklärungsbedarf, meine Damen und Herren. Er hat erhöhten Erklärungsbedarf – Abgeordneter Haider hat es schon ganz klar gesagt –, warum eine Anzeige, die ein Kleinaktionär am Flughafen Wien im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten bei Bauausschreibungen erstattet hat, in der Republik Österreich regelrecht versandet ist. Jawohl, versandet ist! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Da hat Justizminister Michalek Aufklärungsbedarf.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es hat schon eine Reihe von Anfragen zu diesem Thema gegeben. Die Antworten waren insgesamt nicht sonderlich befriedigend. Herr Bundesminister! Bitte, richten Sie Ihrem Regierungskollegen aus, er wird weitere Anfragen zu diesem Thema bekommen, und zwar so lange, bis die Antwort auch die tatsächlichen Verhältnisse, warum dieses Verfahren niedergeschlagen wurde, widerspiegelt und in das rechte Licht der Öffentlichkeit rückt. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Mag. Barmüller: Rosenstingl!
Nun aber zum Flughafen, meine Damen und Herren. Hier wäre auch Minister Edlinger gefordert, für Aufklärung zu sorgen, denn eines ist schon klar: Abgeordneter Haider hat nicht gesagt, daß der Vorsitzende des Aufsichtsrates eine strafbare Handlung begangen hat, aber er hat sehr wohl ein brisantes Thema angeschnitten. (Abg. Mag. Barmüller: Rosenstingl!) Das kommt in der „Presse“ vom 7. Mai ganz klar zum Vorschein. (Abg. Dr. Petrovic: Wer ist geflogen? – Abg. Wabl: Wer ist geflogen? – Abg. Dr. Petrovic: Und wohin?) Harte Fragen, dürftige Antworten zum Bauskandal, der meiner Meinung nach nicht ein reiner Bauskandal ist, sondern ein Ausschreibungs- und ein Bieterskandal. Da wird schon ganz interessant die Rolle des Herrn Sektionschefs Nolz hinterfragt, der sich – was für einen leitenden Beamten absolut unüblich ist – in seinem privaten Haus mit dem Herrn G., dem Herrn Graf, Inhaber der Firma SBG, getroffen hat, wobei man nicht nachvollziehen kann, was da eigentlich besprochen wurde.
Abg. Dr. Petrovic: Wer ist geflogen? – Abg. Wabl: Wer ist geflogen? – Abg. Dr. Petrovic: Und wohin?
Nun aber zum Flughafen, meine Damen und Herren. Hier wäre auch Minister Edlinger gefordert, für Aufklärung zu sorgen, denn eines ist schon klar: Abgeordneter Haider hat nicht gesagt, daß der Vorsitzende des Aufsichtsrates eine strafbare Handlung begangen hat, aber er hat sehr wohl ein brisantes Thema angeschnitten. (Abg. Mag. Barmüller: Rosenstingl!) Das kommt in der „Presse“ vom 7. Mai ganz klar zum Vorschein. (Abg. Dr. Petrovic: Wer ist geflogen? – Abg. Wabl: Wer ist geflogen? – Abg. Dr. Petrovic: Und wohin?) Harte Fragen, dürftige Antworten zum Bauskandal, der meiner Meinung nach nicht ein reiner Bauskandal ist, sondern ein Ausschreibungs- und ein Bieterskandal. Da wird schon ganz interessant die Rolle des Herrn Sektionschefs Nolz hinterfragt, der sich – was für einen leitenden Beamten absolut unüblich ist – in seinem privaten Haus mit dem Herrn G., dem Herrn Graf, Inhaber der Firma SBG, getroffen hat, wobei man nicht nachvollziehen kann, was da eigentlich besprochen wurde.
Abg. Dr. Petrovic: Wohin sind Sie geflogen?
Meine Damen und Herren! Ich komme abschließend zu der Feststellung: Meiner Ansicht nach haben am Flughafen Wien sehr viele versagt: Zunächst einmal waren das die politischen Parteien der Regierungsmehrheit schon vergangenes Jahr im Rechnungshofausschuß. (Abg. Dr. Petrovic: Wohin sind Sie geflogen?) Damals wollten wir – gemeinsam mit anderen Oppositionsparteien – den Herrn Lechner als Gutachter in den Ausschuß laden. Das wurde abgelehnt, da wurde gemauert, da hat der Herr Abgeordnete Brix fadenscheinige Begründungen gefunden, warum man den Herrn Lechner nicht vorladen soll. (Abg. Dr. Schwimmer: Bei welcher Partei waren Sie damals?)
Abg. Dr. Schwimmer: Bei welcher Partei waren Sie damals?
Meine Damen und Herren! Ich komme abschließend zu der Feststellung: Meiner Ansicht nach haben am Flughafen Wien sehr viele versagt: Zunächst einmal waren das die politischen Parteien der Regierungsmehrheit schon vergangenes Jahr im Rechnungshofausschuß. (Abg. Dr. Petrovic: Wohin sind Sie geflogen?) Damals wollten wir – gemeinsam mit anderen Oppositionsparteien – den Herrn Lechner als Gutachter in den Ausschuß laden. Das wurde abgelehnt, da wurde gemauert, da hat der Herr Abgeordnete Brix fadenscheinige Begründungen gefunden, warum man den Herrn Lechner nicht vorladen soll. (Abg. Dr. Schwimmer: Bei welcher Partei waren Sie damals?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Jetzt braucht man ein zweites Gutachten – meine Damen und Herren, das ist doch entsetzlich! –, damit man den Vorstand entlasten kann. Was brauchen wir noch alles? (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Man sollte sich in dieser Republik endlich einmal dazu bekennen, daß man das, was man hier an diesem Pult vertritt, auch tatsächlich in die Tat umsetzt: nämlich so lange zu kontrollieren, bis die Verhältnisse auf dem Tisch liegen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wabl: Jetzt erfahren wir die Wahrheit! Die ganze Wahrheit! Jetzt spricht ein Insider!
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Zu Wort gelangt jetzt Herr Abgeordneter Dr. Haselsteiner. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Wabl: Jetzt erfahren wir die Wahrheit! Die ganze Wahrheit! Jetzt spricht ein Insider!)
Abg. Dr. Khol: Du bist heute besonders sachkundig!
†Abgeordneter Dr. Hans Peter Haselsteiner¦ (Liberales Forum): Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Bundesminister! Sehr geehrte Damen und Herren! (Abg. Dr. Khol: Du bist heute besonders sachkundig!) Im Namen der österreichischen Bauindustrie möchte ich eingangs zunächst festhalten, daß sich die österreichische Bauindustrie natürlich zum Wettbewerb bekennt, ich möchte aber vor allem betonen, daß wir es nicht dulden werden und dulden wollen, daß Organe unserer Gesellschaften, Mitarbeiter unserer Gesellschaften Gesetze verletzen. Ich sehe darin, Herr Kollege Van der Bellen, keinen moralischen Spielraum.
Beifall beim Liberalen Forum.
Wir haben uns immer herausgenommen, bestehende gesetzliche Regelungen zu kritisieren, Verbesserungen vorzuschlagen, darauf hinzuweisen, was unserer Meinung nach besser geregelt werden könnte. Aber wir bekennen uns dazu, daß wir mit jenem Regelwerk zu leben haben, das in Kraft ist, und daß wir das, was wir uns wünschen, nicht vorwegnehmen können. Das wollen wir auch nicht. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Khol: Recht hast du!
Es mag noch angehen, daß man das Ganze wie eine Fortsetzungsserie im Fernsehen aufbaut, um die Spannung zu steigern. Das mag ja noch legitim sein. Aber die Verallgemeinerungen, die Pauschalverurteilungen, die Vorwegverurteilungen, dieses Alles-in-einen-Topf-Werfen nach der Devise, irgend etwas wird schon hängenbleiben, das hat Herr Peter Pilz vom Herrn Haider gelernt. Aber er wird niemals so gut werden wie der Herr Haider. Das sollte Herr Peter Pilz wissen, und das ist unangenehm. (Beifall beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Khol: Recht hast du!)
Beifall beim Liberalen Forum.
Und noch ein letztes. Was könnten wir denn verbessern? – Ich glaube, eine Möglichkeit wäre, das aufzugreifen und zu diskutieren zu beginnen, was wir von seiten der Bauindustrie uns schon lange wünschen, nämlich entweder ein Präqualifikationsverfahren oder das Einhalten des Bestbieterprinzips. Eines von beiden! Es geht nicht an, nicht zu präqualifizieren und den Auftrag automatisch dem Billigsten zu geben. Das ist österreichische Vergabepraxis, meine Damen und Herren, und sie ist schlecht. Sie wird auf lange Sicht der Republik und den öffentlichen Händen schaden und nicht dienen. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Wenn wir einmal verlangen und es auch durchführen könnten, daß sich die öffentlichen Hände, bevor sie vergeben, für sich selbst ein korrektes Bild über die Kosten machen – nicht in einer Kostenschätzung Daumen mal Pi, sondern in Form einer Vorkalkulation durch die dort beschäftigten, gut bezahlten Fachleute, die dazu auch in der Lage sind –, dann würden sie einen Unterpreis, aber auch eine verbotene Absprache viel leichter erkennen können, und sie würden auch die Bonität des Preises beurteilen können. Es kann nicht im Interesse der öffentlichen Hand sein, daß die Bauindustrie auf Dauer unterpreisig arbeitet und damit ihrem eigenen Ruin zustrebt. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen
Meine Damen und Herren! Letztendlich sollten wir alle unseren Beitrag leisten, daß wir (Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen) – jawohl, Herr Präsident, das ist mein Schlußsatz – im Bereich der neuen Modelle, der private public partnerships, einen Schritt weiterkommen. Denn wenn wir den Staat von solchen Aufgaben entkleiden, dann entkleiden wir ihn auch der Möglichkeit, Mißbrauch Vorschub zu leisten oder ihn dulden zu müssen. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Meine Damen und Herren! Letztendlich sollten wir alle unseren Beitrag leisten, daß wir (Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen) – jawohl, Herr Präsident, das ist mein Schlußsatz – im Bereich der neuen Modelle, der private public partnerships, einen Schritt weiterkommen. Denn wenn wir den Staat von solchen Aufgaben entkleiden, dann entkleiden wir ihn auch der Möglichkeit, Mißbrauch Vorschub zu leisten oder ihn dulden zu müssen. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der ÖVP.
Ein zweiter Punkt: Man sollte im Hinblick auf die vielen Tausenden Bauvorhaben, die im Augenblick laufen, aufhören, jetzt eine ganze Branche in Mißkredit zu bringen. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Haigermoser: Aber beim Rosenstingl sehen Sie das ganz anders!
Man soll den Einzelfällen nachgehen, aber nicht so tun, als ob die gesamte Bauwirtschaft in Österreich einfach Absprachen trifft. (Abg. Haigermoser: Aber beim Rosenstingl sehen Sie das ganz anders!) Beim Großteil der Fälle, die in meinem Haus passieren, sehen wir eher – da stimme ich mit Herrn Abgeordneten Haselsteiner überein –, daß wir heute einen Wettbewerb haben, von dem wir selbst wissen, daß es einen Ertrag gibt, hinsichtlich dessen es besser wäre, das Geld anzulegen, anstatt als Betrieb zu investieren. (Abg. Haigermoser: Casiner!)
Abg. Haigermoser: Casiner!
Man soll den Einzelfällen nachgehen, aber nicht so tun, als ob die gesamte Bauwirtschaft in Österreich einfach Absprachen trifft. (Abg. Haigermoser: Aber beim Rosenstingl sehen Sie das ganz anders!) Beim Großteil der Fälle, die in meinem Haus passieren, sehen wir eher – da stimme ich mit Herrn Abgeordneten Haselsteiner überein –, daß wir heute einen Wettbewerb haben, von dem wir selbst wissen, daß es einen Ertrag gibt, hinsichtlich dessen es besser wäre, das Geld anzulegen, anstatt als Betrieb zu investieren. (Abg. Haigermoser: Casiner!)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Ich glaube, wenn jeder in seinem Bereich darauf achtet, daß die Gelegenheit zu sündigen ein relativ riskantes Unternehmen ist, dann wird es leichter sein, die Ausreißer in den Griff zu bekommen. – Danke recht schön. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei SPÖ, ÖVP und den Grünen.
Meine Damen und Herren! Das Bundesministerium für Justiz wird sich über den Fortgang des Verfahrens laufend berichten lassen. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Was bei der Justiz ein Jahr gedauert hat und beim Herrn Fischer ein Dreivierteljahr!
Lange – muß ich hinzufügen – hat es gedauert, bis wir diese Handlung setzen konnten, weil, wie wir soeben gehört haben, jene Entscheidungen innerhalb der freiheitlichen Fraktion, die in anderen Zusammenhängen Stunden dauern, jetzt mehrere Tage, ja Wochen gedauert haben, um eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft zu übermitteln. (Abg. Mag. Stadler: Was bei der Justiz ein Jahr gedauert hat und beim Herrn Fischer ein Dreivierteljahr!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Meine Damen und Herren! Nach Jahren des Verdachts, nach Monaten der unterlassenen Aufklärung und nach Wochen des Vertuschens wird es endlich einen internationalen Haftbefehl geben; einen internationalen Haftbefehl, der notwendig ist, weil ein nationaler, der ausgestellt hätte werden können, unter Beihilfe der betroffenen freiheitlichen Fraktion nicht ausgestellt werden konnte, weil es keine Unterstützungen der Justiz gegeben hat. (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.)
Abg. Dr. Haider: Zudeckungstendenzen!
Meine Damen und Herren, in diesem Zusammenhang: Nicht nur Rosenstingl ist auf der Flucht, auch im Bereiche der Freiheitlichen Partei sind Fluchttendenzen unverkennbar gewesen. (Abg. Dr. Haider: Zudeckungstendenzen!) Rosenstingl wird einen Abwesenheitskurator bekommen. Sie, Herr Kollege Haider, haben – durchaus anerkennenswert – Ihre körperliche Leistungsfähigkeit am Mont Blanc unter Beweis gestellt und haben unter anderem mit dem Stellvertretenden Staatspräsidenten von Taiwan, um einem internationalen politischen Bedürfnis abzuhelfen, die Frage der EU-Osterweiterung diskutiert. (Abg. Mag. Stadler: Ihr Kurator Rudas hat 33 Millionen veruntreut!) Aber in Wirklichkeit hätten Sie, Herr Dr. Haider, in den letzten zwei Wochen auch einen Abwesenheitskurator gebraucht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Lassen Sie den Schieder reden! Der kann es besser! Der hat keine 33 Millionen zu verantworten!)
Abg. Mag. Stadler: Ihr Kurator Rudas hat 33 Millionen veruntreut!
Meine Damen und Herren, in diesem Zusammenhang: Nicht nur Rosenstingl ist auf der Flucht, auch im Bereiche der Freiheitlichen Partei sind Fluchttendenzen unverkennbar gewesen. (Abg. Dr. Haider: Zudeckungstendenzen!) Rosenstingl wird einen Abwesenheitskurator bekommen. Sie, Herr Kollege Haider, haben – durchaus anerkennenswert – Ihre körperliche Leistungsfähigkeit am Mont Blanc unter Beweis gestellt und haben unter anderem mit dem Stellvertretenden Staatspräsidenten von Taiwan, um einem internationalen politischen Bedürfnis abzuhelfen, die Frage der EU-Osterweiterung diskutiert. (Abg. Mag. Stadler: Ihr Kurator Rudas hat 33 Millionen veruntreut!) Aber in Wirklichkeit hätten Sie, Herr Dr. Haider, in den letzten zwei Wochen auch einen Abwesenheitskurator gebraucht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Lassen Sie den Schieder reden! Der kann es besser! Der hat keine 33 Millionen zu verantworten!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Lassen Sie den Schieder reden! Der kann es besser! Der hat keine 33 Millionen zu verantworten!
Meine Damen und Herren, in diesem Zusammenhang: Nicht nur Rosenstingl ist auf der Flucht, auch im Bereiche der Freiheitlichen Partei sind Fluchttendenzen unverkennbar gewesen. (Abg. Dr. Haider: Zudeckungstendenzen!) Rosenstingl wird einen Abwesenheitskurator bekommen. Sie, Herr Kollege Haider, haben – durchaus anerkennenswert – Ihre körperliche Leistungsfähigkeit am Mont Blanc unter Beweis gestellt und haben unter anderem mit dem Stellvertretenden Staatspräsidenten von Taiwan, um einem internationalen politischen Bedürfnis abzuhelfen, die Frage der EU-Osterweiterung diskutiert. (Abg. Mag. Stadler: Ihr Kurator Rudas hat 33 Millionen veruntreut!) Aber in Wirklichkeit hätten Sie, Herr Dr. Haider, in den letzten zwei Wochen auch einen Abwesenheitskurator gebraucht. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Lassen Sie den Schieder reden! Der kann es besser! Der hat keine 33 Millionen zu verantworten!)
Abg. Mag. Stadler: Wir verlangen Aufklärung von Ihnen! – Abg. Dr. Haider: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!
Sie hätten einen Abwesenheitskurator gebraucht, der dazu beitragen hätte sollen, diese Fragen aufzuklären, die Freiheitliche Partei aus dem finanziellen Zwielicht herauszuführen, die Interessen der kleinen, anständigen Anleger zu wahren, und der vor allem auch sicherstellen hätte sollen, daß die Finanzgewaltigen in Ihrer eigenen Fraktion, die nach wie vor dort tätig sind, auch entsprechende Aufklärungsschritte setzen. (Abg. Mag. Stadler: Wir verlangen Aufklärung von Ihnen! – Abg. Dr. Haider: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!)
Abg. Dr. Haider: Als 33 Millionen!
Immerhin liegt nicht weniger vor als (Abg. Dr. Haider: Als 33 Millionen!) das Prellen, der Betrug von anständigen Anlegern und die Zusammenarbeit mit kriminellen Organisationen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Immerhin liegt nicht weniger vor als (Abg. Dr. Haider: Als 33 Millionen!) das Prellen, der Betrug von anständigen Anlegern und die Zusammenarbeit mit kriminellen Organisationen! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind heute schon zum zweiten Mal sehr schwach!
Alles, was der Obmann der freiheitlichen Fraktion in diesem Zusammenhang erklärt, ist, daß ein Mann im Bereiche der Kriminalität „auffällig“ geworden ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind heute schon zum zweiten Mal sehr schwach!) – Allein diese geschraubte Ausdrucksweise, meine Damen und Herren! Das, was Haider hiermit erklärt, ist: Mein Finanzreferent im freiheitlichen Parlamentsklub ist kriminell geworden. Und da ist es eben notwendig, daß entsprechende Handlungen gesetzt werden. (Zahlreiche Zwischenrufe.)
Zahlreiche Zwischenrufe.
Alles, was der Obmann der freiheitlichen Fraktion in diesem Zusammenhang erklärt, ist, daß ein Mann im Bereiche der Kriminalität „auffällig“ geworden ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind heute schon zum zweiten Mal sehr schwach!) – Allein diese geschraubte Ausdrucksweise, meine Damen und Herren! Das, was Haider hiermit erklärt, ist: Mein Finanzreferent im freiheitlichen Parlamentsklub ist kriminell geworden. Und da ist es eben notwendig, daß entsprechende Handlungen gesetzt werden. (Zahlreiche Zwischenrufe.)
Abg. Dr. Haider: Das sagt einer, der 33 Millionen veruntreut hat! – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.
Die zweite „Erklärung“ lautete: Man sieht Gaunern nicht an, daß sie Gauner sind. (Abg. Dr. Haider: Das sagt einer, der 33 Millionen veruntreut hat! – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Stadler: Er hat keine 33 Millionen veruntreut!
Und zuletzt sagten Sie, die FPÖ sei in keiner Weise in diese Sache involviert. – 1994 und 1995 wurden Sie, Herr Kollege Haider, ausdrücklich darauf hingewiesen, und zwar mit dezidierten Hinweisen darauf, was geschehen ist. (Abg. Mag. Stadler: Er hat keine 33 Millionen veruntreut!)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Wissen Sie, meine Damen und Herren, wie das heute gerechtfertigt wird? – Derjenige, der diese Äußerungen gemacht hat, sei ein „Verräter“ gewesen. Das sei jemand, dem nur an seiner Karriere gelegen sei. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Herr Kollege Haider, ich würde Ihnen wirklich den Rat geben, zumindest heute zu überlegen, was passiert wäre, wenn Sie sich damals für Haltmeyer entschieden hätten. – Für viele anständige Österreicher, für viele Anleger wäre dadurch ein unmittelbarer Schaden vermieden worden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Haider: Gehen Sie in sich! Was ist mit Ihren 33 Millionen?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Haider: Gehen Sie in sich! Was ist mit Ihren 33 Millionen?
Wissen Sie, meine Damen und Herren, wie das heute gerechtfertigt wird? – Derjenige, der diese Äußerungen gemacht hat, sei ein „Verräter“ gewesen. Das sei jemand, dem nur an seiner Karriere gelegen sei. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Herr Kollege Haider, ich würde Ihnen wirklich den Rat geben, zumindest heute zu überlegen, was passiert wäre, wenn Sie sich damals für Haltmeyer entschieden hätten. – Für viele anständige Österreicher, für viele Anleger wäre dadurch ein unmittelbarer Schaden vermieden worden. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Dr. Haider: Gehen Sie in sich! Was ist mit Ihren 33 Millionen?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Das, was Sie, Herr Dr. Haider, in diesem Zusammenhang zu tragen haben, ist die Culpa in eligendo. Sie haben Rosenstingl nicht als „Altlast“ vorgefunden, Sie haben sich Rosenstingl ausdrücklich ausgesucht. Er war Ihr Finanzreferent, Ihr Abgeordneter, und Sie haben die Verantwortung dafür zu tragen! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie glauben, Ihre große Stunde ist gekommen!
Sie haben alle Warnungen, die Sie im Zusammenhang mit der Person Rosenstingl erreicht haben, in den Wind geschlagen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie glauben, Ihre große Stunde ist gekommen!) Sie selbst haben am 15. Dezember 1997 von einem Bankbeamten Informationen bekommen, sodaß Sie einfach sehen mußten, daß da Handlungsbedarf besteht. (Abg. Mag. Stadler: Ich glaubte, Sie kommen mit neuen Fakten daher!)
Abg. Mag. Stadler: Ich glaubte, Sie kommen mit neuen Fakten daher!
Sie haben alle Warnungen, die Sie im Zusammenhang mit der Person Rosenstingl erreicht haben, in den Wind geschlagen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie glauben, Ihre große Stunde ist gekommen!) Sie selbst haben am 15. Dezember 1997 von einem Bankbeamten Informationen bekommen, sodaß Sie einfach sehen mußten, daß da Handlungsbedarf besteht. (Abg. Mag. Stadler: Ich glaubte, Sie kommen mit neuen Fakten daher!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir wundern uns schon lange über Sie!
Damals habe ich mich gewundert; ich habe mich ehrlich gewundert, als Sie zum Jahreswechsel 1997/98 bei Ihrem Neujahrstreffen sehr kräftige Worte verwendet haben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir wundern uns schon lange über Sie!) – Heute weiß ich, daß es nicht Ahnung, sondern Gewißheit war, als Sie sagten, daß Sie, sollte es in der FPÖ weiterhin geldgierige, gewinnsüchtige Parteifunktionäre geben und diese laxen Funktionäre nicht ihren Schlendrian beenden, aus der Politik gehen würden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie werden nur noch von der Rauch-Kallat übertroffen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie werden nur noch von der Rauch-Kallat übertroffen!
Damals habe ich mich gewundert; ich habe mich ehrlich gewundert, als Sie zum Jahreswechsel 1997/98 bei Ihrem Neujahrstreffen sehr kräftige Worte verwendet haben. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Wir wundern uns schon lange über Sie!) – Heute weiß ich, daß es nicht Ahnung, sondern Gewißheit war, als Sie sagten, daß Sie, sollte es in der FPÖ weiterhin geldgierige, gewinnsüchtige Parteifunktionäre geben und diese laxen Funktionäre nicht ihren Schlendrian beenden, aus der Politik gehen würden. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie werden nur noch von der Rauch-Kallat übertroffen!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Herr Kollege Haider, Sie haben damals genau gewußt, wovon Sie sprechen! Dieser Vorwurf der geldgierigen, gewinnsüchtigen Parteifunktionäre hat einen Namen: Rosenstingl! – Und Sie haben ihn gekannt! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Haigermoser: Sie sind im Grauen Haus auf die Welt gekommen!
Aber darüber durfte in der Öffentlichkeit nicht gesprochen werden, und zwar deshalb nicht, weil die Landtagswahlen in Niederösterreich vor der Tür standen. (Abg. Haigermoser: Sie sind im Grauen Haus auf die Welt gekommen!) In der Abwägung zwischen Stimmen und Anlegerinteressen, zwischen den Interessen der „kleinen“, anständigen Österreicher haben Sie sich für einige Stimmen entschieden: gegen die Interessen derjenigen, die Sie zu vertreten behaupten! Das, meine Damen und Herren, ist die Art jenes „Anstandes“, den Sie praktizieren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Aber darüber durfte in der Öffentlichkeit nicht gesprochen werden, und zwar deshalb nicht, weil die Landtagswahlen in Niederösterreich vor der Tür standen. (Abg. Haigermoser: Sie sind im Grauen Haus auf die Welt gekommen!) In der Abwägung zwischen Stimmen und Anlegerinteressen, zwischen den Interessen der „kleinen“, anständigen Österreicher haben Sie sich für einige Stimmen entschieden: gegen die Interessen derjenigen, die Sie zu vertreten behaupten! Das, meine Damen und Herren, ist die Art jenes „Anstandes“, den Sie praktizieren! (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Weitere Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Warum stellen Sie die Vertrauensfrage nicht?
Meine Damen und Herren! Lieber Kollege Haider! Der Treueeid wirtschaftlich und politisch Abhängiger wird Sie in dieser Frage nicht reinwaschen. Die Schicksalsgemeinschaft der von Ihnen politisch Abhängigen wird Ihnen den Vorwurf der Mitschuld an der Causa Rosenstingl nicht nehmen können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Warum stellen Sie die Vertrauensfrage nicht?)
Abg. Mag. Stadler: Wir reden über Ihre Klubfinanzen!
Es geht nicht darum, ob es hier private Petite gibt – ja, sicherlich auch –, sondern es geht vielmehr darum, daß sich eine Fraktion wie die Ihre der Mitverantwortung entziehen will, viel zu spät Aufklärungshandlungen setzt und letztendlich auch jede Antwort darauf schuldig bleibt, wie es um die eigenen Klubfinanzen steht. (Abg. Mag. Stadler: Wir reden über Ihre Klubfinanzen!)
Abg. Mag. Stadler: Das ist gesetzwidrig, was Sie mit Ihrem Geld machen! Lassen Sie uns den Rechnungshof hereinholen, um Ihre Klubfinanzen zu prüfen!
In diesem Zusammenhang, Herr Kollege Haider, keine Krokodilstränen! Keine Krokodilstränen! Denn das, was Sie in diesem Zusammenhang zu verantworten haben, ist, daß alle Handlungen des Anstandes unterblieben sind. (Abg. Mag. Stadler: Das ist gesetzwidrig, was Sie mit Ihrem Geld machen! Lassen Sie uns den Rechnungshof hereinholen, um Ihre Klubfinanzen zu prüfen!) Wenn Sie jetzt zum 25. Mal hereinbrüllen und versuchen, die Klubfinanzen der sozialdemokratischen Fraktion in Diskussion zu ziehen, dann kann ich Sie nur bitten, dasselbe zu tun wie wir. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
In diesem Zusammenhang, Herr Kollege Haider, keine Krokodilstränen! Keine Krokodilstränen! Denn das, was Sie in diesem Zusammenhang zu verantworten haben, ist, daß alle Handlungen des Anstandes unterblieben sind. (Abg. Mag. Stadler: Das ist gesetzwidrig, was Sie mit Ihrem Geld machen! Lassen Sie uns den Rechnungshof hereinholen, um Ihre Klubfinanzen zu prüfen!) Wenn Sie jetzt zum 25. Mal hereinbrüllen und versuchen, die Klubfinanzen der sozialdemokratischen Fraktion in Diskussion zu ziehen, dann kann ich Sie nur bitten, dasselbe zu tun wie wir. (Anhaltende Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Haider und Abg. Mag. Stadler: Rechnungshof! Rechnungshof!
Wir haben einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer den Auftrag erteilt, die Prüfung der Klubfinanzen vorzunehmen. (Abg. Dr. Haider und Abg. Mag. Stadler: Rechnungshof! Rechnungshof!) Was mir hier vorliegt – und das ist eine Bestätigung –, ist folgendes: Auftragsgemäß wurde das Rechnungswesen meiner Fraktion geprüft. (Abg. Mag. Stadler: Lassen Sie den Rechnungshof prüfen! Mit so einem Gefälligkeitsgutachten dürfen Sie uns nicht kommen!) Darüber hinaus wird die Richtigkeit der Bilanz bestätigt, und es wird bestätigt, daß die aus kameralistischen Gründen in Form einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung abgegebene Erfolgsrechnung korrekt ist und die widmungsgemäße Verwendung der zweckgewidmeten Mittel für Öffentlichkeitsarbeit vorliegt.
Abg. Mag. Stadler: Lassen Sie den Rechnungshof prüfen! Mit so einem Gefälligkeitsgutachten dürfen Sie uns nicht kommen!
Wir haben einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer den Auftrag erteilt, die Prüfung der Klubfinanzen vorzunehmen. (Abg. Dr. Haider und Abg. Mag. Stadler: Rechnungshof! Rechnungshof!) Was mir hier vorliegt – und das ist eine Bestätigung –, ist folgendes: Auftragsgemäß wurde das Rechnungswesen meiner Fraktion geprüft. (Abg. Mag. Stadler: Lassen Sie den Rechnungshof prüfen! Mit so einem Gefälligkeitsgutachten dürfen Sie uns nicht kommen!) Darüber hinaus wird die Richtigkeit der Bilanz bestätigt, und es wird bestätigt, daß die aus kameralistischen Gründen in Form einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung abgegebene Erfolgsrechnung korrekt ist und die widmungsgemäße Verwendung der zweckgewidmeten Mittel für Öffentlichkeitsarbeit vorliegt.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie stecken im Sumpf bis zum Hals!
Meine Damen und Herren von den Freiheitlichen! Unterwerfen Sie sich der Kontrolle eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers! Sie werden ein solches Attest nicht bekommen – und das wissen Sie auch! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie stecken im Sumpf bis zum Hals!) Denn der Herr Haider weiß ja jetzt schon, daß die Bundes-FPÖ in „keiner Weise“ involviert ist. (Abg. Haigermoser: Warum schwitzen Sie so? – Abg. Dr. Krüger: Gefälligkeitsgutachten!)
Abg. Haigermoser: Warum schwitzen Sie so? – Abg. Dr. Krüger: Gefälligkeitsgutachten!
Meine Damen und Herren von den Freiheitlichen! Unterwerfen Sie sich der Kontrolle eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers! Sie werden ein solches Attest nicht bekommen – und das wissen Sie auch! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie stecken im Sumpf bis zum Hals!) Denn der Herr Haider weiß ja jetzt schon, daß die Bundes-FPÖ in „keiner Weise“ involviert ist. (Abg. Haigermoser: Warum schwitzen Sie so? – Abg. Dr. Krüger: Gefälligkeitsgutachten!)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Weil er nichts zu sagen hat! 33 Millionen hätte ich ihm nie gegeben!
Meine Damen und Herren! Herr Kollege Haider hat Herrn Rosenstingl vielleicht nicht gerade sein Taschengeld überantwortet, aber er hat ihm immerhin im Jahre 1998 einen Betrag von 40 267 167, 20 S übermittelt. Meine Damen und Herren! Das sind die Klubfinanzen der FPÖ, und für diese ist Rosenstingl zuständig. Noch heute ist die Frage offen, warum er sich an diesen öffentlichen Geldern, die zweckgewidmet sind, nicht vergriffen haben soll, während er es überall anders schon getan hat. Hier herrscht absolutes Schweigen! Das ist ein Kartell des Vertuschens! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Weil er nichts zu sagen hat! 33 Millionen hätte ich ihm nie gegeben!)
Abg. Mag. Stadler: Vielleicht in Ihrer Partei!
Herr Kollege Haider, Sie wissen schon, wovon Sie sprechen, wenn Sie immer wieder erklären, daß es eine verrottete Funktionärskaste gibt. (Abg. Mag. Stadler: Vielleicht in Ihrer Partei!) Diese gibt es wirklich, denn in keinem anderen Bereich, in keiner anderen politischen Partei kommen Politisches und Wirtschaftliches in einer solchen Gemengelage ununterbrochen ineinander wie bei Ihnen. Und diese Vermengung von Politik und persönlichem Einkommen hat vor allem eine Adresse: St. Pölten, Unterwagramer Straße Nr. 1. (Abg. Haigermoser: Ich habe den Verdacht, daß Sie die Rede nicht selbst geschrieben haben!)
Abg. Haigermoser: Ich habe den Verdacht, daß Sie die Rede nicht selbst geschrieben haben!
Herr Kollege Haider, Sie wissen schon, wovon Sie sprechen, wenn Sie immer wieder erklären, daß es eine verrottete Funktionärskaste gibt. (Abg. Mag. Stadler: Vielleicht in Ihrer Partei!) Diese gibt es wirklich, denn in keinem anderen Bereich, in keiner anderen politischen Partei kommen Politisches und Wirtschaftliches in einer solchen Gemengelage ununterbrochen ineinander wie bei Ihnen. Und diese Vermengung von Politik und persönlichem Einkommen hat vor allem eine Adresse: St. Pölten, Unterwagramer Straße Nr. 1. (Abg. Haigermoser: Ich habe den Verdacht, daß Sie die Rede nicht selbst geschrieben haben!)
Abg. Dr. Haider: Schon wieder falsch!
Meine Damen und Herren! Dort gibt es eine Privatstiftung „Freies Wohnen“, Vorstände: Landesrat Schimanek und Abgeordneter Dr. Ofner. (Abg. Dr. Haider: Schon wieder falsch!) An der Adresse der FPÖ-Landesparteileitung Niederösterreich gibt es weiters auch die Freie Wohn- und Wohnbaugenossenschaft, Aufsichtsräte: Kollege Schreiner und Landesrat Schimanek. (Rufe bei der SPÖ: Ah so!) Es gibt darüber hinaus an derselben Adresse die „Holiday Home“-Beteiligungsgesellschaft, an der wiederum die „Freie Zukunft“, das „Freie Wohnen“, der „Holiday Home“-Bauträger und darüber hinaus eine andere freiheitliche Gesellschaft beteiligt sind, bei der „zufälligerweise“ Rosenstingl Kommanditist ist. Und letztendlich gibt es dann die „Holiday Home“-Immobilien, an der – mit derselben Adresse – der freiheitliche Kollege Mentil beteiligt ist. (Rufe bei der SPÖ: Ah so! – Abg. Mag. Stadler: Das ist alles in der Zeitung gestanden!)
Rufe bei der SPÖ: Ah so!
Meine Damen und Herren! Dort gibt es eine Privatstiftung „Freies Wohnen“, Vorstände: Landesrat Schimanek und Abgeordneter Dr. Ofner. (Abg. Dr. Haider: Schon wieder falsch!) An der Adresse der FPÖ-Landesparteileitung Niederösterreich gibt es weiters auch die Freie Wohn- und Wohnbaugenossenschaft, Aufsichtsräte: Kollege Schreiner und Landesrat Schimanek. (Rufe bei der SPÖ: Ah so!) Es gibt darüber hinaus an derselben Adresse die „Holiday Home“-Beteiligungsgesellschaft, an der wiederum die „Freie Zukunft“, das „Freie Wohnen“, der „Holiday Home“-Bauträger und darüber hinaus eine andere freiheitliche Gesellschaft beteiligt sind, bei der „zufälligerweise“ Rosenstingl Kommanditist ist. Und letztendlich gibt es dann die „Holiday Home“-Immobilien, an der – mit derselben Adresse – der freiheitliche Kollege Mentil beteiligt ist. (Rufe bei der SPÖ: Ah so! – Abg. Mag. Stadler: Das ist alles in der Zeitung gestanden!)
Rufe bei der SPÖ: Ah so! – Abg. Mag. Stadler: Das ist alles in der Zeitung gestanden!
Meine Damen und Herren! Dort gibt es eine Privatstiftung „Freies Wohnen“, Vorstände: Landesrat Schimanek und Abgeordneter Dr. Ofner. (Abg. Dr. Haider: Schon wieder falsch!) An der Adresse der FPÖ-Landesparteileitung Niederösterreich gibt es weiters auch die Freie Wohn- und Wohnbaugenossenschaft, Aufsichtsräte: Kollege Schreiner und Landesrat Schimanek. (Rufe bei der SPÖ: Ah so!) Es gibt darüber hinaus an derselben Adresse die „Holiday Home“-Beteiligungsgesellschaft, an der wiederum die „Freie Zukunft“, das „Freie Wohnen“, der „Holiday Home“-Bauträger und darüber hinaus eine andere freiheitliche Gesellschaft beteiligt sind, bei der „zufälligerweise“ Rosenstingl Kommanditist ist. Und letztendlich gibt es dann die „Holiday Home“-Immobilien, an der – mit derselben Adresse – der freiheitliche Kollege Mentil beteiligt ist. (Rufe bei der SPÖ: Ah so! – Abg. Mag. Stadler: Das ist alles in der Zeitung gestanden!)
Beifall bei der SPÖ.
Und Sie, meine Damen und Herren von den Freiheitlichen, sagen noch einmal etwas von der genauen Trennung zwischen Politik und Geschäft! Bei Ihnen ist genau das Gegenteil der Fall: nämlich die gemeinsame Bewältigung privater und politischer Probleme. Bei Ihnen ist es Grundsatz, daß Politik und Wirtschaft vermengt werden. (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich glaube, so können Sie uns nicht fertigmachen! Das gelingt Ihnen nicht!
Meine Damen und Herren! Wenn Sie eine kleine Gesellschaft des ganzen riesigen Imperiums, an dem Rosenstingl beteiligt war, in den Konkurs schicken, schädigt das zwar unmittelbar die Interessen der Anleger in diesem Bereich, das eigentliche Problem wird damit jedoch nicht gelöst. Der Konkurs ist ein weiteres Unrecht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Ich glaube, so können Sie uns nicht fertigmachen! Das gelingt Ihnen nicht!)
Abg. Haigermoser: Das ist falsch!
Wir müssen Sie in diesem Zusammenhang schlicht und einfach auffordern: Legen Sie die Dinge auf den Tisch und klären Sie endlich, was mit jenem Koffer geschehen ist, den ein Funktionär des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in der Omikron abgegeben hat! (Abg. Haigermoser: Das ist falsch!)
Zwischenruf des Abg. Koppler.
Meine Damen und Herren! Klären Sie endlich, was es mit den Haftungen des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in diesem Zusammenhang auf sich hat! (Zwischenruf des Abg. Koppler.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie sich die Rede nachher auf Video kommen, damit Sie sehen, wie schlecht Sie sind!
Die Partei war für Sie immer ein Mittel zur wunderbaren Geldvermehrung. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Lassen Sie sich die Rede nachher auf Video kommen, damit Sie sehen, wie schlecht Sie sind!) Rosenstingl war nur besonders virtuos, aber die Rolle von Funktionären wie Schreiner, Ofner, Mentil, Schimanek und und und ist nach wie vor offen. Wenn Sie nur einen Funken Anstand besitzen, wenn es Ihnen nur ein bißchen darum geht, einen Beitrag zu Transparenz und Anstand in Ihrer eigenen Partei zu leisten, dann klären Sie diese Dinge auf!
Beifall bei der SPÖ.
Es gibt ein Kartell der Vertuscher, es gibt eine Mitschuld der Hintermänner. Und es gibt, wie Haider selbst gesagt hat, eine verkommene Funktionärskaste in der Freiheitlichen Partei, die gewinnsüchtig ist und nur auf die eigene Tasche schaut. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren! Wir stellen den Anspruch, daß Sie das offenlegen und den ganzen Sumpf trockenlegen. Kümmern Sie sich endlich um die Geschädigten, denn die haben wirklich einen Anspruch darauf! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Koppler: Waren es drei Koffer?
†Abgeordneter Helmut Haigermoser¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Kollege Kostelka hat behauptet, daß ein Mitarbeiter des RFW, des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, die inkriminierten zwei Koffer an die Firma Omikron überbracht hätte. (Abg. Koppler: Waren es drei Koffer?) – Diese Behauptung ist unwahr.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Dies ist aber unrichtig. Richtig ist vielmehr, daß Herr Ableidinger Mitarbeiter der ÖGB-Firma Printex ist. Er ist also indirekt ÖGB-Mitarbeiter. Daher sollten Sie vor der eigenen Tür kehren und nicht andere beschuldigen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Kostelka: Ist das alles, was Sie zu berichtigen haben? – Abg. Haigermoser: Sie werden sich die Bezeichnung „Lügenbaron“ von der Bevölkerung gefallen lassen müssen!
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Steindl. – Bitte, Sie haben das Wort. (Abg. Dr. Kostelka: Ist das alles, was Sie zu berichtigen haben? – Abg. Haigermoser: Sie werden sich die Bezeichnung „Lügenbaron“ von der Bevölkerung gefallen lassen müssen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind uninformiert wie immer!
Gestern haben wir aber einen Fall im Ausschuß behandelt, der alle anderen Fälle in den Schatten stellt und eine Dimension erreicht hat, die weit über die eines AKH-Skandals oder eines Bauskandals hinausgeht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind uninformiert wie immer!) Es ist dies der Fall Rosenstingl. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Beim AKH ging es um Milliarden!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Beim AKH ging es um Milliarden!
Gestern haben wir aber einen Fall im Ausschuß behandelt, der alle anderen Fälle in den Schatten stellt und eine Dimension erreicht hat, die weit über die eines AKH-Skandals oder eines Bauskandals hinausgeht. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie sind uninformiert wie immer!) Es ist dies der Fall Rosenstingl. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Beim AKH ging es um Milliarden!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.
Auf diesen Fall Rosenstingl möchte ich nun eingehen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.) Er wird die Öffentlichkeit und die Politik garantiert noch sehr oft beschäftigen, denn er zeigt den Zustand einer Partei, nämlich den der Freiheitlichen Partei, die sich immer als Aufräum- und Saubermacherpartei in der Öffentlichkeit präsentiert hat. (Abg. Dr. Puttinger: Abräumer!)
Abg. Dr. Puttinger: Abräumer!
Auf diesen Fall Rosenstingl möchte ich nun eingehen. (Zwischenruf der Abg. Dr. Partik-Pablé.) Er wird die Öffentlichkeit und die Politik garantiert noch sehr oft beschäftigen, denn er zeigt den Zustand einer Partei, nämlich den der Freiheitlichen Partei, die sich immer als Aufräum- und Saubermacherpartei in der Öffentlichkeit präsentiert hat. (Abg. Dr. Puttinger: Abräumer!)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Dr. Ofner: Du bist doch der Vorsitzende, du warst doch dabei!
Meine Herren und Damen von der Freiheitlichen Partei! Es muß Sie schon schmerzen, und der Stachel sitzt wohl sehr tief, denn es ist sonst nicht zu erklären, welchen Eiertanz Sie gestern im Ausschuß aufgeführt haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Dr. Ofner: Du bist doch der Vorsitzende, du warst doch dabei!) Zuerst wollte Herr Stadler den Herrn Justizminister herbeizitieren, um den Eindruck zu erwecken, es sei eigentlich ein allgemeines Problem und kein Problem der Freiheitlichen. (Abg. Mag. Stadler: Machen Sie einen Geschäftsordnungskurs!)
Abg. Mag. Stadler: Machen Sie einen Geschäftsordnungskurs!
Meine Herren und Damen von der Freiheitlichen Partei! Es muß Sie schon schmerzen, und der Stachel sitzt wohl sehr tief, denn es ist sonst nicht zu erklären, welchen Eiertanz Sie gestern im Ausschuß aufgeführt haben. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler. – Abg. Dr. Ofner: Du bist doch der Vorsitzende, du warst doch dabei!) Zuerst wollte Herr Stadler den Herrn Justizminister herbeizitieren, um den Eindruck zu erwecken, es sei eigentlich ein allgemeines Problem und kein Problem der Freiheitlichen. (Abg. Mag. Stadler: Machen Sie einen Geschäftsordnungskurs!)
Der Redner zeigt eine Graphik über das Firmenimperium und die Funktionen des Abg. Rosenstingl und stellt diese vor sich auf das Rednerpult.
Danach versuchte Herr Stadler uns weiszumeichen, daß es keinen politischen Zusammenhang zwischen der Tat und der Politik des Herrn Rosenstingl gebe, dann in der Diskussion drehte er sich wieder um 180 Grad, und bei der Abstimmung nahm er erneut eine andere Haltung ein. (Der Redner zeigt eine Graphik über das Firmenimperium und die Funktionen des Abg. Rosenstingl und stellt diese vor sich auf das Rednerpult.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Da haben Sie recht!
Meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei! Nehmen Sie zur Kenntnis: Dieser Fall, der Kriminal- und Betrugsfall des Herrn Abgeordneten Rosenstingl, ist ein Fall aus Ihren eigenen Reihen – und Sie werden sicher nicht aus dieser Verantwortung entlassen werden! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Da haben Sie recht!)
Abg. Mag. Stadler: Vom Verkehr reden wir lieber nicht!
Es ist auffallend, welch eigenartige Auffassung der ehemalige Abgeordnete und FPÖ-Verkehrssprecher von seiner Funktion gehabt hat: Er ist untergetaucht und hat sich so aus dem Verkehr genommen. (Abg. Mag. Stadler: Vom Verkehr reden wir lieber nicht!)
Abg. Dr. Stummvoll: Schlecht!
Punkt 1: Wie verhält es sich wirklich mit der selbsternannten Saubermannpartei FPÖ? (Abg. Dr. Stummvoll: Schlecht!) Wie müssen die internen Kontrollen ausgeschaut haben, wenn es möglich war, einen Kredit in Höhe von 16,5 Millionen Schilling aufzunehmen, von dem niemand etwas weiß? Herr Dr. Haider! Wie konnte das in Ihrer Parteiorganisation passieren? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil er nicht so viel kontrolliert, wie ihr immer sagt!) Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender mit einem Jahresbudget von 2 Millionen Schilling nimmt durch seinen Obmann einen faulen Kredit von 16,5 Millionen Schilling auf – und niemand in den eigenen Reihen weiß etwas davon. (Abg. Böhacker: Das ist wieder falsch!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil er nicht so viel kontrolliert, wie ihr immer sagt!
Punkt 1: Wie verhält es sich wirklich mit der selbsternannten Saubermannpartei FPÖ? (Abg. Dr. Stummvoll: Schlecht!) Wie müssen die internen Kontrollen ausgeschaut haben, wenn es möglich war, einen Kredit in Höhe von 16,5 Millionen Schilling aufzunehmen, von dem niemand etwas weiß? Herr Dr. Haider! Wie konnte das in Ihrer Parteiorganisation passieren? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil er nicht so viel kontrolliert, wie ihr immer sagt!) Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender mit einem Jahresbudget von 2 Millionen Schilling nimmt durch seinen Obmann einen faulen Kredit von 16,5 Millionen Schilling auf – und niemand in den eigenen Reihen weiß etwas davon. (Abg. Böhacker: Das ist wieder falsch!)
Abg. Böhacker: Das ist wieder falsch!
Punkt 1: Wie verhält es sich wirklich mit der selbsternannten Saubermannpartei FPÖ? (Abg. Dr. Stummvoll: Schlecht!) Wie müssen die internen Kontrollen ausgeschaut haben, wenn es möglich war, einen Kredit in Höhe von 16,5 Millionen Schilling aufzunehmen, von dem niemand etwas weiß? Herr Dr. Haider! Wie konnte das in Ihrer Parteiorganisation passieren? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Weil er nicht so viel kontrolliert, wie ihr immer sagt!) Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender mit einem Jahresbudget von 2 Millionen Schilling nimmt durch seinen Obmann einen faulen Kredit von 16,5 Millionen Schilling auf – und niemand in den eigenen Reihen weiß etwas davon. (Abg. Böhacker: Das ist wieder falsch!)
Beifall bei der ÖVP.
Herr Haider, an Sie gerichtet: Der Vorwurf, den Sie immer den anderen machen, hat Sie selbst eingeholt: Sie sind mit Ihrer Partei von heute auf morgen zu der Altpartei Österreichs mutiert. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Da kommen zuerst schon welche von euch!
Wie verhält es sich eigentlich mit einer Partei, in der das Prinzip gilt, daß, wer etwas weiß und weitergibt, letztendlich der Parteifunktionen enthoben wird? Es fragt sich, wer in euren Reihen, Herr Dr. Ofner, der nächste sein wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Da kommen zuerst schon welche von euch!) Das ist eine Frage, die sehr brisant ist, wenn man sich die Fakten anschaut. Bis Mittwoch sah Landesparteiobmann Gratzer keinen Anlaß für Konsequenzen. Erst vier Tage später wurde Anzeige erstattet. In der FPÖ dauerte es zehn Tage, bis Herr Rosenstingl ausgeschlossen wurde.
Abg. Haigermoser: Ja! Das ist eine gute Frage!
Eine Frage an den Obmann des Unvereinbarkeitsausschusses (Abg. Haigermoser: Ja! Das ist eine gute Frage!): Hast du gewußt, daß er 130 000 S netto verdient hat? (Abg. Haigermoser: Du bist auch Mitglied! Wieso weißt du es nicht?) Habt Ihr in eurer Partei nicht eine Grenze von 60 000 S eingeführt? Oder war dir dieses Firmengeflecht bekannt? (Abg. Mag. Stadler: Was ist mit Bartenstein?) Wurden diese Funktionen auch gemeldet? – Das sind natürlich Fragen, die auch die Öffentlichkeit beschäftigen. (Abg. Haigermoser: Ich weiß auch nicht, was Bartenstein verdient!)
Abg. Haigermoser: Du bist auch Mitglied! Wieso weißt du es nicht?
Eine Frage an den Obmann des Unvereinbarkeitsausschusses (Abg. Haigermoser: Ja! Das ist eine gute Frage!): Hast du gewußt, daß er 130 000 S netto verdient hat? (Abg. Haigermoser: Du bist auch Mitglied! Wieso weißt du es nicht?) Habt Ihr in eurer Partei nicht eine Grenze von 60 000 S eingeführt? Oder war dir dieses Firmengeflecht bekannt? (Abg. Mag. Stadler: Was ist mit Bartenstein?) Wurden diese Funktionen auch gemeldet? – Das sind natürlich Fragen, die auch die Öffentlichkeit beschäftigen. (Abg. Haigermoser: Ich weiß auch nicht, was Bartenstein verdient!)
Abg. Mag. Stadler: Was ist mit Bartenstein?
Eine Frage an den Obmann des Unvereinbarkeitsausschusses (Abg. Haigermoser: Ja! Das ist eine gute Frage!): Hast du gewußt, daß er 130 000 S netto verdient hat? (Abg. Haigermoser: Du bist auch Mitglied! Wieso weißt du es nicht?) Habt Ihr in eurer Partei nicht eine Grenze von 60 000 S eingeführt? Oder war dir dieses Firmengeflecht bekannt? (Abg. Mag. Stadler: Was ist mit Bartenstein?) Wurden diese Funktionen auch gemeldet? – Das sind natürlich Fragen, die auch die Öffentlichkeit beschäftigen. (Abg. Haigermoser: Ich weiß auch nicht, was Bartenstein verdient!)
Abg. Haigermoser: Ich weiß auch nicht, was Bartenstein verdient!
Eine Frage an den Obmann des Unvereinbarkeitsausschusses (Abg. Haigermoser: Ja! Das ist eine gute Frage!): Hast du gewußt, daß er 130 000 S netto verdient hat? (Abg. Haigermoser: Du bist auch Mitglied! Wieso weißt du es nicht?) Habt Ihr in eurer Partei nicht eine Grenze von 60 000 S eingeführt? Oder war dir dieses Firmengeflecht bekannt? (Abg. Mag. Stadler: Was ist mit Bartenstein?) Wurden diese Funktionen auch gemeldet? – Das sind natürlich Fragen, die auch die Öffentlichkeit beschäftigen. (Abg. Haigermoser: Ich weiß auch nicht, was Bartenstein verdient!)
Abg. Mag. Stadler: Bartenstein ist Altbestand!
Jetzt kommt’s. Was sagt Herr Haider dazu? – Hör zu, Herr Kollege Haigermoser! – Er sagt, Rosenstingl sei „Altbestand“, den er übernommen habe. (Abg. Mag. Stadler: Bartenstein ist Altbestand!) Abgesehen davon, daß es gar nicht stimmt, frage ich den Kollegen Ofner, den Kollegen Bauer, die Kollegin Partik-Pablé oder den Abgeordneten Haigermoser und viele andere aus Ihren Reihen: Wie fühlen Sie sich eigentlich, wenn Sie wissen, daß auch Sie nach der Definition des Dr. Haider zum Altbestand gehören? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Das ist eine uralte Partei!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Das ist eine uralte Partei!
Jetzt kommt’s. Was sagt Herr Haider dazu? – Hör zu, Herr Kollege Haigermoser! – Er sagt, Rosenstingl sei „Altbestand“, den er übernommen habe. (Abg. Mag. Stadler: Bartenstein ist Altbestand!) Abgesehen davon, daß es gar nicht stimmt, frage ich den Kollegen Ofner, den Kollegen Bauer, die Kollegin Partik-Pablé oder den Abgeordneten Haigermoser und viele andere aus Ihren Reihen: Wie fühlen Sie sich eigentlich, wenn Sie wissen, daß auch Sie nach der Definition des Dr. Haider zum Altbestand gehören? (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Parnigoni: Das ist eine uralte Partei!)
Abg. Mag. Schreiner: Sie reden einen Schmarrn daher!
Vielleicht sind Sie morgen schon weg, Herr Abgeordneter Haigermoser. Vielleicht sind Sie morgen schon weg, wenn es dem Herrn Haider oder dem Herrn Stadler in den Sinn kommt, daß wieder einmal einer gehen muß. Das ist die „Demokratie“ in Ihrer Partei. (Abg. Mag. Schreiner: Sie reden einen Schmarrn daher!)
Abg. Haigermoser: Das hast du nicht selber geschrieben! – Abg. Mag. Stadler: Oja!
Oder eine weitere Frage: Wie verhält es sich eigentlich mit der sogenannten Partei der „kleinen“ Leute? (Abg. Haigermoser: Das hast du nicht selber geschrieben! – Abg. Mag. Stadler: Oja!) Wie steht die FPÖ zu den „kleinen“ Leuten, den Sparern, wenn diese von einem Abgeordneten, einem Spitzenfunktionär der FPÖ geprellt, betrogen, hintergangen werden? (Abg. Haigermoser: Das war der Khol!)
Abg. Haigermoser: Das war der Khol!
Oder eine weitere Frage: Wie verhält es sich eigentlich mit der sogenannten Partei der „kleinen“ Leute? (Abg. Haigermoser: Das hast du nicht selber geschrieben! – Abg. Mag. Stadler: Oja!) Wie steht die FPÖ zu den „kleinen“ Leuten, den Sparern, wenn diese von einem Abgeordneten, einem Spitzenfunktionär der FPÖ geprellt, betrogen, hintergangen werden? (Abg. Haigermoser: Das war der Khol!)
Abg. Haigermoser: Was verdienst denn du als Bürgermeister?
Oder: Wie verhält es sich eigentlich mit der sogenannten Unternehmerpartei? Die Bezeichnung „Unternehmerpartei“ ist interessant. Herr Rosenstingl hatte, wie man nun erfährt, gar keine Berufsberechtigung. (Abg. Haigermoser: Was verdienst denn du als Bürgermeister?) Er hat sich immer als Steuerfachmann tituliert – ich habe das ja bei den Ausschüssen immer mitbekommen –, und dann kommt man drauf: Er war gar kein Steuerberater! Er hatte gar keine Prüfung. – Also, was soll’s? Herr Rosenstingl gaukelte den kreditierenden Banken eine Bonität vor, die er nicht besaß, unterzeichnete zweifelhafte Wechsel, die reihenweise platzten, und er zweigte Millionensummen auf Konten ins Ausland ab. (Abg. Parnigoni: Das ist dem Haigermoser auch nicht aufgefallen!)
Abg. Parnigoni: Das ist dem Haigermoser auch nicht aufgefallen!
Oder: Wie verhält es sich eigentlich mit der sogenannten Unternehmerpartei? Die Bezeichnung „Unternehmerpartei“ ist interessant. Herr Rosenstingl hatte, wie man nun erfährt, gar keine Berufsberechtigung. (Abg. Haigermoser: Was verdienst denn du als Bürgermeister?) Er hat sich immer als Steuerfachmann tituliert – ich habe das ja bei den Ausschüssen immer mitbekommen –, und dann kommt man drauf: Er war gar kein Steuerberater! Er hatte gar keine Prüfung. – Also, was soll’s? Herr Rosenstingl gaukelte den kreditierenden Banken eine Bonität vor, die er nicht besaß, unterzeichnete zweifelhafte Wechsel, die reihenweise platzten, und er zweigte Millionensummen auf Konten ins Ausland ab. (Abg. Parnigoni: Das ist dem Haigermoser auch nicht aufgefallen!)
Abg. Dr. Graf: Ausgezeichnet!
Aber eines steht fest: Wenn das die Wirtschaftspartei Haiders ist, dann kann man nur ein Stoßgebet Richtung Himmel schicken, daß Sie nicht an der Regierungsmacht sind. Ich frage mich: Wie würde dieser Staat Österreich ausschauen, wenn es einen Bundeskanzler namens Haider geben würde? (Abg. Dr. Graf: Ausgezeichnet!) Herr Haider! Wie wollen Sie eigentlich Österreich regieren, wenn Sie nicht einmal Ihre eigene Partei im Griff haben?
Abg. Böhacker: Altpartei ÖVP!
Eine letzte Frage: Wie verhält es sich mit einer Partei, die bei jeder Debatte weniger Staat fordert und verlangt, daß sich der Staat zurückziehen soll, aber selbst mit dieser Holding (der Redner zeigt nochmals auf die vor ihm aufgestellte Graphik) und zum Teil mit anderen Firmengeflechten eine Art Parteienverstaatlichung aufbaut? Zum Beispiel das niederösterreichische Wohnbauimperium. Warum betreibt eine Partei eigentlich ein derartiges Geflecht an Firmen? Ganz einfach: Damit kann man Personen abhängig machen! Damit macht die Freiheitliche Partei Personen von ihrer Politik, von der Politik des Dr. Jörg Haider, abhängig. Altpartei Freiheitliche Partei Österreichs! (Abg. Böhacker: Altpartei ÖVP!)
Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
In diesem Zusammenhang ist auch der Kauf eines Grundstückes in St. Pölten, auf dem das Haus der niederösterreichischen FPÖ errichtet wurde, interessant und aufklärungsbedürftig. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser.) Die Liegenschaft ist mit dem doppelten ihres tatsächlichen Wertes belastet. Herr Haigermoser! Ich weiß, das tut weh. (Abg. Haigermoser: Mir tut nichts weh! Das einzige, was mir weh tut, ist deine Rede!) Herr Stadler ist schon ganz blaß, und Herr Dr. Haider schaut seit einigen Tagen sehr alt aus.
Abg. Haigermoser: Mir tut nichts weh! Das einzige, was mir weh tut, ist deine Rede!
In diesem Zusammenhang ist auch der Kauf eines Grundstückes in St. Pölten, auf dem das Haus der niederösterreichischen FPÖ errichtet wurde, interessant und aufklärungsbedürftig. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser.) Die Liegenschaft ist mit dem doppelten ihres tatsächlichen Wertes belastet. Herr Haigermoser! Ich weiß, das tut weh. (Abg. Haigermoser: Mir tut nichts weh! Das einzige, was mir weh tut, ist deine Rede!) Herr Stadler ist schon ganz blaß, und Herr Dr. Haider schaut seit einigen Tagen sehr alt aus.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie wirklich nichts an! – Abg. Koppler: Gott schütze Niederösterreich!
Es ist sehr interessant, was sich um den Herrn Gratzer sowie um die Herren Rosenstingl, Schreiner, Mentil und andere Abgeordnete abspielt. Es ist anscheinend nur mehr eine Frage der Zeit, bis Herr Stadler die Partei in Niederösterreich übernehmen muß. In Vorarlberg brauchen sie ihn nicht mehr, dorthin kann er nicht mehr zurück, es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis er Niederösterreich übernehmen muß. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das geht Sie wirklich nichts an! – Abg. Koppler: Gott schütze Niederösterreich!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Wenn wir heute dem Auslieferungsbegehren stattgeben, so geschieht dies aus gutem Grund. Wir wollen erstens die wahre Dimension des Schadens aufgedeckt wissen. Sie liegt bekanntlich bei 200 Millionen Schilling. Wir wollen weitere Verflechtungen, wie sie hier zum Teil dargestellt sind (der Redner hält neuerlich die vor ihm ausgebreitete Graphik in die Höhe), zum Vorschein bringen. Wir wollen weiters die Verbandelungen innerhalb der Freiheitlichen Partei offenlegen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, zu erfahren, was in dieser Saubermannpartei wirklich gespielt wird. Deshalb werden wir dem Auslieferungsantrag stattgeben. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Schwimmer: Wo ist das Holiday Home? Ist das die Abschiedsrede?
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Mag. Schreiner. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 10 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter. (Abg. Dr. Schwimmer: Wo ist das Holiday Home? Ist das die Abschiedsrede?)
Abg. Edler: Herr Schreiner! Haben Sie das früher gewußt?
†Abgeordneter Ing. Mag. Erich L. Schreiner¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister, ich bin sehr dankbar dafür, daß Sie in sehr klaren Worten dazu Stellung genommen haben, daß die Justiz Monate, ja nahezu – ich habe es mitgerechnet – ein halbes Jahr gebraucht hat, um vermeintliche Malversationen des Kollegen Rosenstingl zu hinterfragen und dagegen zu ermitteln. (Abg. Edler: Herr Schreiner! Haben Sie das früher gewußt?) Das geschah mit Hilfe eines Justizapparates, Ermittlungsbehörden, der Wirtschaftspolizei und der Staatsanwaltschaft. Die FPÖ hätte Aufklärungshandlungen machen sollen, obwohl Sie ein halbes Jahr dazu gebraucht haben und Ihre Aufklärungshandlungen nichts gefruchtet haben, Herr Justizminister. Weder der Bundes-FPÖ noch der Landes-FPÖ Niederösterreich steht ein Polizeiapparat zur Verfügung. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Koppler.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Koppler.
†Abgeordneter Ing. Mag. Erich L. Schreiner¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Bundesminister, ich bin sehr dankbar dafür, daß Sie in sehr klaren Worten dazu Stellung genommen haben, daß die Justiz Monate, ja nahezu – ich habe es mitgerechnet – ein halbes Jahr gebraucht hat, um vermeintliche Malversationen des Kollegen Rosenstingl zu hinterfragen und dagegen zu ermitteln. (Abg. Edler: Herr Schreiner! Haben Sie das früher gewußt?) Das geschah mit Hilfe eines Justizapparates, Ermittlungsbehörden, der Wirtschaftspolizei und der Staatsanwaltschaft. Die FPÖ hätte Aufklärungshandlungen machen sollen, obwohl Sie ein halbes Jahr dazu gebraucht haben und Ihre Aufklärungshandlungen nichts gefruchtet haben, Herr Justizminister. Weder der Bundes-FPÖ noch der Landes-FPÖ Niederösterreich steht ein Polizeiapparat zur Verfügung. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf des Abg. Koppler.)
Abg. Rauch-Kallat: Und da merken Sie das nicht?
Gestern kam außerdem noch zutage, daß der Dienstgeber wußte, daß eine Lohnpfändung vorliegt. – Ich selbst habe eine Wirtschaftstreuhandkanzlei mit acht Angestellten. (Abg. Rauch-Kallat: Und da merken Sie das nicht?) Frau Kollegin! Bei mir würde eine Angestellte sofort in mein Büro zitiert werden, wenn ich merke, daß sie plötzlich Drittschuldnererklärungen hat und ihr Lohn gepfändet wird.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Was ist das für ein Demokratieverständnis? – Abg. Rauch-Kallat: Nicht sehr laut gesagt! – Weitere Zwischenrufe.
Denn was heißt das? – Das heißt, es bestehen keine geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse. Herr Präsident Fischer! Ohne geordnete wirtschaftliche Verhältnisse ein Mandat auszuüben, ist wohl wirklich unmöglich! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Wabl: Was ist das für ein Demokratieverständnis? – Abg. Rauch-Kallat: Nicht sehr laut gesagt! – Weitere Zwischenrufe.) Herr Kollege Steindl, auf Ihre konkrete Frage an mich werde ich später noch zurückkommen.
Abg. Silhavy: Peinlich! – Abg. Rauch-Kallat: ... und Kompagnon!
Meine Damen und Herren! Ich sagen Ihnen zunächst ein paar Dinge, die ich offen zugebe: Ich war Klubkollege des Peter Rosenstingl. (Abg. Silhavy: Peinlich! – Abg. Rauch-Kallat: ... und Kompagnon!) In dem Wirtschaftsbüro bin ich mit acht anderen Abgeordneten in einem gemeinsamen Büro gewesen (Rufe und Gegenrufe zwischen der ÖVP und den Freiheitlichen), und ich habe festgestellt, meine Damen und Herren: Man sieht einem Einbrecher nicht an, daß er ein Einbrecher ist, man sieht einem Betrüger nicht an, daß er ein Betrüger ist. (Abg. Rauch-Kallat – in Richtung des Abg. Dr. Haider –: Das hat Ihnen aber weh getan!)
Rufe und Gegenrufe zwischen der ÖVP und den Freiheitlichen
Meine Damen und Herren! Ich sagen Ihnen zunächst ein paar Dinge, die ich offen zugebe: Ich war Klubkollege des Peter Rosenstingl. (Abg. Silhavy: Peinlich! – Abg. Rauch-Kallat: ... und Kompagnon!) In dem Wirtschaftsbüro bin ich mit acht anderen Abgeordneten in einem gemeinsamen Büro gewesen (Rufe und Gegenrufe zwischen der ÖVP und den Freiheitlichen), und ich habe festgestellt, meine Damen und Herren: Man sieht einem Einbrecher nicht an, daß er ein Einbrecher ist, man sieht einem Betrüger nicht an, daß er ein Betrüger ist. (Abg. Rauch-Kallat – in Richtung des Abg. Dr. Haider –: Das hat Ihnen aber weh getan!)
Abg. Rauch-Kallat – in Richtung des Abg. Dr. Haider –: Das hat Ihnen aber weh getan!
Meine Damen und Herren! Ich sagen Ihnen zunächst ein paar Dinge, die ich offen zugebe: Ich war Klubkollege des Peter Rosenstingl. (Abg. Silhavy: Peinlich! – Abg. Rauch-Kallat: ... und Kompagnon!) In dem Wirtschaftsbüro bin ich mit acht anderen Abgeordneten in einem gemeinsamen Büro gewesen (Rufe und Gegenrufe zwischen der ÖVP und den Freiheitlichen), und ich habe festgestellt, meine Damen und Herren: Man sieht einem Einbrecher nicht an, daß er ein Einbrecher ist, man sieht einem Betrüger nicht an, daß er ein Betrüger ist. (Abg. Rauch-Kallat – in Richtung des Abg. Dr. Haider –: Das hat Ihnen aber weh getan!)
Abg. Dr. Leiner: Aber Sie waren beteiligt!
Die Gesellschaft müßte, wenn man visuell Kenntnis davon erlangen könnte, was jemand ist, sofort handeln. Es würde keinen Betrüger und keinen Kinderschänder mehr geben, wenn das soziale Umfeld dies sofort entdecken würde. Wir haben das nicht entdeckt. Die gesamte freiheitliche Fraktion hat das nicht entdeckt. (Abg. Dr. Leiner: Aber Sie waren beteiligt!) Auch ich nicht. Für uns war das eine Situation, die über uns hereingebrochen ist. Wir haben selbst gesagt: Das kann so nicht wahr sein!
Abg. Edler: Das hat der Schreiner gewußt? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wieso soll er das wissen?
Peter Rosenstingl war und ist ein introvertierter, fachlich kompetenter Mensch, ruhig und engagiert – und er hat ein Doppelleben geführt. Aus meiner Sicht hat er ein perfektes Doppelleben geführt, anders kann ich mir das nicht vorstellen! (Abg. Edler: Das hat der Schreiner gewußt? – Abg. Dr. Partik-Pablé: Wieso soll er das wissen?) Ich bin Schreibtisch an Schreibtisch mit ihm gesessen, aber wenn jemand ein Doppelleben führt, kann man das nicht wissen.
Abg. Dr. Fekter: Mit welcher beruflichen Qualifikation?
Meine Damen und Herren! Schauen wir uns – da immer wieder Anschuldigungen gegen die FPÖ-Fraktion kommen – das einmal im konkreten an! Da gibt es, Herr Bundesminister für Justiz, Banken mit besten Informationskanälen und besten Möglichkeiten, vernetzt zu recherchieren. Diese Banken sind um Millionen Schilling geprellt worden. Da gibt es eine eigene Wirtschaftstreuhandkanzlei, die davon auch nichts wußte – die Firma Omikron –, die immer zwei Punkte vor sich hertragen muß: die totale Unabhängigkeit – eine berufliche Unabhängigkeit – und die wirtschaftliche Vertrauenswürdigkeit. Das wird jährlich überprüft. Auch die Kammer der Wirtschaftstreuhänder ist nicht draufgekommen. (Abg. Dr. Fekter: Mit welcher beruflichen Qualifikation?) Da gibt es Bekannte, die ihm anscheinend Geld zur Veranlagung gegeben haben. (Abg. Dr. Fekter: Parteifreunde!)
Abg. Dr. Fekter: Parteifreunde!
Meine Damen und Herren! Schauen wir uns – da immer wieder Anschuldigungen gegen die FPÖ-Fraktion kommen – das einmal im konkreten an! Da gibt es, Herr Bundesminister für Justiz, Banken mit besten Informationskanälen und besten Möglichkeiten, vernetzt zu recherchieren. Diese Banken sind um Millionen Schilling geprellt worden. Da gibt es eine eigene Wirtschaftstreuhandkanzlei, die davon auch nichts wußte – die Firma Omikron –, die immer zwei Punkte vor sich hertragen muß: die totale Unabhängigkeit – eine berufliche Unabhängigkeit – und die wirtschaftliche Vertrauenswürdigkeit. Das wird jährlich überprüft. Auch die Kammer der Wirtschaftstreuhänder ist nicht draufgekommen. (Abg. Dr. Fekter: Mit welcher beruflichen Qualifikation?) Da gibt es Bekannte, die ihm anscheinend Geld zur Veranlagung gegeben haben. (Abg. Dr. Fekter: Parteifreunde!)
Abg. Dr. Fekter: Die Anzeige erstattet haben! Zumindest reagiert haben!
Da gibt es den Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, der jetzt ein Geschädigter ist, und da gibt es die FPÖ und den freiheitlichen Parlamentsklub, die alle davon hätten wissen müssen, obwohl selbst Institutionen wie eine Erste Bank, eine Oberbank und viele andere Banken nie Kenntnis davon gehabt haben. (Abg. Dr. Fekter: Die Anzeige erstattet haben! Zumindest reagiert haben!) Sie haben ihm in bester Absicht Geld anvertraut, und zwar nach einer Bonitätsprüfung, in welcher der KSV vor acht Wochen noch ausgewiesen hat: beste Bonität, beste Kreditmöglichkeiten, Hohes Haus. Aber wir hätten das alles ganz einfach wissen müssen! (Abg. Schaffenrath: Weil Sie seine Freunde sind!)
Abg. Schaffenrath: Weil Sie seine Freunde sind!
Da gibt es den Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, der jetzt ein Geschädigter ist, und da gibt es die FPÖ und den freiheitlichen Parlamentsklub, die alle davon hätten wissen müssen, obwohl selbst Institutionen wie eine Erste Bank, eine Oberbank und viele andere Banken nie Kenntnis davon gehabt haben. (Abg. Dr. Fekter: Die Anzeige erstattet haben! Zumindest reagiert haben!) Sie haben ihm in bester Absicht Geld anvertraut, und zwar nach einer Bonitätsprüfung, in welcher der KSV vor acht Wochen noch ausgewiesen hat: beste Bonität, beste Kreditmöglichkeiten, Hohes Haus. Aber wir hätten das alles ganz einfach wissen müssen! (Abg. Schaffenrath: Weil Sie seine Freunde sind!)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.
Herr Kollege Steindl! Jetzt komme ich auf Ihre Ausführungen zurück. Es stimmt, ich bin über zwei Firmen mit Peter Rosenstingl verbunden gewesen. Ich sage das ganz offen und habe es von vornherein nie verschwiegen. Die eine Firma heißt Office rent KEG, das ist eine Bürovermietungsfirma mit einem Umsatz von genau 273 000 S pro Jahr. Das andere ist eine Firma, von der mir ein Wohnungsanteil gehört und von der Peter Rosenstingl ein Wohnungsanteil gehört. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.) Wir haben bei beiden Firmen überprüft, ob Peter Rosenstingl finanzielle Malversationen begangen hat, ob er Gläubiger geschädigt hat, ob er Geld entnommen hat und ob er über diese Firma Anleger getäuscht hat. Ich habe das seit einer Woche verneinen können.
Abg. Dr. Khol: Daher legen Sie jetzt Ihr Mandat zurück!
Ich habe mich aber entschieden, strengste Maßstäbe anzulegen. (Abg. Dr. Khol: Daher legen Sie jetzt Ihr Mandat zurück!) Ich habe heute den Präsidenten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und den Präsidenten der Niederösterreichischen Rechtsanwaltskammer ersucht, eine Überprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer vorzunehmen beziehungsweise von einem Rechtsanwalt die beiden Firmen im Hinblick darauf durchleuchten zu lassen (Abg. Müller: Welchen Rechtsanwalt?), ob von Peter Rosenstingl im Zusammenhang mit diesen beiden Unternehmen, in denen ich, wie ich offen zugebe, selbst mit ihm geschäftlich verbunden war, jemandem – seien es Banken, Private, die FPÖ oder Vorfeldorganisationen, welche Personen auch immer – ein Schaden zugefügt worden ist. (Abg. Schaffenrath: Und was ist mit einem Nutzen?) Dieses Ersuchen habe ich heute an die beiden Präsidenten gerichtet, und sie haben mir zugesichert, daß das wahrscheinlich in drei bis vier Wochen erledigt sein wird. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Karlsson: Sehr spät!)
Abg. Müller: Welchen Rechtsanwalt?
Ich habe mich aber entschieden, strengste Maßstäbe anzulegen. (Abg. Dr. Khol: Daher legen Sie jetzt Ihr Mandat zurück!) Ich habe heute den Präsidenten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und den Präsidenten der Niederösterreichischen Rechtsanwaltskammer ersucht, eine Überprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer vorzunehmen beziehungsweise von einem Rechtsanwalt die beiden Firmen im Hinblick darauf durchleuchten zu lassen (Abg. Müller: Welchen Rechtsanwalt?), ob von Peter Rosenstingl im Zusammenhang mit diesen beiden Unternehmen, in denen ich, wie ich offen zugebe, selbst mit ihm geschäftlich verbunden war, jemandem – seien es Banken, Private, die FPÖ oder Vorfeldorganisationen, welche Personen auch immer – ein Schaden zugefügt worden ist. (Abg. Schaffenrath: Und was ist mit einem Nutzen?) Dieses Ersuchen habe ich heute an die beiden Präsidenten gerichtet, und sie haben mir zugesichert, daß das wahrscheinlich in drei bis vier Wochen erledigt sein wird. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Karlsson: Sehr spät!)
Abg. Schaffenrath: Und was ist mit einem Nutzen?
Ich habe mich aber entschieden, strengste Maßstäbe anzulegen. (Abg. Dr. Khol: Daher legen Sie jetzt Ihr Mandat zurück!) Ich habe heute den Präsidenten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und den Präsidenten der Niederösterreichischen Rechtsanwaltskammer ersucht, eine Überprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer vorzunehmen beziehungsweise von einem Rechtsanwalt die beiden Firmen im Hinblick darauf durchleuchten zu lassen (Abg. Müller: Welchen Rechtsanwalt?), ob von Peter Rosenstingl im Zusammenhang mit diesen beiden Unternehmen, in denen ich, wie ich offen zugebe, selbst mit ihm geschäftlich verbunden war, jemandem – seien es Banken, Private, die FPÖ oder Vorfeldorganisationen, welche Personen auch immer – ein Schaden zugefügt worden ist. (Abg. Schaffenrath: Und was ist mit einem Nutzen?) Dieses Ersuchen habe ich heute an die beiden Präsidenten gerichtet, und sie haben mir zugesichert, daß das wahrscheinlich in drei bis vier Wochen erledigt sein wird. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Karlsson: Sehr spät!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Karlsson: Sehr spät!
Ich habe mich aber entschieden, strengste Maßstäbe anzulegen. (Abg. Dr. Khol: Daher legen Sie jetzt Ihr Mandat zurück!) Ich habe heute den Präsidenten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und den Präsidenten der Niederösterreichischen Rechtsanwaltskammer ersucht, eine Überprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer vorzunehmen beziehungsweise von einem Rechtsanwalt die beiden Firmen im Hinblick darauf durchleuchten zu lassen (Abg. Müller: Welchen Rechtsanwalt?), ob von Peter Rosenstingl im Zusammenhang mit diesen beiden Unternehmen, in denen ich, wie ich offen zugebe, selbst mit ihm geschäftlich verbunden war, jemandem – seien es Banken, Private, die FPÖ oder Vorfeldorganisationen, welche Personen auch immer – ein Schaden zugefügt worden ist. (Abg. Schaffenrath: Und was ist mit einem Nutzen?) Dieses Ersuchen habe ich heute an die beiden Präsidenten gerichtet, und sie haben mir zugesichert, daß das wahrscheinlich in drei bis vier Wochen erledigt sein wird. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Karlsson: Sehr spät!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Haider – in Richtung SPÖ und ÖVP –: Das ist der Unterschied zu euch, die noch immer herumsitzen!
Hohes Haus! Ich habe mich darüber hinaus entschieden, die Rücklegung meines Mandates zu veranlassen, jedoch auf der Landesliste der FPÖ-Niederösterreich zu verbleiben. Ich habe für mich in Anspruch genommen – ich habe seit 15 Jahren den Beruf eines Wirtschaftstreuhänders, bin diesem Beruf verpflichtet und übe ihn gerne aus – und mir immer gesagt: In meiner Kanzlei hat eine strenge Prüfung mit Umsicht und in ganzer Härte durchgeführt zu werden, wenn mir selbst etwas vorgeworfen wird! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Haider – in Richtung SPÖ und ÖVP –: Das ist der Unterschied zu euch, die noch immer herumsitzen!)
Lang anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Da können Sie sich genieren, Frau Rauch-Kallat!
Meine Damen und Herren! Zum Schluß wünsche ich Ihnen, es möge Ihnen allen nicht das widerfahren, was mir widerfahren ist, nämlich im Vertrauen zu einer Person, die ich jahrelang kenne und von deren Lauterkeit ich immer überzeugt war, von dieser Person in einer so tiefen und verabscheuungswürdigen Weise hintergangen zu werden. Es möge Ihnen allen das erspart bleiben, was mir leider nicht erspart geblieben ist! (Lang anhaltender Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Haigermoser: Da können Sie sich genieren, Frau Rauch-Kallat!)
Anhaltende Zwischenrufe und Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.
†Präsident Dr. Heinrich Neisser¦: Nächster Redner ist Herr Abgeordneter Dr. Kier. – Bitte. (Anhaltende Zwischenrufe und Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Tegischer: Schreibtisch an Schreibtisch, hat er gesagt!
Bemerkenswert ist allerdings der Zeitablauf, den wir dabei beobachten können. Da, Herr Kollege Schreiner, kann ich Ihnen in einem Punkt nur teilweise folgen. Sie haben hier gemeint, daß die Justiz ein halbes Jahr gebraucht habe. Die Justiz ist nicht Tür an Tür mit dem Kollegen Rosenstingl gesessen. (Abg. Tegischer: Schreibtisch an Schreibtisch, hat er gesagt!) Ich rede jetzt vom RFW, nicht von den Firmen.
Beifall beim Liberalen Forum.
Möglicherweise ist es dieser politischer Zusammenhang, der Kollegen Stadler bewogen hat, selbst diesen Antrag zu stellen. Ich meine, wenn eine Fraktion durch ihren stellvertretenden Klubobmann in einer Ausschußsitzung selbst den Antrag stellt, daß ein politischer Zusammenhang zwischen den Vorwürfen gegen Rosenstingl sowie seinem politischen Mandat und seinen politischen Funktionen besteht, dann ist es unredlich, von diesen Rednerpult aus so zu tun, als ob kein politischer Zusammenhang bestünde. Das ist unredlich! (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Mag. Schweitzer: Das hätten Sie wohl gern!
Daher hat meiner Ansicht nach die angekündigte Mandatsrücklegung des Kollegen Schreiner nicht die Motivenlage, die er uns hier vorgetragen hat, sondern das ist der Versuch, den politischen Zusammenhang dadurch abzuschneiden, daß man rechtzeitig das Mandat zurücklegt. (Abg. Mag. Schweitzer: Das hätten Sie wohl gern!) Ich verstehe es sonst nicht! Sonst hätte das ja keinen Sinn. (Abg. Mag. Schweitzer: Das hätten Sie wohl gern!) Ich habe Sie jetzt nicht verstanden. (Abg. Mag. Stadler: Reden Sie von allen?)
Abg. Mag. Schweitzer: Das hätten Sie wohl gern!
Daher hat meiner Ansicht nach die angekündigte Mandatsrücklegung des Kollegen Schreiner nicht die Motivenlage, die er uns hier vorgetragen hat, sondern das ist der Versuch, den politischen Zusammenhang dadurch abzuschneiden, daß man rechtzeitig das Mandat zurücklegt. (Abg. Mag. Schweitzer: Das hätten Sie wohl gern!) Ich verstehe es sonst nicht! Sonst hätte das ja keinen Sinn. (Abg. Mag. Schweitzer: Das hätten Sie wohl gern!) Ich habe Sie jetzt nicht verstanden. (Abg. Mag. Stadler: Reden Sie von allen?)
Abg. Mag. Stadler: Reden Sie von allen?
Daher hat meiner Ansicht nach die angekündigte Mandatsrücklegung des Kollegen Schreiner nicht die Motivenlage, die er uns hier vorgetragen hat, sondern das ist der Versuch, den politischen Zusammenhang dadurch abzuschneiden, daß man rechtzeitig das Mandat zurücklegt. (Abg. Mag. Schweitzer: Das hätten Sie wohl gern!) Ich verstehe es sonst nicht! Sonst hätte das ja keinen Sinn. (Abg. Mag. Schweitzer: Das hätten Sie wohl gern!) Ich habe Sie jetzt nicht verstanden. (Abg. Mag. Stadler: Reden Sie von allen?)
Abg. Mag. Schweitzer: Wie hätten Sie es gern? – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der FPÖ.
Kollege Stadler! Wenn Sie selbst – ich sage es noch einmal – mit den Antrag gestellt haben, dann stellt sich aus meiner Sicht die Frage, die nur Sie beantworten können: Warum haben Sie diesen Antrag gestellt? – Die politische Bewertung ist letztlich damit getroffen. (Abg. Mag. Schweitzer: Wie hätten Sie es gern? – Weitere lebhafte Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Abg. Mag. Schweitzer: Sagen Sie, wie Sie es gern hätten!
Der zweite Aspekt ... (Abg. Mag. Schweitzer: Sagen Sie, wie Sie es gern hätten!) Ich bitte, mich nicht zu unterbrechen, ich kann sonst nicht ordentlich reden. Es täte mir leid, wenn ich meine Rede nicht ordentlich zu Ende führen könnte. (Abg. Mag. Schweitzer: Sagen Sie, wie Sie es gern hätten! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Mag. Schweitzer: Sagen Sie, wie Sie es gern hätten! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.
Der zweite Aspekt ... (Abg. Mag. Schweitzer: Sagen Sie, wie Sie es gern hätten!) Ich bitte, mich nicht zu unterbrechen, ich kann sonst nicht ordentlich reden. Es täte mir leid, wenn ich meine Rede nicht ordentlich zu Ende führen könnte. (Abg. Mag. Schweitzer: Sagen Sie, wie Sie es gern hätten! – Weitere Zwischenrufe. – Präsident Dr. Neisser gibt das Glockenzeichen.)
Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das ist auch Ihre Vergangenheit! – Abg. Haigermoser: Erbärmlich war das! – Weitere Zwischenrufe.
Der zweite Aspekt ist: Die Öffentlichkeit wird beurteilen, Herr Kollege Stadler, was davon zu halten ist, daß Sie noch gestern der Meinung waren, daß ein politischer Zusammenhang besteht, und heute so tun, als ob Sie niemals von irgend etwas gewußt hätten. Das ist unglaubwürdig! – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum und bei den Grünen. – Abg. Dipl.-Ing. Schöggl: Das ist auch Ihre Vergangenheit! – Abg. Haigermoser: Erbärmlich war das! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Heindl! Bezüglich Ihrer Überlegungen, was Mentil in dieser Gesellschaft macht, sage ich Ihnen: Mentil macht in dieser Gesellschaft überhaupt nichts. Mentil hat dort korrekt und anständig Büroräume gekauft. Verträge darüber liegen auf, der Quadratmeterpreis ist bekannt, das alles liegt nachvollziehbar auf dem Tisch. Sie werden überrascht sein, wie schnell sich diese Kampagne in Richtung meiner Person in nichts, in Luft auflöst. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich werde dafür sorgen, daß unabhängige Experten und Prüfer, denen wir alle Unterlagen zur Verfügung stellen werden, beweisen und dokumentieren werden, daß an Ihren Anschüttungen nichts, aber auch schon gar nichts stimmt. Rosenstingl hat mit diesen Dingen nichts zu tun gehabt! Menschlich ist es für mich tragisch und schwer realisierbar, was Rosenstingl uns angetan hat. Aber mit den Geschehnissen der Freiheitlichen Niederösterreichs, mit den Finanzen der Freiheitlichen Niederösterreichs in meiner Verantwortlichkeit als Landesfinanzreferent hat Rosenstingl nichts zu tun gehabt. Ich sage es nochmals: Unabhängige Experten werden das prüfen und werden es Ihnen belegen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Ich gehe noch weiter. Ich denke und ich fühle, was ich meiner Familie, meinen Kindern, meiner Gesinnungsgemeinschaft, meinen Wählern, den Bürgerinnen und Bürgern schuldig bin – das ist mein Mandatsverständnis –: Ich werde für den Zeitraum der Prüfung mein Mandat zurücklegen. Ich wette mit Ihnen, Sie werden mich schneller wiedersehen, als Sie glauben, aber unbefleckt und rein, als einen Politiker, der weiß, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es wird mein schönster Tag sein, wenn ich wieder hier vor Ihnen stehen werde und Sie – dokumentiert durch unabhängige Sachverständige, durch Experten von außerhalb der FPÖ, die diese Dinge prüfen werden – zur Kenntnis nehmen müssen, daß Sie besudelt haben und sonst nichts! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Wabl: Im Ausschuß zustimmen!
Herr Präsident! Sie selbst waren in der Präsidiale anwesend und wissen daher, daß die Form dieser Sitzung unter anderem deswegen gewählt wurde, weil Klubobmann Stadler in der Präsidiale den Eindruck erweckt hat, daß seine Fraktion dem Auslieferungsantrag zustimmen würde und sich aus diesem Grunde selbstverständlich die Redner aller Fraktionen als Pro-Redner ... (Abg. Wabl: Im Ausschuß zustimmen!) Ja, sie haben auch dann im Ausschuß zugestimmt. Aber er hat bereits in der Präsidiale den Eindruck erweckt, daß alle Abgeordneten diesem Auslieferungsantrag zustimmen und daher sämtliche Wortmeldungen als Prowortmeldungen aufgenommen würden, woraus nur eine Abwechslung in der Reihenfolge der Fraktionen resultierte.
Abg. Dr. Partik-Pablé: Reden und abstimmen sind zwei verschiedene Dinge!
Da sich jetzt Herr Abgeordneter Mentil als Kontraredner zu Wort gemeldet hat, gehe ich davon aus – er kann sich ja auch anders entscheiden –, daß er gegen die Auslieferung stimmen wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Reden und abstimmen sind zwei verschiedene Dinge!) Ich ersuche aber Sie, Herr Präsident, sicherzustellen, daß bei den künftigen Wortmeldungen Pro und Kontra so gehandhabt wird, wie es der Geschäftsordnung entspricht, nämlich entsprechend dem Abstimmungsverhalten. (Abg. Dr. Khol: Da hat sie völlig recht!) Ansonsten würde ich das als einen weiteren Mißbrauch der Geschäftsordnung sehen, wie er bei der Freiheitlichen Partei allerdings nicht das erste Mal der Fall wäre. (Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: Da hat sie völlig recht!
Da sich jetzt Herr Abgeordneter Mentil als Kontraredner zu Wort gemeldet hat, gehe ich davon aus – er kann sich ja auch anders entscheiden –, daß er gegen die Auslieferung stimmen wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Reden und abstimmen sind zwei verschiedene Dinge!) Ich ersuche aber Sie, Herr Präsident, sicherzustellen, daß bei den künftigen Wortmeldungen Pro und Kontra so gehandhabt wird, wie es der Geschäftsordnung entspricht, nämlich entsprechend dem Abstimmungsverhalten. (Abg. Dr. Khol: Da hat sie völlig recht!) Ansonsten würde ich das als einen weiteren Mißbrauch der Geschäftsordnung sehen, wie er bei der Freiheitlichen Partei allerdings nicht das erste Mal der Fall wäre. (Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.
Da sich jetzt Herr Abgeordneter Mentil als Kontraredner zu Wort gemeldet hat, gehe ich davon aus – er kann sich ja auch anders entscheiden –, daß er gegen die Auslieferung stimmen wird. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Reden und abstimmen sind zwei verschiedene Dinge!) Ich ersuche aber Sie, Herr Präsident, sicherzustellen, daß bei den künftigen Wortmeldungen Pro und Kontra so gehandhabt wird, wie es der Geschäftsordnung entspricht, nämlich entsprechend dem Abstimmungsverhalten. (Abg. Dr. Khol: Da hat sie völlig recht!) Ansonsten würde ich das als einen weiteren Mißbrauch der Geschäftsordnung sehen, wie er bei der Freiheitlichen Partei allerdings nicht das erste Mal der Fall wäre. (Beifall beim Liberalen Forum, bei den Grünen sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP.)
Abg. Dr. Fekter: Aber im Ausschuß ist es feststellbar!
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (Freiheitliche) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Wie Sie wissen, ist das Abstimmungsverhalten einer Fraktion bei der Abstimmung feststellbar und hat nichts mit dem Verlauf der Debatte zu tun. (Abg. Dr. Fekter: Aber im Ausschuß ist es feststellbar!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sie haben damals entschieden, daß das zulässig ist. Ich bitte daher – auch wenn die Frau Oberlehrerin Schmidt jetzt anderer Meinung ist und meint, daß das geschäftsordnungswidrig ist –, gleiche Sachverhalte gleich zu behandeln. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Grünen, beim Liberalen Forum sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wollen Sie auch den Titel „Oberlehrerin“? Den können Sie gerne haben!
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (Grüne) (zur Geschäftsbehandlung): Erstens verwahre ich mich dagegen, daß hier Kolleginnen dieses Hauses – namentlich Frau Dr. Schmidt – im Rahmen einer Wortmeldung zur Geschäftsbehandlung beflegelt oder verächtlich gemacht werden. Das ist nicht üblich und gehört nicht zum guten Ton dieses Hauses. (Beifall bei den Grünen, beim Liberalen Forum sowie bei Abgeordneten von SPÖ und ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: Wollen Sie auch den Titel „Oberlehrerin“? Den können Sie gerne haben!)
Abg. Dr. Haider: Stadler stimmt sicher zu! – Abg. Mag. Stadler: Ich werde zustimmen, daher werde ich pro reden!
Zum zweiten ist es so, daß es hier eine stehende Usance gibt, die bisher immer eingehalten worden ist, nämlich daß dann, wenn eine Fraktion oder wenn einzelne Abgeordnete zumindest Teilen einer Vorlage nicht zustimmen, sehr wohl Pro- oder Kontrawortmeldungen möglich sind. (Abg. Dr. Haider: Stadler stimmt sicher zu! – Abg. Mag. Stadler: Ich werde zustimmen, daher werde ich pro reden!) In diesem Falle geht es aber nicht um eine lange Vorlage, die in mehrere Teile zerfällt, sondern allein um die Frage, ob Abgeordneter Rosenstingl auszuliefern ist, die mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten ist. Ich werte es daher als eine Umgehung und auch als eine Täuschung dieses Hauses, hier so zu tun, als sei die Entscheidung noch offen, um sich hier einen besseren Rang, eine bessere Stelle in der Debatte zu verschaffen.
Abg. Mag. Stadler: Das entscheidet jeder selber, Herr Schieder!
†Abgeordneter Peter Schieder¦ (SPÖ) (zur Geschäftsbehandlung): Herr Präsident! Es geht nicht bloß um die Geschäftsordnungsfrage, ob man kontra reden und am Schluß pro stimmen kann, sondern es stellt sich noch eine zweite Frage, nämlich ob man sich zu Beginn einer Debatte als Proredner meldet und im Verlauf der Debatte, weil es einem günstig erscheint, früher sprechen zu können, auf Kontraredner umspringt. (Abg. Mag. Stadler: Das entscheidet jeder selber, Herr Schieder!)
Abg. Dr. Haider: Sie haben es vorher praktiziert bei der Bezügedebatte!
Neben der geschäftsordnungsmäßigen Frage stellt sich aber noch die Frage, ob Vereinbarungen halten. Ausgemacht ist auf jeden Fall gewesen, daß so etwas heute im Haus nicht stattfindet. (Abg. Dr. Haider: Sie haben es vorher praktiziert bei der Bezügedebatte!)
Abg. Mag. Stadler: Zauberkräfte!
Herr Präsident! Ich möchte vor allem wissen, wie es dazu kommt, daß wir eine ausgedruckte Rednerliste bekommen, die eine gewisse Reihenfolge von Rednern aufweist, und daß durch irgendwelche Zauberkräfte dann plötzlich die Reihenfolge der Rednermeldungen verändert wird. (Abg. Mag. Stadler: Zauberkräfte!) Da hätte ich gerne Aufklärung: Wer hat das veranlaßt, und wer hat hier entschieden?
Abg. Haigermoser: Wer hat denn den Antrag gestellt?
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich bedauere, daß es zu dieser Unterbrechung kommen mußte. Der Sinn der Übung lag ja auf der Hand. Es ist darum gegangen, seitens der Freiheitlichen Partei eine objektive Berichterstattung, insbesondere im ORF, zu verhindern. (Abg. Haigermoser: Wer hat denn den Antrag gestellt?) Das ist ja in Zwischenrufen sehr deutlich geäußert worden, unter anderen vom Abgeordneten Haider. (Abg. Haigermoser: Das ist ja zum Wiehern!) Ich denke, es wird an diesem Haus liegen, auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dessen öffentlich-rechtlichen Auftrag und ... (Rufe bei den Freiheitlichen: Zensur wollen Sie! Zensur!) – Nein, Herr Abgeordneter Haider, das verstehen Sie falsch. Es geht um die Wahrung des Gesetzes. Aber diese Dimension ist Ihnen nicht mehr verständlich! (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und dem Liberalen Forum.)
Abg. Haigermoser: Das ist ja zum Wiehern!
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich bedauere, daß es zu dieser Unterbrechung kommen mußte. Der Sinn der Übung lag ja auf der Hand. Es ist darum gegangen, seitens der Freiheitlichen Partei eine objektive Berichterstattung, insbesondere im ORF, zu verhindern. (Abg. Haigermoser: Wer hat denn den Antrag gestellt?) Das ist ja in Zwischenrufen sehr deutlich geäußert worden, unter anderen vom Abgeordneten Haider. (Abg. Haigermoser: Das ist ja zum Wiehern!) Ich denke, es wird an diesem Haus liegen, auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dessen öffentlich-rechtlichen Auftrag und ... (Rufe bei den Freiheitlichen: Zensur wollen Sie! Zensur!) – Nein, Herr Abgeordneter Haider, das verstehen Sie falsch. Es geht um die Wahrung des Gesetzes. Aber diese Dimension ist Ihnen nicht mehr verständlich! (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und dem Liberalen Forum.)
Rufe bei den Freiheitlichen: Zensur wollen Sie! Zensur!
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich bedauere, daß es zu dieser Unterbrechung kommen mußte. Der Sinn der Übung lag ja auf der Hand. Es ist darum gegangen, seitens der Freiheitlichen Partei eine objektive Berichterstattung, insbesondere im ORF, zu verhindern. (Abg. Haigermoser: Wer hat denn den Antrag gestellt?) Das ist ja in Zwischenrufen sehr deutlich geäußert worden, unter anderen vom Abgeordneten Haider. (Abg. Haigermoser: Das ist ja zum Wiehern!) Ich denke, es wird an diesem Haus liegen, auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dessen öffentlich-rechtlichen Auftrag und ... (Rufe bei den Freiheitlichen: Zensur wollen Sie! Zensur!) – Nein, Herr Abgeordneter Haider, das verstehen Sie falsch. Es geht um die Wahrung des Gesetzes. Aber diese Dimension ist Ihnen nicht mehr verständlich! (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und dem Liberalen Forum.)
Beifall bei den Grünen, der SPÖ und dem Liberalen Forum.
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Ich bedauere, daß es zu dieser Unterbrechung kommen mußte. Der Sinn der Übung lag ja auf der Hand. Es ist darum gegangen, seitens der Freiheitlichen Partei eine objektive Berichterstattung, insbesondere im ORF, zu verhindern. (Abg. Haigermoser: Wer hat denn den Antrag gestellt?) Das ist ja in Zwischenrufen sehr deutlich geäußert worden, unter anderen vom Abgeordneten Haider. (Abg. Haigermoser: Das ist ja zum Wiehern!) Ich denke, es wird an diesem Haus liegen, auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dessen öffentlich-rechtlichen Auftrag und ... (Rufe bei den Freiheitlichen: Zensur wollen Sie! Zensur!) – Nein, Herr Abgeordneter Haider, das verstehen Sie falsch. Es geht um die Wahrung des Gesetzes. Aber diese Dimension ist Ihnen nicht mehr verständlich! (Beifall bei den Grünen, der SPÖ und dem Liberalen Forum.)
Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.
Meine Damen und Herren! Es ist so, daß Vorgänge rund um die Geschäftsordnung für die Besucher auf der Galerie und für die österreichische Öffentlichkeit in aller Regel nicht sehr aufregend und oft nicht leicht nachvollziehbar sind. Das ist auch der Grund, warum derartige Vorgänge immer wieder stattfinden: Es wird versucht, ein Problem, das die Freiheitliche Partei hat, dadurch zu relativieren und die Aufmerksamkeit davon abzulenken, indem in irgendeiner Form Unruhe gestiftet wird. Das geht Hand in Hand mit Bestrebungen, den Parlamentarismus, die parlamentarische Kontrolle und auch das Wesen des freien Mandates zu relativieren und in der Öffentlichkeit diesbezüglich Verwirrung zu stiften. – Ich bin überzeugt davon, daß diese Strategie zwar teilweise aufgegangen ist, aber gerade in dieser Causa nicht wirklich Erfolg haben wird. (Präsident Dr. Brauneder übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Dr. Ofner: Der Wabl hat dagegen gestimmt!
Einem stelle ich mich aber sehr massiv entgegen: Wenn Sie, Herr Abgeordneter Stadler – und das waren Ihre Worte, das sind nicht meine Worte –, von einem „gewöhnlichen“ Gauner gesprochen haben, muß ich Ihnen sagen, ein „gewöhnlicher“ Gauner war oder ist das, wenn ein Gericht so befindet, sicher nicht. Das war oder wird sein, wenn ein Gericht darüber abgeurteilt hat, ein Gauner, der ausgestattet ist mit einem Mandat, der mit dem Nimbus der Partei ausgestattet ist, die sich immer als Skandalaufklärerin stark gemacht hat. Das ist kein „gewöhnlicher“ Gauner, sondern das ist dann jemand, der auch den Rückhalt seiner Partei dafür benutzt, einen ganz besonders glaubwürdigen Anschein in der Öffentlichkeit zu erwecken. Der Abgeordnete Peter Rosenstingl hat Bonität. Deswegen hat ja auch der Abgeordnete Stadler letztlich selbstverständlich mitstimmen müssen, als es um die Frage des politischen Zusammenhangs gegangen ist. (Abg. Dr. Ofner: Der Wabl hat dagegen gestimmt!) Herr Abgeordneter Ofner, Sie wissen, daß das die glatte Unwahrheit ist. (Abg. Dr. Ofner: Ich war dabei, Sie nicht!) Herr Abgeordneter, Sie schaffen es nicht einmal jetzt, bei der Wahrheit zu bleiben. Es ist unendlich traurig, daß Sie nicht einmal in einer derartigen Debatte in der Lage sind, bei der Wahrheit zu bleiben. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ und beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Haider: Tun Sie nicht lügen!)
Abg. Dr. Ofner: Ich war dabei, Sie nicht!
Einem stelle ich mich aber sehr massiv entgegen: Wenn Sie, Herr Abgeordneter Stadler – und das waren Ihre Worte, das sind nicht meine Worte –, von einem „gewöhnlichen“ Gauner gesprochen haben, muß ich Ihnen sagen, ein „gewöhnlicher“ Gauner war oder ist das, wenn ein Gericht so befindet, sicher nicht. Das war oder wird sein, wenn ein Gericht darüber abgeurteilt hat, ein Gauner, der ausgestattet ist mit einem Mandat, der mit dem Nimbus der Partei ausgestattet ist, die sich immer als Skandalaufklärerin stark gemacht hat. Das ist kein „gewöhnlicher“ Gauner, sondern das ist dann jemand, der auch den Rückhalt seiner Partei dafür benutzt, einen ganz besonders glaubwürdigen Anschein in der Öffentlichkeit zu erwecken. Der Abgeordnete Peter Rosenstingl hat Bonität. Deswegen hat ja auch der Abgeordnete Stadler letztlich selbstverständlich mitstimmen müssen, als es um die Frage des politischen Zusammenhangs gegangen ist. (Abg. Dr. Ofner: Der Wabl hat dagegen gestimmt!) Herr Abgeordneter Ofner, Sie wissen, daß das die glatte Unwahrheit ist. (Abg. Dr. Ofner: Ich war dabei, Sie nicht!) Herr Abgeordneter, Sie schaffen es nicht einmal jetzt, bei der Wahrheit zu bleiben. Es ist unendlich traurig, daß Sie nicht einmal in einer derartigen Debatte in der Lage sind, bei der Wahrheit zu bleiben. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ und beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Haider: Tun Sie nicht lügen!)
Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ und beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Haider: Tun Sie nicht lügen!
Einem stelle ich mich aber sehr massiv entgegen: Wenn Sie, Herr Abgeordneter Stadler – und das waren Ihre Worte, das sind nicht meine Worte –, von einem „gewöhnlichen“ Gauner gesprochen haben, muß ich Ihnen sagen, ein „gewöhnlicher“ Gauner war oder ist das, wenn ein Gericht so befindet, sicher nicht. Das war oder wird sein, wenn ein Gericht darüber abgeurteilt hat, ein Gauner, der ausgestattet ist mit einem Mandat, der mit dem Nimbus der Partei ausgestattet ist, die sich immer als Skandalaufklärerin stark gemacht hat. Das ist kein „gewöhnlicher“ Gauner, sondern das ist dann jemand, der auch den Rückhalt seiner Partei dafür benutzt, einen ganz besonders glaubwürdigen Anschein in der Öffentlichkeit zu erwecken. Der Abgeordnete Peter Rosenstingl hat Bonität. Deswegen hat ja auch der Abgeordnete Stadler letztlich selbstverständlich mitstimmen müssen, als es um die Frage des politischen Zusammenhangs gegangen ist. (Abg. Dr. Ofner: Der Wabl hat dagegen gestimmt!) Herr Abgeordneter Ofner, Sie wissen, daß das die glatte Unwahrheit ist. (Abg. Dr. Ofner: Ich war dabei, Sie nicht!) Herr Abgeordneter, Sie schaffen es nicht einmal jetzt, bei der Wahrheit zu bleiben. Es ist unendlich traurig, daß Sie nicht einmal in einer derartigen Debatte in der Lage sind, bei der Wahrheit zu bleiben. (Beifall bei den Grünen, bei Abgeordneten der SPÖ und beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Haider: Tun Sie nicht lügen!)
Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.
Und noch eines: Wenn der Abgeordnete Schreiner, der sein Mandat nicht zurückgelegt hat, sondern nur ruhend gestellt hat – vorläufig ruhend gestellt hat –, gesagt hat, er würde eine Angestellte – bezeichnenderweise in der weiblichen Form – zu sich zitieren, dann frage ich Sie schon, was Sie für eine Auffassung von Mandat haben, und vor allem, wo bei Ihnen die politische Kontrolle anfängt. Waren es nicht Sie, die im Zusammenhang mit den Untersuchungsausschüssen, mit Praschak, mit den Kurdenmorden immer gesagt haben, politische Verantwortung sei etwas anderes als strafrechtliche Verantwortung? Ich frage Sie: Wo ist die politische Verantwortung der Parteispitze? Es geht nicht darum, daß jetzt irgend jemand das Mandat ruhend stellt, sondern es geht um politische Verantwortungen. Es geht nicht darum, daß Sie jetzt sozusagen irgendeinen Talirz der FPÖ hinausstellen, und es ist auch das falsche Gremium, Herr Dr. Haider, wenn Sie Ihrem Bundesparteivorstand die Vertrauensfrage stellen. Es geht um politische Verantwortung vor dem österreichischen Volk und vor der Volksvertretung und um nichts anderes. (Beifall bei den Grünen und beim Liberalen Forum.)
Rufe bei den Freiheitlichen: Fischer mauert!
Der Abgeordnete Schreiner sagte also, er würde eine Angestellte zu sich zitieren. Abgeordnete dieses Hauses, aber das scheinen Sie immer noch nicht wirklich realisiert zu haben, und das scheint in der FPÖ nicht so zu sein, haben ein freies Mandat. (Rufe bei den Freiheitlichen: Fischer mauert!) Ich bitte, den Zwischenruf „Fischer mauert“ zu protokollieren. Ich weise das in aller Form zurück. Der Präsident hat in dieser Frage korrekt gehandelt! (Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ und beim Liberalen Forum.)
Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ und beim Liberalen Forum.
Der Abgeordnete Schreiner sagte also, er würde eine Angestellte zu sich zitieren. Abgeordnete dieses Hauses, aber das scheinen Sie immer noch nicht wirklich realisiert zu haben, und das scheint in der FPÖ nicht so zu sein, haben ein freies Mandat. (Rufe bei den Freiheitlichen: Fischer mauert!) Ich bitte, den Zwischenruf „Fischer mauert“ zu protokollieren. Ich weise das in aller Form zurück. Der Präsident hat in dieser Frage korrekt gehandelt! (Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ und beim Liberalen Forum.)
Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ und beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Haider: Sie verteidigen das noch?
Wenn Sie mit dem Datenschutz nichts anzufangen wissen, wenn in Ihrer Partei die Methoden des Datenklaus immer wieder Schule machen, dann ist das einmal mehr ein Beleg dafür, wie Sie politische Verantwortung nicht verstehen. (Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ und beim Liberalen Forum. – Abg. Dr. Haider: Sie verteidigen das noch?)
Beifall bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.
Abgeordnete dieses Hauses sind nirgends hinzuzitieren. Sie sind von der Bevölkerung gewählt, und sie üben ihr Mandat aus, bis sie dieses Mandates verlustig gehen. Ich kann Ihnen eines sagen: Ihr Verständnis von politischer Verantwortung wiegt im Vergleich zu den sicherlich auch vorliegenden Versäumnissen der Justiz und der Ermittlungsbehörden um vieles schwerer. Diese politische Verantwortung, Herr Dr. Haider und der gesamte Parteivorstand, die kann Ihnen niemand nehmen. (Beifall bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Dr. Johannes Jarolim¦ (SPÖ): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Die heutige Diskussion und die Annäherung der Freiheitlichen Partei an dieses Thema nicht nur heute, sondern auch in den letzten Tagen kann man nur als beschämend und skandalös bezeichnen, meine Damen und Herren von der FPÖ. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Wollte man insbesondere das, was sich heute früh der Abgeordnete Stadler geleistet hat und was jetzt sein Kollege, Parteiobmann Haider, im Zusammenhang mit Herrn Präsidenten Fischer erklärt hat, qualifizieren, so müßte man es eigentlich in die Kategorie Charakterlosigkeit einordnen. Ich möchte nicht mehr dazu sagen, ich glaube, Ihre Reden sprechen für sich. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen
Ich habe noch nie eine derart skandalöse Argumentation in diesem Zusammenhang gehört (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen), und ich weiß auch nicht, wie es wäre, wenn Sie tatsächlich irgend etwas in diesem Land zu reden hätten. Ich glaube, gerade am heutigen Tag muß man sagen: Das zu verhindern, meine Damen und Herren, ist die Verpflichtung des anständigen Österreichs. (Beifall bei der SPÖ und beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der SPÖ und beim Liberalen Forum.
Ich habe noch nie eine derart skandalöse Argumentation in diesem Zusammenhang gehört (Beifall bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen), und ich weiß auch nicht, wie es wäre, wenn Sie tatsächlich irgend etwas in diesem Land zu reden hätten. Ich glaube, gerade am heutigen Tag muß man sagen: Das zu verhindern, meine Damen und Herren, ist die Verpflichtung des anständigen Österreichs. (Beifall bei der SPÖ und beim Liberalen Forum.)
Beifall bei der SPÖ.
Der Kollege Stadler hat heute immer wieder dazwischengeschrieen: § 301 Exekutionsordnung!, und zwar in einer nahezu peinlichen und anbiedernden Weise. Meine Damen und Herren! Sie müssen schon zur Kenntnis nehmen, daß im Verhältnis Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein disziplinarrechtliches Abhängigkeitsverhältnis besteht. Wenn Sie jetzt dem Präsidenten vorwerfen, daß er das Datenschutzgesetz nicht gebrochen hat, dann unterstellen Sie ganz einfach, und das ist offensichtlich Ihr Wunsch, daß ein disziplinarrechtliches Unterordnungsverhältnis zwischen dem Präsidenten dieses Hauses und den freien Abgeordneten bestehen soll. Dann wären sie nicht mehr frei, und das werden wir zu verhindern wissen. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Diese Show wird eine Makulatur sein, und ich glaube nicht, daß einer von den sogenannten anständigen Österreichern, die Sie immer ansprechen, Ihnen diese Show auch noch abnimmt. (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Heute fordern Sie das Gegenteil. Sie fordern das Gegenteil und erdreisten sich, daran die Behauptung zu knüpfen, daß in Wirklichkeit der Präsident dieses Hauses mit schuld wäre an Ihrem Skandal. Meine Damen und Herren, das ist ein Skandal! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Böhacker: Der Gag war eher schwach!
Anstand, Ehre und Moral sollen den Gebrauch der Freiheit bestimmen – das ist Ihre Devise. Das im Lichte dessen zu behaupten, was sich derzeit abzeichnet, ist wohl wirklich lachhaft. Wenn Anstand, Ehre und Moral den Gebrauch der Freiheit bestimmen, dann dürften Sie nicht „Freiheitliche Partei Österreichs“, sondern müßten „Unfreiheitliche Partei Österreichs“ heißen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Böhacker: Der Gag war eher schwach!)
Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Ich möchte Ihnen in diesem Zusammenhang ganz kurz vorlesen, was im heutigen „Kurier“ von Christoph Kotanko meines Erachtens zutreffend ausgeführt wird. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser.) Herr Haigermoser! Sie waren ja auch ein exzellenter Wirtschaftsproponent in dieser Angelegenheit, der sogar im Rundfunk behauptet hat, nicht die FPÖ, nicht Mitglieder der FPÖ seien schuld daran, daß viele Hunderte Kleinanleger geschädigt worden seien. – Meine Damen und Herren! Das muß man sich vorstellen: 200 Millionen! Wohin sind diese 200 Millionen geflossen? (Abg. Haigermoser: Wo sind die hin?) Wo sind die hin? Sie werden es sicher besser wissen als ich, Herr Haigermoser.
Abg. Haigermoser: Wo sind die hin?
Ich möchte Ihnen in diesem Zusammenhang ganz kurz vorlesen, was im heutigen „Kurier“ von Christoph Kotanko meines Erachtens zutreffend ausgeführt wird. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser.) Herr Haigermoser! Sie waren ja auch ein exzellenter Wirtschaftsproponent in dieser Angelegenheit, der sogar im Rundfunk behauptet hat, nicht die FPÖ, nicht Mitglieder der FPÖ seien schuld daran, daß viele Hunderte Kleinanleger geschädigt worden seien. – Meine Damen und Herren! Das muß man sich vorstellen: 200 Millionen! Wohin sind diese 200 Millionen geflossen? (Abg. Haigermoser: Wo sind die hin?) Wo sind die hin? Sie werden es sicher besser wissen als ich, Herr Haigermoser.
Abg. Haigermoser: Kennen Sie den „Ritter mit der eisernen Hand“?
Abgesehen davon, daß man das alles in seinen ungeheuren Ausmaßen jetzt einmal zur Kenntnis nehmen muß, muß man sich noch anhören, daß jemand sagt, nicht die FPÖ, sondern die Banken und die Anleger seien schuld. Sie haben sich wirklich durch Ihr profundes Wissen ausgezeichnet, Herr Haigermoser: Der Skandal ist eigentlich geklärt, denn schuld sind die Banken, und die sollen sich das mit den Kleinanlegern ausmachen. (Abg. Haigermoser: Kennen Sie den „Ritter mit der eisernen Hand“?)
Beifall bei der SPÖ.
Herr Haigermoser! Sie disqualifizieren sich ja selber. Dieses Haus hätte sich eine derart armselige Diskussion wirklich ersparen sollen, eine solche Diskussion ist dieses Hauses nicht würdig. Ich glaube, das wissen Sie genausogut wie ich. (Beifall bei der SPÖ.)
Heiterkeit bei den Freiheitlichen.
Aber wir dürfen auch hoffnungsfroh sein, denn ich nehme an, Herr Abgeordneter Haider wird das genauso wissen, und das wird wahrscheinlich auch der Hintergrund seiner Rede sein, die er dann schwingen wird. Er wird wissen, was Christoph Kotanko schreibt: Diese Partei wird nie mehr so sein, wie sie war. Ihre Glaubwürdigkeit ist nachhaltig beschädigt, auch wenn ein paar Funktionäre entsorgt werden. – In weiser Voraussicht dessen, was Sie hier für eine Show abziehen wollen. – Der Obmann kann seine Stärke, das Anprangern von Mißständen bei der Konkurrenz, nicht mehr ausspielen, weil die SPÖ selbst im Dreck steht. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Und weiter: Für einen Politiker ist nichts gefährlicher als die Lächerlichkeit. (Abg. Haigermoser: Dieser Freudsche Versprecher war ein Traum!)
Abg. Haigermoser: Dieser Freudsche Versprecher war ein Traum!
Aber wir dürfen auch hoffnungsfroh sein, denn ich nehme an, Herr Abgeordneter Haider wird das genauso wissen, und das wird wahrscheinlich auch der Hintergrund seiner Rede sein, die er dann schwingen wird. Er wird wissen, was Christoph Kotanko schreibt: Diese Partei wird nie mehr so sein, wie sie war. Ihre Glaubwürdigkeit ist nachhaltig beschädigt, auch wenn ein paar Funktionäre entsorgt werden. – In weiser Voraussicht dessen, was Sie hier für eine Show abziehen wollen. – Der Obmann kann seine Stärke, das Anprangern von Mißständen bei der Konkurrenz, nicht mehr ausspielen, weil die SPÖ selbst im Dreck steht. (Heiterkeit bei den Freiheitlichen.) Und weiter: Für einen Politiker ist nichts gefährlicher als die Lächerlichkeit. (Abg. Haigermoser: Dieser Freudsche Versprecher war ein Traum!)
Abg. Haigermoser: Ich nehme den „Ritter mit der eisernen Hand“ zurück! Nicht einmal das!
Meine Damen und Herren! Für einen FPÖ-Politiker ist nichts gefährlicher als die Lächerlichkeit, und das ist das, wovor wir uns hier in diesem Hause fürchten müssen, weil Sie mit Ihrer unglaublichen Vorgangsweise nicht nur der eigenen Partei, sondern letztlich auch diesem Hause schaden. (Abg. Haigermoser: Ich nehme den „Ritter mit der eisernen Hand“ zurück! Nicht einmal das!)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Es ist ja mehr als armselig, wenn Sie Ihre ganze Argumentation auf einen Lapsus von mir stützen und sich nicht mehr anders helfen können. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Schweitzer: Laß den Cap reden! Du kannst nicht reden, du kannst nicht lesen!
Meine Damen und Herren! Die Frage ist: Warum kann so etwas in einer Partei passieren? Warum kann so etwas in einer Partei auch dann passieren, wenn bereits zweimal der Abgeordnete Haider verständigt worden ist, und zwar einmal im Jahr 1994 und einmal vor einem halben Jahr, daß hier kriminelle Machinationen stattgefunden haben? Wieso kann das passieren? (Abg. Mag. Schweitzer: Laß den Cap reden! Du kannst nicht reden, du kannst nicht lesen!) Das kann doch nur dann passieren, wenn es eine Partei ist, in der das Führerprinzip herrscht, in der man sich davor fürchtet, kritisch zu sein und etwas aufzuzeigen.
Abg. Mag. Schweitzer: Schwafel dem Cap die Zeit nicht weg!
Meine Damen und Herren! Ich kann nur das zitieren, was Sie, Herr Haider, einmal im Rahmen Ihrer programmatischen Erklärungen vorgetragen haben, nämlich – er hört das nicht gern, er ist ja mittlerweile schon gegangen, aber ich sage es trotzdem; nachzulesen ist es im „Kurier“ vom 7. Oktober 1984; das muß man sich immer wieder auf der Zunge zergehen lassen, weil das in Wirklichkeit die Gedankenwelt dieser Partei ist, meine Damen und Herren –: Die heutige Form des Zusammenlebens ist denaturiert. Das ist kein Ideal ... (Abg. Mag. Schweitzer: Schwafel dem Cap die Zeit nicht weg!) – Schreien Sie nur dazwischen, man hört mich Gott sei Dank trotzdem. – Das ist kein Ideal im nationalen Sinn. Partnerschaft besteht aus dem führenden und dem dienenden Teil. So ist es. Ich werde ein einheitliches Erscheinungsbild in der ganzen Partei durchsetzen. Das ist die Führungsaufgabe, die ich noch zu erledigen habe. – Soweit Dr. Haider. Das hat man bei den entwürdigenden Vorgängen in Salzburg gesehen. Das ist auch der Grund, warum diese ganzen Machinationen erst jetzt, obwohl Sie in Ihrer Partei wahrscheinlich viel mehr gewußt haben, als Ihnen lieb ist, ans Tageslicht kommen.
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich kann Ihnen nur eines sagen: Lügen haben kurze Beine, und das werden Sie noch merken! – Danke. (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Abg. Mag. Schweitzer: Der Applaus war nicht ehrlich! – Weitere Zwischenrufe.
†Präsident MMag. Dr. Willi Brauneder¦: Zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Dr. Fekter. – Bitte, Frau Abgeordnete. (Abg. Mag. Schweitzer: Der Applaus war nicht ehrlich! – Weitere Zwischenrufe.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Meine lieben Kollegen von den Freiheitlichen! Ihnen ist es vielleicht unbekannt, aber all jene, die eine halbwegs gute Kinderstube haben, kennen das Sprichwort: Sag mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Die Freiheitlichen können nicht so tun, als hätten sie mit Herrn Rosenstingl nichts zu tun. Strafrechtlich wird die Justiz die Vorgänge prüfen. Hier diskutieren wir die politische Verantwortung. Glauben Sie wirklich, daß Sie sich aus dieser politischen Verantwortung stehlen können, daß Sie so tun können, als wäre Rosenstingl ein Fall für sich, ohne die Freiheitlichen? (Abg. Ing. Reichhold: Sie haben die Rede gestern geschrieben!)
Abg. Ing. Reichhold: Sie haben die Rede gestern geschrieben!
Meine lieben Kollegen von den Freiheitlichen! Ihnen ist es vielleicht unbekannt, aber all jene, die eine halbwegs gute Kinderstube haben, kennen das Sprichwort: Sag mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) Die Freiheitlichen können nicht so tun, als hätten sie mit Herrn Rosenstingl nichts zu tun. Strafrechtlich wird die Justiz die Vorgänge prüfen. Hier diskutieren wir die politische Verantwortung. Glauben Sie wirklich, daß Sie sich aus dieser politischen Verantwortung stehlen können, daß Sie so tun können, als wäre Rosenstingl ein Fall für sich, ohne die Freiheitlichen? (Abg. Ing. Reichhold: Sie haben die Rede gestern geschrieben!)
Abg. Dr. Ofner: Da habe ich schon andere Leute erlebt! Die haben mehr gestohlen und waren auch keine Mandatare!
Wer hat denn den Herrn Rosenstingl in die Partei geholt? Es wurde heute schon erwähnt: Es war Herr Harald Ofner. Er ist 1990 in dieses Haus gekommen, und da war Haider schon Parteiobmann. Und glauben Sie, lieber Kollege Ofner, irgend jemand hätte dem Herrn Rosenstingl 200 Millionen anvertraut, wenn er nicht Nationalratsabgeordneter gewesen wäre? Was hatte er denn, bevor er Nationalratsabgeordneter war? Welche Bonität hätte er gehabt ohne den Schutzmantel der „F“ und ohne den Schutzmantel seiner Kammerfunktion? (Abg. Dr. Ofner: Da habe ich schon andere Leute erlebt! Die haben mehr gestohlen und waren auch keine Mandatare!) Herr Haigermoser als Obmann des RFW hat ihn in diese Funktion gehievt (Abg. Böhacker: Nein, das ist unrichtig!), und da wollen Sie sich davonstehlen aus der politischen Verantwortung?
Abg. Böhacker: Nein, das ist unrichtig!
Wer hat denn den Herrn Rosenstingl in die Partei geholt? Es wurde heute schon erwähnt: Es war Herr Harald Ofner. Er ist 1990 in dieses Haus gekommen, und da war Haider schon Parteiobmann. Und glauben Sie, lieber Kollege Ofner, irgend jemand hätte dem Herrn Rosenstingl 200 Millionen anvertraut, wenn er nicht Nationalratsabgeordneter gewesen wäre? Was hatte er denn, bevor er Nationalratsabgeordneter war? Welche Bonität hätte er gehabt ohne den Schutzmantel der „F“ und ohne den Schutzmantel seiner Kammerfunktion? (Abg. Dr. Ofner: Da habe ich schon andere Leute erlebt! Die haben mehr gestohlen und waren auch keine Mandatare!) Herr Haigermoser als Obmann des RFW hat ihn in diese Funktion gehievt (Abg. Böhacker: Nein, das ist unrichtig!), und da wollen Sie sich davonstehlen aus der politischen Verantwortung?
Abg. Dr. Ofner: Da fließt gar nichts!
Es ist so, daß der Herr Bundesparteiobmann Haider natürlich für die Bundespartei „F“ und natürlich auch für die Finanzen, die zwischen der Bundespartei und den Landesparteien fließen, verantwortlich ist. (Abg. Dr. Ofner: Da fließt gar nichts!) – Herr Rosenstingl hatte solch hohe politische Ämter inne, die alle mit irgendwelchen Finanzgeschichten zu tun hatten: entweder als Kassier oder als Rechnungsprüfer. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie beim Staatsgeschirr nicht so genau kontrolliert?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie beim Staatsgeschirr nicht so genau kontrolliert?
Es ist so, daß der Herr Bundesparteiobmann Haider natürlich für die Bundespartei „F“ und natürlich auch für die Finanzen, die zwischen der Bundespartei und den Landesparteien fließen, verantwortlich ist. (Abg. Dr. Ofner: Da fließt gar nichts!) – Herr Rosenstingl hatte solch hohe politische Ämter inne, die alle mit irgendwelchen Finanzgeschichten zu tun hatten: entweder als Kassier oder als Rechnungsprüfer. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie beim Staatsgeschirr nicht so genau kontrolliert?)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie diese Fragen nicht gestellt, als es um das Staatsgeschirr gegangen ist?
Da muß sich die Freiheitliche Partei sehr wohl die Frage gefallen lassen: Wie war das mit der Wahlkampffinanzierung in Niederösterreich? Wie schaut es mit der politischen Verantwortung aufgrund der hohen Funktionen des Herrn Rosenstingl aus? Wie wurde der niederösterreichische Wahlkampf finanziert? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie diese Fragen nicht gestellt, als es um das Staatsgeschirr gegangen ist?) – Hoffentlich nicht mit den verschwundenen 200 Millionen Schilling! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Da muß sich die Freiheitliche Partei sehr wohl die Frage gefallen lassen: Wie war das mit der Wahlkampffinanzierung in Niederösterreich? Wie schaut es mit der politischen Verantwortung aufgrund der hohen Funktionen des Herrn Rosenstingl aus? Wie wurde der niederösterreichische Wahlkampf finanziert? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Warum haben Sie diese Fragen nicht gestellt, als es um das Staatsgeschirr gegangen ist?) – Hoffentlich nicht mit den verschwundenen 200 Millionen Schilling! (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Genau wie Sie das mit dem Staatsgeschirr gemacht haben! Was haben Sie da zusammengedreht beim Staatsgeschirr?
Heute ist bisher nur von den Geschädigten die Rede gewesen, und da hat die Freiheitliche Partei sofort alles von sich gewiesen. Sie gehörten nicht zu den Geschädigten, man hat nicht in ihre Töpfe gegriffen. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Genau wie Sie das mit dem Staatsgeschirr gemacht haben! Was haben Sie da zusammengedreht beim Staatsgeschirr?)
Abg. Aumayr: Fragestunde war schon!
Aber wer waren die Begünstigten dieser Betrügereien? Wieviel mußte denn die „F“-Niederösterreich an die Bundespartei abliefern? Stecken hier vielleicht einige verschwundene Millionen? Oder was ist zum Beispiel mit dem Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender, dessen Landesobmann Rosenstingl war? Wieviel Gelder hat der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender denn in den Wahlkampf Niederösterreich gesteckt? Wieviel ist an die Bundespartei abgeliefert worden? (Abg. Aumayr: Fragestunde war schon!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Er wohnt gar nicht im 2. Bezirk! Da sind Sie wie sonst immer falsch informiert! Er wohnt nicht im 2. Bezirk! Falsch informiert!
Die Parteifunktionäre halten sich nicht an die eigenen Schlagworte, an die eigenen Parteibeschlüsse. Pikant in diesem Zusammenhang ist: Die Parteizentrale in Niederösterreich wurde mit Wohnbaugeldern finanziert. Privathäuser der Funktionäre wurden durch Firmen des Herrn Rosenstingl und dessen Kollegen errichtet beziehungsweise renoviert. Ich hoffe, daß nicht auch das Dachgeschoßetablissement des Herrn Haider im 2. Bezirk unter Umständen in dieses Firmengeflecht involviert ist. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Er wohnt gar nicht im 2. Bezirk! Da sind Sie wie sonst immer falsch informiert! Er wohnt nicht im 2. Bezirk! Falsch informiert!) Es wäre geschickt, wenn es eine klare, transparente Aufklärung geben würde, wie diese finanziellen Machenschaften im konkreten mit den Parteifinanzierungen und mit den Begünstigungen der Funktionäre in der Freiheitlichen Partei zusammenhängen.
Zwischenruf des Abg. Böhacker.
Es ist mir unbegreiflich, wie ein Obmann einen Finanzkontrollor im Freiheitlichen Klub bestellen kann, der selbst in ernstzunehmenden Schwierigkeiten steckt. Daß nicht bekannt war, daß sein Mandatsgehalt gepfändet ist, lasse ich jetzt einmal beiseite. Aber eine weitere Worthülse, ein weiteres Schlagwort der Freiheitlichen – meine Damen und Herren, wir kennen es alle – lautete: 60 000 S sind genug! So heißt es laut Haider, und alles andere solle in den Parteifonds abgeliefert werden. (Zwischenruf des Abg. Böhacker.) Allein aufgrund dieses Parteifonds hätten Sie wissen müssen, wie es um die Finanzen des Herrn Rosenstingl steht! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Es ist mir unbegreiflich, wie ein Obmann einen Finanzkontrollor im Freiheitlichen Klub bestellen kann, der selbst in ernstzunehmenden Schwierigkeiten steckt. Daß nicht bekannt war, daß sein Mandatsgehalt gepfändet ist, lasse ich jetzt einmal beiseite. Aber eine weitere Worthülse, ein weiteres Schlagwort der Freiheitlichen – meine Damen und Herren, wir kennen es alle – lautete: 60 000 S sind genug! So heißt es laut Haider, und alles andere solle in den Parteifonds abgeliefert werden. (Zwischenruf des Abg. Böhacker.) Allein aufgrund dieses Parteifonds hätten Sie wissen müssen, wie es um die Finanzen des Herrn Rosenstingl steht! (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Böhacker: Das ist die Unwahrheit, was Sie hier behaupten! – Abg. Mag. Trattner: Sie sind wirklich dumm! – Zwischenruf des Abg. Koppler.
Wie schaut das denn aus? Können Sie denn tatsächlich glauben, daß einer ein Firmengeflecht, ein Finanzimperium hat, das er womöglich gratis führt, aus dem er kein Einkommen hat? (Abg. Böhacker: Das ist die Unwahrheit, was Sie hier behaupten! – Abg. Mag. Trattner: Sie sind wirklich dumm! – Zwischenruf des Abg. Koppler.)
Abg. Mag. Stadler: Sagen Sie, wie war das bei der Anschaffung des Staatsgeschirrs? Frau Ministerin, wie schaut das aus mit der Anschaffung des Staatsgeschirrs?
†Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter¦ (fortsetzend): Wenn Rosenstingl nichts in den Parteifonds abgeliefert hat, dann wäre das das erste Anzeichen gewesen, zu urgieren, was denn mit den Einkünften aus seinem Firmengeflecht ist. (Abg. Mag. Stadler: Sagen Sie, wie war das bei der Anschaffung des Staatsgeschirrs? Frau Ministerin, wie schaut das aus mit der Anschaffung des Staatsgeschirrs?) Wie schaut denn das aus? – Das heißt, hier hätte Jörg Haider sehr wohl schon aufhorchen müssen, wenn er von Rosenstingl nichts erhält. Womöglich hat aber Rosenstingl abgeliefert! Womöglich sind aus diesen 200-Millionen-Geldern auch welche in der Parteikasse, im Parteifonds gelandet? – Betrügerische Gelder, die natürlich zurückzuzahlen sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: 1 Million für Staatsgeschirr? Frau Ministerin! 1 Million haben Sie in den Sand gesetzt!)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: 1 Million für Staatsgeschirr? Frau Ministerin! 1 Million haben Sie in den Sand gesetzt!
†Abgeordnete Mag. Dr. Maria Theresia Fekter¦ (fortsetzend): Wenn Rosenstingl nichts in den Parteifonds abgeliefert hat, dann wäre das das erste Anzeichen gewesen, zu urgieren, was denn mit den Einkünften aus seinem Firmengeflecht ist. (Abg. Mag. Stadler: Sagen Sie, wie war das bei der Anschaffung des Staatsgeschirrs? Frau Ministerin, wie schaut das aus mit der Anschaffung des Staatsgeschirrs?) Wie schaut denn das aus? – Das heißt, hier hätte Jörg Haider sehr wohl schon aufhorchen müssen, wenn er von Rosenstingl nichts erhält. Womöglich hat aber Rosenstingl abgeliefert! Womöglich sind aus diesen 200-Millionen-Geldern auch welche in der Parteikasse, im Parteifonds gelandet? – Betrügerische Gelder, die natürlich zurückzuzahlen sind. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: 1 Million für Staatsgeschirr? Frau Ministerin! 1 Million haben Sie in den Sand gesetzt!)
Abg. Mag. Stadler: Wie war das beim Staatsgeschirr?
Jörg Haider hätte schon längst hellhörig werden müssen! Aber wie gesagt: Kontrolle und Sauberkeit nach dem Modell der „F“ sind nur Worthülsen und Schlagworte. (Abg. Mag. Stadler: Wie war das beim Staatsgeschirr?) Für die „Anständigen, Tüchtigen und Fleißigen“ gibt es eine Unzahl von Aussendungen, Pressekonferenzen und Reden des Herrn Haider.
Abg. Mag. Stadler: Wie war das beim Staatsgeschirr?
Lassen Sie mich zum Schluß, weil es gar so peinlich ist, wenn man jetzt das zitiert, was Haider so von sich gibt, ein Zitat aus der Rede des Herrn Haider vom 13. Juni 1996 bringen. Er macht im Zusammenhang mit gewissen Prüfzeichen Vorwürfe. Ein Zitat Haiders: Da machen auf dem Rücken der anständigen Leute offenbar wirklich eine Handvoll ganz dubioser Persönlichkeiten riesige Geschäfte. (Abg. Mag. Stadler: Wie war das beim Staatsgeschirr?) Ich kann nur sagen: Räuchern Sie diesen Augiasstall endlich aus, Herr Bundesminister! (Abg. Mag. Stadler: 1 Million haben Sie für Staatsgeschirr in den Sand gesetzt!)
Abg. Mag. Stadler: 1 Million haben Sie für Staatsgeschirr in den Sand gesetzt!
Lassen Sie mich zum Schluß, weil es gar so peinlich ist, wenn man jetzt das zitiert, was Haider so von sich gibt, ein Zitat aus der Rede des Herrn Haider vom 13. Juni 1996 bringen. Er macht im Zusammenhang mit gewissen Prüfzeichen Vorwürfe. Ein Zitat Haiders: Da machen auf dem Rücken der anständigen Leute offenbar wirklich eine Handvoll ganz dubioser Persönlichkeiten riesige Geschäfte. (Abg. Mag. Stadler: Wie war das beim Staatsgeschirr?) Ich kann nur sagen: Räuchern Sie diesen Augiasstall endlich aus, Herr Bundesminister! (Abg. Mag. Stadler: 1 Million haben Sie für Staatsgeschirr in den Sand gesetzt!)
Beifall bei der ÖVP.
Das hat Haider gesagt. Dazu, wie peinlich diese Äußerungen angesichts dessen, was sich derzeit in der „F“-Partei abspielt, sind, möchte ich nur sagen: Räumen Sie und misten Sie selbst den Augiasstall aus, den Sie in Ihrer Gruppe haben! (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Den Barmüller sind wir jedenfalls los! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gott sei Dank!
†Abgeordneter Mag. Thomas Barmüller¦ (Liberales Forum): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Meine Damen und Herren! Herr Abgeordneter Rosenstingl ist auf der Flucht, und die FPÖ probiert heute schon den ganzen Tag, die Flucht nach vorne anzutreten. Aber leider gelingt es sehr schlecht, wenn man mit solchen Klötzen an den Beinen in diesen Wettlauf gehen muß, wie es diese Fraktion in dieser Diskussion nun einmal tun muß. (Abg. Mag. Stadler: Den Barmüller sind wir jedenfalls los! – Abg. Dr. Partik-Pablé: Gott sei Dank!)
Zwischenrufe beim Liberalen Forum: Das Vierfache!
Meine Damen und Herren! Der AKH-Skandal ist unbestritten ein Mega-Skandal in Österreich gewesen, und da ging es gerade einmal um ein Viertel der Summe, die über den Tisch gegangen ist, von der heute in bezug auf den freiheitlichen Abgeordneten Rosenstingl die Rede ist. Und da sagt Herr Abgeordneter Stadler, er ist ein ganz gewöhnlicher Gauner. Wenn ein Freiheitlicher einen Schaden macht, der gerade ein Viertel (Zwischenrufe beim Liberalen Forum: Das Vierfache!) – ich korrigiere: das Vierfache –, das Vierfache des AKH-Skandals ausmacht, dann ist es für Herrn Abgeordneten Stadler ein „ganz gewöhnlicher Gauner“. Richtig wäre wohl zu sagen, er ist, vielleicht weil er eher eine intimere Kenntnis der Freiheitlichen hat, ein ganz gewöhnlicher freiheitlicher Gauner.
Abg. Koppler: Sagen Sie es nicht so oft, sonst glauben sie es noch!
Meine Damen und Herren! Folgendes weiß Herr Abgeordneter Stadler auch: Wenn es etwas gibt, was er ganz besonders beherrscht, dann ist es die Fähigkeit, Menschen zu instrumentalisieren, und das ist auch heute wieder geschehen. Es geht nicht darum, daß vielleicht Herr Abgeordneter Stadler oder Herr Abgeordneter Haider ein Wort gefunden hätte zu sagen, daß das falsch gewesen ist, daß man etwas besser machen hätte müssen, daß es ihm leid täte für jene, die einen Schaden daraus erlitten haben. – Nein, ganz im Gegenteil: Es sind die anderen, die schuld sind. Es sollen doch einmal alle in ihren eigenen Bereichen schauen, was falsch ist, und man möge nur die Freiheitlichen nicht kritisieren – auch wenn sich herausstellt, daß sie es viel bunter treiben, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen, als die anderen. Denn die FPÖ, meine Damen und Herren, ist die Partei der Fleißigen und die Partei der Anständigen. (Abg. Koppler: Sagen Sie es nicht so oft, sonst glauben sie es noch!) – Nein, nein, Herr Abgeordneter!
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ, ÖVP und den Grünen.
Deshalb – so sagt Herr Abgeordneter Haider – muß zwangsläufig der Fall Rosenstingl ein Einzelfall sein. Aber wenn der Fall Rosenstingl ein Einzelfall ist, dann frage ich mich, warum Herr Abgeordneter Schreiner Konsequenzen ziehen muß. Wenn der Fall Rosenstingl ein Einzelfall ist, dann frage ich, warum Herr Abgeordneter Mentil Konsequenzen ziehen muß. Wenn das Ehrenmänner sind, wie nämlich Herr Abgeordneter Haider gleich zum „Report“ im Interview zu Mittag gesagt hat, dann frage ich mich, warum Herr Abgeordneter Stadler und Herr Abgeordneter Haider keine Konsequenzen ziehen müssen. Sie werden heute nämlich selbst noch entscheiden, zu welcher Gruppe sie gehören. (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ, ÖVP und den Grünen.)
Abg. Dr. Khol: Bäumen den Wald nicht sieht!
Es besteht die Gefahr, daß man vor lauter (Abg. Dr. Khol: Bäumen den Wald nicht sieht!) – Sie sagen: Bäumen den Wald nicht sieht. Das ist mir zu ökologisch, das ist zu freundlich, denn es gibt offenbar Balken in den Augen oder Bretter vor den Köpfen anderer. Jedenfalls lese ich im „Kurier“ von heute, daß Herr Abgeordneter Haider – mit der Hand am Herz abgebildet – total entsetzt sagt: Es schmerzt mich, daß so jemand auch bei uns existieren konnte, ohne daß man ihm rechtzeitig auf die Schliche gekommen ist. – Das sagt Herr Abgeordneter Haider. (Abg. Mag. Stadler: Das hat er von Barmüller auch gesagt! Das hat er von Barmüller auch gesagt!)
Abg. Mag. Stadler: Das hat er von Barmüller auch gesagt! Das hat er von Barmüller auch gesagt!
Es besteht die Gefahr, daß man vor lauter (Abg. Dr. Khol: Bäumen den Wald nicht sieht!) – Sie sagen: Bäumen den Wald nicht sieht. Das ist mir zu ökologisch, das ist zu freundlich, denn es gibt offenbar Balken in den Augen oder Bretter vor den Köpfen anderer. Jedenfalls lese ich im „Kurier“ von heute, daß Herr Abgeordneter Haider – mit der Hand am Herz abgebildet – total entsetzt sagt: Es schmerzt mich, daß so jemand auch bei uns existieren konnte, ohne daß man ihm rechtzeitig auf die Schliche gekommen ist. – Das sagt Herr Abgeordneter Haider. (Abg. Mag. Stadler: Das hat er von Barmüller auch gesagt! Das hat er von Barmüller auch gesagt!)
Abg. Mag. Stadler: Das gleiche hat er von Barmüller auch gesagt!
Ganz vertrauensselig versichert er seinen Wählerinnen und Wählern, die das nicht gewollt haben können, wie sehr er davon betroffen ist. (Abg. Mag. Stadler: Das gleiche hat er von Barmüller auch gesagt!)
Abg. Mag. Stadler: Es schmerzt ihn, daß jemand wie Barmüller jemals in der FPÖ sein konnte!
Herr Abgeordneter Stadler! Dann drehe ich mich einmal um und frage: Wo ist eigentlich Herr Abgeordneter Meischberger? – Ihn habe ich heute in der Früh gesehen. Allerdings habe ich Herrn Abgeordneten Meischberger heute in der Früh nur flüchtig gesehen (Abg. Mag. Stadler: Es schmerzt ihn, daß jemand wie Barmüller jemals in der FPÖ sein konnte!), denn es kann wohl Herr Abgeordneter Haider, nur weil er in der ersten Reihe sitzt, nicht behaupten, daß ihm bisher entgangen sei, daß jemand, der in erster Instanz verurteilt worden ist, Herr Abgeordneter Stadler ... (Abg. Mag. Stadler: Heide schaut zu! Ganz ruhig bleiben!)
Abg. Mag. Stadler: Heide schaut zu! Ganz ruhig bleiben!
Herr Abgeordneter Stadler! Dann drehe ich mich einmal um und frage: Wo ist eigentlich Herr Abgeordneter Meischberger? – Ihn habe ich heute in der Früh gesehen. Allerdings habe ich Herrn Abgeordneten Meischberger heute in der Früh nur flüchtig gesehen (Abg. Mag. Stadler: Es schmerzt ihn, daß jemand wie Barmüller jemals in der FPÖ sein konnte!), denn es kann wohl Herr Abgeordneter Haider, nur weil er in der ersten Reihe sitzt, nicht behaupten, daß ihm bisher entgangen sei, daß jemand, der in erster Instanz verurteilt worden ist, Herr Abgeordneter Stadler ... (Abg. Mag. Stadler: Heide schaut zu! Ganz ruhig bleiben!)
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
Ich bleibe nicht ruhig bei solchen Sachen! Ich bleibe nicht ruhig, wenn die Tüchtigen und Fleißigen in Österreich von den Freiheitlichen geschädigt werden! (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Das hat er beim Barmüller auch gesagt!
Herr Abgeordneter Meischberger wurde in erster Instanz wegen Steuerhinterziehung verurteilt, 700 000 S veruntreut aus einem Bereich der Bank. Es war also offenbar nicht der erste Fall, obwohl es Herrn Abgeordneten Haider so furchtbar schmerzt, daß solche Leute bei ihm existieren können. Bei Rosenstingl ist man draufgekommen, und er denkt sich: Wo ist Rosenstingl hergekommen? – Bisher nicht gesehen! (Abg. Mag. Stadler: Das hat er beim Barmüller auch gesagt!)
Abg. Mag. Stadler: Wie ist das beim Dautzenberg?
Bei Meischberger sehen wir auf einmal: Das hat System! – Da ist es so, Herr Abgeordneter Stadler (Abg. Mag. Stadler: Wie ist das beim Dautzenberg?), daß Meischberger in dieser Partei offenbar deshalb noch so gut existieren kann (Abg. Dr. Fekter: Weil er zuviel weiß!), weil er einfach zuviel weiß, weil er schon zu lange mit Jörg Haider Schulter an Schulter das gemacht hat, was Sie anderen vorwerfen, Herr Abgeordneter Stadler! (Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Dautzenberg!)
Abg. Dr. Fekter: Weil er zuviel weiß!
Bei Meischberger sehen wir auf einmal: Das hat System! – Da ist es so, Herr Abgeordneter Stadler (Abg. Mag. Stadler: Wie ist das beim Dautzenberg?), daß Meischberger in dieser Partei offenbar deshalb noch so gut existieren kann (Abg. Dr. Fekter: Weil er zuviel weiß!), weil er einfach zuviel weiß, weil er schon zu lange mit Jörg Haider Schulter an Schulter das gemacht hat, was Sie anderen vorwerfen, Herr Abgeordneter Stadler! (Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Dautzenberg!)
Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Dautzenberg!
Bei Meischberger sehen wir auf einmal: Das hat System! – Da ist es so, Herr Abgeordneter Stadler (Abg. Mag. Stadler: Wie ist das beim Dautzenberg?), daß Meischberger in dieser Partei offenbar deshalb noch so gut existieren kann (Abg. Dr. Fekter: Weil er zuviel weiß!), weil er einfach zuviel weiß, weil er schon zu lange mit Jörg Haider Schulter an Schulter das gemacht hat, was Sie anderen vorwerfen, Herr Abgeordneter Stadler! (Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ, bei Abgeordneten der ÖVP und bei den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Dautzenberg!)
Abg. Mag. Stadler: „Dautzenberg steckt da bis daher“ – auf seine Nase zeigend – „drinnen!“
Daß Herr Abgeordneter Dautzenberg, wie Herr Abgeordneter Stadler hier anmerkt – die Unterlagen habe ich mit –, Anzeige machen mußte, Wechselzahlungsauftrag, und daß das mit dazu beigetragen hat, daß dieses doch so auf Sand gebaute Gebäude der FPÖ ins Wanken gekommen ist, Herr Abgeordneter Stadler, das mag Sie schmerzen. (Abg. Mag. Stadler: „Dautzenberg steckt da bis daher“ – auf seine Nase zeigend – „drinnen!“) Aber auch hier ist es so: Ihre Mentalität – auch in anderen Fragen – ist es, Opfer zu Tätern zu machen. Das werde ich Ihnen in dieser Angelegenheit sicher nicht durchgehen lassen! (Beifall beim Liberalen Forum und bei der SPÖ.)
Beifall beim Liberalen Forum und bei der SPÖ.
Daß Herr Abgeordneter Dautzenberg, wie Herr Abgeordneter Stadler hier anmerkt – die Unterlagen habe ich mit –, Anzeige machen mußte, Wechselzahlungsauftrag, und daß das mit dazu beigetragen hat, daß dieses doch so auf Sand gebaute Gebäude der FPÖ ins Wanken gekommen ist, Herr Abgeordneter Stadler, das mag Sie schmerzen. (Abg. Mag. Stadler: „Dautzenberg steckt da bis daher“ – auf seine Nase zeigend – „drinnen!“) Aber auch hier ist es so: Ihre Mentalität – auch in anderen Fragen – ist es, Opfer zu Tätern zu machen. Das werde ich Ihnen in dieser Angelegenheit sicher nicht durchgehen lassen! (Beifall beim Liberalen Forum und bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Dautzenberg!
Herr Abgeordneter Meischberger (Abg. Mag. Stadler: Dautzenberg!) hat sich zurückgezogen, sitzt wahrscheinlich mit Jörg Haider beisammen und berät, wie sie es sich ausmachen können, sodaß er sagt: Gibst du mir ein Auskommen, dann sage ich nichts. – So werden sie irgendwo reden, und Herr Abgeordneter Stadler muß einstweilen die Stellung halten.
Abg. Mag. Stadler: Irgendwie sind wir froh, daß wir Sie los sind!
Wie war es denn beim Datenklau in Salzburg? – Dieser wurde heute auch schon angesprochen. Da ist man nicht hergegangen und hat vielleicht ein Wort der Entschuldigung gefunden. – Nein, da hat man den Herrn noch mit Hut und Sonnenbrille am Parteitag vorgestellt. Da haben all jene noch geklatscht, die heute ihre Mandate zurücklegen müssen. Da sieht man, meine Damen und Herren, wie auch in der FPÖ mit doppelter Moral umgegangen wird! (Abg. Mag. Stadler: Irgendwie sind wir froh, daß wir Sie los sind!)
Abg. Mag. Stadler: Herr Barmüller! Ich habe hier ein Auslieferungsbegehren gegen Heide Schmidt wegen Datenklau! § 50 Datenschutzgesetz!
Wenn Herr Abgeordneter Haider heute hier beklagt hat, wie das denn mit den Doppeleinkommen und Doppelbezügen sei, die es gibt, dann hat er wahrscheinlich überhaupt nicht an Herrn Abgeordneten Bauer gedacht – als Politpensionär noch hier sitzend. Er wird auch nicht an den von ihm ausgeschlossenen und dann wieder als Ehrenobmann in die FPÖ aufgenommenen Ex-Bürgermeister Götz aus Graz gedacht haben. (Abg. Mag. Stadler: Herr Barmüller! Ich habe hier ein Auslieferungsbegehren gegen Heide Schmidt wegen Datenklau! § 50 Datenschutzgesetz!)
Abg. Mag. Stadler: Auslieferungsbegehren gegen Schmidt! Auslieferungsbegehren gegen Schmidt!
All das, meine Damen und Herren, hat man offenbar nicht bedacht, sondern man stellt sich hier her und tut so, als wäre Herr Abgeordneter Rosenstingl, der freiheitliche Abgeordnete Rosenstingl, bei einer vermutlich verursachten Schadenssumme in der Höhe von 200 Millionen Schilling laut Herrn Abgeordneten Stadler nur „gewöhnlich“ – was doch auf ihn mindestens ebenso zutrifft wie auf Herrn Abgeordneten Rosenstingl. (Abg. Mag. Stadler: Auslieferungsbegehren gegen Schmidt! Auslieferungsbegehren gegen Schmidt!) Aber hier ist man offenbar nicht bereit, einmal nachzudenken. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
All das, meine Damen und Herren, hat man offenbar nicht bedacht, sondern man stellt sich hier her und tut so, als wäre Herr Abgeordneter Rosenstingl, der freiheitliche Abgeordnete Rosenstingl, bei einer vermutlich verursachten Schadenssumme in der Höhe von 200 Millionen Schilling laut Herrn Abgeordneten Stadler nur „gewöhnlich“ – was doch auf ihn mindestens ebenso zutrifft wie auf Herrn Abgeordneten Rosenstingl. (Abg. Mag. Stadler: Auslieferungsbegehren gegen Schmidt! Auslieferungsbegehren gegen Schmidt!) Aber hier ist man offenbar nicht bereit, einmal nachzudenken. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Mag. Stadler: Auslieferungsbegehren gegen Schmidt wegen Datenklau! Schmidt Datenklau!
Meine Damen und Herren! Es ist einfach klar festzustellen, daß der Fall Rosenstingl kein freiheitlicher Einzelfall ist (Abg. Mag. Stadler: Auslieferungsbegehren gegen Schmidt wegen Datenklau! Schmidt Datenklau!), aber es könnte gut sein, daß er nicht einmal ein freiheitlicher Erstfall ist. Das weiß Herr Abgeordneter Stadler, der hier dauernd zu stören versucht, natürlich sehr genau. Denn eines, Herr Abgeordneter Stadler, weiß ich von Ihnen natürlich auch: Der Fall Rosenstingl ist doch nichts anderes als die Umsetzung genau jener Gesinnungslosigkeit und Verantwortungslosigkeit, die an der Spitze der FPÖ unter Jörg Haider Einzug gehalten hat. (Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Auslieferungsbegehren gegen Schmidt wegen Datenklau! Fall Kier, Fall Schmidt, Fall Dautzenberg!)
Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Auslieferungsbegehren gegen Schmidt wegen Datenklau! Fall Kier, Fall Schmidt, Fall Dautzenberg!
Meine Damen und Herren! Es ist einfach klar festzustellen, daß der Fall Rosenstingl kein freiheitlicher Einzelfall ist (Abg. Mag. Stadler: Auslieferungsbegehren gegen Schmidt wegen Datenklau! Schmidt Datenklau!), aber es könnte gut sein, daß er nicht einmal ein freiheitlicher Erstfall ist. Das weiß Herr Abgeordneter Stadler, der hier dauernd zu stören versucht, natürlich sehr genau. Denn eines, Herr Abgeordneter Stadler, weiß ich von Ihnen natürlich auch: Der Fall Rosenstingl ist doch nichts anderes als die Umsetzung genau jener Gesinnungslosigkeit und Verantwortungslosigkeit, die an der Spitze der FPÖ unter Jörg Haider Einzug gehalten hat. (Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ und den Grünen. – Abg. Mag. Stadler: Auslieferungsbegehren gegen Schmidt wegen Datenklau! Fall Kier, Fall Schmidt, Fall Dautzenberg!)
Abg. Mag. Stadler: Das ist besonders dumm!
Daß Herr Abgeordneter Haider als Datenhehler heute nicht hier sitzt, hat schon seinen guten Grund, Herr Abgeordneter Stadler! Daß Sie bisher nie in sich gegangen sind und darüber nachgedacht haben, daß man auf der anderen Seite nicht Gesetze brechen kann, wie Sie es auch oftmals schon getan haben und sich dann hinter Ihrer Immunität versteckt und diese auch benützt haben, um sie letztlich zu diskreditieren, das nehme ich zur Kenntnis. (Abg. Mag. Stadler: Das ist besonders dumm!)
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter
Ich erinnere mich etwa an den Fall, daß es doch Abgeordneter Haider war – er ist immer so empfindlich, wenn er in seiner Ehre berührt wird, und hat ein totales Glaskinn –, der Professor Doralt Dinge unterstellt hat (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter), die sich als absolut unhaltbar herausgestellt haben. Dann ist Abgeordneter Haider verurteilt worden, und zwar in allen Instanzen – er müsse das widerrufen. Was hat er gemacht? – Er hat sich per Exekution erst dazu zwingen lassen müssen, daß er ein Urteil der Republik Österreich anerkennt! Er hat nicht von sich aus gesagt: Tut mir leid, Herr Professor Doralt, es war ein Irrtum von mir. – Ich sage Ihnen, warum er das nicht gesagt hat: Weil es kein Irrtum war! Er hat es viel besser gewußt!
Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.
So wird das gemacht: Man geht her, diffamiert Menschen, schneidet ihnen die Ehre ab, wird dann auch noch in allen Instanzen verurteilt, und dann sagt der FPÖ-Obmann Jörg Haider: Aber widerrufen werde ich das nicht, da lasse ich mich vorher exekutieren! – Das hat er sowieso mit Parteigeld bezahlt, wird natürlich nicht aus dem Sozialfonds der Freiheitlichen rückerstattet, da brauchen Sie sich nicht zu fürchten! Das zahlen sich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler selbst, wenn sich Herr Abgeordneter Haider in seiner Ehre gekränkt fühlt! (Zwischenruf der Abg. Dr. Fekter.)
Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Grünen.
Aber es ist offensichtlich klar: Das ist eine Mentalität, die an der Spitze der FPÖ unter Jörg Haider gelebt wird, und Herr Abgeordneter Rosenstingl wird sich gedacht haben: Was diese können, kann ich auch! – Was dabei herausgekommen ist, wissen Sie. (Beifall beim Liberalen Forum, bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP sowie der Grünen.)
Abg. Dr. Fekter: Haiders Schlagworte sind nur Worthülsen!
Jörg Haider hat gesagt: Daß diese Dienstautos immer von Leuten von diesen halböffentlichen und öffentlichen Institutionen gefahren werden, ist ungeheuerlich, deshalb werden wir in Kärnten – das hat er damals als Landeshauptmann gesagt – das auf 350 000 S beschränken. – Dann hat er sich einen Siebener-BMW um 700 000 S gekauft, denn selbst hält er sich nicht daran. – Das ist nämlich das, was diese FPÖ in diesem Land in Wahrheit macht, und das weiß man mittlerweile auch, man muß es nur in Erinnerung rufen! (Abg. Dr. Fekter: Haiders Schlagworte sind nur Worthülsen!)
Abg. Mag. Schweitzer: Wo warst du 1990/91/92/93? Wo warst du denn?
Meine Damen und Herren! Das hat er gemacht, als er Landeshauptmann von Kärnten war, aber um Landeshauptmann von Kärnten zu werden, hat sich Jörg Haider überhaupt nicht gemäßigt! Da hat er doch überhaupt nicht das ... (Abg. Mag. Schweitzer: Wo warst du 1990/91/92/93? Wo warst du denn?) – Karl, ich war von 1990 bis fast 1993 bei der FPÖ, und ich betone, ich war dort, und ich möchte um nichts in der Welt wieder dort hin, das sage ich dir! (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ, ÖVP und den Grünen. – Abg. Mag. Schweitzer: Wo warst du vier Jahre, beinahe vier Jahre? Warum hast du nicht ausgemistet? – Abg. Mag. Stadler: Wir wollen Sie um nichts in der Welt zurückhaben!)
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ, ÖVP und den Grünen. – Abg. Mag. Schweitzer: Wo warst du vier Jahre, beinahe vier Jahre? Warum hast du nicht ausgemistet? – Abg. Mag. Stadler: Wir wollen Sie um nichts in der Welt zurückhaben!
Meine Damen und Herren! Das hat er gemacht, als er Landeshauptmann von Kärnten war, aber um Landeshauptmann von Kärnten zu werden, hat sich Jörg Haider überhaupt nicht gemäßigt! Da hat er doch überhaupt nicht das ... (Abg. Mag. Schweitzer: Wo warst du 1990/91/92/93? Wo warst du denn?) – Karl, ich war von 1990 bis fast 1993 bei der FPÖ, und ich betone, ich war dort, und ich möchte um nichts in der Welt wieder dort hin, das sage ich dir! (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ, ÖVP und den Grünen. – Abg. Mag. Schweitzer: Wo warst du vier Jahre, beinahe vier Jahre? Warum hast du nicht ausgemistet? – Abg. Mag. Stadler: Wir wollen Sie um nichts in der Welt zurückhaben!)
Abg. Mag. Schweitzer: Thomas, Schauspieler! Du bist ein Schauspieler!
Kärntner Landeshauptmann zu werden, hat sich Jörg Haider gedacht, das muß uns etwas wert sein. Das muß ihm natürlich etwas wert sein. Er hat eine Vereinbarung geschlossen, um Landeshauptmann zu werden, weil er gegen Postenschacher ist und Objektivität in diesem Land Einzug halten muß, und das muß man vertraglich absichern, hat er gemeint. In der Vereinbarung hat er dann geschrieben (Abg. Mag. Schweitzer: Thomas, Schauspieler! Du bist ein Schauspieler!): Die Abgeordneten der FPÖ Kärnten wählen Christof Zernatto auf drei Jahre zum Landeshauptmann. Die FPÖ erhält den Landesschulratspräsidenten dafür. Die FPÖ besetzt die Position des Vorsitzenden des KWF. Die FPÖ erhält den Vorsitz im Arbeitnehmerförderungsbeirat. Die Bildung der Landesholding wird umgehend realisiert. Der Vorsitz in der Landesholding verbleibt bei der FPÖ. – Man war also schon vorher involviert. (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.)
Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.
Kärntner Landeshauptmann zu werden, hat sich Jörg Haider gedacht, das muß uns etwas wert sein. Das muß ihm natürlich etwas wert sein. Er hat eine Vereinbarung geschlossen, um Landeshauptmann zu werden, weil er gegen Postenschacher ist und Objektivität in diesem Land Einzug halten muß, und das muß man vertraglich absichern, hat er gemeint. In der Vereinbarung hat er dann geschrieben (Abg. Mag. Schweitzer: Thomas, Schauspieler! Du bist ein Schauspieler!): Die Abgeordneten der FPÖ Kärnten wählen Christof Zernatto auf drei Jahre zum Landeshauptmann. Die FPÖ erhält den Landesschulratspräsidenten dafür. Die FPÖ besetzt die Position des Vorsitzenden des KWF. Die FPÖ erhält den Vorsitz im Arbeitnehmerförderungsbeirat. Die Bildung der Landesholding wird umgehend realisiert. Der Vorsitz in der Landesholding verbleibt bei der FPÖ. – Man war also schon vorher involviert. (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.)
Abg. Dr. Mertel: Das ist „ordentliche“ freiheitliche „Beschäftigungspolitik“!
Herr Abgeordneter Haider hat aber auch tolle Ideen zur Reformierung des Landtages gehabt. Er wollte einen neuen Landtagsdirektor bestellen und hat gesagt: Diese Position steht der FPÖ zu! (Abg. Dr. Mertel: Das ist „ordentliche“ freiheitliche „Beschäftigungspolitik“!) – All das ist schriftlich festgehalten, meine Damen und Herren. Und wissen Sie, was besonders toll daran ist? – Hinten finden Sie die Unterschrift von Jörg Haider. (Der Redner zeigt ein unterzeichnetes Schriftstück.) – Das ist Aufklärung, das ist Privilegienkampf der FPÖ! (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen. – Abg. Dr. Mertel: Das ist „ordentliche Beschäftigungspolitik“!)
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen. – Abg. Dr. Mertel: Das ist „ordentliche Beschäftigungspolitik“!
Herr Abgeordneter Haider hat aber auch tolle Ideen zur Reformierung des Landtages gehabt. Er wollte einen neuen Landtagsdirektor bestellen und hat gesagt: Diese Position steht der FPÖ zu! (Abg. Dr. Mertel: Das ist „ordentliche“ freiheitliche „Beschäftigungspolitik“!) – All das ist schriftlich festgehalten, meine Damen und Herren. Und wissen Sie, was besonders toll daran ist? – Hinten finden Sie die Unterschrift von Jörg Haider. (Der Redner zeigt ein unterzeichnetes Schriftstück.) – Das ist Aufklärung, das ist Privilegienkampf der FPÖ! (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen. – Abg. Dr. Mertel: Das ist „ordentliche Beschäftigungspolitik“!)
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
Meine Damen und Herren! Angesichts dieser Faktenlage kann man nur klar feststellen, daß die FPÖ unter Jörg Haider, dem Porsche-Fahrer Jörg Haider, nicht die Lösung ist. Die FPÖ unter dem Porsche-Fahrer Jörg Haider ist das Problem! – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Abg. Koppler: Herr Präsident! Für Sie muß das furchtbar sein!
Nächster Redner: Herr Abgeordneter Öllinger. – Bitte. (Abg. Koppler: Herr Präsident! Für Sie muß das furchtbar sein!)
Abg. Madl: Jetzt wird es lustig!
Meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei! Die Partei ist das Problem, nicht die Person Rosenstingl. (Abg. Madl: Jetzt wird es lustig!) Ich stimme aber mit meiner Vorrednerin Fekter in einem nicht überein, nämlich in der Forderung, Frau Kollegin Fekter, daß Herr Haider den Augiasstall ausmisten soll. Das ist die falsche Methode. Das Problem dieser Partei ist ja, daß sie eine Führerpartei ist, daß sie gerade so strukturiert ist, daß der Führer, der Vorsitzende alle Macht hat. Der Aufstieg dieser Partei ist untrennbar mit dem Namen Jörg Haider verbunden. Die Günstlinge und Satrapen haben davon profitiert. Der Aufstieg des Herrn Haider hat die Günstlinge genährt, und es ist das Wesen der Günstlinge und Satrapen, dem Herrscher zu huldigen, ihm die Unterwerfung zu versichern. (Abg. Dr. Fekter: A la Schnell!)
Abg. Dr. Fekter: A la Schnell!
Meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei! Die Partei ist das Problem, nicht die Person Rosenstingl. (Abg. Madl: Jetzt wird es lustig!) Ich stimme aber mit meiner Vorrednerin Fekter in einem nicht überein, nämlich in der Forderung, Frau Kollegin Fekter, daß Herr Haider den Augiasstall ausmisten soll. Das ist die falsche Methode. Das Problem dieser Partei ist ja, daß sie eine Führerpartei ist, daß sie gerade so strukturiert ist, daß der Führer, der Vorsitzende alle Macht hat. Der Aufstieg dieser Partei ist untrennbar mit dem Namen Jörg Haider verbunden. Die Günstlinge und Satrapen haben davon profitiert. Der Aufstieg des Herrn Haider hat die Günstlinge genährt, und es ist das Wesen der Günstlinge und Satrapen, dem Herrscher zu huldigen, ihm die Unterwerfung zu versichern. (Abg. Dr. Fekter: A la Schnell!)
Abg. Mag. Stadler: Den kennt die Frau Schmidt!
Zunächst hat es Herrn Harald Göschl gegeben – er wurde abserviert wegen einer Libyen-Connection. (Abg. Mag. Stadler: Den kennt die Frau Schmidt!)
Abg. Mag. Stadler: Greifen Sie die Frau Schmidt nicht so an!
So ließen sich die Fälle von führenden Funktionären der Freiheitlichen Partei fortsetzen. (Abg. Mag. Stadler: Greifen Sie die Frau Schmidt nicht so an!)
Abg. Dr. Fekter: Ein „sauberer“ Staat!
Die Steyrer FPÖ-Stadträte G. F. und Hans Payrleitner verwendeten von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Schulungsgelder für private Zwecke. (Abg. Dr. Fekter: Ein „sauberer“ Staat!)
Abg. Dr. Fekter: Herr Öllinger! Werden Sie heute noch fertig, wenn Sie alle aufzählen?
Der Gemeinderatskandidat Wilhelm Geistlinger aus Adnet in Salzburg, auch Expressereferent der Freiheitlichen – angetreten unter der Parole „Mehr Ehrlichkeit und Sauberkeit“ –, hat versucht, Banknoten im Gesamtwert von 42 Millionen Schilling in Umlauf zu bringen. (Abg. Dr. Fekter: Herr Öllinger! Werden Sie heute noch fertig, wenn Sie alle aufzählen?)
Abg. Dr. Fekter: Herr Öllinger! Wir wissen, Sie können noch stundenlang Fälle anführen!
Die Wirtschaftspolizei hat gegen den damaligen Generalsekretär Rumpold ermittelt wegen einer Causa, die seinen Chauffeur betroffen hat. (Abg. Dr. Fekter: Herr Öllinger! Wir wissen, Sie können noch stundenlang Fälle anführen!) – Ich weiß, ich kann noch stundenlang referieren. Es kommen auch noch einige Beispiele.
Abg. Dr. Fekter: Sehr dubios!
Aber – damit komme ich wieder auf das Wesentliche und auf den Kern dieser Freiheitlichen Partei zurück – das Eigenartige ist, daß auch ganz im Zentrum dieses Machtgeflechts rund um den Herrn Haider immer wieder Dinge geschehen und wirtschaftliche Verflechtungen, ein Filz zwischen wirtschaftlicher und politischer Macht entsteht, der auch untersuchenswürdig ist, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Fekter: Sehr dubios!)
Abg. Dr. Fekter: Die Firma, wo der „Meischi“ beschäftigt ist!
Herr Hofmann, offensichtlich einer der Financiers der Freiheitlichen und auch ein Gönner des Herrn Haider – bei ihm hat Herr Haider seinen Porsche gekauft –, ist gleichzeitig mit beteiligt an der Radiogesellschaft, die die Freiheitlichen errichtet haben: RS-Privatradio. Eine Hand wäscht die andere, und ein Ding ergibt das andere. (Abg. Dr. Fekter: Die Firma, wo der „Meischi“ beschäftigt ist!)
Abg. Leikam: Vom Meischi hast du noch gar nichts gesagt!
Meine Damen und Herren! Man könnte sogar bis zum Herrn Prinzhorn kommen, der von der „WirtschaftsWoche“ als der Großmeister der Subventionsannahme und exzessive Nutzer von Staatsgarantien bezeichnet wurde. (Abg. Leikam: Vom Meischi hast du noch gar nichts gesagt!) Das ist ein Zitat aus der „WirtschaftsWoche“ über den Herrn Prinzhorn, und es sagt nur einen Teil dessen aus, was man Herrn Prinzhorn damals vorgeworfen hat. Es ging auch darum, daß Herr Prinzhorn Mitarbeiter bespitzeln hat lassen und auch sonst nicht gerade freundlich zu seinen Mitarbeitern war. Aber das sind nur noch Randthemen, die eigentlich nicht mehr das Zentrale ausmachen.
Zwischenruf des Abg. Mag. Schweizer.
Im Zentrum geht es darum, daß Sie über die Jahre hinweg geglaubt haben, mit diesem Aufstieg – da bin ich durchaus bei Herrn Mölzer – sich dieses Land unterwerfen zu können, bis hin zu den Gesten des Herrn Rumpold und des Herrn Westenthaler, der, als er beim Schwarzfahren erwischt wurde, den Polizisten noch angebrüllt und gesagt hat: Wir rackern uns für dieses Land zu Tode, und dann kommt so ein Polizist daher und will mich strafen? – Vielleicht wegen Alkohol am Steuer oder sonst etwas. (Zwischenruf des Abg. Mag. Schweizer.)
Abg. Leikam: Was hat der Herr Rumpold gemacht?
Die Art, wie es Herr Rumpold in Gmunden gemacht hat (Abg. Leikam: Was hat der Herr Rumpold gemacht?), das sind Gesten von Leuten, die meinen, sie könnten dieses Land schon beherrschen und sie könnten sich in dieser Republik alles erlauben. – Das ist Ihr Problem, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei! (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.
Die Art, wie es Herr Rumpold in Gmunden gemacht hat (Abg. Leikam: Was hat der Herr Rumpold gemacht?), das sind Gesten von Leuten, die meinen, sie könnten dieses Land schon beherrschen und sie könnten sich in dieser Republik alles erlauben. – Das ist Ihr Problem, meine Damen und Herren von der Freiheitlichen Partei! (Beifall bei den Grünen und bei der SPÖ.)
Beifall bei den Grünen und der SPÖ.
Ich erinnere zum Abschluß noch einmal an Herrn Gratzer – möglicherweise wird Herr Gratzer heute oder morgen zurücktreten –, ich erinnere an den bezeichnenden Satz über den Bankbeamten: Er hat möglicherweise den Vornamen oder möglicherweise den Nachnamen des Herrn Rosenstingl gesagt. Meine Damen und Herren! Das ist ein kleines Scheinwerferlicht darauf, wie Sie mit den Gesetzen in dieser Republik umgehen. Dafür braucht es nicht den Datenklau, dafür braucht es nicht die vielen Aufzählungen von sonstigen Betrugsfällen, das sagt genug aus über das, was in Ihrer Partei Programm ist und Methode hat. Und deswegen, meine Damen und Herren, glaube ich, daß es an der Zeit wäre, nicht nur die Causa Rosenstingl, sondern alles, was sich darum gruppiert hat, im Rahmen eines Untersuchungsausschusses zu untersuchen. (Beifall bei den Grünen und der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Ich komme deswegen zu diesem Schluß, weil Sie von Anfang an bemüht waren, Rosenstingl als Einzelperson, als Einzelfall darzustellen, als hätte er sich irgendwann einmal unauffällig in den freiheitlichen Klub geschlichen. Ich wette darauf, daß nach mehrstündiger Debatte dann der erste freiheitliche Abgeordnete fragen wird: Wer war Rosenstingl? Ich kenne den ja gar nicht. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) War er einer von uns? Er ist von uns gegangen. – So ungefähr wird das dann formuliert sein.
Beifall bei SPÖ und ÖVP, bei den Grünen sowie beim Liberalen Forum.
Wenn ich bedenke, daß Haider einmal stolz in einer Pressekonferenz gesagt hat: Ich kann eigentlich jede Information aus dem Bereich der Polizei besorgen! – jede Information! –, und so manche Rede hier bedenke, in der er uns nachgewiesen hat: Du hast gewechselt von der harten zur weichen Zahnbürste, aber du hast in Wahrheit heute überhaupt keine Zahnpasta verwendet!, dann muß ich zu folgender Frage kommen: Wenn einer so gut informiert ist, warum ist er dann plötzlich der einzige oder einer der wenigen, die überhaupt nichts gewußt haben? – Es muß daher offensichtlich weit mehr dahinterstecken! (Beifall bei SPÖ und ÖVP, bei den Grünen sowie beim Liberalen Forum.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
Bitte täuschen Sie uns nicht mit den „Pradler Ritterspielen“, die Sie schon seit Wochen in Österreich veranstalten: 700 Salzburger Köpfe ab! Und nach einer Woche wieder: 700 Köpfe auf! Und hier kommen Abgeordnete herunter: Köpfe ab! Einer ist gleich so vermessen und sagt – den Kopf in der Hand haltend –: Aber ich komme wieder, setze ihn mir wieder auf und bin wieder unter euch! (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) – Das ist in etwa die Strategie, mit der Sie heute versucht haben, sich hier reinzuwaschen, doch das wird nicht funktionieren!
Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.
Er hätte sprechen müssen von der blauen Kaste, die in die eigenen Taschen wirtschaftet. Oder er als Christ oder als Bibelforscher hätte überhaupt die Frage relevieren sollen: Was ist seliger, geben denn nehmen oder nehmen denn geben? Eine wichtige theologische Frage, die nur dieser Haustheologe Stadler allein wirklich klären kann! (Heiterkeit und Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Du hast das falsche Buch erwischt! Das war das falsche Buch, das du da zitiert hast!
Oder die Gelegenheit, als Jörg Haider begonnen hat, das von Sichrovsky geschriebene Buch ernst zu nehmen – ich zitiere Seite 134 –: Nicht die Privilegienritter und Korrupten werden ausgegrenzt, sondern die Aufdecker als Verräter gebrandmarkt, sobald sie nicht mehr mitspielen. (Abg. Mag. Stadler: Du hast das falsche Buch erwischt! Das war das falsche Buch, das du da zitiert hast!) Haltmeyer, sage ich nur, der wollte nicht mehr mitspielen, der war dann der Verräter, der mußte alle Funktionen abgeben.
Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ.
Oder Stadler hätte sagen können, tobend, emotionell, diesmal gerichtet an die freiheitlichen Abgeordneten: Ihr blauen Skandalbrüder, Ihr blauen Blutegel – und dann, sich fast selbst übertreffend: Ihr blauen Filzläuse, nicht einmal Blausäure kann gegen euch angewendet werden! (Beifall und Heiterkeit bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.
Ich möchte mit einem letzten Zitat schließen. Sie haben sich heute in Wirklichkeit so dargestellt und längst schon fast vorhersehend selbst am besten beschrieben: als ein Haufen Hühner, die aufgescheucht durch einen Pleitegeier ziellos herumflattern. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der Grünen.)
Rufe bei der SPÖ: Zitate!
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (Freiheitliche): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Nach der Büttenrede des Abgeordneten Cap (Rufe bei der SPÖ: Zitate!) darf ich mich mit einigen Worten wieder zu jener Debatte zurückbewegen, die für Sie ja so wichtig ist. Sie haben heute gemeint, das sei eine sehr ernste Sache und nicht etwas für kabarettistische Einlagen. Aber als Abgeordneter bestimmt man selbst den Stellenwert, je nachdem, wie man sich verhält.
Ruf: Märtyrer!
Ich gebe zu, daß für uns Freiheitliche diese Entwicklung überhaupt nicht angenehm ist, daß wir, genauso wie jede andere Partei, die von solch einem Vorfall überrascht worden wäre, zutiefst betroffen sind. Ich gebe zu, meine Damen und Herren, daß Sie sozusagen als die Vierergruppe des Parlaments Ihre Chance zu nützen versuchen, gegenüber den Freiheitlichen zu punkten. (Ruf: Märtyrer!) Ich gebe aber auch zu bedenken, daß Sie, meine Damen und Herren, im Grunde genommen heute schon mit Ihren Aktivitäten scheitern mußten, weil Sie mit einer Heuchelei versucht haben, hier Schuldvorwürfe zu machen, die Sie bei sich selbst in ähnlichen oder gleichgelagerten Fällen nicht gelten lassen. Ich werde noch darauf zu sprechen kommen. (Zwischenrufe bei der SPÖ, darunter des Abg. Koppler.) – Das mit den Staatsanwälten kommt noch, Kollege Koppler.
Zwischenrufe bei der SPÖ, darunter des Abg. Koppler.
Ich gebe zu, daß für uns Freiheitliche diese Entwicklung überhaupt nicht angenehm ist, daß wir, genauso wie jede andere Partei, die von solch einem Vorfall überrascht worden wäre, zutiefst betroffen sind. Ich gebe zu, meine Damen und Herren, daß Sie sozusagen als die Vierergruppe des Parlaments Ihre Chance zu nützen versuchen, gegenüber den Freiheitlichen zu punkten. (Ruf: Märtyrer!) Ich gebe aber auch zu bedenken, daß Sie, meine Damen und Herren, im Grunde genommen heute schon mit Ihren Aktivitäten scheitern mußten, weil Sie mit einer Heuchelei versucht haben, hier Schuldvorwürfe zu machen, die Sie bei sich selbst in ähnlichen oder gleichgelagerten Fällen nicht gelten lassen. Ich werde noch darauf zu sprechen kommen. (Zwischenrufe bei der SPÖ, darunter des Abg. Koppler.) – Das mit den Staatsanwälten kommt noch, Kollege Koppler.
Rufe bei der SPÖ: Meischberger!
Wir Freiheitlichen nehmen das aber nicht zur Grundlage, daß wir uns elegant darüber hinwegbewegen und sagen: War halt nichts, schauen wir, daß wir das überstehen!, sondern wir werden sowohl einen klaren Grenzstrich zu jenem Gauner ziehen, der hier zur Diskussion steht, als auch selbstverständlich alle Vorkehrungen treffen, um zu verhindern, daß es in Zukunft – zumindest in der Freiheitlichen Partei – solche Dinge geben kann. Das ist etwas sehr Entscheidendes. (Rufe bei der SPÖ: Meischberger!)
Zwischenrufe.
Meine Damen und Herren! Es steht mehr zur Diskussion als nur die Frage, ob man eine Partei, die als Oppositionspartei für Sie als Regierungsgruppe unangenehm ist, jetzt anschütten kann oder nicht. (Zwischenrufe.) Bitte schön, Frau Kollegin Schmidt, halten Sie sich zurück! Gegen Sie läuft noch immer ein Verfahren wegen Verletzung des Datenschutzes, wo Sie sich bisher nur hinter der Immunität versteckten. Seit dem Jahre 1993! Sie sollten das endlich einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Spielen Sie also hier nicht die Lehrmeisterin der Nation, wenn Sie sich selbst hinter der Immunität verstecken, um ein Datenschutzverfahren nicht gegen sich wirken zu lassen. Stimmen Sie heute für die Aufhebung der Immunität als eine große Konsequenz dieser Debatte, die wir hier zu führen haben! Wir werden uns anschauen, ob Sie sich alle hinter Ihrer Immunität verstecken oder ob Sie bereit sind, heute endlich einmal diese Immunität aufzuheben. Sie werden die Gelegenheit dazu haben, weil wir einen Fristsetzungsantrag gestellt haben. Das wird eine gute Sache werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es steht mehr zur Diskussion als nur die Frage, ob man eine Partei, die als Oppositionspartei für Sie als Regierungsgruppe unangenehm ist, jetzt anschütten kann oder nicht. (Zwischenrufe.) Bitte schön, Frau Kollegin Schmidt, halten Sie sich zurück! Gegen Sie läuft noch immer ein Verfahren wegen Verletzung des Datenschutzes, wo Sie sich bisher nur hinter der Immunität versteckten. Seit dem Jahre 1993! Sie sollten das endlich einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Spielen Sie also hier nicht die Lehrmeisterin der Nation, wenn Sie sich selbst hinter der Immunität verstecken, um ein Datenschutzverfahren nicht gegen sich wirken zu lassen. Stimmen Sie heute für die Aufhebung der Immunität als eine große Konsequenz dieser Debatte, die wir hier zu führen haben! Wir werden uns anschauen, ob Sie sich alle hinter Ihrer Immunität verstecken oder ob Sie bereit sind, heute endlich einmal diese Immunität aufzuheben. Sie werden die Gelegenheit dazu haben, weil wir einen Fristsetzungsantrag gestellt haben. Das wird eine gute Sache werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es steht mehr zur Diskussion als nur die Frage, ob man eine Partei, die als Oppositionspartei für Sie als Regierungsgruppe unangenehm ist, jetzt anschütten kann oder nicht. (Zwischenrufe.) Bitte schön, Frau Kollegin Schmidt, halten Sie sich zurück! Gegen Sie läuft noch immer ein Verfahren wegen Verletzung des Datenschutzes, wo Sie sich bisher nur hinter der Immunität versteckten. Seit dem Jahre 1993! Sie sollten das endlich einmal zur Kenntnis nehmen! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Spielen Sie also hier nicht die Lehrmeisterin der Nation, wenn Sie sich selbst hinter der Immunität verstecken, um ein Datenschutzverfahren nicht gegen sich wirken zu lassen. Stimmen Sie heute für die Aufhebung der Immunität als eine große Konsequenz dieser Debatte, die wir hier zu führen haben! Wir werden uns anschauen, ob Sie sich alle hinter Ihrer Immunität verstecken oder ob Sie bereit sind, heute endlich einmal diese Immunität aufzuheben. Sie werden die Gelegenheit dazu haben, weil wir einen Fristsetzungsantrag gestellt haben. Das wird eine gute Sache werden. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz.
Es kommt noch etwas anderes dazu. Es stellt sich für uns auch die Frage ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz.) – Sie müssen vorsichtig sein, denn jemand, der eine politische Zeitung mit mehr als 100 Millionen Schilling Förderungsgeldern in die Pleite geführt hat, hat hier kein moralisches Recht, gegen uns aufzutreten. Merken Sie sich das! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Maitz: Sie werden mir nicht drohen! Sie Diffamierer!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Maitz: Sie werden mir nicht drohen! Sie Diffamierer!
Es kommt noch etwas anderes dazu. Es stellt sich für uns auch die Frage ... (Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz.) – Sie müssen vorsichtig sein, denn jemand, der eine politische Zeitung mit mehr als 100 Millionen Schilling Förderungsgeldern in die Pleite geführt hat, hat hier kein moralisches Recht, gegen uns aufzutreten. Merken Sie sich das! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Maitz: Sie werden mir nicht drohen! Sie Diffamierer!)
Abg. Dr. Maitz: Billiges Ablenkungsmanöver!
Meine Damen und Herren! Es stellt sich überhaupt die Frage, wie es möglich ist, daß in Österreich eine Einzelperson so viele Kredite ohne entsprechende Besicherung aufnehmen kann, Pleiten machen kann, ohne daß jemand im Bankenbereich darüber entsprechende Informationen weitergibt. Das, was Sie nämlich nicht wahrhaben wollen, ist, daß es bereits im Jahre 1995, wie sich jetzt herausstellt, bei der Oberbank in Oberösterreich einen stillen Ausgleich von mehr als 100 Millionen Schilling gegeben hat. Und der Chef dieser Oberbank ist der Präsident des Bankenverbandes in Österreich. Keine Information an die Banken, keine Information an die Staatsanwaltschaft, keine Information an das Parlament! (Abg. Dr. Maitz: Billiges Ablenkungsmanöver!) 100 Millionen Schilling stiller Ausgleich – Schweigen darüber, der Mantel des Schweigens darüber gebreitet. Viel wäre verhindert worden, wenn die Banken auch bei höhergestellten Persönlichkeiten in Österreich jene harten Maßstäbe anlegen würden, die sie heute gegenüber jedem kleinen Kaufmann, gegenüber jedem Arbeiter, der einen Kredit aufnehmen muß, anwenden; diese müssen eine 100prozentige, eine 200prozentige Besicherung haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Es stellt sich überhaupt die Frage, wie es möglich ist, daß in Österreich eine Einzelperson so viele Kredite ohne entsprechende Besicherung aufnehmen kann, Pleiten machen kann, ohne daß jemand im Bankenbereich darüber entsprechende Informationen weitergibt. Das, was Sie nämlich nicht wahrhaben wollen, ist, daß es bereits im Jahre 1995, wie sich jetzt herausstellt, bei der Oberbank in Oberösterreich einen stillen Ausgleich von mehr als 100 Millionen Schilling gegeben hat. Und der Chef dieser Oberbank ist der Präsident des Bankenverbandes in Österreich. Keine Information an die Banken, keine Information an die Staatsanwaltschaft, keine Information an das Parlament! (Abg. Dr. Maitz: Billiges Ablenkungsmanöver!) 100 Millionen Schilling stiller Ausgleich – Schweigen darüber, der Mantel des Schweigens darüber gebreitet. Viel wäre verhindert worden, wenn die Banken auch bei höhergestellten Persönlichkeiten in Österreich jene harten Maßstäbe anlegen würden, die sie heute gegenüber jedem kleinen Kaufmann, gegenüber jedem Arbeiter, der einen Kredit aufnehmen muß, anwenden; diese müssen eine 100prozentige, eine 200prozentige Besicherung haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Maitz: Jetzt ist der Justizminister schuld!
Es ist für mich auch interessant, Herr Bundesminister – nicht umsonst haben Sie deshalb auch heute eine Erklärung abgegeben, versehen mit der Einwendung, daß es bürokratische Probleme der Zustellung gegeben hat –, warum Sie mit Ihren Behörden die Ermittlungen in Wirklichkeit nicht vorangetrieben haben. (Abg. Dr. Maitz: Jetzt ist der Justizminister schuld!) Sie haben als einer der ersten entsprechende Informationsstände gehabt. Sie haben sich als einer der ersten Bericht erstatten lassen. Das muß man einmal sagen. Das sind ja alles Berichtsfälle, die hier erörtert werden, inklusive der EDOK als Spezialeinheit, die schon im Herbst ermittelt hat, insbesondere auch inklusive der Finanz, die seit dem Herbst ein Finanzverfahren laufen hat. Kein Mensch hat davon Kenntnis erhalten, bis hin zum Herrn Parlamentspräsidenten. Alle haben sie geschwiegen, weil sie sich gesagt haben: Na hoffentlich explodiert die Geschichte, dann schadet das den Freiheitlichen! Das, meine Damen und Herren, ist ein seltsames Amtsverständnis, das Sie hier an den Tag legen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Das Wort „Verantwortung“ ist Ihnen wohl fremd!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Das Wort „Verantwortung“ ist Ihnen wohl fremd!
Es ist für mich auch interessant, Herr Bundesminister – nicht umsonst haben Sie deshalb auch heute eine Erklärung abgegeben, versehen mit der Einwendung, daß es bürokratische Probleme der Zustellung gegeben hat –, warum Sie mit Ihren Behörden die Ermittlungen in Wirklichkeit nicht vorangetrieben haben. (Abg. Dr. Maitz: Jetzt ist der Justizminister schuld!) Sie haben als einer der ersten entsprechende Informationsstände gehabt. Sie haben sich als einer der ersten Bericht erstatten lassen. Das muß man einmal sagen. Das sind ja alles Berichtsfälle, die hier erörtert werden, inklusive der EDOK als Spezialeinheit, die schon im Herbst ermittelt hat, insbesondere auch inklusive der Finanz, die seit dem Herbst ein Finanzverfahren laufen hat. Kein Mensch hat davon Kenntnis erhalten, bis hin zum Herrn Parlamentspräsidenten. Alle haben sie geschwiegen, weil sie sich gesagt haben: Na hoffentlich explodiert die Geschichte, dann schadet das den Freiheitlichen! Das, meine Damen und Herren, ist ein seltsames Amtsverständnis, das Sie hier an den Tag legen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Silhavy: Das Wort „Verantwortung“ ist Ihnen wohl fremd!)
Abg. Dr. Mertel: Der Vergleich hinkt!
Jene, die Sie heute hier und in den letzten Tagen zu diskreditieren versucht haben, haben Ihnen klargemacht, daß wir ein anderes Verständnis von politischer Verantwortung haben, und zwar ein Verständnis dahin gehend, daß sie auch ihr Mandat zur Verfügung stellen, bis die entsprechenden Anwürfe aufgeklärt sind. Und das ärgert Sie natürlich, meine Damen und Herren. Das ärgert Sie fürchterlich, denn da müßte nämlich jetzt Herr Kollege Kostelka konsequenterweise auch sein Mandat zur Verfügung stellen. Gegen ihn ermittelt auch der Staatsanwalt wegen 33 Millionen Schilling Parteifinanzierung, die er gesetzwidrig vorgenommen hat. (Abg. Dr. Mertel: Der Vergleich hinkt!)
Abg. Ing. Langthaler: Mit den Stimmen der Freiheitlichen!
Da müßte Herr Löschnak das Parlament verlassen, da müßte Herr Marizzi das Parlament verlassen, da müßte Herr Fuhrmann das Parlament verlassen, die alle in Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Herrn Loutchansky von der Nordex verwickelt sind: Waffenhandel, Mafiaboß, Vermittlungsgeschäfte von SPÖ-Abgeordneten. Der Herr Fuhrmann war der Rechtsvertreter des Mafiosi Loutchansky von der Nordex. Jetzt wird er zur Belohnung dafür nicht auf seine Immunität verzichten, nicht auf sein Mandat verzichten, sondern er wird sogar europäischer Richter dafür, daß ihn die Mafia als Rechtsvertreter gewählt hat. (Abg. Ing. Langthaler: Mit den Stimmen der Freiheitlichen!) Das, meine Damen und Herren, ist Ihr spezielles Verständnis, das Sie haben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Da müßte Herr Löschnak das Parlament verlassen, da müßte Herr Marizzi das Parlament verlassen, da müßte Herr Fuhrmann das Parlament verlassen, die alle in Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Herrn Loutchansky von der Nordex verwickelt sind: Waffenhandel, Mafiaboß, Vermittlungsgeschäfte von SPÖ-Abgeordneten. Der Herr Fuhrmann war der Rechtsvertreter des Mafiosi Loutchansky von der Nordex. Jetzt wird er zur Belohnung dafür nicht auf seine Immunität verzichten, nicht auf sein Mandat verzichten, sondern er wird sogar europäischer Richter dafür, daß ihn die Mafia als Rechtsvertreter gewählt hat. (Abg. Ing. Langthaler: Mit den Stimmen der Freiheitlichen!) Das, meine Damen und Herren, ist Ihr spezielles Verständnis, das Sie haben! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Koppler: Das kann man nicht mit Rosenstingl vergleichen!
Oder der Herr Kollege Heindl von der SPÖ: War er nicht Vorstandsdirektor für das Auslandsgeschäft von Hofman und Maculan? War er es nicht? Müßte er nicht konsequenterweise heute zurücktreten, weil er schwerstens belastet ist durch einen Milliardenkonkurs, im Zuge dessen Tausende Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben? Herr Kollege Koppler, warum messen Sie denn mit zweierlei Maß? Warum ziehen Sie denn nicht die Konsequenzen? (Abg. Koppler: Das kann man nicht mit Rosenstingl vergleichen!) Damit haben wir Sie heute erwischt: Unsere Leute ziehen die Konsequenzen, während Sie auf Ihren Sesseln sitzen bleiben. Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Oder der Herr Kollege Heindl von der SPÖ: War er nicht Vorstandsdirektor für das Auslandsgeschäft von Hofman und Maculan? War er es nicht? Müßte er nicht konsequenterweise heute zurücktreten, weil er schwerstens belastet ist durch einen Milliardenkonkurs, im Zuge dessen Tausende Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben? Herr Kollege Koppler, warum messen Sie denn mit zweierlei Maß? Warum ziehen Sie denn nicht die Konsequenzen? (Abg. Koppler: Das kann man nicht mit Rosenstingl vergleichen!) Damit haben wir Sie heute erwischt: Unsere Leute ziehen die Konsequenzen, während Sie auf Ihren Sesseln sitzen bleiben. Das ist die Realität! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Reden Sie doch nicht vom Schutz der kleinen Leute, die Ihnen leid tun! Hier sitzt eine Fraktion, die beim „Konsum“, wo 15 000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben, nicht ein einziges Mal an die kleinen Leute gedacht hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wo waren Sie denn da, meine Damen und Herren? Wo waren denn da die Gewerkschaftsvertreter? Sagen Sie doch nicht, daß Sie an die kleinen Leute denken! Wo war denn der Herr Bundeskanzler bei Semperit? Er hat den Leuten versprochen: Ich werde für eure Arbeitsplätze kämpfen!, und dann sind die Leute um ihre Beschäftigung gebracht und ist das Werk zugesperrt worden. (Abg. Dr. Mertel: Wo sind Ihre Versprechungen in Magdalen?) Was hat denn der Herr Edlinger nach der Affäre Praschak alles ausverhandelt? Was ist mit dem Fünf-Punkte-Programm, daß es keine Parteibuchwirtschaft mehr geben soll in diesem Lande?
Abg. Dr. Mertel: Wo sind Ihre Versprechungen in Magdalen?
Reden Sie doch nicht vom Schutz der kleinen Leute, die Ihnen leid tun! Hier sitzt eine Fraktion, die beim „Konsum“, wo 15 000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben, nicht ein einziges Mal an die kleinen Leute gedacht hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.) Wo waren Sie denn da, meine Damen und Herren? Wo waren denn da die Gewerkschaftsvertreter? Sagen Sie doch nicht, daß Sie an die kleinen Leute denken! Wo war denn der Herr Bundeskanzler bei Semperit? Er hat den Leuten versprochen: Ich werde für eure Arbeitsplätze kämpfen!, und dann sind die Leute um ihre Beschäftigung gebracht und ist das Werk zugesperrt worden. (Abg. Dr. Mertel: Wo sind Ihre Versprechungen in Magdalen?) Was hat denn der Herr Edlinger nach der Affäre Praschak alles ausverhandelt? Was ist mit dem Fünf-Punkte-Programm, daß es keine Parteibuchwirtschaft mehr geben soll in diesem Lande?
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Sie sind nur deshalb heute so nervös wie ein gackernder Hühnerstall, weil wir Sie erwischt haben, daß Sie selbst nicht bereit sind, bei Ihnen politische Konsequenzen zu ziehen. Hier sitzen all die Vorbelasteten, alle, gegen die staatsanwaltschaftliche Ermittlungen durchgeführt werden. Das ist eine „schöne“ Versammlung, meine Damen und Herren, beginnend mit Ihrem Klubobmann Kostelka, der mit 33 Millionen Schilling-Geschichten befaßt ist. Da gibt es keine politischen Konsequenzen. Das macht den Unterschied zwischen der FPÖ und Ihnen allen, die Sie hier im Parlament nicht bereit sind, zu handeln. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz
Meine Damen und Herren! Wir werden uns hüten, einen solchen Weg zu gehen wie Sie, denn überall dort, wo Mißwirtschaft, Korruption und Verschwendung öffentlicher Gelder zur Diskussion stehen (Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz) – bis zu Ihrer Parteizeitung, lieber Kollege –, ist eine rot-schwarze Handschrift sichtbar und keine freiheitliche. Und wir werden sicherlich auch in Zukunft darauf achten, daß es bei uns derartige Dinge nicht geben wird. (Abg. Dr. Maitz: ... Dreckschleuder!) Da können Sie sich bemühen, wie Sie wollen. Sie haben in den letzten Jahren als Viererbande dieses Parlaments nichts anderes getan, als immer nur die Freiheitlichen zu schädigen, aber die Wahlen haben wir gewonnen, und Sie waren belemmert nach den Wahlen, meine Damen und Herren. Und auch 1998 werden die Dinge so sein. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Maitz: ... Dreckschleuder!
Meine Damen und Herren! Wir werden uns hüten, einen solchen Weg zu gehen wie Sie, denn überall dort, wo Mißwirtschaft, Korruption und Verschwendung öffentlicher Gelder zur Diskussion stehen (Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz) – bis zu Ihrer Parteizeitung, lieber Kollege –, ist eine rot-schwarze Handschrift sichtbar und keine freiheitliche. Und wir werden sicherlich auch in Zukunft darauf achten, daß es bei uns derartige Dinge nicht geben wird. (Abg. Dr. Maitz: ... Dreckschleuder!) Da können Sie sich bemühen, wie Sie wollen. Sie haben in den letzten Jahren als Viererbande dieses Parlaments nichts anderes getan, als immer nur die Freiheitlichen zu schädigen, aber die Wahlen haben wir gewonnen, und Sie waren belemmert nach den Wahlen, meine Damen und Herren. Und auch 1998 werden die Dinge so sein. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wir werden uns hüten, einen solchen Weg zu gehen wie Sie, denn überall dort, wo Mißwirtschaft, Korruption und Verschwendung öffentlicher Gelder zur Diskussion stehen (Zwischenruf des Abg. Dr. Maitz) – bis zu Ihrer Parteizeitung, lieber Kollege –, ist eine rot-schwarze Handschrift sichtbar und keine freiheitliche. Und wir werden sicherlich auch in Zukunft darauf achten, daß es bei uns derartige Dinge nicht geben wird. (Abg. Dr. Maitz: ... Dreckschleuder!) Da können Sie sich bemühen, wie Sie wollen. Sie haben in den letzten Jahren als Viererbande dieses Parlaments nichts anderes getan, als immer nur die Freiheitlichen zu schädigen, aber die Wahlen haben wir gewonnen, und Sie waren belemmert nach den Wahlen, meine Damen und Herren. Und auch 1998 werden die Dinge so sein. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Warum lenken Sie vom Thema ab? – Weitere Zwischenrufe.
Wir haben das ja erlebt, und ich persönlich habe es auch erlebt. Was haben Sie mir alles schon zu unterstellen versucht: Beim Bärental sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Jahrelang haben Sie das vertreten. Steuerhinterziehung: Was haben Sie mir unterstellt in der Frage der Steuerpolitik! Altbundeskanzler Vranitzky hat sogar bei der 1.-Mai-Feier sagen dürfen: Der Haider zahlt keine Steuern! Und der ORF hat breit darüber berichtet. Jetzt ist er verurteilt worden. (Abg. Dr. Fekter: Warum lenken Sie vom Thema ab? – Weitere Zwischenrufe.) Frau Kollegin Fekter, Sie waren wahrscheinlich gerade in Ihrer Schottergrube mit Interventionen beschäftigt, damit Sie sich naturschutzrechtliche Bewilligungen erschleichen, und haben das nicht mitbekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson.
Wir haben das ja erlebt, und ich persönlich habe es auch erlebt. Was haben Sie mir alles schon zu unterstellen versucht: Beim Bärental sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen. Jahrelang haben Sie das vertreten. Steuerhinterziehung: Was haben Sie mir unterstellt in der Frage der Steuerpolitik! Altbundeskanzler Vranitzky hat sogar bei der 1.-Mai-Feier sagen dürfen: Der Haider zahlt keine Steuern! Und der ORF hat breit darüber berichtet. Jetzt ist er verurteilt worden. (Abg. Dr. Fekter: Warum lenken Sie vom Thema ab? – Weitere Zwischenrufe.) Frau Kollegin Fekter, Sie waren wahrscheinlich gerade in Ihrer Schottergrube mit Interventionen beschäftigt, damit Sie sich naturschutzrechtliche Bewilligungen erschleichen, und haben das nicht mitbekommen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenruf der Abg. Dr. Karlsson.)
Abg. Dr. Fekter: Sie versuchen, von Rosenstingl abzulenken!
Herr Kostelka hat uns beschuldigt, wir hätten Schwarzgeld in Kärnten herumgereicht. Das ist alles in sich zusammengebrochen. (Abg. Dr. Fekter: Sie versuchen, von Rosenstingl abzulenken!) Das heißt, Ihre Politik des Dreckschleuderns wird in Zukunft noch weniger nützen, denn wir werden noch mehr aufpassen, daß derartige Dinge, die eine Verfilzung von Politik und privatem Geschäft möglich machen, in unseren Reihen jedenfalls nicht stattfinden können, da politische Moral von uns ernster genommen wird als von Ihnen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Jetzt plötzlich?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Jetzt plötzlich?
Herr Kostelka hat uns beschuldigt, wir hätten Schwarzgeld in Kärnten herumgereicht. Das ist alles in sich zusammengebrochen. (Abg. Dr. Fekter: Sie versuchen, von Rosenstingl abzulenken!) Das heißt, Ihre Politik des Dreckschleuderns wird in Zukunft noch weniger nützen, denn wir werden noch mehr aufpassen, daß derartige Dinge, die eine Verfilzung von Politik und privatem Geschäft möglich machen, in unseren Reihen jedenfalls nicht stattfinden können, da politische Moral von uns ernster genommen wird als von Ihnen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Jetzt plötzlich?)
Abg. Mag. Peter: Anschließend!
†Präsident MMag. Dr. Willi Brauneder¦: Zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Mag. Peter. – Herr Abgeordneter! Um 15 Uhr ist allerdings eine Kurzdebatte über einen Fristsetzungsantrag aufzurufen. Ich mache Sie darauf aufmerksam. Wollen Sie trotzdem jetzt sprechen? (Abg. Mag. Peter: Anschließend!) Dann unterbreche ich die Sitzung bis 15 Uhr.
Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.
†Abgeordneter Mag. Johann Ewald Stadler¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Der vorliegende Entschließungsantrag liegt bereits seit Februar 1996, also seit zwei Jahren, im Verfassungsausschuß, ohne daß die Mitglieder des Verfassungsausschusses, insbesondere die beiden Regierungsparteien, auch nur einen Finger gerührt hätten. Jetzt plötzlich, da es die Malversationen des Abgeordneten Rosenstingl gibt, tun die Vertreter der Koalitionsparteien jedoch so, als wären sie immer schon der Meinung gewesen, daß man die außerberufliche Immunität von Abgeordneten aufheben soll, meine Damen und Herren! Zwei Jahre lang wird kein Finger gerührt und überhaupt keine Debatte über unseren Antrag geführt, und jetzt tun Sie so, als wäre die Immunität sozusagen das Problem der Nation gewesen, daß die Justiz tätig werden könnte. Dabei haben wir heute vom Herrn Bundesminister gehört, daß die Justiz kräftig geschlafen hat. Nicht nur der Herr Präsident hat angeblich nichts davon gewußt und uns nicht darüber informiert, daß das Gehalt des Herrn Rosenstingl gepfändet wird, sondern auch die Justiz tut so, als hätte sie nichts gewußt! (Zwischenruf der Abg. Dr. Mertel.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die außerberufliche Immunität – Frau Mertel, auch Ihre außerberufliche Immunität! – ist ein Relikt, das abgeschafft werden muß! In Zukunft soll sich niemand hinter der Immunität als Abgeordneter verschanzen können! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Beispielsweise Herr Maitz mit seinen Pleitengeschichten soll sich nicht dahinter verschanzen können. Wo ist denn Herr Maitz? Er hat sich gar so echauffiert bei der Rede des Bundesobmannes Haider und hat ständig „Dreckschleuder“ herunterkrakeelt, in der Hoffnung, daß er Dr. Haider damit übertönen kann! Herr Maitz, der eine halbe Million Schilling Schaden mit seiner „Tagespost“ in der Steiermark verursacht hat, hat dann auch noch versucht, sich in einem Kridaverfahren hinter der Immunität zu verschanzen, und hat sich dann über Landesförderungen aus dem Titel der Presseförderung des Landes Steiermark 170 Millionen in den Rachen schieben lassen. – Ein schwarzer Maitz, jawohl, kein freiheitlicher Maitz! Einen derartigen Maitz gibt es bei uns nicht, und darüber bin ich froh! Wir haben mit Rosenstingl schon genug Probleme gehabt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Auf die Maitze, die Rauch-Kallate, die Mensdorff-Pouillys, die Hermann Krafts können wir dankend verzichten, meine Damen und Herren! All das sind Leute von der Österreichischen Volkspartei – außer Herr Marizzi mit seinen Querverbindungen zur Ostmafia. Wo ist denn Herr Marizzi? Dort hinten ist Herr Marizzi! Ich hatte geglaubt, daß er schon wieder mit seinen Ostmafiakontaktpersonen telefoniert, mit Herrn Loutchansky und seiner Firma Nordex, einer wichtigen Firma der Ostmafia, die vor einigen Tagen wieder zugeschlagen hat, indem sie einen Juwelier in Wien ermordet hat. – All das liegt im Verantwortungsbereich der roten Reichshälfte, und dann spielen Sie sich noch auf, meine Damen und Herren, dann spielen Sie sich noch auf! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Anhaltende Zwischenrufe bei der SPÖ. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Abg. Dietachmayr: Das ist unerhört! Sie sind eine Dreckschleuder!
Sie und Ihre Ostmafiakontakte, Herr Marizzi! Nicht nur, daß Sie versucht haben, Geld dafür zu kassieren, daß hier Waffenaufträge vergeben werden, nein, Sie haben auch versucht, für Herrn Loutchansky eine österreichische Staatsbürgerschaft zu organisieren, meine Damen und Herren! (Abg. Dietachmayr: Das ist unerhört! Sie sind eine Dreckschleuder!) Dann gibt es ein Strafverfahren, und er verschanzt sich hinter der Immunität.
Abg. Gaál: Solche Vergleiche sind unzulässig!
Meine Damen und Herren! Die Immunität muß weg, weil es Marizzis, Rosenstingls, Herren wie Dr. Maitz und ähnliche Mitglieder dieses Hauses nicht mehr geben darf! (Abg. Gaál: Solche Vergleiche sind unzulässig!) Sie müssen sofort vor den Strafrichter gestellt werden, wohin sie gehören, genauso wie jeder andere Bürger auch!
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn die Frau Sittenwächterin dieses Hauses, Frau Dr. Heide Schmidt, dann mit im Rücken verschränkten Armen ans Rednerpult tritt und als Oberlehrerin der Nation auftritt, dann darf ich daran erinnern: Frau Schmidt! Gegen Sie läuft ein Strafverfahren wegen Verletzung des Datenschutzgesetzes. Dabei handelt es sich um eine Spezialnorm des Strafrechtes in Österreich, für den Fall, daß Sie das vergessen haben! Das Verfahren kann seit 1993 allerdings nicht weitergeführt werden, weil das Verfolgungshindernis der Immunität dem entgegensteht. Damals hat sie sich nämlich hinter der Immunität verschanzt, und der Immunitätsausschuß hat sie nicht ausgeliefert. Meine Damen und Herren! Wir sind der Meinung, daß man sie gar nicht mehr ausliefern sollte, sondern daß man die Immunität abschaffen sollte. Dann könnte man auch gegen Sie weiterermitteln, Frau Schmidt, wie es sich gehörte! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Nowotny: Ein Wirtschaftstreuhänder ist lächerlich für Sie?
Das gleiche gilt natürlich für Herrn Kostelka. Jetzt wedelt er mit irgendeinem lächerlichen Blatt Papier herum und behauptet: Ein Wirtschaftstreuhänder hat, natürlich gegen gutes Geld, den sozialistischen Parlamentsklub geprüft. (Abg. Dr. Nowotny: Ein Wirtschaftstreuhänder ist lächerlich für Sie?) – Herr Professor Nowotny! Das Papierchen, mit dem Ihr Klubobmann in lächerlicher Weise herumgewedelt hat, ist lächerlich! Denn dieser Wirtschaftstreuhänder ist von Ihnen dafür bezahlt worden, daß er Ihnen ein Gefälligkeitsgutachten ausstellt. Das sage ich Ihnen frank und frei! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das gleiche gilt natürlich für Herrn Kostelka. Jetzt wedelt er mit irgendeinem lächerlichen Blatt Papier herum und behauptet: Ein Wirtschaftstreuhänder hat, natürlich gegen gutes Geld, den sozialistischen Parlamentsklub geprüft. (Abg. Dr. Nowotny: Ein Wirtschaftstreuhänder ist lächerlich für Sie?) – Herr Professor Nowotny! Das Papierchen, mit dem Ihr Klubobmann in lächerlicher Weise herumgewedelt hat, ist lächerlich! Denn dieser Wirtschaftstreuhänder ist von Ihnen dafür bezahlt worden, daß er Ihnen ein Gefälligkeitsgutachten ausstellt. Das sage ich Ihnen frank und frei! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kostelka stellt sich heute hier heraus und spielt den Sittenwächter der Republik, allerdings ist er schon wieder Gegenstand der Berichterstattung! In Ihrem eigenen Parteiblatt, der Zeitschrift „NEWS“, wird jetzt schon in zwei Ausgaben darüber berichtet, daß Herr Kostelka 33 Millionen Schilling veruntreut und einem gesetzwidrigen Zweck zugeführt hat, indem er den Wahlkampf des Herrn Vranitzky, der ohnehin danebenging, finanziert hat. Wenn das kein Kriminalfall ist! Sie sollten nicht mit dem Finger auf jene zeigen, die Ihnen vormachen, wie man mit diesen Dingen umgeht: Schonungslose Aufklärung, Rücktritt von den Mandaten, bis die Dinge aufgeklärt sind! Und das erwarten wir uns auch von Ihnen, wenn Sie behaupten, Sie hätten in Ihren Reihen alles in Ordnung! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Mag. Johann Ewald Stadler¦ (fortsetzend): Herr Präsident! Falls Sie den Bezug noch nicht erkannt haben, erläutere ich diesen für Sie exklusiv: All diese Leute wären vor dem Strafrichter gelandet, wenn es die Immunität, die wir schon längst abschaffen wollten, nicht mehr gäbe! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Herr Präsident! Ich hoffe, der Zusammenhang ist jetzt hinlänglich klar!
Abg. Parnigoni: Ich bin auch beim Strafrichter geladen, weil ich behauptet habe, daß Herr Schimanek lügt!
All diese Leute wären vor dem Strafrichter gelandet, so wie jeder andere Bürger auch, wenn es diese Immunität, die völlig unzeitgemäß ist, nicht mehr gäbe. (Abg. Parnigoni: Ich bin auch beim Strafrichter geladen, weil ich behauptet habe, daß Herr Schimanek lügt!) Das gleiche gilt auch für Herrn Reschen. Denn auch Herr Reschen hat versucht, sich der Kontrolle durch die Justiz zu entziehen. Aber das hindert die Bundeswirtschaftskammer nicht daran, ihn mit einer sehr dubiosen Blutplasmafirma, die in einer Firmenkonstruktion steckt, in welcher verseuchte Blutkonserven gehandelt wurden, nach Litauen zu schicken, damit Herr Reschen in Litauen wahrscheinlich verseuchtes Blutplasma anbietet, meine Damen und Herren! (Zwischenruf.) Der Schmidt ist auch so ein Fall.
Zwischenruf.
All diese Leute wären vor dem Strafrichter gelandet, so wie jeder andere Bürger auch, wenn es diese Immunität, die völlig unzeitgemäß ist, nicht mehr gäbe. (Abg. Parnigoni: Ich bin auch beim Strafrichter geladen, weil ich behauptet habe, daß Herr Schimanek lügt!) Das gleiche gilt auch für Herrn Reschen. Denn auch Herr Reschen hat versucht, sich der Kontrolle durch die Justiz zu entziehen. Aber das hindert die Bundeswirtschaftskammer nicht daran, ihn mit einer sehr dubiosen Blutplasmafirma, die in einer Firmenkonstruktion steckt, in welcher verseuchte Blutkonserven gehandelt wurden, nach Litauen zu schicken, damit Herr Reschen in Litauen wahrscheinlich verseuchtes Blutplasma anbietet, meine Damen und Herren! (Zwischenruf.) Der Schmidt ist auch so ein Fall.
Beifall bei den Freiheitlichen.
Die Liste dieser Leute ist endlos. Sie liest sich wie ein „Who Is Who“ der großen Koalition. Man müßte nahezu schon ihre gesamte Parteikartei hier vortragen! Ich nenne daher beispielsweise Herrn Reschen und seine Blutplasmafirma mit verseuchtem Blut und Herrn Maderthaner in Vilnius, meine Damen und Herren. Herr Steindl! Wollen Sie es genau wissen, damit Sie sich für die nächsten Verfahren vorbereiten können? Es geht um die Firma Europharm, und in dieser steckt die Firma Albovina, die geschlossen wurde, weil sie mit verseuchtem Blutplasma schmutzige Geschäfte gemacht hat! Diese Koalition sollte sich dafür schämen! Man hat diesen Skandal bis heute zugedeckt! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Jarolim: Schämen Sie sich!
Wenn sich bei der SPÖ nicht zufällig ein Bankdirektor erschossen hätte, dann wären wir gar nicht dahintergekommen, daß im Bankenbereich ein einziger parteipolitischer, strafrechtlich relevanter Sumpf vorhanden ist, meine Damen und Herrn! (Abg. Dr. Jarolim: Schämen Sie sich!) – Herr Kollege Jarolim! Wenn jemand Grund hätte, sich für den Selbstmord des Herrn Praschak zu schämen, dann ist es die gesamte SPÖ! Glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich habe keinen Selbstmord in meiner Partei zu verantworten, und deswegen schlafe ich guten Gewissens! Ich habe keinen Herrn Scholten in meinen Parteirängen zu verantworten, und schlafe deswegen guten Gewissens! Das können Sie wahrscheinlich von Ihrer Partei und von sich selbst nicht behaupten! (Abg. Dr. Jarolim: Sie wissen nicht mehr, was Sie sagen!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn sich bei der SPÖ nicht zufällig ein Bankdirektor erschossen hätte, dann wären wir gar nicht dahintergekommen, daß im Bankenbereich ein einziger parteipolitischer, strafrechtlich relevanter Sumpf vorhanden ist, meine Damen und Herrn! (Abg. Dr. Jarolim: Schämen Sie sich!) – Herr Kollege Jarolim! Wenn jemand Grund hätte, sich für den Selbstmord des Herrn Praschak zu schämen, dann ist es die gesamte SPÖ! Glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich habe keinen Selbstmord in meiner Partei zu verantworten, und deswegen schlafe ich guten Gewissens! Ich habe keinen Herrn Scholten in meinen Parteirängen zu verantworten, und schlafe deswegen guten Gewissens! Das können Sie wahrscheinlich von Ihrer Partei und von sich selbst nicht behaupten! (Abg. Dr. Jarolim: Sie wissen nicht mehr, was Sie sagen!)
Abg. Dr. Jarolim: Sie wissen nicht mehr, was Sie sagen!
Wenn sich bei der SPÖ nicht zufällig ein Bankdirektor erschossen hätte, dann wären wir gar nicht dahintergekommen, daß im Bankenbereich ein einziger parteipolitischer, strafrechtlich relevanter Sumpf vorhanden ist, meine Damen und Herrn! (Abg. Dr. Jarolim: Schämen Sie sich!) – Herr Kollege Jarolim! Wenn jemand Grund hätte, sich für den Selbstmord des Herrn Praschak zu schämen, dann ist es die gesamte SPÖ! Glauben Sie mir das! (Beifall bei den Freiheitlichen.) Ich habe keinen Selbstmord in meiner Partei zu verantworten, und deswegen schlafe ich guten Gewissens! Ich habe keinen Herrn Scholten in meinen Parteirängen zu verantworten, und schlafe deswegen guten Gewissens! Das können Sie wahrscheinlich von Ihrer Partei und von sich selbst nicht behaupten! (Abg. Dr. Jarolim: Sie wissen nicht mehr, was Sie sagen!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Wenn man heute antritt wie die Sozialisten und ihr Anhängsel ÖVP und davon spricht, daß man vorbehaltlos aufklären und kein Sonderrecht für Politiker haben will, Herr Kollege Khol, dann muß man unserem Antrag zustimmen! Wenn Sie heute nicht einmal dazu bereit sind, diesen Antrag in Verhandlung zu nehmen, dann löst sich all das, was Sie heute hier vom Rednerpult aus verzapft und an Moralin verspritzt haben, in nichts auf! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei der SPÖ.
†Abgeordneter Dr. Günther Kräuter¦ (SPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Der Antrag und die Ausfälle des Vorredners sind ein weiteres erbärmliches Ablenkungsmanöver der FPÖ vom Fall Rosenstingl. – Soviel ist einmal klar! (Beifall bei der SPÖ.)
Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Die SPÖ wird diesem Fristsetzungsantrag nicht zustimmen. (Ironische Heiterkeit und Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Für die SPÖ ist auch der Entschließungsantrag untauglich – Herr Stadler! Sie irren sich gewaltig in Ihrer Einschätzung! –, er ist verfassungsrechtlich, demokratiepolitisch und rechtspolitisch untauglich!
Beifall bei der SPÖ.
Daher bitte ich Sie, die fleißigen und anständigen Mitglieder des Hohen Hauses nicht mit Fristsetzungsanträgen und Ablenkungsmanövern zu belästigen! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Meine Damen und Herren von der FPÖ! Nehmen Sie zur Kenntnis, daß erstens jede Beleidigung anständiger Bürgerinnen und Bürger aufgrund der Spruchpraxis im Immunitätsausschuß weiterhin behördlich verfolgt werden wird. Zweitens: Jede Partei ist in erster Linie im vorhinein für die Mandatare verantwortlich, die auf ihrer Liste nominiert werden, und daher ist die FPÖ für den Fall Rosenstingl politisch zuständig, politisch verantwortlich und politisch haftbar! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Mag. Stadler: Das ist eine Beweisführung für die Richtigkeit unseres Antrages!
Ich bringe einen Vergleich der Gesetzgebungsperioden: In der XVII. Gesetzgebungsperiode hatten wir 35 Fälle, in der XVIII. Gesetzgebungsperiode hatten wir 27 Fälle. Danach hatten wir eine kurze Gesetzgebungsperiode mit 8 Fällen, und in der jetzigen Gesetzgebungsperiode hatten wir bisher 6 Fälle, und wir werden am Donnerstag wieder 2 Fälle behandeln. (Abg. Mag. Stadler: Das ist eine Beweisführung für die Richtigkeit unseres Antrages!)
Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner.
Herr Abgeordneter Haider! Ich befinde mich dabei in guter Gesellschaft mit Abgeordneten aus Ihren eigenen Reihen! So hat zum Beispiel Dr. Ofner – er wird mir das bestätigen! – eine andere Auffassung. Herr Kollege! Ich habe dir vor zwei Jahren genau zugehört: Du warst dafür, daß die Immunitätsrechte der Abgeordneten sogar ausgeweitet werden! Stimmt das? (Zwischenruf des Abg. Dr. Ofner.) Daher würde ich Ihnen, Herr Abgeordneter Stadler, empfehlen, bevor Sie irgendwelche Anträge einbringen, die Klublinie abzuklären!
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das machen wir doch mit jedem Gesetz!
Es gibt drei Gründe dafür, warum ich für die Beibehaltung der außerberuflichen Immunität bin. Erstens: Dies ist eine autonome Entscheidung des Parlaments, welche wir uns nicht wegnehmen lassen sollten. Zweitens: Man sollte nicht zukünftige Perioden präjudizieren. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das machen wir doch mit jedem Gesetz!) Drittens: Es handelt sich um ein Verfassungsgesetz, und mit einer Zweidrittelmehrheit ist schnell irgend etwas abgesetzt, jedoch nicht so schnell eingeführt.
Beifall bei der ÖVP.
Schließlich ist mir, als ich mir den Antrag angesehen habe, etwas aufgefallen: Es heißt darin, daß der Nationalrat beschließen wolle, daß die Bundesregierung ersucht wird, dem Nationalrat eine Regierungsvorlage vorzulegen. Das bedeutet: Die Regierung soll dem Nationalrat – und die Immunität beschränkt sich auf die Abgeordneten – etwas vorlegen. Ich denke, daß das unsere Angelegenheit ist. Es gibt immer noch die Gewaltentrennung. Daher bin ich dafür, daß die gegenwärtige Praxis beibehalten wird. – Danke schön. (Beifall bei der ÖVP.)
Abg. Dr. Kostelka: Daß ein Rechtsanwalt so etwas behauptet, ist eine bodenlose Frechheit!
Man sollte auch einmal eine Abgrenzung zwischen der beruflichen und außerberuflichen Immunität vornehmen und diese Abgrenzung auch jenem Vorfall zugrunde legen, der Klubobmann Peter Kostelka massiv belastet, nämlich der Vorfall der illegalen Klubfinanzierung. (Abg. Dr. Kostelka: Daß ein Rechtsanwalt so etwas behauptet, ist eine bodenlose Frechheit!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kostelka: Sie sind wirklich unverfroren!
Herr Kollege Kostelka! Sie werden mir sicher darin recht geben, daß es sich dann, wenn der Steuerzahler eine Klubfinanzierung durchführt und 33 Millionen nicht im Klub landen, sondern der Klub nur einen Durchlaufposten darstellt und das Geld an die Partei weitergereicht wird, schlicht und ergreifend nur um Untreue handeln kann, Herr Kollege Kostelka! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kostelka: Sie sind wirklich unverfroren!) Der Tatbestand der Untreue im Sinne § 153 ist erfüllt, wenn jemand wissentlich über fremdes Vermögen zum Nachteil des Steuerzahlers verfügt, und zwar, wie in diesem Fall, zum Vorteil der Partei und nicht des Klubs. (Abg. Dr. Kostelka: Sie wissen genau, daß das nicht stimmt!)
Abg. Dr. Kostelka: Sie wissen genau, daß das nicht stimmt!
Herr Kollege Kostelka! Sie werden mir sicher darin recht geben, daß es sich dann, wenn der Steuerzahler eine Klubfinanzierung durchführt und 33 Millionen nicht im Klub landen, sondern der Klub nur einen Durchlaufposten darstellt und das Geld an die Partei weitergereicht wird, schlicht und ergreifend nur um Untreue handeln kann, Herr Kollege Kostelka! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Kostelka: Sie sind wirklich unverfroren!) Der Tatbestand der Untreue im Sinne § 153 ist erfüllt, wenn jemand wissentlich über fremdes Vermögen zum Nachteil des Steuerzahlers verfügt, und zwar, wie in diesem Fall, zum Vorteil der Partei und nicht des Klubs. (Abg. Dr. Kostelka: Sie wissen genau, daß das nicht stimmt!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Sehr geehrter Herr Kollege Kostelka! Jetzt bin ich bei der Abgrenzung zwischen der beruflichen und außerberuflichen Immunität: Wenn man die berufliche Immunität, die das Hohe Haus betrifft, einer näheren Prüfung unterzieht, sieht man, daß nur Abstimmungen und mündliche oder schriftliche Äußerungen der beruflichen Immunität hier im Hohen Haus unterliegen, nicht jedoch etwa die rechtswidrige Weitergabe von vom Steuerzahler finanzierten Klubmitteln an die Partei. Das wäre kein Fall der beruflichen Immunität! Das heißt mit anderen Worten: In diesem Fall befindet man sich im Bereich der außerberuflichen Immunität. Und jetzt schließt sich der Kreis, und es wird alles klar: Herr Kollege Kostelka! Sie stimmen aus sozialistischer Sicht in bewährter Weise – und von der ÖVP wird die Mauer gemacht – der Abschaffung der außerberuflichen Immunität nur deshalb nicht zu, um eine objektive Prüfung dieses skandalösen Sachverhaltes, nämlich dieses möglichen Deliktes der Untreue zu verhindern. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn Ihnen das immer noch zu riskant erscheint, dann stimmen wir einer befristeten Abschaffung der außerberuflichen Immunität zu, dann haben wir die Untersuchung in dem Fall, und sonst haben wir sie nicht! Wenn Sie das nicht machen, müssen Sie sich den Vorwurf gefallen lassen, daß Sie nichts anderes machen wollen, als zu verschleiern und einen offenkundig strafbaren Tatbestand strafbehördlich nicht untersuchen zu lassen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Dr. Michael Krüger¦ (fortsetzend): Der Schlußsatz, sehr geehrter Herr Präsident, ist folgender: Kollege Khol hat, als mein Kollege Schreiner das Wort ergriffen hat, süffisant gefragt: Na, treten Sie denn zurück? Und zur großen Überraschung des Kollegen Khol hat Schreiner tatsächlich den Rücktritt erklärt. – Herr Kollege Khol! Betroffenheit war in Ihrem Gesicht zu lesen, entweder weil Sie ihm Unrecht getan haben oder weil Ihre Angriffe ins Leere gehen! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Wie Sie wissen – der Vorsitzende des Immunitätsausschusses hat das auch zum Ausdruck gebracht –, haben wir vor geraumer Zeit im Immunitätsausschuß die Praxis geändert. Wir haben das wirkliche Problemfeld in Angriff genommen: Bei den überhandnehmenden Ehrenbeleidigungsdelikten, die gerichtlich strafbare Handlungen sind, liefern wir jetzt aus. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Darauf komme ich noch zu sprechen, Herr Kollege Stadler! – Das hatte eine interessante Präventivwirkung, außerdem kommt es zu einer Waffengleichheit für die beleidigten Bürger. Und das war das Hauptproblem. (Abg. Mag. Stadler: Für Fälle wie Kostelka und Marizzi nützt das nichts!)
Abg. Mag. Stadler: Für Fälle wie Kostelka und Marizzi nützt das nichts!
Wie Sie wissen – der Vorsitzende des Immunitätsausschusses hat das auch zum Ausdruck gebracht –, haben wir vor geraumer Zeit im Immunitätsausschuß die Praxis geändert. Wir haben das wirkliche Problemfeld in Angriff genommen: Bei den überhandnehmenden Ehrenbeleidigungsdelikten, die gerichtlich strafbare Handlungen sind, liefern wir jetzt aus. (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Darauf komme ich noch zu sprechen, Herr Kollege Stadler! – Das hatte eine interessante Präventivwirkung, außerdem kommt es zu einer Waffengleichheit für die beleidigten Bürger. Und das war das Hauptproblem. (Abg. Mag. Stadler: Für Fälle wie Kostelka und Marizzi nützt das nichts!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Im übrigen ist die Diskussion, die wir in diesem Zusammenhang führen müssen, sehr sensibel. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Wenn Sie noch einmal wie hier durch Zwischenrufe meiner Klubobfrau vorhalten, daß es sich um ein Verwaltungsstrafverfahren handelt, weil angeblich eine DVR-Nummer irgendwo auf einem Kuvert nicht gestanden ist, dann kann ich Ihnen sagen: Das fällt natürlich unter das Datenschutzrecht, das ist schon richtig! Dabei geht es jedoch um etwas anderes. Das Verfahren ist bis zur Beendigung des Mandates unterbrochen und wird dann fortgesetzt werden. Für uns ist es nicht lustig, daß es sich so verhält. Wir hätten das nämlich gerne rasch abgewickelt. Außerdem ist das etwas anderes, als wenn es sich um Einbrüche in Datenbanken handelt, was auch unter das Datenschutzrecht fällt! Semantik ist in diesem Zusammenhang wichtig. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Beifall beim Liberalen Forum.
Im übrigen ist die Diskussion, die wir in diesem Zusammenhang führen müssen, sehr sensibel. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) Wenn Sie noch einmal wie hier durch Zwischenrufe meiner Klubobfrau vorhalten, daß es sich um ein Verwaltungsstrafverfahren handelt, weil angeblich eine DVR-Nummer irgendwo auf einem Kuvert nicht gestanden ist, dann kann ich Ihnen sagen: Das fällt natürlich unter das Datenschutzrecht, das ist schon richtig! Dabei geht es jedoch um etwas anderes. Das Verfahren ist bis zur Beendigung des Mandates unterbrochen und wird dann fortgesetzt werden. Für uns ist es nicht lustig, daß es sich so verhält. Wir hätten das nämlich gerne rasch abgewickelt. Außerdem ist das etwas anderes, als wenn es sich um Einbrüche in Datenbanken handelt, was auch unter das Datenschutzrecht fällt! Semantik ist in diesem Zusammenhang wichtig. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Mag. Stadler: Wo ist hier der politische Zusammenhang?
Daher meine ich, daß das ein untaugliches Beispiel ist, wobei ich durchaus sagen möchte, daß wir für eine Diskussion darüber, ob man nicht Verwaltungsstrafdelikte generell, weil sie gar keinen Strafnormen im gerichtlichen Sinn entsprechen, aus dem Immunitätsbereich ausklammern sollte, bereit wären. Bekanntlich kann man sich auch nicht auf Immunität berufen, wenn man zu schnell mit dem Auto fährt oder falsch parkt. (Abg. Mag. Stadler: Wo ist hier der politische Zusammenhang?) – Nein, natürlich ist kein politischer Zusammenhang gegeben, obwohl es gelegentlich – ich sage es jetzt bewußt ein bißchen paradox – durchaus sein kann, daß jemand, dem etwas widerfahren ist und der nicht zu spät zu einer Abstimmung kommen will, irgendwo sein Auto quer abstellt. Auch in diesem Falle soll er sein Strafmandat zahlen, weil ihn das politisch nicht wirklich beeinträchtigen wird, er hätte ja früher aufstehen können.
Abg. Mag. Stadler: Bei der Abschaffung schon! – Abg. Dr. Haider: Zumindest hätten ihn die Behörden verfolgen können!
Ob sich aber solche Fragen bis zum 15. Juni ausdiskutieren lassen, weiß ich nicht. Im übrigen: Der Fall Rosenstingl wäre dadurch nicht berührt gewesen, weil ja da der politische Zusammenhang das Problem war. Im Immunitätsausschuß haben wir einstimmig befunden, daß es trotz politischen Zusammenhangs zu einer Auslieferung kommen soll. Wenn Sie mit Ihrem Antrag durchkämen, wäre Rosenstingl noch lange nicht ausgeliefert. (Abg. Mag. Stadler: Bei der Abschaffung schon! – Abg. Dr. Haider: Zumindest hätten ihn die Behörden verfolgen können!) Daher bitte ich, die Kirche im Dorf zu lassen!
Beifall beim Liberalen Forum.
Ihr Fristsetzungsantrag ist Schönfärberei, reine Schönfärberei! – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Marizzi: Das ist richtig!
Die Art der Vorwürfe war schon gewaltig, und es ist mir wichtig, daß das in dieser Form noch einmal im Protokoll steht. Im Zusammenhang mit der Causa Doralt wurde Wirtschaftsprüfern ein „Gefälligkeitsgutachten“ vorgeworfen, und der Abgeordnete Marizzi wurde im Zusammenhang mit dem Mord an einem Wiener Juwelier genannt. Das, denke ich mir, urteilt sich von selbst ab. Weiters: Das Wochenmagazin „NEWS“ wurde der Bestechlichkeit bezichtigt. Der SPÖ beziehungsweise beiden Regierungsparteien wurde der Handel mit verseuchtem Blutplasma, ein schwer kriminelles Delikt, vorgeworfen, und es wurde auch der SPÖ die Schuld am Selbstmord Praschaks vorgeworfen, während bei Selbstmorden von Personen, die im Nahbereich der FPÖ standen, meines Wissens niemand einen derart ungeheuerlichen Vorwurf geäußert hat. (Abg. Marizzi: Das ist richtig!) Aber das ist eben die besondere Gangart dieser Partei, und ich denke mir, man soll dies auch gebührend berücksichtigen, sich aber im Abstimmungsverhalten nicht davon beirren lassen.
Beifall bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.
Auch Präsident Fischer wird schon wissen, wovon er redet, und man braucht ihn auf seine Ermahnung hin, zur Sache zu reden, nicht mit den Worten zu belehren: Falls Sie es nicht verstanden haben ...! – Das sind ganz gezielte verbale Ausdrücke, die dazu dienen, politische Konkurrenten verächtlich zu machen. Und das ist eine Vorgangsweise, die schärfstens zurückzuweisen ist! (Beifall bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.
Zum anderen schießt er über das Ziel hinaus: Wenn nämlich die Einschätzung des Abgeordneten Stadler richtig wäre, daß es sich hier um einen „gewöhnlichen Gauner“ handelte, so wäre es doch etwas überzogen, die parlamentarischen Spielregeln wegen eines „gewöhnlichen Gauners“ abzuändern. Ich denke, gerade die Geschäftsordnung dieses Hauses und die Normen, die das Procedere in diesem Hause betreffen, sollten erhöhte Bestandsgarantie haben und nicht vor einem „gewöhnlichen Gauner“ in die Knie gehen. (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Ich würde ferner anregen – darüber haben wir auch schon diskutiert –, sämtliche Sitzungen dieses Hauses von der ersten bis zur letzten Minute im Fernsehen direkt zu übertragen. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Ich denke, wenn man das Verhalten vor allem der Freiheitlichen Partei in seiner Gesamtheit live via Fernsehschirm sehen könnte, gingen manchen Österreicherinnen und Österreichern wirklich die Augen auf. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ich würde ferner anregen – darüber haben wir auch schon diskutiert –, sämtliche Sitzungen dieses Hauses von der ersten bis zur letzten Minute im Fernsehen direkt zu übertragen. (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Ich denke, wenn man das Verhalten vor allem der Freiheitlichen Partei in seiner Gesamtheit live via Fernsehschirm sehen könnte, gingen manchen Österreicherinnen und Österreichern wirklich die Augen auf. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall beim Liberalen Forum, bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.
Dennoch möchte ich nicht anstehen, meine Hochachtung vor Herrn Abgeordneten Schreiner und vor Herrn Abgeordneten Mentil auszudrücken. Ich halte ihre Vorgangsweise in einer solchen Situation für richtig, ja für beispielgebend. Ich habe Achtung davor, daß zwei Männer, denen ich persönlich nichts vorwerfen kann – das werden die Gerichte und die Untersuchungsbehörden zu untersuchen haben –, den Mut und die Haltung haben, als Abgeordnete zurückzutreten und zu sagen: Solange das nicht geklärt ist, möchte ich keine Immunität genießen und mich den Behörden stellen. – Ich erachte das als eine gute Haltung, und auch das sollte hier im Hohen Hause einmal festgehalten werden, meine Damen und Herren. (Beifall beim Liberalen Forum, bei den Freiheitlichen und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Mag. Stadler: Da bin ich aber froh! Und: Das beruht auf Gegenseitigkeit! Sehen Sie: Wieder ein Problem gelöst!
Herr Stadler! Es tut mir leid, daß Sie der einzige Abgeordnete sind, mit dem ich hier im ganzen Hause eigentlich nichts zu tun haben möchte. (Abg. Mag. Stadler: Da bin ich aber froh! Und: Das beruht auf Gegenseitigkeit! Sehen Sie: Wieder ein Problem gelöst!) Denn die Art und Weise der Politik, die Sie machen, bringt nichts Gutes, sondern nur Schlechtes. Wenn das Ihr Ziel in der Politik ist, bedauere ich das! (Abg. Mag. Stadler: Sie haben mich nicht gefragt, ob ich mit Ihnen etwas zu tun haben will!) Nun, das soll mir recht sein.
Abg. Mag. Stadler: Sie haben mich nicht gefragt, ob ich mit Ihnen etwas zu tun haben will!
Herr Stadler! Es tut mir leid, daß Sie der einzige Abgeordnete sind, mit dem ich hier im ganzen Hause eigentlich nichts zu tun haben möchte. (Abg. Mag. Stadler: Da bin ich aber froh! Und: Das beruht auf Gegenseitigkeit! Sehen Sie: Wieder ein Problem gelöst!) Denn die Art und Weise der Politik, die Sie machen, bringt nichts Gutes, sondern nur Schlechtes. Wenn das Ihr Ziel in der Politik ist, bedauere ich das! (Abg. Mag. Stadler: Sie haben mich nicht gefragt, ob ich mit Ihnen etwas zu tun haben will!) Nun, das soll mir recht sein.
Abg. Mag. Stadler: Sind Sie gegen political correctness?
Neben einem ernstzunehmenden Star-Mann und Frauen und Männern, die in der Freiheitlichen Partei mitarbeiten, mit denen sich eine seriöse Auseinandersetzung lohnt – ich denke da zum Beispiel an Herrn Kollegen Schreiner, der von seiner fachlichen Kompetenz her immer wieder ein guter Konterpart im Reden war –, ist auch ein neuer Politikertyp hier ins Parlament gekommen, ein Politikertyp, meine Damen und Herren, den man schon am Tonfall erkennt. (Abg. Mag. Stadler: Sind Sie gegen political correctness?) Diese unerträgliche Lautstärke ist nicht zumutbar. Die Maßlosigkeit in der Fixierung auf Feindbilder ist unerträglich, und die Wahl der Mittel in der Politik ist, in einer Art und Weise Politik zu machen, von der ich meine, daß sie sehr wohl von den anderen Fraktionen dieses Hauses abgelehnt wird. Denn andere Menschen zu verletzen und sie verächtlich zu machen, ist keine gute Politik, sondern einfach schlechte Erziehung! (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
Neben einem ernstzunehmenden Star-Mann und Frauen und Männern, die in der Freiheitlichen Partei mitarbeiten, mit denen sich eine seriöse Auseinandersetzung lohnt – ich denke da zum Beispiel an Herrn Kollegen Schreiner, der von seiner fachlichen Kompetenz her immer wieder ein guter Konterpart im Reden war –, ist auch ein neuer Politikertyp hier ins Parlament gekommen, ein Politikertyp, meine Damen und Herren, den man schon am Tonfall erkennt. (Abg. Mag. Stadler: Sind Sie gegen political correctness?) Diese unerträgliche Lautstärke ist nicht zumutbar. Die Maßlosigkeit in der Fixierung auf Feindbilder ist unerträglich, und die Wahl der Mittel in der Politik ist, in einer Art und Weise Politik zu machen, von der ich meine, daß sie sehr wohl von den anderen Fraktionen dieses Hauses abgelehnt wird. Denn andere Menschen zu verletzen und sie verächtlich zu machen, ist keine gute Politik, sondern einfach schlechte Erziehung! (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Abg. Dr. Haider: Helmut, bitte, sei so fair, zu akzeptieren, daß die Staatsanwaltschaft Salzburg das bereits zurückgelegt hat und nicht verfolgt!
Meine Damen und Herren! Zu dieser Art von Politikern gehörte ohne Zweifel Peter Rosenstingl. Das Problem ist nur, daß er nicht allein ist. Zu dem mutmaßlichen Defraudanten kommt ein mutmaßlicher Datenklau in Salzburg, auch ein mutmaßlicher Steuerhinterzieher – ich will nicht alle Namen nennen, nur: Das ist das Thema, über das die Freiheitliche Partei ... (Abg. Dr. Haider: Helmut, bitte, sei so fair, zu akzeptieren, daß die Staatsanwaltschaft Salzburg das bereits zurückgelegt hat und nicht verfolgt!) – Gut, wenn die Staatsanwaltschaft diesen Fall zurückgelegt hat und nicht weiter verfolgt, ist das erledigt. Das gebe ich zu. Das ist eine Information, die ich nicht hatte.
Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
Ich glaube daher, daß es für die österreichische Demokratie und vor allem auch für dieses Hohe Haus wichtig wäre, daß die größte Oppositionspartei, die eine ganz wichtige Funktion in diesem Spiel der Kräfte in diesem Hause hat, zu einem Weg zurückfindet – vielleicht mußte Rosenstingl als Anlaß herhalten –, auf dem Politik mit aller Schärfe der inhaltlichen Auseinandersetzung wieder möglich ist – aber keine Politik in einem Ton und mit einem Inhalt, wie Stadler sie betreibt. (Beifall beim Liberalen Forum, bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Er ist leider verschwunden! Wenn wir ihn finden würden, wären wir ohnehin froh! Ich wüßte, wo er „picken“ sollte!
Ihren Rosenstingl nimmt Ihnen niemand ab! Er wird auf Ihnen „picken“ bleiben, meine sehr verehrten Damen und Herren von der FPÖ! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Er ist leider verschwunden! Wenn wir ihn finden würden, wären wir ohnehin froh! Ich wüßte, wo er „picken“ sollte!)
Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Wie hielt es Jörg Haider mit Rosenstingl? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Ja, ja. Klären wir noch die Frage, wann Sie ihn das letzte Mal getroffen haben – das würde mich auch interessieren –, und was Sie dabei besprochen haben. (Abg. Dr. Haider: Ich habe ihn in Taiwan gesehen!) In Taiwan? – (Abg. Dr. Haider: Und dann ist er nach Brasilien geflogen!) Diese Information wäre vielleicht hilfreich für die Justiz. (Abg. Dr. Haider: Das habe ich ohnehin heute dem Minister Michalek geflüstert!) Er ist über Taiwan nach Brasilien geflogen? Das haben Sie nicht der Staatsanwaltschaft bekanntgegeben? Das wäre doch interessant! (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Dr. Haider: Ich habe ihn in Taiwan gesehen!
Wie hielt es Jörg Haider mit Rosenstingl? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Ja, ja. Klären wir noch die Frage, wann Sie ihn das letzte Mal getroffen haben – das würde mich auch interessieren –, und was Sie dabei besprochen haben. (Abg. Dr. Haider: Ich habe ihn in Taiwan gesehen!) In Taiwan? – (Abg. Dr. Haider: Und dann ist er nach Brasilien geflogen!) Diese Information wäre vielleicht hilfreich für die Justiz. (Abg. Dr. Haider: Das habe ich ohnehin heute dem Minister Michalek geflüstert!) Er ist über Taiwan nach Brasilien geflogen? Das haben Sie nicht der Staatsanwaltschaft bekanntgegeben? Das wäre doch interessant! (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Dr. Haider: Und dann ist er nach Brasilien geflogen!
Wie hielt es Jörg Haider mit Rosenstingl? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Ja, ja. Klären wir noch die Frage, wann Sie ihn das letzte Mal getroffen haben – das würde mich auch interessieren –, und was Sie dabei besprochen haben. (Abg. Dr. Haider: Ich habe ihn in Taiwan gesehen!) In Taiwan? – (Abg. Dr. Haider: Und dann ist er nach Brasilien geflogen!) Diese Information wäre vielleicht hilfreich für die Justiz. (Abg. Dr. Haider: Das habe ich ohnehin heute dem Minister Michalek geflüstert!) Er ist über Taiwan nach Brasilien geflogen? Das haben Sie nicht der Staatsanwaltschaft bekanntgegeben? Das wäre doch interessant! (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Dr. Haider: Das habe ich ohnehin heute dem Minister Michalek geflüstert!
Wie hielt es Jörg Haider mit Rosenstingl? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Ja, ja. Klären wir noch die Frage, wann Sie ihn das letzte Mal getroffen haben – das würde mich auch interessieren –, und was Sie dabei besprochen haben. (Abg. Dr. Haider: Ich habe ihn in Taiwan gesehen!) In Taiwan? – (Abg. Dr. Haider: Und dann ist er nach Brasilien geflogen!) Diese Information wäre vielleicht hilfreich für die Justiz. (Abg. Dr. Haider: Das habe ich ohnehin heute dem Minister Michalek geflüstert!) Er ist über Taiwan nach Brasilien geflogen? Das haben Sie nicht der Staatsanwaltschaft bekanntgegeben? Das wäre doch interessant! (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.
Wie hielt es Jörg Haider mit Rosenstingl? (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.) – Ja, ja. Klären wir noch die Frage, wann Sie ihn das letzte Mal getroffen haben – das würde mich auch interessieren –, und was Sie dabei besprochen haben. (Abg. Dr. Haider: Ich habe ihn in Taiwan gesehen!) In Taiwan? – (Abg. Dr. Haider: Und dann ist er nach Brasilien geflogen!) Diese Information wäre vielleicht hilfreich für die Justiz. (Abg. Dr. Haider: Das habe ich ohnehin heute dem Minister Michalek geflüstert!) Er ist über Taiwan nach Brasilien geflogen? Das haben Sie nicht der Staatsanwaltschaft bekanntgegeben? Das wäre doch interessant! (Zwischenruf des Abg. Mag. Stadler.)
Abg. Ing. Langthaler: Dann stimmen Sie doch unserem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu! – Zwischenrufe des Abg. Dr. Haider.
Das sind die Fragen, die die Öffentlichkeit und das Hohe Haus heute hier interessieren, ja zu interessieren haben! (Abg. Ing. Langthaler: Dann stimmen Sie doch unserem Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zu! – Zwischenrufe des Abg. Dr. Haider.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch nicht wahr! Sie sind uninformiert wie immer!
Aber eine Frage bleibt, sie bleibt „picken“: Warum hat der selbsternannte „Saubermann“ Jörg Haider trotz Hinweise keine interne Untersuchung angeordnet und die Staatsanwaltschaft nicht informiert? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch nicht wahr! Sie sind uninformiert wie immer!) Die Antwort ist völlig klar: Seine öffentlichen Ansprüche gelten bei seinen eigenen Machtbrüdern nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Beifall bei der SPÖ.
Aber eine Frage bleibt, sie bleibt „picken“: Warum hat der selbsternannte „Saubermann“ Jörg Haider trotz Hinweise keine interne Untersuchung angeordnet und die Staatsanwaltschaft nicht informiert? (Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist doch nicht wahr! Sie sind uninformiert wie immer!) Die Antwort ist völlig klar: Seine öffentlichen Ansprüche gelten bei seinen eigenen Machtbrüdern nicht! (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Haider: Das tät euch gefallen!
Daher hat Christoph Kotanko heute im „Kurier“ völlig richtig formuliert: „Ein anderer Parteichef würde die Konsequenz ziehen, seine Gesamtverantwortung wahrnehmen und zurücktreten.“ (Abg. Dr. Haider: Das tät euch gefallen!) „Er dagegen stellt im Vorstand die Vertrauensfrage, was er gefahrlos tun kann, sind doch dort alle von ihm abhängig. Der Jörg, der sich nichts traut.
Beifall bei der SPÖ.
Seine Wähler werden sich nicht ewig für dumm verkaufen lassen: Ist ein Ruf derart ruiniert, lebt es sich’s nicht mehr ungeniert!“ (Beifall bei der SPÖ.)
Abg. Dr. Fekter: Müssen Sie auch zurücktreten?
†Abgeordneter Helmut Haigermoser¦ (Freiheitliche): Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Zuvor eine Feststellung Bezug nehmend auf die Ausführungen des Herrn Bundesministers für Justiz Dr. Michalek. Es ist sehr interessant, den geschilderten Zeitablauf über die Malversationen auch in Hinkunft zu hinterfragen: warum es zum Nicht-Tätigwerden der Justiz und der zuständigen Behörden gekommen ist. (Abg. Dr. Fekter: Müssen Sie auch zurücktreten?)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Kollege Vorredner: Herr Kotanko wird sich nicht den Parteiobmann der Freiheitlichen aussuchen, meine Damen und Herren! Das werden schon die Delegierten tun. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Niederwieser: Das ist immer größer geworden! Das ist ein starkes Haus!
Das Kartenhaus des Herrn Kostelka, das er heute gegenüber den Freiheitlichen aufzubauen versucht hat, ist in sich zusammengebrochen. (Abg. Dr. Niederwieser: Das ist immer größer geworden! Das ist ein starkes Haus!) Meine Damen und Herren! Sie werden es nicht schaffen, den RFW Niederösterreich als Täter darzustellen! Wir sind Opfer! (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.) Und deswegen haben wir als erste angezeigt, was heute der Herr Bundesminister für Justiz in seiner Darstellung mehr als doppelt unterstrichen hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.
Das Kartenhaus des Herrn Kostelka, das er heute gegenüber den Freiheitlichen aufzubauen versucht hat, ist in sich zusammengebrochen. (Abg. Dr. Niederwieser: Das ist immer größer geworden! Das ist ein starkes Haus!) Meine Damen und Herren! Sie werden es nicht schaffen, den RFW Niederösterreich als Täter darzustellen! Wir sind Opfer! (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.) Und deswegen haben wir als erste angezeigt, was heute der Herr Bundesminister für Justiz in seiner Darstellung mehr als doppelt unterstrichen hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das Kartenhaus des Herrn Kostelka, das er heute gegenüber den Freiheitlichen aufzubauen versucht hat, ist in sich zusammengebrochen. (Abg. Dr. Niederwieser: Das ist immer größer geworden! Das ist ein starkes Haus!) Meine Damen und Herren! Sie werden es nicht schaffen, den RFW Niederösterreich als Täter darzustellen! Wir sind Opfer! (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen.) Und deswegen haben wir als erste angezeigt, was heute der Herr Bundesminister für Justiz in seiner Darstellung mehr als doppelt unterstrichen hat. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.
Meine Damen und Herren! Es ist Ihnen auch nicht gelungen, mit Ihrer ferngesteuerten Presse die Behauptung zu beweisen, daß ein Mitarbeiter des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender der Kofferträger war. Es war das ein Mitarbeiter einer ÖGB-Firma, und es wird weiters noch zu hinterfragen sein, welche Rolle der ÖGB bei diesen Geldgeschäften gespielt hat. (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP.) Und da wird Ihnen das Lachen noch vergehen!
Abg. Parnigoni: Also eines steht fest: Ihr bekommt keine Kredite mehr!
Ich sage aber auch, meine Damen und Herren: Es ist die Frage zu stellen, wie es seitens der Banken – sowohl der roten als auch der schwarzen – dazu kommen konnte, daß man einfach zum Bankschalter geht und innerhalb von 30 Sekunden einen Millionen-, ja Abermillionen-Kredit bekommt, und zwar ohne daß sich diese Banken nur im Ansatz versichern, was mit dem Geld geschieht. (Abg. Parnigoni: Also eines steht fest: Ihr bekommt keine Kredite mehr!)
Abg. Parnigoni: Die Banken müssen sehr aufpassen, ob sie einem Blauen noch einmal Kredite geben!
Da ist eine Frage im Zusammenhang mit der heute schon aufgezeigten Sachlage noch einmal zu wiederholen: Wie geht es denn bei Kreditvergaben für Normalbürger zu? – Es müssen Grundbuchsauszüge, mehrfache Bürgschaften, Lebensversicherungen, Gehaltszettel – in diesem Fall hat ja Herr Nationalratspräsident Fischer einen Gehaltszettel gehabt, aber die Banken offensichtlich nicht –, Amtsbestätigungen, Vereinsstatuten, Belastungen von Liegenschaften et cetera beigebracht werden. All das ist nicht geschehen! (Abg. Parnigoni: Die Banken müssen sehr aufpassen, ob sie einem Blauen noch einmal Kredite geben!)
Abg. Mag. Stadler: Alles nur Konstruktionen!
Herr Kostelka hat gemeinsam mit seinem Kollegen Khol versucht, Haigermoser in bezug auf den Unvereinbarkeitsausschuß sozusagen ans Andreas-Kreuz zu nageln. Diese dürftigen Feststellungen des Herrn Kostelka werden ja in der nächsten Sitzung des Unvereinbarkeitsausschusses ganz interessant werden, in dem es um die Frage geht, wo Herr Bundesminister Bartenstein im Zusammenhang mit seinen Firmenzukäufen, die aus den Medien bekannt sind, seine Meldungen abgegeben hat. (Abg. Mag. Stadler: Alles nur Konstruktionen!) Was ist denn da mit Geschäften gelaufen, meine Damen und Herren?
Abg. Dr. Niederwieser: Sie führen Selbstgespräche!
Es wird weiters interessant sein, Ihre Vorstellungen im Unvereinbarkeitsausschuß einmal auf den Tisch gelegt zu bekommen, Herr Andreas Khol. Man hört ja zwischen Tür und Angel von den sozialistischen Partnern Ihrer Regierungskoalition: Das, was der Bartenstein da macht, werden wir noch anzünden! Wenn es aber in die Sitzung geht, herrscht Schweigen im Walde. (Abg. Dr. Niederwieser: Sie führen Selbstgespräche!) Sie sind also wieder einmal auf frischer Tat bei Ihrem gemeinsamen Deal ertappt worden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.
Es wird weiters interessant sein, Ihre Vorstellungen im Unvereinbarkeitsausschuß einmal auf den Tisch gelegt zu bekommen, Herr Andreas Khol. Man hört ja zwischen Tür und Angel von den sozialistischen Partnern Ihrer Regierungskoalition: Das, was der Bartenstein da macht, werden wir noch anzünden! Wenn es aber in die Sitzung geht, herrscht Schweigen im Walde. (Abg. Dr. Niederwieser: Sie führen Selbstgespräche!) Sie sind also wieder einmal auf frischer Tat bei Ihrem gemeinsamen Deal ertappt worden, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Zwischenrufe bei der ÖVP.)
Zwischenrufe bei der SPÖ.
Zur Sozialistischen Internationale: Sie sind ja so stolz darauf, daß Sie dort führende Funktionen haben: Ritt Bjerregaard hat sich eine Sozialwohnung erschwindelt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da sind Sie ja drinnen, sind Helfershelfer! Emanuelli ist in kriminelle Handlungen verwickelt, Herr González, mit dem sich Herr Klima noch fotografieren ließ, ist in Mordverdächtigungen verwickelt, und Herr Craxi ist sowieso Ihr Du-Freund gewesen, er wird heute in Tunesien wegen einer Verurteilung gesucht. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Was ist mit dem Le Pen, Herr Haigermoser? – Abg. Dr. Nowotny: Noch etwas in dieser Lade?)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Was ist mit dem Le Pen, Herr Haigermoser? – Abg. Dr. Nowotny: Noch etwas in dieser Lade?
Zur Sozialistischen Internationale: Sie sind ja so stolz darauf, daß Sie dort führende Funktionen haben: Ritt Bjerregaard hat sich eine Sozialwohnung erschwindelt. (Zwischenrufe bei der SPÖ.) Da sind Sie ja drinnen, sind Helfershelfer! Emanuelli ist in kriminelle Handlungen verwickelt, Herr González, mit dem sich Herr Klima noch fotografieren ließ, ist in Mordverdächtigungen verwickelt, und Herr Craxi ist sowieso Ihr Du-Freund gewesen, er wird heute in Tunesien wegen einer Verurteilung gesucht. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Öllinger: Was ist mit dem Le Pen, Herr Haigermoser? – Abg. Dr. Nowotny: Noch etwas in dieser Lade?)
Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Vielleicht noch ein kurzer Blick zur Wirtschaftskammer: Herr Kollege Maderthaner ist heute – gegen seine sonstigen Gepflogenheiten – relativ lange im Parlament. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Er war einer der heftigsten Einklatscher, als es darum ging, die Freiheitliche Partei anzuschütten. (Abg. Dr. Fekter: Jämmerlich, Herr Kollege Haigermoser!) Herr Kollege Maderthaner! Außenwirtschaftsorganisation – Bericht des Kontrollamtes aus dem Jahre 1994. Was steht denn da zum Beispiel zum Stichwort „Austroveda“? Es heißt: Diese Gesellschaft – „Austroveda Budapest“ –, die im Zuge des Erwerbs eines Büros für die Außenhandelsstelle in Budapest und eines Wohngebäudes für den Handelsdelegierten gegründet wurde und zu 100 Prozent im Eigentum der Wirtschaftskammer Österreich steht, verfügt ab 1. Jänner 1993 über keine ordnungsgemäße Buchführung. (Rufe bei den Freiheitlichen: Da schau her!)
Abg. Dr. Fekter: Jämmerlich, Herr Kollege Haigermoser!
Vielleicht noch ein kurzer Blick zur Wirtschaftskammer: Herr Kollege Maderthaner ist heute – gegen seine sonstigen Gepflogenheiten – relativ lange im Parlament. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Er war einer der heftigsten Einklatscher, als es darum ging, die Freiheitliche Partei anzuschütten. (Abg. Dr. Fekter: Jämmerlich, Herr Kollege Haigermoser!) Herr Kollege Maderthaner! Außenwirtschaftsorganisation – Bericht des Kontrollamtes aus dem Jahre 1994. Was steht denn da zum Beispiel zum Stichwort „Austroveda“? Es heißt: Diese Gesellschaft – „Austroveda Budapest“ –, die im Zuge des Erwerbs eines Büros für die Außenhandelsstelle in Budapest und eines Wohngebäudes für den Handelsdelegierten gegründet wurde und zu 100 Prozent im Eigentum der Wirtschaftskammer Österreich steht, verfügt ab 1. Jänner 1993 über keine ordnungsgemäße Buchführung. (Rufe bei den Freiheitlichen: Da schau her!)
Rufe bei den Freiheitlichen: Da schau her!
Vielleicht noch ein kurzer Blick zur Wirtschaftskammer: Herr Kollege Maderthaner ist heute – gegen seine sonstigen Gepflogenheiten – relativ lange im Parlament. (Zwischenrufe bei der ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Er war einer der heftigsten Einklatscher, als es darum ging, die Freiheitliche Partei anzuschütten. (Abg. Dr. Fekter: Jämmerlich, Herr Kollege Haigermoser!) Herr Kollege Maderthaner! Außenwirtschaftsorganisation – Bericht des Kontrollamtes aus dem Jahre 1994. Was steht denn da zum Beispiel zum Stichwort „Austroveda“? Es heißt: Diese Gesellschaft – „Austroveda Budapest“ –, die im Zuge des Erwerbs eines Büros für die Außenhandelsstelle in Budapest und eines Wohngebäudes für den Handelsdelegierten gegründet wurde und zu 100 Prozent im Eigentum der Wirtschaftskammer Österreich steht, verfügt ab 1. Jänner 1993 über keine ordnungsgemäße Buchführung. (Rufe bei den Freiheitlichen: Da schau her!)
Abg. Dr. Fekter: Alles Ablenkungsstrategie, was Sie da machen! Rosenstingl war auch Kammerfunktionär! Sie haben ihn dorthin plaziert, den Herrn Rosenstingl!
Sie sind aber nicht tätig geworden, sondern Sie haben vielmehr, Herr Wirtschaftskammerpräsident Maderthaner, am Wirtschaftskammertag 1997 den gewählten Kammerfunktionären die Einsicht in diesen Bericht mit dem Bemerken, das sei alles vertraulich, verweigert. (Abg. Dr. Fekter: Alles Ablenkungsstrategie, was Sie da machen! Rosenstingl war auch Kammerfunktionär! Sie haben ihn dorthin plaziert, den Herrn Rosenstingl!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Diese Skandale werden Sie nicht abstreiten können! Ich möchte beileibe nicht sozusagen ein Gleichgewicht des Schreckens hier aufbauen, aber: Sie sollten vor Ihrer eigenen Tür kehren, meine Damen und Herren, und hinterfragen, wie denn und ob überhaupt Herr Minister Schüssel, damals Wirtschaftsminister, seiner Kontrollfunktion nachgekommen ist, wie der derzeitige Herr Minister Farnleitner, ehemaliger Mitarbeiter der Wirtschaftskammer, seiner Kontrollfunktion als Aufsichtsbehörde über die Wirtschaftskammer nachgekommen ist! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Es gibt da Moritaten genug über Ihr Firmengeflecht, Herr Präsident Maderthaner, heftiger Einklatscher beim Anschütten der Freiheitlichen Partei, über Ihr Firmenkonglomerat, wo Sie seit Jahrzehnten über die Wirtschaftskammer Druckerzeugnisse bei einer dem Wirtschaftsbund gehörigen Firma ohne Ausschreibung vergeben, obwohl dies mehrmals eingemahnt wurde, Herr Kollege Maderthaner. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Dieses Sittenbild, wie Sie mit Geldern der Wirtschaftstreibenden umgehen, spricht für sich! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Sie bringen überhaupt kein Licht in den dunklen Sumpf! Es wird die Causa Rosenstingl behandelt!
Zu guter Letzt zu Ihnen, Frau Kollegin Petrovic, die Sie heute mit Engelszungen die hehre Ehrlichkeit in der Politik gepredigt haben: Ich finde es schäbig, wie Sie mit einem Herrn Fux, einem der Gründer der Bürgerliste Salzburg, umgegangen sind. Sie haben laut Zeitungsberichten Herrn Fux ausrichten lassen, er solle sich trotz seines Parteiaustrittes kein Beispiel an Herrn Rosenstingl nehmen. (Abg. Dr. Fekter: Sie bringen überhaupt kein Licht in den dunklen Sumpf! Es wird die Causa Rosenstingl behandelt!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren! Den Herrn Fux in einem Atemzug mit Herrn Rosenstingl zu nennen, mit einem Mann, der ein mutmaßlicher Betrüger ist, ist gegenüber einem ehemaligen Weggefährten Ihrer Bürgerliste schäbig. Ich bin kein Anwalt des Herrn Fux, aber ein derartiges moralinsaures Geplappere, wie Sie es heute hier dargeboten haben, ist mehr als peinlich. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Statt Verteidigung kommt der nächste Anwurf! – Abg. Dr. Krüger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Abwarten! Jetzt kommst du dran!
Als nächster Redner hat Herr Abgeordneter Dr. Krüger das Wort. – Bitte. (Abg. Dr. Fekter: Statt Verteidigung kommt der nächste Anwurf! – Abg. Dr. Krüger – auf dem Weg zum Rednerpult –: Abwarten! Jetzt kommst du dran!)
Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Oh! – Abg. Dr. Fekter: Wie ist das mit dem Parteifonds: Hat er eingezahlt oder hat er nicht eingezahlt?
Ich war tief schockiert, daß jemand in unseren Reihen ein derart perfektes Doppelleben führen konnte. (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Oh! – Abg. Dr. Fekter: Wie ist das mit dem Parteifonds: Hat er eingezahlt oder hat er nicht eingezahlt?) Ich habe Peter Rosenstingl als Kollegen kennengelernt, und ich stehe nicht an, auch heute zu sagen: Ich habe ihn als Kollegen schätzen gelernt. Ich konnte es kaum glauben, und es ist für mich persönlich bestürzend – aber auch für meine Gesinnungsgemeinschaft und wohl auch noch für andere, insbesondere für Personen aus seinem privaten Umfeld –, von diesem seinem Doppelleben Kenntnis zu erlangen. (Abg. Dr. Fekter: Bestürzend ja, aber nicht neu!)
Abg. Dr. Fekter: Bestürzend ja, aber nicht neu!
Ich war tief schockiert, daß jemand in unseren Reihen ein derart perfektes Doppelleben führen konnte. (Ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP. – Rufe bei der ÖVP: Oh! – Abg. Dr. Fekter: Wie ist das mit dem Parteifonds: Hat er eingezahlt oder hat er nicht eingezahlt?) Ich habe Peter Rosenstingl als Kollegen kennengelernt, und ich stehe nicht an, auch heute zu sagen: Ich habe ihn als Kollegen schätzen gelernt. Ich konnte es kaum glauben, und es ist für mich persönlich bestürzend – aber auch für meine Gesinnungsgemeinschaft und wohl auch noch für andere, insbesondere für Personen aus seinem privaten Umfeld –, von diesem seinem Doppelleben Kenntnis zu erlangen. (Abg. Dr. Fekter: Bestürzend ja, aber nicht neu!)
Abg. Dr. Fekter: Wofür hat er das Geld als Landesobmann verwendet?
So wie sich der Sachverhalt für mich darstellt, hat Peter Rosenstingl für seinen Bruder Haftungen in Millionenhöhe übernommen, die schlagend wurden (Abg. Dr. Fekter: Wofür hat er das Geld als Landesobmann verwendet?), und auf einmal sah er sich mit einer hohen Forderung konfrontiert und hat dann leider Gottes begonnen, wie ein Spieler mit fremdem Geld – das ist nicht zu beschönigen – zu spekulieren, und hat dieses Geld verspekuliert und hat das Vertrauen von Freunden, von Klienten mißbraucht, in der Absicht, seine eigene Haut zu retten, und hat vielen ehrbaren Leuten am Vermögen geschadet. (Abg. Schieder: Ist schon wieder in der Verteidigungslinie! – Abg. Dr. Mertel: Plädoyer!)
Abg. Schieder: Ist schon wieder in der Verteidigungslinie! – Abg. Dr. Mertel: Plädoyer!
So wie sich der Sachverhalt für mich darstellt, hat Peter Rosenstingl für seinen Bruder Haftungen in Millionenhöhe übernommen, die schlagend wurden (Abg. Dr. Fekter: Wofür hat er das Geld als Landesobmann verwendet?), und auf einmal sah er sich mit einer hohen Forderung konfrontiert und hat dann leider Gottes begonnen, wie ein Spieler mit fremdem Geld – das ist nicht zu beschönigen – zu spekulieren, und hat dieses Geld verspekuliert und hat das Vertrauen von Freunden, von Klienten mißbraucht, in der Absicht, seine eigene Haut zu retten, und hat vielen ehrbaren Leuten am Vermögen geschadet. (Abg. Schieder: Ist schon wieder in der Verteidigungslinie! – Abg. Dr. Mertel: Plädoyer!)
Heftiger Widerspruch bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Die Causa Rosenstingl ist eine individuelle Verantwortung, ein Kriminalfall, aber kein politischer Fall. (Heftiger Widerspruch bei SPÖ und ÖVP. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich werde Ihnen beweisen, daß da kein politischer Zusammenhang besteht, und wenn Sie noch ein Restvertrauen in die Justiz haben, meine Damen und Herren von der SPÖ, ein Restvertrauen in eine Justiz, die von einem Minister Ihrer Wahl letztlich geführt oder mitgestaltet wird, dann werden Sie mir recht geben.
Abg. Wabl: Der Stadler hat den Antrag gestellt!
Meine Damen und Herren! Es gab, wie man den Ausführungen des Herrn Bundesministers entnehmen konnte, Anzeigen im vergangenen Jahr, im Jahre 1997, der Erste Bank AG und eines sogenannten Anonymus, eine anonyme Anzeige. Im Jahre 1997! Es gab weitere Anzeigen im Jahre 1998, und es gibt bis heute – schauen Sie sich die Bundesverfassung an!; Herr Bundesminister, Sie werden mir recht geben – keinen Antrag auf Auslieferung des Kollegen Rosenstingl. Es gibt einen Haftantrag, das ist der Fall der außerberuflichen Immunität. Jeder Abgeordnete, ob er eine Malversation hier herinnen oder sonstwo begangen hat, außerberuflich oder beruflich, darf ohne Zustimmung des Nationalrates nicht verhaftet werden. Aber es gibt keinen Antrag auf Auslieferung. Das ist nur dann möglich, Herr Bundesminister, wenn das Gericht, wenn die Sicherheitsbehörden keinen Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit sehen. Also für mich ist das der Beweis, daß bis zum heutigen Tag kein Zusammenhang mit der politischen Tätigkeit besteht, denn sonst wäre zweifellos der Antrag auf Auslieferung gestellt worden. (Abg. Wabl: Der Stadler hat den Antrag gestellt!)
Abg. Gaál: Das ist eine Lüge! Es gibt keine gerichtliche Verurteilung!
Da bin ich beim entscheidenden Punkt, nämlich bei der Unterscheidbarkeit der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft von Ihrer sogenannten Bewegung – Sie nennen die Sozialdemokratie doch auch Bewegung –, angelangt: Während bei uns Konsequenzen gezogen werden, sind es bei Ihnen Minister gewesen, die damals im Zusammenhang mit der Proksch-Affäre und dem Noricum-Skandal zurücktreten mußten, wo über rumänische Geheimdienste Entlastungsbeweise zur Entlastung von potentiellen Mördern herbeigeschafft wurden. Diese Minister genießen heute bei Ihnen einen besonderen Status der Ehre: Sie sind Ehrenmitglieder und sitzen bei Ihren Versammlungen in der ersten Reihe. (Abg. Gaál: Das ist eine Lüge! Es gibt keine gerichtliche Verurteilung!) Das ist der Unterschied, der da besteht! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Da bin ich beim entscheidenden Punkt, nämlich bei der Unterscheidbarkeit der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft von Ihrer sogenannten Bewegung – Sie nennen die Sozialdemokratie doch auch Bewegung –, angelangt: Während bei uns Konsequenzen gezogen werden, sind es bei Ihnen Minister gewesen, die damals im Zusammenhang mit der Proksch-Affäre und dem Noricum-Skandal zurücktreten mußten, wo über rumänische Geheimdienste Entlastungsbeweise zur Entlastung von potentiellen Mördern herbeigeschafft wurden. Diese Minister genießen heute bei Ihnen einen besonderen Status der Ehre: Sie sind Ehrenmitglieder und sitzen bei Ihren Versammlungen in der ersten Reihe. (Abg. Gaál: Das ist eine Lüge! Es gibt keine gerichtliche Verurteilung!) Das ist der Unterschied, der da besteht! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Zwischenruf des Abg. Haigermoser.
Das, was hier heute zweimal vom Abgeordneten Haigermoser gemacht worden ist, ist schäbig. Er hat nämlich einen Mitarbeiter „angeschüttet“, hat ihn mit einem Kriminalfall in Verbindung gebracht, ohne den Beweis zu liefern, daß eine solche Verbindung besteht. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser.) Unter der Devise: „Haltet den Dieb!“ beschuldigen Sie einen Mitarbeiter einer Versandfirma, daß er an ihren Malversationen beteiligt ist. Da machen wir nicht mit! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Das, was hier heute zweimal vom Abgeordneten Haigermoser gemacht worden ist, ist schäbig. Er hat nämlich einen Mitarbeiter „angeschüttet“, hat ihn mit einem Kriminalfall in Verbindung gebracht, ohne den Beweis zu liefern, daß eine solche Verbindung besteht. (Zwischenruf des Abg. Haigermoser.) Unter der Devise: „Haltet den Dieb!“ beschuldigen Sie einen Mitarbeiter einer Versandfirma, daß er an ihren Malversationen beteiligt ist. Da machen wir nicht mit! (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.
Herr Haigermoser! Wenn man Ihrer Theorie folgt, dann kann man auch Ihnen den Vorwurf machen, daß Sie mit kriminellen Handlungen in Verbindung zu bringen sind, denn es könnte in Ihrem Einzelhandelsgeschäft in Salzburg durchaus möglich gewesen sein, daß Sie irgendwann einmal einer kriminell ansässigen Person etwas verkauft haben. Das, was Sie hier taten, nämlich, daß Sie einen Mitarbeiter in die Rolle eines Kriminellen transportierten, ist schäbig. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum. – Beifall bei den Grünen.
Ich habe mir gedacht, daß der Herr Haider und der Herr Stadler heute die Grautöne des täglichen Lebens beschreiben werden, Ihrer Partei, der eigenen Partei, mit ihren autoritären Strukturen, die offensichtlich nicht in der Lage ist, Kontrolle auszuüben. Aber was geschah, meine Damen und Herren? – Sämtliche Vertreter der FPÖ gingen hier zum Rednerpult und übergossen die ganze Republik, alle anderen Parteien dieses Hohen Hauses in einer Art und Weise, wie ich es nicht für möglich gehalten habe: Es wurde der Präsident des Hauses als Mitschuldiger enttarnt. Es wurde gesagt, ausländische Politiker seien indirekt mit Herrn Rosenstingl verwandt oder bekannt und haben ihm Unterschlupf gewährt. – Man hat den Eindruck, der Herr Marizzi hat mit verseuchtem Blutplasma den Herrn Rosenstingl krank gemacht, und der Herr Fischer ist Schmiere gestanden, und die arme FPÖ war das Opfer. (Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum. – Beifall bei den Grünen.)
Heiterkeit bei den Grünen.
Die Krönung für die Freiheitlichen, die heute offensichtlich das Differenzieren gelernt haben, die sonst, wenn irgendwo ein Verdacht, eine Unregelmäßigkeit auftaucht, sofort mit dem Holzhammer da sind, die sofort Betrug, Korruption, den Niedergang der Republik, Ausbeuter, Ausnehmer, Filzläuse und ähnliches sehen, ist, daß plötzlich ein Begriffswandel in der FPÖ stattfindet. Ein neuer Begriff wird für Betrug, für Urkundenfälschung, für Wechselbetrug und Unterschlagung eingeführt. Der Begriff, der so bescheiden klingt, lautet Malversation. (Heiterkeit bei den Grünen.) Aber es betrifft einen Freiheitlichen, und deshalb wählt man vorsichtshalber dieses Wort, man hat verstanden, daß man Rosenstingl nicht frank und frei als Gauner bezeichnen kann (Abg. Mag. Stadler: Habe ich gemacht!), denn in dieser Republik ist nämlich Rechtsstaat angesagt, Herr Stadler. Ja, in Österreich ist Rechtsstaat angesagt: Die Unschuldsvermutung gilt auch für den Herrn Rosenstingl.
Abg. Mag. Stadler: Habe ich gemacht!
Die Krönung für die Freiheitlichen, die heute offensichtlich das Differenzieren gelernt haben, die sonst, wenn irgendwo ein Verdacht, eine Unregelmäßigkeit auftaucht, sofort mit dem Holzhammer da sind, die sofort Betrug, Korruption, den Niedergang der Republik, Ausbeuter, Ausnehmer, Filzläuse und ähnliches sehen, ist, daß plötzlich ein Begriffswandel in der FPÖ stattfindet. Ein neuer Begriff wird für Betrug, für Urkundenfälschung, für Wechselbetrug und Unterschlagung eingeführt. Der Begriff, der so bescheiden klingt, lautet Malversation. (Heiterkeit bei den Grünen.) Aber es betrifft einen Freiheitlichen, und deshalb wählt man vorsichtshalber dieses Wort, man hat verstanden, daß man Rosenstingl nicht frank und frei als Gauner bezeichnen kann (Abg. Mag. Stadler: Habe ich gemacht!), denn in dieser Republik ist nämlich Rechtsstaat angesagt, Herr Stadler. Ja, in Österreich ist Rechtsstaat angesagt: Die Unschuldsvermutung gilt auch für den Herrn Rosenstingl.
Abg. Mag. Stadler: Ich kann es Ihnen übersetzen, wenn Sie wollen!
Aber was Sie hier aufführen, indem Sie das Wort Malversation so bescheiden (Abg. Mag. Stadler: Ich kann es Ihnen übersetzen, wenn Sie wollen!), so liebevoll diesem Hohen Haus präsentieren, ist unglaublich. Man hat fast das Gefühl, das sei ein kleines Kuscheltier (Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), zart, ein wenig behaart, blau eingefärbt, das sich in Parteikassen hineinschleicht (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das sich in der FPÖ in einer kuscheligen Wohngesellschaft, der „Holiday-Home“, breitgemacht hat (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das offensichtlich auch bei den Wirtschaftstreibenden unter den Tischen herumkugelt und nicht genau weiß, wo es zu Hause ist. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Es hat sich bei der FPÖ verirrt, das kleine Tierchen. Man könnte fast meinen, daß Sie bei den Japanern Anleihe genommen und ein neues kleines Spielzeug-Tamagotchi erfunden haben. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Das kleine Tamagotchi der FPÖ wurde erfunden: die Malversation in den eigenen Reihen. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum
Aber was Sie hier aufführen, indem Sie das Wort Malversation so bescheiden (Abg. Mag. Stadler: Ich kann es Ihnen übersetzen, wenn Sie wollen!), so liebevoll diesem Hohen Haus präsentieren, ist unglaublich. Man hat fast das Gefühl, das sei ein kleines Kuscheltier (Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), zart, ein wenig behaart, blau eingefärbt, das sich in Parteikassen hineinschleicht (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das sich in der FPÖ in einer kuscheligen Wohngesellschaft, der „Holiday-Home“, breitgemacht hat (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das offensichtlich auch bei den Wirtschaftstreibenden unter den Tischen herumkugelt und nicht genau weiß, wo es zu Hause ist. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Es hat sich bei der FPÖ verirrt, das kleine Tierchen. Man könnte fast meinen, daß Sie bei den Japanern Anleihe genommen und ein neues kleines Spielzeug-Tamagotchi erfunden haben. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Das kleine Tamagotchi der FPÖ wurde erfunden: die Malversation in den eigenen Reihen. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum
Aber was Sie hier aufführen, indem Sie das Wort Malversation so bescheiden (Abg. Mag. Stadler: Ich kann es Ihnen übersetzen, wenn Sie wollen!), so liebevoll diesem Hohen Haus präsentieren, ist unglaublich. Man hat fast das Gefühl, das sei ein kleines Kuscheltier (Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), zart, ein wenig behaart, blau eingefärbt, das sich in Parteikassen hineinschleicht (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das sich in der FPÖ in einer kuscheligen Wohngesellschaft, der „Holiday-Home“, breitgemacht hat (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das offensichtlich auch bei den Wirtschaftstreibenden unter den Tischen herumkugelt und nicht genau weiß, wo es zu Hause ist. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Es hat sich bei der FPÖ verirrt, das kleine Tierchen. Man könnte fast meinen, daß Sie bei den Japanern Anleihe genommen und ein neues kleines Spielzeug-Tamagotchi erfunden haben. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Das kleine Tamagotchi der FPÖ wurde erfunden: die Malversation in den eigenen Reihen. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum
Aber was Sie hier aufführen, indem Sie das Wort Malversation so bescheiden (Abg. Mag. Stadler: Ich kann es Ihnen übersetzen, wenn Sie wollen!), so liebevoll diesem Hohen Haus präsentieren, ist unglaublich. Man hat fast das Gefühl, das sei ein kleines Kuscheltier (Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), zart, ein wenig behaart, blau eingefärbt, das sich in Parteikassen hineinschleicht (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das sich in der FPÖ in einer kuscheligen Wohngesellschaft, der „Holiday-Home“, breitgemacht hat (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das offensichtlich auch bei den Wirtschaftstreibenden unter den Tischen herumkugelt und nicht genau weiß, wo es zu Hause ist. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Es hat sich bei der FPÖ verirrt, das kleine Tierchen. Man könnte fast meinen, daß Sie bei den Japanern Anleihe genommen und ein neues kleines Spielzeug-Tamagotchi erfunden haben. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Das kleine Tamagotchi der FPÖ wurde erfunden: die Malversation in den eigenen Reihen. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.
Aber was Sie hier aufführen, indem Sie das Wort Malversation so bescheiden (Abg. Mag. Stadler: Ich kann es Ihnen übersetzen, wenn Sie wollen!), so liebevoll diesem Hohen Haus präsentieren, ist unglaublich. Man hat fast das Gefühl, das sei ein kleines Kuscheltier (Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), zart, ein wenig behaart, blau eingefärbt, das sich in Parteikassen hineinschleicht (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das sich in der FPÖ in einer kuscheligen Wohngesellschaft, der „Holiday-Home“, breitgemacht hat (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das offensichtlich auch bei den Wirtschaftstreibenden unter den Tischen herumkugelt und nicht genau weiß, wo es zu Hause ist. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Es hat sich bei der FPÖ verirrt, das kleine Tierchen. Man könnte fast meinen, daß Sie bei den Japanern Anleihe genommen und ein neues kleines Spielzeug-Tamagotchi erfunden haben. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Das kleine Tamagotchi der FPÖ wurde erfunden: die Malversation in den eigenen Reihen. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.
Aber was Sie hier aufführen, indem Sie das Wort Malversation so bescheiden (Abg. Mag. Stadler: Ich kann es Ihnen übersetzen, wenn Sie wollen!), so liebevoll diesem Hohen Haus präsentieren, ist unglaublich. Man hat fast das Gefühl, das sei ein kleines Kuscheltier (Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), zart, ein wenig behaart, blau eingefärbt, das sich in Parteikassen hineinschleicht (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das sich in der FPÖ in einer kuscheligen Wohngesellschaft, der „Holiday-Home“, breitgemacht hat (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das offensichtlich auch bei den Wirtschaftstreibenden unter den Tischen herumkugelt und nicht genau weiß, wo es zu Hause ist. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Es hat sich bei der FPÖ verirrt, das kleine Tierchen. Man könnte fast meinen, daß Sie bei den Japanern Anleihe genommen und ein neues kleines Spielzeug-Tamagotchi erfunden haben. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Das kleine Tamagotchi der FPÖ wurde erfunden: die Malversation in den eigenen Reihen. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.
Aber was Sie hier aufführen, indem Sie das Wort Malversation so bescheiden (Abg. Mag. Stadler: Ich kann es Ihnen übersetzen, wenn Sie wollen!), so liebevoll diesem Hohen Haus präsentieren, ist unglaublich. Man hat fast das Gefühl, das sei ein kleines Kuscheltier (Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), zart, ein wenig behaart, blau eingefärbt, das sich in Parteikassen hineinschleicht (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das sich in der FPÖ in einer kuscheligen Wohngesellschaft, der „Holiday-Home“, breitgemacht hat (neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP und beim Liberalen Forum), das offensichtlich auch bei den Wirtschaftstreibenden unter den Tischen herumkugelt und nicht genau weiß, wo es zu Hause ist. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Es hat sich bei der FPÖ verirrt, das kleine Tierchen. Man könnte fast meinen, daß Sie bei den Japanern Anleihe genommen und ein neues kleines Spielzeug-Tamagotchi erfunden haben. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.) Das kleine Tamagotchi der FPÖ wurde erfunden: die Malversation in den eigenen Reihen. (Neuerliche Heiterkeit bei den Grünen, bei SPÖ und ÖVP sowie beim Liberalen Forum.)
Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ, beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der ÖVP.
Meine Damen und Herren! Ich habe den Verdacht, daß die FPÖ eine Malversation ist, und sie sollte das schleunigst ändern. (Beifall bei den Grünen, bei der SPÖ, beim Liberalen Forum und bei Abgeordneten der ÖVP.)
Abg. Dr. Khol: Ich bin zu Wort gemeldet!
†Präsident Dr. Heinz Fischer¦: Zu Wort ist niemand mehr gemeldet. (Abg. Dr. Khol: Ich bin zu Wort gemeldet!) Ich bitte um Entschuldigung. Ich bitte, mir die Wortmeldungen früher in den Computer einzugeben.
Abg. Böhacker: Was ist jetzt: Ermittelt der Staatsanwalt oder nicht?
Es geht um ein System „F“, bei dem eine Partei mit Dunkelmännern vorgibt, die Partei der Saubermänner zu sein, um ein System, das sich über die Jahre hin entwickelt hat: Steuerhinterzieher in Graz, Schwarzgeldübergeber in Tirol, Mandatskäufer und Mandatsverkäufer, Datenklauer, auch wenn der Staatsanwalt nicht ermittelt (Abg. Böhacker: Was ist jetzt: Ermittelt der Staatsanwalt oder nicht?), schwerer Betrug, also ein System, das sehr deutlich in der Verflechtung des Falles des Abgeordneten Rosenstingl in all seinen Funktionen und all seinen wirtschaftlichen und politischen Tätigkeiten zum Ausdruck kommt. (Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult mit einer graphischen Darstellung und der Überschrift: „Firmenimperium und Funktionen von Rosenstingl“.)
Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult mit einer graphischen Darstellung und der Überschrift: „Firmenimperium und Funktionen von Rosenstingl“.
Es geht um ein System „F“, bei dem eine Partei mit Dunkelmännern vorgibt, die Partei der Saubermänner zu sein, um ein System, das sich über die Jahre hin entwickelt hat: Steuerhinterzieher in Graz, Schwarzgeldübergeber in Tirol, Mandatskäufer und Mandatsverkäufer, Datenklauer, auch wenn der Staatsanwalt nicht ermittelt (Abg. Böhacker: Was ist jetzt: Ermittelt der Staatsanwalt oder nicht?), schwerer Betrug, also ein System, das sehr deutlich in der Verflechtung des Falles des Abgeordneten Rosenstingl in all seinen Funktionen und all seinen wirtschaftlichen und politischen Tätigkeiten zum Ausdruck kommt. (Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult mit einer graphischen Darstellung und der Überschrift: „Firmenimperium und Funktionen von Rosenstingl“.)
Zwischenruf der Abg. Aumayr. – Abg. Mag. Schweitzer: Das ist geradezu unglaublich!
Wir haben heute erlebt, daß es eine Reihe von aufklärungsbedürftigen, unklaren Lagen gibt. Meine Kollegin Maria Theresia Fekter hat brillant den Sozialfonds der FPÖ aufgeblättert: Entweder er ist eine Schimäre, oder er wird mit gestohlenem Geld gefüttert. – Rechtfertigen Sie sich, meine Herren! Da nützen keine Angebote, zurückzutreten! (Zwischenruf der Abg. Aumayr. – Abg. Mag. Schweitzer: Das ist geradezu unglaublich!)
Abg. Dr. Haider: Sie sind im Prinzip eine ziemlich miese Figur!
Unklare Lagen gibt es auch bei den Klubfinanzen. Wenn der Klubkassier 200 Millionen Schilling defraudiert und ins Ausland abfährt, dann muß man sich gefallen lassen, daß man in diesem System „blau“ sehr prominent angemerkt ist. (Abg. Dr. Haider: Sie sind im Prinzip eine ziemlich miese Figur!)
Abg. Haigermoser – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Das ist keine „Dreckschleuder“, das ist ein Dokument!
Unklare Lagen gibt es aber auch bei den Parteifinanzen in Niederösterreich, und ich bin einfach empört über Herrn Haigermoser, der die Stirne hatte, als Präsident des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender und gleichzeitig als Vorsitzender des Unvereinbarkeitsausschusses hier herauszukommen und mit der Dreckschleuder herumzupatzen (Abg. Haigermoser – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Das ist keine „Dreckschleuder“, das ist ein Dokument!), und der sich selber überhaupt nicht rechtfertigt. Denn: Wenn ich Präsident einer Teilorganisation einer Partei wäre, dann würde ich mir meine Stellvertreter anschauen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Unklare Lagen gibt es aber auch bei den Parteifinanzen in Niederösterreich, und ich bin einfach empört über Herrn Haigermoser, der die Stirne hatte, als Präsident des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender und gleichzeitig als Vorsitzender des Unvereinbarkeitsausschusses hier herauszukommen und mit der Dreckschleuder herumzupatzen (Abg. Haigermoser – ein Schriftstück in die Höhe haltend –: Das ist keine „Dreckschleuder“, das ist ein Dokument!), und der sich selber überhaupt nicht rechtfertigt. Denn: Wenn ich Präsident einer Teilorganisation einer Partei wäre, dann würde ich mir meine Stellvertreter anschauen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.
Das System „FPÖ“ ist aber auch durch eine autoritäre Struktur gekennzeichnet, und zwar in ganz Österreich. Das reicht von den Streitigkeiten in Vorarlberg über die Absetzung eines Innsbrucker Stadtrates, weiters über die „seidene Schnur“ in Salzburg und die noch bevorstehende Entmachtung des Landeshauptmannstellvertreters in Kärnten bis zur Absetzung der niederösterreichischen Funktionäre. Der Abgeordnete Haider, der der Chef dieser Partei ist, hat beziehungsweise hätte alle Mittel, um in dieser Partei Ordnung zu schaffen. Er braucht nicht auf die Richter zu warten, er braucht nicht Informationen aus der Präsidialkonferenz, er hat und hatte alle Möglichkeiten, aber er hat sie nicht genützt. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.)
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Die nächste Volksweisheit, meine Damen und Herren, lautet: Der Fisch stinkt vom Kopf! – Und der Kopf sind hier Haider und Stadler. Das sind die beiden Verantwortlichen in dieser Partei, das sind die beiden, die für dieses System geradezustehen haben, das sind die beiden, die für das „System F“ zur Verantwortung zu ziehen sind. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Und wieder zusammengeflickt worden!
Eine weitere Volksweisheit: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen! – Das haben Sie heute während des ganzen Nachmittags getan. Dann haben Sie von der „gläsernen Partei“ gesprochen. Ihre „gläserne Partei“ ist in Salzburg schon in 700 Scherben zersprungen. (Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ. – Ruf bei der ÖVP: Und wieder zusammengeflickt worden!)
Abg. Dr. Maitz: Schamlos!
Die nächste Volksweisheit stammt aus der Bibel. Es geht dabei um die Splitter im Auge der anderen und den Balken im eigenen Auge. – So etwas von wirklich – ich will den Ausdruck, den ich im Kopf habe, nicht verwenden –, so etwas von impertinent habe ich noch nicht erlebt! (Abg. Dr. Maitz: Schamlos!)
Abg. Mag. Barmüller: Der Haider ist weggegangen! Das hört er sich nicht an!
Ich denke dabei etwa an den freiheitlichen Funktionär Haltmeyer, der meinem Freund Kurzbauer ausdrücklich die Ermächtigung erteilt hat, das Gespräch, von dem ich jetzt berichten werde, hier zu erwähnen. Er wurde zwischen 1992 und 1994 in Niederösterreich ins Präsidium der Landesfreiheitlichen gewählt, und zwar auf besonderen Wunsch des Abgeordneten Haider. (Abg. Mag. Barmüller: Der Haider ist weggegangen! Das hört er sich nicht an!)
Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Graf.
Dann kamen Neuwahlen des Landespräsidiums. Haltmeyer sagte dazu: Ich bin zwei Wochen vor der Wahl zu Jörg Haider gegangen und habe ihm gesagt, daß ich unter diesen Umständen nicht mehr kandidiere, wenn nicht reiner Tisch gemacht wird. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Graf.) Jörg Haider wurde zu diesem Zeitpunkt – also 1994 – über all diese Vorfälle informiert. (Abg. Rosemarie Bauer: Aha!) Haider kann daher nicht sagen, daß er von dieser Situation und von der Wohnbaugesellschaft nichts gewußt habe. Das hat er zwar heute im Radio bemerkt, aber das ist unrichtig.
Abg. Rosemarie Bauer: Aha!
Dann kamen Neuwahlen des Landespräsidiums. Haltmeyer sagte dazu: Ich bin zwei Wochen vor der Wahl zu Jörg Haider gegangen und habe ihm gesagt, daß ich unter diesen Umständen nicht mehr kandidiere, wenn nicht reiner Tisch gemacht wird. (Ironische Heiterkeit des Abg. Dr. Graf.) Jörg Haider wurde zu diesem Zeitpunkt – also 1994 – über all diese Vorfälle informiert. (Abg. Rosemarie Bauer: Aha!) Haider kann daher nicht sagen, daß er von dieser Situation und von der Wohnbaugesellschaft nichts gewußt habe. Das hat er zwar heute im Radio bemerkt, aber das ist unrichtig.
Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Meine Damen und Herren! Das System „F“ ist auf dem Prüfstand. Heute war der erste Akt. Weitere Akte werden noch folgen. Der Rosenstingl-Prozeß wird hoffentlich der Schlußakt sein. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Abg. Dr. Khol: Was? Dreckschleuder? Habe ich „Dreckschleuder“ gesagt?
†Präsident Dr. Heinz Fischer¦: Ich erteile Herrn Abgeordneten Khol für die Verwendung des Ausdruckes „Dreckschleuder“ einen Ordnungsruf. (Abg. Dr. Khol: Was? Dreckschleuder? Habe ich „Dreckschleuder“ gesagt?)
Abg. Grabner: Das waren Tatsachen! Reden Sie von Salzburg!
†Abgeordneter Mag. Johann Ewald Stadler¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Hohes Haus! Was der Kollege Khol soeben gemacht hat, war der Versuch, von der mißglückten Rede des Kollegen Steindl mit seinen Papierchen und Täfelchen, die er vorbereitet hatte, noch etwas zu retten. Diese Rede des Kollegen Steindl war nämlich verhaut, und daher hat Khol versucht, aus den Arbeiten seiner Sekretärin noch das Beste zu machen. (Abg. Grabner: Das waren Tatsachen! Reden Sie von Salzburg!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Das ist eine „F“-Diffamierung!
Herr Kollege Khol, ich will Ihnen etwas sagen: Wir werden über Sauberkeit von Abgeordneten reden, speziell über Ihre Sauberkeit. Über Ihren Charakter lasse ich mich nicht aus! Den habe ich kennengelernt, als es um die Beschlußfassung der Geschäftsordnung ging. Damals hat mir dieser Mann sein Ehrenwort in die Hand gegeben, mit uns eine faire Geschäftsordnung zu machen und nicht gegen unsere Intentionen zu beschließen. Das Ehrenwort dieses ehrenwerten Herrn ist nichts wert, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Das ist eine „F“-Diffamierung!)
Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!
Wir werden über seine Sauberkeit als Leiter der Politischen Akademie der ÖVP reden, wo er ein Millionenabkassierer war und ein unglaubliches Finanzdesaster hinterlassen hat, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!) Es gibt keine Parteiakademie dieser Republik, die derart desaströse Finanzen hinterlassen hat (Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!) wie die Parteiakademie der Österreichischen Volkspartei unter der Leitung von Andreas Khol. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!)
Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!
Wir werden über seine Sauberkeit als Leiter der Politischen Akademie der ÖVP reden, wo er ein Millionenabkassierer war und ein unglaubliches Finanzdesaster hinterlassen hat, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!) Es gibt keine Parteiakademie dieser Republik, die derart desaströse Finanzen hinterlassen hat (Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!) wie die Parteiakademie der Österreichischen Volkspartei unter der Leitung von Andreas Khol. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!
Wir werden über seine Sauberkeit als Leiter der Politischen Akademie der ÖVP reden, wo er ein Millionenabkassierer war und ein unglaubliches Finanzdesaster hinterlassen hat, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!) Es gibt keine Parteiakademie dieser Republik, die derart desaströse Finanzen hinterlassen hat (Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!) wie die Parteiakademie der Österreichischen Volkspartei unter der Leitung von Andreas Khol. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Fekter: Diffamierung!)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Das sind Fakten, meine Damen und Herren! Über diese werden wir reden, und zwar umfassend reden! Denn wenn der „Herr Anständig“ da herausgeht und Bibelzitate bringt, um seine eigene Unzulänglichkeit zu kaschieren, um sein Charakterdefizit aufzufetten, dann wissen wir, daß wir es mit einem „Casiner“ zu tun haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.) „Casiner“ nennt man in Vorarlberg Angehörige der Österreichischen Volkspartei, die Wasser predigen und Wein in Massen trinken. Und ein solcher, meine Damen und Herren, ist Herr Andreas Khol. (Abg. Dr. Fekter: Sie wurden nach Niederösterreich entsorgt!)
Abg. Dr. Fekter: Sie wurden nach Niederösterreich entsorgt!
Das sind Fakten, meine Damen und Herren! Über diese werden wir reden, und zwar umfassend reden! Denn wenn der „Herr Anständig“ da herausgeht und Bibelzitate bringt, um seine eigene Unzulänglichkeit zu kaschieren, um sein Charakterdefizit aufzufetten, dann wissen wir, daß wir es mit einem „Casiner“ zu tun haben. (Beifall bei den Freiheitlichen.) „Casiner“ nennt man in Vorarlberg Angehörige der Österreichischen Volkspartei, die Wasser predigen und Wein in Massen trinken. Und ein solcher, meine Damen und Herren, ist Herr Andreas Khol. (Abg. Dr. Fekter: Sie wurden nach Niederösterreich entsorgt!)
Abg. Dr. Fekter: Merken Sie nicht, wie lächerlich Sie sind?
Meine Damen und Herren! Die Österreichische Volkspartei ist dankbar dafür, daß sie in einer Koalition sitzen darf, um ein wenig an den Fleischtöpfen Ägyptens mitnaschen zu dürfen. Einer der Prominentesten davon ist ja der Herr Khol, der liebend gerne Außenminister werden möchte. Das ist sein Karriereziel, aber er hat es bisher nicht erreicht. Dazu sind ihm einige Bundesobleute im Weg gewesen, weshalb man diese abserviert hat. – Soviel zur Personalpolitik des Herrn Andreas Khol. (Abg. Dr. Fekter: Merken Sie nicht, wie lächerlich Sie sind?)
Abg. Dr. Fekter: Merken Sie nicht, wie lächerlich Sie sich aufführen?
Meine Damen und Herren! Es ist doch ein Schleudersitz, ÖVP-Bundesparteiobmann zu sein. Es ist ja nur eine Frage der Zeit, bis der Herr mit dem Mascherl drankommt. Der Nachfolger sitzt schon da. (Abg. Dr. Fekter: Merken Sie nicht, wie lächerlich Sie sich aufführen?) So alt kann er gar nicht werden, daß er nicht noch ÖVP-Bundesobmann werden möchte, meine Damen und Herren.
Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.
Seit Jahren einer der Oberintriganten, wie einem jeder ÖVPler hinter vorgehaltener Hand zuwispert, einer der Oberintriganten der ÖVP stellt sich hier heraus und sagt uns, wie wir eine Partei führen sollen. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Ironische Heiterkeit bei der ÖVP.)
Abg. Rosemarie Bauer: Aber schnell! Aber wirklich schnell!
Herr Khol! Allen Ernstes: Kümmern Sie sich um Ihren Haufen! Wir kümmern uns um die FPÖ. (Abg. Rosemarie Bauer: Aber schnell! Aber wirklich schnell!) Aber wir sind erfolgreich, während Sie mit Ihrer Partei von einem Jahr zum anderen auf dem Weg zur Kleinpartei sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Herr Khol! Allen Ernstes: Kümmern Sie sich um Ihren Haufen! Wir kümmern uns um die FPÖ. (Abg. Rosemarie Bauer: Aber schnell! Aber wirklich schnell!) Aber wir sind erfolgreich, während Sie mit Ihrer Partei von einem Jahr zum anderen auf dem Weg zur Kleinpartei sind, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Sie fürchten ja, daß Rosenstingl zurückkommt und darüber auspackt, was sich wirklich abgespielt hat!
Schauen Sie sich an, was Sie in Kärnten zustande gebracht haben!: Zur politischen Sekte verkommen Sie dort, wenn Sie so weitermachen, wie es Andreas Khol empfiehlt. (Abg. Dr. Fekter: Sie fürchten ja, daß Rosenstingl zurückkommt und darüber auspackt, was sich wirklich abgespielt hat!)
Abg. Ing. Langthaler: Na und!
Meine Damen und Herren von den Grünen! Sie wissen ja gar nicht, wie Sie Ihre Partei finanzieren sollen. (Abg. Ing. Langthaler: Na und!) Das ist Ihr Problem! Machen Sie es wie wir, machen Sie sauber! (Lebhafte ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen. – Abg. Ing. Langthaler: Wie der Rosenstingl!) Na selbstverständlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Lebhafte ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen. – Abg. Ing. Langthaler: Wie der Rosenstingl!
Meine Damen und Herren von den Grünen! Sie wissen ja gar nicht, wie Sie Ihre Partei finanzieren sollen. (Abg. Ing. Langthaler: Na und!) Das ist Ihr Problem! Machen Sie es wie wir, machen Sie sauber! (Lebhafte ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen. – Abg. Ing. Langthaler: Wie der Rosenstingl!) Na selbstverständlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Meine Damen und Herren von den Grünen! Sie wissen ja gar nicht, wie Sie Ihre Partei finanzieren sollen. (Abg. Ing. Langthaler: Na und!) Das ist Ihr Problem! Machen Sie es wie wir, machen Sie sauber! (Lebhafte ironische Heiterkeit bei SPÖ und ÖVP sowie bei den Grünen. – Abg. Ing. Langthaler: Wie der Rosenstingl!) Na selbstverständlich, meine Damen und Herren! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Jetzt ist der Van der Bellen auch noch schuld am Rosenstingl!
Wir werden Ihnen den Gefallen nicht tun, wir werden Ihnen schon aus eigenem Interesse nicht den Gefallen tun, mit Ihrem Kopf und mit Ihrer Art, Parteien zu finanzieren, zu arbeiten, meine Damen und Herren. Die Parteifinanzen der Grünen haben noch einiges an Kontrolldefizit. Glauben Sie mir! Wenn man den Berichten, die man derzeit in den verschiedenen Boulevardzeitungen vor dem Hintergrund des parteiinternen Konflikts lesen kann, nur einigermaßen Glauben schenken darf, Herr Kollege Van der Bellen, dann haben Sie ein schweres Erbe angetreten. Kümmern Sie sich einmal um die Finanzen Ihrer Partei! (Abg. Dr. Fekter: Jetzt ist der Van der Bellen auch noch schuld am Rosenstingl!)
Abg. Dr. Fekter: Mit dem Rosenstingl haben wir auch Probleme!
Das gilt genauso für das Liberale Forum – von den Roten will ich ja gar nicht reden, die verschieben ihr Geld in 33-Millionen-Höhe –, denn das Liberale Forum ist auf Gedeih und Verderb auf Kredite des Herrn Haselsteiner angewiesen, der gute Baugeschäfte macht. Das ist ja auch nichts Neues. Deswegen haben wir ja Unvereinbarkeitsprobleme mit dem Herrn Haselsteiner (Abg. Dr. Fekter: Mit dem Rosenstingl haben wir auch Probleme!), deswegen fehlt er ja regelmäßig bei den Abstimmungen, denn er verdient ja beim Nicht-anwesend-Sein im Hohen Haus sein Geld, nicht beim Anwesend-Sein. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Lebhafte Zwischenrufe.)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Lebhafte Zwischenrufe.
Das gilt genauso für das Liberale Forum – von den Roten will ich ja gar nicht reden, die verschieben ihr Geld in 33-Millionen-Höhe –, denn das Liberale Forum ist auf Gedeih und Verderb auf Kredite des Herrn Haselsteiner angewiesen, der gute Baugeschäfte macht. Das ist ja auch nichts Neues. Deswegen haben wir ja Unvereinbarkeitsprobleme mit dem Herrn Haselsteiner (Abg. Dr. Fekter: Mit dem Rosenstingl haben wir auch Probleme!), deswegen fehlt er ja regelmäßig bei den Abstimmungen, denn er verdient ja beim Nicht-anwesend-Sein im Hohen Haus sein Geld, nicht beim Anwesend-Sein. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Lebhafte Zwischenrufe.)
Abg. Dr. Fekter: Auch die der „F“!
Das sind die Hintergründe! Über diese Dinge müssen wir einmal reden! Daher, Frau Kollegin Petrovic, stelle ich Ihnen jetzt schon unsere Unterstützung eines Antrages auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in Aussicht. Denn all diese Dinge wollen wir doch endlich einmal kontrollieren – auch die Parteifinanzen, auch die Klubfinanzen aller Fraktionen. (Abg. Dr. Fekter: Auch die der „F“!)
Abg. Dr. Fekter: Das ist doch ein Wahnsinn, wie Sie argumentieren!
Es würde mich interessieren, wie die Parteifinanzen der ÖVP nach dem Desaster, das der Herr Klubobmann in der Politischen Akademie hinterlassen hat, ausschauen. Seine Klubfinanzen werden um keinen Deut besser aussehen. Hauptsache, alle haben sich die Taschen gefüllt! Darüber wollen wir gerne reden. (Abg. Dr. Fekter: Das ist doch ein Wahnsinn, wie Sie argumentieren!) Er war ein Millionenkünstler beim Abfertigung-Kassieren. Abfertigungen sind sein Lieblingssteckenpferd. Je höher, desto lieber. So ist Herr Andreas Khol, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Fekter: Merken Sie nicht, wie schwach Ihre Verteidigungsstrategie ist?)
Abg. Dr. Fekter: Merken Sie nicht, wie schwach Ihre Verteidigungsstrategie ist?
Es würde mich interessieren, wie die Parteifinanzen der ÖVP nach dem Desaster, das der Herr Klubobmann in der Politischen Akademie hinterlassen hat, ausschauen. Seine Klubfinanzen werden um keinen Deut besser aussehen. Hauptsache, alle haben sich die Taschen gefüllt! Darüber wollen wir gerne reden. (Abg. Dr. Fekter: Das ist doch ein Wahnsinn, wie Sie argumentieren!) Er war ein Millionenkünstler beim Abfertigung-Kassieren. Abfertigungen sind sein Lieblingssteckenpferd. Je höher, desto lieber. So ist Herr Andreas Khol, meine Damen und Herren! (Abg. Dr. Fekter: Merken Sie nicht, wie schwach Ihre Verteidigungsstrategie ist?)
Abg. Dr. Maitz: Sie brauchen nur Ihre Fraktion anzusehen, dann haben Sie alles, was Sie brauchen!
Darüber wollen wir endlich einmal eine Kontrolle haben. Das werden wir kontrollieren, daher sind wir dafür, daß ein derartiger Untersuchungsausschuß eingerichtet wird. (Abg. Dr. Maitz: Sie brauchen nur Ihre Fraktion anzusehen, dann haben Sie alles, was Sie brauchen!)
Abg. Dr. Fekter: Was ist Ihre Verteidigungsstrategie für den Rosenstingl? Sie haben keine!
Denn das, was Sie uns hier berichtet haben, zeigt das Versagen der Strafverfolgungsbehörden, und ich wäre froh, wenn wir das in einem Untersuchungsausschuß aufklären könnten, und zwar folgende Fragen: Was haben die Strafverfolgungsbehörden gewußt? Was haben die Finanzstrafbehörden gewußt? Was hat die Wirtschaftspolizei gewußt? Was hat die EDOK gewußt? Vor allem: Seit wann haben Sie von den Dingen gewußt? Was hat der Herr Präsident gewußt? Seit wann hat er die Dinge alle gekannt? – Über all das werden wir im Untersuchungsausschuß reden! (Abg. Dr. Fekter: Was ist Ihre Verteidigungsstrategie für den Rosenstingl? Sie haben keine!)
Abg. Dr. Fekter: Sie haben keine Verteidigungsstrategie!
Wenn wir auch noch die Parteifinanzen der ÖVP kontrollieren können und jene Malversationen, Herr Kollege Wabl, die der Herr Kollege Kostelka in seiner Partei angerichtet hat (Abg. Dr. Fekter: Sie haben keine Verteidigungsstrategie!), dann werden wir nicht nur erreichen, daß unsere Partei „gläserne“ Parteifinanzen hat, sondern dann werden wir es vielleicht auch einmal schaffen, in Ihr trübes Finanzwerk etwas Klarheit hineinzubringen, um endlich auch Ihre Parteifinanzen in Ordnung zu bringen. Vielleicht werden Sie dann das tun, was das Gesetz Ihnen vorschreibt, nämlich mit Geldern des Steuerzahlers so umzugehen (Abg. Dr. Puttinger: Wie der Rosenstingl!), wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen die Grenzen setzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Puttinger: Wie der Rosenstingl!
Wenn wir auch noch die Parteifinanzen der ÖVP kontrollieren können und jene Malversationen, Herr Kollege Wabl, die der Herr Kollege Kostelka in seiner Partei angerichtet hat (Abg. Dr. Fekter: Sie haben keine Verteidigungsstrategie!), dann werden wir nicht nur erreichen, daß unsere Partei „gläserne“ Parteifinanzen hat, sondern dann werden wir es vielleicht auch einmal schaffen, in Ihr trübes Finanzwerk etwas Klarheit hineinzubringen, um endlich auch Ihre Parteifinanzen in Ordnung zu bringen. Vielleicht werden Sie dann das tun, was das Gesetz Ihnen vorschreibt, nämlich mit Geldern des Steuerzahlers so umzugehen (Abg. Dr. Puttinger: Wie der Rosenstingl!), wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen die Grenzen setzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
Wenn wir auch noch die Parteifinanzen der ÖVP kontrollieren können und jene Malversationen, Herr Kollege Wabl, die der Herr Kollege Kostelka in seiner Partei angerichtet hat (Abg. Dr. Fekter: Sie haben keine Verteidigungsstrategie!), dann werden wir nicht nur erreichen, daß unsere Partei „gläserne“ Parteifinanzen hat, sondern dann werden wir es vielleicht auch einmal schaffen, in Ihr trübes Finanzwerk etwas Klarheit hineinzubringen, um endlich auch Ihre Parteifinanzen in Ordnung zu bringen. Vielleicht werden Sie dann das tun, was das Gesetz Ihnen vorschreibt, nämlich mit Geldern des Steuerzahlers so umzugehen (Abg. Dr. Puttinger: Wie der Rosenstingl!), wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen die Grenzen setzen. (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Heiterkeit.
†Abgeordnete MMag. Dr. Madeleine Petrovic¦ (Grüne): Herr Präsident! Herr Bundesminister! Hohes Haus! Wenn die ganze Angelegenheit nicht wirklich so ernst und tragisch wäre, könnte ich die Ereignisse des heutigen Nachmittags überhaupt nur mehr auf die Tatsache zurückführen, daß Vollmond ist. (Heiterkeit.)
Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ, der ÖVP und des Liberalen Forums.
Es ist so, daß sich – wahrscheinlich geht es nicht nur unserem Klub so – gerade zu Vollmond hier im Hohen Haus und bei anderen öffentlichen Stellen immer die Zuschriften mehren, worin Menschen plötzlich den Verdacht äußern, sie würden von CIA und KGB gleichzeitig verfolgt oder von irgendwelchen kosmischen Strahlen verändert. Auch wenn ich mir insbesondere die Redebeiträge des Abgeordneten Stadler in Erinnerung rufe und auch sein Auftreten in den letzen Sitzungen der Präsidiale und im Immunitätsausschuß Revue passieren lasse, dann komme ich zu dem Schluß: Es muß irgend etwas mit dem Vollmond zu tun haben! Ich habe nicht einmal die FPÖ in dieser Art und Weise eingeschätzt, wie sie sich hier und heute präsentiert. Das ist wirklich kaum noch zu glauben! (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ, der ÖVP und des Liberalen Forums.)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Mit Ihnen ist es schwierig, weil Sie nicht eingehen auf das, was von uns gesagt wird!
Wenn Parteizentralen gebaut werden, und das von parteinahen Firmen, die gleichzeitig auch öffentliche Förderungen ansprechen, dann ist es denkunmöglich, daß der Parteivorsitzende und der Parteivorstand nichts davon wissen. Doch dazu haben Sie in dieser langen Debatte kein einziges Wort gesagt. Statt dessen war in den letzten Ausführungen wieder – und das macht die Debatte mit Ihnen so schwierig, sogar wenn man konzediert, daß nicht alles schwarz und weiß ist und daß es möglich ist, daß sogar Parteigremien hinters Licht geführt werden ... (Abg. Dr. Partik-Pablé: Mit Ihnen ist es schwierig, weil Sie nicht eingehen auf das, was von uns gesagt wird!)
Abg. Dr. Haider: Das ist eine Tatsachenfeststellung!
Frau Partik-Pablé! Wenn Sie das decken und richtig finden, daß in einem Atemzug jetzt wieder in bezug auf Regierungspolitiker von Karrierist, davon, daß jemand bald abserviert wird, und von Oberintrigant die Rede ist, dann frage ich mich, warum. (Abg. Dr. Haider: Das ist eine Tatsachenfeststellung!) Sie scheinen das gar nicht mehr zu merken. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie gehen nicht ein auf das, was wir sagen!) Sie unterscheiden sich in der Diktion nicht mehr von diesen Vollmondphantasten, die Realität mit irgendwelchen Traumgebilden durcheinanderbringen. Sie scheinen tatsächlich jedes Differenzierungsvermögen verloren zu haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann gehen Sie doch einmal ein auf das, was wir sagen!)
Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie gehen nicht ein auf das, was wir sagen!
Frau Partik-Pablé! Wenn Sie das decken und richtig finden, daß in einem Atemzug jetzt wieder in bezug auf Regierungspolitiker von Karrierist, davon, daß jemand bald abserviert wird, und von Oberintrigant die Rede ist, dann frage ich mich, warum. (Abg. Dr. Haider: Das ist eine Tatsachenfeststellung!) Sie scheinen das gar nicht mehr zu merken. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie gehen nicht ein auf das, was wir sagen!) Sie unterscheiden sich in der Diktion nicht mehr von diesen Vollmondphantasten, die Realität mit irgendwelchen Traumgebilden durcheinanderbringen. Sie scheinen tatsächlich jedes Differenzierungsvermögen verloren zu haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann gehen Sie doch einmal ein auf das, was wir sagen!)
Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann gehen Sie doch einmal ein auf das, was wir sagen!
Frau Partik-Pablé! Wenn Sie das decken und richtig finden, daß in einem Atemzug jetzt wieder in bezug auf Regierungspolitiker von Karrierist, davon, daß jemand bald abserviert wird, und von Oberintrigant die Rede ist, dann frage ich mich, warum. (Abg. Dr. Haider: Das ist eine Tatsachenfeststellung!) Sie scheinen das gar nicht mehr zu merken. (Abg. Dr. Partik-Pablé: Sie gehen nicht ein auf das, was wir sagen!) Sie unterscheiden sich in der Diktion nicht mehr von diesen Vollmondphantasten, die Realität mit irgendwelchen Traumgebilden durcheinanderbringen. Sie scheinen tatsächlich jedes Differenzierungsvermögen verloren zu haben. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Dann gehen Sie doch einmal ein auf das, was wir sagen!)
Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei SPÖ und ÖVP.
Es entsteht der Eindruck, als ob diese „Malversation“ – unter Anführungszeichen – Sie völlig überrascht hätte. Sie beschreiben auch Rosenstingl in diesem Zusammenhang so, als handelte es sich hierbei um ein Phänomen wie bei Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Es scheint eher ein Phänomen von Dr. Jekyll und Mr. Haider zu sein. (Heiterkeit und Beifall bei den Grünen sowie bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP, beim Liberalem Forum sowie bei den Grünen.
Herr Kollege Stadler, Sie haben für sich, aber auch für den Rest Ihrer Fraktion gezeigt, wes Geistes Kinder Sie sind. (Beifall bei SPÖ und ÖVP, beim Liberalem Forum sowie bei den Grünen.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Sie haben die Verantwortung dafür zu tragen! Aber mit der Art und Weise, wie Sie diese beiseite zu schieben versuchen – das sage ich Ihnen ganz deutlich –, bestätigen Sie mit jeder Faser, mit jeder Sekunde, daß unsere Vorwürfe richtig sind. Das ist jenes Biotop, in dem Rosenstingl gedeihen konnte, ja gedeihen mußte! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das ist jener Sumpf, in dem dieses Biotop entstanden ist. (Abg. Mag. Stadler: Das, was bei Ihnen der Sumpf mit Marizzi ist!) Ihre Rede war nichts anderes als das Blubbern des Sumpfgases. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist kein Ordnungsruf?)
Abg. Mag. Stadler: Das, was bei Ihnen der Sumpf mit Marizzi ist!
Sie haben die Verantwortung dafür zu tragen! Aber mit der Art und Weise, wie Sie diese beiseite zu schieben versuchen – das sage ich Ihnen ganz deutlich –, bestätigen Sie mit jeder Faser, mit jeder Sekunde, daß unsere Vorwürfe richtig sind. Das ist jenes Biotop, in dem Rosenstingl gedeihen konnte, ja gedeihen mußte! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das ist jener Sumpf, in dem dieses Biotop entstanden ist. (Abg. Mag. Stadler: Das, was bei Ihnen der Sumpf mit Marizzi ist!) Ihre Rede war nichts anderes als das Blubbern des Sumpfgases. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist kein Ordnungsruf?)
Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist kein Ordnungsruf?
Sie haben die Verantwortung dafür zu tragen! Aber mit der Art und Weise, wie Sie diese beiseite zu schieben versuchen – das sage ich Ihnen ganz deutlich –, bestätigen Sie mit jeder Faser, mit jeder Sekunde, daß unsere Vorwürfe richtig sind. Das ist jenes Biotop, in dem Rosenstingl gedeihen konnte, ja gedeihen mußte! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.) Das ist jener Sumpf, in dem dieses Biotop entstanden ist. (Abg. Mag. Stadler: Das, was bei Ihnen der Sumpf mit Marizzi ist!) Ihre Rede war nichts anderes als das Blubbern des Sumpfgases. (Heiterkeit bei der SPÖ. – Abg. Dr. Partik-Pablé: Das ist kein Ordnungsruf?)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
In diesem Zusammenhang möchte ich mit aller Eindringlichkeit noch einmal folgendes sagen: Sie sind in der langen Debatte, in der Sie 50 Minuten Zeit hatten, jede Rechtfertigung schuldig geblieben und haben sich in keiner Weise in irgendeiner Form von dem, was hier Rosenstingl vorgeworfen wird, abgegrenzt: nämlich kein redlicher Umgang. – Damit hat der Vollmond nichts zu tun, meine Damen und Herren! Das ist Menschenverachtung und Demokratieverachtung! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.
Ich akzeptiere, daß Sie hier herinnen sitzen, weil Sie der Wähler gewählt hat. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Das, was mich als Demokraten zutiefst befriedigt, ist, daß ich davon überzeugt bin, daß der Wähler genau merken wird, wie Sie mit ihm, den Mandaten und Stimmen umgehen, nämlich in einer zynischen, in einer aggressiven und in einer die Wahrheit nicht ernstnehmenden Weise. Verantworten Sie sich für das, was in diesem Zusammenhang diskutiert wurde! Das sind Sie unserem Land schuldig! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Beifall bei SPÖ und ÖVP.
Ich akzeptiere, daß Sie hier herinnen sitzen, weil Sie der Wähler gewählt hat. (Zwischenrufe bei den Freiheitlichen.) Das, was mich als Demokraten zutiefst befriedigt, ist, daß ich davon überzeugt bin, daß der Wähler genau merken wird, wie Sie mit ihm, den Mandaten und Stimmen umgehen, nämlich in einer zynischen, in einer aggressiven und in einer die Wahrheit nicht ernstnehmenden Weise. Verantworten Sie sich für das, was in diesem Zusammenhang diskutiert wurde! Das sind Sie unserem Land schuldig! (Beifall bei SPÖ und ÖVP.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (Freiheitliche): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich gebe schon zu, daß das Ergebnis der Debatte für Sie heute nicht jenes ist, das Sie sich erwartet haben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie haben nämlich heute erwartet, daß Sie sozusagen Ihre Schmutzkübel über die FPÖ schütten können und wir zerknirscht dasitzen und sagen: Bedauerlich, das ist eben passiert! (Ruf bei der SPÖ: Sie sind ein Träumer!) – Sie haben die Möglichkeit gehabt, eine faire Diskussion mit uns zu führen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Wenn jedoch Frau Abgeordnete Petrovic zum Rednerpult geht und sagt, jeder, der nicht ihrer Meinung sei und ein anderes Argument vorbringe, sei wie bei Vollmond ein bißchen geistesgestört, so ist das genau die Denkweise jener autoritären Politiker in der ganzen Welt, die jeden für geisteskrank erklären, der nicht ihrer Meinung ist. Das ist Ihr Denken, liebe Frau Petrovic! Das ist Ihre Haltung! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ruf bei der SPÖ: Sie sind ein Träumer!
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (Freiheitliche): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich gebe schon zu, daß das Ergebnis der Debatte für Sie heute nicht jenes ist, das Sie sich erwartet haben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie haben nämlich heute erwartet, daß Sie sozusagen Ihre Schmutzkübel über die FPÖ schütten können und wir zerknirscht dasitzen und sagen: Bedauerlich, das ist eben passiert! (Ruf bei der SPÖ: Sie sind ein Träumer!) – Sie haben die Möglichkeit gehabt, eine faire Diskussion mit uns zu führen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Wenn jedoch Frau Abgeordnete Petrovic zum Rednerpult geht und sagt, jeder, der nicht ihrer Meinung sei und ein anderes Argument vorbringe, sei wie bei Vollmond ein bißchen geistesgestört, so ist das genau die Denkweise jener autoritären Politiker in der ganzen Welt, die jeden für geisteskrank erklären, der nicht ihrer Meinung ist. Das ist Ihr Denken, liebe Frau Petrovic! Das ist Ihre Haltung! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (Freiheitliche): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich gebe schon zu, daß das Ergebnis der Debatte für Sie heute nicht jenes ist, das Sie sich erwartet haben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie haben nämlich heute erwartet, daß Sie sozusagen Ihre Schmutzkübel über die FPÖ schütten können und wir zerknirscht dasitzen und sagen: Bedauerlich, das ist eben passiert! (Ruf bei der SPÖ: Sie sind ein Träumer!) – Sie haben die Möglichkeit gehabt, eine faire Diskussion mit uns zu führen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Wenn jedoch Frau Abgeordnete Petrovic zum Rednerpult geht und sagt, jeder, der nicht ihrer Meinung sei und ein anderes Argument vorbringe, sei wie bei Vollmond ein bißchen geistesgestört, so ist das genau die Denkweise jener autoritären Politiker in der ganzen Welt, die jeden für geisteskrank erklären, der nicht ihrer Meinung ist. Das ist Ihr Denken, liebe Frau Petrovic! Das ist Ihre Haltung! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Beifall bei den Freiheitlichen.
†Abgeordneter Dr. Jörg Haider¦ (Freiheitliche): Hohes Haus! Meine Damen und Herren! Ich gebe schon zu, daß das Ergebnis der Debatte für Sie heute nicht jenes ist, das Sie sich erwartet haben. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Sie haben nämlich heute erwartet, daß Sie sozusagen Ihre Schmutzkübel über die FPÖ schütten können und wir zerknirscht dasitzen und sagen: Bedauerlich, das ist eben passiert! (Ruf bei der SPÖ: Sie sind ein Träumer!) – Sie haben die Möglichkeit gehabt, eine faire Diskussion mit uns zu führen. (Ironische Heiterkeit bei der SPÖ.) Wenn jedoch Frau Abgeordnete Petrovic zum Rednerpult geht und sagt, jeder, der nicht ihrer Meinung sei und ein anderes Argument vorbringe, sei wie bei Vollmond ein bißchen geistesgestört, so ist das genau die Denkweise jener autoritären Politiker in der ganzen Welt, die jeden für geisteskrank erklären, der nicht ihrer Meinung ist. Das ist Ihr Denken, liebe Frau Petrovic! Das ist Ihre Haltung! (Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Fekter: Sie haben nicht zugehört!
Wenn Sie zugehört hätten, wüßten Sie nämlich, daß es Kollege Schreiner war, der heute gesagt hat: Ich stelle mein Mandat so lange zur Verfügung, bis alle Vorwürfe ausgeräumt sind! – Er hat nämlich in der Wohnbausache die Konsequenzen gezogen. (Abg. Dr. Fekter: Sie haben nicht zugehört!) Das haben Sie jetzt kritisiert. Er hat die Konsequenzen aber bereits gezogen. (Abg. Fuchs: Wo ist Ihre Konsequenz?) Das ist beim Kollegen Hermann Mentil ebenfalls der Fall. Das, was wir Ihnen nicht ersparen, ist, daß hier der Moralapostel Kostelka nicht so tun kann, als wäre bei ihm alles in Ordnung.
Abg. Fuchs: Wo ist Ihre Konsequenz?
Wenn Sie zugehört hätten, wüßten Sie nämlich, daß es Kollege Schreiner war, der heute gesagt hat: Ich stelle mein Mandat so lange zur Verfügung, bis alle Vorwürfe ausgeräumt sind! – Er hat nämlich in der Wohnbausache die Konsequenzen gezogen. (Abg. Dr. Fekter: Sie haben nicht zugehört!) Das haben Sie jetzt kritisiert. Er hat die Konsequenzen aber bereits gezogen. (Abg. Fuchs: Wo ist Ihre Konsequenz?) Das ist beim Kollegen Hermann Mentil ebenfalls der Fall. Das, was wir Ihnen nicht ersparen, ist, daß hier der Moralapostel Kostelka nicht so tun kann, als wäre bei ihm alles in Ordnung.
Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.
Lieber Freund! Sie haben eine staatsanwaltschaftliche Prüfung am Hals. Wenn Sie politisch einigermaßen moralisch sind, dann ziehen Sie die Konsequenzen und stellen Ihr Mandat zur Verfügung, bis die Dinge aufgeklärt sind! Sie trauen sich ja nicht einmal den Namen jenes Wirtschaftstreuhänders zu veröffentlichen, der Ihr Gefälligkeitsgutachten geschrieben hat. Der SPÖ-Pressedienst veröffentlicht, daß es ein Gutachten gibt, gezeichnet Stefan Pöttler, Pressesprecher des SPÖ-Klubs. Das ist kein Wirtschaftstreuhänder! Sagen Sie uns einmal: Wer ist denn dieser ominöse Wirtschaftstreuhänder, der Ihnen den ... (Zwischenrufe bei SPÖ und ÖVP.)
Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen
Als Letztes, meine Damen und Herren: Zerknirschung von uns zu erwarten gegenüber einer Partei wie jener, die Kollege Khol hier repräsentiert, die taxfrei sagt, in unseren Parteikassen befinde sich gestohlenes Geld, die aber selbst eine Partei repräsentiert (Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen), in der Leute zurücktreten müssen, die Tausende im WEB-Skandal geschädigt haben, bei der heute noch Abgeordnete hier herinnen ...
Beifall bei den Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abgeordneten Dr. Haider.
†Präsident Dr. Heinz Fischer¦: Herr Abgeordneter, die Redezeit ist beendet! (Beifall bei den Freiheitlichen für den das Rednerpult verlassenden Abgeordneten Dr. Haider.)
Abg. Mag. Stadler: So ein Schmarr’n! – Abg. Dr. Haider: Sie waren nicht da!
†Abgeordneter Karl Öllinger¦ (Grüne): Meine sehr geehrten Damen und Herren! Herr Abgeordneter Haider! Da Sie hier behauptet haben, Sie hätten uns, den anderen Fraktionen, im Rahmen in einer langen Debatte die Möglichkeit geboten, auf Ihre Argumente einzugehen, selbst aber die meiste Zeit bei dieser Debatte nicht anwesend waren, wiederhole ich das, was ich auch an Ihre Adresse gerichtet hatte. (Abg. Mag. Stadler: So ein Schmarr’n! – Abg. Dr. Haider: Sie waren nicht da!)
Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Haider.
Herr Abgeordneter Haider! Das System FPÖ, die Methode, mit der Sie Politik machen, lebt natürlich nur durch Sie als Führer dieser Partei. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Haider.) Deshalb, Herr Abgeordneter Haider, ist es nicht nur eine Frage Ihrer persönlichen Feigheit, daß Sie keine politischen Konsequenzen ziehen – denn Sie sind verantwortlich für dieses System FPÖ, das nicht nur aus dem Herrn Rosenstingl, sondern auch aus Dutzenden anderen Fällen besteht (Beifall bei den Grünen) –, sondern es ist natürlich auch die Feigheit Ihrer vielen Mitverantwortlichen, die genau wissen, daß der Rücktritt dieses Parteiführers die ganze Partei ins Nichts stürzen ließe. Deshalb lebt das System von Günstlingen und Satrapen nur dann, wenn der Führer dieser Partei gleichzeitig so wie bisher mit dieser Partei weitermacht. Das ist das Problem an dieser FPÖ und dieser Situation, Herr Abgeordneter Haider! (Ruf bei den Freiheitlichen: Sie verlieren die nächsten Wahlen wieder!)
Beifall bei den Grünen
Herr Abgeordneter Haider! Das System FPÖ, die Methode, mit der Sie Politik machen, lebt natürlich nur durch Sie als Führer dieser Partei. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Haider.) Deshalb, Herr Abgeordneter Haider, ist es nicht nur eine Frage Ihrer persönlichen Feigheit, daß Sie keine politischen Konsequenzen ziehen – denn Sie sind verantwortlich für dieses System FPÖ, das nicht nur aus dem Herrn Rosenstingl, sondern auch aus Dutzenden anderen Fällen besteht (Beifall bei den Grünen) –, sondern es ist natürlich auch die Feigheit Ihrer vielen Mitverantwortlichen, die genau wissen, daß der Rücktritt dieses Parteiführers die ganze Partei ins Nichts stürzen ließe. Deshalb lebt das System von Günstlingen und Satrapen nur dann, wenn der Führer dieser Partei gleichzeitig so wie bisher mit dieser Partei weitermacht. Das ist das Problem an dieser FPÖ und dieser Situation, Herr Abgeordneter Haider! (Ruf bei den Freiheitlichen: Sie verlieren die nächsten Wahlen wieder!)
Ruf bei den Freiheitlichen: Sie verlieren die nächsten Wahlen wieder!
Herr Abgeordneter Haider! Das System FPÖ, die Methode, mit der Sie Politik machen, lebt natürlich nur durch Sie als Führer dieser Partei. (Weiterer Zwischenruf des Abg. Dr. Haider.) Deshalb, Herr Abgeordneter Haider, ist es nicht nur eine Frage Ihrer persönlichen Feigheit, daß Sie keine politischen Konsequenzen ziehen – denn Sie sind verantwortlich für dieses System FPÖ, das nicht nur aus dem Herrn Rosenstingl, sondern auch aus Dutzenden anderen Fällen besteht (Beifall bei den Grünen) –, sondern es ist natürlich auch die Feigheit Ihrer vielen Mitverantwortlichen, die genau wissen, daß der Rücktritt dieses Parteiführers die ganze Partei ins Nichts stürzen ließe. Deshalb lebt das System von Günstlingen und Satrapen nur dann, wenn der Führer dieser Partei gleichzeitig so wie bisher mit dieser Partei weitermacht. Das ist das Problem an dieser FPÖ und dieser Situation, Herr Abgeordneter Haider! (Ruf bei den Freiheitlichen: Sie verlieren die nächsten Wahlen wieder!)
Abg. Mag. Stadler: Wieso sollen wir das wissen?
Eine Frage hätten Sie oder irgendeiner Ihrer Abgeordneten beantworten können, eine Frage, die ich gestellt habe: Was hat es mit dieser Auseinandersetzung zwischen Herrn Gratzer, Ihrem niederösterreichischen Landesparteiobmann, und dem Bankangestellten, der auch Mitglied Ihrer Partei war, auf sich? Wer von den beiden hat gelogen, der Bankangestellte, der behauptet, er habe keinen Namen genannt (Abg. Mag. Stadler: Wieso sollen wir das wissen?) oder Herr Gratzer, der gesagt hat, er habe den Namen, den Vornamen oder den Nachnamen, genannt? (Abg. Dr. Haider: Schwachsinn!) Wenn Herr Gratzer recht hat, Herr Abgeordneter Haider, dann hätte Herr Gratzer als erster die Anzeige, die Sachverhaltsdarstellung einbringen müssen, weil dieser Bankangestellte natürlich das Bankgeheimnis verletzt hat. – Das hat er aber nicht gemacht.
Abg. Dr. Haider: Schwachsinn!
Eine Frage hätten Sie oder irgendeiner Ihrer Abgeordneten beantworten können, eine Frage, die ich gestellt habe: Was hat es mit dieser Auseinandersetzung zwischen Herrn Gratzer, Ihrem niederösterreichischen Landesparteiobmann, und dem Bankangestellten, der auch Mitglied Ihrer Partei war, auf sich? Wer von den beiden hat gelogen, der Bankangestellte, der behauptet, er habe keinen Namen genannt (Abg. Mag. Stadler: Wieso sollen wir das wissen?) oder Herr Gratzer, der gesagt hat, er habe den Namen, den Vornamen oder den Nachnamen, genannt? (Abg. Dr. Haider: Schwachsinn!) Wenn Herr Gratzer recht hat, Herr Abgeordneter Haider, dann hätte Herr Gratzer als erster die Anzeige, die Sachverhaltsdarstellung einbringen müssen, weil dieser Bankangestellte natürlich das Bankgeheimnis verletzt hat. – Das hat er aber nicht gemacht.
Beifall bei den Grünen.
An dieser kleinen Schlüssellochsituation, Herr Abgeordneter Haider, ist das System, wie in Ihrer Partei Politik gemacht wird, welche Methoden angewendet werden, deutlich genug zu studieren. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Mag. Stadler: Sagt der Rechnungshof!
†Abgeordneter Dr. Andreas Khol¦ (ÖVP): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich berichtige den Abgeordneten Stadler, der ausgeführt hat, ich hätte die Politische Akademie, als ich sie im Jahre 1992 übergeben habe, mit einem desaströsen Defizit übergeben. (Abg. Mag. Stadler: Sagt der Rechnungshof!)
Abg. Dr. Haider: Sagt der Rechnungshof etwas Falsches? – Abg. Mag. Stadler: 10 Millionen fehlen dort!
Richtig ist, daß ich die Akademie 1992 mit einem Bilanzüberschuß von 1,5 Millionen Schilling übergeben habe (Abg. Dr. Haider: Sagt der Rechnungshof etwas Falsches? – Abg. Mag. Stadler: 10 Millionen fehlen dort!) und daß der Rechnungshof meine Gebarung geprüft und nicht beanstandet hat, während bei der Akademie der Freiheitlichen zu diesem Zeitpunkt Abgeordneter Haider für die Benützung von Dienstwägen Beträge zurückzahlen mußte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: 10 Millionen sind verschwunden!)
Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: 10 Millionen sind verschwunden!
Richtig ist, daß ich die Akademie 1992 mit einem Bilanzüberschuß von 1,5 Millionen Schilling übergeben habe (Abg. Dr. Haider: Sagt der Rechnungshof etwas Falsches? – Abg. Mag. Stadler: 10 Millionen fehlen dort!) und daß der Rechnungshof meine Gebarung geprüft und nicht beanstandet hat, während bei der Akademie der Freiheitlichen zu diesem Zeitpunkt Abgeordneter Haider für die Benützung von Dienstwägen Beträge zurückzahlen mußte. (Beifall bei der ÖVP. – Abg. Mag. Stadler: 10 Millionen sind verschwunden!)
Abg. Mag. Stadler: Und dem Haider!
Zweitens wurde behauptet, ich hätte in den Verhandlungen um die Geschäftsordnungsreform Herrn Stadler mein Ehrenwort gegeben. (Abg. Mag. Stadler: Und dem Haider!) Das ist nicht richtig, denn ich gebe mein Ehrenwort nur Ehrenmännern. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.
Zweitens wurde behauptet, ich hätte in den Verhandlungen um die Geschäftsordnungsreform Herrn Stadler mein Ehrenwort gegeben. (Abg. Mag. Stadler: Und dem Haider!) Das ist nicht richtig, denn ich gebe mein Ehrenwort nur Ehrenmännern. (Heiterkeit und Beifall bei ÖVP und SPÖ.)
Rufe bei ÖVP und SPÖ: Nein!
†Abgeordneter Mag. Johann Ewald Stadler¦ (Freiheitliche): Herr Präsident! Darf ich zunächst auf die tatsächliche Berichtigung des Kollegen Khol persönlich erwidern? (Rufe bei ÖVP und SPÖ: Nein!) Es ist eine persönliche Angelegenheit. Er hat gesagt, er hätte mir nie ein Ehrenwort gegeben. Ich möchte das bitte persönlich erwidern.
Abg. Dr. Nowotny: Aufgeregt sind Sie!
Herr Kollege Khol! (Abg. Dr. Nowotny: Aufgeregt sind Sie!) Ich nehme zur Kenntnis, daß Sie mir kein Ehrenwort gegeben haben. Sie können mir auch keines geben, denn ein solches gibt es nur von Ehrenmännern. Aber Sie haben mir zumindest Suppe gegeben, und die war gut, denn die war von Ihrer Frau, die war besser als das, was Sie mir versprochen hatten.
Zwischenruf
Ich berichtige tatsächlich: Dieser Mitarbeiter, ein gewisser Herr Ableidinger, ist in diesen Fall nicht nur als Überbringer des Koffers involviert, sondern er ist auch der Wohnungsinhaber jener Wohnung, die der Freundin (Zwischenruf) – es geht noch weiter! – des Kollegen Rosenstingl, Frau Cornelia Gretsch, gehört, die mit ihm gemeinsam untergetaucht ist. Er ist auch jener Mann, der seit vielen Jahren intensive geschäftliche Kontakte, von denen der ÖGB unter Umständen nichts gewußt hat, zu Rosenstingl über Gretsch aufgebaut hatte. Meine Damen und Herren! Herr Ableidinger, Mitarbeiter einer ÖGB-Tochterfirma, steckt bis zum Hals in diesem Skandal. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Schwimmer: Sie sind ja bestens informiert! Herr Stadler weiß viel über Rosenstingl! Was wissen Sie noch?)
Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Schwimmer: Sie sind ja bestens informiert! Herr Stadler weiß viel über Rosenstingl! Was wissen Sie noch?
Ich berichtige tatsächlich: Dieser Mitarbeiter, ein gewisser Herr Ableidinger, ist in diesen Fall nicht nur als Überbringer des Koffers involviert, sondern er ist auch der Wohnungsinhaber jener Wohnung, die der Freundin (Zwischenruf) – es geht noch weiter! – des Kollegen Rosenstingl, Frau Cornelia Gretsch, gehört, die mit ihm gemeinsam untergetaucht ist. Er ist auch jener Mann, der seit vielen Jahren intensive geschäftliche Kontakte, von denen der ÖGB unter Umständen nichts gewußt hat, zu Rosenstingl über Gretsch aufgebaut hatte. Meine Damen und Herren! Herr Ableidinger, Mitarbeiter einer ÖGB-Tochterfirma, steckt bis zum Hals in diesem Skandal. (Beifall bei den Freiheitlichen. – Abg. Dr. Schwimmer: Sie sind ja bestens informiert! Herr Stadler weiß viel über Rosenstingl! Was wissen Sie noch?)
Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.
Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Dr. Petrovic. Redezeit: 10 Minuten. – Bitte. (Unruhe im Saal. – Präsident Dr. Fischer gibt das Glockenzeichen.)
Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.
Ich denke, daß es deswegen notwendig ist, einen Untersuchungsausschuß über die ganze Palette der Vorwürfe einzurichten, weil nur auf diese Art – mit Wahrheitsverpflichtung! – geklärt werden kann, ob es wirklich Verzögerungen, Versäumnisse der Gerichte oder der Exekutive gab, ob es möglicherweise mangelnde Kooperation seitens der Freiheitlichen Partei bei der Aufklärung dieser Umstände gab, ob möglicherweise auch öffentlich Bedienstete – und solche gibt es nicht gerade wenige in den Reihen der Freiheitlichen Partei – der Verpflichtung des § 84 Strafprozeßordnung nicht nachgekommen sind. (Präsident Dr. Neisser übernimmt den Vorsitz.)
Abg. Mag. Stadler: Rosenstingl heißt er!
Es muß bei all dieser Nebelwerferei, bei diesen ungeheuerlichen Verdächtigungen in Richtung Mordbeteiligung von Koalitionsabgeordneten und in Richtung unglaublicher Delikte eines sehr klar festgehalten werden: daß die Strukturen wohl in keiner anderen Partei so gut geeignet waren und sind, daß sich dort derartige „Rosenblüten“ entwickeln wie im konkreten Fall. (Abg. Mag. Stadler: Rosenstingl heißt er!)
Abg. Mag. Stadler: Das gibt es ja angeblich nicht!
Herr Abgeordneter Stadler! Auch Sie leisten mit Ihren undifferenzierten Anwürfen gegen andere Parteien letztlich Vorschub dazu, daß das geschieht, was Sie sonst immer kritisiert haben (Abg. Mag. Stadler: Das gibt es ja angeblich nicht!): daß man irgend jemanden nimmt, der nicht einmal zurücktritt, sondern vorübergehend sein Mandat ruhen läßt; dann wird eine Prüfungsart gewählt, von der man nicht weiß, welchen Grad an Objektivität sie hat – es ist jedenfalls nicht der Rechnungshof und nicht die Wirtschaftspolizei –, und Sie gehen so vor, daß Sie permanent versuchen, nicht zuzuhören, den Spieß umzudrehen und die FPÖ als eine Märtyrerpartei darzustellen. Wie gesagt, ich bedauere es, daß die Koalitionsparteien es Ihnen so leichtmachen, diesem Antrag zuzustimmen: Sie können das tun, weil Sie ja wissen, daß die Koalitionsparteien nicht mitstimmen. (Abg. Mag. Stadler: Ich hoffe, daß sie mitstimmen!)
Abg. Mag. Stadler: Ich hoffe, daß sie mitstimmen!
Herr Abgeordneter Stadler! Auch Sie leisten mit Ihren undifferenzierten Anwürfen gegen andere Parteien letztlich Vorschub dazu, daß das geschieht, was Sie sonst immer kritisiert haben (Abg. Mag. Stadler: Das gibt es ja angeblich nicht!): daß man irgend jemanden nimmt, der nicht einmal zurücktritt, sondern vorübergehend sein Mandat ruhen läßt; dann wird eine Prüfungsart gewählt, von der man nicht weiß, welchen Grad an Objektivität sie hat – es ist jedenfalls nicht der Rechnungshof und nicht die Wirtschaftspolizei –, und Sie gehen so vor, daß Sie permanent versuchen, nicht zuzuhören, den Spieß umzudrehen und die FPÖ als eine Märtyrerpartei darzustellen. Wie gesagt, ich bedauere es, daß die Koalitionsparteien es Ihnen so leichtmachen, diesem Antrag zuzustimmen: Sie können das tun, weil Sie ja wissen, daß die Koalitionsparteien nicht mitstimmen. (Abg. Mag. Stadler: Ich hoffe, daß sie mitstimmen!)
Abg. Mag. Stadler: O ja! Letzter Absatz, Auslieferungsbegehren!
Es wäre wahrscheinlich ein notwendiges Vorgehen, daß wir endlich zu dem kommen, was die Causa Rosenstingl und andere Vorfälle – die Causa Meischberger und ähnliche derartige Ereignisse – unmöglich gemacht hätte, nämlich – ich wiederhole es –: gläserne Parteikassen, Offenlegung aller Einkommens- und Vermögensverhältnisse von Mandataren, eine lückenlose Trennung im Wohnbaubereich zwischen Gemeinnützigkeit und kommerzieller Tätigkeit und in Hinkunft wohl auch eine verschärfte gesetzliche Formulierung im Bereich der Unvereinbarkeit. Herr Abgeordneter Stadler! Ihr Antrag – der Antrag der FPÖ betreffend die außerparlamentarische Immunität – hat mit der Causa Rosenstingl überhaupt nichts zu tun. (Abg. Mag. Stadler: O ja! Letzter Absatz, Auslieferungsbegehren!) Er widerspricht auch Ihrem eben an den Tag gelegten Abstimmungsverhalten, in dem Sie selbst erneut den politischen Zusammenhang festgehalten haben, und ist daher ebenfalls in die Kategorie „Nebelwerferei“ einzuordnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Es wäre wahrscheinlich ein notwendiges Vorgehen, daß wir endlich zu dem kommen, was die Causa Rosenstingl und andere Vorfälle – die Causa Meischberger und ähnliche derartige Ereignisse – unmöglich gemacht hätte, nämlich – ich wiederhole es –: gläserne Parteikassen, Offenlegung aller Einkommens- und Vermögensverhältnisse von Mandataren, eine lückenlose Trennung im Wohnbaubereich zwischen Gemeinnützigkeit und kommerzieller Tätigkeit und in Hinkunft wohl auch eine verschärfte gesetzliche Formulierung im Bereich der Unvereinbarkeit. Herr Abgeordneter Stadler! Ihr Antrag – der Antrag der FPÖ betreffend die außerparlamentarische Immunität – hat mit der Causa Rosenstingl überhaupt nichts zu tun. (Abg. Mag. Stadler: O ja! Letzter Absatz, Auslieferungsbegehren!) Er widerspricht auch Ihrem eben an den Tag gelegten Abstimmungsverhalten, in dem Sie selbst erneut den politischen Zusammenhang festgehalten haben, und ist daher ebenfalls in die Kategorie „Nebelwerferei“ einzuordnen. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei den Grünen.
Ein Allerletztes richtet sich gegen die FPÖ insgesamt: Ich glaube, daß es gerade für die Ermittlungsbehörden im konkreten Fall wahrscheinlich gar nicht zu fassen war, daß die Vorwürfe, die in dieser Sache zunächst von einzelnen FPÖ-Funktionären geäußert worden sind, der Wahrheit entsprechen könnten. Denn die Art und Weise, wie Sie auftreten und das Unrecht immer nur bei den anderen suchen, hat sicherlich auch Rückwirkungen auf die Ermittlungsbehörden. Insofern – das muß man sagen – haben Sie durch dieses Ihr Verhalten, durch das Anprangern von möglicherweise nur behaupteten Fehlleistungen der Exekutive, sehr wahrscheinlich einen Beitrag dazu geleistet, daß die Ermittlungen nicht mit der gebotenen Eile und nicht mit der gebotenen Stringenz durchgeführt werden könnten. (Beifall bei den Grünen.)
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Soll ich etwa darauf eingehen? – „Madame Zuckerbrot“ kann ich leider nicht ernst nehmen!
Frau Petrovic! Wenn Sie meinen, daß vielleicht Mondphasen am Verhalten des Herrn Stadler schuld sind, oder daß das vielleicht Doppelzüngigkeit oder Persönlichkeitsspaltung ist, dann möchte ich Ihnen sagen, daß dem nicht so ist. Die Worte, die aus seinem Mund quellen, die vor Haß triefen und Haß sind, und daß er so gern von Haß spricht, das alles zeigt: Er ist die Inkarnation des Hasses. Nichts anderes ist es, daß er sich so verhält! (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Mag. Stadler: Soll ich etwa darauf eingehen? – „Madame Zuckerbrot“ kann ich leider nicht ernst nehmen!)
Abg. Wabl: Jetzt kommt schon wieder diese Argumentation! Bitte nicht!
Nach diesem Tagesordnungspunkt wird das Amtliche Protokoll verlesen, die Auslieferung tritt in Kraft, und der internationale Haftbefehl kann erlassen werden. Auch bestimmte Verfolgungshandlungen zur Aufklärung, zur Aufhellung der Causa Peter Rosenstingl können gesetzt werden. Nach unserer Auffassung sollten daher die Gerichte arbeiten, die Justiz sollte arbeiten, und wir sollten die Tätigkeit der Justiz nicht durch die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses behindern. (Abg. Wabl: Jetzt kommt schon wieder diese Argumentation! Bitte nicht!) Wenn danach noch die Frage nach politischer Verantwortung gegeben ist, werden wir auch für die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses eintreten.
Beifall bei der SPÖ. – Abg. Böhacker: Das ist die Routinebegründung! – Abg. Aumayr: Anschütten, aber keinen Untersuchungsausschuß einsetzen!
Die SPÖ wird daher der Einsetzung des Untersuchungsausschusses nicht zustimmen. (Beifall bei der SPÖ. – Abg. Böhacker: Das ist die Routinebegründung! – Abg. Aumayr: Anschütten, aber keinen Untersuchungsausschuß einsetzen!)
Abg. Aumayr: Und des Herrn Khol!
Ich habe in der üblichen Vorgangsweise durchaus Verständnis dafür, aber Ihr heutiger Antrag, Frau Dr. Petrovic und Herr Wabl, hat wirklich nur Kopfschütteln ausgelöst. Die Freiheitliche Partei hat ein schweres politisches und moralisches Problem. Die freiheitliche Strategie ist heute völlig klargeworden. Dazu gehört eine Rundum-Diffamierung durch den Herrn Stadler (Abg. Aumayr: Und des Herrn Khol!), wie sie wirklich nicht mehr zu überbieten ist. Schauen Sie sich den Herrn Stadler auf dem Video noch einmal an: Wenn Ihnen nicht schon vorher schlecht geworden ist, wird Ihnen vielleicht beim nochmaligen Anschauen schlecht werden, wenn Sie Ihren eigenen geschäftsführenden Klubobmann in der Rundum-Diffamierung sehen, die er hier gemacht hat! (Abg. Aumayr: Das ist wirklich ungeheuerlich!)
Abg. Aumayr: Das ist wirklich ungeheuerlich!
Ich habe in der üblichen Vorgangsweise durchaus Verständnis dafür, aber Ihr heutiger Antrag, Frau Dr. Petrovic und Herr Wabl, hat wirklich nur Kopfschütteln ausgelöst. Die Freiheitliche Partei hat ein schweres politisches und moralisches Problem. Die freiheitliche Strategie ist heute völlig klargeworden. Dazu gehört eine Rundum-Diffamierung durch den Herrn Stadler (Abg. Aumayr: Und des Herrn Khol!), wie sie wirklich nicht mehr zu überbieten ist. Schauen Sie sich den Herrn Stadler auf dem Video noch einmal an: Wenn Ihnen nicht schon vorher schlecht geworden ist, wird Ihnen vielleicht beim nochmaligen Anschauen schlecht werden, wenn Sie Ihren eigenen geschäftsführenden Klubobmann in der Rundum-Diffamierung sehen, die er hier gemacht hat! (Abg. Aumayr: Das ist wirklich ungeheuerlich!)
Abg. Aumayr: Sowas von mies!
Aber neben dieser Rundum-Diffamierung wird auch – das haben wir ja schon gehört – der Vorwurf vorgebracht, daß alle anderen schuld sind: Die Gerichte sind schuld, die Polizei ist schuld, die Banken sind schuld – nur die FPÖ nicht, die Herrn Rosenstingl als Abgeordneten ausgewählt und aufgestellt hat (Abg. Aumayr: Sowas von mies!), die FPÖ, die Herrn Rosenstingl zum Vorsitzenden des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in Niederösterreich gemacht hat, die ihm die Möglichkeit gegeben hat ... (Abg. Aumayr: Oberkassierer!)
Abg. Aumayr: Oberkassierer!
Aber neben dieser Rundum-Diffamierung wird auch – das haben wir ja schon gehört – der Vorwurf vorgebracht, daß alle anderen schuld sind: Die Gerichte sind schuld, die Polizei ist schuld, die Banken sind schuld – nur die FPÖ nicht, die Herrn Rosenstingl als Abgeordneten ausgewählt und aufgestellt hat (Abg. Aumayr: Sowas von mies!), die FPÖ, die Herrn Rosenstingl zum Vorsitzenden des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in Niederösterreich gemacht hat, die ihm die Möglichkeit gegeben hat ... (Abg. Aumayr: Oberkassierer!)
Abg. Aumayr: Auch in der ÖVP!
Schauen Sie: Herr Rosenstingl defraudiert – und Sie diffamieren am laufenden Band! (Abg. Aumayr: Auch in der ÖVP!) Frau Aumayr, Ihre Zwischenrufe sind ein weiterer Beweis für Ihre Rundum-Diffamierung.
Abg. Aumayr: Warum wollen Sie dann keinen Untersuchungsausschuß, Herr Kollege?
Herr Rosenstingl defraudiert – auch mit den Möglichkeiten, die ihm die Freiheitliche Partei gegeben hat. Man hat ihn ohne entsprechende Kontrolle zum offensichtlich voll dispositionsfähigen Vorsitzenden des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in Niederösterreich gemacht. (Abg. Aumayr: Warum wollen Sie dann keinen Untersuchungsausschuß, Herr Kollege?) Man hat ihm die Gelegenheit gegeben, auch in diese Kasse voll hineinzugreifen. In welche anderen Kassen er außerdem gegriffen hat, wissen wir noch nicht. (Abg. Aumayr: Dafür brauchen wir einen Untersuchungsausschuß!) Das wird uns die Justiz liefern, das kann gar kein Untersuchungsausschuß machen. Eine generalistische Untersuchung darüber, wo überall Herr Rosenstingl – mit Ihrer oder ohne Ihre Hilfe – defraudiert hat, ist Sache der Strafverfolgungsbehörden und niemandes anderen. (Abg. Aumayr: Sie erheben nur Anschuldigungen!)
Abg. Aumayr: Dafür brauchen wir einen Untersuchungsausschuß!
Herr Rosenstingl defraudiert – auch mit den Möglichkeiten, die ihm die Freiheitliche Partei gegeben hat. Man hat ihn ohne entsprechende Kontrolle zum offensichtlich voll dispositionsfähigen Vorsitzenden des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in Niederösterreich gemacht. (Abg. Aumayr: Warum wollen Sie dann keinen Untersuchungsausschuß, Herr Kollege?) Man hat ihm die Gelegenheit gegeben, auch in diese Kasse voll hineinzugreifen. In welche anderen Kassen er außerdem gegriffen hat, wissen wir noch nicht. (Abg. Aumayr: Dafür brauchen wir einen Untersuchungsausschuß!) Das wird uns die Justiz liefern, das kann gar kein Untersuchungsausschuß machen. Eine generalistische Untersuchung darüber, wo überall Herr Rosenstingl – mit Ihrer oder ohne Ihre Hilfe – defraudiert hat, ist Sache der Strafverfolgungsbehörden und niemandes anderen. (Abg. Aumayr: Sie erheben nur Anschuldigungen!)
Abg. Aumayr: Sie erheben nur Anschuldigungen!
Herr Rosenstingl defraudiert – auch mit den Möglichkeiten, die ihm die Freiheitliche Partei gegeben hat. Man hat ihn ohne entsprechende Kontrolle zum offensichtlich voll dispositionsfähigen Vorsitzenden des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in Niederösterreich gemacht. (Abg. Aumayr: Warum wollen Sie dann keinen Untersuchungsausschuß, Herr Kollege?) Man hat ihm die Gelegenheit gegeben, auch in diese Kasse voll hineinzugreifen. In welche anderen Kassen er außerdem gegriffen hat, wissen wir noch nicht. (Abg. Aumayr: Dafür brauchen wir einen Untersuchungsausschuß!) Das wird uns die Justiz liefern, das kann gar kein Untersuchungsausschuß machen. Eine generalistische Untersuchung darüber, wo überall Herr Rosenstingl – mit Ihrer oder ohne Ihre Hilfe – defraudiert hat, ist Sache der Strafverfolgungsbehörden und niemandes anderen. (Abg. Aumayr: Sie erheben nur Anschuldigungen!)
Abg. Wabl: Bei der FPÖ ist es ja leicht zu durchschauen! Bei Ihnen ist es schwerer zu verstehen!
Frau Petrovic! Sie haben gesagt, Sie lassen sich durch die Zustimmung der Freiheitlichen nicht irritieren. Aber zumindest nachdenklich sollten Sie bei deren Reaktion werden und überlegen, warum es ihnen so leichtfällt, dieses Ablenkungsmanöver mitzumachen. (Abg. Wabl: Bei der FPÖ ist es ja leicht zu durchschauen! Bei Ihnen ist es schwerer zu verstehen!) Es ist ein Ablenkungsmanöver. Nicht die FPÖ ist schuld, nicht Haider ist schuld, obwohl er Rosenstingl zum Mandatar gemacht, nicht der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender ist schuld, nein: Es sind die Strafverfolgungsbehörden und die anderen Behörden schuld, die angeblich nicht entsprechend gehandelt haben. Mit diesem Antrag wird vorweg etwas unterstellt, das in meinen Augen in keiner Weise bewiesen ist und zu dessen Klärung es wirklich keines Untersuchungsausschusses bedarf.
Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Aumayr: Nicht untersuchen, aber fest anschütten! Solche Pharisäer!
Einem solchen Antrag werden wir nicht stattgeben, und die Freiheitliche Partei werden wir mit Sicherheit nicht aus ihrer moralischen und politischen Verantwortung für den Fall Rosenstingl entlassen. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ. – Abg. Aumayr: Nicht untersuchen, aber fest anschütten! Solche Pharisäer!)
Beifall beim Liberalen Forum.
Wir werden daher diesem Antrag zustimmen. – Danke schön. (Beifall beim Liberalen Forum.)
Abg. Dr. Schwimmer: Jetzt werden Sie zum „Reserve-Stadler“!
Ich habe eher die Vermutung, daß auch Sie, meine Damen und Herren von den Regierungsparteien, in Ihren Reihen genügend ähnliche Fälle haben, bei denen Sie froh sind, wenn sie im Zusammenhang mit einem Untersuchungsausschuß nicht untersucht und nicht erwähnt werden. (Abg. Dr. Schwimmer: Jetzt werden Sie zum „Reserve-Stadler“!)
Abg. Mag. Stadler: Kein Freiheitlicher mehr!
Das ist eine Art zu denken, von der ich mir gut vorstellen kann, daß sie auch im Umfeld dieser Firmenkonstruktionen vorgekommen ist. Jetzt allerdings bin ich weg von der Regierungsdialektik und hin zur freiheitlichen Logik gekommen. Sie kennen sicherlich alle den folgenden Satz, der logisch nicht auflösbar ist: Ein Kreter sagt, daß alle Kreter lügen. Man weiß nicht, ob der Kreter die Wahrheit oder die Unwahrheit sagt. Denn: Auch wenn er die Wahrheit sagt, bleibt es selbstverständlich dabei, daß alle Kreter lügen. Ich komme von diesem Satz der Logik zur freiheitlichen Logik: Was ist dann, wenn ein freiheitlicher Führer nicht nur einmal, sondern öfters „Alle Freiheitlichen sagen die Wahrheit“ behauptet? – Jetzt haben wir den Fall Rosenstingl. (Abg. Mag. Stadler: Kein Freiheitlicher mehr!) Daraus könnte man nun folgern, daß zumindest der freiheitliche Führer die Unwahrheit gesagt hat. (Abg. Mag. Stadler: Rosenstingl hat sich abseits der Gemeinschaft gestellt!) Man könnte aber auch andere Schlußfolgerungen ziehen, Herr Abgeordneter Stadler!
Abg. Mag. Stadler: Rosenstingl hat sich abseits der Gemeinschaft gestellt!
Das ist eine Art zu denken, von der ich mir gut vorstellen kann, daß sie auch im Umfeld dieser Firmenkonstruktionen vorgekommen ist. Jetzt allerdings bin ich weg von der Regierungsdialektik und hin zur freiheitlichen Logik gekommen. Sie kennen sicherlich alle den folgenden Satz, der logisch nicht auflösbar ist: Ein Kreter sagt, daß alle Kreter lügen. Man weiß nicht, ob der Kreter die Wahrheit oder die Unwahrheit sagt. Denn: Auch wenn er die Wahrheit sagt, bleibt es selbstverständlich dabei, daß alle Kreter lügen. Ich komme von diesem Satz der Logik zur freiheitlichen Logik: Was ist dann, wenn ein freiheitlicher Führer nicht nur einmal, sondern öfters „Alle Freiheitlichen sagen die Wahrheit“ behauptet? – Jetzt haben wir den Fall Rosenstingl. (Abg. Mag. Stadler: Kein Freiheitlicher mehr!) Daraus könnte man nun folgern, daß zumindest der freiheitliche Führer die Unwahrheit gesagt hat. (Abg. Mag. Stadler: Rosenstingl hat sich abseits der Gemeinschaft gestellt!) Man könnte aber auch andere Schlußfolgerungen ziehen, Herr Abgeordneter Stadler!
Beifall bei den Grünen.
Auch darauf, meine Damen und Herren – das ist jetzt nicht nur an die Adresse der Freiheitlichen gerichtet –, sollte ein Untersuchungsausschuß eine Antwort finden. (Beifall bei den Grünen.)
Abg. Wabl: Das habe ich nicht gesagt! Berichtigung bitte! Ich habe die „Salzburger Nachrichten“ zitiert!
Ich bin auch nicht der Meinung des Abgeordneten Wabl, Herr Kollege Schwimmer, der das letzte Mal gesagt hat, wenn ich in das Gesicht des Abgeordneten Schwimmer schaue, dann blickt mir die Fratze des Unrechtsstaates entgegen. (Abg. Wabl: Das habe ich nicht gesagt! Berichtigung bitte! Ich habe die „Salzburger Nachrichten“ zitiert!) Hervorragend wiedergegeben, Herr Kollege. Wen haben Sie zitiert? (Abg. Wabl: Die „Salzburger Nachrichten“!) Ah, die haben das geschrieben! Die haben das über den Schwimmer geschrieben! Also ich bin nicht der Meinung der „Salzburger Nachrichten“. Ich kann mich am Kollegen Schwimmer gar nicht sattsehen. Solange es Funktionäre gibt wie Sie, Herr Kollege Schwimmer, so lange ist der Aufstieg der FPÖ auch durch Rosenstingls und andere wilde Abgeordnete nicht aufzuhalten, meine Damen und Herren! Sie sind einer der besten Garanten für unsere weitere Fortentwicklung.
Abg. Wabl: Die „Salzburger Nachrichten“!
Ich bin auch nicht der Meinung des Abgeordneten Wabl, Herr Kollege Schwimmer, der das letzte Mal gesagt hat, wenn ich in das Gesicht des Abgeordneten Schwimmer schaue, dann blickt mir die Fratze des Unrechtsstaates entgegen. (Abg. Wabl: Das habe ich nicht gesagt! Berichtigung bitte! Ich habe die „Salzburger Nachrichten“ zitiert!) Hervorragend wiedergegeben, Herr Kollege. Wen haben Sie zitiert? (Abg. Wabl: Die „Salzburger Nachrichten“!) Ah, die haben das geschrieben! Die haben das über den Schwimmer geschrieben! Also ich bin nicht der Meinung der „Salzburger Nachrichten“. Ich kann mich am Kollegen Schwimmer gar nicht sattsehen. Solange es Funktionäre gibt wie Sie, Herr Kollege Schwimmer, so lange ist der Aufstieg der FPÖ auch durch Rosenstingls und andere wilde Abgeordnete nicht aufzuhalten, meine Damen und Herren! Sie sind einer der besten Garanten für unsere weitere Fortentwicklung.
Abg. Rosemarie Bauer: Die Flucht nach vorn! – Beifall bei den Freiheitlichen.
Daher ersuche ich Sie händeringend, Herr Kollege Schwimmer, wenn Sie mich jetzt einmal anschauen und Ihnen dabei nicht schlecht wird, und zwar zum letzten Mal für heute, stimmen Sie diesem Antrag zu! Stimmen Sie zu, daß das, was Sie am Vormittag vor laufenden Kameras gepredigt haben, auch am Abend verwirklicht wird! (Abg. Rosemarie Bauer: Die Flucht nach vorn! – Beifall bei den Freiheitlichen.)
Abg. Dr. Haider: Blamabel! Sehr blamabel! Vertuscher!
Ich bitte jene Damen und Herren, die dafür stimmen, um ein Zeichen. – Das ist die Minderheit. Der Antrag ist abgelehnt. (Abg. Dr. Haider: Blamabel! Sehr blamabel! Vertuscher!)